CELEX: 62020CA0197
Language: de
Date: 2021-10-28 00:00:00
Title: Verbundene Rechtssachen C-197/20 und C-216/20: Urteil des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 28. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Hamburg — Deutschland) — KAHL G.m.b.H. & Co. K.G. (C-197/20) und C. E. Roeper GmbH (C-216/20)/Hauptzollamt Hannover (C-197/20), Hauptzollamt Hamburg (C-216/20) (Vorlage zur Vorabentscheidung – Zollunion – Gemeinsamer Zolltarif – Tarifierung – Kombinierte Nomenklatur – Tarifunterpositionen 1521 90 91 und 1521 90 99 – Auslegung der Erläuterungen zur Unterposition 1521 90 99 – Geschmolzenes und vor seiner Einfuhr wieder erstarrtes Bienenwachs)

3.1.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 2/8
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 28. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Hamburg — Deutschland) — KAHL G.m.b.H. & Co. K.G. (C-197/20) und C. E. Roeper GmbH (C-216/20)/Hauptzollamt Hannover (C-197/20), Hauptzollamt Hamburg (C-216/20)
      (Verbundene Rechtssachen C-197/20 und C-216/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Zollunion - Gemeinsamer Zolltarif - Tarifierung - Kombinierte Nomenklatur - Tarifunterpositionen 1521 90 91 und 1521 90 99 - Auslegung der Erläuterungen zur Unterposition 1521 90 99 - Geschmolzenes und vor seiner Einfuhr wieder erstarrtes Bienenwachs)
      (2022/C 2/10)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Finanzgericht Hamburg
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerinnen: KAHL G.m.b.H. & Co. K.G. (C-197/20) und C. E. Roeper GmbH (C-216/20)
      
         Beklagte: Hauptzollamt Hannover (C-197/20) und Hauptzollamt Hamburg (C-216/20)
      
         Tenor
      
      Die Kombinierte Nomenklatur in Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif in ihren Fassungen aufgrund der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1101/2014 der Kommission vom 16. Oktober 2014 und der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1754 der Kommission vom 6. Oktober 2015 ist dahin auszulegen, dass Bienenwachs, das eingeschmolzen worden ist und von dem anlässlich des Einschmelzens ein Teil der Fremdkörper mechanisch abgeschieden wurde und das dann zu Blöcken oder Platten erstarrt ist, unter die Unterposition 1521 90 99 dieser Nomenklatur fällt, die sich auf „andere“ Wachse bezieht, und nicht unter Unterposition 1521 90 91 dieser Nomenklatur, die sich auf „roh[e]“ Wachse bezieht.
      
         (1)  ABl. C 279 vom 24.8.2020.