CELEX: 51968PC0442
Language: de
Date: 1968-06-26
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG DES RATES über die Feststellung der Anhänge zur Verordnung Nr. ..... des Rates über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (68) 442
Vol. 1968/0080
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                           i
                                                                           I
                                                KOM(68 ) 442 endg. ' '
                                                Brüssel , den 26 . Juni i960
                             Vorschlag einer^
                           VERORDNUNG DES RATES
              über die Feststellung der Anhänge zur Verordnung
              Nr .        des Rates über die Anwendung der Systeme
              der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren
              Familien , die innerhalb der Gemeinschaft zu- und
                                abwandern
                     ( Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   KOM(68) 442 endg.
 ---pagebreak---                                    - - M3 -
Vorschlag für Verordnung Nr . .............. des Rates vom ...........
über die Feststellung der Anhänge zur Verordnung Nr . . ...
des Rates über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf
Arbeitnehmer und deren Familien , die innerhalb der Gemeinschaft zu-
und abwandern .
     Der Rat der Europäischen Gemeinschaften hat ,                     . •
     gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
     gemeinschaft ,
     gestützt auf die Verordnung Nr .          /EWG des Rates und insbesondere
     auf Artikel 77 Absatz 1 ,                              (
     auf Grund des nach Beratung mit der Verwaltungskommission der
     Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft für die soziale Sicherheit
     der Wanderarbeitnehmer ausgearbeiteten Vorschlages der Kommission
     auf Grund der Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
     auf Grund der Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses
die folgende Verordnung erlassen :
                             Artikel 1
Der in Artikel 1 Buchstabe u ) der Verordnung Nr .               bezeichnete
Anhang I erhält folgenden Wortlaut :
                        *    " ANHANG I
                ( Artikel 1 Buchstabe u ) der Verordnung )
Einmalige Geburtsbeihilfen , die . der in Artikel 1 Buchstabe u ) der Ver­
ordnung bestimmte Begriff " Familienleistungen " ausschließt .
A. BELGIEN
   Die Geburtsbeihilfen gemäß den 'koordinierten Gesetzen über Familien-
   zulagen für Arbeitnehmer ,,
B. DEUTSCHLAND
   Keine .
C. FRANKREICH
   Die Geburtsbeihilfen gemäß Artikel L 519 der Sozialversicherungs-
   ordnung ( Code de la securite sociale ).
 ---pagebreak---                                    - IV­
D. ITALIEN
    Keine .    •
E. LUXEMBURG
    Die Geburtsbeihilfen nach dem Gesetz vom 29 . April 1964 über Familien-
    leistungen .
F. NIEDERLANDE
    Reine ".
                            Artikel 2
      Der in Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c ), in Artikel 7 Absatz 2 und
in Artikel 8 Absatz 3 der Verordnung Nr . ....... bezeichnete Anhang II
erhält folgenden Wortlaut :                                   1
                            " ANHANG II
( Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c ), Artikel 7 Absatz 2 und Artikel 8 Ab­
satz 3 der Verordnung )
Bestimmungen aus Abkommen über soziale Sicherheit , die unbeschadet des
Artikels 5 der Verordnung weiterhin anzuwenden sind - Zusatzvereinbarungen
über die verwaltungsmäßige Durchführung der Verordnung - In den folgenden
Abschnitten A und B aufgeführte Bestimmungen , deren Geltungsbereich nicht
alle Personen umfaßt , auf die die Verordnung anzuwenden ist .
          1              Allgemeine Bemerkungen
1 . Soweit die in diesem Anhang aufgeführten Bestimmungen Hittweise auf
andere Abkomraensbestimmungen enthalten , treten an deren Steele Hinweise
auf die entsprechenden . Bestimmungen der Verordnung , sofern dä,e betreffen­
den Abkommensbestimmungen in diesem Anhang nicht selbst aufgeführt sind .
•                                                               ι 1     «
2 . Die Kündigungsklausel , die in einem Abkommen über soziale Sicherheit
enthalten ist , aus dem Bestimmungen in diesen Anhang aufgenommen sind ,
bleibt in Bezug auf diese Bestimmungen aufrechterhalten .
 ---pagebreak---                                                               - 15 -
                                                                    A
 Bestimmungen aus Abkommen über soziale Sicherheit « die unbeschadet des
 Artikels 5 der Verordnung weiterhin gelten
  ( Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c ) der Verordnung)
 1 . BELGIEN - DEUTSCHLAND                       •                                       v .. ■.
 a) Die Artikel 3 und k des Schlußprotokolls vom 7 » . Dezember 1957 zum
 Allgemeinen Abkommen vom gleichen Tage , in der Fassung des Zusatzprotokolls
 vom 10 . November 1960 .
                                              t
 b) Artikel 11 der Ersten Zusatzvereinbarung vom 7 . Dezember 1957 zum
 Allgemeinen Abkommen vom gleichen Tage ( Grenzgänger) , soweit er Geburtsbei-
 hilfen betrifft .
 c ) Dritte Zusatzvereinbarung vom 7 « Dezember 1957 zum Allgemeinen Abkommen
rvom gleichen Tage in der Fassung des Zusatzprotokolls yom 10 . November 1960
 ( Zahlung von Renten für die Zeit vor dem Inkrafttreten des . Allgemeinen;
 Abkommens ) .                                                                                          ■.<,
 d ) Artikel 15 des Sonderabkommens vom 7 « Dezember 1957 ( Arbeitslosenver­
 sicherung) .
 2 . BELGIEN - FRANKREICH                      .
 a) Die Artikel 13 » 16 und 23 der Zusatzvereinbarung vom 17 » Januar 19^8
 zum Allgemeinen 'Abkommen vom gleichen Tage ( Arbeitnehmer der Bergwerke
 und gleichgestellten Unternehmen) .
 b ) Briefwechsel vom 27 . Februar 1953 ( Anwendung des Artikels k Absatz 2
 des Allgemeinen Abkommens vom 17» Januar 19^8)
                  4    s ,    ,                                                                                   •
 c ) Protokoll vom 28 . September 1957 ( Geburtsbeihilfen nach den französischen
 Rechtsvorschriften über Familienzulagen)                                       .     «J;. .     -r
                                                   * ' ■* - ; ' * . j " • ' * / t t ■               ^ ' * *». , * '
 3 . BELGIEN - ITALIEN' .                                                                                     '
 Artikel 5 des Abkommens vom 30v April i 9^8 , soweit er Nichtmitgliedstaaten .
 betrifft .                                                                                            v        .
 k . BELGIEN - LUXEMBURG
             ■ . li in laani ■■ p 1 1 ■ imi                             s
 a) Die Artikel 1 , 3 «                     5 » 6 , 7 » 8 und 11 des Abkommens vom 16 . November 1959
 in der Fassung des Abkommens vom 12 .. februar 196^ ( Grenzganger) .
 b ) Das Abkommen vom 10 . September 1963 ( Geburtsbeihil^fen)-.
                                                                                                                    /.
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5 . BELGIEN - NIEDERLANDE
Artikel     des Abkommens vom 29 . August 19^7 » soweit er die Geburts-
beihilfen. betrifft .
6 . DEUTSCHLAND - FRANKREICH
a) Artikel 11 des Allgemeinen Abkommens vom 10 . Juli 1950 in der Fassung
der Zweiten ErgänzungsVereinbarung vom 18 . Juni 1955 »
b) Artikel 9 der Ersten Zusatzvereinbarung vom 10. Juli 1950 zum Allgemeinen
Abkommen vom gleichen Tage ( Arbeitnehmer der Bergwerke und gleichgestellten
Unternehmen) •
c ) Vierte Zusatzvereinbarung vom 10 . Juli 1950 zum Allgemeinen Alikommen
vom gleichen Tage in der Fassimg der Zweiten Ergänzungsvereinbarung vom
18 . Juni 1955 .
d) Die Teile I und III der Zweiten Ergänzungsvereinbarung vom 18 . Juni 1955 «
e) Die Punkte 6 , 7 und 8 des Allgemeinen Protokolls vom 10 . Juli 1950 zum
Allgemeinen Abkommen vom gleichen Tage .
f) Die Teile II , III und IV der Vereinbarung vom 20 . Dezember 1963 ( Soziale
Sicherheit im Saarland) •
7 . DEUTSCHLAND - ITALIEN
a) Artikel 23 Absatz 2 , ArtikeJ. 26 und Artikel 36 Absatz 3 des Abkommens
vom 5 « Mai 1953 ( Sozialversicherung).
b) Die Zusatzvereinbarung vom 12 . Mai 1953 zum Abkommen vom 5 « Mai 1953
( Zahlung von Renten für die Zeit vor dem Inkrafttreten des Abkommens ).
8 . DEUTSCHLAND - LUXEMBURG
Die Artikel      5 » 6 und 7 des Vertrages vom 11 . Juli 1959 ( Beilegung
deutsch-luxemburgischer Streitsachen ).
                                                                   ./
 ---pagebreak---                                      - 17 -
9 . DEUTSCHLAND - NIEDERLANDE
a) Die Artikel *2 'und -3" der Vierteh Zusatzvereinbarung vom '21 ." Dezember 1956
zum Abkommen- vom 29 « März 1951* ( Regelung der Ansprüche , die üieäerländische
Arbeitskräfte zwischen dem 13 » Mai 19^0 und dem 1 . September 19^5 in. der
deutschen Sozialversicherung erworben haben) .
b) Artikel 9 des Abkommens vom 29 » Oktober 195^ .( Arbeitslosenversicherung) *
1° . FRANKREICH - ITALIEN
a ) Artikel 2k des Allgemeinen Abkommens vom 31 « März 19^8 .
b ) Briefwechsel vom 3 * März 1956 über die Leistungen bei Krankheit für
Saisonarbeiter in landwirtschaftlichen Berufen ) .
11 . FRANKREICH - LÜXEMBÜRG
Die Artikel 11 , 1k und 21 der Zusatzvereinbarung vom 12 . November 19^9
zum Allgemeinen Abkommen vom gleichen Tage ( Arbeiter der Bergwerke und
gleichgestellten Unternehmen) •                            -       1 :
12 , FRANKREICH - NIEDERLANDE
Die Artikel 11 und 18 der Zusatzvereinbarung vom                       zum
Allgemeinen Abkommen vom 7 «; Juni - 1.950 ( Arbeiter , der Bergwerke und - gleich­
gestellten Unternehmen).            ~      *          , .
13 . ITALIEN - LÜXEMBÜRG                                 . 1.' : '
Artikel 18 Absatz 2 . de» Allgemeinen 'Abkommens vom , 29* Mai 1951 «
14 . ITALIEN - NIEDERLANDE                          -                    ~ *
Artikel 6 Absatz i und Artikel 9 des Allgemeinen Abkommens vom 28 * Ok­
tober 1952 .        '                            " " 4' "
15 - LÏÏXEMBURG - NIEDERLANDE
    Keine .
                                        Β
Zusatzvereinbarungen über die verwaltungsmässige Durchführung der Verordnung
( Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung )
                                  Keine .
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In den Abschnitten A und B aufgeführte Bestimmungen , deren Geltungsbereich
nicht alle Personen umfaßt , auf . die die Verordnung anzuwenden ist
( Artikel 8 Absatz 3 der Verordnung )                           "    .
1 . BELGIEN - DEUTSCHLAND
    a ) Die Artikel 3 und k des Schlußprotokolls zu dem Allgemeinen Abkommen
    vom 7 Dezember 1957 in der Fassung des Zusatzprotokolls vom 10 . Novem­
    ber i960 .
    b ) Dritte Zusatzvereinbarung vom 7 » Dezember 1957 zum Allgemeinen Ab­
    kommen vom gleichen Tage in der Fassung des Ergänzungsprotokolls vom
    10 . November i960 ( Zahlung der Renten für die Zeit vor dem Inkraft­
    treten des Allgemeinen Abkommens ).
2 . BELGIEN - FRANKREICH                                              •
    Protokoll vom 28 . September 1957 ( Geburtsbeihilfe nach den französischen
Rechtsvorschriften über Familienzulagen ) , soweit es sich um andere Arbeit­
nehmer als Grenzgänger handelt .
3 . BELGIEN - ITALIEN : ,
Artikel 5 des Abkommens vom 30 . April 19^8 » soweit es sich um Nicht-
mitgliedstaaten handelt .
k , BELGIEN - LUXEMBURG                           ......
Das Abkommen vom 10 . September 1963 ( Geburtsbeihilfen ).
5 . BELGIEN - NIEDERLANDE
Artikel 1^ des Abkommens vom 29 » August 19^7 » soweit er die Geburtsbei-
hilfen betrifft und soweit es sich um andere Arbeitnehmer als Grenzgänger
handelt .
                                                                        ./
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6 . DEUTSCHLAND - FRANKREICH
a) Vierte Zusatzvereinbarung vom 10 . Juli 1950 "zum ' Allgemeinen Abkommen
vom gleichen Tage in der Fassung der Zweiten Ergänzungsvereinbarung vom
18 . Juni 1955 .
b) Teile I und III der Zweiten Ergänzungsvereinbarung vom 1.8 ;- «jun.i JS55 *. '
c ) Nummern 6 , 7 und 8 des Allgemeinen Protokolls vom 10 . Juli 1950 zum
Allgemeinen Abkommen vom gleichen Tage .
d) Teile II , III und IV der Vereinbarung vom 20 . Dezember 1963 ( Soziale
Sicherheit im Saarland ) •
7 . DEUTSCHLAND - ITALIEN
a) Artikel 26 des Abkommens vom 5 » Mai 1953 ( Sozialversicherung). -
b) Zusatzvereinbarung vom 12 . Mai 1953 zum Abkommen vom 5 » Mai 1953
( Gewährung von Renten für die Zeit vor dem Inkrafttreten des Abkommens).
8 . DEUTSCHLAND - LUXEMBURG
Die Artikel 4 , 5 , 6 und 7 des Vertrages vom 11 . Juli 1959 ( Beilegung
deutsch-luxemburgischer Streitfälle )*
9 * DEUTSCHLAND * NIEDERLANDE
Artikel 2 und 3 der Vierten Zusatzvereinbarung vom 21 . Dezember 1956
zum Abkommen vom 29 * März 1951 ( Regelung der Ansprüche , die von nieder­
ländischen Arbeitskräften zwischen dem 13 « Mai 19^*0 und dem 1 . Septem­
ber 19^5 in der deutschen Sozialversicherung erworben worden sind ).
10 . FRANKREICH - ITALIEN
    Artikel Zh des Allgemeinen Abkommens vom 31 « März 19^8 .
11 . FRANKREICH - LUXEMBURG
     Keine .
                                                                            /
 ---pagebreak--- 12 . FRANKREICH - NIEDERLANDE
     Keine .
13 . ITALIEN - LUXEMBURG
     Keine .
1k . ITALIEN - NIEDERLANDE
     Keine ,
15 . LUXEMBURG - NIEDERLANDE
     Keine ."
 ---pagebreak---             s -                     Artikel 3
Der in.Artik.el 26 Absatz 2 der Verordnung Nr.' .». genannte Anhang III
erhält folgenden Wortlaut :      r *      •        "
                                  » ANHANG III
                   ( Artikel 26 Absata 2 der Verordnung)
Rechtsvorschriften « nach denen gemäß Artikel 26 Absatz 1 der Verordnung
die Höhe . der Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit nicht von der Gesamtver-
Sicherungsdauer abhängt
Ai -BELGIEN      • '    - -           v -.-- ' \                     -
    Die Rechtsvorschriften über die allgemeine Versicherung für den Fall
    der Erwerbsunfähigkeit über die besondere Versicherung für den Fall
    der Erwerbsunfähigkeit der Bergarbeiter und. über die besondere Ver­
    sicherung der Seeleute der Handelsmarine .
B. DfiUTSCHLAND                                                    ■   "
    Keine;.
C. FRANKREICH                                   :•     ■
    Sämtliche Rechtsvorschriften über Versicherung für den Fall der Er-
    werbsunfähigkeit , mit Ausnahme der Rechtsvorschriften^ ül»er die Ver­
    sicherung für den Fall der Erwerbsunfähigkeit iin System der sozialen
    Sicherheit für Bergarbeiter .
         <            ,      • '                       Î   ...
D. ITALIEN '                                        ,l ! •   '' '"
    Keine .                             '              i
                                                       t
E. LUXEMBURG             ;
    Keine .
F. NIEDERLANDE
    Gesetz vom 18 . Februar 1966 über die Versicherung für den Fall der
    Erwerbsunfähigkeit ."
 ---pagebreak---                                                   - 22 -
                                              Artikel k
       Der in Artikel 29 Absatz 3 der Verordnung Nr .                         ... genannte Anhang . IV
erhält folgenden Wortlaut :                 ...» ttt m* m
                                            " ANHANG         IV
                           ( Artikel 29 Absata 3 dor Verordnuns )
       Wechselseitige Ubereinstimmung der Erwerbsminderungsstufen zwischen den
                        Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                                          B E ~G~I E N
      Beschluß über die Aner­        Trager der belgischen Systeme , für die                     der Be-
  s
      kennung der Invalidität        Schluß bei Übereinstimmung bindend ist
  vX7
 -P
  «5           Systeme               allgeœeines ; knappschaftliches System                      System der
 -H
  m
                                           System                                                  Se el eu te
 T)                                                           allgememe             Berufs-
  <D
 •H                                                           Invaliditât      invaliditât
\s.   1 . Allgemeines System.                              I
                                                                                              1
           III . fruppe (Dritte )    <Uberein-                < Uberein-       ( T1
                                                                                J
                                                                                  Überein­       vliberein-
            II . Gruppe
             I . Gruppe              < stijwjuiag             < stimmuag       stimmung          < Stimmung
      f . Landwirtschaftliches
         . System
           - allgemeine
             Ge sam ti nval i di tät <Überein­                                 (Überein­         ( Überein­
                                                              ( ïïbereijt-
           - allgemeine Inva–
             litität zu 2/3          < Stimmung               { stimmung       < Stimmung        stimmung
           - Dritte
 F    3 . Kaappscha ftl iche s
           Syste m
           - allgememe               sÜberein­                <Überein–                          (Überein-
             Teilinvalidit&t                                                    )Überein­        l Stimmung
           – Dritte                  stimmung                 < stimmung
                                                                               stimmung
           - Beruf sinvalidi tat       keine                    keine                              keine
                                       ••
                                      Ubereinst .               Ubereinst .                        Ubereinst .
      4 . System der Seeleute
           - allg . Invalidität      )überein­                )Überein­        )Überein­        -)Überein­
           - Dritte                  ) Stimmung               ) Stimmung       ) Stimmung        ) Stimmung
           - Berufsinvaliditât .       keine                    keime       I     keine
                                      Ubereinst .               Ubereinst .       Übereinst .
Π 1 . Allgeraeines System                                                                  1
           - Invaliditât Arlst .      mberein-                )ÜTierein-       )Uberein-         )Ü¥ereim-
           - Invalidität Angest .    ) Stimmung               ) Stimmung        ) stiaimng       ) Stimmung
                                                                            I
  Ί   2 . Seeleute
           - seedienst-                keine                    keime             keine            keine
             untauglieh               Ubereinst . . 1           Übe»einst .       Ubereinst .      Ubereinst .
                                                       ■ 1
 L
      Invalidität Arbeiter           ^Überein­                )Übei>ein- j )Überei»-             )Überein­
      Invalidität Angestellte        stimmung                 ) stinmung       ) Stimmung        ) Stimmung
 ---pagebreak---                                                                                                                   - 23 -
                                                                                                            FRANKREICH
Beschliß Uber die              Träger der französischen fystome, für die der Beschliß bai öborainstiiiwiuig bindand Ist
Anerkennung dar                                                                                                       - r - 'r-i - –     –– ■ ■               *■
Invalidität                      Allgeaeines System               Landwirtschaftlfehes System , '        *'        Knappsthaftliches Systea               . .                Systea der Seeleut»
                                                                                                                              ■                 *       !
                                                                                                             »
          System                I. Grippe    II . Grippe     III . Gruppe Invai idi tSt    6esamt-   . ...      Allgemeine                       '         ,          /II gemeine
                                                               Dritt»       2/3          Invalidität            Invalidität          Dritte          ,                Invalidität .                lritte
                                                                                                                   2j2 .                             Invalidität . 2J2               inva.îaitat
                                                                                                                 öbereinst.        keine Ob.         keine üb.        keine öb.      keine öb.   keine Ob.
    2. Knappsab. Systea
        - allgemeine          öbereinit.    keine Ib.       keine Ifo.   (bereinst. keine Uber, keine öb. Obereinst,
                                                                                                                 öbereinst, keine öb.                keine ft).       keine ök.      keine öb.   keine öb.
          Tei 1 invai idi tSt        i
        - Berufsinvalid. . keine % , keine 5b. ' keine öb.               keine Ob.      keine öb.    keine öb. keine Cb.           keine Ob.        Db. (2) ;
    3. Arsten der Seel . öb. (1 )           keine öb.       keine Cb,    Cb. (l)'       keine öb.    keine öb. ». 41 )             keine öb.         keine ub. keifte &.-< ' keine öb.           keine Ob.
    1 . Allgea. Systea                                                                                                                             «                h     ,
        * Inv^J Arbeiter flberetnst;        keine Öb.     [ keine Ib.    flbereinst.    keine' öb." keine üb.' übereinst,          keine ib.        keine l»,^.".ke|ne üb.           keine Ob.   keine Ob.
 1      « Inval . Angest.     keine 06.     keine öb? i keine öb.        keine Ob.      keine Ob.    keine &>.   keine Ob.         keine öb.         keine üb.        keine Ob.      keine öb.   keine öb.
    2. System der Seel . keine öb.          keine Ub.       keine ub.    keine öb.      keine Ob.    keine öb.   keine öb.         keine öb.        keine öb. - ~ fceine öb.         keine Ob.   keine öb.
        seedienstunteugl .
                                                                                                                                                            ' • •?'      »
 ^ Invalidität Arbeiter öbäreinst.          keine 'Db.   - keine Db.     öbereinst. keine öb.        keine ft>.  Dberei nst.       keine öb.         keine öb. ;jke ftte •&)."-    ' keine ub.   keine Ob.
    Invalidität Angest.       keine öb.     keine Db.       keine Db.    keine Ob. - keine Db.       keine Db.   keine Öb.         keine öb.    ' keine öb. .""""keine üb.         : kei ne Db.  keine öb.
 0 ) Seweit die vom belgischen Träger anerkannte Invalidität allgemein Ist.
 (2) Nur, wenn der belgische Träger die Unfähigkeit zur Untertage- uod übertagearbeit anerkannt hat.
 ---pagebreak---                                                        - 2k m
                                                   riALIES
    -p   Beschluß über die               Träger der italienischen Systeme , fü» die der Beschluß
     c6
     ctf
    +*
         Anerkennung der                "bei Übereinstimmung bildend ist .
     CQ  Invalidität
    HT
    •H
    rH         Systeme                         Allgemeines ' SKrstem                               Seeleute
     bO       \
   +>                                                                                       seedienstuntaugl .
                                     I        Arbeiter              Angostellte           .
         1 . Allgem . System           Übereinstimmung         Übereinstimmung              keine Übereinst .
         2 . JCnappsch . System                      •
              - Allg . Invalid . 1      •«                                                           ••
    Β                    ( Teil ...) Ubereinstimoung           Ubereinstimmung              keine Ubereinst .
              - Berufsinvalid . keine Ubereinst .              keine Ubereinst .            keine Ubereinst .
                                                                                                     ••
         3 . Syst . d . Seeleute       keine Übereinst .       keime Üboreimst .            keine Ubereinst .
         1 . Allgem . System
              m
              III . Gruppe
                      ( Dritte )
                                                                )       ; •     !
              ■' II . Äruppe
                                         ) *4
                                        ( Ubereinstimmung      •^Übereinstimmung
                                                                j
                                                                                             ) keine
                                                                                            ^Übereinstimmung
                  I. Gruppe                                     ) •     :     * ■
                                                                        5   ^   :
ι
         2 . Landwirt . System
              Allg . Gesanttinv .       >-
                                                                jûbëreinstimflrung
I
                                                                                            ( keine
              Allg . Teilinval .-       )Übereins tijpaung *
I
  F
              Dritte                                                                        ^Übereinstimmung
         3 . Knapp sch . System
              AI lg . Te i 1 inval .    )-s.
              Dritte                    jübereinstimmung •     (Ubereinstimmung             \ keine
                                                                                              .•s
              Berufsinvalid .          keine Übereihst .       keine ffbereinst .           ^Übereinstimmung
         4 -. Syst.d . Seeleute )
              Allg . Teilirtval . X keiœ -
              Iritte .
              Berufsinvalid .
                                                 ,
                                       y Übereinstimmung
                                       y
                                                               !i \
                                                               5
                                                               i
                                                                    keine         •         \ keine
                                                                    Ubereinstinnui ^Übereinstimmung
                                                                    ftl     J       MMé A
         Invalidität Arbt .               Überei» Stimmung • I . ITbereinstimrçung          ) keine
U        Invalidität Angest . keine Übereimst .                keine îtbereiiist .          Übereinstimmung
 ---pagebreak---                                  L U A E M B T) HG
Beschluß über die Anerken­            Trager der luxemburgischen Systeme , für die der
nung der Invalidität                  Beschluß hei Übereinstimmung bindend ist
                Systeme               Invalidität Arbeiter      Invalidität Angestellte
      1 .. Allgem . System              Ubereinstimmung          Übereinstimmung
Β
      2 * Khappsch . System
            - Teilinvaliditât           Ubereinstimmung          Ûbereinstimmung
            - Berufsinvaliditât         keine Ubereinst .         keine Ubereinst .
      3 . System der Seeleute           ïïbereinstimmung (l )    Übereinstimmung (l )
      1 . Allgemeines System
            III . Gruppe ( Dritte )
             II . Gruppe
              I. Gruppe
                                        ..
                                      JUbereins tim*ung
                                                                jûbereins timmung
      2 . Landwirt . System
F
            Allg . Gesamtinval .
            Allg . Inv . zu 2/3
            Dritte
                                      JUbereinstimmung          jubereinstimmung
      3 . Knappsch . System
            Invalid . zu 2 /3
            üritte                    jübereinstinmung          jübereinstimmung
            Berufsinvaliditât           keine - Übereinstimmung  keine Übereinstimmung
      4 . System der Seeleute
    !
            Teilinvaliditât
          • Dritte                    ^Übereinstimmung          jübereinstimmumg
            Berufsinvaliditât           keine Übereinstimmung    keine Übereinstimmung
      1 ., Allgemeines System
            Invalidität Arbeiter        Übereinstimmung
I           Invalidität Angest .      . keine Übereinstimmung   jinjereinstiiiinui^g
      2 . Seeleu'te       ' • ■"
                                                                 •. X
            seedienatuntauglich
 ( 1) Soweit der belgische Träger Erwerbsunfähigkeit unerkannt hat «
 ---pagebreak---                                         - 26 -
                                      Artikel 5
Der in Artikel kO Absatz 2 der Verordnung Nr . . .. genannte Anhang V
erhält folgenden Wortlaut :
                                    " ANHANG V
                        ( Artikel 40 Absatz 2 der Verordnung )
Mindestrenten bei Erwerbsunfähigkeit , Alter und für Hinterbliebene nach
                  den Rechtsvorschriften       der Mitgliedstaaten
A. BELGIEN
    Keine .                                                  i    '
B. DEUTSCHLAND
    Keine .
C . FRANKREICH
    Mindestleistungen sind in folgenden Systemen und Zweigen vorgesehen :
    1 * System für Arbeitnehmer und Gleichgestellte nichtlandwirtschaftlicher
        Berufe ( Allgemeines System der sozialen Sicherheit )
        a) Versicherung für den Fall der Erwerbsunfähigkeit
            i ) Erwerbsunfähigkeitsrenten für Sozialversicherte
           ii ) Erwerbsunfähigkeitsrenten für Verwitwete
        b ) Versicherung für den Fall des Alters und des Todes ( Renten )
                i ) Altersruhegeld                   ■
               ii ) Altersrenten ( vom 65 . Lebensjahr des Versicherten oder
                   . vom 60 . Lebensjahr an im Falle einer in Altersruhegeld
                     umgewandelten Erwerbsunfähigkeitsrente oder zwischen dem
                     60 . und 65 . Liebensjahr , wenn der Versicherte als erwerbs­
                     unfähig anerkannt ist )
            Iii )    Verwitwetenrenten ( vom 65 . Lebensjahr des überlebenden
                     Ehegatten an oder zwischen dem 60 . und 65 . Lebensjahr ,
                     wenn der überlebende Ehegatte als erwerbsunfähig aner­
                     kannt ist )
             iv)     Verwitwetenaltersrenten ( Verwitwetenerwerbsunfähigkeitsrenten ,
                     die vom 60 . Lebensjahr des Rentners von Amts wegen in
                     Altersrente ilmzuwandeln ist ) .
                                                                           /.
 ---pagebreak---                                          - 27W-
  , 2 . System für Arbeitnehmer der landwirtschaftlichen Berufe und Gleich­
          gestellte      !   !            « •* • - " - ; -                 ^ ;     -
          Die Mindestrenten bei Erwerbsunfähigkeit , Alter oder für Hinterbliebene
          sind die gleichen wie im allgemeinen. System der sozialen Sicherheit .
     3 « System für Arbeitnehmer der Bergwerke und gleichgestellter Unternehmen
          Die Mindestyenten bei Erwerbsunfähigkeit i Alter oder - für Hinterbliebene
          sind die gleichen wie im allgemeinen System der sozialen Sicherheit .
D. ITALIEN
    Erwerbsunfahigkeits-, Alters - und Hxnterbliebenenmindestrenten sind in
    den allgemeinen und Sondersystemen der Erwerbsunfahigkeits-, Alters-
    und Hinterbliebenenversicherung ( Renten) vorgesehen .
E. LUXEMBURG                   .
    Mindestleistungen sind in folgenden Systemen' und Zweigen vorgesehen :
    1 . Erwerbsunfähigkeits- und Altersrenten der Systeme für Arbeiter und
         Angestellte , wenn der Versicherte mindestens 3^000 Pflichtversiche-
         rungstage zurückgelegt hat .
    2 . Erwerbsunfähigkeits - und Altersrenten dep Systeme für Arbeiter und
         Angestellte , wenn der Versicherte vor seinem 25 . Lebensjahr eine
         Beschäftigung ausgeübt und durchschnittlich 2^0 Arbeitstage im Jahr
         zurückgelegt hat ..
    3 , Die Hinterbliebenenrenten der vorgenannten Systeme , wenn der Versi­
         cherte die Voraussetzungen nach Ziffer 1 .. oder , 2 » erfüllt hat .
  [
    F. NIEDEKLANDÈ "                                          '■ ; '       ' ' ' •
         Keine;''                     . *    .
                                                                            ./
 ---pagebreak---                                     • - – 28 -
                                       Artikel 6
  Der in Artikel 73 der Verordnung Nr . ... genannte Anhang VI erhält
  folgenden Wortlaut :
                                     . " ANHANG VI
                               ( Artikel 73 der Verordnung )
  Besondere Bestimmungen über die Anwendung dfer Rechtsvorschriften bestimmter
  Mitgliedstaaten
• A. . BELGIEN
       Keine .                                               ; -
  B. DEUTSCHLAND
       1 . a) Soweit die deutschen Rechtsvorschriften über die gesetzliche Unfall­
                versicherung es nicht bereits vorschreiben , entschädigen die deut­
                schen Träger nach diesen Vorschriften auch Unfälle ( und Berufs­
                krankheiten) , die vor dem 1 . Januar 1919 i» Elsaß-Lothringen ein­
              ; getreten und auf "Grund der Entscheidung des Völkerbundrates vom
                21 . Juni 1921 ( Reichsgesetzblatt S. 1289) nicht von französischen
                Trägern übernommen worden sind , solange der Verletzte oder seine
                Hinterbliebenen im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates wohnen .
           b ) Artikel 10 der Verordnung berührt nicht die Rechtsvorschriften ,
                nach denen aus Unfällen ( Berufskrankheiten) und Zeiten , die außer­
                halb des Hoheitsgebiets der Bundesrepublik Deutschland eingetreten
                beziehungsweise zurückgelegt sind , Leistungen än Berechtigte außer-
      v         halb der Bundesrepublik Deutschland nicht oder nur unter be­
                stimmten Voraussetzungen gezahlt werden .
       2 . a) Für die Entscheidung , ob Zeiten , die nach den deutschen Rechts-
                vorschriften Ausfallzeiten oder Zurechnungszeiten sind , als solche
                angerechnet werden , stehen die nach den Rechtsvorschriften eines
                anderen Mitglieds taats entrichteten Pflichtbeiträge und der Ein­
             • tritt in die Versicherung . eines anderen Mitgliedstaats den Pflicht-
                beiträgen nach den deutschen Rechtsvorschriften und dem Eintritt
                in die deutsche Rentenversicherung gleich .
                Bei der Ermittlung der Anzahl der Kalendermonate vom Eintritt in
                die Versicherung bis zum Eintritt des Versicherungsfalles bleiben
                auch die in diese Zeit entfallenden gleichgestellten Zeiten nach
                den Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaate6 sowie die
                Zeiten des Bezuges einer Rente nach den Rechtsvorschriften eines
                anderen Mitgliedstaates unberücksichtigt .
                                                                           ./.
                                     *
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     b ) Buchstabe a) findet auf die pauschale Ausfallzeit keine Anwendung .
         Jedoch sind bei der Ermittlung der pauschalein Ausfällzeit Ver-
          sicherungszeiten und gleichgestellte Zeiten in einem anderen Mit-
         gliedstaat bei der Ermittlung der Gesamtzeit zu berücksichtigen
         und von dieser abzuziehen .
    c ) Für die Anrechnung einer Zurechnungszeit nach den deutschen
         Rechtsvorschriften iiber. die knappschaftliche Rentenversicherung ist
         weiterhin Voraussetzung,' daß der letzte , nach den deutschen
         Rechtsvorschriften entrichtete Betrag zur knappschaftlichen Renten­
         versicherung entrichtet worden ist .
    d ) Für die Anrechnung deutscher Ersatzzeiten gelten ausschließlich die
         innerstaatlichen deutschen Rechtsvorschriften .
3 » a ) Trifft eine nach den deutschen Rechtsvorschriften zu gewährende
         Rente wegen Berufsunfähigkeit , Erwerbsunfähigkeit oder ein Alters­
         ruhegeld mit einer Verletztenrente zusammen , die nach den Rechts-
         vorschriften eines anderen Staates für einen Arbeitsunfall oder
         eine Berufskrankheit gewährt wird , so gilt als Jahresarbeitsverdienst
         derjenige , der für einen vergleichbaren Verletzten im Zeitpunkt des
         Unfalls nach den deutschen Rechtsvorschriften festzusetzen wäre ;
         maßgebend sind dabei die Rechtsvorschriften , die an dem Ort gelten ,
         an dem der Berechtigte im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland
         wohnt , oder , falls er außerhalb dieses Gebietes wohnt , die an
         dem Ort gelten , an dem der zuständige Träger der deutschen Renten­
         versicherung seinen Sitz hat . Der Jahresarbeitsverdienst des ver­
         gleichbaren Verletzten ist nach den deutschen Rechtsvorschriften zu
         ermitteln oder neu zu berechnen *
    b ) Die Summe der Unfallrente und des scheinbaren Leistungsbetrages
         ( Artikel 35 Absatz 2 ) ohne Leistungszuschläge , Kinderzuschüsse und
         Steigerungsbeträge der Höherversicherung werden der von den deutschen
         Rechtsvorschriften vorgesehenen Höchstgrenze gegenübergestellt . Der
         über die Höchstgrenze hinausgehende Betrag ist der fiktive Ruhensbetrag .
         Er ist im Verhältnis der Versicherungszeit ( Artikel 35 Absatz 3 )
         zu teilen . Der auf die deutsche Zeit entfallende Ruhensbetrag ist
         von der deutschen Teilrente abzuziehen ,
4 . Für die Prüfung der Frage , ab ein waisenrentenberechtigtes Kind vor­
    handen ist , stehen dem Bezug einer Waisenrente nach den deutschen
    Rechtsvorschriften der Bezug einer der in Artikel 63 der Verordnung
    genannten Leistungen oder einer anderen nach den französischen Rechts-
    vorschriften für ein in Frankreich wohnendes minderjähriges Kind ge­
    währten Familienleistung gleich .
                                                                       ./
 ---pagebreak---                               - 30 -
a) Ergeben sich aus der Durchführung der Verordnung oder weiteren
    Verordnungen über die soziale Sicherheit für einzelne Träger der
    Krankenversicherung aussergewöhnliche Belastungen , so können diese
    ausgeglichen werden . Zu diesem Zweck wird bei der Verbindungsstelle
    für die Krankenversicherung ein Ausgleichsfonds gebildet . Uber
    den Ausgleich entscheidet auf Antrag die Verbindungsstelle für
    die Krankenversicherung im Einvernehmen mit den anderen Spitzen­
    verbänden der Träger der Krankenversicherung . Die zur Durchführung
  ' erforderlichen Mittel werden dem Ausgleichsfonids entnommen .
Die nach Artikel     Absatz 2 zu erstattenden Beträge werden auf die
Träger der deutschen Unfallversicherung umgelegt .
 ---pagebreak---                                                31
C. FRANKREICH                                                                 '
     1 . a) Die Beihilfe für alte Arbeitnehmer wird entsprechend den nach den
                französischen Rechtsvorschriften für französische Arbeitnehmer gel­
                tenden Voraussetzungen allen Arbeitnehmern gewährt » die Staatsan­
                gehörige der übrigen Mitgliedstaaten sind und im Zeitpunkt der
                Antragstellung auf französischem Hoheitsgebiet wohnen .
            b ) Das gleiche gilt für Flüchtlinge und Staatenlose .
            c ) Die Verordnung berührt nicht die französischen Rechtsvorschriften ,
                auf Grund deren im französischen Mutterland oder in den überseeischen
                Departements Frankreichs zurückgelegte Beschäftigungszeiten oder
                gleichgestellte Zeiten für den Erwerb des Anspruchs auf die Beihilfe
                für alte Arbeitnehmer angerechnet werden .
     2 . Die In den besonderen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit im
            Bergbau vorgesehene Sonderzulage und nicht zusammenrechnungsfähige Ent­
            schädigung werden nur den im französischen Bergbau beschäftigten Arbeit­
            nehmern gewährt .-         '
     3 . Das Gesetz Nr . 65-655 .vom 10 . Juli 1965 » nach dem die französischen
            Staatsangehörigen , die im Ausland eine berufliche Tätigkeit ausüben oder
   .        ausgeübt haben, dem System der freiwilligen Altersversicherung beitreten
            können , wird , auf die Angehörigen der übrigen Mitgliedstaaten wie folgt
            angewendet.: .                                            . .. .
            - Die gegenüber dem französischen System zur; freiwilligen "Versicherung
               berechtigende Berufstätigkeit darf weder auf französischem Hoheitsge­
               biet noch in dem Staat ausgeübt werden oder -ausgeübt worden sein ,
               dessen Staatsangehöriger der Arbeitnehmer ist »
        , :•* der Arbeitnehmer muß in seinem Zulassungsantrag auf Anwendung dieses
               Gesetzes nachweisen , daß er mindestens zehn Jahre ununterbrochen oder
          .    mit Unterbrechungen entweder in Frankreich gewohnt hat oder während
               der genannten Dauer nach den französischen Rechtsvorschriften pflicht-
               oder; freiwillig . weiterversichert war,.
D. ITALIEN                                               1          :
    Keine .                       •  •
E. LUXEMBURG .
    In . Abweichung von Artikel ?6 Absatz 2 der Verordnung werden Versicherungs-
     zeiten oder gleichgestellte Zeiten , die vor dem 1 . Januar 19^6 nach den
     luxemburgischen Hechts Vorschriften über die Rentenversicherung für den Fall
    der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit , des Alters «der des Tedes zurückgelegt
    wurden , nur insoweit berücksichtigt , als die Anwartschaften am 1 . Januar 1959
    aufrechterhalten waren oder späterhin nach diesen Rechtsvorschriften oder
    nach den in Kraft befindlichen oder zu schließenden zweiseitigen Abkommen
    wieder aufgelebt sind . Soweit mehrere zweiseitige Abkommen in Betraoht zu        '
    ziehen sind , werden die Versicherungszeiten oder gleichgestellten Zeiten
    von dem am weitesten zurückliegenden Zeitpunkt an berücksichtigt .
                                                                             /.
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NIEDERLANDE
1 . Anwendung der niederländischen Rechtsvorschriften über die
     ( allgemeine ) Altersversicherung         "             .
    a ) Als nach den . niederländischen Rechtsvorschriften über die allge­
         meine Altersversicherung zurückgelegte Versicherungszeiten gelten
         bei der Anwendung von Artikel 35 der Verordnung auch die Zeiten
         vor dem 1 . Januar 1957 » in denen der Berechtigte nach dem 15 » Lebens­
         jahr im Hoheitsgebiet der' Niederlande gewohnt hat oder in denen er
         in den Niederlanden eine entlohnte Tätigkeit im Dienst eines in
         diesem Lande wohnhaften Arbeitgebers ausgeübt hat , während er im
         Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnte »
    b ) Soweit die unter Absatz a ) zu berücksichtigenden Zeiten mit Zeiten
         zusammenfallen , di6 bei der Berechnung der nach den Rechtsvor-
         schriften für Altersversicherung eines anderen Landes zu gewährenden
         Rente berücksichtigt werden , bleiben sie außer Betracht ,
    c ) Für die verheiratete Frau , deren Mann Anspruch auf eine Leistung
         nach den niederländischen Rechtsvorschriften über die ( allgemeine )
         Altersrente hat , werden als Versicherungszeiten auch die Zeiten
         berücksichtigt , die vor dem Tag liegen , an dem sie das 65 . Lebensjahr
         erreicht hat , und in denen sie während ihrer • Ehe im Hoheitsgebiet
         eines Mitgliedstaates oder mehrerer Mitgliedstaaten gewohnt hat ,
         soweit diese Zeiten mit den von ihrem Ehemann nach diesen Rechts-
         vorschriften zurückgelegten und mit den nach Absatz a ) zu berück­
         sichtigenden Versicherungszeiten zusammenfallen ,
 . d ) Soweit . die nach Absatz a ) für die verheiratete Frau zu berück­
         sichtigenden Zeiten mit Zeiten zusammenfallen , . die zur Berechnung
         der Rente berücksichtigt werden , - die ihr nach den Rechtsvorschriften
         über die Altersversicherung eines anderen Landes zu zahlen sind ,
         oder mit Zeiten , in denen sie eine Altersrente auf Grund derartiger
         Rechtsvorschriften erhalten hat , bleiben sie außer Betracht ,
    e ) Für die Frau , die verheiratet gewesen ist und deren Mann den
         niederländischen Rechtsvorschriften über die Altersversicherung
         unterstanden hat oder von der gilt , daß sie Versicherungszeiten .,
         im Sinne von Absatz a ) zurückgelegt hat , finden die Absätze c )
         und d ) entsprechende Anwendung ,
    f ) Zeiten vor dem 1 , Januar 1957 werden bei der Berechnung der
    7 Altersrente nur berücksichtigt , mrenn der Versicherte nach dem
         59 » Lebensjahr sechs Jahre im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates
         oder mehrerer Mitgliedstaaten gewohnt hat ,, und wenn er im Hoheits­
         gebiet eines dieser Mitgliedstaaten wohnt .
                                                                          /
 ---pagebreak---                                             - 33
 2 . Anwendung der niederländischen Rechtsvorschriften über die ( allgemeine )
      Witwen- und Waisenrente                        •• - - -
      a ):. In Anwendung des' Artikels - 35 der Verordnung gelten alis Versiche-
              rungszeiten , die nach den niederländischen Rechtsvorschriften "
              über die ( allgemeine ) Witwen- und Waisenrente zurückgelegt worden ;
              sind , auch Zeiten vor dem. 1 , Oktober 1959 » in denen der Arbeit­
              nehmer nach dem 3 5» Lebensjahr im Hoheitsgebiet der Niederlande ••
              gewohnt oder in denen er in den Niederlanden im Dienst - eines in
              diesem Lande, ansässigen Arbeitgebers gestanden hat , während er im -
              Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnte «
      b ) Soweit die nach Absatz a) zu berücksichtigenden. Zeiten rcit " Versi-
              cherungszeiten zusammenfallen , die auf Grund der Rechtsvorschriften
              eines anderen Landes über die Hinterbliebenenleistungen zurückgelegt
              worden sind , bleiben sie außer Betracht .
 3 » Anwendung der niederländischen Rechtsvorschriften über die Versicherung
      für den Fall der Arbeitsunfähigkeit
      a) Für die Anwendung des Artikels 35 der Verordnung gelten als Ver-
              sicherungszeiten, diö nach den niederländischen Rechtsvorschriften
      ...     über die Versicherung für den Fall der Arbeitsunfähigkeit zurückgelegt
              worden sind , auch die in den Niederlanden vor dem 1 . Juli 196?
              zurückgelegten Beschäftigungszeiten und gleichgestellten Zeiten *..
   ' T?) Die nach Absatz a ) zu berücksichtigenden Zeiten gelten als Versi-
     . cherungszeiten , die auf Gruiid der in Artikel 26 Absatz 1 der Ver-
          ' . Ordnung bezeichneten Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates
              zurückgelegt , worde p sind *  ,.         'rr .*   •?.; w . •
          -     '                   '• Artikel 7 1 /; '                  :'
 Artikel 77 Absatz (1 ) der Verordnung erhalt folgende Faseung : • ■                     '
 "1 ) Die in Artikel 1 Buchstabe (a ) , Artikel 6 Absatz ( 2 ) Buchstabe (c ),
          Artikel 7 Absatz , ( 2 ), Artikel 8 Absatz . ( 3 ), Artikel 26 Absatz ( 2 ),
          Artikel 29 Absatz ( 3 ), Artikel JfO- Absatz ( 2 ) sowie Artikel -.73 be­
          zeichneten Anhänge dieser Verordnung sind Bestandteil der vorlie­
          genden Verordnung."'                  ' /            ■
                                       Artikel 8
 Diese Verordnung tritt am ersten Tag des siebenten Monats nach Ver­
 öffentlichung der in Artikel 79 der Verordnung Nr ...« bezeichneten
 Durchführungsverordnung in Kraft , .                                       .       ■
.Diese Verordnung ist " in allen ihren Teilen verbindlich und gilt ün-                 *   ■'
 mittelbar in jedem Mitgliedstaat .
 ---pagebreak---                                          - 3k .r
                                                        ANHANG II
                          . ... ..." " Begründung . ...   .             .. .   . •
       Wie in Artikel 77 Absatz 1 des Vorschlages einer Verordnung zur An­
wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren
Familien , die innerhalb der Gemeinschaft , zu- und abwandern ( nachstehend
als revidierte Verordnung Nr « 3 bezeichnet ), vorgesehen ist , soll diese
Verordnung die Anhänge zur revidierten Verordnung Nr , 3 , die Bestandteil
derselben sind , feststellen . Die Verordnung entspricht dem Entwurf , den die
Verwaltungskommission vorbehaltlich vor allem der durch die Unterschiede
zwischen dem Entwurf der Verwaltungskommission zur revidierten Ver­
ordnung Nr . 3 urü dem von der Kommission der EWG dem Rat am 11 . Januar 1966
zugeleiteten Vorschlag notwendig gewordenen Änderungen ausgearbeitet hat .
Eine Ubersicht über die Ubereinstimmungen der Anhänge der Verordnung Nr , 3
und der Anhänge , die Gegenstand dieser Verordnung sind , findet sich in
Anhang III .
       Vier Anhänge der Verordnung Nr . 3 wurden gestrichen , und zwar die
Anhänge A , B , C und E :
- Der Anhang A ( Begriffsbestimmung der Hoheitsgebiete und der Staatsan­
    gehörigen , auf welche die Verordnung Anwendung findet ) hat sich als
    überflüssig herausgestellt , da es sich um ein allgemeines Problem hin­
    sichtlich des Geltungsbereichs des Gemeinschaftsrechts bandelt .
- Der Anhang B ( Rechtsvorschriften , auf welche die Verordnung Anwendung
    findet ) wird nach Maßgabe von Artikel 3 der revidierten Verordnung Nr . 3
    durch einseitige Erklärungen in Sinne einfacher Mitteilungen ersetzt ,
   und ewar unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Gerichtshofes
    der Europäischen Gemeinschaften in den Rechtssachen 100/63 ( 1 ) und
    2k/6k ( 2 ), nach der diese Verordnung auf alle Rechtsvorschriften über
    die soziale Sicherheit , die die in Artikel .2 der Verordnung Nr . 3 ge­
   nannten Leistungen zum Gegenstand haben * volle- Anwendung findet , auch
   wenn sie nicht in dem ausschließlich hinweisenden Verzeichnis des         : ■■■' ■
   Anhanges B aufgeführt sind .
- Der Anhang C schränkte die . Grundsätze der Zusammenrechnung der Ver-
    sicherungszeiten und der Ausfuhr der Leistungen bei Arbeitslosigkeit ein .
~ Per Anhang E sah Einschränkungen hinsichtlich der .Ausfuhr bestimmter
   Leistungen bei Alter vor .
( 1 ) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr . 182 vom 12 . November 196 ^;
( 2 ) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr , 219 vom 30 ,. Dezember 196*f .
                                                                          /
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Die Streichung der Anhänge C und E spiegelt die Verbesserung mehrerer
grundlegender Bestimmungen durch d'ie'revidierte Verordnung Nr . 3 wider .- •
        Der Verordnungsvorschläg umfaßt" 6 "Anhänge davon drei neue . Drei
Anhänge bringen wesentliche Bestimmungen , und zwar :
- Anhang II ( alter Anhang D ) über die Bestimmungen aus zweiseitigen Ab­
  kommen , die weiterhin Anwendung finden ; die beibehaltenen Bestimmungen
  wurden gekürzt , und zwar einerseits durch die in der revidierten Ver­
  ordnung Nr . 3 enthaltenen Verbesserungen und andererseits     durch' die'
  Streichung der Bestimmungen , die ausschliesslich Ausführungsbestimmungen
  sindj also nicht in die Grundverordnung gehören , von denen jedoch einige
  unter Umständen in die Durchführungsverordnung ( revidierte Ver­
  ordnung Nr . k ) aufgenommen werden' können .;
- Der neue Anhang IV gibt eine Aufstellung der Ubereinstimmung der von ■
  den . Rechtsvorschriften der einzelnen . Mitgliedstaaten festgelegten ,
  Wesensmerkmale der Invaliditätsstufen , so daß die Gewährung der Renten
  beschleunigt wird .
- Anhang VI ( alter Anhang G ) führt die besonderen Bestimmungen über die
  Anwendung 'der Rechtsvorschriften bestimmter Mitgliedstaaten auf .-.
- Der neue Anhang V ist eine einfache Übersicht und beschränkt sich auf
  die Aufzählung der von den Rechtsvorschriften jedes Mitgliedstaates
  vorgesehenen Mindestrenten .
    1 Von den. beiden übrigen Anhängen gibt, der eine eine ergänzende
Definition , der andere eine Ubersicht :
- Der Anhang ! über die einmaligen Geburtsbeihilfen , die der, in der
  Verordnung bestimmte Begriff " Familienleistungen" ausschließt , ent­
  hält keine wesentlich neuen Bestimmungen .
- Der Anhang III ( alter Anhang F ), ist eine Ubersicht über die Rechts-
  vorschriften , nach denen die Höhe der Invaliditätsrenten nicht von der
  vom Versicherten zurückgelegten; Gesamtversich.erungsdauer abhängt . ..
        Nachfolgend eine eingehendere Analyse der einzelnen Anhänge . '
 ---pagebreak---                                        - 36 -
    Anhang I - . Einmalige Geburtsbeihilfen , die der in Artikel 1 Buchstabe u )
    der revidierten Verordnung Nr . 3 bestimmte Begriff "Familienleistunpien "
    ausschließt .          '
           Der Ausschluß der einmaligen Geburtsbeihilfen , der , aus der Begriffs­
    bestimmung der "Familienleistungen" nach Artikel 1 Buchstabe u) des Ver-
    ordnungsvorschlages resultiert , war nicht Gegenstand eines besonderen
    Anhanges zur Verordnung Nr . 3 * Diese Beihilfen gehörten jedoch nicht zum
    Anwendungsbereich der Verordnung Nr . 3 » der nach Artikel 2 Absatz 1 nicht
    die " Familienleistungen", sondern ausschließlich die " Familienbeihilfen"
    deckte . Frankreich und Luxemburg hatten im übrigen im .Anhang B anmerken
    lassen , daß die Verordnung Nr . 3 nicht auf die französischen Rechtsvorf'
    Schriften über das Mutterschaftsgeld und auf die luxemburgisohen Rechts-
    vorschriften über die Leistungen bei Geburt anwendbar war . Der Ausschluß
    der. in den belgischen Rechtsvorschriften vorgesehenen entsprechenden
    Beihilfen ergab sich hingegen implizite daraus , daß- sie in verschiedenen
    Bestimmungen aus zweiseitigen Abkommen erwähnt waren , die durch Aufnahme
    in den Anhang D der Verordnung Nr . 3 aufrechterhalten wurden . _
           Die Bestimmungen des neuen Anhanges I , von denen zur Zeit nur die
   -obengenannten drei Staaten betroffen werden , ändern demnach nichts an
    der vbrher bestehenden Situation . Die Vertreter dieser Staaten haben unter
    Geltendmachung des in der Hauptsache bevölkerungspolitischen Charakters
    dieser Beihilfen beantragt , daß diese Beihilfen weiterhin ausgeschlossen
■ ■ bleiben . _■         "*• ' –'                   ■;
 ■ Anhang II - Bestimmungen aus Abkommen über soziale Sicherheit , die weiter¬
    hin anzuwenden sind , und Zusatzvereinbarungen , die ausnahmsweise nach
    Inkrafttreten der Verordnung abgeschlossen werden können .
    ( Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c ) , Artikel 7 Absatz 2 und Artikel 8 Absatz 3
    der revidierten Verordnung Nr . 3)
           Die Verordnung zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit
    auf Arbeitnehmer und deren Familien , die innerhalb der Gemeinschaft zu-
    und abwandern , wil 1 das Netz der vielfältigen und verschiedenen zwei­
    seitigen Abkommen über soziale Sicherheit , die in der Vergangenheit
    Im Kraft waren , durch in ein in sich ruhendes System mehrseitiger Koordi­
    nierung ersetzen ( vgl . Artikel 5 der revidierten Verordnung Nr . 3 ) •
    Die Verordnung Nr . 3 war auf diesem Wege bereits weit vorgeschritten ;
 ---pagebreak---                                      37 -
zahlreiche Abkommensbestimmungen waren jedoch durch . Übernahme in den
Anhang D beibehalten worden , und zwar vornehmlich deshalb , weil ver­
schiedene Bestimmungen aus zweiseitigen Abkommen günstiger waren sowie
auf ^Jrußd des Weiterlebens von Verwaltungspartikularismen . Auf diese
Weise blieben für verschiedene Zweige der sozialen Sicherheit wichtige
Gemeinschaftsbestimmungen in den Beziehungen zwischen bestimmten Mit­
gliedstaaten wirkunslos .
        Die allgemeine Revision der Verordnungen Nr . 3 und k bot Gelegen­
heit , diese Anomalien im Bereich des Möglichen zu unterdrücken , und zwar
durch Übernahme der als vorteilhafter erachteten Abkommensbestimmungen in
die Verordnung selbst oder in die Durchführungsverordnung , durch Streichung
solcher Bestimmungen , die eine Einschränkung beinhalten ,, durch Streichung
sämtlicher Abkommensbestimmungen , die sich mit denen des Vorschlages zur
revidierten Verordnung decken , oder schließlich dadurch , daß die Ent­
scheidung hinsichtlich der Abkommensbestimmungen über Verwaltungs - und
Finanzfragen auf die Revision der Durchführungsverordnung verschoben wurde .
      1 Artikel 6 des Vorschlages zur revidierten Verordnung sieht jedoch
auch weiterhin die Möglichkeit vor , daß Bestimmungen aus Abkommen über
soziale Sicherheit , die ausschliesslich zwischen Mitgliedstaaten ge- ■
schlössen wurden , aufrechterhalten werden . Die , im übrigen beschränkte ,
Zahl der. Bestimmungen , deren Beibehaltung vorgeschlagen wird , darf; jedoch
nicht, zu falschen Schlüssen führen (Teil A des Anhanges ), da die meisten
Bestimmungen .zwar von dem in Artikel 5 des Verordnungs Vorschlages defi­
nierten Prinzip abweichen ,: jedoch keine Ausnahmen zu den grundlegenden
Bestimmungen dieses Vorschlages bilden .               .■•.,>            '
a) Einige Bestimmungen aus Abkommen zwischen Deutschland und den übrigen
Mitgliedstaaten beziehen sich auf den Erwerb . von Ansprüchen für Zeiten ,
die vor Inkrafttreten der Verordnung abgeleistet wurden ; ihre Aufnahme
in den Anhang war unter Berücksichtigung der Ubergangsbestimmungen des
Verordnungsvorschlages rechtlich nicht unbedingt notwendig , erschien
jedoch im Hinblick darauf , daß sie bereits im entsprechenden Anhang
zur Verordnung Nr . 3 enthalten waren , sowie zur Vermeidung jeglicher
Unsicherheit zweckmässig .
                                                                  /
 ---pagebreak--- b ) Aus dem gleichen Grund wird vorgeschlagen , gewisse Bestimmungen über
Leistungen bei Mutterschaft , die keine Familienleistungen im Sinne des
Verordnungsvorschlages ( Artikel 1 Buchstabe u) der revidierten Ver­
ordnung Nr . 3 ) sind , in den Anhang aufzunehmen .
c ) Einige Bestimmungen schliesslich stimmen mit dem Verordnungsvorschlag
überein , der in genau definierten Fällen den Abschluß von zweiseitigen
Abkommen gestattet ( Verzicht der Träger auf Erstattung untereinander ,
Einzelheiten über die Erstattung , Eineug der Beiträge ) .
     • Einige Bestimmungen beziehen sich auf die besondere .• Prolilamcs , die
durch die Koordinierung bestimmter Rechtsvorschriften aufgeworfen werden ,
weshalb sie keine allgemeine Gültigkeit erhalten konnten .          ' :
       Der Abschluß von Zusatzabkommen wurde in Artikel 7 des Verordnungs-
vorschlages vorgesehen , bis jetzt hat jedoch noch kein Mitgliedstaat die
Absicht zum Ausdruck gebracht , sich diese Bestimmung zunutze zu machen
( Teil B des Anhanges ).
       Durch Artikel 8 Absatz 3 des Verordnungsvorschlages kommen die
Angehörigen sämtlicher Mitgliedstaaten in den Genuß aller Abkommen , die
weiterhin in Kraft bleiben ; ausgenommen hiervon sind . die im Teil C des
Anhanges II genannten Bestimmungen , die in der Hauptsache dem weiter
oben unter den Buchstaben a) und b ) beschriebenen Typ entsprechen . Die
Ausdehnung der Bestimmungen über die einmaligen Geburtsbeihilfen auf die
Grenzarbeiter aus allen Mitgliedstaaten würde jedoch in den bereits in
Artikel k und in Anhang I der Verordnung Nr . 36/63/EWG vom 2 . April 19&3
vorgesehenen Fällen beibehalten .
       In der folgenden Analyse der Bestimmungen , die weiterhin anwendbar
bleiben und im Teil A des Anhanges II aufgeführt sind , wird auf die
Bestimmungen hingewiesen , deren Rechtsvorteile ausschliesslich den Staatsange­
hörigen der vertragschliessenden Teile vorbehalten sind .
 ---pagebreak---                                        - 39 - , .
 Analyse der Bestimmungen aus Abkommen über soziale Sicherhei t ^ fe^e unbe­
 schadet des Artikels 5 der Verordnung weiterhin gelten        -
 1 . Belgien - Deutschland
 a ) (Geänderte ) Artikel 3 und 4 des Schlußprotokolls zum Allgemeinen Abkommen
     vom 7 » Dezember 1957 *
        In diesen Bestimmungen sind die jeweiligen Verpflichtungen der belgischen ,
und deutschen Träger hinsichtlich der Versicherungszeiten sowie der Arbeits­
unfälle und Berufskrankheiten festgelegt , die während eines bestimmten Zeit­
raumes in den Gebieten ( Eupen , Malmedy , Sankt-Vith , Ueutral-Moresnet ) , die
aus der Staatshoheit eines der "beteiligten Staaten in die Staatshoheit des
anderen Staates übergegangen sind oder zeitweise Vinter der Verwaltung des
anderen Staates waren , zurückgelegt wurden oder eingetreten sind .
        Diese Zusatzvereinbarung umfaßt nicht den gesamten Personenkreis , auf den
die Verordnung anwendbar ist .
        Obwohl die Verordnung dieses Schlußprotokoll nicht beeinträchtigen kann ,
scheint es' zweckmässig ^ diese Bestimmungen zur Vermeidung jeglicher Unsicher­
heit in den Anhang aufzunehmen .                         . '
b) Artikel 11 der ersten Zusatzvereinbarung vom 7 » Dezember 1957 zum Allge­
     meinen Abkommen vom gleichen Tag, soweit dieser Artikel sich auf die
     Geburtsbeihilfen bezieht .
        Die Aufrechterhiltung dieser Bestimmung , durch die den in Deutschland
wohnhaften Grenzgängern die belgischen Geburtsbeihilfen gewährleistet werden ,
ist dadurch gerechtfertigt , daß die genannten Beihilfen im Anhang I aus der in
Artikel 1 Buchstabe u) der Verordnung gegebenen Begriffsbestimmung . der"Familien-
leistungen " ausgeschlossen sind .
c ) Dritte . (geänderte) -Zusatzvereinbarung vom 7 « Dezember 1957 über die Zahlung
von Renten für die Zeit vor d.em Inkrafttreten des Allgemeinen Abkommens vom
7 . Dezember 1957 »                  ■
      • Das Allgemeine Abkommen ist rückwirkend zum 1 . Januar 1J59 in Kraft ge­
treten , also gleichzeitig ihit der Verordnung Nr . 3 .
        Die Verordnung , die keine Ansprüche für Zeiten^vor ihrem Inkrafttreten
begründen kann (Übergangsbestimmungen » Jrtikel 53 Absatz 1 der Verordnung Nr . 3 ;
und Artikel 7 6 Absatz 1 der revidierten Verordnung), beeinträchtigt nicht dieses
Abkommen ; zur Vermeidung jeglicher Unsicherheit scheint es trotzdem zweckmässig ,,
es in den Anhang aufzunehmen .                                                      ,
        Die Vergünstigung aus dieser Zusatzvereinbarung ist nicht auf alle
Personen , auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .              ./.
 ---pagebreak---                                          « *Ti y w
d ) Artikel 15 des Sonderabkommens vom 7 » Dezember 1957 über die Arbeitslosen-
V6rsich6run2 •              »
        Dieser Artikel beinhaltet den Verzicht,. auf .jeglichen finanziellen Ausgleich
zwischen den vertragschliessenden Teilen ; er entspricht Artikel 58 Absatz 3 der
revidierten Verordnung Nr . 3 » der die Möglichkeit eines solchen Verzichtes vorsieht .
2 . B elgien - Frankreich
a) Artikel 13 » 16 und 23 der Zusatzvereinbarung vom 17 « Januar 19^8 zu dem
Allgemeinen Abkommen vom 17 » Januar 19^8 ( Arbeiter in Bergwerken und gleichge­
stellten Unternehmen) .
        i)      Artikel 13 a will für die Renten oder Entschädigungen bei Invali­
dität eine einheitliche Regelung hinsichtlich ihres Beginns schaffen , indem er
hierfür den Zeitpunkt bestimmt , zu dem der Anspruch auf- Barleistungen aus der
Krankenversicherung nach den Rechtsvorschriften des Landes erlischt , in dem der
Betreffende bei Eintritt des Unfalls oder der Krankheit , die die Invalidität ver­
ursacht haben , gearbeitet hat . Die allgemeine Anwendung dieser Bestimmung in den
Beziehungen zwischen sämtlichen Mitgliedstaaten ist auf Schwierigkeiten gestoßen ,
da nach einigen Rechtsvorschriften die Möglichkeit besteht , daß der Betreffende
nicht mehr krankenversicherungspflichtig ist , jedoch weiterhin Anspruch auf
eine Invaliditätsrente erheben, kann .
        ii ) Artikel 16 bestimmt , daß die Invaliditätsrente . eines Arbeiters , der
bei Eintritt des Unfalles oder der Krankheit , die die Invalidität verursacht
haben , in einem anderen Land als dem des schuldenden Trägers beschäftigt war ,
auf der Grundlage des Lohnes der Arbeiter der gleichen Berufsgruppe in dem
Land , das zu dem obengenannten Zeitpunkt zuständig war , zu berechnen ist .
In Artikel 36 Absatz 1 Buchstabe a ) und c) der revidierten Verordnung Nr . 3 ist
hingegen vorgesehen , daß die Rente auf der Grundlage des Durchschnitts der
Arbeitsentgelte , Päuschallöhne oder Pauschalbeträge zu berechnen ist , die den
in dem betreffenden Land zurückgelegten Versicherungszeiten entsprechen . ■
        Zwischen diesen Bestimmungen scheint kein wesentlicher Unterschied zu
bestehen , da die Bergarbeiterrenten im allgemeinen nicht auf der Grundlage
der tatsächlichen Arbeitsentgelte eines jeden Arbeiters berechnet werden ,
sondern auf der Grundlage eines Pauschallohnes ; es könnten sich jedoch Grenz­
fälle ergeben , in denen die erstgenannte Methode für den Betroffenen vorteil­
hafter wäre .                                       \  '
        iii )    Artikel 23   beatinot ,         daß die Gewährung des Wohnung«- und
Kohledeputats oder der entsprechenden Vergütungen an die Rentner in einer
Verwaltungsvereinbarung geregelt wird . Diese Vereinbarung , die am 22 . März 195.1
geschlossen wurde , muß in den Anhang der Durchführungsverordnung übernommen
werden .                                                                         /
 ---pagebreak---                                     -, *f1 -
        Diese Leistungen werden den Rentnern von den Trägern der sozialen
 Sicherheit der Bergarbeitersysteme der beiden Länder gewährt . Die französische
 Caisse autonome nationale für die soziale . Sicherheit in , den Bergwerken be­
 schränkt sich jedoch auf den Ausgleich zwischen den Bergwerksunternehmen , ^
 die die Leistungen nach dem Bergarbeiterstatut schulden ; in Belgien hingegen
 ist das Kohlodeputat      in den Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit
 vorgesehen . Die Aufrechterhaltung dieser Sachleistungen an die Rentner ist
 dadurch gerechtfertigt , daß die Entlohnung der Bergarbe;- ' .      a'eil in.
 Bar- und zum Teil in Sachleistungen , und zwar in Form des Wohnungs- und
 Kohledeputats t . erfolgt , während die Renten nur auf der Grundlage des Bar-
 lohnes berechnet werden .                                             .
 b ) Briefwechsel vom 27 . Februar 1953 ( Anwendung des Artikels    Absatz 2 des
 Allgemeinen Abkommens )
        Dieser Briefwechsel über die Koordinierung der . Altersversicherung mit
 den Pensionssystemen der Beamten bezieht sich insbesondere auf den Fall der
 in den 'diplomatischen oder konsularischen Dienststellen beschäftigten Ar­
 beitnehmer , die für die Rechtsvorschriften des Beschäftigungslandes optiert
 haben und später von dein vertretenen Land beamtet wurden ; ia solchen Fällen
 werden- die Rechtsvorschriften des Beschäftigungslandes angewandt , die die
 Erstattung der Beiträge zur Altersversicherung vorsehen .                  >
        Obwohl die Verordnung nicht auf die Pensionssysteme der Beamten
 anwendbar ist , schien es zur Vermeidung jeglicher Unsicherheit zweckmässig ,
 diese Übereinkunft in den'Anhang aufzunehmen ."
 c) Protokoll vom 28 . September 1957 über die Geburtsbeihilfen nach den
 französischen Rechtsvorschriften .
        Durch dieses Protokoll werden die im Grenzgebiet geborenen Kinder
 belgischer Staatsangehörigkeit den Kindern französischer Staatsangehörigkeit
 hinsichtlich der Gewährung der Geburtsbeihilfen gleichgestellt ; hinsichtlich
 der Gewährung der Geburtsbeihilfen kennen die belgischen Rechtsvorschriften
 bekanntlich keine unterschiedliche Behandlung auf . Grundder Staatsangehörigkeit .
■Dieses Protokoll ist im Anhang erwähnt , wodurch jegliche Zweideutigkeit hin­
 sichtlich der weiteren Gültigkeit ; ausgeschaltet ist ; die Ubereinkunft bleibt
 in Kraft , weil die in Frankreich und Belgien gezahlten einmaligen Geburtsbei-
 hilfen im Anhang I aus der in Artikel 1 Buchstabe u) der Verordnung gegebenen
 Definition der "Familienleistungen" ausgeschlossen sind .
 Die Vergünstigung aus diesem Protokoll ist nicht auf alle Personen , auf die
 die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
 ---pagebreak---                                          - k2 -
 3 . Belgien - Italien
 Artikel 5 des Abkommens vom 30 . April 19^8 , soweit er sich auf Nichtmitglied-
 staaten bezieht .
        Diese Bestimmung , durch die die Einschränkungen für die Ausfuhr der
 Leistungen bei Arbeitsunfall oder bei Berufskrankheit sowie der Altersrenten
 aufgehoben werden , ist vorteilhafter als Artikel 8 Absatz 1 der revidierten
 Verordnung Nr . 3i der nur die Gleichheit der Behandlung sicherstellt und die
 Zahlung der Leistungen in nicht zur Gemeinschaft gehörende Länder .nur insoweit
 gestattet , als die innerstaatlichen Rechtsvorschriften dies für die Inländer
 zulassen .
        Die Vergünstigung aus der vorgenannten Bestimmung ist nicht auf alle
 Personen , auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
 k m Belgien - Luxemburg
 a ) Artikel 1 , 3 »   5 » 6 , 7 » 8 und 11 des Abkommens vom 16 . November 1959 über
 die soziale Sicherheit der Grenzgänger , in der Fassung vom 12 . Februar 196*+.
        i ) In Artikel 1 ist ein Grenzgebiet auf belgischer Seite festgelegt
 ( Provinz Luxemburg und Kanton St . Vith) ; die Bedingung , daß der Betreffende
 in diesem Gebiet beschäftigt und wohnhaft ist , gilt jedoch nur für die nach­
 folgend unter ii ) aufgeführten Bestimmungen .
        ii ) Die Artikel 3 bis 8 enthalten besondere Bestimmungen über die Ge­
 währung der Sachleistungen aus der Kranken- und Mutterschaftsversicherung und
 aus der Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie darüber ,
 zu wessen Lasten die Leistungen gehen :
 - Die Familienangehörigen der Grenzgänger können die Leistungen sowohl in dem
 Beschäftigungsland als auch in dem Land des Wohnsitzes erhalten , während
 Artikel 18 Absatz 3 der revidierten Verordnung Nr . 3 gewisse Einschränkungen
 für die Gewährung der Leistungen in dem Beschäftigungsland vorsieht ;
 - Die ehemaligen Grenzgänger , die eine Rente beziehen , und ihre Hinterbliebenen ,
•die eine Hinterbliebenenrente beziehen , können unter bestimmten Voraussetzungen
 beantragen , daß die Sachleistungen weiterhin von dem Träger gewährt werden ,
 bei dem der Arbeiter bei Erwerb des Rentenanspruches versichert war ; bezieht
 der Betreffende eine Teilrente nach den Rechtsvorschriften beider Länder , so
 gehen die Sachleistungen aus der Kranken- und Mutterachaftsversicherung je zur
Hälfte zu Lasten des Trägers des Wohnlandes und des Trägers , bei dem er bei
 Erwerb des Rentenanspruches versichert war ;                                 /
 ---pagebreak---                                          - 43 *••• -
                                              H
- Die Auslagen werden dem Betreffenden auf der Grundlage des vom Trager des
Beschäftigungslandes angewandten Bezugstarifes erstattet ;
        iii) Artikel 11 sichert den Grenzgängern die itt den Rechtsvorschriften
des Wohnlande3 vorgesehenen Leistungen bei Geburt au , ünd zwar zu Lasten
dieses Landes . Siehe ebenfalls die nachstehenden Ausführungen unter b ) .'
b ) Abkommen vom 10 . September 1963 über die Geburtsbeihilfen .
        In diesem Abkommen ist die Gleichstellung der Staatsangehörigen der
beiden vertragschließenden Teile für den Erwerb des Anspruchs uf •!_<* Geburts-
beihilfen und die Zahlung nach den Rechtsvorschriften des Wohnlandes vorge­
sehen . Durch die Erwähnung dieses Abkommens im Anhang kann jeder Zweifel
über seine weitere Gültigkeit vermieden werden ; das Abkommen bleibt weiterhin
in Kraft , weil die in Belgien und Luxemburg gezahlten einmaligen Geburtsbei-
hilfen im Anhang I aus Üer im Artikfel 1 Buchstabe u) der Verordnung gegebenen
Definition des Begriffs "Familienleisttingen" ausgeschlossen sind .
        Die . Vergünstigung aus diesem Abkommen ist nicht auf alle Personen , .auf v
die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
5 « Belgien - Niederlande ...                                    .•
Artikel 1*f des Abkommens vom 29 « August 19^7 » soweit er die Geburtsbeihilfen
betrifft . ' •          '• • ' / • •        ;     '• * *     1
      . Dieser Artikel be&eitigt die Einschränkungen hinsichtlich des Hoheits­
gebietes bei der . Gewährung der Gebüttsbeihilfen . Durch die Erwähnung dieser '
Bestimmung im Anhang kann jeder Zweifel über ihre' weitete Gültigkeit vermieden
werden ; die Bestimmung bleibt weiterhin in. ICraft , Weil die in Belgien gezahlten
einmaligen Geburtsbeihilfen im Anhang I aus der in Artikel 1 Buchstabe u) der
Verordnung gegebenen Definition des Begriffs "Familienleistungen" ausgeschlossen
sind . In den niederländischen Rechtsvorschriften sind solche Beihilfen nicht
vorgesehen .                                                                         ,
        Die Vergünstigung aus der vorgenannten Bestimmung ist niöht auf alle
Personen , -auf die die - Verordnung Anwendung findet , ausgedehnte ' /
6 . Deutschland - Frankreich         - •
a) Artikel« 11 des Allgemeinen Abkommens vom 10 . Juli 1930 in der Fassung der
zweiten Zusatzvereinbarung vom 18 . Juni 1955 » soweit er die in Anwendung von
Abkommensbestimmungen , die vor Inkrafttreten dieser Verordnung galten , nach
den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates festgesetzten Invaliditätsrenten
betrifft .
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                                          >
       Dieser Artikel über die Umwandlung der Invaliditäts- in Altersrenten
bestimmt , daß die deutsche Invaliditätsrente vom vollendeten 60 . Lebensjahr
an als Altersrente gilt . Die Aufrechterhaltung dieses Artikels gestattet die
Berechnung der Invaliditätsrenten vom 60 . Lebensjahr an , die vor Inkraft­
treten dieser Verordnung gemäß den Bestimmungen in Titel III Kapitel 3
der Verordnung in Übereinstimmung mit dem in diesem Anhang nicht auf geführten
Kapitel 3 des Abkommens ausschliesslich nach den deutschen Rechtsvorschriften
festgestellt wurden .
b ) Artikel 9 de1* ersten Zusatzvereinbarung vom 10 . Juli 1950 zum Allgemeinen
Abkommen vom gleichen Tage (Arbeitnehmer der Bergwerke und gleichgestellten
Unternehmen ) .
       Dieser Artikel stimmt mit der unter Punkt 2 a) i ) besprochenen Bestimmung
überein und hat zum Ziel , den Rentenbeginn bei Invalidität zu vereinheitlichen .
u ) Vierte Zusatzvereinbarung vom 10 . Juli 1950 zum Allgemeinen Abkommen vom
gleichen Tag in der Passung der zweiten Ergänzungsvereinbarung vom 18 . Juni 1955 »
       Diese Vereinbarung bestimmt den Staat , dessen Träger die Versicherungs-
zeiten übernehmen müssen , die zwischen dem 1 . Juli 1940 und dem 30 . Juni 1950
von bestimmten Personengruppen 2nrücJkigelegt wurden , so von den zu freien Arbeit­
nehmern gewordenen ehemaligen Kriegsgefangenen , den französischen Arbeitern ,
die der Dienstverpflichtung unterlagen und in Deutschland beschäftigt waren , sowie
den zivilen deutsch -n Arbeitern , die zwischen dem 8 . Mai 1945 und dem
30 . Juni 1950 in Frankreich beschäftigt waren und Frankreich vor dem 1 . Januar 1951
verlassen haben .
       Die Aufnahme dieser Bestimmungen in den Anhang erfolgt aus den weiter
oben unter 1 a) angegebenen Gründen .
       Die Vergünstigung aus der vorgenannten Zusatzvereinbarung ist nicht
auf alle Personen , rtx'f die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
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d ) Teile I und III der zweiten Ergänzungsvereinbarung vom l8 . Juni 1955 »
      Diese Bestimmungen beziehen sich auf die Anwendung der Entscheidung des
Volkerbundsrats vom 21 , Juni 1921 ( Schiedsspruch von Basel ) auf bestimmte Ver-
sicherungszeiten ,. die in den Departements Haut-Rhin , Bas-Rhin und Moselle
zurückgelegt wurden . Die Aufnahme dieser Bestimmungen in den Anhang erfolgte
aus den weiter oben unter 1 c ) angegebenen Gründen .              '
      Die Vergünstigung aus diesen Bestimmungen ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt ,
e ) Punkte 6 , 7 und 8 des Allgemeinen Protokolls vom 10 . Juli 1950 zum Allgemeinen
Abkommen vom gleichen Tag .
      Diese Bestimmungen beziehen sich auf die Durchführung der weiter oben »
unter c ) erwähnten Vierten Zusatzvereinbarung ,
      Die Aufnahme dieser Bestimmungen in den Anhang erfolgte aus den weiter
oben unter 1 c ) angegebenen Gründen.
      Die Vergünstigung aus diesen Bestimmungen ist nicht auf alle Personen ,
auf die -die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .       .
f ) Teile II , III und IV der Vereinbarung yom 20 . Dezember . 19&3 über soziale
Sicherheit im Saarland ,
      i ) Teil II bestimmt , daß Teil I der unter d ) genannten Zweiten Ergänzungs-
vereinbarung nicht auf die Risiken anwendbar ist , für die bereits vor dem
1 , Dezember 1965 » also vor Inkrafttreten der Vereinbarung , Leistungen fest­
gesetzt wurden . Die Invaliditäts- und Altersrenten , die entweder durch Zusammen-
rechnung der Versicheruttgszeiten oder durch 'getrennte Anwendung der französi­
schen oder saarländischen Rechtsvorschriften .erworben und. bis . zum 1 . Dezember
1965 festgestellt wurden , können demnach nicht mehr in Frage gestellt werden ,
      ii ) Der Teil III nimmt die französischen Arbeiter , die der Dienstver-
pflichtung unterlagen , und die zu freien Arbeitnehmern gewordenen ehemaligen
französischen Kriegsgefangenen , die zwischen dem 1 . Juli 19^0 und dem 8 , Mai 19^5
im Saarland beschäftigt waren , von de'n Bestimmungen der unter c ) erwähnten
Vierten Zusatzvereinbarung aus .
      iii ) Nach Abschnitt IV können die vor dem Inkrafttreten der Vereinbarung '
festgestellten Renten der aus dieser Vereinbarung Berechtigten nipht in_ Frage -
gestellt werden .                         »     v                     . . • ■
      Die Vergünstigung aus den unter , i ), ii ) .und Iii ) genannten Bestimmungen ist
nicht auf alle Personen , auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
7 . Deutschland - Italien
a ) Artikel 23 Absatz 2 , Artikel 26 und 36 Absatz 3 des Abkommens vom
5 . Mai 1953 .
           *                                                                    /
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      i ) Artikel 23 Absatz 2 bezieht sich auf den Beitragseinzug , der in
Artikel 7^ der revidierten Verordnung Nr . 3 geregelt , ist . Dio Aufrechterhaltung
des Artikels 23 Absatz 2 ist dadurch gerechtfertigt , daß der vorgenannte Artikel
die Möglichkeit vorsieht , daß die .Kitgliedstaaten Vereinbarungen über seine
Durchführung abschließen .
      ii ) Der Artikel 26 ermächtigt die diplomatischen und konsularischen
Dienststellen , die Versicherten und ihre leistungsberechtigten Angehörigen ohne
besonderes Mandat bei den Trägern der sozialen Sicherheit , den Sozialbehörden
und der Sozialgerichtsbarkeit des Staates , in dem sie akkreditiert sind , zu
vertreten . Die Aufrechterhaltung dieser Sonderbestimmung ist in den Beziehungen
der beiden Länder zueinander durch die Zahl der italienischen Arbeiter in
Deutschland gerechtfertigt .
      Die Vergünstigung aus dieser Bestimmung ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
      iii ) Artikel 36 bestimmt , daß Leistungen für die Zeiten vor Inkrafttreten
des Abkommens nur insoweit gewährt werden können , als dies in einer Zusatzver-
einbarung vorgesehen ist . Siehe hierzu den nachfolgenden Punkt b ).
b ) Zusatzvereinbarung vom 12 . Mai 1953 zum Abkommen vom 5 » Mai 1953 über
die Zahlung von Renten für die Zeit vor dem Inkrafttreten des Abkommens .
      Die Aufrechterhaltung dieser Vereinbarung ist durch die weiter oben unter
1 c ) aufgeführten Gründe gerechtfertigt .
      Die Vergünstigung aus dieser Zusatzvereinbarung ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
8 . Deutschland - Luxemburg
Artikel 4 , 5 » 6 und 7 des Vertrages vom 11 . Juli 1959 über die Beilegung
deutsch- luxemburgischer Streitsachen .
      In diesen Artikeln wird der Staat bestimmt , dessen Träger die zwischen
dem 30 . September 19^0 und dem 1 . Juni 19^6 zurückgelegten Versicherungszeiten
übernehmen müssen .
      Die Aufnahme dieser Bestimmungen      in den Anhang ist durch die weiter oben
unter 1 a ) aufgeführten Gründe gerechtfertigt .
      Die Vergünstigung aus diesen Bestimmungen ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
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9 * Deutschland - Niederlande             *'
a) Artikel 2 und 3 der Vierten Zusatzvereinbarung vom 21 » Dezember 195^ zum .
Abkommen vom 29 » März 1951       über       die Regelung der Ansprüche , die nieder­
ländische Arbeitskräfte zwischen dem . 13 . Mai 19^0 und dem 1 . September 19^5
in der deutschen Sozialversicherung erworben haben .
       Nach Maßgabe dieser Bestimmungen gelten die von niederländischen
Staatsangehörigen zwischen dem 13 . Mai 19^0 und dem 1 . September 19^5 in
der deutschen Rentenversicherung abgeleisteten Versicherungszeiten als in
der niederländischen Invaliditäts - , Alters- und Hinterbliebenenversicherung
abgeleistet | wenn der Betreffende vor dem 1 . September 19^5 aufgehört hat
zu arbeiten und spätestens am 31 . Dezember 19^5 in die Niederlande zurückge­
kehrt ist .                                                 ...
       Die Aufnahme dieser Bestimmungen in den Anhang ist durch die weiter oben
unter 1 a) aufgeführten Gründe gerechtfertigt .
       Die Vergünstigung aus diesen Bestimmungen ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
b ) Artikel 9 des Abkommens vom 19 « Oktober 195 ^ über Arbeitslosenversicherung .
       In diesem Artikel wird auf jeden finanziellen Ausgleich zwischen den beiden
vertragschliessenden Parteien verzichtet ; der Artikel stimmt mit Artikel 58
Absatz 3 der Verordnung überein , der einen solchen Verzicht ermöglicht .
10 . Frankreich - Italien
a ) Artikel 2^ des Allgemeinen Abkommens' vom- 31 « März 19^8 .
       Dieser Artikel ist mit dem unter Punkt 7 &)' Iii) erwähnten Artikel 36
identisch .                                      - •••• •: ' -
       Die Vergünstigung aus diesem Artikel ist nicht auf alle Personen ,
auf die die Verordnung Anwendung findet , ausgedehnt .
b) Briefwechsel vom 3 . März 1956 über die Leistungen bei Krankheit für Saison­
arbeiter in landwirtschaftlichen Berufen .
       Das Ergebnis dieses Briefwechsels besteht in einer Verringerung der Dauer
der für den Erwerb des Leisiungsanspruches erforderlichen Beschäftigungszeit
in Frankreich , wenn der Saisonarbeiter nicht die von den französischen Rechts-
vorschriften geforderten Voraussetzungen durch Zusanmenrechnung der in Italien
und in Frankreioh zurückgelegten Versicherungezeiten erfüllt «
11 . Frankreich    Luxemburg    *
Artikel 11 , 1*t und 21 der Zusatzvereinbarung vom 12 . November 19^9 zum Allgemeinen
Abkommen' vom gleichen Tag ( Arbeitnehmer der Bergwerke und gleichgestellten
Unternehmen ) .
       i ) Der Artikel 11 ist mit dem unter Punkt 2 a) i ) erwähnten Artikel 13
identisch .                                                                    ,
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       ii ) Der Artikel 1H ist mit dem J unter Punkt 2 a) ii) erwähnten Ar­
tikel 16 identisch .
       iii ) Der Artikel 21 mit dem unter Punkt 2 a) ..iii ), erwähnten Artikel 23
identisch .            .
12 . Frankreich - Niederlande
Artikel 11 und 18 der Zusatzvereinbarung vom 1 . Juni 195 ^ zum Allgemeinen
Abkommen vom 7 » Januar 1950 ( Arbeitnehmer der Bergwerke und gleichgestellten
Unternehmen) .
       i ) Der Artikel 11 ist mit dem unter 2 a ) i ) erwähnten Artikel 13
identisch .
       ii ) Der Artikel 18 ist mit dem unter 2 a ) iii ) erwähnten Artikel 23
identisch .
13 » Italien - Luxemburg
Artikel 18 Absatz 2 des Allgemeinen Abkommens vom 25 . Mai 1951 *
       Diese Bestimmung beseitigt jede Einschränkung bei der Zahlung der Teil-
renten zu Lasten der Versicherungsträger ( ausschliesslich der Rententeile zu
Lasten eines der beiden Staaten oder der Gemeinden ) für die Fälle , in denen
der Berechtigte außerhalb des Hoheitsgebietes der vertragschliessenden Teile
wohnhaft ist , also auch für die Fälle , in denen er im Hoheitsgebiet eines
zur Gemeinschaft dritten Staates wohnt .
       Die Aufnahme dieser Bestimmung in den Anhang ist djirch die unter
Punkt 3 genannten Gründe gerechtfertigt ; obwohl die Rechtsvorschriften der
beiden Staaten derzeit keine Einschränkungen für die Ausfuhr der betreffenden
Leistungen mehr vorsehen , behält diese Bestimmung einen prinzipiellen Wert .
14 . Italien - Niederlande
Artikel 6 Absatz 1 und Artikel 9 des Allgemeinen Abkommens vom 28 . Oktober 1952<
       Diese Bestimmungen präzisieren in- zweckmässiger Weise , daß der Anspruch
auf Krankheits- und Mutterschaftsleistungen nach den Rechtsvorschriften des
vertragschliessenden Teils , denen der Arbeiter zuletzt unterworfen war ,
während der von der Versicherung dieses Teils gedeckten Zeitspanne aufrecht­
erhalten wird; die Bestimmungen finden nur in dem. Fall Anwendung, in ijlem der
Arbeiter nach den Rechtsvorschriften , die für ihn gelten , . noch keine
Ansprüche , auch nicht durch Zusannenrechnjing** erworben hat#
 ---pagebreak---                                        r. 49
  """"• Dieser Lösung , die in Artikel '-47- ■ Absatz J- der Verordnung Nr . 3 aus­
drücklich erwähnt war und - die in der revidierten Verordnung - Nr . 3 nicht
gestrichen wurde , führt nicht zu einer Kumulierung von Leistungen und er
öffnet dem Arbeiter auch nicht die Möglichkeit f zwischen den nach den
Rechtsvorschriften der beiden Mitgliedstaaten geschuldeten Leistungen zu
wählen .
 ---pagebreak---                                      - 50 _
Anhang III - Rechtsvorschriften , nach denen die Höhe der Leistungen bei
Erwerbsunfähigkeit nicht von der Gesamtversicherungsdauer abhängt
( Artikel 26 Absatz 2 der revidierten Verordnung Nr . 3)
        Es sei daran erinnert , daß , wenn der Rentenberechtigte ausschliesslich
solchen Rechtsvorschriften unterworfen war , nach denen die Höhe der
Invaliditätsrenten nicht von der Gesamtversicherungsdauer abhängt ( Rechtsvor-
schriften des Typs A nach der Verordnung Nr . 3 ), diese Leistungen prinzipiell
von dem Träger gewährt werden , bei dem der Betreffende zuletzt versichert
war » Galten für den Betreffenden hingegen Rechtsvorschriften , nach denen die
Höhe der Invaliditätsrenten von der Gesamtversicherungsdauer abhängt
( Rechtsvorschriften des Typs B nach der Verordnung ^r . 3) » oder Rechts-
vorschriften beider Typen , so werden die Leistungen ebenso wie die Alters-
und Hinterbliebenenrenten " pro -rata temporis " festgesetzt .
        Bei den nicht im Anhang III erwähnten Rechtsvorschriften handelt es
sich um Rechtsvorschriften des Typs B nach der Verordnung Nr . 3 .
        Man wird feststellen , daß im Gegensatz zum Anhang F der Verordnung
Nr . 3 , nach dem die Rechtsvorschriften über das belgische Sondersystem für
Bergleute und ihnen gleichgestellte Arbeitnehmer als Rechtsvorschriften des
Typs B anzusehen sind , diese im Anhang III als Rechtsvorschriften des
Typs A definiert sind . Diese Rechtsvorschriften legen zwar mehr oder weniger
lange Wartezeiten für die Versicherten fest ( nach dem Alter und danach , ob
der Betreffende unter         oder über Tage gearbeitet hat ) , sie setzen
jedoch die Höhe der Leistungen nicht in Abhängigkeit von der Gesamtdauer
der von dem Betreffenden zurückgelegten Versicherungszeiten .
 ---pagebreak---                                         - 51 -
Anhang IV - Wechselseitige Übereinstimmung der Erwerbsminderungsst.ufen
( Artikel 29 Absatz 3 der revidierten Verordnung Nr . 3 )*            ,
      Artikel 29 Absatz 3 der revidierten Verordnung Nr . 3 bestimmt , daß
die vom Träger eines Mitgliedstaates im Hinblick auf die Gewährung einer
Teilrente bei Invalidität getroffenen Entscheidungen für die Träger der
übrigen Mitgliedstaaten , die ebenfalls über eine Teilrente zu entscheiden
haben , verbindlich sind , vorausgesetzt , daß die in den Rechtsvorschriften
dieser Staaten festgelegten Wesensmerkmale der Invalidität im Anhang IV als
übereinstimmend anerkannt sind .
      Diese Bestimmung , die die Feststellung der Invaliditätsrenten be­
schleunigen und Unterschiede in der Bewertung der objektiven Verhältnisse der
Antragsteller vermeiden soll , kann sich nur insoweit auswirken , als die von
dem Träger , der die Entscheidung getroffen hat , angewandten Rechtsvorschriften
Wesensmerkmale der Invalidität definieren , die den in den Rechtsvorschriften
der übrigen Mitgliedstaaten , denen der Arbeiter unterworfen war , festgelegten
Wesensmerkmalen gleichwertig oder , a fortiori , restriktiver als diese sind .
      Für die wichtigsten Systeme der sozialen Sicherheit eines jeden Mit-
gliedstaates ist demnach zu präzisieren , ob die von dem Träger eines anderen
Mitgliedstaates getroffene Entscheidung verbindlich ist und wie weit sie
in den Fällen verbindlich ist , in denen die Systeme des ersten Staates mehrere
Erwerbsminderühgsstufen kennen . •          -           ••  '           ::
      Die Anerkennung einer von dem Träger eines anderen Mitgliedstaates
getroffenen Entscheidung darf den Träger , für den die Entscheidung verbindlich
ist , nicht hindern , eine höhere Erwerbsrainderungsstufe anzuerkennen . So wäre
die von einem belgischen Träger getroffene Entscheidung , da die belgischen
Rechtsvorschriften im Gegensatz zu den französischen Rechtsvorschriften nur
eine Erwerbsminderungsstufe , und zwar eine Verringerung der Erwerbsfähigkeit
um 2/3' vorsehen , unmittelbar für einen französischen Träger verbindlich , der
sich zwar nicht weigern könnte , die Erwerbsminderung von 2/3 anzuerkennen ,
jedoch auf vollständige Erwerbsunfähigkeit erkennen könnte .
                                                                             .  <   »
      Dies , ist Gegenstand der .Tabellen im, Anhang .IV?, die im Hinblick auf die<
beiden folgenden Anliegen erstellt wurden.:                    ...■/■
- Die Anerkennung einer allgemeinen Erwerbsunfähigkeit ,
                                                                               /
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das heißt , die nach der Verringerung der allgemeinen Erwerbs fähigkeit
definiert ist , durch den Träger eines Mitgliedstaates muß bei gleicher
Erwerbsminderungsstufe die Anerkennung der allgemeinen Erwerbsunfähigkeit
oder , hilfsweise , der nach der Verringerung der Fähigkeiten zur Ausübung eines
bestimmten Berufes festgestellten Berufsunfähigkeit durch die Träger der
übrigen betroffenen Mitgliedstaaten nach sich ziehen . Die Anerkennung einer
nach der Minderung der Fähigkeit zur Ausübung eines bestimmten Berufes fest­
gesetzten Berufsunfähigkeit durch den Träger eines Mitgliedstaates kann bei
gleicher Erwerbsminderungsstufe nur zur Anerkennung der nach der Unfähigkeit
zur Ausübung desselben Berufes bestimmten Invalidität führen . Diese Grund­
sätze sind insbesondere in den Beziehungen zwischen einem allgemeinen und
einem Sondersystem sowie zwischen den allgemeinen Systemen und den Sonder-
systemen anzuwenden . Auf Grund der oft stark ausgeprägten Eigenarten der
Sondersysteme konnten nicht alle aus diesen Grundsätzen resultierenden Fälle
der Übereinstimmung erfaßt werden .
- Die Anerkennung einer bestimmten Erwerbsminderungsstufe durch den Träger
    eines Mitgliedstaates muß zur Anerkennung der gleichwertigen Erwerbs-
   minderungsstufe oder , hilfsweise , der nächstniederen Stufe durch die
   Träger der übrigen betroffenen Mitgliedstaaten führen , wenn die jeweiligen
   Systeme sich auf die gleiche Konzeption der Erwerbsminderung gründen .
       Es ist offensichtlich , daß die Harmonisierung der Definitionen der
Erwerbsunfähigkeit durch die Anerkennung wenigstens zweier Erwerbsminderunge-
stufen , und zwar einer Teilinvalidität bei 50 # und einer Vollinvalidität ,
die Feststellung der Übereinstimmungen sehr erleichtern würde . Die Kommission
der EWG hat 1966 einen Empfehlungsentwurf über eine Gemeinschaftsdefinition
der einen Leistungsanspruch begründenden Erwerbsminderungsstufe an den
Wirtechafts- und Sozialausschuß geleitet , der am 27 « September 1966 ( l )
seine Stellungnahme abgegeben hat , ebenso an das Europäische Parlament , das
am 25 . Januar 1968 dazu Stellung genommen hat ( 2 ).
( 1 ) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr . 208 vom 15 » November 1966 .
( 2 ) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr . C 10 vom 1^. Februar 1968 .
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     Beim gegenwärtigen Stand , schien e.s„ nicht möglich , in den Beziehungen
Deutsahlands und der Niederlande., zu jieixJibrigen . Mitgliedstaaten Uberein- ■
Stimmungen festzustellen ; offensichtlich ist Deutschland auf Grund der
zwischen den Rechtsvorschriften bestehenden Divergenzen nämlich nicht bereit ,
das auf die Ubereinstimmung gegründete Verfahren anzunehmen . Was die Nieder­
lande anbelangt , ist diese Lücke dadurch zu erklären , daß die neuen nieder­
ländischen Rechtsvorschriften übe * die Arbeitsunfähigkeit sieben Erwerbs-
minderungsstufep. vorsehen , "wodurch die niederländischen Träger in sehr
vielen Fällen eine zusätzliche Untersuchung der Antragsteller hätten durch­
führen müssen , um den genauen Erwerbsminderungsgrad festzustellen .
     Da eines der Hauptziele dieser Tabellen darin liegt , das Verfahren der
Rentengewährung zu beschleunigen , beschränken sich diese Tabellen auf die
Übereinstimmung der positiven Entscheidungen und beziehen sich demnach nicht
auf die Übereinstimmung der Entscheidungen in den Fällen von Nichtanerkennung
der Erwerbsminderungsstufe «
     Man . darf auf die Möglichkeit hoffen , daß nach einer Periode der
Erprobung des durch Artikel 29 Absatz 3 der revidierten Verordnung Nr . 3
geschaffenen Mechanismus die Liste der Fälle erweitert werden kann , in
denen die Ubereinstimmung anerkannt wird , und zwar für sämtl'che Mitglied­
staaten der Gemeinschaft «
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Anhang V - Mindestrenten bei Erwerbsunfähigkeit , Alter und für Hinter¬
bliebene nach den Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten ( Artikel kO
Absatz 2 der revidierten Verordnung Nr , 3 )
     Ist der Gesamtbetrag der nach der Verordnung geschuldeten Leistungen
niedriger als die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates , in dessen
Hoheitsgebiet der Betreffende wohnt , vorgesehene Mindestleistung , so ist der
Träger dieses Staates nach Artikel 40 Absatz 1 verpflichtet , eine Zulage
in Höhe des Unterschiedsbetrages zu zahlen , sofern der Anspruch auf diese
Mindestleistung durch Zusammenrechnung der in den verschiedenen Mitglied­
staaten zurückgelegten Versicherungszeiten erworben wurde und sofern der
Betreffende in dem Wohnland versichert gewesen ist .
     Zur Zeit ist nur in den französischen , den italienischen und luxem­
burgischen Rechtsvorschriften eine Mindestrente vorgesehen .
     Auf Grund der häufigen Änderungen der Höhe dieser Mindestleistungen
sowie der Voraussetzungen ihrer Gewährung wurde ihre Erwähnung im Anhang
nicht für zweckmäßig erachtet .
     Da dieser Anhang ausschließlich der Information dient , können den
Betreffenden dadurch , daß die durch Neufassungen von Rechtsvorschriften
notwendig werdenden Änderungen dieses Anhangs mit einer gewissen Verzögerung
erfolgen , keine Nachteile entstehen .
                                                                         /.
 ---pagebreak---                                       - - 55 -
 Anhang VI
 Besondere Bestimmungen über die Anwendung der Rechtsvorschriften be­
 stimmter Mitgliedstaaten - Artikel 73 der Verordnung
          Vier Mitgliedstaaten , nämlich Deutschland , Frankreich , Luxemburg
 und die Niederlande haben sich veranlasst gesehen , in diesem Anhang
 gewisse Bestimmungen über die , Anwendung ihrer Rechtsvorschriften vor­
 sehen zu lassen .                                           ,
 A. ANWENDUNG DER BELGISCHEN RECHTSVORSCHRIFTEN
;'            Keine .                           . .
 B. ANWENDUNG DER DEUTSCHEN RECHTSVORSCHRIFTEN
 . * Nummer 1                                 ;     .
      Buchstabe - a ) "
         Auf Grund d es Beschlusses des Völkerbundsrates vom 21 . Juni 1921
 ( Baseler Schiedsspruch ) hat hinsichtlich der Aufwendungen für Arbeits­
 unfälle oder Berufskrankheiten , die vor dem 1 . Januar 1919 in Elsass-
 Lothringeh eingetreten* waren , eine allgemeine Auseinandersetzung zwischen
 den deutschen- und : den französischen Berufsgenossenschaften stattgefunden ,
 soweit .lam .1 . Januar.:1919 die ersten Berechtigte in Elsass^Lothringen ,
 die letzten Berechtigte in Deutschland hatten ; die Auseinandersetzung
 hat auf der Grundlage des Wohnsitzes der Berechtigten am 1 . Januar 1919
 und . ohne Rücksicht auf . die Staatsangehörigkeit stattgefunden­
 ( vgl * Artikel I Teil ; II . .§ 8 des Beschlusses vom 21 . Juni 1921 ). ;
            *                                                               *
          § 625 RVO ( 1 ) bestimmt , daß Leistungen aus der Unfallversicherung
 grundsätzlich ruhen , wenn sich der ausländische Anspruchsberechtigte
^gewöhnlich - in einem anderen Staat aufhält . :
          Damit unterschiedliche Auslegungen vermieden werden , stellt
 Anhang VI Teil B Nummer 1 Buchstabe a ) klar , daß die dort genannten
 Leistungen in die anderen Mitgliedstaaten zu zahlen sind ; der Grundsatz
 des Artikels 10 der Verordnung wird also bestätigt .
 Buchstabe b )
          Das Fremdrenten- und Auslandsrenten-NfcuregelungsgwSvtz sicUtjVor ,
 daß Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten , die 6ich Personen , die naoh
 deutschem Recht Vertriebene öder heimatlose Ausländer sind , ausserhalb
 der Bundesrepublik Deutschland zugezogen haben , ebenso wie Versicherungs-
 und Beschäftigungszeiten , die von solchen Personen während ihrer Ver­
 sicherung bei einem Träger röit Sitz im Gebiet des Deutschen Reiches
 ausserhalb der Bundesrepublik Deutschland zurückgelegt worden sind ,
 unter gewissen Voraussetzungen zu Leistungen seitens der deutschen
 Versicherungsträger berechtigen » Das genannte . Gesetz gilt grundsätzlich
 für Personen , die sich gewöhnlich in Deutschland aufhalten .
 ( 1 ) Reichsversicherungsordnung
 ---pagebreak---                                    - 56 •* «
        Es muß hervorgehoben, werden » daß es sich hier um Tatbestände bzw .
 um Zeiten handelt , die ausserhalb des räumlichen Geltungsbereichs der
Verordnung eingetreten baw . zurückgelegt . sind*
Nummer , 2 .
Buchstabe a)
        Nach § 1259 RVO , § 36 AnVG ( 1 ), §§ 56 und 57 RKG ( 2 ) werden die
Ausfallzeiten , also Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ,
Unfall ^ Schwangerschaft oder Wochenbett , Zeiten der Arbeitslosigkeit
sowie Zeiten einer nach Vollendung des 16 . Lebensjahres liegenden
Schul-» oder Berufsausbildung , nur dann auf die Wartezeit und für die
Berechnung der Leistungen in der Rentenversicherung angerechnet , wenn
nachgewiesen wird , daß der Arbeitnehmer in der Zeit vom Eintritt in
die Versicherung bis zum Eintritt des Versicherungsfalles mindestens
während der Hälfte dieser Zeit und nicht weniger als 60 "Monate pflicht­
versichert , gewesen ist .
        Nach ;§ 1260 RVO , § 37 AnVG und § 58 RKG wird eine Zurechnungszeit ,
das ist der Zeitraum zwischen dem Eintritt des Versicherungöfalles und
der Vollendung des - 55 » Lebensjahres » der Versicherungszeit für die Er­
füllung der Wartezeit und die Berechnung der Leistungen in , der Renten­
versicherung hinzugerechnet » in denen der Versicherte vor diesem
Alter invalide wird , wenn nachgewiesen wird , daß der Arbeitnehmer ent­
weder in der Zeit vom Eintritt in die Versicherung bis zum Eintritt des
Versicherungsfalles . der Invalidität mindestens während der Hälfte . dieser
Zeit oder im Laufe der dem gleichen Versicherungsfall vorangehenden
60 Monate mindestens während 36 Monaten pflichtversichert gewesen ist .
        Der erste Unterabsatz des Buchstaben a) bestimmt , daß bei der
Entscheidung darüber , ob die vorgenannten Zeiten angerechnet werden
können , gewisse Tatbestände , die nach den Rechtsvorschriften eines anderen
Mitgliedstaates erfüllt sind , nach den deutschen Rechtsvorschriften zu
erfüllenden Tatbeständen gleichgestellt sind .
        Der zweite Unterabsatz des Buchstaben a) bestätigt , daß bei der
Bestimmung der Anzahl der Monate zwischen dem Eintritt in die Ver­
sicherung und dem Eintritt des Versicherungsfalles die in den deutschen
Rechtsvorschriften vorgesehenen Beschränkungen für die zu berücksichti­
genden Zeiten auch für gleichartige Zeiten gelten , die unter den Rechts-
vorschriften eines anderen Mitgliedstaates zurückgelegt worden sind .
Buchstabe b ) .
        Nach den deutschen Rechtsvorschriften ( vgl . Artikel 2 § 14 ArVNG ( 3) ,
Artikel 2. § *\k AnVNG ( 4 ) und Artikel 2 § 9 KnVNG ( 5)wird für die Zeit
( 1 ) Angestelltenversicherungsgesetz
( 2)  Reichsknappschaftsgesetz
( 3)  Arbeiterrentenversicherungs-Neuregelungsgesetz
( k)  Angestelltenrentenversicherungs-Neuregelungsgesetz
(5)   Knappschaftsrentenversicherungs-Neuregeluhgsgesetz
 ---pagebreak---                                     - 57 -
vor d^m 1 . Januar 1957 eine pauschale Ausfallzeit angerechnet , wenn
der Berechtigte nicht längere Ausfallzeiten nachweist .
       Die pauschale Ausfallzeit wird wie folgt berechnet :
1 . Die Geaamtzeit wird ermittelt , das ist die Zeit von der Entrichtung
    des ersten Pflichtbeitrags in Deutschland oder von der Vollendung
    des 16 . Lebensjahres , wenn der erste' Pflichtbeitrag nach diesem
    Zeitpunkt entrichtet ist , bis zur Entrichtung des letzten Pflicht-
    beitrages in Deutschland vor dem 1 . Januar 1957 .
2 . Von dieser Gesamtzeit wird die auf sie entfallende deutsche Ver-
    sicherungszeit ( Versicherungs- und gleichgestellte Zeiten) abgezogen .
3 . Die verbleibende Zeit , die bis zu einem Viertel der deutschen Ver-
    sicherungszeit ( vgl . 2 ) zu berücksichtigen ist , ist mit . dem Ver­
    hältnis zu vervielfältigen , in dem diese Versicherungswert zur
    Gesamtzeit steht ; der Endwert ist als pauschale Ausfallzeit an­
    zurechnen »
       Buchstabe b ) bestimmt , daß die in einem anderen Mitgliedstaat als
Deutschland zurückgelegten Versicherungs - und gleichgestellten Zeiten
bei der in 1 . und 2 . beschriebenen Berechnung berücksichtigt werden .
Bei der in 3 « beschriebenen Berechnung bleibt die verbleibende Zeit
auf ein Viertel der deutschen Versicherungszeit beschränkt , während
der Vervielfältigungsfaktor aus dem Verhältnis der deutschen Versi-
cherungszeit zu der um die, in einem anderen Mitgliedstaat als Deutschland
zurückgelegte Versicherungszeit verringerten Gesamtzeit besteht .
Buchstabe c )                ■'          ..
       Nach § 56 Absatz k RKG wird in der knappschaftlichen Rentenver­
sicherung die Zurechnungszeit nur dann angerechnet , wenn der letzte
Beitrag zu dieser. Versicherung entrichtet worden ist .
       Buchstabe c ); -trägt dieser Bestimmung Reohnung .
Buchstabe d )
       Nach den deutschen Rechtsvorschriften (§ 1251 RVO , § 28 AnVG ,
§§ 50 und 51 RKG ) werden gewisse Zeiträume , für die keine Beiträge
zur Rentenversicherung entrichtet worden sind , unter der Voraussetzung ,
daß der Arbeitnehmer vorher oder in bestimmten Fällen nachher j" aber
nicht während dieser Zeiträume , pflichtversichert war , als Ersatzzeiten
für die Erfüllung der Wartezeit auf Leistungen dieser Versicherung an­
gerechnet . Als Ersatzzeiten gelten insbesondere die Zeiten militärischen
oder militärähnlichen Dienstes , der Kriegsgefangenschaft , der Internierung ,
der Flucht bd6*r der• -'Vertreibung ,/ soweit '"diese Tatbestände mit Kriegs­
ereignissen oder ihren Folgen im- Zusammenhang stehen und die in den
einschlägigen deutschen Rechtsvorschriften vorgesehenen Voraussetzungen
erfüllt sind ; weiter gelten als Ersatzzeiten Zeiten der Krankheit , und
der unfreiwilligen . Arbeitslosigkeit , die sich an die vorgenannten Zeiten
unmittelbar anschliessen .                                           •
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         Buchstabe d) stellt klar , daß diese Zeiten von . den deutschen
  Versicherungsträgern nur dann als Ersatzzeiten anzurechnen sind , wenn
  der Arbeitnehmer vor bzw . nach diesen Zeiträumen nach den deutschen
  Rechtsvorschriften pflichtversichert war . Die vorgeschlagene Bestimmung
  trägt dem Urteil des Gerichtshofes des Europäischen Gerichtshofes in
  der Rechtssache 1^/67 Rechnung .
  Nummer 3
         Beim Zusammentreffen einer Rente aus den Rentenversicherungen
  mit einer Rente aus der Unfallversicherung ruht gemäss § 1278 RVO ,
  § 55 AVG bzw . § 75 RKG die Rente aus der Rentenversicherung soweit , als
  die Summe der beiden Leistungen sowohl 85# des Jahresarbeitsverdienstes ,
  der der Berechnung der Rente aus der Unfallversicherung zugrunde lag ,
  als aucb 85% der für die Berechnung der Rente aus der Rentenversicherung
  massgebenden Rentenbemessungsgrundlage , die sich aus dem Vergleich der
  Bruttoarbeitsentgelte aller Versicherten mit den Bruttoarbeitsentgelten
  des Rentenberechtigten ergibt , übersteigt . Der höchste der beiden Be­
  träge gilt als Höchstgrenze .
         Anhang VI Teil B Nummer 3 Buchstabe a) regelt die Ermittlung des
  fiktiven Jahresarbeitsverdienstes , wenn die Rente aus der Unfallver­
  sicherung vom Träger eines anderen Mitgliedstaates gezahlt wird .
         Buchstabe b ) regelt die Berechnung des Betrages , um den die
  Rente aus den Rentenversicherungen zu kürzen ist , wenn der deutsche
  Träger nach Artikel 35 Absatz 3 der Verordnung nur eine Teilrente
  zahlt , und wenn die Rente aus der Unfallversicherung vom Träger eines
  anderen Mitgliedstaates gezahlt wird .
  Nummer
         In den deutschen Rentenversicherungen hat die Erziehung eines
" w^.senrentenberechtigten Kindes , "Bedeutung für die Höhe der Witwen-
  bzw . Witwenrente ( vgl . § 1268 RVO , § ^5 AnVG , § 69 RKG ). Die vorge­
  schlagene Bestimmung soll klarstellen , welche nach den Rechtsvor-
  schriften eines anderen Mitgliedstaates gewährte Leistungen dem Bezug
  einer Waisenrente nach den deutschen Rechtsvorschriften gleichstehen
  und damit zur Erhöhung der Witwen- bzw . Witwerrente aus den deutschen
  Rentenversicherungen führen . Diese Klarstellung ist notwendig geworden ,
  weil die Waisenrenten , entgegen der bisherigen Regelung in der Ver­
  ordnung Nr . 3 » aus dem Kapitel über die Rentenversicherung ( in das sie
  nach der Systematik der deutschen Rentenversicherungen einzuordnen waren)
  herausgenommen und in das Kapitel über die Familienleistungen eingefügt
  worden sind . Bei der in Nummer k genannten französischen Leistung handelt
  es sich um die " allocation de salaire unique " .
 Nummer 5
         Diese Bestimmung sieht den innerstaatlichen Ausgleich ausserordent-
  licher Belastungen vor , die sich für gewisse deutsche Träger der Kranken­
  versicherung aus der Anwendung der Verordnung und späterer Verordnungen
  ergeben könnten .
 Nummer 6
         Diese Bestimmung sieht vor , daß die gemäss Artikel kk Absatz 2 der
  Verordnung zu übernehmenden Kosten der Überführung dgP                  eines* Aurch
 Arbeitsunfall Getöteten bis zur Beisetzungsstätte auf die deutschen
  Träger der Unfallversicherung umgelegt werden .
                                                                       • /.
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  C. ANWENDUNG DER FRANZÖSISCHEN RECHTSVORSCHRIFTEN
  1.      Die Rechtsvorschriften über die Beihilfe für alte Arbeiter sind im
  Anhang B der Verordnung Nr . 3 bei den Rechtsvorschriften erwähnt , auf die
  die genannte Verordnung Anwendung findet ; Frankreich hat jedoch die mit den
  übrigen 5 Mitgliedstaaten über diese Beihilfe geschlossenen zweiseitigen
  Abkommen durch Übernahme in den Anhang D der Verordnung Nr . 3 aufrechter­
  halten . Nach Maßgabe dieser Bestimmungen ist die Gewährung der Beihilfe für
' alte Arbeiter an die Bedingung eines ununterbrochenen Aufenthalts in
  Frankreich geknüpft , und zwar von 6 Jahren für den niederländischen Staats­
  angehörigen und von 15 Jahren für die Angehörigen der übrigen vier Mit­
  gliedstaaten .                            . • '                        .. '*.h
                                                       ' '         Γ· ·'«· ι'·? ·"«.·*
          Unter Ausnutzung der durch Artikel 10 Absatz 2 der Verordnung Nr . 3 .
  gebotenen Möglichkeit hat Frankreich die Zulage für alte Arbeitnehmer in
  den Anhang E über die Leistungen , die nicht ins Ausland gewährt werden ,
  eintragen lassen «
          Die Bestimmungen des Anhanges VI , die an die Stelle der vorgenannten
  Bestimmungen aus zweiseitigen Abkommen treten , sichern die Zulage . für alte
  Arbeitnehmer den Angehörigen der fünf übrigen Mitglie^staaten sowie den
  Flüchtlingen
        i
                  und Staatenlosen . Die Betreffenden müssen * Jedoch bei Antrag-
  Stellung in Frankreich wohnhaft sein und die nach den französischen Rechts-
  vorschriften für den Erwerb des Anspruches erforderlichen Arbeitszeiten
  oder gleichgestellten Zeiten auf französischem Hoheitsgebiet im Sinne >
  dieser Verordnung zurückgelegt haben ( d.h ., entweder 15 Jahre nach dem !
  50 . 'Lebens jähr oder 25 Jahre ).                                       '
          Außerdem wird die Einschränkung für die Ausfuhr der Zulage für alte
  Arbeitnehmer in die anderen Mitgliedstaaten aufgehoben , sofern die vorge­
  nannten Voraussetzungen erfüllt sind .
  2.      Als Anreiz für die Bergarbeiter , weiterhin ihren Beruf in Frankreich
  auszuüben , sehen 'die französischen Rechtsvorschriften über die soziale
  Sicherheit in den Bergwerken eine Leistung vor , die je nachdem , ob der
  Empfänger jünger oder älter als 55 Jahre ist , "Sonderbeihilfe ", (" allocation
  speciale") oder " nicht anrechnungs fähige Zuwendung" (" indemnite cumulable")
  genannt wird .                                                                       ■ -
          In den Beziehungen zwischen Frankreich und den fünf übrigen Mitglied­
  staaten wird die vorgeschlagene' Bestimmung an die Stelle der entsprechenden Be­
  stimmung der im Anhang D zur Verordnung Nr . 3 aufgeführten zweiseitigen
  Abkommen treten .
 ---pagebreak---                                      - 60 -
3.     Das Gesetz vom 10 . Juli 1965 über die Einrichtung einer freiwilligen
" Alters"-Versicherung für die französischen Staatsangehörigen , die im Ausland
eine berufliche Tätigkeit ausüben oder ausgeübt haben , wird durch Artikel 2
Absatz (l ) Buchstabe ( c ) der Verordnung Nr . 3 , insbesondere unter Berück­
sichtigung der Auslegung des Begriffs " Rechtsvorschriften " durch den Gerichts­
hof in den Urteilen vom 15 . Juli und 2 . Dezember 1964 in vollem Umfang erfaßt .
       Um zu vermeiden , daß die Staatsangehörigen der übrigen Mitgliedstaaten
in Frankreich günstiger behandelt werden als die französischen Staatsange­
hörigen , was der Gleichbehandlungsbestimmung (Artikel 8 ) zuwiderlaufen würde ,
ist im Anhang VI ausgeführt , daß das Gesetz vom 10 . Juli 1965 auf die Ange­
hörigen der übrigen Mitgliedstaaten nur anwendbar ist , wenn die Betreffenden
ihre berufliche Tätigkeit weder auf französischem Hoheitsgebiet noch auf dem
Hoheitsgebiet des Staates , dessen Angehöriger sie sind , ausüben oder ausgeübt
haben und wenn sie andererseits eine besondere Bindung zu Frankreich nach­
weisen , d.h ., entweder 10 Jahre in Frankreich gewohnt oder während der ge­
nannten Dauer nach den französischen Rechtsvorschriften pflicht - oder frei­
willig versichert waren . Die vorgeschlagenen Bestimmungen sind die gleichen
wie die im Anhang G zur Verordnung Nr . 3 aufgeführten Bestimmungen .
D. ANWENDUNG DER ITALIENISCHEM RECHTSVORSCHRIFTEN
       Keine .
 ---pagebreak---                                    - 61-
E. ANWENDUNG DER LUXEMBURGISCHEN RECHTSVORSCHRIFTEN
       Nach Artikel 76 Absatz 2 der revidierten Verordnung Nr . 3 , ebenso wie
nach Artikel 53 Absatz 2 der Verordnung Nr . 3 » sind alle : Versicherungs- ,
Beschäftigungs- und Wohnzeiten , die vor Inkrafttreten dieser Verordnung
in einem der Mitgliedstaaten zurückgelegt wurden , bei der Feststellung der
Ansprüche zu berücksichtigen .
       Eine Abweichung zu dieser Bestimmung war bereits im Anhang G der
Verordnung Nr , 3 für die Versicherungszeiten oder gleichgestellten Zeiten
vorgesehen , die vor dem 1 . Januar 19^6 nach den luxemburgischen Rechts-
vorschriften über die Rentenversicherung für den Fall der Invalidität ,
des Alters oder des Todes zurückgelegt worden waren ; diese Abweichung
wird aus folgenden Gründen aufrechterhalten :
In den luxemburgischen Beitragssystemen hängt der Rentenanspruch von der
Zurücklegung einer Wartezeit sowie von der Aufrechterhaltung -der Anwartschaften
durch kontinuierliche Versicherungen ab . Im Arbeiterrentensystem wird
hierzu die Regel der ununterbrochenen Versicherung angewandt oder , hilfs-
weise , die Regel der durchschnittlichen Zweidritteldeckung ; im Angestellten-
rentensystem gilt ausschliesslich diese Regel der Durchschnittsdeckung .
Die Berücksichtigung bestimmter alter Versicherungszeiten für die Gewährung
und die Berechnung der Renten war in den von Luxemburg geschlossenen zwei­
seitigen Abkommen insgesamt ausgeschlossen und bleibt weiterhin ausge­
schlossen . Die diesen Zeiten entsprechenden Anwar tschaften sind nach den
luxemburgischen Rechtsvorschriften erloschen und können nur bei den in
denselben Rechtsvorschriften festgelegten Voraussetzungen Wiederaufleben .
Luxemburg kann auch heute noch nicht diese erloschenen Ansprüche durch
eine einfache Berücksichtigung der im Ausland zurückgelegten Zeiten, wieder»
aufleben lassen , und zwar hauptsächlich auf Grund der derzeit erreichten
Höhe der Leistungen aus der luxemburgischen Rentenversicherung und äufGrund
der Notwendigkeit beträchtlicher Zuschüsse aus dem Staatshaushalt und dem
Haushalt der Gemeinden zur Finanzierung dieser Rentenhöhe .
Es muß darauf hingewiesen werden , daß für die oben erwähnte Aufrechter­
haltung der Anwartschaften zur Zeit zwei bedeutende Erleichterungen be­
stehen : die erste wurde 19^6 eingeführt und besteht darin , daß die er­
 ---pagebreak--- loschenen Ansprüche durch Zurücklegung einer neuen Wartezeit von lOÖO Tagen
nach den luxemburgischen Rechtsvorschriften Wiederaufleben können ; die
zweite Erleichterung wurde durch das sogenannte "Einheitsgesetz " vom
lj. Mai 196 ^ eingeführt | wonach dem Versicherten im Alter von 65 Jahren oder
seinen Hinterbliebenen eine dreimonatliche Beihilfe gewährt wird , vorausgesetzt
daß der Betreffende 1080 Tage in Luxemburg versichert war . Diese Leistung
entspricht den normalen Rentenanpassungen und unterliegt der Anpassung an
den Lebenshaltungsindex«
Das erwähnte Einheitsgesetz sieht die Erstattung der Beiträge für den
Fall vor , daß die Voraussetzungen für die Gewährung einer Rente oder der
dreimonatlichen Beihilfe nicht erfüllt sind .
 ---pagebreak---                                        - 63 -
   F. ANWENDUNG DER NIEDERLÄNDISCHEN RECHTSVORSCHRIFTEN '                 ■
            Die Bestimmungerl des Anhangs VI Uber die Anwendung der niederländischen
   Rechtsvorschriften' beziehen sich hauptsächlich auf die Festlegung der Ver-
   sicherungszeiten , die für die "vor Inkrafttreten der allgemeinen Altersver-'
   Sicherung ( 1 . Januar 1957 )» der allgemeinen Witwen- - und Waisenversicherung
    ( 1 . Oktober 1959) und der Versicherung für den Fall der Arbeitsunfähigkeit
    ( 1 . Juli 1967) zurückgelegten Zeiten au berücksichtigen sind,
   1 . Anwendung der Rechtsvorschriften über die ' allgemeine Altersversicherung
   - Nach Maßgabe der Ubergangsbestimmungen des Gesetzes Uber die allgemeine
   Altersversicherung gelten die Personen , die bei Inkrafttreten des Gesetzes
   älter als 15 Jahre sind und nach dem 59 « Lebensjahr sechs Jahre in den
 . Niederlanden gewohnt haben , für folgende Zeiten als versichert : seit Voll­
   endung des 15 . Lebenöjahres bis zum Inkrafttreten des Gesetzes , sofern "
   sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht das Rentenalter von 65 Jahren erreicht
   haben , oder seit Vollendung - ihres 15 « Lebensjahres bis zum Alter von
   65 Jahren , wenn sie bei Inkrafttreten des Gesetzes das Rentenalter
   bereits erreicht" oder überschritten haben .
   - Bei Arbeitern , auf die Artikel 35 der Verordnung anwendbar ist , weil sie
   nacheinander oder abwechselnd den niederländischen Rechtsvorschriften und
   den Rechtsvorschriften eines oder mehrerer weiterer Mitgliedstaaten unter­
   worfen waren , gilt die Bedingung des sechsjährigen Aufenthaltes nach dem
   59 . Lebensjahr als erfüllt , wenn der Betreffende während dieses, Zeitraumes
   im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates gewohnt hat ( Buchstabe f) . Da die
   Verordnung nur auf Arbeitnehmer und Gleichgestellte anwendbar ist , werden
   die zwischen dem 15 . Lebensjahr und dem Zeitpiunkt des Inkrafttretens des
, Gesetzes zurückgelegten Zeiten nur bei den Personen angerechnet , die
   während dieses Zeitraumes in den Niederlanden gewohnt haben od^r , falls
   sie im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates gewohnt haben , bei
   einem in den Niederlanden wohnhaften Arbeitgeber beschäftigt waren
   ( Buchstabe a ) , wobei die nach den Rechtsvorschriften eines anderen Staates
   zurückgelegten Versicherungszeiten abgezogen werden ( Buchstabe b ). Diese
   Bestimmungen sind vorteilhafter als die des Anhanges G ( Punkt III B a) der
   Verordnung Nr .: 3 » der nur die Berücksichtigung der Versicherungszeiten nach
   den alten niederländischen Rechtsvorschriften über die Versicherung der
   Arbeitnehmer für den Fall der Invalidität , des Alters und des Todes ge­
   stattete ; für diese Versicherung war eine Arbeitsverdienstgrenze festgesetzt .
 ---pagebreak---                                        - 6k -
- Im allgemeinen hat die verheiratete Frau keinen Anspruch auf Altersrente
unabhängig von ihrem Mann ; die Rente des verheirateten Mannes besteht hin­
gegen aus zwei Teilen : einen Teil hat er selbst vor und nach seiner Ehe­
schließung erworben , den anderen Bestandteil erwirbt seine Ehefrau vor und
nach ihrer Eheschließung . Zur Sicherung des Beitrages der verheirateten Frau
zur gemeinsamen Rente für den Zeitraum der Ehe , in dem der Mann versichert
war oder für den er als versichert gilt , während die Frau , weil sie nicht in
den Niederlanden wohnte ( zum Beispiel , die Ehefrau eines in den Niederlanden
beschäftigten Grenzgängers ), nicht versichert war , wird in Absatz 1 Buch­
stabe c ) und d ) definiert , inwieweit und unter welchen Voraussetzungen die
verheiratete Frau als durch ihren Mann versichert gilt »
- Nach Absatz 1 Buchstabe e ) werden die während der Ehe erworbenen Ansprüche
für die Berechnung der Rente aufrechterhalten , die der Frau nach dem Tod
des Ehemannes oder nach einer Scheidung gewährt wird . Die vor Inkrafttreten
des Gesetzes zurückgelegten Zeiten werden nur berücksichtigt , wenn die Be­
treffende nach ihrem 59 » Lebensjahr sechs Jahre im Hoheitsgebiet eines
Mitgliedstaates gewohnt hat .
- Es ist zu bemerken , daß ähnliche Bestimmungen wie unter a) bis f) bis
jetzt nur in den Beziehungen zwischen Belgien und Deutschland , und zwar
auf Grund zweiseitiger Abkommen , angewandt werden .
2 . Anwendung der Rechtsvorschriften über die allgemeine Witwen- und
Waisenrente
      Die Höhe der auf Grund des am 1 . Oktober 1959 in Kraft getretenen
Gesetzes vom 9 » April 1959 über die allgemeine Witwen- und Waisenrente
gewährten Leistungen entspricht nicht der Dauer der Versicherung ; ihre Ge­
währung ist einzig von der Voraussetzung abhängig , daß der versicherte Arbeit­
nehmer im Zeitpunkt seines Ablebens diesen Rechtsvorschriften unterstand.
      Entsprechend den Bestimmungen über die allgemeine Altersversicherung
gelten nach Absatz 2 des Anhanges VI die Zeiten vor dem 1 . Oktober 1959 »
in denen der Arbeitnehmer entweder nach seinem 15 » Lebensjahr in den Nieder­
landen gewohnt hat oder in don Niederlanden bei einem in diesem Land
ansässigen Arbeitgeber beschäftigt war , während er im Hoheitsgebiet eines
anderen Mitgliedstaates der EWG wohnte , als nach den niederländischen Rechts-
vorschriften über die allgemeine Witwen- und Waisenrente zurückgelegte
Versicherungszeiten . Diese Bestimmung ist nur insoweit anwendbar ,
                                                                         ./
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als die fraglichen Zeiten nicht mit Versicherungezeiten zusammenfallen ,
die nach den Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaates über die
Leistungen an die Hinterbliebenen zurückgelegt wurden .
      Diese Bestimmungen beziehen sich auf die Anwendung des Artikels 35
der Verordnung und sollen nach Artikel 35 Absatz 2 und 3 die Berechnung
der Witwenrente im Verhältnis der in den Niederlanden zurückgelegten
Versicherungsdauer zur Gesamtversicherungsdauer und , nötigenfalls , den
Erwerb . des Anspruches auf die Witwenrente nach den in Artikel J>h Absatz 3
der Verordnung , auf den in Artikel 35 Absatz 1 verwiesen wird , festgelegten
Bedingungen ermöglichen , wenn der verstorbene Arbeitnehmer vor Inkraft­
treten des Gesetzes über die allgemeine 'Witwen- und Waisenrente den
niederländischen Rechtsvorschriften über;, die soziale Sicherheit unterstand .
In diesem letztgenannten Fall wird durch die Anwendung der Bestimmungen
des Anhanges VI die Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen
Gemeinschaften respektiert ( Rechtssache 4/66 ).                ■  * •
      Diese Bestimmungen des Anhanges VI beziehen sich ebenfalls auf die
Anwendung des Artikels 63 der Verordnung über die Gewährung der Leistungen
an Waisen in den Fällen , in denen die niederländischen Rechtsvorschriften
vor Inkrafttreten des Gesetzes vom 9 « April 1959 für den verstorbenen
Arbeitnehmer gegolten haben .
3 . Anwendung der niederländischen Rechtsvorschriften über die Versicherung
    für den Fall der Arbeitsunfähigkeit
      Entsprechende Bestimmungen über den Erwerb des Anspruches und die Be­
rechnung der Leistungen sind für die Anwendung des Gesetzes vom l8 . Februar
1966 über die Versicherung für den Fall der Arbeitsunfähigkeit vorgesehen ;
auf Grund dieses Gesetzes wird den Arbeitnehmern , die bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit versichert sind , eine Rente gewährt , v deren Höhe weder
von der Versicherungsdauer noch von der Zurücklegung einer Wartezeit
abhängt .
      Die Berechnung der Leistungen nach dem Grundsatz pro rata temporis ,
der angewandt wird , wenn für den Betreffenden die Rechtsvorschriften     eines
oder mehrerer Mitgliedstaaten gegolten haben , nach denen die Höhe der
Leistungen von der Versicherungsdauer abhängt , erfolt für die Zeiten
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  vo'r dem 1 . Juli 1967 ( Inkrafttreten des Gesetzes ) nicht auf der Grundlage
  der in der alten niederländischen Invaliditätsversicherung zurückgelegten
  Versicherungszeiten , sondern auf der Grundlage der nach den niederländischen
  Rechtsvorschriften vor dem 1 . Juli 196? zurückgelegten Beschäftigungs-
  zeiten und gleichgestellten Zeiten , was sich für den Versicherten nur
  günstig auswirken kann , da die alten Rechtsvorschriften eine Arbeitsverdienst-
  grenze für die Versicherung vorsahen .
        Weiter ist in Absatz 2 ausgeführt , daß , auch wenn der Arbeitnehmer
  nach dem niederländischen Gesetz vom 5 « Juni 1913 über die Invalidität
  versichert war , die fraglichen Zeiten als nach einem System abgeleistet
  gelten , in dem die Leistungen nicht von der Versicherungsdauer abhängen .
■ Demnach richtet sich die Gewährung der Leistungen in den Fällen , in denen
  der Arbeitnehmer den Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Hitglied-
  staaten unterworfen war , nach denen die . Leistungen von der Versicherungs-
  dauer unabhängig sind , nach den Bestimmungen der Artikel 27 und 28 der
  Verordnung .
 ---pagebreak---                                               - 67 -
                                            ANHANG
                      ÜBEREINSTIMMUNG DER ANHÄNGE DER VERORDNUNG NR . 3 MIT
                      DEN ANHÄNGEN , DIE GEGENSTAND DIESES VORSCHLAGES SIND
Verordnung Nr . 3               Gegenstand                                 Revidierte Verordnung
                                                 I
Artikel       Anhange                              Vorschlag der                  Vorschlag der
                                                   Verwaltungs-               EWG-Kommission
                                                   kommission
                                                   Anhang      'I Artikel      Anhang     ; Artikel
                        I                                      ι                           i
1 ( a)          A  ■      Hoheitsgebiete und       Einseitige        1   a)
                        I Staatsangehörige         Erklarungen
3               B
                        i
                          Rechtsvorschriften         idem            3        Einseitige   ' 3'
           j!                                                                 Erklarungen
                        I
36 - ( 1 )      C
37 ( 3 )                  Arbeitslosigkeit -
                          Beschränkungen
                                                                                           i
                          Einmalige Geburts-          I              1 ( v)        I       ;    1 ( u)
                          beihilfen
6    2)         D         Bestimmungen aus zwei­      II         ; 6(2)(C )        ii        ( 6(2 ) ( c )
                          seitigen Abkommen                      : 8cm                       ( 7(2 )
                                                                                           I ( 8(3)
10(2 )          E         Beschränkungen für die      III           10(2 )         «
                                                                                           I
                          Ausfuhr von Leistungen                                           !
2M2 )           F         Klassifizierung der         IV            26(2 )         III         26(2 )
                          Invaliditätsrenten
                                                                                           I
                          Begriff der Invali­           V           29(3 )           IV        29(3)
                          dität , Uberein-                                                 i
                          stimmungstabelle
                          Abweichung vom Grund­       VI            35(5 )
           ι
                          satz der maximalen
           I              Versicherungsdauer
                       I
                          Tabelle der Mindest-        VII           H0(2 )           V         h0(2 )
                          renten
50              G         Besondere Bestimmungen      VIII          77               VI        73
                          über die Anwendung der
                          Rechtsvorschriften be­
                          stimmter Mitglied­
                          staaten