CELEX: 21989A1017(04)
Language: de
Date: 1990-04-25 00:00:00
Title: Protokoll zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und des finanziellen Ausgleichs nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Äquatorialguinea über die Fischerei vor der Küste äquatorialguineas für die Zeit vom 27. Juni 1989 bis zum 26. Juni 1992

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21989A1017(04)

Protokoll zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und des finanziellen Ausgleichs nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik Äquatorialguinea über die Fischerei vor der Küste äquatorialguineas für die Zeit vom 27. Juni 1989 bis zum 26. Juni 1992  

Amtsblatt Nr. L 299 vom 17/10/1989 S. 0010 L 125 15/05/1990 P. 0018

PROTOKOLLzur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und des finanziellen  Ausgleichs nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Republik  Äquatorialguinea über die Fischerei vor der Küste Äquatorialguineas für die Zeit vom 27. Juni 1989  bis zum 26. Juni 1992DIE PARTEIEN DIESES PROTOKOLLS -gestützt auf das am 15. Juni  1984 in Malabo unterzeichnete Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der  Regierung Äquatorialguineas über die Fischerei vor der Küste Äquatorialguineas, geändert durch das  am 4. November 1987 in Brüssel unterzeichnete Abkommen -SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN: Artikel 1Die in Artikel 2 des Abkommens vorgesehenen Fangmöglichkeiten werden  ab 27. Juni 1989 für einen Zeitraum von drei Jahren wie folgt festgesetzt: 1.  Frostertrawler: im Jahresdurchschnitt 9 000 BRT monatlich, 2.  Thunfischwadenfänger: 40 Schiffe, 3.  Oberflächen-Langleinenfischer: 30 Schiffe. Auf Antrag der Gemeinschaft können bis zu zehn Lizenzen für Thunfischangelfänger vergeben werden. Artikel 2(1)  Der finanzielle Ausgleich gemäß Artikel 6 des Abkommens wird für den in Artikel 1  genannten Zeitraum auf 6 000 000 ECU, zahlbar in drei gleichen Jahresraten, wie folgt festgesetzt:  Die erste Rate ist vor dem 30. September 1989, die zweite vor dem 30. Juni 1990 und die dritte vor  dem 30. Juni 1991 zu zahlen. (2)  Die Verwendung dieses Ausgleichs unterliegt der ausschließlichen Zuständigkeit der Regierung  Äquatorialguineas. (3)  Dieser Ausgleich wird auf das Konto Nr. 4160 der Staatskasse Äquatorialguineas bei der Banque  des États d'Afrique Centrale (BEAC) in Malabo überwiesen. Etwaige Änderungen sind der Kommission  der Europäischen Gemeinschaften mitzuteilen. Artikel 3Die in Artikel 1 unter Nummer 1 genannten Fischereirechte können auf Antrag der  Gemeinschaft stufenweise um 1 000 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt angehoben werden. In diesem  Fall erhöht sich der in Artikel 2 genannte finanzielle Ausgleich zeitanteilig proportional. Artikel 4Die Gemeinschaft beteiligt sich während des in Artikel 1 genannten Zeitraums ferner mit  einem Betrag von 500 000 ECU an der Finanzierung eines wissenschaftlichen oder technischen  Programms Äquatorialguineas mit dem Ziel, die Kenntnisse über die Fischereiressourcen in der  ausschließlichen Wirtschaftszone Äquatorialguineas zu verbessern. Dieser Betrag wird der Regierung Äquatorialguineas zur Verfügung gestellt und auf das von den  Behörden Äquatorialguineas angegebene Konto überwiesen. Artikel 5Die beiden Parteien sind sich darin einig, daß die Verbesserung der Kenntnisse der im  Bereich der Seefischerei tätigen Personen wesentlich zum Erfolg ihrer Zusammenarbeit beiträgt. Die  Gemeinschaft wird daher den Staatsangehörigen Äquatorialguineas den Zugang zu den Einrichtungen  ihrer Mitgliedstaaten erleichtern und zu diesem Zweck während des in Artikel 1 genannten Zeitraums  Stipendien für Studien und praktische Ausbildungsgänge in den verschiedenen fischereibezogenen  wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Fachrichtungen zur Verfügung stellen. Diese  Stipendien können auch in jedem anderen, durch Kooperationsabkommen mit der Gemeinschaft  verbundenen Staat in Anspruch genommen werden. Die Gesamtkosten für diese Stipendien dürfen 665 000  ECU nicht übersteigen. Auf Antrag der Behörden Äquatorialguineas kann ein Teil dieses Betrags dazu  verwendet werden, die Kosten für die Teilnahme an internationalen Konferenzen oder an Lehrgängen  zum Thema Fischerei zu decken. Dieser Betrag ist entsprechend seiner Verwendung zahlbar. Artikel 6Nimmt die Gemeinschaft die in den Artikeln 2 und 4 vorgesehenen Zahlungen nicht vor, so  kann die Anwendung dieses Protokolls ausgesetzt werden. Artikel 7Der Anhang zu dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der  Regierung der Republik Äquatorialguinea über die Fischerei vor der Küste Äquatorialguineas wird  aufgehoben und durch den Anhang zu diesem Protokoll ersetzt. Artikel 8Dieses Protokoll tritt am Tag seiner Unterzeichnung in Kraft. Es gilt mit Wirkung vom 27. Juni 1989.  ANHANG BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG DES FISCHFANGS IN DER FISCHEREIZONE  ÄQUATORIALGUINEAS FÜR FISCHEREIFAHRZEUGE DER GEMEINSCHAFT A.  Förmlichkeiten für die Beantragung  und Ausstellung der LizenzenFür die Beantragung und Ausstellung der Lizenzen, die  Fischereifahrzeuge unter der Flagge eines Mitgliedstaats der Gemeinschaft zur Ausübung des  Fischfangs in der Fischereizone Äquatorialguineas befugen, gelten folgende Verfahren: Mindestens dreissig Tage vor dem beantragten Zeitpunkt des Beginns der Geltungsdauer übermitteln die  zuständigen Behörden der Gemeinschaft über die Behörden der Kommission der Europäischen  Gemeinschaften in Äquatorialguinea dem Ministerium für Gewässer, Wälder und Forsten der Republik  Äquatorialguinea einen Antrag für jedes Fischereifahrzeug, das Fischfang nach Maßgabe des Abkommens  betreiben will. Die Anträge werden auf entsprechenden Vordrucken gestellt, die zu diesem Zweck von den zuständigen  Behörden der Republik Äquatorialguinea ausgegeben werden; ein Muster befindet sich in Anhang 1. Jedem Lizenzantrag ist der Nachweis für die Zahlung der Gebühren für die Geltungsdauer der Lizenz  beizufügen. Die Zahlung erfolgt auf das in Artikel 2 des Protokolls genannte Konto. Die Gebühren decken alle nationalen und lokalen Abgaben mit Ausnahme der Kosten für  Dienstleistungen ab. Die unterzeichneten Lizenzen werden von den Behörden Äquatorialguineas den  Reedern oder ihren Stellvertretern über die Behörden der Kommission der Europäischen Gemeinschaften  in Äquatorialguinea innerhalb von fünfzehn Werktagen nach Eingang des Zahlungsnachweises  ausgehändigt. Die Lizenz wird auf den Namen eines bestimmten Schiffes ausgestellt und ist nicht übertragbar. Auf  Antrag der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und beim nachweislichen Vorliegen höherer Gewalt  kann die Lizenz für ein Schiff jedoch durch eine neue Lizenz für ein anderes Schiff mit ähnlichen  Merkmalen ersetzt werden. Der Reeder des zu ersetzenden Schiffs reicht die ungültige Lizenz über  die Behörden der Kommission der Europäischen Gemeinschaften an das Ministerium für Gewässer, Wälder  und Forsten der Republik Äquatorialguinea zurück. Die neue Lizenz enthält folgende Angaben: - das Ausstellungsdatum, - den Hinweis, daß die neue Lizenz an die Stelle der Lizenz für das andere Schiff tritt und diese  ungültig macht. Die Lizenz ist jederzeit an Bord mitzuführen. 1.  Bestimmungen für Trawlera)  Die Lizenz für Trawler werden für ein Jahr, sechs Monate oder drei  Monate festgesetzt. Sie sind erneuerbar. b)  Die Gebühren für Jahreslizenzen werden wie folgt festgesetzt:  90 ECU je BRT und Jahr für Fischfänger, 100 ECU je BRT und Jahr für Krabbenfänger. c)  Die Gebühren für halbjährliche Lizenzen werden wie folgt festgesetzt: 55 ECU je BRT und Halbjahr für Fischfänger, 60 ECU je BRT und Halbjahr für Krabbenfänger. d)  Die Gebühren für vierteljährliche Lizenzen werden wie folgt festgesetzt: 30 ECU je BRT und Vierteljahr für Fischfänger, 35 ECU je BRT und Vierteljahr für Krabbenfänger. 2.  Bestimmungen für Thunfischfänger und Oberflächen-Leinenfischera)  Die Gebühren werden auf 20  ECU je in der Fischereizone Äquatorialguineas gefangene Tonne festgesetzt. b)  Die Lizenzen für Thunfischfänger werden nach Zahlung einer Pauschalsumme von 1 000 ECU je  Thunfischwadenfänger und Jahr bzw. 200 ECU je Thunfischangelfänger und  Oberflächen-Langleinenfischer und Jahr an das Ministerium für Gewässer, Wälder und Forsten  ausgestellt. Diese Summe entspricht den jährlichen Gebühren für- 50 Tonnen von  Thunfischwadenfängern gefangenem Thunfisch, - 10 Tonnen von Thunfischangelfängern sowie von Oberflächen-Langleinenfischern gefangenem Fisch. Die endgültige Abrechnung der für ein Fischwirtschaftsjahr fälligen Gebühren erfolgt durch die  Kommission der Europäischen Gemeinschaften zum Ende eines jeden Kalenderjahres auf der Grundlage  der Fangmeldungen der Reeder und nach Überprüfung der Fangmeldungen durch die hierfür zuständigen  wissenschaftlichen Institute (ORSTOM und IEO - Spanisches Ozeanographisches Institut). Diese  Abrechnung wird gleichzeitig den Behörden Äquatorialguineas und den Reedern übermittelt. Etwaige  zusätzliche Zahlungen sind von den Reedern bis spätestens 30. Mai des folgenden Jahres nach dem in  Artikel 2 des Protokolls vorgesehenen Verfahren an das Ministerium für Gewässer, Wälder und Forsten  Äquatorialguineas zu leisten. Ergibt die Abrechnung einen niedrigeren Betrag als den der vorgenannten Vorauszahlung, so wird die  Differenz dem Reeder nicht erstattet. B.  Meldung der FängeFischereifahrzeuge, die im Rahmen des Abkommens zum Fischfang in den  Gewässern Äquatorialguineas befugt sind, haben dem Ministerium für Gewässer, Wälder und Forsten  ihre Fänge wie folgt zu melden, wobei den Behörden der Kommission in Äquatorialguinea eine Kopie zu  übermitteln ist: - Trawler verwenden für die Fangmeldung den beigefügten Vordruck (Anhang 2). Die Fangmeldungen  müssen nach jeder Fangfahrt übermittelt werden. - Die Thunfischwadenfänger, die Thunfischangelfänger und die Oberflächen-Langleinenfischer führen  ein Logbuch gemäß Anhang 3 (in englischer Sprache) über jede Fangreise in der Fischereizone  Äquatorialguineas. Der Vordruck ist leserlich auszufuellen, vom Kapitän des Schiffes zu  unterzeichnen und binnen 45 Tagen nach Beendigung der Fangreise in der Fischereizone  Äquatorialguineas über die Behörden der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in  Äquatorialguinea dem Ministerium für Gewässer, Wälder und Forsten Äquatorialguineas zu  übermitteln. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmungen behält sich die Regierung Äquatorialguineas das Recht vor,  die Lizenz des betreffenden Schiffes bis zur Erfuellung der Förmlichkeiten auszusetzen und die in  dem Gesetz über die Fischerei Nr. 2/1987 vom 16. Februar 1987 vorgesehenen Sanktionen anzuwenden. C.  Anlandung der FängeTrawler, die zum Fischfang in der Fischereizone Äquatorialguineas befugt  sind, tragen nach jeder Fangreise zur Fischversorgung der einheimischen Bevölkerung bei, indem sie  auf Jahresbasis folgende Mengen zu einem Preis anlanden, der vom Ministerium für Gewässer, Wälder  und Forsten im gemeinsamen Einvernehmen mit dem Reeder auf der Grundlage der örtlichen Marktpreise  festgesetzt wird: - Fischfänger: 7 000 kg Fisch je Schiff, - Krabbenfänger: 5 000 kg Fisch je Schiff. Die Anlandungen können einzeln oder gemeinsam in den Häfen Malabo, Bata oder Luba erfolgen. Bei einem Verstoß gegen die Anlandeverpflichtung können die Behörden Äquatorialguineas folgende  Strafen verhängen: - ein Bußgeld in Höhe von 1 000 ECU je nichtangelandete Tonne und- Entzug und Nichterneuerung der  Lizenz für das betreffende Fischereifahrzeug oder ein anderes Fischereifahrzeug im Besitz desselben  Reeders. D.  Anheuerung von Seeleuten1.  Die Eigner von Trawlern, denen im Rahmen des Abkommens  Fanglizenzen gewährt werden, tragen unter nachstehenden Bedingungen und innerhalb nachstehender  Grenzen zur praktischen Berufsausbildung von Staatsangehörigen Äquatorialguineas bei: - Anheuerung von zwei Seefischern auf Trawlern bis zu 300 BRT; - Anheuerung von drei Seefischern auf Trawlern mit über 300 BRT. 2.  Die Löhnung dieser Seeleute wird im gemeinsamen Einvernehmen zwischen den Reedern und den  Behörden Äquatorialguineas festgesetzt und geht zu Lasten der Reeder. Wird der Verpflichtung zur  Anheuerung nicht nachgekommen, so müssen die Reeder einen Pauschalbetrag in Höhe von 30 % des Lohns  dieser Seeleute zahlen. Dieser Betrag wird für die Ausbildung von Seefischern aus Äquatorialguinea  verwendet und ist auf das von den Behörden Äquatorialguineas angegebene Konto zu überweisen. E.  Aufnahme von Beobachtern an BordJeder Trawler kann gezwungen werden, einen vom Ministerium für  Gewässer, Wälder und Forsten bezeichneten Beobachter an Bord zu nehmen. In diesem Fall ist der  Beobachter in der unter Abschnitt D genannten Zahl der anzuheuernden Seeleute enthalten. Der Beobachter kann jede für die Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderliche Mitwirkung erwarten. Die  Anwesenheit und die Arbeit des Beobachters dürfen die Fischereitätigkeit weder unterbrechen noch  behindern. Gehalt und Sozialabgaben für den Beobachter werden von der Regierung Äquatorialguineas  übernommen. F.  Inspektion und KontrolleAlle Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, die in der Fischereizone  Äquatorialguineas Fischfang betreiben, gestatten den mit der Inspektion und Kontrolle beauftragen  Beamten Äquatorialguineas an Bord zu kommen und unterstützen sie bei der Wahrnehmung ihrer  Aufgaben. Die Beamten halten sich nur so lange an Bord auf, wie es für die stichprobenweise  Überprüfung der Fänge und für etwaige andere Inspektionen im Zusammenhang mit der  Fischereitätigkeit notwendig ist. G.  FischereizonenDie in Artikel 1 des Protokolls genannten Fischereifahrzeuge dürfen ihre  Fangtätigkeit in den Gewässern jenseits von vier Seemeilen, von den Basislinien gemessen, ausüben. H.  Zulässige MaschenöffnungDie zulässige Mindestmaschenöffnung im Steert des Schleppnetzes (bei  gestreckten Maschen) beträgt: a)  60 mm für Fischfänger, die weniger als 30 % Krabben fischen, b)  25 mm für Krabbenfänger, die mehr als 30 % Krabben fischen. Der Einsatz von Auslegern ist zulässig. I. Einlaufen in die Fischereizone und AuslaufenAlle Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, die im  Rahmen des Abkommens in der Fischereizone Äquatorialguineas einer Fangtätigkeit nachgehen, teilen  der auf der Lizenz angegebenen Funkstation bei jedem Einlaufen in die Fischereizone  Äquatorialguineas und bei jedem Auslaufen Datum und Uhrzeit sowie ihre Position mit. J. Verfahren im Falle einer Durchsuchung1.  Wird ein Schiff unter der Flagge eines Mitgliedstaats der  Gemeinschaft, für das im Rahmen des Abkommens eine gültige Lizenz ausgestellt wurde, in der  ausschließlichen Wirtschaftszone Äquatorialguineas angehalten und durchsucht, so sind die Behörden  der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Äquatorialguinea binnen zwei Werktagen zu  verständigen. Gleichzeitig ist ihnen ein kurzer Bericht über die Umstände und Gründe für die  Durchsuchung zu übermitteln. 2.  Bevor irgendwelche Maßnahmen gegen den Kapitän oder die Besatzung bzw. die Ladung und die  Anlagen an Bord getroffen werden (mit Ausnahme derjenigen Maßnahmen, die zur Beweissicherung  notwendig sind), findet innerhalb eines Arbeitstages nach Eingang der vorgenannten Informationen  eine Konzertierungssitzung zwischen den Behörden der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in  Äquatorialguinea, der für Fischerei zuständigen Abteilung und den Kontrollbehörden statt, an der  gegebenenfalls auch ein Vertreter des betroffenen Mitgliedstaats teilnimmt. Während dieser  Konzertierung tauschen die Parteien alle zur Klärung des Tatbestands zweckdienlichen Unterlagen und  Informationen aus. Der Reeder oder sein Stellvertreter wird über das Ergebnis dieser Konzertierung  sowie über alle infolge der Durchsuchung getroffenen Maßnahmen unterrichtet. 3.  Vor Einleitung gerichtlicher Schritte wird versucht, den mutmaßlichen Verstoß im Wege eines  Vergleichs zu regeln. Dieses Verfahren ist innerhalb von drei Werktagen nach der Durchsuchung  abzuschließen. 4.  Wird die Angelegenheit nicht im Wege des Vergleichs geregelt und muß sie vor ein zuständiges  Gericht Äquatorialguineas gebracht werden, so setzt die zuständige Behörde binnen zwei Werktagen  nach Abschluß der Vergleichsverfahren bis zum Ergehen einer gerichtlichen Entscheidung eine  angemessene Bankkaution fest. Die Bankkaution wird von der zuständigen Behörde freigegeben, sobald  der Kapitän des betreffenden Schiffes durch gerichtliche Entscheidung von den gegen ihn erhobenen  Vorwürfen entlastet wird. 5.  Schiff und Besatzung werden freigegeben: - entweder nach Abschluß der Konzertierung, falls dies nach den getroffenen Feststellungen möglich  ist, oder- nach Eingang der Zahlung eines Bußgeldes (gütliche Beilegung) oder- nach Hinterlegung  der Bankkaution (gerichtliches Verfahren). 6.  Gelangt eine der Parteien zu der Auffassung, daß die Anwendung dieses Verfahrens  Schwierigkeiten aufwirft, so kann sie eine dringliche Konsultation nach Maßgabe von Artikel 8 des  Abkommens beantragen. Anhang 1 REPUBLIK ÄQUATORIALGUINEAFORMULAR FÜR DIE BEANTRAGUNG EINER FANGLIZENZ 1.   Geltungsdauer: vom . bis .  2.  Name des Schiffes: .  3.  Name des Reeders: .  4.  Hafen und Registriernummer: .  5.  Fangart: .  6.  Zulässige Maschenöffnung: .  7.  Länge des Schiffes: .  8.  Breite: .  9.  Bruttoregistertonnen: . 10.  Laderaum: . 11.  Motorleistung: . 12.  Bauart: . 13.  Normale Besatzungsstärke: . 14.  Funktechnische Geräte: . 15.  Name des Kapitäns: . Für die Richtigkeit dieser Antworten haftet der Reeder oder sein Stellvertreter. Datum der Antragstellung: . Anhang 2 Anhang I zum Gesetz über die FischereiANGABEN ÜBER DIE IM RAHMEN DER INDUSTRIELLEN  FISCHEREI GEFANGENEN MENGEN(Gesetz über die Fischerei, Artikel 42)1. Name und Registriernummer des Schiffes: . 2. Nationalität: . Schiffstyp:  3. Schiffstyp: . (Frischfisch, Thunfisch usw.)4. Name des Kapitäns oder des Schiffsführers: . 5. Fischereilizenz ausgestellt durch: . Gültigkeitsdauer: . 6. Fangart: . 7. Ausfahrt aus dem Hafen am: . Einfahrt in den Hafen am: . 8. Schleppnetzlänge: . >PLATZ FÜR EINE TABELLE>Der Unterzeichnete  ............................................................................................................,  Kapitän oder Schiffsführer des obengenannten Schiffes oder sein Vertreter, erklärt, daß diese  Informationen der Wahrheit entsprechen, was vom Beobachter der Regierung bestätigt und bescheinigt  wird.  Beobachters der Regierung   Der Kapitän/Schiffsführer Bescheinigung desBeobachters der  RegierungDer Kapitän/Schiffsführer(Unterschrift)   Anhang 3