CELEX: 31982R2317
Language: de
Date: 1982-08-25 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2317/82 der Kommission vom 24. August 1982 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Neuseeland

25 . 8 . 82                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 249/9
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 2317/82 DER KOMMISSION
                                                vom 24. August 1982
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                              Ursprung in Neuseeland
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                               21 1 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                              (EWG) Nr. 301 1 /81 (5), müssen die zu berücksichti­
                                                              genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­             und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                               Märkten festgestellt werden .
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für neusee­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­           ländische Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert        tagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenz­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1738/82 (2), insbe­            preis gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,          diese Äpfel erhoben werden.
 in Erwägung nachstehender Gründe :                           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                              erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                              zugrunde zu legen :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei          — für die Währungen, die untereinander zu jedem
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an               Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens                  in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                      Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                   Währungen stützt,
 Herkunftsland      außer    in   Ausnahmefällen    eine      — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe                 der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis                 kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für               der während des fortgesetzten Zeitraums für die
das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend
preise sein .                                                      vorhergehendem         Gedankenstrich     festgestellt
                                                                   wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 1680/82 der Kommis­
sion vom 29 . Juni 1982 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1982/83 (3)
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Güteklasse I für den Monat August 1982 auf 31,97
ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                                                       Artikel 1
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­             Auf Einfuhren von Äpfeln, andere als Mostäpfel (Zoll­
rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­        tarifstelle ex 08.06 A II des Gemeinsamen Zolltarifs),
tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen,            mit Ursprung in Neuseeland, wird eine Ausgleichsab­
vermarkteten Mengen aus dem betreffenden                      gabe in Höhe von 10,02 ECU je 100 kg Eigengewicht
Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­              angewandt.
rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben
verringert werden . Der Begriff repräsentative Notie­                                  Artikel 2
rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                              Diese Verordnung tritt am 26. August 1982 in Kraft.
O ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 190 vom 1 . 7. 1982, S. 7.                    (4) ABl. Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
 3) ABl . Nr. L 186 vom 30 . 6. 1982, S. 15.                  O ABl . Nr. L 301 vom 22. 10 . 1981 , S. 18 .
 ---pagebreak--- Nr. L 249/ 10                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        25 . 8 . 82
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 24. August 1982
                                                                  Für die Kommission
                                                                    Poul DALSAGER
                                                               Mitglied der Kommission