CELEX: C1998/041/05
Language: de
Date: 1998-02-07 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Fünfte Kammer) vom 27. November 1997 in der Rechtssache C-137/96: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Bundesrepublik Deutschland (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Nichtumsetzung der Richtlinie 91/414/EWG)

7.2.98                DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 41/3
              URTEIL DES GERICHTSHOFES                               gliedstaats zu verbleiben, und Artikel 7 der Richtlinie
                                                                     75/34/EWG des Rates vom 17. Dezember 1974 über
                       (Fünfte Kammer)                               das Recht der Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats,
                                                                     nach Beendigung der Ausübung einer selbständigen
                   vom 27. November 1997
                                                                     Tätigkeit im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglied-
in der Rechtssache C-62/96: Kommission der Europäi-                  staats zu verbleiben, verstoûen, daû sie Rechtsvor-
   schen Gemeinschaften gegen Griechische Republik (1)               schriften in Kraft gelassen hat, die das Recht auf Ein-
                                                                     tragung in griechische Schiffsregister auf Schiffe
(Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats Ð Registrierung             beschränken, die zu über 50 % griechischen Staatsan-
von Schiffen Ð Staatsangehörigkeitserfordernis für Eigen-            gehörigen oder griechischen juristischen Personen
                            tümer)                                   gehören, deren Kapital zu über 50 % griechischen
                                                                     Staatsangehörigen gehört.
                         (98/C 41/04)
                                                                2. Die Griechische Republik trägt die Kosten des Verfah-
               (Verfahrenssprache: Griechisch)
                                                                     rens.
                                                                (1) ABl. C 158 vom 1.6.1996.
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                        Gerichtshofes)
In der Rechtssache C-62/96 Kommission der Europäischen
Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Frank Benyon und                              URTEIL DES GERICHTSHOFES
Maria Condou Durande) gegen Griechische Republik
(Bevollmächtigte: Aikaterini Samoni-Randou, Evi Skanda-                                (Fünfte Kammer)
lou und Stamatina Vodina) wegen Feststellung, daû die
Griechische Republik dadurch gegen ihre Verpflichtungen                            vom 27. November 1997
aus den Artikeln 6, 48, 52, 58 und 221 EG-Vertrag sowie
aus Artikel 7 der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 der                      in der Rechtssache C-137/96: Kommission der
Kommission vom 29. Juni 1970 über das Recht der                     Europäischen Gemeinschaften gegen Bundesrepublik
Arbeitnehmer, nach Beendigung einer Beschäftigung im                                    Deutschland (1)
Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats zu verbleiben (ABl.
L 142 vom 30.6.1970, S. 24), und Artikel 7 der Richtlinie       (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats Ð Nichtumset-
75/34/EWG des Rates vom 17. Dezember 1974 über das                             zung der Richtlinie 91/414/EWG)
Recht der Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats, nach
                                                                                         (98/C 41/05)
Beendigung der Ausübung einer selbständigen Tätigkeit im
Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats zu verbleiben
(ABl. L 14 vom 20.1.1975, S. 10), verstoûen hat, daû sie
Rechtsvorschriften in Kraft gelassen hat, die das Recht auf
Eintragung in griechische Schiffsregister auf Schiffe                            (Verfahrenssprache: Deutsch)
beschränken, die zu über 50 % griechischen Staatsangehö-
rigen oder griechischen juristischen Personen gehören,
deren Kapital zu über 50 % griechischen Staatsangehörigen
gehört, hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mit-          In der Rechtssache C-137/96, Kommission der Europäi-
wirkung des Präsidenten der Ersten Kammer M. Wathelet           schen Gemeinschaften (Bevollmächtigter: Klaus-Dieter
in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten der Fünf-           Borchardt) gegen Bundesrepublik Deutschland (Bevoll-
ten Kammer sowie der Richter J. C. Moitinho de Almeida,         mächtigte: Ernst Röder und Sabine Maaû), wegen Feststel-
D. A. O. Edward, P. Jann (Berichterstatter) und L. Sevón        lung, daû die Bundesrepublik Deutschland dadurch gegen
Ð Generalanwalt: G. Tesauro; Kanzler: H. A. Rühl,               ihre Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag verstoûen hat,
Hauptverwaltungsrat Ð am 27. November 1997 ein Urteil           daû sie nicht innerhalb der festgesetzten Frist alle erforder-
mit folgendem Tenor erlassen:                                   lichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen hat,
                                                                um die Richtlinie 91/414/EWG des Rates vom 15. Juli
                                                                1991 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln
                                                                (ABl. L 230 vom 19.8.1991, S. 1) in nationales Recht
1. Die Griechische Republik hat dadurch gegen ihre Ver-         umzusetzen, hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter
     pflichtungen aus den Artikeln 6, 48, 52, 58 und 221        Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. Gulmann sowie
     EG-Vertrag sowie aus Artikel 7 der Verordnung              der Richter M. Wathelet, J. C. Moitinho de Almeida, J.-P.
     (EWG) Nr. 1251/70 der Kommission vom 29. Juni              Puissochet (Berichterstatter) und L. Sevón Ð Generalan-
     1970 über das Recht der Arbeitnehmer, nach Beendi-         walt: A. La Pergola; Kanzler: R. Grass Ð am 27. Novem-
     gung einer Beschäftigung im Hoheitsgebiet eines Mit-       ber 1997 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
 ---pagebreak--- C 41/4                DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     7.2.98
1. Die Bundesrepublik Deutschland hat dadurch gegen              nationalen Sozialversicherungsträger und Gerichte eines
     ihre Verpflichtung aus der Richtlinie 91/414/EWG des        Mitgliedstaats verpflichtet, von den zuständigen Behörden
     Rates vom 15. Juli 1991 über das Inverkehrbringen           der anderen Mitgliedstaaten ausgestellte Urkunden und
     von Pflanzenschutzmitteln verstoûen, die Vorschriften       ähnliche Schriftstücke über den Personenstand zu beach-
     dieser Richtlinie mit Ausnahme von Artikel 10               ten, sofern deren Richtigkeit nicht durch konkrete, auf den
     Absatz 1 zweiter Gedankenstrich in nationales Recht         jeweiligen Einzelfall bezogene Anhaltspunkte ernstlich in
     umzusetzen, daû sie nicht innerhalb der gesetzten Frist     Frage gestellt ist.
     alle dazu erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
     schriften erlassen hat.
                                                                 (1) ABl. C 392 vom 31.12.1994.
2. Die Bundesrepbulik Deutschland trägt die Kosten des
     Verfahrens.
(1) ABl. C 180 vom 22.6.1996.
                                                                               URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                                     vom 2. Dezember 1997
                                                                 in der Rechtssache C-188/95 (Vorabentscheidungsersuchen
                                                                 des éstre Landsret): Fantask A/S u. a. gegen Industri-
                                                                              ministeriet (Erhvervsministeriet) (1)
              URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                 (Richtlinie 69/335/EWG Ð Abgaben für die Eintragung
                    vom 2. Dezember 1997                              von Gesellschaften Ð Nationale Verfahrensfristen)
in der Rechtssache C-336/94 (Vorabentscheidungsersuchen                                   (98/C 41/07)
des Sozialgerichts Hamburg): Eftalia Dafeki gegen Landes-
             versicherungsanstalt Württemberg (1)
(Freizügigkeit der Arbeitnehmer Ð Gleichbehandlung Ð                              (Verfahrenssprache: Dänisch)
Soziale Sicherheit Ð Nationale Regelung, durch die inlän-
dischen und ausländischen Personenstandsurkunden unter-
          schiedliche Beweiskraft beigemessen wird)
                         (98/C 41/06)                                (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
                                                                      erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                         Gerichtshofes)
                 (Verfahrenssprache: Deutsch)
                                                                 In der Rechtssache C-188/95 betreffend ein dem Gerichts-
In der Rechtssache C-336/94 betreffend ein dem Gerichts-         hof gemäû Artikel 177 EG-Vertrag vom éstre Landsret
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Sozialgericht Ham-           (Dänemark) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit
burg in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit Eftalia           Fantask A/S u. a. gegen Industriministeriet (Erhvervsmini-
Dafeki gegen Landesversicherungsanstalt Württemberg              steriet) vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über
vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Aus-          die Auslegung der Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom
legung der Artikel 48 und 51 EG-Vertrag im Hinblick auf          17. Juli 1969 betreffend die indirekten Steuern auf die
deutsche Vorschriften, durch die Personenstandsurkunden          Ansammlung von Kapital (ABl. L 249 vom 3.10.1969,
unterschiedliche Beweiskraft beigemessen wird, je nach-          S. 25) in der durch die Richtlinie 85/303/EWG des Rates
dem ob es sich um deutsche oder ausländische Urkunden            vom 10. Juni 1985 (ABl. L 156 vom 15.6.1985, S. 23)
handelt, hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsi-         geänderten Fassung, hat der Gerichtshof unter Mitwirkung
denten der Vierten und der Sechsten Kammer H. Ragne-             des Präsidenten G. C. Rodríguez Iglesias, der Kammerprä-
malm in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten                 sidenten C. Gulmann, H. Ragnemalm und M. Wathelet
sowie der Richter G. F. Mancini, J. C. Moitinho de               sowie der Richter G. F. Mancini, J. C. Moitinho de
Almeida, J. L. Murray, D. A. O. Edward, J.-P. Puissochet,        Almeida, P. J. G. Kapteyn, J. L. Murray, D. A. O. Edward,
G. Hirsch, P. Jann (Berichterstatter) und L. Sevón Ð Gene-       J.-P. Puissochet (Berichterstatter), G. Hirsch, P. Jann und
ralanwalt: A. La Pergola; Kanzler: H. A. Rühl, Hauptver-         L. Sevón Ð Generalanwalt: F. G. Jacobs; Kanzler: H. von
waltungsrat Ð am 2. Dezember 1997 ein Urteil mit fol-            Holstein, Hilfskanzler Ð am 2. Dezember 1997 ein Urteil
gendem Tenor erlassen:                                           mit folgendem Tenor erlassen:
In Verfahren über sozialrechtliche Leistungsansprüche            1. Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe e) der Richtlinie 69/
eines Wanderarbeitnehmers aus der Gemeinschaft sind die               335/EWG des Rates vom 17. Juli 1969 betreffend die