CELEX: 31982R2347
Language: de
Date: 1982-08-27 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2347/82 der Kommission vom 26. August 1982 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Chile

Nr. L 251 / 22                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               27. 8 . 82
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 2347/82 DER KOMMISSION
                                                vom 26. August 1982
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                 Ursprung in Chile
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                              21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                              (EWG) Nr. 3011 /81 Q, müssen die zu berücksichti­
                                                              genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­             und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                               Märkten festgestellt werden.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für chile­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­           nische Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert        um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1738/82 (2), insbe­            gelegen . Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,          Äpfel erhoben werden.
in Erwägung nachstehender Gründe :                            Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                              erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                              zugrunde zu legen :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei           — für die Währungen, die untereinander zu jedem
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an              Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens                 in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                     Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                   Währungen stützt,
Herkunftsland       außer    in   Ausnahmefällen    eine      — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe                der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis                kurse in ,Höhe jeder dieser Währungen stützt und
und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für              der während des fortgesetzten Zeitraums für die
das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend
preise sein .                                                      vorhergehendem        Gedankenstrich      festgestellt
                                                                   wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 1680/82 der Kommis­
sion vom 29 . Juni 1982 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1982/83 (3)
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der              HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Güteklasse I für den Monat August 1982 auf 31,97
 ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                                                       Artikel 1
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­             Auf Einfuhren von Äpfeln, andere als Mostäpfel (Zoll­
 rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­        tarifstelle ex 08.06 A II des Gemeinsamen Zolltarifs),
 tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen,            mit Ursprung in Chile, wird eine Ausgleichsabgabe in
 vermarkteten Mengen aus dem betreffenden                      Höhe von 6,50 ECU je 100 kg Eigengewicht ange--
                                                               wandt.
 Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­
 rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung
 (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben
 verringert werden . Der Begriff repräsentative Notie­                                 Artikel 2
 rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
 Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                               Diese Verordnung tritt am 28 . August 1982 in Kraft.
 (') ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 190 vom 1 . 7. 1982, S. 7.                     (4) ABl . Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20 .
  3 ABl . Nr. L 186 vom 30 . 6 . 1982, S. 15 .                 O ABl . Nr. L 301 vom 22. 10 . 1981 , S. 18 .
 ---pagebreak--- 27. 8 . 82                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. L 251 /23
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 26. August 1982
                                                                 Für die Kommission
                                                                   Poul DALSAGER
                                                              Mitglied der Kommission