CELEX: 51986PC0273
Language: de
Date: 1986-06-19
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER MASSNAHMEN GEGEN DIE EMISSION GASFOERMIGER SCHADSTOFFE AUS DIESELMOTOREN ZUM ANTRIEB VON FAHRZEUGEN

31.7.86                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 193/3
                                                               II
                                                   (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
              staaten über Maßnahmen gegen die Emission gasförmiger Schadstoffe aus Dieselmotoren zum
                                                    Antrieb von Fahrzeugen
                                                      KOM(86) 273 endg.
                                   (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 23. Juni 1986)
                                                        (86/C 193/03)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                         Es sollten die technischen Vorschriften übernommen
                                                                  werden, die von der UN-Wirtschaftskommission für
                                                                  Europa in der Regelung Nr. 49 genehmigt worden sind
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-                 (einheitliche Vorschriften für die Zulassung der Fahr-
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel          zeuge mit Dieselmotor hinsichtlich der Emission gasför-
100,                                                              miger Schadstoffe aus dem Motor). Diese Regelung ist
                                                                  dem Übereinkommen vom 20. März 1958 über die An-
auf Vorschlag der Kommission,                                     nahme einheitlicher Bedingungen für die Zulassung von
                                                                  Kraftfahrzeugzubehör und Bauteilen und über die ge-
                                                                  genseitige Anerkennung der Zulassung (3) als Anhang
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                   beigefügt —
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
schusses,                                                         HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                                           Artikel 1
Die technischen Vorschriften, denen die Kraftfahrzeuge            Als Fahrzeuge im Sinne dieser Richtlinie gelten — mit
nach den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften genügen             Ausnahme von Fahrzeugen der Klasse M, im Sinne der
müssen, betreffen unter anderem auch die Emission gas-            Ziffer 0.4 des Anhangs I der Richtlinie 70/156/EWG mit
förmiger Schadstoffe aus Dieselmotoren zum Antrieb                einer Gesamtmasse von nicht mehr als 3,5 t, Schienen-
von Fahrzeugen.                                                   fahrzeugen, landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsma-
                                                                  schinen sowie anderen Arbeitsmaschinen — alle zur
                                                                  Teilnahme am Straßenverkehr bestimmten, durch Diesel-
Diese Vorschriften sind von einem Mitgliedstaat zum an-           motoren angetriebenen Fahrzeuge mit oder ohne
deren verschieden; eine Tatsache, die geeignet ist, den           Aufbau, mit mindestens vier Rädern und einer bauartbe-
freien Verkehr der betroffenen Erzeugnisse zu behin-              dingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h.
dern. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, daß alle
Mitgliedstaaten — entweder zusätzlich zu oder anstelle
ihrer derzeitigen Regelung — gleiche Vorschriften erlas-                                   Artikel 2
sen, damit vor allem das EWG-Betriebserlaubnisverfah-
ren gemäß der Richtlinie 70/156/EWG des Rates vom                 Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebserlaubnis
6. Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschriften            oder die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung
der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraft-
fahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger ('), zuletzt geän-            — für einen Fahrzeugtyp in bezug auf dessen Diesel-
dert durch die Richtlinie 80/1267/EWG (2), auf jeden                  motor,
Fahrzeugtyp angewandt werden kann.
                                                                  — für einen Dieselmotortyp
C) ABl. Nr. L 42 vom 23. 2. 1970, S. 1.                           O Dok. E/ECE/324, E/ECE/TRANS/505, Rev. 1/Add. 48
O ABl. Nr. L 375 vom 31. 12. 1980, S. 34.                             vom 5. April 1982.
 ---pagebreak--- Nr. C 193/4                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   31.7.86
nicht aufgrund der Emission gasförmiger          Schadstoffe                                Artikel 5
eines solchen Motors verweigern,
                                                                  Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Be-
— wenn das Fahrzeug gemäß den Vorschriften der An-                zug genommen, so entscheidet die Kommission nach
     hänge dieser Richtlinie von einem Dieselmotor ange-          Anhörung des durch die Richtlinie 70/156/EWG einge-
     trieben wird, der als getrennte technische Einheit im        setzten Ausschusses —"im folgenden „Ausschuß" ge-
     Sinne des Artikels 9a der Richtlinie 70/156/EWG              nannt. Ersucht die Kommission den Ausschuß um eine
     eine Betriebserlaubnis erhalten hat,                         Stellungnahme, so kann sie eine Frist setzen, in der die
                                                                  Stellungnahme abzugeben ist. Am Ende der Beratungen
— wenn dieser Dieselmotor, im Sinne von Artikel 9a                des Ausschusses erfolgt keine Abstimmung. Die Mitglie-
     der Richtlinie 70/156/EWG als getrennte technische           der des Ausschusses können jedoch verlangen, daß ihre
     Einheit betrachtet, den einschlägigen Vorschriften           Auffassungen im Sitzungsbericht wiedergegeben werden.
     der Anhänge dieser Richtlinie entspricht.
                           Artikel 3                                                        Artikel 6
(1)      Der Mitgliedstaat, der die Betriebserlaubnis für         (1)     Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vor-
einen Dieselmotortyp erteilt hat, trifft die erforderlichen       schriften in Kraft, um dieser Richtlinie bis spätestens
Maßnahmen, damit er von jeder Änderung unterrichtet               1. April 1988 nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen.
wird, die ein Bauteil oder ein Merkmal nach Anhang I              Sie setzen die Kommission unverzüglich hiervon in
Ziffer 2.3 betrifft. Die zuständigen Behörden dieses Mit-         Kenntnis.
gliedstaats befinden darüber, ob der geänderte Motor er-
neut geprüft und darüber ein neuer Prüfbericht erstellt
werden muß. Die Änderung wird nicht genehmigt, wenn
die Prüfung ergibt, daß die Vorschriften dieser Richtlinie        (2)    Bis zum 30. September 1990 wenden die Mitglied-
nicht eingehalten werden.                                         staaten diese Vorschriften nur auf diejenigen Fahrzeug-
                                                                  typen an, für die ebenfalls eine Betriebserlaubnis gemäß
(2)      Der Mitgliedstaat, der die Betriebserlaubnis für         der Richtlinie 72/306/EWG beantragt wird.
einen Fahrzeugtyp in bezug auf dessen Dieselmotor er-
teilt hat, trifft die erforderlichen Maßnahmen, damit er
von jeder Änderung dieses Fahrzeugtyps hinsichtlich des           (3)    Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie unterrichten
eingebauten Motors unterrichtet wird. Die zuständigen             die Mitgliedstaaten ferner die Kommission so rechtzeitig
Behörden dieses Mitgliedstaats befinden darüber, ob               von allen späteren Entwürfen der wichtigsten Rechts-
nach solchen Änderungen Maßnahmen gemäß der Richt-                und Verwaltungsvorschriften, die sie auf dem von dieser
linie 70/156/EWG, insbesondere des Artikels 4 oder des            Richtlinie erfaßten Gebiet zu erlassen beabsichtigen, daß
Artikels 6, zu treffen sind.                                      diese sich hierzu äußern kann.
                           Artikel 4
Änderungen, die zur Anpassung der Anhänge an den                                            Artikel 7
technischen Fortschritt notwendig sind, werden nach
dem Verfahren des Artikels 5 erlassen.                            Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- 3 1 . 7. 86                                 Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                          Nr. C 193/5
                                                               ANHANG              1
            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN U N D ABKÜRZUNGEN, ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER EWG-
            BETRIEBSERLAUBNIS, VORSCHRIFTEN U N D P R Ü F U N G E N U N D ÜBEREINSTIMMUNG DER
                                                              FERTIGUNG
            1.               GELTUNGSBEREICH
                            Diese Richtlinie gilt für die Emission gasförmiger Schadstoffe aus Kraftfahrzeugen, die im
                            Sinne von Artikel 1 mit einem Dieselmotor ausgerüstet sind, mit Ausnahme der Fahrzeuge
                            der Klasse N j , die nach der Richtlinie 70/220/EWG (a), geändert durch die Richtlinie
                            00/000/EWG, eine Betriebserlaubnis erhalten haben.
            2.              BEGRIFFSBESTIMMUNGEN U N D ABKÜRZUNGEN
                            Im Sinne dieser Richtlinie bedeutet:
            2.1.            „Betriebserlaubnis eines Motors": die Erlaubnis für die Bauart eines Motors hinsichtlich seiner
                            Emission gasförmiger Schadstoffe.
            2.2.            „Dieselmotor": ein Motor, der nach dem Prinzip der „Kompressionszündung" funktioniert.
            2.3.            „Motorbauart": eine Kategorie von Motoren, die sich in den Hauptmerkmalen, die in An-
                            hang II zu dieser Richtlinie festgelegt sind, nicht unterscheiden.
            2.4.            „Gasförmige Schadstoffe": Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe (ausgedrückt als Q H j      85 und
                            Stickoxide (ausgedrückt als NO2).
            2.5.            „Nettoleistung": in ECE kW ausgedrückt die Leistung, die auf dem Prüfstand am Ende der
                            Kurbelwelle erreicht wird, oder ihr nach der Methode zur Leistungsmessung nach Richtlinie
                            80/1269/EWG (b) ermitteltes Äquivalent.
            2.6.            „Nenndrehzahl": die maximale Vollastdrehzahl, die nach den vom Hersteller in seiner Ver-
                            kaufs- und Wartungsliteratur gemachten Angaben bei Einsatz des Drehzahlreglers erreicht
                            werden kann.
            2.7.            „Teillast":die  Fraktion des maximalen Drehmoments bei einer Motordrehzahl.
            2.8.            „Zwischendrehzahl": eine dem Wert des maximalen Drehmoments entsprechende Drehzahl,
                            wenn sie eine Größenordnung von 60 % bis 75 % der Nenndrehzahl hat; in anderen Fällen
                            ist sie eine Drehzahl von 60 % der Nenndrehzahl.
            2.9.            Abkürzungen und Einheiten
                            p               kW            Nichtkorrigierte Ausgangsleistung (c)
                            üö              g/kWh         Kohlenmonoxid-Emission
                            HC              g/kWh         Kohlenwasserstoff-Emission
                            NÖX             g/kWh         Stickoxid-Emission
                            conc            ppm           Konzentration (ppm vom Volumen)
                            masa            g/h           Schadstoff-Mengenfluß
                            WF                            Einflußfunktion
                            GEXH            kg/h          Abgas-Mengenflußwert, naß
                            VEXH            mVh           Abgasvolumen, trocken
                         .   VEXH           mVh           Abgasvolumen, naß
                            GAIR            kg/h          Ansaugluft-Mengenflußgeschwindigkeit
                            CpUEL           kg/h          Kraftstoff-Mengenfluß
                            FID                           Flammen-Ionisations-Detektor
                            NDUVR                         Nichtdispersiver Ultraviolett-Resonanzabsorber
                            NDIR                          Nichtdispersiver Infrarot-Absorptionsanalysator
                            CIA                           Chemiluminiszenz-Analysator.
            (a) ABl. Nr. L 76 vom 6. 4. 1970, S. 1.
            (b) ABl. Nr. L 375 vom 31. 12. 1980, S. 46.
            (c) Gemäß Beschreibung in Anhang I zur Richtlinie 80/1269/EWG (ABl. Nr. L 375 vom 31. 12. 1980, S. 49).
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             3.               ANTRAG AUF ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
             3.1.             Antrag auf Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis für eine Motorbauart als getrennte tech-
                              nische Einheit.
             3.1.1.           Der Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für eine Motorbauart hinsichtlich des Um-
                              fangs seiner Emission gasförmiger Schadstoffe ist vom Motorenhersteller oder einem recht-
                              mäßig bestellten Vertreter einzureichen.
             3.1.2.           Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung beizufügen:
             3.1.2.1.         Beschreibung der Motorbauart, die alle Angaben nach Anhang II zu dieser Richtlinie enthält
                              in Anwendung der Bestimmungen des Artikels 9a der Richtlinie 70/156/EWG;
             3.1.2.2.         Zeichnungen des Verbrennungsraums und des Kolbenbodens.
             3.1.3.           Ein Motor, der der in Anhang II zu dieser Richtlinie beschriebenen „Motorbauart" ent-
                              spricht, ist der für die Durchführung der Versuche nach Absatz 5 zur Erteilung der Betriebs-
                              erlaubnis zuständigen Prüfungsstelle zur Verfügung zu stellen.
             3.2.            Antrag auf Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis für eine Fahrzeugbauart hinsichtlich ihres
                              Motors.
             3.2.1.           Der Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für ein Fahrzeug hinsichtlich seiner Emis-
                              sion gasförmiger Schadstoffe ist vom Motorenhersteller oder einem rechtmäßig bestellten
                             Vertreter einzureichen.
             3.2.2.           Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung beizufügen:
             3.2.2.1.         Beschreibung der Fahrzeugbauart mit sämtlichen, nach Anhang II zu dieser Richtlinie erfor-
                             derlichen Einzelheiten zusammen mit den gemäß Artikel 3 der Richtlinie 70/156/EWG er-
                             forderlichen Unterlagen oder
             3.2.2.2.        die Kopie des EWG-Betriebserlaubnisbogens (Anhang VIII dieser Richtlinie) für den in den
                             Fahrzeugtyp eingebauten Motor als technische Einheit zusammen mit den gemäß Artikel 3
                             der Richtlinie 70/156/EWG erforderlichen Unterlagen.
            4.                EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
            4.1.             Für Genehmigungen gemäß 3.1 wird eine Bescheinigung entsprechend dem Muster des An-
                             hangs VIII ausgestellt.
            4.2.             Für Genehmigungen gemäß 3.2 wird eine Bescheinigung entsprechend dem Muster des An-
                             hangs IX ausgestellt, die die Unterlagen gemäß den Artikeln 4 und 10 der Richtlinie
                             70/156/EWG vervollständigt.
             5.               AUFSCHRIFTEN
            5.1.             Der als technische Einheit zugelassene Motor muß folgende Aufschriften tragen:
            5.1.1.           — Handelsmarke oder Handelsname des Herstellers des Motors;
            5.1.2.           — Tätigkeitsbezeichnung des Herstellers;
            5.1.3.           — die Nummer der EWG-Betriebserlaubnis, der die Buchstaben voranzusetzen sind, die
                                  dem Land entsprechen, das die EWG-Betriebserlaubnis erteilt hat (1).
            5.2.             Diese Zeichen müssen deutlich lesbar und unverwischbar sein.
            (') B = Belgien, D = Bundesrepublik Deutschland, DK = Dänemark, E = Spanien, F = Frankreich, GR = Griechen-
                land, I = Italien, IRL = Irland, L = Luxemburg, NL = Niederlande, P = Portugal, UK = Vereinigtes Königreich.
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        6.       VORSCHRIFTEN U N D PRÜFUNGEN
        6.1.     Allgemeines
                 Die Teile, die einen Einfluß auf die Emission gasförmiger Schadstoffe haben können, müs-
                 sen so entworfen, gebaut und angebracht sein, daß der Motor unter normalen Betriebsbedin-
                 gungen trotz der Schwingungen, denen er ausgesetzt ist, den technischen Vorschriften dieser
                 Richtlinie genügt.
        6.2.     Vorschriften über die Emission gasförmiger Schadstoffe
                 Die Messung der Emission gasförmiger Schadstoffe aus einem Motor, der zur Erteilung der
                 Betriebserlaubnis vorgeführt wird, ist nach dem Verfahren des Anhangs III zu dieser Richt-
                 linie durchzuführen. Andere Verfahren sind zulässig, wenn sie zu gleichwertigen Ergebnissen
                 führen.
        6.2.1.   Die ermittelten Mengen an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden dürfen
                 die in nachstehender Tabelle angegebenen Mengen nicht übersteigen:
                  Menge des Kohlenmonoxids (CO)     Menge an Kohlenwasserstoffen Menge an Stickoxiden (NO x )
                           Gramm je kWh                        (HC)                     Gramm je kWh
                                                           Gramm je kWh
                                11,2                            2,4                         14,4
        7.       EINBAU IM FAHRZEUG
        7.1.     Der Einbau des Motors in das Fahrzeug muß hinsichtlich der Betriebserlaubnis des Motors
                 nachstehenden Einzelheiten entsprechen:
        7.1.1.   — Der Ansaugunterdruck darf nicht größer sein als bei dem mit einer Betriebserlaubnis ver-
                      sehenen Motor.
        7.1.2.   — Der Auspuffdruck darf nicht höher sein als bei dem mit einer Betriebserlaubnis versehe-
                      nen Motor.
        7.1.3.   — Das Volumen der Abgasanlage liegt innerhalb ± 40 % desjenigen der Abgasanlage eines
                      mit einer Betriebserlaubnis versehenen Motors.
        8.       ÜBEREINSTIMMUNG DER FERTIGUNG
        8.1.     Jeder Motor, der im Sinne dieser Richtlinie eine Nummer der EWG-Betriebserlaubnis trägt,
                 muß der Motorbauart entsprechen, für die eine Betriebserlaubnis erteilt worden ist.
        8.2.     Zur Überprüfung der Übereinstimmung nach 8.1 ist ein mit einer EWG-Betriebserlaubnis-
                 nummer versehener Motor der Serie zu entnehmen.
        8.3.     In der Regel wird die Übereinstimmung des Motors mit der Bauart, für die eine Betriebser-
                 laubnis erteilt wurde auf der Grundlage der Beschreibung in dem Betriebserlaubnisbogen und
                 dessen Anhängen überprüft; erforderlichenfalls wird ein Motor der in 6.2 erwähnten Prü-
                 fung unterzogen.
        8.3.1.   Wird die Übereinstimmung eines Motors mit der Fertigung in einem Test nachgeprüft, ist
                 wie folgt zu verfahren:
        8.3.1.1. Ein Motor wird der Serie entnommen und der in Anhang III beschriebenen Prüfung unter-
                 zogen.
        8.3.1.2. Erfüllt der aus der Serie entnommene Motor nicht die Anforderungen nach 6.2.1, kann der
                 Hersteller verlangen, daß die Messungen an einem der Serie entnommenen Los von Motoren
                 vorgenommen werden, zu dem auch der ursprünglich entnommene Motor gehört. Der Her-
                 steller bestimmt in Absprache mit der Prüfstelle den Umfang des Probeloses. Die Motoren
                 werden außer dem ursprünglich entnommenen Motor einer Probe unterzogen. Alsdann wird
                 das arithmetische Mittel x der Prüfergebnisse für jeden einzelnen gasförmigen Schadstoff
                 ermittelt. Wird die in nachstehender Formel ausgedrückte Bedingung erfüllt, wird angenom-
 ---pagebreak--- Nr. C 193/8                                       Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                     3 1 . 7. 86
                                 men, daß die Herstellung der Serie mit der Motorbauart übereinstimmt, für die eine
                                 Betriebserlaubnis erteilt worden ist.
                                                                            1c + k.S < L (a)
                                 Hierbei bedeuten:
                                 L Grenzwert nach 6.2.1 für die in Betracht gezogenen gasförmigen Schadstoffe,
                                 k ein statistischer Faktor, der von n bestimmt wird und in nachstehender Tabelle aufgeführt
                                 ist:
                                        n        2         3          4             5         6      7     8     9     10
                                        k     0,973      0,613     0,489        0,421       0,376  0,342 0,317 0,296 0,279
                                        n       11         12        13            14         15     16    17    18    19
                                        k     0,265      0,253     0,242        0,233       0,224  0,216 0,210 0,203 0,198
                                                    k = 0,860
                                  Ist n > 20, gilt
             8.3.2.              Der zur Feststellung der Übereinstimmung der Fertigung befugte technische Dienst führt
                                 diese Prüfungen an Motoren durch, die gemäß den Angaben des Herstellers teilweise oder
                                 vollständig eingefahren sind.
                                      2
            / N    2        ( X - X )
                  x steht für ein beliebiges nach einem Probelos n ermitteltes Einzelergebnis.
                                                                      ANHANG             II
                   HAUPTMERKMALE DES FAHRZEUGS U N D DES M O T O R S U N D ANGABEN ÜBER DIE
                                                   D U R C H F Ü H R U N G DER P R Ü F U N G E N (a)
             1.                  BESCHREIBUNG DES MOTORS
             1.1.                Marke:
             1-2.                Typ:
             1.3.                Arbeitsweise: Vier-Takt/Zwei-Takt (b)
             1.4.                Bohrung:                            mm
             1.5.                Hub:                           mm
            1.6.                 Anzahl und Anordnung der Zylinder und Zündfolge:
            1.7.                 Hubraum:                             cm1
            (a) Bei nicht herkömmlichen Motoren und Systemen sind die den hier aufgeführten Hauptmerkmalen gleichwertigen
                 Einzelheiten vom Hersteller anzugeben.
            (b) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 31.7.86                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 193/9
        1.8.             Kompressionsverhältnis (c):
        1.9.             Zeichnungen des Verbrennungsraums und der Brennraumwand des Kolbens
         1.10.           Mindestquerschnittsbereich der Einlaß- und Auslaßöffnungen:
         1.11.           Kühlsystem
         1.11.1.         Flüssigkeit
                         Art der Kühlflüssigkeit:                                         Umlaufpumpen: ja/nein (b)
                         Merkmale oder Marke(n) und Type(n):
                         Schwungverhältnis:
                         Thermostat: Einstellung:
                         Kühler: Zeichnung(en) oder Marke(n) und Typ(en):
                         Überdruckventil und Druckeinstellung:
                         Ventilator: Merkmale oder Marke(n) und Type(n):
                         Ventilatorantrieb:                            Antriebsverhältnis:
                         Ventilatorverkleidung:
        1.11.2.           Luftkühlung
                         Gebläse: Merkmale oder Marke(n) und Typ(en):
                         Antriebsverhältnis:
                         Luftführung (Standardausführung):
                         Temperaturregelsystem: ja/nein (b) Kurzbeschreibung:
        1.11.3.          Herstellerseits zulässige Temperaturen
        1.11.3.1.        Bei Flüssigkeitskühlung: Höchsttemperatur an der Auslaßöffnung:
         1.11.3.2.       Bei Luftkühlung: Bezugspunkt:
                                              Höchsttemperatur am Bezugspunkt:
        1.11.3.3.        Höchstausstoßhöchsttemperatur am Ansaug-Zwischenkühler:
        1.11.3.4.        Höchsttemperatur der Abgase an dem Punkt im Auspuffrohr (in den Auspuffrohren), der
                         neben dem Flansch (den Flanschen) der Auspuffkrümmung(en) liegt:
        1.11.3.5.        Kraftstofftemperatur: Min                        Max
        1.11.3.6.        Schmieröltemperatur: Min                         Max
        (b) Nichtzutreffendes streichen.
        (c) Bitte auch die Toleranzen angeben.
 ---pagebreak--- Nr. C 193/10                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           31.7.86
            1.12.            Vorverdichter: mit/ohne (b) Systembeschreibung:
                             Marke:                                              Typ:
             1.13.           Ansaugsystem
                             Ansaugkrümmer:                                       Beschreibung:
                             Luftfilter:                          Marke:                          Typ:
                             Ansaugschalldämpfer:                      Marke:                     Typ:
                             ZUSÄTZLICHE E I N R I C H T U N G E N ZUR V E R M I N D E R U N G DER ABGASTRÜBUNG
                             (falls vorhanden und nicht unter einem anderen Punkt erfaßt)
                             Beschreibung und Skizzen:
            3.               LUFTEINLASS U N D KRAFTSTOFF-SPEISESYSTEM
            3.1.             Beschreibung und Skizzen der Ansaugleitungen nebst Zubehör (Vorwärmer, Ansaugschall-
                             dämpfer usw.):
            3.2.             Kraftstoff zufuhr
            3.2.1.            Kraftstoffpumpe
                             Druck (c)                         oder charakteristisches Diagramm (c)
            3.2.2.            Einspritzsystem
            3.2.2.1.         Pumpe
            3.2.2.1.1.       Marke(n):
            3.2.2.1.2.       Typ(en):
            3.2.2.1.3.       Einspritzmenge                         mm3 (c) je Hub bei                  U/min der
                             Pumpe bei Vollförderung oder charakteristisches Diagramm (b) (c):
                             Angabe des verwendeten Verfahrens: am Motor/auf dem Pumpenprüfstand (b)
            3.2.2.1.4.       Einspritzzeitpunkt (c):
            3.2.2.1.4.1.     Verstellkurve des Spritzverstellers:
            3.2.2.1.4.2.     Einstellung des Einspritzzeitpunkts:
            3.2.2.2.         Einspritzleitungen
            3.2.2.2.1.       Länge:                                                           .'.
            3.2.2.2.2.       Lichter Durchmesser:
            (b) Nichtzutreffendes streichen.
            (c) Bitte auch die Toleranzen angeben.
 ---pagebreak--- 3 1 . 7. 86                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 193/11
            3.2.2.3.         Einspritzdüse(n)
            3.2.2.3.1.       Marke(n):
            3.2.2.3.2.       Typ(en):
            3.2.2.3.3.       Einspritzdruck:                       bar (c)
                             oder Einspritzdiagramm (b) (c):
            3.2.2.4.         Regler
            3.2.2.4.1.       Marke(n):
            3.2.2.4.2.       Typ(en):
            3.2.2.4.3.       Drehzahl bei Beginn der Abregelung bei Last:                       U/min
            3.2.2.4.4.       Größte Drehzahl ohne Last:                        U/min
            3.2.2.4.5.       Lehrlaufdrehzahl:                        U/min
            3.3.             Kaltstartsystem
            3.3.1.           Marke(n):
            3.3.2.           Typ(en):
            3.3.3.           Beschreibung:
            4.               VENTILEINSTELLUNG
            4.1.             Maximale Ventilhübe und Öffnungs- sowie Schließwinkel, bezogen auf die Totpunkte, oder
                             gleichwertige Daten:
            4.2.             Prüf- und/oder Einstellspiel (b)
            5.               AUSPUFFSYSTEM
            5.1.             Beschreibung des Auspuffkrümmers:
            5.2.             Beschreibung der übrigen Teile der Auspuffanlage, sofern die Prüfung an einer vom Herstel-
                             ler gelieferten vollständigen Auspuffanlage vorgenommen wird, oder Angabe des vom Her-
                             steller genannten maximalen Gegendrucks bei größter Leistung:
            6.                SCHMIERSYSTEM
            6.1.             Beschreibung des Systems:
            6.1.1.           Anordnung des Schmiermittelbehälters:
            (b) Nichtzutreffendes streichen.
            (c) Bitte auch die Toleranzen angeben.
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            6.1.2.          Schmiermittelversorgungssystem (Pumpe, Einspritzung in das Ansaugrohr, Mischung mit
                            dem Kraftstoff usw.):
            6.2.             Pumpe (b)
            6.2.1.           Marke(n):
            6.2.2.          Typ und Merkmale:
            6.2.3.           Luftgekühlt, Merkmale der Motorpumpe (b)
            6.3.             Dem Kraftstoff beigemischt (b)
            6.3.1.           Prozentualer Gehalt:
            6.4.             Ölkühler: mit/ohne (b)
            6.4.1.           Skizze(n) oder Marke(n) undTyp(en):
            7.               ELEKTRISCHE ANLAGE
                             Generator (b): Merkmale oder Marke(n) und Typ(en):
             8.              SONSTIGE MOTORGETRIEBENE ANLAGENTEILE
                             (Aufzählung und erforderlichenfalls kurze Beschreibung):
            9.               GETRIEBE
            9.1.            Trägheitsmoment des Motorschwungrades:
            9.2.             Zusätzliches Trägheitsmoment, wenn sich das Getriebe in Lehrlaufstellung befindet:
             10.             ZUSÄTZLICHE ANGABE ÜBER DIE PRÜFBEDINGUNGEN
             10.1.           Verwendetes Schmiermittel:
             10.1.1.         Marke:
             10.1.2.        Typ:
                             (Wenn dem Kraftstoff ein Schmiermittel zugesetzt ist, ist der Prozentanteil des Öls anzu-
                            geben)
            (b) Nichtzutreffendes streichen.
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        11.              KENNDATEN DES M O T O R S
        11.1.            Drehzahl im Lehrlauf:                             U/min (c)
        11.2.            Leistung                     kW bei einer mittleren Drehzahl von                            U/min (c)
         11.3.           Höchstleistung                        kW bei                        U/min (c)
        11.4.            Leistung an den sechs Meßpunkten im Sinne der Richtlinie ,72/306/EWG Anhang III Ziffer
                         2.1 und gemessen nach den Bestimmungen der Richtlinie 80/1269/EWG (')
                         (Prüfung durchgeführt durch den Hersteller) (b)
                         (Prüfung durchgeführt durch die zugelassene Prüfstelle) (b)
                                                                 Motordrehzahl (n)                 Gemessene Leistung (P)
                                   Meßpunkte
                                                                                                              kW
                                      1(»)
                                      2
                                      3
                                      4
                                      5
                                      6 (**)
                         Meßpunkt bei höchster
                         Leistung
                         (*)  Entspricht dem höchsten der zwei Werte:
                              45 Prozent der der Höchstleistung entsprechenden Motordrehzahl, 1 000 U/min.
                         (**) Entspricht dem Höchstwert für n, der mit Hilfe des Drehzahlreglers bei Vollast möglich ist.
        (') ABl. Nr. L 375 vom 31. 12. 1980, S. 46.
        (b) Nichtzutreffendes streichen.
        (c) Bitte Toleranz angeben.
                                                             ANHANG           III
                                                        PRÜFVERFAHREN
        1.               EINLEITUNG
        1.1.            In diesem Anhang ist das Verfahren zur Bestimmung der Emission gasförmiger Schadstoffe
                        aus den zu prüfenden Motoren beschrieben.
        1.2.            Die Prüfung ist an einem Motor vorzunehmen, der auf dem Prüfstand mit einem Dynamo-
                        meter verbunden ist.
                        MESSGRUNDSATZ
                         Die Emission gasförmiger Schadstoffe eines Motors enthält Kohlenwasserstoffe, Kohlenmo-
                         noxid und Stickoxide. Während einer vorgeschriebenen Reihenfolge von Betriebsabläufen bei
                        warmem Motor sind die Mengen der oben genannten Gase im Abgasstrom kontinuierlich zu
                        messen. Die vorgeschriebene Reihenfolge der Betriebsabläufe besteht in mehreren Geschwin-
                         digkeits- und Leistungszuständen, die den typischen Betriebs- urid Funktionsbereich von
                         Dieselmotoren überspannen. Während der einzelnen Betriebsarten sind die Konzentrations-
                        werte sämtlicher Schadstoffe, der Abgasstrom und die Leistungsabgabe zu bestimmen und
                        die gemessenen Werte zur Errechnung der Menge der einzelnen Schadstoffanteile zu
                        gewichten, wobei diese Menge im Sinne dieses Anhangs in Gramm je Kilowattstunde aus-
                        zudrücken ist.
        3.              APPARATUR
        3.1.            Dynamometer und Motorausstattung
                        Für die Abgasemissionsprüfung der Motoren an Dynamometern ist die nachstehend
                        beschriebene Anlage zu benutzen:
        3.1.1.          ein dynamometrisches Meßgerät mit geeigneten Merkmalen, um den in Ziffer 4.1 dieses
                        Anhangs beschriebenen Prüfzyklus durchzuführen;
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            3.1.2.  Geräte zur Messung der Geschwindigkeit, des Drehmoments, des Kraftstoffverbrauchs, des
                   Luftverbrauchs, der Kühlmitteltemperatur, der Schmiermitteltemperatur, des Abgasdrucks,
                    des profilbezogenen Strömungswiderstandes, der Abgastemperatur, der Ansauglufttempera-
                   tur, des Luftdrucks, der Kraftstofftemperatur und der Feuchtigkeit. Die Präzision dieser
                    Instrumente muß den Anforderungen der EWG-Methode zur Messung der Leistung von
                   Verbrennungsmotoren für Straßenfahrzeuge genügen;
            3.1.3. ein Motorkühlsystem mit ausreichender Kapazität, um den Motor während der Dauer der
                   vorgeschriebenen Prüfungen auf normaler Betriebstemperatur zu halten;
            3.1.4. ein nichtisoliertes und ungekühltes Auspuffsystem, das mindestens 0,5 m über den Punkt
                   hinausreicht, wo die Auspuffsonde angebracht ist, und das bei der in der Verkaufs- und
                   Wartungsliteratur des Motorherstellers angegebenen Höchstleistung einen Auspuffdruck hat,
                   der innerhalb einer Toleranzmarge von ± 650 Pa ( ± 5 mm Hg) von der Obergrenze liegt;
            3.1.5. ein Luftansaugsystem mit einer Drosselung von ± 300 Pa (2,25 mm Hg) des oberen Grenz-
                   wertes bei der Betriebsbedingung, die einen maximalen Luftstrom ergibt, wie er vom Moto-
                   renhersteller für einen Luftfilter bei dem zu prüfenden Motor festgelegt ist. Wird ein Motor
                   auf Abgasemissionen geprüft, ist diese Prüfung an einem vollständigen Motor mit sämtlichen
                   Standard-Zubehörteilen vorzunehmen, von denen vernünftigerweise angenommen werden
                   kann, daß sie, wenn sie eingebaut und in Betrieb genommen werden, die Emissionen in die
                   Luft beeinflussen.
           3.2.    Analyse- und Probenahmeapparatur
                   Das System muß einen Flammenionisations-Detektor (FID) zur Messung der unverbrannten
                   Kohlenwasserstoffe (HC), einen NDIR-Analysator zur Messung des Kohlenmonoxids (CO)
                   und einen CLA- oder NDUVR-Analysator zur Messung der Stickoxide (NO x ) enthalten.
                   Wegen der in den Dieselabgasen enthaltenen schweren Kohlenwasserstoffe ist das FID-Sy-
                   stem zu beheizen und seine Temperatur während der gesamten Prüfung zwischen 423 K und
                   473 K (150 ° C und 200 °C) zu halten. Die Präzision der Analysatoren muß ± 2,5 % des
                   Endausschlags oder besser sein. Die Meßskala der Analysatoren ist den zu messenden Grö-
                   ßen entsprechend auszuwählen.
                   Es sind nachstehende Prüfgase und Nullgase zu verwenden:
                   Analysator             Prüfgas               Nullgas
                   CO                     C O in N2            Stickstoff oder gereinigte synthetische Luft
                   NOx                    NO2 in N2            Stickstoff oder gereinigte synthetische Luft
                   HC                     C3H8 in Luft         Gereinigte synthetische Luft
                   In Anhang V sind die empfohlenen Analyseverfahren beschrieben. Andere Systeme oder an-
                   dere Analysatoren, die erfahrungsgemäß gleichwertige Ergebnisse liefern, sind zulässig.
           4.      PRÜFVERFAHREN
           4.1.    PrüfZyklus
                   Nachstehender 13teiliger Prüfzyklus ist an dem zu prüfenden Motor in Dynamometerbetrieb
                   durchzuführen:
                   Nr.                Motordrehzahl                          Belastung in Prozent
                      1               Leerlauf
                     2                Zwischenstufe                                    10
                     3                Zwischenstufe                                   25
                     4                Zwischenstufe                                   50
                     5                Zwischenstufe                                   75
                     6                Zwischenstufe                                  100
                     7                Leerlauf
                     8                Nennwert                                       100
                     9                Nennwert                                        75
                    10                Nennwert                                        50
                    11                Nennwert                                        25
                    12                Nennwert                                         10
                    13                Leerlauf
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        4.2.     Messung des Abgasstromes
                 Zur Errechnung der Emissionen muß der Abgasstrom bekannt sein (siehe 4.8.1.1). Zur
                 Bestimmung des Abgasstroms kann eines der nachstehenden Verfahren angewendet werden:
                 a) Direktmessung des Abgasstroms durch eine Strömungsmeßdüse oder ein gleichwertiges
                     Meßsystem;
                 b) Messung des Luftstroms und des Kraftstoffstroms durch geeignete Meßsysteme und
                     Errechnung des Abgasstroms mit Hilfe nachstehender Gleichungen:
                                               G E X H = GAIR + GFUEL
                                               oder
                                               V E X H = V A I R — 0,75 GpuEL
                                               oder
                                               V E X H = V A i R + 0,77 GpuEL
                 Die Meßtoleranzen bei der Abgasstrombestimmung dürfen ± 2,5 Prozent nicht überschrei-
                 ten. Die Konzentrationen von Kohlenmonoxid und Stickoxid werden im trockenen Auspuff
                 gemessen. Aus diesem Grund sind die C O - und NO x -Emissionen mit Hilfe des trockenen
                 Gasausstoßvolumens V E X H Z U errechnen. Bei einem Analysesystem mit beheizter Probenah-
                 meleitung sind dagegen die NO x -Emissionen unter Zugrundelegung des Abgasvolumens
                 V*EXH z u errechnen. Wird in der Berechnung der Abgasmengenflußwert ( G Q E X H ) verwen-
                 det, sind die C O - und NO x -Konzentrationen zu den nassen Abgasen in Beziehung zu set-
                 zen. Die Berechnung der HC-Emissionen muß entsprechend der angewandten Meßmethode
                        un£
                 GEXH       l V E X H enthalten.
        4.3.     Einsatz der Analysatoren und des Probenahmesystems
                 Der Einsatz der Analysatoren muß nach den Anlauf- und Betriebsanleitungen des Instrumen-
                 tenherstellers erfolgen. Nachstehende Mindestanforderungen sind dabei zu berücksichtigen:
        4.3.1.     Kalibrierverfahren
                 Die Kalibrierung hat einen Monat vor dem Emissionstest zu erfolgen. Das Instrumentarium
                 ist zu kalibrieren, die Kalibrierkurven sind mit denen von Prüfgasen zu vergleichen. Es sind
                 die gleichen Gasmengenwerte wie bei der Abgasprobenahme zugrunde zu legen.
        4.3.1.1. Die Analysatoren müssen mindestens zwei Stunden vor der Messung angewärmt werden.
        4.3.1.2. Es ist zu prüfen, ob das System kein Leck aufweist. Die Sonde ist von der Auspuffanlage zu
                 entfernen und ihr Ende zu verstopfen. Die Analysatorpumpe ist einzuschalten. Nach einer
                 anfänglichen Stabilisierungsperiode müssen sämtliche Durchflußmesser und Druckmesser auf
                 Null stehen. Ist dies nicht der Fall, muß (müssen) die Probenahmeleitung(en) überprüft und
                 etwaige Mängel behoben werden.
        4.3.1.3. Der NDIR-Analysator ist an geeigneter Stelle abzustimmen und die Flamme des FID-Analy-
                 sators zu optimieren.
        4.3.1.4. Unter Verwendung von gereinigter getrockneter Luft (oder Stickstoff) sind die C O - und
                 NO x -Analysatoren auf Null einzustellen. Für den HC-Analysator ist die Trockenluft zu rei-
                 nigen. Unter Verwendung geeigneter Kalibriergase sind die Analysatoren erneut einzustellen.
        4.3.1.5. Die Nulleinstellung ist zu überprüfen und das Verfahren nach 4.3.1.4 erforderlichenfalls zu
                 wiederholen.
        4.3.1.6. Die NDIR-Analysatoren sind mit Kalibriergasen zu kalibrieren, die eine Nennkonzentration
                 von jeweils 25, 50, 75 und 90 Prozent des Skalenendwertes haben; die C I A - und die FID-
                 Analysatoren sind zu kalibrieren, wobei etwa 50 Prozent und 90 Prozent des jeweiligen
                 Skalenendwertes zugrunde gelegt werden. Die Konzentration der Standardgase muß einen
                 Genauigkeitsspielraum von ± 2,5 Prozent einhalten.
        4.3.1.7. Die Kalibrierergebnisse sind mit vorhergehenden Daten zu vergleichen. Jede signifikante Än-
                 derung kann einen Fehler im System widerspiegeln, der zu orten und zu beseitigen ist,
                 worauf das System neu kalibriert werden muß. Die geeignetste Kalibrierkurve ist unter
                 Berücksichtigung der Genauigkeit der Kalibrierung der Standardgase auszuwählen.
        4.3.2.   Kontrollen vor der Prüfung
                 Die NDIR-Analysatoren sind mindestens zwei Stunden lang anzuwärmen, vorzugsweise
                 bleiben die Analysatoren jedoch ständig eingeschaltet. Die Choppermotoren können, wenn
                 sie nicht gebraucht werden, abgestellt werden.
        4.3.2.1. Der HC-Analysator ist bei Trockenluft oder trockenem Stickstoff auf Null zu stellen, am
                 Verstärkermesser und Aufzeichnungsgerät ist eine stabile Nullstellung zu erzielen.
 ---pagebreak--- Nr. C 193/16                          Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                         3 1 . 7. 86
            4.3.2.2.  Es ist Prüfgas einzuleiten und der Verstärkungsfaktor so einzustellen, daß er mit der Kali-
                      brierungskurve übereinstimmt. Für Kalibrierung, Meßbereich und Abgasentnahme sind die-
                      selben Durchsatzwerte zugrunde zu legen, damit der Druck in den Probenahmebeuteln nicht
                      korrigiert zu werden braucht. Es ist Prüfgas zu verwenden, das eine Konzentration des
                      Anteils hat, der einen Skalenausschlag von 75 bis 95 Prozent ergibt. Eine Konzentrationstole-
                      ranz von ± 2,5 Prozent ist zulässig.
            4.3.2.3.  Nach Bedarf müssen die Nulleinstellung überprüft und die Verfahren nach 4.3.2.1 und
                      4.3.2.2 wiederholt werden.
            4.3.2.4.  Die Durchflußwerte sind zu überprüfen.
            4.4.       Kraftstoff
                      Als Kraftstoff ist der in Anhang IV zu dieser Richtlinie spezifizierte Prüfkraftstoff       zu
                      verwenden.
            4.5.       Prüflabor
            4.5.1.    Die absolute Temperatur T des Laboratoriums, ausgedrückt in Grad Kelvin, und der
                      trockene Luftdruck ps, ausgedrückt in Kilopascal, sind zu messen und der Parameter F nach
                      folgender Formel zu bestimmen.
                                                                0,65                                   0,5
                                         F
                                           - ( 5 )                              x            ( £ ).
            4.5.2.    Damit eine Prüfung als gültig anerkannt wird, gilt für den Parameter F folgendes:
                                                                 0,96 < F < 1,06
            4.6.      Prüfablauf
                     Während jeder Testphase sind die angegebene Prüfgeschwindigkeit auf ± 50 U/min und das
                      angegebene Drehmoment auf ± 2 Prozent des höchsten Drehmoments bei der Prüfge-
                      schwindigkeit zu halten. Die Kraftstofftempeatur an der Ansaugöffnung der Einspritzpumpe
                     hat 311 ± 5 K ( 3 8 ° C ± 5 ° C ) z u betragen. Fliehkraftregler und Kraftstoffsystem sind ent-
                     sprechend den Angaben in der Verkaufs- und Wartungsliteratur des Herstellers einzustellen.
                     Jeder Test ist in nachstehend beschriebenen Schritten durchzuführen:
           4.6.1.    Die Instrumente und Probenahmesonden sind wie vorgeschrieben anzubringen.
           4.6.2.    Das Kühlsystem ist einzuschalten.
           4.6.3.    Der Motor ist anzulassen und muß so lange warmlaufen, bis sämtliche Temperaturen und
                     Drücke im Beharrungszustand sind.
           4.6.4.    Durch Versuche wird die Drehrnomentkurve bei Vollast ermittelt, damit die Drehmoment-
                     werte für die genannten Testphasen errechnet werden können.
           4.6.5.    Die Emissionsanalysatoren werden auf Null gestellt und abgemessen.
           4.6.6.    Die Prüffolge wird eingeleitet (siehe 4.1). Der Motor läuft in jeder Testphase sechs Minuten
                     lang, wobei in der ersten Minute jeweils die Geschwindigkeit und die Belastung verändert
                     werden. Die Ausschläge der Analysatoren werden während der ganzen sechs Minuten auf
                     einem Bandschreiber vermerkt, wobei die Abgase wenigstens während der letzten drei Minu-
                     ten durch die Analysatoren fließen müssen. Drehzahl und Belastung des Motors, Ansaugluft-
                     temperatur und Abgasunterdruck, Kraftstoffstrom und Luft- oder Abgasstrom sind während
                     der jeweils letzten fünf Minuten jeder Phase zu registrieren, wobei während der jeweils letz-
                     ten Minute die Vorschriften hinsichtlich der Drehzahl und der Belastung des Motors erfüllt
                     sein müssen.
           4.6.7.    Alle für die Berechnung erforderlichen zusätzlichen Daten sind abzulesen und aufzuschrei-
                     ben (siehe 4.7).
           4.6.8.    Nulleinstellung und Skaleneinstellungen der Emissionsanalysatoren sind zu überprüfen und
                     erforderlichenfalls, spätestens bei Beendigung des Tests, neu einzustellen. Der Test gilt,
                     wenn die nach dem Test erforderliche Justierung die Genauigkeit der Analysatoren nach 3.2
                     nicht unterschreitet.
           4.7.      Ablesen der Aufzeichnungen
                     In jeder Testphase sind die jeweiligen Konzentrationen der letzten 60 Sekunden abzugren-
                     zen und für diesen Zeitraum für H C , C O und N O x der Durchschnitt der angezeigten Werte
                     zu bestimmen. Die Konzentrationen von H C , C O und N O x sind ausgehend von den Durch-
                     schnittswerten der Aufzeichnungen und den entsprechenden Kalibrierdaten während der ein-
                     zelnen Testphasen zu bestimmen. Es kann jedoch eine andere Art der Aufzeichnung ange-
                     wandt werden, wenn diese eine gleichwertige Datenerfassung gewährleistet.
 ---pagebreak--- 31.7.86                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 193/17
        4.8.     Berechnungen
        4.8.1.   Die in das Prüfprotokoll aufzunehmenden Testergebnisse werden in folgenden Schritten
                 ermittelt:
                                                                un
        4.8.1.1. Die Abgasdurchflußmenge G E X H oder V E X H      d V E X H ist für jede Testphase zu bestim-
                 men (siehe 4.2).
        4.8.1.2. Wird GEXH zugrunde gelegt, sind die gemessenen Kohlenmonoxid- und Stickoxidkonzentra-
                 tionen einer Feuchtekorrektur gemäß Anhang VI zu unterziehen. Bei einem Analysesystem
                 mit beheizter Probenahmeleitung sind dagegen die NOx-Emissionen nicht der Feuchtekor-
                 rektur gemäß Anhang VI zu unterziehen.
        4.8.1.3. Die NOx-Konzentration ist gemäß Anhang VII zu korrigieren.
        4.8.1.4. Der Mengendurchfluß der Schadstoffe ist für jede Testphase wie folgt zu errechnen:
                                     (1) NO x   mass  = 0,001587 x NO x conc x G EXH
                                     (2) CO mass      = 0,000966 x CO conc x G EXH
                                     (3) HC mass      = 0,000478 x HC conc x G EXH
                                     oder
                                     (1) NO x mass = 0,00205 x NO x conc x V' EXH
                                     (2) CO mass      - 0,00125 x CO conc x V E X H
                                     (3) HC mass      = 0,000618 x HC conc x V E X H
        4.8.2.   Die Emissionen sind wie folgt zu errechnen:
                                                         V NO x        x WF
                                                               A
                                                     _^_ AJ      mass
                                             NO x ~          2 P x WF
                                                         £ CQ mass x WF
                                             CO               £PxWF
                                                         £ HC mass x WF
                                             HC             J P x WF
                 Die in obigen Gleichungen eingesetzten Einflußfunktionen sind in nachstehender Tabelle
                 aufgeführt:
                 Testphase Nr.              Einflußfunktion
                        1                        0,25/3
                        2                        0,08
                        3                        0,08
                        4                        0,08
                        5                        0,08
                        6                        0,25
                        7                        0,25/3
                        8                        0,10
                        9                        0,02
                       10                        0,02
                       11                        0,02
                       12                        0,02
                       13                        0,25/3
 ---pagebreak--- Nr. C 193/18                               Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                       3 1 . 7. 86
                                                              ANHANG              IV
            T E C H N I S C H E DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFS FÜR DIE PRÜFUNG ZUR ERTEILUNG
            DER BETRIEBSERLAUBNIS U N D FÜR DIE N A C H P R Ü F U N G DER ÜBEREINSTIMMUNG DER
                                                              FERTIGUNG
            KEG-BEZUGSKRAFTSTOFF RF-03-A-80
            Art: Dieselkraftstoff
                                                                   Grenzwerte und Einheiten         ASTM-Verfabren  (')
            Dichte bei 15 °C                                       min. 0,835                       1298
                                                                   max. 0,845
            Cetanzahl                                              min. 51                           976
                                                                   max. 57
            Siedeverlauf (2)                                                                          86
               50 Volumenprozent-Destillat                         min. 245 °C
              90 Volumenprozent-Destillat                          330 ± 10 °C
               Siedeendpunkt                                       max. 370 °C
            Viskosität, 40 °C                                      min. 2,5 cSt (mmVs)               445
                                                                   max. 3,5
            Schwefelgehalt                                        min. 0,20 Gewichtsprozent         1266, 2622
                                                                  max. 0,50                         oder 2785
            Flammpunkt                                            min. 55 °C                          93
            CFPP-Punkt                                            max. — 5 °C                       CEN-Entwurf pr
                                                                                                    EN 116 oder IP 309
            Conradson-Zahl bei 10 % Rückstand                     max.      0,30    Gewichtsprozent  189
            Aschegehalt                                           max.      0,01    Gewichtsprozent  482
            Wassergehalt                                          max.      0,05    Gewichtsprozent   95 oder 1744
            Kupferlamellenkorrosion bei 100 °C                    max.      1                        130
            Säurezahl (starke Säure)                              max.      0,20   mg K O H / g      974
            Anmerkung 1:          Gleichwertige ISO-Verfahren sind zulässig, wenn diese für alle oben genannten
                                  Eigenschaften veröffentlicht sind.
            Anmerkung 2:          Die angegebenen Zahlen stehen für die gesamten verdampften Mengen (prozentualer
                                  Anteil der rückgewonnenen Menge + prozentualer Anteil der Verlustmenge).
            Anmerkung 3:          Dieser Kraftstoff darf durch Straight-run-Destillation und durch Cracken gewonnen
                                  werden; Entschwefelung ist erlaubt. Er darf keine Metallzusätze enthalten.
            Anmerkung 4:          Es handelt sich in der Spezifikation um „wahre Werte". Bei der Festlegung ihrer
                                  Grenzwerte wurde die Formulierung von ASTM D 3244 „Festlegung einer Grund-
                                  lage zur Erörterung der Qualität von Erdölerzeugnissen" angewandt, und bei der
                                  Festlegung eines Höchstwertes wurde eine Mindestdifferenz von 2 R über Null be-
                                  rücksichtigt; zur Festlegung eines Höchst- und eines Mindestwertes beträgt die Min-
                                  destdifferenz 4 R (R = Reproduzierbarkeit).
                                  Ungeachtet dieser zu statistischen Zwecken erforderlichen Maßnahme sollte der
                                  Kraftstoffhersteller einen Nullwert, bei dem der genannte Höchstwert 2 R beträgt,
                                  und einen Mittelwert für die Nennung der Ober- und der Untergrenze anstreben. Für
                                  den Fall, daß geklärt werden muß, ob ein Kraftstoff die Anforderungen dieser Spezi-
                                  fikation erfüllt, sind die Begriffe aus ASTM D 3244 anzuwenden.
           Anmerkung 5:           Wird die Berechnung des thermischen Wirkungsgrades eines Motors oder eines Fahr-
                                  zeugs gewünscht, darf der Heizwert des Kraftstoffs nach folgender Formel berechnet
                                  werden:
                                  Spezifische Energie (Heizwert) (netto) MJ/KG —
                                  (46,423-8,792d 2 + 3,170d) I 1 — (x + y + s) I + 9,420s — 2,449x.
                                  Dabei bedeuten:
                                  d die Konzentration bei 15 °C,
                                  x das Massenverhältnis des Wassers (% geteilt durch 100),
                                  y das Massenverhältnis der Asche (% geteilt durch 100),
                                  s das Massenverhältnis des Schwefels (% geteilt durch 100).
 ---pagebreak--- 31. 7. 86                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 193/19
                                                         ANHANG       V
                                                     ANALYSESYSTEME
          Es sind drei Analysesysteme beschrieben, bei denen nachstehende Geräte benutzt werden:
          — FID-Analysator zur Messung der Kohlenwasserstoffe,
          — NDIR-Analysator zur Messung des Kohlenmonoxids und der Stickoxide, oder, wahlweise:
          — NDIR-Analysator zur Messung des Kohlenmonoxids und CIA-Analysator mit oder ohne beheizte
                Probenahmeleitung zur Messung der Stickoxide.
          System 1
          Ein Schema des Analyse- und Probenahmesystems unter Verwendung eines Chemieluminiszenz-Analy-
          sators zur NO x -Messung ist in Abbildung 1 dargestellt.
          SP                    — Edelstahlsonde zur Entnahme von Proben aus dem Auspuffsystem. Empfohlen
                                   wird eine feststehende, mehrfach gelochte Sonde mit einem geschlossenen Ende,
                                    die mindestens 80 Prozent über das Auspuffrohr hinausragt. Die Abgastemperatur
                                    an der Sonde darf nicht geringer als 343 K (70 °C) sein.
          HSL                   — Beheizte Entnahmeleitung, sie muß auf einer Temperatur zwischen 423 K und
                                    473 K (150 °C und 200 °C) gehalten werden. Die Leitung kann aus Edelstahl
                                   oder aus Polytetrafluoräthylen (beispielsweise Teflon) bestehen.
          Fi                    — Beheiztes Vorfilter, falls verwendet. Es muß auf derselben Temperatur wie die
                                   HSL gehalten werden.
          Tj                    — System zur Überwachung der Temperatur des in die beheizte Kammer eintreten-
                                   den Probenahmestroms.
          Vi                    — Geeignete Ventile für die wahlweise Durchströmung des Systems von Abgas-
                                   proben, Prüfgas oder Luft. Das Ventil muß sich in der beheizten Kammer befin-
                                   den oder auf die Temperatur der Entnahmeleitung aufheizbar sein.
          V 2 , V3              — Nadelventile zur Regelung des Kalibriergas- und des Nullgasflusses.
          F2                    — Filter zum Abscheiden von Partikeln. Hierzu eignet sich eine Glasfaserfilter-
                                   scheibe mit einem Durchmesser von 70 mm. Das Filter muß leicht zugänglich sein
                                   und täglich bzw. im Bedarfsfall häufiger ausgewechselt werden.
          Pi                    — Beheizte Entnahmepumpe.
          Gi                    — Druckmesser zur Ermittlung des Drucks in der Entnahmeleitung.
          V4                    — Druckregler zur Steuerung des Drucks in der Entnahmeleitung und der Durch-
                                   flußmenge zum Analysator.
          FID                   — Beheizter Flammenionisations-Detektor für die Kohlenwasserstoffmessung. Die
                                   Innentemperatur ist zwischen 423 K und 473 K (150 °C und 200 °C) zu halten.
          FLi                   — Durchflußmesser zur Einstellung und Überwachung der Durchflußmenge durch
                                   die Nebenleitung.
          Ri, R2                — Durchflußregler für Luft und Kraftstoff.
          SL                    — Entnahmeleitung. Diese Leitung soll aus Polytetrafluoräthylen oder aus Edelstahl
                                   bestehen. Sie kann beheizt oder auch unbeheizt sein.
          B                     — Kühlbad zur Kühlung und Kondensation des Wassers aus der entnommenen Ab-
                                   gasprobe. Das Bad ist auf einer Temperatur von 273 K bis 277 K (0 °C — 4 °C)
                                   zu halten (Eis- oder Kühlsystem).
          C                     — Kühlschlange und Kühlfalle zur Wasserdampfkondensation und -Sammlung. Eine
                                   gewendelte Edelstahlleitung von 2,5 bis 3 mm Durchmesser, die an eine 150 mm
                                   lange Kühlfalle von 25 mm Durchmesser angeschlossen ist, wäre typisch.
 ---pagebreak--- Nr. C 193/20                               Amtsblatt der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                      3 1 . 7. 86
            T2                      — Temperaturablesegerät für die Badtemperatur.
            V5, V 6                 — Kippventile zur Entwässerung der Kondensatabscheider und des Kondensatbads.
            V7                      — Dreiwegventil.
            F3                      — Filter zum Abscheiden von Partikeln aus den Proben vor der Analyse. Ein Glas-
                                      faserfilter von mindestens 70 mm Durchmesser ist geeignet.
            P2                      — Pumpe zum Sammeln der Proben.
            Vg                      — Druckregler zur Steuerung des Probenflusses.
            V9, V 1 0 , V j j , Vj2 — Dreiweg-Kugelventile oder Magnetventile zur Weiterleitung der Gasproben-
                                      menge, des Prüfgases oder des Kalibriergases an die Analysatoren.
            V 13 , V14              — Nadelventile zur Regulierung des Durchflusses an die Analysatoren.
            CO                      — NDIR-Analysator für Kohlenmonoxid.
            NOx                     — CLA-Analysator für Stickoxide.
            FL2, FL 3 , FL4         — Nebenleitung-Durchflußmesser.
            System 2
            Ein Schema des Analyse- und Probenahmesystems, bei dem der NDUVR-Analysator zur Messung von
            N O verwendet wird, ist in Abbildung 2 dargestellt.
            SP                      — Edelstahlsonde zur Entnahme von Proben aus dem Auspuffsystem. Empfohlen
                                      wird eine feststehende, mehrfach gelochte Sonde mit einem geschlossenen Ende,
                                      die mindestens 80 Prozent über das Auspuffrohr hinausragt. Die Abgastemperatur
                                      an der Sonde darf nicht geringer als 343 K (70 °C) sein (gemäß Richtlinie
                                      72/306/EWG). Die Sonde muß in der Auspuffleitung 1 bis 5 m vom Öffnungs-
                                      flansch des Auspuffkrümmers oder von der Auslaßöffnung des Turboladers ent-
                                      fernt angebracht sein.
            HSL                     — Beheizte Entnahmeleitung; sie muß auf einer Temperatur zwischen 423 K und
                                      473 K (150 °C und 200 °C) gehalten werden. Die Leitung kann aus Edelstahl
                                      oder aus Polytetrafluoräthylen (beispielsweise Teflon) bestehen.
            Fi                      — Beheiztes Vorfilter, falls verwendet. Es muß auf der Temperatur wie die HSL
                                      gehalten werden.
            Ti                      — System zur Überwachung der Temperatur des in die beheizte Kammer eintreten-
                                      den Probenahmestroms.
            Vj                      — Geeignete Ventile für die wahlweise Durchströmung des Systems von Abgas-
                                      proben, Prüfgas oder Luft. Das Ventil muß sich in der beheizten Kammer befin-
                                      den oder auf die Temperatur der Entnahmeleitung aufheizbar sein.
            V2, V 3                 — Nadelventile zur Regelung des Kalibriergas- und des Nullgasflusses.
            F2                      — Filter zum Abscheiden von Partikeln. Hierzu eignet sich eine Glasfaserfilter-
                                      scheibe mit einem Durchmesser von 70 mm. Das Filter muß leicht zugänglich sein
                                      und täglich bzw. im Bedarfsfall häufiger ausgewechselt werden.
            Pi                      — Beheizte Probenahmepumpe.
            Gi                      — Druckmesser zur Ermittlung des Drucks in der Entnahmeleitung.
            V4                      — Druckregler zur Steuerung des Drucks in der Entnahmeleitung und der Durch-
                                      flußmenge zum Analysator.
            FID                     — Beheizter Flammenionisations-Detektor für die Kohlenwasserstoffmessung. Die
                                      Innentemperatur ist zwischen 423 K und 473 K (150 °C und 200 °C) zu halten.
            FL t                    — Durchflußmesser zur Einstellung und Überwachung der Durchflußmenge durch
                                      die Nebenleitung.
 ---pagebreak--- 31.7.86                             Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                    Nr. C 193/21
        Ri, R 2            — Durchflußregler für Luft und Kraftstoff.
        SL                 — Entnahmeleitung. Diese Leitung soll aus Polytetrafluoräthylen oder aus Edelstahl
                               bestehen.
        B                  — Kühlbad zur Kühlung und Kondensation des Wassers aus der entnommenen Ab-
                               gasprobe. Das Bad ist auf einer Temperatur von 273 K bis 277 K (0 °C — 4 °C)
                               zu halten (Eis- oder Kühlsystem).
        C                  — Kühlschlange und Kühlfalle zur Wasserdampfkondensation und -Sammlung. Eine
                               gewendelte Edelstahlleitung von 2,5 mm bis 3 mm Durchmesser, die an eine
                               150 mm lange Kühlfalle von 25 mm Durchmesser angeschlossen ist, wäre typisch.
        T2                 — Temperaturablesegerät für die Badtemperatur.
        V 5 , V(,          — Kippventile zur Entwässerung der Kondensatabscheider und des Kondensatbads.
        V7                 — Dreiwegventil.
        F3                 — Filter zum Abscheiden von Partikeln aus den Proben vor der Analyse. Ein Glas-
                               faserfilter von mindestens 70 mm Durchmesser ist geeignet.
        P2                 — Probennahmepumpe.
        Vg                 — Druckregler zur Steuerung des Probenflusses.
        V?                 — Kugel- oder Magnetventil zur Weiterleitung der Abgasprobe, des Nullgases oder
                               des Kalibriergases zu den Analysatoren.
        V10, V11           — Dreiwegventil zum Nebenleitungs-Trockner.
        D                  — Trockner zur Feuchtigkeitsabscheidung aus dem Gasprobenstrom. Befindet sich
                               der Trockner vor dem NO x -Analysator, so darf er nur eine minimale Wirkung
                               auf die NO x -Konzentration haben.
        Vj2                — Nadelventil zur Regelung der Durchflußmenge zu den Analysatoren.
        G2                 — Druckmesser zur Messung des Einlaßdrucks an den Analysatoren.
        CO                 — NDIR-Analysator für Kohlenmonoxid.
        NOx                — NDIR-Analysator für Stickoxide.
        FL 2 , FL 3        — Nebenleitungs-Durchflußmesser.
        System 3
        Ein Schema des Analyse- und Probenahmesystems ist in Abbildung 3 dieses Anhangs dargestellt.
        SP                 — Edelstahlsonde zur Entnahme von Proben aus dem Auspuffsystem. Es wird ein
                               starres, mehrfach gelochtes Rohr mit geschlossenem Ende empfohlen, das um
                               mindestens 80 % über das Auspuffrohr hinausragt. Die an der Sonde gemessene
                               Abgastemperatur darf nicht geringer als 343 K (70 °C) sein.
        HSLi               — Beheizte Probenahmeleitung. Die Temperatur soll zwischen 453 K und 473 K
                               (180 °C und 200 °C) gehalten werden; die Leitung soll aus Edelstahl oder Poly-
                               tetrafluoräthylen bestehen.
        F!                 — Falls verwendet, vorbeheiztes Filter; die Temperatur soll die gleiche sein wie bei
                               HSL!.
        Ti                 — Vorrichtung zum Ablesen der Temperatur des Probestroms bei Eintritt in die be-
                               heizte Kammer.
        Vj                 — Ventilanlage für den wahlweisen Fluß von Abgasprobe, Prüfgas oder Luft zu dem
                               System. Die Ventile müssen sich in der Ofenkammer befinden oder auf die Tem-
                               peratur der Probenahmeleitung HSLi aufgeheizt werden.
        V2,V3              — Nadelventile zur Steuerung von Kalibriergas und Nullgas.
 ---pagebreak--- Nr. C 193/22                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     31.7.86
            F2            — Filter zum Herausfiltern von Partikeln. Geeignet ist eine Glasfaser-Filterscheibe
                            von 70 mm Durchmesser. Das Filter muß leicht zugänglich sein und täglich oder
                            erforderlichenfalls häufiger ausgewechselt werden.
            P[            — Beheizte Probenahmepumpe.
            Gi            — Manometer zur Druckmessung im Kohlenwasserstoffanalysator der Probenahme-
                            leitung.
            R3            — Druckregelventil zur Drucksteuerung in der Probenahmeleitung und des Flusses
                            zum Detektor.
            FID           — Beheizter Flammen-Ionisations-Detektor für Kohlenwasserstoffe. Die Temperatur
                            des Ofens muß zwischen 453 K und 473 K (180 °C und 200 °C) liegen.
            FLj           — Gaszähler zur Messung des Abgasprobendurchflusses durch die Nebenleitung.
            Rj, R-2       — Druckregler für Luft und Kraftstoff.
           HSL2           — Beheizte Probenahmeleitung. Die Temperatur muß zwischen 368 K und 473 K
                            (95 °C und 200 °C) liegen. Die Leitung soll aus Edelstahl oder aus Polytetrafluor-
                            äthylen bestehen.
           T2            — Vorrichtung zum Ablesen der Temperatur des Probestroms bei Eintritt in den CL-
                            Analysator.
           T3             — Vorrichtung zum Ablesen der Temperatur des NGVNO-Konverters.
           V 9 , VJO     — Dreiwegventil zur NG^/NO-Konverter-Nebenleitung.
           Vü            — Nadelventil zur Regulierung des Durchflusses durch den NG^/NO-Konverter
                            und die Nebenleitung.
           SL            — Probenahmeleitung. Sie soll aus Polytetrafluoräthylen oder aus Edelstahl beste-
                            hen. Sie kann beheizt oder unbeheizt sein.
           B             — Bad zur Kühlung und Wasserabscheidung aus der Abgasprobe. Das Bad soll
                            durch Eis oder ein Kühlsystem auf einer Temperatur von 237 K — 277 K (0 °C —
                            4 ° C) gehalten werden.
           C             — Kühlschlange und Abscheider zur Entfernung und Sammlung des Kondens-
                            wassers. Eine 2,5 mm bis 3 m lange gewendelte Leitung aus Edelstahl mit einem
                            Außendurchmesser von 6 mm, die an einem Wasserabscheider von 25 mm Durch-
                            messer und 150 mm Länge angeschlossen ist, wäre typisch.
           T4            — Vorrichtung zum Ablesen der Badtemperatur.
           V5, V6        — Gelenkventile zur Entleerung der Wasserabscheider und des Bades.
           R4, R5        -— Druckregler zur Steuerung des Abgasprobendurchflusses.
           V 7 , Vg       — Schwimmerventil oder Magnetventil zur Steuerung des Flusses von Probegas,
                            Nullgas oder Kalibriergas zu den Analysatoren.
           Vn> Vj3       — Nadelventile zur Steuerung des Flusses zu den Analysatoren.
           CO            — NDIR-Analysator für Kohlenmonoxid.
           NOx           — CL-Analysator für Stickoxide.
           FL2, FL3, FL4 — Nebenleitung-Durchflußmesser.
           FL5           — Nebenleitung-Durchflußmesser.
           V4, V14        — Dreiweg-Schwimmer- oder -Magnetventile. Diese Ventile müssen sich in einer
                            beheizten Kammer befinden oder auf die Temperaturen der Probenahmeleitung
                            HSLj erhitzt werden können.
 ---pagebreak---   31. 7. 86                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 193/23
                        LU
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 ---pagebreak---   Nr. C 193/24       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 31. 7. 86
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 ---pagebreak---             31.7. 86                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 193/25
                                                    Schema eines Abgas-Analysesystems
                                                                     HC (FID)
                                                                                                 Luft        Kraftstoff
                                                     Luft/Nullgas
                                                       >              4*               0G< »4h
                                                                                                                    Entlüftung
                                              r
                                                                                                        HC              >
                    Prüfgas
                                                                      ***
                                                                                            R3
                                                                                                        FL!         Entlüftung
         SP
                                                    Kalibriergas
          =^®4H1H2>                                                       Nullgas           NO (CL), beheizt
      ^•f*   T
                                               HSL2
                                                         s
                                                           rv,
                                                                                  0°>                 0
                        Rückspülung
     Auspuff
               Zeichenerklärung
                                                                                                       t*cP^                                 I
     0         Probenahmesonde
                                                  :=:.=M #                                  t*3-      NO2-N0     —r>&3
                                                                                                                        V10
                                                                                                                               DÄ3—
                                                                                                                                v«
                                                                                                                                      |NOL7
                                                                                                                                     Li     !+
     E^l       Beheiztes Gasfilter
     z~E~      Beheizte Probenahmenleitung
      O
      0
               Temperaturmesser
               Druckmesser
                                                                                   *p
                                                                     Kalibrierprüfgas
                                                                                                 FL2
               Badkühler                   SL
     E         Filter
     Q         Abgasprobenpumpe
   I      *~1
  j          » Beheizte Kammer
                                                                                                                   CO (NDIR)
  I       I    Konverter                                                                  J
                                                   Nullgas                            FL3
                                                                                                                                       —>
  U    |       Analysator
                                                                                                                                        FL4
 ~£>f3-
 -CÄ3-
               Entleerungsventil
               Nadelventil
                                                                       B      Rs
                                                                                                 V13
                                                                                                                0
                                                                                                                               CO
-4>«3-         Druckregulator
 -t=J<t-       Dreiwegventil
 •dp    -
               Auswahlventil                               O-lf   V5
                                                                      3 W°
     r         Durchflußmesser                 Kalibrierprüfgas        1
                                                                Abbildung 3
 ---pagebreak--- Nr. C 193/26                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      31. 7. 86
                                                           ANHANG VI
                            FEUCHTEKORREKTUR FÜR CO- UND NOx-KONZENTRATIONEN
            Nach diesem Verfahren werden die CO- und NOx-Abgaskonzentrationen trocken gemessen. Um die Meß-
            werte in die in den Abgasen vorhandenen Feuchtwerte umzuwandeln, kann nachstehende Formel angewen-
            det werden:
            (G Kraftstoff)
               ppm (feucht) = ppm (trocken) x         1 — 1,85          G
                                                                          AIR  /
            Dabei ist
            GFÜEL = der Kraftstofffluß (kg/sec) (kg/h)
            GAIR     = der Luftstrom (kg/sec) (kg/h).
                                                           ANHANG VII
                         BERECHNUNG DES FEUCHTEKORREKTURFAKTORS FÜR STICKOXID
            Die für die Stickoxide erzielten Ergebnisse sind mit nachstehendem Feuchtekorrekturfaktor zu multiplizie-
            ren, sofern die Probenahmeleitung nicht beheizt ist. Ist sie dagegen beheizt, wird der Korrekturfaktor nicht
            angewendet.
                                 1
            1 + A (7 m — 75) + B x 1,8 (T — 302)
            wobei:
                                      f m
            A         - 0,044               — 0,0038
                                     G
                                       AIR
            B         = — 0,116     ^ ^      + 0,0053
                                     G
                                       AIR
            m         = Feuchte der Ansaugluft, ausgedrückt in Gramm Wasser pro Kilogramm trockener Luft
           T          = Temperatur der Luft, ausgedrückt in K
            G
              ~^^     = Kraftstoff-Luft-Verhältnis (Trockenluft).
             GAIR
 ---pagebreak--- 31.7.86                                  Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                         Nr. C 193/27
                                                          ANHANG               VIII
                                                               MUSTER
                                         Format: Höchstens DIN A4 (210 mm x 297 mm)
                                                                                           Bezeichnung der Behörde
         EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINE T E C H N I S C H E E I N H E I T
         (Artikel 9a der Richtlinie des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
         Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger)
        Technische Einheit: Dieselmotor — Emission gasförmiger Schadstoffe
         Nummer der EWG-Betriebserlaubnis für die technische Einheit ('):
           1. Handelsname oder Handelsmarke des Motors:
           2. Bauart des Motors:
           3. Name und Anschrift des Herstellers:
           4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
           5. Emissionswerte
              In 13 Testphasen ermittelte Prüfergebnisse:
              CO                            g/kWh
              HC                            g/kWh
              NOx                           g/kWh
          6. Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung oder Ausrüstungsvorschriften:
           7. Datum der Vorführung des Modells zur Erlangung der EWG-Betriebserlaubnis:
           8. Prüfstelle:
          9. Datum des von der Prüfstelle ausgefertigten Prüfprotokolls:
         10. Nummer des von der Prüfstelle ausgefertigten Prüfprotokolls:
         11. Die EWG-Betriebserlaubnis für eine getrennte technische Einheit wird erteilt/versagt (a)
         12. Ort:
         13. Datum:                                                                                                     ,
         14. Unterschrift:
         15. Nachstehende Unterlagen, die die vorgenannte Nummer der EWG-Betriebserlaubnis für die betref-
              fende getrennte technische Einheit tragen, sind beigefügt (erforderlichenfalls bitte ergänzen):
              Eine Ausfertigung des Anhangs II, ordnungsgemäß ausgefüllt, mit den genannten Zeichnungen und
              Skizzen,          Foto(s) des Motors
         16. Anmerkungen:
        (') Davor sind die jeweiligen Landeskennbuchstaben zu setzen: B = Belgien, D = Bundesrepublik Deutschland, DK =
             Dänemark, E = Spanien, F = Frankreich, GR = Griechenland, I = Italien, IRL = Irland, L = Luxemburg, NL =
             Niederlande, P = Portugal, UK = Vereinigtes Königreich.
        (a) Nichtzutreffendes streichen.                                                          '
 ---pagebreak--- Nr. C 193/28                                Amtsblatt der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                    31.7.86
                                                            ANHANG              IX
                                                                                           Bezeichnung der Behörde
                    A N H A N G ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN BEZÜGLICH DER EMISSION
                                    GASFÖRMIGER SCHADSTOFFE AUS DIESELMOTOREN
            (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der
            Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeug-
            anhänger)
            Nummer der EWG-Betriebserlaubnis:
            1.    Handelsname oder Handelsmarke des Fahrzeugs:                                    :
            2.    Fahrzeugtyp:
            3.    Name und Anschrift des Herstellers:
            4.    Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers:
            5.   Motor:
            5.1. Handelsname oder Marke:
            5-2. Typ:
            5.3. Nummer der EWG-Betriebserlaubnis für eine technische Einheit:
           6.    Motor zur Prüfung vorgeführt am:
           7.    Prüfstelle:
           8.    Datum des von der Prüfstelle ausgefertigten Prüfprotokolls:
           9.    Nummer des von der Prüfstelle ausgefertigten Prüfprotokolls:
            10.  Betriebserlaubnis erteilt/versagt (a)
            11.  Anbringungsstelle des Kennzeichens für die EWG-Betriebserlaubnis am Fahrzeug:
            12.  Ort:
            13.  Datum:
            14.  Unterschrift:               '.
            15.  Nachstehende Unterlagen, die die vorgenannte Nummer der EWG-Betriebserlaubnis tragen, sind bei-
                 gefügt:
                 Eine Ausfertigung des Anhangs II, ordnungsgemäß ausgefüllt, mit den genannten Zeichnungen und
                 Skizzen sowie eine Ausfertigung des EWG-Betriebserlaubnisbogens für den Motor.
           (a) Nichtzutreffendes streichen.