CELEX: 51980PC0036
Language: de
Date: 1980-02-01
Title: VORSCHLAG FÜR EINE VERORDNUNG (EWG) DES RATES über die Grundregeln für die Destillation von Tafelweinen, für welche der Destillationsvertrag vor dem 15 April 1980 genehmigt sein muss (von der Kommission den Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 36
Vol. 1980/0015
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                  KOM(80)36 endg
                                                         Brüssel . 4 fefcruar 1980
    / *           S' c.                 VORSCHLAG FÜR EINE
                ?*      t •
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                        ,        W RORDNUNG
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        über die Grundregeln für die Destillation von Tafelweinen ) für
           »    «. »  .               *
        welche der Destillationsvertrag vor dem 15 April 1980 geneh-
         >                                  migt sein muss
                          (von der Kommission den Rat vorgelegt )
 K0M(80) 36 endg
                                  i
 ---pagebreak---     infolge der außerordentlich guten Ernte von 1979 befindet sich der Wein-
markt in der Gemeinschaft in einer schweren Krise , wie er sie seit 1974 / 75
ni cht .mehr gekannt hatte . Das umfangreiche Paket von Struktur- und Marktre-
guUerungsmaßnahmen , deren Grundprinzipien der Rat . im Anschluß an das. von
der Kommission im Juli 197S vorgelegte . Aktionsprogramm Suf seiner Tagung
vom 1Q V und 11 . Dezember 1979 . genehmigt hat , dürfte mittelfristig eine ausge-
glichenere Situation in diesem Sektor herbeiführen . Kurzfristig läßt sich die
Marktky^e^ die sicf) seit September 1979 in Frankreich und in Italien ^nCMjh
verschärft , nur durch einen raschen Beschluß des Rates über eine sogenannte '
''außerordentliche " Destillation auf der Grundlage von Artikel 15 der Grund-
verordnung' ( R. 337 / 79 ) beheben .
    Die Kommission hat seit Beginn dieses Weinwirtschaftsjahres und nach Maß­
gabe der Entwicklung der Produktionsvorausschätzungen -und der verfügbaren
Mengen ihrerseits alle ihrer Verantwortung unterliegenden Intervent ions-
inätrumente eingesetzt : vorbeugende Destillation ( Art . 11 ), den Inhabern
 langfristiger Einlagerungsverträge vorbehaltene Destillation ( Art . 12 ),
Destillation der überschü sigen Weine aus dem Charentes-Gebiet ( Art . 13 ),
kurzfristige und langfristig Einlagerung .
    Erwartungsgemäß könnten die so beschlossenen Desti l lationsmaßnahmen zu
einer Rücknahme aus dem Markt von etwa 12 Millionen hl Wein führen . In der
am 14.' Dezember 1979 von de/ Kommission festgestellten Vorbilanz des Wirt--
schaf tsjahres;;wird jedoch ^eirr Produkt ionsumf^ang von 167 Mio hl zugrunde
gelegt , der die "normale " Verwendung innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft
unter Berücksichtigung der Einfuhren um etwa 25 Mio hl überschreitet . Diese
Bilanz wurde nur unter Berücksichtigung der bereits beschlossenen Destilla­
tionen aufgestellt . Es handelt sich um die bereits genannten Maßnahmen , aber
auch um den Beschluß, in Frankreich äie*sogenannte , M 2usätzliche obligatorische
                tArt *- 40 der Verordnung ( EWQ ) Nr , 337 / 79 ) antuwenden; der Satz
soll 3 X betragen, wa9 einer obligatorischen Desti llation der Niedrigpreis-
weine entspricht ( 50 X des Orientierungspreises für Weißweine) und die
zusätzliche Rücknahme von etwa 1,2 Mio hl Tafelwein zu für den EAGFL besonders
geringen Kosten ermöglicht .          •
 ---pagebreak---     Bisher hat die Kommission mithin sämtliche Marktverwaltungsmittel erschöpft ,
die ihr der Rat 1976 bei der Reform der Weinverordnung zur Stabilisierung des
Marktes in normalen Zeiten an die Hand gegeben hat . Die Gemeinschaft ist nun
mit einer außergewöhnlich hohen Erzeugung konf rontiert , die nach den vorläufi­
gen Zahlen - 167 Mio hl - kaum niedriger ist als der historische Rekord von
1973 ( 170 Mio hl ). Die unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen aufge­
stellte Vorbilanz sieht zum Ende des Wirtschaftsjahres einen Bestand von
87 Mio hl vor , eine Zahl , die bisher nur 1974 zur Zeit der akuten Markt-
krise zwischen Italien und Frankreich erreicht worden ist .
    Die Notierungen haben ihrerseits ein sehr niedriges     Niveau erreicht , und
der repräsentative Preis der Gemeinschaft lag im Januar 1980 für die Rotwein-
arten R I und R II bzw . die Weißweinart A I bei 85 %, 81 % bzw . 67 % des,
Orientierungspreises .
    Zur Überwindung dieser Krise muß der Rat daher unbedingt einen Beschluß
fassen , der seine Entschlossenheit bekundet , den Tafelweinmarkt nach der Ernte
1979 zu sanieren . Daher sc'hlägt die Kommission dem Rat vor, eine Destillation
                            /
von Tafelwein nach Artikel 15 der Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79 vorzusehen .
    Was die Bestimmungen im einzelnen betrifft , so muß daran erinnert werden ,
daß die Einführung eines Systems der Beschränkung der Desti l lationsmengeri
durch die Stellung von Anträgen , denen entsprechend der beschlossenen Quota
und der Gesamtzahl der Anträge stattgegeben wird , sich 1975 als sehr schlecht
erwiesen hat ( Verordnung 267 / 75 ). Die Kommission beschränkt sich daher darauf ,
die gewöhnliche Begrenzung in Form des Destillationszeitraums vorzuschlagen,
jedoch in Verbindung mit der Auflage , daß die destillierten Mengen für jeden
Erzeuger 10 % der Tafelweinernte von 1979 nicht überschreiten , wobei diese
Grenze für die kleinen Erzeuger auf 20 % angehoben wird . Unter diesen Be­
dingungen dürften die Destillationsmengen zwischen 6 und 8 Mio hl liegen .
                              t
    Schließlich schlägt die Kommission vor , daß der für destillierten Wein
gezahlte Preis 85 % des Orientierungspreises von Rotweinen der Arten R I und
 R II und 80 X des Orientierungspreises von Weißweinen der Art A I , d.h .
 2,16 ECU je % Vol und Hektoliter bzw . 1,90 ECU je % Vol und Hektoliter
 beträgt . Da die Schwierigkeiten auf dem Markt , die sich in den Preisen nie­
 derschlagen, bei den Weißweinen der Art A I stärker in Erscheinung treten als
 bei Rotwein, werden die Desti lla^ionsmaßnahmen' vorzugsweise auf Weißweine aus­
 gerichtet . Die Desti llationsbeihi Ifen stützen sich ? uf die Preise des Alko-
 holmarktes in Italien .
 ---pagebreak---                                  VORSCHLAG FuR EINE
                         VERORDNUNG (EWG) DES RATES
       über die Grundregeln für die Destillation von Tafelweinen, für
       welche der Destl llatlonsvertraG vor dem 15 . April 1980 geneh­
                                 migt sein muß
OER RAT OER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr . 337/ 79 des Rates vom 5 . Februar 1979 „
                                                              x            r
über die gemeinsame Marktorganisation für Wein ( 1 ), zuletzt geändert durch
die Verordnung ( EWG ) Nr,           ( 2 ), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 1 ,
auf Vorschlag der Kommission,                               -                      ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Nach Artikel 15 der Verordnung ( EWG ) Nr . 337/ 79 kann die Desti llation- von
Tafelwein beschlossen werden, falls die Gefahr besteht , daß eine Festigung
der Preise durch die in dieser Verordnung vorgesehenen Marktstützungsmaß-
nahmen allein nicht erreicht werden kann .
Diese Gefahr besteht zur Zeit , da die verfügbaren Mengen infolge der reichen
Ernte des laufenden Wirtschaftsjahres und der umfangreichen Bestände aus dem
voraufgehenden Wirtschaftsjahr bei weitem den normalen Bedarf dieses Wein-
wirtschaftsjahres überschreiten . Im übrigen sind bereits alle Stützungs-- .
                                                         *
maßnahmen getroffen worden, ohne jedoch vorläufig zu einer merklichen
Festigung der Preise geführt zu haben«
                                 -               -                       :
( 1 ) ABL . Nr . L 54 vom 5 . 3.1979, S.     1
 ( 2 ) ABL . Nr . L
                                           f
 ---pagebreak---   Es Ist erforderlich die Bedingungen für die Durchführung der Desti llations-
 maßnahmen festzulegen . Insbesondere tdarf der Preis der zur Destillation vorge
 sehenen Weine keinen Anreiz zur Erzeugung hauptsächlich zur Destillation be­
 stimmter Weine bieten ; andererseits muß er hinreichend attraktiv sein , damit
 die Operation wirksam ist .
                           (
 Es ist angezeigt zu verhindern , daß sich die Vermarktung des im Rahmen
 dieser Verordnung gewonnenen Alkohols auf den Markt dieses Erzeugnisses un­
 günstig auswirkt .
Die Tafelweinmenge , die von jedem einzelnen Erzeuger destilliert werden darf ,
und die Dauer der Destillationsmaßnahmen müssen begrenzt werden, um die Gesamt­
kosten der Maßnahme zu begrenzen .
Es empfiehlt sich vorzusehen, daß der dem Erzeuger zugesicherte Mindest­
preis ihm normalerweise so zeitig gezahlt wird, daß ihm daraus ein Gewinn
entsteht , der vergleichbar ist mit dem , den er im Fall eines Handelsverkaufes
erzielen würde .
Für Erzeuger , die einen Desti l lationsvertrag unterschrieben haben , muß die
Möglichkeit vorsesehen werden, diesen Vertrag zu kündigen , falls die Marktlage
eine bessere Verwertungefes Weins für die Erzeuger zulassen sollte .
Es muß vorgesehen werden, daß die Erzeuger mit den Desti llationsbetrieben Ver­
träge abschließen, die der Genehmigung der Interventionsstelle unterliegen ,
damit der Destillationsablauf und die Einhaltung der den Parteien obliegenden
Verpflichtungen kontrolliert werden können . Dieses System bietet außerdem     die
Möglichkeit , die quantitativen Auswirkungen der Destillation auf den Markt
besser zu verfolgen .         •
Um eine geeignete Kontrolle der Destillationsmaßnahmen sicherzustellen , em­
pfiehlt es sich , die Brennerei einem Zulassungssystem zu unterstellen .
Der Preis der zur Destillation bestimmten Weine gestattet keine Vermarktung
der auf diese Weise gewonnenen Erzeugnisse unter normalen Bedingungen . Es ist
daher notwendig , eine Beihilfe zu zahlen und deren Betrag unter Berücksichti­
gung der normalen Kosten so festzusetzen, daß die gewonnenen Erzeugnisse ver­
marktet werden können .                                 >   . '  .  •
 ---pagebreak---   Aufgrund der bisherigen Erfahrung muß für die in den Weinlieferverträgen
  vorgesehene Weinmenge eine bestimmte Toleranz eingeräumt werden .
- Im übrigen empfiehlt es sich , in unvorhergesehenen Fällen oder in Fällen
  höherer Gewalt die Möglichkeit vorzusehen, die Beihilfe für die tatsächlich
  destillierte Weinmenge zu zahLen .
  In jedem von dieser Maßnahme berührten Mitgliedstaat muß eine Stelle mit der
  Durchführung der betreffenden Bestimmungen beauftragt werden -
                                 ι
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                            Artikel 1
  1 . Erzeuger, die einen Teil ihrer Tafelweinernte nach Artikel 15 der Verordnung
       ( EWG ) Nr . 337 / 79 zu destillieren wünschen, schließen Verträge für die .
      Lieferung von Tafelwein mit einem vor dem 1 . April 1980 zugelassenen
      Destillationsbetrieb ab .
  2 . Im Rahmen dieser Verordnung darf die von einem Erzeuger destillierte          .
      Tafelweinmenge nicht weniger als 10 hl betragen und folgende Prozentsätze
      der in der Ernteerklerung dieses Erzeugers für das Wirtschaftsjahr 1979 / 80
      angegebenen Tafelweinmenge nicht überschreiten :
      - 20 X für die ersten 150 gemeldeten Hekotliter ;
      - 10 % für den Rest der gemeldeten Erzeugung .
                                            Artikel 2
  Die Lieferverträge sind nur gültig , wenn sie von der Interventionsstelle vor
  dem 15 . April 1980 genehmigt werden .
  Diese Verträge umfassen :
  a ) den Kauf der im Vertrag angegebenen Tafelweinmenge durch die Brennerei ,
  b ) für die Brennerei die Verpflichtung , den Wein zu einem Erzeugnis mit einem
      Alkoholgehalt von 86 X Vol . oder mehr oder zu einem Erzeugnis mit einem
      Alkoholgehalt von 85 X Vol oder weniger zu verarbeiten und für den Wein
      mindestens den in Artikel 3 genannten Preis zu zahlen .
 ---pagebreak---                                        - 4 -
                                    Artikel 3
1 . Der Mindestkaufpreis für zur Destillation bestimmte Tafelweine wird fest­
    gesetzt auf :           t
    - 2 / 16 ECU je X Vol und Hektoliter für rote Tafelweine der Arten R I und
      R II ;
      und auf                                           t
    - 1,90 ECU je % Vol und Hektoliter für weiße Tafelweine der Art A I.
2 . Die genannten Preise gelten für unverpackte Ware ab Erzeugerbetrieb .
                                    Artikel 4
1 . Für jeden Hektoliter destillierten Wein wird von der Interventionsstelle des
    Mitgliedstaates , in dem die Destillation stattfindet , eine Beihilfe gezahlt .
2 . Der Betrag der Beihilfe wird für die in Artikel 3 Absatz 1 erster Gedankenstrich
    genannten Weine festgesetzt auf
    - 1,31 ECU je % Vol und Hektoliter , wenn der Wein zu einem Erzeugnis mit
      einem Alkoholgehalt von 86 X Vol oder mehr verarbeitet worden ist ;
    - 1,13 ECU je X Vol und Hektoliter , wenn der Wein zu einem Erzeugnis mit
      einem Alkoholgehalt von 85 X Vol oder weniger verarbeitet worden ist .
    Der Betrag der Beihilfe wird für die in Artikel 3 Absatz 1 zweiter Gedanken­
    strich genannten Weine festgesetzt auf
    - 1,05 ECU je % Vol und Hektoliter, wenn der Wein zu einem Erzeugnis mit
      86 X Vol oder mehr verarbeitet worden ist ;
    - 0,87 ECU je X Vol uncjf Hektoliter, wenn der Wein zu einem Erzeugnis mit 85 X
      Vol oder weniger verarbeitet worden ist .
 ---pagebreak---                                Artikel 5
Bei Eingang der gesamten im Vertrag aufgeführten Weinmenge in der Brennerei
zahlt der Oesti llationsbetrieb dem Erzeuger mindestens den Unterschied
zwischen dem Mindestankaufspreis gemäß Artikel 3 und 'der Beihilfe gemäß
Artikel 4 .
Innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der im Vertrag genannten Gesamt­
menge im Oesti llationsbetrieb zahlt die Interventionsstelle dem Erzeuger
einen Betrag in Höhe von 40 % des Ankaufspreises gemäß Artikel 3, der
auf die Beihilfe nach Artikel '4 angerechnet wird .
Wird der Nachweis erbracht , daß die gesamte im Vertrag genannte Weinmenge
destilliert wurde , so zahlt die Interventionsstelle dem Erzeuger den
Unterschied zwischen der Beihilfe nach Artikel 4 und dem in Absatz 2
genannten Betrag .
 ---pagebreak---                                       - 6 -
4 . Die Mitgliedstaaten können vorsehen, daß der in Artikel 2 genannte Betrag
    - den Erzeugern von der Interventionsstel le innerhalb von zwei Wochen nach
      Genehmigung des Vertrages gezahlt wird,
    - V0Besti llationsbetrieb gezahlt wird ; im letzteren Fall erstattet die
      Interventionsstelle diesen Betrag der Brennerei , wenn der in Absatz 3
      vorgesehene Nachweis erbracht wird .
5 . Findet die Destillation in einem anderen Mitgliedstaat statt als dem, in
    dem sich der Erzeuger befindet , so wird der Mindestankaufspreis nach
    Artikel 3 von der Brennerei gezahlt .
6 . Abweichend von den Absätzen 1 bis 4 kann die Zahlung des Mindestankaufs-
    preises von der Interventionsstel le oder / von der Brennerei nach Destillation
    der gesamten im Vertrag aufgeführten Weinmenge in einem Mal geleistet
    werden .
                                    Artikel 6
     Die Destillation darf weder vor dem 1 . April 1980 noch    mach dem 31 . Mai ,
1980 stattfinden . Es kann jedoch beschlossen werden , den Zeitpunkt des Ab­
schlusses der Destillationsmaßnahmen vorzuziehen, insbesondere falls die re­
präsentativen Preise aller tafelweinarten mit Ausnahme der Arten A II , A^III
und R III während zwei aufeinander folgender Wochen über dem entsprechenden
Auslösungspreis liegen sollten .
                             l      Artikel 7
Beträgt der repräsentative Preis für Tafelwein der Art A I bei einer Reihe von
Notierungen , die 50 % der notierten Mengen überschreiten, mehr als 90 X des
Auslösungspreises , so kann beschlossen werden, daß die Lieferverträge auf
Antrag des Erzeugers ganz oder teilweise gekündigt werden .
                                    Artikel 8
Für die in den Lieferverträgen nach Artikel 1 aufgeführte Weinmenge ist eine
Toleranz von 10 X mehr oder weniger zulässig .
Die Interventionsstelle zahlt die in Artikel 4 vorgesehene Beihilfe für die
tatsächlich destillierte Weinmenge im Rahmen der im vorstehenden Absatz ge­
nannten Toleranz .
 ---pagebreak--- Kann in einem unvorhergesehenen Fall oder aus Gründen höherer Gewalt der Wein,
der Gegenstand eines Vertrages nach Artikel 1 ist , in seiner Gesamtheit oder
teilweise nicht destilliert werden , so unterrichtet der Brenner oder der Er­
zeuger unverzüglich :                                  '
- die . Interventionsstelle des Mitgliedstaates , in dessen Hoheitsgebiet sich die
  Destillationsanlagen befinden,
  und ,
- wenn das Weinlager des Erzeugers sich' in einem anderen Mitgliedstaat befindet
  die Interventionsstelle dieses zweiten Mitgliedstaates .
In den im voraufgehenden Unterabsatz genannten Fällen zahlt die Interventions-
stelle die in Artikel 4 vorgesehene Beihilfe für die tatsächlich destillierte
Weinmenge .
                                       Arti kel 10
Im Sinne dieser Verordnung gilt als zugelassene Brennerei der Desti llationsbe-
trieb , der in einer von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zu erstel­
 lenden Liste aufgeführt ist.'                                        „•         ,
Unter im Rahmen der Durchführungsbestimmungen festzulegenden Bedingungen kann
denjenigen Brennereien , Hie den ihnen aus dieser Verordnung erwachsenden Ver­
pflichtungen nicht nachkommen , die Zulassung wieder entzogen werden .
                                       Artikel  11
1 . Die Mitgliedstaaten bezeichnen eine mit der Durchführung dieser Verordnung
    beauftragte Interventionsstelle .
2 . Zuständig ist jeweils die Ioterventionsstelle , in deren Hoheitsgebiet die
    Destillation stattgefunden " hat .
                                       Artikel 12
Diese Verordnung tritt . am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften ' irr Kraft .
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
 in jedem Mitgliedstaat .
Geschehen zu Brüssel , am                           Im Namen des Rates
                            f
                                                      Der Präsident
 ---pagebreak---                                                      £ ftl
                                                                                                   DATUM I     30.1.1980
                                    6912 Destillation von Wein                                                    vorläufige Mittel     nsa
           KAUSHALTSPOSVKN    I
                                                                                                    RANA*IISATZ «33^7 MIO ERE
                                                    Mllll ■■IIII1HI PHIimillllllBi^W–
     2. Bezeichnung DES voHHABENS i        Vorschlag für eine Verordnung des Rates über die Grund­
           regeln für die Destillation von Tafelwein, für welche der t>esti llationsvertrag
          genehmigt sein muß
      j. REorrscranroLACE       Artikel 15 der Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79
      4. ZIELE DES TOSWBFM3 : Die Wetprernte 1979 ist außergewöhnlich gut . Es empfiehlt sich
          daher , die herkömmlichem Marktstützungsmaßnahmen durch eine außerordentliche
          Destillation gemäß Artikel 15 der Grundverordnung zu ergänzen .
                                                                                        ï      LAuraroeâ         I ■ KOMMENDES
      5 .FINANZIELLE AUS'RFLHKUNCEN                   B.2 -I-OTIATS PERIODE                 HAUSHALTSJAHR (80 ) HAUSHALTSJAHR ( 81 )
      5.0 . AUSGABEN
            - ZU LASTEN DES EO-HAUSHALTES
              ( EHSTATTUNGQI/IHTERVI3JTI0NEW)             89,0 Mio ECU                      89,0 MiO ECU
            - ZU LASTEN NATIONALER VERHALTUNO!»           bzw .                             bz-w .
  |         - ZU. LASTEN ANDERER NATIONALER SEKTOREN 82,8 .'lio ERE                         82,8 Mio ERE
     5.1 . EINNAHMEN
            - EIGENE MITTEL DER SO ( ABSCHÜPPUNOEN/
              ZOLLE )                                                                                                     %
            - IM NATIONALEN BEREICH         '       I
                                                       • JAHR ,i .9.§°                    JAHR                      JAHR
     5.0.1 * VORAUSSCHAU AUSGABEN                         82,8 Mio ERE
     %x xx xBOKMnxxm smurnm
     J.2. BERBCHNUNQSHETHODE «
          Hypothesen : - 8 Mio hl , davon 60% Weißwein und 40% Rotwein
                             - durchschnittliche Beihilfe : Weißwein 0,96 ECU / % / hl ;
                                                                                     Rotwein 1,22 ECU / % / hl
                             - durchschnittlicher Alkoholgehalt : Rotwein 11° , Weißwein 10°
          Gesamtkosten : " 0,96 ECU/ % / hl x 10 x 4,8 Mió hl = 46,08 Mió ECU
                                 1,22 ECU / % / hl x 11 x 3,2 Mió hl = 42,94. Mió ECU
                                                                                               89,02 Mio ECU
     6.0 . FINANZIERUNO DI LAUFENDE» HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHANDENE M                           S/NBJX
8 6.1 . FINANZIERUNO IST^KI^LICH DURCH UBERTRAOUNO VON KAPITE^ZU^KAPIJEXr-flrTI^                   MENDEN HAUSHALT
1    6.2. NOTWENJ)i<jKEIT EINES NACHTRAOSHAUSGILTB^
                ^                                         _J
                                  SIND IN DIB ZUKÜNFTIGEN HAUSKALTE EINZUSETZEN                                                   m
    ANMEHKUNQEN l
    Es handelt sich um eine Sofortmaßnahme , "für welche keine Mittel                                         vorgesehen worden
    waren . Ihre Wirksamkeit hängt nicht nur von der Entlastung des                                           Marktes ab , sondern
    auch von der psychologischen Wirkung auf d>e Marktbeteiligten .                                            Im übrigen ver­
    ringert eine rasche Aktion die Notwendigkeit von Lagerausgaben                                             und ist geeignet ,
    die späteren Ausgaben zu begrenzen .                                                                              _               '
    ( 1 ) Die Kommission wird die erforderliche haushaltsmäßige Deckung in ihren neuen
          • Vorschlägen für den Haushalt 1980 vorschlagen .