CELEX: 51992PC0573
Language: de
Date: 1993-01-29
Title: Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) nr. 1785/81 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                       K0M(92) 573 andg.
                                       Brüssel» den 23. Dezember 1992
                        Vorschlag für eine
                    VERORDNUNG (EWG) DES RATES
      zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 über die
             gemeinsame Marktorganisation für Zucker
                  (von der Kommission vorgelegt)
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                                   BEGRÜNDUNG
I. Die Produkt ionsrege lung für Zucker, die Regelung zur Versorgung der
   Gemeinschaftsraffinerien und die Regelung gemeinschaftlicher und einzel-
   staatlicher Beihilfen
   Nach der 1991 erfolgten Verlängerung der in der Grundverordnung für den
   Zuckersektor (EWG) Nr. 1785/81 vorgesehenen Quotenregelung für die
   beiden Wirtschaftsjahre 1991/92 und 1992/93 muß diese Regelung nun
   erneut im Hinblick auf die ab 1. Juli 1993 geltenden Regeln überprüft
   werden. Zum Zeitpunkt dieser erneuten Prüfung sieht sich der gemein-
   schaftliche    Zuckersektor   mit   einer   ganzen  Reihe   von  Problemen
   konfrontiert, die eine eingehende Überprüfung sämtlicher Marktverwal-
   tungsinstrumente erforderlich machen. EG-intern haben die jüngsten
   Beschlüsse im Rahmen der GAP-Reform die Politik bei den Ackerkulturen
   (z.B. Getreide) in eine neue Richtung gelenkt. Hinzu kommt, daß sich der
   Binnenmarkt in der ersten Phase seiner Vollendung befindet und daß ein
   neues Süßungsmittel landwirtschaftlichen Ursprungs, das in direktem
   Wettbewerb mit Zucker und Isoglukose steht, neu auf den Markt gekommen
    ist. Schließlich ist es an der Zeit, das Problem der Rohzuckerversorgung
   der Raffinationsindustrie einer umfassenden Prüfung zu unterziehen.
   Auf der anderen Seite ist der Weltmarkt weiterhin durch eine äußerst
    instabile Lage, durch heftige und unvorhersehbare Preisschwankungen,
   durch Produktionsüberschüsse und umfangreiche Lagerbestände gekennzeich-
   net. Die Probleme sind äußerst komplex und hängen untrennbar miteinander
   zusammen. Hinzu kommt, daß das neue Wirtschaftsjahr unmittelbar bevor-
   steht und noch nicht absehbar ist, wie sich die in anderen Sektoren,
   beispielsweise dem Getreidesektor, durchgeführten GAP-Reformmaßnahmen
   auf den Zuckersektor auswirken.
   Die Kommission schlägt dem Rat daher vor, im Wirtschaftsjahr 1993/94 die
   Produkt ionsrege lung im Zuckersektor ebenso unverändert beizubehalten wie
   die Regelung betreffend die präferentielle Einfuhr von Rohzucker aus
   Drittländern nach Portugal, die bereits bis zum 30.6.1993 verlängert
   worden ist. Beibehalten werden sollten auch die Regelungen betreffend
   die gemeinschaftlichen RaffinatIonsbeihiIfen und die in Deutschland,
   Italien und dem Vereinigten Königreich gewährten einzelStaat Iichen
   BeihiIfen.
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11• Die Erzeugung von Inulinsirup
    Die gemeinsame Marktorganisation für Zucker, die seit Beginn auf
    einem System von institutionellen Preisen und Quoten gegründet ist,
    hat seit 1981 neben Zucker, seinen Folgeerzeugnissen und den zu
    seiner   Herstellung dienenden Grunderzeugnissen auch den als
    IsogIukose bezeichneten Sirup mit hohem Fruktosegehalt in ihren
    Anwendungsbereich übernehmen müssen. Dieses landwirtschaftliche
    Verarbeitungserzeugnis wird im allgemeinen aus zu Glukose ver-
    arbeiteter Getreidestärke gewonnen und als "das aus Glukose oder
    Glukosepolymeren gewonnene Erzeugnis mit einem Gehalt, bezogen auf
    den Trockenstoff, von mindestens 10 GHT Fruktose" definiert. Sein
    Fruktosegehalt kann bis zu 98 GHT und darüber hinaus betragen und
    sogar bis zur Kristallbildung gehen.
    Wie Zucker unterliegt auch Isoglukose den besonderen Regeln des
    Zuckersektors, beispielsweise der Quotenregelung zur Begrenzung der
    auf dem Gemeinschaftsmarkt absetzbaren Produktionsmengen und der
    Produktionsabgabenregelung, die sicherstellt, daß die Kosten für den
    Absatz der Zucker- und Isoglukoseüberschüsse von den Erzeugern
    getragen werden (Eigenfinanzierungsregelung).
    Bisher war Isoglukose der einzige Sirup mit hohem Fruktosegehalt,
    der in der Gemeinschaft in großem Umfang erzeugt und vermarktet
    wurde. Im Zuge des technologischen Fortschritts bei der Erzeugung
    von natürlichen Süßungsmitteln wird nun ein weiterer Sirup mit hohem
    Fruktosegehalt industriell hergestellt und in der Gemeinschaft
    vermarktet. Dieses neue Erzeugnis kann als Inulinsirup (Fruktose-
    sirup) bezeichnet werden und wird gegenwärtig in der Hauptsache aus
    Zichorien, aber auch aus Topinambur gewonnen. Das Herstellungs-
    verfahren besteht in der Extraktion des Inulins, einem Fruktose-
    Oligopolymer und Hauptbestandteil der Wurzeln landwirtschaftlicher
    Erzeugnisse wie Zichorie und Topinambur; Inulin selbst ist kein
    Süßungsmittel, durch teilweise oder vollständige Hydrolyse kann
    jedoch ein Sirup gewonnen werden, dessen Fruktosegehalt bei über 80
    GHT liegen kann. Dieses Erzeugnis kann allein verwendet oder mit
    Glukose vermischt werden. Es ist der Isoglukose sehr ähnlich, fällt
    aber nicht unter die in der Gemeinschaftsregelung enthaltene Rechts-
    definition dieses Erzeugnisses. Inulinsirup ist somit ein direkter
    Ersatzstoff für Isoglukose und flüssigen Zucker und steht mit diesen
    Erzeugnissen im direkten Wettbewerb.
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Durch die unkontrollierte Erzeugung dieses Sirups könnten daher
Isoglukose und flüssige Zucker aus dem bereits durch Überschüsse ge-
kennzeichneten Gemeinschaftsmarkt verdrängt werden, was unweigerlich
zu Marktstörungen führen würde; darüber hinaus müßten die ent-
sprechenden Mengen EG-Zucker erstattungsbegünstigt in Drittländer
ausgeführt werden. Da die Inulinsiruperzeugung nicht unter die
Regelung für den Zuckersektor fällt, werden für sie auch keine
Produktionsabgaben abgeführt, die im Rahmen des sektorspezifischen
Systems der Eigenfinanzierung die Kosten für die Ausfuhrerstattungen
decken sollen; andererseits Jedoch profitiert diese Erzeugung
indirekt von den Stützungsmaßnahmen auf dem Zuckermarkt.
Sollte die Produkt ionsrege lung für den Zuckersektor weiterhin auf
einem System von institutionellen Preisen und Quoten gegründet sein,
dann könnte diese wirtschaftliche "Bevorzugung" zu einer immer
stärkeren Ausweitung der Inulinsiruperzeugung führen und die zucker-
und isoglukoseerzeugenden Unternehmen benachteiligen, die nicht nur
eine Ungleichbehandlung erfahren würden, sondern auch zusätzliche
Kosten zu tragen hätten, während andererseits die neue Erzeugung
 indirekt von den Garantien im Zuckersektor profitieren würde, ohne
selbst einen Beitrag zu diesem System zu leisten.
Angesichts dieser Überlegungen hält es die Kommission für dem Fall
dass die Produkt ionsrege lung erneuert wird die erforderlichen Maß-
nahmen zu treffen, um die Inulinsiruperzeugung in die gemeinsame
Marktorganisation für Zucker einzubeziehen. Allerdings sollten ihrer
Auffassung nach diese Maßnahmen erst anläßlich der geplanten
Festlegung getroffen werden, also erst nach der Verlängerung der
derzeitigen Regelung; die betroffenen Erzeuger hingegen sollten über
die Absichten der Gemeinschaft informiert werden. Aus diesem Grund
schlägt die Kommission vor, bereits jetzt einen diesbezüglichen
Hinweis in die einschlägigen Rechtsvorschriften aufzunehmen nämlich
dass, wenn die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose ab dem
1. April 1994 aufrechterhalten werden sollte, die für Inulinsirup
anwendbaren Quoten auf der Basis der tatsächlichen Erzeugung während
des Zeitraums 1. Juli 1992 - 30. Juni 1993 festgelegt würden mit
einem ähnlichen wie bei der        Isoglukose angewandten Korrektiv
(Höchstquote - mindestens 65 % oder höchstens 85 % der jährlichen,
am 1. Oktober 1992 installierten, technischen Produktionskapazität).
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                               Vorschlag für eine
                          VERORDNUNG (EWG) DES RATES
            zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 über die
                    gemeinsame Marktorganisation für Zucker
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein-
schaft, insbesondere auf die Artikel 42 und 43,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
Artikel 23 der Verordnung     (EWG) Nr. 1785/81 des Rates vom 30. Juni 1981
über   die  gemeinsame   Marktorganisation  für   Zucker^),   zuletzt  geändert
                                              2
durch   die  Verordnung   (EWG) Nr.   3484/92< >,  bestimmt,  daß  die  Produk-
tionsquotenregelung    in diesem Sektor für die Wirtschaftsjahre 1991/92 und
1992/93 gilt und daß der Rat vor dem 1. Januar 1993 die ab 1. Juli         1993
anwendbare Regelung festlegt.
Mit der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik vor allem im Getreide-
sektor sollen   in erster Linie ein besseres Marktgleichgewicht erzielt und
die   Wettbewerbsfähigkeit   der  gemeinschaftlichen   Landwirtschaft  gestärkt
werden. Zu diesem Zweck werden die Gemeinschaftspreise und -garantien ab
1. Juli   1993 über einen Zeitraum von drei Wirtschaftsjahren schrittweise
gesenkt.
(1) ABI. Nr. L 177 vom 1. 7.1981, S. 4.
(2) ABI. Nr. L 353 vom 3.12.1992, S. 8.
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Der Zuckerrübenanbau     ist eine Ackerkultur, die häufig       im Wettbewerb zum
Getreideanbau steht. Daher empfiehlt es sich, die Garantiepreisregelung für
den Zuckerrübenanbau     analog  zur   Regelung    für den Getreidesektor   auszu-
gestalten, dabei aber den Besonderheiten der gemeinsamen Marktorganisation
für Zucker Rechnung zu tragen, d. h. der Produkt ionsrege lung und der Eigen-
finanzierungsregelung,     derzufolge    die   Kosten   für den   Absatz  der   EG-
Zuckerüberschüsse    vollständig   zu Lasten der Erzeuger      gehen. Dies setzt
voraus, daß die tatsächlichen Auswirkungen dieser Ausrichtung im Getreide-
sektor bekannt sind, ehe im Zuckersektor vergleichbare Maßnahmen sowohl für
Zuckerrüben - deren Aussaat      für das Wirtschaftsjahr 1993/94 bereits be-
gonnen hat - als auch für Zucker selbst getroffen werden können. Daher
sollten die bestehenden Preis- und Produkt ionsregelungen unverändert für
ein weiteres Wirtschaftsjahr beibehalten werden.
Mit Artikel 303 der Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals wurde für
einen Zeitraum von sieben Jahren ab dem Beitritt eine Präferenzregelung für
die angemessene Rohzuckerversorgung der portugiesischen Raffinerien ein-
geführt. Diese Präferenz besteht       in der Anwendung einer verminderten Ab-
schöpfung bei den entsprechenden Einfuhren von Rohzucker aus Drittländern,
 in der Verwendung der verfügbaren Mengen Rohzucker aus EG- Zuckerrüben und
-Zuckerrohr, die unter      die Verordnung      (EWG) Nr. 2225/86 des Rates vom
15. Juli 1986 über Absatzmaßnahmen für Zucker aus den französischen Uber-
seedepartements und zur Schaffung gleicher Preisbedingungen wie für Präfe-
renzrohzucker (3) fallen, sowie      in der Verwendung von Präferenzrohzucker
gemäß Artikel 33 der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81. Dieser siebenjährige
Übergangszeitraum endet am 31. Dezember           1992. Mit der Verordnung    (EWG)
Nr. 3484/92 wurde bis zur Festlegung einer endgültigen Versorgungsregelung
für die gesamte Raffinationsindustrie der Gemeinschaft           die Regelung zur
Versorgung der portugiesischen Raffinerien bis 30. Juni 1993 verlängert.
Dieselben Gründe, die für eine Verlängerung der Produkt ions- und Preis-
regelungen   im Zuckersektor sprechen,       läßt es wegen der engen Verbindung
zwischen der endgültigen Regelung für die Raffinationsindustrie und der
Produkt ionsrege lung für Zucker, die beide noch festzulegen sind, als zweck-
mäßig erscheinen, die derzeit gültige Regelung zur Versorgung der portu-
giesischen Raffinerien noch einmal bis zum 30. Juni 1994 zu verlängern.
(3) ABI. Nr. L 194 vom 17. 7.1986, S. 7.
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Die technologische und industrielle Entwicklung der Erzeugung von                      natürli-
chen Süßungsmitteln aus           landwirtschaftlichen Erzeugnissen           in der Gemein-
schaft hat eine neue Erzeugnisgeneration hervorgebracht, die im folgenden
als   "Inulinsirup"       bezeichnet     wird   und   deren    Eigenschaften     und    Verwen-
dungsmöglichkeiten mit          Isoglukose und flüssigem Zucker vergleichbar              sind.
Die beiden      letztgenannten       Erzeugnisse    fallen unter      die mit     der   Verord-
nung (EWG) Nr. 1785/81 eingeführte gemeinsame Marktorganisation für Zucker.
Obwohl   Inulinsirup vor allem der Isoglukose sehr ähnlich ist, fällt dieses
Erzeugnis    nicht      unter   die Definition      von    Isoglukose    gemäß   der    Verord-
nung (EWG) Nr.         1785/81,    da   es  weder    aus   Glukose    noch   durch     Glukose-
 Isomer isat ion, sondern durch Hydrolyse von Inulin gewonnen wird, wobei das
 Inulinmolekül      aus Fruktosebestandteilen aufgebaut             ist. Aus diesem       Grund
unterliegt die Erzeugung von Inulinsirup nicht den Einschränkungen der in
der   gemeinsamen       Marktorganisation       für   Zucker    vorgesehenen     Quoten-    und
Eigenfinanzierungsregelungen, wird aber indirekt durch die Marktstützungs-
maßnahmen      im   Rahmen     der   Marktorganisation       für   Zucker    und    Isoglukose
begünstigt.
 Inulinsirup      ist   ein   direkter    Ersatzstoff     für    Isoglukose    und    flüssigen
Zucker   und steht       daher mit diesen Erzeugnissen            im direkten      Wettbewerb,
allerdings unter Bedingungen, die Isoglukose und flüssigen Zucker benach-
teiligen. Aus diesem Grund und angesichts der Überschußsituation bei EG-
Zucker bewirkt        jegliche Produktion von Inulinsirup unweigerlich, daß die
entsprechende       Zuckermenge      zu Lasten    der    Zucker- und      Isoglukoseerzeuger
ausgeführt werden muß und der Markt erheblich gestört wird. Unter diesen
Umständen scheint es angezeigt, die inulinsiruperzeugung baldmöglichst in
die gemeinsame Marktorganisation für Zucker einzubeziehen.
Da die Produkt ionsrege lung für Zucker und Isoglukose nur noch für das Wirt-
schaftsjahr 1993/94 unverändert verlängert wird und der Beginn dieses Wirt-
schaftsjahres unmittelbar           bevorsteht, empfiehlt        es sich, mit      der   Einbe-
ziehung der       Inulinsiruperzeugung       in die gemeinsame Marktorganisation für
Zucker noch zu warten. Die tatsächlichen und die potentiellen Inulinsirup-
erzeuger sind jedoch darauf hinzuweisen, daß, sollte ab dem Wirtschaftsjahr
1994/95    für    Zucker    und    Isoglukose eine      spezifische     Produkt ionsrege lung
gelten,    diese     vom   gleichen    Zeitpunkt    an    analog    auch   für   die    Inulin-
siruperzeugung gelten wird.
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Es  ist sicherzustellen, daß die Einführung dieser Verordnung      reibungslos
erfolgt. Hierzu sind gegebenenfalls bestimmte Übergangsmaßnahmen erforder-
lich.  Diese  Maßnahmen   sind   nach   dem  Verfahren  des  Artikels  41  der
Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 zu erlassen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                   Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 9 Absatz 4 Unterabsatz 4 und Absatz 4a werden gestrichen.
2. In Artikel   9  Absatz  4b  werden   die  Worte  "in den  Wirtschaftsjahren
   1991/92 und 1992/93" durch die Worte "im Wirtschaftsjahr 1993/94" er-
   setzt.  In Unterabsatz 3 dieses Absatzes werden die Worte       "in den in
   Unterabsatz 1 genannten Wirtschaftsjahren" durch die Worte "in dem in
   Unterabsatz 1 genannten Wirtschaftsjahr" ersetzt.
3. In Artikel 9 Absatz 4c werden die Worte "im Zeitraum vom 1. Januar bis
   zum 30. Juni 1993" durch die Worte "im Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
4. Artikel 16a Absatz 1 erhält folgende Fassung:
   "1. Im Wirtschaftsjahr   1993/94 wird bei der Einfuhr einer Höchstmenge
       von 75 000 Tonnen in Weißzuckerwert ausgedrücktem Rohrrohzucker mit
       Ursprung   in Côte  d'Ivoire, Malawi, Simbabwe     und  Swasiland  nach
       Portugal (Festland) eine verminderte Abschöpfung erhoben."
5. Artikel 23 erhält folgende Fassung:
                                  "Artikel 23
   1.  Die Artikel 24 bis 32 gelten für das WirtschaftJahr 1993/94.
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   2.  Unbeschadet der Bestimmungen von Artikel 24 Absatz 2 und Artikel 25
       entsprechen     für den   in Absatz 1 genannten Zeitraum die A- und B-
       Quoten    der    zuckererzeugenden       Unternehmen    und    der   isoglukose-
       erzeugenden Unternehmen den Quoten des Wirtschaftsjahrs 1992/93.
   3.  Für   den    in   Absatz    1   genannten     Zeitraum   entsprechen    die   der
       Quotenzuteilung zugrunde liegenden Grundmengen für die Erzeugung von
       A- und B-Zucker sowie von         Isoglukose denjenigen      in Artikel 24 Ab-
       satz 2b bzw. in Artikel 24a Absatz 2.
   4.  Der Rat    legt vor dem 1. Januar         1994 nach dem Verfahren des Arti-
       kels 43 Absatz      2 des Vertrages die ab          1. Juli   1994 auf   Zucker,
        Isoglukose und     Inulinsirup anwendbare Produkt ionsrege lung fest. Zu
       diesem Zweck wird       Inulinsirup definiert als das unmittelbar           durch
       Hydrolyse von Inulin oder Oligofruktosen gewonnene Erzeugnis der KN-
       Codes   ex   1702 60 90 10 oder       ex   1702 90 90 10 mit      einem  Gehalt,
       bezogen   auf    den Trockenstoff, von mindestens          10 GHT   Fruktose   in
       ungebundener Form oder in Form von Saccharose. Sollte für Zucker und
        Isoglukose eine auf Quoten basierende Produkt ionsrege lung gelten, so
       werden die Inulinsirupquoten der einzelnen Unternehmen vor allem auf
       der Basis der im Zeitraum vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 erzeug-
       ten Mengen sowie der         am  1. Oktober      1992 vorhandenen    technischen
       Jahresprodukt ionskapaz i täten best immt.".
6. In Artikel 24 Absätze 1 und 3 wird die Angabe "1990/91" Jeweils durch
   die Angabe "1992/93" ersetzt.
7. In Artikel 28 Absatz 2 erhält der einleitende Satz folgende Fassung:
   "2. Vor Ende des Wirtschaftsjahrs 1993/94 wird für die Wirtschaftsjahre
       1991/92 bis 1993/94 kumulativ folgendes festgestellt:".
8. In Artikel 46 Absatz 1 und in den Absätzen 5 und 6 werden die Worte "in
   den Wirtschaft Jahren 1991/92 und 1992/93" sowie            in Absatz 7 die Worte
   "in den Wirtschaftsjahren 1990/91, 1991/92 und 1992/93" jeweils durch
   die Worte "im Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt; in Artikel 46 Absatz 3
   Buchstabe b werden      die   Worte    "für   die   Wirtschaftsjahre    1991/92   und
   1992/93" durch die Worte "für das Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
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9. In Artikel 48 werden die Worte "bis zum 30. Juni 1992" durch die Worte
   "bis zum 30. Juni 1994" ersetzt.
                                 Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amts-
blatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie giIt ab 1. Juli 1993.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am                           Im Namen des Rates
                                                  Der Präsident
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     FINANZBOGEN
                                                       FF/92/044
                                                       Datum :    9.12.1992
1. HAUSHALTSLINIE:      Ausgaben      11               MITTELANSATZz (PB 93):
                        Eigene Mittel 1000 und 1100    2.031 Mio. ECU
                                                       1.263,7 + 716,1 Mio. ECU
2. BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
   Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG)
   Nr. 1785/81 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker
3. RECHTSGRUNDLAGE:   EWG-Vertrag, insbesondere Artikel 42 und 43
4. ZIELE DER MASSNAHME: Die gemeinsame Marktorganisation für Zucker um das Wirt-
   schaftsjahr 1993/94 verlängern
5. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:             12-MONATS-    LAUFENDES HAUS-   KOMMENDES HAUS-
                                          PERIODE      HALTSJAHR (93)    HALTSJAHR (94)
                                          Mio ECU          Mio ECU           Mio ECU
5.0.  AUSGABEN ZU LASTEN DES
      - EG-HAUSHALTSPLANS                2.095,7             p.m.           1.990,9
       (ERSTATTUNGEN/INTERVENTIONEN)
5.1.  EINNAHMEN
      - EIGENE MITTEL DER EG             1.501,1                            1.501,1
        (ABSCHÖPFUNGEN/ZÖLLE)
                                          1995        1996         1997          1998
5.0.1. VORAUSSCHAU AUSGABEN              104,8
5.1.1. VORAUSSCHAU EINNAHMEN              p.m.
5.2.  BERECHNUNGSWEISE :
      (Siehe Einzelheiten der Berechnung im Anhang).
      Die Ausgaben sind zu 95% auf den Haushalt 1994 und zu 5% auf den Haushalt
      1995 umgelegt.
      Die Einnahmen sind zu 100% für den Haushalt 1994 vorgesehen.
6.0.  FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH
      IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                  JA
6.1.  FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL
      ZU KAPITEL IM LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                      JA
6.2.  NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                     NEIN
6.3.  ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKÜNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN         JA
ANMERKUNGEN:
 ---pagebreak---                                       - 12 -
                                                            A N H A N G     1
                            AUSGABEN IM ZUCKERSEKTOR
                                                                M i o ECU ( A )
 1.     Erstattungen:            2.792.000 t x 420 ECU/t            1.172,6
 2.    Vergütung Lagerkosten: 88,0 Mio t/Monat x 5,2 ECU/t            457,6
 3.    öffentIiche Lager-
        hai tung:                (pauschal)                             1.0
       Erstattung für die
       Verwendung in der
       chemischen Industrie      200.000 t x (420 - 70) ECU/t          70,0
 5.    Maßnahmen zur Förderung
       des Absatzes von Roh-
       zucker: DOM-EUR 11      290.000 t x 63 ECU/t                    18,3
                  (Rohr )
                  PORTUGAL      90.000 t x 63 ECU/t                     5,7
                  (Rübe)
       Subvention bei der
       Einfuhr :                                                      p.m.
 7.    Wertberichtigung der
       Bestände:                                                      p.m.
       BeihiIfe für die An-
       passung der portugie-
       sischen Industrie:                                             p.m.
 9.    GemeinschaftsbeihiIfe
       für Rohrzucker:           1.720.000 t X 15,80 ECU/t             27,2
10,    Gerne inschaftsbei trag
       für die nationale Bei-
       hi Ife UK:                1.130.000 t X 4,5 ECU/t x 25 % -       1,3
                                                    INSGESAMT      1.753,7
AUSWIRKUNG DES DOPPELTEN KURSES: 1.753,7 x 1,195 - 2.095,7 Mio ECU (B)
 ---pagebreak---                                                                                                                                             AHHAN3 2
 ABGABEN ZUCKER UND HYPOTHÎSEN N C H MITaiEDSTAAT
   INTERNER PREIS                                                                       UEBL            DK             0             GR            ESP      FR    metrop dan    IRL       IT      NL     PORT      UK       EUR 12
                           530.1
   OCPPELTER MURS                                                                       1.195         1.196          1.195          1.195         1.195    1.196               1.195     1.195   1.195   1.195    1.195
   A-QUOTE                              000 t                                              680           326          2638             290          960     2996    2530   466    182    1.320     690    54.5    1.040    11178.5
   B-ajOTE                              000 t                                              146          96.6        811.3               29            40   806.8   759.2  46.6   18.2    248.3      182    5.4       104    2486.6
   A + B-QU0TE                          000 t                                              826        424.6        3449.3              319         1000   3801.8  3289.2 512.6 200.2    1568.3     872    59.9     1144    13665.1
   ZUXER                                                                                                                     BERECHNUNG DER ZUCKERABGABE
   ERZEUQUNB A                          000 t                                              680           328          2638             290          960     2860    2560   300    182     1320     690        2    1040      10990
   ERZEUGUNS B                          000 t                                              146          96.6        811.3                29           40   759.2   759.2         18.2    248.3      182              104    2434.6
   GESAMT A + B                         000 t                                              826        424.6        3449.3              319         1000   3619.2  3319.2   300 200.2    1568.3     872        2    1144    13424.6
                                                                          ECUA
   GRUNDA8GABE                                       2%                10.602              8.8           4.5          36.6             3.4         10.6      38.4                 2.1     16.6     9.2     0.0     12.1      142.3
   B-ABGABE                                       37.»                198.788             29.0          19.2         161.3             5.8          8.0    150.9                  3.6     49.4    36.2     0.0     20.7      484.1
   INSGESAMT                            Mio ECU (A)                                       37.8          23.7         197.9             9.2         18.6    189.3                  5.7     66.0    45.4     0.0     32.8      626.4
                                        Mio ECU (B)                                       45.2          28.3         236.5            11.0         22.2    226.2                  6.8     78.9    54.3     0.0     39.2      748.6
   ISCGUJMOSE                                                                                                            BERECHNUNG OER ISOaUMOSEABGABE
   ERZEUGUNS A                          000 t                                           56.67                        28.88           0.75             75   15.89                         16.57    5.69    0.32    21.69      221.5
   ERZEUGUNS B                          000 t                                            15.58                          6.8                            8      3.6                           3.5                    5.79       43.3
   GESAMT A + B                         000 t                                           72.25                        35.68           0.75          " 83     19.49                        20.07    5.69    0.32    27.48      264.7
                                                  ECU/t                   ECU/T
   GRUNDABGABE                                    4.448                  4.448             0.3                          0.2            0.0           0.4      0.1                           0.1     0.0    0.0       0.1        1.2
   B-ABGABE                                                            83.403               1.3                         0.6            0.0           0.7      0.3                           0.3     0.0     0.0      0.5        3.7
                                                 83.403
   INSGESAMT                            Mio ECU (A)                                         1.6                         0.8            0.0           1.1      0.4                           0.4     0.0     0.0      0.6        4.9
                                                                                                                                                                                                                                     I
                                        Mio ECU (B)                                         1.9                          1.0           0.0           1.3      0.5                           0.5     0.0     0.0      0.7        5.9
   ZUSATZAB3ABE                                                                                      BERECHNUNG OER ZUSATZABGABE
                                        Zwiectansuime Atx* ben                             39.4          23.7          198.7             9.2         19.7   189.7                  5.7      66.4    45.4     0.0     33.4      631.3
                                        Koeff.:(P/R)-1                                    0.162         0.162          0.162          0.162        0.162   0.162                 0.162    0.162   0.162   0.162     0.162
                                        Verlust P                         733.3
                                        Eim.R                             631.3
                                        Mio ECU (A)                                          6.4           3.8           32.1            1.5          3.2    30.7                  0.9      10.7     7.3     0.0       5.4     102.0
                                        Mio ECU (B)                                          7.6           4.5           38.4            1.8          3.8    36.7                   1.1     12.8     8.7     0.0       6.5     121.9
     LAGERK06TENAB5ABE                                                    ECUA                   e ERECHNUNG   0 ER LAGERKOS TENABGABE
                                        Satz                                    25
     ASGESETZTE MEN3EN                  000 t                                                880          424           3392             234         1021    3763                  200      1570     942        2     1172     13600
                                        Mio ECU (A)                                        22.0          10.6           84.8             5.9         25.5    94.1                  5.0      39.3    23.6     0.1     29.3      340.2
                                        Mio ECU (B)                                        26.3          12.7          101.3             7.1         30.5   112.4                  6.0      47.0    28.2     0.1     35.0      406.6
     ZUSAVACNFASSUNG
    -ERZEUGUNS ZUCKER                                         Mio ECU(B)                   45.2          28.3         236.5             11.0        22.2   226.2                   6.8      78.9    54.3     0.0     39.2      748.6
    -ERZEUSUNS I90GLUKDSE                                     Mio ECUB)                      1.9          0.0              1.0           0.0          1.3     0.5                  0.0       0.5     0.0     0.0       0.7       5.9
    -LASERUNG                                                 Mio ECUB)                    26.3          12.7          101.3             7.1        30.5    112.4                  6.0      47.0    28.2     0.1     35.0      406.6
    - ZUSATZABGABE                                            Mio ECU(B)                     7.6          4.5           38.4             1.8          3.8    36.7                   1.1     12.8     8.7     0.0       6.5     121.9
     INSGESAMT                                                Mio ECU(B)                   81.0          45.5         377.2            19.9         57.8   375.8                  13.9     139.2    91.2     0.1     81.4     1283.0
ABSCHÖPFUNGEN
EMG 11                                                   300000 t         4 0 5 . 0 ECU/t x       1.195     -        1 4 5 . 2 Mio EOJ(B)
PORTUGAL                                                 200000 t         3 0 6 . 0 ECU/t x       1.195     -         7 2 . 9 Mio Ecu(B)
             INSGESAMT                                                                                              2 1 8 . 1 Mio Ecu(B)
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                                                                    ISSN 0254-1467
                                                           KOM(92) 573 endg
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             03
                                 Kataiogmimmer : CB-CO-92-616-DE-C
                                                           ISBN 92-77-51121-4
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg