CELEX: 62021TN0172
Language: de
Date: 2021-03-31 00:00:00
Title: Rechtssache T-172/21: Klage, eingereicht am 31. März 2021 — Valve/Kommission

14.6.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 228/32
            
         
      Klage, eingereicht am 31. März 2021 — Valve/Kommission
      (Rechtssache T-172/21)
      (2021/C 228/43)
      Verfahrenssprache: Englisch
      
         Parteien
      
      
         Klägerin: Valve Corp. (Bellevue, Washington, Vereinigte Staaten) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte L. Kjølbye, S. Völcker und G. Caldini)
      
         Beklagte: Europäische Kommission
      
         Anträge
      
      Die Klägerin beantragt,
      
                  —
               
               
                  den Beschluss der Kommission vom 20. Januar 2021 in einem Verfahren nach Art. 101 AEUV und Art. 53 des EWR-Abkommens (Sachen AT.40413 — Focus Home, AT.40414 — Koch Media, AT.40420 — ZeniMax, AT.40422 — Bandai Namco und AT.40424 — Capcom — C[2021] 75 final) insgesamt oder teilweise für nichtig zu erklären;
               
            
                  —
               
               
                  der Europäischen Kommission die Kosten aufzuerlegen.
               
            
         Klagegründe und wesentliche Argumente
      
      Die Klage wird auf zwei Gründe gestützt:
      
                  1.
               
               
                  Es lägen rechtliche und tatsächliche Fehler bei der Anwendung von Art. 101 Abs. 1 AEUV hinsichtlich der Feststellung von Absprachen bzw. aufeinander abgestimmten Verhaltensweisen zwischen Valve und jedem der fünf Videospielherausgeber vor, was sich daraus ergebe, dass die Kommission die einschlägige Kasuistik zur Beurteilung von Verhaltensweisen, die unterhalb einer „Abstimmung“ blieben, ungerechtfertigt ausgedehnt und die in Rede stehende Verhaltensweise falsch beurteilt habe.
               
            
                  2.
               
               
                  Es lägen rechtliche und tatsächliche Fehler bei der Anwendung von Art. 101 Abs. 1 AEUV hinsichtlich der Feststellung der Kommission vor, dass die gerügten Absprachen bzw. aufeinander abgestimmten Verhaltensweisen zwischen Valve und jedem der fünf Videospielherausgeber eine „bezweckte“ Wettbewerbsbeschränkung im Sinne von Art. 101 Abs. 1 AEUV darstellen, was sich daraus ergebe, dass die Kommission die Neuheit der in Rede stehenden Verhaltensweise nicht berücksichtigt und den maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang falsch beurteilt habe, insbesondere die Relevanz der Urheberrechtsrichtlinie, die Rolle von Valve als zweiseitiger Plattform und die Art der in Rede stehenden Waren und Dienstleistungen (digitale Videospiele).