CELEX: C2007/042/10
Language: de
Date: 2007-02-24 00:00:00
Title: Rechtssache C-269/05: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 11. Januar 2007 — Kommission der Europäischen Gemeinschaften/Hellenische Republik (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Art. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 — Seeverkehr — Für Passagier- oder Frachtschiffe geltende Hafenabgabe — Für auf Fährschiffen beförderte Fahrzeuge geltende Hafenabgabe — Diskriminierung)

24.2.2007   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 42/6
            
         Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 11. Januar 2007 — Kommission der Europäischen Gemeinschaften/Hellenische Republik
   (Rechtssache C-269/05) (1)
   
   (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Art. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 - Seeverkehr - Für Passagier- oder Frachtschiffe geltende Hafenabgabe - Für auf Fährschiffen beförderte Fahrzeuge geltende Hafenabgabe - Diskriminierung)
   (2007/C 42/10)
   Verfahrenssprache: Griechisch
   Parteien
   
      Klägerin: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Prozessbevollmächtigte: G. Zavvos und K. Simonsson)
   
      Beklagte: Hellenische Republik (Prozessbevollmächtigte: E. Skandalou)
   Gegenstand
   Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Verstoß gegen Art. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 des Rates vom 22. Dezember 1986 zur Anwendung des Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs auf die Seeschifffahrt zwischen Mitgliedstaaten sowie zwischen Mitgliedstaaten und Drittländern (ABl. L 378, S. 1) –Auf Passagier- oder Frachtschiffe anwendbare Hafenabgabe — Anwendung eines niedrigeren Abgabensatzes auf Schiffe, die zwischen im Inland gelegenen Häfen verkehren — Auf mit Autofähren beförderte Fahrzeuge anwendbare Hafenabgabe — Abgabe, die nicht für Fahrzeuge gilt, die sich zwischen im Inland liegenden Häfen bewegen
   Tenor
   
               1.
            
            
               Die Hellenische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 des Rates vom 22. Dezember 1986 zur Anwendung des Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs auf die Seeschifffahrt zwischen Mitgliedstaaten sowie zwischen Mitgliedstaaten und Drittländern verstoßen, dass sie Folgendes in Kraft gelassen hat:
               
                           —
                        
                        
                           die Hafenabgaben, die auf Passagierschiffe (unter Einschluss von Kreuzfahrtschiffen) und auch Frachtschiffe für das Anlaufen, das Anlegen und das Ankern in den Häfen Piräus und Thessaloniki erhoben werden und die beim Verkehr zwischen zwei Häfen im Inland niedriger sind als beim internationalen Verkehr;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           die Abgaben zugunsten der durch das Gesetz Nr. 2932/2001 geschaffenen Hafenorganisationen in Form von Aktiengesellschaften und der Häfen von Piräus und von Thessaloniki, die auf Fahrzeuge bei ihrer Verschiffung auf Fährschiffen, die internationale Verbindungen sicherstellen, angewendet werden, während derartige Abgaben für Verbindungen zwischen griechischen Häfen nicht erhoben werden;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           das Recht der Gemeinden, auf deren Gebiet Häfen arbeiten, Abgaben auf Fahrzeuge zu erheben, die auf Fähren mit ausländischen Häfen als Bestimmungsort verschifft werden.
                        
                     
         
               2.
            
            
               Die Hellenische Republik trägt die Kosten.
            
         
      (1)  ABl. C 229 vom 17.9.2005.