CELEX: 51983PC0260
Language: de
Date: 1983-05-17
Title: VORSCLAG EINES BESCHLUSSES DES RATES ÜBER DAS RAHMENPROGRAMM DER WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN TATIGKEITEN DER GEMEINSCHAFT 1984-1987

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (83) 260
Vol. 1983/0110
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---  KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                       KOM(83) 260           endg.
                                                       B r ü s s e l , d e n 17 Mai 1983.
                              VORSCLAG EINES BESCHLUSSES DES RATES
                        ÜBER DAS RAHMENPROGRAMM DER WISSENSCHAFTLICHEN UND
                       TECHNISCHEN TATIGKEITEN DER GEMEINSCHAFT 1984-1987
  ( M i t t e i l u n g der Kommission an den Rat und an das E u r o p ä i s c h e n Parlament)
KOM(83) 260            endg.
 ---pagebreak--- I N H A L T
- Einleitung
- 1) Auswahlkriterien f ü r die Ziele der gemeinsamen F, E&D Strategie
- 2) Beteiligung der Mitgliedstaaten an der gemeinsamen Strategie
- 3) Durchführung des Rahmenprogramms
      . Planung der F, ESD T ä t i g k e i t e n
      . Regelmässige Überarbeitungen
      . Vorlage des Haushaltsplans
      . Finanzierung des Rahmenprogramms
-   Entwurf eines Ratsbeschlusses
 - Anhänge :
   . Anhang I   : Mitteilung der Kommission an den Rat und an das Parlament
                  "Vorschlag f ü r eine europäische Strategie auf dem Gebiet
                  der Wissenschaft und Technik : Rahmenprogramm 1984-1987"
                  (K0M(82)865 endgültig vom 21.12.1982)
   . Anhang II:   Aktionen und Z i e l e - Präzisionen und Anpassungen, die die
                  Kommission gegenüber den mit Dokument K0M(82)865 endg.
                  vorgelegten ursprünglichen Vorschlägen vorgenommen hat.
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EINLEITUNG
Der Rat "Forschung" hat auf seiner Tagung am 8.                   Februar 1983 die
Mitteilung      der Kommission "Vorschlag für eine europäische Strategie
auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Technik : Rahmenprogramm
1984-1987" (K0M(82)865 endg.) geprüft und e r ö r t e r t .
Zum Abschluss der Tagung wurde die Aussprache wie folgt                   zusammengefasst (1) :
"Der Rat t e i l t das Hauptanliegen der Kommission, das in der Förderung der
Konzentrierung der gesamten europäischen F u E - A k t i v i t ä t e n sowohl auf
nationaler      Ebene als auch auf Gemeinschaftsebene besteht, damit umfassende
gemeinsame Z i e l e , die in einem strategischen Rahmen gemeinsam zu bestimmen
s i n d , verwirklicht     werden können."
"Der Rat betont die Wichtigkeit             einer gemeinschaftlichen Forschung im
Hinblick auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und
Landwirtschaft, Steigerung der Unabhängigkeit im Energiebereich und
Verstärkung des Umweltschutzes."
Ausserdem s t e l l t e   der Rat f e s t , "dass zwar eine ausgewogene Entwicklung
der Ausgaben g e w ä h r l e i s t e t sein muss, er e r k l ä r t sich jedoch weitgehend
damit einverstanden, dass die FuE-Ausgaben der Gemeinschaft erhöht werden
müssen und dass ihnen innerhalb des Gesamthaushaltsplans der Gemeinschaft
vorbehaltlich einer weiteren Klärung gewisser haushaltstechnischer Aus­
wirkungen, auf die in der Aussprache hingewiesen wurde, eine v e r h ä l t n i s ­
mässig grosse Bedeutung zukommt."
 Abgesehen von den näheren Angaben über die haushaltstechnischen Auswir­
 kungen wünschte der Rat z u s ä t z l i c h e Angaben über :
- die K r i t e r i e n für die Auswahl spezifischer Forschungsprogramme,
 (1)     Auf der Grundlage des Entwurfs eines Protokolls, e r s t e l l t        vom
        Generalsekretariat des Rates nach dem Rat vom 8.2.1983.
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- Gesamtumfang der Ressourcen und relative Gewichtung der           wichtigsten
    Berei che,
-   Verbesserung der Strukturen und Verfahren, der Genehmigung und der
    Durchführung der FuE-Tätigkeiten der Gemeinschaft.
Z i e l der vorliegenden Mitteilung   und der in Anhang II aufgeführten
ergänzenden Angaben i s t einerseits die Vorlage des Entwurfs eines
Beschlusses, mit dem der Vorschlag der Kommission formalisiert             wird, und
andererseits die Lieferung der gewünschten Präzisionen (jedoch ausschliess­
lich     der Angaben über die Strukturen und Verfahren, die bereits
Gegenstand eines separaten Dokuments der Kommission waren           (1)).
Auf der Grundlage der in Anhang I aufgeführten ursprünglichen Mitteilung
und dieser ergänzenden Angaben s o l l t e der Rat - wie in den Schluss­
folgerungen seiner Tagung vom 8. Februar 1983 vorgesehen - "im ersten
Halbjahr 1983 in der Lage s e i n , eine Einigung über das erste Rahmen­
programm f ü r die FuE-Tätigkeiten der Gemeinschaft zu e r z i e l e n " .
Zu diesem Zweck b i t t e t die Kommission das Parlament um seine Stellung­
nahme und schlägt dem Rat vor, den beiliegenden Beschluss anzunehmen.
(1)    K0M(83)143 endg. "Mitteilung der Kommission an den Rat über die
       Strukturen und Verfahren der gemeinsamen P o l i t i k auf dem Gebiet der
       Wissenschaft und Technologie".
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1) DIE AUSWAHLKRITERIEN FÜR DIE ZIELE DER GEMEINSAMEN FORSCHUNGS-,
   ENTWICKLUNGS- UND DEMONSTRATIONSSTRATEGIE
   Um unter Berücksichtigung des in den Mitgliedstaaten vorhandenen
   Potentials und der Notwendigkeit, dieses Potential auszubauen, die
   auf gemeinschaftlicher Ebene zu treffende p o l i t i s c h e Auswahl zu
   begründen, hat die Kommission fünf K r i t e r i e n vorgeschlagen, die eine
   Festlegung der auszuwählenden spezifischen wissenschaftlichen und
   technischen Ziele ermöglichen.               Diese fünf K r i t e r i e n überschneiden
   sich im allgemein bzw. sie ergänzen s i c h , in keinem Falle schliessen
   sie jedoch einander aus.
   Diese K r i t e r i e n sollen hier p r ä z i s i e r t und durch einige      konkrete
   B e i s p i e l e veranschaulicht werden.
   a) K r i t e r i e n im Zusammenhang mit der Dimension der Gemeinschaft
        -   Umfang des erforderlichen Personals und der                  Finanzmittel
            Auszuwählen sind die wissenschaftlich/technischen Z i e l e , die
            angesichts des Umfanges der für ihre Erreichung erforderlichen
            Finanzmittel, technischen Instrumente und des Personals nicht
            auf einzelstaatlicher Grundlage durchgeführt werden können.
            Als B e i s p i e l i s t zu nennen die Beherrschung der          kontrollierten
            Kernfusion, die auf lange Sicht eine b e t r ä c h t l i c h e Verringerung
            der Energieabhängigkeit der Gemeinschaft durch Förderung dieser
            neuen Energiequelle ermöglichen s o l l t e , bei der praktisch
            unerschöpfliche und universell vorhandene Brennstoffe eingesetzt
            werden; die erforderlichen Mittel zur Erreichung dieses Ziels
            gehen sowohl in personeller als auch in f i n a n z i e l l e r        Hinsicht
            weit über die Möglichkeiten eines einzelnen Staates hinaus,
             so dass sich eine europäische oder sogar              internationale
             Zusammenarbeit hier von selbst anbietet.
         - Dimension des potentiellen            Marktes
             Hier handelt es sich um die wissenschaftIich/technisehen Z i e l e ,
             deren Verwirklichung einen umfassenden bzw. einen organisierten
             Markt voraussetzen.           Zur Veranschaulichung sei gesagt, dass es
             möglich i s t , die Entwicklung neuer Informationstechnologien und
             die Probleme des Marktes auszuwählen, die sich bereits                   in
             jüngerer Vergangenheit gestellt             haben und die sich heute in
             verstärktem Masse bemerkbar machen.
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     Die mangelnde Kooperation, die Streuung der früher von den europäischen
     Firmen durchgeführten Forschungsarbeiten (z.B. auf dem Gebiet des Farb­
     fernsehens) hat in zahlreichen Fällen zu einer Stückelung des Marktes
    g e f ü h r t , die sich in der Praxis als für a l l e nachteilig erwiesen hat.
     Eine gewisse Harmonisierung oder auch Vornormung, wie sie durch
    gemeinsame Forschungsarbeiten bewirkt wird, hätte zweifellos zweckdien­
     liche Nebenergebnisse erbringen können.                 In diesem Zusammenhang i s t
    die P o l i t i k Japans sowie die der Vereinigten Staaten erwähnenswert.
    Ausserdem führen heute die Entwicklungen der Technologien, sowie die
    I n t e n s i t ä t und die Unterschiedlichkeit des Bedarfs zu Forschungs- und
   Produktionsbemühungen b e t r ä c h t l i c h e n Umfangs innerhalb) der im Bereich
   der Wissenschaft fortgeschrittenen Länder.                   Neben dem Kostenfaktor sind
   die L e i s t u n g s f ä h i g k e i t und die Zuverlässigkeit die entscheidenden Aspekte
   der Beibehaltung der Forschungs- und Produktionszentren innerhalb der
   internationalen           Strömungen des durch die Innovation bewirkten Wettbewerbs.
   Die zu tätigenden und insbesondere für die Zukunft ins Auge zu fassenden
   Investitionen weisen f ü r die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft Dimensionen
   auf, die im Hinblick auf die Absatzmöglichkeiten mindestens die Dimension
   des europäischen Marktes als häufig notwendigen Stützpunkt erfordern, um
   dem Weltmarkt begegnen zu können.
   Das Programm ESPRIT entspricht zum grossen T e i l a l l e i n schon durch seine
   Auslegung der Anwendung dieses Kriteriums.
- Ober den nationalen Rahmen hinausgehende Zusammenarbeit
  In diesem Zusammenhang sind die wissenschaftlich/technisehen Ziele zu
  nennen, zu deren Erreichung im wesentlichen internationale                   Aktionen
  erforderlich sind.                Der Umweltschutz kann zur Veranschaulichung dieses
  Auswahlkriteriums genannt werden, das sich im übrigen weitgehend in das -
  im Vertrag vorgesehene - Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen der
  Bürger der Mitgliedstaaten e i n f ü g t .
  Zahlreiche s p e z i f i s c h e Ziele im Zusammenhang mit der Umwelt und der
  Verhütung von Belästigungen können nämlich ohne eine gemeinschaftliche
  Zusammenarbeit nicht erreicht werden.                   Es liegt auf der Hand - um hier
  nur ein Forschungsthema aufzugreifen, das vor kurzem von einem M i t g l i e d ­
  staat vorgeschlagen wurde - dass die komplexen Prozesse, wie wir sie
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   zum B e i s p i e l beim Waldsterben erleben (saurer Regen), im Rahmen einer
   europäischen oder sogar internationalen Zusammenarbeit analysiert und
   in Angriff genommen werden müssen, wenn man eine Lösung f ü r die
   einschlägigen Probleme finden w i l l .
b) K r i t e r i e n im Zusammenhang mit dem gemeinschaftlichen Interesse
   -   Kollektivbedarf
      Hier sind die Ziele in Erwägung zu ziehen, die einem identischen oder
      ähnlichen Kollektivbedarf                  innerhalb der Mitgliedstaaten entsprechen.
      Die Gleichartigkeit                 bestimmter wissenschaftlich/technischer Probleme
      r e c h t f e r t i g t nämlich in zahlreichen F ä l l e n die Bemühungen um gemeinsame
      Lösungen.              Um unnötige Doppelarbeiten zu vermeiden und die Harmonisie­
      rung der angewandten Verfahren und des Vorgehens zu f ö r d e r n , ermöglicht
      es eine systematische Zusammenarbeit, zahlreiche dieser gemeinsamen
      Probleme mit geringerem Kostenaufwand zu lösen.                    Das B e i s p i e l der
       Förderung der Kernspaltungsenergie und insbesondere die Verbesserung
      der Sicherheit von Kraftwerken i s t hier ein besonders einleuchtendes
      Beispiel.
   - Unterstützung f ü r die grossen Ziele der Gemeinschaft
       Hierunter           f a l l e n die wissenschaftlichen und technischen Z i e l e , die
       zur Durchführung bereits auf gemeinschaftlicher Ebene beschlossener
      Aktionen sowie zur Festlegung neuer Aktionen beitragen s o l l e n , deren
      Bedeutung von den Organen der Gemeinschaft anerkannt worden i s t .
       Als B e i s p i e l seien hier die spezifischen Ziele genannt, deren Ver­
      wirklichung im wesentlichen entweder eine Unterstützung f ü r eine
      besondere Gemeinschaftsaktion d a r s t e l l t - zum Beispiel P o l i t i k            der
      Entwicklungshilfe - oder die dazu b e i t r ä g t , die Grundlagen f ü r
       künftige P o l i t i k e n der Gemeinschaft aufzuzeigen und zu p r ä z i s i e r e n .
       Ein B e i s p i e l h i e r f ü r sind die Rohstoffe.
       Unter dieses Kriterium f a l l e n im übrigen die durchzuführenden T ä t i g ­
       keiten bzw. das Fachwissen, das erforderlich i s t , um dem Bedarf der
       Dienststellen der Kommission zu entsprechen, die mit der Anwendung
      der verschiedenen Politiken der Gemeinschaft beauftragt                      s i n d , zum
      Beispiel            Sozialpolitik.
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 Diese fünf K r i t e r i e n werden unmitteIbar              angewandt, um die Auswahl der
 im Rahmenprogramm 1984/1987 (1)                      vorgeschlagenen Ziele zu gewährleisten;
 sie entsprechen einem wichtigen Anliegen : wie kann die europäische
 Dimension zum V o r t e i l der Gemeinschaft angemessen und sachdienlich
genutzt werden ?
 Für die F, E&D sind m i t t e l -                und langfristig häufig b e t r ä c h t l i c h e Inves­
titionen erforderlich.                    Wie können die Risiken und die Kosten g e t e i l t
werden ?           Wie kann die S t a b i l i t ä t und die unerlässliche K o n t i n u i t ä t
g e w ä h r l e i s t e t werden ?        Wie können gefährliche Unterbrechungen in den
Forschungsarbeiten vermieden werden ?
Die gemeinsamen Aktionen können häufig die bestmöglichen Antworten auf
diese grundlegenden Fragen erbringen.
(1)   V g l . Ü b e r s i c h t s t a b e l l e am Schluss von Anhang II  "Optionen und Z i e l e "
     dieses Dokuments .
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2) BETEILIGUNG DER MITGLIEDSTAATEN AN DER GEMEINSAMEN STRATEGIE
   Angesichts der V i e l f a l t            der Strategien und des Potentials im Bereich
   der e i n z e l s t a a t l i c h e n F, E&D können die oben aufgeführten Auswahlkriterien
   von den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft unterschiedlich bewertet oder
   aufgenommen werden.                  Daher schlägt die Kommission v o r , dass mit der
   o f f i z i e l l e n Verabschiedung des Rahmenprogramms vom Rat und vom Parlament
   anerkannt werden :
   a) die M ö g l i c h k e i t , unter die Aktionen, die zur Erreichung der gemeinsamen
         Z i e l e durchzuführen s i n d , Aktionen aufzunehmen, die nicht die B e t e i ­
          ligung a l l e r       Mitgliedstaaten bedingen,
   b) die Möglichkeit der Aufnahme von Beteiligungen an e i n z e l s t a a t l i c h e n
          oder internationalen                - geplanten oder laufenden - Aktionen, wenn diese
          den im Rahmenprogramm festgelegten Zielen von gemeinsamem Interesse
          entsprechen.
    Diese doppelte Möglichkeit kann zweckdienlicherweise im Zusammenhang mit
    einem globalen Rahmenprogramm angewandt werden, das sich über einen                     Zeit­
    raum von vier Jahren e r s t r e c k t , wohingegen es schwierig - wenn nicht sogar
    unmöglich - war, ein solches Vorgehen für die sektoralen Aktionsprogramme
    in Erwägung zu ziehen.
    Ein Rahmenprogramm über die gesamten wissenschaftlichen und technischen
    T ä t i g k e i t e n in der Gemeinschaft ermöglicht es, das gemeinsame           Interesse
    sowie die nationalen oder regionalen Interessen miteinander                    in Einklang
     zu bringen, die ihren Ausdruck in unterschiedlichen P r i o r i t ä t e n f i n d e n ,
     in denen sich die Unterschiede zwischen den von den einzelnen M i t g l i e d ­
     staaten entweder auf einzelstaatlicher Ebene oder im Rahmen der von ihnen
     aufgenommenen oder geplanten internationalen Kooperationen im Bereich
     von Wissenschaft und Technik angewandten P o l i t i k e n widerspiegeln.
     Dieses neue Vorgehen, das unmittelbar dem Anliegen der Kommission ent-
(     s p r i c h t , innerhalb der Gemeinschaft sachdienlichere Auswahlen zwischen
     nationalen, internationalen und gemeinschaftlichen Aktionen zu                     treffen,
      findet         seinen Ausdruck :
      - in einer Reihe gemeinschaftlicher - programmierter oder                   nichtprogrammierter
          Aktionen (Stimulierungsaktionen), die vom Rahmenprogramm festgelegt
           s i n d , und A k t i v i t ä t e n , die von zehn Partnern durchgeführt werden, bei
           denen T ä t i g k e i t e n mit unterschiedlicher Beteiligung miteinander       kombiniert
           werden.
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- durch eventuelle Einholung von Beteiligungen der Gemeinschaft - als
    Minderheitsaktionä'r - an den einzelstaatlichen und/oder                 internationalen
    Programmen (1),              die von der Grundlagenforschung zur industriebezogenen
    Forschung reichen können.
    Diese Aufnahme von Beteiligungen wurden nur in Ausnahmefällen eine
    Schirmherrschaft der Gemeinschaft bzw. die Verantwortung für die
    Abwicklung der Aktionen implizieren, sie würden jedoch in jedem Falle
    a l l e n Mitgliedstaaten den Zugang zu den Kenntnissen ö f f n e n , die sich
    aus diesen Programmen ergeben.
 Eine solche Entwicklung der gemeinsamen F, E&D-Politik kann jedoch nur auf
soliden und unmissverständlichen Grundlagen in dem Masse gewährleistet
 s e i n , in dem :
 - die Durchführung des gesamten Rahmenprogramms Gegenstand eines eindeu­
    tigen p o l i t i s c h e n Engagements seitens des Rates und des Parlaments          ist,
-   die f ü r die Durchführung erforderlichen Finanzaufwendungen aus dem
    Haushalt der Gemeinschaften einbehalten werden (eigene                  Mittel),
-    die Verbreitung der Kenntnisse - ausser in begründeten F ä l l e n - auf
    der Grundlage gemeinschaftlicher Vorschriften gewährleistet wird, die
    a l l e n Mitgliedstaaten den Zugang zur Information und zu den Ergebnissen
    ermögli chen,
 - die Informationen über die einzelstaatlichen Politiken - insbesondere
    die m i t t e l f r i s t i g e n    nationalen Vorhersagen im Bereich der F, E &D -
    den gemeinschaftlichen Institutionen regelmässig mitgeteilt werden
     (wichtige Beurteilungselemente innerhalb der gemeinschaftlichen
     Institutionen über Aktionen, die vorzugsweise durch einen T e i l der
     Mitgliiedstaaten             und durch ins Auge zu fassende Einholung von B e t e i l i ­
     gungen durchgeführt werden können).                  Diese Informationen könnten sich
     auf die von den Mitgliedstaaten unternommene oder geplante                  internationale
     Zusammenarbeit im Bereich von Wissenschaft und Technik erstrechen.
  (1)    Was die internationalen Grossprogramme betrifft, so sind auch die
         angelaufenen brw. geplanten bilateralen oder multilateralen Aktionen
         zu b e r ü c k s i c h t i g e n .
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3) DURCHFÜHRUNG DES RAHMENPROGRAMMS
   a) Die Planung der F,E&D-T'ätigkeiten
      Das Rahmenprogramm legt eine Reihe spezifischer wissenschaftlicher und
      technischerziele f e s t , die als Grundlage f ü r die Erarbeitung von Aktions­
      programmen und T ä t i g k e i t s p l ä n e n der Gemeinschaft dienen, die dem aufge­
      zeigten Bedarf (Ziele) und den beibehaltenen relativen Vorrangfolgen
      (Gewichtungen)   entsprechen.
      Auf diese Weise bildet das Rahmenprogramm nicht nur einen Leitfaden f ü r
      die wissenschaftliche und technische Planung, sondern auch einen von den
      gemeinschaftlichen Institutionen zugrunde gelegten Leitfaden für die Finan­
      zierung, um den f ü r die Planung Verantwortlichen den jewei ligen Umfang der
      erforderlichen Aufwendungen anzugeben. Aufgrund dieser nach Einzelzielen
      aufgestellten  f i n a n z i e l l e n Bezugstabelle wird es dem Rat und dem
      Europäischen Parlament e r m ö g l i c h t , a n l ä s s l i c h der Vorlagen von neuen
      Programmen oder Aktionsprogrammen die schrittweise Erreichung der                       Ziele
      des Rahmenprogramms zu überwachen.
      Das Rahmenprogramm wird nach seiner Genehmigung allen zuständigen
      Diensten und sektoralen wissenschaftlichen und technischen Ausschüssen
      im Hinblick auf die Ausarbeitung der Programmvorschläge u n t e r b r e i t e t .
      Jeder von der Kommission vogelegte sektorale Vorschlag                     (Aktionsprogramm)
      umreisst und p r ä z i s i e r t somit ausser dem wissenschaftlichen und tech­
      nischen Inhalt der vorgeschlagenen Aktionen und dem für                     erforderlich
      erachteten personellen und f i n a n z i e l l e n    Umfang :
      - die Option bzw. Optionen und Ziele des Rahmenprogramms, denen der
         betreffende Vorschlag e n t s p r i c h t ,
      - den oder die Teile der Finanzierung - ausgedrückt in Prozentsätzen -
         für die einzelnen ins Auge gefassten Z i e l e , das heisst -                finanz­
         technisch ausgedrückt - die Aufschlüsselung der M i t t e l des betreffen­
         den Vorschlags unter die einzelnen Ziele des Rahmenprogramms.
      Dieses von der Kommission empfohlene Verfahren bietet den dreifachen
      Vorteil   :
      - den wissenschaftlichen und technischen Zielen wird bei den Mechanismen
 ---pagebreak---                                                    -10-
          der Ausarbeitung der Programme ständig Rechnung getragen,
      - die Auswirkung auf die Erreichung der Ziele und P r i o r i t ä t e n , die
         von den Gemeinschaftsstellen festgelegt worden s i n d , können bei
         jedem Vorschlag in p o l i t i s c h e r Hinsicht (Kommission, Rat,                    Parlament)
         b e u r t e i l t werden,
     - die           Bewertung der wissenschaftlich-technischen Ergebnisse der
         Programme gegenüber den zugrunde gelegten Zielen wird                              erleichtert.
b) Regelmässige Überarbeitungen
     Insofern, als das eigentliche Konzept des Rahmenprogramms eine wichtige
    Anderung gegenüber den bisherigen Vorgehen d a r s t e l l t ,                       ist es angezeigt,
    die Verfahren der Konzipierung und der Überarbeitung zu bewerten und
     laufend zu verbessern.
    Daher s o l l t e das erste Rahmenprogramm 1984-1987 wärend der ersten Jahre
    seiner Durchführung regelmässig überprüft werden.
    Angesichts dieser Tatsache möchte die Kommission solide und stabile
    Grundlagen f ü r die Gemeinschaftsaktion in den Bereichen der Wissenschaft
    und der Technologie legen; sie ist der Auffassung, dass die Rahmen­
   programme in diesen Bereichen regelmässig a l l e vier Jahre überprüft
   werden s o l l t e n .
   Die     Optionen und g r o s s e n Z i e l e , d i e f i n a n z i e l l e n Bestrebungen und
   der     den w i s s e n s c h a f t l i c h e n und t e c h n i s c h e n Tätigkeiten zuzuweisende
   P r o z e n t s a t z des Haushaltes der Gemeinschaft müssten somit a l l e                    vier
   J a h r e Gegenstand e i n e r Stellungnahme der Gemeinschaftsorgane                         sein.
  Angesichts ni cht nur der Unsicherheiten der sozio-ökonomischen Konjunktur­
   lage, sondern auch des Entwicklungsrhytmus von Wissenschaft                                  und
  Technik, erscheint es jedoch bereits heute wünschenswert, eine Über­
  prüfung der Rahmenprogramme a l l e zwei Jahre vorzusehen, um ggf. die
  Vorrangfolgen und das relative Gewicht, das in einzelnen Zielen beizu­
  messen i s t , erneut zu bewerten und anzupassen.
  Anlässlich dieser Überprüfungen werden der Kommission die Vorhersagen
  über die Ziele und die Finanzierung für zwei weitere Jahre vorgelegt.
 ---pagebreak---                                      - 11 -
   Die Kommission i s t f o l g l i c h der Ansicht, dass eine Überarbeitung des
   ersten Rahmenprogramms 1984-1987 im Laufe des zweiten Halbjahres                    1985
   im Zusammenhang mit einer Prüfung der Vorhersagen über die Jahre 1988
   und 1989 erfolgen           sollte.
   Der Vorschlag betreffend das zweite Rahmenprogramm würde dem Rat und
   dem Parlament         Ende 1986 vorgelegt, damit es im Laufe des ersten Halb­
   jahres 1987 verabschiedet werden kann; dieser Vorschlag g i l t f ü r die
   Jahre 1988 bis         1991.
   Die Kommission i s t der Auffassung, dass bei der für Ende 1985 vorge­
   sehenen Überprüfung die Vorhersagen f ü r die Ziele und die            Finanzierung
   für 1988 und 1989 Gegenstand eines politischen Engagements seitens
   des Rates sein müssen, um die Ausarbeitung und die Verabschiedung des
   zweiten Rahmenprogramms zu e r l e i c h t e r n . Bevor dieser Vorschlag o f f i z i e l l
   vorgelegt wird, s o l l t e während der Jahre 1984 und 1985 genügend
   Erfahrung gesammelt worden s e i n , um der Kommission a l l e zweckdienlichen
   Elemente für die Beurteilung in die Hand zu geben.
c) Aufstellung des Haushaltsplans
    Im Verlaufe des Haushaltsverfahrens wird jedes Jahr für den Rat und
   das Parlament ein Bericht über die Durchführung des Rahmenprogramms
   e r s t e l l t . Wie oben angegeben, wird in diesem Bericht je nach dem
   beschlossenen und vorgeschlagenen Programmen und/oder Aktionsprogrammen
   der Grad der Verbindlichkeiten des Rahmenprogramms - a u f g e t e i l t nach
    Zielen - und seine Durchführung nach Sektoren angegeben. Dieser Bericht
   bietet somit den p o l i t i s c h e n Instanzen jedes Jahr die M ö g l i c h k e i t ,
   die schrittweise Verwirklichung der angenommenen Strategie und ggf.
   die Zweckdienlichkeit           zu beurteilen und die aufzuwendenden Bemühungen
   neu auszurichten, zu beschleunigen oder teilweise zu r e v i d i e r e n .
    Im übrigen wird dieser Bericht jedes Jahr die            Interventionsschwer­
   punkte p r ä z i s i e r e n und vorschlagen, die vorrangig f ü r die Aktion
    "Stimulierung des Wirkungsgrades des wissenschaftlichen und technischen
    Potentials der Gemeinschaft" zugrunde zu legen s i n d .
 ---pagebreak---                                      - 12 -
d) Finanzierung des Rahmenprogramms
    Auf der Grundlage des Rhytmus der Verbindlichkeiten für die bis heute
    vom Rat genehmigten Aktionen, des voraussichtlichen Rhytmus für die
    von der Kommission vorgeschlagenen Aktionen und einer Hypothese der
    z e i t l i c h e n Progression, die den durchzuführenden Aktionen entspricht,
    könnte sich der Rhytmus für die Verpflichtungsermächtigungen des
    Programms 1982 in Mio ECU wie folgt darbieten :
    Nachzahlung 1982           Total 1984-87    1984      1985    1986             1987
                 567               3.750        (835)    (905)     (970)          (1.040)
   Unter Berücksichtigung der bereits beschlossenen Programme, der von
   der Kommission vorgelegten Vorschläge und gestütz auf eine Bewertung
   der Aktionsarten, die später je nach Art der Ziele des Rahmenprogramms
   vorgeschlagen werden können,gelangt man zu der nachstehenden globalen
   Aufschlüsselung der vorgesehenen Mittel :
   Gemeinschaftliche Aktionen mit            Teilfinanzierung
   (FuE-Aktionen im Kostenteilungswege,
   Demonstrationsvorhaben)                                                 75 %
   Gemeinschaftsaktion mit Vollfinanzierung             (direkte
   Aktion, Stimulierung, Studien)                                          23 %
   Konzertierte           Aktionen
   (bei denen nur die Koordinierung finanziert wird)                         2%
   Hierbei muss unterstrichen werden, dass diese Aufteilung nur ein
   Hinweis auf die von der Kommission vorgesehenen Grössenordungen i s t .
   (1)      Diese Zahlenangaben sind je nach dem Vorentwurf des Haushaltsplans,
           der demnächst von der Kommission e r s t e l l t wird, zu p r ä z i s i e r e n .
 ---pagebreak---              Vorsehlag
        EINES RATSBESCHLUSSES
FÜR EIN RAHMENPROGRAMM DER TÄTIGKEITEN DER GEMEINSCHAFT IM BEREICH
DER FORSCHUNG, DER ENTWICKLUNG UND DER DEMONSTRATION SOWIE FÜR
EIN RAHMENPROGRAMM 1984-1987
 ---pagebreak---                      Vorschlag
                EINES RATSBESCHLUSSES
FÜR EIN RAHMENPROGRAMM DER TÄTIGKEITEN DER GEMEINSCHAFT IM BEREICH
DER FORSCHUNG, DER ENTWICKLUNG UND DER DEMONSTRATION UND FÜR
EIN RAHMENPROGRAMM 1984-1987
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN,
g e s t ü t z t auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft, insbesondere auf Artikel        235,
g e s t ü t z t auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemein­
schaft, insbesondere auf Artikel        7,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
in Erwägung nachstehender Gründe :
A r t i k e l 2 EWG-Vertrag überträgt der Gemeinschaft unter anderem die
Aufgabe, eine harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhalb
der Gmeinschaft, eine beständige und ausgewogene Wirtschaftsaus­
weitung und eine beschleunigte Hebung der Lebenshaltung zu fördern ;
die Ziele der von der Gemeinschaft zu diesem Zweck durchgeführten
Aktion sind in A r t i k e l 3 des Vertrags a u f g e f ü h r t .
Der Rat hat in seiner EntSchliessung vom 14.1.74 über die Koordinierung
der einzelstaatlichen Politiken und die Festlegung der Aktionen von
gemeinschaftlichem Interesse im Bereich der Wissenschaft und der
Technologie seine entsprechende Bereitschaft zum Ausdruck gebracht.
Die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie             im Beriech der Wissen­
schaft und der Technik beinhaltet, dass die gemeinschaftlichen Ein­
richtungen regelmässig die Ziele dieser Strategie und die zu ihrer
Erreichung erforderlichen Mittel festlegen.
 ---pagebreak---                                     - 2 -
Es i s t von Bedeutung - und der Rat hat dies auf seinen Tagungen am 9.
November 1981, am 8. März und am 30. Juni 1982 und am 8. Februar 1983
b e k r ä f t i g t - , dass die gemeinsame Strategie  im Bereich von Wissenschaft
und Technologie p r ä z i s i e r t und in Mehrjahres-Rahmenprogramme        aufgenommen
wird, in denen die gesamten wissenschaftlichen und technischen T ä t i g ­
keiten aufgeführt s i n d , die auf der Grundlage der Verträge durch­
geführt wurden oder durchzuführen s.ind.
In ihrer Mitteilung vom 21. Dezember 1982 an den Rat (KOM/83/865 endg.)
hat die Kommission g e s c h ä t z t , dass der Prozentsatz des Haushaltsplans
der Gemeinschaft, der zur Finanzierung der gemeinschaftlichen                    F,ESD-
Tätigkeiten erforderlich i s t ,         in der Grössenordnung von j ä h r l i c h 4 %
der Mittel der Gemeinschaft zum Ende des vom Rahmenprogramm 1984-1987
erfassten Zeitraums liegen d ü r f t e .
Im Einklang mit den Wünschen, die das Europäische Parlament              im Hinblick
auf eine Umstrukturierung des Haushaltsplans der Gemeinschaften zugunsten
der Forschung geäussert hat, hat der Rat weitgehend der Notwendigkeit
zugestimmt, die gemeinschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben
zu erhöhen, und er zeigte sich mit ihrer relativen Höhe im Rahmen des
Gesamthaushaltsplan             der Gemeinschaft einverstanden.
Im Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft                   sind
die hierzu erforderlichen Befugnisse nicht vorgesehen.
Der Ausschuss für Wissenschaftliche und Technische Forschung (AWTS)
hat seine Stellungnahme zum Vorschlag der Kommission abgegeben.
BESCHLIESST:
 ---pagebreak---                                               - 3 -
       Artikel 1
       1. Die Durchführung einer gemeinsamen Strategie im Bereich der Wissen­
           schaft und der Technologie erfolgt unter den im vorliegenden Beschluss
           vorgesehenen Bedingungen.
      2. Die unter Punkt 1 genannte Strategie wird in Übereinstimmung mit den
           übrigen Strategien und Politiken der Gemeinschaft               entwickelt.
      Artikel 2
      Die gemeinsame Strategie im Bereich der Wissenschaft und der Technologie
      wird a l l e vier Jahre in einem allgemeinen Rahmenprogramm festgelegt,                    in
      dem die auf gemeinschaftlicher Ebene zu erreichenden wissenschaftlichen
      und technischen Ziele aufgeführt s i n d . Auf dieser Grundlage führt die
      Kommission die Planung durch, die diesen Zielen entspricht, um die
      Ausarbeitung, die Anpassung oder die             Verarbeitung der von der Gemein­
      schaft während des vom Rahmenprogramm erfassten Zeitraums durchgeführten
     oder durchzuführenden wissenschaftlichen T ä t i g k e i t e n zu gewährleisten.
     Artikel 3
     Auf Vorschlag der Kommission und nach Stellungnahme des Parlaments
     führt der Rat durch :
     - A l l e vier Jahre Verabschiedung des allgemeinen Rahmenprogramms und
         des als Hinweis dienenden Umfangs der eigenen Finanzmittel, die die
         Durchführung des Programms ermöglichen ;
    - unter Berücksichtigung der im oben genannten Mehrjahres-Finanzrahmen
        aufgeführten f i n a n z i e l l e n Hinweise Annahme der P r i o r i t ä t e n und einer
        hinweisenden Tabelle der Gewichtungen zwischen den verschiedenen
        Optionen und zwischen den einzelnen im Rahmenprogramm engegebenen
        Zielen ;
    - a l l e zwei Jahre Prüfung und gegebenenfalls Anderung des Rahmenprogramms ;
    - auf der Grundlage des angenommenen Rahmenprogramms und nach dem mit
        den Verträgen eingesetzten Verfahren Beschluss über die einzelnen
        Programme und Programmkomplexe (sektorale Aktionsprogramme) im
        Bereich der Forschung, der Entwicklung und der Demonstration während
        des vom Rahmenprogramm erfassten Zeitraums.
(2)
 ---pagebreak---                                 - 4 -
Artikel 4
Unbeschadet der in A r t i k e l 4 des Vertrags vom 8. A p r i l 1965 zur
Einsetzung eines einzigen Rates und einer einzigen Kommission der
Europäischen Gemeinschaften vorgesehenen Funktionen u n t e r s t ü t z t der
mit Beschluss des Rates vom
eingesetzte Hohe Ausschuss f ü r die P o l i t i k         im Bereich der Wissenschaft
und Technik den Rat bei der Beschlussfassung über dieses Rahmenprogramm
und bei den regelmässigen Überarbeitungen.
Artikel 5
Für den Zeitraum 1984-1987 werden die Optionen und die Ziele des
Rahmenprogramms in einer Ü b e r s i c h t s t a b e l l e festgelegt, die im Anhang
aufgeführt i s t und die Bestandteil des vorliegenden Beschlusses i s t .
Auf dieser Grundlage f ü h r t die Kommission die diesen Optionen und
Zielen entsprechende Planung durch.
Die in der beiliegenden Tabelle aufgeführten f i n a n z i e l l e n Schätzungen
gegenüber den zu erreichenden Zielen sind als Hinweise zu betrachten,
die als L e i t l i n i e bei der Planung der Aktionen dienen.
Artikel 6
Als Z i e l wird die Zuweisung f ü r die gemeinschaftlichen T ä t i g k e i t e n
der Forschung, der Entwicklung un der Demonstration von 4 % des
Haushaltsplans der Gemeinschaft zum Abschluss des vom Rahmenprogramm,
das mit vorliegenden Beschluss festgelegt wird, erfassten Zeitraums
zugrunde g e l e g t .
 ---pagebreak---                                                    - 5 -
              ÖBERSICHTSTABELLE UBER DIE ZIELE UND DIE FÜR IHRE DURCHFÜHRUNG
                                    ALS ERFORDERLICH ERACHTETEN BETRÄGE
                                                                        Mio ECU     *
  1. Förderung der landwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit               130      3,5
       - Fortentwicklung der landwirtschaftlichen Produktivität
         und Verbesserung der Produkte: Landwirtschaft                     115
                                                  Fischereiwesen            15
  2. Förderung der i n d u s t r i e l l e n Wettbewerbsfähigkeit        1060    28,2
      - Beseitigung und Verringerung der Hemmnisse                          30
      - Neue Techniken und neue Erzeugnisse für die
         herkömmliche Industrie                                           350
      - Neue Technologien                                                  680
 3. Verbesserung der Bewirtschaftung der Rohstoffe                          80     2,1
 4. Verbesserte Bewirtschaftung der Energieressourcen                    1770    47,2
     - Entwicklung der Kernenergie                                        460
     - K o n t r o l l i e r t e thermonukleare Fusion                    480
     - Erschliessung erneuerbarer Energiequellen                          310
     - Rationelle Energienutzung                                          520
 5. Verstärkung der Entwicklungshilfe                                     150     4,0
 6. Verbesserung der Lebens- und Beschäftigungsbedingungen                385   10,3
     - Verbesserung der Sicherheit und Gesundheitsschutz                  190
     - Schutz der Umwelt                                                  195
7. Verbesserung des Wirkungsgrades              des wissenschaftlich­
     technischen Potentials der Gemeinschaft                               85     2,3
-    Horizontale Aktionen                                                  90     2,4
                                                                        3750   100,0
1
   in ECU, konstanter Wert 1982
2
  entsprechend 5 % nach Ablauf des Zeitraums