CELEX: C2003/019/75
Language: de
Date: 2003-01-25 00:00:00
Title: Rechtssache T-346/02: Klage der Cableuropa, S.A., der Región de Murcia de Cable, S.A., der Valencia de Cable, S.A., der Mediterránea Sur Sistemas de Cable, S.A., und der Mediterránea Norte Sistemas de Cable, S.A., gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 22. November 2002

C 19/40                DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   25.1.2003
Schließlich habe die Beklagte ernsthafte Verfahrensfehler be-         mittels Austausch von Aktien abschließt. Gemäß der Anmel-
gangen. Insbesondere habe sie den Grundsatz der ordnungsge-           dung unterliegt das entstehende Unternehmen nach Abschluss
mäßen Verwaltung sowie die Anhörungs- und die Begrün-                 des erwähnten Vorgangs der gemeinsamen Kontrolle von Prisa
dungspflicht nicht beachtet.                                          und Groupe Canal +.
                                                                      Die Klägerinnen machen zur Begründung ihrer Anträge gel-
                                                                      tend:
                                                                      —     Die Kommission sei unzuständig, da sie nicht berechtigt
Klage der Cableuropa, S.A., der Región de Murcia de                         sei, einen Fall an die Behörden eines Mitgliedstaats zu
Cable, S.A., der Valencia de Cable, S.A., der Mediterránea                  verweisen, wenn die Referenzmärkte den innergemein-
Sur Sistemas de Cable, S.A., und der Mediterránea Norte                     schaftlichen Handel und mehr als einen Mitgliedstaat
Sistemas de Cable, S.A., gegen die Kommission der                           berührten.
Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 22. No-
                          vember 2002                                 —     Verstoß gegen Artikel 9 der Verordnung über Zusammen-
                                                                            schlüsse, soweit mit der angefochtenen Entscheidung eine
                                                                            „Blanko“-Verweisung an die nationalen Behörden erfolge.
                    (Rechtssache T-346/02)
                                                                      —     Verletzung der Begründungspflicht, konkret, was den
                         (2003/C 19/75)                                     Ausnahmecharakter der Verweisung in den Fällen betref-
                                                                            fe, in denen die Referenzmärkte einen wesentlichen Teil
                   (Verfahrenssprache: Spanisch)                            des Gemeinsamen Marktes berührten.
                                                                      (1 ) ABl. L 395 vom 30.12.1989, S. 1.
Die Cableuropa, S.A., (mit Sitz in Aravaca, Madrid), die Región
de Murcia de Cable, S.A., (mit Sitz in Murcia, Spanien), die
Valencia de Cable, S.A., (mit Sitz in Madrid), die Mediterránea
Sur Sistemas de Cable, S.A., (mit Sitz in Alicante, Spanien) und
die Mediterránea Norte Sistemas de Cable, S.A., (mit Sitz in
Castellón, Spanien), haben am 22. November 2002 eine Klage
gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften                  Klage der Aunacable, S.A. Unipersonal, der Retecal Socie-
eingereicht. Prozessbevollmächtigte der Klägerinnen sind die          dad Operadora de Telecomunicaciones de Castilla y León,
Rechtsanwälte Luis Filipe Castresana Sánchez und Gonzalo              S.A., der Euskaltel, S.A., der Telecable de Avilés, S.A.
Samaniego Bordiu.                                                     Unipersonal, der Telecable de Oviedo, S.A. Unipersonal,
                                                                      der Telecable de Gijón, S.A. Unipersonal, der R Cable y
                                                                      Telecomunicaciones Galicia, S.A., und der Tenaria S.A.
Die Klägerinnen beantragen,
                                                                      gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften,
                                                                                    eingereicht am 22. November 2002
—     die Entscheidung der Kommission vom 14. August 2002,
      mit der der Fall COMP/m.2845 — Sogecable/Canalsatélite
      Digital/Via Digital gemäß Artikel 9 der Verordnung                                  (Rechtssache T-347/02)
      Nr. 4064/89 des Rates an die spanischen Behörden
      verwiesen wird, für nichtig zu erklären;                                                 (2003/C 19/76)
—     festzustellen, dass jede Partei ihre eigenen Kosten zu
                                                                                         (Verfahrenssprache: Spanisch)
      tragen hat.
Klagegründe und wesentliche Argumente                                 Die Aunacable, S.A. Unipersonal (mit Sitz in Madrid), die
                                                                      Retecal Sociedad Operadora de Telecomunicaciones de Castilla
                                                                      y León, S.A. (mit Sitz in Boecilli, Valladolid, Spanien), die
Die mit der vorliegenden Klage angefochtene Entscheidung              Euskaltel, S.A.(mit Sitz in Zamudio-Bizkaia), die Telecable de
betrifft die Anmeldung eines Zusammenschlussvorhabens ge-             Avilés, S.A. Unipersonal (mit Sitz in Avilés), die Telecable de
mäß Artikel 4 der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des                    Oviedo, S.A. Unipersonal (mit Sitz in Oviedo), die Telecable de
Rates vom 21. Dezember 1989 über die Kontrolle von                    Gijón, S.A. Unipersonal (mit Sitz in Gijón), die R Cable y
Unternehmenszusammenschlüssen (1), in dessen Rahmen das               Telecomunicaciones Galicia, S.A. (mit Sitz in La Coruña,
von der Promotora de Informaciones, S.A., (Prisa), und der            Spanien), und die Tenaria S.A.(mit Sitz in Cordovilla, Navarra,
Groupe Canal +, S.A., die wiederum der Vivendi Universal-             Spanien) haben am 22. November 2002 eine Klage gegen die
Gruppe angehört, kontrollierte Unternehmen Sogecable, S.A.,           Kommission der Europäischen Gemeinschaften beim Gericht
mit der der Gruppe Telefónica, S.A., angehörenden Gruppe              erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften eingereicht.
Admira Media, S.A., eine Vereinbarung im Hinblick auf die             Prozessbevollmächtigte der Klägerinnen sind die Rechtsanwäl-
Übernahme der Sogecable y DTS Distribuidora de Televisión             te Antonio Creus Carreras, Natalia Lacalle Mangas und José
Digital, S.A., (Vía Digital), die von Admira kontrolliert wird,       Mª Jiménez Laiglesia.