CELEX: 31993R3639
Language: de
Date: 1993-12-20 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EG) Nr. 3639/93 DES RATES vom 20. Dezember 1993 zur vollständigen oder teilweisen Aussetzung der Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ursprung in der Türkei (1994)

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31993R3639

VERORDNUNG (EG) Nr. 3639/93 DES RATES vom 20. Dezember 1993 zur vollständigen oder teilweisen Aussetzung der Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ursprung in der Türkei (1994)  

Amtsblatt Nr. L 333 vom 31/12/1993 S. 0009 - 0012

VERORDNUNG (EG) Nr. 3639/93 DES RATES vom 20. Dezember 1993 zur vollständigen oder teilweisen Aussetzung der Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ursprung in der Türkei (1994)  DER RAT DER  EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 des Rates vom 11. November 1980 zur Festlegung der Handelsregelung für bestimmte aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellte Waren (1), insbesondere auf Artikel 12,  auf Vorschlag der Kommission,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Nach Anhang 6 des Zusatzprotokolls über die Bedingungen, die Einzelheiten und den Zeitplan der Verwirklichung der in Artikel 4 des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei (2) vorgesehenen  Übergangsphase sowie gemäß Artikel 9 des Zusatzprotokolls zum Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei infolge des Beitritts neuer Mitgliedstaaten zu der Gemeinschaft (3), das am 30. Juni 1973 in Ankara  unterzeichnet wurde und am 1. März 1986 in Kraft getreten ist (4), muß die Gemeinschaft die Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für einige Erzeugnisse vollständig oder teilweise aussetzen. Es erscheint darüber hinaus angezeigt, vorläufig einige  Zollvorteile, die in dem genannten Anhang 6 vorgesehen sind, anzupassen oder zu ergänzen. Daher sollte die Gemeinschaft für die Zeit bis zum 31. Dezember 1994 für die in der Liste im Anhang zu dieser Verordnung aufgeführten Erzeugnisse mit Ursprung in  der Türkei entweder den festen Teilbetrag der auf die Waren der Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 erhobenen Abgaben oder den für die anderen Erzeugnisse geltenden Zollsatz auf dem jeweils angegebenen Niveau aussetzen.  Infolgedessen gilt die vorliegende Verordnung für die Gemeinschaft in ihrer derzeitigen Zusammensetzung.  In Anbetracht dessen wird die Aussetzung dieser Zollsätze von der Gemeinschaft beschlossen - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:   Artikel 1  (1) Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1994 werden für die im Anhang aufgeführten Erzeugnisse mit Ursprung in der Türkei bei der Einfuhr in die Mitgliedstaaten die jeweils angegebenen Zollsätze angewandt.  (2) Zur Anwendung dieser Verordnung sind die für die Anwendung des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Türkei jeweils geltenden Ursprungsbestimmungen heranzuziehen.  Die Zulassung der im Anhang aufgeführten Erzeugnisse zu den vollständigen oder teilweisen Zollaussetzungen ist mit den Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen zu gewährleisten, die im Beschluß des Assoziationsrates Nr. 5/72 im Anhang zur Verordnung  (EWG) Nr. 428/73 festgelegt sind, welcher zuletzt durch den Beschluß Nr. 1/83 im Anhang zur Verordnung (EWG) Nr. 993/83 (5) geändert wurde.   Artikel 2  Werden die Erzeugnisse, für die die Regelung des Artikels 1 gilt, in solchen Mengen oder zu solchen Preisen in die Gemeinschaft eingeführt, daß sich daraus für die Erzeuger gleichartiger oder unmittelbar konkurrierender Erzeugnisse in der  Gemeinschaft ein ernster Schaden ergibt oder zu ergeben droht, so können die Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs für die betreffenden Erzeugnisse ganz oder teilweise wiedereingeführt werden. Diese Maßnahmen können auch dann ergriffen werden, wenn nur in  einem Gebiet der Gemeinschaft ein ernster Schaden eintritt oder einzutreten droht.   Artikel 3  (1) Um die Anwendung des Artikels 2 zu gewährleisten, kann die Kommission im Verordnungsweg die Wiedereinführung der Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs für einen bestimmten Zeitraum beschließen.  (2) Wird die Kommission auf Antrag eines Mitgliedstaats tätig, trifft sie ihre Entscheidung binnen einer Frist von höchstens zehn Arbeitstagen nach Eingang des Antrags; sie unterrichtet die Mitgliedstaaten über ihre Entscheidung.  (3) Jeder Mitgliedstaat kann den Rat binnen einer Frist von zehn Arbeitstagen nach Notifizierung mit einer von der Kommission beschlossenen Maßnahme befassen.  Durch die Anrufung des Rates wird die Maßnahme nicht ausgesetzt. Der Rat tritt unverzueglich zusammen. Er kann die Maßnahme mit qualifizierter Mehrheit ändern oder aufheben.   Artikel 4  Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1994 in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Geschehen zu Brüssel am 20. Dezember 1993.  Im Namen des Rates Der Präsident W. CLÄS  (1) ABl. Nr. L 323 vom 29. 11. 1980, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1436/90 (ABl. Nr. L 138 vom 31. 5. 1990, S. 9).  (2) ABl. Nr. 217 vom 29. 12. 1964, S. 3687/64.  (3) ABl. Nr. L 361 vom 31. 12. 1977, S. 2.  (4) ABl. Nr. L 48 vom 26. 2. 1986, S. 36.  (5) ABl. Nr. L 112 vom 28. 4. 1983, S. 1.      ANHANG   Liste der Waren der Kapitel 1 bis 24 mit Ursprung in der Türkei, für die die vollständige oder teilweise Aussetzung der Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs vorgesehen ist   >(1)()(3)()"> ID="3">Anderes Gemüse, frisch oder gekühlt:"> ID="1">15.0001> ID="2">ex 0709 30 00> ID="3">  Auberginen, vom 1. bis 14. Januar> ID="4">9 %"> ID="3">Wurzeln oder Knollen von Maniok, Maranta und Salep, Topinambur, Süßkartoffeln und  ähnliche Wurzeln und Knollen mit hohem Gehalt an Stärke oder Inulin, frisch oder getrocknet, auch in Stücken oder in Form von Pellets; Mark des Sagobaumes:"> ID="1">15.0003> ID="2">0714 20 10> ID="3">  Süßkartoffeln, zum menschlichen Verzehr (2)>  ID="4">frei"> ID="3">Melonen (einschließlich Wassermelonen) und Papaya-Früchte, frisch:"> ID="1">15.0005> ID="2">ex 0807 10 10> ID="3">  Wassermelonen, vom 1. November bis 31. März> ID="4">6,5 %"> ID="3">Schokolade und andere kakaohaltige  Lebensmittelzubereitungen:"> ID="1">15.0007> ID="2">ex 1806 10 10 ex 1806 10 30 ex 1806 10 90> ID="3">  Kakaopulver, nur durch Zusatz von Saccharose gezuckert> ID="4">3 %"> ID="1">15.0009> ID="2">1806 20 10 1806 20 30 1806 20 50 1806 20 80 1806 20 95  1806 31 00 1806 32 10 1806 32 90 1806 90 11 1806 90 19 1806 90 31 1806 90 39 1806 90 50> ID="3">Schokolade und Schokoladewaren, auch gefuellt; kakaohaltige Zuckerwaren sowie entsprechende kakaohaltige Zubereitungen auf der Grundlage von  Zuckeraustauschstoffen> ID="4">9 %"> ID="1">15.0011> ID="2">ex 1901 90 90> ID="3">Zubereitungen auf der Grundlage von Mehl aus Hülsenfrüchten in Form von an der Sonne getrockneten Scheiben, aus Teig (sog.  "papad")> ID="4">frei"> ID="1">15.0013>  ID="2">ex 1903 00 00> ID="3">Tapiokasago, ausser Tapioka aus Kartoffelstärke> ID="4">2 %"> ID="3">Zubereitungen:"> ID="1">15.0015> ID="2">0710 40 00 0711 90 30 2001 90 30 2004 90 10 2005 80 00 2008 99 85> ID="3">    aus Mais> ID="4">3 %">  ID="1">15.0017> ID="2">1904 90 10> ID="3">    aus Reis> ID="4">3 %"> ID="1">15.0019> ID="2">1904 90 90> ID="3">    aus anderem Getreide> ID="4">2 %""  > Taric-Codes  "" ID="1">15.0001> ID="2">ex 0709 30 00> ID="3">0709 30 00 * 10"> ID="1">15.0005> ID="2">ex 0807 10 10> ID="3">0807 10 10 * 10"> ID="1">15.0007> ID="2">ex 1806 10 10> ID="3">1806 10 10 * 11"> ID="3">1806 10 10 * 91"> ID="2">ex 1806 10 30>  ID="3">1806 10 30 * 10"> ID="2">ex 1806 10 90> ID="3">1806 10 90 * 10"> ID="1">15.0011> ID="2">ex 1901 90 90> ID="3">1901 90 90 * 12"> ID="3">* 14"> ID="3">* 16"> ID="3">* 18"> ID="1">15.0013> ID="2">ex 1903 00 00> ID="3">1903 00 00 *  90">  (1)() Die Taric-Codes siehe nächste Seite.  (2) Die Zulassung zu diesem Code der Kombinierten Nomenklatur erfolgt nach den in den einschlägigen Gemeinschaftsbestimmungen festgesetzten Voraussetzungen.  (3)() Unbeschadet der Erhebung etwaiger Zusatzzölle.