CELEX: 31997R2064
Language: de
Date: 1997-10-15
Title: Verordnung (EG) Nr. 2064/97 der Kommission vom 15. Oktober 1997 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 des Rates hinsichtlich der Finanzkontrolle durch die Mitgliedstaaten bei von den Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen

Avis juridique important

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31997R2064

Verordnung (EG) Nr. 2064/97 der Kommission vom 15. Oktober 1997 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 des Rates hinsichtlich der Finanzkontrolle durch die Mitgliedstaaten bei von den Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen  

Amtsblatt Nr. L 290 vom 23/10/1997 S. 0001 - 0007

VERORDNUNG (EG) Nr. 2064/97 DER KOMMISSION vom 15. Oktober 1997 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 des Rates hinsichtlich der Finanzkontrolle durch die Mitgliedstaaten bei von den Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 des Rates vom 19. Dezember 1988 zur Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 hinsichtlich der Koordinierung der Interventionen der verschiedenen Strukturfonds einerseits und zwischen diesen und den Interventionen der Europäischen Investitionsbank und der sonstigen vorhandenen Finanzinstrumente andererseits (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3193/94 (2), insbesondere auf Artikel 23 Absatz 1 Unterabsatz 4,nach Anhörung des Beratenden Ausschusses für die Entwicklung und Umstellung der Regionen sowie des Ausschusses nach Artikel 124 EG-Vertrag,in Erwägung nachstehender Gründe:In Artikel 23 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 sind die Grundsätze der Finanzkontrolle der Mitgliedstaaten bei durch die Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen festgelegt.Zur Gewährleistung eines annehmbaren Niveaus der Finanzkontrolle in der gesamten Gemeinschaft müssen gewisse Mindestkontrollerfordernisse im einzelnen geregelt werden.In Anbetracht der verfassungsrechtlichen und administrativen Eigenarten der Mitgliedstaaten muß diese Verordnung durch geeignete Verwaltungsabsprachen zwischen der Kommission und jedem Mitgliedstaat ergänzt werden.Diese Verordnung sollte für die Interventionsformen gelten, die in Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 des Rates vom 24. Juni 1988 über Aufgaben und Effizienz der Strukturfonds und über die Koordinierung ihrer Interventionen untereinander sowie mit denen der Europäischen Investitionsbank und der anderen vorhandenen Finanzinstrumente (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3193/94, aufgeführt sind, sofern diese Interventionsformen durch die Mitgliedstaaten verwaltet werden.Die Kontroll- und Verwaltungssysteme der Mitgliedstaaten sollten eine effiziente und ordnungsgemäße Durchführung der von den Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen sicherstellen.Es empfiehlt sich, Regeln für die Durchführung der Kontrollen durch die Mitgliedstaaten aufzustellen und Vereinbarungen über regelmäßige Konsultationen zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission zu treffen, um den Nutzeffekt der auf nationaler Ebene und auf Gemeinschaftsebene insgesamt für Kontrollaufgaben eingesetzten Ressourcen zu optimieren.Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, daß offensichtliche Unregelmäßigkeiten, die im Zuge der Kontrollen auf nationaler Ebene und auf Gemeinschaftsebene gemeldet werden, aufgeklärt und angemessen behandelt werden.Die Mitgliedstaaten sollten der Kommission beim Abschluß einer Interventionsform einen unabhängigen Vermerk vorlegen, der zusammenfassende Schlußfolgerungen hinsichtlich der Berechtigung des Auszahlungsantrags für die endgültige Zahlung enthält und eine Identifizierung und angemessene Behandlung etwaiger Mängel oder Unregelmäßigkeiten ermöglicht.Die Mitgliedstaaten sollten der Kommission jährlich über die Durchführung dieser Verordnung Bericht erstatten.Gemäß Artikel 23 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 übermitteln die Mitgliedstaaten der Kommission eine Beschreibung ihrer Kontroll- und Verwaltungssysteme. Diese Beschreibungen sollten, soweit erforderlich, ergänzt und aktualisiert werden.Im Fall von Interventionsformen, an denen mehrere Mitgliedstaaten beteiligt sind, ist für eine administrative Zusammenarbeit zwischen den betreffenden Mitgliedstaaten und der Kommission zu sorgen.Den Mitgliedstaaten sollte freigestellt werden, nationale Kontrollvorschriften anzuwenden, die strenger sind als die in dieser Verordnung vorgesehenen Bestimmungen.Diese Verordnung berührt nicht die Verordnung (Euratom, EG) Nr. 2185/96 des Rates vom 11. November 1996 betreffend Kontrollen und Überprüfungen vor Ort durch die Kommission zum Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaften vor Betrug und anderen Unregelmäßigkeiten (4) und die Verordnung (EG) Nr. 1681/94 der Kommission vom 11. Juli 1994 betreffend Unregelmäßigkeiten und die Wiedereinziehung zu Unrecht gezahlter Beträge im Rahmen der Finanzierung der Strukturpolitiken sowie die Einrichtung eines einschlägigen Informationssystems (5).In Übereinstimmung mit Artikel 214 EG-Vertrag muß gewährleistet werden, daß im Zuge der Kontrollen nach dieser Verordnung erlangte Auskünfte, die unter das Berufsgeheimnis fallen, nicht an unberechtigte Personen weitergegeben werden.Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Agrarstrukturen und die Entwicklung des ländlichen Raums und des Ständigen Verwaltungsausschusses für die Fischereistrukturen -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1 Diese Verordnung gilt für die in Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 aufgeführten Interventionsformen, die von den Mitgliedstaaten verwaltet werden.Artikel 2 (1) Die Verwaltungs- und Kontrollsysteme der Mitgliedstaaten müssena) die ordnungsgemäße Durchführung der Interventionsformen in Übereinstimmung mit den Zielen wirtschaftlicher Haushaltsführung sicherstellen;b) eine zufriedenstellende Bescheinigung der Gültigkeit der Auszahlungsanträge für Vorschüsse und endgültige Zahlungen ermöglichen, die sich auf die tatsächlich entstandenen Ausgaben beziehen;c) einen ausreichenden Prüfpfad aufweisen;d) die Zuständigkeiten der beteiligten Stellen und insbesondere die Kontrollen bezeichnen, die auf den verschiedenen Ebenen durchgeführt werden, um die Gültigkeit der Bescheinigungen zu gewährleisten;e) die Erkennung möglicher Schwachstellen oder Risiken bei der Ausführung von Maßnahmen und Projekten erleichtern;f) dafür sorgen, daß im Verlauf der Ausführung der Projekte festgestellte Mängel, Risiken oder Unregelmäßigkeiten, insbesondere bezüglich des Finanzmanagements, abgestellt werden.(2) Als ausreichend im Sinne dieser Verordnung gilt ein Prüfpfad, der es ermöglicht,a) die der Kommission bescheinigten Gesamtbeträge mit den einzelnen Kostenaufstellungen und Belegen auf den verschiedenen Verwaltungsebenen und auf der Ebene der Endempfänger zu vergleichen;b) die Verteilung und den Transfer der von der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten bereitgestellten Mittel zu prüfen.(3) Eine indikative Beschreibung der Angaben, die für einen ausreichenden Prüfpfad erforderlich sind, ist in Anhang I enthalten.Artikel 3 (1) Die Mitgliedstaaten führen Kontrollen der Projekte oder Maßnahmen (in der Folge als "Kontrollen" bezeichnet) anhand angemessener Stichproben durch, um insbesonderea) die Effizienz der vorhandenen Verwaltungs- und Kontrollsysteme nachzuprüfen;b) selektiv, aufgrund von Risikoanalysen, die auf den verschiedenen Ebenen ausgestellten Ausgabenerklärungen nachzuprüfen.(2) Die Kontrollen, die vor Abschluß jeder Interventionsform durchgeführt werden, betreffen mindestens 5 % der gesamten zuschußfähigen Ausgaben sowie eine repräsentative Stichprobe der genehmigten Projekte oder Maßnahmen, wobei die Anforderungen von Absatz 3 zu beachten sind.Im Fall der vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung genehmigten Interventionsformen kann der Prozentsatz proportional verringert werden.Die Mitgliedstaaten bemühen sich, die Durchführung der Kontrollen gleichmäßig über den betreffenden Zeitraum zu verteilen.(3) Bei der Auswahl der Stichproben von Projekten oder Maßnahmen für die Kontrollen wird folgendes berücksichtigt:a) die Notwendigkeit, in angemessenem Verhältnis Maßnahmen und Projekte verschiedener Typen und Größen zu prüfen;b) etwaige Risikofaktoren, die bei nationalen oder Gemeinschaftskontrollen festgestellt worden sind;c) die Konzentration von Projekten bei bestimmten mit der Durchführung betrauten Stellen oder Endempfängern, damit die wichtigsten der mit der Durchführung betrauten Stellen und Endempfänger vor Abschluß jeder Interventionsform mindestens einmal kontrolliert werden.Artikel 4 Bei den Kontrollen gemäß Artikel 3 bemühen sich die Mitgliedstaaten, folgendes zu überprüfen:a) die Anwendung und Wirksamkeit der Verwaltungs- und Kontrollsysteme in der Praxis;b) in einer angemessenen Anzahl von Fällen die Übereinstimmung der Buchführungsunterlagen mit den entsprechenden Belegen auf der Ebene der Endempfänger und der zwischengeschalteten Stellen;c) die Existenz eines ausreichenden Prüfpfads;d) bei einer angemessenen Anzahl von Ausgabenposten die Übereinstimmung der Art und des Zeitpunkts der Ausgaben (Mittelbindungen und Zahlungen) mit den Gemeinschaftsvorschriften, den genehmigten technischen Merkmalen des Projekts sowie den tatsächlich durchgeführten Arbeiten;e) die Übereinstimmung der Zweckbestimmung oder vorgesehenen Zweckbestimmung des Projekts mit der in dem Kofinanzierungsantrag beschriebenen Zweckbestimmung;f) in bezug auf die finanziellen Beiträge der Gemeinschaft die Einhaltung der in Artikel 13 der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 und den sonstigen einschlägigen Bestimmungen vorgeschriebenen Grenzen sowie die Auszahlung an die Endempfänger ohne Abzüge oder ungerechtfertigte Verzögerungen;g) die tatsächliche Bereitstellung der entsprechenden Kofinanzierungsbeträge seitens der Mitgliedstaaten;h) die Durchführung der kofinanzierten Maßnahmen im Einklang mit Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88.Artikel 5 Bei den Kontrollen ist zu ermitteln, ob festgestellte Probleme systematisch auftreten, was bedeuten würde, daß andere Projekte desselben Endempfängers oder derselben mit der Durchführung betrauten Stelle ebenfalls gefährdet wären; ferner sind die Ursachen derartiger Situationen, die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Untersuchungen sowie die entsprechenden Abhilfe- und Präventivmaßnahmen zu ermitteln.Artikel 6 Jeder Mitgliedstaat tritt mindestens einmal jährlich in Konsultationen mit der Kommission ein, um die Programme der Kontrollen im Hinblick auf die optimale Nutzung der insgesamt verfügbaren Ressourcen für die Durchführung solcher Kontrollen auf nationaler Ebene wie auf Gemeinschaftsebene zu koordinieren. Diese Konsultationen schließen die zu verwendenden Risikoanalysemethoden ein und berücksichtigen die jüngsten Kontrollen, Berichte und Mitteilungen der nationalen Stellen, der Kommission und des Europäischen Rechnungshofs.Artikel 7 (1) Die Mitgliedstaaten stellen die Untersuchung und angemessene Behandlung der bei nationalen Kontrollen oder Gemeinschaftskontrollen festgestellten offensichtlichen Unregelmäßigkeiten sicher.(2) Hat eine offensichtliche Unregelmäßigkeit nicht innerhalb von sechs Monaten nach Befassung der mit der Durchführung betrauten Stelle eine angemessene Behandlung erfahren, so unterrichtet der Mitgliedstaat die Kommission, es sei denn, daß diese Mitteilung bereits gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1681/94 erfolgt ist.(3) Unter "angemessener Behandlung" im Sinne der Absätze 1 und 2 ist zu verstehen, daß der Endempfänger oder die mit der Durchführung betraute Stelle der in dem betreffenden Mitgliedstaat für die Kontrolle zuständigen Person oder Stelle einen hinreichenden Nachweis darüber erbringt, daß die betreffende Unregelmäßigkeit nicht aufgetreten oder beseitigt worden ist.Im Fall einer systematisch auftretenden Unregelmäßigkeit sind unter angemessener Behandlung ferner die erforderlichen Abhilfemaßnahmen für bei den Kontrollen nicht im einzelnen festgestellte Fälle sowie Präventivmaßnahmen zu verstehen.(4) Der in Absatz 3 genannte Nachweis kann anhand von Durchschriften der Buchführungsunterlagen und Belege oder sonstiger erforderlicher Beweismittel erbracht werden.Artikel 8 (1) Spätestens im Zeitpunkt des Antrags auf endgültige Zahlung und der endgültigen Ausgabenerklärung für jede Interventionsform legen die Mitgliedstaaten der Kommission einen Vermerk entsprechend den Orientierungen im Anhang II vor, der von einer Person oder Stelle erstellt worden ist, die in ihrer Funktion von der mit der Durchführung betrauten Stelle unabhängig ist. Der Vermerk enthält einen Überblick über die Ergebnisse der in den abgelaufenen Jahren durchgeführten Kontrollen und Untersuchungen sowie eine zusammenfassende Schlußfolgerung zu der Gültigkeit des Antrags auf endgültige Zahlung und zu der Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der dieser endgültigen Ausgabenerklärung zugrundeliegenden Maßnahmen.(2) Ist in Anbetracht erheblicher Mängel des Verwaltungs- oder Kontrollsystems oder der großen Häufigkeit des Auftretens von Unregelmäßigkeiten eine zusammenfassende positive Schlußfolgerung zur Gültigkeit des Antrags auf endgültige Zahlung sowie der endgültigen Ausgabenerklärung nicht möglich, so wird in dem Vermerk auf diese Umstände hingewiesen und eine Schätzung des Umfangs des Problems sowie seiner finanziellen Auswirkungen vorgenommen.In einem solchen Fall kann die Kommission um die Durchführung einer weiteren Kontrolle mit dem Ziel der Feststellung und Beseitigung von Unregelmäßigkeiten innerhalb eines von ihr bestimmten Zeitraums ersuchen.Artikel 9 Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission bis spätestens zum 30. Juni jedes Jahres und erstmals bis zum 30. Juni 1998 über die Durchführung dieser Verordnung im abgelaufenen Kalenderjahr, wobei insbesondere die Anforderungen von Artikel 2 zu beachten und gegebenenfalls eine Ergänzung oder Aktualisierung der Beschreibung der Verwaltungs- und Kontrollsysteme im Sinne des Artikels 23 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 vorzunehmen sind.Artikel 10 Die Zusammenarbeit zwischen der Kommission und den Mitgliedstaaten zur Gewährleistung der Erreichung der Ziele dieser Verordnung wird im Rahmen der mit jedem Mitgliedstaat geschlossenen Verwaltungsabsprache geregelt.Artikel 11 Wird eine Interventionsform von mehreren Mitgliedstaaten durchgeführt oder ist sie für Endempfänger in mehreren Mitgliedstaaten bestimmt, so gewähren die betreffenden Mitgliedstaaten und die Kommission einander die für eine ordnungsgemäße Kontrolle erforderliche Amtshilfe.Artikel 12 (1) Die für die Durchführung der von der Gemeinschaft kofinanzierten Maßnahmen zuständigen Personen oder Stellen gewährleisten, daß alle für die Kontrollen erforderlichen Buchführungsunterlagen und sonstigen Unterlagen den zuständigen Kontrollbeamten oder zu diesem Zweck ermächtigten Personen zur Verfügung gestellt werden.(2) Die zuständigen Kontrollbeamten oder zu diesem Zweck ermächtigten Personen können verlangen, daß Auszüge oder Abschriften der in Absatz 1 genannten Buchführungsunterlagen und sonstigen Unterlagen angefertigt werden.Artikel 13 Gemäß dieser Verordnung eingeholte Informationen unterliegen nach Maßgabe der einschlägigen Bestimmungen des nationalen Rechts und des Gemeinschaftsrechts dem Berufsgeheimnis. Sie dürfen nur Personen mitgeteilt werden, die in den Mitgliedstaaten oder bei den Organen der Gemeinschaft aufgrund ihrer amtlichen Eigenschaft für die Ausübung ihrer Tätigkeit davon Kenntnis erhalten müssen.Artikel 14 Nach Maßgabe des einschlägigen Rechts der Mitgliedstaaten erhalten die Bediensteten der Kommission Zugang zu allen Unterlagen, die im Hinblick auf die gemäß dieser Verordnung durchgeführten Kontrollen oder aufgrund solcher Kontrollen ausgearbeitet werden sowie zu den vorhandenen Daten einschließlich der in EDV-Systemen gespeicherten Daten.Artikel 15 Diese Verordnung läßt die Befugnis der Mitgliedstaaten unberührt, nationale Kontrollvorschriften anzuwenden, die strenger sind als die in dieser Verordnung vorgesehenen Bestimmungen.Artikel 16 In bezug auf den EAGFL, Abteilung Ausrichtung, können die gemäß den Verordnungen (EWG) Nr. 3508/92 des Rates (6) und (EWG) Nr. 3887/92 der Kommission (7) durchgeführten Kontrollen als Kontrollen nach Maßgabe dieser Verordnung gelten.Artikel 17 Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Artikel 8 gilt ab dem 1. Januar 1998.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Brüssel, den 15. Oktober 1997Für die KommissionAnita GRADINMitglied der Kommission(1) ABl. L 374 vom 31. 12. 1988, S. 1.(2) ABl. L 337 vom 24. 12. 1994, S. 11.(3) ABl. L 185 vom 15. 7. 1988, S. 9.(4) ABl. L 292 vom 15. 11. 1996, S. 2.(5) ABl. L 178 vom 12. 7. 1994, S. 43.(6) ABl. L 355 vom 5. 12. 1992, S. 1.(7) ABl. L 391 vom 31. 12. 1992, S. 36.ANHANG I INDIKATIVE BESCHREIBUNG DER FÜR DEN PRÜFPFAD BENÖTIGTEN ANGABEN (Artikel 2 Absatz 3) Ein ausreichender Prüfpfad im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 ist vorhanden, wenn für eine Interventionsform1. die auf der angemessenen Verwaltungsebene geführten Buchführungsunterlagen detaillierte Angaben über die von den Endempfängern tatsächlich getätigten Ausgaben für jedes kofinanzierte Projekt enthalten; dazu gehören das Datum der Buchung, der Betrag jedes Ausgabenpostens, die Bezeichnung der Belege sowie das Datum der Zahlung und die Zahlungsweise; den Buchführungsunterlagen sind die erforderlichen Belege beizufügen (z. B. Rechnungen);2. in Fällen, in denen sich die Ausgabenposten nur teilweise auf die von der Gemeinschaft kofinanzierten Maßnahmen beziehen, eine ausreichende Begründung besteht über die Richtigkeit der Aufteilung des Betrags zwischen der von der Gemeinschaft kofinanzierten Maßnahme und den sonstigen Maßnahmen. Eine entsprechende Begründung ist auch für Ausgabenformen zu liefern, die als begrenzt oder im Verhältnis zu anderen Kosten zuschußfähig anerkannt sind;3. die Unterlagen über die technische und finanzielle Planung des Projekts, die Fortschrittsberichte, die Unterlagen über die Genehmigung des Zuschusses, die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren usw. auf der entsprechenden Verwaltungsebene zur Verfügung gehalten werden;4. bei der Mitteilung der von einer zwischengeschalteten Stelle tatsächlich getätigten Ausgaben, die Angaben gemäß Absatz 1 in einer detaillierten Ausgabenerklärung zusammengefaßt werden, die für jedes von der Gemeinschaft kofinanzierte Projekt alle Ausgabenposten enthält, aus denen sich der bescheinigte Gesamtbetrag zusammensetzt. Diese detaillierten Ausgabenerklärungen bilden die Belege zu den Buchführungsunterlagen der zwischengeschalteten Stellen;5. die zwischengeschalteten Stellen Buch führen über jedes Projekt sowie über die jeweils von den Endempfängern bescheinigten Gesamtausgabenbeträge. Bei der Unterrichtung der gemäß Artikel 21 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 benannten Behörden legen die zwischengeschalteten Stellen eine Liste der für jede Interventionsform genehmigten Projekte vor; die Liste muß für jedes Projekt mindestens Angaben zur vollständigen Kennzeichnung des Projekts und des Endempfängers, das Datum der Genehmigung des Zuschusses, die gebundenen und ausgezahlten Beträge, den erfaßten Ausgabenzeitraum und die Ausgabenbeträge nach Maßnahmen und Unterprogrammen enthalten. Diese Angaben bilden die Belege zu den Buchführungsunterlagen der benannten Behörde und dienen als Grundlage für die Ausarbeitung der Ausgabenerklärungen, die der Kommission vorzulegen sind;6. in Fällen, in denen Endempfänger unmittelbar die benannte Behörde unterrichten, die detaillierten Ausgabenerklärungen gemäß Absatz 4 die Belege bilden zu den Buchführungsunterlagen der benannten Behörde, die dann für die Erstellung der in Absatz 5 genannten Liste der Projekte zuständig ist;7. in Fällen, in denen zwischen dem Endempfänger und der benannten Behörde mehr als eine zwischengeschaltete Stelle tätig wird, jede zwischengeschaltete Stelle für ihren Zuständigkeitsbereich genaue Aufstellungen der auf der untergeordneten Ebene bearbeiteten Ausgabenbeträge als Belege für ihre eigenen Buchungsunterlagen benötigt, wobei sie zumindest eine Zusammenfassung der Ausgabenbeträge für jedes Projekt an die übergeordnete Ebene weitergibt;8. in Fällen, in denen für die Verwaltungs- und Informationsverfahren andere Organisationsformen einschließlich des elektronischen Datentransfers gewählt werden, alle beteiligten Stellen von der untergeordneten Ebene alle erforderlichen Angaben für die Begründung ihrer Buchführungsunterlagen und der an die übergeordnete Ebene weitergegebenen Beträge erhalten. Somit wird ein ausreichender Prüfpfad von den der Kommission bescheinigten Gesamtbeträgen bis hin zu den einzelnen Ausgabenposten und den dazugehörigen Belegen auf der Ebene des Endempfängers gewährleistet.ANHANG II >ANFANG EINES SCHAUBILD>ORIENTIERUNGEN FÜR DEN VERMERK ZUM ABSCHLUSS EINER INTERVENTIONSFORM(Artikel 8)An die Europäische Kommission, Generaldirektion    EINLEITUNG1. Der Unterzeichner, ................... (Name, Amtsbezeichnung und Dienststelle), hat die abschließende Ausgabenerklärung für ................... (Angabe der Interventionsform, des betreffenden Strukturfonds und des Zeitraums) sowie den an die Kommission gerichteten Auszahlungsantrag für den Restbetrag der Gemeinschaftsbeihilfe geprüft.UMFANG DER KONTROLLE2. Die Kontrollen wurden nach den innerstaatlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften und insbesondere nach der Verordnung (EG) Nr. 2064/97 durchgeführt. Die Untersuchung wurde im Hinblick darauf geplant und durchgeführt, angemessen zu gewährleisten, daß die abschließende Ausgabenerklärung und der Auszahlungsantrag für den Restbetrag der Gemeinschaftshilfe frei von wesentlichen Beanstandungen sind ...................... (kurze Beschreibung der konkreten Schritte zur Durchführung der Kontrolle).BEMERKUNGEN3. Der Umfang der Untersuchung wurde wie folgt eingeschränkt:a)       b)       c)       usw.(Angaben über etwaige Einschränkungen der Untersuchung, wie z. B. systematische Probleme, Schwachstellen im Management, mangelnder Prüfpfad, fehlende Belege, schwebende Gerichtsverfahren usw.; Schätzung der dadurch betroffenen Ausgabenbeträge und der entsprechenden Gemeinschaftsbeihilfe)4. Die Kontrolluntersuchung sowie die zugänglich gemachten Ergebnisse sonstiger auf nationaler Ebene oder auf Gemeinschaftsebene durchgeführter Kontrollen ergeben eine niedrige/hohe Fehlerhäufigkeit/Zahl von Unregelmäßigkeiten (jeweils zutreffende Angabe; bei hoher Fehlerhäufigkeit ist eine Begründung zu geben). Die festgestellten Fehler/Unregelmäßigkeiten sind von den mit der Durchführung betrauten Behörden zufriedenstellend behandelt worden und scheinen sich, von den nachstehend genannten Ausnahmen abgesehen, nicht auf den Betrag der auszuzahlenden Gemeinschaftsbeihilfe auszuwirken:a)       b)       c)       usw.(Angabe der Fehler/Unregelmäßigkeiten, die nicht zufriedenstellend behandelt worden sind; dabei ist jeweils anzugeben, ob das Problem systematisch aufgetreten ist, welche Ausmaße es hat und inwieweit es die Beträge der Gemeinschaftsbeihilfe beeinflußt zu haben scheint.)SCHLUSSFOLGERUNGEntwederWenn die Kontrolluntersuchung ohne Einschränkungen durchgeführt werden konnte, die Fehlerhäufigkeit niedrig ist und alle Probleme zufriedenstellend gelöst worden sind:5 a) Anhand der Kontrolluntersuchung und der zugänglich gemachten Ergebnisse sonstiger auf nationaler Ebene oder auf Gemeinschaftsebene durchgeführter Kontrollen wird bestätigt, daß die abschließende Ausgabenerklärung eine im wesentlichen korrekte Darstellung der nach Maßgabe der geltenden Rechtsvorschriften und der Programmbestimmungen getätigten Ausgaben enthält und der an die Kommission gerichtete Auszahlungsantrag für den Restbetrag der Gemeinschaftsbeihilfe als gültig anzusehen ist.OderWenn die Kontrolluntersuchung nur mit gewissen Einschränkungen durchgeführt werden konnte, aber die Fehlerhäufigkeit nicht hoch ist, oder wenn nicht alle Probleme zufriedenstellend gelöst worden sind:5 b) Abgesehen von den in Nummer 3 genannten Punkten sowie (oder) den in Nummer 4 genannten Fehlern/Unregelmäßigkeiten, die nicht zufriedenstellend behandelt worden sind, wird anhand der Kontrolluntersuchung und der zugänglich gemachten Ergebnisse sonstiger auf nationaler Ebene oder auf Gemeinschaftsebene durchgeführter Kontrollen die Auffassung vertreten, daß die abschließende Ausgabenerklärung eine im wesentlichen korrekte Darstellung der nach Maßgabe der geltenden Rechtsvorschriften und der Programmbestimmungen getätigten Ausgaben enthält und der an die Kommission gerichtete Auszahlungsantrag für den Restbetrag der Gemeinschaftsbeihilfe als gültig anzusehen ist.OderWenn die Kontrolluntersuchung nur mit erheblichen Einschränkungen durchgeführt werden konnte und die Fehlerhäufigkeit hoch ist, und zwar auch dann, wenn die gemeldeten Fehler/Unregelmäßigkeiten zufriedenstellend behandelt worden sind:5 c) In Anbetracht der in Nummer 3 genannten Punkte sowie (oder) der in Nummer 4 genannten hohen Fehlerhäufigkeit ist es nicht möglich, eine Stellungnahme zu der abschließenden Ausgabenerklärung und zu dem Auszahlungsantrag für den Restbetrag der Gemeinschaftsbeihilfe abzugeben.Datum und Unterschrift>ENDE EINES SCHAUBILD>