CELEX: 31998R2370
Language: de
Date: 1998-10-30 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 2370/98 der Kommission vom 30. Oktober 1998 über die Lieferung von Milcherzeugnissen im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe

31. 10. 98          DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              L 293/69
                               VERORDNUNG (EG) Nr. 2370/98 DER KOMMISSION
                                               vom 30. Oktober 1998
                 über die Lieferung von Milcherzeugnissen im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                               Nahrungsmittelhilfe der Gemeinschaft (2). Zu diesem
GEMEINSCHAFTEN                                               Zweck sollten insbesondere die Lieferfristen und -bedin-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen        gungen der sich daraus ergebenden Kosten genauer fest-
Gemeinschaft,                                                 gelegt werden —
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1292/96 des Rates
vom 27. Juni 1996 über die Nahrungsmittelhilfepolitik         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
und -verwaltung sowie über spezifische Maßnahmen zur
Erhöhung der Ernährungssicherheit (1), insbesondere auf                                Artikel 1
Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe b),
                                                              Im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe der Gemeinschaft
in Erwägung nachstehender Gründe:                             werden Milcherzeugnisse bereitgestellt zur Lieferung an
Mit der vorgenannten Verordnung wurde die Liste der           die in dem Anhang aufgeführten Begünstigten gemäß der
Länder und Organisationen denen eine Gemeinschafts-           Verordnung (EG) Nr. 2519/97 zu den in dem Anhang
hilfe gewährt werden kann und die, für die Beförderung        aufgeführten Bedingungen.
der Nahrungsmittellieferung über die fob-Stufe hinaus         Es wird davon ausgegangen, daß der Bieter die geltenden
geltenden, allgemeinen Kriterien festgelegt.                  allgemeinen und besonderen Geschäftsbedingungen
Die Kommission hat infolge mehrerer Beschlüsse über           kennt und akzeptiert. Andere in seinem Angebot enthal-
die Nahrungsmittelhilfe bestimmten Begünstigten Milch-        tene Bedingungen oder Vorbehalte gelten als nicht
pulver zugeteilt.                                             geschrieben.
Diese Bereitstellungen erfolgen nach der Verordnung                                    Artikel 2
(EG) Nr. 2519/97 der Kommission vom 16. Dezember
1997 über allgemeine Durchführungsbestimmungen für            Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentli-
die Bereitstellung und Lieferung von Waren im Rahmen          chung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
der Verordnung (EG) Nr. 1292/96 des Rates für die             in Kraft.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                 Mitgliedstaat.
                 Brüssel, den 30. Oktober 1998
                                                                         Für die Kommission
                                                                            Franz FISCHLER
                                                                       Mitglied der Kommission
(1) ABl. L 166 vom 5. 7. 1996, S. 1.                          (2) ABl. L 346 vom 17. 12. 1997, S. 23.
 ---pagebreak--- L 293/70         DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  31. 10. 98
                                                          ANHANG
                                                  LOSE A, B, C, D und E
          1. Maßnahmen Nr.: 54/98 (A), 55/98 (B), 56/98 (C), 57/98 (D), 58/98 (E)
          2. Begünstigter (2): UNRWA, Supply division, Amman Office, PO Box 140157, Amman — Jordan
             Telex: 21170 UNRWA JC; Telefax: (962-6) 86 41 27
          3. Vertreter des Begünstigten: UNRWA Field Supply and Transport Officer
             A + E: PO Box 19149, Jerusalem, Israel [Tel.: (972-2) 589 05 55; Telex: 26194 UNRWA IL; Telefax:
             581 65 64]
             B: PO Box 947, Beirut, Libanon [Tel.: (961-1) 840 460-9; Telefax: 603 683]
             C: PO Box 4313, Damascus, Syrien [Tel.: (963-11) 613 30 35; Telex: 412006 UNRWA SY; Telefax:
             613 30 47]
             D: PO Box 484, Amman, Jordanien [Tel.: (962-6) 74 19 14/77 22 26; Telex: 23402 UNRWA JFO JO;
             Telefax: 74 63 61]
          4. Bestimmungsland: A, E: Israel (A: Gaza; E: West Bank); B: Libanon; C: Syrien; D: Jordanien
          5. Bereitzustellendes Erzeugnis: Vollmilchpulver
          6. Gesamtmenge (netto) in Tonnen: 576
          7. Anzahl der Lose: 5 (A: 216 Tonnen, B: 96 Tonnen, C: 72 Tonnen, D: 108 Tonnen, E: 84 Tonnen)
          8. Merkmale und Qualität des Erzeugnisses (3) (5) (8): Siehe ABl. C 114 vom 29. 4. 1991, S. 1 (I C 1)
          9. Aufmachung (7): Siehe ABl. C 267 vom 13. 9. 1996, S. 1 (6.1 A. B und C.2)
         10. Kennzeichnung oder Markierung (6): Siehe ABl. C 114 vom 29. 4. 1991, S. 1 (I C 3)
             — Für die Kennzeichnung zu verwendende Sprache: Englisch
             — Zusätzliche Aufschriften: „FOR FREE DISTRIBUTION“
                Los D: „Expiry date: . . . “ (Herstellungsdatum + 9 Monate)
         11. Art der Bereitstellung des Erzeugnisses: Gemeinschaftsmarkt
             Das Vollmilchpulver muß nach der Zuteilung der Lieferung hergestellt werden
         12. Vorgesehene Lieferstufe: A, C, E: frei Löschhafen — Container-Terminal (9);
             B, D: frei Bestimmungsort (9)
         13. Alternative Lieferstufe: frei Verschiffungshafen
         14. a) Verschiffungshafen: —
             b) Ladeanschrift: —
         15. Löschhafen: A, E: Ashdod; C: Lattakia
         16. Bestimmungsort: UNRWA warehouse in Beirut (B) and Amman (D)
             — Transitlager oder Transithafen: —
             — Lieferung auf dem Landweg: —
         17. Lieferzeitraum oder letzter Liefertermin auf der vorgesehenen Lieferstufe:
             — erste Frist: A, C, E: 10. 1. 1999, B: 7. 3. 1999, D: 14. 2. 1999
             — zweite Frist: A, C, E: 24. 1. 1999, B: 21. 3. 1999, D: 28. 2. 1999
         18. Lieferzeitraum oder letzter Liefertermin auf der alternativen Lieferstufe:
             — erste Frist: A, C, E: 14. — 27. 12. 1998, B: 1. — 14. 2. 1999, D: 4. — 17. 1. 1999
             — zweite Frist: A, C, E: 28. 12. 1998 — 10. 1. 1999, B: 15. — 28. 2. 1999, D: 18. — 31. 1. 1999
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           19. Frist für die Angebotsabgabe (um 12 Uhr Brüsseler Zeit):
                — erste Frist: 16. 11. 1998
                — zweite Frist: 30. 11. 1998
           20. Höhe der Bietungsgarantie: 20 ECU/Tonne
           21. Anschrift für die Einsendung der Angebote und der Bietungsgarantien (1):
                Bureau de l’aide alimentaire, à l’attention de Monsieur T. Vestergaard, Bâtiment Loi 130, bureau 7/46,
                Rue de la Loi/Wetstraat 200, B-1049 Bruxelles/Brussel; Telex: 25670 AGREC B; Telefax:
                (32-2) 296 70 03 / 296 70 04 (ausschließlich)
           22. Erstattung bei der Ausfuhr (4): Die am 13. 10. 1998 gültige und durch die Verordnung (EG) Nr.
                2218/98 der Kommission (ABl. L 279 vom 16. 10. 1998, S. 21) festgesetzte Erstattung
           Vermerke:
           (1) Zusätzliche Erklärungen: André Debongnie (Tel.: (32 2) 295 14 65)
                                          Torben Vestergaard (Tel.: (32 2) 299 30 50).
           (2) Der Auftragnehmer tritt mit dem Begünstigten oder seinem Vertreter baldmöglichst zur Bestimmung der
               erforderlichen Versandbescheinigungen in Verbindung.
           (3) Der Auftragnehmer übergibt dem Begünstigten eine von einer amtlichen Stelle stammende Bescheinigung,
               aus der hervorgeht, daß die in dem betreffenden Mitgliedstaat geltenden Normen betreffend die Kernstrah-
               lung für die zu liefernde Ware nicht überschritten worden sind. In der Bescheinigung über die radioaktive
               Belastung ist der Gehalt an Cäsium 134 und 137 und an Jod 131 anzugeben.
           (4) Die Verordnung (EG) Nr. 259/98 der Kommission (ABl. L 25 vom 31. 1. 1998, S. 39), betrifft die
               Ausfuhrerstattungen. Das in Artikel 2 derselben Verordnung genannte Datum ist das unter Nummer 22
               dieses Anhangs stehende Datum.
               Der Lieferant wird auf Artikel 4 Absatz 1 letzter Unterabsatz der genannten Verordnung verwiesen. Die
               Kopie der Lizenz wird übermittelt, sobald die Ausfuhranmeldung angenommen wurde (zu verwendende
               Fax-Nummer: (32 2) 296 20 05].
           (5) Der Auftragnehmer überreicht dem Empfänger oder seinem Vertreter bei der Lieferung folgende Doku-
               mente:
               — von einer amtlichen Stelle erteiltes Gesundheitszeugnis, in dem festgestellt wurde, daß das Erzeugnis
                   unter ausgezeichneten hygienischen, von qualifiziertem Personal überwachten Bedingungen hergestellt
                   wurde. Das Gesundheitszeugnis weist die Pasteurisierungstemperatur und -dauer, die Temperatur und
                   Verweildauer im Spray-drying-Turm sowie das Verfallsdatum des Erzeugnisses aus;
               — von einer amtlichen Stelle erteilte tierärztliche Bescheinigung in der festgestellt wurde, daß in dem
                   Erzeugungsgebiet der Rohmilch während zwölf Monaten vor der Verarbeitung keine Maul- und Klau-
                   enseuche oder eine andere infektiöse/ansteckende meldepflichtige Krankheit aufgetreten ist.
           (6) Die Aufschrift erhält, abweichend von ABl. C 114 vom 29. 4. 1991, Punkt I A 3 c), folgende Fassung:
               „Europäische Gemeinschaft“.
           (7) In Containern von 20 Fuß zu liefern. Partien A, C und E: Als vereinbarte Versandbedingungen gelten die
               Liner-Bedingungen (Liner in/Liner out) frei Löschhafen, Containerabstellfläche für 15 Tage (Samstage,
               Sonntage, gesetztliche und kirchliche Feiertage ausgenommen) beginnend mit dem Tag/Zeitpunkt der
               Ankunft des Schiffes, frei von Gebühren für Rückgabe von Containern im Löschhafen. Auf die 15-Tage-
               Frist ist im Konnossement hinzuweisen. Gebühren, die für eine verzögerte Rückgabe über die erwähnten
               15 Tage hinaus bona fide erhoben werden, übernimmt die UNRWA. Die UNRWA kommt nicht für
               Containerhinterlegungsgebühren auf.
               Nach Übernahme der Waren auf der Lieferstufe übernimmt der Begünstigte alle Kosten für den Abtrans-
               port der Container auf ein Entladegelände außerhalb des Hafengebiets sowie für deren Rückförderung in
               die Container-Abstellfläche.
               Ashdod: Für die Lieferung sind 20-Fuß-Container zu einem Nettoinhalt von jeweils höchstens 17 Tonnen
               zu beladen.
           (8) Partie C: Das Gesundheits- und das Ursprungserzeugnis müssen den Sichtvermerk eines syrischen Konsu-
               lats tragen, aus dem hervorgeht, daß die Konsulatsgebühren und -abgaben gezahlt worden sind.
           (9) Neben Artikel 14 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 2519/97 gilt, daß keines der gecharterten Schiffe in
               den jüngsten Ausgaben der gemäß dem „Paris Memorandum of Understanding and Port State Control“
               (Richtlinie 95/21/EG des Rates, ABl. L 157 vom 7. 7. 1995, S. 1) veröffentlichten vier Quartalsberichte
               angezeigt sein darf.