CELEX: C2002/156/24
Language: de
Date: 2002-06-29 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 20. März 2002 in der Rechtssache T-9/99: HFB Holding für Fernwärmetechnik Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Wettbewerb — Kartell — Fernwärmerohre — Artikel 85 EG-Vertrag [jetzt Artikel 81 EG] — Boykott — Geldbuße — Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbußen — Einrede der Rechtswidrigkeit — Rückwirkungsverbot — Verteidigungsrechte — Mitteilung über Zusammenarbeit)

29.6.2002              DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 156/13
                                                       GERICHT ERSTER INSTANZ
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                                      URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
                                                                                               vom 20. März 2002
                       vom 24. April 2002
                                                                        in der Rechtssache T-9/99: HFB Holding für Fernwärme-
                                                                        technik Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG u. a. gegen
in der Rechtssache T-220/96: Elliniki Viomichania Oplon                      Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
AE (EVO) gegen Rat der Europäischen Union und Kom-
        mission der Europäischen Gemeinschaften (1)
                                                                        (Wettbewerb — Kartell — Fernwärmerohre — Artikel 85
                                                                        EG-Vertrag [jetzt Artikel 81 EG] — Boykott — Geldbuße
                                                                        — Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbu-
(Außervertragliche Haftung für rechtswidriges Handeln —                 ßen — Einrede der Rechtswidrigkeit — Rückwirkungsverbot
Verordnung [EWG] Nr. 2340/90 — Handelsembargo gegen                     — Verteidigungsrechte — Mitteilung über Zusammenarbeit)
den Irak — Enteignender Eingriff — Kausalzusammenhang)
                                                                                                  (2002/C 156/24)
                         (2002/C 156/23)
                                                                                             (Verfahrenssprache: Deutsch)
                   (Verfahrenssprache: Griechisch)
                                                                        In der Rechtssache T-9/99, HFB Holding für Fernwärmetechnik
                                                                        Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Rosenheim
                                                                        (Deutschland), HFB Holding für Fernwärmetechnik Beteili-
                                                                        gungsgesellschaft mbH, Verwaltungsgesellschaft, mit Sitz in
In der Rechtssache T-220/96, Elliniki Viomichania Oplon AE              Rosenheim, Isoplus Fernwärmetechnik Vertriebsgesellschaft
(EVO) mit Sitz in Athen (Griechenland), Prozessbevollmächtig-           mbH mit Sitz in Rosenheim, Isoplus Fernwärmetechnik Gesell-
ter: Rechtsanwalt T. Fortsakis, Zustellungsanschrift in Luxem-          schaft mbH mit Sitz in Hohenberg (Österreich), Isoplus
burg, gegen Rat der Europäischen Union (Bevollmächtigte:                Fernwärmetechnik GmbH mit Sitz in Sondershausen (Deutsch-
S. Kyriakopoulou) und Kommission der Europäischen Gemein-               land), Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte P. Krömer und
schaften (Bevollmächtigte: M. Condou-Durande) wegen Ersat-              F. Nusterer, Zustellungsanschrift in Luxemburg, gegen Kom-
zes des Schadens, den die Klägerin infolge des Erlasses der             mission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte:
Verordnung (EWG) Nr. 2340/90 des Rates vom 8. August                    W. Mölls und E. Gippini Fournier) wegen Nichtigerklärung der
1990 zur Verhinderung des Irak und Kuwait betreffenden                  Entscheidung 1999/60/EG der Kommission vom 21. Oktober
Handelsverkehrs der Gemeinschaft (ABl. L 213, S. 1) angeblich           1998 in einem Verfahren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache
erlitten hat, hat das Gericht (Vierte Kammer) unter Mitwirkung          IV/35.691/E-4: Fernwärmetechnik-Kartell) (ABl. 1999, L 24,
des Präsidenten P. Mengozzi, sowie der Richterin V. Tiili und           S. 1), hilfsweise wegen Herabsetzung der mit dieser Entschei-
des Richters R. M. Moura Ramos — Kanzler: J. Palacio Gonzá-            dung gegen die Klägerinnen festgesetzten Geldbuße, hat das
lez, Verwaltungsrat — am 24. April 2002 ein Urteil mit                  Gericht (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten
folgendem Tenor erlassen:                                               P. Mengozzi sowie der Richterin V. Tiili und des Richters
                                                                        R. M. Moura Ramos — Kanzler: J. Palacio González, Verwal-
                                                                        tungsrat — am 20. März 2002 ein Urteil mit folgendem Tenor
1.    Die Klage wird abgewiesen.                                        erlassen:
                                                                        1.    Die Artikel 3 Buchstabe d) und 5 Buchstabe d) der Entschei-
2.    Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.                           dung 1999/60/EG der Kommission vom 21. Oktober 1998
                                                                              in einem Verfahren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache IV/
                                                                              35.691/E-4: Fernwärmetechnik-Kartell) werden in Bezug auf
                                                                              die HFB Holding für Fernwärmetechnik Beteiligungsgesellschaft
                                                                              mbH & Co. KG und die HFB Holding für Fernwärmetechnik
(1) ABl. C 54 vom 22.2.1997.                                                  Beteiligungsgesellschaft mbH, Verwaltungsgesellschaft, für
                                                                              nichtig erklärt.
                                                                        2.    Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
                                                                        3.    Die Klägerinnen tragen als Gesamtschuldner ihre eigenen
                                                                              Kosten einschließlich der Kosten des Verfahrens der einstweiligen
                                                                              Anordnung und 80 % der Kosten der Kommission, die Kosten
                                                                              des Verfahrens der einstweiligen Anordnung eingeschlossen.
 ---pagebreak--- C 156/14              DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  29.6.2002
4.   Die Kommission trägt 20 % ihrer eigenen Kosten, die Kosten               URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
     des Verfahrens der einstweiligen Anordnung eingeschlossen.
                                                                                           vom 20. März 2002
(1) ABl. C 86 vom 27.3.1999.
                                                                      in der Rechtssache T-16/99: Lögstör Rör (Deutschland)
                                                                       gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
                                                                      (Wettbewerb — Kartell — Fernwärmerohre — Artikel 85
                                                                      EG-Vertrag [jetzt Artikel 81 EG] — Boykott — Aktenein-
                                                                      sicht — Geldbuße — Leitlinien für das Verfahren zur
                                                                      Festsetzung von Geldbußen — Rückwirkungsverbot — Ber-
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                                                  echtigtes Vertrauen)
                      vom 20. März 2002
                                                                                              (2002/C 156/26)
in der Rechtssache T-15/99: Brugg Rohrsysteme GmbH
 gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
                                                                                         (Verfahrenssprache: Deutsch)
(Wettbewerb — Kartell — Fernwärmerohre — Artikel 85
EG-Vertrag [jetzt Artikel 81 EG] — Boykott — Geldbuße
— Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbu-
   ßen — Rückwirkungsverbot — Berechtigtes Vertrauen)
                                                                      In der Rechtssache T-16/99, Lögstör Rör (Deutschland) GmbH
                        (2002/C 156/25)                               mit Sitz in Fulda (Deutschland), Prozessbevollmächtigte:
                                                                      Rechtsanwälte H.-J. Hellmann und T. Nägele, Zustellungs-
                                                                      anschrift in Luxemburg, gegen Kommission der Europäischen
                   (Verfahrenssprache: Deutsch)                       Gemeinschaften (Bevollmächtigte: W. Mölls und E. Gippini
                                                                      Fournier) wegen Nichtigerklärung der Entscheidung 1999/60/
                                                                      EG der Kommission vom 21. Oktober 1998 in einem Verfah-
                                                                      ren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache IV/35.691/E-4:
In der Rechtssache T-15/99, Brugg Rohrsysteme GmbH mit
                                                                      Fernwärmetechnik-Kartell) (ABl. 1999, L 24, S. 1), hilfsweise
Sitz in Wunstorf (Deutschland), Prozessbevollmächtigte:
                                                                      wegen Herabsetzung der mit dieser Entscheidung gegen die
Rechtsanwälte T. Jestaedt, H.-C. Salger und M. Sura, Zustel-
                                                                      Klägerin festgesetzten Geldbuße, hat das Gericht (Vierte Kam-
lungsanschrift in Luxemburg, gegen Kommission der Euro-
                                                                      mer) unter Mitwirkung des Präsidenten P. Mengozzi sowie der
päischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: W. Mölls und
                                                                      Richterin V. Tiili und des Richters R. M. Moura Ramos —
E. Gippini Fournier) wegen Nichtigerklärung der Entscheidung
                                                                      Kanzler: B. Pastor, Hauptverwaltungsrätin — am 20. März
1999/60/EG der Kommission vom 21. Oktober 1998 in einem
                                                                      2002 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
Verfahren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache IV/35.691/
E-4: Fernwärmetechnik-Kartell) (ABl. 1999, L 24, S. 1), hilfs-
weise wegen Herabsetzung der mit dieser Entscheidung gegen
die Klägerin festgesetzten Geldbuße, hat das Gericht (Vierte          1.   Die Klage wird abgewiesen.
Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten P. Mengozzi sowie
der Richterin V. Tiili und des Richters R. M. Moura Ramos —
Kanzler: G. Herzig, Verwaltungsrat — am 20. März 2002 ein             2.   Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
1.   Die Klage wird abgewiesen.
2.   Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
                                                                      (1) ABl. C 86 vom 27.3.1999.
(1) ABl. C 86 vom 27.3.1999.