CELEX: 31978R2418
Language: de
Date: 1978-10-18 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2418/78 der Kommission vom 17. Oktober 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Griechenland

18 . 10 . 78                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. L 292/23
                             VERORDNUNG (EWG) Nr. 2418/78 DER KOMMISSION
                                                  vom 17 . Oktober 1978
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ur­
                                                 sprung in Griechenland
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
GEMEINSCHAFTEN —                                                und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
                                                                1 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich der Verordnung
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               (EWG) Nr. 1178/78 festgelegt worden ist.
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ( J), zuletzt geändert         Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für Gurken aus
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1766/78 (2), insbe­              Griechenland lagen an sechs aufeinanderfolgenden
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,                  Markttagen abwechselnd unter und über dem Refe­
                                                                renzpreis. Zwei dieser Einfuhrpreise liegen um mehr
in Erwägung nachstehender Gründe :                              als 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenzpreis,
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                   daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Sorten
 1035/72 schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei           von Gurken mit Ursprung in Griechenland erhoben
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           werden .
fünf bis sieben aufeinanderfolgenden Markttagen ab­
wechselnd unter und über dem Referenzpreis liegen,              Gemäß Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
außer in Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe für               Nr. 1035/72 wird diese Abgabe grundsätzlich 6 Tage
das betreffende Herkunftsland erhoben wird . Diese              lang erhoben .
Abgabe wird erhoben, wenn drei Einfuhrpreise unter
dem Referenzpreis lagen und einer diese Einfuhr­                Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
preise wenigstens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem              lauben, ist bei der Berechnung der Einfuhrpreise zu­
Referenzpreis liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unter­           grunde zu legen :
schied zwischen dem Referenzpreis und dem letzten,              — für die Währungen, die untereinander zu jedem
um wenigstens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem                      Zeitpunkt einen Höchstabstand von 2,25 v.H. im
Referenzpreis liegenden Einfuhrpreis.                               Kassageschäft halten, ein Umrechnungssatz, der
In der Verordnung (EWG) Nr. 1178/78 der Kommis­                     sich auf ihre tatsächliche Parität stützt,
sion vom 31 . Mai 1978 zur Festsetzung der Referenz­            — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
preise für Gurken bis zum Abschluß des Wirtschafts­                 der sich auf das arithmetische Mittel der Wehsei­
jahres 1978 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­               kurse im Kassageschäft jeder dieser Währungen
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat Oktober                    stützt und der während eines bestimmtn Zeit­
1978 auf 44,16 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigenge­                raums gegenüber den im vorstehenden Unterab­
wicht festgesetzt.                                                  satz bezeichneten Währungen der Gemeinschaft
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist               festgestellt wird —
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für midestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
ven Märkten , für welche Notierungen vorliegen, ver­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die                                    Artikel 1
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­             Bei der Einfuhr von Gurken (der Tarifstelle ex 07.01 P
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­         des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Grie­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                chenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
festgelegt.                                                     3,20 Rechnungseinheiten je 100 kg Reingewicht erho­
                                                                ben .
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
(EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­                                   Artikel 2
O ABl. Nr.    L  118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .                    Diese Verordnung tritt am 19. Oktober 1978 in Kraft.
(2) ABl. Nr.  L  204 vom 28 . 7. 1978, S. 12.                   Vorbehaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz
Q) ABl. Nr.   L  145 vom 1 . 6. 1978, S. 40 .
(«) ABl. Nr.  L  220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.                   2 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
(5) ABl. Nr.  L  90 vom 5. 4. 1978, S. 5.                       gilt diese Verordnung bis 24. Oktober 1978 .
 ---pagebreak--- Nr. L 292/24                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       18 . 10 . 78
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 17. Oktober 1978
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Der Vizepräsident
                                                                  Finn GUNDELACH