CELEX: C1999/204/03
Language: de
Date: 1999-07-17 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes vom 20. April 1999 in der Rechtssache C-360/97 (Vorabentscheidungsersuchen des Centrale Raad van Beroep): Herman Nijhuis gegen bestuur van het Landelijk instituut sociale verzekeringen («Soziale Sicherheit - Arbeitsunfähigkeit - Besondere Regelung für Beamte - Anhang VI Abschnitt J Nummer 4 Buchstabe a der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Artikel 48 und 51 EWG-Vertrag»)

C 204/2                DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         17.7.1999
dem auf Antrag der Försäkringsaktiebolag Skandia (publ)                    können und die Unanwendbarkeit einer ihnen widersprechenden
eingeleiteten Verfahren vorgelegtes Ersuchen um Vorabent-                  nationalen Rechtsvorschrift zur Folge haben.
scheidung über die Auslegung des Artikels 18 Absatz 1 der
Ersten Richtlinie 73/239/EWG des Rates vom 24. Juli 1973
zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften             (1) ABl. C 252 vom 16.8.1997.
betreffend die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der
Direktversicherung (mit Ausnahme der Lebensversicherung)
(ABl. L 228, S. 3) in der Fassung des Artikels 26 der
Richtlinien 92/49/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 zur
Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für
die Direktversicherung (mit Ausnahme der Lebensversiche-
rung) sowie zur Änderung der Richtlinien 73/239/EWG und
88/357/EWG (Dritte Richtlinie Schadenversicherung) (ABl.
L 228, S. 1) und des Artikels 21 Absatz 1 der Ersten
Richtlinie 79/267/EWG des Rates vom 5. März 1979 zur                                  URTEIL DES GERICHTSHOFES
Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften
über die Aufnahme und Ausübung der Direktversicherung
(Lebensversicherung) (ABl. L 63, S. 1) in der Fassung des                                    vom 20. April 1999
Artikels 27 der Richtlinie 92/96/EWG des Rates vom
10. November 1992 zur Koordinierung der Rechts- und                   in der Rechtssache C-360/97 (Vorabentscheidungsersu-
Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung (Lebens-           chen des Centrale Raad van Beroep): Herman Nijhuis
versicherung) sowie zur Änderung der Richtlinien                     gegen bestuur van het Landelijk instituut sociale verzeke-
79/267/EWG und 90/619/EWG (Dritte Richtlinie Lebensver-                                             ringen (1)
sicherung) (ABl. L 360, S. 1) hat der Gerichtshof unter
Mitwirkung des Präsidenten G. C. Rodrı́guez Iglesias, der
Kammerpräsidenten J.-P. Puissochet, G. Hirsch und P. Jann             („Soziale Sicherheit — Arbeitsunfähigkeit — Besondere
sowie der Richter J. C. Moitinho de Almeida (Berichterstatter),       Regelung für Beamte — Anhang VI Abschnitt J Nummer 4
G. Gulmann, J. L. Murray, D. A. O. Edward, H. Ragnemalm,              Buchstabe a der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 — Arti-
L. Sevón und M. Wathelet — Generalanwalt: D. Ruiz-Jarabo                               kel 48 und 51 EWG-Vertrag“)
Colomer; Kanzler: H. von Holstein, Hilfskanzler — am
20. April 1999 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                                               (1999/C 204/03)
1. Artikel 18 Absatz 1 der Ersten Richtlinie 73/239/EWG des
    Rates vom 24. Juli 1973 zur Koordinierung der Rechts-                              (Verfahrenssprache: Niederländisch)
    und Verwaltungsvorschriften betreffend die Aufnahme und
    Ausübung der Tätigkeit der Direktversicherung (mit Ausnahme
    der Lebensversicherung) in der Fassung des Artikels 26 der
    Richtlinie 92/49/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 zur              (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
    Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die               Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes)
    Direktversicherung (mit Ausnahme der Lebensversicherung) in
    der Fassung des Artikels 26 der Richtlinie 92/49/EWG des          In der Rechtssache C-360/97 betreffend ein dem Gerichtshof
    Rates vom 18. Juni 1992 zur Koordinierung der Rechts-             nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Centrale Raad van Beroep
    und Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung (mit       (Niederlande) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit
    Ausnahme der Lebensversicherung) sowie zur Änderung der          Herman Nijhuis gegen Bestuur van het Landelijk instituut
    Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG (Dritte Richtlinie          sociale verzekeringen vorgelegtes Ersuchen um Vorabentschei-
    Schadenversicherung) und Artikel 21 Absatz 1 der Ersten           dung über die Auslegung des Anhangs VI Abschnitt J Num-
    Richtlinie 79/267/EWG des Rates vom 5. März 1979 zur              mer 4 Buchstabe a der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des
    Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften über        Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der
    die Aufnahme und Ausübung der Direktversicherung (Lebens-         sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie
    versicherung) in der Fassung des Artikels 27 der Richtlinie       deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu-
    92/96/EWG des Rates vom 10. November 1992 zur                     und abwandern, und des Anhangs 2 Abschnitt J Nummer 2
    Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die     Buchstabe b der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates
    Direktversicherung (Lebensversicherung) sowie zur Änderung       vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung
    der Richtlinien 79/267/EWG und 90/619/EWG (Dritte                 Nr. 1408/71, beide in der durch die Verordnung (EWG)
    Richtlinie Lebensversicherung) stehen einer nationalen Rechts-    Nr. 2001/83 des Rates vom 2. Juni 1983 (ABl. L 230, S. 6)
    vorschrift entgegen, die es Versicherungsunternehmen verbietet,   geänderten und aktualisierten Fassung, geändert durch An-
    ohne behördliche Genehmigung im Rahmen ihrer freien Mittel        hang I Teil VIII der Akte über die Bedingungen des Beitritts des
    Aktien zu halten, die mehr als 5 % aller Stimmrechte einer        Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik und die
    inländischen oder ausländischen Aktiengesellschaft ausmachen.     Anpassungen der Verträge (ABl. 1985, L 302, S. 23) hat der
                                                                      Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsidenten G. C. Rodrı́guez
                                                                      Iglesias, der Kammerpräsidenten P. J. G. Kapteyn,
2. Artikel 18 Absatz 1 der Richtlinie 73/239/EWG in der Fassung       J.-P. Puissochet und G. Hirsch sowie der Richter G. F. Mancini,
    des Artikels 26 der Richtlinie 92/49 und Artikel 21 Absatz 1      J. C. Moitinho de Almeida, C. Gulmann, L. Sevón und M. Wa-
    der Richtlinie 76/267/EWG in der Fassung des Artikels 27 der      thelet (Berichterstatter) — Generalanwalt: G. Cosmas; Kanzler:
    Richtlinie 92/96 sind so genau und unbedingt, daß sie vor einem   H. A. Rühl, Hauptverwaltungsrat — am 20. April 1999 ein
    nationalen Gericht der Verwaltung entgegengehalten werden         Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
 ---pagebreak--- 17.7.1999               DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 204/3
Anhang VI Abschnitt J Nummer 4 Buchstabe a der Verordnung                 1. Die Klage wird abgewiesen.
(EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständi-
ge sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft         2. Das Königreich der Niederlande trägt die Kosten des Verfahrens.
zu- und abwandern, in der durch die Verordnung Nr. 2001/83 des
Rates vom 2. Juni 1983 geänderten und aktualisierten Fassung,             (1) ABl. C 76 vom 12.3.1994.
geändert durch Anhang I Teil VIII der Akte über die Bedingungen
des Beitritts des Königreichs Spanien und der Portugiesischen
Republik und die Anpassungen der Verträge, ist so auszulegen, daß
er den zuständigen niederländischen Träger, bei dem ein in einem
anderen Mitgliedstaat arbeitsunfähig gewordener Arbeitnehmer eine
proratisierte Leistung bei Invalidität beantragt, nicht verpflichtet, die
Versicherungszieten, die dieser Arbeitnehmer in den Niederlanden
nach dem 1. Juli 1967 nach einem Sondersystem für Beamte                                 URTEIL DES GERICHTSHOFES
zurückgelegt hat, nach der Wet op de arbeidsongeschiktheidsverzeke-
ring vom 18. Februar 1966 zurückgelegten Versicherungszeiten
gleichzustellen.                                                                                  (Fünfte Kammer)
                                                                                                 vom 22. April 1999
(1) ABl. C 370 vom 6.12.1997.
                                                                          in der Rechtssache C-340/96: Kommission der Europäi-
                                                                          schen Gemeinschaften gegen Vereinigtes Königreich
                                                                                        Großbritannien und Nordirland (1)
                                                                          (Vertragsverletzung — Richtlinie 80/778/EWG — Wasser
                                                                          für den menschlichen Gebrauch — Regelung zur Sicherstel-
                                                                          lung der Durchführung der Normen für die Wasserqualität)
                 URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                                                   (1999/C 204/05)
                         (Sechste Kammer)
                                                                                              (Verfahrenssprache: Englisch)
                        vom 22. April 1999
in der Rechtssache C-28/94: Königreich der Niederlande                    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
 gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)                               Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes)
(EAGFL — Rechnungsabschluß — Haushaltsjahr 1990 —                         In der Rechtssache C-340/96, Kommission der Europäischen
                               Butter)                                    Gemeinschaften (Bevollmächtigter: Richard B. Wainwright)
                                                                          gegen Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
                                                                          (Bevollmächtigte: John E. Collins, als Beistand: Derrick Wyatt
                          (1999/C 204/04)                                 und Mark Hoskins), wegen Feststellung, daß das Vereinigte
                                                                          Königreich gegen seine Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag
                                                                          verstoßen hat,
                  (Verfahrenssprache: Niederländisch)
                                                                          — indem es mit der Annahme von Verpflichtungserklärungen
                                                                              nicht durchgesetzt hat, daß die Wasserversorgungsunter-
                                                                              nehmen die Anforderungen der Richtlinie 80/778/EWG
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
                                                                              des Rates vom 15. Juli 1980 über die Qualität von Wasser
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes)
                                                                              für den menschlichen Gebrauch (ABl. L 229, S. 11)
                                                                              erfüllen, und
In der Rechtssache C-28/94, Königreich der Niederlande
(Bevollmächtigte: J. W. de Zwaan und J. S. van den Ooster-                — deshalb nicht dafür gesorgt hat, daß die Qualität des
kamp) gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften                        in mehreren Gebieten des Vereinigten Königreichs zum
(Bevollmächtigte: T. van Rijn und M. van der Woude), wegen                    Gebrauch gelieferten Wassers den Anforderungen dieser
teilweiser Nichtigerklärung der Entscheidung 93/659/EG der                    Richtlinie entspricht, so daß die in der Richtlinie festgeleg-
Kommission vom 25. November 1993 über den Rechnungs-                          ten zulässigen Höchstkonzentrationen bei mehreren Para-
abschluß der Mitgliedstaaten für die vom Europäischen Aus-                    metern überschritten wurden,
richtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL),
Abteilung Garantie, im Haushaltsjahr 1990 finanzierten Aus-               hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung des
gaben (ABl. L 301, S. 13) hat der Gerichtshof (Sechste Kammer)            Präsidenten der Ersten Kammer P. Jann in Wahrnehmung der
unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten P. J. G. Kapteyn                   Aufgaben des Präsidenten der Fünften Kammer sowie der
sowie der Richter G. Hirsch, G. F. Mancini (Berichterstatter),            Richter J. C. Moitinho de Almeida (Berichterstatter), C. Gul-
H. Ragnemalm und R. Schintgen — Generalanwalt: S. Alber;                  mann, D. A. O Edward und L. Sevón — Generalanwalt:
Kanzler: H. A. Rühl, Hauptverwaltungsrat — am 22. April                   J. Mischo; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin — am
1999 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                             22. April 1999 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen: