CELEX: 31983R2406
Language: de
Date: 1983-08-25 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2406/83 der Kommission vom 25. August 1983 zur Gewährung einer Beihilfe für die Verwendung von konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost für die Weinbereitung im Weinwirtschaftsjahr 1983/84

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31983R2406

Verordnung (EWG) Nr. 2406/83 der Kommission vom 25. August 1983 zur Gewährung einer Beihilfe für die Verwendung von konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost für die Weinbereitung im Weinwirtschaftsjahr 1983/84  

Amtsblatt Nr. L 236 vom 26/08/1983 S. 0013 - 0014

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2406/83 DER KOMMISSION  vom 25. August 1983  zur Gewährung einer Beihilfe für die Verwendung von konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost für die Weinbereitung im Weinwirtschaftsjahr 1983/84  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 337/79 des Rates vom 5. Februar 1979 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1595/83 (2), insbesondere auf Artikel 14 Absatz 4 und Artikel 65,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit Artikel 14 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 wurde eine Beihilferegelung für in der Gemeinschaft erzeugten konzentrierten Most eingeführt, der zur Erhöhung des Alkoholgehalts von Weinen dient.  Die Anreicherung durch Zusatz von konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost und die vorrätigen Mengen dieser Erzeugnisse müssen den zuständigen Behörden gemeldet werden.  Die für die Anreicherung verwendeten Mengen dieser Erzeugnisse sind in den in Artikel 53 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 vorgesehenen Ein- und Ausgangsbüchern einzutragen. Infolgedessen brauchen keine zusätzlichen Unterlagen eingereicht zu werden, um in den Genuß der Beihilfe zu gelangen.  Der Beihilfebetrag ist unter Berücksichtigung des Unterschieds der Kosten für die Anreicherung festzusetzen, die durch konzentrierten Traubenmost, rektifizierten konzentrierten Traubenmost bzw. durch Saccharose erzielt wird. Aufgrund der der Kommission vorliegenden Angaben wird der Beihilfebetrag nach dem für die Anreicherung verwendeten Erzeugnis differenziert und auf der in den nachstehenden Artikeln genannten Höhe festgesetzt.  Der Gestehungspreis von Traubenmost für die Herstellung von konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost hängt von dessen natürlichem Alkoholgehalt ab. Traubenmost mit hohem potentiellem natürlichem Alkoholgehalt erreicht höhere Marktpreise als anderer Most. Um dieser Lage Rechnung zu tragen und um zu vermeiden, daß Störungen in den derzeitigen Handelsströmen hervorgerufen werden, ist die Beihilfe zu differenzieren und für konzentrierten Traubenmost aus den südlichsten Rebflächen der Gemeinschaft, die herkömmlicherweise Traubenmost mit dem höchsten natürlichen Alkoholgehalt erzeugen, ein höherer Betrag festzusetzen.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  Erzeuger von Tafelwein oder Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete, die in der Gemeinschaft hergestellten konzentrierten Traubenmost und rektifizierten konzentrierten Traubenmost zur Erhöhung des natürlichen Alkoholgehalts der in Artikel 32 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 und Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 338/79 genannten Erzeugnisse verwenden, erhalten eine Beihilfe nach Maßgabe dieser Verordnung.  Artikel 2  Der in Artikel 1 genannte Beihilfebetrag wird je potentiellem vol % und je Hektoliter verwendetem konzentriertem Traubenmost und rektifiziertem konzentriertem Traubenmost wie folgt festgesetzt:  - 1,52 ECU für konzentrierten Traubenmost aus den Weinbauzonen C III a) und C III b),  - 1,69 ECU für rektifizierten konzentrierten Traubenmost, der aus den Weinbauzonen C III a) und C III b) stammt oder ausserhalb dieser Zonen in Anlagen erzeugt wurde, deren Erzeugung vor dem 30. Juni 1982 angelaufen ist,  - 1,32 ECU für anderen als den im ersten Gedankenstrich genannten konzentrierten Traubenmost,  - 1,49 ECU für anderen als den im zweiten Gedankenstrich genannten konzentrierten Traubenmost.  Artikel 3  Erzeuger, die die in Artikel 1 genannte Beihilfe erhalten möchten, müssen bei der zuständigen Interventionsstelle innerhalb der zwei Monate, die auf den Zeitpunkt folgen, zu dem die in Artikel 1 genannte Maßnahme durchgeführt wurde, einen entsprechenden Antrag stellen.  Diesem Antrag sind die Unterlagen über die Vorgänge beizufügen, für welche die Beihilfe beantragt wird.  Artikel 4  Die Interventionsstelle zahlt dem Erzeuger die Beihilfe spätestens am 31. August 1984 aus, ausgenommen  - in Fällen höherer Gewalt,  - in Fällen, in denen zur Überprüfung des Anspruchs auf die Beihilfe Ermittlungen von der zuständigen Behörde eingeleitet worden sind. In diesen Fällen werden sie erst ausgezahlt, wenn der Anspruch auf die Beihilfe anerkannt worden ist.  Artikel 5  (1) Führt ein Erzeuger die in Artikel 1 genannte Operation nicht gemäß den Artikeln 32, 33 und 36 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 aus, so steht ihm im Falle höherer Gewalt keine Beihilfe zu.  (2) Kommt ein Erzeuger einer ihm kraft dieser Verordnung obliegenden Verpflichtung, ausser der in Absatz 1 genannten Verpflichtung, nicht nach, so wird die zu zahlende Beihilfe, ausgenommen im Falle höherer Gewalt, um einen Betrag vermindert, den die zuständige Stelle je nach Schwere der begangenen Übertretung festsetzt.  (3) Im Falle höherer Gewalt setzt die zuständige Stelle die Maßnahmen fest, die sie angesichts des angeführten Sachverhalts für notwendig erachtet.  (4) Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission über die Anwendungsfälle des Absatzes 2 sowie darüber, wie über die Anträge auf Inanspruchnahme höherer Gewalt entschieden wurde.  Artikel 6  Die betroffenen Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission spätestens am 31. Oktober 1984 über die Anzahl der Erzeuger, die die Beihilfe erhalten haben, die Weinmengen, die einer Anreicherung unterzogen wurden sowie über die Mengen des hierfür verwendeten konzentrierten Traubenmostes und rektifizierten konzentrierten Traubenmostes, ausgedrückt in potentiellen vol % je Hektoliter.  Artikel 7  Die betroffenen Mitgliedstaaten benennen jeweils eine Interventionsstelle, die mit der Durchführung dieser Verordnung beauftragt wird.  Artikel 8  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Sie gilt ab 1. September 1983.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 25. August 1983  Für die Kommission  Poul DALSAGER  Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 54 vom 5. 3. 1979, S. 1.  (2) ABl. Nr. L 163 vom 22. 6. 1983, S. 48.