CELEX: C1998/209/37
Language: de
Date: 1998-07-04 00:00:00
Title: Rechtsmittel des Comité d'entreprise de la société française de production, des Syndicat national de radio-diffusion et de télévision SNRT-CGT, des Syndicat unifié de radio et de télévision SURT-CFDT, des Syndicat national Force ouvrière de radio-diffusion et de télévision und des Syndicat national de l'encadrement audiovisuel SNEA-CFE-CGC gegen den Beschluß des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Zweite erweiterte Kammer) vom 18. Februar 1998 in der Rechtssache T-189/97, Comité d'entreprise de la société française de production und andere gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingelegt am 15. April 1998 (Rechtssache C-106/98 P)

4.7.98                 DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 209/19
bruar 1998 in der Rechtssache T-246/93, Günther Bühring             de l'encadrement audiovisuel SNEA-CFE-CGC haben am
gegen Rat der Europäischen Union und Kommission der                 15. April 1998 ein Rechtsmittel gegen den Beschluû des
Europäischen Gemeinschaften, beim Gerichtshof der Euro-             Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
päischen Gemeinschaften eingelegt. Bevollmächtigter des             (Zweite erweiterte Kammer) vom 18. Februar 1998 in der
Rechtsmittelführers ist Prof. Dr. Hagen Lichtenberg, Uni-           Rechtssache T-189/97, ComiteÂ d'entreprise de la socieÂteÂ
versität Bremen, D-28359 Bremen.                                    francËaise de production und andere gegen Kommission
                                                                    der Europäischen Gemeinschaften eingelegt. Prozeûbevoll-
Der Rechtsmittelführer beantragt:                                   mächtigter der Rechtsmittelführer ist Rechtsanwältin
                                                                    HeÂleÁne Masse-Dessen, zugelassen beim Conseil d'EÂtat und
a) das Urteil des Gerichts erster Instanz vom 4. Februar            bei der Cour de cassation, Zustellungsanschrift: Kanzlei
     1998 (in der Rechtssache T-246/93) (1) aufzuheben,             des Rechtsanwalts Guy Thomas, 77, boulevard de la
                                                                    Grande-Duchesse Charlotte, Luxemburg.
b) nach dem Klageantrag (2) Schadensersatz zu gewähren,
                                                                    Die Rechtsmittelführer beantragen,
c) den Beklagten die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.
                                                                    Ð ihr Rechtsmittel zuzulassen,
Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente
                                                                    Ð den angefochtenen Beschluû aufzuheben,
Der Rechtsmittelführer wendet sich gegen die Abweisung
seiner Klage mit der Begründung, die fünfjährige Verjäh-            Ð ihre Klage für zulässig zu erklären,
rungsfrist gemäû Artikel 43 der Satzung des Gerichtshofes
habe mit dem Zeitpunkt begonnen, in dem er seinen Hof               Ð ihre Klage für begründet zu erklären,
durch Zwangsversteigerung verloren hat. Diese Rechtsauf-
fassung berücksichtigt nicht, daû
                                                                    Ð die Entscheidung 97/238/EG (1) der Kommission vom
                                                                         2. Oktober 1996 folglich für nichtig zu erklären,
a) er gegen die Zwangsvollstreckung und die Zuschlagser-
     teilung Rechtsmittel vor den zuständigen innerstaat-
                                                                    Ð der Kommission die Kosten des Verfahrens aufzuerle-
     lichen Gerichten eingelegt hatte. Damit bestand die
                                                                         gen und sie zu verurteilen, jedem Rechtsmittelführer
     Möglichkeit, daû der Kläger seinen Betrieb zurücker-
                                                                         einen Betrag von 20 000 ECU für seine Kosten zu zah-
     halten würde bis zur rechtskräftigen Zurückweisung
                                                                         len.
     dieser Rechtsmittel.
b) die Zwangsversteigerung des Betriebs des Klägers                 Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente
     selbst unmittelbare Schadensfolge war und deshalb
     nicht dazu herangezogen werden kann, den fortlaufen-           Ð Dazu, daû die anerkannten Arbeitnehmervertreter
     den Erwerbsschaden des Klägers zu unterbrechen.                     nicht individuell von der Entscheidung betroffen seien:
(1) ABl. C 94 vom 28.3.1998, S. 18.                                      Das Gericht habe zu Unrecht entschieden, daû die
(2) ABl. C 166 vom 17.6.1993, S. 11.                                     Rechtsmittelführer nicht individuell von der angefoch-
                                                                         tenen Entscheidung betroffen seien, da es die individu-
                                                                         ell betroffenen Personen rechtlich fehlerhaft definiert
                                                                         habe, nämlich ohne Ð wie aufgrund der in der Recht-
                                                                         sprechung bereits getroffenen Unterscheidungen gebo-
                                                                         ten Ð die besondere Situation der Arbeitnehmervertre-
Rechtsmittel des ComiteÂ d'entreprise de la socieÂteÂ francËaise         ter zu berücksichtigen, und da es die Umstände des
de production, des Syndicat national de radio-diffusion et               vorliegenden Falles fehlerhaft ausgelegt habe.
de teÂleÂvision SNRT-CGT, des Syndicat unifieÂ de radio et
de teÂleÂvision SURT-CFDT, des Syndicat national Force              Ð Dazu, daû die Rechtsmittelführer nicht unmittelbar
ouvrieÁre de radio-diffusion et de teÂleÂvision und des Syndi-           von der angefochtenen Entscheidung betroffen seien:
cat national de l'encadrement audiovisuel SNEA-CFE-
CGC gegen den Beschluû des Gerichts erster Instanz der                   Die gesamte Begründung, nach der die Rücknahme
Europäischen Gemeinschaften (Zweite erweiterte Kammer)                   von Beihilfen nur möglicherweise Folgen habe, da die
vom 18. Februar 1998 in der Rechtssache T-189/97,                        Entscheidung des Unternehmens zwischen die Beihilfen
ComiteÂ d'entreprise de la socieÂteÂ francËaise de production            und diese Folgen trete, beruhe auf einer fehlerhaften
und andere gegen Kommission der Europäischen Gemein-                     Prüfung der Entscheidung selbst, die diese Folgen vor-
             schaften, eingelegt am 15. April 1998                       aussetze und vorschreibe, und des verbindlichen Cha-
                   (Rechtssache C-106/98 P)                              rakters dieser Erwägungen sowie auf einer rein theore-
                                                                         tischen Analyse der wirtschaftlichen und sozialen
                         (98/C 209/37)
                                                                         Situation.
Das ComiteÂ d'entreprise de la socieÂteÂ francËaise de produc-      (1) Über die staatliche Beihilfe Frankreichs zugunsten des Unter-
tion, das Syndicat national de radio-diffusion et de teÂleÂvi-          nehmens für audiovisuelle Produktionen SocieÂteÂ francËaise de
sion SNRT-CGT, das Syndicat unifieÂ de radio et de teÂleÂvi-            production (ABl. L 95 vom 10.4.1997, S. 19).
sion SURT-CFDT, das Syndicat national Force ouvrieÁre de
radio-diffusion et de teÂleÂvision und das Syndicat national