CELEX: 51987PC0353
Language: de
Date: 1987-07-24
Title: Vorschlag einer Verordnung des Rates zu einer Aktion der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Lerntechnologie DELTA (Developing European Learning through Technological Advance) - Pilotphase - (Vorlage der Kommission)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 353
Vol. 1987/0199
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
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on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak---    KOMMISSION              DER      EUROPÄISCHEN           GEMEINSCHAFTEN
                                                               KOM(87) 353 endg.
                                                               Brussel , den 24 . Juli 1987
                          Vorschlag einer Verordnung des Rates
                                         zu einer
              Aktion der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Lerntechnologie
                                        DELTA
            ( Developing European Learning through Technological Advance)
                                      - Pilotphase -
                                  ( Vorlage der Kommission )
KOM(87 ) 353 endg
 ---pagebreak---                                                        1
                                            Inhaltsverzeicfinis
  ZUSAMMENFASSUNG                                                                       2
   1 . RATIONALE                                                                        5
          1.1 . Gründe für das wachsende Interesse an der Lerntechnologie               7
         1.2. Argumente für die Lerntechnologie im Gesamtkontext des sozialen
                und wirtschaftlichen Wandels in Europa                                  8
         1.3 . Die Gemeinschaftslage im Bereich der Lerntechnologie                     9
          1.4 . Argumente für eine konzertierte Aktion zur Entwicklung und Einführung
                der Lerntechnologie                                                    14
         1.5 . SchluBfolgerungen                                                       16
  2 . AKTIONSPROGRAMM DER GEMEINSCHAFT IM BEREICH DER
        LERNTECHNOLOGIE                                                                17
         2.1 . AKTIONSBEREICH I "Interdisziplinäre Konzertierung über die derzeitigen
                und künftigen Lernunterstützungserfordernisse"                        18
         2.2 . AKTIONSBEREICH II "Kooperative Entwicklung der fortgeschrittenen
               Lerntechnologie"                                                       18
         2.3 . AKTIONSBEREICH III "Prüfung und Validation der Konzepte in der
                fortgeschrittenen Lerntechnologie, basierend auf Systemintegration
                und Kommunikation"                                                    19
         2.4 . AKTIONSBEREICH IV "Förderung der Kommunikationsfähigkeit
                von Geräten , Software und Diensten in der Lerntechnologie"           19
         2.5 . AKTIONSBEREICH V "Schaffung günstiger Voraussetzungen für
                fortgeschrittenes Lernen in Europa"                                   19
  3 . VORGEHENSWEISE "EINE INITIALPHASE ZU EINEM FÜNF-
4      JAHRESPROGRAMM MIT EINER 8-10 JAHRES PERSPEKTIVE "                             20
  4 . DELTA-BESCHREIBUNG                                                              25
         4.1 . Aktionsbereich I                                                       25
         4.2 . Aktionsbereich II                                                      26
         4.3 . Aktionsbereich III                                                     28
         4.4 . Aktionsbereich IV                                                      29
         4.5 . Aktionsbereich V                                                       29
  DELTA Terminologie                                                                  31
  Anlagen
               Entwurf einer Verordnung für die DELTA Pilotphase
               Entwurf des Arbeitsplans
               Finanzbogen
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 ZUSAMMENFASSUNG
 Die Realisierung des Binnenmarktes und in diesem Zusammenhang die Stärkung der
 internationalen    Wettbewerbsfähigkeit         der Industrie und des Gewerbes als Teil einer
 Wachstums - und arbeitsmarkt-orientierten Politik erfordert eine konzertierte Aktion im
 Bereich der menschlichen Ressourcen auf der Ebene der Gemeinschaft. Bildung und
 Fortbildung spielen eine fundamentale Rolle sowohl in Bezug auf die Lösung wirtschaftlicher
 wie auch sozialer Probleme der Zukunft. Die Mitteilung der Kommission ("Green Paper") zur
 "Fortbildung Angestellter"1 sowie die vorgeschlagenen Aktionsprogramme zur "vorbereitenden
 und beruflichen Bildung junger Leute"2 dokumentieren diese politischen und strategischen
 Absichten .
 In der Entwicklung und Implementierung einer Strategie der Gemeinschaft in Bezug auf die
 menschlichen Ressourcen spielt neue Technologie eine Schlüsselrolle einerseits als Bedarf und
 andererseits als ein wirtschaftlicheres und flexibleres Mittel der Vermittlung von schulischer
 und beruflicher Bildung . Dies ist die Thematik verschiedener Aktionen , die Schlüsselaspekte
 in einer problem-spezifischen Weise behandelt. Es handelt sich um:
                  das Programm COMETT für die Kooperation zwischen Universitäten und
                  Industrie für Fortbildung in technologischen Bereichen3
                  das Programm NEPTUNE , das sich mit der Einführung neuer Technologien in
                  der Schule befaßt4, und
                  das Programm EUROTECNET, das sich mit neuen Technologien im Bereich
                  der Berufsbildung befaßt5.
Diese Programme benutzen die heutige Lerntechnologie für die Unterstützung der
Ausbildung. Die ergänzende Forschung und Entwicklung zu neuer Lerntechnologie ist die
Zielsetzung des Programms DELTA , die sich auf die Entwicklung neuer Technologien,
Hilfsmittel und Infrastrukturen zur Unterstützung des Fernlernens konzentrieren wird . Das
Charakteristikum von DELTA wird es sein , den Fortschritt in den Bereichen der
Informationstechnologien und der Telekommunikation für die Unterstützung von
Lernprozessen zu erschließen. Darin wird es auf eine Synergie mit den oben erwähnten
Maßnahmen der Ausbildung sowie den Gemeinschaftsaktionen im Bereich der
Informationstechnologie (ESPRIT6), Telekommunikation (RACE7), IT&T Standardisierung
und Informationsmarktpolitik ankommen .
DELTA beruht auf folgenden Überlegungen:
         Die sich abzeichnenden Fortschritte im IT&T-Bereich können zu einer Bereicherung
         und Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung in allen Ländern der
         Gemeinschaft führen und somit zu dem strategischen Ziel einer Anhebung des
         Leistungsniveaus in allen Wirtschaftsbereichen beitragen .
1)      KOM(86 ) 780 endg .
2)      KOM(86 ) 285 endg:
3)      ABL . L 222 - 08.08.1986
4)      ABL. C 24 - 24.09.1983
5)      ABL. C 166 - 25.06.1983
6)      Ratsentscheidung 84 / 130 /EEC vom 28.02.1984
7)      Ratsentscheidung 85 /372 /EEC vom 25.07.1985
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            Da die grundlegenden Lernanforderungen sowohl zwischen den Mitgliedstaaten als
           auch zwischen verschiedenen Wirtschaftszweigen und Fachgebieten weitgehende
           Übereinstimmung aufweisen, kann eine Aktion auf Gemeinschaftsebene
           Kosteneinsparungen bewirken, welche , durch Berücksichtigung von Entwicklungen
           in angrenzenden Bereichen , die Wettbewerbsfähigkeit bei der Herstellung der
           erforderlichen Systeme und Geräte entscheidend fördern werden.
           Durch eine Aktion auf diesem Gebiet werden modernste Geräte und Systeme
           bereitgestellt und somit die wachsende Nachfrage nach neuen Aus- und
           Fortbildungsmethoden und -einrichtungen befriedigt.
           Für das Lehrpersonal ergeben sich neue Möglichkeiten durch die Entwicklung der
           Lerntechnologie und ihre Anwendung in der allgemeinen und beruflichen Bildung,
           die den vollen Eiunsatz der an Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen
           vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse erfordern werden.
           Durch vorangegangene und laufende Arbeiten auf diesem Gebiet konnte eine solide
           Grundlage für eine konzertierte Aktion geschaffen und insbesondere an
           Hochschulen sowie in Klein- und Mittelbetrieben umfangreiches Fachwissen
           aufgebaut werden.
           Die Erschließung dieses innovativen Marktes wird sowohl auf dem IT&T-Sekltor in
           der Gemeinschaft neue Möglichkeiten eröffnen als auch Vorteile im Hinblick auf
           Effizienz und Flexibilität der Industrie durch die fachliche Qualifikation der
           Beschäftigten mit sich bringen.
Das DELTA - Programm kommt zum richtigen Zeitpunkt
           Einschneidende       technische      Entwicklungen      bei     Personalcomputern ,
           Heimunterhaltung, Fernmeldewesen und der künstlichen Intelligenz bieten eine
           einzigartige Chance für eine industrielle Konzertation innerhalb der Gemeinschaft
           über die Dienstleistungen im Lernbreich und die Kommunikationsfähigkeit der sie
           abstützenden Geräte und Systeme.
           Die USA und Japan haben in den letzten Jahren Erfahrungen mit dem effizienten
           Einsatz neuer Techniken zur Unterstützung des Lernprozesses gesammelt, wobei
           große geographische Gebiete und Bevölkerungsgruppen erfaßt werden. Japan wird
           auf diesem Gebiet 1986 einen beachtlichen Schritt nach vorne tun, der auf der
           üblichen Abstimmung zwischen Verwaltung und den Elektronikgesellschaften
           beruht. Die Gemeinschaft wird ins Hintertreffen geraten, wenn nicht 1986 eine
           Aktion erfolgt.
           Es besteht die Gefahr, daß in Ermangelung eines gemeinsamen Vorgehens, wie es
           von DELTA angestrebt wird , die Anstrengungen der einzelnen Länder und
           Organisationen nicht das erforderliche Ausmaß erreichen und bruchstückhaft
           bleiben, so daß wir in Zukunft auf die in den USA und Japan entwickelten
           Systeme und Geräte angewiesen wären.
           DELTA fällt mit der zweiten Phase von ESPRIT, RACE , COMETT und BRITE ,
           mit den Bemühungen zur Schaffung eines gemeinsamen Informationsmarktes sowie
           den ersten Ergebnissen einer gemeinsamen Normungspolitik im Bereich der neuen
           Informationstechnik und des Fernmeldewesens zusammen . Das DELTA-Programm
           wurde so festgelegt, daß es diese Programme ergänzt und aus ihnen Nutzen zieht.
           DELTA verbindet kurzfristige mit längerfristigen Zielen im Rahmen eines
           konsistenten Vorgehens.
Der Inhalt des Programms wurde anhand verschiedener strategischer Studien und Beratungen
mit Sachverständigen aus dem Hochschulsektor und dem Benutzerkreis sowie der wichtigsten
beteiligten Elektronikgesellschaften in der Gemeinschaft im Laufe der Jahre 1984/ 1985
festgelegt. Alle konsultierten Personen haben großes Interesse an den Vorschlägen gezeigt.
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 Diese fallen im wesentlichen in fünf Aktionsbereiche:
           Abstimmung        zwischen     Behörden,       Hochschulen,   Benutzern     und
           Industriegesellschaften sowie Herausgebern und Informationslieferanten zur
           Festlegung der derzeitigen und künftigen Anforderungen zur Unterstützung des
           Lernprozesses .
           Kooperative Entwicklung der Technologie entsprechend dem Fortschritt in den drei
           technischen Hauptphasen , die in dem Programm vorgegeben sind . Fortlaufende
           Prüfung und Validation der Konzepte durch eine gemeinsame Testeinrichtung
           ("test-bed") und versuchsweise Anwendung in ausgewählten Bereichen.
           Entschlossene Bemühungen im Hinblick auf eine weitgehende Vereinheitlichung
           der zahlreichen Normen und Verfahren, die andernfalls auf diesem Gebiet ein
           andauerndes Hindernis für Entwicklung und Anwendung wären, durch Verstärkung
           der laufenden Arbeiten .
           Förderung günstiger Voraussetzungen für die Entwicklung der Lerntechnologie und
           ihres   Einsatzes  im  Fernunterricht.   Zu  den  Maßnahmen,   die  für  weitere
           Überlegungen vorgeschlagen werden, zählen die Senkung der Zugangskosten für
           Lernende und Unternehmen sowie ein geeignetes System , um die Einführung neuer
           Lerntechniken (Fernunterricht) zu erleichtern.
Der Arbeitsplan der einzelnen Aktionsbereiche wurde ausführlich untersucht und der für die
Pilotphase ist im Anhang dieses Dokuments beigefügt.
Die Realisierung des Programms DELTA ist schrittweise geplant. Sie wird mit der Pilotphase
im Jahre 1988 , die in diesem Dokument vorgeschlagen wird, eingeleitet.
Zur Durchführung der in diesem Dokument beschriebenen Pilotphase der Aktion sind ca.
300 Mannjahre erforderlich. Von der Industrie und anderen an der Ausführung beteiligten
Organisationen wird erwartet, daß sie mindestens 50% der Kosten tragen. Für Teilnehmer,
die keinen Profit machen und keine Unterstützung aus anderen Quellen erhalten, werden
Anfragen für Unterstützung bis zu 100% in Betracht gezogen. Unter der Annahme , daß 2/3
der Projekte mit 50% oder weniger und nur 1 /3 der Projekte mit mehr als 50% finanziert
werden , wird der Betrag für die Gemeinschaft auf 20 MERE für einen Zeitraum von 18
Monaten geschätzt .
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1 . RATIONALE
            Die moderne Gesellschaft befindet sich in einem tiefgreifenden und raschen Prozeß
           des technologischen und sozialen Wandels. Symptomatisch hierfür sind die
           explosionsartigen Entwicklungen in der Informations - und Fernmeldetechnik ^8) und
            ihre Einbeziehung in komplexe Informationssysteme , die den gesamten Globus
            umspannen. Solche Systeme sind das Nervensystem der entstehenden Weltwirtschaft.
            Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf Einzelpersonen, Einrichtungen und
            Regierungen und beeinflussen , was sie tun , wie sie es tun und wie sie zueinander
            in Beziehung stehen.
            Wenn Gesellschaften oder Einzelpersonen in einer künftigen Welt , die weitgehend
           von diesen technologischen Entwicklungen geprägt sein wird , in wirtschaftlicher
           und sozialer Hinsicht Erfolg haben sollen , dann müssen sie rechtzeitig durch
           Lernen, allgemeine und berufliche Bildung entsprechend ausgerüstet werden.
           Es steht bereits fest, daß das traditionelle Lernkonzept weitgehend angepaßt
           werden muß, um den immer unterschiedlicheren Bedürfnissen der Lernenden und
           der künftigen Nachfrage entsprechen zu können. Zur Deckung dieses veränderten
           Bedarfs sind neue Bildungs- und Lernwerkzeuge sowie eine gewisse Anpassung
           seitens der Pädagogen erforderlich und zwar sowohl was die Organisation ihrer
           Tätigkeit als auch ihren individuellen Beitrag zu dem Unterrichtsprozeß anbelangt.
           Darüberhinaus werden Anpassungsmaßnahmen seitens der Herausgeber von
           Bildungsmaterial erforderlich sein, um die zu entwickelnden neuen Werkzeuge
           nutzen zu können. Das DELTA-Programm ist auf die unterstützenden Techniken
           und Werkzeuge ausgerichtet. Die aktive Beteiligung der Pädagogen an der
           Definition und Durchführung wird für den Erfolg dieser Aktion von
           entscheidender Bedeutung sein. DELTA legt den Schwerpunkt auf die
           gemeinsamen Voraussetzungen der Lernunterstützung, damit die Pädagogen die
           neuen Techniken für ihre jeweiligen pädagogischen Aufgaben nutzen können.
           Auf der Grundlage fortgeschrittener Informations- und Fernmeldetechniken
           entstehen neue Bildungstypen wie der Fernunterricht.                          Diese Entwicklungen
           signalisieren Möglichkeiten zur Überwindung bestimmter Sachzwänge, die den
           traditionellen Lernprozeß beeinträchtigen. Die fortgeschrittene Lerntechnologie^9)
           wird beispielsweise dazu beitragen , daß die allgemeine und berufliche Bildung
           stärker auf die spezifischen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt wird , damit
           jeder frei wählen kann, was, wo und wann er lernen will und die Zeit des Lehrers
           und des Lernenden optimal genutzt wird .
     (8)   Information«- und Fernmeldetechnologie umfaßt Kommunikation»«y»teme wie Direkt -Rundfunkiatelliten
           mit hoher und mittlerer Leistung, interaktive Zweiwegkabel, Rundfunk mit kleiner Leistung, Computer,
           einschließlich Personal-Computer und tragbare Computer sowie Femsehen einschließlich Videoplatten und
           Videob&ndkaMttten .
     (9) Lemtechnologie wird als die Anwendung fortgeschrittener Information«- und Fernmeldetechniken tur
           Unterstützung des Lernens, de« Unterricht« und der Ausbildung definiert . Die Merkmale der
           Lemtechnologie sind die Konseption und Entwicklung von Gersten, Software und Dienstleistungen , um den
           spezifischen und differenzierten Erfordernissen der Unterstützung de« Lernprozesses zu entsprechen. Dazu
           gehören beispielsweise die Anwendung intelligenter und selbstangepaßter Betriebssysteme, Netzsysteme für
           den Fernunterricht und die Einbeziehung verschiedener Medien mit Personal-Computern.
 ---pagebreak---                                                       6
        Europa verfügt über ein ausgezeichnetes Bildungssystem und ein hohes Niveau in
        der Lerntechnologieforschung . Eine Nutzung der durch die fortgeschrittene
        Lerntechnologie         gebotenen      Möglichkeiten        erfordert      jedoch       konzertierte
        Anstrengungen der Verwaltung , der Hochschulen und der Wirtschaft sowie der
        Herausgeber (die "Hauptbeteiligten"), die eine ausreichende Dimension und
        Kontinuität aufweisen müssen .
        In Nordamerika werden bereits erheblich mehr Anstrengungen unternommen als in
        den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, so daß eine ernsthafte Gefahr
        besteht, ins Hintertreffen zu geraten . Die Volkswirtschaft und der Lebenstil
        Europas hingen stets von seiner Stärke im Lernbereich sowie dem allgemeinen und
        beruflichen Ausbildungsniveau ab. Europas Zukunft wird ebenfalls davon
       abhängen , daß es im Lernbereich und seinen Lerneinrichtungen von keiner anderen
        Region übertroffen wird.
        Das DELTA-Programm^10) umfaßt verschiedene gezielte Maßnahmen, die aus der
       Gemeinschaftsdimension - die dem Fortschritt und der Zusammenarbeit in der
        Lerntechnologie und ihrer Anwendung förderlich sind - Nutzen ziehen.
       Das Ziel ist
       "Konzertierung der Entwicklung von Fernlerngeräten und -Systemen^11) durch die
       Wirtschaft und den Hochschulsektor der Gemeinschaft"
       um die Gemeinschaft mit international wettbewerbsfähigen , wenn nicht sogar
       führenden Lerneinrichtungen und - hilfen auszustatten . Das Programm basiert auf
       aufeinanderfolgenden Szenarien für das kommende Jahrzehnt im Hinblick auf die
       Entwicklung der          Informations-      und      Kommunikationstechnologien, die die
       Grundlage für DELTA bilden .
( 10)  Bei der Vorbereitung dieter Arbeitsunterlage wurden mehrere Sondierungsstudien durchgefdhrt , um den
       Sachverhalt eingehend su unterauchen . Dabei find befondert su erwihnen " Future Development! in
       Information and Telecommunication Technology and ita impact on Learning Technology application*" und
       " Review of ongoing work in Learning Technology in Europe and other regions and an initial evaluation of
       the Learner and user requirements".
( 11 ) Der Begriff " Femlernen" ( Open Leaming) wird für ein neues Lemkonsept verwendet, das Barrieren in
       Betug auf Formalitäten , Standort und Zeit abbaut . Im allgemeinen ist damit der Einsatc der
       Informationstechnik und de* Femmeldewesens sur Erleichterung des Fernunterrichts und sonstiger
       deeentraler Lehr * und Lemformen gemeint .
 ---pagebreak---                                                                 7
1.1 . Gründe fOr das wachsende Interesse an der Lerntechnologie
Das weltweit zunehmende Interesse an der Lerntechnologie kann folgenden Faktoren
zugeschrieben werden;
               dem generell steigenden Bedarf an allgemeiner und beruflicher Bildung. Dies ergibt
              sich teilweise aus dem höheren Bildungsniveau , ist aber in erster Linie auf die
               wachsende Notwendigkeit einer lebenslangen Bildung und Ausbildung , verbunden
               mit einer zunehmenden Abhängigkeit von Kenntnissen und Fähigkeiten als
              Grundlage             für       inländisches            Wirtschaftswachstum,        internationale
              Wettbewerbsfähigkeit,            soziale,       kulturelle         und politische     Entwicklung
              zurückzufQhren .
              Der Nachfrage nach mehr Flexibilität, größerer Anpassungsfähigkeit und weitere
              Verbesserung der Lernqualität, um den Anforderungen gerecht zu werden, die sich
              aus den sich rasch verändernden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen
              ergeben . Dies beeinflußt nachhaltig die Frage, was gelernt werden muß , wer es
              lernen muß , wann es gelernt werden muß , wo es gelernt werden kann , welche
              Infrastrukturorganisation und Unterstützung erforderlich ist und wie die
              Bildungsziele am besten erreicht werden können.
              Den im vergangenen Jahrzehnt erzielten Fortschritt im Bereich der
              Lerntechnologie, wobei die Informations - und Fernmeldetechnik die Grundlage für
              neue und erheblich flexiblere Lösungsansätze für das Lernproblem , seiner
              Infrastrukturorganisation und Wirtschaftstheorie liefert.
              Eine den Lernbedürfnissen angepaßte Informationstechnologie ( Lerntechnologie)
              kann das Bildungsangebot potentiell bereichern und fördern; traditionelle
              Einrichtungen können der allgemeinen und beruflichen Bildung über
              "Fernlernsysteme" neue Umfelder erschließen wie zu Hause und am Arbeitsplatz,
              neue Gruppen der Bevölkerung , wie Behinderte und an das Haus gebundene
              Personen erreichen und arbeitsplatzrelevante Fähigkeiten für den Einsatz der
              Technologie vermitteln. Zu den potentiellen Verbesserungen gehört auch , daß
              einem größeren Teil der Bevölkerung, ungeachtet des jeweiligen Wohnortes in der
              Gemeinschaft, Zugang verschafft werden kann; größere Flexibilität bei der
              Zeiteinteilung, so daß das Lernen weitaus besser als bisher in andere Tätigkeiten
              integriert werden kann und "Benutzerfreundlichkeit", das heißt die Abstimmung
              auf die Gegebenheiten und Bedürfnisse des Lernenden;
              Die ständige Verbesserung der Kostenwirksamkeit der Informations - und
              Fernmeldeprodukte und -dienstleistungen ermöglicht in zunehmendem Maße die
              Einführung von Fernlernsystemen unter Einsatz fortgeschrittener Lerntechniken .
              Außerdem              kann          die         Lerntechnologie        auf        fortgeschrittene
              Kommunikationsinfrastrukturen zurückgreifen , die für Wirtschafts - und
              Unterhaltungszwecke geschaffen werden und den anfänglichen Investitionsbedarf
              erheblich verringern würden^12);
     ( 12 )   Schätzungen über die Verfügbarkeit in Europa bis 1990
     Videorekorder                                         35%
     Personalcomputer                                      25%
     Kompaktplattenspieler                       20%
     Hauptantennen-Femsehsysteme                 25 Millionen Haushalte ( 1985 )
     Kabelfemsehen                                         45 Millionen Haushalte
     Satellitendienste für lokalisierte Empfänger          300 Transponder
     Direkt - Rundfunksatellit                             25 Transponder
 ---pagebreak---                                                      8
           Die weitgehende Übereinstimmung zwischen Fachgebieten, Ländern , Wirtschafts-
           und Industriezweigen in Bezug auf die Voraussetzungen , macht die Entwicklung
          einer Infrastruktur durchführbar, die            einer  möglichst  breiten   Palette  von
           Benutzeranforderungen gerecht wird.
           Diese Faktoren liefern der IT&T-Industrie der Gemeinschaft erhebliche Anreize
          zur Entwicklung von Fernlernkonzepten , um so die Flexibilität und Effizienz des
          Lernprozesses zu verbessern und dem weltweit wachsenden Interesse an der
          Lerntechnologie sowohl für die Nutzung im Inland als auch den künftigen Export
          zu entsprechen .
1.2 . Argumente für die Lerntechnologie im Gesamtkontext des sozialen und wirtschaftlichen
         Wandels in Europa
           Alle    Gesellschaften    sind    auf       die    Verbreitung    des     angesammelten
           Informationsreichtums angewiesen , um Handel treiben, ihre Gesellschaft regieren
           und kulturelle und soziale Werte übertragen zu können. Die Argumente für eine
           Lerntechnologie im Gesamtkontext des sozialen und wirtschaftlichen Wandels in
          Europa können wie folgt zusammengefaßt werden:
          Europa ist bereits zu einer Informationsgesellschaft geworden , da sich bis zu 60%
          seiner Erwerbspersonen mit "Informationstätigkeiten" befassen . Der wirtschaftliche ,
          soziale und kulturelle Wohlstand der Gemeinschaft hängt von der Schaffung,
          Nutzung und Übermittlung von Informationen ab .
          Das     Lernen    ist   eine    wichtige ,      wenn    nicht   sogar    die    wichtigste
          "Informationstätigkeit", welche die Fähigkeit einer Gesellschaft, ihre gegenwärtigen
          Probleme zu lösen und ihre Zukunft zu gestalten entscheidend beeinflußt. In einer
          zunehmend komplexen Gesellschaft, in der ungelernte Tätigkeiten automatisiert
          werden , wird die Bedeutung qualifizierter produktiver Arbeitskräfte zunehmen und
          ein Schlüsselfaktor in der internationalen Arbeitsteilung sein. Kann man bei diesem
          internationalen Wettbewerb nicht mithalten, dann kommt dies der Gesellschaft
          teuer zu stehen , und zwar nicht nur, weil es kostspielig ist, diejenigen zu
          unterstützen , deren Qualifikationsniveau überholt ist, sondern auch weil die
          Gesellschaft auf den sozialen und wirtschaftlichen Beitrag aus ihrer Arbeit
          verzichten muß .
          Die Wirtschaft beginnt damit , Information und Lernen in Form wissenschaftlichen
          und technischen Know-hows als einen Produktionsfaktor zu behandeln , der seinen
          Platz neben den herkömmlichen Faktoren Boden , Arbeit und Kapital einnimmt.
          Einige Regierungen betrachten allmählich die Erreichung eines immer höheren
          Niveaus des Lern - und Informationstransfers als Bestandteil des wirtschaftlichen
          Wohlstands und der nationalen Sicherheit .
          Das Lernen     - einschließlich des informellen        Lernens -   stellt nicht nur ein
          wirtschaftliches Gut dar , sondern gewinnt auch immer mehr an Bedeutung , wenn
          Individuen in einer Gesellschaft als Bürger , Verbraucher und Beteiligte am
          politischen Leben effektiv funktionieren sollen .
 ---pagebreak---                                                       9
               Wissen wird in immer rascherem Tempo produziert oder verändert. Der
              Schwerpunkt liegt eher auf lebenslangem Lernen, Umschulung und Anpassung der
              Kenntnisse als einer einmaligen Schulausbildung, die nach Absolvierung eines
              Standard-Curriculum in einer frühen Lebensphase abgeschlossen wird Die
              Lerntechnologie wird sich verstärkt auf das • Lernen wie man lernt" und weniger
              auf die Vorlage von Fakten konzentrieren müssen .
              Die Förderung der Lernprozesses wird künftig in Bezug auf Inhalt und Zugang
              sehr viel flexibler sein müssen, damit das Lernen in andere Tätigkeiten wie Arbeit,
              Freizeit, betriebliche Ausbildung oder technologische Forschung integriert werden
              kann. Künftige Lernhilfen müssen dem Lernenden ermöglichen, sich die
             erforderlichen Kenntnisse wann und wo immer anzueignen, d.h. sie müssen stärker
             auf seine Bedürfnisse abgestimmt sein.
      -      Wirtschaft und Industrie stellen das größte Potential für eine weiter verbreitete
             Anwendung der Lerntechnologie. Die Ausbildungsanforderungen werden bis zum
             Jahre 2000 und danach erheblich zunehmen. Der Durchschnittseuropäer wird sich
             im Laufe seines Erwerbsleben etwa viermal umschulen lassen müssen.
             Für zahlreiche Anforderungen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung
            gibt es - wenn überhaupt - nur wenige Alternativen zur Lerntechnologie. Dies gilt
            für Personen, die ans Haus gebunden sind oder in geographisch abgelegenen
            Gebieten wohnen, aber beispielsweise auch für Fachleute, die sich mit den
            neuesten Entwicklungen vertraut machen müssen. Die Lerntechnologie wird bereits
            weitgehend in der Ausbildung von Computerfachleuten und durch
            Simulationsmodelle für Piloten angewandt - theoretisch können die Anwendungen
            auf zahlreiche weitere Sektoren ausgedehnt werden.
            Eine günstige Gelegenheit für die Förderung von Lernhilfen ergibt sich auch
            daraus, daß diese Entwicklung zeitlich mit der Einführung fortgeschrittener
            Kommunikationsinfrastrukturen für andere Zwecke zusammenfällt. Die Wirtschaft
            und sonstige fortgeschrittene Benutzer der Informations- und Fernmeldetechnik
            bauen eine Kommunikationsinfrastruktur auf, wodurch ebenfalls neue
            Lernkonzepte zu Marginalkosten unterstützt werden könnten.
            Die Aussicht auf eine erhebliche Verringerung der Sachzwänge Entfernung und
            Zeit durch fortgeschrittene Lerntechnologien könnte einen entscheidenden Beitrag
           zur Förderung der allgemeinen und beruflichen Bildung in der gesamten
           Gemeinschaft und zur Verwirklichung der Chancengleichheit im Lernbereich für
           alle Gemeinschaftsregionen leisten.
1-3 . Die Gemeinschaftslage im Bereich der Lerntechnologie
           In der Gemeinschaft haben mehrere Mitgliedstaaten bereits seit den 60er Jahren ein
           lebhaftes Interesse an der Lerntechnologie gezeigt. Allerdings konnte erst im Zuge
           der verbesserten Kosteneffizienz der Informations - und Fernmeldetechniken, die in
           den letzten Jahren erreicht wurde, die Pilotsphase überwunden und mit der
           Entwicklung und Umsetzung der Lerntechnologie in der Gemeinschaft ernsthaft
           begonnen werden.
           Die Lerntechnologie muß wie andere Hochtechnologien im Kontext des
           internationalen Wettbewerbs mit den führenden Nationen gesehen werden:
 ---pagebreak---                                                        ΙΟ
        Die    weitaus      umfangreichsten          und   greifbarsten  Entwicklungen     in der
       Bildungstechnologie sind in den Verinigten Staaten festzustellen . Mehr als 80
       wichtige Projekte erfassen landesweite Netze , die mitunter Videokonferenzen ,
       interaktive         Kabelverbindungen ,            Videotextsysteme,     Satelliten    und
       Telefonkonferenzen mit graphischen Anzeigen vorsehen. Das beteiligte
       geographische Gebiet ist in einigen Fällen ein Universitätsgelände und in anderen
       ein ganzer Staat wie Alaska. Die hohe Zahl solcher Projekte entspricht der
       Größenordnung US-Ausgaben in diesem Bereich , nämlich bereits 274 Millionen
       Dollar Jahre 1982 .
       In Kanada sind nicht weniger als 48 Projekte bekannt, die teilweise auf
       weitreichenden Videokonferenznetzen , andere auf Videotext- oder interaktiven
       Videosystemen basieren.
       Dagegen gibt es in Japan nur wenige erkennbare Projekte von der Art , wie sie in
       Nordamerika festgestellt werden . Auf einer Konferenz 1985 in Tokio wurde jedoch
       bestätigt, daß sich sehr viel hinter den Kulissen tut, wie dies in Japan üblich ist,
       und zwar zwischen MITI, dem Bildungsministerium , dem Ministerium für Post-
       und Fernmeldewesen , der Behörde für Wissenschaft und Technologie , den
       Bildungsvereinigungen und den zwölf wichtigsten Elektronikherstellern. Angeblich
       soll 1987 die Aktion offenkundig werden und mit der derzeitigen Überprüfung des
       Bildungssystems          sowie            der      anerkannten     Notwendigkeit ,     den
       Umschulungsanforderungen für Erwachsene, die sich aus den veränderten
       Industriestrukturen ergeben , zu entsprechen , synchronisiert werden . Es kann mit
       Sicherheit vorausgesagt werden, daß rasche und weitreichende Entwicklungen
       erfolgen, sobald das typisch japanische Zusammenwirken zwischen Regierung und
       Wirtschaft einmal zum Tragen kommt.
       Wie aus der nachstehenden Aufstellung hervorgeht, gibt es in Europa verschiedene
       Maßnahmen im Bereich der Informationstechnologien in der allgemeinen und
       beruflichen Bildung, aber diese sind nahezu ausschließlich auf ein einziges Land
       beschränkt und wahrscheinlich zwei Größenordnungen kleiner als die Mittel , die
       gegenwärtig in den Vereinigten Staaten bereitgestellt werden . Außerdem sind sie in
       Bezug auf Umfang und Einsatz fortgeschrittener Technologien weniger ehrgeizig .
       Satelliten wurden bisher noch nicht eingesetzt . Auch besteht keine wirkliche
       Aussicht auf Verbesserungen; selbst eine größere Mittelbereitstellung auf
       Landesebene würde es Europa in keiner Weise ermöglichen , mit Nordamerika
       gleichzuziehen. Die Europäischen IT-Hersteller^ 13) zeigen allmählich Interesse . Es
       besteht jedoch die Gefahr, daß , bevor sie Produkte oder Systeme entwickelt haben ,
       die japanischen Unternehmen als erste in Erscheinung treten , vor allem wenn
       Produkte der 5 . Generation auf den Markt kommen .
( IS ) Thomson und teit kurxem Olivetti inkl . Acorn
 ---pagebreak---                                                                  11
 TABELLE 1 : Obaroicht über die Lege in Europa
 Belgien                                                          Irland
 Umfuaende Tätigkeiten im           Bereich der beruflichen       Computerunterstütster           Unterricht           und
 Bildung ;   Erforschung      von    AI     an   Universitäten ,  Videoplattenprojekt in Zusammenarbeit mit DEC und
 Muchinenübersetiung, Autoreneyeteme .            Generale   de   den Niederlanden . Erforschung von automatischer
 Banque benutit CBT intern .                                      Erfassung, CBT und Multimedia Fernunterricht in
                                                                  Dublin und Limerick .
 D&nemark
 IT-Versuche in der allgemeinen und beruflichen Bildung           Italien
 umfassen           Computerkonferenasysteme               und   Die Univanita a Diftanta «xparimentiart mit IT in EitT,
 Fernunterricht (Universität Odense), die elektronische          hauptsächlich auf regionaler Ebene in 0 regionalen
 "village halls* verwenden . MATNATDAT-Projekt für               Zentren , unter Fcmeeheinsati. 6 Institute und RAI
 Femlernen mit Schreibterminals. Einsetsung eines                führen Experimente mit Videoplatten durch , das Institut
Ausschusses     für  IT   in    der   fachtheoretischen    und   für Bildungstechnologie entwickelt Courseware . Private
 berufspraktischen       Bildung.     Computerunterstütster      Unternehmen nutsen den computergestütsten Unterricht
 Unterricht an den Schulen Pflichtfach mit Entwicklung           für besondere Anwendungsbereiche .
von      Programmiersprachen .          Computerunterstfltste
Ausbildung       im     Bankgewerbe,       dem    Post -   und   Luxemburg
Fernmelde wesen          und       für       Autoren       von   Weitreichender Einsats von Computern , aber kaum im
Unterrichtsprogrammen ira Maschinenbau .                         Ausbildungsbereich .
Bundesrepublik Deutschland                                       Niederlande
Hohe Ausbildungsausgaben der Länder und der                      Von der Regierung unterstütster Stimulationsplan für
Wirtschaft , aber weitgehend ohne IT. Die Lufthansa              Informatik in Ausbildung, Erforschung von CBT und
führt       ein               Ausbildungsprogramm           an   Multimedia      Lernen .  Computer    werden     in   die
Reservierungsterminals durch. Das Deutsche Institut              Unterrichtsprogramme der Schulen einbesogen (Philips,
ftlr    Fernunterricht       führt     ein     Projekt    über   Compudata und IBM entwickeln Courseware).
fortgeschrittenen       computerunterstütsten       Unterricht   Philips/Sun ( US ) CD-I Autorensystem in der
( CAL) durch . Die Bundespost untersucht die                     Entwicklung. Leiden benutst IV in medisinischer
Verwendung von Bildtext und CTV . DIFF (vom Staat                Ausbildung . Nijmegen , Erforschung von AI-CBT.
gefördert ) spesialisiert sich in Fernunterricht und Media
Forschung in höherer Bildung .Die Universität Karlsruhe          Portugal
und IBM arbeiten an Netsanwendungsmögliohkeiten im               " Telescola" in Entwicklung; die Universitftt Porto führt
Uni versitätsbe reich .                                          Versuche mit IT im Bildung!- und Ausbildungsbereich
                                                                 durch . Projekt Minerva, von der Regierung gefördertes
Frankreich                                                       Multimedia Lernen in formeller Ausbildung.
Großes Interesse an IT für Bildungstwecke - s.B. Rolle
des Centre Mondial und des IPT-Projekt ( Informatique            Spanien
pour tous). CCETT entwickelt eine neue repräsentative            Edumatica      entwickelt  CBT    Autorensysteme     und
Sprache . Vom Staat unterstütster Wettbewerb für Lern-           courseware .
Software ; offizieller Stempel für Material von hoher
Qualität . Aeroformation (Airbus Industrie) sowie EDF
und Renault nutsen CBT für technische Ausbildung.
Das CNEC ( Nationales Zentrum für Fernlehrgknge) ist
mit 6 Femunterrichtssentren die wichtigste Einrichtung
auf dem Gebiet des Fernunterrichts .
Griechenland
Wenig Einsats der Informations - und Fernmeldetechnik
im Bildungsbereich . Integriertes Mittelmeer - Programm
bietet Unterstütsung .
 ---pagebreak---  Vereinigtes Künigreich
 Die     " Offene   Universität”  führt    Versuche    mit
 computerunterstütstem             Unterricht         und
 Computerkonferensen sowie Schriftübertragung durch .
 " Op«n Tech" - Projekt , an dem sich große Unternehmen
 beteiligen , nutet IT für Ausbildungsswecke. "Domesday
 Project" benutzt fortgeschrittene IV ; MSC fördert die
 Erforschung von AI in E&T. NPL entwickelt
Autorensysteme , Umgebungen und anpassungsfähige
Interfaces für CBT. Lloyds Bank benutst CBT-IV für
Personalausbildung in Zweigstellen . Plymouth-baeierter
interaktiver Satellitenversuch in Schulen , unter Einsatt
von PACNET als downlink .         Vom    Staat  geförderte
Verteilung von NTU (US ) Material und in U.K.
entwickelter Courseware; mögliche NTU Transmissionen
nach U.K. Vorgeschlagenes post-Alvey Programm
enth&lt Fernlem-Projekte .
Europa
SEFI (Societe Europeene pour la Formation des
Ingenieurs) schlagen PACE vor - ein europäisches
Programm für fortgeschrittene Weiterbildung, inkl .
Übertragung per Satellit . ESA bietet Olympus Kanäle
für Bildungsversuche an . Bildungsnetswerke EURICLEE
und EUR1DICE .
 ---pagebreak---                                                      13
Zusammenfassend ist zu sagen, daß die Lage in Europa zwar vielversprechend aussieht, aber
in Anbetracht der bereits gebundenen Mittel ( Menschliche Ressourcen, Einrichtungen ,
Industrie - und Dienstleistungskapazitäten ) und der in diesem neuen Bereich gebotenen
Möglichkeiten sind energischere Anstrengungen geboten;
            Die Anstrengungen auf dem Gebiet der Lerntechnologie in der Gemeinschaft sind
            bisher auf einzelstaatliche Programme oder Projekte von vergleichsweise geringer
            Reichweite beschränkt. Die Anstrengungen, die derzeit in Europa von öffentlicher
            und privater Seite unternommen werden, sind erheblich geringer als die unserer
           wichtigsten   Konkurrenten     und   nutzen     weder   die  Größenvorteile   noch das
           Zusammenwirken       mit   Entwicklungen      in  verwandten    technischen   Bereichen
           hinreichend aus .
           Obwohl die Gemeinschaft auf diesem Gebiet über ein beträchtliches Potential
           verfügt und die längerfristigen (direkten und indirekten) Importauswirkungen
           erheblich sind, wird die Entwicklung durch zersplitterte und unzureichende
           Anstrengungen verzögert. Gegenwärtig ist der Markt so stark zersplittert, daß
           Industrieinvestitionen in die integrierte Entwicklung der Lerntechnologie und der
           damit verbundenen Geräte, Software und Dienstleistungen von der Wirtschaft als
           ein kaum akzeptables Risiko betrachtet werden.
Wenngleich die europäische Szene wie oben erläutert weniger günstig aussieht als in
Nordamerika, ist die Lage nicht aussichtslos:
           Die erwarteten Entwicklungen in den Bereichen Fernmelde wesen , Rundfunk,
           Unterhaltungsektronik , Büroautomation und Personal Computing werden nach und
           nach einen wesentlichen Teil der Ausrüstung und der grundlegenden Dienste
           liefern , die   zur   Unterstützung     der    Lerntechnologie   als  ein   spezifisches
           Anwendungsgebiet erforderlich sind.
           Damit verbundene Anstrengungen im Bereich fortgeschrittener Informations- und
           Fernmeldetechniken          (einzelstaatliche         Programme         sowie        die
           Gemeinschaftsprogramme ESPRIT für die Informationstechnologie und RACE
           Definitionsphase in der Fernmeldetechnik ) schaffen Teil der technologischen
           Grundlage, die für eine fortgeschrittene Lerntechnologie und ihre Einführung
          erforderlich ist. Das COMETT-Programm wird die Ausweitung der Benutzerbasis
           verstärken .
           Eine weitere wichtige Tätigkeit, mit der begonnen werden muß, betrifft die
           Entwicklung und Produktion von multimedialem Material für fortgeschrittene
           Lernprozesse. Die Ausweitung der Personal- und Bürocomputer in den letzten
           Jahren hat eine aufstrebende Industrie entstehen lassen , die um die Bereitstellung
           der erforderlichen Software bemüht ist; desgleichen hat der Erfolg der Videogeräte
           und die ständige Zunahme von Fernsehkanälen zur Heranbildung qualifizierter
           Arbeitskräfte zur Produktion des Programmaterials geführt, um diese neue
           Nachfrage zu       befriedigen. Gleichzeitig steht fest,         daß fortgeschrittene
           Kommunikations- und Multimedientechniken für Lern- und Ausbildungsprozesse
           latent vorhandene Talentreserven bei Pädagogen für die Entwicklung von
           Unterrichtsmaterial (courseware) aufdecken werden.             Die Schaffung eines
           gemeinsamen Informationsmarktes kommt diesen Entwicklungen ebenfalls zugute.
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           Trotz der umfangreichen und erfolgreichen Anstrengungen , die derzeit in Europa
           unternommen werden , hängt die optimale Nutzung der Lerntechnologie zur
           wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sowie als Exportartikel davon ab, ob die
           laufenden Bemühungen verstärkt werden und eine bessere Abstimmung zwischen
           den Mitgliedstaaten erfolgt, um so die Größenvorteile wahrzunehmen und die
           Kosteneffizienz der Ausrüstungen , Systeme und Dienste zur Unterstützung der
           Lernprozesse zu erhöhen .
1.4 . Argumente für eine konzertierte Aktion zur Entwicklung und Einführung der
         Lerntechnologie
           Gemeinsame Herausforderung:
           Der Lern -, Bildungs - und Ausbildungsbedarf in der Gemeinschaft nimmt ständig
           zu; dies gilt vor allem für flexiblere Lernhilfen als im Rahmen der traditionellen
           Möglichkeiten angeboten werden. Gleichzeitig geben die möglichen wirtschaftlichen
           und sozialen Folgen, die eine Nichtbeachtung dieser Bedürfnisse nach sich ziehen ,
           Anlaß zur Sorge.
           Gemeinsame Möglichkeiten:
           Die          weitgehende           technische         Übereinstimmung          der
           Lernunterstützungsanforderungen , ungeachtet des spezifischen Fachgebiets oder
           kulturellen Umfeldes, bietet die Möglichkeit einer Zusammenarbeit bei der
           Entwicklung der Lerntechnologie, die sowohl für den Binnenmarkt als auch die
           Weltmärkte bestimmt sein soll . Sprachliche Differenzen sind an sich kein größeres
          Hindernis; die Begleitsprache der "Courseware" kann variiert werden und/oder es
          können mehrere alternative Sprechkanäle vorgesehen werden .
          Nutzung des Größenvorteils:
          Der derzeitige Gemeinschaftsmarkt für Lerntechnologie in der Gemeinschaft ist
          relativ begrenzt, aber es könnten bereits industrielle und kommerzielle Interessen
          entstehen , wenn die Zersplitterung des Marktes und die Hemmnisse verringert
          würden, die mit der Angst vor nichtakzeptablen Forderungen an einzelstaatliche
          Haushalte verbunden sind. Die Entwicklung kostengünstiger Lösungen, die eine
          notwendige Voraussetzung für eine umfassende Verbreitung der Lerntechnologie
          ist, wird durch fehlende oder unterschiedliche technische Normen beeinträchtigt,
          was wiederum zu einer erheblichen Zersplitterung des Marktes führt. Während mit
          einer Expansion der Märkte entsprechend der Nachfrage nach neuen Anlagen
          gerechnet werden kann , sollte das Angebot dadurch beschleunigt werden , daß auf
          Gemeinschaftsebene die Anforderungen der Lehrer und der Lernenden festgestellt
          werden . Eine solche verstärkte Konzertierung und mehr Anstrengungen im
          Hinblick auf eine Harmonisierung der Entwicklungen auf den Gebieten
          Unterhaltungselektronik , Personal Computer und Kommunikationsdienste könnten
          eine Nutzung des Größenvorteils der Gemeinschaft ermöglichen.
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 Effiziente Nutzung der menschlichen Ressourcen und der F+E-Ressourcen:
 Das Angebot an Fachwissen auf dem Gebiet der Lerntechnologie ist sowohl an den
 Hochschulen und mehr noch in der Wirtschaft recht knapp. Ein konzertiertes
 Vorgehen auf Gemeinschaftsebene würde unnötige Doppelarbeit vermeiden und
 eine optimale Nutzung der menschlichen, Industrie - und Finanzressourcen sowie
 des Zeitaufwands für dieses strategische Ziel ermöglichen.
 Komplexität: Notwendigkeit eines interdisziplinären und multimedialen Konzeptes:
 Fortschritte in der Lerntechnologie hängen von gleichlaufenden Entwicklungen in
verschiedenen Bereichen , vor allem der Lernunterstützungsanforderungen, der
 Unterhaltungselektronik, Personal Computer und dem Kommunikationssektor ab.
 Diese Probleme können nicht von einer beteiligten Seite allein gelöst werden und
stellen somit eine besondere Herausforderung an die Konzertierung zwischen
Organisationen dar, die in der Vergangenheit kaum unmittelbar Zusammenarbeiten
 mußten .
Ein Gemeinschaftskonzept für die Zusammenarbeit zwischen den Hauptbeteiligten
kann eine Vielzahl überzähliger und unzureichender Programme vermeiden und
einen erheblichen Beitrag zu einer optimalen Nutzung des Potentials leisten .
Interdependenz: Die Notwendigkeit eines neuen Konzertierungsmechanismus:
Die Entwicklung der Lerntechnologie hängt von Beteiligten ab, die keine
eingeführte Tradition der Konzertierung und Zusammenarbeit haben. Wer von dem
besseren Lernzugang profitierten möchte, ist darauf angewiesen , daß die Pädagogen
die erforderlichen Dienste errichten . Die Pädagogen ihrerseits sind darauf
angewiesen, daß die Industrie kostengünstige Geräte anbietet und die
Fernmeldeoperatoren die erforderlichen Verbindungen herstellen . Allerdings wird
die Industrie nur dann eine fortgeschrittene Lerntechnologie und die
entsprechenden Produkte entwickeln , wenn entweder ausreichende öffentliche
Subventionen gewährt werden oder glaubwürdige Marktchancen bestehen .
Andernfalls     wird   die   Industrie    Produkte   anbieten,   die  für     andere
Anwendungsbereiche entwickelt wurden und bis zu einem gewissen Grad auch in
der allgemeinen und beruflichen Bildung eingesetzt werden können . Dieses
Vorgehen ist jedoch zwangsläufig begrenzt und ist weitgehend für enttäuschende
Erfahrungen bei früheren Experimenten mit dem Computereinsatz in der
allgemeinen und beruflichen Bildung verantwortlich .
Die erforderliche Weiterentwicklung der Lerntechnologie und ihre Anpassung an
die Lernbedingungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten und Fachgebieten wird
eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Hochschulen und Verwaltung
erfordern. Da die betreffenden Wirtschaftszweige bereits international tätig sind ,
wird der entstehende Lerntechnologiesektor weitgehend durch Entwicklungen auf
dem Weltmarkt beeinflußt werden. Daher müssen diese Überlegungen zumindest in
einem europäischen Maßstab durchgeführt werden, um wirksam zu sein.
Die Heranbildung eines effektiven Konsens erfordert einen europäischen
Konzertierungsmechanismus.
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            Rechtlicher Rahmen:
            Die Einführung des Fernlernens auf der Grundlage der fortgeschrittenen
            Lerntechnologie wird bestimmte rechtliche Probleme aufwerfen , da sie nicht nur
            die Bildungssysteme betrifft, sondern auch umfassenden Gebrauch von den
            Fernmelde - und Rundfunkeinrichtungen machen wird, die sehr unterschiedlichen
            Regelungen unterliegen . Die betreffenden Verwaltungen müssen diese Probleme
            rechtzeitig prüfen und Vorschriften und Normen festlegen. Dadurch würden nicht
            nur die laufenden einzelstaatlichen Anstrengungen erleichtert, sondern auch eine
           gemeinschaftsweite      Zusammenarbeit      und    gemeinsame       Lerneinrichtungen
           ermöglicht. Das Kosten-Leistungsverhältnis , das die Ausrüstungsindustrie bieten
            kann, wird weitgehend davon abhängen , in welchem Maße die Gemeinschaft die
            Verwaltungen bei der Festlegung von Geräte- und Kommunikationsnormen und
           Zulassungsverfähren unterstützt. Dazu kann auch die Überprüfung von Zolltarifen
            für Bildungszwecke und ihre Harmonisierung zählen .
           Ein konzertiertes Vorgehen der Verwaltungen , des Bildungswesens, der Wirtschaft,
           der Herausgeber und der EWG^14) könnte sich erheblich auf die Anwendung der
           Lerntechnologie auswirken und würde sehr rasch zur Schaffung eines
           Gemeinschaftsmarktes für lerntechnologische Produkte und Dienstleistungen
           führen , der neben der vorhandenen öffentlichen Unterstützung für grundlegende
           und allgemeine F+E auch private Ressourcen anziehen würde .
1.5 . SchluBfolgerungen
           Bei der Vorbereitung dieses Vorschlags ergaben sich im wesentlichen folgende
           Feststellungen:
           Die Lerntechnologie verfügt über ein vielversprechendes Potential , um dem Lern -,
           Bildungs - und Ausbildungsbedarf der Gemeinschaft in den 90er Jahren und
           danach zu entsprechen
           Die Lerntechnologie steckt zwar noch in ihren ersten Anfängen , aber sie bietet
           bereits attraktive kurzfristige Lösungen an , da sie zeitlich und teilweise auch
           technologisch mit der Einführung fortgeschrittener Kommunikationstechniken in
           Wirtschaft und Unterhaltung zusammentrifft und daraus profitieren kann .
           Allerdings wird das Zusammenwirken mit diesen Entwicklungen und die optimale
           Nutzung der Lerntechnologie von einer Intensivierung der laufenden
           Anstrengungen abhängen .
           Lerntechnologische Geräte und Dienstleistungen bieten der Gemeinschaftsindustrie
           eine große Chance auf einem künftigen Weltmarkt, der wahrscheinlich wichtige
           strategische und politische Auswirkungen haben wird .
           Die Gemeinschaft verfügt über das erforderliche Potential um die Lerntechnologie
           erfolgreich zu nutzen , aber dazu sind rasche und entschlossene Schritte notwendig ,
           um vermehrte Anstrengungen zu unternehmen und die vorhandenen menschlichen ,
           Wirtschafts - und Finanzressourcen durch eine effektive Konzertierung zwischen
           den jeweiligen Beteiligten in den Mitgliedstaaten besser zu nutzen .
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2 . AKTIONSPROGRAMM DER GEMEINSCHAFT I M BEREICH DER
       LERNTECHNOLOGIE
         Die Untersuchungen , die zu diesem       Vorschlag geführt haben , zeigen , daß die
         Gemeinschaftsdimension effektiv und       zum Vorteil aller Mitgliedstaaten genutzt
         werden kann , um die Einführung          der Lerntechnologie als Ergänzung und
         Unterstützung zur Problembewältigung     in der allgemeinen und beruflichen Bildung
         zu verstärken und zu beschleunigen und um die sich auf einem neuen und rasch
         expandierenden Weltmarkt für Produkte und Dienste der Lerntechnologie bietenden
         Gelegenheit zu ergreifen .
         Während in den einzelnen Ländern erhebliche Anstrengungen unternommen
         werden , haben die wohlgezielten Maßnahmen in anderen fortgeschrittenen
         Gebieten der Welt die europäischen Bemühungen in Umfang und Niveau weit
         übertroffen . In Ausmaß, Wirksamkeit und Geschwindigkeit können die
         Entwicklungen in Europa von einer Abstimmung und Zusammenarbeit auf
         Gemeinschaftsebene beträchtlich profitieren .
         Um den bildungsrelevanten, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen zu optimieren ,
         der sich aus der gemeinsamen Entwicklung von Lernunterstützungsystemen in
         Europa ergibt, sind die Vorbedingungen erstens ein effektiverer Einsatz der derzeit
         vorhandenen Ressourcen durch bessere Koordinierung der laufenden Maßnahmen
         und zweitens die systematische Entwicklung künftiger Aktivitäten in einer Weise ,
         die die maximale Synergie der Ergebnisse sichert. Dies wird eine Gesamtheit gut
         abgestimmter, aber gesonderter Lösungen hinsichtlich der Schlüsselfaktoren
         erfordern, die die Entwicklung und Einführung der fortgeschrittenen
         Lerntechnologie bestimmen:
         Aufstellung   einer  Strategie . Ermittlung   der   Ziele  und  Optionen   zu  ihrer
         Verwirklichung
         ----->   durch systematische Konzertierung unter Mitwirkung aller Gruppen der
         Hauptbeteiligten
         Entwicklung der fortgeschrittenen Lerntechnologie
         ----- > durch noch wettbewerbsfreie Zusammenarbeit und Arbeitsteilung zwischen
         Hochschule und Wirtschaft ( analog zu dem vorgeschlagenen Vorgehen beim
         RACE - Ansatz );
         Konzentration auf den Bedarf der Lernenden und Validation neuer Lehrmethoden
         ----- >  durch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung experimenteller Systeme
         und ihre Validation in Feldversuchen ;
         Erleichterung des europaweiten Einsatzes
         _____ >  durch die Entwicklung gemeinsamer funktionaler Spezifikationen und die
         Ermittlung von Mindesterfordernissen für Normung und Zulassung;
         Abbau der Zugangsschranken für die frühzeitige Verwendung
         _____ >   durch die Ausarbeitung geeigneter gemeinsamer Vorschriften und die
         Bereitstellung von Anreizen .
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          Die folgenden Aktionsbereiche wurden als Möglichkeiten für den besseren Einsatz
          des europäischen Potentials in diesem Bereich ermittelt
2.1 . AKTIONSBEREICH I “ Interdisziplinäre Konzertierung Ober die derzeitigen und
        künfticen Lernunterstützungserfordernisse"
          Obwohl die grundlegenden Lernunterstützungserfordernisse in den verschiedenen
          Lernbereichen recht ähnlich sind , gibt es zur Zeit kein Verfahren, gemeinsame
          technische Erfordernisse für die Gemeinschaft aufzustellen und sich auf sie zu
          einigen;    Erfordernisse,     die   mit    den    in    der    Informations-    und
          Telekommunikationstechnologie gebotenen Möglichkeiten und Optionen in Deckung
          gebracht werden könnten^16).
          Die Vorgehensweise für Aktionsbereich I wäre, ein Referenzmodell zu entwickeln
          als Basis für eine Analyse der Interaktionen zwischen Lernenden, Lehrern,
          Möglichkeiten, Unterstützungsdienste usw. Es wird vorgeschlagen, daß der
          Verwaltungsausschuß mit der Formulierung eines strategischen Konzeptes und eines
          Arbeitsplans für Fortschritte in der Lerntechnologie und ihrer Anwendung in der
          Gemeinschaft beauftragt wird.
          Über die Ergebnisse des Aktionsbereichs I würden Rat und Parlament in
          periodischen Berichten informiert, die auch Vorschläge für die Durchführung und
          Weiterentwicklung der Aktionen in der Gemeinschaft enthalten.
2.2 . AKTIONSBEREICH II " Kooperative Entwicklung der fortgeschrittenen Lerntechnoloeie"
          Die Entwicklung der fortgeschrittenen     Lemtechnologie wird zur Zeit durch den
          Mangel an Ressourcen eingeengt. Die      eingesetzten finanziellen Mittel sind nicht
          nur sehr viel geringer als die in den      USA und in Japan verfügbaren , sondern
          infolge einer fehlenden Koordinierung    sind sie auch weniger effizient oder liegen
          unter der kritischen Höhe, die für einen erfolgreichen Wettbewerb notwendig ist.
          Außerdem besteht ein Defizit an Fachwissen in diesem neuen Bereich . Die Art und
          Weise, wie das vorhandene Gemeinschaftspotential genutzt wird, muß verbessert
          werden; ebenso ist eine Verstärkung der laufenden Massnahmen erforderlich.
          Sachverständige haben im Rahmen von Planungsarbeiten ( 1985-86 ) mögliche
          Bereiche für Arbeitsteilung und Zusammenarbeit bei der anwendungsspezifischen
          FuE ermittelt. Die festgestellten Probleme eignen sich gut für Zusammenarbeit und
          Arbeitsteilung, wodurch erhebliche personelle ( Experten ), zeitliche und finanzielle
          Einsparungen möglich sind.
          Das für den Aktionsbereich II vorgeschlagene Verfahren besteht in der
          Stimulierung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung der fortgeschrittenen
          Lerntechnologie.
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 2-3- AKJQNSBEREICH HI *Prt>fgnR vnd Validation der Konzepte in der fortgeschrittenen
         LfirnteghpolQRig , basicrgpj auf Systemintegration und Kommunikation*
             Die Lerntechnologie ist von drei Hauptfaktoren abhängig: Fortschritte in der
             Informationstechnologie, Fortschritte in der Telekommunikationstechnologie und
             Nachfrage nach kundenspezifischen" und/oder flexibleren Lernunterstützung. Die
             ersten beiden Faktoren lassen sich mit den bekannten Techniken des Systems-
             Engineering bewältigen. Der dritte Faktor ist für einen rein analytischen Ansatz
             viel weniger geeignet, da er gewichtige "menschliche Faktoren" einschließt, die
             einen entscheidenen Einfluß haben und die Einbeziehung bedeutsamer empirischer
             Elemente in die Entwicklung der Lerntechnologie erfordern. Dies verlangt nach
            einer iterativen und empirischen Konzeption für die Verwirklichung der
             Lemtechnologie, die auf Prüfungs- und Validationsverfahren beruht.
            Das für diesen Aktionsbereich vorgeschlagene Verfahren besteht darin,
            Einrichtungen für die systematische Prüfung und Validation der fortgeschrittenen
            Technologien und der Fernlernkonzepte bereitzustellen.
2-4 - AKTIONSBEREICH IV "Förderu ng der Kommunikationsfähigkeit von Geräten .
        Software und Diensten in der Lerntechnologie"
            Die Unterstützung des Lernen und der Ausbildung durch Lerntechnologie ist sehr
            schwierig im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit, die Flexibilität, die
            Anpassungsfähigkeit an verschiedenen Anwendungen zu Minimalkosten für Geräte,
           Software und Betrieb. Diese Ziele erfordern eine systematische Förderung der
            Kommunikationsfähigkeit der zusammengehörigen Geräte , Software und Dienste .
            Die Normung in der Lerntechnologie ist im Zusammenhang mit den Arbeiten in
           den       entsprechenden      Bereichen      der    Informationstechnologie,    der
           Unterhaltungselektronik      sowie    der    Kommunikations-      und    Rundfunk­
           /Fernsehdienste zu untersuchen. Innerhalb der Lerntechnologie selbst ist auch
           rechtzeitig die Frage der Mindestnormung, der Modularisierung, der Protokolle, der
           Entwurfsvereinbarungen und zum Beispiel die Notwendigkeit oder Nützlichkeit von
           Regeln für die sinnvolle Entwicklung von Lernprodukten zu prüfen.
2.5 . AKTIONSBEREICH V "Schaffung günstiger Voraussetzungen für fortgeschrittenes
        Lernen in Europa "
           Während die Lerntechnologie potentiell sehr attraktive und vorteilhafte Lösungen
           bietet und sich weitgehend auf die vorhandenen oder in unmittelbarer Zukunft
           wahrscheinlich           aufkommenden            Kommunikationsdienste         und
           Unterhaltungselektronikprodukte stützen könnte , wird dieser Prozeß verzögert,
           wenn nicht gezielte Maßnahmen getroffen werden, um günstigere Voraussetzungen
           zu schaffen, z.B.:
        a)       Größere Flexibilität in den Rechts - und Verwaltungsvorschriften für den
                 Einsatz von Rundfunk/Fernsehen und Fernmeldewesen für das Fernlernen .
                 Dies könnte insbesondere die Festsetzung besonderer Gebühren für den
                 Einsatz von Rundfunk/Fernsehen und Fernmeldwesen für Lernzwecke und
                 Steuervergünstigungen für Lernausrüstung , - Produkte und - dienste
                 einschliessen .
        b)       Vereinheitlichte und vereinfachte Regeln und Verfahren für die Genehmigung
                 von Anwendungen für Fernlernen, insbesondere in der Versuchs- und
                 Entwicklungsphase.
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c)     Behandlung von Copyright Rechten.
          Das für Aktionsbereich V vorgeschlagene Verfahren besteht darin den
          Verwaltungsausschuß zu beauftragen, diese Optionen zu prüfen und Maßnahmen
          vorzuschlagen , die die Entwicklung des Fernlernens in einem angemessenen
          rechtlichen Rahmen fördern .
3 . VORGEHENSWEISE " FINE INITIALPHASE ZU EINEM FÜNF-JAHRESPROGRAMM
       MIT EINER 8-10 JAHRES PERSPEKTIVE"
          Zwei Faktoren sind bei der Lerntechnologie miteinander in Einklang zu bringen:
          erstens die rasch fortschreitende Entwicklung , die eine extreme Abhängigkeit jeder
          langfristigen Planung von der Entwicklung neuer Möglichkeiten bewirkt und
          zweitens die Langfristigkeit einiger der grundlegenden technologischen Arbeiten .
          Im Delta-Programm wird dem durch eine Maßnahmen-Kombination Rechnung
          getragen:
       a)       eine Vorbereituncsphase . die in 1986-1987 durchgeführt wird mit den
                Mitteln , die der Kommission für die Vorbereitug neuer Programme zur
                Verfügung gestellt wurden, auf die
       b)       eine Pilotphase ab 1987 folgen soll , die in das 1989 beginnende
                Arbeitsprogramm führt und anfänglich eine 5-Jahresperiode abdeckt innerhalb
                der 8-10 Jahresperspektive .
          In der Vorbereitungsphase wurde eine "Einladung zur Interessenbekundung" im
          Amtsblatt veröffentlicht. Dies hat zu einer Interessenbekundung der Teilnahme an
          der Entwicklung von bereits über 600 Organisationen geführt. Von diesen
          Organisationen wurden 385 Vorschläge für die Entwicklung des DELTA
          Arbeitsplans eingereicht . 16 Organisationen sind derzeit damit befaßt, diese
          Arbeiten durchzuführen . Diese Organisationen luden circa 300 Experten von allen
          Mitgliedstaaten ein, sich aktiv an der Entwicklung des DELTA Arbeitsplans zu
          beteiligen . Das Resultat wird , mit Hilfe des Rats einer akademischen Peer Gruppe ,
          ein vollentwickelter Arbeitsplan sein , der auf dem breiten Konsensus der Akteure
          inklusive Benützer, Dienstleistungsanbietern und Geräteherstellern ira Bereich der
          Lerntechnologien aufbaut.
          Gestaltung des Arbeitsplans :
          Die Schaubilder 1 und 2 geben einen Überblick über das vorgeschlagene DELTA-
          Konzept . Schaubild 1 enthält die schematische Darstellung eines Fernlernsystems ,
          wobei getrennte Funktionsmodule unterschieden werden. Schaubild 2 zeigt die drei
          Stufen in der Realisierung des auf Fortschritten in der Lernteohnologie beruhenden
          Fernlernens und der IT&T, auf der es basiert.
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      Die Funktionsmodule in Schaubild 1 wurden verwendet , um die technischen
      Abschnitte des Arbeitsplans ( vor allem Aktionsbereich II ) zu strukturieren, in
      denen die spezifischen Aufgaben beschrieben werden , die im Rahmen des
      DELTA-Programms durchzuführen sind. Innerhalb jedes Moduls wurden eine
      Reihe besonderer Themenbereiche herausgestellt, die entschiedene Bemühungen
     erfordern,      um      schrittweise    lernfreundlichere     und     leistungsfähigere
      Fernlernkonzepte zu verwirklichen. Die sich daraus ergebenden spezifischen
      Arbeiten lassen sich wie folgt aufgliedern:
     UMGEBUNG DES LERNENDEN
 1.        Arbeitsstation des Lernenden im privaten Bereich
22 .       Arbeitsstation des Lernenden im speziellen Bereich
33 .       Arbeitsstation des Lernenden im geschäftlichen Bereich
44 .       Persönliche elektronische Bibliothek
     UMGEBUNG DES AUTORS , HERSTELLERS/ BETREUERS
1.         Einrichtung für den Autor
2.         Einrichtung für die Produktion
3.         Einrichtung für den Betreuer
     MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN
     Zugriff auf die Informationen und Informationsverarbeitung
     Innerhalb jedes Themenbereichs können schon frühzeitig signifikante Fortschritte
     erzielt werden; ebenso werden die Erfordernisse für langfristig orientierte Arbeiten
     zur Vorbereitung künftiger Fortschritte ersichtlich . Deshalb werden drei zeitliche
     Ziele festgesetzt, die aufeinanderfolgende " Leisungsstufen" darstellen:
     Stufe I:_____1988-1990 " Überwindung der Distanz - und Zugangsprobleme , die zum
     großen Teil auf die bestehenden             Infrastrukturen . Systeme .   Geräte   und
     Technologien zurückzuführen sind ".
     Bei diesem kurzfristigen Ziel geht es um eine funktionale Integration der heutigen
    Generation     von privat und geschäftlich genutzter Elektronik mit hoher
     Marktdurchdringung , wobei die derzeit verfügbaren Mittel angewandt werden .
 ---pagebreak---                                          22
Stufe II :    1990-1995   " Verbesserter   Zugang  zu   den   und  Handhabung    der
Informationen auf der Grundlage einer schrittweisen Digitalisierung der IT&T und
unter Berücksichtigung spezifischer lernrelevanter Paktoren "
Dieses Ziel sieht für den Beginn der 90er Jahre die Entwicklung einer verbesserten
Generation      von    Geräten     und      Anwendungsmöglichkeiten     mit    neuen
Entwurfskonzepten vor, die durch weitere Fortschritte in der IT&T ermöglicht
werden. Diese verbesserten Eigenschaften lassen sich durch die schrittweise
Digitalisierung der elektronischen Geräte im privaten und im Bürobereich und
durch ergänzende und entschiedene Bemühungen in der Weiterentwicklung von
spezifisch lernorientierten Möglichkeiten , einschließlich Lernexpertensysteme und
der natürlichen Sprache angenäherte Benutzerschnittstellen, und durch die
Bereitstellung einer gewissen Zahl von Spracherkennungs - und Assoziativ-
Abfrageeinrichtungen verwirklichen. Bei den Kommunikationsverbindungen sollen
die fortgeschrittenen Möglichkeiten des ISDN (Dienstintegrierendes Digitalnetz)
und die Wechselbeziehungen zwischen ISDN und der Fernseh - (einschließlich
hochauflösendes Fernsehen ) und Satellitenübertragung berücksichtigt werden.
Stufe III :   1995-2000 "Intelligente Lernhilfen auf der Grundlage der Merkmale
der " Fünften Computergeneration" und der Integrierten Breitbandkommunikation
(I-BQ:
Ziel ist es, die Entstehung einer vollkommen neuen Operation von IT&T-Systemen
und - Produkten mit den Merkmalen der "Fünften Generation" umfassend zu
nutzen , um anspruchsvollere und benutzerfreundliche Lernunterstützungskonzepte
verwirklichen zu können. Es wird davon ausgegangen , daß in diesem Zeitraum die
Breitbandverbindungen vorhanden sein werden und damit die Voraussetzungen für
eine    kostengünstige    Zweiweg-Videokommunikation        zur    Lernunterstützung
bestehen .
Die Ausgaben der einzelnen Themenbereiche werden entsprechend der "Stufe"
jeweils mit den römischen Ziffern I, II oder III versehen.
Da DELTA zu einem großen Teil auf dem Prinzip der "Herstellung von Synergie"
zwischen    den   Erfordernissen   des   Fernlernens  und   den   Entwicklungen    in
angrenzenden Bereichen der IT&T beruht, wird besonders darauf zu achten sein,
daß die Lerntechnologieerfordernisse bei den laufenden, unabhängig voneinander
durchgeführten Aktionen berücksichtigt werden .
 ---pagebreak---       flh                                                                           DRM052
                                     lb
Umgebung des Lernenden            Kommunikationsdienste Umgebung des Betreuers / Autors
              Breitbandverbindungen fur Video           Zwei weg-Schma 1 verb i ndungen
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                    25
4 . DELTA-BESCHREIBIJNG
4.1 . Aktionsbereich I
           Ziel des Aktionsbereichs I ist der optimale Einsatz der vorhandenen Ressourcen der
           Gemeinschaft zur Weiterentwicklung der Lerntechnologie und zur Verwirklichung
           fortgeschrittener Fernlemkonzepte. ln diesem Aktionsbereich wird eine ständige
           Analyse der Benutzererfordernisse, der Fortschritte in der Lerntechnologie und in
           der Informationstechnologie und Telekommunikation, der Normung , der Dienste
           und der sonstigen auf Lernsysteme einwirkenden Faktoren notwendig sein. Um die
           zahlreichen Aspekte und Elemente eines Fernlernsystems zu situieren , ist im
           DELTA-Programm die Entwicklung eines "Referenzmodells für Lernsysteme
           (LSRM )" vorgesehen. Das LSRM soll jederzeit einen Gesamtüberblick über die
           Erfordernisse, Ziele und Optionen geben. Seine spezifische Funktion ist es ,
           Transparenz dadurch herzustellen und zu erhalten , daß es Bezugskriterien liefert,
           an denen die Aktionen und Ergebnisse gemessen werden . Deshalb muß es sich mit
           den Arbeiten und Fortschritten in angrenzenden Bereichen weiterentwickeln.
           Das LSRM muß die Transparenz und Kohärenz für alle Hauptaspekte des
           Lernsystems erhalten, die sich auf die DELTA-Ziele beziehen, d.h.
           Erfordernisse    der   Lernenden .   Autoren . Lehrer   und   Verwaltung     in den
           verschiedenen Bereichen und ihre Spezifikation hinsichtlich der Merkmale und der
           Ziele des Kosten-Leistungsverhältnisses;
           Lerntechnologiepotential zur frühzeitigen Feststellung neuer Technologieoptionen
           und einsatzfähiger Konzepte und zur Bewertung ihrer potentiellen Auswirkungen;
           Möglichkeiten       der     Synergie    mit    Entwicklung      in     angrenzenden
           Anwendungsbereichen der IT&T, einschließlich Systemarchitektur;
           wirtschaftliche und Betriebsaspekte von IT&T-gestützten Fernlernsystemen;
           Verbindung zu einzelstaatlichen Programmen , um einen maximalen Gesamtnutzen
           zu erzielen;
           Auswirkungen von Rechtsvorschriften , die die Entwicklungen fördern oder
           behindern können .
           Die Entwicklungsarbeiten, die notwendig sind, damit das LSRM diese Funktionen
           erfüllen kann , werden im DELTA-Arbeitsplan beschrieben .
           Das     LSRM      gibt    dem     DELTA-Verwaltungsausschuß       analytische   und
           Managementwerkzeuge an die Hand, die er für die Überwachung der
           Durchführung und die Ausrichtung künftiger Arbeiten benötigt. Gleichzeitig wird
           es allen in diesem Bereich Tätigen helfen, ihre Arbeiten und Ziele besser zu
           situieren, was besonders wichtig in diesem Bereich ist, der weitgehend von der
           Entwicklung in angrenzenden, aber größtenteils unabhängigen Bereichen der
           IT&T-Anwendungen abhängt.
 ---pagebreak---                                                   26
4.2. Aktionsbereich II
          Tabelle 2 gibt einen Überblick über die Aufgaben, die von den Sachverständigen
          als für eine Pilotphase geeignet ermittelt wurden.
 ---pagebreak---       Taufelle 2 : Die Entwicklung von DELTA                                    27
               OMCM1MB                           mn i
                                                                                                twi II                                     IfWI Ht
                                              ( WM • 1990)                                   < 1990 - 1995 )                           ( 1995 • 2000)
              dw Ufnwdtw
   1 * lemstotlon fdri      T.V.
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                                                                                                                              [ Ken–pte (Or
                                                                                                                              Idlo 9. Oemrotlon
                           Of fontl . Telefonnets«
                           flbirtrtfini
                                                   3-        Ko–mtketlor
                                                             ifunin
                                                                                    Vertoooorto Oroflkon ^
                                                                                    fort–cbrlttone »
                                                                                                                               visoerw
                                                                                                                               •ysto–
                                                                                                                                                          IwtoUlponto
                                                                                                                                                          Lomstotlon
                                                                                   Perlpherle-Sto
                                                                                    IlKOll . IM «      «
                                                                                   Schnittstelle
                                                                                    im
                           DUfonôtlfdikolt                                      • lom* Experton*
                          • Uduweenbtotor     Л“                                   •yit–
 2. Aersflnlieho          va      –           –
                                                                                                                                                         hersAnlidie     I
      elektrontsdie       Intorektlver Video* «             Nossen                M4 1ne*V1deolexlkenv                                                   Slbtlechofc der I
      • IMIothok          Flettonepfeler                    Spoldiorefrtielt                                                                             S. Concrétion II
                                                            f . den le monde   J Interektfver
                         Elektron, letfxbudi «
             àM
letrouors/rreors–outors
 2 . Uetefeune det        Arboitsststion des Autors-                               Espertonsyst–             Aut ors– totten  Canapa der                 Autorenotstion
      Aretr–so utor«                                        linriehtu*                                                        5. Sonorstion           |
                          Uerkzoupe des Autort
                          for–tloron                «■      fOr den Autor
                                                                                   für Autor - ij            ■It fort–dir.                               der S. Concrétion
                                                                                                                                             ^        I
                          Modlenintctretlon                                                                                   Autorenstetion
 4 . Coures– ro           Nul tf–die*             n –                              IntelKeente *
      fndJttlcn           Clmett                                                  Setoli ttetelle
                          frodufctlono *                                          f . d. Lomenden
                          botrfefaeopredio       –                                fredukticne -    «         Serflte der   I  Ce–uter                   tedwer–tOttto
                         NmdiUdN foktoron                  froAAtlo               betriebesprecho            2 . Oonerotlon   kentrôtie                 fnddtioi
                         Spotifiketlon f .                 «irfelt                Produktions-
                         fredAtim-                                                einriehtu*
                         elnrldituno              “'
S. MtretAme/                                                                      •etreuunt nit              Recfmer *                                  tochnorinto *
     flbwwchtr«                                                                                              –tOtzte         stOtlte Studio*            •rlorte ttudlo*
                                                                                                             Strumni         vmoltixi          H        vernit–
                                                                                                             des Lom*
                                                                                                             fortsehrltts
вшиваща
Infor–tionsaueilon
4* Infor– tienesb*       Oollne- Infor– tiens *                                   IntolMtonto                                Kennpto der         ■■
     frif« u. »–ror*     –rtelchnlo                                              Anfro– ■                                    5 . teneretlon
    bol tu* durdi den    Verbooetrte Abfreft-       –“■    Elrtntt Mr            beorfeeftunt                                CI • Incorprotet Ione*
                                                           Infer– tlenexupriff   Assoxietiv-                                 hi ( fon
    tor– ndon            u. IntorprototionoMS rktouoo
                         Video- /fretro–*/                                       vtnelctoiieee                               Aooetiotlv*
                         Ooton-tlMlothokon                                       Intorprotot i onouorfc *                    Aetrle–I         –■
                         Nikrofom-lotrievel         ■ ■■■                        se–e d. lomenden “                          •fldodreeslene*
                                                                                 Indizione* ud                               von Ootor– eon     –
                                                                                ketrievei durch
 ---pagebreak---                                                     28
4.3 . Aktionsbereich III
           Da das Lernen möglicherweise die komplexeste menschliche Tätigkeit überhaupt
           ist , kommt der Prüfung und Validation neuer Verfahren zur Lernunterstützung
           entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich um einen iterativen und fortlaufenden
           Prozeß. In dem Maße, in dem       der technologische Fortschritt Sachzwänge abbaut,
           werden die Forschungs - und        Entwicklungsarbeiten im pädagogischen Bereich
           immer wichtiger werden . Diese     Art von Arbeiten werden an verschiedenen Stellen
           durchgeführt werden , weil         ein breites Spektrum von Bedürfnissen zu
           berücksichtigen ist. Dem läßt sich am besten dadurch begegnen , daß zahlreichen
           Benutzern Zugang zu einer "gemeinsamen Testeinrichtung" gewährt wird, die ihnen
           die Mittel zur Erprobung der Lerntechnologie gibt und damit neu formulierte
           pädagogische Konzepte ermöglicht.
           Dieser Aktionsbereich betrifft daher die Schaffung einer satellitengestützten
           offenen Testeinrichtung (Satellite-based Open Facility for Testing SOFT), d.h . eine
           allgemein    zugängliche     Testeinrichtung   für    neue   Lerntechnologie-    und
           Pädagogikkonzepte .
           SOFT        könnte      als      Versuchseinrichtung       unter      Einsatz    der
           Satellitenübertragungstechnik implementiert werden , so daß alle Beteiligten aus
           Hochschule und Wirtschaft von Anfang an Zugang zu der Versuchseinrichtung
           erhalten würden^ 16). Von den Mitgliedstaaten würde erwartet, daß sie auf dem Weg
           über    die   Fernmeldebetreiber     und    Rundfunk -   und    Fernsehanstalten  die
           Verbindungen mit den an den Erprobungs - und Validationsarbeiten beteiligten
           Zentren hersteilen .
           SOFT ist als eine spezielle , nicht kommerzielle Forschungseinrichtung gedacht , die
           lediglich die Infrastruktur und die Dienste in Anspruch nehmen soll , die vorrangig
           für andere Ziele eingerichtet worden sind . SOFT soll gemeinschaftsweit (oder
           europaweit ) eingeführt und von den jeweiligen einzelstaatlichen Verwaltungen
           durchgeführt werden . Die Aufgabe von DELTA besteht lediglich darin , die
           Spezifikationen auszuarbeiten , die Konzertierung sicherzustellen und die
           Zustimmung der Mitgliedstaaten einzuholen .
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4.4 . Aktionsbereich IV
           Um die Ausrüstungen und Dienste des Rundfunks und Fernsehens, der
           Telekommunikation, der Büroautomation , der Konsumelektronik und der
           Personalcomputers für Lernzwecke nutzen zu können, muß man nicht nur in der
           Lage sein, sie physisch in einem System zusammenzufassen, sondern auch die
           kompatiblen      Management-,       Kontroll-     und   Anwendungsfunktionen       zu
           gewährleisten . Dies bedeutet, daß für eine bestimmte Kombination von Medien die
           für Lernzwecke eingesetzt werden , alle Normungs- und Protokollfragen für die
           ISO-Schichten 1 bis 7 gelöst werden müssen . Für die unteren Schichten können die
           Arbeiten     herangezogen      werden,   die    bereits für andere       Zwecke als
           Lernanwendungen durchgeführt werden; für die oberen, anwendungsorientierten
           Schichten , werden jedoch spezielle Anstrengungen zur Festlegung und
           Implementierung von Normen und Protokollen notwendig sein . Diese
           Anstrengungen müssen im Hinblick auf einen Betrag zur internationalen Normung
           unternommen werden, und dort, wo die internationale Normung nicht weit genug
           fortgeschritten ist, sind "vorläufige Normen" (z.B. ENV^17)) festzulegen.
Durchführungskonzept für Aktionsbereich IV:
           Für Durchführungszwecke wird Aktionsbereich IV in vier Teile gegliedert
           Maßnahmen , um        die Implementierung unmittelbar anwendbarer,        bestehender
           Normen sicherzustellen;
           Maßnahmen , um die in angrenzenden Bereichen laufenden Normungsarbeiten zu
           beeinflussen, damit gewährleistet wird, daß die Erfordernisse der Lerntechnologie
           und des Fernlernens berücksichtigt werden;
           Maßnahmen , um spezifische Normen und Vereinbarungen für die Lerntechnologie
           und ihre Anwendungen aufzustellen, insbesondere ISO-Schicht 7 , so daß andere
           Normungsarbeiten       ergänzt    werden    und    daß  insgesamt    das   Ziel   der
           "Kommunikationsfähigkeit auf Gemeinschaftsebene" erreicht wird;
           Maßnahmen , um angemessene Lösungen für das Problem der Software-Portabilität
           zu finden .
In Anbetracht der hochgradigen Spezialisierung derartiger Arbeiten und der Notwendigkeit,
Entwicklungen in mehreren Bereichen gleichzeitig Rechnung zu tragen, sollte eine
"Medienübergreifende Gruppe von Normungsexperten" eingesetzt werden, um die Arbeiten
zu ermitteln , zu lenken und zu überwachen. Für den organisatorischen Aspekt wird
vorgeschlagen, daß diese Gruppe als eine fachliche Arbeitsgruppe des DELTA-
Verwaltungsausschusses fungiert und die bereits auf europäischer Ebene im Normungsbereich
bestehenden Strukturen und Verfahren maximal nutzt.
4.5 . Aktionsbereich V
           Die Aktionsbereiche I-IV enthalten hauptsächlich Maßnahmen, mit denen die
           Aussichten auf ein gemeinschaftsweites Angebot an fortgeschrittenen Geräten und
           Systemen für das Fernlernen verbessert werden sollen. Jedoch auch auf der
           Nachfrageseite sind Maßnahmen notwendig; hierbei geht es um eine Senkung der
           etwaigen Zugangskosten für das Fernlernen, der Kommunikationskosten infolge der
           Durchführung der DELTA-Systeme und einen Abbau der rechtlichen Hindernisse,
           die sonst zu höheren Kosten für den Lernenden führen würden .
 ---pagebreak---                                           30
Hier werden zwei Lösungen in Betracht gezogen. Zunächst könnte die
Gemeinschaft behilflich sein, den Unternehmen oder der Einzelperson, die durch
die anfänglichen Ausgaben entstehenden Lasten durch Zugeständnisse an die
Lernenden und die Unternehmen in Bezug auf die Mehrwertsteuer bzw.
Einkommensteuer zu verringern. Um zweitens die ständigen Kosten der
Durchführung der Lernsysteme zu senken und eine ausgewogene Beanspruchung
der Sende- und Kabelzeiten zu gewährleisten , wird die Gemeinschaft aufgefordert,
die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden Ober eine günstige Behandlung
von DELTA zu erleichtern .
Was die Bereitstellung der entscheidend wichtigen Kommunikationsdienste
anbelangt, wird DELTA auf die Fernmeldebetreiber angewiesen sein. Diese Dienste
könnten von DELTA zu Zeiten in Anspruch genommen werden, in denen die
Netzkapazität nicht voll ausgelastet ist. Auf Gemeinschaftsebene wären Maßnahmen
notwendig, um die Verhandlungen mit den Fernmeldebetreiber über Vorzugstarife
für die von DELTA genutzten Dienste zu erleichtern. Ebenso sollte die
Gemeinschaft dazu beitragen, eine gewisse Harmonisierung in den rechtlichen
Systemen der Mitgliedstaaten herbeizuführen , so daß abweichende Vorschriften für
die Zulassung von Geräten und Systemen nicht das gemeinschaftsweite Vordringen
eines Ausrüstungstyps behindern und damit die Kosten für den Lernenden in die
Höhe treiben .
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 DELTA Terminologi«
 AUTHORING                            V*rf*M«n von Lernmateriellen
 BEZUGS - ADRESSIERBAR                Abfrage durch die Beachreibung der Zusammenhänge
 CAI
                                      RechnergeetÜtater Unterricht (Computer- aaeisted Instruction)
 CAL
                                      RechnergeatOtatee Lernen (Computer- essisted Leaming)
 CEDEFOP                              Centre Européen de Formation ProfeuioneUe
 COMETT                               Community programme in Education and Training for Technology
 COURSEWARE                           LeramateriaJ (auch ala Teachware beaeichnet)
DBS
                                      Satelliten Direktempfang (Direct Broadcaating by Satellite)
DMC                                   DELTA Management Komite«
E & T                                 Bildung und Ausbildung (Education and Training)
ESPRIT                                European Strategie Programme for RiiD in Information Technologies
EXPERTENSYSTEME                       Teilbereich der Künstlichen Intelligens , der auf der Ermittlung
                                      von Regeln aufbaut
FERNLERNEN                            Lehrer und Lernender sind nicht am gleichen Ort
                                      (Distancc Leaming)
FONFTE GENERATION                     Zukünftige Computergeneration, die besonders für
                                     künstliche Intelligens geeignet ist
HDTV                                 HochauflOaendes Fernaehen (High Definition Television)
IBC                                  Integrierte Breitband Kommunikation
ISDN                                 Integrated Services Digital Network
ITtcT                                Informationstechnologicn und Telekommunikation
INHALT - ADRESSIERBAR                Abfrage wird durch Angabe des Inhalts beschrieben
KI                                   Künstliche Intelligens (AI=ArtificisJ Intelligence)
LSRM                                 Lem - System-Referena -Modell
MODULARISIERUNG                      Entwurfakonsept , das die wiederholte Verwendung gleicher Elemente
                                     und Funktionen suliiBt
OFFENES LERNEN                       Erlaubt dem Lernenden, su lernen wann , wo und wie
                                     schnell er möchte
PRODUKTION                           Realisierung von Lernmsterialien in ihrer endgültigen Form
PROTOKOLL                            Signale , die der Herstellung einer Kommunikation dienen
RACE                                 Research in Advanced Communications in Europ*
RAI                                  Radio e televisione italiane
SOFT                                 Satelliten-gestütste Einrichtung sur Erprobung
                                     (Satellite-based Facility for Tasting)
SMART                                Programme oder Systeme , die ein gewisses Mafi an
                                     künstlicher Intelligent aufweisen
SPRACH EIN - UND AUSGABE             Erlaubt Maschinen durch gesprochene Befehle
                                     su kontrollieren
WERKZEUGE                            Software Programme, die den ProseB des Verfeasens von
                                     Lemmaterial erleichtern
TUTORING                             Unterstütsung und Begleitung des Lernenden
VERTEILUNG                           Obertragung de« Lernmaterial* an den Lerner ("delivery")
VERTRAGLICHKEIT                      Mögliche Geräte und Dienste verschiedenen Ursprung
                                     Eusammen su verwenden (interoperability)
ZELLULARES RADIO                     Mobiles Radioaystem das geographische Zellen verwendet
     ( 14) Auf der Grundlage der laufenden Arbeiten über Normung und Zulassung auf Gemeinschaftsebene.
     ( 15) Das CEDFOP führt eine umfangreiche Konxertierung «um Thema der generellen Erfordernisse der
           allge,einen und beruflichen Bildung durch; auf diese Konsertierung würde «ich diese Arbeit stütsen.
     ( 16) Im Rahmen der ESA wird deneit die Möglichkeit erörtert , Satelliten im Bildungmbereich eineusetsen.
     ( 17) Europiische Normvorbereitung
 ---pagebreak---                                    ENTWURF EINER VERORDNUNG DES RATES
                                                      vom .....
                   über eine ‘Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiet der Lerntechnologie
                                                Programm DELTA
                                                   - Pilotphase -
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
 Unter Berücksichtigung der Einheitlichen Europäischen Akte der                      Europäischen
 Wirtschaftsgemeinschaft und insbesondere der Artikel 130Q Paragraph 2 ,
 Unter Berücksichtigung des Vorschlages von der Kommission1),
 Unter Berücksichtigung der Ansicht des Wirtschafts- und Sozialausschusses2),
 In Kooperation mit dem Europ&ischen Parlament8)
 Während die Gemeinschaft die Aufgabe hat, durch die Errichtung eines gemeinsamen
 Marktes und schrittweise Annäherung der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedstaaten eine
 harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhalb der Gemeinschaft und engere
 Beziehungen zwischen den Staaten zu fördern;
 Während Ausbildung und Schulung eine entscheidende Rolle für die zukünftige
 wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinschaft spielen und während fortgeschrittene
 Informations - und Telekommunikationstechnologien neue und wirksamere Mittel bieten
 Lernen zu unterstützen;
Während die Staats- und Regierungschefs anläßlich ihrer Beratungen in Stuttgart, Athen,
Fontainebleau und Brüssel die Bedeutung der Stärkung der Technologienbasis und der
Wettbewerbsfähigkeit der Industrie betonten sowie die Notwendigkeit der Stärkung der
menschlichen Ressourcen mittels einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen
Hochschulen und Industrie4);
Während die Staats- oder Regierungschefs in ihrer Sitzung vom 28 . - 29 . Juni 1985 das
Memorandum der Kommission zur Verstärkung der technologischen Zusammenarbeit in
Europa unterstützten und billigten5), welches als Priorität Aktionen im Bereiche der
Technologien von Ausbildung und Schulung identifiziert6);
Während das Europäische Parlament wiederholt betont hat , welche Bedeutung es der
Ausbildung und Schulung für das zukünftige wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der
Gemeinschaft beimißt und im Mai 1983 eine Entschließung angenommen hat , die größere
Bemühungen in Ausbildung und Fortbildung fordert7); während das Europäische Parlament
am 11 . November 1986 eine Entschließung angenommen hat , die die Kommission auffordert ,
ein Programm im Bereich der Lerntechnologien vorzulegen8)
Während     der      Wirtschafts -   und     Sozialausschuß     die Bedeutung der Nutzung  neuer
Informationen - und Telekommunikationstechnologien für den Erhalt einer flexiblen und sich
an ändernde Anforderungen anpaßungsfähigen Bevölkerung betont hat, und des sich daraus
ergebenden Beitrags zur Verringerung der anpassungsbedingten Arbeitslosigkeit;
    T)-----XBTT.I
    2)     ABL ...
    S)     ABL ...
    4)     Mitteilung EG 3 ABL 1985
     5)    SI(85 ) 500
    6)     KOM(85 ) 350 , S15
    7)     ABL Nr. C135 , 24.05.83 Mitteilung EG 3.85
 ---pagebreak---                                                              2
Während das Rahmenprogramm für gemeinschaftliche Arbeiten im Bereich der Forschung
und       der     technologischen           Entwicklung         ( 1987-1991)®)    die  Anwendung  von
Informationstechnologie und Telekommunikation für die Entwicklung neuer Dienste
gemeinsamen öffentlichem Interesses in der zweiten Hauptlinie von Tätigkeiten unter dem
Titel "Vorbereitung auf einen großen Markt und einer Informations - und
Kommunikationsgesellschaft" vorsieht; während das Rahmenprogramm speziell Arbeiten im
Bereich der Lerntechnologien vorsieht10);
Während der Bedarf nach Ausbildung und Schulung stetig wächst, seine Vielfalt zunimmt
und der Zugang erleichtert werden muß; während Fortschritt in Lerntechnologie
zusammentrifft mit der Einführung fortgeschrittener Telekommunikationsdienste und
Einrichtungen , die es ermöglichen mit geringen zusätzlichen Ausgaben sie der Nutzung für
Lernzwecke zuzuführen und somit den Forderungen nach Verbesserung der Voraussetzungen
und Wirtschaftlichkeit von Schulung und Umschulung zu entsprechen;
Während Lerntechnologie ein strategisch wichtiges Wachstumsgebiet für Dienste und
Ausrüstung weltweit darstellt und das Ziel stark konzentrierter Entwicklung und
Investitionsbemühungen anderer mit Europa im Wettbewerb stehenden Regionen ist;
Während         nationale         und       Gemeinschaftsaktionen              in  den  Bereichen der
Informationstechnologien, der Telekommunikation und Standardisierung die Basis für die
Einführung fortgeschrittener Lerntechnologie bilden; während jedoch noch zusätzliche F&E
Bemühungen erforderlich sind , um das vollständige Potential dieses neuen Gebiets zu
erschließen;
Während der Rat das Programm COMETT beschlossen hat (86/365 / EWG), das die
Zusammenarbeit von Industrie und Universitäten in Ausbildung und Schulung beinhaltet,
einschließlich der Förderung des Fernlernens11), und das COMETT Programm von einer
Verbesserung der Technologien , Werkzeuge, Ger&te und Infrastrukturen zur Unterstützung
des Fernlernens Nutzen ziehen würde;
Während vorbereitende Untersuchungen ein Arbeitsprogramm definiert haben, das den
Trends und den Auffassungen der Experten der Mitgliedstaaten entsprechen; während die
Beurteilung der vorbereitenden Arbeiten unter voller Beteiligung von Universitäten, Industrie
und Verlegern erfolgte; während eine Gruppe hervorragender akademischer Berater zur
Formulierung des Arbeitsplans beigetragen haben;
Während die DELTA Pilotphase voll von ESPRIT und RACE Ergebnissen sowie den
laufenden Bemühungen im Bereich der Standardisierung profitieren wird;
Während der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung ( AWTF) seine
Stellungnahme abgegeben hat.
    9)      KOM(86) 430 endg . brüssel 05.08.86
     10)    Aktionslinie II S Neue Dienste gemeinsamen öffentlichen Interesses
     11 )   ABL Nr. L 222 , 08.08.1986, S 17
 ---pagebreak---                                                 3
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                         Artikel 1
   1.  Ab 1.12.1987 wird eine Pilotphase für eine Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiet
       der Lerntechnologie , DELTA genannt, für einen Zeitraum von zunächst 18
       Monaten angenommen .
  2.   Ziel dieser Aktion ist es , zusätzliche Forschung und Entwicklung durchzuführen,
       die es ermöglicht, neue Technologie in die Werkzeuge und Infrastrukturen für
       fortgeschrittene Lernverfähren, insbesondere des offenen- und Fernlernens, in der
       Gemeinschaft einzuführen . Grundlage der Aktion ist eine Konzertierung der
       Arbeiten und der Koordinierung der entsprechenden Aktivitäten der
       Mitgliedstaaten der Gemeinschaft. Mit dieser Aktion sollen den Endbenutzern zu
       möglichst geringen Kosten und mit möglichst geringem Zeitaufwand die
       Lernausrüstungen und -Systeme zur Verfügung gestellt werden, die geeignet sind,
       in möglichst rationeller Weise einer gestiegenen Nachfrage nach allgemeiner und
       beruflicher Bildung und Fortbildung gerecht zu werden.
                                         Artikel 2
       Die Aktion umfaßt eine der Normung und dem Wettbewerb vorgelagerte
       Erforschung der Technologien , die zur Erreichung des Ziels konzertierter
      europäischer Anstrengungen auf dem Gebiet der Lerntechnologien erforderlich
      sind . Die Thematik ist im Anhang dargelegt. Die Kommission wird sicherstellen ,
      daß    DELTA     in  Koordination     mit   anderen  Aktionen   auf   der Ebene    der
      Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten entwickelt wird .
                                        Artikel 3
  1.  Die im einzelnen auszuführenden Arbeiten sind in einem Arbeitsplan festgelegt,
      welcher unter Anwendung des Verfahrens unter Artikel 7 beschlossen wird.
  2.  Die Bewertung der vorgeschlagenen Vorhaben wird von der Kommission
      durchgeführt im Einklang mit den im Anhang und im Arbeitsplan definierten
      Zielen. Die Förderungswürdigkeit von Vorhaben , deren Durchführung FuE von
      mehr als 50 Mannjahren erfordern , wird unter Anwendung des Artikels 7
      entschieden . Für die anderen Vorhaben werden die Ergebnisse der Bewertung dem
      im Artikel 6 vorgesehenen Ausschuß zur Kenntnis gegeben .
  3.  Die Vorhaben im Rahmen des Programms werden auf dem Wege von
      Kostenteilungsverträgen durchgeführt, die von der Kommission mit in der
      Gemeinschaft      ansässigen    Industrieunternehmen ,    Verlegern ,   Universitäten ,
      Forschungseinrichtungen       und anderen Stellen abgeschlossen werden . Es wird
      erwartet , daß die Vertragspartner einen wesentlichen Teil der Kosten tragen , im
      Normalfall mindestens 50% der Gesamtkosten .
  4.  Die Vorschläge für Vorhaben werden in der Regel auf eine im Amtsblatt der
      Europäischen Gemeinschaften          veröffentlichten Ausschreibung hin von den
      Interessenten eingereicht . An den Vorhaben sollen im Normalfall mindestens zwei
      unabhängige Partner beteiligt sein , die nicht alle im selben Mitgliedstaat ansässig
      sind . In der Regel sollte einer der Partner ein Industrieunternehmen sein.
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5. In Ausnahmefällen , wo eine Ausschreibung keine befriedigenden Ergebnisse erzielt
   hat , oder in dringenden Fällen , oder , wenn die Ausschreibung aus Gründen der
   Kosten und Wirtschaftlichkeit nicht das geeignete Verfahren ist, kann nach dem
   Verfahren gemäß Artikel 7 entschieden werden, in Abweichung von den
   Grundsätzen in den Absätzen 3 und 4 .
                                    Artikel 4
   Sind zwischen der Europäischen Gemeinschaft und europäischen nicht-
   Mitgliedstaaten Rahmenvereinbarungen über wissenschaftliche und technische
   Zusammenarbeit abgeschlossen worden , können Einrichtungen und Unternehmen ,
   die in diesen Ländern ansässig sind , Partner an einem Vorhaben werden , das im
   Rahmen dieses Programms durchgeführt wird .
                                    Artikel 5
1. Der Mittelbedarf für den Gemeinschaftsbeitrag zur Durchführung der Pilotphase
   wird einschließlich der Personalausgaben (9 A , 2 B , 4 C Beamte auf Zeit ), auf 20
   Mio ECU für den Zeitraum von 18 Monaten veranschlagt.
2. Ein Vorschlag für die Aufteilung dieser Mittel innerhalb des Programms ist im
   Anhang enthalten .
                                    Artikel 6
1. Die Kommission trägt Sorge für die ordungsgemäße Durchführung der Aktion und
   trifft alle dafür erforderlichen Maßnahmen , unbeschadet der durch Artikel 3
   vorgesehenen Kompetenzen.
2. Die Kommission wird von einem Ausschuß , nachstehend " Ausschuß " genannt ,
   unterstützt, der aus zwei Vertretern jedes Mitgliedstaats zusammengesetzt ist . Den
   Vorsitz im Ausschuß führt ein Vertreter der Kommission .
   Die Mitglieder des Ausschusses können sich entsprechend der Art der zu
   erörternden Fragen von Sachverständigen oder Beratern unterstützen lassen .
   Die Arbeiten des Ausschusses sind vertraulich .      Der Ausschuß gibt sich eine
   Geschäftsordnung.     Die Sekretariatsgeschäfte des Ausschusses werden von der
   Kommission wahrgenommen .
3. Die Kommission kann den Ausschuß zu jeder Frage hören , die unter diese
   Verordnung fällt .
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                                           Artikel 7
    1.    Wird auf das      Verfahren dieses   Artikels Bezug genommen,     unterbreitet der
          Vertreter der    Kommission    dem   Ausschuß  einen  Entwurf der zu     treffenden
          Maßnahme . Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme innerhalb einer Frist ab, die
          der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage
          festsetzen kann , die im Normalfall einen Monat beträgt und in keinem Fall zwei
          Monate übersteigen darf. Die Stellungnahme wird mit der in Artikel 148 Absatz 2
          des Vertrags für die Annahme der Beschlüsse , die der Rat auf Vorschlag der
          Kommission zu fassen hat, vorgesehenen Mehrheit gegeben. Bei der Abstimmung
          im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß
          vorgenanntem Artikel gewogen . Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht
          teil .
    2.    Die Kommission trifft die Maßnahmen, wenn sie der Stellungnahme des
          Ausschusses entsprechen . Entsprechen die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht der
          Stellungnahme des Ausschusses, oder ist keine Stellungnahme ergangen , so
          unterbreitet die Kommission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag. Der Rat
          beschließt mit qualifizierter Mehrheit .
    3.    Hat der Rat innerhalb einer Frist von einem Monat keinen Beschluß gefaßt , so
          trifft die Kommission die vorgeschlagene Vorkehrung.
                                           Artikel 8
    1.    Das Resultat der Aktion wird nach zwölf Monaten von der Kommission überprüft .
          Die Kommission wird dem Rat und dem Europäischen Parlament über die
          Ergebnisse dieser Überprüfung Bericht erstatten , begleitet von einem von ihr als
          angemessen erachteten Vorschlag der Anpassung und Verlängerung .
                                           Artikel 9
    1.    Im Zusammenhang mit den Koordinationstätigkeiten gemäß Artikel 1 Absatz 2
         tauschen die Mitgliedstaaten und die Kommission alle ihnen zugänglichen und zur
         Veröffentlichung freigegebenen Informationen über Tätigkeiten auf Gebieten aus ,
         die von diesem Beschluß erfaßt werden , gleichgültig, ob die Tätigkeiten unter ihrer
         Zuständigkeit geplant und ausgeführt werden oder nicht.
   2.    Die Informationen werden nach einem Verfahren ausgetauscht, das die Kommission
         nach Anhörung des Ausschusses definiert; sie werden auf Wunsch des Informanten
         vertraulich behandelt .
                                          Artikel 10
         Diese Verordnung tritt am 1 . Dezember 1987 in Kraft.
         Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in
         jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel , am       1987                                    Im Namen des Rates
                                                                               Der Prâsident
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ANHANG
                                        DELTA Pilotnhase
Zusammenfassung der Arbeitsgebiete
1 . Referenzmodell fur das Lernsystem (LSRM ) (Aktionslinie I)
2 . Kooperation in der Entwicklung fortgeschrittener Lerntechnologie
     (Aktionslinie II)
       2.1 Umfeld des Lernenden
       2.2 Autoren Arbeitsplätze
        2.3 Einrichtungen für die Fertigung von Lehrmaterialien
        2.4 Privatunterricht und Kontrollmittel
        2.5 Management der Informationsressourcen
3 . Test und Validation von Kommunikation und SOFT (Satellite-based Open
     Facility for Testing) Aktionslinie III
        3.1 Video- Audio Konferenzschaltungen
        3.2 Informations - und Programmaustauschsystem
        3.3 Anpassung an ISDN
        3.4 SOFT-Operationsplan
        3.5 Entwurf und Spezifikation eines Satellitenbildungskanals
        3.6 Kontrollierte SOFT Versuche
4 . Interoperabilität (Aktionlinie IV)
       4.1 Identitifizierung von Normen , die Auswirkung auf das Lernen haben
       4.2 Organisatorische Unterstützung für Lernnormen
5 . Verbesserung der Rahmenbedingungen
        5.1 Steuerliche Behandlung des Lernens
        5.2 Verordnungen
        5.3 Telekommunikationspolitik
        5.4 Copyright und Autorenrechte
 ---pagebreak---               Vorschlag einer Verordnung des Rates
                             zu einer
  Aktion der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Lerntechnologie
                            DELTA
( Developing European {^earning through Technological Advance )
                          - Pilotphase -
           ENTWURF DES ARBEITSPLANS
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                                        DELTA PilotDhase
1 . Referenzmodell für das Lernsystem (LSRM) (Aktionslinie I)                  2
2. Kooperation in der Entwicklung fortgeschrittener Lerntechnologie
     (Aktionslinie II )                                                        3
       2.1 Umfeld des Lernenden                                                3
       2.2 Autoren Arbeitsplätze                                               4
       2.3 Einrichtungen für die Fertigung von Lehrmaterialien                 5
       2.4 Privatunterricht und Kontrollmittel                                 6
       2.5 Management der Informationsressourcen                               6
3 . Test und Validation von Kommunikation und SOFT (Satellite-based Open
     Facility for Testing) Aktionslinie III                                    7
       3.1 Video- Audio Konferenzschaltungen                                   7
       3.2  Informations- und Programmaustauschsystem                          7
       3.3  Anpassung an ISDN                                                  8
       3.4  SOFT-Operationsplan                                                8
       3.5  Entwurf und Spezifikation eines Satellitenbildungskanals           8
       3.6 Kontrollierte SOFT Versuche                                         8
4. Interoperabilität (Aktionlinie IV)                                          8
       4.1 Identitifizierung von Normen , die Auswirkung auf das Lernen haben  9
       4.2 Organisatorische Unterstützung für Lernnormen                       9
5. Verbesserung der Rahmenbedingungen                                          9
       5.1 Steuerliche Behandlung des Lernens                                  9
       5.2 Verordnungen                                                        9
       5.3 Telekommunikationspolitik                                          10
       5.4 Copyright und Autorenrechte                                        10
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                                     Entwurf des Arbeitsplans
 Einführung
 Die Thematik und genaue Zielsetzung der Pilotphase von DELTA werden in diesem Anhang
dargelegt. Das Programm bezieht sich auf            prä-normative und vor-wettbewerbliche
Forschung und Entwicklung auf der Grundlage einer gemeinsamen Finanzierung .
Der Systemansatz zum Lernen in Europa, welcher diesem Programm zugrunde liegt, schließt
drei mögliche Szenarien ein, die sowohl unterschiedlichen Forderungen der Lernenden als
auch verschiedenen Zielgruppen entsprechen.
Das erste Szenario bezieht sich auf die berufliche Schulung innerhalb der Industrie , des
Handels und Universitäten . Dieser Anwendungsbereich        stellt hohe Ansprüche aber erlaubt
gleichzeitig verhältnismäßig aufwendige Lösungen .
Das zweite Szenario bezieht sich auf die Zielgruppe der erwachsenen Benutzer wie zum
Beispiel Hochschulstudenten, Weiterbildung und Erwachsene als individuelle Anfänger. In
diesem Szenario spielen niedrige Systemkosten eine größere Rolle , gleichzeitig ist diese
Zielgruppe aber auch weniger anspruchsvoll als die professionelle Zielgruppe . Diese
Zielgruppe ist potentiell sehr groß , insbesondere wenn man in Betracht zieht, daß die
erforderlichen Geräte auch für andere Bereiche der Freizeitgestaltung genutzt werden
können .
Das   dritte  Szenario   entspricht   der Untersuchung     der   Erfordernisse der schulischen
Ausbildung , d.h. dem pädagogischen Sektor auf den primären und sekundären Niveaus. Der
potentielle Bedarf ist groß , insbesondere da die zweite Generation der Lerntechnologie einen
weitergehenden Einsatz zulassen wird als dies für die technisch beschränkte erste Generation
möglich war. Jedoch wird das Ausmaß der Anwendung stark vom Preis abhängig sein . Die
Herausforderung stellt sich in der Suche nach Lösungen die eine ausreichende Leistung bei
einem akzeptablen Preis zulassen; der Vorteil eines großen Europäischen Markts kann hier
eine entscheidende Rolle spielen.
Alle drei Szenarien - als Orientierung der prä-normativen und vorwettbewerblichen FuE -
werden in der DELTA Pilotphase systematisch einbezogen werden . Im Rahmen der Arbeiten
zum Referenzmodell für das Lernsystem ( LSRM ) werden sie Thema detaillierter
Untersuchungen sein , aus denen sich die Forderungen an neue Lerntechnologie ableiten
werden (Aktionslinie I).
1 . Referenzmodell fur das Lernsystem ( LSRM) ( Aktionslinie I )
Zielsetzung
Das Ziel der Aktionslinie I ist die Verbesserung der Verwendung der insgesamt der
Gemeinschaft zur Verfügung stehenden Ressourcen        für Fortschritt in Lerntechnologie . Um
dies zu ermöglichen wird ein Systembezugsmodell         für die technische Unterstützung von
Lernprozessen ( LSRM ) benötigt . Dies dient sowohl    der Planung der zukünftgen Arbeiten ,
wie auch dem Management der Durchführung . Eine       besonders wichtige Rolle wird einerseits
der Vergleich der Benutzerforderungen mit dem derzeit Realisierbaren und andererseits die
Beurteilung technologischen Fortschritts , Standardisierung, neuer Dienste und anderer
Faktoren spielen .
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 Die Erstellung und Weiterentwicklung dieses Modells wird folgende Aspekte behandeln:
                 Identifizierung der technischen Hauptkomponenten der Lernprozesse deren
                 weitere      Entwicklung        DELTA       bezweckt.      Identitifizierung  der
                 Wechselbeziehung dieser Komponenten und des Bezugs zu den Beteiligten
                 (Arbeitgeber, Erzieher, die Informationsindustrie, Dienstleistungsanbietern,
                 etc).
2 . Kooperation in der Entwicklung fortgeschrittener Lerntechnologie (Aktionslinie II )
Zielsetzung
Der Entwurf von Systemen und Geräten, die eine gemeinschafts - weite Realisierung von
Fernlernen zuläßt, ist das Ziel , das durch die ergänzende Zusammenarbeit der IT&T
Industrie der Gemeinschaft, der Verleger sowie Forschung und Lehre erreicht werden soll .
Um dies zu erreichen sollen die Entwicklungen in den relevanten Technologien und
Kommunikationsdiensten der kommenden Jahrzehnte, die bereits für andere Anwendungen
unternommen werden , gezielt für die pädagogische Nutzung ergänzt und erweitert werden .
2,1 Umfeld des Lernenden
Basierend auf den in absehbarer Zeit zur Verfügung stehenden Computer-Arbeitsplätzen und
Perönlichen     Computern       geht   es     hier    um    die    ergänzende    Erarbeitung  von
Funktionsspezifikationen ,    sowie die Entwicklung        zusätzlich erforderlicher Geräte und
Schnittstellen für Lern-Arbeitsplätze . Diese sollen die Anforderungen folgender Zielgruppen
Lernender berücksichtigen:
                die Anwendung in der Familie
                die Verwendung im Berufsleben
                die Verwendung zur Schulung von Spezialisten.
Die vorgesehene Forschung und Entwicklung wird an den Schnittstellen arbeiten, die es
Lern-Arbeitsplätzen ermöglichen wird mit Videotex, Videodisk, Kompaktdisks (ROM ),
digitalen    Tonbändern,       Kabelnetzübertragung ,     Satellitendirektempfang       (DBS) und
Datenpaketvermittlung        zu    arbeiten .     Die    zunehmende       Leistungsfähigkeit  der
Informationsverarbeitung, der Speichertechnik und die Fortschritte in Bilddarstellung und
Bildverarbeitung werden dabei voll genuzt werden. Die Systemkonzeption wird insbesondere
die "Hilfsfunktionen" berücksichtigen , die entsprechend dem technologischen Fortschritt
ausbaufähig bleiben muß , insbesondere in Bezug auf die Nutzung des dienstintegrierten
Netze ( ISDN ) für die Unterstützung des Lernens sobald diese verfügbar werden .
        Lehrmaterial Dienste
         Es geht hierbei um die Entwicklung von Spezifikationen für Lehrmaterial Dienste ,
        die es den Benutzern ermöglicht bei Bedarf Zugang zu Courseware zu haben , aber
        auch die Beobachtung und Unterstützung des Lernprozesses bei Benutzung zuläßt.
         Diese F&E entspricht zB dem Bedarf von Unternehmen , die ihrem Personal
        periodisch oder kontinuierlich Schulung und Umschulung unter Verwendung von
        existierenden Computer-Arbeitsplätzen und internen Netzen anbieten wollen. Die den
        Lernprozess begleitende Verfolgung des Lehrerfolges wird nach und nach von den
        Techniken der Künstlichen Intelligenz Gebrauch machen , um die Flexibilität und
        Lernmotivation zu erhöhen und eine optimale Anpassung an die speziellen
        Bedürfnisse des Lernenden zu erreichen .
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        Expertensystem für Lernende
        Entwurf und Entwicklung einer Expertensystem-Kapsel als Ergänzung der "Hilfe-
        Funktionen" für die Arbeitsstation Lernender. Damit soll die Schnittstelle zum
        Lernenden benutzerfreundlich gestaltet werden , eine optimale Anpassung an die
        speziellen Bedürfnisse des Lernenden erzielt werden und damit eine möglichst
        effektive Nutzung des Systems.
        Persönliche elektronische Bibliotheken
        Unter Verwendung von CD-ROM, CD-I und/oder Digitaler Bänder in Verbindung
        mit den Arbeitsplätzen Lernender geht es um die Realisierung der technischen
        Voraussetzungen für persönliche elektronisch Bibliotheken. Künstliche Intelligenz ist
        für die effektive Organisation der Information und die Realisierung der
        erforderlichen Benutzerfreundlichkeit zu entwickeln .
        Dies ist als eine Ergänzung der zentralen Informationsquellen für Lernende gedacht.
        Die Arbeiten schließen die Möglichkeit der versuchsweisen Entwicklung eines
        Videowörterbuches oder einer Videoenzyklopädie auf einem speziellen Gebiet mit
        ein.
        Elektronisches Notizbuch
        Entwicklung erster Spezifikationen für eine tragbare Erweiterung des Arbeitsplatzes
        für Lernende, die in der Lage sind Informationen als Text, Ton, und Graphik zu
        speichern, zu organisieren, wiederaufzurufen . Für weitgehendste Autonomie des
        Elektronischen     Notizbuchs      kommen      Halbleiter   und/oder    magnetische
        Speichertechniken (Magnetic       Bubble)   in  Verbindung   mit  neuen   leichteren
        Energieträgern in Frage.
2.2 Autoren Arbeitsplätze
Zielsetzung
Die vorbereitenden Arbeiten an DELTA haben gezeigt, daß sich wesentliche wirtschaftliche
Vorteile und eine Verbesserung der Wettbewerbssituation in diesem Bereich gegenüber
Drittländern erreichen läßt, wenn es gelingt Lern-Systeme und grundlegende Courseware für
einen Europäischen Markt zu entwickeln und zu vertreiben , und nicht nur für nationale
Märkte wie dies derzeit geschieht. Dieses erfordert jedoch, als einen ersten Schritt, die
Bereitstellung angemessener technologischer und logistischer Mittel um die schöpferischen
Tätigkeiten der Autoren zu erleichtern . Einige dieser Mittel werden weitgehend unabhängig
vom spezifischen Inhalt sein , dh können für eine breite Verwendung bereitgestellt werden ,
während andere gebietsspezifisch sind , womit naturgemäß die Vorteile einer gemeinsamen
Vorgehensweise weniger offensichtlich sind . Die hier vorgesehenen Arbeiten werden sich
daher auf die gemeinsamen Erfordernisse konzentrieren.
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        Software Arbeitsplatz
        Spezifikation und Entwurf eines Software Arbeitsplatzes , der Makrobefehle für die
        Manipulation und Kontrolle von Manuskripten vorsieht um Routine und sich oft
        wiederholende Autoren-Arbeiten zu erleichtern. Diese Softwarewerkzeuge sollen in
        iherer weiteren Entwicklung die Zusammenarbeit von Autoren über beliebige
        Entfernungen unter Verwendung von ISDN/IBC, Satellitenkommunikation und
        Experten Systemen (die kollektive Erfahrungen erschließen ) zulassen.
        Die Zielsetzung und der Einsatz der F&E Mittel richten sich nicht auf die Produktion
        von Courseware selbst oder Lehrer Ausbildungsmaterial, sondern auf die Schaffung
        von Werkzeugen und anderen technischen Hilfsmitteln, die der Entstehung eines
        europäischen Markts für die Produktion der nächsten Generation von Lehr- und
        Lern-Systemen und Material unterstützt. Dieses ist eine entscheidende und schwierige
        Aufgabe, und im Maße des Möglichen wird auf die bereits in den Mitgliedstaaten
        mit dieser Zielsetzung unternommenen Bemühungen der Forschung und Entwicklung
        aufgebaut werden.
2.3 Einrichtungen für die Fertieune von Lehrmaterialien
Zielsetzung
Die Rundfunk-und Fernsehanstalten haben bereits heute leistungsstarke multimediale
Produktionsverfahren zur Verfügung , die ihnen eine optimale Anpassung an die
menschlichen,       kognitiven   Prozesse erlaubt.    Diese   Geräte    erlauben     Mischung ,
Fenstertechniken, Manipulation und Verarbeitung von          Bildern ,  Anmalen ,   Markieren ,
Überlagerung von Stimmen, Tonsynthese , elektronische Musik, Zugabe von Harmonien,
Rythmen und die Möglichkeit das Ergebnis in hoher Qualität aufzuzeichnen und zu
speichern .     Die    meisten    dieser    Techniken   können ,    durch     eine    geeignete
Produktionskontrollsprache , auch zur Produktion und Entwicklung von Courseware
erschlossen werden. Zunächst werden hierfür spezielle Anlagen erforderlich sein . Nach und
nach wird es dann aber auch möglich sein , diese Funktionen auf allgemein verfügbaren
Anlagen und Kommunikationsmitteln zur Verfügung zu stellen. Hier geht es darum diesen
Prozess zu beschleunigen.
        Multi-Media Integration
        Spezifikation, Entwicklung und simulierte Anwendung, aufbauend auf heute bereits
        kommerziell genutzten Techniken. Ein solches System würde die Möglichkeiten neuer
        und       leistungsfähigerer     Telekommunikationsdienste,     einschließlich      der
        Satellitenverbindungen ausnutzen für die Dezentralisierung der Konzeption und
        Produktion von multimedialer Courseware. Vorausschauend ist die Entwicklung in ein
        intelligentes, computerintegriertes System, das dem Benutzer den Zugang zu
        Erfahrung anderer und die Verbindung zur Praxis erhält.
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2.4 Privatunterricht und Kontrollmittel
Zielsetzung
Der Tutor -nicht notwendigerweise identisch mit dem Autor- wird im Rahmen der
Betreuung des Lernenden für dessen Fortschritt pädagogisch verantwortlich sein . Aufgrund
der Entfernung zum Lernenden sind spezielle Hilfen für die pädagogischen
Wechselbeziehungen mit dem Tutor erforderlich. Hierbei wird man unter der Erkenntnis der
Verhaltensforschung die Mittel der Kommunikation und Beobachtung optimal gestalten
müssen. Es geht nicht darum den Tutor zu ersetzen; angestrebt ist vielmehr, die
Unterstützung des Tutors mit Hilfe der Elektronik , der Informatik und der
Telekommunikation auch über große Entfernungen dem Lernenden zur Verfügung zu stellen .
        Tutoren Anlage
        Identifizierung eines für die Wechselwirkung zwischen Tutor und Lernendem
        während des Lernprozesses geeigneten Kommunikationseinsmittel (z.B. Kombination
        von Video mit Schmalbanddiensten ). Hier wird es von großer Bedeutung sein,
        optimale , regelmäßige Antwortintervalle von seiten des Tutors zu gewährleisten, um
        den Lernenden ständig zu motivieren .
        Intelligente Erfolgskontrolle
        Ziel ist die Verwendung der künstlichen Intelligenz zur Entwicklung von Techniken ,
        die es dem Tutor und seinem Team erleichtern , den Fortschritt einer großen Anzahl
        von Lernenden konstruktiv zu verfolgen . Die Produktivität des Lernprozesses wird
        entscheidend von der Rückkopplung zwischen Lernendem und Tutor , die diese
        Techniken zulassen werden , abhängen.
2.5 Management der Informationsressourcen
Zielsetzung
Unterstützung der effektiven Organisation und Managements des interaktiven Zugriffs und
Austauschs lernbezogener Information und Informationsmittel , einschließlich Courseware-
Katalogen und der Courseware selbst.
        Online Europäischer Lern - Mittel - Diktionär
        Die erste Generation dieses Diktionärs zu entwickeln und einzuführen , existierende
        Datenbanken eingeschlossen , aber mit vielsprachigen Zusatzmerkmalen und einer
        " Hilfe"-Funktion .  Dies    stellt  den    ersten Schritt zum    voll  interaktiven
        Zusammenwirken mit zentralen Datenbanken in Europa und im Rest der Welt dar ,
        mit uniformem Zugriff und uniformer Formattierung der Information .
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          Intelligenter Informationszugriff
          Hier geht es um die Entwicklung von Werkzeugen, um den              Informationszugriff
          wesentlich zu erleichtern. Diese Arbeiten sollen auf einer Analyse der Bedürfnisse
          der Lernenden und der Probleme aufbauen , die im Zusammenhang mit dem
          Indexieren und der Kontrolle von großen Informationsmassen einschließlich Video
          anfallen . Das Volumen und die Vilefalt der bestehenden      Erkenntnisse zu denen der
          Zugang ermöglicht werden soll , ist bereits eine große Herausforderung. Sie stehen
          derzeit auf den verschiedensten Medien zur Verfügung , einschließlich Papier und
          Mikrofilm. Das ISDN-Netz sollte den Fernzugriff auf "Knowledge-Bases", die Bild-
          und Textmaterial speichern , erleichtern.
          Bei der unmittelbar nächsten Generation von Datenbanken wird der Zugriff durch
          Abfrage-Sprachen hergestellt, die sich dem normalen Sprachgebrauch annähern und ,
          bis zu einem gewissen Grade , auch inhaltliche Fragen zulassen.
          Um den Anforderungen der Lernenden zu genügen wird es notwendig sein , diese
          Entwicklung anzupassen und mit zusätzlichen künstlichen Intelligenzhilfen zu
          versehen . Diese werden der Interpretation der Lernanfrage und auch die Relevanz
          der gefundenen Information in Relevanz wie auch Quantität verbessern helfen, z.B.
          den Grad der "Abstraktion".
 3 . Test und Validation von Kommunikation und SOFT (Satellite-based Open Facility for
          Testing ) Aktionslinie III
 Zielsetzune
 DELTA        zielt   darauf    ab   voll   und     frühzeitig    von   den    Fortschritten  im
Telekommunikationsbereich Nutzen zu ziehen . Die Aktionslinie III bringt daher DELTA
 Kommunikationsaspekte und die damit zusammenhängenden Test- und Validationsfragen
 zusammen . Die Schaffung eines gemeinsamen Kommunikationsumfeldes ist ein wesentlicher
 Aspekt der Zusammenarbeit, die durch DELTA ermutigt werden soll.
Ein weiteres wichtiges Ziel dieser Aktionslinie ist die Einführung eines offenen Testbettes in
der Form von SOFT (Satellite-based Open Facility for Testing). Schon in den nächsten vier
Jahren wird ausreichend Satellitenkapazität zur Verfügung stehen (zwischen 100 und 150
Transponder ), um deren experimentelle Nutzung im Rahmen DELTA’s in Betracht ziehen zu
können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eine solche Einrichtung während eines Zeitraums
aufzubauen , in dem auch Satelliten eingeführt werden , die geeignet sind frühzeitig und
flächendeckend        Videokonferenzschaltungen      und    Breitbandkommunikation      ^ ur die
Entwicklung der Lerntechnologie bereitzustellen . Dies wird in den USA und Kanada bereits
praktiziert .
3.1 Video-Audio Konferenzschaltuneen
Die Validation unter europäischen Bedingungen der Technik , die es dem Lernenden
ermöglicht , auf Distanz mit Videobild am Unterricht teilzunehmen, Kommentare abzugeben
und Fragen zu stellen. Die Erweiterung dieser Technik durch die zur Bereitstellung von
Teleschreibern und die Übertragung von soeben erstelltem Bildmaterial wäre eine gute
Ergänzung zum Lernvorgang .
3.2 Informations - und Programmaustauschsvstem
Entwicklung von Lernprogrammen-Übertragungstechniken unter Verwendung bestehender
Lernnetzwerke durch entsprechende Entwicklung/Anpassung               für nationale    wie auch
internationale Benutzung , ist in DELTA eine Priorität.
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3.3 Anpassune an ISDN
Vorbereitende Arbeiten zur Nutzung der zusätzlichen Möglichkeiten digitaler Netzwerke für
Lernmittel .
3.4 SOFT-Operationsplan
Einen prioritären Bedarf stellt die Gründung und Organisation einer repräsentativen
Benutzergruppe dar, deren Aufgabe es ist, Anforderungen an das Satellitentestbett zu
analysieren , alternative Ansätze zu bewerten und SOFT auf experimenteller Basis zu
erstellen. Dies stellt eine wichtige Einrichtung für die Bereitstellung von breitbandigen
Übertragungswegen mit einem gewissen interaktiven Zugriff dar, die alle Regionen der
Gemeinschaft gleichermaßen verbindet. Dies ist          besonders wichtig für die Gebiete mit
geringer Konzentration an Lernenden.
3.5 Entwurf und Spezifikation eines Satellitenbilduneskanals
Mit besonderem Bezug auf das Potential des Satellitendirektempfangs wäre hier die Aufgabe
die technische Vorbereitung der Verwendung von Satelliten für Bildung und Schulung auf
europäischer Ebene vorzunehmen.
3.6 Kontrollierte SOFT Versuche
Entwicklung von Versuchsreihen , die den interessierten Benutzer in die Lage versetzen , auf
Versuchsbasis elektronische Zentralbibliotheken , verteilte Produktion von Lehrmitteln sowie
Unterricht und Seminare auf Entfernung zu erproben . Dies schließt ausgewählte Versuche
mit dem Abruf und der Übertragung von Multimedia-Programmen ein. Diese Experimente
werden in voller Kooperation mit dem Teil D des COMETT Programms zu organisieren sein .
4 . Interoperabilität ( Aktionlinie IV)
Zielsetzung
Die    Fähigkeit   von    Lernanlagen    und   Systemen   zusammenzuarbeiten ,    ist  nicht  nur
entscheidend    für   deren   Nützlichkeit   für  den   Lernenden ,   sondern  spielt  auch  eine
fundamentale Rolle für den Markt für Lerntechnologie und für Fernlerndienste . Die Ziele
dieser Aktionslinie sind daher
                sicherzustellen ,     daß     die     Arbeit      auf     dem      Gebiet     der
                Telekommunikationsstandardisierung für          alle relevanten     Medien    auf
                gegenseitig kompatibler Basis fortschreitet .
                 Arbeiten zu identifizieren und zu stimulieren in Bereichen , die gegenwärtig
                nicht ausreichend Beachtung finden , die aber für Kompatibilität in diesem
                Bereich entscheidend sind .
                Normen und Konventionen zu erarbeiten , die der Lerntechnologie eigen sind
                und sich mit der Konzeption und Funktion von Systemteilen befassen .
                Den Kenntnisstand über den Status aller Normen , die im Zusammenhang mit
                deren Arbeit stehen , zu pflegen und eine zentrale Stelle für die Bildung von
                Konsensus und        Konzertation   zu   errichten ,  soweit  relevant   für  die
                Lerntechnologie .
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Zu diesem Zwecke wird eine neue Normenbenutzergruppe geschaffen, deren Aufgabengebiet
wie folgt definiert ist
4.1 Iflgnti tifi ziergnR vpn Normen , die Auswirkung auf das Lernen haben
Eine        grundlegende        Analyse     internationaler    Normenvorhaben    wird       die
Kommunikationsprotokolle, Operationssysteme, Programmiereinrichtungen, Mensch-
Maschine-Schnittstellen und Zugriffssprachen zu Datenbanken identifizieren, die für die
Lernumgebung           am    wichtigsten sind,    speziell  im  Zusammenhang    mit    offenen
Systemverbindungen.
Von diesen ist es die Mensch - Maschine -Schnittstelle, die am stärksten den Bedürfnissen der
Lernenden angeglichen werden muß, einschließlich dem automatischen Handschriftenlesen
und der Sprachsynthese und -erkennung.
4.2 Organisatorische Unterstützung für Lernnormen
Die    Organisation       des  notwendigen    Zusammenspiels   zwischen  allen Beteiligten in
Vorbereitung der Mitwirkung an der lernspezifischen Normenarbeit und die administrative
Unterstützung für laufende Aktivitäten.
5 . Verbesserung der Rahmenbedingungen
Zielsetzung
Die Maßnahmen zur Stärkung der Lerntechnologie für Fernlernen durch die DELTA-
Aktionslinien I, III und IV erfordern ein Gegengewicht auf der Nachfrageseite. Die
Schnelligkeit, mit der Fernlernen akzeptiert wird , hängt zu einem großen Teil von den
Kosten ab , zu denen die entsprechenden Geräte und Dienste angeboten werden, und deshalb
ist die "economy of scale" entscheidend. Wenn jedoch fortgeschrittenere Systeme zur
Unterstützung des Fernlernens entwickelt werden und die Anfangskosten für den Lernenden
steigen , so werden ausgewählte Maßnahmen immer notwendiger, damit der Bedarf sich in
eine Nachfrage umsetzen kann, dh ein Stimulierung des Gemeinschaftsmarktes für das
Fernlernen und seine technologische Infrastruktur.
Die Arbeiten , die unter dieser Aktionslinie der DELTA Pilotphase durchgeführt werden,
erfordern eine entsprechende Diskussion zwischen der Kommission und den Verwaltungen
der Mitgliedstaaten, aber auch die Unterstützung von Experten ist notwendig für die
Vorbereitung der Vorschläge in speziellen Bereichen .
5.1 Steuerliche Behandlung des Lernens
Untersuchung möglicher Maßnahmen um die Kosten für die Anschaffung von Lerngerät und
- Programmen zu verringern. Insbesondere werden hierbei die Möglichkeiten der
Steuervergünstigung für derartige Produckte und Dienste zu untersuchen sein.
5.2 Verordnungen
Erleichterung des Europa-weiten Zugangs zu Lernmaterial und Lerndiensten. Diese
Überlegungen sollten u.a. Maßnahmen definieren, die Erleichterungen und Anreize für den
Vertrieb von Lehrmaterial in Europa schaffen; z.B. ein europäisches Qualitäts-Zertifikat,
gegenseitige Zulassung. Untersuchung der Verwendung von Kabelübertragung, soweit für
diese Zwecke geeignet, und unter Berücksichtigung der Gemeinschaftspolitik für den audio-
visuellen Bereich
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5.3 Telekom munikationspolitik
Untersuchung von Maßnahmen zum Abbau der tarifbedingten Kostenbarrieren für
Fernlernen . Dies könnte möglicherweise durch Gruppenvereinbahrungen und/oder durch
Auswahl besonderer Zeiten mit niedrigen Auslastungsgraden erreicht werden .
5.4 Copyright und Autorenrechte
Vorbereitung einer Vereinbarung über einen angemessenen Schutz gegen Kopieren ,
Übertragen, Verarbeiten und Veröffentlichen von Lernmaterial über elektronische Medien in
Zusammenarbeit mit den betroffenen nationalen und Kommissionsstellen . Ohne eine solche
Vereinbarung wäre der Anreiz für den Lehrberuf, Zeit und Talent zu investieren ernsthaft
kompromittiert.
Aktionen könnten die Bildung einer speziellen Copyright-Arbeitsgruppe einschließen , die
Copyright-Besitzer und die , die deren Arbeit benutzen , zusammenbringt, die aber auch die
Aktivitäten in internationalen Organisationen auf dem Gebiet von intellektuellem Eigentum
voll berücksichtigt.
                                                                                           I
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                                       FINANZBOGEN
1 . Haushalts Linie: 7343
           Förderung der Lernprozesse in Europa durch technologischen Fortschritt
                                           (DELTA )
                                         - Pilotphase -
2 . Rechtsgrundlage
               Artikel 130
3 . Beschreibung des Projekts
DELTA ist ein Programm, dessen Pilotphase Inhalt des gegenwärtigen Vorschlags ist, mit
dem Ziel Europäische Entwicklungen in diesem Bereich aufeinander abzustimmen und
systematisch zu ergänzen. Diese Aktion hat zum Inhalt die Durchführung der erforderlichen
ergänzenden Arbeiten an Geräten, Systemen und Werkzeugen , die primär für andere
Anwendungen der Informations Technologie und der Telekommunikations entwickelt
wurden, für die Zwecke des offenen Lernens und Fernstudiums. Das Programm hat 5
Aktionslinien:
     I.   Interdisziplinäre Konzertierung über den derzeitigen und zukünftigen Bedarf für
          die Unterstützung der Lernprozesse mittels der Entwicklung eines Referenzmodells
          für Lernsysteme .
     II   Kooperative Entwicklung fortgeschrittener Lerntechnologie
     III  Testen und Verifizieren , inklusive der Kommunikationsoptionen und eines offenen
          Testbettes (SOFT - Satellite-based Open Facility for Testing )
     IV   Förderung der Kommunikationsfähigkeit von Geräten , Software und von Lehr-
          Dienstleistungen
     V.   Schaffung günstiger Voraussetzungen für das Fernlernen in Europa.
4 . Begründung des Projekts
Über qualifizierte Fachkräfte zu verfügen ist wohl das wichtigste strategische Gut, das ein
Land haben kann. Aber mit der derzeitigen Geschwindigkeit des technologischen Wandels
und der internationalen Arbeitsteilung muß der durchschnittliche Erwachsene entweder
kontinuierlich seine Kenntnisse ergänzen , oder periodisch sich einer grundlegenden
Neuausbildung unterziehen. Im Durchschnitt entspricht das einer 3-5 maligen Ausbildung .
Dieser Ausbildungsbedarf kann wirtschaftlich nur durch eine systematische Anwendung der
neuen Lerntechnologien befriedigt werden .
Erkennbare Fortschritte in Informationstechnologie und Telekommunikation, die ua auch im
Rahmen von Gemeinschaftsprogrammen gefördert werden, eröffnen neue Möglichkeiten um
die Einschränkungen abzubauen, die sich aus der Entfernung zwischen Lehrangebot und
Lernnachfrage einerseits und des durch Infrastrukturen eingeschränkten Zugangs andererseits
ergeben, dh die Realisierung des "Fernlernens .
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DELTA wird von der Einführung der Mikroinformatik im Geschäftsleben allgemein und im
Heim für Unterhaltungszwecke nutzen , um mit vergleichsweise geringem zusätzlichen
Kostenaufwand , die Voraussetzung für den Zugang breiter Bevölkerungsschichten zum
"Fernlernen" zu schaffen . Um jedoch diese Synergie voll zu nutzen wird es nötig sein, die
integralen Anstrengungen in der Gemeinschaft im Bereich der Lerntechnologie zu stärken .
Die Einrichtungen und Dienste des Fernlernens stellen ein wichtiges, zukunftsträchtiges
Betätigungsfeld für die Gemeinschaftsindustrie und Dienstleistungsanbieter auf dem
Weltmarkt dar , setzen jedoch rasche und entschlossene Schritte zur Intensivierung der
Arbeiten     und     des   effektiveren         Einsatzes    vorhandener   menschlicher,     industrieller und
finanzieller Ressourcen voraus , damit die Gemeinschaft mit Bemühungen anderer Länder
Schritt halten kann .
5 . Finanzauswirkungen auf die Interventionskredite 1) (Million ERE)
5.0.0     Gesamtkosten über den geplanten Zeitraum:
          Vom Haushalt der Gemeinschaften:                                                          20.00
          Von anderen Sektoren auf nationaler Ebene :                                               17.75
                                                                                  SUMME :           37.75
5.0.1 Mehrjahresfâlligkeitsplan
Verpflichtungsermächtigungen          1987       1988     1989     1990  1991             Gesamt
                                                                         und später
Verträge                                           4.3      13.45                         17.76
Personalkosten                                     0.59      1.1                            1.69
Verwaltungskosten                                  0.11      0.45         -·-               0.56
Gesamt                                             5.      15 .                            20.00
Zahlungsermächtigungen                1987       1988     1989     1990  1991             Gesamt
                                                                         und später
Verträge                                           0.80     9.95    7.                    17.75
Personalkosten                                     0.59     1.1                             1.69
Verwaltungskosten                                  0.11     0.45                            0.56
Gesamt                                             1.5     11.5    7.                     20.00
     l)     Der Vorschlag für die Rateverordnung hinsichtlich de» Rahmenprogramm» Gemeinschaftlicher Arbeiten im
            Bereich der Forschung und der technologischen Entwicklung ( 1987-1991 ), COM(86 ) 450 endg . sieht diese
            Aktion unter Aktionslinie III vor .
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5.0.2 Berechnungsmethode
a ) Vertragsausgaben
Diese Ausgaben umfassen den finanziellen Beitrag der Gemeinschaft zu analytischen
Arbeiten , prä-normativer und vor-wettbewerblicher FUE , die Identifizierung funktioneller
Spezifikationen , sowie der Standardisierungs und Technologie Bedürfnisse. Im Regelfall
werden die Arbeiten im Rahmen von Kostenteilungsverträgen durchgeführt werden
( Forschung und die Entwicklung für insgesamt ungefähr 300 Mann-Jahre ) an denen
Industrie,          Netzwerkbetreiber,          Dienstleistungsanbieter,         Universitäten ,
Forschungseinrichtungen ,     Unternehmen,     einschließlich     kleiner-  und   mittelgroßer
Unternehmen und anderer Einrichtungen, die auf dem Gebiet der Gemeinschaft tätig sind,
beteiligt sein werden (durchschnittlicher finanzieller Beitrag: etwa 50% der Gesamtkosten).
b ) Betriebsauseaben
Verwaltungsausgaben (Verwaltungsausschuß und Sitzungen der Arbeitsgruppen , Konsultation
von Sachverständigen, Reisen , Aufträge, Verteilung der Dokumentation und Verbreitung von
Resultaten, Nutzung von Anlagen der Datenverarbeitung, Telekommunikation und
Rundfunk - und Fernsehübertragung).
c ) Personalauseaben des Managements
Der Mittelbedarf für dieses Projekt ist auf der Grundlage eines Personalbestands geschätzt
worden, der sich zusammensetzt aus:
     9     Beamten auf Zeit- Laufbahngruppe A
     2     Beamten auf Zeit - Laufbahngruppe B
     4     Beamten auf Zeit- Laufbahngruppe C.
Dieses Personal wird unter den Haushalten 87 und 88 angefordert .
6 . Finanzauswirkungen auf Personal und laufende Verwaltungsmittel
(Siehe oben Unterpunkt 5 - in den Haushaltsplan der Gemeinschaft einzusetzen)
7 . Finanzierung der Ausgaben
 Die zur Deckung des Gemeinschaftsbeitrags zu diesem Vorhaben erforderlichen Mittel sind
 in die zukünftigen Haushaltspläne der Gemeinschaft einzusetzen .
8 . Auswirkungen auf die Einnahmen
           Gemeinschaftssteuer auf die Gehälter der Beamten
           Beiträge der Beamten zur Altersversorgung .
9 . Art der Kontrolle
           Verwaltungskontrolle durch den Generaldirektor für Finanzkontrolle, soweit
           Haushaltsmittel betroffen sind;
           Wissenschaftliche Kontrolle:
                VerwaltungsausschuB
                Wissenschaftliche Kontrolle durch Beamte der Kommission
                Prüfung durch den Rechnungshof entsprechend den Regelungen der Verträge.
 ---pagebreak---                                  DELTA und die KMU
DELTA ist für die KMU von Bedeutung , da es
           die  innovativen   Betriebe  in die   Lage  versetzt, eine  spitzentechnologische
           Anwendungsmöglichkeit zu Zwecken der beruflichen Bildung einzusetzen;
           die Entwicklung einer Infrastruktur für die Lernunterstützung fördert, die einen
           einfachen und flexiblen Zugang zur Bildung und Ausbildung ohne hohe
           Anfangsinvestitionen für den Benutzer bietet und damit auch in den KMU die
           Hindernisse beim Zugang zur Weiterbildung abbaut.
Ziel von DELTA und in gewissem Maße auch von COMETT ist es, die Entwicklung von
Fernlernsystemen für die Bildung und Ausbildung zu stimulieren und zu unterstützen. Die
Angebotsseite liegt gegenwärtig überwiegend in den Händen einiger weniger spezialisierter
Verlagshäuser und der Bildungseinrichtungen, während die Nachfrageseite nur relativ wenige
fortschrittliche Unternehmen, einschließlich der multinationalen Unternehmen, umfaßt, die
Arbeitskräfte für eine Teilnahme an Kursen freistellen und für die Kosten aufkommen
können .
Mit der Festlegung eines wirksamen Fernlernkonzepts und der Entwicklung der dazu
notwendigen Geräte werden sich hier Veränderungen ergeben. Das Beispiel der Open Tech
im Vereinigten Königreich auf der Angebotsseite hat gezeigt, daß sich kleinere Unternehmer
durchaus Gewinnchancen aus einer Beteiligung an dem neuen Ausbildungsmarkt ausrechnen.
Die Voraussetzungen hierfür sind nicht so sehr Kapital oder Maschinen als vielmehr in erster
Linie die Fähigkeit , die beim Lehrpersonal vorhandenen Fähigkeiten zu erkennen und zu
nutzen, sowie die Bereitschaft, sich verstärkt um die Zusammenstellung und Vermarktung
der richtigen Produkte für die richtigen Leute zu bemühen.
Die Zusammenstellung des Le.rnmaterials ist gegenwärtig relativ kapitalintensiv, sobald das
Stadium des Schreibens an sich erst einmal abgeschlossen ist. Der Übergang vom Entwurf
zum Endprodukt kann kostspielig sein. Auch hier kann durch ein gewisses Maß an
Standardisierung der Autorensprachen und an Kommunikationsfähigkeit zwischen den
 Produktionsgeräten erreicht werden, daß individuelle Autoren Zugang zu diesem Markt
erhalten, beispielsweise durch die Vergabe von Verträgen an kleinere Unternehmer und nicht
an große Verlagshäuser.
 Die Entwicklung dieses neuen Industriezweiges hängt unter anderem auch von der Schaffung
eines geeigneten Marktplatzes ab , damit einerseits die Käufer wissen, wo sie die
 Informationen über die vorhandenen Mittel einholen können und andererseits die Anbieter
 über ihr jeweiliges Angebot informieren können. Ein solcher Marktplatz ist zum
 gegenwärtigen Zeitpunkt auch auf einzelstaatlicher Ebene nur unvollständig vorhanden.
 DELTA wird es durch die Schaffung von Kommunikationsverbindungen ermöglichen, daß
ein solcher Marktplatz auf Gemeinschaftsebene funktionieren kann.
 ---pagebreak--- Auf der Nachfrafceieite sind, wie män weiß, die kleineren Betriebe in den meisten
Mitgliedstaaten nicht in der Lage öder nicht bereit , Ausbildungsmaßnahmen zu ergreifen, da
diese mit Kosten f&r Kurse außerhalb des Betriebs und gleichzeitig mit der Notwendigkeit
verbunden sind , den Arbeitnehmer fbr die Dauer seiner Teilnahme am Kurs zu ersetzen.
Auch die Möglichkeit, Tutortn für Kurse innerhalb der Firma zu bezahlen , stellt einen
erheblicheh fCbstehfaktor dar. Die Möglichkeit des Fernlernens in der Geschäftsumgebung
witd hier Abhilfe schaffen . Zum einen braucht der Lernende sich nicht von seinem
Arbeitsplatz zu entfernen, da er den Kurs an seinem Schreibtisch oder seiner Werkbank
Verfölgen    kann ,  zum    zweiten  kann    er   dank    der   bei  DELTA    vorgesehenen
Efwfeiterungsmöglichkeiten Geräte verwenden , die auf den bereits bestehenden Bürosystemen
aüfbaüeh .