CELEX: 62019CA0356
Language: de
Date: 2020-09-03 00:00:00
Title: Rechtssache C-356/19: Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 3. September 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Rejonowy dla m.st. Warszawy w Warszawie — Polen) — Delfly sp. z o.o./Smartwings Poland sp. z o.o., vormals Travel Service Polska sp. z o.o. (Vorlage zur Vorabentscheidung – Luftverkehr – Verordnung [EG] Nr. 261/2004 – Art. 7 – Ausgleichsanspruch bei Verspätung oder Annullierung eines Fluges – Modalitäten der Ausgleichsleistung – In Landeswährung bezifferter Antrag – Nationale Vorschrift, die dem Gläubiger die Wahl der Währung verbietet)

9.11.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 378/12
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 3. September 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Rejonowy dla m.st. Warszawy w Warszawie — Polen) — Delfly sp. z o.o./Smartwings Poland sp. z o.o., vormals Travel Service Polska sp. z o.o.
      (Rechtssache C-356/19) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Luftverkehr - Verordnung [EG] Nr. 261/2004 - Art. 7 - Ausgleichsanspruch bei Verspätung oder Annullierung eines Fluges - Modalitäten der Ausgleichsleistung - In Landeswährung bezifferter Antrag - Nationale Vorschrift, die dem Gläubiger die Wahl der Währung verbietet)
      (2020/C 378/14)
      Verfahrenssprache: Polnisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Sąd Rejonowy dla m.st. Warszawy w Warszawie
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Delfly sp. z o.o.
      
         Beklagte: Smartwings Poland sp. z o.o., vormals Travel Service Polska sp. z o.o.
      
         Tenor
      
      Die Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91, insbesondere ihr Art. 7 Abs. 1, ist dahin auszulegen, dass ein Fluggast, dessen Flug annulliert wurde oder erheblich verspätet war, oder sein Rechtsnachfolger die Zahlung der in dieser Bestimmung genannten Ausgleichsleistung in der an seinem Wohnort geltenden Landeswährung verlangen kann, so dass diese Bestimmung einer Regelung oder einer gerichtlichen Praxis eines Mitgliedstaats entgegensteht, wonach der zu diesem Zweck von einem solchen Fluggast oder seinem Rechtsnachfolger gestellte Antrag nur deshalb zurückgewiesen wird, weil dieser ihn in dieser Landeswährung beziffert hat.
      
         (1)  ABl. C 280 vom 19.8.2019.