CELEX: 51993PC0449
Language: de
Date: 1993-11-30
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES ÜBER BESTIMMTE BAUTEILE UND MERKMALE VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                          K0MC93) 449 endg. - COD 470
                                          Brüssel, den  30. November 1993
                     VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE
               DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
                 ÜBER BESTIMMTE BAUTEILE UND MERKMALE
          VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
                  (von der Kommission vorgelegt)
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                               BEGRÜNDUNG
Dieser Vorschlag steht im Zusammenhang mit dem
Betriebserlaubnisverfahren für zweirädrige oder dreirädrige
Kraftfahrzeuge, das Gegenstand der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom
30. Juni 1992 (RahmenrichtIinie) ist.
Er betrifft die folgenden Einrichtungen und Merkmale:
    Luftreifen
    Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen
    vorstehende Außenkanten
    Rückspiegel
    Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft
    Kraftstoffbehälter
    Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe
    elektromagnetische Verträglichkeit
    zulässiger Geräuschpegel und Auspuffanlage
    Anhängevorrichtungen für Anhänger und Befestigungen für Beiwagen
    Verankerungen der Sicherheitsgurte und Sicherheitsgurte
    Verglasung, Scheibenwischer und Scheibenwäscher sowie Entfrostungs-
    und Trocknungsanlagen.
Es handelt sich um die technischen Vorschriften für die obigen Bauteile
und Merkmale, die, ebenso wie die für die sonstigen der für die in
Anhang i der RahmenrichtIinie vorgesehenen Bauteile und Merkmale
geltenden Vorschriften eingehalten werden müssen, damit die
Betriebserlaubnis für diese Fahrzeuge erteilt und sie in der
Gemeinschaft ohne technische Handelshemmnisse in den Verkehr gebracht
werden können.
Bei der Ausarbeitung dieses Vorschlags wurden von der Kommission - wo
das möglich war - weitgehend die von der Wirtschaftskommission der
Vereinten Nationen für Europa (ECE/UNO) erlassenen Vorschriften
berücksichtigt. Das trifft für die Vorschriften über Luftreifen
(Regelung ECE/UNO Nr. 75), über die Beleuchtungs- und
Lichtsignaleinrichtungen (Regelungen ECE/UNO Nr. 37, 50, 56, 57, 72 und
82) und über die Sicherheitsgurte (Regelung ECE/ONU Nr. 16) zu.
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Im übrigen hat die Kommission den in den einzelnen Mitgliedstaaten
geltenden Regelungen Rechnung getragen, wobei ihre Vorschläge Jeweils
auf dem höchsten Niveau dieser einzelstaatlichen Vorschriften beruhen.
Die vorgeschlagenen Vorschriften sind einerseits für die Harmonisierung
der in den Mitgliedstaaten geltenden unterschiedlichen
Rechtsvorschriften und andererseits zur Erhöhung der Sicherheit im
Straßenverkehr erforderlich.
Die Vorschriften von drei der zwölf Kapitel im Anhang verdienen aufgrund
ihrer Auswirkungen auf den Umweltschutz und die Sicherheit besonders
hervorgehoben zu werden. Durch diese Vorschläge sollen die
Schadstoffemissionen und der Geräuschpegel begrenzt sowie die
Möglichkeiten des Benutzers, die Leistung dieser Fahrzeuge zu erhöhen
(Manipulation) weitgehend eingeschränkt werden.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verminderung der
Schadstoffemissionen der betreffenden Fahrzeuge (Kapitel 5) sollen
Grenzwerte für KohIenmonoxid (CO), unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC)
und Stickstoffoxide (NOx) festgelegt werden. Entsprechend dem von der
Kommission verfolgten Ansatz auf dem Gebiet des Umweltschutzes wird
vorgeschlagen, schrittweise vorzugehen: auf der ersten Stufe werden die
Emissionsgrenzwerte der Schadstoffe festgelegt, die sobald wie möglich
in Kraft treten sollen, und auf der zweiten Stufe - etwa vier Jahre nach
dem Inkrafttreten der ersten Stufe - wird vom Europäischen Parlament und
vom Rat eine Verschärfung dieser Werte für Krafträder und
Drei radfahrzeuge auf der Grundlage eines Vorschlags, den ihnen die
Kommission zu gegebener Zeit übermitteln wird, beschlossen. Die Frist
von vier Jahren soll es den Industrieunternehmen erlauben, die
erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit ihre Produktion die neuen
Anforderungen fristgemäß einhalten kann.
Die künftige Strategie wird unter anderem auf folgenden Elementen
beruhen:
a)  Luftqualität
        Die Notwendigkeit der Einhaltung der Luftqualitätskriterien der
        Gemeinschaft und die Durchführung einheitlicher
        Gemeinschaftsmaßnahmen betreffend die Überwachung und Messung der
        Luftqualität;
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b)  weitere Herabsetzung der Grenzwerte
     Diese sollen auf einer Bewertung des Potentials der herkömmlichen
    Motor- und NachVerbrennungstechnologie, der möglichen Verbesserungen
     des Prüfverfahrens, z.B. Prüfzyklus, Kaltstart. Dauerhaltbarkeit,
     Verdunstungsemissionen sowie des Potentials neuer
     Antriebstechnologien, z.B. durch Elektromotoren, beruhen;
c)   ergänzende technische Maßnahmen im Rahmen von EinzelrichtIinien
        Verbesserungen der Kraftstoffquälität und Vorschriften über
        alternative Kraftstoffe, soweit sie Fahrzeugemissionen betreffen,
        sowie Verschärfung der Vorschriften für Inspektions- und
        Wartungsprogramme;
d)   eine kohärente Strategie für sonstige ergänzende Maßnahmen im
     Zusammenhang mit Luftqualitätszielen
        Einsatz von steuerlichen Förderungsmaßnahmen, Verkehrssteuerung
        und Verbesserung der städtischen öffentlichen Verkehrsmittel.
Der Vorschlag der Kommission wird zugleich die technologischen
Möglichkeiten, die zur Erreichung des gesteckten Ziels verfügbar oder zu
erwarten sind, sowie die Kosten-/Nutzenanalysen dieser Technologien
berücksichtigen.
Für Kleinkrafträder konnte die Kommission dagegen in Übereinstimmung mit
den Regierungssachverständigen und den interessierten
 Industrieunternehmen bereits die Grenzwerte dieser zweiten Stufe
vorschlagen.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Herabsetzung des Geräuschpegels
der betreffenden Fahrzeuge (Kapitel 9) sollen Je nach Klasse dieser
Fahrzeuge Grenzwerte in Dezibel A [dB(A)] festgelegt werden.
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Entsprechend dem von der Kommission auf dem Gebiet des Umweltschutzes
gewählten Ansatz wird vorgeschlagen, wie bei dem obigen Verfahren für
Schadstoffemissionen stufenweise vorzugehen. Es wird darauf hingewiesen,
daß für Krafträder zur Zeit eine Richtlinien) in Kraft ist, die 1978
erlassen und zuletzt 1989 geändert wurde. Die einzuhaltenden Grenzwerte
für den Geräuschpegel haben Jedoch in Verbindung mit der Tatsache, daß
diese Richtlinie optioneil ist, fast alle Mitgliedstaaten dazu
veranlaßt, ihre weniger strengen einzelstaatIichen Rechtvorschriften
beizubehalten. Insbesondere die Einhaltung der Grenzwerte, die durch
diese Richtlinie mit Wirkung vom Oktober 1993 für Krafträder mit einem
Hubraum bis zu 80 cm3 und über 175 cm3 (Jeweils 75 und 80 dB(A)) und mit
Wirkung von Januar 1995 für Krafträder mit einem Hubraum zwischen 80 und
175 cm3 (77 dB(A)) festgelegt wurden, hat sich als so schwierig
erwiesen, daß von 74 % der Krafträder diese Grenzwerte ohne die
Einführung neuer Technologien nicht eingehalten werden könnten.
In Anbetracht der Tatsache, daß es sich bei den meisten der etwa 50
Unternehmen in der Gemeinschaft um kleinere und mittlere Betriebe
handelt, und die verbindliche Einhaltung der Grenzwerte der derzeitigen
Richtlinie zu den angegebenen Terminen deren Überleben in Frage stellen
würde, hat die Kommission in dieser neuen verbindlichen
Harmonisierungsrichtlinie und als erste Stufe vorgeschlagen, daß für das
 Inkrafttreten dieser Grenzwerte der 1. Januar 1997 festgelegt wird.
Die künftige Strategie wird unter anderem auf folgenden Elementen
beruhen:
a)   Zulässiger Geräuschpegel
        Notwendigkeit der Einhaltung der Gemeinschaftskriterien über den
        Geräuschpegel und Durchführung von einheitlichen
        Gemeinschaftsmaßnahmen betreffend die Überwachung und Messung des
        Geräuschpegels;
(1) Richtlinie 78/1015/EWG ABI. Nr. L 349 vom 13.12.1978, S. 21.
(2) Richtlinie 89/235/EWG ABI. Nr. L 98 vom 11.4.1989, S. 1.
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b) Weitere Herabsetzung der Grenzwerte
    Diese sollen auf einer Bewertung des Potentials der herkömmlichen
    Technologie des Motors und der anderen mechanischen Teile des
    Fahrzeugs, dem Potential der neuen Technologien zur Herabsetzung des
    Geräuschpegels, möglicher Verbesserungen des Prüfverfahrens -
    insbesondere hinsichtlich bestimmter Fahrzeugklassen - und auf eine
    Bewertung der Berücksichtigung des AbrolIgeräuschs der Reifen auf
    dem Fahrbahnbelag beruhen, ohne Jedoch die Sicherheitsanforderungen
    außer acht zu lassen;
c)  eine kohärente Strategie für andere ergänzende Maßnahmen im
    Zusammenhang mit den Umweltschutzzielen gegen die Lärmbelastung.
    Einsatz von steuerlichen Förderungsmaßnahmen, Verkehrssteuerung und
    Verbesserung der städtischen öffentlichen Verkehrsmittel.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe der Benutzer an
Kleinkrafträdern und Krafträdern, zur Erhöhung der Leistung (Kapitel 7)
entsprechen den in allen Mitgliedstaaten als immer notwendiger
erachteten Anforderungen, da diese die Sicherheit des Straßenverkehrs
gefährdenden Praktiken zunehmend verbreitet sind.
Was die Kleinkrafträder angeht, so muß der Manipulation der Motoren
dieser Fahrzeuge durch Junge Benutzer Einhalt geboten werden. Durch
diese Eingriffe soll die Leistung auf ein so hohes Niveau gesteigert
werden, daß sie - in einigen Fällen - in keinem Verhältnis mehr steht
insbesondere zu dem Bremsystem dieser Fahrzeuge, ihrer Bereifung und
ihren Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen.
Für Krafträder war im Rat anläßlich der Verabschiedung der Richtlinie
92/61/EWG eingeräumt worden, daß angemessene Maßnahmen gegen unbefugte
Eingriffe unerläßlich seien und als Ergänzung zu der Begrenzung der
Leistung von Krafträdern auf 74 kW angesehen werden könnten.
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Bei der Ausarbeitung der vorgeschlagenen Maßnahmen hat sich die
Kommission auf die Stellungnahme der Arbeitsgruppe "Kraftfahrzeuge"
gestutzt, die ihr gewöhnlich bei allen Arbeiten betreffend die
technische Harmonisierung zur Seite steht, und die sich aus
Regierungssachverständigen und Sachverständigen der Fachkreise der
Mitgliedstaaten zusammensetzt.
Sie mußte Jedoch in einigen Fällen weiter gehen, als einige der
abgegebenen Stellungnahmen. Das trifft insbesondere bei der
Stellungnahme der Vertreter der Industrie und der Benutzer sowie einiger
Regierungssachverständiger über die Maßnahmen betreffend den zulässigen
Geräuschpegel zu, da ein Schutz der Umwelt gegen diese Belastung nicht
nur zwingend geboten, sondern auch durch die derzeitigen und künftigen
Anstrengungen der Industrie bei der Entwicklung von Technologien zur
Einhaltung der vorgeschlagenen Anforderungen innerhalb der vorgesehenen
Fristen erreichbar ist.
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                       VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE
                 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
                 ÜBER BESTIMMTE BAUTEILE UND MERKMALE VON
              ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
insbesondere auf Artikel 100 a,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschussesd),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Es müssen Maßnahmen zur Errichtung des Binnenmarkts, der einen Raum ohne
Binnengrenzen umfaßt, in dem der freie Waren-, Personen-,
Dienst leistungs- und Kapital verkehr gewährleistet ist, getroffen werden.
In Jedem Mitgliedstaat müssen zweirädrige und dreirädrige Kraftfahrzeuge
hinsichtlich der Bauteile und Merkmale, die Gegenstand dieser Richtlinie
sind, bestimmten technischen Anforderungen entsprechen, die in
zwingenden Vorschriften festgelegt sind, welche von einem Mitgliedstaat
zum anderen verschieden sind, und die aufgrund ihrer Unterschiede den
freien Warenverkehr innerhalb der Gemeinschaft behindern. Diese
Hemmnisse für die Errichtung und das Funktionieren des Binnenmarktes
lassen sich beseitigen, wenn alle Mitgliedstaaten anstelle ihrer
nationalen Rechtsvorschriften gleiche Vorschriften erlassen.
(1) AB I. Nr. C ...
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Die Einführung einheitlicher Vorschriften für diese Bauteile und
Merkmale zweirädriger und dreirädriger Kraftfahrzeuge ist notwendig,
damit auf alle diese Fahrzeugtypen die Betriebserlaubnis- und
Bauartgenehmigungsverfahren der Richtlinie 92/61/EWG des Rates(2)
angewandt werden können.
Um den Zugang zu den Märkten der Länder, die nicht Mitglied der
Gemeinschaft sind, zu erleichtern, erscheint es notwendig, die
Gleichwertigkeit zwischen den Vorschriften der Kapitel 1 (Luftreifen),
2 (Beleuchtungseinrichtungen) und 11 (Sicherheitsgurte) des Anhangs
dieser Richtlinie mit den entsprechenden Regelungen Nr. 75, 37, 50, 56,
57, 72, 82 und 16 der ECE/UNO herzustellen.
Zum Schutz der Umwelt, d.h. zur Bekämpfung der Luftverunreinigung und
der Lärmbelastung ist eine stetige Verbesserung der Umwelt anzustreben.
Zu diesem Zweck müssen die Grenzwerte der Schadstoffe und des
Lärmpegels, die so bald wie möglich in Kraft treten sollen, noch weiter
herabgesetzt werden. Diese weitere Herabsetzung kann nur auf der
Grundlage noch einzuleitender oder fortzuführender Untersuchungen und
Forschungsarbeiten über die bestehenden und zu erwartenden
technologischen Möglichkeiten und deren Kosten-Nutzenanalyse beschlossen
werden, damit Fahrzeuge, die in der Lage sind, diese strengeren
Grenzwerte einzuhalten, serienmäßig hergestellt werden können. Diese
weitere Herabsetzung muß vom Europäischen Parlament und vom Rat
mindestens drei Jahre vor ihrem Inkrafttreten beschlossen werden, um es
der Industrie zu ermöglichen, die erforderlichen Vorkehrungen zu
treffen, damit ihre Erzeugnisse zum vorgesehenen Zeitpunkt die neuen
Gemeinschaftsmaßnahmen erfüllen können. Das Europäische Parlament und
der Rat werden ihre Entscheidung auf der Grundlage von Vorschlägen
treffen, die Ihnen die Kommission zu gegebener Zeit vorzulegen hat.
Den Mitgliedstaaten sollte gestattet werden, das Inverkehrbringen von
Fahrzeugen, die die auf Gemeinschaftsebene erlassenen Vorschriften über
Maßnahmen gegen Schadstoff- und Lärmemissionen vorzeitig erfüllen, durch
steuerliche Anreize zu fördern.
(2) ABI. Nr. L 225 vom 10.8.1992, S. 72.
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Für die Verfahren zur Messung der Störfestigkeit von Fahrzeugen und
selbständigen technischen Einheiten gegen elektromagnetische Strahlung,
mit denen die Einhaltung der Bestimmungen über die elektromagnetische
Verträglichkeit Überprüft werden kann (Kapitel 8) sind komplizierte und
kostspielige Anlagen erforderlich. Um den Mitgliedstaaten die Errichtung
dieser Anlagen zu ermöglichen, sollte vorgesehen werden, die Anwendung
dieser Meßverfahren um drei Jahre ab dem Datum des Inkrafttretens dieser
Richtlinie zu verschieben.
Angesichts der Dimensionen und Auswirkungen der in dem betreffenden
Sektor vorgeschlagenen Aktion sind die in dieser Richtlinie vorgesehenen
Gemeinschaftsmaßnahmen nicht nur notwendig, sondern unerläßlich, um das
gesteckte Ziel, die EG-Betriebserlaubnis für den Jeweiligen Fahrzeugtyp,
zu erreichen.  Die Mitgliedstaaten können diese Maßnahmen unabhängig
voneinander nicht hinreichend durchführen.
Aufgrund des technischen Fortschritts ist eine rasche Anpassung der im
Anhang zu dieser Richtlinie aufgeführten technischen Vorschriften
erforderlich. Mit Ausnahme der Grenzwerte der Schadstoffe und des
Geräuschpegels ist es zweckmäßig, diese Aufgabe im Interesse der
Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens der Kommission zu
übertragen. In allen Fällen, in denen das Europäische Parlament und der
Rat der Kommission Zuständigkeiten fUr die Durchführung von Regeln im
Bereich von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen übertragen,
sollte ein vorheriges Konsultationsverfahren zwischen der Kommission und
den Mitgliedstaaten in einem Beratenden Ausschuß vorgesehen werden -
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HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                Artikel 1
Diese Richtlinie und ihr Anhang gelten für
    die Luftreifen,
    die Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen,
    die vorstehenden Außenkanten,
    die Rückspiegel,
    die Maßnahmen gegen die Luftverunreinigung,
    die Kraftstoffbehälter,
    die Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe,
    die elektromagnetische Verträglichkeit,
    den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffan läge,
    die Anhängevorrichtungen für Anhänger und die Befestigungen fUr
    Beiwagen,
    die Verankerungen der Sicherheitsgurte und die Sicherheitsgurte,
    die Verglasung, die Scheibenwischer und die Scheibenwäscher und die
    Entfrostungs- und Trocknungsanlagen
aller in Artikel 1 der Richtlinie 91/61/EWG festgelegten Fahrzeugtypen.
                                Artikel 2
1.  Die Verfahren für die Erteilung der Betriebserlaubnis in bezug auf
    die Luftreifen, die Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen, die
    Rückspiegel, die Kraftstoffbehälter, die Auspuffan lagen, die
    Sicherheitsgurte und die Verglasung eines zweirädrigen oder
    dreirädrigen Fahrzeugtyps sowie der Bauartgenehmigung des Typs eines
    Luftreifens, einer Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtung, eines
    Rückspiegels, eines Kraftstoffbehälters, einer Auspuffanlage, eines
    Sicherheitsgurts und der Verglasung als Bauteile, und die
    Bedingungen für das freie Inverkehrbringen dieser Fahrzeuge sind in
    den Kapiteln II bzw. Ill der Richtlinie 92/61/EWG.
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2. Das Verfahren zur Erteilung der Betriebserlaubnis in bezug auf die
   vorstehenden Außenkanten, die Maßnahmen gegen die
   Luftverunreinigung, die Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe, die
   elektromagnetische Verträglichkeit, den zulässigen Geräuschpegel,
   die Anhängevorrichtungen für Anhänger und die Befestigungen für
   Beiwagen, die Verankerungen der Sicherheitsgurte, die
   Scheibenwischer und Scheibenwäscher und die Entfrostungs- und
   Trocknungsanlagen eines zweirädrigen oder dreirädrigen Fahrzeugtyps
   sowie die Bedingungen für den freien Warenverkehr dieser Fahrzeuge
   sind in den Kapiteln II bzw. Ill der Richtlinie 91/61/EWG
   festgelegt.
                               Artikel 3
1. Entsprechend den Bestimmungen von Artikel 11 der Richtlinie
   92/61/EWG wird die Gleichwertigkeit zwischen den  Vorschriften von
   Kapitel 1 (Luftreifen), 2 (Beleuchtungs- und Lichtsignal-
   einrichtungen) und 11 (Sicherheitsgurte) dieser Richtlinie mit den
   Vorschriften der Regelungen der ECE/UNO Nr.
   75 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 74) für Luftreifen,
   37 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 36/Rev. 2/Suppl. 9 ) ,
   50 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 49/Amend. 1/Corr. 2 ) ,
   56 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 55/Rev. 1/Corr. 2 ) ,
   57 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 56/Amend. 2/Suppl. 1 ) ,
   72 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 71/Amend. 1/Suppl. 1 ) ,
   82 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 81) für Beleuchtungs- und
   Lichtsignaleinrichtungen, und
   16 (dokument E/ECE/TRANS/505/Rev. 1/Add. 15/Rev. 3/Amend. 1/
   Suppl. 4) fUr Sicherheitsgurte
   anerkannt.
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2. Die Behörden der Mitgliedstaaten, die die Bauartgenehmigung
   erteilen, erkennen die gemäß den Vorschriften der obigen Regelungen
   erteilten Bauartgenehmigungen und die Bauartgenehmigungszeichen
   anstelle der entsprechenden Bauartgenehmigungen und
   Bauartgenehmigungszeichen, die gemäß den Vorschriften dieser
   Richtlinie erteilt wurden, an.
                                AftlKftl 4
1. Das Europäische Parlament und der Rat befinden gemäß den
   Vertragsbestimmungen vor dem 1. Januar 1997 über einen Vorschlag,
   den ihnen die Kommission vorlegt und In dem eine spätere Stufe über
   Maßnahmen zur weiteren Verschärfung der Grenzwerte der Schadstoffe
   und des Geräuschpegels der betreffenden Fahrzeuge, die in Kapitel 5,
   Anhang II, Tabelle I und II bzw. in Kapitel 9, Anhang 1 festgelegt
   ist.
2. Bei der Entscheidung des Europäisches Parlaments und des Rates nach
   Absatz 1, die vom Jahr 2001 an Anwendung findet, wird der
   Notwendigkeit Rechnung getragen, in diese Maßnahmen andere Elemente
   einzubeziehen, als lediglich strengere Grenzwerte. Es wird eine
   Kosten-/Nutzenanalyse der Anwendung dieser Maßnahmen durchgeführt,
   und diese Maßnahmen sollen in einem vernünftigen Verhältnis zu den
   angestrebten Zielen stehen.
                                ArttKel S
1. Die Mitgliedstaaten dürfen steuerliche Anreize nur für
   Kraftfahrzeuge vorsehen, die den Maßnahmen gegen die
   Luftverunreinigung und die Lärmbelastung, die in dieser Richtlinie
    in Kapitel 5, Anhang I, Nr. 2.2.1.1.3 und Anhang II, Tabellen I und
    II und In Kapitel 9, Anhang I festgelegt sind, entsprechen.
2. Diese Anreize müssen mit den Bestimmungen des Vertrags
   übereinstimmen und außerdem nachstehende Bedingungen erfüllen:
   -   Sie müssen für alle Neufahrzeuge gelten, die in einem
       Mitgliedstaat auf den Markt gebracht werden und im voraus die
       Maßnahmen dieser Richtlinie gemäß Absatz 1 erfüllen-,
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    -  sie werden mit Inkrafttreten der Maßnahmen gemäß Absatz 1
       aufgehoben;
    -  sie müssen bei den einzelnen Kraftfahrzeugtypen wesentlich unter
       den Mehrkosten der zum Zweck der Einhaltung der festgelegten
       Werte eingeführten technischen Lösungen einschließlich der Kosten
       für ihre Anbringung am Fahrzeug liegen.
3.  Die Kommission ist rechtzeitig über alle Vorhaben zu unterrichten,
    die auf die Einführung oder die Änderung «teuer I icher Anreize im
    Sinne von Absatz 1 abzielen. Die Kommission muß vor der Durchführung
    dieser Anreize ihre Zustimmung erteilen und dabei insbesondere die
    Auswirkungen dieser Anreize auf den Binnenmarkt berückscihtigen.
                                Artikel 6
Änderungen, die zur Anpassung des Anhangs an den technischen Fortschritt
erforderlich sind - mit Ausnahme der Jeweils In Kapitel 5, Anhang 1,
Nummer 2.2.1.1.3 und Anhang II, Tabellen I und II und in Kapitel 9,
Anhang I aufgeführten Grenzwerte betreffend die Luftverunreinigung und
die Lärmbelastung - werden nach dem nachstehenden Verfahren erlassen.
Wird auf das Verfahren dieses Artikels Bezug genommen, unterbreitet der
Vertreter der Kommission dem in Artikel 13 der Richtlinie 70/156/EWGO),
zuletzt geändert durch die RiehtIinie 92/53/EWG(2) eingesetzten Ausschuß
einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt -
gegebenenfalls nach Abstimmung - seine Stellungnahme zu diesem Entwurf
innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der
Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann.
Die Stellungnahme wird in das Protokoll des Ausschusses aufgenommen;
darüber hinaus hat Jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlangen, daß sein
Standpunkt im Protokoll festgehalten wird.
Die Kommission berücksichtigt soweit wie möglich die Stellungnahme des
Ausschusses.  Sie unterrichtet den Ausschuß darüber, inwieweit sie seine
Stellungnahme berücksichtigt hat.
(1) ABI. Nr. L 42 vom 23.2.1970, S. 1.
(2) ABI. Nr. L 225 vom 10.8.1992, S. 1.
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                                Artikel 7
1.  Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts- und Verwaltungsvorschriften,
    die erforderlich sind, um dieser Richtlinie nachzukommen, spätestens
    am 1.6.1996 in Kraft. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon
    in Kenntnis.
    Von diesem Datum an dürfen die Mitgliedstaaten die Erstzuiassung von
    Kraftfahrzeugen, die die Vorschriften dieser Richtlinie oder
    bestimmter Kapitel dieser Richtlinie erfüllen, nicht mehr verbieten.
    Sie wenden diese Rechtsvorschriften ab 1.1.1997 an.
    Die Anwendung bestimmter Vorschriften der Kapitel 5, 8 und 9 wird
    Jedoch entsprechend den spezifischen Angaben in diesen Kapiteln
    verschoben.
2.  Wenn die Mitgliedstaaten diese Vorschriften erlassen, nehmen sie in
    diesen Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der
    amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die
    Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten dieser Bezugnahme.
                                Artikel 8
Mit dem Inkrafttreten dieser Richtlinie werden die Richtlinien
78/1015/EWG über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffanlage von
Krafträdernd), zuletzt geändert durch die Richtlinie 89/235/EWGC2) und
80/780/EWG über die Rückspiegel von Zweiradmotorfahrzeugen mit oder ohne
Beiwagen und ihren Anbau an diese Fahrzeuge(3), zuletzt geändert durch
die Richtlinie 80/1272/EWG(4), aufgehoben.
(1) ABI. Nr. L 349 vom 13.12.1978, S. 21.
(2) ABI. Nr. L 98 vom 11.4.1989, S. 1.
(3) ABI. Nr. L 229 vom 30.8.1980, S. 49
(4) ABI. Nr. L 375 vom 31.12.1980, S. 73.
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                                Artikel 9
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
                           Geschehen zu BrüsseI, am
Im Nahmen des Europäischen Parlaments,            Im Namen des Rates,
       der Präsident                                der Präsident
 ---pagebreak---                               - 17 -
                           A N H A N G
                        Inhalt des Anhangs
Kapitel 1:  Luftreifen von zweirädrigen oder dreirädrigen
            Kraftfahrzeugen
Kapitel 2:  Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen für
            zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge
Kapitel 3:  Vorstehende Außenkanten bei zweirädrigen oder
            dreirädrigen Kraftfahrzeugen
Kapitel 4:  Rückspiegel von zweirädrigen oder dreirädrigen
            Kraftfahrzeugen
Kapitel 5:  Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft, die durch
            zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge verursacht
            wird
Kapitel 6:  Kraftstoffbehälter von zweirädrigen oder dreirädrigen
            Kraftfahrzeugen
Kapitel 7:  Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe an Kleinkrafträdern
            und Krafträdern
Kapitel 8:  Elektromagnetische Verträglichkeit von zweirädrigen oder
            dreirädrigen Kraftfahrzeugen
Kapitel 9:  Zulässiger Geräuschpegel und Auspuffanlage von
            zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen
Kapitel 10: Anhängevorrichtungen für Anhänger von zweirädrigen und
            dreirädrigen Kraftfahrzeugen und Befestigungen für
            Beiwagen an Krafträdern
Kapitel 11: Verankerungen der Sicherheitsgurte und Sicherheitsgurte
            von zweirädrigen Kleinkrafträdern, Dreirad- und
            Vierradfahrzeugen mit Aufbau
Kapitel 12: Verglasung, Scheibenwischer und Scheibenwäscher und
            Entfrostungs- und Trocknungsanlagen von dreirädrigen
            Kleinkrafträdern sowie drei- und vierrädrigen
            Krafträdern mit Aufbau
 ---pagebreak---                       -At.
                     KAPITEL 1
                     LUFTREIFEN
VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
                SOWIE DEREN MONTAGE
 ---pagebreak---                                   - ^ -
                         VERZEICHNIS DER ANHÄNGE
ANHANG I    - Bedingungen für die Bauartgenehmigung und Kennzeichnung der
              Luftreifen
ANHANG II   - Begriffsbestimmungen, Aufschriften und Vorschriften
ANHANG IM   - Muster der Aufschriften auf Luftreifen
ANHANG IV   - Verzeichnis der Tragfähigkeitskennzahlen (IC) und der
              dazugehörigen zulässigen Höchstbelastungen (kg)
ANHANG V    - Abmessungen bestimmter Reifentypen
ANHANG VI   - Verfahren zur Bestimmung der Hauptabmessungen von Luftreifen
ANHANG VII  - Verfahren für die BeIastungs-/Geschwindigkeits-DauerPrüfungen
ANHANG VIII - Änderung der Tragfähigkeit in Abhängigkeit der
              Geschwindigkeit
ANHANG IX   - Prüfverfahren zur Bestimmung der dynamischen Ausdehnung von
              Luftreifen
ANHANG X    A -  Beschreibungsbogen bezüglich eines Luftreifentyps für
                 zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge
            B -  Bauartgenehmigungsbogen eines Luftreifentyps für
                 zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge
ANHANG XI   - Vorschriften für die Montage der Reifen an die Fahrzeuge
ANHANG XII  A -  Beschreibungsbogen bezüglich der Bereifung eines
                 zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps
            B -  Bauartgenehmigungsbogen bezüglich der Bereifung eines
                 zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps
 ---pagebreak---                                    ANHANG I
    BEDINGUNGEN FÜR DIE BAUARTGENEHMIGUNG UND KENNZEICHNUNG DER LUFTREIFEN
1.            ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
1.1           In dem Antrag auf Bauartgenehmigung für einen Luftreifentyp muß
              der Luftreifentyp angegeben werden, der mit dem Bauart-
              genehmigungszeichen versehen werden soll.
1.2           FUr Jeden Reifentyp sind darüber hinaus folgende Angaben zu
              machen :
1.2.1         die Größenbezeichnung des Luftreifens gemäß 1.16 von Anhang II;
1.2.2         die Fabrik- oder Handelsmarke,
1.2.3         die Verwendungskategorie (normal, spezial oder M+S),
1.2.4         die Bauart,
1.2.5         die Geschwindigkeitsklasse,
1.2.6         die Tragfähigkeitskennzahl des Reifens,
1.2.7         ob der Reifen f+r die Verwendung mit oder ohne Schlauch bestimmt
               ist,
1.2.8         ob der Reifen "normal" oder "verstärkt" ist,
1.2.9         die Lagenzahl ("Ply-rating") für besondere Krafträder,
1.2.10        die Hauptabmessungen: Gesamtbreite und Gesamtdurchmesser»
1.2.11        die für die Reifenmontage in Betracht kommenden Felgen,
1.2.12        die Meß- und Prüffeige,
1.2.13        der Meß- und Prüfdruck
1.2.14        der Faktor "X" gemäß 1.19 des Anhangs II,
1.3           Dem Antrag auf Bauartgenehmigung sind darüber hinaus Zeichnungen
              oder Photographien (in dreifacher 'Ausfertigung) der Seitenwände
              und der Lauffläche des Reifens sowie eine mit Maßangaben
              versehene Zeichnung des Reifenquerschnitts und/oder zwei Muster
              für Jeden zu genehmigenden Luftreifentyp beizufügen. (Die
              Photographien oder Zeichnungen müssen die für das Bauart-
              genehmigungszeichen vorgesehene Stelle zeigen)
 ---pagebreak---                        -*4-
AUFSCHRIFTEN
Die Muster des zur Erlangung der Bauartgenehmigung vorgelegten
Luftreifentyps müssen gut lesbar und unauslöschbar mit der
Fabrik- oder Handelsmarke des Antragstellers versehen sein und
genügend Platz für das Bauartgenehmigungszeichen bieten.
BAUARTGENEHMIGUNGSZEICHEN
Jeder Reifen, der einem in Anwendung dieser Richtlinie
genehmigten Typ entspricht, muß das im Anhang V der Richtlinie
92/61 /EWG vom 30. Juni 1992 über die Betriebserlaubnis für
zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge beschriebene
Bauartgenehmigungszeichen tragen.
Der Wert "a", der den Abmessungen des Rechtecks und der
Buchstaben, aus denen sich das Zeichen zusammensetzt,
zugrundeIiegt, muß > 2 mm betragen.
 ---pagebreak---                                       -ZI -
                                    ANHANG I I
      BEGRIFFSBESTIMMUNGEN, AUFSCHRIFTEN UND VORSCHRIFTEN
1.    BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
       Im Sinne dieses Kapitels bedeutet:
1.1.   "Relfentyp"
        R e i f e n , d i e untereinander keine w e s e n t l i c h e n Unterschiede
       insbesondere in folgenden Punkten aufweisen:
1.1.1  Fabrik- oder Handelsmarke,
1.1.2 Größenbezeichnung des Reifens,
1.1.3 Verwendungsart (normal: normaler Straßenreifen; spezial: Reifen
       für besondere Verwendung, wie z.B. auf der Straße und im
      Gelände; M+S-Reifen, Kleinkraftrad),
1.1.4 Bauart (Di agonal reifen, Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse
       ("bias-belted"), Radialreifen),
1.1.5 Geschwindigkeitsklasse,
1.1.6 Tragfähigkeitskennzahl,
1.1.7  Reifenquerschnitt;
1.2    "Reifenbauart"
       die technischen Merkmale der Karkasse eines Reifens. Es werden
       insbesondere folgende Bauarten unterschieden:
1.2.1  "Diagonal reifen"
       Reifen, dessen Kord lagen sich von Wulst zu Wulst erstrecken und
       abwechselnd in Winkeln von wesentlich weniger als 90* zur
      Mittellinie der Lauffläche angeordnet sind,
1.2.2  "Gürte Ire ifen mit Diagonalkarkasse" ("bias-belted")
       Reifen in Diagonalbauart, bei dem die Karkasse von einem Gürtel
       umschlossen ist, der aus zwei oder mehreren Lagen von im
       wesentlichen undehnbarem Kord besteht, die abwechselnd in
      Winkeln ähnlich denen der Karkasse angeordnet sind,
1.2.3  "Radialreifen"
       Reifen, dessen Kordlagen sich im wesentlichen im Winkel von 90*
       zur Mittellinie der Lauffläche von Wulst zu Wulst erstrecken und
       dessen Karkasse durch einen umlaufenden, im wesentlichen
       undehnbaren Gürtel verstärkt ist;
1.2.4  "Verstärkter Reifen"
       Reifen, dessen Karkasse widerstandsfähiger ist als die eines
       entsprechenden NormaIreifens ;
 ---pagebreak---                                      -n -
1.3          "Wulst-
             Teil des Reifens, dessen Form und Struktur so beschaffen sind,
             daß er sich der Felge anpaßt und den Reifen auf ihr hält;*1)
1.4          "Kord-
             Stränge (Fäden), die die Gewebe lagen des Reifens bilden;*1)
1.5          "Gewebe läge"
             Schicht aus gummierten, parallel verlaufenden Korden;*1)
1.6          "Karkasse"
             Teil des Reifens, der, abgesehen von der Lauffläche und den
             Seitengummis, im aufgepumpten Zustand die Last aufnimmt;*1)
1.7          "Lauffläche"
             Teil des Reifens, der mit der Fahrbahn in Berührung kommt, die
             Karkasse gegen mechanische Beschädigungen schützt und zur
             Sicherung der Bodenhaftung beiträgt;*1)
1.8          "Seitenwand-
             Teil des Reifens zwischen der Lauffläche und dem Bereich, der
             vom Felgenhorn abgedeckt wird;*1)
1.9          "Rillen der Lauffläche"
             Zwischenräume zwischen zwei nebeneinander I legenden Profilstollen
             oder -riIlen;*1)
1.10         "Hauptrillen"
             breite Rillen im mittleren Bereich der Lauffläche;
1.11         "Reifenbreite (S)"
             linearer Abstand (in mm) zwischen den Außenflächen der
             Seitenwände eines aufgepumpten Reifens ohne eventuelle
             Verdickungen durch Aufschriften, Verzierungen, Scheuerleisten
             oder Scheuerrippen;*1)
1.12         "Gesamtreifenbreite"
              linearer Abstand (in mm) zwischen den Außenflächen der
             Seitenwände eines aufgepumpten Reifens, einschließlich
             Aufschriften, Verzierungen, Scheuerleisten oder
             Scheuerrippen*1); falls bei Reifen die Lauffläche breiter als
             die Reifenbreite ist, entspricht die Gesamtreifenbreite der
             Laufflächenbreite;
1.13         "QuersehnIttshöhe (H)"
             Hälfte der Differenz zwischen dem Außendurchmesser des Reifens
             und dem Nenndurchmesser der Felge (in mm);
1.14         "Querschnittsverhältnis (Ra)"
             das 100fache der Zahl, die sich aus der Division der
             Quer sehn it tshöhe (H) durch die Nennbreite des Reifens (S-j)
             ergibt, wobei beide Größen in derselben Maßeinheit auszudrücken
             sind;
(1)  Siehe Abbildung in der Anlage.
 ---pagebreak---                                      -lh  -
1.15          -Außendurchmesser (D)"
              Gesamtdurchmesser (in mm) eines aufgepumpten neuen Reifens;*1)
1.16          -Bezeichnung der Reifengröße"
              Bezeichnung, aus der folgende Kennwerte ersichtlich sind:
1.16.1        Nennbreite (S-j) (in mm); dieser Wert wird mit Ausnahme
              bestimmter Reifentypen, deren Größenbezeichnung in der ersten
              Spalte der Tabellen in Anhang V aufgeführt ist, in mm angegeben
1.16.2        Querschnittsverhältnis (Ra); mit Ausnahme bestimmter
              Reifentypen, deren Größenbezeichnung in der ersten Spalte der
              Tabellen in Anhang V aufgeführt ist,
1.16.3        eine Kennzahl (d), die den Nenndurchmesser der Felge angibt und
              entweder in Zoll (Zahlen unter 100) oder in mm (Zahlen über 100)
              ausgedruckt wird.
1.16.3.1      Nachstehend sind die Werte für die Kennzahl (d) in mm angegeben:
              Kennzahl "d", durch 1 oder 2
              Ziffern entsprechend dem Felgen-       Wert "d" in mm
              nenndurchmesser dargestellt
                              4                              102
                              5                              127
                              6                              152
                              7                              178
                              8                              203
                              9                              229
                             10                              254
                             11                              279
                             12                              305
                             13                              330
                             14                              356
                             15                              381
                             16                              406
                             17                              432
                             18                              457
                             19                              483
                            20                               508
                             21                              533
                             22                              559
                             23                              584
1.17          "Nenndurchmesser der Felge"
              Durchmesser (in mm) der für die Montage eines Reifens bestimmten
              Felge;*1)
1.18          "Felge-
              Bauteil (eines Rades), auf dem die Wulste eines Reifens mit
              Luftschlauch oder eines schlauchlosen Reifens aufsitzen;*1)
1.19          "Theoretische Felge"
              Fiktive Felge, deren Maulweite dem x-fachen der Reifen-
              nennbreite entspricht. Der Wert x ist vom Reifenhersteller
              anzugeben;
(1)   Siehe Abbildung in der Anlage.
 ---pagebreak---                                 - -er.
1.20   -Meßfelge-
       Felge, auf die ein Reifen zur Ermittlung der Abmessungen zu
       montieren ist;
1.21   "Prüffelge-
       Felge, auf die ein Reifen zur Prüfung zu montieren ist;
1.22   "Prof IIStollenausbrüche•
       Ausbrechen von Gummi stucken aus der Lauffläche;
1.23   "Kordablösung"
       Loslösung der Fäden aus der sie umgebenden Gummierung;
1.24   "Lagentrennung"
       Abtrennung benachbarter Gewebe lagen;
1.25   "Laufflächenablösung"
       Ablösung der Lauffläche von der Karkasse;
1.26   "Tragfähigkeltszkennzahl"
       Zahl, die die maximale Tragfähigkeit eines Reifens bei der
       seiner Geschwindigkeitsklasse zugeordneten Geschwindigkeit unter
       den vom Hersteller festgelegten Einsatzbedingungen angibt. Ein
       Verzeichnis dieser Kennzahlen mit den dazugehörigen
       Höchstbelastungen ist in Anhang IV enthalten;
1.27   "Tabelle der Veränderung der Reifentragfähigkeit bei
       unterseh IedIichen Geschwind igke i ten"
       Tabelle aus Anhang VIII, die, bezogen auf die
       Tragfähigkeitskennzahlen und die Kennbuchstaben für die
       Nenngeschwindigkeit, die Veränderung der Tragfähigkeit eines
       Reifens angibt, wenn er mit anderen als den seiner
       Geschwindigkeitsklasse zugeordneten Geschwindigkeiten gefahren
       wird;
1.28   "Geschw i nd i gke itsklassen"
1.28.1 Durch einen Kennbuchstaben ausgedrückte Geschwindigkeiten, bei
       denen der Reifen die seiner Tragfähigkeitskennzahl
       entsprechenden Belastungen aushalten kann;
1.28.2 Die Geschwindigkeitsklassen sind in nachstehender Tabelle
       aufgeführt:
 ---pagebreak---                                 -M   -
           Kennbuchstabe für die         zugeordnete Geschwindigkeit
           Geschw i nd i gke i tskIasse                (km/h)
                B                                        50
                F                                        80
                G                                        90
                J                                       100
                K                                       110
                L                                       120
                M                                       130
                N                                       140
                P                                       150
                Q                                       160
                R                                       170
                S                                       180
                T                                       190
                U                                       200
                H                                       210
                V                                       240
1.28.3 Reifen, die für Höchstgeschwindigkeiten von über 240 km/h
       ausgelegt sind, enthalten in der Größenbezeichnung die
       Buchstaben -V" oder "Z M .
1.29   "M+S-Relfen"
       Reifen, dessen LaufflächenprofiI und Aufbau in erster Linie so
       ausgelegt sind, daß sie bei Matsch, Neuschnee und schmelzendem
       Schnee eine bessere Fahr le istung gewährleisten als ein normaler
       Straßenreifen. Das LaufflächenprofiI eines M+S-Reifens besteht
       im allgemeinen aus Rillen und/oder Stollen, die in größerem
       Abstand voneinander angeordnet sind, als dies bei normalen
       Straßenreifen der Fall ist;
1.30   •MST" (Multi-Service Tyre)
       Mehrzweckreifen, der sowohl auf der Straße als auch im Gelände
       verwendet werden kann.
1.31   "Maximale Belastung"
       die größte zulässige Masse, die der Reifen tragen kann, wobei
       folgendes gilt:
1.31.1 Für Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h darf die maximale
       Belastung den In der Tabelle des Anhangs VIII angegebenen
       Prozentsatz des mit der Tragfähigkeitskennziffer des Reifens
       verbundenen Wertes mit Bezug auf den Kennbuchstaben für die
       Geschwindigkeitsklasse und die Geschwindigkeitsie istung des
       Fahrzeugs, an dem der Reifen montiert ist, nicht überschreiten;
1.31.2 bei Reifen, die für eine Geschwindigkeit bis zu 210 km/h
       ausgelegt sind, darf die maximale Belastung den an die
       Tragfähigkeitskennziffer des Reifens gebundenen Wert nicht
       übersteigen;
1.31.3 bei Reifen, die für eine Geschwindigkeit von über 210 km/h,
       Jedoch nicht mehr als 240 km/h ausgelegt sind (Reifen mit dem
       Kennbuchstaben "V" für die Geschwindigkeitsklasse oder Reifen,
       die in der Größenbezeichnung die Kennzeichnung "V" enthalten),
       darf die maximale Belastung den Prozentsatz des mit der
 ---pagebreak---                                  -2) -
         Tragfähigkeitskennziffer des Reifens in nachstehender Tabelle in
         Bezug auf die Geschwindigkeitsie istung des Fahrzeugs, an dem der
         Reifen montiert ist, nicht übersteigen.
           Höchstgeschwindigkeit                           Belastung
                   km/h                                       (X)
                _                                          _____
                215                                         97,5
                220                                         95,0
                225                                         92,5
                230                                         90,0
                235                                         87,5
                240                                         85,0
         Für dazwischenliegende Höchstgeschwindigkeiten darf der Wert der
         maximalen Belastung linear interpoliert werden,
1.31.3.1 bei Reifen, die in der Größenbezeichnung die Kennzeichnung "Z"
         enthalten, gilt die maximale Belastung bis 240 km/h,
1.31.4   bei Reifen, die für eine Geschwindigkeit von über 240 km/h
         ausgelegt sind (Reifen mit dem Buchstaben "V" und Reifen mit dem
         Buchstaben "Z" in der Größenbezeichnung) darf die maximale
         Belastung den vom Reifenhersteller entsprechend der
         Geschwindigkeitsie istung des Fahrzeugs, an dem der Reifen
         montiert ist, angegebenen Wert nicht übersteigen;
1.32     "Reifen für Kleinkrafträder"
         ein Reifen, der für die Ausrüstung von Kleinkrafträdern
         ausgelegt ist,
1.33     "Reifen für Krafträder"
         ein Reifen, der hauptsächlich für die Ausrüstungen von
         Krafträdern ausgelegt ist.
1.34     "Abrollumfang" (C r )
         die vom Radmittelpunkt (der Achse) eines fahrenden Fahrzeugs bei
         einer vollständigen Umdrehung des Reifens zurückgelegte
         theoretische Entfernung, die mit folgender Formel errechnet
         werden kann:
            C r - f x D, wobei
         D der äußere Durchmesser des Reifens ist (gemäß der
         Reifenbezeichnung unter 3.1.2 des Anhangs II
         f - 3,02 bei Reifen mit einer Kennzahl für den Felgendurchmesser
                    von über 13
             3,03 bei Reifen in Radialbauweise mit einer Kennzahl für den
                    Felgendurchmesser von bis zu 12
              2,99 bei Di agonal reifen oder Gürte Ire ifen mit
                    Diagonalkarkasse mit einer Kennzahl für den
                    Felgendurchmesser von bis zu 12.
 ---pagebreak---                                  -i?î-
2.       AUFSCHRIFTEN
2.1      Die Luftreifen müssen, zumindest auf einer Seitenwand, folgende
         Aufschriften tragen:
2.1.1    die Fabrik- oder Handelsmarke,
2.1.2    die Bezeichnung der Reifengröße gemäß Nummer 1.16,
2.1.3    Angaben über die Bauart:
2.1.3.1  bei Di agonal reifen keine Angabe oder den Buchstaben "D",
2.1.3.2  bei Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse den Buchstaben "B" vor der
         Angabe des Felgendurchmessers und eventuell das Wort -BIAS-
         BELTED",
2.1.3.3  bei Radialreifen den Buchstaben "R" vor der Angabe des
         Felgendurchmessers und eventuell das Wort "RADIAL",
2.1.4    die Angabe der Geschwindigkeitsklasse des Reifens durch den in
         1.28.2 festgelegten Kennbuchstaben. Bei Reifen, die für
         Geschwindigkeiten von über 240 km/h ausgelegt sind, wird die
         Geschwindigkeitsklasse durch den vor der Angabe der Bauart
         (siehe 2.1.3) liegenden Buchstaben "V" oder "Z" angegeben;
2.1.5    die Tragfähigkeitskennzahl gemäß 1.26;
2.1.5.1. bei Reifen, die für eine Geschwindigkeit von über 240 km/h
         ausgelegt sind, kann die Tragfähigkeitskennzahl Jedoch
         weggelassen werden;
2.1.6    das Wort "TUBELESS" bei schlauchlosen Reifen;
2.1.7    das Wort "REINFORCED" oder "REINF" bei verstärkten Reifen;
2.1.8    das HerstelI datum in Form einer Gruppe von drei Ziffern, von
         denen die ersten beiden die Woche und die letzte das Jahr der
         Herstellung angeben. Diese Angabe ist nur auf einer Seitenwand
         anzubringen;
2.1.9    das Zeichen "M + S", "M.S" oder -M & S" bei M+S-Reifen ;
2.1.10   das Zeichen -MST- bei Mehrzweckreifen.
2.1.11   die Angabe "KRAFTRAD- bei einem Reifen für Krafträder,
2.2      Anhang III enthält ein Muster der Reifenaufschriften.
2.3      Die Aufschriften nach 2.1 sowie das Bauartgenehmigungszeichen
         müssen erhaben oder vertieft auf dem Reifen angebracht und gut
         lesbar sein.
 ---pagebreak--- 3.      VORSCHRIFTEN FÜR REIFEN
3.1     Hauptabmessungen der Reifen
3.1.1   Reifenbreite
3.1.1.1 Die Reifenbreite wird nach folgender Formel berechnet:
             S - ST + K  (A-AT)
        Hierbei bedeuten:
        S      -  Reifenbreite, gemessen auf der Meßfelge
        S-|    -  Nennreifenbreite gemäß den vorgeschriebenen
                  Angaben auf der Seitenwand des Reifens
        A      -  Maulweite (in mm) der Meßfelge nach Angabe des
                  Herstellers in der Beschreibung
        A-|    -  Maulweite der theoretischen Felge
        A-| ist gleich S-| multipliziert mit dem vom Reifenhersteller
        angegebenen Faktor x angenommen; K ist gleich 0,4 zu setzen.
3.1.1.2 FUr Reifentypen, deren Größenbezeichnung in der ersten Spalte
        der Tabellen in Anhang V aufgeführt ist, wird die entsprechende
        Reifenbreite allerdings ebenfalls in diesen Tabellen angegeben.
3.1.2   Außendurchmesser eines Reifens
3.1.2.1 Der Außendurchmesser eines Reifens wird nach folgender Formel
        berechnet:
                  D - d + 2H
        Hierbei bedeuten:
        D      -  Außendurchmesser
        d      -  Nenndurchmesser der Felge (in mm)
        H      -  Nennquerschnittshöhe des Reifens
                  H - Sn x 0,01 Ra, mit
        S-|    -  Nennbreite des Reifens
        Ra     -  Querschnittsverhältnis
        entsprechend der Aufschrift auf der Reifenseitenwand gemäß 2.3.
3.1.2.2 Für Reifentypen, deren Größenbezeichnungen in der ersten Spalte
        der Tabellen in Anhang V angegeben sind, entspricht Jedoch der
        Außendurchmesser demjenigen, der in diesen Tabellen für die
        betreffenden Reifen angegeben ist.
3.1.3   Verfahren zur Vermessung der Luftreifen
        Die Vermessung der Reifen erfolgt nach dem in Anhang VI
        angegebenen Verfahren.
 ---pagebreak---                                      •>t> -
3.1.4     Vorschriften hinsichtlich der Reifenbreite
3.1.4.1   Die Gesamtbreite des Reifens darf kleiner sein als die
          Reifenbreite, die nach 3.1.1 ermittelt wurde.
3.1.4.2   Sie darf diese Breite bis zu dem in Anhang V angegebenen Wert
          oder - für Reifen, die nicht in Anhang V enthalten sind - um
          folgende Prozentwerte überschreiten:
3.1.4.2.1 Bei Reifen für Kleinkrafträder und Krafträder für den normalen
          Straßengebrauch und M+S-Reifen:
          10% bei einem Felgendurchmesser _ 13 Zoll
           8% bei einem Felgendurchmesser _ 12 Zoll
3.1.4.2.2 Für Reifen, die für den Straßengebrauch nur bedingt geeignet
          sind und die Aufschrift MST tragen: 25%.
3.1.5     Vorschriften hinsichtlich des Außendurchmessers der Reifen
3.1.5.1   Der Außendurchmesser der Reifen darf nicht außerhalb der in
          Anhang V festgelegten Grenzwerte liegen.
3.1.5.2   Für Reifen, die nicht in Anhang V enthalten sind, darf der
          Außendurchmesser nicht außerhalb der Grenzwerte Dm in und Dmax
          liegen, die nach der folgenden Formel errechnet werden:
                         Dm in - d + (2H x a)
                         Dmax - d + (2H x b)
          mit
          H und d wie unter 3.1.2.1 festgelegt sowie
          a und b wie in 3.1.5.2.1 bzw. 3.1.5.2.2 angegeben.
3.1.5.2.1 Für normale Straßenreifen und M+S-Reifen gilt:
                                                           _
          Felgendurchmesser >. 13 Zoll                       0,97
          Felgendurchmesser <. 12 Zoll                     0,93
          Für Spezialreifen                                1,00
3.1.5.2.2 Bei Reifen für Kleinkrafträder und Krafträder für den normalen
          Straßengebrauch gilt:                            _
          Felgendurchmesser >. 13 Zoll                       1,07
          Felgendurchmesser <. 12 Zoll                     1,10
          Für M+S-Reifen und Spezialreifen                 1,12
3.2       Be Iastungs-/Geschw i nd i gke i ts-Dauerprüfung
3.2.1     Der Luftreifen ist einer Belastungs-/Geschwindigkeits-
          Dauerprüfung nach dem in Anhang VII angegebenen Verfahren zu
          unterziehen.
 ---pagebreak---                             - 3* -
3.2.2 Ein Reifen hat die Belastungs-/Geschwindigkeits-Dauerprüfung
      bestanden, wenn er danach keinerlei Laufflächenablösung,
      Lagentrennung, Kordablösung, ProfiIstollenausbrüche oder
      Gewebebrüche aufweist.
3.2.3 Der mindestens sechs Stunden nach der Belastungs-/
      Geschwindigkeits-DauerprUfung gemessene Außendurchmesser des
      Reifens darf höchstens um ± 3,5% von dem vor der Prüfung
      gemessenen Wert abweichen.
3.2.4 Die Gesamtreifenbreite darf nach der Belastungs-/
      Geschwindigkeits-Dauerprüfung nicht den in 3.1.4.2 angegebenen
      Wert überschreiten.
3.3   Dynamische Vergrößerung von Luftreifen
      Die in Anhang IX unter 1.1 angegebenen Reifen, die die
      BeIastungs-/Geschwindigkeits-Dauerprüfung nach 3.2 bestanden
      haben, sind einer dynamischen Vergrößerungsprüfung nach dem im
      genannten Anhang festgelegten Verfahren zu unterziehen.
3.4   Stellt ein Hersteller mehrere Reifenserien her, ist die
      Durchführung der Belastungs-/Geschwindigkeitsdauerprüfungen und
      der Prüfungen der dynamischen Ausdehnung nicht an Jedem
      Reifentyp der Serie erforderlich. Es wird dem Ermessen der für
      die Bauartgenehmigung zuständigen Behörden überlassen, den
      ungünstigsten Fall auszuwählen.
 ---pagebreak---                -31-
        ANHANG M - An I age
       ERLÄUTERNDE ABBILDUNG
(siehe Abschnitt 1 dieses Anhangs)
 ---pagebreak---                                      -iï -
                                   ANHANG III
                     MUSTER DER AUFSCHRIFTEN AUF LUFTREIFEN
                Beispiel für vorgeschriebene Reifenaufschriften
                                                              b > 4 mm
       1      100/80 B 18    53 S    TUBELESS M+S   013
      "1
Diese Aufschriften gelten für einen Luftreifen mit folgenden Merkmalen:
   -  Nennbreite 100 mm
   -  Querschnittsverhältnis 80
   -  "Bias-belted"-Bauart (Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse) (B)
   -  Nennfelgendurchmesser 457 mm, Kennzahl 18
   -  Tragfähigkeit 206 kg, entsprechend der Tragfähigkeitskennzahl 53 (siehe
      Verzeichnis in Anhang IV)
   - Geschwindigkeitsklasse S (Höchstgeschwindigkeit 180 km/h)
   - schlauchlose Montage (TUBELESS)
   - M+S-Re i fen
   - hergestellt in der ersten Woche (01) des Jahres 1993 (3).
Diese Aufschriften zur Bezeichnung des Luftreifens sind in folgender Anordnung
aufzubringen:
   a) Größenbezeichnung, einschließlich Nennreifenbreite, Querschnitts-
      verhältnis, ggf. Kennbuchstabe für die Reifenbauart und Kennzahl für den
      Nennfelgendurchmesser in der Reihenfolge 100/80 B 18;
   b) Tragfähigkeitskennzahl und Kennbuchstabe für die Geschwindigkeitsklasse
      müssen zusammen in der Nähe der Größenbezeichnung angeordnet sein. Sie
      können dieser Bezeichnung entweder vor- oder nachgestellt bzw. über oder
      unter ihr angebracht sein;
   c) die Bezeichnungen "TUBELESS" und "REINFORCED" oder "REINF" sowie MM + S"
      und "MST" bzw. -KLEINKRAFTRAD" können von der Größenbezeichnung getrennt
      angebracht sein.
 ---pagebreak---                                      -ik   -
                                    ANHANG IV
                  VERZEICHNIS DER TRAGFÄHIGKEITSKENNZAHLEN (IC)
            UND DER DAZUGEHÖRIGEN ZULÄSSIGEN HÖCHSTBELASTUNGEN (kg)
A - Tragfähigkeitskennzahl
B - dazugehörige Höchstbelastung (kg)
     A          B        A         B         A        B         A      B
      0       45         30      106         62     265         91   615
       1       46.2      31      109         63     272         92   630
      2       47.5       32      112         64     280         93   650
      3        48.7      33      115         65     290         94   670
      4        50        34      118         66     300         95   690
      5       51.5       35      121         67     307         96   710
      6        53        36      125         68     315         97   730
      7        54.5      37      128         69     325         98   750
      8       56         38      132         70     335         99   775
      9        58        39      136         71     345       100    800
     10       60         40      140         72     355       101    825
     11       61.5       41      145         73     365       102    850
     12       63         42      150         74     375       103    875
     13       65         43      155         75     387       104    900
     14       67         44      160         76     400       105    925
     15       69         45      165         77     412 •     106    950
     16       71         46      170         78     425       107    975
     17       73         47      175         79     437       108   1000
     18       75         48      180         80     450       109   1030
     19       77.5       49      185         81     462       110   1060
     20       80         50      190         82     475       111   1090
     21       82.5       51      195         83     487       112   1120
     22       85         52      200         84     500       113   1150
     23       87.5       53      206         85     515       114   1180
     24       90         54      212         86     530       115   1215
     25       92.5       55      218         87     545       116   1250
     26       95         56      224         88     560       117   1285
     27       97.5       57      230         89     580       118   1320
     28      100         58      236         90     600       119   1360
     29      103         59      243                          120   1400
                         60      250
                         61      257
 ---pagebreak---                                               -3r -
                                         ANHANG V
                            ABMESSUNGEN BESTIMMTER REIFENTYPEN
            (Siehe Anhang II. Nummer 3.1.1.2. 3.1.2.2. 3.1.4.2 und 3.1.5.1)
                                        TABELLE 1 A
                                Reifen für Kleinkrafträder
               Grö/Senbezeichnungen und Felgendurchmesser bis Kennzahl 12
GRÖSSEN-           MAULWEITE DER       GESAluTTDURCHMESSER (mm)     REIFEN- GRÖSSTE
BEZEICHNUNG        MESSFELGE                                        BREITE  GESAMT-
                   (Kennzahl)                                               BREITE
                                    O.min         0         D.max     (mm)   (mm)
 2     - 12           1.35           413         417         426       55     59
 2 1/4 - 12           1.50           425         431         441       62     67
 2 1/2 -  8           1.75           339         345         356       70     76
 2 1/2 -  9           1.75           365         371         382       70     76
 2 3/4 -  9           1.75           375         381         393       73     79
  3    - 10           2.10           412         418         431       84     91
  3    - 12           2.10           463         469         482       84     91
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                                       ANHANG V
                                      TABELLE 1 B
                                Reifen für Krafträder
             Grö/3enbezeichnungen und Felgendurchmesser bis Kennzahl 12
GROSSE W-        MAULWEITE DER       G£SAMTDURO*eSSER (mm)        REIFEN- GRÖSSTE
BEZEICHNUNG      MESSFELGE                                        BREITE  GESAMT-
                 (Kennzahl)                                               BREITE
                                 D.min          D       D.max       (mm)   (mm)
  2.50  - 8                       328         338        352
  2.50  - 9                       354         364        378         65     70
  2.50  - 10        1.50          379         389        403
  2.50  - 12                      430         440        451
  2.75  - 8                       338         348        363
  2.75  - 9                       364         374        383         71     77
  2.75  - 10        1.75          389         399        408
  2.75  - 12                      440         450        462
  3.00  - 4                       241         251        264
  3.00  - 5                       266         276        291
  3.00  - 6                       291         301        314
  3.00  - 7                       317         327        342
  3.00  - 8         2.10          352         362        378         80     86
  3.00  - 9                       378         388        401
  3.00  - 10                      403         413        422
  3.00  - 12                      454         464        473
  3.25  - 8                       362         372        386
  3.25  - 9                       388         398        412
  3.25  - 10        2.50           414        424        441         88     95
  3.25  - 12                      465         475        492
  3.50  -  4                       264        274        291
  3.50  -  5                       289        299        316
  3.50  -  6                      314         324        341
  3.50  -  7        2.50           340        350        367         92     99
  3.50  -  8                       376        386        397
  3.50  -  9                       402        412        430
  3.50  - 10                       427        437        448
  3.50  - 12                       478        488        506
  4.00  -  5                       314        326        346
  4.00  -  6                       339        351        368
  4.00  -  7        2.50           365        377        394        105    113
  4.00  -  8                       401        415        427
  4.00  - 10                       452        466        478
  4.00  - 12                       505         517       538
  4.50  -  6                       364        376        398
  4.50  -  7                       390         402       424
  4.50  -  8        3.00           430        442        464        120    130
  4.50  -  9                       456        468        490
  4.50  - 10                       481         493       515
  4.50  - 12                       532         544       568
  5.00 - 8                         453         465       481
  5.00 - 10         3.50           504         516       532        134    145
  5.00 - 12                        555         567       583
  6.00  - 6                        424         436       464
  6.00  - 7         4.00           450         462       490        154    166
  6.00  - 8                        494         506       534
  6.00  - 9                        520         532       562
 ---pagebreak---                                            - 5> -
                                      TABELLE 2
                     Reifen für Kleinkrafträder und Krafträder
                          Reifen mit normalem Querschnitt
                                                                        GRÖSSTE
 GRÖSSEN-       MAULWEITE DER     GESAMTDURCrtCSSER (mm)        REIFEN- GESAMT-
 BEZEICHNUNG    MESSFELGE                                       BREITE  BREITE
                (Kennzahl)
                                D.min      D    D.max1   D.max2   (mm)   1      2
  1 3/4 - 19       1.20          582     589     597      605      50   54    58
  2      - 14                    461     468     477      484
  2      - 15                    486     493     501      509
  2      - 16                    511     518     526      534
  2      - 17                    537     544     552      560
  2      - 18      1.35          562     569     577      585      55   58    63
  2      - 19                    588     595     603      611
  2      - 20                    613     620     628      636
  2      - 21                    638     645     653      661
  2      - 22                    663     670     680      686
  2 1/4  - 14                    474     482     492      500
  2 1/4  - 15                    499     507     517      525
  2 1/4  - 16                    524     532     540      550
  2 1/4  - 17                    550     558     566      576
  2 1/4  - 18      1.50          575     583     591      601      62   66    71
  2 1/4  - 19                    601     609     617      627
  2 1/4  - 20                    626      634    642      652
  2 1/4  - 21                    651      659    667      677
  2 1/4  - 22                    677      685    695      703
  2 1/2  - 14                    489     498     508      520
  2 1/2  - 15                    514      523    533      545
  2 1/2  - 16                    539      548    558      570
  2 1/2  - 17                    565      574    584      596
  2 1/2  - 18      1.60          590      599    609      621      68   72     78
  2 1/2  - 19                    616      625    635      647
  2 1/2  - 20                    641      650    660      672
  2 1/2  - 21                    666      675    685      697
  2 1/2  - 22                    692      701    711      723
  2 3/4  - 14                    499      508    518      530
  2 3/4  - 15                    524      533    545      555
  2 3/4  - 16                    549      558    568      580
  2 3/4  - 17                    575      584    594      606
  2 3/4  - 18      1.85          600      609    621      631      75   80     86
  2 3/4  - 19                    626      635    645      657
  2 3/4  - 20                    651      660    670      682
  2 3/4  - 21                    676      685    695      707
  2 3/4  - 22                    702      711    721      733
  3      - 16                    560      570    582      594
  3      -  17                   586      596    608      620
  3      -  18      1.85         611      621    633      645      81   86     93
  3      - 19                    637      647    659      671
  3  1/4 - 16                    575      586    598      614
  3  1/4 - 17      2.15          601      612    624      640
  3  1/4 - 18                    626      637    651      665      89   94     102
  3  1/4 - 19                    652      663    675      691
1 Normale Straßenreifen.
2 Spezialreifen und M+S-Reifen.
 ---pagebreak---                                               -*f    -
                                         TABELLE 3
                                   Reifen fOr Kraftrader
                             Reifen mit normalem Querschnitt
                                                                           GRÖSSTE
GRÖSSEN-        MAULWEITE DER        GESAMTDURCHCSSER (mm)      REIFEW-    GESAMT-
BEZEICHNUNG     MESSFELGE                                       BREITE     BREITE (mm)
                (Kennzah1)
                               D.min       D    D.max1   D.max2  (mm)   3     4     5
 2.00 - 14                       460     466      478
 2.00 - 15                       485     491      503
 2.00 - 16         1.20          510     516      528             52    57    60    65
 2.00 - 17                       536     542      554
 2.00 - 18                       561     567      579
 2.00 - 19                       587     593      605
 2.25 - 14                       474     480      492     496
 2.25 - 15                       499     505      517     521
 2.25 - 16         1.60          524     530      542     546     61    67    70    75
 2.25 - 17                       550     556      568     572
 2.25 - 18                       575     581      593     597
 2.25 - 19                       601     607      619     623
 2.50 - 14                       486     492      506     508
 2.50-  15                       511     517      531     533
 2.50 - 16         1.60          536     542      556     558     65    72    75    79
 2.50 - 17                       562     568      582     584
 2.50 - 18                       587     593      607     609
 2.50 - 19                       613     619      633     635
 2.50 - 21                       663     669      683     685
 2.75 - 14                       505     512      524     530
 2.75 - 15                       530     537      549     555
 2.75 - 16                       555     562      574     580
 2.75 - 17         1.85          581     588      600     606     75    83    86    91
 2.75 - 18                       606     613      625     631
 2.75 - 19                       632     639      651     657
 2.75 - 21                       682     689      701     707
 3.00 - 14                       519     526      540     546
 3.00 - 15                       546     551      565     571
 3.00 - 16                       569     576      590     596
 3.00 - 17         1.85          595     602      616     622     80    88    92    97
 3.00 - 18                       618     627      641     647
 3.00 - 19                       644     653      667     673
 3.00 - 21                       694     703      717     723
 3.00 - 23                       747     754      768     774
 3.25 - 14                       531     538      552     560
 3.25 - 15                       556     563      577     585
 3.25 - 16                       581     588      602     610
 3.25 - 17         2.15          607     614      628     636     89    98   102   108
 3.25 - 18                       630     639      653     661
 3.25 - 19                       656      665     679     687
 3.25 - 21                       708     715      729     737
 1  Normale Straßenreifen.
 2  Spezialreifen und M+S-Reifen.
 3  Normale Straßenreifen bis Geschwindigkeitsklasse P einschließlich.
 4 Normale Straßenreifen oberhalb Geschwindigkeitsklasse P sowie M+S-Reifen
 5  Spezialreifen.
 ---pagebreak---                                               -3? -
                                    TABELLE 3 (Forts.)
                                  Reifen fOr Krafträder
                            Reifen mit normalem Querschnitt
                                                                            GRÖSSTE
GROSSEN-       MAULWEITE DER         GESAMTDURCHMESSER (mm)     REIFEN-     GESAMT-
BEZEICHNUNG    MESSFELGE                                        BREITE      BREITE (mm)
               (Kennzahl)
                               D.min       D    D.max1   D.max2  (mm)    3     4     5
 3.50 - 14                      539      548     564      572
 3.50 - 15                      564      573     589      597
 3.50 - 16                      591      598     614      622
 3.50 - 17        2.15          617      624     640      648     93    102   107   113
 3.50 - 18                      640      649     665      673
 3.50 - 19                      666      675     691      699
 3.50 - 21                      716      725     741      749
 3.75 - 16                      601      610     626      634
 3.75 - 17        2.15          627      636     652      660      99   109   114   121
 3.75 - 18                      652      661     677      685
 3.75 - 19                      678      687     703      711
 4.00 - 16                      611      620     638      646
 4.00 - 17        2.50          637      646     664      672    108    119   124   130
 4.00 - 18                      662      671     689      697
 4.00 - 19                      688      697     715      723
 4.25 - 16                      623      632      650     660
 4.25 -  17       2.50          649      628     676      686    112    123    129  137
 4.25 -  18                     674      683     701      711
 4.25 - 19                      700      709     727      737
 4.50 -  16                     631       640     658     665
 4.50 -  17        2.75         657       666     684     694     123   135    141  142
 4.50 -  18                     684       691     709     719
 4.50 -  19                     707       717     734     745
 4.75 -  16                      657      666     686     698
 4.75 -  17        3.00          683      692     710     724     129   142    148   157
 4.75 -  18                     708       717     735     749
 4.75 -  19                     734       743     761     775
    Normale Straßenreifen.
    Spezialreifen und M+S-Reifen.
    Normale Straßenreifen bis Geschwindigkeitsklasse P einschließlich.
    Normale Straßenreifen oberhalb Geschwindigkeitsklasse P sowie M+S-Reifen
    Spezfalreifen.
 ---pagebreak---                                        TABELLE 4
                                 Reifen für Krafträder
                                Niederquerschnitt reifen
                                                                            GRÖSSTE
GRÖSSEN-        MAULWEITE DER      GESAMTDURCHCSSER (mm)        REIFEN-     GESAMT-
BEZEICHNUNG     MESSFELGE                                       BREITE      BREITE (mm)
                (Kennzahl)
                              D.mln      D    D.max1     D.max2  (mm)    3     4     5
 3.60 - 18                     605      615    628        633
                   2.15                                           93    102   108   113
 3.60 - 19                     631      641    653        658
 4.10 - 18                     629      641    654        663
                   2.50                                          108    119   124   130
 4.10 - 19                     655      667    679        688
 5.10 - 16                     615      625    643        651
 5.10 - 17         3.00        641      651    670        677    129    142   150   157
 5.10 - 18                     666      676    694        702
 4.25/85 - 18      2.50        649      659    673        683    112    123   129   137
 4.60 - 16                     594      604    619        628
 4.60 - 17         2.75        619      630    642        654    117    129   136   142
 4.60 - 18                     644      654    670        678
 1  Normale Straßenreifen.
 2  Spezialreifen und M+S-Reifen.
 3  Normale Straßenreifen bis Geschwindigkeitsklasse P einschließlich.
 4  Normale Straßenreifen oberhalb Geschwindigkeitsklasse P sowie M+S-Reifen
 5  Spezialreifen.
 ---pagebreak---                                        - *-f  -
                                  TABELLE 5
                      Reifen für Dreiradkroftfohrzeuge
GRÖSSEN-     MAULWEITE DER      GESAMTDURCHMESSER (mm)   REIFEKk- GRÖSSTE
BEZEICHNUNG  MESSFELGE                                   BREITE   GESAMT-
             (Kennzahl)                                           BREITE
                             D.min         D       D.max  (mm)     (mm)
  3.00 - 8C                   359         369       379
  3.00 - IOC     2.10         410         420       430     80      86
  3.00 - 12C                  459         471       479
  3.50 - 8C                   376         386       401
  3.50 - 1 X     2.50         427         437       452     92      99
  3.50 - 12C                  478         488       513
  4.00 - 8C                   405         415       427
  4.00 - IOC     3.X          456         466       478   IX       117
  4.00 - 12C                  507         517       529
  4.50 - 8C                   429         439       453
  4.50 - 10C     3.50         480         490       504   125      135
  4.50 - 12C                  531         541       555
  5.00 - 8C                   455         465       481
  5.00 - I X     3.50         506         516       532   134      145
  5.X - 12C                   555         567       581
                                  TABELLE 6
                      Niederdruckreifen für Krafträder
GRÖSSEN-     MAULWEITE DER      GESAMTDURCHUESSER (mm)   REIFEN-  GRÖSSTE
BEZEICHNUNG  MESSFELGE                                   BREITE   GESAMT-
             (Kennzahl)                                           BREITE
                             D.min         D       D.max   (mm)    (mm)
  5.4 -  6                    373         379       395
  5.4 - 10                    474         481       497
  5.4 - 12       4.X          525         532       547    135     146
  5.4 - 14                    576         582       598
  5.4 - 16                    626         633       649
  6.7 - 10                    532         541       561
  6.7 - 12       5.X          583         592       612    170     184
  6.7 - 14                    633         642       662
 ---pagebreak---                                              - ttl   -
                                        TABELLE 7
                                  Reifen fur Kroftröder
             Gr5/3enbezeichnungen und Abmessungen von amerikanischen Reifen
GRÖSSEN-           MAULWEITE DER       GESAMTDURCHMESSER (mm)        REIFEN- GRÖSSTE
BEZEICHNUNG        kCSSFELGE                                         BREITE  GESAMT-
                   (Kennzahl)                                                BREITE
                                   D.min           D      D.max       (mm)    (mm)
 MH90 - 21            1.85          682          686       700          X       89
 MJX - 18             2.15           620         625       640
 MJX - 19             2.15           645         650       665          89      X
 MLX - 18             2.15           629         634       650
 MLX - 19             2.15           654         659       675          93    103
 MUX - 19             2.15           663         669       885          95    106
 IMX - 18             2.15           656         662       681        104     116
 MPX - 18             2.15           667         673       692         106     120
 MRX - 18              2.15          660         687       708         114     127
 MSX - 17              2.X           660          667      688         121     134
 MTX - 16              3.X           642         ex        672
 MT90 - 17             3.X           668         675       697         IX      144
 MU90 - 15M/C          3.X           634          642      665
 MU90 - 16             3.X           659          667      690         142     158
 Mt/90 - 15M/C         3.X           643          651      675         IX      172
 MP85 - 18             2.15          654          660      679         IM      IX
 MR85 - 16             2.15          617          623      643         114     127
 MS85 - 18             2.X           675          882      702         121     134
 MT85 - 18             3.X           681          688      709         IX      144
  MV85 - 15M/C         3.X           627          635       658        IX      172
 ---pagebreak---                                         - 4* -
                                      ANHANG VI
         VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER HAUPTABMESSUNGEN VON LUFTREIFEN
               Der Reifen wird auf die Meßfelge montiert und auf den vom
               Hersteller angegebenen Luftdruck** aufgepumpt.
               Der auf die Felge montierte Reifen wird mindestens 24 Stunden
               lang bei Raumtemperatur konditioniert.
               Danach wird der Luftdruck erneut auf den unter 1. angegebenen
               Wert gebracht.
               Die Gesamtreifenbreite wird mit einem Tastzirkel an sechs
               gleichmäßig Über den Reifenumfang verteilten Stellen gemessen,
               wobei die Dicke von Scheuerrippen oder Scheuerleisten zu
               berücksichtigen ist. Der größte so ermittelte Wert gilt als
               Gesamtre i fenbre i te.
               Der Außendurchmesser wird wie folgt ermittelt: der maximale
               Umfang wird bestimmt und durch den Wert p (3,1416) geteilt.
*)Der Reifendruck kann auch nach folgender Tabelle festgelegt werden:
                                                                  Druck
            KeiTenversion                Geschwindigkeits-
                                         klasse               bar       kPa
     KLEINKRAFTRÄDER
     NORMAL                               B                    2.25     225
     VERSTÄRKT                            B                    2.80     280
     KRAFTRÄDER                           F. G, J, K, L, M,
                                          N. P, Q, R, S        2.25     225
     NORMAL
                                          T, U, H, V
                                                               2.80     280
                                                F bis P
     VERSTÄRKT
                                          Q, R, S, T, U, H     3.30     330
                                    4PR                        3.50     350
     SONDER-
     KRAFT-                         6PR         F bis M        4.00     400
     RÄDER
                                    8PR                        4.50     450
   Bei anderen Reifenversionen wird bis zu dem Druck aufgepumpt, der vom
   Hersteller angegeben ist.
 ---pagebreak---                                        -A4 -
                                     ANHANG VI I
         VERFAHREN FÜR DIE BELASTUNGS-/GESCHWINDIGKEITS-DAUERPRÜFUNGEN1>
1.              VORBEREITUNG DES REIFENS
1.1             Ein neuer Reifen wird auf die vom Hersteller angegebene Meßfelge
                mont iert.
1.2             Der Reifen wird auf den in der nachstehenden Tabelle
                aufgeführten Wert aufgepumpt:
                               REIFENPRÜFDRUCK (kPa)
                                                                  Druck
              neiTenversion             Geschwindigkeits-
                                        klasse                 bar      kPa
      KLEINKRAFTRÄDER
      NORMAL                             B                     2.50     250
      VERSTÄRKT                          B                     3.00     300
      KRAFTRÄDER                         F. G. J. *            2.50     250
                                         L, M, N, P            2.50     250
      NORMAL
                                         Q. R, S               3.00     300
                                         T, U, H, V            3.50     350
                                         F,G,J,K,L,M,N,P       3.30     330
      VERSTÄRKT
                                         Q, R, S, T, U, H      3.90     390
                                   4PR                         3.70     370
      SONDER-
      KRAFT-                      6PR    F, G, J, K, L, M      4.50     450
      RÄDER
                                  8PR                          5.20     520
                Bei anderen Reifenversionen wird bis zu dem Druck aufgepumpt,
                der vom Hersteller angegeben ist.
1.3             Der Hersteller kann in begründeten Fällen beantragen, daß ein
                anderer als der unter 1.2 angegebene Prüfdruck angewandt wird,
                In diesem Fall erhält der Reifen diesen Prüfdruck.
1.4             Die Einheit Reifen/Rad wird bei Prüfraumtemperatur mindestens
                drei Stunden lang konditioniert.
1) Bei Reifen, die für Fahrzeuge bestimmt sind, welche für eine
    Höchstgeschwindigkeit von über 240 km/h ausgelegt sind, garantiert der
    Reifenhersteller bis einheitliche Prüfverfahren festgelegt sind, dem
    technischen Dienst, daß seine eigenen Prüfverfahren und Ergebnisse
    akzeptabel sind.
 ---pagebreak---                              - 4r-
1.5   Der Reifendruck wird auf den unter 1.2 bzw. 1.3 angegebenen Wert
      gebracht.
2.    DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG
2.1   Die Einheit Reifen/Rad wird auf eine Prüfachse montiert und
      gegen eine glatte Prüftrommel mit einem Durchmesser von 1,70 m ±
      1% bzw. 2,0 m ± 1% gedrückt.
2.2   Auf die Prüfachse wird eine Last aufgebracht, die 65%
2.2.1 der Höchst last beträgt, die der Tragfähigkeitskennzahl von
      Reifen mit Geschwindigkeitskennzahlen bis einschließlich M H"
      entspricht,
2.2.2 der Höchst last in Verbindung mit einer Höchstgeschwindigkeit von
      240 km/h von Reifen mit der Geschwindigkeitskennzahl "V"
      entspricht (siehe 1.31.3 des Anhangs II).
2.2.3 Bei Reifen für Kleinkrafträder (Kennbuchstabe B der
      Geschwindigkeitsklasse), beträgt die Prüf last bei einer
      Prüftrommel mit einem Durchmesser von 1,7 m 65 X und bei einer
      Prüftrommel mit einem Durchmesser von 2,0 m 67 %.
2.3   Während der gesamten Prüfung wird der Reifendruck nicht geändert
      und die Prüf last konstant gehalten.
2.4   Während der Prüfung muß die Prüfraumtemperatur zwischen 20*C und
      30'C oder, falls der Hersteller zustimmt, auf einer höheren
      Temperatur gehalten werden.
2.5   Die Prüfung wird ohne Unterbrechung unter folgenden Bedingungen
      durchgeführt:
2.5.1 Zeit für die Beschleunigung von 0 auf die
      Anfangsprüfgeschwindigkeit: 20 Minuten,
2.5.2 Anfangsprüfgeschwindigkeit: die für den jeweiligen Reifentyp
      vorgesehene Höchstgeschwindigkeit verringert um 30 km/h, wenn
      die Prüfung auf einer Prüftrommel mit einem Durchmesser von 2 m
      durchgeführt wird, bzw. verringert um 40 km/h, wenn der
      Durchmesser der Prüftrommel 1,7 m beträgt,
2.5.3 Geschwindigkeitsstufen: 10 km/h,
2.5.4 Prüfdauer bei Jeder Geschwindigkeitsstufe: 10 Minuten,
2.5.5 Gesamtprüfdauer: 1 Stunde,
2.5.6 größte Prüfgeschwindigkeit: die für den jeweiligen Reifentyp
      vorgesehene Höchstgeschwindigkeit, wenn die Prüfung auf einer
      Prüftrommel mit einem Durchmesser von 2 m durchgeführt wird,
      bzw. diese Höchstgeschwindigkeit verringert um 10 km/h, wenn der
      Durchmesser der Prüftrommel 1,7 m beträgt.
 ---pagebreak---                             - HC
2.5.7 Im Fall von Reifen für Kleinkrafträder (Kennbuchstabe B der
      Geschwindigkeitsklasse) beträgt die Prüfgeschwindigkeit 50 km/h,
      die Beschleunigungszeit von 0 bis 50 km/h 10 Minuten, die
      Geschwindigkeit wird 30 Minuten lang beibehalten, die Prüfzelt
      insgesamt beträgt 40 Minuten.
3.    GLEICHWERTIGE PRÜFVERFAHREN
      Falls ein anderes als das in Nummer 2 beschriebene Verfahren
      angewandt wird, ist dessen Gleichwertigkeit nachzuweisen.
 ---pagebreak---                                   -  *> -
                               ANHANG VIM
     ÄNDERUNG DER TRAGFÄHIGKEIT IN ABHÄNGIGKEIT DER GESCHWINDIGKEIT
                            Tragfähigkeitsänderung (%)
Höchst-        Felgendurchm. < 13          Felgendurchmesser >. 13
Geschw i n-
digkeit                 Kennbuchstabe für die Geschwindigkeit
 (km/h)         J       K        L        J      K      L   M u. N  P und
                                                                   darüber
    50        + 30    + 30     + 30     + 30   + 30   + 30   + 30    + 30
    60        + 23    + 23     + 23     + 23   + 23   + 23   + 23    + 23
    70        + 16    + 16     + 16     + 16   + 16   + 16   + 16    + 16
    80        + 10    + 10     + 10     + 10   + 10   + 10   + 10    + 14
    90        + 5     + 5      + 7.5    +  5   +   5 + 7.5 + 7.5     + 12
   100          0       0      + 5        0      0    + 5    +  5    + 10
    MO        -   7     0      + 2.5      /     0    + 2.5 + 2.5     +   8
   120        - 15    -   6      0        /      /     0       0     +   6
   130        - 25    - 12     -   5      /      /      /      0     +   4
 ---pagebreak---                                        - il I -
                                     ANHANG IX
    PRÜFVERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER DYNAMISCHEN AUSDEHNUNG VON LUFTREIFEN
1             ANWENDUNGSBEREICH UND UMFANG DER PRÜFUNG
1.1           Dieses Prüfverfahren gilt für neue Kraftradreifen der unter
              3.4.1 aufgeführten Typen.
1.2           Sie dient zur Bestimmung der maximalen Ausdehnung des Reifens
              unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft bei der zulässigen
              Höchstgeschw i nd i gke i t.
2             BESCHREIBUNG DES PRÜFVERFAHRENS
2.1           Die Prüfachse und die Felge sind zu überprüfen, um
              sicherzustellen, daß die radiale Abweichung weniger als ± 0,5 mm
              und die seitliche Abweichung weniger als ± 0,5 mm, gemessen am
              äußeren Umfang der Schrägschulter des Rades beträgt.
2.2           Vorrichtung zur Umrißbegrenzung
              Vorrichtungen (Gitter, Fotoapparat, Spots, usw.) mit denen der
              äußere transversale Umriß des Reifens, der senkrecht zur
              Gürtellinie des Reifens an der Stelle der größten Verformung der
              Lauffläche verläuft, bestimmt werden kann.
              Mit dieser Vorrichtung sollen Verformungen auf ein Minimum
              reduziert werden und zwischen dem abgebildeten Umriß und den
              tatsächlichen Abmessungen des Reifens ein konstantes (bekanntes)
              Verhältnis (K) hergestellt werden.
              Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann der Reifenumriß im Verhältnis
              zur Radachse bestimmt werden.
2.3           Die mit einem Stroboskop gemessene Umfangsgeschwindigkeit des
              Reifens darf um höchstens ± 2% von der zulässigen
              Höchstgeschwindigkeit des Reifens abweichen.
2.4           Wird ein anderes Prüfverfahren angewandt, muß dessen
              Gleichwertigkeit nachgewiesen werden.
3.            DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG
3.1           Während der Prüfung muß die Prüfraumtemperatur konstant zwischen
              20* und 30*C oder bei einer höheren Temperatur liegen, wenn der
              Hersteller das akzeptiert.
3.2           Der zu prüfende Reifen muß die BeIastungs-/Geschwindigkeits-
              Dauerprüfung nach Anhang VII ohne Ausfall überstanden haben.
3.3           Der zu prüfende Reifen muß auf ein Rad montiert werden, dessen
              Felge den einschlägigen Normen entspricht.
3.4           Der Reifendruck (Prüfdruck) muß dem unter 3.4.1 angegebenen Wert
              entsprechen.
                                                                               (3)
 ---pagebreak---                             -  *7-
3.4.1 Straßenreifen in Diagonal- oder "Bias-beIted"-Bauart
        Geschwindig-
        keitsklasse       Reifenversion          Prüfdruck
                                               bar      kPa
           P/Q/R/S            NORMAL           2.50     250
           T/U/H/V            NORMAL           2.90     290
3.5   Die Einheit Reifen/Rad wird bei Prüfraumtemperatur mindestens
      drei Stunden lang konditioniert.
3.6   Nach dieser Konditionierung wird der Reifendruck auf den unter
      3.4 angegebenen Wert gebracht.
3.7   Die Einheit Reifen/Felge wird so auf die Prüfachse montiert, daß
      sie sich frei dreht. Der Reifen kann mit Hilfe eines Motors
      gedreht werden, der auf seine Achse einwirkt, oder durch Druck
      auf eine Prüftrommel.
3.8   Die Einheit wird ohne Unterbrechung beschleunigt, bis sie in
      fünf Minuten die vom Reifen erreichbare Höchstgeschwindigkeit
      erreicht.
3.9   Die Vorrichtung zur Umrißbegrenzung wird so aufgestellt, daß sie
      senkrecht zur Drehrichtung der Lauffläche des geprüften Reifens
      steht.
3.10  Es muß sichergestellt werden, daß die Umfangsgeschwindigkeit der
      Lauffläche der Höchstgeschwindigkeit ± 2 % des Reifens
      entspricht. Die Einheit wird mindestens fünf Minuten lang auf
      einer konstanten Geschwindigkeit gehalten. Anschließend wird der
      Reifenquerschnitt im Bereich der größten Verformung umrissen.
 ---pagebreak---                           - -)ù  -
4   AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
4.1 Die für die Einheit Reifen/Rad festgelegte Umrißlinie
    (Umhüllende) wird auf dem Projektionsraster angegeben (siehe
    Beispiel unten).
                                                UJuUt
                                    (Smax)
    Gemäß 3.1.4 und 3.1.5 aus Anhang II werden die Grenzwerte für
    die Umrißlinie wie fo'lgt festgelegt:
     Geschwindigkeits-
           klasse              Größte         H x 1,16 (mm)
       des Reifens       Betriebsbreite
          P/Q/R/S            S x 1,15           H x 1,10
         T/U/H               S x 1.15           H x 1,13
            V                S x 1.15           H X 1,15
 ---pagebreak---                             - r-* -
4.1.1 Die Hauptabmessungen der Umhüllenden müssen angepaßt werden, um
      mögliche Verzerrungen im Schattenriß des Reifens auf dem
      Projektionsraster durch die verwendete Lichtquelle
      berücksichtigen zu können.
4.2   Der bei der Höchstgeschwindigkeit verformte Reifenumriß darf die
      Umhüllung in bezug auf die Reifenachsen nicht überschreiten.
4.3   Der Reifen wird für keine weitere Prüfung verwendet.
5.    GLEICHWERTIGE PRÜFVERFAHREN
      Falls ein anderes als das in Nummer 2 beschriebene Verfahren
      angewandt wird, ist dessen Gleichwertigkeit nachzuweisen.
 ---pagebreak---                                      - si -
                                   ANHANG X A
               BESCHREIBUNGSBOGEN BEZÜGLICH EINES LUFTREIFENTYPS
                FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
              (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn
              dieser unabhängig vom Antrag auf Betriebserlaubnis
                               eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich eines Luftreifentyps für
zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge muß mit den Angaben zu Anhang I
Nummern 1.1 bis 1.3.1 dieses Kapitels versehen sein.
 ---pagebreak---                                     -67 -
                                  ANHANG X B
            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BEZÜGLICH EINES LUFTREIFENTYPS
               FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
                                    MUSTER
                                                    Angabe der Behörde
Protokoll Nr           des technischen Dienstes           vom
Nr. der Bauartgenehmigung                    Nr. der Erweiterung
1.  Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Reifens
2.  Reifentyp
3.  Name und Anschrift des Herstellers
4.  Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5.  Reifen zur Prüfung vorgelegt am
6.  Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert<*>
7.  Ort
8.  Datum
9.  Unterschrift
 (*) Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                      - s*t -
                                   ANHANG XI
            VORSCHRIFTEN FÜR DIE MONTAGE DER REIFEN AN DIE FAHRZEUGE
Die Bereifung eines Fahrzeugs muß nachstehenden Anforderungen entsprechen:
1.    Alle Reifen, mit denen ein Fahrzeug ausgerüstet ist, müssen hinsichtlich
      Anhang II Nummer 1.1.5 identisch sein.
1.1   Alle an ein und derselben Achse montierten Reifen müssen vom gleichen
      Typ sein (siehe Anhang II, Nummer 1.1).
2.    Die maximale Tragfähigkeit nach 1.31 des Anhangs II muß mindestens
      entsprechen:
      -   bei einem einzigen Reifen pro Achse der zulässigen Höchstmasse
      -   bei zwei einfach montierten Reifen O.Smal der zulässigen Höchstmasse
      -   bei zwei in Zwillingsbereifung montierten Reifen 0.54mal der
          zulässigen Höchstmasse
      -   bei vier in Zwillingsbereifung montierten Reifen 0,27mal der vom
          Hersteller deklarierten zulässigen Höchstmasse für die Achse, für die
          der Reifen bestimmt ist, wobei die Vorschriften des Anhangs VIII zu
          berücksichtigen sind.
3.    Die Höchstgeschwindigkeit nach 1.28 des Anhangs II muß unter
      Berücksichtigung der Vorschriften aus Anhang VIII bei Reifen der
      normalen Gebrauchsklasse für Kleinkrafträder wenigstens gleich der
      bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs sein, einschließlich
      der zulässigen Toleranz für die Konformitätskontrollen der
      Serienfertigung.
4.    Die für Kraftfahrzeuge der Klassen M-j und N 1 genehmigten Reifen
      können auch für Dreiradkraftfahrzeuge verwendet werden. Reifen für
      Krafträder können auch an Kleinkrafträdern montiert werden.
5.    Der Fahrzeughersteller legt den (die) Reifentyp(en) gemäß den
      Vorschriften dieses Kapitels fest. Dieser (diese) Reifentyp(en), der
       (die) vom Reifenhersteller gemäß den Vorschriften nach 3.1.4, 3.1.5 und
       3.3 des Anhangs II gefertigt wurde(n), muß (müssen) sich an der
       vorgesehenen Stelle frei bewegen können.
6.     Reifen für Kleinkrafträder mit niedriger Leistung gemäß der
      Begriffsbestimmung im Hinweis zu Anhang I der Richtlinie 92/61/EWG über
       die Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge,
       dürfen sich aufgrund besonderer Verwendungsbedingungen von den
       Reifentypen, die Gegenstand der Vorschriften dieses Kapitels sind
       unterscheiden, vorausgesetzt, der für die Bauartgenehmigung zuständigen
       Behörde wird versichert, daß die aufgezogenen Reifen für die
       Verwendungsbedingungen des Fahrzeugs geeignet sind.
 ---pagebreak---                                         - SS -
                                    ANHANG XII A
              BESCHREIBUNGSBOGEN BEZÜGLICH DER MONTAGE DER REIFEN AN
               EINEN ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYP
                 (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn
                 dieser unabhängig vom Antrag auf Betriebserlaubnis
                                  eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich der Bereifung eines zweirädrigen
oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps muß mit den Angaben zu den folgenden
in Anhang II Buchstabe A Punkten der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom
30. Juni 1992 versehen sein:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
2.3 bis 2.3.2
4.6
5.2 bis 5.2.3
Ferner sind die folgenden Angaben erforderlich:
-   Kennbuchstabe der mit der theoretischen bauartbedingten
    Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs kompatiblen niedrigsten
    Geschw i nd i gke i tskIasse.
-   Niedrigster mit der Höchst last pro Achse kompatibler Tragfähigkeits index
 ---pagebreak---                                      -  S£-
                                  ANHANG XII B
       BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BEZÜGLICH DER MONTAGE DER REIFEN AN EINEN
                ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYP
                                     MUSTER
                                                    Angabe der Behörde
Protokoll Nr            des technischen Dienstes          vom
Nr. der Bauartgenehmigung                    Nr. der Erweiterung
1.  Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.  Fahrzeugtyp                                       ,
3.  Name und Anschrift des Herstellers
4.  Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5.  Reifen zur Prüfung vorgestellt am
6.  Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert^*)
7.  Ort
8.  Datum
9.  Unterschrift
(*)  Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                      -n
                   KAPITEL Z
BELEUCHTUNGS- UND LICHTSIGNALEINRICHTUNGEN FÜR
  ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
 ---pagebreak---                                    -5T-
                                 ANHANG I
      ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN ÜBER DIE BAUARTGENEHMIGUNG DES TYPS
        EINER BELEUCHTUNGSEINRICHTUNG UND EINER LICHTSIGNALE IN-
                RICHTUNG FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE
                              KRAFTFAHRZEUGE
1           IM SINNE DIESES KAPITELS BEDEUTEN
           •Einrichtungstyp"
           Einrichtungen die untereinander keine wesentlichen Unterschiede
           hinsichtlich der folgenden Merkmale aufweisen:
1.1        Die Fabrik- oder Handelsmarke;
1.2        die Eigenschaften des optischen Systems;
1.3        das Hinzufügen oder das Weglassen von Bauteilen, die die
          optische Wirkung durch Reflexion, Brechung, Absorption und/oder
           Verformung bei Betrieb verändern können;
1.4        die Eignung für Rechtsverkehr oder Linksverkehr oder für beide
          Verkehrsrichtungen.
2          ANTRAG AUF ERTEILUNG DER BAUARTGENEHMIGUNG DES EINRICHTUNGSTYPS
2.1        Der Antrag auf Erteilung der Bauartgenehmigung eines Ein-
           richtungstyps, der entsprechend den Bestimmungen von Artikel 3
          der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 über die
          Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige
          Kraftfahrzeuge eingereicht wird, muß unter anderem folgende
          Angaben enthalten:
2.1.1      die Funktion(en), für die die Einrichtung bestimmt ist;
2.1.2      im Falle eines Scheinwerfers, die Angabe ob er für beide
          Verkehrsrichtungen oder nur für Linksverkehr oder nur für
           Rechtsverkehr gebaut ist;
2.1.3      im Falle eines Fahrtrichtungsanzeigers: die Kategorie.
2.2        Dem Antrag sind für Jeden Einrichtungstyp, für den die Bau-
           artgenehmigung beantragt wird, beizufügen:
2.2.1      Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die genügend Einzel-
           heiten enthalten, um die Feststellung des Typs zu ermöglichen
           und die die geometrischen Bedingungen für die Anbringung am
           Fahrzeug, die Beobachtungsrichtung, die bei den Prüfungen als
          Bezugsachse (Horizontalwinkel H - 0, Vertikalwinkel V - 0) und
           den Punkt angeben, der bei den genannten Prüfungen als
           Bezugspunkt dient; im Falle eines Scheinwerfers müssen die
           Zeichnungen einen Querschnitt (Axial) und eine Ansicht des
           Scheinwerfers von vorn mit Einzelheiten einer gegebenenfalls
 ---pagebreak---                              -S3-
      vorhandenen Riffelung der Abschlußscheibe enthalten; die
      Zeichnungen müssen ferner die für die obligatorische Anbringung
      des Genehmigungszeichens vorgesehene Stelle zeigen sowie
      gegebenenfalls für zusätzliche Symbole im Zusammenhang mit dem
      Rechteck dieses Zeichens;
2.2.2 eine kurze technische Beschreibung, die insbesondere die
      Kategorie(n) der vorgesehenen Glühlampen wiedergibt.
2.3   Der Antragsteller hat zwei Muster der Einrichtung vorzulegen,
      für die die Bauartgenehmigung beantragt wird.
3     ZUSÄTZLICHE VORSCHRIFTEN ÜBER DIE KENNZEICHNUNG UND DIE AUF-
      SCHRIFTEN AUF DEN EINRICHTUNGEN
3.1   Die Einrichtung muß deutlich lesbar und dauerhaft die folgenden
      Aufschriften tragen:
3.1.1 Fabrik- oder Handeismarke des Herstellers;
3.1.2 die Angabe der Kategorie(n) der vorgesehenen Glühlampe(n);
3.1.3 das Bauartgenehmigungszeichen gemäß den Bestimmungen von
      Artikel 8 der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992
      über die Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige
      Kraftfahrzeuge entsprechen. Bei Scheinwerfern muß das Zeichen
      auf der Streuscheibe oder auf dem Scheinwerferkörper angebracht
      werden (wobei der Reflektor als Scheinwerferkörper angesehen
      wird). Kann die Streuscheibe nicht vom Scheinwerferkörper
      getrennt werden, genügt eine Anbringungsstelle auf der
      Streuscheibe. Diese Stelle ist auf den unter 2.2.1 erwähnten
      Zeichnungen angegeben.
4     BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINE EINRICHTUNG
4.1   Umfaßt eine Einrichtung zwei oder mehrere Scheinwerfer, darf die
      Bauartgenehmigung nur erteilt werden, wenn jeder dieser
      Scheinwerfer den Vorschriften dieses Kapitels genügt.
5     MINDESTANFORDERUNGEN FÜR DIE ÜBERPRÜFUNG BEI DER QUALITÄTS-
      KONTROLLE DURCH DEN HERSTELLER
5.1   In mechanischer und geometrischer Hinsicht gelten die
      Forderungen nach Übereinstimmung der Produktion als einge-
      halten, wenn die Abweichungen nicht größer sind, als die
      unvermeidlichen Fert igungstoleranzen.
 ---pagebreak--- 5.2   Hinsichtlich der photometrischen Werte sind Serienscheinwerfer
      nicht zu beanstanden, wenn bei den photometrischen Messungen mit
      einem als Stichprobe entnommenen Scheinwerfer, der mit einer
      Prüf lampe bestückt ist, kein Meßwert mehr als 20 % von dem in
      dieser Verordnung vorgeschriebenen Wert abweicht, es sei denn,
      im Anhang sind für die betreffende Einrichtung Sonderregelungen
      vorgesehen.
      Entsprechen die Ergebnisse obiger Prüfungen nicht den Vor-
      schriften, werden die Prüfungen an der beanstandeten Ein-
      richtung mit Hilfe einer anderen Prüf lampe wiederholt.
5.3   Für Jeden Einrichtungstyp muß der Inhaber der Bauartgenehmigung
      in angemessenen Zeitabständen mindestens die nachstehenden
      Prüfungen durchführen. Die Prüfungen müssen nach den Vor-
      schriften dieses Kapitels durchgeführt werden.
      Zeigen entnommene Proben hinsichtlich der betreffenden
      Prüfungsart nicht Übereinstimmung, so sind weitere Proben zu
      entnehmen und zu prüfen. Der Hersteller muß Schritte unter-
      nehmen, um die Übereinstimmung der betreffenden Produktion zu
      gewährleisten.
5.4   Art der Prüfungen
      Die Prüfungen der Übereinstimmung nach diesen Vorschriften
      erstrecken sich auf die photometrtschen Merkmale.
5.5   Bei den Prüfungen zu verwendende Verfahren
5.5.1 Die Prüfungen sind im allgemeinen nach den in diesem Kapitel
      vorgeschriebenen Verfahren durchzuführen.
5.5.2 Bei einigen vom Hersteller durchzuführenden Prüfungen auf
      Übereinstimmung dürfen Jedoch mit Zustimmung der zuständigen
      Behörde die für die Genehmigungsprüfungen verantwortlich ist,
      gleichwertige Prüfverfahren angewendet werden. Der Hersteller
      muß nachweisen, daß die verwendeten Verfahren den in diesem
      Kapitel vorgeschriebenen Verfahren gleichwertig sind.
5.5.3 Die Anwendung von 5.5.1 und 5.5.2 erfordert die regelmäßige
      Kalibrierung der Prüfausrüstung und ihre Abgleichung mit von der
      zuständigen Behörde durchgeführten Messungen.
5.5.4 In allen Fällen müssen die Bezugsverfahren diesem Kapitel
      entsprechen, insbesondere für die Zwecke behördlicher Über-
      prüfungen und Probenentnahmen.
 ---pagebreak---                             .-*y-
5.6   Art der Probenentnahme
      Proben von Einrichtungen sind stichprobenmäßig, d.h. aufs
      Geratewohl, aus der Serie eines einheitlichen Produkt ions loses
      zu entnehmen. Ein einheitliches Produkt ions los bedeutet einen
      Satz von Scheinwerfern desselben Typs, wie er durch die
      Produktionsverfahren des Herstellers definiert ist.
5.7   Gemessene und aufgezeichnete photometrische Werte
      Die als Probe entnommenen Einrichtungen sind den photo-
      metrischen Messungen in den in diesem Kapitel vorgeschriebenen
      Punkten zu unterziehen.
5.8   Kriterien für die Eignung
      Der Herstel1er muß eine statistische Untersuchung der Prüf-
      ergebnisse durchführen und in Abstimmung mit der zuständigen
      Behörde zur Abgrenzung der Eignung seiner Erzeugnisse Kriterien
      festlegen, damit die Vorschriften für die Nachprüfung der
      Übereinstimmung der Produktion erfüllt werden.
      Die Kriterien für die Eignung müssen so sein, daß bei einem
      Vertrauenskoeffizienten von 95 % die Mindestwahrscheinlichkeit
      der erfolgreichen Durchführung einer Stichprobenuntersuchung
      nach Nr. 6 (erste Probennahme) 0,95 betragen würde.
6     MINDESTANFORDERUNGEN FÜR ÜBERPRÜFUNGEN, DIE DURCH DIE ZUSTÄN-
      DIGEN BEHORDEN BEI DER KONFORMITÄTSKONTROLLE DURCHGEFÜHRT WERDEN
      KÖNNEN
6.1   Es gelten die unter 5.1 und 5.2 vorgesehenen Anforderungen.
6.2   Die Übereinstimmung von Serienscheinwerfern wird nicht be-
      stritten, wenn bei Befolgung des Probenentnahmeverfahrens nach
      Abbildung 1 der Anlage zu diesem Anhang die Meßwerte einer
      Einrichtung der Probe A der ersten Probenentnahme von
      stichprobenmäßig ausgewählten Scheinwerfern im ungünstigen Sinne
      um mehr als 20 %, aber nicht mehr als 30 % von den vor-
      geschriebenen Werten abweichen und die andere Einrichtung der
      Probe A und alle Einrichtungen der Probe B die Forderungen nach
      5.2 erfüllen.
6.3   Die Übereinstimmung wird bestritten und der Hersteller wird
      aufgefordert, sein Erzeugnis wieder in Übereinstimmung mit den
      Vorschriften dieses Kapitels zu bringen, wenn die Prüfungen nach
      6.2 ungünstige Abweichungen erbringen, und zwar
6.3.1 bei mehr als einer Einrichtung von Probe A und Probe B,
 ---pagebreak---                              -il -
6.3.2 oder bei beiden Einrichtungen der Probe A und der Probe B;
6.3.3 oder wenn die an einer oder an beiden Einrichtungen der Probe A
      oder der Probe B gemessenen Werte um mehr als höchstens 40 X im
      ungünstigen Sinne von den vorgeschriebenen Werten abweichen
6.3.4 oder wenn die Meßwerte einer Einrichtung der Probe A oder der
      Probe B im ungünstigen Sinne zwar nicht um mehr als 20 X, aber
      Jene der zweiten Einrichtung dieser Probe im ungünstigen Sinne
      um mehr als 40 X von den vorgeschriebenen Werten abweichen.
6.4   Wird die Nr. 6.3 angewendet, so ist innerhalb von zwei Monaten
      eine weitere Probe von zwei Einrichtungen aufs Geratewohl aus
      dem laufenden Fertigungsprozeß zu entnehmen. Entsprechen die
      Ergebnisse dieser beiden Einrichtungen nicht den Anforderungen
      nach 5.2, ist der Artikel 10 der Richtlinie 92/61/EWG des Rates
      über die Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige
      Kraftfahrzeuge anzuwenden.
6.5   Die Übereinstimmung wird bestritten und Artikel 10 dieser
      Richtlinie ist anzuwenden, wenn bei Befolgung des Probenent-
      nahmeverfahrens nach Abbildung 1 der Anlage dieses Anhangs die
      Ergebnisse nicht den Vorschriften von 6.2 und 6.3 entsprechen.
 ---pagebreak---                                                ANLAGE
    Probe A                                                           Probe 8
    2 Einrichtungen
                          Erste Probenahme                            2 E inrIchtungen
    aufs Geratewohl
                          4 Einrichtungen aufs Gerate-                aufs Geratewohl
                          wohl ausgewählt; unterteilt
                           in Proben A und B
                                                                               G
    A
       ^                                    Ende
           L_J   l    1
                                  Übergang
            ~ö~] fiÖ
                                           Ende
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                                                                                       ©
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                         Zweite Probenentnahme; 2 Einrich-
                                                                                         o
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                         tungen aufs Geratewohl ausgewählt                                ©
                                                                                         m
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                               XKÜTÖI - [ÖV\Ö\
       h> fiôiga
       H                   _^J     Genehmigung entzogen
              go; goi ^
                                      mindestens (80-x) X der Mindestwerte erfüllen
          m            Bedeutet, daß die Einrichtungen
                                      nicht (180-X) X der Höchstwerte überschreiten
                                                        Abb iI dung 1
 ---pagebreak---                                    -ft
                                 ANHANG I I
    VORSCHRIFTEN FÜR DIE BAUARTGENEHMIGUNG VON BEGRENZUNGSLEUCHTEN,
        SCHLUSSLEUCHTEN, BREMSLEUCHTEN, FAHRTRICHTUNGSANZEIGERN,
     BELEUCHTUNGSEINRICHTUNGEN FÜR DAS HINTERE KENNZEICHENSCHILD.
     NEBELSCHEINWERFER, NEBELSCHLUSSLEUCHTEN, RÜCKFAHRSCHEINWERFER
                  UND RÜCKSTRAHLER FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER
                        DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
           BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
           Es gelten die Begriffsbestimmungen des Anhangs I der Richtlinie
           93/.../EWG des Rates vom         über den Anbau der Be-
           leuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen für zweirädrige oder
           dreirädrige Kraftfahrzeuge.
2          ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUR ERGÄNZUNG DES BAUARTGENEHMIGUNGS-
           ZEICHENS VON EINRICHTUNGEN ZUR FAHRTRICHTUNGSANZEIGE
2.1        Im Falle von Fahrtrichtungsanzeigern ist in der Nähe des
           Rechtecks des Bauartgenehmigungszeichens und gegenüber der
           Genehmigungsnummer eine Nummer anzubringen, die angibt, ob es
           sich um einen vorderen (Kategorie 11) oder einen hinteren
           (Kategorie 12) Fahrtrichtungsanzeiger handelt;
2.2        bei Fahrtrichtungsanzeigern, bei denen die vorgeschriebenen
           Mindest Iichtstärken bis zu einem Winkel von H - 80° ent-
           sprechend 4.7.1 nicht erreicht werden, ist unter dem Rechteck
           des Bauartgenehmigungszeichens ein waagerechter Pfeil, dessen
           Spitze in die Richtung zeigt, auf der die mindest lichtstarke
           nach 4.7.1 bis zu einem Winkel von mindestens H - 80° erfüllt
           ist, anzubringen.
           ALLGEMEI NE VORSCHRIFTEN
           Die Einrichtungen müssen so gebaut sein, daß sie bei üblicher
           Verwendung trotz der dabei auftretenden Schwingungsbean-
           spruchungen die in diesem Anhang vorgeschriebenen Merkmale
           beibehalten und ihr richtiges Arbeiten sichergestellt bleibt.
           LICHTSTÄRKE DES AUSGESTRAHLTEN LICHTS
           in der Bezugsachse muß die Lichtstärke des ausgestrahlten Lichts
           einer jeden der beiden Einrichtungen mindestens den
           Minimalwerten entsprechen und darf höchstens die Maximalwerte
           erreichen, die in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind, in
           keiner Richtung dürfen die angegebenen Maximalwerte über-
           schr itten werden.
                                                                            (4)
 ---pagebreak---                                      -es- -
                                                     min (cd)        max (cd)
4.1           Schlußleuchten                            4              12
4.2           Begrenzungsleuchten                       4              60
4.3           Bremsleuchten                            40             100
4.4           Fahrtrichtungsanzeiger
4.4.1         vorn (Kategorie 11)                      90             700<*>
              (siehe Anlage 1)
4.4.2         hinten (Kategorie 12)                    50             200
              (siehe Anlage 1)
4.5           Außerhalb der Bezugsachse muß die Lichtstärke des ausge-
              strahlten Lichts innerhalb der Winkelbereiche nach den Ab-
              bildungen der Anlage 1 in jeder Richtung, die den Punkten der
              Tabelle der Lichtverteilung nach Anlage 2 dieser Richtung
              entspricht, mindestens gleich dem Produkt der Mindestwerte nach
              4.1 bis 4.4 und dem in dieser Tabelle für die betreffende
              Richtung angegebenen Prozentsatz sein.
4.6           Abweichend von 4.1 ist bei ineinandergebauten Bremsleuchten und
              Schlußleuchten für die Schlußleuchte eine maximale Lichtstärke
              von 60 cd unterhalb der Ebene zulässig, die gegen die
              Hörizontalebene einen Winkel von 5° nach unten bildet.
4.7           Außerdem
4.7.1         muß in den gesamten in der Anlage 1 bestimmten Bereichen die
              Lichtstärke mindestens 0,05 cd für die Begrenzungsleuchten und
              Schlußleuchten und mindestens 0,3 cd für die Bremsleuchten und
              die Fahrtrichtungsanzeiger betragen;
4.7.2         bei zusammengebauten oder ineinandergebauten Schlußleuchten und
              Bremsleuchten muß das Verhältnis der tatsächlich gemessenen
              Lichtstärken bei gleichzeitig brennenden Leuchten zur
              Lichtstärke der brennenden Schlußleuchte allein mindestens 5:1
              an den 11 in der Anlage 2 festgelegten Meßpunkten betragen, die
              sich in einem Bereich befinden, der durch die vertikalen
              Geraden, die durch 0°V / + 10°H und die waagerechten
              Geraden, die durch ± 5°V/0°H der Tabelle der Lichtverteilung
              verlaufen, begrenzt ist;
4.7.3         die Vorschriften in 2.2 der Anlage 2 über örtliche Licht-
              stärkeschwankungen sind einzuhalten.
4.8           Die Lichtstärken sind bei dauernd brennenden Lampen zu messen.
               Im Falle von blinkenden Leuchten ist eine Uberhitzung der
              Einrichtung zu vermeiden.
(*)   Gilt nur für den Bereich zwischen den beiden vertikalen Linien, die
      durch V - 0°/H - + 5° und zwei horizontale Linien, die durch V - +.
      10°/H » 0° verlaufen. Für jede andere Richtung gilt ein Maximalwert
      von 400 cd.
 ---pagebreak---                               - (C -
4
  -9  Die Anlage 2, auf die sich 4.5 bezieht, enthält Angaben über die
      anzuwendenden Meßverfahren.
4.10  Die Beleuchtungseinrichtung für das hintere Kennzeichen muß den
      Anforderungen nach der Anlage 3 genügen.
5     PRÜFVERFAHREN
5.1   Alle Messungen sind mit einer farblosen Prüf lampe durchzu-
      führen, die dem für die Einrichtung vorgesehenen Lampentyp
      entspricht und die auf den Nennlichtstrom eingestellt ist, der
      für die betreffende Lampe vorgeschrieben ist.
5.2   Die vertikalen und horizontalen Ränder der leuchtenden Fläche
      der Einrichtung müssen bestimmt und im Verhältnis zu ihrem
      Bezugspunkt bemaßt werden.
6     NEBELSCHEINWERFER UND NEBELSCHLUBLEUCHTEN
      Es gelten die Vorschriften der Richtlinie 76/762/EWG über
      Nebelscheinwerfer und 77/538/EWG über Nebel Schluß leuchten.
      RÜCKFAHRSCHEINWERFER
      Es gelten die Vorschriften der Richtlinie 77/539/EWG über
      Rückfahrsche inwerfer.
8     RÜCKSTRAHLER
8.1   Pedal rückstrahier
8.1.1 Die Rückstrahler müssen so geformt sein, daß sie in ein Rechteck
      passen, dessen Sei ten längen ein Verhältnis von weniger oder
      gleich 8 aufweisen.
8.1.2 Die rückstrahlende Oberfläche der vier Pedal rückstrahier darf
      nicht weniger als 8 cm 2 betragen.
8.2   Sonstige Rückstrahler
      Es gelten die Vorschriften der Richtlinie 76/757/EWG über
      Rückstrahler.
 ---pagebreak---                                        -£>     -
                                      ANLAGE 1
                            Horizontale (H) und vertikale (V) Mindestwindel
                                   für die räumliche Lichtverteilung
                                                               ^     Bezugsachse
                                                               T-      ===
I.Begrenzungsleuchte
                                                       &WMfA
           V - + 15°/-10°
                                                                                        = 80<
                                                   '^^i^2^£2Ôi!ÊÈï?-Z"F     a h r z eug
2,Schluß leuchte
           V - • lôV-IO«
                                                                                     H = 80v
  3%Fahrtrichtungsanzeiger vorne und hinten
            V - ± 15°
                                                                Bezugs-
                                                                achsen
                                                                                     H = 800
                                        H = 80°
                für zweirädrige
                Fahrzeuge
                                                                                         = 20°
                                     H = 20°
                                                                Bezugsachsen
                 für dreirädrige
                 Fahrzeuge
                                                                  Fahrzeug
    4.   Bremsleuchte                     ^'{///-v/z-W/A/-^
              V - + 15°/-10°
                                                            H = A5° Bezugsachse
                                        H = A5<
 ---pagebreak---                                 - a-
                              ANLAGE 2
                     PHOTOMETRISCHE MESSUNGEN
1     MEßVERFAHREN
1.1   Bei den photometrischen Messungen ist störendes Streulicht durch
      geeignete Abdeckungen zu vermeiden.
1.2   Wenn die Ergebnisse der photometrischen Messungen zu Zweifeln
      Anlaß geben, sind die Messungen wie folgt auszuführen:
1.2.1 die Meßentfernung ist so zu wählen, daß das quadratische Ent-
       fernungsgesetz anwendbar ist;
1.2.2 die Meßeinrichtung muß so beschaffen sein, daß die Winkel-
      öffnung des Empfängers - vom Bezugspunkt der Leuchte aus g e -
      sehen - zwischen 10 Winkelminuten und einem Grad liegt;
1.2.3 die für eine bestimmte Beobachtungsrichtung vorgeschriebene
      Mindest Iichtstärke gilt als erreicht, wenn sie in eine Richtung
      erreicht wird, die nicht mehr als ein Viertel Grad von der
      Beobachtungsrichtung abweicht.
      TABELLE ÜBER DIE VEREINHEITLICHTE RÄUMLICHE LICHTVERTEILUNG
      10                       -20-         -20
            ---10-       20          -70        •20    HO  *
                         35 — 9 0 - 1 0 0 —  90  35
               10-       20           20         20    10  *
      10>-                      20-         -20
               20°       10°     5°     0*       10"   20'
                                       H
2.1    Die Richtung H - 0° und V - 0° entspricht der Bezugsachse
       (die am Fahrzeug waagerecht und parallel zur FahrzeugIängs-
       mittelebene in Richtung der verlangten Sichtbarkeit verläuft).
       Sie geht durch den Bezugspunkt. Die in der Tabelle angegebenen
       Werte geben für die verschiedenen Meßrichtungen die Mindestwerte
        in Prozent des für Jede Leuchte geforderten Mindestwerts in der
       Achse (Richtung H - 0° und V - 0°) an.
 ---pagebreak---                           -1<\  -
2.2 Innerhalb des in zwei durch ein Raster schematisch darge-
    stellten Bereichs der Lichtverteilung muß die Lichtverteilung
    im wesentlichen so einheitlich sein, daß die Lichtstärke in
    jeder Richtung eines Teils des durch die Linien des Rasters
    gebildeten Feldes mindestens den niedrigsten vorgeschriebenen
    Mindestwert in Prozent (oder den niedrigsten verfügbaren Wert)
    auf den Linien des Rasters beträgt, die die betreffende Richtung
    begrenzen.
 ---pagebreak---                         - p -
                      ANHANG 3
PHOTOMETRISCHE MESSUNGEN DER BELEUCHTUNGSEINRICHTUNG
             FUR DAS HINTERE KENNZEICHEN
 ZU BELEUCHTENDE FLÄCHE
 Die Einrichtungen können zur Kategorie 1 oder 2 gehören. Die
 Einrichtungen der Kategorie 1 müssen so gebaut sein, daß sie
 eine Fläche von mindestens 130 x 240 mm beleuchten und die
 Einrichtungen der Kategorie 2 müssen so gebaut sein, daß sie
 eine Fläche von mindestens 200 x 280 mm beleuchten.
 LICHTEINFALL
 Der Hersteller der Beleuchtungseinrichtung hat die Anbrin-
 gungsbedingungen für die Einrichtung in bezug auf die für das
 Kennzeichen bestimmte Fläche anzugeben; diese Einrichtung muß so
 angebaut sein, daß in keinem Punkt der zu beleuchtenden Fläche
 der Winkel des Lichteinfalls auf diese Fläche größer als 82°
 ist, wobei dieser Winkel zu der von der Oberfläche des
 Kennzeichens am weitesten entfernten Stelle der Licht-
 austrittsfläche der Einrichtung zu messen ist. Wenn mehrere
 Beleuchtungseinrichtungen vorhanden sind, ist diese Forderung
 nur auf denjenigen Teil des Kennzeichens anzuwenden, der durch
 die betreffende Einrichtung beleuchtet werden soll.
 Die Einrichtung muß so beschaffen sein, daß kein Lichtstrahl
 unmittelbar nach hinten austritt; ausgenommen ist rotes Licht,
 sofern die Einrichtung mit einer Schlußleuchte zusammengebaut
 ist.
 MEßVERFAHREN
 Die Leuchtdichten werden auf einem mattweißen Löschpapier ge-
 messen, dessen diffuse Rückstrahlung mindestens 70X beträgt;
 Abmessungen und Anbringung des Löschpapiers sollen so sein wie
 die des normalerweise zu verwendenden Kennzeichens, wobei sich
 das Papier 2 mm über dem Halter für das Kennzeichen befindet.
 Die Leuchtdichten sind senkrecht zur Papierfläche in den Punkten
 zu messen, die in Nr. 4 dieses Anhangs angegeben sind, wobei
 Jeder Punkt eine Kreisfläche von 25 mm Durchmesser darstellt.
 ---pagebreak---                                    _ ?*-
           PHOTOMETRISCHE MERKMALE
           Die Leuchtdichte B muß mindestens 2 cd/m2 in jedem der nach-
           stehend festgelegten Meßpunkte betragen.
                                                       280
                                     25
              240
25
                                     75
40                                                                       200
                               130                                   1
40
                            1
                                     75
25 1  i            1
    25* 65  '  60 •   65   «25
                                     25             1      1         1 1
                                        25l   80    |   70  l  80    l25
           Abb. 1                                          Abb. 2
           Meßpunkte für                                   Meßpunkte für
           die Kategor ie 1                                die Kategorie 2
           Der Gradient der Leuchtdichte zwischen den Werten B1 und B2,
           gemessen in den Punkten 1 und 2, die aus den vorstehend er-
           wähnten Meßpunkten beliebig ausgewählt wurden, darf 2 x Bo/cm
           nicht überschreiten, wobei Bo die kleinste Leuchtdichte
           bedeutet, die in den verschiedenen Meßpunkten festgestellt
           wurde, d.h.
                        B2 - B1            < 2 x Bo/cm
               Abstand durch 1-2 in cm
 ---pagebreak---                                       -Il  -
                                    ANLAGE 4
        BESCHREIBUNGSBOGEN IN BEZUG AUF DEN TYP FOLGENDER EINRICHTUNGEN
                         BEGRENZUNGSLEUCHTE
                         SCHLUSSLEUCHTE
                         BREMSLEUCHTE
                         FAHRTRICHTUNGSANZEIGER
                         BELEUCHTUNGSEINRICHTUNG FÜR DAS
                         HINTERE KENNZEICHENSCHILD
                         NEBELSCHEINWERFER
                         NEBELSCHLUSSLEUCHTE
                         RÜCKFAHRSCHEINWERFER
                         RÜCKSTRAHLER*1>
           BESTIMMT FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
           (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser
         unabhängig von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs
                                vorgelegt wird).
Laufende Nr. (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung in Bezug auf den Typ einer Begrenzungs-
leuchte, einer Schlußleuchte, einer Bremsleuchte, eines Fahrtrichtungsan-
zeigers, einer Beleuchtungseinrichtung für das hintere Kennzeichen, eines
Nebelscheinwerfers, einer Nebel Schluß leuchte, eines Rückfahrscheinwerfers,
eines Rückstrahlers^), der für zweidrädrige oder dreirädrige Kraftfahr-
zeuge bestimmt ist, muß folgende Angaben enthalten:
1.   Fabrik oder Handelsmarke:
2.   Name und Anschrift des Herstellers:
3.   gegebenenfalls Name und Anschrift
     des Beauftragten des Herstellers:
4.   Typ und Merkmale der Einrichtung:
5.   Anzahl und Kategorie der Glühlampen, mit denen die zur Bauartgenehmigung
     vorgelegte Einrichtung ausgerüstet ist:
6.   Die beigefügte Zeichnung Nr. ... zeigt die geometrischen Bedingungen für
     die Anbringung der Einrichtung, die zur Bauartgenehmigung vorgelegt
     wird, am Fahrzeug. Außerdem sind die Bezugsachse und die Lage der Ränder
     der leuchtenden Fläche der Einrichtung, die zur Bauartgenehmigung
     vorgelegt wird, anzugeben.
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                       -y -
                                     ANLAGE 5
                                                Angabe der Behörde
                    BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN EINES TYPS EINER
                          BEGRENZUNGSLEUCHTE
                          SCHLUSSLEUCHTE
                          BREMSLEUCHTE
                          FAHRTRICHTUNGSANZEIGER
                          BELEUCHTUNGSEINRICHTUNG FÜR DAS
                          HINTERE KENNZEICHENSCHILD
                          NEBELSCHEINWERFER
                          NEBELSCHLUSSLEUCHTE
                          RÜCKFAHRSCHEINWERFER
                          RÜCKSTRAHLER(1)
           BESTIMMT FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
                                       MUSTER
Protokoll Nr        des technischen Dienstes .... vom ....
Nr. der Bauartgenehmigung                      Nr. der Erweiterung ....
1.   Marke der E i nr ichtung:
2.   Typ der EInr ichtung:
3.   Name und Anschrift des Herstellers:
4.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellen
5.   Die Einrichtung wurde zur Prüfung vorgelegt am:
6.   Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert*1)
7.   Ort:
8.   Datum:
9.   Unterschrift:
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                    -?<•-
                                 ANHANG I 11
       VORSCHRIFTEN FÜR DIE BAUARTGENEHMIGUNG VON EINRICHTUNGEN,
             DIE MIT HALOGENLAMPEN FÜR ABBLENDLICHT UND/ODER
                FERNLICHT FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE
                     KRAFTFAHRZEUGE AUSGERÜSTET SIND
           BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
           Es gelten die Begriffsbestimmungen des Anhangs I der Richtlinie
           93/.../EWG des Rates vom          über den Anbau der Be-
           leuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen für zweirädrige oder
           dreirädrige Kraftfahrzeuge.
           SCHEINWERFER
           Es werden unterschieden
2.1        Scheinwerfer für Kleinkrafträder (siehe Anhang 11l-A)
2.1.1     mit einer Lampe mit
           einem Leuchtkörper                      15 W (Kategorie S3)
2.1.2     mit einer Lampe mit
           zwei Leuchtkörpern                      15/15 W (Kategorie S4)
2.1.3     mit einer Ha logen lampe mit
           einem Leuchtkörper                      15 W (Kategorie HS 2 )
2.2        Scheinwerfer für Krafträder und Drei radfahrzeuge
           (siehe Anhänge 11l-B und 11l-C)
2.2.1     mit einer Lampe mit
           zwei Leuchtkörpern                      25/25 W (Kategorie S D
2.2.2.    mit einer Lampe mit
           zwei Leuchtkörpern                      35/35 W (Kategorie S2)
2.2.3      mit einer Ha logen lampe mit
           zwei Leuchtkörpern                      35/35 W (Kategorie HS 1 )
 ---pagebreak---                        ANHANG I I I—A
             SCHEINWERFER FÜR KLEINKRAFTRÄDER
1   ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
1.1 Die Scheinwerfer müssen so beschaffen sein, daß bei üblicher
    Verwendung trotz der dabei möglicherweise auftretenden Er-
    schütterungen ihr richtiges Arbeiten sichergestellt bleibt und
    sie die in diesem Anhang vorgeschriebenen Merkmale behalten.
1.2 Die Teile, die für die Befestigung der Glühlampe bestimmt sind,
    müssen so gebaut sein, daß die Lampe auch bei Dunkelheit mit
    Sicherheit nur in der richtigen Lage eingesetzt werden kann.
2   BESONDERE VORSCHRIFTEN
2.1 Die richtige Lage der Streuscheibe in bezug auf das optische
    System muß eindeutig gekennzeichnet und gegen Verdrehung im
    Betrieb gesichert sein.
2.2 Zur Messung der vom Scheinwerfer erzeugten Beleuchtungsstärke
    ist ein Meßschirm nach Anlage 2 und 3 und eine Prüf lampe mit
    glattem und farblosem Kolben entsprechend einer der unter 2.1
    des Anhangs III vorgesehenen Kategorien zu verwenden.
    Die Prüflampen sind auf den geltenden BezugsIichtstrom ent-
    sprechend den in den technischen Angaben (siehe Anhang IV)
    vorgeschriebenen Werten für diese Lampen einzustellen.
2.3 Das Abblendlicht muß eine so deutlich erkennbare Hell- Dunkel-
    Grenze aufweisen, daß mit deren Hilfe eine gute Einstellung
    möglich ist. Die Hell- Dunkel-Grenze muß, aus einer Entfernung
    von 10 m gemessen, über eine horizontale Länge von mindestens ±
    900 mm so gerade und horizontal wie möglich verlaufen (für
    Halogenlampen: eine Länge von mindestens ± 2250 mm, gemessen aus
    einer Entfernung von 25 m-, siehe Anlage 3 ) . Werden die
    Scheinwerfer nach den Angaben der Anlage 1 eingestellt, so
    müssen sie die darin enthaltenen Vorschriften erfüllen.
2.4 Das Bild des Lichtbündels darf keine seitlichen Unregel-
    mäßigkeiten aufweisen, die eine gute Sicht beeinträchtigen.
2.5 Die Beleuchtungsstärke auf dem Schirm nach 2.2 ist mit einem
    Photoempfänger zu messen, dessen wirksame Oberfläche innerhalb
    eines Quadrates mit 25 mm Seitenlänge liegt.
 ---pagebreak---                        -U -
ZUSÄTZLICHE ANFORDERUNGEN FÜR ÜBERPRÜFUNGEN, DIE DURCH DIE
ZUSTÄNDIGEN BEHORDEN BEI DER KONTROLLE DER ÜBEREINSTIMMUNG DER
PRODUKTION DURCHGEFÜHRT WERDEN KÖNNEN
Die Aufstellung der photometrischen Merkmale der Scheinwerfer,
die nach den allgemeinen Bestimmungen über die Kon-
form itätsprüfungen abgenommen wird, ist auf die Punkte LH - RH-L
300 - V 300 - R 300 - R 600 - L 600 (siehe AbbiIdung in der
Anlage 2) zu beschränken.
 ---pagebreak---                              -}>-
                            ANLAGE 1
            PHOTOMETRISCHE PRÜFUNGEN FÜR LAMPEN DER
                      KATEGORIEN S3 UND S 4
      Für die Messungen ist der Meßschirm (siehe nachstehende Ab-
      bildung) in einer Entfernung von 10 m vor dem Scheinwerfer und
      rechtwinkelig zu der Linie, die den Leuchtkörper für das
      Fernlicht mit dem Punkt HV verbindet, aufzustellen; die Linie H-
      H muß horizontal verlaufen.
2     VORSCHRIFTEN FÜR DAS ABBLENDLICHT
2.1   Seitlich ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß die Licht-
      verteilung so symmetrisch wie möglich zur Linie V-V erfolgt.
2.2   Vertikal ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß die Hell-
      Dunkel -Grenze 100 mm unter der Linie H-H liegt.
2.3   Ist der Scheinwerfer nach 2.1 und 2.2 ausgerichtet, muß die
      Beleuchtungsstärke die folgenden Werte erreichen:
2.3.1 auf der Linie H-H und darüber:      höchstens 2 Lux;
2.3.2 auf einer Linie 300 mm unterhalb der Linie H-H und über eine
      Breite von 900 mm beiderseits der Vertikalen. V-V: mindestens 8
      Lux;
2.3.3 Auf einer Linie 600 mm unterhalb der Linie H-H und über eine
      Breite von 900 mm beiderseits der Vertikalen V-V: mindestens 4
      Lux.
3     VORSCHRIFTEN FÜR DAS FERNLICHT (sofern vorhanden)
3.1   Ist der Scheinwerfer nach 2.1 und 2.2 ausgerichtet, muß er den
      folgenden Vorschriften für das Fernlicht entsprechen:
3.1.1 der Schnittpunkt (HV) der Linien H-H und V-V muß sich innerhalb
      der Isoluxlinie für 80 X der maximalen Beleuchtungsstärke
      befinden;
3.1.2 Die maximale Beleuchtungsstärke (E m a x ) des Fernlichts muß
      mindestens 50 Lux betragen;
3.1.3 Ausgehend vom Punkt HV darf die Beleuchtungsstärke des Fern-
       lichts horizontal nach rechts und links bis zu einem Abstand von
      0,90 m nicht kleiner als E m a x /4 sein.
 ---pagebreak--- MESSSCHIRM
Abb 11 dung
 ---pagebreak---                       -  ?1-
                     ANHANG 2
    PHOTOMETRISCHE PRÜFUNGEN FÜR HALOGENLAMPEN
                 DER KATEGORIE H S 2
Für die Messungen ist der Meßschirm (siehe nachstehende Ab-
bildung) in einer Entfernung von 25 m vor dem Scheinwerfer und
rechtwinkelig zu der Linie, die den Leuchtkörper der Glühlampe
mit dem Punkt HV verbindet, aufzustellen; die Linie H-H muß
horizontal verlaufen.
Seitlich ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß sich die
Mitte des Lichtbündels auf der Vertikalen V-V befindet.
Vertikal ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß sich die
Hell- Dunkel-Grenze 250 mm unterhalb der Linie H-H befindet, Er
muß möglichst horizontal ausgerichtet sein.
Ist der Scheinwerfer nach 2 und 3 eingestellt, muß er die
nachstehenden Bedingungen erfüllen:
  Meßpunkt                            Beleuchtungsstärke E/Lux
  Jeder punkt auf oder über
  der Linie H-H                                < 0,7
  Jeder Punkt auf der Linie 35L-35R
  außer 35V                                    >. 1
  Punkt 35V                                    > 2
  Jeder Punkt auf der Linie 25L-25R            >. 2
  Jeder Punkt auf der Linie 15L-15R            > 0,5
 ---pagebreak---                                              -£>-
                                          MESSSCHIRM
                                           Abb iI dung
         5. Meßschirm
                                               wv
    TT si                                                      He 11~ DunkeIf
                                                              'Grenze
        'sU
                                             1X5ÛL                      JüLLi
     I ?     ?5L                            S&                          25«
    o
    c
                           2250                          2250
                      3000
1SL                                                                        15*
                         (Abmessungen in mm bei 25 m Entfernung)
                                                                               (5)
 ---pagebreak---                                      - < • * -
                                    ANLAGE 3
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                        BETREFFEND EINEN SCHEINWERFERTYP
                               FÜR KLEINKRAFTRÄDER
           (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser
         unabhängig von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs
                               eingereicht wird).
Laufende Nr. (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend einen Scheinwerfertyp für
Kleinkrafträder muß folgende Angaben enthalten:
1.   Fabrik oder Handeismarke:
2.   Name und Anschrift des Herstellers:
3.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
4.   Typ und Merkmale des zur Bauartgenehmigung vorgelegten Scheinwerfers:
 ---pagebreak---                                      -   # -
                                    ANLAGE 5
                                              Angabe der Behörde
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                           FÜR EINEN SCHEINWERFERTYP
                              FÜR KLEINKRAFTRÄDER
                                     MUSTER
Protokoll Nr       des technischen Dienstes .... vom ....
Nr. der Bauartgenehmigung                    Nr. der Erweiterung
1.   Marke des Scheinwerfers:
2.   Typ des Scheinwerfers:
3.   Name und Anschrift des Herstellers:
4.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5.   Der Scheinwerfer wird zur Prüfung vorgelegt am:
6.   Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert<1>
7.   Ort:
8.   Datum :
9.   Unterschrift:
(1)    Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                - h -
                            ANHANG lll-B
         SCHEINWERFER FÜR KRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE,
      DIE EIN ABBLENDLICHT UND EIN FERNLICHT AUSSTRAHLEN UND
                  MIT GLÜHLAMPEN AUSGERÜSTET SIND
1       ZUSÄTZLICHE VORSCHRIFTEN ÜBER DIE KENNZEICHNUNG UND DIE AUF-
        SCHRIFTEN AUF DEN BESONDEREN EINRICHTUNGEN
1.1     Die Scheinwerfer müssen deutlich lesbar und dauerhaft die
        Aufschrift "MB" (Symbol für das Abblendlicht) tragen, die
        gegenüber der Bauartgenehmigungsnummer angebracht wird.
1.2     Bei Scheinwerfern, die so gebaut sind, daß der Leuchtkörper für
        das Abblendlicht nicht gleichzeitig mit dem für eine andere
        Beleuchtungsfunktion, mit der er ine inandergebaut sein kann,
        eingeschaltet sein darf, ist ein Schrägstrich (/) hinter dem
        Zeichen (MB) für den Abblendscheinwerfer im Genehmigungszeichen
        anzuordnen.
2       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
2.1     Jedes Muster muß den Vorschriften nach 3 genügen.
2.2     Die Scheinwerfer müssen so beschaffen und gebaut sein, daß bei
        üblicher Verwendung trotz der dabei möglicherweise auftretenden
        Erschütterungen ihr richtiges Arbeiten sichergestellt bleibt
        und sie die vorgeschriebenen Merkmale behalten.
2.2.1   Die Scheinwerfer müssen eine Versteileinrichtung haben, die die
        ordnungsgemäße Einstellung der Scheinwerfer am Fahrzeug nach den
        dafür geltenden Vorschriften ermöglicht. Diese Einrichtung darf
        bei Scheinwerfern fehlen, deren Reflektor und Streuscheibe fest
        miteinander Verbunden sind, wenn ihre Verwendung auf Fahrzeuge
        beschränkt wird, bei denen die Scheinwerfereinstellung auf
        andere Weise gewährleistet ist.
        Werden Scheinwerfer für Fernlicht und Scheinwerfer für Ab-
        blendlicht, die jeweils mit einer eigenen Glühlampe betrieben
        werden, zu einer Einheit zusammengebaut, so muß die VerStell-
        einrichtung die ordnungsgemäße Einstellung jedes optischen
        Systems für sich erlauben.
2.2.2   Diese Vorschriften gelten Jedoch nicht für zusammengebaute
        Scheinwerfer, deren Reflektoren untrennbar miteinander ver-
        bunden sind. Für diesen Scheinwerfertyp gelten die Vorschriften
        nach 3.3. Wird für die Erzeugung des Fernlichts mehr als eine
        Lichtquelle verwendet, sind für die Ermittlung des Wertes der
        größten Beleuchtungsstärke (E m a x ) alle das Fernlicht
        erzeugenden Lichtquellen einzuschalten.
2.3     Die Teile, die für die Befestigung der Glühlampe am Reflektor
        bestimmt sind, müssen so gebaut sein, daß die Lampe auch bei
        Dunkelheit mit Sicherheit nur in der richtigen Lage eingesetzt
        werden kann.
 ---pagebreak---                            - ii-
2.4 Ergänzende Prüfungen sind nach den Vorschriften der Anlage 2
    durchzuführen, um sicherzustellen, daß bei in Betrieb befind-
     lichen Scheinwerfern keine übermäßigen Änderungen der photo-
    metrischen Merkmale auftreten.
3   BESONDERE VORSCHRIFTEN
3.1 Die richtige Lage der Streuscheibe in bezug auf das optische
    System muß eindeutig gekennzeichnet und gegen Verdrehung im
    Betrieb gesichert sein.
3.2 Zur Messung der vom Scheinwerfer erzeugten Beleuchtungsstärke
    ist ein Meßschirm nach der Anlage 1 und eine Prüf lampe (S1
    und/oder S2, siehe Anhang IV) mit glattem und farblosem Kolben
    zu verwenden.
    Die Prüflampen sind entsprechend den für diese Lampen vorge-
    schriebenen Werten auf den entsprechenden BezugsIichtstrom
    einzustellen.
3.3 Das Abblendlicht muß eine so deutlich erkennbare Hell- Dunkel-
    Grenze aufweisen, daß mit deren Hilfe eine gute Einstellung
    möglich ist. Die Hell- Dunkel-Grenze muß über eine horizontale
    Breite von mindestens + 5° so gerade und horizontal wie
    möglich verlaufen. Werden die Scheinwerfer nach der Anlage 1
    eingestellt, so müssen sie die darin enthaltenen Vorschriften
    erfüllen.
3.4 Das Bild des Lichtbündels darf keine seitlichen Unregelmäßig-
    keiten aufweisen, die eine gute Sicht beeinträchtigen.
3.5 Die Beleuchtungsstärke auf dem Schirm nach 3.2 ist mit einem
    Photoempfänger zu messen, dessen wirksame Oberfläche innerhalb
    eines Quadrates mit 65 mm Sei ten länge liegt.
 ---pagebreak---                                      - sr-
4              ZUSÄTZLICHE ANFORDERUNGEN FÜR DIE ÜBERPRÜFUNGEN, DIE VON DEN
               ZUSTÄNDIGEN BEHORDEN BEI DER KONTROLLE DER ÜBEREINSTIMMUNG DER
               PRODUKTION DURCHGEFÜHRT WERDEN KÖNNEN
               Hinsichtlich der photometrischen Werte sind Serienscheinwerfer
               nicht zu beanstanden,
4.1            wenn kein Meßwert um mehr als 20 X im ungünstigen Sinn von dem
               vorgeschriebenen Wert abweicht (für Zone III darf die größte
               Abweichung im ungünstigen Sinn 0,3 Lux betragen),
4.2            oder wenn
4.2.1          beim Abblendlicht die vorgeschriebenen Werte mit einer Toleranz
               von 0,2 Lux auf der Linie hh und mit einer Toleranz von 0,1 Lux
               in mindestens einem Punkt der Fläche eingehalten sind, die auf
               dem Meßschirm (in einer Entfernung von 25 m) durch einen Kreis
               von 15 cm Radius um die Punkte 50L, 50V, 50R, 25L, 25V, 25R und
               im gesamten Bereich der Zone IV, der um nicht mehr als 37,5 cm
               Über der Linie 25R und 201<1> liegt, begrenzt ist,
4.2.2          und wenn beim Fernlicht HV innerhalb der Isoluxlinie 0,75 E m a x
               liegt und die photometrischen Werte mit einer Toleranz von 20 X
               eingehalten sind.
(1)    Die Prüfung der Verhältnisse der Beleuchtungsstärken 50L und 50R
                                                            50V     50V
    nach 4.5 des Anhangs 1 dient nur zur Beurteilung der angestrebten
    Eigenschaften des Scheinwerfertyps und ist bei der Prüfung der Über-
    einstimmung der Produktion nicht zu kontrollieren.
 ---pagebreak---                              - u-
                            ANLAGE 1
                    PHOTOMETRISCHE PRÜFUNGEN
1     Für die Einstellung ist der Einstellschirm in einer Entfernung
      von 10 m vor dem Scheinwerfer aufzustellen; die Linie h-h muß
      horizontal verlaufen. Für die Messungen ist der Photoempfänger
      25 m vor dem Scheinwerfer und rechtwinkelig zu der Linie, die
      den Leuchtkörper der Glühlampe mit dem Punkt HV verbindet,
      aufzustellen.
2     Seitlich ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß die
      Bündelmitte des Fernlichts auf der Vertikalen v-v befindet.
3     Vertikal ist der Scheinwerfer so auszurichten, daß sich die
      Hell- Dunkel-Grenze des Abblendlichts 250 mm unterhalb der Linie
      h-h befindet.
4      Ist der Scheinwerfer nach 2 und 3 eingestellt, muß er - nach den
      Bedingungen für das Fernlicht - die nachstehenden Bedingungen
      erfüllen:
4.1   die Lichtbündelmitte des Fernlichts darf sich nicht mehr als
      0,6° über oder unter der Linie h-h befinden;
4.2   die Beleuchtungsstärke des Fernlichts muß ihren Größtwert E m a x
      im Mittelpunkt des gesamten Lichtbündels erreichen und nach den
      Seiten hin abnehmen;
4.3   die größte Beleuchtungsstärke E m a x des Fernlichts muß min-
      destens 32 Lux betragen;
4.4   die vom Fernlicht erzeugte Beleuchtungsstärke muß den folgenden
      Werten entsprechen:
4.4.1 der Schnittpunkt HV der Linien hh und vv muß sich innerhalb der
      Isoluxlinie für 90 X der größten Beleuchtungsstärke befinden;
4.4.2 von Punkt HV ausgehend muß die Beleuchtungsstärke des Fern-
      lichts in horizontaler Richtung nach rechts und links bis zu
      einer Entfernung von 1,125 m mindestens 12 Lux und bis zu einer
      Entfernung von 2,25 m mindestens 3 Lux betragen.
 ---pagebreak---                                   -V -
4.5         Die vom Abblendlicht erzeugten Beleuchtungsstärken müssen
            folgenden Werten entsprechen:
                Jeder Punkt auf und über
                der Linie hh                               <. 0,7 lux
                Jeder Punkt auf der Linie
                50L-50R außer 50V<*>                       >. 1,5 lux
                Punkt 50V                                  > 3,0 lux
                Jeder Punkt auf der Linie
                25L-25R                                    > 3,0 lux
                Jeder Punkt der Zone IV                    >. 1,5 lux
                        5. MESS- UND EINSTELLSCHIRM
                 (Zahlenangaben in mm für 25 m Entfernung)
                                                Bereich IM
             2250                                 27S0
<*) Intensität 5ÔR - 0,25 min.
               50V
 ---pagebreak---                                        - ?*
                                      ANLAGE 2
                 PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT DER PHOTOMETRISCHEN
                      MERKMALE VON IN BETRIEB BEFINDLICHEN
                                    SCHEINWERFERN
Die Einhaltung der Vorschriften dieser Anlage ist nicht ausreichend für die
Genehmigung von Scheinwerfern mit Abschlußscheiben aus Kunststoff.
Prüfungen an vollständigen Scheinwerfern
Sind die photometrischen Werte nach den Vorschriften dieser Regelung
ermittelt, und zwar Im Punkt E m a x für das Fernlicht und in den Punkten HV ,
50R, 50L, B 50 für das Abblendlicht, so ist das Muster eines vollständigen
Scheinwerfers hinsichtlich der Beständigkeit der photometrischen Werte im
Betrieb zu prüfen. Unter einem "vollständigen Scheinwerfer" ist die
vollständige Scheinwerfereinheit selbst einschließlich angrenzender
Karosserieteile und Leuchten, die ihre Wärmeableitung beeinflussen könnten, zu
verstehen.
1             PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT DER PHOTOMETRISCHEN MERKMALE
1.1           Sauberer Scheinwerfer
              Der Scheinwerfer ist 12 h lang nach 1.1.1 zu betreiben und dann
              nach 1.1.2 zu überprüfen.
1.1.1         Prüfverfahren
              Der Scheinwerfer ist während der vorgeschriebenen Zeit wie folgt
              zu betreiben:
1.1.1.1       (a) soll nur eine einzige Beleuchtungsfunktion (Fernlicht oder
                  Abblendlicht) genehmigt werden, so ist der entsprechende
                  Leuchtkörper für die vorgeschriebene Zeit
                  einzuschalten**);
              (b) bei einem ineinandergebauten Scheinwerfer für Abblendlicht
                  und Fernlicht (Zweifadenglühlampen oder zwei Glühlampen):
                  erklärt der Antragsteller, daß der Scheinwerfer Jeweils nur
                  mit einem eingeschalteten Leuchtkörper(**) benutzt werden
                  soll, so ist die Prüfung dementsprechend durchzuführen,
                  wobei Jede vorgesehene Lichtfunktion nacheinander während
                  der Hälfte der in 1.1 vorgeschriebenen Zeit
                  einzuschalten**) Ist;
                   in allen anderen Fällen (*)(**) muß der Schein-werfer dem
(*)   Ist der geprüfte Scheinwerfer mit Begrenzungs- oder Schlußleuchten zu-
      sammen- oder ineinandergebaut, so müssen letztere für die Dauer der
      Prüfung eingeschaltet sein.
(**)  Sollten zwei oder mehr Glühlampenleuchtkörper eingeschaltet werden, wenn
      der Scheinwerfer als Lichthupe benutzt wird, so wird dies nicht als
      normale gleichzeitige Verwendung der Leuchtkörper betrachtet.
 ---pagebreak---                                - M -
             nachstehenden Zyklus sooft unterworfen werden, bis die
             vorgeschriebene Zeit erreicht ist:
             15 Minuten Abblendlichtkörper eingeschaltet;
              5 Minuten alle Leuchtkörper eingeschaltet.
        (c) Bei zusammengebauten Lichtfunktionen müssen alle einzelnen
             Funktionen gleichzeitig während der Zeitdauer eingeschaltet
             sein, die für die einzelnen Lichtfunktionen (a)
             vorgeschrieben ist, wobei auch die Benutzung von
             ineinandergebauten Funktionen (b) nach den Angaben des
             Herstellers zu berücksichtigen sind.
1.1.1.2 PrüfSpannung
        Die Spannung ist so einzustellen, daß eine Leistungsaufnahme von
        90 X der in diesem Anhang für Glühlampen der Kategorie S im
        Anhang IV vorgeschriebenen maximalen Leistungsaufnahme erzielt
        wird. Die aufgenommene Leistung muß in Jedem Fall mit dem
        entsprechenden Wert einer Glühlampe mit 12 V Nennspannung
        übereinstimmen, außer wenn der Antragsteller angibt, daß eine
        andere Spannung benutzt werden kann.
1.1.2   Prüfergebni sse
1.1.2.1 Prüfung durch Augenschein
        Ist der Scheinwerfer auf Umgebungstemperatur stabilisiert, so
        ist die Streuscheibe des Scheinwerfers und -falls vorhanden- die
        äußere Abschlußscheibe mit einem sauberen, feuchten Baum-
        wolltuch zu reinigen. Es ist dann durch Augenschein zu über-
        prüfen, daß keine Verzerrung, Verformung, Rißbildung oder
        Farbänderung an sowohl der Scheinwerferstreuscheibe oder -falls
        vorhanden- der äußeren Abschiußscheibe festzustellen ist.
1.1.2.2 Photometrische Prüfung
        Nach den Vorschriften dieses Anhangs sind die photometrischen
        Werte in folgenden Punkten zu prüfen:
        Abb Iend Iicht:
             50 R, 50 L, B 50 HV
        Fernlicht:
             Punkt E m a x
        Eine weitere Einstellung darf vorgenommen werden, um eventuelle
        Verformungen der Scheinwerferprüfvorrichtung durch
        Wärmeeinwirkung zu berücksichtigen (Veränderung der Lage der
        Hell- Dunkel-Grenze siehe Nr. 2 ) .
        Eine 10%-ige Abweichung, einschließlich der Toleranzen des
        photometrischen Verfahrens zwischen den photometrischen Werten
        und den vor der Prüfung gemessenen Werten ist zulässig.
 ---pagebreak---                                  -iß  -
1.2     Verschmutzter Scheinwerfer
        Nach der Prüfung gemäß 1.1 ist der nach 1.2.1 vorbereitete
        Scheinwerfer eine Stunde lang nach 1.1.1 zu betreiben und dann
        nach 1.1.2 zu prüfen.
1.2.1   Vorbereitung des Scheinwerfers
1.2.1.1 Prüfmischung
        Die auf den Scheinwerfer aufzubringende Mischung aus Wasser und
        Schmutz muß sich zusammensetzen aus 9 Masseteilen Silicatsand
        mit einer TelIchengröße zwischen 0 und 100 um, einem Masseteil
        pflanzlichen Kohlestaubs mit einer Teilchengröße zwischen 0 und
        100 um, 0,2 Masseteilen NaCMC und einer angemessenen Menge
        destilliertem Wasser, dessen Leitfähigkeit für die Zwecke dieser
        Prüfung kleiner als 1 mS/m ist.
        Die Mischung darf nicht älter als 14 Tage sein.
1.2.1.2 Aufbringen der Prüfmischung auf den Scheinwerfer
        Die Prüfmischung ist gleichmäßig über die gesamte Lichtaus-
        trittsfläche des Scheinwerfers aufzutragen und dann trocknen zu
        lassen. Dieses Verfahren ist zu wiederholen, bis der Be-
        leuchtungsstärkewert auf 15 - 20 X der Werte gefallen ist, die
        ursprünglich für jeden der nachstehenden Punkte nach den
        Bedingungen dieser Anlage gemessen wurden:
        E m a x für einen Scheinwerfer für Abblendlicht,
        E m a x für einen Scheinwerfer nur für Fernlicht,
        B 50 und 50 V für einen Scheinwerfer nur für Abblendlicht.
1.2.1.3 Meßeinrichtung
        Die Meßeinrichtung muß derjenigen entsprechen, die bei den
        Genehmigungsprüfungen für den Scheinwerfer benutzt wurde. Für
        die photometrische Nachprüfung ist eine Prüf lampe zu verwenden.
2       PRÜFUNG DER VERÄNDERUNGEN DER VERTIKALEN LAGE DER HELL- DUNKEL-
        GRENZE UNTER WÄRMEEINFLUß
        Ziel ist, nachzuprüfen, ob die vertikale Verschiebung der Hell-
        Dunkel-Grenze unter dem Einfluß von Wärme bei einem In Betrieb
        befindlichen Scheinwerfer für Abblendlicht einen vor-
        geschriebenen Wert nicht überschreitet.
 ---pagebreak---                              - <H-
      Der nach 1.1 geprüfte Scheinwerfer muß der Prüfung nach 2.1
      unterzogen werden, ohne aus der Prüfvorrichtung entfernt oder in
      seiner Stellung zu ihr verändert zu werden.
2.1   Prüfung
      Die Prüfung ist in einer trockenen und ruhigen Umgebung bei
      einer Umgebungstemperatur von 23°C + 5°C durchzuführen.
      Mit einer Serienglühlampe, die bereits mindestens 1 h lang in
      Betrieb war, ist der Scheinwerfer mit Abblendlicht zu be-
      treiben, ohne aus der Prüfvorrichtung entfernt oder in seiner
      Stellung zu ihr verändert zu werden. (FUr diese Prüfung muß die
      Spannung nach 1.1.1.2 eingestellt werden.) Die Lage der Hell-
      Dunkel -Grenze in ihrem horizontalen Teil (zwischen den
      senkrechten Linien durch den Punkt 50 L und den Punkt 50 R) Ist
      3 Min. (r3) und 60 Min. (r60) nach Inbetriebnahme zu überprüfen.
      Die Messung der vorstehend beschriebenen Veränderung der Lage
      der Hell- Dunkel-Grenze ist nach einer beliebigen Methode
      durchzuführen, die eine genügende Genauigkeit und reprodu-
      zierbare Ergebnisse ergibt.
2.2   Prüfergebnisse
2.2.1 Das Ergebnis, ausgedrückt in Mi II(radiant (mrad), gilt als
      zufriedenstellend, wenn der am Scheinwerfer festgestellte
      Absolutwert A rl - r3 - r60 nicht mehr als 1,0 mrad ( û rl i
      1,0 mrad) beträgt.
2.2.2 Ist dieser Wert jedoch größer als 1,0 mrad, aber nicht größer
      als 1,5 mrad (1,0 mrad < à rl <. 1,5 mrad), so ist ein zweiter
      Scheinwerfer nach 2.1 zu prüfen, nachdem er dreimal hinter-
      einander dem nachstehenden Zyklus unterworfen wurde, um die Lage
      der mechanischen Teile des Scheinwerfers auf einer dem normalen
      Einbau im Fahrzeug entsprechenden Prüfvorrichtung zu
      stabiIisieren.
      Betrieb des Scheinwerfers für Abblendlicht eine Stunde lang (die
      Spannung ist nach 1.1.1.2 einzustellen).
      Ruhedauer von einer Stunde.
      Der Scheinwerfertyp gilt als zufriedenstellend, wenn das Mittel
      der Absolutwerte À rl, gemessen am 1. Muster, und £>rll,
      gemessen am 2. Muster, nicht mehr als 1,0 mrad beträgt.
      ( A  M  - A r n < ,>0 mrad)
 ---pagebreak---                                      - «   -
                                    ANLAGE 3
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                        BETREFFEND EINEN SCHEINWERFERTYP,
               DER EIN ABBLENDLICHT UND EIN FERNLICHT AUSSTRAHLT
                       UND MIT GLÜHLAMPEN AUSGERÜSTET IST
                      FÜR KRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE
           (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser
         unabhängig von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs
                               eingereicht wird).
Laufende Nr. (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend einen Scheinwerfertyp für
Krafträder und Drei radfahrzeuge muß folgende Angaben enthalten:
1.   Fabrik oder Handelsmarke:
2.   Name und Anschrift des Herstellers:
3.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
4.   Typ und Merkmale des zur Bauartgenehmigung vorgelegten Scheinwerfers
 ---pagebreak---                                       -  73 -
                                     ANLAGE 4
                                                Angabe der Behörde
                              BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                FÜR EINEN SCHEINWERFERTYP, DER EIN ABBLENDLICHT
                           UND EIN FERNLICHT AUSSTRAHLT
                       UND MIT GLÜHLAMPEN AUSGERÜSTET IST
                       FÜR KRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE
                                       MUSTER
Protokoll Nr        des technischen Dienstes .... vom ....
Nr. der Bauartgenehmigung                      Nr. der Erweiterung
1.   Marke des Sehe i nwer fers :
2.   Typ des Sehe i nwer fers :
3.   Name und Anschrift des Herstellers:
4.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5.   Der Scheinwerfer wird zur Prüfung vorgelegt am:
6.   Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert^1)
7.   Ort:
8.   Datum :
9.   Unterschrift:
 (1)    Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                              - OL
                          ANHANG I M - C
        SCHEINWERFER FÜR KRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE
         FÜR ASYMMETRISCHES ABBLENDLICHT UND FERNLICHT,
    DIE MIT HALOGENLAMPEN (HS1-GLÜHLAMPEN) AUSGERÜSTET SIND
1      ZUSÄTZLICHE VORSCHRIFTEN ÜBER DIE KENNZEICHNUNG UND DIE
      AUFSCHRIFTEN AUF DEN EINRICHTUNGEN
1.1   Sind Scheinwerfer nur für Rechtsverkehr oder nur für Links-
      verkehr bestimmt, so ist die Grenze des Bereichs auf der
      Streuscheibe des Scheinwerfers dauerhaft zu bezeichnen, der zur
      Vermeidung der Belästigung der Verkehrsteilnehmer eines Landes,
       in dem die Verkehrsrichtung nicht der Richtung entspricht, für
      die der Scheinwerfer gebaut ist, abgedeckt werden muß. Die
      Abgrenzung des Bereichs kann entfallen, wenn sie auf der
      Streuscheibe unmittelbar zu erkennen ist.
1.2   Bei Scheinwerfern, die für die wahlweise Verwendung bei Rechts-
      oder Linksverkehr gebaut sind, müssen beide Stellungen des
      Scheinwerfers am Fahrzeug oder der Glühlampe im Reflektor
      gekennzeichnet sein, und zwar durch die Buchstaben N R/D N für die
      Stellung für Rechtsverkehr und die Buchstaben NL/G" für die
      Stellung für Linksverkehr.
1.3   Bei Scheinwerfern, die so gebaut sind, daß der Leuchtkörper für
      das Abblendlicht nicht gleichzeitig mit dem für eine andere
      Beleuchtungsfunktion, mit der er ineinandergebaut sein kann,
      eingeschaltet sein darf, ist ein Schrägstrich (/) hinter dem
      Zeichen für den Abblendscheinwerfer im Genehmigungszeichen
      anzuordnen.
1.4   Auf Scheinwerfern, die nur für Linksverkehr bestimmt sind, Ist
      ein waagerechter Pfeil, der von vorn gesehen nach rechts zeigt,
      d.h. nach der Straßenseite, auf der sich der Verkehr bewegt,
      unter dem Genehmigungszeichen anzubringen;
1.5   Auf Scheinwerfern, die durch Umstellung des Scheinwerferkörpers
      oder der Glühlampe für beide Verkehrsrichtungen verwendet werden
      können, ist ein waagerechter Pfeil mit zwei Spitzen, von denen
      eine nach links und eine nach rechts zeigt, unter dem
      Genehmigungszeichen anzubringen;
1.6   Gegenüber der Genehmigungsnummer sind die Buchstaben "MBH"
      anzubringen.
1.7   Die in obigen Punkten erwähnten Zeichen und Symbole müssen
      deutlich lesbar und dauerhaft sein.
 ---pagebreak---                             - fr -
2     ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
2.1   Jedes Muster muß den Vorschriften in 3 - 5 entsprechen.
2.2   Die Scheinwerfer müssen so beschaffen sein, daß sie bei üblicher
      Verwendung trotz der dabei möglicherweise auftretenden
      Erschütterungen die in diesem Anhang vorgeschriebenen
      Eigenschaften behalten und ihr richtiges Arbeiten sicherge-
      stellt bleibt.
2.2.1 Die Scheinwerfer müssen eine Versteileinrichtung haben, die die
      ordnungsgemäße Einstellung des Scheinwerfers am Fahrzeug nach
      den dafür geltenden Vorschriften ermöglicht. Diese Einrichtung
      darf bei Scheinwerfern fehlen, deren Reflektor und
      Abschlußscheibe fest miteinander verbunden sind, wenn die
      Verwendung solcher Einsätze auf Fahrzeuge beschränkt wird, bei
      denen die Scheinwerfereinstellung auf andere Weise ge-
      währleistet ist.
      Werden Scheinwerfer für Fernlicht und Scheinwerfer für Ab-
      blendlicht, die jeweils mit ihrer eigenen Glühlampe betrieben
      werden, zu einem Bauteil zusammengefaßt, so muß die Versteil-
      einrichtung die ordnungsgemäße Einstellung jedes optischen
      Systems für sich erlauben.
2.2.2 Die Vorschriften gelten jedoch nicht für Scheinwerfer, deren
      Reflektoren unteilbar miteinander verbunden sind. Für diesen
      Scheinwerfertyp gelten die Vorschriften gemäß 2.3 dieses
      Anhangs. Wird für die Erzeugung des Fernlichts mehr als eine
      Lichtquelle verwendet, so sind für die Ermittlung des Wertes der
      höchsten Beleuchtungsstärke (Em) die kombinierten Funktionen zu
      benutzen.
2.3   Die Teile, die für die Befestigung der Glühlampe am Reflektor
      bestimmt sind, müssen so gebaut sein, daß die Glühlampe auch bei
      Dunkelheit mit Sicherheit nur in der richtigen Lage eingesetzt
      werden kann.
2.4   Die richtige Lage der Streuscheibe in bezug auf das optische
      System muß eindeutig gekennzeichnet und gegen Verdrehung ge-
      sichert sein.
2.5   Bei Scheinwerfern, die für wahlweise Verwendung bei Rechts-
      verkehr oder Linksverkehr gebaut werden, darf die Einstellung
      auf eine bestimmte Verkehrsrichtung entweder bei der Erstaus-
      rüstung des Fahrzeugs oder durch den Benutzer vorgenommen
      werden. Diese Ersteinstellung oder nachträgliche Umstellung kann
      beispielsweise In einer Verdrehung um einen bestimmten Winkel
      entweder der Optik zum Fahrzeug oder der Glühlampe zur Optik
      bestehen. In jedem Falle dürfen nur zwei eindeutig bestimmte
      Raststellungen möglich sein, von denen jede einer
 ---pagebreak---                              - u-
      Verkehrsrichtung entspricht (links oder rechts) wobei unbe-
      absichtigte Verdrehungen sowie Zwischenstellungen ausge-
      schlossen sein müssen. Kann die Glühlampe in zwei verschiedenen
      Stellungen eingesetzt werden, so müssen die Befestigungsteile
      für die Glühlampe so gebaut sein, daß der Glühlampensitz in
      Jeder der beiden Stellungen ebenso genau ist wie bei
      Scheinwerfern für nur eine Verkehrsrichtung. Die Einhaltung
      dieser Forderungen Ist durch Augenschein und, wenn erforderlich,
      durch eine praktische Prüfung festzustellen.
2.6   Ergänzende Prüfungen sind in Übereinstimmung mit den Vor-
      schriften der Anlage 3 durchzuführen, um zu gewährleisten, daß
      bei Benutzung keine übermäßigen Veränderungen der photo-
      metrischen Merkmale auftreten.
3     VORSCHRIFTEN BETREFFEND DIE BELEUCHTUNG
3.1   Allgemeine Vorschriften
3.1.1 Die Scheinwerfer müssen so gebaut sein, daß sie mit geeigneten
      HS1-Glühlampen bei Austrahlung eines Abblendlichts eine
      angemessene nicht blendende Beleuchtung und bei Ausstrahlung
      eines Fernlichts eine gute Beleuchtung erbringen.
3.1.2 Zur Prüfung der vom Scheinwerfer erzeugten Beleuchtungsstärke
      ist ein senkrechter Meßschirm zu verwenden, der in 25 m
      Entfernung vor dem Scheinwerfer gemäß der Anlage 1 aufgestellt
      wird.
3.1.3 Zur Prüfung der Scheinwerfer ist eine Prüf lampe mit farblosem
      Kolben und einer Nennspannung von 12 V zu verwenden. Während der
      Prüfung des Scheinwerfers muß die an die Kontakte der Glühlampe
      angelegte Spannung so eingestellt werden, daß die nachstehenden
      Werte erreicht werden:
                                        Leistungs-
                                        aufnahme        Lichtstrom
                                         in Watt          in Lumen
         Abblendlichtleuchtkörper       — • a - 35           450
         Fernlichtleuchtkörper          ^       35           700
      Der Scheinwerfer gilt als annehmbar, wenn er die Vorschriften
      der Nr. 3 mit mindestens einer Prüf lampe erfüllt, die zusammen
      mit dem Scheinwerfer eingereicht werden darf.
                                                                       i*
 ---pagebreak---                                - n-
3.1.4   Die Abmessungen, die die Lage der Leuchtkörper im Inneren der
        HS1-Prüflampe bestimmen, sind in Anhang IV, Anlage 19 aufge-
        führt.
3.1.5   Der Kolben der Prüf lampe muß so geformt und optisch so be-
        schaffen sein, daß keine für die Lichtverteilung nachteilige
        Reflexion und Brechung auftritt.
3.2     Vorschriften für das Abblendlicht
3.2.1   Das Abblendlicht muß eine so deutlich erkennbare Hell- Dunkel-
        Grenze ergeben, daß mit deren Hilfe eine gute Einstellung
        möglich ist. Die Hell- Dunkel-Grenze muß auf der Seite, die der
        Verkehrsrichtung, für die der Scheinwerfer vorgesehen ist,
        gegenüber liegt, eine waagerechte Gerade sein; auf der anderen
        Seite darf sie entweder nicht oberhalb der unterbrochenen Linie
        HV H1 H4 verlaufen, die durch eine Gerade HV H1, die unter einem
        Winkel von 45° zur waagerechten verläuft, und die Gerade H1
        H4, die um 1° über der Geraden hh liegt, gebildet wird, oder
        sie darf nicht über der Geraden HV H3 verlaufen, die einen
        Winkel von 15° über der Waagerechten bildet (siehe Anlage 1 ) .
        Eine Hell- Dunkel-Grenze, die gleichzeitig die Linie H2 H4
        überschreitet und sich aus einer Kombination der beiden
        vorgenannten Möglichkeiten ergibt, ist auf keinen Fall
        zulässig.
3.2.2   Der Scheinwerfer muß so eingestellt werden, daß
3.2.2.1 bei Scheinwerfern für Rechtsverkehr die Hell- Dunkel-Grenze auf
        der linken Hälfte und bei Scheinwerfern für Linksverkehr auf
        der rechten Hälfte des Meßschirms waagerecht verläuft; der
        Einstellungsschirm muß breit genug sein, um die Prüfung der
        Hell- Dunkel-Grenze in einem Bereich von mindestens 5° zu
        beiden Seiten der Linie vv zu ermöglichen;
3.2.2.2 dieser waagerechte Teil der Hell- Dunkel-Grenze sich auf dem
        Meßschirm 25 cm unter der Hörizontalebene durch den Brennpunkt
        des Scheinwerfers befindet (siehe Anlage 1 ) ;
3.2.2.3 die Spitze der Hell- Dunkel-Grenze auf der Linie vv liegt;
        stellt das Lichtbündel keine Hell- Dunkel-Grenze mit einem
        eindeutigen "Knick" dar, ist die seitliche Einstellung so
        vorzunehmen, daß die vorgeschriebenen Anforderungen für die
        Beleuchtungsstärken an den Punkten 75R und 50R für Rechts-
        verkehr bzw. an den Punkten 75L und 50L für Linksverkehr am
        besten erfüllt werden;
3.2.3   bei dieser Einstellung muß der Scheinwerfer den Vorschriften
        nach 3.2.5 bis 3.2.7 und 3.3 entsprechen.
3.2.4   Wenn ein nach den vorstehenden Angaben eingestellter Schein-
        werfer den Vorschriften nach 3.2.5 bis 3.2.7 und 3.3 nicht
        entspricht, darf die Einstellung des Lichtbündels unter der
        Bedingung geändert werden, daß die Achse des Lichtbündels um
        höchstens 1° (- 44 cm) seitlich nach links oder rechts ver-
        dreht wird. Die Grenze der Verstellung um 1° nach rechts oder
        nach links ist nicht unvereinbar mit einer senkrechten
 ---pagebreak---                                       -*f -
                Verstellung nach oben und nach unten, die lediglich durch die
                Vorschriften der Nr. 3.3 begrenzt wird, wobei der waagerechte
                Teil der Hell- Dunkel-Grenze Jedoch die Linie hh nicht über-
                schreiten darf. Um die Einstellung mittels der Heil- Dunkel-
                Grenze zu erleichtern, darf der Scheinwerfer teilweise abge-
                deckt werden, damit die Hell- Dunkel-Grenze schärfer hervor-
                tritt.
3.2.5           Die vom Abblendlicht auf dem Meßschirm erzeugte Beleuchtungs-
                stärke muß folgender Tabelle entsprechen:
                    Punkt auf dem Meßschirm
                               ~~]     "               ~ — —    Beleuchtungs-
                                                                   stärke
         Scheinwerfer für.              Scheinwerfer für            in Lux
          Rechtsverkehr                  Linksverkehr
        Punkt B          50 L          Punkt B         50 R         < 0.3
        Punkt            75 R          Punkt           75 L         > 6
        Punkt            50 R          Punkt           50 L         >. 6
        Punkt            25 L          Punkt           25 R         > 1.5
        Punkt            25 R          Punkt           25 L         > 1.5
                    Jeder Punkt im Bereich III                      <. 0.7
                    Jeder Punkt im Bereich IV                       >. 2
                    Jeder Punkt im Bereich I                        <. 20
3.2.6           In den Bereichen I, II, III und IV dürfen keine die gute Sicht
                beeinträchtigenden seitlichen Beleuchtungsunterschiede bestehen,
3.2.7          Scheinwerfer, die sowohl für Rechts- als auch für Linksverkehr
               bestimmt sind, müssen für jede der beiden Raststellungen des
                Scheinwerferkörpers oder der Glühlampe den vorstehend
                angegebenen Vorschriften für die entsprechende Verkehrsrichtung
               genügen.
3.3            Vorschriften für Fernlicht
3.3.1          Die vom Fernlicht auf dem Meßschirm erzeugte Beleuchtungsstärke
               muß bei der gleichen Scheinwerfereinstellung wie bei den
               Messungen nach 3.2.5 bis 3.2.7 gemessen werden.
3.3.2          Die vom Fernlicht auf dem Meßschirm erzeugte Beleuchtungsstärke
               muß den folgenden Vorschriften entsprechen:
3.3.2.1         der Schnittpunkt HV der Linien hh und vv muß sich innerhalb der
                Isoluxlinie für 90 % der größten Beleuchtungsstärke befinden.
               Dieser Höchstwert (Em) darf nicht niedriger als 32 Lux sein. Der
               Höchstwert darf 240 Lux nicht übersteigen.
3.3.2.2        Von Punkt HV ausgehend darf die Beleuchtungsstärke in waage-
 ---pagebreak---                                -11 -
      rechter Richtung nach rechts und links bis zu einer Entfernung
      von 1,125 m 16 Lux und bis zu einer Entfernung von 2,25 m
      4 Lux nicht unterschreiten.
3.4   Die in 3.2.5 bis 3.2.7 und 3.3 geforderten Beleuchtungsstärken
      auf dem Meßschirm sind mit einem photoelektrischen Empfänger zu
      messen, dessen wirksame Oberfläche innerhalb eines Quadrats von
      65 mm Sei ten länge liegt.
4     PRÜFSCHEINWERFER
      Als Prüfscheinwerfer gilt ein Scheinwerfer, der
4.1   die o.g. Vorschriften für die Bauartgenehmigung erfüllt;
4.2   einen wirksamen Durchmesser von mindestens 160 mm hat;
4.3   mit einer Prüf lampe in den verschiedenen Punkten und in den
      verschiedenen Bereichen nach 3.2.5 Beleuchtungsstärken erzeugt
4.3.1 von höchstens 90 % der Höchstwerte und
4.3.2 von mindestens 120 % der Mindestwerte, entsprechend der Tabelle
      in 3.2.5.
5     BESONDERE VORSCHRIFTEN BETREFFEND DIE PRÜFUNG DER ÜBEREIN-
      STIMMUNG DER PRODUKTION
5.1   Hinsichtlich der photometrischen Merkmale ist die Überein-
      stimmung von Serienscheinwerfern gewährleistet, wenn bei den
      photometrischen Prüfungen mit einem als Stichprobe entnommenen
      Scheinwerfer mit einer Prüf lampe
          kein Meßwert um mehr als 20 % im ungünstigen Sinn von dem
          vorgeschriebenen Wert abweicht. (Für Werte in den Punkten
          B50R oder L und im Bereich III darf die größte Abweichung im
          ungünstigen Sinn 0,2 Lux (bei B50R oder L) oder 0,3 Lux
          (Bereich I M ) betragen);
          oder wenn beim Abblendlicht die vorgeschriebenen Werte im
          Punkt HV (mit einer Toleranz von 0,2 Lux) und in mindestens
          einem Punkt einer Zone auf dem Meßschirm (in 25 m
          Entfernung), die durch einen Kreis von 15 cm Radius um die
          Punkte B50R oder L (mit einer Toleranz von 0,1 Lux) 75R oder
          L, 50R oder L und 25R oder L begrenzt ist, erfüllt werden;
           in der gesamten Zone des Bereichs IV, die um nicht mehr als
          22,5 cm über der Linie 25R 25L liegt, müssen die vorge-
          schriebenen Werte ebenfalls erfüllt werden. Das gilt auch,
          wenn beim Fernlicht der Punkt HV innerhalb der Isoluxlinle
          0,75 E m a x liegt und die photometrischen Werte mit einer
          Toleranz von 20 % eingehalten sind.
5.2   Genügen die Ergebnisse der Prüfungen nach 3 nicht den For-
      derungen, so sind die Prüfungen für den betreffenden Schein-
      werfer mit einer anderen Prüf lampe zu wiederholen.
 ---pagebreak---                                      - jco -
                                    ANLAGE 1
                                   MESSSCHIRM
               Vereinheitlichtes europäisches SeheinwerferIicht
                        Scheinwerfer für Rechtsverkehr*
                                  (Maße in mm)
                                                                                LiM*]
             h-h: waagerechte                ) durch den Brennpunkt
                  Ebene                      ) des Scheinwerfers
             v-v: vertikale
                  Ebene
* Der Meßschirm für Linksverkehr ist symmetrisch zu der Linie W     des Schemas
  dieses Anhangs.
 ---pagebreak---                                        -/!01 -
                                      ANLAGE 2
                PRÜFUNGEN DER BESTÄNDIGKEIT DER PHOTOMETRISCHEN
                      MERKMALE VON IN BETRIEB BEFINDLICHEN
                                   SCHEINWERFERN
Die Einhaltung der Vorschriften dieser Änderungen ist nicht ausreichend für
die Bauartgenehmigung von Scheinwerfern mit Streuscheiben aus Kunststoff.
PRÜFUNGEN AN VOLLSTÄNDIGEN SCHEINWERFERN
Sind die photometrischen Werte nach den Vorschriften dieses Anhangs er-
mittelt, und zwar im Punkt E m a x für das Fernlicht und in den Punkten HV, 50
R, B 50 L (oder HV, 50 L, B 50 R bei Scheinwerfern für Linksverkehr) für das
Abblendlicht, so ist das Muster eines vollständigen Scheinwerfers hin-
sichtlich der Beständigkeit der photometrischen Werte im Betrieb zu prüfen.
Unter einem "vollständigen Scheinwerfer" ist die vollständige Scheinwerfer-
einheit selbst einschließlich der angrenzenden Karosserieteile und Leuchten,
die ihre Wärmeableitung beeinflussen könnten, zu verstehen.
1             PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT DER PHOTOMETRISCHEN MERKMALE
              Die Prüfungen sind in einer trockenen und ruhigen Umgebung bei
              einer Umgebungstemperatur von 23°C ± 5°C durchzuführen,
              wobei der vollständige Scheinwerfer auf einer Vorrichtung zu
              befestigen ist, die dem normalen Einbau im Fahrzeug entspricht.
1.1           Sauberer Scheinwerfer
              Der Scheinwerfer ist 12 Stunden lang nach 1.1.1 zu betreiben und
              dann nach 1.1.2 zu überprüfen.
1.1.1         Prüfverfahren
              Der Scheinwerfer ist während der vorgeschriebenen Zeit wie folgt
              zu betreiben:
1.1.1.1       (a) i)-    soll nur eine einzige Beleuchtungsfunktion (Fernlicht
                         oder Abblendlicht) genehmigt werden, so ist der
                         entsprechende Leuchtkörper für die vorgeschriebene
                         Zeit einzuschalten.
                  ii)-   Bei einem ineinandergebauten Scheinwerfer für Be-
                         grenzungs- und Schlußleuchten müssen letztere während
                         der Dauer der Prüfung in Betrieb sein. Handelt es sich
                         um einen Fahrtrichtungsanzeiger, muß der Blinkbetrieb
                         eingestellt sein, wobei die Einschalt- und
                         Ausschaltdauer ungefähr gleich lang sein muß.
 ---pagebreak---         (b) Bei einem ineinandergebauten Scheinwerfer für Abblendlicht
            und Fernlicht (Zweifadenglühlampen oder zwei Glühlampen):
             i) - Erklärt der Antragsteller, daß der Scheinwerfer
                   jeweils nur mit einem eingeschalteten Leuchtkörper
                   benutzt werden soll, so ist die Prüfung dement-
                   sprechend durchzuführen, wobei Jede vorgesehene
                   Lichtfunktion nacheinander während der Hälfte der in
                   1.1 vorgeschriebenen Zeit einzuschalten ist;
             ii) - sind die beiden Leuchtkörper gleichzeitig in Betrieb,
                   wenn der Scheinwerfer als Leuchtsignal benutzt wird,
                   ist diese Verwendung nicht als normale gleichzeitige
                   Verwendung der beiden Leuchtkörper anzusehen.
                 - In allen anderen Fällen muß der Scheinwerfer dem
                   nachstehenden Zyklus sooft unterworfen werden, bis die
                   vorgeschriebene Zeit erreicht ist:
                   15 Minuten Abblendlichtkörper eingeschaltet;
                    5 Minuten alle Leuchtkörper eingeschaltet.
        (c) Bei zusammengebauten Lichtfunktionen müssen alle einzelnen
            Funktionen gleichzeitig während der Zeitdauer eingeschaltet
            sein, die für die einzelnen Lichtfunktionen a)
            vorgeschrieben ist, wobei auch die Benutzung von
             ineinandergebauten Funktionen b) nach den Angaben des
            Herstellers zu berücksichtigen sind.
1.1.1.2 PrüfSpannung
        Die Spannung ist so einzustellen, daß eine Leistung von 90 % der
        in dem Anhang 4, Anlagen 19 und 20 vorgeschriebenen maximalen
        Leistung für HS-Glühlampen erzielt wird.
1.1.2   PrüfergebnIsse
1.1.2.1 Prüfung durch Augenschein
        Ist der Scheinwerfer auf Umgebungstemperatur stabilisiert, so
        ist die Streuscheibe des Scheinwerfers und -falls vorhanden- die
        äußere Streuscheibe mit einem sauberen, feuchten Baumwolltuch
        zu reinigen. Es ist dann durch Augenschein zu überprüfen, daß
        keine Verzerrung, Verformung, Rißbildung oder Farbänderung
        sowohl an der Seheinwerferabschlußscheibe als auch -falls
        vorhanden- der äußeren Abschlußscheibe festzustellen ist.
 ---pagebreak---                                -J6}-
1.1.2.2 Photometrische Prüfung
        Nach den Vorschriften dieses Anhangs sind die photometrischen
        Werte in folgenden Punkten zu prüfen:
        Abblendlicht:
             5 R - B 50 L - HV für Scheinwerfer für den Rechtsverkehr,
             50 L - B 50 R - HV für Scheinwerfer für den Linksverkehr.
        Fernlicht:
             Punkt E m a x
        Eine weitere Einstellung darf durchgeführt werden, um even-
        tuelle Verformungen der Scheinwerferprüfeinrichtung durch
        Wärmeeinwirkung zu berücksichtigen (Veränderung der Lage der
        Hell- Dunkel-Grenze: siehe 2 ) .
        Eine 10%-ige Abweichung zwischen den photometrischen Werten und
        den vor der Prüfung gemessenen Werten einschließlich der
        Toleranzen des photometrischen Verfahrens ist zulässig.
1.2     Verschmutzter Scheinwerfer
        Nach der Prüfung gemäß 1.1 ist der nach 1.2.1 vorbereitete
        Scheinwerfer eine Stunde lang nach 1.1.1 zu -betreiben und dann
        nach 1.1.2 zu prüfen.
1.2.1   Vorbereitung des Scheinwerfers
1.2.1.1 Prüfmischung
        Die auf den Scheinwerfer aufzubringende Mischung aus Wasser und
        Schmutz muß sich zusammensetzen aus 9 Masseteilen Silicatsand
        mit einer TelIchengröße zwischen 0 und 100 um, einem Masseteil
        pflanzlichen Kohlestaubs mit einer TeiIchengröße zwischen 0 und
        100 um, 0,2 Masseteilen NaCMC und einer angemessenen Menge
        destilliertem Wasser, dessen Leitfähigkeit für die Zwecke dieser
        Prüfung kleiner als 1 mS/m ist.
        Die Mischung darf nicht älter als 14 Tage sein.
1.2.1.2 Aufbringen der Prüfmischung auf den Scheinwerfer
        Die Prüfmischung ist gleichmäßig über die gesamte Lichtaus-
        trittsfläche des Scheinwerfers aufzutragen und dann trocknen zu
         lassen. Dieses Verfahren ist zu wiederholen, bis der Be-
         leuchtungsstärkewert auf 15 - 20 % der Werte gefallen ist, die
        ursprünglich für jeden der nachstehenden Punkte nach den
        Bedingungen dieser Anlage gemessen wurden:
 ---pagebreak---                                  -y^-
        E
         max b e i einem Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht
        E
          max D e l einem Scheinwerfer für Fernlicht allein
        50 R und 50 V bei einem Scheinwerfer für Abblendlicht allein,
        der für Rechtsverkehr bestimmt ist
        50 L und 50 V bei einem Scheinwerfer für Abblendlicht allein,
        der für Linksverkehr bestimmt ist.
1.2.1.3 Meßeinrichtung
        Die Meßeinrichtung muß derjenigen entsprechen, die bei den
        Genehmigungsprüfungen für den Scheinwerfer benutzt wurde. Für
        die photometrische Nachprüfung ist eine Prüf lampe zu verwenden,
        PRÜFUNG DER VERÄNDERUNGEN DER VERTIKALEN LAGE DER HELL- DUNKEL-
        GRENZE UNTER WÄRMEEINFLUSS
        Ziel ist, nachzuprüfen, ob die vertikale Verschiebung der Hell*
        Dunkel-Grenze unter dem Einfluß von Wärme bei einem in Betrieb
        befindlichen Scheinwerfer für Abblendlicht einen vor-
        geschriebenen Wert nicht überschreitet.
        Der nach 1 geprüfte Scheinwerfer muß der Prüfung nach 2.1
        unterzogen werden, ohne aus der PrüfVorrichtung entfernt oder In
        seiner Stellung zu ihr verändert zu werden.
2.1     Prüfung
        Die Prüfung ist in einer trockenen und ruhigen Umgebung bei
        einer Umgebungstemperatur von 23°C ± 5°C durchzuführen.
        Mit einer Serienglühlampe, die bereits mindestens eine Stunde
        lang in Betrieb war, ist der Scheinwerfer mit Abblendlicht zu
        betreiben, ohne aus der Prüfvorrichtung entfernt oder in seiner
        Stellung zu ihr verändert zu werden. (Für diese Prüfung muß die
        Spannung nach 1.1.1.2 eingestellt werden.) Die Lage der Hell-
        Dunkel-Grenze in ihrem horizontalen Teil (zwischen vv und der
        senkrechten Linien durch Punkt B 50 L für Scheinwerfer, die für
        den Rechtsverkehr bestimmt sind oder B 50 R für Scheinwerfer,
        die für den Linksverkehr bestimmt sind) ist 3 Min. (r3) und 60
        Min. (r60) nach Inbetriebnahme zu überprüfen.
        Die Messung der vorstehend beschriebenen Veränderung der Lage
        der Hell- Dunkel-Grenze ist nach einer beliebigen Methode
        durchzuführen, die eine genügende Genauigkeit und reprodu-
        zierbare Ergebnisse ergibt.
2.2     Prüfergebnisse
2.2.1   Das Ergebnis, ausgedrückt in Mi 11(radiant (mrad), gilt als
        zufriedenstellend, wenn der Absolutwert A Rl • I R3 - r60 I,
        der auf dem Scheinwerfer angegeben ist, nicht mehr als 1,0 mrad
        ( A r I <. 1,0 mrad) beträgt.
 ---pagebreak---                                - /fi:> -
2.2.2 Ist dieser Wert jedoch größer als 1,0 mrad, aber nicht größer
      als 1,5 mrad (1,0 mrad < A rl < 1,5 mrad), so ist ein zweiter
      Scheinwerfer nach 2.1 zu prüfen, nachdem er dreimal hinter-
      einander dem nachstehenden Zyklus unterworfen wurde, um die Lage
      der mechanischen Teile des Scheinwerfers auf einer dem normalen
      Einbau im Fahrzeug entsprechenden Prüfvorrichtung zu
      stabilisieren:
      Betrieb des Scheinwerfers für Abblendlicht eine Stunde lang (die
      Spannung ist nach 1.1.1.2 einzustellen).
      Ruhedauer von einer Stunde.
      Der Sehetnwerfertyp gilt als zufriedenstellend, wenn das Mittel
      der Absolutwerte h rl, gemessen am 1. Muster, und i\ rll,
      gemessen am 2. Muster, nicht mehr als 1,0 mrad beträgt.
      ( * r ! - A r l l < -, f0 mrad)
             2
 ---pagebreak---                                           - AoC -
                                         ANLAGE 3
                                 BESCHREIBUNGSBOGEN
                        BETREFFEND EINEN SCHEINWERFERTYP,
                 FÜR ASYMMETRISCHES ABBLENDLICHT UND FERNLICHT,
                      DER MIT HALOGENLAMPEN AUSGERÜSTET UND
                         FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE
                            KRAFTFAHRZEUGE BESTIMMT IST
           (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser
         unabhängig von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs
                                 eingereicht wird).
Laufende Nr. (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend einen Scheinwerfertyp für
zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge muß folgende Angaben enthalten:
- unter dem Buchstaben A, Nummern: 8.1 bis 8.4
1.   Fabrik oder Handelsmarke:
2.   Name und Anschrift des Herstellers:
3.   gegebenenfalls Name und Anschrift
     des Beauftragten des Herstellers:
4.   Typ und Merkmale des zur Bauartgenehmigung vorgelegten
     Scheinwerfers: (MBH; MBH/; MBH; MBH; MBH/; MBH/)
                                   — — \   — >  * • — » < — ^
5.   Der Leuchtkörper für das Abblendlicht darf/darf nlcht<*> gleichzeitig
     mit dem Leuchtkörper für das Fernlicht und/oder eines anderen
     ineinandergebauten Scheinwerfers leuchten.
6.   Größte Beleuchtungsstärke (in Lux) des Fernlichts in 25 m Entfernung vom
     Scheinwerfer (Mittelwert von zwei Scheinwerfern):
(•)  Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                       _ -Kr _
                                     ANLAGE 4
                  Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                       BETREFFEND EINEN SCHEINWERFERTYP,
                FÜR ASYMMETRISCHES ABBLENDLICHT UND FERNLICHT,
                     DER MIT HALOGENLAMPEN AUSGERÜSTET UND
                        FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE
                           KRAFTFAHRZEUGE BESTIMMT IST
                                      MUSTER
Protokoll Nr       des technischen Dienstes        vom ....
Nr. der Bauartgenehmigung                     Nr. der Erweiterung
1.   Fabrik- oder Handelsmarke des Scheinwerfers:
2.   Typ des Scheinwerfers:
3.   Name und Anschrift des Herstellers:
4.   gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5.   Der Scheinwerfer wird zur Prüfung vorgelegt am:
6.   Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert(*)
7.   Ort
8.   Datum:
9.   Unterschrift:
(*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                      - >tef -
                   ANHANG IV
GLÜHLAMPEN, DIE ZUR VERWENDUNG IN GENEHMIGTEN
  LEUCHTEN VON KLEINKRAFTRÄDERN, KRAFTRÄDERN
             UND DREIRADFAHRZEUGEN
                 BESTIMMT SIND
 ---pagebreak---                                      ANLAGE 1
                           GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE R2
                  32 max        50 max                Abblendlicht
                                                            Abblendlicht
Sockel P45t-4i
                                    tezugsebene 2
                                   Jezugsebene 1
       Nur die äußeren Abmessungen und diejenigen, die die Austausbarke it
       beeinflussen, sind in der Zeichnung dargestellt und verbindlich.
       Unter der Bezugsachse ist die Linie zu verstehen, die vertikal auf der
       Bezugsebene 1 steht und durch den Schnittpunkt dieser Ebene mit dem
       zugehörigen Zentrierungszylinder verläuft.
       Die innere Struktur und die entsprechenden Abmessungen sind auf den
       Blättern R2/2 und R2/3 dargestellt.
       Kein Teil des Sockels darf durch Reflexion des vom Abblendlichtleucht-
       körper ausgestrahlten Lichts nach oben gerichtetes Streulicht erzeugen,
       wenn sich die Glühlampe in ihrer normalen Betriebslage am Fahrzeug
       bef indet.
       Der Kolben muß farblos sein.
 ---pagebreak---                                       - A4o -
                                                                     R2/2
                                  Innerer Aufbau
Erläuterunoen
        Glühlampenachse
II      Achse des Abblendlicht leuchtkörpers
II I    Ebene, die durch die Bezugsachse der Glühlampe verläuft, die vertikal
        zur Mittelebene der Fixiernase der Bezugsebene 1 steht
IV      Achse d e s Fernlichtleuchtkörpers
V       Scheitelmitte der Endwindung des Fernlichtkörpers
VI      Erste leuchtende Windung des Abblendlichtleuchtkörpers
VI I    Die durch die Achse des Fernlichtleuchtkörpers verlaufende Ebene
        braucht weder zur Ebene h-h noch zur Ebene z-z parallel zu sein
VI 11   Abstand e von der Bezugsebene
Anmerkung: Die Zeichnung ist nicht verbindlich in bezug auf Einzelheiten der
           Kappe und der Leuchtkörper.
 ---pagebreak---                                         _ AAA -
                                                                                R2/3
                                    Innerer Aufbau
                   Abmessungen                Toleranzen in M i l l i m e t e r
               ( i n mm oder Grad)                    oder in Grad
                      V I ß
                                                 Ser i e n -    Prüf-
                                                  lampe         lampe
           a                  0,6               ± 0,35            ± 0,15
           b                  0,2               ±0,35             ± 0,15
           c                  0,5               ±0,30             ± 0,15
           d                  0                 ± 0,5              ± 0,3
                                  (2)
           e                 28,5               ±0,35              ± 0,15
                                  (3)
           f                  1.8               ± 0,4              ± 0,2
           g                  0                 ± 0,5              ± 0,3
            •c                5,5               ± 1 ,5             ± 0,5
           ß                  0*                ± 1* 30*           ± 0* 30'
          *                  15*                ± 1* 3 0 '         ± 0* 30'
                (4)
          Q-Q*              3/4(lc+f)
(1) Meßverfahren siehe Veröffentlichung IEC Nr. ... [in Vorbereitung].
(2) 28,8 für 24 V Glühlampen.
(3)  2,2 für 24 V Glühlampen.
(4) Der festgelegte Wert für Q-Q' gilt nur für Prüflampen, die für die
    Bauartgenehmigungsprüfung von Scheinwerfern benutzt werden; die Kappe muß
    so bemessen sein, daß die Punkte Q' innerhalb des Kappenrandes liegen.
 ---pagebreak---                                                - 4*L -
                                                                                   H3/2
                                              ANLAGE 2
                                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE H3
                                                                 Abmessungen in Millimetern
          Bestimmung der Mitte des Sockeltellers        Abmessungen des Leuchtkörpers und
                                                        Toleranzen lür die Prüf lampe -
                                                         siehe Blatt H3/3
                         Bezugsachse 2**)
                             x                                                Mittelpunkt des
                                                                              Leuchtkörpers
Ansicht von oben
                                                                                         v,e>V
                Bezugsnut
                                                       Ansicht A: Messung h 2
                                                       Ansicht B: Messung k. h 1 f h-, f
                                                                                    3
                                                       Ansicht C: Messung h4          '
          (*)    Der Sockel ist in diese Richtungen zu drücken.
                                                                                               (71
 ---pagebreak---                                    -   st^S-
                                                                          H3/3
      Abmessungen in mm                Serien lampe          Prüf lampe
                                       6 V     12 V   24 V
              • (7)                           18.0 (5)            18,0
              f (7)                  3,0min      4,0 min       5,0 ± 0.5
              k                                                 0 ± 0.20
              M
                                                             0 ± 0.15 (*)
              h3
                                                <5)
              h2 -
                                                             0 ± 0.25 (6)
              h4
       Sockel PK 22s gemäß Veröffentlichung IEC 61 (Blatt      7004-47-2)
                  ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE MERKMALE
                      Volt               6      12      24         12
    Nenn-
    werte
                      Watt                  55          70         55
 PrOfeponnung         Volt              6.3    13.2    28.0
                                      max.     max.    max.        max.
                      Watt              63      68      84    68 a 13.2 V
    Soll-
    werte
                      Licht-           1 050 1 450     1 750
                      strom    Im
                        ± X                     15
BezugsIichtström   für Prüfungen von Scheinwerfern « 1 100 Im bei etwa
                                                                 12V
 ---pagebreak---                                     - 4Ah -
                                                                     H3/4
(1) Die Verformung des Kolbens am Sockel darf bei einem maximalen Ab-
    deckungswinkel von 80' nach außen in keiner Richtung sichtbar sein. Von
    den Abdeckschirmen darf kein Streulicht ausgehen. Der Winkel zwischen der
    Bezugsachse und der Ebene jedes Schirmes darf, gemessen auf der
    Kolbensei te nicht größer als 90' sein.
(2) Die zulässige Abweichung der Mitte des Sockeltellers von der Bezugsachse
    beträgt in senkrechter Richtung zu der Linie Z-Z 0,5 mm und parallel zu
    der Linie Z-Z 0,05 mm.
(3) Die Mindest länge oberhalb der Leuchtkörpermitte ("e") zu der der Kolben
    zylindrisch sein muß.
(4) Alle Teile der Feder oder der Fassung dürfen auf dem Sockelteller nur
    außerhalb des in gestrichelten Linien dargestellten Rechtecks aufliegen.
(5) Die Abmessungen der Serienlampen werden durch ein "Box-System", Blatt
    H3/5, siehe nachstehende Abbildung, überprüft.
(6) Bei den Prüflampen sind die Punkte zu messen, wo die Achse des Leucht-
    körpers von der Projektion des äußeren Teils der Endwindungen unter-
    brochen wird.
(7) Die Lage der ersten und letzten Windungen des Leuchtkörpers wird durch
    den Schnittpunkt der Außenseite der ersten und letzten leuchtenden
    Windungen mit der Ebene, die parallel zur Bezugsebene liegt, die sich in
    einem Abstand von 18,0 mm befindet, bestimmt. (Für doppelt gewendelte
    Leuchtkörper sind zusätzliche Anweisungen in Vorbereitung.)
 ---pagebreak---                                     -  A*>~-
                                                                        H3/5
Vorschriften für den Prüfschirm.
Diese Prüfung wird angewandt, um durch Nachprüfung der richtigen Lage des
Leuchtkörpers zur Bezugsachse und zur Bezugsebene festzustellen, ob die Lampe
den Forderungen entspricht.
                                             Abmessungen in Mi 11imetern
               Ansicht A und C                         Ansicht B
                                      Bezugsebene
                               a        c           k          g
                    6 V                                       2.0
                   12 V       1 ,8d    1.6d        1.0        2,8
                   24 V                                       2.9
 d - Durchmesser des Leuchtkörpers            Der Leuchtkörper muß aus-
                                              seht ießl ich innerhalb der ange-
                                              gebenen Begrenzungen liegen.
                                              Der Mittelpunkt des Leuchtkörpers
                                              muß innerhalb des Bereichs k
                                               Iiegen.
 ---pagebreak---                                                - A46 -
                                                                                    H4/1
                                              ANLAGE 3
                                  GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE H4
                                           Achse der Glühlampe
           yi,Q «HTNÛX. I
                                                                             Abblendlicht
   Socke I
            P43t-38                                                          / Fernlidht
                                                                    ,      Bezugs-
(Abmessungen in mm)                                Farblose oder se^~      achse "
                                                   lektivgelbe Glühlampe
      Die Zeichnungen sind nicht verbindlich; sie sollen lediglich die zu kon-
      trollierenden Abmessungen angeben.
                          Bezug          Abmessung          Toleranz
                                        12 V       24 V    12 V       24 V
                                                          + 0.45
                           e           28.5       29.0    - 0.25    ± 0.35
                                       28.95      29.25
                                                            /^         -
                           P
                                (1)
                           m             max. 60,0               -
                           n
                                (D       max. 34,5               -
                                (2)
                           s                 45.0                -
                           «    <»       max. 40*                -
 ---pagebreak---                                                 - 44 * -
                                                                                              H4/2
                                           Merkmale
                                                   Serien lampe                   PrOf
                                                                                   lampe
                                                                      (4)             (4)
         Nenn-              Volt               12                  24               12
         werte
                            Watt        60          55        75        70      60       55
        PrüfSpannung        Volt           13.2                   28
        Soll-               Watt      max.        max.      max.     max.   max. 75 max. 68
        werte                          75          68        85        80   à 13.2V a 13.2V
                            Licht-
                            strom     1 650       1 000     1 900     1 200
                              Im
                               ± X                       15
        Meßlichtstrom für die
        Messungen gemäß 3.8
        dieser Verordnung               -   •'       750      -         800
                               Im
        Bezugsme/Sstrcm bei etwa   12 Volt                        Im          1 250       750
        P43t-38 gemäß Veröffentlichung IEC 61 (Blatt            7004 - 39 - 2)
(1) Bei Verwendung eines gelben Außenkolbens geben "m" und "n" die
    Höchstabmessungen dieses Kolbens an; ist kein Außenkolben vorhanden,
    gibt "m" die Höchst länge der Glühlampe an.
(2) Die Glühlampe muß in einen Zylinder mit dem Durchmesser H s" eingeführt
    werden können, der zur Bezugsachse konzentrisch ist und an einem seiner
    Enden von einer Ebene begrenzt wird, die zur Bezugsebene in einem Ab-
    stand von 20 mm parallel ist und dessen anderes Ende von einer Halbkugel
    mit dem Durchmesser s_ begrenzt wird.
                              2
(3) Die Schwärzung ist mindestens bis zum zylindrischen Teil des Kolbens
    vorzunehmen. Ferner muß sie aus einer zur Bezugsachse senkrechten
    Richtung gesehen über die innere Abdeckkappe hinausreichen. Der durch die
    Schwärzung angestrebte Effekt kann auch auf andere Weise erreicht werden.
(4) Die in der linken Spalte aufgeführten Werte beziehen sich auf das
    Fernlicht. Die in der rechten Spalte aufgeführten Werte auf das Ab-
    blendlicht.
 ---pagebreak---                                       - /tis -
                                                                      H4/3
                            Laoe der Abblendkappe  (*)
OH
 (*)  Die Zeichnung ist hinsichtlich der Form der Abblendkappe nicht verbind-
      lich.
 (**) 30,0 für den Typ 24 volts.
 ---pagebreak---                                             - J4j
                                                                             H4/4
                                  Laoe der Leuchtkörper  (*)
      Q>~A\F
            Achse Leuchtkörper-Fernlicht
                      Achse Leuchtkörper-Abblendlicht
Abmessungen in mm
       (*)    Die Zeichnung ist nicht verbindlich hinsichtlich der Form der Abblend-
              kappe.
       (**)   Für die Glühlampen 24 V - 30,0 mm.
 ---pagebreak---                                        - AU  -
                                                                        H4/5
           Ergänzungen zu den Erklärungen der Blätter H4/3 und H4/4
     Die Maße werden in drei Richtungen gemessen:
1    Richtung für die Maße a, b 1 , c, d, e, f, lR und l c .
2    Richtung für die Maße g, h, p und q
3    Richtung für das Maß     b2
     Die Maße p und q sind in einer Ebene parallel zur Bezugsebene im Abstand
     von 33 mm von dieser Ebene zu messen.
     Die Maße b-j, b 2 , c und h sind in Ebenen zu messen, die parallel zur
     Bezugsebene sind, von denen die eine 29,5 mm (bei 24 Volt - 30,0 mm) und
     die andere 33 mm von dieser Ebene entfernt liegt.
     Die Maße a und g sind in Ebenen zu messen, die parallel zur Bezugsebene
     sind, von der die eine 26,0 mm und die andere 23,5 mm entfernt liegt.
Anmerkung:    Für das Meßverfahren siehe IEC Veröffentlichung Nr. 809.
 ---pagebreak---                                            -.424 -
                                                                           H4/6
         Tabelle der Maße für die Abbildungen der B i l d b l ä t t e r
                              H4/3 und H4/4 ( i n mm)
                                                             Toleranzen
                                                     Serien-          Prüf-
                                                      lampen         lampen
  Volt    12      24         12           24       12        24           12
   a/26 *                          0.8               ± 0.35             ± 0.2
   a/23.5 •                        0.8               ± 0.60             ± 0.2
   bi/29.5»     30.0*              0                 ± 0.35             ± 0.2
          •                       ••
   bt/33                  bi/29.5mv 30.0mv           ± 0.35             ± 0.15
                       •
   D2/29.5       30.0              0                 ± 0.35             ± 0.2
   02/33                  b2/29.5mv    30,0mv        ± 0.35             ± 0.15
                       •
   C29.5         30.0        0.6          0.75       ± 0.35             ± 0.2
          •                      ••
   c/33                   c/29.5mv     30.0mv        ± 0.35             ±0.15
   d                         min. 0,1                    -                -
      (7)                   28.5        29,0     + 0.45                 + 0.2
                                                 - 0.25    ± 0.35       - 0.0
   e
       (5) (6) (8)           1.7          2.0    + 0.50                 + 0.3
                                                 - 0.30    ± 0.40       - 0.1
   9/26 *                          0                 ± 0.5              ± 0.3
   g/23.5                          0                 ± 0.7              ± 0.3
            *          •
   h/29.5        30.0              0                 ± 0.5              ± 0.3
         •                        ••
   h/33                   h/29.5mv     30,0mv        ± 0.35             ± 0.2
         (5) (8)
    IR                       4,5        5.25          ± 0.8             ± 0.4
         (5) (6)
    «C                       5.5         5.25         ± 0.8             ± 0.35
                          abhängig von der
   p/33*                    Form der                    -                 -
                           Abdeckkappe
   q/33*                        P   *  q              ± 0.6             ± 0.3
     .,                             2
*       Zu messen in dem Abstand von der Bezugsebene, der in mm nach dem Schrägstrich
        angegeben i s t .
••      "./29,5mv" oder "3O,0mvH i s t der in 29,5 mm oder in 3 0 , 0 mm Entfernung von der
        Bezugsebene gemessene Wert.
 ---pagebreak---                                     -All -
                                                                      HA/7
(5)  Die Endwindungen der Leuchtkörper werden als die ersten und letzten
     glühenden Windungen definiert, die im wesentlichen den richtigen
     Steigungswinkel haben. Bei doppelt gewendelten Leuchtkörpern sind die
     Windungen durch die Umhüllung der Primärwindungen bestimmt.
(6)  Beim Leuchtkörper für Abblendlicht sind die zu messenden Punkte die
     Schnittpunkte - gesehen in Richtung (^   - zwischen dem seitlichen Rand
     der Abdeckkappe und dem äußeren Teil der Endwindung nach Anmerkung 5.
(7)  "e" ist die Entfernung zwischen der Bezugsebene und dem vorstehend
     definierten Anfang eines Leuchtkörpers für Abblendlicht.
(8)  Beim Leuchtkörper für Fernlicht sind die zu messenden Punkte die
     Schnittpunkte - gesehen in Richtung (T) - zwischen einer Ebene, die zur
     Ebene HH parallel und 0,8 mm unter dieser Ebene liegt, und dem äußeren
     Teil der Endwindungen nach Anmerkung 5.
(9)  Die Bezugsachse ist eine Linie senkrecht zur Bezugsebene, die durch den
     Mittelpunkt des Kreises mit dem Durchmesser "H" (siehe Blatt H4/1)
     ver läuft.
(10) Die Ebene VV ist die Ebene, die senkrecht zur Bezugsebene durch die
     Bezugsachse und den Schnittpunkt zwischen dem Kreis mit dem Durchmesser
     "M" und der Mittellinie des Bezugslappens verläuft.
(11) Die Ebene HH ist die Ebene, die sowohl zur Bezugsebene als auch zur Ebene
     VV senkrecht und durch die Bezugsachse verläuft.
 ---pagebreak---                                      - 4iï -
                                                                        P21W/1
                                   ANLAGE 4
                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE P21W
                                                Bezugs-
                                                 achse
       Bezugsebene
   Abmessungen                      Serienlampen         Prüflampen
                           min.        nom.       max.
     e                                   , i3>
                                         31.8            31.8 ± 0.3
                                                    7.0  "7.0 - 0
     f                                                        - 2
     ß                        75'          90»     105*   90* ± 5*
    seitliche        (1)
    Abwe i chung                                    (3) 0,3 max.
                                                               <2>    X
Sockel BA 15s nach der IEC Veröffentlichung 61 (Blatt   7004 - 11A - 6)
          ELEKTRISCHE UND PHOTCiCTR ISCHE WERTE
 Nenn-            Volt        6          12        24        12
 werte
                  Watt                   21                  21
 Prüf Spannung    Vo11        6.75       13.5      28.0
            Watt             26          25        28   25 à 13.5 V
Soll-           ± X                        6                  6
werte        Licht-                     460
             strom Im
                ± X                       15
Bezugs 1 ichtstrom:    460 Im bei etwa 13.5 V
 ---pagebreak---                                    -  42h-
(1) Größtzulässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die Bezugs-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse der Sockelstifte.
(2) Lampen mit Sockel BA 15d dürfen für besondere Fälle verwendet werden. Sie
    haben dieselben Maße.
(3) Zu prüfen mit einem "Box System" nach Blatt P 25-1/2.
 ---pagebreak---                                        - Azr-
                                                                         P21W/2
  Vorschriften für den Prüfschirm
  Diese Prüfung wird angewandt, um festzustellen, ob eine Lampe den Forderungen
  in bezug auf die richtige Lage des Leuchtkörpers zur Bezugsachse und zur Be-
  zugsebene entspricht und zu einer Achse, die unter ± 15' senkrecht auf einer
  Ebene steht, die durch die Mitte der Bezugsstifte und die Bezugsachse geht.
                                Maße in Millimetern
   Seiten-            Bezugs-                             Vorderansicht
   ansicht        achse                                 Bezugsachse
             ]
I * —-               4)~3J ]
                    •o c
                        <D
!            i       c a
                     o ©
i                   > (0
                        O)
«            i      CO 3
                      « N
             i
                    CO CO
                     Maß              a           b          h          k
                     Abmessung       3,5         5.0        9.0        1.0
  Prüfverfahren und Vorschriften
        Die Lampe ist in eine Fassung einzusetzen, die um ihre Achse drehbar ist
        diese Fassung kann eine Winkelskala oder feste Anschläge bei ± 15'
        entsprechend den zulässigen Winkel Versetzungen haben. Die Fassung ist
        dann so zu drehen, daß man auf dem Meßschirm eine Projektion des
        Leuchtkörpers in Richtung seiner Achse erhält. Die Projektion muß
        innerhalb der zulässigen Winkel Versetzung von + 15' gefunden werden.
        Seitenansicht.
        Die Lampe ist so anzuordnen, daß der Sockel nach unten zeigt, die
        Bezugsachse vertikal liegt und der Leuchtkörper in Längsrichtung
        projiziert wird; bei dieser Lage muß die Projektion des Leuchtkörpers
        vollständig innerhalb eines Rechtecks mit der Höhe "a" und der Breite "b"
        liegen, wobei der Mittelpunkt dieses Rechtecks der theoretischen Sol läge
        der Leuchtkörpermitte entsprechen muß.
 ---pagebreak---                                     - M-
3   Vorderansicht.
    Die Lampe ist so anzuordnen, daß der Sockel nach unten zeigt, die
    Bezugsachse vertikal liegt und der Leuchtkörper senkrecht zu seiner Achse
    projiziert wird; bei dieser Lage muß:
3.1 die Projektion des Leuchtkörpers vollständig innerhalb eines Rechtecks
    mit der Höhe "a" und der Breite "h" liegen, wobei der Mittelpunkt dieses
    Rechtecks der theoretischen Sol läge der Leuchtkörpermitte entsprechen
    muß;
3.2 die Leuchtkörpermitte innerhalb ± "k" zur Bezugsachse liegen.
 ---pagebreak---                                      -4ÏÎ-
                                                                              P21/5W/1
                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE P21/5W
                                                          a) Hauptleuchtkörper
                                                          b) Nebenleuchtkörper
                                    7Srr>c*.
                                                                -H-*-
                                                   Bezugsachse
                                Serienlampen
                                                                   Prüf-
     in mm                                                         lampen
                        min.          nom.       max.
      e                               31.80)                    31.8 ± 0.3
      f                                            7.0
                                                       (D
                                                                 7.0 I °
    seitliche                                          (1)               (2)
    Abwe i chung                                                 0.3 max
                                           (D                    2.8 * 0.3
     x. y
                          7S.(0
                                                       (D
       ß                                90'       105*            90 ± 5*
  Sockel BAY15d noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt        7004 - 11B - 5)
   ELEKTRISCHE UND PHOTOVCTRISCHE WERTE
                                                      (3)
 Nenn-      Volt           6            12         24                12
 werte      Watt       21       5    21       5  21      5          21/5
PrOf-
sponnung    Volt          6.75         13.5       28.0
            Watt       26       6    25       6  28     10   25 et 6 à 13.5 V
Soll-                    6     10      6     10   6     10       6 et 10
werte     Licht-      440      35   440      35 440     40
           strom Im
                 ± %   15      20     15     20  15     20
Bezugslichtstrom: 440 Im und 35 Im bei etwa 13,5 V
 ---pagebreak---                                    -Ml  -
(1) Diese Maße sind mit einem "Box System" (P 25-2/2 und P 25-2/3) zu prüfen,
    das auf den vorstehenden Abmessungen und Toleranzen beruht; x und y sind
    auf den Hauptleuchtkörper bezogen und nicht auf die Bezugsachse der
    Glühlampe (P 25-2/2). Möglichkeiten zur Erhöhung der Genauigkeit der
    Lage der Leuchtkörper und des Sitzes des Sockels in der Fassung werden
    untersucht.
(2) Größtzulässige seitliche Abweichung der Mitte des Hauptleuchtkörpers von
    zwei zueinander senkrechten Ebenen, die beide die Bezugsachse und eine
    Achse der Sockelstifte enthalten.
(3) Die 24 V Lampe wird für zukünftige Neukonstruktionen nicht empfohlen.
                                                                              Ol
 ---pagebreak---                                       -AW  -
                                                                       P21/5W/2
Vorschriften für den Prüfschirm
Diese Prüfung wird angewandt, um zu bestimmen, ob eine Lampe den Forderungen
entspricht, in dem nachgeprüft wird, ob:
(a)   der Hauptleuchtkörper zur Bezugsachse und zur Bezugsebene die richtige
      Lage aufweist und eine Achse hat, die senkrecht innerhalb von ± 15' zu
      der Ebene durch die Mittelpunkte der Stifte und die Bezugsachse verläuft
      und ob
(b)   der Nebenleuchtkörper die richtige Lage zum Hauptleuchtkörper aufweist.
Prüfverfahren und Vorschriften
1     Die Lampe ist ein eine Fassung einzusetzen, die um ihre Achse drehbar
      ist; diese Fassung kann eine Winkelskala oder feste Anschläge bei ± 15'
      entsprechend den zulässigen Winkel Versetzungen haben. Die Fassung ist
      dann so zu drehen, daß man auf dem Meßschirm eine Projektion des
      Hauptleuchtkörpers in Richtung seiner Achse erhält. Die Projektion muß
      innerhalb der zulässigen Winkelversetzung von +. 15" gefunden werden.
2     Seitenansicht
      Die Lampe ist so anzuordnen, daß der Sockel nach unten zeigt, die
      Bezugsachse vertikal liegt, der Bezugsstift nach rechts zeigt und der
      Leuchtkörper in Längsrichtung projiziert wird.
2.1   Bei dieser Lage muß die Projektion des Hauptleuchtkörpers vollständig
      innerhalb eines Rechtecks mit der Höhe "a" und der Breite "b" liegen,
      wobei der Mittelpunkt dieses Rechtecks der theoretischen Soilage der
      Mitte des Hauptleuchtkörpers entsprechen muß.
2.2   Bei dieser Lage muß die gesamte Projektion des Nebenleuchtkörpers
2.2.1     innerhalb eines Rechtecks mit der Breite "c" und der Höhe "d" liegen,
         wobei der Mittelpunkt dieses Rechtecks um "v" nach rechts "u" nach
         oben von der theoretischen Sol läge der Mitte des Hauptleuchtkörpers
         versetzt ist;
2.2.2    oberhalb einer Geraden liegen, die den oberen Rand der Projektion des
         Hauptleuchtkörpers berührt und unter einem Winkel von 25* von links
         nach rechts ansteigt;
2.2.3    rechts von der Projektion des Hauptleuchtkörpers liegen.
3     Vorderansicht
      Die Lampe ist so anzuordnen, daß der Sockel nach unten zeigt, die Be-
      zugsachse vertikal liegt und der Hauptleuchtkörper senkrecht zu seiner
      Achse projiziert wird; bei dieser Lage muß
3.1   die Projektion des Hauptleuchtkörpers vollständig innerhalb eines
      Rechtecks mit der Höhe "a" und der Breite "h" liegen, wobei der
      Mittelpunkt dieses Rechtecks der theoretischen Sol läge der Leucht-
      körpermitte entspricht,
3.2   die Mitte des Hauptleuchtkörpers innerhalb "k" zur Bezugsachse liegen,
3.3   die Mitte des HiIfsleuchtkörpers innerhalb + 2 mm zur Bezugsachse liegen
      (bei Prüflampen + 4 mm).
 ---pagebreak---                                   _ .4Se -
                                                                     P21/5W/3
Se i tenans icht
                                                 Maße in Millimetern
                                                            Neben-
                                                             leuchtkörper
                © ©
               T3 c
                   ©
                c n
                o ©
                > «
                   a>                          Hauptleuchtkörper
               00 3
                 - IM
               T- ©
               CO CD
           Ma/3        a       b     c     d u      V
           Abmessung  3.5     3.0      4.8     2.8
 Vorderansicht
                           Bezugsachse
                                           f                    © o
                                                                "D C
                                                                   ©
                                                                C JQ
                                                                o ©
                                                                > m
                                                                   O)
                                          _i                   00 3
                                                                 « M
                                                               *- o
                                                               CO CD
           Mo/3            a            h        k
           Abmessung      3.5          9.0      1.0
 ---pagebreak---                                  -    4M-
                                                                     R5W/1
                               ANLAGE 5
                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE R5W
                                   Bezugsachse
                     - 1
      Abmessungen                  Se r i en-            Prüf-
                                   lampen                lampen
                              min.      nom.  max.
    e                         17.5       19.0 20.5    19.0 ± 0.3
               .
seitliche Abweichung<2>                        1.5    0.3 max.
    ß                          60«        90« 120«    90« ± 5«
    Sockel BA15s nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 11A - 6)
        ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
Nenn-              Volt        6         12   24            12
werte
                   Watt                   5                  5
Prüfspannung       Volt        6.75      13.5 28,0
                   Watt             5          7        5 à 13.5 V
Soll-                   ± X              10                 10
werte             Licht-                 50
                  strom Im
                        ± X              20
Bezugslichtstrom: 50 Im bei etwa 13, V
 ---pagebreak---                                    - 4& -
(1) Lampen mit Sockel BA I5d dürfen für besondere Fälle verwendet werden und
    haben dieselben Maße.
(2) Größtzulässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die Sockel-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse der Sockeist ifte.
(3) Siehe 3.3.
 ---pagebreak---                                     -/tu -
                                                                    R10W/1
                                  ANLAGE 6
                       GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE R10W
    Abmessungen                       Serien-             PrOf-
                                      lampen              lampen
                                 min.      nom.  max.
          e                      17.5      19.0  20.5   19.0 ± 0.3
                       (2)
 se i 11i che Abwe i chung                         1.5   0.5 max.
          ß                      60»       90*  120«     90* * 5»
                                                          (1)
Sockel BA15s nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - IIA - 6)
              ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
 Nenn-                 Volt       6        12    24         12
 werte                 Watt                10                10
 PrüfSpannung          Volt       6.75     13.5  28.0
                       Watt             10        12.5  10 â 13.5 V
 Soll-                      ± X         10                   10
 werte                Licht               125
                       ström Im
                            ± X            20
 Bezugslichtstrom: 125 Im bei etwa 13.5 V
 ---pagebreak---                                    - 4$H -
(1) Lampen mit Sockel BA I5d dürfen für besondere Fälle verwendet werden und
    haben dieselben Maße.
(2) Größtzulässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die SockeI-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse der Sockelstifte.
(3) Siehe 3.3
 ---pagebreak---                                   - m* -
                                                                       C5W/
                                ANLAGE 7
                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE C5W
                                                                    4-
                                                       J&i
Bezugsachse
                                       L-L
                                      Se r i en-          Prüf-
  Abmessungen                         lampe               lampe
                               min.     nom.     max.
        (1)
      b                        34.0     35.0     36.0  35 ± 0.5
      f (2) (3)                                    (5)
                                                 15     9 ± 1.5
 Sockel SV 8.5 noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 81 - 3)
  ELEKTRISCHE UND PHOTCMETRISCHE WERTE
  Nenn-            Volt         6        12      24           12
  werte            Watt                   5                     5
PrOfspannung       Volt         6.75     13.5    28.0
                   Watt              5            7      5 o 13.5 V
 Soll-                  ± X              10                   10
 werte            Licht-                 45
                  strom Im
                        ± X              20
 Bezugs 1 ichtstrem: 45 Im bei etwa 13.5 V
 ---pagebreak---                                    - 4U -
(1) Dieses Maß entspricht dem Abstand zweier Öffnungen von je 3,5 mm
    Durchmesser, wobei sich jede auf einem der Sockel abstützt.
(2) Der Leuchtkörper muß innerhalb eines zur Bezugsachse koaxialen Zylinders
    liegen; die Länge des Zylinders beträgt 19 mm; er muß symmetrisch zur
    Lampenmitte liegen. Der Durchmesser dieses Zylinders ist d+4 mm bei 6 V -
    und 12 V Lampen (für Prüflampen d+2 mm) und d+5 mm bei 24 V Lampen, dabei
    ist "d" der vom Hersteller angegebene Nenndurchmesser des Leuchtkörpers.
(3) Die Abweichung der Leuchtkörpermitte zur Lampenmitte darf in Richtung der
    Bezugsachse nicht mehr als + 2 mm betragen (für Prüflampen + 0,5 mm).
(4) 4,5 mm für 6 V Lampen.
(5) 16,5 mm für 24 V Lampen.
 ---pagebreak---                                           -4}>-
                                                                            C21W/1
                                        ANLAGE 8
                           GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE C21W
                           Glühlampe für Rückfahrleuchten
                                                           Bezugsachse
                                              Serien-               Prüf-
           Abmessungen                        lampe                 lampe
                                       min.      nom.  max.
                b0)                    40.0      41.0  42.0    41 ± 0.5
                 (2)
                f                       7.5            10.5     8 ± 1
          Sockel SV 8.5 nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 81 - 3)
           ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
           Nenn-           Volt                  12                   12
           werte           Watt                  21                   21
         Prüf Spannung     Volt                  13.5
                           Watt                  25             25 a 13.5 V
          Soll-                  ± X              6                     6
          werte            Licht-               460
                            strom Im
                                 ± X             15
          Bezugslichtstrom: 460 Im bei etwa 13,5 V
(1) Dieses Maß entspricht dem Abstand zweier Öffnungen mit je 3,5mm
    Durchmesser.
(2) Die Leuchtkörperlage ist mit einem "Box System" nach Blatt C21W/2 zu
    prüfen.
 ---pagebreak---                                       -4$S-
                                                                       C21W/2
                                 KATEGORIE C21W
Vorschriften für den Prüfschirm
Diese Prüfung wird angewandt, um durch Nachprüfung der richtigen Lage des
Leuchtkörpers zur Bezugsachse und zur Lampenmitte zu bestimmen, ob eine Lampe
den Forderungen entspricht.
                            gesuchte Mittelachse
                            k  k
                                                     Maße in Mill«meter
                                                             Bezugsachse
                                                       /
                                       a            h               k
                     12 V         4.0    + d      14,5             2.0
d - Vom Hersteller angegebener Nenndurchmesser des Leuchtkörpers.
Für Prüflampen: - 2,0 + d      k - 0,5
Prüfverfahren und Vorschriften
 1     Die Lampe ist in eine Fassung einzusetzen, die so um ihre Bezugsachse um
       360" drehbar ist, daß man auf dem Meßschirm eine Projektion der
      Vorderansicht des Leuchtkörpers erhält. Die Bezugsebene auf dem Meß-
       schirm muß mit dem Mittelpunkt der Lampe zusammenfallen. Die auf dem
      Meßschirm gesuchte Mittelachse muß mit der Mitte der Lampen länge zu-
       sammenfallen.
 2     Vorderansicht
 2.1   Die Projektion des Leuchtkörpers muß vollständig innerhalb des Recht-
       ecks liegen, wenn die Lampe um 360* gedreht wird.
 2.2   Die Leuchtkörpermitte darf von der gesuchten Mittelachse um nicht mehr
       als "k" abweichen.
 ---pagebreak---                                   - Aft -
                                                                    T4W/1
                                ANLAGE 9
                    GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE T4W
 Bezugsebene
                                    Serien-                Prüf-
  Abmessungen                        lampe                 lampe
    in  mm
                               min.     nom.   max.
      e                        13.5     15.0   16.5    15.0 ± 0.3
                     (1)
  seitliche Abweichung                          1.5      0.5 max.
      ß                                  90'            90* ± 5«
                                                             3
                                                            < >   V
 Sockel BA 9s  no ch ICE Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 14 - 6)
  ELEKTRISCHE UNC> PHOTOWETRISCHE WERTE
  Nenn-            Volt         6       12     24              12
  werte
                   Watt                  4                      4
PrüfSpannung       Volt         6.75    13.5   28.0
                   Watt              4          5        4 ô 13.5 V
 Soll-                   ± X            10                     10
 werte
                   Licht-               35
                   strom Im
                         ± X            20
 Bezugslichtstrom: 35 Im bei etwa 13,5 V
 ---pagebreak---                                    -4W-
(1) Größtzulässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die Sockel-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse der Sockeist if te.
(2) Siehe 3.3.
(3) Der Sockel darf über seine gesamte Länge weder Ausbuchtungen noch
    Lötstellen haben, die über den höchstzulässigen Durchmesser des Sockels
    überstehen.
 ---pagebreak---                                           - At,4   -
                                                                                   W5W/1
                                        ANLAGE 10
                            GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE W5W
                       jLLE.cn o.r_
                                                  Bezugsachse
                                              Se rIen-              Prüf-
           Abmessungen                         lampe                lampe
             in  mm
                                       min.      nom.   max.
               e                       11.2      12.7   14.2  12.7 ± 0.3
                         .    <2)
           seitliche Abweichung                           1.5   0.5 max
               ß                       -15«        0»   +15»   0« ±.5*
                                                                          0)
          Sockel W 2,1 x 9.5d noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 9 1 - 2 )
           ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
           Nenn-           Volt          6       12     24             12
           werte
                           Watt                    5                    5
         Prüfspannung      Volt          6.75     13.5   28.0
                           Watt               5           4      3 a 13.5 V
          Soll-                   ± X             15                   15
          werte
                            Licht-                22
                            strom Im
                                                  30
          Bezugslichtstrom: 22 Im bei etwa 13,5 V
(1) Dieser Typ wird durch Patente geschützt, die ISO/IEC-Bedingungen sind
    Jedoch zu erfülten.
(2) Größtzulässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die SockeI-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse XX.
(3) Siehe 3.3
 ---pagebreak---                                               _ A.ki-
                                                                                        R2/4
                                            ANLAGE 11
                               GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE R2
                              Tabelle der elektrischen und
                                 photometrischen Merkmale
                                              Se rien-
                                              lampen                      lampen
         Nenn-          Volt           6          12         24             12
         werte
                        Watt       45    40    45    40   55    50     45         40
         Prdf-
         spannung       Volt          6.3        13.2       28.0
                        Watt       45    40    45    40   55    50     45         40
                                                                    à 12.0 V   â 12.0 V
         Soll-
         werte        Toleranz                  + 10                  + 0        ± 5
                             X                                        - 10
                (2)
                         Licht-   600 400 600 400 600 400
                         strom    min. min. min. min. min. min.
                           Im
                                        550         550        550
                                        max.        max.       max.
        Meßlichtstrom für
        die Messungen nach
        3.8 dieser Ver-             -   450    -    450   -    450
        ordnung
                          Im
        BezugsIichtström bei etwa 12 V                   Im          700        450
                                                                               (3)
       Sockel P45t - 41   nach IEC Veröffentl. 61 (Blatt 7004 - 95 - 2)
(1) Die links (rechts) angegebenen Werte beziehen sich auf den Leuchtkörper
    für Fernlicht (Abblendlicht).
(2) Abweichend von 3.1.3 des Anhanges I Il-C sind die Sollwerte bei Nenn-
    spannung zu messen.
(3) Das in diesem Blatt erwähnte Fenster wird nicht mehr verlangt. Der Wert X
    soll 1,3 min/1,7 max sein.
 ---pagebreak---                                                - AhS -
                                                                                   H1/1
                                              ANLAGE 12
                                   GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE H1
                                             Maße in mm
                                                                      Kolbenachse
                           JLA^CX*^
                                                         r -T>                       Fv
 Ausführung mit
 zwei Quetschungen
                                   ri                   \z
       Bezugsachse
                                                     14^d                 -,H L
                                                                                          Schnitt D-E
                                                                                           .   -JFJd
                                                                       ff        n
                                                   ^
                                                                    'Je             -IM
                                      Bezugsebene .P p~~   ~^\'
                                                             Q U Pumpspitze             K
                                         l               '      Leuchtkörperachse \
                                 8
                                                                   Kolbenachse
                                  A —                       -F
wahlweise              ]   3 8. 5 tr.^
Ausführung mit
einer Quetschung (2)                                                                     Schnitt G-F
Bezugsachse
                                                                                                • ^ H
                                   Pv                                                 acfcse
                                           JZ
                                                                   ?     u*»«*«^
                                                                           Bezugsachse
     zulässige Exzentrizität
     der Leuchtkörperachse                                       ••I-
     zur Bezugsachse
     Bezugsachse
                                                                    Bezugsachse
                                                                               I       ic—!       >n
                                             größtzulässiger
     Schnitt A-l                             Raum des Kolbens                  Grenzwinkel
                                             im Bereich p - Q (5)              der Abschattung
                       Nenn läge der Auflage-
                       höcker der Fassung
                                                 Ansicht H
   Der Kolben muß farblos sein                                                 Ansicht C
 ---pagebreak---                                      - rfhh -
                                                                         H1/2
                                                 Toleranzen
      Abmessungen                      Serien-                Prüf-
      in mm                             lampen                lampen
 b                > 0.7 f
  (5) (9)                                   (8)
 e                 25.0                                     ± 0.15
                  6 V       4.5
 f(5)  (9)
                 12 V                    ± 1.0              ± 0.5
                            5.5
                 24 V
   (6)
 9                  0.5 < < 7 )          ± 0.5 d            ± 0.25 d
                                           (8)                     (4)
 hi                                                         ± 0.20
                    0
                                           (8)                     (4)
 h2                                                         ± 0.25
  €                 45»                  ± 12'              ± 3«
 Sockel P14.5e nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt :W>4 - 46 - 1)
  ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
  Nenn-              Volt         6        12     24              12
  werte
                      Watt            55          70              55
Prüfspannung          Volt        6.3      13.2   28.0
                      Watt      max.      max.   max.            max.
 Soll-                      ± X  63        68     84         68 à 13.2 V
 werte
                      Licht-    1 350     1 550  1 900
                      strom Im
                            ± X            15
 BezugsIichtström für die           1 150 Im bei etwa 12 V
 Seheinwe r f e rp r0 f ungen
                                                                              (91
 ---pagebreak---                                    - 4kf -
                                                                     H1/3
(1) Diese Abmessungen bestimmen die Bezugsachse
(2) Wenn beide Stromzuführungselektroden innerhalb des Kolbens liegen, muß
    die längere Elektrode über dem Leuchtkörper liegen (Lampe in der in der
    Zeichnung dargestellten Ansicht). Die Ausführung des Lampen inneren muß
    dann so sein, daß Spiegelbilder oder störendes Streulicht soweit wie
    möglich vermieden werden, beispeiIsweise durch Verwendung von
    KUhlstrümpfen auf den nichtgewendelten Teilen des Leuchtkörpers.
(3) Der zylindrische Teil des Kolbens muß über die Länge "f" so beschaffen
    sein, daß die Projektion des Leuchtkörpers nicht so verzerrt wird, daß
    die optische Wirkung wesentlich beeinflußt wird.
(4) Die Exzentrizität wird nur in waagerechter und senkrechter Richtung zur
    Lampe, wie im Bild dargestellt, gemessen. Die zu messenden Punkte sind
    diejenigen, in denen die Projektion der Außenseite der Endwindungen am
    nächsten oder am weitesten von der Bezugsebene liegt.
(5) Die Betrachtungsrichtung ist die senkrechte zur Bezugsachse, sie liegt in
    der Ebene, die durch die Bezugsachse und die Mitte des Seitenanschlags
    des Sockels bestimmt wird.
(6) Versetzung des Leuchtkörpers zur Kolbenachse in 27,5 mm Entfernung von
    der Bezugsebene in Richtung K.
(7) d : Durchmesser des Leuchtkörpers.
(8) Zu prüfen mit einem "Box System", nach Blatt H1/4.
(9) Als Enden des Leuchtkörpers gelten die Punkte, in denen, bei einer
    Betrachtungsrichtung wie in vorstehender Fußnote 5 definiert, die
    Projektion der Außenseite der Endwindungen, die am nächsten zu oder am
    weitesten von der Bezugsebene liegt, die Bezugsachse schneidet.
 ---pagebreak---                                       -4H-
                                                                        H1/4
Vorschriften für den Prüfschirm
Diese Prüfung ermöglicht es festzustellen, ob eine Lampe den Forderungen in
bezug auf die richtige Lage des Leuchtkörpers zur Bezugsachse und zur Be-
zugsebene entspricht.
                                                                Maße in
                                                                Millimeter
                    Ol       02      bl      b2    ci       C2
            6 V                                    6        3.5
           12 V    1.4d     1.9d        0.25
                                                   7        4.5
           24 V
d - Durchmesser des Leuchtkörpers
Der in Anmerkung 9 von Blatt H1/3 definierte Anfang des Leuchtkörpers muß
zwischen den Linien Z-j und Z 2 liegen.
Die Lage des Leuchtkörpers ist nur in den Richtungen FH und FV zu prüfen, wie
sie im Bild auf Blatt H1/1 dargestellt sind.
Der Leuchtkörper muß vollständig innerhalb der angegebenen Grenzen liegen.
 ---pagebreak---                                         -41>  -
                                                                       H2/1
                                      ANLAGE 13
                            GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE H2
Ansicht A                                                                Maße in mm
    Auf Iageebene                         Auflageebene           Ansicht   C
                                                                           Kolbenachse
                                                   Leuchtkörperachse
        Ansicht   D
                        ufr*_^r>**—l Kolbenachse
    Leuchtkörperachse
                                                                k
                                                                        i
                                                                    'V*JT
                                                     U - Auflageebene
                                                                         H
                                              Bezugs Iinie
                                                                         y
                   Bezugs loch
                                   Leuchtkörperachse
       Ansicht   B
      Auflageebene
                                 r        Auflageebene
                                         Kolbenachse
                      Der Kolben muß farblos sein.
 ---pagebreak---                                     -4të-
                                                                        H2/2
                                                Toleranzen
        Abmessungen                   Serien-                Prüf-
         in mm                        lampe                  lampe
                                 6 V      12 V   24 V
   (6)                                     (5)
 e                  12,25                                  ± 0.15
                  6 V      4.5
   (6)
 f               12 V                  * 1.0               ± 0.50
                           5.5
                 24 V
   (1) (2)
 9                   0.5 d             ± 0.5 d             ± 0.25 d
 M «                                 (5)         (5)
                                                           ± 0.20
     (4)             7.1
 „2                                       (5)
                                                           ± 0.25
 w(.)      m                         (5)         (5)
                                                           ± 0.20
                 0,5 d - 0,35
    ( , )  (4)                            (5)
 M                                                         ± 0.25
 Sockel X511 noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 99 - 1)
  ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
  Nenn-               Volt       6        12     24             12
  werte
                      Watt           55          70             55
PrOfsponnung          Volt       6.3      13.2   28.0
                      Watt     max.     max.    max.           max.
 Soll-                          63        68     84         68 a 13.2 V
 werte
                      Licht-   1 300    1 800   2 150
                      strom Im
                           ± X            15
 Bezugs 1ichtstrom für die
 Scheinwerferprüfungen:            1 300 Im bei etwa 12 V
 ---pagebreak---                                     -/IW-
                                                                    H2/3
(1) d : Durchmesser des Leuchtkörpers.
(2) Diese Versetzungen sind in einem Querschnitt senkrecht zur Kolbenachse
    zu messen, der durch das dem Lampensockel am nächsten gelegene
    Leuchtkörperende**) geht.
(3) Die drei X auf der Auflageebene geben die Lage der Spitzen der drei
    Auflagehöcker an, die die Auflageebene auf der Fassung bestimmen.
    Innerhalb eines Kreises mit einem Durchmesser von 3 mm um diese drei
    Punkte dürfen keine sichtbaren Verformungen oder Kerben vorhanden sein,
    die die Lage der Lampe beeinflussen können.
(4) Diese Versetzungen sind in einem Querschnitt senkrecht zur Lampenachse
    zu messen, der durch das vom Lampensockel am weitesten entfernte
    Leuchtkörperende **) geht.
(5) Zu prüfen mit einem "Box System" nach Blatt H2/4.
(6) AI8 Enden des Leuchtkörpers gelten die Punkte, in denen die Projektion
    des äußeren Teils der Endwindungen, die in der Betrachtungsrichtung nach
    D (Blatt H2/1) am nächsten oder am weitesten vom Sockel eine Linie
    schneidet, die parallel zur Linie ZZ in einem Abstand von 7,1 mm von ihr
    verläuft; die Visierrichtung ist D (Blatt H2/1).
(*)  Die zu messenden Punkte sind die Schnittpunkte des äußeren Teiles der
     Endwindungen, der dem Sockel am nächsten oder von ihm am entferntesten
      liegt, mit der Leuchtkörperachse.
 ---pagebreak---                                        -/ÏC    -
                                                                     H2/4
Vorschriften für den Prüfschirm
Diese Prüfung erlaubt es festzustellen, ob eine Lampe den Forderungen in bezug
auf die richtige Lage des Leuchtkörpers zu den Achsen x-x, y-y und z-z (**)
entspr icht.
Das Leuchtkörperende***), das dem Sockel am nächsten liegt, muß zwischen b1
und b2 liegen. Der Leuchtkörper muß vollständig innerhalb der angegebenen
Grenzen I iegen.
                            6 V   12 V    24 V
                   Ol        d + 0.50    d+ 1.0
                   o2           d + 1.0
                   b l . b2       0.25
                   d1             7.1
                   d2          0.5d - 0.35
                   h         6         7
d - Durchmesser des Leuchtkörpers      Maße in Millimetern
(*) Siehe Blatt H2/1.
(**) Das Leuchtkörperende ist auf Blatt H2/3 definiert.
 ---pagebreak---                        -Aft -
                                                    H3/1
                     ANLAGE 14
            GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE H3
                                      Maße in Millimetern
Der Kolben muß farblos sein
 ---pagebreak---                                               _    Ai'l-
                                                                                 W3W/1
                                            ANLAGE 15
                                GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE W3W
              2&R m m
                                          Bezugsachse
     Bezugsebene
                                                 Se r i en—           Prflf-
           Abmessungen                           lampe                lampe
               in mm
                                           min.      nom.   max.
                  e                         11.2     12.7   14.2 12.7 ± 0.3
                                  (2)
            se 1111 che Abwe i chung                         1.5   0,5 max
                  ß                         -15«       0*   +15*  0» ± 5«
                                                                             (1)
          Sockel W 2.1 x 9.5d nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 91 - 2)
            ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
            Nenn-              Volt          6        12    24            12
            werte
                               Watt                     5                  5
         P rfl f Spannung        Vo11        6.75     13.5  28.0
                               Watt               5          7      5 d 13.5 V
          Soll-                       * X             10                  10
          werte
                               Llcht-                 SO
                                strom Im
                                      * X             20
          Bezugs Mchtström: 50 Im bei etwa 13,5 V
(1) Dieser Typ wird durch Patente geschützt, die ISO/IEC Bedingungen sind
    jedoch zu erfüllen.
(2) Größtzu lässige seitliche Abweichung der Leuchtkörpermitte in bezug auf
    zwei zueinander senkrecht stehende Ebenen; sie enthalten die Socke I-
    achse; außerdem enthält eine davon die Achse XX.
(3) Siehe 3.3.
 ---pagebreak---                                            -4SI -
                                          ANLAGE 16
            GLÜHLAMPEN UND LEUCHTKÖRPER FÜR KRAFTRÄDER DER KATEGORIEN S1 UND S2
                                   Maße in mm
                                             36 raiix.
       Bezugs-
       ebene
Sockel läppen 3 mm
breit
                Fernlichtleuchtkörper                     Abblendlichtleucht-
                                                           körper
                                                                                  Bezugs-
                                                                                 achse
                                                  Lage der Leuchtkörper
                               Leucht-
                               körperachse
                                                                                   Leucht-
                                                                                   körper-
                                                                                   achse
                                     Fernlicht-                 Abblendlicht-
   Lage der Ebene der               I euchtkörper                 leuchtkörper       Blende
   Abblendkappe
   H
     /   *A-U
                                                                    Abblendkappe  Referenz-
                        j v                                                       achse
      Anmerkung:
      Die Ebene V-V entspricht der Bezugsachse und der Mittellinie der Sockel läppen.
      Die Ebene H-H (Sol läge der Abblendkappe) llegt .senkrecht zur Ebene V-V und zur
      Bezugsachse.
 ---pagebreak---                                    - lilf    -
        GLÜHLAMEN DER KATEGORIEN S1 UND S2 - ABMESSUNGEN
                                                       (5)
                                      c rien-
                                      Se   •                    Prüf-
  Abmessungen                          lampen                    lampen
                                min.      nom.      max.
       e                        32.35     32.70     33.05  32.7 ± 0.15
       f                         1.4        1.6      2.2    1.8 ± 0.2
       I                         4          5.5      7      5.5 ± 0.5
         (3)
       c                         0.2        0.5      0.8    0.5 * 0.15
         (3)
       b                       - 0.15       0.2      0.55   0.2 ± 0.15
         (3)
       0                         0.25       0.6      0.95   0.6 ± 0.15
       h                       - 0.5        0        0.5    0   ± 0.2
       9                       - 0.5        0        0.5    0    ± 0.2
         (3) (4)
       ß                      - 2'30*       0«     2'30'    0' ± 1»
 Sockel    BA 20d nach IEC-VeröffentIichung 61 (Blatt 7004 - 12 - 5)
  ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
  KATEGORIE S1 GLÜHLAMPEN
                                                       (5)
                                     S<                         PrOf-
                                     l(tri en-                   larnpen
                                       ipmen
  Nenn-             Volt           <              12                6
  werte
                    Watt        25      25      25    25      25          25
ProfSpannung        Volt           6.75           13.5              -
                                                              25     I   25
                    Watt        25      25      25    25      ô 6.J5 V
 Soll-
                          ± X      5               5                5
 werte
                    Licht-
                    strom      435    315      435   315
                          ± X     20              20
 BezugsIichtstrom bei etwa 6 V: ^S9I3 bzwv. 284 Im
 ---pagebreak---                                             -AH     -
                   GLÜHLAMPEN MIT LEUCHTKÖRPERN DER KATEGORIE S2
                                                             (5)
                                              Serien-              Prüf-
                                               lampen               lampen
            Nenn-            Volt            6           12           12
            werte
                             Wott        35      35    35    35  35         35
          PrOfsponnung       Volt            6.3         13.5          -
                                                                 35    I   35
                             Watt        35      35    35    35  Ô 13(5    V
           Soll-                  ± X        5            5            5
           werte
                             Licht-
                             strom      650     465   650   465
                                  ± X      20            20
           Bezugs lichtström bei etwa 12 V: 568 bzw. 426 Im
Anmerkungen
(1)  Farbloser oder selektivgelber Kolben; die photometrischen Werte der
     Tabelle beziehen sich auf farblose Kolben.
(2)  Die Bezugsebene liegt senkrecht zur Bezugsachse und berührt die obere
     Fläche des Lappens, der 4,5 mm breit ist.
(3)  Die Abmessungen a, b, c und ß beziehen sich auf eine Ebene, die parallel
     zur Bezugsebene liegt und die zwei Kanten der Abblendkappe in einem
     Abstand von e + 1,5 mm schneidet.
(4)  Zulässige Winkelabweichungen der Abblendkappenebene von der Sol läge.
(5)  Anforderungen für die Typgenehmigung.
 ---pagebreak---                                            ANLAGE 17
                    GLÜHLAMPEN MIT LEUCHTKÖRPER DER KATEGORIE S3
Abmessungen in mm                                            26   ,0*3*
                                          (1)                            1
                                                                   d 1
                           Bezugsebene                            •<t?  y
                                               \
                                                        n
                                                        ....
                                 Bezugsachse                                       11
                                               Serien-                    Prüf-
             Abmessungen                       lompe                      lampe
                                          min.     nom.     max.
                   (2)
                 e                        19.0     19.5     20.0     19.5 * 0.25
                 f (6 V)                                     3.0      2.5 ± 0.5
                 f (12 V)                                    4.0
                         (3)
                 dl. d2                  - 0.5      0     • 0.5           * 0.3
            Sockel  P26s   noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 36 - 1)
             ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
             Nenn-            Volt           6           12                  6
             werte
                              Wott                 15                       15
           PrOfspannung       Volt           6.75        13.5                -
                              Watt                 15                15 à  6.75  V
            Soll-                  * X              6                        6
            werte
                               Licht-
                               strom              240
                                   ± X             15
                     Bezugslichtstrom bei etwa 6,75   V       240 Im
 (1)  Farbloser Kolben, die photometrischen Werte beziehen sich auf farblose
      Kolben.
 (2)   Abstand in bezug auf den Lichtschwerpunkt.
 (3)   Seitliche Abweichung der Leuchtkörperachse von der Bezugsachse. Es Ist
       ausreichend, diese Abweichung in zwei zueinander senkrecht stehenden
       Ebenen zu prüfen.
 ---pagebreak---                                                -An     -
                                                                           S4/1
                                              ANLAGE 18
                   GLÜHLAMPEFÜR KLEINKRAFTRAD-SCHEINWERFER DER KATEGORIE S4
                                          Maße in mm
                                                   29 IMX,
                         Bezugsachse
                           Bezugsstift      j/
                       Bezugsebene      2
                Lage der Leuchtkörper
                                                           Abblendlicht
                                       Fernlicht
Diese Zeichnung ist für die Gestaltung der       ^
Abblendkappe nicht verbindlich
              Lage der Abblendkappe
                                                                c • 1.5
                                                 ~ T ~rz=rrJ~f
                                        Referenzachse
           Anmerkungen:
           Die Ebene W entspricht der Bezugsachse und der Mittellinie des Bezugsstifts.
           Die Ebene HH entspricht der Referenzachse und liegt rechtwinklig zur Ebene W .
           Die Sol läge der Ebene SS ist parallel zur Ebene HH durch die Kanten der Ab-
           blendkappe verlaufend.
 ---pagebreak---                                    - AT?     -
                                                                            S4/2
                                      Se r i en-             Prüflampen
   Abmessungen                         lampen
      in mm
                                min.      nom.      max.
        e                       33.25     33.6      33.95 33.6 ± 0.15
        f                        1.45       1.8      2.15  1.8 ± 0.2
        LC. LR                   2.5       3.5       4.5   3.5 ± 0.5
          (2)
        c                        0,05      0.4       0.75  0.4 ± 0.15
        >w                     - 0.15      0.2       0,55  0.2 * 0.15
          (2)
        0                        0.25      0.6       0.95  0.6 ± 0.15
        h                      - 0.5       0         0.5   0    ± 0.2
        9                      - 0.5       0         0.5   0    ± 0.2
          (2) (5)
        ß                      -2'30*      0        2'30'  0     ±1»
  Sockel BAX 15d
                  (D
   ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
Nennspannung                V       6             12                6
                    (6)
Nennleistung                W  15     15       15    15       15         15
PrüfSpannung                V       6.75          13.5
                    (6)                                       15    1    15
tatsachliche                W  15|    15       15    15      (o   6.75  V)
Leistung
Toleranz    ± X                     6              6                6
tatsächlicher Lichtstrom      180 125 190 180 125 190
(in Im) (4) (6)
                              min min max min min max
           Bezugslichtström              24(> Im (Fernlicht)
           bei etwa 6V: (4)              16C) Im (Abblendlicht)
 ---pagebreak---                                    - sfi'î -
(1) Sockel nach I EC Veröffentlichung 61.
(2) Die Abmessungen a, b, c und ß beziehen sich auf eine Ebene, die parallel
    zur Bezugsachse liegt und die beiden Kanten der Abblendkappe in einem
    Abstand von e + 1,5 mm schneidet.
(3) Die Bezugsebene liegt rechtwinklig zur Bezugsachse und berührt den oberen
    Rand des Bezugsstifts, der 2 mm lang ist.
(4) Farbloser Kolben; die photometrischen Werte der Tabelle beziehen sich auf
    farblose Kolben.
(5) Zulässige Winkelabweichungen der Abblendkappenebene von der Sol läge.
(6) Die Werte in der linken Spalte beziehen sich auf das Fernlicht, die der
    rechten Spalte auf das Abblendlicht.
 ---pagebreak---                                        - .A6ù -
                                                                         Blatt 1
                                      ANLAGE 19
          GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE W%y. HALOGENLAMPEN FÜR KRAFTRÄDER
                                                 Kolbenachse
         32,0 max.                                     Bezugslatten  Kontakt für
         H»
                                                                     Abblendlicht
                                                                       fKontakt|für
                                                                   ^   *-Fernl icht
                                                               - ü      .      H
   Sockel PX 43t-38
                                                Farbloser oder selektivgelber-
                                                                     Ko I ben
   (Maße in mm)
Die zeichnerische Darstellung ist nicht verbindlich; die Zeichnung enthält nur
die zu prüfenden Abmessungen.
             Maß           Größe              Toleranzen
                         6V       12 V       6 V      12 V
                                               + 0,45
               o            28.5               - 0.25
               P            28.95                 -
             m (1)          max. 60,0             -
             n (1)          max. 34,5             -
             » (2)          45.0                  -
             *<3)           max. 40*              -
                         NUR FÜR KRAFTRÄDER ZU BENUTZEN
                                                                                    (10)
 ---pagebreak---                                    - AC4 -
                                                                         Blatt 2
                                      Werte
                                   Serienlampen             Prüflampen
                                ( 4 )              (4)           (4)
 Nenn-           Volt         ,                 12            12
 werte
                 Watt      35          35     35      35    35      35
 PrOf-
 sponnung        Volt         6.3               13.2
                 Watt      35          35     35      35    35      35
                                                         at 13.2 at 13.2
                 ± X        5           5      5       5     5       5
 Soll-
 werte           Llebt-
                 et rom   700         440    825     525
                 (Im)
                 ± X                      15
Me/31 ichtst rem
für die Mes-
sung noch
3.8 dieser         Im                                450
Verordnung
Bezugs)ichtström bei etwa 12 V        Im                   700     450
Sockel PX43t-38 nach IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004-34-1)
 ---pagebreak---                                         _ 4Ci -
                                                                         Blatt 3
                Tabelle der Abmessungen für die Abbildungen der
                               Blatter 4 und 5 (mm)
                                                   Toleranzen
            Haß«
                                                 Se r i en-      Prüf-
                                                 lampen          lampen
          6 V       12 V     6 V      12 V      6 V         12 V   12 V
            c/26(»)               0.8              ± 0.35         ± 0.2
            o/25(»)               0.8              ± 0.55         ± 0.2
            b1/29.5(«)            0                ± 0.35         ± 0.2
            b1/33(»)         bl/29.5 nw            ± 0.35         ± 0.15
            b2/29.5(»)            0                ± 0.35         ± 0.2
            b2/33(»)         b2/29.5 mv            ± 0,35         ± 0.15
            c/29.5(»)             0,5              ± 0.35         ± 0.2
            C/31C)           c /29.5 mv            ± 0.30         ± 0.15
            d                min. 0.1                 -            -
                             max. 1,5
              (7)                                  + 0.45         + 0.2
            e                    28.5              - 0,25         - 0.0
            f (5) (6) (8)                          + 0.50         + 0.3
                                  1.7              - 0.30         - 0.1
            9/25(»)               0                ± 0.5          ± 0.3
            9/25(0                0                ± 0.7          ± 0.3
            h/29.5(»)             0                ± 0.5          ± 0.3
            h/3l(*)          h /29.5                ± 0.30        ± 0.2
            , (5) (8)
            Ir               3.5      4.0           ± 0.8         ± 0.4
               (5) (6)
            •c               3.3      4.5           ± 0.8         ± 0.35
                          Abhängig von der
            p/33(»)       Form der Abblend-
                               kappe                  _              _
            q/33(»)             p + q
                                  2                 ± 0.6         ± 0.3
(*) Zum messen in dem Abstand von der Bezugslinie, der in mm nach dem Schräg-
    strich angegeben ist.
 ---pagebreak---                                           -yfCS
                                                                       Blatt 4
                                 Lage der Leuchtkörper <*)
      0-H«
                        .V
                    Bezugsachse (9)
            Achse des Fernlicht- v
             leuchtkörpers
                      Achse des Abb lend-
                      Iichtleuchtkörpers
Maße in Millimetern.
    (*)   Die Zeichnung ist für die Form der Abblendkappe nicht verbindlich.
 ---pagebreak---                                    - /ICH -
                                                                 Blatt 5
                          Laoe der Abblendkaope  (*)
                         Kolbenachse
                                                                       b.
                                                                      \w*
     Bezugs-
     achse <9>
                                                                      JLylV
                                            ?9-S
                                               i3o
(*) Die Zeichnung ist für die Form der Abblendkappe nicht verbindlich
 ---pagebreak---                                      - Aid
              Ergänzungen zu den Erklärungen der Blätter 4 und S
Die Abmessungen werden in drei Richtungen gemessen:
1    Richtung für die Abmessungen a, b-j, c, d, e, f, IR und lc
2    Richtung für die Abmessungen g, h, p, et q
3    Richtung für die Abmessung b 2
Die Abmessungen p und q sind in einer Ebene parallel zur Bezugsebene im
Abstand von 33 mm von dieser zu messen.
Die Abmessungen b-| und b 2 sind in Ebenen zu messen, die parallel zur
Bezugsebene sind und 29,5 mm und 33 mm von dieser entfernt liegen.
Die Abmessungen a und g sind in Ebenen zu messen, die parallel zur Bezugs-
ebene sind und 25 mm und 26 mm von dieser entfernt liegen.
Die Abmessungen c und h sind in Ebenen zu messen, die parallel zur Bezugs-
ebene sind und 29,5 mm und 31 mm von dieser entfernt liegen..
 ---pagebreak---                                    - AU -
                                                                  HS2/1
                                  ANLAGE 20
  GLÜHLAMPEN DER KATEGORIE HS 2 : HALOGENLAMPEN FÜR KLEINKRAFTRÄDER HS2/1
Bezugsnut
           Richtung  b
 ---pagebreak---                                   _ /<£l    -
                                    Se r i en-             Prüflampen
  Abmessungen                        lampen
                               min.      nom.      max.
                                            (3)
       e                                  11.0          11.0 ± 0.15
              (6)
       f (6 V)                  1.5        2.5      3.5  2.5 ± 0.15
               <*)
       f (12 V)                 2.0        3.0      4.0
                                            (3)
       h1. h2                                            0   ± 0.15
        w
     *                                             40
       *(s)                   - 15»        90*    + 15«   90* ± 5*
     *r                          15*                           15* min.
      •*2<7>    •               40«                            40* min.
 Sockel P x 13.5s noch IEC Veröffentlichung 61 (Blatt 7004 - 35 - 1)
   ELEKTRISCHE UND PHOTOMETRISCHE WERTE
   Nenn-          Volt  (6)         6            12               6
   werte
                   Watt           15             15              15
PrüfSpannung       Volt             6.75         13.5
                   Watt            15            15       15.0 0 6.75 V
 Soll-                  ± X         6             6               6
 werte             Licht-        320            320
                   strom Im
                        ± X        15            15
 BezugsIichtstrom: 320 Im bei etwa 6,75 V
 ---pagebreak---                                     - w-
                                  Anmerkungen
(1)  Wird ein gelber Außenkolben verwendet, so sind "m" und "n" die zulässigen
     Abmessungen dieses Kolbens. Ohne Außenkolben ist "m" die zulässige Länge
     der Lampe.
(2)  Es muß möglich sein, die Lampe in  einen Zylinder mit dem Durchmesser "s"
     einzuführen, der konzentrisch zur  Bezugsachse liegt, an einem Ende durch
     eine zur Bezugsebene parallel und  von dieser 20 mm entfernte Ebene und am
     anderen Ende durch eine Halbkugel  mit dem Halbmesser s_ begrenzt ist.
                                                           2
(3)  Die Schwärzung muß mindestens bis zum Beginn des zylindrischen Teils des
     Kolbens reichen. Sie muß außerdem - rechtwinklig zur Bezugsachse gesehen
     - die innere Abblendkappe überdecken. Die Wirkung der Schwärzung darf
     auch durch andere Mittel erreicht werden.
(4)  Die Werte der linken Spalte beziehen sich auf das Fernlicht, die der
     rechten Spalte auf das Abblendlicht.
(5)  Die Endwindungen der Leuchtkörper werden als die ersten und die letzten
     glühenden Windungen definiert, die im wesentlichen den richtigen
     Steigungwinkel haben. Bei doppelt gewendet ten Leuchtkörpern sind die
     Windungen durch die Umhüllung der Primärwindungen bestimmt.
(6)  Beim Leuchtkörper für Abblendlicht sind die zu messenden Punkte die
     Schnittpunkte - gesehen in Richtung 1 - zwischen dem seitlichen Rand der
     Abblendkappe und dem äußeren Teil der Endwindungen nach 5.
(7)  "e" ist die Entfernung zwischen der Bezugsebene und dem vorstehend
     definierten Anfang des Leichtkörpers für Abblendlicht.
(8)  Beim Leuchtkörper für Fernlicht sind die zu messenden Punkte die
     Schnittpunkte - gesehen in Richtung 1 - zwischen einer Ebene, die zur
     Ebene HH parallel und 0,8 mm unter dieser Ebene liegt, und dem äußeren
     Teil der Endwindungen nach 5.
(9)  Die Bezugsachse ist eine Linie rechtwinklig zur Bezugsebene, die durch
     den Mittelpunkt des Kreises mit dem Durchmesser "M" (siehe Blatt 1)
     ver läuft.
(10) Die Ebene VV ist die Ebene, die rechtwinklig zur Bezugsebene durch die
     Bezugsachse und den Schnittpunkt zwischen dem Kreis mit dem Durchmesser
     "M" und der Mittellinie des Bezugslappens verläuft.
(11) Die Ebene HH ist die Ebene, die sowohl zur Bezugsebene als auch zur Ebene
     VV rechtwinklig und durch die Bezugsachse verläuft.
 ---pagebreak---                                    - /tq -
                                                                    HS2/2
(1) Die Bezugsachse ist rechtwinklig zur Bezugsebene und verläuft durch den
    Schnittpunkt dieser Ebene mit der Achse des Sockel tel lers.
(2) Bleibt vorbehalten.
(3) Zu prüfen mit einem "box system" nach Blatt HS2/3.
(4) Alle Teile, die das Licht verdunkeln oder das Lichtbündel beeinflussen
    können, müssen innerhalb des Winkels Ç< liegen.
(5) Der Winkel ß bezeichnet die Lage der Ebene durch die Innenleiter in bezug
    auf die Bezugsnut.
(6) Um einen schnellen Ausfall der Glühlampen zu vermeiden, darf die
    Speisespannung bei 6 V Lampen 8,5 V und bei 12 V Lampen 15 V nicht
    übersteigen.
(7) In dem Bereich zwischen den Außenschenkeln der Winkel 0< 1 und j( 2
    darf der Kolben keine optisch verzerrenden Flächen aufweisen und darf der
    Krümmungsradius des Kolbens nicht kleiner als 50% des tatsächlichen
    Kolbendurchmessers sein.
 ---pagebreak---                                       -jCfc  -
                                                                       HS2/3
                          Vorschriften für den Prüfschirm
Diese Prüfung wird angewandt, um durch Nachprüfung der richtigen Lage des
Leuchtkörpers zur Bezugsachse und zur Bezugsebene festzustellen, ob die Lampe
den Forderungen entspricht.
             Bezugsachse < 1 )
          11.0 zur Bezugsebene
             Ansicht A + B
         Maß           Ol        o2      b1     b2   d  (6 V) d (12 V)     c2
         Abmessung  d + 1.0   d + 1.4   0.25   0.25    4.0      4.5       1.75
d - tatsächlicher Durchmesser des Leuchtkörpers.
Der Leuchtkörper muß vollständig innerhalb der angegebenen Grenzen liegen,
Der Anfang des Leuchtkörpers muß zwischen Z-j und Z2 liegen.
 ---pagebreak---                       -JÎA-
                   KAPITEL 3
VORSTEHENDEN AUßENKANTEN BEI ZWEIRÄDRIGEN ODER
         DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
 ---pagebreak---                                -All-
                             ANHANG I
          VORSCHRIFTEN FÜR DIE VORSTEHENDEN AUSSENKANTEN
           BEI ZWEIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN OHNE AUFBAU
1     BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
      Im Sinne dieses Anhangs bedeuten
1.1   "äußere Teile des Fahrzeugs"
      die Fahrzeugteile, die bei einem Zusammenstoß mit Hindernissen von
      außen in Berührung kommen können;
1.2   "Anstreifen"
      jede Berührung, die unter bestimmten Umständen Verletzungen in
      Form von Schürfwunden verursachen könnte;
1.3   "Zusammenstoß"
      jede Berührung, die unter bestimmten Umständen Verletzungen in
      Form von Fleischwunden verursachen könnte;
1.4   "Fahrzeugtyp hinsichtlich der vorstehenden Außenkanten"
      Fahrzeuge, die untereinander keine wesentlichen Unterschiede
      aufweisen; diese Unterschiede können insbesondere die Form, die
      Abmessungen, die Ausrichtung und die Gestaltfestigkeit der äußeren
      Fahrzeugteile betreffen;
1.5   "Abrundungsradius"
      der Radius "r" eines Kreises, dessen Bogen der abgerundeten Form
      des betreffenden Bauteils am ehesten entspricht.
2     UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE ZWISCHEN "ANSTREIFEN" UND "ZUSAMMENSTOSS"
2.1   Wird die in Abbildung A der Anlage 1 gezeigte PrüfVorrichtung
      entsprechend der Nummer 4.2 am Fahrzeug entlanggeführt, sind die
      von der Vorrichtung berührten Fahrzeugteile folgendermaßen
      zuzuordnen:
2.1.1 Zu Gruppe 1: Die Fahrzeugteile, die die Prüfvorrichtung streifen,
2.1.2 zu Gruppe 2: Die Fahrzeugteile, die von der Prüfvorrichtung
      angestoßen werden.
 ---pagebreak---                                 -•fe-
2.1 .3 Zur eindeutigen Unterscheidung zwischen den Teilen und Bauteilen
       der Gruppe 1 und denjenigen der Gruppe 2 ist die Prüfvorrichtung
       gemäß dem in nachstehender Abbildung angegebenen Verfahren
       anzuwenden:
         W \\
                                                              Gruppe 1
                                                              Gruppe 2
                                         Prüfvorrichtung
                                         (siehe Abbildung A der Anlage 1)
3      ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
3.1    Unbeschadet der Vorschriften unter Nr. 3.2 darf die Außenfläche
       aller Fahrzeugtypen keine nach außen gerichteten spitzen oder
       scharfen oder vorstehenden Teile aufweisen, deren Form,
       Abmessungen, Richtung oder Gestaltfestigkeit die Gefahr oder die
       Schwere der Körperverletzungen von Personen vergrößern können, die
        im Falle eines Unfalls von dem Fahrzeug erfaßt oder gestreift
       werden.
3.2    Fahrzeuge sind so auszulegen, daß die Teile, mit denen andere
       Verkehrsteilnehmer in Berührung kommen könnten, den Vorschriften
       unter Nr. 5 bzw. 6 entsprechen.
3.3    Bei von diesem Anhang betroffenen vorstehenden Außenkanten, die
       aus Gummi hergestellt oder mit Gummi oder weichem Kunststoff mit
       einer Härte von höchstens 60 Shore A überzogen sind, wird davon
       ausgegangen, daß sie den Vorschriften der Nummern 5 und 6
       entsprechen.
3.4     Im Falle von Krafträdern mit Beiwagen gelten die nachstehenden
       Spezifikationen jedoch nicht für den Raum zwischen dem Beiwagen
       und dem Kraftrad.
3.5    Bei mit Pedalen ausgerüsteten Kleinkrafträdern ist es zulässig,
       daß sie hinsichtlich der Pedale nicht alle oder einige Teile der
       Anforderungen, die in dieser Richtlinie festgelegt sind,
       einhalten. Der Hersteiler muß die Behörden, bei denen der Antrag
       auf Bauartgenehmigung in bezug auf die vorstehenen Außenkanten
       eines Fahrzeugstyps eingereicht wird, auf die nicht eingehaltenen
       Anforderungen hinweisen und angeben, welche Maßnahmen ergriffen
       werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
4      PRÜFVERFAHREN
4.1    Prüfvorrichtung und -bedingungen
4.1.1  Die Prüfvorrichtung muß der in Abbildung A der Anlage 1
       beschriebenen entsprechen.
 ---pagebreak---                                    -4h-
4.1.2   Das Prüffahrzeug ist in gerader Linie und in aufrechter Stellung
        zu halten. Die Lenkeinrichtung kann innerhalb ihres normalen
        Bewegungsbereichs frei eingeschlagen werden.
        Auf das Fahrzeug ist eine anthropomorphe Prüfpuppe mit einem
        Percent il von 50 AM in normaler Fahrstellung und so, daß sie die
        freie Bewegung der Lenkeinrichtung nicht behindert, aufzusetzen.
4.2     Prüfverfahren
        Die Prüfvorrichtung ist von vorne nach hinten an dem Fahrzeug
        vorbei zuführen, wobei die Lenkeinrichtung (wenn sie von der
        Prüfvorrichtung berührt werden kann) bis zur vollständigen
        Blockierung eingeschlagen wird. Die Prüfvorrichtung muß mit dem
        Fahrzeug in Berührung bleiben (siehe Abbildung B der Anlage 1 ) .
        Die Prüfung wird auf beiden Fahrzeugseiten durchgeführt.
5       PRÜFKRITERIEN
5.1     Die unter dieser Nummer aufgeführten Prüfkriterien gelten nicht
        für die Vorschriften unter Nr. 6.
5.2     Vorbehaltlich der unter Nr. 3.3 erwähnten Ausnahme gelten die
        folgenden Mindestkriterien:
5.2.1   Vorschriften für die Teile der Gruppe 1
5.2.1.1 Bei flächenförmigen Tellen
        -  müssen die Ecken einen Abrundungsradius von mindestens 3 mm und
        -  die Ränder einen Abrundungsradius von mindestens 0,5 mm
           aufweisen.
5.2.1.2 Bei st iftform igen Teilen
        -  muß der Durchmesser des Stiftes mindestens 10 mm betragen und
        -  die Ränder am Ende des Stiftes müssen einen Abrundungsradius
           von mindestens 2 mm aufweisen.
5.2.2   Vorschriften für die Teile der Gruppe 2
5.2.2.1 Bei flächenförmigen Teilen:
        -  müssen die Ecken und Ränder einen Abrundungsradius von
           mindestens 2 mm aufweisen.
5.2.2.2 Bei stiftförmigen Tellen:
        -  darf die Länge höchstens die Hälfte des Durchmessers des
           Stiftes ausmachen, wenn der Durchmesser weniger als 20 mm
           beträgt;
        -  der Abrundungsradius der Kanten am Ende des Stiftes muß
           mindestens 2 mm betragen, wenn der Durchmesser des Stiftes 20
           mm oder mehr beträgt.
 ---pagebreak---                               -AK-
6    BESONDERE VORSCHRIFTEN
6.1  Die obere Kante der Windschutzscheibe bzw. der Verkleidung muß
     einen Abrundungsradius von mindestens 2 mm aufweisen und gemäß den
     Vorschriften von 3.3 mit einer Schutzschicht überzogen sein.
6.2  Die Enden und Außenkanten der von Hand zu betätigenden Kupplungs-
     und Bremshebel müssen annähernd rund sein, und einen
     Abrundungsradius von mindestens 7 mm haben.
6.3  Die obere Kante des vorderen Kotflügels muß einen Abrundungsradius
     von mindestens 2 mm aufweisen.
6.4  Die Tankverschlüsse auf der Oberseite des Kraftstoffbehälters, auf
     die der Fahrer bei einem Zusammenstoß aufprallen könnte, dürfen an
     ihrer hinteren Kante nicht höher als 15 mm aus der Oberfläche
     herausragen; die Verbindungsstellen mit der darunter liegenden
     Oberfläche müssen abgeflacht oder annähernd rund sein. Sonstige
     Maßnahmen (z.B. eine hinter dem Einfüllstutzen liegende
     Schutzblende) sind vorzusehen, wenn die vorgeschriebenen 15 mm
     nicht erreicht werden können. (Siehe nachstehende Skizze)
             Y/ ////// /j\\         7p?
                                     j // // s JK    -+
 6.5  Die Zündschlüssel müssen mit einer Schutzschicht überzogen sein.
      Umklappbare Zündschlüssel oder solche, die aus der Oberfläche
      nicht herausragen, sind von dieser Vorschrift nicht betroffen.
 ---pagebreak---   -Ai-
 Anlage 1
AbbiI dung A
             cm
 ---pagebreak---                                      -/fi-
                                   ANHANG II
              VORSCHRIFTEN FÜR DIE VORSTEHENDEN AUSSENKANTEN BEI
                    DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN MIT AUFBAU
            ALLGEMEINES
            Für dreirädrige Kraftfahrzeuge mit Aufbau, die zur
            Personenbeförderung bestimmt sind, gelten die Vorschriften der
            Richtlinie 74/483/EWG/<1> über die vorstehenden Außenkanten bei
            Kraftfahrzeugen (der Klasse M1).
            FUr dreirädrige Kraftfahrzeuge mit Aufbau, die zur Beförderung von
            Gütern bestimmt sind, gelten die folgenden Vorschriften.
1.          GELTUNGSBEREICH
1.1         Dieser Anhang gilt für die vorstehenden Außenkanten vor der
            Führerhausrückwand von Nutzfahrzeugen, die sich an der
            Außenfläche, wie nachstehend definiert, befinden. Er gilt weder
            für Außenrückspiegel einschließlich ihrer Halterung noch für
            Zubehörteile wie Antennen und Gepäckträger.
1.2         Zweck dieser Vorschriften ist es, die Gefahr oder die Schwere der
            Verletzungen von Personen, die bei einem Zusammenstoß mit der
            Außenfläche des Fahrzeugs in Berührung kommen, zu verringern.
2.          BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
            Im Sinne dieses Anhangs bedeuten
2.1         "Außenfläche", den Teil des Fahrzeugs, der sich vor der
            Führerhausrückwand, wie in 2.5 definiert, befindet - mit Ausnahme
            der Rückwand selbst - und Teile wie den (die) vorderen Kotflügel
            (falls vorhanden), die vordere Stoßstange (falls vorhanden) sowie
            das (die) Vorderrad/-räder umfaßt;
2.2         "Fahrzeuotyp in bezug auf die vorstehenden Außenkanten"
            Fahrzeuge, die untereinander keine wesentlichen Unterschiede
            aufweisen; diese Unterschiede können insbesondere die Form, die
            Abmessungen, die Ausrichtung und die Gestaltfestigkeit der äußeren
            Fahrzeugteile betreffen;
2.3         "Führerhaus", den Teil des Aufbaus, der den Raum für
            Fahrzeugführer (und Beifahrer) bildet, einschließlich der Türen;
2.4         "Führerhausrückwand". den hintersten Teil der Außenfläche des
            Raumes für Fahrzeugführer und Beifahrer;
(1) ABI. Nr. L 266 vom 2.10.1974.
 ---pagebreak---                                - Aftf-
2.5   "Bezugsebene", eine durch den Mittelpunkt des Vorderrads (der
      Vorderräder) verlaufende oder eine 50 cm über dem Boden liegende
      waagerechte Ebene, Je nachdem, welche von beiden tiefer liegt;
      diese Ebene wird für das beladene Fahrzeug festgelegt.
2.6   "BodenIinie". eine Linie, die wie folgt bestimmt wird: umgibt man
      die Außenfläche des beladenen Fahrzeugs mit einem Kegel mit
      senkrechter Achse, von unbestimmter Höhe und mit einem halben
      Offnungswinkel von 15' in der Weise, daß er die Außenfläche des
      Aufbaus an ihrer niedrigsten Stelle berührt, so ist die Bodenlinie
      die Verbindungslinie der Berührungspunkte.
      Bei der Bestimmung der BodenIinie sind nicht zuberücksichtigen die
      Auspuffrohre, die Räder, funktionswichtige mechanische Teile am
      Unterbau wie Wagenheberansatzpunkte, Aufhängungsteile oder
      Zubehörteile, die zum Abschleppen oder bei einer Panne gebraucht
      werden. Bei den Radausschnitten wird eine imaginäre Fläche als
      Übergangs lose Fortsetzung der angrenzenden Außenflächen
      angenommen. Je nach Fahrzeugtyp sind bei der Bestimmung der
      Bodenlinie der äußere Rand der Aufbauverklei dung, der oder die
      Kotflügel (falls vorhanden) oder der äußere Winkel des
      Stoßstangenbereichs (falls vorhanden) zu berücksichtigen. Sind
      gleichzeitig zwei oder mehr Berührungspunkte vorhanden, so ist der
      niedrigste Berührungspunkt bei der Bestimmung der Bodenlinie
      maßgebend.
2.7   "Abrundungsradius". den Radius eines Kreises, dessen Bogen der
      abgerundeten Form des betreffenden Bauteils am ehesten entspricht.
2.8   "Beladenes Fahrzeug", das Fahrzeug bei technisch zulässiger
      Höchstlast, wobei diese Last gemäß den Angaben des Herstellers auf
      die Achsen verteilt ist.
3.    ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
3.1   Die Vorschriften dieses Anhangs gelten nicht für die Teile der
      "Außenfläche" des unbeladenen Fahrzeugs mit geschlossenen Türen,
      Fenstern, Klappen usw.,
3.1.1 die sich entweder außerhalb eines Bereichs befinden, der oben
      durch eine Hörizontalebene zwei Meter über dem Boden und unten -
      Je nach Wahl des Herstellers - entweder durch die Bezugsebene nach
      2.6 oder die Bodenlinie nach 2.7 begrenzt ist oder
3.1.2 die so angeordnet sind, daß sie in Ruhelage von einer Kugel mit
      einem Durchmesser von 100 mm nicht berührt werden können.
3.1.3 Bildet die Bezugsebene die untere Begrenzung des Bereichs, so sind
      nur die Fahrzeugteile zu berücksichtigen, die sich zwischen zwei
      Vertikalebenen befinden, von denen die eine die Außenfläche des
      Fahrzeugs berührt und die andere von dem Punkt aus, in dem die
      Bezugsebene den Fahrzeugaufbau berührt, parallel dazu in einem
      Abstand von 80 mm in Richtung zum Fahrzeuginnenraum hin verläuft.
3.2   An der "Außenfläche" des Fahrzeugs dürfen sich keine nach außen
      gerichteten Teile befinden, von denen Fußgänger, Radfahrer oder
      Kraftradfahrer erfaßt werden können.
 ---pagebreak---                               -4ti-
3.3   Die unter Nr. 4 genannten Fahrzeugteile dürfen keine nach außen
      gerichteten spitzen, scharfen oder vorstehenden Teile aufweisen,
      die aufgrund ihrer Formen, Abmessungen, Auswirkungen oder Härte
      die Gefahr oder die Schwere der Verletzung von Personen vergrößern
      können, die bei einem Zusammenstoß auf die Außenfläche prallen
      oder von ihr gestreift werden.
3.4   Vorstehende Teile der Außenfläche mit einer Härte von höchstens 60
      Shore (A) dürfen einen kleineren Abrundungsradius als in der Nr. 4
      angegeben, haben.
3.5   Abweichend von Nr. 4 darf der Abrundungsradius der vorstehenden
      Außenkanten nicht kleiner als  2,5 mm sein. Wird diese Vorschrift
      nicht eingehalten, müssen die  vorstehenden Außenkanten mit einer
      Schutzschicht überzogen sein,  die den Merkmalen gemäß Nr. 4 oder
      Nr. 3.4 entspricht.
4.    BESONDERE VORSCHRIFTEN
4.1   Verzierungen, Markenzeichen, Buchstaben und Ziffern von
      Hände IsbezeIchnungen
4.1.1 Bei Verzierungen, Markenzeichen, Buchstaben und Ziffern von
      Handelsbezeichnungen darf der Abrundungsradius nicht kleiner als
      2,5 mm sein. Diese Vorschrift gilt nicht, wenn diese Teile um
      nicht mehr als 5 mm über die sie umgebende Fläche hinausragen,
      vorausgesetzt, sie weisen keine nach außen gerichteten scharfen
      Kanten auf.
4.1.2 Verzierungen, Markenzeichen, Ziffern und Zahlen von
      Handelsbezeichnungen, die um mehr als 10 mm über die sie umgebende
      Fläche hinausragen, müssen sich zurückdrücken, ablösen oder
      umbiegen lassen, wenn auf ihre am weitesten herausragende Stelle
      in einer beliebigen Richtung in einer Ebene, die ungefähr parallel
      zu der Außenfläche verläuft, an der sie befestigt sind, eine Kraft
      von 10 daN ausgeübt wird.
      Zum Aufbringen der Kraft von 10 daN ist ein Dorn mit abgeflachter
      Stirnseite und einem Durchmesser von höchstens 50 mm zu verwenden.
      Ist dies nicht möglich, so ist ein gleichwertiges Verfahren
      anzuwenden. Sind die Verzierungen zurückgedrückt, abgelöst oder
      umgebogen, so darf der verbleibende Teil nicht mehr als 10 mm
      hervorstehen und keine spitzen, scharfen oder schneidenden Kanten
      aufwe i sen.
4.2   Seheinwerferblenden und -einfassungen
4.2.1 Vorstehende Blenden und Einfassungen an Scheinwerfern sind
      zulässig, sofern sie um nicht mehr als 30 mm über die
      Lichtaustrittsfläche des Scheinwerfers herausragen und ihr
      Abrundungsradius überall mindestens 2,5 mm beträgt.
4.2.2 Versenkbare Scheinwerfer müssen in betriebsbereiter und in
      versenkter Stellung den Vorschriften nach 4.2.1 entsprechen.
 ---pagebreak---                                -SP -
                                                           i
4.2.3 Die Vorschriften nach 4.2.1 gelten nicht für zurückgesetzt
      eingebaute Scheinwerfer oder für Scheinwerfer, über die Teile des
      Aufbaus hinausragen, wenn der Aufbau den Vorschriften nach 3.2
      entspr icht.
4.3   Qitter
      Die Teile der Gitter müssen folgende Krümmungsradien aufweisen:
      -  mindestens 2,5 mm, wenn der Abstand zwischen nebeneinander
          liegenden Teilen größer als 40 mm ist,
      -  mindestens 1 mm, wenn dieser Abstand 25 mm bis 40 mm beträgt,
      -  mindestens 0,5 mm, wenn dieser Abstand kleiner als 25 mm ist.
4.4   Windschutzscheiben- und Scheinwerferreinigungsanlagen
4.4.1 Bei den oben genannten Anlagen muß die Welle für den Wischerarm
      mit einer Schutzabdeckung mit einem Abrundungsradius von
      mindestens' 2,5 mm und einer Oberfläche von mindestens 150 mm 2
      versehen sein, die durch die Projektion eines Schnitts auf eine
      Ebene ermittelt wird, deren Abstand von dem am weitesten
      herausragenden Punkt höchstens 6,5 mm beträgt.
4.4.2 Die Düsen der Windschutzscheiben- und Sehe inwerferre Inigungs-
      anlagen müssen einen Abrundungsradius von mindestens 2,5 mm
      aufweisen. Wenn sie um weniger als 5 mm hervorstehen, müssen die
      nach außen gerichteten Kanten gebrochen sein.
4.5   Kotflügel (falIs vorhanden)
      Bildet der Kotflügel den am weitesten vor dem Führerhaus liegenden
      Teil des Fahrzeugs, müssen seine Bauteile so ausgelegt sein, daß
      alle nach außen gericheten harten Oberflächen einen
      Abrundungsradius von mindestens 5 mm aufweisen.
4.6   Schutzeinrichtungen (Stoßstangen) (falls vorhanden)
4.6.1 Die Enden der vorderen Schutzeinrichtungen müssen zur Außenfläche
      des Aufbaus hin gebogen sein.
4.6.2 Die Teile der vorderen Schutzeinrichtungen müssen so beschaffen
      sein, daß alle nach außen gerichteten harten Oberflächen einen
      Abrundungsradius von mindestens 5 mm aufweisen.
4.6.3 Ausrüstungsgegenstände wie Abschlepphaken und Winden dürfen nicht
      über die vorderste Fläche der Stoßstange hinausragen. Winden
      dürfen Jedoch über die vorderste Fläche der Stoßstange
      hinausragen, wenn sie nicht genutzt werden und mit einer
      geeigneten Schutzabdeckung mit einem Abrundungsradius von
      mindestens 2,5 mm versehen sind.
4.6.4 Die Vorschriften nach 4.5.2 gelten nicht für Bestandteile der
      Stoßstange oder an der Stoßstange befestigte oder in sie
      eingesetzte Teile, die um weniger als 5 mm hervorstehen. Die
      Kanten von Einrichtungen, die um weniger als 5 mm hervorstehen,
      müssen gebrochen sein. Für die an den Stoßstangen befestigten
      Einrichtungen, die in anderen Absätzen dieses Anhangs genannt
      sind, gelten weiterhin die in diesem Kapitel enthaltenen
      besonderen Vorschriften.
 ---pagebreak---                                  - AÎ4 -
4.7     Griffe. Scharniere und Druckknöpfe an Türen. Kofferräumen.
        Motorhauben. AusstelIfenstern und Öffnungsklappen sowie
        Haltegriffe
4.7.1   Diese Teile dürfen bei Druckknöpfen um nicht mehr als 30 mm, bei
        Haltegriffen und Motorhaubenverschlüssen um nicht mehr als 70 mm
        und in allen anderen Fällen um nicht mehr als 50 mm hervorstehen.
        Ihr Abrundungsradius muß mindestens 2,5 mm betragen.
4.7.2   Sind die Griffe der Seitentüren Drehgriffe, so müssen sie der
        einen oder anderen der folgenden Vorschriften entsprechen:
4.7.2.1 Bei Griffen, die in einer Ebene parallel zur Oberfläche der Tür
        gedreht werden, muß das freibeweg Iiche Ende nach hinten gerichtet
        sein. Das Ende muß zur Oberfläche der Tür hin gebogen und durch
        eine Einfassung oder eine Vertiefung geschützt sein.
4.7.2.2 Griffe, die sich nach außen in einer beliebigen Richtung schwenken
         lassen, die nicht parallel zur Oberfläche der Tür verläuft, müssen
         in der Verriegelungsstellung durch eine Einfassung oder eine
        Vertiefung geschützt sein. Das freibewegIiche Ende muß entweder
        nach hinten oder nach unten gerichtet sein. Griffe, die der
         letztgenannten Vorschrift nicht entsprechen, können dennoch
        zugelassen werden, wenn
        -   sie über einen selbsttätigen RUckholmechanismuss verfügen,
        -   sie beim Versagen des Rückholmechanismus um nicht mehr als
            15 mm hervorstehen,
        -   sie in dieser geöffneten Stellung einen Abrundungsradius von
            mindestens 2,5 mm aufweisen. (Diese Vorschrift gilt nicht,
            wenn der Griff in der äußerten geöffneten Stellung um weniger
            als 5 mm hervorsteht; in diesem Fall müssen die Kanten der nach
            außen gerichteten Teile gebrochen sein),
        -   die Fläche ihres freibewegIichen Endes gemessen in einem
            Abstand von höchstens 6,5 mm von der am weitesten
            herausragenden Stelle, mindestens 150 mm groß ist.
4.8     Seitliche Luft- und Regenabweiser und Luft leiteinrichtunoen an den
        Fenstern gegen Verschmutzung
        Nach außen gerichtete Kanten müssen einen Abrundungsradius von
        mindestens 1 mm aufweisen.
4.9     Blechkanten
        Blechkanten sind zulässig, sofern sie mit einer Schutzabdeckung
        mit einem Abrundungsradius von mindestens 2,5 mm oder mit einem
        Werkstoff gemäß den Vorschriften von 3.4 versehen sind.
4.10    Radmuttern, Radkappen und Schutzeinrichtungen
4.10.1  Radmuttern, Radkappen und Schutzeinrichtungen dürfen keine
         flügeiförmigen vorstehenden Teile haben.
 ---pagebreak---                                -  4ti-
4.10.2 Bei Geradeausfahrt des Fahrzeugs darf außer den Reifen kein Teil
       der Räder, der oberhalb der durch ihre Drehungsachse verlaufenden
       waagerechten Ebene liegt, über die senkrechte Projektion der
       äußeren Begrenzung des Aufbaus über dem Rad in eine waagerechte
       Ebene hinausragen. Wenn es jedoch aus betrieblichen Gründen
       gerechtfertigt ist, so dürfen die Schutzeinrichtungen für
       Radmuttern und Narben über die senkrechte Projektion der äußeren
       Begrenzung des Aufbaus hinausragen, sofern der Abrundungsradius
       der Oberfläche des vorstehenden Teiles mindestens 5 mm beträgt und
       der über die senkrechte Projektion der äußeren Begrenzung des
       Aufbaus hinausragende Teil um höchstens 30 mm hervorsteht.
4.10.3 Schutzvorrichtungen nach 4.10.2 müssen angebracht sein, wenn
       Bolzen oder Muttern über die Projektion der Außenfläche des
       Reifens (d.h. den Teil des Reifens, der sich über der durch die
       Drehachse des Rades verlaufenden waagerechten Ebene befindet)
       hinausragen.
4.11   Wagenheberansatzstellen und Auspuffrohre
4.11.1 Wagenheberansatzstellen und Auspuffrohre dürfen um nicht mehr als
       10 mm über die senkrechte Projektion der Bodenlinie oder die
       senkrechte Projektion der Schnittlinie der Bezugsebene mit der
       Außenfläche des Fahrzeugs hinausragen.
4.11.2 Abweichend von obiger Vorschrift kann ein Auspuffrohr um mehr als
       10 mm hervorstehen, sofern seine Kanten am Ende mit einem Radius
       von mindestens 2,5 mm abgerundet sind.
4.12   Die vorstehenden Teile und die Abstände sind nach den obigen
       Vorschriften zu messen.
 ---pagebreak---                                  -Aï) -
                                 ANLAGE
            MESSUNG DER VORSTEHENDEN TEILE UND DER ABSTÄNDE
1.  VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER ABMESSUNGEN DES VORSTEHENDEN TEILES EINES
    AN DER AUSSENFLÄCHE BEFESTIGTEN BAUTEILS
1.1 Die Abmessungen des vorstehenden Teiles eines an der nach außen
    gewölbten Oberfläche befestigten Bauteils können entweder an diesem
    selbst oder anhand einer entsprechenden Schnittzeichnung des
    befestigten Bauteils bestimmt werden.
1.2 Können die Abmessungen des vorstehenden Teiles eines an der nicht
    gewölbten Oberfläche befestigten Bauteils nicht durch eine einfache
    Messung bestimmt werden, so sind sie mit Hilfe des größten Abstands
    zwischen der Bezugslinie der Außenfläche und dem Mittelpunkt einer
    Kugel mit einem Durchmesser von 500 mm zu ermitteln, die so abgerollt
    wird, daß sie ständig mit dem Bauteil in Berührung bleibt. Ein
    Beispiel für die Anwendung dieses Verfahrens ist in Abbildung 1
    dargestelIt.
1.3 Insbesondere bei Haltegriffen sind die Abmessungen des vorstehenden
    Teils von einer Ebene durch die Befestigungspunkte ausgehend, zu
    bestimmen. Ein Beispiel ist in Abbildung 2 dargestellt.
2.  VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER ABMESSUNGEN DES VORSTEHENDEN TEILS VON
    SCHEINWERFERBLENDEN UND -EINFASSUNGEN
2.1 Die Abmessungen des über die Außenfläche des Scheinwerfers
    hinausragenden Teile sind, ab dem Berührungspunkt einer Kugel mit
    einem Durchmesser von 100 mm in der waagerechten Richtung zu
    bestimmen, wie in Abbildung 3 dargestellt.
3.  VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES ABSTANDS ZWISCHEN DEN TEILEN EINES
    GITTERS
3.1 Als Abstand zwischen den Teilen eines Gitters gilt der Abstand
    zwischen zwei Ebenen, die durch die Berührungspunkte der Kugel
    rechtwinklig zur Verbindungslinie dieser Punkte verlaufen. Die
    Abbildungen 4 und 5 zeigen Beispiele für die Anwendung dieses
    Verfahrens.
 ---pagebreak--- -•A - ---pagebreak---                                      -4K   -
                                   ANHANG I I I
                                    An Iage 1
                 BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DIE VORSTEHENDEN
             AUSSENKANTEN BEI EINEM ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                                KRAFTFAHRZEUGTYP
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls dieser unabhängig
von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die vorstehenden Außenkanten eines
zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps sind die Angaben zu
nachstehenden Nummern des Anhangs II der Richtlinie 92/61/EWG des Rates
Buchstabe A beizufügen
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
1.1
1.2
In dem unter 3.5 des Anhangs I zu diesem Kapitel vorgesehenen Fall ist ggf.
anzugeben, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Sicherheit zu
gewähr leisten.
 ---pagebreak---                                      -4fC  -
                                   ANHANG III
                                    Anlage 3
                                              Angabe der Behörde
              BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND DIE VORSTEHENDEN
             AUSSENKANTEN BEI EINEM ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                                KRAFTFAHRZEUGTYP
                                     MUSTER
Protokoll Nr                des Technischen Dienstes             vom
Nr. der Bauartgenehmigung              Nr. der Erweiterung
1. Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2. Fahrzeugtyp                                                           ,
3. Name und Anschrift des Herstellers                                    ,
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5. Das Fahrzeug wird zur Prüfung vorgeführt am
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert(*)
7. Ort
8. Datum
9. Unterschrift
(*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                       -  /if-
                     KAPITEL 4
                    RÜCKSPIEGEL
VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
 ---pagebreak---                             ANHANG 1
    BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
    Im Sinne dieser Verordnung bedeuten :
1.  "Rückspiegel" eine andere Einrichtung als ein komplexes optisches
    System wie ein Periskop, deren Funktion darin besteht, aus dem
    Fahrzeug eine klare Sicht nach hinten zu vermitteln.
2.  "Innenspleget" eine Einrichtung gemäß Nr. 1, die im
    Fahrzeug inneren angebracht werden kann.
3.  "Außenspiegel" eine Einrichtung gemäß Ziffer 1, die an einem
    äußeren Fahrzeugteil angebracht werden kann.
4.  "Rückspiegeltyp" Einrichtungen, die sich in folgenden wesentlichen
    Eigenschaften nicht erheblich voneinander unterscheiden :
4.1 Abmessungen und Krümmungsradien der spiegelnden Flächen des
    Rückspiegels;
4.2 Auslegung, Form oder Werkstoffe des Rückspiegels, einschließlich
    der Elemente zur Anbringung an den Aufbau.
5.  "Rückspiegelgruppe" die Gesamtheit aller Einrichtungen, die eine
    oder mehrere gleiche Eigenschaften öder Funktionen haben. Sie
    werden wie folgt eingeteilt :
    Gruppe I : Innenspiegel,
    Gruppe L : sogenannte "Haupt"-AußenspIegeI.
6.  "r" Mittelwert der Krümmungsradien, die auf der spiegelnden Fläche
    gemäß den unter Nr. 2 der Anlage 1 beschriebenen Verfahren zu
    messen sind.
7.  "Hauptkrümmungsradien an einem Punkt der spiegelnden Fliehe" die
    mit Hilfe des in Anlage 1 definierten Geräts erhaltenen Werte,
    gemessen auf dem Bogen der spiegelnden Fläche der durch den
    Mittelpunkt dieser Fläche verläuft und auf einer senkrechten Ebene
    liegt (T|), der durch den Mittelpunkt dieser Ebene verläuft und
    auf einer waagerechten Ebene liegt (r'j), sowie auf dem zu
    diesem Segment rechtwinkligen Bogen.
8.  "Krümmungsradius zu einen Punkt der spiegelnden Fläche (r p )" das
    arithmetische Mittel der Hauptkrümmungsradien r( und r'j, das
    heißt :
         r, + r',
    r
     P
            2
 ---pagebreak---                               -4fi-
9.   "Mittelpunkt der spiegelnden Fläche" der Flächenschwerpunkt des
     sichtbaren Bereichs der spiegelnden Fläche.
10.  "Abrundungsradius der Bestandteile des Rückspiegels" der Radius c
     eines Kreisbogens, der der Abrundung des betreffenden Teils am
     ähnlichsten ist.
11.  "Fahrzeugtyp hinsichtlich der Rückspiegel" Kraftfahrzeuge, die
     hinsichtlich folgender wesentlicher Elemente keine Unterschiede
     aufweisen :
11.1 Fahrzeugmerkmale, die das Sichtfeld einschränken und den Anbau der
     Rückspiegel beeinträchtigen können;
11.2 Die Anordnung und Typen der vorgeschriebenen und fakultativen
     Rückspiegel nach deren Anbau.
12.  "Augenpunkte des Fahrzeugführers", zwei Punkte, die 65 mm
     voneinander entfernt sind und in einer Höhe von 635 mm senkrecht
     über dem in der Anlage zu diesem Anhang definierten R-Punkt des
     Führersitzes liegen. Die Verbindungsgerade der beiden Punkte liegt
     rechtwinklig zur senkrechten Längsmittelebene des Fahrzeugs. Die
     die Mitte dieser beiden Augenpunkte verbindende Gerade liegt in
     der senkrechten Längsmittelebene, die durch den vom Hersteller
     angegebenen Mittelpunkt des Führersitzes gehen muß.
13.  "Amblnokulare Sicht" das ganze, sich aus der Überlagerung der
     monokularen Sichtfelder des rechten und des linken Auges ergebende
     Sichtfeld (s. nachstehende Abbildung).
        E        Innenrückspiegel
        OD       Augen des Fahrzeugführers
        OE'
        ID-      monokulare virtuelle Bilder
           <
        IE       ambinokulares virtuelles Bild
                 Sichtwinkel des linken Auges
                 Sichtwinkel des rechten Auges
                 binokularer Sichtwinkel
                 ambinokularer Sichtwinkel
 ---pagebreak---                                 -/TV-
                               ANHANG
      VERFAHREN ZUR FESTSTELLUNG DES KRÜMMUNGSRADIUS "r" DER
                SPIEGELNDEN FLÄCHE DES RÜCKSPIEGELS
1.    MESSUNGEN
1.1   Meßgeräte
      Das in Abbildung 1 beschriebene Gerät "Sphärometer" genannt, wird
      benutzt.
1.2   Meßstellen
1.2.1 Die Hauptkrümmungsradien werden an drei Punkten gemessen; diese
      befinden sich möglichst nahe bei 1/3, 1/2 und 2/3 des großen
      Bogens der spiegelnden Fläche, der durch den Mittelpunkt dieser
      Fläche verläuft und auf einer senkrechten Ebene liegt oder des
      großen Bogens, der durch die Mitte dieser Fläche verläuft und auf
      einer waagerechten Ebene liegt, wenn dieser Bogen länger ist.
1.2.2 Wenn die Messungen in den in Nr. 7 dieses Anhangs festgelegten
      Richtungen wegen der Abmessungen der spiegelnden Flächen nicht
      möglich sind, so können die mit der Prüfung beauftragten
      technischen Dienste an einem anderen Punkt Messungen in zwei
      rechtwinklich zueinander verlaufenden Richtungen vornehmen, die
      den oben vorgeschriebenen möglichst nahe liegen.
2.    BERECHNUNG DES KRÜMMUNGSRADIUS "r"
      "r", in Millimetern ausgedrückt, wird nach folgender Formel
      berechnet :
          rpx • r P f • r p i
      r
                  3
      wobei rpx der Krümmungsradius des ersten Meßpunktes,
            rp   der Krümmungsradius des zweiten Meßpunktes und
            rp   der Krümmungsradius des dritten Meßpunktes ist,
 ---pagebreak---                                                                              Komparator
                                                                                         >
                                                                                         cr
                                                                                         O"
                                                                                        c
                                                                                         a
                                                                                        3
                                                                                        «a
\h OOP - 31,62 ± 0,05 I h OOP * 31,62 ± 0,0^
                                    d   4 , 5 Schraubengewinde F 9 0 - 4
                                                                         [v]
 ---pagebreak---                                  -AU  -
                               ANHANG II
          BAUVORSCHRIFTEN UND PRÜFUNGEN ZUR ERTEILUNG DER
                EWG-BAUARTGENEHMIGUNG FÜR RÜCKSPIEGEL
1     ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
1.1   Alle Rückspiegel müssen einstellbar sein.
1.2   Die spiegelnde Fläche der Rückspiegel muß in ein Gehäuse eingefaßt
      se in, das an seinem Rand an allen Stellen und in allen Richtungen
      einen Wert von "c" > 2,5 mm aufweisen muß. Ragt die spiegelnde
      Fläche über die Schutzverkleidung hinaus, so muß der
      Abrundungsradius "c" auf dem die Schutzverkleidung überragenden
      Umfang >. 2,5 mm sein, und die spiegelnde Fläche muß in die
      Schutzverkleidung zurückweichen, wenn auf die am weitesten über
      die Schutzverkleidung hinausragende Stelle eine Kraft von 50 N in
      waagerechter Richtung annähernd parallel zur Längsmittelebene des
      Fahrzeugs aufgebracht wird.
1.3   Ist der Rückspiegel auf einer ebenen Fläche angebracht, müssen
      sämtliche Teile des Rückspiegels, die unter statischen Bedingungen
      bei Jedweder Einstellung des Rückspiegels von einer Kugel mit 165
      mm Durchmesser im Falle von Innenspiegeln und 100 mm im Falle von
      Außenspiegeln berührt werden können, sowie sämtliche Teile, die
      nach der Prüfung gemäß 4.2 am Fahrzeug verbleiben, einen
      Abrundungsradius "c" von mindestens 2,5 mm haben.
1.3.1 Die Ränder von Befestigungslöchern oder -Vertiefungen, deren
      Durchmesser oder größte Diagonale weniger als 12 mm beträgt,
      brauchen den Anforderungen in 1.3 nicht zu entsprechen, wenn ihre
      Kanten gebrochen sind.
1.4   Die Einrichtung zur Befestigung des Spiegels am Fahrzeug muß so
      beschaffen sein, daß ein Zylinder mit einem Radius von 30 mm,
      dessen Achse die (oder eine der) Drehachse(n) ist, die das
      Umklappen des       Rückspiegels im Falle eines Aufpralls in der
                          gewünschten Richtung zur Folge hat (haben), die
                          Befestigungsfläche der Einrichtung zumindest
                          teilweise schneidet.
1.5   Bei Außenspiegeln gelten die Bestimmungen für die in 1.2 und 1.3
      erwähnten Teile nicht, wenn sie aus Werkstoffen mit einer Härte
      von weniger oder gleich 60 Shore A bestehen.
1.6   Bei Innenspiegeln gelten für Teile aus Werkstoffen mit einer Härte
      von weniger als 50 Shore A, die auf starren Teilen montiert sind,
      die Bestimmungen nach 1.2 und 1.3 nur für diese Teile.
                                                                          (12)
 ---pagebreak---                                 - .m -
2       ABMESSUNGEN
2.1     Innenspiegel (Gruppe I)
        Die spiegelnde Fläche muß Abmessungen haben, die auf der
        Spiegelfläche die Beschreibung eines Rechtecks mit den
        Seitenlängen 4 cm und "a" ermöglichen :
        a » 15 cm x     1
                     1 + 1,QQQ
                            r
2.2     Sogenannte "Haupt"-Außenspiegel (Gruppe L)
2.2.1   Die Mindestabmessungen der spiegelnden Fläche müssen so sein, daß
2.2.1.1 die Fläche nicht kleiner als 69 cm,,
2.2.1.2 bei einem runden Spiegel der Durchmesser nicht kleiner als 94 mm
        ist,
2.2.1.3 bei einem nicht runden Spiegel auf der spiegelnden Fläche ein
        Kreis mit einem Durchmesser von 78 mm aufgezeichnet werden kann.
2.2.2   Die Höchstabmessungen der spiegelnden Fläche müssen so sein, daß :
2.2.2.1 bei einem runden Spiegel der Durchmesser nicht größer als 150 mm
        ist,
2.2.2.2 bei einem nicht runden Spiegel die spiegelnde Fläche von einem
        Rechteck von 120 mm x 200 mm eingeschlossen werden kann.
3       SPIEGELNDE FLÄCHE UND REFLEXIONSGRADE
3.1     Die spiegelnde Fläche eines Rückspiegels muß konvex sein.
3.2     Der Wert "r" darf die nachstehenden Werte nicht unterschreiten :
3.2.1   1.200 mm für Innenspiegel (Gruppe I);
3.2.2   Der Mittelwert "r" der Krümmungsradien, gemessen auf der
        spiegelnden Fläche, darf für Rückspiegel der Gruppe L nicht
        kleiner als 1.000 mm und nicht größer als 1.500 mm sein.
3.3     Der normale Reflexionsgrad, gemessen nach den Verfahren in
        Anlage 1 zu diesem Anhang, darf 40 X nicht unterschreiten.
 ---pagebreak---         Bei spiegelnden Flächen mit zwei Stellungen ("Tag" und "Nacht")
        müssen in der "Tag"-Stellung die Farben der Verkehrszeichen
        erkannt werden können. Der normale Reflexionsgrad in der "Nacht"-
        Stellung darf nicht niedriger als 4 % sein.
3.4     Die spiegelnde Fläche muß die in 3.3 vorgeschriebenen
        Eigenschaften auch nach längerer Benutzung bei schlechtem Wetter
        behalten.
4       PROFUNGEN
4.1     Die Rückspiegel werden den Prüfungen gemäß 4.2 und 4.3 unterzogen.
4.1.1   Bei allen Außenspiegeln, bei denen sich kein Teil unabhängig von
        der Spiegeleinstellung bei der technisch zulässigen Gesamtmasse
        des Fahrzeugs weniger als 2 m über dem Boden befindet, sind die
        unter 4.2 genannten Prüfungen nicht erforderlich.
        Diese Abweichung gilt auch, wenn sich Befestigungselemente der
        Rückspiegel (Halterungsplatten, Halterung, Kugelgelenk usw.)
        weniger als 2 m über dem Boden und innerhalb der
        Gesamtfahrzeugbreite befinden. Diese wird auf der durch die
        untersten Befestigungselemente des Rückspiegels oder andere weiter
        vorne befindliche Punkte hindurchgehenden senkrechten Ouerebene
        gemessen, wenn damit eine größere Gesamtbreite ermittelt wird.
        In diesem Fall ist eine Beschreibung mitzuliefern, aus der
        hervorgeht, daß der Rückspiegel so anzubringen ist, daß der Anbau
        seiner Befestigungselemente den obigen Vorschriften entspricht.
        Wird diese Abweichung (^Anspruch genommen, so ist auf der
        Halterung das Zeichen 2 m in dauerhafter Form anzubringen. Ein
        entsprechender Vermerk ist auf dem Bauartgenehmigungsbogen
        anzubringen.
4.2     Schlagprüfung
4.2.1   Beschreibung der Prüfeinrichtung
4.2.1.1 Die Prüfeinrichtung besteht aus einem Pendel, das um zwei
        waagerechte und rechtwinklig zueinander verlaufende Achsen
        schwingen kann, von denen die eine senkrecht zu der die Anlaufbahn
        des Pendel s enthaltenen Ebene verläuft.
        Das Ende des Pendels besteht aus einem Hammer in Form einer
        starren Kugel mit 165 ± 1 mm Durchmesser, die mit einem 5 mm
        dicken Gummi be lag mit der Shore-Härte A 50 versehen ist.
 ---pagebreak---                                  _^?r -
        Eine Meßeinrichtung ermöglicht die Messung des größten
        Winkelausschlags des Pendel arms in der Ebene der Anlaufbahn.
        Eine starr an der Pendel haIterung befestigte Unterlage dient zur
        Anbringung der Prüfmuster für die Schlagprüfung, die in 4.2.2.6
        präzisiert werden.
        In Abbildung 1 sind die Abmessungen der Prüfeinrichtungen und die
        Vorschriften für Ihren Aufbau wiedergegeben.
                              Abbildung 1
4.2.1.2 Das Schlagzentrum des Pendels liegt In der Mitte der Kugel, die
        den Hammer bildet. Sein Abstand "i" zur Drehachse des Pendels in
        der Anlaufbahn beträgt 1 m ± 5 mm. Die reduzierte Masse des
        Pendels beträgt RIQ - 6,8 ± 0,05 kg (zwischen "RIQ" und der
        Gesamtmasse "m" des Pendels sowie der Entfernung "d" zwischen dem
        Schwerpunkt des Pendels und seiner Drehachse besteht die Beziehung
        m, - m x £
 ---pagebreak---                                    -  Atfl-
4.2.2     Beschreibung der Prüfung
4.2.2.1   Der Rückspiegel ist nach der vom Herstellerr des Geräts oder
          gegebenenfalls vom Hersteiler des Fahrzeugs empfohlenen Art und
          Weise an der Unterlage zu befestigen.
4.2.2.2.  Anordnung des Rückspiegels für die Prüfung.
4.2.2.2.1 Die Rückspiegel sind so am Pendeleinschlaggestell anzubringen, daß
          nach den Anbauanweisungen des Antragstellers die waagerecht und
          senkrecht verlaufenden Achsen sich in einer möglichst gleichen
          Stellung wie am Fahrzeug befinden.
4.2.2.2.2 Ist der Rückspiegel gegenüber der Anbaufläche verstellbar, so ist
          die Prüfung innerhalb des vom Antragsteller vorgesehenen
          Elnstel Ibereichs in der für das Ausweichen vor dem Pendel
          ungüngstigsten Stellung durchzuführen.
4.2.2.2.3 Besitzt der Rückspiegel eine Einrichtung zur Verstellung des
          Abstands zur Anbaufläche, so ist der kürzeste Abstand zwischen dem
          Gehäuse und der Anbaufläche zu wählen,.
4.2.2.2.4 Ist die spiegelnde Fläche innerhalb des Gehäuses verstellbar, so
          ist die Stellung so zu wählen, daß ihre vom Fahrzeug am weitesten
          entfernte obere Ecke gegenüber dem Gehäuse am weitesten
          hervorsteht.
4.2.2.3   Ausgenommen bei der Prüfung 2 für Innenspiegel (siehe 4.2.2.6.1)
          müssen die horizontale und die vertikale Längsebene, die durch den
          Mittelpunkt des Hammers hindurchgehen, bei senkrecher Stellung des
          Pendels durch das Zentrum der spiegelnden Fläche verlaufen, wie
          unter Nummer 9 des Anhangs I festgelegt. Die Längsrichtung der
          Pendelschwingung muß parallel zur Längsmittelebene des Fahrzeugs
          verlaufen.
4.2.2.4   Wird bei den in 4.2.2.1 und 4.2.2.2 festgelegten
          EinstelIbedingungen das Zurückschwingen des Hammers durch Bauteile
          des Rückspiegels behindert, so wird der Aufschiagpunkt in
          senkrechter Richtung zu der betreffenden Drehachse verschoben.
          Die Verschiebung darf nur so weit erfolgen, wie es für die
          Durchführung der Prüfung unbedingt notwendig ist. Sie ist so zu
          begrenzen, daß :
          -  entweder die den Hammer begrenzende Kugel den in 1.4
             beschriebenen Zylinder zumindest tangiert,
          -  oder die Berührung des Hammers in einem Abstand von mindestens
             10 mm vom Rand der spiegelnden Fläche erfolgt.
 ---pagebreak---                                    -m _
4.2.2.5   Bei der Prüfung wird der Hammer aus einer Höhe fallengelassen, die
          einem Winkel des Pendels von 60* zur Senkrechten entspricht, so*
          daß sich im Augenblick des Aufpralls des Hammers auf den
          Rückspiegel das Pendel in senkrechter Richtung befindet.
4.2.2.6   Die Schlagprüfung der Rückspiegel erfolgt unter den nachstehenden
          unterschied!ichen Bedingungen :
4.2.2.6.1 Innenspiegel (Gruppe I)
          Prüfung 1 : Der Aufschlagspunkt muß den Bedingungen in 4.2.2.3
          entsprechen. Der Aufschlag des Hammers muß die spiegelnde Fläche
          des Rückspiegels treffen.
          Prüfung 2 : Aufschlagspunkt am Rand des Schutzgehäuses, so daß der
          resultierende Aufschlag zur spiegelnden Fläche einen Winkel von
          45* bildet und auf der waagerechten Ebene durch den Mittelpunkt
          dieser Fläche verläuft. Der Aufschlag des Hammers muß die
          spiegelnde Fläche des Rückspiegels treffen.
4.2.2.6.2 Außenspiegel (Gruppe L)
          Prüfung 1 : Der Aufschlagspunkt entspricht den Bedingungen In
          4.2.2.3 oder 4.2.2.4; der Aufschlag muß so erfolgen, daß der
          Hammer die spiegelnde Fläche des Rückspiegels trifft.
          Prüfung 2 : Der Aufschlagspunkt entspricht den Bedingungen in
          4.2.2.3 oder 4.2.2.4; der Aufschlag muß so erfolgen, daß der
          Hammer den Rückspiegel auf der der spiegelnden Fläche gegenüber
          liegenden Seite trifft.
4.3       Biegeprüfung an dem an einer Halterung befestigten Gehäuse
4.3.1     Beschreibung der Prüfung
          Das Gehäuse Ist horizontal so in eine Vorrichtung einzuspannen,
          daß die Einstellelemente der Halterung gut festgehalten werden
          können. Das der Einspannstelle des Einstellelements der
          Spiegel haIterung nächstgelegene Ende des Gehäuses wird in Richtung
          der größten Abmessung durch einen starren Anschlag von 15 mm
          Breite, der die ganze Breite des Spiegelgehäuses überdeckt,
          festgehalten.
          Am anderen Ende wird ein gleicher Anschlag auf das Spiegelgehäuse
          aufgesetzt, um an diesem die vorgesehene Prüf last aufzubringen
          (Abbildung 2 ) .
          Das Ende des Gehäuses, das dem Belastungspunkt gegenüberliegt,
          kann auch angespannt anstatt in der in Abbildung 2 gezeigten
          Stellung gehalten werden.
 ---pagebreak---                                           - An -
                Beispiel einer Einrichtung zur Biegeprüfung der Rückspiegel
Metal IZwischenstücke
                    Spiegegehäuse
                                                                EinstelIbarer
                                                                Anschlag
                                                                      EinstelIbare
                                                                      Auflage
 Gewicht P
                                  Einspannvorr ichtung
                                  für die Halterung
                                       Abbildung 2
   4.3.3        Die Prüflast beträgt 25 kg. Sie wird eine Minute lang
                aufrechterhalten.
 ---pagebreak---                                -/??
5     ERGEBNISSE DER PRÜFUNGEN
5.1   Bei den in 4.2 festgelegetn Prüfungen muß das Pendel seine
      Bewegung so fortsetzen, daß die Projektion der Stellung des Armes
      in der An laufebene zur senkrechten einen Winkel von mindestens 20'
      bildet.
      Der Winkel wird mit einer Genauigkeit von ± 1* gemessen.
5.1.1 Diese Vorschrift gilt nicht für Rückspiegel, die auf die
      Windschutzscheibe aufgeklebt werden; in diesem Fall gelten nach
      der Prüfung die Vorschriften in 5.2.
5.2   Bei der Prüfung nach 4.2 darf bei Rückspiegeln, die auf die
      Windschutzscheibe geklebt werden, im Falle eines Bruchs der
      Spiegel haIterung der verbleibende Teil die Grundplatte um
      höchstens 1 cm überragen, und die nach der Prüfung verbleibende
      Konfiguration muß den Anforderungen von 1.3 genügen.
5.3   Bei den Prüfungen nach 4.2 und 4.3 darf die spiegelnde Fläche
      nicht brechen. Ein Bruch der spiegelnden Fläche ist Jedoch
      zulässig, wenn eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist :
5.3.1 die Glasbruchstücke haften am Spiegelgehäuse oder an einer mit dem
      Gehäuse fest verbundenen Fläche; eine teilweise Ablösung des
      Glases ist Jedoch zulässig, sofern sie nicht über 2,5 mm beidseits
      eines Sprunges hinausgeht. Kleine von der Glasoberfläche
      losgelöste Splitter sind am Aufschlagspunkt zulässig;
5.3.2 die spiegelnde Fläche besteht aus Sicherheitsglas.
 ---pagebreak---                                -£ÙO-
                              ANLAGE I
       PRÜFMETHODE ZUR FESTSTELLUNG DER REFLEXIONSFXHIGKEIT
1    BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
1.1  Genormter Beleuchtungskörper CIE A<1> : koIorimetrischer
     Beleuchtungskörper, der den schwarzen Körper bei T53 - 2855,6 K
     darstelIt.
1.2  Genormte Quelle CIE A^ 1 ) : Wo Iframfaden lampe mit gasförmiger
     Atmosphäre, die bei einer Proximal farbtemperatur von
     T 6 8 - 2855,6 K funktioniert.
1.3  Kolorlmetrischer Bezugsobservator CIE 1931 ( 1 ) :
     Strahlungsempfänger, dessen kolor(metrische Eigenschaften den
     trichromat Ischen Spektra Ikomponenten x ( A ) , y ( A ) , z ( J O
     entsprechen (siehe Tabelle).
1.4  Tr(chromatische SpektraIkomponenten CIE : trichromat Ische
     Komponenten im System CIE (XYZ) der monochromatischen Elemente
     eines Energieäquivalenz-Spektrums.
1.5  Photopi8che Sicht C ) : Sicht des normalen Auges bei Anpassung an
     Lichtstärken von mindestens mehreren Candelas/m,.
2    GERÄT
2.1  Allgemeines
     Das Gerät muß eine Lichtquelle umfassen, ferner eine Halterung für
     die Probe, einen Empfänger mit photoelektrischer Zelle, ein
     Anzeigegerät (siehe Abbildung 1) und die notwendigen Mittel zur
     Ausscheidung des Fremdlichts.
     Der Empfänger kann zur Erleichterung der Messung des
     Reflexionsfaktors der nichtplanen (konvexen) Rückspiegel eine
     Ulbricht-Kugel umfassen (siehe Abbildung 2 ) .
2.2  Spektraleigenschaften der Lichtquelle und des Empfängers
     Die Lichtquelle muß eine genormte CIE, A Lichtquelle mit einem
     optischen System sein, das ein Bündel fast paralleler Strahlen
      liefert. Es wird empfohlen, einen Spannungsstabilisator zu
      verwenden, um eine gleichmäßige Spannung während der ganzen
      Funktionsdauer des Geräts zu sichern.
      Der Empfänger muß eine photoelektrische Zeile umfassen, deren
      Spektralansprechung proportional zur Funktion der photoptIschen
      Lichtstärke des kalorimetrischen CIE (1931) Bezugsobservator« ist
      (siehe Tabelle). Auch jede andere Kombination Leuchtkörper-Filter-
      Empfänger mit gleichwertiger Wirkung und gleicher photoptIscher
      Sicht wie der genormte CIE A Leuchtkörper Ist zulässig.
 (1)  Definiert in der Veröffentlichung CEI 50 (45), "vocabulaire
      électrotechnique international, groupe 45, éclairage".
 ---pagebreak---                               -2o4 -
    Umfaßt der Empfänger eine Ulbrich-Kugel, so muß die Innenfläche
    der Kugel mit einer nicht selektiven weißen Mattfarbe (diffusiv)
    bedeckt sein.
2.3 Geometrische Bedingungen
    Das einfallende Strahlenbündel muß mit der Senkrechten zur
    Prüfober fläche wenn möglich einen Winkel (6) von 0,44 ± 0,09 rad
    (25 ± 5') bilden; dieser Winkel darf Jedoch die obere
    Toleranzgrenze, d.h. 0,53 rad oder 30', nicht Überschreiten.
    Die Achse des Empfängers muß mit dieser Senkrechten einen gleichen
    Winkel (6) wie derjenige des einfallenden Strahlenbündels bilden
    (siehe Abbildung 1 ) . Beim Auftreffen auf der Versuchsfläche muß
    das StrahlenbundeI einen Durchmesser von mindestens 19 mm haben.
    Das reflektierte Bündel darf nicht breiter sein als die sensible
    Oberfläche der photoelektrischen Zelle, nicht mehr als 50 X dieser
    Fläche ausmachen und muß, wenn möglich, die gleiche
    Flächenproportion decken wie das bei der Eichung des Instruments
    benutzte Strahlenbündel.
    Umfaßt der Empfänger eine Ulbricht-Kugel, so muß diese einen
    Mindestdurchmesser von 127 mm haben. Die Offnungen in der Wandung
    der Kugel für die Probe und das einfallende Bündel müssen genügend
    groß sein, um das einfallende und das reflektierte Strahlenbündel
    vollständig durchgehen zu lassen. Die photoelektrische Zelle muß
    so angebracht sein, daß sie weder das Licht des einfallenden
    Bündels noch dasjenige des reflektierten Bündels empfängt.
2.4 Elektrische Eigenschaften der Einheitszelle/Anzeigegerät
    Die vom Anzeigegerät angezeigte Leistung der photoelektrischen
    Zelle muß eine lineare Funktion der Lichtstärke der photosensiblen
    Fläche sein. Die elektrischen oder optischen Mittel oder beide
    müssen so ausgelegt sein, daß sie eine leichte Null-Stellung und
    die Eicheinstellungen ermöglichen. Sie dürfen die Linearität oder
    die spektralen Eigenschaften des Instruments nicht
    beeinträchtigen. Die Präzision der Einheit Empfänger/Anzeigegerät
    muß ± 2 % der Vollskala oder t 10 X des kleinsten Meßwertes
    betragen.
2.5 Halterung der Probe
    Mit dieser Vorrichtung muß die Probe so angebracht werden können,
    daß die Achse der Halterung der Quelle und die Achse der Halterung
    des Empfängers sich auf der Höhe der spiegelnden Fläche kreuzen.
    Diese spiegelnde Fläche kann sich im Interesse des zu prüfenden
    Spiegels oder beiderseits desselben befinden, Je nachdem, ob es
    s ich um einen Erstflächenrücksplege I, um einen Rückspiegel mit
    zwei spiegelnden Flächen oder um einen Prismenrückspiegel vom
    "Flip"-Typ handelt.
 ---pagebreak---                             - Zd -
3   DURCHFÜHRUNGSMETHODE
3.1 Direkteichungsmethode
    Bei der Direkteichungsmethode ist das Bezugseichmaß die Luft.
    Diese Methode gilt für Instrumente, die so gebaut sind, daß sie
    die Eichung der ganzen Skala ermöglichen, wobei der Empfänger
    direkt in der Achse der Lichtquelle ausgerichtet sein muß (siehe
    AbbiIdung 1 ) .
    Mit diesem Verfahren ist es in bestimmten Fällen, z.B. zur Messung
    von Oberflächen mit niedriger Refiexivität, möglich, einen
    mittleren Punkt (zwischen 0 und 100 X der Skale) als Eichpunkt zu
    nehmen.
    In diesem Fall ist in der optischen Durch laufbahn ein Filter mit
    neutraler Dichte und einem bekannten Transmissionsfaktor
    anzubringen und das Eichsystem so einzustellen, daß die
    Anzeigevorrichtung den Transmissionsprozentsatz des Filters mit
    neutraler Dichte anzeigt. Dieser Filter ist vor den
    Reflexivitätsmessungen wieder zu entfernen.
3.2 Indirekte Eichmethode
    Dieses Eichverfahren wird bei Instrumenten mit geometrisch nicht
    veränderlichen Quellen und Empfängern angewandt. Es erfordert ein
    auf geeignete Weise geeichtes und gewartetes Reflexionselchmaß.
    Dieses Eichmaß sollte wenn möglich ein Planspiegel mit einem
    Reflexionsgrad sein, der demjenigen des zu prüfenden Rückspiegels
    möglichst nahesteht.
3.3 Messung auf Plan-Rückspiegeln
    Der Reflexionsgrad von Plan-Rückspiegeln kann mit Hilfe von
    Instrumenten gemessen werden, die nach dem Prinzip der direkten
    oder der indirekten Eichung funktionieren. Der Reflexionsgrad wird
    direkt auf der Skala der Anzeigevorrichtung des Instruments
    abgelesen.
3.4 Messung auf nichtplanen (konvexen) Rückspiegeln
    Zur Messung des Relfexionsgrads von nichtplanen (konvexen)
    Rückspiegeln sind Instrumente notwendig, die im Empfänger mit
    einer Ulbricht-Kugel ausgestattet sind (siehe Abbildung 2 ) .
    Zeigt das Ablesegerät der Kugel mit einem Eichspiegel mit einem
    Reflexionsgrad E X ne Unterteilungen an, so entsprechen bei einem
    unbekannten Spiegel nx Unterteilungen einen Reflexionsgrad von
    X X nach folgender Formel :
    X-Ejnx
          ne
 ---pagebreak---                                               _ £Ù±  _
    Abb iI dung 1 :   Grundsatzschema des Geräts zur Messung der Reflexiv!tat nach
                      den beiden Eichmethoden
                                          Anzeigegerät mit Einstellungen
                                                           "sü"
                                                                    j.    Reflexionsgrad in X
                                                                        _ Einstellung Eichung
                            NulIsteliung            •©          ©*
                                                            I
                         Probehaiterung
                                                                  Halterung des / /
               Li chtquel le und                                  Empfängers
               Visier                                             (Stellung für/ /
                                                                  Direkteichung)
Empfänger mit photoeiektrischer                                                 /
Zelle (Stellung für eine Messung                                             /
und indirekte Eichung
        Abbildung 2 : Grundsatzschema des Geräts zur Messung der Reflexivität mit
                          Ulbricht-Kugel im Empfänger
            Lichtquelle und
            Visier
                                                       Anzeigevorrichtung mit
                                                    Einstellungen
                                                                               Reflexionsgrad
                                                                                         in X
                                                                                EinstelIung
                                     Nu 11 ste 11ung —[""••©
                                                                                 Eichung
                                 Photoelektrische Zelle
                             Halterung der Probe
 ---pagebreak---                                             -Zo'n -
       Wert der trichromâtisehen Spektraikomponenten des kolorimetrischen
                                Bezugsobservators CIE 1931 (1)
    Diese Tabelle ist ein Auszug aus der Veröffentlichung CEI 50 (45) - 1970
       \                       xU)                y(A)             x(A)
       pm
      380                    0.001              0.000 0         0.006  5
      390                    0.004              0.000 1         0.020  1
      400                    0.014              0.000 4         0.067  9
      410                    0.043              0.001 2         0.207  4
      420                    0.134              0.004 0         0.645  6
      430                    0.283 9            0.011 6         1.385  6
      440                    0.348 3            0.023 0         1.747  1
      450                    0.336 2            0.038 0         1.772  1
      460                    0.290 8            0.060 0         1.669  2
      470                    0.195 4            0.091 0         1.287  6
      480                    0.095 6            0.139 0         0.813  0
      490                    0.032 0            0.208 0         0.465
      500                    0.004 9            0.323 0         0.272
      510                    0.009 3            0.503 0         0.158
      520                    0.063              0.710 0         0.078
      530                    0.165              0.862 0         0.042
      540                    0.290              0.954 0         0.020
      550                    0.433              0.995 0         0.008
      560                    0.594              0.995 0         0.003  9
      570                    0.762 1            0.952 0         0.002  1
      580                    0.916 3            0.870 0         0.001  7
      590                    1.026              0.757 0         0.001  1
      600                    1.062              0.631 0         0.000  8
      610                    1.002              0.503 0         0.000  3
      620                    0.854              0.381 0         0.000
      630                    0.642              0.265 0         0.000
      640                    0.447 9            0.175 0         0.000
      650                    0.283 5            0.107 0         0.000
                             0.164 9            0.061 0
      660                                                       0.000
                             0.087 4            0.032
      670                                             0         0.000
                                                0.017
      680                    0.046 8                  0         0.000
                                                0.008
      690                    0.022 7                  2         0.000
                                                0.004
      700                    0.011 4                  1         0.000
                                                0.002
      710                    0.005 8                  1         0.000
                                                0.001
      720                    0.002 9                  0         0.000
                                                0.000
      730                    0.001                    5         0.000
                                                0.000 2(2)
      740                    0.000                              0.000
                                                0.000
      750                    0.000                    1         0.000
                                                0.000
      760                    0.000                    1         0.000
                                                0.000
      770                    0.000 1            0.000 0         0.000
      780                    0.000 0                  0         0.000
(1)          Gekürzte T a b e l l e . Die Werte von y (A) und V (/b s Inf auf v i e r
             S t e l l e n nach dem Komma abgerundet.
(2)          Im Jahre 1966 geändert (von 3 i n 2 ) .
 ---pagebreak---                                - fei" _
                              ANLAGE 2
    ANGABEN - EWG-BAUARTGENEHMIGUNG UND -ZEICHEN DER RÜCKSPIEGEL
1      ANGABEN
       Die Exemplare eines zur EWG-Bauartgenehmigungsprüfung
       eingereichten RUckspiegeltyps müssen in deutlicher und
       unzerstörbarer Form die Fabrik- oder Handelsmarke des
       Antragstellers sowie eine zur Anbringung des EWG-
       Bauartgenehmigungszeichens ausreichende Stelle enthalten; diese
       Stelle muß auf den Zeichnungen, die dem Antrag auf EWG-
       Bauartgenehmigung beigefügt sind, angegeben sein.
2       EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
2.1    Dem Antrag auf EWG-Bauartgenehmigung sind vier Rückspiegel
       beizufügen : drei Rückspiegel für die Prüfungen und ein
       Rückspiegel der vom Laboratorium für Überprüfungen aufbewahrt
       wird, die sich später als notwendig erweisen könnten. Das
       Laboratorium kann weitere Exemplare verlangen.
2.2    Genügt ein nach 1 eingereichter Rückspiegel typ den Vorschriften
       des Anhangs II, so wird die EWG-Bauartgenehmigung ausgestellt und
       eine Bauartgenehmigungsnummer zugeteilt.
2.3    Diese Nummer wird keinem anderen Rückspiegel typ zugeteilt.
3      ZEICHEN
3.1    Jeder Rückspiegel, der dem in Anwendung dieses Kapitels
       genehmigten Typ entspricht, muß ein EWG-Bauartgenehmigungszeichen
       tragen, wie es in Anhang V der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom
       30.6.1992 über die Betriebserlaubnis für zweirädrige oder
       dreirädrige Kraftfahrzeuge beschrieben wird.
       Der Wert "a", durch den die Abmessungen des Rechtecks sowie der
       Ziffern und Buchstaben, aus denen das Zeichen zusammengesetzt ist,
       festgelegt werden, muß > 6 mm betragen.
3.2    Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen wird durch das zusätzliche
       Symbol I oder L ergänzt, das die Rückspiegelgruppe angibt. Das
       zusätzliche Symbol ist in der Nähe des den Buchstaben "c"
       einfassenden Rechtecks in einer zu diesem beliebigen Stellung
       anzubringen.
3.3    Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen und das zusätzliche Symbol sind
       so auf einem wesentlichen Bestandteil des Rückspiegels
       anzubringen, daß sie nach dem Anbau des Rückspiegels am Fahrzeug
       unzerstörbar und gut leserlich sind.
 ---pagebreak---                                      -IÔC  -
                                    ANLAGE 3
                          BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND
                   EINEN RÜCKSPIEGELTYP, DER FÜR ZWEIRÄDRIGE
                    ODER DREIRÄDRIGE FAHRZEUGE BESTIMMT IST
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig vom
Antrag auf Betriebserlaubnis eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zu vergeben)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich eines Rückspiegeltyps, der für
zwei- oder dreirädrige Kraftfahrzeuge bestimmt ist, muß mit folgenden Angaben
versehen sein :
1.          Fabrik- oder Handelsmarke des Fahrzeugs :
2.          Name und Anschrift des Herstellers :
3.          Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des
            Herstellers :
4.          Gruppe des Rückspiegeltyps : I / L ( 1 ) :
5.          Symbol 2 m gemäß Nr. 4.1.1 des Anhangs II : Ja / Neind)
6.          Nummern 1.2.1 und 1.2.2 von L 90/17.
7.          Nummern 1.2.1 und 1.2.2 von L 90/17.
                     •4k~
(1)         Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                      -M-
                                    ANLAGE 4
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                     BETREFFEND EINEN RÜCKSPIEGELTYP, DER
                FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
                                  BESTIMMT IST
                                             Angabe der Behörde
Protokoll Nummer        des technischen Dienstes                   vom
Nummer der Bauartgenehmigung              Nummer der Erweiterung
1.          Fabrik- oder Handelsmarke des Rückspiegels :
2.          Typ und Gruppe des RückspiegeIs
3.          Name und Anschrift des Herstellers :                 /
4.          Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des
            HersteIlers :
5.          Der Rückspiegel wurde zur Prüfung vorgelegt am : .
6.          Die Bauartgenehmigung wird ertei It/verweigertd) :
7.          Ort    :
8.          Datum :
9.          Unterschrift :
(1)         Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                _ Zrt -
                             ANHANG III
    VORSCHRIFTEN FÜR DEN ANBAU DER RÜCKSPIEGEL AN DIE FAHRZEUGE
1     Anbringungsstelle
1.1    Die Rückspiegel sind so anzubringen, daß sie sich unter normalen
       Fahrbedingungen nicht bewegen.
       Die Rückspiegel sind so anzubringen, daß der Fahrer von seinem
1.2    Sitz aus in normaler Haltung die Fahrbahn hinter dem Fahrzeug
       übersehen kann.
       Für Fahrzeuge ohne Aufbau muß (müssen) der (die) Rückspiegel so
1.3    angebaut oder eingestellt sein, daß der Abstand des Mittelpunkts
       der spiegelnden Fläche nach außen auf der Längsmittelebene des
       Fahrzeugs mindestens 280 mm beträgt. Vor der Messung muß sich der
       Lenker in der Stellung befinden, die der Geradeausfahrt des
       Fahrzeugs entspricht, und der (die) Rückspiegel muß (müssen) auf
       seine (ihre) normale Benutzungsstellung eingestellt sein.
1.4    Für Fahrzeuge mit Aufbau findet der Abschnitt 3 des Anhangs III
       der Richtlinie 71/127 für Fahrzeuge der Klassen M1 und N1
      Anwendung.
2     Anzahl
2.1   Vorgeschriebene Mindestanzahl von Rückspiegeln für Fahrzeuge ohne
      Aufbau
         FahrzeugkIasse          Hauptaußenrücksp i egeI
                                        Gruppe L
         Kleinkraftrad                  1
         Kraftrad                       2
         Drei radfahrzeug               2
                                                                         (i:
 ---pagebreak---                                -M-
2.2   Vorgeschriebene Mindestanzahl von Rückspiegeln für Fahrzeuge mit
      Aufbau
        Fahrzeugklasse         Innenrückspiegel   Hauptaußenrückspi egeI
                                   Gruppe I              Gruppe L
        Dreirädriges                1(D           1 wenn Innenrück-
        Kleinkraftrad                             spiegel vorhanden
        Drei radfahrzeug            1 CD          2, wenn Innenrück-
                                                  spiegel nicht vor-
                                                  handen
2.3   Ist nur ein einziger AußenrückspiegeI angebaut, muß dieser
      Rückspiegel in den Mitgliedstaaten mit Rechtsverkehr auf der
      linken Seite des Fahrzeugs und in den Mitgliedstaaten mit
      Linksverkehr auf der rechten Seite des Fahrzeugs angebracht sein.
2.4   Rückspiegel der Gruppe III, die gemäß den Bestimmungen der
      Richtlinie 71/127/EWG über Rückspiegel von Kraftfahreugen
      genehmigt wurden, sind für Kleinkrafträder, Krafträder und
      Drei radfahrzeug ebenfalls zulässig.
2.5   Höchstanzahl von zulässigen Außenrückspiegeln
2.5.1 FUr Kleinkrafträder ist ein Außenrückspiegel, der auf der dem
      vorgeschriebenen Rückspiegel gemäß 2.1 gegenüberliegenden Seite
      angebracht ist, zulässig.
2.5.2 FUr Fahrzeuge mit Aufbau ist ein AußenrücksplegeI , der auf der dem
      vorgeschriebenen Rückspiegel gemäß 2.2 gegenüberI legenden Seite
      angebracht ist, zulässig.
2.5.3 Die unter 2.5.1 und 2.5.2 aufgeführten Ruckspiegel müssen den
      Vorschriften dieses Kapitels entsprechen.
3     EinstelIung
3.1   Die Rückspiegel müssen vom Fahrer in normaler Haltung verstellt
      werden können. Bei Drei radfahrzeugen mit Aufbau kann die
      Verstellung bei geschlossener Tür jedoch bei geöffentem Fenster
      vorgenommen werden. Die Verriegelung in der gewünschten Stellung
      darf Jedoch von außen erfolgen.
(1)   Der Innenrückspiegel ist nicht erforderlich, wenn die
      Sichtbedingungen gemäß 4.1 nicht eingehalten werden können. In
      diesem Fall sind zwei Außenrückspiegel vorgeschrieben, einer links
      und einer rechts vom Fahrzeug.
 ---pagebreak---                               -IAO  -
3.2   Die Vorschriften nach 3.1 gelten nicht für solche Rückspiegel, die
      nach Umklappen durch Stoß ohne Einsteilung wieder in ihre
      Ausgangsstellung gebracht werden können.
4.    Sichtfeld für Fahrzeuge mit Aufbau
4.1   Innenrückspiegel
4.1.1 Das Sichtfeld ist unter 5.2 des Anhangs III der Richtlinie
      71/127/EWG festgelegt.
4.2   AußenrückspIegeI
4.2.1 Das Sichtfeld ist unter 5.3.1, 5.3.1.1, 5.3.2 und 5.3.2.1 des
      Anhangs III der Richtlinie 71/127/EWG festgelegt.
4.3   Es gelten die unter 5.7 des Anhangs III der Richtlinie 71/127
      beschriebenen Vorschriften über die Sichtbehinderungen.
 ---pagebreak---                                     -2H-
                                   ANLAGE 1
                   BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DEN ANBAU
                    DES/DER RÜCKSPIEGEL AN EINEM TYP EINES
                 ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGS
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragsteller zu vergeben) :
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den Anbau des/der Rückspiegel an
einem Typ eines zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugs muß mit den
Angaben zu den folgenden Abschnitten des Anhangs II der Richtlinie 92/61/EWG
vom 30.6.1992 versehen sein:
- unter Buchstabe A zu den Nummern:
  0.1
  0.2
  0.4 bis 0.6
- unter Buchstabe B zu den Nummern 1.1.1 bis 1.1.5
- unter Buchstabe C zu den Nummern 2.6.1 bis 2.6.5
 ---pagebreak---                                       — U.1Z. —
                                     ANLAGE 2
                       BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND
                        DEN ANBAU DES/DER RÜCKSPIEGEL AN
                 EINEM TYP EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                                 KRAFTFAHRZEUGS
                                                Angabe der Behörde
Protoko11 Nummer        des techn i sehen D i enstes                  vom
Nummer der Bauartgenehmigung                 Nummer der Erweiterung
1.          Fabrik- oder Handelsmarke des Rückspiegels :           ,
2.          Typ und Gruppe des RUcksp iege Is                       ,
3.          Name und Anschrift des Herstellers :                   ,
4.          Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des
            Herstellers :                                               ,
5.          Der Rückspiegel wurde zur Prüfung vorgelegt am : .
6.          Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigertC) :
7.          Ort    :
8.          Datum :
9.          Unterschrift :
(1)         Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                   -2*3-
                              KAPITEL 5
            MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT,
DIE DURCH ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE VERURSACHT WIRD
 ---pagebreak---                                       -14H-
                            VERZEICHNIS DER ANHÄNGE
ANHANG I:   Vorschriften für Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft, die
            durch Kleinkrafträder verursacht wird
      Anlage 1: Prüfung Typ I
         * Beiblatt 1:      Fahrzyklus auf dem Rollenprüfstand (Prüfung Typ 1)
         * Beiblatt 2:      Beispiel Nr. 1 für das Abgasentnahmesystem
         * Beiblatt 3:      Beispiel Nr. 2 für das Abgasentnahmesystem
         * Beiblatt 4:      Verfahren zur Kaiibrierung des Rollenprüfstands
      Anlage 2: Prüfung Typ II
ANHANG II: Vorschriften für Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft, die
            durch Krafträder und Drei radfahrzeuge verursacht wird
      Anlage 1: Prüfung Typ I
         * Beiblatt 1:      Fahrzyklus mit Benzinmotoren für Prüfung Typ I
         * Beiblatt 2:      Beispiel Nr. 1 für das Abgasentnahmesystem
         * Beiblatt 3:      Beispiel Nr. 2 für das Abgasentnahmesystem
      Anlage 2: Prüfung Typ II
         * Beiblatt 1:      Verfahren zur Kalibrierung der Leistungsaufnahme
                            auf der Straße durch ein Bremsdynamometer für
                            Krafträder oder Drei radfahrzeuge
ANHANG 111: Ergänzende Vorschriften über Maßnahmen gegen die sichtbare
            Verunreinigung der Luft, die durch zweirädrige oder dreirädrige
            Kraftfahrzeuge mit Kompressionszündungsmotor verursacht wird
      Anlage 1:             Prüfung bei konstanten Drehzahlen auf der
                            Vol lastkurve
      Anlage 2:             Prüfung bei freier Beschleunigung
      Anlage 3:             Grenzwerte für die Prüfung bei konstanten
                            Drehzahlen
      Anlage 4:             Merkmale der Rauchdichtemeßgeräte
      Anlage 5:              Installation und Einsatz des Rauchdichtemeßgeräts
 ---pagebreak---                                     -l<r-
ANLAGE IV: Spezifikationen für den Bezugskraftstoff
ANLAGE V:  Beschreibungsbogen hinsichtlich der Maßnahmen gegen die
           Verunreinigung der Luft, die durch einen zweirädrigen oder
           dreirädrigen Kraftfahrzeugtyp verursacht wird
ANLAGE VI: Betrlebserlaubnisbogen hinsichtlich der Maßnahmen gegen die
           Verunreinigung der Luft, die durch einen zweirädrigen oder
           dreirädrigen Kraftfahrzeugtyp verursacht wird
 ---pagebreak---                                       -Z4i-
                                    ANHANG I
VORSCHRIFTEN FÜR MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT, DIE DURCH
KLEINKRAFTRÄDER VERURSACHT WIRD
1            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
             In diesem Kapitel gelten die folgenden Begriffsbestimmungen:
1.1          Der Begriff "Fahrzeugtyp hinsichtlich der Emission
             luftverunreinigender Gase aus dem Motor" umfaßt Kleinkrafträder,
             die in bezug auf die folgenden Punkte untereinander keine
             wesentlichen Unterschiede aufweisen:
1.1.1        das in Abhängigkeit von der Bezugsmasse bestimmte
             Schwungmassenäquivalent gemäß Abschnitt 5.2 von Anlage 1;
1.1.2        die Merkmale des Motors und des Kleinkraftrads gemäß der
             Abschnitte 1 bis 6 und 8 der Anlage 3.
1.2          "Bezugsmasse"
             ist die Masse des fahrbereiten Kleinkraftrades zuzüglich einer
             Pauschalmasse von 75 kg. Die Masse des fahrbereiten
             Kleinkraftrades entspricht der Gesamtleermasse, wobei alle
             Behälter mindestens zu 90 X ihres Fassungsvermögens gefüllt sind-,
1.3          "Luftverunreinigende Gase"
             sind Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide; die
             letztgenannten werden in Stickstoffdioxidäquivalent (N02)
             ausgedrückt.
2            VORSCHRIFTEN UND PRÜFUNGEN
2.1          Allgemeines
             Die Fahrzeugteile, die einen Einfluß auf die Emission
             luftverunreinigender Gase haben können, müssen so entworfen,
             gebaut und angebracht sein, daß das Kleinkraftrad unter normalen
             Betriebsbedingungen und trotz eventueller Schwingungen, denen es
             ausgesetzt ist, den Vorschriften dieses Anhangs entspricht.
2.2          Beschreibung der Prüfungen
2.2.1        Das Kleinkraftrad wird gemäß den nachstehenden Vorschriften den
             Prüfungen der Typen I und II unterzogen.
2.2.1.1      Prüfung Typ I (Prüfung der durchschnittlichen Emission
             luftverunreinigender Gase in Ortschaften mit hoher Verkehrsdichte)
2.2.1.1.1    Das Kleinkraftrad wird auf einen mit einer Bremse und einem
             Schwungrad versehenen Fahr leistungsprüfstand gebracht. Es ist eine
             ununterbrochene Prüfung mit einer Gesamtdauer von 448 s
             durchzuführen, die vier Zyklen umfaßt.
             Jeder Zyklus setzt sich aus sieben Prüfungsabschnitten zusammen
             (Leerlauf, Beschleunigung, konstante Geschwindigkeit, Verzögerung
             usw.). Während der Prüfung sind die Abgase des Fahrzeugs so mit
             Luft zu verdünnen, daß ein konstanter Gemisch-Volumenstrom erzielt
             wird. Während der gesamten Prüfung wird:
 ---pagebreak---                                        -141-
            -    aus dem resultierenden Gemisch eine konstante Probenmenge zur
                 sukzessiven Bestimmung der Konzentrationen (Mittelwert der
                 Prüfung) an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffrückständen und
                 Stickoxiden) in einen Beutel geleitet;
            -    das Gesamtvolumen des Gemischs gemessen.
            Am Ende der Prüfung wird die tatsächlich zurückgelegte Strecke
            anhand der Angaben eines Umdrehungszählers ermittelt, der von der
            Rolle des PrüfStandes angetrieben wird.
2.2.1.1.2   Die Prüfung ist nach dem in Anlage 1 beschriebenen Verfahren
            durchzuführen. Zur Sammlung und Analyse der Abgase sind die
            vorgeschriebenen Verfahren anzuwenden.
2.2.1.1.3   Vorbehaltlich der Bestimmungen nach 2.2.1.1.4 ist die Prüfung
            dreimal durchzuführen. Bei Jeder Prüfung müssen die ermittelten
            Mengen an KohIenmonoxid, sowie an Kohlenwasserstoffen und
            Stickoxiden unter den Grenzwerten liegen, die in der nachstehenden
            Tabelle angegeben sind.
                                 BETRIEBSERLAUBNIS
                                UND ÜBEREINSTIMMUNG
                                   DER PRODUKTION
                Stufen              CO       HC+NOx
                                  (g/km)     (g/km)
                                    L1         L2
                01.01.1997          6(1)       3(1)
                01.10.1999          1(2)       1.2
             (1)    FUr dreirädrige Kleinkrafträder und leichte Vierradfahrzeuge
                    werden die Grenzwerte fUr die CO- und die HC+NOx-Massen mit
                    dem Faktor 2 multipliziert
              (2)   Für dreirädrige Kleinkrafträder und leichte Vierradfahrzeuge
                    beträgt der Grenzwert für die CO-Masse 3,5 g/km
2.2.1.1.3.1  Bei Jedem der obengenannten Schadstoffe darf jedoch eines der drei
             gemessenen Ergebnisse den vorstehend für das betreffende
             Kleinkraftrad zulässigen Grenzwert um maximal 10 X Übersteigen,
              falls das arithmetische Mittel der drei Ergebnisse unter dem
             zulässigen Grenzwert liegt. Werden die zulässigen
             Grenzwerte bei mehreren Schadstoffen überschritten, so dürfen
             diese Überschreitungen sowohl bei ein und derselben Prüfung als
             auch bei verschiedenen Prüfungen auftreten.
 ---pagebreak---                                         -2<f-
2.2.1.1.4       Die Anzahl der nach 2.2.1.1.3 vorgeschriebenen Prüfungen wird
                unter den nachstehend festgelegten Bedingungen verringert, wobei
                V1 das Ergebnis der ersten Prüfung und V2 das Ergebnis der zwei-ten
                Prüfung für Jeden der in 2.2.1.1.3 genannten Schadstoffe bedeutet.
2.2.1.1.4.1     Falls für alle betreffenden Schadstoffe V1 < 0,70 L ist, wird nur
                eine einzige Prüfung durchgeführt.
2.2.1.1.4.2     Es werden nur zwei Prüfungen durchgeführt, falls für alle
                betreffenden Schadstoffe V1 <. 0,85 L Ist, jedoch bei mindestens
                einem dieser Schadstoffe V1 > 0,70 L ist. Außerdem muß für jeden
                der betreffenden Schadstoffe V2 den Bedingungen V1 + V2 < 1,70 L
                und V2 < L genügen.
2.2.1.2         Prüfung Typ II (Prüfung der Emission von KohIenmonoxid und
                Kohlenwasserstoffrückständen im Leerlauf)
2.2.1.2.1       Die Masse an Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffruckständen, die
                im Leerlauf des Motors über einen Zeitraum von einer Minute
                emittiert wird, ist aufzuzeichnen.
2.2.1.2.2       Diese Prüfung wird nach dem Verfahren gemäß Anlage 2 durchgeführt.
3.              ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
3.1.            Für die Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion gelten die
                unter Absatz 1 des Anhangs VI der Richtlinie 92/61/EWG über die
                Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge
                vorgesehenen Bestimmungen.
3.1.1           Für die Prüfung der Übereinstimmung hinsichtlich der Prüfung Typ 1
                wird wie folgt vorgegangen:
3.1.1.1         ein aus der Serie entnommenes Fahrzeug wird der unter 2.2.1.1
                dieses Anhangs beschriebenen Prüfung unterzogen. Die festgesetzten
                Grenzwerte sind der Tabelle unter 2.2.1.1.3 unter der Überschrift
                "Übereinstimmung der Produktion" zu entnehmen.
3.1.2.          Entspricht das der Serie entnommene Fahrzeug nicht den
                Vorschriften nach 3.1.1, kann der Hersteller verlangen, daß
                Stichprobenmessungen an einigen aus der Serie entnommenen
                Fahrzeugen durchgeführt werden, wobei die Stichprobe das
                ursprünglich geprüfte Fahrzeug enthalten muß. Der Hersteller
                bestimmt den Umfang der Stichprobe. Dann werden für Jeden der
                Schadstoffe das arithmetische Mittel x der aus der Stichprobe
                gewonnenen Ergebnisse sowie die Standardabweichung ermittelt. Die
                Serienproduktion gilt als vorschriftsmäßig, wenn folgende
                Bedingung erfüllt ist:
                                  1
                   x + k .S < L    >
                hierbei bedeuten:
1)           ^   (Xj - x ) 2
       S 2 . £                         wobei X| eines der aus der aus Stichprobe
                    n -1               erhaltenen Einzelergebnisse ist
            iz4
 ---pagebreak---                           -2 fi-
       In der Tabelle unter 2.2.1.1.3 unter der Überschrift
       "Übereinstimmung der Produktion" für Jeden Schadstoff
       vorgeschriebener Grenzwert;
       statistischer Faktor, der von n abhängt und in der folgenden
       Tabelle angegeben ist:
     N         2     3     4      5    6     7     8     9     10
     k       0.973 0.613 0.489 0.421 0.376 0.342 0.317 0.296 0.279
     n         11    12     13    14   15    16    17    18    19
     k       0.265 0.253 0.242 0.233 0.224 0.216 0.210 0.203 0.198
                            0.860
Wenn   n >. 20, ist k -
                            \fi
        n
          x /n
x - 2_     i
 ---pagebreak---                                        -Z2Ù-
                                     ANLAGE 1
                                  Prüfung Typ I
(Prüfung der durchschnittlichen Emission luftverunreinigender Gase in
Ortschaften mit hoher Verkehrsdichte)
1            EINLEITUNG
             Dieser Anhang beschreibt das Verfahren für die Durchführung der
             Prüfung Typ I gemäß Abschnitt 2.2.1.1 des Anhangs 1.
2            FAHRZYKLEN AUF DEM ROLLENPRÜFSTAND
2.1          Beschreibung des Zyklus
             Der Fahrzyklus auf dem Rollenprüfstand entspricht der
             nachstehenden Tabelle, die auf Beiblatt 1 graphisch dargestellt
              ist.
             Fahrzyklus auf dem Rollenprüfstand
 Prüfungs-     Betriebs-       Beschleu- Geschwin- Dauer    Dauer Zeitsumme
 abschnitt     Zustand         nigung        digkeit
                                (m/s2)        (km/h)    (s)    (s)
    1      Leer lauf                                     8      8
    2      Beschleunigung )   VolIgas         0 - max  )
    3      konstante       )                           )
           Geschwindigkeit)   VolIgas           max    )57
    4      Verzögerung     )  - 0,56          max - 20 )       65
    5      konstante
           Geschwindigkeit                      20      36    101
    6      Verzögerung        - 0,93          20-0       6    107
    7      Leer lauf                                     5    112
2.2          Allgemeine Bedingungen für die Durchführung des Fahrzyklus
             Gegebenenfalls sind Vorversuchszyklen durchzuführen, in denen die
             günstigste Art der Betätigung des Gashebels sowie eventuell des
             Getriebes und der Bremse ermittelt wird.
2.3          Benutzung des Getriebes
             Das Getriebe ist gegebenenfalls entsprechend den Anweisungen des
             Herstellers zu benutzen. Liegen solche Anweisungen nicht vor,
             gelten folgende Vorschriften:
2.3.1        Handschaltgetriebe
             Bei einer konstanten Geschwindigkeit von 20 km/h muß sich die
             Motordrehzahl nach Möglichkeit im Bereich zwischen 50 und 90 X der
             Nennleistungsdrehzahl bewegen. Kann diese Geschwindigkeit über
             zwei oder mehr Gänge erreicht werden, ist das Leichtkraftrad der
             Prüfung im höchsten Gang zu unterziehen.
 ---pagebreak---                                 -#/-
      Bei der Prüfung des Kleinkraftrads in der Beschleunigungsphase ist
      der Gang einzulegen, in dem sich die Höchstbeschleunigung erzielen
      laßt. Der nächsthöhere Gang wird spätestens dann eingelegt, wenn
      die Motordrehzahl 110 X der Nennleistungsdrehzahl beträgt. In der
      Verzögerungsphase ist der nächstniedrigere Gang einzulegen, bevor
      der Motor zu vibrieren beginnt, spätestens jedoch, wenn die
      Motordrehzahl auf 30 X der Nennleistungsdrehzahl abgefallen ist.
      Während der Verzögerung darf der erste Gang nicht eingelegt
      werden.
2.3.2 Automatisches Getriebe und Drehmomentwandler
      Es ist die Fahrstellung "Drive" zu verwenden.
2.4   Toleranzen
2.4.1 Abweichungen um ± 1 km/h gegenüber der theoretischen
      Geschwindigkeit sind in allen Prüfungsphasen zulässig.
      Beim Übergang von einem Prüfungsabschnitt zum nächsten sind
      größere Abweichungen zulässig, sofern ihre Dauer jeweils 0,5 s
      nicht überschreitet.
      Verzögert das Kleinkraftrad ohne Einsatz der Bremsen schneller als
      vorgesehen, so findet Abschnitt 6.2.6.3 Anwendung.
2.4.2 Abweichungen von ± 0,5 s gegenüber den theoretischen Zeitwerten
      sind zulässig.
2.4.3 Die Toleranzwerte für Geschwindigkeit und Zeit werden entsprechend
      den Angaben im Beiblatt 1 zu dieser Anlage miteinander kombiniert.
3     FAHRZEUG UND KRAFTSTOFF
3.1   Prüffahrzeug
3.1.1 Das Kleinkraftrad ist in einwandfreiem Betriebszustand
      vorzuführen. Es muß eingefahren sein und vor der Prüfung
      mindestens 250 km zurückgelegt haben.
3.1.2 Die Schal I dämpferanläge darf keine Leckstellen aufweisen, die zu
      einer Verringerung der Menge der aufgefangenen Abgase führen
      könnten; diese Menge muß der aus dem Motor austretenden Abgasmenge
      entsprechen.
3.1.3 Um sicherzustellen, daß der Verbrennungsvorgang nicht durch eine
      ungewollte Luftzufuhr verändert wird, darf die Dichtigkeit des
      Ansaugsystems überprüft werden
3.1.4 Die Einstellung des Motors und der Betätigungseinrichtungen des
      Kleinkraftrads muß den Angaben des Herstellers entsprechen. Dies
      gilt insbesondere auch für die Einstellung des Leerlaufs (Drehzahl
      und Kohlenmonoxidgehalt im Abgas), der Startautomatik und der
      Abgasre i n i gungssysteme.
 ---pagebreak---                                        -M -
3.1.5        Die Prüfstelle darf überprüfen, ob das Leistungsverhalten des
             Fahrzeugs den Angaben des Herstellers entspricht, ob es für
             normalen Fahrbetrieb und vor allem, ob es für Kalt- und Warmstarts
             geeignet ist und ob der Motor im Leerlauf läuft, ohne daß er
             abgewürgt wird.
3.2          Kraftstoff
             Für die Prüfung ist der vom Hersteller vorgesehene
             Bezugskraftstoff zu verwenden, dessen Spezifikationen in Anhang IV
             enthalten sind. Bei Mischungsschmierung müssen Qualität und Menge
             des dem Bezugskraftstoff zugesetzten Ols den Empfehlungen des
             Herstellers entsprechen.
4            PRÜFE INRICHTUNG
4.1          Rollenprüfstand
             Der Rollenprüfstand muß folgende Hauptmerkmale aufweisen:
             -  Lastkurvenverlauf: Es muß möglich sein, ausgehend von einer
                Anfangsgeschwindigkeit von 12 km/h die von dem Motor bei
                Straßenfahrt auf ebener Strecke und bei einer
                Windgeschwindigkeit von praktisch Null abgegebene Leistung mit
                einer Toleranz von ± 15 X zu simulieren.
             Andernfalls muß die von den Bremsen und der inneren Reibung des
             Prüfstands (P^) aufgenommene Leistung folgenden Bedingungen
             entsprechen:
             Bei 0 < V < 12 km/h:
                  0 < PA < kV312 + 5 X kV312 + 5 X P V 5 0 1 }
             Bei V > 12 km/h:
                  PA - kV 3 + 5 X kV 3 + 5 X Pv50 1 )
             Das Ergebnis darf nicht negativ sein.
             (Das Kalibrierverfahren muß den Bestimmungen von Beiblatt 4
             entsprechen.)
             -  Basisschwungmasse: 100 kg
             -  Zusätzliche Schwungmassen : Jeweils 10 kg
             -  Die Rolle muß einen rückstellbaren Umdrehungszähler aufweisen,
                mit dem sich die tatsächlich zurückgelegte Strecke ermitteln
                 läßt.
4.2          Abgasauffangeinrichtung
             Die Abgasauffangvorrichtung umfaßt die nachfolgenden Teile (siehe
             Beiblatt 2 und 3 dieser Anlage):
1)    Für eine einfache Rolle mit einem Durchmesser von 400 mm
2)    Diese zusätzlichen Schwungmassen können eventuell durch eine
      elektronische Vorrichtung ersetzt werden, vorausgesetzt, die
      Gleichwertigkeit der Ergebnisse kann nachgewiesen werden.
 ---pagebreak---                               -2il  -
4.2.1 eine Vorrichtung, mit der sich alle während der Prüfung
      emittierten Abgase ohne Veränderung des atmosphärischen Drucks an
      dem bzw. den Auspuffendrohr(en) des Leichtkraftrads auffangen
      lassen;
4.2.2 ein Verbindungsrohr zwischen der Abgasauffangvorrichtung und dem
      Abgasentnahmesystem; dieses Verbindungsrohr und die
      Abgasauffangvorrichtung müssen aus nichtrostendem Stahl oder aus
      einem anderen Werkstoff gefertigt sein, der die Zusammensetzung
      der aufgefangenen Abgase nicht verändert und der Temperatur dieser
      Abgase standhält;
4.2.3 eine Vorrichtung zum Ansaugen der verdünnten Abgase. Diese
      Vorrichtung muß eine konstante und ausreichende Förderleistung
      aufweisen, damit gewährleistet ist, daß die gesamten Abgase
      angesaugt werden-,
4.2.4 eine in Höhe der Abgasauffangvorrichtung außerhalb dieser
      Vorrichtung angebrachte Sonde, mit der sich über eine Pumpe, ein
      Filter und ein Durchflußmeßgerät während der Prüfdauer eine
      mengenmäßig konstante Probe der Verdünnungsluft entnehmen läßt;
4.2.5 eine gegen den Strom der verdünnten Abgase gerichtete Sonde, mit
      der sich während der Prüfdauer erforderlichenfalls über ein
      Filter, ein Durchflußmeßgerät und eine Pumpe eine mengenmäßig
      konstante Probe des Gemischs entnehmen läßt. Die Gasstrom-
      Durchflußmenge in den beiden genannten Probenahmensystemen muß
      mindestens 150 l/h betragen-,
4.2.6 Dreiweg ventile in den obengenannten Probenahme leitungen, die den
      Probenahmenstrom entweder in die Atmosphäre oder aber während der
      Prüfdauer in die jeweiligen Auffangbeutel lenken-,
4.2.7 gasdichte AuffangbeuteI, in denen die Verdünnungsluft und das
      Gemisch verdünnter Abgase aufgefangen wird. Die Beutel müssen
      gegenüber den betreffenden Schadstoffen inert und groß genug
      bemessen sein, damit der normale Probenstrom nicht beeinträchtigt
      wird. Diese Auffangbeutel müssen über eine Schließautomatik
      verfügen und sich mit Schnei IVerschluß gasdicht entweder an die
      Probenahmen leitung oder am Ende der Prüfung an den
      Analysenkreislauf anschließen lassen.
4.2.8 Der Prüfaufbau muß die Messung des Gesamtvolumens der verdünnten
      Abgase ermöglichen, die das Abgasentnahmesystem während der
      Prüfung durchströmen.
4.3   Analysegeräte
4.3.1 Als Entnahmesonde kann das Entnahmerohr, das in die Auffangbeutel
      führt, oder ein Rohr zur Entleerung der Beutel dienen. Diese Sonde
      muß aus nichtrostendem Stahl oder einem Werkstoff bestehen, der
      die Zusammensetzung der Abgase nicht beeinflußt. Die Entnahmesonde
      und das Verbindungsrohr zum Analysegerät müssen
      Umgebungstemperatur aufweisen.
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4.3.2   Folgene Analysegeräte können verwendet werden:
        -  Nichtdispersiver Infrarot-Absorptionsanalysator für
           Kohlenmonoxid;
        -  F lammen ionisat ions-Analysator für Kohlenwasserstoffe;
        -  ChemiIumineszenz-Analysator für Stickoxide.
4.4     Geräte- und Meßgenauigkeit
4.4.1   Da die Bremse in einer gesonderten Prüfung kalibriert wird
        (Abschnitt 5.1), braucht die Genauigkeit des RollenprüfStandes
        nicht angegeben zu werden. Die Gesamtträgheit der umlaufenden
        Massen einschließlich der Rollen und des umlaufenden Teils der
        Bremse (Abschnitt 4.1) ist auf ± 5 kg genau zu messen.
4.4.2   Die von dem Kleinkraftrad zurückgelegte Strecke ist anhand der
        Anzahl der Umdrehungen der Rolle mit einer Genauigkeit von i 10 m
        zu ermitteln.
4.4.3   Die Geschwindigkeit des Kleinkraftrads ist anhand der Drehzahl der
        Rolle zu ermitteln; bei Geschwindigkeiten über 10 km/h gilt
        hierfür eine Meßgenauigkeit von ± 1 km/h.
4.4.4   Die Umgebungstemperatur    ist auf ± 2 *C genau zu messen.
4.4.5   Der Luftdruck ist auf ± 2 mbar genau zu messen.
4.4.6   Die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft ist auf ± 5 X
        genau zu messen.
4.4.7   Der Meßfehler für die Konzentration der verschiedenen Schadstoffe
        darf nicht mehr als ± 3 X betragen, wobei die Genauigkeit der
        Kalibiergase unberücksichtigt bleibt. Die Gesamtansprechzeit des
        Analysenkreislaufs muß weniger als eine Minute betragen.
4.4.8   Die Konzentration der Kalibriergase darf maximal um ± 2 X vom
        Bezugswert jedes einzelnen Gases abweichen. Bei Kohlenmonoxid wird
        Stickstoff als Verdünnungsmittel verwendet, bei
        Kohlenwasserstoffen (Propan) Luft.
4.4.9   Die Geschwindigkeit der Kühlluft ist auf ± 5 km/h genau zu messen.
4.4.10. Hinsichtlich der Dauer der Fahrzyklen und der Abgasprobenahme sind
        Abweichungen von maximal ± 1 s zulässig.
        Diese Zeitabschnitte sind auf 0,1 s genau zu messen.
4.4.11  Das Gesamtvolumen der verdünnten Abgase ist auf ± 3 X genau zu
        messen.
4.4.12  Die Gesamtdurchflußmenge und die Entnahmemenge müssen bei einer
        Toleranz von ± 5 X konstant sein.
5       VORBEREITUNG DER PRÜFUNG
5.1     Einstellung der Bremse
        Die Bremse wird so eingestellt, daß die Geschwindigkeit des
        Kleinkraftrads auf dem Prüfstand bei Vollgas auf ± 1 km/h genau
                                                                           (i<
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       der Höchstgeschwindigkeit entspricht, die bei Straßenfahrt erzielt
       werden kann. Diese Höchstgeschwindigkeit darf um maximal ± 2 km/h
       von der durch den Hersteller angegebenen Nenn-
       Höchstgeschwindigkeit abweichen. Verfügt das Kleinkraftrad über
       eine Vorrichtung zur Regelung der Höchstgeschwindigkeit bei
       Straßenfahrt, so ist die Wirkung dieser Vorrichtung entsprechend
       zu berücksicht igen.
       Die Bremse kann auch nach einem Alternativverfahren eingestellt
       werden, falls der Hersteller dessen Äquivalenz nachweist.
5.2    Anpassung der äquivalenten Schwungmassen an die translatorIseh
       bewegten Massen des Kleinkraftrads
       Das bzw. die Schwungräder werden so eingestellt, daß die
       Gesamtträgheit der umlaufenden Massen im Rahmen der nachstehenden
       Grenzwerte der Bezugsmasse des Kleinkraftrads entspricht:
          Bezugsmasse des               Äquivalente
          Kleinkraftrads                Schwungmasse
             P (kg)                       (kg)
                         105                   100
              105        115                   110
              115        125                   120
              125        135                   130
              135        145                   140
              145        165                   150
              165        185                   170
              185        205                   190
              205     _  225                   210
              225     <  245                   230
              245     <  270                   260
              270     <  300                   280
              300     <  330                    310
              330     <  360                    340
              360     <  395                    380
              395      < 435                    410
               435     < 475
 5.3    Kühlung des Kleinkraftrads
 5.3.1  Für die Dauer der Prüfung wird ein Hilfsgebläse so vor dem
        Kleinkraftrad angebracht, daß ein Kühlluftstrom auf den Motor
        gerichtet ist. Die Geschwindigkeit des Luftstroms muß 25 ± 5 km/h
        betragen. Der Gebläseauslauf muß einen Querschnitt von mindestens
        0 2 m aufweisen, die Mündungsfläche muß senkrecht zur
        Längsachse des Kleinkraftrads verlaufen und sich in einer
        Entfernung von 30 bis 45 cm vor dem Vorderrad des Kleinkraftrads
        befinden. Die Vorrichtung zum Messen der linearen Geschwindigkeit
        der Kühlluft wird in der Mitte des Luftstroms in einer Entfernung
        von 20 cm vom Gebläseauslauf angebracht. Die Luftgeschwindigkeit
        muß nach Möglichkeit über den gesamten Mündungsquerschnitt
        konstant sein.
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5.3.2 Zum Kühlen des Leichtkraftrads kann alternativ auch das folgende
      Verfahren verwendet werden: Es wird ein Luftstrom mit
      veränderlicher Geschwindigkeit auf das Leichtkraftrad gelenkt. Das
      Gebläse ist so zu regeln, daß im Fahrbereich zwischen 0 km/h und
      10 km/h die lineare Geschwindigkeit der Luft an der Gebläsemündung
      auf ± 5 km/h genau der äquivalenten Geschwindigkeit der Rolle
      entspricht. Bei einer äquivalenten Geschwindigkeit der Rolle unter
      10 km/h darf die Geschwindigkeit der Kühlluft Null betragen. Dec
      Gebläseauslauf muß eine Ouerschnittsflache von mindestens 0,2 m
      aufweisen, und die Unterkante muß sich in einer Bodenhöhe zwischen
      15 und 20 cm befinden. Die MUndungsflache muß senkrecht zur
      Längsachse des kleinkraftrads verlaufen und sich in einer
      Entfernung von 30 bis 45 cm vor dem Vorderrad des Kleinkraftrads
      befinden.
5.4   Vorbereitung des Kleinkraftrads
5.4.1 Unmittelbar vor Beginn des ersten Prüfzyklus werden zum Aufwärmen
      des Motors vier aufeinanderfolgende Prüfzyklen mit einer Dauer von
      jeweils 112 s durchgeführt.
5.4.2 Der Reifendruck muß dem vom Hersteller für normalen Fahrbetrieb
      empfohlenen Druck entsprechen. Ist Jedoch der Durchmesser der
      Rolle kleiner als 500 mm, kann der Reifendruck um 30 bis 50 X
      erhöht werden.
5.4.3 Achslast auf dem Antriebsrad: Die Achslast auf dem Antriebsrad muß
      auf ± 3 kg genau der Achslast bei einem Kleinkraftrad im normalen
      Fahrbetrieb mit einem 75 kg ± 5 kg schweren, aufrecht sitzenden
      Fahrer entsprechen.
5.5   Prüfung des Gegendrucks
5.5.1 Bei den Vorprüfungen ist sicherzustellen, daß der von der
      Entnahmevorrichtung erzeugte Gegendruck nicht um mehr als ± 7 mbar
      vom atmosphärischen Druck abweicht.
5.6   Einstellung der Analysegeräte
5.6.1 Kalibrierung der Analysegeräte
      Mit Hilfe des an den einzelnen Gasflaschen vorhandenen Durchfluß-
      und Druckmessers wird in das Analysegerät diejenige Gasmenge bei
      dem angegebenen Druck eingeleitet, bei der das Gerät einwandfrei
      arbeitet. Das Gerät wird so eingestellt, daß es den auf der
      Kalibriergasflasche angegebenen Wert als konstanten Wert anzeigt.
      Ausgehend von der Einstellung, die mit der Flasche mit dem
      höchsten Gehalt erzielt wurde, ist für das Gerät eine Fehlerkurve
       in Abhängigkeit vom Gehalt der verschiedenen verwendeten
      Kalibriergasflaschen zu erstellen.
5.6.2 Gesamtansprechzeit der Geräte
      In das Ende der Entnahmesonde wird das Gas aus der Flasche mit dem
      höchsten Gehalt eingeleitet. Dabei muß der angezeigte Wert, der
      dem größten Ausschlag entspricht, in weniger als einer Minute
      erreicht werden. Wird dieser Wert nicht erreicht, so ist der
      Analysenkreislauf systematisch auf Leckstellen zu untersuchen.
 ---pagebreak---                                  -2D  -
6       PRÜFUNGEN AUF DEM PRÜFSTAND
6.1     Besondere Vorschriften für die Durchführung des Fahrzyklus.
6.1.1   Die Temperatur des Prüfraums muß während der gesamten Prüfung
        zwischen 20 'C und 30 'C betragen.
6.1.2   Das Kleinkraftrad muß möglichst waagrecht stehen, um eine
        abnormale Verteilung des Kraftstoffs oder des Motorenöls zu
        vermeiden.
6.1.3   Zur Beurteilung der Gültigkeit der gefahrenen Zyklen wird während
        der Prüfung die Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit
        aufgezeichnet.
6.2     Anlassen des Motors
6.2.1   Nach Durchführung der vorbereitenden Arbeiten an den Vorrichtungen
        zur Entnahme, Verdünnung, Analyse und Messung der Abgase (siehe
        Abschnitt 7.1) wird der Motor mit den vorgesehenen Anlaßhilfen wi
        Starterklappe, Starthilfe usw. nach den Anweisungen des
        Herstellers angelassen.
6.2.2   Der Beginn des ersten Fahrzyklus fällt mit dem Beginn der
        Probennahme und der Messung der Durchflußmenge des Ansaugsystems
        zusamme.
6.2.3   Leerlauf
6.2.3.1 Handschaltgetriebe
        Für die normale Beschleunigung wird 5 Sekunden vor der
        Beschleunigung, die der Leer laufphase folgt, bei ausgekuppeltem
        Motor der erste Gang eingelegt.
6.2.3.2 Automatische Getriebe und Drehmomentwandler
        Der Gangwähler wird zu Beginn der Prüfung eingelegt. Wenn es zwei
        Stellungen für "Stadtfahrt" und "über landfahrt" gibt, ist der
        Gangwähler auf "über landfahrt" zu stellen.
6.2.4   Beschleunigung
        Unmittelbar nach Abschluß der Leerlaufphase wird eine
        Beschleunigung durchgeführt-, hierzu wird der Handgashebel
        vollständig geöffnet und erforderlichenfalls das Getriebe
        eingesetzt, damit die Höchstgeschwindigkeit so rasch wie möglich
        erreicht wird.
6.2.5   Konstante Geschwindigkeit
         In der Prüfungsphase mit konstanter Höchstgeschwindigkeit wird der
        Handgashebel bis zum Erreichen der nachfolgenden Verzögerungsphase
         in vollständig geöffneter Stellung gehalten. In der Prüfungsphase
        mit konstanter Geschwindigkeit von 20 km/h ist die Stellung des
        Handgashebels so weit wie möglich unverändert beizubehalten.
 ---pagebreak---                                  - 22f -
6.2.6   Verzögerung
6.2.6.1 Alle Verzögerungen sind durch vollständiges Drosseln der Gaszufuhr
        bei eingekuppeltem Motor herbeizuführen. Das manuelle Auskuppeln
        des Motors ohne Betätigung des Gangwählers erfolgt bei einer
        Geschwindigkeit von 10 km/h.
6.2.6.2 Ist die Dauer der Verzögerung länger als der für den betreffenden
        Prüfungsabschnitt vorgesehene Wert, sind zur Einhaltung des
        Fahrzyklus die Bremsen des Kleinkraftrads zu verwenden.
6.2.6.3 Ist die Dauer der Verzögerung kürzer als der für den betreffenden
        Prüfungsabschnitt vorgesehene Wert, so ist die Übereinstimmung mit
        dem theoretischen Fahrzyklus durch eine Phase konstanter
        Geschwindigkeit oder im Leerlauf im Anschluß an die nächste Phase
        konstanter Geschwindigkeit oder Leerlaufphase wiederherzustellen.
        In diesem Fall ist Abschnitt 2.4.3 nicht anzuwenden.
6.2.6.4 Am Ende der zweiten Verzögerungsphase (Stillstand des
        Kleinkraftrads auf der Rolle) sind das Getriebe in
        Leer laufsteiIung zu bringen und der Motor einzukuppeln.
7       ABGASENTNAHME UND ANALYSE
7.1     Abgasentnahme
7.1.1   Die Entnahme beginnt, wie in Abschnitt 6.2.2 festgelegt, zu Beginn
        der Prüfung.
7.1.2   Die Auffangbeutel werden hermetisch verschlossen, sobald der
        Füll Vorgang beendet ist.
7.1.3   Am Ende des letzten Zyklus werden das Auffangsystem für verdünnte
        Abgase und Verdünnungsluft geschlossen und die vom Motor erzeugten
        Abgase in die Atmosphäre abgeleitet.
7.2     Analyse
7.2.1   Die in jedem Beutel enthaltenen Abgase werden so schnell wie
        möglich analysiert, auf keinen Fall später als 20 Minuten nach
        Beginn des FülIVorgangs.
7.2.2   Wird die Sonde nicht ständig in den Beuteln belassen, so Ist die
        Einschleusung von Luft beim Einführen der Sonde sowie Jegliches
        Entweichen von Gas beim Herausziehen der Sonde zu vermeiden.
7.2.3   Das Analysegerät muß innerhalb einer Minute nach dem Anschließen
        des Beutels einen stabilisierten Wert anzeigen.
7.2.4   Die Konzentrationen an HC, CO und NOx , n d e n Proben verdünnter
        Abgase und in den Auffangbehältern für VerdUnnungsluft werden
        anhand der von dem Meßgerät angezeigten oder aufgezeichneten Werte
        unter Verwendung geeigneter Kalibrierkurven ermittelt.
7.2.5   Ais Gehalt jedes Schadstoffs in den analysierten Abgasen wird der
        Wert herangezogen, der nach Stabilisierung des Meßgeräts abgelesen
        wird.
 ---pagebreak---                                       -m-
8       BESTIMMUNG DER MENGE DER EMITTIERTEN LUFTVERUNREINIGENDEN GASE
8.1     Die Masse des während der Prüfung abgegebenen Kohlendioxids wird
        anhand der folgenden Formel ermittelt:
        COM " 1 • v • d CO • £öc e
               S                   10 6
        Dabei ist:
8.1.1   COM Oleich der während der Prüfung abgegebneen Masse an
        Kohlenmonoxid in g/km;
8.1.2   S gleich der tatsächlich zurückgelegten Strecke S, die durch
        Multiplikation der Zahl der auf dem Umdrehungszähler angezeigten
        Umdrehungen mit dem Abrollumfang der Rolle ermittelt wird; diese
        Strecke muß in km ausgedrückt werden;
8.1.3   dCO 9 l e i c h der Kohlenmonoxiddichte bei einer Temperatur von O'C
        und einem Druck von 1013,3 mbar, d.h. 1,250 kg/m »
8.1.4   coc 9(eich der Volumenkonzentration in ppm KohIenmonixid in den
        verdünnten Abgasen, mit Korrektur zur Berücksichtigung der
        Verunreinigung der Verdünnungsluft:
              co        co
        COc "     e -      d d   -D
                                   DF
        Dabei ist:
8.1.4.1 coe 9 | e i c h cler Kohlenmonoxidkonzentrat ion in ppm in der in
        Beutel SA enthaltenen Probe verdünnter Abgase;
8.1.4.2 COd 9 le ich der Kohlenmonoxidkonzentrat ion in ppm in der in
        Beutel SB enthaltenen Probe von Verdünnungsluft;
8.1.4.3 DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten.
8.1.5   V ist gleich dem in m 3 / p r ü f u n 9 ausgedrückten Gesamtvolumen der
        verdünnten Abgase unter den Referenzbedingungen 0*C (273*K) und
        1013,3 mbar:
        V - Vo . N (Pa - PI) .273
                      1013,3 . (Tp + 273)
        Dabei ist:
8.1.5.1 Vo gleich dem während einer Umdrehung durch die Pumpe P1
        beförderten Gasvolumen in m3/Umdrehung; dieses Volumen ist
        abhängig vom Differentialdruck zwischen dem Ansaug- und dem
        Austrittstutzen der Pumpe selbst;
8.1.5.2 N gleich der Zahl der durch die Pumpe P1 während den vier
        Prüfzyklen durchgeführten Umdrehungen;
 ---pagebreak---                                     -23c -
8.1.5.3 Pa gleich dem Umgebungsdruck in mbar;
8.1.5.4 Pi gleich dem Mittelwert des Unterdrucks im Ansaugstutzen der..
        Pumpe P1 während der Durchführung der vier Zyklen, ausgedrückt in
        mbar ;
8.1.5.5 Tp gleich der im Ansaugstutzen der Pumpe P1 gemessenen Temperatur
        der verdünnten Abgase während der Durchführung der vier Zyklen.
8.2     Die Masse der während der Prüfung durch die Auspuffen läge des
        Fahrzeugs abgegebenen Kohienwasserstoffrückstände wird wie folgt
        berechnet :
        HCM - 1 • V   d H C . HCc
               S              10 6
        Dabei ist:
8.2.1   HCM gleich der Masse der während der Prüfung abgegebenen
        Kohlenwasserstoffe in g/km-,
8.2.2   S gleich der in Abschnitt 8.1.2 definierten Strecke;
8.2.3   dHC gleich der Dichte der Kohlenwasserstoffe bei einer
        Temperatur von 0*C und einem Druck von 1013,3 mbar (bei einem
        durchschnittlichen Kohlenstoff/Wasserstoff-Verhältnis von 1:1,85),
        d.h. 0,619 kg/m.
8.2.4   HCc gleich der Konzentration der verdünnten Abgase, ausgedrückt in
        ppm Kohlenstoffäquivalent (z.B.: die Propankonzentrat ion mal 3 ) ,
        mit Korrektur zur Berücksichtigung der Verdünnungsluft:
        HCc - HCe - HCd (1 - J_)
                                 DF
        Dabei ist:
8.2.4.1 HCe gleich der Kohlenwasserstoffkonzentrat ion in der in Beutel SA
        enthaltenen Probe der verdünnten Abgase, ausgedrückt in ppm
        KohIenstof fäqu i va Ient;
8.2.4.2 HCd gleich der Kohlenwasserstoffkonzentrat ion in der in Beutel SB
        enthaltenen Probe Verdünnungsluft, ausgedrückt in ppm
        KohIenstoffäquIva lent ;
8.2.4.3 DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten.
8.2.5   V ist gleich dem Gesamtvolumen (siehe Abschnitt 8.1.5).
8.3     Die Masse der während der Prüfung durch die Auspuffan läge des
        Fahrzeugs abgegebenen Stickoxide ist anhand der folgenden Formel
        zu berechnen:
        NOXM - 1 • V . d N 0 2 '. NOxc . Kh
                 S                    10 6
        Dabei ist:
 ---pagebreak--- 8.3.1     NOXM gleich d ® r Masse der während der Prüfung abgegebenen
          Stickoxide, ausgedrückt in g/km;
8.3.2     S gleich der in Abschnitt 8.1.2 definierten Strecke;
8.3.3     (JN02 9'eich der Dichte der Stickoxide in den Abgasen in
          Stickstoffdioxid-Äquivalent bei einer Temperatur von 0*C und einem
          Druck von 1013,3 mbar, d.h. 2,05 kg/m *
8.3.4     NOxc 9leich der Stickoxidkonzentration in den verdünnten
          Abgasen, ausgedruckt in ppm, mit Korrektur zur Berücksichtigung
          der Verdünnungsluft:
          NOxc - NOxe - NOxd (1 - 1_)
                                       DF
          Dabei ist:
8.3.4.1   NOxe gleich der Stickoxidkonzentration in der in Beutel SA
          enthaltenen Probe verdünnter Abgase, ausgedrückt in ppm;
8.3.4.2.  NOxd gleich der Stickoxidkonzentration in der in Beutel SB
          enhaltenen Probe Verdünnungsluft, ausgedrückt in ppm;
8.3.4.3   DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten.
8.3.5     Kh ist der Feuchtigkeitskorrekturfaktor:
          Kh -             1
                1 - 0,0329 (H - 10,7)
          Dabei ist:
8.3.5.1   H gleich der absoluten Feuchtigkeit in Gramm Wasser pro kg
          trockener Luft.
          H - 6.2111 . U.Pd      (g/kg)
                Pa - Pd             _y_
                                    100
          Dabei ist:
8.3.5.1.1 U gleich dem Feuchtigkeitsanteil-,
8.3.5.1.2 Pd gleich dem Sättigungsdampfdruck des Wassers bei
          Prüfungstemperatur im mbar
8.3.5.1.3 Pa gleich dem Luftdruck in mbar.
8.4       DF ist ein Koeffizient, der mit folgender Formel ausgedrückt wird:
          DF -         14,5
                C02 + °» 5 c o + HC
          Dabei sind:
8.4.1     CO C02 u n d H C gleich den Konzentrationen von Kohlenmonoxid,
          Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffen in der in Beutel SA
          enthaltenen Probe verdünnter Abgase, ausgedrückt in Prozent.
 ---pagebreak---                         - 222 -
DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
Die Ergebnisse werden in g/km ausgedrückt:
HC in g/km - HC Masse/S
CO in g/km - CO Masse/S
NOx in g/km - NOx Masse/S
Dabei ist:
HC Masse: siehe Definition in Abschnitt 8.2
CO Masse: siehe Definition in Abschnitt 8.1
NOx Masse: siehe Definition in Abschnitt 8.3
S: Von dem Fahrzeug während der Prüfung tatsächlich zurückgelegte
   Strecke.
 ---pagebreak---                                           BEIBLATT 1
                      FAHRZYKLUS AUF DEM ROLLENPRÜFSTAND (PRÜFUNG TYP I)
       Die Toleranzen für die Geschwindigkeiten (± 1 km/h) und die Zeiten (± 0,5 s)
       werden punktweise wie nebenstehend geometrisch kombiniert.
                                                        Theoretischer Verlauf des Zyklus
                                                          km/h
(km/h) I
                                                                    1 2  Î <. *>   set
                                                               (Jfist in m/s 2 ausgedrückt)
                                                                112
 ---pagebreak---                 BEIBLATT 2
BEISPIEL NR. 1 FÜR DAS ABGASENTNAHMESYSTEM
 ---pagebreak---                   -Vf  -
                BEIBLATT 3
BEISPIEL NR. 2 FÜR DAS ABGASENTNAHMESYSTEM
 ---pagebreak---                                - lîi -
                            BEIBLATT 4
    VERFAHREN ZUR KALIBRIERUNG DES ROLLENPRÜFSTANDS
1   ZWECK
    In diesem Beiblatt wird das Verfahren beschrieben, mit dem
    überprüft wird, ob die Lastkurve des Rollenprüfstands mit der in
    Abschnitt 4.1 von Anlage 2 geforderten Lastkurve übereinstimmt.
    Die aufgenommene Leistung umfaßt die durch die Reibung und die von
    der Bremse aufgenommene Leistung; der durch Reibung zwischen
    Reifen und Rolle entstehende Leistungsverlust bleibt
    unberücksichtigt.
2   GRUNDPRINZIP
    Bei diesem Verfahren wird die aufgenommene Leistung anhand der
    Verzögerungszeit der Rolle bestimmt. Die kinetische Energie der
    Vorrichtung wird von der Bremse und der Reibung des
    Rollenprüfstands aufgebraucht. Hierbei wird die durch das
    jeweilige Gewicht des Kleinkraftrads bewirkte unterschiedliche
    innere Reibung der Rolle nicht berücksichtigt.
3   VERFAHREN
3.1 Das System zur Simulation der Schwungmasse, die der Masse des zu
    prüfenden Kleinkraftrads entspricht, wird in Gang gesetzt.
3.2 Die Bremse wird entsprechend Abschnitt 5.1 von Anlage 2
    eingestellt.
3.3 Die Rolle wird mit einer Geschwindigkeit von V + 10 km/h
    angetrieben.
3.4 Die zum Antrieb der Rolle verwendete Einrichtung wird abgekoppelt,
    damit die Rolle im Frei lauf auslaufen kann.
3.5 Die Verzögerungszeit von einer Geschwindigkeit v + 0,1 v auf die
    Geschwindigkeit v - 0,1 v ist aufzuzeichnen.
3.6 Berechnung der aufgenommenen Leistung nach folgender Formel:
    P A - 0,2 X M VT2- x 10
                            ~3
                  t
    Dabei bedeuten:
    P A: Vom Prüfstand aufgenommene Leistung in kW
    M:   Äquivalente Schwungmasse in kg
    v:   Prüfungsgeschwindigkeit gemäß Abschnitt 3.3 in
         m/s
    t:    Zeit für die Verzögerung der Rolle von v + 0,1 v
         auf v - 0,1 v.
 ---pagebreak---                                            -m-
     3.7           Die Schritte gemäß Abschnitt 3 werden so wiederholt, daß in Stufen
                   von jeweils 10 km/h der Bereich von 10 bis 50 km/h abgedeckt wird.
     3.8           Die Kurve der aufgenommenen Leistung in Abhängigkeit von der
                  Geschwindigkeit ist aufzuzeichnen.
     3.9           Es wird überprüft, ob sich diese Kurve innerhalb der Toleranzwerte
                   gemäß Abschnitt 4.1 der Anlage 1 befindet.
Aufgenommene Leistung PA in kW
 PV 50
 PV 12
                  12                                       50   6\y>cß>uAA\cU* &A.T *n "Kto/fl
 ---pagebreak---                              -II? -
                            ANLAGE 2
                         Prüfung Typ II
          (Messung der Emission von Kohlenmonoxid und
                Kohlenwasserstoffen im Leerlauf)
1   EINLEITUNG
    Diese Anlage enthält das Verfahren für die Prüfung Typ II gemäß
    Abschnitt 2.2.1.2 von Anhang 1.
2   MESSVORSCHRIFTEN
2.1 Als Kraftstoff ist der in Abschnitt 3.2 von Anlage 1 vorgesehene
    Kraftstoff zu verwenden.
2.2 Für das Schmiermittel gelten ebenfalls die Bestimmungen von
    Abschnitt 3.2 der Anlage 1.
2.3 Die Masse des emittierten Kohlenmonoxids und der emittierten
    Kohlenwasserstoffe wird unmittelbar im Anschluß an die Prüfung Typ
    I (Abschnitt 2.1 der Anlage 1) bestimmt, sobald sich die Werte bei
    Leer laufdrehzahl stabilisiert haben.
2.4 Bei Kleinkrafträdern mit Handschaltgetriebe wird die Prüfung bei
    leerlaufendem Getriebe und eingekuppeltem Motor durchgeführt.
2.5 Bei Kleinkrafträdern mit automatischem Getriebe wird die Prüfung
    bei eingekuppeltem Motor durchgeführt, wobei jedoch das
    Antriebsrad arretiert wird.
2.6 Für die Leerlaufphase ist die Leerlaufdrehzahl des Motors nach
    Angaben des Herstellers einzustellen.
3   ENTNAHME UND ANALYSE DER ABGASE
3.1 Die Magnetventile werden in die entsprechende Stellung für die
    Direktanalyse der verdünnten Abgase und der Verdünnungsluft
    geschaltet.
3.2 Binnen einer Minute nach Anschluß an die Sonde muß das
    Analysegerät einen stabilen Wert anzeigen.
3.3 Die Konzentrationen an HC und CO in der Probe der verdünnten
    Abgase und in der Verdünnungsluft sind unter Verwendung der
    Jeweiligen Kalibrierkurven aus den Anzeigewerten oder
    Aufzeichnungen des Meßgeräts zu ermitteln.
3.4 Als Gehalt jedes Schadstoffs in den analysierten Abgasen wird der
    Wert herangezogen, der nach Stabilisierung des Meßgeräts abgelesen
    wird.
 ---pagebreak---                                      -i*? -
4       BESTIMMUNG DER MENGE DER EMITTIERTEN LUFTVERUNREINIGENDEN GASE
4.1     Die Menge des während der Prüfung abgegebenen Kohlendioxids wird
        anhand der folgenden Formel ermittelt:
                v
        COM •     • d C0 • £°-C
                             10 6
        Dabei ist:
4.1.1   COM gleich der während der Prüfung abgegebenen Masse an
        Kohlenmonoxid in g/km-,
4.1.2   dCO gleich der Kohlenmonoxiddichte bei einer Temperatur von 0*C
        und einem Druck von 1013,3 mbar, d.h. 1,250 kg/m :
4.1.3   cOc gleich der Volumenkonzentration in ppm KohIenmonixid in den
        verdünnten Abgasen, mit Korrektur zur Berücksichtigung der
        Verunreinigung der Verdünnungsluft:
        COc - c<>e "  co
                         d (1 - 1 >
                                  DF
        Dabei ist:
4.1.3.1 coe gleich der Kohlenmonoxidkonzentrat ion in ppm in der Probe
        verdünnter Abgase;
4.1.3.2 COd gleich der Kohlenmonoxidkonzentrat ion in ppm in der Probe
        Verdünnungsluft;
4.1.3.3 DF gleich dem in Abschnitt 4.3 definierten Koeffizienten.
4.1.4   V ist gleich dem in m 3 / M i n u t e ausgedrückten Gesamtvolumen der
        verdünnten Abgase unter den Referenzbedingungen O'C (273'K) und
        1013,3 mbar:
        V - Vo . N (Pa - Pi) . 273
            1013,3 . (Tp + 273)
        Dabei ist:
4.1.4.1 Vo gleich dem während einer Umdrehung durch die Pumpe P1
        beförderten Gasvolumen in m 3 / U m d r ehung ; dieses Volumen ist
        abhängig vom Differentiai druck zwischen dem Ansaug- und dem
        Austrittstutzen der Pumpe selbst;
4.1.4.2 N gleich der Zahl der durch die Pumpe P1 während der Prüfung im
        Leerlauf durchgeführten.Umdrehungen dividiert durch die Zeit in
        Minuten;
4.1.4.3 Pa gleich dem Umgebungsdruck in mbar-,
4.1.4.4 Pi gleich dem Mittelwert des Unterdrucks im Ansaugstutzen der
        Pumpe P1 während der Prüfung, ausgedrückt in mbar-,
4.1.4.5 Tp gleich dem im Ansaugstutzen der Pumpe P1 gemessenen Wert der
        Temperatur der verdünnten Abgase während der Prüfung.
 ---pagebreak---                                      -2ho -
4.2     Die Masse der während der Prüfung durch den Auspuff des Fahrzeugs
        abgegebenen Kohlenwasserstoffrückstände wird wie folgt berechnet:
               v
        HCM -     • d HC • ü££
                           10^
        Dabei ist:
4.2.1   HCM gleich der Masse der während der Prüfung abgegebenen
        Kohlenwasserstoffe in g/Minute;
4.2.2   dHC gleich der Dichte der Kohlenwasserstoffe bei einer
        Temperatur von 0*C und einem Druck von 1013,3 mbar (bei einem
        durchschnittlichen Kohlenstoff/Wasserstoff-Verhältnis von 1:1,85),
        d.h. 0,619 kg/m3;
4.2.3   HCc gleich der Konzentration der verdünnten Abgase, ausgedrückt in
        ppm Kohlenstoffäquivalent (z.B.: die Propankonzentrat ion mal 3 ) ,
        mit Korrektur zur Berücksichtigung der Verdünnungsluft :
        HCc - HCe - HCd (1 -        U
                                  DF
        Dabei ist:
4.2.3.1 HCe gleich der Kohlenwasserstoffkonzentration in der Probe der
        verdünnten Abgase, ausgedrückt in ppm Kohlenstoffäquivalent;
4.2.3.2 HCd gleich der Kohlenwasserstoffkonzentration in der Probe
        Verdünnungsluft, ausgedrückt in ppm Kohlenstoffäquivalent;
4.2.3.3 DF gleich dem in Abschnitt 4.3 definierten Koeffizienten.
4.2.4   V ist gleich dem Gesamtvolumen (siehe Abschnitt 4.1.4).
4.3     DF ist ein Koeffizient, der mit folgender Formel ausgedrückt wird:
        DF -          14,5_
             C02 + °» 5 c o + H C
        Dabei sind:
4.3.1   ço C02 u n d H C gleich den Konzentrationen von Kohlenmonoxid,
        Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffen in der Probe verdünnter
        Abgase, ausgedrückt in Prozent.
                                                                            (15
 ---pagebreak---                                       -MA  -
                                    ANHANG I I
VORSCHRIFTEN FUR MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT, DIE DURCH
KRAFTRÄDER ODER DREIRADFAHRZEUGE VERURSACHT WIRD
1            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              In diesem Kapitel gelten die folgenden Begriffsbestimmungen:
1.1          Der Begriff "Fahrzeugtyp hinsichtlich der Emission
              luftverunreinigender Gase aus dem Motor" umfaßt Krafträder oder
             Drei radfahrzeuge, die in bezug auf die folgenden Punkte
             untereinander keine wesentlichen Unterschiede aufweisen:
1.1.1        das in Abhängigkeit von der Bezugsmasse bestimmte
             Schwungmassenäquivalent gemäß Abschnitt 5.2 von Anlage 1;
1.1.2        Die Merkmale des Motors und des Fahrzeugs gemäß der Abschnitte 1
             bis 6 und 8 der Anlage 3.
1.2          "Bezugsmasse"
              ist die Masse des fahrbereiten Fahrzeugs zuzüglich einer
             Pauschalmasse von 75 kg. Die Masse des fahrbereiten Kraftrads oder
             Dreiradfahrzeugs entspricht der Gesamtleermasse, wobei alle
             Behälter mindestens zu 90 % ihres Fassungsvermögens gefüllt sind;
1.3          "Kurbelgehäuse"
              ist die Gesamtheit aller Räume, die entweder im Motor oder
             außerhalb des Motors vorhanden sind und die durch innere oder
             äußere Verbindungen, durch die Gase und Dämpfe entweichen können,
             an den Ol sumpf angeschlossen sind-,
1.4          "Luftverunreinigende Gase"
             sind Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide; die
              letztgenannten werden in Stickstoffdioxidäquivalent (N02)
             ausgedrückt.
2            PRÜFVORSCHRIFTEN
2.1          Allgemeines
             Die Fahrzeugteile, die einen Einfluß auf die Emission
              luftverunreinigender Gase haben können, müssen so entworfen,
             gebaut und angebracht sein, daß das Kraftrad oder Drei radfahrzeug
             unter normalen Betriebsbedingungen und trotz eventueller
             Schwingungen, denen es ausgesetzt ist, den Vorschriften dieses
             Anhangs entspricht.
2.2          Beschreibung der Prüfungen
2.2.1        Das Kraftrad oder Drei radfahrzeug wird (entsprechend seiner Klasse
             und den nachstehenden Angaben) gemäß den nachstehenden
             Vorschriften den Prüfungen der Typen I und II unterzogen.
2.2.1.1      Prüfung Typ I (Prüfung der durchschnittlichen Emission von
              luftverunreinigenden Gasen in Ortschaften mit hoher
             Verkehrsdichte)
 ---pagebreak---                                     -m -
2.2.1.1.1   Die Prüfung ist nach dem in Anlage 1 beschriebenen Verfahren
            durchzuführen. Zur Sammlung und Analyse der Abgase sind die
            vorgeschriebenen Verfahren anzuwenden.
2.2.1.1.2   Vorbehaltlich der Bestimmungen nach 2.2.1.1.3 ist die Prüfung
            dreimal durchzuführen. Bei jeder Prüfung müssen die ermittelten
            Mengen an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden
            entsprechend der Bezugsmasse des Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs
            unter den Grenzwerten liegen, die in den Tabellen I und II
            angegeben sind. Die Menge an Stickoxiden je km wird nur zur
            Information ermittelt.
2.2.1.1.2.1 Bei jedem der obengenannten Schadstoffe darf jedoch eines der drei
            gemessenen Ergebnisse den vorstehend für das betreffende Kraftrad
            oder Drei radfahrzeug zulässigen Grenzwert um maximal 10 %
            Übersteigen, falls das arithmetische Mittel der drei Ergebnisse
            unter dem zulässigen Grenzwert liegt. Werden die zulässigen
            Grenzwerte bei mehreren Schadstoffen überschritten, so dürfen
            diese Überschreitungen sowohl bei ein und derselben Prüfung als
            auch bei verschiedenen Prüfungen auftreten.
2.2.1.1.3   Die Anzahl der nach 2.2.1.1.2 vorgeschriebenen Prüfungen wird
            unter den nachstehend festgelegten Bedingungen verringert, wobei
            V1 das Ergebnis der ersten Prüfung und V2 das Ergebnis der zweiten
            Prüfung für jeden der in 2.2.1.1.2 genannten Schadstoffe bedeutet.
2.2.1.1.3.1 Falls für alle betreffenden Schadstoffe V1 <. 0,70 L ist, wird nur
            eine einzige Prüfung durchgeführt.
2.2.1.1.3.2 Es werden nur zwei Prüfungen durchgeführt, falls für alle
            betreffenden Schadstoffe V1 <. 0,85 L ist, jedoch bei mindestens
            einem dieser Schadstoffe V1 > 0,70 L ist. Außerdem muß für jeden
            der betreffenden Schadstoffe V2 den Bedingungen V1 + V2 < 1,70 L
            und V2 < L genügen.
2.2.1.2     Prüfung Typ II (Prüfung der Emission von Kohlenmonoxid im
            Leerlauf)
2.2.1.2.1   Der Gehalt an Kohlenmonoxid der bei Leerlauf emittierten Abgase
            darf 4,5 Volumenprozent nicht überschreiten.
2.2.1.2.2.  Die Einhaltung dieser Vorschrift ist nach dem in Anlage 2
            beschriebenen Verfahren zu prüfen.
 ---pagebreak---                              -m -
                           Tabelle I
       GRENZWERTE BEI KRAFTRÄDERN UND DREIRADFAHRZEUGEN
     MIT ZWEITAKTMOTOR UND TERMINE FÜR IHR INKRAFTTRETEN
                         Betriebserlaubnis
                        und Übereinstimmung
                         des Produktion
  01.01.97(1)
                       CO-8g/km
                       HC-4g/km
                       NOx-0,1g/km
(1) Die Grenzwerte werden für Dreirad- und Vierradfahrzeuge Jedoch mit
    dem Faktor 1,5 multipliziert
 ---pagebreak---                              -Ikk-
                           Tabelle II
       GRENZWERTE BEI KRAFTRÄDERN UND DREIRADFAHRZEUGEN
      MIT VIERTAXTMOTOR UND TERMINE FÜR IHR INKRAFTRETEN
                         Betriebserlaubnis
                        und Übereinstimmung
                         des Produktion
  01.01.97(1)
                       CO-13g/km
                       HC-3g/km
                       NOx-0,3g/km
(1) Die Grenzwerte werden für Dreirad- und Vierradfahrzeuge jedoch mit
    dem Faktor 1,5 multipliziert
 ---pagebreak---                                     - ihr -
3.        ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
3.1.      Für die Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion gelten die
          unter Absatz 1 des Anhangs VI der Richtlinie 92/61/EWG über die
          Betriebserlaubnis fUr zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge
          vorgesehenen Bestimmungen.
3.1.1.    Erzeugt das aus der Serie entnommene Fahrzeug Kohlenmonoxid- oder
          Kohlenwasserstoffmassen, die über den vorstehenden Grenzwerten
          liegen, so steht es dem Hersteller frei, Stichprobenmessungen an
          einigen aus der Serie entnommenen Fahrzeugen zu verlangen, wobei
          die Stichprobe das ursprünglich geprüfte Fahrzeug enthalten muB.
          Der Hersteller bestimmt den Umfang der Stichprobe. Dann werden für
          Jeden der Schadstoffe das arithmetische Mittel x der aus der
          Stichprobe gewonnenen Ergebnisse sowie die Standardabweichung
          S1> ermittelt.
              x + k .S < L      D
          hierbei bedeuten:
          L:      In der Tabelle unter 2.2.1.1.3 unter der Überschrift
                  "Übereinstimmung der Produktion" für Jeden Schadstoff
                  vorgeschriebener Grenzwert;
          k :     statistischer Faktor, der von n abhängt und in der folgenden
                  Tabelle angegeben Ist:
                N        2      3     4     5     6     7     8     9   10
                k      0.973 0.613 0.489 0.421 0.376 0.342 0.317 0.296 0.279
                n        11     12    13    14    15    16    17    18   19
                k      0.265 0.253 0.242 0.233 0.224 0.216 0.210 0.203 0.198
                                      0.860
          Wenn    n >. 20, ist k -
                                       \/T
1)         (X| - X)'
       S2                   wobei Xj eines der aus der aus Stichprobe
       n        n - 1               erhaltenen Einzelergebnisse ist
 ---pagebreak---                                  -tU -
                                ANLAGE 1
                             Prüfung Typ I
           (Prüfung der Emission luftverunreinigender Gase
               in Ortschaften mit hoher Verkehrsdichte)
1       EINLEITUNG
        Dieser Anhang enthält das Verfahren für die Durchführung der
        Prüfung Typ I gemäß Abschnitt 2.2.1.1 des Anhangs 1.
1.1     Das Kraftrad oder Drei radfahrzeug wird auf einen Rollenprüfstand
        gebracht, der eine Bremse und ein Schwungrad aufweist. Es ist eine
        ununterbrochene Prüfung mit einer Gesamtdauer von 13 Minuten
        durchzuführen, die vier Zyklen umfaßt. Jeder Zyklus setzt sich aus
        fünfzehn Prüfungsabschnitten zusammen (Leerlauf, Beschleunigung,
        konstante Geschwindigkeit, Verzögerung usw.). Während der Prüfung
        sind die Abgase des Fahrzeugs so mit Luft zu verdünnen, daß ein
        konstanter Gemisch-Volumenstrom erzielt wird. Während der gesamten
        Prüfung wird bei konstanter Durchflußmenge eine Probe zur
        sukzessiven Bestimmung der Konzentrationen (Mittelwert der
        Prüfung) an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffrückständen,
        Stickoxiden und Kohlendioxid in einen Beutel geleitet.
2       FAHRZYKLEN AUF DEM ROLLENPRÜFSTAND
2.1     Beschreibung des Zyklus
        Der Fahrzyklus auf dem Rollenprüfstand entspricht der
        nachstehenden Tabelle, die auf Beiblatt 1 graphisch dargestellt
        ist.
2.2     Allgemeine Bedingungen für die Durchführung des Fahrzyklus
        Um einen Zyklus durchzuführen, der sich dem theoretischen
        Fahrzyklus im Rahmen der vorgeschriebenen Grenzen annähert, ist in
        Vorversuchszyklen die günstigste Art der Betätigung des Gas- und
        Bremshebels zu ermitteln.
2.3     Benutzung des Getriebes
2.3.1   FUr die Benutzung des Getriebes gelten folgende Vorschriften:
2.3.1   Handschaltgetriebe
2.3.1.1 Im Prüfungsabschnitt mit konstanter Geschwindigkeit muß sich die
        Motordrehzahl nach Möglichkeit im Bereich zwischen 50 und 90 % der
        Nennleistungsdrehzahl bewegen. Kann diese Geschwindigkeit über
        zwei oder mehr Gänge erreicht werden, ist das Fahrzeug der Prüfung
        im höchsten Gang zu unterziehen.
 ---pagebreak---                                  -247-
2.3.1.2 Bei der Prüfung des Fahrzeugs in der Beschleunigungsphase ist der
        Gang einzulegen, in dem sich die für den Zyklus vorgeschriebene
        Beschleunigung erzielen laßt. Der nächsthöhere Gang wird
        spätestens dann eingelegt, wenn die Motordrehzahl 110% der
        Nennleistungsdrehzahl beträgt. Erreicht ein Kraftrad oder
        Drei radfahrzeug im ersten Gang eine Geschwindigkeit von 20 km/h
        bzw. im zweiten Gang von 35 km/h, so wird bei dieser
        Geschwindigkeit der nächsthöhere Gang eingelegt. In diesen Fällen
        ist ein weiteres Hochschalten nicht zulässig. Erfolgt der
        Gangwechsel während der Beschleunigungsphase bei diesen
        unveränderlichen Geschwindigkeiten des Kraftrads oder
        Dreiradfahrzeugs, so wird der nächste Prüfungsabschnitt mit
        konstanter Geschwindigkeit unabhängig von der Motordrehzahl in dem
        Gang durchgeführt, der zu Beginn des Prüfungsabschnitts für
        konstante Geschwindigkeit eingelegt ist.
2.3.1.3  In der Verzögerungsphase ist der nächstniedrigere Gang einzulegen,
        kurz bevor der Motor die Leer laufdrehzahl erreicht, oder wenn die
        Motordrehzahl auf 30 % der Nennleistungsdrehzahl abgefallen ist,
        Je nachdem, welcher dieser beiden Betriebszustände zuerst erreicht
        ist. Während der Verzögerung darf nicht in den ersten Gang
        heruntergeschaltet werden.
2.3.2   Krafträder oder Dreiradfahrzeuge mit automatischem Getriebe sind
        in der höchsten Fahrstufe ("Drive") zu prüfen. Der Gashebel ist so
        zu betätigen, daß möglichst konstante Beschleunigungen erzielt
        werden, die es dem Getriebe ermöglichen, die verschiedenen Gänge
        in der normalen Folge zu schalten. Es gelten die Toleranzen nach
        2.4.
2.4     Toleranzen
2.4.1    in allen Phasen des Prüfzyklus sind Abweichungen von ± 1 km/h von
        der theoretischen Geschwindigkeit zulässig. Beim Übergang von
        einem Prüfungsabschnitt zum nächsten sind größere Abweichungen
        zulässig, sofern ihre Dauer in allen Fällen, vorbehaltlich der
        Bestimmungen von 6.5.2 und 6.6.3, Jeweils 0,5 Sekunden nicht
        überschreiten.
2.4.2   Bei den Zeitwerten sind Toleranzen von ± 0,5 s zulässig.
2.4.3   Die Toleranzwerte für Geschwindigkeit und Zeit werden entsprechend
        den Angaben in Beiblatt 1 kombiniert.
2.4.4   Die während des Zyklus zurückgelegte Strecke ist auf ± 2 % genau
        zu messen.
 ---pagebreak---                                                           -ftkî-
                                            Fohrzyklut ouf dem RolIsnprOfstond
Nr. Betriebs-               Prüfungs- Beschleu- Geschwind-          Dauer   Jedes  Zeit-  Bei Schaltgetrie-
    zustand                 abschnitt nigung      digkeit                          summen be zu verwenden-
                                                               Betriebs PrQ-              der Gang
                                                               zustands funge-
                                                                          absch-
                                       (m/s2)     (km/h)       (»)        v.v      (»)
1 Leerlauf                                                       11         11     11     6 s PM/ 5 s K
2 Beschleunigung                       1.04        0-15           4          4     151
3 konstante                                        15             8          8     23)     Gemäß 2 . 3
   Geschwindigkeit
4 Verzögerung                         -0.69        15 - 10        2       )        25
5 Verzögerung,                        -0.92        10-0           3       ) 5      28
   Motor ausgekup-
   pelt
6 Leerlauf                                                      21          21     49     16 s PM/ 5 s K
7 Beschleunigung                        0.74        0-32         12         12     61)
8 konstante                                         32          24          24     85)
   geschwindigkeit                                                                        Gemfl/3 2 . 3
9 Verzögerung                         -   0,75      32 - 10       8                93)
10 Verzögerung,                       -   0,92      10-0          3        111     96      K
   Motor ausgekup-
   pelt
11 Leerlauf                   9                                 21          21    117     16 s PM/ 5 s K
12 Beschleunigung             10         0.53       0-50        26          26    143)
13 konstante                  11                    50           12         12    155)
   Geschwindigkeit
14 Verzögerung                12      -0.52        50-35          8          8    163)    Gemö/3 2 . 3
15 konstante                  13                   35            13         13    176)
   Geschwindigkeit
16 Verzögerung                        -0.68        35 - 10        9               185)
17 Verzögerung,                 14    -0.92        10-0           3         12    188      k
   Motor ausgekup-
   pelt
18 Leerlauf                     15                                                195'    7 s PM
  PM   : L e e r l a u f , Motor eingekuppelt.
  K    : Motor ausgekuppelt.
 ---pagebreak---                                        -ttQ-
3            FAHRZEUG UND KRAFTSTOFF
3.1          Zu prüfendes Fahrzeug
3.1.1        Das Kraftrad oder Dreiradfahrzeug ist in einwandfreiem
             Betriebszustand vorzuführen. Es muß eingefahren sein und vor der
             Prüfung mindestens 1000 km zurückgelegt haben. Die Prüfstelle kann
             darüber befinden, ob ein Kraftrad oder ein Dreiradfahrzeug, das
             vor der Prüfung weniger als 1000 km zurückgelegt hat, zur Prüfung
             zugelassen werden kann.
3.1.2        Die Schal I dämpferan läge darf keine Leckstellen aufweisen, die zu
             einer Verringerung der Menge der aufgefangenen Abgase führen
             könnten; diese Menge muß der aus dem Motor austretenden Abgasmenge
             entsprechen.
3.1.3        Um sicherzustellen, daß der Verbrennungsvorgang nicht durch eine
             ungewollte Luftzufuhr verändert wird, kann die Dichtigkeit des
             Ansaugsystems überprüft werden.
3.1.4        Die Einstellungen am Kraftrad oder Dreiradfahrzeug müssen den
             Angaben des Herstellers entsprechen.
3.1.5        Die Prüfstelle kann überprüfen, ob das Leistungsverhalten des
             Kraftrads oder des Dreiradfahrzeugs den Angaben des Herstellers
             entspricht, ob es für normalen Fahrbetrleb und vor allem ob es für
             Kalt- und Warmstarts geeignet ist.           '?•
3.2          Kraftstoff
             Für die Prüfung ist der vom Hersteller vorgesehene
             Bezugskraftstoff, dessen Spezifikationen im Anhang IV enthalten
             sind, zu verwenden. Bei Mischungsschmierung ist dem
             Bezugskraftstoff öl zuzusetzen, das hinsichtlich Qualität und
             Menge den Empfehlungen des Herstellers entspricht.
4            PRÜFEINRICHTUNG
4.1          Rollenprüfstand
             Der Rollenprüfstand muß folgende Hauptmerkmale aufweisen:
             Eine Reifenandruckrolle für Jedes Antriebsrad;
             - Durchmesser der Rolle >. 400 mm;
             - Lastkurvenverlauf: Es muß möglich sein, ausgehend von einer
                Anfangsgeschwindigkeit von 12 km/h die von dem Motor bei
                Straßenfahrt auf ebener Strecke und bei einer
                Windgeschwindigkeit von annähernd Null abgegebene Leistung mit
                einer Toleranz von ± 15 % zu simulieren. Andernfalls muß die
                von den Bremsen und der inneren Reibung des Prüfstands
                aufgenommene Leistung den Bestimmungen von Abschnitt 11 des
                Beiblatts 2 zu Anlage 2 entsprechen. Andernfalls entspricht die
                von den Bremsen und der inneren Reibung des Prüfstands
                aufgenommene Leistung der Formel:
                        K V 3 ± 5 X von PV50               1)
             - zusätzliche Schwungmassen: Jeweils 10 kg
1)    Diese zusätzlichen Schwungmassen können eventuell durch eine
      elektronische Vorrichtung ersetzt werden, vorausgesetzt, die
      Gleichwertigkeit der Ergebnissen kann nachgewiesen werden.
 ---pagebreak---                                  -Zr*  -
4.1.1    Die tatsächlich zurückgelegte Strecke ist mit einem
         Umdrehungszähler zu messen, der von der Antriebsrolle der Bremse
         und der Schwungräder angetrieben wird.
4.2      Einrichtungen zur Abgasentnahme und -volumenmessung
4.2.1    Die Beiblätter 2 und 3 enthalten eine schematische Darstellung der
         Einrichtungen zur Sammlung, Verdünnung, Entnahme und
         Volumenmessung der Abgase während der Prüfung.
4.2.2     In den nachfolgenden Abschnitten sind die Einzelteile des
         Prüfaufbaus beschrieben (bei Jedem Einzelteil ist das
         Bezugskurzzeichen des Schemas der Beiblätter 2 und 3 aufgeführt.
         Es können Alternativeinrichtungen verwendet werden, mit denen eich
         nach Auffassung der technischen Dienststellen der Verwaltung
         gleichwertige Ergebnisse erzielen lassen):
4.2.2.1  eine Vorrichtung, mit der sich alle während der Prüfung
         emittierten Abgase auffangen lassen; in der Regel handelt es sich
         hierbei um ein offenes System, das keine Veränderung des
         atmosphärischen Drucks an dem bzw. den Auspuffendrohr(en) bewirkt.
         Sofern Jedoch die Bedingungen für den Gegendruck eingehalten
         werden (bei ± 125 mm WS) kann ein geschlossenes System verwendet
         werden. Beim Auffangen der Abgase darf keine Kondensation
         auftreten, durch die die Beschaffenheit der Abgase bei der
         PrUftemperatur nachhalllg verändert werden könnten;
 4.2.2.2 ein Verbindungsrohr (Tu) zwischen dieser Vorrichtung und dem
         Abgasentnahmesystem. Das Verbindungsrohr und die
         Abgasauffangvorrichtung müssen aus nichtrostendem Stahl oder aus
         einem anderen Werkstoff gefertigt sein, der die Zusammensetzung
          der aufgefangenen Abgase nicht verändert und der Temperatur dieser
         Abgase standhält;
 4.2.2.3  ein Wärmetauscher (Sc), mit dem sich während der gesamten
          Prüfdauer die Temperatur der verdünnten Abgase am Ansaugstutzen
          der Pumpe auf ± 5*C zur vorgesehenen Temperatur halten läßt.
          Dieser Wärmetauscher (Sc) muß ein Vorheizsystem aufweisen, mit dem
          sich die Vorrichtung vor Beginn der Prüfung auf die
          Betriebstemperatur (bei einer Toleranz von ± 5*C) aufwärmen läßt;
 4.2.2.4  eine Verdrängerpumpe P1 zum Ansaugen der verdünnten Abgase, die
          von einem in mehreren Stufen mit absolut konstanter Drehzahl
          schaltbaren Motor angetrieben wird. Die Förderleistung muß groß
          genug sein, damit gewährleistet ist, daß die gesamten Abgase
          abgesaugt werden. Hierzu kann auch ein System mit Venturirohr mit
          kritischer Strömung verwendet werden;
 4.2.2.5  eine Einrichtung zur fortlaufenden Aufzeichnung der Temperatur der
          von der Pumpe angesaugten Abgase;
 4.2.2.6  eine auf der Höhe der Abgasauffangvorrichtung außerhalb dieser
          Vorrichtung angebrachte Sonde S3, mit der sich über eine Pumpe,
          einen Filter und ein Durchflußmeßgerät während der Prüfdauer eine
          mengenmäßig konstante Probe der Verdünnungsluft entnehmen läßt;
 ---pagebreak---                                  - -Is* -
A.2.2.7  eine gegen den Strom verdünnter Abgase gerichtete Sonde S2, mit
         der sich während der Prüfdauer über eine Pumpe, einen Filter und
         ein Durchflußmeßgerät eine mengenmäßig konstante Probe des
         Gemischs verdünnter Abgase entnehmen läßt. Die Gasstrom-
         Durchflußmenge in den beiden genannten Probenahmensystemen muß
         mindestens 150 l/h betragen;
4.2.2.8  zwei Filter F2 und F3, die nach den Sonden S2 bzw. S3 angeordnet
         sind und mit denen Festkörperteilchen abgeschieden werden sollen,
         die in den in die Auffangbeutel geleiteten Abgasproben enthalten
         sind. Es ist insbesondere darauf zu achten, daß die
         Konzentrationen der Abgasbestandteile in den Proben hierdurch
         nicht verändert werden;
4.2.2.9  zwei Pumpen P2 und P3 zur Entnahme von Proben über die Sonden S2
         bzw. S3, die in die Auffangbeutel Sa bzw. Sb geleitet werden;
4.2.2.10 zwei mit den Pumpen P2 bzw. P3 in Reihe geschaltete manuell
         betätigte Regelventile V2 und V3, mit denen sich die
         Durchflußmenge der in die Auffangbeutel geleiteten Proben regeln
         läßt;
4.2.2.11 zwei in die Leitungen "Sonde - Filter - Pumpe - Ventile -
         AuffangbeuteI" (S2, F2, P2, V2. Sa bzw. S3, F3, P3, V3, Sb) in
         Reihe geschaltete Durchflußmesser R2 und R3 zur unmittelbaren
         Sichtkontrolle der momentanen Dur-chflußmenge der entnommenen
         Probe;
4.2.2.12 ProbenahmenbeuteI für die Verdünnungsluft und das Gemisch
         verdünnter Abgase, die groß genug sind, um den GasprobendurchfluB
         nicht zu beeinträchtigen. Sie müssen auf der Beutelseite
         automatisch abschließen und sie müssen sich mit Schnei I Verschluß
         gasdicht entweder an die Probenahmenleitung oder am Ende der
         Prüfung an den Analysenkreislauf anschließen lassen;
4.2.2.13 zwei Differentialdruckmesser gl und g2, die wie folgt angeordnet
         sind:
         gl : vor Pumpe P1 zur Ermittlung des Unterdrucks des
         Abgas/Verdünnungsluft-Gemischs gegenüber der Atmosphäre;
         g2:    hinter und vor Pumpe P1 zur Bestimmung des im Abgasstrom
                induzierten Druckanstiegs;
4.2.2.14 ein Umdrehungszähler CT zur Aufzeichnung der Zahl der Umdrehungen
         der Verdrängerpumpe P1;
4.2.2.15 Drei-Wege-Ventile in den obengenannten Probenahme leitungen, die
         den Probenahmenstrom entweder in die Atmosphäre oder aber während
         der Prüfdauer in die jeweiligen Auffangbeutel lenken. Die Ventile
         sind als Schnei Ischaltventile auszuführen. Sie müssen aus
         Werkstoffen gefertigt sein, die die Zusammensetzung der Abgase
         nicht verändern; sie müssen in Durchflußquerschnitt und Bauform so
         ausgelegt sein, daß Druckverluste soweit technisch machbar
         minimiert werden.
4.3      Analysegeräte
4.3.1    Ermittlung der HC-Konzentration
 ---pagebreak---                                   - xSl -
4.3.1.1 Die Konzentration der Kohlenwasserstoffrückstände HC in den
        während der Prüfungen in den Auffangbeuteln Sa und Sb gesammelten
        Proben wird mit einem F lammen ionisat ions-Analysator ermittelt.
4.3.2.  Ermittlung der CO- und C02-KonzentratIon
4.3.2.1 Die Konzentrationen an Kohlenmonoxid CO und Kohlendioxid C02 in
        den während der Prüfungen in den Auffangbeuteln Sa und Sb
        gesammelten Proben werden mit einem nichtdispersiven Infrarot-
        Absorptionsana lysator ermittelt.
4.3.3   Ermittlung der NOx-Konzentrationen
4.3.3.1 Die Konzentration an Stickoxiden NOx in den während der Prüfungen
        in den Auffangbeuteln Sa und Sb gesammelten Proben wird mit einem
        Chemilumineszenz-Analysator ermittelt.
4.4     Genauigkeit der Meßgeräte
4.4.1   Da die Bremse in einer gesonderten Prüfung kalibriert wird,
        braucht die Genauigkeit des Rollenprüfstandes nicht angegeben zu
        werden. Die Gesamtträgheit der umlaufenden Massen einschließlich
        der Rollen und des umlaufenden Teils der Bremse (Abschnitt 5.1)
        ist auf ± 2 % genau anzugeben.
4.4.2   Die Geschwindigke4t dis^Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs ist anhand
        der Drehzahl der mit der Bremse und den Schwungrädern verbundenen
        Rolle zu ermitteln. Sie muß im Bereich 0 - 1 0 km/h auf ± 2 km/h
        genau gemessen werden können, Über 10 km/h auf ± 1 km/h genau.
4.4.3   Die Temperatur nach 4.2.2.5 muß auf ± 1'C genau gemessen werden
        können. Die Temperatur nach 6.1.1 muß auf ± 2'C genau gemessen
        werden können.
4.4.4   Der atmospärische Druck muß auf ± 1mm Hg genau gemessen werden
        können.
4.4.5   Der Unterdruck des von der Pumpe P1 angesaugten Gemischs
        verdünnter Abgase (siehe Abschnitt 4.2.2.12) gegenüber dem
        atmosphärischen Druck ist auf ± 3 mm Hg genau zu messen. Die
        Druckdifferenz der verdünnten Abgase zwischen den
        Leitungsabschnitten vor und nach der Pumpe P1 (siehe Abschnitt
        4.2.2.13) ist auf ± 3 mm Hg genau zu messen.
4.4.6   Anhand des Verdrängungsvolumens bei Jeder vollständigen Umdrehung
        der Pumpe P1 und der Fördermenge bei der entsprechend den
        Aufzeichnungen des Umdrehungszählers CT niedrigstmöglichen
        Pumpendrehzahl muß sich das Gesamtvolumen des von Pumpe P1 während
        der Prüfung geförderten Abgas/Verdünnungsluft-Gemischs auf ± 2 %
        genau ermitteln lassen.
4.4.7   Der Meßbereich der Analysatoren muß den Genauigkeitsgrad
        aufweisen, der für die Messung des Gehalts der verschiedenen
        Bestandteile erforderlich ist; der Meßfehler darf nicht mehr als ±
        3 % betragen, wobei der tatsächliche Wert der Kalibriergase
        unberücksichtigt bleibt.
        Der F lammen ionisât ions-Analysator zur Bestimmung der HC-
        Konzentration muß in einem Zeitraum von weniger als einer Sekunde
        90 % vom Skalenendwert anzeigen.
 ---pagebreak---                                 -ttt -
4.4.8   Die Konzentration der Kalibriergase darf maximal um ± 2 % vom
        Bezugswert Jedes einzelnen Gases abweichen. Es wird Stickstoff als
        Verdünnungsmittel verwendet.
5       VORBEREITUNG DER PRÜFUNG
5.1     Einstellung der Bremse
5.1.1   Die Bremse wird so eingestellt, daß ihre Leistung dem Betrieb des
        Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs auf ebener Strecke bei einer
        konstanten Geschwindigkeit zwischen 45 km/h und 55 km/h
        entspricht.
5.1.2   Die Bremse wird wie folgt eingestellt:
5.1.2.1 In die Regeleinrichtung der Kraftstoff-Fördereinrichtung ist ein
        verstellbarer Anschlag einzubauen, mit dem sich die
        Geschwindigkeit zwischen 45 km/h und 55 km/h begrenzen läßt. Die
        Geschwindigkeit des Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs wird mit Hilfe
        eines Präzisionstachometers gemessen oder anhand der Fahrzeit
        ermittelt, die für eine vorgegebene Strecke auf ebener, trockener
        Straße in beide Richtungen bei arretiertem Anschlag gemessen
        wurde.
        Die Messungen sind in beide Richtungen auf einer mindestens 200m
        langen Strecke mit genügend langer Beschleunigungsstrecke
        mindestens dreimal zu wiederholen. Anhand der Messergebnisse wird
        der Mittelwert errechnet.
5.1.2.2 Andere Systeme, mit denen sich die zum Vortrieb des Fahrzeugs
        erforderliche Leistung messen läßt (z.B. Messung des Drehmoments
        am Getriebe, Messung der Verzögerung usw.), sind ebenfalls
        zulässig.
5.1.2.3 Anschließend wird das Kraftrad oder Drei radfahrzeug auf den
        Rollenprüfstand gebracht, und die Bremse wird so eingestellt, daß
        die gleiche Geschwindigkeit wie bei der Fahrprüfung auf der Straße
        erzielt wird (Fördermengendrosselung in Anschlagstellung und
        gleicher Gang). Diese Einstellung der Bremse wird während der
        gesamten Prüfungsdauer beibehalten.
        Nachdem die Bremse eingestellt wurde, ist die
        Fördermengendrosselung zu entfernen.
5.1.2.4 Eine Einstellung der Bremse anhand von Fahrprüfungen auf der
        Straße ist nur möglich, wenn der atmosphärische Druck an der
        Prüfstrecke und der am Prüfstand um maximal ± 10 Torr und die
        Lufttemperatur um maximal ± 8'C voneinander abweichen.
5.1.3   Kann dieses Verfahren nicht eingehalten werden, wird der PrUfstand
        entsprechend den Werten der Tabelle in Abschnitt 5.2 eingestellt.
         In der Tabelle ist die Leistung in Abhängigkeit von der
        Bezugsmasse bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h angegeben. Diese
        Leistung wird nach dem Verfahren des Beiblatts 2 ermittelt.
5.2     Anpassung der äquivalenten Schwungmassen an die translatoriseh
        bewegten Massen des Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs
        Das Schwungrad wird so eingestellt, daß die Gesamtträgheit der
        umlaufenden Massen im Rahmen der nachstehenden Grenzwerte der
        Bezugsmasse des Fahrzeugs entspricht:
 ---pagebreak---                     -m-
   Bezugsmasse          Aquivalente
       (kg)             Schwungmasse
                             (kg)
         R <. 105        100
 105 <   R <. 115        110
 115 <   R < 125         120
 125 <   R <. 135        130
 135 <   R <. 150        140
 150 <   R < 165         150
 165 <   R < 185         170
 185 <   R < 205         190
 205 <   R < 225         210
 225 <   R < 245         230
 245 <   R <. 270        260
 270 <   R < 300         280
 300 <   R < 330         310
 330 <   R < 360         340
 360 <   R < 395         380
 395 <   R < 435         410
 435 <   R < 480         450
 480     R < 540         510
 540 <   R < 600         570
 600 <   R  '£ 6§6 '     620
 650 <   R < 710         680
 710 <   R <. 770        740
 770 <   R < 820         800
 820 <   R < 880         850
 880 <   R <. 940        910
 940 <   R < 990         960
 990 <   R < 1050       1020
1050 <   R < 1110       1080
1110 <   R < 1160       1130
1160 <   R <. 1220      1190
1220 <   R <. 1280      1250
1280 <   R < 1330       1300
1330 <   R < 1390       1360
1390 <   R <. 1450      1420
1450 <   R < 1500       1470
1500 <   R < 1560       1530
1560 <   R < 1620       1590
1620 <   R < 1670       1640
1670 <   R < 1730       1700
1730 <   R < 1790       1760
1790 <   R < 1870       1810
1870 <   R < 1980       1930
1980 <   R <. 2100      2040
2100 <   R < 2210       2150
2210 <   R <. 2320      2270
2320 <   R < 2440       2380
2440 <   R              2490
 ---pagebreak---                               -£sT-
5.3   Vorbereitung des Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs
5.3.1 Vor der Prüfung ist das Kraftrad oder Drei radfahrzeug einer
      Temperatur zwischen 20'C und 30'C auszusetzen. Nachdem der Motor
      40 Sekunden lang im Leerlauf betrieben wurde, werden vor dem
      Auffangen der Abgase zwei vollständige Fahrzyklen durchgeführt.
5.3.2 Der Reifendruck muß wie in der Vorprüfung bei Straßenfahrt zur
      Einstellung der Bremsbelastung den Angaben des Herstellers
      entsprechen. Beträgt Jedoch der Rollendurchmesser weniger als 500
      mm, so ist der Reifendruck zur Vermeidung von Beschädigungen um 30
      bis 50 % zu erhöhen.
5.3.3 Die Last auf dem Antriebsrad entspricht der Last bei normalen
      Fahrbedingungen mit einem 75 kg schweren Fahrer.
5.4   Einstellung der Analysegeräte
5.4.1 Kalibrierung der Analysegeräte
      Mit Hilfe des an Jeder Gasflasche vorhandenen Durchfluß- und
      Druckmessers wird in das Analysegerät diejenige Gasmenge bei dem
      angegebenen Druck eingeleitet, bei der das Gerät einwandfrei
      arbeitet. Das Gerät wird so eingestellt, daß es den auf der
      Kalibriergasflasche angegebenen Wert als konstanten Wert anzeigt.
      Ausgehend von der Einstellung, die mit der Flasche mit dem
      höchsten Gehalt erzielt wurde, ist für das Gerät eine Fehlerkurve
      in Abhängigkeit vom Gehalt der verschiedenen verwendeten
      Kalibriergasflaschen zu erstellen. Für den F lammen ionisât ions-
      Ana lysator ist bei der regelmäßigen Kalibrierung, die mindestens
      einmal pro Monat durchgeführt werden muß, ein Luft/Propan-Gemisch
      (bzw. Luft/Hexan-Gemisch) mit Kohlenwasserstoff-
      Nennkonzentrationen von 50 % und 90 % v.E. zu verwenden. FUr die
      nichtdispersiven Infrarot-Absorptionsanalysatoren ist bei der
      gleichen regelmäßigen Kalibierung ein Gemisch aus Stickstoff und
      CO bzw. C02 in Nennkonzentrationen von 10 %, 40 X, 60 %, 85 X und
      90 X v.E. zu messen. Für den Abgleich des N0x-Chemilumineszenz-
      Analysators ist ein Gemisch aus Stickoxid NO in Stickstoff mit
      einer Nennkonzentration von 50 X und 90 X v.E. zu verwenden. Für
      die KontrolIkalibrierung, die vor Jeder Prüfserie durchgeführt
      werden muß, ist bei allen drei Analysatortypen ein Gemisch mit
      einem Anteil der zu bestimmenden Gase in einer Konzentration von
      80 X v.E. zu verwenden. Zur Absenkung einer Konzentration von 100
      X auf den geforderten Wert kann eine Verdünnungseinrichtung
      verwendet werden.
6     PRÜFUNGEN AUF DEM PRÜFSTAND
6.1   Besondere Vorschriften für die Durchführung des Fahrzyklus
6.1.1 Die Temperatur des Prüfraums muß mit dem Rollenprüfstand während
      der gesamten Prüfung zwischen 20 *C und 30 *C betragen und sollte
      möglichst der Temperatur des Raumes entsprechen, in dem das
      Kraftrad oder Drei radfahrzeug für die Prüfung vorbereitet wurde.
 ---pagebreak---                                  - tç&
6.1.2   Das Kraftrad oder Dreiradfahrzeug muß während der Prüfung etwa
        horizontal stehen, um eine abnormale Kraftstoffverteilung zu
        vermeiden.
6.1.3   Am Ende der ersten Leer laufzeit von 40 Sekunden (vgl. Abschnitt
        6.2.2) wird das Kraftrad oder Dreiradfahrzeug einem Luftstrom mit
        veränderlicher Geschwindigkeit ausgesetzt. Es folgen zwei
        vollständige Fahrzyklen, während deren kein Gas aufgefangen wird.
        Das Kühlgebiäse muß eine von der Geschwindigkeit des PrüfStandes
        abhängige Regeleinrichtung haben, welche bewirkt, daß die lineare
        Luftaustrittsgeschwindigkeit im Bereich 10 km/h bis 50 km/h bis
        auf 10 X der Rollengeschwindigkeit entspricht. Bei
        Rollengeschwindigkeiten unter 10 km/h darf die Luftgeschwindigkeit
        gleich Null sein. Die Austrittsöffnung des Kühlgebläses muß
        folgende Merkmale aufweisen:
                                       2
        -  Oberfläche mindestens 0,4 m »
        -  Höhe der Unterkante über dem Boden zwischen 0,15 und 0,20 m;
        -  Abstand von der Fahrzeugvorderkante 0,3 bis 0,45 m.
6.1.4   Zur Beurteilung der Gültigkeit der gefahrenen Zyklen wird während
        der Prüfung das Diagramm der Geschwindigkeit in Abhängigkeit von
        der Zeit aufgezeichnet.
6.1.5   Die Temperatur des Kühlwassers und des Öls im Kurbelgehäuse kann
        aufgezeichnet werden.
6.2     Anlassen des Motors
6.2.1   Nach Durchführung der vorbereitenden Arbeiten an den Vorrichtungen
        zur Entnahme, Verdünnung, Analyse und Messung der Abgase (vgl.
        Abschnitt 7.1) wird der Motor mit den vorgesehenen Anlaßhilfen wie
        Starter, Starterklappe usw. nach den Anweisungen des Herstellers
        angelassen.
6.2.2   Der Motor wird im Leerlauf maximal 40 Sekunden lang betrieben.
        Der Beginn des ersten Fahrzyklus fällt mit dem Beginn der
        Probennahme und der Messung der Pumpendrehungen zusammen.
6.3     Betätigung der Handstarterklappe
        Die Starterklappe muß so schnell wie möglich zurückgestellt werden
        und zwar grundsätzlich vor Beginn der Beschleunigung von 0 auf 50
        km/h. Ist diese Vorschrift nicht einzuhalten, so muß der
        Zeitpunkt der tatsächlichen Zurückstellung angegeben werden. Die
        Starterklappe wird nach den Anweisungen des Herstellers
        eingestelIt.
6.4     Leerlauf
6.4.1   Handschaltgetriebe
6.4.1.1 Während der Leer laufZeiten muß der Motor mit dem Getriebe in
        Leer laufstelIung eingekuppelt sein.
                                                                           in
 ---pagebreak---                                  -Wh -
6.4.1.2 Zur normalen Beschleunigung wird 5 Sekunden vor der
        Beschleunigung, die der Leer laufphase folgt, bei ausgekuppeltem
        Motor der erste Gang eingelegt.
6.4.1.3 Die erste Leer laufzeit zu Beginn des Zyklus muß 6 Sekunden
        Leerlauf bei eingekuppeltem Motor und Getriebe in Leer laufstelIung
        und 5 Sekunden im ersten Gang bei ausgekuppeltem Motor umfassen.
6.4.1.4 Die Leer laufzelten innerhalb eines Jeden Zyklus müssen Jeweils 16
        Sekunden bei Getriebe in Leer laufstelIung und 5 Sekunden im ersten
        Gang bei ausgekuppeltem Motor betragen.
6.4.1.5 Die letzte Leerlaufzeit des Zyklus muß 7 Sekunden bei
        eingekuppeltem Motor und Getriebe in Leer laufstelIung betragen.
6.4.2   Halbautomatisehe Getrlebe.
        Es gelten die Angaben des Herstellers für Stadtfahrt; fehlen
        solche Angaben, so gelten die Vorschriften fUr Handschaltgetriebe.
6.4.3   Automatisehe Getriebe.
        Der Gangwähler wird während der gesamten Prüfung nicht betätigt,
        sofern keine gegenteiligen Vorschriften des Herstellers bestehen.
        In diesem Fall gilt das Verfahren für Handschaltgetriebe.
6.5     Beschleunigungen
6.5.1   Die Beschleunigungen werden so ausgeführt, daß während der
        gesamten Dauer des Prüfungsabschnitts ein möglichst konstanter
        Wert erzielt wird.
6.5.2   Reicht die Besehteunigungsle istung des Kraftrads oder
        Dreiradfahrzeugs fUr die Durchführung der Beschleunigungsphasen
        innerhalb der vorgeschriebenen Toleranz nicht aus, wird das
        Kraftrad oder Drei radfahrzeug mit vollständig geöffnetem
        Handgashebel betrieben, bis die für den Zyklus vorgeschriebene
        Geschwindigkeit erreicht ist; dann wird der Zyklus normal
        fortgesetzt.
6.6     Verzögerungen
6.6.1   Alle Verzögerungen sind durch vollständiges Drosseln der Gaszufuhr
        bei eingekuppeltem Motor herbeizuführen. Das Auskuppeln des Motors
        erfolgt bei einer Geschwindigkeit von 10 km/h.
6.6.2    Ist die Dauer der Verzögerung länger als die in dem entsprechenden
        Prüfungsabschnitt vorgesehene Zeit, so sind zur Einhaltung des
        Zyklus die Fahrzeugbremsen zu benutzen.
6.6.3    Ist die Dauer der Verzögerungen kürzer als die in dem
        entsprechenden Prüfungsabschnitt vorgesehene Zeit, so ist die
        Übereinstimmung mit dem theoretischen Zyklus durch eine Phase
        konstanter Geschwindigkeit oder im Leerlauf im Anschluß an die
        nächste Phase konstanter Geschwindigkeit oder Leerlaufphase
        wieder herzusteilen. In diesem Fall ist Abschnitt 2.4.3 nicht
        anwendbar.
 ---pagebreak---                               -2tf -
6.6.4 Am Ende der Verzögerungsphase (Stillstand des Kraftrads oder
      Dreiradfahrzeugs auf den Rollen) ist das Getriebe in Leer-
      laufstellung zu bringen und der Motor einzukuppeln.
6.7   Konstante Geschwindigkeiten
6.7.1 Beim Übergang von der Beschleunigung zur nächsthöheren konstanten
      Geschwindigkeit ist "Pumpen" oder Schließen der Drosselklappe zu
      vermeiden.
6.7.2 Während der Phasen konstanter Geschwindigkeit ist der Gashebel in
      einer bestimmten Stellung festzuhalten.
7     DURCHFÜHRUNG VON ABGASENTNAHME, ANALYSE UND VOLUMENMESSUNG DER
      EMISSIONEN
7.1   Arbeitsgänge vor dem Anlassen des Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs
7.1.1 Die Beutel für die Probenentnahme Sa und Sb sind zu entleeren und
      zu verseht ießen.
7.1.2 Die Rotationspumpe P1 wird in Gang gesetzt, wobei der
      Umdrehungszähler nicht läuft.
7.1.3 Die Pumpen P2 und P3 für die Probenentnahme werden in Gang
      gesetzt, wobei die Ablenkventile für die Ableitung in die At-
      mosphäre sorgen; die Pumpen le istung wird durch die Ventile V2 und
      V3 reguliert.
7.1.4 Die Schreiber des Temperaturfühlers T und die Druckmesser gl und
      g2 werden eingeschaltet.
7.1.5 Der Umdrehungszähler CT und der Drehzahlmesser der Rolle werden
      zurückgesteiIt.
7.2   Beginn der Abgasentnahme und Volumenmessung
7.2.1 Nach 40 Sekunden Motorbetrieb im Leerlauf und nach zwei
      vorbereitenden Zyklen (Anfangszeitpunkt des ersten Zyklus) werden
      die in Abschnitt 7.2.2 bis 7.2.5 angegebenen Arbeitsgänge
      durchgeführt, wobei unbedingt auf Gleichzeitigkeit zu achten ist.
7.2.2 Die Wegeventile werden so eingestellt, daß die kontinuierlich
      durch Sonden S2 und S3 entnommenen Proben, die zuvor in die
      Atmosphäre abgeleitet wurden, in die Beutel Sa und Sb geleitet
      werden.
7.2.3 Der Zeitpunkt des Prüfungsbeginns wird auf den graphischen
      Darstellungen der Analogschreiber verzeichnet, die mit dem
      Temperaturfühler T und den Differentialdruckmessern gl und g2
      verbunden sind.
7.2.4 Der Umdrehungszähler CT der Pumpe P1 wird in Gang gesetzt.
7.2.5 Die Vorrichtung, die den Luftstrom gemäß Abschnitt 6.1.3 zum
      Kraftrad oder Drei radfahrzeug befördert, wird in Gang gesetzt.
 ---pagebreak---                               -2?]  -
7.3   Ende der Abgasentnahme und Volumenmessung
7.3.1 Am Ende des vierten Prüfungszyklus werden die in Abschnitt 7.3.2
      bis 7.3.5 angegebenen Arbeitsgänge durchgeführt, wobei unbedingt
      auf Gleichzeitigkeit zu achten ist.
7.3.2 Die Wegeventile werden so eingestellt, daß die Beutel Sa und Sb
      geschlossen werden und die von den Pumpen P2 und P3 über die
      Sonden S2 und S3 angesaugten Proben in die Atmosphäre abgeleitet
      werden.
7.3.3 Der Zeitpunkt des Prüfungsendes wird auf den graphischen
      Darstellungen der Analogschreiber verzeichnet (Abschnitt 7.2.3).
7.3.4 Der Umdrehungszähler CT der Pumpe P1 wird abgeschaltet.
7.3.5 Die Vorrichtung, die den Luftstrom gemäß Abschnitt 6.1.3 zum
      Kraftrad oder Drei radfahrzeug befördert, wird abgeschaltet.
7.4   Analyse der in den Beuteln enthaltenen Proben
      Möglichst rasch und in keinem Fall später als 20 Minuten nach
      Abschluß der Prüfungen werden die Analysen durchgeführt, um
      folgende Werte zu ermitteln:
      -  Konzentration von Kohlenwasserstoffen, Kohlenmonoxid,
         Stickoxiden und Kohlendioxid in der im Beutel Sb enthaltenen
         Probe Verdünnungsluft;
      -  Konzentration von Kohlenwasserstoffen, Kohlenmonoxid,
         Stickoxiden und Kohlendioxid in der in Beutel Sa enthaltenen
         Probe verdünnter Abgase.
7.5   Messung der zurückgelegten Strecke
      Man erhält die tatsächlich zurückgelegte Strecke S durch Mul-
      tiplikation der Zahl der auf dem Umdrehungszähler abgelesenen
      Umdrehungen (Abschnitt 4.1.1) mit dem Abrollumfang der Rolle.
      Diese Strecke muß in km ausgedrückt werden.
8     BESTIMMUNG DER MENGE DER EMITTIERTEN ABGASE
8.1   Die Masse des während der Prüfung abgegebenen KohIenmonoxIds wird
      mit der folgenden Formel ermittelt:
                COM - 1 • v • d co • fiög
                      S               10 6
      Dabei ist:
311   COM gleich der während des Prüfung abgegebenen Masse an
      Kohlenmonoxid in g/km-,
8.1.2 S gleich der in Abschnitt 7.5 definierten Strecke;
 ---pagebreak---                                     -U» -
8.1.3   dco g'ô'chi der Kohlenmonoxiddichte bei einer Temperatur von 0 'C
        und einem Druck von 760 mm Hg « 1,250 kg/m3;
8.1.4   COc gleich der Volumenkonzentration in ppm Kohlenmonoxid in den
        verdünnten Abgasen mit Korrektur zur Berücksichtigung der
        Verdünnungsluft:
                   COc - COe - COd (1 - 1)
                                               DF
        Dabei ist:
8.1.4.1 COe gleich der Kohlenmonoxidkonzentrat ion in ppm in der in Beutel
        Sa enthaltenen Probe verdünnter Abgase;
8.1.4.2 COd gleich der Kohlenmonoxidkonzentration in ppm in der in Beutel
        Sb enthaltenen Probe Verdünnungsluft ;
8.1.4.3 DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten.
8.1.5   V ist gleich dem in m 3 / P r ü f u n 9 ausgedrückten Gesamtvolumen der
        verdünnten Abgase unter den Referenzbedingungen 0 'C (273°K* u n d
        760 mm Hg:
                   V - Vo . N (Pa - Pi) . 273
                               760 . (Tp + 273)
        Dabei ist:
8.1.5.1 Vo gleich dem während einer Umdrehung durch die Pumpe P1
        beförderten Gasvolumen in m3/Umdrehung. Dieses Volumen ist
        abhängig vom Differentialdruck zwischen dem Ansaug- und dem
        Austrittstutzen der Pumpe selbst;
8.1.5.2 N gleich der Zahl der durch die Pumpe P1 während den vier
        Prüfungszyklen durchgeführten Umdrehungen;
8.1.5.3 Pa gleich dem Umgebungsdruck in mm Hg;
8.1.5.4 Pi gleich dem Mittelwert des Unterdrucks im Ansaugstutzen der
        Pumpe P1 während der Durchführung der vier Zyklen, ausgedrückt in
        mm Hg;
8.1.5.5 Tp gleich dem im Ansaugstutzen der Pumpe P1 gemessenen Wert der
        Temperatur der verdünnten Abgase während der Durchführung der
        vier Zyklen.
8.2     Die Masse der während der Prüfung durch den Auspuff des Kraftrads
        oder Dreiradfahrzeugs abgegebenen unverbrannten Kohlenwasserstoffe
        wird wie folgt berechnet:
                   HCM - 1 . V . d H C . üCc
                         S                      10 6
        Dabei ist:
8.2.1   HCM 01*ich der Masse der während der Prüfung abgegebenen
        Kohlenwasserstoffe in g/km;
 ---pagebreak---                                  - 2Ci -
8.2.2   S gleich der in Abschnitt 7.5 definierten Strecke;
8.2.3   dHC gleich der Dichte der Kohlenwasserstoffe bei einer
        Temperatur von 0 *C und einem Druck von 760 mm Hg bei einem
        durchschnittlichen Kohlenstoff/Wasserstoff-Verhältnis von 1:1,85,
        d.h. 0,619 kg/m î
8.2.4   HCc gleich der Konzentration der verdünnten Abgase, ausgedrückt in
        ppm KohlenstoffäquIva lent (z. B.: die Propankonzentrat ion mal 3 ) ,
        mit Korrektur zur Berücksichtigung der Verdünnungsluft:
                   HCc - HCe - HCd (1 - 1)
                                          DF
        Dabei ist:
8.2.4.1 HCe gleich der Kohlenwasserstoffkonzentration in der in Beutel Sa
        enthaltenen Probe der verdünnten Abgase, ausgedrückt in ppm
        KohIenstoffäquiva Ient;
8.2.4.2 HCd gleich der Kohlenwasserstoffkonzentration in der in Beutel Sb
        enthaltenen Probe Verdünnungsluft, ausgedrückt in ppm
        Kohlenstoffäqui va Ient;
8.2.4.3 DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten;
8.2.5   V gleich dem Gesamtvolumen (vgl. Abschnitt 8.1.5).
8.3     Die Masse der während der Prüfung durch den Auspuff des Kraftrads
        oder Drei radfahrzeugs abgegebenen Stickoxide ist mit der folgenden
        Formel zu berechnen:
                           1                    NOAxc -^-M
                   NOxM - 5 • V • d N 0 2 •     10°
        Dabei ist:
8.3.1    NOxM gleich der Masse der während der Prüfung abgegebenen
         Stickoxide, ausgedrückt in g/Prüfung;
8.3.2    S gleich der in Abschnitt 7.5 definierten Strecke;
8.3.3    dN02 gleich der Dichte der Stickoxide in den Abgasen in
         Stickstoffdioxid-Äquivalent bei einer Temperatur von 0° c un<
                                                                       *
        einem Druck von 760 mm Hg - 2,05 kg/m »
834     Noxc  gleich der Stickoxidkonzentration der verdünnten Abgase,
         ausgedrückt in ppm, mit Korrektur zur Berücksichtigung der
        Verdünnungsluft:
                    NOxc - NOxe - NOxd ( 1 - 1 )
                                             DF
         Dabei ist:
8.3.4.1  NOxe gleich der Stickoxidkonzentration in der verdünnten
         Abgasprobe, ausgedrückt in ppm;
 ---pagebreak---                                    -m -
8.3.4.2   NOxd gleich der Stickoxidkonzentration in der in Beutel Sb
          enthaltenen Probe Verdünnungsluft, ausgedrückt in ppm;
8.3.4.3   DF gleich dem in Abschnitt 8.4 definierten Koeffizienten;
8.3.5     Kh gleich dem Feuchtigkeitskorrekturfaktor :
                                              1
                          Kh -
                                 1 - 0,0329 (H - 10,7)
          Dabei ist:
8.3.5.1   H gleich der absoluten Feuchtigkeit in Gramm Wasser pro kg
          trockener Luft
                          H - 6,211 . U . Pd      (q/kq)
                         Pa - Pd ü
                                 100
          Dabei ist:
8.3.5.1.1 U gleich dem FeuchtigkeitsanteiI ;
8.3.5.1.2 Pd gleich dem Sättigungsdampfdruck des Wassers bei
          Prüfungstemperatur in mm Hg;
8.3.5.1.3 Pa gleich dem Luftdruck in mm Hg.
8.4       DF ist ein Koeffizient, der mit folgender Formel ausgedruckt wird
                                       14,5           Vol. X
                          DF -
                                   + ft 5 c o +HC
                               C02     »
          Dabei sind:
8.4.1     CO, C02 und HC gleich den Konzentrationen von Kohlenmonoxid,
          Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffen der in Beutel Sa enthaltenen
          verdünnten Abgasprobe, ausgedrückt in Prozent.
 ---pagebreak---                                                               BEIBLATT 1
                                           FAHRZYKLUS FÜR BENZINMOTOREN BEI PRÜFUNG TYP I
                                                                                                     Theoretische Darstellung
                  K - Auskuppeln
                                                                                                          eines Fahrzyklus
                  PM - Leer tauf (Getriebe)                                                      km/h
                  R - Leerlauf (Motor)
Vkm/h
              Die Toleranzen für die Geschwindigkeiten (+/- 1                                *
              km/h) und die Zelten (+/- 1 s) werden punktweise wie nebenstehend geome- 3
              tr isch kombiniert
                                                                                                              * . sec.
50 km/h
35 km/h                                                                                                                        »
32 km/h
                                                                                                                               I
15 km/h
10 km/h
                                                                                                                       t isec)
      1 2    3   4 5     G        7          8      9    10   11          12         13    14    15     16 17 10
                                                                                        Dauer der Betrlebszustände
     II"  4" 8" 5"      21"      12" ,      2<T      11"      21"        2fi"       12"    8" , 13" , 12" 7"
  -*     M      r—I            >     h            i         *
                                                                                H        »     1   —*       < *-
                                                                                  Nummer der Betrlebszustände
                                                                                  Teilzeiten der einzelnen Prüfungsabschnitte
 ---pagebreak---                                              -2Ch -
                                           BEIBLATT 2
                           BEISPIEL NR. 1 FÜR DAS ABGASENTNAHMESYSTEM
Auspuffendrohre des Kraftrads
oder Dreiradfahrzeugs
                                                      BvBfïuft
 ---pagebreak---                 BEI BLATT 3
BEISPIEL NR. 2 FÜR DAS ABGASENTNAHMESYSTEM
 ---pagebreak---                                 - Ut' -
                               ANLAGE 2
                            Prüfung Typ 11
     (Prüfung der Emission von Kohlenmonoxid im Leerlauf)
1   EINLEITUNG
    Diese Anlage beschreibt das Verfahren für die PrUfung Typ II gemäß
    Abschnitt 2.2.1.2 von Anhang II.
2   MESSVORSCHRIFTEN
2.1 Als Kraftstoff ist der in Beiblatt 1 definierte Bezugskraftstoff
    zu verwenden.
2.2 Der Volumengehalt an Kohlenmonoxid und unverbrannten
    Kohlenwasserstoffen muß unmittelbar nach der Prüfung Typ I bei
    Motor leer lauf gemessen werden.
2.3 Bei Krafträdern oder Drei radfahrzeugen mit Handschaltgetriebe oder
    mit halbautomatischem Getriebe wird die Prüfung bei leerlaufendem
    Getriebe und eingekuppeltem Motor durchgeführt.
2.4 Bei Krafträdern oder Drei radfahrzeugen mit automatischem Getriebe
    wird die PrUfung bei Stellung "Null" oder "Parken" des Gangwählers
    durchgeführt.
3   ABGASENTNAHME
3.1 Der Auspuff muß mit einem Ansatzrohr versehen sein, das so dicht
    ist, daß die Abgasentnahmesonde ohne Erhöhung des Gegendrucks um
    mehr als 125 mm H2° u n d o n n e Beeinträchtigung des Betriebs des
    Kraftrads oder Dreiradfahrzeugs mindestens 60 cm weit eingeführt
    werden kann. Die Form dieses Ansatzrohrs ist so zu wählen, daß
    eine erhebliche Verdünnung der Abgase in der Luft an der Position
    der Sonde vermieden wird. Wenn das Kraftrad oder Drei radfahrzeug
    über mehrere Abgasauslässe verfügt, sind entweder die Auslässe an
    ein gemeinsames Rohr anzuschließen, oder der KohIenmonoxidgehaIt
    an jedem einzelnen Auslaß zu messen , wobei das Meßergebnis
    gleich dem arithmetischen Mittel dieser Werte ist.
32  Die CO (CC0>~ u n d c o 2 (Cço2>~ K o n Z 6 n t r a t Ionen sind unter
    Verwendung der jeweiligen Kalibrierkurven aus den Anzeigewerten
    oder Aufzeichnungen der Meßinstrumente zu ermitteln.
3.3 Die Formel für die korrigierte KohlenmonoxidkonzentratIon für
    Zweitakt-Motoren lautet:
                                               10
                CCO *orr. - Cco                          (Vol.X)
                                           C
                                    CCO • C02
3.4 Die Formel für die korrigierte Kohlenmonoxidkonzentration für
    Viertakt-Motoren lautet:
                                               15
                CCO korr. - CÇQ                          (Vol.X)
                                        +  C
                                    CCO      C02
 ---pagebreak---                               -m-
3,5 Die mit den Formeln von Abschnitt 3.3 oder   3.4 bestimmte CCO"
    Konzentration (vgl. Abschnitt 3.2) braucht   nicht korrigiert zu
    werden, wenn der Gesamtwert der gemessenen   Konzentrationen (CCO
    + CC02> f ü r Zweitakt-Motoren mindestens 10 und für Viertakt-
    Motoren mindestens 15 beträgt.
 ---pagebreak---                                       -m -
                                    Beiblatt 1
           VERFAHREN ZUR KALIBRIERUNG DER LEISTUNGSAUFNAHME DURCH DEN
                      FAHRLEISTUNGSPRUFSTAND IM FAHRBETRIEB
                       FÜR KRAFTRADER ODER DREIRADFAHRZEUGE
Im vorliegenden Beiblatt wird das Verfahren zur Bestimmung der im Fahrbetrieb
gemessenen Leistungsaufnahme durch einen Rollenprüfstand beschrieben.
Die im Fahrbetrieb gemessene Leistungsaufnahme umfaßt die Leistungsaufnahme
durch Reibung und die Leistungsaufnahme der Vorrichtung zur Leistungsaufnahme.
Der Rollenprüfstand wird mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die größer ist
als die höchste Prüfgeschwindigkeit. Die für den Antrieb des rollenprüfstands
verwendete Vorrichtung wird dann vom Rollenprüfstand getrennt; die
Drehgeschwindigkeit der Rolie(n) verringert sich.
Die kinetische Energie der Vorrichtung wird durch die Leistungsaufnahme-Einheit
des Rollenprüfstands und durch die Reibung des RollenprüfStands aufgenommen.
Bei diesem Verfahren werden die durch die Schwungmasse des Kraftrads oder
Dreiradfahrzeugs bedingten Veränderungen der inneren Reibung der Rolle
vernachlässigt. Die Differenz zwischen der Auslaufzeit der freilaufenden
hinteren Rolle und der vorderen Antriebsrolle kann im Fall eines
Fahrleistungsprüfstands mit zwei Rollen vernachlässigt werden.
Folgende Schritte sind auszuführen:
1.    Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Rolle ist zu messen,
      soweit dies noch nicht geschehen ist. Hierzu kann ein zusätzliches
      Meßrad, ein Drehzahlmesser oder ein anderes geeignetes Mittel verwendet
      werden.
2.    Das Kraftrad oder Drei radfahrzeug ist auf den PrUfstand zu bringen, oder
      der Prüfstand wird auf andere Weise in Prüfstellung gebracht.
3.    Das Schwungrad oder ein anderes System zur Schwungmassensimulierung für
      die gängigste Schwungmassenklasse der zu prüfenden Krafträder oder
      Drei radfahrzeuge ist in Gang zu setzen.
4.    Der Prüfstand wird auf eine Geschwindigkeit von 50 km/h gebracht.
5.    Aufzeichnung der aufgenommenen Leistung.
6.    Der PrUfstand wird auf eine Geschwindigkeit von 60 km/h gebracht.
7.    Die zum Antrieb des Fahrleistungsprüfstands verwendete Vorrichtung
      abkoppeln.
8.    Die Zeit notieren, die der PrUfstand zur Verzügerung von 55 km/h auf 45
      km/h benöt igt.
9.    Vorrichtung zur Leistungsaufnahme auf anderen Wert einstellen.
10.   Die Schritte 4 bis 9 sind so lange zu wiederholen, bis der
      Leistungsbereich im Fahrbetrieb abgedeckt ist.
 ---pagebreak---                                                       -Jtff-
         11           Berechnung der aufgenommenen Leistung nach folgender Formel
                             Pd " M 1 (V
                                         1 2 - v 2 2 ) 0.03858 M,
                                      2 000 t
                      Hierbei bedeuten:
                      P d - Leistung in kW,
                      M-| - äquivalente Schwungmasse in kg,
                      V-| - Anfangsgeschwindigkeit in m/s (55 km/h - 15,28
                      m/s),
                      V 2 - Endgeschwindigkeit in m/s (45 km/h - 12,50 m/s),
                       t - Zeit für die Verzögerung der Rollen von 55 km/h auf 45 km/h.
         12           Diagramm der durch den PrUfstand aufgenommenen Leistung in
                      Abhängigkeit von der angezeigten Leistung für die Prüfgeschwindig-
                      keit von SO km/h in der oben beschriebenen Phase 4.
                                                             n <& '
Aufgenommene Leistung P d (kW)
                    2
                                                                Angezeigte Leistung (kW)
 ---pagebreak---                                        -l*>-
                                    ANHANG I I I
           ERGÄNZENDE VORSCHRIFTEN ÜBER MASSNAHMEN GEGEN DIE SICHTBARE
        VERUNREINIGUNG DER LUFT, DIE DURCH ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE
          KRAFTFAHRZEUGE MIT KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOR VERURSACHT WIRD
1             DEFINITION
              In diesem Kapitel gilt folgende Begriffsbestimmung:
1.1           Der Begriff "Fahrzeugtyp"
              umfaßt die Fahrzeuge, die untereinander keine wesentlichen
              Unterschiede hinsichtlich der in Anlage 7 definierten Merkmale des
              Fahrzeugs und des Motors aufweisen.
2             VORSCHRIFTEN UND PRÜFUNGEN
2.1           AI Igemeines
              Die Fahrzeugteile, die einen Einfluß auf die Emission sichtbarer
              Schadstoffe haben können, müssen so entworfen, gebaut und
              angebracht sein, daß das Fahrzeug unter normalen
              Betriebsbedingungen trotz der Schwingungen, denen es ausgesetzt
              ist, den Vorschriften dieses Anhangs entspricht.
2.2           Vorschriften für die Kaltstartvorrichtung
2.2.1         Die Kaltstartvorrichtung muß so entworfen und gebaut sein, daß sie
              bei normalem Motorbetrieb nicht zugeschaltet werden oder
              eingeschaltet bleiben kann.
2.2.2         Die Bestimmungen von Abschnitt 2.2.1 sind nicht anwendbar, wenn
              mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
2.2.2.1       Der Lichtabsorptionskoeffizient der Abgasemissionen aus dem Motor
              bei konstanten Drehzahlen, gemessen nach dem in Anlage 1
              beschriebenen Verfahren, bleibt bei Betätigung der
              Kaltstartvorrichtung innerhalb der in Anlage 4 festgelegten
              Toleranzen;
2.2.2.2       die fortgesetzte Betätigung der Kaltstartvorrichtung bewirkt
               innerhalb eines angemessenen Zeitraums den Stillstand des Motors.
2.3           Vorschriften bezüglich der Emissionen von sichtbaren Schadstoffen -
2.3.1         Die Emissionen sichtbarer Schadstoffe aus dem zur
              Bauartgenehmigung vorgestellten Fahrzeugtyp müssen nach den beiden
               in den Anlagen 1 und 2 beschriebenen Methoden gemessen werden;
              darin werden Prüfungen bei konstanten Drehzahlen bzw. Prüfungen
              bei freier Beschleunigung behandelt.
2.3.2         Die nach der in Anlage 1 beschriebenen Methode gemessenen
              Emissionen sichtbarer Schadstoffe dürfen die in Anlage 3
              festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.
 ---pagebreak---                         - Z^l -
2.3.3 Im Falle eines Motors mit Turbolader darf der bei Beschleunigung
      mit Getriebe in Leer laufstelIung gemessene Absorptionskoeffizient
      den in Anlage 3 vorgeschriebenen Grenzwert für den Nenndurchfluß
      nicht überschreiten, die dem maximalen Absorptionskoeffizienten,
      gemessen bei den Prüfungen mit konstanter Drehzahl plus 0,5 m~1,
      entspricht.
2.3.4 Die Verwendung von gleichwertigen Meßgeräten ist zulässig. Wenn
      andere als die in Anlage 4 beschriebenen Geräte verwendet werden,
      muß ihre Gleichwertigkeit fUr den jeweiligen Motor nachgewiesen
      werden.
 ---pagebreak---                               -VI-
                             ANLAGE 1
            PRÜFUNG BEI KONSTANTEN DREHZAHLEN AUF DER
                           VOLLASTKURVE
1     EINLEITUNG
1.1   Diese Anlage beschreibt die Methode zur Bestimmung der sichtbaren
      Schadstoffemissionen bei verschiedenen konstanten Drehzahlen auf
      der Vol lastkurve.
1.2   Die PrUfung kann an einem Motor oder an einem Fahrzeug
      durchgeführt werden.
2     MESSPRINZIP
2.1   Gemessen wird die Opazität der durch den Motor bei Vollast und
      konstanter Drehzahl erzeugten Abgase.
2.2   Durchgeführt wird eine ausreichende Zahl von Messungen, die
      zwischen der maximalen Nenndrehzahl und der minimalen Nenndrehzahl
      verteilt sind: Die äußersten Meßpunkte müssen sich an den
      Endpunkten des nachfolgend definierten Intervalls befinden, und je
      ein Meßzeitpunkt liegt bei der Drehzahl, mit der der Motor seine
      Höchstleistung erreicht, und bei der Drehzahl, mit der er das
      maximale Drehmoment erreicht.
3     PRÜFBEDINGUNGEN
3.1   Fahrzeug oder Motor
3.1.1 Der Motor oder das Fahrzeug sind in einwandfreiem Betriebszustand
      vorzufuhren. Der Motor muß eingefahren sein.
3.1.2 Der Motor muß mit den in Anlage 5 zum vorliegenden Anhang
      angegebenen Einrichtungen geprüft werden.
3.1.3 Bei Prüfung eines Motors wird dessen Leistung gemäß der
      Sondervorschrift fUr die Höchstleistung gemessen, wobei Jedoch die
      in Abschnitt 3.1.5 angegebenen Toleranzen gelten. Bei Prüfung
      eines Fahrzeugs ist darauf zu achten, daß der Kraftstoffdurchsatz
      nicht unter dem vom Hersteller angegebenen Wert liegt.
3.1.4 Bezüglich der im PrUfstand bei der PrUfung mit konstanten
      Drehzahlen auf der Vollastkurve gemessenen Motorleistung sind die
      folgenden Toleranzen zu der vom Hersteller angegebenen Leistung
      zulässig:
      -  Nennleistung ± 2 X,
      -  sonstige Meßpunkte + 6 %/- 2 X.
                                                                         ii'
 ---pagebreak---                                          - t?J -
3.1.5        Die Auspuffanlage darf keine Öffnung aufweisen, die eine
             Verdünnung der durch den Motor abgegebenen Abgase verursachen
             könnte. Weist ein Motor mehrere Auspuffendrohre auf, müssen diese
             an ein einziges Rohr angeschlossen werden, in dem dann die
             Opazitätsmessung erfolgt.
3.1.6        Für den Motor gelten die normalen, durch den Hersteller
             vorgesehenen Betriebsbedingungen. Insbesondere müssen Kühlwasser
             und Ol die Jeweils durch den Hersteller vorgesehene
             Normal temperatur aufweisen.
3.2          Kraftstoff
             Als Kraftstoff ist der in Anhang IV definierte
             Bezugsdieselkraftstoff zu verwenden.
3.3          Prüf labor
3.3.1        Zu messen sind die absolute Temperatur T, ausgedrückt in K, der
             dem Motor zugeführten Luftd)höchstens 15 cm
             oberhalb des Eintritts des Luftfiltere oder - falls kein
             Luftfilter vorhanden ist - höchstens 15 cm oberhalb des
             Lufttrichters sowie der Luftdruck ps, ausgedruckt in kPa; der
             Luftdruckfaktor fa wird gemäß der Einzel Verordnung über die
             Höchstleistung bestimmt, die den folgenden Bestimmungen
             entspricht:
3.3.1.1      Saugmotoren oder Ladermotoren:
                                     0.7
                            7
                    fa -\ps
                         *ps' *298'
3.3.1.2      Motoren mit Turbolader mit oder ohne Ladeluftkühlung:
                              0,7        1,5
                        (SSL).    (1   \
                    fa -Ips'      V298/
3.3.2        Für die Gültigkeit einer Prüfung ist er forder I ich, daß der
             Parameter fa die folgende Bedingung erfüllt: 0,98 <. f a <. 1,02
3.4          Entnahme- und Meßvorrichtung
             Der Lichtabsorptionskoeffizient der Abgase muß mit einem
             Rauchdichtemeßgerät gemessen werden, das die Vorschriften von
             Anlage 5 erfüllt und gemäß den Vorschriften von Anlage 6
              instalIiert wird.
4            ERMITTLUNG DES ABSORPTIONSKOEFFIZIENTEN
4.1          Für Jede Drehzahl, bei der gemäß Abschnitt 2.2 Messungen des
             Absorptionskoeff.izienten durchgeführt werden, wird der Nenn-
             Gasdurchfluß mit den folgenden Formeln berechnet:
(1) Die Prüfung kann in einem klimatisierten Prüfräum durchgeführt
    werden, in dem die atmosphärischen Bedingungen reguliert
    werden können.
 ---pagebreak---                             -ïlh-
    -  für Zweitakt-Motoren G - Vn
                                   60
    -  für Viertakt-Motoren G - Vn
                                  120
    Dabei ist:
    G - Nenn-Gasdurchfluß in Litern pro Sekunde (l/s)
    V - Hubraum des Motors, ausgedrückt in Litern (I)
    n - Drehzahl in min" •
4.2 Wenn der Wert des Nenn-Gasdurchflusses nicht mit einem der in der
    Tabelle von Anlage 4 aufgeführten Werte übereinstimmt, wird der
    maßgebliche Grenzwert durch eine Interpolation mit anteiligen
    Werten ermittelt.
 ---pagebreak---                                _ Pr_
                              ANLAGE 2
                PRÜFUNG BEI FREIER BESCHLEUNIGUNG
1     PRÜFBEDINGUNGEN
1.1   Die Prüfung wird an einem auf dem Prüfstand aufgestellten Motor
      oder an einem Fahrzeug durchgeführt.
1.1.1 Wenn die Prüfung an einem auf dem PrUfstand aufgestellten Motor
      durchgeführt wird, muß sie möglichst bald nach der Prüfung der
      Opazität bei Vollast und konstanter Drehzahl stattfinden.
      Insbesondere müssen Kühlwasser und öl die Jeweils durch den
      Hersteller angegebene Normal temperatur aufweisen.
1.1.2 Wenn die Prüfung an einem stehenden Fahrzeug durchgeführt wird,
      muß der Motor zuvor durch eine Straßenfahrt oder durch eine
      dynamische Prüfung in seinen normalen Betriebszustand versetzt
      worden sein. Die Meßprüfung muß möglichst bald nach Ende dieser
      Anwärmphase durchgeführt werden.
1.2   Der Brennraum darf nicht durch eine längere Leerlaufphase vor der
      Prüfung abgekühlt oder verschmutzt sein.
1.3   Es gelten die in den Abschnitten 3.1, 3.2 und 3.3 von Anlage 1
      festgelegten Prüfbedingungen.
1.4   Es gelten die in Abschnitt 3.4 von Anlage 1 festgelegten
      Vorschriften für die Entnahme- und Meßvorrichtung.
2     DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG
2.1   Die Emissionen sichtbarer Schadstoffe bei freier Beschleunigung
      sind zu messen, wenn der Motor mit maximaler Nenndrehzahl und
      Höchstleistung läuft.
2.2   Wenn die Prüfung auf dem PrUfstand durchgeführt wird, muß der
      Motor von der Bremse abgekoppelt sein; letztere wird entweder
      durch die umlaufenden Teile ersetzt, die bei Leer laufstelIung des
      Getriebes angetrieben werden, oder durch eine Schwungmasse, die
      der Schwungmasse dieser Teile exakt entspricht (vgl. Abschnitt 7.3
      von Anlage 7 ) .
2.3   Wenn die PrUfung an einem Fahrzeug durchgeführt wird, muß sich das
      Getriebe in Leer laufstelIung befinden, und der Motor muß
      eingekuppelt sein.
2.4   Während des Motor leer laufs wird rasch, aber nicht zu heftig, der
      Gashebel betätigt, um eine maximale Durchsatzleistung der
      Einspritzpumpe zu erzielen.
      Diese Position wird beibehalten, bis die maximale Motordrehzahl
      erreicht ist und der Regler in Gang gesetzt wird. Sobald diese
      Drehzahl erreicht ist, wird der Gashebel freigegeben, bis der
      Motor wieder die Leerlaufdrehzahl erreicht und das
      Rauchdichtemeßgerät erneut entsprechende Werte anzeigt.
 ---pagebreak---                                -ÎK-
2.5   Die in Abschnitt 2.5 beschriebenen Schritte werden mindestens
      sechsmal wiederholt, um die Auspuffan läge zu reinigen und
      eventuell die Apparatur zu korrigieren. Die bei den
      aufeinanderfolgenden Beschleunigungen aufgenommenen maximalen
      Opazitätswerte sind zu notieren, bis stabilisierte Werte
      vorliegen. Die während der auf jede Beschleunigung folgenden
      Leerlaufphase aufgenommenen Werte werden nicht berücksichtigt. Die
      angezeigten Werte gelten als stabilisiert, wenn vier
      aufeinanderfolgende Werte innerhalb einer Bandbreite von 0,25 m~
      1 liegen und keine abnehmende Tendenz zeigen. Der maßgebliche
      Absorptionsfaktor XM ist das arithmetische Mittel dieser vier
      Werte.
2.6   Für Motoren mit Lader gelten je nach Einzelfall die folgenden
      Sondervorschriften:
2.6.1 Bei Motoren mit einem Lader, der durch eine Kupplung oder
      mechanisch durch den Motor angetrieben wird und abschaltbar ist,
      werden zunächst zwei vollständige Meßzyklen mit Beschleunigung
      durchgeführt, wobei der Lader einmal zugeschaltet und einmal
      abgeschaltet ist. Das Meßergebnis ist der höhere der beiden
      erhaltenen Werte.
2.6.2 Wenn ein Motor mehrere Auspuffendrohre aufweist, werden fUr die
      Prüfungen alle Endrohre in einer geeigneten Vorrichtung vereinigt,
      die für die Mischung der Abgase sorgt und in einer einzigen
      Öffnung endet. Die Prüfungen bei freier Beschleunigung können
      jedoch auch für jeden einzelnen Auspuff durchgeführt werden, in
      diesem Fall wird zur Berechnung des berichtigten
      Absorptionskoeffizienten das arithmetische Mittel der an den
      einzelnen Auspuffrohren aufgenommenen Werte verwendet, und die
      Prüfung wird nur als gültig betrachtet, wenn die gemessenen
      Extremwerte um nicht mehr als 0,15 m     voneinander abweichen.
3     BERECHNUNG DES KORRIGIERTEN WERTES DES ABSORPTIONSKOEFFIZIENTEN
      Die vorliegenden Bestimmungen gelten, wenn der
      Absorptionskoeffizient bei konstanter Drehzahl tatsächlich für
      denselben Motortyp bestimmt wurde.
3.1   SymboIe
      Es bedeuten:
      XM -   Wert des Absorptionskoeffizienten bei freier
                 Beschleunigung mit Getriebe in Leer laufstelIung,
                 gemessen gemäß Abschnitt 2.6;
      XL -   korrigierter Wert des Absorptionskoeffizienten bei
             freier Beschleunigung;
      SM -   Wert des bei konstanter Drehzahl (Abschnitt 2.1 von
             Anlage 1) gemessenen Absorptionskoeffizienten, der dem
             vorgeschriebenen Grenzwert für dieselbe Nenn-
             Durchsatzle istung am nächsten kommt;
 ---pagebreak---                              -  2?7-
    SL -   in Abschnitt 4.2 von Anlage 1 vorgeschriebener Wert des
           Absorptionskoeffizienten für die Nenn-Durchsatzle istung
           an dem Meßpunkt, der den Wert SM ergab.
3.2 Da die Absorptionskoeffizienten in nf 1 ausgedrückt werden,
    ergibt sich der korrigierte Wert XL a u s d e m kleineren Ergebnis
    der beiden folgenden Gleichungen:
    XL " 1Ù   • XM
             SM
    oder
    XL - XM + 0.5
 ---pagebreak---                                      - US -
                                    ANLAGE 3
              GRENZWERTE FÜR DIE PRÜFUNG BEI KONSTANTEN DREHZAHLEN
Nominaler Strom G                   Absorptionskoeffizient k
Liter/Sekunde                                  m"
  < 42                                        2,26
    45                                        2,19
    50                                        2,08
    55                                       1,985
    60                                       1,90
    65                                        1,84
    70                                        1,775
    75                                        1,72
    80                                        1,665
    85                                       1,62
    90                                        1,575
    95                                        1,535
   100                                        1,495
   105                                        1,465
   110                                        1,425
   115                                        1,395
   120                                        1,37
   125                                        1,345
   130                                        1,32
   135                                        1,30
   140                                        1,27
   145                                        1,25
   150                                        1,225
   155                                        1,205
   160                                        1,19
   165                                        1,17
   170                                        1,155
   175                                        1,14
   180                                        1,125
   185                                        1,11
   190                                        1,095
   195                                        1,08
 > 200                                        1,065
Anmerkung; Die obigen Werte sind jeweils auf 0,01 bzw. 0,005
           gerundet; dies bedeutet jedoch nicht, daß die
           Messungen mit dieser Genauigkeit durchzuführen sind.
 ---pagebreak---                                 -XV\ -
                               ANLAGE 4
                  MERKMALE DER RAUCHDICHTEMESSGERXTE
1     ANWENDUNGSBEREICH
      Diese Anlage legt die Bedingungen fest, die von den
      Rauchdichtemeßgeräten für die in den Anlagen 1 und 2 beschriebenen
      Prüfungen erfüllt werden müssen.
2     GRUNDSPEZIFIKATION FÜR DIE RAUCHDICHTEMESSGERXTE
2.1   Das zu messende Abgas muß sich in einer Kammer mit
      reflexionsfreier Innenseite befinden.
2.2   Die effektive Länge des Weges der Lichtstrahlen durch das zu
      messende Abgas wird unter Berücksichtigung des möglichen
      Einflusses der Schutzvorrichtungen der Lichtquelle und der
      Photozelle ermittelt. Diese effektive Länge ist auf dem Gerät
      anzugeben.
2.3   Der Meßwertanzeiger des Rauchdichtemeßgeräts muß zwei
      Meßwertskalen aufweisen, eine davon in Grundeinheiten der
      Lichtabsorption von 0 bis (m >» d l e andere linear von 0 bis
      100; die beiden Meßwertskai en müssen von 0 für den gesamten
      Lichtstrom bis zum Höchstwert der Skala für vollständige
      Schwärzung reichen.
3     BAUVORSCHRIFTEN
3.1   AI Igerne Ines
      Das Rauchdichtemeßgerät muß so konzipiert sein, daß unter den bei
      konstanten Drehzahlen gegebenen Betriebsbedingungen die
      Rauchkammer mit einem Rauchgas von einheitlicher Opazität gefüllt
       ist.
3.2   Rauchkammer und Gehäuse des Rauchdichtemeßgeräts
3.2.1 Der Einfall von durch innere Reflexion oder Diffusionswirkungen
      bedingtem Stör licht auf die Photozelle muß auf ein Minimum
      beschränkt werden (z. B. durch mattschwarze Beschichtung der
       Innenflächen und eine geeignete allgemeine Gestaltung).
3.2.2 Die optischen Merkmale mUssen so ausgelegt sein, daß die
      kombinierte Wirkung von Diffusion und Reflexion eine Einheit auf
      der linearen Skala nicht überschreitet, wenn die Rauchkammer mit
      einem Rauchgas mit einem Absorptionskoeffizienten von ca. 1,7 m~
      -, gefUI It ist.
3.3   Lichtquelle
      Als Lichtquelle ist eine Glühlampe zu verwenden, deren
      Farbtemperatur zwischen 2 800 'K und 3 250 'K liegt.
 ---pagebreak---                                 - IP -
3.4   Empfänger
3.4.1 Der Empfänger besteht aus einer Photozelle, deren spektrale
      Verteilungscharakteristik annähernd der Kurve des Tagessehens des
      menschlichen Auges entspricht (maximale Empfindlichkeit im Bereich
      550/570 nm abzüglich 4 X dieser maximalen Empfindlichkeit
      unterhalb von 430 nm und oberhalb von 680 nm).
3.4.2 Der Stromkreis, zu dem der Meßwertanzeiger gehört, muß so
      konzipiert sein, daß der Ausgangsstrom der Photozelle eine lineare
      Funktion der im Betriebstemperaturbereich der Photozelie
      empfangenen Licht Intensität ist.
3.5   Meßwertskai a
3.5.1 Der Lichtabsorptionsfaktor k wird mit der Formel 7 - ?o • e "
      YX. berechnet; dabei ist L gleich der effektiven Länge des Weges
      der Lichtstrahlen durch das zu messende Abgas, ?o 9'eich dem
      einfallenden Lichtstrom und ? gleich dem ausfallenden Lichtstrom.
      Wenn die effektive Länge L eines Opazimetertyps nicht direkt
      aufgrund seiner Geometrie ermittelt werden kann, ist die effektive
      Länge L wie folgt zu bestimmen:
      -   mittels der in Abschnitt 4 beschriebenen Methode
      -   oder durch Vergleich mit einem anderen
         Rauchdichtemeßgerät, dessen effektive Länge bekannt ist.
3.5.2 Das Verhältnis der linearen Skala von 0 bis 100 zum
      Absorptionskoeffizienten k ergibt sich aus der folgenden Formel:
      k - 1 loge C1 - N)
           L           100
      Dabei steht N für einen Ablesewert auf der linearen Skala und k
      fUr den entsprechenden Wert des Absorptionskoeffizienten.
3.5.3 Der Meßwertanzeiger des Rauchdichtemeßgeräts muß die Ablesung
                                                  mjt elner
      eines Absorptionskoeffizienten von 1,7 m               Genauigkeit
                    1
      wnn  n nos
      von 0,025 mm""  erlauben.
3.6   Einstellung und Kontrolle der Meßvorrichtung
3.6.1 Der Stromkreis der Photozelle und des Meßwertanzeigers muß
      einstellbar sein, damit der Zeiger auf Null zurückgestellt werden
      kann, wenn der Lichtstrom die mit sauberer Luft gefüllte
      Rauchkammer oder eine Kammer mit identischen Merkmalen durchquert.
3.6.2 Bei ausgeschalteter Lampe und offenem oder kurzgeschlossenem
      Meßstromkreis ist der Ablesewert auf der Skala der
      Absorptionskoeffizienten, und bei eingeschaltetem Meßstromkreis
      muß der Ablesewert weiterhin entsprechen.
3.6.3 Eine Zwischenkontrolle ist durchzuführen, indem in die Rauchkammer
      ein Filter gebracht wird, der ein Abgas darstellt, dessen
      bekannter und gemäß Abschnitt 3.5.1 gemessener        1
                                                 und 1 8 m
      Absorptionskoeffizient k zwischen 1,6 m         » ~ Meflt.
 ---pagebreak---                                 -W -
      Der Wert von k muß auf 0,025 in*"1 genau bekannt sein. Bei der
      Überprüfung wird kontrolliert, ob dieser Wert um nicht mehr als
                von dem auf dem
      0,05 m                    Meßwertanzeiger abgelesenen Wert
      abweicht, wenn das Filter zwischen Lichtquelle und Photozelfé
      eingeschoben wird.
3.7   Ansprechzeit des Rauchdichtemeßgeräts
3.7.1 Die Ansprechzeit des Meßstromkreises, die der durch den
      Meßwertanzeiger für einen Gesamtausschlag von 90 X der
      vollständigen Skala benötigten Zeit entspricht, wenn eine Blende
      eingeschoben wird, die die Photozelle vollständig verdunkelt, muß
      zwischen 0,9 und 1,1 Sekunden liegen.
3.7.2 Das Ausschwingen des Meßstromkreises muß so erfolgen, daß die
      anfängliche Überschreitung des stabilen Endwertes nach jeder
      plötzlichen Änderung des Eingangswertes (z. B. Kontrollfilter)
      nicht über 4 X dieses Wertes in Einheiten der linearen Skala
      liegt.
3.7.3 Die durch physikalische Vorgänge in der Rauchkammer bedingte
      Ansprechzeit des Rauchdichtemeßgeräts entspricht dem Zeitraum
      zwischen dem Eintritt der Abgase in die Meßvorrichtung und der
      vollständigen Füllung der Rauchkammer; sie darf nicht mehr als 0,4
      Sekunden betragen.
3.7.4 Diese Bestimmungen gelten nur für Rauchdichtemeßgeräte, die für
      Opazitätsmessungen bei freier Beschleunigung verwendet werden.
3.8   Druck des zu messenden Abgases und der Spülluft
3.8.1 Der Druck der Abgase in der Rauchkammer darf vom Druck der
      Umgebungsluft um nicht mehr als 75 mm WS abweichen.
3.8.2 Die Druckschwankungen des zu messenden Abgases und der Spülluft
      dürfen keine Änderung des Absorptionskoeffizienten um mehr als
      0 05 m     bewirken, wenn das zu messende Abgas einem
      Absorptionskoeffizienten von 1,7 m~ entspricht.
3.8.3 Das Rauchdichtemeßgerät muß mit geeigneten Vorrichtungen für die
      Messung des Drucks in der Rauchkammer versehen sein.
3.8.4 Die Grenzwerte der Änderung von Gas- und Spülluftdruck in der
      Rauchkammer sind durch den Hersteller der Meßvorrichtung
      anzugeben.
3.9   Temperatur des zu messenden Abgases
3.9.1  In Jedem Punkt der Rauchkammer muß die Gastemperatur zum Zeitpunkt
      der Messung zwischen 70° c u n d e l n e r d u r c h d e n Hersteller des
      Rauchdichtemeßgeräts angegebenen Höchsttemperatur liegen, so daß
      die Ablesewerte in diesem Temperaturbereich um höchstens 0,1 m~
      schwanken, wenn die Kammer mit einem Abgas mit einem
      Absorptionskoeffizienten von 1,7 m~              gefüllt ist.
3.9.2 Das Rauchdichtemeßgerät muß mit geeigneten Vorrichtungen für die
      Messung der Temperatur in der Rauchkammer versehen sein.
 ---pagebreak---                                   -2SZ -
A       EFFEKTIVE LÄNGE "L" DES RAUCHDICHTEMESSGERÄTS
4.1     Allgemeines
4.1.1   Bei einigen Typen von Rauchdichtemeßgeräten haben die Abgase
        zwischen der Lichtquelle und der Photozelle oder zwischen den
        transparenten Teilen zum Schutz von Lichtquelle und Photozelle
        keine konstante Opazität. In solchen Fällen ist die effektive
        Länge L die einer Gassäule von einheitlicher Opazität, die zur
        gleichen Lichtabsorption wie bei normaler Durchquerung des
        Rauchdichtemeßgeräts durch das Gas führt.
4.1.2   Die effektive Länge des Weges der Lichtstrahlen ergibt sich aus
        dem Vergleich des Ablesewerts N auf dem Rauchdichtemeßgerät bei
        normalem Betrieb mit dem Ablesewert NO» wenn das
        Rauchdichtemeßgerät so abgeändert ist, daß das PrUfungsgas eine
        bestimmte Länge LO füllt.
4.1.3   Es sind rasch aufeinanderfolgende, vergleichende Ablesungen
        durchzuführen, um die Berichtigung der Meßabweichung zu ermitteln.
4.2     Methode zur Bestimmung von L
4.2.1   Bei den Prüfgasen muß es sich um Abgase von konstanter Opazität
        oder um absorbierende Gase handeln, deren Dichte ungefähr der der
        Abgase entspricht.
4.2.2   Es wird eine Säule Lo d e s Rauchdichtemeßgeräts präzise bestimmt,
        die gleichmäßig mit den Prüfgasen gefüllt werden kann und deren
        Grundfläche genau senkrecht zur Richtung der Lichtstrahlen steht.
        Diese Länge Lo m u ß ungefähr der angenommenen effektiven Länge
        des Rauchdichtemeßgeräts entsprechen.
4.2.3   Gemessen wird die durchschnittliche Temperatur der Prüfgase in der
        Rauchkammer.
4.2.4   Bei Bedarf kann ein Expansionsgefäß von ausreichender Kapazität
        zur Dämpfung der Schwingungen und von kompakter Form möglichst
        nahe der Sonde in das Gasentnahmesystem eingefügt werden. Auch ein
        KUhler kann eingebaut werden. Der Einbau von Expansionsgefäß und
        Kühler darf die Zusammensetzung der Abgase nicht unzulässig
        beeinflussen.
4.2.5   Bei der PrUfung zur Bestimmung der effektiven Länge wird eine
        PrUfgasprobe abwechselnd durch das im normalen Betrieb arbeitende
        Rauchdichtemeßgerät und durch dasselbe Gerät hindurchgeführt, das
        gemäß Abschnitt 4.1.2 abgeändert ist.
4.2.5.1 Die Anzeigen des Rauchdichtemeßgeräts müssen während der Prüfung
        kontinuierlich durch einen Schreiber registriert werden, dessen
        Ansprechzeit höchstens gleich der des Rauchdichtemeßgeräts sein
        darf.
4.2.5.2 Wenn das Rauchdichtemeßgerät im normalen Betrieb arbeitet, ist der
        Ablesewert auf der linearen Skala gleich N, und der Wert der
        durchschnittlichen Gastemperatur in Grad Kelvin ist gleich T.
 ---pagebreak---                                  - 2fl -
4.2.5.3 Bei einer bekannten Länge LO» gefüllt mit demselben Prüfgas, ist
        der Ablesewert auf der linearen Skala gleich NO» u n d d e r W e r t
        der durchschnittlichen Gastemperatur in Grad Kelvin ist gleich
        TO-
4.2.6   Die effektive Länge beträgt      '
                   log (1 - N )
                           100
        L - LO I
               TO
                   log (1 - J!0>
                           100
4.2.7   Die Prüfung muß mit mindestens vier Prüfgasen wiederholt werden,
        so daß sich auf der linearen Skala in regelmäßigen Abständen
        Anzeigewerte zwischen 20 und 80 ergeben.
4.2.8   Die effektive Länge L des Rauchdichtemeßgeräts ist das
        arithmetische Mittel der gemäß Abschnitt 4.2.6 für jedes Prüfgas
        ermittelten effektiven Längen.
                                        :'"V *n*dOf>V
 ---pagebreak---                               -Zfr -
                             ANLAGE 5
        INSTALLATION UND EINSATZ DES RAUCHDICHTEMESSGERXTS
1     ANWENDUNGSBEREICH    * "
      Diese Anlage beschreibt die Installation und den Einsatz der
      Rauchdichtemeßgeräte für die in den Anlagen 1 und 2 beschriebenen
      Prüfungen.
2     PROBENAHMEN-RAUCHDICHTEMESSGERÄT
2.1   Installation für die Prüfungen bei konstanten Drehzahlen
2.1.1 Das Oberflächenverhältnis des Sondenquerschnitts zu dem des
      Auspuffendrohrs muß mindestens 0,05 betragen. Der im
      Auspuffendrohr am Sondeneintritt gemessene Gegendruck darf 75 mm
      WS nicht überschreiten.
2.1.2 Die Sonde besteht aus einem Rohr mit einem nach vorn offenen Ende
      in der Achse des Auspuffrohrs oder dem eventuell erforderlichen
      Ansatzrohr. Sie ist in einem Rohrabschnitt anzuordnen, in dem die
      RauchverteiIung ungefähr gleichmäßig ist. Damit diese Bedingung
      erfüllt ist, muß die Sonde möglichst weit hinten am Auspuffendrohr
      oder - falls erforderlich - in einem Verlängerungsrohr angebracht
      werden, so daß sich das Sondenende in einem geradlinigen
      Rohrabschnitt mit einer Länge von mindestens 6 D oberhalb und 3 D
      unterhalb des Entnahmepunktes befindet, wobei D dem Durchmesser
      des Auspuffendrohrs am Austritt entspricht. Wenn ein
      Verlängerungsrohr verwendet wird, muß ein Lufteintritt an der
      Verbindungsstelle vermieden werden.
2.1.3 Der Druck im Auspuffendrohr und die Charakteristik des
      Druckabfalls im Entnahmesystem sind so auszulegen, daß mit der
      Sonde eine Probe entnommen wird, die einer durch isokinetische
      Entnahme gewonnenen Probe entspricht.
2.1.4 Bei Bedarf kann ein Expansionsgefäß von kompakter Form und mit
      ausreichender Kapazität zur Dämpfung der Schwingungen möglichst
      nahe der Sonde in das Gasentnahmesystem eingefügt werden. Auch ein
      Kühler kann eingebaut werden. Die Auslegung von Expansionsgefäß
      und Kühler darf die Zusammensetzung der Abgase nicht unzulässig
      beeinflussen.
2.1.5 Ein Drosselventil oder eine andere Vorrichtung zur Erhöhung des
      Entnahmedrucks kann mindestens 3 D unterhalb der Entnahmesonde in
      das Auspuffendröhr eingefügt werden.
2.1.6 Die Rohrleitungen zwischen der Sonde, der Kühlvorrichtung, dem
      Expansionsgefäß (falls erforderlich) und dem Rauchdichtemeßgerät
      müssen möglichst kurz sein, wobei jedoch die in den Abschnitten
      3.8 und 3.9 von Anlage 5 festgelegten Vorschriften für Druck und
      Temperatur zu erfüllen sind. Die Rohrleitung muß von der
      Entnahmesteile zum Rauchdichtemeßgerät eine Steigung aufweisen;
      starke Krümmungen, in denen es zu Rußansammlungen kommen könnte,
      sind zu vermeiden. Falls es nicht Bestandteil des Rauchdichte-
      meßgeräts ist, muß ein Bypass-VentiI vorgeschaltet werden.
 ---pagebreak---                               -2tr
2.1.7 Während der Prüfung ist zu kontrollieren, ob die Vorschriften von
      Anhang 5 Abschnitt 3.8 bezüglich des Drucks sowie die Vorschriften
      in Abschnitt 3.9 bezüglich der Temperatur in der Meßkammer
      eingehalten werden.
2.2   Installation für die Prüfungen bei freier Beschleunigung
2.2.1 Das Oberflächenverhältnis des Sondenquerschnitts zu dem des
      Auspuffendrohrs muß mindestens 0,05 betragen. Der im
      Auspuffendrohr am Sondeneintritt gemessene Gegendruck darf 75 mm
      WS nicht überschreiten.
2.2.2 Die Sonde besteht aus einem Rohr mit einem nach vorn offenen Ende
      in der Achse des Auspuffrohrs oder dem eventuell erforderlichen
      Ansatzrohr. Sie ist in einem Rohrabschnitt anzuordnen, in dem die
      Rauchverteilung ungefähr gleichmäßig ist. Damit diese Bedingung
      erfüllt ist, muß die Sonde möglichst weit hinten am Auspuffendrohr
      oder - falls erforderlich - in einem Verlängerungsrohr angebracht
      werden, so daß sich das Sondenende in einem mindestens 6 D langen
      geradlinigen Entnahmebereich und mindestens 3 D unterhalb der
      Entnahmestelle befindet, wobei D dem Durchmesser des
      Auspuffendrohrs am Austritt entspricht. Wenn ein Verlängerungsrohr
      verwendet wird, muß ein Lufteintritt an der Verbindungsstelle
      vermieden werden.
2.2.3 Das Probenahmesystem muß so konzipiert sein, daß bei sämtlichen
      Motordrehzahlen der Druck der Probe am Rauchdichtemeßgerät
      innerhalb der in Abschnitt 3.8.2 von Anlage 5 festgelegten Grenzen
      liegt. Dies kann überprüft werden, indem der Druck der Probe bei
      Leerlauf und bei Höchstgeschwindigkeit ohne Belastung notiert
      wird. Je nach den Leistungsdaten des Rauchdichtemeßgeräts kann die
      Kontrolle des Probendrucks durch eine Festdrossel oder durch ein
      Drosselventil im Auspuffendrohr oder im Ansatzrohr erfolgen.
      Unabhängig von der angewandten Methode darf der im Auspuffendrohr
      am Sondeneintritt gemessene Gegendruck 75 mm WS nicht
      überschreiten.
2.2.4 Die Verbindungsrohre zum Rauchdichtemeßgerät müssen möglichst kurz
      sein. Die Rohrleitung muß von der Entnahmestelle zum
      Rauchdichtemeßgerät eine Steigung aufweisen; starke Krümmungen, in
      denen es zu Rußansammlungen kommen könnte, sind zu vermeiden. Vor
      dem Rauchdichtemeßgerät kann ein Bypass-VentiI eingefügt werden,
      um die Abgase - außer während der Messung - umzuleiten.
3     GESAMTSTROM-RAUCHDICHTEMESSGERÄT
      Für die Prüfungen bei konstanten Drehzahlen und bei freier
      Beschleunigung sind lediglich die folgenden Vorschriften zu
      beachten:
3.1   Die Rohrverbindungen zwischen den Auspuffrohren und dem
      Rauchdichtemeßgerät dürfen keinen Zustrom von Außenluft gestatten.
 ---pagebreak---                             -1% -
3.2 Die Verbindungsrohre zum Rauchdichtemeßgerät müssen - wie für das
    Probennahmen-Rauchdichtemeßgerät vorgeschrieben - möglichst kurz
    sein. Das Rohrleitungssystem muß von den Auspuffrohren zum
    Rauchdichtemeßgerät eine Steigung aufweisen; starke Krümmungen, in
    denen es zu Rußansammlungen kommen könnte, sind zu vermeiden. Vor
    dem Rauchdichtemeßgerät kann ein Bypass-VentiI eingefügt werden,
    um die Abgase - außer während der Messung - umzuleiten.
3.3 Unter Umständen ist vor dem Rauchdichtemeßgerät ein Kühl system
    erforderI ich.
 ---pagebreak---                                         -2S7 -
                                      ANHANG IV
                SPEZIFIKATIONEN FÜR DEN BEZUGSKRAFTSTOFF (BENZIN)
                    Technische Merkmale des Bezugskraftstoffs:
                    CEC 08-A-85 (Typ: Superbenzin, unverbleit)
   der bei der PrUfung der zwei- und dreirädrigen Fahrzeuge zu verwenden ist
Eigenschaften        Grenzwerte und Einheiten    ASTM-Verfahrend)
                          min.        max.
Research-Oktanzahl        95,0                     D 2699
Motoroktanzahl            85,0                     D 2700
Dichte bei 15°C           0,748       0,762        D 1298
Dampfdruck (nach Reid)    0,56 bar    0,64 bar     D 323
Siedeverlauf
  Siedebeginn             24°C        40°C         D 86
  10 Vol.X-DestlIlat      42°C        58°C         D 86
  50 Vol.X-DestiIlat      90°C       110°C         D 86
  90 VoI.X-Dest111 at    155°C       180°C         D 86
  Siedeende              190°C       215°C         D 86
Rückstand                            2 X           D 86
Kohlenwasserstoffana Iyse
  Alkene                             20 Vol.X      D 1319
  Aromaten       (davon max.
                 5 Vol.X Benzol)* 45 Vol.X        *D 3506/D 2667
  Alkane                             Rest          D 1319
Verhältnis Kohlenstoff/
Wasserstoff                     Verhältnis
Oxidationsbeständig-
keit                     480 Min.                  D 525
Abdampfrückstand                     4 mg/100 ml   D 381
Schwefelgehalt                       0,04 Masse-X  D 1266/D 2622
                                                   D 2785
Kupferkorrosion bei
50°C                                 1             D 130
Bleigehalt                           0,005 g/l     D 3237
PhosphorgehaIt                       0,0013 g/l    D 3231
(1)   Kurzzeichen der American Society for Testing Materials, 1916 Race Street,
      Philadelphia, Pennsylvania 19103, USA.
* Anmerkung: Zusatz von sauerstoffhaltigen Komponenten verboten.
 ---pagebreak---                                        -lîî -
                                      ANLAGE 3
                 SPEZIFIKATIONEN FÜR DEN BEZUGSKRAFTSTOFF (DIESEL)
                                  (CEC RF 03-A-84)
Eigenschaften         Grenzwerte und Einheiten     ASTM-Verfahren
Dichte bei 15 'C          min  0,835 kg/I             D 1298
                          max  0,845 kg/I
Cetanzahl                 min  49                     D 613
                          max  53
Siedeverlauf                                          D 86
  50 Vol.X-Destillat      min, 245°C
  90 Vol.X-Destillat      min, 320°C
                          max, 340°C
  Siedeende               max  370°C
                          min 2,5 mm2/s             D 445
Viskosität 40 'C          max, 3,5 mm2/s
                          min, (später festzulegen)   D 1266, D 2622
Schwefelgehalt            max, 0,30 Masse-X           oder D 2785
                          min, 55 *C                  D 93
Flammpunkt
Grenztemperatur der       max, -5 'C            (CEN)            EN116
FiItrlerbarkeit                                       oder IP309
ConradsonzahI             max. 0,20 Masse-X           D 189
(10 X Rückstand)
AschegehaIt               max  0,01 Masse-X           D 482
Wassergehalt              max  0,05 Masse-X           D 95 oder D
                                                      1744
Kupfer lame 11enkorrosion max  1                      D 130
bei 100°C
Säurezahl                 max  0,20 mg KOH/g          D 974
Oxidatlonsbeständigkeit max    2,5 mg/100 ml          D 2274
Anm. 1 :       Gleichwertige ISO-Verfahren werden angegeben, sobald
               sie für alle oben angegebenen Eigenschaften veröffentlicht sind
Anm. 2:        Die für den Siedeverlauf genannten Zahlen geben die insgesamt
               verdampften Mengen an (einschl. Verluste).
                                                                               da
 ---pagebreak---                                  -m -
Anm. 3: Für diesen Kraftstoff können natürliche Destillate und
        Crackkomponenten verwendet werden; eine Entschwefelung ist
        zulässig. Metallische Zusätze dürfen nicht enthalten sein.
Anm. 4: Die in der Vorschrift angegebenen Werte sind "tatsächliche Werte"
        Bei der Festlegung der Grenzwerte wurden die Bestimmungen aus dem
        ASTM-Dokument D 3244 "Definition einer Grundlage bei
        Streitigkeiten über die Qualität von Erdölprodukten" angewendet,
        und bei der Festlegung eines Höchstwertes wurde eine
        Mindestdifferenz von 2 R Über Null berücksichtigt; bei der
        Festlegung eines Höchst- und Mindestwertes beträgt die
        Mindestdifferenz 4 R (R - Reproduzierbarkeit).
        Ungeachtet dieser Maßnahme, die aus statistischen Gründen
        notwendig ist, sollte der Hersteller des Kraftstoffs jedoch einen
        Nullwert anstreben, wenn der festgesetzte Höchstwert "2 R" ist,
        und einen Mittelwert, wenn Höchst- und Mindestwerte angegeben
        sind. Falls Zweifel bestehen, ob ein Kraftstoff die
        vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die Bestimmungen
        des Dokuments ASTM D 3244.
Anm. 5: Wird die Berechnung des thermischen Wirkungsgrades eines Motors
        oder eines Fahrzeugs gewünscht, so kann der Heizwert des
        Kraftstoffs nach folgender Formel berechnet werden:
        Spezifischer Heizwert (in MJ/kg) -
        (46,423 - 8,792d2  +
                             3,170d) (1- (X + y + S)) + 9,420s - 2.499X
        Dabei bedeuten:
        d «   die  Dichte bei 15°c»
        x «   das  Massenverhältnis des Wassers (X geteilt durch 100),
        y «   das  Massenverhältnis der Asche (X geteilt durch 100),
        s -    das Massenverhältnis des Schwefels (X geteilt durch 100),
 ---pagebreak---                                        -i<\c -
                                      ANHANG V
                         BESCHREIBUNGSBOGEN HINSICHTLICH
              DER MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT, DIE
           DURCH EINEN ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYP
                                 VERURSACHT WIRD
    (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig vom
                  Antrag auf Betriebserlaubnis eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung in bezug auf die Maßnahmen gegen die
Verunreinigung der Luft, die durch den Typ eines zweirädrigen oder dreirädrigen
Kraftfahrzeugs verursacht wird, muß mit Angaben zu folgenden Punkten der
Richtlinie 92/61/EWG vom 30. Juni 1992, unter dem Buchstaben A versehen sein:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
2. bis 2.3.2
3. bis 3.2.2
3.2.4 bis 3.2.4.4
3.2.6 bis 3.2.6.7
3.2.7 bis 3.2.13
3.5 bis 3.6.3.1.2
4. bis 4.6
1)     Für konventionelle Motoren oder Systeme stellt der Hersteller den
       nachstehenden Daten entsprechende Daten zur Verfügung
 ---pagebreak---                                       - 344 -
                                    ANHANG VI
                             BETRIEBSERLAUBNISBOGEN
         IN BEZUG AUF DIE MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT,
             DIE DURCH DEN TYP EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                         KRAFTFAHRZEUGS VERURSACHT WIRD
                                      MUSTER
                                                    Angabe der
                                                    Behörde
Protokoll Nr           des technischen Dienstes                vom
Nr. der Bauartgenehmigung                     Nr. der Erweiterung
1.  Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.  Fahrzeugtyp
3.  Name und Anschrift des Herstellers
4.  Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5.  Fahrzeug zur Prüfung vorgestellt am
6.  Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert
7.  Ort
8.  Datum
9.  Unterschrift
* Biffer la mention inutile
 ---pagebreak---                        -M
                     KAPITEL 6
                KRAFTSTOFFBEHÄLTER
VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
 ---pagebreak---                                  ANHANG I
                              BAUVORSCHRIFTEN
1     ALLGEMEINES
1.1   Die Kraftstoffbehälter müssen aus einem Werkstoff bestehen, dessen
      thermisches, mechanisches und chemisches Verhalten für sämtliche
      vorgesehenen Betriebsbedingungen geeignet ist.
1.2   Die Kraftstoffbehälter und die benachbarten Teile müssen so ausgelegt
      sein, daß keine elektrostatische Aufladung erfolgt, durch die eine
      Funkenbildung zwischen dem Behälter und dem Fahrgestell des Fahrzeugs
      erzeugt werden könnte, die zu einer Entzündung des Kraftstoff-Luft-
      Gemischs führen könnte.
1.3   Die Kraftstoffbehälter müssen korrosionsfest hergestellt sein. Sie
      müssen den vom Hersteller vorgenommenen Prüfungen auf Dichtheit bei
      doppeltem relativem Betriebsdruck, mindestens jedoch bei einem
      Absolutdruck von 130 kPa genügen. Auftretender Überdruck oder den
      Betriebsdruck übersteigender Druck muß sich durch geeignete
      Vorrichtungen (Offnungen, Sicherheitsventile und dergleichen)
      selbsttätig ausgleichen. Be- und Entlüftungsöffnungen sind gegen
      Flammendurchschlag zu sichern. Kraftstoff darf durch den
      Behälterverschluß oder durch die zum Ausgleich von Überdruck
      bestimmten Vorrichtungen auch bei völlig umgestürztem Behälter nicht
      austreten; ein Austropfen ist zulässig.
2     PRÜFUNGEN
      An nichtmetalIischen Kraftstoffbehältern sind die nachstehenden
      Prüfungen in der angegebenen Reihenfolge durchzuführen:
2.1   ÖURCHLXSSIGKEITSPRÜFUNG
2.1.1 Prüfverfahren
      Der Kraftstoffbehälter ist bei einer Temperatur von 313 K ± 2 K zu
      prüfen.
      Der für die Durchlässigkeitsprüfung verwendete Kraftstoff muß der in
      Kapitel V über Maßnahmen gegen die Luftverunreinigung durch
      zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge angeführte
      Bezugskraftstoff sein.
      Der Behälter ist bis zu 50 X seines Nenn Inhalts mit dem
      Bezugskraftstoff zu füllen und bei einer Umgebungstemperatur von 313 K
      ± 2 K zu lagern, bis der Masseverlust konstant wird; die Lagerzeit muß
      mindestens 4 Wochen betragen (VorJägerzeit).
      Der Behälter ist danach zu leeren und wieder bis zu 50 X seines
      Nenninhalts mit dem Prüfkraftstoff zu füllen.
      Danach ist der Behälter unverschlossen bei einer Umgebungstemperatur
      von 313 K ± 2 K zu lagern, bis der Prüfdruck erreicht wird. Danach
      wird der Behälter verschlossen. Ein während der Prüfung im Behälter
      auftretender Druckanstieg kann ausgeglichen werden.
 ---pagebreak---       Während der anschließenden Prüfung von 8 Wochen ist der Masseverlust
      infolge Diffusion zu bestimmen. Der maximal zulässige
      durchschnittliche Kraftstoffver lust beträgt 20 g/24 h Prüfzeit. Wenn
      der Diffusionsverlust diesen Wert übersteigt, ist der
      Kraftstoffver lust auch bei einer Umgebungstemperatur von 296 K ± 2 K,
      sonst aber gleichen Bedingungen (Zwisehenlagerung bei 313 ± 2 K ) , zu
      bestimmen. Der unter diesen Bedingungen ermittelte Verlust darf 10
      g/24 h nicht übersteigen.
      Wenn bei der Prüfung der Innendruck ausgeglichen wird, ist dies im
      Prüfbericht zu vermerken; der Kraftstoffver lust aufgrund des
      Druckausgleichs ist bei der Bestimmung des Diffusionsverlusts zu
      berücksichtigen.
2.2   AUFPRALLBESTXNDIGKEITSPRÜFUNG
2.2.1 Prüfverfahren
      Der Kraftstoffbehälter ist bis zu seinem Nenninhalt mit einem Gemisch
      aus 50X Wasser und 50X Glykol oder mit einer anderen Kühlflüssigkeit
      zu füllen, die die Eigenschaften des Behälterwerkstoffs nicht
      verändert und deren Gefrierpunkt unter 243 K ± 2 K liegt.
      Bei dieser Prüfung muß die Temperatur der im Kraftstoffbehälter
      befindlichen Stoffe 253 ± 5 K betragen. Die Kühlung ist bei einer
      entsprechenden Umgebungstemperatur durchzuführen. Es ist ebenfalls
      möglich, den Kraftstoffbehälter mit einer ausreichend gekühlten
      Flüssigkeit zu füllen, wenn der Kraftstoffbehälter über einen Zeitraum
      von mindestens einer Stunde auf der Prüftemperatur gehalten wird.
      FUr die PrUfung ist ein Pendelschlagprüfgerät zu verwenden. Der
      Schlagkörper muß die Form einer gleichseitigen Dreieckpyramide
      besitzen, wobei die Spitzen und die Kanten mit einem Radius von 3,0 mm
      abgerundet sind. Bei einer Masse von 15 kg muß die Energie des
      Schlagkörpers mindestens 30,0 J betragen.
      Die Prüfungen sind an Stellen des Behälters vorzunehmen, die aufgrund
      der Einbauart des Kraftstoffbehälters und dessen Position im Fahrzeug
      als beschädigungsgefährdet angesehen werden. Durch einen einzigen
      Schlag auf eine dieser Stellen darf kein Leck im Behälter entstehen.
2.3   MECHANISCHE FESTIGKEIT
2.3.1 Prüfverfahren
      Der Kraftstoffbehälter ist bis zu seinem Nenninhalt zu füllen, wobei
      Wasser mit einer Temperatur von 326 K ± 2 K als Prüfflüssigkeit
      verwendet wird. Der Überdruck im Innern des Behälters muß mindestens
      30 kPa betragen. Wenn der Kraftstoffbehälter für einen
      Betriebsüberdruck im Innern von über 15 kPa ausgelegt ist, muß der
      aufgebrachte PrüfÜberdruck doppelt so hoch sein wie der doppelte
      Betriebsüberdruck, für den der Kraftstoffbehälter ausgelegt ist. Der
      Behälter muß über einen Zeitraum von 5 Stunden geschlossen bleiben.
 ---pagebreak---                                     •<6T> —
      Eine eventuelle Verformung darf die Eignung des Kraftstoffbehälters
      für die vorgesehene Verwendung nicht beeinträchtigen (beispielsweise
      dürfen am Behälter keine Leckstellen entstehen). Bei der Bewertung der
      Verformung des Behälters sind besondere Einbaubedingungen zu
      berücksicht igen.
2.4   KRAFTSTOFFBESTXNDIGKEITSPRÜFUNG
2.4.1 Prüfverfahren
      An glatten Flächen des Behälters sind sechs etwa gleich starke Proben
      für die Zugprüfung zu entnehmen.
      Zugfestigkeit und Elastizitätsgrenze dieser Proben sind bei einer
      Temperatur von 296 K ± 2 K und einer Zuggeschwindigkeit von 50 mm/min
      zu bestimmen.
      Die so erhaltenen Werte sind mit den Zugfestigkeits- und
      Elastizitätswerten zu vergleichen, die im Rahmen von entsprechenden
      Prüfungen an einem Kraftstoffbehälter, der einer Vorlagerung
      unterzogen wurde, bestimmt worden sind. Der Werkstoff wird als
      zulässig betrachtet, wenn die Zugfestigkeitswerte um nicht mehr als 25
      X voneinander abweichen.
2.5   FEUERBESTÄNDIGKEITSPRÜFUNG
2.5.1 Prüfverfahren
      Die Behälterwerkstoffe dürfen eine nach der in Anlage 1 beschriebenen
      Prüfungen bestimmte Brenngeschwindigkeit von 0,64 mm/sec nicht
      übersteigen.
2.6   HOCHTEMPERATURPRUFUNG
2.6.1 Prüfverfahren
      Der bis zu 50X seines Nenn Inhalts mit Wasser von 293 K ± 2 K gefüllte
      Kraftstoffbehälter darf nach einer einstündigen Lagerung bei einer
      Umgebungstemperatur von 343 K ± 2 K keine dauerhaften Verformungen
      oder Leckstellen aufweisen. Nach der Prüfung muß der Behälter
      weiterhin vollkommen für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet
      sein.
      Bei der Wahl der Prüfeinrichtung sind die Einbaubedingungen zu
      berücksichtigen.
2.7   ABRIEBPRÜFUNG
2.7.1 Diese Prüfung findet nur für Kraftstoffbehälter Anwendung, die für
      zweirädrige Fahrzeuge bestimmt und äußeren Einflüssen ausgesetzt sind.
 ---pagebreak--- 2.7.2 Prüfverfahren
      Der bis zu 50 X seines Nenninhalts mit einer Flüssigkeit, die den
      Werkstoff nicht angreift, gefüllte Behälter ist so auf die Seite zu
      legen, daß er auf dem Straßenbelag aufliegt. Die Oberfläche dieses
      Belags muß aus Beton oder Asphalt bestehen und während der Prüfungen
      sauber und trocken sein.
      Der Behälter wird mit einem Zugseil so abgeschleppt, daß innerhalb von
      höchstens 6 Sekunden eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird.
      Ist diese Geschwindigkeit erreicht, wird der Behälter gelöst, so daß
      er lediglich durch die Reibung auf dem Boden zum Stillstand kommt. Die
      Geschwindigkeit ist mit einer Toleranz von etwa 10 X zu messen.
      Entsteht eine Leckstelle, darf diese 30 g/Min. nicht übersteigen. Die
      Meßdauer muß mindestens eine Minute und höchstens 3 Minuten betragen.
      Das Ergebnis ist unmittelbar nach Ende der Prüfung abzulesen.
 ---pagebreak---                                ANLAGE 1
1   PRÜFAUSSTATTUNG
1.1 Prüfkammer
    Ein völlig geschlossener Laborabzug mit einem hitzebeständigen
    Glasfenster zur Beobachtung der Prüfung (Anmerkung 1).
    Die Rauchabzugsturbine wird während der Prüfung abgeschaltet und
    unmittelbar nach der Prüfung wieder eingeschaltet, um eventuell
    giftige Verbrennungsprodukte zu beseitigen.
    Die PrUfung kann auch in einem Metallbehälter durchgeführt werden, der
    sich unter dem Abzug befindet; in diesem Fall kann die Abzugsturbine
    eingeschaltet bleiben.
    Die Seitenwände und die Oberseite des Metallbehälters müssen mit
    Belüftungsöffnungen versehen sein. Die Öffnungen müssen eine für die
    Verbrennung ausreichende Luftzufuhr gestatten, dürfen Jedoch bei der
    Verbrennung keinen Luftzug auf der Probe verursachen.
    Anmerkung 1 : Bei bestimmten Prüfkammern kann ein Spiegel nützlich
    sein, damit auch die Rückseite des Prüfmusters beobachtet werden kann.
1.2 Stativ
    Ein Laborstativ mit zwei Haltevorrichtungen, die Gelenke besitzen und
    so beliebig eingestellt werden können.
1.3 Brenner
    Brenner vom Typ BUNSEN (oder TIRR IL) mit 10-mm-Düse und Gasversorgung.
    Die Düse darf kein Zubehör besitzen.
1.4 Metalldrahtgewebe
    Maschenweite 20, Größe 100 x 100 mm.
1.5 Zeitmeßgerät
    Chronometer o.a. mit einer Zeiteinteilung von 1 sec oder weniger.
1.6 Mit Wasser gefüllte Auffangschale
1.7 Maßstab mit Millimetereinteilung
2.  PRÜFMUSTER
2.1 Mindestens 10 Prüfmuster von 125 i 5 mm Länge und 12,5 ± 0,2 mm Breite
    sind direkt einem repräsentativen Kraftstoffbehälter zu entnehmen.
 ---pagebreak---                                  -Vit -
    Wenn die Form des Behälters dies nicht gestattet, ist ein Teil des
    Behälters in eine Platte von 3 mm Dicke umzuformen, deren Oberfläche
    für die Entnahme der benötigten Prüfmuster ausreichend groß sein muß.
2.2 Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die Prüfmuster im
    Lieferzustand zu prüfen.
2.3 Jedes Prüfmuster ist im Abstand von 25 mm und 100 mm von einem Ende
    des Musters mit zwei Strichen zu markieren.
2.4 Die Kanten der Prüfmuster müssen sauber sein.
    Durch Sägen entstandene Kanten sind zu schleifen, damit eine glatte
    Oberfläche entsteht.
3.  PRÜFVERFAHREN
3.1 Das Prüfmuster ist mit dem der 100-mm-Markierung am nächsten liegenden
    Ende in einer der Halterungen am Stativ so einzuspannen, daß die
    Längsachse des Musters waagerecht verläuft und seine Querachse im
    Verhältnis zur Waagerechten um 45' geneigt ist. Unter dem Prüfmuster
    wird ein Schirm aus MetalIdrahtgewebe (mit einer Fläche von etwa
    100 x 100 mm) eingespannt und 10 mm unterhalb der Kante des Musters
    waagerecht positioniert, wobei das Ende des Prüfmusters um etwa 13 mm
    über den Rand des MetalIgewebes hinausragt (siehe Abbildung 1 ) . Vor
    jeder Prüfung müssen alle Rückstände auf dem Metallschirm verbrannt
    werden; anderenfalls ist der Schirm zu ersetzen.
    Eine mit Wasser gefüllte Auffangschale wird so auf den Tisch des
    Abzugs gestellt, daß sämtliche eventuell während der Prüfung
    herabfallenden glühenden Teile dort hineinfallen können.
3.2 Die Luftzufuhr des Brenners wird so geregelt, daß er mit einer etwa 25
    mm hohen, blauen Flamme brennt.
3.3 Der Brenner wird so plaziert, daß die Flamme das Ende des Prüfmusters
    wie in Abbildung 1 angegeben berührt; gleichzeitig wird der
    Chronometer in Gang gesetzt.
    Die Flamme wird 30 sec in dieser Stellung gehalten. Wenn das
    Prüfmuster sich verformt, schmilzt oder sich von der Flamme weg
    bewegt, ist die Brennerstellung so zu verändern, daß die Flamme das
    Prüfmuster weiter berührt.
    Eine starke Verformung des Prüfmusters kann zu einem ungültigen
    Ergebnis führen. Nach 30 sec oder wenn die Flamme die 25-mm-Markierung
    erreicht hat, wird der Brenner zurückgezogen. Wird die Markierung vor
    Ablauf dieser Zeit erreicht, ist der Brenner um mindestens 450 mm vom
    Prüfmuster zu entfernen und der Abzug zu schließen.
3.4 Die mit dem Chronometer gemessene Zeit (in Sekunden) bis zum Erreichen
    der 25-mm-Mark ierung wird als t-j notiert.
3.5 Das Chronometer wird angehalten, wenn die Verbrennung (mit oder ohne
    Flamme) aufhört oder die 100-mm-Markierung erreicht wird.
 ---pagebreak---                                    - 2W -
3.6   Die dazu benötigte Zeit (in Sekunden) wird als t notiert.
3.7   Erreicht die Verbrennung nicht die 100-mm-Markierung, wird die Länge
      des nicht verbrannten Musters entlang der Unterkante des Prüfmusters
      bis zur 100-mm-Markierung gemessen.
      Die verbrannte Länge entspricht 100 mm abzüglich der nicht verbrannten
      Länge in mm.
3.8   Ist das Prüfmuster bis zur 100-mm-Markierung oder darüber hinaus
      verbrannt, beträgt die Abbrandgeschwindigkeit:
          75
                   in mm/sec.
        t - t
3.9   Die Prüfung (3.1 bis 3.8) wird wiederholt, bis drei Prüfmuster bis zur
      100-mm-Markierung oder darüber hinaus verbrannt oder 10 Prüfmuster
      geprüft worden sind.
      Wenn eins der 10 Prüfmuster bis zur 100-mm-Markierung oder darüber
      hinaus verbrennt, wird die Prüfung (3.1 bis 3.8) an 10 neuen
      Prüfmustern wiederholt.
4.    AUSDRUCK DER ERGEBNISSE
4.1   Wenn zwei oder mehr Prüfmuster bis zur 100-mm-Markierung verbrannt
      sind, ist die anzugebende mittlere Abbrandgeschwindigkeit (in
      mm/sec) das Mittel der Abbrandgeschwindigkeiten aller bis zur
      Markierung verbrannten Prüfmuster.
4.2   Die mittlere Abbrandzeit (TMC - temps moyen de combustion) und die
      mittlere Abbrandlänge (LMC - longueur moyenne de combustion) sind
      anzugeben, wenn keines von 10 Prüfmustern oder nicht mehr als eins von
      20 bis zur 100-mm-Markierung verbrannt ist.
4.2.1 Mittlere Abbrandzeit (TMC):
               (t - 30 sec)
      TMC -
             Anzahl der Prüfmuster
      gerundet auf ein Vielfaches von 5 sec;
      somit ist "weniger als 5 sec" anzugeben, wenn die Verbrennung nach
      Fortnehmen des Brenners weniger als 3 sec dauert.
      Keinesfalls darf ein TMC-Wert von "0" angegeben werden.
4.2.2 Mittlere Abbrandlänge (LMC):
             (100 mm - nicht verbrannte Länge)
                  Anzahl der Prüfmuster
      gerundet auf ein Vielfaches von 5 mm;
      bei Abbrandlängen von weniger als 3 mm ist "weniger als 5 mm"
      anzugeben.
      Keinesfalls darf ein LMC-Wert von "0" angegeben werden.
 ---pagebreak---                                   - 2« -
      Die Abbrandlänge eines einzelnen Prüfmusters, das bis zur 100-mm-
      Markierung verbrennt, wird als 100 mm gerechnet.
4.3   Die vollständigen Ergebnisse müssen folgende Informationen enthalten:
4.3.1 Identifizierung des Prüfmusters, einschließlich Vorbereitungs- und
      Konditionierungsverfahren;
4.3.2 Mittlere Dicke der Prüfmuster mit einer Genauigkeit von ± IX;
4.3.3 Anzahl der geprüften Muster;
4.3.4 Streuung der Werte für die Abbrandzeit;
4.3.5 Streuung der Werte für die Abbrandlänge;
4.3.6 wenn ein Prüfmuster nicht bis zur Markierung verbrennt, weil es
      tropft/fließt oder in Teilen herunterfällt, ist dies anzugeben;
4.3.7 wenn ein Prüfmuster durch brennendes Material auf dem Schirm aus
      Metallgewebe erneut angezündet wird, ist dies anzugeben.
                        Abbildung 1:  PRÜFANORDNUNG
                                                  Prüfmuster
                                                                          45°.
 ---pagebreak---                                     -Ici  -
                                   ANLAGE 2
                              BESCHREIBUNGSBOGEN
                                   BEZÜGLICH
                            DES KRAFTSTOFFBEHÄLTERS
            EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYPS
              (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn
              dieser unabhängig vom Antrag auf Betriebserlaubnis
                               eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich des Kraftstoffbehälters eines
zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps muß mit den Angaben zu
folgenden Abschnitten der Richtlinie 92/61/EWG vom 30.6.1992, Anhang II,
Buchstabe A, versehen sein:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
3.2.2 bis 3.2.3.3
Ferner sind folgende Angaben erforderlich:
a)  Fabrik- oder Handelsmarke des Behälters
b)  Name und Anschrift des Herstellers
c)  ggf. Name und Anschrift des eventuellen Bevollmächtigten des Herstellers
 ---pagebreak---                                       -ici   -
                                     ANLAGE 3
                             BAUARTGENEHM IGUNGSBOGEN
                        BEZÜGLICH DES KRAFTSTOFFBEHÄLTERS
             EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYPS
                                             Angabe der Behörde
Protokoll Nr          des technischen Dienstes           vom
Nr. der Bauartgenehmigung ...              Nr. der Erweiterung
1.      Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.      Fahrzeugtyp
3.      Name und Anschrift des Herstellers
4.      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5.      Fahrzeug zur Prüfung vorgestellt am         .
6.      Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert^*)
7.      Ort
8.      Datum
9.      Unterschrift
(*) Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                 - Ï0> -
                              ANHANG I I
         VORSCHRIFTEN FÜR DEN EINBAU DES KRAFTSTOFFBEHÄLTERS
                 UND DER KRAFTSTOFFZUFUHRLEITUNGEN IN
              ZWEIRÄDRIGE UND DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
1. KRAFTSTOFFBEHÄLTER
   Haltesysteme von Kraftstoffbehältern sind so auszulegen, zu bauen und
   einzubauen, daß sie ihre Funktion bei allen Fahrbedingungen erfüllen.
2. KRAFTSTOFFZUFUHR
   Die Kraftstoffzufuhr leitungen zum Motor müssen durch einen Teil des
   Rahmens oder des Aufbaus hinreichend geschützt sein, damit sie von auf
   dem Boden befindlichen Hindernissen nicht berührt werden können.
   Dieser Schutz ist nicht erforderlich, wenn die unter dem Fahrzeug
   befindlichen betreffenden Teile weiter vom Boden entfernt sind als der
   Teil des Rahmens oder des Aufbaus, der sich unmittelbar vor ihnen
   befindet.
   Die Kraftstoffzufuhrieitungen müssen so ausgelegt, gebaut und
   eingebaut sein, daß sie gegen innere und äußere
   Korrosionseinwirkungen, denen sie ausgesetzt sind, beständig sind.
   Dreh- und Biegebewegungen und Erschütterungen der Fahrzeugstruktur,
   des Motors und der Kraftübertragung dürfen die
   Kraftstoffzufuhr leitungen keinen Reibungen oder außergewöhnlichen
   Beanspruchungen aussetzen.                ^
 ---pagebreak---                                       _ Ici -
                                     ANLAGE 1
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                                    BEZÜGLICH
                    DES EINBAUS DES (DER) KRAFTSTOFFBEHÄLTER
            IN EINEN ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYP
               (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn
               dieser unabhängig vom Antrag auf Betriebserlaubnis
                                eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich des Einbaus des (der)
Kraftstoffbehälter in einen zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps
muß mit den Angaben zu folgenden Abschnitten der Richtlinie 92/61/EWG vom
30.6.1992, Anhang II, Buchstabe A, versehen sein:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
3.2.3.3
                                                                             (19
 ---pagebreak---                                       ANLAGE 2
                              BAUARTGENEHM IGUNGSBOGEN
                BEZÜGLICH DES EINBAUS DES (DER) KRAFTSTOFFBEHÄLTER
             IN EINEN ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYP
                                            Angabe der Behörde
Protokoll Nr           des technischen Dienstes         vom
Nr. der Bauartgenehmigung ...             Nr. der Erweiterung ...
1.       Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.       Fahrzeugtyp
3.       Name und Anschrift des Herstellers
4.       Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5.       Fahrzeug zur Prüfung vorgestellt am
6.       Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert(*)
7.       Ort
8.       Datum
9.       Unterschrift
 (*) Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                   ~.4c£-
              KAPITEL 7
MASSNAHMEN GEGEN UNBEFUGTE EINGRIFFE
 AN KLEINKRAFTRÄDERN UND KRAFTRÄDERN
 ---pagebreak---                                    -W-
1.    BEGRIFFSBESTIMMUNG
      Im Sinne dieses Kapitels bedeuten
1.1   Maßnahmen gegen unbefugte Eingriffe an zweirädrigen Kleinkrafträdern
      und Krafträdern
      Sämtliche technischen Vorschriften und Spezifikationen, mit denen
      soweit wie möglich unzulässige Veränderungen Verhindert werden sollen,
      die die Umwelt und durch die Leistungssteigerung des Fahrzeugs die
      Sicherheit beeinträchtigen können;
1.2   Leistung des Fahrzeugs
      Die Höchstgeschwindigkeit bei Kleinkrafträdern-, die Motorleistung bei
      Krafträdern;
1.3   FahrzeugkIassen
      Die Fahrzeuge werden in die folgenden Klassen unterteilt:
1.3.1 Fahrzeuge der Klasse A, d.h. Kleinkrafträder,
1.3.2 Fahrzeuge der Klasse B, d.h. Krafträder mit einem Hubraum bis zu
      125 cm 3 und einer Leistung bis zu 11 kW;
1.3.3 Fahrzeuge der Klase C, d.h. Krafträder mit einer Leistung bis zu 25 kW
      und einem spezifischen Leistungsgewicht bis zu 0,16 kW/kg;
1.3.4 Fahrzeuge der Klasse D, d.h. andere Krafträder als die der Klassen B
      und C;
1.4   Unzulässige Veränderung
      Eine Veränderung, die nach den Bestimmungen dieses Kapitels nicht
      zulässig ist
1.5   Austauschbarkeit von Bauteilen
      Die Austauschbarkeit von nicht identischen Bauteilen-,
1.6    Einlaßleitung
      Die aus dem Einlaßkanal und dem Saugrohr zusammengesetzte Baugruppe;
1.7    Einlaßkanal
      Der Kanal für den Lufteinlaß im Zylinder, Zylinderkopf oder
      Kurbelgehäuse;
 ---pagebreak---                               -Sou-
is    Saugrohr
      Ein Verbindungsstück zwischen dem Vergaser oder dem
      Gemischaufbereitungssystem und dem Zylinder, dem Zylinderkopf oder dem
      Kurbelgehäuse;
1.9   Ansaugsystem
      Die aus der Einlaßleitung und dem Ansauggeräuschdämpfer gebildete
      Einheit;
1.10  Auspuffan i age
      Die aus dem Auspuffrohr, dem Expansionsbehälter und dem Schalldämpfer
      bestehende Baugruppe.
1.11  Spez i a IWerkzeuge
      Werkzeuge, die ausschließlich den vom Hersteller zugelassenen
      Vertragshändlern und nicht der öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
2.    AUQEMEINE VORSCHRIFTEN
2.1   Austauschbarkeit von nicht identischen Teilen zwischen genehmigten
      Fahrzeugen:
2.1.1 Bei Fahrzeugen der Klassen A oder B ist die Austauschbarkeit der
      folgenden Bauteile
      a) Zweitaktmotoren: Zylinder/Kolben, Vergaser, Saugrohr,
         Auspuffan läge,
      b) bei Viertaktmotoren: Zylinderkopf, Nockenwellen, Zylinder/Kolben,
         Vergaser, Saugrohr, Auspuff an läge
         zwischen dem betreffenden Fahrzeug und anderen Fahrzeugen des
         gleichen Herstellers nicht zulässig, wenn diese Austauschbarkeit
         zur Folge hat, daß die Leistung des Fahrzeugs der Klasse A die
         Grenzwerte seiner Klasse überschreitet und die bauartbedingte
         Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs der Klasse B um mehr als 10 X
         zunimmt.
2.1.2 Die Austauschbarkeit von Bauteilen zwischen einem Fahrzeug der Klasse
      C und einem Fahrzeug einer anderen Klasse des gleichen Hersteilers
      darf nur möglich sein, wenn            •
      - entweder der Leistungsunterschied der betreffenden Fahrzeuge nicht
         mehr als 10 X beträgt,
      - oder mindestens zwei der nachstehend aufgeführten Bauteile für
         mindestens 75 X des Leistungsunterschieds verantwortlich sind,
      a) Zweitaktmotoren: Auspuffanlage, Ansaugsystem, Auslaßsteuerung,
         Zündverstellung, Zylinder/Kolben, Kurbelwelle, Pleuel, Vergaser,
 ---pagebreak---                                   -&l  -
      b) Viertaktmotor: Zylinderkopf, Nockenwelle (Einlaß- und/oder Auslaß),
         Kolben/Zylinder, Auspuffan läge, Ansaugsystem, Kurbelwelle, Pleuel,
         Vergaser, elektronisches Steuerungssystem des Motors.
2.1.3 Die Austauschbarkeit von Bauteilen nach 2.1.1 a) und b) ist für
      Fahrzeuge der Klasse D des gleichen Herstellers verboten, wenn mehr
      als 75 X des Leistungsunterschieds zwischen den betreffenden
      Fahrzeugen auf ein einziges dieser Bauteile zurückzuführen ist, wobei
      keinesfalls die Höchstleistung von 74 kW überschritten werden darf.
2.1.4 Ist die Austauschbarkeit von Bauteilen vorgesehen, muß der Hersteller
      sicherstellen, daß die zuständigen Behörden die erforderlichen Angaben
      und gegebenenfalls Fahrzeuge erhalten, um überprüfen zu können, ob die
      Vorschriften zu diesem Punkt eingehalten werden.
2.2   Der Hersteller muß erklären, daß durch die Veränderung der folgenden
      Merkmale, die Höchstleistung eines Kraftrads um nicht mehr als 10 X
      und die Höchstgeschwindigkeit eines Kleinkraftrads um nicht mehr als 5
      km/h erhöht wird:
      Zündung, ZUndverstelIung usw., Kraftstoffzufuhr.
2.3   Krafträder müssen den Bestimungen von 2.3.1, 2.3.2 oder 2.3.3
      entsprechen:
2.3.1 In der Einlaßleitung muß sich eine nichtentfernbare Buchse befinden.
      Wenn sich eine solche Buchse im Saugrohr befindet, muß diese am
      Motorblock mit Abreißschrauben oder mit Schrauben, die nur mit
      Spezialwerkzeug zu lösen sind, befestigt sein.
      Die Buchse muß eine Härte von mindestens 60 HRC aufweisen. Im
      beschränkten Querschnitt darf sie eine Dicke von 4 mm nicht
      übersteigen.
      Jeder Eingriff an der Buchse, der die Entfernung oder Veränderung
      derselben zum Ziel hat, muß entweder zur Zerstörung der Buchse und
      deren Aufnahme führen oder so lange einen kompletten und dauerhaften
      FunktionsausfalI des Motors zur Folge haben, bis der genehmigte
      Zustand wiederhergestelIt ist.
      Auf der Buchsenoberfläche oder in ihrer Nähe ist eine Kennzeichnung
      mit Angabe der Fahrzeugklasse(n) gemäß 1.3 leserlich anzubringen.
2.3.2 Jedes Saugrohr muß mit Abreißschrauben oder Schrauben, die sich nur
      mit Spezialwerkzeug lösen lassen, befestigt sein. Ein beschränkter
      Querschnitt, der außen anzugeben ist, muß innerhalb der Saugrohre
      angebracht sein. An dieser Stelle darf die Wandstärke 4 mm nicht
      übersteigen, bei flexiblem Material (z.B. Gummi) 5 mm.
 ---pagebreak---                                       -14c -
         Jeder Eingriff an den Saugrohren, der die Veränderung des beschränkten
         Querschnitts zum Ziel hat, muß entweder zur Zerstörung der Saugrohre
          führen oder so lange einen kompletten und dauerhaften Funktionsausfall
         des Motors zur Folge haben, bis der genehmigte Zustand
         wiederhergestellt ist.
         Auf den Saugrohren ist eine Kennzeichnung mit Angabe der
         Fahrzeugklasse(n) gemäß 1.3 lesbar anzubringen.
2.3.3    Der Teil der Einlaßleitung, der sich im Zylinderkopf befindet, muß
         einen beschränkten Querschnitt aufweisen. Im gesamten Einlaßkanal darf
         sich kein noch geringerer Querschnitt befinden (ausgenommen der
         VentiIsitzquerschnitt).
         Jeder Eingriff an der Einlaßieitung, der die Veränderung des
         beschränkten Querschnitts zum Ziel hat, muß entweder zur Zerstörung
         der Leitung fuhren oder so lange einen kompletten und dauerhaften
         Funktionsausfall des Motors zur Folge haben, bis der genehmigte
         Zustand wiederhergestelIt ist.
         Auf dem Zylinderkopf ist eine Kennzeichnung mit der Angabe der
         Fahrzeugklasse gemäß 1.3 lesbar anzubringen.
2.3.4    Der Durchmesser des in den vorstehenden Nummern erwähnten beschränkten
         Querschnitts ist von einem Kraftrad zum anderen unterschiedlich.
2.3.5    Der Hersteller muß den Durchmesser des beschränkten Querschnitts
         angeben und gegenüber der zuständigen Behörde erklären und nachweisen,
         daß dieser beschränkte Querschnitt der kritischste für den
         Gasdurchsatz ist und kein anderer Querschnitt die Leistung um mehr als
         10 X erhöht, wenn er verändert wirdC>.
2.4      Durch das Entfernen des Luftfilters darf sich die bauartbedingte
         Höchstgeschwindigkeit eines Kleinkraftrades nicht um mehr als 10 X
         erhöhen lassen.              « , ,,:J,
3.       BESONDERE VORSCHRIFTEN
3.1      Zylinderkopfdichtung (falls vorhanden): die ZyIinderkopfdichtung darf
         nach dem Einbau nicht dicker als die folgenden Werte sein:
         1,3 mm für Kleinkrafträder,
         1,6 mm für Krafträder.
(1)   Vier Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie und auf der Grundlage der
      vom Hersteller angegebenen Durchmesser der beschränkten Querschnitte wird
      nach dem in in Artikel ... erwähnten Verfahren die numerische Bestimmung
      der Höchstdurchmesser des beschränkten Querschnitts der verschiedenen
      Krafträder durchgeführt.
 ---pagebreak--- 3.2 Verbindung zwischen Zylinder und Kurbelgehäuse bei Zweitaktmotoren:
    Die Dichtung (falls vorhanden) zwischen Zylinderfuß und Kurbelgehäuse
    darf nach dem Einbau nicht stärker als 0,5 mm sein.
3.3 Kolben bei Zweitaktmotoren: Der Kolben darf die Einlaß-Steueröffnung
    nicht verdecken, wenn er sich im oberen Totpunkt befindet. Bei
    Fahrzeugen, deren Motor mit einem Einlaßsystem mit eingebautem "Reed
    Valve" ausgerüstet ist, trifft diese Vorschrift nicht auf jene Teile
    des Uberströmkanals zu, welche sich mit der Einlaßsteueröffnung
    decken.
3.4 Bei Zweitaktmotoren darf die Drehung des Kolbens um 180* keine
    Erhöhung der Motorleistung nach sich ziehen.
3.5 Ungeachtet der Vorschriften von 2.3 dürfen sich in den Einlaß- und
    Auslaßkanälen keine künstlichen Verengungen befinden. VentiIfUhrungen
    eines Viertaktmotors fallen nicht unter diesen Begriff.
3.6 Teile des Auspuffsystems innerhalb der/des Schal I dämpfer(s), welche
    die effektive Länge des Auspuffrohrs bestimmen, müssen am/an dem(n)
    Schal Idämpfer(n) oder Expansionsbehälter(n) so befestigt sein, daß sie
    nicht entfernt werden können.
3.7 Bei Fahrzeugen der Klassen A und B ist jedes Element (mechanisch,
    elektrisch, gestaltlich usw.), das die volle Füllung des Motors
    (Vollast) dadurch verhindert, daß die Drosselklappe nicht voll
    geöffnet werden kann (z.B. Drosselklappenanschlag) verboten. Bei
    Fahrzeugen der Klassen C und B sind die Elemente zulässig,
    vorausgesetzt sie lassen sich nur mit metal Ischneidenden Werkzeugen
    verändern.
3.8 Ist das Fahrzeug der Klasse A mit einer elektrischen/elektronischen
    Geschwindigkeitsbegrenzung ausgerüstet, muß der Hersteller den mit den
    Prüfungen beauftragten Diensten Unterlagen vorlegen, mit denen
    nachgewiesen werden kann, daß eine Veränderung oder ein Abschalten der
    Einrichtung oder seiner Verdrahtung keinen Anstieg der
    Höchstgeschwindigkeit beim Kleinkraftrad um mehr als 5 km/h bewirkt.
    Elektrische/elektronische Einrichtungen, die die Fremdzündung
    unterbrechen und/oder zurückhalten, sind verboten, falls deren Betrieb
    zu einem Anstieg des Kraftstoffverbrauchs oder der Emission
    unverbrannter Kohlenwasserstoffe führt.
    Elektrische/elektronische Einrichtungen, die die Zündverstellung
    verändern, müssen so konstruiert sein, daß die mit funktionierender
    Vorrichtung gemessene Motorleistung sich nicht um mehr als 10 X von
    der Motorleistung unterscheidet, die sich mit abgeschalteter
    Einrichtung und auf Höchstgeschwindigkeit eingestellter
    Frühverstellung ergibt.
 ---pagebreak---                                     -34t -
        Die Höchstgeschwindigkeit muß bei einer Zündfrühverstellung erreicht
        werden, die innerhalb +/- 5* des für die maximale Motorleistung
        angegebenen Wertes liegt.
3.9     Ist ein Motor mit einem "Reed Valve" ausgestattet, muß dieses mit
        Abreißschrauben, die eine Wiederverwendung des Trägers verhindern
        befestigt werden, oder mit Schrauben, die nur mit Spezialwerkzeug
        lösbar sind.
4.      VORSCHRIFTEN ZUR IDENTIFIZIERUNG DES MOTORTYPS EINES FAHRZEUGS
4.1     Kennzeichnung von Teilen oder Baugruppen:
4.1.1   Die nachstehend aufgeführten Teile und Baugruppen müssen durch den
        Fahrzeughersteller oder den Hersteller dieser Teile bzw. Baugruppen
        dauerhaft und unausiöschbar mit einer oder mehreren Kennzahlen oder
        -Symbolen gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung kann mittels
        eines Aufklebers erfolgen, vorausgesetzt er bleibt bei normalem
        Gebrauch lesbar und läßt sich nicht ohne Beschädigung entfernen. Im
        allgemeinen muß die Kennzeichnung sichtbar sein, ohne das betreffende
        Teil oder andere Fahrzeugteile ausbauen zu müssen. Wo Jedoch der
        Fahrzeugaufbau oder andere Fahrzeugteile die Kennzeichnung verdecken,
        muß der Fahrzeughersteller den zuständigen Behörden Hinweise über die
        Öffnung oder den Ausbau der betreffenden Karosserfeteile und die
        Anbringungsstelle der Kennzeichnungen zur Verfügung stellen.
4.1.2   Die Buchstaben, Ziffern und Symbole müssen mindestens 2,5 mm hoch und
        leicht lesbar sein. Für die Kennzeichnung der unter 4.1.3.7 und
        4.1.3.8 genannten Teile muß die Mindesthöhe mit den entsprechenden
        Bestimmungen von Kapitel 9 übereinstimmen.
4.1.3   Die unter 4.1.1 genannten Teile und Baugruppen sind:
4.1.3.1 Ansauggeräuschdämpfer (Luftfilter),
4.1.3.2 Vergaser oder entsprechende Vorrichtung,
4.1.3.3 Saugrohr (falls getrennt vom Vergaser, Zylinder oder Kurbelgehäuse),
4.1.3.4 Zylinder,
4.1.3.5 Zylinderkopf,
4.1.3.6 Kurbelgehäuse,
4.1.3.7 Auspuffrohr(e) (falls vom Schalldämpfer getrennt),
 ---pagebreak---                                      -545-
4.1.3.8  SchalIdämpfer,
4.1.3.9  Getriebeantrieb (Kettenrad oder Riemenscheibe vorn),
4.1.3.10 Radantrieb (Kettenrad oder Riemenscheibe hinten),
4.1.3.11 Elektrische/elektronische Geräte zur Motorsteuerung (Zündung,
         Einspritzung usw.) und bei einer Einrichtung, die geöffnet werden
         kann, alle verschiedenen elektronischen Datenträger,
4.1.3.12 Querschnittsverengung (Buchse oder sonstige),
4.2      KontrollschiId zur Verhinderung von unbefugten Eingriffen,
4.2.1    An jedem Fahrzeug muß an einer leicht zugänglichen Stelle ein
         dauerhaftes und unauslöschbares Schild von mindestens 60 x 40 mm
         angebracht sein. Es kann sich hierbei um ein Klebeschild handein, das
         sich Jedoch nicht ohne Beschädigung entfernen läßt.
         Auf diesem Schild muß der Hersteller angeben:
4.2.1.1  Name und Fabrikname des Herstellers,
4.2.1.2  Kennbuchstabe für die Fahrzeugklasse,
4.2.1.3  bei Getriebsantrieb und Radantrieb die Zahl der Zähne (im Fall eines
         Kettenrades) oder den Durchmesser der Riemenscheibe (in mm),
4.2.1.4  Kennzahl(en) oder Symbol(e) der gemäß 4.1 gekennzeichneten Teile oder
         Baugruppen.
4.2.2    Die Buchstaben, Ziffern und Symbole müssen mindestens 2,5 mm hoch und
         leicht lesbar sein. Eine einfache Zeichnung, die die Zusammenhänge von
         Teilen oder Baugruppen und deren Kennzahlen oder Symbole zeigt, ist in
         Abbildung 1 dargestellt.
4.2.3    Bei Baugruppen, die für das Fahrzeug in Übereinstimmung mit dieser
         Richtlinie genehmigt sind, jedoch Varianten zu den unter 4.1.3
         genannten darstellen, und die vom Fahrzeughersteller vertrieben
         werden, müssen Kennzahl(en) oder Symbol(e) der Alternativen entweder
         auf dem Kontrollschild oder auf einem Aufkleber angegeben sein,
         das/der mit der Baugruppe mitgeliefert wird und in Nähe des
         KontrolIschiIdes anzubringen ist. Schild oder Aufkleber müssen bei
         normalem Gebrauch lesbar bleiben und dürfen sich nicht ohne
         Beschädigung ablösen lassen.
4.2.4    Bei Baugruppen, die für das Fahrzeug in Übereinstimmung mit dieser
         Richtlinie genehmigt sind, jedoch Varianten zu den unter 4.1.3
         genannten darstellen, und von einem anderen als dem Fahrzeughersteiler
         vertrieben werden, müssen Kennzahl(en) oder Symbol(e) der Varianten
         entweder auf dem KontrolIschiId oder auf einem Aufkleber angegeben
         sein, das/der mit der Baugruppe mitgeliefert wird und in Nähe des
         KontrolIschiIdes anzubringen ist. Schild oder Aufkleber müssen bei
         normalem Gebrauch lesbar bleiben und dürfen sich nicht ohne
         Beschädigung ablösen lassen.
 ---pagebreak---    -ï*1 -
ABBILDUNG 1
Herstellerzeichen
Fahrzeugklasse:
 ---pagebreak---                                       -3 fr -
                                     Anlage 1
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                                    BEZÜGLICH
                    DER MASSNAHMEN GEGEN UNBEFUGTE EINGRIFFE
                    AN EINEM KLEINKRAFTRAD- ODER KRAFTRADTYP
               (dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn
               dieser unabhängig vom Antrag auf Betriebserlaubnis
                                eingereicht wird)
Laufende Nr. (vom Antragsteller zu vergeben):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich der Maßnahmen gegen unbefugte
Eingriffe an einem Kleinkraftrad- oder Kraftradtyp muß mit Angaben zu folgenden
Punkten der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 versehen sein:
         Unter Buchstabe A:
         0.1
         0.2
         0.4 bis 0.6
         3.2.1.1 bis 3.2.1.3
         3.2.1.5
         3.2.4.1 bis 3.2.4.1.3
         oder
         3.2.4.2 bis 3.2.4.2.3.2
         oder
         3.2.4.3 bis 3.2.4.3.2.2
         3.2.9 und 3.2.9.1
         4 bis 4.5
 ---pagebreak---                                        -  14C-
                                      Anlage 2
                                                            Angabe der Behörde
                              BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                BEZÜGLICH DER MASSNAHMEN GEGEN UNBEFUGTE EINGRIFFE
                     AN EINEM KLEINKRAFTRAD- ODER KRAFTRADTYP
Protokoll Nr           des technischen Dienstes         vom
Nr. der Bauartgenehmigung ...          Nr. der Erweiterung ...
1.           Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.           Fahrzeugtyp
3.           Name und Anschrift des Herstellers
             Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des
             Herstellers
5.           Fahrzeug zur Prüfung vorgestellt am
6.           Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert^*)
7.           Ort
8.           Datum
9.           Unterschrift
(*)   Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                         ~.^~
                     KAPITEL 8
        ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT
VON ZWEIRÄDRIGEN UND DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
 ---pagebreak---                                 '^3-
                       VERZEICHNIS DER ANHÄNGE
ANHANG I     ANFORDERUNGEN AN DIE FAHRZEUGE
ANHANG I I   VERFAHREN ZUR MESSUNG DER BREITBANDIGEN
             ELEKTROMAGNETISCHEN STRAHLUNG AUS FAHRZEUGEN
ANHANG I I I VERFAHREN ZUR MESSUNG DER SCHMALBAND I GEN
             ELEKTROMAGNETISCHEN STRAHLUNG AUS FAHRZEUGEN
ANHANG IV    VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER ELEKTROMAGNETISCHEN STÖRFESTIGKEIT
             VON FAHRZEUGEN
ANHANG V     VERFAHREN ZUR MESSUNG DER BREITBANDIGEN ELEKTROMAGNETISCHEN
             STRAHLUNG AUS SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN (STE)
ANHANG VI    VERFAHREN ZUR MESSUNG DER SCHMALBAND IGEN ELEKTROMAGNETISCHEN
             STRAHLUNG AUS SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN (STE)
ANHANG VI I  VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER ELEKTROMAGNETISCHEN STÖRFESTIGKEIT
             VON SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN (STE)
ANHANG VIII  MUSTER FÜR DEN BESCHREIBUNGSBOGEN (ANLAGE 1) UND DEN
             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN (ANLAGE 2)
ANHANG IX    MUSTER FÜR DEN BESCHREIBUNGSBOGEN (ANLAGE 1) UND DEN
             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN (ANLAGE 2) FÜR DEN TYP EINER
             SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEIT (STE)
 ---pagebreak---                             ANHANG I
                 ANFORDERUNGEN AN DIE FAHRZEUGE
1.  BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
1.1 Im Sinne dieses Kapitels bedeuten:
    "Elektromagnetische Verträglichkeit"
    Die Fähigkeit eines Fahrzeugs oder seiner
    elektronischen/elektrischen Systeme, in seiner elektromagnetischen
    Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne in dieser Umwelt
    unannehmbare elektromagnetische Störungen zu verursachen.
1.2 "Elektromagnetische Störungen"
    Jede elektromagnetische Erscheinung, die die Funktion eines
    Fahrzeugs oder eines seiner elektronischen/elektrischen Systeme
    beeinträchtigen könnte. Als elektromagnetische Störungen gelten
    elektromagnetisches Rauschen, ein unerwünschtes Signal oder
    Veränderungen im Ausbreitungsmedium.
1.3 "Elektromagnetische Störfestigkeit"
    Die Fähigkeit eines Fahrzeugs oder eines seiner
    elektronischen/elektrischen Systeme, während bestimmter
    elektromagnetischer Störungen ohne Funktionsbeeinträchtigung zu
    arbeiten.
1.4 "Elektromagnetische Umwelt"
    Die Gesamtheit der elektromagnetischen Erscheinungen, die in einer
    bestimmten Situation auftreten.
1.5 "Bezugsgrenze"
    Der Sollwert, auf den sowohl die Betriebserlaubnis des Fahrzeugtyps
    als auch die Grenzwerte für die Übereinstimmung der Produktion
    bezogen sind.
1.6  "Bezugsantenne"
    Ein Halbwellenresonanzdipol, der auf die Meßfrequenz eingestellt
     ist.
1.7  "Breitbandstrahlung"
    Eine Strahlung mit einer Bandbreite, die über der eines bestimmten
    Empfängers oder Meßgeräts liegt.
1.8 "Schmalbandstrah Iung"
    Eine Strahlung mit einer Bandbreite, die unter der eines bestimmten
    Empfängers oder Meßgeräts liegt.
 ---pagebreak---                                  -  t>to-
1.9    "Elektrische/elektronische selbständige technische Einheit (STE)"
       Das elektronische bzw. elektrische Bauteil oder die Gruppe von
       Bauteilen, die zum Einbau in ein Fahrzeug bestimmt sind und
       zusammen mit allen damit verbundenen elektrischen Anschlüssen und
       Kabeln eine oder mehrere besondere Funktionen ausführen.
1.10   "STE-Prüfung-
       Die Prüfung, die an einem oder mehreren besonderen STE durchgeführt
       wird.
1.11   "Fahrzeugtyp hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit"
       Fahrzeuge, die untereinander keine wesentlichen Unterschiede
       aufweisen in
1.11.1 der aligemeinen Anordnung der elektronischen bzw. elektrischen
       Baute!le,
1.11.2 Umfang, Form und Anordnung des Motors und der Lage der
       Hochspannungsverkabelung (falls vorhanden),
1.11.3 dem Werkstoff, aus dem sowohl das Fahrgestell aus auch der Aufbau
       des Fahrzeugs gebaut sind (z.B. ein Fahrgestell oder eine
       Karosserie aus Glasfaser, Aluminium oder Stahl).
1.12   "Typ einer STE hinsichtlich der elektromagnetischen
       Verträglichkeit"
       STE, die untereinander keine wesentlichen Unterschiede aufweisen
       hinsichtlich:
1.12.1 der von der STE ausgeführten Funktion,
1.12.2 der allgemeinen Anordnung der elektronischen bzw. elektrischen
       Bauteile.
1.13   "Direkte Steuerung des Fahrzeugs"
       Die Steuerung des Fahrzeugs durch den Fahrer, der die Lenkanlage,
       die Bremsen und den Gashebel betätigt.
2.     ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
2.1    Dem Antrag auf Bauartgenehmigung eines Fahrzeugtyps hinsichtlich
       der elektromagnetischen Verträglichkeit sind neben den in
       Anhang VI 11 Anlage 1 vorgesehenen Angaben beizufügen:
2.1.1  Ein Verzeichnis aller spezifischen Kombinationen der
       elektronischen/elektrischen Systeme oder STE, sowie des Typs, der
       Versionen und Varianten des zu genehmigenden Fahrzeugs. Als
       spezifische elektronische/elektrische Systeme und STE gelten
       diejenigen, die eine bedeutende breitbandige oder schmalbandige
       Strahlung aussenden können bzw., die die unmittelbare Kontrolle
       über das Fahrzeug betreffen (siehe 5.4.2.2 dieses Anhangs).
                                                                           (20
 ---pagebreak---                                    -5JT4-
2.1.2 Eine für die Verträglichkeitsprüfung unter den verschiedenen
      Komb iniat Ionen der für die Serienproduktion bestimmten
      elektrischen/elektronischen Systeme ausgewählte repräsentative STE.
2.2   Dem Antrag auf Bauartgenehmigung einer selbständigen technischen
      Einheit in bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit sind
      neben den in Anhang IX Anlage 1 vorgesehenen Angaben beizufügen:
2.2.1 Unterlagen, in denen die technischen Merkmaie der STE beschrieben
      werden,
2.2.2 eine für den Typ repräsentative selbständige technische Einheit.
      Die zuständige Behörde kann ein weiteres Exemplar anfordern, wenn
      sie dies für erforderlich hält.
3.    AUFSCHRIFTEN
3.1   Alle STE mit Ausnahme der Verkabelung, jedoch einschließlich der
      Zündleitungen sind zu versehen mit:
3.1.1 der Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers der STE und seiner
      Baute!le;
3.1.2 der Handelsbezeichnung.
3.2   Diese Aufschriften müssen deutlich lesbar und unauslöschlich
      angebracht sein.
4.    BAUARTGENEHMIGUNG EINES FAHRZEUGTYPS
4.1   Entspricht das geprüfte Fahrzeug den Vorschriften dieses Kapitels,
      wird die Bauartgenehmigung erteilt, und sie gilt für alle in dem
      Verzeichnis nach 2.1.1 aufgeführten spezifischen Kombinationen.
4.2   Die mit den Bauartgenehmigungsprüfungen beauftragten technischen
      Dienste können jedoch Fahrzeuge von der Störfestigkeitsprüfung nach
      5.4 befreien, welche lediglich mit elektrischen oder elektronischen
      Einrichtungen ausgerüstet sind, die bei einem eventuellen Versagen
      die Sicherheitsfunktionen der Bremsen, der Licht- und
      SchalIzeicheneinrichtungen und der direkten Kontrolle über das
      Fahrzeug nicht beeinträchtigen. Solche, entsprechend begründeten
      Befreiungen müssen ausdrücklich im Prüfprotokoll vermerkt werden.
4.3   Bauartgenehmigung eines Fahrzeugs
      Folgende Alternativen zur Erlangung der Bauartgenehmigung des
      Fahrzeugs stehen zur Wahl:
4.3.1 Bauartgenehmigung einer vollständigen Anlage eines Fahrzeugs. FUr
      eine vollständige Anlage des Fahrzeugs kann die Bauartgenehmigung
      erteilt werden, wenn sie die Prüfbedingungen und -verfahren nach
      Nummer 5 erfüllt. Wählt der Fahrzeughersteller diese Alternative,
      sind keine Prüfungen der STE erforderlich.
 ---pagebreak---                                     - ."> U A
4.3.2   Bauartgenehmigung eines Fahrzeugtyps durch Prüfung der einzelnen
        STE.
        Der Fahrzeughersteller kann die Genehmigung für das Fahrzeug
        erhalten, wenn er der zuständigen Behörde nachweisen kann, daß alle
        betroffenen STE (siehe 2.1.1) einzeln gemäß den Bestimmungen dieses
        Kapitels genehmigt und entsprechend den darin vorgesehenen
        Bedingungen eingebaut wurden.
4.4     Bauartgenehmigung einer STE
        Die Bauartgenehmigung für eine STE kann erteilt werden, wenn sie
        erfolgreich den Prüfungen unterzogen wurde, deren Bedingungen und
        Verfahren unter Nummer 5 vorgesehen sind. Die Genehmigung kann Je
        nach Antrag des Herstellers für den Einbau in alle Fahrzeugtypen
        oder in einen oder mehrere bestimmte Typen erteilt werden.
5.      ANFORDERUNGEN
5.1     AI Igerne ine Anforderungen
        Die Fahrzeuge und STE sind so auszulegen und zu bauen, daß sie
        unter normalen Betriebsbedingungen die Anforderungen dieses
        Kapitels erfUIlen.
        Die Anwendung der Jeweils in den Anhängen IV und VII beschriebenen
        Meßverfahren zur PrUfung der Störfestigkeit von Fahrzeugen und STE
        gegen elektromagnetische Strahlung ist jedoch erst ab drei Jahren
        nach dem Inkrafttr.etungsdatum dieses Kapitels erfordert ich.
5.2     Vorschriften betreffend die breitband ige elektromagnetische
        Strahlung aus Fahrzeugen.
5.2.1   Meßverfahren
        Die elektromagnetische Strahlung, die durch den der PrUfung
        unterzogenen Fahrzeugtyp erzeugt wird, ist nach dem in Anhang II
        beschriebenen Verfahren zu messen.
5.2.2   Breitband-Bezugsgrenzen für Fahrzeuge.
5.2.2.1 Werden Messungen nach den Verfahren in Anhang II durchgeführt, mit
        einem Abstand Fahrzeug zu Antenne von 10,0 +/- 0,2 m, betragen die
        Bezugsgrenzen der Strahlung 34 dB (AtV/m) im Frequenzbereich von 30-
        75 MHz und 34-45 dB ifiV/m) im Frequenzbereich von 75-400 MHz, wobei
        dieser Grenzwert bei Frequenzen über 75 MHz nach Anlage 1 zu diesem
        Anhang logarithmisch ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz
        bleibt der Grenzwert konstant bei 45 dB (/xV/m).
5.2.2.2 Werden Messungen nach den Verfahren in Anhang II durchgeführt mit
        einem Abstand Fahrzeug zu Antenne von 3,0 +/- 0,05 m, betragen die
        Bezugsgrenzen der Strahlung 44 dB t/iV/m) im Frequenzbereich von 30-
        75 MHz und 44-55 dB (/tV/m) im Frequenzbereich von 75-400 MHz, wobei
        dieser Grenzwert bei Frequenzen über 75 MHz nach Anlage 2 zu diesem
        Anhang logarithmisch ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz
        bleibt der Grenzwert konstant bei 55 dB (/zV/m).
 ---pagebreak---                                    -3H-
5.2.2.3 Bei dem zur PrUfung vorgeführten Fahrzeugtyp müssen die gemessenen
        Werte, ausgedrückt in dB (fiV/m) mindestens 2,0 dB unter der
        Bezugsgrenze liegen.
5.3     Vorschriften betreffend die schmalband ige elektromagnetische
        Strahlung aus Fahrzeugen.
5.3.1   Meßverfahren
        Die durch den der Prüfung unterzogenen Fahrzeugtyp erzeugte
        elektromagnetische Strahlung wird nach dem in Anhang IM
        beschriebenen Verfahren gemessen.
5.3.2   Schmalband-Bezugsgrenzen für Fahrzeuge
5.3.2.1 Werden Messungen nach dem Verfahren in Anhang IM durchgeführt mit
        einem Abstand Fahrzeug zu Antenne von 10,0 +/- 0,2 m, betragen die
        Bezugsgrenzen der Strahlung 24 dB (/uV/m) im Frequenzbereich von 30-
        75 MHz und 24-35 dB (ftV/m) im Frequenzbereich von 75-400 MHz, wobei
        dieser Grenzwert bei Frequenzen über 75 MHz nach Anlage 3 zu diesem
        Anhang logarithmisch ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz
        bleibt der Grenzwert konstant bei 35 dB (pV/m).
5.3.2.2 Werden Messungen nach den Verfahren in Anhang IM durchgeführt mit
        einem Abstand Fahrzeug zu Antenne von 3,0 +/- 0,05 m, betragen die
        Bezugsgrenzen der Strahlung 34 dB (ftV/m) im Frequenzbereich von 30-
        75 MHz und 34-45 dB (/iV/m) im Frequenzbereich von 75-400 MHz, wobei
        dieser Grenzwert bei Frequenzen über 75 MHz nach Anlage 4 zu diesem
        Anhang logarithmisch ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz
        bleibt der Grenzwert konstant bei 45 dB (/uV/m).
5.3.2.3 Bei dem der PrUfung unterzogenen Fahrzeugtyp müssen die gemessenen
        Werte, ausgedrückt in dB (/xV/m), mindestens 2,0 dB unter der
        Bezugsgrenze liegen.
5.4     Vorschriften betreffend die Störfestigkeit von Fahrzeugen gegen
        elektromagnetische Strahlung.
5.4.1   Meßverfahren
        Die Störfestigkeit gegen elektromagnetische Strahlung des
        Fahrzeugtyps ist nach dem in Anhang IV beschriebenen Verfahren zu
        prUfen.
5.4.2   Bezugsgrenzen der Störfestigkeit des Fahrzeugs
5.4.2.1 Werden Messungen nach den Verfahren in Anhang IV durchgeführt, muß
        die Bezugsgrenze der Feldstärke im Frequenzbereich von 20-1000 MHz
        20 Volt/m r.m.s. betragen.
5.4.2.2 Bei dem für den der PrUfung unterzogenen Typ repräsentativen
        Fahrzeug darf keine durch den FahrzeugfUhrer oder irgendeinen
        anderen Verkehrsteilnehmer feststellbare Beeinträchtigung der
        unmittelbaren Kontrolle über das Fahrzeug eintreten, wenn sich das
        Fahrzeug in dem in Nummer 4 des Anhangs IV beschriebenen
 ---pagebreak---                                    -Hh-
        Zustand befindet und einer Feldstärke, ausgedrückt in Volt/m
        ausgesetzt ist, die 25 X über dem Bezugswert liegt.
5.5     Vorschriften betreffend die elektromagnetische Breitbandstrahlung
        von STE
5.5.1   Meßverfahren
        Die elektromagnetische Strahlung, die durch die zur Erteilung einer
        Bauartgenehmigung vorgestellte STE erzeugt wird, wird nach dem in
        Anhang V beschriebenen Verfahren gemessen.
5.5.2   Breitband-Bezugsgrenzwerte fUr STE
5.5.2.1 Wird die Messung nach dem Verfahren in Anhang V durchgeführt,
        liegen die Bezugsgrenzwerte der Strahlung bei 64-54 dB (/xV/m) im
        Frequenzbereich von 30-75 MHz, wobei dieser Grenzwert logarithm!seh
        abnimmt, und bei 54-65 dB (/iV/m) im Frequenzbereich von 75-400 MHz,
        wie in der Anlage 5 dieses Anhangs beschrieben, logarithm!seh
        ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz bleibt der Grenzwert
        konstant bei 65 dB (/aV/m).
5.5.2.2 Bei der zur PrUfung vorgestellten STE müssen die gemessenen Werte,
        ausgedrückt in dB (/xV/m) mindestens 2,0 dB unter den
        Bezugsgrenzwerten liegen.
5.6     Vorschriften betreffend die elektromagnetische Schmalbandstrahlung
        von STE
5.6.1   Meßverfahren
        Die elektromagnetische Strahlung, die durch die zur Erteilung einer
        Bauartgenehmigung vorgestellten STE erzeugt wird, wird nach dem in
        Anhang VI beschriebenen Verfahren gemessen.
5.6.2   Schmalband-Bezugsgrenzwerte der STE
5.6.2.1 Werden Messungen nach dem in Anhang VI beschriebenen Verfahren
        durchgeführt, liegen die Bezugsgrenzwerte der Strahlung bei 54-44
        dB (/xV/m) im Frequenzbereich von 30-75 MHz, wobei dieser Grenzwert
        logarithm!seh abnimmt, und bei 44-55 dB (/xV/m) im Frequenzbereich
        von 75-400 MHz, wie in der Anlage 6 dieses Anhangs angegeben,
        linear ansteigt. Im Frequenzbereich von 400-1000 MHz bleibt der
        Grenzwert konstant bei 55 dB (/xV/m). '
5.6.2.2 Bei der zur Genehmigung vorgestellten STE müssen die gemessenen
        Werte, ausgedrückt in dB (//V/m) mindestens 2,0 dB unter den
        Bezugsgrenzwerten liegen.
5.7     Vorschriften hinsichtlich der Störfestigkeit von STE gegen
        elektromagnetische Strahlung
5.7.1   Meßverfahren
        Die Störfest Igkeit der zur Bauartgenehmigung vorgelegten STE gegen
        elektromagnetische Strahlung ist nach einem der in Anhang VII
        beschriebenen Verfahren zu prüfen.
5.7.2   Bezugsgrenzwerte der Störfestigkeit von STE
 ---pagebreak---                                     -3£JT~
5.7.2.1 Wird die Messung nach den in Anhang Vit beschriebenen Verfahren
        durchgeführt, liegen die Bezugswerte der Störfestigkeitsprüfung bei
        10 Volt/m bei dem Streifenleitungsprüfverfahren, bei 50 Volt/m bei
        dem TEM-Zellen-Prüfverfahren (Transverse Electromagnetic Mode), bei
        40 mA für das Stromeinspeisungs-Prüfverfahren (ICM) und bei 20
        Volt/m für das Prüfverfahren durch freie Felder.
5.7.2.2 Die zur Prüfung vorgelegten für den Typ repräsentativen STE dürfen,
        wenn sich das Fahrzeug in dem in Anhang IV Abschnitt 4
        beschriebenen Zustand befindet, bei einer Feldstärke oder
        Stromstärke, ausgedrückt in geeigneten linearen Einheiten, die 25 X
        über dem Bezugswert liegen, keine Funktionsstörung aufweisen, die
        irgendeine vom Fahrer oder anderen Verkehrsteilnehmern zu
        beobachtende Beeinträchtigung der direkten Kontrolle über das
        Fahrzeug verursacht.
6.      ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
6.1     Bei der Überprüfung der Übereinstimmung eines der Serie entnommenen
        Fahrzeugs wird davon ausgegangen, daß die Produkt ion die
        Bedingungen dieses Kapitels hinsichtlich der breitbandigen und
        schmal band igen Strahlung erfüllt, wenn die gemessenen Werte des
        Fahrzeugs die unter 5.2.2.1, 5.2.2.2 und 5.3.2.1 oder 5.3.2.2
        vorgeschriebenen Bezugsgrenzen um nicht mehr als 2 dB
        überschreiten.
6.2     Liegt mindestens einer der Meßwerte bei dem der Serie entnommenen
        Fahrzeug um mehr als 2 dB über den Jeweils unter 5.2.2.1, 5.2.2.2
        und 5.3.2.1 oder 5.3.2.2 vorgeschriebenen Bezugsgrenzen, kann der
        Hersteller verlangen, daß diese Messungen an einer Stichprobe von
        mindestens sechs der Serie entnommenen Fahrzeugen vorgenommen
        werden. Stehen aus praktischen Gründen weniger als sechs Fahrzeuge
        zum Zweck der PrUfung zur Verfügung, muß Jedes zusätzliche Fahrzeug
        die jeweils in 5.2.2.1, 5.2.2.2, 5.3.2.1 und 5.3.3.2 genannten
        Bezugsgrenzen einhalten.
6.3     Bei der Überprüfung der Übereinstimmung eines aus der Serie
        entnommenen Fahrzeugs mit der Produktion wird davon ausgegangen,
        daß die Produktion mit den Bedingungen dieses Kapitels hinsichtlich
        der elektromagnetischen Störfestigkeit des Fahrzeugs übereinstimmt,
        wenn bei dem genannten Fahrzeug keinerlei Beeinträchtigung der
        unmittelbaren Kontrolle durch den Fahrzeugführer oder irgendeinen
        anderen Verkehrsteilnehmer zu beobachten ist, wenn sich das
        Fahrzeug in dem unter 4 des Anhangs 4 beschriebenen Zustand
        befindet und einer Feldstärke, ausgedrückt in Volt/m, von bis zu 80
        X der unter 5.4.2.1 beschriebenen Bezugsgrenzen ausgesetzt ist.
6.4     Erfüllt ein der Serie entnommenes Fahrzeug die Bedingungen nach 6.3
        nicht, kann der Hersteller verlangen, daß weitere Messungen an
        einer Stichprobe von mindestens sechs der Serie entnommenen
        Fahrzeugen vorgenommen werden. Stehen aus praktischen Gründen
        weniger als sechs Fahrzeuge zum Zweck der PrUfung zur Verfügung,
        muß Jedes zusätzliche Fahrzeug die in 5.4.2.1 genannten
        Bezugsgrenzen einhalten.
 ---pagebreak---                                 -uc-
6.5 Wird die Übereinstimmung einer in Serie gefertigten STE überprüft,
    gilt die Erfüllung der Anforderungen dieses Kapitels durch die
    Produktion hinsichtlich gestrahlter breitbandiger und
    schmal band iger Strahlung als gewährleistet, wenn die gemessenen
    Werte, die in den Nummern 5.5.2.1 und 5.6.2.1 genannten
    Bezugsgrenzwerte um nicht mehr als 2 dB überschreiten.
6.6 Liegt mindestens einer der Meßwerte bei der der Serie entnommenen
    STE um mehr als 2 dB über den in den Nummern 5.5.2.1 und 5.6.2.1
    genannten Grenzwerten, kann der Hersteller verlangen, daß Messungen
    an einer Stichprobe von mindestens 6 der Serie entnommenen STE
    vorgenommen werden. Stehen aus praktischen Gründen weniger als
    sechs STE zum Zwecke der Prüfung zur Verfügung, muß Jede
    zusätzliche STE die in den Nummern 5.5.2.1 und 5.6.2.1 genannten
    Bezugsgrenzwerte einhalten.
6.7 Wird die Übereinstimmung einer der Serie entnommenen STE überprüft,
    gilt die Erfüllung der Anforderungen dieses Kapitels durch die
    Produktion hinsichtlich der elektromagnetischen Störfestigkeit als
    gewährleistet, wenn die STE keine Funktionsstörungen aufweisen,
    welche die Ursache von durch den Fahrzeugführer oder andere
    Verkehrsteilnehmer zu beobachtenden Beeinträchtigungen der
    unmittelbaren Kontrolle über das Fahrzeug sein können, wobei dieses
    sich in dem in Anhang IV Nummer 4 beschriebenen Zustand befindet
    und einer Feldstärke oder Stromstärke von bis zu 80 X der unter
    5.7.2.1 vorgeschriebenen Bezugsgrenzwerte ausgesetzt ist.
6.8 Erfüllen die der Serie entnommenen STE die Anforderungen von 6.7
    dieses Anhangs nicht, kann der Hersteller verlangen, daß Messungen
    an einer Stichprobe von mindestens sechs der Serie entnommenen STE
    vorgenommen werden. Stehen aus praktischen Gründen weniger als
    sechs STE zum Zweck der PrUfung zur Verfügung, muß jede zusätzliche
    STE die in 5.7.2.1 vorgeschriebenen Bezugsgrenzwerte erreichen.
7.  AUSNAHMEN
7.1 Bei Fahrzeugen mit Kompressionszündungsmotor wird davon
    ausgegangen, daß sie die Vorschriften von 5.2.2. einhalten.
7.2 Enthält ein Fahrzeug oder eine elektrische/elektronische STE keinen
    elektronischen Oszillator mit einer Betriebsfrequenz über 9 kHz,
    wird davon ausgegangen, daß es die Vorschriften von 5.3.2 des
    Anhangs M I erfülIt.
7.3 Fahrzeuge ohne empfindliche elektronische Ausrüstung sind von den
    Prüfungen nach Anhang IV befreit.
7.4 Bei STE, deren Funktionen keinen Einfluß auf die unmittelbare
    Kontrolle über das Fahrzeug haben, ist die PrUfung der
    Störfestigkeit fakultativ.
 ---pagebreak---                  -Sit
              ANHANG I
               ANLAGE 1
Grenzwert L C dß (MV/m)], bei Frequenz f (MHz)
           75                        «00       1000
     Frequenz - Megahertz * logarithmisch
               siehe 5.2.2.1
 ---pagebreak--- ANHANG 1
ANLAGE 2
 ---pagebreak---   -#?•
ANHANG I
ANLAGE 3
 ---pagebreak---                     ?>U>-
                 ANHANG I
                 ANLAGE 4
   Grenzwert L (dß(uV/ni)] , l>H Frequenz f (MHz)
                                                  1
10           75                         «00        1000
       Frequenz - Megahertz - logarithm!seh
                  siehe 5.3.2.2
 ---pagebreak---   -3.W-
ANHANG I
ANLAGE 5
 ---pagebreak---                                           -3?i
                                        ANHANG I
                                        ANLAGE 6
                      Grenzwert. I       [dB(pV/m)] , bei Frequenz f (MHz)
  Bandbreite
                      J0-75                        75-40Û                       400-1000
                       MHZ                            MHZ                         MHx
        120 kHz       l * S4 •>         U i <         15,13 log (in$)             L«5S
                  25.13 log (t/30)
rMittelwert
  Bandbreite
       120 k *a
[tfllyV/mi                                Linear,wenn Dar-
                                         slcllung dB versus*
                                             .I.9.9. .f.r.fj9.V.e.9.?.
                                                                             So    400 7S0 t»0]
                                     i t Punkitrequenzen
                30                 75                                      400                tooo
                          Frequenz - Megahertz -                   logarithmisch
                                           siehe 5 . 6 . 2 . 1
 ---pagebreak---                                   -w-
                               ANHANG II
    VERFAHREN ZUR MESSUNG DER BREITBANDIGEN ELEKTROMAGNETISCHEN
                      STRAHLUNG AUS FAHRZEUGEN
1.    ALLGEMEINES
1.1   Meßeinrichtungen
      Die Meßeinrichtungen müssen den Vorschriften der Veröffentlichung
      Nr. 16 (2. Ausgabe), des internationalen Sonderausschusses für
      Funkentstörung (CISPR) entsprechen.
      FUr die Messung der breitband igen elektromagnetischen Strahlung
      wird ein Quasispitzenwertdetektor verwendet.
1.2   Prüfverfahren
      Die PrUfung dient zur Messung der breitbandigen Strahlung, die von
      Systemen mit FremdzUndung und von Elektromotoren ausgehen, mit
      denen Systeme für den Dauerbetrieb ausgerüstet sind (wie
      elektrische Antriebsmotoren, Motoren von Beheizungs-
      /Antibeschlagsystemen, Kraftstoffpumpen usw.).
      Zwei alternative Bezugsantennenabstände sind erlaubt, die im
      gegensei ten Einverständnis des Herstellers und des technischen
      Dienstes festgeigt werden: 10 m oder 3 m zum Fahrzeug. In jedem
      Fall müssen die Anforderungen von Paragraph 3 dieses Anhangs
      erfUIIt werden.
2.    MESSERGEBNISSE
      Die Meßergebnisse werden in dB (fiV/m) fUr 120 kHz Bandbreite
      angegeben. Wenn die tatsächliche Bandbreite B (in kHz) des
      Meßgeräts von 120 kHz leicht abweicht, sind die Meßwerte in fiV/m
      auf 120 kHz Bandbreite durch Multiplikation mit dem Faktor 120/B
      umzurechnen. B muß kleiner als 120 KHz sein.
3.    PRÜFBEDINGUNGEN
3.1   Die Messungen müssen auf ebenem, freiem Gelände vorgenommen werden,
      das innerhalb eines Kreises von mindestens 30 m Radius mit dem
      Mittelpunkt genau zwischen dem Fahrzeug und der Antenne frei von
      elektromagnetisch reflektierenden Oberflächen ist (siehe Abbildung
      1 von Anlage 1 ) . Das Meßgelände kann aber auch ein beliebiger Platz
      sein, der die Bedingungen der Abbildung 2 der Anlage 1 erfüllt.
3.2   Die Meßeinrichtung, die Prüfkabine oder das Fahrzeug, in dem das
      Meßgerät untergebracht ist, befindet sich auf dem Prüfgelande, in
      dem in Abbildung 1 von Anlage 1 gezeigten Bereich. Entspricht das
      Prüfgelande den Bedingungen der Abbildung 2 der Anlage 1, muB sich
      das Meßgerät außerhalb des in der Abbildung 2 gezeigten Bereichs
      befinden.
3.3   Für die Prüfungen können geschlossene Prüfan lagen verwendet werden,
      wenn nachgewiesen werden kann, daß die Ergebnisse in diesen
      PrUfanlagen mit denen auf dem freien Prüfgelände Übereinstimmen.
      Diese Anlagen brauchen die maßlichen
 ---pagebreak---                                 •i>h-
    Anforderungen nach Abbildung 1 und 2 der Anlage 1 nicht zu
    erfüllen, mit Ausnahme der Anforderung betreffend den Abstand des
    Fahrzeugs zur Antenne und die Höhe der Antenne.
3.4 Um sicherzustellen, daß kein Fremdgeräusch oder Fremdsignal mit
    einfällt, das die Ergebnisse wahrnehmbar beeinflussen könnte, sind
    vor und nach der eigentlichen Messung Überprüfungen vorzunehmen.
    Ist das Fahrzeug während der Umgebungsmessungen anwesend, muß
    sichergestellt werden, daß keine vom Fahrzeug ausgehende Strahlung
    die Umgebungsmessungen wesentlich beeinflußt, z.B. durch Abziehen
    des Zündschlüssels oder Abklemmen der Batterie nach Entfernen des
    Fahrzeugs vom Prüfgelande. Bei beiden Messungsarten muß das
    Fremdgeräusch oder Fremdsignal mindestens 10 dB unter den
    Grenzwerten Jeweils nach 5.2.2.1 oder 5.2.2.2 von Anhang I liegen,
    außer bei der gewollten Übertragung von schmal band igen Signalen.
4.  ZUSTAND DES FAHRZEUGS WAHREND DER PRÜFUNG
4.1 Motor
    Der Motor muß mit normaler Betriebstemperatur laufen und das
    Getriebe muß sich in Leer laufstelIung befinden. Wenn dies aus
    praktischen Gründen nicht erreicht werden kann, müssen in
    gegenseitigem Einverständnis zwischen dem Hersteller und dem
    technischen Dienst Ersatzlösungen gesucht werden. Es ist darauf zu
    achten, daß der die Drehzahl einsteilende Mechanismus die
    elektromagnetische Strahlung des Fahrzeugs in keiner Weise
    beeinflußt. Bei Jeder Messung müssen die folgenden
    Betriebsbedingungen des Motors vorliegen:
     Art des Motors                          Meßverfahren
     Fremdzünduna                 Quasi-Spitzenwert
     Ein Zylinder                       2.500 U/min +/- 10 %
     mehr als ein Zylinder              1.500 U/min +/- 10 %
     Elektromotoren                3/4 der vom Hersteller
                                   deklarierten Höchstleistung
4.2 Vom Fahrzeugführer betätigte Anlagen
    Die vom Fahrzeugführer betätigten Anlagen sind fUr den
    ununterbrochenen Betrieb ausgelegt (einschließlich der Komponenten
    wie die Motoren der Ventilatoren für die Heizung und die
    Klimaanlage, Jedoch ausschließlich der Motoren zur Einstellung der
    Sitze und zur Betätigung der Scheibenwischer), und müssen in der
    Stellung mit dem höchsten Stromverbrauch funktionieren.
4.3 Bei Regen oder innerhalb von zehn Minuten nach Ende der
    Niederschläge darf die Prüfung nicht durchgeführt werden.
4.4 Der Fahrzeugführer muß den Fahrersitz einnehmen, wenn das nach
    Ansicht des technischen Dienstes den ungünstigsten Fall darstellt.
 ---pagebreak---                                                  33
5.      ART, LAGE UND AUSRICHTUNG DER ANTENNE
5.1     A r t der A n t e n n e
        Jede linear polarisierte Antennenart ist zulässig, vorausgesetzt
        sie kann auf d i e B e z u g s a n t e n n e normalisiert w e r d e n .
5.2     Meßhöhe und -abstand
5.2.1   Höhe
5.2.1.1 10 m-Prüfung
        Das Phasenzentrum der Antenne muß 3,0 +/- 0,05 m über der Ebene
        liegen, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.1.2 3 m-Prüfung
        Das Phasenzentrum der Antenne muß 1,8 +/- 0,05 m über der Ebene
        liegen, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.1.3 Kein Teil der Empfangselemente der Antenne darf sich näher als 0,25
        m zu der Ebene befinden, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.2   Meßabstand
5.2.2.1 10 m-Prüfung
        Der horizontale Abstand von dem Phasenzentrum der Antenne zur
        Oberfläche der Fahrzeugkarrosserie muß 10,0 +/- 0,02 m betragen.
5.2.2.2 3 m-Prüfung
        Der horizontale Abstand vom Phasenzentrum der Antenne zur
        Oberfläche der Fahrzeugkarrosserie muß 3,0 +/- 0,05 m betragen.
5.2.2.3 Wird die PrUfung in einer Anlage durchgeführt, die zum Zweck der
        elektromagnetischen Abschirmung von Hochfrequenzstrahlungen
        geschlossen ist, dürfen die Empfangselemente der Antenne nicht
        näher als 0,5 m zu Jedem strahlenabsorbierenden Material und nicht
        näher als 1,5 m zur Wand der geschlossen Anlage liegen. Zwischen
        der Empfangsantenne und dem zu prüfenden Fahrzeug darf sich kein
        absorbierendes Material befinden.
5.3     Lage der Antenne zum Fahrzeug
        Die Antenne ist nacheinander auf der linken und rechten
        Fahrzeugseite aufzustellen, wobei sie sich parallel zur
        Längsmittelebene des Fahrzeugs und in Höhe der Motormitte befinden
        muß (siehe Abbildungen 1 und 2 der Anlage 1 ) .
5.4     Richtung der Antenne
        FUr Jeden Meßpunkt sind Messungen, einmal mit der Antenne In einer
        vertikalen und anschließend in einer horizontalen Polarisation
        auszuführen (siehe Abbildung 3 der Anlage 1 ) .
 ---pagebreak---                                - 1H-
5.5 Meßwerte
    Der Höchstwert der vier gemäß 5.3 und 5.4 für Jede Frequenz
    durchgeführten Messungen gilt als für diese Frequenz maßgebend.
6.  FREOUENZEN
6.1 Messungen
    Die Messungen sind im Frequenzbereich von 30-1000 MHz vorzunehmen.
    Es wird davon ausgegangen, daß ein Fahrzeug im gesamten
    Frequenzbereich die erforderlichen Grenzwerte einhält, wenn die
    erforderlichen Grenzwerte für die folgenden elf Frequenzen
    eingehalten sind: 45, 65, 90, 150, 180, 220, 300, 450, 600, 750 und
    900 MHz. Falls der Grenzwert während der PrUfung überschritten
    wird, muß sichergestellt werden, daß dies auf das Fahrzeug und
    nicht auf die Hintergrundstrahiung zurückzuführen ist.
6.2 Toleranzen
    Punktfrequenz                        Toleranz
    (MHZ)                          (MHz)
    45, 65, 90, 150, 180          ± 5
    und 220
    300, 450, 600
    750 und 900             ± 20
    Die Toleranzen gelten für die angeführten Frequenzen und sind dazu
    bestimmt, Störungen von Sendern auszuweichen, die gegebenenfalls
    auf oder nahe bei den Nennpunktfrequenzen während der Meßzeit
    arbeiten.
                                                                        (21
 ---pagebreak---                             33*-
                        ANHANG I I
                         ANLAGE 1
                       ABBILDUNG 1
                  Fährzeug -      Testgelände
  ebenes freies Gelände, frei von elektromagnetisch
               reftaktierenden Oberflächen
                Siehe : CISPR 12. Ausgabe 2
                                           \
                                                 \
                                                    \
                                                      \
                                 Mittelpunkt eines freien .
                                 Geländes mit 30 m Radius I
                                 genau zwischen Antenne
                                 und Fahrzeug
                                                               i
                        3- Antenne
                                             r
                                                             ¥
                                                            I
                                                          I
                                                        /
                                                    /
\   erlaubter Bereich "für Meßgeräte (oder •'
            Testkabine oder Fahrzeug)         s^
 ---pagebreak---                           -3tf-
                       ANHANG M
                        ANLAGE 1
                      ABBILDUNG 2
                  FAHRZEUGTESTGELÄNDE
Ebenes freies Gelände, frei von elektromagnetisch reflektierenden
Oberflächen
Das Gelände hat die Form einer Ellipse
Siehe: CISPR 12, Ausgabe 2
 ---pagebreak---                                                - 3 S«/ -
                                            ANHANG I I
                                             ANLAGE I
                                          ABBILDUNG 3
                             LAGE DER ANTENNE ZUM FAHRZEUG
                  f        U- 10.0 ±0   0.2 m .
                           '    (3.00 ± 0.,05
                                          ( m)
   3.00 ± 0.05 m
  (1,80 ± 0.05 m )
                                                       Vorderansicht
Dipolantenne in der Stellung für die Messung des senkrechten Anteils der
Strahlung.
                                     FAHRZEUG
                                                                       Motormittelpunkt
                 10.0 ± 0.2 m ^
               (3.00 ± 0.05 m )           MOTOR
                                                            Draufsicht
  Dipolantenne in der Stellung für die Messung des waagerechten Anteils der
  Strahlung.
 ---pagebreak---                                -ihc
                           ANHANG III
            VERFAHREN ZUR MESSUNG DER SCHMALBAND IGEN
          ELEKTROMAGNETISCHEN STRAHLUNG AUS FAHRZEUGEN
1.  ALLGEMEINES
1.1 Meßeinrichtungen
    Die Meßeinrichtungen müssen den Vorschriften der Veröffentlichung
    Nr. 16 (2. Ausgabe) des internationalen Sonderausschusses für
    Funkentstörung (CISPR) entsprechen.
    Für die Messung der schmal band igen elektromagnetischen Strahlung
    wird ein Mittelwertdetektor verwendet.
1.2 Prüfverfahren
    Die Prüfung dient zur Messung der schmal band igen
    elektromagnetischen Strahlung, die von mikroprozessorgesteuerten
    Systemen oder von anderen schmal band igen Quellen ausgehen können.
    Zwei alternative Antennenabstände sind zulässig, die in
    gegenseitigem Einverständnis des Hersteilers und des technischen
    Dienstes festgelegt werden: 10 m oder 3 m zum Fahrzeug. In beiden
    Fällen müssen die Bedingungen nach Nummer 3 erfüllt sein. Zunächst
    (etwa 2-3 Minuten lang) kann aus einer gewählten Lage und
    Polarisierung der Antenne der Frequenzbereich entsprechend 6.1
    abgetastet werden. Dabei wird ein Spektral analysator oder ein
    automatischer Empfänger zur Ermittlung der Höchstfrequenzen der
    Strahlung verwendet. Das kann für die Wahl der zu prüfenden
    Frequenzbänder nützlich sein (siehe 6 ) .
2.  MESSERGEBNISSE
    Die Meßergebnisse werden in dB (£tV/m) angegeben.
3.  PRÜFBEDINGUNGEN
3.1 Die Messungen müssen auf ebenenem, freiem Gelände vorgenommen
    werden, das innerhalb eines Kreises von mindestens 30 m Radius mit
    dem Mittelpunkt genau zwischen dem Fahrzeug und der Antenne frei
    von elektromagnetisch reflektierenden Oberflächen ist (siehe
    Abbildung 1 der Anlage 1 zu Anhang II). Das Prüfgelande kann Jedoch
    auch ein beliebigier Platz sein, der die Bedingungen der Abbildung
    2 der Anlage 1 zu Anhang II erfüllt.
3.2 Sowohl die Meßeinrichtung als auch die Prüfkabine oder das
    Fahrzeug, in dem sich die Meßeinrichtung befindet, stehen innerhalb
    des PrUfgeländes, Jedoch nur in dem in der Abbildung 1 der Anlage 1
    zu Anhang II angegebenen Teil. Im Falle eines PrUfgeländes, das
    alle Bedingungen der Abbildung 2 der Anlage 1 zu Anhang II erfüllt,
    muß s ich die Meßeinrichtung außerhalb des in dieser Abbildung
    angegebenen Teils befinden.
 ---pagebreak---                                     -ih4
3.3     Für die Prüfung können geschlossene Anlagen verwendet werden, wenn
        nachgewiesen werden kann, daß zwischen den geschlossenen Anlagen
        und dem freien Prüfgelande Übereinstimmung hinsichtlich der
        Ausbreitung und Absorption elektromagnetischer Wellen besteht.
        Diese Anlagen brauchen die maß liehen Anforderungen nach Abbildung 1
        und 2 der Anlage 1 zu Anhang M nicht zu erfüllen, mit Ausnahme der
        Bedingungen betreffend den Abstand der Antenne zum Fahrzeug und die
        Höhe der Antenne.
3.4     Um sicherzustellen, daß kein Fremdgeräusch oder Fremdsignal mit
        einfällt, das die Ergebnisse wahrnehmbar beeinflussen könnte, sind
        vor und nach der eigentlichen Messung Überprüfungen vorzunehmen. Es
        ist sicherzustellen, daß die vom Fahrzeug ausgehende Strahlung die
        Messungen nicht in nennenswerter Weise beeinträchtigen; das kann
        beispielsweise durch Abziehen des Zündschlüssels oder durch
        Abklemmen der Batterie(n) nach dem Entfernen des Fahrzeugs vom
        Prüfgelande geschehen. Bei beiden Messungen muß das Fremdgeräusch
        oder Fremdsignal mindestens 10 dB unter den Störungsgrenzwerten
        nach 5.3.2.1 oder 5.3.2.2 (entsprechend dem Abstand
        Fahrzeug/Antenne) des Anhangs I liegen, außer bei der gewollten
        Übertragung von schmal band igen Signalen.
4.      ZUSTAND DES FAHRZEUGS WAHREND DER PRÜFUNG
4.1     Alle elektronischen Systeme des Fahrzeugs müssen sich unter den
        normalen Betriebsbedingungen eines stehenden Fahrzeugs befinden.
4.2     Die Zündung muß eingeschaltet sein. Der Motor darf nicht in Betrieb
        se i n.
4.3     Bei Regen oder innerhalb von zehn Minuten nach Ende der
        Niederschläge dUrfen keine Messungen durchgeführt werden.
5.      ART, LAGE UND AUSRICHTUNG DER ANTENNE
5.1     Art der Antenne
        Jede beliebige Antennenart mit linearer Polarisation ist zulässig,
        vorausgesetzt, sie kann auf die Bezugsantenne normalisiert werden.
5.2     Höhe und Meßabstand.
5.2.1   Höhe
5.2.2.1 10 m-Prüfung
        Das Phasenzentrum der Antenne muß 3,00 +/- 0,05 m über der Ebene
        liegen, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.1.2 3 m-Prüfung
        Das Phasenzentrum der Antenne muß sich 1,8 +/- 0,05 m über der
        Ebene befinden, auf der das Fahrzeug steht.
 ---pagebreak--- 5.2.1.3 Kein Teil der Empfangselemente der Antenne darf sich näher als
        0,25 m zu der Ebene befinden, auf der das Fahrzeug steht.      *
5.2.2   Meßabstand
5.2.2.1 10 m-Prüfung
        Der horizontale Abstand von dem Phasenzentrum der Antenne bis zur
        Oberfläche der Karrosserie des Fahrzeugs muß 10,0 m +/- 0,2 m
        betragen.
5.2.2.2 3 m-Prüfung
        Der horizontale Abstand vom Phasenzentrum der Antenne bis zur
        Oberfläche der Karrosserie des Fahrzeugs muß 3,00 +/- 0,05 m
        betragen.
5.2.2.3 Wird die PrUfung zur elektromagnetischen Abschirmung von
        Hochfrequenzstrahlungen in einer geschlossenen Anlage durchgeführt,
        dürfen sich die Empfangselemente der Antenne nicht näher als 0,5 m
        zu Jedem strahlenabsorbierenden Material und nicht näher als 1,5 m
        zur Wand der geschlossenen Anlage befinden. Zwischen der
        Empfangsantenne und dem zu prüfenden Fahrzeug darf sich kein
        absorbierendes Material befinden.
5.3     Lage der Antenne zum Fahrzeug
        Die Antenne ist nacheinander auf der linken und der rechten
        Fahrzeugsei te aufzustellen, wobei sie sich parallel zur
        Längsmittelebene des Fahrzeugs und in Höhe der Motormitte befinden
        muß (siehe Abbildung 3 der Anlage 1 zu Anhang II).
5.4     Richtung der Antenne
        FUr Jeden Meßpunkt sind Messungen, einmal mit der Antenne In einer
        horizontalen und einmal in einer vertikalen Polarisation
        durchzuführen (siehe Abbildung 3 der Anlage 1 zu Anhang II).
5.5     Meßwerte
        Der Höchstwert der vier nach 5.3 und 5.4 für Jede Frequenz
        durchgeführten Messungen gilt als die für diese Frequenz maßgebende
        Messung.
6.      FREQUENZEN
6.1     Messungen
        Die Messungen sind in dem Frequenzbereich von 30 bis 1.000 MHz
        durchzuführen. Dieser Bereich wird in elf Bänder eingeteilt. In
        Jedem Band kann eine Punktfrequenz geprüft werden, um zu
        überprüfen, ob die Strahlung innerhalb der erforderlichen
        Grenzwerte liegt. Es wird davon ausgegangen, daß ein Fahrzeug die
        erforderlichen Grenzwerte des gesamten Frequenzbereichs einhält,
        wenn es die erforderlichen Grenzwerte für Jeweils eine bestimmte
        Frequenz In Jeder der elf folgenen Frequenzbänder einhält:
 ---pagebreak---                                -3«.?-
    30-45; 45-80; 80-130; 130-170; 170-225; 225-300; 300-400; 400-525;
    525-700; 700-850; 850-1.000 MHz.
    Falls dieser Grenzwert während der Prüfung überschritten wird, muß
    sichergestellt werden, daß diese Überschreitung durch das Fahrzeug
    und nicht durch die Hintergrundstrahlung verursacht wird.
6.2 Liegt während der ersten nach dem unter 1.2 beschriebenen
    Prüfverfahren durchgeführten PrUfung die schmalbandige Strahlung
    fUr eines der unter 6.1 festgelegten Bänder mindestens 10 dB unter
    dem Bezugswert, wird davon ausgegangen, daß das Fahrzeug die
    Bedingungen dieses Anhangs für das entsprechende Frequenzband
    erfüllt und die vollständige PrUfung braucht somit nicht mehr
    durchgeführt zu werden.
 ---pagebreak---                                    -ï«<r
                                ANHANG IV
      VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER ELEKTROMAGNETISCHEN STÖRFESTIGKEIT
                              VON FAHRZEUGEN
1.       ALLGEMEINES
1.1      Prüfverfahren
         Diese Prüfung dient zum Nachweis der Störfestigkeit gegen eine
        Beeinträchtigung der direkten Kontrolle über das Fahrzeug. Das
         Fahrzeug ist den in diesem Anhang beschriebenen elektromagnetischen
         Feldern auszusetzen. Während der PrUfung wird das Fahrzeug
        überwacht.
2.       MESSERGEBNISSE
        Bei allen in diesem Anhang beschriebenen Prüfungen werden die
         Feldstärken In V/m ausgedrückt.
3.       PRÜFBEDINGUNGEN
        Die Prüfeinrichtung muß in der Lage sein, die Feldstärken in dem in
        diesem Anhang festgelegten Frequenzbereich zu erzeugen und muß die
        gesetzlichen (nationalen) Bedingungen für die Strahlung von
        elektromagnetischen Signalen erfüllen. Es ist darauf zu achten, daß
        die Steuerungs- und Überwachungsgeräte nicht von
        elektromagnetischen Feldern beeinflußt werden, die die Prüfungen
        ungültig machen könnten.
4.       ZUSTAND DES FAHRZEUGS WAHREND DER PRÜFUNG
4.1     Die Masse entspricht der Masse des Fahrzeugs in fahrbereitem
         Zustand.
4.1.1   Der Motor muß die Antriebsräder mit einer konstanten Drehzahl
         antreiben, die von dem technischen Dienst in Absprache mit dem
         Fahrzeughersteller zuvor festgelegt wurde. Das Fahrzeug wird auf
        einen angemessen belasteten Rollenprüfstand gestellt oder, falls
        ein solcher nicht vorhanden ist, auf elektromagnetisch isolierten
        Achsständern mit kleinster Bodenfreiheit aufgebockt.
4.1.2    Die Scheinwerfer für Abblendlicht sind einzuschalten.
4.1.3   Die linken oder rechten Fahrtrichtungsanzeiger sind in Betrieb.
4.1.4   Alle anderen Systeme befinden sich im normalen, betriebsbereiten
         Zustand des Fahrzeugs.
4.1.5   Das Fahrzeug darf mit dem Prüfgelande nicht elektrisch verbunden
         sein und zwischen dem Fahrzeug und den Ausrüstungen dürfen keine
        Verbindungen bestehen, außer es wird unter 4.1.1 oder 4.2
        ausdrücklich verlangt. Die Berührung der Räder mit dem Boden des
         PrUfgeländes gilt nicht als elektrische Verbindung.
 ---pagebreak---                                    -^r-
4.2     Bei elektrischen/elektronischen STE, die an der direkten Kontrolle
        Über das Fahrzeug beteiligt sind und die nicht unter den in 4.1.1
        beschriebenen Bedingungen in Betrieb sind, kann sie der technische
        Dienst nach mit dem Fahrzeughersteller vereinbarten Bedingungen
        separat prüfen.
4.3     Während der PrUfung am Fahrzeug sind nur störungsfreie Ausrüstungen
        zu verwenden. (Siehe Nr. 8)
4.4     Das Fahrzeug steht normalerweise mit der Vorderseite zur Antenne.
5.      ART, LAGE UND AUSRICHTUNG DER FELDERZEUGENDEN ANLAGE
5.1     Art der feiderzeugenden Anlage
5.1.1   Die felderzeugende Anlage ist so zu wählen, daß die verlangte
        Feldstärke am Bezugspunkt (siehe 5.4) bei den entsprechenden
        Frequenzen erreicht wird.
5.1.2   Bei der feiderzeugenden Anlage kann es sich entweder um eine
        Antenne (Antennen) oder um ein Transmission Line System (TLS)
        handeln.
5.1.3   Die feiderzeugende Anlage muß so gebaut und ausgerichtet sein, daß
        das erzeugte Feld in einer der folgenen Weisen polarisiert ist:
        (i) vertikal von 20-1000 MHz, oder
        (ii) horizontal im Bereich von 20-30 MHz.
5.2     Höhe und Abstand der Messungen
5.2.1   Höhe
5.2.1.1 Das Phasenzentrum der Antennen darf nicht weniger als 1,5 m über
        der Ebene liegen, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.1.2 Kein Teil der abstrahlenden Elemente der Antenne darf sich näher
        als 0,25 m zu der Ebene befinden, auf der das Fahrzeug steht.
5.2.2   Meßabstand
5.2.2.1 Unter normalen Betriebsbedingungen kann eine bessere Annäherung
        erzielt werden, wenn die felderzeugende Anlage so weit entfernt wie
        möglich vom Fahrzeug aufgestellt wird. Diese Entfernung liegt in
        der Regel zwischen 1 und 5 m.
5.2.2.2 Wird die PrUfung in einer geschlossenen Anlage durchgeführt, dürfen
        die abstrahlenden Elemente der felderzeugenden Anlage nicht näher
        als 0,5 m zu dem strahlenabsorbierenden Material und nicht näher
        als 1,5 m zur Wand der geschlossenen Anlage liegen. Zwischen der
        Sendeantenne und dem zu prüfenden Fahrzeug darf sich kein
        absorbierendes Material befinden.
5.3     Lage der felderzeugenden Anlage zum Fahrzeug
 ---pagebreak---                                    -  IHC
5.3.1   Die felderzeugende Anlage muß auf der Längsmittelebene des
        Fahrzeugs I legen.
5.3.2   Kein Teil des TLS, mit Ausnahme der Ebene auf der das Fahrzeug
        steht, darf sich näher als 0,5 m zu Jedem beliebigen Fahrzeugteil
        befinden.
5.3.3   Alle felderzeugenden Anlagen, die oberhalb des Fahrzeugs angebracht
        sind, müssen sich Über mindestens 75 % der Fahrzeug länge
        erstrecken.
5.4     Bezugspunkt
5.4.1   Anhand des Bezugspunkts werden die Feldstärken festgelegt; er wird
        wie folgt definiert:
5.4.1.1 horizontal in einem Abstand von mindestens 2 m vom Phasenzentrum
        der Antenne oder vertikal In einem Abstand von mindestens 1 m der
        abstrahlenden Elemente des TLS;
5.4.1.2 auf der Längsmittellinie des Fahrzeugs;
5.4.1.3 in einer Höhe von 1,0 +/- 0,05 m über der Ebene, auf der das
        Fahrzeug steht;
5.4.1.4 oder:
        1,0 +/- 0,2 m hinter der senkrechten Achse des Vorderrads (Punkt C
        der Anlage 1) bei Drei radfahrzeugen;
        oder :
        0,2 +/- 0,2 m hinter der senkrechten Achse des Vorderrads   (Punkt D
        der Anlage 2) bei Krafträdern.
5.5     Zieht es der technische Dienst vor, das Heck des Fahrzeugs der
        Strahlung auszusetzen, wird der Bezugspunkt nach 5.4 festgelegt.
        Dabei wird das Fahrzeug so aufgestellt, daß die Vorderseite von der
        Antenne abgewandt ist und als ob es horizontal um 180* um seinen
        Mittelpunkt gedreht worden wäre. Beispielsweise bleibt der Abstand
        der Antenne zum am nächsten liegenden Teil der Oberfläche der
        Fahrzeugkarrosserie unverändert (siehe Anlage 3 ) .
6.      PRÜFVERFAHREN
6.1     Frequenzbereich, Dauer der Prüfungen, Polarisierung.
        Das Fahrzeug wird im Frequenzbereich von 20-1000 MHz einer
        elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt.
6.1.1   Die Prüfungen werden für die 12 folgenden Frequenzen durchgeführt:
        27 45 65 90 150 180 220 300 450 600 750 900 MHz ± 10 % während 2 s
        ± 10 X in Jeder Frequenz.
6.1.2   Bei Jeder Frequenz wird eine der unter 5.1.3 beschriebenen
        Polar isierungsarten verwendet, die In gegenseitigem Einverständnis
        vom Hersteller und dem technischen Dienst festgelegt wird.
 ---pagebreak---                                 -3*V
6.1.3 Alle anderen Prüfparameter entsprechen den in diesem Anhang
      festgelegten.
6.2   PrUfung zur Feststellung der Beeinträchtigung der direkten
      Kontrolle über das Fahrzeug.
6.2.1 Ein Fahrzeug erfüllt die erforderlichen Störfestigkeits-
      bedingungen, wenn sich im Verlauf der entsprechend den Vorschriften
      dieses Anhangs durchgeführten Prüfungen die Drehgeschwindigkeit der
      Antriebsräder des Fahrzeugs nicht anormal verändert, der Betrieb
      keine Beeinträchtigungen der Funktion aufweist, die andere
      Verkehrsteilnehmer verwirren könnten, und wenn keine anderen
      nennenswerten Erscheinungen auftreten, die die direkte Kontrolle
      über das Fahrzeug beeinträchtigen.
6.2.2 Zur Beobachtung des Fahrzeugs dürfen nur die unter 8 beschriebenen
      Überwachungsgeräte verwendet werden.
6.2.3 Besteht ein Fahrzeug nicht die unter 6.2 festgelegten Prüfungen,
      muß überprüft werden, ob das Versagen auf normale Bedingungen und
      nicht auf unkontrollierte Felder zurückzuführen ist.
7.    ERZEUGUNG DER ERFORDERLICHEN FELDSTÄRKE
7.1   Prüfverfahren
7.1.1 Zur Erreichung der Bedingungen zur Feldprüfung wird die
      "Referenzfeldmethode" verwendet.
7.1.2 Referenzfeldmethode
      Für Jede gewünschte PrUffrequenz wird die Leistung des
      felderzeugenden Geräts so eingestellt, daß die gewünschte
      Feldstärke (wie unter 5 festgelegt) im Bezugspunkt des Prüfgeländes
      ohne Fahrzeug erreicht wird; diese Leistung sowie alle anderen
      Parameter, die die erforderliche Leistung zur Festlegung des Feldes
      direkt beeinflussen, werden gemessen und ihre Ergebnisse
      aufgezeichnet. Diese Ergebnisse werden fUr die
      BauartgenehmigungsprUfungen des Musters verwendet, es sei denn, die
      Geräte oder Ausrüstungen wurden verändert und machen eine
      Wiederholung dieses Verfahrens erfordert ich.
7.1.3 Das Fahrzeug wird dann in die Prüfanlage gebracht und entsprechend
      den Anforderungen von Nr. 5 aufgestellt. Daraufhin wird die
      erforderliche Leistung, die unter 7.1.2 für Jede der unter 6.1.1
      angegebenen Frequenzen festgelegt ist,der felderzeugenden Anlage
      zugeführt.
7.1.4 Unabhängig davon, welcher Parameter nach 7.1.2 gewählt wurde, muß
      während der PrUfung immer der gleiche Parameter verwendet werden,
      um die Feldstärke zu erzeugen.
7.1.5 Die Ausrüstung zur Felderzeugung und ihre Anordnung während der
      PrUfung müssen denen der Arbeitsgänge nach 7.1.2 entsprechen.
 ---pagebreak---                                   -3«.S
7.1.6 Feidstärkenmeßgerät
      Zur Bestimmung der Feldstärke während der Kalibrierungsphase der
      Referenzfeldmethode wird entweder eine isotrope kompakte
      Feldstärkenmeßsonde oder eine kalibrierte Empfangsantenne
      verwendet.
7.1.7 Während der Kalibrierungsphase der Referenzfeldmethode muß das
      Phasenzentrum des Feldstärkenmeßgeräts im Bezugspunkt liegen.
7.1.8 Wird eine kalIbrierte Empfangsantenne als Feidstärkenmeßgerät
      verwendet, werden Aufzeichnungen zu drei zueinander senkrechten
      Richtungen ermittelt, und der äquivalente isotrope Wert der
      Aufzeichnungen bildet die Feldstärke.
7.1.9 Um die unterschiedlichen Abmessungen von Fahrzeugen zu
      berücksichtigen, müssen für die betreffende Prüfanlage mehrere
      Bezugspunkte festgelegt werden.
7.2   Umriß der Feldstärke
7.2.1 Während der Kalibrierungsphase (bevor das Fahrzeug in die
      Prüfanlage gebracht wird) darf die Feldstärke nicht weniger als 50
      % der nominalen Feldstärke an folgenden Stellen betragen:
      (i)   FUr alle felderzeugenden Anlagen 1,00 +/- 0,05 m auf Jeder
            Seite des Bezugspunkts auf einer Linie, die durch diesen
            Punkt verläuft, auf gleicher Höhe wie der Bezugspunkt und
            senkrecht zur Längsmittel ebene des Fahrzeugs;
      (ii)   im Fall eines TLS, 1,50 +/- 0,05 m auf einer Linie, die durch
            den Bezugspunkt verläuft, auf gleicher Höhe wie dieser Punkt
            und auf der Längsmittelebene des Fahrzeugs.
7.3   Merkmale des zu erzeugenden PrUfsignals
7.3.1 Maximaler Ausschlag der Kurve
      Der maximale Ausschlag der Kurve des Prüfsignais muß dem einer
      unmodulierten Sinuswelle entsprechen, deren Effektivwert in V/m in
      5.4.2 des Anhangs I festgelegt ist.
7.3.2 Wellenform des PrUfsignals
      Das Prüfsignal muß die Form einer sinusförmigen Radiofrequenzwelle
      haben, deren Amplitude durch eine sinusförmige Welle von 1 kHz
      moduliert wird, mit einer Modulationstiefe m von 0,8 +/- 0,04.
7.3.3 Modulationstiefe
      Die Modulationstiefe m ist wie folgt festgelegt:
            maximaler Ausschlag der Kurve - minimaler Ausschlag
      m -
            maximaler Ausschlag der Kurve + minimaler Ausschlag
 ---pagebreak---                                 M-
8.  ÜBERWACHUNGS- UND KONTROLLGERÄTE
8.1 Zur Überwachung des äußeren Teils des Fahrzeugs und des
    Insassenraums, und um festzustellen, ob die Bedingungen von 6.2
    erfüllt sind, wird (werden) (eine) Videokamera(s) verwendet.
 ---pagebreak---                                     - \ ït- -
                                ANHANG IV
                                 ANLAGE 1
                                   Der Bezugspunkt liegt auf dieser Ebene
      l.0±0,2 m
Senkrechte Achse des Vorderrads
(Punkt C)
 ---pagebreak---                                          ^ V,1 -
                                      ANHANG IV
                                       ANLAGE 2
               Der Bezugspunkt liegt auf dieser Ebene
Senkrechte Achse des Vorderradjs
(Punkt D)                      |
 ---pagebreak---                                    ANHANG IV
                                    ANLAGE 3
   Erster Schritt                             Zweiter Schritt
   Bestimmung des Bezugspunkts                Umdrehen des Fahrzeugs
                     Hinten                              Vorne
      Fahrzeug                                                       Fahrzeug
Bezugspunkt
                    vorne                               h inten
                Abstand Fahrzeug/Antenne beibehalten
                     Antenne
                                                                              (22)
 ---pagebreak---                                                          3i\3
                                                     ANHANG V
    V E R F A H R E N ZUR M E S S U N G DER BREITBANDIGEN ELEKTROMAGNETISCHEN
        STRAHLUNG A U S SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN ( S T E )
1.       ALLGEMEINES
1.1     Meßeinrichtungen
        Die Meßeinrichtungen müssen den Vorschriften der V e r ö f f e n t l i c h u n g
        N r . 16 (2. A u s g a b e ) , d e s internationalen S o n d e r a u s s c h u s s e s fUr
        Funkentstörung (CISPR) entsprechen.
        FUr d i e Messung der breitband Igen e l e k t r o m a g n e t i s c h e n S t r a h l u n g
        w i r d e i n Quasispitzenwertdetektor verwendet.
1.2      Prüfverfahren
        Die Prüfung dient zur Messung der breitband igen e l e k t r o m a g n e t i s c h e n
        Strahlung, d i e von Systemen mit Fremdzündung und v o n E l e k t r o m o t o r e n
        a u s g e h t , mit denen Systeme für den Dauerbetrieb ausgerüstet sind
        (wie elektrische A n t r i e b s m o t o r e n , M o t o r e n v o n B e h e i z u n g s -
        / A n t i b e s c h l a g s y s t e m e n , Kraftstoffpumpen u s w . ) .
2.      MESSERGEBNISSE
        Die M e ß e r g e b n i s s e werden In dB (/nV/m) für 1 2 0 k H z B a n d b r e i t e
        a n g e g e b e n . Wenn d i e tatsächliche Bandbreite B (in k H z ) d e s
        M e ß g e r ä t s von 1 2 0 k H z leicht abweicht, sind die M e ß w e r t e in fiV/m
        auf 1 2 0 k H z Bandbreite durch M u l t i p l i k a t i o n mit dem Faktor 120/B
        u m z u r e c h n e n . B m u ß kleiner als 1 2 0 k H z s e i n .
3.       PRÜFBEDINGUNGEN
3.1     D a s Meßgelände m u ß den Vorschriften der V e r ö f f e n t l i c h u n g N r . 16 ( 2 .
        A u s g a b e ) d e s internationalen Sonderausschusses für Funkentstörung
        (CISPR) e n t s p r e c h e n . (Siehe Abbildung 1 der Anlage 1 dieses
        Anhangs).
3.2     Sowohl die Meßeinrichtung, die Prüfkabine als auch das Fahrzeug,
         in dem das Meßgerät untergebracht ist, mUssen sich außerhalb des in
        der Abbildung 1 der Anlage 1 dieses Anhangs gezeigten Bereichs
        befinden.
3.3     Für die Prüfungen können geschlossene Prüfanlagen verwendet werden,
        wenn nachgewiesen werden kann, daß zwischen den in diesen Anlagen
        und den auf freiem Prüfgelande erzielten Ergebnissen
        Übereinstimmung besteht. Diese geschlossenen Prüfanlagen haben den
        Vorteil, daß die Prüfungen bei Jedem Wetter und in einem
        kontrollierten Umfeld durchgeführt werden können, wodurch dank der
        stabileren elektrischen Eigenschaften die Reproduzierbarkeit
        verbessert wird. Die geschlossenen Prüfanlagen brauchen die
        maßIIchen Anforderungen nach Abbildung 1 der Anlage 1 dieses
        Anhangs nicht zu erfüllen, mit Ausnahme der Anforderung betreffend
        den Abstand der STE zur Antenne und die Höhe der Antenne.
 ---pagebreak---                                -3Sh-
3.4 Um sicherzustellen, daß kein Fremdgeräusch oder Fremdsignal mit
    einfällt, das die Ergebnisse wahrnehmbar beeinflussen könnte, sind
    vor und nach der eigentlichen Messung Überprüfungen vorzunehmen.
    Bei beiden Messungsarten muß das Fremdgeräusch oder Fremdsignal
    mindestens 10 dB unter den in 5.5.2.1 des Anhangs 1 angegebenen
    Grenzwerten liegen, außer bei der gewollten Übertragung von
    schmal band igen Signalen.
4.  ZUSTAND DER STE WAHREND DER PRÜFUNG
4.1 Die STE muß sich in normalem Betriebszustand befinden.
4.2 Bei Regen oder innerhalb von zehn Minuten nach Ende der
    Niederschläge darf die PrUfung an der STE nicht durchgeführt
    werden.
4.3 Die STE und ihre Kabelbündel müssen 50 ± 10 mm über einer
    Grundplatte auf isolierten Stützen aufliegen. Soll Jedoch einer
    ihrer Teile an dem metallischen Aufbau des Fahrzeugs elektrisch
    angeschlossen werden, muß dieser Teil auf der Grundplatte aufliegen
    und elektrisch daran angeschlossen werden.
    Die Grundplatte besteht aus einem mindestens 0,25 mm dicken
    MetaIIblech. Die Mindestgröße der Grundplatte hängt von der Größe
    der STE ab, sie muß Jedoch groß genug sein, um das Kabelbündel und
    die Bauteile der STE darauf anzuordnen. Die Grundplatte muß mit dem
    Schutzkontakt des Erdungssystems verbunden sein. Die Grundplatte
    liegt 1,0 ± 0,1 m über dem Boden der Prüfanlage und ist parallel
    zum Boden.
    Die STE muß betriebsbereit und entsprechend den Anforderungen
    angeschlossen sein. Das Kabelbündel für die Stromzufuhr liegt
    längsseits in einem Abstand von höchstens 100 mm entlang der der
    Antenne am nächsten liegenden Außenkante der Grundplatte.
    Die STE ist gemäß den Einbauvorschriften des Herstellers zu erden.
    Zusätzliche Masseanschlüsse sind nicht zulässig.
    Der Mindestabstand zwischen der STE und allen anderen leitenden
    Teilen, wie den Wänden eines abgeschirmten Raumes (mit Ausnahme der
    Grundplatte unter dem Prüfobjekt) muß 1,0 m betragen.
4.4 Die Stromversorgung der STE erfolgt über ein künstliches
    Leitungsnetz (RELI) von 50 Y, das an die Grundplatte elektrisch
    angeschlossen ist. Die elektrische Versorgungsspannung muß
    innerhalb i 10 X der nominalen Betriebsspannung der STE
    aufrechterhalten werden. Jede pulsierende Spannung muß weniger als
    1,5 X der nominalen Betriebsspannung der STE betragen, gemessen am
    KontroMausgang des Leitungsnetzes.
4.5 Besteht die STE aus mehr als einer Einheit, entsprechen die
    Verbindungskabel im Idealfall denen des Kabelbündeis, das für die
    Verwendung im Fahrzeug vorgesehen ist. Ist dieses nicht verfügbar,
    beträgt der Mindestabstand zwischen der elektronischen
    Steuereinheit und dem Leitungsnetz 1,5 m. Alle Kabel Sätze müssen so
    wirklichkeitsnah wie möglich aufgebaut sein, vorzugsweise mit den
    echten Lasten und Schalterelementen. Sind für den korrekten Betrieb
    der STE andere Ausrüstungen
 ---pagebreak---                                 - 37f-
      erforderlich, muß deren Anteil an der gemessenen Strahlung
      ausgeglichen werden.
5.    ART, LAGE UND AUSRICHTUNG DER ANTENNE
5.1   Art der Antenne
      Jede linear polarisierte Antennenart ist zulässig, vorausgesetzt
      sie kann auf die Bezugsantenne normalisiert werden.
5.2   Meßhöhe und -abstand
5.2.1 Höhe
      Das Phasenzentrum der Antenne muß 0,5 ± 0,05 m über der Grundplatte
      I legen.
5.2.2 Meßabstand
      Der horizontale Abstand von dem Phasenzentrum der Antenne bis zum
      Rand der Grundplatte beträgt 1,00 ± 0,05 m. Kein Teil der Antenne
      darf sich in einem Abstand von weniger als 0,5 m zur Grundplatte
      befinden.
      Die Antenne ist parallel zu einer zur Grundplatte senkrechten Ebene
      aufzustellen und muß mit der Kante dieser Grundplatte, an der sich
      die Hauptte Ile des Kabelbündels befinden, zusammenfallen.
5.2.3 Wird die Prüfung zur elektromagnetischen Abschirmung der
      Hochfrequenzstrahlungen in einer geschlossenen Anlage durchgeführt,
      dürfen die Empfangselemente der Antenne nicht näher als 0,5 m von
      strahlenabsorbierenden Werkstoffen und nicht näher als 1,5 m von
      der Wand der betreffenden geschlossen Anlage liegen. Zwischen der
      Empfangsantenne und der geprüften STE darf sich kein absorbierendes
      Material befinden.
5.3   Richtung der Antenne
      Die Messungen werden im Meßpunkt, einmal mit der Antenne in einer
      vertikalen und anschließend in einer horizontalen Polarisation
      ausgeführt.
5.4   Meßwerte
      Der Höchstwert der zwei gemäß 5.3 für Jede einzelne Frequenz
      durchgeführten Messungen gilt als für diese Frequenz maßgebend.
6.    FREQUENZEN
6.1   Messungen
      Die Messungen sind im Frequenzbereich von 30-1000 MHz vorzunehmen.
      Es wird davon ausgegangen, daß eine STE im gesamten Frequenzbereich
      die erforderlichen Grenzwerte einhält, wenn die erforderlichen
      Grenzwerte für die folgenden elf Frequenzen eingehalten sind: 45,
      65, 90, 150, 180, 220, 300, 450, 600, 750 und 900 MHz. Falls der
      Grenzwert während der Prüfung überschritten wird, muß
      sichergestellt werden, daß dies auf die STE und nicht auf die
      Hintergrundstrahlung zurückzuführen ist.
 ---pagebreak---                               -3ff-
6.2 Toleranzen
    Punktfrequenz                        Toleranz
    (MHz)                      (MHz)
    45, 65, 90, 150, 180          ± 5
    und 220
    300, 450, 600
    750 und 900             ± 20
    Die Toleranzen gelten für die angeführten Frequenzen und sind dazu
    bestimmt, Störungen von Sendern auszuweichen, die gegebenenfalls
    auf oder nahe bei den Nennpunktfrequenzen während der Meßzeit
    arbeiten.
 ---pagebreak---                                        -35*-
                                     ANHANG V
                                     ANLAGE 1
                                   ABBILDUNG 1
ABBILDUNG DES PRUFGELÄNDES DER STE
Ebenes Gelände, frei von elektromagnetisch reflektierenden Oberflächen,
Siehe: CISPR 16 (Entwurf)
 ---pagebreak---                                     3S?~
                               ANHANG VI
    VERFAHREN ZUR MESSUNG DER SCHMALBANDIGEN ELEKTROMAGNETISCHEN
       STRAHLUNG AUS SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN (STE)
1.     ALLGEMEINES
1.1   Meßeinrichtung
       Die Meßeinrichtung muß den Vorschriften der Veröffentlichung Nr. 16
       (2. Ausgabe), des internationalen Sonderausschusses für
       Funkentstörung (CISPR) entsprechen.
       Für die Messung der schmal band igen elektromagnetischen Strahlung
       wird ein Mittelwertdetektor verwendet.
1.2    Prüfverfahren
       Die Prüfung dient zur Messung der schmal band igen
       elektromagnetischen Strahlung, die von mikroprozessorgesteuerten
       Systemen ausgehen können. Zunächst (2 bis 3 Minuten lang) kann aus
      einer gewählten Polarisierung der Antenne der Frequenzbereich
       entsprechend 6.1 abgetastet werden. Dabei wird ein
       Spektralanalysator zur Ermittlung der Höchstfrequenzen verwendet.
       Das kann für die Wahl der zu prüfenden Frequenzbänder nützlich sein
       (siehe 6 ) .
2.     MESSERGEBNISSE
       Die Meßergebnisse werden in dB (/xV/m) angegeben.
3.     PRÜFBEDINGUNGEN
3.1    Der Meßplatz muß den Anforderungen der Veröffentlichung Nr. 16 (2.
       Ausgabe) des internationalen Sonderausschusses für Funkentstörung
       (CISPR) entsprechen. (Siehe Abbildung 1 der Anlage 1 des Anhangs
       V).
3.2    Sowohl die Meßeinrichtung, als auch die Prüfkabine oder das
       Fahrzeug, in dem sich diese Meßeinrichtung befindet, müssen
       außerhalb des in der Abbildung 1 der Anlage 1 des Anhangs V
       gezeigten Bereichs liegen.
3.3    Für die Prüfungen können geschlossene Prüfan lagen verwendet werden,
       wenn nachgewiesen werden kann, daß zwischen den in diesen Anlagen
       und den auf freiem Prüfgelande erzielten Ergebnissen
       Übereinstimmung besteht. Diese geschlossenen Prüfanlagen haben den
       Vorteil, daß die Prüfungen bei Jedem Wetter und in einem
       kontrollierten Umfeld durchgeführt werden können, wodurch dank der
       stabileren elektrischen Eigenschaften die Reproduzierbarkeit
       verbessert wird. Die geschlossenen Prüfanlagen brauchen die
       maß liehen Anforderungen nach Abbildung 1 der Anlage 1 dieses
       Anhangs nicht zu erfüllen, mit Ausnahme der Anforderung betreffend
       den Abstand der STE zur Antenne und die Höhe der Antenne.
3.4    Um sicherzustellen, daß kein Fremdgeräusch oder Fremdsignal mit
       einfällt, das die Ergebnisse wahrnehmbar beeinflussen könnte,
 ---pagebreak---                                 -M -
    sind vor und nach der eigentlichen Messung Überprüfungen
    vorzunehmen. Bei beiden Messungen muß das Fremdgeräusch oder
    Fremdsignal mindestens 10 dB unter den Störungsgrenzwerten nach
    5.6.2.1 des Anhangs I liegen, außer bei der gewollten Übertragung
    von schmal band igen Signalen.
4.  ZUSTAND DER STE WÄHREND DER PRÜFUNG
4.1 Die STE muß sich in normalem Betriebszustand befinden.
4.2 Bei Regen oder innerhalb von zehn Minuten nach Ende der
    Niederschläge dürfen an der STE keine Messungen vorgenommen werden.
4.3 Die STE und ihre Kabelbündel müssen 50 ± 10 mm über einer
    Grundplatte auf isolierten Stutzen aufliegen. Soll Jedoch einer
    ihrer Teile an dem metallischen Aufbau des Fahrzeugs elektrisch
    angeschlossen werden, muß dieser Teil auf der Grundplatte aufliegen
    und elektrisch daran angeschlossen werden.*
    Die Grundplatte besteht aus einem mindestens 0,25 mm dicken
    Metallblech. Die Mindestgröße der Grundplatte hängt von der Größe
    der STE ab, sie muß Jedoch groß genug sein, um das Kabelbündel und
    die Bauteile der STE darauf anzuordnen. Die Bezugsplatte muß mit
    dem Schutzkontakt des Erdungssystems verbunden sein. Die
    Grundplatte liegt 1,0 ± 0,1 m über dem Boden der Prüfanlage und ist
    paraiIeI zum Boden.
    Die STE muß für die PrUfung vorbereitet und entsprechend den
    Anforderungen angeschlossen sein. Das Kabelbündel für die
    Stromzufuhr liegt längsseits in einem Abstand von 100 mm entlang
    der der Antenne am nächsten liegenden Außenkante der Grundplatte.
    Die STE ist gemäß den Einbauvorschriften des Hersteilers zu erden.
    Zusätzliche Masseanschlüsse sind nicht zulässig.
    Der Mindestabstand zwischen der STE und allen anderen leitenden
    Teilen, wie den Wänden eines abgeschirmten Raumes (mit Ausnahme der
    Grundplatte unter dem Prüfobjekt) muß 1,0 m betragen.
4.4 Die Stromversorgung der STE erfolgt Über ein künstliches
    Leitungsnetz (RELI) von 50 Y, das an die Grundplatte angeschlossen
    ist. Die elektrische Versorgungsspannung muß innerhalb ± 10 % der
    nominalen Betriebsspannung der STE aufrechterhalten werden. Jede
    pulsierende Spannung muß weniger als 1,5 X der nominalen
    Betriebsspannung der STE betragen, gemessen am Kontrollausgang des
    Leitungsnetzes.
4.5 Besteht die STE aus mehr als einer Einheit, entsprechen die
    Verbindungskabel im Idealfall denen des Kabelbündels, das für die
    Verwendung im Fahrzeug vorgesehen ist. Ist dieses nicht verfügbar,
    beträgt der Mindestabstand zwischen der elektronischen
    Steuereinheit und dem Leitungsnetz 1,5 m. Alle Kabel Sätze müssen so
    wirklichkeitsnah wie möglich aufgebaut sein, vorzugsweise mit den
    echten Lasten und Schalterelementen. Sind für den korrekten Betrieb
    der STE andere Ausrüstungen erforderlich, muß deren Anteil an der
    gemessenen Strahlung ausgeglichen werden.
 ---pagebreak---                                  - 3&£ -
5.    ART, LAGE UND RICHTUNG DER ANTENNE
5.1   Art der Antenne
      Jede linear polarisierte Antennenart ist zulässig, vorausgesetzt
      sie kann auf die Bezugsantenne normalisiert werden.
5.2   Meßhöhe und -abstand
5.2.1 Höhe
      Das Phasenzentrum der Antenne muß 0,5 ± 0,05 m über der Grundplatte
      I legen.
5.2.2 Meßabstand
      Der horizontale Abstand von dem Phasenzentrum der Antenne bis zum
      Rand der Grundplatte beträgt 1,00 ± 0,05 m. Kein Teil der Antenne
      darf sich in einem Abstand von weniger als 0,5 m zur Grundplatte
      befinden.
      Die Antenne ist parallel zu einer zur Grundplatte senkrechten Ebene
      aufzustellen und muß mit der Kante dieser Grundplatte, an der sich
      die Hauptteile des Kabelbündels befinden, zusammenfallen.
5.2.3 Wird die PrUfung zur elektromagnetischen Abschirmung der
      Hochfrequenzstrahlungen in einer geschlossenen Anlage durchgeführt,
      dürfen die Empfangselemente der Antenne nicht näher als 0,5 m von
      strahlenabsorbierenden Werkstoffen und nicht näher als 1,5 m von
      der Wand der betreffenden geschlossen Anlage liegen. Zwischen der
      Empfangsantenne und der geprüften STE darf sich kein absorbierendes
      Material befinden.
5.3   Richtung der Antenne
      Die Messungen werden im Meßpunkt, einmal mit der Antenne in einer
      vertikalen und anschließend in einer horizontalen Polarisation
      ausgeführt.
5.4   Meßwerte
      Der Höchstwert der zwei gemäß 5.3 für Jede einzelne Frequenz
      durchgeführten Messungen gilt als für diese Frequenz maßgebend.
6.    FREQUENZEN
6.1   Messungen
      Die Messungen sind In dem Frequenzbereich von 30 bis 1.000 MHz
      durchzuführen. Dieser Bereich wird in elf Bänder eingeteilt. In
      Jedem Band kann eine Punktfrequenz geprüft werden, um zu
      überprüfen, ob sie innerhalb der erforderlichen Grenzwerte liegt.
      Es wird davon ausgegangen, daß eine STE die erforderlichen
      Grenzwerte des gesamten Frequenzbereichs einhält, wenn sie die
      erforderlichen Grenzwerte für Jeweils eine bestimmte Frequenz in
      Jeder der elf folgenen Frequenzbänder einhält:
      30-45; 45-80; 80-130; 130-170; 170-225; 225-300; 300-400; 400-525;
      525-700; 700-850; 850-1.000 MHz.
 ---pagebreak---                                -3t''-
    Falls dieser Grenzwert während der PrUfung überschritten wird, muß
    sichergestellt werden, daß diese Überschreitung durch die STE und
    nicht durch die Hintergrundstrahlung verursacht wird.
6.2 Liegt während der ersten nach dem unter 1.2 beschriebenen
    Prüfverfahren durchgeführten Prüfung die schmalbandige Strahlung
    für eines der unter 6.1 festgelegten Bänder mindestens 10 dB unter
    dem Bezugswert, wird davon ausgegangen, daß die STE die Bedingungen
    dieses Anhangs fUr das entsprechende Frequenzband erfüllt und die
    Durchführung der vollständigen PrUfung ist fakultativ.
 ---pagebreak---                                  -3<x -
                              ANHANG VI I
    VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER ELEKTROMAGNETISCHEN STÖRFESTIGKEIT
            VON SELBSTÄNDIGEN TECHNISCHEN EINHEITEN (STE)
1.     ALLGEMEINES
1.1    Prüfverfahren
       Die STE müssen nach Wahl des Herstellers die Anforderungen (8.
       Anhang I, 5.7.2.1) eines der folgenden Prüfverfahren im
       Frequenzbereich 20-1000 MHz erfüllen:
             PrUfung in der Streifenleitung: siehe Abbildung 1 der Anlage
             1
             Prüfung durch Stromeinspeisung: siehe Abbildung 1 und 2 der
             Anlage 2
             Prüfung in der TEM-Zelle: siehe Abbildung 1 der Anlage 3
             Prüfung der Störfestigkeit der STE durch freie Felder: siehe
             Abbildung 1 der Anlage 4
       Bemerkung: Aufgrund der Ausstrahlung von elektromagnetischen
       Feldern während dieser Prüfungen müssen diese in einem
       abgeschirmten Raum durchgeführt werden.
2.     MESSERGEBNISSE
       FUr die in diesem Anhang beschriebenen Prüfungen werden Feldstärken
       in V/m und der eingespeiste Strom in mA angegeben.
3.     PRÜFBEDINGUNGEN
3.1    Eine Anlage für diese Prüfungen muß in der Lage sein, die
       geforderten Prüfsignale in den in diesem Anhang festgelegten
       Frequenzbereichen zu erzeugen. Die Prüfstätte hat die (nationalen)
       gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Strahlung von
       elektromagnetischen Signalen zu erfüllen.
3.2    Die Kontroll- und Überwachungseinrichtungen dürfen von
       Strahlungsfeldern, die die Prüfungen ungültig machen könnten, nicht
       beeinträchtigt werden.
4.     ZUSTAND DER STE WÄHREND DER PRÜFUNG
4.1    Die STE muß sich in normalem Betriebszustand befinden. Sie ist
       gemäß den Angaben in diesem Anhang aufzustellen, es sei denn,
       einzelne Prüfverfahren schreiben etwas anderes vor.
4.2    Die STE und ihre Verkabelung sind durch isolierte Stützen 50 ± 10/
       - 0 mm über einer Grundplatte anzubringen. Soll Jedoch ein Teil der
       STE mit einem Metall te M der Karosserie elektrisch verbunden sein,
       wird dieses Teil auf der Grundplatte angebracht und an diese
       elektrisch angeschlossen. Die Grundplatte besteht, außer wenn eine
       PrUfung in der TEM-Zelle erfolgt, aus einem Metallblech mit einer
       Mindeststärke von 0,25 mm. Die Mindestgröße der Grundplatte hängt
       von der Größe der STE ab, sollte aber die Anordnung der Verkabelung
       und der Einzelteile der STE erlauben. Die Grundplatte muß mit dem
       Schutzkontakt des
 ---pagebreak---                                - 1£\-
    Erdungssystems verbunden sein. Sie ist auf einer Höhe von 1,0 ± 0,1
    m über dem Boden der Prüfanlage anzubringen. Der Mindestabstand
    zwischen der STE und allen anderen leitenden Strukturen, wie die
    Wände eines geschirmten Raumes (mit Ausnahme der Grundplatte
    unterhalb des Prüfmusters) muß 1,0 m betragen. Erfolgt eine PrUfung
    in der TEM-Zelle, wird hier keine Grenze festgelegt.
4.3 Die Stromversorgung der STE erfolgt Über ein künstliches
    Leitungsnetz (KL), das mit der Grundplatte elektrisch verbunden
    Ist. Die elektrische Versorgungsspannung ist innerhalb von ± 10 X
    der nominalen Betriebsspannung aufrechtzuerhalten. Jede pulsierende
    Spannung muß weniger als 1,5 X der nominalen Betriebsspannung
    betragen, gemessen am Kontrollausgang der KL.
4.4 Jede zum Betrieb der STE erforderliche fremde Ausrüstung muß
    während der Kalibrierungsphase an ihrem Platz sein. Keine fremde
    Ausrüstung darf während der Kalibrierung näher als 1 m am
    Bezugspunkt sein.
4.5 Um sicherzustellen, daß bei der Wiederholung von Prüfungen und
    Messungen reproduzierbare Meßergebnisse erzielt werden, müssen die
    Ausrüstungen zur Erzeugung des Prüfsignals und ihre Anordnung den
    gleichen Spezifikationen entsprechen wie diejenigen, die während
    Jeder zugehörigen Kalibrierungsphase benutzt wurde (Nummern 7.2,
    8.2 und 10.3 dieses Anhangs).
5.  FREQUENZBEREICH, DAUER DER PRÜFUNGEN
5.1 Die Messungen werden im Frequenzbereich von 20 bis 100 MHz
    durchgeführt.
5.2 Die Prüfungen werden während 2 s ± 10 X in Jeder der zwölf
    folgenden Frequenzen durchgeführt: 27, 45, 65, 90, 150, 180, 220,
    300, 450, 600, 750, 900 MHz ± 10 X.
6.  MERKMALE DES ZU ERZEUGENDEN PRÜFSIGNALS
6.1 Maximaler Ausschlag der Kurve
    Der maximale Ausschlag der Kurve des PrUfsignals muß gleich dem
    maximalen Ausschlag einer unmodulierten Sinuswelle sein, deren Wert
    als quadratischer Mittelwert unter 5.7.2 des Anhangs I festgelegt
     ist.
6.2 Form der PrUfsignalwelIe
    Das Prüfsignal ist eine Radiofrequenz-Sinuswelle,
    amplitudenmoduliert durch eine Sinuswelle von 1 kHz mit einer
    Modulationstiefe, m, von 0,8 ± 0,04.
 ---pagebreak---                                 -3th-
6.3   Modulationstiefe
      Die Modulationstiefe, m, ist festgelegt als:
            maximaler Ausschlag der Kurve - minimaler Auschlag der Kurve
      m -   .
            maximaler Ausschlag der Kurve + minimaler Ausschlag der Kurve
7.    PRÜFUNG IN DER STREIFENLEITUNG (Stripline)
7.1   Prüfverfahren
      Dieses Prüfverfahren besteht aus der Strahlung festgelegter
      Feldstärken auf die Verkabelung, die die Bauteile einer STE
      miteinander verbindet.
      Das Prüfverfahren erlaubt die Erzeugung homogener Felder zwischen
      einem aktiven Leiter (dem Leiterstreifen) und einer Grundplatte
      (der leitenden Oberfläche des Installationstisches), zwischen denen
      ein Teil der Verkabelung angebracht wird.
7.2   Feldstärkenmessung in der Streifenieitung
      Bei Jeder gewünschten Prüffrequenz wird soviel Energie in die
      Streifenleitung eingespeist, daß die erforderliche Feldstärke im
      Prüfräum erzeugt wird, Jedoch ohne STE. Diese Ausgangsleistung,
      oder ein anderer Parameter, der direkt bezogen ist auf die zur
      Kennzeichnung des Feldes erforderliche Ausgangsleistung, wird
      gemessen und die Ergebnisse aufgezeichnet. Diese Ergebnisse werden
      für die BauartgenehmigungsprUfung des Musters verwendet, solange
      keine Änderungen in den Einrichtungen oder Ausrüstungen vorgenommen
      werden, die eine Wiederholung dieses Verfahrens notwendig machen.
      Während dieses Vorgangs befindet sich der Feldsondenkopf unter dem
      Leiterstreifen, mittig in Längs-, Hoch- und Querrichtung. Das
      Gehäuse der Sondenelektronik soll von der Längsachse der
      StreifenIeitung möglichst großen Abstand haben.
7.3   Einbau der STE
7.3.1 Die elektronische(n) Steuereinheit(en) der STE ist (sind) auf der
      Grundplatte, aber außerhalb der StreifenIeitung mit einer Kante
      parallel zum Leiterstreifen der StreifenIeitung anzubringen. Der
      Abstand zwischen den zueinander nächstliegenden Kanten von
      Prüfeinheit und Leiterstreifen soll 200 ± 10 mm betragen.
      Der Abstand einer peripheren Meßeinrichtung von der nächstliegenden
      Kante des Leiterstreifens soll mindestens 200 mm betragen.
      Das Kabel baumstück der STE ist in horizontaler Lage zwischen dem
      Leiterstreifen und der Grundplatte anzubringen.
7.3.2 Alternativ kann eine 800 mm StreifenIeitung verwendet werden, um
      die elektronische(n) Steuereinheit(en), die Verkabelung und die
      Sensoren zu prüfen. Die elektronische Steuereinheit der Prüfeinheit
      ist mittig im Prüfräum zusammen mit den zugehörigen
 ---pagebreak---                                   -3cS-
      Kabeln und Sensoren gemäß Abbildung 2 der Anlage 1 anzubringen. Um
      ein homogenes Feld zu gewährleisten und wiederhol bare Messungen zu
      erhalten,' darf das Prüfobjekt nicht größer als 1/3 des
      Plattenabstands sein.
7.4   Steuer-, Signal- und Versorgungsleitungen
7.4.1 Die Mindest länge der Verkabelung, die die Versorgungsleitung zur
      elektronischen Steuereinheit einschließt und unter der
      StreifenIeitung liegt, beträgt 1,5 m, außer die Verkabelung im
      Fahrzeug ist kurzer als 1,5 m. In diesem Fall muß die Länge der
      Verkabelung der größten im Fahrzeug verbauten Kabellänge
      entsprechen. Alle innerhalb dieser Länge auftretenden Abzweigungen
      sind rechtwinklig zur Längsachse der Leitung zu verlegen.
7.4.2 Alternativ beträgt die voll ausgezogene Länge der Verkabelung
      1,5 m, wobei die Länge der längsten Verzweigung mit einbezogen ist.
8.    PRUFUNG DURCH STROME INSPEISUNG
8.1   Prüfverfahren
      Dies ist ein Verfahren zur Durchführung von
      Störfestigkeitsprüfungen durch Induzieren von Strömen direkt in die
      Verkabelung mit Hilfe einer Stromeinkoppeizange. Die KoppeIzange
      besteht aus einer Verbindungsklammmer, durch die die Leitungen der
      STE geführt werden. Prüfungen der Störfestigkeit können durch
      Änderung der Frequenz des induzierten Signals durchgeführt werden.
      Die STE kann auf einer Grundplatte nach 4.2 aufgebaut oder in einem
      Fahrzeug, nach Angabe des Fahrzeugherstellers eingebaut sein.
8.2   Kalibrierung der Stromeinkoppeizange
      Vor Beginn der PrUfung wird die KoppeIzange in einer Kaiibrierungs-
      Spannvorr ichtung gemäß Abbildung 2 der Anlage 2 dieses Anhangs
      befestigt. Während der PrUffrequenzbereich abgetastet wird, wird
      die zur Erreichung des in Anhang 1 festgelegten Stroms benötigte
      Energie aufgezeichnet. Dieses Verfahren kalibriert die
      Ausgangsleistung des Stromeinspeisungssystems gegenüber dem Strom
      vor der Prüfung, und dieselbe Ausgangsleistung ist an die
      KoppeIzange anzulegen, wenn diese mit der STE über die während der
      Kalibrierung benutzten Kabel verbunden wird.
      Die aufgezeichnete Energie, die an die KoppeIzange angelegt wird,
       ist die Ausgangsleistung.
8.3   Einbau der STE
      Bei einem System, das gemäß 4.2 auf einer Grundplatte aufgebaut
       ist, sollten alle Leitungen in der Verkabelung so realistisch wie
      möglich sein und vorzugsweise mit echten Lasten und Schaltelementen
      versehen sein. Sowohl bei einem im Fahrzeug ein- wie auf einer
      Grundplatte aufgebauten System muß die
 ---pagebreak---                                 -.w-
    StromeinkoppeIzange der Reihe nach an alle zu einer Steckverbindung
    führenden Leitungen in der Verkabelung angeschlossen werden, sowie
    100 ± 10 mm entfernt von Jeder Steckverbindung der elektronischen
    Steuereinheit der Schaltmodule oder der aktiven Sensoren der STE,
    wie in Abbildung 2 der Anlage 1 dargestellt.
8.4 Steuer-, Signal- und Versorgungsleitungen
    Bei einer STE, die gemäß 4.2 auf einer Grundplatte aufgebaut ist,
    muß eine Kabel Verbindung zwischen einem künstlichen Leitungsnetz
    (KL) und der wesentlichen elektronischen Steuereinheit hergestellt
    werden. Dieses Kabelbündel muß parallel zur Kante der Grundplatte
    und 100 ± 10 mm von dieser entfernt verlaufen.
    Es muß die Stromversorgungsleitung enthalten, die verwendet wird,
    um die Fahrzeugbatterie mit dieser elektronischen Steuereinheit und
    der StromrUckführIeitung, falls eine solche am Fahrzeug verwendet
    wird, zu verbinden.
    Die Entfernung zwischen der elektronischen. Steuereinheit und dem KL
    muß 1,5 ± 0,1 m betragen, oder kann, falls bekannt, die am Fahrzeug
    verwendete Kabellänge zwischen der elektronischen Steuereinheit und
    der Batterie sein, falls diese bekannt ist, Je nachdem welche die
    kürzere ist. Findet ein Fahrzeugkabelsatz Verwendung, müssen alle
    Kabel Verzweigungen, die innerhalb dieser Länge auftreten, entlang
    der Grundplatte, aber rechtwinklig weg von der Kante der
    Grundplatte verlegt werden. Andernfalls werden die innerhalb dieser
    Länge befindlichen Verzweigungskabel der STE am KL abgeschnitten.
9.  PRÜFUNG IN DER TEM-ZELLE
9.1 Prüfverfahren
    Die TEM-Zelle (transversal-elektro-magnetisch) erzeugt homogene
    Felder zwischen Innenleiter (Septum) und Gehäuse (Grundplatte). Sie
    findet bei der Prüfung von STE Verwendung.
9.2 Feldstärkemessung in einer TEM-Zelle
    Der Feldstärkesensor wird in der oberen Hälfte der TEM-Zelle
    angebracht. In diesem Teil der TEM-Zelle hat (haben) die
    Steuereinheit(en) nur einen geringen Einfluß auf das PrUffeid. Die
    Ausgabe dieses Sensors bestimmt die Feldstärke.
    Das elektrische Feld in der TEM-Zelle wird durch folgende Gleichung
    bestimmt:
    E -    elektrische Feldstärke (V/m)
    P -    in die Zelle fließende Leistung (W)
    Z -    Wellenwiderstand der Zelle (50 )
    d -    Abstand (in m) zwischen der oberen Wand und der Platte
           (Septum)
 ---pagebreak---                                      -3£ï-
9.3        Abmessungen der TEM-Zelle
           Um in der TEM-Zelle ein homogenes Feld aufrecht zu erhalten und
           wiederholbare Meßergebnisse zu erlangen, darf das Prüfobjekt nicht
           größer als 1/3 der inneren Zellenhöhe sein.
9.4        Steuer-, Signal- und Versorgungsleitungen
           Die Zelle ist fest mit einem BNC-Buchsen-Anschlußfeld zu versehen,
           das auf dem kürzesten Weg mit einem Steckverbinder verdrahtet ist,
           der über eine angemessene Anzahl von Anschlüssen verfügt. Die
           Versorgungs- und Signalleitungen vom Steckverbinder in der
           Zellenwand werden direkt zum Prüfobjekt geführt.
           Die externen Bauteile, wie Sensoren, Steuer- und
           Stromversorgungselemente können:
           (I) durch eine geschirmte Peripherie
           (ii) durch das Fahrzeug neben der TEM-Zelle
           (iii) direkt am Buchsenfeld
           in geschirmter Ausführung angeschaltet werden.
           Zur Verbindung der TEM-Zelle mit der Peripherie oder dem Fahrzeug
           müssen geschirmte Leitungen verwendet werden.
10.        PRÜFUNG DER STÖRFESTIGKEIT DER STE DURCH "FREIE FELDER"
10.1       Dieses Prüfverfahren erlaubt die PrUfung von STE, wobei eine
           vollständige STE einer elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt
           wird.
10.2       Typ, Lage und Ausrichtung der felderzeugenden Anlage
10.2.1     Typ der felderzeugenden Anlage
10.2.1.1   Der Typ der felderzeugenden Anlage ist so zu wählen, daß die
           verlangte Feldstärke am Bezugspunkt bei den entsprechenden
           Frequenzen erreicht wird.
10.2.1.2   Die felderzeugende Anlage kann eine Antenne oder eine
           Piattenantenne sein.
10.2.1.3   Der Aufbau und die Ausrichtung Jeder felderzeugenden Anlage muß so
           sein, daß das erzeugte Feld in einer der folgenden Weisen
           polarisiert ist:
           (i) vertikal von 20 bis 1000 MHz
           (ii) oder horizontal im Bereich von 20 bis 30 MHz.
10.2.2     Höhe und Abstand bei der Messung
10.2.2.1   Höhe
10.2.2.1.1 Das Phasenzentrum Jeder Antenne darf nicht niedriger als 0,5 m über
           der Grundplatte liegen, auf der sich die STE befindet.
10.2.2.1.2 Kein Teil der abstrahlenden Elemente der Antenne darf mehr als 0,25
           mm über der Ebene, auf der sich die STE befindet, liegen.
10.2.2.2   Abstand bei der Messung
 ---pagebreak---                                        ~3tf-
10.2.2.2.1 Unter Betriebsbedingungen kann eine bessere Annäherung erzielt
           werden, wenn die felderzeugende Anlage soweit wie möglich von der
           STE aufgestellt wird. Diese Entfernung liegt in der Regel zwischen
           zwei bis fünf Metern.
10.2.2.2.2 Wird die Prüfung in einer geschlossenen Anlage durchgeführt, dürfen
           sich die austrahienden Elemente der feiderzeugenden Anlage nicht
           näher als 0,5 m zu Jedem strahlenabsorbierenden Material und nicht
           näher als 1,5 m zur Wand der geschlossenen Prüfanlage befinden.
           Zwischen der Senderantenne und der STE darf kein absorbierendes
           Material liegen.
10.2.3     Lage der Antenne Im Verhältnis zur STE
10.2.3.1   Die felderzeugende Anlage darf nicht näher als 0,5 m zu der Kante
           der Grundplatte liegen.
10.2.3.2   Das Phasenzentrum der felderzeugenden Anlage befindet sich auf
           einer Ebene welche
           (i)   senkrecht zur Grundplatte ist,
           (ii) senkrecht zur Kante der Grundplatte und dem Haupteil der
                 Verkabelung ist und
           (iii) die Kante der Grundplatte und den Mittelpunkt des Hauptteils
                 der Verkabelung schneidet.
           Die Antenne muß parallel zu einer Ebene stehen, die senkrecht zur
           Grundplatte liegt und mit deren Kante zusammenfällt, an der sich
           die Haupt te Ile des Kabelbündels befinden.
10.2.3.3   Jede felderzeugende Anlage, die oberhalb der Grundplatte oder der
           STE angebracht ist, muß sich über die gesamte STE erstrecken.
10.2.4     Bezugspunkt
10.2.4.1   Der Bezugspunkt ist der Punkt, an dem die Feldstärke gemessen wird
           und der wie folgt definiert ist:
10.2.4.1.1 Der Bezugspunkt befindet sich mindestens zwei Meter horizontal vom
           Phasenzentrum der Antenne oder einen Meter vertikal von den
           abstrahlenden Elementen einer Piattenantenne entfernt.
10.2.4.1.2 Auf einer Ebene, welche
           (i)   senkrecht zur Grundplatte ist,
           (ii) senkrecht zur Kante der Grundplatte ist, entlang der der
                 Hauptteil der Verkabelung verläuft und
           (iii) die Kante der Grundplatte und den Mittelpunkt des Hauptteils
                 der Verkabelung schneidet.
10.2.4.1.3 Der Bezugspunkt fällt mit dem Mittelpunkt des Hauptteils der
           Verkabelung zusammen, die entlang der der Antenne nächstgelegenen
           Kante der Grundplatte und 100 ± 10 mm über der Grundplatte
           verläuft.
10.3       Erzeugung der erforderlichen Feldstärke
10.3.1     Prüfverfahren
                                                                               (23)
 ---pagebreak---                                   -30)-
10.3.1.1 Die "Referenzfeldmethode" wird verwendet, um die
         Prüffeldbedingungen zu erreichen.
10.3.1.2 Referenzfeldmethode
         Bei Jeder gewünschten Prüffrequenz wird soviel Energie in die
         felderzeugende Anlage eingespeist, daß die erforderliche Feldstärke
         am Bezugspunkt im Prüfraum gemäß 10.2 Jedoch ohne STE, erzeugt
         wird; die Ausgangsleistung, oder ein anderer Parameter, der direkt
         bezogen ist auf die zur Bestimmung des Feldes erforderliche
         Ausgangsleistung, wird gemessen und die Ergebnisse aufgezeichnet.
         Diese Ergebnisse werden für die Bauartgenehmigungsprüfung
         verwendet, solange keine Änderungen in den Einrichtungen oder
         Ausrüstungen vorgenommen werden, die eine Wiederholung dieses
         Verfahrens notwendig machen.
10.3.1.3 Die STE, die eine zusätzliche Grundplatte enthalten kann, wird dann
         in die Prüfen läge gebracht und entsprechend den Anforderungen von
         10.2 aufgestellt. Wird eine zweite Grundplatte benutzt, so befindet
         sich diese innerhalb einer Entfernung von 0,5 mm von der
         PrüfStandsgrundplatte und ist mit dieser elektrisch verbunden. Die
         in 10.3.1.2 festgelegte erforderliche Ausgangsleistung bei Jeder in
         5 festgelegten Frequenz wird in die felderzeugende Anlage
         eingespeist.
10.3.1.4 Fremde Ausrüstung muß während der Kalibrierung mindestens 1 m vom
         Bezugspunkt entfernt sein.
10.3.1.5 Unabhängig davon, welcher Parameter nach 10.3.1.2 gewählt wurde, um
         das Feld festzulegen, muß der gleiche Parameter wiederverwendet
         werden, um die Feldstärke während der PrUfung zu bestimmen.
10.3.1.6 Feidstärkenmeßgerät
         Zur Bestimmung der Feldstärke ist eine isotrope kompakte
         Feldstärkensonde während der Kalibrierungsphase der
         Referenzfeldmethode zu benutzen.
10.3.1.7 Das Phasenzentrum des Feldstärkenmeßgeräts ist am Bezugspunkt zu
         positionieren.
10.3.2   Umriß der Feldstärke
10.3.2.1 Während der Kalibrierungsphase der Referenzfeldmethode (bevor die
         STE in den PrUfraum gebracht wird), darf die Feldstärke nicht
         weniger als 50 X der nominalen Feldstärke betragen, und zwar 1,0 ±
         0,05 m auf Jeder Seite des Bezugspunkts auf einer Linie parallel zu
         der der Antenne am nächsten gelegenen Kante der Grundplatte und
         durch den Bezugspunkt.
 ---pagebreak---                                 -*fe-
                            ANHANG VII I
                              ANLAGE 1
                            ABBILDUNG 1
             PRÜFUNG IN DER STREIFENLEITUNG (STRIPLINE)
1)   Geschirmter Raum
2)   KabeIbäum
3)   Prüfling
4)   Abschlußwiderstand
5)   Frequenzgenerator
6/7) Batterie (alternativ)
8)   St romversorgung
9)   Filter
10)  Peripherie
11)  F11 ter
12)  Videoperipherie
13)  Wandler, optisch-elektrisch
14)  Lichtwellenlelter
15)  Nichteinstrahlfeste Peripherie
16)  Lineare bzw. einstrahlfeste Peripherie
17)  Wandler, optisch-elektrisch
18)  Isolationskörper
19)  Videokamera
                  14
 ---pagebreak---                                                            ANHANG VII
                                                            ANLAGE 1
                                                          Abbildung 2
                                                 Abschlußstrelfen-,            Querschnitt
                          geschäumter Kunststoff                                 Metallgehäuse mit Filtern
                                                                              —Holzbrett
   Eingangs- und Ausgangs
  Versorgungskabe                                                                Abschlußstrei fen
                                                                                                                            -v.
                                                                                                                             i
  AIIe Leitungen                                                                            Hölzerner Rahmenaufbau
  sind verdr iI 11                                                                          (Querschnitt 50 x 50)
       HF-Meßsonde                                                                          Holzbrett (Querschnitt 50 x 50)
                                                                                           Abschlußstreifen (9 Ausgänge)
                                                                                    Holzklötze (400 x 200 x 125)
      Erde
Abmessungen in mm
                                Abb. 2: Prüfaufbau mit Stromkreis der Streifenleitung
 ---pagebreak---                                         -3K-
                                     ANHANG VI I
                                      ANLAGE 2
                                    Abb iI dung 1
                                                   Frequenzgenerator
                     STE
                                                    Verstärker
                                                   < Messung der
                                                  Ausgangsleistung
St rome i nkoppeIzange
                                                  KL
                                                  KL
                                                           Spannung
                                  Lasten                   Stromleitung
                                                           des Fahrzeugs
                          Eingang
           StromeInkopplungsprüfung
 ---pagebreak---                                 -3?J
                            ANHANG VI I
                             ANLAGE 2
                           Abb i i dung 2
        Frequenzgenerator
Verstärker                     Last
                                50 W
     Messung der
Ausgangsleistung          tZ
                                  =L
                             Dämpfungswiderstand
                           c   Empfänger
Kalibrierungsschaltung der Stromeinkoppeizange
 ---pagebreak---                     -31h-
                 ANHANG VI 1
                  ANLAGE 3
                AbbiIdung 1
PRÜFUNG IN DER TEM-ZELLE
1)    AußenIeiter, Schirm
2)    InnenIeiter (Septum)
3)    Isolator
4)    Eingang
5)    Isolator
6)    Tür
7)    Buchsenfeld
8)    Stromversorgung der STE
9)    Abschlußwiderstand 50 J3-
10)   Isolationskörper
11)   STE (maximale Höhe 1/3 des Abstands zwischen
      Zellenboden und Septum)
                                                   -e#0
 ---pagebreak---                      -3*r-
                  ANHANG VI I
                   ANLAGE 4
PRÜFUNG DES FAHRZEUGSYSTEMS DURCH FREIE FELDER
                                                     E
                                                     3
                                                     «o
                                                     oc
                                                     c
                                                     o
                                                     o
                                                     m
                                                     ©
                                                     o>
                                                     c
                                                     «}
                                                     "D
                                                     CO
                                                     c
                                                     3
                                                     C
                                                     TJ
                                                     L.
                                                     o
                                                     c
                                                     <
                                                     o
                                                     c
                                                     ©
                                                     CD
                                                     (0
                                                     u
                                                     ©
                                                     CO
                                                     o
                                                     >
                                               > >
                                               o o
                                               %- ©
                                               CO Vi
 ---pagebreak---                                        -3*6-
                                   ANHANG V I M
                                     ANLAGE 1
                                      MUSTER
              BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DIE ELEKTROMAGNETISCHE
              VERTRÄGLICHKEIT EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                               KRAFTFAHRZEUGTYPS
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die elektromagnetische
Verträglichkeit eines zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps muß die
Angaben in Anhang M der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 unter
dem Buchstaben A zu folgenden Nummern enthalten:
0.2, 0.2, 0.4 bis 0.6
1.1 und 1.4
3.0 bis 3.6, 3.1.2
4.1 und 4.2
9.4 bis 9.4.2
unter dem Buchstaben B zu den Nummern:
1.1 bis 1.1.5
unter dem Buchstaben C zu den Nummern:
2.1, 2.1.3, 2.1.4, 2.3 bis 2.7.2, 2.8 bis 2.8.2.4
Ferner sind die elektrischen bzw. elektronischen STE, die gegebenenfalls in den
Systemen der Kraftübertragung, der Aufhängung, der Bremsung, der Beleuchtung
und Lichtsignalgebung und der Lenkung verwendet werden, von dem Antragsteller
auf Bauartgenehmigung kurz zu beschreiben.
 ---pagebreak---                                    ANHANG V I M
                                     ANLAGE 2
                                             Angabe der Behörde
                                      MUSTER
           BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND DIE ELEKTROMAGNETISCHE
              VERTRÄGLICHKEIT EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                                KRAFTFAHRZEUGTYPS
Protokoll Nr             des technischen Dienstes              vom
Nummer der Bauartgenehmigung:                 Nummer der' Erweiterung:
1. Marke des Fahrzeugs :                                                 .
2. Fahrzeugtyp und gegebenenfalls Versionen und Varianten:               ,
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers:
5. Das Fahrzeug wurde zur PrUfung vorgeführt am: ..
6. Die Bauartgenehmigung wird ertei It/verweIgerU*)
7. Ort:
8. Datum:
9. Unterschrift:
(*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                    ANHANG IX
                                    ANLAGE 1
                                     MUSTER
              BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DIE ELEKTROMAGNETISCHE
                  VERTRÄGLICHKEIT DES TYPS EINER SELBSTÄNDIGEN
                              TECHNISCHEN EINHEIT
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die elektromagnetische
Verträglichkeit des Typs einer selbständigen technischen Einheit muB die
Angaben in Anhang M der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992
aufgeführten Angaben betreffend die selbständige technische Einheit enthalten,
 ---pagebreak---                                         -3 *r9 -
                                     ANHANG IX
                                      ANLAGE 2
                                               Angabe der Behörde
                                       MUSTER
            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND DIE ELEKTROMAGNETISCHE
                   VERTRÄGLICHKEIT DES TYPS EINER SELBSTÄNDIGEN
                                TECHNISCHEN EINHEIT
Protokoll Nr              des technischen Dienstes               vom
Nummer der Bauartgenehmigung:                    Nummer der Erweiterung:
1. Marke der selbständigen technischen Einheit:
2. Typ der selbständigen technischen Einheit und gegebenenfalls Versionen
   und Var ianten:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers
5. Die selbständige technische Einheit wurde zur PrUfung vorgeführt am:
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert(*)
7. Ort:
8. Datum:
9. Unterschrift:
(*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                      - 380 -
                    KAPITEL 9
          ZULÄSSIGER GERÄUSCHPEGEL UND
AUSPUFFANLAGE VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                 KRAFTFAHRZEUGEN
 ---pagebreak---                                       - 381 -
                                 LISTE DER ANHÄNGE
ANHANG I:   GRENZWERTE FÜR DEN GERÄUSCHPEGEL IN DB(A) UND TERMINE FÜR DAS
            INKRAFTTRETEN DER BAUARTGENEHMIGUNG MIT BEZUG AUF DEN ZULÄSSIGEN
            GERÄUSCHPEGEL EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
            KRAFTFAHRZEUGTYPS
ANHANG 11 : VORSCHRIFTEN FÜR ZWEIRADR IGE KLEINKRAFTRÄDER
1           Begriffsbestimmungen
2           Bauartgenehmigung für einen zweirädrigen Kleinkraftradtyp mit
            Bezug auf seinen Geräuschpegel und seine Or ig Ina lauspuffan läge
            als technische Einheit.
3           Bauartgenehmigung fUr den Typ einer zum Anbau an zweirädrigen
            Kleinkrafträdern bestimmten Nicht-Origina Iauspuffan läge oder für
            als technische Einheiten geltende Bauteile solcher Anlagen.
Anlage 1
A -         Beschreibungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
            die Or igina lauspuffan läge eines zweirädrigen Kleinkraftradtyps.
B -         Bauartgenehmigungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel
            und die Originalauspuffanlage(n) eines zweirädrigen
            Kleinkraftradtyps.
Anlage 2
A -         Beschreibungsbogen betreffend eine Nicht-Origina lauspuffan läge
            für zweirädrige Kleinkrafträder bzw. für als technische Einheit
            geltende Teile solcher Anlagen.
B -         Bauartgenehmigungsbogen betreffend eine Nicht-
            Or ig i na lauspuff an läge fUr zweirädrige Kleinkrafträder.
ANHANG III  VORSCHRIFTEN FÜR KRAFTRÄDER
1           Begri ffsbest immungen
2           Bauartgenehmigung für einen Kraftradtyp mit Bezug auf seinen
            Geräuschpegel und seine Or igina Iauspuffan läge als technische
            Einheit.
            Bauartgenehmigung für den Typ einer zum Anbau an Kleinkrafträdern
            bestimmten Nicht-Origina Iauspuffan läge oder von Bauteilen hiervon
            als technische Einheiten.
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Anlage 1
A -        Beschreibungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
           die Originalauspuffanlage eines Kraftradtyps.
B -        Bauartgenehmigungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel
           und die Or igina Iauspuffan läge(n) eines Kraftradtyps.
Anlage 2
A -        Beschreibungsbogen betreffend eine Nicht-Originalauspuffan läge
           für Krafträder bzw. als technische Einheit geltende Teile solcher
           Anlagen.
B -        Bauartgenehmigungsbogen betreffend eine Nicht-
           Or ig inal auspuf fan läge für Krafträder.
ANHANG IV: VORSCHRIFTEN FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE
1          Begr i ffsbest immungen
2          Bauartgenehmigung für einen dreirädrigen Kleinkraftradtyp oder
           einen Typ eines Drei radfahrzeugs mit Bezug auf seinen
           Geräuschpegel und seine Or iginalauspuffan läge als technische
           Einheit.
           Bauartgenehmigung für den Typ einer zum Anbau an dreirädrigen
           Kleinkrafträdern und Drei radfahrzeugen bestimmten Nicht-
           Or ig i na lauspuff an läge oder von Bauteilen hiervon als technische
           Einheiten.
Anlage 1
A -        Beschreibungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
           die Or iginalauspuffan läge für den Typ eines dreirädrigen
           Kleinkraftrads oder eines Dreiradfahrzeugs.
B -        Bauartgenehmigungsbogen betreffend den zulässigen Geräuschpegel
           und die Originalauspuffanlage(n) für den Typ eines dreirädrigen
           Kleinkraftrads oder eines Dreiradfahrzeugs.
Anlage 2
A -        Beschreibungsbogen betreffend eine Nicht-Originalauspuffan läge
           für dreirädrige Kleinkrafträder oder Drei radfahrzeuge bzw. für
           als technische Einheit geltende Teile solcher Anlagen.
B -        Bauartgenehmigungsbogen betreffend eine Nicht-
           Or ig inal auspuf fan läge für dreirädrige Kleinkrafträder oder
           Drei radfahrzeuge.
ANHANG V:  VORSCHRIFTEN FÜR DIE ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
ANHANG VI  VORSCHRIFTEN FÜR      DIE KENNZEICHNUNG
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                                   ANHANG I
GRENZWERTE FÜR DEN GERÄUSCHPEGEL IN DB(A) UND TERMINE FÜR DAS INKRAFTTRETEN FÜR
DIE BAUARTGENEHMIGUNG MIT BEZUG AUF DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL EINES
ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYPS
                                    Grenzwerte des
                 Fahrzeuge          Geräuschpegels
                                     ab 1.1.1997
               1. Zweirädrige
                  Kleinkraft-
                  räder
                  < 25 km/h                66
                  > 25 km/h                71
                  Dreirädrige              76
               2. Krafträder
                  <. 80 cm3                 75
                  > 80 < 175 cm3           77
                  > 175 cm3                80
               3. Dreiradfahr-             80
                  zeuge
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                             ANHANG I I
      VORSCHRIFTEN FÜR ZWEIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER
1     BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
      Im Sinne dieses Kapitels gelten nachstehende
      Begr i f fsbestimmungen:
1.1   "Kleinkraftradtyp hinsichtlich des Geräuschpegels und der
      Auspuffan läge" bezeichnet Kleinkrafträder, die sich in folgenden
      wesentlichen Punkten nicht unterscheiden:
1.1.1 Art des Motors (Zweitakt- oder Viertaktverfahren, Hub- oder
      Kreiskolbenmotor, Zylinderanzahl und Hubraum, Anzahl und Typ der
      Vergaser oder Einspritzanlagen, Anordnung der Ventile,
      Nennleistung und Nennleistungsdrehzahl);
      Für Kreiskolbenmotoren ist das doppelte Kammervolumen als Hubraum
      anzusehen;
1.1.2 KraftUbertragungssystem, insbesondere Anzahl der Getriebegänge
      und deren Übersetzungsverhältnis;
1.1.3 Anzahl, Art und Anordnung der Auspuffan lagen.
1.2   "Auspuffanlage" oder "Schalldämpfer" bezeichnet einen
      vollständigen Satz von Einzelteilen, die zur Dämpfung der vom
      Motor des Kleinkraftrades und seinem Abgasausstoß hervorgerufenen
      Geräusche erforderlich sind.
1.2.1 "Or iginalauspuffanlage oder Or iginalschall dämpfer" ist eine
      Anlage des Typs, wie sie in dem Fahrzeug zur Erlangung der
      Betriebserlaubnis oder der Erweiterung der Betriebserlaubnis
      ausgerüstet ist. Es kann sich um eine Erstausstattung oder um
      eine Austauschanlage handeln.
1.2.2 "Nicht-Originalauspuffanlage oder Nicht-Originalsschalldämpfer"
      ist eine Anlage eines anderen Typs als desjenigen, mit dem das
      Fahrzeug bei der Erlangung seiner Betriebserlaubnis oder der
      Erweiterung seiner Betriebserlaubnis ausgerüstet wird. Eine
      solche Anlage darf nur als Austauschauspuffanlage oder
      Austauschschalldämpfer verwendet werden.
1.3   "Auspuffan lagen verschiedener Bauart" bezeichnet Anlagen, die
      untereinander wesentliche Unterschiede aufweisen, wobei diese
      Unterschiede in folgenden Einzelheiten liegen können:
1.3.1 Die einzelnen Bauteile tragen verschiedene Fabrik- oder
      Handelsmarken.
1.3.2 Die Materialeigenschaften eines beliebigen Einzelteils sind
      verschieden, oder die Einzelteile haben eine unterschiedliche
      Form oder Größe.
                                                                        (?4)
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1.3.3   Das Funktionsprinzip wenigstens eines Einzelteils ist
        verschieden.
1.3.4   Die Einzelteile sind auf verschiedene Weise zusammengebaut.
1.4     "Einzelteil einer Auspuffanlage" ist einer der Bestandteile, die
        zusammen die Auspuffanlage (beispielsweise Auspuffrohre und
        Rohrstutzen, eigentlicher Schalldämpfer) und gegebenenfalls die
        Ansauganlage (Luftfilter) bilden.
        Ist der Motor mit einer Ansauganlage (Luftfilter und/oder
        Ansauggeräuschdämpfer) ausgerüstet, die für die Einhaltung der
        Geräuschpegelgrenzwerte unerläßlich ist, so ist diese Anlage als
        Einzelteil anzusehen, dem die gleiche Bedeutung wie der
        Auspuffanlage zukommt.
2       BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINEN ZWEIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP MIT
        BEZUG AUF SEINEN GERÄUSCHPEGEL UND SEINE ORIGINALAUSPUFFANLAGE
        ALS TECHNISCHE EINHEIT
2.1     Fahrgeräusch des Kleinkraftrades
        (Bedingungen und Meßverfahren zur Überprüfung des Fahrzeugs beim
        Bauartgenehmigungsverfahren)
2.1.1   Grenzwerte: siehe Anhang I
2.1.2   Meßgeräte
2.1.2.1 Akustische Messungen
        Als Meßgerät ist ein PräzisionsschalIpegeimesser zu verwenden,
        der der in der Veröffentlichung Nr. 179
        "PräzisionsschalIpegeimesser", zweite Ausgabe, der
         Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) beschriebenen
        Bauart entspricht. Bei den Messungen sind die
        Anzeigegeschwindigkeit "schnell" und die Bewertungskurve "A", die
        ebenfalls in dieser Veröffentlichung beschrieben werden,
        anzuwenden.
        Zu Beginn und am Ende jeder Meßreihe ist das SchalIpegelmeßgerät
        nach den Angaben des Herstellers mit einer geeigneten
        Schallquelle (beispielsweise einem Pistonphon) zu kalibrieren.
2.1.2.2 Geschwindigkeitsmessungen
        Motordrehzahl und Geschwindigkeit des Kleinkraftrades auf der
        Meßstrecke sind mit einer Genauigkeit von ± 3 % zu bestimmen.
2.1.3   Meßbed i ngungen
2.1.3.1 Zustand des Kleinkraftrades
        Zusammen darf die Masse des Fahrzeugführers und der bei der
        PrUfung benutzten Ausrüstung des Kleinkraftrades den Wert von
        80 kg nicht überschreiten und den von 70 kg nicht unterschreiten.
        Wird der Mindestwert von 70 kg nicht erreicht, sind an dem zu
        prüfenden Kleinkraftrade Ballaste anzubringen.
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        Bei den Messungen muß sich das Kleinkraftrad in fahrbereitem
        Zustand (mit Kühlflüssigkeit, Schmiermitteln, Kraftstoff,
        Werkzeug, Ersatzrad und Fahrer) befinden. Vor Beginn der
        Messungen ist der Kleinkraftradmotor auf die normale
        Betriebstemperatur zu bringen. Bei automatisch gesteuerten
        Lüftern darf anläßlich der Geräuschmessung nicht in die
        Schaltautomatik eingegriffen werden. Bei Kleinkrafträdern mit
        mehr als einem angetriebenen Rad ist nur der für den normalen
        Straßenbetrieb vorgesehene Antrieb zu verwenden. Ist das
        Kleinkrfatrad mit einem Beiwagen ausgerüstet, so ist dieser für
        die Prüfung zu entfernen.
2.1.3.2 Prüfgelande
        Das Prüfgelände muß aus einer zentral angeordneten
        Beschleunigungsstrecke bestehen, die von einem im wesentlichen
        ebenen Prüfgelande umgeben ist. Die Beschleunigungsstrecke muß
        eben sein; ihre Oberfläche muß trocken und so beschaffen sein,
        daß das Fahrgeräusch niedrig bleibt.
        Auf dem Prüfgelande müssen die Bedingungen des freien
        Schallfeldes zwischen der Schallquelle in der Mitte der
        Beschleunigungsstrecke und dem Mikrophon auf 1 dB genau
        eingehalten werden. Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn im
        Abstand von 50 m um den Mittelpunkt der Beschleunigungsstrecke
        keine großen schal I-reflektierenden Gegenstände wie Zäune,
        Felsen, Brücken oder Gebäude vorhanden sind. Die
        Geländeoberfläche muß mindestens zehn Meter um den Mittelpunkt
        der Beschleunigungsstrecke herum aus einem harten Material
        bestehen und frei von Pulverschnee, hohem Gras, loser Erde oder
        Asche sein.
         In der Umgebung des Mikrophons darf sich kein Hindernis befinden,
        das das SchalIfeld beeinflussen könnte, und zwischen Mikrophon
        und Schallquelle darf sich niemand aufhalten. Der Meßbeobachter
        muß sich so aufstellen, daß eine Beeinflussung der
        Meßgeräteanzeige ausgeschlossen ist.
2.1.3.3 Sonstiges
        Die Messungen dürfen nicht bei ungünstigem Wetter vorgenommen
        werden, insbesondere ist der Einfluß von Windböen auszuschließen
        Die Windgeschwindigkeit muß kleiner oder gleich 3 m/s sein. Bei
        kurzen Windstößen bis zu 5 m/s bleiben die Messungen gültig.
        Bei den Messungen muß der A-bewertete Geräuschpegel anderer
        Schallquellen als des zu prüfenden Kleinkraftrades oder des
        Windeinflusses mindestens 10 dB(A) unter dem vom Kleinkraftrad
        erzeugten Geräuschpegel liegen.
        Liegt der Unterschied zwischen dem Umgebungsgeräusch und dem
        gemessenen Geräusch zwischen 10 dB (A) und 16 dB (A) ist bei der
        Errechnung der Prüfergebnisse von den abgelesenen Meßwerten der
         in Frage kommende Korrekturwert gemäß nachstehendem Diagramm
        abzuziehen.
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dB(A)
 0,4
 0,3
 0,2
 0,1
                         10     11     12      13   14     15     16
            Unterschied zwischen Umgebungsgeräusch und zu messendem Geräusch
                 Am Mikrophon darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein,
                 sofern sein Einfluß auf die Empfindlichkeit und die
                 Richteigenschaften des Mikrophons berücksichtigt wird.
   2.1.4         Meßmethode
   2.1.4.1       Art und Anzahl der Messungen
                  Während der Vorbeifahrt des Kleinkraftrades zwischen den Linien
                  AA' und BB' (Abbildung 1) ist der A-bewertete maximale
                  Geräuschpegel in Dezibel (dB) zu messen. Die Messung ist
                  ungültig, wenn ein vom allgemeinen Geräuschpegel ungewöhnlich
                  stark abweichender Spitzenwert festgestellt wird.
                  Auf jeder Seite des Kraftrades sind mindestens zwei Messungen
                  vorzunehmen.
   2.1.4.2        Mikrophonsteliung
                  Das Mikrophon ist in 7,5 m Abstand von der Bezugslinie CC*
                  (Abbildung 1) der Fahrbahn in 1,2 m Höhe über der
                  Fahrbahnober fIäche anzubr ingen.
    2.1.4.3       Fahrbedingungen
                  Das Kleinkraftrad ist mit einer gleichförmigen
                  Anfangsgeschwindigkeit nach 2.1.4.3.1 an die Linie AA'
                  heranzufahren. Sobald die vordere Kleinkraftradbegrenzung die
                  Linie AA' erreicht, ist die Betätigungseinrichtung der
                  Drosselklappe möglichst rasch in die Vollaststellung zu bringen.
                  Diese Stellung ist beizubehalten, bis die hintere
                  Kleinkraftradbegrenzung der Linie BB' erreicht; sodann ist die
                  Betätigungseinrichtung schnellstmöglich in die Leer laufStellung
                   zurückzunehmen.
 ---pagebreak---                                  - 388 -
          Bei allen Messungen ist das Kleinkraftrad in gerader Richtung so
          über die Beschleunigungsstrecke zu fahren, daß die Spur seiner
          Längsmittel ebene möglichst nahe an der Linie C C liegt.
2.1.4.3.1 Geschwindigkeit beim Heranfahren
          Das Kleinkraftrad nähert sich der Linie AA' mit einer
          stabilisierten Geschwindigkeit von 30 km/h oder seiner
          Höchstgeschwindigkeit, wenn diese unter 30 km/h liegt.
2.1.4.3.2 Wahl des Getriebegangs
          -   Ist ein handbetätigtes Schaltgetriebe vorhanden, wird der
             höchstmögliche Gang gewählt, der es gestattet, die Linie AA'
             mit einer Motordrehzahl zu durchfahren, die gleich der Hälfte
             der der Nennleistung entsprechenden Motordrehzahl ist oder
             Über dieser I legt.
              Ist das Kleinkraftrad mit einem automatischen Getriebe
             ausgestattet, so ist es mit den in 2.1.4.3.1 genannten
             Geschwindigkeiten zu fahren.
2.1.5     Ergebnisse (Prüfprotokoll)
2.1.5.1   Das zum Zwecke der Ausstellung des Dokuments nach Anlage 1 B
          hergestellte Prüfprotokoll enthält die Angabe aller Umstände und
          Einflüsse, die für die Meßergebnisse wichtig sind.
2.1.5.2   Die abgelesenen Meßwerte sind gemäß 2.1.3.3 zu korrigieren.
          Die derart korrigierten Meßwerte werden auf das nächstliegende
          Dezibel auf- bzw. abgerundet.
          Bei Ausstellung des Dokuments nach Anlage 1 B dürfen nur Meßwerte
          verwendet werden, deren Differenz bei zwei aufeinanderfolgenden
          Messungen auf derselben Fahrzeugsei te nicht größer ist als
          2dB(A).
2.1.5.3   Zur Berücksichtigung der Ungenau!gkeit der Messungen wird der
          nach 2.1.5.2 abgelesene Wert um ein dB(A) vermindert.
2.1.5.4   Wenn der Durchschnittswert der vier Meßergebnisse geringer oder
          gleich dem fUr die geprüfte Fahrzeugklasse zulässigen
          Geräuschpegel ist, gilt die Vorschrift nach 2.1.1 als erfüllt.
          Dieser Mittelwert ist das Ergebnis der Prüfung.
 ---pagebreak---                     - 389 -
                  Abbildung 1
          MESSUNG DES FAHRGERÄUSCHS
                             C
 Mikrofon                                                 Mikrofon
             7.5 m                     7.5 m
p—o                                                  -K)—r
                        Abb i I dung 2
                MESSUNG DES STANDGERÄUSCHS
                                     Höhe der Achse der Auspuffmündung
 ---pagebreak---                                 - 390 -
2.2     STANDGERÄUSCH DES KLEINKRAFTRADES (Bedingungen und Meßverfahren
        zur Prüfung des im Verkehr befindlichen Fahrzeugs)
2.2.1   Schalldruckpegel des Kleinkraftrades im Nahfeld
        Zur Erleichterung der späteren Überprüfung der
        Geräuschentwicklung der im Verkehr befindlichen Kleinkrafträder
        ist darüber hinaus der SchalIdruckpegel im Nahfeld der Mündung
        der Auspuffanlage (Schalldämpfer) gemäß den nachstehenden
        Vorschriften zu messen und das Meßergebnis in das Prüfprotokoll
        für die Bescheinigung nach Anlage 1 B einzutragen.
2.2.2   Meßgeräte
        Es ist ein PräzisionsschalIpegelmeßgerät gemäß 2.1.2.1 zu
        verwenden.
2.2.3   Meßbed i ngungen
2.2.3.1 Zustand des Kleinkraftrades
        Vor Beginn der Messungen ist der Kleinkraftradmotor auf die
        normale Betriebstemperatur zu bringen. Bei automatisch
        gesteuerten LUftern darf anläßlich der Geräuschmessung nicht in
        die Schaltautomatik eingegriffen werden.
        Während der Messungen muß sich der Wahl hebe I des Getriebes in
        Leer laufstelIung befinden. Ist eine Unterbrechung der
        Kraftübertragung nicht möglich, so ist das Antriebsrad des
        Kleinkraftrades frei laufen zu lassen, indem es beispielsweise
        aufgebockt wird.
2.2.3.2 Prüfgelande (Abbildung 2)
        Als PrUfgelände darf jeder Platz verwendet werden, an dem es
        keine nennenswerten akustischen Störungen gibt. Insbesondere
        eignen sich dazu ebene Flächen, die mit Beton, Asphalt oder einem
        anderen harten Material überzogen sind und eine hohe
        Schal Ireflex ion aufweisen; ausgeschlossen sind Flächen aus
        festgewalzter Erde. Das PrUfgelände muß mindestens die
        Abmessungen eines Rechtecks haben, dessen Seiten 3 m von den
        Umrissen des Kleinkraftrades (ausschließlich Lenker) entfernt
        sind. Innerhalb dieses Rechtecks darf es keine nennenswerten
        Hindernisse geben, beispielsweise andere Personen als den Fahrer
        und den Beobachter.
        Das Kleinkraftrad ist innerhalb des vorgenannten Rechtecks so
        aufzustellen, daß das Meßmikrophon zu eventuell vorhandenen
        Bordsteinkanten einen Abstand von mindestens 1 m hat.
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2.2.3.3  Sonstiges
         Durch Störgeräusche und durch Windeinfluß hervorgerufene
         Zeigerausschläge des Meßgeräts müssen mindestens 10 dB (A)
         niedriger als der zu messende Geräuschpegel liegen. Am Mikrophon
         darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein, sofern dessen
         Einfluß auf die Empfindlichkeit des Mikrophons berücksichtigt
         wird.
2.2.4    Meßmethode
2.2.4.1  Art und Anzahl der Messungen
         Während des Betriebsablaufs nach 2.2.4.3 ist der A-bewertete
         maximale Geräuschpegel in Dezibel (dB) zu messen.
         An jedem Meßpunkt sind mindestens drei Messungen vorzunehmen.
2.2.4.2. Mikrophonstellungen (Abb. 2)
         Das Mikrophon ist in der Höhe der Auspuffmündung aufzustellen, in
         keinem Fall jedoch niedriger als 0,2 m Über der
         Fahrbahnoberfläche. Die Kapsel des Mikrophons muß gegen die
         Ausströmöffnung der Abgase gerichtet sein und zu dieser Öffnung
         einen Abstand von mindestens 0,5 m haben. Die Achse der größten
         Empfindlichkeit des Mikrophons muß parallel zur
         Fahrbahnoberfläche ver I aufen und einen Winkel von 45* ± 10* zu
         der senkrechten Ebene bilden, in der die Austrittsrichtung der
         Abgase Iiegt.
         Mit Bezug auf diese senkrechte Ebene ist das Mikrophon auf der
         Seite aufzustellen, die den größtmöglichen Abstand zwischen
         Mikrophon und dem Umriß des Kraftrades (ausschließlich des
         Lenkers) zuläßt. Hat das Auspuffsystem mehrere Mündungen, deren
         Mittenabstand nicht größer als 0,3 m ist, so ist das Mikrophon
         der Mündung zuzuordnen, die dem Kraftradumriß (ausschließlich des
         Lenkers) am nächsten liegt oder die den größten Abstand von der
         Fahrbahnoberfläche hat. Beträgt der Mittenabstand der Mündungen
         mehr als 0,3 m, so sind getrennte Messungen fUr jede Mündung
         vorzunehmen, wobei der größte gemessene Wert festzuhalten ist.
2.2.4.3  Betriebsbedingungen
         Die Drehzahl des Motors ist bei einem der folgenden Werte
         konstant zu halten:
                 5-, wenn S größer als 5000 U/min ist,
                   2
                 -3JL, wenn S kleiner oder gleich 5000 U/min ist.
                   4
             "S" steht für die Nennleistungsdrehzahl gemäß Abschnitt
             3.2.1.7 der Anlage 1A.
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        Nach Erreichen der konstanten Drehzahl ist die
        Betätigungseinrichtung der Drosselklappe plötzlich in die
        Leer laufstelIung zurückzunehmen. Der SchalIpegel ist während des
        Betriebsablaufs, der ein kurzzeitiges Beibehalten der konstanten
        Drehzahl sowie die gesamte Dauer der Verzögerung umfaßt, zu
        messen, wobei als Meßwert der maximale Zeigerausschlag gilt.
2.2.5   Ergebnisse (Prüfprotokoll)
2.2.5.1  In dem PrüfprotokolI für das Dokument nach Anlage 1B sind
        allgemein alle erforderlichen, insbesondere auch die zur Messung
        des Standgeräuschs gehörenden Angaben zu vermerken.
2.2.5.2 Die Meßwerte sind am Meßgerät abzulesen und auf das
        nächstliegende ganze Dezibel auf- bzw. abzurunden.
        Es sind nur Meßwerte zu verwenden, die bei drei unmittelbar
        aufeinanderfolgenden Messungen erhalten wurden und deren
        Abweichung voneinander nicht größer als 2 dB (A) ist.
2.2.5.3 Als Meßergebnis gilt der Durchschnittswert der drei Meßwerte.
2.3     ORIGINALAUSPUFFANLAGE (SCHALLDÄMPFER)
2.3.1   Vorschriften über Schalldämpfer, die schallschluckende.
        Faserstoffe enthalten.
2.3.1.1 Beim Bau von Schalldämpfern verwendete schallschluckende
        Faserstoffe dürfen kein Asbest enthalten und nur dann verwendet
        werden, wenn durch geeignete Vorrichtungen sichergestellt ist,
        daß die Faserstoffe während der gesamten Nutzungsdauer des
        Schalldämpfers in ihrer bestimmungsgemäßen Lage verbleiben und
        die Vorschriften eines der folgenden Abschnitte 2.3.2, 2.3.3 oder
        2.3.4 eingehalten werden.
2.3.2   Der Schallpegel muß nach Entfernung der Faserstoffe den
        Vorschriften nach 2.1.1 genügen.
2.3.3   Die schallschluckenden Faserstoffe dürfen sich nicht in
        gasdurchflossenen Teilen des Schalldämpfers befinden und müssen
        nachstehenden Bedingungen entsprechen:
2.3.3.1 Die Stoffe werden vier Stunden lang bei einer Temperatur von
        650'C ± 5*C in einem Ofen konditioniert, ohne daß sich die Länge,
        der Durchmesser oder die Dichte der Fasern verringern.
2.3.3.2 Nach einer einstund igen Konditionierung in einem Ofen bei einer
        Temperatur von 650'C ± 5*C müssen mindestens 98% des Stoffes von
        einem Sieb aufgefangen werden, dessen nominale Maschengröße 250
        /im beträgt und das der ISO-Norm 3310/1 entspricht, wenn es
        entsprechend der ISO-Norm 2599 geprüft worden ist.
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2.3.3.3   Der Gewichtsverlust des Faserstoffes darf nach einem 24-stündigen
          Tauchbad bei 90'C + 5'C in einer synthetischen Lösung, die wie
          folgt zusammengesetzt ist, 10,5% nicht übersteigen:
              1 N Bromwasserstoffsäure (HB r ): 10 ml,
              1 N Schwefelsäure (H 2 S0 4 ): 10 ml,
              destilliertes Wasser bis 1000 ml.
          Anmerkung:     Vor dem Wiegen ist das Material mit destilliertem
                         Wasser zu waschen und eine Stunde lang bei 105*C zu
                         trocknen.
2.3.4     Bevor die Anlage entsprechend den Bestimmungen von 2.1 geprüft
          wird, ist sie nach einer der nachstehend genannten Methoden in
          normalen Betriebszustand zu versetzen:
2.3.4.1   Prüfung durch Dauerfahrt auf der Straße
2.3.4.1.1 Die während des Prüfzyklus zu durchfahrende Mindestentfernung
          beträgt 2000 km.
2.3.4.1.2 50 % ± 10 % des Prüfzyklus entfallen auf das Fahren im
          Stadtbereich, der Rest auf Langstreckenfahrten; der Fahrzyklus
          bei konstanter Geschwindigkeit auf der Straße kann durch eine
          entsprechende PrUfung auf einem Prüfgelande ersetzt werden.
2.3.4.1.3 Die beiden Geschwindigkeitsbereiche sind mindestens sechsmal zu
          wechseln.
2.3.4.1.4 Das vollständige Prüfprogramm muß mindestens zehn Haltezeiten
          von mindestens drei Stunden umfassen, damit die Auswirkungen der
          Abkühlung und der Kondensation dargestellt werden können.
2.3.4.2   Prüfung durch Pulsierung
2.3.4.2.1 Das Auspuffsystem oder seine Einzelteile müssen am Kleinkraftrad
          oder am Motor angebaut sein.
           Im ersten Fall ist das Kleinkraftrad auf einen Rollenprüfstand zu
          bringen. Im zweiten Fall ist der Motor auf einen Versuchsstand zu
          brIngen.
          Die Versuchsvorrichtung, die ausführlich und schematisch in
          Abbildung 3 dargestellt ist, wird am Austritt des Auspuffsystems
          angebracht. Andere Vorrichtungen, die vergleichbare Ergebnisse
          gewährleisten, sind zulässig.
2.3.4.2.2 Die Versuchsvorrichtung ist so einzustellen, daß der Fluß der
          Auspuffgase abwechselnd 2500 mal durch ein SehneIIsehIußventiI
          unterbrochen und wiederhergestellt wird.
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2.3.4.2.3 Das Ventil muß sich öffnen, sobald der Gegendruck der
          Auspuffgase, gemessen in mindestens 100 mm Abstand hinter dem
          Eintrittsflansch, einen Wert zwischen 0,35 bar und 0,40 bar
          erreicht. Kann dieser Wert aufgrund der Motoreigenschaften nicht
          erreicht werden, muß sich das Ventil öffnen, sobald der
          Gegendruck der Auspuffgase einen Wert erreicht, der 90 % des
          Maximalwertes entspricht, der gemessen werden kann, ehe der Motor
          zum Stillstand kommt. Das Ventil muß sich wieder schließen, wenn
          dieser Druck nicht mehr als 10 % von dem Wert abweicht, der sich
          bei offenem Ventil eingestellt hat.
2.3.4.2.4 Das Verzögerungsrelais ist fUr die Dauer des Durchflusses der
          Auspuffgase entsprechend den Vorschriften unter 2.3.4.2.3
          einzustellen.
2.3.4.2.5 Die Motordrehzahl muß 75 % der Drehzahl (S) betragen, bei der der
          Motor seine Höchstleistung entwickelt.
2.3.4.2.6 Die von dem Dynamometer angezeigte Leistung muß gleich 50 % der
          bei 75prozentiger Motordrehzahl (S) gemessenen VolIgasIeistung
          sein.
2.3.4.2.7 Alle Abflußöffnungen sind während des Versuchs abzudichten.
2.3.4.2.8 Die Prüfung muß innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein.
          Gegebenenfalls ist nach jeder Stunde eine Abkühlzeit einzuhalten.
2.3.4.3   Prüfung auf dem Versuchsstand
2.3.4.3.1 Das Auspuffsystem ist an einem Motor anzubauen, der repräsentativ
          für den Typ ist, mit dem das für das System ausgelegte
          Kleinkraftrad ausgerüstet ist. Der Motor ist sodann auf einen
          Versuchsstand zu bringen.
2.3.4.3.2 Die Prüfung besteht aus drei Versuchszyklen.
2.3.4.3.3 Um die Auswirkungen der Abkühlung und der Kondensation darstellen
          zu können, muß jedem Zyklus auf dem Versuchsstand eine Pause von
          mindestens sechs Stunden folgen.
2.3.4.3.4 Jeder Zyklus auf dem Versuchsstand wird in sechs Phasen
          durchgeführt. Es gelten folgende Werte für die
          Betriebsbedingungen des Motors in Jeder einzelnen Phase sowie für
          die Dauer dieser Phasen:
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                                                          Dauer der
            Phase      Betriebsbedingungen                einzelnen
                                                          Phasen
             1         Leerlauf                               6
             2         25 % der Last  bei 75 %  S            40
             3         50 % der Last  bei 75 %  S            40
             4        100 % der Last  bei 75 %  S            30
             5         50 % der Last  bei 100 % S            12
             6         25 % der Last  bei 100 % S            22
                       Gesamtdauer                        2 h 30
2.3.4.3.5 Auf Antrag des Herstellers können während dieses Prüfvorgangs der
          Motor und der Schalldämpfer gekUhlt werden, damit die an einem
          nicht weiter als 100 mm vom Auslaß der Auspuffgase entfernten
          Punkt gemessene Temperatur nicht höher liegt als diejenige, die
          gemessen wird, wenn das Kleinkraftrad mit 75 % S im höchsten Gang
          fährt. Die Geschwindigkeit des Kleinkraftrades und/oder die
          Motordrehzahl werden auf ± 3 % genau bestimmt.
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                           Abb iIdung 3
     Versuchsvorrichtung für die Prüfung durch Pulsierungen
                          ©
                         1
     An den Auslaß der zu prüfenden Auspuffanlage anzuschließender
     Flansch oder Mantel.
2.   Handgesteuertes Regelventil.
3.   Ausgleichsbehälter mit einem Volumen von höchstens 40 I und einer
      Fülldauer von mindestens 1 Sekunde.
4.    Kontaktdruckmesser; Betriebsbereich: 0,05 bar bis 2,5 bar.
5.    Zeitrelais.
6.    Pulsierungszähler.
7.    Schnei IsehlußventiI : Bei einem Auspuff mit 60 mm Durchmesser kann
      ein Verschlußventil für eine Motorbremsvorrichtung verwendet
      werden. Dieses Ventil wird durch einen DruckluftzylInder
      gesteuert, der bei einem Druck von 4 bar 120 N entwickeln kann.
      Sowohl beim öffnen als auch beim Verschluß darf die Ansprechzeit
      0,5 s nicht überschreiten.
8.    Ansaugvorrichtung für die Auspuffgase.
9.    Schlauch.
 10.  KontrolIdruckmesser.
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2.3.5   Schematische Darstellung und Kennzeichnungen
2.3.5.1 Dem Dokument gemäß Anlage 1 A ist eine schematische Darstellung
        des Schalldämpfers beizufügen.
2.3.5.2 Or iginalschal I dämpfer müssen deutlich lesbar und unverwischbar
        mit einem Markenzeichen und einem Typenzeichen versehen sein.
2.3.5.3 Die Verpackung der Original-Austauschschalldämpfer ist deutlich
        lesbar mit der Aufschrift "OriginalteiI" sowie mit Markenzeichen
        und Typenzeichen zu versehen.
2.3.6   Ansaugschalldämpfer
        Ist der Ansaugstutzen des Motors mit einem Luftfilter und/oder
        einem Ansauggeräuschdämpfer ausgerüstet, der (die) notwendig ist
        (sind), um die Einhaltung des zulässigen Geräuschpegels zu
        gewährleisten, so gelten dieser Filter und/oder dieser
        Ansauggeräuschdämpfer als Bestandteile dès Schalldämpfers, und
        die Vorschriften des Abschnitts 2.3 sind auch auf diese Teile
        anzuwenden.
3       BAUARTGENEHMIGUNG FÜR DEN TYP EINER ZUM ANBAU AN ZWEIRÄDRIGEN
        KLEINKRAFTRÄDERN BESTIMMTEN NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE ODER FÜR
        ALS TECHNISCHE EINHEITEN GELTENDE BAUTEILE SOLCHER ANLAGEN.
3.0     GELTUNGSBEREICH
        Dieser Punkt betrifft die Bauartgenehmigung für Auspuffan lagen
        oder Einzelteile dieser Anlagen als technische Einheiten, die als
        Austauschanlagen für den Einbau in einen oder mehrere bestimmte
        Kleinkraftradtypen vorgesehen sind und bei denen es sich nicht um
        OriginalteiIe handelt.
3.1     BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.1.1   Unter "Nicht-Originalaustauschauspuffan läge oder Einzelteile
        einer solchen Anlage" sind alle Teile der in Abschnitt 1.2 dieses
        Anhangs definierten Auspuffanlage zu verstehen, die bei einem
        Kleinkraftrad ein Teil eines Typs ersetzen sollen, mit dem das
        Kleinkraftrad bei Ausstellung des in der Anlage 1 B vorgesehenen
        Dokuments ausgestattet war.
3.2     ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER BAUARTGENEHMIGUNG
3.2.1   Der Antrag auf Bauartgenehmigung für eine Austauschauspuffanlage
        oder für Einzelteile einer solchen Anlage als technische Einheit
        wird vom Hersteller der Anlage oder von seinem Beauftragten
        gesteI It.
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3.2.2     Für Jeden Typ einer Austauschauspuffan läge oder von Einzelteilen
          dieser Anlage, für die eine Bauartgenehmigung beantragt wird,
          sind dem Antrag nachstehend aufgeführte Dokumente in dreifacher
          Ausfertigung sowie folgende Angaben beizufügen:
3.2.2.1   -  eine die in Abschnitt 1.1 dieses Anhangs erwähnten technischen
             Merkmale betreffende Beschreibung der Kleinkraftradtypen, für
             die die Anlage oder die Einzeiteile der Anlage vorgesehen
             sind;
          die Nummern und/oder Symbole, mit denen der Motortyp und der
          Kleinkraftradtyp gekennzeichnet sind;
3.2.2.2   -  eine Beschreibung der Austauschauspuffan läge mit Angabe der
             Anordnung der einzelnen Teile sowie die Einbauanleitungen;
3.2.2.3   -  Zeichnungen jedes Einzelteils, um dessen Auffinden und
             Identifizierung zu erleichtern, sowie Angabe der verwendeten
             Werkstoffe. Auf diesen Zeichnungen ist auch die für die
             vorgeschriebene Anbringung der Genehmigungsnummer vorgesehene
             StelIe anzugeben.
3.2.3     Auf Verlangen des Technischen Dienstes legt der Antragsteller
          vor:
3.2.3.1   -  zwei Muster der Anlage, für die die Bauartgenehmigung
             beantragt wird;
3.2.3.2   -  eine Auspuffanlage, die der Serienanlage des Kleinkraftrades
             bei Ausstellung des in der Anlage 1 B vorgesehenen Dokuments
             entspricht;
3.2.3.3   -  ein für den Typ, an den die Austauschauspuffanlage angebaut
             werden soll, repräsentatives Kleinkraftrad. Dieses muß sich in
             einem Zustand befinden, daß es - nach Einbau eines dem
             Serientyp entsprechenden Auspufftyps - den Vorschriften eines
             der beiden folgenden Unterabschnitte entspricht:
3.2.3.3.1 Gehört das in 3.2.3.3 erwähnte Kleinkraftrad zu einem Typ, für
          den die Betriebserlaubnis gemäß den Bestimmungen dieses Kapitels
          erteilt wurde, darf es
          -  beim Fahrversuch den in diesem Anhang unter 2.1.1.
             vorgesehenen Grenzwert um höchstens 1 dB (A),
          -  beim Standversuch den auf dem Herstellerschild angegebenen
             Wert um höchstens 3 dB (A) überschreiten;
3.2.3.3.2 gehört das in 3.2.3.3 erwähnte Kleinkraftrad nicht zu einem Typ,
          für den nach den Vorschriften dieses Kapitels die
          Betriebserlaubnis erteilt wurde, darf es den Grenzwert, der für
          diesen Kleinkraftradtyp bei seiner ersten Inbetriebnahme
          Anwendung gefunden hätte, um höchstens 1 dB (A) Überschreiten;
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3.2.3.4 -   einen separaten, mit dem Motor des obenerwähnten
            Kleinkraftrades identischen Motor, sofern die zuständigen
            Behörden dies für erforderlich halten.
3.3     KENNZEICHNUNG UND ANGAGEN
3.3.1   Die Nicht-Originalauspuffanlage oder Bauteile derselben sind
        entsprechend den Vorschriften in Anhang V zu kennzeichnen.
3.4     BAUARTGENEHMIGUNG
3.4.1   Sind die hier vorgeschriebenen Nachprüfungen erfolgt, stellt die
        zuständige Behörde eine Bescheinigung gemäß dem Muster in Anlage
        2B aus. Vor der Genehmigungsnummer steht das Rechteck, in dem
        s ich zunächst der Buchstabe "e" und dann die Kennzahl oder die
        Kennbuchstaben des Mitgliedstaates befinden, der die
        Bauartgenehmigung erteilt oder verweigert hat.
3.5     SPEZIFIKATIONEN
3.5.1   Allgemeine Spezifikationen
        Der Schalldämpfer ist so auszulegen, herzustellen und für den
        Anbau vorzubereiten, daß
3.5.1.1 -   das Kleinkraftrad unter normalen Benutzungsbedingungen und
            insbesondere trotz der Schwingungen, denen die Anlage
            ausgesetzt sein kann, den Vorschriften des Kapitels
            entspricht,
3.5.1.2 -   sie bei Berücksichtigung der Benutzungsbedingungen des
            Kleinkraftrades eine annehmbare Beständigkeit gegenüber den
            Korrosionsbedingungen aufweist, denen die Anlage ausgesetzt
            ist,
3.5.1.3 -   die bei dem Schalldämpfer vorgesehene Bodenfreiheit und die
            mögliche Schräglage des Kleinkraftrades nicht vermindert
            werden,
3.5.1.4 -   an der Oberfläche keine ungewöhnlich hohen Temperaturen
            auftreten,
3.5.1.5 -   die Außenfläche weder Auskragungen noch schneidende Ränder
            aufweist,
3.5.1.6 -   genügend Raum für die Stoßdämpfer vorhanden ist,
3.5.1.7 -   ein ausreichender Sicherheitsabstand für die Leitungen
            vorhanden ist,
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3.5.1.8   -   ihre Stoßfestigkeit mit den eindeutig festgelegten Anbau- und
              Wartungsvorschriften vereinbar ist.
3.5.2     Spezifikationen im Zusammenhang mit den Geräuschpegeln
3.5.2.1   Die geräuschdämpfende Wirkung der Austauschauspuffan läge oder
          eines Bauteils derselben ist nach den in den Abschnitten 2.1.2,
          2.1.3, 2.1.4 und 2.1.5 dieses Anhangs beschriebenen Methoden zu
          prüfen.
          Nach Anbau der Austauschauspuffan läge oder eines Einzelteils
          dieser Anlage an dem unter 3.2.3.3 erwähnten Kleinkraftrad müssen
          die erhaltenen Geräuschpegelwerte den nachstehenden Bedingungen
          entsprechen:
3.5.2.1.1 Sie dürfen die Werte nicht Überschreiten, die nach den
          Vorschriften gemäß 3.2.3.3 bei demselben Kleinkraftrad mit
          Or iginalauspuffanlage sowohl beim Fahrversuch als auch beim
          Standversuch gemessen werden.
3.5.3     Prüfung der Leistungen des Kleinkraftrades
3.5.3.1   Der Austauschschalldämpfer muß dem Kleinkraftrad Leistungen
          ermöglichen, die mit den Leistungen vergleichbar sind, die mit
          einem Or iginalSchalldämpfer oder Einzelteilen dieser
          Or iginalan läge erzielt werden.
3.5.3.2   Der Austauschschalldämpfer wird mit einem Or iginalschal I dämpfer
          verglichen, der sich ebenfalls in neuem Zustand befindet. Hierzu
          werden die beiden Schalldämpfer nacheinander an das unter 3.2.3.3
          beschriebene Kleinkraftrad angebaut.
3.5.3.3   Die Prüfung ist durch Messung der Leistungskurve des Motors
          durchzuführen. Die mit dem Austauschschalldämpfer gemessene
          Nennleistung und Höchstgeschwindkeit dürfen die unter denselben
          Bedingungen mit der Or iginalauspuffanlage gemessenen Nennleistung
          und Höchstgeschwindigkeit um höchstens 5 % überschreiten.
3.5.4     Zusatzbestimmungen betreffend mit Faserstoffen ausgestattete
          Schalldämpfer als unabhängige technische Einheiten.
          Faserstoffe dürfen bei der Herstellung dieser Schalldämpfer nur
          verwendet werden, wenn sie die in Abschnitt 2.3.1 dieses Anhangs
          genannten Anforderungen erfüllen.
                                                                             (25)
 ---pagebreak---                                     - 401 -
                                   ANLAGE 1 A
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE
                 ORIGINALAUSPUFFANLAGE EINES EINES ZWEIRÄDRIGEN
                                KLEINKRAFTRADTYPS
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gestellt wird)
                                                             (Muster)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben)
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
die Originalauspuffanlage eines Kleinkrafttyps sind die Angaben zu folgenden
Punkten des Anhangs II der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992,
Buchstabe A, beizufügen:
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.0
3.1
3.1.1
3.2.1.7
3.2.8.3.3
3.2.8.3.3.1
3.2.8.3.3.2
3.2.9
3.2.9
3.2.9.1
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
5.2
 ---pagebreak---                                     - 402 -
                                   ANLAGE 1B
                                                 Angabe der Behörde
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE OR IGINAL-AUSPUFFANLAGE(N) EINES
ZWEIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYPS
                                     MUSTER
Prüfbericht                     des Technischen Dienstes      vom:
Nr.
1                Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs:
2                Typ des Fahrzeugs:
3                Version(n) (falls zutreffend):
4                Ausführung(en) (falls zutreffend):
5                Name und Anschrift des Herstellers:
6                Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                 zutreffend):
7                Art der Originalauspuffanlage(n):
8                Art der Ansauganiage(n), (sofern zur Einhaltung des
                 Geräuschpegelgrenzwertes unerläßlich):
9                SchalIpegel des Fahrzeug-Standgeräuschs : ... dB(A) bei ...
                 min - 1 .
10               Fahrzeug zur Prüfung vorgeführt^m:
11               Die Bauartgenehmigung wird erteilt/ verweigert*1)
12               Ort:
13               Datum:
14               Unterschrift:
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                      - 403 -
                                     ANLAGE 2A
                                BESCHRE i BUNGSBOGEN
           BETREFFEND EINE NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE FÜR ZWEIRÄDRIGE
  KLEINKRAFTRÄDER BZW. ALS TECHNISCHE EINHEITEN SOLCHER ANLAGEN GELTENDE TEILE
                                                              (Muster)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben)
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend eine Nicht-Orginalauspuffanlage für
zweirädrige Kleinkrafträder sind folgende Angaben beizufügen:
1                 Fabrikmarke
2                 Typ:
3                 Name und Anschrift des Herstellers:
4                 Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                  zutreffend):
5                 Liste der Teile, aus denen die technische Einheit
                  zusammengesetzt ist (Zeichnungen beifügen)
6                  Fabrikmarke(n) und Typ(en) der Kleinkrafträder, für die der
                  Schalldämpfer bestimmt i s t C ) :
7                 Gegebenenfalls Einschränkungen hinsichtlich der Benutzung und
                  Vorschriften für den Einbau
Ferner sind dem Antrag die Angaben zu folgenden Punkten des Anhangs II der
Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom. 30. Juni 1992, Buchstabe A beizufügen:
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.1
3.1.1
3.2.1.7
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
5.2
 (1) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                     - 404 -
                                   ANLAGE 2B
                                                  Angabe der Behörde
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
BETREFFEND EINE NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE FÜR ZWEIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER
                                     MUSTER
Bericht Nr.        des Technischen Dienstes                          vom
1                Fabrikmarke der Anlage:
2                Typ der Anlage:
3                Name und Anschrift des Herstellers:
4                Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                 zutreffend):
5                Fabrikmarke(n), Typ(en) und gegebenenfalls Varianten und
                 Versionen des Fahrzeugs (der Fahrzeuge), für die die Anlage
                 bestimmt ist.
6                Anlage zur Prüfung vorgeführt am:
7                Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert*1)
8                Ort:
9                Datum:
10               Unterschrift:
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
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                             ANHANG III
                    VORSCHRIFTEN FÜR KRAFTRÄDER
1      BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
       Im Sinne dieses Kapitels gelten folgende
       Begriffsbestimmungen:
1.1    "Kraftradtyp hinsichtlich des Geräuschpegels und der
       Auspuffanlage' bezeichnet Krafträder, die sich in folgenden
       wesentlichen Punkten nicht unterscheiden:
1.1.1  Art des Motors (Hub- oder Kreiskolbenmotor, Zweitakt- oder
       Viertaktverfahren, Zylinderanzahl und Hubraum, Anzahl und Typ der
       Vergaser oder Einspritzanlagen, Anordnung der Ventile,
       Nennleistung und Nennleistungsdrehzahl).
       FUr Kreiskolbenmotoren ist das doppelte Kammervolumen als Hubraum
       anzusehen;
1.1.2  Art der Kraftübertragung, insbesondere Anzahl der Getriebegänge
       und deren Übersetzungsverhältnis;
1.1.3  Anzahl, Art und Anordnung der Auspuffan lagen.
1.2    "Auspuffanlage" oder "Schalldämpfer" bezeichnet einen
       vollständigen Satz von Einzelteilen, die zur Dämpfung der von dem
       Motor des Kraftrades und seinem Abgasausstoß hervorgerufenen
       Geräusche erforderlich sind.
1.2.1. "OrIginalauspuffanlage oder Orginalschalldämpfer" ist eine Anlage
       des Typs, mit dem das Fahrzeug bei der Erteilung seiner
       Betriebserlaubnis oder der Erweiterung der Betriebserlaubnis
       ausgerüstet ist. Es kann sich um eine Erstausstattung oder um
       eine Austauschanlage handeln.
1.2.2. "Nicht-OrIginalauspuffan läge oder Nicht-Originalschal Idämpfer"
        ist eine Anlage eines anderen Typs als desjenigen, mit dem das
       Fahrzeug bei der Erlangung seiner Betriebserlaubnis oder der
       Erweiterung seiner Betriebserlaubnis ausgerüstet ist. Sie darf
       nur als Austauschauspuffanlage oder Austauschschalldämpfer
       verwendet werden.
1.3    "Auspuffanlagen verschiedener Bauart" bezeichnet Anlagen, die
       untereinander wesentliche Unterschiede aufweisen, wobei diese
       Unterschiede in folgenden Einzelheiten liegen können:
1.3.1  Die einzelnen Bauteile tragen verschiedene Fabrik- oder
       Handelsmarken.
 ---pagebreak---                                   - 406 -
1.3.2   Die Materialeigenschaften eines beliebigen Einzelteils sind
        verschieden oder die Einzelteile haben eine unterschiedliche Form
        oder Größe.
1.3.3   Das Funktionsprinzip wenigstens eines Einzelteils ist
        verschieden.
1.3.4   Die Einzelteile sind auf verschiedene Weise zusammengebaut.
1.4     "Einzelteil einer Auspuffanlage" ist einer der Bestandteile, die
        zusammen die Auspuffanlage bilden (beispielsweise Auspuffrohre
        und Rohrstutzen, eigentlicher Schalldämpfer) und ggf. die
        Ansauganlage (Luftfilter).
        Ist der Motor mit einer Ansauganlage (Luftfilter und/oder einem
        Ansauggeräuschdämpfer) ausgerüstet, die für die Einhaltung der
        Geräuschpegelgrenzwerte unerläßlich ist, so ist diese Anlage als
        Einzelteil- anzusehen, dem die gleiche Bedeutung wie der
        eigentlichen Auspuffanlage zukommt.
2       BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINEN KRAFTRADTYP MIT BEZUG AUF SEINEN
        GERÄUSCHPEGEL UND SEINE ORIGINALAUSPUFFANLAGE ALS TECHNISCHE
        EINHEIT.
2.1     Fahrgeräusch
        (Bedingungen und Meßverfahren zur Prüfung des Fahrzeugs bei der
        Bauartgenehmigung)
2.1.1   Grenzwerte: siehe Anhang I
2.1.2   Meßgeräte
2.1.2.1 Akustische Messungen
        Als Meßgerät ist ein PräzisionsschalIpegeimesser zu verwenden,
        der der in der Veröffentlichung Nr. 179
        "PräzisionsschalIpegeimesser", zweite Ausgabe, der
         Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) beschriebenen
        Bauart entspricht. Bei den Messungen sind die
        Anzeigegeschwindigkeit "schnell" und die Bewertungskurve "A", die
        ebenfalls in dieser Veröffentlichung beschrieben werden,
        anzuwenden.
        Zu Beginn und am Ende jeder Meßreihe ist das SchalIpegelmeßgerät
        nach den Angaben des Herstellers mit einer geeigneten
        Schallquelle (beispielsweise einem Pistonphon) zu kalibrieren.
2.1.2.2 Geschw i nd i gke i t smessungen
        Motordrehzahl und Geschwindigkeit des Kraftrades auf der
        Meßstrecke sind mit einer Genauigkeit von +/- 3 % zu bestimmen.
 ---pagebreak---                                 407 -
2.1.3   Meßbedingungen
2.1.3.1 Zustand des Kraftrades
        Bei den Messungen muß sich das Kraftrad in fahrbereitem Zustand
        (mit Kühlflüssigkeit, Schmiermitteln, Kraftstoff, Werkzeug,
        Ersatzrad und Fahrer) befinden. Vor Beginn der Messungen ist der
        Kraftradmotor auf die normale Betriebstemperatur zu bringen. Bei
        automatisch gesteuerten Lüftern darf anläßlich der
        Geräuschmessung nicht in die Schaltautomatik eingegriffen werden.
        Bei Krafträdern mit mehr als einem angetriebenen Rad ist nur der
        für den normalen Straßenbetrieb vorgesehene Antrieb zu verwenden.
        Ist das Kraftrad mit einem Beiwagen ausgerüstet, so ist dieser
        für die Prüfung zu entfernen.
2.1.3.2 PrUfgelände
        Das PrUfgelände muß aus einer zentral angeordneten
        Beschleunigungsstrecke bestehen, die von einem im wesentlichen
        ebenen Prüfgelände umgeben ist. Die Beschleunigungsstrecke muß
        eben sein; ihre Oberfläche muß trocken und so beschaffen sein,
        daß das Fahrgeräusch niedrig bleibt.
        Auf dem PrUfgelände müssen die Bedingungen des freien
        Schallfeldes zwischen der Schallquelle in der Mitte der
        Beschleunigungsstrecke und dem Mikrophon auf 1 dB genau
        eingehalten werden. Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn im
        Abstand von 50 m um den Mittelpunkt der Beschleunigungsstrecke
        keine großen schal I-reflektierenden Gegenstände wie Zäune,
        Felsen, Brücken oder Gebäude vorhanden sind.
        Die Geländeoberfläche muß mindestens zehn Meter um den
        Mittelpunkt der Beschleunigungsstrecke herum aus einem harten
        Material wie Beton, Asphalt oder akustisch gleichwertigem
        Material bestehen und frei von Pulverschnee, hohem Gras, loser
        Erde oder Asche sein.
         In der Umgebung des Mikrophons darf sich kein Hindernis befinden,
        das das SchalIfeId beeinflussen könnte, und zwischen Mikrophon
        und Schallquelle darf sich niemand aufhalten. Der Meßbeobachter
        muß sich so aufstellen, daß eine Beeinflussung der
        Meßgeräteanzeige ausgeschlossen ist.
2.1.3.3 Sonstiges
        Die Messungen dürfen nicht bei ungünstigem Wetter vorgenommen
        werden, insbesondere ist der Einfluß von Windböen auszuschließen
        Die Windgeschwindigkeit muß kleiner oder gleich 3 m/s sein. Bei
        kurzen Windstößen bis zu 5 m/s bleiben die Messungen gUltig.
 ---pagebreak---                                 - 408 -
          Bei den Messungen muß der A-bewertete Geräuschpegel anderer
          Schallquellen als des zu prüfenden Kraftrades oder des
          Windeinflusses mindestens 10 dB(A) unter dem vom Kraftrad
          erzeugten Geräuschpegel liegen.
          Liegt der Unterschied zwischen dem Umgebungsgeräusch und dem
          gemessenen Geräusch zwischen 10 dß(A) und 16 dB(A), ist bei der
          Berechnung der Prüfergebnisse gemäß unten stehendem Diagramm ein
          geeigneter Korrekturwert von den abgelesenen Meßwerten
          abzuziehen.
dB(A)
 0,4
 0,3
 0,2
                                                               Unterschied
                                                               zwischen
                                                               Umgebungsgeräusch
  0,1                                                          und gemessenem
                                                               Geräusch
          Am Mikrophon darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein,
          sofern sein Einfluß auf die Empfindlichkeit und die
          Richteigenschaften des Mikrophons berücksichtigt wird.
  2.1.4   Meßmethode
  2.1.4.1 Art und Anzahl der Messungen
          Während der Vorbeifahrt des Kraftrades zwischen den Linien AA'
          und BB' (Abbildung 1) ist der A-bewertete maximale Geräuschpegel
          in Dezibel (Db) zu messen. Die Messung ist ungültig, wenn ein vom
          allgemeinen Geräuschpegel ungewöhnlich stark abweichender
          Spitzenwert festgestellt wird.
          Auf jeder Seite des Kraftrades sind mindestens zwei Messungen
          vorzunehmen.
 ---pagebreak---                                      - 409 -
2.1.4.2       MikrophonsteI Iung
              Das Mikrophon ist in 7,5 m Abstand von der Bezugslinie C C
              (Abbildung 1) der Fahrbahn in 1,2 m Höhe über der
              Fahrbahnoberfläche anzubringen.
2.1.4.3       Fahrbedingungen
              Das Kraftrad ist mit einer gleichförmigen Anfangsgeschwindigkeit
              nach 2.1.4.3.1 und 2.1.4.3.2 an die Linie AA' heranzufahren.
              Sobald die vordere Kraftradbegrenzung die Linie AA' erreicht, ist
              die Betätigungseinrichtung der Drosselklappe möglichst rasch in
              die VollaststelIung zu bringen. Diese Stellung ist beizubehalten,
              bis die hintere Kraftradbegrenzung die Linie BB' erreicht; sodann
               ist die Betätigungseinrichtung schnellstmöglich in die
              Leer laufstelIung zurückzunehmen.
              Bei allen Messungen ist das Kraftrad in gerader Richtung so über
              die Beschleunigungsstrecke zu fahren, daß die Spur seiner
              Längsmittel ebene möglichst nahe an der Linie C C liegt.
2.1.4.3.1     Krafträder mit nichtautomatischem Getriebe
2.1.4.3.1.1   Geschwindigkeit beim Heranfahren
              Das Kraftrad nähert sich der Linie AA' mit einer gleichförmigen
              Geschwindigkeit von
              - 50 km/h
              oder
              -   einer Geschwindigkeit, die 75 % der Drehzahl des Motors im
                  Sinne von Abschnitt 3.2.1.7 der Anlage 1 A entspricht.
              Die höhere der beiden Geschwindigkeiten ist maßgeblich.
2.1.4.3.1.2   Wahl des Getriebegangs
2.1.4.3.1.2.1 Krafträder, die ein Schaltgetriebe mit mindestens vier Gängen
              haben, werden ungeachtet des Hubraums ihres Motors im zweiten
              Gang geprüft.
2.1.4.3.1.2.2 Krafträder, die ein Schaltgetriebe mit fünf Gängen und mehr haben
              und deren Motor einen Hubraum bis zu 175 cm 3 hat, werden
              ausschließlich im dritten Gang geprüft.
2.1.4.3.1.2.3 Krafträder, die ein Schaltgetriebe von fUnf Gängen oder mehr
              haben und bei denen der Hubraum des Motors 175 cm 3 übersteigt,
              werden im zweiten und im dritten Gang geprüft. Der Mittelwert der
              beiden Prüfungen ist maßgeblich.
 ---pagebreak---                                      - 410 -
2.1.4.3.1.2.4 Falls während der Prüfung im zweiten Gang (siehe die Abschnitte
              2.1.4.3.1.2.1, 2.1.4.3.1.2.2 und 2.1.4.3.1.2.3) die Drehzahl des
              Motors beim Heranfahren an die Endbegrenzungslinie der
              Prüfstrecke 100 % der Drehzahl im Sinne von Abschnitt 3.2.1.7 der
              Anlage 1 A übersteigt, ist die PrUfung im dritten Gang
              durchzuführen und der gemessene SchalIpegel allein als
              Prüfergebnis anzusehen.
2.1.4.3.2     Krafträder mit automatischem Getriebe
2.1.4.3.2.1   Krafträder ohne handbetätigte Vorwähleinrichtung
2.1.4.3.2.1.1 Geschwindigkeit beim Heranfahren
              Das Kraftrad wird mit gleichförmigen Geschwindigkeiten von 30
              km/h, 40 km/h, 50 km/h oder mit 75 % der Höchstgeschwindigkeit -
              wenn dieser Wert geringer ist - an die Linie AA' herangefahren.
              Es wird die Betriebsart gewählt, die den höchsten Schallpegel
              ergibt.
2.1.4.3.2.1.2 Krafträder mit handbetätigter Vorwähleinrichtung mit x Stellungen
              für Vorwärtsfahrt.
2.1.4.3.2.1.3 Geschwindigkeit beim Heranfahren
              Das Kraftrad nähert sich der Linie AA' mit einer gleichförmigen
              Geschwindigkeit von
              -   weniger als 50 km/h, wobei die Drehzahl des Motors 75 % der
                  Drehzahl gemäß Abschnitt 3.2.1.7 der Anlage 1 A entspricht.
                  oder
              -   50 km/h, wobei die Drehzahl des Motors unter 75 % der Drehzahl
                  gemäß Abschnitt 3.2.1.7 der Anlage 1 A liegt.
              Sollte während der PrUfung bei einer gleichförmigen
              Geschwindigkeit von 50 km/h ein Herunterschalten in den ersten
              Gang erfolgen, darf die Geschwindigkeit beim Heranfahren des
              Kraftrades auf 60 km/h erhöht werden, damit das Herunterschalten
              unterbleibt.
2.1.4.3.2.1.4 Stellung der handbetätigten Vorwähleinrichtung
               Ist das Kraftrad mit einer handbetätigten Vorwähleinrichtung mit
              x Stellungen für Vorwärtsfahrt ausgerüstet, muß die Prüfung in
              der höchsten Stellung durchgeführt werden; die Einrichtung fUr
              ein gewolltes Herunterschalten (beispielsweise ein Kick-down)
              darf nicht benutzt werden. Erfolgt nach Durchfahren der Linie AA'
              ein automatisches Herunterschalten, muß die Prüfung wiederholt
              werden, wobei die höchste Stellung -1 oder erforderlichenfalls -2
              gewählt wird, damit die höchste Stellung im Vorwählbereich
              gefunden wird, die eine Durchführung der Prüfung ohne
              automatisches Herunterschalten (ohne Benutzung des Kick-down)
              gewähr leistet.
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2.1.5   Ergebnisse (Prüfprotokoll)
2.1.5.1 In dem Prüfprotokoll für die Ausstellung des Dokuments nach
        Anlage 1B sind alle Umstände und Einflüsse anzugeben, die fUr die
        Meßergebnisse von Bedeutung sind.
2.1.5.2 Die an dem SchalImeßpegelgerät abgelesenen Werte werden nach
        Abschnitt 2.1.3.3 korrigiert. Die korrigierten Werte sind auf das
        nächstliegende Dezibel auf- bzw. abzurunden.
        Zur Ausstellung des Dokuments nach Anlage 1B dürfen nur Meßwerte
        verwendet werden, deren Differenz bei zwei aufeinanderfolgenden
        Messungen auf derselben Seite des Kraftrades nicht größer ist als
        2 dB (A).
2.1.5.3 Zur Berücksichtigung der Ungenau!gkeit der Messungen gilt der
        gemäß 2.1.5.2 abgelesene und um 1 dB (A) verminderte Wert als
        Meßergebnis.
2.1.5.4 Wenn der Mittelwert der vier Meßergebnisse nicht über dem
        zulässigen Grenzwert für die betreffende Kraftradklasse liegt,
        gilt die Vorschrift nach 2.1.1 als erfüllt. Dieser Mittelwert
        stellt das Prüfergebnis dar.
        Sind die vier Meßergebnisse dem für die Klasse, zu der das in
        PrUfung befindliche Kraftrad gehört, geltenden Höchstwert gleich
        oder liegen sie darunter, gilt die Vorschrift nach 2.1.1 als
        erfüllt.
        übersteigt ein einziges der vier Meßergebnisse den zulässigen
        Grenzwert um höchstens 1 dB (A), so sind vier weitere Messungen
        durchzuführen. In diesem Fall gilt die Vorschrift nach 2.1.1 nur
        dann als erfüllt, wenn diese vier neuen Meßergebnisse nicht über
        dem zulässigen Grenzwert liegen.
         In allen anderen Fällen gilt die Vorschrift nach 2.1.1 nicht als
        erfüllt.
2.2     STANDGERÄUSCH DES KRAFTRADES (Bedingungen und Meßverfahren zur
        Überprüfung der im Verkehr befindlichen Fahrzeuge)
2.2.1   Schalldruckpegel des Kraftrades im Nahfeld
        Zur Erleichterung der späteren Überprüfung der
        Geräuschentwicklung der im Verkehr befindlichen Krafträder ist
        darüber hinaus der SchalIdruckpegel im Nahfeld der MUndung der
        Auspuffanlage gemäß den nachstehenden Vorschriften zu messen und
        das Ergebnis in das Prüfprotokoll fUr das Dokument nach Anlage 1B
        einzutragen.
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2.2.2   Meßgeräte
        Es ist ein PräzisionsschalIpegelmeßgerät gemäß 2.1.2.1 zu
        verwenden.
2.2.3   Meßbedingungen
2.2.3.1 Zustand des Kraftrades
        Vor Beginn der Messungen ist der Kraftradmotor auf die normale
        Betriebstemperatur zu bringen. Bei automatisch gesteuerten
        Lüftern darf anläßlich der Geräuschmessung nicht in die
        Schaltautomatik eingegriffen werden.
        Während der Messungen muß sich der Wahl hebe I des Getriebes in
        Leer laufstelIung befinden. Ist eine Unterbrechung der
        Kraftübertragung nicht möglich, so ist das Antriebsrad des
        Kraftrades frei laufen zu lassen, indem es beispielsweise
        aufgebockt wird.
2.2.3.2 PrUfgelände (Abbildung 2)
        Als PrUfgelände darf jeder Platz verwendet werden, an dem es
        keine nennenswerten akustischen Störungen gibt. Insbesondere
        eignen sich dazu ebene Flächen, die mit Beton, Asphalt oder einem
        anderen harten Material Überzogen sind und eine hohe
        Schal(reflexion aufweisen; ausgeschlossen sind Flächen aus
        festgewalzter Erde. Das Prüfgelande muß mindestens die
        Abmessungen eines Rechtecks haben, dessen Seiten 3 m von den
        Umrissen des Kraftrades (ausschließlich Lenker) entfernt sind.
         Innerhalb dieses Rechtecks darf es keine nennenswerten
        Hindernisse geben, beispielsweise andere Personen als den Fahrer
        und den Beobachter.
        Das Kraftrad ist innerhalb des vorgenannten Rechtecks so
        aufzustellen, daß das Meßmikrophon zu eventuell vorhandenen
        Bordsteinkanten einen Abstand von mindestens 1 m hat.
2.2.3.3 Sonstiges
        Durch Störgeräusche und durch Windeinfluß hervorgerufene
        Zeigerausschläge des Meßgeräts müssen mindestens 10 dB (A)
        niedriger als der zu messende Geräuschpegel liegen. Am Mikrophon
        darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein, sofern dessen
        Einfluß auf die Empfindlichkeit des Mikrophons berücksichtigt
        wird.
2.2.4   Meßmethode
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2.2.4.1  Art und Anzahl der Messungen
         Während des Betriebsablaufs nach 2.2.4.3 ist der A-bewertete
         maximale Geräuschpegel in Dezibel (dB) zu messen.
         An jedem Meßpunkt sind mindestens drei Messungen vorzunehmen.
2.2.4.2. Mikrophonstellungen (Abb. 2)
         Das Mikrophon ist in der Höhe der Auspuffmündung aufzustellen, in
         keinem Fall Jedoch niedriger als 0,2 m Über der
         Fahrbahnoberfläche. Die Kapsel des Mikrophons muß gegen die
         Ausströmöffnung der Abgase gerichtet sein und zu dieser Öffnung
         einen Abstand von mindestens 0,5 m haben. Die Achse der größten
         Empfindlichkeit des Mikrophons muß parallel zur
         Fahrbahnoberfläche verlaufen und einen Winkel von 45* ± 10* zu
         der senkrechten Ebene bilden, in der die Austrittsrichtung der
         Abgase liegt.
         Mit Bezug auf diese senkrechte Ebene ist das Mikrophon auf der
         Seite aufzustellen, die den größtmöglichen Abstand zwischen
         Mikrophon und dem Umriß des Kraftrades (ausschließlich des
         Lenkers) zuläßt. Hat das Auspuffsystem mehrere Mündungen, deren
         Mittenabstand nicht größer als 0,3 m ist, so ist das Mikrophon
         der Mündung zuzuordnen, die dem Kraftradumriß (ausschließlich des
         Lenkers) am nächsten liegt oder die den größten Abstand von der
         Fahrbahnoberfläche hat. Beträgt der Mittenabstand der Mündungen
         mehr als 0,3 m, so sind getrennte Messungen für jede Mündung
         vorzunehmen, wobei der größte gemessene Wert festzuhalten ist.
2.2.4.3  Betriebsbedingungen
         Die Drehzahl des Motors ist bei einem der folgenden Werte
         konstant zu halten:
                 £, wenn S größer als 5000 U/min ist,
                  2
                 3S, wenn S kleiner oder gleich 5000 U/min ist.
                  4
             "S" steht für die Nennleistungsdrehzahl gemäß Abschnitt
            3.2.1.7 der Anlage 1A.
         Nach Erreichen der konstanten Drehzahl ist die
         Betätigungseinrichtung der Drosselklappe plötzlich in die
         Leer laufstelIung zurückzunehmen. Der Schailpegel ist während des
         Betriebsablaufs, der ein kurzzeitiges Beibehalten der konstanten
         Drehzahl sowie die gesamte Dauer der Verzögerung umfaßt, zu
         messen, wobei als Meßwert der maximale Zeigerausschlag gilt.
 ---pagebreak---                               - 414 -
2.2.5   Ergebnisse (Prüfprotokoll)
2.2.5.1 In dem Prüfprotokoll für das Dokument nach Anlage 1B sind
        allgemein alle erforderlichen, insbesondere auch die zur Messung
        des Standgeräuschs gehörenden Angaben zu vermerken.
2.2.5.2 Die Meßwerte sind am Meßgerät abzulesen und auf das
        nächstliegende ganze Dezibel auf- bzw. abzurunden.
        Es sind nur Meßwerte zu verwenden, die bei drei unmittelbar
        aufeinanderfolgenden Messungen erhalten wurden und deren
        Abweichung voneinander nicht größer als 2 dB (A) ist.
2.2.5.3 Als Meßergebnis gilt der Mittelwert dieser drei Messungen.
 ---pagebreak---            415 -
       Abb i i dung 1
MESSUNG DES FAHRGERAUSCHS
                                          Mjkrofon
                                      HO—p-
          AbbiIdung 2
  MESSUNG DES STANDGERÄUSCHS
                      Höhe der Achse der Auspuffmündung
 ---pagebreak---                                 - 416 -
2.3       ORIGINAL-AUSPUFFANLAGE (SCHALLDÄMPFER)
2.3.1     Vorschriften über Schalldämpfer, die schallschluckende
          Faserstoffe enthalten.
2.3.1.1   Schallschluckende Faserstoffe dürfen kein Asbest enthalten und
          beim Bau von Schalldämpfern nur verwendet werden, wenn durch
          geeignete Vorrichtungen gewährleistet ist, daß die Faserstoffe
          während der gesamten Nutzungsdauer des Schalldämpfers in ihrer
          bestimmungsgemäßen Lage verbleiben und wenn die Vorschriften
          eines der nachstehenden Abschnitte 2.3.2, 2.3.3 oder 2.3.4
          erfüllt sind:
2.3.2     Der Schallpegel muß nach Entfernung der Faserstoffe den
          Vorschriften gemäß 2.1.1 genügen.
2.3.3.    Schallschluckende Faserstoffe dürfen nicht in gasdurchflossene
          Teile des Schalldämpfers eingebaut werden und müssen nachstehende
          Bedingungen erfüllen:
2.3.3.1   Die Faserstoffe werden in einem Ofen bei einer Temperatur von 650
          *C ± 5 *C vier Stunden lang konditioniert, ohne daß sich die
          mittlere Länge, der Durchmesser oder die Dichte der Fasern
          verringern.
2.3.3.2   Nach einer einstUndigen Konditionierung in einem Ofen bei 650 'C
          ± 5 *C müssen mindestens 98 % der Stoffe durch ein Sieb mit einem
          nominalen Maschendurchmesser von 250 /um zurückgehalten werden,
          das die ISO-Norm 3310/1 erfüllt, wenn es nach der ISO-Norm 2599
          geprüft worden ist.
2.3.3.3   Der Gewichtsverlust der Stoffe darf nach einem 24stündigen
          Tauchbad in einem 90 *C ± 5 *C warmen synthetischen Kondensat
          nachstehender Zusammensetzung 10,5 % nicht übersteigen:
             1 N Bromwasserstoffsäure (HBr): 10 ml
             1 N Schwefelsäure (H2SO4): 10 ml
             DestiIIiertes Wasser bis 1000ml
          Anmerkung:    Das Material ist vor dem Wiegen mit destilliertem
                        Wasser zu waschen und eine Stunde lang bei 105 *C
                        zu trocknen.
2.3.4     Bevor die Anlage nach Abschnitt 2.1 geprüft wird, ist sie nach
          einer der nachstehend genannten Methoden in normalen
          Betriebszustand zu versetzen.
2.3.4.1   Prüfung durch Dauerfahrt auf der Straße
2.3.4.1.1 Entsprechend der Kraftradklasse sind die nachstehenden
          Mindestentfernungen während des Prüfzyklus zurückzulegen:
                                                                            (26)
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          Kraftradklasse nach Hubraum (in cm 3 )     Entfernung (km)
              1. <. 80                               4 000
              2. > 80    <  175                      6 000
              3. > 175                               8 000
2.3.4.1.2 50 % ± 10 % des PrUfzyklus entfallen auf das Fahren im
          Stadtbereich, der Rest auf Langstreckenfahrten bei hoher
          Geschwindigkeit; der Fahrzyklus bei konstanter Geschwindigkeit
          auf der Straße kann durch eine entsprechende Prüfung auf einem
          PrUfgelände ersetzt werden.
2.3.4.1.3 Die beiden Geschwindigkeitsbereiche sind mindestens sechsmal zu
          wechseln.
2.3.4.1.4 Das vollständige Prüfprogramm muß mindestens 10 Haitezeiten von
          wenigstens 3 Stunden umfassen, damit die*Auswirkungen der
          Abkühlung und der Kondensation dargestellt werden können.
2.3.4.2   PrUfung durch Pulsierung
2.3.4.2.1 Das Auspuffsystem oder seine Einzelteile müssen am Kraftrad oder
          am Motor angebaut sein.
           Im ersten Fall ist das Kraftrad auf einen Rollenprüfstand, im
          zweiten Fall ist der Motor auf einen Versuchsstand zu bringen.
          Die in Abbildung 3 ausführlich dargestellte Versuchsvorrichtung
          wird am Austritt des Auspuffsystems angebracht. Andere
          Vorrichtungen, die vergleichbare Ergebnisse gewährleisten, sind
          zulässig.
2.3.4.2.2 Die Versuchsvorrichtung ist so einzustellen, daß der Fluß der
          Auspuffgase abwechselnd 2500mal durch ein SchneiIschiußventiI
          unterbrochen und wiederhergestellt wird.
2.3.4.2.3 Das Ventil muß sich öffnen, sobald der Gegendruck der
          Auspuffgase, gemessen in mindestens 100 mm Abstand hinter dem
          Eintrittsflansch, einen Wert zwischen 0,35 bar und 0,40 bar
          erreicht. Kann dieser Wert aufgrund der Motoreigenschaften nicht
          erreicht werden, muß sich das Ventil öffnen, sobald der
          Gegendruck der Auspuffgase einen Wert erreicht, der 90 % des
          Maximalwertes entspricht, der gemessen werden kann, ehe der Motor
          zum Stillstand kommt. Das Ventil muß sich wieder schließen, wenn
          dieser Druck nicht mehr als 10 % von dem Wert abweicht, der sich
          bei offenem VentiI eingestellt hat.
2.3.4.2.4 Das Verzögerungsrelais ist für die Dauer des Durchflusses der
          Auspuffgase gemäß den Vorschriften nach 2.3.4.2.3 einzustellen.
2.3.4.2.5 Die Motordrehzahl muß 75 % der Drehzahl (S) betragen, bei der der
          Motor seine Höchstleistung entwickelt.
2.3.4.2.6 Die von dem Dynamometer angezeigte Leistung muß 50 % der bei 75 %
           der Motordrehzahl S gemessenen VolIgasIeistung betragen.
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2.3.4.2.7 Alle Abflußöffnungen sind während des Versuchs abzudichten.
2.3.4.2.8 Die PrUfung muß innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein.
          Gegebenenfalls ist nach jeder Stunde eine AbkUhlzeit einzuhalten.
2.3.4.3   PrUfung auf dem Versuchsstand
2.3.4.3.1 Das Auspuffsystem ist an einen Motor anzubauen, der fUr den Typ
          repräsentativ ist, mit dem das für die Anlage ausgelegte Kraftrad
          ausgerüstet ist. Der Motor ist sodann auf einen Versuchsstand zu
          bringen.
2.3.4.3.2 Die PrUfung besteht aus einer Anzahl von fUr die Kraftradklasse,
          für die das Auspuffsystem ausgelegt ist, festgelegten
          Versuchszyklen. Folgende Anzahl von Versuchszyklen ist fUr die
          einzelnen Kraftradklassen vorgesehen:
              ^ — — — »»"iji     •  i " -••••• • i,. »   ..—      ...    .,, _ ^  — . _ -
           Kraftradklasse nach Hubraum                          Anzahl der Zyklen
           (in cm3)
           1. <            80                                           6
           2. >            80      <    175                             9
           3. >          175                                           12
2.3.4.3.3 Um die Auswirkungen der Abkühlung und der Kondensation darstellen
          zu können, muß jedem Zyklus auf dem Versuchsstand eine Pause von
          mindestens 6 Stunden folgen.
2.3.4.3.4 Jeder Zyklus auf dem Versuchsstand wird in sechs Phasen
          durchgeführt. Es gelten folgende Werte für die
          Betriebsbedingungen des Motors in jeder einzelnen Phase sowie für
          die Dauer dieser Phase:
                                                       Dauer der einzelnen
                                                                      Phasen
             Phase             Betr iebs
                             bedingungen
                                                          Motor mit            Motor mit
                                                       Weniger als               175 cm3
                                                             175 cm3              oder mehr
                                                              7
             1             Leerlauf                       6                         6
             2             25 % der Last                40
                           bei 75 % S                                             50
             3             50 % der Last                40
                           bei 75 % S                                             50
             4             100 % der Last               30
                           bei 75 % S                                             10
             5             50 % der Last                12
                           bei 100 % S                                            12
             6             25 % der Last                22
                           bei 100 % S                                            22
                                    Gesamtdauer                  2 h 30                   2 h 30
 ---pagebreak---                                 - 419 -
2.3.4.3.5 Auf Antrag des Herstellers können während dieses PrUfvorgangs der
          Motor und der Schalldämpfer gekühlt werden, damit die an einem
          nicht weiter als 100 mm vom Auslaß der Auspuffgase entfernten
          Punkt gemessene Temperatur nicht höher liegt als diejenige, die
          gemessen wird, wenn das Kraftrad mit 110 km/h oder 75 % S im
          höchsten Gang fährt. Die Geschwindigkeit des Kraftrades und/oder
          die Motordrehzahl werden auf ± 3 % genau bestimmt.
 ---pagebreak---                     - 420 -
                  Abb iI dung 3
Versuchsvorrichtung für die Prüfung durch Pulsierungen
1   An den Auslaß der zu prüfenden schalldämpfenden
    Auspuffan I age anzuschIi eßender E i nIaßfIansch.
2   Handgesteuertes Regelventil.
3   Ausgleichsbehälter mit einem Volumen von höchstens 40 I
    und einer Fülldauer von mindestens 1 Sekunde.
4   Kontaktdruckmesser; Betriebsbereich: 0,05 bar bis 2,5 bar.
5   Zeitrelais.
6   Pulsierungszähler.
7    SchneiIschiußventil. Bei einem Auspuff mit 60 mm
    Durchmesser kann ein Schnei IsehlußventiI für eine
    Motorbremsvorrichtung verwendet werden. Dieses Ventil wird
    durch einen DruckiuftzyIinder gesteuert, der bei einem
    Druck von 4 bar 120 N entwickeln kann. Sowohl beim öffnen
    als auch beim Schließen darf die Ansprechzeit 0,5 s nicht
    übersteigen.
  8 Ansaugvorrichtung für die Auspuffgase.
  9  Schlauch.
 10 KontrolIdruckmesser.
 ---pagebreak---                                 - 421 -
2.3.5   Schematische Darstellung und Kennzeichnungen
2.3.5.1 Die schematische Darstellung der Auspuffanlage ist dem Dokument
        nach Anlage 1A beizufügen.
2.3.5.2 Or iginalschal I dämpfer sind deutlich lesbar und unverwischbar mit
        Markenzeichen und Typenzeichen zu versehen.
2.3.5.3 Die Verpackungen der Or iginalaustauschauspuffan lagen müssen mit
        der Aufschrift "OriginalteiIe" sowie mit Markenzeichen und
        Typenzeichen deutlich lesbar gekennzeichnet sein.
2.3.6   AnsaugschaIIdämpfer
        Ist der Ansaugstutzen des Motors mit einem Luftfilter und/oder
        einem Ansauggeräuschdämpfer ausgerüstet, der (die) notwendig ist
        (sind), um die Einhaltung des zulässigen Geräuschpegels zu
        gewährleisten, so gelten dieser Filter und/oder dieser
        Ansauggeräuschdämpfer als Bestandteile dès Schalldämpfers, und
        die Vorschriften des Abschnitts 2.3 sind auch auf diese Teile
        anzuwenden.
3.      BAUARTGENEHMIGUNG FÜR DEN TYP EINER ZUM ANBAU AN KRAFTRÄDERN
        BESTIMMTEN NICHT-ORIGNINALAUSPUFFANLAGE ODER VON BAUTEILEN
        HIERVON ALS TECHNISCHE EINHEITEN.
3.0     GELTUNGSBEREICH
        Dieser Punkt betrifft die Bauartgenehmigung für als technische
        Einheiten gemäß Artikel 2 der in Artikel 1 genannten Richtlinie
        geltende Auspuffan lagen oder Bauteile von Auspuffan lagen, die als
        Nicht-Originalteile zum Einbau in einen oder mehrere bestimmte
        Kraftradtypen vorgesehen sind.
3.1     BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.1.1   Unter "Nicht-Originalaustauschauspuffan läge oder Einzelteilen
        einer solchen Anlage" sind alle Teile der in Abschnitt 1.2 dieses
        Anhangs definierten Auspuffanlage zu verstehen, die bei einem
        Kraftrad ein Teil des Typs ersetzen sollen, mit dem das Kraftrad
        bei Ausstellung des in Anlage 1 B vorgesehenen Dokuments
        ausgestattet war.
3.2     ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER BAUARTGENEHMIGUNG
3.2.1   Der Antrag auf Erteilung einer Bauartgenehmigung für eine
        Austauschauspuffaniage oder Einzelteile einer solchen Anlage als
        technische Einheiten wird vom Hersteller der Anlage oder von
        seinem Beauftragten gestellt.
3.2.2   Für jeden Typ einer Austauschauspuffaniage oder von Einzelteilen
        dieser Anlage, für die eine Bauartgenehmigung beantragt wird,
        sind dem Antrag die im nachstehend aufgeführten Dokumente in
        dreifacher Ausfertigung beizufügen, sowie folgende Angaben zu
        machen:
 ---pagebreak---                                   - 422 -
3.2.2.1   -  eine die in Abschnitt 1.1 dieses Anhangs erwähnten technischen
             Merkmale betreffende Beschreibung des Kraftradtyps/der
             Kraftradtypen, für die die Anlage oder die Einzelteile der
             Anlage vorgesehen sind;
          die Nummern und/oder Symbole, mit denen der Motortyp und der
          Kraftradtyp gekennzeichnet sind;
3.2.2.2   -  eine Beschreibung der Austauschauspuffaniage mit Angabe der
             Anordnung der einzelnen Teile dieser Anlage sowie die
             E i nbauanIe i tungen.
3.2.2.3   -  Zeichnungen jedes Einzelteils, um dessen Auffinden und
             Identifizierung zu erleichtern, sowie Anführung der
             verwendeten Werkstoffe. Auf diesen Zeichnungen ist auch die
             vorgesehene Stelle für die Genehmigungsnummer anzugeben.
3.2.3     Der Antragsteller muß auf Verlangen des Technischen Dienstes
          folgendes vorlegen:
3.2.3.1   -  zwei Muster der Anlage, fUr die die Bauartgenehmigung
             beantragt wird;
3.2.3.2   -  eine Auspuffanlage, die mit der Anlage übereinstimmt, die bei
             der Ausstellung des in der Anlage 1 B vorgesehenen Dokuments
             entspricht;
3.2.3.3   -  ein für den Typ, an den die Austauschauspuffaniage angebaut
             werden soll, repräsentatives Kraftrad. Dieses muß sich in
             einem Zustand befinden, daß es - nach Anbau eines dem
             Original typ entsprechenden Auspufftyps - den Vorschriften
             eines der beiden nachstehenden Unterabschnitte entspricht:
3.2.3.3.1 Gehört das unter 3.2.3.3 genannte Kraftrad zu einem Typ, für den
          die Betriebserlaubnis gemäß dieses Kapitels erteilt wurde, darf
          es
          -  beim Fahrversuch den in Abschnitt 2.1.1.1 dieses Anhangs
             vorgesehenen Grenzwert um höchstens 1 dB(A),
          -  beim Standversuch den auf dem Herstellerschild angegebenen
             Wert um höchstens 3dB(A) überschreiten.
3.2.3.3.2 Gehört das in 3.2.3.3 genannte Kraftrad nicht zu einem Typ, für
          den nach dieser Verordnung die Betriebserlaubnis erteilt wurde,
          darf es den Grenzwert, der fUr diesen Kraftradtyp bei seiner
          ersten Inbetriebnahme Anwendung gefunden hätte, um höchstens
          1dB(A) überschreiten;
3.2.3.4   -  einen separaten, mit dem Motor des oben erwähnten Kraftrads
              identischen Motor, sofern die zuständigen Behörden dies für
             erforderlich halten.
3.3       KENNZEICHNUNG UND ANGABEN
3.3.1     Die Nicht-Originalauspuffanlage oder Bauteile derselben sind
          gemäß den Vorschriften in Anhangs V zu kennzeichnen.
 ---pagebreak---                                  - 423 -
3.4       BAUARTGENEHMIGUNG
3.4.1     Sind die hier vorgeschriebenen Nachprüfungen erfolgt, stellt die
          zuständige Behörde eine Bescheinigung gemäß dem Muster in Anlage
          2 B aus. Die Genehmigungsnummer steht hinter einem Rechteck, in
          dem sich der Buchstabe "e" befindet, gefolgt von der Kennzahl
          oder den Kennbuchstaben des Mitgliedstaates, der die
          Bauartgenehmigung erteilt oder verweigert hat.
3.5       SPEZIFIKATIONEN
3.5.1     AIIgemeine Spezifikationen
          Der Schalldämpfer ist wie folgt zu konzipieren, herzustellen und
          fUr den Anbau auszulegen:
3.5.1.1   -   Unter normalen Betriebsbedingungen und insbesondere trotz der
              Schwingungen, denen die Anlage ausgesetzt sein kann, muß das
              Kraftrad den Vorschriften des Kapitels entsprechen.
3.5.1.2   -   Unter Berücksichtigung der Betriebsbedingungen des Kraftrades
             muß die Anlage gegenüber den Korrosionserscheinungen, denen
              sie ausgesetzt ist, eine vertretbare Beständigkeit aufweisen.
3.5.1.3   -   Die bei dem Or igina I-Schall dämpfer vorgesehene Bodenfreiheit
              und die mögliche Schräglage des Kraftrades dürfen nicht
              verringert werden.
3.5.1.4   -   An der Oberfläche dürfen keine ungewöhnlich hohen Temperaturen
              auftreten.
3.5.1.5   -   Die Außenfläche darf weder Auskragungen noch schneidende
              Ränder aufweisen.
3.5.1.6   -   Die Federung muß genügend Raum haben.
3.5.1.7   -   FUr die Leitungen muß ein ausreichender Sicherheitsabstand
              vorhanden sein.
3.5.1.8   -   Die Anlage muß so stoßfest sein, daß dies mit den klar
              verständlichen Anbau- und Wartungsvorschriften vereinbar ist.
3.5.2     Spezifikationen im Zusammenhang mit den Geräuschpegeln
3.5.2.1   Die geräuschdämpfende Wirkung der Austauschauspuffaniage oder
          eines Einzelteils derselben wird mitteis der in den Abschnitten
          2.1.3, 2.1.4 und 2.1.5 dieses Anhangs beschriebenen Verfahren
          geprüft.
          Nach Anbau der Austauschauspuffaniage oder eines Einzelteils
          derselben an dem unter 3.2.3.3 dieses Anlagedokuments erwähnten
          Kraftrad müssen die erhaltenen Geräuschpegelwerte folgende
          Bedingungen erfüiIen :
3.5.2.1.1 Sie dürfen die Werte nicht überschreiten, die nach den
          Vorschriften von Abschnitt 3.2.3.3 bei demselben Kraftrad mit
          Or iginalauspuffanlage sowohl beim Fahrversuch als auch beim
          Standversuch gemessen werden.
 ---pagebreak---                               - 424 -
3.5.3   Prüfung der Leistungen des Kraftrades
3.5.3.1 Der Austauschschalldämpfer muß dem Kraftrad Leistungen
        ermöglichen, die mit einem serienmäßig eingebauten Original-
        schalIdämpfer oder Einzelteilen davon erzielt werden.
3.5.3.2 Der Austauschschalldämpfer wird mit einem Or iginal-Schalldämpfer
        verglichen, der sich ebenfalls in neuem Zustand befindet. Dazu
        werden die beiden Schalldämpfer nacheinander an das unter 3.2.3.3
        beschriebene Kraftrad angebaut.
3.5.3.3 Die PrUfung ist durch Messung der Leistungskurve des Motors
        durchzuführen. Die mit dem Austauschschalldämpfer gemessene
        Nennleistung und Höchstgeschwindigkeit dürfen die unter denselben
        Bedingungen mit der Or igina I-Auspuffan läge gemessene Nennleistung
        und Höchstgeschwindigkeit um höchstens 5 % überschreiten.
3.5.4   Zusatzbestimmungen betreffend mit Faserstoffen ausgestattete
        Schalldämpfer als unabhängige technische'Einheiten.
        Faserstoffe dürfen bei der Herstellung dieser Auspuffan lagen nur
        verwendet werden, wenn sie die in Abschnitt 2.3.1 dieses Anhangs
        genannten Anforderungen erfüllen.
 ---pagebreak---                                      - 425 -
                                    ANLAGE 1A
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
                   BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERAUSCHPEGEL UND
                  DIE ORIGINALAUSPUFFANLAGE EINES KRAFTRADTYPS
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls dieser unabhängig von dem
Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs gestellt wird.)
                                      MUSTER
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben):
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
die Or iginalauspuffanlage eines Kraftradtyps sind die Angaben zu folgenden
Punkten des Anhangs II, Buchstabe A der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30
Juni 1992 beizufügen:
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.0
3.1
3.1.1
3.2.1.7
3.2.8.3.3
3.2.8.3.3.1
3.2.8.3.3.2
3.2.9
3.2.9.1
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
5.2
 ---pagebreak---                                        - 426 -
                                      ANLAGE 1B
                                                  Angabe der Behörde
                              BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE
                              OR IG INALAUSPUFFANLAGE(N)
                                 EINES KRAFTRADTYPS
                                        MUSTER
Bericht Nr.   des Technischen Dienstes                          vom:
1                Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs:
2                Typ des Fahrzeugs:
3                Variante(n) (falls zutreffend):
4                Version(en) (falls zutreffend):
5                Name und Anschrift des Herstellers:
6                Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                 zutreffend):
7                Typ(en) der Originalauspuffanlage(n):
8                Typ(en) der Ansauganlage (sofern zur Einhaltung des
                 Geräuschpegelgrenzwertes unerläßlich):
9                Geräuschpegel des Fahrzeugs im Stand:           dB(A) bei
                       min -1
10               Fahrzeug zur Prüfung vorgeführt am:
11               Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigertC)
12               Ort:
13               Datum:
14               Unterschrift:
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                      - 427 -
                                     ANLAGE 2A
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
            BETREFFEND EINE NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE FÜR KRAFTRÄDER
           BZW. ALS TECHNISCHE EINHEITEN SOLCHER ANLAGEN GELTENDE TEILE
                                       MUSTER
Laufende Nr. (vom Antragsteller vergeben):
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend eine Nicht-Originalauspuffanlage
für Krafträder sind folgende Angaben beizufügen:
1      Fabrikmarke:
2      Typ:
3      Name und Anschrift des Herstellers:
4      Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls zutreffend):
5      Liste der Bauteile, aus denen die technische Einheit besteht
       (Zeichnungen beifügen)
6      Fabrikmarke(n) und Typ(en) des Kraftrades (der Krafträder), wofür der
       Schalldämpfer bestimmt ist*1*
7      Gegebenenfalls Einschränkungen hinsichtlich der Benutzung und
       Vorschriften für den Einbau
Ferner sind diesem Antrag die Angaben zu folgenden Punkten des Anhangs II,
Buchstabe A der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 beizufügen
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.0
3.1
3.1 .1
3.2.1.7
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
 5.2
 (1)    Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                     - 428 -
                                   ANLAGE 2B
                                              Angabe der Behörde
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
          BETREFFEND EINE NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE FÜR KRAFTRÄDER
                                     MUSTER
Bericht Nr.   des Technischen Dienstes
vom:
1                Fabrikmarke der Anlage:
2                Typ der Anlage:
3                Name und Anschrift des Herstellers:
4                Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                 zutreffend):
5                Fabrikmarke(n) und Typ(en) und ggf. Version(en) und
                 Variante(n) des Fahrzeugs (der Fahrzeuge), wofür die Anlage
                 bestimmt ist:
6                Anlage zur Prüfung vorgeführt am:
7                Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert(1)
8                Ort:
9                Datum:
10               Unterschrift:
(1)   Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                               - 429 -
                             ANHANG IV
      VORSCHRIFTEN FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER UND FÜR
                          DREIRADFAHRZEUGE
1      BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
       Im Sinne dieses Kapitels sind:
1.1    "Typ eines dreirädrigen Kleinkraftrades oder Dreiradfahrzeugs mit
       Bezug auf seinen Geräuschpegel und seine Auspuffanlage*',
       dreirädrige Kleinkrafträder oder Drei radfahrzeuge, die sich
       untereinander in nachstehenden wesentlichen Einzelheiten nicht
       unterscheiden:
1.1.1  Form und Werkstoffe des Aufbaus (insbesondere des Motorgehäuses
       und seiner Schal Idämpfungsvorrichtung),
1.1.2  Länge und Breite des Fahrzeugs,
1.1.3  Art des Motors (Benzinmotor oder Dieselmotor, Zweitaktverfahren
       oder Viertaktverfahren, Hubkolben- oder Kreiskolbenmotor, Anzahl
       der Zylinder und Hubraum, Anzahl und Typ der Vergaser, Anordnung
       der Ventile, Höchstleistung und entsprechende Drehzahl des Motors
       usw.); fUr Kreiskolbenmotoren ist das doppelte Kammervolumen als
       Hubraum anzusehen.
1.1.4  Anzahl der Getriebegänge und deren Übersetzungsverhältnis;
1.1.5  Anzahl, Art und Anordnung der Auspuffan lagen
1.2    "Auspuffanlage" oder "Schalldämpfer" ein vollständiger Satz von
       Einzelteilen, die zur Dämpfung der vom Motor des dreirädrigen
       Kraftrades oder des Dreiradfahrzeugs und seinem Abgasausstoß
       hervorgerufenen Geräusche erforderlich sind;
1.2.1  "Original-Auspuffanlage oder Original-Schalldämpfer" Anlage des
       Typs, mit dem das Fahrzeug bei Erteilung der Betriebseriaubnis
       oder Erweiterung der Betriebserlaubnis ausgerüstet ist. Es kann
       sich um eine Erstausstattung oder um eine Austauschanlage
       handeln.
1.2.2  "Nichtor iginal-Auspuffan läge oder Nichtoriginal-Schalldämpfer"
       Anlage eines anderen Typs als desjenigen, mit dem das Fahrzeug
       bei Erteilung oder Erweiterung der Betriebseriaubnis ausgerüstet
        ist. Sie darf nur als Austauschauspuffaniage oder
       Austauschschalldämpfer verwendet werden.
1.3    "Auspuffanlagen verschiedener Bauart" Anlagen, die untereinander
       wesentliche Unterschiede aufweisen, wobei sich diese Unterschiede
       auf folgende Einzelheiten erstrecken können:
1.3.1  Die einzelnen Bauteile tragen verschiedene Fabrik- oder
       Handeismarken,
1.3.2  Die Materialeigenschaften eines beliebigen Einzelteils sind
       verschieden oder die Einzelteile haben eine unterschiedliche Form
       oder Größe.
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1.3.3   Das Funktionsprinzip wenigstens eines Einzelteils ist
        verschieden,
1.3.4   die Einzelteile sind auf verschiedene Weise zusammengebaut.
1.4     "Einzelteil einer Auspuffanlage" einer der Bestandteile, die
        zusammen die Auspuffanlage bilden (beispielsweise Auspuffrohre
        und Auspuffrohrstutzen, eigentlicher Schalldämpfer usw.)
        gegebenenfalls die Ansauganlage (Luftfilter).
        Ist der Motor mit einer Ansauganlage (Luftfilter und/oder
        Ansauggeräuschdämpfer) ausgerüstet, die für die Einhaltung der
        Geräuschpegelgrenzwerte unerläßlich ist, so ist diese Anlage als
        EinzelteiI anzusehen, dem dieselbe Bedeutung wie der eigentlichen
        Auspuffanlage zukommt.
2       BAUARTGENEHMIGUNG MIT BEZUG AUF DEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE
        ORIGINALAUSPUFFANLAGE ALS TECHNISCHE EINHEIT EINES TYPS EINES
        DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADES ODER EINES DREI RADFAHRZEUGS
2.1     FAHRGERÄUSCH DES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADES ODER
        DREIRADFAHRZEUGS (Bedingungen und Meßverfahren zur Überprüfung
        des Fahrzeugs bei der Bauartgenehmigung)
2.1.1   Das Fahrzeug, sein Motor und seine Auspuffanlage müssen so
        entworfen, gebaut und angebracht sein, daß das Fahrzeug trotz der
        Schwingungen, denen es ausgesetzt sein kann, und unter normalen
        Benutzungsbedingungen die Vorschriften dieses Kapitels erfüllt.
2.1.2   Die Auspuffanlage muß so ausgelegt, gebaut und angebracht sein,
        daß sie den Korrosionserscheinungen, denen sie ausgesetzt ist,
        standhalten kann.
2.2     SPEZIFIKATIONEN ZU DEN GERÄUSCHPEGELN
2.2.1   Grenzwerte siehe Anhang I
2.2.2   Meßgeräte
2.2.2.1 Ais Schallmeßgerät ist ein PräzisionsschalIpegelmeßgerät zu
        verwenden, das der in der Veröffentlichung Nr. 179
        "PräzisionsschalIpegeimesser", 2. Ausgabe, der internationalen
        Elektrotechnischen Kommission (IEC) beschriebenen Bauart
        entspricht. Bei den Messungen sind die Anzeigegeschwindigkeit
        "schnell" und die Bewertungskurve "A", die ebenfalls in dieser
        Veröffentlichung beschrieben werden, anzuwenden.
        Zu Beginn und am Ende Jeder Meßreihe ist das SchalIpegelmeßgerät
        nach den Angaben des Herstellers mit einer geeigneten
        Schallquelle (beispielsweise mit einem Pistonphon) zu
        kalibrieren.
2.2.2.2 Geschw i nd i gke i tsmessungen
        Motordrehzahl und Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf der
        Meßstrecke sind mit einer Genauigkeit von +/- 3 % zu bestimmen.
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2.2.3     Meßbed i ngungen
2.2.3.1   Zustand des Fahrzeugs
          Bei den Messungen muß  sich das Fahrzeug in fahrbereitem Zustand
          (mit KühIflüssigkeit,  Schmiermitteln, Kraftstoof, Werkzeug,
          Ersatzrad und Fahrer)  befinden. Vor Beginn der Messungen ist der
          Fahrzeugmotor auf die  normale Betriebstemperatur zu bringen.
2.2.3.1.1 Die Messungen sind an einem leeren Fahrzeug ohne Anhänger oder
          Sattelanhänger (mit Ausnahme von nicht trennbaren Fahrzeugzügen)
          auf einem freien und hinreichend geräuscharmen Gelände
          durchzuführen.
2.2.3.2   Prüfgelände
          Das PrUfgelände muß aus einer zentral angeordneten
          Beschleunigungsstrecke bestehen, die von einem im wesentlichen
          ebenen PrUfgelände umgeben ist. Die Beschleunigungsstrecke muß
          eben sein; ihre Oberfläche muß trocken und so beschaffen sein,
          daß das Fahrgeräusch niedrig bleibt.
          Auf dem PrUfgelände müssen die Bedingungen des freien
          Schallfeldes zwischen der Schallquelle in der Mitte der
          Beschleunigungsstrecke und dem Mikrophon auf 1 dB genau
          eingehalten werden. Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn im
          Abstand von 50 m um den Mittelpunkt der Beschleunigungsstrecke
          keine großen schal(reflektierenden Gegenstände wie Zäune, Felsen,
          Brücken oder Gebäude vorhanden sind.
          Die Geländeoberfläche muß mindestens zehn Meter um den
          Mittelpunkt der Beschleunigungsstrecke herum aus einem harten
          Material wie Beton, Asphalt oder akustisch gleichwertigem
          Material bestehen und frei von Pulverschnee, hohem Gras, loser
          Erde oder Asche sein.
           In der Umgebung des Mikrophons darf sich kein Hindernis befinden,
          das das SchalIfeId beeinflussen könnte, und zwischen Mikrophon
          und Schallquelle darf sich niemand aufhalten. Der Meßbeobachter
          muß sich so aufstellen, daß eine Beeinflussung der
          Meßgeräteanzeige ausgeschlossen ist.
2.2.3.3   Sonstiges
          Die Messungen dürfen nicht bei ungünstigem Wetter vorgenommen
          werden, insbesondere ist der Einfluß von Windböen auszuschließen.
          Die Windgeschwindigkeit muß kleiner oder gleich 3 m/s sein. Bei
          kurzen Windstößen bis zu 5 m/s bleiben die Messungen gültig.
          Bei Messungen muß der A-bewertete Geräuschpegel anderer
          Schallquellen als des zu prüfenden Fahrzeugs oder des
          Windeinflusses mindestens 10 dB(A) unter dem vom Fahrzeug
          erzeugten Geräuschpegel liegen.
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            Liegt der Wertunterschied zwischen Umgebungsgeräusch und
            gemessenem Geräusch zwischen 10 dB(A) und 16 dB(A), ist bei der
            Berechnung der Prüfergebnisse der sich aus nachstehendem Diagramm
            ergebende Jeweils zutreffende Korrekturwert von den am
            SchalIpegelmeßgerät abgelesenen Werten abzuziehen.
            Am Mikrophon darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein,
            sofern sein Einfluß auf die Empfindlichkeit und die
            Richteigenschaften des Mikrophons berücksichtigt wird.
CB(A)
 0,4
 0,3
 0,2
 0,1
                                                       Unterschied
                                                       zwischen
                                                       Umgebungsgeräusch
                                                       und gemessenem
    2.2.4   Meßmethoden                                Geräusch
    2.2.4.1 Art und Anzahl der Messungen
            Während der Vorbeifahrt des Fahrzeugs zwischen den Linien AA' und
            BB' (Abbildung 1) ist der A-bewertete maximale Geräuschpegel in
            Dezibel (dB) zu messen. Die Messung ist ungültig, wenn ein vom
            allgemeinen Geräuschpegel ungewöhnlich stark abweichender
            Spitzenwert festgestellt wird.
            Auf Jeder Seite des Kraftfahrzeugs sind mindestens zwei Messungen
            vorzunehmen.
    2.2.4.2 MikrophonstelIung
            Das Mikrophon ist in 7,5 m Abstand von der Bezugslinie C C
            (Abbildung 1) der Fahrbahn in 1,2 m Höhe über der
            Fahrbahnoberfläche anzubringen.
                                                                              (27)
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2.2.4.3   Fahrbedingungen
          Das Fahrzeug ist mit einer gleichförmigen Anfangsgeschwindigkeit
          nach 2.2.4.4 an die Linie AA' heranzufahren. Sobald die vordere
          Fahrzeugbegrenzung die Linie AA' erreicht, ist die
          Betätigungseinrichtung der Drosselklappe möglichst rasch in die
          VollaststelIung zu bringen. Diese Stellung ist beizubehalten, bis
          die hintere Fahrzeugbegrenzung die Linie BB' erreicht; sodann ist
          die Betätigungseinrichtung schnellstmöglich in die
          Leer laufstelIung zurückzunehmen.
          Bei allen Messungen ist das Fahrzeug in gerader Richtung so Über
          die Beschleunigungsstrecke zu fahren, daß die Spur seiner
          Längsmittelebene möglichst nahe an der Linie C C liegt.
2.2.4.3.1 Bei aus zwei nicht voneinander trennbaren Teilen bestehenden
          Gelenkfahrzeugen, die als ein einziges Fahrzeug gelten, ist der
          Sattelanhänger beim Durchfahren der Linie BB' nicht in Betracht
          zu ziehen.
2.2.4.4   Festlegung der gleichförmigen Geschwindigkeit
2.2.4.4.1 Fahrzeug ohne Schaltgetriebe
          Das Fahrzeug wird mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit, die
          entweder drei Vierteln der Drehzahl, bei der der Motor seine
          Nennleistung entwickelt, oder drei Vierteln der durch den
          Drehzahlregler ermöglichten maximalen Drehzahl des Motors
          entspricht, oder mit 50 km/h an die Linie AA' herangefahren. Es
          ist die geringste dieser Geschwindigkeiten zu wählen.
2.2.4.4.2 Fahrzeug mit handbetätigtem Schaltgetriebe
          Ist das Fahrzeug mit einem Schaltgetriebe mit 2, 3 oder 4 Gängen
          ausgerüstet, so ist der zweite Gang einzulegen. Hat das
          Schaltgetriebe mehr als vier Gänge, ist der dritte Gang
          einzulegen. Erreicht der Motor auf diese Weise eine Drehzahl, die
          die seiner Nennleistung entsprechende Drehzahl übertrifft, ist
          statt des zweiten oder des dritten Ganges der nächsthöhere Gang
          einzulegen, wonach diese Drehzahl bis Erreichen der Linie BB'
          nicht mehr überschritten werden muß. Zusätzliche Schongänge
          (overdrive) sind nicht einzulegen. Ist das Fahrzeug mit einer
          umschaltbaren Hinterachse ausgerüstet, ist der Gang einzulegen,
          dem die höchste Geschwindigkeit des Fahrzeugs entspricht. Das
          Fahrzeug ist in gleichförmiger Geschwindigkeit, die entweder drei
          Vierteln der Motordrehzahl, bei der der Motor seine Nennleistung
          entwickelt, oder drei Vierteln der durch den Drehzahlregler
          ermöglichten maximalen Drehzahl des Motors entspricht, oder mit
          50 km/h an die Linie AA' heranzufahren, wobei die geringste
          Geschwindigkeit zu wählen ist.
2.2.4.4.3 Fahrzeug mit automatischem Getriebe
          Das Fahrzeug wird mit gleichförmiger Geschwindigkeit von 50 km/h
          oder drei Vierteln seiner Höchstgeschwindigkeit an die Linie AA'
          herangefahren, wobei die niedrigste der beiden Geschwindigkeiten
          zu wählen ist. Gibt es mehrere Stellungen für Vorwärtsfahrt, ist
          diejenige zu wählen, wonach das Fahrzeug zwischen den Linie AA'
          und BB' die höchste mittlere Beschleunigung erreicht. Die
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        Stellung des Wahlhebels, die nur bei Bremsvorgängen, beim Parken
        oder sonstigen ähnlichen langsamen Betriebsvorgängen benutzt
        wird, ist nicht einzulegen.
2.2.5   Ergebnisse (Prüfprotokoll)
2.2.5.1 In dem Prüfprotokoll für die Ausstellung des Dokuments nach
        Anlage 1 B sind alle Umstände und Einflüsse anzugeben, die für
        die Meßergebnisse von Bedeutung sind.
2.2.5.2 Die an dem SchalImeßpegelgerät abgelesenen Werte werden nach
        Abschnitt 2.2.3.3 korrigiert. Die korrigierten Werte sind auf das
        nächstliegende Dezibel auf- bzw. abzurunden.
        Zur Ausstellung des Dokuments nach Anlage 1 B dürfen nur Meßwerte
        verwendet werden, deren Differenz bei zwei aufeinanderfolgenden
        Messungen auf derselben Seite des Kraftrades nicht größer ist als
        2 dB (A).
2.2.5.3 Zur Berücksichtigung der Ungenau!gkeit der Messungen gilt der
        gemäß 2.1.5.2 abgelesene und um 1 dB (A) verminderte Wert als
        Meßergebnis.
2.2.5.4 Wenn der Mittelwert der vier Meßergebnisse über dem zulässigen
        Grenzwert fUr die betreffende Fahrzeugklasse liegt, gilt die
        Vorschrift nach 2.1.1 als erfüllt. Dieser Mittelwert stellt das
        Prüfergebnis dar.
        Sind die vier Meßergebnisse dem für die Klasse, zu der das in
        PrUfung befindliche Fahrzeug gehört, geltenden Höchstwert gleich
        oder liegen sie darunter, gilt die Vorschrift nach 2.2.1 als
        erfüllt.
        übersteigt ein einziges der vier Meßergebnisse den zulässigen
        Grenzwert um höchstens 1 dB (A), so sind vier weitere Messungen
        durchzuführen.
         In diesem Fall gilt die Vorschrift nach 2.2.1 nur dann als
        erfüllt, wenn diese vier neuen Meßergebnisse nicht über dem
        zulässigen Grenzwert liegen.
         In allen anderen Fällen gilt die Vorschrift nach 2.2.1 nicht als
        erfüllt.
2.3     STANDGERÄUSCH DER FAHRZEUGE (Bedingungen und Meßverfahren zur
        Überprüfung der im Verkehr befindlichen Fahrzeuge)
2.3.1   SchalIdruckpegel im Nahfeld des Fahrzeugs
        Darüberhinaus ist zur Erleichterung einer späteren Kontrolle der
        Geräuschentwicklung der im Straßenverkehr befindlichen Fahrzeuge
        der SchalIdruckpegel gemäß den nachstehenden Vorschriften im
        Nahfeld der Mündung der Auspuffanlage (Schalldämpfer) zu messen
        und das Ergebnis in das Prüfprotokoll für das Dokument nach
        Anlage 1B einzutragen.
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2.3.2   Meßgeräte
        Die Messungen werden mit Hilfe eines PräzisionsschalIpegelmessers
        gemäß Abschnitt 2.2.2.1 durchgeführt.
2.3.3   Meßbed i ngungen
2.3.3.1 Zustand des Fahrzeugs
        Vor Beginn der Messungen ist der Fahrzeugmotor auf die normale
        Betriebstemperatur zu bringen. Bei automatisch gesteuerten
        Lüftern darf anläßlich der Geräuschmessung nicht in die
        Schaltautomatik eingegriffen werden.
        Während der Messungen muß sich der Wahl heben des Getriebes in
        Leer laufStellung befinden. Ist eine Unterbrechung der
        Kraftübertragung nicht möglich, so ist das Antriebsrad des
        Kraftrades frei laufen zu lassen, indem es beispielsweise
        aufgebockt wird.
2.3.3.2 PrUfgelände (Abbildung 2)
        Als Prüfgelande darf jeder Platz verwendet werden, an dem es
        keine nennenswerten akustischen Störungen gibt. Insbesondere
        eignen sich dazu ebene Flächen, die mit mit Beton, Asphalt oder
        einem anderen harten Material überzogen sind und eine hohe
        Schal Ireflex ion aufweisen; ausgeschlossen sind Flächen aus
        festgewalzter Erde. Das PrUfgelände muß mindestens die
        Abmessungen eines Rechtecks haben, dessen Seiten 3 m von den
        Umrissen des Fahrzeugs (ausschließlich Lenker) entfernt sind.
        Innerhalb dieses Rechtecks darf es keine nennenswerten
        Hindernisse geben, beispielsweise andere Personen als den Fahrer
        und den Beobachter.
        Das Fahrzeug ist innerhalb des vorgenannten Rechtecks so
        aufzustellen, daß das Mikrophon zu eventuell vorhandenen
        Bordsteinkanten eine Abstand von mindestens 1 m hat.
2.3.3.3 Sonstiges
        Durch Störgeräusche und durch Windeinfluß hervorgerufene
        Zeigerausschläge des Meßgeräts müssen mindestens 10 dB (A)
        niedriger als der zu messende Geräuschpegel liegen. Am Mikrophon
        darf ein geeigneter Windschutz angebracht sein, sofern dessen
        Einfluß auf die Empfindlichkeit des Mikrophons berücksichtigt
        wird.
2.3.4   Meßmethode
2.3.4.1 Anzahl der Messungen
        An jedem Meßpunkt sind mindestens drei Messungen durchzuführen,
        Die Messungen werden erst dann als gültig angesehen, wenn die
        Ergebnisse von drei unmittelbar aufeinander vorgenommenen
        Messungen um nicht mehr als 2 dB(A) voneinander abweichen. Der
        höchste Wert dieser drei Messungen wird Übernommen.
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2.3.4.2 Mikrophonstellungen (Abbildung 2)
        Das Mikrophon ist in der Höhe der Auspuffmündung aufzustellen, in
        keinem Fall jedoch niedriger als 0,2 m über der
        Fahrbahnoberfläche. Die Kapsel des Mikrophons muß gegen die
        Ausströmöffnung der Abgase gerichtet sein und zu dieser Öffnung
        einen Abstand von mindestens 0,5 m haben. Die Achse der größten
        Empfindlichkeit des Mikrophons muß parallel zur
        Fahrbahnoberfläche verlaufen und einen Winkel von 45* ± 10* zu
        der senkrechten Ebene bilden, in der die Austrittsrichtung der
        Abgase liegt.
        Mit Bezug auf diese senkrechte Ebene ist das Mikrophon auf der
        Seite aufzustellen, die den größtmöglichen Abstand zwischen
        Mikrophon und dem Umriß des Fahrzeugs (ausschließlich des
        Lenkers) zuläßt. Hat das Auspuffsystem mehrere Mündungen, deren
        Mittenabstand nicht größer als 0,3 m ist, so ist das Mikrophon
        der Mündung zuzuordnen, die dem Fahrzeug (ausschließlich des
        Lenkers) am nächsten liegt oder die den größten Abstand von der
        Fahrbahnoberfläche hat. Beträgt der Mittenabstand der MUndungen
        mehr als 0,3 m, so sind getrennte Messungen für jede Mündung
        vorzunehmen, wobei der größte gemessene Werte festzuhalten ist.
2.3.4.3 Betriebsbedingungen
        Die Drehzahl des Motors ist bei einem der folgenden Werte
        konstant zu halten:
            - £» wenn S größer als 5000 U/min ist,
                2
            - J2S_, wenn S kleiner oder gleich 5000 U/min ist.
            "S" steht für die Nennleistungsdrehzahl gemäß Abschnitt
            3.2.1.7 der Anlage 1 A.
        Nach Erreichen der konstanten Drehzahl ist die
        Betätigungseinrichtung der Drosselklappe plötzlich in die
        Leer laufstelIung zurückzunehmen. Der Schallpegel ist während des
        Betriebsablaufs, der ein kurzzeitiges Beibehalten der konstanten
        Drehzahl sowie die gesamte Dauer der Verzögerung umfaßt, zu
        messen, wobei als Meßwert der maximale Zeigerausschlag gilt.
2.4     ERGEBNISSE (PRÜFPROTOKOLL)
2.4.1    In dem zum Zweck der Ausstellung des Dokuments nach Anlage 1 B
        angefertigten Prüfprotokoll sind allgemein alle erforderlichen,
         insbesondere auch die zur Messung des Standgeräuschs des
        Fahrzeugs gehörenden Angaben zu vermerken.
2.4.2   Die Meßwerte sind am Meßgerät abzulesen und auf das
        nächstliegende ganze Dezibel auf- bzw. abzurunden.
        Es sind nur die Meßwerte zu übernehmen, die bei drei unmittelbar
        aufeinanderfolgenden Meßungen erzielt wurden und deren Abweichung
        voneinander nicht größer als 2 dB(A) ist.
2.4.3   Als Meßergebnis gilt der größte der drei Meßwerte.
 ---pagebreak---         - 437 -
       Abb iI dung 1
Messung des Fahrgeräuschs
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2.5       OR IGINAL-AUSPUFFANLAGE (SCHALLDÄMPFER)
2.5.1     Vorschriften über Schalldämpfer, die schallschluckende
          Faserstoffe enthalten
2.5.1.1   Die schallschluckenden Faserstoffe dürfen kein Asbest enthalten
          und nur dann beim Bau der Schalldämpfer verwendet werden, wenn
          durch geeignete Vorkehrungen sichergestellt ist, daß diese Stoffe
          während der gesamten Nutzungsdauer des Schalldämpfers in ihrer
          bestimmungsgemäßen Lage verbleiben und die in einem der
          Abschnitte 2.3.2, 2.3.3 oder 2.3.4 genannten Vorschriften
          eingehalten werden.
2.5.2     Der Schallpegel muß nach Entfernung der Faserstoffe den
          Anforderungen nach 2.2.1 entsprechen.
2.5.3     Die schal Ischluckenden Faserstoffe dürfen sich nicht in den
          gasdurchflossenen Teilen des Schalldämpfers befinden und mUssen
          nachstehende Bedingungen erfüllen:
2.5.3.1   Die Faserstoffe werden in einem Ofen bei einer Temperatur von 650
          *C ± 5 "C vier Stunden lang konditioniert, ohne daß sich die
          durchschnittlichen Werte für Länge, Durchmesser oder Dichte der
          Fasern verringern dürfen.
2.5.3.2   Nach einer einstund igen Konditionierung in einem Ofen bei 650 "C
          ± 5 "C mUssen mindestens 98 % der Faserstoffe in einem Sieb
          zurückgehalten werden, das einen nominalen Maschendurchmesser von
          250 fim hat und der Isonorm 3310/1 entsprechen muß, falls es nach
          der Isonorm 2599 erprobt wurde.
2.5.3.3   Der Gewichtsverlust der Faserstoffe darf nach einem 24-stündigen
          Tauchbad in einem 90 *C ± 5 *C warmen synthetischen Kondensat
          nachstehender Zusammensetzung 10,5 % nicht übersteigen:
          1 N Bromwasserstoffsäure (HB r S0 4 ): 10 ml
          1 N Schwefelsäure (H 2 S0 4 ): 10 ml
          Destilliertes Wasser bis zu 1 000 ml
          Anmerkung: Die Faserstoffe sind vor dem Wiegen mit destilliertem
          Waser zu waschen und eine Stunde lang bei 105 *C zu trocknen.
2.5.4     Bevor die Anlage nach Abschnitt 2 geprüft wird, ist sie gemäß
          einer der nachstehend genannten Methoden in normalen
          Betriebszustand zu versetzen:
2.5.4.1   PrUfung durch Dauerfahrt auf der Straße
2.5.4.1.1 Entsprechend der Fahrzeugklasse sind die nachstehenden
          Mindestentfernungen während des Prüfzyklus zurückzulegen:
           Fahrzeugklasse nach Hubraum         Entfernung
           (in cm 3 )                           (in km)
           1. < 250                                 4 000
           2. > 250   < 500                         6 000
           3. > 500                                 8 000
 ---pagebreak---                                 - 439 -
2.5.4.1.2 50 % ± 10 % des PrUfzyklus entfallen auf das Fahren im
          Stadtbereich, der Rest auf Langstreckenfahrten bei hoher
          Geschwindigkeit; der Fahrzyklus bei konstanter Geschwindigkeit
          auf der Straße kann durch eine entsprechende Prüfung auf einem
          Prüfgelande ersetzt werden.
2.5.4.1.3 Die beiden Geschwindigkeitsbereiche sind mindestens sechsmal zu
          wechslen.
2.5.4.1.4 Das vollständige Prüfprogramm muß mindestens zehn Aufenthalte von
          wenigstens drei Stunden umfassen, damit die Auswirkungen der
          Abkühlung und der Kondensation dargestellt werden können.
2.5.4.2   PrUfung durch Pulsierung
2.5.4.2.1 Das Auspuffsystem oder seine Einzelteile mUssen am Fahrzeug oder
          am Motor angebaut sein.
          Im ersten Fall ist das Fahrzeug auf einen Rollenprüfstand, im
          zweiten Fall ist der Motor auf einen Versuchsstand zu bringen.
          Die in Abbildung 3 ausführlich dargestellte Versuchsvorrichtung
          wird an der Austrittsöffnung des Auspuffsystems angebracht.
          Andere Vorrichtungen, die vergleichbare Ergebnisse gewährleisten,
          sind zulässig.
2.5.4.2.2 Die Versuchsvorrichtung ist so einzustellen, daß der Fluß der
          Auspuffgase abwechselnd 2 500 mal durch ein SchneiIschiußventiI
          unterbrochen und wiederhergestellt wird.
2.5.4.2.3 Das Ventil muß sich öffnen, sobald der Abgasgegendruck, gemessen
           in mindestens 100 mm Abstand hinter dem Eintrittsflansch, einen
          Wert zwischen 0,35 bar und 0,40 bar erreicht. Kann dieser Wert
          aufgrund der Motoreigenschaften nicht erreicht werden, muß sich
          das Ventil öffnen, sobald der Abgasgegendruck einen Wert
          erreicht, der 90 % des Höchstwertes entspricht, der gemessen
          werden kann, ehe der Motor zum Stillstand kommt. Das Ventil muß
          sich wieder schließen, wenn dieser Druck nicht mehr als 10 % von
          dem Wert abweicht, der sich bei offenem Ventil einstellt.
2.5.4.2.4 Das Verzögerungsrelais ist fUr die Dauer des Durchflusses der
          Auspuffgase gemäß den Vorschriften nach 2.5.4.2.3 einzustellen.
2.5.4.2.5 Die Motordrehzahl muß 75 % der Drehzahl (S) betragen, bei der der
          Motor seine Höchstleistung entwickelt.
2.5.4.2.6 Die von dem Dynamometer angezeigte Leistung muß 50 % der bei 75 %
          der Motordrehzahl S gemessenen VollgasIeistung betragen.
2.5.4.2.7 Alle Abflußöffnungen sind während des Versuchs abzudichten.
2.5.4.2.8 Die Prüfung muß innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein.
          Gegebenenfalls ist nach Jeder Stunde eine Abkühlzeit einzuhalten.
2.5.4.3   PrUfung auf dem Versuchsstand
2.5.4.3.1 Das Auspuffsystem ist an einen Motor anzubauen, der für den Typ
          repräsentativ ist, für den die Anlage ausgelegt ist. Der Motor
           ist dann auf einen Versuchsstand zu bringen.
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2.5.4.3.2      Die PrUfung besteht aus einer Anzahl von für die Fahrzeugklasse,
               für die das Auspuffsystem ausgelegt ist, festgelegten
               Versuchszykien. Folgende Anzahl von Versuchszyklen ist für die
               einzelnen Fahrzeugklassen vorgesehen:
                 Fahrzeugklasse nach Hubraum Anzahl der Zyklen
                 (in cm3)
                 1. < 250                               6
                 2. > 250 < 500                         9
                 3. > 500                              12
2.5.4.3.3      Damit die Auswirkungen von AbkUhlung und Kondensation dargestellt
               werden können, muß jedem Zyklus auf dem Versuchsstand eine Pause
               von mindestens sechs Stunden folgen.
2.7.4.3.4      Jeder Zyklus auf dem Versuchsstand wird In sechs Phasen
               durchgeführt. Es gelten folgende Werte für die
               Betriebsbedingungen des Motors in jeder einzelnen Phase sowie für
               die Dauer dieser Phase:
   Phase    Bet r i ebsbed i ngungen    Dauer der   einzelnen Phasen
                                       Motor mit      Motor mit
                                       weniger als    250 cm 3
                                        250 cm 3     oder mehr
   1       Leerlauf                             6             6
   2       25 % der   Last bei 75 %  S         40            50
   3       50 % der   Last bei 75 %  S         40            50
   4      100 % der   Last bei 75 %  S         30            10
   5       50 % der   Last bei 100 % S         12            12
   6       25 % der   Last bei 100 % S         22            22
                     Gesamtdauer           2 h 30         2 h 30
2.5.4.3.5      Auf Antrag des Herstellers können während dieses Prüfvorgangs der
               Motor und der Schalldämpfer gekühlt werden, damit die an einem
               nicht weiter als 100 mm vom Auslaß der Auspuffgase entfernten
               Punkt gemessene Temperatur nicht höher als diejenige liegt, die
               gemessen wird, wenn das Fahrzeug mit 110 km/h oder 75 % S im
               höchsten Gang fährt. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und/oder
               die Motordrehzahl werden auf ± 3 % genau bestimmt.
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                        Abb iI dung 3
   Versuchsvorrichtung für die Prüfung durch Pulsierungen
    An den Auslaß der zu prüfenden schalldämpfenden Auspuffanlage
    anzusch11eßender E i nIaßfIansch.
    Handgesteuertes Regelventil.
    Ausgleichsbehälter mit einem Volumen von höchstens 40 Litern und
    einer Fülldauer von mindestens einer Sekunde.
    Kontaktdruckmesser ; Betr iebsbereich: 0,05 bar bis 2,5 bar
    Zeitrelais.
    Pulsierungszähler.
    SchneiIschiußventiI. Bei einem Auspuff mit 60 mm Durchmesser kann
    ein SchneiIschiußventiI für eine Motorbremsvorrichtung verwendet
    werden. Dieses Ventil wird durch einen Druckluftzylinder
    gesteuert, der bei einem Druck von 4 bar 120 N entwickeln kann.
    Sowohl beim öffnen als auch beim Schließen darf die Ansprechzeit
    0,5 s nicht übersteigen.
8   Ansaugvorrichtung für die Auspuffgase.
9   Schlauch.
10  KontrolIdruckmesser.
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2.5.5   Schematische Darstellung und Kennzeichnungen
2.5.5.1 Dem Dokument gemäß Anlage 1 A ist eine schematische Darstellung
        des Schalldämpfers beizufügen.
2.5.5.2 Or iginalschall dämpfer mUssen deutlich lesbar und unverwischbar
        mit einem Markenzeichen und einem Typenzeichen versehen sein.
2.5.5.3 Die Verpackung der Or iginal-Austauschschalldämpfer ist deutlich
         lesbar mit der Aufschrift "Originalteile" sowie mit Markenzeichen
        und Typenzeichen zu versehen.
2.5.6   Ansaugscha11 dämpfer
         Ist der Ansaugstutzen des Motors mit einem Luftfilter und/oder
        einem Ansauggeräuschdämpfer ausgerüstet, der (die) notwendig ist
         (sind), um die Einhaltung des zulässigen Geräuschpegels zu
        gewährleisten, so gelten dieser Filter und/oder dieser
        Ansauggeräuschdämpfer als Bestandteile dès Schalldämpfers, und
        die Vorschriften des Abschnitts 2.3 sind auch auf diese Teile
        anzuwenden.
 3       TYPENBAUARTGENEHMIGUNG FÜR NICHTORIGINAL-AUSPUFFANLAGEN ODER
        BAUTEILE DIESES ANLAGENTYPS ALS TECHNISCHE EINHEITEN, BESTIMMT
         FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER UND DREIRADFAHRZEUGE.
 3.0    GELTUNGSBEREICH
         Dieser Punkt betrifft die Bauartgenehmigung für Auspuffen lagen
         oder Einzelteile dieser Anlagen als technische Einheiten, die als
         Austauschanlagen fUr den Einbau in einen oder mehrere Typen
         dreirädriger Kleinkrafträder oder Drei radfahrzeuge vorgesehen
         sind, und bei denen es sich nicht um Originalteile handelt.
 3.1     BEGRIFFSBESTIMMUNG
 3.1.1   Unter "Nichtoriginal-Austauschauspuffanlage oder Bauteil einer
         solchen Anlage" sind alle Teile der in Abschnitt 1.2 dieses
         Anhangs definierten Auspuffanlage zu verstehen, die bei einem
         dreirädrigen Kleinkraftrad oder einem Dreirad ein Teil eines Typs
         ersetzen sollen, mit dem das Fahrzeug bei Ausstellung der in der
         Anlage 1 B vorgesehenen Bescheinigung ausgestattet war.
 3.2     ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
 3.2.1   Der Antrag auf Bauartgenehmigung für eine Nichtoriginal-
         Austauschauspuffanlage oder für Einzelteile einer solchen Anlage
         als technische Einheit wird vom Hersteller der Anlage oder von
         seinem Beauftragten gestellt.
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3.2.2     Für Jeden Typ einer Austauschauspuffaniage oder von Einzelteilen
          dieser Anlage, für die eine Bauartgenehmigung beantragt wird,
          sind dem Antrag nachstehend aufgeführte Dokumente in dreifacher
          Ausfertigung sowie folgende Angaben beizufügen:
3.2.2.1   -  eine die in Abschnitt 1.1 dieses Anhangs erwähnten technischen
             Merkmale betreffende Typbeschreibung des (der)
             Dreiradfahrzeuge(s), für das (die) die Anlage oder die
             Einzelteile der Anlage vorgesehen sind;
          -  die Nummern und/oder Symbole, mit denen der Motortyp und der
             Fahrzeugtyp gekennzeichnet sind;
3.2.2.2   -  eine Beschreibung der Austauschauspuffaniage mit Angabe der
             Anordnung der einzelnen Teile sowie die Einbauanleitungen;
3.2.2.3   -  Zeichnungen jedes Einzelteils, um dessen Auffinden und
              Identifizierung zu erleichtern, sowie Angabe der verwendeten
             Werkstoffe. Auf diesen Zeichnungen ist auch die fUr die
             vorgeschriebene Anbringung der Genehmigungsnummer vorgesehene
             StelIe anzugeben.
3.2.3     Auf Antrag des Technischen Dienstes hat der Antragsteller
          folgendes vorzulegen:
3.2.3.1   -  zwei Muster der Anlage, für die die Bauartgenehmigung
             beantragt wird;
3.2.3.2   -  eine Auspuffanlage, die der Serienanlage des Fahrzeugs bei
             Ausstellung des in der Anlage 1 B vorgesehenen Dokuments
             entspricht;
3.2.3.3   -  ein für den Typ, an den die Austauschauspuffaniage angebaut
             werden soll, repräsentatives Fahrzeug. Dieses muß sich in
             einem Zustand befinden, daß es - nach Einbau eines dem
             Serientyp entsprechenden Auspufftyps - den Vorschriften eines
             der beiden folgenden Unterabschnitte entspricht:
3.2.3.3.1 Gehört das in 3.2.3.3 erwähnte Fahrzeug zu einem Typ, für den die
          Betriebserlaubnis gemäß den Bestimmungen dieses Kapitels erteilt
          wurde, darf es
          - beim Fahrversuch den in diesem Anhang unter 2.2.1.3
             vorgesehenen anwendbaren Grenzwert um höchstens 1 dB (A),
          -   beim Standversuch den auf dem Herstellerschild angegebenen
             Wert um höchstens 3 dB (A) Überschreiten.
3.2.3.3.2 Gehört das in 3.2.3.3 erwähnte Fahrzeug nicht zu einem Typ, für
          den die Betriebserlaubnis erteilt wurde, darf sie den in diesem
          Kapitel vorgesehenen Grenzwert, der für diesen Fahrzeugtyp bei
          seiner ersten Inbetriebnahme Anwendung gefunden hätte, um
          höchstens 1 dB (A) überschreiten -
 ---pagebreak---                                - 444 -
3.2.3.4 -   einen separaten, mit dem Motor des obenerwähnten Fahrzeugs
            identischen Motor, sofern die zuständigen Behörden dies für
            erforderlich halten.
3.3     KENNZEICHNUNG UND ANGABEN
3.3.1   Nicht als Originalteile geltende Auspuffan lagen oder Teile davon
        sind entsprechend den Vorschriften in Anhang V zu kennzeichnen.
3.4     BAUARTGENEHMIGUNG
3.4.1   Sind die hier vorgeschriebenen Nachprüfungen erfolgt, stellt die
        zuständige Behörde eine Bescheinigung gemäß dem Muster in Anlage
        2B aus. Vor der Genehmigungsnummer steht das Rechteck, in dem
        s ich zunächst der Buchstabe "e" und dann die Kennzahl oder die
        Kennbuchstaben des Mitgliedstaates befinden, der die
        Bauartgenehmigung erteilt oder verweigert hat.
3.5     SPEZIFIKATIONEN
3.5.1   Allgemeine Spezifikationen
        Der Schalldämpfer ist so auszulegen, herzustellen und für den
        Anbau vorzubereiten, daß
3.5.1.1 -   das Fahrzeug unter normalen Benutzungsbedingungen und
             insbesondere trotz der Schwingungen, denen die Anlage
            ausgesetzt sein kan, den Vorschriften des Kapitels entspricht,
3.5.1.2 -   er bei Berücksichtigung der Benutzungsbedingungen des
            Fahrzeuges eine annehmbare Beständigkeit gegenüber den
            Korrosionsbedingungen aufweist, denen die Anlage ausgesetzt
             ist,
3.5.1.3 -   die bei dem Or iginalschall dämpfer vorgesehene Bodenfreiheit
            und Schräglage des Fahrzeuges nicht vermindert werden,
3.5.1.4 -   an der Oberfläche keine ungewöhnlich hohen Temperaturen
            auftreten,
3.5.1.5 -   die Außenfläche weder Auskragungen noch schneidende Ränder
            aufweist,
3.5.1.6 -   genügend Raum für die Stoßdämpfer vorhanden ist,
3.5.1.7 -   ein ausreichender Sicherheitsabstand für die Leitungen
            vorhanden ist,
3.5.1.8 -    ihre Stoßfestigkeit mit den eindeutig festgelegten Anbau- und
            Wartungsvorschriften vereinbar ist.
 ---pagebreak---                                 - 445 -
3.5.2     Spezifikationen im Zusammenhang mit den Geräuschpegeln
3.5.2.1   Die geräuschdämpfende Wirkung der Austauschauspuffaniage oder
          eines Bauteils derselben ist nach den in den Abschnitten 2.3,
          2.4, 2.5 und 2.6 dieses Anhangs beschriebenen Methoden zu prüfen.
          Nach Anbau der Austauschauspuffaniage oder eines Einzelteils
          dieser Anlage an dem unter 3.2.3.3 erwähnten Fahrzeug mUssen die
          erhaltenen Geräuschpegelwerte den nachstehenden Bedingungen
          entsprechen:
3.5.2.1.1 Sie dürfen die Werte nicht überschreiten, die nach den
          Vorschriften gemäß 3.2.3.3 bei demselben Fahrzeug mit
          Or iginalauspuffanlage sowohl beim Fahrversuch als auch beim
          Standversuch gemessen werden.
3.5.3     PrUfung der Leistungen des Fahrzeuges
3.5.3.1   Der Austauschschalldämpfer muß dem Fahrzeug Leistungen
          ermöglichen, die mit den Leistungen vergleichbar sind, die mit
          einem Originalschalldämpfer oder Einzelteilen dieser
          Originalanlage erzielt werden.
3.5.3.2   Der Austauschschalldämpfer wird mit einem Or iginalschall dämpfer
          verglichen, der sich ebenfalls in neuem Zustand befindet. Hierzu
          werden beide Anlagen nacheinander an das unter 3.2.3.3
          beschriebene Fahrzeug angebaut.
3.5.3.3   Die PrUfung ist durch Messung der Leistungskurve des Motors
          durchzuführen. Die mit dem Austauschschalldämpfer gemessene
          Nennleistung und Höchstgeschwindkeit dürfen die unter denselben
          Bedingungen mit der Or iginalschall dämpfer gemessenen Nennleistung
          und Höchstgeschwindigkeit um höchstens 5 % überschreiten.
3.5.4     Zusatzbestimmungen betreffend mit Faserstoffen ausgestattete
          Auspuffan lagen als unabhängige technische Einheiten.
          Faserstoffe dürfen bei der Herstellung dieser Auspuffan lagen nur
          verwendet werden, wenn sie die in Abschnitt 2.7.1 dieses Anhangs
          genannten Anforderungen erfüllen.
 ---pagebreak---                                      - 446 -
                                    ANLAGE 1A
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
        BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE ORIGINALAUSPUFF-
              ANLAGE FÜR DEN TYP EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADES
                           ODER EINES DREI RADFAHRZEUGS
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls dieser unabhängig vom
Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs gestellt wird.)
                                      (Muster)
Lfd. Nr. (vom Antragsteller vergeben):
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den zulässigen Geräuschpegel und
die Or iginal-Auspuffanlage eines Typs eines dreirädrigen Kleinkraftrades oder
eines Dreiradfahrzeugs sind die Angaben zu folgenden Punkten des Anhangs II,
Buchstabe A, der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 beizufügen:
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.0
3.1
3.1.1
3.2.1.7
3.2.8.3.3
3.2.8.3.3.1
3.2.8.3.3.2
3.2.9
3.2.9.1
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
5.2
 ---pagebreak---                                       - 447 -
                                     ANLAGE 1B
                                                 Angabe der Behörde
                              BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                 BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN GERÄUSCHPEGEL UND DIE
                              ORIGINALAUSPUFFANLAGE(N)
                  FÜR DEN TYP EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADES
                            ODER EINES DREI RADFAHRZEUGS
                                       MUSTER
Bericht Nr.      des Technischen Dienstes
vom:
1                      Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs:
2                      Typ des Fahrzeugs:
3                      Variante(n) (falls zutreffend):
4                      Version(en) (falls zutreffend):
5                      Name und Anschrift des Herstellers:
6                      Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                       zutreffend):
7                      Typ(en) der Originalauspuffanlage(n):
8                      Typ(en) der Ansauganiage (sofern zur Einhaltung des
                       Geräuschpegelgrenzwertes unerläßlich):
9                      Geräuschpegel des Fahrzeugs im Stand:        dB(A) bei
                             min-'
10                     Fahrzeug zur Prüfung vorgeführt am:
11                     Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert*1)
12                     Ort:
13                     Datum:
14                     Unterschrift:
 (1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                      - 448 -
                                    ANLAGE 2A
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                BETREFFEND EINE NICHT-ORIGINALAUSPUFFANLAGE FÜR
               DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER ODER DREI RADFAHRZEUGE
           BZW. FÜR BAUTEILE DIESER ANLAGE ALS TECHNISCHE EINHEIT(EN)
                                               (Muster)
Laufende Nr. (vom Antragsteller vergeben):
Dem Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend eine Nicht-Originalauspuffanlage
für zweirädrige Kleinkrafträder oder Drei radfahrzeuge sind folgende Angaben
beizufügen:
1        Fabrikmarke:
2        Typ:
3        Name und Anschrift des Herstellers:
4        Name und Anschrift des Beauftragten des Hersteilers (falls
         zutreffend):
5        Liste der Bauteile, aus denen die technische Einheit besteht
         (Zeichnungen beifügen)
6        Fabrikmarke(n) und Typ(en) des Fahrzeugs (der Fahrzeuge), für die der
         Schalldämpfer bestimmt  IstC):
7        Gegebenenfalls Einschränkungen hinsichtlich der Benutzung und
         Vorschriften für den Einbau
Ferner sind dem Antrag die Angaben zu folgenden Punkten des Anhangs II der
Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992, Buchstabe A, beizufügen:
0.1
0.2
0.5
0.6
2.1
3
3.0
3.1
3.1.1
3.2.1.7
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
4.6
5.2
(1)   Nichtzutreffendes streichen.
                                                                               (28)
 ---pagebreak---                                      - 449 -
                                    ANLAGE 2B
                                              Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
          BETREFFEND EINE NICHT-ORIG INALAUSPUFFANLAGE FÜR DREIRÄDRIGE
                      KLEINKRAFTRÄDER ODER DREIRADFAHRZEUGE
                                      MUSTER
Bericht Nr. des Technischen Dienstes                        vom:
1                 Fabrikmarke der Anlage:
2                 Typ der Anlage:
3                 Name und Anschrift des Herstellers:
4                 Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers (falls
                  zutreffend):
5                 Fabrikmarke(n) und Typ(en) und ggf. Version(en) und
                  Variante(n) des Fahrzeugs (der Fahrzeuge), wofür die Anlage
                  bestimmt ist:
6                 Anlage zur Prüfung vorgeführt am:
7                 Die Bauartgenehmigung wird ertei It/verweigertC)
8                 Ort:
9                 Datum:
10                Unterschrift:
 (1)   Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                        - 450 -
                       ANHANG V
VORSCHRIFTEN FÜR DIE ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
ÜBEREINSTIMMUNG DES FAHRZEUGS
Jedes hergestellte Fahrzeug muß mit dem gemäß diesem Kapitel mit
einer Betriebserlaubnis versehenen Fahrzeugtyp übereinstimmen,
mit der Schal I dämpferanläge, die er bei Erteilung der
Betriebserlaubnis besaß, ausgerüstet sein, und die Anforderungen
des Abschnitts 2 des Anhangs erfüllen, der sich auf den
betreffenden Fahrzeugtyp bezieht.
Zur Nachprüfung der hier geforderten Übereinstimmung wird ein
Fahrzeug aus der Baureihe des Typs entnommen, der in Anwendung
dieses Kapitels eine Betriebserlaubnis erhalten hat. Die
Übereinstimmung der Produktion gemäß diesen Bestimmungen gilt als
gegeben, wenn der gemäß dem in Abschnitt 2.1 eines jeden Anhangs
beschriebenen Verfahren gemessenen Schal'Ipegel den bei der
Erteilung der Betriebserlaubnis ermittelten Wert nicht um mehr
als 3 dB(A) und die mit diesem Kapitel vorgeschriebenen
Grenzwerte nicht um mehr als 1 dB(A) übersteigt.
ÜBEREINSTIMMUNG EINER NICHT-ORIGINAL-AUSTAUSCHANLAGE
Jede hergestellte Auspuffanlage muß mit dem in Anwendung dieses
Kapitels genehmigten Typ übereinstimmen und den Anforderungen
nach Abschnitt 3 des Anhangs genügen, der für den Fahrzeugtyp
zutrifft, für den die Anlage bestimmt ist.
Zur Nachprüfung, ob die hier geforderte Übereinstimmung gegeben
ist, wird aus der Baureihe eine Anlage des in Anwendung dieses
Kapitels genehmigten Typs entnommen.
Die Produktion gilt als den Bestimmungen dieses Kapitels gemäß,
wenn die Vorschriften nach Abschnitt 3.5.2 und 3.5.3 eines jeden
Anhangs erfüllt sind und wenn der nach dem in Abschnitt 2.1 eines
jeden Anhangs beschriebenen Verfahren gemessene Schallpegel den
bei Erteilung der Bauartgenehmigung gemessenen Wert nicht um mehr
als 3 dB(A) und die mit diesem Kapitel vorgeschriebenen
Grenzwerte nicht um mehr als 1 dB(A) übersteigt.
 ---pagebreak---                           - 451 -
                         ANLAGE VI
            VORSCHRIFTEN FÜR DIE   KENNZEICHNUNG
1   Die Nicht-Originalauspuffan läge oder ihre Bauteile müssen - mit
    Ausnahme der Halterungen und Rohrleitungen - mit nachstehenden
    Kennzeichnungen versehen sein:
1.1 -  Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers der Auspuffanlage
       und ihrer BauteiIe,
1.2 -  vom Hersteller erteilte Handelsbezeichnung,
1.3 -  Genehmigungszeichen, zusammengesetzt und angebracht gemäß den
       Vorschriften in Anhang V der Richtlinie über die
       Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige
       Kraftfahrzeuge.
2   Die in Abschnitt 1.1 und Abschnitt 1.3 erwähnten Zeichen sowie
    die in Abschnitt 1.2 genannte Bezeichnung müssen unverwischbar
    angebracht und auch nach Einbau der Anlage in das Fahrzeug
    deutlich lesbar sein.
3   Ein Bauteil darf mit mehreren Genehmigungsnummern versehen sein,
    wenn es als Bauteil für mehrere Austauschauspuffan lagen genehmigt
    worden ist.
4   Die Auspuffaustauschanläge muß in einer Verpackung geliefert
    werden oder mit einem Etikett versehen sein, das eine der
    nachstehenden Angaben aufweist:
4.1 -  Fabrik oder Handelsmarke des Herstellers der Anlage und ihrer
       BautetIe,
4.2 -  Anschrift des Herstellers oder seines Beauftragten,
4.3 -  Liste der FahrzeugmodelIe, fUr die die Austauschauspuffaniage
       bestimmt ist.
5   Der Hersteller liefert:
5.1 -  eine ausführliche Anleitung zum ordnungsgemäßen Anbau am
       Fahrzeug,
5.2 -  Anleitungen zur Wartung der Anlage,
5.3 -  eine Liste der Bauteile mit den entsprechenden Stücknummern
       (mit Ausnahme der Halterungsteile).
 ---pagebreak---                    -  usl-
                    KAPITEL 10
        ANHÄNGEVORRICHTUNGEN FÜR ANHÄNGER
VON ZWEIRÄDRIGEN UND DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
                        UND
    BEFESTIGUNGEN FÜR BEIWAGEN AN KRAFTRÄDERN
 ---pagebreak---                              -HSl-
                            ANHANG I
    ANHÄNGEVORRICHTUNGEN FÜR ANHÄNGER VON ZWEIRÄDRIGEN UND
                  DREIRADRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
1.  Anhängevorrichtungen mUssen so ausgelegt und gebaut sein, daß sie
    die Bedingungen hinsichtlich der Beweglichkeit gemäß Nr. 2 und der
    Festigkeit gemäß Nr. 3 erfüllen.
2.  Bedingungen hinsichtlich der Beweglichkeit
    Die Anhängevorrichtungen für Anhänger von zweirädrigen und
    dreirädrigen Kraftfahrzeugen müssen auf einer horizontalen Ebene
    einen Winke lausschlag von 90* nach beiden Seiten der
    Längsmittelebene des Zugfahrzeugs und auf einer senkrechten Ebene
    von 15' oberhalb und unterhalb der horizontalen Ebene zulassen.
    Ferner muß die Vorrichtung eine seitliche Neigung des Zugfahrzeugs
    um mindestens 40' bei zweirädrigen und 15' bei dreirädrigen
    Fahrzeugen im Vergleich zur senkrechten Stellung nach links und
    nach rechts zulassen.
    Diese letztere Anforderung ist jedoch nicht vorgeschrieben, wenn
    die Vorrichtung für einen einrädrigen Anhänger bestimmt ist.
3.  Bedingungen hinsichtlich der Festigkeit
3.1 Longitudinale Festigkeit
    Die Anhängevorrichtung muß einer horizontalen auf den
    Gelenkmittelpunkt aufgebrachten Belastungskraft FL, die zunächst
    nach vorne und dann nach hinten gerichtet ist, ohne einen Bruch
    oder eine dauerhafte Verformung der Anhängevorrichtung oder ihrer
    Auflage standhalten. Die Formel fUr FL, in Newton ausgedrückt,
     lautet folgendermaßen :
     FL - 1,5 M X
     M :   Gesamtmasse in kg des Anhängers, der mit der vom Hersteller
           vorgesehenen Höchst last beladen ist;
    8   :  Mittlere Verzögerung in m/s 2 , die das Zugfahrzeug in der
           Bremsprüfung Typ 0 gemäß Anlage 1 des Anhangs zu der
           Richtlinie 93/.../EWG über die Bremsanlagen von zweirädrigen
           und dreirädrigen Kraftfahrzeugen erbringen kann.
 ---pagebreak---                             -ifi'h-
3.2 Vertikale Festigkeit
    Die Anhängevorichtung muß einer vertikalen auf den
    Gelenkmittelpunkt aufgebrachten Belastungskraft Fv von 0,1 FL, die
    zunächst nach oben und dann nach unten gerichtet ist, ohne Bruch
    oder dauerhafte Verformung der Kupplung oder ihrer Auflage
    standhalten können.
3.3 Transversale Festigkeit
    Die Anhängevorrichtung muß einer senkrecht zur Längsmittelebene
    des Zugfahrzeugs gerichteten auf den Gelenkmittelpunkt
    aufgebrachten transversalen Belastungskraft Ft von 0,1 FL, die
    zunächst nach links und dann nach rechts gerichtet ist, ohne Bruch
    oder dauerhafte Verformung der Kupplung oder ihrer Auflage
    standhalten können.
 ---pagebreak---                                      -tffi-
                                    ANLAGE 1
             BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DIE ANHÄNGEVORRICHTUNG
               FÜR ANHÄNGER EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN
                               KRAFTFAHRZEUGTYPS
     (Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig
     von dem Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die Anhängevorrichtung für einen
Anhänger eines zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps muß die
Angaben zu den folgenden Nummern unter dem Buchstaben A des Anhangs II der
Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 enthalten :
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
9.1 bis 9.1.2
 ---pagebreak---                                        -tfïC-
                                      ANLAGE 2
                      BAUARATGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND DIE
             ANHÄNGEVORRICHTUNG FÜR ANHÄNGER EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER
                           DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYPS
                                                          Angabe der Behörde
                                        MUSTER
Protokoll Nr              des technischen Dienstes              vom
Nummer der Bauartgenehmigung                   Nummer der Erweiterung
1.            Fabrik- oder Handelsmarke des Fahrzeugs :              ,
2.            Fahrzeugtyp :
3.            Name und Anschrift des Herstel1ers :
4.           Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5.           Das Fahrzeug wurde zur PrUfung vorgeführt am : .
6.           Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert(*>
7.           Ort :
8.            Datum :
9.            Unterschrift :
   (*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                              - ns% -
                            ANHANG I I
            BEFESTIGUNGEN FÜR BEIWAGEN AN KRAFTRÄDERN
1.   Sind an einem Kraftrad Befestigungen zur Anbringung eines
     Beiwagens vorgesehen, müssen sie die in 3.1 bis 3.3 beschriebenen
     Bedingungen hinsichtlich der Festigkeit erfüllen.
2.   Prüfvorrichtung
     Das Kraftrad steht mit vertikaler Längsmittel ebene auf einer
     horizontalen Ebene.
     Es ist ruhig gestellt und mit zahlreichen Halterungen, die
     vorzugsweise an den Reifen, dem Sattel, dem Gepäckständer, den
     Radachsen, dem Lenker und der Längssäule angebracht sind,
     befestigt.
     Es werden so viele Halterungen wie notwendig verwendet, damit eine
     ausreichende Ruhigstellung des Fahrzeugs gewährleistet ist.
     Am Fahrzeug wird mit Hilfe der zu prüfenden Befestigungen ein
     Prüfrahmen angebracht, wie er als Beispiel in der Anlage 1
     dargestellt ist.
     Der Rahmen umfaßt einen Punkt 0, der 1,25 m von der
     Längsmittel ebene des Kraftrades und 0,3 m Über der horizontalen
     Standfläche des Kraftrades liegt.
     Ferner liegt der Punkt 0 auf einer Querebene, die so zwischen den
     vorderen und hinteren Radachsen des Kraftrades liegt, daß der
     Abstand dieser Ebene zur Hinterradachse ein Drittel des Abstands
     dieser Ebene zur Vorderradachse beträgt.
3.   Bedingungen hinsichtlich der Festigkeit
3.1. Vertikale Beanspruchung :
     Die Befestigungen müssen einer vertikalen Belastungskraft Fv, die
     zunächst nach oben und dann nach unten auf den Punkt 0 der in
     2 beschriebenen Prüfvorrichtung aufgebracht wird, ohne Bruch oder
     dauerhafte Verformung des KraftradfahrgesteiIs standhalten können.
     Fv : wird in Newton ausgedruckt und nach folgender Formel
     berechnet:
     Fv - 10 (M + C ) ;
     M :    ist die vom Hersteller angegebene Masse des Beiwagens in
           Kilogramm;
     C :    ist die vom Hersteller vorgesehene Höchstmasse in Kilogramm,
           die vom Beiwagen befördert werden kann, wobei jeder Insasse
           mit 75 kg berechnet wird.
 ---pagebreak---                               - 45\f-
3.2. Transversale Beanspruchung :
     Die Befestigungen müssen einer horizontalen transversalen
     Belastungskraft von 0,3 Fv, die zunächst in Richtung des Kraftrades
     und dann in die entgegengesetzte Richtung auf den Punkt 0 der in 2
     beschriebenen Prüfvorrichtung aufgebracht wird, ohne Bruch oder
     dauerhafte Verformung der Befestigungen oder des Kraftradfahrwerks
     standhalten können.
3.3. Longitudinale Beanspruchung :
     Die Befestigungen müssen einer longitudinalen Belastungskraft FL,
     die zunächst nach vorne und dann nach hinten auf den Punkt 0
     aufgebracht wird, ohne Bruch oder dauerhafte Verformung der
     Befestigungen oder des Kraftradfahrwerks standhalten können.
     FL : wird in Newton ausgedrückt und nach folgender Formel berechnet
     FL - 1,5 (M + C) o^
     £  :  Mittlere Verzögerung in m/s 2 . die das Zugfahrzeug in der
           Bremsprüfung Typ 0 gemäß Anlage 1 des Anhangs zu der
           Richtlinie 93/.../EWG über die Bremsanlagen von zweirädrigen
           und dreirädrigen Kraftfahrzeugen erbringen kann.
 ---pagebreak---    - * * -
    ANLAGE 1
Prüfvorr ichtung
               1.2S*.
 ---pagebreak---                                    -tféù-
                                   ANLAQE 2
                         BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND
                       DIE BEFESTIGUNGEN VON BEIWAGEN AN
                                  KRAFTRÄDERN
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt) :
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die BefestIgungen für Beiwagen
eines Kraftradtyps muß die Angaben zu den folgenden Nummern unter den
Buchstaben A des Anhangs M der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom 30. Jun!
1992 enthalten :
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
und unter dem Buchstaben B zu den Nummern 1.3 und 1.3.1.
 ---pagebreak---                                      -   iïi-
                                     ANLAQE 3
                     BAUARATGENEHMIGUNGSBOGEN BETREFFEND DIE
                       BEFESTIGUNGEN FÜR BEIWAGEN AN EINEN
                                   KRAFTRADTYP
                                                         Angabe der Behörde
                                      MUSTER
Protokoll Nr             des technischen Dienstes              vom
Nummer der Bauartgenehmigung                  Nummer der Erweiterung
1.           Fabrik- oder Handelsmarke des Fahrzeugs :              ,
2.           Fahrzeugtyp :
3.           Name und Anschrift des Herstellers :
4.           Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5.           Das Fahrzeug wurde zur Prüfung vorgeführt am : .
6.           Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verwelgert**)
7.           Ort :
8.           Datum :
9.           Unterschrift :
   (*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                           - 4tt
                            KAPITEL 11
     VERANKERUNGEN DER SICHERHEITSGURTE UND SICHERHEITSGURTE
VON DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRÄDERN, DREIRAD- UND VIERRADFAHRZEUGEN
                            MIT AUFBAU
 ---pagebreak---                                  -4#-
                               ANHANG I
1.      BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
        Im Sinne dieses Kapitels bedeuten:
 1.1    "Fahrzeugtyp hinsichtlich der Verankerungen der Sicherheitsgurte",
        Kraftfahrzeuge, die untereinander keine wesentlichen Unterschiede
        insbesondere hinsichtlich der folgenden Punkte aufweisen:
        Maße, Form oder Werkstoffe der Teile des Fahrzeugaufbaus, der
        Sitzstruktur oder Jedes anderen Fahrzeugteils, an dem die
        Verankerungen befestigt sind;
1.2     "Gurtverankerungen", die Teile des Fahrzeugaufbaus, der
        Sitzstruktur oder eines anderen Fahrzeugteils an denen die Gurte
        befestigt sind;
1.3     "Effektive Verankerung", der gemäß den Vorschriften der Nr. 4 zur
        Bestimmung des Winkels, den jedes Gurtteil in bezug auf den
        Benutzer bildet, benutzte Punkt, d.h. der Punkt, an dem ein Gurt
        befestigt werden müßte, um dieselbe Lage des Gurtes zu erreichen
        wie die beabsichtigte Lage bei Benutzung. Dieser Punkt kann je
        nach Anordnung der Zubehörteile des Sicherheitsgurts und ihrer
        Befestigung an der Verankerung der vorhandene Verankerungspunkt
        sein.
1.3.1   Beispiele
1.3.1.1 Enthält ein Sicherheitsgurt ein starres Teil, das an der unteren
        Verankerung entweder unbeweglich oder drehbar angebracht ist, so
        wird die effektive Verankerung für alle Sitzstellungen durch den
        Befestigungspunkt des Gurtes an diesem starren Teil gebildet,
1.3.1.2 bei Benutzung einer Gurtführung am Fahrzeugaufbau oder an der
        Sitzstruktur wird der Mittelpunkt dieser Gurtführung an der
        Stelle, an der der Gurt die Gurtführung zum Benutzer hin verläßt,
        als effektive Verankerung angesehen,
1.3.1.3 führt der Gurt ohne Zwischenschaltung einer Gurtführung
        unmittelbar vom Benutzer zu einem Retraktor, der am Fahrzeugaufbau
        oder an der Sitzstruktur befestigt ist, so wird der Punkt, an dem
        die Achse der Rolle zum Aufbewahren des Gurtes dessen
        Längsmittelebene schneidet, als effektiver Verankerungspunkt
        angesehen;
1.4     "Wagenboden", der untere Teil des Fahrzeugaufbaus, durch den
        dessen Seitenwände verbunden werden. Dabei umfaßt der "Wagenboden"
        die Rippen, gepreßten Oberflächen und gegebenenfalls sonstigen
        Verstärkungselemente, selbst wenn sie sich unterhalb des
        Wagenbodens befinden, wie die Längs- und Querträger;
1.5     "Sitz", eine Struktur, die zum Fahrzeugaufbau gehören kann,
        einschließlich Bezug, und die einen Sitzplatz für einen
        Erwachsenen bietet, wobei dieser Begriff sowohl einen Einzelsitz
        als auch den für eine Person bestimmten Teil einer Sitzbank
        umfaßt ;
 ---pagebreak---                                  -Kv-
1.6    "Sitzreihe", entweder ein Sitz in der Art einer Sitzbank oder
       nebeneinander befindliche getrennte Sitze (d.h., die so befestigt
       sind, daß die vorderen Sitzverankerungen eines Sitzes mit den
       vorderen oder hinteren Sitzverankerungen eines anderen Sitzes auf
       einer Höhe oder zwischen dessen Sitzverankerungen liegen) und die
       einen oder mehrere Sitzplätze für Erwachsene bieten;
1.7    "Sitzbank" eine vollständige Sitzstruktur einschließlich Bezug,
       die wenigstens zwei Sitzplätze für erwachsene Insassen bietet;
1.8    "Klappsitz" ein für gelegentlichen Gebrauch vorgesehener Notsitz,
       der normalerweise umgeklappt ist;
1.9    "Sitztyp" eine Kategorie von Sitzen, die sich in wesentlichen
       Punkten nicht unterscheiden, z.B. in
1.9.1  Form und Abmessungen der Sitzstruktur und der verwendeten
       Werkstoffe,
1.9.2  Art und Abmessungen der Einsteileinrichtungen und aller
       Verr iegelungseinr ichtungen,
1.9.3  Art und Abmessungen der Gurtverankerungen am Sitz, der
       Sitzverankerung und der entsprechenden Teile des Fahrzeugaufbaus;
1.10   "Sitzverankerung" das System zur Befestigung des gesamten Sitzes
       am Fahrzeugaufbau einschließlich der dazugehörigen Teile des
       Fahrzeugaufbaus;
1.11   "EinStelleinrichtung" die Inrichtung, mit der der Sitz oder seine
       Teile in eine Stellung gebracht werden können, die der Körperform
       des Insassen angepaßt ist. Diese Einsteileinrichtung kann
       insbesondere zulassen:
1.11.1 eine Längsverstellung,
1.11.2 eine Höhenverstellung,
1.11.3 eine WinkelverstelIung;
1.12   "Abgeschirmter Platz" ein Platz, dessen Abschirmungsbereich
       innerhalb des abgeschirmten Raumes eine Oberfläche von insgesamt
       mindestens 800 cm 2 beträgt;
1.13   "Abgeschirmter Raum" der Raum vor einem Sitz mit folgender Lage:
       -  zwischen zwei horizontalen Ebenen, von denen eine durch den H-
          Punkt verläuft und die andere 400 mm oberhalb der ersteren
          verläuft,
       -  zwischen zwei vertikalen Längsebenen, die zum H-Punkt
          symmetrisch verlaufen und 400 mm voneinander entfernt sind,
       -   hinter einer vertikalen Querebene, die vom H-Punkt 1,3 m
          entfernt ist.
                                                                         (29)
 ---pagebreak---                                    -4ÛT-
         Auf einer beliebigen vertikalen Querebene wird mit
         Abschirmungsbereich eine zusammenhängende Oberfläche bezeichnet,*
         die, wenn man eine Kugel mit 165 mm Durchmesser in horizontaler
         Längsrichtung durch einen beliebigen Punkt des Bereichs und durch
         die Kugelmitte geometrisch projiziert, in der Abschirmung keine
         Öffnung aufweist, durch die man die Kugel schieben könnte;
1.14     "Verstelleinrichtung" eine Einrichtung, die eine Verstellung oder
         Verdrehung ohne feste Zwischenstellung des Sitzes oder eines
         seiner Teile ermöglicht, um den Zugang zu dem Raum hinter dem
         betreffenden Sitz zu erleichtern;
1.15     "Verriegelungseinrichtung" eine Einrichtung, die den Sitz oder
         einen seiner Teile in der Benutzungsstellung hält und die
         Vorrichtung zur Verriegelung der Sitzlehne relativ zum Sitz und
         des Sitzes relativ zum Fahrzeug enthält;
1.16     "H-Punkt" ein Bezugspunkt entsprechend der*Nr. 1.1 des Anhangs
         III, der nach den in diesem Anhang beschriebenen Verfahren
         bestimmt wurde;
1.17     "H'-Punkt" ein Bezugspunkt, der dem in 1.16 festgelegten H-Punkt
         entspricht und der für alle normalen Benutzungsstellungen des
         Sitzes festgelegt ist;
1.18     "R-Punkt" der Bezugspunkt eines Sitzes, der unter 1.2 des Anhangs
         III festgelegt ist;
1.19     "Bezugslinie" die unter 3.4 des Anhangs III festgelegte Gerade;
1.20     "L-j- und L2~Punkte" die unteren effektiven Verankerungen;
1.21     "C-Punkt" der Punkt, der 450 mm senkrecht über dem R-Punkt liegt.
          Ist Jedoch die unter 1.23 bestimmte Entfernung S nicht kleiner als
         280 mm und wurde vom Hersteller die unter 4.3.3 festgelegte andere
         mögliche Formel BR - 260 mm + 0,8 S angewandt, muß die senkrechte
         Entfernung zwischen C und R 500 mm betragen;
1.22     "Winkel    1 und   2" Jeweils die Winkel, die von einer
         Waagerechten und von den zur Längsmittelebene des Fahrzeugs
         senkrechten Ebenen gebildet werden, die durch den H-j-Punkt und
         die Punkte L-j und L2 verlaufen;
1.23     "S" die Entfernung in mm der oberen effektiven Verankerung von
         einer zur Längsmittel ebene des Fahrzeugs parallelen Bezugsebene P,
         die wie folgt definiert ist:
1.23.1   Die Ebene P ist die Längsmittel ebene des Sitzes, wenn die
         Sitzposition durch die Form des Sitzes festgelegt ist,
1.23.2    ist die Sitzposition nicht genau festgelegt:
1.23.2.1  ist die Ebene P für den Fahrersitz eine Senkrechte, parallel zur
         Längsmittelebene des Fahrzeugs verlaufende Ebene durch den
         Mittelpunkt des Lenkrades in dessen Mittelstellung, falls es
         verstellbar ist, und auf der Ebene des Lenkkranzes liegt,
 ---pagebreak---                                   -iiU-
1.23.2.2 für den vorderen äußeren Mitfahrersitz symmetrisch zu der des
         Fahrersitzes,
1.23.2.3 für die hinteren äußeren Sitzplätze eine vom Hersteller angegebene
         Ebene, vorausgesetzt, daß die folgenden Grenzwerte des Abstands A
         zwischen der Längsmittelebene und der Ebene P des Fahrzeugs
         eingehalten werden:
         A größer oder gleich 200 mm, wenn die Sitzbank vom Hersteller nur
         für zwei Insassen vorgesehen ist,
         A größer oder gleich 300 mm, wenn die Sitzbank für mehr als zwei
         Insassen vorgesehen ist.
2.       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
2.1      Die Verankerungen der Sichehreitsgurte müssen so beschaffen und
         angeordnet sein, daß
2.1.1    sie den Einbau eines geeigneten Sicherheitsgurts ermöglichen. Die
         Verankerungen an den vorderen äußeren Sitzplätzen müssen für
         Sicherheitsgurte, die mit Retraktoren und Umlenkbeschlägen
         versehen sind, geeignet sein, unter besonderer Berücksichtigung
         der Festigkeitseigenschaften der Verankerungen, sofern der
         Hersteller das Fahrzeug nicht mit anderen Gurttypen ausstattet,
         die mit Retraktoren versehen sind. Sind die Verankerungen nur für
         bestimmte Arten von Sicherheitsgurten verwendbar, muß die zu
         verwendende Ausführung auf dem in der Anlage 1 des Anhangs V
         erwähnten Formblatt angegeben werden,
2.1.2    sie die Gefahr des Gleitens des richtig angelegten Gurtes auf ein
         Mindestmaß beschränken,
2.1.3    sie die Gefahr einer Beschädigung des Gurtes durch Berührung mit
         scharfkantigen, starren Teilen des Fahrzeugs oder der Sitzstruktur
         auf ein Minimum beschränken,
2.1.4    das Fahrzeug unter normalen Benutzungsbedingungen den Vorschriften
         dieses Kapitels entspricht.
2.1.5    Bei Verankerungen, die jeweils verschiedene Stellungen einnehmen,
         Je nachdem, ob sie das Einsteigen von Personen in das Fahrzeug
         ermöglichen oder die Insassen zurückhalten sollen, gelten die
         Vorschriften dieses Kapitels für Verankerungen in der
         tatsächlichen Benutzungssteliung.
2.2      Für dreirädrige Kleinkrafträder mit Aufbau, deren Leermasse < 250
         kg beträgt, sind Verankerungen für Sicherheitsgurte nicht
         erforderI ich.
3.       MINDESTANZAHL DER VORZUSEHENDEN VERANKERUNGEN
3.1      Bei den vorderen Sitzplätzen müssen je zwei untere und eine obere
         Verankerung vorhanden sein. Bei den mittleren vorderen Sitzplätzen
         gelten zwei untere Verankerungen als ausreichend, wenn weitere
         vordere Sitzplätze vorhanden sind. Hinsichtlich der Verankerungen
         gilt die Windschutzscheibe als Teil des Bezugsbereichs, wenn sie
         bei den in Anhang II der Richtlinie 74/60/EWG über die
 ---pagebreak---             Innenausstattung von Kraftfahrzeugen3) beschriebenen Verfahren in
            statischen Kontakt mit der Prüfvorrichung kommen kann.
3.2         Für die anderen äußeren Sitzplätze sind zwei untere und eine obere
            Verankerung vorzusehen.
3.3         Für alle anderen Sitzplätze außer Klappsitzen, für die keine
            Verankerungen vorgeschrieben sind, müssen mindestens zwei untere
            Verankerungen vorhanden sein.
4.          LAGE DER GURTVERANKERUNGEN
            (siehe Anhang II, Abbildung 1)
4.1         AI Igemeines
4.1.1       Die Verankerungen eines Gurtes können entweder vollständig im
            Fahrzeugaufbau, in der Sitzstruktur oder in irgendeinem anderen
            Teil des Fahrzeugs angebracht oder aber zwischen diesen Stellen
            aufgeteiIt werden.
4.1.2       Eine Verankerung kann, wenn sie die Prüfauflagen erfüllt, für die
            Befestigung der Enden zweier benachbarter Sicherheitsgurte
            verwendet werden.
4.2         Lage der unteren effektiven Verankerungen
4.2.1       Die Winkel 1 und 2 müssen für alle normalerweise im Fahrbetrieb
            benutzten Stellungen des Sitzes im Bereich zwischen 30* und 80*
            I legen.
4.2.2       Bei rückwärtigen Sitzbänken und verstellbaren Sitzen, die mit dem
            unter 1.11 beschriebenen Verstellsystem versehen sind, und bei
            denen der Winkel der Rückenlehne weniger als 22' beträgt (siehe
            Anhang II, Abbildung 1) können die Winkel     1 und   2 unter dem In
            4.2.1 festgelegten Mindestwert liegen, sofern 20* in keiner der
            normalen Benutzungsstellungen des Sitzes unterschritten werden.
4.2.3       Der Abstand zwischen den beiden senkrechten Ebenen, die parallel
            zur Längsmittel ebene des Fahrzeugs und jeweils durch eine der
            beiden unteren effektiven Verankerungen (L-j und L2) eines
            Gurtes verlaufen, darf nicht weniger als 350 mm betragen. Die
            Punkte L-| und L 2 müssen beiderseits der Längsmittelebene des
            Sitzes im Abstand von mindestens 120 mm von dieser Ebene liegen.
4
  «3        Laoe der oberen effektiven Verankerungen
            (siehe Anhang II, Abbildung 2)
4.3.1        Ist eine Gurtführung oder eine andere Einrichtung vorhanden, die
            die Lage der oberen effektiven Verankerung beeinflußt, so wird
            diese üblicherweise bestimmt, indem die Längsmittel ebene des
            Gurtes als durch einen Punkt J1 verlaufend angenommen wird und die
            ausgehend von einem Punkt R durch die folgenden drei Strecken
            definiert sind:
            RZ: Strecke der Bezugslinie, die vom Punkt R nach oben 530 mm lang
             ist;
3) ABI. Nr. L 38 vom 11.02.1974
 ---pagebreak---                                  -Hî-
        ZX: Strecke einer Senkrechten auf der Längsmittel ebene des
        Fahrzeugs, die vom Punkt Z zur Verankerung gemessen 120 mm lang
        ist;
        XJ1: Strecke einer Senkrechten auf der durch die Strecken RZ und
        ZX definierten Ebene, die vom Punkt X in Richtung nach vorne 60 mm
        lang ist.
        Der Punkt J2 wird symmetrisch zum Punkt J1 entlang der Längsebene
        bestimmt, die die Bezugslinie (festgelegt in 5.1.2) der Prüfpuppe,
        die sich auf dem entsprechenden Sitz befindet, senkrecht
        schneidet.
4.3.2   Die obere effektive Verankerung muß sich unterhalb der Ebene FN
        befinden, die senkrecht zur Längsmittelebene des Sitzes in einem
        Winkel von 65* zur Bezugslinie verläuft. Bei Rücksitzen kann
        dieser Winkel auf 60* herabgesetzt werden. Die Ebene FN wird so
        gelegt, daß sie die Bezugs U n i e in einem Punkt D so schneidet, daß
        DR - 315 mm + 1,8 S ist.
        Ist Jedoch S <. 200 mm, beträgt DR - 675 mm.
4.3.3   Befindet sich die obere effektive Verankerung hinter einer zur
        Längsmittel ebene des Sitzes senkrechten und durch die Bezugslinie
        verlaufenden Ebene, so muß sie hinter einer Ebene FK liegen, die
        senkrecht zur Längsmittelebene des Sitzes verläuft und die
        Bezugslinie in einem Punkt B unter einem Winkel von 120*
        schneidet, so daß BR - 260 mm + S ist. Ist S >. 280 mm, steht es
        dem Hersteller frei, BR - 260 mm + 0,8 S zu verwenden.
4.3.4   Der Wert S darf nicht kleiner als 140 mm sein.
4.3.5   Die obere effektive Verankerung muß hinter einer senkrecht zur
        Längsmittel ebene des Fahrzeugs durch den in Anhang II gezeigten H-
        Punkt verlaufenden Ebene liegen.
4.3.6   Die obere effektive Verankerung des Gurtes muß oberhalb der durch
        den in 1.21 festgelegten Punkt C verlaufenden horizontalen Ebene
        I legen.
4.3.7   Abgesehen von der nach 4.3.1 erforderlichen Verankerung dürfen
        weitere obere Verankerungen vorhanden sein, wenn eine der
        nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
4.3.7.1 Die zusätzlichen Verankerungen entsprechen den Vorschriften nach
        4.3.1 bis 4.3.6;
4.3.7.2 die zusätzlichen Verankerungen können ohne Hilfe eines Werkzeugs
        benutzt werden, entsprechend den Vorschriften anch 4.3.5 und 4.3.6
        und befinden sich in einem Bereich, der durch senkreche
        Translation um 80 mm nach oben oder nach unten von dem in Anhang
         II Abbildung 1 festgelegten Bereich abgeleitet wird;
4.3.7.3 Die Verankerung(en) ist (sind) für H-Gurte bestimmt, entsprechend
        den Vorschriften nach 4.3.6 und befinden sich hinter der durch die
        BezugsIinie hindurchgehenden Querebene:
 ---pagebreak--- 4.3.7.3.1 Im Fall einer einzigen Verankerung auf dem gemeinsamen Teil der
          beiden Flächenwinkel, deren Schenkel die durch die in 4.3.1
          festgelegten Punkte J1 und J2, deren Schnitt auf einer
          horizontalen Fläche in Anhang II Abbildung 2 dargestellt ist,
          hindurchgehenden Senkrechten sind,
4.3.7.3.2 im Falle von zwei Verankerungen in dem passenden der oben
          definierten Flächenwinkel, wenn keine der beiden Verankerungen
          mehr als 50 mm von der um die Ebene P gemäß 1.23 des betreffenden
          Platzes gespiegelten Position der anderen Verankerungen entfernt
          ist.
5.        WIDERSTANDSFÄHIGKEIT DER VERANKERUNGEN
5.1       Jede Verankerung muß den unter 6.3 und 6.4 vorgesehenen Prüfungen
          standhalten können. Eine bleibende Verformung, einschließlich
          eines Bruches, können hingenommen werden, sofern die
          vorgeschriebene Kraft während des vorgesehenen Zeitraums
          aufgebracht wurde. Im Verlauf der Prüfung müssen die
          Mindestabstände für die unter 4.2.3 vorgeschriebenen unteren
          effektiven Verankerungen und die unter 4.3.6 und 4.3.7
          festgelegten Anforderungen für die oberen effektiven Verankerungen
          eingehalten werden.
5.2       In den Fahrzeugen, in denen diese Einrichtungen verwendet werden,
          müssen die Verstell- und Verriegelungssysteme, die es den Insassen
          aller Sitze erlauben, das Fahrzeug zu verlassen, nach dem
          Aussetzen der Zugkraft noch betätigt werden können.
5.3       Abmessungen der Gewindelöcher der Verankerungen
          Die Gewindelöcher der Verankerungen müssen gemäß der ISO-Norm TR
          1417 7/16-20 UNF 2 B betragen.
5.4       Wird das Fahrzeug von seinem Hersteller mit Sicherheitsgurten
          ausgerüstet, die an allen für den betroffenen Sitzplatz
          vorgeschriebenen Verankerungen angebracht sind, so brauchen diese
          Verankerungen nicht der Vorschrift von 5.3 zu entsprechen, sofern
          sie die übrigen Bestimmungen dieses Kapitels erfüllen. Ferner gilt
          die Vorschrift von 5.3 nicht für zusätzliche Verankerungen, die
          der Anforderung gemäß 4.3.7.3 entsprechen.
5.5       Die Verbindung zwischen Sicherheitsgurt und Verankerung muß
          zerstörungsfrei lösbar sein.
6.        PRÜFUNGEN
6.1       AI Igemeines
6.1.1     Vorbehaltlich der Anwendung der Bestimmungen der Nummer 6.2 und
          auf Antrag des Herstellers
6.1.1.1   dürfen die Prüfungen entweder an einem Fahrzeugaufbau oder an
          einem vollständig fertiggestellten Fahrzeug durchgeführt werden,
6.1.1.2   Fenster und Türen dürfen eingebaut oder nicht eingebaut,
          geschlossen oder offen sein,
 ---pagebreak---                                  -4h-
6.1.1.3 Jedes in diesem Fahrzeugtyp vorgesehene Teil, das die Festigkeit
        des Aufbaus voraussichtlich erhöht, darf angebracht werden.
6.1.2   Die Sitze müssen eingebaut sein und sich in derjenigen von der
        zuständigen Prüfstelle gewählten Fahr- oder Benutzungsstellung
        befinden, die die ungünstigsten Bedingungen hinsichtlich der
        Widerstandsfähigkeit ergibt.
        Die Stellung des Sitzes muß im Protokoll angegeben werden. Ist
        seine Neigung einstellbar, muß die Rückenlehne nach den Angaben
        des Herstellers verriegelt werden bzw. - falls diese Angaben
        fehlen - in eine Stellung gebracht werden, die einem tatsächlichen
        Winkel des Sitzes entspricht, der so nahe wie möglich bei 15*
        liegt.
6.2     Befestigung des Fahrzeugs
6.2.1   Das Verfahren zur Befestigung des Fahrzeug« während der Prüfung
        darf nicht dazu führen, daß die Verankerungen oder die
        Verankerungsbereiche verstärkt werden oder die normale Verformung
        des Aufbaus gemindert wird.
6.2.2   Eine Befestigungsvorrichtung gilt als ausreichend, wenn sie
        keinerlei Einwirkung auf einen Bereich ausübt, der sich über die
        gesamte Breite des Aufbaus erstreckt und das Fahrzeug oder der
        Aufbau in einer Entfernung von mindestens 500 mm vor der zu
        prüfenden Verankerung und in einer Entfernung von mindestens
        300 mm hinter dieser Verankerung festgehalten wurde.
6.2.3   Es wird empfohlen, den Aufbau unter den Achsen oder, wenn das
        nicht möglich ist, unter den Befestigungspunkten der Aufhängung
        aufzubocken.
6.2.4   Wird ein anderes als das unter 6.3.1 bis 6.3.8 beschriebenes
        Prüfverfahren verwendet, ist seine Gleichwertigkeit nachzuweisen.
6.3     Allgemeine Prüfvorschriften
6.3.1   Alle Verankerungen der gleichen Sitzreihe sind gleichzeitig zu
        prüfen.
6.3.2   Die Zugkraft muß nach vorn unter einem Winkel von 10* +/- 5'
        oberhalb der Waagerechten in einer zur Längsmittelebene parallelen
        Ebene des Fahrzeugs wirken.
6.3.3   Die Belastung muß so schnell wie möglich aufgebracht werden. Die
        Verankerungen müssen der angegebenen Last während mindestens 0,2
        Sekunden standhalten.
6.3.4   Die zur Durchführung der für die Prüfung nach 6.4 zu verwendenden
        Zugvorrichtungen sind in Anhang IV beschrieben.
6.3.5   Die Verankerungen derjenigen Sitzplätze, bei denen obere
        Verankerungsstellen vorgesehen sind, sind unter nachstehenden
        Bedingungen zu prüfen:
 ---pagebreak---                                    -77--*-
6.3.5.1   Vordere äußere Sitzplätze:
          Die Verankerungen werden der Prüfung nach 6.4.1 unterzogen, bei
          der die Belastungen auf sie mit Hilfe einer Vorrichtung übertragen
          werden, die die Anordnung eines Dreipunktsicherheitsgurtes mit
          Retraktor und Gurtführung am oberen Verankerungspunkt darstellt.
          Sind mehr Verankerungen vorhanden als unter Nr. 3 vorgeschrieben,
          müssen diese Verankerungen der Prüfung nach 6.4.5 unterzogen
          werden, bei der die Belastungen auf sie mit Hilfe einer
          Vorrichtung übertragen werden, die die Anordnung des Gurttyps
          darstellt, der an diesen Verankerungen befestigt werden soll.
6.3.5.1.1  Ist der Retraktor nicht an der vorgeschrieben unteren äußeren
          Verankerung befestigt oder ist er an der oberen Verankerung
          befestigt, so müssen die unteren Verankerungen ebenfalls der
          Prüfung nach 6.4.3 unterzogen werden.
6.3.5.1.2  In obigem Fall können die unter 6.4.1 und 6.4.3 vorgeschriebenen
          Prüfungen auf Verlangen des Herstellers an zwei verschiedenen
          Fahrzeugaufbauten durchgeführt werden.
6.3.5.2   Hintere äußere Sitzplätze sowie alle Mittelsitze:
          Die Verankerungen werden der Prüfung nach 6.4.2 unterzogen, bei
          die die Belastungen auf sie mit Hilfe einer Vorrichtung übertragen
          werden, die die Anordnung eines Dreipunktsicherheitsgurtes ohne
          Retraktor darstellt, sowie der Prüfung nach 6.4.3, bei der die
          Belastungen auf die beiden unteren Verankerungen mit Hilfe einer
          Vorrichtung übertragen werden, die die Anordnung eines Beckengurts
          darstellt. Beide Prüfungen können auf Verlangen des Herstellers an
          zwei verschiedenen Fahrzeugaufbauten durchgeführt werden.
6.3.5.3   Liefert ein Hersteller sein Fahrzeug mit eingebauten
          Sicherheitsgurten mit Retraktor, so muß ungeachtet der
          Vorschriften der Nummern 6.3.5.1 und 6.3.5.2 die Prüfkraft auf die
          entsprechenden Verankerungen mit Hilfe einer Vorrichtung
          übertragen werden, die die Anordnung der Sicherheitsgurte
          darstellt, für deren Verankerungen die Bauartgenehmigung erteilt
          werden sol I.
6.3.6     Wenn die hinteren äußeren Sitzplätze und die Mittelsitze keine
          oberen Verankerungen aufweisen, so sind die unteren Verankerungen
          der Prüfung nach Nummer 6.4.3 zu unterziehen, bei der die
          Belastungen auf die Verankerungen mit Hilfe einer Vorrichtung
          übertragen werden, welche die Anordnung eines Beckengurts
          darstelIt.
6.3.7     Wenn das Fahrzeug dazu bestimmt ist, andere Einrichtungen
          aufzunehmen, durch die es unmöglich ist, die Sicherheitsgurte
          unmittelbar mit den Verankerungen ohne Zwischenschaltung von
          Rollen usw. zu verbinden, oder bei denen zusätzliche Verankerungen
          außer den unter Nr. 3 erwähnten erforderlich sind, so ist der
          Sicherheitsgurt bzw. eine Anordnung von Kabeln, Rollen usw., die
          die gesamte Sicherheitsgurtausrüstung darstellt, über eine solche
          Vorrichtung an die Verankerungen im Fahrzeug anzuschließen, die
          dann den Prüfungen unter 6.4 entsprechend unterzogen werden.
 ---pagebreak---                                        *?£-
6.3.8        Andere Prüfverfahren als die unter 6.3 vorgeschriebenen können
             angewendet werden, doch ist in diesem Fall deren Gleichwertigkeit
             nachzuweisen.
6.4          Besondere Prüfvorschriften für Fahrzeuge mit einer Leermasse von
             bis zu 400 kg*
6.4.1        Prüfung bei Verwendung von Dreipunktsicherheitsgurten, die einen
             Retraktor und Umlenkbeschlag an der oberen Verankerung aufweisen.
6.4.1.1      Eine spezielle Umlenkung für das Kabel oder das Band, die zur
             Übertragung der Prüfkraft von der Zugvorrichtung geeignet Ist,
             oder die vom Hersteller gelieferte Umlenkung werden an der oberen
             Verankerung befestigt.
6.4.1.2      Eine Prüfkraft von 675 daN +/- 20 daN muß auf die Zugvorrichtung
             (siehe Anhang IV, Abbildung 2) wirken, die mit Hilfe einer
             Vorrichtung an die Verankerungen des Sicherheitsgurtes befestigt
             sind, die den Schulterteil dieses Sicherheitsgurtes darstellen.
6.4.1.3      Gleichzeitig muß eine Zugkraft von 675 daN +/- 20 daN auf eine
             Zugvorrichtung (siehe Anhang IV, Abbildung 1) wirken, die mit den
             unteren Verankerungen verbunden ist.
6.4.2        Prüfung bei Verwendung von Dreipunktsicherheitsgurten ohne
             Retraktor bzw. mit einem Retraktor an der oberen Verankerung
6.4.2.1      Eine Prüfkraft von 675 daN +/- 20 daN muß auf eine Zugvorrichtung
             (siehe Anhang IV, Abbildung 2) wirken, die mit der oberen
             Verankerung und der entgegengesetzten unteren Verankerung
             desselben Gurtes verbunden ist, wobei gegebenenfalls der vom
             Hersteller gelieferte und an der oberen Verankerung befestigte
             Retraktor benutzt wird.
6.4.2.2      Gleichzeitig muß eine Zugkraft von 675 daN ± 20 daN auf eine
             Zugvorrichtung (siehe Anhang IV, Abbildung 1) wirken, die mit den
             beiden unteren Verankerungen verbunden ist.
6.4.3        Prüfung bei Verwendung von Beckengurten
6.4.3.1      Eine Prüfkraft von 1110 daN ± 20 daN muß auf eine Zugvorrichtung
             wirken (siehe Anhang IV, Abbildung 1 ) , die mit den beiden unteren
             Verankerungen verbunden ist.
6.4.4        Prüfung von Verankerungen, die vollständig an der Sitzstruktur
             angebracht oder zwischen Fahrzeugaufbau und Sitzstruktur verteilt
             sind
6.4.4.1      Die unter 6.4.1, 6.4.2 und 6.4.3 angegebenen Prüfungen werden
             zweckentsprechend durchgeführt, indem gleichzeitig auf jeden Sitz
             und auf jede Sitzgruppe eine zusätzliche Kraft wie nachstehend
             angegeben einwirkt.
    Die Masse der Antriebsbatterien von Elektrofahrzeugen ist in der Leermasse
    nicht enthalten.
 ---pagebreak---                                      -4?3-
6.4.4.2     Die unter 6.4.1, 6.4.2 und 6.4.3 angegebenen Belastungen werden
            durch eine Kraft ergänzt, die dem zehnfachen Gewicht des
            vollständigen Sitzes entspricht und waagerecht in Längsrichtung
            durch den Schwerpunkt des Sitzes aufgebracht wird.
6.4.5        Prüfung bei Verwendung von besonderen Gurtarten
6.4.5.1      Eine Prüfkraft von 675 daN ± 20 daN muß mittels einer Vorrichtung,
             die den Schulterteil eines Sicherheitsgurtes darstellen, auf eine
             Zugvorrichtung (siehe Anhang IV, Abbildung 2) wirken, die mit den
            Verankerungen eines Sicherheitsgurtes dieses Typs verbunden ist.
6.4.5.2      Gleichzeitig muß eine Zugkraft von 675 daN +/- 20 daN auf eine
             Zugvorrichtung (siehe Anhang IV, Abbildung 3) wirken, die mit den
             beiden unteren Verankerungen verbunden ist.
6.5          Besondere Vorschriften für die Prüfungen von Fahrzeugen mit einer
             Leermasse von über 400 kg (oder 550 kg. wenn die Fahrzeuge zur
             Beförderung von Gütern verwendet werden)
             Es gelten die Vorschriften des Anhangs I über besondere
             Prüfverfahren der Richtlinie 76/115/EWG über die Verankerungen der
             Sicherheitsgurte in Kraftfahrzeugen* 1 )
7.           ÜBERPRÜFUNG NACH DEN PRÜFUNGEN
             Nach den Prüfungen sind sämtliche Beschädigungen der Verankerungen
             und der Aufbauten, auf die die Belastung während der Prüfungen
             aufgebracht wurde, festzustellen.
 (1)   ABI. Nr. L 24 vom 30.1.1976, S. 6.
 ---pagebreak---                                   -4?4 -
                                ANHANG I I
      Abbildung 1: ANBRINGUNGSBEREICH DER EFFEKTIVEN VERANKERUNGEN
DR - 315 + 1,8 S                     Zulässiger
BR - 260 + S                         Bereich für
soweit die Vorschriften              zusätzliche              Bezugs Iinie
von 4.3.2, 4.3.3 und                 Verankerungen            gemäß 1.19 des
4.3.6 des Anhangs I                  gemäß 4.3.7.2           Anhangs i
nichts anderes                       des Anhangs I
bestimmen
   Abstand gemäß 1.21
   des Anhangs I
   Winkel gemäß 6.1.2
   des Anhangs I
                                                       _          Obere effektive
             FUr die linken äußeren                   Jss'ssJ     Verankerung
             Sitze
                                       Alle Abmessungen in mm
 ---pagebreak---                                     -4)f-
Abbildung 2: OBERE EFFEKTIVE VERANKERUNGEN GEMÄSS 4.3.7.3 DES ANHANGS I
 ---pagebreak---                                     <tU-
                                ANHANG I I I
      VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES H-PUNKTES UND DES TATSÄCHLICHEN
           NEIGUNGSWINKELS DER RÜCKENLEHNE UND ZUR ÜBERPRÜFUNG
       IHRER BEZIEHUNG ZUR LAGE DES R-PUNKTES UND ZUM KONSTRUKTIV
                FESTGELEGTEN NEIGUNGSWINKEL DER RÜCKENLEHNE
1.       BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
1.1      Der H-Punkt, der im Insassenraum die Stellung einer sitzenden
         Person bezeichnet, ist der Punkt auf einer vertikalen Längsebene,
         durch den die theoretische Drehachse zwischen den Beinen und dem
         Rumpf eines durch eine in Nr. 3 beschriebenen Normpuppe
         dargestellten menschlichen Körpers verläuft.
1.2      Der R-Punkt oder "Bezugspunkt des Sitzes" ist der vom Hersteller
         angegebene Konstruktionsbezugspunkt,
1.2.1    dessen Koordinaten auf den Fahrzeugaufbau bezogen sind, und
1.2.2    der  der theoretischen Lage des Drehpunktes Rumpf/Beine (H-Punkt)
         für  die Fahrposition oder die normale Benutzung in der niedrigsten
         und  am weitesten zurückgestellten Stellung jedes der Sitze, die
         vom  Fahrzeughersteller vorgesehen sind, entspricht.
1.3      Der "Neigungswinkel der Rückenlehne" bedeutet die Neigung der
         Rückenlehne in bezug auf die Senkrechte.
1.4      Der "tatsächliche Neigungswinkel der Rückenlehne" ist der Winkel
         zwischen der Senkrechten, die durch den H-Punkt verläuft und der
         Bezugslinie des Rumpfes des menschlichen Körpers, der durch die
         unter Nr. 3 beschriebene Normpuppe dargestellt wird.
1.5      Der "konstruktiv festgelegte Neigungswinkel der Rückenlehne" ist
         der vom Hersteller vorgeschriebene Winkel,
1.5.1    der dem Neigungswinkel der Rückenlehne für die Fahrstellung oder
         die normale Benutzung in der niedrigsten und der hintersten für
         jeden der Sitze vom Fahrzeughersteller angegebenen Stellung
         bestimmt,
1.5.2    wird im R-Punkt durch die Senkrechte und die Bezugslinie des
         Rumpfes gebildet und
1.5.3    entspricht theoretisch dem tatsächlichen Neigungswinkel.
2.       BESTIMMUNG DER H-PUNKTE UND DER TATSÄCHLICHEN NEIGUNGSWINKEL DER
         RÜCKENLEHNEN
2.1      Für Jeden vom Hersteller vorgesehenen Sitzplatz ist ein H-Punkt
         und ein "tatsächlicher Neigungswinkel der Rückenlehne" zu
         bestimmen. Können die Sitze in derselben Reihe als ähnlich
         angesehen werden (Sitzbank, übereinstimmende Sitze usw.) ist nur
         ein einziger H-Punkt und ein einziger "tatsächlicher
         Neigungswinkel der Rückenlehne" für jede Sitzreihe zu bestimmen.
 ---pagebreak---                               -W-
      wobei die in 3 beschriebene Normpuppe auf einen Platz aufgsetzt
      wird, der als für die Sitzreihe repräsentativ anzusehen ist.
      Dieser Platz ist
2.1.1 der Fahrersitz für die vordere Reihe,
2.1.2 ein äußerer Sitz für die hintere(n) Reihe(n).
2.2   Zu jeder Bestimmung des H-Punktes und des "tatsächlichen
      Neigungswinkels der Rückenlehne" ist der betreffende Sitz in die
      für eine übliche Benutzung vorgesehene Stellung und in die
      niedrigste und hinterste vom Hersteller für diesen Sitz
      vorgesehene Stellung zu bringen. Ist die Rückenlehne in der
      Neigung verstellbar, wird sie wie vom Hersteller angegeben oder -
      falls eine solche Angabe fehlt - so verriegelt, daß der
      tatsächliche Neigungswinkel zwischen 25' und 15* liegt.
3.    BESCHREIBUNG DER NORMPUPPE
3.1   Es wird eine dreidimensionale Normpuppe verwendet, deren Masse und
      Form einer erwachsenen Person von mittlerer Größe entsprechen.
      Diese Normpuppe ist in den Abbildungen 1 und 2 der Anlage dieses
      Anhangs dargestellt.
3.2   Die Normpuppe besteht aus:
3.2.1 zwei Teilen, von denen einer den Rücken und der andere die
      Sitzfläche des Körpers darstellt, die durch eine Achse gelenkig
      miteinander verbunden sind, die die Drehachse zwischen Rumpf und
      Schenkel bildet. Die Projektion dieser Achse auf die Flanke der
      Normpuppe ist ihr H-Punkt;
3.2.2 zwei Teilen, die die Beine bilden und die mit den Teilen, die die
      Sitzfläche darstellen, gelenkig verbunden sind;
3.2.3 zwei Teilen, die die Füße bilden und die mit den Beinen durch
      Gelenke verbunden sind, die die Knöchel darstellen;
3.2.4 außerdem ist der Teil, der die Sitzfläche darstellt, mit einer
      Libelle für die Einstellung der Querneigung versehen.
3.3   Die Belastungsmassen, die dem Gewicht jedes Körperteils
      entsprechen, sind an den Stellen, die die jeweiligen Schwerpunkte
      bilden, anzubringen, so daß die Gesamtmasse der Normpuppe etwa
      75,6 kg beträgt. Ausführliche Angaben über die Gewichte sind in
      der Abbildung 2 der Anlage.enthalten.
3.4   Die Bezugslinie des Rumpfes der Normpuppe wird durch eine Gerade
      gebildet, die durch das Beingelenk im Becken und das theoretische
      Gelenk des Halses über dem Brustkorb verläuft (siehe Abbildung 1
      der Anlage).
 ---pagebreak---                                -*,??
4.    AUFSETZEN DER NORMPUPPE
      Die dreidimensionale Normpuppe ist in folgender Weise
      aufzusetzen:
4.1   Das Fahrzeug ist horizontal auszurichten, die Sitze sind nach 2.2
      einzustellen;
4.2   der zu prüfende Sitz ist mit einem Stück Stoff zu bedecken, um das
      richtige Aufsetzen der Normpuppe zu erleichtern;
4.3   die Normpuppe ist so auf den betreffenden Sitz zu setzen, daß die
      Gelenkachse senkrecht zur Längssymmetrieebene des Fahrzeugs liegt.
4.4   Die Füße der Normpuppe sind in der folgenden Weise anzuordnen:
4.4.1 Handelt es sich um die vorderen Sitze, so sind die Füße so
      anzuordnen, daß die Libelle für die Einstellung der Querneigung
      der Sitzfläche der Normpuppe wieder waagerecht ist.
4.4.2 Handelt es sich um die hinteren Sitze, so müssen die Füße, soweit
      möglich, die Vordersitze berühren. Wenn die Füße dann auf
      verschieden hohen Teilen des Bodens stehen, so dient der Fuß, der
      den Vordersitz zuerst berührt, als Bezugspunkt und der andere Fuß
      ist so anzuordnen, daß die Libelle für die Einstellung der
      Querneigung der Sitzfläche der Normpuppe wieder waagerecht ist.
4.4.3 Wird der H-Punkt für einen mittleren Sitz bestimmt, ist Je ein Fuß
      rechts und links vom Tunnel anzuordnen.
4.5   Nach dem Aufbringen der Belastungsgewichte auf die Schenkel ist
      die Libelle für die Einsteilung der Querneigung der Sitzfläche
      waagerecht zu stellen, sodann sind die Belastungsgewichte auf den
      Teil aufzubringen, der die Sitzfläche darstellt.
4.6   Die Normpuppe ist mittels der Achse der Kniegelenke von der
      Rückenlehne zu entfernen, der Rücken ist nach vorne zu neigen. Die
      Normpuppe ist wieder in ihre Stellung auf den Sitz zu bringen,
       indem man ihre Sitzfläche soweit nach hinten verschiebt, bis sie
      auf Widerstand stößt; sodann ist der Rücken der Normpuppe wieder
      gegen die Rückenlehne zu kippen.
4.7   Eine Kraft von 10 +/- 1 daN ist zweimal in horizontaler Richtung
      auf die Puppe aufzubringen. Richtung und Angriffspunkt der Kraft
      sind durch einen schwarzen Pfeil in der Abbildung 2 der Anlage
      dargestelIt.
4.8   Nach dem Anbringen der Belastungsgewichte an der rechten und der
       linken Seite sind die Belastungsgewichte für den Rumpf
      anzubringen. Die Libelle für die Querneigung der Normpuppe muß
      waagerecht bleiben.
4.9   Während die Libelle für die Querneigung der Normpuppe waagerecht
      gehalten wird, ist der Rücken nach vorne zu neigen, bis die
      Belastungsgewichte des Rumpfes über dem H-Punkt liegen, um
      Jegliche Reibung mit der Rückenlehne zu beseitigen.
 ---pagebreak---                                -*?f-
4.10  Der Rücken der Normpuppe is vorsichtig in seine ursprüngliche
      Stellung zurückzubringen, um das Aufsetzen zu vollenden; die
      Libelle für die Querneigung der Normpuppe muß waagerecht sein. Ist
      dies nicht der Fall, muß das oben beschriebene Verfahren
      wiederholt werden.
5.    ERGEBNISSE
5.1   Wurde die Normpuppe entsprechend der Nummer 4 aufgesetzt, werden
      der H-Punkt und der tatsächliche Neigungswinkel der Rückenlehne
      durch den H-Punkt und den Neigungswinkel der Bezugs Unie des
      Rumpfes der Normpuppe gebildet.
5.2   Die Koordinaten des H-Punktes werden in bezug auf drei zueinander
      senkrechte Ebenen und den tatsächlichen Neigungswinkel der
      Rückenlehne gemessen, um mit den vom Fahrzeughersteller
      gelieferten Angaben verglichen zu werden.
6.    ÜBERPRÜFUNG DER RELATIVEN LAGE DER R- UND H-PUNKTE UND DEM
      VERHÄLTNIS ZWISCHEN DEM KONSTRUKTIV FESTGELEGTEN UND DEM
      TATSÄCHLICHEN NEIGUNGSWINKEL DER RÜCKENLEHNE
6.1   Die Ergebnisse der Messungen nach 5.2 für den H-Punkt und den
      tatsächlichen Neigungswinkel der Rückenlehne sind mit den vom
      Fahrzeughersteller angegebenen Koordinaten des H-Punktes und dem
      konstruktiv festgelegten Neigungswinkel der Rückenlehne zu
      vergleichen.
6.2   Die Überprüfung der relativen Lage der R- und H-Punkte und dem
      Verhältnis zwischen dem konstruktiv festgelegten und dem
      tatsächlichen Neigungswinkel der Rückenlehne gelten für den
      betreffenden Sitzplatz als befriedigend, wenn die Koordinaten des
      H-Punktes In einem Quadrat "R" mit einer Sei ten länge von 50 mm
       liegen und wenn der tatsächliche Neigungswinkel der Rückenlehne
      nicht um mehr als 5' vom konstruktiv festgelegten Neigungswinkel
      abweicht.
6.2.1 Sind diese Bedingungen erfüllt, werden der R-Punkt und der
      konstruktiv festgelegte Neigungswinkel für die Prüfung verwendet
      und erforderlichenfalls die Normpuppe so angepaßt, daß der H-Punkt
      mit dem R-Punkt zusammenfällt und der tatsächliche Neigungswinkel
      der Rückenlehne mit dem konstruktiv festgelegten Winkel
      übereinst immt.
6.3   Entsprechen der H-Punkt und der tatsächliche Neigungswinkel nicht
      den Vorschriften der Nr. 6.2, werden zwei weitere Bestimmungen des
      H-Punktes oder des tatsächlichen Neigungswinkels (insgesamt drei)
      vorgenommen. Entsprechen die Ergebnisse von zwei dieser drei
      Verfahren den Vorschriften, gilt das Prüfergebnis als
      befriedigend.
6.4   Werden die Vorschriften von 6.2 in mindestens zwei der drei
      Verfahren nicht erfüllt, gilt das Prüfungsergebnis als nicht
      befr iedigend.
 ---pagebreak---                             - 4# -
6.5 In einem Fall nach 6.4 oder wenn die Prüfung in Ermangelung der
    vom Fahrzeughersteller zu liefernden Angaben über die Lage des R-
    Punktes (oder den konstruktiv festgelegten Neigungswinkel der
    Rückenlehne) nicht durchgeführt werden kann, darf das Mittel der
    Ergebnisse aus drei Bestimmungen des H-Punktes in all den Fällen
    benutzt werden, wo der R-Punkt oder der konstruktiv festgelegte
    Neigungswinkel der Rückenlehne in dieses Kapitels erwähnt werden
                                                                      (30!
 ---pagebreak---                                              - 4fr-
                                      ANHANG M I - An I age
                             TEILE DER DREIDIMENSIONALEN NORMPUPPE
                                                                      / BezugsIinie des
                                                                     / Rumpfes
                                              Rücken
               Stütze für die Belastungsgewichte
               des Rumpfes
                   Libelle für die Längsneigung
                         Sitzfläche
Stütze für die Belastungsgewichte
des Schenkels
Achse der Kniegelenke
                                                                  Gelenkachse
                                                      Libelle fUr die Querneigung
                                        Abb iI dung 1
 ---pagebreak---                                    -412-
                    ABMESSUNGEN UND MASSE DER NORMPUPPE
Masse der Normpuppe                  Kfl
Teile, die Rücken und Sitzfläche
darstellen                           16,6
Massen für den  Rumpf                31.2
Massen für die  Sitzfläche            7.8
Massen fUr  die Schenkel              6,8
Massen für  die Beine                13,2
Insgesamt
           Richtung und Angriffspunkt
           der Kraft
           einstellbar zwischen
           10,8 cm und 42,4 cm
                          Abbi idung 2
 ---pagebreak---                -4«-
                ANHANG IV
             ZUGVORRICHTUNG
               Abb iI dung 1
                  mit Leinwand bezogener Schaumstoff,
                  Dicke 25
              P-4-                              228
                       R50
               Abb 11 dung 2
                             mit Leinwand bezogener Schaumstoff
                             Dicke 25
                                    p
                                Ï
                                  —  — •
 Gurt, der den Block an den
.Verankerungspunkten verbindet: k-ioo-
   (Abmessungen in mm)
 ---pagebreak---                            -4tf*-
                             ANHANG IV
                          ZUGVORRICHTUNG
                           Abb iI dung 3
                                    RSO
mit Leinwand bezogener Schaumstoff
        Dicke 25
                                     Alle Abmessungen In mm
 ---pagebreak---                                      -4*r-
                              ANHANG V - Anlage 1
    BESCHREIBUNGSBOGEN IN BEZUG AUF DIE VERANKERUNGEN DER SICHERHEITSGURTE
                  DES TYPS EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADS,
                EINES DREIRAD- ODER VIERRADFAHRZEUGS MIT AUFBAU
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung in bezug auf die Verankerungen der
Sicherheitsgurte des Typs eines dreirädrigen Kleinkraftrads eines Dreirad-
oder Vierradfahrzeugs mit Aufbau muß mit den in Anhang II der Richtlinie
92/61/EWG des Rates vom 30.6.1992 aufgeführten Angaben versehen sein,
unter dem Buchstaben A den Nummer
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
und unter dem Buchstaben C den Nummern
2.7 bis 2.7.5.2
2.10 bis 2.10.5
 ---pagebreak---                                        -kU -
                                ANHANG V - Anlage 2
  BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN IN BEZUG AUF DIE VERANKERUNGEN DER SICHERHEITSGURTE
                    DES TYPS EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADS,
                 EINES DREIRAD- ODER VIERRADFAHRZEUGS MIT AUFBAU
                                       MUSTER
                                                        Angabe der Behörde
Protokoll Nr               des technischen Dienstes          vom
Nr. der Bauartgenehmigung                  Nr. der Erweiterung
1. Marke des dreirädrigen Kleinkraftrads/Dreirad-/Vierradfahrzeugs*)
2. Typ des dreirädrigen Kleinkraftrads/Dreirad-/Vierradfahrzeugs*):
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigen des Herstellers
5. Das dreirädrige Kleinkraftrad/Dreirad-/Vierradfahrzeug*) wurde zur
    Prüfung vorgeführt am:
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert*)
7. Ort:
8. Datum:
9. Unterschr i ft :
*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                      -4tf
                                   ANHANG Vi
                     VORSCHRIFTEN FÜR DIE SICHERHEITSGURTE
1.          Die Vorschriften der Anhänge der Richtlinie 77/541/EWG4) finden
            Anwendung.
2.          Abweichend von den Einbauvorschriften unter Nr. 3 des Anhangs I
            dieser Richtlinie dürfen die Fahrzeuge mit einer Leermasse von bis
            zu 400 kg (oder 550 kg, wenn die Fahrzeuge zur Beförderung von
            Gütern verwendet werden) jedoch mit Rückhaltegurten oder -Systemen
            ausgerüstet sein, die Sicherheitsgurte mit folgenden Merkmalen
            umfassen:
2.1         an den äußeren Sitzen Dreipunktsicherheitsgurte mit oder ohne
            Retraktoren;
2.2         an den mittleren Sitzen Beckengurte oder Dreipunktgurte mit oder
            ohne Retraktoren.
4) ABI. Nr. L 220 vom 29.08.1977, S. 95
 ---pagebreak---                                      -41* -
                              ANHANG VI - Anlage 1
        BESCHREIBUNGSBOGEN IN BEZUG AUF EINEN SICHERHEITSGURTSTYP, DER
        FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER, DREIRAD- ODER VIERRADFAHRZEUGE
                            MIT AUFBAU BESTIMMT IST
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung in bezug auf einen Sicherheitsgurttyp, der
für dreirädrige Kleinkrafträder, Dreirad- oder Vierradfahrzeuge mit Aufbau
bestimmt ist, muß mit den in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom
30.6.1992 aufgeführten Angaben versehen sein
unter dem Buchstaben A den Nummern
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
und unter dem Buchstaben C der Nummer
2.9.1
 ---pagebreak---                                      ~m-
                              ANHANG VI - Anlage 2
      BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN IN BEZUG AUF EINEN SICHERHEITSGURTSTYP, DER
        FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER, DREIRAD- ODER VIERRADFAHRZEUGE
                            MIT AUFBAU BESTIMMT IST
                                     MUSTER
                                                      Angabe der Behörde
Protokoll Nr             des technischen Dienstes          vom
Nr. der Bauartgenehmigung                Nr. der Erweiterung
1. Marke des Sicherheitsgurts:
2. Typ des Sicherheitsgurts:                                              ,
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. GegebenenfalIs Name und Anschrift des Bevollmächtigten des Herstellers:
5. Der Sicherheitsgurt wurde zur Prüfung vorgeführt am:
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert*)
7. Ort:
8. Datum:
9. Untersehr ift :
*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                      - wo-
                             ANHANG VI - Anlage 3
  BESCHREIBUNGSBOGEN IN BEZUG AUF DEN EINBAU DER SICHERHEITSGURTE IN DEN TYP
       EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADS, DREIRAD- ODER VIERRADFAHRZEUGS
                                   MIT AUFBAU
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung in bezug auf einen Sicherheitsgurttyp, der
für dreirädrige Kleinkrafträder, Dreirad- oder Vierradfahrzeuge mit Aufbau
bestimmt ist, muß mit den in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG des Rates vom
30.6.1992 aufgeführten Angaben versehen sein
unter dem Buchstaben A den Nummern
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
und unter dem Buchstaben C der Nummer
2.9.1
2.10 bis 2.10.5
 ---pagebreak---                                      -W -
                             ANHANG VI - Anlage 4
 BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN IN BEZUG AUF DEN EINBAU DER SICHERHEITSGURTE IN DEN
             TYP EINES DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADS, DREIRAD- ODER
                          VIERRADFAHRZEUGS MIT AUFBAU
                                     MUSTER
                                                      Angabe der Behörde
Protokoll Nr            des technischen Dienstes           vom
Nr. der Bauartgenehmigung                Nr. der Erweiterung
1. Marke des dreirädrigen Kleinkraftrads/Dreirad-/Vierradfahrzeugs*)
2. Typ des dreirädrigen Kleinkraftrads/Dreirad-/Vierradfahrzeugs*):
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigen des Herstellers
5. Das dreirädrige Kleinkraftrad/Dreirad-/Vierradfahrzeug*> wurde zur
   Prüfung vorgeführt am:
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert*)
7. Ort:
8. Datum :
9. Unterschr i ft:
*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                          - <r$l~
                          KAPITEl 1g
               VERGLASUNG, SCHEIBENWISCHER UND
            DIE SCHEIBENWÄSCHER UND ENTFROSTUNGS-
UND TROCKNUNGSANLAGEN VON DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRÄDERN SOWIE
              DREI- UND VIERRÄDRIGEN KRAFTRÄDERN
                          MIT AUFBAU
 ---pagebreak---                                  -HS-
                                   ANHANG I
        VERGLASUNG
1.      Bauvorschr iften
1.1     Die in diesem Kapitel genannten Fahrzeuge mit einer bauartbedingten
        Höchstgeschwindigkeit von über 80 km/h unterliegen den Bau- und
        Einbauvorschriften der Richtlinie 92/22/EWG<1> über
        Sicherheitsscheiben und Werkstoffe für Windschutzscheiben In
        Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern.
1.2     Die in diesem Kapitel genannten Fahrzeuge mit einer bauartbedingten
        Höchstgeschwindigkeit von maximal 80 km/h unterliegen den in Anhang
        III der Richtlinie 89/173/EWG<2> über bestimmte Bauteile und Merkmale
        von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern
        aufgeführten Bau- und Einbauvorschriften.
1.2.1   Der Text der Nr. 10 des Anhangs lll-A dieser Richtlinie wird jedoch
        durch folgenden Text ersetzt: "Zwei Inspektionen pro Jahr sind
        zulässig";
1.2.2   Die Anhänge IIl-B und lll-P dieser Richtlinie werden jeweils durch die
        Anlagen 1 bis 4 ersetzt.
2.      Vorschriften für den Einbau von Windschutzscheiben und anderen
        Scheiben in die unter 1.2 genannten Fahrzeuge
2.1     Fahrzeuge mit Aufbau können nach Wahl des Herstellers ausgestattet
        werden:
2.1.1   entweder mit einer "Windschutzscheibe" und "anderen Scheiben", die den
        Vorschriften des Anhangs lll-A der Richtlinie 89/173/EWG entsprechen;
2.1.2   oder mit einer Windschutzscheibe, die den im Anhang lll-A der
        Richtlinie 89/173/EWG enthaltenen Vorschriften für "andere Scheiben"
        mit Ausnahme der Scheiben gemäß Nr. 9.1.4.2 von Anhang Mi-C der
        gleichen Richtlinie (Scheiben mit einer normalen Lichtdurchlässigkeit
        von weniger als 70 %) entsprechen.
(1) ABI. Nr. L 129 vom 14.5.1992, S. 11
(2) ABI. Nr. L 67 vom 10.3.1989, S. 1.
 ---pagebreak---                                     -V*-
                                       ANHANG I
                                       ANLAGE 1
                                 BESCHREIBUNGSBOGEN
        BETREFFEND EINEN VERGLASUNGSTYP FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER
                 SOWIE DREI- UND VIERRÄDRIGE KRAFTRÄDER MIT AUFBAU
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend einen Verglasungstyp für
dreirädrige Kleinkrafträder sowie drei- und vierrädrige Krafträder mit Aufbau
muß folgende Angaben enthalten:
1.       Fabr i k- oder Hände Ismarke:
2.       Name und Anschrift des Herstellers:
3.       Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
Ferner muß er die Angaben enthalten, die in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG
des Rates vom 30. Juni 1992 unter dem Buchstaben C unter folgenden Nummern
aufgeführt sind:
2.2 bis 2.2.2.1
 ---pagebreak---                                    -W-
                                     ANLAGE 2
                                                    Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHM IGUNGSBOGEN
     BETREFFEND EINEN VERGLASUNGSTYP FÜR DREIRÄDRIGE KLEINKRAFTRÄDER SOWIE
                  DREI- UND VIERRÄDRIGE KRAFTRÄDER MIT AUFBAU
                                      MUSTER
Protokoll Nr            des technischen Dienstes             vom
Nr. der Bauartgenehmigung              Nr. der Erweiterung
1. Fabr ik- oder Hände Ismarke der VergIasung:                         ,
2. Typ der VergIasung:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5. Die Verglasung wurde zur Prüfung vorgelegt am: .
6. Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert^*)
7. Ort:
8. Datum :
9. Unterschrift:
 (*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                   -W-
                                    ANLAGE 3
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                      BETREFFEND DEN EINBAU DER VERGLASUNG
                     IN EINEN DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP
           BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den Einbau der Verglasung in einen
dreirädrigen Kleinkraftradtyp bzw. einen drei- oder vierrädrigen Kraftradtyp
mit Aufbau muß die Angaben enthalten, die in Anhang il der Richtlinie
92/61/EWG des Rates vom 30. Juni 1992 unter dem Buchstaben A unter folgenden
Nummern aufgeführt sind:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
1.1
sowie unter dem Buchstaben C unter den Nummern
2.2 bis 2.2.2.1
                                                                               OH
 ---pagebreak---                                     - vfT- -
                                       ANLAGE 4
                                                      Angabe der Behörde
                               BAUARTGENEHM IGUNGSBOGEN
                        BETREFFEND DEN EINBAU DER VERGLASUNG
                       IN EINEN DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP
             BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
                                         MUSTER
  Protokoll Nr         des technischen Dienstes             vom
  Nr. der Bauartgenehmigung               Nr. der Erweiterung
  1.  Fabrik- oder Handelsmarke des dreirädrigen Kleinkraftrads/ dreirädrigen
      Kraftrads/vierrädrigen Kraftrads(*>:
  2.  Typ des dreirädrigen Kleinkraftrads/ dreirädrigen Kraftrads/vierrädrigen
      Kraftrads<*>:
  3. Name und Anschrift des Herstellers:
  4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
  5. Das Fahrzeug wurde zur Prüfung vorgeführt am: ..
  6. Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert**)
  7. Ort:
r 8. Datum:
4
  9. Unterschrift
   (*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                -4tf-
                                 ANHANG iI
            SCHEIBENWISCHER, SCHEIBENWÄSCHER, ENTFROSTUNGS- UND
         TROCKNUNGSANLAGEN VON DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRÄDERN SOWIE
               DREI- UND VIERRÄDRIGEN KRAFTRÄDERN MIT AUFBAU
1.    BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
      Im Sinne dieses Anhangs bedeutet:
1.1   "Fahrzeugtyp hinsichtlich der Scheibenwischer, der Scheibenwäscher,
      der Entfrostungs- und Trocknungsanlagen der Windschutzscheibe"
      Fahrzeuge, die sich in folgenden wesentlichen Punkten nicht
      unterscheiden:
1.1.1 äußere und innere Formen und Anordnungen nach Anlage 1 Nummer 1, die
      einen Einfluß auf die Sichtverhältnisse haben können;
1.1.2 Form, Abmessungen und Merkmale der Windschutzscheibe und ihrer
      Befestigung;
1.1.3 Eigenschaften der Scheibenwischer, Scheibenwäscher und des
      Beheizungssystems des Führerhauses;
1.2   "V-Punkte"
      die Punkte, deren Lage im Fahrzeuginnenraum bestimmt ist durch die
      vertikalen Längsebenen durch die Mitte der am weitesten außen
      liegenden Sitzplätze der Vordersitze und in bezug auf den R-Punkt
      sowie auf den konstruktiv festgelegten RückenIehnenwinkeI, die zur
      Prüfung der Übereinstimmung mit den Vorschriften über das Sichtfeld
      verwendet werden (siehe Anlage 1 ) ;
1.3   "R-Punkte oder Sitzplatzbezugspunkt und H-Punkt":
      es gelten die Begriffsbestimmungen aus Kapitel XI über die
      Verankerungen von Sicherheitsgurten und die Sicherheitsgurte;
1.4   "Windschutzscheibenbezugspunkte"
      die Punkte an den Schnittpunkten zwischen der Windschutzscheibe und
      den Linien, die von den V-Punkten nach vorn zur äußeren
      Windschutzscheibenflache ver laufen;
1.5   "Duchsichtige Fläche der Windschutzscheibe"
      die Fläche auf der Windschutzscheibe, deren senkrecht zur
      Scheibenfläche gemessene Lichtdurchlässigkeit mindestens 70 % beträgt;
 ---pagebreak---                                -4fl -
1.6   "Scheibenwischer"
      eine Einrichtung zum Abwischen der Außenseite der Windschutzscheibe,
      mit dem Zubehör und den Betätigungseinrichtungen zur In- und
      Außerbetriebsetzung dieser Einrichtung-,
1.7   "Scheibenwischerfeld"
      der Bereich auf der Außenseite der nassen Windschutzscheibe, der vom
      Scheibenwischer abgewischt wird;
1.8   "Scheibenwäscher"
      eine Einrichtung, in der eine Flüssigkeit aufbewahrt und auf die
      Außenseite der Windschutzscheibe gespritzt wird, einschließlich der
      Betätigungseinrichtungen zur In- und Außerbetriebsetzung dieser
      Einrichtung;;
1.9   "Betätigungseinrichtung des Scheibenwäschers"
      ein Bau- oder Zubehörteil zur In- und Außerbetriebsetzung des
      Scheibenwäschers; die In- und Außerbetriebsetzung kann mit dem Betrieb
      des Scheibenwischers koordiniert oder von diesem vollkommen unabhängig
      se in-,
1.10   "Pumpe des Scheibenwäschers"
      eine Einrichtung zur Beförderung der Sehe ibenwaschf lüssigkeit aus dem
      Behälter auf die Windschutzscheibenoberf lache-,
1.11   "Spritzdüse"
      eine in der Richtung verstelIbare Einrichtung, die dazu dient, den
       Flüssigkeitsstrahl auf die Windschutzscheibe zu richten-,
 1.12  "Funktionsfähigkeit des Scheibenwäschers"
       die Fähigkeit eines Scheibenwäschers, Flüssigkeit auf die Zielzone der
       Windschutzscheibe zu spritzen, ohne daß bei ordnungsgemäßem Gebrauch
       der Einrichtung anderweitig Flüssigkeit ausläuft oder sich ein
       Schlauch des Scheibenwäschers löst-,
 1.13  "Entfrostungsani age"
       eine Einrichtung zum Abtauen von Reif oder Eis von der
       Windschutzscheibe und somit zur Wiederherstellung der Sicht;
 ---pagebreak---                               -Soc  -
1.14 "Entfrostung"
     die Entfernung der Reif- oder Eisschicht auf verglasten Flächen mit
     Hilfe der Entfrostungs- und Seheibenwischanlagen;
1.15 "Entfrosteter Bereich"
     der trockene Bereich bzw. der Bereich der Windschutzscheibe, der von
     ganz oder teilweise geschmolzenem (feuchtem) Reif, der auf der
     Außenseite durch Scheibenwischer entfernt werden kann, bedeckt ist,
     ausschließlich des mit trockenem Reif bedeckten Bereichs der
     Windschutzscheibe;
1.16 "TrocknungsanI age"
     eine Einrichtung zur Entfernung des Feuchtigkeitsbeschlags auf der
      Innenfläche der Windschutzscheibe und somit zur Wiederherstellung der
     Sicht;
1.17 "Feuchtigkeitsbeschlag"
     eine Kondensatsehicht auf der Innenseite der verglasten Flächen;
1.18 "Scheibentrocknung"
     die Entfernung des Feuchtigkeitsbeschlags auf den verglasten Flächen
     mit Hilfe der Trocknungsanläge.
                                                                            (32)
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2.      VORSCHRIFTEN
2.1     Scheibenwischer
2.1.1   Jedes Fahrzeug muß mit mindestens einem automatischen
        Scheibenwischer ausgestattet sein, der bei laufendem Motor ohne
        andere Betätigung als das Ein- und Ausschalten durch den Fahrer
        funkt ioniert.
2.1.1.1 Ferner muß sich das SeheibenwischerfeId über mindestens 90 % des
        unter 2.2 der Anlage I festgelegten Sichtfelds A erstrecken.
2.1.2   Der Scheibenwischer muß mindestens eine Wischfrequenz von mehr als
        40 Wischzyklen pro Minute haben.
2.1.3   Die in 2.1.2 angegebene(n) Frequenz(en) muß (müssen) wie unter
        3.1.1 bis 3.1.6, 3.1.7 und 3.1.8 erzielt werden können.
2.1.4   Der Scheibenwischerarm muß so montiert sein, daß er von der
        Windschutzscheibe entfernt werden kann, um deren Reinigung von
        Hand zu ermöglichen.
2.1.5   Der Scheibenwischer muß zwei Minuten lang auf trockener
        Windschutzscheibe unter den in 3.1.9 beschriebenen Bedingungen
        funktionieren können.
2.2     Scheibenwäscher
2.2.1   Jedes Fahrzeug muß mit einem Scheibenwäscher ausgestattet sein,
        der die Belastungen aushält, die entstehen, wenn die Spritzdüsen
        verstopft sind und die Einrichtung nach dem in 3.2.1 beschriebenen
        Verfahren in Betrieb gesetzt wird.
2.2.2   Der Betrieb der Scheibenwäscher und Scheibenwischer darf durch die
         in 3.2.2 und 3.2.3 festgelegten Temperaturzyklen nicht gestört
        werden.
2.2.3   Der Scheibenwäscher muß genügend Flüssigkeit abgeben, um die
        Säuberung von 60 % des in 2.2 der Anlage 1 festgelegten Bereichs
        unter den in 3.2.4 beschriebenen Bedingungen zu ermöglichen.
2.2.4   Der Flüssigkeitsbehälter muß mindetens einen Liter Flüssigkeit
        fassen.
2.3     Entfrostungs- und Trocknungsanlage
2.3.1   Jedes Fahrzeug muß mit einer Entfrostungs- und Trocknungsanläge
        der Windschutzscheibe ausgerüstet sein, um Reif und Eis von der
        verglasten Fläche und Feuchtigkeitsbeschlag auf der Innenseite der
        verglasten Fläche der Windschutzscheibe zu entfernen.
        Bei dreirädrigen Kleinkrafträdern mit Aufbau mit einer
        Motorleistung von maximal 3 kW ist jedoch eine solche Anlage nicht
        erforderI ich.
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2.3.2       Die Bedingungen nach 2.3.1 gelten als. erfüllt, wenn das Fahrzeug
            mit einem angemessenen System zur Heizung des Innenraums
            ausgerüstet ist, das die Bedingungen der Richtlinie 78/548/EWG<1)
            über die Heizung des Innenraums von Kraftfahrzeugen erfüllt; dabei
            müssen die Nummern 2.4.1.1 und 2.4.1.2 des Anhangs I der genannten
            Richtlinie folgenden Zusatz erhalten: "Anderenfalls ist eindeutig
            nachzuweisen, daß durch eventuelle undichte Stellen der Innenraum
            nicht erreicht werden kann".
2.3.3       Abweichend von Nummer 2.3.2 gelten für Fahrzeuge mit einer
            Leistung von über 15 kW die Vorschriften der Richtlinie
            78/317/EWG(2) über Entfrostungs- und Trocknungsanlagen für die
            verglasten Flächen von Kraftfahrzeugen.
(1) ABI. Nr. L 168 vom 26.6.1978, S. 40
(2) ABI. Nr. L 81 vom 28.3.1978, S. 27.
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3.      PRÜFVERFAHREN
3.1     Scheibenwischer
3.1.1   Die nachstehend beschriebenen Prüfungen sind, soweit im einzelnen
        nicht anders vorgeschrieben, unter folgenden Bedingungen
        durchzuführen:
3.1.2   die Raumtemperatur darf nicht niedriger als 10 'C und nicht höher
        als 40 *C sein;
3.1.3   die Windschutzscheibe ist ständig zu benetzen;
3.1.4   bei der PrUfung elektrischer Scheibenwischer müssen folgende
        zusätzliche Bedingungen erfüllt sein:
3.1.4.1 Die Batterie muß vol I stand ig aufgeladen sein;
3.1.4.2 der Motor muß mit einer Drehzahl von 30 % ± 10 % der
        Höchstleistungsdrehzahl laufen;
3.1.4.3 die Abblendscheinwerfer müssen eingeschaltet sein;
3.1.4.4 die Heiz- und/oder Lüftungsanlage ist, sofern vorhanden und
        elektrisch angetrieben, auf maximalen Stromverbrauch einzustellen:
3.1.4.5 die Entfrostungs- und Scheibentrocknungsanlage ist, sofern
        vorhanden und elektrisch angetrieben, auf maximalen Stromverbrauch
        einzustellen.
3.1.5   Mit Druckluft oder Saugluft betriebene Scheibenwischer müssen
        unabhängig von Motordrehzahl und -Ieistung kontinuierlich mit den
        vorgeschriebenen Frequenzen funktionieren können.
3.1.6   Die Wischfrequenzen der Scheibenwischer müssen den Vorschriften
        nach 2.1.3 genügen, nachdem der Scheibenwischer zwanzig Minuten
         lang auf benetzter Windschutzscheibe betrieben worden ist.
3.1.7   Die Außenfläche der Windschutzscheibe wird mit denaturiertem
        Alkohol oder einem gleichwertigen Entfettungsmittel gründlich
        entfettet. Nach dem Trocknen wird die Scheibe mit einer
        Ammoniaklösung von mindestens 3 % und höchstens 10 % abgerieben,
        trocknen gelassen und mit einem trockenen Baumwolltuch abgewischt.
3.1.8   Auf der Außenfläche der Windschutzscheibe ist eine gleichmäßige
        Schicht Prüfflüssigkeit aufzutragen (siehe Anlage 2) und trocknen
        zu lassen.
3.1.9   Die Vorschriften nach 2.1.5 sind eingehalten, wenn die Bedingungen
        nach 3.1.4 erfüllt sind.
3.2     Scheibenwäscher
        Prüfbedingungen
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3.2.1   Prüfung Nr. 1
3.2.1.1 Der Scheibenwäscher wird bis zu den Spritzdüsen mit Wasser gefüllt
        und die Anlage während einer Mindestdauer von vier Stunden einer
        Umgebungstemperatur von 20 ± 5 'C ausgesetzt. Alle Spritzdüsen
        werden verstopft, und die Betätigungseinrichtung wird sechsmal in
        einer Minute jeweils mindestens drei Sekunden lang betätigt. Wird
        die Einrichtung durch Muskelkraft des Fahrers betätigt, so ist die
        in der nachstehenden Tabelle angegebene Kraft anzuwenden:
         Pumpentyp            Vorgeschriebene
                              Kraft
         Handpumpe            11 daN bis 13,5 daN
         Fußpumpe             40 daN bis 44,5 daN
3.2.1.2 Bei elektrischen Pumpen muß die Prüfspannung mindestens der
        Nennspannung entsprechen, darf diese aber nicht um mehr als 2 V
        überschreiten.
3.2.1.3 Die Funktionsfähigkeit des Scheibenwäschers muß nach erfolgter
        Prüfung den Anforderungen von 1.12 genügen.
3.2.2   Prüfung Nr. 2 (Prüfung bei niedrigen Temperaturen)
3.2.2.1 Der Scheibenwäscher wird bis zu den Spritzdüsen mit Wasser gefüllt
        und anschließend während einer Mindestdauer von vier Stunden einer
        Umgebungstemperatur von - 18 ± 3 *C ausgesetzt, und es wird
        geprüft, ob alles Wasser in dem Scheibenwischer gefroren ist.
        Sodann wird er einer Umgebungstemperatur von 20 ± 2 'C ausgesetzt,
        bis das Eis vollständig geschmolzen ist. Anschließend ist zu
        prüfen, ob das System einwandfrei funktioniert, wobei hinsichtlich
        seiner Betätigung die Vorschriften nach 3.2.1 einzuhalten sind.
3.2.3   Prüfung Nr. 3 (Prüfung bei hohen Temperaturen)
3.2.3.1 Der Scheibenwischer wird mit Wasesr von einer Temperatur von 60 ±
        3 *C gefüllt. Seine Funktionsweise ist unter Einhaltung der
        Betätigungsvorschriften nach 3.2.1 zu prüfen.
3.2.4   Prüfung Nr. 4 (Prüfung der Funktiohsfähigkeit des Scheibenwäschers
        nach 2.2.3)
3.2.4.1 Der Scheibenwäscher wird bis zu den Spritzdüsen mit Wasser
        gefüllt. Die Spritzdüse(n) wird (werden) bei stehendem Fahrzeug
        und ohne größere Windeinwirkung auf den Zielbereich auf der
        Außenseite der Windschutzscheibe ausgerichtet. Dabei darf die
        anzuwendende Kraft, wenn die
 ---pagebreak---                              - Tû<r -
        Einrichtung durch Muskelkraft des Fahrers betätigt wird, nicht die
        in 3.2.1.1 vorgesehene Kraft überschreiten. Wird die Einrichtung
        durch eine elektrische Pumpe betätigt, so sind die Vorschriften
        nach 3.1.4 anzuwenden.
3.2.4.2 Die Außenseite der Windschutzscheibe wird nach den Vorschriften
        unter 3.1.7 und 3.1.8 behandelt.
3.2.4.3 Anschließend wird der Scheibenwäscher, wie vom Hersteller
        angegeben, für die Dauer von zehn automatischen Funktionszyklen
        des Scheibenwischers bei größter Frequenz betätigt und der dabei
        gereinigte Anteil des Sichtbereichs nach 2.2 der Anlage 1
        gemessen.
3.3     Alle Prüfungen des Scheibenwäschers nach 3.2.2 und 3.2.3 werden an
        ein und demselben Scheibenwäscher durchgeführt.
 ---pagebreak---                                 - S'ÖC -
                                    ANLAGE 1
             METHODE ZUR BESTIMMUNG DER SICHTBEREICHE AUF DEN
        WINDSCHUTZSCHEIBEN VON DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRÄDERN SOWIE
               DREI- UND VIERRÄDRIGEN KRAFTRÄDERN MIT AUFBAU
                         IN BEZUG AUF DIE V-PUNKTE
1.    LAGE DER V-PUNKTE
1.1   Die relative Lage der V-Punkte zum R-Punkt gemäß den XYZ-Koordinaten
      des dreidimensionalen Koordinatensystems ist aus den Tabellen I und II
      zu ersehen.
1.2   Die Tabelle I gibt die grundlegenden Koordinaten für einen konstruktiv
      festgelegten Rückenlehnenwinkel von 25' an. Die postive Richtung der
      Koordinaten ist aus Anhang III Abbildung 1 zu ersehen.
                                   TABELLE 1
       V-Punkt
       Vx                 68 mm        - 5 mm     665 mm
       V                  68 mm        - 5 mm     589 mm
1.3   Korrektur für konstruktiv festgelegte RückenIehnenwinkeI, die nicht
      25* betragen.
1.3.1 Tabelle II gibt die zusätzlichen Werte an, um die die Koordinate
      [Delta] X Jedes V-Punktes berichtigt werden müssen, wenn der
      konstruktiv festgelegte Rückenlehnenwinkel nicht 25' beträgt. Die
      positive Richtung der Koordinaten ist in der Abbildung 1 angegeben.
 ---pagebreak---                                       -SC%-
                                    TABELLE I I
    Rücken 1ehnenw i nke1     Hor izontale     Rücken lehnen-    Hor izontale
    (in Grad)                 Koordinaten      winke I           Koordinaten
                                 [Delta] X         (in Grad)         [Delta] X
          5                       -  186  mm         23            - 18    mm
          6                       -  177  mm         24            - 9     mm
          7                       -  167  mm         25                0   mm
          8                       -  157  mm         26                9   mm
          9                       -  147  mm         27               17   mm
         10                       -  137  mm         28               26   mm
         11                       -  128  mm         29               34   mm
         12                       -  118  mm         30               43   mm
         13                       -  109  mm         31               51   mm
         14                       -   99  mm         32               59   mm
         15                       -   90   mm        33               67   mm
         16                       -   81   mm        34               76   mm
         17                       -   72   mm        35               84   mm
         18                       -   62   mm        36               92   mm
         19                       -   53   mm        37              100   mm
         20                       -   44   mm         38             108   mm
         21                       -    35  mm         39             115   mm
         22                       -   26   mm         40             123   mm
2.          SICHTBEREICHE
2.1         Ausgehend von den V-Punkten werden zwei Sichtbereiche festgelegt.
2.2         Sichtbereich A ist der Bereich der sichtbaren Außenfläche der
            Windschutzscheibe, der durch die nachstehenden, von den V-Punkten
            an nach vorne verlaufenden vier Ebenen begrenzt wird (siehe
            Abb iI dung 1):
                 eine durch Vi und V hindurchgehende und von der X-Achs
                 um 13* nach links abgewinkelte Ebene,
                 eine     parallel      zur   Y-Achse    verlaufende,     durch  Vi
                 hinduchgehende und von der X-Achse um 1*                nach unten
                 abgewinkelte Ebene,
                 eine durch Vi und V hindurchgehende und von der X-Achse
                 um 20* nach rechts abgewinkelte senkrechte Ebene.
 ---pagebreak---                                                   ANLAGE 1
                                               Abbildung 1
                                              Sichtbereich A
                                                             +X
                                                                 i
                                                                 (V
                                                                 I
                                                              -Y
(1) Verlauf der Längsmittelebene des Fahrzeugs
(2) Verlauf der vertikalen Ebene durch R
(3) Verlauf der vertikalen Ebene durch V-j und V 2
 ---pagebreak---                                    -So<{  -
                                       ANLAGE 2
            PRÜFFLUSS IGKEIT FÜR SCHEIBENWISCHER UND SCHEIBENWÄSCHER
Die Mischung für die   in 3.1.8 und 3.2.4.2 vorgesehene Prüfung besteht aus 92,5
Vol.-% Wasser (Härte   entsprechend einem Verdampfungsrückstand von nicht mehr
als 205 g/1 000 kg),   5 Vol.-% gesättigte Salzlösung (Natriumchlorid in Wasser)
und 2,5 Vol.-% Staub   von der in den Tabellen I und II festgelegten
Zusammensetzung.
                                      TABELLE 1
                        Analyse des Staubs für die Prüfung
                    BestandteiI               Gew.-%
                SiO                          67 bis  69
                Fe 6                          3  bis 5
                AI*o]                        15  bis 17
                CaÔ                           2  bis 4
                MgO                         0,5  bis 1,5
                Alkalien                      3  bis 5
                Verlust durch
                Verbrennen                    2 bis 3
                                      TABELLE I I
                   Verteilung des groben Staubs nach Korngröße
                 Größe der Teilchen         Verteilung nach
                         ( in /im)              Größe (%)
                    0 bis     5                   12 ±  2
                    5 bis 10                      12 ±  3
                  10  bis 20                      14 ±  3
                  20  bis 40                      23 ±  3
                  40  bis 80                      30 ±  3
                  80  bis 200                      9 ±  9
 ---pagebreak---                                    -S4ö-
                                      ANLAGE 3
          BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DEN SCHEIBENWISCHER FÜR EINEN
       DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                              KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den Scheibenwischer für einen
dreirädrigen Kleinkraftradtyp bzw. einen drei- oder vierrädrigen Kraftradtyp
mit Aufbau muß folgende Angaben enthalten:
1.      Fabr i k- oder Hände Ismarke:
2.      Name und Anschrift des Herstellers:
3.      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
Ferner muß er die Angaben enthalten, die in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG
des Rates vom 30. Juni 1992 unter dem Buchstaben C unter den Nummern 2.3 und
2.3.1 aufgeführt sind.
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                                      ANLAGE 4
                                                      Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHM IGUNGSBOGEN
                    BETREFFEND DEN SCHEIBENWISCHER FÜR EINEN
        DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                              KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
                                        MUSTER
Protokoll Nr. ..... des technischen Dienstes                vom,
Nr. der Bauartgenehmigung                 Nr. der Erweiterung            ,
1. Fabrik- oder Handelsmarke des Scheibenwischers:
2. Scheibenwischer typ:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5. Das Fahrzeug wurde zur Prüfung vorgeführt am: ..
6. Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert^*)
7. Ort:
8. Datum :
9. Unterschr i ft:
 (*) Nichtzutreffendes streichen
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                                      ANLAGE 5
          BESCHREIBUNGSBOGEN BETREFFEND DEN SCHEIBENWÄSCHER FÜR EINEN
       DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                              KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragstel1er zugeteiIt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend den Scheibenwäscher für einen
dreirädrigen Kleinkraftradtyp bzw. einen drei- oder vierrädrigen Kraftradtyp
mit Aufbau muß folgende Angaben enthalten:
1.      Fabr ik- oder Hände Ismarke:
2.      Name und Anschrift des Herstellers:
3.      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
Ferner muß er die Angaben enthalten, die in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG
des Rates vom 30. Juni 1992 unter dem Buchstaben C unter den Nummern 2.4 und
2.4.1 aufgeführt sind.
 ---pagebreak---                                     SAi -
                                     ANLAGE 6
                                                    Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                    BETREFFEND DEN SCHEIBENWÄSCHER FÜR EINEN
       DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                              KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
                                      MUSTER
Protokoll Nr. ..... des technischen Dienstes              vom.
Nr. der Bauartgenehmigung               Nr. der Erweiterung
1. Fabr i k- oder Hände Ismarke des Sehe i benwaschers :
2. Scheibenwäschertyp:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5. Das Fahrzeug wurde zur Prüfung vorgeführt am: ..
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert**)
7. Ort:
8. Datum :
9. Unterschrift:
 (*) Nichtzutreffendes streichen
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                                     ANLAGE 7
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
          BETREFFEND DIE ENTFROSTUNGS- UND TROCKNUNGSANLAGE FÜR EINEN
       DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                              KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
(Dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, wenn dieser unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis des Fahrzeugs eingereicht wird).
Laufende Nummer (vom Antragsteller zugeteilt):
Der Antrag auf Bauartgenehmigung betreffend die Entfrostungs- und
Trocknungsanlage für einen dreirädrigen Kleinkraftradtyp bzw. einen drei- oder
vierrädrigen Kraftradtyp mit Aufbau muß folgende Angaben enthalten:
1.      Fabr ik- oder Hände Ismarke:
2.      Name und Anschrift des Herstellers:
3.      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
Ferner muß er die Angaben enthalten, die in Anhang II der Richtlinie 92/61/EWG
des Rates vom 30. Juni 1992 unter dem Buchstaben C unter den Nummern 2.5 und
2.5.1 aufgeführt sind.
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                                    ANLAGE 8
                                                   Angabe der Behörde
                            BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
          BETREFFEND DIE ENTFROSTUNGS- UND TROCKNUNGSANLAGE FÜR EINEN
       DREIRÄDRIGEN KLEINKRAFTRADTYP BZW. EINEN DREI- ODER VIERRÄDRIGEN
                            KRAFTRADTYP MIT AUFBAU
                                     MUSTER
Protokoll Nr        des technischen Dienstes             vom
Nr. der Bauartgenehmigung              Nr. der Erweiterung
1. Fabrik- oder Handelsmarke der Entfrostungs- und Trocknungsanlage
2. Typ der Entfrostungs- und Trocknungsanlage:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers
5. Das Fahrzeug wurde zur Prüfung vorgeführt am: ..
6. Die Bauartgenehmigung wird erteilt/verweigert<*)
7. Ort:
8. Datum :
9. Unterschrift:
 (*) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                           KOM(93) 449 endg.
                                                      DOKUMENTE
 DE                                                                       06 05
                                 Katalognummer : CB-CO-93-496-DE-C
                                                          ISBN 92-77-59506-X
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
1-2985 Luxemburg