CELEX: 31977R2078
Language: de
Date: 1977-09-22 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2078/77 der Kommission vom 21. September 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflaumensorten mit Ursprung in der Tschechoslowakei

22. 9 . 77                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 243 / 15
                             VERORDNUNG (EWG) Nr. 2078 /77 DER KOMMISSION
                                                 vom 21 . September 1977
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten
                               Pflaumensorten mit Ursprung in der Tschechoslowakei
  DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
 GEMEINSCHAFTEN —                                                 tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                                  bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                festgestellt werden .
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                  Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für tschecho­
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des                slowakische Pflaumen der Gruppe II an zwei aufeinan­
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­              derfolgenden Markttagen um mindestens 0,5 Rech­
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert           nungseinheiten unter dem Referenzpreis gelegen . Da­
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­               her muß eine Ausgleichsabgabe für diese Pflaumen
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,                   erhoben werden .
 in Erwägung nachstehender Gründe :                               Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
                                                                  lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                     grunde zu legen :
  1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an            — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                       Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
 stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                     chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                 Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
 dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                      rität dieser Währungen stützt,
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­
 gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                  — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs,
                                                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der
 beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­              kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
 fügbaren Einfuhrpreise sein .                                        der während eines fortgesetzten Zeitraums für die
                                                                      Währungen der Gemeinschaft entsprechend vor­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1213/74 der Kommis­                      hergehendem Absatz festgestellt wird —
 sion vom 7. Juni 1977 zur Festsetzung der Referenz­
 preise für Pflaumen für das Wirtschaftsjahr 1 977 (3)
wird der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güte­
 klasse I von Gruppe II für den Monat September 1977              HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 auf 21,51 Rechnungseinheiten pro Doppelzentner
 Eigengewicht festgesetzt.
                                                                                         Artikel 1
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung              Es wird auf Einfuhren von Pflaumen (Zolltarifstelle
 für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentativen            08.07 D) der folgenden Sorten : Hauszwetschge (Quet­
Märkten, für welche Notierungen vorliegen , ver­                 sche commune, Altesse simple), Reine-Claude d'Oul­
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                lins (Oullins Gage), Sveskeblommer, Ruth Gerstetter,
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die              Ontario, Wangenheimer (Quetsche precoce de Wan­
 in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                 genheim), Pershore (Yellow egg), Mirabelle, Bosnische,
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­             mit Ursprung in der Tschechoslowakei, eine Aus­
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­           gleichsabgabe in Höhe von 1,88 Rechnungseinheiten
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                 je 100 kg Eigengewicht angewandt.
festgelegt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                                         Artikel 2
211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
                                                                 Diese Verordnung tritt am 23 . September 1977 in
(') ABl . Nr. L 118 vom  20 . 5. 1972, S. 1 .                    Kraft.
(2) ABl . Nr. L 125 vom  19 . 5 . 1977, S. 1 .
(J) ABl . Nr. L 140 vom  8 . 6. 1977, S. 11 .
(4) ABL   Nr. L 220 vom  10 . 8 . 1974, S. 20.                   (5) ABl . Nr. L 44 vom 18 . 2. 1975, S. 8 .
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            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 21 . September 1977
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Der Vizepräsident
                                                                   Finn GUNDELACH