CELEX: 31994D0802
Language: de
Date: 1994-11-23 00:00:00
Title: 94/802/EG: Entscheidung des Rates vom 23. November 1994 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Informationstechnologien (1994-1998)

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31994D0802

94/802/EG: Entscheidung des Rates vom 23. November 1994 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Informationstechnologien (1994-1998)  

Amtsblatt Nr. L 334 vom 22/12/1994 S. 0024 - 0046 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 29 S. 0178  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 29 S. 0178 

ENTSCHEIDUNG DES RATES vom 23. November 1994 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Informationstechnologien (1994-1998) (94/802/EG)  DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,  auf Vorschlag der Kommission (1),  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit dem Beschluß Nr. 1110/94/EG (4) haben das Europäische Parlament und der Rat ein Viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, der technologischen Entwicklung und der Demonstration (FTE) für den Zeitraum 1994 bis 1998 angenommen,  das Maßnahmen im Bereich der Informationstechnologien festlegt. Die vorliegende Entscheidung trägt der Präambel zu jedem Beschluß Rechnung.  Nach Artikel 130i Absatz 3 des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden; in jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung,  seine Laufzeit und die notwendig erachteten Mittel festgelegt.  Die für die Durchführung dieses Programms für notwendig erachteten Mittel belaufen sich auf 1 911 Millionen ECU. Die Mittelansätze werden für jedes Haushaltsjahr entsprechend den verfügbaren Mitteln im Rahmen der finanziellen Vorausschau und gemäß  Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG von der Haushaltsbehörde festgelegt.  Die Informationstechnologien bilden in steigendem Masse die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit aller Industrien und Dienstleistungen und werden ausserdem zum Träger einer wachsenden Anzahl gesellschaftlicher Aktivitäten. Sie könnten zur Steigerung des  Lebensstandards und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen. Dafür bedarf es jedoch gesteigerter Anstrengungen in der Forschung, der Verbreitung der Kenntnisse und der Optimierung der Ergebnisse und der Ausbildung.  Das vorliegende Programm kann einen wesentlichen Beitrag zur Beschleunigung des Wachstums, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Entwicklung der Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gemeinschaft leisten, wie im Weißbuch für  "Wachstum,  Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" ausgeführt. Dies sollte mit neuen Formen der Produktions- und Arbeitsorganisation Hand in Hand gehen, damit immer mehr Menschen sich diese neuen Technologien leichter aneignen können.  Auf seiner Tagung vom 10. und 11. Dezember 1993 in Brüssel beschloß der Europäische Rat, aufgrund des Weißbuchs über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung einen Aktionsplan durchzuführen, um Informationsinfrastrukturen auf der Ebene der Union  und der Mitgliedstaaten zu entwickeln. Die Forschung im Bereich der Informationstechnologie bietet die wesentliche technologische Grundlage für die Entwicklung dieser entstehenden Informationsinfrastrukturen.  Es ist wichtig, daß die Benutzer an den verschiedenen Etappen der FTE-Vorhaben möglichst eng beteiligt werden, so daß ihren Bedürfnissen Rechnung getragen wird und sie zur Nutzung der Ergebnisse ausgebildet werden.  In dem Beschluß Nr. 1110/94/EG werden Software, Komponenten- und Teilsystem-Technologie, Multimedia-Systeme, offene Mikroprozessorsysteme, Hochleistungsrechentechnik und -netze, Technologien für Unternehmensprozesse, Integration in der Fertigung und  entsprechende Langzeitforschung als vorrangig angesehen.  Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Maßnahmen wurde nach dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. In dem vorliegenden spezifischen Programm sind die nach diesem Prinzip im Bereich der Informationstechnologien durchzuführenden  Maßnahmen beschrieben.  Nach dem Beschluß Nr. 1110/94/EG sind Gemeinschaftsmaßnahmen unter anderem dann gerechtfertigt, wenn die Forschung zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zur Förderung ihrer harmonischen Entwicklung beiträgt  und die wissenschaftliche und technische Qualität das Hauptkriterium bleibt. Dieses Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.  Die Gemeinschaft sollte nur FTE-Maßnahmen von hohem qualitativen Niveau fördern.  Für dieses spezifische Programm gelten die Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS)) und Hochschulen sowie die Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse gemäß Artikel  130j des Vertrags.  Es müssen auch Maßnahmen für eine stärkere Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an diesem Programm, insbesondere durch eine technologische Förderung vorgesehen werden.  Die Bemühungen der Kommission um Vereinfachung und Beschleunigung der Bewerbungs- und Auswahlverfahren und um grössere Transparenz müssen fortgesetzt werden, um die Durchführung des Programms zu fördern und die Maßnahmen zu erleichtern, die die  Unternehmen, insbesondere die KMU, sowie die Forschungszentren und Hochschulen im Hinblick auf die Teilnahme an einer FTE-Maßnahme der Gemeinschaft treffen müssen.  Das vorliegende Programm trägt bei zu einer Verstärkung der Synergien zwischen den im Bereich der Informationstechnologien durchgeführten FTE-Maßnahmen der Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen, insbesondere der KMU, in den Mitgliedstaaten  sowie zwischen diesen und den einschlägigen FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft.  Angesichts der zunehmenden Konvergenz zwischen Informationstechnologien, Telekommunikationstechnologien und Telematik sollte das Programm im Hinblick auf einen stärkeren Synergieeffekt in enger Zusammenarbeit mit Forschungsprogrammen im Bereich der  fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste und der Telematikanwendungen von gemeinsamem Interesse durchgeführt werden.  Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern als zweckmässig erweisen.  Dieses Programm sollte auch Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der FTE-Ergebnisse, insbesondere für KMU umfassen, vor allem in den Mitgliedstaaten oder Regionen, die am wenigsten am Programm beteiligt sind, sowie Maßnahmen zur Förderung der  Mobilität und Ausbildung von Forschern im Rahmen dieses Programms, soweit sie zu dessen reibungsloser Durchführung erforderlich sind.  Ferner ist eine Analyse der möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen und technologischen Risiken des Programms vorzunehmen.  Zu erforschen sind daneben - im Zusammenhang mit dem gezielten sozio-ökonomischen Forschungsprogramm - zum einen die sozialen Auswirkungen der Informationstechnologien (insbesondere auf die Regionalplanung und die Produktions- und Arbeitsorganisation)  und zum anderen die Interaktion zwischen dem europäischen Bürger und der Informationsinfrastruktur.  Zum einen muß dieses Programm ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zum anderen muß zu gegebener Zeit eine unabhängige Bewertung der  Durchführung dieses Programms vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des Fünften Rahmenprogramms für FTE erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Schließlich sind nach Abschluß dieses Programms die Ergebnisse anhand  der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele zu bewerten.  Die GFS kann sich an den indirekten Aktionen dieses Programms beteiligen.  Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist gehört worden - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Für den Zeitraum vom Tag der Annahme dieser Entscheidung bis zum 31. Dezember 1998 wird ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich der Informationstechnologien gemäß Anhang  I beschlossen.   Artikel 2  (1)  Der für die Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf 1 911 Millionen ECU, einschließlich höchstens 6,9  % für die Personal- und Verwaltungsausgaben der Kommission.  (2)  Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.  (3)  Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der finanziellen Vorausschau und in Einklang mit den Bedingungen in Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG sowie in Einklang mit dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest.   Artikel 3  (1)  Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2)  Die Regelungen für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse werden in den in Artikel 130j des Vertrags genannten Regeln festgelegt.  (3)  Die spezifischen Regelungen für die Durchführung des Programms, die die Regelungen und Modalitäten gemäß den Absätzen 1 und 2 ergänzen, sind in Anhang III festgelegt.   Artikel 4  (1)  Um unter anderem zu einer kosteneffizienten Durchführung des Programms beizutragen, überwacht die Kommission mit Hilfe unabhängiger externer Experten kontinuierlich und systematisch, welche Fortschritte im Rahmen des Programms in bezug  auf die im Arbeitsprogramm weiter ausgeführten Ziele gemäß Anhang I erzielt werden. Sie überprüft insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überwachung unterbreitet sie  dem Rat gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Programms.  (2)  Als Beitrag zur Bewertung der Maßnahmen der Gemeinschaft gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Einklang mit dem dort festgelegten Zeitplan beauftragt die Kommission unabhängige Experten mit der externen Bewertung der  Maßnahmen in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung.  (3)  Nach Ablauf des Programms lässt die Kommission eine unabhängige Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den in Anhang III des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Anhang I dieser Entscheidung festgelegten Zielen verglichen  werden. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.   Artikel 5  (1)  Die Kommission erstellt ein Arbeitsprogramm gemäß den Zielen in Anhang I und der vorläufigen Aufschlüsselung der Finanzmittel in Anhang II, das gegebenenfalls auf den neuesten Stand gebracht wird. Das Arbeitsprogramm enthält im  einzelnen - die wissenschaftlichen und technologischen Ziele und Forschungsaufgaben;  - den Zeitplan für die Durchführung, einschließlich der Termine für die Ausschreibungen;  - die vorgeschlagenen Finanz- und Verwaltungsregelungen, einschließlich besonderer Modalitäten zur Durchführung von technologiebezogenen Fördermaßnamen für KMU, und die Grundzuege sonstiger Maßnahmen, einschließlich vorbereitender, begleitender und  unterstützender Maßnahmen;  - Regelungen für die Abstimmung mit anderen FTE-Maßnahmen, die in diesem Bereich insbesondere im Rahmen anderer spezifischer Programme durchgeführt werden, sowie gegebenenfalls für die Gewährleistung einer besseren Wechselwirkung mit den in einem  anderen Rahmen, wie EUREKA und COST, durchgeführten Maßnahmen;  - Regelungen für die Verbreitung, den Schutz und die Nutzung der Ergebnisse von im Rahmen des Programms durchgeführten FTE-Maßnahmen.  (2)  Die Kommission veröffentlicht Ausschreibungen für Vorhaben auf der Grundlage des Arbeitsprogramms.   Artikel 6  (1)  Für die Durchführung des Programms ist die Kommission zuständig.  (2)  In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission von einem Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.  (3)  Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der  betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung im  Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.  (4)  Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.  (5)  Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit  qualifizierter Mehrheit.  (6)  Hat der Rat binnen drei Monaten nach Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.   Artikel 7  (1)  Das Verfahren des Artikels 6 Absätze 2 bis 6 gilt insbesondere für:  - die Erstellung und Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;  - den Inhalt der Ausschreibungen;  - die Bewertung der für eine Gemeinschaftsfinanzierung vorgeschlagenen FTE-Maßnahmen sowie des veranschlagten Betrags für die Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen Maßnahmen, wenn sich dieser auf mindestens 2 Millionen ECU beläuft;  - Anpassungen der vorläufigen Aufschlüsselung des Betrags gemäß Anhang II;  - die spezifischen Modalitäten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen geplanten Maßnahmen;  - die Maßnahmen und Vorgaben für die Programmbewertung;  - Abweichungen von den Regelungen gemäß Anhang III;  - die Beteiligung von juristischen Personen aus Drittländern und internationalen Organisationen an einem Projekt.  (2)  Beläuft sich der Gemeinschaftsbeitrag gemäß Absatz 1 dritter Gedankenstrich auf weniger als 2 Millionen ECU, so unterrichtet die Kommission den Ausschuß über die Vorhaben sowie über das Ergebnis ihrer Bewertung.  (3)  Die Kommission unterrichtet den Ausschuß regelmässig über die Fortschritte bei der Durchführung des gesamten Programms.   Artikel 8  In Drittländern niedergelassene juristische Personen können ohne finanzielle Unterstützung durch die Gemeinschaft an einzelnen Projekten des Programms teilnehmen, falls diese Teilnahme in effizienter Weise zur Durchführung des Programms  beiträgt und der Grundsatz des gegenseitigen Nutzens berücksichtigt wird.   Artikel 9  Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am 23. November 1994.  Im Namen des Rates Der Präsident J. BORCHERT  (1) ABl. Nr. C 228 vom 17. 8. 1994, S. 34 und ABl. Nr. C 262 vom 20 .9. 1994, S. 6.(2) ABl. Nr. C 205 vom 25. 7. 1994.(3) Stellungnahme vom 14./15. September 1994 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).(4) ABl. Nr. L 126 vom 18.5.1994, S. 1.    ANHANG 1   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALTE  Das vorliegende spezifische Programm spiegelt für die Informationstechnologie voll und ganz die Vorgaben des Vierten Rahmenprogramms wider, indem es dessen Auswahlkriterien verwendet und dessen  wissenschaftliche und technologische Ziele festlegt.  Abschnitt 1.C des Anhangs III erster Aktionsbereich des Rahmenprogramms ist Bestandteil des vorliegenden Programms.  Einleitung Der neue Schwerpunkt der FTE im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Informationstechnologien liegt auf der neuen Informationsinfrastruktur, die die Basis für die Informationsgesellschaft der Zukunft bilden wird. Die vorgeschlagenen  FTE-Bereiche sind für die Entwicklung der Infrastruktur überaus wichtig. Dabei sind der Bedarf an gezielten, konzentrierten Maßnahmen sowie die angestrebte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, der Beschäftigungssituation in der  Europäischen Union und der Lebensqualität der Bürger, insbesondere durch die Erleichterung des Zugangs zur informationellen Infrastruktur zu berücksichtigen.  KONTEXT Seit den Anfängen der digitalen Rechentechnik Ende der vierziger Jahre dringen die Informationstechnologien immer tiefer in das wirtschaftliche und soziale Leben ein. Dabei ging es in den ersten drei Jahrzehnten vor allem um Einzelrechner mit begrenzter  örtlicher Vernetzung, die in Unternehmen und Verwaltungsstellen für bestimmte Aufgaben installiert waren. Sie bildeten kleine Inseln der Informationstechnologie, waren schwierig im Umgang und teuer in ihrer Unterhaltung. Mit der Einführung des  Personal-Computers, der Entstehung digitaler Kommunikationsnetze, der Schaffung internationaler Normen und offener Systeme in zuweilen atemberaubendem Tempo technologischen Fortschritts in den letzten zehn Jahren sind diese Inseln grösser geworden und  beginnen, miteinander zu verschmelzen.  Mittlerweile sind Informationstechnologien in allen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleistungsbranche zu einem maßgeblichen Faktor geworden; sie unterstützen ferner eine zunehmende Zahl von Leistungen für die Allgemeinheit,  beispielsweise in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Verkehr, Unterhaltung und Kultur. Neben professionellen Arbeitsstationen, Servern und Großrechnern gibt es auf der Welt heute schätzungsweise 140 Millionen Personal-Computer. Doch darüber hinaus  verschaffen noch dreimal so viele eingebettete Kleinrechner herkömmlichen Produkten wie Telefonen, Fernsehgeräten, Spielzeugen, Kameras, Autos und Waschmaschinen sowie High-Tech-Geräten und Unternehmensprozessoren einen Wettbewerbsvorteil.  Wir stehen am Anfang des Übergangs zu einer neuen Informationsinfrastruktur von Gesellschaft und Industrie, an einem Punkt, der nach vierzig Jahren quantitativen Wachstums einen qualitativen Wandel beim Einsatz von Informationstechnologien begründet.  Als Informationsinfrastruktur gelten alle Dienste und Technologien, die jedem Bürger oder Unternehmen jederzeit und an jedem Ort den problemlosen Zugang zu nutzbaren Informationen ermöglichen. Dabei bildet sie für den Bürger das langerwartete  "globale  Dorf" und für die Unternehmen die  "globale Werkbank". In der Infrastruktur werden Informationsverarbeitung, Informationsspeicherung und -retrieval, Informationsübertragung und Informationsgehalt selbst zusammengeführt. Ausschlaggebender Gesichtspunkt  der Infrastruktur wird die Verwendbarkeit und Überschaubarkeit von Informationen sein, denn die Informationstechnologie (IT) hat es uns ermöglicht, sehr grosse Informationsmengen verfügbar zu machen. Nunmehr kommt es darauf an, diese auch sinnvoll nutzen  zu können. Es geht auch um soziale Fragen. Die Aneignung dieser neuen Informationstechnologien durch den europäischen Bürger wird zu einer grossen politischen Herausforderung. Aus diesem Grunde verdienen in Zukunft die Beziehungen zwischen Bürger/Nutzer  und der neu entstandenen Informationsgesellschaft besondere Aufmerksamkeit. Drei Aspekte sind besonders wichtig. In der immer komplexer werdenden Gesellschaft der Zukunft wird der Einzelne einen gesteigerten Bedarf an Informationen und interaktiven  Diensten haben, die ihm den Zugriff auf Informationen ermöglichen. Der  "universelle" Zugang zu diesem  "Informationsraum" muß zu einer politischen Priorität werden. Anderenfalls werden die Unterschiede zwischen den sozialen Schichten innerhalb eines  Landes sowie zwischen Ländern und Regionen zunehmen. Man sollte die enormen Möglichkeiten in bezug auf Kreativität und Bereicherung des sozialen Lebens ins Auge fassen, die eine Interaktion zwischen dem einzelnen Bürger und der Informationsgesellschaft  über die lediglich utilitaristischen und professionellen Aspekte hinaus mit sich bringen könnte. Schließlich wird die Informationsinfrastruktur bei öffentlichen Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse des europäischen Bürgers abzielen, eine immer wichtigere  Rolle spielen. Bei Fragen von öffentlichem Interesse wie Bildung und Ausbildung, Freizuegigkeit von Personen, Überalterung der Gesellschaft usw. wird die Interaktion zwischen Einzelpersonen und den verschiedenen Formen der Information und Kommunikation  zu einem entscheidenden Faktor werden.  Diese neue Stufe in der Entwicklung der Informationsgesellschaft lässt sich in einigen Aspekten mit dem Übergang zu einem neuen, auf billigem Öl und Massenproduktion aufbauenden industriell-ökonomischen System in den dreissiger Jahren und mit dem noch  weiter zurückliegenden Wechsel von der handwerklichen Produktion zur billigen Eisen- und Grossproduktion in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vergleichen. Wie damals geht der Übergang einher mit wirtschaftlichem Abschwung, Arbeitslosigkeit  und einem drastischen Strukturwandel in der Industrie.  Während die Informationstechnologien immer weitere Verbreitung finden, verzeichnen die Informationstechnologie-Branchen selbst einen Rückgang ihrer Gewinnspannen sowie sinkende Erträge. Grenzen verwischen, sei es zwischen Anbieter und Anwender, zwischen  den Märkten für professionelle und private Nutzung oder zwischen den IT-Branchen und anderen Industriezweigen. Es entsteht eine neue  "digitale Industrie".  Von grossem Einfluß auf die Rückkehr zu einer starken Wirtschaft mit besserer Beschäftigungslage nicht nur im Bereich der Informationstechnologie, sondern in allen Branchen, werden Tempo und Erfolgsgrad sein, mit denen sich der Strukturwandel vollenden  und die neue Infomationsinfrastruktur errichten lässt. Die Schaffung neuer Dienstleistungen und Arbeitsplätze wird in starkem Masse abhängen von einer raschen Verwirklichung der neuen Informationsinfrastruktur sowie von der Geschwindigkeit der  strukturellen Anpassungen in der Volkswirtschaft, insbesondere was die Umgestaltung der Produktionsmethoden und der Arbeitszeit angeht.  Die Schaffung neuartiger Beschäftigungsfelder wird jedoch auch davon abhängen, wie leicht es einer möglichst grossen Zahl von Nutzern fallen wird, Zugang zu der neuen Informationsinfrastruktur zu finden.  Hinter dem Wachstum der Informationstechnologien und der Informationsinfrastruktur der Zukunft steht ein massiver Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Angesichts beschleunigter technologischer Entwicklung und höheren Wettbewerbsdrucks und mit  zunehmender Komplexität und steigenden Kosten für FTE sind Unternehmen und Institutionen gezwungen, auf der Suche nach Know-how und der von ihnen benötigten kritischen Masse ihr Blickfeld zu erweitern. Seit 1984 leistet das gemeinschaftliche Programm  für FTE im Bereich der IT - ESPRIT - einen Beitrag zur Erfuellung dieser Bedürfnisse auf europäischer Ebene.  Aufbauend auf den bisherigen Errungenschaften von ESPRIT werden im Rahmen des Vierten Rahmenprogramms für den Bereich IT neue Konzepte und Orientierungen vorgeschlagen, um den neuen Anforderungen der neunziger Jahre gerecht zu werden.  Während das Programm in den achtziger Jahren einer Politik der Technologie-Offensive zum Ausbau der IT-Industrie folgte, wird es in den Neunzigern, ausgehend vom neuen Schwerpunkt auf der Entwicklung der Informationsinfrastruktur sowie deren  Zugänglichkeit und Verwendbarkeit, in grösserem Masse von den Bedürfnissen der Benutzer und des Marktes geleitet. Die übergeordnete Zielsetzung ist, einen Beitrag zum gesunden Wachstum der Informationsinfrastruktur zu leisten, um so die  Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie Europas sowie die Lebensqualität zu verbessern; letzeres muß für alle Bürger gelten und insbesondere bedeuten, daß einer möglichst grossen Zahl dieser Bürger die Aneignung der Informationstechnologien  erleichtert und dafür gesorgt wird, daß der Zugang zur informationellen Infrastruktur so umfassend wie möglich ist.  Damit eine kosteneffektive Nutzung von Ressourcen gesichert und eine zu grosse Streuung von Maßnahmen vermieden wird, muß das IT-Programm gebündelt und selektiv angelegt sein. Dabei erfolgt die Bündelung nicht nur durch die sorgfältige Auswahl  technischer Inhalte, sondern auch durch die Art und Weise der Durchführung von FTE. Inhaltlich gilt es, jene FTE-Gebiete auszuwählen, die den Aufbau der Informationsinfrastruktur am meisten vorantreiben, die die Betonung auf Zugang, Nutzbarkeit und  optimale Lösungen legen und die die Beherrschung generischer Technologien in Europa fordern. Gleichzeitig muß das Programm den europäischen IT-Branchen den richtigen Auftrieb verleihen.  Die neuen Technologien, Verfahren und Anwendungsweisen, die innerhalb des vorgeschlagenen IT-Programms entwickelt werden sollen, werden aufgrund ihres potentiellen Beitrags zur Konkurrenzfähigkeit ausgewählt, indem sie dazu beitragen, die Produktivität  der europäischen Industrie zu steigern. Sie haben aufgrund ihres Potentials zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und somit zur Steigerung der Effektivität eine indirekte Auswirkung auf die Produktivität. Sie bieten die Grundlage für den Übergang zu  neuen Unternehmensprozessen und neuen Arbeitsmethoden in der Industrie, ein Übergang, den europäische Unternehmen meistern müssen, um weltweit konkurrenzfähig zu bleiben. Technologien und Verfahren sind ein wesentliches Element beim Aufbau einer  Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung. Durch die Förderung des Technologietransfers und der Ausbildung von Ingenieuren hilft das Programm ausserdem, Kenntnisse und Humanressourcen, die für die entstehende Informationsgesellschaft erforderlich sind, zu  entwickeln und Europas Arbeitskräfte für die Berufe der Zukunft vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit dem Programm für gesellschaftspolitische Schwerpunktforschung werden multidisziplinäre Forschungen nicht nur über die komplexen Wechselbeziehungen  zwischen Nutzer/Bürger und dem im Entstehen begriffenen  "Informationsraum", sondern auch über die Auswirkungen der neuen Informationstechnologien auf Produktions- und Arbeitsorganisation durchgeführt.  Maßnahmen, die sich mit der Analyse von technologischer und industrieller Evolution sowie der sozio-ökonomischen Auswirkungen der informationstechnologischen FTE befassen, werden verstärkt. Sie werden einen allgemeinen Erkenntnisrahmen schaffen der es  ermöglicht, die Beziehung zwischen FTE-Politik und industriellen Zielsetzungen und Strategien deutlicher darzustellen.  Das Programm wird entsprechend anpassungsfähig sein müssen, um mit den rasch wachsenden Nutzeransprüchen und mit der beschleunigten technologischen Entwicklung Schritt halten zu können. Da es schwierig ist, alle FTE-Anforderungen mehrere Jahre im voraus  genau vorauszusehen, muß es genügend Flexibilität für erforderliche Nachbesserungen und Anpassungen geben.  Zur maximalen Ausnutzung der FTE-Aktivitäten wird vorgeschlagen, gegebenenfalls eine Koordinierung mit EUREKA, das die erforderlichen Möglichkeiten für die Markteinführung der Ergebnisse bietet, sowie mit einschlägigen Initiativen in den Mitgliedstaaten  vorzunehmen.  ORGANISATORISCHER ANSATZ Um diesen wechselnden Anforderungen gerecht zu werden, sind im IT-Programm neue Orientierungen sowohl auf fachlich-inhaltlichem Gebiet als auch in der Durchführung vorgesehen. Was zunächst die Durchführung betrifft, soll ein grösserer Schwerpunkt auf  Networks of Excellence gelegt werden. Zudem wird vorgeschlagen, Kooperationsbeziehungen zwischen Anbieter und Nutzer sowie rationalisierte Bearbeitungsverfahren zu nutzen. Es werden zielgerichtete Maßnahmenbündel als neues Instrument für die  FTE-Organisation eingeführt, die auf den Erfahrungen der Initiative zur Förderung offener Mikroprozessorsysteme (OMI) aufbauen. Bei allen FTE-Aktivitäten wird ein starkes Engagement der Industrie für die Ausnutzung der Kooperationsergebnisse erwartet.  Wenn darüber hinaus bei den Ausschreibungen stärker selektiv vorgegangen wird, sollte die Kommission zumindest einen kurz- und mittelfristigen Durchführungsplan vorlegen.  Im Dritten Rahmenprogramm wurden als Teil von ESPRIT eine Reihe von sogenannten Networks of Excellence ins Leben gerufen. Sie dienen der Zusammenführung von Industrie, Nutzern, Universitäten und Forschungszentren mit einem gemeinsamen Forschungsziel.  Ein derartiges Netz vereint die kritische Masse führender Zentren mit den sich aus der geographischen Breite ergebenden Vorzuegen für Ausbildung und Technologie. Als besonders nützlich können sich Networks of Excellence für Gruppen in entlegenen Regionen  erweisen, da sie für Ausbildung und Technologietransfer sowie für den Zugang zu Fachwissen und Ressourcen eine Vermittlungsfunktion übernehmen.  Anbieter-Nutzer-Kooperationen stellen eine Ergänzung gemeinsamer Forschungsprojekte dar. Dabei bilden Anbieterfirmen und Nutzer ein Konsortium zur sichtbaren Durchführung neuer FTE-Arbeiten, wobei die Nutzer ein besonderes Interesse am Aufgreifen und  Ausnutzen der Resultate der Zusammenarbeit besitzen. Auf diese Weise lassen sich die Probleme umgehen, denen sich Hochtechnologie-Unternehmen mit innovativen Produkten oftmals gegenübersehen, wenn es um die Gewinnung von Kunden geht.  Weiter erleichtert wird die Beteiligung am Programm durch die Einführung rationalisierter Bearbeitungsverfahren, die sich an derzeit innerhalb der Kommission erörterten Vorschlägen orientieren. Hierbei geht es um die Vereinfachung des Ausschreibungs-  und Evaluierungsprozesses sowie um die Senkung der Kosten für die Erarbeitung von Vorschlägen.  Mit zielgerichteten Maßnahmenbündeln ( "focused clusters") sollen grösstmögliche Synergien bei diesem spezifischen Programm erzielt werden; sie bauen auf der Erfahrung der Initiative für offene Mikroprozessorsysteme (OMI) auf, die in der Tat einen  früheren Prototyp darstellt. Ein zielgerichtetes Maßnahmenbündel ist eine Reihe von F  &   E-Projekten und verbundenen Aktionen wie beispielsweise Networks of Excellence, Anbieter-Nutzer-Vereinigungen, Zusammenarbeit mit EUREKA, Abstimmung mit  nationalen Initiativen, internationale Kooperation, Verbreitung der Ergebnisse oder Ausbildungsinitiativen. Es deckt eine Reihe von Technologiebereichen ab, die durch eine einzige klar umrissene industriebezogene Zielsetzung miteinander verbunden sind.  Die einzelnen Aktionen bleiben zwar selbständig, werden jedoch so miteinander verknüpft, daß sie sich fachübergreifend ergänzen und auf diese Weise zur gemeinsamen Zielsetzung des Maßnahmenbündels beitragen. Beratungsgruppen werden sich um  industriebezogene Orientierungen für die Entwicklung der Maßnahmenbündel und die Koordinierung der Aktivitäten bemühen. Die Maßnahmenbündel werden von der Kommission flexibel gesteuert und koordiniert, um die Offenheit zu fördern und die  Aufgeschlossenheit für den Wandel, einschließlich des Einstiegs qualifizierter Anfänger zu ermöglichen.  Dabei können einzelne Aktivitäten innerhalb eines Maßnahmenbündels von kürzerer Dauer sein als das Maßnahmenbündel insgesamt, d. h. gleich zu Beginn eingeleitete Arbeiten werden noch während der Laufzeit des Maßnahmenbündels abgeschlossen, während neue  einsetzen. Flexibilität wird dadurch gesichert, daß den Teilnehmern, der Industrie, den Regierungen und der Gemeinschaft Gelegenheit gegeben wird, bestimmte Optionen als Reaktion auf veränderte Bedürfnisse oder neue Bedarfsauffassungen  weiterzuentwickeln oder neu zu bestimmen.  Der durch die Aspekte  "Infrastruktur" und  "optimale Lösungen" gekennzeichnete Ansatz des neuen Programms bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen schnelleren und offeneren Zugang zu FTE-Aktivitäten. Um einen effektiven Nutzen aus diesem  verbesserten Zugang zu ziehen, werden bestimmte Prozeduren eingerichtet, um die Beteiligung von KMU am Programm zu fördern, wobei der Bedarf der KMU in den weniger fortgeschrittenen Regionen und die Komplexität und die Kosten der Bildung von Konsortien  und der Ausarbeitung von Vorschlägen berücksichtigt werden. Networks of Excellence, Anbieter-Nutzer-Kooperationen und zielgerichtete Maßnahmenbündel bieten weitere Anreize für die Beteiligung von KMU.  FTE-AKTIVITÄTEN Der technische Inhalt der Programme konzentriert sich auf die Gebiete, die für den Ausbau der Informationsinfrastruktur von grösster Bedeutung sind und bei denen die verfügbaren Ressourcen unter Berücksichtigung des Subsidiaritätsprinzips durch  gemeinschaftliche Maßnahmen optimal genutzt werden. So richtet sich die Arbeit des Programms sowohl auf grundlegende bzw. unterstützende Technologien als auch auf ausgewählte Themen, die der Integration von Technologien in Systeme dienen. Darüber hinaus  ist langfristige Forschung für die Bereiche vorgesehen, in denen bei Bemühungen auf europäischer Ebene Chancen für künftige bahnbrechende Entwicklungen bestehen.  Software ist ein bedeutendes Element der Informations-Infrastruktur; sie macht bereits mehr als die Hälfte des Wertes von Computern und eingebetteten Systemen aus. Das Programm konzentriert sich auf die Technik und optimale Lösungen in einer begrenzten  Anzahl von Softwaretechnologien, die die Produktion von zuverlässiger, korrekter, leistungsfähiger und brauchbarer Software ermöglichen. Elektronische Komponenten und Teilsysteme sind die materiellen Bausteine der Informationsinfrastruktur, die für  Systeme und Anwendungen in allen industriellen Sektoren gebraucht werden. Das Programm konzentriert sich auf FTE bei Mikrölektronik in den Bereichen, in denen die europäische Industrie die Fachkompetenz benötigt und konkurrenzfähig sein kann, mit  besonderem Schwerpunkt auf fortgeschrittenen integrierten Schaltkreisen für spezifische Anwendungen auf Peripheriegeräten und insbesondere Flachbildschirmen und Kompaktspeichersystemen und auf der neu aufkommenden Mikrosystemtechnik.  Die Multimedia-Technologien werden die Mensch-Maschine-Schnittstelle für die Informationsinfrastruktur liefern. Das Programm konzentriert sich auf die Entwicklung und Integration der für die Generierung, die Handhabung, die Darstellung und die  Speicherung der Multimedia-Information notwendigen Technologien. Die Übertragung der Multimedia-Daten und die Multimedia-Anwendungen werden durch die Programme in den Bereichen Telematik und Telekommunikation abgedeckt sein. Zur Integration dieser  Technologien in Multimedia-Systeme und Prototypen werden Demonstrations- und Validierungsvorhaben durchgeführt. Die Übertragung der Multimedia-Daten und generische Multimedia-Anwendungen werden durch die Programme in den Bereichen Telematik und  fortgeschrittene Kommunikation abgedeckt sein.  Das zielgerichtete Maßnahmenbündel  "Technologien für Unternehmensprozesse" betrifft die Einbindung der Unternehmen in die Informationsinfrastruktur und die effektive Anwendung von IT im Geschäftsleben. In diesem Bereich zeichnen sich grössere Zugewinne  an Wettbewerbsfähigkeit aber gerade erst ab. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Informations- und Kommunikationstechnologie mit Blick auf die Integration in die Fertigung und Mikrosysteme haben als Ziel die Entwicklung von neuen ICT-Lösungen  für die Unterstützung von fortgeschrittenen und innovativen Entwicklungs- und Herstellungsverfahren. Hierbei geht es um die Nutzung und Integration grundlegender IT-Technologien in Software-Anwendungen, offene Systeme, Computer-Aided Design,  Datenmodellierung, Datenbankdesign und Mikrölektronik. Die FTE im Industrietechnologie-Programm, die auf Innovation und konkrete Anwendungen in spezifischen Fertigungsbereichen hin angelegt ist, profitiert einerseits von Informationstechnologien als  auch von anderen generischen Technologien und erbringt andererseits Vorleistungen, Wissen und Sachverstand für künftige FTE in den Informationstechnologien. Um die Komplementarität zwischen den beiden Programmen in der Praxis sicherzustellen, wird  während der gesamten Durchführungsphase für Abstimmung und für eine aktive Schnittstelle gesorgt.  Die Initiative  "offene Mikroprozessorsysteme" setzt die im Dritten Rahmenprogramm begonnene Arbeit an der Entwicklung von Standards und Technologien für offene Mikroprozessorsysteme und zugehörige Software fort; dieser Bereich ist auch für eingebettete  Systeme von grosser Bedeutung. Das zielgerichtete Maßnahmenbündel für Hochleistungsrechentechnik und -netze zielt auf die Verbesserung von Europas Fähigkeit, die Computertechnologien, die höchste Leistung erbringen, voll auszunutzen; dies ist sowohl für  eingebettete Systeme in der Infrastruktur als auch für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmenden Zahl von Branchen unabdingbar.  Im folgenden werden die einzelnen Bereiche inhaltlich beschrieben und begründet.  SOFTWARETECHNOLOGIEN Ziel der Arbeit in diesem Bereich ist es, die europäische Softwareproduktionskapazität zu verbessern, und zwar durch die Förderung der Verbreitung von optimalen Softwarelösungen und der Software-Qualität, um dadurch Produktivität, Qualität und  Zuverlässigkeit zu erhöhen, sowie durch Förderung europäischer Kapazitäten bei neu entstehenden Softwaretechnologien und in der verteilten Informationsverarbeitung.  Software wird immer mehr zum bestimmenden Kostenfaktor bei IT-Systemen. Noch weiter vorangetrieben wird dieser Trend von den IT-Nutzern, die 70  % aller Software produzieren und einen zunehmenden Einfluß auf diesem Gebiet ausüben. Die Nachfrage nach der  Entwicklung und Überwachung softwareintensiver Systeme wächst viel schneller als das Angebot. Infolgedessen sehen sich alle Industrieländer einem Bedarf an verbesserter Produktivität und höherer Qualität gegenüber. Verfahren und Instrumentarien für die  Herstellung anpassungsfähiger und erweiterbarer softwareintensiver Systeme zu günstigen Preisen sind inzwischen für alle Unternehmen ein wesentliches Erfordernis. Darüber hinaus sind spezifische Qualifikationen und fundierte industrielle Konzepte  erforderlich. Neue Anwendungen stellen den professionellen Softwarehersteller vor immer neue technische Herausforderungen.  Moderne Informationsverarbeitungssysteme weisen zunehmend eine Tendenz zur Trennung von Funktion und Information auf, um den Ansprüchen der Anwender, für die die Systeme bestimmt sind, besser gerecht zu werden. Sichtbar wird dieser Trend nicht nur in  der Unternehmensdatenverarbeitung, sondern auch bei industriellen Steuerungsgeräten und eingebetteten Systemen. Die Mehrzahl der Massenelektronikerzeugnisse enthält einen ständig wachsenden Anteil an integrierter Software. Die Vielzahl, Funktionalität  und Komplexität dieser Erzeugnisse steigt beträchtlich an. Die Schnittstellen zum Anwender gewinnen stark an Bedeutung. Die Entwicklung zuverlässiger, erweiterbarer und nutzbarer Systeme mit derartigen Eigenschaften stellt jedoch eine besondere  Herausforderung dar. Bereits heute lassen sich durch solche Systeme die EDV-Kosten für die Nutzer drastisch senken. Für Hardware- und Softwareunternehmen und für Dienstanbieter wird dieses Segment des IT-Marktes nach jüngsten Prognosen bis Mitte der  neunziger Jahre zum Hauptkampffeld. Bisher gibt es in dieser Arena noch kein dominierendes Unternehmen, doch verfügt Europa über stark entwickelte Kapazitäten. Mit Hilfe von Maßnahmen in diesem Bereich kann der europäischen Industrie auf diesem heiß  umkämpften und strategischen Markt eine gute Ausgangsposition verschafft werden, ausserdem werden wesentliche Elemente der europäischen Informationsinfrastruktur geschaffen. Darüber hinaus lassen sich auf diese Weise die Vorzuege der schrittweisen   "Digitalisierung" der sozialen Infrastruktur für den einzelnen Bürger und für die benachteiligten Regionen der Gemeinschaft nutzbar machen.  Ausgehend von diesen Problemstellungen wird sich die Arbeit auf folgende Gebiete konzentrieren: Technologietransfer und Verbreitung von optimalen Softwarelösungen; Methoden und Werkzeuge für optimale Lösungen; neu entstehende Softwaretechnologien; offen  verteilte EDV-Plattformen, Technologien für verteilte und objektorientierte Datenbanksysteme; fortgeschrittene Verfahren für die Interaktion zwischen Mensch und Computer. Eine enge Koordinierung mit ähnlich gelagerten Arbeiten anderer spezifischer  Programme wird sichergestellt.  Je nach Bedarf werden die Arbeiten durch Begleitmaßnahmen unterstützt, um die Übernahme neuer Technologien zu beschleunigen, neue Potentiale bekannt zu machen, synergetische Verbindungen mit anderen europäischen und nationalen Initiativen aufzubauen,  die Beteiligung am Normungsprozeß - auch in einem internationalen Umfeld - zu fördern.  Mit Hilfe von Technologietransfer-Initiativen soll die Übernahme neuer Technologien der Softwareproduktion gefördert und die Fachkompetenz breitflächig erhöht werden. Industrielle Experimente werden auf die Verbesserung und Aktualisierung der  Softwareentwicklungspraxis durch Einbeziehung neuer Prozesse, Verfahren und unterstützender Instrumentarien gerichtet. Darüber hinaus soll über bestimmte Maßnahmen, und zwar durch die Errichtung von branchen- und länderübergreifenden  Interessengemeinschaften sowie durch speziell für Führungskräfte veranstaltete Schulungskurse für die Einführung neuer Verfahren, der Kenntnisstand zu optimalen Lösungen auf diesem Gebiet erweitert werden. All diese Aktivitäten werden nach Möglichkeit  eng mit bestehenden Verbreitungsmechanismen abgestimmt bzw. ergänzen diese Mechanismen, wobei unter anderem die Erfahrungen aus ESSI berücksichtigt werden.  Auf dem Gebiet Methoden und Werkzeuge geht es um FTE zur Verbesserung von Integrationstechniken für offene und verteilte Systeme mit besonderem Augenmerk auf Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit von softwareintensiven Systemen. Techniken und  Werkzeuge werden ferner zur Unterstützung der Prozeßmodellierung sowie zur raschen Entwicklung von Anforderungen und Technologien behandelt. Es werden Arbeiten an neuen Entwicklungsmustern wie z. B. paralleles Engineering und kooperative Entwicklung  durchgeführt, um anwendungsbereite komplette Methoden und Werkzeuge für unternehmensweite Softwareunterstützung bereitzustellen. Ausserdem werden Arbeiten zur Organisation des Software-Entwicklungsprozesses durchgeführt.  Ein drittes Gebiet befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung neuer Softwaretechnologien, insbesondere solcher, die auf die Einbettung digitaler Signalverarbeitungstechniken in integrierte Software abzielen. Diese Technologien stehen im Mittelpunkt  der neuen Entwicklungen bei der schrittweisen  "Digitalisierung" der gesellschaftlichen Infrastruktur. Als generische Technologien können sie auch in den zielgerichteten Maßnahmenbündeln  "Hochleistungsrechentechnik und -netze" verwendet werden. Dieser  Bereich umfasst auch die neu entstehenden Softwaretechnologien, die für die Systeme ein logisches Denken, Intelligenz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ermöglichen sowie die Modellierung, die Wiederverwendung und verschiedene Wissensebenen gestatten.  Weitere Themen sind Rahmen- und Integrationstechniken für den Aufbau kooperierender oder verteilter intelligenter Systeme und für die Modellierung unternehmensweiter oder anwendungsspezifischer Wissensbasen. Ausgangspunkt für diese mittelfristige  FTE-Arbeit sind sektorweite Bedürfnisse wie z. B. die Entwicklung und Demonstration komplexer, verteilter, entscheidungsintensiver Anwendungen, die in jedem Bereich menschlicher Tätigkeit vorliegen und sich auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit sowie  auf Integration und Zusammenhalt positiv auswirken werden.  Im Rahmen der Arbeiten an offenen verteilten Rechnerplattformen geht es um die Architektur offener verteilter Systeme mit speziellem Bezug auf Fragen der Portabilität, Zuverlässigkeit, Interoperabilität und Normen, die Entwicklung von  Schlüsselkomponenten, insbesondere Middleware-Komponenten für das Informationsmanagement, Zugang und Funktionsverteilung. Besondere Aufmerksamkeit wird der Entwicklung und Verbreitung von anwendungsbereiter Komplett-Software geschenkt werden. Zur  Ergänzung der FTE-Aktivitäten werden Maßnahmen zur Herstellung eines Dialogs zwischen maßgeblichen Anwender- und Normungsgruppen, die sich mit offenen Systemen (u. a. X/Open und EWOS) befassen, eingeleitet. Über spezifische Themen im Rahmen der  Tätigkeit zu optimalen Softwarelösungen werden grössere Demonstrationsprojekte für Anwendungen entwickelt und Verbesserungen im praktischen Aufbau von offenen verteilten Systemen erreicht. Der Trend in Richtung offener Systeme trägt globalen Charakter  und wird auf der Aufstellung international anerkannter Normen beruhen. Daher werden Verbindungen zu den wichtigsten diesbezueglichen Aktivitäten in den USA und Japan hergestellt, und die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern und den Ländern Mittel- und  Osteuropas wird gefördert.  Ein weiteres Gebiet beschäftigt sich mit hochentwickelten Technologien für verteilte Datenbanksysteme. Zu den diesbezueglichen Aktivitäten gehören Technologien für objektorientierte Grossarchive, Techniken für die Einbettung von Wissen in diese Archive  und die Entnahme daraus, Interoperabilität, Anpassungsfähigkeit und Wiederherstellung verteilter Systeme sowie Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung und Anwendung dieser Neuentwicklungen.  Ausserdem werden Arbeiten an Werkzeugen für die Verwaltung verteilter statistischer Daten, einschließlich Erfassung, Auswertung, Verbreitung und Darstellung von Daten durchgeführt.  Im letzten Gebiet werden Technologien behandelt, die mehr Komfort und Sicherheit für den Menschen beim Umgang mit IT-Systemen bieten. Ein wesentlicher Faktor bei der Aneignung dieser neuen Technologien ist die Schnittstelle Benutzer-System. Der Dialog  mit der Maschine sollte auch für nichtprofessionelle Nutzer leichter und verständlicher werden. Diese Frage wird sowohl aus der Perspektive des Nutzers als auch der des Anbieters zu behandeln sein. Das menschliche Verhalten, insbesondere dessen  kognitive Aspekte sowie die Fähigkeit zu künstlerischem/kreativem Tun stellen wichtige Themen für die Forschung dar. Diese Forschungsbereiche werden auch für die Akzeptanz und Aneignung künftiger Multimedia-Systeme bedeutsam sein. Dabei eröffnen sich  Produkten auf IT-Basis neue Möglichkeiten für grössere und breitere Märkte. Es werden FTE-Arbeiten durchgeführt, die das Verständnis der Interaktion zwischen Benutzer und System verbessern sollen, so z. B. kognitive Modellierung, Interaktionsmodelle,  Medien und Metaphern sowie kooperative Arbeit.  In diesem Zusammenhang wird der Entwicklung und Festigung neu entstehender Technologien Bedeutung zugemessen. Diese Aktivitäten werden in enger Beziehung zur vorgelagerten Forschung stehen. Sie werden auf bestehende Normen aufbauen bzw. einen Beitrag  zur Normierung leisten und dabei helfen, den entsprechenden Sensibilisierungsstand im Hinblick auf die Potentiale der neuen Technologien zu erhalten.  TECHNOLOGIEN FÜR IT-KOMPONENTEN UND -TEILSYSTEME Ziel dieses Bereichs ist es, die europäische Industrie mit den neuesten Technologien und dem neuesten Know-how für die Konstruktion und die Herstellung von Komponenten und Teilsystemen in drei maßgeblichen Bereichen - Mikrölektronik, Mikrosysteme und  Peripheriegeräte - auszustatten. Dabei ist systemorientiert vorzugehen und dem Zusatznutzen Rechnung zu tragen, den die Mikrölektronik sowie Mikrosysteme und Peripheriegeräte erbringen. Wachstumschancen und die Stärken Europas in Bereichen wie  Telekommunikation, Kraftfahrzeuge, Unterhaltungselektronik, Medizintechnik und anderen industriellen Anwendungsbereichen bestimmen dabei die Prioritäten.  Die rechtzeitige Verfügbarkeit von kostengünstigen integrierten Mikrölektronik-Komponenten von hoher Leistung und Zuverlässigkeit ist für Systemhersteller eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von konkurrenzfähigen elektronischen Systemen  beispielsweise in der Unterhaltungselektronik, der Datenverarbeitung sowie in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie. Dabei liefert die Mikrölektronik nicht nur die technologischen Grundlagen für traditionelle Elektronik- und Elektrobranchen,  sondern dehnt ihren Einfluß in zunehmendem Masse auch auf immer mehr Verfahrensweisen, Produkte und Dienstleistungen in praktisch allen Industriezweigen aus und hat weitreichende Konsequenzen für die industrielle Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in  der gesamten Gemeinschaft. Von besonderer Bedeutung ist die Aufrechterhaltung europäischer Fachkompetenz im Bereich der hochentwickelten integrierten Schaltkreise für spezifische Anwendungen, denn dort erweisen sich Lieferquellen vor Ort als  lebenswichtig für die kurzen Entwurfs- und Produktionszeiträume sowie für den Schutz des Anwendungs-Know-how, das für einen Wettbewerbsvorteil sorgt.  Potentielle wirtschaftliche Auswirkungen der Technologien für integrierte Mikrosysteme gibt es nicht nur in dem unmittelbaren Marktsegment, an das sie sich wenden, sondern auch mittelbar in anderen Industriezweigen. Das Spektrum von Produkten mit  integrierten Mikrosystemen wird von Hörgeräten sowie medizinischen und Analyseinstrumenten bis zu Produkten der Unterhaltungselektronik und Teilsystemen in Kraftfahrzeugen reichen und sowohl Massengüter als auch die vielfältigen Spezialmikrosysteme für  Anwendungen mit hoher Wertschöpfung umfassen, bei denen die Kombination von Leistung, Grösse, Flexibilität und Robustheit ausschlaggebend für den Erfolg ist. Medizinische Diagnose- und Dosiersysteme, künstliche Organe, neue Sensoren für medizintechnische  Anwendungen, Umwelt- und Industrieueberwachung und -kontrolle, Sicherheitssysteme sowie Anforderungen für reduzierten Energieverbrauch bilden die wichtigsten System-Anwendungsgebiete, in denen die wirtschaftlichen Auswirkungen zugleich eine Verbesserung  der Lebensqualität nach sich ziehen. Flachbildschirme finden breite Anwendung bei tragbaren und hochauflösenden Produktions-Fernsehgeräten, bei Grafik- und Multimediasystemen sowie bei interaktiven CDs. Im halbprofessionellen Bereich werden  Flachbildschirme bei Bildtelefonen, in der Kraftfahrzeugtechnik sowie bei elektronischen Arbeitsstationen zum Einsatz kommen. Sie werden zum voll integrierten Bestandteil neuer Produkte werden, so daß eine enge Zusammenarbeit zwischen Komponenten- und  Geräteherstellern erforderlich ist. Da die Mikrölektronik und die Bildschirmtechnik für die Wettbewerbsfähigkeit aller Industriezweige eine tragende Rolle spielen, ist es von wesentlicher Bedeutung, hier eine europäische Fachkompetenz zu entwickeln.  Maßnahmen zur Deckung des Nachholbedarfs an Know-how und benötigten Fertigungstechnologien sind erforderlich; sie sollten daher verstärkt werden.  Ein zweites, für die gesamte Elektronikbranche äusserst wichtiges Feld der Peripherietechnologie bilden Speicherteilsysteme, die mit allen genannten Anwendungen in Zusammenhang stehen. Insbesondere hochauflösende Displays, Grafiksysteme und  Multimedia-Systeme verlangen hochleistungsfähige, schnelle Speicher. Derzeit werden digitale Speicherteilsysteme für Ton-, Bild- und Videoinformationen, darunter auch in portablen Anwendungen, eingesetzt. Zusätzlich wird es ausgewählte Maßnahmen im  Bereich der Peripheriegeräte für Heimsysteme geben, die auf die Integration von automatisierten Heimgeräten zu einem einheitlichen System abzielen, um beispielsweise einen niedrigeren Energieverbrauch zu erreichen. Spezifische Arbeiten in diesen  Bereichen werden aufgenommen, wenn entsprechende Zusagen der europäischen Beteiligten vorliegen.  Die Arbeiten zur Mikrölektronik werden sich auf jene Technologien konzentrieren, die voraussichtlich vorwiegend gegen Ende des Jahrzehnts zum Einsatz kommen und sich sehr stark auf die Anwendungen auswirken. Dazu zählen siliciumgestützte Technologien  und die vielversprechenden Verbundhalbleiter-Technologien, im besonderen Galliumarsenid. Es werden alle Aspekte des Prozesses abgedeckt, nämlich Entwurf, Packaging und Zusammenschaltung, Erprobung, Fertigung und Anlagen sowie die Entwicklung von neuen  Fertigungs- und Prüfgeräten und Materialien. Eine Reihe von Arbeiten wird möglicherweise in Zusammenwirken mit Eureka-Initiativen, darunter der Initiative zu siliciumgestützten Technologien, durchgeführt. Das Ziel dabei ist die Entwicklung eines  geeigneten Verfahrens für einen integrierten 0,35-Mikron-CMOS bis 1996. Der Schwerpunkt wird auf der Integration moderner Komponenten in hochentwickelte integrierte Schaltkreise für spezifische Anwendungen liegen.  Die FTE-Aufgaben werden sich auf die folgenden Gebiete konzentrieren:  - generische Technologien mit den Zielen Verkleinerung, Kostensenkung, höhere Funktionalität und Komplexität sowie schnellere stromsparende integrierte Millimeterwellen- und Mikrowellen-Schaltkreise für Hochfrequenzanwendungen;  - generische Systemintegrationstechnologien mit Schwerpunkt auf elektrischer und optischer Verbundfähigkeit und Packaging auf allen Verbundebenen;  - Systeme aus aktiven und passiven Komponenten einschließlich von Opto-Silicium-Hybridkomponenten; die Erforschung von passiven und Leistungskomponenten zielt auf die Integration und den Verbund mit anderen Bauelementen und Technologien ab;  - fortgeschrittene Systemdesign-Methoden, Werkzeuge und Prüfverfahren für digitale, analoge und gemischte Anwendungen;  - Technologien für elektronische und photonische Geräte und Systemintegration, vor allem für moderne Peripherie- und Speichersysteme, Kommunikationsnetze, optische Informationsverarbeitung und Mikrosysteme;  - effektive Herstellbarkeit von Schaltkreisen der nächsten Generation für die Klein- und Großserienproduktion einschließlich von fortgeschrittenen und effizienten Fertigungsausrüstungen und Materialien;  - Konzepte und Technologien für flexible, schnell auf neue Anforderungen einstellbare Herstellungsanlagen für hochentwickelte integrierte Schaltungen zur Nutzung in spezifischen Anwendungen, insbesondere die Ermöglichung eines einfachen und  kostengünstigen Zugangs für KMU;  - Einbeziehung von Konstruktions- und Technologiemöglichkeiten in Pilot-Demonstrationsprojekten für spezielle Anwendungen mit erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bzw. zur Erweiterung des Einflusses der Mikrölektronik auf  traditionellere Industriezweige;  - mikrölektronische Aspekte von Sensoren und Mikrosystemen sowie multifunktionale Systemanwendungen.  Die Aktivitäten in bezug auf den Technologietransfer und die Verbreitung von Know-how richten sich mit Hilfe von Arbeitsgruppen, Branchenvereinigungen bzw. Netzwerken auf die Verstärkung der Beziehungen zwischen Geräte- und Werkstoffherstellern  einerseits und den Herstellern integrierter Schaltkreise andererseits. Ausserdem geht es um die Schaffung engerer Beziehungen zwischen Schaltkreisherstellern und Nutzern, und zwar über ein Netz von Fachzentren ( "Centres of Competence") für Entwurf,  Herstellung und Erprobung von Schaltkreisen und Systemen. Zum Zwecke der Ausbildungsförderung werden Netze von Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten gebildet, mit deren Hilfe der Industrie geschultes Personal für die Herstellung und  Nutzung innovativer Fertigungswerkzeuge und -methoden sowie für den Entwurf und die Erprobung von Schaltkreisen und Systemen bereitgestellt wird. Weitere Schulungsmaßnahmen werden initiiert, um potentielle Nutzer hochentwickelter integrierter  Schaltkreise für bestimmte Anwendungen, speziell KMU, besser zu sensibilisieren und ihnen insbesondere das entsprechende Know-how für die Analyse ihrer Systemerfordernisse und die davon ausgehend benötigte Hardware zu vermitteln. Auf bestimmten Gebieten  wird eine internationale Zusammenarbeit aufgebaut, und es wird für eine entsprechende Koordination mit nationalen Initiativen der Mitgliedstaaten gesorgt.  Bei den Arbeiten zu integrierten Mikrosystemen geht es vor allem um die fachübergreifende Konstruktion, Herstellung und Erprobung von Mikrosystemen sowie um Integrations- und Packagingmethoden. Dabei wird eine Koordinierung mit dem Programm für  industrielle und Werkstoff-Technologien sowie mit anderen in Betracht kommenden spezifischen Programmen angestrebt. Entsprechende FTE orientiert sich primär am Technologiebedarf von Hauptanwendungsgebieten wie z. B. Kfz-Technik, wo Mikrosysteme eine  Schlüsselrolle bei der Realisierung des sauberen sicheren Autos der Zukunft spielen, Medizintechnik, wo Mikrosysteme für portable intelligente medizinische Diagnose- und Dosiersysteme benötigt werden, sowie Überwachung und Kontrolle von industriellen  Prozessen unter besonderer Berücksichtigung der Prozesse, die sich auf die Sauberkeit der Umwelt auswirken.  Die Arbeiten werden alle Phasen der Realisierung von Mikrosystemen betreffen, vom konzeptionellen und detaillierten Entwurf von Mikrosystemen über die Integration vorhandener Grundtechnologien bis hin zur Demonstration industrieller Prototypen.  Angesprochen werden auch Gesichtspunkte der Klein- und Grossproduktion. Zu den Aktivitäten von besonderer Bedeutung werden gehören: Entwurf von Mikrosystemen, Integration von Komponenten wie z. B. optische und biochemische Sensoren und Stellglieder mit  mikrölektronischen Subsystemen und Komponenten, Packaging und Verknüpfung integrierter Mikrosysteme, Schnittstellen zu anderen Mikro- und Makrosystemen sowie zur physischen Welt, Softwareintegration (System und Anwendung), Kommunikationssysteme  zwischen Mikrosystemen, spezifische Geräteanforderungen, Fertigungsanforderungen und -abläufe sowie Erprobung und Qualitätssicherung. Die im Rahmen der zielorientierten FTE gewonnenen Erfahrungen sowie das entsprechende Know-how dienen als Grundlage für  weitere Folgeanwendungen.  Um die Arbeiten für die drei Anwendungsgebiete zu unterstützen, werden noch zusätzliche Aktivitäten zur Integration eines breiten Spektrums von Technologien durchgeführt, die die Grundlage der Mikrosystemproduktion bilden, darunter Mikrölektronik,  Mikrooptik, Mikromechanik und Mikrochemie, wobei die in anderen Bereichen des Rahmenprogramms gewonnenen Ergebnisse genutzt werden.  Die potentiell breite Anwendbarkeit von Mikrosystemen sowie die inhärenten Schwierigkeiten bei der Beherrschung von Mikrosystemtechnologien erfordern die Schaffung effizienter gemeinschaftsweiter Mechanismen für die Verbreitung von Know-how und für den  Technologietransfer. Von besonderem Stellenwert ist dabei die Verbesserung der Bedingungen für KMU zur kostengünstigen Entwicklung innovativer Mikrosysteme und zu deren Einbau in ihre Produkte. Diese Frage wird durch die Verbreitung und den Transfer von  Technologie über technische Interessengruppen und  "Networks of Excellence" gelöst. Für den Zugang zu kostengünstiger Fertigung und anderen Arten der Unterstützung, insbesondere für KMU, wird durch die Schaffung bzw. Verbesserung spezieller  Minifertigungseinrichtungen, zusammen mit geeigneten Dienstleistungsmechanismen, gesorgt.  Der fachübergreifenden Ausbildung kommt im Bereich Entwicklung und Verwendung von Mikrosystemen ein Schlüsselstellung zu. Dabei finden sowohl bestehende Mechanismen in einigen Grundtechnologien (z. B. die Ausbildungsmaßnahmen beim VLSI-Entwurf) als auch  neue Mechanismen Anwendung. Ausbildungsprogramme für Unternehmen werden mit Hilfe von  "Centres of Excellence" über die jeweiligen Industrie- und Handelsvereinigungen organisiert. Die Arbeiten auf dem Gebiet der Flachbildschirme werden auf den Ergebnissen des Dritten Rahmenprogramms, insbesondere im Bereich LCD-Bildschirme mit aktiver Matrix für Anwendungen mit Bedarf an grossen hochauflösenden Farbdisplays, aufbauen. Hier richten  sich die Aktivitäten auf die Entwicklung preisgünstiger Komponenten für hochauflösende Flachbildschirme, mit Schwerpunkt auf einer Verbesserung der Bildqualität von Displays, insbesondere für tragbare Geräte, sowie auf grösseren Bildschirmabmessungen und  geringerer Bautiefe. Bis 1997 werden für die Großserienfertigung bei digitalen hochauflösenden Fernsehbildschirmen/Displays mit verbesserter Grafikfunktion für Projektionszwecke Bildschirmgrössen von 2,8& Prime; bis 5,8& Prime; angestrebt, bei  interaktiven Farbmonitoren für Arbeitsstationen Bildschirmgrössen bis zu 15& Prime;. Von besonderer Bedeutung ist die LCD-Technologie mit aktiver Matrix, da hier die attraktivsten Ergebnisse in bezug auf Farbe und Auflösung erzielt werden, doch können  auch andere Displaytechnologien behandelt werden, wie z. B. Feldeffektiv-Displays, Elektrolumineszenz-Displays oder ferrölektrische Displays für besonders kostengünstige und stromsparende Anwendungen. Die entsprechenden Erfordernisse werden durch  Zusammenarbeit zwischen den Anwendungs- und Anbieterbranchen festgelegt. Auf dem Gebiet der Speicherteilsysteme könnten sich die Arbeiten auf die Aspekte höhere Kapazität, Kompaktheit und Lese/Schreibleistung zur Unterstützung von Multimedia-Systemen  und die Erzeugung hochauflösender Videobilder in Echtzeit erstrecken. Zu den entsprechenden Technologien zählen magnetooptische und magnetische Speicherplatten. Die Arbeiten an Peripheriegeräten für Heimsysteme könnten sich auf Technologien für Geräte,  die zum Verbund von Heimanlagen zu einem ganzen Heimsystem erforderlich sind, sowie für jene Peripheriegeräte, die zur Unterstützung des Benutzerdialogs benötigt werden, konzentrieren.  Als Begleitmaßnahmen sind u. a. ein Ausbildungsprogramm für Unternehmen auf dem Gebiet des Entwurfs von Displays und Speicherteilsystemen, Interessengruppen mit Vertretern der Industrie und der Verbraucher sowie eine Sonderaktion zur Förderung der  europäischen Produktion von strategischen Werkstoffen und Komponenten für die Peripheriebranche vorgesehen. Um den Gesamtnutzen dieser Aktivitäten für die Gemeinschaft noch weiter zu erhöhen, wird auf Abstimmung mit einzelstaatlichen Initiativen  geachtet. Eine internationale Zusammenarbeit ist auf dem Gebiet der Displaytechnologien besonders wichtig, da hier Joint-ventures zur Zusammenführung der Interessen verschiedener Industriepartner eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg darstellen.   MULTIMEDIA-SYSTEME Die Zielsetzung in diesem Bereich besteht darin, FuE-Strategien zu unterstützen, um die Informations- und Kommunikationstechnologien, die Multimedia-Systemen und -Anwendungen für den Endnutzer zugrunde liegen, mit dem Ziel zu entwickeln und zu  integrieren, den Nutzern neuartige Dienste auf der Grundlage der Informationstechnologien anzubieten. In diesem Zusammenhang werden konkrete Arbeiten zu Technologien für integrierte persönliche Systeme durchgeführt, die dem einzelnen Bürger an jedem  beliebigen Ort den persönlichen Zugang zu den Dienstleistungen der informationellen Infrastruktur sowie Informationsverarbeitung vor Ort bieten werden und aus diesem Grund eine der wichtigsten Marktchancen im Multimedia-Bereich darstellen. Diese  Arbeiten sollen dazu beitragen, der europäischen Industrie eine bedeutsame Marktstellung zu verschaffen.  Zwar wurde die Entstehung eines Marktes für Multimedia-Systeme, die eine nahtlose Integration von Sprache, Video, Text, Ton, Animation und Graphik ermöglichen, bereits seit zehn Jahren vorausgesagt, doch konnten derartige Systeme erst jetzt aufgrund der  Fortschritte in der Leistungsfähigkeit der Mikrölektronik, bei Software-Verfahren, Normen und in der digitalen Kommunikation Wirklichkeit werden. Die in Europa aufkommenden elektronischen Netze werden zu einer starken Stimulierung der obenerwähnten  Dienste führen, bei gleichzeitig rapider Erweiterung ihres Umfangs und ihrer geographischen Verteilung. Es wird erwartet, daß Multimedia-Systeme zunächst bei kundenspezifischen Anwendungen zum Einsatz kommen, und zwar in der Wirtschaft und zu Hause, im  Bildungswesen, im verarbeitenden Gewerbe, bei Finanzdienstleistungen, in der Medizin, im Verkehr, im Versicherungswesen, im Einzelhandel und Fremdenverkehr sowie in der Unterhaltung, darunter bei Spielen, im Film und im Fernsehen. Aufgrund von  Multimedia-Techniken wird mit einem Produktivitätsanstieg in Wirtschaft und Bildung gerechnet.  Der Markt für persönliche Systeme, der sich gerade erst herauszubilden beginnt, verfügt über ein beträchtliches Expansionspotential. Bisher sind noch keine klaren Marktführer zu erkennen. Europa verfügt bereits über Stärken in den benötigten  Technologien, wie Smart Cards und CD-ROM, sichere Protokolle, eingebettete Systeme und anwendungsspezifische Software, und nimmt bei Komponenten mit niedrigem Stromverbrauch und bei sicheren, intelligenten Verschlüsselungsgeräten eine führende Position  ein. Dieser neue Markt bietet Europa die Gelegenheit, den grössten Teil des Produktionszyklus, angefangen von Mikrokomponenten über Systeme bis zur Anwendungsentwicklung, abzudecken und dient gleichzeitig als Ausgangsbasis für die Steigerung der  Wettbewerbsfähigkeit in anderen Anwendungsfeldern.  Die Aktivitäten in diesem Bereich werden mit den Arbeiten in anderen spezifischen Programmen abgestimmt. Während das spezifische IT-Programm sich auf Werkzeuge und Standards für die grundlegende Verarbeitung multimedialer Daten konzentriert, deckt das  spezifische Programm für die fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien alle Technologien für die Multimedia-Datenübertragung sowie für das Management von Diensten, die auch die digitalen Videodienste umfassen, ab. Das spezifische Telematik-Programm  befasst sich mit der Integration dieser Forschungsergebnisse in Multimedia-Systeme und Diensten für ausgewählte Anwendungsbereiche. Es ist davon auszugehen, daß während der Laufzeit des Programms eine beträchtliche Annäherung der Branchen IT,  Kommunikation, Unterhaltungselektronik, Informationspublishing und Entertainment zu verzeichnen sein wird. Diesem Trend wird voll Rechnung getragen.  In diesem Bereich werden generische Technologien für die Erzeugung, Bearbeitung, Aufbereitung, Darstellung und Speicherung von Multimedia-Informationen entwickelt und integriert; ferner geht es um die Integration von Multimedia-Technologien im Rahmen  von Validierungsprojekten, bei denen Nutzer und Anbieter zusammenarbeiten. Die FTE-Arbeiten umfassen die Spezifizierung von Algorithmen und von geeigneten Komponenten, z. B. Chips für die Kompression/Dekompression von Videobildern, hochleistungsfähige  optische Speicher und Prozessoren, Flüssigkristall-Displays und Informationsgeräte (einschließlich Multimedia-Terminals) sowie deren Integration in fortgeschrittene Multimedia-Systeme, Normen für die Multimedia-Übertragung, Speicherung, Darstellung und  Kompression/Dekompression sowie generische Multimedia-Software einschließlich Werkzeuge für die Mensch-Maschine-Schnittstellen. Zum Softwarebereich zählen Multimedia-Erweiterungen für bestehende Systemsoftware und -werkzeuge, kreative Werkzeuge zur  Erstellung von Softwareobjekten in den verschiedenen Medien - Video, Audio, Animation, Malen und Zeichnen - sowie Gestaltungswerkzeuge, mit denen sich benutzerfreundliche kundenspezifische Multimedia-Anwendungen aus den einzelnen Medienobjekten  zusammenbauen lassen. Mit Systemen für die vielfältigsten Endbenutzer-Anwendungen wird die Integration von Hardware- und Software-Elementen demonstriert. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Projekte zur Demonstration der Integrationsfähigkeit von  Multimedia-Technologien und optimalen Praxislösungen. Ein wesentlicher Faktor für die Akzeptanz der Multimedia-Systeme sind die Softwaretechnologien, die dem Menschen einen gesteigerten Komfort und mehr Sicherheit beim Umgang mit Multimedia-Systemen  bieten, und die folglich in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.  Die Arbeit in diesem Bereich wird auf umfangreichen europäischen Ergebnissen aufbauen, die bereits bei der Umsetzung früherer Rahmenprogramme erzielt worden sind, darunter CD-I, MPEG-Videonormen sowie Multimedia-Systeme und -Werkzeuge. Herausforderungen  ergeben sich bei Fragen des geistigen Eigentums, so z. B. im Zusammenhang mit dem Urheberrecht an Medienobjekten, Benutzerfreundlichkeit, derzeitigen Netzbeschränkungen und der Einbindung von Technologien für Multimedia-Anwendungen, speziell in  vorhandene Hard- und Software.  Bei integrierten persönlichen Systemen wird man sich auf zwei Themen konzentrieren: die Entwicklung von Technologien für multifunktionale integrierte Geräte für den Anwenderzugriff, die eine Bearbeitung von Multimedia-Daten ermöglichen, darunter die  elektronische Brieftasche sowie sogenannte Personal Communicators für Einzelpersonen oder Gruppen sowie mobile Kommunikationssysteme für die Wirtschaft, ausserdem die Anwendung technologischer Weiterentwicklungen durch Informationsanbieter, damit sie die  ständig steigenden Benutzeransprüche nach leistungsfähigen Diensten erfuellen können. Diese beiden Aspekte decken die Anwendungsseite der kompletten Systemlösung ab, deren voller Ausbau von vorhandenen drahtlosen Netz- und  Telekommunikationsinfrastrukturen abhängt. Dabei werden neue Entwicklungen auf diesen Gebieten berücksichtigt, die im Rahmen der Telekommunikations- und Telematik-Programme vorgenommen werden.  Als flankierende Maßnahme ist unter anderem die Ausbildung von Entwicklern und Urhebern von Multimedia-Anwendungen vorgesehen. Technologieanbieter und Anwendungsentwickler werden für die Verbreitung von Informationen sorgen, um so die industrielle  Zusammenarbeit zu unterstützen und den Weg für Normen zu bereiten. Enge Beziehungen werden zu anderen generischen Technologie-Initiativen, insbesondere auf den Gebieten Peripheriegeräte, Mikrölektronik, Software-Engineering und Mikroprozessoren,  aufgebaut.  LANGFRISTIGE FORSCHUNG Die intensiven FTE-Anstrengungen, die für einen schnelleren Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft erforderlich sind, bergen angesichts des schnellen technologischen Wandels das Risiko des Denkens in kurzfristigen Zeiträumen in sich.  In einer Zeit, in der es ständig darum geht, so schnell wie möglich ein neues Erzeugnis auf den Markt zu bringen, ist es notwendig, zugleich aber auch schwierig, eine längerfristig angelegte Sichtweise als Bezugsrahmen für die aktuellen  Forschungsaufgaben zu entwickeln. Gleichzeitig bringt die Konzentration auf kurzfristig angelegte Forschung das Risiko mit sich, daß der Industrie jene Humanressourcen entzogen werden, die erforderlich sind, um einen neuen Innovationsschub zu  ermöglichen und der spezifischen Nachfrage der Industrie nach modernsten Forschungsergebnissen gerecht zu werden. Eine verstärkte Förderung der innovativen und langfristig angelegten Forschung durch die Gemeinschaft wird einer engen und zielgerichteten  Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschulen dienlich sein und gleichzeitig sicherstellen, daß wir wegen einer kurzfristigen Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit nicht unsere mittel- oder langfristigen technologischen Perspektiven aufs Spiel  setzen. Sämtliche Maßnahmen werden deshalb darauf abzielen, daß - das Potential für einen  "neuen Innovationsschub" erhalten bleibt und Kompatibilität mit den durch die schnellen technologischen Veränderungen bestimmten kurzfristigeren Vorhaben gesichert ist;  - nicht in beliebigem Umfang verfügbares, für die europäische FTE auf dem Gebiet der Informationstechnologie aber unentbehrliches Fachwissen in den Bereichen eingesetzt wird, in denen es am dringendsten benötigt wird.  Diese Zielsetzungen können durch Networks of Excellence und vorgelagerte FTE-Projekte verwirklicht werden.  Themenbezogene Networks of Excellence bieten Rahmenbedingungen für die Koordinierung von FTE, für Technologietransfer, Aus- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Infrastruktur. Diese Netze werden von den Beteiligten des Technologiesektors (Hersteller,  Anwender und Forscher) selbst ständig ausgebaut. Diese Koordinierungsrahmen, in denen geplante Vorhaben der Industrie starke Beachtung finden, sollen von entscheidender Bedeutung sein.  Die vorgelagerten FTE-Projekte gliedern sich in zwei Kategorien:  - Projekte mit hohem Neuerungsgrad, die ein hohes, aber überschaubares technologisches Risiko in sich bergen, und deren erfolgreiche Realisierung direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie hat. Solche Projekte können häufig zur  Lösung spezifischer Probleme beitragen, wie sie im Rahmen der Koordinierung mit anderen Teilen des Programms auftreten, denn eine kurzfristige Maßnahme kann durchaus einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung eines langfristigen Ziels leisten. Ein  Projekt muß nicht unbedingt selbst unmittelbar zu einem Erzeugnis oder einer Dienstleistung führen, es kann aber sehr wohl dazu beitragen, daß derartige Erzeugnisse oder Dienstleistungen im Rahmen der verschiedenen nachgelagerten Projekte entstehen.  - Projekte mit Aussicht auf bahnbrechende Lösungen mit langfristigen Folgen für die Industrie. Sie sind deshalb per definitionem nicht den Zwängen und Einschränkungen der nachgelagerten Aktivitäten ausgesetzt.  Die Auswahl von Projekten beider Kategorien wird ferner davon abhängen, inwieweit sie dazu beitragen können, die Humanressourcen gerade in Bereichen mit erkennbarem Mangel zu fördern, und ob es möglich sein wird, unterschiedliche Fachkenntnisse und  -fertigkeiten, insbesondere im Bereich der interdisziplinären Forschung, miteinander zu verknüpfen.  Die in Betracht kommenden technologischen Bereiche werden hier nicht näher eingegrenzt, da die Vorschläge wahrscheinlich sowohl den Möglichkeiten als auch den Anforderungen Rechnung tragen werden, die sich jeweils ergeben. Es wird erwartet, daß viele  Aktivitäten auf vorgelagerte Aspekte der FTE-Maßnahmen ausgerichtet sein werden, die in anderen Teilen des Programms durchgeführt werden, so daß für deren Fortschreibung und Weiterführung gesorgt wird.   Zielgerichtete Maßnahmenbündel  Initiative zur Förderung offener Mikroprozessorsysteme (OMI) Das Ziel der OMI besteht im Aufbau einer umfassenden europäischen Kompetenz auf dem Gebiet der Mikroprozessorsysteme und in der Unterstützung ihrer breiten Einbeziehung in Anwendersysteme sowohl in Europa als auch im Weltmaßstab.  Mikroprozessoren und die dazugehörige Software machen die Intelligenz elektronischer Systeme aus. Ihre Anwendungsmöglichkeiten reichen von hochentwickelten Kontrollsystemen für die Luft- und Raumfahrt, die Robotertechnik, industrielle Steuerung und  Telekommunikation bis hin zu Mobiltelefonen, Heimelektronik und Automobilen und erstrecken sich auch auf allgemeine Computersysteme vom Supercomputer bis zum Notebook. Gegenwärtig wird der Mikroprozessormarkt von US-amerikanischen Herstellern  beherrscht, die Mikroprozessoren auf der Grundlage der CISC-Technologie (Rechentechnik mit komplexer Befehlsmenge) anbieten, die in über 80 % der gegenwärtig betriebenen Systeme und in fast allen Computern Verwendung findet. Gleichzeitig tun sich jedoch  neue Märkte für eingebettete Systeme auf, d. h. Systeme, die vom Endnutzer nicht programmiert werden können. In der Stärkung ihrer Position auf dem Gebiet der fortgeschrittenen RISC-Mikroprozessoren (Rechner mit reduzierter Befehlsmenge), bei denen es  sich um eine Spitzentechnologie handelt, liegt für die europäische Industrie eine ausgezeichnete Möglichkeit, ihre Marktstellung auszubauen und bis zum Ende des Jahrzehnts neue Arbeitsplätze nicht nur im Bereich der Mikroprozessoren und Systemsoftware,  sondern auch in einer Vielzahl anderer Nutzerbereiche und insbesondere auf dem Gebiet der eingebetteten Systeme zu schaffen.  Die OMI wird auf der Arbeit aufbauen, die im Zuge des Dritten Rahmenprogramms begonnen hat, das wiederum von den durch mehrere Mitgliedstaaten unterstützten Aktivitäten und von den Ergebnissen auf dem Gebiet der Mikrölektronik, der Software, der  Integration der Anwendungssysteme sowie den Standards aus dem gesamten ESPRIT-Programm und weiteren Programmen profitiert. Mit der OMI wird beabsichtigt, FTE-Maßnahmen im Bereich der Mikroprozessorsysteme in der Gemeinschaft zu konzentrieren und zu  koordinieren, um so eine kritische Masse zu schaffen, die die europäische Industrie in die Lage versetzt, im weltweiten Wettbewerb zu bestehen.  Neben der Bereitstellung von Komponenten für eingebettete Systemanwendungen wird mit der OMI letztendlich auch die Unterstützung der Computerindustrie angestrebt. Hierbei geht es um das gesamte Spektrum von Hoechstleistungs-Mikroprozessorsystemen bis zu  Mikroprozessorsystemen der untersten Leistungsklasse. Die OMI setzt hierbei auf eine Strategie der Überschneidung mit vorhandener nichteuropäischer Technologie sowie auf die nächste Technologiegeneration nach dem Jahr 2000. Angesichts des grossen Bedarfs  an Mikroprozessoren bei europäischen Unternehmen sollte für einen reibungslosen europäischen Wechsel von gegenwärtig verfügbaren zu neuen Technologien gesorgt werden.  Hierfür werden durch die OMI auch die Ergebnisse sämtlicher Teile des Rahmenprogramms der Gemeinschaft genutzt. Eine längerfristig angelegte generische FTE wird sich im Rahmen von OMI mit Komponenten und Werkzeugen für fortgeschrittene  Mikroprozessorsysteme beschäftigen. Dazu gehören die Verwendung und Anpassung von Hochleistungsmikroprozessoren mit sehr unterschiedlicher Architektur, digitale Signalverarbeitungseinheiten, Fuzzy-Logic, Analog-Digital-Umsetzer sowie weitere  chipintegrierte Funktionen, fortgeschrittene Technologien für neuartige Prozessoren, Entwurfs-, Fehlerbeseitigungs- und Prüfumgebungen für chipintegrierte Systeme, Systemsoftware einschließlich Mechanismen der Softwareportabilität und Standards.  Ferner sollen die Ergebnisse vorangegangener Projekte des Dritten Rahmenprogramms genutzt werden, um den Transfer von OMI-Ergebnissen durch Pilotanwendungen von chipintegrierten Systemen in der Anwenderindustrie zu beschleunigen. Hierbei werden sich die  Anstrengungen vorwiegend auf die für diese Anwendungen notwendigen elektronischen und Softwaresubsysteme konzentrieren und nicht so sehr auf das gesamte Anwendungssystem. Letzteres könnte durch EUREKA, ESA und andere europäische Forschungsinitiativen,  durch Initiativen einzelner Mitgliedstaaten und durch andere Gemeinschaftsprogramme unterstützt werden.  Pilotanwendungen sollen in den Bereichen angesiedelt werden, in denen ein nachweisliches wirtschaftliches Interesse vorhanden ist und umfassende soziale und wirtschaftliche Verbesserungen erzielt werden können.  Zu den potentiellen Anwendungsbereichen gehören in Kraftfahrzeugen integrierte Systeme zur Verringerung der Schadstoffemissionen und des Energieverbrauchs, zur Kommunikation und zur Bestimmung des Fahrzeugstandorts, Kommunikationssysteme von  hochkomplizierten Vermittlungseinheiten bis hin zu tragbaren Telefonen, kundenspezifische Systeme der Prozeßsteuerung und Robotik im verarbeitenden Gewerbe, fortgeschrittene Multimedia-Systeme, Anwendungen im Bereich der Luft- und Raumfahrt sowie  weitere Anwendungen von eingebetteten Hochleistungssystemen. Um die Hersteller mit den Anforderungen der Nutzer vertraut zu machen und einen schnellen Transfer der FTE-Ergebnisse in die Industrie zu sichern, werden industrielle Anwender von Beginn an  auf allen Gebieten in die FTE-Aktivitäten einbezogen. Hierbei wird darauf abgezielt, den Integrationsprozeß der Systeme durch  "vertikale Integration" (Kooperation von Herstellern von Mikroprozessoren, Softwareherstellern und Systemintegratoren) zu  beschleunigen, was zu einer Stärkung der Position sowohl von Systemherstellern als auch der Anwenderindustrie und zu einem erhöhten Einsatz von Hochtechnologie führen wird.  Eine schnelle Verbreitung und der Transfer der Ergebnisse sollen sowohl innerhalb der Gemeinschaft als auch im Weltmaßstab durch effiziente Mechanismen gesichert werden. Zu diesem Zweck werden Konferenzen durchgeführt, technische Arbeitsgruppen und  Networks of Excellence gebildet. Regionale Entwurfs- und Konformitätsprüfungszentren sollen insbesondere die KMU bei der Anwendung der OMI-Technologie unterstützen, und mit Hilfe einer OMI-Portabilitäts-Aktion sollen die Einführung von Systemstandards  für schaltkreisintegrierte Mikroprozessoren sowie des virtüllen binären Schnittstellenstandards gefördert und die Bedeutung der Portabilitätsexperimente verdeutlicht werden. Wenn dies angebracht ist, werden die Aktivitäten mit Initiativen der  Mitgliedstaaten koordiniert.  Es ist beabsichtigt, Fortbildungsmaßnahmen in den Unternehmen, an den Universitäten und den Centres of Excellence zu unterstützen. Dies kann beispielsweise durch die Ausweitung bestehender Maßnahmen wie der VLSI-Fortbildung erfolgen. Es ist ebenfalls  vorgesehen, eine internationale Zusammenarbeit sowohl mit den USA als auch mit Japan zu betreiben. Dies gilt insbesondere für den Bereich der offenen Standards für Superzellenbibliotheken und für die Systemsoftware.   Zielgerichtetes Maßnahmenbündel  Hochleistungsrechentechnik und -netze (HPCN) Die Arbeiten in diesem Bereich haben folgendes Ziel: Ausnutzung der durch die Hochleistungsrechner und -rechnernetze (High Performance Computing and Networking - HPCN) gegebenen Möglichkeiten und Erweiterung der potentiellen Anwendungsmöglichkeiten, um  auf diese Weise den Innovationsschub zu beschleunigen und die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt voranzutreiben.  Neueste technologische Entwicklungen auf dem Gebiet der Rechentechnik und der Rechnernetze versprechen revolutionierende qualitative und quantitative Veränderungen bei der Nutzung der neuen Generation von Rechentechnik und von Kommunikationssystemen.  Schnellere Marktreife sowie eine verbesserte Produktqualität werden für die Anwender aus der Industrie den wesentlichen Anreiz zur Akzeptanz dieser Systeme bilden. Durch eine tausendfache Verbesserung des Kosten-/Leistungs-Verhältnisses für  Rechentechnik- und Rechnernetzsysteme wird es möglich, eine wachsende Zahl neuer, zuvor nicht realisierbarer Anwendungen einzuführen, was zu einem starken Anwachsen der Nachfrage führen wird. In einer wachsenden Zahl von Branchen, darunter auch den  traditionellen Bereichen, werden Computersimulationen die bisher üblichen Experimente ersetzen. Es wird ferner davon ausgegangen, daß die Nutzung von HPCN-Systemen für kommerzielle Anwendungen in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre enorm an Bedeutung  gewinnen wird. Hochgeschwindigkeits-Rechnernetze zu erschwinglichen Kosten werden bildgestützte verteilte Anwendungen ermöglichen und die Multimedia-Systeme zu ihrer vollen Entfaltung bringen. Die bestehenden Skalar- und Vektorsysteme werden innerhalb  kurzer Zeit durch Parallelsysteme ergänzt, und es ist davon auszugehen, daß durch die Verknüpfung von Parallelsystemen mit der Technologie der im Verbund eingesetzten Arbeitsstationen bis zum Jahr 2000 skalierbare heterogene Multicomputernetze zur  Verfügung stehen werden.  Die Prioritäten dieses Maßnahmenbündels bestehen in folgendem:  - Überwindung von Hindernissen bei der Nutzung der zugrundeliegenden Technologien, insbesondere in den Bereichen der HPCN-Anwendungen und der Software. Dies soll durch eine Verbesserung der Programmierbarkeit, der Benutzerfreundlichkeit und der  Portabilität erreicht werden. Bei der Einführung dieser neuen Anwendungen auf den Märkten wird der Standardisierung eine Schlüsselrolle zukommen;  - Stimulierung der Entwicklung der zugrundeliegenden Technologien für Informations- und Kommunikationssysteme mit dem Ziel der Schaffung flexibler, heterogener Multicomputernetze, die auf der Grundlage der Prinzipien von Skalierbarkeit und  Interoperabilität einen breiten Bereich der Anwendererfordernisse abdecken;  - Nutzung der bestehenden vorteilhaften Positionen Europas hinsichtlich Konzentration auf Anwendungen, Humanressourcen, wissenschaftlicher und technologischer Leistungsfähigkeit, Nutzung vorhandener Infrastrukturen und Programme und über eine  Katalysatorfunktion gegebenenfalls Erbringung eines Zusatznutzens auf Gemeinschaftsebene.  Die Arbeit wird in fünf koordinierten Maßnahmenpaketen organisiert. Je nach Möglichkeit werden andere Aktivitäten aus dem Rahmenprogramm, Initiativen von Mitgliedstaaten usw. einbezogen und weitergeführt. Die ersten drei Pakete beziehen sich auf  Anwendungen, die von wesentlicher Bedeutung für die Industrie sind. Die zugrundeliegenden generischen Systeme und Software-Technologien werden in einem vierten Maßnahmenpaket behandelt. Das fünfte Paket befasst sich mit ergänzenden konzertierten  Maßnahmen. Durch eine Zusammenarbeit von Anwendern und System- und Diensteanbietern wird es möglich sein, die neuen Anforderungen der Anwender an künftige Generationen von HPCN-Systemen zu erfassen. Der wesentliche Teil von FTE, der im Zusammenhang mit  Kommunikation und Netz-Management steht, wird vom spezifischen Programm im Bereich Kommunikationstechnologien abgedeckt.  Zum ersten Aufgabenbereich gehören Simulations- und Entwurfsanwendungen. Hierbei geht es um die Demonstration neuer Anwendungen, die für kostengünstige Lösungen HPCN-Systeme erfordern und sich auf die industrielle Leistungsfähigkeit, schnellere  Marktreife und verbesserte Produktqualität positiv auswirken. Hierbei liegt das Hauptgewicht auf Fluiddynamik, Signalverarbeitung, Systemsimulationen, Stoffdynamik, Elektromagnetismus, Molekularmodellierung und anderen chemisch-pharmazeutischen  Anwendungsbereichen.  Die schnell wachsende Zahl von Fachkräften, die mit HPCN-Systemen umgehen können, ermöglicht den Einsatz verteilter Anwendungen entsprechend den Bedürfnissen der Nutzer. Eine längerfristige Zielsetzung besteht in der Entwicklung fortgeschrittener,  komplexer und schließlich auch kompletter Simulationssysteme, die unterschiedliche Disziplinen in sich vereinen.  Die Entwicklung von Anwendungen im Bereich des Informationsmanagements dient dazu, die wirtschaftliche Effizienz von HPCN-Verfahren auf dem Gebiet der komplexen Entscheidungshilfe und von Hochleistungs-Online-Transaktionen zu demonstrieren. Der  Schwerpunkt dieser Aktivitäten wird dabei bestimmt durch die Notwendigkeit komplexer, multifunktional verwendbarer, hochzuverlässiger und sicherer Lösungen. Dazu gehören die Nutzung von HPCN zur komplexen Datenanalyse, zum Speichern und Wiederauffinden  von Daten in umfangreichen und verteilten Datenbanken sowie die Nutzung von bildgestützten Mensch-Computer-Schnittstellen. Einbezogen werden auch zukunftsorientierte Anwendungen in geeigneten Sektoren, wie z. B. Bankwesen, Versicherungen,  Energieverteilung und andere Pilotsektoren. Besondere Maßnahmen sollen dazu dienen, bei Führungskräften die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Lösungen und Ansätzen zu entwickeln.  Das dritte Maßnahmenpaket dient der Förderung der Anwendung generischer HPCN-Technologien für eingebettete Systemanwendungen mit besonderer wirtschaftlicher Bedeutung, wie beispielsweise Qualitätskontrolle, Prozeßüberwachung, komplexe Steuerungen und  intelligente Maschinen. Zu diesem Bereich gehören komplexe Signalverarbeitung, Mustererkennung, Bildverarbeitung und -analyse sowie Anwendungen mit speziellen Echtzeit-Anforderungen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von allgemein verfügbaren  Bauelementen und Subsystemen sowie der Spezifizierung von standardisierbaren Architekturen.  Ein viertes Maßnahmenpaket zur Software- und Systemtechnologie soll die Entwicklung neuer Generationen anwenderbezogener HPCN-Systeme vorantreiben. Hierbei wird die Arbeit auf Entwicklungen in den Bereichen Software, Halbleiter- und  Multimediatechnologie aufbauen. Ziel ist die einfachere Nutzung einer Reihe von Anwendungen und Anwenderumgebungen bei parallelen, verteilten und eingebetteten Systemen, fortgeschrittenen Systemarchitekturen und Subsystemen wie Rechen- und  Informationsservern und hochentwickelten Mensch-Computer-Schnittstellen, generischen Systemaspekten der verteilten Datenbankverwaltung und verteilter Verarbeitung. Ein weiteres Betätigungsfeld liegt im Nachweis der konzeptionellen und wirtschaftlichen  Tragfähigkeit der neuen Computertechniken, einschließlich optischer Computersysteme und neuronaler Netze. Zu den weiteren Zielsetzungen gehört die Förderung heterogener Multicomputernetze durch die Entwicklung von Computer-Computer-Schnittstellen sowie  von Computer-Netz-Schnittstellen einschließlich ihrer Betriebsprotokolle und der zugehörigen Demonstrations- und Validierungsaktivitäten. Ferner werden die Standardisierung und die Nutzung gemeinsamer Lösungen bei einer Vielzahl von Anwendern und  Anbietern vorangetrieben.  Mit Begleitmaßnahmen wird angestrebt, durch eine Koordinierung mit ergänzenden Maßnahmen und Programmen eine gesamteuropäische HPCN-Umgebung und Infrastruktur zu schaffen. In diesem Zusammenhang sind konzertierte Aktionen in Form von Netzen geplant, mit  deren Hilfe den Anwendern aus der Wirtschaft die neuesten Forschungserkenntnisse vermittelt und die neueste Technologie schneller zugänglich gemacht werden soll. Es ist beabsichtigt, experimentelle Anwendungen zu unterstützen, die im allgemeinen auf  vorhandenen Infrastrukturen und Einrichtungen aufbauen und gemeinschaftsweite Anstrengungen erfordern. Mit diesen Maßnahmen soll den Anwendern die Beurteilung der Möglichkeiten und die beschleunigte Einführung von HPCN-Technologien erleichtert werden  und beim Aufbau eines Marktes für europäische Systemanbieter Hilfestellung geboten werden. Durch diese Experimente würden auch die Beziehungen zwischen Anwendern und Anbietern in Europa gefördert.  Die FTE-Maßnahmen werden in Abstimmung mit den entsprechenden EUREKA-Projekten und nationalen und regionalen Programmen durchgeführt. Zur Beschleunigung der Einführung von allgemein anerkannten HPCN-Produkten und -Technologien werden internationale  Verbindungen und - soweit dies angebracht ist - eine spezifische internationale Zusammenarbeit eingerichtet.   Zielgerichtetes Maßnahmenbündel  Technologien für Unternehmensprozesse Zur Erhöhung der Produktivität und Qualität und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gestalten viele Unternehmen ihre Geschäftsabläufe neu, was auch zu einer Neuverteilung der Arbeitsaufgaben führt. Ein wesentliches Kennzeichen dieser Umstrukturierung  ist die Verknüpfung der eigentlichen Unternehmensprozesse mit sämtlichen Geschäftsfunktionen wie Verkauf, Produktentwicklung und Finanzen. Ein weiteres Kennzeichen ist die verstärkte Arbeit in Gruppen auch über Abteilungsgrenzen hinweg. Ein drittes  Merkmal besteht darin, daß von einer hochgradigen Arbeitsteilung, wie sie bis zu den 80er Jahren üblich war, zu einer Integration von Aufgaben übergegangen wird, und dieselbe Person häufig mehrere Aufgaben ausführt. Die meisten dieser neuen Verfahren  wären ohne die Anwendung der Informationstechnologie entweder nicht durchführbar oder wirtschaftlich nicht vertretbar.  Für die neuen Unternehmensprozesse werden oft komplexe Entscheidungen benötigt, sie erfordern umfassende Kenntnisse, schnelles Reagieren und sind mit dem Produktionsablauf verknüpft. Für viele dieser Prozesse sind neue Technologien oder neue  Kombinationen von Technologien erforderlich. Eine der wichtigsten Maßnahmen besteht in der Integration von Technologien. Von besonderer Bedeutung sind Werkzeuge, die kooperatives Arbeiten und das Dokumentenmanagement unterstützen. Insbesondere für die  Erhöhung der Effizienz des Dokumentenmanagements ist ein beträchtlicher Spielraum vorhanden.  Das Ziel dieses zielgerichteten Maßnahmenbündels besteht im wesentlichen darin, den Beitrag von IT-Systemen zur Verbesserung der Effizienz von Organisationsstrukturen zu erhöhen. Dies soll einerseits durch die Erhöhung des Wissensstands über optimale  Lösungen bei der Nutzung der IT für Unternehmensprozesse und entsprechende Demonstrationen, andererseits durch die Entwicklung von ihnen zugrundeliegenden Technologien erfolgen, die diese neuen Entwicklungen der Organisationsstrukturen unterstützen.  Dieses Maßnahmenbündel wird anwendungsbezogen sein und in der Hauptsache darauf abzielen, Technologien aus verschiedenen Bereichen des FTE-Programms miteinander zu verknüpfen sowie neue, ergänzende Technologien zu entwickeln. Die Anwender werden hierbei  eine Schlüsselrolle spielen und die Maßstäbe für eine effiziente Nutzung von IT-Verfahren setzen. Hierbei geht es auch um Aspekte der Arbeitsumgebung. Die in früheren Phasen des ESPRIT-Programms begonnene Arbeit zur IT-Unterstützung von  Unternehmensprozessen wird fortgesetzt. Es wird eine enge Koordinierung mit den Arbeiten in den Telematik- und Telekommunikationsprogrammen geben.  Die Forschungsarbeiten zur Anwendung von IT auf Unternehmensprozesse tragen multidisziplinären Charakter. Sie umfassen das Modellieren der Unternehmensprozesse, des Organisations- "Engineering", der Informationsarchitektur und der Kommunikationsprozesse  innerhalb des Unternehmens, die Integration von Softwarekomponenten entsprechend den Unternehmensbedürfnissen und die Einbindung des Dokumentenmanagements in multilinguale Organisations- und Verwaltungsstrukturen. Die zwischen den Ländern bestehenden  Unterschiede bezueglich der Unternehmensorganisation und der Unternehmenspraxis werden ebenfalls Bestandteil der Forschungsvorhaben sein. Hierbei wird auch die Integration personengebundener Mobilkommunikationssysteme einbezogen.  Die FTE-Maßnahmen im Zusammenhang mit Technologien zur Unterstützung von Unternehmensprozessen werden von einem anwenderbezogenen Ansatz ausgehen, was die Integration unterschiedlicher Technologien zur Folge haben wird. Methoden der Einbindung in  Anwendungen und Daten auf Unternehmensebene werden ebenfalls verfolgt. Für die Bereiche computergestütztes kooperatives Arbeiten und Dokumentenmanagement sind ergänzende Forschungsmaßnahmen vorgesehen.  Für die Integration und Entwicklung von Software sind neue Lösungsansätze zu finden, um die neuen Formen der Automatisierung der Unternehmensprozesse unterstützen zu können. Dazu zählen Objektbezogenheit, wissensbasierte Systeme, grafische  Anwenderschnittstellen und verteilte Recheneinheiten. Ebenfalls erforderlich ist eine weitere Kombination mit Telekonferenz-Technologien, raumgestützten Informationssystemen wie beispielsweise geographischen Informationssystemen und mit mobilen  Technologien. Dies erfordert eine enge Verknüpfung mit anderen Teilen des IT-Programms und der dort getätigten Arbeit in bezug auf Methoden und Werkzeuge sowie wissensbasierte Systeme. Ferner werden Arbeiten zur erforderlichen Normierung durchgeführt.  Auf dem Gebiet der computergestützten kooperativen Arbeit (CSCW) richten sich die Forschungsanstrengungen auf die Anwendung der IT auf die Verbesserung der Interaktion und der Zusammenarbeit der Mitarbeiter im Unternehmen. CSCW-Anwendungen unterstützen  das gemeinsame Arbeiten an Projekten mit Hilfe verteilter Systeme bei Nutzung heterogener Hardware- und Softwaresysteme unabhängig davon, ob die Arbeit gleichzeitig oder aufeinanderfolgend durchgeführt wird. Die FTE beschäftigt sich mit Werkzeugen,  Standards und Objektbibliotheken zur Erzeugung und individuellen Anpassung der CSCW-Anwendungen unter Berücksichtigung von Nutzermobilität, flexiblen Formen der Arbeit und des Einsatzes von bestehenden Informationssystemen. Zu den spezifischen  Forschungsbereichen gehören gemeinschaftliche Dokumentenerstellung, Entscheidungsfindung in Gruppen, elektronische Konferenzen sowie die gemeinsame Bearbeitung verteilter Arbeitsaufgaben.  Auf dem Gebiet des Dokumentenmanagements wird es eine Reihe von Forschungsaktivitäten geben. Bei der Arbeit an der Dokumentenerstellung geht es um die Schaffung von Multimedia-Dokumenten in kooperativer und verteilter Arbeitsweise, wobei  unterschiedliche Werkzeuge und Systeme Verwendung finden und vorhandene Dokumente in neue, aus verschiedenen Bereichen stammende Dokumente eingearbeitet werden, wozu auch die Umwandlung von alten, in Papierform vorliegenden Dokumenten in eine  elektronische Form gehört. Bestimmte Aspekte der Softwareentwicklungsverfahren sind für die Versionskontrolle, das Übereinstimmungsmanagement und das parallele  "Engineering" von Bedeutung. Im Zusammenhang mit der Herstellung und Verbreitung von  Dokumenten wird untersucht, welche Anforderungen an flexibles und Just-in-Time-Dokumentenerstellen und -drucken und die Verknüpfung von Dokumentenherstellung, elektronischer Post und Faxdiensten usw. gestellt werden. Auf dem Gebiet der Speicherung und  des Wiederauffindens von Dokumenten sind neue anwenderfreundlichere Zugangsformen zu entwickeln. Gleichzeitig sind neue Organisationsformen für die Speicherung, Archivierung und Bündelung von Dokumenten wie Illustrationen, Zitate, Unterabschnitte oder  Anmerkungen zu schaffen.  Neben Aktivitäten auf dem Gebiet der optimalen Lösungen und grenzueberschreitender europäischer Geschäftstätigkeit ist auch eine relativ begrenzte Anzahl von Pilotversuchen vorgesehen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Lernprozeß bezueglich der optimalen  Formen der Integration unterschiedlicher Technologien in Geschäftsabläufen zu beschleunigen, wobei dieser Prozeß sowohl für die Anwender als auch die Technologie-Entwickler vorgesehen ist, der Anwender jedoch die führende Rolle innehat. Methoden zur  Minimierung des vom Nutzer bei der Einführung und Anwendung neuer Technologien eingegangenen Risikos sind zu untersuchen.   Zielgerichtetes Maßnahmenbündel  Integration in der Fertigung In einer von hohen Löhnen gekennzeichneten Wirtschaft ist es für die Beschäftigungssituation im Produktionssektor von ausserordentlicher Bedeutung, daß es gelingt, einen schnellen Übergang zur Produktion von technologiegestützten Erzeugnissen mit einem  hohen Entwicklungsanteil oder hoher Wertschöpfung zu vollziehen, und daß die Hersteller in der Lage sind, in einem sich dynamisch verändernden weltweiten Netz von Geschäftspartnern, Herstellern, Kunden und Forschern optimal zu agieren. Die sich in der  gesamten Wirtschaft vollziehende grundlegende Umstrukturierung schafft sowohl das Klima als auch die Möglichkeit für derartige Veränderungen. Es entstehen neue Fertigungsparadigmen, die einen  "schlankeren" und flexibleren Ansatz unterstützen: auf  Kooperation beruhende Lieferketten, intelligente Fertigung, kooperatives Handeln und Total-Quality-Management. Für sie alle ist die Verfügbarkeit von fortgeschrittener Informations- und Kommunikationstechnik eine unabdingbare Voraussetzung.  Früheren Arbeiten lag das Konzept der Integration traditioneller technischer Funktionen zugrunde. Diese  "computerintegrierten Technologien" der 80er Jahre sind heute soweit ausgereift, daß sie auch in nachgelagerten Bereichen der Industrie angewendet  werden können. Eine neue Arbeitskultur ist im Entstehen begriffen, die sämtliche Unternehmensprozesse, einschließlich der Fertigung und der technischen Bereiche, erfasst. Hierfür sind fortgeschrittene ICT-Lösungen erforderlich, und neue Entwicklungen im  vorgelagerten ICT-Bereich werden davon bestimmt. Bereits von Beginn an muß auf fortgeschrittene ICT-Entwicklungen Einfluß genommen werden, damit sie der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im Industriesektor und der Lebensqualität der Arbeitnehmer  zuträglich sind.  Das Ziel der in diesem Bereich zusammengefassten Aktivitäten besteht darin, diese Veränderungen durch die Entwicklung von fortgeschrittenen Informationstechnologien voranzutreiben und in Koordination mit dem Programm für industrielle und  Werkstoff-Technologien zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei Fertigung, Engineering und Prozesstechnik beizutragen. Dies soll durch die Verbesserung der Produktqualität und des Kosten- und Marktreifefaktors erreicht werden, wobei den  umweltpolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Rechnung zu tragen ist.  Gleichzeitig ist die schnelle Entwicklung neuer generischer ICT-Grundtechnologien zu beobachten, deren Übernahme nur davon abhängig ist, wie schnell sie in Unternehmensumgebungen integriert werden können. Die Architektur künftiger Systeme muß ständig  überarbeitet werden, um die Nutzer in die Lage zu versetzen, in den Genuß der Vorteile der fortgeschrittenen ICT-Entwicklungen zu kommen. Gleichzeitig sind die Migrationswege zu bestimmen, um die bereits getätigten Investitionen zu schützen. Die Arbeit  wird auf den grundlegenden Technologien des Softwareengineering, auf den offenen Systemen, dem rechnergestützten Entwurf, der Datenmodellierung und dem Datenbankentwurf, dem Software-Qualitätsmanagement, der Mikrölektronik, den Mikrosystemen und in  ausgewählten Aspekten auch auf der Mechatronik basieren und diese einbeziehen.  Für einzelne Unternehmen ist die Durchsetzung von Geschäftsstrategien auf der Grundlage neuer Fertigungsparadigmen mit der Notwendigkeit verbunden, die Bausteine zur Entwicklung von ICT-Systemen für Fertigung und Prozesstechnik neu zu bestimmen.  Sektorübergreifende und interdisziplinäre Initiativen werden dabei zur Bewältigung generischer Probleme gefördert, während den spezifischen Erfordernissen der Industrie und der Lebensqualität Rechnung getragen wird. Die Initiativen werden zu Vorteilen  führen, die sich im gesamten Industriebereich auswirken werden.  Die Arbeiten werden sich auf neue ICT-Lösungen in drei technischen Gebieten konzentrieren und durch pränormative und kooperative Aktivitäten unterstützt.  Die Forschungsarbeit am Integrationsrahmen für Unternehmen konzentriert sich auf die Bereitstellung von Methoden und Werkzeugen für den modularen Entwurf von ICT-Systemen zur Unterstützung von Fertigungs- und Produktionsbetrieben. Auch die Konzeption  und die Anwendung von integrierten Qualitätsmanagementsystemen werden von diesen modernen Informationstechnologien profitieren. Die Nutzer und Anbieter erhalten Unterstützung bei ihren Bemühungen um Einigung über die Anforderungen und  Funktionsspezifikationen für Baugruppen derartiger Systeme. Förderung erfahren fortgeschrittene Lösungen zur Validierung, Qualitätsbewertung und Prüfung der Ergebnisse.  Die Anstrengungen auf dem Gebiet der integrierten Produktdatenmodellierung werden sich auf die Formalisierung und Standardisierung der für die Beschreibung der Produkte und ihrer Baugruppen verwendeten Datenstrukturen konzentrieren und damit die  Funktionalität der Produktdaten-Modellierungssysteme auf eine höhere Stufe der Semantik stellen, zu der auch Wissensrepräsentation und Wissensverteilung gehören.  Zur Sicherstellung von Qualitätsstandards müssen Informationsschnittstellen definiert und ausgeführt werden. Damit können die technischen Funktionen im gesamten Lebenszyklus von Produkten und Prozessen von einer gemeinsamen Plattform aus unterstützt  werden.  Sowohl die Produktivität der Fertigungs- und Produktionssysteme als auch ihr sicherer Betrieb ohne Gefährdung menschlichen Lebens oder der Umwelt hängen von der Qualität der eingesetzten Steuerungssysteme ab. Die Arbeiten an intelligenten Steuerungen  konzentrieren sich daher auf die Entwicklung und den Einbau verteilter hierarchischer Steuerungssysteme von Sensoren und Aktuatoren über die Steuerung des Produktionsprozesses bis hin zum Waren- und Auftragsfluß und ganzen Fabriken oder Anlagen und der  gesamten Logistikkette.  Die Geschwindigkeit, mit der die in den drei Gebieten entwickelte Technologie angenommen wird, ist vom Zeitpunkt der Einigung über Standards für die Nutzung der neuen Technologien abhängig. Eine Harmonisierung der Qualitätsmanagementsysteme ist  erforderlich, um zu vergleichbaren Bewertungen der Zulieferindustrien in Europa zu gelangen. Es werden Maßnahmen ergriffen, damit die sich herausbildenden Standards getestet werden können. Ausserdem wird zur Beschleunigung dieses Prozesses zwischen  Nutzern und Anbietern eine enge Verbindung hergestellt. Es werden Schritte eingeleitet, damit optimale Lösungen in sämtlichen Regionen der Gemeinschaft bekannt werden und europäische Unternehmen weltweit zusammenarbeiten und im Wettbewerb bestehen  können. Dabei wird die Koordination und Kooperation mit den Mitgliedstaaten und internationalen Initiativen entsprechend vorangetrieben.     ANHANG II   VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR ERFORDERLICH GEHALTENEN BETRAGS   "" ID="1">1. Softwaretechnologien> ID="2">268"> ID="1">2. Technologien für IT-Komponenten und Teilsysteme> ID="2">487"> ID="1">3. Multimedia-Systeme> ID="2">153"> ID="1">4. Langfristige Forschung> ID="2">191"> ID="1">5. Initiative zur  Förderung offener Mikroprozessorsysteme> ID="2">172"> ID="1">6. Hochleistungsrechentechnik und -netze> ID="2">244"> ID="1">7. Technologien für Unternehmensprozesse> ID="2">167"> ID="1">8. Integration in der Fertigung> ID="2">229"> ID="1">Insgesamt>  ID="2">1 911 (1) (1)""Diese Aufschlüsselung schließt nicht aus, daß ein Projekt unter mehrere Bereiche fallen kann.  > (1) Davon - höchstens 3,9 % für Personalausgaben und 3 % für Verwaltungsausgaben;  - mindestens 2 % für Ausbildungsmaßnahmen, die Bestandteil des Programms sind;  - 18 Millionen ECU für die Verbreitung und Optimierung der Ergebnisse;  - bis zu 12 % für spezifische Maßnahmen betreffend KMU.(1) 21 Millionen ECU, d.h. die Differenz zwischen dem für dieses Programm veranschlagten Betrag und dem Betrag, der im Vierten Rahmenprogramm für Informationstechnologien vorgesehen ist, sind für  das spezifische FTE-Programm bestimmt, das durch direkte Aktionen (GFS) und im Wege wettbewerbsorientierter Tätigkeiten zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung der Gemeinschaftsaktivitäten (1995 bis 1998) durchzuführen ist.    ANHANG III  SPEZIFISCHE REGELUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS  Das Programm wird über indirekte Aktionen durchgeführt, mit denen die Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag zu FTE-Maßnahmen leistet, die von Dritten oder den Instituten der GFS in  Zusammenarbeit mit Dritten durchgeführt werden:  1. Aktionen auf Kostenteilungsbasis in folgender Form:  a) FTE-Vorhaben, die von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen durchgeführt werden, gegebenenfalls einschließlich industrierelevanter Grundlagenforschung.  Im allgemeinen sollten an den Projekten mindestens zwei nichtverbundene Industrieunternehmen aus zwei verschiedenen Mitgliedstaaten beteiligt sein.  Die Gemeinschaftsfinanzierung beträgt in der Regel höchstens 50 % der Projektkosten, wobei die Beteiligung bei zunehmender Marktnähe schrittweise geringer wird. Universitäten und andere Einrichtungen, die keine analytische Haushaltsrechnung anwenden,  erhalten eine Erstattung auf der Grundlage von 100 % der zusätzlichen Kosten.  b) Förderung des Technologieeinsatzes als Anreiz und Erleichterung für die Beteiligung der KMU an FTE-Maßnahmen i) durch Gewährung von Prämien für die Abwicklung der Sondierungsphase einer in Zusammenarbeit durchgeführten FTE-Maßnahme - einschließlich Suche nach Partnern - während eines Zeitraums von bis zu zwölf Monaten. Die Prämie wird nach der Auswahl von  schematischen Vorschlägen vergeben, die gewöhnlich von mindestens zwei nichtverbundenen KMU aus zwei verschiedenen Mitgliedstaaten vorgelegt werden müssen. Die Prämie deckt bis zu 75 % der Kosten der Sondierungsphase bis zu einem Hoechstbetrag von 45 000  ECU oder 22 500 ECU im Ausnahmefall einer KMU als alleinigem Antragsteller;  und ii) durch Unterstützung von kooperativen Forschungsvorhaben, bei denen KMU mit vergleichbaren technischen Fragestellungen, die jedoch nicht über die entsprechenden eigenen Forschungsanlagen verfügen, andere juristische Personen beauftragen, in ihrem  Namen FTE-Arbeiten durchzuführen. Die Gemeinschaftsfinanzierung für kooperative Forschungsvorhaben, an denen mindestens vier nichtverbundene KMU aus mindestens zwei verschiedenen Mitgliedstaaten beteiligt sind, deckt in der Regel 50 % der  Forschungskosten.  Nach einer ersten Aufforderung können in beiden Fällen während der Laufzeit des durchgeführten Arbeitsprogramms jederzeit Vorschläge unterbreitet werden.  Diese Maßnahmen werden insbesondere durch spezifische Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen ergänzt.  2. Für dieses spezifische Programm geeignete Maßnahmen:  - Maßnahmen zur Unterstützung der Normung und Maßnahmen, die auf die Erstellung von Benutzerprotokollen abzielen, die von allgemeinem Wert für die Zielsetzung des Programms sind.  Der Beitrag der Gemeinschaft kann bis zu 100 % der Kosten dieser Maßnahmen decken.  3. Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen, z. B.  - Studien zur Unterstützung des Programms und zur Ausarbeitung künftiger Maßnahmen;  - Unterstützung für Informationsaustausch, Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen, einschließlich Sitzungen zur branchen- oder fachübergreifenden Koordinierung;  - Nutzung externer Sachkompetenz, einschließlich Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken;  - wissenschaftliche Veröffentlichungen und Maßnahmen zur Verbreitung, Förderung und Nutzung der Ergebnisse in Abstimmung mit den im dritten Aktionsbereich durchgeführten Tätigkeiten; die für die Förderung der Nutzung der Ergebnisse maßgeblichen Faktoren  werden von Beginn an und während der Laufzeit der FTE-Vorhaben berücksichtigt, deren Partner ein Basisnetz für die Verbreitung und die Nutzung der Ergebnisse bilden;  - Analyse der sozio-ökonomischen Folgen und der technologischen Risiken im Zusammenhang mit dem Programm, auch als Beitrag zu dem Programm  "Sozio-ökonomische Schwerpunktforschung";  - mit der Forschung im Rahmen des Programms zusammenhängende Ausbildungsmaßnahmen zur Förderung des Technologietransfers und zur Verbesserung beruflicher Fähigkeiten;  - unabhängige Bewertung der Verwaltung und Durchführung des Programms und der Ausführung der Tätigkeiten;  - Bewertung der Auswirkungen der im Rahmen des Programms durchgeführten Tätigkeiten auf die Umwelt;  - vorbereitende Studien und Pilotunternehmen zur Untersuchung der Interaktion zwischen Benutzer/Bürger und Informationsinfrastruktur sowie zur Durchführung von Versuchen mit neuartigen Formen der Nutzung von Informationstechnologien (in enger  Zusammenarbeit mit den Programmen betreffend fortgeschrittene Kommunikationstechnologien und -dienste bzw. allgemeinrelevante Telematikanwendungen sowie mit dem Programm betreffend sozio-ökonomische Schwerpunktforschung;  - vernetzungsunterstützende Maßnahmen zur Förderung des Problembewusstseins und zur Bereitstellung dezentraler Unterstützung von KMU in Abstimmung mit EUROMANAGEMENT-FTE-Audits.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 % der Kosten dieser Maßnahmen decken.  4. Konzertierte Aktionen, bei denen FTE-Vorhaben des Programms mit den bereits von staatlichen oder privaten Stellen finanzierten FTE-Vorhaben insbesondere über  "Konzertierungsnetze" koordiniert werden. Konzertierte Aktionen können auch als notwendige  Koordinierung für die Arbeit von Interessengemeinschaften (Networks of Excellence) dienen, die durch FTE-Vorhaben auf Kostenteilungsbasis (siehe Nummer 1 Buchstabe a)) Hersteller, Diensteanbieter, Benutzer, Universitäten und Forschungszentren im  Hinblick auf dasselbe technologische oder industrielle Ziel zusammenführen.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 % der Konzertierungskosten decken.