CELEX: 
Language: de
Date: 2019-11-26 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Energiestatistik hinsichtlich der Durchführung von Aktualisierungen für die jährlichen, monatlichen und monatlich zu übermittelnden kurzfristigen Energiestatistiken (Text von Bedeutung für den EWR)

EUROPÄISCHE
                            KOMMISSION
                                                      Brüssel, den 26.11.2019
                                                      C(2019) 8399 final
                       VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                        vom 26.11.2019
    zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 des Europäischen Parlaments und
   des Rates über die Energiestatistik hinsichtlich der Durchführung von Aktualisierungen
       für die jährlichen, monatlichen und monatlich zu übermittelnden kurzfristigen
                                       Energiestatistiken
                             (Text von Bedeutung für den EWR)
DE                                                                                        DE
 ---pagebreak---                          VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                             vom 26.11.2019
     zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 des Europäischen Parlaments und
   des Rates über die Energiestatistik hinsichtlich der Durchführung von Aktualisierungen
        für die jährlichen, monatlichen und monatlich zu übermittelnden kurzfristigen
                                            Energiestatistiken
                                 (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates
   vom 22. Oktober 2008 über die Energiestatistik1, insbesondere auf Artikel 4 Absatz 3 und
   Artikel 9 Absatz 3,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)    Mit der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 wird ein gemeinsamer Rahmen für die
          Erstellung,      Übermittlung,      Bewertung      und Verbreitung    vergleichbarer
          Energiestatistiken in der Union geschaffen.
   (2)    Energiestatistiken müssen ständig weiterentwickelt werden, da der technologische
          Fortschritt rasch voranschreitet, die Energiepolitik der Union eine ständige
          Entwicklung durchläuft und die Ziele der Union sowie die Überwachung der bei deren
          Verwirklichung erreichten Fortschritte unbedingt auf amtlichen Energiedaten beruhen
          sollten. Daher muss der Rahmen für die Berichterstattung über die europäische
          Energiestatistik regelmäßig aktualisiert werden, um dem wachsenden oder sich
          ändernden Bedarf Rechnung zu tragen.
   (3)    Die Kommission hat mehrere Aspekte der jährlichen, monatlichen und der monatlich
          kurzfristig zu übermittelnden Energiestatistiken ermittelt, die aktualisiert werden
          müssen. Sie betreffen insbesondere eine stärkere Aufschlüsselung der Statistiken über
          den Endenergieverbrauch der Industrie, im Interesse der Kohärenz durchgeführte
          konzeptionelle Anpassungen bei den Begriffsbestimmungen für den Handel mit
          Erdgas, die verbindliche Einführung bestimmter Meldedaten und die Verbesserung der
          Aktualität der monatlichen Erhebung von Kohle- und Elektrizitätsdaten. Die
          Kommission hat mit den Mitgliedstaaten mehrere technische Aspekte erörtert und
          abgestimmt, unter anderem den Anwendungsbereich, die Machbarkeit, die
          Produktionskosten, die Vertraulichkeit und die Meldebelastung der Mitgliedstaaten.
   (4)    Die Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 sollte daher entsprechend geändert werden.
   (5)    Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen stimmen mit der Stellungnahme
          des Ausschusses für das Europäische Statistische System überein —
   1
           ABl. L 304 vom 14.11.2008, S. 1.
DE                                                  1                                           DE
 ---pagebreak---    HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                            Artikel 1
   Die Anhänge der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 werden durch den Anhang dieser
   Verordnung ersetzt.
                                            Artikel 2
   Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
   Europäischen Union in Kraft.
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
          Mitgliedstaat.
   Brüssel, den 26.11.2019
                                             Für die Europäische Kommission
                                             Der Präsident/Die Präsidentin
                                             Ursula VON DER LEYEN
DE                                              2                                              DE
 ---documentbreak---                             EUROPÄISCHE
                            KOMMISSION
                                                      Brüssel, den 26.11.2019
                                                      C(2019) 8399 final
                                                      ANNEX
                                          ANHANG
                                              der
                 VERORDNUNG (EU) Nr. .../.. of XXX der KOMMISSION
    zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1099/2008 des Europäischen Parlaments und
   des Rates über die Energiestatistik hinsichtlich der Durchführung von Aktualisierungen
       für die jährlichen, monatlichen und monatlich zu übermittelnden kurzfristigen
                                       Energiestatistiken
DE                                                                                        DE
 ---pagebreak---                                              ANHANG
   „
   ANHANG A
   ERLÄUTERUNGEN ZUR TERMINOLOGIE
   Dieser Anhang enthält Erläuterungen, geografische Anmerkungen oder Definitionen von
   Begriffen, die in den anderen Anhängen verwendet werden, sofern sie dort nicht anders
   definiert sind.
   1. GEOGRAFISCHE ANMERKUNGEN
   Lediglich für statistische Berichtszwecke gelten die folgenden geografischen Definitionen:
   - Australien: ohne überseeische Gebiete,
   - Dänemark: ohne die Färöer und Grönland,
   - Frankreich: einschließlich Monaco und der überseeischen Gebiete Guadeloupe, Martinique,
     Französisch-Guayana, Réunion und Mayotte,
   - Italien: einschließlich San Marino und Vatikanstadt (Heiliger Stuhl),
   - Japan: einschließlich Okinawa,
   - Portugal: einschließlich Azoren und Madeira,
   - Spanien: einschließlich Kanarische Inseln, Balearische Inseln, Ceuta und Melilla,
   – Schweiz: ohne Liechtenstein,
   - Vereinigte Staaten von Amerika: einschließlich der 50 Bundesstaaten, District of Columbia,
     Amerikanische Jungferninseln, Puerto Rico und Guam.
DE                                                2                                             DE
 ---pagebreak---    2. AGGREGATE
   Strom- und Wärmeerzeuger werden nach dem Erzeugungszweck eingeteilt:
   — Hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen sind Erzeuger in privatem oder
   öffentlichem Besitz, deren Haupttätigkeit die Erzeugung von Strom und/oder Wärme zum
   Verkauf an Dritte ist.
   — Eigenerzeuger sind Erzeuger in privatem oder öffentlichem Besitz, die Strom und/oder
   Wärme ganz oder teilweise für den Eigenverbrauch zur Unterstützung ihrer Haupttätigkeit
   erzeugen.
   Anmerkung: Die Kommission kann nach dem in Artikel 11 Absatz 2 genannten
   Regelungsverfahren mit Kontrolle weitere Klärungen der Terminologie vornehmen, indem sie
   nach Inkrafttreten einer überarbeiteten Fassung der Statistischen Systematik der
   Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE)1 die jeweiligen NACE-
   Positionen hinzufügt.
   2.1. Versorgung
     2.1.1. ERZEUGUNG/EINHEIMISCHE ERZEUGUNG
   Die Menge der geförderten oder erzeugten Brennstoffe wird nach der Entfernung inerter
   Bestandteile berechnet. Schließt die vom Erzeuger während des Herstellungsprozesses (z. B.
   zum Heizen oder zum Betrieb von Maschinen und Hilfsaggregaten) verbrauchten Mengen
   ebenso ein wie die an andere Energieerzeuger zur Umwandlung oder für andere Zwecke
   erfolgten Lieferungen.
   „Einheimische Erzeugung“ ist die Erzeugung aus Ressourcen innerhalb eines bestimmten
   Gebiets (nationales Hoheitsgebiet des Meldelandes).
     2.1.2. WIEDERGEWINNUNG
   Gilt nur für Steinkohle. In Bergwerken wiedergewonnene Schlammkohle und Brandschiefer.
     2.1.3. EINGÄNGE AUS ANDEREN QUELLEN
   Mengen an Brennstoffen, deren Erzeugung in anderen Berichten erfasst wird, die jedoch
   anderen Brennstoffen beigemischt und als Mischung verbraucht werden. Weitere Einzelheiten
   dieser Komponente sind wie folgt vorzulegen:
   — Eingänge aus anderen Quellen: Kohle
   — Eingänge aus anderen Quellen: Rohöl und Mineralölprodukte
   — Eingänge aus anderen Quellen: Erdgas
   — Eingänge aus anderen Quellen: erneuerbare Energien
     2.1.4. EINFUHREN/AUSFUHREN
   Falls nicht anders angegeben, beziehen sich die „Einfuhren“ auf das eigentliche
   Ursprungsland (das Land, in dem das Energieprodukt hergestellt wurde) und die „Ausfuhren“
   auf das Land, in dem der Endverbrauch der erzeugten Energieprodukte erfolgt. Mengen gelten
   als Ein- bzw. Ausfuhren, wenn sie über die Grenzen eines Landes hinweg befördert werden,
   und zwar unabhängig davon, ob eine Zollabfertigung stattgefunden hat oder nicht.
   Wo keine Angaben zu Herkunfts- oder Bestimmungsland gemacht werden können, kann die
   Kategorie „Nicht anderweitig genannt/Sonstiges“ gewählt werden.
   1
            NACE Rev. 2: Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft, Rev. 2
            (2008).
DE                                                      3                                                       DE
 ---pagebreak---      2.1.5. GRENZÜBERSCHREITENDER SEEVERKEHR (BUNKER)
   Die Brennstoffmengen, die an Schiffe gleich welcher Flagge im internationalen
   Schiffsverkehr geliefert werden. Der internationale Schiffsverkehr kann sich sowohl auf See
   als auch auf Binnen- oder Küstengewässern abspielen. Ausgenommen sind:
   — der Verbrauch durch Schiffe im Binnenverkehr; für die Unterscheidung zwischen
   innerstaatlichem und grenzüberschreitendem Schiffsverkehr sind der Auslauf- und der
   Einlaufhafen maßgeblich, nicht die Flagge oder die Staatszugehörigkeit des Schiffes;
   — der Verbrauch durch Fischereifahrzeuge;
   — der Verbrauch durch Streitkräfte.
     2.1.6. BESTANDSVERÄNDERUNGEN
   Differenz zwischen den Beständen im Hoheitsgebiet des Staates am Anfang und am Ende des
   Bezugszeitraums. Falls nicht anders angegeben, stehen negative Zahlen für
   Bestandsvergrößerung, positive für Bestandsverkleinerung.
     2.1.7. BESTÄNDE IM HOHEITSGEBIET DES STAATES AM ANFANG UND AM ENDE
     DES BEZUGSZEITRAUMS
   Alle im Hoheitsgebiet des Staates vorhandenen Bestände, einschließlich Bestände von
   staatlichen Stellen, Großverbrauchern und Lagerunternehmen, Bestände an Bord einlaufender
   Hochseeschiffe, unter Zollverschluss lagernde Bestände und im Rahmen bilateraler
   Regierungsvereinbarungen oder ohne solche für andere gelagerte Bestände. Anfang und Ende
   des Bezugszeitraums sind dessen erster und letzter Tag. Berücksichtigt werden alle Arten von
   speziellen — über- oder unterirdischen — Speichereinrichtungen.
     2.1.8. DIREKTVERBRAUCH
   Öl (Rohöl und Mineralölprodukte), die ohne Aufbereitung in einer Raffinerie direkt
   verwendet werden. Einschließlich des zur Stromerzeugung verfeuerten Rohöls.
     2.1.9. ROHSTOFFEINGÄNGE
   Menge an einheimischem oder eingeführtem Rohöl (einschließlich Kondensat)2 und
   einheimischen NGL, die ohne Aufbereitung in einer Ölraffinerie direkt verwendet werden,
   und Rückflüsse aus der petrochemischen Industrie, die zwar keine Rohstoffe sind, aber direkt
   verwendet werden.
     2.1.10. BRUTTO-RAFFINERIEAUSSTOẞ
   In einer Raffinerie oder Mischanlage erzeugte Menge an Fertigprodukten. Ohne
   Raffinerieverluste, aber einschließlich Raffineriebrennstoff.
     2.1.11. RECYCLINGPRODUKTE
   Fertigprodukte, die das Vertriebsnetz ein zweites Mal durchlaufen, nachdem sie bereits
   einmal an Endverbraucher ausgeliefert wurden (z. B. wiederaufbereitete Schmierstoffe).
   Diese Mengen sind von Rückläufen aus der petrochemischen Industrie zu unterscheiden.
     2.1.12. RÜCKLÄUFE
   Fertig- oder Halbfertigprodukte, die von Endverbrauchern zur Weiterverarbeitung, zur
   Mischung oder zum Verkauf zurückgegeben werden. Gewöhnlich handelt es sich dabei um
   Nebenprodukte petrochemischer Herstellungsprozesse.
     2.1.13. AUSTAUSCH ZWISCHEN ERZEUGNISSEN
   Produkte, die infolge einer Änderung ihrer Spezifikation oder ihrer Mischung mit einem
   anderen Produkt neu zugeordnet werden. Ein negativer Eintrag für ein Produkt muss durch
   einen positiven Eintrag (bzw. mehrere Einträge) eines oder mehrerer anderer Produkte
   2
            Erdgaskondensate.
DE                                                 4                                            DE
 ---pagebreak---    ausgeglichen werden und umgekehrt. Die positiven und negativen Einträge sollten sich zu
   Null addieren.
    2.1.14. ÜBERTRAGENE ERZEUGNISSE
   Importierte Mineralölprodukte, die neu zugeordnet werden als zur Weiterverarbeitung in der
   Raffinerie und nicht zur Lieferung an die Endkunden bestimmte Ausgangsstoffe.
    2.1.15. STATISTISCHE ABWEICHUNG
   Berechneter Wert, definiert als Unterschied zwischen der Berechnung aus der
   Versorgungsperspektive       (Top-Down-Ansatz)     und    der   Berechnung      aus    der
   Verbrauchsperspektive (Bottom-Up-Ansatz). Jede wesentliche statistische Abweichung sollte
   erläutert werden.
DE                                               5                                            DE
 ---pagebreak---    2.2. Umwandlungssektor
   Innerhalb des Umwandlungssektors werden nur Mengen von Brennstoffen erfasst, die in
   andere Brennstoffe umgewandelt wurden. Die für Heizzwecke, zum Betrieb von Maschinen
   und zur allgemeinen Unterstützung der Umwandlung verbrauchten Brennstoffmengen sind im
   Energiesektor anzugeben.
    2.2.1.     REINE       STROMERZEUGUNG               VON       HAUPTSÄCHLICH          ALS
    ENERGIEERZEUGER TÄTIGEN UNTERNEHMEN
   Brennstoffmengen, die zur Erzeugung von Strom in reinen Stromerzeugungsanlagen von
   hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen verwendet werden.
    2.2.2.          KRAFT-WÄRME-KOPPLUNGS-ANLAGEN                           (KWK-ANLAGEN)
    HAUPTSÄCHLICH ALS ENERGIEERZEUGER TÄTIGER UNTERNEHMEN
   Brennstoffmengen, die zur Erzeugung von Strom und/oder Wärme in KWK-Anlagen von
   hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen verwendet werden.
    2.2.3.     REINE       WÄRMEERZEUGUNG               VON        HAUPTSÄCHLICH         ALS
    ENERGIEERZEUGER TÄTIGEN UNTERNEHMEN
   Brennstoffmengen, die zur Erzeugung von Wärme in reinen Wärmeerzeugungsanlagen von
   hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen verwendet werden.
    2.2.4. REINE STROMERZEUGUNG VON EIGENERZEUGERN
   Brennstoffmengen, die von Eigenerzeugern zur Erzeugung von Strom in reinen
   Stromerzeugungsanlagen verwendet werden.
    2.2.5.     KRAFT-WÄRME-KOPPLUNGS-ANLAGEN                      (KWK-ANLAGEN)          VON
    EIGENERZEUGERN
   Brennstoffmengen, die insgesamt von den Eigenerzeugern zur Erzeugung von Strom
   verwendet werden, sowie der Anteil der Brennstoffe, der zur Erzeugung von verkaufter
   Wärme in KWK-Anlagen verwendet wird. Der Anteil der Brennstoffe, der zur Erzeugung von
   nicht verkaufter Wärme (selbst verbrauchte Wärme) verwendet wird, ist in dem relevanten
   Sektor des energetischen Endverbrauchs auf der Grundlage der NACE-Klassifikation
   anzugeben. Nicht verkaufte Wärme, die aber an andere Einheiten im Rahmen von
   nichtfinanziellen Vereinbarungen oder Einheiten mit anderem Eigentümer geliefert wurde,
   wird auf Basis desselben Grundsatzes wie verkaufte Wärme erfasst.
    2.2.6. REINE WÄRMEERZEUGUNG VON EIGENERZEUGERN
   Der Anteil der Brennstoffe, der verwendet wird, um in nur Wärme erzeugenden
   Einheiten/Anlagen von Eigenerzeugern verkaufte Wärme zu erzeugen. Der Anteil der
   Brennstoffe, der zur Erzeugung von nicht verkaufter Wärme (selbst verbrauchte Wärme)
   verwendet wird, ist in dem relevanten Sektor des energetischen Endverbrauchs auf der
   Grundlage der NACE-Klassifikation anzugeben. Nicht verkaufte Wärme, die aber an andere
   Einheiten im Rahmen von nichtfinanziellen Vereinbarungen oder Einheiten mit anderem
   Eigentümer geliefert wurde, wird auf Basis desselben Grundsatzes wie verkaufte Wärme
   erfasst.
    2.2.7. STEINKOHLENBRIKETTFABRIKEN
   Die für die Briketterzeugung in Steinkohlenbrikettfabriken verbrauchten Brennstoffmengen.
    2.2.8. KOKEREIEN
   Die für die Erzeugung von Kokereikoks und Kokereigas in Kokereien verbrauchten
   Brennstoffmengen.
DE                                               6                                           DE
 ---pagebreak---     2.2.9. BRAUNKOHLEN-/TORFBRIKETTFABRIKEN
   Brennstoffmengen, die zur Erzeugung von Braunkohlenbriketts (BKB) in BKB-Fabriken
   verwendet werden, sowie Brennstoffe, die zur Erzeugung von Torfbriketts in
   Torfbrikettfabriken verwendet werden.
    2.2.10. GASWERKE
   Mengen von Brennstoffen, die bei der Erzeugung von Ortsgas in Gaswerken und
   Kohlevergasungsanlagen verbraucht werden.
    2.2.11. HOCHÖFEN
   Mengen von Brennstoffen, die in Hochöfen zugeführt werden, entweder von oben mit dem
   Eisenerz oder durch die Blasformen im Boden zusammen mit dem erhitzten Wind.
    2.2.12. KOHLEVERFLÜSSIGUNG
   Für die Erzeugung von synthetischem Öl verwendete Brennstoffmengen.
    2.2.13. GASVERFLÜSSIGUNGSANLAGEN (GAS-TO-LIQUID-ANLAGEN)
   In Flüssigbrennstoffe umgewandelte Mengen an gasförmigen Brennstoffen.
    2.2.14. HOLZKOHLEFABRIKEN
   In Holzkohle umgewandelte Mengen an festen Biobrennstoffen.
    2.2.15. ERDÖLRAFFINERIEN
   Für die Herstellung von Mineralölprodukten verwendete Brennstoffmengen.
    2.2.16. ERDGAS-MISCHANLAGEN (FÜR MISCHGAS)
   Mengen der mit Erdgas gemischten Gase, die dem Gasnetz zugeführt werden.
    2.2.17. FÜR GEMISCHE MIT MOTORENBENZIN/DIESEL/KEROSIN:
   Mengen der mit fossilen Brennstoffen gemischten flüssigen Biobrennstoffe.
    2.2.18. NICHT ANDERWEITIG GENANNT
   Für Umwandlungszwecke verwendete Brennstoffmengen, die nicht anderweitig erfasst
   werden. Falls hier Angaben gemacht werden, sind diese im Bericht zu erläutern.
   2.3. Energiesektor
   Von der Energiewirtschaft für die Energieförderung (Bergbau, Öl- und Gaserzeugung) oder
   für den Betrieb von Anlagen im Zusammenhang mit der Energieumwandlung verbrauchte
   Mengen. Dies entspricht den Abteilungen 05, 06, 19 und 35, der Gruppe 09.1 und den
   Klassen 07.21 und 08.92 der NACE Rev. 2.
   Nicht enthalten sind Mengen von Brennstoffen, die in andere Energieformen umgewandelt
   (im Umwandlungssektor anzugeben) oder die zum Betrieb von Öl-, Gas- und
   Kohlenschlammrohrleitungen (im Verkehrssektor anzugeben) benötigt werden.
   Einschließlich der Herstellung chemischer Stoffe für die Kernspaltung und -fusion sowie der
   Produkte dieser Prozesse.
    2.3.1.      STROMVERBRAUCH              FÜR         DEN       EIGENBEDARF            VON
    ELEKTRIZITÄTSWERKEN, KWK-ANLAGEN UND WÄRMEKRAFTWERKEN
   In reinen Elektrizitätswerken, KWK-Anlagen und reinen Wärmekraftwerken als Energie für
   unterstützende Abläufe verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.2. KOHLEBERGWERKE
   Für die Förderung und Aufbereitung von Kohle im Kohlebergbau verbrauchte
   Brennstoffmengen. In bergwerkseigenen Kraftwerken verbrannte Kohle ist im
   Umwandlungssektor anzugeben.
DE                                              7                                              DE
 ---pagebreak---     2.3.3. STEINKOHLENBRIKETTFABRIKEN
   In Steinkohlenbrikettfabriken als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.4. KOKEREIEN
   In Kokereien als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.5. BRAUNKOHLEN-/TORFBRIKETTFABRIKEN
   In Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.6. GASWERKE/VERGASUNGSANLAGEN
   In Gaswerken/Vergasungsanlagen als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.7. HOCHÖFEN
   In Hochöfen als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.8. KOHLEVERFLÜSSIGUNG
   In Kohleverflüssigungsanlagen als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.9. VERFLÜSSIGUNG (LNG)/RÜCKVERGASUNG
   In Verflüssigungs- und Rückvergasungsanlagen als Energie für unterstützende Abläufe
   verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.10. VERGASUNGSANLAGEN (BIOGAS)
   In Biogas-Vergasungsanlagen als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.11. GASVERFLÜSSIGUNGSANLAGEN (GAS-TO-LIQUID-ANLAGEN)
   In Gasverflüssigungsanlagen als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte
   Brennstoffmengen.
    2.3.12. HOLZKOHLEFABRIKEN
   In Holzkohlefabriken als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.13. ERDÖLRAFFINERIEN
   In Erdölraffinerien als Energie für unterstützende Abläufe verbrauchte Brennstoffmengen.
    2.3.14. ÖL- UND GASFÖRDERUNG
   In Öl- und Gasförderungsanlagen verbrauchte Brennstoffmengen. Ohne Verluste in den
   Rohrfernleitungen (als Netzverluste anzugeben) und für den Betrieb von Rohrfernleitungen
   erforderliche Energiemengen (im Verkehrssektor anzugeben).
    2.3.15. NICHT ANDERWEITIG GENANNT — ENERGIE
   Brennstoffmengen in Verbindung mit Energieaktivitäten, die nicht anderweitig erfasst
   werden. Falls hier Angaben gemacht werden, sind diese im Bericht zu erläutern.
   2.4. Netzverluste
   Mengen von Brennstoffverlusten, die bei Transport und Verteilung auftreten.
   2.5. Nichtenergetischer Endverbrauch
   Mengen von für nichtenergetische Zwecke verwendeten fossilen Brennstoffen — nicht
   verbrannte Brennstoffe.
   2.6. Energetischer Endverbrauch (Angabe des Energie-Endverbrauchs)
    2.6.1. INDUSTRIE
DE                                                 8                                         DE
 ---pagebreak---    Bezieht sich auf die Brennstoffmengen, die Industrieunternehmen bei der Ausübung ihrer
   Haupttätigkeiten verbrauchen.
   Bei reinen Wärmeerzeugungseinheiten oder bei KWK-Einheiten sind nur die
   Brennstoffmengen anzugeben, die für die Wärmeerzeugung der Einheit selbst (selbst
   verbrauchte Wärme) eingesetzt werden. Die Brennstoffmengen, die bei der Erzeugung
   verkaufter Wärme und bei der Stromerzeugung verbraucht werden, sind in der jeweiligen
   Rubrik des Umwandlungssektors anzugeben.
   2.6.1.1.       Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden: Abteilungen 07
   (ausgenommen 07.21) und 08 (ausgenommen 08.92) sowie Gruppe 09.9 der NACE Rev. 2.
   2.6.1.1.1.     Erzbergbau [Abteilung 07 der NACE Rev. 2; ohne Klasse 07.21 Bergbau auf
   Uran- und Thoriumerze]
   2.6.1.1.2.     Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau [Abt. 08 der NACE
   Rev. 2; ohne Klasse 08.92 Torfgewinnung]
   2.6.1.1.3.     Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von
   Steinen und Erden [Abt. 09 der NACE Rev. 2; ohne Gruppe 09.1 Erbringung von
   Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas]
   2.6.1.2.       Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak: Abteilungen 10, 11 und 12
   der NACE Rev. 2.
   2.6.1.2.1.     Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln [Abt. 10 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.2.2.     Getränkeherstellung [Abt. 11 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.2.3.     Tabakverarbeitung [Abt. 12 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.3.       Textilien und Leder [Abt. 13, 14 und 15 der NACE Rev. 2, einschließlich der
   Herstellung von Textilien, der Herstellung von Bekleidung und der Herstellung von Leder,
   Lederwaren und Schuhen]
   2.6.1.4.       Holz sowie Holz- und Korkwaren — Herstellung von Holz sowie Holz- und
   Korkwaren (ohne Herstellung von Möbeln); Herstellung von sonstigen Holz-, Kork-, Flecht-
   und Korbwaren [Abt. 16 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.5.       Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse Abteilungen 17 und 18 der
   NACE Rev. 2.
   2.6.1.5.1.     Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus [Abt. 17 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.5.1.1. Herstellung von Holz- und Zellstoff [Klasse 17.11 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.5.1.2. Sonstige Waren aus Papier, Karton und Pappe [Klasse 17.12 und Gruppe 17.2
   der NACE Rev. 2]
   2.6.1.5.2      Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-,
   Bild- und Datenträgern [Abt. 18 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.6.       Chemische und petrochemische Erzeugnisse: Abteilungen 20 und 21 der
   NACE Rev. 2
   2.6.1.6.1.     Herstellung von chemischen Erzeugnissen [Abt. 20 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.6.2.     Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen [Abt. 21 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.7.       Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und
   Erden [Abt. 23 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.7.1.     Herstellung von Glas und Glaswaren [Gruppe 23.1 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.7.2.     Herstellung von Zement, Kalk und gebranntem Gips (einschl. Klinker)
   [Gruppe 23.5 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.7.3.     Sonstige Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von
   Steinen und Erden [Gruppen 23.2, 23.3, 23.4, 23.6, 23.7 und 23.9 der NACE Rev. 2]
DE                                               9                                            DE
 ---pagebreak---    2.6.1.8.       Eisen und Stahl [Metallerzeugung und -bearbeitung A: Gruppen 24.1, 24.2 und
   24.3 und Klassen 24.51 und 24.52 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.9.       NE-Metallindustrie [Metallerzeugung und -bearbeitung B: Gruppen 24.4 und
   24.3 und Klassen 24.53 und 24.54 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.9.1.     Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium [Klasse 24.42 der NACE
   Rev. 2]
   2.6.1.9.2.     Sonstige NE-Metallindustrie [Gruppe 24.4 der NACE Rev. 2 (ohne
   Klasse 24.42); Klassen 24.53 und 24.54 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.10.      Maschinenbau: Abteilungen 25, 26, 27 und 28 der NACE Rev. 2.
   2.6.1.10.1.    Herstellung von Metallerzeugnissen [Abt. 25 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.10.2.    Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen
   Erzeugnissen [Abt. 26 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.10.3.    Herstellung von elektrischen Ausrüstungen [Abt. 27 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.10.4.    Maschinenbau [Abt. 28 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.11.      Fahrzeugbau: Mit dem Fahrzeugbau in Verbindung stehende Sektoren [Abt. 29
   und 30 der NACE Rev. 2; umfasst die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen und
   den sonstigen Fahrzeugbau]
   2.6.1.12.      Nicht anderweitig genannt — Industrie: Abteilungen 22, 31 und 32 der NACE
   Rev. 2
   2.6.1.12.1.    Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren [Abt. 22 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.12.2.    Herstellung von Möbeln [Abt. 31 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.12.3.    Herstellung von sonstigen Waren [Abt. 32 der NACE Rev. 2]
   2.6.1.13.      Baugewerbe/Bau [Abt. 41, 42 und 43 der NACE Rev. 2]
    2.6.2. VERKEHRSSEKTOR
   Bei sämtlichen Verkehrstätigkeiten verbrauchte Energie, unabhängig von der NACE-
   Kategorie (Wirtschaftszweig), in der die Aktivität erfolgt. Für Heizung und Beleuchtung von
   Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Schiffsanlegestellen und Flughäfen verwendete Brennstoffe sind
   unter „Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen“ zu erfassen und nicht im
   Verkehrssektor.
   2.6.2.1. Eisenbahnverkehr
   Im Eisenbahnverkehr, einschließlich Werksverkehr und Eisenbahnverkehr als Teil von Stadt-
   oder Umland-Verkehrsverbunden (z. B. Züge, Straßenbahnen, U-Bahn) verbrauchte
   Brennstoffmengen.
   2.6.2.2. Binnenschifffahrt
   Die Brennstoffmengen, die an Schiffe gleich welcher Flagge im Binnenverkehr geliefert
   werden (vgl. Grenzüberschreitender Seeverkehr (Bunker)). Für die Unterscheidung zwischen
   innerstaatlichem und grenzüberschreitendem Schiffsverkehr sind der Auslauf- und der
   Einlaufhafen maßgeblich, nicht die Flagge oder die Staatszugehörigkeit des Schiffes.
   2.6.2.3. Straßenverkehr
   Von Straßenfahrzeugen verbrauchte Brennstoffmengen. Umfasst Kraftstoffverbrauch
   landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge auf öffentlichen Straßen und Schmierstoffverbrauch von
   Straßenfahrzeugen.
   Nicht enthalten sind der Energieverbrauch von stationären Motoren (siehe „Sonstige
   Sektoren“), landwirtschaftlichen Zugmaschinen, die sich nicht auf öffentlichen Straßen
   befinden (siehe „Landwirtschaft“) und Militärfahrzeugen (siehe: „Sonstige Sektoren — nicht
   anderweitig genannt“) sowie die Nutzung von Bitumen als Straßenbelag und der
DE                                              10                                             DE
 ---pagebreak---    Energieverbrauch       von      Baustellenmaschinen      (siehe     „Industrie“,      Teilsektor
   „Baugewerbe/Bau“).
   2.6.2.4. Transport in Rohrfernleitungen
   Beim Betrieb von Rohrfernleitungen zum Transport von Gasen, Flüssigkeiten, Schlämmen
   und anderen Gütern verbrauchte Brennstoffmengen. Umfasst den Energieverbrauch von
   Pumpstationen und den Energieverbrauch für die Instandhaltung der Rohrfernleitungen. Nicht
   enthalten ist die Energie, die für die Verteilung von Erdgas, erzeugtem Gas, heißem Wasser
   oder Dampf vom Verteiler zu den Endnutzern benötigt wird (im Energiesektor anzuführen).
   Ebenfalls nicht enthalten sind die Energie, die für die Endverteilung von Wasser an
   Haushalte, die Industrie, gewerbliche und sonstige Verbraucher benötigt wird (unter
   „Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen“ anzugeben), sowie die Verluste beim
   Transport vom Verteiler zu den Endverbrauchern (als Netzverluste anzugeben).
   2.6.2.5. Grenzüberschreitender Luftverkehr
   An Flugzeuge im grenzüberschreitenden Luftverkehr gelieferte Brennstoffmengen. Für die
   Unterscheidung zwischen innerstaatlichem und grenzüberschreitendem Luftverkehr ist der
   Abflug- bzw. Landeort maßgeblich, nicht die Staatszugehörigkeit der Fluggesellschaft. Nicht
   enthalten ist der Treibstoffverbrauch von Straßenfahrzeugen der Fluggesellschaften (unter
   „Nicht anderweitig genannt — Verkehr“ anzugeben) sowie die militärische Verwendung von
   Flugbenzin (unter „Nicht anderweitig genannt — Sonstige“ anzugeben).
   2.6.2.6. Inlandsluftverkehr
   An Flugzeuge im Inlandsluftverkehr gelieferte Brennstoffmengen. Umfasst Treibstoff, der für
   andere Zwecke als für den Luftverkehr verbraucht wird, z. B. für die Prüfung von Motoren
   auf dem Prüfstand. Für die Unterscheidung zwischen innerstaatlichem und
   grenzüberschreitendem Luftverkehr ist der Abflug- bzw. Landeort maßgeblich, nicht die
   Staatszugehörigkeit der Fluggesellschaft. Dies umfasst Strecken beträchtlicher Länge
   zwischen zwei Flughäfen in einem Land mit überseeischen Gebieten. Nicht enthalten ist der
   Treibstoffverbrauch von Straßenfahrzeugen der Fluggesellschaften (unter „Nicht anderweitig
   genannt — Verkehr“ anzugeben) sowie die militärische Verwendung von Flugbenzin (unter
   „Nicht anderweitig genannt — Sonstige“ anzugeben).
   2.6.2.7. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   Für Verkehrstätigkeiten verwendete Treibstoffmengen, die nicht anderweitig erfasst werden.
   Umfasst den Treibstoffverbrauch von Straßenfahrzeugen der Fluggesellschaften und den
   Verbrauch von Schiffsentladern und anderen Hafenkränen. Falls hier Angaben gemacht
   werden, sind diese im Bericht zu erläutern.
    2.6.3. SONSTIGE SEKTOREN
   Diese Kategorie umfasst Treibstoffmengen, die in Sektoren verbraucht wurden, die nicht
   ausdrücklich genannt werden oder nicht zu den Bereichen Umwandlung, Energiewirtschaft,
   Industrie oder Verkehr zählen.
   2.6.3.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   Von Unternehmen und Verwaltung im öffentlichen oder privaten Sektor verbrauchte
   Brennstoffe. Abteilungen 33, 36, 37, 38, 39, 45, 46, 47, 52, 53, 55, 56, 58, 59, 60, 61, 62, 63,
   64, 65, 66, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 84 (ausgenommen Klasse
   84.22), 85, 86, 87, 88, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96 und 99 der NACE Rev. 2. Für Heizung und
   Beleuchtung von Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Schiffsanlegestellen und Flughäfen verwendete
   Brennstoffe sind unter dieser Kategorie zu erfassen. Dazu gehören auch alle für nicht
   verkehrsbezogene Tätigkeitsbereiche verbrauchten Brennstoffe der Abteilungen 49, 50 und 51
   der NACE Rev. 2.
   2.6.3.2. Haushalte
DE                                                11                                                DE
 ---pagebreak---    In sämtlichen Haushalten einschließlich der privaten Haushalte mit Hauspersonal verbrauchte
   Brennstoffe. Abteilungen 97 und 98 der NACE Rev. 2.
   Für den Sektor „Haushalte“ gelten folgende spezifische Definitionen:
   Ein privater Haushalt ist eine allein lebende Person oder eine Gruppe von Personen, die in
   einer privaten Wohnung zusammenleben und sich die Ausgaben insbesondere für die
   lebensnotwendigen Dinge teilen. Insofern handelt es sich beim Haushaltssektor oder
   Wohnsektor um die Gesamtmenge aller privaten Haushalte eines Landes.
   Gemeinschaftliche Haushalte, ob permanenter Art (z. B. Gefängnisse) oder temporärer Natur
   (z. B. Krankenhäuser) sollten ausgenommen werden, da sie bereits unter Verbrauch im
   Dienstleistungssektor erfasst werden. Die bei Verkehrstätigkeiten verbrauchte Energie sollte
   im Verkehrssektor und nicht im Haushaltssektor erfasst werden.
   Der Energieverbrauch, der mit von Haushalten durchgeführten beträchtlichen wirtschaftlichen
   Aktivitäten verbunden ist, sollte ebenfalls vom Gesamtenergieverbrauch der Haushalte
   ausgenommen werden. Dabei handelt es sich um Wirtschaftstätigkeiten in der Landwirtschaft
   in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben und andere Wirtschaftstätigkeiten, die am
   Haushaltsstandort ausgeführt werden; diese sollten unter dem adäquaten Sektor des
   Endverbrauchs erfasst werden.
   2.6.3.2.1. Raumheizung:
   Diese Energiedienstleistung bezieht sich auf den Energieverbrauch zur Beheizung von
   Innenräumen einer Wohnung.
   2.6.3.2.2. Raumkühlung:
   Diese Energiedienstleistung bezieht sich auf den Energieverbrauch zur Kühlung von
   Wohnräumen mithilfe von Klimageräten und/oder Kühlaggregaten.
   Ventilatoren, Gebläse und andere Geräte, die nicht an ein Kühlaggregat angeschlossen sind,
   werden nicht in diesem Abschnitt erfasst, sondern im Abschnitt „Beleuchtung und
   Elektrogeräte“.
   2.6.3.2.3. Warmwasserbereitung:
   Diese Energiedienstleistung bezieht sich auf den Energieverbrauch zur Warmwasserbereitung
   für fließendes Warmwasser, Baden, Reinigung und andere Verwendungen außer Kochen.
   Schwimmbeckenbeheizung bleibt unberücksichtigt, diese wird unter dem Abschnitt „Sonstige
   Endnutzung“ erfasst.
   2.6.3.2.4. Kochen:
   Diese Energiedienstleistung bezieht sich auf den Energieverbrauch zur Vorbereitung von
   Mahlzeiten.
   Hilfsküchengeräte     (Mikrowellenherde,      Wasserkessel,     Kaffeemaschinen)     bleiben
   unberücksichtigt und sollten im Abschnitt „Beleuchtung und Elektrogeräte“ erfasst werden.
   2.6.3.2.5. Beleuchtung und Elektrogeräte (nur Strom):
   Stromnutzung zur Beleuchtung und alle anderen Elektrogeräte im Haushalt, die nicht unter
   den Abschnitt „Sonstige Endnutzung“ fallen.
   2.6.3.2.6. Sonstige Endnutzung:
   Sonstiger Energieverbrauch in Haushalten, beispielsweise außerhalb der Wohnräume, und alle
   anderen Tätigkeiten, die nicht im Rahmen der oben aufgeführten fünf Energienutzungsarten
   erfasst werden (z. B. Rasenmäher, Schwimmbeckenheizung, Heizstrahler, Grillgeräte,
   Saunas).
DE                                               12                                             DE
 ---pagebreak---    2.6.3.3. Land- und Forstwirtschaft
   Von Verwendern aus den Bereichen Landwirtschaft, Jagd und Forstwirtschaft verbrauchte
   Brennstoffmengen; Abteilungen 01 und 02 der NACE Rev. 2.
   2.6.3.4. Fischerei
   An die Binnen-, Küsten- und Hochseefischerei gelieferte Brennstoffmengen. Die Position
   Fischerei umfasst den Brennstoff, mit dem Schiffe gleich welcher Flagge (einschließlich
   internationale Fischerei) im Meldeland betankt wurden, sowie den Energieverbrauch der
   Fischereiwirtschaft. Abteilung 03 der NACE Rev. 2.
   2.6.3.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
   Für Tätigkeiten verwendete Brennstoffmengen, die nicht anderweitig erfasst werden
   (beispielsweise Klasse 84.22 der NACE Rev. 2). Zu dieser Kategorie zählt der
   Brennstoffverbrauch mobiler oder fester militärischer Einrichtungen (z. B. Schiffe,
   Flugzeuge, Landfahrzeuge und Wohngebäude), unabhängig davon, ob die Brennstoffe für die
   einheimischen oder für ausländische Streitkräfte geliefert werden. Falls hier Angaben
   gemacht werden, sind diese im Bericht zu erläutern.
DE                                              13                                         DE
 ---pagebreak---    3. PRODUKTE
   3.1. KOHLE (Feste fossile Brennstoffe und industriell erzeugte Gase)
   3.1.1. STEINKOHLE
   Steinkohle ist ein Produktaggregat, das der Summe aus Anthrazit, Kokskohle und sonstiger
   bituminöser Kohle entspricht.
    3.1.2. ANTHRAZIT
   Kohle mit hohem Inkohlungsgrad zur Verwendung in Industrie und Haushalten. Anthrazit
   enthält in der Regel weniger als 10 % flüchtige Bestandteile und weist einen hohen
   Kohlenstoffgehalt auf (etwa 90 % fester Kohlenstoff). Sein oberer Heizwert liegt bei über
   24 000 kJ/kg, aschefrei.
    3.1.3. KOKSKOHLE
   Bituminöse Steinkohle, die zur Herstellung von Koks (Hochofenkoks) geeignet ist. Ihr oberer
   Heizwert liegt bei über 24 000 kJ/kg, aschefrei.
    3.1.4. ANDERE BITUMINÖSE KOHLE
   Kohle zur Dampferzeugung; umfasst alle Arten bituminöser Kohle außer Kokskohle und
   Anthrazit. Hat im Vergleich zu Anthrazit einen höheren Anteil an flüchtigen Bestandteilen
   (über 10 %) und einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt (unter 90 % fester Kohlenstoff). Ihr
   oberer Heizwert liegt bei über 24 000 kJ/kg, aschefrei.
    3.1.5. BRAUNKOHLE
   Braunkohle ist ein Produktaggregat, das der Summe aus subbituminöser Kohle und Lignit
   (holziger Braunkohle) entspricht.
    3.1.6. SUBBITUMINÖSE KOHLE
   Nicht backende Kohle mit einem oberen Heizwert zwischen 20 000 kJ/kg und 24 000 kJ/kg,
   die mehr als 31 % flüchtige Bestandteile auf trockener, mineralstofffreier Basis enthält.
    3.1.7. LIGNIT
   Nicht backende Kohle mit einem oberen Heizwert von unter 20 000 kJ/kg und einem Gehalt
   von über 31 % an flüchtigen Bestandteilen auf trockener, mineralstofffreier Basis.
    3.1.8. STEINKOHLENBRIKETTS
   Ein Brennstoffmaterial aus Feinkohle, das unter Zusatz eines Bindemittels in eine bestimmte
   Form gepresst wird. Wegen des zugesetzten Bindemittels kann die Menge der erzeugten
   Steinkohlenbriketts geringfügig größer sein als die Menge der im Umwandlungsprozess
   verbrauchten Kohle.
    3.1.9. KOKEREIKOKS
   Durch die Verkokung von Kohle (hauptsächlich Kokskohle) bei hohen Temperaturen
   entstandenes festes Produkt mit einem niedrigen Anteil an Feuchtigkeit und flüchtigen
   Bestandteilen. Kokereikoks wird vorwiegend in der Eisen- und Stahlindustrie als
   Energieträger und als chemischer Zusatzstoff eingesetzt.
   Koksgrus und Gießereikoks werden in dieser Kategorie erfasst.
   Halbkoks, ein durch Verkokung von Kohle bei niedrigen Temperaturen gewonnenes festes
   Erzeugnis, sollte dieser Kategorie zugerechnet werden. Halbkoks wird in Haushalten oder in
   den Umwandlungsanlagen selbst als Heizstoff eingesetzt.
   Außerdem zählen auch Koks, Koksgrus und Halbkoks aus Lignit zu dieser Position.
    3.1.10. GASKOKS
   Steinkohle-Nebenprodukt, das in Gaswerken zur Erzeugung von Stadtgas eingesetzt wird.
   Gaskoks wird zur Erzeugung von Heizwärme genutzt.
DE                                               14                                            DE
 ---pagebreak---     3.1.11. KOHLENTEER
   Entsteht bei der Verkokung von bituminöser Kohle. Kohlenteer fällt entweder als flüssiges
   Nebenprodukt der Kokserzeugung durch Destillation in der Kokerei an oder wird aus
   Braunkohle hergestellt („Schwelteer“).
    3.1.12. BKB (BRAUNKOHLENBRIKETTS)
   Braunkohlenbriketts werden mittels Hochdruckverpressung bindemittelfrei aus Lignit oder
   subbituminöser Kohle unter Beigabe von getrockneter Feinkohle und Kohlenstaub hergestellt.
    3.1.13. INDUSTRIELL ERZEUGTE GASE
   Industriell erzeugte Gase sind ein Produktaggregat, das der Summe aus Ortsgas, Kokereigas,
   Hochofengas und sonstigem Konvertergas entspricht.
    3.1.14. ORTSGAS
   Alle Gastypen, die in öffentlichen oder privaten Anlagen erzeugt werden, die vorwiegend zur
   Erzeugung, zum Transport und zur Verteilung von Gas betrieben werden. Hierunter fallen
   Gase, die durch Verkokung erzeugt werden (einschließlich der in Koksöfen erzeugten und in
   Ortsgas umgewandelten Gase), sowie solche, die durch vollständige Vergasung mit oder ohne
   Anreicherung mit Mineralölprodukten (wie z. B. Flüssiggas oder Rückstandsheizöl) oder
   durch Reformieren und einfaches Mischen von Gasen und/oder Luft entstehen, auch
   Mischgas, welches über das Erdgasnetz verteilt und verbraucht wird. Die Gesamtmenge an
   Gas, die aus dem Transfer von anderen Kohlegasen zu Ortsgas resultiert, sollte als Erzeugung
   von Ortsgas erfasst werden.
    3.1.15. KOKEREIGAS
   Kokereigas fällt als Nebenprodukt bei der Herstellung von Kokereikoks für die Eisen- und
   Stahlerzeugung an.
    3.1.16. HOCHOFENGAS
   Hochofengas fällt bei der Verbrennung von Koks in den Hochöfen der Eisen- und
   Stahlindustrie an. Es wird zurückgewonnen und zum Teil in der Anlage selbst, zum Teil in
   anderen Prozessen der Stahlproduktion bzw. in zur Verbrennung von Hochofengas
   ausgelegten Kraftwerken verwendet.
    3.1.17. SONSTIGES KONVERTERGAS
   Entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Stahl in Sauerstofföfen und wird beim
   Austreten aus dem Ofen gewonnen. Konvertergas wird auch als Hochofengas,
   Sauerstoffblasstahlgas oder (im Englischen) LD gas bezeichnet. Die gewonnene
   Brennstoffmenge sollte auf der Basis des oberen Heizwerts angegeben werden. Gilt auch für
   sonstige nicht anderweitig genannte industriell erzeugte Gase, z. B. brennbare Gase aus
   kohlenstoffhaltigen Materialien, die im Rahmen nicht anderweitig genannter industrieller und
   chemischer Verfahren gewonnen werden.
    3.1.18. TORF
   Torf ist ein brennbares weiches, poröses oder verdichtetes Sediment pflanzlichen Ursprungs
   mit hohem Wassergehalt (im Ausgangszustand bis zu 90 %), leicht zu schneiden, von heller
   bis dunkelbrauner Farbe. Torf umfasst Stich- und Brenntorf. Torf für die nichtenergetische
   Verwendung wird hier nicht erfasst.
    3.1.19. TORFERZEUGNISSE
   Erzeugnisse wie Torfbriketts, direkt oder indirekt aus Stich- und Brenntorf gewonnen.
    3.1.20. ÖLSCHIEFER UND BITUMINÖSE SANDE
   Bei Ölschiefer und bituminösen Sanden handelt es sich um Sedimentgestein, das organische
   Substanz in Form von Kerogen enthält. Kerogen ist eine wachsartige, kohlenwasserstoffreiche
DE                                                15                                            DE
 ---pagebreak---    Substanz, die als Vorläufersubstanz von Erdöl gilt. Ölschiefer kann direkt verbrannt oder
   behandelt werden, indem durch Erhitzung Schieferöl extrahiert wird. Schieferöl und andere
   durch Verflüssigung gewonnene Erzeugnisse sollten als sonstige Kohlenwasserstoffe unter
   Mineralölprodukte erfasst werden.
DE                                           16                                              DE
 ---pagebreak---    3.2. ERDGAS
    3.2.1. ERDGAS
   Erdgas umfasst Gase, bestehend aus vorwiegend methanhaltigen Gasen in flüssigem oder
   gasförmigem Zustand, die in unterirdischen Lagerstätten vorkommen, unabhängig von der
   Fördermethode (konventionell und nichtkonventionell). Einbezogen sind unabhängig
   vorhandenes Gas aus Feldern, in denen Kohlenwasserstoffe nur gasförmig vorkommen, sowie
   das in Verbindung mit Rohöl erzeugte sogenannte Begleitgas und das aus Kohlegruben oder -
   flözen gewonnene Methan (Gruben- bzw. Flözgas). Erdgas umfasst nicht Biogas und
   industriell erzeugte Gase. Transfers dieser Produkte an das Erdgasnetz sind nicht unter
   Erdgas, sondern gesondert zu erfassen. Erdgas umfasst Flüssigerdgas (LNG) und
   komprimiertes Erdgas (CNG).
   3.3. ELEKTRIZITÄT (STROM) UND WÄRME
    3.3.1. ELEKTRIZITÄT
   Elektrizität bezeichnet den Transfer von Energie durch das physikalische Phänomen
   elektrischer Ladung sowohl in Ruhe als auch in Bewegung. Sämtlicher genutzter, erzeugter
   und verbrauchter Strom ist anzugeben, auch netzunabhängiger und selbst verbrauchter.
    3.3.2. WÄRME (ABGELEITETE WÄRME)
   Wärmeenergie bezeichnet die Energie, die Materie aufgrund der Translations-, Dreh-, und
   Schwingungsbewegung sowie Änderungen ihres physikalischen Zustandes besitzt. Sämtliche
   erzeugte Wärme, ausgenommen von Eigenerzeugern gewonnene und nicht verkaufte Wärme
   für den Eigenverbrauch, muss erfasst werden; alle sonstigen Formen von Wärme werden als
   Verbrauch von Produkten erfasst, aus denen die Wärme erzeugt wurde.
DE                                             17                                            DE
 ---pagebreak---    3.4. ÖL (Rohöl und Mineralölprodukte)
    3.4.1. ROHÖL
   Rohöl ist ein Mineralöl natürlichen Ursprungs, bestehend aus einem Gemisch aus
   Kohlenwasserstoffen und verschiedenen Verunreinigungen, z. B. Schwefel. Bei
   Umgebungstemperatur und atmosphärischem Druck ist Rohöl flüssig, seine physikalischen
   Eigenschaften (Dichte, Viskosität usw.) sind höchst unterschiedlich. Als Rohöl gelten auch
   vor Ort aus dem jeweils vorhandenen Begleitgas oder aus unabhängig vorhandenem Gas
   zurückgewonnene Kondensate, die dem gehandelten Rohölstrom zugeführt werden. Mengen
   sind unabhängig von der Fördermethode (konventionell und nichtkonventionell) anzugeben.
   Nicht erfasst unter Rohöl werden Erdgaskondensate.
    3.4.2. ERDGASKONDENSATE (NGL)
   Erdgaskondensate bestehen aus flüssigen oder verflüssigten Kohlenwasserstoffen, die in
   Abtrennungsanlagen oder in Anlagen zur Verarbeitung von Gasen gewonnen wurden. Zu den
   Erdgaskondensaten zählen Ethan, Propan, (Iso-)Butan und (Iso-)Pentan sowie die
   verschiedenen Pentan-Plus-Formen (gelegentlich auch als Naturbenzin oder Prozesskondensat
   bezeichnet).
    3.4.3. RAFFINERIEEINSATZMATERIAL
   Raffinerieeinsatzmaterial besteht aus verarbeitetem Öl, das zur weiteren Aufbereitung
   vorgesehen ist, aber nicht gemischt werden soll (z. B. Straight-Run-Heizöl oder
   Vakuumgasöl). Durch die anschließende Verarbeitung wird das Einsatzmaterial in
   verschiedene Ausgangs- oder Endprodukte umgewandelt. Diese Definition schließt
   Rückflüsse aus der petrochemischen Industrie in die Raffinerien ein (z. B. Pyrolysebenzin,
   C4-Fraktionen, Gasöl- und Heizölfraktionen).
    3.4.4. ZUSATZSTOFFE/OXIGENATE
   Zusatzstoffe sind kohlenwasserstofffreie Verbindungen, die einem Produkt zugesetzt oder mit
   einem Produkt gemischt werden, um seine Eigenschaften zu ändern (Oktanzahl, Cetanzahl,
   Verhalten bei Kälte usw.). Zusatzstoffe umfassen Oxigenate (wie Alkohole (Methanol,
   Ethanol), Ether wie MTBE (Methyl-Tert-Butylether), ETBE (Ethyl-Tert-Butylether), TAME
   (Tert-Amyl-Methylether), Ester (z. B. Rapsöl oder Dimethylester), chemische Verbindungen
   (z. B. Tetramethylblei, Tetraethylblei und Tenside). Es sollten die mit Brennstoffen
   gemischten oder als Brennstoffe zu verwendende Mengen von Zusatzstoffen/Oxigenaten
   (Alkohole, Ether, Ester und sonstige chemische Verbindungen) angegeben werden. Diese
   Kategorie umfasst Biobrennstoffe, die mit flüssigen fossilen Brennstoffen gemischt werden.
    3.4.5. BIOBRENNSTOFFE IN ZUSATZSTOFFEN/OXIGENATEN
   In dieser Kategorie angegebene Mengen beziehen sich auf beigemischte flüssige
   Biobrennstoffe und nur auf den Anteil des flüssigen Biobrennstoffs, nicht aber auf die
   Gesamtmenge der Flüssigbrennstoffe, denen Biobrennstoffe zugesetzt werden.
   Ausgeschlossen sind alle flüssigen Biobrennstoffe, die nicht gemischt wurden.
    3.4.6. SONSTIGE KOHLENWASSERSTOFFE
   Zu dieser Kategorie zählen aus bituminösem Sand, Schieferöl usw. erzeugtes Rohöl und bei
   der Kohleverflüssigung und der Umwandlung von Erdgas in Motorenbenzin entstehende
   Flüssigkeiten sowie Wasserstoff und emulgierte Öle (z. B. Orimulsion); ausgenommen
   Ölschiefer; einschließlich Schieferöl (Sekundärprodukt).
    3.4.7. MINERALÖLPRODUKTE
   Mineralölprodukte sind ein Produktaggregat, das der Summe aus Raffineriegas, Ethan,
   Flüssiggas, Naphtha, Motorenbenzin, Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff auf Naphthabasis,
   Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis, sonstigem Kerosin, Diesel-/Gasöl, Heizöl,
DE                                               18                                            DE
 ---pagebreak---    Testbenzin und Industriebrennstoffen, Schmierstoffen, Bitumen und Paraffinwachsen,
   Petrolkoks und anderen Erzeugnissen entspricht.
    3.4.8. RAFFINERIEGAS
   Raffineriegas enthält ein Gemisch nicht kondensierter Gase (vorwiegend Wasserstoff,
   Methan, Ethan und Olefine), die bei der Destillation von Rohöl oder der Behandlung von
   Ölprodukten in Raffinerien (z. B. beim Cracken) gewonnen werden. Dies umfasst auch Gase,
   die aus der petrochemischen Industrie zurückfließen.
    3.4.9. ETHAN
   Ein in natürlichem Zustand gasförmiger geradkettiger (unverzweigter) Kohlenwasserstoff
   (C2H6), der aus Erdgas- und Raffineriegasströmen gewonnen wird.
    3.4.10. FLÜSSIGGASE (LPG)
   Flüssiggase sind leichte Kohlenwasserstoffe auf Paraffinbasis, die als sekundäre Produkte in
   Raffinierungsprozessen sowie bei der Stabilisierung von Rohöl und bei der Verarbeitung von
   Erdgas entstehen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Propan (C3H8) und/oder Butan
   (C4Hl0). Propylen, Buten, Isobuten und Isobutylen können ebenfalls vorkommen. Für
   Transport und Lagerung werden LPG im Allgemeinen unter Druck verflüssigt.
    3.4.11. NAPHTA
   Naphtha ist ein Ausgangsstoff für die petrochemische Industrie (z. B. für die Herstellung von
   Ethylen oder Aromaten) oder für die Herstellung von Benzin durch Reformieren oder
   Isomerisierung in der Raffinerie. Es umfasst Materialien im Destillationsbereich 30 °C bis
   210 °C bzw. in einem Teil dieses Bereichs.
    3.4.12. MOTORENBENZIN
   Motorenbenzin ist ein als Kraftstoff für Ottomotoren in Kraftfahrzeugen verwendetes
   Gemisch leichter, zwischen 35 °C und 215 °C destillierender Kohlenwasserstoffe. In
   Motorenbenzin können Zusatzstoffe, Oxigenate und Mittel zur Verbesserung der Oktanzahl
   einschließlich Bleiverbindungen enthalten sein. Dazu gehört auch Motorenbenzin mit
   eingemischten Erzeugnissen (ohne Zusatzstoffe und Oxigenate) wie z. B. Alkylate, Isomerate,
   Reformate und zur Verwendung als Motorentreibstoff vorgesehenes gecracktes Benzin.
   Motorenbenzin ist ein Produktaggregat, das der Summe aus beigemischtem Biobenzin
   (Biobenzin in Motorenbenzin) und Nicht-Biobenzin entspricht.
   3.4.12.1. Beigemischtes Biobenzin
   Biobenzin, das Motorenbenzin beigemischt wurde.
   3.4.12.2. Nicht-Biobenzin
   Der verbleibende Teil an Motorenbenzin — Motorenbenzin ohne beigemischtes Biobenzin
   (vorwiegend Motorenbenzin fossilen Ursprungs).
    3.4.13. FLUGBENZIN
   Motorenbenzin, das speziell für Flugzeug-Kolbenmotoren und mit der für sie erforderlichen
   Oktanzahl hergestellt wurde; der Gefrierpunkt liegt bei – 60 °C und der Destillationsbereich
   üblicherweise zwischen 30 und 180 °C.
    3.4.14. FLUGTURBINENKRAFTSTOFF (AUF NAPHTHABASIS ODER JP4)
   Alle leichten Kohlenwasserstofföle zur Verwendung in Flugturbinenaggregaten, die bei
   Temperaturen zwischen 100 und 250 °C destilliert werden. Bei der Herstellung werden
   Kerosine und Motorenbenzin oder Naphthaöle so gemischt, dass der Anteil an Aromaten
   maximal 25 Vol.-% beträgt und der Dampfdruck zwischen 13,7 und 20,6 kPa liegt.
DE                                              19                                               DE
 ---pagebreak---     3.4.15. FLUGTURBINENKRAFTSTOFF AUF PETROLEUMBASIS
   Destillat zur Nutzung in Flugturbinenaggregaten. Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis
   weist das gleiche Destillationsverhalten wie Kerosin auf (Destillationstemperatur zwischen
   150 °C und 300 °C, im Allgemeinen maximal 250 °C) und hat den gleichen Flammpunkt.
   Seine besonderen Eigenschaften (z. B. der Gefrierpunkt) werden vom Internationalen
   Luftverkehrsverband         spezifiziert.      Hierzu     gehören       Kerosin-Mischprodukte.
   Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis ist ein Produktaggregat, das der Summe aus
   beigemischtem Bioflugturbinenkraftstoff (Bioflugturbinenkraftstoff in Flugturbinenkraftstoff
   auf Petroleumbasis) und Nicht-Bioflugturbinenkraftstoff entspricht.
   3.4.15.1.     Beigemischter       Bioflugturbinenkraftstoff     (Bioflugturbinenkraftstoff   in
   Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis)
   Bioflugturbinenkraftstoff, der Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis beigemischt wurde.
   3.4.15.2. Nicht-Bioflugturbinenkraftstoff
   Der verbleibende Teil an Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis — Flugturbinenkraftstoff
   auf    Petroleumbasis      ohne     beigemischten      Bioflugturbinenkraftstoff   (vorwiegend
   Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis fossilen Ursprungs).
    3.4.16. SONSTIGES KEROSIN
   Raffiniertes Erdöldestillat, das in Bereichen außerhalb der Luftfahrt verwendet wird. Der
   Destillationsbereich liegt zwischen 150 °C und 300 °C.
    3.4.17. DIESEL- UND GASÖL (DESTILLIERTES HEIZÖL)
   Diesel- und Gasöl bestehen vor allem aus Mitteldestillat (Destillationsbereich 180 °C bis
   380 °C). Sie enthalten Beimischungen und werden für unterschiedliche Verwendungen in
   verschiedenen Qualitäten hergestellt. Diesel- und Gasöl umfassen Kraftstoff für Pkw und Lkw
   mit Dieselmotoren. Diesel- und Gasöl umfassen leichtes Heizöl für Industrie und Gewerbe,
   Dieselkraftstoff für Schiffe und Eisenbahnen und andere Gasöle, darunter zwischen 380 °C
   und 540 °C destillierende schwere Gasöle, die als petrochemische Ausgangsstoffe eingesetzt
   werden. Diesel- und Gasöl sind ein Produktaggregat, das der Summe aus beigemischten
   Biodieselkraftstoffen (Biodieselkraftstoffe in Diesel- und Gasöl) und Nicht-
   Biodieselkraftstoffen entspricht.
   3.4.17.1. Beigemischte Biodieselkraftstoffe (Biodieselkraftstoffe in Diesel- und Gasöl)
   Biodieselkraftstoffe, die Diesel- und Gasöl beigemischt wurden.
   3.4.17.2. Nicht-Biodieselkraftstoffe
   Der verbleibende Teil an Diesel- und Gasöl — Diesel- und Gasöl ohne beigemischte
   Biodieselkraftstoffe (vorwiegend Diesel- und Gasöl fossilen Ursprungs).
    3.4.18. HEIZÖL (SCHWERES HEIZÖL)
   Alle Rückstandsöle (schwere Heizöle) einschließlich der durch Beimischung entstandenen
   Heizöle. Ihre Viskosität liegt über 10 cSt bei 80 °C, ihr Flammpunkt liegt stets über 50 °C und
   ihre Dichte stets über 0,90 kg/l. Heizöl ist ein Produktaggregat, das der Summe aus Heizöl mit
   niedrigem und Heizöl mit hohem Schwefelgehalt entspricht.
   3.4.18.1. Heizöl mit niedrigem Schwefelgehalt
   Heizöl mit einem Schwefelgehalt < 1 %.
   3.4.18.2. Heizöl mit hohem Schwefelgehalt
   Heizöl mit einem Schwefelgehalt ≥ 1 %.
    3.4.19. TESTBENZIN UND INDUSTRIEBRENNSTOFFE
   Testbenzin und Industriebrennstoffe sind Zwischenprodukte von Destillationsprozessen im
   Naphtha-/Kerosinbereich. Sie umfassen Spezialbenzin (Industriebrennstoff, SBP) – leichte
DE                                                  20                                             DE
 ---pagebreak---    Öle, die bei Temperaturen zwischen 30 °C und 200 °C destillieren, abhängig von der
   Trennung in der Destillationskolonne in 7 bis 8 Sorten — die Sorten werden nach dem
   Temperaturunterschied zwischen den Volumina bei 5 %iger Destillation und bei 90 %iger
   Destillation unterschieden (maximal 60 °C) – sowie Testbenzin (Spezialbenzin mit einem
   Flammpunkt über 30 °C und einem Destillationsbereich zwischen 135 °C und 200 °C).
    3.4.20. SCHMIERSTOFFE
   Aus Destillationsnebenprodukten gewonnene Kohlenwasserstoffe. Sie werden vor allem zur
   Verringerung der Reibung zwischen aufeinander gleitenden Flächen eingesetzt. Einschließlich
   fertiger Schmieröle vom Spindelöl bis zum Zylinderöl, der in Schmierfetten enthaltenen Öle,
   auch Motoröle, und aller Arten von Rohstoffen für Schmieröle.
    3.4.21. BITUMEN
   Bitumen ist ein fester, halbfester oder visköser Kohlenwasserstoff mit kolloidaler Struktur
   und brauner bis schwarzer Färbung, der durch die Vakuumdestillation der Ölrückstände
   gewonnen wird, die bei der atmosphärischen Destillation entstehen. Bitumen wird häufig auch
   als Asphalt bezeichnet und in erster Linie im Straßenbau und für Bedachungen verwendet.
   Einschließlich Flüssigbitumen und Verschnittbitumen.
    3.4.22. PARAFFINWACHSE
   Gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe. Paraffinwachse sind Rückstände, die beim
   Entwachsen von Schmierölen gewonnen werden. Sie haben eine je nach Sorte feinere oder
   gröbere kristalline Struktur. Wesentliche Eigenschaften: Farblos, geruchlos, lichtdurchlässig
   und Schmelzpunkt über 45 °C.
    3.4.23. PETROLKOKS
   Petrolkoks ist ein schwarzes festes Nebenprodukt, das vor allem beim Cracken und Verkoken
   von Mineralöl-Halbfertigerzeugnissen, Rückständen aus der Vakuumdestillation und bei der
   Herstellung von Teer und Teerpechen mit verzögerter Verkokung oder nach dem
   Fließkoksverfahren anfällt. Er besteht hauptsächlich (zu 90 bis 95 %) aus Kohlenstoff und hat
   einen geringen Aschegehalt. Er wird in der Stahlindustrie als Ausgangsstoff in Koksöfen
   verwendet, aber auch zu Heizzwecken, für die Elektrodenherstellung und zur Herstellung von
   Chemikalien. Die wichtigsten Formen sind Grünkoks und kalzinierter Koks. Umfasst auch
   „Katalysatorkoks“, der sich während der Raffinierprozesse auf dem Katalysator ablagert;
   dieser Koks kann nicht zurückgewonnen werden und wird in der Regel als
   Raffineriebrennstoff verwendet.
    3.4.24. SONSTIGE ERZEUGNISSE
   Alle sonstigen oben nicht ausdrücklich genannten Produkte, z. B. Teer und Schwefel. Umfasst
   Aromate (wie BTX oder Benzol, Toluol und Xylol) sowie Olefine (wie Propylen), die in
   Raffinerien erzeugt werden.
DE                                               21                                              DE
 ---pagebreak---    3.5. ERNEUERBARE ENERGIEQUELLEN UND ABFÄLLE
    3.5.1. WASSERKRAFT
   Das Energiepotenzial und die kinetische Energie des Wassers nach Umwandlung in
   Elektrizität in Wasserkraftwerken. Wasserkraft ist ein Produktaggregat, das der Summe der
   von      reinen   Wasserkraftwerken,     gemischten     Wasserkraftwerken     und     reinen
   Pumpspeicherwerken erzeugten Wasserkraft entspricht.
   3.5.1.1. Reine Wasserkraftwerke
   Wasserkraftwerke, die nur direkten natürlichen Wasserzufluss nutzen und nicht über
   Wasserkraft-Pumpspeicher (Hochpumpen des Wassers) verfügen.
   3.5.1.2. Gemischte Wasserkraftwerke
   Wasserkraftwerke mit natürlichem Wasserzufluss in ein Oberbecken, wobei ein Teil oder die
   Gesamtheit der Anlage für das Hochpumpen des Wassers erzeugt werden kann; Elektrizität
   wird sowohl mithilfe des natürlichen Wasserzuflusses als auch des zuvor hochgepumpten
   Wassers gewonnen.
   3.5.1.3. Reine Pumpspeicherwerke
   Wasserkraftwerke ohne natürlichen Wasserzufluss in ein Oberbecken; der größte Teil des
   Elektrizität erzeugenden Wassers wurde zuvor hochgepumpt; ausgenommen Regen und
   Schnee.
    3.5.2. GEOTHERMISCHE ENERGIE
   Energie in Form der von der Erdkruste abgestrahlten Wärme, gewöhnlich in Form von
   heißem Wasser oder Dampf genutzt; ausgenommen durch Erdwärmepumpen brauchbar
   gemachte Umgebungswärme. Die Erzeugung geothermischer Energie entspricht dem
   Enthalpieunterschied zwischen dem in der Förderbohrung gewonnenen und dem in der
   Injektionsbohrung in den Untergrund zurückgepumpten Fluidum.
    3.5.3. SOLARENERGIE
   Solarenergie ist ein Produktaggregat, das der Summe aus fotovoltaischer Energie und
   thermischer Solarenergie entspricht.
   3.5.3.1. Fotovoltaische Energie
   Sonnenlicht, das mithilfe von Solarzellen in Elektrizität umgewandelt wird; diese erzeugen
   Elektrizität, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Die gesamte erzeugte Elektrizität
   ist anzugeben (auch von Kleinstanlagen und netzunabhängigen Anlagen).
   3.5.3.2. Thermische Solarenergie
   Wärme aus Sonneneinstrahlung (Sonnenlicht) zur Gewinnung nutzbarer Energie. Dazu
   gehören beispielsweise Solarkraftwerke und aktive Systeme zur Erzeugung von sanitärem
   Warmwasser oder zur Raumheizung von Gebäuden. Die Energieerzeugung entspricht der für
   das Wärmeübertragungsmedium verfügbaren Wärme, d. h. der einfallenden Sonnenenergie
   abzüglich optischer Verluste und Kollektorverluste. Passive Solarenergie zum Heizen, Kühlen
   und zur Beleuchtung von Gebäuden ist nicht zu erfassen, nur Solarenergie in Bezug auf aktive
   Systeme.
    3.5.4. GEZEITEN-, WELLEN-, MEERESENERGIE
   Mechanische Energie, die aus der Bewegung der Gezeiten oder der Wellen oder der
   Meeresströmung gewonnen und zur Stromerzeugung genutzt wird.
    3.5.5. WINDKRAFT
   In Windturbinen zur Erzeugung von Elektrizität genutzte kinetische Energie des Windes.
   Windkraft ist ein Produktaggregat, das der Summe aus Onshore-Windkraft und Offshore-
   Windkraft entspricht.
DE                                              22                                              DE
 ---pagebreak---    3.5.5.1. Onshore-Windkraft
   Stromerzeugung durch Windkraft in Gebieten an Land (im Landesinneren, auch an Seen und
   anderen Gewässern im Landesinneren).
   3.5.5.2. Offshore-Windkraft
   Stromerzeugung durch Windkraft in Gebieten vor der Küste (z. B. Meer, Ozean, künstliche
   Inseln). Für die Offshore-Windenergieerzeugung außerhalb der Hoheitsgewässer des
   betreffenden Hoheitsgebiets sollten alle Anlagen in einer ausschließlichen Wirtschaftszone
   eines Landes berücksichtigt werden.
    3.5.6. INDUSTRIEABFÄLLE (NICHT ERNEUERBARER ANTEIL)
   Angabe des Anteils nicht erneuerbarer Industrieabfälle, die zur Erzeugung nutzbarer Energie
   in spezifischen Anlagen direkt verbrannt werden. Die verbrauchte Brennstoffmenge sollte als
   Nettoheizwert angegeben werden. Abfall, der ohne energetische Verwertung verbrannt wird,
   ist ausgenommen. Der erneuerbare Anteil der Industrieabfälle sollte in der Kategorie von
   Biobrennstoffen erfasst werden, in der sie am besten beschrieben sind.
    3.5.7. SIEDLUNGSABFÄLLE
   Abfälle aus Haushalten, Krankenhäusern und dem tertiären Sektor (im Allgemeinen alle
   hausmüllähnlichen Abfälle), die zur Erzeugung nutzbarer Energie in spezifischen Anlagen
   direkt verbrannt werden. Die verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert
   angegeben werden. Abfall, der ohne energetische Verwertung verbrannt wird, ist
   ausgenommen. Siedlungsabfälle sind ein Produktaggregat, das der Summe aus erneuerbaren
   Siedlungsabfällen und nicht erneuerbaren Siedlungsabfällen entspricht.
   3.5.7.1. Siedlungsabfälle (erneuerbar)
   Der Anteil der Siedlungsabfälle, der biologischen Ursprungs ist.
   3.5.7.2. Siedlungsabfälle (nicht erneuerbar)
   Der Anteil der Siedlungsabfälle, der nicht biologischen Ursprungs ist.
    3.5.8. BIOBRENNSTOFFE
   Biobrennstoffe sind ein Produktaggregat, das der Summe aus festen Biobrennstoffen, Biogas
   und flüssigen Biobrennstoffen entspricht. Für nichtenergetische Zwecke verwendete
   Biobrennstoffe werden in der Energiestatistik nicht erfasst (z. B. Holz für den Bau und zur
   Herstellung von Möbeln, biologische Schmierstoffe als Schmiermittel für Motoren,
   Biobitumen für Straßenoberflächen).
   3.5.8.1. Feste Biobrennstoffe
   Umfasst festes organisches, nicht fossiles Material biologischen Ursprungs (oder Biomasse),
   das als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme oder Elektrizität genutzt werden kann. Feste
   Biobrennstoffe sind ein Produktaggregat, das der Summe aus Holzkohle, Brennholz,
   Holzrückständen und Nebenprodukten, Schwarzlauge, Bagasse, tierischen Abfällen, sonstigen
   pflanzlichen Materialien und Rückständen sowie dem Anteil erneuerbarer Industrieabfälle
   entspricht.
   3.5.8.1.1. Holzkohle
   Bei Holzkohle handelt es sich um industriell erzeugten Brennstoff aus festen
   Biobrennstoffen — feste Rückstände der zerstörenden Destillation und der Pyrolyse von Holz
   und sonstigem Pflanzenmaterial.
   3.5.8.1.2. Brennholz, Holzrückstände und Nebenprodukte
   Brennholz (in Scheiten, als Reisig, in Pellets oder Schnitzeln) aus naturbelassenen oder
   bewirtschafteten Wäldern oder einzelnen Bäumen. Dazu gehören als Brennstoff verwendete
   Holzrückstände, bei denen der ursprüngliche Zustand des Holzes beibehalten wurde,
DE                                                23                                           DE
 ---pagebreak---    einschließlich Holzpellets. Holzkohle und Schwarzlauge sind ausgenommen. Die verbrauchte
   Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben werden.
   3.5.8.1.2.1. Holzpellets
   Holzpellets sind Produkte in zylindrischer Form, die aus Holzrückständen gepresst werden.
   3.5.8.1.3. Schwarzlauge
   Aus der alkalireduzierten Flüssigkeit aus den Faulbehältern gewonnene Energie während der
   Herstellung von Sulfat oder Natronzellstoff für die Papiererzeugung. Die verbrauchte
   Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben werden.
   3.5.8.1.4. Bagasse
   Brennstoff aus den Faserresten nach Saftextraktion bei der Zuckerrohrverarbeitung. Die
   verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben werden.
   3.5.8.1.5. Tierische Abfälle
   Produkte zur Energiegewinnung aus Tierexkrementen, Fleisch- und Fischresten, die nach
   ihrer Trocknung direkt als Brennstoff verwendet werden. Ausgenommen ist Abfall aus
   Anlagen zur anaeroben Gärung. Brenngas aus diesen Anlagen wird unter Biogase erfasst. Die
   verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben werden.
   3.5.8.1.6. Sonstige pflanzliche Materialien und Rückstände
   Nicht anderweitig genannte Biobrennstoffe einschließlich Stroh, Gemüseschalen,
   Erdnussschalen, Grünschnitt, Oliventrester und anderer Abfall aus der Pflanzenpflege, -zucht
   und -verarbeitung. Die verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben
   werden.
   3.5.8.1.7. Erneuerbarer Anteil der Industrieabfälle
   Fester erneuerbarer Anteil der Industrieabfälle, die zur Erzeugung nutzbarer Energie in
   spezifischen Anlagen direkt verbrannt werden (z. B., jedoch nicht nur, der Anteil natürlichen
   Kautschuks in Altreifen oder der Anteil von Naturfasern in Textilabfällen — aus den
   Abfallkategorien 07.3 bzw. 07.6, wie in der Verordnung (EG) Nr. 2150/2002 zur
   Abfallstatistik festgelegt. Die verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert
   angegeben werden.
   3.5.8.2. Biogas
   Weitgehend aus Methan und Kohlendioxid bestehendes Gas, das durch anaerobe Zersetzung
   von Biomasse oder aus thermischen Prozessen von Biomasse gebildet wird, einschließlich
   Biomasse in Abfall. Die verbrauchte Brennstoffmenge sollte als Nettoheizwert angegeben
   werden. Biogas ist ein Produktaggregat, das der Summe aus Deponiegas, Klärschlammgas,
   anderen Biogasen aus anaerober Zersetzung sowie Biogasen aus thermischen Prozessen
   entspricht.
   3.5.8.2.1. Deponiegas
   Durch anaerobe Zersetzung von Deponieabfällen gebildetes Biogas.
   3.5.8.2.2. Klärschlammgas
   Durch anaerobe Gärung von Klärschlamm gebildetes Biogas.
   3.5.8.2.3. Sonstige Biogase aus anaerober Zersetzung
   Aus der anaeroben Gärung von Gülle und von Abfällen aus Schlachthöfen, Brauereien und
   sonstigen Betrieben der Agrar- und Ernährungswirtschaft entstandene Biogase.
   3.5.8.2.4. Biogase aus thermischen Prozessen
   In thermischen Prozessen aus Biomasse erzeugte Biogase (durch Vergasung oder Pyrolyse).
   3.5.8.3. Flüssige Biobrennstoffe
DE                                                24                                             DE
 ---pagebreak---    Diese Kategorie umfasst alle flüssigen Brennstoffe natürlichen Ursprungs (z. B. aus Biomasse
   und/oder dem biologisch abbaubaren Teil des Abfalls), die flüssigen Brennstoffen fossilen
   Ursprungs beigemischt werden oder diese ersetzen können. Die in dieser Kategorie
   angegebenen Mengen flüssiger Biobrennstoffe sollten die Mengen reiner Biokraftstoffe, die
   nicht fossilen Brennstoffen beigemischt wurden, umfassen. Im Sonderfall der Ein- und
   Ausfuhren flüssiger Biobrennstoffe ist nur der Handel mit Mengen relevant, die nicht
   Motorkraftstoffen beigemischt wurden (d. h. Biobrennstoffe in reiner Form); der Handel mit
   flüssigen Biobrennstoffen, die Motorkraftstoffen beigemischt wurden, sollte in der Kategorie
   Mineralölprodukte erfasst werden. Es sind nur — direkt verbrannte oder fossilen Brennstoffen
   beigemischte — flüssige Biobrennstoffe für energetische Zwecke anzugeben. Flüssige
   Biobrennstoffe sind ein Produktaggregat, das der Summe aus Biobenzin,
   Biodieselkraftstoffen, Bioflugturbinenkraftstoff und anderen flüssigen Biobrennstoffen
   entspricht.
   3.5.8.3.1. Biobenzin
   Flüssige Biobrennstoffe, die Motorenbenzin fossilen Ursprungs beigemischt werden oder
   dieses ersetzen können.
   3.5.8.3.1.1. Bioethanol
   Ethanol als Teil von Biobenzin.
   3.5.8.3.2. Biodiesel
   Flüssige Biobrennstoffe, die Diesel- und Gasöl fossilen Ursprungs beigemischt werden oder
   diese ersetzen können.
   3.5.8.3.3. Bioflugturbinenkraftstoff
   Flüssige Biobrennstoffe, die Flugturbinenkraftstoff fossilen Ursprungs beigemischt werden
   oder diesen ersetzen können.
   3.5.8.3.4. Sonstige flüssige Biobrennstoffe
   Nicht in den vorherigen Kategorien enthaltene flüssige Biobrennstoffe.
    3.5.9. UMGEBUNGSWÄRME
   Wärmeenergie bei Nutztemperatur, die mithilfe von Wärmepumpen, die für ihren Betrieb
   Elektrizität oder andere Hilfsenergie benötigen, gewonnen (brauchbar gemacht) wird. Diese
   Wärmeenergie kann in der Umgebungsluft, unter der festen Erdoberfläche oder in
   Oberflächenwasser gespeichert werden. Die Werte müssen anhand derselben Methodik erfasst
   werden, die auch für die Erfassung von durch Wärmepumpen brauchbar gemachte Energie
   nach der Richtlinie 2009/28/EG verwendet wird, allerdings sollten alle Wärmepumpen
   unabhängig von ihrer Leistung berücksichtigt werden.
DE                                              25                                              DE
 ---pagebreak---    ANHANG B
   JÄHRLICHE ENERGIESTATISTIKEN
   In diesem Anhang werden der Erfassungsbereich, die Einheiten, der Berichtszeitraum, die
   Erhebungshäufigkeit, die Fristen und die Übermittlungsmodalitäten für die jährliche
   Erhebung von Energiestatistiken beschrieben.
   Die folgenden Bestimmungen gelten für die Erhebung aller in diesem Anhang aufgeführten
   Daten:
   a) Berichtszeitraum: Der Berichtszeitraum für die gemeldeten Daten ist ein Kalenderjahr
      (1. Januar bis 31. Dezember), beginnend mit dem Bezugsjahr 2017.
   b) Periodizität: Die Daten werden jährlich gemeldet.
   c) Frist für die Datenübermittlung: Die Daten werden bis zum 30. November des Jahres nach
      dem Berichtsjahr gemeldet.
   d) Übertragungsformat: Die Daten sind nach dem einschlägigen, von Eurostat festgelegten
      Austauschstandard zu übermitteln.
   e) Übermittlungsverfahren: Die Daten werden elektronisch an das zentrale Eurostat-Portal
      übermittelt oder in dieses heraufgeladen.
   Begriffe, die nicht ausdrücklich in diesem Anhang bestimmt werden, werden in Anhang A
   erläutert.
   1. FESTE FOSSILE BRENNSTOFFE UND INDUSTRIELL ERZEUGTE GASE
   1.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Soweit nicht anders bestimmt, sind Daten zu allen in Anhang A Kapitel 3.1 KOHLE (Feste
   fossile Brennstoffe und industriell erzeugte Gase) aufgeführten Energieerzeugnissen zu
   erheben.
   1.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für alle im vorhergehenden Abschnitt angeführten Energieprodukte sind die folgenden
   Aggregate anzugeben, sofern nichts anderes bestimmt ist.
   1.2.1. VERSORGUNG
   1.2.1.1. Erzeugung
   1.2.1.1.1. Erzeugung untertage
   Gilt nur für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle und
   Lignit.
   1.2.1.1.2. Erzeugung im Tagebau
   Gilt nur für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle und
   Lignit.
   1.2.1.2. Eingänge aus anderen Quellen
   Hier sind zwei Unterkategorien zu unterscheiden:
   - aufbereitete Schlämme, Mittelgut und sonstige weniger hochwertige Kohleprodukte, die
     nicht nach Kohlesorten klassifiziert werden können, einschließlich aus Abräumhalden und
     Abfallbehältern zurückgewonnener Kohle;
   - Eingänge aus anderen Quellen.
   1.2.1.3. Eingänge aus anderen Quellen: aus Mineralölprodukten
   Gilt nicht für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle, Lignit,
   Torf, sowie Ölschiefer und bituminöse Sande.
DE                                               26                                             DE
 ---pagebreak---    1.2.1.4. Eingänge aus anderen Quellen: aus Erdgas
   Gilt nicht für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle, Lignit,
   Torf, sowie Ölschiefer und bituminöse Sande.
   1.2.1.5. Eingänge aus anderen Quellen: aus erneuerbaren Energiequellen
   Gilt nicht für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle, Lignit,
   Torf, sowie Ölschiefer und bituminöse Sande.
   1.2.1.6. Einfuhren
   1.2.1.7. Ausfuhren
   1.2.1.8. Grenzüberschreitender Seeverkehr (Bunker)
   1.2.1.9. Bestandsveränderungen
   1.2.2. UMWANDLUNGSSEKTOR
   1.2.2.1. Reine Stromerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   1.2.2.2.     Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen         (KWK-Anlagen)       hauptsächlich    als
   Energieerzeuger tätiger Unternehmen
   1.2.2.3. Reine Wärmeerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   1.2.2.4. Reine Stromerzeugung von Eigenerzeugern
   1.2.2.5. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) von Eigenerzeugern
   1.2.2.6. Reine Wärmeerzeugung von Eigenerzeugern
   1.2.2.7. Steinkohlenbrikettfabriken
   1.2.2.8. Kokereien
   1.2.2.9. Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   1.2.2.10. Gaswerke
   1.2.2.11. Hochöfen
   1.2.2.12. Kohleverflüssigung
   1.2.2.13. Für die Mischgaserzeugung
   1.2.2.14. Nicht anderweitig genannt — Umwandlung
   1.2.3. ENERGIESEKTOR
   1.2.3.1. Stromerzeugungsanlagen, KWK-Anlagen und Wärmeerzeugungsanlagen
   1.2.3.2. Kohlebergwerke
   1.2.3.3. Steinkohlenbrikettfabriken
   1.2.3.4. Kokereien
   1.2.3.5. Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   1.2.3.6. Gaswerke
   1.2.3.7. Hochöfen
   1.2.3.8. Erdölraffinerien
   1.2.3.9. Kohleverflüssigung
   1.2.3.10. Nicht anderweitig genannt — Energie
   1.2.4. NETZVERLUSTE
   Netzverluste umfassen auch das Abfackeln industriell erzeugter Gase.
   1.2.5. NICHTENERGETISCHE NUTZUNG
   1.2.5.1. Industrie-, Umwandlungs- und Energiesektor
DE                                               27                                             DE
 ---pagebreak---    Nichtenergetischer Verbrauch in allen Teilsektoren der Sektoren Industrie, Umwandlung und
   Energieerzeugung, z. B. für die Methanol- und Ammoniakerzeugung verwendete Kohle.
   1.2.5.1.1. Chemischer und petrochemischer Sektor
   Abteilungen 20 und 21 der NACE Rev. 2; nichtenergetischer Verbrauch von Kohle
   einschließlich der Verwendung als Ausgangsstoff zur Herstellung von Düngemitteln oder von
   anderen petrochemischen Produkten.
   1.2.5.2. Verkehrssektor
   Nichtenergetischer Verbrauch in allen Teilsektoren des Verkehrssektors.
   1.2.5.3. Sonstige Sektoren
   Nichtenergetischer Verbrauch in gewerblichen und öffentlichen Dienstleistungen, in
   Haushalten, in der Landwirtschaft sowie in nicht anderweitig genannten Bereichen.
   1.2.6. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — INDUSTRIE
   1.2.6.1. Eisen und Stahl
   1.2.6.2. Chemische und petrochemische Industrie
   1.2.6.3. NE-Metallindustrie
   1.2.6.4. Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   1.2.6.5. Fahrzeugbau
   1.2.6.6. Maschinenbau
   1.2.6.7. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   1.2.6.8. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   1.2.6.9. Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   1.2.6.10. Holz sowie Holz- und Korkwaren
   1.2.6.11. Baugewerbe/Bau
   1.2.6.12. Textilien und Leder
   1.2.6.13. Nicht anderweitig genannt — Industrie
   1.2.7. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — VERKEHRSSEKTOR
   1.2.7.1. Eisenbahnverkehr
   1.2.7.2. Binnenschifffahrt
   1.2.7.3. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   1.2.8. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — SONSTIGE SEKTOREN
   1.2.8.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   1.2.8.2. Haushalte
   1.2.8.3. Land- und Forstwirtschaft
   1.2.8.4. Fischerei
   1.2.8.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
   1.2.9. EINFUHREN NACH DEM HERKUNFTSLAND UND AUSFUHREN NACH DEM
   BESTIMMUNGSLAND
   Die Einfuhren sind nach dem Herkunftsland und die Ausfuhren nach dem Bestimmungsland
   anzugeben. Gilt für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle,
   Lignit, Steinkohlenbriketts, Kokereikoks, Kohlenteer, Braunkohlenbriketts, Torf,
   Torfprodukte sowie Ölschiefer und bituminöse Sande.
   1.2.10. HEIZWERTE
DE                                               28                                          DE
 ---pagebreak---    Gilt für Anthrazit, Kokskohle, sonstige bituminöse Kohle, subbituminöse Kohle, Lignit,
   Steinkohlenbriketts, Kokereikoks, Gaskoks, Kohlenteer, Braunkohlenbriketts, Torf,
   Torfprodukte sowie Ölschiefer und bituminöse Sande.
   Für folgende Aggregate sind sowohl die Brutto- als auch die Nettoheizwerte anzugeben:
   1.2.10.1. Erzeugung
   1.2.10.2. Einfuhren
   1.2.10.3. Ausfuhren
   1.2.10.4. Einsatz in Kokereien
   1.2.10.5. Einsatz in Hochöfen
   1.2.10.6. Einsatz für die reine Stromerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen
   Unternehmen, für die reine Wärmeerzeugung und für KWK-Anlagen
   1.2.10.7. Einsatz in der Industrie
   1.2.10.8. Andere Einsatzzwecke
   1.3. Maßeinheiten
   Die Mengen sind in kt (Kilotonnen) anzugeben, außer für industriell erzeugte Gase (Ortsgas,
   Kokereigas, Hochofengas, sonstiges Konvertergas), für die die gemeldete Menge in TJ
   (Terajoule) auf der Basis des Bruttoheizwerts anzugeben ist.
   Die Heizwerte sind in MJ/t (Megajoule pro Tonne) anzugeben.
   1.4. Ausnahmen und Befreiungen
   Entfällt.
   2. ERDGAS
   2.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für Erdgas.
   2.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für Erdgas sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   2.2.1. VERSORGUNGSSEKTOR
   Für den Versorgungssektor sind die gemeldeten Mengen sowohl als Mengen- als auch als
   Energieeinheiten anzugeben und sollen die Brutto- und Nettoheizwerte enthalten.
   2.2.1.1. Einheimische Erzeugung
   Einschließlich Offshore-Förderung.
   2.2.1.1.1. Begleitgas
   Zusammen mit dem Erdöl gewonnenes Erdgas.
   2.2.1.1.2. Unabhängig vorhandenes Gas
   Erdgas aus Lagerstätten, die nur gasförmige Kohlenwasserstoffe enthalten.
   2.2.1.1.3. Grubengas
   In Kohlebergwerken oder Kohleflözen anfallendes Methan, das mit Rohrleitungen an die
   Oberfläche geleitet und in Kohlebergwerken verbraucht wird oder durch Rohrfernleitungen zu
   den Verbrauchern befördert wird.
   2.2.1.2. Eingänge aus anderen Quellen
   2.2.1.2.1. Eingänge aus anderen Quellen: Öl und Mineralölprodukte
   2.2.1.2.2. Eingänge aus anderen Quellen: Kohle
   2.2.1.2.3. Eingänge aus anderen Quellen: erneuerbare Energien
DE                                               29                                             DE
 ---pagebreak---    2.2.1.3. Einfuhren
   2.2.1.4. Ausfuhren
   2.2.1.5. Grenzüberschreitender Seeverkehr (Bunker)
   2.2.1.6. Bestandsveränderungen
   2.2.1.7. Inlandsverbrauch (erfasst)
   2.2.1.8. Wiedergewinnbares Gas:
   Die Anfangs- und Endbestände sind getrennt als im Hoheitsgebiet des Staates und als im
   Ausland gelagerte Bestände anzugeben. „Bestände“ sind die während eines beliebigen Input-
   Output-Zyklus verfügbare Gasmenge. Bezieht sich auf wiedergewinnbares Erdgas, das in
   speziellen Speichereinrichtungen gelagert wird (erschöpfte Gas- und/oder Ölfelder, Aquifer,
   Salzkavernen, gemischte Hohlräume oder Sonstiges) sowie auf gespeichertes Flüssigerdgas.
   Gaspolster sind auszunehmen. Hier müssen keine Heizwerte angegeben werden.
   2.2.1.9. Abgeblasenes Gas
   Die in der Produktionsstätte oder in der Gasaufbereitungsanlage an die Atmosphäre
   abgegebene Gasmenge. Hier müssen keine Heizwerte angegeben werden.
   2.2.1.10. Abgefackeltes Gas
   Die in Fackeln in der Produktionsstätte oder in der Gasaufbereitungsanlage verbrannte
   Gasmenge. Hier müssen keine Heizwerte angegeben werden.
   2.2.2. UMWANDLUNGSSEKTOR
   2.2.2.1. Reine Stromerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   2.2.2.2. Reine Stromerzeugung von Eigenerzeugern
   2.2.2.3. KWK-Anlagen hauptsächlich als Energieerzeuger tätiger Unternehmen
   2.2.2.4. KWK-Anlagen von Eigenerzeugern
   2.2.2.5. Reine Wärmeerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   2.2.2.6. Reine Wärmeerzeugung von Eigenerzeugern
   2.2.2.7. Gaswerke
   2.2.2.8. Kokereien
   2.2.2.9. Hochöfen
   2.2.2.10. Umwandlung von Gas in Flüssigerzeugnisse
   2.2.2.11. Nicht anderweitig genannt — Umwandlung
   2.2.3. ENERGIESEKTOR
   2.2.3.1. Kohlebergwerke
   2.2.3.2. Öl- und Gasförderung
   2.2.3.3. Einsatz in Ölraffinerien
   2.2.3.4. Kokereien
   2.2.3.5. Hochöfen
   2.2.3.6. Gaswerke
   2.2.3.7. Elektrizitätswerke, KWK-Anlagen und Wärmekraftwerke
   2.2.3.8. Verflüssigung (LNG) oder Vergasung
   2.2.3.9. Umwandlung von Gas in Flüssigerzeugnisse
   2.2.3.10. Nicht anderweitig genannt — Energie
   2.2.4. NETZVERLUSTE
   2.2.5. VERKEHRSSEKTOR
DE                                             30                                              DE
 ---pagebreak---    Der energetische Endverbrauch und der nichtenergetische Endverbrauch sind für die
   folgenden Aggregate getrennt anzugeben.
   2.2.5.1. Straßenverkehr
   2.2.5.2. Transport in Rohrfernleitungen
   2.2.5.3. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   2.2.6. INDUSTRIE
   Der energetische Endverbrauch und der nichtenergetische Endverbrauch sind für die
   folgenden Aggregate getrennt anzugeben.
   2.2.6.1. Eisen und Stahl
   2.2.6.2. Chemische und petrochemische Industrie
   2.2.6.3. NE-Metallindustrie
   2.2.6.4. Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   2.2.6.5. Fahrzeugbau
   2.2.6.6. Maschinenbau
   2.2.6.7. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   2.2.6.8. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   2.2.6.9. Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   2.2.6.10. Holz sowie Holz- und Korkwaren
   2.2.6.11. Baugewerbe/Bau
   2.2.6.12. Textilien und Leder
   2.2.6.13. Nicht anderweitig genannt — Industrie
   2.2.7. SONSTIGE SEKTOREN
   Der energetische Endverbrauch und der nichtenergetische Endverbrauch sind für die
   folgenden Aggregate getrennt anzugeben.
   2.2.7.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   2.2.7.2. Haushalte
   2.2.7.3. Land- und Forstwirtschaft
   2.2.7.4. Fischerei
   2.2.7.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
   2.2.8. EINFUHREN NACH DEM HERKUNFTSLAND UND AUSFUHREN NACH DEM
   BESTIMMUNGSLAND
   Anzugeben sind sowohl die Gesamtmengen an Erdgas als auch der Flüssigerdgasanteil pro
   Herkunftsland der Einfuhren und pro Bestimmungsland der Ausfuhren.
   2.2.9. GASSPEICHERKAPAZITÄTEN
   Getrennt für Gasspeicheranlagen und LNG-Terminals (hier ist zwischen Ein- und
   Ausfuhrterminals für Flüssigerdgas zu unterscheiden) anzugeben.
   2.2.9.1. Bezeichnung
   Name des Standorts der Speicheranlage oder des LNG-Terminals.
   2.2.9.2. Typ (nur für Gasspeicheranlagen)
   Speichertyp, z. B. erschöpftes Gasfeld, Aquifer, Salzkaverne usw.
   2.2.9.3. Arbeitskapazität
   Für Gasspeicheranlagen: gesamte Gasspeicherkapazität abzüglich Gaspolster. Das Gaspolster
   ist das Gesamtvolumen an Gas, das als ständiger Lagerbestand benötigt wird, um während des
DE                                               31                                           DE
 ---pagebreak---    gesamten Outputzyklus einen ausreichenden Druck im unterirdischen Speicher und eine
   ausreichende Lieferkapazität zu erhalten.
   Für LNG-Terminals: gesamte Gasspeicherkapazität ausgedrückt als Äquivalent gasförmigen
   Gases.
   2.2.9.4. Spitzenoutput
   Höchstmögliche Rate, zu der Gas aus dem jeweiligen Speicher entnommen werden kann;
   entspricht der maximalen Entnahmekapazität.
   2.2.9.5. Rückvergasungs- oder Verflüssigungskapazität (nur für LNG-Terminals)
   Anzugeben sind die Rückvergasungskapazität für die Einfuhrterminals und die
   Verflüssigungskapazität für die Ausfuhrterminals.
   2.3. Maßeinheiten
   Die Erdgasmengen werden nach ihrem Energiegehalt angegeben, d. h. in TJ auf der Basis des
   Bruttoheizwerts. Soweit Volumenangaben verlangt werden, steht die Einheit in 106 m3 unter
   Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 Pa).
   Die Heizwerte werden in kJ/m3 unter Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 Pa)
   angegeben.
   Die Arbeitskapazität wird in 106 m3 unter Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 kPa)
   angegeben.
   Spitzenoutput, Rückvergasungs- und Verflüssigungskapazität werden in 106 m3/Tag unter
   Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 Pa) angegeben.
   3. ELEKTRIZITÄT (STROM) UND WÄRME
   3.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft Strom und Wärme.
   3.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für Wärme und Strom sind die folgenden Aggregate anzugeben, sofern nichts anderes
   bestimmt ist.
   3.2.1. STROM- UND WÄRMEERZEUGUNG
   Für die in diesem Kapitel behandelten Strom- und Wärmeaggregate gelten die folgenden
   spezifischen Definitionen:
   - Bruttostromerzeugung: die Summe der von allen erfassten Anlagen (einschließlich
     Pumpspeicherwerke) erzeugten elektrischen Energie, gemessen an den Ausgangsklemmen
     der Hauptgeneratoren;
   - Bruttowärmeerzeugung: die gesamte von einer Anlage erzeugte Wärme, einschließlich der
     in Form heißer flüssiger oder gasförmiger Medien (Raumheizung, Heizung mit flüssigen
     Brennstoffen usw.) in den Hilfsaggregaten der Anlage eingesetzten Wärme und der Verluste
     durch Wärmeaustausch in der Anlage/im Netz sowie Wärme aus chemischen Prozessen, die
     als Primärträger eingesetzt wird.
   - Nettostromerzeugung: die Bruttostromerzeugung abzüglich der von den Hilfsaggregaten der
     Anlage verbrauchten elektrischen Energie und der Verluste in den Haupttransformatoren;
   - Nettowärmeerzeugung: die durch Messung der Vorlauf- und der Rücklauftemperatur
     ermittelte Wärmemenge, die an das Verteilernetz abgegeben wird.
   Die Aggregate 3.2.1.1 bis 3.2.1.11 sind für hauptsächlich als Energieerzeuger tätige
   Unternehmen und Eigenerzeuger getrennt anzugeben. Für beide Arten von Anlagen sind die
   Brutto- und die Nettostromerzeugung sowie die Brutto- und die Nettowärmeerzeugung für die
DE                                              32                                            DE
 ---pagebreak---    reine Stromerzeugung, für die reine Wärmeerzeugung sowie für KWK-Anlagen getrennt
   anzugeben, soweit zutreffend.
   3.2.1.1. Kernkraftwerke
   3.2.1.2. Wasserkraft (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.1.3. Geothermische Energie
   3.2.1.4. Solarenergie
   3.2.1.5. Gezeiten-, Wellen-, Meeresenergie (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.1.6. Windkraft (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.1.7. Brennstoffe
   Entzünd- oder brennbare Brennstoffe, bei deren Reaktion mit Sauerstoff Wärme in
   erheblicher Menge freigesetzt wird und die unmittelbar zur Erzeugung von Strom und/oder
   Wärme verbrannt werden.
   3.2.1.8. Wärmepumpen (gilt nur für die Wärmeerzeugung)
   3.2.1.9. Elektrokessel (gilt nur für die Wärmeerzeugung)
   3.2.1.10. Wärme aus chemischen Prozessen
   Wärme aus exothermen (ohne Energiezufuhr ablaufenden) Prozessen wie chemische
   Reaktionen. Ohne Abwärme aus endothermen Prozessen, die als Wärme aus dem jeweils
   verwendeten Brennstoff zu erfassen ist.
   3.2.1.11. Sonstige Quellen
   3.2.2. VERSORGUNG
   Für 3.2.2.1 und 3.2.2.2 sind die gemeldeten Mengen gemäß den Werten für die Aggregate
   3.2.1.1 bis 3.2.1.11 anzugeben.
   3.2.2.1. Gesamtbruttoerzeugung
   3.2.2.2. Gesamtnettoerzeugung
   3.2.2.3. Einfuhren
   Strommengen gelten als Ein- bzw. Ausfuhren, wenn sie über die Grenzen eines Landes
   hinweg befördert werden, und zwar unabhängig davon, ob eine Zollabfertigung stattgefunden
   hat oder nicht. Wird Strom durch ein Land hindurch geleitet, so ist die Menge als Ein- und als
   Ausfuhr zu erfassen.
   3.2.2.4. Ausfuhren
   Siehe Erläuterungen unter 3.2.2.3 „Einfuhren“.
   3.2.2.5. Für Wärmepumpen (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.2.6. Für Elektrokessel (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.2.7. Für Pumpspeicherung — reine Pumpspeicherwerke (gilt nur für die Stromerzeugung)
   3.2.2.8. Für Pumpspeicherung — gemischte Wasserkraftwerke (gilt nur für die
   Stromerzeugung)
   3.2.2.9. Für die Stromerzeugung (gilt nur für die Wärmeerzeugung)
   3.2.3. NETZVERLUSTE
   Für Strom einschließlich Transformationsverluste, die nicht dem Kraftwerk zuzurechnen sind.
   3.2.4. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — VERKEHRSSEKTOR
   Der energetische Endverbrauch und der nichtenergetische Endverbrauch sind für die
   folgenden Aggregate getrennt anzugeben.
   3.2.4.1. Eisenbahnverkehr
   3.2.4.2. Transport in Rohrfernleitungen
DE                                                  33                                            DE
 ---pagebreak---    3.2.4.3. Straßenverkehr
   3.2.4.4. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   3.2.5. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — SONSTIGE SEKTOREN
   3.2.5.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   3.2.5.2. Haushalte
   3.2.5.3. Land- und Forstwirtschaft
   3.2.5.4. Fischerei
   3.2.5.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
   3.2.6. ENERGIESEKTOR
   Ohne Eigenverbrauch von Anlagen für Pumpspeicherung, Wärmepumpen und Elektrokessel
   3.2.6.1. Kohlebergwerke
   3.2.6.2. Öl- und Gasförderung
   3.2.6.3. Steinkohlenbrikettfabriken
   3.2.6.4. Kokereien
   3.2.6.5. Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   3.2.6.6. Gaswerke
   3.2.6.7. Hochöfen
   3.2.6.8. Erdölraffinerien
   3.2.6.9. Nuklearindustrie
   3.2.6.10. Kohleverflüssigungsanlagen
   3.2.6.11. Verflüssigungs- (LNG) oder Rückvergasungsanlagen
   3.2.6.12. Vergasungsanlagen (Biogas)
   3.2.6.13. Umwandlung von Gas in Flüssigerzeugnisse
   3.2.6.14. Holzkohlefabriken
   3.2.6.15. Nicht anderweitig genannt — Energie
   3.2.7. INDUSTRIE
   3.2.7.1. Eisen und Stahl
   3.2.7.2. Chemische und petrochemische Industrie
   3.2.7.3. NE-Metallindustrie
   3.2.7.4. Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   3.2.7.5. Fahrzeugbau
   3.2.7.6. Maschinenbau
   3.2.7.7. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   3.2.7.8. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   3.2.7.9. Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   3.2.7.10. Holz sowie Holz- und Korkwaren
   3.2.7.11. Baugewerbe/Bau
   3.2.7.12. Textilien und Leder
   3.2.7.13. Nicht anderweitig genannt — Industrie
   3.2.8. EINFUHREN UND AUSFUHREN
   Die Einfuhren von Strom und Wärme sind nach dem Herkunftsland, die Ausfuhren nach dem
   Bestimmungsland anzugeben. Siehe Erläuterungen unter 3.2.2.3 „Einfuhren“.
DE                                               34                                      DE
 ---pagebreak---    3.2.9. NETTOERZEUGUNG VON EIGENERZEUGERN
   Die Nettostrom- und -wärmeerzeugung von Eigenerzeugern sind für reine
   Stromerzeugungsanlagen, für reine Wärmeerzeugungsanlagen und für KWK-Anlagen für
   folgende Anlagen oder Wirtschaftszweige getrennt anzugeben:
   3.2.9.1. Energiesektor: Kohlebergwerke
   3.2.9.2. Energiesektor: Öl- und Gasförderung
   3.2.9.3. Energiesektor: Steinkohlenbrikettfabriken
   3.2.9.4. Energiesektor: Kokereien
   3.2.9.5. Energiesektor: Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   3.2.9.6. Energiesektor: Gaswerke
   3.2.9.7. Energiesektor: Hochöfen
   3.2.9.8. Energiesektor: Erdölraffinerien
   3.2.9.9. Energiesektor: Kohleverflüssigungsanlagen
   3.2.9.10. Energiesektor: Verflüssigungs- (LNG) oder Rückvergasungsanlagen
   3.2.9.11. Energiesektor: Vergasungsanlagen (Biogas)
   3.2.9.12. Energiesektor: Umwandlung von Gas in Flüssigerzeugnisse
   3.2.9.13. Energiesektor: Holzkohlefabriken
   3.2.9.14. Energiesektor: Nicht anderweitig genannt — Energie 3.2.9.15. Industrie: Eisen und
   Stahl
   3.2.9.16. Industrie: Chemische und petrochemische Industrie
   3.2.9.17. Industrie: NE-Metallindustrie
   3.2.9.18. Industrie: Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   3.2.9.19. Industrie: Fahrzeugbau
   3.2.9.20. Industrie: Maschinenbau
   3.2.9.21. Industrie: Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   3.2.9.22. Industrie: Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   3.2.9.23. Industrie: Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   3.2.9.24. Industrie: Holz sowie Holz- und Korkwaren
   3.2.9.25. Industrie: Baugewerbe/Bau
   3.2.9.26. Industrie: Textilien und Leder
   3.2.9.27. Industrie: Nicht anderweitig genannt — Industrie
   3.2.9.28. Verkehrssektor: Eisenbahnverkehr
   3.2.9.29. Verkehrssektor: Transport in Rohrfernleitungen
   3.2.9.30. Verkehrssektor: Straßenverkehr
   3.2.9.31. Verkehrssektor: Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   3.2.9.32. Sonstige Sektoren: Haushalte
   3.2.9.32. Sonstige Sektoren: Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   3.2.9.32. Sonstige Sektoren: Land- und Forstwirtschaft
   3.2.9.32. Sonstige Sektoren: Fischerei
   3.2.9.32. Sonstige Sektoren: Nicht anderweitig genannt — Sonstige
DE                                                35                                           DE
 ---pagebreak---    3.2.10. BRUTTOSTROM- UND -WÄRMEERZEUGUNG AUS BRENNSTOFFEN
   Die Bruttostromerzeugung, die verkaufte Wärme und die aufgewendeten Brennstoffmengen
   und die in ihnen enthaltenen Gesamtenergiemengen auf der Grundlage der unten aufgelisteten
   Brennstoffe sind für hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen und für
   Eigenerzeuger getrennt anzugeben. Für diese beiden Arten von Erzeugern sind die
   Stromerzeugung und die Wärmeerzeugung, sofern dies angebracht ist, für die reine
   Stromerzeugung, für die reine Wärmeerzeugung und für KWK-Anlagen getrennt anzugeben.
   3.2.10.1. Anthrazit
   3.2.10.2. Kokskohle
   3.2.10.3. Sonstige bituminöse Kohle
   3.2.10.4. Subbituminöse Kohle
   3.2.10.5. Lignit
   3.2.10.6. Torf
   3.2.10.7. Steinkohlenbriketts
   3.2.10.8. Kokereikoks
   3.2.10.9. Gaskoks
   3.2.10.10. Kohlenteer
   3.2.10.11. BKB (Braunkohlenbriketts)
   3.2.10.12. Ortsgas
   3.2.10.13. Kokereigas
   3.2.10.14. Hochofengas
   3.2.10.15. Sonstiges Konvertergas
   3.2.10.16. Torferzeugnisse
   3.2.10.17. Ölschiefer und bituminöse Sande
   3.2.10.18. Rohöl
   3.2.10.19. Erdgaskondensate (NGL)
   3.2.10.20. Raffineriegas
   3.2.10.21. Flüssiggas
   3.2.10.22. Naphta
   3.2.10.23. Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis
   3.2.10.24. Sonstiges Kerosin
   3.2.10.25. Diesel- und Gasöl
   3.2.10.26. Heizöle
   3.2.10.27. Bitumen
   3.2.10.28. Petrolkoks
   3.2.10.29. Sonstige Mineralölprodukte
   3.2.10.30. Erdgas
   3.2.10.31. Industrieabfälle
   3.2.10.32. Siedlungsabfälle (erneuerbar)
   3.2.10.33. Siedlungsabfälle (nicht erneuerbar)
   3.2.10.34. Feste Biobrennstoffe
   3.2.10.35. Biogase
DE                                                36                                          DE
 ---pagebreak---    3.2.10.36. Biodiesel
   3.2.10.37. Biobenzin
   3.2.10.38. Sonstige flüssige Biobrennstoffe
   3.2.11. MAXIMALE ELEKTRISCHE NETTOLEISTUNG
   Die Leistung ist zum 31. Dezember des Berichtsjahres zu melden. Sie umfasst die elektrische
   Leistung der reinen Stromerzeugungsanlagen und der KWK-Anlagen. Folgende Angaben zur
   maximalen elektrischen Nettoleistung sind sowohl für hauptsächlich als Energieerzeuger
   tätige Unternehmen als auch für Eigenerzeuger zu machen. Sie ist die Summe der maximalen
   Nettoleistungen jeder einzelnen Anlage während einer bestimmten Betriebsdauer. Für die
   Zwecke dieser Statistik wird Dauerbetrieb angenommen. Das sind in der Praxis
   15 Betriebsstunden täglich oder mehr. Die maximale Nettoleistung ist die größte
   Wirkleistung, die bei vollem Betrieb der Anlage am Netzeinspeisungspunkt kontinuierlich
   abgegeben werden kann.
   3.2.11.1. Kernkraftwerke
   3.2.11.2. Reine Wasserkraftwerke
   3.2.11.3. Gemischte Wasserkraftwerke
   3.2.11.4. Reine Pumpspeicherwerke
   3.2.11.5. Geothermische Energie
   3.2.11.6. Fotovoltaische Energie
   3.2.11.7. Thermische Solarenergie
   3.2.11.8. Gezeiten-, Wellen-, Meeresenergie
   3.2.11.9. Windkraft
   3.2.11.10. Brennstoffe
   3.2.11.10.1. Art der Erzeugung: Dampf
   3.2.11.10.2. Art der Erzeugung: Anlagen mit Verbrennungsmotoren
   3.2.11.10.3. Art der Erzeugung: Gasturbinenanlagen
   3.2.11.10.4. Art der Erzeugung: Anlagen mit kombiniertem Kreislauf
   3.2.11.10.5. Art der Erzeugung: Sonstiges
   3.2.11.11. Sonstige Quellen
   3.2.12. MAXIMALE ELEKTRISCHE NETTOLEISTUNG DER MIT BRENNSTOFFEN
   BETRIEBENEN ANLAGEN
   Die maximale elektrische Nettoleistung der mit Brennstoffen betriebenen Anlagen ist sowohl
   für hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen als auch für Eigenerzeuger
   anzugeben, und zwar getrennt für jeden der unten aufgeführten Anlagentypen. Zu den
   Mehrstoffanlagen zählen nur Anlagen, die ständig mit mehreren Brennstoffen betrieben
   werden können. Sind in einer Anlage mehrere Blöcke vorhanden, die mit unterschiedlichen
   Brennstoffen betrieben werden, so sind die einzelnen Blöcke den entsprechenden Typen von
   Einstoffanlagen zuzuordnen. Für jede Kategorie von Mehrstoffanlagen ist anzugeben, welche
   Brennstoffe hauptsächlich und welche alternativ verwendet werden.
   3.2.12.1. Einstoffanlagen (für alle Kategorien von Primärbrennstoffen)
   3.2.12.2. Mehrstoffanlagen für feste und flüssige Brennstoffe
   3.2.12.3. Mehrstoffanlagen für feste Brennstoffe und Erdgas
   3.2.12.4. Mehrstoffanlagen für flüssige Brennstoffe und Erdgas
   3.2.12.5. Mehrstoffanlagen für feste und flüssige Brennstoffe und Erdgas
DE                                                37                                           DE
 ---pagebreak---    3.3. Maßeinheiten
   Strom ist in GWh (Gigawattstunden), Wärme in TJ (Terajoule) und die Leistung in MW
   (Megawatt) anzugeben.
   Wenn eine Meldung für andere Brennstoffe erforderlich ist, gelten die in den betreffenden
   Abschnitten dieses Anhangs für diese Brennstoffe definierten Einheiten.
   4. ROHÖL UND MINERALÖLPRODUKTE
   4.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Soweit nicht anders bestimmt, sind Daten zu allen in Anhang A Kapitel 3.4 ÖL (Rohöl und
   Mineralölprodukte) aufgeführten Energieerzeugnissen zu erheben.
   4.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für alle im vorhergehenden Abschnitt angeführten Energieprodukte sind die folgenden
   Aggregate anzugeben, sofern nichts anderes bestimmt ist.
   4.2.1. BEREITSTELLUNG VON ROHÖL, NGL, RAFFINERIEEINSATZMATERIAL,
   ZUSATZSTOFFEN UND ANDEREN KOHLENWASSERSTOFFEN
   Für Rohöl, NGL, Raffinerieeinsatzmaterial, Zusatzstoffe/Oxigenate, Biobrennstoffe in
   Zusatzstoffen/Oxigenaten und sonstige Kohlenwasserstoffe sind die folgenden Aggregate
   anzugeben:
   4.2.1.1. Einheimische Erzeugung
   Gilt nicht für Raffinerieeinsatzmaterial und Biobrennstoffe.
   4.2.1.2. Eingänge aus anderen Quellen
   Gilt nicht für Rohöl, NGL und Raffinerieeinsatzmaterial.
   4.2.1.2.1. Eingänge aus anderen Quellen: aus Kohle
   4.2.1.2.2. Eingänge aus anderen Quellen: aus Erdgas
   4.2.1.2.3. Eingänge aus anderen Quellen: aus erneuerbaren Energien
   4.2.1.3. Rückläufe aus der petrochemischen Industrie
   Gilt nur für Raffinerieeinsatzmaterial.
   4.2.1.4. Übertragene Erzeugnisse
   Gilt nur für Raffinerieeinsatzmaterial.
   4.2.1.5. Einfuhren
   Einschließlich Rohöl und Mineralölprodukte, die im Rahmen von Verarbeitungsabkommen
   ein- oder ausgeführt wurden (d. h. Raffinieren auf Rechnung). Bei Rohöl und NGL ist das
   eigentliche Ursprungsland anzugeben; bei Raffinerieeinsatzmaterial und Fertigprodukten ist
   das Land des letzten Versands anzugeben. Einschließlich aller Flüssiggase (z. B. LPG), die
   durch Rückvergasung eingeführten Flüssigerdgases gewonnen wurden, und aller
   Mineralölprodukte, die von der petrochemischen Industrie direkt ein- oder ausgeführt werden.
   Anmerkung: Jeglicher Handel mit Biokraftstoffen, die nicht Motorkraftstoffen beigemischt
   sind (d. h. in Reinform vorliegen), ist hier nicht anzugeben. Wiederausfuhren von Öl, das zur
   Weiterverarbeitung unter Zollverschluss eingeführt wurde, sind als Ausfuhr des Produkts vom
   Verarbeitungsland in das Bestimmungsland anzugeben.
   4.2.1.6. Ausfuhren
   Die Anmerkung für Einfuhren (4.2.1.5) gilt auch für Ausfuhren.
   4.2.1.7. Direktverbrauch
   4.2.1.8. Bestandsveränderungen
DE                                                 38                                            DE
 ---pagebreak---    4.2.1.9. Erfasster Raffinerieeingang
   Gemessene Gesamtmenge an Produkten, die dem Raffinerieprozess zugeführt wurden.
   4.2.1.10. Raffinerieverluste
   Differenz zwischen erfasstem Raffinerieeingang und Brutto-Raffinerieausstoß. Verluste
   können in Destillationsprozessen durch Verdampfung entstehen. Verluste sind als positive
   Werte anzugeben. Volumengewinne sind möglich, Massegewinne nicht.
   4.2.1.11. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Anfang des Bezugszeitraums
   4.2.1.12. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Ende des Bezugszeitraums
   4.2.1.13. Nettoheizwert
   4.2.1.13.1. Erzeugung (gilt nicht für Raffinerieeinsatzmaterial und Biobrennstoffe in
   Zusatzstoffen/Oxigenaten)
   4.2.1.13.2. Einfuhren (gilt nicht für Biobrennstoffe in Zusatzstoffen/Oxigenaten)
   4.2.1.13.3. Ausfuhren (gilt nicht für Biobrennstoffe in Zusatzstoffen/Oxigenaten)
   4.2.1.13.4. Gesamtdurchschnitt
   4.2.2. BEREITSTELLUNG VON ÖLPRODUKTEN
   Die folgenden Aggregate gelten für Fertigerzeugnisse (Raffineriegas, Ethan, LPG, Naphtha,
   Motorenbenzin sowie der Anteil an Biobenzin, Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff auf
   Naphthabasis, Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis einschließlich des Bioanteils,
   sonstiges Kerosin, Diesel-/Gasöl, schweres Heizöl mit niedrigem und hohem Schwefelgehalt,
   Testbenzin und Industriebrennstoffe, Schmierstoffe, Bitumen, Paraffinwachse, Petrolkoks und
   sonstige Erzeugnisse). Direkt verfeuertes Rohöl und NGL sind unter Lieferungen von
   Fertigerzeugnissen und Austausch zwischen Erzeugnissen auszuweisen.
   4.2.2.1. Rohstoffeingänge
   4.2.2.2. Brutto-Raffinerieausstoß
   4.2.2.3. Recyclingprodukte
   4.2.2.4. Raffineriebrennstoff (Erdölraffinerien)
   Einschließlich des Brennstoffverbrauchs der Raffinerien für die Erzeugung von Strom und
   Wärme zum Verkauf an Dritte.
   4.2.2.4.1. Für reine Stromerzeugungseinheiten/-anlagen
   4.2.2.4.2. Für KWK-Anlagen
   4.2.2.4.3. Für reine Wärmeerzeugungseinheiten/-anlagen
   4.2.2.5. Einfuhren
   Auch hier gilt die Anmerkung zu Einfuhren in Abschnitt 4.2.1.5.
   4.2.2.6. Ausfuhren
   Auch hier gilt die Anmerkung zu Einfuhren in Abschnitt 4.2.1.5.
   4.2.2.7. Grenzüberschreitender Seeverkehr (Bunker)
   4.2.2.8. Austausch zwischen Erzeugnissen
   4.2.2.9. Übertragene Erzeugnisse
   4.2.2.10. Bestandsveränderungen
   4.2.2.11. Anfangsbestände
   4.2.2.12. Endbestände
   4.2.2.13 Bestandsveränderungen bei hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
DE                                                39                                           DE
 ---pagebreak---    Veränderungen der Bestände der öffentlichen Versorgungsbetriebe, die anderweitig nicht
   unter Bestände und Bestandsveränderungen ausgewiesen sind. Negative Zahlen stehen für
   Bestandsvergrößerung, positive für Bestandsverkleinerung.
   4.2.2.14. Durchschnittlicher Nettoheizwert
   4.2.3. LIEFERUNGEN AN DIE PETROCHEMISCHE INDUSTRIE
   Erfasste Lieferungen fertiger Mineralölprodukte aus Primärquellen (z. B. Raffinerien,
   Mischanlagen usw.) an den Inlandsmarkt.
   4.2.3.1. Bruttolieferungen an die petrochemische Industrie
   4.2.3.2. Zur energetischen Verwendung in der petrochemischen Industrie
   Für petrochemische Prozesse wie das Dampfcracken verwendete Ölmengen.
   4.2.3.3. Zur nichtenergetischen Verwendung in der petrochemischen Industrie
   In der Petrochemie zur Herstellung von Ethylen, Propylen, Butylen, Synthesegas, Aromaten,
   Butadien und anderen Rohstoffen auf Kohlenwasserstoffbasis in Prozessen wie
   Dampfcracken oder Dampfreformieren und in Aromatenanlagen verwendete Ölmenge. Ohne
   die als Brennstoff verwendeten Ölmenge.
   4.2.3.4. Rückläufe aus der petrochemischen Industrie an die Raffinerien
   4.2.4. UMWANDLUNGSSEKTOR
   Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.4.1. Reine Stromerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   4.2.4.2. Reine Stromerzeugung von Eigenerzeugern
   4.2.4.3. KWK-Anlagen hauptsächlich als Energieerzeuger tätiger Unternehmen
   4.2.4.4. KWK-Anlagen von Eigenerzeugern
   4.2.4.5. Reine Wärmeerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   4.2.4.6. Reine Wärmeerzeugung von Eigenerzeugern
   4.2.4.7. Gaswerke/Vergasungsanlagen
   4.2.4.8. Anlagen für die Mischgaserzeugung
   4.2.4.9. Kokereien
   4.2.4.10. Hochöfen
   4.2.4.11. Petrochemische Industrie
   4.2.4.12. Steinkohlenbrikettfabriken
   4.2.4.13. Nicht anderweitig genannt — Umwandlung
   4.2.5. ENERGIESEKTOR
   Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.5.1. Kohlebergwerke
   4.2.5.2. Öl- und Gasförderung
   4.2.5.3. Kokereien
   4.2.5.4. Hochöfen
   4.2.5.5. Gaswerke
   4.2.5.6. Stromverbrauch für den Eigenbedarf, KWK-Anlagen und Wärmekraftwerke
   4.2.5.7. Nicht anderweitig genannt — Energie
   4.2.6. NETZVERLUSTE
DE                                               40                                          DE
 ---pagebreak---    Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.7. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — INDUSTRIE
   Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.7.1. Eisen und Stahl
   4.2.7.2. Chemische und petrochemische Industrie
   4.2.7.3. NE-Metallindustrie
   4.2.7.4. Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   4.2.7.5. Fahrzeugbau
   4.2.7.6. Maschinenbau
   4.2.7.7. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   4.2.7.8. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   4.2.7.9. Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   4.2.7.10. Holz sowie Holz- und Korkwaren
   4.2.7.11. Baugewerbe/Bau
   4.2.7.12. Textilien und Leder
   4.2.7.13. Nicht anderweitig genannt — Industrie
   4.2.8. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — VERKEHRSSEKTOR
   Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.8.1. Grenzüberschreitender Luftverkehr
   4.2.8.2. Inlandsluftverkehr
   4.2.8.3. Straßenverkehr
   4.2.8.4. Eisenbahnverkehr
   4.2.8.5. Binnenschifffahrt
   4.2.8.6. Transport in Rohrfernleitungen
   4.2.8.7. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   4.2.9. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — SONSTIGE SEKTOREN
   Anzugeben sind sowohl die Mengen für die energetische als auch für die nichtenergetische
   Verwendung.
   4.2.9.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   4.2.9.2. Haushalte
   4.2.9.3. Land- und Forstwirtschaft
   4.2.9.4. Fischerei
   4.2.9.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
   4.2.10. EINFUHREN NACH DEM HERKUNFTSLAND UND AUSFUHREN NACH DEM
   BESTIMMUNGSLAND
   Die Einfuhren sind nach dem Herkunftsland und die Ausfuhren nach dem Bestimmungsland
   anzugeben. Auch hier gilt die Anmerkung zu Einfuhren in Abschnitt 4.2.1.5.
DE                                               41                                         DE
 ---pagebreak---    4.2.11. RAFFINERIEKAPAZITÄT
   Anzugeben sind die Gesamtraffineriekapazität des Staates und die Aufschlüsselung der
   Jahreskapazität nach Raffinieren in Tausend metrischen Tonnen pro Jahr. Folgende Daten
   sind anzugeben:
   4.2.11.1. Name/Standort
   4.2.11.2. Atmosphärische Destillation
   4.2.11.3. Vakuumdestillation
   4.2.11.4. Cracken (thermisch)
   4.2.11.4.1. Davon: Viskositätsbrechen
   4.2.11.4.2. Davon: Verkokung
   4.2.11.5. Cracken (katalytisch)
   4.2.11.5.1. Davon: Katalytisches Wirbelschichtcracken (FCC)
   4.2.11.5.2. Davon: Hydrocracken
   4.2.11.6. Reformieren
   4.2.11.7. Entschwefelung
   4.2.11.8. Alkylierung, Polymerisation, Isomerisierung
   4.2.11.9. Verätherung
   4.3. Maßeinheiten
   Die gemeldeten Mengen sind in kt (Kilotonnen) anzugeben. Die Heizwerte sind in MJ/t
   (Megajoule pro Tonne) anzugeben.
   4.4. Freistellungen
   Zypern ist von der Angabe der einzelnen Aggregate in Abschnitt 4.2.9 (Energetischer
   Endverbrauch — Sonstige Sektoren) ausgenommen; nur die Gesamtwerte für diese Aggregate
   sind anzugeben. Zypern ist ebenfalls von der Angabe der nichtenergetischen Verwendung in
   den Abschnitten 4.2.4 (Umwandlungssektor), 4.2.5 (Energiesektor), 4.2.7 (Industrie), 4.2.7.2
   (Industrie — Chemische und petrochemische Industrie), 4.2.8 (Verkehr) und 4.2.9 (Sonstige
   Sektoren) ausgenommen.
   5. ENERGIE AUS ERNEUERBAREN QUELLEN UND AUS ABFALL
   5.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Sofern nichts anderes bestimmt ist, sind Daten zu allen in Anhang A Kapitel 3.5
   ERNEUERBARE ENERGIEQUELLEN UND ABFÄLLE aufgeführten Energieerzeugnissen
   zu erheben. Die Mengen sollten nur für Brennstoffe angegeben werden, die für energetische
   Zwecke (z. B. zur Strom- und Wärmeerzeugung, Verbrennung mit energetischer Verwertung
   in mobilen Motoren für den Verkehr und Zündung in ortsfesten Motoren) verwendet werden.
   Für nichtenergetische Zwecke verwendete Mengen sind nicht anzugeben (z. B. Holz für den
   Bau und zur Herstellung von Möbeln, biologische Schmiermittel als Schmierstoffe,
   Biobitumen für Straßenoberflächen). Passive Wärmeenergie ist ebenfalls von der
   Berichterstattung ausgenommen (z. B. passive Solarenergie zur Gebäudeheizung).
   5.2. Verzeichnis der Aggregate
   Sofern nichts anderes bestimmt ist, sind für alle im vorhergehenden Abschnitt angeführten
   Energieprodukte die folgenden Aggregate anzugeben. Umgebungswärme (Wärmepumpen) ist
   nur für die folgenden Sektoren anzugeben: Umwandlungssektor (nur für Aggregate im
   Zusammenhang mit verkaufter Wärme), Energiesektor (nur die Gesamtmenge, keine
   Unterkategorien), Industrie insgesamt (nur die Gesamtmenge, keine Unterkategorien),
DE                                              42                                              DE
 ---pagebreak---    Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen, Haushalte und Nicht anderweitig genannt —
   Sonstige.
   5.2.1. BRUTTOSTROM- UND -WÄRMEERZEUGUNG
   Es gelten die Definitionen in Kapitel 3.2.1. Die Aggregate 5.2.1.1 bis 5.2.1.18 sind für
   hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen und Eigenerzeuger getrennt
   anzugeben. Für beide Arten von Anlagen sind die Bruttostrom- und die
   Bruttowärmeerzeugung für die reine Stromerzeugung, für die reine Wärmeerzeugung sowie
   für KWK-Anlagen getrennt anzugeben, soweit zutreffend.
   5.2.1.1. Reine Wasserkraftwerke (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.2. Gemischte Wasserkraftwerke (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.3. Reine Pumpspeicherwerke (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.4. Geothermische Energie
   5.2.1.5. Fotovoltaische Energie (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.6. Thermische Solarenergie
   5.2.1.7. Gezeiten-, Wellen-, Meeresenergie (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.8. Windkraft (gilt nur für die Stromerzeugung)
   5.2.1.9. Onshore-Windkraft
   5.2.1.10. Offshore-Windkraft
   5.2.1.11. Siedlungsabfälle (erneuerbar)
   5.2.1.12. Siedlungsabfälle (nicht erneuerbar)
   5.2.1.13. Feste Biobrennstoffe
   5.2.1.14. Biogase
   5.2.1.15. Biodiesel
   5.2.1.16. Biobenzin
   5.2.1.17. Sonstige flüssige Biobrennstoffe
   5.2.1.18. Wärmepumpen (gilt nur für die Wärmeerzeugung)
   5.2.2. VERSORGUNG
   5.2.2.1. Erzeugung
   5.2.2.2. Einfuhren
   5.2.2.3. Ausfuhren
   5.2.2.4. Bestandsveränderungen
   5.2.3. UMWANDLUNGSSEKTOR
   5.2.3.1. Reine Stromerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   5.2.3.2.     Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen            (KWK-Anlagen)      hauptsächlich als
   Energieerzeuger tätiger Unternehmen
   5.2.3.3. Reine Wärmeerzeugung von hauptsächlich als Energieerzeuger tätigen Unternehmen
   5.2.3.4. Reine Stromerzeugung von Eigenerzeugern
   5.2.3.5. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) von Eigenerzeugern
   5.2.3.6. Reine Wärmeerzeugung von Eigenerzeugern
   5.2.3.7. Steinkohlenbrikettfabriken
   5.2.3.8. Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   5.2.3.9. Gaswerke
   5.2.3.10. Hochöfen
DE                                                 43                                         DE
 ---pagebreak---    5.2.3.11. Erdgas-Mischanlagen
   5.2.3.12. Für Gemische mit Motorenbenzin/Diesel/Kerosin:
   5.2.3.13. Holzkohlefabriken
   5.2.3.14. Nicht anderweitig genannt — Umwandlung
   5.2.4. ENERGIESEKTOR
   5.2.4.1. Vergasungsanlagen (Biogas)
   5.2.4.2. Stromerzeugungsanlagen, KWK-Anlagen und Wärmeerzeugungsanlagen
   5.2.4.3. Kohlebergwerke
   5.2.4.4. Steinkohlenbrikettfabriken
   5.2.4.5. Kokereien
   5.2.4.6. Erdölraffinerien
   5.2.4.7. Braunkohlen-/Torfbrikettfabriken
   5.2.4.8. Gaswerke
   5.2.4.9. Hochöfen
   5.2.4.10. Holzkohlefabriken
   5.2.4.11. Nicht anderweitig genannt — Energie
   5.2.5. NETZVERLUSTE
   5.2.6. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH – INDUSTRIE 5.2.6.1. Eisen und Stahl
   5.2.6.2. Chemische und petrochemische Industrie
   5.2.6.3. NE-Metallindustrie
   5.2.6.4. Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   5.2.6.5. Fahrzeugbau
   5.2.6.6. Maschinenbau
   5.2.6.7. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   5.2.6.8. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   5.2.6.9. Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   5.2.6.10. Holz sowie Holz- und Korkwaren
   5.2.6.11. Baugewerbe/Bau
   5.2.6.12. Textilien und Leder
   5.2.6.13. Nicht anderweitig genannt — Industrie
   5.2.7. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — VERKEHRSSEKTOR
   5.2.7.1. Eisenbahnverkehr
   5.2.7.2. Straßenverkehr
   5.2.7.3. Binnenschifffahrt
   5.2.7.4. Nicht anderweitig genannt — Verkehr
   5.2.8. ENERGETISCHER ENDVERBRAUCH — SONSTIGE SEKTOREN
   5.2.8.1. Gewerbliche und öffentliche Dienstleistungen
   5.2.8.2. Haushalte
   5.2.8.3. Land- und Forstwirtschaft
   5.2.8.4. Fischerei
   5.2.8.5. Nicht anderweitig genannt — Sonstige
DE                                               44                        DE
 ---pagebreak---    5.2.9. MAXIMALE ELEKTRISCHE NETTOLEISTUNG
   Die Leistung ist zum 31. Dezember des Berichtsjahres zu melden. Sie umfasst die elektrische
   Leistung der reinen Stromerzeugungsanlagen und der KWK-Anlagen. Die maximale
   elektrische Nettoleistung ist die Summe der maximalen Nettoleistungen aller Anlagen
   während einer bestimmten Betriebsdauer. Für die Zwecke dieser Statistik wird Dauerbetrieb
   angenommen. Das sind in der Praxis 15 Betriebsstunden täglich oder mehr. Die maximale
   Nettoleistung ist die größte Wirkleistung, die bei vollem Betrieb der Anlage am
   Netzeinspeisungspunkt kontinuierlich abgegeben werden kann.
   5.2.9.1. Reine Wasserkraftwerke
   5.2.9.2. Gemischte Wasserkraftwerke
   5.2.9.3. Reine Pumpspeicherwerke
   5.2.9.4. Geothermische Energie
   5.2.9.5. Fotovoltaische Energie
   5.2.9.6. Thermische Solarenergie
   5.2.9.7. Gezeiten-, Wellen-, Meeresenergie
   5.2.9.8. Onshore-Windkraft
   5.2.9.9. Offshore-Windkraft
   5.2.9.10. Industrieabfälle
   5.2.9.11. Siedlungsabfälle
   5.2.9.12. Feste Biobrennstoffe
   5.2.9.13. Biogase
   5.2.9.14. Biodiesel
   5.2.9.15. Biobenzin
   5.2.9.16. Sonstige flüssige Biobrennstoffe
   5.2.10. TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN
   5.2.10.1. Sonnenkollektorfläche
   Anzugeben ist die Gesamtfläche installierter Sonnenkollektoren. Die Sonnenkollektorfläche
   bezieht sich nur auf Kollektoren zur Erzeugung thermischer Solarenergie; die für die
   Stromerzeugung genutzte Sonnenkollektorfläche braucht hier nicht angegeben zu werden
   (fotovoltaische Energie und konzentrierte Solarenergie). Die Fläche aller Sonnenkollektoren
   ist zu berücksichtigen: verglaste und unverglaste Kollektoren, Flachkollektoren und
   Vakuumröhrenkollektoren mit einer Flüssigkeit oder Luft als Energieträger.
   5.2.10.2. Produktionskapazität für Biobenzin
   5.2.10.3. Produktionskapazität für Biodiesel
   5.2.10.4. Produktionskapazität für Bioflugturbinenkraftstoff
   5.2.10.5. Produktionskapazität für sonstige flüssige Biobrennstoffe
   5.2.10.6. Durchschnittlicher Nettoheizwert für Biobenzin
   5.2.10.7. Durchschnittlicher Nettoheizwert für Bioethanol
   5.2.10.8. Durchschnittlicher Nettoheizwert für Biodiesel
   5.2.10.9. Durchschnittlicher Nettoheizwert für Bioflugturbinenkraftstoff
   5.2.10.10. Durchschnittlicher Nettoheizwert für sonstige flüssige Biobrennstoffe
   5.2.10.11. Durchschnittlicher Nettoheizwert für Holzkohle
DE                                                45                                           DE
 ---pagebreak---    5.2.11. PRODUKTION VON FESTEN BIOBRENNSTOFFEN UND BIOGASEN
   Die Gesamtproduktion für feste Biobrennstoffe (ausgenommen Holzkohle) ist nach den
   folgenden Brennstoffen aufzuteilen:
   5.2.11.1. Brennholz, Holzrückstände und Nebenprodukte
   5.2.11.1.1. Holzpellets als Anteil an Brennholz, Holzrückständen und Nebenprodukten
   5.2.11.2. Schwarzlauge
   5.2.11.3. Bagasse
   5.2.11.4. Tierische Abfälle
   5.2.11.5. Sonstige pflanzliche Materialien und Rückstände
   5.2.11.6. Erneuerbarer Anteil der Industrieabfälle
   Die Gesamtproduktion für Biogas ist nach den folgenden Produktionsverfahren aufzuteilen:
   5.2.11.7. Biogase aus anaerober Gärung: Deponiegas
   5.2.11.8. Biogase aus anaerober Gärung: Klärschlammgas
   5.2.11.9. Biogase aus anaerober Gärung: Sonstige Biogase aus anaerober Gärung
   5.2.11.10. Biogase aus thermischen Prozessen
   5.2.12. EINFUHREN NACH DEM HERKUNFTSLAND UND AUSFUHREN NACH DEM
   BESTIMMUNGSLAND
   Die Einfuhren sind nach dem Herkunftsland und die Ausfuhren nach dem Bestimmungsland
   anzugeben. Dies gilt für Biokraftstoffe, Bioethanol, Bioflugturbinenkraftstoff, Biodiesel,
   sonstige flüssige Biobrennstoffe, Holzpellets.
   5.3. Maßeinheiten
   Strom ist in GWh (Gigawattstunden), Wärme in TJ (Terajoule) und die elektrische Leistung
   in MW (Megawatt) anzugeben.
   Die gemeldeten Mengen sind als TJ-Nettoheizwert (Terajoule auf der Grundlage des
   Nettoheizwerts) anzugeben, ausgenommen für Holzkohle, Biobenzin, Bioethanol,
   Bioflugturbinenkraftstoff, Biodiesel und sonstige flüssige Biobrennstoffe, die in kt
   (Kilotonnen) anzugeben sind.
   Die Heizwerte sind in MJ/t (Megajoule pro Tonne) anzugeben.
   Die Sonnenkollektorfläche ist in 1000 m2 anzugeben.
   Die Produktionskapazität ist in kt (Kilotonnen) pro Jahr anzugeben.
   6. JÄHRLICHE STATISTIKEN ÜBER DIE ATOMENERGIE
   Es sind folgende Angaben zur zivilen Nutzung der Kernenergie zu machen:
   6.1. Verzeichnis der Aggregate
   6.1.1. Anreicherungskapazität
   Die jährliche Trennarbeitskapazität von in Betrieb befindlichen Anreicherungsanlagen (Uran-
   Isotopentrennung).
   6.1.2. Kapazität zur Herstellung neuer Brennelemente
   Jahresproduktionskapazität von Brennelementefabriken. MOX-Brennelementefabriken sind
   ausgenommen.
   6.1.3. Produktionskapazität von MOX-Brennelementefabriken
   Jahresproduktionskapazität von MOX-Brennelementefabriken.
   MOX-Brennstoff besteht aus einer Mischung aus Plutonium- und Uranoxid (Mischoxid —
   MOX).
DE                                                46                                           DE
 ---pagebreak---    6.1.4. Herstellung neuer Brennelemente
   Herstellung neuer fertiger Brennelemente in Anlagen zur Kernbrennstoffherstellung.
   Brennstäbe und andere unvollständige Erzeugnisse sind ausgenommen. Ebenfalls
   ausgenommen sind Anlagen zur Herstellung von MOX-Brennstoff.
   6.1.5. Herstellung von MOX-Brennelementen
   Herstellung neuer fertiger Brennelemente in MOX-Brennelementefabriken. Brennstäbe und
   andere unvollständige Erzeugnisse sind ausgenommen.
   6.1.6. Erzeugung von nuklearer Wärme
   Die Gesamtmenge der von Kernreaktoren erzeugten Wärme für die Stromerzeugung oder für
   andere sinnvolle Einsatzmöglichkeiten.
   6.1.7. Jährlicher mittlerer Abbrand an endgültig entnommenen bestrahlten Brennelementen
   Berechneter Durchschnitt des Abbrands der Brennelemente, die während des betreffenden
   Bezugsjahrs endgültig aus den Kernreaktoren entnommen worden sind. Ausgenommen sind
   Brennelemente, die vorübergehend entnommen und wahrscheinlich zu einem späteren
   Zeitpunkt wieder nachgeladen werden.
   6.1.8. Erzeugung von Uran und Plutonium in Wiederaufarbeitungsanlagen
   Im Bezugsjahr in Wiederaufarbeitungsanlagen erzeugtes Uran und Plutonium.
   6.1.9. Kapazität von Wiederaufarbeitungsanlagen (Uran und Plutonium)
   Jahreskapazität zur Wiederaufarbeitung von Uran und Plutonium.
   6.2 Maßeinheiten
   t TAE (Tonnen Trennarbeits-Einheiten) für 6.1.1
   tSM (Tonnen Schwermetall) für 6.1.4, 6.1.5, 6.1.8
   tSM (Tonnen Schwermetall) für 6.1.2, 6.1.3, 6.1.9
   TJ (Terajoule) für 6.1.6
   GWd/tSM (Gigawatt-Tag pro Tonne Schwermetall) für 6.1.7
   7. Detaillierte Statistiken über den energetischen Endverbrauch
   Es sind die folgenden aufgeschlüsselten Daten über den energetischen Endverbrauch
   anzugeben.
   7.1. Verzeichnis der Aggregate
   7.1.1.          Industrie
   Gemäß den Definitionen in Anhang A Abschnitt 2.6.1 anzugeben.
   7.1.1.1.        Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
   7.1.1.1.1.      Erzbergbau
   7.1.1.1.2.      Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau
   7.1.1.1.3.      Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von
                   Steinen und Erden
   7.1.1.2.        Nahrungs- und Futtermittel, Getränke und Tabak
   7.1.1.2.1.      Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln
   7.1.1.2.2.      Getränkeherstellung
   7.1.1.2.3.      Tabakverarbeitung
   7.1.1.3.        Textilien und Leder
   7.1.1.4.        Holz sowie Holz- und Korkwaren
DE                                               47                                          DE
 ---pagebreak---    7.1.1.5.        Holz- und Zellstoff, Papier und Druckerzeugnisse
   7.1.1.5.1.      Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus
   7.1.1.5.1.1.    Herstellung von Holz- und Zellstoff
   7.1.1.5.1.2.    Sonstiges Papier, Pappe und Waren daraus
   7.1.1.5.2       Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-,
                   Bild- und Datenträgern
   7.1.1.6.        Chemische und petrochemische Industrie
   7.1.1.6.1.      Herstellung von chemischen Erzeugnissen
   7.1.1.6.2.      Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen
   7.1.1.7.        Nichtmetallische Mineralstoffe verarbeitende Industrie
   7.1.1.7.1.      Herstellung von Glas und Glaswaren
   7.1.1.7.2.      Herstellung von Zement, Kalk und gebranntem Gips (einschl. Klinker)
   7.1.1.7.3.      Sonstige Mineralerzeugnisse
   7.1.1.8.        Eisen und Stahl [Metallerzeugung und -bearbeitung A]
   7.1.1.9.        NE-Metallindustrie [Metallerzeugung und -bearbeitung B]
   7.1.1.9.1.      Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium
   7.1.1.9.2.      Sonstige NE-Metallindustrie
   7.1.1.10.       Maschinenbau
   7.1.1.10.1.     Herstellung von Metallerzeugnissen
   7.1.1.10.2.     Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen
                   Erzeugnissen
   7.1.1.10.3.     Herstellung von elektrischen Ausrüstungen
   7.1.1.10.4.     Maschinenbau
   7.1.1.11.       Fahrzeugbau
   7.1.1.12.       Nicht anderweitig genannt — Industrie
   7.1.1.12.1.     Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
   7.1.1.12.2.     Herstellung von Möbeln
   7.1.1.12.3.     Herstellung von sonstigen Waren
   7.1.2.          Haushaltssektor
   Gemäß den Definitionen in Anhang A Abschnitt 2.6.3.2 anzugeben.
   7.1.2.1.        Haushalte: Raumheizung
   7.1.2.2.        Haushalte: Raumkühlung
   7.1.2.3.        Haushalte: Warmwasserbereitung
   7.1.2.4.        Haushalte: Kochen
   7.1.2.5.        Haushalte: Beleuchtung und Elektrogeräte
   Betrifft nur elektrischen Strom.
   7.1.2.6.        Haushalte: Sonstige Endnutzung
   7.2. Infrage kommende Energieprodukte
   Soweit nicht anders bestimmt, sind Daten zu allen in Anhang A aufgeführten
   Energieprodukten zu erheben.
DE                                                48                                        DE
 ---pagebreak---    Eurostat legt die jeweilige Liste der Energieprodukte fest, für die Daten gemäß Anhang B
   Nummer 7 im Meldeformular angegeben werden sollten, als Untermenge der in Anhang A
   Nummer 3 aufgeführten Produkte.
   7.3. Maßeinheiten
   Die Mengen fester fossiler Brennstoffe sind in kt (Kilotonnen) anzugeben.
   Die Mengen an Rohöl und Mineralölprodukten sind in kt (Kilotonnen) anzugeben.
   Die Mengen an Erdgas und industriell erzeugten Gasen (Ortsgas, Kokereigas, Hochofengas,
   sonstiges Konvertergas) sind nach ihrem Energiegehalt in TJ (Terajoule) auf der Basis des
   Bruttoheizwerts anzugeben.
   Strom ist in GWh (Gigawattstunden) anzugeben.
   Wärmemengen sind in TJ (Terajoule) auf der Basis des Nettoheizwerts anzugeben.
   Die Mengen für erneuerbare Quellen und Abfall sind in TJ (Terajoule) auf der Basis des
   Nettoheizwerts anzugeben, außer den Mengen an Holzkohle, Biobenzin, Bioethanol,
   Bioflugturbinenkraftstoff, Biodiesel und sonstigen flüssigen Biobrennstoffen, die in kt
   (Kilotonnen) anzugeben sind.
   Die Heizwerte für feste fossile Brennstoffe, Rohöl und Mineralölprodukte sowie erneuerbare
   Energien und Abfälle sind in MJ/t (Megajoule je Tonne) anzugeben.
   Die Heizwerte für Erdgas und industriell erzeugte Gase sind in kJ/m3 unter
   Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 Pa) anzugeben.
   Für andere Energieprodukte, für die eine Meldung erforderlich ist, gelten die in den
   betreffenden Abschnitten dieses Anhangs für diese Brennstoffe definierten Einheiten.
   7.3. Frist für die Datenübermittlung
   Die Daten werden bis zum 31. März des zweiten auf das Berichtsjahr folgenden Jahres
   gemeldet.
   7.4. Freistellungen
   Zypern ist für alle von Abschnitt 7.1.2 dieses Anhangs (Haushalte) erfassten Aggregate von
   der Angabe des aufgeschlüsselten energetischen Endverbrauchs an Rohöl und
   Mineralölprodukten (gemäß Anhang A Abschnitt 3.4) befreit.
DE                                               49                                           DE
 ---pagebreak---    ANHANG C
   MONATLICHE ENERGIESTATISTIKEN
   In diesem Anhang werden der Erfassungsbereich, die Einheiten, der Berichtszeitraum, die
   Erhebungshäufigkeit, die Fristen und die Übermittlungsmodalitäten für die monatliche
   Erhebung von Energiestatistiken beschrieben.
   Erklärungen von Begriffen, die nicht in diesem Anhang erläutert werden, sind in Anhang A
   zu finden.
   Die folgenden Bestimmungen gelten für die Erhebung aller in diesem Anhang aufgeführten
   Daten:
   a) Berichtszeitraum: Der Berichtszeitraum für die gemeldeten Daten ist ein Kalendermonat.
   b) Periodizität: Die Daten werden monatlich gemeldet.
   c) Übertragungsformat: Die Daten sind nach dem einschlägigen, von Eurostat festgelegten
   Austauschstandard zu übermitteln.
   d) Übermittlungsverfahren: Die Daten sind elektronisch an das zentrale Eurostat-Portal zu
   übermitteln oder in dieses heraufzuladen.
   1. FESTE BRENNSTOFFE
   1.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für:
   1.1.1. Steinkohle
   1.1.2. Braunkohle
   1.1.3. Torf
   1.1.4. Ölschiefer und bituminöse Sande
   1.1.5. Kokereikoks
   1.2. Verzeichnis der Aggregate
   1.2.1. Für Steinkohle sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   1.2.1.1. Erzeugung
   1.2.1.2. Wiedergewinnung
   1.2.1.3. Einfuhren
   1.2.1.4. Einfuhren aus Ländern außerhalb der EU
   1.2.1.5. Ausfuhren
   1.2.1.6. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Anfang des Bezugszeitraums
   Bestände der Bergwerke, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.1.7. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Ende des Bezugszeitraums
   Bestände der Bergwerke, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.1.8. Lieferungen an hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen
   1.2.1.9. Lieferungen an Kokereien
   1.2.1.10. Lieferungen an die Industrie insgesamt
   1.2.1.11. Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie
   1.2.1.12. Sonstige Lieferungen (Dienstleistungssektor, Haushalte usw.). Die Mengen an
   Steinkohle, die an Sektoren geliefert wurden, die nicht ausdrücklich genannt werden oder
   nicht zu den Bereichen Umwandlung, Energiewirtschaft, Industrie oder Verkehr zählen.
DE                                               50                                          DE
 ---pagebreak---    1.2.2. Für Braunkohle, Torf, Ölschiefer und bituminöse Sande sind folgende Aggregate
   anzugeben:
   1.2.2.1. Erzeugung
   1.2.2.2. Einfuhren
   1.2.2.3. Ausfuhren
   1.2.2.4. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Anfang des Bezugszeitraums
   Bestände der Bergwerke, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.2.5. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Ende des Bezugszeitraums
   Bestände der Bergwerke, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.2.6. Für Torf können anstelle der Bestände am Anfang und Ende des Bezugszeitraums die
   Bestandsveränderungen angegeben werden.
   1.2.2.7. Lieferungen an hauptsächlich als Energieerzeuger tätige Unternehmen
   1.2.3. Für Kokereikoks sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   1.2.3.1. Erzeugung
   1.2.3.3. Einfuhren
   1.2.3.4. Einfuhren von außerhalb der EU
   1.2.3.5. Ausfuhren
   1.2.3.6. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Anfang des Bezugszeitraums
   Bestände der Erzeuger, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.3.7. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates am Ende des Bezugszeitraums
   Bestände der Erzeuger, der Importeure und der Verbraucher, die direkt importieren.
   1.2.3.8. Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie
   1.3. Maßeinheiten
   Die gemeldeten Mengen sind in kt (Kilotonnen) anzugeben.
   1.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb von zwei Kalendermonaten nach dem Berichtsmonat.
   2. ELEKTRIZITÄT
   2.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für Strom.
   2.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für Strom sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   2.2.1. Nettostromerzeugung von Kernkraftwerken
   2.2.2. Nettostromerzeugung mittels herkömmlicher Elektrizitätserzeugung durch
   Wärmekrafterzeugung aus Kohle
   2.2.3. Nettostromerzeugung mittels herkömmlicher Elektrizitätserzeugung durch
   Wärmekrafterzeugung aus Öl
   2.2.4. Nettostromerzeugung mittels herkömmlicher Elektrizitätserzeugung durch
   Wärmekrafterzeugung aus Gas
DE                                               51                                          DE
 ---pagebreak---    2.2.5. Nettostromerzeugung mittels herkömmlicher Elektrizitätserzeugung durch
   Wärmekrafterzeugung aus erneuerbaren Brennstoffen (z. B. feste Biobrennstoffe, Biogase,
   flüssige Biobrennstoffe, erneuerbare Siedlungsabfälle)
   2.2.6. Nettostromerzeugung mittels herkömmlicher Elektrizitätserzeugung durch
   Wärmekrafterzeugung aus anderen nicht erneuerbaren Brennstoffen (z. B. nicht erneuerbare
   Industrie- und Siedlungsabfälle)
   2.2.7. Nettostromerzeugung von reinen Wasserkraftwerken
   2.2.8. Nettostromerzeugung von gemischten Wasserkraftwerken
   2.2.9. Nettostromerzeugung von reinen Pumpspeicherwerken
   2.2.10. Nettostromerzeugung von Onshore-Windkraftanlagen
   2.2.11. Nettostromerzeugung von Offshore-Windkraftanlagen
   2.2.12. Nettostromerzeugung von Fotovoltaik-Anlagen
   2.2.13. Nettostromerzeugung von thermischen Solaranlagen
   2.2.14. Nettostromerzeugung von geothermischen Kraftwerken
   2.2.15. Nettostromerzeugung von anderen erneuerbaren Energiequellen (z. B. Gezeiten,
   Wellen, Ozean und anderen nicht brennbaren erneuerbaren Energiequellen)
   2.2.16. Nettostromerzeugung von nicht anderweitig genannten Quellen
   2.2.17. Einfuhren
   2.2.17.1. Davon aus der EU
   2.2.18. Ausfuhren
   2.2.18.1. Davon in die EU
   2.2.19. Stromverbrauch in Pumpspeicherwerken
   2.3. Maßeinheiten
   Die gemeldeten Mengen sind in GWh (Gigawattstunden) anzugeben.
   2.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb von zwei Kalendermonaten nach dem Berichtsmonat.
DE                                              52                                          DE
 ---pagebreak---    3. ROHÖL UND MINERALÖLPRODUKTE
   3.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Soweit nicht anders bestimmt, sind Daten zu allen in Anhang A Kapitel 3.4 ÖL (Rohöl und
   Mineralölprodukte) aufgeführten Energieerzeugnissen zu erheben.
   Unter „Sonstige Produkte“ fallen sowohl die in Anhang A Kapitel 3.4 definierten Produkte als
   auch Testbenzin und Industriebrennstoffe, Schmierstoffe, Bitumen und Paraffinwachse; die
   Mengen dieser Produkte sind nicht getrennt anzugeben.
   3.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für alle im vorhergehenden Abschnitt angeführten Energieprodukte sind die folgenden
   Aggregate anzugeben, sofern nichts anderes bestimmt ist.
   3.2.1. BEREITSTELLUNG VON ROHÖL, NGL, RAFFINERIEEINSATZMATERIAL,
   ZUSATZSTOFFEN UND ANDEREN KOHLENWASSERSTOFFEN
   Anmerkung zu Zusatzstoffen und Biobrennstoffen: Hier sind nicht nur die bereits gemischten
   Mengen, sondern alle zum Mischen bestimmten Mengen anzugeben.
   Für Rohöl, NGL, Raffinerieeinsatzmaterial, Zusatzstoffe/Oxigenate, Biobrennstoffe und
   sonstige Kohlenwasserstoffe sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   3.2.1.1. Einheimische Erzeugung (gilt nicht für Raffinerieeinsatzmaterial und Biobrennstoffe)
   3.2.1.2. Eingänge aus anderen Quellen (gilt nicht für Rohöl, NGL, Raffinerieeinsatzmaterial)
   3.2.1.3. Rückläufe
   Fertig- oder Halbfertigprodukte, die von Endverbrauchern zur Weiterverarbeitung, zur
   Mischung oder zum Verkauf zurückgegeben werden. Gewöhnlich handelt es sich dabei um
   Nebenprodukte petrochemischer Herstellungsprozesse. Gilt nur für Raffinerieeinsatzmaterial.
   3.2.1.4. Übertragene Erzeugnisse
   Importierte Mineralölprodukte, die neu zugeordnet werden als zur Weiterverarbeitung in der
   Raffinerie und nicht zur Lieferung an die Endkunden bestimmte Ausgangsstoffe. Gilt nur für
   Raffinerieeinsatzmaterial.
   3.2.1.5. Einfuhren
   3.2.1.6. Ausfuhren
   Anmerkung für Ein- und Ausfuhren: Einschließlich Rohöl und Mineralölprodukte, die im
   Rahmen von Verarbeitungsabkommen ein- oder ausgeführt wurden (d. h. Raffinieren auf
   Rechnung). Bei Rohöl und NGL ist das eigentliche Ursprungsland anzugeben; bei
   Raffinerieeinsatzmaterial und Fertigprodukten ist das Land des letzten Versands anzugeben.
   Einschließlich aller Flüssiggase (z. B. LPG), die durch Rückvergasung eingeführten
   Flüssigerdgases gewonnen wurden, und aller Mineralölprodukte, die von der petrochemischen
   Industrie direkt ein- oder ausgeführt werden.
   3.2.1.7. Direktverbrauch
   3.2.1.8. Bestandsveränderungen
   Positive Zahlen stehen für Bestandsvergrößerung, negative für Bestandsverkleinerung.
   3.2.1.9. Erfasster Raffinerieeingang
   Die gesamte Ölmenge (einschließlich sonstiger Kohlenwasserstoffe und Zusatzstoffe), die
   dem Raffinerieprozess zugeführt wurde (Einsatz in Ölraffinerien).
   3.2.1.10. Raffinerieverluste
DE                                               53                                              DE
 ---pagebreak---    Differenz zwischen erfasstem Raffinerieeingang und Brutto-Raffinerieausstoß. Verluste
   können in Destillationsprozessen durch Verdampfung entstehen. Verluste sind als positive
   Werte anzugeben. Volumengewinne sind möglich, Massegewinne nicht.
   3.2.2. BEREITSTELLUNG VON FERTIGPRODUKTEN
   Für Rohöl, NGL, Raffineriegas, Ethan, LPG, Naphtha, Biobenzin, Nicht-Biobenzin,
   Flugturbinenkraftstoff, Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis, Bioflugturbinenkraftstoff,
   Nicht-Bioflugturbinenkraftstoff, sonstiges Kerosin, Biodiesel, Diesel- und Gasöl ohne
   Bioanteile, Heizöle mit niedrigem Schwefelgehalt, Heizöle mit hohem Schwefelgehalt,
   Petrolkoks und andere Erzeugnisse sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   3.2.2.1. Rohstoffeingänge
   3.2.2.2. Brutto-Raffinerieausstoß (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   3.2.2.3. Recyclingprodukte (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   3.2.2.4. Raffineriebrennstoff (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   Anhang A       Kapitel 2.3     Energiesektor     —     Erdölraffinerien; einschließlich   des
   Brennstoffverbrauchs der Raffinerien für die Erzeugung von Strom und Wärme zum Verkauf
   an Dritte.
   3.2.2.5. Einfuhren (gilt nicht für Rohöl, NGL und Raffineriegas)
   3.2.2.6. Ausfuhren (gilt nicht für Rohöl, NGL und Raffineriegas)
   Auch hier gilt die Anmerkung zu Ein- und Ausfuhren in Abschnitt 3.2.1.
   3.2.2.7. Grenzüberschreitender Seeverkehr (Bunker) (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   3.2.2.8. Austausch zwischen Erzeugnissen
   3.2.2.9. Übertragene Erzeugnisse (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   3.2.2.10. Bestandsveränderungen (gilt nicht für Rohöl, NGL und Raffineriegas)
   Positive Zahlen stehen für Bestandsvergrößerung, negative für Bestandsverkleinerung.
   3.2.2.11. Erfasste Bruttoinlandslieferungen
   Erfasste Lieferungen fertiger Mineralölprodukte aus Primärquellen (z. B. Raffinerien,
   Mischanlagen usw.) an den Inlandsmarkt.
   3.2.2.11.1. Grenzüberschreitender Luftverkehr (gilt nur für Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff
   auf Petroleumbasis, Bioflugturbinenkraftstoff, Nicht-Bioflugturbinenkraftstoff)
   3.2.2.11.2. Kraftwerke hauptsächlich als Energieerzeuger tätiger Unternehmen
   3.2.2.11.3. Straßenverkehr (gilt nur für LPG)
   3.2.2.11.4. Binnenschifffahrt und Eisenbahnverkehr (gilt nur für Biodiesel, Diesel- und Gasöl
   ohne Bioanteile)
   3.2.2.12. Petrochemische Industrie
   3.2.2.13. Rückläufe an die Raffinerien (gilt nicht für Rohöl und NGL)
   3.2.3.     EINFUHREN            NACH        HERKUNFTSLAND — AUSFUHREN                   NACH
   BESTIMMUNGSLAND
   Die Einfuhren sind nach dem Herkunftsland und die Ausfuhren nach dem Bestimmungsland
   anzugeben. Auch hier gilt die Anmerkung zu Ein- und Ausfuhren in Abschnitt 3.2.1.
DE                                                 54                                             DE
 ---pagebreak---    3.2.4. BESTÄNDE
   Folgende Anfangs- und Endbestände sind für alle Energieprodukte, einschließlich
   Zusatzstoffe/Oxigenate jedoch ohne Raffineriegas anzugeben:
   3.2.4.1. Bestände im Hoheitsgebiet des Staates
   Bestände an folgenden Orten: Raffinerietanks, Massengutterminals, Tanklager an
   Rohrfernleitungen,      Binnenschiffe,      Küstentankschiffe     (wenn      Abgangs-     und
   Bestimmungshafen im selben Land liegen), Tankschiffe in Häfen der Mitgliedstaaten (wenn
   ihre Ladung dort gelöscht werden soll), Bunker der Binnenschifffahrt. Ohne Bestände in
   Rohrfernleitungen, Eisenbahnkesselwagen, Tank-Lkw, Bunkern der Hochseeschifffahrt,
   Tankstellen, Einzelhandelsbetrieben und Bunkern auf See.
   3.2.4.2. Im Rahmen bilateraler Regierungsvereinbarungen für andere Staaten gelagerte
   Bestände
   Im Hoheitsgebiet des Staates vorhandene Bestände, die Eigentum eines anderen Staates sind
   und zu denen der Zugang durch ein Abkommen zwischen den jeweiligen Staaten
   gewährleistet ist.
   3.2.4.3. Bestände mit bekannter ausländischer Bestimmung
   Unter 3.2.4.2 nicht erfasste Bestände im Hoheitsgebiet des Staates, die Eigentum eines
   anderen Staates und für diesen bestimmt sind. Diese Bestände können sich innerhalb oder
   außerhalb eines Zolllagers befinden.
   3.2.4.4. Sonstige Bestände unter Zollverschluss
   Weder unter 3.2.4.2 noch unter 3.2.4.3 erfasste Bestände, unabhängig davon, ob sie verzollt
   sind oder nicht.
   3.2.4.5. Bestände von Großverbrauchern
   Umfasst Bestände, die staatlicher Kontrolle unterliegen. Umfasst keine Bestände anderer
   Verbraucher.
   3.2.4.6. Bestände an Bord einlaufender Hochseeschiffe im Hafen oder auf Reede
   Umfasst Bestände unabhängig davon, ob sie verzollt sind oder nicht. Ohne Bestände an Bord
   von Schiffen auf hoher See.
   Einschließlich Öl in Küstentankschiffen, deren Abgangs- und Bestimmungshafen in
   demselben Land liegen. Für einlaufende Schiffe mit mehreren Entladehäfen ist nur die Menge
   anzugeben, die im Meldeland entladen wird.
   3.2.4.7. Von staatlichen Stellen im Hoheitsgebiet des Staates gelagerte Bestände
   Umfasst Bestände für nichtmilitärische Zwecke, die von einem Staat in seinem Hoheitsgebiet
   gelagert werden und die Eigentum des Staates sind oder von ihm kontrolliert werden und
   ausschließlich für den Notfall gelagert werden.
   Ohne Bestände staatlicher Ölgesellschaften und Elektrizitätswerke und ohne Bestände, die
   direkt von Ölgesellschaften im Auftrag von Staaten gelagert werden.
   3.2.4.8. Im Hoheitsgebiet des Staates befindliche Bestände von Lagerunternehmen
   Bestände privater und staatlicher Stellen, die eingerichtet wurden, um Bestände ausschließlich
   für Notfälle vorzuhalten.
   Ohne Pflichtbestände privater Unternehmen.
   3.2.4.9. Alle übrigen Bestände im Hoheitsgebiet des Staates
   Alle übrigen Bestände, die den Bestimmungen unter 3.2.4.1 entsprechen.
   3.2.4.10. Im Ausland im Rahmen bilateraler Regierungsvereinbarungen lagernde Bestände
DE                                                 55                                             DE
 ---pagebreak---    Bestände, die Eigentum des Meldelandes sind, aber in einem anderen Land lagern und zu
   denen der Zugang durch ein zwischen den Regierungen geschlossenes Abkommen
   gewährleistet ist.
   3.2.4.10.1.     Davon: Bestände des Staates
   3.2.4.10.2.     Davon: Bestände von Lagerunternehmen
   3.2.4.10.3.     Davon: sonstige Bestände
   3.2.4.11. Im Ausland lagernde Bestände, die endgültig für die Einfuhr in Ihr Land vorgesehen
   sind
   Nicht unter Kategorie 10 erfasste Bestände, die Eigentum des Meldestaates sind, in einem
   anderen Land lagern und auf die Einfuhr in Ihr Land warten.
   3.2.4.12. Sonstige Bestände unter Zollverschluss
   Sonstige Bestände im Hoheitsgebiet des Staates, die in den obigen Kategorien nicht erfasst
   sind.
   3.2.4.13. Rohrfernleitungsinhalt
   In den Rohrfernleitungen befindliches Öl (Rohöl und Mineralölprodukte), das für die
   Aufrechterhaltung des Flusses in den Rohrfernleitungen erforderlich ist.
   Außerdem sind folgende Mengen nach Ländern aufzuschlüsseln:
   3.2.4.13.1. im Rahmen von Regierungsvereinbarungen für andere Länder gelagerte
      Endbestände, nach Empfängerland;
   3.2.4.13.2. im Rahmen von Regierungsvereinbarungen für andere Länder gelagerte
      Endbestände, davon der Delegation unterliegende, nach Empfängerland;
   3.2.4.13.3 sonstige Endbestände mit bekannter ausländischer Bestimmung, nach
      Empfängerland;
   3.2.4.13.4 im Ausland im Rahmen von Regierungsvereinbarungen lagernde Endbestände,
      nach Standort;
   3.2.4.13.5 im Rahmen von Regierungsvereinbarungen für andere Länder gelagerte
      Endbestände, davon der Delegation unterliegende, nach Standort;
   3.2.4.13.6. im Ausland lagernde Endbestände, die endgültig für die Einfuhr in das Meldeland
      vorgesehen sind, nach Standort.
   „Anfangsbestände“ sind die Bestände am letzten Tag des dem Berichtsmonat vorausgehenden
   Monats. „Endbestände“ sind die Bestände am letzten Tag des Berichtsmonats.
   3.3. Maßeinheiten
   Die gemeldeten Mengen sind in kt (Kilotonnen) anzugeben.
   3.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb von 55 Tagen nach dem Berichtsmonat.
   3.5. Geografische Hinweise
   Lediglich für statistische Berichtszwecke gelten die Angaben in Anhang A Kapitel 1, mit
   folgender Ausnahme: Schweiz einschließlich Liechtenstein.
DE                                              56                                              DE
 ---pagebreak---    4. ERDGAS
   4.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für Erdgas.
   4.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für Erdgas sind die folgenden Aggregate anzugeben:
   4.2.1. Einheimische Erzeugung
   Alle innerhalb der nationalen Grenzen geförderten trockenen vermarktbaren Mengen,
   einschließlich Offshore-Förderung. Nach Reinigung und Extraktion von Erdgaskondensaten
   und Schwefel gemessene Mengen. Ohne Extraktionsverluste und zurückgepresste,
   abgeblasene oder abgefackelte Mengen. Einschließlich der in der Erdgasindustrie bei der
   Erdgasförderung, in Rohrfernleitungen und in Verarbeitungsanlagen eingesetzten Mengen.
   4.2.2. Einfuhren (Eingänge)
   4.2.3. Ausfuhren (Ausgänge)
   Anmerkung für Ein- und Ausfuhren: Es sind alle Erdgasmengen anzugeben, die über die
   Grenzen eines Landes hinweg befördert wurden, und zwar unabhängig davon, ob eine
   Zollabfertigung stattgefunden hat oder nicht. Darin sind Durchfuhren durch das Land
   eingeschlossen; die Durchfuhrmengen sind als Einfuhr und als Ausfuhr anzugeben. Bei
   Einfuhren von Flüssigerdgas sollte nur die entsprechende vermarktbare Trockenmenge
   angegeben werden, einschließlich des Eigenverbrauchs bei der Rückvergasung. Die bei der
   Rückvergasung als Eigenverbrauch verwendeten Mengen sind unter Eigenverbrauch und
   Verluste in der Gasindustrie (siehe 4.2.11) anzugeben. Alle durch Rückvergasung
   eingeführten Flüssigerdgases gewonnenen Flüssiggase (z. B. LPG) sind unter „Eingänge aus
   anderen Quellen“ für „Sonstige Kohlenwasserstoffe“ wie in Kapitel 3 dieses Anhangs
   (ROHÖL UND MINERALÖLPRODUKTE) definiert anzugeben.
   4.2.4. Bestandsveränderungen
   Positive Zahlen stehen für Bestandsvergrößerung, negative für Bestandsverkleinerung.
   4.2.5. Erfasste Bruttoinlandslieferungen
   Zu dieser Kategorie gehören Lieferungen vermarktbarer Gase für den Inlandsmarkt,
   einschließlich in der Gasindustrie für Wärmeerzeugung und Anlagenbetrieb verbrauchten
   Gases (d. h. Verbrauch für Gasförderung, in Rohrfernleitungssystemen und in
   Verarbeitungsanlagen); Übertragungs- und Verteilungsverluste sind ebenfalls anzugeben.
   4.2.6. Im Hoheitsgebiet des Staates lagernde Anfangsbestände
   4.2.8. Im Hoheitsgebiet des Staates lagernde Endbestände
   4.2.9. Im Ausland lagernde Anfangsbestände
   4.2.10. Im Ausland lagernde Endbestände
   Anmerkung für Bestände: Umfasst sowohl gasförmig als auch in flüssiger Form gelagertes
   Erdgas.
   4.2.11. Eigenverbrauch und Verluste in der Gasindustrie
   In der Gasindustrie für Wärmeerzeugung und Anlagenbetrieb verbrauchtes Gas (d. h.
   Verbrauch für Gasförderung, in Rohrfernleitungssystemen und in Verarbeitungsanlagen);
   einschließlich Übertragungs- und Verteilungsverluste.
DE                                               57                                         DE
 ---pagebreak---    4.2.12. Einfuhren (Eingänge) nach Herkunftsland und Ausfuhren (Ausgänge) nach
   Bestimmungsland
   Die Einfuhren (Eingänge) sind nach dem Herkunftsland und die Ausfuhren (Ausgänge) nach
   dem Bestimmungsland anzugeben. Auch hier gilt die Anmerkung zu Ein- und Ausfuhren in
   Abschnitt 4.2.3. Ein- und Ausfuhren sind nur für das Nachbarland oder für über direkte
   Rohrfernleitungen verbundene Länder und, im Fall von Flüssigerdgas, für das Land, in dem
   das Gas auf das Transportschiff verladen wurde, anzugeben.
   4.2.13. Lieferungen für die Energieerzeugung
   4.3. Maßeinheiten
   Die Mengen sind in zwei Einheiten anzugeben:
   4.3.1.    in    Volumeneinheiten      in    Millionen m3      (Millionen   Kubikmeter) bei
   Referenzgasbedingungen (15 °C, 101 325 Pa);
   4.3.2. in Energieeinheiten: in TJ (Terajoule) auf der Basis des Bruttoheizwerts.
   4.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb von 55 Tagen nach dem Berichtsmonat.
DE                                                58                                          DE
 ---pagebreak---    ANHANG D
   MONATLICH ZU ÜBERMITTELNDE KURZFRISTIGE STATISTIKEN
   In diesem Anhang werden der Erfassungsbereich, die Einheiten, der Berichtszeitraum, die
   Erhebungshäufigkeit, die Fristen und die Übermittlungsmodalitäten für die kurzfristige
   monatliche Erhebung statistischer Daten beschrieben.
   Erklärungen von Begriffen, die nicht in diesem Anhang erläutert werden, sind in Anhang A
   zu finden.
   Die folgenden Bestimmungen gelten für die Erhebung aller in diesem Anhang aufgeführten
   Daten:
   a) Berichtszeitraum: Der Berichtszeitraum für die gemeldeten Daten ist ein Kalendermonat.
   b) Periodizität: Die Daten werden monatlich gemeldet.
   c) Übertragungsformat: Die Daten sind nach dem einschlägigen, von Eurostat festgelegten
   Austauschstandard zu übermitteln.
   d) Übermittlungsverfahren: Die Daten sind elektronisch an das zentrale Eurostat-Portal zu
   übermitteln oder in dieses heraufzuladen.
   1. ERDGAS
   1.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für Erdgas.
   1.2. Verzeichnis der Aggregate
   Folgende Aggregate sind anzugeben:
   1.2.1. Erzeugung
   1.2.2. Einfuhren
   1.2.3. Ausfuhren
   Anmerkung für Ein- und Ausfuhren: Es sind alle Erdgasmengen anzugeben, die über die
   Grenzen eines Landes hinweg befördert wurden, und zwar unabhängig davon, ob eine
   Zollabfertigung stattgefunden hat oder nicht. Darin sind Durchfuhren durch das Land
   eingeschlossen; die Durchfuhrmengen sind als Einfuhr und als Ausfuhr anzugeben. Bei
   Einfuhren von Flüssigerdgas sollte nur die entsprechende vermarktbare Trockenmenge
   angegeben werden, einschließlich des Eigenverbrauchs bei der Rückvergasung.
   1.2.4. Bestandsveränderungen
   1.2.5. Gesamtendbestände im Hoheitsgebiet des Staates
   1.3. Maßeinheiten
DE                                              59                                           DE
 ---pagebreak---    Die gemeldeten Mengen sind in TJ (Terajoule) auf der Basis des Bruttoheizwerts anzugeben.
   1.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb eines Kalendermonats nach dem Berichtsmonat.
DE                                            60                                             DE
 ---pagebreak---    2. Rohöleinfuhren und -bereitstellung
   2.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für Rohöl.
   2.2. Begriffsbestimmungen
   2.2.1. Einfuhren
   Als Einfuhren gelten alle Mengen an Rohöl, die entweder in das Zollgebiet des Mitgliedstaats
   gelangen oder aus einem anderen Mitgliedstaat stammen und nicht zur Durchfuhr bestimmt
   sind. Rohöl, das für die Bestandsbildung verwendet wird, ist eingeschlossen.
   Nicht einbezogen in die Einfuhren wird Öl, das aus dem Meeresboden gewonnen wird, für
   den ein Mitgliedstaat ausschließliche Rechte zur Nutzung und Einfuhr in das Zollgebiet der
   Gemeinschaft ausübt.
   2.2.2. Bereitstellung:
   Die Bereitstellung umfasst das während des Referenzzeitraums in den Mitgliedstaat
   eingeführte und das in diesem Mitgliedstaat erzeugte Rohöl. Die Bereitstellung von Rohöl aus
   zuvor angelegten Beständen ist ausgeschlossen.
   2.2.3. CIF-Preis:
   Bei dem CIF-Preis (Preis einschließlich Kosten, Versicherung und Fracht) handelt es sich um
   den FOB-Preis (Preis frei an Bord), also den am Hafen/Verladeort tatsächlich in Rechnung
   gestellten Preis, zuzüglich der Kosten für Transport, Versicherung und Gebühren im
   Zusammenhang mit Rohöltransporten.
   Der CIF-Preis des in einem Mitgliedstaat erzeugten Rohöls ist entweder „frei Entladehafen“
   oder „frei Grenze“, d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem das Rohöl in die Zollhoheit des
   Einfuhrlandes fällt, zu berechnen.
   2.2.4. API-Grad:
   Der API-Grad ist ein Maß dafür, wie schwer/leicht Rohöl verglichen mit Wasser ist. Der API-
   Grad ist nach folgender Formel für die relative Dichte (SG) zu melden: API = (141,5 ÷ SG) –
   131,5
   2.3. Verzeichnis der Aggregate
   2.3.1. Für die Rohöleinfuhren sind folgende Aggregate, aufgeschlüsselt nach Typ und
   geografischen Erzeugungsgebiet, anzugeben:
   2.3.1.1. Bezeichnung des Rohöls
   2.3.1.2. durchschnittlicher API-Grad
   2.3.1.3. durchschnittlicher Schwefelgehalt
   2.3.1.4. eingeführte Gesamtmenge
   2.3.1.5. CIF-Gesamtpreis
   2.3.1.6. Anzahl der meldenden Stellen.
   2.3.2. Für die Bereitstellung von Rohöl sind folgende Aggregate anzugeben:
   2.3.2.1. bereitgestellte Menge
   2.3.2.2. gewichteter durchschnittlicher CIF-Preis.
DE                                               61                                             DE
 ---pagebreak---    2.4. Maßeinheiten
   bbl (Barrel) für 2.3.1.4 und 2.3.2.1
   kt (tausend Tonnen) für 2.3.2.1
   % (Prozent) für 2.3.1.3
   ° (Grad) für 2.3.1.2
   USD (US-Dollar) pro Barrel für 2.3.1.5 und 2.3.2.2
   USD (US-Dollar) pro Tonne für 2.3.2.2
   2.5. Geltende Bestimmungen
   1. Berichtszeitraum:
   Ein Kalendermonat.
   2. Periodizität:
   Monatlich.
   3. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb eines Kalendermonats nach dem Berichtsmonat.
   4. Übertragungsformat:
   Die Daten sind nach dem einschlägigen, von Eurostat festgelegten Austauschstandard zu
   übermitteln.
   5. Übermittlungsverfahren:
   Die Daten sind elektronisch an das zentrale Eurostat-Portal zu übermitteln oder in dieses
   heraufzuladen.
   3. ROHÖL UND MINERALÖLPRODUKTE
   3.1. Infrage kommende Energieprodukte
   Dieses Kapitel betrifft die Meldung für:
   3.1.1. Rohöl
   3.1.2. Flüssiggas
   3.1.3. Benzin (Summe aus Motorenbenzin und Flugbenzin)
   3.1.4. Kerosin (Summe aus Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis und sonstigem Kerosin)
   3.1.5. Diesel- und Gasöl
   3.1.6. Heizöl
   3.1.7. „Öl insgesamt“ ist die Summe aller dieser Erzeugnisse ausgenommen Rohöl,
   einschließlich aller anderen in Anhang A definierten Mineralölprodukte (Raffineriegas, Ethan,
   Naphtha, Petrolkoks, Testbenzin und Industriebrennstoffe, Paraffinwachse, Bitumen,
   Schmierstoffe u. a.).
   3.2. Verzeichnis der Aggregate
   Für alle im vorhergehenden Abschnitt angeführten Energieprodukte sind die folgenden
   Aggregate anzugeben.
DE                                              62                                               DE
 ---pagebreak---    3.2.1. Erzeugung von Rohöl und der Raffinerieausstoß (Bruttoausstoß einschließlich
   Raffineriebrennstoff) für alle anderen in Abschnitt 3.1 aufgeführten Erzeugnisse.
   3.2.2. Einfuhren
   3.2.3. Ausfuhren
   3.2.4. Endbestände
   3.2.5. Bestandsveränderungen
   Positive Zahlen stehen für Bestandsvergrößerung, negative für Bestandsverkleinerung.
   3.2.6. Raffinerieeingang (erfasster Raffineriedurchsatz) von Rohöl und Nachfrage für alle
   anderen in Abschnitt 3.1 aufgeführten Erzeugnisse
   Nachfrage ist definiert als Lieferungen oder Verkäufe an den inländischen Markt
   (Inlandsverbrauch) zuzüglich Eigenverbrauch der Raffinerien und Lieferungen für die
   Bunkerbestände der internationalen See- und Luftfahrt. Der Gesamtölbedarf schließt Rohöl
   ein.
   3.3. Maßeinheiten
   Die gemeldeten Mengen sind in kt (Kilotonnen) anzugeben.
   3.4. Frist für die Datenübermittlung
   Innerhalb von 25 Tagen nach dem Berichtsmonat.
   “.
DE                                               63                                          DE