CELEX: 51983PC0614
Language: de
Date: 1983-10-20
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für Sardinen, zubereitet oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs, mit Ursprung in Marokko (1984) (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (83) 614
Vol. 1983/0226
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---        KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                             KOM(83) 6 14 endg.
                                                             B rü sse l, den 20. Oktober 1983
                                               Vorschlag einer
                                         VERORDNUNG (EWG) DES RATES
         zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten
          für Sardinen, z u b e r ei te t oder haltbar gemacht, der T a r i f s t e l l e 16.04 D
                  des Gemeinsamen Z o l l t a r i f s , mit Ursprung in Marokko (1984)
                             (Von der Kommission dem Rat vor ge le gt)
KOM(83) 614 endg.
 ---pagebreak---                                 BEGRÜNDUNG
1.  Das Abkommen aus dem Jahre 1978 zwischen der Gemeinschaft und
    Marokko sieht vor, dass die Zubereitungen und Konserven von Sardinen mit
    Ursprung aus diesem Land zollfrei in die G em einschaft eingeführt werden
    dürfen, sofern bestim m te Mindestpreise eingehalten werden. Die Geltungs­
    dauer und die technischen Durchführungsbestimmungen dieser Regelung
    sind im Rahmen eines Briefwechsels zwischen den V ertragsparteien fe st­
    zulegen.    Da dieser Briefwechsel bisher nicht stattgefunden hat, hat die
    Gemeinschaft     seit  1.  Januar    1978    eine  Regelung    in Form    von
    G em einschaftskontingenten angewendet, die den bestehenden Interessen
    Rechnung trä g t und die es erm öglicht, dass die Bestimmungen des Ab­
    kommens von 1978 über die Zubereitungen und Konserven von Sardinen
    angewendet werden können.
2.  Die Kommission schlägt deshalb dem R at vor, diese Zollkontingents­
     regelung zu erneuern und deshalb den anliegenden Verordnungsvorschlag
     über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszoll­
     kontingenten, 14.000 t zollfrei und 6.000 t zum Zollsatz von 10 %, für
     Zubereitungen und Konserven von Sardinen der Tarif stelle 16.04 D des
     Gemeinsamen Zolltarifs m it Ursprung in Marokko zu genehmigen.            Die
     Geltungsdauer dieser Kontingente läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember
      1984.
     Dies ist Gegenstand des anliegenden Vorschlags.
 3.  In dem Verordnungsvorschlag zur Eröffnung dieser Zollkontingente ist wie
      üblich vorgesehen, dass jedes Kontingentsvolumen in zwei R aten g eteilt
      wird, wobei die erste R ate in Quoten auf die M itgliedstaaten aufgeteilt
      wird, während die zw eite die Reserve bildet.
      Es ist angezeigt, bei der Aufteilung der ersten R ate der Kontingente die
      normalerweise geltenden Regeln anzuwenden, das heisst, die Summe der in
      jedem M itgliedstaat in den drei le tz te n Jahren g etätigten Einfuhren den
      G em einschaftseinfuhren des gleichen Zeitraum s gegenüberzustelien und auf
      jeden M itgliedstaat die errechneten P rozentsätze auf das Volumen der
      ersten R ate anzuwenden.
 ---pagebreak---                                       - 2-
     EINFUHREN VON SARDINEN, ZUBEREITET ODER HALTBAR
            GEMACHT, MIT URSPRUNG IN MAROKKO
                           - in Tonnen -
Mitglied­
s ta a t    ___________________________
            1978            1979           1980   1981    1982
Bx            1.335          1.190          1.310   892   1 .210
DK              105              3             4      29      41
D             1.626          2.022          1.335  1.576  1.371
GR             578             196           0       375      60
F            6.603           7.100         8.020   7.417  7.613
IRL             42               5             1       0       0
IT              88              33            38     109       5
UK            1.531         3.173          2.971   3.527  1 .478
EG           11.908        13.722          13.679 13.926 11.778
 ---pagebreak---                                                    Vorschlag einer
                                  VERORDNUNG (EWG)                            DES RATES
              zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszallkontingenten für Sardinen,
              zubereitet oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs, mit
                                             Ursprung in Marokko 1*1964)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                      zeitraums getätigten Einfuhren der genannten Waren aus
                                                               Marokko und andererseits nach den Wirtschaftsaussich­
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen         ten für den betreffenden Kontingentszeitraum zu berech­
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,         nen ist.
                                                               Während der letzten drei Jahre, über die vollständige
auf Vorschlag der Kommission,                                  statistische Angaben vorliegen, verteilen sich die Einfuh­
                                                               ren der betreffenden Waren aus Marokko in die Gemein­
in Erwägung nachstehender Gründe:                              schaft prozentual auf die Mitgliedstaaten wie folgt:
Das Kooperationsabkommen zwischen der Gemeinschaft                        Mitgliedstaatcn                1980      1981      1982
und Marokko (*), ergänzt durch die Verordnung (EWG)
Nr. 3511/81 des Rates vom 3. Dezember 1981 zur                 Benelux                                    9,58      6,41     10,27
Festsetzung der Regelung für den Handel Griechenlands          D ä n e m a rk                             0,03      0,21      0,35
mit Marokko (2), sieht vor, daß Sardinen, zubereitet oder      D eu tsch lan d                            9,76    11,31      11,64
haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Gemeinsa­         G riech en lan d                           0,00      2,69      0,51
men Zolltarifs, mit Ursprung in Marokko, zollfrei in die       F ran k reich                            58,63     53,28      64,64
Gemeinschaft eingeführt werden dürfen. Die Einzelheiten        Irland                                     0,01      0,00      0,00
dieser Regelung sind im Rahmen eines Briefwechsels             Italien                                    0,27      0,78      0,04
zwischen der Gemeinschaft und Marokko festzulegen.
Da dieser Briefwechsel bisher nicht stattgefunden hat,
                                                               V ereinigtes K önigreich                 21,72     25,32      12,55
sollte bis zum 31. Dezember 1904 die bereits 1983
angewandte gemeinschaftliche Regelung erneuert wer­
                                                                Unter Berücksichtigung dieser Angaben und der Voraus­
den. Es ist deshalb angezeigt, zwei Gemeinschaftszoll­
                                                                schätzungen einger Mitgliedstaaten läßt sich die
kontingente, eines über 14 000 Tonnen zollfrei und eines
über 6 000 Tonnen zum Zollsatz von lO v.H ., zu                 ursprüngliche prozentuale Beteiligung an den Kontin­
eröffnen. Diese Zollkontingente gelten ab 1. Januar 1984        gentsmengen annähernd wie folgt ermitteln:
bis entweder zum Abschluß des in Artikel 19 des Koope­                                           8,7
rationsabkommens zwischen der Gemeinschaft und                           Benelux
 Marokko vorgesehenen Briefwechsels oder bis zur                         Dänemark                0,2
 Anwendung eines gemeinschaftlichen Einfuhrsystems für                   Deutschland            10,9
die betroffenen Waren, längstens aber bis 31. Dezember                   Griechenland            1,1
 1984.                                                                   Frankreich             58,3
Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure der                Irland                  0,1
Gemeinschaft den gleichen und kontinuierlichen Zugang                    Italien                 0,4
zu diesen Kontingenten haben und daß die vorgesehenen                    Vereinigtes Königreich 20,3
Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren
der betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur         Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden
Ausschöpfung der Kontingente angewandt werden. Der              Waren in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu
Gemeinschaftscharakter dieser Kontingente kann unter            tragen, ist jede Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen,
Beachtung der oben aufgestellten Grundsätze dadurch             wobei die erste Rate zwischen den einzelnen Mitgliedstaa­
gewahrt werden, daß bei der Ausnutzung des Gemein­              ten aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur
schaftszollkontingents von einer Aufteilung der Menge           späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten
auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird. Damit die             bestimmt ist, die ihre ursprüngliche Quote ausgeschöpft
tatsächliche Marktentwicklung der betreffenden Waren            haben. Um den Importeuren eines jeden Mitgliedstaats
 möglichst weitgehend berücksichtigt wird, ist diese Auf­       eine gewisse Sicherheit zu geben ist es angezeigt, die erste
 teilung entsprechend dem Bedarf der Mitgliedstaa.en            Rate der Gemeinschaftszollkontingente auf einer ausrei­
vorzunehmen, der einerseits anhand der statistischen            chenden Höhe festzusetzen, die im vorliegenden Fall bei
 Angaben über die während eines repräsentativen Bezugs­         70 v.H. jeder Kontingentsmenge liegen könnte.
(’) ABI. Nr. L 264 vom 27. 9. 1978, S. 2.                       Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
(2) ABI. Nr. I. 358 vom 14. 12. 1981, S. 1.                     mehr oder weniger rasch ausgeschöpft v. erden. Um dieser
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Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen           Beitrittsakte von 1979 und der Verordnung (EWG)
auszuschalten, sollte jder Mitgliedstaat, der eine seiner    Nr. 3511/81 berechneten Zollsätze an.
ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat, die
Ziehung einer zusätzlichen Quote auf die entsprechende
Reserve vornehmen. Die Ziehung muß jeder Mitglied­
staat vornehmen, wenn seine zusätzlich gewährten Quo­                                          Artikel 2
ten fast völlig ausgenutzt sind und so oft es die Reserve
zuläßt. Die ursprünglichen und zusätzlichen Quoten
müssen bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten.         (1)     Die in Artikel 1 festgesetzten Zollkontingente wer­
Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammen­       den in zwei Raten geteilt.
 arbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommis­
 sion, die vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand
der Ausnutzung der Kontingentsmengen zu verfolgen und        (2)     Eine erste Rate jedes Kontingents wird auf die
 die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten.                  Mitgliedstaaten aufgeteilt; als Quoten, die vorbehaltlich
                                                             des Artikels 5 bis zum Ende des in Artikel 1 festgelegten
 Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit­      Zeitraums gelten, werden folgende Mengen festgesetzt:
 raums in einem der Mitgliedstaaten von einer der
                                                                                                                       (in Tonnen)
 ursprünglichen Quoten eine größere Restmenge vorhan­
 den, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil davon auf                                               A rtik e l 1 A rtik el 1
                                                                        M itg lie d sta a te n
                                                                                                         A b satz 1   A b sa tz 2
 die entsprechende Reserve übertragen, damit nicht ein
 Teil eines der Gemeinschaftszollkontingente in einem        Benelux                                       350             366
 Mitgliedstaat ungenutzt bleibt, während er in anderen
                                                             Dänemark                                         20              10
 Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
                                                             Deutschland                                1 .0 7 0           458
 Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­       Griechenland                                  110                46
 lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der           Frankreich                                 5 .7 1 0       2 .4 4 8
 Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben          Irland                                           10                4
 und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme        Italien                                          40              16
 im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt­         Vereinigtes Königreich                     1 .9 9 0           852
 schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
                                                                                                           9 800       4 200
 glieder vorgenommen werden —
                                                             (3)     Die zweite Rate jedes! Kontingent^, d.h. 4 200
                                                             bzw. 1 800 Tonnen, bildet die entsprechende Reserve.
 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                          Artikel 1
                                                                                               Artikel 3
 (1)     Vom 1. Januar 1984bis entweder zum Abschluß
 des in Artikel 19 des Kooperationsabkommens zwischen
 der Gemeinschaft und Marokko vorgesehenen Brief­             (1)     Hat ein Mitgliedstaat eine seiner in Artikel 2
 wechsels oder bis zur Anwendung eines gemeinschaftli­        Absatz 2 festgesetzten ursprünglichen Quoten oder - bei
 chen Einfuhrsystems längstens aber bis zum 31. Dezem­        Anwendung des Artikels 5 - die gleiche Quote abzüglich
 ber 1984wird in der Gemeinschaft ein zollfreies Gemein-      der auf die entsprechende Reserve übertragenen Menge
 schaftszollkontingent von 14 000 Tonnen für Sardinen,        zu 90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt er unverzüg­
 zubereitet oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D     lich durch Mitteilung an die Kommission die Ziehung
 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in Marokko           einer gegebenenfalls aufgerundeten zweiten Quote in
 eröffnet.                                                    Höhe von 10 v.H. seiner ursprünglichen Quote vor,
                                                              soweit die Reservemenge ausreicht.
 (2)     Vom 1. Januar 1984bis entweder zum Abschluß
 des in Artikel 19 des Kooperationsabkommens zwischen         (2)     Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
 der Gemeinschaft und Marokko vorgesehenen Brief­             Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene
 wechsels oder bis zur Anwendung eines gemeinschaftli­        Quote zu 90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser
 chen Einfuhrsystems, längstens aber bis 31. Dezember         Mitgliedstaat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer gegebe­
/ffeH· wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszoll­        nenfalls aufgerundeten dritten Quote in Höhe von
 kontingent von 6 000 Tonnen zum Zollsatz von 10 v.H.         5. v.H. seiner ursprünglichen Quote vor, soweit die
 für Sardinen, zubereitet oder haltbar gemacht, der Tarif­    Reservemenge ausreicht.
 stelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung
  in Marokko eröffnet.
                                                              (3)     Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten
 (3)     Im Rahmen dieses Zollkontingents wendet Grie­        die dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
 chenland die nach den entsprechenden Bestimmungen der        90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitglied-
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staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in          Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5. Ok­
Höhe der dritten Quote vor.                                      tober 1 984ih>er die Reservemengen, die nach den in
                                                                 Anwendung von Artikel 5 erfolgten Übertragungen ver­
 Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der Reserve          bleiben.
 angewandt.
                                                                 Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der eine der
 (4)     In Abweichung von den Absätzen 1, 2 und 3               Reserven ausgeschöpft wird, auf die jeweils verfügbare
 können die Mitgliedstaaten die Ziehungen niedrigerer            Restmenge beschränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck
 Quoten als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen,             dem Mitgliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt,
 wenn Grund zu der Annahme besteht, daß diese unter              den Restbetrag an.
 Umständen nicht ausgeschöpft werden. Sie unterrichten
 die Kommission über die Gründe, die sie zur Anwendung                                    Artikel 7
 dieses Absatzes veranlaßt haben.
                                                                 (1)     Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Vor­
                                                                 kehrungen, damit nach Eröffnung der zusätzlichen Quo­
                           Artikel 4
                                                                 ten, die sie gemäß Artikel 3 gezogen haben, die fortlau­
 Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten               fende Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil an den
 gelten bis zum Ende des in Artikel 1 festgelegten Zeit­         Gemeinschaftszollkontingenten erfolgen kann.
 raums.
                                                                  (2)    Die Mitgliedstaaten garantieren den
                           Artikel 5                                                  Importeuren der betreffenden Waren
                                                                  freien Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
 Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 1. Oktober
1 9 8 4 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote
                                                                  (3)     Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quo­
 den Teil auf die Reserve, der am 15. September 1 9 8 4
                                                                  ten der Mitgliedstaaten wird anhand der Einfuhren von
 20 v.H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt. Sie
                                                                  Waren mit Ursprung in Marokko festgestellt, die bei der
 können eine größere Menge übertragen, wenn Grjind zu
                                                                  Zollstelle mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum
 der Annahme besteht, daß die betreffende Menge unter
                                                                  zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden.
  Umständen nicht ausgenutzt wird.
  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am                                  Artikel 8
  1. Oktober 1 984die Gesamtmenge der Einfuhren der
  betreffenden Waren mit, die bis zum 15. September 1 9 8 4        Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren
  einschließlich getätigt und auf die Gemeinschaftszollkon­        Antrag mit, welche Einfuhren der betreffenden Waren
  tingente angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls den            tatsächlich auf ihre Quoten angerechnet worden sind.
  Teil ihrer einzelnen ursprünglichen Quoten, die sie auf die
  entsprechende Reserve übertragen.                                                        Artikel 9
                                                                   Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                           Artikel 6                               Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
  Die Kommission verbucht die Beträge der von den                  zusammen.
  Mitgliedstaaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffnetcn
  Quoten und unterrichtet die Mitgliedstaaten über den                                    Artikel 10
  Stand der Ausschöpfung der Reserven, sobald ihr die
  Mitteilungen übermittelt werden.                                 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 19S4n Kraft.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                 Mitgliedstaat.
                 Geschehen zu Brüssel am
                                                                                Im Namen des Rates
                                                                                     Der Präsident