CELEX: 51968PC0963
Language: de
Date: 1968-12-18
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Festsetzung der Standardqualitäten für Weichweizen, Roggen, Gerste, Mais und Hartweizen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (68) 963
Vol. 1968/0161
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                KOM(68)963 endg.
                                                Brüssel , den 18 . Dezember 1968
                                Vorschlag einer
                            VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                  zur Festsetzung der Standardqualitäten ftir Weich­
                  weizen, Roggen , Gerste , Mais und Hartweizen
                     (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KOM(68 ) 963 endg.
 ---pagebreak---                                               I
                              B £ G R ÍJ N"í) U
                                • '   ' {■ ■" u  1  -■
    Die Standardqualitäten für Getreide sind in der Verordnung
    Nr . 865 /67 /EWG des Rates vom ik . November 19^7 ( Abi . Nr . 279 vorn
    l8 . ll . i967 ) festgesetzt . Bei der Ausarbeitung verschiedener Durch-
      uii''ngsvevordixngen hat sich gezeigt , daß ein Teil der Bestand­
    teile , die nicht einwandfreies Grundgetreide sind , in dieser Ver­
    ordnung unvollständig        sind und ergänzt werden müssen .
    Zutn besseren Verständnis erschien es zweckmäßig , die im Anhang XI
    der Verordnung Nr . 865 enthaltenen Definitionen für nicht einwand­
    freies Grundgetreide untör den Oberbegriffen "Kornbesatz " , " Schwarz-
    besatz " etc . zus asuuenzufas s en und um die Elemente zu erweitern , die
    bisher entweder noch nicht oder unpräzise erfaßt waren . Des v/eiteren
    wird dieser Anhang durch eine B e zugsrae tho de zur Feststellung der
    Besatzanteile erweitert , um eine gemeinschaftliche Anwendung in
    allen Mitgliedstaaten zu ermöglichen . Berichtigung und Erweiterung
    des Anhanges II erfolgen in Anlehnung an den Standard der inter­
    nationalen Gesellschaft für Getreidechemie .
2 . Die Änderungen des Verordnungstextes umfassen insbesondere die
    Einführung der Begriffe Korn- und Schwarzbesatz bei Gerste und Mais .
    Damit werden bei Gerste " Schmachtkorn " , Schädlingsfraß " und "Verun*»
    reinigungen " und bei Mais " Schmachtkorn ", " Fremdgetreide " und
    "Verunreinigungen " erfaßt , die durch die zur Zeit gültige Fassung
    nicht gedeckt sind . Der Hundertsatz der Bestandteile nicht ein­
    wandfreien Grundgetreides bleibt jedoch hiervon unberührt .
    Bei Hartweizen werden , neben einer Harmonisierung der Texte in den
    vier Sprachen der Gemeinschaft , die bestehenden Definitionen für
    Korn- und Schwarzbesatz um die Bestandteile " fleckige Körner ",
    "verdorbene Körner " und "Mutterkorn" erweitert ; außerdem wird die
    Besatzfraktion Auswuchs neu eingefügt . Diese Andertangen führen .
    zu einer unbedeutenden Anhebung des Hundertsatzes der Bestandteile
    nicht einwandfreier Qualität von 24,0 % auf 2^,5 % •
                                                                  V.
 ---pagebreak---                                   II
Um neueren Erkenntnissen Rechnung zu tragen , -wurde XKI Anhang I
die praktische Bezugsraethode;'} zur Bestimmung des Feuchtigkeits­
gehalts in Anlehnung an den "Standard der internationalen Gesell
schaft für Getreidechemie ausführlicher gefaßt .
 ---pagebreak---                                           Vorschlag einer
                                    VBRCOfJNG ( 3TC ) PES RATES
                        ' '  zur Festsetzung der Standardqualitäten
                     für Weichweizen , Roggen , Gerste , Mais und Hartweizen
                            (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
    DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - .                 . ,
  • gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
    schaft , insbesondere auf Artikel 43 »
    gestützt auf die Verordnung Nr . 12Ö/67/EWG des Rates vom 13 . Juni 1967
    über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide ( l ) , zuletzt- geändert mit
   Verordnung (EWG) Nr« lo'Ol des Rates vom 15alO » 68(2 ), insbesondere auf Art.2 Abse4
    auf Vorschlag der Kommission ,
                                  *    •-            •              .....
    nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
    in Erwägung nachstehender Gründe :         _
    Die : gemeinsamen Preise für Weichweizen , Roggen , Gerste , Mais und Hartweizen
    müssen für bestimmte Standardqualitäten festgesetzt werden ; die Standardqua-
    litäten sollen so weit wie möglich den durchschnittlichen Qualitäten, des
    in der Gemeinschaft geemteten Getreides entsprechen .                    .u
. ■•Die Standardqualitäten wurden durch die Verordnung Nr . 865/67/EWG des Rates
    vom 14 « November 1967 (3 ^ festgesetzt ? die in dieser Verordnung enthaltenen
    Definitionen der verschiedenen Bestandteile , die nicht einwandfreies Grund-
    getreide sind , haben zu Anwendungsschwierigkeiten geführt ; es ist .. daher
" angebracht , eine Präzisierung vorzunehmen und außerdem die. Methoden zur
    Feststellung des Feuchtigkeitsgehalts und der Besatzanteile zu vervoll­
    ständigen und einheitlicher zu gestalten .          '
    HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
  » »  •. • » »
                                                                                • • •/• • •
    ( 1) AB1 . Nr . 117 v . 19.6.1967 , S. 2269/67
     ( 2) AB1 . Nr. L 253 vom l6.1Col9S8, S. 3
     ( 3 ) AB1 . Nr. 279 vom 18.11 . 1967 , S. 2
 ---pagebreak---                                        Artikel 1
        Die für den Richtpreis und die Interventionspreise für Weichweizen
maßgebende Standardqualität wird wie folgt bestimmt »
a) Gesunder und handelsüblicher Weichweizen von gesundem Geruch , frei von
    lebenden und toten Insekten und einer dem Weichweizen eigenen Farbe ,
    der der durchschnittlichen Beschaffenheit des in der Gemeinschaft unter
    normalen Bedingungen geernteten Weichweizens entspricht ;
b ) Feuchtigkeitsgehalt » 16 v.H. }
c) Anteil der Bestandteile , die nicht einwandfreies Grundgetreide sind :
    5 v.H. , davon »
    - Anteil des Bruchkorns s 2 v.H. ,
    - Anteil des Kornbesatzes s 1,5 v.H. ( als Kornbesatz gelten Schmachtkorn,
      Fremdgetreide , Schädlingsfraß und Kömer mit Keimverfärbungen),
    - Anteil des Auswuchses ! 1 v.H. ,
    - An bell des Schwarzbesatzes » 0,5 v.H. ( als Schwarzbesatz gelten Unkraut-
       sainen , verdorbene Körner , Verunreinigungen , Spelzen , Mutterkorn ,
      Errandbutten und Insektenfragrrente ) }
d) Eigengewicht » 75 Kilogramm je Hektoliter .
                                     '• Artikel 2
        Die für den Richtpreis und die Interventionspreise für Roggen maßge­
bende Standardqualität wird wie folgt be;3<;ii2mt »      ,
a ) Gesunder und handelsüblicher Roggen von gesundem C-eruch , frei von
    lebenden und toten Insekten und einer dem Roggen eigenen Farbe , der der
    durchs sbnittli chen Beschaf fenbe : i; des in der Gemeinschaft unter normalen
    Bedingungen geernteten Roggens entspricht }
b ) Feuchtigkeitsgehalt » 16 v^H « }
c ) Anteil der Bestandteile , die nicht einwandfreies Grundgetreide sind »
    5 VoKo , davon »
    - Anteil des Bruchkorns s 2 v.H. ,
 ---pagebreak---        -••Anteil des Kornbesatzes : 1,5 v.H. ( alsKornbesatz gelten Schmachtkorn ,
          Fremdgetreide und Schädlingsfraß ),           r • > ,.v. . ; ; :<
       - Anteil des Auswuchses « 1 -v.H. , , ,                       ••- - ' •
       – Anteil des Schwarzbesatzes s 0,5 .v.H «, ( als Schwärzte satz gelten
          Unkrautsamen , verdorbene Körner , .Verunreinigungen , Spelzen,' Mutterkorn
     •    und Insektenfragmente ) ;                                       • • '* • '
d ) Eigengewichts 71 Kilogramm je Hektoliter .
                                          Artikel 3
           Die für den Richtpreis und die Interventionspreise für Gerste maß– ,,
gebende Standardqualität wird wie folgt bestimmt »
a) Gesunde und handelsübliche Gerste von gesundem Geruch , frei von lebenden
      und toten Insekten und einer der Gerste eigenen Farbe , die der durch­
       schnittlichen Beschaffenheit der in der Gemeinschaft unter normalen . .
   . . Bedingungen geernteten Gerste entsprichtj
b ) Feuchtigkeitsgehalts 16 v.H. $                                           . y,•..•.••;.• ••••! • "
c ) Anteil der Bestandteile , die nicht einwandfreies Grundgetreide sind s
       3 v.H. , davon : ■• ''■■'                                           . . ...               ."•    ■.
       - Anteil des Kornbesatzes : 2 v.H. ( als Kornbesatz gelten Schmachtkorn ,.
        . Fremdgetreide und Schädlingsfraß ) ,
       - Anteil des Schwarzbesatzes : 1 v.H. ( als Schwarzbesat'z gelten Unkraut-
          samen , verdorbene Körner , Verunreinigungen , Spelzen , Brandbutten und .
          Insektenfragmente ) ;
d) Eigengewichts 67 Kilogramm je Hektoliter » .                                    ,     • . »        "
                                      • ,    *i          * ■
                                          Artikel 4 .                                • . ..                -
           Die für den Richtpreis und den .Interventionspreis für Mais maßgebende
Standardqualität wird wie folgt bestimmt s .
a) Gesunder und handelsüblicher Mais von gesundem Geruch und frei von
       lebenden und toten Insekten ;       , v ,    ...                                     •
b) Feuchtigkeitsgehalts 15 v.H. j
c) Anteil der Bestandteile , die nicht einwandfreies Grundgetreide sind :
       8 V.H..J- tta'von »
 ---pagebreak---     - Anteil des Bruchkorns « 2 v.H. ( Bruchkorn im Sinne dieser Vercrir.x .;    j
     " sind Teile von Maiskörnern oder Maiskörner , die durch ein Runäloch.-
       sieb von 4»5 mm fallen) ,            ■ '
 - – Anteil des Kornbesatzes : 5 v.H. ( als Kornbesatz gelten Fremdgetreide ,
       Schmachtkorn und Schädlingsfraß ) ,
    - Anteil des Schwarzbesatzes : 1 v.H,, ( als Schwarzbesatz gelten Unkraut-
       samen , verdorbene Körner , Verunreinigungen , Spelzen und Insekten–
       fragmente ).
                                      Artikel 5
        Die für den Richtpreis , die Interventionspreise und den garantierten
Mindestpreis maßgebende Standardqualität für Hartweizen wird wie folgt
bestimmt :
a) Gesunder und handelsüblicher Hartweizen von gesundem Geruch , frei von
    lebenden und toten Insekten , trocken , von bernsteingelber bis brauner
    Farbe , an der Bruchstelle von glasigem , durchscheinendem und hornartigem
    Aussehen und von einer Qualität , die der Durchschnittsqualität des in der
    Gemeinschaft unter nox-malen Bedingungen geernteten Hartweizens entspricht ;
b ) zulässiger Anteil der Hartweizenkörner nicht einwandfreier Qualität :
    24, 5      davon " *
    - Anteil der Hartweizenkörner , die ihr glasiges Aussehen , auch teilweise ,
       verloren haben , und Weichweizenkörner : 20 v.H. , davon höchstens 4 v.H.
       We i chwei zenkörrier ,
    - Anteil des Bruchkorns : 2 v.H 0 ,
    - Anteil des Kornbesatzes : 1,5 v«H. ( als Kornbesatz gelten Schmacht-
       korn , Körner anderer Getreidearten als Hart- und Weichweizen ,
       Schädlingsfraß , Körner mit Keimverfärbungen und fleckige Körner),
    - Anteil des Auswuchses : 0,5 v.H. ,
    - Anteil des Schwarzbesatzes : 0,5 v.H« ( als Schwarzbesatz gelten
       Unkrautsamen , verdorbene Körner , Verunreinigungen , Spelzen , Mutter­
       korn , Brandbutten und Insektenfi'agmente ) j
d) Eigengewicht : 73 Kilogramm je Hektoliter.
 ---pagebreak---                                         - 5 -
                                      Artikel 6
        Zur Durchführung dieser Verordnung
a)
 i) erfolgt die Feststellung des Feuchtigkeitsgehalts unter Bezugnahme
     auf das im Anhang I angegebene Verfahren ;
ba ) sind die Bestandteile , die nicht einwandfreies Grundgetreide darstellen ,
     in Anhang II definiert , es sei denn , daß diese Verordnung eine andere
     Definition enthält ;
c3 ) wird die Methode zur Bestimmung der Hartweizenkörner , die ihr glasiges
     Aussehen verloren haben , nach dem Verfahren des Artikels 26 der Ver­
     ordnung Nr . 120/67/üTWG festgelegt .
                                      Artikel 7
        Bie Terordmmg Nr. '865/67/Efc'G des Rates vom 14 » November 1967 wird
 aufgehoben /                    •  •
        Diese Verordnung tritt dm Ii August 1969 in Kraft .
          1
        Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Gesohehen zu Brüssel , am                                Im Namen des Rates
                                                           Der Präsident
 ---pagebreak---                                                           ANHANG                       I                              _                         ( ^
     l' ;  PRAKTISCHE BEZUGSMETHODE ZUR BESTIMMUNG DES FEUCHTIGKEITSGEHALTES
     îfrinzip "' 1 '                                                                                                      .. , , .                       „
     Das Erzeugnis wird bei 130 C - 133 C und normalem Luftdruck getrocknet ,
    und ?war während einer gemäß der Größe . der Partikel' empirisch «festgelegten
    "Zeit , so daß der auf 100 Gramm bezogene Gewichtsverlust mit; dem mittels
     der Basis~Be3ugsme.th. 0de festgestellten Prozentgehalt.^an : wassej?!: überein-
     stimmt .    .                         . .                                                                       i          i' : . v /i.              v
    Anvendunícs&ebiet
                                   .·    .       » ;·        · .· ·       · ·· . '                    Λ ; ·             - 4 <·" ·  '   ·      ·       - - ·*■·
    Di'ese' ^rocknungsmethode gilt für geschrotetes Getreide und für Mehle .
Die' Teilchengröße muß bei oder unterhalb 1700 /u liegen ; weniger , als . 10 v.H
1 *• t.     - rl .,                                     • "; :       • . . '•             I. I              > ' $' ■
    äet Partikel dürfen großer als lOOOyu. und mehr als 50 v.H. der Partikel
    piüssea kleiner als 500 /u seih .                                                               :                * ■' : - x sl               ■
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    Präzisionswaage : ( Genauigkeit : 0,1 Milligramm )                                                                                   ,             ,m .
    Zerkleinerungsgerät aus einem Material , das keine Feuchtigkeit absorbiert ,
    löidht'zü' reinigen ist , eine schnelle und gleichmäßige Zerkleinerung                                                 1      'J, >•- ' ». -y ,      V
    ermöglicht , ohne merkbare Erwärmung hervorzurufen , so weit wie möglich
 . de;»: Kontakt ,'mit der ^Außenluft verhindert und den- unter "fewöndiingsgebiet "
 , &estelltiöft Forderungen entspricht ( z.B * zerlegbare ; Kegelmühle").
   Gefäß aus korrosionsbeständigem Metall oder aus Glas mit^ScM.i#fdeöfel }
    die . Nutzfläche muß eine solche Verteilung der Probe ermöglioherci' daß-
    0,3 g auf,. 1 cm         kommen .                      , ......                  :       .        v- >>:& ■ ■ Ih , $ £Zvi
  ■Elektrisch beheizter , temperaturgeregelter Trockenschrank , 'der auf eine
   .Teppesa-tur zwischen- 130° " C und 133° C ( l ) eingestellt ist ünd eine aus­
   reichende Lüftung besitzt ( 2).                                                                                    'V. .'3                 h,
   Exsikkator mit dicker , perforierter Metallplatte , die ersatzwelse.aus.
    Porzellan sein kann « Der Exsikkator enthält Phosphorsäureanhydrid,
   wasserfreies Calciumsulfat « der jedes andere wirksame Trocknungsmittel »
   Reagenzien
   Wirksame Trocknungsmittel , z.B.':                                                    •' '                rt ~'t
    I^os^hors.ãurBai^y^ri<J.' (.PgOc ) rein^.p.a ., ?                                          .                uZr,tj?noTiorci ■ t&Z
   wasserfreies Calciumsulfat ( Ca SO .), granuliert und mit Kobaltchlotid–
   Indikator imprägniert .
                                                                                                                                                           • • »/ • • •
 ---pagebreak---                                                 - 2 -             Anlage
  Arb e i t sve rfahren
   Probenahme :            ..-
   Man "bringt mindestens 5 Gramm der Substanz in das nach Verweilen in dem
  .Trockenraum und -;JUDkühlung im Exsikkätox austarierte .Wägegefäß . Das Wiegen
   soll mit einer Genauigkeit von 0,2 Milligramm erfolgen . Es muß rasch,
  gearbeitet werden .                                         ;     : ~Ju
  Konditionierung -(.Vortrocknimg oder Befeuchtung) und Schroten , falls es
  sich um Kömer handelt
  Körner , di§ mehr als 1 und weniger als 17 $ Feuchtigkeit enthalten ,
  werden nicht konditioniert . Der Wassergehalt trockenerer oder feuchterer
  Körner soll zwischen diese Grenzwerte gebracht werden . Bei Produkten ,
  deren Wassergehalt unter ^ i° liegt , muß die Probe nochmals angefeuchtet
  werden,' indem sie in geeignete Atmosphäre gebracht wird , um den Wasser­
  gehalt zwischen 7 und 1J i<> zu bringen (vorzugsweise zwischen ;9 und 15 $)•
  Der häufigste Fall ist die Vortrocknung t Jedes die Probe enthaltende
  offene Gefäß wird für 7 bis 10 Minuten in den Trockenschrank gestellt ,
  dann herausgenommen und bleibt mindestens 2 Stunden untet .Laborbedingungen
  stehen .           _
  Sobald das Gefäß auf die Temperatur des Laboratoriums abgekühlt ist , wird
  es gewogen . :        "" '
  Die Probe wird, sogleich zerkleinert , in das Gefäß geschüttet und nochmals
  gewogen . Zwischen den beiden Wägungen sollen weniger als 2 Minuten liegen .
  Wasserentzugî .
  Die. Proben werden für 2 Stunden ( Mais 3 Stunden) in den Trockenschrank
  gestellt , die Zeit rechnet von dem Augenblick an , wenn der Trockenschrank
  wieder eine Temperatur von 130° C erreicht hat . Die Proben werden auf die
  oben angegebene Weise herausgenommen und nach Abkühlung im Exsikkator
  sogleich gewogen .
  Berechnungsmethode und Formeln
       E = Anfängsmasse der Probe in Gramm ;
     • M = Masse der Probe in Gramm nach der Konditionierung ;
        »
       M * Masse der Probe in Gramm nach dem Schroten ;
       m « Masse der trockenen Prebe in Gramm .
  Der prozentuale Wassergehalt des Pr®duktes ohne Vorkonditionierung
. beträgt » ■        ..   . : <■ .......... / .
                                                                          • • # /• 0 •
 ---pagebreak---                                                                    Anlage I
                                 fym
                                 (E  - m)\ z –=r
                                             100
                                              E
Bei vorkonditionierung beträgt er :
   fCM* - m) M . _ ' .J              100
                                     100 ■ „„ ,, / Mm
                                                   Μ η  \
   L\mN M'•• Ifl i'l +. nB - Mj
                             „ 1 x _ - 100 (l/* - –j
                                  χ -=Γ = 100 (1 - au m
Es muß mindestens eine Doppelbe stimmung erfolgen .
Genauigkeit der Bestimmung
Der Unterschied zwischen zwei Wassergehaltsbestimiaungen an ein und der­
selben Probe soll + 0,1 $ nicht überschreiten .
( 1 ) Lufttemperatur im Innern des Trockenschranks .
( 2) Der Trockenschrank soll eine solche Wärmekapazität haben , daß er ,
       wenn er auf eine Temperatur von 131°C eingestellt worden ist , diese
       Temperatur in weniger als 45 Minuten wieder erreichen kann , nachdem
       die Höchstzahl gleichzeitig zu trocknender Eroben hineingestellt
       wurde .
       Die Ventilation soll so beschaffen sein , daß , wenn alle Weichweizen-
       proben , die der Schrank enthalten kann , 2 Stunden lang gleichzeitig
       getrocknet" werden^-die Ergebnisse mi-t- Bezug _auf die nach 4-stündiger
       Trocknung erzielten Ergebnisse eine unter 0,15 v.H. liegende
       Differenz aufweisen .
 ---pagebreak---                                   A 'H^TA NG     II
I -TJIOJ DER BESTANDTEILE . SIS NICHT EINWANDFREIES GRUNDGETREIDE SIND
Bruchkorn »                         {
Bruchkorn Bind alle Körner, "bei denen Teile des Endosperms freiliegen .
Hierunter fallen auöh angeschlagene Körner und Körner mit ausgeschla­
genen Keimlingeh . r' ; ' •                                           \ '
S"".,Qse Definition gilt nicht für Mais . v -                       '
K ornbesats * " " '
a) Schmachtkorn »
     , Schmachtkorn sind alle Körner , die nach Entfernungsämtlicher anderen
        Besatzfraktionen aus der Getreideprobe durch nachstehend aufgeführte
        Siebe fallen »                                                    •
        Weichweizen 2 mm , Roggen 1,8 mm , Hartweizen 1,9 mm ,- -Gerste 2,2 mm , ■
        Mais 4»5 ran » Für Mais sind Rundlochsiebe , für die übrigen Getreide­
        arten Schiit zsieb'e zu verwenden .
        Ferner zählen frostgeschädigte Körner und alle grünen , nicht ausge- .
        reiften Körner zu dieser Fraktion .
b ) Fremdgetreide »
        Unter Fremdgetreide versteht man alle nicht . zum Grundgetreide ge­
        hörenden Getreidekörner einer Getreide probe . Handelt es sich um eine
        Hartweizenprobe , so zählen nur die 4 v.H. übersteigenden Weiohweizen–
        körner zum Fremdgetreide .
ô)' .■ Schâdlingsfrafîs                      . .     .
        Zum Schädlingsfraß zählen diejenigen Körner , die Fraßstellen aufweisen »
        Wanzenweizen gehört ebenfalls zur Untergruppe Schädlingsfraß «
d) Keimverfärbungen und fleckige Körner :
 • ; .Körner mit Keimverfärbungen sind Körner init braunen bis braunschwarzen
  i ^ j Verfärbungen der Schale am unversehrten, nicht ausgewachsenen Keim–
* . ling . Bei Weichweizen bleiben Körner mit Keimverfärbungen bis zu
, . 8,.v.H. unberücksichtigt . Fleckige Körner .bei1 Hartweizen sind Körner ,
        die an anderen Stellen als am Keimling braune ; bis braunschwarze
        Flecken aufweisen.
 ---pagebreak---                                          •» 2 ^                Anlage II
3 » Auswuchs t
                                  ' r  r,
     Auswuchs liegt vor, wenn Wurzel- oäor iüä :;■!•.<&.: i;ac – -
     lieh zu erkennen sind » Zur Beurteilung des Auswuchsgehalts darf jedoch
     der allgemeine Habitus der Getreideprobe nicht außer Acht gelassen wer­
     den « Bei manchen Getreidearten , zum Beispiel bei Hartweizen , tritt -
     sortenmäßig bedingt - der Keimling stark hervor , so daß bei der Bewe-^ :-
   . gung des Getreides die den Keimling bedeckende Schale aufbricht und
     Auswuchs vorgetäuscht wird . Ein solches Korn ist nicht als Auswuchs
     zu bezeichnen . Auswuchs ist erst dann vorhanden , wer.n CJW Kai . - -
     deutlich sichtbare , vom Normalzustand leicht zu unterscJei.~~, ^3
     Veränderungen eingetreten sind .
4 » Schwarzbesatz :
     a) Unkraut samen ;
     b ) Verdorbene Körners
         • Verdorbene Körner sind solche , die durch Fäulnis , Schimmel- oder
        . Bakterienbefall oder durch sonstige Einwirkungen für die menschliche
           Ernährung unbrauchbar geworden sind .
           Zu den verdorbenen Körnern gehören auch hitzegeschädigte Körner .
           Hitzegeschädigte Körner sind solche vollausgebildete Körner , deren
           Schale eine graubraune bis schwarze und deren Mehlkörper beim
           Durchschneiden eine gelblich graue bis bräunlich schwarze Färbung
           zeigt .
           Durch die Weizengallmücke geschädigte Körner zählen dann ^zur Unter­
           gruppe verdorbene Körner , wenn durch den sekundär auftretenden
           Pilzbefall mehr als die Hälfte der Kornoberfläche grau bis schwarz
           verfärbt ist » Hat die Verfärbung weniger als die Hälfte der Korn-
           oberfläche erfaßt , so zählt das Korn zum Schädlingsfraß .
     c ) Verunreinigungens
           Zu den Verunreinigungen zählen die Bestandteile einer Getreideprobe ,
           die beim Sieben mit einem 3,5 mm Schlitzsieb zurückbleiben ( ausge­
           nommen Fremdgetreide und sehr dicke Körner des Grundgetreides) und
           die beim Sieben mit feinem 1 mm Schlitzsieb durchfallen *
                                                                         # » •/• • •
 ---pagebreak---                                                    r. 3 - '          i        'Anlaga.II -   - V;
                                                            , x . ,             l          ■
                                                                     •V  f* >     "
                                                    f  o• .
     ''*■ .Steine , Erdklumpen, Strohdeila und ander© . Verunreinigungen, die sich
            in den Getreideproben zwischen 1 mm und . 3 » 5 . nun oder im Rückhalt . des
  "•        3., 5 mm Sohlitzsiebes befinden , zählen ebenfalls " zu der Fraktion Ver-
            unreinigungen#                  'i:J :                                   ,
            Diese Definition gilt nicht für Mais . Zu den Verunreinigungen bei
  '       . dieser Getreideart zählen -sämtliche Bestandteile einer Maispröbe ,
         - die beim Sieben mit einem 1 mm Schiitzsieb durchfallen , sowie Steine ,
' ••••.« Erdklumpen , Strohteile und andere Verunreinigungen im . Rückhalt dieses
            Siebes .                     .. ; .                     ' '• : .
     d) Spelzen (bei Mais Bruchstücke der Spindeln)
     e) Mutterkorn .                                                              rs
    f) Brandbutten
     g ) Insektenfragmènte .
     Lebende und tote Insekten »
             .             BEZUGSMETHODE ZUR FESTSTELLUNG DER BESATZANTEILE
     Weicliweizen . Hartweizen . Roggen « Gerste                      ' > ■
     Das Durchschnittsmuster ( mindestens 250 g) wird gewogen und durch
                . [' :·
     Schlitzsiebe, von 3>5 : und l.mm Schlitzbreite mindestens eine halbe
     Minute"gö siebt . Für eine konstante Siebung wird eine Siebmaschine
     ( z.B. Vibrationstisch mit aufmontierten Sieben), empfohlen .
                        • .v .
     Der Rückhalt' des 3 »5 mm Siebes und der Durchfall' des 1 mm Siebes sind
     zusammen auszuwiegen lind zählen zu der Fraktiön' Verunreinigungen . Be­
     finden sich im Rückhalt des 3,5                   Siebes Bestandteile der Fraktion
    Fremdgetreide oder einige sehr dicke Körner des Grundgetreides , so
     sind diese Bestandteile dem vorgereinigten Muster wieder beizufügen .
     Im Durchfall des 1 mm Siebes sind lebende und tote Insekten zu zählen .
 ---pagebreak---                                       4 -               Anlage II
  Aus dem vorgereinigten Muster wird mittels eines Probenteilers ein
  Muster zwischen 50 und 100 g hergestellt . Dieses Teilmuster ist zu
  wiegen . Anschließend wird dieses Teilmuster auf einer Tischplatte zu
  einer flachen Schicht ausgebreitet und die Fraktionen Bruchkora , Fremd-
  getreide , Auswuchs , Schädlingsfraß , frostgeschädigte Körner , Körner
  mit Keimverfärbungen , fleckige Körner , Unkrautsamen , Mutterkorn , ver­
  dorbene Körner , Brandbutten , Spelzen und lebende und tote Insekten mit
  Hilfe einer Pinzette oder eines Hornspatels ausgelesen .
  Befinden sich im Teilmuster Körner , die noch in den Spelzen sitzen , so
  sind diese Körner von Hand aus der Umhüllung herauszuholen . Die Spelzen
  zählen zu der Fraktion Spelzen . Steine , Erdklumpen und Strohteile werden
  zur Fraktion Verunreinigung gerechnet .
  Anschließend wird das gleiche Teilmuster eine halbe Minute durch ein
  Schlitzsieb mit einer Schlitzbreite von 2 mm bei Weichweizen , 1,8 mm
  bei Roggen , 1,9 mm bei Hartweizen und 2,2 mm bei Gerste gesiebt . Der
  Durchfall dieser Siebung zählt zur Fraktion Schmachtkorn . Frostgeschä-
  digte Körner werden der Fraktion Schmachtkorn zugerechnet .
. Mais
  Das Durchschnittsmuster ( mindestens $00 gr) wird gewogen und durch ein
  Schlitzsieb von 1 mm mindestens eine halbe Minute gesiebt . Lebende und
  tote Insekten sind zu zählen .
  Aus dem Rückhalt des 1 mm Siebes werden Steine , Erdklumpen , Strohteile
  lind andere Verunreinigungen mit Hilfe einer Pinzette oder eines Horn-
  spatels ausgelesen . Die so ausgelesenen Verunreinigungen werden dem
  Durchfall dieses 1 mm Siebes zugefügt und gewogen .
  Aus dem so vorgereinigten Muster wird mittels eines Probenteilers ein
  Muster zwischen 100 und 200 g hergestellt . Dieses Teilmuster ist zu
  wiegen . Anschließend wird dieses Teilmuster auf einer Tischplatte zu
  einer flachen Schicht ausgebreitet und die Fraktionen Fremdgetreide ,
  Schädlingsfraß , frostgeschädigte Körner , Auswuchs , Unkrautsamen , ver­
  dorbene Körner , Spelzen und lebende und tote Insekten mit Hilfe einer
  Pinzette oder eines Hornspatels ausgelesen .
 ---pagebreak---                                                           Anlage II
                                       - ? -
                                                                              ν
     Danach wird dieses leilnmster durch, ein 4>5 nim Rundloch sieb gesieht «
     Der Durchfall dieser Siebung zählt zur Fraktion Bruchkorn «
3 « Sämtliche unter Ziffer 1 und 2 genannten Besatzfraktionen sind auf
     0,01 g genau auszuwiegen und prozentual auf das Durchschnittsmuster
     ( Versandmuster) zu berechnen . Die Angabe im Untersuchungsbericht
     erfolgt mit einer Genauigkeit von 0,1 %, Lebende und tote Insekten
     sind zu zählen und ihre Anzahl je Kilogramm Getreide anzugeben «
     Bei Parallelbestimmungen darf im Gesamtbesatz eine maximale Abweichung
     von 10 $ des Gesamtbesatzes nicht überschritten werden .
GERÄTE
1 . Probenteiler ( z.B. konischer oder Riffelprobenteiler);
2 . Waage ( Genauigkeit 0,1 mg) j
3 . Schlitzsiebe mit einer Schlitzbreite von 1 mm , 1,8 mm , 1,9 mm , 2 mm ,
     2,2 mm und 3>5 mm ;
     Rundlochsieb von 4*5 mm
     ( Siebe evtl . auf Vibrationstisch montiert ).
   I