CELEX: 51971PC1484
Language: de
Date: 1971-12-22
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER MASSNAHMEN GEGEN DIE MISSIONEN VON LUFTVERUNREINIGENDEN GASEN AUS DIESELMOTOREN VON KRAFTFAHRZEUGEN. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (71) 1484
Vol. 1971/0234
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                            KOM(71)1484 endg.
                                            Brüssel . den 22 . Dezember 1971
                  VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES
                  ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN
                  DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER MASSNAHMEN GEGEN
                  DIE MISSIONEN VON LUFTVERUNREINIGENDEN
                  GASEN AUS DIESELMOTOREN VON KRAFTFAHRZEUGEN
                       (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   KOM ( 71 ) 1484 endg.
 ---pagebreak---                                  E5GRUI\TOUÏÏQ
I , AL1GEMSIFES         .  ■             '  -•
    Der vorliegende Richtlinierj.vorsch.lag fällt in den Rahmen des . .ge­
    meinschaftlichen Verfahrens der Betriebserlaubnis , das in - der Richt­
    linie 70/156/SWG <ies Rates vom 6.2<,1970 beschrieben ■wird» (+)
 ■  Die Schadstoffemissionen von Kraftfahrzeugmotoren können durch den
    Einsatz neuester technischer Errungenschaften bei der Herstellung
    und. der Einstellung der Motoren verringert werden .
    Der Rat hat daher auf Vorschlag der Kommission am 20.3-.197Q bereits
    eine Richtlinie verabschiedet , die die Angleiohung der Rechtsvor-
    schriften über Massnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch
    Abgase von Kraftfahrzeugmotoren mit Fremdzündung (Ottomotoren) be­
    trifft . (++)
    Der vorliegende Richtlinienvorschlag soll nun die Schadstoffemissionen
    aus nach dem Prinzip der Seibatzündung arbeitenden Motoren (Diesel­
    motoren ) verringern« Dazu ist die Festlegung von Grenzwerten für den
    Beiwert der durch die Abgase verursachten Lichtabsorption und die
                         >
    Messung dieser Grenzwerte nach zwei Verfahren vorgeschlagen , von denen
    eines di9 Prüfung bei Beh'arrungszuständen und das andere die Prüfung
    bei freier Beschleunigung betriffU.
    Dieser Richtlinienvorschlag stellt somit einen neuen und wichtigen
    Schritt im Kampf gegen die Luftverunreinigung dar .                    /
    Bei' der Ausarbeitung dieses Vorschlages ist die Kommission den von der
    Wirtschaftskommission für Eäropa in Genf auf diesem Gebiet durchgeführ­
    ten Arbeiten gefolgt . (+++) Dieses Vorgehen kann auf der Ebene des
    Warenverkehrs nur vcn weiterem Vorteil sein , da eine sehr grosse Zahl
    von Staaten in dieser Organisation veïtreten sind .
                                               . »
                                                                           ./.
(+)       Amtsblatt Nr . L 42 vom 23.2.1970''
(++)      Richtlinie 70/ 220/eVG - Amtsblatt L 7 6 vom 6.4.1970
(+++)     Regelung Hr . 24s Einheitliche Vorschriften für die Genehmigung
          der Fahrzeuge mit Dieselmotor hinsichtlich der Emission luft–
          verunreinigender Stoffe aus dem Motor (Dok. E/ECE/324–Rev.l /
          Add . 23 vom 23.8.71 )
 ---pagebreak---        KonsttÎJtatlaromJLaK- Baitrifc tsl ?.nder
     -B«ii der Ausarbeitung der Entwurfs dieses Richtlinienvorschlags haben
       &ha Dienststellen der Kommission aüch technische Kontakte zu den Sach­
       verständigen der Beitrittskandidaten aufgenommen . Lediglich die Sach«
       vers vändz.gsn des Vereinigten Könireichs haben ihre Stellungnahme über-
      iB3.ttelt « Sie sind im ganzer, mit dem Richtlinienentwurf einverstanden ,
      und die von ihren vorgebrachten Anmerkungen zu Einzelfragen scheinen
      den Entwurf nicht in Frage zu stellen r,
      Sie verlangen insbesondere , dass die von ihnen der Wirtschaftskommission
      Europa (Arbeitsgruppe 29 ) diesbezüglich vorgeschlagenen Änderungen im
     Falle ihrer Annahme in den Eichtlinienentwurf übernommen werden .
     Die zuständigen Stellen der Kommission arbeiten eng mit der Genfer Ar–      t
     beitsgruppe zusammen und sind der Auffassung, dass etwaige Änderungen
     anhand des Verfahrens des Ausschusses für technische Anpassung übernommen
     werden können .
     Konsultation des Parlaments und des Wirtsohafts- und Sozialausschusses
- ' Die Stellungnahme dieser beiden Instanzen ist gemäss Artikel 100 ,
     Absatz 2 erforderlich . Die Anwendung der in der Eichtlinie vorgesehenen
     Vorschriften bedingt in der Tat für gewisse Miigliedstaaten eine Ände­
     rung ihrer nationalen Rechtsvorschriften .
II . BiD SCH53IEUÏTG DES EICHTLINiaWVORSCHLAGS U1TD KDMMEaTTAH
     Der Geltungsbereich erstreckt sich auf alle Kategorien von mit Diesel­
     motoren ausgerüsteten Kraftfahrzeugen mit mindestens vier Bädern , deren
     bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 25 km/h betragt . Nicht be­
     troffen sind Schienenfahrzeuge , landwirtschaftliche Zug– und Arbeits­
     maschinen sowie Baumaschinen (Artikel l ),
 ,   Artikel 2 ordnet die Vorschriften über die Abgase von Kraftfahrzeugen
     mit Dieselmotor in das Verfahren der £¥G–Betriebserlaubnis ein . Es fügt
     sich ferner in die Perspektive der sogenannten Alternativlösung insofern
     ein als vorgesehen ist , dass die in den Anhängen zur Richtlinie festge­
     legten gemeinschaftlichen Vorschriften den gleichen Wert besitzen wie die
     einzelstaatlichen Vorschriften .
 ---pagebreak--- Infolgedessen darf kein Mitgliedsstaat die national gültige Zulassung
eines Fahrzeugs mit der Begründung verweigern , dass seine unter die
Bestimmungen der Einzelrichtlinie fallende Ausrüstung und Merkmale
nicht den nationalen Vorschriften entsprrchsn , wenn diese Jedoch die
Gemeinschaftsvorschriften erfüllen .
Artikel 3 sieht zur Anpassung der Vorschriften der Anhänge an den
technischen Portschritt das Verfahren vor , das im Artikel 13 der Rats–
richtlinie vom 6.2.1970 über die Betriebserlaubnis von Kraftfahrzeugen
und Anhängern beschrieben ist *
Die Frist bis zum Inkrafttreten der Richtlinie beträgt 18 Monate vcm
Tag der Bekanntgabe an , um den Mi Gliedstaaten und den betroffenen
Kreisen die Anpassung zu ermöglichen (Artikel 4 t Absatz l ).
Die Kommission muss innerhalb vertretbarer Fristen von allen Massnahmen
unterrichtet werden , die die Miigliedstaaten auf dem von der Richtlinie
erfassten Gebiet vorsehen . Diese Unterrichtung soll der Kommission er­
möglichen , sich gegebenenfalls zu diesen Vorhaben äussern zu können
(Artikel 4 > Absatz 2 ).
 ---pagebreak---                                             1 -                 ΙΙΙ / 3.263/Ϊ1-Ι)
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN ,
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
  insbesondere auf Artikel 100 ,
 auf Vorschlag d.er Kommission ,
 nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
 nach Stellungnahme des Wirtschafte- und Sozialausschusses ,
 in ErwSgung nachstehender Gründe :
Die technischen Vorschriften , denen die Kraftfahrzeuge nach den einzelstaat–
 liehen Rechtsvorschriften genügen müssen , betreffen auch luftverunreinigende
Emissionen aus den Motoren von Kraftfahrzeugen , die mit Dieselmotoren ausge-
 rastet sind e
Diese Vorschriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden ; hiera-us
 ergibt sich die Notwendigkeit , dass von allen Mitgliedstaaten - entweder zusatz-
lich oder an Stelle ihrer derzeitigen Regelung - gleiche Vorschriften angenommen
werden , damit vor allem das EWG~Bet ri eb serlaubni sverfahren gemäss der Richt­
linie des Rates vom 6 « Februar 13']0 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge und Kraftfahr-
 zeuganhSnger ( l ) auf jeden Fahrzeugtyp angewandt werden kann«
Es sollten die technischen Vorschriften Übernommen' werden , die von der UN-Wirt-
 schaftskommission für Europa in der Regelung Nr« 24 genehmigt worden sind (Ein­
heitliche Vorschriften für die Genehmigung der Fahrzeuge mit Dieselmotor hin­
 sichtlich der Emissien luftverunreinigender Stoffe aus dem Motor ); diese Rege­
lung ist dem Übareinkommen Über die Annahme einheitlicher Bedingungen für
die Genehmigung der AusrüstungsgegenstSnde und Teile von Kraftfahrzeugen und
über die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung vom 20 o März 1959 als An­
hang beigefügt ( 2 ) *
RAT FOL CELTE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                       Artikel 1
Als Fahrzeuge im Sinne dieser Richtlinie gelten - mit Ausnahme von landwirt­
 schaftlichen Zug und Arbeitsmaschinen sowie anderen Arbeitsmaschinen - alle
 zur Teilnahme am Strassenverkehr bestimmten , mit Dieselmotoren ausgerüsteten
Kraftfahrzeuge mit mindestens 4 RSdern und einer bauartbedingten Höchstge­
 schwindigkeit von mehr als 25 kn/h«,                                          / e•
                                                                          • # •/»
 ( 1 ) AB1 # Fr . L42 vom 23.2.1970 , S.l
 ((22 )) Dok.
         Eok. E/ECE
              EAce/324
                    AS*         )< ReT
                                   Rev, w
                                        I /Add- 23 von 23 • August 1971
              E/ECS/TRAITS/505   )      L'
 ---pagebreak---                                   Artikel 2
Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebserlaubnis oder die Betriebserlaub-
nis mit nationaler Geltung für ein Fahrzeug nicht aus Gründen der Emissionen
von luftverunreinigenden Stoffen des Dieselmotors , mit dem das Fahrzeug ausge­
rüstet ist , verweigern , wenn dieser den Vorschriften der Anhänge I , II , III ,
IV und VI entspricht .
                                  Artikel 3
Änderungen , die zur Anpassung der Anhänge I bis X an den technischen Fort­
schritt notwendig sind , werden nach dem Verfahren des Artikels 13 der Richt­
linie des Rates vom 6 , Februar 1970 zur Angleichimg der Rechtsvorschriften
der Mitgliedstaaten 'ober die Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge und Kraft-
fahrzeuganhHnger erlassen .
                                  Artikol 4
1 , Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften m Kraft , um
    dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen ,
    und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis *,
2 » llach Bekanntgabe dieser Richtlinie unterrichten die Mitgliedstaaten die
    Kommission von allen Entwürfen späterer Rechts- und Verwaltungsvorschrif-
    ten , die eie auf dem auf dem von dieser Richtlinie erfassten Gebiet zu
    erlassen beabsichtigen , so rechtzeitig , dass diese sich hierzu äussern
    kann «
                                  Artikel 5
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet®
 ---pagebreak---                           LISTE DER TFOHNISCHSN ANH1NGE ^
                          In Artik^l 2 vor^s^hene Anhnnge
Anhang I            Begriffsbestimmungen , Antrag auf Genehmigung , Kennzeicb.su
                    für den korrigierten Wert des Absorptionskoeffizienten , Spe­
                    zifikationen und Prüfungen , Übereinstimmung der Herst ellun£
Anhang II           Hauptmerkmale des Fahrzeugs und des Motors und Angaben über
                    die Durchführung der Prüfungen
Anhang III          Prüfung bei Beharrungszuständen unter Vollast
Anhang IV           Prüfung bei freier Beschleunigung
Anhang V            Technische Daten des Bezugskraftstoffs für die Prüfungen zur
                    Genehmigung und für die Nachprüfung der Ubereinstimmung der
                   Herstellung
Anhang VI          Grf\nzw=>rt a für die Prüfung bei Beharrungszuständen
                   In den Anh -r n^'n I bis VI vorgesehene Anhänge
Anhang VII          Eigenschaften der Trübungsmeßgeräte
Anhang VIII         Aufbau und Verwendung des Trübungsmeßgerätes
Anhang IX           Muster des Kennzeichens für den korrigierten Wert des Ab-
                    sorptionskoef fizien
Anhang X           Auszug r us rjefl, Betrisbserliubnisbog^n für einen      '     '<■
                    Fahrzeugtyp , der mit einem Dieselmotor ausgerüstet ist , hin­
                    sichtlich der Emission luftverunr einigender                      -
i'îotor »
          («) Der Wortlaut der Anhänge entspricht dem d3r Regelung Nr . 2k , insh ?
              sondere ist die Gliederung in Absätze die gleiche        entspricht
              einem Absatz der Reg^]unp Nr . 24 kein solcher in d*r vorliegender
              Richtlinie , so wird seine Zahl in Klammern zum Vermerk auf­
              geführt «
 ---pagebreak---                                         ANHANG  I
        BEGRIFFSBESTIMMUNGEN » ANTRAG AUF GENEHMIGUNG , KENNZEICHEN FÜR DEN
KORRIGIERTEN WERT DES ABSORPTIONSKOEFFIZIENTEN . SPEZIFIKATIONEN UND PRÜFUNGEN
                          UBEREINSTIMMUNG DER HERSTELLUNG
   ( 1 .)
   2.         BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              Im Sinne dieser Richtlinie bedeuiet :
   2«,1 »
   2.2        "Fahrzs-.igtyp hinsichtlich der Begrenzung ' der Emission luftverun - •
              reinigender G?se aus dem Motor " Kraftfahrzeugs , die untereinander
              keine wesentlichen Unterschiede ^ uf .» eisen ; solche Unterschiede kön­
              nen insbesondere die Kenndaten des Fahrzeugs und des Motors nrch
              Anhang II sein ?
   2.3 »      " Dieselmotor " ein Motor , der nach dem Prinzip der "Kompressionszündt
              arbeitet ;
   2 .^.      "Kalt start elnrichtung" eine Einrichtung , die nach ihrer Einschaltung
              die dem Motor gelieferte Bronnstoffmenge vorübergehend vergrößert vi
              die dazu dient , das Starten des Motors zu erleichtern ;
   2.5 .      "Trübungsmeßgerät " ein Gerat , das dazu dient , die Absorptionskoeffi-
              zienten der Auspuffgase der Fahrzeuge' stetig zu messen .
 ---pagebreak---                                      - 2 -
                                                            Anhang I
3.         ANTRAG AUF ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
3.1 .»
3.1        Der Antrag auf Erteilung einer B^riebs^rlaubnis ist vom
          F?.hrzeu£herstc-ller cHer seine® £ev olimSicht igten einzureichen .
       !
3.2 .    . Dem Antrag ist in dreifacher Ausfertigung folgendes beizufügen :
3.2.1 .    Beschreibung der Motorbauart , die alle Angaben nach Anhang II enthält
3.2.2 .    Zeichnungen des Brennraums und des Kolbenbodens .
3« 3»      Ein Motor und seine Ausrüstungsteile nach Anhang II für den Einbau
           in das zu genehmigende Fahrzeug sind der für die Durchführung der
           Prüfungen nach Absatz 5 zuständigen Behörde zur Verfügung zu stelle ;:,
           Auf Antrag des Herstellers kann die Prüfung jedoch , wenn die für dii
           Durchführung der Prüfungen zuständige Behörde dies zuläßt , an einem
           Fahrzeug durchgeführt werden , das für den zu genehmigenden Fahrzeug-
           typ repräsentativ ist .
k.         KENNZEICHEN FÜR DEN KORRIGIERTEN WERT DES ABSORPTIONSKOEFFIZIENTEN
*f.1 .     An jedem Fahrzeug , das einem nach dieser Richtlinie genehmigten Typ
           entspricht , ist sichtbar und an gut zugänglicher Stelle , die in Aem
                 dem Betriebserlaubnisbogen
          Aft*ug rüs / nach Anhang X anzugeben ist , ein Kennzeichen anzubringen ,
           das ein R . chteck darstellt , in dessen Innerem der korrigierte Wert
           des Absorptionskoeffizienten angegeben ist , der bei der Genehmigung
           während der Prüfung bei freier Beschleunigung erhalten wurde , ange­
           geben in m     und der bei der Genehmigung nach dem in Absatz 3 « 2 . d es
           Anhangs IV beschriebenen Verfahren festgestellt wurde .
k.2 .      Das Kennzeichen muß deutlich lesbar ün8 dauerhaft sein .
 ---pagebreak---                                                              Anhang I
4-. 3 »         Anhang XX zeigt das Beispiel eines Kennzeichens .
5.              V0RSCHRIFT3N UND PSUFUNGEN
5.1 .           Allgemeines                               >
                Die Teile , die einen Einfluß auf die Emission luftverunreinigender
               tffcoffehaben können , müssen so beschaffen und eingebaut sein , daß das
                Fahrzeug bei betri.ebsüblicher Beanspruchung und trotz der auftre­
                tenden Erschütterungen den technischen Vorschriften dieser Richt­
                linie entspricht .
5.2 .           Vorschriften über die Kalt start einrichtungc-n
5.2.1 .         Die Kaltstarteinrichtung muß so beschaffen sein , daß sie weder
                eingeschaltet werden noch in Betrieb bleiben kann , wenn der Motor
                unter seinen normalen . Betriebsbedingungen läuft .
5*2.2 .         Die Vorschriften des Absatzes 5»2.1 . gelten nicht , wenn mindestens
                eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt wird :
5.2.2.1 .       Wenn bei eingeschalteter Kaltsts.rteinrichtung der Lichtabsorptions-
                koeffizient durch die Motorabgase in Beharrungszustand - gemessen
                nach dem Verfahren nach Anhang III - den Grenzen nach Anhang VI
                entspricht .
5.2.2.2 .       Wenn die Dauereinschaltung der Kaltstarteinrichtung innerhalb
                einer angemessenen Frist den Stillstand des Motors zur Folge hat .
5« 3 «          Vorschriften über die Emission luftverunreinigander Gase      -
5 » 3*1 »       Die MeEfung der Emission luftveruni-einigender Stoffe aus de« IWir-
                zeugtyp , der zur Genehmigung vorgeführt wurde , ist nach den beiden
                Verfahren nach den Anhangen III und IV durchzuführen , wobei der
                eine Anhang die Prüfungen bei Beharrungszuständen und der andere
                                                                    (1 )
                die Prüfungen bei freier Beschleunigung betrifft         .
( l ) Die Prüfung bei freier Beschleunigung wird insbesondere durchgeführt ,
        um einen Bezugswert für diejenigen Behörden zu erhalten , die dieses Ver­
        fahren für die Nachprüfung der in Betrieb befindlichen Fahrzeuge benützen .
 ---pagebreak---                                                    Anhang I
Der nach dem Verfahren nach Anhang III gemessene Wert der Emission
luftverunreinigender ^£Pfcof £e --darf- -die in Anhang- VI angegebenen Grenz&
nichf* überschreiten .
Für Motoren mit Turbo-Abgasladern darf der bei freier Beschleuni­
gung gemessene Wert des Absorptionskoeffizienten höchstens gleich
dem Größtwert sein , der nach Anhang VI für den Nennwert des Luft-
durchsatzes vorgesehen ist , der dem höchsten bei den Prüfungen in
den Beharrungszuständen gemessenen Absorptionskoeffizienten , er-
                -1
höht um 0,5 ni     i entspricht .
Gleichwertige Meßgeräte sind zulässig . Wenn ein anderes Gerät als
ein Gerät nach Anhang VII benützt wird , so ist seine Gleichwertig­
keit für den betreffenden Motor nachzuweisen .
UBEREINS l'I MMUNG DER HERSTELLUNG
Jedes Fahrzeug der Serie muß dem genehmigten Fahrzeugtyp hinsicht­
lich der Bauteile entsprechen , die auf die Emission luftverunrei-
nigender Stoff© aus dem - Motor einen Einfluss haben .
Im Allgemeinen ist die Übereinstimmung der Herstellung bezüglich
der Emissionsbegrenzung von luftverunreinigenden C Stof f£» rfüs" dem
Dieselmotor aufgrund der Beschreibung in dem Auszug aus dem Betriebs
erl?ubnisbogen nsch Anhang X zu überprüfen «
Zur Nachprüfung eines aus der Serie entnommenen Fahrzeuges sind
die Prüfungen nach folgenden Bedingungen vorzunehmen :
 ---pagebreak---                                                      Anhang I
7.3.1,1 , Ein noch nicht eingefahrenes Fahrzeug ist der Prüfung in freier
          Beschleunigung nach Anhang IV zu unterziehen . Das Fahrzeug gilt
          als mit dem genehmigten Typ übereinstimmend , wenn der festge­
          stellte Wert des Absorptionskoeffizienten den im Kennzeichen an­
          gegebenen Wert um nicht mehr als 0,5 ni   überschreitet .
7.3«1»2 . Wenn der bei der Prüfung nach Absatz 7»3»1 » festgestellte Wert
                                                                -1
          den im Kennzeichen angegebenen Wert um mehr als 0,5 m     überschrei­
          tet , ist ein Fahrzeug des betreffenden Typs oder dessen Motor
          einer Prüfung bei Beharrungszuständen unter Vollast nach Anhang III
          zu unterziehen . Der Emissionswert darf diese Grenzen nach Anhang VT
          nicht überschreiten .
( 8 .)
 ---pagebreak---                                          ANKANG  II
               . HAUPTMERKMALE DES FAHRZEUGS UND EES MOTORS UND
                 ANGABEN ÜBER DIE DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNGEN 1 )
.1 - ,           Beschreibung, des Motors
 1.1 .           Marke ,
 1.2 . .         Typ ...
                                                    2)
    » J*         Arbeitsweise : Viertakt/Zweitakt      ,
1.4 .            Bohrung .       mm
1.5 .            Hub ......      mm
1.6 .      . . Zahl der Zylinder .
1,7 ,         . Hubraum . ...... cm
                                             3)
1,8 ...          Kompressionsverhältnis
1.9 *            Art der. Kühlung . ......
                                      2)
1.10 .           Aufladung mit/ohne      Beschreibung des- Systems ,
1.11 .           Luftfilter :, Zeichnungen oder -Marken und Typen .
2.               Zusätzliche Einrichtungen zur Abgasreinigung ( falls vorhanden
                 und nicht unter, einer anderen Nummer erfaßt )
                 Beschreibung und Skizzen .
3.'      '       K'ra'ftstoff-Speisesystem
3.1 .            Beschreibung und Skizzen der Ansaugleitungen nebst Zubehör
                 ( Vorwärmer , Ansaugschalldämpfer usw.)
,?. 2 .          Kraftstoffzufuhr
1)'Für nicht herkömmliche Motoren oder' Systeme sind entsprechende Angaben
       zu machen .
 2 ) Nichtzutreffendes - streichen .       '                           ...
3 ) Toleranz angeben .
 ---pagebreak---                                                                     Anhang II
3.2.1 .           Kraftstoffpumpe
                         3)                                                         3)
                  Druck                   e . odsr charakteristisches Diagramm         ,
                                              2)
3.2.2 .           Eiiiopritzeinrichtung
3.2.2.1 .         Pumpe .».,
3.2 . 2 . 1.1 .   Marke ...,
3.2.2.1.2 .       Typ ( en ).
3.2.2.1.3 .       Einspritzmerige *           mm   je Hub bei             U/min .
                               2)3 )
                  der Pumpe "        bei Vollforderung oder charakteristisches
                              2)3 )
                  Diagramm
                  Angabe des verwendeten Verfahrens : am Motor/auf dem
                  Pumpenprüfstand .
3.2.2.1.4 .       Einspritzzeitpunkt .                .
3.2.2.1,4.1 . Verstellkurve des Spritzverstellers
3.2.2.1 . 4.2 . Einstellung des Einspritzzeitpunkts .....
3.2.2.2 .       " Einspritzlei tungen
3.2.2.2.1 .       Länge
3.2.2.2.2 .       lichter Durchmesser                                   . ...
3.2.2.3 *         Einspritzduse(n ) . »
3.2.2.3.1 .       Marke ( n )
3.2.2.3.2 .       Type(n )
3.2.2.3.3 .       Einspritzdruck *            ... bar
                                                  2)3 )
                  oder Emspritzdiagramm
3.2.2.4 .         Regler . .
3.2*2.4 . 1 .     Marke(n ),
3*2.2.4.2 .       Typ ( en ).,
3.2.2.4.3 .       Drehzahl bei Beginn der Abregelung bei Last :.
                  U/min
3.2.2.4.4 .       größte Drehzahl ohne Last :                    U/min
3.2.2.4.5 .       Leerlaufdrehzahl :                       U/min
                                                                              • >/•
2 ) Nicatzutref fendes streichen
3 ) Toleranz angeben
 ---pagebreak---                                    - 3 -
                                                       Anhang II
3«3 *          Kaltstarteinrichtung
3*3*1 •        Mark e ( n )
3.3.2 .        Typ(en )
3.3.3 .        Beschreibung
k.             Ventile
4.1 .          Maximale Ventilhübe und Pffnungs - sowie Schließwinkel ,
               bezogen auf die Totpunkte
                                             2)
4.2 .          Prtif- und/oder Einstellspiel
5.             Auspuf fanlage
5.1 «          Beschreibung und Skizzen                           *
5.2 .          Mittlerer Gegendruck bei größter Leistung :.....
               mm, Wassersäule
6.            .Kraftubertragung
6.1 .          Trägheitsmoment des Motorschwungrades .
6.2 .   -      Zusätzliches Trägheitsmoment , wenn das Getriebe sich in
               Leerlaufstellung befindet ..
7•             Zusätzliche Angaben über die Prüfbedingungen
7.1 .          Verwendetes Schmiermittel
7.1.1 .        Marke .
7.1.2 .        Typ .
               ( Wenn dem Kraftstoff ein Schmiermittel zugesetzt ist , muß
               der prozentuale Anteil des Öls angegeben werden )
2 ) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                        - if -
                                                                Annang II
  *               Kenndaten des Motors
o *                        „_ . _
8.1 .             Drehzahl    im Leerlauf :         ... w*U/min
                                                            / • 3)
8.2.              Drehzahl bei Höchstleistung :.                U/min^
8.3 »             Leistung an den sechs Meßpunkten nach Absatz 2.1 . des
                  Anhangs 4 dieser Eegelung .
8.3.1 .           Leistung des Motors auf dem Prüfstand : .
                                                                         2)
                  gemali BSI-CUNA- DIN- GOST-IGM- ISO-SAE- usw Norm
8.3*2 . 2 )       Leistung an . den Rädern des Fahrzeugs
                                       Drehzahl ( n )              Leistung
                                        U/min                        PS
                r      1
                       ?
                       k
                       f.;
                I                                                           I
                                                                            l
2 ) Nichtzutreffendes streichen
3 ) Toleranz angeben
 ---pagebreak---                                                Anhang III
                        ANHANG   III
       PRÜFUNG BEI BEHAEEUN GS ZUSTÄNDEN UNTER VOLLAST
EINLEITÏÏNG
Dxeser Anhang beschreibt das Verfahren für die Durchführung der
Prüfung des Motors bei verschiedenen Beharrungszuständen unter
Vollast .
Die Prüfung kann entweder an einem Fahrzeug oder an einem Motor
vorgenommen werden .
MESSVERFAHREN
Es wird die Trübung der Abgase des Motors gemessen , wobei dieser
mit Vollast und in Beharrungszuständen betrieben wird . Es werden
6 Messungen vorgenommen , die gleichmäßig zwischen der Höchstleistungs-
drehzahl des Motors und der größeren der folgenden Motordrehzahlen
aufzuteilen sind :
*1-5 % der Hochstleistungsdrehzahl
1000 U/min
Dxe äußeren Meßpunkte, müssen an den Enden des vorstehend angegebenen
Meßbereichs liegen .
Für Dieselmotoren mit Lader , der beliebig zu - und abgeschaltet
werden kann , und bei denen die Zuschaltung des Laders selbsttätig
eine Erhöhung der Einspritzmenge mit sich bringt , sind die Messungen
mit und ohne Aufladung durchzuführen . Für jede Drehzahl gilt der je­
weils erhaltene , größere Wert als Meßwert .
PRUFBEDINGUNGEN
Fahrzeug oder Motor
Der Motor oder das Fahrzeug ist in gutem nechanischem Zustand
vorzustellen . T. er Motor muß eingelaufen sein .
 ---pagebreak---                                            Anhang III
Der Motor ist mit der Ausrüstung nach Anha.ng II zu prüfen.
Der Motor ist nach den Angaben des Herstellers und nach
Anhang II einzustellen .
Die Auspuf fanlage darf kein Leck aufweisen , das eine Verdünnung
der Abgase zur Folge hat .
Der Motor muß sich unter nach Angaben des Herstellers normalen
Betriebsbedingungen befinden . Insbesondere müssen das Kühlwasser
und das öl die nach den Angaben des Herstellers normale Temperatur
haben .
Kraftstoff
Als Kraftstoff ist der Bezugskraftstoff nach den technischen
Daten nach Anhang V zu benützen.
Prufraum
Die absolute Temperatur T m Grad Kelvin des Prufraumes und
der atmosphärische Druck H in Torr sind festzustellen . Dann ist
der Faktor F zu ermitteln , der wie folgt bestimmt ist :
           F = (_zita_)0'
                   H
                          5     x (_  Ï ) °.5■
                                  ^ 305               ,
               . . .  _       _      ■ ' _     < _ <c
Für die Gültigkeit einer Prüfung muß 0,98 = F = 1,02 sein.
Meßgeräte und Entnahmesond e
Der Lichtabsorptionskoeffizient der Abgase ist mit einem
Trübungsmesser zu bestimmen , der den Vorschriften des
Anhangs VII entspricht und der nach Anhang VIII aufgebaut ist .
 ---pagebreak---                                               Anhang III
GRENZWERTE
Für jede der 6 Drehzahlen , bei denen Messungen des Absorptions-
koeffizienten nach Absatz 2.1 . vorgenommen werden , wird der
Nennwert des Luftdurchsatzes G in l/s berechnet » Man erhält
ihn nach den folgenden Formeln :
                                          Vn
- für Zweitaktmotoren                G = "gr-
                                          Vn
-  für Viertaktmotoren               G =
V:  Hubraum des Motors in Liter
n : Drehzahl in Umdrehung/Minute .
Für jede Drehzahl darf der Absorptionskoeffizient der Abgase den
Grenzwert nach der Tabelle in Anhang VI nicht überschreiten . Ent­
spricht der Luftdurchsatzwert keinem der in dieser Tabelle ange­
gebenen Werte , gilt der durch Interpolation nach dem Prinzip der
proportionalen Anteile ermittelte Grenzwert .
 ---pagebreak---                                                Anhang IV
                          ANHANG  IV
               PRÜFUNG " EEI FREIER BESCHLEUNIGUNG
PRÜFBEDINGUNGEN
Die Prüfung ist an einem Fahrzeug oder an einem Motor vorzunehmen ,
der der Prüfung nach Anhang III unterzogen wurde .
Wenn die Prüfung auf einem Prüfstand im Beharrüngszustand vorge­
nommen wird , ist sie so bald wie möglich nach der Prüfung der
Trübung bei Vollast und in Beharrungszuständen durchzuführen .
Insbesondere müssen das Kühlwasser und das öl die nach Angaben
des Herstellers normalen Temperaturen haben .
Wentf die Prüfung an einem Fahrzeug im Stand durchgeführt wird ,
ist der Motor zuvor durch eine Straßenfahrt auf normale Be­
triebsbedingungen zu bringen . Die Prüfung ist so bald wie möglich
nach Beendigung der Straßenfahrt vorzunehmen .
Der Brennraum darf sich durch eine längere Zeitspanne des Leer­
laufs vor der Prüfung nicht abgekühlt oder verschmutzt haben .
Es gelten die Prüfbedingungen nach den Absätzen 3.1 . , 3.2 . und
3 » 3 « des Anhangs III .
Für die Meß- und Entnahmeeinrichtungen gelten die Bedingungen
nach Absatz 3 .^. des Anhanges III .
DURCHFUHRUNG DER PRUFUNGEN                   v
Wenn die Prüfung auf einem Prüfstand vorgenommen wxrd , ist der
Motor von der Bremse zu lösen . Diese ist entweder durch die sich
drehenden Teile des Getriebes in Leerlauf Stellung oder durch
eine Schwungmasse , die diesen Bauteilen möglichst genau entspricht
zu ersetzen .                         *
Wenn die Prüfung an einem Fahrzeug durchgeführt wird , ist das
Getriebe in Leerlauf Stellung zu bringen und die Kupplung ein-
zurücken .
 ---pagebreak---                                                Anhang IV
  Bei Leerlauf des Motors ist schnell aber ohne zu große Härte
  das Gaspedal so durchzutreten , daß die größte Einsprit zmenge
  der Einspritzpumpe erzielt wird , Diese Stellung ist beizube­
  halten , bis die größte Drehzahl des Motors erreicht wird und
  der Regler abregelt . Sobald diese Drehzahl erreicht ist , ist
  das Gaspedal loszulassen bis der Motor wieder auf Leerlauf
  geht und das Trübungsmeßgerät sich wieder unter entsprechenden
  Bedingungen befindet .
  Der Vorgang nach Absatz 2.3 « ist mindestens sechsmal zu wieder­
  holen , um die AuspUf fanlage zu reinigen und um gegebenenfalls
  die Geräte nachzustellen . Die Höchstwerte der Trübung sind für
  jede der aufeinanderfolgenden Beschleunigungen festzuhalten , bis '
  man konstante Werte erhält . Die Werte , die in der Leerlaufzeit des
  Motors nach jeder Beschleunigung auftreten , sind nicht zu berück­
  sichtigen . Die abgelesenen Werte gelten als konstant , wenn k auf-
                                                               -1
  einanderfolgende Werte innerhalb einer Toleranz von 0,25 m
  liegen und dabei kein systhematischer Abfall festzustellen ist .
  Der festzuhaltende Absorptionskoeffizient X„. ist das arithmetische
  Mit tel diesefk Werte .
              ^   . '
  Für Mctoi^eH mit Lader gelten , folgende besondere Vorschriften :
^x^lir^Moj^oren mit einem Lader, der mit dem Motor mechanisch gekuppelt
    ä&s? von diesem mechanisch angetrieben wird und der ausschaltbar
  ist , sind 2 vollständige Meßreihen mit vorhergehenden Beschleuni­
  gungen vorzunehmen , wobei einmal der Lader eingekuppelt und das
  andere Mal ausgekuppelt ist » Das festzuhaltende Meßergebnis ist
  das höhere aus den beiden Meßreihen .
  Für Motoren mit Lader , die durch einen Nebenschluß vom Führersitz
  aus außer Betrieb gesetzt werden können , ist die Prüfung mit und
  ohne Nebenschluß durchzuführen . Das festzuhaltende Meßergebnis
  ist das höhere aus den beiden Meßreihen .
 ---pagebreak---                         - 3 ~
                                           Anhang IV
ERMITTLUNG DES KORRIGIERTEN WERTES DES ABSORPTIONSKOEFFIZIENTEN
Bezeichnungen
X^     Wert des Absorptionskoeffizienten bei freier Beschleunigung
       nach Absatz 2 .^. dieses Anhangs gemessen ;
       Korrigierter Wert des Absorptionskoeffizienten bei freier
     , Beschleunigung ;
S^ , Im Beharrungszustand gemessener Wert des Absorptionskoeffi-
       zienten ( Absatz 2.1 . des Anhangs III ), der dem vorgeschrie­
       benen Grenzwert entsprechend dem gleichen Luftdurchsatz e.m
       nächsten kommt ;
S^     Nach Absatz h.2 , des Anhangs III vorgeschriebener Wert des
       Absorptionskoeffizienten für den Luftdurchsatz , der dem Met
       punkt entspricht , der zum Wert S^ führte ;
L      Tatsächliche Länge des Lichtstrahls im Trübungsmeßgerät .
Wenn die Absorptionskoeffizienten in m       und die tatsächliche
Länge des Lichtstrahls in Meter ausgedrückt sind , ergibt sich
der korrigierte Wert XTJJ aus dem kleineren der beiden nachfolgend
Ausdrucke :
            X      Si
              L "- g– • XM      oder    X"   = XM + 0,5
                    M     ,              L        M
 ---pagebreak---                                                            Anhang V
                                  ANHANG    V
               TECHNISCHE DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFS FJR DIE
             PRÜFUNGEN ZUR GENEHMIGUNG UND FÜR DIE NACHPRÜFUNG
                    DER ÜBEREINSTIMMUNG DER HERSTELLUNG
                                     Grenzwerte und                 Verfahren
                                   / Einheiten
Dichte 15/ 4 C                       g , 830 + ©,005              ASTM D   1298-67
Siedeverlauf                                                      ASTM D      86-67
   50%                               min. 245 C
   90#                               330 C + 10 C
   Sxedeende                         max. 370 C
Cetanzahl                            5^+3          V              ASTM D    976-66
kinematische Viskosität
bei 100 F                            3 + 0,5 est                  ASTM D    **45-65
Schwefelgehalt                       0,4 + 0,1 Gewichts%          ASTM D    129-64
                                            __ o „
Flammpunkt                           mm. 55 C                     ASTM D      93-66
                                              _o „
Trûbungspunkt                        max. - 7 C                   ASTM D      97-66
Anilmpunkt                           69 C + 50                    ASTM D    611-64
Conradsonzahl für 10% Rück­
stand                                max » 0,2 Gewichts%          ASTM D    524-64
Aschegehalt                          max . 0,01 Gewichts9&        ASTM D    482-63
Wassergehalt                         max. 0,05 Gewichts%          ASTM D      95-62
Kupferlamellenkorrosion
bel 100   C                          max. 1                       ASTM D    130-68
unterer Heizwert                     ( 10250 + 100 kcal/kg        ASTM D       2-68
                                     ( 18^50 + 180 BTU/lb                      ( ap.'
Säurezahl                            null mg KOH/g                ASTM I'.  97^-64
Anmerkung : Der Kraftstoff darf nur durch direkte Destillation gewonnen
            werden , er braucht nicht entschwefelt zu sein , er darf keinerlei
            Additive enthalten .
 ---pagebreak---                                                         Anhang VI
                                 ANHANG VI
              GRENZWERTE FÜR DIE PRÜFUNG BEI BEI! ARRUNGS ZUST ANDEN
     Nennwerte des Luftdurchsatzes G           Absorptionskoef fizxent k
                                                              -1
             Liter/ Sekunde                                 m
            2 - 42                                      2.26
             "  45                                      2,19
                50                                      2,03
                55                                      1,985
                60                                      1,90
                65                                      1,84
                70                                      1,775
                75                                      1,72
                80                                    ' 1 , 665
                85                                      1,62
                90                                      1,575
                95                                      1,535
               100                                      1,495
               105                                      1,465
               110                                      1,425
               115                                      1,395
               120                                      1,37
               125                                      1,345
               130                                      1,32
               135                                      1,30
               140                                      1,27
               145                                      1 , c-7>
               150                                      1,225
               155                                      1,205
               160                                      1,19
               165                                      1,17
               170                                      1,155
               175                                      1,14
               1c0                                      1,125
               185                                      1,11
               190                         ί            1,095
               195                                      1,08
               200                                      1,065
Anmerkung : Die vorstehenden Werte sind auf 0,0 i oder 0,005 gerundet , dies
            bedeutet jedoch nicht , daß die Messungen mit dieser Genauigkeit
            durchgeführt v/erden
 ---pagebreak---                                              Anhang VII
                           f
                        ANHANQ  VII
            EIGENSCHAFTEN DER TRÜBUNGSMESSGERÄTE
 ANWENDUNGSBEREICH
 Dieser Anhang legt die Bedingungen fest , die von Trübungs-
meßgeräten eingehalten werden müssen , die für die Prüfungen
nach den Anhängen III und IV benützt werden sollen .
GRUNDSÄTZLICHE VORSCHRIFTEN FÜR DIE TRÜBUNGSMESSGERÄTE
Das zu messende Gas muß sich in einer Kammer befinden , deren
Innenflächen nicht reflektierend sind .
Die effektive Länge der Lichtabsorptionsstrecke wird unter
Berücksichtigung des möglichen Einflusses von Schutzeinrich-
tungen für die Lichtquelle und für die Photozelle bestimmt .
Diese effektive Länge ist auf dem Gerät anzugeben .
Das Anzeigegerät des Trübungsmeßgerätes muß 2 Skalen haben .
Die eine muß absolute Einheiten der Lichtabsorption von 0 bis
"V"    –1 V
    (m    ) aufweisen , die andere muß linear von 0 bis 100 geteilt
sein ; beide Skalen müssen sich von dem Wert 0 für den gesamten
Lichtstrora bis zu dem Größtwert der Skalen für die vollständige
Lichtundurchlässigkeit erstrecken .
BAUVORSCHRIFTEN
Allgemeines
Trübungsmeßgeräte müssen so beschaffen sein , daß die Meßkammer
mit Rauch gleichmäßiger Dichte gefüllt ist , wenn es bei B^harru
zuständen betrieben wird .
Rauchkammer und Gehäuse des Trübungsmeßge r ätes
Das auf die Photozelle falende Streulicht , das von inneren
Reflektionen oder vori Lichtstreuung herrührt , muß auf ein
Mindestmaß beschränkt sein ( z.B. durch eine matt-schwarze Ober­
 fläche der inneren Flächen und eine allgemein geeignete Anordnu
 ---pagebreak---                                  -  2 -
                                    «
                                                      Anhang VII
3.2.2 . Die optischen Eigenschaften müssen gewährleisten , daß der Wert
         für Streuung und Reflektion zusammen eine Einheit der linearen
        Skala nicht überschreitet , wenn die Rauchkammer durch Rauch mit
                                                   -1
         einem Absorptionskoeffizienten bei 1,7 u      gefüllt ist .
3» 3«   Lichtquelle
        Sie soll aus einer Glühlampe bestehen , deren Farbtemperatur
        zwischen 2800 und 325©°K liegt .
3.4-.   Pimp fanger
3.^.1 . Der Empfänger soll aus einer Photozelle bestehen , deren spek-^
        trale Empfindlichkeit möglichst genau der Hellempfindlichkeits-
        kurve des menschlichen Auges angepaßt ist , ( Höchstempfindlich-
        keit im Bereich 55£/57Q pa , weniger als k% dieser Höchstempfind-
        lichkeit unter kj>0 nm und über 680 nm .)
3.^.2 . Der elektrische Kreis einschließlich des Anzeigegerätes muß
        so beschaffen sein , daß der von der Fhotozelle gelieferte Strom
        eine lineare Funktion der empfangenen Lichtstärke innerhalb
        des Betriebs-Temperaturbereichs der Photozelle ist .
3.5 .   iibleseskalen
3.5.1 . Der Lichtabsorptionskoeffizient in k-Einheiten wird aus der
        Formel 0 = 0O , e~     berechnet . Dabei ist L die effektive Länge
        der Lichtabsorptionsstrecke , 0O der eintretende Lichtstrom und
        0 der austretende Lichtstrom . Wenn die effektive Länge L eines
        Typs eines Trübungsmeßgeräts nicht unmittelbar von dessen Geo­
        metrie her bestimmt v/ erden kann , ist die tatsächliche Länge L
        - entweder nach dem in Absatz k beschriebenen Verfahren ,
        ~ oder durch Vergleich mit einem anderen Typ eines Trübungsmeß-
           geräts , dessen tatsächliche Länge bekannt ist , zu bestimmen .
3.5.2 . Der Zusammenhang zwischen der linearen Skala mit der Teilung 0
        bis 100 und dem Lichtabsorptionskoef fizienten k ist durch die
        Formel
              1 .     > .  N
        k = – log e (1 - –-Q ) gegeben. Dabei bedeutet N einen Ablesewert
        auf der linearen Skala und k den entsprechenden Wert des Absorp-
        tionskoeffizienten .
 ---pagebreak---                        - 3 -
                                           Anhang VII
Das Anzeigegerät des Trübungsmeßgerates muß es gestatten ,
                                             -1
einen Absorptionskoeffizienten von 1,7 m        mit einer Genauig-
                 - 'I
keit von 0,P25 m       abzulesen.
Einstellung und Prüfung des Meßgerätes
Der elektrische Kreis der Fotozelle und des Anzeigegerätes
muß einstellbar sein , um den Zeiger auf 0 bringen zu können ,
wenn der Lichtstrom durch die mit reiner Luft gefüllte Rauch-
kammer oder eine Kammer mit gleichen Eigenschaften geht .
Bei ausgeschalteter Lampe und offenem oder kurzgeschlossenem
elektrischen Kreis muß die Anzeige auf der Skala für den Ab-
sorptionskoeffizienten 00 betragen und nach Wiedereinschalten
des Kreises muß die Anzeige bei oo bleiben .                 .v
Es ist eine Zwischenprüfung durchzuführen , indem man in die
Rauchkammer ein       Filter einführt , das ein Gas mit einem
bekannten Absorptionskoeffizienten k darstellt , der nach
Absatz 3.5.1 . gemessen , zwischen 1.6- m     und 1,8 m    beträgt .
                                                      -1
Der Wert k muß mit einer Genauigkeit von 9,025 m         bekannt sevao
Die Nachprüfung besteht darin festzustellen , ob dieser Wert
um nicht mehr als Q,©5 ® ' von - dem vom Anzeigegerät abgelesenen
Wert abweicht , wenn das Filter zwischen Lichtquelle und Foto­
zelle gebracht wird .
Zeitkonstante des Trubungsmefsgeràtes
Die Zeitkonstante des elektrischen Meßkreises , angegeben als
Zeit , innerhalb dtrer der Zeiger 90$ des Skalenendwertes er­
reicht , wenn ein vollständig lichtundurchlässiger Schirm von
der Fotozelle entfernt wird , muß zwischen ©,9 und 1,1 Sekunden
liegen .
Die Dämpfung des elektrischen Meßkreises muß so sein , daß
das erste Uberschwingen über die schließlich konstante Anzeige
nach jeder plötzlichen Änderung des Eingangswertes ( z,E . Ein­
bringen des Prüffilters ) nicht mehr als k% dieses Wertes in
Einheiten der linearen Skala beträgt .
 ---pagebreak---                         - if -
                                            Anhang VII
Die Zeitkonstante des Trübungsmeßgerätes , bedingt durch physi­
kalische Erscheinungen in der Rauchkammer , ist die Zeit , die
zwischen dem Eintritt der Gase in das Meßgerät und der voll­
ständigen Füllung der Rauchkammer vergeht , sie darf nicht mehr
als 0,k Sekunden betragen .
Diese Vorschriften gelten nur für Trübungsmeßgeräte , die für
Trübungsmessungen bei freier Beschleunigung benützt werden .
Druck des zu messenden aa ses und der Spülluft
Der Druck der Abgase in der Rauchkammer darf vom Umgebungs­
druck um nicht mehr als 75 mm Wassersäule abweichen .
Die Druckschwankungen des zu messenden Gases und der Spül-
luft dürfen keine größere Veränderung des Absorptionskoef fi-
                     -1
zienten als 0,05 m       bei einem zu messenden Gas hervorrufen ,
das einen Absorptionskoef fizienten von 1,7 m      hat .
Daö Trübungsmeßgerät muß mit geeigneten Einrichtungen für
die Druckmessung in der Rauchkammer versehen sein .
Die Grenzen der zulässigen Druckschwankungen des Gases und
der Spülluft in der Rauchkammer sind vom Hersteller des Gerätes
anzugeben ,
Temperatur des zu messend.en Gases
Die Temperatur des zu messenden Gases muß an jedem Punkt der
Rauchkammer zwischen 7G°C und einer vom Hersteller des Trü-
bungsmeßgerätes angegeb nen Höchsttemperatur liegen , so daß
die Ablesungen in diesem Temperaturbereich um nicht mehr als
      –1
0,1 m    schwanken .
Das Trübungsmeßgerät muß mit geeigneten Einrichtungen für die
Temperaturmessung in der Rauchkammer versehen sein .
 ---pagebreak---                                   - 5 -
                                           '          Anhang VII
          EFFEKTIVE LÄNGE "L " DES TRÜBÜNGSMESS GERÄTES
4. 1 .    Allgemeines                         ,
4.1.1 .   In einigen Trübungsmeßgerätetypen weisen die Gase zwischen der
          Lichtquelle und der Fotozelle oder zwischen den transparenten
          Teilen , die die Lichtquelle und die Fotozelle schützen , keine
          gleichmäßige Trübung auf . In solchen Fällen ist die tatsächliche
          Länge L jene einer Gassäule mit einheitlicher Trübung , die zu
          der gleichen Lichtabsorption führt wie jene , die festgestellt
          wird , wenn das Gas normal durch das Trübungsmeßgerät geht .
4.1.2 .   Die effektive Länge der Lichtabsorptionsstrecke erhält man , indem
          man die Anzeige N des normal arbeitenden Trübungsmeßgeräts mit
          der Anzeige N   des Trübungsmeßgerätes vergleicht , das derart
          geändert ist , da3 das Prüfgas eine genau definierte Länge L
          füllt .                            . •"
4.1.3 . ■ Für die Berichtigung des Nullpunktes sind rasch aufeinander
          folgende Vergleichsanzeigen zu; verwenden .
4.2 .     Verfahren für die Bewertung der effektiven Länge' L
4.2.1 .   Die Prüfgase müssen Abgase mit konstanter Trübung oder absor­
          bierende Gase sein , deren Dichte nahezu jenem der Abgase ent-*
          spricht .
4.2.2 . " Bei dem Trübungsmeßgerät ist eine Säule der Länge Lq genau zu
          bestimmen , die einheitlich mit Prüfgas gefüllt werden kann und
          deren Grundflächen nahezu senkrecht zur Richtung der Lichtstrahlen
          sind . Diese Länge L q sollte nicht erheblich von der angenommenen
          effektiven Länge des Trübungsmeßgerätes abweichen .
4.3 «     Die Durchschnittstemperatur der Prüfgase in der Rauchkammer
          ist anschließend zu messen ,
4.4 .     Falls erforderlich kann ein Beruhigungr.gdfäß von zur Dämpfung
          der Schwingungen genügender Größe und von kompakter Bauweise in
          die Entnahmeleitungen eingebaut werden , und zwar so nahe wie
          möglich bei der Entnahme sonde . Auch eine Kühleinrichtung kann einge­
          baut werden . Der Einbau des Beruhigungsgefäßes und des Kühlers
          darf die Zusammensetzung der Abgase nicht wesentlich beeinflussen .
 ---pagebreak---                                            Anhang VII
Dxe Prüfung zur Bestimmung der effektiven Länge besteht darin ,
daß man eine Probe der Prüfgase zunächst durch das normal ar­
beitende Trübungsmeßgerät und anschließend durch das gleiche
Gerät führt , das nach Absatz         geändert wurde .
Die von dem Trübungsmeßgerät . abgegebenen Werte sind während
der Prüfung mit einem schreibenden Gerät aufzuzeichnen , dessen
Zeitkonstante höchstens gleich derjenigen des Trübungsmeßgerätes
ist . '
Bei normal arbeitenden Trübungsmeßgerätön gibt die lineare Skala
den Wert N an und die , Anzeige der mittleren Temperatur der Gase
ist T in Grad Kelvin .
Bei bekannter Länge 1 , gefüllt mit demselben Prüfgas , gibt die
lineare Skala den Wert N    an und die Anzeige der mittleren
                            –      _
Temperatur der Gase ist T o in Grad Kelvia .
Die effektive Länge wird dann
               o  ~
                    o log(1 -  o    )
                              100
Die Prüfung muß alt mladostena h Prüfgassn so wiederholt, werden ,
daß sie zu Werten führt , die auf der linearen Skala in regel­
mäßigen Abständen zwischen 20 und 80 liegen .
Die effektive Länge L des Trübungsmeßgerätes ist das arithmetische
Mittel der effektiven Längen , die nach Absatz b.G * mit einem
jeden der Prüfgase erhalten werden .
 ---pagebreak---                                               Anhang VIIJL
                         ANHANG VTII                           -
           AUFBAU UND VERWENDUNG DES T'RÜBUNGSMESSGERATES
GELTUNGSBEREICH
Di.eser Anhang legt den Aufbau und die Benützung der Trübungs-
meßgeräte fest , . die' für die Früfungen nach den Anhängen III
und IV benützt werden sollen .
TEI1STRÔM-TRUBUNGSMESSGERAT
Aufbau für die Prüfungen bei Beharrungszustanden
Das Verhältnis des Querschnitts der Sonde zum Querschnitt . des
Auspuffrohres muß mindestens 0,0.5 betragen » Der im Auspuffrohr
am Eingang der Sonde gemessene Gegendruck darf nicht mehr als
75 um Wassersäule betragen .
Die Sonde soll aus einem Rohr bestehen , dessen eines Ende
nach vorn offen ist und das in der Achse des Auspuffrohres
oder des möglicherweise erforderlichen Verlängerungsrohres liegt »
Sie muß sich - an einer Stelle befinden , wo die Verteilung des
Rauches annähernd gleichmäßig ist . Dazu muß die Sonde so nahe
am Ende des Auspuffrohres wie möglich oder ggf. in einem Ver-
längerungsrohr so angebracht werden , daß , wenn D der Durchmesser
des Auspuffrohres am Ende - ist , das Ende . der Sonde auf ei.nem
geradlinigen Teil liegt , der eine Länge von mindestens 6D in
Strömungsrichtung vor dem Entnahm epunkt und 3D hinter diesem
hat . V/ enn ein Verlängert ngsrohr verwendet wird , darf an der
Verbindungsstelle keine Fremdluft eintreten.
Der Druck im Auspuffrohr ux<d der Druckabfall in den Entnahme-
leitungen müssen so sei.n , daß die Sende eine Probe entnimmt ,
die einer solchen bei isokinetischer Entnehme gleichwertig ist .
 ---pagebreak---                                   - 2 -
                                                     Anhang vIII
2.1.4 .  Falls erforderlich kann ein Beruhigungsgefäß von zur Dämpfung
         der Schwingungen genügender Große und von kompakter Bauweise
         in die Entnahmesonde eingebaut werden , und zwar so nahe wie
         möglich bei der Entnahmesonde . Auch eine Kühleinrichtung kann
         eingebaut werden .
         Die Art des Beruh.?. gungsgefäßes und des Kühlers darf die Zusammen­
         setzung der Auspuffgase nicht wesentlich beeinflussen .
2.1.5 .  Eine Di-osselklappe oder ein anderes Mittel zur Druckerhöhung des
         entnommenen Gases kann in das Auspuffrohr in einem Abstand von
         mindestens 3^ in Strömungsrichtung hinter der Entnahmesondc einge
         baut werden »
2.1.6' . Die Leitungen zwischen der Sonde , der Kühleinrichtung , "dem Be-
         ruhigungsgefäß ( falls erforderlich ) und dem Trübungsmoßgerät
         müssen so kurz v/ie möglich sein , um die Bedingungen für den Druck
         und die Temperatur nach Absatz 3.8 . und 3 « 9 « des Anhanges VII zu
         erfüllen . Die Leitung muß vom Entnahmepunkt zum Trübungsmeßgerät
         ansteigend verlegt sein , scharfe Knicke , an denen sich Ruß an­
         sammeln kennte , sind zu vermeiden . Wenn im Trübungsmeßgerät kein
         Nebenschlußventil enthalten ist , muß ein solches davor eingebaut
         werden .
2.1.7 .  Während der Prüfurg ist sicherzustellen , daß die Vorschriften d^s
         Anhangs VII , Absatz 3.8 . über den Druck und die Vorschriften des
         Absatzes 3*9 . über die Temperatur in der Meßkammer eingehalten si
2.2 .    Aufbau für d ie Prüfungen bei freier Beschleunigung
2.2.1 .  Das Verhältnis des Querschnitts der Sonde zum Querschnitt des Aus
         puffrehres muß mindest ans 0,05 betragen . Der im Auspuffrohr am E:'.
         gang der Sonde gemessene Gegendruck darf nicht mehr als 75^mm
         Wassersäule betragen .
2.2 .;:. Die Sonde soll aus einem Kohr bestehen , dessen eines Ende nach
         vorn offen ist und dar in der Achse des Auspuffrohres oder des
         möglicherweise erforderlichen Verlängerungsrohres liegt . Sie muß
         sich an einer Stelle befinden , wo die Verteilung des Rauches an­
         nähern ! gleichmäßig iist . Dazu muß die Sonde so nahe am Ende des
 ---pagebreak---                          - 3 -               ...
                                          Anhang VIII
 Auspuffrohres wie möglich oder ggf . in einem Verlängerungsrohr
 so angebracht werden , daß , wenn D der Durchmesser des Auspuff-
rohres am Ende ist , das Ende der Sonde auf einem geradlinigen
Teil liegt , der eine Länge von mindestens 6D in Strömungsrich-
 tung vor dem Entnahmepunkt und 3D hinter diesem hat . Wenn ein
Verlängerungsrohr verwendet wird , darf an der Verbindungsstelle
keine Fremdluft eintreten *
Bei der Probeentnahme muß der Druck der Probe am Trübungsmeß­
gerät bei allen Motordrehzahlen innerhalb der Grenzen nach Ab­
satz 3.8.2 , des Anhangs VII liegen . Das ist durch Feststellung
des Drucks der Probe bei Leerlauf sov/ie bei Höchstdrehzahl im
unbelasteten Zustand zu prüfen . Je nach den Eigenschaften des
Trübungsmeßgerätes kann der Druck der Probe durch einen Druck-
minderer oder eine Drosselklappe im Auspuffrohr oder im Ver-
längerungsrohr geregelt werden . Unabhängig vom Verfahren darf d
im Auspuffrohr am Eingang der Sonde gemessene Gegendruck nicht
mehr als 75 nim Wassersäule betragen .
Die Verbindungsleitungen zum Trübungsmeßgerät müssen so kurz
wie möglich sein * Die Leitungen müssen vom Entnahmepunkt zum
Trübungsmeßgerät ansteigend verlegt sein , scharfe Knicke , an
denen sich Ruß ansammeln könnte , sind zu vermeiden . Dem Trü-
bungsgerät darf ein Nebenschlußventil vorgeschaltet werden , um
es vom Abgasstrom trennen zu können , wenn nicht gemessen wird .
VOLLS TROM- TRÜBUNGS MES S GERÄT
Für die Prüfungen bei Beharrungszuständen sowie bei freier Be­
schleunigung gilt :                             '
Die Verbindungslei tungen zvrischen dem Auspuff und dem Trübungs­
meßgerät dürfen keine Fremdluft einlassen .
 ---pagebreak---                        - if -
Die Verbmdungslextungen zum Tru.bungsraeßgerat müssen ebenso kurz
wie möglich sein , wie es für die Teilstrom-Trübungsmcßgoräte vor­
gesehen ist . Die Leitungen müssen vom Auspuff bis zum Trübungsmeß­
gerät ansteigend verlegt sein , scharfe Knicke , an denen sich Ruß
ansammeln könnte , sind zu vermeiden . Dem Trübungsmeßgerät darf ei :
Nebenschlußventil vorgeschaltet werden , um es vom Abgasstrom
trennen zu können , wenn nicht gemessen wird .
Vor dem Trübungsmeßgerät darf eine Kühleinrichtung verwendet werde ,.,,
 ---pagebreak---                                                                 4
                                                       Anhang XX
                            ANIIANG   IX
     MUSTER DES KENNZEICHENS FÜR DEN KORRIGIERTEN WERT DES
                       ABSORPTIONSKOEFEIZIENTEN
          k  b –^
            –1
            1.30   b
                  Li
                                                     a            b
                                    i Dimensions
                                      minimales
                                                     12          5,6
                                                ( millimètres )
Das gezeigte Kennzeichen bedeutet , daß der korrigierte V/t rt des Ab-
Sorptionskoeffizienten 1,30 m    beträgt .
 ---pagebreak---                                     ANFANG  X
                                                      Bezeichnung der Behorde
               AUSZUG AUS DEM BETRIEB.SERLAUBNISBOGEN
               FÜR EINEN FAHP.EEUGTYP , PER KIT EINEM DIESELMOTOR
               AUSGERÜSTET IST , HINSICHTLICH DER EMISSION LUFT-
               VERUNREINIGENDER GA3E AUS DEM MOTOR             ,,   , „
         ( BEI VERFAHREN' GEMASS -ARTIKEL 10 DER RICHTLINIE VOM 6.2 o 1970
           feER DIE BETRIEBSERLAUBNIS ZU BENUTZENDE VORLAGE ) . .
Nummer der Genehmigung
1.          Marke ( Firmenbezeichnung )
                                                        .
2.          Typ und Handelsbezeichnung des Fahrzeugs .
3»          Name und Anschrift des Herstellers
'f .       .Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten
5«          Emissionswerte
5.1 .       bel Beharrungszustânden
      Drehzahl    Nennwert des Luft-    Grenzwerte        gemessene Absorp-
      U/min       durchsatzes ( l/s )   der Absoro-       tionswert ( m"*'' )
                                        tion ( m~ ' )
      1
      2
      •z
      b
      5
      6
5.2 .       bei freier Beschleunigung
5.2.1 .     gemessener Absorptionswert . .
5.2.2 .     korrigierter Absorptionswert
 ---pagebreak---                              -2-
                                             Αηη&ηκ Χ
Marke und Typ des TriibungsmeBgerats .
Motor zur Genehrnigung vorgefiihrt am
Priifstelle
Datum des Gutachtens der Prüfstelle .
Nummer des Gutachtens der Früfst&lle
                                       1)
Die Genehmigung wird erteilt/versagt
Anbringungsstelle des Kennzeichens für den korrigierten Wert
des Absorptionskoeffizienten am Fahrzeug ...
Ort
Datum
ïïnterschrift
Folgende Unterlagen sind beigefügt * die
die oben genannte Nummer der Genehmigung tragen z
1 Ausfertigung des Anhangs II , vollständig ausgefüllt mit
    den angegebenen Zeichnungen und Skizzen
. . . Fotografie(n ) des Motors .