CELEX: 51973PC0597
Language: de
Date: 1973-04-18
Title: Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über stetig arbeitende Wägeeinrichtungen mit Summierwerk (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (73) 597
Vol. 1973/0121
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                              KOM(73) 597 endg.
                                              Brüssel , den 18 . April 1973
                              Vorschlag einer
                           RICHTLINIE DES RATES
              zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
              staat an 'aber stetig arbeitende Wägeeinrichtungen mit
                                  Summierwerk
                        (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   KDK(73) 597 endg.
 ---pagebreak---                                    BEGRÜNDUNG
  •   Diese     Richtlinie ergeht in Anwendung von Artikel 100 des Vertrags in
Verbindung mit der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten "betreffend gemeinsame Vorschrif­
ten über Messgeräte sowie über Hess- und Prüfverfahren (l ).
Ziel dieser Richtlinie ist die Beseitigung der innergemeinschaftlichen tech­
nischen Handelshemiünisse , die gegenwärtig auf dem Sektor der stetig arbeiten­
den Wägeeinrichtungen mit Summierwerk infolge der Unterschiede in den einzel-     -
staatlichen Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über diese Wägeeinrichtun-
gen bestehen .
Eine vergleichende Früfung der Regelungen für      diese Wägeeinrich-
tungen hat gezeigt , dass sich die Unterschiede nicht nur auf die technischen
Vorschriften hinsichtlich Bau und Verwendungsbedingungen beziehen , sondern
auch auf die Genauigkeit sowie auf die Mess- und Prüfverfahren , denen diese
Wägeeinrichtungen vor dem Inverkehrbringen und der Verwendung unterworfen sind .
Auf der Ebene des Warenverkehrs wirkt sich diese Sachlage dadurch aus , dass
die Hersteller gezwungen sind , ihre Produktion zu diversifi zieren,' um sich der
jeweils in dem Mitgliedstaat geltenden Regelung anzupassen , in dem diese Wäge-
einrichtungen verwendet werden sollen , ferner dadurch , dass sie sich wieder­
holten Kontrollen unter wechselnden Prüfbedingungen zu unterwerfen haben .
Die derzeitigen einzelstaatlichen Rechtsvorschriften finden ihre Berechtigung
in der legitimen Sorge um den Schutz der Verbraucher und Benutzer , so dass
eine Harmonisierung dieser Rechtsvorschriften als das einzig mögliche Mittel
erscheint , die aus der Unterschiedlichkeit dieser Vorschriften herrührenden
Nachteile zu beseitigen und damit die zur Errichtung des Gemeinsamen Marktes
erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen .
 (l ) ABl . der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 202 vom 6 . September 1971
 ---pagebreak---   Als Förderbandwaagen werden Geräte "bezeichnet , mit deren Hilfe die Menge
  der mittels eines Förderbandes transportierten Schüttgüter (Fördermenge )
  während ihres Bandtransportes durch Wägen selbsttätig bestimmt wird . Die
- Förderbandwaage kann entweder in ein vorhandenes längeres Förderband ein­
  gebaut sein (Einbau-Förderbandwaage ) oder sie kann aus einem vom übrigen
  Förderband getrennten und ganz von der Waagenbrücke getragenen kurzen För­
  derband bestehen (Getrennt-Förderbandwaage ) .
  Förderbandwaagen werden insbesondere in Förderbandanlagen zum Be- und Ent­
  laden von Schiffen , Güterwagen und ähnlichen Massengut-Transportmitteln
  eingebaut , Mit ihrer Hilfe ist es möglich , die Fördermenge ehne zusätz­
  lichen Zeitaufwand und ohne Unterbrechung des Materialflusses während eines
  ohnehin erforderlichen Förderbandtransportes mit einem vergleichsweise ge­
  ringen Kostenaufwand hinreichend genau zu ermitteln .
  Förderbandwaagen werden ausserdem in Anlagen zum Mischen und Weiterverar­
  beiten mehrerer verschiedener Schüttgüter verwendet , um die Zufuhr der zu
 mischenden Stoffe zu überwachen , konstant zu halten oder - in anderer V/eise
  zu beeinflussen .
  Ausser Anzeigeeinrichtungen für die aufsummierte Fördermenge enthalten För-
  derbandwaagen in der Regel eine Einrichtung zur Anzeige der Förderstärke
  (Fördermenge- in der Zeiteinheit ). Zum Teil sind sie mit weiteren Zusatz­
  einrichtungen versehen , z.B. zur Regelung der Förderstärke .
 Bie Eichung der Förderbandwaagen wird zweckmässigerweise in zwei Stufen
 vollzogen . In der ersten Stufe wird die eigentliche Waage (bei Einbau-For-
  derbandwaagen ohne Förderband ) mit Eilfe von Normalgewichten beim Hersteller
  statisch vorgeprüft (teilgeeicht ) j bei Einbau-Förderbandwaagen muss hierfür
  die Bewegung des Förderbandes simuliert werden .
                                                                            Λ
 ---pagebreak---                                     - 3 -
Die zweite Stufe der Eichung vollzieht sich stets am Betriebsort der Förder-
bandnnlage mit dem gebräuchlichen Fördergut unter Zuhilfenahme einer hin­
reichend grossen geeigneten geeichten Kontrollwaage (Fahrzeugwaage , Bunker-
waage ).
Da Förderbandwaagen zum Messen grösserer Mengen von Schüttgütern nahezu
unentbehrlich sind und ihre wirtschaftliche Bedeutung mit zunehmender Auto­
matisierung der Produktion weiter zunehmen wird , müssen die bei der Eichung
zugrunde zu legenden Anforderungen einheitlich festgelegt werden , damit die
zur Zeit bestehenden Handelshe^imnisse , die sich aus den unterschiedlichen
nationalen Bau- und Eichbestimmungen ergeben , beseitigt werden können und
die zweistufige Eichung gemeinschaftliche Geltung erhält , mit allen damit
verknüpften Vorteilen hinsichtlich Rationalisierung, Kosteneinsparung durch
Großserienfabrikation , Verringerung der Kosten und Formalitäten der Prüf­
verfahren gegenüber den einzelstaatlichen Regelungen .
EAKMOmSIERTWaSLOSUNG
Die hier angewendet e Harnionisierungslösung ist die sogenannte Alternativ­
lösung , die in Anlehnung an die meisten der auf dem Gebiet der Messgeräte
erlassenen Einzelrichtlinien gewählt wurde . Die Altemativlösung wurde in
der Rahmenrichtlinie des Rates über Messgeräte und Mess- und Prüfverfahren
vom 26 . Juli 1971 neben dervöftligen Harmonisierung als gleichberechtigte
Lösung vorgesehen .    Eine totale   <•    . Harmonisierung würde nämlich ,
solange die wichtigsten nichttechnischen Vorschriften , namentlich mit Hin-,
blick auf den Geltungsbereich und die Prüfgebühren , bei stetig arbeitenden
Wägeeinrichtungen noch nicht ham®nisiert worden sind , ernste Probleme
aufwerfen .
Die Alternativlösung der Harmoni si erung besagt , dass die dieser Richtlinie
entsprechenden Wägeeinrichtungen sowohl im grenzüberschreitenden Handel
zwischen den Mitgliedstaaten wie auf den Binnenmärkten der Mitgliedstaaten
in derselben Weise in den Verkehr gebracht und verwendet werden können , wie
dies für Wägeeinrichtungen , die die innerstaatlichen Kontrollen erfüllt haben ,
in jedem Mitgliedstaat gilt .
                                                                            •Λ
 ---pagebreak---                                      - 4 -
MHORCTq, JF15 PA3LAI.IMT3 IMP PES WI^SCHATO- UNI) SQ ZIALAUSSCHUSSES
Die Anhörung dieser "beiden Gemeinschaftsorgane gemäss Artikel 100 Absatz 2
erscheint notwendig, da die Inkrpft Setzung der in der Richtlinie    enthalte­
nen Bestimmungen in einigen Mitgliedstaaten eine Änderung der. Rechtsvor-
schriften erfordert .
 ---pagebreak---                                    ANLAGE
                              zur Begründung
  Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über stetig arbeitende
                Wägeeinrichtungen mit Summierwerk
BELGIEN .
Keine
DÄNEMARK
Keine
DEUTSCHLAND
- Gesetz über das Mess- und Eichwesen ( Eichgesetz ) vom 11 . 7 » 1969
- Bauartranforderungen an Förderbandwaagen der PTB
FRANKREICH
- Dekret vom 18 . Juni 1956 , geändert durch Dekret vom 31 « August 1971
- Rundschreiben Nr . 71 . 0^5 « 0.6^0.0 über stetig arbeitende Wägeeinrich-
  tungen mit Summierwerk vom 19 « April 1971
IRLAND
Keine
ITALIEN
- Einziger Text der Gesetze über Maße und Gewichte , gebilligt durch
  Königliches Dekret vom 28 . August 1890 , Nr . 7088 , nebst Änderungen
- Regelung über die Herstellung von Gewichten , Maßen , Vägeeinrichtungen
  und Messgeräten vom 12.6.1902 , nebst Änderungen
- Dekret des Präsidenten der Republik vom 22 . Juni 1964 , Nr . 575 * über
  die Eichung von automatischen Geräten zur Wägung von transportierten
  Schüttgütern auf stetig arbeitenden Förderbändern
- Ministerialerlaß im Anschluss an das obengenannte Dekret des Präsi­
  denten der Republik über die Zulassung von einzelnen automatischen
  Geräten zur Wägung von transportierten Schüttgütern auf stetig arbei­
  tenden Förderbändern auf Antrag des Herstellers ( Bauart Zulassung )
LUXEMBURG
Keine
 ---pagebreak---                                   -2-
NIEDERLANDE
- Gesetz über die Eichung von Messgeräten ( IJkwet ) 1937
                                     /                       "
  Zwingende Vorschrift : Im Handel benutzte Wägegeräte müssen geeicht
  und gestempeld sein .
- Regelung über die Eichung von Messgeräten ( IJkreglement )
  Weitere zwingende Vorschriften : Anbringung der Eichzeichen , Ver­
  pflichtungen der Personen , die Eichungen beantragen .
- Vorschriften über die Eichung dar Messgeräte ( IJkbeschikking )
  Technische Vorschriften .
  Es bestehen noch keine speziellen Vorschriften für stetig arbeitende
  Wägegeräte mit Summierwerk : Es handelt sich um automatisch arbeitende
  Wägeeinrichtungen , die grundsätzlich die Vorschriften über diese Ge-
  rätekategorie erfüllen müssen .
VEREINIGTES KÖNIGREICH
- Gesetz über Maße und Gewichte von 1963 ( Weights and Measures Act )
- Eichordnung von 1963 - Si 19&3 No . 1710(Weights and Measures Regu­
  lations 1963 )
 ---pagebreak---                     VORSCHLAG FÜR EH.TE RICHTLINIE '     _ DYS RATES
                zur Angieichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                über stetig arbeitende Wäge einri chtungen mit Summierwerk
                             (von der Kommission beim Rat vorgelegt )
   DER RAT DER EUROPÄISCHEN" GEMEINSCHAFTEN,
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
   schaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
   auf Vorschlag der Kommission ,
   nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
   nach Stellungnahme des Wirt3chafts- und Sozialausschusses
 und in Erwägung nachstehender Gründe s                           ,
   In den Mitgliedstaaten sind der Bau sowie die RPüfbedingungen von stetig
                       /
   arbeitenden Wägeeinrichtungen mit Summierwerk durch zwingende Vorschriften
   geregelt , die von Mitgliedstaat zu Mit gliedstaat verschieden sind -und in­
   folgedessen bei diesen Geräten zu Handelshemmnissen führen , Es ist deshalb
   erforderlich     diese Bestimmungen einander anzugleichen.
   Durch die Richtlinie des Rates vom 27 . Juli 1971 zur Angieichung der Rechts-
   vorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Bestimmungen über
   Messgeräte und Hess- .und. Prüfmethoden (l ) sind , die Vorfahren der EWG-Bauart-
   zulassung und der EWG-Ersteichung festgelegt worden . In- Übereinstimmung mit
   dieser Richtlinie sind nunmehr technische Vorschriften festzulegen , denen
   stetig arbeitende Wägeeinrichtungen mit Summierwerk genügen müssen , damit
   ihre freie Einfuhr , Vermarktung und Verwendung gewährleistet ig-tj nachdem
   sie die vorgeschriebenen Prüfungen durchlaufen und die vorgesehenen EWG-
   Zeichen und -Stempel erhalten haben . '       ■ ■ -
   Die vorerwähnte Richtlinie sieht ferner vor , dass in Einzelrichtlinien zu
   gegebener Zeit das Datum festgelegt werden kann , an dem die Mitgliedstaaten
. .die nationalen Vorschriften für ähnliche Geräte , die den gemeinschaftlichen
   Vorschriften entsprechen , ausser Kraft setzen * Im vorliegenden Fall kann
   dieses Datum jedoch noch nicht festgesetzt werden –
   HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :                                            /
    (1 ) AB1 , der EG Kr . L 202 vom 6 . September 1971
 ---pagebreak---                                     Artikel 1
Die VOrrliegencte
              n<M. chtlinie gilt für stetig arbeitende Wägeeinrichtungen mit
Summierwerk . Diese Geräte sind in Punkt 1 des Anhangs definiert .
                                    Artikel 2
Die stetig arbeitenden Wägeeinrichtungen mit Summierwerk , die die MG-
Zeichen und -Stempel erhalten können , sind im Anhang beschrieben , Sie be­
dürfen der EWG-Bauart Zulassung und unterliegen der EWG-Ersteichung .
                                    Artikel 3
Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen und die Verwendung von
stetig arbeitendei^^ä^eimu^^imgen^
                          Suramiarverk
                          reeinricntur     die das. Zeichen der EWG-Ersteichung
tragen , nicht verweigern , untersagen oder beschränken .
                                    Artikel 4-
1 . Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwal-
tungs Vorschriften um sich dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer
Bekanntgabe anzupassen , und setzen dio Kommission 'anvorzüglich hiervon in
Kenntnis .
2 . Die Mitgliedstaaten teilen dor Kommission den Wortlaut der internen Rechts-
    vorschriften mit . die sie auf dem von dieser Richtlinie erfaßten Gebiet er–
    lassen .
                                    Artikel 5
Diese Richtlinie ist an "        Mitgliedstaaten gerichtet .
                                       Geschehen zu Brüssel am
                                                        Fur den Rat
                                                       Der Präsident
 ---pagebreak---                                     -1-
                                 ANHANG
Die folgenden Bestimmungen gelten für stetig arbeitende Wägeeinrichtun-
 gen mit Summierwerk ,, die in Förderbänder eingebaut sind..
                                 TEIL   I
 1 .-    Definition .
         ■ OCBieSS«ISS<S
         In Förderbänder eingebaute stetig arbeitende Wägeeinrichtungen
         mit Summierwerk ermitteln das Gewicht eines Fördergutstromes
         ohne systematische Unterteilung desselben , wobei das Band eine
         vmunterbrochene Bewegung ausführt .
 2 -
 2.1 -   nach der Art der Mengenfeststellung :
 2.1.1 - addierende Waagen :
         Waagen , deren Mengenzählwerk das Addieren der aufeinanderfolgen
         den Teillasten ausführt , von denen jede einer bestimmten Fortbe
         wegung des Förderbandes entspricht .
 2.1.2 - integrierende Waagen :                                           1
         Waagen , bei denen das Mengenzählwerk eine Integration des Pro­
         duktes aus Bandbelastung und Bandgeschwindigkeit über der Zeit
         ausführt .
 2.2 -   nach_ der Art des Lasttràgers :
 2.2.1 - Einbau-Forderbandwaagen :
         Waagen , bei denen der Lastträger , der als " Waagenbrücke " be­
        zeichnet wird , nur einen Teil der Fördereinrichtung darstellt .
 2.2.2 - Getrennt-Förderbandwaagen :             .      '
         Waagen , bei denen die gesamte Fördereinrichtung den Lastträger
         der Waage bildet .
 3.1 -   Hauptsächliche Bauteile                                     . .
 3.1.1 - Bandförderer :
         Teil der Waage , der für den Transport des Wägegutes mittels
         Förderband bestimmt ist :
 ---pagebreak---                                       -2-
  3.1.1.1 - Tragrollen
             Zylinder , über die sich das Förderband auf das feste Gestell
             stützt .
  3*1.1.2 - Wagerollen
             Zylinder , über die sich das Förderband auf den Lastträger der
             Wägezelle stützt .                              <
  3.1.2 -    Wagezelle
             Ganzes oder Teil einer nichtautomatischen Waage , die über das
             Gewicht des Wägegutes eine Information liefert .
  3.1.3 -    Einrichtung zum übertragen der Förderbandbewegung .
             Einrichtung , die mit dem Förderband verbunden ist und entweder
             unstetige Signale entsprechend der Fortbewegung einer bestimmten
             Bandlänge oder stetige Signale liefert , die der Bandgeschwindig-
             keit proportional sind .
             Der mit dem Förderband ständig in Berührung stehende Teil dieser
             Einrichtung wird Wegnehmer genannt .
  3.1.4 .-   Mengenzahlwerk
             Einrichtung zum Addieren von Teillasten oder zum Integrieren des
             Produktes aus Bandbelastung und Bandgeschwindigkeit aus den In­
             formationen , die von der Wägezelle und der Einrichtung zur Uber­
             tragung der Förderbandbewegung geliefert werden .
  3*1.5 -*   Anzeigeeinrichtung des Mengenzählwerks
             Einrichtung , die die Informationen des Mengenzählwerks erhält
             und das Gewicht der geförderten Lasten angibt * -
             Diese Einrichtungen werden Teilanzeigeeinrichtungen genannt ,
             wenn sie mit einer Null-Rückstellung versehen sind .
             Sie werden Zusatz-Anzeigeeinrichtungen genannt , wenn sie Wäge-
             ergebnisse über ziemlich lange Förderzeiten angeben sollen und ihr]
             Skalenwert infolgedessen wesentlich größer ist als der Skalenwert
             der Hauptanzeigeeinrichtung .
, 3» 1*6 -   Nullstelleinrichtung
                                                ν
             Einrichtung , qjit der das Mengenzählwerk bei leerem Förderband
           . für jeweils volle Förderbandumläufe auf den Wert Null einge­
             stellt werden kann .
             Die Nullstelleinrichtung kann nichtautomatisch , halbautomatisch
             oder automatisch sein .
             Sie kann unabhängig vom Anzeiger des Mengenzählwerks über eine
             eigene Nullstellanzeige verfügen .
  3.1.6.1 - Nichtautomatische Nullstelleinrichtung
             Einrichtung zur Beobachtung , Einstellung und Kontrolle des Null-
             wertes durch Bedienungspersonal .
 ---pagebreak---                                     -3-
3.1.6.2 - Halbautomatische Nullstelleinrichtung
          Eine halbautomatische Nullstelleinrichtung gestattet die auto­
          matische Null-Kückstellung der Wägeeinrichtung nach Erhalt eines
          Steuersignals der Einrichtung , oder aber sie liefert eine Angabe
          des Wertes , uai den die Nullstelleinrichtung verstellt werden muß .
3.1.6.3 - Automatische Nullstelleinrichtung
          Eine automatische Nullstelleinrichtung gestattet die Null-Rück-
          stellung der Wägeeinrichtung nach Ingangsetzung des leerlaufenden
          Förderbandes , ohne Eingreifen von Bedienungspersonal .
3.2 -     Zucatzeinrichtungen
3*2.1 -   Anzeiger der momentanen Belastungen ( Momentanbelastungsanzeiger ).
          Einrichtung zur Anzeige der in jedem Augenblick auf die Wägezelle
          einwirkenden Belastung .
3*2.2 -   J! orderstlirkenanzeiger
          Einrichtung , die in jedem Augenblick das Gewicht der pro Zeit­
          einheit geförderten Warenmenge anzeigt .
3*2.3 -   Einrichtungen zur Funktionskontrolle
          Einrichtungen zur Kontrolle bestimmter Funktionen , insbesondere :
          - Simulation einer konstanten Belastung des leeren Förderbandes ,
          - Vergleich von zwei Integrationen bei konstanter Belastung in
              gleichen Zeiträumen ,
          - Anzeige einer Überschreitung der Köchstiast ,
          - Hinweis an den Benutzer auf einen Funktionsfehler , besonders
              in der elektrischen Einrichtung .
3.2 .^ -  Einrichtung zur Regelung des Förderstroms .
          Einrichtung zur Sicherstellung eines praktisch konstanten , pro­
          grammierten Förderstromes .
3.2.5 -   Mengenemstellwerk .
          Einrichtung zur Unterbrechung der Varenzuführ , wenn die Menge
          des Wägeguts einen vor eingestellten Wert erreicht .
3.2.6 -   Prüfungshilfseinrichtung "Bandbewegungs-Simulator ".
          Einrichtung zur Prüfung von Waagen ohne Fördereinrichtung in
          der Werkstatt , durch die eine Förderbandbewegung simuliert wird .
3.2.7 -   Anzeigeeinrichtung für die Mengenzählwerkskontrolle .
          Einrichtung mit kleinerem Skalenwert als der normale Mengen-
          zähl werksanzeiger ; sie wird bei Kontrollen verwendet und kann
          als Nullstellanzeiger dienen .
          Die Einrichtung darf nur bei Kontrollen in Betrieb genommen
          werden .
   -      Mexßtechnische_Eigenschaften
k. 1 -    Skalenwert des Mengenzählwerkes .
          In „ Gewichtseinheiten ausgedrückter Wert :
          - der kleinsten Einteilung der Gewichtskale bei Analoganzeige :
              ( dt )
 ---pagebreak---                                                           \
                                     -4-
          - des kleinsten Ziffernschrittes zweier aufeinanderfolgender
             Zahleneingaben bei Digitälänaeige - : ( dt^).
4.2 -     Skalenwert d? Öer Anzeirteeinrichtunp; für die Nullstellung; ( Null-
          stellanzeiger ).
          Der Skalenwert der Anzeigeeinrichtung für die Nullstellung ge­
          stattet die Kontrolle des Nullwertes bei unbelastetem Band .
          In Gewichtseinheiten ausgedrückter Wert :
          - der kleinsten Einteilung der Skale des Nullstellanzeigers bei
             Analoganzeige
          - des kleinsten Ziffernschrittes zweier aufeinanderfolgender
             Zahlenangaben des Nullstellanzeigers bei Digitalanzeige .
4.3 -     Wirksame Brückenlänge (L )
          Achsabstand der äußersten Wägerollen auf der Waagenbrücke , erhöht
          um die halben Achsabstände dieser Wägerollen von der am . nächsten
          liegenden Tragrolle des Förderbandes vor und hinter der Waagen-
          brücke.'
4. 4 -    Waprezyklus
          Gesamtablauf der Funktionsphasen , durch den sämtliche Waagenteile
          in die Ausgangsstellung bzw. in den Ausgangszustand zurückkehren ,
          mit Ausnahme der Anzeigeeinrichtung des Mengenzählwerks .
4.5 -     Höchstlast ( Max ) und Mindestlast ( Min ) der Wägezelle
4.5.1 - Höchstlast
          Maximalwert der Last der mit dem Förderband zusammengebauten
          Wägezelle .                                  '
4. 5. 2 - Mindestlast
          Größe der Last , unterhalb derer die Benutzung der Wägeergebmsse
          einen zu großen relativen Fehler im Ergebnis des Mengenzählwerkes
          verursachen kann .
4.5.3 ~   Wagebereich der Wagezelle
          Bereich zwischen Mindestlast und Hbchstlast
4.6 -     Maximale ( Qmax ) und minimale Förderstärke ( Qmin )
4.6.1 -   Maximale Forderstarke                                  ■
          Die maximale Förderstärke ist die , die bei Höchstlast der Wäge-
          zelle und größter vorgesehener Bandgeschwindigkeit erreicht wird .
4.6.2 -   Minimale Forderstarke
          Die minimale Förderstärke ist die , die bei Mindestlast der Wäge-
          zelle und bei der kleinsten vorgesehenen Bandgeschwindigkeit
          erreicht wird.'
4.7 -     Mittlere Prüf förderstärke
          Quotient aus der abgewogenen Last durch die Pi-üfdauer .
 ---pagebreak---                                         -5-
k.o        Kleinste Abgabemenge
           Kleinste Fördergutrnenge , unterhalb der das Wägeergebnis einen
           Fehler aufweisen kann , der größer ist als die Fehlergrenze für
           alle Förderstärken zwischen maximaler und minimaler Förderstärke .
4.8 . 1 - Kleinste Abgabemenge im Betrieb
           Wert der gemäß Regelung vorgeschriebenen Jft©tfdö'j?gÜtme£gS •Ao »
           unterhalb der anzunehmen ist , daß die Wägeergebnisse mit zu
           großen Fehlern behaftet sind .
4.8.2 - Kleinste Abgabemenge eines Versuchs
           Wert der gemäß Regelung vorgeschriebenen FofdeirgutiaeiS^tärke ,
           unterhalb der die Wägeergebnisse eines Versuchs nicht für die
           Prüfung in Betracht gezogen werden .
4.9 -      Größte lineare Bandbslastung ( Cl )
         . Quotient aus der Höchstlast der Wägezelle durch die v/irksame
        ■ Brückenlänge .
                                     TEIL II
                             MESSTECHNISCHE VORSCHRIFTEN
5 -        Abgrenzung des Bereiches der Genauigkeitsklassen .
5.1 -      Genauigkeitsklassen
           Ford erb andwaagen werden in drei Genauigkeitsklassen eingeteilt :
                                   ■ Klasse 0,5
                                     Klasse   1
                                     Klasse   2
5.2 -      Aufteilung innerhalb der drei Genauigkeitskla ssen
           Die Aufteilung innerhalb der Genauigkeitsklassen erfolgt nach
           den meßtechnischen Merkmalen der Waagen .
5«2«1 - Merkmale der Waagen der Klasse 0,5 .
5.2,1 . 1-Skalenwert des Mengenzählwerkes ( dt ).
           Der Skalenwert des Mengenzählwerkes ist                ,
           - kleiner oder gleich 1 /4000 der in einer Stunde bei maximaler
             Förderstärke abgewogenen Menge ( Cmax )
           - größer oder gleich 1 /100.000 dieser Menge ( Cmax ).
 ---pagebreak---                                      -6-
5*2.1.2 - Skalenwert der Nullstelleinrichtung ( do )
           Der Skalenwert der Nullstelleinrichtung ist kleiner oder gleich
           1 /50 . »00 der in einer Stunde bei maximaler Förderstärke abge­
           wogenen Last ( Cmax ) ohne jedoch den Skalenwert des Mengenzähl-
           werks zu übersteigen ( dt ).
5*2.2 -    Merkmale der Waagen der Klasse 1 .
5*2.2.1 - Skalenwert des Mengenzählwerkes .
           Der Skalenwert des Mengenzählwerkes ist
           - gleich oder kleiner 1 /2000 der in einer Stunde bei maximaler
              Förderstärke abgewogenen Menge ( Cmax )
           - größer oder gleich 1 /50.000 dieser Menge ( Cmax ).
5*2.2.2 - Skalenwert der Nullstelleinrichtung
           Der Skalenwert der Nullstelleinrichtung ist kleiner oder gleich
           1 /20.000 der in einer Stunde bei maximaler Förderstärke abge­
           wogenen Last , ohne jedoch den Skalenwert des Mengenzählwerkes
           zu übersteigen .
5*2.3 -    Merkmale der Waagen der Klasse 2 .
5* 2.3*1 -
5*2.3.1    Skalenwert des Mengenzählwerkes ( dt ).
           Der Skalenwert des Mengenzählwerkes ist
           - kleiner oder gleich 1 /1000 der in einer Stunde bei maximaler
              Förderstärke abgewogenen Menge ( Cmax )
           - größer oder kleiner als 1 /20.000 dieser Last
5*2*3*2 - Skalenwert der Nullstelleinrichtung .
           Der Skalenwert der Nullstelleinrichtung ist kleiner oder gleich
           1 /10.000 der in einer Stunde bei maximaler Förderstärke ab­
           gewogenen Last ( Cmax ), ohne jedoch den Skalenwert des Mengen-
           zählwerks zu übersteigen ( dt ). (
5*2 *^ -   Form der Skalenwerte
           Der Skalenwert muß der Form 1.1Qn , 2.10n , 5* 10n entsprechen ,
           wobei der Exponent n eine positive oder negative ganze Zahl
           oder Null ist .
           Der Skalenwert des Nullstellanzeigers braucht jedoch diese Vor­
           schrift nicht zu erfüllen .
5.2.5 -    Mmdestlast der Wâgezelle
           Die Mindestlast der Wägezelle beträgt mindestens 1/5 der Höchst­
           last..
 ---pagebreak---                                      7-
6 -        Größe _der_Fahlergrenzen
           Für die bei Nullast einwandfrei auf Null eingestellte Waage
           sind die Plus- und Minusfehlergrenzen für jeden Fördergutstrom
           gleich oder oberhalb der Mindestbelastung gleich den nachstehend
           anp^egebenen Werten .
6.1 -      Felilei'grenzen der Ersteichung
6.1.1 -    Klasse 0,5
6.1.1.1 - Simulationsprufungen
           Für jede Förderstärke zwischen 5% und , 20% der größten Förder-
           stärke :                                         '          ,
           0,5%.o der während der gesamten Versuchsdauer bei maximaler
           Förderstärke abgewogenen Last ( 1 )
           Für jede Förderstärke zwischen 20% und 100% der größten
           Förderstärke : 2,5      der abgewogenen Last ,
6.1.1.2 - Prüfungen mit Fördergut
           3>5 %o der abgewogenen Last für jede Förderstärke zwischen 20$
           und 100% der größten Förderstärke ( plus 1 Prüfziffernschritt
           bei digitaler Anzeigeeinrichtung ).
6.1.2 -    Klasse 1
6.1.2.1 - Sirnulationspriifung
           Für jede Förderstärke zwischen 5% und 20% der größten Förder-
           stärke :
           0,7 %o der während der Prüfdauer ( 1 ) bei maximaler Förder-
           stärke abgezogenen Last .
           Für alle Förderstärken zwischen 20% und 100% der größten Förder-
           stärke : 5,5 %o der abgewogenen Last .
6.1.2.2 - Prüfung mit Fördergut
           5 /oo der abgewogenen Last bei allen Förderstärken zwischen 20%
           und 100% der größten Förderstärke ( plus 1 Prüfziffernschritt bei
           digitaler Anzeigeeinrichtung ).
6.1.2 -    Klasse 2
6.1.2.1 - Simulationsprufung 1
           Für jede Förderstärke zwischen 55° und 20% der größten Förder-
           stärke :
           1 ,^ %o der während der Prüfdauer ( l ) bei maximaler Förderstärke
           abgewogenen Last .             -
           Für alle Förderstärken zwischen 20% und 100% der größten Förder-
           stärke : 7      der abgewogenen Last .    '
6.1.2.2 - Prüfung mit Fördergut
         . 10 %o der abgewogenen Last bei allen Förderstärken zwischen 20%
           und 100% der größten Förderstärke ( plus 1 Prüfziffernschritt bei
           digitaler Anzeigeeinrichtung ).
           (1 ) s.Punkt 13 » 2 -
 ---pagebreak---   V erkehr sf ehl ergr enz en
  Klasse 0,5
  5 %o der abgewogenen Last zwischen 20# und 100# der größten
  Fördei-stärke .
  Klasse 1     '
  10 #o der abgewogenen Last bei allen Förderstärken zwischen- 20#
  und 100# der größten Förderstärke .
  Klasse 2
  20 #o der abgewogenen Last bei allen Förderstärken zwischen 20#
  und 100# der größten Förderstärke ,
  Anwendunnsbedingungen für die Fehlergrenzen
  Die vorgenannten Fehlergrenzen gelten nur für die Wägeergebnisse
  als solche unter folgenden Bedingungen :
  Waagen mit mehreren Anzeigeeinrichtungen ( des Mengenzählwerks )
  Bei Waagen mit mehreren Teilanzeigeeinrichtungen müssen die Wäge-
  ergebnisse jeder einzelnen Einrichtung für eine bestimmte abge­
  wogene Last die Fehlergrenze einhalten .
  Die Abweichung zwischen jeweils zwei Wägeergebnisse muss kleiner          j
  oder gleich folgenden Werten sein :                                       j
  - einem Ziffernschritt der Digitalanieige , wenn die Wägeergebnisse       j
      von zwei Digital-Anzeigeeinrichtungen geliefert werden , die zwang»
  _ ..lauf ig^denj. gleichen Ziffernschritt haben ;
  - dem Absolutwert der Fehlergrenze , wenn die Ergebnisse jeweils
      von zwei Analog- Anzeigeeinrichtungen geliefert werden ;
  - dem grösseren der beiden folgenden Werte :
         - dem Absolutwert der Fehlergrenzen                               j
         - einem Ziffernschritt der Digitalanzeige ,
  wenn die Ergebnisse jeweils von einer Digital- und einer Analog-
  Anzeigeeinricktung geliefert werden .
  Simulât ionsprufungen
  Das Ergebnis der Simulationsprüfungen nuss innerhalb einer Grenze
  von + 10# um die Nenndrehzahl oder um die Drehzahlen , für die die
  Waage gebaut wurde , von jeder Schwankung der Drehzahl des Motors
  des Bandbewegungssimulators unabhängig sein .
  Bandbowegungssimulator
  Die Messunsicherheit des Bandbewegungssimulators muss niedriger
  sein als ein Fünftel der für das Wägeergebnis zugelassenen Fehler- J
. grenze .                                                               j
  Diese Messunsicherheiten sind in den Fehlergrenzen enthalten.          j
  Abweichung zwischen zwei Wägeergebnissen bei Änderung 4 es Angriffs-;
  punktes ein und derselben Last,                                        i
  Bei einer mit der Bautechnik des Lastträgers verträglichen Änderung
  des Angriffspunktes einer bestimmten Last darf die Abweichung zwi- j
  sehen zwei Wägeergebnissen nicht grösser sein als der Absolutwert     j
  der Fehlergrenze . ,                                                  ?
 ---pagebreak---                                       -9-
7» 2. 3 - Nullstelleinrichtung .
          Für jede durch die Nullstelleinrichtung ausgeglichene Last muss
          die Waage die für die abgewogene Last geltenden Fehlergrenzen
          einhalten «
7.2.4 -   Einflussgrossen
7.2.H.1 - Temperatur
          Die Waagen müssen die Vorschriften über die Fehlergrenzen im Be­
          reich der folgenden Änderungen erfüllen ;
          - der Temperatur von - 10 C bis + *f0 C , wobei . Waagen für Sonder-
             zwecke jedoch hiervon abweichende Temperaturint ervalle aufwei­
             sen können . In diesem Falle muss der Temperaturbereich mindes­
            tens - 30 C betragen und ist auf dem Leistungsschild anzugeben .
            Bei den Prüfungen werden die Temperaturen als konstant ange­
            sehen , wenn ihre Schwankungen nicht mehr als 5 C pro Stunde be­
            trafen .
          Sie Waagen müssen so beschaffen sein , dass ihre Nullanzeige bei
          einer Temperaturschwankung von 10 C unter der Voraussetzung , dass
          der Temperaturgraclient nicht höher ist als 5 C pro Stunde , um
          nicht mehr als
                                0,5       in Klasse 0,5
                                0.7 %o    in Klasse   1
                                1 , k %o  in Klasse   2
          von der Last abweicht , die während der Prüfdauer bei maximaler ;
          Förderstärke abgewogen worden wäre ,
7.2.^.2 - Einflv.ß der Speisung mit elektrischer Energie -     ,
          Die Waagen müssen die Vorschriften über die Fehlergrenzen inner­
          halb folgender Schwankungen einhalten :
          - der Spannung der verwendeten Energiequelle im Bereich von + 10#
            und - 15$ des Nennwertes ,
          - der Nennfrequenz dieser Energiequelle im Bereich von + 2/£.
7.2.4.3 - Andere Einflussgrossen .
          Die Waagen Küssen unter normalen Verwendungsbedingungen die Vor­
          schriften über die Fehlergrenzen erfüllen , wenn sie von Faktoren
          b'eeinflusst werden , die im vorigen Abschnitt nicht aufgeführt sind
          und von den Aüfstellxingsbedingungen abhängen ( Erschütterungen ,
          atmosphärische Bedingungen usw.) '
7.2.5 -   Meßtechnische Eigenschaften
7.2.5»1 - Unveranderlichkeit
          Die Abweichung zwischen zwei Wägeergebnissen exn und derselben
          Last , die unter gleichen Bedingungen auf den Lastträger aufgegeben
          wird , darf nicht grösser sein als der Absolutwert der Fehlergrenfee
7.2.5*2 - Beweglichkeit des Mengenzählwerks
          Bei allen Förderstärken von der kleinsten bis zur grössten Förder-
          stärke müssen die Wägeergebnisse für zwei Lasten , die sich um die
          Grösse der Fehlergrenze voneinander unterscheiden , um mindestens
          fünf Zehntel des der Lastdifferenz entsprechenden rechnerischen
          Wertes voneinander abweichen .
 ---pagebreak---                                          - 10-
7,2, 5*5 - Beweglichkeit der Nullanzeigeeinrichtung
               Während einer Betriebsdauer von 3 Hinuten muss die Differenz der
               von der Nullstelleinrichtung gelieferten Anzeigen bei Nullast ge­
               gen den nachstehend aufgeführten Bruchteil der Höchstlast deutlich
               erkennbar sein :
                                0,5 %o bei Waagen der Klasse 0,5
                                   1 %o bei Waagen der Klasse 1
                                   2 %o bei Waagen der Klasse 2
7 . 2, 5 . b - Stabilität der Nullstellung
               Nach drei Minuten Betrieb bei Nullast darf der Nullstellanzeiger
               bei der Simulationsprüfung um nicht mehr als
                                0,2 %o der Höchstlast bei Waagen der Klasse 0,5
                                0,5 %o der Höchstlast bei Waagen der Klasse 1
                                   1 %o der Höchstlast bei Waagen der Klasse 2 2
               abweichen .                                                  i
7» 3 -         Prüfungen am Aufstellungsort
               Die Fehlergrenzen verstehen sich für jede Wägegutmenge , die min­
               destens gleich der kleinsten Abgabemenge ist .
7.3*1 -        Wegnehmer
               Der Wegenhmer muss praktisch rutschsicher sein .
7, 3» 2 -      Kontrollwaagen.
               Die für die Prüfung mit Fördergut verwendete Kontrollwaage muss
               eine Fehlergrenze aufweisen , die höchstens ein Fünftel der für die
               betreffende Fördergutmenge zugelassenen Fehlergrenze beträgt .
7» 3* 3 -      Wert der kleinsten Abgabemenge im Betrieb
               Die kleinste Abgabemenge ist mindestens gleich dem grösseren der
               beiden nachstehenden Werte :
               - bei Klasse 0,5 , 5% der in einer Stunde bei maximaler Förderstärke
                  abgewogenen Menge oder 500 Skalenwerte des Mengenzählwerks ,
               - bei Klasse 1 , 2% der in einer Stunde bei maximaler Fürderstärke
                : abgewogenen Menge oder 200 Skalenwerte des Mengenzählwerks ,
               - bei Klasse 2 , 1 % der in einer Stunde bei maximaler Fcrderstärke
                  abgewogenen Menge oder 100 Skalenwerte des Mengenzählwerks .
                                                                                   i
 ---pagebreak---                                     - 11-
7.3.4 - Werte der kleinsten Abgabemenge bei der Prüfung
        Die kleinste Abgabemenge bei der Prüfung ist mindestens gleich
        dem grösseren der zv;ei nachstehenden Werte :
        - in arei Minuten bei Versuchsförderstärke abgegebene llenge
        - der kleinsten Abgabemeape im Betrieb nach 7 « 3 « 3 entsprechen–
        .. de henge , wobei gegebenenfalls der Skalenwert der Abgabe-
            menge bei der Prüfung ( oder Kontrolle ) in Betracht gezogen
            wird ( l ). Die Anzahl der Skalenteile in diesem Falle beträgt :
                                    1000 bei Klasse 0,5
                                     500 bei Klasse    1
                                     200 bei Klasse    2
7.3.5 - Fehlergrenzen der Nullstellung
        Der Nullstellanzeiger darf nach einer ganzen Zahl von Bandum-
        läufen während der nachstehend angegebenen Versuchsdauer um
        nicht mehr als den Bruchteil der Last bei maximaler Förder-
        stärke schwanken :
                                    0,5 $>0 bei Waagen der Klasse 0,5
                                       1 %o bei Waagen der Klasse   1
                                       2 %o bei Waagen der Klasse   2
        ( 1 ) s.Punkt 3 « 2 . 7 -
 ---pagebreak---                                                           Fordere tarke
                                                                                      0,5
 7«4»1 *     - Skalenwert des                                                Cmajc    /    f Cmax     Cmax                  / Cmax   _ Cmajç_ /     /Cmax »
               Mengenzahlwerks (dt)vJ^* 5-2.)                               100. 000 ^    ^ 4.000     rr r\ r\r\s\ 'VkCI « Vv
                                                                                                      50.000                    «À
                                                                                                                           ^ 2.000    20.noo * at ^ 1.000 t --α
7.4.2 .     - Skalenwert des                                                    do    y      Cmax           do       /        Cmax                /  Caax
               Nullstellanzeigers ( do )                                   und.
                                                                                      ^     S0.000    und
                                                                                                                      v     20.000
                                                                                                                                          do
                                                                                                                                                 * 10.000
                                                                                                                                     und
                                       ( cf. 5.2.)                              do          dt              do        „< dt              do      < dt
                                                                                                                                                            (t>
                                                                                                      j^ihlergrenzen                                        4
                                                                                                                                                            CQ
7.4.3 .     - Simulationsprufungen                                                                       0,7      ~                                         M*
                                      ( cf. 6.1 .)         Qjnax^Q ^Omin     l' ^QQ Q»ax x t ( l) TToco                     x *        îToco         x t
                                                                                                                                                            O
                                                                                                                                                            o*
                                                                                                                                                            e+
                                                                                                                                                            03
                                                     Qjnin Y Q ^ Qpax              -2i5-                                   ; c
                                                                                                                                                            e+
                                                                                   1.000                          1.000                      1 . 000        &
                                                                                                                                                            (D
7.4.4 *     - Prüfungen mit Fördergut
7.4»4*1 * - Ersteichung ( l )         ( cf. 6.1 .) Qjnin      Q ^Qmax       -- '1.060 0 +            - U.OOO e + d)                  - U.000 C + d)         P-
                                                                                                                                                            <D
7.4.4.2. - Verkehrsfdhlergrenze ( l )                Qpiin      / Qjnax     - ^T.ooo c + d)          - ^TTôôô c + d)                 - t. 000 0 + d)        4
                                      ( cf. 6.2 .)                                                                                                          5
                                                                                                                                                            CD
                                                                                                                                                            en
                                                                                                                            2                               m
7.4.5 .     - kleinste Abgabemenge
               ( Tirin)               ( cf. 7.33.)
                                                                             Tmin
                                                                           und
                                                                                             Cmax
                                                                                                     und
                                                                                                            Tmin      ^  -'pn   Cmax und
                                                                                                                                        Tmin ^qâ Cmax       ct-
                                                                                                                                                            8   1
                                                                                                                                                            tr" M
                                                                             Tmin   \ 500 dt                Tmin Y 200 dt               Tmin \ 100 dt       3   ro
                                                                                                                     y                                      H­
                                                                                                                                                            M    I
                                                                                                                                                            o
7.4.6.     - Simulationsprttfung                                                                                                                            tf
                                                                                                                                                            (D
              Änderung der Nullwertanzeige                  Q                            Cmax x t           _0^I_      Cmax x t
                                                                                                                                         1,4                3
                                                                                                                                                Cmax x t
              bei dner Temperaturänderung                                         1.000                     1.000                       1.000               <i
              von 10°C           ( cf. 7*2. 4«1 .)                                                                                                          O
                                                                                                                                                            4
                                                                                                                                                            CD
                                                                                                                                                            O
                                                                                                                                                            tr
7.4.7 .    - Simulationsprüfung                      1 . Prüfung im                                     2. Prüfung                                          4
                                                                                                                                                            H­
              Beweglichketi des                      Leerlauf während                              während 3 Minuten                                        M>
                                                                                                                                                            C+-
              Nullstellanzeigers                     3 Minuten                       0.5 Max                        Max                         Max         a>
                                                                                                                                                            3
                                 ( cf. 7.2.5.3 .)                                    1.000                       1.000                        1.000
                                                          deutlich feststellbare Abweichung zwischen beiden Prüfungen
7.4.8.     - Stabilität der                        | Leerlauf   während                        Änderung des Nullstellanzeigers
              Nullstellung       ( cf. 7.2.5.4. ] 3     Minuten                   / 0,1 Cmax                  / 0 1 25 Cmax                s 0»7 Cmax
                                                                                 *    10.000                 ^         10.000              ^ 10.000
7.4.9 *    - Stabilität der Nullstellung             n = Zahl der                                   /     1
               (mit Band)        (nf. 7.3.5 .)            Bandunlaufe      ^ l.OÔÔ <^naX x *         ïTôôô ^ x t                      * TTôôô ^ x t
                                                     n = ganszahlig
Cmax     = in einer Stunde bei maximaler Förderstärke abgewogene Menge                             C = abgewogene Menge
t        =   Pr\?f;l£vier in Stunden
(l )     -- 1)L&          tt ist nur bei Di^i-ialansoi^eain^ioh*njngcn «rit einem Ziffer^scliri^t gleich d hinsuz-cC^en.
 ---pagebreak---                                      - 13-
                                TEIL III
                         TECHNISCHE VORSCHRIFTEN               *
8 -       Aufbau
          Fbrderbandwaagen müssen aufweisen :
                - ein Förderband ,
                - eine Wägezelle ,
                - eine Einrichtung zum Ubertragen der Föröerbandbewegung ,
                - ein Mengenzählwerk mit einer oder mehreren Anzeigeein-
                   richtungen ,             '
                - eine Nullstelleinrichtung .                         .        ,
          Nullstelleinrichtungen von Förderbandwaagen müssen eine Anzeige-
          einrichtung für die Nullstellung aufweisen , die von der Anzeigen
          einrichtung des Mengenzählwerks getrennt ist , wenn :
          - vom Mengenzählwerk nur die positiven Werte der mittleren Bandbe-
            lastung des Förderbandes erfasst werden ,
          - der Skalenwert des Mengenzählwerkes bei Waagen der Klasse 0,5
            grösser ist als 1 /50.000 der in einer Stunde bei maximaler För-
            derstärke abgewogenen Last , bei Waagen der Klasse 1 grösser als
          1 1/20.000 der bei maximaler Förderstärke abgewogenen Last , bei
            Waagen der Klasse 2 grösser als 1 /10.000 der bei maximaler För-
            derstärke abgewogenen Last .
8.1 -     Forderbandwap.gen
8.1.1 -   Getrennt -* örderbandwaage
          Die Fördereinrichtung muss kräftig gebaut sein und ein starres
          Ganzes bilden . Wird die Halterung der Rollen als einziger Last-
          hebel der Wägezellen verwendet , so muss das Wägegut an der Klink-
          stelle dieses Hebels zugeführt werden .
          Die so gebauten Waagen werden in Klasse 2 eingestuft .
8.1.2 -   Einbauforderbandwaage                              '
          Das Gestell der Fördereinrichtung muss kräftig gebaut sein .
          Die Förderstrecke darf in einem Längsschnitt keine nach oben ge­
          richtete Wölbung aufweisen . Die Fördereinrichtung muss gegebenen­
          falls mit einer Einrichtung zur Reinigung des Förderbandes ver­
          sehen sein , deren Stellung und Arbeitsweise ohne Einfluss auf die
          Wägeergebnisse sein muss .
8.1.3 –   Besondere Aufstellungsbedingungen
          Förderbandwaagen müssen so beschaffen sein , dass das Wägeergebnis
          weder durch die Anordnung der Förderbandrollen , noch durch die
          Beschaffenheit oder die Montage des Bandes , noch durch die Förder.~ -
          gutzuführung gefälscht wird . ■
8.1.3.1 - Forderbandrollen
          Wirksame Schutzeinrichtungen gegen Körrosion "Und Verschmutzung
          sind erforderlichenfalls vorzusehen .
          Die oberen Mantellinicn der Rollen müssen praktisch in einer Ebene
          liegen .
          Die Förderbandrollen müssen so angeordnet sein , daß kein Gleiten
          des Fördergutes auftritt .
 ---pagebreak---  8.1.3.2 -     Förderband
 8.1.3.2.1 -   Lineare Bandbelastung
              Die lineare Bandbelastung rauss praktisch konstant sein . Die Band-
               verbindungen dürfen keine Funktionsstörungen verursachen .
8.1.3.2.2 -   Bandlange
              Die Bandlänge muss so sein , dass die Nullstellung in relativ kur­
               zer Zeit vorgenommen werden kann .
8.1.3.2.3 - Bandgeschwindigkeit
8.1.3.2.3.1 - Die Bandgeschwindigkeit muss so sein , dass ein vollständiger Band-
              umlauf in maximal 90 Sekunden vollzogen wird .
8.1.3.2.3.2 - Die Bandgeschwindigkeit darf sich während einer Wägung um nicht
              mehr als 5% ihres Nennwertes ändern
8.1.3.3 -     Wirksame Brückenlänge
              Die Waage muss so gebaut sein , dass die wirksame' Brückenlänge im
              Betrieb unveränderlich bleibt .
              Einrichtungen zur Einstellung der wirksame Brückenlänge müssen
              durch Stempelung gesichert werden können .
8.1.3 .^ -    Bandspannung
              Die Bandspannung muss an einem gegebenen Punkt der Förderstrecke
              praktisch konstant sein .
              Die Bandspannung muss so sein , dass unter normalen Betriebsbedin­
              gungen das . Band auf der Antriebsrolle nicht gleiten kann .
                       \                                           :
8.1.3.5 -     Einwirkung des Fördergutes
              Zufliessende.s Fördergut darf die Wägeergebnisse nicht beeinträch­
              tigen .
C                        .
81 2 -        Wagezelle
8.2.1 -       Allgemeines
              Die . Wägezelle muss für ihren Verwendungszweck geeignet sein . Sie
              muss erforderlichenfalls, gegen die Wirkung zufälliger Belastungen
              geschützt werden , die die Höchstlast übersteigen .
8.2. 2 -      Auswageeinrichtung                   ' ^
              Die Auswägeeinrichtung muss kontinuierlich von Null bis zu einem
              Gewichtswert arbeiten , der mindestens gleich der Höchstläst ist .
              Die Wägung darf erst beginnen , wenn sich die Wägezelle unter nor­
              malen Betriebsbedingungen befindet .
8.3 -         Einrichtung zur Übertragung der Bandbewegung .
              Die Einrichtung zur Übertragung der Bandbewegung muss derart sein , j
              dass die Messungen in keiner Weise durch den Schlupf des beladenen ;
              oder unbeladenen Bandes gefälscht werden können .                   i
 ---pagebreak---                                            - 15-
              Ist die der Fortbewegung entsprechende Information diskontinnifitlirh ,
              60 muss sie einer Bandlänge entsprechen , die gleich oder kleiner als'
              die wirksame Brückenlänge ist .
             "Handelt es sich um eine kontinuierliche Information , so darf sie
              nicht ersetzt werden durch eine vom Förderband unabhängige Infor­
              mation .                                  '
              Einstellbars Teile müssen plombiert werden können .
       -      Mengerizahlwerk
              Mengenzählwerke müssen kontinuierlich arbeiten und so beschaffen
              sein , dass bei Stillstend des Mengenzählwerkes - ein Alarmsystem aus­
              gelöst wird .                         , ^
8.5 -         Anzeige- und Druckeinrichtungen des Mengenzählwerkes
8 . 5.1 - Beschaffenheit der Anzeige
              Anzeige - und Druckeinrichtungen von Mengenzählwerken müssen eine
              sichere , leichte und eindeutige Ablesung der Wägeergebnisse durch
              einfaches Nebeneinanderstellen der Ziffern gestatten und mit dem
              Namen oder dem Einheitenzeichen der betreffenden Gewichtseinheit
              versehen sein .
8 . 5.2 - Grosse der Skalenwerte
              Der Skalenwert des oder der Analog-Anzeigeeinrichtung ( en ) darf
     . .      höchstens gleich dem Ziffernschritt der Digital-Anzeigeeinrichtung ,
              jedoch nicht niedriger als ein Zehntel diesen letzteren Wertes sein ^
              Die Ziffernschritte der Digital-Teilanzeigeeinrichtungen müssen
              gleich sein .                               :
8.5.3 - Form der Wägeergebnisse bei .Digitalanzeige
              Die Anzeige des Wägeergebnissea darf bei Digital -Anzeigeeinrichtun–
              gen nur in Form aneinandergereihter Ziffern erfolgen .
8.5. - Sicherung der Wägeergebnisse
              Die anfallenden Wägeergebnisse dürfen nicht durch eine unbeabsich­
              tigte Stillsetzung des Bandes oder durch Ausfallen der Energie­
         ... quelle beeinfluss/t werden .
8« 5» 5 - Anzeigemöglichkeit ■        •. .                         ,
              Die Anzeigeeinrichtungen müssen so beschaffen sein, dass sie die
           . Ablesung eines Wertes gestatten < der mindestens einer nach _ 10stun-
              digem Betrieb bei maximaler Förderstärke abgewogenen ^ Mat er1almenge
              entspricht . Diese Vorschrift gilt nicht für Teilanzeigeeinnchtungrn,
8.5.6 - Zusatz-Anzeigeeinrichtungen
              Der Skalenwert der Zusatz -Anzeigeeinrichtungen m"'s® mindestens das
              Zehnfache des Skalenwertes des Mengenzählwerkes betragen , der auf^
              dem Leistungsschild angegeben ist . Die Vorsc ri en o
              gelten für sie nicht .
          - Einschaltung der Zählwerke
              n, .      .      , „               4-         Her Men* enzahlwerke , die nur die
              Die Anzeige-  und  Druckeinrichtungen         der «engen-^---
              positiven Werte des Förderbandes berücksichtigen           , müssen. bei
                                                                                   ––
              lauf des Bandes ausgeschaltet sein.
 ---pagebreak---                                     - 16-
         Die Anzeige- und Druck einri cht ungen der Mensenzählwerke * die die
         positiven und negativen Werte des Förderbandes berücksichtigen ,
         müssen bei Leerlauf des Bandes eingeschaltet sein . Sie müssen BO.V
         gebaut sein ,, dass das Wägeergebnis nicht durch Vibrationen ver­
         ändert werden kann .
         Das Ein- und Ausschalten der Mengenzählwerke muss durch die Waage
         selbst unter dem Einfluss der Bandbelastung erfolgen.
8.6 -    Nullstelleinrichtuna
         Das wirkende Gewicht des Förderbandes muss durch irgendeine der Ar
         beitsweise der Waage angepasste Einrichtung ausgeglichen werden
         ( Integration oder positive und negative Addition ), vorausgesetzt ,
         dass deren Unveränderlichk«it . sichergestellt ist .
8.6.1    Nicht-automatische Nullstelleinrichtung
         Wird die Nullstelleinrichtung kontinuierlich von Hand betätigt , so
         muss jede Verstellung des Feinstellorganes , die bei Einrichtungen
         mit Skale 10 mm entspricht oder ohne Skale eine halbe Umdrehung be
         trägt , einen Verstellwert haben , der folgende Grössen nicht über­
         steigt :                                             ,
       . - 1 /2000 der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 0,5
         - 1 /1000 der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 1
         - 2/1000 der maximalen Förderstärke bei, Waagen der Klasse 2
         Wird die Nullstelleinrichtung diskontinuierlich von Hand betätigt ,
         so muss der Skalenwert der VerStelleinrichtung gleich oder kleiner
         als folgende Werte sein :
         - 0,05 $0 der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 0,5
         - 0,1 ■ %o der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 1
         - 0,2 : %o der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 2
         Der Richtungssinn einer etwa vorzunehmenden Korrektur muss leicht
         festzustellen sein .                                         i
8.6.2 - Halbautomatische oder automatische Nullstelleinrichtungen
         Halbautomatische oder automatische Nullstelleinrichtungen müssen
         so beschaffen sein , daß :
         - die Nullstellung nach einer ganzen Anzahl von Bandumläufen er­
            folgt ;
   *     - die Beendigung der Nullwägung bzw . des Wägevörganges angezeigt
            wird ;
         - die Endstellungen durch ein - Signal angezeigt werden .
         Nach beendigter Funktion darf der Einstellfehler folgende Werte
         nicht übersteigen :
         - 0,5 $0 der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 0,5
         - 1    %o der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse      1
         - 2    %o der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse      2
         während dei» Dauer der Prüfung .
         Bei der Durchführung von Kontrollen müssen die automatischen Null-
         stelleinrichtungen außer Betrieb sein . .   •   .  1
 ---pagebreak---                                             - 17-
8.6.3 - Leerlauf-Prüfeinrichtung
                 Waagsn , die keine Subtraktion gestatten bzw. nur eine positive
                 Integration ausführen , müssen mit einer Leerlauf-Prüfeinrichtung
                 versehen sein , die im wesentlichen aus einem auf den Lastträger
                 aufzusetzenden Zusatzgewicht folgender Größe besteht :
                 - max. 2,5 % der Höchstlast der Wägezelle für Klasse 1
                 - max.     5 % der Höchstlast der Wägezelle füzv Klasse 2 .
               Die Einrichtung muß folgende Vorschriften erfüllen :
              - Das Gewicht muß durch einen entsprechenden Mechanismus stets in
                ' ederselben S/eiseuäufgeöetztiverden .
               - Das Gewicht muß vor Staub geschützt sein .
               - Das Aufsetzen des Gewichts muß durch ein Signal deutlich ange­
                   zeigt werden .                                       ,
              - Das Aufsetzen des Gewichts darf nur bei leerlaufendem Band mög­
                   lich sein .                                              '  '
              - Die Leerlaufkontrolle muß stets nach dem gleichen Verfahren ab­
                   laufen ; sie ist während mindestens drei Minuten an einer ganzen
                   Anzahl ?von Bandumläufen vorzunehmen
88.6.*f
  . 6 . if --     Waagen für offene Verkaufsstellen
                  Waagen für offene Verkaufsstellen ( in Gegenwart des Käufers ) müs­
                  sen automatische Nullstelleinrichtungen aufweisen .
8.7 -         ■ Anzeige e inrichtung für die Nullstellung der Waage
                  Analog-Nullstelleinrichtungen können ständig mit dem Mengenzähl-
                  werk verbunden sein oder mit diesem zusammenarbeiten .
                  Arbeitet die Anzeigeeinrichtung für die Nullstellung der Waage
                 lediglich auf einen von Hand oder automatisch gegebenen Befehl ,
                  so darf sie keinerlei störende Wirkung auf das Mengenzählwerk
                  ausüben .
8.8 -             Anzeigeeinrichtung für das Uberschreiten der Höchstlast der
                 Wägezelle und der m aximalen Förderstärke .
                 Jedes überschreiten der Höchstlast der Wägezelle und der maxima­
                  len Förderstärke muss angezeigt werden ; dasselbe gilt für Werte
                  unterhalb der minimalen Förderstärke bzw . unterhalb der Mindest-
                  last .                                      '
8» 9 -            Zusatzeinrichtungen
                  Zusatzeinrichtungen haben folgenden Zweck :
                  - Anzeige der Momentanbelastung ,
                 - Angabe der Förderstarke , ■ •                     :
                  - Voreinstellung einer bestimmten Fördergutmenge ,
                  - Konstanthaltung der Forderstarke ,"
                  - .Ausführung sonstiger Sonderfunktionen .;
                  Sie dürfen die Wägeergebnisse nicht verfälschen .
                  Diese Einrichtungen bedürfen keiner Kontrolle .
 ---pagebreak---                                      - 18-
8.10 -   Plombierung
         Die Bauteile der Waage » die nicht vom Benutzer abgenommen oder
         verstellt werden dürfen , müssen eine Einrichtung zum Plombieren
         besitzen oder in ein plombierbares Gehäuse eingebaut sein .
9 -      Kennzeichnungsschilder und_Stempelschilder
         Förderbandwaagen müssen nachstehende Angaben tragen , aufgeführt
         in der Reihenfolge ihrer Notwendigkeit :
9.1 -    Grundsätzliche pflichtmässige Angaben in Klarschrift , in der Spra­
         che des Bestimmungslandes .
9.1.1 - Warenzeichen oder Firmenname des Herstellers ;
9.1.2 - Warenzeichen oder Firmenname des Importeurs ( bei eingeführten
         ( Waagen );
9.1.3 - Bezeichnung der Waage ;
9.1.if - Bauart und Herstellungsnummer der Waage ;
9.1.5 - Bezeichnung des zu wägenden Fördergutes ;
9.1*6 - Kleinste Abgabemenge im Betrieb ... kg oder t .
9.2 -    Grundsätzliche An gaben in Codebezeichnung
9.2.1 - Pflichtmässig in allen Fällen :
         - Bauartzulassungazeichen
         - Angabe der Genauigkeitsklasse
         - Zahlenwert der Analoganzeige dt =
         - Ziffernschritt der Digitalanzeige
         - Nenngeschwindigkeit des Bandes           .... m/s
         - Länge der Waagenbrücke                 m
         - Identitätszeichen der nicht direkt mit dem Hauptkörper verbun­
            denen Waagenteile .
9-2.2 - Pflichtmässig in bestimmten Fällen :
         - Höchstlast               Max
         - Maximale Forderstàrke Qmax . . . . ; .
         - Minimale Fbrderâtarke Qmin . * . . . .
         - Skalenwert der Nullstellemrichtung do =
         - Anzahl der Wägezyklen je Stunde ( bei addierenden Waagen )
         - Aufschrift :V Die Waage ist mindestens alle drei Stunden auf
            Null zu stellen " ( die Zeit für die Nullstellung wird im Zulas-
            sungsbescheid angegeben ).
9.3 -    Zusätzliche Angaben
         Entsprechend der besonderen Verwendung der Waage können eine oder
         mehrere der nachstehenden Angaben gefordert werden :
         - nicht zulässig für offene Verkaufsstellen
         - ausschliessliche Verwendung für ..
 ---pagebreak---                                     - 19-
9.4--        Darstellung der Kennzeichnungen und Aufschriften
             Die Kennzeichnungen und Aufschriften müssen unverwischbar und
             in bezug auf Abmessungen , Anordnung und Deutlichkeit so beschaff
             fen sein , dass sie unter normalen Betriebsbedingungen der Waa­
             gen leicht lesbar sind .
             Sie sind an einer gut sichtbaren Stelle der Waage ,- entweder
             auf einem in der Nähe 'der Anzeigeeinrichtung befestigten
             Schild oder auf der Anzeigeeinrichtung selbst , zusammenzufassen »
             Die Unterlage , die die Kennzeichnungen und Aufschriften trägt ,
             muss plombiert werden können .
9.5 .-       Stempelung
             Das Kennzeichnungsschild kann ein Stempelfeld aufweisen. Be­
             sitzt es kein Stempelfeld , so muss ein Stempelschild in seiner
             Nähe angebracht werden .
                                 TEIL IV
                                PRÏÏFUNGEN
             Die EWG-Bauartzulassung und die EWG-Ersteichung der Waagen er­
             folgen nach den Bestimmungen der Richtlinie des Rates vom 26 .
             Juli 1971 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
             staaten betreffend gemeinsame Vorschriften über Hessgeräte so­
             wie über Mess- und Prüfverfahren . Hierzu werden im folgenden
             nähere Angaben gemacht .
10 -
10.1 -       EWG-Bauartzulassun^santrag
             Der EWG-Bauartzulassungsantrag muß folgende Angaben und Unter­
             lagen enthalten :    .
10.1.1 -     Meßtechnische Eigenschaften
10.1.1.1 - Bezeichnungen und Angaben nach Pkt . 9
10.1.1.2 - Besondere Eigenschaften '
             Besondere Merkmale der Wägezelle .
10.1.2 - . Beschreibende Unterlagen           •
             - Zeichnung oder Skizze für den Zusammenbau der Waage ,
             » gegebenenfalls fotografische Abbildungen , Einzelzeichnungen
               oder Modelle von Einzelteilen , die von messtechnischem Inte­
               resse sind ,                -•
             - Schemazeichnung zum besseren Verständnis der Arbeitsweise der
               Waage .
10.2 -       Zulassungsprufung
10 . c » 1 - In den Werkstätten des Herstellers , oder an einem anderen , zwi­
             schen dem metrologischen Dienst und dem Hersteller vereinbarten
             Ort , mit oder ohne zugehörige Fördereinrichtung .
 ---pagebreak---                                      - 20-
             Die Werkstattprüfungen müssen eine Beurteilung der der gewählten 1
             Arbeitsweise entsprechenden Einflussgrössen ( Temperatur , Spannung,
             Frequenz usw.) gestatten ; erforderlichenfalls sind diese Einfluss-
             grossen getrennt zu prüfen .
             Die Werkstattprüfungen müssen unter den gleichen Bedingungen wie i
             nach Punkt 7.2 - durchgeführt werden können .                        l
   10.2.2 - Prüfung unter normalen Verwendungsbedingungen                         I
                                                                                  I
             Die Prüfungen mit Fördergut müssen mit einer Fördergutmenge          j
             durchgeführt werden , die mindestens der kleinsten Abgabemenge im j
             Bereich von minimaler bis maximaler Förderstärke entspricht .
   11 -      E¥G-Ersteichung
             Die EWG-Ersteichung wird in zwei Stufen vorgenommen :
             - in der Werkstatt oder an einem anderen , zwischen dem metrolo­
               gischen Dienst und dem Hersteller vereinbarten Ort ; Kontrolle
               des Mengenzählwerks durch einen sogenannten " Simulationsver-
               such" mit Hilfe von Normalgewichten und unter Verwendung eines
               Bandbewegungssimulators ,
             - am Betriebsort : mit der vollständigen Waage unter normalen
               Verwendungsbedingungen ; diese Prüfung wird konvefttienell als
               "Prüfung mit Fördergut " bezeichnet .                't .
, 11.1 -     Prüfungen der Werkstatt
             Die Werkstattprüfung umfasst folgende Operationen :
             - Prüfung der Ubereinstimmung der Waage mit der zugelassenen Bau-j
               art und Kontrolle ihrer Einzelteile ,
             - Prüfung des Mengenzählwerks mittels Bandbewegungssimulator , ge-i
                                                                                |
               mäß Vorschrift von Pkt . 7 » 2.1 - 7.2.2 - 7.2.3 - 7 » 2 . 5 -•
             Ist die gesamte Fördereinrichtung Teil des Lastträgers ,, so wird
             die Prüfung mit der ganzen Einrichtung vorgenommen .
             Wirkt die Fördereinrichtung nur mit dem Teil des Förderbandes auf
             den Lastträger , der sich über den Wägerollen der Waagenbrücke be-j
             findet , so werden die Prüfungen nur an der von der eigentlichen
             Fördereinrichtung getrennten Waage vorgenommen .
             Diese Prüfungen werden mit Hilfe eines Bandbewegungssimulators
             durchgeführt . Aus den Prüfungenv muß unter Verwendung von Normal-
             gewichten das Wägeergebnis , d.h . die abgewogene Fördergutmenge
             sowie entweder die Anzahl der Vägezylclen oder eine Zahl zu er­
             sehen sein , die dem fiktiven Förderbandweg des Simulators ent­
             spricht .                                     1 '    ,
  11.2 -   • Prüfungen am Betriebsort
 '■     '■   Die Prüfung wird folgendermaßen durchgeführt :
  11.2.1 -   Priifmbglichkeit
             Die Prüfung am Betriebsort muß einfach und sicher mit den zu
             wägenden Waren durchgeführt werden können . Die Waagen sind so
             aufzustellen , daß sie ohne Beeinträchtigung ihres normalen Be­
             triebs geprüft werden können .
 ---pagebreak---                                         - 21-
           In der Nahe der zu prüfenden Waagen muß eine Prüfwaage aufgestellt
         . werden , und die Mittel für Aufbewahrung und Transport des Wäge-
           gutes sind so einzurichten , daß jeder Verlust von Wägegut vermieden
           wird .
11.2.2 - Kontrolle des Wegnehmers auf Gleiten
           Das mögliche Gleiten der Abtasteinrichtung des Wegnehmers bei
           Waagen der Klasse 0,5 und 1 muß durch Messung erfaßt werden .
11.2.3 - Prüfung der Nullstellung :
           Diese Prüfung erfolgt mit einer ganzen Anzahl von Bandumläufen
           unter den Bedingungen von Pkt . 7 » 3 « 5 -•
11.2.4 - Stabilität der Nullstellung
           Das Mengenzählwerk ist alle drei Minuten zu beobachten . Die Ände­
           rung der Anzeige muß unter Anwendung der Vorschrift 7 - 3 « 5 - unter­
           halb des rechnerischen Wertes bleiben .
11.2.5 - Prüfungen mit Fördergut
           Diese Prüfungen werden unter normalen Betriebsbedingungen durch­
           geführt , und zwar mit dem für die Waage bestimmten Fördergut .
           Die Prüfungen sind grundsätzlich mit zwei Förderstärken durchzu­
           führen , ohne daß jedoch die maximale Förderstärke überschritten
           werden darf . Diese Prüfungen sind mit einer Fördergutmenge durch­
           zuführen , die mindestens der Abgabemenge der Prüfung entspricht .
           Die Gewichtskontrolle der Fördej-gutmenge erfolgt vor oder nach
           Durchlauf durch die Fördereinrichtung .
                                   ■ TEIL V
                         EMPFEHLUNGEN FÜR DIE PRAXIS
12 -       ? ®stimmungen_für_den_Bau_der_Waagen
           Waagen , die nachstehende Vorschriften erfüllen , gelten als über­
           einstimmend mit den Bestimmungen der einzelnen Punkte der voran­
           gehenden Kapitel .
12.1 -     Besondere AufStellungsbedingungen
           Förderbandwaagen müssen nachstehende Aufstellungsbedingungen er­
           füllen :
12.1.1 - Forderbandrollen
        ■ Die Rollen oder Rollensätze , die die Förderstrecke bilden , müssen
           innerhalb einer Rollengruppe volle Parallelität ihrer Mantel­
           linien aufweisen . Die in unmittelbarer Nähe der Endrollen befind­
           lichen Rollen können gegebenenfalls von dieser Vorschrift abwei­
           chen . Die Neigung der Achsen der Seitenrollen gegenüber den
           Achsen
              0   .
                    der
                    . ..
                          Mittelrollen
                               _
                                        darf bei Waagen __o
                                                         der Klasse 0,5 höchstens
           10 , bei Waagen der Klasse 1 höchstens 20 , bei Waagen der Klasse
           2 höchstens 30 betragen .                -
 ---pagebreak---                               22-
Die Neigung des Längsschnitts, durch die Ebene der oberen Mantel­
linien der Rollen darf bei Waagen der Klasse 0,5 nicht grösser sein
als       bei Waagen der Klasse 1 nicht grösser als 10$ , bei Waagen
 der Klasse 2 nicht grösser als 20 vorausgesetzt , dass keinerlei
Gleiten des Fördergutes auftritt .
Bei Waagen der Klasse 0,5 und 1 müssen die Rollen der Wägeeinrich-
tung sowie die unmittelbar vor und hinter der Waagenbrücke befind­
lichen Rollen auf Kugellagern oder ähnliche Einrichtungen gelagert
sein ; die Ausrichtung dieser Rollen muß so sein , daß die Unsicher­
heit der Parallelität bei einer gegebenen Belastung von beispiels­
weise der Hälfte der - Höchstlast höchstens 0,3 mm und die Exzentri­
zität höchstens 0,2 mm beträgt .
Förderband
Verbindungen
Das Förderband darf höchstens aus zwei Teilen gleicher Beschaffen­
heit bestehen . Die Verbindungen müssen schräg angesetzt werden ,
wobei der spitze Winkel zwischen Verbindungsstück und Rand des
Bandes ^5 nicht übersteigen darf .
Längen
Die abgewickelte Bandlänge darf nicht größer sein als die Verschie­
bung eines Punktes des Bandes bei - der kleinsten Geschwindigkeit
während 90 Sekunden ,                           ,
Einwirkung des Fördergutes            .
Die Waagenbrücke muß in einer Entfernung von der Zuführeinrichtung
angeordnet sein , die etwa das Zwei - bis Fünffache der Entfernung
beträgt , die bei Maximalgeschwindigkeit von einem Punkt des Bandes
in einer Sekunde zurückgelegt wird.
Einrichtung zur Übertragung der Bandbewegun g
Die Messung der der Bandbewegung entsprechenden Länge oder die
Messung der Geschwindigkeit muß an der Innenseite des Bandes er­
folgen .
Die Einrichtung zur Übertragung der 3andbewegung von integrieren­
den Waagen muß mit einer Einrichtung zum Zählen der Umdrehungen
oder Teilumdrehungen des Wegnehmers versehen werden können .
Anzeigeeinrichtung für das Uberschreiten der Höchstlast der Wäge-
zelle und der maximalen Förderstärke üt'd von Wägeergebnissen unter­
halb der minimalen Förderstärke und der Mindestlast
per Teil der Skale der Anzeigeeinrichtungen für die Momentanbelas-
tung und für Förderstärken unterhalb der Mindestlast bzw . der mini­
malen- Förderstärke muss vom übrigen Teil der Skal6 unterschieden
sein .
Diese An2eigeeinrichtungen können darcix ein Schreibwerk ersetzt
oder ergänzt werden , vorausgesetzt , dass dieses die Wägeergebnisse
nicht beeinflusstt
Anzeigeeiwrichtungen für die Momentanbelastung , die zugleich die
Förderstärke anzeigen , müssen die Aufschrift tragen :
"Förderstärke gültig für eine Bandgeschwindigkeit von           m/s ".
 ---pagebreak---                                      23-
12 . 4 - Anzeige- und Druckeinrichtungen, des Mensenzählwerkes
         Die Anzeige- und Druckeinrichtungen des Mengenzählwerkes , die nur
         auf positive Werte des Förderbandes einsprechen , müssen eingeschal­
         tet werden , wenn die Förderstärke folgende W&rte erreicht :
               2,5$ der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse 0,5
               5 % der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse     1
               5 % der maximalen Förderstärke bei Waagen der Klasse     2
13 -     Vorschriften für die Eichung                          <'
13 » 1 - Kontrolle des Wegnehmers
         Die chronometrische Kontrolle wird im Leerlauf und unter Belastung
         durch Messer der Fortbewegungszeit vorgenommen , die einer ganzen
         Zahl von Bandumläufen entspricht , sowie der Zeit :
         - die bei addierenden Waagen einer ganzen Zahl von Wägezyklen ,
         - oder bei integrierenden Waagen einer bestimmten Zahl von Um­
           läufen oder Teilumläufen der Abtasteinrichtung des Wegnehmers
           entspricht .
         Das Verhältnis der Zeiten für den Ablauf einer vorgegebenen Bc.nd-
         längö • im belasteten und nicht belasteten Zustand muß gleich sein
         dem Verhältnis der Zeiten für das Zählen einer vorgegebenen Anzahl
         von Zyklen oder Umdrehungen der Abtasteinrichtung des Wegnehmers
         im belasteten Zustand . Eine Abweichung der beiden Verhältnisse
         voneinander bis 1 %o ist jedoch zur Berücksichtigung der Kontro]    -
         methode zugelassen .
         Die für die Kontrollen benutzte Stoppuhr muß für die Schätzung
         von Zehntelsekunden geeignet sein und bei jeder Messung unter den
         gleichen Bedingungen verwendet werden . Die Meßzeit muß , damit der
         Einfluß von Funktionsfehlern vernachläasigbar wird , wenigstens ein
         Zehntel Stunde betragen .
13»2 - Simulationsprtifung
         Bei der Simulationsprüfung ist für jede Förderstärke Q unterhalb
         der minimalen Förderstärke für Q ein Wert = Qmax zu nehmen , und
         zwar mit n > 5 »                              n
         Die Fehlergrenze beträgt :                               -
         0,5 %o bei Waagen der Klasse 0,5
         0,7 %o bei Waagen der Klasse    1
         1,4 %o bei Waagen der Klasse    2,
         bezogen auf die abgewogene Last .
         Bei diesem Verfahren wird keine Stoppuhr benötigt .               -