CELEX: 51994PC0642
Language: de
Date: 1994-12-16
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EG) DES RATES über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für Schiffe unter norwegischer Flagge für den Zeitraum bis zum 31. März 1995

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                 KOM(94) 642endg.
                                                 Brüssel, den 16.12.1994
                                Vorschlag für eine
                            VERORDNUNG (EG) DES RATES
      über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für
      Schiffe unter norwegischer Flagge für den Zeitraum bis zum 31. März 1995
                         (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                      BEGRÜNDUNG
Die Konsultationen zwischen der Gemeinschaft und Norwegen, die am 30. November 1994
in Brüssel stattfanden, haben zu einer Vereinbarung über die gegenseitigen Fischereirechte
bis zum 31. März 1995 geführt. Unter anderem sind bestimmte Fangquoten für norwegische
Schiffe in den Gemeinschaftsgewässern vorgesehen.
Die Parteien haben vereinbart, Anfang 1995 erneut                  zusammenzutreten,     um
Fischereivereinbarungen für das gesamte Jahr 1995 zu treffen.
Ziel dieses Vorschlags für eine Verordnung ist es, den Schiffen der Färöer zu erlauben, vom
1. Januar 1995 bis 31. März 1995 die Quoten zu befischen, die ihnen entsprechend den
obengenannten Vereinbarungen in den Gemeinschaftsgewässern eingeräumt wurden.
                                             À
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                         VERORDNUNG (EG) Nr             DES RATES
                                    vom ... Dezember 1994
        über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände für
        Schiffe unter norwegischer Flagge für den Zeitraum bis zum 31. März 1995
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 des Rates vom 20. Dezember 1992 zur
Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Fischerei und die Aquakultur1,
insbesondere auf Artikel 8 Absatz 4,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach dem Verfahren, das in den Artikeln 2 und 7 des Fischereiabkommens zwischen der
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Norwegen2 vorgesehen ist, haben
die Gemeinschaft und Norwegen Konsultationen über ihre gegenseitigen Fischereirechte für
den Zeitraum bis zum 31. März 1995 und über die Bewirtschaftung der gemeinsamen
Bestände geführt. Die Gemeinschaft und Norwegen haben vereinbart, 1995 so bald wie
möglich Konsultationen über ihre gegenseitigen Fischereirechte für die restlichen Monate des
Jahres 1995 zu führen.
Bei diesen Konsultationen sind die Delegationen übereingekommen, ihren Behörden zu
empfehlen, für die Fischereifahrzeuge der anderen Partei bestimmte Fangquoten für 1995
festzulegen.
Das am 19. Dezember 1966 zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden geschlossene
Abkommen über den gegenseitigen Zugang zum Fischfang im Skagerrak und Kattegat
bestimmt, daß jede Partei den Fischereifahrzeugen der anderen Parteien den Zugang zu ihrer
Fischereizone im Skagerrak und in einem Teil des Kattegats bis zu einer Entfernung von vier
Seemeilen von den Basislinien gestattet.
     1
        ABl. Nr. L 389 vom 31.12.1992, S. 1.
     2
        ABl. Nr. L 226 vom 29.8.1980, S. 48.
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                                                  l
 ---pagebreak--- Es sind die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um dem Ergebnis der für das Jahr 1995
zwischen den Delegationen der Gemeinschaft und Norwegens geführten Konsultationen
Rechnung zu tragen und eine Unterbrechung der Fischereitätigkeit der beiden Seiten am
31. Dezember 1994 zu vermeiden.
Der Rat hat die besonderen Bedingungen für die Fangtätigkeit festzulegen.
Für die Fangtätigkeit nach dieser Verordnung gelten die einschlägigen Kontrollmaßnahmen
der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 zur Einführung einer
Kontrollregelung für die gemeinsame Fischereipolitik3.
Nach Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1381/87 der Kommission vom 20. Mai
1987 zur Festlegung der Einzelheiten für die Kennzeichnung und die Dokumente an Bord von
Fischereifahrzeugen4 müssen alle Fahrzeuge mit Seewasserkühltanks ein von einer
zuständigen Behörde beglaubigtes Dokument mitführen, dem sich entnehmen läßt, welcher
Füllmenge in Kubikmetern die am Tank in Abständen von 10 cm markierte Füllhöhe
entspricht -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                          Artikel 1
1.      Fischereifahrzeuge unter der Flagge Norwegens dürfen bis zum 31. März 1995 in den
        200-Meilen-Fischereizonen der Mitgliedstaaten in der Nordsee, im Skagerrak, im
        Kattegat, in der Ostsee und im Atlantik nördlich von 43°00' Nord die in Anhang I
        aufgeführten Arten innerhalb der dort festgelegten geographischen und
        mengenmäßigen Grenzen nach Maßgabe dieser Verordnung fangen.
2.      Die nach Absatz 1 zulässige Fangtätigkeit ist auf die Teile der 200-Meilen-
        Fischereizone beschränkt, die seewärts mehr als zwölf Seemeilen von den Basislinien
        entfernt liegen, von denen aus die Fischereizonen der Mitgliedstaaten gemessen
        werden. Im Skagerrak ist der Fischfang in einer Entfernung von mehr als vier
        Seemeilen von der Basislinie Dänemarks gestattet.
3.      Der Fischfang in den Teilen des ICES-Bereichs lila, der im Westen durch eine Linie
        vom Leuchtturm von Hanstholm zum Leuchtturm von Lindesnes und im Süden durch
        eine Linie vom Leuchtturm Skagen zum Leuchtturm Tistlarna und von dort zum
        nächsten Punkt der schwedischen Küste begrenzt sind, unterliegt, ausser bei Makrele
        und Köhler, keinen mengenmässigen Beschränkungen.
    3
        ABl. Nr. L 261 vom 20.10.1993, S. 1.
    4
        ABl. Nr. L 132 vom 21.5.1987, S. 9.
 ---pagebreak--- 4. Ungeachtet des Absatzes 1 sind unvermeidbare Beifange von Arten, für die in einer
   Zone keine Quote festgelegt ist, innerhalb der Grenzen zulässig, die in den in der
   betreffenden Zone geltenden Erhaltungsmassnahmen festgelegt sind.
5. In einer Zone getätigte Beifange von Arten, für die eine Quote in dieser Zone
   festgelegt ist, werden auf diese Quote angerechnet.
                                      Artikel 2
1. Fischereifahrzeuge, die gemäß der in Artikel 1 festgelegten Quotenregelung fischen,
   haben die Erhaltungs- und Kontrollmaßnahmen sowie die sonstigen Vorschriften über
   die Fischereitätigkeit in den in Artikel 1 genannten Zonen zu beachten.
2. Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge führen ein Fischereilogbuch, in das
   die in Anhang II genannten Angaben einzutragen sind.
3. Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge mit Ausnahme derjenigen, die in
   dem ICES-Bereich lila fischen, übermitteln der Kommission die in Anhang III
   genannten Angaben. Die Übermittlung erfolgt nach den Vorschriften dieses Anhangs.
4. Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge mit Seewasserkühltanks führen an
   Bord ein von einer zuständigen Behörde beglaubigtes Dokument mit, dem sich
   entnehmen läßt, welcher Füllmenge in Kubikmetern die am Tank in Abständen von
   10 cm markierte Füllhöhe entspricht.
5. Die Kennbuchstaben und -Ziffern der in Absatz 1 bezeichneten Schiffe müssen
   deutlich auf beiden Seiten des Schiffsbugs angebracht werden.
                                      Artikel 3
   In allen ICES-Bereichen ist die Ausübung der Fischereitätigkeit im Rahmen der in
   Artikel 1 festgelegten Quoten mit Schiffen von mehr als 200 BRT nur zulässig, wenn
   eine von der Kommission im Namen der Gemeinschaft ausgestellte Lizenz und
   spezielle Fangerlaubnis an Bord mitgeführt werden und die darin enthaltenen
   Bedingungen eingehalten werden.
   Norwegen wird der Kommission den Namen und die Kennzeichnung der
   Fischereifahrzeuge übermitteln, für die Lizenzen und spezielle Fangerlaubnisse erteilt
   werden sollten.
   Die Kommission stellt die in Absatz 1 genannten Fischereilizenzen und speziellen
   Fangerlaubnisse für alle Fahrzeuge aus, für die die norwegischen Behörden eine
   Lizenz und eine spezielle Fangerlaubnis beantragen.
 ---pagebreak---    Anträge auf Abänderung des Verzeichnisses der mit einer Lizenz versehenen
   Fischereifahrzeuge können jederzeit gestellt werden und werden unverzüglich
   bearbeitet.
3. Wird bei der Kommission ein Antrag auf Ausstellung einer Lizenz und einer
   speziellen Fangerlaubnis gestellt, so sind folgende Angaben zu machen:
   (a)     Name des Schiffes;
   (b)     Registriernummer;
   (c)     außen angebrachte Kennziffern und -buchstaben;
   (d)     Registrierhafen;
   (e)     Name und Anschrift des Eigners bzw. des Schiffscharterers;
   (f)     Tragfähigkeit in BRT und Länge über alles;
   (g)     Motorleistung;
   (h)     Rufzeichen und Wellenfrequenz;
   (i)     vorgesehene Fangmethode;
   (j)     vorgesehenes Fanggebiet;
   (k)     Fischarten, die gefangen werden sollen;
   (1)     Zeitraum, für den die Lizenz beantragt wird.
4. Jede Lizenz und jede spezielle Fangerlaubnis gilt nur für ein Fischereifahrzeug. Sind
   mehrere Fischereifahrzeuge an einem Fangeinsatz beteiligt, so muß jedes von ihnen
   eine Lizenz und eine spezielle Fangerlaubnis besitzen.
5. Die Lizenzen und speziellen Fangerlaubnisse können im Hinblick auf die Ausstellung
   neuer Lizenzen und spezieller Fangerlaubnisse aufgehoben werden. Die Aufhebung
   wird am Tage vor der Ausgabe der neuen Lizenzen und speziellen Fangerlaubnisse
   durch die Kommission wirksam. Die neuen Lizenzen und speziellen Fangerlaubnisse
   gelten ab dem Ausgabetag.
6. Im Falle der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten nach Artikel 1 werden die Lizenz
   und die spezielle Fangerlaubnis vor Ablauf ihrer Geltungsdauer ganz oder teilweise
   zurückgezogen.
7. Bei Nichteinhaltung der Vorschriften dieser Verordnung werden die Lizenzen und
   speziellen Fangerlaubnisse zurückgezogen.
8. Für Fischereifahrzeuge, bei deren Einsatz die Vorschriften dieser Verordnung nicht
   eingehalten wurden, werden während eines Zeitraums von längstens zwölf Monaten
   keine Lizenz und keine spezielle Fangerlaubnis ausgestellt.
9. Die Kommission teilt Norwegen seitens der Gemeinschaft den Namen und die
   Kennzeichnung derjenigen norwegischen Fischereifahrzeuge mit, die wegen eines
   Verstoßes gegen die Gemeinschaftsbestimmungen im darauffolgenden Monat bzw. in
   den darauffolgenden Monaten nicht zur Ausübung der Fischereitätigkeit in der
   Fischereizone der Gemeinschaft berechtigt sind.
 ---pagebreak---                                              Artikel 4
Der Fang von Blauleng, Leng und Lumb innerhalb der in Artikel 1 bezeichneten Quoten ist
nur bei der allgemein als "Langleinenfischerei" bekannten Fangmethode in den ICES-
Bereichen Vb, VI und VII gestattet.
                                             Artikel 5
Die Verwendung von Schleppnetzen und Ringwaden für den Fang pelagischer Fischarten ist
im Skagerrak von Samstag 24.00 Uhr bis Sonntag 24.00 Uhr untersagt.
                                             Artikel 6
Fischereifahrzeuge, die am 31. Dezember zum Fischfang berechtigt sind, dürfen ihre
Fischereitätigkeit zu Beginn des folgenden Jahres auf der Grundlage dieser Genehmigung
fortsetzen, bis die neuen Verzeichnisse der Fischereifahrzeuge für das betreffende Jahr
genehmigt worden sind.
                                             Artikel 7
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Geschehen zu Brüssel am ... Dezember 1994.
                                                              Im Namen des Rates
                                                              Der Präsident
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                                                    é
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                                                               Fangquoten Norwegens (1995)
                                                                                                                                   (in Tonnen Fanggewicht)
                                  ._,                              Fischereizonen, in denen der Fangt                                 •.__•
                                 Art
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       Makrele                                                   ICES Via<2), VHd, e, f, h, IIa                                     5,700<5)
       Hering                                                    ICES Via m                                                           2,000
       Sprotte                                                   ICES IV                                                             10,000
       Kabeljau                                                  ICES IV                                                              3,500
       Schellfisch                                               ICES IV                                                              6,700
                                                                                          (3)
       Seelachs (Köhler)                                         ICES IV, Skagerrak                                                  30,000
       Wittling                                                  ICES IV                                                              3,300
       Scholle                                                   ICES IV                                                              2,000
                                                                                                                                                     (6)
       Makrele                                                   ICES IV, lila                                                       19,100
                                                                                                                                                     (7)
       Sandspierling, Stintdorsch, Blauer Wittling               ICES IV                                                             16,700
       Blauer Wittling                                           ICES II, IVa, Via g) , VIb, VII (4)                               164,000            (W)
       Blauleng                                                  ICES IV, Vb, VI, VII, IIa                                              335
                                                                                                                                                         imn)
       Leng und Lumb                                             ICES IV, Vb, VI, VII, IIa                                            5,000
                                                                                                                                                      (l2)
       Katzenhai                                                 ICES IV, VI, VII                                                       500
                    (1)
       Riesenhai                                                 ICES IV, VI, VII                                                         35
       Herinshai                                                 ICES IV, VI, VII                                                         70
       Garnelen                                                  ICES IV                                                                  35
                                                                                                                                                      U3)
       Andere Arten                                              ICES IV, IIa                                                         1,700
                                                                                                                                                      (14)
       Hering                                                    ICES IVa, b                                                         16,700
       Stöcker                                                   ICES IV                                                              1,700
                                                                                                                                                     (
       Kombinierte Quote                                         ICES Vb, VI, VII                                                        700           ">
                                                                                                                                                      (16
       Schwarzer Heilbuyt                                        ICES IIa, VI                                                            600              '
 (1>
       Riesenhai-Leber.
 °» Nördlich von 56 "30'N.
 <s
       Begrenzung im Westen durch eine Linie vom Leuchtturm von Hanstholm zum Leuchtturm von Lindesnes, im Süden durch eine Linie vom Skagen-Leuchtturm zum
       Leuchtturm von Tistlarna und von dort zum nächsten Punkt der schwedischen Küste.
m
       Westlich von 12 - 00'W.
l,)
       (p.m.l
(
       Darf nur in dem ICES-Bereich IVa gefischt werden, außer 900 Tonnen, die in dem ICES-Bereich lila gefischt werden dürfen.
<7)
       Davon Sandspierling allein nicht mehr als 16 700 Tonnen oder Stintdorsch und Blauer Wittling zusammen nicht mehr als 16 700 Tonnen. Bis zu 3 300 Tonnen
       Stintdorsch aus dieser Quote dürfen in der ICES-Unterabteilung Via nördlich von 56 ' 30' gefangen werden. Diese Menge ist jedoch von der Quote für Sandspierling,
       Stintdorsch und Blauen Wittling in dem ICES-Bereich IV abzuziehen.
'* Hiervon dürfen höchstens 32 000 Tonnen in dem ICES-Bereich IVa gefischt werden.
,so
       Hiervon dürfen bis zu 6 400 Tonnen Glasauge gefischt werden.
<'°» Davon ist jederzeit ein zufälliger Fang anderer Arten von 25% je Schiff in den ICES-Bereichen VI und VII gestattet. Dieser Satz darf jedoch während der ersten 24
       Stunden nach Beginn der Fischerei auf einem bestimmten Fischgrund überschritten werden. Die gesamten zufälligen Fänge anderer Arten in den ICES-Bereichen VI
       und VII dürfen 1 000 Tonnen nicht überschreiten.
(ll)
       Davon höchstens 4 000 Tonnen Leng und höchstens 2 400 Tonnen Lumb und höchstens 1 035 Tonnen Blauleng.
<12
     ' Einschließlich Fänge mit Langleinen von Deania Calceus, Etropterus Princeps, Lepidarfinus Equanosus, Etropterus Pustillus, Centrocumus Coelallpis.
<l3)
       Einschließlich nicht spezifisch erwähnter Fischerei: Ausnahmen können nach Konsultationen, wie angemessen, gewährt werden; die gezielte Fischerei auf Seezunge
       ist fur 1995 nicht vorgesehen.
(l4)
       Falls notwendig, wird eine zusätzliche Menge von 3 300 Tonnen gewährt.
(,s
   > Nur Fänge mit Langleinen; einschließlich Tiefsee-Langschwäntz, Mora-Mora, Gabeldarsch.
<,IS)
       Nur Fänge mit I^anglcincn.
                                                                                           I
 ---pagebreak---                                         ANHANG II
Beim Fischfang innerhalb der 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten, in der
die Fischereivorschriften der Gemeinschaft Anwendung finden, sind unmittelbar nach dem
jeweiligen Vorgang die folgenden Angaben in das Fischereilogbuch einzutragen:
 1.      Nach jedem Hol:
          1.1. die Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
          1.2. Datum und Uhrzeit des Hols;
          1.3. die Position, bei der die Fänge getätigt wurden;
          1.4. die Fangmethode.
 2.       Nach jedem Umladen auf ein anderes oder von einem anderen Schiff:
          2.1. der Hinweis "übernommen von" oder "umgeladen auf";
          2.2. die umgeladene Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
          2.3. Name sowie äußere Identifizierungsbuchstaben und -nummern des Schiffes,
               auf das oder von dem die Umladung erfolgt ist.
 3.       Nach jeder Anlandung in einem Hafen der Gemeinschaft:
          3.1. Name des Hafens;
          3.2. die angelandete Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht).
 4.       Nach jeder Übermittlung von Angaben an die Kommission der Europäischen
          Gemeinschaften:
          4.1. Datum und Zeitpunkt der Übermittlung;
          4.2. Art der Meldung: IN, OUT, ICES, WKL oder 2 WKL;
          4.3. bei Funkmeldungen: Name der Funkstation.
                                                  tf
 ---pagebreak---                                      ANHANGffl
1.   Der Kommission der Europäischen Gemeinschaften sind folgende Angaben nach
     folgendem Zeitplan zu übermitteln:
1.1. Bei jeder Einfahrt in die 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten,
     für die die Fischereivorschriften der Gemeinschaft gelten:
     (a) die Angaben nach Ziffer 1.5;
     (b) die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
     (c) das Datum und der ICES-Bereich, in dem der Kapitän mit dem Fischfang zu
           beginnen beabsichtigt.
     Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag in
     die obengenannte Zone, so genügt eine einzige Mitteilung bei der ersten Einfahrt.
1.2. Bei jeder Ausfahrt aus der unter Ziffer 1.1 bezeichneten Zone:
     (a) die Angaben nach Ziffer 1.5;
     (b) die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
     (c) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg
           Lebendgewicht);
     (d) der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt worden sind;
     (e) die seit Einfahrt in die Zone auf andere Schiffe und/oder von anderen Schiffen
           umgeladene Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht) und die
           Kennzeichen des Schiffes, auf das umgeladen wurde;
     (f) die nach Einfahrt in die Zone in einem Hafen der Gemeinschaft angelandeten
           Mengen nach Arten (in kg Lebendgewicht).
           Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag
           in die unter Ziffer 1.1 genannten Zonen, so genügt eine einzige Mitteilung bei
           der letzten Ausfahrt.
1.3. Bei der Fischerei auf Hering und Makrelen alle drei Tage ab dem dritten Tag nach
     der ersten Einfahrt in die unter Ziffer 1.1 genannten Zonen und bei der Fischerei
     auf andere Arten als Hering und Makrele wöchentlich ab dem siebten Tag nach der
     ersten Einfahrt in die unter Ziffer 1.1 genannten Zonen:
     (a) die Angaben nach Ziffer 1.5;
     (b) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg
           Lebendgewicht);
     (c) der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt worden sind.
1.4. Bei jedem Wechsel des Schiffes von einem ICES-Bereich in einen anderen:
     (a) die Angaben nach Ziffer 1.5;
     (b) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg
           Lebendgewicht);
     (c) der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt worden sind.
                                            3
 ---pagebreak--- 1.5. (a)   Name, Rufzeichen, Kennziffern und -buchstaben des Schiffes und Name des
           Kapitäns;
     (b)   Lizenznummer, wenn das Schiff eine Linzenz hat;
     (c)   laufende Nummer der Meldung während der betreffenden Fangreise;
     (d)   Kennzeichnung der Art der Meldung;
     (e)   Datum, Uhrzeit und Position des Schiffes.
2.1. Die Angaben nach Ziffer 1 sind der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
     in Brüssel (Fernschreibanschrift 24189 FISEU-B) über eine der unter Ziffer 3
     aufgeführten Funkstationen in der unter Ziffer 4 angegebenen Form zu übermitteln.
2.2. Kann die Meldung aus Gründen höherer Gewalt nicht von dem Schiff übermittelt
     werden, so kann sie von einem anderen Schiff im Namen dieses Schiffes
     durchgegeben werden.
3.   Name der Funkstation      Rufzeichen der Funkstation
     Skagen                    OXP
     Blâvand                   OXB
     Rönne                     OYE
     Norddeich                 DAF DAK
                               DAH DAL
                               DAI DAM
                                DAJ DAN
     Scheveningen              PCH
     Oostende                  OST
     North Foreland             GNF
     Humber                    GKZ
     Cullercoats               GCC
     Wick                      GKR
     Portpatrick               GPK
     Anglesey                  GLV
     Ilfracombe                GIL
     Niton                     GNI
     Stonehaven                 GND
     Portishead                 GKA
                                GKB
                                GKC
     Land's End                 GLD
     Valentia                  EJK
     Malin Head                 EJM
     Boulogne                   FFB
     Brest                      FFU
     Saint-Nazaire              FFO
     Bordeaux-Arcachon          FFC
     Thorshavn                 OXJ
     Bergen                     LGN
                                             / *
 ---pagebreak---    Farsund                       LGZ
   Floro                         LGL
   Rogaland                      LGQ
   Tjome                         LGT
   Âlesund                       LGA
4. Form der Mitteilungen
   Die Angaben nach Ziffer 1 müssen folgendes enthalten und in der nachstehenden
   Reihenfolge übermittelt werden:
         Name des Fischereifahrzeugs;
         Rufzeichen;
         am Schiffsrumpf angebrachte Kennbuchstaben und -Ziffern;
         laufende Nummer der Meldung für die jeweilige Fangreise;
         Angabe der Art der Meldung nach folgendem Code:
                  Meldung bei der Einfahrt in eine der unter der Ziffer 1.1 bezeichneten
                  Zonen: "IN",
                  Meldung bei der Ausfahrt aus einer der unter der Ziffer 1.1
                  bezeichneten Zonen: "OUT",
                  bei Wechsel von einer ICES-Abteilung in eine andere: "ICES",
                  wöchentliche Meldung: "WKL",
                  alle drei Tage vorzunehmende Meldung: "2 WKL";
         Datum, Uhrzeit und Position;
         die ICES-Abteilung, in der die Fischereitätigkeit beginnen soll;
         das Datum, an dem die Fischereitätigkeit beginnen soll;
         im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
         unter Verwendung des unter Ziffer 5 angegebenen Codes;
         die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg
         Lebendgewicht) unter Verwendung des entsprechenden Codes nach Ziffer 5;
         die ICES-Abteilung, in der die Fänge getätigt worden sind;
         die Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht), die seit der vorangegangenen
         Meldung von anderen Schiffen bzw. auf andere Schiffe umgeladen worden ist;
         Name und Rufnummer des Schiffes, auf das bzw. von dem umgeladen worden
         ist;
         die seit der vorangegangenen Meldung in einem Hafen der Gemeinschaft an
         Land gebrachte Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht);
         Name des Kapitäns.
5. Für die Angabe der an Bord befindlichen Arten in der unter Ziffer 4 vorgesehenen
   Form ist folgender Code zu verwenden:
   PRA    -   Tiefseegarnele (Pandalus boreal is),
   HKE    -   Seehecht (Merluccius merluccius),
   GHL    -   Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides),
   COD     -  Kabeljau (Gadus morhua),
   HAD     -  Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus),
                                             JA
 ---pagebreak---      HAL - Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus),
     MAC - Makrele (Scomber scombrus),
     HOM - Stöcker (Trachurus trachurus),
     RNG - Rundnase Grenadierfisch (Coryphaenoides rupestris),
     POK - Seelachs (Pollachius virens),
     WHG - Wittling (Merlangus merlangus),
     HER - Hering (Clupea harengus),
     SAN - Sandaal (Ammodytes spp.),
     SPR - Sprotte (Sprattus sprattus),
     PLE - Scholle (Pleuronectes platessa),
     NOP - Stintdorsch (Trisopterus esmarkii),
     LIN - Leng (Molva molva),
     PEZ - Garnele (Pandalidae),
     ANE - Sardelle (Engraulis encrasicholus),
     RED - Rotbarsch (Sebastes spp.),
     PLA - Rauhe Scharbe (Hippoglossoides platessoides),
     SQX - Kalmar (Illex spp.),
     YEL - Kliesche (Limanda ferruginea),
     WHB - Blauer Wittling (Micromesistius poutassou),
     TUN - Thun (Thunnidae),
     BLI - Blauleng (Molva dypterygia),
     USK - Lumb (Brosme brosme),
     DGS - Dornhai (Squalus acanthias),
     BSK - Riesenhai (Cetorinhus maximus),
     POR - Heringshai (Lamma nasus),
     SQC - Kalmar (Loligo spp.),
     POA - Brachsenmakrele (Brama brama),
     PIL - Sardine (Sardina pilchardus),
     CSH - Garnele (Crangon crangon),
     LEZ - Migram (Lepidorhombus spp.),
     MNZ - Seeteufel (Lophius spp.),
     NEP - Kaisergranat (Nephrops norvegicus),
     POL - Pollack (Pollachius pollachius),
     ARG - Glasauge (Argentina sphyraena),
     OTH - andere.
8" A
                                           JL
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                          K0M(94) 642 endg
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                        1103
                                 Katalognummer : CB-CO-94-665-DE-C
                                                           ISBN 92-77-83896-5
Amt fur amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                         ^