CELEX: 51998EC2700
Language: de
Date: 2008-09-23
Title: Entwurf Verordnung (EG) Nr. .../... der Kommission vom […] betreffend die Definitionen von Merkmalen der strukturellen Unternehmensstatistik (kodifizierte Fassung)

DE

|[pic]                     |KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                                                       |

                                        Brüssel, den
                                        K

                                                                     Entwurf

                                                    VERORDNUNG (EG) Nr. .../... DER KOMMISSION

                                                                     vom […]

                                betreffend die Definitionen von Merkmalen der strukturellen Unternehmensstatistik

                                                              (kodifizierte Fassung)

                                            ê 2700/98

                                                                     Entwurf

                                                    VERORDNUNG (EG) Nr. .../... DER KOMMISSION

                                                                     vom […]

                                betreffend die Definitionen von Merkmalen der strukturellen Unternehmensstatistik

                                                         (Text von Bedeutung für den EWR)

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 des Rates vom 20. Dezember 1996 über die strukturelle Unternehmensstatistik[1],  insbesondere
auf Artikel 12 Ziffer 12 iii),

in Erwägung nachstehender Gründe:

                                            ê .

   1) Die Verordnung (EG) Nr. 2700/98 der Kommission  vom  17.  Dezember  1998  betreffend  die  Definitionen  von  Merkmalen  der  strukturellen
      Unternehmensstatistik[2] ist mehrfach und in wesentlichen Punkten geändert  worden[3].  Aus  Gründen  der  Übersichtlichkeit  und  Klarheit
      empfiehlt es sich daher, die genannte Verordnung zu kodifizieren.

                                            ê 2700/98 Erwägungsgrund (1)

   2) Mit der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 wurde ein gemeinsamer Rahmen für die Erstellung von Gemeinschaftsstatistiken über die  Struktur,
      die Tätigkeit, die Wettbewerbsfähigheit und die Leistungen der Unternehmen in der Gemeinschaft geschaffen.

                                            ê 2700/98 Erwägungsgrund (2)

   3) Es ist erforderlich, gemeinsame Definitionen für die Merkmale der strukturellen Unternehmensstatistik einzuführen.

                                            ê 2700/98 Erwägungsgrund (3) (angepasst)

   4) Die Ö in dieser Verordnung Õ vorgesehenen Maßnahmen stimmen mit der Auffassung des Ausschusses für das Statistische Programm überein —

                                            ê 2700/98 (angepasst)

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

                                                                    Artikel 1

Die Merkmale, auf welche in Artikel 4 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 über die strukturelle  Unternehmensstatistik  Bezug  genommen  wird,
sind Ö in Õ Anhang Ö I Õ zu dieser Verordnung definiert.

In diesen Definitionen werden bei Verweisen auf Firmenabschlüsse diejenigen Posten verwendet, die in Artikel 9 (Bilanz), Artikel 23 (Gewinn-  und
Verlustrechnung) oder Artikel 43 (Anhang zum Jahresabschluß) der Richtlinie 78/660/EWG des Rates[4] festgelegt sind.

                                                                    Artikel 2

Die Mitgliedstaaten sollen die Ö in Anhang I enthaltenen Õ Definitionen für die  Daten  des  Referenzjahres  1999  und  der  nachfolgenden  Jahre
verwenden.

                                            ê .

                                                                    Artikel 3

Die Verordnung (EG) Nr. 2700/98 wird aufgehoben.

Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung und sind nach Maßgabe  der  Entsprechungstabelle
in Anhang III zu lesen.

                                            ê 2700/98

                                                                    Artikel 4

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den […]

      Für die Kommission
      […]
      Mitglied der Kommission

                                            ê 2700/98 (angepasst)

                                                                   ANHANG Ö I Õ

                                                             DEFINITION DER VARIABLEN

|Code:                 |11 11 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Zahl der Unternehmen                                                         |

Definition

Auszählung der Unternehmen, die als jeweilige Grundgesamtheit im Unternehmensregister  enthalten  sind,  bereinigt  um  Fehler,  insbesondere  im
Register. Ruhende Einheiten werden nicht erfaßt.  Diese  Variable  sollte  alle  Einheiten  umfassen,  die  zumindest  während  eines  Teils  des
Berichtszeitraums aktiv waren.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen umfasst  dieses  Merkmal  auch  Pensionsfonds,
die  kein  Personal  beschäftigen.  Ferner  gehören  dazu  Pensionsfonds,  die  keine  juristischen  Personen   sind   und   von   Pensionsfonds-
Verwaltungsgesellschaften, Versicherungsgesellschaften oder anderen Finanzinstitutionen verwaltet werden (ohne jedoch  in  den  Jahresabschlüssen
dieser Institutionen eingeschlossen zu sein). Nicht zu diesem Merkmal gehört dagegen die Zahl der Pensionsfonds, die nicht  rechtlich  unabhängig
von   dem   Trägerunternehmen   oder   der   Träger-Berufsvereinigung   bestehen   (d. h.   die   nicht   autonomen   Pensionsfonds   oder    die
Bilanzrückstellungssysteme, die in der Regel vom Arbeitgeber als Nebentätigkeit verwaltet werden).

                                            ê 2700/98

|Code:                 |11 12 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Zahl der Unternehmensentstehungen                                            |

Definition

Auszählung der Entstehungen von Unternehmen, die als jeweilige Grundgesamtheit im Unternehmensregister enthalten sind, bereinigt um Fehler.  Eine
Unternehmensentstehung bedeutet die Kombination von Produktionsfaktoren mit der Einschränkung, daß dabei  keine  anderen  Unternehmen  involviert
sind. Nicht als Entstehung gilt ein Zuwachs durch Fusion, Auflösung, Abtrennung oder Neustrukturierung einer Gruppe  von  Unternehmen.  Ebenfalls
nicht mitgezählt wird ein Ansteigen der Anzahl durch den Eintritt in eine Teilgesamtheit,  wenn  dies  nur  durch  einen  Wechsel  der  Tätigkeit
geschieht.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Zahl der Unternehmen (11 11 0).

|Code:                 |11 13 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Zahl der Unternehmensschließungen                                            |

Definition

Auszählung der Schließungen von Unternehmen, die als jeweilige Grundgesamtheit im Unternehmensregister enthalten sind, bereinigt um Fehler.  Eine
Schließung bedeutet die Auflösung der Kombination von Produktionsfaktoren mit der Einschränkung, daß kein anderes  Unternehmen  in  das  Ereignis
involviert ist. Nicht als Schließung gilt ein Rückgang durch Fusion, Übernahme, Auflösung oder Neustrukturierung einer  Gruppe  von  Unternehmen.
Nicht mitgezählt werden weiterhin Austritte aus einer Teilgesamtheit, wenn sie lediglich durch einen Wechsel der Tätigkeit hervorgerufen sind.

|Code:                 |11 21 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Zahl der örtlichen Einheiten                                                 |

Definition

Auszählung der örtlichen Einheiten, die als jeweilige Grundgesamtheit im Unternehmensregister enthalten sind, bereinigt um  Fehler,  insbesondere
im Register. Örtliche Einheiten müssen enthalten sein, selbst wenn sie keine bezahlten Lohn- und Gehaltsempfänger haben. Diese  Statistik  sollte
alle Einheiten enthalten, die zumindest während eines Teils des Berichtszeitraums aktiv waren.

|Code:                 |11 31 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Zahl der fachlichen Einheiten                                                |

Definition

Auszählung der fachlichen Einheiten, die als jeweilige Grundgesamtheit im Unternehmensregister enthalten sind, bereinigt um Fehler,  insbesondere
im Register. Der Wert kann auch geschätzt werden, wenn diese statistische Einheit nicht registriert ist. Diese Statistik  sollte  alle  Einheiten
enthalten, die zumindest während eines Teils des Berichtszeitraums aktiv waren.

|Code:                 |12 11 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Umsatz                                                                       |

Definition

Der Umsatz umfaßt die von der Erhebungseinheit während des Berichtszeitraums insgesamt in Rechnung gestellten  Beträge,  die  den  Verkäufen  von
Waren und Dienstleistungen an Dritte entsprechen.

Der Umsatz schließt alle Steuern und Abgaben ein, die auf den von der Einheit in Rechnung gestellten  Waren  oder  Dienstleistungen  liegen,  mit
Ausnahme der Mehrwertsteuer, die von der Einheit den Kunden in Rechnung gestellt wird, sowie sonstiger, in ähnlicher  Weise  absetzbarer,  direkt
mit dem Umsatz verbundener  Steuern.  Außerdem  umfaßt  er  alle  berechneten  Nebenkosten  (Transport,  Verpackung  usw.),  die  an  die  Kunden
weitergegeben werden, selbst wenn diese Kosten getrennt in Rechnung gestellt werden. Preisnachlässe, z. B. Rabatte und Boni, sowie der  Wert  der
zurückerstatteten Verpackung sind abzusetzen.

Erträge, die im Rahmen der Rechnungslegung als sonstige betriebliche Erträge, finanzielle Erträge oder außerordentliche Erträge eingestuft  sind,
zählen nicht als Umsatz. Nicht einbezogen werden die vom Staat oder der Europäischen Union erhaltenen Betriebssubventionen.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I (angepasst)

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen  wird  die  entsprechende  Merkmalsbezeichnung
als „Gebuchte Bruttobeiträge“ festgelegt. Dieses Merkmal wird in Artikel 35 der Richtlinie 91/674/EG Ö des Rates[5] Õ definiert.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen  wird  die  entsprechende  Merkmalsbezeichnung
als „Pensionsbeiträge insgesamt“ festgelegt. Dieses Merkmal umfasst alle während des Geschäftsjahres auf Grund von  Verträgen  mit  Pensionsfonds
fälligen  Pensionsbeiträge,  d. h.  sämtliche  Pflichtbeiträge,  sonstigen  regelmäßigen  Beiträge,   freiwilligen   Zusatzbeiträge,   erhaltenen
Übertragungen und sonstigen Beiträge.

                                            ê 2700/98

Anmerkung: Indirekte Steuern können in drei Gruppen unterteilt werden.

i)    Die erste beinhaltet die Mehrwertsteuer und andere absetzbare Steuern, die direkt mit dem Umsatz in Verbindung  stehen,  aber  nicht  darin
       enthalten sind. Diese Steuern werden in verschiedenen Phasen von Unternehmen vereinnahmt und vollständig vom Endverbraucher getragen.

ii)   Die zweite Gruppe betrifft alle anderen mit Produkten verbundenen Steuern und Zölle, die entweder 1. mit dem  Umsatz  verbunden  und  nicht
       absetzbar sind oder 2. Steuern auf Produkte sind, die nicht mit dem Umsatz verbunden sind. Einzubeziehen sind hier Steuern und  Zölle  auf
       Import und Steuern auf Produktion, Export, Verkauf, Transport, Leasing oder die Lieferung von Gütern und  Dienstleistungen  oder  als  ein
       Ergebnis ihres Gebrauchs für eigenen Verbrauch oder eigene Kapitalbildung.

iii)  Die dritte Gruppe betrifft Steuern  und  Zölle  in  Verbindung  mit  der  Produktion.  Dies  sind  obligatorische  Zahlungen  in  bar  oder
       Naturalleistungen, die von der Regierung oder den Institutionen der Europäischen Union erhoben werden bezüglich der  Produktion  oder  des
       Imports von Gütern oder Dienstleistungen, der Beschäftigung von Arbeitskräften, des Besitzes oder des Gebrauchs von Grundstücken, Gebäuden
       oder anderer Vermögenswerte, die in der Produktion eingesetzt werden, unabhängig von Menge und Wert der produzierten oder verkauften Güter
       und Leistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz gemäß der vorstehenden Definition für statistische Zwecke umfaßt in den Unternehmensabschlüssen die

Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

     – Der Umsatz dient der Berechnung des Produktionswerts (12 12 0) und anderer aggregierter Größen.

     – Der Umsatz kann nach Tätigkeiten aufgeschlüsselt werden: Umsatz aus i) der Haupttätigkeit,  ii)  industriellen  Tätigkeiten,  iii)  Handel
       (Ankauf und Wiederverkauf), iv) Vermittlungstätigkeiten, v) Dienstleistungstätigkeiten (18 11 0 bis 18 15 0).

     – Der Umsatz kann nach der Produktart aufgeschlüsselt werden: Aufschlüsselung des Umsatzes nach Produktart (18 21 0).

     – Der Umsatz kann nach Kundentyp aufgeschlüsselt werden: Prozentanteil des Umsatzes für i) Einzelhändler (25 11 1), ii)  gewerbliche  Kunden
       (25 11 2), iii) Endabnehmer (25 11 3).

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen werden die Gebuchten Bruttobeiträge  (12 11 0)
wie folgt berechnet:

Gebuchte Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft (12 11 1)

+ Gebuchte Bruttobeiträge des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts (12 11 2).

Die gebuchten Bruttobeiträge werden zur Berechnung der verdienten Bruttobeiträge (32 11 0) und aggregierter Größen verwendet.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird der Umsatz  (Pensionsbeiträge  insgesamt)
wie folgt berechnet:

Pensionsbeiträge von Mitgliedern (48 00 1)

+ Pensionsbeiträge von Arbeitgebern (48 00 2)

+ Erträge aus Übertragungen (48 00 3)

+ Sonstige Pensionsbeiträge (48 00 4)

oder:

Pensionsbeiträge an Systeme mit vorgegebenen Leistungen (48 00 5)

+ Pensionsbeiträge an Systeme mit vorgegebenen Beiträgen (48 00 6)

+ Pensionsbeiträge an hybride Systeme (48 00 7).

                                            ê 2700/98

|Code:                 |12 12 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Produktionswert                                                              |

Definition

Der Produktionswert mißt den tatsächlichen Produktionsumfang der Einheit auf der Grundlage der  Umsatzerlöse,  inklusive  der  Vorratsveränderung
und des Wiederverkaufs von Waren und Dienstleistungen.

Der Produktionswert ist definiert als Umsatz plus/minus Vorratsveränderungen bei fertigen  und  unfertigen  Erzeugnissen  und  zum  Wiederverkauf
erworbenen Waren und Dienstleistungen in unverändertem Zustand minus Käufe von Waren und  Dienstleistungen  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem
Zustand plus selbsterstellte Anlagen plus andere  betriebsbedingte  Erträge  (außer  Subventionen).  Finanz-  und  außerordentliche  Erträge  und
Aufwendungen werden nicht in den Produktionswert einbezogen.

In den Käufen von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf sind die Käufe von Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand  an
Dritte enthalten.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom)  Nr. 58/97  definierten  Unternehmen  wird  der  Produktionswert  definiert  als
verdiente Bruttobeiträge zuzüglich Gesamterträge aus Kapitalanlagen zuzüglich sonstige erbrachte  Dienstleistungen  abzüglich  Bruttoaufwendungen
für Versicherungsfälle (ohne Schadenregulierungsaufwendungen) zuzüglich Kapitalgewinne und Rückstellungen.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom)  Nr. 58/97  definierten  Unternehmen  wird  der  Produktionswert  definiert  als
Zinserträge und ähnliche Erträge abzüglich Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen zuzüglich Provisionserträge zuzüglich  Erträge  aus  Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere zuzüglich Ertrag/Aufwand aus Finanzgeschäften zuzüglich sonstige betriebliche Erträge.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird der Produktionswert definiert als  Umsatz
abzüglich Aufwendungen für  Versicherungsbeiträge  zuzüglich  Erträge  aus  Kapitalanlagen  zuzüglich  sonstige  Erträge  zuzüglich  Erträge  der
Versicherungsleistungen abzüglich gesamte Aufwendungen für Pensionen abzüglich Veränderung der versicherungstechnischen Nettorückstellungen.

Für die Unternehmen der NACE-Klasse 65.11 wird der Produktionswert definiert als Zinserträge und ähnliche Erträge abzüglich Zinsaufwendungen  und
ähnliche Aufwendungen zuzüglich Provisionserträge zuzüglich Erträge  aus  Aktien  und  anderen  nicht  festverzinslichen  Wertpapieren  zuzüglich
Ertrag/Aufwand aus Finanzgeschäften zuzüglich sonstige betriebliche Erträge.

                                            ê 2700/98

Anmerkung:  Die selbsterstellten Anlagen beinhalten alle Güter des Anlagevermögens, die von ihren Produzenten aktiviert werden. Hierzu zählt  die
Produktion  von  Sachanlagen  (Gebäude  usw.)  sowie  von  immateriellen  Vermögensgegenständen  (Entwicklung  von  Software   usw.).   Bei   den
selbsterstellten Anlagen handelt es sich um nicht veräußerte Produktion, die auf der Grundlage der Herstellungskosten bewertet  wird.  Dabei  ist
zu beachten, daß diese Anlagegüter auch in die Investition einzubeziehen sind.

Anmerkung:  Andere betriebsbedingte Erträge sind Teil der sonstigen betrieblichen Erträge in der Rechnungslegung  des  Unternehmens.  Der  Inhalt
dieses Postens kann zwischen Sektoren und im Zeitablauf schwanken und kann in der Regel für statistische Zwecke nicht präzise definiert werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Komponenten des Produktionswerts sind in den folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse enthalten:

     – Nettoumsatzerlöse

     – Sonstige betriebliche Erträge Teilbetrag — ohne Subventionen

     – Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die sich auf die Käufe und Vorratsveränderungen von Waren zum Wiederverkauf beziehen, Teilbetrag

     – Andere aktivierte Eigenleistungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Der Produktionswert beruht auf dem Umsatz (2 11 0)

+/−   Vorratsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen aus der Produktion der Einheit (13 21 3)

+/−   Vorratsveränderungen von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand gekauften Waren und Dienstleistungen (13 21 1)

−     Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0)

+     Selbsterstellte Anlagen

+     Andere betriebsbedingte Erträge (ohne Subventionen)

     – Der Produktionswert dient der Berechnung der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten (12 15 0) und anderer aggregierter Größen.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird der Produktionswert wie folgt berechnet:

Lebensversicherungsgeschäft:

Gebuchte Bruttobeiträge (12 11 0)

+ Veränderung der Bruttobeitragsüberträge (32 11 2)

+ Erträge aus Kapitalanlagen (32 22 0)

– Erträge aus Zuschreibungen (32 71 5)

– Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6)

– Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)

+ [(Gesamtsumme der versicherungstechnischen  Bruttorückstellungen  (37 30 0)  –  Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen
(37 30 1)) / Gesamtsumme der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (37 30 1)] ×  [Erträge  aus  Kapitalanlagen  (32 22 0)  –  Erträge  aus
Zuschreibungen (32 71 5) – Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6) – Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)]

+ Nettobetrag der sonstigen versicherungstechnischen Erträge (32 16 1)

+ Sonstige Erträge (32 46 0)

– Bruttozahlungen für Versicherungsfälle (32 13 1)

– Veränderung der Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (32 13 4)

+ Externe und interne Schadenregulierungsaufwendungen (32 61 5)

+ Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6)

+ Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen (32 23 0)

– Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 72 3)

– Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen (32 28 0)

– Veränderung der Bruttodeckungsrückstellung (32 25 0)

– Nettoaufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen (32 16 3)

– Veränderung des Fonds für spätere Zuweisungen (Teil von 32 29 0)

– Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen, die nicht unter anderen Positionen ausgewiesen sind (32 16 2).

Schadenversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft:

Gebuchte Bruttobeiträge (12 11 0)

+ Veränderung der Bruttobeitragsüberträge (32 11 2)

+ Erträge aus Kapitalanlagen (32 42 0)

– Erträge aus Zuschreibungen (32 71 5)

– Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6)

– Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)

+ [(Gesamtsumme der versicherungstechnischen  Bruttorückstellungen  (37 30 0)  –  Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen
(37 30 1)) / Gesamtsumme der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (37 30 1)] ×  [Erträge  aus  Kapitalanlagen  (32 42 0)  –  Erträge  aus
Zuschreibungen (32 71 5) – Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6) – Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)]

+ Nettobetrag der sonstigen versicherungstechnischen Erträge (32 16 1)

+ Sonstige Erträge (32 46 0)

– Bruttozahlungen für Versicherungsfälle (32 13 1)

– Veränderung der Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (32 13 4)

+ Externe und interne Schadenregulierungsaufwendungen (32 61 5)

+ Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6)

– Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 72 3)

– Nettoaufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen (32 16 3)

– Veränderung der Schwankungsrückstellung (32 15 0)

– Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen, die nicht unter anderen Positionen ausgewiesen sind (32 16 2).

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird der Produktionswert berechnet als:

Zinserträge und ähnliche Erträge (42 11 0)

– Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen (42 12 0)

+ Provisionserträge (42 14 0)

+ Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (42 13 1)

+ Ertrag/Aufwand aus Finanzgeschäften (42 20 0)

+ Sonstige betriebliche Erträge (42 31 0).

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird der Produktionswert berechnet als:

Umsatz (12 11 0)

– Aufwendungen für Versicherungsbeiträge (48 05 0)

+ Erträge aus Kapitalanlagen (48 01 0)

+ Sonstige Erträge (48 02 2)

+ Erträge der Versicherungsleistungen (48 02 1)

– Gesamte Aufwendungen für Pensionen (48 03 0)

– Veränderung der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (48 04 0).

                                            ê 2700/98

|Code:                 |12 13 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Bruttogewinnspanne bei Handelswaren                                          |

Definition

Die Bruttogewinnspanne bei Handelswaren entspricht den Erträgen aus der Aktivität von Kauf und Wiederverkauf ohne weitere Be-  und  Verarbeitung.
Sie berechnen sich aus dem Umsatz und den Käufen und Vorratsveränderungen von zum Wiederverkauf in unverändertem  Zustand  erworbenen  Waren  und
Dienstleistungen.

Enthalten in den Positionen Umsatz, Käufe  und  Vorratsveränderungen  von  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem  Zustand  erworbenen  Waren  und
Dienstleistungen sind der Umsatz, die Käufe und Vorratsveränderungen von Dienstleistungen, die  erworben  werden,  um  in  unverändertem  Zustand
wiederverkauft zu werden.

Die Bruttogewinnspanne bei Handelswaren wird auch als Bruttohandelsspanne bezeichnet.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Diese Zahlen werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind Teil der Posten Nettoumsatzerlöse und  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Bruttogewinnspanne bei Handelswaren berechnet sich aus:

Umsatz aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0)

−     Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0)

+/−   Vorratsveränderungen von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen (13 21 1)

     – Die Bruttogewinnspanne bei Handelswaren ist Bestandteil des Produktionswerts (12 12 0).

|Code:                 |12 15 0                                                                      |
|Bezeichnung:          |Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten                                          |

Definition

Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten beinhaltet die Bruttoerträge durch betriebliche Aktivitäten nach Anpassung  bezüglich  der  betrieblichen
Subventionen und indirekten Steuern.

Sie kann errechnet werden aus: Umsatz plus selbsterstellte Anlagen plus andere betriebsbedingte  Erträge  plus  oder  minus  Vorratsveränderungen
minus Kauf von Gütern und Dienstleistungen minus andere Steuern auf Produkte, die mit dem Umsatz verbunden,  aber  nicht  absetzbar  sind,  minus
Zölle  und  Steuern,  die  mit  der  Produktion  verbunden  sind.  Alternativ  kann  sie  berechnet  werden  durch  Addition  des   betrieblichen
Bruttoüberschusses und der Personalkosten.

Finanz- und außerordentliche Erträge und Aufwendungen werden in die Bruttowertschöpfung nicht einbezogen.

Die Wertschöpfung zu Faktorkosten wird „brutto“ ausgewiesen, da Wertberichtigungen (z. B. Abschreibungen) nicht abgezogen werden.

Anmerkung:  Die indirekten Steuern lassen sich in drei Gruppen unterteilen.

i)    Die erste beinhaltet die Mehrwertsteuer und andere absetzbare Steuern, die direkt mit dem Umsatz in Verbindung  stehen,  aber  nicht  darin
       enthalten sind. Diese Steuern werden in verschiedenen Phasen von Unternehmen vereinnahmt und vollständig vom Endverbraucher getragen.

ii)   Die zweite Gruppe betrifft alle anderen mit Produkten verbundenen Steuern und Zölle, die entweder 1. mit dem  Umsatz  verbunden  und  nicht
       absetzbar sind oder 2. Steuern auf Produkte sind, die nicht mit dem Umsatz verbunden sind. Einzubeziehen sind hier Steuern und  Zölle  auf
       Import und Steuern auf Produktion, Export, Verkauf, Transport, Leasing oder die Lieferung von Gütern und  Dienstleistungen  oder  als  ein
       Ergebnis ihres Gebrauchs für eigenen Verbrauch oder eigene Kapitalbildung.

iii)  Die dritte Gruppe betrifft Steuern  und  Zölle  in  Verbindung  mit  der  Produktion.  Dies  sind  obligatorische  Zahlungen  in  bar  oder
       Naturalleistungen, die von der Regierung oder den Institutionen der Europäischen Union erhoben werden bezüglich der  Produktion  oder  des
       Imports von Gütern oder Dienstleistungen, der Beschäftigung von Arbeitskräften, des Besitzes oder des Gebrauchs von Grundstücken, Gebäuden
       oder andere Vermögenswerte, die in der Produktion eingesetzt werden, unabhängig von Menge und Wert der produzierten oder verkauften  Güter
       und Leistungen.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
definiert als Produktionswert abzüglich Bruttowert der erhaltenen Rückversicherungsdienstleistungen abzüglich sonstige Vorleistungen.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
definiert als Produktionswert abzüglich Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
definiert als Produktionswert abzüglich Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt.

Für die Unternehmen der NACE-Klasse 65.11 wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten  definiert  als  Produktionswert  abzüglich  Waren-  und
Dienstleistungskäufe insgesamt.

                                            ê 2700/98

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Komponenten der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten sind in folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse enthalten:

     – Nettoumsatzerlöse

     – Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

     – Andere aktivierte Eigenleistungen

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

     – Sonstige externe Aufwendungen

     – Sonstige betriebliche Aufwendungen

     – Sonstige betriebliche Erträge

Verbindung zu anderen Variablen

Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten errechnet sich wie folgt:

Umsatz (12 11 0)

+/−   Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen (13 21 0)

+     Selbsterstellte Anlagen

+     Andere betriebsbedingte Erträge

−     Erwerb von Gütern und Dienstleistungen (13 11 0)

−     Andere Steuern auf Produkte, die mit dem Umsatz verbunden, aber nicht absetzbar sind

−     Produktionsbezogene Abgaben und Steuern.

     – Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten dient der Berechnung des Bruttobetriebsüberschusses (12 17 0) und andere aggregierter Größen.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
berechnet als:

Produktionswert (12 12 0)

– Vorleistungen (= Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt) (13 11 0).

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
wie folgt berechnet:

Produktionswert (12 12 0)

– Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 7 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen wird die Bruttowertschöpfung  zu  Faktorkosten
wie folgt berechnet:

Produktionswert (12 12 0)

– Vorleistungen [= Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0)].

                                            ê 2700/98

|Code:                 |12 17 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttobetriebsüberschuss                                                                                         |

Definition

Der Bruttobetriebsüberschuß ist der durch die betriebliche Geschäftstätigkeit geschaffene Überschuß nach  erfolgter  Vergütung  der  eingesetzten
Menge des Produktionsfaktors Arbeit. Er läßt sich aus der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten abzüglich der  Personalaufwendungen  ermitteln.  Es
ist der für die Einheit verfügbare Saldo, der es den Eigen- und Fremdkapitalgebern ermöglicht, Steuern zu zahlen  und  u. U.  ihre  Investitionen
ganz oder teilweise zu finanzieren.

Finanz- und außerordentliche Erträge und Aufwendungen werden nicht in den Bruttobetriebsüberschuß einbezogen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Komponenten des Bruttobetriebsüberschusses sind in folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse enthalten:

     – Nettoumsatzerlöse

     – Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

     – Andere aktivierte Eigenleistungen

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

     – Sonstige externe Aufwendungen

     – Sonstige betriebliche Aufwendungen

     – Sonstige betriebliche Erträge

     – Personalaufwand.

Verbindung zu anderen Variablen

Der Bruttobetriebsüberschuß errechnet sich wie folgt:

Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten (12 15 0)

−     Personalaufwendungen (13 31 0).

|Code:                 |13 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt                                                                         |

Definition

Die Waren und Dienstleistungskäufe umfassen alle Waren und Dienstleistungen, die während des Berichtszeitraums für  den  Wiederverkauf  oder  die
Verwendung im Produktionsprozeß gekauft werden, mit Ausnahme von Anlagegütern, deren Verwendung als Verbrauch  von  Anlagevermögen  erfaßt  wird.
Die Waren und Dienstleistungen können entweder in unverändertem  Zustand  oder  nach  entsprechender  Be-  und  Verarbeitung  wiederverkauft,  im
Produktionsprozeß voll verbraucht oder aber gelagert werden.

Zu den Waren- und Dienstleistungskäufen gehören Materialien,  die  direkt  in  die  erzeugten  Produkte  eingehen  (Rohstoffe,  Zwischenprodukte,
Bauteile) sowie nicht aktivierte  Werkzeuge  und  Arbeitsmittel  von  geringem  Wert.  Gleichermaßen  schließen  sie  den  Wert  von  Hilfsgütern
(Schmierstoffen, Wasser, Verpackungen, Reparatur- und Instandsetzungsmaterial, Büromaterial) sowie  den  Energieeinsatz  mit  ein.  Unter  dieser
Variablen werden auch die von der Einheit getätigten Materialkäufe zur Produktion von selbsterstellten Anlagen erfaßt.

Zudem sind in diesem Posten die in den Berichtszeitraum  fallenden  Käufe  von  industriellen  und  nichtindustriellen  Dienstleistungen  erfaßt.
Weiterhin enthalten sind alle Beträge, die für im Auftrag der Einheit von Dritten ausgeführte Arbeiten einschließlich  laufender  Reparatur-  und
Instandsetzungsarbeiten, Installationsarbeiten und technischer Untersuchungen  aufgewendet  wurden.  Nicht  erfaßt  werden  die  Kosten  für  die
Installation von Anlagegütern und der Wert von aktivierten Gütern. Darin enthalten sind jedoch die Kosten für nichtindustrielle  Dienstleistungen
wie Rechts- und Beratungskosten, Patent- und Lizenzgebühren (sofern nicht aktiviert), Versicherungsbeiträge, die Kosten  für  Zusammenkünfte  der
Anteilseigner und Leitungsgremien, Beiträge zu Unternehmens- und Berufsverbänden, Post-, Telefon- und Faxgebühren, die Kosten  für  elektronische
Kommunikation und telegrafische Dienste sowie für den Güter- und Personentransport, Werbeaufwendungen, Provision (sofern nicht unter  Löhnen  und
Gehältern erfaßt), Mietzahlungen, Bankgebühren (ohne Zinsaufwendungen) sowie die Kosten  für  alle  weiteren  Unternehmensdienstleistungen  durch
dritte. Unter diesen Posten fallen auch Dienstleistungen, die von der Einheit umgewandelt und als Eigenproduktion aktiviert werden.

Finanz-  und  außerordentliche  Aufwendungen,  wie  in  der  Rechnungslegung  ausgewiesen,  werden  nicht  in  die  Gesamtsumme  der  Waren-  und
Dienstleistungskäufe einbezogen.

Die Käufe von Waren und Dienstleistungen werden zu den Anschaffungskosten ohne absetzbare Mehrwertsteuer und andere  absetzbare  und  direkt  mit
dem Umsatz verbundene Steuern erfaßt. Dagegen werden alle anderen Steuern und Abgaben auf die Produkte bei der Bewertung  der  erworbenen  Güter-
oder Dienstleistungen nicht abgezogen. Die Behandlung von Steuern auf die Produktion ist bei der Bewertung dieser Käufe ohne Bedeutung.

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen werden  die  Waren-  und  Dienstleistungskäufe
insgesamt definiert als Bruttowert der erhaltenen Rückversicherungsdienstleistungen zuzüglich sonstige Vorleistungen.

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen werden  die  Waren-  und  Dienstleistungskäufe
insgesamt definiert als Provisionsaufwendungen zuzüglich sonstige allgemeine Verwaltungskosten zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen.

                                            ê 2700/98

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Waren- und Dienstleistungskäufe sind in den folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse enthalten:

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (vor Berücksichtigung der Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen)

     – Sonstige externe Aufwendungen (vor Berücksichtigung der Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen)

     – Sonstige betriebliche Aufwendungen, Teilbetrag — Der einzubeziehende Teil betrifft Aufwendungen für Güter und Dienstleistungen, die  nicht
       in den beiden vorangegangenen Posten enthalten sind (Rohstoffe, Verbrauchsgüter und andere externe Aufwendungen). Der hier  nicht  erfaßte
       Teil betrifft den Steueraufwand in Verbindung mit der Produktion.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt dienen der Berechnung der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten (12 15 0)  und  anderer  aggregierter
Größen.

Viele der in den Waren und Dienstleistungskäufen insgesamt enthaltenen Posten werden getrennt erfaßt:

     – Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0)

     – Betriebsaufwendungen für  Gebäude  und  Einrichtungen  (13 41 0),  Vertriebskosten  (13 42 0),  Sonstige  Betriebsaufwendungen  (13 43 0).
       Anmerkung: Diese drei Merkmale sowie das vorhergehende  Merkmal  (13 12 0)  stellen  eine  vollständige  Untergliederung  der  Waren-  und
       Dienstleistungskäufe insgesamt für Unternehmen des Groß- und Einzelhandels dar.

     – Aufwendungen für Leiharbeitnehmer (13 13 1)

     – Zahlungen für langfristig gemietete und mit Operating-Leasing beschaffte Produktionsanlagen (13 41 1)

     – Käufe von Energieprodukten (20 11 0 und 20 21 0 bis 20 31 0)

     – Prozentualer Anteil an den Käufen von Großhändlern  und  Einkaufsvereinigungen  (25 21 1)  und  prozentualer  Anteil  an  den  Käufen  von
       Erzeugern (25 21 2)

                                            ê 1670/2003 Art. 1 und Anhang I

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 5 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen werden die Vorleistungen berechnet als:

Lebensversicherungsgeschäft:

Rückversicherungssaldo (32 18 0)

+ [(Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Bruttorückstellungen  (37 30 0) – Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen
(37 30 1)) / Gesamtsumme der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen  (37 30 1)] × [Erträge  aus  Kapitalanlagen  (32 22 0) – Erträge  aus
Zuschreibungen (32 71 5) – Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6) – Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)]

+ Provisionen (32 61 1)

+ Sonstige externe Aufwendungen für Waren und Dienstleistungen (32 61 4 – Abschreibungen auf selbst genutzte Anlagegüter).

Schadenversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft:

Rückversicherungssaldo (32 18 0)

+ [(Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Bruttorückstellungen  (37 30 0) – Gesamtsumme  der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen
(37 30 1)) / Gesamtsumme der  versicherungstechnischen  Nettorückstellungen  (37 30 1)] × [Erträge  aus  Kapitalanlagen  (32 42 0) – Erträge  aus
Zuschreibungen (32 71 5) – Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen (32 71 6) – Erträge aus Beteiligungen (32 71 1)]

+ Provisionen (32 61 1)

+ Sonstige externe Aufwendungen für Waren und Dienstleistungen (32 61 4 – Abschreibungen auf selbst genutzte Anlagegüter).

Für die in Abschnitt 3 von Anhang 6 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 58/97 definierten Unternehmen werden die Vorleistungen berechnet als:

Provisionsaufwendungen (42 15 0)

+ Sonstige allgemeine Verwaltungskosten (42 32 2)

+ Sonstige betriebliche Aufwendungen (42 33 0).

Für  die  in  Abschnitt 3  von  Anhang 7  der  Verordnung  (EG,  Euratom)  Nr. 58/97  definierten  Unternehmen  wird  die  Variable  Waren-   und
Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0) zur Berechnung der Variablen Betriebsaufwendungen insgesamt (48 06 0) verwendet.

                                            ê 2700/98

|Code:                 |13 12 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand                                  |

Definition

Dabei handelt es sich um Käufe von Waren und Dienstleistungen, die ohne weitere Be- oder Verarbeitung zum Wiederverkauf an Dritte bestimmt  sind.
Darin enthalten sind auch Käufe von Dienstleistungen, die Dienstleistungsanbietern  „in  Rechnung  gestellt  werden“,  d. h.  Unternehmen,  deren
Umsatz sich nicht nur aus Vertreterprovisionen für eine Dienstleistung (wie z. B. bei Immobilienmaklern),  sondern  auch  aus  den  tatsächlichen
Aufwendungen für die Dienstleistung zusammensetzt, z. B. Käufe von Transportleistungen durch Reisebüros.  Waren-  und  Dienstleistungen,  die  an
Dritte auf Provisionsbasis verkauft werden, sind nicht erfaßt, da diese Waren vom Vermittler,  der  die  Provision  erhält,  weder  gekauft  noch
verkauft werden.

Wenn in diesem Zusammenhang auf Dienstleistungen zum Wiederverkauf verwiesen  wird,  sind  die  betroffenen  Dienstleistungen  das  Ergebnis  von
Dienstleistungstätigkeiten, betreffen Nutzungsrechte vorher festgelegter Dienstleistungen oder die physische Unterstützung für Dienstleistungen.

Die zum Wiederverkauf in gleicher Form bestimmten Güter und Dienstleistungen werden zu Anschaffungskosten  bewertet,  abzüglich  der  absetzbaren
Mehrwertsteuer und anderer absetzbarer Steuern, die direkt mit dem Umsatz verbunden sind. Alle anderen  Steuern  und  Abgaben  auf  die  Produkte
werden daher bei der Bewertung der Güter- oder Dienstleistungen nicht abgezogen. Die Behandlung von  Steuern  auf  die  Produktion  ist  für  die
Bewertung dieser Käufe ohne Bedeutung.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe von Waren- und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in  unverändertem  Zustand  werden  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt
ausgewiesen. Sie sind Bestandteil der Posten:

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

     – Sonstige externe Aufwendungen

     – Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

Die Käufe von Waren  und  Dienstleistungen  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem  Zustand  dienen  der  Berechnung  der  Bruttogewinnspanne  bei
Handelswaren (12 13 0), des Produktionswerts (12 12 0) und anderer aggregierter Größen.

|Code:                 |13 13 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Aufwendungen für Leiharbeitnehmer                                                                                |

Definition

In dieser Zahl enthalten sind Aufwendungen an Arbeitsvermittlungsagenturen und  ähnliche  Einrichtungen  für  die  Bereitstellung  von  Personal.
Berücksichtigt werden allerdings nur  Aufwendungen  für  die  Bereitstellung  von  Personal,  die  nicht  mit  der  Erbringung  einer  bestimmten
industriellen oder nichtindustriellen Dienstleistung in Zusammenhang steht.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie  sind  Teil  der  sonstigen  externen
Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

|Code:                 |13 21 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen                                                              |

Definition

Die zwischen dem ersten und dem letzten Tag des Berichtszeitraums eingetretenen (positiven oder negativen) Veränderungen der Bestände werden  als
Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen erfaßt. Vorratsveränderungen können als Wert der Lagereingänge minus Wert  der  Lagerausgänge
und Wert üblicher Lagerverluste gemessen werden. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten  ohne  Mehrwertsteuer  erfaßt,  sofern  sie  von  einer
anderen Einheit gekauft wurden; andernfalls werden sie zu Herstellungskosten erfaßt.

Vorräte (und Vorratsveränderungen) werden folgendermaßen untergliedert:

     – Vorrat an Fertigerzeugnissen

     – Vorrat an unfertigen Erzeugnissen

     – Vorrat an zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen

     – Vorrat an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Dazu zählen Fertigerzeugnisse oder in der Fertigstellung befindliche Erzeugnisse, die in der Einheit hergestellt und noch nicht verkauft  wurden,
sowie unfertige Erzeugnisse, die Eigentum der Einheit sind,  selbst  wenn  sich  die  entsprechenden  Erzeugnisse  im  Besitz  Dritter  befinden.
Erzeugnisse, die sich im Besitz der Einheit befinden, jedoch Eigentum von Dritten sind, fallen nicht hierunter.

Zu dieser Position zählen auch Vorräte an nur zum Wiederverkauf in unverändertem  Zustand  erworbenen  Waren  und  Dienstleistungen.  Vorräte  an
Gütern und Dienstleistungen, die auf Provisionsbasis an Dritte verkauft werden, fallen dagegen nicht hierunter.  Zu  den  Erzeugnissen,  die  zum
Wiederverkauf  erworben  und  von  Dienstleistungsunternehmen  vorrätig  gehalten  werden,  können  auch  Waren  (Industrieanlagen  im  Fall  von
Ingenieurverträgen  für  schlüsselfertige  Lieferungen  oder  Gebäude  im  Fall  von   Grundstückserschließungen   usw.)   und   Dienstleistungen
(Nutzungsrechte von Werbeflächen, Beförderung, Unterbringung usw.) gehören.

Werden Dienstleistungen vorrätig  gehalten,  sind  die  betroffenen  Dienstleistungen  das  Ergebnis  von  Dienstleistungstätigkeiten,  betreffen
Nutzungsrechte vorher festgelegter Dienstleistungen oder die physische Unterstützung für Dienstleistungen. Dazu zählen auch Vorräte an  Roh-  und
Hilfsstoffen, Zwischenerzeugnissen, Bauteilen, Energie, nicht aktivierten Kleinwerkzeugen und Dienstleistungen, die der Einheit gehören.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen sind in den folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse enthalten:

     – Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

     – Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Teilbetrag

     – Sonstige externe Aufwendungen, Teilbetrag

     – Sonstige betriebliche Aufwendungen, Teilbetrag.

Verbindung zu anderen Variablen

     – Die Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen dienen der  Berechnung  der  Bruttowertschöpfung  zu  Basispreisen  (12 14 0)  und
       anderer aggregierter Größen.

     – Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen werden nach Vorratsarten untergliedert: i) Vorratsveränderungen bei zum  Wiederverkauf
       in unveränderten  Zustand  erworbenen  Waren  und  Dienstleistungen  (13 21 1),  ii)  Vorratsveränderungen  bei  fertigen  und  unfertigen
       Erzeugnissen aus der Produktion der Einheit (13 21 3) und iii) Vorratsveränderungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

|Code:                 |13 21 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Vorratsveränderungen bei zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen        |

Definition

Diese Variable wird definiert als die zwischen dem ersten und dem letzten Tag des Berichtszeitraums  eingetretenen  Veränderungen  der  Bestände,
bewertet zu Anschaffungskosten ohne Mehrwertsteuer. Vorratsveränderungen werden gemessen als Wert der  Lagereingänge  von  zum  Wiederverkauf  in
unverändertem Zustand erworbenen Erzeugnissen minus Wert der Lagerausgänge und Wert üblicher Lagerverluste.

Zu den Vorräten zählen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbene Waren und Dienstleistungen. Vorräte an Gütern  und  Dienstleistungen,
die auf Provisionsbasis an Dritte verkauft werden, fallen nicht hierunter.

Zu den Erzeugnissen, die zum Wiederverkauf erworben und von Dienstleistungsunternehmen vorrätig gehalten werden, können  Waren  (Industrieanlagen
im Fall von Ingenieurverträgen für schlüsselfertige Lieferungen oder Gebäude im Fall von  Grundstückserschließungen  usw.)  und  Dienstleistungen
(Nutzungsrechte von Werbeflächen, Beförderung, Unterbringung usw.) gehören.

Werden Dienstleistungen vorrätig  gehalten,  sind  die  betroffenen  Dienstleistungen  das  Ergebnis  von  Dienstleistungstätigkeiten,  betreffen
Nutzungsrechte vorher festgelegter Dienstleistungen oder die physische Unterstützung für Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Vorratsveränderungen bei zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren werden in den  Unternehmensabschlüssen  nicht  gesondert
ausgewiesen. Sie fallen unter die Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

     –  Der  Posten  Vorratsveränderungen  bei  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem  Zustand  erworbenen  Waren  dient   der   Berechnung   der
       Bruttogewinnspanne bei Handelswaren (12 13 0), des Produktionswerts (12 12 0) sowie anderer aggregierter Größen.

     – Bestandteil der Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen (13 21 0)

|Code:                 |13 21 3                                                                                                       |
|Bezeichnung:          |Vorratsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen aus der Produktion der Einheit                  |

Definition

Unter diese Variable werden die zwischen dem ersten und dem letzten Tag des Berichtszeitraums eingetretenen Veränderungen des Werts der  Bestände
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, die von der Einheit produziert, jedoch nicht verkauft wurden, erfaßt.

Dazu zählen unfertige Erzeugnisse, die der Einheit gehören, auch wenn sie im Besitz Dritter sind. Nicht unter diese Position fallen  Erzeugnisse,
die sich im Besitz der Einheit befinden, jedoch Dritten gehören.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Herstellungskosten vor Vornahme der Wertberichtigungen (wie z. B. Abschreibung).

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Vorratsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen  werden  in  den  Unternehmensabschlüssen  unter  dem  Posten  Veränderung  des
Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Verbindung zu anderen Variablen

     – Die Vorratsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen  dienen  der  Berechnung  des  Produktionswerts  (12 12 0)  und  anderer
       aggregierter Größen.

     – Bestandteil der Vorratsveränderungen bei Waren und Dienstleistungen (13 21 0)

|Code:                 |13 31 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Personalaufwendungen                                                                                             |

Definition

Personalaufwendungen sind alle Geld- oder Sachleistungen, die ein Arbeitgeber an Arbeitnehmer (Festangestellte,  Arbeitnehmer  mit  Zeitverträgen
oder Heimarbeiter) für die von ihnen  während  des  Berichtszeitraums  erbrachte  Arbeit  leistet.  Sie  beinhalten  auch  die  von  der  Einheit
einbehaltenen Steuern und Sozialbeiträge der Lohn- und Gehaltsempfänger sowie  die  gesetzlichen  und  freiwilligen  Arbeitgeberanteile  bei  den
Sozialbeiträgen.

Die Personalaufwendungen setzen sich zusammen aus:

     – Löhnen und Gehältern

     – den Sozialversicherungskosten des Arbeitgebers.

Unter Personalaufwendungen fallen alle während des Berichtszeitraums geleisteten Vergütungen, unabhängig davon, ob es sich  um  Stunden-,  Stück-
oder Akkordlohn, regelmäßige oder unregelmäßige Zahlungen  handelt.  Darin  enthalten  sind  alle  Sondervergütungen,  arbeitsplatzgebundene  und
Leistungsprämien, Gratifikationen, „13. Monatsgehälter“ (und vergleichbare feste Prämienzahlungen), Zahlungen  an  Arbeitnehmer  im  Zusammenhang
mit Entlassungen, Mietzuschüssen, Transportkosten,  Lebenshaltungskosten,  Familienzulagen,  Provisionen,  Teilnehmergebühren,  Überstunden-  und
Nachtschichtvergütungen usw. sowie alle vom Arbeitnehmer zu entrichtenden und vom Arbeitgeber einbehaltenen Sozialbeiträge.

Weiterhin gehören zu den Personalaufwendungen die Sozialversicherungskosten des  Arbeitgebers.  Diese  umfassen  die  sozialen  Aufwendungen  des
Arbeitgebers für Altersversorgung, Krankheit, Mutterschaft, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten,  Familienzulagen
sowie sonstige soziale Leistungen. Diese Kosten werden unabhängig davon  erfaßt,  ob  es  sich  um  gesetzlich  vorgeschriebene,  tariflich  oder
vertraglich vereinbarte oder freiwillig erbrachte Leistungen handelt.

Aufwendungen für Leiharbeitnehmer sind nicht in den Personalkosten enthalten.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Personalaufwendungen lassen sich direkt aus folgenden Posten der Unternehmensabschlüsse ermitteln:

Personalaufwand, d. h. der Summe aus Löhnen und Gehältern sowie Sozialversicherungskosten.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Personalaufwendungen werden wie folgt berechnet:

Löhne und Gehälter (13 32 0)

+     Sozialversicherungskosten (13 33 0).

Die Personalaufwendungen dienen der Berechnung des Bruttobetriebsüberschusses (12 17 0) und anderer Größen.

|Code:                 |13 32 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Löhne und Gehälter                                                                                               |

Definition

Als Löhne und Gehälter gelten alle Geld- oder Sachleistungen, die an die auf den Lohn- und Gehaltslisten erfaßten  Beschäftigten  (einschließlich
Heimarbeitern) für die von ihnen während des Berichtszeitraums erbrachte Arbeit geleistet werden, unabhängig  davon,  ob  es  sich  um  Stunden-,
Stück- oder Akkordlohn, regelmäßige oder unregelmäßige Zahlungen handelt. Zu Löhnen und Gehältern gehören alle vom Arbeitnehmer zu  entrichtenden
Sozialbeiträge, Einkommensteuern usw. auch dann, wenn sie vom Arbeitgeber einbehalten und von ihm  im  Namen  des  Arbeitnehmers  direkt  an  den
Sozialversicherungsträger, die Steuerbehörde  usw.  abgeführt  werden.  Nicht  zu  den  Löhnen  und  Gehältern  zählen  die  vom  Arbeitgeber  zu
entrichtenden Sozialbeiträge.

Zu den Löhnen und  Gehältern  zählen  alle  vom  Arbeitnehmer  empfangenen  Sondervergütungen,  Prämien,  Gratifikationen,  „13. Monatsgehälter“,
Entlassungsabfindungen,   Zuschüsse   zu   Mieten,   Transportkosten,   Lebenshaltungskosten,    Familienzulagen,    Trinkgelder,    Provisionen,
Teilnehmergebühren u. ä. sowie alle vom Arbeitnehmer zu entrichtenden und vom Arbeitgeber einbehaltenen  Steuern,  Sozialbeiträge  und  sonstigen
Zahlungen.  Die  vom  Arbeitgeber  im  Fall  von  Krankheit,  Arbeitsunfall,  Mutterschaftsurlaub   oder   Kurzarbeit   geleisteten   Lohn-   und
Gehaltsfortzahlungen  können  in  Abhängigkeit  von  den  Bilanzierungsgrundsätzen  der  Einheit  entweder  unter  diesem   Posten   oder   unter
Sozialversicherungskosten erfaßt werden.

Aufwendungen für Leiharbeitnehmer sind nicht in Löhnen und Gehältern enthalten.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Löhne und Gehälter werden in den Unternehmensabschlüssen unter dem Posten Löhne und Gehälter verbucht.

Verbindung zu anderen Variablen

Der Posten Löhne und Gehälter dient der Berechnung der Personalaufwendungen (13 31 0).

|Code:                 |13 33 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Sozialversicherungskosten                                                                                        |

Definition

Die Sozialversicherungskosten der Arbeitgeber entsprechen dem Wert der Sozialbeiträge, die die Arbeitgeber  zur  Sicherung  der  Ansprüche  ihrer
Arbeitnehmer auf Sozialleistungen erbringen.

Zu den Sozialversicherungskosten des Arbeitgebers gehören die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen  zur  Vorsorge  im  Hinblick
auf Alter, Krankheit, Mutterschaft,  Invalidität,  Arbeitslosigkeit,  Arbeitsunfälle,  Berufskrankheiten  und  Familienbeihilfen  sowie  sonstige
soziale Leistungen.

Dazu zählen die Abgaben für alle Arbeitnehmer, einschließlich Heimarbeitern und Auszubildenden.

Es werden die Aufwendungen für alle Leistungen erfaßt, unabhängig davon, ob es sich um gesetzliche, tariflich vereinbarte, vertraglich  geregelte
oder freiwillige Leistungen handelt. Lohn- und Gehaltsfortzahlungen des Arbeitgebers im Fall von  Krankheit,  Arbeitsunfall,  Mutterschaftsurlaub
oder Kurzarbeit können in Abhängigkeit von den Bilanzierungsgrundsätzen der Einheit hier oder  unter  der  Position  Löhne  und  Gehälter  erfaßt
werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Sozialversicherungskosten werden in den Unternehmensabschlüssen unter der Rubrik Sozialversicherungskosten ausgewiesen.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Sozialversicherungskosten dienen der Berechnung der Personalaufwendungen (13 31 0).

|Code:                 |13 41 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Betriebsaufwendungen für Gebäude und Einrichtungen                                                               |

Definition

Betriebsaufwendungen für Gebäude und Einrichtungen setzen sich zusammen aus:

     – Aufwendungen für Gebäude einschließlich

         – Mieten, Zahlungen für Heizung und Strom sowie Instandhaltung und Reparatur

         – Zahlungen für Operating-Leasing

     – Aufwendungen für Einrichtungen, einschließlich

         – Zahlungen für Wartung und Reparatur aller Maschinen (einschließlich Computer und Fahrzeuge) und Mietkosten

         – Zahlungen für Operating-Leasing für Maschinen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Betriebsaufwendungen für Gebäude und Einrichtungen werden in den Unternehmensabschlüssen  nicht  gesondert  ausgewiesen.  Sie  fallen  unter  die
Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil der Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

Für die Handelsdienstleistungen (Abschnitt G der NACE  Rev.1)  beinhalten  die  übrigen  Teile  der  Waren-  und  Dienstleistungskäufe  insgesamt
folgendes: Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand  (13 12 0),  Vertriebskosten  (13 42 0)  und  Sonstige
Betriebsaufwendungen (13 43 0).

|Code:                 |13 41 1                                                                                                             |
|Bezeichnung:          |Zahlungen für langfristig gemietete und mit Operating-Leasing beschaffte Sachanlagen                                |

Definition

Zu den Zahlungen für die langfristige Anmietung gehören alle Aufwendungen für die Anmietung von Sachanlagen über  einen  Zeitraum  von  mehr  als
einem Jahr.

Beim Operating-Leasing handelt es sich um Leasingverträge, bei denen der Leasingnehmer nicht  alle  mit  dem  Eigentum  verbundenen  wesentlichen
Risiken und Vorteile übernimmt. Beim Operating-Leasing erwirbt der Leasingnehmer das Recht, ein  dauerhaftes  Gut  für  eine  bestimmte  Zeit  zu
nutzen, die lang oder kurz sein kann und nicht unbedingt im voraus bestimmt sein muß. Nach Ablauf der Leasingperiode  erwartet  der  Leasinggeber
sein Gut in mehr oder weniger dem gleichen Zustand zurück,  wie  er  es  übergeben  hat,  abgesehen  von  normaler  Abnutzung.  Somit  deckt  die
Leasingperiode nicht den ganzen oder überwiegenden Teil des wirtschaftlichen Lebens des Gutes ab. Zahlungen für das Operating-Leasing von  Gütern
stehen in Verbindung zu den Kosten des Gebrauchs der Sachanlagen, die durch diese Verträge der Einheit zur Verfügung gestellt werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Zahlungen für langfristig gemietete und mit Operating-Leasing beschaffte Sachanlagen werden in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt
ausgewiesen. Sie sind Teil der Posten Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0)

Bestandteil der Betriebsaufwendungen für Gebäude und Einrichtungen (13 41 0)

|Code:                 |13 42 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Vertriebskosten                                                                                                  |

Definition

Die Vertriebskosten, die Bestandteil der Waren-  und  Dienstleistungskäufe  sind,  setzen  sich  zusammen  aus  Werbungskosten,  Kosten  für  die
Beförderung von Waren, Reisekosten, Hotelunterbringungskosten, Bewirtungskosten und  anderen  mit  dem  Vertrieb  von  Waren  verbundenen  Kosten
(einschließlich Aufwendungen für Leiharbeitnehmer).

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Vertriebskosten werden in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert ausgewiesen. Sie fallen unter die Posten Roh-, Hilfs-  und  Betriebsstoffe,
Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil der Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

Für die Handelsdienstleistungen (Abschnitt G der NACE Rev.1) beinhalten die übrigen Bestandteile der  Waren  und  Dienstleistungskäufe  insgesamt
folgendes: Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in  unverändertem  Zustand  (13 12 0),  Betriebsaufwendungen  für  Gebäude  und
Einrichtungen (13 41 0) und Sonstige Betriebsaufwendungen (13 43 0).

|Code:                 |13 43 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Sonstige Betriebsaufwendungen                                                                                    |

Definition

Sonstige  Betriebsaufwendungen  setzen  sich   z. B.   aus   Aufwendungen   für   Buchführung,   Beratung,   Büromaterial,   Personaleinstellung,
Versicherungsprämien, Kosten gemeinschaftlicher Mitarbeiterbeförderung, Kosten für Bankdienstleistungen (ohne  Zinszahlungen),  Aufwendungen  für
Post- und Telekommunikationsleistungen (Telefon, Telex) zusammen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Sonstige Betriebsaufwendungen werden in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert ausgewiesen. Sie fallen unter die  Posten  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe, Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil der Waren und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

Für die Handelsdienstleistungen (Abschnitt G der NACE Rev.1) beinhalten die übrigen Bestandteile der  Waren  und  Dienstleistungskäufe  insgesamt
folgendes: Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in  unverändertem  Zustand  (13 12 0),  Betriebsaufwendungen  für  Gebäude  und
Einrichtungen (13 41 0) und Vertriebskosten (13 42 0).

|Code:                 |15 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttoinvestitionen in Sachanlagen                                                                               |

Definition

Hierunter fallen Investitionen in alle Sachanlagen während des Berichtszeitraums. Dazu gehören neue und gebrauchte Sachanlagen, die  von  Dritten
erworben oder für den Eigenbedarf produziert werden (z. B. selbsterstellte Sachanlagen) und deren Nutzungsperiode länger als ein Jahr ist.  Nicht
produzierte Sachanlagen wie „Grundstücke“ sind inbegriffen.

Die Schwelle für die nutzbringende Lebensdauer eines aktivierbaren Gutes kann je nach Rechnungslegungspraxis in  den  Fällen  erhöht  werden,  in
denen eine höhere als die oben angegebene nutzbringende Lebenserwartung von einem Jahr vorgeschrieben ist.

Alle Investitionen werden „brutto“, ohne Wertberichtigungen und vor Berücksichtigung von Erlösen  aus  Abgängen,  erfaßt.  Die  erworbenen  Güter
werden zu Anschaffungskosten, d. h. einschließlich der Transport- und  Installationskosten  und  der  mit  der  Eigentumsübertragung  verbundenen
Gebühren,  Steuern  und  sonstigen  Kosten  bewertet.  Die  Bewertung  der  selbsterstellten  Sachanlagen   erfolgt   auf   der   Grundlage   der
Herstellungskosten. Nicht erfaßt werden Güter, die durch Restrukturierungen (wie Fusionen, Übernahmen, Auflösungen  oder  Abtrennungen)  erworben
werden. Nicht aktivierte geringwertige Wirtschaftsgüter werden nicht einbezogen, sondern unter den laufenden Aufwendungen erfaßt.

Zudem  umfaßt  dieser  Posten  alle  aktivierten  Erweiterungen,  Umbauten,  Modernisierungen  und  Erneuerungen,  die  die   Nutzungsdauer   des
Anlagevermögens verlängern oder seine Produktivität erhöhen.

Keine Berücksichtigung finden die laufenden Instandhaltungskosten sowie die laufenden  Aufwendungen  für  auf  Miet-  und  Leasingbasis  genutzte
Anlagegüter. Finanzanlagen und immaterielle Anlagewerte werden hier ebenfalls nicht erfaßt.

Die Erfassung der Investitionen, für die Rechnungserstellung, Lieferung, Zahlung und erste Nutzung des Gutes in verschiedenen  Berichtszeiträumen
liegen, sollte wie folgt erfolgen:

      Investitionen werden verbucht, wenn der Besitz an die Einheit übertragen wird, die die Nutzung  beabsichtigt.  Selbsterstellte  Sachanlagen
       werden im Augenblick der Produktion erfaßt. Bezüglich der Erfassung der in identifizierbaren Perioden gemachten  Investitionen  gilt,  daß
       jede Teilinvestition in dem Berichtszeitraum verbucht werden sollte, in dem sie durchgeführt wurde.

In der Praxis kann dies unmöglich sein. Deshalb könnte die Rechnungslegungspraxis der Unternehmen die  folgenden  Näherungsmethoden  erforderlich
machen:

i)    Investitionen werden in dem Berichtszeitraum erfaßt, in dem sie geliefert werden.

ii)   Investitionen werden in dem Berichtszeitraum erfaßt, in dem sie in den Produktionsprozeß eintreten.

iii)  Investitionen werden in dem Berichtszeitraum erfaßt, in dem sie in Rechnung gestellt werden.

iv)   Investitionen werden in dem Berichtszeitraum erfaßt, in dem sie bezahlt werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Investitionen erscheinen nicht in  der  Bilanz.  Allerdings  werden  die  Zugänge,  Abgänge  und  Übertragungen  des  Anlagevermögens  sowie  die
Wertberichtigungen des Anlagevermögens in der Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

In den Unternehmensabschlüssen sind Sachanlagen unter dem Posten Anlagevermögen — Sachanlagen ausgewiesen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bruttoinvestitionen in Sachanlagen beinhalten:

Bruttoinvestitionen in Grundstücke (15 12 0)

+     Bruttoinvestitionen in bestehende Gebäude und Bauten (15 13 0)

+     Bruttoinvestitionen in Errichtung und Umbau von Gebäuden (15 14 0)

+     Bruttoinvestitionen in Maschinen und Einrichtungen (15 15 0).

|Code:                 |15 12 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttoinvestitionen in Grundstücke                                                                               |

Definition

Neben den eigentlichen Grundstücken fallen unter dieser Variable unterirdische Lagerstätten, Wälder und Binnengewässer. Wird ein  Grundstück  mit
bestehenden Gebäuden gekauft und der Wert der beiden Komponenten kann nicht getrennt werden, so wird ihr Gesamtwert unter diesem  Posten  erfaßt,
wenn davon auszugehen ist, daß der Wert des Grundstücks den der Gebäude übersteigt. Wird der Wert der  bestehenden  Gebäude  höher  als  der  des
Grundstücks eingeschätzt, so ist der Gesamtwert unter „Bruttoinvestitionen in bestehende  Gebäude  und  Bauten“  zu  verbuchen  (15 13 0).  Unter
diesen Posten fallen auch Grundstücke, die durch Einebnung, Verlegung von Rohrleitungen oder  das  Anlegen  von  Wegen  oder  Straßen  verbessert
wurden. Nicht unter diese Position fallen im Rahmen von Restrukturierungen (wie Fusionen, Übernahmen,  Auflösungen  und  Abtrennungen)  erworbene
Grundstücke.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Investitionen erscheinen nicht in  der  Bilanz.  Allerdings  werden  die  Zugänge,  Abgänge  und  Übertragungen  des  Anlagevermögens  sowie  die
Wertberichtigungen des Anlagevermögens in der Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

In den Unternehmensabschlüssen wird der Posten „Grundstücke“ unter der Rubrik Anlagevermögen/Sachanlagen: Grundstücke und Bauten  nicht  getrennt
ausgewiesen. Der sich auf die Gebäude beziehende Teil sollte in diesem Zusammenhang unberücksichtigt bleiben. Erfaßt  werden  sollte  jedoch  der
Teil der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, der sich auf die Grundstücke bezieht.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil von Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (15 11 0).

|Code:                 |15 13 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttoinvestitionen in bestehende Gebäude und Bauten                                                             |

Definition

Die Investitionen enthalten die Aufwendungen für bestehende Gebäude und Bauten, die im Berichtszeitraum erworben wurden. Wird ein Grundstück  mit
bestehenden Gebäuden gekauft und der Wert der beiden Komponenten kann nicht getrennt werden, so wird ihr Gesamtwert unter diesem  Posten  erfaßt,
wenn davon auszugehen ist, daß der Wert der Gebäude den des Grundstücks übersteigt. Wird der Wert des Grundstücks höher als der  der  bestehenden
Gebäude eingeschätzt, so ist der Gesamtwert unter „Bruttoinvestitionen in Grundstücke“ zu erfassen (15 12 0). Der Erwerb von neuen Gebäuden,  die
nie genutzt wurden, ist ausgenommen. Bestehende Gebäude und Bauten, die durch  Restrukturierungen  (wie  Fusionen,  Übernahmen,  Auflösungen  und
Abtrennungen) erworben wurden, sind ausgenommen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Investitionen erscheinen nicht in  der  Bilanz.  Allerdings  werden  die  Zugänge,  Abgänge  und  Übertragungen  des  Anlagevermögens  sowie  die
Wertberichtigungen des Anlagevermögens in der Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

In  den   Unternehmensabschlüssen   wird   der   Posten   „Bruttoinvestitionen   in   bestehende   Gebäude   und   Bauten“   unter   der   Rubrik
Anlagevermögen/Sachanlagen: Grundstücke und Bauten nicht getrennt ausgewiesen. Die sich auf Grundstücke und die  Errichtung  und  den  Umbau  von
Gebäuden beziehenden Teile sollten in diesem Zusammenhang unberücksichtigt  bleiben.  Erfaßt  werden  sollte  jedoch  der  Teil  der  geleisteten
Anzahlungen und Anlagen im Bau, der sich auf bestehende Gebäude und Bauten bezieht.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (15 11 0).

|Code:                 |15 14 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttoinvestitionen in Errichtung und Umbau von Gebäuden                                                         |

Definition

Unter diese Variable fallen die während des Berichtszeitraums für die Errichtung und die Umgestaltung  von  Gebäuden  entstandenen  Aufwendungen.
Der Erwerb neuer Gebäude, die nie genutzt wurden, ist hier enthalten. Ebenso erfaßt  sind  alle  Erweiterungen,  Umbauten,  Modernisierungen  und
Erneuerungen, die die Nutzungsdauer des Gebäudes verlängern oder seine Produktivität erhöhen.

In dieser Position enthalten sind feste Installationen wie Wasserversorgung, Zentralheizung, Klimaanlagen, Beleuchtung usw. sowie  Baukosten  für
Ölbohrungen, betriebsbedingte Gruben, Rohrleitungen, Hochspannungsleitungen, Gasleitungen, Bahnlinien, Hafenanlagen, Straßen, Brücken,  Viadukte,
Ableitungskanäle und andere Standortverbesserungen. Nicht unter diese Position fallen die laufenden Instandhaltungskosten.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Investitionen erscheinen nicht in  der  Bilanz.  Allerdings  werden  die  Zugänge,  Abgänge  und  Übertragungen  des  Anlagevermögens  sowie  die
Wertberichtigungen des Anlagevermögens in der Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

In  den  Unternehmensabschlüssen  wird  der  Posten  „Bruttoinvestitionen  in   Errichtung   und   Umbau   von   Gebäuden“   unter   der   Rubrik
Anlagevermögen/Sachanlagen: Grundstücke und Bauten nicht getrennt ausgewiesen.

Die sich auf Grundstücke und bestehende Gebäude und Bauten beziehenden Teile sollten in  diesem  Zusammenhang  unberücksichtigt  bleiben.  Erfaßt
werden sollte jedoch der Teil der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, der sich auf Errichtung und Umbau von Gebäuden bezieht.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (15 11 0)

|Code:                 |15 15 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Bruttoinvestitionen in Maschinen und Einrichtungen                                                               |

Definition

Unter diese Variable fallen Aufwendungen für Maschinen  (Büromaschinen  usw.),  innerhalb  des  Unternehmens  auf  dem  Betriebsgelände  genutzte
Spezialfahrzeuge,  sonstige  Maschinen  und  Einrichtungen,  Fahrzeuge  und  Schiffe  für  den  Transport  außerhalb  des   Unternehmens,   d. h.
Kraftfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Lastkraftwagen sowie Spezialfahrzeuge aller Art, Schiffe, Waggons usw., die während des  Berichtszeitraums  neu
oder gebraucht erworben wurden. Nicht unter diese Position fallen die im Rahmen von Restrukturierungen  (wie  Fusionen,  Übernahmen,  Auflösungen
und Abtrennungen) erworbenen Maschinen und Einrichtungen. Erfaßt werden jedoch alle aktivierten  Erweiterungen,  Umbauten,  Modernisierungen  und
Erneuerungen, die die Nutzungsdauer dieses Anlagevermögens verlängern  oder  seine  Produktivität  erhöhen.  Keine  Berücksichtigung  finden  die
laufenden Instandhaltungskosten.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Investitionen erscheinen nicht in  der  Bilanz.  Allerdings  werden  die  Zugänge,  Abgänge  und  Übertragungen  des  Anlagevermögens  sowie  die
Wertberichtigungen des Anlagevermögens in der Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

In den Unternehmensabschlüssen  werden  „Bruttoinvestitionen  in  Maschinen  und  Einrichtungen“  unter  der  Rubrik  Anlagevermögen/Sachanlagen:
Technische Anlagen und Maschinen und Andere  Anlagen,  Betriebs-  und  Geschäftsausstattung  ausgewiesen.  Erfaßt  werden  sollte  der  Teil  der
geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, der sich auf Maschinen und Einrichtungen bezieht.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (15 11 0).

|Code:                 |15 21 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Verkäufe von Sachanlagen                                                                                         |

Definition

Die Verkäufe von Sachanlagen umfassen den Wert der vorhandenen,  an  Dritte  veräußerten  Sachanlagen.  Der  Verkauf  von  Sachanlagen  wird  zum
tatsächlich erzielten Verkaufspreis (ohne Mehrwertsteuer) und nicht zum Buchwert bewertet; vom erzielten Verkaufspreis werden die  dem  Verkäufer
im Zusammenhang mit der Eigentumsübertragung entstandenen Kosten abgezogen. Unberücksichtigt bleiben  nicht  verkaufsbedingte  Wertberichtigungen
und Abgänge.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Verkäufe von Sachanlagen erscheinen nicht in der Bilanz. Allerdings werden die Zugänge, Abgänge und Übertragungen des Anlagevermögens in  der
Bilanz oder im Anhang zu den Unternehmensabschlüssen ausgewiesen.

Die Sachanlagen beziehen sich auf die Güter, die in den Unternehmensabschlüssen unter der Rubrik Anlagevermögen/Sachanlagen ausgewiesen werden.

|Code:                 |15 31 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Wert der mit Finanzierungsleasing beschafften Sachanlagen                                                        |

Definition

Beim Finanzierungsleasing erwirbt der Leasingnehmer das Recht, ein dauerhaftes Wirtschaftsgut gegen  eine  Leasinggebühr  für  eine  vorbestimmte
längere Zeit zu nutzen. Wenn alle Risiken und Vorteile de facto, wenn auch nicht de jure, vom Leasinggeber  auf  den  Leasingnehmer  übergegangen
sind, ist das Leasing ein Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing deckt die Leasingperiode die gesamte oder überwiegende  wirtschaftliche
Lebensdauer des dauerhaften Wirtschaftsgutes ab. Am Ende der Leasingperiode hat der Leasingnehmer oft die Option, das Gut zum nominalen  Wert  zu
erwerben. Die Rolle des Leasinggebers beschränkt sich weitestgehend auf die Finanzierung des Wirtschaftsgutes.

Der zu verbuchende Wert entspricht dem Marktwert des Gutes, wenn es gekauft worden wäre. Dieser Wert ist  prinzipiell  im  Vertrag  genannt  oder
kann durch Addition der Teile der Raten, die die Kapitalrückzahlung abdecken, geschätzt  werden.  Der  Teil  der  Raten,  der  den  Zinszahlungen
entspricht, wird nicht berücksichtigt.

Der entsprechende Wert des Wirtschaftsgutes sollte zum Zeitpunkt der Lieferung des Gutes an den Leasingnehmer verbucht werden.

Jährliche Mietzahlungen für Anlagen, die im Rahmen eines Finanzierungsleasing-Vertrags genutzt werden, gehören nicht unter diese  Position.  Auch
der Wert von Leasingobjekten, für die eine andere als die Finanzierungsleasing-Regelung gilt, sollte nicht unter dieser Position erfaßt werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Anmerkung:  Der Wert der mit Finanzierungsleasing beschafften Sachanlagen wird in der  4.  Richtlinie  nicht  angesprochen.  Jedoch  erlauben  es
einige nationale Rechnungslegungssysteme, diese Güter in der Bilanz zu aktivieren.

Verbindung zu anderen Variablen

Anmerkung:  Der Wert der mit Finanzierungsleasing beschafften Sachanlagen ist nicht enthalten in Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (15 11 0).

|Code:                 |16 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Beschäftigten                                                                                           |

Definition

Die Zahl der Beschäftigten ist definiert als die Gesamtzahl der  in  der  jeweiligen  Einheit  tätigen  Personen  (einschließlich  mitarbeitender
Inhaber, regelmäßig in der Einheit mitarbeitender Teilhaber und unbezahlt mithelfender Familienangehöriger) sowie  der  Personen,  die  außerhalb
der  Einheit  tätig  sind,  aber  zu  ihr  gehören  und  von  ihr  vergütet  werden  (z. B.  Handelsvertreter,  Lieferpersonal,  Reparatur-   und
Instandsetzungsteams). Diese Zahl umfaßt kurzzeitig  beurlaubte  Personen  (z. B.  bei  Krankheit,  bezahltem  Urlaub  oder  Sonderurlaub)  sowie
Streikende,  nicht  jedoch  für  unbestimmte  Zeit  beurlaubte  Personen.  Ebenfalls  eingeschlossen   sind   Teilzeitkräfte   entsprechend   den
einzelstaatlichen gesetzlichen Bestimmungen sowie Saisonkräfte, Auszubildende und Heimarbeiter, die alle jeweils auf der Lohn-  und  Gehaltsliste
erscheinen.

Nicht in der Zahl der Beschäftigten enthalten sind Arbeitskräfte, die der Einheit von anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden oder  die
in der Einheit im Auftrag anderer Unternehmen Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchführen, sowie  Personen,  die  ihren  Pflichtwehrdienst
ableisten.

Als unbezahlt mithelfende Familienangehörige gelten Personen, die im Haushalt des Eigentümers der  Einheit  leben  und  ohne  Arbeitsvertrag  und
feste Vergütung regelmäßig in der Einheit mitarbeiten. In diese Gruppe fallen nur Personen, die nicht hauptberuflich  in  einer  anderen  Einheit
tätig sind und dort auf der Lohn- und Gehaltsliste stehen.

Mit dem Ziel,  eine  kohärente  Datenübertragung  sicherzustellen,  sollte  dargelegt  werden,  ob  die  in  der  Beobachtungseinheit  freiwillig
Beschäftigten (z. B. unentgeltlich im Sozialbereich Tätige) in diesem Merkmal enthalten sind oder nicht.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Anzahl der Beschäftigten wird im Anhang des Unternehmensabschlusses ausgewiesen (Artikel 43 Absatz 8).

Verbindung zu anderen Variablen

Die Zahl der Beschäftigten läßt sich aufschlüsseln in Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (16 13 0) und unbezahlte Arbeitskräfte.

|Code:                 |16 13 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger                                                                              |

Definition

Die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger ist definiert als die Zahl der Personen, die für einen Arbeitgeber  tätig  sind  und  auf  der  Grundlage
eines Arbeitsvertrags ein Entgelt in Form von Lohn, Gehalt, Provision, Entgelt, Stücklohn oder Sachbezügen erhalten.

Ein Arbeitsverhältnis besteht, wenn zwischen einem Unternehmen und einem Arbeitnehmer  eine  in  der  Regel  freiwillig  getroffene  Vereinbarung
geschlossen wurde, der zufolge der Arbeitnehmer für das Unternehmen tätig wird und dafür Geld- oder Sachleistungen erhält.

Arbeitnehmer gelten als Lohn- und Gehaltsempfänger einer bestimmten Einheit, wenn sie von dieser Lohn oder Gehalt beziehen, unabhängig davon,  wo
sich der Leistungsort (innerhalb oder außerhalb der Produktionseinheit) befindet. Über Zeitarbeitsunternehmen  beschäftigte  Arbeitnehmer  gelten
als Arbeitnehmer der Zeitarbeitsfirma und nicht der Produktionseinheit (des Kunden), in der sie tätig sind.

Als Lohn- und Gehaltsempfänger gelten insbesondere:

     – Eigentümer, die entgeltlich tätig sind;

     –  Studenten,  die  im  Rahmen  einer  offiziellen  Vereinbarung  gegen  Vergütung  und/oder   Ausbildungsleistungen   einen   Beitrag   zum
       Produktionsprozeß der Einheit leisten;

     – Lohn- und Gehaltsempfänger, die unter einem Vertrag im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen tätig sind;

     – Heimarbeiter, sofern ausdrücklich vereinbart wurde,  daß  die  Vergütung  auf  der  Grundlage  der  geleisteten  Arbeit  erfolgt  und  die
       Heimarbeiter auf der Lohn- und Gehaltsliste erscheinen.

Die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger umfaßt Teilzeitkräfte, Saisonarbeiter, Streikende oder kurzzeitig beurlaubte Arbeitnehmer,  nicht  jedoch
für unbestimmte Zeit beurlaubte Personen.

Die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger enthält nicht die freiwillig Beschäftigten (z. B. unentgeltlich im Sozialbereich Tätige).

Die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger wird in der gleichen Weise wie die „Zahl der Beschäftigten“, d. h. im Wege der Festlegung der Anzahl  der
Arbeitsplätze als jährlicher Durchschnittswert berechnet.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Zahl der Beschäftigten (16 11 0).

Zahlreiche Gruppen von Lohn- und Gehaltsempfängern werden getrennt erfaßt:

     – Zahl der Teilzeitbeschäftigten (16 13 1)

     – Zahl der Auszubildenden (16 13 2)

     – Zahl der Heimarbeiter (16 13 5).

|Code:                 |16 13 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Teilzeitbeschäftigten                                                                                   |

Definition

Bei dieser Position handelt es sich um einen Teil der Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger, der unter Bezugnahme auf  die  von  ihnen  wöchentlich
gegen Entgelt geleisteten Arbeitsstunden ermittelt wird. Die Zahl der geleisteten Stunden wird zu  der  in  dem  Mitgliedstaat,  dem  Sektor  der
Einheit oder der Einheit selbst als volle Arbeitswoche betrachteten Stundenzahl ins Verhältnis gesetzt.

Bei den Teilzeitbeschäftigten handelt es sich um Beschäftigte,  deren  normale  Arbeitszeit  kürzer  als  die  reguläre  Arbeitszeit  ist.  Diese
Definition umfaßt alle Formen der Teilzeitarbeit (Halbtagsbeschäftigung, Beschäftigung an einem, zwei oder drei Tagen in  der  Woche  usw.).  Die
Zahl der Teilzeitbeschäftigten kann jeweils auf einzelstaatlicher, regionaler, für den Wirtschaftszweig oder für die Einheit  festgelegten  Ebene
angegeben werden.

Die Zahl der Lohn- und  Gehaltsempfänger  kann  nach  der  wöchentlichen  Anzahl  der  Arbeitsstunden  aufgeschlüsselt  werden.  Die  Anzahl  der
Arbeitsstunden wird dabei nach der für den Mitgliedstaat, die Region, die Industrie oder die Einheit übliche Vollzeitarbeitswoche bestimmt.

Hinzuzufügen ist, daß zwar die Kategorie der „Vollzeitbeschäftigten“ relativ homogen ist, dies aber nicht für die  „Teilzeitbeschäftigten“  gilt,
deren Arbeitszeit weniger als 20 %, aber auch mehr als 80 % der regulären Arbeitszeit der Einheit sein kann.

Aufgrund von Schwankungen in der wöchentlichen Arbeitszeit, die zwischen Mitgliedstaaten und Industriezweigen bestehen, ist  es  unmöglich,  eine
exakte Unterscheidung zwischen einer Teilzeit- und einer Vollzeitwoche zu treffen.

Teilzeitbeschäftigte (mit einer unter der regulären Arbeitszeit liegenden Stundenzahl) und nicht ständig  bzw.  saisonal  Beschäftigte  (die  für
eine kurze bestimmte Zeit auch vollzeitbeschäftigt sein können, wie z. B. Arbeitnehmer mit Zeitverträgen, Film-Crews usw.) sollten in jedem  Fall
unterschieden werden.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil der Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (16 13 0).

|Code:                 |16 13 5                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Heimarbeiter                                                                                            |

Definition

Bei den Heimarbeitern handelt es sich um eine Untergruppe der in der Erhebungseinheit beschäftigten Personen, die ihre  berufliche  Tätigkeit  zu
Hause ausübt. Es sollten nur die Heimarbeiter erfaßt werden, die auf der Lohn- und Gehaltsliste der Erhebungseinheit aufgeführt sind.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (16 13 0).

|Code:                 |16 14 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeiteinheiten                                                         |

Definition

Unter dieser Rubrik erscheint die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger umgerechnet auf Vollzeiteinheiten (VZE).

Die Angaben zur Anzahl der Personen, die weniger als  die  reguläre  Arbeitszeit  eines  ganzjährig  Vollzeitbeschäftigten  leisten,  sollten  in
Vollzeiteinheiten unter Zugrundelegung der Arbeitszeit eines ganzjährig  Vollzeitbeschäftigten  der  Einheit  umgerechnet  werden.  Unter  dieser
Rubrik sind jene Personen zu erfassen, deren Arbeitszeit weniger Stunden als reguläre Arbeitsstunden je Arbeitstag,  weniger  Tage  als  reguläre
Arbeitstage je Arbeitswoche oder weniger Wochen/Monate als reguläre Arbeitswochen/-monate je Arbeitsjahr umfaßt. Bei der Umrechnung ist  von  der
Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, -tage, -wochen oder -monate auszugehen.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Zahl der von den Lohn- und Gehaltsempfängern geleisteten Arbeitsstunden (16 15 0) oder die Zahl der Teilzeitbeschäftigten (16 13 1) kann  bei
der Umrechnung der Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (16 13 0) in Vollzeiteinheiten zugrunde gelegt werden.

|Code:                 |16 15 0                                                                                                             |
|Bezeichnung:          |Zahl der von den Lohn- und Gehaltsempfängern geleisteten Arbeitsstunden                                             |

Definition

Bei der Gesamtzahl der von den  Lohn-  und  Gehaltsempfängern  geleisteten  Arbeitsstunden  handelt  es  sich  um  die  Summe  der  tatsächlichen
Arbeitsstunden, die für die Produktion der Erhebungseinheit während des Berichtszeitraums erbracht wurden.

Nicht unter diese Variable fallen bezahlte Stunden, an denen keine  Arbeit  erbracht  wurde,  wie  Jahresurlaub,  Feiertage  und  Krankheitstage.
Ebenfalls nicht erfaßt werden Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten und die Fahrtzeiten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

Unter dieser Position anzugeben sind die während der normalen Arbeitszeit tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, die Überstunden, die Zeit,  die
am Arbeitsplatz für solche Aufgaben wie die Arbeitsvorbereitung aufgewendet wird, sowie Kurzpausen am Arbeitsplatz.

Wenn die genaue Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden nicht bekannt ist, kann eine Schätzung auf der Grundlage der  theoretischen  Zahl
der Arbeitsstunden und der durchschnittlichen Fehlzeitenquote (Krankheit, Mutterschaft usw.) vorgenommen werden.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Zahl der von den Lohn- und Gehaltsempfängern geleisteten Arbeitsstunden kann bei der Umrechnung  der  Zahl  der  Lohn-  und  Gehaltsempfänger
(16 13 0) in die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeiteinheiten (16 14 0) zugrunde gelegt werden.

|Code:                 |17 32 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der Ladengeschäfte                                                                                          |

Definition

Unter dieser Variable wird die Gesamtzahl der vom Unternehmen unterhaltenen eigenen oder  angemieteten  Ladengeschäfte  verbucht.  Als  Geschäfte
gelten Verkaufsräume, die der Kunde betritt, um dort seine Einkäufe zu tätigen. Ladengeschäfte fallen in die  Gruppen  52.1  bis  52.5  der  NACE
Rev.1.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Zahl der örtlichen Einheiten (11 21 0).

|Code:                 |17 33 0                                                                                                             |
|Bezeichnung:          |Verkaufsflächen von Ladengeschäften im Einzelhandel, nach Größenkategorien                                          |

Definition

Zusätzlich zur Gesamtzahl der Ladengeschäfte wird noch eine Untergliederung nach Verkaufsflächenklassen vorgenommen.

Folgende Klassen werden unterschieden:

     – unter 120 m2

     – von 120 bis 399 m2

     – von 400 bis 999 m2

     – von 1 000 bis 2 499 m2

     – von 2 500 bis 4 999 m2

     – von 5 000 bis 9 999 m2

     – 10 000 m2 und mehr.

Verbindung zu anderen Variablen

Untergliederung der Zahl der Ladengeschäfte (17 32 0).

|Code:                 |17 33 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Verkaufsfläche                                                                                                   |

Definition

Als Verkaufsfläche gilt die geschätzte Geschoßfläche des Teils der Räumlichkeiten, in dem verkauft und ausgestellt wird, d. h.:

     – die gesamte Fläche, die Kunden zugänglich ist, einschließlich Anproberäumen

     – Theken- und Schaufensterfläche

     – die vom Verkaufspersonal genutzte Fläche hinter Theken.

Zur Verkaufsfläche zählen nicht Büros, Lager- und Vorbereitungsräume, Werkstätten, Treppenhäuser, Garderoben und andere Gemeinschaftsräume.

|Code:                 |17 34 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahl der festen Marktstände                                                                                      |

Definition

Diese Variable umfaßt die Gesamtzahl der von einem Unternehmen unterhaltenen  eigenen  oder  angemieteten  festen  Marktstände.  Anders  als  bei
Geschäften betreten Kunden normalerweise die Verkaufsräume der Marktstände nicht, um ihre Einkäufe zu tätigen. Feste  Marktstände  beziehen  sich
auf die Klasse 52.62 der NACE Rev.1.

|Code:                 |18 10 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen sowie aus industriellen Tätigkeiten                       |

Definition

Unter diese Variable fällt Umsatz aus Tätigkeiten nach den Abschnitten A bis F der NACE Rev.1.

Nicht unter diesen Posten fällt Umsatz aus Wiederverkauf von zum Wiederverkauf erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Umsatz aus industrieller Tätigkeit wird in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert aufgeführt. Er ist Bestandteil der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0).

                                            ê 1614/2002 Art. 2 und Anhang II Nr. 3

|Code:                 |18 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus der Haupttätigkeit nach der dreistelligen Ebene der NACE Rev. 1                                       |

Definition

Diese Variable umfasst den Teil des Umsatzes, der aus der Haupttätigkeit der Einheit stammt. Die  Haupttätigkeit  einer  Einheit  wird  nach  der
Verordnung (EWG) Nr. 696/93 des Rates vom 15. März 1993 betreffend die statistischen Einheiten für die Beobachtung und Analyse der Wirtschaft  in
der Gemeinschaft[6] bestimmt.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und  Dienstleistungen,  die  im  Rahmen  von  Unteraufträgen  bereitgestellt
wurden. Der Umsatz aus dem Wiederverkauf von Waren und Dienstleistungen, die zum Wiederverkauf in  unverändertem  Zustand  erworben  wurden,  ist
ausgeschlossen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz aus der Haupttätigkeit nach der dreistelligen Ebene der NACE Rev. 1 wird in den Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt  ausgewiesen.
Er ist Bestandteil des „Nettoumsatzes“.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

                                            ê 2700/98

|Code:                 |18 12 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus industriellen Tätigkeiten                                                                             |

Definition

Diese Rubrik umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus den Abschnitten C bis F, NACE Rev.1, aufgeführten Tätigkeiten stammt.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die im  Rahmen  von  Unteraufträgen  erbracht  wurden.
Nicht erfaßt wird der Umsatz aus dem Wiederverkauf von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der  Umsatz  aus  industriellen  Tätigkeiten  wird  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt  ausgewiesen.  Er   ist   Bestandteil   der
Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und industriellen Tätigkeiten (18 10 0).

|Code:                 |18 12 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus industriellen Tätigkeiten außer Baugewerbe                                                            |

Definition

Diese Rubrik umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus den Abschnitten C bis E, NACE Rev.1, aufgeführten Tätigkeiten stammt.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die im  Rahmen  von  Unteraufträgen  erbracht  wurden.
Nicht erfaßt wird der Umsatz aus dem Wiederverkauf von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz aus industriellen Tätigkeiten außer Baugewerbe wird in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Er ist Bestandteil  der
Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und industriellen Tätigkeiten (18 10 0)

Bestandteil des Umsatzes aus industriellen Tätigkeiten (18 12 0).

|Code:                 |18 12 2                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus baugewerblichen Tätigkeiten                                                                           |

Definition

Diese Rubrik umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus dem Abschnitt F, NACE Rev.1, aufgeführten Tätigkeiten stammt.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die im  Rahmen  von  Unteraufträgen  erbracht  wurden.
Nicht erfaßt wird der Umsatz aus dem Wiederverkauf von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der  Umsatz  aus  baugewerblichen  Tätigkeiten  wird  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt  ausgewiesen.  Er  ist  Bestandteil   der
Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und industriellen Tätigkeiten (18 10 0)

Bestandteil des Umsatzes aus industriellen Tätigkeiten (18 12 0).

|Code:                 |18 15 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus Dienstleistungstätigkeiten                                                                            |

Definition

Diese Variable umfaßt Erträge aus allen Dienstleistungstätigkeiten (Bank- und  Versicherungsdienstleistungen,  Dienstleistungen  für  Unternehmen
und Einzelpersonen).

Dazu zählt Umsatz aus Dienstleistungstätigkeiten als Haupt-  und  Nebentätigkeit.  Manche  Dienstleistungstätigkeiten  werden  von  industriellen
Einheiten erbracht. Diese Tätigkeiten fallen unter die Abschnitte H bis K und M bis O  sowie  unter  die  Instandhaltungs-  und  Reparaturgruppen
50.2, 50.4 und 52.7 des Abschnitts G der NACE Rev.1.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Umsatz aus Dienstleistungstätigkeit wird in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert aufgeführt. Er ist Bestandteil der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0).

|Code:                 |18 16 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) und aus Vermittlungstätigkeiten                                     |

Definition

Dieses Merkmal umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus dem Handel (Ankauf und Wiederverkauf) und aus Vermittlungstätigkeiten  der  Einheit  stammt.
Er entspricht dem Verkauf von Waren, die von der Einheit im eigenen Namen und auf eigene Rechnung gekauft und in unverändertem Zustand oder  nach
entsprechender Kennzeichnung, Verpackung bzw. Aufmachung, wie bei Handelsunternehmen üblich, wiederverkauft werden,  sowie  den  Provisionen  auf
Käufe und Verkäufe, die im Namen und auf Rechnung Dritter getätigt wurden, sowie Umsatz aus vergleichbaren Tätigkeiten.

Bei dieser Art des Wiederverkaufs wird unterschieden zwischen:

     – Wiederverkauf an andere Händler, gewerbliche Verbraucher usw. (Großhandelsverkauf);

     – Wiederverkauf an Haushalte oder Kleinverbraucher (Einzelhandelsverkauf).

Diese Tätigkeiten fallen in Abschnitt G, NACE Rev.1 (ausgenommen die Gruppen Instandhaltung und Reparaturen 50.2, 50.4 und 52.7).

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) und aus Vermittlungstätigkeiten wird in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt  ausgewiesen.
Er ist Bestandteil der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0).

|Code:                 |18 31 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus Hochbau                                                                                               |

Definition

Diese Rubrik umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus dem  Abschnitt  F,  NACE  Rev.1,  aufgeführten  Tätigkeiten  stammt  und  zur  baugewerblichen
Tätigkeit in Beziehung steht, die in der Klassifikation der Arten des Baugewerbes als Hochbau klassifiziert ist.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die im  Rahmen  von  Unteraufträgen  erbracht  wurden.
Nicht erfaßt wird der Umsatz aus dem Wiederverkauf von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz aus Hochbau wird in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Er ist Bestandteil der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und industriellen Tätigkeiten (18 10 0)

Bestandteil des Umsatzes aus industriellen Tätigkeiten (18 12 0)

Bestandteil des Umsatzes aus baugewerblichen Tätigkeiten (18 12 2).

|Code:                 |18 32 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Umsatz aus Tiefbau                                                                                               |

Definition

Diese Rubrik umfaßt den Teil des Umsatzes, der aus dem  Abschnitt  F,  NACE  Rev.1,  aufgeführten  Tätigkeiten  stammt  und  zur  baugewerblichen
Tätigkeit in Beziehung steht, die in der Klassifikation der Arten des Baugewerbes als Tiefbau klassifiziert ist.

Unter diese Position fällt auch der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, die im  Rahmen  von  Unteraufträgen  erbracht  wurden.
Nicht erfaßt wird der Umsatz aus dem Wiederverkauf von zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbenen Waren und Dienstleistungen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Umsatz aus Tiefbau wird in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Er ist Bestandteil der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und industriellen Tätigkeiten (18 10 0)

Bestandteil des Umsatzes aus industriellen Tätigkeiten (18 12 0)

Bestandteil des Umsatzes aus baugewerblichen Tätigkeiten (18 12 2).

|Code:                 |20 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Käufe von Energieprodukten (Wert)                                                                                |

Definition

Unter dieser Variablen sind nur die Käufe von Energieprodukten  während  des  Berichtszeitraums  aufzuführen,  die  zur  Nutzung  als  Brennstoff
bestimmt sind. Energieprodukte, die als Rohstoffe oder zum Wiederverkauf ohne Be-  und  Verarbeitung  erworben  werden,  fallen  nicht  in  diese
Rubrik. Das Merkmal soll nur wertmäßig angegeben werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe von Energieprodukten  werden  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt  ausgewiesen.  Sie  sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

                                            ê 1614/2002 Art. 2 und Anhang II Nr. 1

|Code:                 |20 11 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von Festbrennstoffen (Wert)                                                                              |

Unter dieser Variablen sind nur die Käufe von Festbrennstoffen  während  des  Berichtszeitraums  aufzuführen,  die  zur  Nutzung  als  Brennstoff
bestimmt sind. Festbrennstoffe, die als Rohstoffe oder zum Wiederverkauf ohne Be-  und  Verarbeitung  erworben  werden,  fallen  nicht  in  diese
Rubrik.

Zu den Festbrennstoffen zählen Kokskohle, Kesselkohle (andere bitumenhaltige Steinkohle und Anthrazit),  Glanzbraunkohle,  Kokereikoks,  Gaskoks,
Braunkohlekoks, Teer, Steinkohlenbriketts und andere Festbrennstoffe.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

|Code:                 |20 11 2                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von Erdölerzeugnissen (Wert)                                                                             |

Unter dieser Variablen sind nur die Käufe von Erdölerzeugnissen während  des  Berichtszeitraums  aufzuführen,  die  zur  Nutzung  als  Brennstoff
bestimmt sind. Erdölerzeugnisse, die als Rohstoffe oder zum Wiederverkauf ohne Be- und  Verarbeitung  erworben  werden,  fallen  nicht  in  diese
Rubrik.

Zu den Erdölerzeugnissen gehören die folgenden Erzeugnisse:

Motorenbenzin (verbleit und unverbleit),

Dieselkraftstoff,

Heizöl und sonstiges Gasöl,

Heizöl (mit hohem oder niedrigem Schwefelgehalt),

Flüssiggas (LPG),

Sonstige Erdölerzeugnisse wie Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff auf Benzinbasis, Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis, sonstige.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

|Code:                 |20 11 3                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von Erdgas und abgeleitetem Gas (Wert)                                                                   |

Unter dieser Variablen sind nur die Käufe von Erdgas und abgeleitetem  Gas  während  des  Berichtszeitraums  aufzuführen,  die  zur  Nutzung  als
Brennstoff bestimmt sind. Erdgas und abgeleitetes Gas, die als Rohstoffe oder zum  Wiederverkauf  ohne  Be-  und  Verarbeitung  erworben  werden,
fallen nicht in diese Rubrik.

Erdgas ist ein methanreiches Verbrennungsgas aus Lagerstätten. Abgeleitete  Gase  sind  Kokereigas  (= Gas  als  Nebenerzeugnis  von  Kokereien),
Hochofengas (Gas als Nebenerzeugnis von Hochöfen), Gas aus Gaswerken (= von Gaswerken durch Karbonisation, Kracken, Reformieren,  Vergasung  oder
einfaches Mischen von Gas und/oder Luft erzeugte Gase aller Art) und Gas aus Sauerstoff-Blasstahlwerken (Gas  als  Nebenprodukt  von  Sauerstoff-
Blasstahlwerken).

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

|Code:                 |20 11 4                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von regenerativen Energiequellen (Wert)                                                                  |

Unter dieser Variablen sind nur die Käufe von regenerativen Energiequellen  während  des  Berichtszeitraums  aufzuführen,  die  zur  Nutzung  als
Brennstoff bestimmt sind. Regenerative Energiequellen, die als Rohstoffe oder zum  Wiederverkauf  ohne  Be-  und  Verarbeitung  erworben  werden,
fallen nicht in diese Rubrik.

Zu den regenerativen Energiequellen zählen Biomasse, Biomasseabfälle und andere regenerative Energiequellen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

|Code:                 |20 11 5                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von Wärme (Wert)                                                                                         |

Wärme wird von Wärmekraftwerken unter Einsatz von fossilen Brennstoffen, Biomasse oder Abfällen,  von  Heizkraftwerken  oder  aus  geothermischen
Feldern erzeugt.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

|Code:                 |20 11 6                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Einkauf von Strom (Wert)                                                                                         |

Strom ist eine unter Einsatz von fossilen Brennstoffen, Kernkraft, Biomasse, Abfällen und anderen regenerativen Energiequellen (wie  Wasserkraft,
Wind, Sonnenenergie oder geothermischen Energiequellen) erzeugte sekundäre Energiequelle.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Käufe der einzelnen Energieprodukte werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt ausgewiesen. Sie sind  Teil  der  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Käufe von Energieprodukten (20 11 0)

                                            ê 1670/2003 Art. 2 und Anhang II

|Code:                 |21 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Investitionen in Einrichtungen und Anlagen, die dem Emissionsschutz dienen, sowie in spezielles                  |
|                      |Emissionsschutzzubehör (vorwiegend „End-of-pipe“-Einrichtungen)                                                  |

Definition

Investitionsausgaben für Methoden, Technologien, Verfahren oder Einrichtungen, die dafür gedacht sind, bereits vorhandene Schadstoffe zu  sammeln
sowie vorhandene  Schadstoffe  und  Umweltverschmutzungen  zu  beseitigen  (z. B.  Luftemissionen,  Ableitungen  oder  feste  Abfallstoffe),  die
Ausbreitung der Verschmutzung zu verhindern, den Belastungsgrad zu  messen  und  die  durch  die  Betriebstätigkeit  des  Unternehmens  erzeugten
Schadstoffe zu behandeln und zu beseitigen.

Es handelt sich um die Summe der Ausgaben für die Umweltbereiche Schutz der Umgebungsluft und des  Klimas,  Abwassermanagement,  Abfallwirtschaft
und  sonstige  Umweltschutzaktivitäten.  Sonstige  Umweltschutzaktivitäten  umfassen  den  Schutz  und  die  Sanierung  von  Boden,  Grund-   und
Oberflächenwasser, Lärm-  und  Vibrationsbekämpfung,  den  Schutz  der  biologischen  Vielfalt  und  Landschaft,  Strahlenschutz,  Forschung  und
Entwicklung, allgemeine Verwaltungs- und Managementtätigkeit im Bereich des Umweltschutzes, allgemeine und berufliche  Bildung  und  Information,
zu unteilbaren Ausgaben führende Maßnahmen sowie anderweitig nicht genannte Maßnahmen.

Eingeschlossen sind:

     – Investitionen in charakteristische, ermittelbare Komponenten, die vorhandene Anlagen ergänzen und am Ende oder  vollkommen  außerhalb  der
       Fertigungsstraße installiert werden („End-of-pipe“-Einrichtungen);

     – Investitionen in Anlagen (z. B. Filter oder separate Reinigungsstufen), welche die Schadstoffe innerhalb der  Fertigungsstraße  verringern
       oder entfernen, sofern die Demontage dieser zusätzlichen Einrichtungen die  Funktionstüchtigkeit  der  Fertigungsstraße  nicht  wesentlich
       beeinträchtigen würde.

Der Hauptzweck bzw. die Hauptfunktion dieser Investitionsausgaben ist der Umweltschutz, und die Gesamtausgaben hierfür sollten gemeldet werden.

Die Ausgaben sollten vor der Vornahme von Kostenaufrechnungen angegeben werden,  die  aus  der  Erzeugung  und  dem  Verkauf  von  handelsfähigen
Nebenprodukten, erzielten Einsparungen oder erhaltenen Subventionen resultieren.

Als Wert von fremdbezogenen Gütern gilt der Kaufpreis ohne abzugsfähige Mehrwertsteuer und sonstige  in  direktem  Zusammenhang  mit  dem  Umsatz
stehende abzugsfähige Abgaben.

Ausgenommen sind:

     – für die Umwelt vorteilhafte Maßnahmen  und  Tätigkeiten,  die  auch  unabhängig  von  Umweltschutzerwägungen  durchgeführt  worden  wären,
       einschließlich Maßnahmen, die in erster Linie auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Produktionssicherheit abzielen;

     – Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung bei der Verwendung oder Verschrottung (umweltgerechte Anpassung  der  Produkte),  außer
       wenn durch Umweltpolitik und -vorschriften die rechtliche Haftung des Herstellers erweitert wird, damit auch die bei  der  Verwendung  der
       Produkte entstehende Umweltverschmutzung erfasst werden kann, oder um die Behandlung der Produkte zu  dem  Zeitpunkt  zu  berücksichtigen,
       wenn sie zu Abfall werden;

     – Maßnahmen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und -einsparung (z. B. Wasserversorgung oder  Maßnahmen  zum  Einsparen  von  Energie  und
       Rohstoffen), sofern nicht der Umweltschutz der  Hauptzweck  ist:  so  z. B.  wenn  diese  Maßnahmen  der  Umsetzung  der  nationalen  oder
       internationalen Umweltschutzpolitik dienen und nicht aus Gründen der Kostensenkung durchgeführt werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Definition der Investitionen basiert auf dem  Rechnungslegungssystem,  welches  das  Unternehmen  im  Einklang  mit  dem  EU-System  für  die
Rechnungslegung in seiner Buchführung anwendet: d. h. es sind Ausgaben, die als Vermögenswert anerkannt werden können.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Gesamtinvestitionen in den Umweltschutz ergeben  sich  aus  der  Summe  der  Variablen  21 11 0  und  21 12 0.  Die  Gesamtausgaben  für  den
Umweltschutz berechnen sich aus der Summe der Variablen 21 11 0, 21 12 0 und 21 14 0.

Teil von:

15 11 0 Bruttoinvestitionen in Sachanlagen

15 13 0 Wert der mit Finanzierungsleasing beschafften Sachanlagen.

|Code:                 |21 12 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Investitionen in Einrichtungen und Anlagen in Verbindung mit sauberen Technologien („integrierte Technologie“)   |

Definition

Investitionsausgaben für neue oder für die Anpassung vorhandener Methoden, Technologien, Verfahren und Einrichtungen (oder für Teile davon),  die
dafür gedacht sind, die Umweltverschmutzung an der Quelle (z. B. Luftemissionen, Ableitungen  oder  feste  Abfallstoffe)  zu  vermeiden  oder  zu
verringern, wodurch die mit der Freisetzung der Schadstoffe  und/oder  mit  belastenden  Tätigkeiten  verbundenen  Auswirkungen  auf  die  Umwelt
verringert werden.

Es handelt sich um die Summe der Ausgaben für die Umweltbereiche Schutz der Umgebungsluft und des  Klimas,  Abwassermanagement,  Abfallwirtschaft
und  sonstige  Umweltschutzaktivitäten.  Sonstige  Umweltschutzaktivitäten  umfassen  den  Schutz  und  die  Sanierung  von  Boden,  Grund-   und
Oberflächenwasser, Lärm-  und  Vibrationsbekämpfung,  den  Schutz  der  biologischen  Vielfalt  und  Landschaft,  Strahlenschutz,  Forschung  und
Entwicklung, allgemeine Verwaltungs- und Managementtätigkeit im Bereich des Umweltschutzes, allgemeine und berufliche  Bildung  und  Information,
zu unteilbaren Ausgaben führende Maßnahmen sowie anderweitig nicht genannte Maßnahmen.

Die Ausgaben sollten vor der Vornahme von Kostenaufrechnungen angegeben werden,  die  aus  der  Erzeugung  und  dem  Verkauf  von  handelsfähigen
Nebenprodukten, erzielten Einsparungen oder erhaltenen Subventionen resultieren.

Als Wert von fremdbezogenen Gütern gilt der Kaufpreis ohne abzugsfähige Mehrwertsteuer und sonstige  in  direktem  Zusammenhang  mit  dem  Umsatz
stehende abzugsfähige Abgaben.

Eingeschlossen sind:

     – Investitionsausgaben für charakteristische, getrennt  ermittelbare  (umweltbezogene  Teile  von)  Methoden,  Verfahren,  Technologien  und
       Einrichtungen.  Der  Hauptzweck  bzw.  die  Hauptfunktion  ist  definitionsgemäß  der  Umweltschutz,  und  die  Gesamtausgaben   für   die
       (umweltbezogenen Teile der) Methoden, Verfahren, Technologien oder Einrichtungen sollten gemeldet werden;

     –  Investitionsausgaben  für   Methoden,   Verfahren,   Technologien   und   Einrichtungen,   die   mit   der   gesamten   Betriebstätigkeit
       (Produktionsprozess/Installation) auf eine Weise integriert sind, die eine getrennte Ermittlung der Umweltschutzkomponente  erschwert.  In
       diesen Fällen („integrierte Maßnahmen“) sollte nur der Umweltschutzanteil an der Gesamtinvestition angegeben werden.

      Dieser Anteil entspricht der zusätzlichen Investition  gegenüber  den  Investitionsausgaben,  die  ohne  Umweltschutzerwägungen  angefallen
       wären. Daher entspricht die für einen  Vergleich  herangezogene  Alternative  der  billigsten  dem  Unternehmen  zur  Verfügung  stehenden
       Alternative, die — abgesehen von den Umweltschutzaspekten — ähnliche Funktionen und Eigenschaften bietet.

      Handelt es sich bei der gewählten Option um Standardtechnologie und gibt es keine billigere, weniger umweltfreundliche Alternative für  das
       Unternehmen, ist die Maßnahme definitionsgemäß keine Umweltschutzmaßnahme, und es sollten keine Umweltschutzausgaben gemeldet werden.

Ausgenommen sind:

     – für die Umwelt vorteilhafte Maßnahmen  und  Tätigkeiten,  die  auch  unabhängig  von  Umweltschutzerwägungen  durchgeführt  worden  wären,
       einschließlich Maßnahmen, die in erster Linie auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Produktionssicherheit abzielen;

     – Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung bei der Verwendung oder Verschrottung (umweltgerechte Anpassung  der  Produkte),  außer
       wenn durch Umweltpolitik und -vorschriften die rechtliche Haftung des Herstellers erweitert wird, damit auch die bei  der  Verwendung  der
       Produkte entstehende Umweltverschmutzung erfasst werden kann, oder um die Behandlung der Produkte zu  dem  Zeitpunkt  zu  berücksichtigen,
       wenn sie zu Abfall werden;

     – Maßnahmen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und -einsparung (z. B. Wasserversorgung oder  Maßnahmen  zum  Einsparen  von  Energie  und
       Rohstoffen), sofern nicht der Umweltschutz der  Hauptzweck  ist:  so  z. B.  wenn  diese  Maßnahmen  der  Umsetzung  der  nationalen  oder
       internationalen Umweltschutzpolitik dienen und nicht aus Gründen der Kostensenkung durchgeführt werden.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Definition der Investitionen basiert auf dem  Rechnungslegungssystem,  welches  das  Unternehmen  im  Einklang  mit  dem  EU-System  für  die
Rechnungslegung in seiner Buchführung anwendet: d. h. es sind Ausgaben, die als Vermögenswert anerkannt werden können.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Gesamtinvestitionen in den Umweltschutz ergeben  sich  aus  der  Summe  der  Variablen  21 11 0  und  21 12 0.  Die  Gesamtausgaben  für  den
Umweltschutz berechnen sich aus der Summe der Variablen 21 11 0, 21 12 0 und 21 14 0.

Teil von:

15 11 0 Bruttoinvestitionen in Sachanlagen

15 13 0 Wert der mit Finanzierungsleasing beschafften Sachanlagen.

|Code:                 |21 14 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Gesamte laufende Ausgaben für den Umweltschutz                                                                   |

Definition

Die gesamten laufenden Ausgaben für den Umweltschutz sind die Ausgaben  für  den  Betrieb/die  Durchführung  bzw.  die  Aufrechterhaltung/Wartung
bestimmter  Aktivitäten,  Technologien,  Verfahren  und  Einrichtungen  (oder  Teilen  davon),  die   dafür   gedacht   sind,   Schadstoffe   und
Umweltverschmutzungen oder jede andere Art der Umweltbelastung  (z. B.  Luftemissionen,  Ableitungen  oder  feste  Abfallstoffe)  auf  Grund  der
Betriebstätigkeit des Unternehmens zu vermeiden, zu verringern, zu behandeln oder zu beseitigen.

Es handelt sich um die Summe der Ausgaben für die Umweltbereiche Schutz der Umgebungsluft und des  Klimas,  Abwassermanagement,  Abfallwirtschaft
und  sonstige  Umweltschutzaktivitäten.  Sonstige  Umweltschutzaktivitäten  umfassen  den  Schutz  und  die  Sanierung  von  Boden,  Grund-   und
Oberflächenwasser, Lärm-  und  Vibrationsbekämpfung,  den  Schutz  der  biologischen  Vielfalt  und  Landschaft,  Strahlenschutz,  Forschung  und
Entwicklung, allgemeine Verwaltungs- und Managementtätigkeit im Bereich des Umweltschutzes, allgemeine und berufliche  Bildung  und  Information,
zu unteilbaren Ausgaben führende Maßnahmen sowie anderweitig nicht genannte Maßnahmen.

Die gesamten laufenden Ausgaben für Umweltschutz sollten vor der Vornahme von Kostenaufrechnungen angegeben  werden,  die  aus  dem  Verkauf  von
handelsfähigen Nebenprodukten, erzielten Einsparungen oder erhaltenen Subventionen resultieren.

Die laufenden Ausgaben ergeben sich aus der Summe der „innerbetrieblichen Ausgaben“ und der „Inanspruchnahme von Umweltschutzdienstleistungen“.

     –  Innerbetriebliche   Ausgaben   sind   alle   laufenden   Ausgaben   für   den   Umweltschutz,   ausgenommen   die   Inanspruchnahme   von
       Umweltschutzdienstleistungen von anderen Einheiten. Sie bilden die Summe aus Arbeitskosten, Aufwendungen für den Einsatz von Roh-,  Hilfs-
       und Betriebsstoffen  sowie  Zahlungen  für  Operating-Leasing.  Diese  Aufwendungen  betreffen  zum  Beispiel:  Betrieb  und  Wartung  von
       Umweltschutzeinrichtungen, Messung und Überwachung des Verschmutzungsgrades, Umweltmanagement, Information und Bildung sowie Forschung und
       Entwicklung im Umweltbereich.

     – Die Inanspruchnahme von Umweltschutzdienstleistungen umfasst alle Gebühren, Abgaben und ähnliche  Zahlungen  an  andere  öffentliche  oder
       private Organisationen (außerhalb der Meldeeinheit) im  Gegenzug  für  erbrachte  Umweltschutzdienstleistungen  im  Zusammenhang  mit  den
       Auswirkungen der Betriebstätigkeit des Unternehmens auf die Umwelt. Dazu zählen beispielsweise Zahlungen für die Sammlung  und  Behandlung
       von Abfällen und Abwässern, Zahlungen für die Dekontaminierung verseuchter Böden, gesetzliche Abgaben, Zahlungen an  Umweltberater,  z. B.
       im Zusammenhang mit Umweltinformationen, der Zertifizierung oder dem Betrieb von Umweltschutzeinrichtungen.

Als Wert von fremdbezogenen Waren und Dienstleistungen gilt der Kaufpreis ohne abzugsfähige Mehrwertsteuer und sonstige in direktem  Zusammenhang
mit dem  Umsatz  stehende  abzugsfähige  Abgaben.  Arbeitskosten  umfassen  Bruttolöhne  und  -gehälter,  einschließlich  aller  vom  Arbeitgeber
abzuführenden Abgaben und des Arbeitgeberanteils an der Sozialversicherung, doch ohne Gemeinkosten.

Ausgenommen sind:

     – für die Umwelt vorteilhafte Maßnahmen  und  Tätigkeiten,  die  auch  unabhängig  von  Umweltschutzerwägungen  durchgeführt  worden  wären,
       einschließlich Maßnahmen, die in erster Linie auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Produktionssicherheit abzielen;

     – Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung bei der Verwendung oder Verschrottung (umweltgerechte Anpassung  der  Produkte),  außer
       wenn durch Umweltpolitik und -vorschriften die rechtliche Haftung des Herstellers erweitert wird, damit auch die bei  der  Verwendung  der
       Produkte entstehende Umweltverschmutzung erfasst werden kann, oder um die Behandlung der Produkte zu  dem  Zeitpunkt  zu  berücksichtigen,
       wenn sie zu Abfall werden;

     – Maßnahmen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und -einsparung (z. B. Wasserversorgung oder  Maßnahmen  zum  Einsparen  von  Energie  und
       Rohstoffen), sofern nicht der Umweltschutz der  Hauptzweck  ist:  so  z. B.  wenn  diese  Maßnahmen  der  Umsetzung  der  nationalen  oder
       internationalen Umweltschutzpolitik dienen und nicht aus Gründen der Kostensenkung durchgeführt werden;

     –  Zahlungen  von  Steuern,  Gebühren  oder  Abgaben  durch  die  Meldeeinheit,  welche  nicht  mit  der   Inanspruchnahme   einer   solchen
       Umweltdienstleistung im Zusammenhang stehen, die wegen der Auswirkungen der Betriebstätigkeit des Unternehmens  auf  die  Umwelt  erbracht
       wird, selbst wenn die jeweiligen Regierungsstellen diese Einnahmen für  die  Finanzierung  von  Umweltschutzaktivitäten  vorgesehen  haben
       (z. B. Umweltabgaben);

     – kalkulatorische Kostenposten, wie die Abschreibung von Umweltschutzeinrichtungen, Kapitalverlust auf Grund  des  zwangsweisen  Austausches
       einer Anlage oder Gemeinkosten;

     – Einkommensverluste, Ausgleichsabgaben, Bußgelder, Geldstrafen u. ä., die sich nicht auf eine Umweltschutzaktivität beziehen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Definition der laufenden Ausgaben basiert auf dem Rechnungslegungssystem, welches das Unternehmen im  Einklang  mit  dem  EU-System  für  die
Rechnungslegung in seiner Buchführung anwendet: d. h. laufende Ausgaben sind alle Ausgaben, die nicht  aktiviert,  sondern  in  der  Gewinn-  und
Verlustrechnung berücksichtigt werden.

Sie bilden die Summe aus dem Einkauf von Roh-, Hilfs- und  Betriebsstoffen,  Arbeitskosten,  öffentlichen  Gebühren  und  Abgaben,  Ausgaben  für
externe Dienstleistungen sowie Miet- und Leasinggebühren für Umweltschutzaktivitäten.

Verbindung zu anderen Variablen

Die Gesamtinvestitionen in den Umweltschutz ergeben  sich  aus  der  Summe  der  Variablen  21 11 0  und  21 12 0.  Die  Gesamtausgaben  für  den
Umweltschutz berechnen sich aus der Summe der Variablen 21 11 0, 21 12 0 und 21 14 0.

Teil von:

13 11 0 Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt

13 31 0 Personalaufwendungen.

                                            ê 2700/98

|Code:                 |22 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Gesamtaufwendungen für innerbetriebliche FuE                                                                     |

Definition

Forschung und experimentelle  Entwicklung  ist  systematische,  schöpferische  Arbeit  zur  Erweiterung  des  Kenntnisstands  einschließlich  der
Erkenntnisse über den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie deren Verwendung mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden.

Bei den innerbetrieblichen Aufwendungen handelt es sich um sämtliche Aufwendungen  für  in  der  Einheit  selbst  durchgeführte  Forschungs-  und
Entwicklungsarbeiten (FuE), unabhängig von der Herkunft der Mittel.

FuE-Aufwand muß unterschieden werden von einer ganzen Reihe von  Aufwendungen,  die  mit  verwandten  Aktivitäten  in  Zusammenhang  stehen.  Die
folgenden Aufwendungen werden deshalb beim FuE-Aufwand nicht erfaßt:

     – Aufwendungen für Weiterbildung und Schulung,

     – Aufwendungen für andere  wissenschaftliche  und  technische  Aktivitäten  (z. B.  Informationsdienste,  Erprobung  und  Vereinheitlichung,
       Durchführbarkeitsstudien usw.),

     – Aufwendungen für andere industrielle Aktivitäten (z. B. industrielle Innovationen usw.),

     – Aufwendungen, die nur Finanzaktivitäten betreffen (sonstige Verwaltungs- und andere Aufwendungen für unterstützende Tätigkeiten sind  hier
       enthalten).

FuE-Aufwendungen werden zu  den  Herstellungskosten  bewertet  und  umfassen  sämtliche  Betriebsaufwendungen  einschließlich  Arbeitskosten  und
Investitionsausgaben.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

In Abhängigkeit von den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften können Aufwendungen  für  Forschung  und  Entwicklung  unter  drei  Posten  verbucht
werden: Zugänge an immateriellen Anlagewerten, Zugänge an Sachanlagen oder betriebliche Aufwendungen.

Wenn die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften eine teilweise oder vollständige Aktivierung gestatten, werden die Aufwendungen unter den  Zugängen
an immateriellen Anlagewerten erfaßt, die in den Unternehmensabschlüssen unter der Rubrik  Anlagevermögen/Immaterielle  Anlagewerte:  Forschungs-
und Entwicklungskosten ausgewiesen sind.

Erlauben die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften nur eine teilweise oder  überhaupt  keine  Aktivierung,  so  sind  die  laufenden  Aufwendungen
Bestandteil der Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sonstige externe Aufwendungen, Personalaufwand und  sonstige  betriebliche  Aufwendungen,
und  die  Investitionsausgaben  werden  unter  den  Zugängen  an  Sachanlagen  erfaßt,  die  in  den  Unternehmensabschlüssen  unter  der  Rubrik
Anlagevermögen/Sachanlagen ausgewiesen sind.

|Code:                 |22 12 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Gesamtzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger für FuE                                                                |

Definition

Forschung und experimentelle  Entwicklung  ist  systematische,  schöpferische  Arbeit  zur  Erweiterung  des  Kenntnisstands  einschließlich  der
Erkenntnisse über den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie deren Verwendung mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden.

Unter dieser Rubrik werden alle direkt mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (FuE) befaßten Mitarbeiter  sowie  das  direkte  Dienstleistungen
erbringende Personal, wie FuE-Manager, Verwaltungs- und Büroangestellte, erfaßt.  Mitarbeiter,  die  indirekte  Dienstleistungen  erbringen,  wie
Kantinenpersonal und Betriebsschutzmitarbeiter, fallen nicht unter diese Position, auch wenn ihre Löhne und  Gehälter  als  Gemeinkosten  in  die
Aufwendungen eingehen.

FuE-Mitarbeiter müssen unterschieden werden von Mitarbeitern, die sich mit verwandten  Aktivitäten  befassen.  Die  folgenden  Kategorien  werden
deshalb bei den FuE-Mitarbeitern nicht erfaßt:

     – Lohn- und Gehaltsempfänger, die sich mit Weiterbildung und Schulung befassen,

     – Lohn- und Gehaltsempfänger, die sich mit anderen wissenschaftlichen und technischen Aktivitäten (z. B. Informationsdienste, Erprobung  und
       Vereinheitlichung, Durchführbarkeitsstudien usw.) befassen,

     – Lohn- und Gehaltsempfänger, die sich mit anderen industriellen Aktivitäten (z. B. industrielle Innovationen usw.) befassen,

     – Lohn- und Gehaltsempfänger, die sich mit sonstigen Verwaltungs- und anderen unterstützenden Tätigkeiten befassen.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Gesamtzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger für FuE  wird  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  getrennt  ausgewiesen.  Sie  ist  Teil  des
Personalbestands, der im Anhang des Unternehmensabschlusses aufgeführt wird (Artikel 43 Absatz 9).

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Zahl der Beschäftigten (16 11 0)

|Code:                 |23 11 0                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Zahlungen an Unterauftragnehmer                                                                                  |

Definition (für die Industrie — NACE Rev.1 Abschnitte C bis E)

Zahlungen an Unterauftragnehmer sind Zahlungen der Einheit an Dritte als Gegenleistung  für  Waren  und  industrielle  Dienstleistungen,  die  im
Rahmen einer wie folgt definierten Zulieferbeziehung bereitgestellt werden:

Zwischen zwei Unternehmen besteht immer dann eine Zulieferbeziehung, wenn die Bedingungen A und B gleichzeitig erfüllt sind:

A.    Das als Abnehmer auftretende Unternehmen, der sogenannte Auftraggeber, ist insofern am Entwurf des  Produkts  beteiligt,  als  es  dem  als
       Lieferant auftretenden Unternehmen, dem sogenannten Auftragnehmer oder Zulieferer, alle oder einen Teil  der  technischen  Spezifikationen
       für das in Auftrag gegebene Produkt vorgibt und/oder ihm das Ausgangsmaterial liefert.

B.    Das als Abnehmer auftretende Unternehmen verkauft das in Auftrag gegebene  Produkt  entweder  als  solches  oder  als  Teil  eines  anderen
       Produkts und übernimmt die Gewährleistungspflicht für das Produkt.

Anmerkung: Die alleinige Vorgabe einer Farbe, Größe oder Katalognummer ist  keine  technische  Spezifikation.  Die  Fertigung  nach  Maß  alleine
bedeutet noch nicht, daß eine Zulieferbeziehung vorliegt.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Die Zahlungen an Unterauftragnehmer werden in den Unternehmensabschlüssen nicht getrennt  ausgewiesen.  Sie  sind  Teil  der  Sonstigen  externen
Aufwendungen und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil der Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0).

|Code:                 |25 11 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Wiederverkäufer: Einzelhändler                                                                                   |

Definition

Unter diese Variable fällt der Umsatzanteil von Großhandelsunternehmen (Abteilung 51 der NACE  Rev.1),  der  aus  Geschäften  mit  Einzelhändlern
entsteht. Dieser Anteil entspricht dem herkömmlichen Muster Erzeuger → Großhändler → Einzelhändler → Verbraucher. Es ist zu beachten, daß  dieser
Anteil auf der Grundlage des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0) berechnet wird.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Posten Umsatzanteil mit Wiederverkäufern: Einzelhändler wird in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert aufgeführt.  Er  ist  Bestandteil
der Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Teil des Umsatzes (12 11 0)

Teil des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0)

Anmerkung: Zusammen mit den Variablen Umsatzanteil mit gewerblichen Kunden (25 11 2) und Endverbrauchern (25 11 3)  bildet  diese  Variable  eine
vollständige Untergliederung des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0).

|Code:                 |25 11 2                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Gewerbliche Kunden (Großhändler, sonstige)                                                                       |

Definition

Unter diese Variable fällt der Umsatzanteil von Großhandelsunternehmen (Abteilung 51 der NACE Rev.1), der aus Geschäften mit gewerblichen  Kunden
(Unternehmen, Einrichtungen, Regierungsstellen usw.) und Großhändlern entsteht.  Davon  ausgenommen  sind  Wiederverkäufe  an  Einzelhändler  und
Endverbraucher. Die Großhändler können ein umfangreiches Vertriebsnetz bilden, in  dem  mehrere  dem  Endverbraucher  vorgeschaltete  Großhändler
beteiligt sind.

Es ist zu beachten, daß dieser Umsatzanteil auf der Grundlage des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0) berechnet wird.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Posten Umsatzanteil mit gewerblichen Kunden  wird  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  gesondert  aufgeführt.  Er  ist  Bestandteil  der
Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0)

Anmerkung: Zusammen mit den Variablen Umsatzanteil mit  Einzelhändlern  (25 11 1)  und  Endverbrauchern  (25 11 3)  bildet  diese  Variable  eine
vollständige Untergliederung des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0).

|Code:                 |25 11 3                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Endverbraucher (Einzelhandel)                                                                                    |

Definition

Unter diese Variable fällt der Umsatzanteil von Großhandelsunternehmen (Abteilung 51 der NACE Rev.1),  der  aus  Geschäften  mit  Endverbrauchern
entsteht, d. h. aus einer Nebentätigkeit des Großhändlers, in der er als Einzelhändler auftritt. Es ist zu beachten, daß dieser Umsatzanteil  auf
der Grundlage des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0) berechnet wird.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der  Posten  Umsatzanteil  mit  Endverbrauchern  wird  in  den  Unternehmensabschlüssen  nicht  gesondert  aufgeführt.  Er  ist  Bestandteil  der
Nettoumsatzerlöse.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil des Umsatzes (12 11 0)

Bestandteil des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0)

Anmerkung: Zusammen mit den Variablen Umsatzanteil mit Einzelhändlern (25 11 1) und gewerblichen Kunden  (25 11 2)  bildet  diese  Variable  eine
erschöpfende Untergliederung des Umsatzes aus Handel (Ankauf und Wiederverkauf) (18 13 0).

|Code:                 |25 21 1                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Großhändler, Einkaufsvereinigungen                                                                               |

Definition

Mit dieser Variablen  wird  zum  einen  das  Bezugsnetz  des  Einzelhandels  beschrieben,  zum  anderen  ermöglicht  sie  dem  Einzelhändler  die
näherungsweise Angabe der Direktkäufe von Großhändlern und durch Einkaufsvereinigungen.

Es ist zu beachten, daß dieser Anteil der Käufe auf der Grundlage der Käufe von Waren und Dienstleistungen  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem
Zustand (13 12 0) berechnet wird.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Posten Anteil der Käufe von Großhändlern, Einkaufsvereinigungen wird in den Unternehmensabschlüssen nicht  gesondert  ausgewiesen.  Er  fällt
unter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0)

Bestandteil der Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0).

Es ist zu beachten, daß die Posten Anteil der Käufe von Großhändlern, Einkaufsvereinigungen (25 21 1) und  Erzeugern  (25 21 2)  nicht  unbedingt
den Käufen von Waren und Dienstleistungen  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem  Zustand  entsprechen.  Die  ersten  beiden  Variablen  umfassen
beispielsweise Käufe von Einzelhändlern und Käufe gebrauchter Waren von gewerblichen/privaten Nutzern nicht.

|Code:                 |25 21 2                                                                                                          |
|Bezeichnung:          |Erzeuger                                                                                                         |

Definition

Mit dieser Variablen wird, wie mit 25 21 1, das Bezugsnetz des Einzelhandels beschrieben. Sie ermöglicht  dem  Einzelhändler  die  näherungsweise
Angabe der Direktkäufe vom Erzeuger.

Es ist zu beachten, daß dieser Anteil auf der Grundlage der Käufe von Waren und  Dienstleistungen  zum  Wiederverkauf  in  unverändertem  Zustand
(13 12 0) berechnet wird.

Verbindung zu den Unternehmensabschlüssen

Der Posten Anteil der Käufe von Erzeugern wird in den Unternehmensabschlüssen nicht gesondert  ausgewiesen.  Er  fällt  unter  Roh-,  Hilfs-  und
Betriebsstoffe, Sonstige externe Aufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verbindung zu anderen Variablen

Bestandteil der Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (13 11 0)

Bestandteil der Käufe von Waren und Dienstleistungen zu Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0).

Es ist zu beachten, daß die Posten Anteil der Käufe von Großhändlern, Einkaufsvereinigungen (25 21 1) und  Erzeugern  (25 21 2)  nicht  unbedingt
den Käufen von Waren und Dienstleistungen zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand (13 12 0) entsprechen. Die ersten beiden Variablen  umfassen
beispielsweise Käufe von Einzelhändlern und Käufe gebrauchter Waren von gewerblichen/privaten Nutzern nicht.

                                                                  _____________

                                            é

                                                                    ANHANG II

                                            Aufgehobene Verordnung mit ihren nachfolgenden Änderungen

|Verordnung (EG) Nr. 2700/98 der Kommission                                |(ABl. L 344 vom 18.12.1998, S. 49)                        |
|Verordnung (EG) Nr. 1614/2002 der Kommission                              |(ABl. L 244 vom 12.9.2002, S. 7)                           |
|Verordnung (EG) Nr. 1670/2003 der Kommission                              |(ABl. L 244 vom 29.9.2003, S. 74)                          |

                                                                  _____________

                                                                    ANHANG III

                                                               Entsprechungstabelle

|Verordnung (EG) Nr. 2700/98                                          |Vorliegende Verordnung                                               |
|Artikel 1 Absatz 1                                                   |Artikel 1 erster Absatz                                              |
|Artikel 1 Absatz 2                                                   |Artikel 1 zweiter Absatz                                             |
|Artikel 2 Absatz 1                                                   |Artikel 2                                                            |
|Artikel 2 Absatz 2                                                   |—                                                                    |
|—                                                                    |Artikel 3                                                            |
|Artikel 3                                                            |Artikel 4                                                            |
|Anhang                                                               |Anhang I                                                             |
|—                                                                    |Anhang II                                                            |
|—                                                                    |Anhang III                                                           |

                                                                  _____________

                                                             -----------------------
[1]   ABl. L 14 vom 17.1.1997, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003  des  Europäischen  Parlaments  und  des
      Rates (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).
[2]   ABl. L 344 vom 18.12.1998, S. 49. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1670/2003 (ABl. L 244 vom 29.9.2003, S. 74).
[3]   Siehe Anhang II.
[4]   ABl. L 222 vom 14.8.1978, S. 11.
[5]   ABl. L 374 vom 31.12.1991, S. 7.
[6]   ABl. L 76 vom 30.3.1993, S. 1.