CELEX: 
Language: de
Date: 2018-10-22 00:00:00
Title: DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle

DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
            
            
               vom 22.10.2018
            
            
               zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle
            
            
               (Text von Bedeutung für den EWR)
            
            
               DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
            
            
               gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
            
            
               gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91
                  1
               , insbesondere auf Artikel 22 Absatz 1,
            
            
               in Erwägung nachstehender Gründe:
            
            
               (1)Gemäß Artikel 25l Absatz 3 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der Kommission
                  2
                kann in den Abwachsstadien von Geißelgarnelen (Penaeidae) und Süßwassergarnelen (Macrobrachium spp) gemäß Anhang XIIIa Abschnitt 7 der genannten Verordnung zugefüttert werden. Für Garnelen in früheren Entwicklungsstadien in Aufzucht- und Brutanlagen ist eine Zufütterung von Futtermitteln, insbesondere in Bezug auf den Cholesterinbedarf, für ihre Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Daher ist es notwendig, die Zufütterung von Futtermitteln mit Cholesterin auch auf Garnelen in früheren Lebensphasen auszudehnen. 
            
            
               (2)Gemäß Artikel 27 Absatz 1 Buchstabe f der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 dürfen Mineralstoffe (einschließlich Spurenelemente), Vitamine, Aminosäuren und Mikronährstoffe bei der Verarbeitung von ökologischen/biologischen Lebensmitteln nur verwendet werden, soweit ihre Verwendung in den Lebensmitteln, denen sie zugefügt werden, gesetzlich vorgeschrieben ist. Gemäß dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union in der Rechtssache C-137/13
                  3
                ist die Verwendung dieser Stoffe bei der Verarbeitung von ökologischen/biologischen Lebensmitteln nur dann gesetzlich vorgeschrieben, wenn eine unionsrechtliche oder mit dem Unionsrecht vereinbare nationale Vorschrift die Zugabe der genannten Stoffe unmittelbar vorschreibt, damit dieses Lebensmittel in Verkehr gebracht werden kann. 
            
            
               (3)Gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates
                  4
                ist die Verwendung von Mineralien (einschließlich Spurenelementen), Vitaminen, Aminosäuren oder Mikronährstoffen in ökologischer/biologischer Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung sowie in ökologischer/biologischer Getreidebeikost und anderer Beikost für Säuglinge möglich, wenn ihre Verwendung durch die einschlägigen Rechtsvorschriften der Union zugelassen ist. Um eine Lücke zwischen der derzeitigen Auslegung der Verwendung dieser Stoffe in Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder zu vermeiden und die Übereinstimmung mit den künftigen Rechtsvorschriften für ökologische/biologische Erzeugnisse zu gewährleisten, sollte ihre Verwendung bei der Herstellung von ökologischer/biologischer Beikost für Säuglinge und Kleinkinder ermöglicht werden.
            
            
               (4)Gemäß Artikel 42 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 können nichtökologisch/nichtbiologisch aufgezogene Junglegehennen von bis zu 18 Wochen vor dem 31. Dezember 2018 unter bestimmten Bedingungen in eine ökologische/biologische Tierhaltungseinheit eingestellt werden, wenn keine ökologischen/biologischen Jungtiere zur Verfügung stehen.
            
            
               (5)Die Aufzucht ökologisch/biologisch aufgezogener Junglegehennen reicht auf dem Unionsmarkt qualitativ und quantitativ nicht aus, um den Bedarf der Legehennenbetriebe zu decken. Damit mehr Zeit für die Aufzucht ökologischer/biologischer Junglegehennen zur Verfügung steht und um detaillierte Vorschriften für die Aufzucht ökologischer/biologischer Junglegehennen festzulegen, sollte der Geltungszeitraum für die Ausnahmeregelung über die Verwendung nichtökologisch/nichtbiologisch aufgezogener Junglegehennen von bis zu 18 Wochen bis zum 31. Dezember 2020 verlängert werden. 
            
            
               (6)Gemäß Artikel 43 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 ist die Verwendung im Kalenderjahr 2018 von höchstens 5 % nichtökologischer/nichtbiologischer Eiweißfuttermittel für Schweine und Geflügel je Zwölfmonatszeitraum zulässig.
            
            
               (7)Die Versorgung mit ökologischem/biologischem Eiweiß reicht auf dem Unionsmarkt qualitativ und quantitativ nicht aus, um den Futtermittelbedarf von Schweinen und Geflügel in ökologischen/biologischen Betrieben zu decken. Die Erzeugung ökologischer/biologischer Eiweißpflanzen bleibt nach wie vor hinter der Nachfrage zurück. Deshalb empfiehlt es sich, den Zeitraum, in dem die Verwendung einer begrenzten Menge nichtökologischer/nichtbiologischer Eiweißfuttermittel für Schweine und Geflügel zulässig ist, bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern.
            
            
               (8)Gemäß Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 müssen Unregelmäßigkeiten oder Verstöße, die den ökologischen/biologischen Status eines Erzeugnisses beeinträchtigen, mitgeteilt werden. Die Erfahrung zeigt, dass die derzeitigen Instrumente zur Übermittlung von Informationen in Fällen, in denen ein Mitgliedstaat Unregelmäßigkeiten oder Verstöße im Zusammenhang mit einem Erzeugnis feststellt, verbessert werden müssen. Um die Effizienz und Wirksamkeit zu steigern, sollten diese Mitteilungen über das in Artikel 94 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 genannte System erfolgen.
            
            
               (9)Mehrere Mitgliedstaaten haben der Kommission und den übrigen Mitgliedstaaten nach dem Verfahren des Artikels 16 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 Dossiers für die Zulassung bestimmter Stoffe und deren Aufnahme in die Anhänge I, II und VIIIa der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 übermittelt. Diese Dossiers wurden von der Sachverständigengruppe für technische Beratung bezüglich der ökologischen/biologischen Produktion (EGTOP) und von der Kommission geprüft. 
            
            
               (10)In ihren Empfehlungen zu Düngemitteln
                  5
                gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Industriekalk aus der Zuckererzeugung“ auf der Grundlage von Zuckerrohr und „Xylit“ mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. 
            
            
               (11)In ihren Empfehlungen zu Pflanzenschutzmitteln
                  6
                gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Allium sativum (Knoblauchextrakt)“, „COS-OGA“, „Salix spp. Cortex (auch bekannt als Weidenrindenextrakt)“ und „Natriumhydrogencarbonat“ mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. 
            
         
         
            
               (12)In ihren Empfehlungen zu Produkten und Stoffen, die in bestimmten Phasen des Produktionsprozesses und als Behandlungsart gemäß Anhang I A der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 der Kommission
                  7
                im Weinsektor
                  8
                verwendet oder zugesetzt werden, hat die EGTOP unter anderem festgestellt, dass die Stoffe „Kartoffeleiweiß“, “Hefeproteinextrakte“ und „Chitosan aus Aspergillus niger“ zur Klärung (Anhang I A Nummer 10 der Verordnung (EG) Nr. 606/2009), „inaktivierte Hefen, Hefeautolysate und Heferinden“ als Zusatz (Nummer 15 des genannten Anhangs), „Hefe-Mannoproteine“ und „Chitosan gewonnen aus Aspergillus niger“ zur Verwendung (Nummern 6, 35 und 44 des genannten Anhangs) mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang VIIIa der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. 
            
            
               (13)In ihren Empfehlungen zu Mitteln für die Reinigung und Desinfektion
                  9
                gelangte die EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass Natriumhydroxid auch für die ökologische/biologische Bienenhaltung zur Verfügung stehen sollte.
            
            
               (14)Die Verordnung (EG) Nr. 889/2008 ist daher entsprechend zu ändern.
            
            
               (15)Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die ökologische/biologische Produktion — 
            
            
               HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
            
            
               Artikel 1
            
            
               Die Verordnung (EG) Nr. 889/2008 wird wie folgt geändert:
            
            
               1. Artikel 25 Absatz 1 erhält folgende Fassung:
            
            
               „(1) Für die Reinigung und Desinfektion von Rahmen, Bienenstöcken und Waben darf  Natriumhydroxid verwendet werden.
            
            
               Um Rahmen, Bienenstöcke und Waben insbesondere vor Schädlingen zu schützen, dürfen nur Rodentizide (die nur in Fallen verwendet werden dürfen) und geeignete Mittel gemäß Anhang II verwendet werden.
            
            
               2. Artikel 25l Absatz 3 Buchstabe b erhält folgende Fassung:
            
            
               „b) darf die Futterration für die in Anhang XIIIa Abschnitt 7 genannten Geißelgarnelen (Penaeidae) und Süßwassergarnelen (Macrobrachium spp.) einen Höchstanteil von 25 % Fischmehl und 10 % Fischöl aus nachhaltiger Fischerei enthalten. Um die für diese Garnelen erforderliche Futtermittelmenge bereitstellen zu können, darf ergänzend ökologisch/biologisch erzeugtes Cholesterin verwendet werden. Ist kein ökologisch/biologisch erzeugtes Cholesterin erhältlich, so darf nichtökologisch/nichtbiologisch erzeugtes Cholesterin aus Wolle, Meeresfrüchten oder anderen Quellen verwendet werden. Die Möglichkeit, ihre Ernährung mit Cholesterin zu ergänzen, gilt sowohl für die Abwachsstadien als auch für frühere Entwicklungsstadien in Aufzucht- und Brutanlagen.“
            
            
               3. Artikel 27 Absatz 1 Buchstabe f erhält folgende Fassung:
            
            
               „f) Mineralstoffe (einschließlich Spurenelemente), Vitamine, Aminosäuren und Mikronährstoffe, jedoch nur 
            
            
               i) soweit ihre Verwendung in Lebensmitteln für den allgemeinen Verzehr „unmittelbar gesetzlich vorgeschrieben ist“ in dem Sinne, dass sie nach dem Unionsrecht oder nach nationalen Rechtsvorschriften, die mit dem Unionsrecht vereinbar sind, unmittelbar vorgeschrieben sind, was dazu führt, dass die Lebensmittel nicht als Lebensmittel für den allgemeinen Verzehr in Verkehr gebracht werden können, wenn diese Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren oder Mikronährstoffe nicht zugegeben wurden, oder 
            
            
               ii) im Hinblick auf Lebensmittel, die als Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften oder Wirkungen in Bezug auf Gesundheit oder Ernährung oder in Bezug auf die Bedürfnisse spezifischer Verbrauchergruppen in Verkehr gebracht werden:
            
            
               - in Erzeugnissen gemäß Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a und b der Verordnung (EU) Nr. 609/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates*, soweit ihre Verwendung nach der genannten Verordnung und nach Rechtsakten, die auf der Grundlage von Artikel 11 Absatz 1 der genannten Verordnung für die betreffenden Erzeugnisse erlassen werden,
            
            
               - in Erzeugnissen nach der Richtlinie 2006/125/EG der Kommission** zugelassen ist, oder 
            
            
               - in Erzeugnissen nach der Richtlinie 2006/141/EG der Kommission*** zugelassen ist.
            
            
               * Verordnung (EU) Nr. 609/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013 über Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung und zur Aufhebung der Richtlinie 92/52/EWG des Rates, der Richtlinien 96/8/EG, 1999/21/EG, 2006/125/EG und 2006/141/EG der Kommission, der Richtlinie 2009/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates sowie der Verordnungen (EG) Nr. 41/2009 und (EG) Nr. 953/2009 der Kommission (ABl. L 181 vom 29.6.2013, S. 35).
            
         
         
            
               ** Richtlinie 2006/125/EG der Kommission vom 5. Dezember 2006 über Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder (ABl. L 339 vom 6.12.2006, S. 16). 
            
            
               *** Richtlinie 2006/141/EG der Kommission vom 22. Dezember 2006 über Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung und zur Änderung der Richtlinie 1999/21/EG (ABl. L 401 vom 30.12.2006, S. 1). “
            
            
               4. In Artikel 42 Buchstabe b wird das Datum „31. Dezember 2018“ durch das Datum „31. Dezember 2020“ ersetzt.
            
            
               5. Artikel 43 Absatz 2 erhält folgende Fassung:
            
            
               „Der Höchstsatz nichtökologischer/nichtbiologischer Eiweißfuttermittel, der je Zwölfmonatszeitraum für diese Arten zulässig ist, beträgt 5 % für die Kalenderjahre 2018, 2019 und 2020.“
            
            
               6. In Artikel 92a wird folgender Absatz 1a eingefügt: 
            
            
               „(1a) Stellt ein Mitgliedstaat bei einem Erzeugnis aus diesem Mitgliedstaat, das Angaben gemäß Titel IV der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und gemäß Titel III der vorliegenden Verordnung oder gemäß Anhang XI der vorliegenden Verordnung trägt, Unregelmäßigkeiten oder Verstöße im Zusammenhang mit der Anwendung der vorliegenden Verordnung fest, so teilt er dies, sofern diese Unregelmäßigkeiten oder Verstöße Auswirkungen auf einen oder mehrere Mitgliedstaaten haben, dem betroffenen Mitgliedstaat oder den betroffenen Mitgliedstaaten, den übrigen Mitgliedstaaten und der Kommission über das System gemäß Artikel 94 Absatz 1 der genannten Verordnung unverzüglich mit.“
            
            
               7. Anhang I erhält die Fassung des Anhangs I der vorliegenden Verordnung.
            
            
               8. Anhang II erhält die Fassung des Anhangs II der vorliegenden Verordnung.
            
            
               9. Anhang VIIIa erhält die Fassung des Anhangs III der vorliegenden Verordnung.
            
            
               Artikel 2
            
            
               Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
            
            
               Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
            
            
               Brüssel, den 22.10.2018
            
            
               
                     Für die Kommission
               
               
                     Der Präsident
                     Jean-Claude JUNCKER
               
            
         
         
            
                  
                     (1)
                  
                        ABl. L 189 vom 20.7.2007, S. 1. 
               
               
                  
                     (2)
                  
                        Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der Kommission vom 5. September 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle (ABl. L 250 vom 18.9.2008, S. 1).
               
               
                  
                     (3)
                  
                        Urteil des Gerichtshofs vom 5. November 2015, C-137/13, ECLI:EU:C:2014:2335.
               
               
                  
                     (4)
                  
                        Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates (ABl. L 150 vom 14.6.2018, S. 1).
               
               
                  
                     (5)
                  
                        Abschlussbericht über Düngemittel (II) 
                  https://ec.europa.eu/agriculture/organic/eu-policy/expert-advice/documents/final-reports_en
                  .
               
               
                  
                     (6)
                  
                        Abschlussbericht über Pflanzenschutz (III) 
                  https://ec.europa.eu/agriculture/organic/eu-policy/expert-advice/documents/final-reports_en
                  .
               
               
                  
                     (7)
                  
                        Verordnung (EG) Nr. 606/2009 der Kommission vom 10. Juli 2009 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 479/2008 des Rates hinsichtlich der Weinbauerzeugniskategorien, der önologischen Verfahren und der diesbezüglichen Einschränkungen (ABl. L 193 vom 24.7.2009, S. 1).
               
               
                  
                     (8)
                  
                        Abschlussbericht über Wein 
                  https://ec.europa.eu/agriculture/organic/eu-policy/expert-advice/documents/final-reports_en
                  .
               
               
                  
                     (9)
                  
                        Abschlussbericht über Reinigung und Desinfektion 
                  https://ec.europa.eu/agriculture/organic/sites/orgfarming/files/docs/body/final_report_egtop_on_cleaning_disinfection_en.pdf
               
            
      
    ---documentbreak--- 
      
         
         
            
               DE
            
            
               ANHANG 1
            
            
               „ANHANG I
            
            
               „Düngemittel, Bodenverbesserer und Nährstoffe gemäß Artikel 3 Absatz 1 und Artikel 6d Absatz 2“
            
            
               Anmerkung:
            
            
               A: zugelassen gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 und übernommen durch Artikel 16 Absatz 3 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 834/2007
            
            
               B: zugelassen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 834/2007
            
            
                     
                        Zulassung
                     
                  
                  
                     
                        Bezeichnung
                     
                     
                        Erzeugnisse, die nachstehende Stoffe enthalten oder Gemische daraus:
                     
                  
                  
                     
                        Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Stallmist
                     
                  
                  
                     
                        Gemisch aus tierischen Exkrementen und pflanzlichem Material (Einstreu).
                     
                     
                        Produkt darf nicht aus der industriellen Tierhaltung stammen.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Getrockneter Stallmist und getrockneter Geflügelmist
                     
                  
                  
                     
                        Produkt darf nicht aus der industriellen Tierhaltung stammen.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Kompost aus tierischen Exkrementen, einschließlich Geflügelmist und kompostierter Stallmist
                     
                  
                  
                     
                        Produkt darf nicht aus der industriellen Tierhaltung stammen.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Flüssige tierische Exkremente
                     
                  
                  
                     
                        Verwendung nach kontrollierter Fermentation und/oder geeigneter Verdünnung.
                     
                     
                        Produkt darf nicht aus der industriellen Tierhaltung stammen.
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Kompostiertes oder fermentiertes Gemisch aus Haushaltsabfällen
                     
                  
                  
                     
                        Erzeugnis aus getrennt gesammelten Haushaltsabfällen, gewonnen durch Kompostierung oder anaerobe Gärung bei der Erzeugung von Biogas.
                     
                     
                        Nur pflanzliche und tierische Haushaltsabfälle.
                     
                     
                        Gewonnen in einem geschlossenen und kontrollierten, vom Mitgliedstaat zugelassenen Sammelsystem.
                     
                     
                        Höchstgehalt der Trockenmasse in mg/kg:
                     
                     
                        Cadmium: 0,7; Kupfer: 70; Nickel: 25; Blei: 45; Zink: 200; Quecksilber:
                     
                     
                        0,4; Chrom (insgesamt): 70; Chrom (VI): nicht nachweisbar.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Torf
                     
                  
                  
                     
                        Nur für Gartenbauzwecke (Gemüsebau, Ziergartenbau, Gehölze, Baumschulen).
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Substrat von Champignonkulturen
                     
                  
                  
                     
                        Das Ausgangssubstrat darf nur aus den nach diesem Anhang zulässigen Produkten bestehen.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Exkremente von Würmern (Wurmkompost) und Insekten
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Guano
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Kompostiertes oder fermentiertes Gemisch aus pflanzlichem Material
                     
                  
                  
                     
                        Erzeugnis aus gemischtem pflanzlichem Material, gewonnen durch Kompostierung oder anaerobe Gärung bei der Erzeugung von Biogas.
                     
                  
               
                     
                        b
                     
                  
                  
                     
                        Biogasgärreste, die tierische Nebenprodukte enthalten, vergärt mit Material pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die in diesem Anhang aufgeführt sind
                     
                  
                  
                     
                        Tierische Nebenprodukte (einschließlich Nebenprodukte von Wildtieren) der Kategorie 3 und Magen- und Darminhalt der Kategorie 2 (Kategorien 2 und
                     
                     
                        3 gemäß der Definition in der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates
                           1
                         dürfen nicht aus der landwirtschaftlichen Erzeugung stammen.
                     
                     
                        Die Prozesse müssen der Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission
                           2
                         entsprechen.
                     
                     
                        Nicht auf essbare Teile der Pflanze anzuwenden.
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Nachstehende Produkte oder Nebenprodukte tierischen Ursprungs:
                     
                     
                        Blutmehl
                     
                     
                        Hufmehl
                     
                     
                        Hornmehl
                     
                     
                        Knochenmehl bzw. entleimtes Knochenmehl
                     
                     
                        Fischmehl
                     
                     
                        Fleischmehl
                     
                     
                        Federn- und Haarmehl, gemahlene Fell- und Hautteile
                     
                     
                        Wolle
                     
                     
                        Pelze (1)
                     
                     
                        Haare
                     
                     
                        Milcherzeugnisse
                     
                     
                        Hydrolysierte Proteine (2)
                     
                  
                  
                     
                        (1)Höchstgehalt der Trockenmasse an Chrom (VI) in mg/kg: nicht nachweisbar.
                     
                     
                        (2)Nicht auf essbare Teile der Pflanze anzuwenden.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Produkte und Nebenprodukte pflanzlichen Ursprungs für Düngezwecke
                     
                  
                  
                     
                        Beispiele: Filterkuchen von Ölfrüchten, Kakaoschalen, Malzkeime
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Hydrolysierte Proteine pflanzlichen Ursprungs
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Algen und Algenerzeugnisse
                     
                  
                  
                     
                        Ausschließlich gewonnen durch
                     
                     
                        (I)physikalische Verfahren einschließlich Dehydratisierung, Gefrieren oder Mahlen
                     
                     
                        (II)Extraktion mit Wasser oder sauren und/oder alkalischen wässrigen Lösungen
                     
                     
                        (III)Fermentation
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Sägemehl und Holzschnitt
                     
                  
                  
                     
                        Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Rindenkompost
                     
                  
                  
                     
                        Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Holzasche
                     
                  
                  
                     
                        Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Weicherdiges Rohphosphat
                     
                  
                  
                     
                        Produkt gemäß Anhang I Abschnitt A.2 Nummer 7 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates
                           3
                         über Düngemittel.
                     
                     
                        Cadmiumgehalt höchstens 90 mg/kg P205
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Aluminiumcalciumphosphat
                     
                  
                  
                     
                        Produkt gemäß Anhang I Abschnitt IA.2 Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.
                     
                     
                        Cadmiumgehalt höchstens 90 mg/kg P205
                     
                     
                        Nur auf alkalischen Böden zu verwenden (pH > 7,5).
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Dephosphorationsschlacken
                     
                  
                  
                     
                        Produkt gemäß Anhang I Abschnitt IA.2, Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Kalirohsalz oder Kainit
                     
                  
                  
                     
                        Produkt gemäß Anhang I Abschnitt IA.3, Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Kaliumsulfat, möglicherweise auch Magnesiumsalz enthaltend
                     
                  
                  
                     
                        Aus Kalirohsalz durch physikalische Extraktion gewonnen, möglicherweise auch Magnesiumsalz enthaltend.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Schlempe und Schlempeextrakt
                     
                  
                  
                     
                        Keine Ammoniakschlempe.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Calciumcarbonat
                     
                     
                        (z. B. Kreide, Mergel, Kalksteinmehl, Algenkalk, Phosphatkreide usw.)
                     
                  
                  
                     
                        Nur natürlichen Ursprungs.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Calcium- und Magnesiumcarbonat
                     
                  
                  
                     
                        Nur natürlichen Ursprungs.
                     
                     
                        Magnesiumkalk, Magnesiumkalksteinmehl, Kalkstein usw.).
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Magnesiumsulfat (Kieserit)
                     
                  
                  
                     
                        Nur natürlichen Ursprungs.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Calciumchloridlösung
                     
                  
                  
                     
                        Blattbehandlung bei Apfelbäumen bei nachgewiesenem Calciummangel.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Calciumsulfat (Gips)
                     
                  
                  
                     
                        Produkte gemäß Anhang ID Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.
                     
                     
                        Nur natürlichen Ursprungs.
                     
                  
               
                     
                        A, B
                     
                  
                  
                     
                        Industriekalk aus der Zuckerherstellung
                     
                  
                  
                     
                        Nebenprodukt der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Industriekalk aus der Siedesalzherstellung
                     
                  
                  
                     
                        Nebenprodukt der Siedesalzherstellung aus Sole, die bergmännisch gewonnen wird.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Elementarer Schwefel
                     
                  
                  
                     
                        Produkte gemäß Anhang ID.3 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Spurenelemente
                     
                  
                  
                     
                        Mineralische Spurennährstoffe gemäß Anhang I Abschnitt E der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Natriumchlorid
                     
                  
                  
                     
                        Ausschließlich Steinsalz.
                     
                  
               
                     
                        A
                     
                  
                  
                     
                        Steinmehl und Tonerde
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Leonardit (organisches Sediment mit hohem Gehalt an Huminsäuren)
                     
                     
                     
                                                                                            
                     
                  
                  
                     
                        Ausschließlich als Nebenprodukt aus Bergbautätigkeiten gewonnen.
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Xylit
                     
                     
                                                                                            
                     
                  
                  
                     
                        Nur als Nebenprodukt von Bergbautätigkeiten (z. B. Nebenerzeugnis des Braunkohlenbergbaus)
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Chitin (Polysaccharid, gewonnen aus dem Panzer von Krebstieren)
                     
                  
                  
                     
                        Nur Erzeugnisse aus der nachhaltigen Fischerei im Sinne von Artikel 3 Buchstabe e der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates
                           4
                         oder aus ökologischer/biologischer Aquakultur.
                     
                  
               
                     
                        B
                     
                  
                  
                     
                        Organisches Sediment aus Binnengewässern, entstanden unter Ausschluss von Sauerstoff
                     
                     
                        (z. B. Faulschlamm)
                     
                  
                  
                     
                        Ausschließlich organisches Sediment gewonnen als Nebenprodukt der Binnenwasserwirtschaft oder aus einstigen Binnengewässern.
                     
                     
                        Die Gewinnung sollte gegebenenfalls auf eine Art und Weise erfolgen, die minimale Auswirkungen auf das aquatische System hat.
                     
                     
                        Ausschließlich Sedimente aus Quellen frei von jeglicher Kontamination durch Pestizide, langlebige organische Schadstoffe und benzinähnliche Stoffe.
                     
                     
                        Höchstgehalt der Trockenmasse in mg/kg:
                     
                     
                        Cadmium: 0,7; Kupfer: 70; Nickel: 25; Blei: 45; Zink: 200; Quecksilber: 0,4; Chrom (insgesamt): 70; Chrom (VI): nicht nachweisbar.
                     
                  
               
               “
            
            
               
            
               ANHANG II
            
            
               „ANHANG II
            
            
               Pestizide — Pflanzenschutzmittel gemäß Artikel 5 Absatz 1
            
            
               Alle in diesem Anhang aufgeführten Substanzen müssen zumindest die Verwendungsvorschriften gemäß dem Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission
                  5
                erfüllen. Strengere Verwendungsvorschriften für die ökologische/biologische Produktion sind in der zweiten Spalte jeder Tabelle angegeben.
            
            
               1.
                     Substanzen pflanzlichen und tierischen Ursprungs
            
            
                     
                        Bezeichnung
                     
                  
                  
                     
                        Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften
                     
                  
               
                     
                        Allium sativum (Knoblauchextrakt)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Azadirachtin aus Azadirachta indica (Neembaum)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Grundstoffe (einschließlich: . Lecithine, Saccharose, Fructose, Essig, Molke ‚Chitosanhydrochlorid
                           6
                         und Equisetum arvense usw.)
                     
                  
                  
                     
                        Nur für die Grundstoffe gemäß Artikel 23 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009
                           7
                        , bei denen es sich um Lebensmittel im Sinne des Artikels 2 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 handelt und die pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. 
                     
                     
                        Substanzen, die nicht zur Verwendung als Herbizide, sondern nur zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten bestimmt sind.
                     
                  
               
                     
                        Bienenwachs
                     
                  
                  
                     
                        Einsatz nur beim Baumschnitt/als Wundverschlussmittel.
                     
                  
               
                     
                        COS-OGA
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Hydrolysiertes Eiweiß, ausgenommen Gelatine
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Laminarin
                     
                  
                  
                     
                        Der Tang wird entweder gemäß Artikel 6d ökologisch/biologisch angebaut oder gemäß Artikel 6c nachhaltig geerntet.
                     
                  
               
                     
                        Pheromone
                     
                  
                  
                     
                        Einsatz nur in Fallen und Spendern.
                     
                  
               
                     
                        Pflanzenöle
                     
                  
                  
                     
                        Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid. 
                     
                  
               
                     
                        Pyrethrine aus Chrysanthemum cinerariaefolium
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Pyrethroide (nur Deltamethrin oder Lambda-Cyhalothrin)
                     
                  
                  
                     
                        Nur in Fallen mit spezifischen Lockmitteln; nur gegen Befall mit Bactrocera oleae und Ceratitis capitata Wied. 
                     
                  
               
                     
                        Quassia aus Quassia amara.
                     
                  
                  
                     
                        Einsatz nur als Insektizid, Repellent.
                     
                  
               
                     
                        Repellents (Geruch) tierischen oder pflanzlichen Ursprungs/Schafsfett
                     
                  
                  
                     
                        Nur auf nicht essbare Teile der Pflanze anzuwenden und wenn Pflanzenmaterial nicht an Schafe oder Ziegen verfüttert wird
                     
                     
                  
               
                     
                        Salix spp. Cortex (auch bekannt als Weidenrindenextrakt)
                     
                  
                  
                     
                  
               
               2.
                     Mikroorganismen oder von Mikroorganismen erzeugte Substanzen
            
            
                     
                        Bezeichnung
                     
                  
                  
                     
                        Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften
                     
                  
               
                     
                        Mikroorganismen
                     
                  
                  
                     
                        Kein GVO-Ursprung
                     
                  
               
                     
                        Spinosad
                     
                  
                  
                     
                  
               
               3. 
                     Andere als die unter den Nummern 1 und 2 genannten Substanzen 
            
            
                     
                        Bezeichnung
                     
                  
                  
                     
                        Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften oder Verwendungsbeschränkungen
                     
                  
               
                     
                        Aluminiumsilicat (Kaolin)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Calciumhydroxid
                     
                  
                  
                     
                        Einsatz als Fungizid nur bei Obstbäumen, einschließlich in Obstbaumschulen, zur Bekämpfung von Nectria galligena
                     
                  
               
                     
                        Kohlenstoffdioxid 
                     
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Kupferverbindungen in Form von: Kupferhydroxid, Kupferoxychlorid, Kupferoxid, Kupferkalkbrühe (Bordeauxbrühe) und dreibasischem Kupfersulfat
                     
                  
                  
                     
                        Bis zu 6 kg Kupfer je Hektar und Jahr.
                     
                     
                        Bei mehrjährigen Kulturen können die Mitgliedstaaten abweichend vom vorherigen Absatz vorsehen, dass die 6-kg-Begrenzung für Kupfer in einem gegebenen Jahr überschritten werden kann, sofern die über einen Fünfjahreszeitraum, der das betreffende Jahr und die vier vorangegangenen Jahre umfasst, tatsächlich verwendete Durchschnittsmenge 6 kg nicht überschreitet
                     
                     
                  
               
                     
                        Diammoniumphosphat
                     
                  
                  
                     
                        Nur als Lockstoff in Fallen
                     
                  
               
                     
                        Ethylen
                     
                  
                  
                     
                        Nur Anwendungen in geschlossenen Räumen als Wachstumsregler dürfen zugelassen werden. Die Zulassungen müssen auf professionelle Anwender beschränkt werden.
                     
                  
               
                     
                        Fettsäuren 
                     
                  
                  
                     
                        Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid. 
                     
                  
               
                     
                        Eisen-III-Phosphat (Eisen-III-Orthophosphat)
                     
                  
                  
                     
                        Präparate, die zwischen die Kulturpflanzen flächig ausgestreut werden
                     
                  
               
                     
                        Kieselgur (Diatomeenerde) 
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Schwefelkalk (Calciumpolysulfid)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Paraffinöl
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Kalium und Natriumhydrogencarbonat (auch bekannt als Kalium/Natriumbicarbonat)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Quarzsand
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Schwefel
                     
                  
                  
                     
                  
               
         
            
               “
            
            
               
            
               ANHANG III
            
            
               "ANHANG VIIIa
            
            
            
               Erzeugnisse und Stoffe gemäß Artikel 29c, die zur Verwendung in oder zur Zugabe zu ökologischen/biologischen Erzeugnissen des Weinsektors zugelassen sind
            
            
                     
                        Art der Behandlung gemäß Anhang I A der Verordnung (EG) Nr. 606/2009
                     
                  
                  
                     
                        Bezeichnung der Erzeugnisse oder Stoffe
                     
                  
                  
                     
                        Besondere Bedingungen, Einschränkungen im Rahmen der Grenzen und Auflagen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und der Verordnung (EG) Nr. 606/2009
                     
                  
               
                     
                        Nummer 1: Verwendung zur Belüftung oder Sauerstoffanreicherung
                     
                  
                  
                     
                        —Luft
                     
                     
                        —Gasförmiger Sauerstoff
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 3: Zentrifugierung oder Filtrierung
                     
                  
                  
                     
                        —Perlit
                     
                     
                        —Zellulose
                     
                     
                        —Kieselgur
                     
                  
                  
                     
                        Verwendung nur als inerter Filtrierhilfsstoff
                     
                  
               
                     
                        Nummer 4: Verwendung zur Herstellung einer inerten Atmosphäre und zur Handhabung des Erzeugnisses unter Luftabschluss
                     
                  
                  
                     
                        —Stickstoff
                     
                     
                        —Kohlenstoffdioxid
                     
                     
                        —Argon
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummern 5, 15 und 21: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Hefen (1)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 6: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        —Diammoniumphosphat
                     
                     
                        —Thiaminhydrochlorid
                     
                     
                        —inaktivierte Hefen, Hefeautolysate und Heferinden
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 7: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        —Schwefeldioxid
                     
                     
                        —Kaliumdisulfit oder Kaliummetabisulfit
                     
                  
                  
                     
                        Der maximale Schwefeldioxidgehalt darf bei Rotwein gemäß Anhang I B Teil A Nummer 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 100 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter 2 g/l nicht übersteigen.
                     
                     
                        (a)Der maximale Schwefeldioxidgehalt darf bei Weißwein und Roséwein gemäß Anhang I B Teil A Nummer 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 150 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter 2 g/l nicht übersteigen.
                     
                     
                        (b)Bei allen anderen Weinen wird der am 1. August 2010 gemäß Anhang I B der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 angewendete maximale Schwefeldioxidgehalt um 30 mg/l verringert.
                     
                  
               
                     
                        Nummer 9: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Önologische Holzkohle (Aktivkohle)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 10: Klärung
                     
                  
                  
                     
                        —Speisegelatine (2)
                     
                     
                        —Proteine pflanzlichen Ursprungs aus Weizen oder Erbsen (2)
                     
                     
                        —Hausenblase (2)
                     
                     
                        —Eieralbumin (2)
                     
                     
                        —Tannine (2) 
                     
                     
                        —Kartoffeleiweiß (2) 
                     
                     
                        — Hefeproteinextrakte (2) 
                     
                     
                        —Kasein
                     
                     
                        —aus Aspergillus niger gewonnenes Chitosan,
                     
                     
                        —Kaliumkaseinat
                     
                     
                        —Siliziumdioxid
                     
                     
                        —Bentonit
                     
                     
                        —pektolytische Enzyme
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 12: Verwendung zur Säuerung
                     
                  
                  
                     
                        —Milchsäure
                     
                     
                        —L(+)-Weinsäure
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 13: Verwendung zur Entsäuerung
                     
                  
                  
                     
                        —L(+)-Weinsäure
                     
                     
                        —Calciumcarbonat
                     
                     
                        —neutrales Kaliumtartrat
                     
                     
                        —Kaliumbicarbonat
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 14: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — Aleppokiefernharz
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 15: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — Inaktivierte Hefe, Autolysate von Hefe und Heferinde
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 17: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Milchsäurebakterien
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 19: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — L-Ascorbinsäure
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 22: Verwendung zur Belüftung
                     
                  
                  
                     
                        — Stickstoff
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 23: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — Kohlenstoffdioxid
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 24: Zugabe zur Stabilisierung des Weins
                     
                  
                  
                     
                        — Citronensäure
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 25: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — Tannine (2)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 27: Zusatz
                     
                  
                  
                     
                        — Metaweinsäure
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 28: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Gummiarabicum (2)
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 30: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Kaliumbitartrat
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 31: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Kupfercitrat
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 31: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Kupfersulfat
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 35: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Hefe-Mannoproteinen
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 38: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Eichenholzstücke
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 39: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Kaliumalginat
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 44: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — aus Aspergillus niger gewonnenes Chitosan
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Nummer 51: Verwendung
                     
                  
                  
                     
                        — Inaktivierte Hefe
                     
                  
                  
                     
                  
               
                     
                        Art der Behandlung gemäß Anhang III Abschnitt A Nummer 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 606/2009
                     
                  
                  
                     
                        — Calciumsulfat
                     
                  
                  
                     
                        nur für ‚vino generoso‘ oder ‚vino generoso de licor‘
                     
                  
               
               (J) Für die individuellen Hefestämme: falls verfügbar, aus ökologischen/biologischen Ausgangsstoffen gewonnen. (2) Falls verfügbar, aus ökologischen/biologischen Ausgangsstoffen gewonnen.
            
            
               “
            
            
         
         
            
                  
                     (1)
                  
                        Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 (Verordnung über tierische Nebenprodukte) (ABl. L 300 vom 14.11.2009, S. 1).
               
               
                  
                     (2)
                  
                        Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission vom 25. Februar 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte sowie zur Durchführung der Richtlinie 97/78/EG des Rates hinsichtlich bestimmter gemäß der genannten Richtlinie von Veterinärkontrollen an der Grenze befreiter Proben und Waren (ABl. L 54 vom 26.2.2011, S. 1).
               
               
                  
                     (3)
                  
                        ABl. L 304 vom 21.11.2003, S. 1.
               
               
                  
                     (4)
                  
                        Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik (ABl. L 358 vom 31.12.2012, S. 59).
               
               
                  
                     (5)
                  
                        Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission vom 25. Mai 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Liste zugelassener Wirkstoffe (ABl. L 153 vom 11.6.2011, S. 1).
               
               
                  
                     (6)
                   
                        Gewonnen aus nachhaltiger Fischerei oder ökologischer/biologischer Aquakultur.
               
               
                  
                     (7)
                  
                        Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (ABl. L 309 vom 24.11.2009, S. 1).