CELEX: C2000/211/06
Language: de
Date: 2000-07-22 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes vom 16. Mai 2000 in der Rechtssache C-388/95: Königreich Belgien gegen Spanien [Artikel 34 EG-Vertrag (nach Änderung jetzt Artikel 29 EG) — Verordnung (EWG) Nr. 823/87 — Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete — Ursprungsbezeichnungen — Verpflichtung zur Abfüllung im Erzeugungsgebiet — Rechtfertigung — Auswirkungen einer früheren Vorabentscheidung — Artikel 5 EG-Vertrag (jetzt Artikel 10 EG)]

C 211/4                DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         22.7.2000
1. Die Französische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflichtun-       und Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Be-
     gen aus den Artikeln 6, 29 und 39 der Richtlinie 92/49/EWG         vollmächtigte: J. L. Iglesias Buhigues und H. van Lier) wegen
     des Rates vom 18. Juni 1992 zur Koordinierung der Rechts-          Feststellung, daß das Königreich Spanien dadurch gegen seine
     und Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung (mit        Verpflichtungen aus Artikel 34 EG-Vertrag (nach Änderung
     Ausnahme der Lebensversicherung) sowie zur Änderung der           jetzt Artikel 29 EG), wie ihn der Gerichtshof in seinem Urteil
     Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG (Dritte Richtlinie           vom 9. Juni 1992 in der Rechtssache C-47/90 (Delhaize, Slg.
     Schadenversicherung) und aus den Artikeln 5, 29 und 39 der         1992, 1-3669) ausgelegt hat, und aus Artikel 5 EG-Vertrag
     Richtlinie 92/96/EWG des Rates vom 10. November 1992 zur           (jetzt Artikel 10 EG) verstoßen hat, daß es das Real Decreto
     Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die      157/1988, por el que se establece la normativa a que deben
     Direktversicherung (Lebensversicherung) sowie zur Änderung der    ajustarse las denominaciones de origen y las denominaciones
     Richtlinien 79/267/EWG und 90/619/EWG (Dritte Richtlinie           de origen calificadas de vinos y sus respectivos Reglamentos
     Lebensversicherung) verstoßen, daß sie Artikel L 310-8 in Ver-     (Königliches Dekret Nr. 157/88 über die Regelung, an die die
     bindung mit Artikel A 310-1 de Code des assurances beibehalten     Ursprungsbezeichnungen und die dazu ergangenen Verord-
     hat, wonach Versicherungs- oder Kapitalisierungsunternehmen,       nungen anzugleichen sind) (BOE Nr. 47 vom 24. Februar
     die erstmals einen Musterversicherungsvertrag in Frankreich        1988, S. 5864), insbesondere dessen Artikel 19 Absatz 1
     vertreiben, dem Minister für Wirtschaft und Finanzen systema-      Buchstabe b, aufrechterhalten hat, hat der Gerichtshof unter
     tisch einen Auskunftsbogen mit Angaben über die allgemeinen        Mitwirkung des Präsidenten G. C. Rodrı́guez Iglesias, der Kam-
     Versicherungsbedingungen zu übermitteln haben.                     merpräsidenten J. C. Moitinho de Almeida, D. A. O. Edward,
                                                                        L. Sevón und R. Schintgen sowie der Richter C. Gulmann
2. Die Französische Republik trägt die Kosten.                          (Berichterstatter), J.-P. Puissochet, G. Hirsch, P. Jann, H. Ragne-
                                                                        malm und M. Wathelet — Generalanwalt: A. Saggio; Kanzler:
                                                                        D. Louterman-Hubeau, Hauptverwaltungsrätin am 16. Mai
(1) ABl. C 299 vom 26.9.1998.
                                                                        2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                        1. Die Klage wird abgewiesen.
                                                                        2. Das Königreich Belgien und das Königreich Spanien tragen ihre
                                                                             eigenen Kosten.
                URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                        3. Das Königreich Dänemark, die Italienische Republik, das König-
                       vom 16. Mai 2000                                      reich der Niederlande, die Portugiesische Republik, die Republik
                                                                             Finnland, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nord-
in der Rechtssache C-388/95: Königreich Belgien gegen                        irland sowie die Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                            Spanien (1)                                      tragen ihre eigenen Kosten.
[Artikel 34 EG-Vertrag (nach Änderung jetzt Artikel 29
EG) — Verordnung (EWG) Nr. 823/87 — Qualitätsweine                      (1) ABl. C 46 vom 14.2.1996.
bestimmter Anbaugebiete — Ursprungsbezeichnungen —
Verpflichtung zur Abfüllung im Erzeugungsgebiet — Recht-
fertigung — Auswirkungen einer früheren Vorabentschei-
     dung — Artikel 5 EG-Vertrag (jetzt Artikel 10 EG)]
                         (2000/C 211/06)
                    (Verfahrenssprache: Spanisch)                       Klage der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                                                                        gegen die Italienische Republik, eingereicht am 21. Febru-
                                                                                                       ar 2000
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
           Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
                                                                                              (Rechtssache C-54/00)
In der Rechtssache C-388/95, Königreich Belgien (Bevollmäch-
tigter: J. Devadder), unterstützt durch Königreich Dänemark                                       (2000/C 211/07)
(Bevollmächtigter: P. Biering), Königreich der Niederlande (Be-
vollmächtigte: M. Fierstra und J. van den Oosterkamp), Repu-
blik Finnland (Bevollmächtigte: H. Rotkirch, T. Pynnä und               Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften hat am
K. Castrén) und Vereinigtes Königreich Großbritannien und               21. Februar 2000 eine Klage gegen die Italienische Republik
Nordirland (Bevollmächtigte S. Ridley im Beistand von                   beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften einge-
E. Sharpston) gegen Königreich Spanien (Bevollmächtigte:                reicht. Bevollmächtigte der Klägerin sind Richard Wainwright,
R. Silva de Lapuerta) unterstützt durch Italienische Republik           Juristischer Dienst, und Giacinto Bisogni, dem Juristischen
(Bevollmächtigte: Professor U. Leanza im Beistand von                   Dienst zur Verfügung gestellter Berufungsrichter; Zustellungs-
I. M. Braguglia), Portugiesische Republik (Bevollmächtigte:             bevollmächtigter ist Carlos Gómez de la Cruz, Centre Wagner,
L. Fernandes, Â. Cortesão Seiça Neves, und L. Bigotte Chorão)        Luxemburg-Kirchberg.