CELEX: 62017TA0755
Language: de
Date: 2019-09-20 00:00:00
Title: Rechtssache T-755/17: Urteil des Gerichts vom 20. September 2019 – Deutschland/ECHA (REACH – Stoffbewertung – BENPAT – Persistenz – Entscheidung der ECHA, mit der weitere Informationen verlangt werden – Art. 51 Abs. 6 der Verordnung [EG] Nr. 1907/2006 – Widerspruch – Aufgabe der Widerspruchskammer – Kontradiktorisches Verfahren – Rechtliches Gehör – Wesen der Kontrolle – Kontrolldichte – Befugnisse der Widerspruchskammer – Art. 93 Abs. 3 der Verordnung Nr. 1907/2006 – Übertragung von Zuständigkeiten an die Agenturen der Union – Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung – Subsidiaritätsprinzip – Verhältnismäßigkeit – Begründungspflicht)

2.12.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 406/27
            
         
      Urteil des Gerichts vom 20. September 2019 – Deutschland/ECHA
      (Rechtssache T-755/17) (1)
      
      (REACH - Stoffbewertung - BENPAT - Persistenz - Entscheidung der ECHA, mit der weitere Informationen verlangt werden - Art. 51 Abs. 6 der Verordnung [EG] Nr. 1907/2006 - Widerspruch - Aufgabe der Widerspruchskammer - Kontradiktorisches Verfahren - Rechtliches Gehör - Wesen der Kontrolle - Kontrolldichte - Befugnisse der Widerspruchskammer - Art. 93 Abs. 3 der Verordnung Nr. 1907/2006 - Übertragung von Zuständigkeiten an die Agenturen der Union - Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung - Subsidiaritätsprinzip - Verhältnismäßigkeit - Begründungspflicht)
      (2019/C 406/35)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Parteien
      
      
         Klägerin: Bundesrepublik Deutschland (Prozessbevollmächtigte: zunächst T. Henze und D. Klebs, dann D. Klebs)
      
         Beklagte: Europäische Chemikalienagentur (Prozessbevollmächtigte: zunächst M. Heikkilä, W. Broere und C. Jacquet, dann W. Broere, C. Jacquet und L. Bolzonello)
      
         Streithelfer zur Unterstützung der Beklagten: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: M. Konstantinidis, R. Lindenthal und M. Noll-Ehlers), Envigo Consulting Ltd (Huntingdon, Vereinigtes Königreich) und Djchem Chemicals Poland S.A. (Wołomin, Polen) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwältinnen R. Cana, É. Mullier und H. Widemann)
      
         Gegenstand
      
      Klage nach Art. 263 AEUV auf teilweise Nichtigerklärung der Entscheidung A-026-2015 der Widerspruchskammer der ECHA vom 8. September 2017, soweit die Entscheidung der ECHA vom 1. Oktober 2015, mit der weitere Tests zu dem Stoff BENPAT (CAS 68953-84-4) verlangt wurden, teilweise aufgehoben wurde
      
         Tenor
      
      
                  1.
               
               
                  
                     Die Entscheidung A-026-2015 der Widerspruchskammer der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vom 8. September 2017 wird insoweit für nichtig erklärt, als die Widerspruchskammer in Nr. 3 ihres verfügenden Teils entschieden hat, dass in der Begründung der Entscheidung der ECHA vom 1. Oktober 2015, mit der weitere Tests zum Stoff BENPAT (CAS 68953-84-4) verlangt wurden, die Feststellung zur Bioakkumulation zu streichen ist.
                  
               
            
                  2.
               
               
                  
                     Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
                  
               
            
                  3.
               
               
                  
                     Die Bundesrepublik Deutschland trägt ihre eigenen Kosten, die Kosten der ECHA sowie die Kosten der Envigo Consulting Ltd und der Djchem Chemicals Poland S.A.
                  
               
            
                  4.
               
               
                  
                     Die Europäische Kommission trägt ihre eigenen Kosten.
                  
               
            
         (1)  ABl. C 32 vom 29.1.2018.