CELEX: 62021CN0386
Language: de
Date: 2021-06-24 00:00:00
Title: Rechtssache C-386/21: Vorabentscheidungsersuchen der Cour d’appel de Mons (Belgien), eingereicht am 24. Juni 2021 — Ryanair DAC/Happy Flights Srl, vormals Happy Flights Sprl

20.9.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 382/14
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen der Cour d’appel de Mons (Belgien), eingereicht am 24. Juni 2021 — Ryanair DAC/Happy Flights Srl, vormals Happy Flights Sprl
      (Rechtssache C-386/21)
      (2021/C 382/19)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Cour d’appel de Mons
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Berufungsklägerin: Ryanair DAC
      
         Berufungsbeklagte: Happy Flights Srl, vormals Happy Flights Sprl
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Ist Art. 7 Nr. 1 Buchst. a der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Neufassung) (1) dahin auszulegen, dass der Begriff „Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag“ im Sinne dieser Bestimmung eine Klage auf Ausgleichszahlung deckt, die auf der Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91 (2) durch eine Inkassogesellschaft erhoben wurde, die eine Dritte des Beförderungsvertrags ist und die sich auf ihre Eigenschaft als Zessionar des Fluggasts beruft, aber nicht den Nachweis führt, in alle Rechte und Pflichten der ursprünglichen Vertragspartei eingetreten zu sein?
               
            
                  2.
               
               
                  Für den Fall, dass die erste Frage bejaht wird: Ist Art. 7 Nr. 1 Buchst. a und b der Verordnung Nr. 1215/2012 dahin auszulegen, dass es sich beim Erfüllungsort der Verpflichtung, die der Klage zugrunde liegt, um den Erfüllungsort des Luftbeförderungsvertrags handelt, d. h. um den Ort des Abflugs oder den Ort der Ankunft des Fluges oder gegebenenfalls einen anderen Ort?
               
            
         (1)  ABl. 2012, L 351, S. 1.
      
         (2)  ABl. 2004, L 46, S. 1.