CELEX: 62019CN0364
Language: de
Date: 2019-05-07 00:00:00
Title: Rechtssache C-364/19: Vorabentscheidungsersuchen des Tribunalul Galați (Rumänien), eingereicht am 7. Mai 2019 — XU u. a./SC Credit Europe Ipotecar IFN SA und Credit Europe Bank NV

26.8.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 288/19
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen des Tribunalul Galați (Rumänien), eingereicht am 7. Mai 2019 — XU u. a./SC Credit Europe Ipotecar IFN SA und Credit Europe Bank NV
      (Rechtssache C-364/19)
      (2019/C 288/25)
      Verfahrenssprache: Rumänisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Tribunalul Galați
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger und Berufungskläger: XU, YV, ZW, AU, BZ, CA, DB, EC
      
         Beklagte und Berufungsklägerinnen: SC Credit Europe Ipotecar IFN SA und Credit Europe Bank NV
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Sind Art. 1 Abs. 2 und Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 93/13/EWG (1), wie sie in der Rechtssache C-186/16, Andriciuc u. a., geprüft worden sind, dahin auszulegen, dass das nationale Gericht verpflichtet ist, im Fall einer Währungsrisikoklausel, die auf einer nationalen Rechtsvorschrift beruht, vorrangig den Einwand des in Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie vorgesehenen Verbots zu prüfen, oder dahin, dass es verpflichtet ist, ohne vorherige Prüfung von Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie zu prüfen, ob der Gewerbetreibende der Informationspflicht nachgekommen ist, die unter den Regelungsgegenstand von Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie fällt?
               
            
                  2.
               
               
                  Sind Art. 1 Abs. 2 und Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 93/13/EWG dahin auszulegen, dass sich der Gewerbetreibende bei Nichteinhaltung der Verpflichtung, den Verbraucher vor Abschluss des Kreditvertrags zu informieren, auf Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie berufen kann, so dass die vertragliche Währungsrisikoklausel, die auf einer nationalen Rechtsvorschrift beruht, vom Gericht von der Missbräuchlichkeitsprüfung auszuschließen ist?
               
            
         (1)  Richtlinie 93/13/EWG des Rates vom 5. April 1993 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen (ABl. 1993, L 29, S. 95).