CELEX: C2001/074A/01
Language: de
Date: 2001-03-07 00:00:00
Title: Stellenausschreibung — CJ 01/01 — Direktor des Übersetzungsdienstes

7.3.2001         DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 74 A/1
                                                              III
                                                     (Bekanntmachungen)
                                 EUROPÄISCHER GERICHTSHOF
                                         STELLENAUSSCHREIBUNG — CJ 01/01
                                                      (2001/C 74 A/01)
         Beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg wird demnächst die Planstelle des
         Direktors des Übersetzungsdienstes (Laufbahn A 2) frei. Diese Stelle wird gemäß Artikel 29 Absatz 2 des
         Statuts der Beamten der Europäischen Gemeinschaften neu besetzt.
         ANFORDERUNGSPROFIL DER STELLE
         Die Übersetzungsdirektion sieht sich gegenwärtig mit einer starken Zunahme ihres Personalbestands
         konfrontiert, die sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich fortsetzen wird. Die Zahl der
         dem Übersetzungsdienst zugewiesenen Planstellen für Juristen-Übersetzer (etwa 300 von insgesamt
         450 Mitarbeitern) hat in den letzten sieben Jahren um mehr als zwei Drittel zugenommen, und es ist zu
         erwarten, dass sie in den nächsten Jahren vor allem aufgrund der Erweiterung der Europäischen Union
         um neue Mitgliedstaaten noch erheblich steigen wird. Der Direktor des Übersetzungsdienstes muss
         deshalb in der Lage sein, eine bedeutende und rasch wachsende Verwaltungseinheit zu leiten. Er muss ein
         großes Organisationsvermögen und die Fähigkeit besitzen, die Strukturen des Dienstes weiterzuent-
         wickeln; hierfür muss er imstande sein, Vorschläge für die Organisation der Direktion im Hinblick auf die
         bevorstehenden Beitritte zu unterbreiten. Er muss ferner einen Sinn für menschliche Beziehungen haben,
         der es ihm ermöglicht, seine Mitarbeiter zu überzeugen und zu motivieren, die Tätigkeit der Leiter der elf
         Sprachabteilungen der Direktion anzuregen und zu koordinieren sowie wirksam mit den übrigen
         Direktoren des Gerichtshofes zusammenzuarbeiten.
         Darüber hinaus müssen zur Bewältigung der ständig steigenden Arbeitsbelastung, die nicht allein durch
         eine Aufstockung des Personals aufgefangen werden kann, größte Anstrengungen unternommen werden,
         um das hohe Produktivitätsniveau, das der Übersetzungsdienst bereits erreicht hat, weiter zu verbessern.
         Dies kann insbesondere durch eine bessere Organisation und eine systematische Nutzung der neuen
         Technologien geschehen. Der Direktor des Übersetzungsdienstes muss deshalb ein ausgesprochenes
         Interesse für Fragen der Informatik haben und imstande sein, mit den am Gerichtshof verfügbaren
         Hilfsmitteln der Informationstechnik und Bürokommunikation umzugehen. Er wird ständig bemüht sein
         müssen, die Arbeitsmethoden der Direktion zu verbessern und zu harmonisieren.
         Bei den Reformen, die zur besseren Organisation und zur Modernisierung des Dienstes durchzuführen
         sind, ist zudem stets darauf zu achten, dass sie den Erfordernissen der Rechtsprechungstätigkeit
         entsprechen und das hohe Qualitätsniveau der Übersetzungen gewahrt bleibt. Der Inhaber der Stelle muss
         folglich über eine gründliche Kenntnis der Probleme der Übersetzung juristischer Texte verfügen und in
         der Lage sein, bei seiner Tätigkeit der Organisations- und Funktionsweise des Gerichtshofes Rechnung zu
         tragen.
         Schließlich muss der Direktor des Übersetzungsdienstes in Anbetracht der Umgebung, in der er tätig
         wird, eine mit einem Hochschulzeugnis abgeschlossene vollständige juristische Ausbildung besitzen und
         eine gründliche Kenntnis einer Amtssprache der Europäischen Gemeinschaften, eine sehr gute Kenntnis
         einer weiteren Amtssprache und eine ausreichende Kenntnis einer dritten Amtssprache nachweisen. Aus
         dienstlichen Gründen muss er über eine gute Kenntnis des Französischen verfügen.
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         EINREICHUNG DER BEWERBUNGEN
         Bewerber für diese Planstelle haben ihre schriftliche Bewerbung bis spätestens zum 6. April 2001 an den
         Kanzler des Gerichtshofes, L-2925 Luxemburg, zu richten. Der Bewerbung sind ein ausführlicher
         Lebenslauf und alle sonstigen sachdienlichen Unterlagen beizufügen. Ferner müssen die Bewerber in
         einem Schriftstück von höchstens fünf Seiten ihre Pläne für den Übersetzungsdienst darlegen und
         angeben, was sie nach ihrer Ansicht für die zu besetzende Stelle qualifiziert.