CELEX: 21991A0307(04)
Language: de
Date: 1991-02-25 00:00:00
Title: KOOPERATIONSABKOMMEN zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Schweden über einen europäischen Plan für die Stimulierung der Wirtschaftswissenschaften (SPES) #

Avis juridique important

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21991A0307(04)

KOOPERATIONSABKOMMEN zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Schweden über einen europäischen Plan für die Stimulierung der Wirtschaftswissenschaften (SPES)  -   

Amtsblatt Nr. L 061 vom 07/03/1991 S. 0020

KOOPERATIONSABKOMMEN zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Schweden über einen europäischen Plan für die Stimulierung der Wirtschaftswissenschaften ( SPES )  DIE EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT,  nachstehend  "Gemeinschaft" genannt, und DAS KÖNIGREICH SCHWEDEN,  nachstehend  "Schweden" genannt,  beide nachstehend  "Vertragsparteien" genannt - in Erwägung nachstehender Gründe :  Durch seine Entscheidung 89/118/EWG hat der Rat der Europäischen Gemeinschaften, nachstehend  "Rat" genannt, einen europäischen Plan für die Stimulierung der Wirtschaftswissenschaften ( 1989-1992 ) ( SPES ), nachstehend  "Programm SPES" genannt, angenommen .   Die Vertragsparteien haben ein Rahmenabkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit abgeschlossen, das am 27 . August 1987 in Kraft getreten ist .  Die Beteiligung Schwedens an dem Programm SPES kann dazu beitragen, das wissenschaftliche Potential Europas insgesamt zu stärken .  Die Vertragsparteien erwarten einen beiderseitigen Nutzen von der Beteiligung Schwedens an dem Programm SPES - SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN :  Artikel 1 Mit Wirkung vom 1 . Januar 1989 nimmt Schweden an der Durchführung des in Anhang A dargelegten Programms SPES teil .  Artikel 2 Der finanzielle Beitrag Schwedens, der sich aus seiner Teilnahme an der Durchführung des Programms SPES ergibt, wird im Verhältnis zu dem Betrag festgesetzt, der alljährlich für Verpflichtungsermächtigungen in den Gesamthaushaltsplan der  Europäischen Gemeinschaften eingesetzt wird und zur Deckung derjenigen finanziellen Verpflichtungen der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, nachstehend  "Kommission" genannt, bestimmt ist, die sich aus Arbeiten im Rahmen der zur Durchführung des  Programms SPES notwendigen Forschungsverträge sowie aus den Management - und Verwaltungskosten für das Programm SPES ergeben .  Der Proportionalitätsfaktor zur Bestimmung des schwedischen Beitrags ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen Schwedens einerseits und der Summe der Bruttoinlandsprodukte zu Marktpeisen der Mitgliedstaaten der  Gemeinschaft und Schwedens andererseits . Dieses Verhältnis wird unter Zugrundelegung der aktuellsten statistischen Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ( ÖCD ) berechnet .  Die zur Durchführung des Programms SPES für erforderlich gehaltenen Mittel, die Höhe des schwedischen Beitrags und der Fälligkeitsplan für die veranschlagten Mittelbindungen sind in Anhang B niedergelegt .  Die für den finanziellen Beitrag Schwedens zur Durchführung des Programms SPES geltenden Vorschriften sind in Anhang C dargelegt .  Artikel 3 Für schwedische Forschungs - und Entwicklungseinrichtungen und Personen gelten für die Vorlage und Beurteilung von Vorschlägen sowie die Bewilligung und den Abschluß der Verträge im Rahmen des Programms SPES die gleichen Bedingungen wie für  Forschungs - und Entwicklungseinrichtungen und Personen der Gemeinschaft .  In den von der Kommission ausgearbeiteten Verträgen werden die Rechte und Pflichten der Forscher und der schwedischen Forschungs - und Entwicklungseinrichtungen und insbesondere die Verfahren zur Verbreitung, zum Schutz und zur Auswertung der  Forschungsergebnisse geregelt .  Artikel 4 Im dritten Jahr der Durchführung des Programms SPES erstattet die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat auf der Grundlage einer Bewertung der bis dahin erzielten Ergebnisse Bericht . Diesem Bericht sind Änderungsvorschläge  beizufügen, die gegebenenfalls aufgrund dieser Ergebnisse erforderlich werden. Schweden wird eine Kopie des Berichts übermittelt; ferner wird Schweden über etwaige Änderungsvorschläge unterrichtet .  Artikel 5 Jede Vertragspartei verpflichtet sich in Übereinstimmung mit ihren Bestimmungen und Regelungen, die Freizuegigkeit und den Aufenthalt der Forscher, die an den unter dieses Abkommen fallenden Tätigkeiten in Schweden und in der Gemeinschaft  teilnehmen, zu erleichtern .  Artikel 6 Die Kommission und der Schwedische Rat für Planung und Koordinierung der Forschung gewährleisten die Durchführung dieses Abkommens .  Artikel 7 Dieses Abkommen gilt für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft angewendet wird, und nach Maßgabe jenes Vertrages einerseits sowie für das Gebiet des Königreichs Schweden andererseits .  Artikel 8 ( 1 )  Dieses Abkommen gilt für die Dauer des Programms SPES .  Wird das Programm SPES von der Gemeinschaft geändert, so kann das Abkommen entsprechend den vereinbarten Bedingungen neu ausgehandelt oder gekündigt werden . Schweden wird über den genauen Inhalt des geänderten Programms binnen einer Woche nach dessen  Annahme durch die Gemeinschaft unterrichtet . Ist eine Kündigung des Abkommens geplant, teilen sich dies die Vertragsparteien binnen drei Monaten nach Annahme des Beschlusses durch die Gemeinschaft mit .  ( 2 )  Beschließt die Gemeinschaft eine neues Forschungs - und Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, kann dieses Abkommen entsprechend den vereinbarten Bedingungen neu ausgehandelt oder verlängert werden .  ( 3 )  Vorbehaltlich des Absatzes 1 kann jede Vertragspartei das Abkommen jederzeit unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten kündigen . Die laufenden Vorhaben und Arbeiten, die zum Zeitpunkt der Beendigung und /oder des Auslaufens dieses Abkommens  durchgeführt werden, werden entsprechend den in diesem Abkommen festgelegten Vertragsbedingungen bis zu deren Abschluß fortgeführt .  Artikel 9 Die Anhänge A, B und C zu diesem Abkommen sind Bestandteil des Abkommens .  Artikel 10 Dieses Abkommen wird von den Vertragsparteien nach deren eigenen Verfahren genehmigt .  Es tritt in Kraft, sobald die Vertragsparteien einander mitgeteilt haben, daß die hierzu erforderlichen Verfahren durchgeführt worden sind .  Artikel 11 Dieses Abkommen ist in zwei Urschriften in dänischer, deutscher, englischer, französischer, griechischer, italienischer, niederländischer, portugiesischer und spanischer Sprache erstellt, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist .   ANHANG A   ZIELE UND ZUSAMMENFASSUNG DES EUROPÄISCHEN PLANS FÜR DIE STIMULIERUNG DER WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN ( 1989 bis 1992 ) ( SPES )  1 .  Das Programm umfasst ein Bündel von Aktivitäten, durch die ein Netz der Zusammenarbeit und des Austausches zwischen Wirtschaftswissenschaftlern von höchstem fachlichen Rang auf Gemeinschaftsebene geschaffen werden soll .  Folgende Ziele sollen erreicht werden :  - Die Mobilität der Wirtschaftswissenschaftler aus der Gemeinschaft sowie die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Forschungsvorhaben oder Forschungsnetzen, an denen Forscher aus verschiedenen Mitgliedstaaten der Gemeinschaft mitwirken, sollen gefördert  werden .  - Die Ausbildungsmöglichkeiten sollen verbessert werden, indem Doktoranden und Forschern aus den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft Anreize gegeben werden, ihre Arbeiten an Universitäten oder Forschungszentren der Gemeinschaft ausserhalb ihres  Herkunftslandes durchzuführen .  - Junge Wirtschaftswissenschaftler, die seit einiger Zeit in führenden Wissenschaftszentren ausserhalb der Gemeinschaft arbeiten, sollen zur Rückkehr in die Gemeinschaft bewegt werden .  - Der Austausch von Kenntnissen und Informationen zwischen Wirtschaftswissenschaftlern aus den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft soll gefördert oder unterstützt werden .  2 .  Zur Durchführung des Programms sollen eingesetzt werden :  - Stipendien, Forschungszulagen, Zuschüsse für multinationale Forschungsnetze oder -vorhaben;  - Zuwendungen für Lehrveranstaltungen auf hohem Niveau, die in Zusammenarbeit mit den betreffenden Wissenschaftsgemeinschaften veranstaltet werden, und Erleichterung der Durchführung von Untersuchungen und Studien sowie des Zugangs zu Datenbanken .  3 .  Anträge von Personen oder Institutionen auf finanzielle Unterstützung können nur dann berücksichtigt werden, wenn sie allen folgenden Kriterien entsprechen :  a )  hervorragendes wissenschaftliches Niveau;  b ) multinationaler europäischer Aspekt ( transnationale Zusammenarbeit oder Arbeiten ausserhalb des Herkunftslands );  c ) europäische Bedeutung des Forschungsgegenstands entweder hinsichtlich seines allgemeinen wissenschaftlichen Wertes oder hinsichtlich seines praxisbezogenen analytischen Inhalts .  Bei vergleichbarer wissenschaftlicher und technischer Qualität finden diejenigen Vorhaben besondere Beachtung, die geeignet sind, Unterschiede des wissenschaftlichen und technischen Entwicklungsstands zwischen den Mitgliedstaaten abzubauen und so zum  wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Europäischen Gemeinschaft beizutragen .  4 .  Forschungsthemen sind unter anderem :  vii )  das Programm des gemeinschaftlichen Binnenmarkts und Themen aus dem Bereich der mikroökonomischen Analyse, einschließlich der industriellen Organisation und der wirtschaftlichen Aspekte der Regelungspolitik ( z . B . bei Normen );  vii ) die Ökonomie der europäischen Integration, einschließlich Fragen des Nord-Süd-Verhältnisses der Regionen innerhalb der Gemeinschaft;   iii ) die Faktoren des Wirtschaftswachstums in Westeuropa, einschließlich dynamischer Faktoren wie Spitzentechnologie und Innovation sowie deren Grenzen, wie etwa umweltpolitische Belange;  iiv ) Systemprobleme im Bereich der Geldpolitik und die Koordinierung der makroökonomischen und Steuerpolitik;  iiv ) Probleme der Handelspolitik und die Rolle Westeuropas in der internationalen Arbeitsteilung;  ivi ) Probleme der Beschäftigungs -, Gesundheits - und Sozialpolitik, die im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder Japan in Westeuropa recht unterschiedlich ausgeprägt sind;  vii ) methodologische Probleme und Fragen der Modellrechnung, die sich auf die vorstehend genannten Themen beziehen oder von grundsätzlichem Interesse sind, Erstellung statistischer Konzepte und Bestimmung adäquater technischer, sozialer und ökonomischer  Indikatoren sowie präzisere Wirtschaftsmodelle .     ANHANG B   FINANZVORSCHRIFTEN   Artikel 1 Die für die Durchführung des Programms SPES für erforderlich gehaltenen Mittel belaufen sich auf 6 000 000 ECU .  Artikel 2 Der finanzielle Beitrag Schwedens zur Durchführung des Programms SPES wird auf 215 400 ECU veranschlagt .  Artikel 3 In der nachfolgenden Tabelle ist der Fälligkeitsplan für die voraussichtlichen Mittelbindungen und für den finanziellen Beitrag Schwedens dargestellt .    Fälligkeitsplan für die zur Durchführung des Programms SPES voraussichtlich erforderlichen Mittelbindungen ( Verpflichtungsermächtigungen ) und für den Beitrag Schwedens  ( in ECU )       Jahr Mittelbindungen für Beitrag Schwedens Managementund Verwaltungstätigkeiten Verträge Insgesamt Managementund Verwaltungstätigkeiten Verträge Insgesamt 1989   170 000   830 000 1 000 000  6 103  29 797  35 900 1990   260 000 1 740 000 2 000 000  9 334  62 466  71 800 1991   300 000 1 700 000 2 000 000 10 770  61 030  71 800 1992   320 000   680 000 1 000 000 11 488  24 412  35 900 Insgesamt 1 050 000 4 950 000 6 000 000 37 695 177 705 215 400     ANHANG C   VORSCHRIFTEN FÜR DIE FINANZIELLE DURCHFÜHRUNG   Artikel 1 Dieser Anhang legt die Vorschriften für die finanzielle Beteiligung Schwedens gemäß Artikel 2 des Abkommens fest .  Artikel 2 Zu Beginn jedes Jahres oder immer dann, wenn sich durch eine Überarbeitung des Programms SPES die für die Durchführung voraussichtlich erforderlichen Mittel erhöhen, ruft die Kommission bei Schweden die Mittel entsprechend seinem Beitrag zu  den Kosten des Abkommens ab .  Dieser Beitrag wird sowohl in Ecu als auch in schwedischer Währung ausgedrückt; die Zusammensetzung des Ecu ist in der Verordnung ( EWG ) Nr . 3180/78 des Rates definiert . Der Wert des Beitrags in Ecu in schwedischer Währung wird am Tag des Abrufs  festgelegt .  Schweden überweist seinen Beitrag zu den jährlichen Kosten im Rahmen des Abkommens jeweils zu Beginn des Jahres, spätestens jedoch drei Monate nachdem der Abruf ergangen ist . Bei verspäteter Überweisung hat Schweden Zinsen zu zahlen, deren Satz gleich  dem höchsten am Fälligkeitstag in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft geltenden Diskontsatz ist . Der Zinssatz erhöht sich um 0,25 % für jeden Verzugsmonat .  Der erhöhte Zinssatz wird auf den gesamten Verzugszeitraum angewendet . Dieser Zinssatz ist jedoch nur zu entrichten, wenn die Überweisung mehr als drei Monate nach einem Mittelabruf der Kommission erfolgt .  Artikel 3 Die Mittel aus den Beiträgen Schwedens kommen dem Programm SPES zugute und werden in den Einnahmeansätzen des Gesamthaushalts der Europäischen Gemeinschaften als Einnahmen im Sinne des entsprechenden Einnahmepostens verbucht .  Artikel 4 Die Verwaltung der Mittel erfolgt nach der geltenden Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften .  Artikel 5 Nach Ablauf jedes Jahres wird ein Bericht über den Stand der Mittel für das Programm SPES erstellt und Schweden zur Unterrichtung übermittelt .