CELEX: 51996PC0670
Language: de
Date: 1996-12-12
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EG) DES RATES über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für Fischereifahrzeuge unter der Flagge der Färöer für 1997

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                           Brüssel, den 12.12.1996
                                           KOM(96) 670 endg.
                          Vorschlag für eine
                 VERORDNUNG (EG) DES RATES
über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für
        Fischereifahrzeuge unter der Flagge der Färöer fur 1997
                    (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                     BEGRÜNDUNG
Am 22. Oktober 1996 fanden in Brüssel Konsultationen zwischen der Gemeinschaft und
den Färöern statt, die zu einer gegenseitigen Fischereivereinbarung für 1997 führten.
Darin werden u. a. bestimmte Fangquoten fur Fischereifahrzeuge der Färöer in Gemein-
schaftsgewässern festgelegt.
Ziel dieses Vorschlags fur eine Verordnung ist es, faröischen Fischereifahrzeugen zu ge-
statten, ab dem 1. Januar 1997 die ihnen im Rahmen der obengenannten Vereinbarungen
für 1997 in Gemeinschaftsgewässern zugeteilten Quoten zu fischen.
 ---pagebreak---                                      Vorschlag für eine
                      VERORDNUNG (EG) Nr. /96 DES RATES
                                   vom Dezember 1996
       über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für
                 Fischereifahrzeuge unter der Flagge der Färöer für 1997
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 des Rates vom 20. Dezember 1992 zur
Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Fischerei und die Aquakultur0*,
geändert durch die Akte über den Beitritt Österreichs, Finnlands und Schwedens,
insbesondere auf Artikel 8 Absatz 4,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach dem Verfahren des Artikels 2 des Fischereiabkommens zwischen der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft einerseits und der Regierung Dänemarks sowie der Landes-
regierung der Färöer andererseits(2) haben die Gemeinschaft und die Landesregierung der
Färöer Konsultationen über ihre gegenseitigen Fischereirechte für 1997 geführt.
Bei diesen Konsultationen sind die Delegationen übereingekommen, ihren jeweiligen
Behörden zu empfehlen, für die Fischereifahrzeuge der anderen Vertragspartei bestimmte
Fangquoten für 1997 festzulegen.
Es sind die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um dem Ergebnis dieser
Konsultationen zwischen der Gemeinschaft und den Färöern Rechnung zu tragen und
somit eine Unterbrechung der gegenseitigen Fischereibeziehungen am 31. Dezember 1996
zu vermeiden.
 Für die Fangtätigkeiten nach dieser Verordnung gelten die Kontrollmaßnahmen der
 Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 zur Einführung einer
 Kontrollregelung für die Gemeinsame Fischereipolitik(3).
     (,)
         ABl. Nr. L 389 vom 31.12.1992, S. 1.
     (2)
         ABl. Nr. L 226 vom 29.8.1980, S. 11.
     (3)
         ABl. Nr. L 261 vom 20.10.1993, S. 1.
                                                  3
 ---pagebreak--- Nach Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1381/87 der Kommission vom 20.
Mai 1987 zur Festlegung der Einzelheiten für die Kennzeichnung und die Dokumente an
Bord von Fischereifahrzeugen(4) müssen alle Fahrzeuge mit Secwasserkühltanks ein von
einer zuständigen Behörde beglaubigtes Dokument mitführen, aus dem hervorgeht,
welcher Füllmenge in Kubikmetern die am Tank in Abständen von 10 cm markierte
Füllhöhe entspricht -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                            Artikel 1
 1.      Fischereifahrzeuge, die auf den Färöern registriert sind, dürfen vom 1. Januar bis
         zum 31. Dezember 1997 in den 200-Seemeilen-Fischereizonen der Mitgliedstaaten
         in der Nordsee, dem Skagerrak, dem Kattegat, der Ostsee und dem Atlantik
         nördlich von 43°00' N die in Anhang I aufgeführten Arten innerhalb der dort
         festgelegten geographischen und mengenmäßigen Grenzen entsprechend den
         Bedingungen dieser Verordnung fangen.
2.       Die nach Absatz 1 zulässige Fangtätigkeit ist, außer im Skagerrak, auf diejenigen
         Teile der 200-Seemeilen-Fischereizone beschränkt, die seewärts mehr als zwölf
         Seemeilen von der Basislinie entfernt liegen, von der aus die Fischereizonen der
         Mitgliedstaaten gemessen werden.
3.       Ungeachtet des Absatzes 1 sind unvermeidbare Beifänge von Arten, für die in
         einem Gebiet keine Quote festgelegt ist, innerhalb der Grenzen zulässig, die in
         den in dem betreffenden Gebiet geltenden Erhaltungsmaßnahmen festgelegt sind.
4.       In einem Gebiet getätigte Beifänge von Arten, für die eine Quote in diesem
         Gebiet festgelegt ist, werden auf diese Quote angerechnet.
                                            Artikel 2
 1.      Fischereifahrzeuge, die im Rahmen der Quoten von Artikel 1 fischen, haben die
         Erhaltungs- und Kontrollmaßnahmen und alle sonstigen Vorschriften über die
          Fischereitätigkeit in den in Artikel 1 genannten Gebieten zu beachten.
 2.       Die Fischereifahrzeuge führen ein Fischereilogbuch, in das die in Anhang II
          genannten Angaben einzutragen sind..
 3.       Die Fischereifahrzeuge übermitteln der Kommission gemäß den Vorschriften des
          Anhangs III die dort genannten Angaben.
     (4)
          ABl. Nr. L 132 vom 21.5.1987, S. 9.
                                                  4-
 ---pagebreak--- 4.  Fischereifahrzeuge mit Seewasserkühltanks führen an Bord ein von einer zustän-
    digen Behörde beglaubigtes Dokument mit, dem sich entnehmen läßt, welcher
    Füllmenge in Kubikmetern die am Tank in Abständen von 10 cm markierte
    Füllhöhe entspricht.
5.  Die Kennbuchstaben und -Ziffern der Fischereifahrzeuge müssen auf beiden Seiten
    des Bugs deutlich sichtbar angebracht werden.
                                     Artikel 3
1.  Die Ausübung der Fischereitätigkeit ist nur zulässig, wenn die Kommission im
    Namen der Gemeinschaft eine Lizenz und eine spezielle Fangerlaubnis erteilt hat
    und die in den Anhängen II und III genannten Bedingungen eingehalten werden.
2.  Lizenzen und spezielle Fangerlaubnisse werden nur ausgestellt, wenn die Zahl der
    an einem Tag gültigen Lizenzen und speziellen Fangerlaubnisse nicht höher ist als
    (a)     14 für den Makrelenfang in den ICES-Bereichen Via (nördlich von
            56°30'N), Vile, fund h, den Sprottenfang im ICES-Untergebiet IV und im
            ICES-Bereich Via (nördlich von 56°30'N), den Stöckerfang im ICES-
            Untergebiet IV und den ICES-Bereichen Via (nördlich von 56°30'N), Vile,
            f und h sowie den Heringsfang im ICES-Bereich Via (nördlich von
            56°30'N); 4 für den Heringsfang im ICES-Bereich lila N (Skagerrak);
    (b)     15 für den Stintdorschfang im ICES-Untergebiet IV und im ICES-Bereich
            Via (nördlich von 56°30'N) sowie den Sandaalfang im ICES-Untergebiet
            IV;
    (c)     20 für den Fang von Leng, Lumb und Blauleng mit Langleinen in den
            ICES-Bereichen Via (nördlich von 56°30'N) und VIb; es dürfen jedoch
            nicht mehr als 10 Fahrzeuge gleichzeitig fischen;
     (d)     16 für den Fang von Blauleng mit Schleppnetzen in den ICES-Bereichen
            Via (nördlich von 56°30'N) und VIb;
     (e)    20 für den Fang von Blauem Wittling im ICES-Untergebiet VII (westlich
            von 12°00'W) und in den ICES-Bereichen Via (nördlich von 56°30'N) und
            VIb;
     (f)    3 für den Fang von Heringshai mit Langleinen in der gesamten Gemein-
            schaftszone außer NAFO 3 PS.
 3.  Wird bei der Kommission ein Antrag auf Erteilung einer Lizenz und speziellen
     Fangerlaubnis gestellt, so sind folgende Angaben vorzulegen:
     (a)     Name des Schiffes;
     (b)     Registriernummer;
     (c)     außen angebrachte Kennbuchstaben und -nummern;
      (d)    Registrierhafen;
 ---pagebreak---       (e)      Name und Anschrift des Eigners bzw. Befrachters;
      (0       Bruttoraumzahl und Länge über alles;
      (g)      Motorenstärke;
      (h)      Rufzeichen und Wellenfrequenz;
      (i)      vorgesehene Fangmethode;
      (j)      vorgesehenes Fanggebiet;
      (k)      Fischarten, die gefangen werden sollen;
      (1)      Zeitraum, für den die Lizenz und spezielle Fangerlaubnis beantragt wird.
4.    Jede Lizenz und spezielle Fangerlaubnis gilt nur für ein Schiff. Sind mehrere
       Schiffe an einem Fangeinsatz beteiligt, so muß jedes eine Lizenz und spezielle
       Fangerlaubnis besitzen.
5.     Die Lizenzen und speziellen Fangerlaubnisse können im Hinblick auf die Ausgabe
       neuer Lizenzen und spezieller Fangerlaubnisse aufgehoben werden. Die
       Aufhebung wird am Tag vor der Ausgabe der neuen Lizenzen und speziellen
       Fangerlaubnisse durch die Kommission wirksam. Die neuen Lizenzen und
       speziellen Fangerlaubnisse gelten ab dem Ausgabetag.
6.     Die Lizenz und spezielle Fangerlaubnis wird vor Ablauf ihrer Geltungsdauer ganz
       oder teilweise zurückgezogen, wenn die jeweiligen in Artikel 1 festgelegten
       Quoten ausgeschöpft sind.
7.     Bei Nichteinhaltung der Vorschriften aus dieser Verordnung wird die Lizenz und
       spezielle Fangerlaubnis entzogen.
8.     Für Fischereifahrzeuge, bei deren Einsatz die Vorschriften dieser Verordnung
       nicht eingehalten wurden, wird für einen Zeitraum von längstens zwölf Monaten
       keine Lizenz und spezielle Fangerlaubnis erteilt.
9.     Die Kommission teilt den Färöern seitens der Gemeinschaft Namen und
       Kennzeichnung der faröischen Schiffe mit, denen aufgrund eines Verstoßes gegen
       die Gemeinschaftsvorschriften in dem oder den folgenden Monat(en) keine
       Erlaubnis für den Fischfang in der Fischereizone der Gemeinschaft erteilt wird.
                                        Artikel 4
Der Fischfang im Skagerrak unterliegt folgenden Bedingungen:
 1.    Der gezielte Heringsfang für andere Zwecke als den menschlichen Verzehr ist
       untersagt.
2.     Die Verwendung von Schleppnetzen und Ringwaden für den Fang pelagischer
       Arten ist von Samstag, 24.00 Uhr bis Sonntag, 24.00 Uhr untersagt.
                                              6
 ---pagebreak---                                       Artikel 5
Fischereifahrzeuge, die am 31. Dezember zum Fischfang berechtigt sind, dürfen die
Fischerei zu Beginn des folgenden Jahres fortsetzen, bis die Listen der Schiffe, die
während des betreffenden Jahres zum Fischfang berechtigt sind, der Kommission
vorgelegt und von ihr im Namen der Gemeinschaft genehmigt worden sind.
                                       Artikel 6
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1997 in Kraft.
        Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in
       jedem Mitgliedstaat.
        Geschehen zu Brüssel am        Dezember 1996
                                                                 Im Namen des Rates
                                                                         Der Präsident
                                               ?r
 ---pagebreak---                                               ANHANG I
                                    Fangquoten der Färöer 1997
1.       Quoten für in den Fischereigewässern der Gemeinschaft fischende Fahrzeuge
         der Färöer
                   .                              Fischereizone: ICES                       Menge
                                                  Untergebiet/Bereich                     (Tonnen)
       Leng, Lumb, Blauleng                             VIa (,) , VIb                       800      (4K5)
               Blauleng                                 VIa(,), VIb                         940         (6)
                Makrele                              VIa(,), Vile, f, h                   3 930         (7)
                 Hering                                     VIa(1)                          660
                Stöcker                            IV, VIa(,), Vile, f, h                 7 000
              Stintdorsch                                IV, VIa (,)
                 Sprotte                                 IV, VIa(1)                  1
                                                                                                        (8)
                Sandaal                                      IV                      J   20 000
            Blauer Wittling                          VIa(,), VIb, VII(2)                 62 000          (9)
          Anderer Weißfisch                              IV, VIa (,)                         400
            (nur Bei fange)
                 Hering                            lila N (Skagerrak)(3)                     500
                                                                                                         (4)
               Heringshai                       ganze Gemeinschaftszone                      125
  |                                        |         außer NAFO 3PS             •  |                         |
(i)
      Nördlich von 56°30'N.
 (2)
      Westlich von 12°00'W.
 (3)
      Im Westen begrenzt durch eine Linie zwischen dem Leuchtturm von Hanstholm und dem Leuchtturm
      von Lindesnes und im Süden durch eine Linie zwischen dem Leuchtturm von Skagen und dem
      Leuchtturm von Tistlarna sowie von dort zu dem nächstgelegenen Punkt der schwedischen Küste.
 (4)
      Als Fanggerät nur Langleinen zulässig.
 (5)
      Davon ist in den ICES-Bereichen Via und b jederzeit ein zufälliger Fang anderer Arten von 20 % je
      Schiff gestattet. Dieser Satz darf jedoch während der ersten 24 Stunden nach Beginn der Fischerei in
      einem bestimmten Fischgrund überschritten werden. Die gesamten zufälligen Fänge anderer Arten in
      den ICES-Bereichen Via und b dürfen 75 Tonnen nicht überschreiten.
  (6)
      Als Fanggerät ist nur das Schleppnetz zulässig; Beifänge von Grenadierfisch und Schwarzem
      Degenfisch werden auf diese Quote angerechnet.
  (7)
       Davon dürfen 1 000 t vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1997 in den Gemeinschaftsgewässern des
       ICES-Bereichs IVa gefischt werden.
  (8)
       Die Gesamtquote (einschließlich der beim Stintdorsch- und Sandaalfang unvermeidbaren Beifänge von
       Blauem Wittling) schließt eine Höchstmenge von 2 000 t Sprotten ein. Höchstens 6 000 t Stintdorsch
      dürfen im ICES-Bereich Via nördlich von 56°30'N gefischt werden, unter der Voraussetzung, daß
       auf Verlangen der Gemeinschaft genaue Angaben über Menge und Zusammensetzung etwaiger
       Beifänge gemacht werden.
  (9)
       Unvermeidbare Beifänge von Glasauge werden auf diese Quote angerechnet.
                                                          %
 ---pagebreak--- 2.  Gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Fischereiprotokolls EG/Grönland1 festgesetzte
    Quoten für in grönländischen Gewässern fischende Fahrzeuge der Färöer (nur
    zur Information)
                                               Fischereizone:
                                                                         en e
                   Art                      ICES-Untergebiet oder   /r_    ^ ,
                                                                    (Tonnen)
|                                         1   NAFO-Unterzone                   [
             Tiefseegarnelen                       XIV/V              1 150
          (Pandalus borealis)
          Schwarzer Heilbutt                     NAFO 0/1               150
                                                   XIV/V                150
                Rotbarsch                          XIV/V                500
                  Lodde                            XIV/V           10 000
(i)
    ABl. Nr. C 287 vom 15.10.1994, S. 11.
 ---pagebreak---                                      ANHANG II
Beim Fischfang innerhalb der 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten,
in der die Fischereivorschriften der Gemeinschaft Anwendung finden, sind unmittelbar
nach dem jeweiligen Vorgang die folgenden Angaben in das Fischereilogbuch
einzutragen:
 1. Nach jedem Hol:
     1.1. die Fangmenge nach Arten (in kg Fanggewicht);
     1.2. Datum und Uhrzeit des Hols;
     1.3. die geographische Position zum Zeitpunkt des Hols;
     1.4. die Fangmethode.
2.   Nach jedem Umladen auf ein anderes oder von einem anderen Schiff:
     2.1. der Hinweis „übernommen von" oder „umgeladen auf";
     2.2. die umgeladene Fangmenge nach Arten (in kg Fanggewicht);
     2.3. Name sowie außen angebrachte Kennbuchstaben und -nummern des Schiffes,
           auf das oder von die dem Umladung erfolgt ist.
3.   Nach jeder Anlandung in einem Hafen der Gemeinschaft:
     3.1. Name des Hafens;
     3.2. die angelandete Fangmenge nach Arten (in kg Fanggewicht).
4.   Nach jeder Übermittlung von Angaben an die Kommission der Europäischen
     Gemeinschaften:
     4.1. Datum und Zeitpunkt der Übermittlung;
     4.2. Art der Meldung: IN, OUT, ICES, WKL oder 2 WKL;
     4.3. bei Funkmeldungen: Name der Funkstation.
                                               \o
 ---pagebreak---                                       ANHANG III
1.    Der Kommission der Europäischen Gemeinschaften sind folgende Angaben nach
      folgendem Zeitplan zu übermitteln:
1.1.  Bei jeder Einfahrt in die 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten,
      in der die Fischerei Vorschriften der Gemeinschaft gelten:
      (a)     die Angaben nach Nummer 1.5;
      (b)     die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg
              Lebendgewicht);
      (c)     das Datum und der ICES-Bereich, in dem der Kapitän mit dem Fischfang
              zu beginnen beabsichtigt.
      Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag
      in die unter Nummer 1.1 genannte Zone, so genügt eine einzige Mitteilung bei
      der ersten Einfahrt.
1.2.  Bei jeder Ausfahrt aus der unter Nummer 1.1 genannten Zone:
      (a)      die Angaben nach Nummer 1.5;
      (b)      die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg
               Lebendgewicht);
      (c)      die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in
               kg Lebendgewicht);
      (d)      der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt wurden;
      (e)      die seit der Einfahrt in die Zone auf andere Schiffe und/oder von anderen
               Schiffen umgeladene Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht) und
               die Kennbuchstaben und -nummern des Schiffes, auf das umgeladen
               wurde;
       (f)     die nach Einfahrt in die Zone in einem Hafen der Gemeinschaft
               angelandeten Mengen nach Arten (in kg Lebendgewicht).
       Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag
       in die unter Nummer 1.1 genannte Zone, so genügt eine einzige Mitteilung bei
      der letzten Ausfahrt.
1.3.   Bei der Fischerei auf Hering und Makrele alle drei Tage ab dem dritten Tag nach
       der ersten Einfahrt in die unter Nummer 1.1 genannte Zone und bei der Fischerei
       auf andere Arten als Hering und Makrele wöchentlich ab dem siebten Tag nach
       der ersten Einfahrt in die unter Nummer 1.1 genannte Zone:
       (a)     die Angaben nach Nummer 1.5;
       (b)     die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in
               kg Lebendgewicht);
       (c)     der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt wurden.
 1.4.  Bei jedem Wechsel eines Schiffes von einem ICES-Bereich in einen anderen:
       (a)     die Angaben nach Nummer 1.5;
       (b)     die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in
               kg Lebendgewicht);
       (c)     der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt wurden.
 1.5.  (a)      Name, Rufzeichen, außen angebrachte Kennbuchstaben und -nummern des
               Schiffes und Name des Kapitäns;
                                                w
 ---pagebreak---      (b)     laufende Nummer der Meldung für die jeweilige Fangreise;
     (c)     Kennzeichnung der Art der Meldung;
     (d)     Datum, Uhrzeit und geographische Position des Schiffes.
2.1. Die Angaben nach Nummer 1 sind der Kommission der Europäischen Gemein-
     schaften in Brüssel (Fernschreibanschrift 24189 FISEU-B) über eine der unter
     Nummer 3 aufgeführten Funkstationen in der unter Nummer 4 angegebenen Form
     zu übermitteln.
2.2. Kann die Meldung aus Gründen höherer Gewalt nicht vom Schiff selbst
     übermittelt werden, so kann sie im Namen des Schiffes von einem anderen Schiff
     durchgegeben werden.
3.   Name der Funkstation         Rufzeichen der Funkstation
     Skagen                       OXP
     Blâvand                      OXB
     Rönne                        OYE
     Norddeich                    DAF DAK
                                  DAH DAL
                                  DAI DAM
                                  DAJ DAN
     Scheveningen                 PCH
     Oostende                     OST
     North Foreland               GNF
     Humber                       GKZ
     Cullercoats                  GCC
     Wick                         GKR
      Portpatrick                 GPK
      Anglesey                    GLV
      Ilfracombe                  GIL
      Niton                       GNI
      Stonehaven                   GND
      Portishead                  GKA
                                   GKB
                                   GKC
      Land's End                   GLD
      Valentia                    EJK
      Malin Head                  EJM
      Boulogne                     FFB
      Brest                        FFU
      Saint-Nazaire                FFO
      Bordeaux-Arcachon            FFC
      Thorshavn                    OXJ
      Bergen                       LGN
      Farsund                      LGZ
      Flore                        LGL
      Rogaland                     LGQ
      Tjeme                        LGT
      Àlesund                      LGA
                                           \l
 ---pagebreak--- 4.  Form der Mitteilungen
    Die Meldungen nach Nummer 1 müssen folgende Angaben enthalten und in der
    nachstehenden Reihenfolge übermittelt werden:
           Name des Fischereifahrzeuges;
           Rufzeichen;
           außen angebrachte Kennbuchstaben und -nummern;
           laufende Nummer der Meldung für die jeweilige Fangreise;
           Angabe der Art der Meldung nach folgendem Code:
                    Meldung bei der Einfahrt in eine der unter Nummer 1.1
                    bezeichneten Zonen: „IN";
                    Meldung bei der Ausfahrt aus einer der unter Nummer 1.1
                    bezeichneten Zonen: „OUT";
                    bei Wechsel von einer ICES-Abteilung in eine andere: „ICES";
                    wöchentliche Meldung: „WKL";
                    alle drei Tage vorzunehmende Meldung: „2 WKL";
           Datum, Uhrzeit und geographische Position;
           ICES-Bereich oder Unterabteilung, in der die Fischereitätigkeit beginnen
            soll;
            Datum, an dem die Fischereitätigkeit beginnen soll;
            im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht)
            unter Verwendung des unter Nummer 5 angegebenen Codes;
            die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in
            kg Lebendgewicht) unter Verwendung des entsprechenden Codes nach
            Nummer 5;
            ICES-Bereiche/Untergebiete, in denen die Fänge getätigt wurden;
            Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht), die seit der vorangegangenen
            Meldung von anderen Schiffen oder auf andere Schiffe umgeladen wurde;
            Name und Rufzeichen des Schiffes, auf das bzw. von dem umgeladen
            worden ist;
            die seit der vorangegangenen Meldung in einem Hafen der Gemeinschaft
            angelandete Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
            Name des Kapitäns.
 5.  Für die Angabe der an Bord befindlichen Arten in der unter Nummer 4
     vorgesehenen Form ist folgender Code zu verwenden
     PRA     -       Tiefseegarnele (Pandalus borealis),
     HKE     -       Seehecht (Merluccius merluccius),
     GHL     -       Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides),
     COD     -       Kabeljau (Gadus morhua),
     HAD     -       Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus),
     HAL     -       Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus),
     MAC     -       Makrele (Scomber scombrus),
     HOM     -       Stöcker (Trachurus trachurus),
     RNG     -       Grenadierfisch (Coryphaenoides rupestris),
     POK     -       Köhler (Pollachius virens),
     WHG     -       Wittling (Merlangus merlangus),
     HER     -       Hering (Clupea harengus),
                                            IS
 ---pagebreak--- SAN -  Sandaal (Ammodytes spp.),
SPR -  Sprotte (Sprattus sprattus),
PLE -  Scholle (Pleuronectes platessa),
NOP -  Stintdorsch (Trisopterus esmarkiï),
LIN -  Leng (Molva molva),
PEZ -  Garnele (Pandalidae),
ANE -  Sardelle (Engraulis enerasicholus),
RED -  Rotbarsch (Sebastes spp.),
PLA -  Rauhe Scharbe (Hippoglossoides platessoides),
SQX -  Kalmar (Illex spp.),
YEL -  Gelbschwanzflunder (Limanda ferrugineä),
WHB -  Blauer Wittling (Micromesistius poutassou),
TUN -  Thun (Thunnidae),
BLI -  Blauleng (Molva dypterygia),
USK -  Lumb (Brosme brosme),
DGS -  Dornhai (Squalus acanthias),
BSK -  Riesenhai (Cetorinhus maximus),
POR -  Heringshai (Lamma nasus),
SQC -  Kalmar (Loligo spp.),
POA -  Brachsenmakrele (Brama brama),
PIL -  Sardine (Sardina pilchardus),
CSH -  Garnele (Crangon crangon),
LEZ -  Flügelbutt (Lepidorhombus spp.),
MNZ -  Seeteufel (Lophius spp.),
NEP -  Kaisergranat (Nephrops norvegicus),
POL -  Pollack (Pollachius pollachius),
ARG  - Glasauge (Argentina sphyraena),
OTH  - Andere.
                             \tV
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                       KOM(96) 670 endg.
                                         DOKUMENTE
DE                                                                    03 11 15
                                    Katalognummer : CB-C0-96-682-DE-C
                                                            ISBN 92-78-13428-7
Amt fur amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg