CELEX: 51962PC0064
Language: de
Date: 1962-04-13
Title: VERORDNUNG ZUR BESTIMMUNG DER KRITERIEN FÜR DIE FESTSETZUNG DER SCHWELLENPREISE BEI MEHL, GROBGRIESS und FEINGRIESS. (Vorschlag der Kommission an den Rat)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (62) 64
Vol. 1962/0019
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                        KOMMISSION
                                         VI/K0M(62)64 endg .
                                         Orig .: f/d
                                         Brüssel , den 13 . April 1962
                                         Vertraulich
                           VERORDNUNG
           ZUR BESTIMMUNG DER KRITERIEN FÜR DIE FESTSETZUNG DER
           SCHWELLENPREISE BEI MEHL , GROBGRIESS -and FEINGRIESS .
                        «                     •
                  ( Vorschlag der Kfmmissi«n an den Rat )
   VI/K0M(62)62 endg .
 ---pagebreak---                                                                      Orig.s P
                        VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ZUR
            BESTIMMUNG DER KRITERIEN FÜR DIE FESTSETZUNG DER
          SCHWTELLTiTNPH5i: ISS BEI MEHL , GROBGRIESS UND FEINGRIESS
3JER RAT DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirt schaft sgemc in- ,
schaft ,
gestützt auf die Verordnung Nr . ...... übor die gq^ittKoisQ Erriclitusig einer
gomo insamen Marktorganisation für . Getreide ,., insbesondere . auf Artikel 8 Absatz 2 ,
auf - Vor Schlagader ^Kommission und
in Erwägung nachstehender Gründe s
Die Schwollcnpreise für Mehl , Grobgrieß und Feingrieß sind so festzusetzen ,
daß die Höhe der für die Grundgetreidearten angestrebten Preise erreicht
werden kann und daß ein ausreichender Schutz der Verarbeitungsindustrio
gewährleistet wird .
Dies läßt sich erreichen , indem bei der Festsetzung des Schwellenpreises für
diese Erzeugnisse die Herstellungskosten und ein angemessener Schutz der
Verarbeitungsindustrie berücksichtigt werden .
Da der Umfang dieses Schutzes zwischen den Mitglicdstaaten durch die bei der
innergemeinschaftlichen Abschöpfung anzuwendenden Pauschbeträge jährlich
um zwei Fünf zehntel verringert werden muß , darf bei der Festsetzung dos
Schwellenpreises für Mehl , Grobgrioß und Foingrioß darüberhinaus nur der
Teil des für diese Erzeugnisse festgesetzten Pauschbetrags berücksichtigt
worden , der den Betrag dieser jährlichen Verringerung des Schutzes über­
schreitet .
Die Herstellungskosten lassen sich in der Weise ermitteln , daß zum Wert dos
Getreides ein Betrag in Höhe der Varnaiülungs spanne hinzugezählt und von
dieser Summe der Wert der baim Vermählen entstehenden Nachprodukte sowie
gegebenenf alls des Feingrießes und des Mehls schlechterer Qualität abgezogen
wirdj in einigen Mitgliedstaaten müssen außerdem verschiedene indirekte Ab­
gaben berücksichtigt werden .
                         I
 ---pagebreak---                                    - 2 -                   Orig.s F
Der Schwellenpreis für Grobgrieß und Feingrieß von Woichweizen laßt sich an
Hand des SchTJellenproises für Weizenmehl unter Berücksichtigung der in den
einzelnen Mitgliedstaaten zwischen den Marktpreisen für diese Erzeugnisse
bestehenden Relation festsetzen -
HAT FOLGTJNDIS VERORDNUNG ERLASSEN •:
Artikel 1
     Die Schwollenpreise für Mehl von Weizen oder Spelz , für Mehl von
Mengkorn , für Mehl von Roggen sowie für Grobgrieß und Feingrieß von Hart-
und Wcichweizon worden nach den in den folgenden Artikeln aufgestellten
Kriterien festgesetzt .
Artikel 2
1.   Der Schwellenpro is für Mehl von Weizen wird für ein 'Weizenmehl mit
einem Aschegohalt von 550 Milligramm je Kilogramm und einem Feuchtigkeits­
gehalt von 15 »5 v.H. , nachstehend als Type 550 bezeichnet , festgesetzt .
2.    Zur Berechnung dieses Schwollenpreise s werden zunächst folgende Teil­
beträge zusammengezählt :
      a ) der Wort des zu Mehl verarbeiteten Weichweizens , der auf folgender
          Berechnungsgrundlage ermittelt wird :
          - einmal einer Gotroidemeng^ von 1.400 Kilogramm Weichweizen für
            eine Tonne Mehl ;
          - zum anderen des Schwollonpreises für Weichweizen abzüglich des
            Pauschbetrages ; dabei wird die monatliche Staffelung dieses
            Preises berücksichtigt 5
      b ) ein Betrag in Höhe von 13,75 Rechnung sc inheiten je Tonne vorarbeitet
          Getreide , der die Vermahlungsspanne darstellt ;
      c ) ein Betrag in Höhe von 18,75 Rochnungseinhoiten je Tonne Mehl zum
          Schutz der Verarboitungsindustrie 5
      d ) der Teil des für Weizenmehl festgesetzten Pauschbetrages , der den
          Betrag überschreitet , der sich aus der jährlichen Verringerung des
          Umfangs des Schutzes für die Verarboitungsindustrie zwischen den
          Mitgliedstaaten ergibt .
 ---pagebreak---                                   _ 3 -                Oi-ig.s P
          e ) ein Betrag , der der Inzidenz
              - der von der Bundesrepublik Deutschland auf Weizenmehl erhobe­
                nen Umsatzsteuer ,
              - der von der Französischen Republik zugunsten des Zusatzhaus-
                halts für die Sozialleistungen in der Landwirtschaft auf
                Weizenmehl erhobenen Abgabe entspricht ,
              solange diese Abgaben auf Mehl inländischer Erzeugung erhoben
              werden .
3.  Von dieser Summe wird dann der Wert der Nachprodukte abgezogen , der an
Hand der beiden nachstehenden Berechnungsgrössen ermittelt wird ?
              - einmal einer Menge , von 372 Kilogramm Nachprodukten für
                eine Tonne Mehl ;
              - zum anderen des niedrigsten durchschnittlichen Monatspreises ,
                der während des Kalenderjahres vor der Festsetzung des Schwellen­
                preises für die geteilten oder ungeteilten Nachprodukte erzielt
                worden ist ; werden die Nachprodukte geteilt verkauft , sc wird
                das gewogene Mittel zwischen den Preisen der verschiedenen beim
                Teilen gewonnenen Erzeugnisse zugrundegelegt ; die in diesem
                Absatz bezeichneten Preise werden ab Mühle in der Zone mit dem
                grössten Zuschussbedarf festgestellt .
4.   Der Schwellenpreis für Mehl von Spelz und . für Mehl von Mengkorn ent­
spricht dem Schwellenpreis für Mehl von Weizen .
Artikel 3
     Der Schwellenpreis für Mehl von Roggen wird für ein Roggenmehl mit einem
Aschegehalt von 812 Milligramm je Kilogramm und einem Feuchtigkeitsgehalt
von 15 »5 v.H. festgesetzt .
     Dieser Preis errechnet sich entsprechend den Bestimmungen von Artikel 2
Absatz 2 und 3 , indem an die Stelle der Weizenpreise bzw . der Preise für
Nachprodukte von Weizen die Roggenpreise bzw . die Preise für Nachprodukte
von Roggen sowie an die Stelle des Weizonmehls das Roggenmehl treten .
Artikel 4
     Der Schwellenpreis für Grobgriess und Feingriess von Weichweizen ent­
spricht dem Schwellenpreis für Weizenmehl zuzüglich der Differenz , die
während des Kalenderjahres vor dem Jahre , in .dem der Schwellenpreis festge­
 ---pagebreak--- setzt wird , zwischen den durchschnitt liehen Marktpreisen für Mehl der
Type 550 auf der einen und dem Mittel der durchschnittlichen Marktpreise
für Grobgriess und Feingrie'-s auf der anderen Seite festgestellt worden
ist . Die Preise werden ab Mühle in der Zone mit dem grössten Zuschussbe-
darf festgestellt .                                                           ......
Artikel 5                                                                             ..'
1.    Der Schwellenpreis für Grobgriess und Feingriess aus Hartweizen
wird für Erzeugnisse mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 14>5 v.H. fest­
gesetzt . Zur Berechnung dieses Schwellenpreises werden zunächst folgende
Teilbeträge zusammengezählt :
a ) der Wert des zu Grobgriess und Feingriess verarbeiteten Hartweizens ,
    der auf folgender Berechnungsgrundlage ermittelt wird ?                      ' , •
    - einmal einer Menge von 1.550 Kilogramm Hartweizen für eine Tonne
      Grobgriess und Feingriess ;
   – zun anderen des Schwellenpreises für Hartweizen abzüglich des
      Paxascfrbd. träges 5 dabei wird eine "etwaige monHirliche StafTöTu»'^ 1 :•
      dieses Preises berücksichtigt ;
b ) die in Artikel 2 Absatz 2 Unterabsatz b ), c ), d ) und e ) vorgese­
    henen Teilbeträge , wobei an die Stelle von Weizenmehl Grobgriess
    und Feingriess aus Hartweizen treten . ■
2 . Von dieser Summe wird dann der Wert der Zwischenprodukte ( Feingriess
und Mehl schlechterer Qualität ) sowie der Nachprodukte abgezogen , der wie
folgt ermittelt wird !                                                            ,
a ) der Wert der Zwischenprodukte wird auf folgender Berechnungsgrundlage
    ermittelt :                                                                     .   .
    - einmal einer Menge von 162 Kilogramm an Zwischenprodukten für
       eine Tonne Grobgriess und Feingriess von Hartweizen ;                              -
    - zum anderen des Preises für diese Erzeugnisse , der wie folgt
       ermittelt wird : Von der Summe der in Artikel 2 Absatz 2 Unterab­
       satz a ), b ) und e ) vorgesehenen Teilbeträge wird der in Artikel 2
       Absatz 3 vorgesehene Teilbetrag abgezogen ; von diesem Betrag .
      wird dann die Differenz abgezogen , die während des Kalenderjahres
       vor der Festsetzung des Schwellenpreis.es zwischen dem durchschnitt­
       lichen Marktpreis für Mehl der Type 550 auf der einen und dem durch­
       schnittlichen Marktpreis für Mehl mit einem Aschegehalt von 1.600
       Milligramm je Kilogramm und einem Feuchtigkeitsgehalt von 15,5 v.H.
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    auf der anderen Seite festgestellt worden ist . Die Preise werden ab
    Mühle in der Zone mit dem grössten Zuschussbedarf festgestellt .
b ) Der Wert der Nachprodukte wird auf folgender Berechnungsgrundlage
    ermittelt :
    - einmal einer Monge von 357 Kilogramm an Nachprodukten für eine Tonne
      Grobgriess und Feingriess von Hartweizen ;
    - zum anderen des Preises für die Nachprodukte von Weichweizen , der
      nach den Bestimmungen von Artikel 2 Absatz 3 Unterabsatz 2 abzüglich
      15 v.H. errechnet wird .
Artikel 6
      Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt
der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
      Sie ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt lanmittelbar in
jedem Mitgliedstaat .
                                              Geschehen zu Brüssel , am
                                               Im Namen des Bats
                                              Der Präsident
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                                                        Orig.s D
        BEGRÜNDUNG ZUR VE RORDNUNG HR . ... UBER DIE KRITERIEN
              FÜR DIE FEST SETZUNG DER SCHWELLENPREISE
                  BEI MEHL , GROB- UND FEINGRIESS
        Nach der Verordnung über die schrittweise Errichtung einer gemein­
samen Markt Organisation für Getreide tritt am 1 . Juli 1962 für Hehl aus
Weizen , Spelz , Menggetreide und Roggen , sowie für Grob- und Feingrieß
aus Weichweizen und Hartweizen ein eigenes Abschöpfungssystem in Kraft .
Der vom Importeur für diese Erzeugnisse zu zahlende Abschöpfungs betrag
soll der Differenz zwischen dem jeweils günstigsten Einkaufspreis frei
Grenze des Einfuhrlandes und dein jeweiligen Schwellenpreis entsprechen .
        Nach Artikel 8 , Absatz 2 ist der Schwellenpreis so festzusetzen ,
daß der im Einfuhrland angestrebte Preis für das Grundgetreide erreicht
werden kann . Außerdem ist der Notwendigkeit eines Schutzes der Verar-
beitungsindustrie Rechnung zu tragen . Um dieser Forderung zu entsprechen ,
müssen in den Schwellenpreisen jeweils die normalen Herstellungskosten
für Mehl , Grob- und Feingrieß im Einfuhrland berücksichtigt werden .
        Da die Produktionsverhältnisse der Mühlenwirtschaften in den sechs
Ländern der Gemeinschaft sehr ähnlich sind , kann eine einheitliche Kosten-
kalkulation entwickelt werden . Abgesehen von den unterschiedlichen Roh­
stoffpreisen , kann von einheitlichen Ausbeutesätzen und den gleichen
betriebswirtschaftlichen Kosten ausgegangen werden .
        Obwohl vom Weltmarkt verschiedene Mehlqualitäten angeboten werden ,
wird für Weizen- und Roggenmehl jeweils nur ein Schwellenpreis berechnet .
Die Abschöpfungsbeträge werden für alle Mehleinfuhren auf der Grundlage
dieses einen Schwellenpreises festgesetzt . Mehl aus Spelz und Menggetreide
wird dem Weizenmehl gleichgestellt .
1 . Bestimmung der Schwellenpreise für Weizenmehl
    a ) Die Grundlage für die Berechnung bildet in jedem Mitgliedsland der
        jeweilige Schwellenpreis für Weizen abzüglich des Pauschbetrages .
        Dieser Preis gilt für eine für alle Mitgliedsländer einheitliche ,
        nach dem Verfahren von Artikel 26 bestimmte , Standardqualität .
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b ) Bei der Bestimmung der zur Herstellung von 1.000 kg Mehl notwendigen
    Weizenmenge - wird ein Mehl mit einem Aschegehalt von 550 MiHi-gramm
    Asche pro Kilogramm Mehl "bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 1 5 > 5
    zu gründe gelegt . Für die Herstellung von 1.000 kg Mehl der genannten
    Type sind 1.400 kg Weizen erforderlich .
c ) Zu dem Wert des erforderlichen Grundgetreides ist von allen Mit-
    gliedsländern eine Mahl lohnspanne in Höhe von 1 3 » 75 . Rechnungseinheiten
    je Tonne vermahlenes Getreide hinzuzurechnen .
    Mit dieser Spanne sind alle betriebswirtschaftlichen Kosten der Mühle
    abgegolten . Sie enthält sowohl die variablen wie die fixen Kosten,
    d.h . alle Kostenarten einschließlich der kalkulatorischen Kosten und
    Kostensteuern . Die Vorfracht für die Anlieferung des Getreides , sowie
    Ablauffrächten für Mehl und Nachprodukte sind darin nicht enthalten .
d ) Zusätzlich zu der unter c ) genannten Mahllohnspanne kann in Frankreich
    bei der Berechnung der Schwellenpreise die Abgabe für die Familien-
    ausgleichskasse ( BAPSA ) berücksichtigt werden, solange die Abgabe für
    im Inland hergestelltes Mehl erhoben wird .
    Unter derselben Voraussetzung kann die Bunde sropublik zusätzlich die
    Umsatzsteuer bei der Errechnung der Schvrellenpreise berücksichtigen .
                                                                             /
e ) Von der Summe der gemäß a ), b ), c ) und d ) ermittelten Beträge ist
    von jedem Mitgliedstaat der Wert der als Nebenprodukt bei der Ver­
    mahlung anfallenden Nachprodukte abzuziehen .
    ( i ) Die Menge , die dabei zu berücksichtigen ist , ergibt sich aus
           dem Umrechnungsschlüssel von 100 zu 140 . Bei der Vermahlung ist
           ein Verlust von 2 fo zu berücksichtigen , so daß auf 1 Tonne Mehl
           372 kg Nachprodukte entfallen .
    ( ii ) Der Preis der Nachprodukte ist wie folgt zu bestimmen :
           - niedrigster Monatsdurchschnittspreis im Kalenderjahr vor der
             Festsetzung der Schwellenpreise $
           - Durchschnittspreis ab Mühle im Haupt zu schuß gebiet j
           - Preis für das ungeteilte Nachprodukt oder gewogener Durch­
             schnittspreis für die Summe der Nachprodukte .
 ---pagebreak---                                 - 8 -
    f ) Aus der gemäß a ) bis e ) durchgeführten Berechnung ergehen sich die
        Herstellungskosten für Mehl der unter a ) genannten Type , ohne Berück­
        sichtigung von Transportkosten .
        Es . wird unterstellt , daß die Transportkosten für das Getreide von der
        Grenze Ms zum Hauptzuschußplatz und die Ablauffracht für das Mehl von
        der Mühle "bis zum örtlichen Verarbeiter , die an sich in die Mehl- .
        preiskalkulation einzubeziehen wären , den Vermarktungskosten für ein­
        geführtes Mehl von der Grenze Ms zum mehlverarbeitenden Betrieb am /
        Hauptzuschußplatz entsprechen . Unter dieser Voraussetzung können die
        kalkulierten Herstellungskosten für Mehl in Bezug auf die Prachtpa-
        rität gleichgestellt werden mit dem Schwellenpreis , der jeweils für !
        den Grenzübergangsort gilt .
    g) Bei der Berechnung der Schwellenpreise ist zusätzlich der Teil des
        Pauschbetrages zu berücksichtigen , der den Betrag übersteigt , um den
        der Schutzbetrag für die EWG-Mühlenindustrie reduziert werden muß .
    h ) Bei der Berechnung der Schwellenpreise ist ferner ein zusätzlicher
        Schutzbetrag für die Mühlenwirtschaft der EWG in Höhe von 18,75
        Rechnungseinheiten je Tonne Mehl zu berücksichtigen .
2 . Bestimmung der Schwellenpreise für Roggenmehl
    Die Schwellenpreise für Roggenmehl werden nach denselben Grundsätzen
    berechnet wie die Schwellenpreise für Weizenmehl . Es gelten analog die
    unter 1 . a ) bis h ) genannten Bestimmungen .
    Die Berechnungsbasis für die Ermittlung des Schwellenpreises für Roggen-
    mehl bildet äie Type 812 . Für die Herstellung von 1.000 kg Mehl dieser
    Type sind 1.400 kg Roggen erforderlich . Der Umrechnungssehlüssel ent­
    spricht damit gleichfalls dem unter 1 . b ) genannten Umrechnungssatz
    für Weizenmehl , Auch die Mahllohnspanne ist wie unter 1 . e ) mit
    13,75 Rechnungseinheiten je Tonne vermahlenes Getreide anzusetzen .
                                                                 • • •/ • • •
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3 . Bestimmung der Schwelleivpreise für Gro"b- und Feingrieß aus Weichweize n
    Die Schwellenpreise für Grob- und Feingrieß aus Weichweizen werden von
    den Schwellenpreisen für Mehl abgeleitet . Die Grundlage bilden die Schwel-
    lenpreise für Weizenmehl der Type 550 . Diese werden erhöht um die Diffe­
    renz , die im Durchschnitt des Jahres vor der Festsetzung der Schvellenpreise
    zwischen den Marktpreisen, für Mehl der . Type 550 einerseits und dem Durch­
    schnitt der Marktpreise für Grob- und Feingrieß andererseits , bestand .
4 . Bestimmung der Schwellenpreise für Grob- und Feingrieß aus Hartweizen ''
        t                                           '         '                          t
    Die Schwellenprei se für Grob- und Feingrieß aus Hartweizen sind analog -,
    zu der Bestimmung der Schwellenpreise für Mehl zu berechnen .-
    a ) Die Grundlage für die Berechnung bildet in jedem Mitgliedsland der je­
        weilige Schwellenpreis für Hartweizen abzüglich des Pauschbetrages .. .
        Dieser Preis gilt für eine für alle Mitgliedsländer einheitliche
        Standardqualität , die nach dem Verfahren des Artikels 26 festgelegt
        wird .
    b ) Die Gesamtausbeute bei der Verarbeitung von Hartweizen wird mit 75 v.H.
        angenommen .. Es wird unterstellt , daß die Ausbeute an Grob- und Feingrieß
        durchschnittlich 64,5 v.H. beträgt und daß darüber hinaus 10,5 v.H.
        an Zwischenprodukten ( Grieß und Mehl geringerer Qualität ) anfallen.
        Eine Auf gliederung der Erzeugnisse entsprechend Granulation und Asche
        ist nicht in allen Ländern üblich .   Da auch bei der Einfuhr kaum exakt
        nach Qualitäten bzw . nach Grob- und Feingrieß unterschieden werden
        kann , wird nur ein Schwellenpreis bestimmt .
        Nach der unterstellten Ausbeute sind für . die Herstellung von 1.000 kg .
        Grob- und Feingrieß 1.550 kg Hartweizen erforderlich «
    c ) Zu dem Wert des erforderlichen Grundgetreides ist von allen Mitglieds-
        ländern eine Mahllohnspannq in Höhe von 13,75 Rechnungseinheiten je            v
        Tonne Getreide hinzuzurechnen .
                                                                               /
                                                                         • • « / • • •
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d ) Die unter 1 . d ) aufgeführton Abgaben "bzw. Steuern können auch in der
    Kalkulation der Schwellenpreise für Grob- und Feingrieß aus Hartweizen
    zusätzlich berücksichtigt werden , sofern die Voraussetzung dafür
    gegeben ist .
e ) Von der Summe der gemäß a ), b ), c ) und d ) ermittelten Beträge ist von
    jedem Mitgliedstaat der Viert der als Nebenprodukt bei der Vermahlung
    anfallenden Nachprodukte , sowie der Y/ert der Zwischenprodukte ( Grieß
    und Mehl geringerer Qualität ) abzuziehen .
    (i )     Die Menge an Zwischenprodukten , die zu berücksichtigen ist ,
             ergibt sich gleichfalls aus der verarbeiteten Rohstoffmenge
             und dem unterstellten Ausbeute satz von 10,5    v.E. Auf 1 Tonne
             Grob- und Peingrieß entfallen danach 162 kg.
    ( ii )   Der Preis für die Bewertung der unter ( i ) genannten Menge
             ist wie folgt zu ermitteln *
             Es ist auszugehen von den gemäß 1 . a ) bis f ) ermittelten Her­
             stellungskosten für Weizenmehl der Type 550 - Davon ist jeweils
             der Differenzbetrag abzuziehen , der im Durchschnitt des Jahres
             vor der Pestsetzung der Schvre llenpreise zwischen den Markt- ,
             preisen für Mehl der Type 55^ un(l &em Marktpreis für ein Mehl'
             mit einem Aschegehalt von 1600 Mil Ii gramni pro kg Mehl bestand .
    ( iii ) Die Menge an Nachprodukten , die dabei zu berücksichtigen ist ,
             ergibt sich aus der verarbeiteten Rohstoffmenge und dem Aus-
             beutesatz von 75 v.H. Berücksichtigt man bei der Vermahlung
             einen Verlust von 2 /o, so entfallen auf 1 Tonne Grob- und
             Feingrieß 357 kg Nachprodukte .
    ( iiii ) Als Preis für die Nachprodukte ist der gemäß 1 . e ) ( ii ) er­
             mittelte Preis für Weizen-Nachprodukte abzüglich 15 i° zu
             verwenden .
f ) Aus der gemäß a ) bis e ) durchgeführten Berechnung ergaben sich die
    Herstellungskosten für Grob- und Feingrieß , ohne Berücksichtigung
 •  von Transportkosten .
g) Bei der Berechnung der Schwellenpreise ist zusätzlich der Teil des
    Pauschbetrages zu berücksichtigen , der den Betrag übersteigt , um den
    der Schutzbetrag für die EWG-Mühlenindustrie reduziert werden muß .
h ) Bei der Berechnung der Schwellenpreise ist ferner ein zusätzlicher
    Schutzbetrag für die Hartgrießmühlen der EWG in Höhe von 18,75 Rech-
    nungseinheiten je Tonne Grob- und Feingrieß' zu berücksichtigen .
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                                      - 11 -
                 BEI SPIELSRECHNUNGEN MIT AM GENO MMENEN PREISEN
I. Berechnung des Schwellenpreises für Weizenmehl
    1 . Schv/ellenprei s je Tonne Weizen ( angenommener Preis zu
         Beginn des Wirtschaftsjahres , abzüglich Pauschbetrag)    400 .™ DM/t
    2 . Wert von 1.400 kg V/ei zen ( Bedarf je Tonne Mehl )        560 .– DM
    3 . Vermahlungs spanne ( 55«~ DM/t Getreide )                   77 .– DM
  . 4 . Summe                                                      637 .™ DM
    5 . Wert von 372 kg Nachprodukten
         ( angenommener Preis 200 .- DM/t )                      -  74,40 DM
    6 . Rechnerischer Wert von 1000 kg Mehl ab Kühle (1 )          562,60 DM/t
    7 . Schutzbetrag für die EWG-Mühlenindustrie                    75 .– DM/t
    8 „ Summe                                                      637,60 DM/t
    9 . Im Schwellenpreis zu berücksichtigender Teil des
         Pausch betrage s ( 2 )                                      0
  10 . Schwellenpreis für Weizenmehl                               637,60 DM/t
    (1 ) ohne Berücksichtigung der BAPSA in Frankreich oder der Umsatzsteuer
    in der Bundesrepublik .
    ( 2 ) Pauschbetrag insgesamt 1 962/63
           a ) Im Schwellenpreis zu berücksichtigender Teil
               des Pauschbetrages                                    0 . – DM/t
           b ) 2/15 des Schutzbetrages von 75 «- DLi/t              10. – DEi/t
           Pauschbetrag je t Mehl                                   10 . – DM/t
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II . Berechnung der Schwellenpreise für Grobgrieß und Feingrieß aus
     Hartweizen
      1 . Schwellenpreis je Tonne Hartweizen ( angenommener Preis
            zu Beginn des Wirtschaftsjahres , ohne Pauschbetrag )          420 . – DM/ t
      2 . Wert von 1.550 kg Hartweizen ( Bedarf je Tonne Grobgriefi
            und Feingriefi )                                               651,00 DM
      3 . Vermahlungs spanne ( 55«~ M/ t Getreide )                         85,25 DM
     4 . Summe                                                             736,25 DM
     5 . Wert von 357 kg Nachprodukten ( angenommener Preis
            200 .- DM/t , s . unter I. 5 . abzüglich 15 v.H. = 170 DM/t ) - 60,69 DM
                                                                 . 'Saldo  675,56 DM
     6 . Wert von 162 kg Grieß und Mehl geringerer Qualität               - 79,80 DM
          ( Preiss rechn . Wert der Type 550 =     5^2,60 DM/t ( s.I,6 .)
            Preisdifferenz 1 961 zwischen
            den Preisen für Weizenmehl der
            Type 550 und der Type 1 600 .       = - 70 - – DM/t
            Rechnerischer Preis der Type 1600 = 492,60 DM/ t
     7 . Rechn . Wert von 1000 kg Grobgrieß und Feingrieß
            ab Mühle (1 )                                           Saldo 595 , 76 DM/t
     8 . Schutzbetrag für die EWG-Hart grießmühlen                          75 » – DM/t
     9 . Summe                                                             670,76 DM/t
    10 . Im Schwellenpreis zu berücksichtigender Teil des
            Pauschbetrages ( 2 )                                             0
    11 . Schwellenpreis für Grobgrieß und Feingrieß aus Hartweizen 670,75 DM/t
      ( 1 ) ohne Berücksichtigung der BAPSA in Frankreich oder der Umsatzsteuer
     in der Bundesrepublik .
      ( 2 ) Pauschbetrag insgesamt 1962/63
             a ) im Schwellenpreis zu berücksichtigender Teil
                 des Pauschbetrages                                          0 .– DM/t
             b ) 2/ 15 des Schutzbetrages von 75 - _ DM/t                   10 . – DM/t
             Pauschbetrag je t Mehl                                         10 . – DM/t