CELEX: 32018D1207(01)
Language: de
Date: 2018-11-30 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 30. November 2018 über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ (g.g.A.) im Amtsblatt der Europäischen Union

7.12.2018   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 441/20
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 30. November 2018
         über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ (g.g.A.) im Amtsblatt der Europäischen Union
         
         (2018/C 441/08)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 53 Absatz 2,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Italien hat gemäß Artikel 49 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 einen Antrag auf eine nicht geringfügige Änderung der Produktspezifikation des Erzeugnisses „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ (g.g.A.) eingereicht.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bedingungen der Verordnung erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 Einspruch erhoben werden kann, sollte der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission (2) einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation für den eingetragenen Namen „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ (g.g.A.) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden —
                  
               BESCHLIESST:
         
            Einziger Artikel
            Der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014, einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ (g.g.A.) findet sich im Anhang dieses Beschlusses.
            Im Einklang mit Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann innerhalb von drei Monaten ab der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union gegen die Änderung gemäß Absatz 1 dieses Artikels Einspruch erhoben werden.
         
         
            Brüssel, den 30. November 2018
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.
         
            (2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission vom 13. Juni 2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 179 vom 19.6.2014, S. 36).
      
      
         
            ANHANG
            ANTRAG AUF GENEHMIGUNG EINER NICHT GERINGFÜGIGEN ÄNDERUNG DER PRODUKTSPEZIFIKATION EINER GESCHÜTZTEN URSPRUNGSBEZEICHNUNG ODER GESCHÜTZTEN GEOGRAFISCHEN ANGABE
            
               Antrag auf Genehmigung einer Änderung gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012
            
            
               „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“
            
            
               EU-Nr.: PGI-IT-1552-AM02 — 26.9.2017
            
            
               g.U. ( ) g.g.A. ( X )
            
            1.   Antragstellende Vereinigung und berechtigtes Interesse
            
            
                        Consorzio di tutela „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“
                     
                  
                        Via delle Fascine, 4
                     
                  
                        06132 San Martino in Campo
                     
                  
                        Perugia (PG)
                     
                  
                        ITALIA
                     
                  
                        info@vitellonebianco.it
                     
                  Die Schutzgemeinschaft „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ (Consorzio di Tutela Vitellone bianco dell’Appennino centrale) ist berechtigt, einen Änderungsantrag gemäß Artikel 13 Absatz 1 der Verordnung des italienischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft Nr. 12511 vom 14.10.2013 zu stellen.
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Italien
            3.   Rubriken der Produktspezifikation, auf die sich die Änderung(en) bezieht/beziehen
            
            
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Produktbezeichnung
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Beschreibung des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Geografisches Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Ursprungsnachweis
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Erzeugungsverfahren
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Kennzeichnung
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Sonstiges: Kontrollpapiere; Verpackung; Anpassung an einen geänderten Rechtsrahmen.
                     
                  4.   Art der Änderung(en)
            
            
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g.U. oder g.g.A.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g.U. oder g.g.A., für die kein Einziges Dokument (oder etwas Vergleichbares) veröffentlicht wurde.
                     
                  5.   Änderung(en)
            
            
               
                  Beschreibung des Erzeugnisses
               
            
            
               Artikel 5.4 der Produktspezifikation und Nummer 3.2 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        1.
                     
                     
                        Die Angaben zum Gewichtsverlust gekocht (weniger als 35 %) und zur Festigkeit gekocht (weniger als 2,5 kg/cm2) wurden gestrichen.
                        Diese Änderung ergibt sich aus der Zeitspanne, die mindestens erforderlich ist, um die Analysen vorzunehmen, deren Durchführung im Labor erfolgen muss. Das „frische Rindfleisch“ ist ein Erzeugnis mit äußerst begrenzter Haltbarkeitsdauer; dies gilt besonders für bestimmte Fleischabschnitte.
                        Es muss möglich sein, dass die Schlachtkörper den Schlachthof innerhalb von zwei Tagen verlassen, zumal die Kühlräume der Schlachthöfe zur Kühlung der Schlachtkörper konzipiert sind, nicht aber zu ihrer Lagerung bzw. Reifung.
                        Die Analyseergebnisse werden gegenwärtig erst nach mehr als sieben Tagen versandt. Dies führt zu gravierenden Problemen kommerzieller Art und hinsichtlich der Zertifizierung, weil der Weitertransport des Schlachtkörpers zur Portionierung innerhalb von 48 Stunden nach der Schlachtung erfolgen muss, was mit der für die Durchführung der Analysen erforderlichen Zeitspanne unvereinbar ist. Ein anderes Szenario könnte vorsehen, das zertifizierte Erzeugnis zu einem konventionellen Erzeugnis herabzustufen, was erhebliche wirtschaftliche Verluste nach sich ziehen würde.
                     
                  
               
                  Erzeugungsverfahren
               
            
            
               Artikel 4.1 der Leistungsbeschreibung
            
            
                     
                        2.
                     
                     
                        Die Sätze
                        „Vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Absetzen sind folgende Haltungssysteme zulässig: Weidehaltung, Unterbringung in Laufställen, Haltung in Anbindeställen.
                        In der Zeit nach dem Absetzen und bis zur Schlachtung müssen die Tiere ausschließlich in Laufställen oder in Anbindeställen gehalten werden.“
                        erhalten folgende Fassung:
                        „Vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Absetzen sind folgende Haltungssysteme zulässig: Weidehaltung, Unterbringung in Laufställen, Freilandhaltung (halbwild).
                        In der Zeit nach dem Absetzen und bis zur Schlachtung müssen die Tiere ausschließlich in Laufställen, in Anbindeställen oder in Freilandhaltung (halbwild) gehalten werden.“
                        Für den Aufzuchtszeitabschnitt von der Geburt bis zum Absetzen wird die Bezugnahme auf „Anbindeställe“ im Einklang mit der Richtlinie 2008/119/EG des Rates vom 18. Dezember 2008 über Mindestanforderungen für den Schutz von Kälbern gestrichen.
                        Für den gesamten Aufzuchtszeitraum, also von der Geburt bis zur Schlachtung, wird eine Bezugnahme auf die Freilandhaltung (halbwild) eingefügt, um zu präzisieren, was bisher unter den Oberbegriff „Unterbringung in Laufställen“ eingeordnet worden war.
                        Rinder in Freilandhaltung (halbwild) können sich in einer physisch abgegrenzten Zone frei bewegen, diese jedoch nicht verlassen.
                     
                  
               Artikel 4.1 der Produktspezifikation und Nummer 3.3 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        3.
                     
                     
                        Der Absatz:
                        „Anschließend besteht ihre Grundnahrung aus Frischfutter und/oder gelagerten Futtermitteln aus natürlichem oder künstlichem Anbau oder aus typischen aus dem angegebenen geografischen Gebiet stammenden Graspflanzen. Das zusätzliche Verfüttern von einfachen oder zusammengesetzten Konzentraten und die Zugabe von Mineralstoffen und Vitaminen sind erlaubt.“
                        erhält folgende Fassung:
                        „Anschließend besteht ihre Grundnahrung aus Frischfutter und/oder gelagerten Futtermitteln aus natürlichem oder künstlichem Anbau oder aus typischen aus dem angegebenen geografischen Gebiet stammenden Graspflanzen. Das zusätzliche Verfüttern von einfachen oder zusammengesetzten Konzentraten und die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln sind erlaubt.“
                        Die Bezugnahme auf „die Zugabe von Mineralstoffen und Vitaminen“ wird durch die Bezugnahme auf „die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln“ ersetzt. Aufgrund dieser Änderung können den Tieren auch andere Nährstoffe als Vitamine und Mineralstoffe verabreicht werden.
                     
                  
               Artikel 4.2 der Produktspezifikation und Nummer 3.3 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        4.
                     
                     
                        Der Absatz:
                        „In den vier Monaten, die der Schlachtung vorausgehen, ist es verboten, die Tiere mit Silage zu füttern.
                        Die Fütterung der Tiere mit den folgenden Nebenprodukten aus der Industrie ist verboten:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    Rübenschnitzel (frisch);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Reisig von Olivenbäumen (gemahlen);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Blätter von Olivenbäumen (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Orangentrester;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Zitrustrester (getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Orangentrester (getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Olivenpülpe;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fruchtwand von Oliven;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fruchtwand oder Samen von Tomaten;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Brennereirückstände;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Malzwurzelkeime;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Biertreber;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Getreideschlempe (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Vinassen (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Kleie (unverarbeitet oder verarbeitet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fleischmehl;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Grieben/Grammeln;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fischmehl;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Blut;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fette tierischen Ursprungs;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Apfeltrester;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Obst (frisch oder haltbar gemacht);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Abfälle der Süßwarenindustrie.“
                                 
                              erhält folgende Fassung:
                        „In den vier Monaten, die der Schlachtung vorausgehen, ist es verboten, die Tiere mit Silage zu füttern.
                        Die Fütterung der Tiere mit den folgenden Nebenprodukten aus der Industrie ist verboten:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    Fleischmehl;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Grieben/Grammeln;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fischmehl;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Blut;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fette tierischen Ursprungs;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Abfälle der Süßwarenindustrie.
                                 
                              Folgende industrielle Nebenprodukte sind ausschließlich als Kraftfutter-Zutaten zulässig:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    Rübenschnitzel (frisch);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Reisig von Olivenbäumen (gemahlen);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Blätter von Olivenbäumen (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Orangentrester;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Zitrustrester (getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Orangentrester (getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Olivenpülpe;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fruchtwand von Oliven;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Fruchtwand oder Samen von Tomaten;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Brennereirückstände;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Malzwurzelkeime;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Biertreber;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Getreideschlempe (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Vinassen (frisch oder getrocknet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Kleie (unverarbeitet oder verarbeitet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Apfeltrester;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Obst (frisch oder haltbar gemacht);“.
                                 
                              Infolge dieser Änderung kann zugelassen werden, dass bestimmte Zutaten (industrielle Nebenprodukte), die gegenwärtig verboten sind, künftig verfüttert werden dürfen, wenn sie im Tierfutter enthalten sind. Ursprünglich sollte durch das in der Produktspezifikation festgelegte Verbot, bestimmte Nebenprodukte an die Tiere zu verfüttern, vermieden werden, dass diese Nebenprodukte unverarbeitet verfüttert werden, weil dadurch eine ausgewogene Futterration möglicherweise nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.
                        In der vorgeschlagenen Änderung wird dagegen festgelegt, dass die industriellen Nebenprodukte nur als Zutaten von Tierfutter verfüttert werden dürfen. Diese getrockneten Nebenprodukte, die bei der Herstellung von Tierfutter verwendet werden, sind Teil einer bereits ausgewogenen Futterration, deren Nährwertmerkmale genau definiert und auf den Etiketten der Futtermittel klar dargelegt sind.
                     
                  
               Artikel 4.3 der Produktspezifikation und Nummer 3.4 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        5.
                     
                     
                        Der Satz
                        „Die Schlachtung muss in geeigneten Schlachthöfen erfolgen, die sich innerhalb des Erzeugungsgebiets befinden.“
                        erhält folgende Fassung:
                        „Die Schlachtung muss in geeigneten Schlachthöfen erfolgen.“
                        Die Verpflichtung, die Schlachtung in dem geografischen Gebiet durchzuführen, wird gestrichen. Diese Änderung steht im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, Zugang zu besser organisierten, strukturierteren Schlachthöfen zu haben, die sich in der Nähe des Erzeugungsgebiets befinden, wodurch die Entfernungen, die die zur Schlachtung bestimmten Tiere zurücklegen müssen, auf das durch die Tierschutzvorschriften vorgegebene Maß beschränkt werden können, und außerdem Zugang zu Schlachthöfen zu haben, die bestimmte religiöse Riten respektieren.
                        Nummer 3.4 des Einzigen Dokuments wird dahin gehend geändert, dass die Bezugnahme auf die Phase der Schlachtung gestrichen wird.
                     
                  
               Artikel 5.3 der Leistungsbeschreibung
            
            
                     
                        1.
                     
                     
                        Der Satz
                        „Da eine optimale Zartheit der Schlachtkörper der männlichen Tiere erreicht werden muss und männliche Tiere — auch intramuskuläres — Fett weniger gut speichern können als weibliche Tiere, muss die Abhängezeit für die Schlachtkörper der männlichen Tiere wenigstens vier Tage für Vorderviertel und 10 Tage für Hinterviertel betragen.“
                        erhält folgende Fassung:
                        „Da eine optimale Zartheit der Schlachtkörper der männlichen Tiere erreicht werden muss und männliche Tiere Fett, einschließlich intramuskulären Fettes, weniger gut speichern können als weibliche Tiere, muss die Abhängezeit für alle Teilstücke der Schlachtkörper der männlichen Tiere wenigstens vier Tage betragen, wobei die Abhängezeit für Hüfte/Rumpsteak, Kugel, Ober- und Unterschale sowie Lende wenigstens 10 Tage betragen muss.“
                        Es wird präzisiert, dass die Abhängezeit für Hüfte/Rumpsteak, Kugel, Ober- und Unterschale sowie Lende wenigstens 10 Tage, die Abhängezeit für alle übrigen Teilstücke wenigstens vier Tage betragen muss.
                        Diese Änderung ist erforderlich, weil nicht alle hinteren Teilstücke dieselben materiellen Eigenschaften haben und nicht alle diese Teilstücke auf dieselbe Weise verwendet werden. In Anbetracht ihrer Beschaffenheit sind einige Teilstücke eher dazu bestimmt, zu Hackfleisch verarbeitet zu werden, das aus Gründen der Lebensmittelsicherheit kürzeren als den in der geltenden Fassung der Produktspezifikation vorgesehenen Abhängezeiten unterliegt.
                        Eine lange Abhängezeit ist für bestimmte, größere Teilstücke erforderlich, die wenig Bindegewebe enthalten und mit kurzen Zubereitungszeiten verbunden sind, wie etwa Hüfte/Rumpsteak, Kugel, Ober- und Unterschale sowie Lende, deren Mindest-Abhängezeit für die Qualität des Erzeugnisses entscheidend ist.
                     
                  
               
                  Etikettierung
               
            
            
               Artikel 6.3 der Produktspezifikation und Nummer 3.6 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        2.
                     
                     
                        Die folgenden Teilsätze
                        
                                    „—
                                 
                                 
                                    den Hinweis ‚Indicazione Geografica Protetta‘ und/oder das von den geltenden Rechtsvorschriften vorgesehene gemeinschaftliche Logo (die Verwendung des Kürzels „IGP“ ist gestattet);
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    die Rinderrasse.“
                                 
                              erhalten folgende Fassung:
                        
                                    „—
                                 
                                 
                                    das von den geltenden europäischen Rechtsvorschriften vorgesehene EU-Logo. Zusätzlich darf die Bezeichnung ‚geschützte geografische Angabe‘ und/oder das Kürzel ‚g.g.A.‘ verwendet werden.
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    die Rinderrasse, außer bei denjenigen Chargen, die aus dem Fleisch von Rindern mehrerer Rassen bestehen.“
                                 
                              Die Angabe des Logos der Europäischen Union auf dem Etikett wird obligatorisch.
                        Es wird eine Vorschrift hinzugefügt, der zufolge die Rinderrasse nur bei Chargen anzugeben ist, die aus dem Fleisch von Rindern einer einzigen Rasse bestehen. Diese Änderung berücksichtigt die begrenzte Größe der Etiketten und den Platzmangel, der die Angabe von zwei oder drei Rassen auf dem Etikett zuweilen erschwert.
                     
                  
                     
                        3.
                     
                     
                        Folgender Satz wird gestrichen:
                        
                                    „—
                                 
                                 
                                    Hinweise auf weitere, nicht ausdrücklich vorgesehene Merkmale sind unzulässig.“
                                 
                              Das Verbot, nicht ausdrücklich vorgesehene Merkmale auf dem Etikett anzugeben, wird abgeschafft. Diese Änderung ist durch die Möglichkeit gerechtfertigt, auf dem Etikett zusätzliche Angaben anzubringen, zum Beispiel Hinweise auf eine besondere Ernährungsweise der Rinder (z. B.: „ohne hinzugefügte tierische Fette“, „ohne gentechnisch veränderte Organismen“) oder Hinweise auf Zertifizierungssysteme der Unternehmen.
                     
                  
               
                  Sonstiges
               
            
            
               Artikel 6.2 der Produktspezifikation und Nummer 3.6 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        4.
                     
                     
                        Die „Rasse“ wird in die Liste der Angaben auf dem Kontrolldokument aufgenommen.
                        Diese Änderung vervollständigt die Liste der Angaben auf dem Kontrolldokument, mit dessen Hilfe die Erfüllung der Konformitätskriterien überprüft werden kann. Mithilfe dieser Änderung soll gewährleistet werden, dass die Angaben zur Rinderrasse beibehalten werden.
                        Die entsprechenden Angaben des Einzigen Dokuments sind aktualisiert worden.
                     
                  
               
                  Verpackung
               
            
            
               Artikel 6.4 der Produktspezifikation und Nummer 3.5 des Einzigen Dokuments
            
            
                     
                        5.
                     
                     
                        Der Satz
                        „Das portionierte, frische oder gefrorene Fleisch muss auf folgende Art verpackt werden: Vorverpackung, Vakuumverpackung oder Schutzgasverpackung.“
                        erhält folgende Fassung:
                        „Das portionierte, frische oder gefrorene Fleisch muss auf folgende Art verpackt werden: Vor-Abpackung, Vorverpackung, Vakuumverpackung oder Schutzgasverpackung.“
                        Diese Änderung ermöglicht das Hinzufügen der Möglichkeit, das Erzeugnis in in der Verkaufsstelle eingesetzten Verpackungen zu verkaufen, da der Verkauf auf diese Art verpackter Waren insbesondere bei Großhändlern gängig ist.
                        Die entsprechenden Angaben des Einzigen Dokuments sind aktualisiert worden.
                     
                  
                     
                        6.
                     
                     
                        Der Satz
                        „Das Verpacken darf ausschließlich in Zerlegungsbetrieben erfolgen, die von der Einrichtung zugelassen und kontrolliert werden, die für die Genehmigung des Aufdrucks des Logos der geschützten geografischen Angabe auf die einzelnen Verpackungen zuständig ist.“
                        erhält folgende Fassung:
                        „Das Verpacken darf ausschließlich in Metzgereien und Zerlegungsbetrieben erfolgen, die von der Einrichtung zugelassen und kontrolliert werden, die für die Genehmigung des Aufdrucks des Logos der geschützten geografischen Angabe auf die einzelnen Verpackungen zuständig ist.“
                        In Anbetracht der vorangegangenen Änderung erschien es angemessen, die Metzgereien in die Liste der Betriebe aufzunehmen, die das Verpacken durchführen dürfen.
                        Die entsprechenden Angaben des Einzigen Dokuments sind aktualisiert worden.
                     
                  
               
                  Anpassung an einen geänderten Rechtsrahmen.
               
            
            
                     
                        7.
                     
                     
                        Die Bezugnahmen auf die Verordnung (EG) Nr. 510/2006 in den Artikeln 1 und 7 der Produktspezifikation wurden an die geltenden Rechtsvorschriften angepasst.
                     
                  EINZIGES DOKUMENT
            
               „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“
            
            
               EU-Nr.: PGI-IT-1552-AM02 — 26.9.2017
            
            
               g.U. ( ) g.g.A. ( X )
            
            1.   Name(n)
            
            „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Italien
            3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels
            
            3.1.   Art des Erzeugnisses
            
            Klasse 1.1: Fleisch (und Schlachtnebenerzeugnisse), frisch
            3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
            
            Das Fleisch von „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ g.g.A. wird aus männlichen und weiblichen, zwischen 12 und 24 Monate alten Rindern der reinen Rassen Chianina, Marchigiana und Romagnola gewonnen, die im typischen Erzeugungsgebiet geboren und gehalten werden.
            Die Rinder müssen in ausgewählten Betrieben geboren und ordnungsgemäß in das Registro Genealogico del Giovane Bestiame (Zuchtbuch für Jungvieh) des nationalen Zuchtbuchs für den Nachweis reinrassiger Herkunft eingetragen sein, da der genetische Faktor für die physikalischen und organoleptischen Eigenschaften des Fleisches wichtig ist.
            Die freiliegenden Fleischteile des Schlachtkörpers dürfen keine anomalen Färbungen (magenta oder in Schwarz übergehend) aufweisen. Das sichtbare Fett darf weder eine in Graugelb übergehende Farbe aufweisen noch darf die Farbe der Fettadern in ein kräftiges Gelb übergehen.
            „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ weist folgende qualitative Merkmale auf:
            
                        —
                     
                     
                        pH-Wert zwischen 5,2 und 5,8
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Ätherextrakt (im Normalzustand) weniger als 3 %
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Asche (im Normalzustand) weniger als 2 %
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Eiweiß (im Normalzustand) mehr als 20 %
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Cholesterin weniger als 50 mg/100 g
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Verhältnis ungesättigte/gesättigte Fettsäuren höher als 1,0
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Gewichtsverlust frisch weniger als 3 %
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Festigkeit (roh) weniger als 3,5 kg/cm2
                        
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Farbe (Tageslicht 2667 K) — L mehr als 30
                     
                  
                        —
                     
                     
                        C mehr als 20
                     
                  
                        —
                     
                     
                        H zwischen 25 und 45
                     
                  3.3.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
            
            Die Kälber der „weißen“ Rasse der Apenninen werden von den Müttern bis zum Absetzen auf natürliche Weise gesäugt. Anschließend besteht ihre Grundnahrung aus Kräutern und/oder Weidefutter aus natürlichem oder künstlichem Anbau oder aus typischen aus dem angegebenen geografischen Gebiet stammenden Graspflanzen. Das zusätzliche Verfüttern von einfachen oder zusammengesetzten Konzentraten und die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln sind erlaubt.
            Die Futterrationen werden so berechnet, dass sie einen hohen oder mittelhohen Nährwert haben. Sie betragen mehr als 0,8 FE/kg Trockenmasse für die männlichen Tiere und 0,7 FE/kg Trockenmasse für die weiblichen Tiere.
            Folgende industrielle Nebenprodukte sind ausschließlich als Kraftfutter-Zutaten zulässig:
            
                        —
                     
                     
                        Rübenschnitzel (frisch);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Reisig von Olivenbäumen (gemahlen);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Blätter von Olivenbäumen (frisch oder getrocknet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Orangentrester;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Zitrustrester (getrocknet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Orangentrester (getrocknet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Olivenpülpe;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Fruchtwand von Oliven;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Fruchtwand oder Samen von Tomaten;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Brennereirückstände;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Malzwurzelkeime;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Biertreber;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Getreideschlempe (frisch oder getrocknet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Vinassen (frisch oder getrocknet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Kleie (unverarbeitet oder verarbeitet);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Apfeltrester;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Obst (frisch oder haltbar gemacht).
                     
                  3.4.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
            
            Die einzelnen Erzeugungsphasen, die im geografischen Gebiet erfolgen müssen, sind die Geburt und die Haltung einschließlich des Absetzens und der Mast.
            3.5.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Das portionierte, frische oder gefrorene Fleisch muss auf folgende Art verpackt werden: Vor-Abpackung, Vorverpackung, Vakuumverpackung oder Schutzgasverpackung.
            Das Verpacken darf ausschließlich in Metzgereien und Zerlegungsbetrieben erfolgen, die von der Einrichtung zugelassen und kontrolliert werden, die für die Genehmigung des Aufdrucks des Logos der geschützten geografischen Angabe auf die einzelnen Verpackungen zuständig ist.
            3.6.   Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Das Fleisch von „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ muss beim Inverkehrbringen das Brandzeichen mit dem Schriftzug „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ (g.g.A.) tragen.
            Das Brandzeichen muss von der Kontrollstelle am Schlachthof angebracht werden.
            Das Etikett muss zusätzlich zu den nach geltenden Bestimmungen obligatorischen Angaben folgende Angaben enthalten:
            
                        1.
                     
                     
                        die Kennnummer bzw. den Referenzcode;
                     
                  
                        2.
                     
                     
                        die Bezeichnung „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“ und/oder das Logo;
                     
                  
                        3.
                     
                     
                        das von den geltenden europäischen Rechtsvorschriften vorgesehene EU-Logo. Zusätzlich darf die Bezeichnung „geschützte geografische Angabe“ und/oder das Kürzel „g.g.A.“ verwendet werden;
                     
                  
                        4.
                     
                     
                        die Rinderrasse, außer bei denjenigen Chargen, die aus dem Fleisch von Rindern mehrerer Rassen bestehen.
                     
                  Sollten im Kontrolldokument, dem elektronischen Dokument zur Überprüfung der Konformitätsanforderungen, zusätzliche Angaben vorgesehen sein, kann das Etikett außerdem folgende Angaben enthalten: Kennnummer des Tieres (Registriernummer); Geburtsbetrieb; Haltungs- und/oder Mastbetriebe; Handhabung des Tieres; Geburtsdatum; Rasse; Geschlecht; Schlachtdatum und fortlaufende Schlachtnummer; Kategorie des Tieres; Gewicht des Schlachtkörpers und des entsprechenden Teilstücks; Form und Fettgehalt des Schlachtkörpers nach dem EU-Klassifizierungssystem; Name und Standort des Schlachthofs, in dem das Tier geschlachtet wurde; Name und Standort des Zerlegungsbetriebs, in dem das Tier zerlegt wurde; Angabe der Art des betreffenden Erzeugnisses (Schlachtkörper, Hälfte, Sechstel, Viertel, einzelne Teilstücke oder verschiedene Teilstücke); Name und Standort des Empfängers (Metzgerei, Zerlegungsbetrieb, Händler); Name des für die Zertifizierung zuständigen Sachverständigen.
            4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
            
            Das Erzeugungsgebiet des Fleisches von „Vitellone bianco dell’Appennino centrale“ entspricht dem Gebiet der entlang der zentralitalienischen Bergkette der Apenninen gelegenen Provinzen und Gemeinden.
            Im Einzelnen entspricht das Erzeugungsgebiet gegenwärtig den Gebieten der folgenden Provinzen: Bologna, Ravenna, Forlì-Cesena, Rimini, Ancona, Ascoli Piceno, Fermo, Macerata, Pesaro-Urbino, Teramo, Pescara, Chieti, L’Aquila, Campobasso, Isernia, Benevento, Avellino, Frosinone, Rieti, Viterbo, Terni, Perugia, Großeto, Siena, Arezzo, Florenz, Prato, Livorno, Pisa, Pistoia, Rom (jedoch nur die Gemeinden Arcinazzo Romano, Camerata Nuova, Cervara di Roma, Jenne, Mazzano Romano, Ponzano Romano, Sant’Oreste, Subiaco, Vallepietra, Vallinfreda, Vivaro Romano), Latina (jedoch nur die Gemeinden Campodimele, Castelforte, Fondi, Formia, Itri, Lenola, Minturno, Monte San Biagio, Prossedi, Roccasecca dei Volsci, Santi Cosma e Damiano, Sonnino, Spigno Saturnia) und Caserta (jedoch nur die Gemeinden Ailano, Alife, Alvignano, Baia e Latina, Bellona, Caianello, Caiazzo, Calvi Risorta, Camigliano, Capriati a Volturno, Castel Campagnano, Castel di Sasso, Castello del Matese, Ciorlano, Conca della Campania, Dragoni, Fontegreca, Formicola, Francolise, Gallo Matese, Galluccio, Giano Vetusto, Gioia Sannitica, Letino, Liberi, Marzano Appio, Mignano Monte Lungo, Pastorano, Piana di Monte Verna, Piedimonte Matese, Pietramelara, Pietravairano, Pignataro Maggiore, Pontelatone, Prata Sannita, Pratella, Presenzano, Raviscanina, Riardo, Rocca D’Evandro, Roccaromana, Rocchetta e Croce, Ruviano, San Gregorio Matese, San Pietro Infine, San Potito Sannitico, Sant’Angelo d’Alife, Sparanise, Teano, Tora e Piccilli, Vairano Patenora, Valle Agricola, Vitulazio).
            5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            Die Gebiete des Apennins liegen in einem Ökosystem, das sich durch seine klimatischen Bedingungen, Temperaturunterschiede und Niederschlagsmengen auszeichnet. Diese Umweltbedingungen, die ebenso in Zusammenhang mit der Beschaffenheit und besonderen Lage der Böden stehen, fördern die Entwicklung einer vielfältigen und sehr typischen Vegetation auf den Weiden. Die unverkennbare Besonderheit der Weiden ist auf das Vorhandensein „ätherischer“ Elemente wie besondere Aromate und Pigmente zurückzuführen.
            Das Gebiet ist in eine hügelige Gebirgslandschaft eingebettet, deren niedrige Höhenlagen hauptsächlich aus Waldflächen bestehen, die mit zunehmender Nähe zur Wasserscheide der Apenninen von Weideflächen abgelöst werden. Dabei wechseln sich mäßig große Grundstücke unterschiedlicher Nutzung ab (Saatflächen, Wälder und Weideland).
            Mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von etwa 1 200 mm (in Ausnahmejahren 2 000 mm) und einer jährlichen Durchschnittstemperatur zwischen 0 °C im Winter und 24 °C im Sommer mit Tiefsttemperaturen von -10 °C und Höchsttemperaturen von über 30 °C herrschen Umweltbedingungen, die typisch für das mediterrane Klima der Apenninen sind.
            Der Eiweißgehalt und das Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sind wichtige Kriterien für die Bewertung der Qualitätsmerkmale des Fleisches von „Vitellone Bianco dell’Appennino Centrale“.
            Die der Luft ausgesetzten Fleischteile, auch in zerlegter Form an der Fleischtheke, verdunkeln nur langsam, wodurch die Verarbeitungsabfälle erheblich reduziert werden.
            Der Zusammenhang zwischen dem angegebenen geografischen Gebiet und dem Erzeugnis besteht in der Kombination aus dem Genbestand, der Art der Haltung und den klimatischen Bedingungen.
            Die Haltungsmethoden können größtenteils von herkömmlichen Methoden, d. h. Haltung in Anbindeställen oder in halboffenen Ställen, abgeleitet werden. Die während der Wachstums- und Mastphase verwendeten Nahrungsmittel werden hauptsächlich im eigenen Betrieb hergestellt. Die Mehrheit der Betriebe folgt dem Prinzip des sogenannten geschlossenen Kreislaufs („ciclo chiuso“), wonach das Kalb von seiner Geburt durch das Muttertier im Stall bis zur Erreichung des Schlachtgewichts im selben Betrieb bleibt.
            Die Hauptmerkmale des Erzeugnisses bestehen vor allem in der Zugehörigkeit zu den drei einheimischen Fleischrassen, die seit Jahrhunderten in einem abgegrenzten Gebiet und nach herkömmlichen und bewährten Erzeugungsverfahren gehalten werden.
            Das Fleisch nimmt die Einflüsse aus der Umwelt auf dynamische Weise auf, wodurch es sich nicht nur organoleptisch gesehen, sondern auch im Hinblick auf die Muskelmasse, die faserigen Teile und den Fettanteil auszeichnet. Da die Tiere hauptsächlich frei gehalten werden, ist ihr Lebenszyklus sehr eng mit ihrem geografischen Umfeld verknüpft.
            
               Hinweis auf die Veröffentlichung der Produktspezifikation
            
            (Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission)
            Die Verwaltungsbehörde hat das nationale Einspruchsverfahren eingeleitet und den Antrag auf Änderung der geschützten geografischen Angabe „Salmerino del Trentino“ im Amtsblatt der Italienischen Republik (Gazzetta Ufficiale della Repubblica Italiana) Nr. 131 vom 8. Juni 2017 veröffentlicht.
            Die konsolidierte Fassung der Produktspezifikation kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:
            http://www.politicheagricole.it/flex/cm/pages/ServeBLOB.php/L/IT/IDPagina/3335
            oder
            durch direkten Zugriff auf die Website des italienischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (www.politicheagricole.it), dort zunächst „Qualità“ (oben rechts auf dem Bildschirm), dann „Prodotti DOP, IGP e STG“ („g.U.“-, „g.g.A.“- und „g.t.S.“-Erzeugnisse) (seitlich, auf der linken Seite des Bildschirms) und schließlich „Disciplinari di Produzione all’esame dell’UE“ (Produktspezifikationen zur Prüfung durch die EU) wählen.