CELEX: 21991D1214(02)
Language: de
Date: 1991-11-04 00:00:00
Title: Beschluß Nr. 4/91 des Kooperationsrates EWG-Jordanien vom 4. November 1991 zur aufgrund des Beitritts von Spanien und Portugal zu den Europäischen Gemeinschaften erforderlichen Änderung des Protokolls über die Bestimmung des Begriffs "Waren mit Ursprung in" oder "Ursprungswaren" und über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen

Avis juridique important

|

21991D1214(02)

Beschluß Nr. 4/91 des Kooperationsrates EWG-Jordanien vom 4. November 1991 zur aufgrund des Beitritts von Spanien und Portugal zu den Europäischen Gemeinschaften erforderlichen Änderung des Protokolls über die Bestimmung des Begriffs "Waren mit Ursprung in" oder "Ursprungswaren" und über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen  

Amtsblatt Nr. L 345 vom 14/12/1991 S. 0050 - 0051

BESCHLUSS Nr. 4/91 DES  KOOPERATIONSRATES EWG-JORDANIEN vom 4. November 1991 zur aufgrund des Beitritts von Spanien und  Portugal zu den Europäischen Gemeinschaften erforderlichen Änderung des Protokolls über die  Bestimmung des Begriffs "Waren mit Ursprung in" oder "Ursprungswaren" und über die Methoden der  Zusammenarbeit der Verwaltungen DER KOOPERATIONSRAT EWG-JORDANIEN - gestützt auf  das am 18. Januar 1977 unterzeichnete Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Das am 9. Juli 1987 unterzeichnete Protokoll zu dem Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft und dem Haschemitischen Königreich Jordanien im Anschluß an den Beitritt  des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik zur Gemeinschaft sieht vor, daß der  Kooperationsrat die Änderungen an den Ursprungsregeln vornimmt, die sich aufgrund dieses Beitritts  als notwendig erweisen.  Das Protokoll über die Bestimmung des Begriffs "Waren mit Ursprung in" oder "Ursprungswaren" und  über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen, nachstehend "Ursprungsprotokoll" genannt,  muß wegen des Beitritts sowohl in technischer Hinsicht als auch durch Übergangsbestimmungen  geändert werden, damit die Handelsregelung, die in den infolge dieses Beitritts geschlossenen  Protokollen vorgesehen ist, ordnungsgemäß angewandt werden kann.  Durch die Übergangsbestimmungen soll die ordnungsgemässe Anwendung dieser Handelsregelung zwischen  der Gemeinschaft in ihrer Zusammensetzung vom 31. Dezember 1985 und Spanien und Portugal einerseits  und Jordanien andererseits sichergestellt werden - BESCHLIESST: Artikel 1  Das  Ursprungsprotokoll wird wie folgt geändert:  1.   Artikel 19 Absatz 2 Unterabsatz 2 erhält folgende Fassung: "Nachträglich ausgestellte Bescheinigungen EUR.  1 müssen einen der folgenden Vermerke tragen:  ,expedido a posteriori', ,udstedt efterfölgende', ,nachträglich ausgestellt', ,aaêäïèÝí aaê ôùí  õóôÝñùí', ,ißüd retrospectively', ,délivré a posteriori', ,rilasciato a posteriori', ,afgegeven a  posteriori', ,emitido a posteriori', ,>VERWEIS AUF EINEN FILM>'."  2. Artikel 20 erhält folgende  Fassung: "Artikel 20Bei Diebstahl, Verlust oder Vernichtung einer Bescheinigung EUR.  1 kann der Ausführer  bei der Zollbehörde, die sie ausgestellt hat, ein Duplikat beantragen, das anhand der bei der  Zollbehörde befindlichen Ausfuhrpapiere ausgefertigt wird. Dieses Duplikat ist mit einem der  folgenden Vermerke zu versehen: ,duplicata', ,duplicaat', ,Duplikat', ,áíôßãñáöï',,duplicado',  ,duplicato', ,duplicate', ,segunda via', ,>VERWEIS AUF EINEN FILM>'."  3. Artikel 29 erhält  folgende Fassung: "Artikel 29Auf Waren, die sich am 1. Januar 1992 auf dem Transport befinden oder in der  Gemeinschaft oder in Jordanien unter die Regelung für die vorübergehende Verwahrung, die Zollager-  oder Freizonenregelung fallen, kann das Abkommen angewandt werden, wenn sie den Bestimmungen des  Titels I entsprechen und wenn den Zollbehören des Einfuhrstaats innerhalb von sechs Monaten nach  diesem Zeitpunkt eine nachträglich von den zuständigen Behörden des Ausfuhrstaats ausgestellte  Bescheinigung EUR.1 sowie Unterlagen zum Nachweis der direkten Beförderung vorgelegt werden."  4.  Die folgenden Artikel sind anzufügen: "Artikel 31Zur Anwendung der Bestimmungen über Waren mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln und  in Ceuta und Melilla des im Anschluß an den Beitritt des Königreichs Spanien und der  Portugiesischen Republik zur Gemeinschaft geschlossenen Protokolls zum Kooperationsabkommen gilt  das vorliegende Protokoll sinngemäß, vorbehaltlich der in den Artikeln 32, 33 und 34 festgelegten  besonderen Voraussetzungen.  Artikel 32Der in diesem Protokoll verwendete Ausdruck ,Gemeinschaft' umfasst weder die Kanarischen  Inseln noch Ceuta und Melilla. Der Ausdruck ,Ursprungswaren der Gemeinschaft' umfasst nicht die  Waren mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln und in Ceuta und Melilla.  Artikel 33(1)    Anstelle des Artikels 1 gelten die nachstehenden Absätze; die Hinweise auf den  genannten Artikel gelten sinngemäß für den vorliegenden Artikel.  (2)    Unter dem Vorbehalt der unmittelbaren Beförderung gemäß Artikel 5 gelten alsa)    Ursprungswaren der Kanarischen Inseln, Ceutas und Melillas: i)   Waren, die vollständig auf den Kanarischen Inseln, in Ceuta und Melilla erzeugt worden sind;  ii) Waren, die auf den Kanarischen Inseln, in Ceuta und Melilla unter Verwendung anderer als der  unter Ziffer i) genannten Waren hergestellt worden sind, wenn diese Waren im Sinne des Artikels 3  in ausreichendem Masse be- oder verarbeitet worden sind. Dieser Voraussetzung bedarf es nicht bei  Waren, die im Sinne dieses Protokolls Ursprungswaren Jordaniens oder der Gemeinschaft sind, wenn  sie auf den Kanarischen Inseln und in Ceuta und Melilla be- oder verarbeitet werden, sofern diese  Be- oder Verarbeitung über die in Artikel 3 Absatz 3 als nicht ausreichend bezeichnete Be- oder  Verarbeitung hinausgeht;   b) Ursprungswaren Jordaniens: i) Waren, die vollständig in Jordanien erzeugt worden sind;  ii) Waren, die in Jordanien unter Verwendung anderer als der unter Ziffer i) genannten Waren  hergestellt worden sind, wenn diese Waren im Sinne des Artikels 3 in ausreichendem Masse be- oder  verarbeitet worden sind. Dieser Voraussetzung bedarf es nicht bei Waren, die im Sinne dieses  Protokolls Ursprungswaren der Kanarischen Inseln, Ceutas und Melillas oder der Gemeinschaft sind,  wenn sie in Jordanien  be- oder verarbeitet werden, sofern diese Be- oder Verarbeitung über die in  Artikel 3 Absatz 3 als nicht ausreichend bezeichnete Be- oder Verarbeitung hinausgeht.   (3)    Die Kanarischen Inseln, Ceuta und Melilla gelten als ein Gebiet.  (4)    Der Ausführer oder sein bevollmächtigter Vertreter ist verpflichtet, in Feld 2 der  Bescheinigung EUR.  1 und in Feld 1 des Formblatts EUR.  2 die Vermerke ,Jordanien' und ,Kanarische  Inseln, Ceuta und Melilla' einzutragen. Bei Ursprungswaren der Kanarischen Inseln oder Ceutas und  Melillas ist ferner die Ursprungseigenschaft in Feld 4 der Bescheinigung EUR.  1 und in Feld 8 des  Formblatts EUR.  2 einzutragen.  (5)    Die in der Liste C genannten Waren fallen vorläufig nicht unter dieses Protokoll. Die  Bestimmungen für die Zusammenarbeit der Verwaltungen gelten jedoch sinngemäß für diese Waren.  Artikel 34Die spanischen Zollbehörden gewährleisten die Durchführung dieses Protokolls auf den  Kanarischen Inseln, in Ceuta und Melilla." Artikel 2  Dieser Beschluß tritt am 1. Januar 1992 in  Kraft.  Geschehen zu Brüssel am 4. November 1991.  Im Namen des Kooperationsrates Der Präsident H. VAN DEN BRÖK