CELEX: 62020TN0675
Language: de
Date: 2020-11-12 00:00:00
Title: Rechtssache T-675/20: Klage, eingereicht am 12. November 2020 — Leonardo/Frontex

18.1.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 19/62
            
         
      Klage, eingereicht am 12. November 2020 — Leonardo/Frontex
      (Rechtssache T-675/20)
      (2021/C 19/67)
      Verfahrenssprache: Italienisch
      
         Parteien
      
      
         Klägerin: Leonardo SpA (Rom, Italien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte M. Esposito, F. Caccioppoli und G. Calamo)
      
         Beklagte: Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache
      
         Anträge
      
      Die Klägerin beantragt in der Sache, nach Prüfung der Unterlagen, die Gegenstand des Aktenzugangs und der betreffenden Herausgabe- oder Hinterlegungsanordnung sind, die angefochtene Handlung für nichtig zu erklären und folglich FRONTEX aufzutragen, der Klägerin unverzüglich die Unterlagen, die Gegenstand des zuvor genannten Aktenzugangs sind, herauszugeben sowie ihre Kosten zu ersetzen.
      
         Klagegründe und wesentliche Argumente
      
      Die vorliegende Klage richtet sich gegen die Ablehnung des Antrags auf Zugang zu den Unterlagen des Vergabeverfahrens Nr. FRONTEX/OP/888/2019/JL/CG, das Gegenstand des vor dem Gericht der Europäischen Union anhängigen Verfahrens T-849/19 ist (darunter die Vergabeentscheidung, die Protokolle des Vergabeverfahrens, die vom Zuschlagsempfänger eingereichten Dokumente und alle anderen Unterlagen, die in die Verfahrensakten aufgenommen wurden).
      Zur Stützung ihrer Klage rügt die Klägerin einen Verstoß gegen Art. 4 Abs. 1 Buchst. b, Abs. 2 erster Gedankenstrich und Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2001 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission (ABl. 2001, L 145, S. 43), gegen die Richtlinien 2014/23/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die Konzessionsvergabe (ABl. 2014, L 94, S. 1) und 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/18/EG (ABl. 2014, L 94, S. 65), insbesondere gegen deren Art. 28 bzw. Art. 21, gegen Art. 161 der Verordnung (EU, Euratom) 2018/1046 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juli 2018 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union, zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1296/2013, (EU) Nr. 1301/2013, (EU) Nr. 1303/2013, (EU) Nr. 1304/2013, (EU) Nr. 1309/2013, (EU) Nr. 1316/2013, (EU) Nr. 223/2014, (EU) Nr. 283/2014 und des Beschlusses Nr. 541/2014/EU sowie zur Aufhebung der Verordnung (EU, Euratom) Nr. 966/2012 (ABl. 2018, L 193, S. 1), gegen die Management Board Decision Nr. 19 vom 23. Juli 2019 sowie gegen Art. 89 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/715 der Kommission vom 18. Dezember 2018 über die Rahmenfinanzregelung für gemäß dem AEUV und dem Euratom-Vertrag geschaffene Einrichtungen nach Artikel 70 der Verordnung (EU, Euratom) 2018/1046 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. 2019, L 122, S. 1).
      Hilfsweise rügt die Klägerin, dass FRONTEX nicht einmal teilweise Zugang zu den Unterlagen gewährt habe.