CELEX: 51980PC0552
Language: de
Date: 1980-10-01
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES zur Festlegung eines dritten Aktionsplans im Bereich der wissenschaftlich-technischen Information und Dokumentation (1981-1983) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 552
Vol. 1980/0178
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- I
I
  KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                KOM(80)552 endg.
                                                                Brüssel , den 1 . Oktober 1980
                      hf
        I
         l <" S
              v         ,     . fJ ^
                                    *    ir-Ti
                                            Vorschlag fur einen
                                            BESCHLUSS DES RATES
               /:/
                   stlegung
             zur Fest LegungFestlegung eines
                                       eine    dritten Aktionsplans im Bereich der
                   wissenschaftlich-technischen Information und
                                        Dokumentation ( 1981-1983 )
                          (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
    K(80 ) 552 endg .
 ---pagebreak---                     IBVIU I !■>                   –WIMN-WU IM < ■■ ■
       VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES ZUR
       FESTLEGUNG EINES DRITTEN DREIJAHRESAKTIONSPLANS
       IM BEREICH DER WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN
       INFORMATION UND DOKUMENTATION                                 -
                                                                                            / •
  Haushaltsplan
«m Jsftn Mor>n«i.               K Irchberg , Botte postr's 1907 , Luxembourg – Toi . 4301 l
           Télox ^ 23 / 3*46 COMEUF-. LU - 2762 6 JROOC LU
 ---pagebreak---                                                                                                (
                                                                               i-yn -
                   Π.' ΐ : πγ.] Ι'?ρ3;ιυ ί'ιιι· υι·ιι. 3· Λ1: !Λ?;.:γΐΓ.ι>
                                                                                    (. r;*>: )
          ) 1 ; Kuronot filo offcriilicJícs Kets ab 19'j3                              4.0
  1.1        hictr.bctrifcb - Finanzi crung dee, Definita
  1.2        Unterhalt und Erweiterung des Nutzes
  1.3        Verwaltung des Uetzes
  1.4        langfristige Konsolidierung des Erreichton
  Kapitel 2t Entwicklung hochwertige!* Dienste in Europa                               6.5
  2.1       Aufruf zur Einreichung von Vorschlugen
                                                                                       6.0 *)
  2.2       IblgccaE&nahnien zun Aufruf zu Vorschlägen
 2.3        eekloralo Informationstat jgkeiten                                         2.5
 Kapitel 3 « Donut zerunterstüt zung und AbsatEförderamr                               3.0
 3.1        ïbrderunff fier Diensto von DIANE
 3.2        Entwicklung des Infonaationsmarktes
 3.3       Pbrdcrur.g der Ausfuhr vor» I«f<»nnäti Oüopi'ouukt^n
 3-4       Benutzerbedurfnisse und -Unterstützung
 3-5       Koroung
 3.6       Dok\anen tli eferung
 3.7       Aapekte der Kehrcprachigkeit
 K.ipitol 4 j Keuo Technologien und tfethoden                                         1.0
 4-1       Oliörwacliung dor Kntwioklung
 4.2       i:tratcçische Analyse
 4.3       pper.iollo Anwendungen
                                                                 ins /recaint      16.5
*) iiiosjer Iitu*i.kVlirp:i&tcii dnrf :mi ): eir.cn årtieren Artikel dca 3 - Aktioiicplano
     ul)ovtri.rji-n K3iV.cn j s Ktai, utivon cind criit r.b j«l.l£-i>2 vcr/u.vU'ir ,
 ---pagebreak---                               Stellungnahme des AWTID vom 26. Juni 19ÖO
                                 zum 3 * Aktionsplan für WTID (1981 - 1983 )
  Der Aunschusä für wissenschaftlich-technische Information und Dokumentation (AWTID )
  Gestützt auf die Bestimmungen des Punktes 3 a ) der Anlage II zum Ratsbeschluss
 vom 9 . Oktober 1978 ;
  In der Erwägung , dass die im Rahmen der beiden ersten Aktionspläne begonnenen
 Massnahmen erfolgreich abgeschlossen und verstärkte Anstrengungen zur Förderang
 und Anregung der Zusammenarbeit zwischen den Informations- und Dienstlieferanten
 in der Gemeinschaft unternommen werden müssen ;
 Aufgrund der Prüfung der Vorschläge der Kommission für den 3 « Aktionsplan auf
 seiner 33 « Tagung                                                                     -
 l ) Ist der Ansicht , dass weitere Aktionen bezüglich
      . der Konsolidierung- und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Euronet-Netzes
        sowie der Erweiterung und ^Verbesserung der DIANE- Dienste 4 und
      . der Schaffung weiterer hochwertiger Informationsdienste in Europa ,
        insbesondere mittels kooperativer und/oder konzertierter Aktionen
      vorrangig durchgeführt und diese vervollständigt und unterstützt werden
      sollen durch geeignete Massnahmen im Hinblick auf
      • die Unterstützung der Benutzer und die Entwicklung des Marktes , und
      . die selektive Anwendung neuer Technologien und Methoden bei WTID ;
                                                                                                           ' i
 2 ) Ist dor Ansicht , dass die vorgeschlagenen neuen Projektbereiche im Hinblick -
      auf die zukünftige Ausrichtung der Tätigkeiten auf dem Gebiet der wissenschaft­
    . liehen , technischen und sonstigen Fachinformation und -dokumentation von
      Bedeutung sind ;
1
  3 ) Empfiehlt , diejenigen Vorhaben , für die bereits Verpflichtungen im Rahmen
      fortiaurendbr vertrage bestehen , vorrangig durchzuführen ;
                                                                                                      /...
           Botimom Jean Monnei , Plateau du Kirrhberfl. Opi't» postal* 190Ï. Luxembourg - Tel . 43011
                          Tôlox 3423/344G COMCUn LU - 27-52 CUROOC LU
 ---pagebreak--- k ) Empfiehlt der Kommission , dem Rat entsprechend Dokument AWTID/460/oO ( endg .) einen
     dritten Aktionsplan für Y/TID für die Jahre 1981 - 1983 vorzuschlagen ;
5 ) Nimmt zur Kenntnis , dass die Vorschläge der Kommission in Dokument AWTID.A60/80/A
     nur als Hinweis zu betrachten sind ;
6 ) Ist der Ansicht , dass die für die Durchführung des 3° Aktionsplans erforderlichen
     Haushaltsmittel mit Wirkung vom 1 . Januar 1981 auf höchstens 16,5 Millionen
     Europäische Rechnungseinheiten für den Zeitraum von 3 Jahren festgelegt werden
     sollten , wovon 6 Millionen Europäische Rechnungseinheiten für Aufforderungen
     zur Einreichung von Vorschlägen und Folgetätigkeiten zurückgestellt v/erden
     sollen ;
7 ) Empfiehlt , dass 5 MERE von den für die Aufforderungen zur Einreichung von
     Vorschlägen und Folgetätigkeiten zurückgestellten 6 MERE nicht vordem I.Januar 198
     gebunden werden , so dass inzwischen verbesserte und befriedigende Auswahlkrite-
     rien und -verfahren sowie angemessene 'Kooperationsmechanismen festgelegt werden
  . können , und begrüsst die diesbezügliche Erklärung der Kommission ;
8 ) Fordert die Kommission auf , den Ausschuss vollständig und regelmässig über
     Tätigkeiten im Rahmen verwandter Programme der Gemeinschaft zu informieren ,
     insbesondere von Programmen in den Bereichen "Neue Informationstechnologien"" und
    "Informationsübertragung zwischen den europäischen Sprachen1?.
                            • v
    Die Delegationen der Bundesrepublik Deutschland , Frankreichs und des Vereinigten
    Königreichs haben die beigefügten Erklärungen abgegeben »
     Das Sekretariat des AWTID wird beauftragt , diese Stellungnahme der Kommission
     und dem AWTF , mit Kopie an den Rat , zu übermitteln .
 ---pagebreak--- E rkl ä r u n<y der de utschen Delegation zum Entwurf der Stellungnahme
des AW'ITL) '/.um 3 . Aktionsplan für WTID ( Dok . AWTID / 461 / 80 vom
20 . Juni 1960 )
Z u Zif f . 1_
Die erste Zeile ist , wie in der Sitzung vom 26.06.1980 mit Zustim­
mung anderer Delegationen vorgetragen , wie folgt zu fassen :
- " Ist der Ansicht , daß neben den verstärkt durchzuführenden För-
   derungsmaßnahmen der Mitgliedsstaaten zur Schaffung leistungs­
   fähiger Informationsdienste für Wissenschaft und Technik und
   zur effektiven Mitwirkung an internationalen Kooperationen in
   diesem Bereich unterstützend hierzu weitere Aktionen auf Ge­
   meinschaftsebene bezüglich "
Beg ründu ng :
Die deutsche Delegation ist nach wie . vor der Auffassung , daß es
primär Aufgabe der Mitgliedsstaaten ist , durch Förderprogramme
und Aufbauaktivitäten der öffentlichen und privaten Hand die
Grundlagen für ein leistungsfähiges Inf ormatiorisgef üge zu schaf - v
fen , das den zum Teil recht unterschiedlichen Gegebenheiten und
Anforderungen in den einzelnen Fachgebieten und Regionen der Mit-
gliedsländer zu entsprechen hat . Die erforderliche Nähe zum Be­
nutzer der Fachinformation bedingt zunehmend dezentrale Vorkeh­
rungen .
Zu Ziff . 5
Die Worte " Dokument AWTID / 460 / 80 /A " sind wie folgt zu ergänzen :
" die noch an die endgültige Fassung des Dokuments AWTID / 460 / 80 anzu
passen sind "
                                            V
Begr ü ndung ;                         '      . _ v ■
Die Vorschläge der Kommission im Dokument AWTID / 460 / 80 A entspre­
chen nicht mehr dem Beratungsstand im AWTID .
 ---pagebreak---                                                                              ó.
                                - 2 -
Zu Ziff .  7
Der Text ist wie folgt zu ändern :
" Ist der Ansicht , daß die für gemeinschaftsspezifische Vorhaben
nach dem Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen vorgesehenen Mit­
tel erst dann zur Verfügung gestellt werden können , wenn verbesser­
te und befriedigende Förderungskriterien und Auswahlverfahren sowie
geineinschaf tsspezif ische Bewilligungsaüf lagen und angemessene Koope-
   I                        •
rationsmechanismen festgelegt worden sind ".
Begr ündung ;
Die Behandlung der nach dem " Aufruf zur Einreichung von Vorschlä­
gen " ( Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften vom 29 . 1 1 . 1 979 ) bei
der KEG eingegangenen Förderungsanträge im AWTID hat erneut ge­
zeigt , daß das bisherige Förderungsverfahren erhebliche Mängel und'
Lücken aufweist und keine ausreichende Basis für eine fachliche und
politische Beurteilung und Begleitung der Projekte bietet . Seit den
ersten Diskussionen zur Vorbereitung des " Aufrufs zu Vorschlägen "
hat die deutsche Delegation wiederholt beanstandet , -daß weder eine
                                                F
vollständige Verfahrensbeschreibung vorliegt , noch eine Abgrenzung
zwischen den verschiedenen Bewilligungsverfahren der KEG im WTID -^ ,
Bereich und zu den erforderlichen nationalen Förderungsmaßnahmen
stattgefunden hat . Erst wenn diese Bedingungen nach Erörterung im
AWTID erfüllt sind , können die entsprechenden Mittel in Anspruch
genommen werden .
zu Zif f . 9  ( neu )
sollte wie folgt lauten :
" Fordert die Kommission auf , eine enge Koordinierung zwischen ihren
e-igenen WTID-relevanten Informationsaktivitäten und mit denen des
Aktionsplans für WTID zu entwickeln und den AWTID über alle ihre Vor­
haben auf diesem Gebiet zu informieren "
                              i
Begründung :
Der o.a . Text wurde bereits am 26.06.1980 vom AWTID befürwortet und
 sollte wieder in die AWTID-Stellungnahme aufgenommen werden .
Der AWTID hatte in der Vergangenheit mehrfach zu beanstanden daß
er - wie auch die GD XIII - meist nur zufällig von den vielfälti­
gen Informationsaktivitäten der Dienststellen und Forschungsein-
 ---pagebreak--- rieh Lungen der KEG erfährt und diese Projekte in der Regel völlig
unabhängig voneinander konzipiert und betrieben werden . Dies führt
mitunter zu Doppelarbeit und Fehlentwicklungen .
Es findet weder eine Koodinierung statt , noch werden die Projekte
auf die Ziele der Aktionspläne zur Verbesserung der Informations-
versorgung in der Gemeinschaft und speziell auf EURONET / DIANE aus­
gerichtet . Besonders nachteilig wirkt sich aus , daß die in seiner
langjährigen Tätigkeit des AWTID gewonnenen Erkenntnisse und Erfah
rungen , aber vor allem auch der in der GD XIII vorhandene breite
Sachverstand bisher nicht für die einzelnen Projekte und Aktivitä­
ten genutzt wurden . Es muß sichergestellt werden , daß die Infor-
mationsaktivitäten der Kommission rationell aufgebaut und nach den
Zielen der Aktionspläne für WTID ausgerichtet werden .    ,
Die deutsche Delegation hält es für erforderlich , daß die Koordi-
nierungsfunktion hinsichtlich der ^vorerwähnten Informationsaktivi-
täten der Generaldirektion XIII übertragen wird und der AWTID sie
bei Erfüllung dieser Aufgabe unterstützt .
 ---pagebreak---                     Erklärung der französischen Delegation
Bio französische Delegation hat zur Stellungnahme des AWTID zum 3 . Aktionsplan
für WTID ( 198I-I983 ) folgende Vorbehalte betreffend den Haushaltsvoranschlag
I98I-I983 J
Kapitel 1 t EURONET                            .                       4 MERE
Kapitel 2 s Entwicklung von Diensten hoher Qualität
              in Europa •.••••.... o .. ......      0 ..» o »        . 2,5 MERE
                                                                           ME RS
         2^1 Aufruf zu Vorschlägen ..•••••.••••••••.<>0 1 MSRE
(mit Klausel,' dass 1982 der Haushalt Um 5 MERE aufgestockt werden
kann , falls sich der Mechanismus des Aufrufs zu Vorschlägen als
wirksam erweist )
         2.3 Sektorale Tätigkeiten                          1,5 MERE
Kapitel 3 ' Benutzerunterstützung                                      1 MERE
dabei ausschliesslich Berücksichtigung von
3.6 Zugang zu Dokumenten und
3*7 Mehrsprachigkeitsaspekte
Kapitel 4 1 Neue Technologien und Methoden                             0,5 MERE
d.h . insgesamt 8 MERE ( mit der Möglichkeit , 1982 für den Aufruf zu Vorschlägen
5 MERE hinzuzufügen , falls sich diese Aktion als befriedigend erweist ).
                    Erklärung der Delegation des V.K.
  Die Delegation des V.K. ist der Auffassung , dass der Gesamthaushalt des
   3 . Aktionsplans 15 MERE nicht überschreiten sollte und erklärt ihren
  Vorbehalt au der Zahl von 16,5 MERE in Punkt 6 .
 ---pagebreak---             VORSCHLAG FUER EINEN EESCHLUSS DES RATES ZUR FESTLEGUNG
             EINES DRITTEN DREIJAHRESAKTI ONSPLANS IM BEREICH DER
             WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN INFORMATION UND
             DOKUMENTATION
            Analyse und detaillierte Vorschlage
            (Der Inhalt dieses Dokuments ist nur indikativ)
Bâtiment Jean Monn«t , Plateau 0" ïOrchborg , Botte poîtole 1907 , Luxembourg – Té». 43011
                Télex 3423/ 3446 COMEUB LU - 2?S2 EUfiOOC LU
 ---pagebreak---                                       - 1 -
A. Einleitung
   Der crsto und der zweite Aktionsplan im Bereich der wissenschaftlichen und
   technischen Information und Dokumentation (WTID) haben einige bemerkens­
   werte Ergebnisse hervorgebracht , die durch enge Zusammenarbeit zwischen
   den Behörden und Institutionen in den Mitglied Staaten und der Kommission
   der Europaischen Gemeinschaften möglich wurden . Wichtigste Ergebnisse der
   Bemühungen der letzten fünf Jahre sind die Verwirklichung eines genormten
   Netzes mit unterschiedlichen Informationsdiensten ( Euronet DIANE), die über
   viele Hosts angeboten werden , und andererseits die Entwicklung und der
   Betrieb zahlreicher sektoraler Informationssysteme , die zum grossten Teil
   auf kooperativer Basis sowie auf Initiative und unter Leitung der sektoralen
   Ai'beitsgruppen des Ausschusses für wissenschaftlich-technische Information
   und Dokumentation (AVJTID) entstanden sind .
   Der vorliegende dritte Aktionsplan für W1TD baut auf den Errungenschaften
   des abgelaufenen Zeitraums insofern auf , als diese gefestigt und da , wo e3
   angezeigt und wünschenswert erscheint , weiterentwickelt werden , oder
   karmte Lucken und Mangel beseitigt werden . Daher liegt beim vorliegenden
   Plan das Schwergewicht im wesentlichen auf zwei Aktionen , nämlich der Kon­
   solidierung , Erweiterung und Fortentwicklung von Euronet sowie der weiteren
   Schaffung hochwertiger Informationsdienste . Diese beiden Schlusselbereiche
   finden ihre Vervollständigung in einigen unterstützenden und begleitenden
   Massnahmen , die die Tätigkeiten in den Hauptbereichen erganzen oder die Vor­
   aussetzungen für künftige neue Tätigkeitsbereiche schaffen sollen . So be­
   müht Bich der dritte Aktionsplan um eine Konsolidierung und um eine Ver­
   besserung der vorhandenen Einrichtungen und Dienste sowie um eine Umorien­
   tierung der Gemeinschaftstätigkeiten und -politiken im WTID-Bereich im
   Lichte der künftigen Bedürfnisse .
 ---pagebreak---                                            - 2 -
1. Euronet ; hin v.um öffentlichen Netz ab 1933                                *
   Seit November 1979 Operationen , ist das Ceraeinschaftsnetz Euronet dabei , er­
   heblich in seiner Kapazität verstärkt zu werden ,, dio sich bis Mitte 1930 bei
   den Terminals um 150'/ erhöhen wird . Es handelt sich also hauptsächlich darum ,
   Euronet bis spätestens zum . 31 * Dezember 1983 in ein Öffentlichens Netz zu über­
   führen . Die bereits in diesem Zusammenhang begonnenen Aktionen müssen einer­
   seits zu Ende geführt v/erden und andererseits müssen – in Uebereinstimmung
   mit dem Konsortium der Postverwaltungcn - die von Euronet noch zu durchlaufen­
   den Zwi schenphasen vorbereitet Vierden .
   Die nachstehend beschriebenen Aktionen beziehen sich im Prinzip nur auf dio
   Weiterentwicklung des physikalischen Netzes Euronet . Dennoch haben die meisten
   Aktionen in der Praxis Auswirkungen für die ^einzelnen Partner des Systems
   DIANE sowie für dio Lieferanten und " ihrer Vertragsnehmer , Daher müssen die
   anerkannten Interessen der Hosts und der Benutzer in den Ländern der Gemein­
   schaft in besonderem Kasse Berücksichtigung finden .             -     -
   1.1   Art Und Weine des Nctabetricbs sowie seiner Aufrcchterhaltung
         Bis Ende 19Ö3 muss Euronet von den nationalen Postverwaltungen unter Kon-
         trollo der Kommission verwaltet werden , die die Kofinanzierung der Be­
         triebsverluste fortsetzt . Die Modalitäten dafür , die auch an die Pflege
         der Einrichtungen gebunden sind , müssen neu vereinbart werden , um gorech–
         terweise die erlittene Verzögerung des Euronet-Betriebs und das gleich­
         zeitige Auftauchen parallel betriebener nationaler Netze zu berücksich­
         tigen .                                        .                 ■
   1.2 Hot scrv.'f» j. t crunden und Verbindung mit' anderen Netzen
         Im Laufe der nächsten Jahre muss Euronot besonders in seiner geographi–
       ■ sehen Konfiguration weiterentwickelt werden , um dem Beitritt Griechenlands
         und anderer neuer Mitgliedsländer der Gemeinschaft , aber auch der schnellen
         Ausweitung der Nachfrage nach WTID gerocht werden zu können . Die Verant­
         wortung für die erforderlichen Netzerweiterungen njuss hinfort hauptsäch­
         lich bei don Postverwaltungen liegen. Auf der Grundlage von Kooperations-
         abkommen gemäss Artikel 3 der vorgeschlagenen Entscheidung muss Euronet
         auch mit anderen Netzen in Europa vorbunden werden und ggf . mit Netzen in
         aussereuropäi sehen Industrieländern , wobei unter Wahrung der grundlegenden
         Bestimmungen des Römischen Vertrages auf Gegenseitigkeit und Garantien für
         einen Verkehr in beiden Richtungen zu achten ist . Die Möglichkeit der Aus–
         wöitung der Dienste auf Entwicklungsländer einschliesslich der Landor des
         I/3ME Abkommens oollto – wenn immer möglich – ergriffen werden.
         Art und Woino der Netzvcrwaltung                                   '    ,
         Die Schaffung des "Launen Team* erfolgte , weil erkannt wurde , dasa im
         Interesse eines einwandfreien Betriebs von Euronet DIANE die Notwendigkeit
         für eine tägliche Assistenz besteht . Dieses Team hat als Hauptaufgabe
 ---pagebreak---   die Schaffung eines standigen Hilfsdienstes für die Benutzer sowie eines
  Informationsdienstes , der praktische Hinweise aller Art anbietet . E3 war
  ein Brennpunkt bei der Implementierung der wichtigsten Aspekte des Förder-
  programms und hat in zahlreichen Fallen praktische Hilfe für den Anschluss
  von Hosts und Endbenutzern an das Netz geleistet .
  Diese Funktionen bleiben auch weiterhin , mehr als bisher , erforderlich ,
  noch dazu , da etwa 20 Hosts auf Anschluss warten , die technisch weniger
  gut darauf vorbereitet sind . Solange dies notwendig ist , ist eine Fort­
  führung der täglichen Unterstützung vorgo sehen . Darüber hinaus wird die
  Schaffung neuer Benutzerunterstutzungsdienste und die Entwicklung gemein­
  samer Einrichtungen für die Hosts erforderlich sein , um eine befriedigende
  Fortführung des Betriebs von Euronet DIANE zu ermöglichen . Ausserdem ist
  es notwendig , dio Koordinierung dsr Sammlung und Auswertung statistischer
  Angaben über den laufenden Betrieb und die Benutzung des Netzes sicherzu­
  stellen , was Vorbedingung für eine mittelfristige Planung ist .
  In diesen Zeitraum müssen auch die längerfristigen Anforderungen an die Netz-
  vervialtung im Lichte der gewonnenen Erfahrungen analysiert werden , insbe­
  sondere wäre, zu entscheiden , ob entweder die gesamte Verantwortung für die
 Verwaltung der allgemeinen Angelegenheiten einer Ho st Vereinigung bei gleich­
  zeitiger Auflosung des "Launch Team " zu übertragen wäre oder die Hosts zu
  veranlassen vrären , bestimmte gemeinsame Funktionen an das "Launch Teara" zu
  delegieren , das dann umstrukturiert und verstärkt werden müssto .
Lan.gfristige Konsolidierung des Erreichten
Euronet hat zur Festlegung von Normen und zur Planung , Entwicklung und
Bereitstellung nationaler Paketvermittlungsnetze durch die Postverwaltungen
beigetragen und diese dazu angeregt . Sobald diese Netze zur Verfugung
stehen , wird man multinational an die Postverwaltungen herantreten , um
ihre Verbindung untereinander zu erreichen . Dies ko'nnte direkt von Land
zu Land oder über Euronet erfolgen . Es ist denkbar , dass während einer
längeren Uebergangsperiode beide Losungen nebeneinander gewählt werden ,
um verschiedene Regionen miteinander zu verbinden » In beiden Fällen - - -
werden sich politische Fragen und praktische Probleme ergeben , von denen
die meisten nur auf Gemeinschaftsebene zufriedenstellend gelost werden
können ( z.B * die Gebührenfrage).
Schliesslich ist auch , obwohl neue Paketvermittlungsnormen nicht geplant
sind ( X25 , X28 , X75 usw. sind ausreichend), mit Normen für neue Vermitt–
lungs–gerate und –dienst e ( z.B. Teletext , Fernkopien usw.) und für das
Zusammenschalten mit anderen Netztypen ( z.B. X25–Datennetzen mit Durch–
schaltevermittlung) zu rechnen . Diesen Entwicklungen wird sich die Gemein­
schaft nicht entziehen können «
 ---pagebreak---                                  - 4 -
Im übringen müssen die Postverwaltungen durch entsprechende Anreize moti­
viert werden , sich intensiv um die Forderung des sog . "Drittverkehrs "
über Euronet zu bemühen , uin ein besseres finanzielles Gleichgewicht für
das Netz zu erreichen , bevor Euronet , spätestens am 31 . Dezember 19Ö3 ,
in ein unter ausschliesslicher Verantwortung der Postverwaltungen stehen­
des öffentliches Netz übergeht .
Vorher wird sicherzustellen sein , dasB , zum Schutze der Interessen der Be­
nutzer der Euronet DIANE-Dienste , die Tarifvereinbarungen über einen aus­
reichend langen Zeitraum hin verlängert werden .
 ---pagebreak---                                          - 5 -
 Kapitel 2i     Beschleunigte Entwicklun,e: von hochwertigen Diensten in Europa
 Die Erfahrung mit den im Rahmen von DIANE angebotenen Informationsdiensten zeigt ,
 das eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Diensten besteht , deren weitere
 Entwicklung beschleunigt werden muss . Es besteht ganz offensichtlich eine Diskre­
 panz zwischen Informationslieferung einerseits und dem kontinuierlichen Fort–;
 schritt der innovativen industriellen Entwicklung andererseits . Daher werden
 hochwertige Informationsdienote dringend benotigt , und dieser Bedarf ist eine
 Tatsache , die alle Mitgliedstaaten anerkennen *
 2.1   Ziele
Die künftigen Tätigkeiten müssen insbesondere darauf ausgerichtet sein
   - neue Dienste zu schaffen oder vorhandene speziell für die Lieferung
     von direkter Information und höherwertiger Information <- die letzten
     Endes für die Benutzer von grösserem Wert sind – zu verbessern}
   - die Kosteneffizienz und Effektivität bei der Bereitstellung und Liefer­
     ung von Informationen und Dienstan anzuheben ; ..
   - in den Erfassungsbereich der Informationsdienste schwach entwickelte
     Bereiche wie wirt schaft liehe , soziale und Geschäft sinformationen
      einzubeziehen »
2.2    Grundsätze
Die Schaffung und Verbesserung von Informationsdiensten muss auf einigen allge­
mein anerkannten Grundsätzen und Verfahren aufbauen . Bei den Grundsätzen wären
folgende besonders hervorzuheben :
   – neue Dienste müssen Gemeinschaftsinteressen entgegenkommen , sie sollten
     die vorhandenen Informationsbarrieren zwischen den Mitgliedstaaten wie
     sprachliche oder technische Hemmnisse überwinden , oder sie sollten so
     angelegt sein*, düss für ihre Schaffung eine europaische Zusammenarbeit ,
     z.B. zur Datensammlung , erforderlich istj
^ – bei der Schaffung und^Unterstutzung neuer Dienste sind schon bestehende
     nationale Programme für^die Forderung der Informationsbereitstellung
     und –entwicklung zu berücksichtigen , in vielen Fallen konnte sich eine
     Kombination von nationaler und Gerneinschaft sunterStützung als angemessen
     erweisen ;                                                             ,
  – neuen Aktionen sollte eine umfassende Analyse des Marktes und der Be–
     nutzerbedurfnisse speziell im Bereich der Fachinformation zugrunde ge­
     legt werden , die in allen Mitgliedsta,aten durchzuführen wäre ;
  – neue Entwicklungen sollten in enger Verbindung mit der schon einge­
     führten und anerkannten Infrastruktur der sektoralen Arbeitsgruppen in
     den Bereichen Landwirtschaft , Bioinedizin und Gesundheitswesen sowie
     Umweltschutz erfolgen ; diese Infrastruktur wäre ggf* bei Bedarf auf
     andere Bereiche zu erweitern ;
 ---pagebreak---                                               - 6 -
– neuo Tätigkeiten sollen nach Möglichkeit koordiniert und in Verbindung ge­
     bracht worden nicht nur mit Tätigkeiten auf nationaler Ebene , sondorn auch
    mit den entsprechenden Programmen innerhalb der einzelnen Koauaissionsdienöt–
     Stollen .
Selbstverständlich kann jede Ceraoinscliaf tsaktion in dieoera umfassenden und kost­
spieligen Bereich der neuen und besseren Informationsdienste , eei e3 im analy–
tinchen Bereich oder in der Implementierungspliaso , nicht als reine Ergänzung
nationaler Tätigkeiten gosehen werden , sondern sie oollto auch nationale Aktionen
anregen , damit Lücken dort geschlossen , wordon , wo dies möglich und notwendig ist .
Umgokelirt oollten nationale Programme auf Gemeinschaftcobene angehoben werden in
den Bereichon , in denen eine derartige Erweiterung zusätzliche Eineparungen er­
möglicht bzw . dio Rentabilität oder den Wert des Projektes erhöht , oder in denen
die Ergebnisse der nationalen Projekte für die übrigen Mitgliedsta&tcn Gültigkeit
haben oder auf diese übertragbar sind . In diesen Fallen inucs das Geineinschafts–
interesoo gegenüber den nationalen Programmen vorrangig sein .
?. 3     V erfriircn
Im Verlauf de3 ersten und zweiten Aktionsplans wurde die Entwicklung von Gemein–
schaftsinformationsdierntcn ausschliesslich von den sektoralen Arbeitegruppen des
AYITID angeregt und gelenkt . Da diese Gruppen der im Rahmen de3 dritten Aktionsylana
au bewältigendem wachsenden Nachfrage nach besseren Diensten in Bezug auf Vo 1um an ,
Abdeckung und Qualität mu- begrenzte Möglichkeiten entgegensetzen können , hat <ler
AW'fiD schon während der Laufzeit des zweiten Aktionsplans ein neues Verfahren in
Gang gesetzt und die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlagen eingeführt , die •
das Hauptinstrument zur Schaffung neuer Dienste werden soll .
2.3.1       S c ktoralo . Informationssysteme
Im Rahmen der vorhergehenden Aktionsplänc vrurden mehrere sektoralo Informationo-
systeae und -dienste kooperativ oder unter Vertrag entwickelt , implemontiort und
betrieben * So orgibt sich nicht nur dio Notwendigkeit ,- diese Projekte weiterzu­
führen , sondern auch neue Projekte machen ein kooperatives Schema für ihre Ver­
wirklichung erforderlich . Daher ist dieser Mechanismus beizubehalten , wobei davon
ausgegangen wird , dass derartige Systeme ausschliesslich unter der Betreuung
durch clio sektoralon Gruppen das AWTID realisiert werden . Im Gegensatz zu den
Projekten , die o.ua einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlagen hervorgehen ,
machen kooperative Systeme in den cieieten FaMcn eine langfristige Finanzierung
 durch die Geaeinachnfi und aus nationalen Quellen erfordorlioh . Bio soktoralen
 Tätigkeiten des AWTID erstrecken eich auf verschiedene Boro! che der angewandten
 W.-oeonnchaften , Yfanrond des zwei "ton Aktioiicplans lag hierbei das Schwergewicht
 i :\ « i-ntor l'inlo auf ton droi folgendem Bereichen : Landwirtschaft , Biomedizin und
 Qouundiioitowecon , -uid "oiwoltschut'i , Zusätzlich vurdon Polgenassnahraon im Energie-
 bsreich durchgeführt »
 ---pagebreak---                                                                                          s)¿.
                                           - 7 -
  Hauptkriterien für die Auswahl dieser Bereiche sind :
    - Vorhandensein einer genau festgelegten Gemeinschaftspolitik , z.B. in der Land­
       wirtschaft und dem Umweltschutz , oder die Tatsache , dass Geraeinschaft s-
       interessen anderweitig ausgedrückt sind , z.B. in der Biomedizin und Gesund­
       heitswesen , sowie
    - vorwiegend öffentliche Trägerschaft im Gegensatz zur Privatwirtschaft .
 Infolgedessen bestehen bereits einige Ratsbeschlüsse , -Verordnungen und -ent-
  schlicssungen,' die direkt oder indirekt die Rechtsgrundlage für diese - Tatig-' -
 keiten bilden. Hierbei kommt der im Vertrag von Rom erwähnten Unterstützung von
 WTID– Tätigkeiten im Agrarberelch , dem Aktionsprogramm für den Bereich Umwelt­
  schutz und dem Rat3beschluss über Umweltschutzverzeichnisse besondere Bedeutung
  zu .
Das Schwergewicht wurde auf die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Dienste zur Be­
reit Stellung der Information gelegt . Diesa Dienste sollen nicht nur bibliographische
Datenbasen sein , sondern auch höherwertige (value added) Informationen liefern wie
z.B. Informationsanalyoezentren , faktische Datenbanken und Uebersichtsartikel .
 Wahrend mit-der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in erster Linie
 kommerzielle Initiativen unterstützt Vierden sollen , müssten vorhandene sekto-
 rale Informationssysteme weiterentwickelt und bei Bedarf neue Systeme geschaffen
 werden , z.B. wenn die Datensammlung sonst sehr schwierig väre oder wenn für die
 Gemeinschaft ein vorteilhaftes Kosten-Nutzen-Verhältnis gegeben ist .
                              v         ••
 In diesem Sinne sind vier Aktionsmoglichkeiten gegeben ?
    – Systeme , deren Betrieb zwingend vorgeschrieben ist , da sie Gegenstand von
       Ratsbeschlussen oder -Verordnungen sind . Diese Systeme müssen offensicht­
       lich weitergeführt und verbessert werden ; das betrifft insbesondere ihre
       etwaige Verfügbarkeit über Euronet . Im allgemeinen handelt es sich vun
       standige Verzeichnisse von Pbrschungsvorhaben in der Landwirtschaft (AGRE?)
       oder im Umwelt schutzbereich (EIvREP) , von Informationsquellen (ENDOC) oder
       Rechtsinformationssystemen über Umweltschutz ( ENLEX) ;
                                                                               • •
    – Systeme , die die Gemeinschaftspolitik in anderen Bereichen unterstutzen , wo
       also noch keine Ratsbeschlüsse über WTID–Unterstützung vorliegen , bei denen
       aber dennoch zumindest in ihrer ersten Studien- und Ent wicklungsphase eine
       Gemeinschaftsunterstützung gerechtfertigt ist ( z.B. das vorgeschlagene In­
       formationssystem über Abfallwirtschaft und Recycling) j
 - – Gemeinsame Beiträge zu internationalen Systemen . Die Mitgliedstaaten und
       die Kommission leisten durch den Betrieb von Gemeinschaftsteilsystemen
           . ••       M                                                            . »•
       Beitrage zu grosseren internationalen Informationssystemen . Beispiele für
       diese Zusammenarbeit sind die Verbindung von EUR-AGRIS mit AGRIS oder die
       von ENDQC init INPüTERRA ( vgl . Ratsent Scheidung Nr . 76/16I vom 8 . Dezember 1975)*
 ---pagebreak---                                                                                       Λ
                                         - 8 -
     - Die kommissionseigenen Informationssysteme . Von den durch die             v
         Kommission gebildeten oder betriebenen Datenbasen und Datenbanken
         sind mehrere für den Handel , die Wirtschaft und die Oeffentlich-
         keit von Interesse , so z.B. CRONOS . Da sie ursprünglich für den
         internen Gebrauch geschaffen wurden , sind sie heute nicht mit
         Euronet DIANE kompatibel und/oder eignen sich nicht für den
         kommerziellen Betrieb . Diese wichtige Lücke soll im Laufe des
         dritten Aktionsplans geschlossen werden .
2.^.2  Aufforderung zur Einreichun ^ von Vorschlagen
                                                                        »
Dieser Machanismus , der schon als Testverfahren für die Entwicklung neuer Informa–
tionspro jckte eingeführt wurde , soll hauptsächlich für die Schaffung von mehr und
besseren Informationssystemen und -diensten im Rahmen des dritten Aictionsplans be­
nutzt werden . Anhand der mit dem versuchsweisen Aufruf zur Einreichung von Vor­
schlägen gesammelten Erfahrungen sollte dieser Mechanismus weiterentwickelt xmd
vorfeinert worden . Insbesondere wäre eine angemessene und leistungsfähige Manage-
ment3truktur aufzubauen, damit dieser Mechanismus in allen seinen Möglichkeiten
ausgeschöpft werden kann. Dabei ist sicherzustollen , dass vorhandene nationale
Massnahmen bei der Bewertung und Verwirklichung von Vorschlageil angemessene Berück­
sichtigung finden . So sollen durch die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen
nationale Programme ergänzt und da , wo eine Ueit erentvdclclung erforderlich er­
scheint , angeregt werden . Ausserdem sollen die vorhandenen selctoralen Gruppen je­
weils in ihrem Zuständigkeitsbereich herangezogen werden . Andererseits sollten
der AWT1D und seine Arbeitsgruppen bei dor Definition von Sachbereichen , in denen Auf
forderungen zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht werden sollen , mitarbeiten
Bio ausgewählten Projekte sind aus Gemeinschaftsmitteln über direkte finanzielle
Hilfen zu . tragen , die derzeit im allgemeinen 2FfJo der Entwicklungskosten betragen
wobei davon ausgegangen wird , dass die längerfristige Lebensfähigkeit vom Sub-
mittenten garantiert wird . In Sonderfällen kann die finanzielle Unterstützung
durch die Gemeinschaft bis 49i<> der Entwicklungskosten betragen . Gemeinschaflrsmittel
können die nationale Unterstützung von Informationspr-o jekten ergänzen, sie können
aber auch die einzige verfügbare öffentliche Unterstützung sein . Die Unterstützung
durch die Kommission soll auf einen verhältnismässig kurzen Zeitraum begrenzt sein ,
dessen Dauer durch verschiedene Faktoren wie Bedeutung des Projekts und Verfügbar­
keit sonstiger öffentlicher Mittel bestimmt wird . Bezüglich des Rechtsstatus de -
öffentlichen oder privaten – Submittenten Bind keinerlei Einschränkungen vorgesehen ,
 ---pagebreak---   Zu oincm spateren Zeitpunkt sollte die Möglichkeit der Schaffung eines gemeinsamen
  Fondo zur Unterstützung von Vorschlagen mit Beitragen von der Gemeinschaft und
  aus den einzelataatlichen Hauchalten als Alternativmocha^iomus zur finanziellen
  Untoratützung geprüft werden»
  Schliesslich ist zu betonen , dass der Aufruf zur Einroichungen von Vorschlagen
  nicht alloin auf Datonbasispro jekto beschränkt ist , sondern auch alle Entwicklungen
  fördern soll wie z.B. Softwarepaköte , die den Zugang zur Information erleichtern ,
  Möglichkeiten der Datenhandhabung und für Modelldarstellungen bioten , die Effizienz
  steigern , die Kosten der Bereitstellung senken und die Hoisten für die Informations-
  bercitotellung verkürzen .
    2.3.2    Folgemassnahrnen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen
   Der Aufruf zu Vorschlägen wird Ideen und Ressourcen im Informationsbereich frei­
    setzen . Voraus sichtlich werden viele Vorschlage für eine Unterstützung durch die
   Gemeinschaft qualifiziert sein , aber die Kommission kann mit den zur Verfügung
    stehenden Kitteln nur einen kleinen Teil von ihnen (5 oder lOjS) finanzieren .
   Andererseits ist die Gemeinschaft verpflichtet , das Ziel der tatsächlichen Forder­
   ung der Informationsbereitstellung zu erreichen .
   Anhand der eingehenden Vorschlage kann man einen Gesamtüberblick über das Informa- .
    tionsangebot in Europa gewinnen sowie Markttendenzen , Möglichkeiten der Zusammen­
   arbeit usw. feststellen . J-Iit Unterstützung des AYJTID und der nationalen Sachver­
    standigen konnte die Kommission den Entwicklungen bei der Informationsbereit-
    stellung entsprechend den Gemeinschaftsinteressen und Markterfordernissen Gestalt
   verleihen «
•– Diese aktivere Rolle der Gemeinschaft wurde das Finanzierungsschema ergänzen
    und befruchtend wirken .
    Folgende Tätigkeitsbereiche bieten sich am
       – Forderung der Zusammenarbeit zwischen einander ergänzenden Vorschlägen ;
         die Kommission stellt fest , welche Vorschläge zusammengelegt oder koor­
         diniert werden können , vermittelt Kontakte zwischen möglichen Partnern
         und unterstützt diese bei der Ingangsetzung gemeinsamer Projekte , u.U.
         durch finanzielle Beiträge zu den Kosten für die Realisierung der Zu­
         sammenarbeit ( Beitrag zu Marktstudien , Entwicklungsstudien usw. logi–
         stische Unterstützung) 5
       – Die Kommission benutzt die Fachkenntnisse ihres Personals und ihres
         Beratungsausschusses , um Verbesserungen und Aenderungcn von Projekten
         anauregen , für die keine finanzielle Unterstützung gewahrt werden kann ,
         die aber dennoch interessante Aspekte aufweisen ; die abgeänderten Pro­
         jekte können unter Umstanden zu einem späteren Zeitpunkt gefordert werden ;
       – Bei Problemen , die einer ausreichend' grossen Zahl von Projekten gemeinsam
         sind , konnte die Kommission die Finanzierungsstudien und Positionaberichto
         zusichern , z.B * in Bereichen wie Sof tware–Entwicklung , Marktforschung ,
         Auswahl von Verbreiturigsmedien usw .
    Bei der Durchführung dieser Massnahmen ist die Unterstützung dor oektoralen
    Oruppcn de 3 AWTID erforderlich , die su allen Aktionen , die in ihren Zustadig-
    keitbereich fallen , Stellung nehmen .
 ---pagebreak--- Kapitel 3 :   Benutseninterstutzung und. Mnrktentwicklung
Dio in den Kapiteln 1 und 2 vorgesehenen Aktionen und Projekte müssen durch unter­
stützende Massi/iahinen begleitet werden , «teuiiit die wirtschaftliche Lebensfähigkeit
der Inforinationslicferung in Europa sichergestellt ist , die Benutzer zu einem
möglichst effizienten und kostengünstigen Gebrauch der angebotenen Dienste ange­
leitet und dio Lieferanten zum Angebot der richtigen Produkte veranlasst werden .
Daher beschäftigt sich das vorliegende Kapitel mit dieser Notwendigkeit und
schlägt einige Tätigkeiten . vor , deren Zweck in erster Linie der wirtschaftliche
Erfolg von Euronet DIANE und die Anleitung der Benutzer zur bestmöglichen Benutz­
ung der Dienste i3t .
3.1    Förderung der DIANB-Di enste
Mit den während des dritten Aktionsplans vorgesehenen Po rderungsmas snahin en sollten
zwei Ziele verfolgt werden :                                                  ,       .
   – Erweiterung des Benutzerkreises und dadurch nach Möglichkeit Ausweitung
      des InformationGmarktes ;
   - Forderung einer intensiveren Benutzung der Dienste durch gegenwärtige
      und zulcünftige Benutzer , in beiden füllen unter Rückgriff auf die Hosts
      und vorhandene miteinander verbundene Dienste .
Im Rahinen des dritten Aktionsplans werden u.a . folgende spezielle FÖrderungsmass-
nahmen erforderlich sein : Einführung von Euronet DIANE in neuen geographischen
Bereichen ( z.B. Griechenland), eine neue detaillierte Prognosestudie über den
YJTI D-Datenverkehr ( wie sie von den Po stVerwaltungen dringend gefordert wird) so-
 wie Beteiligung an wichtigen Ausstellungen .                                 _   .     "
j)er progressive Abbau der Ausgaben für DIA-NS-FÖrdermassnabmen wahrend des dritten
Aktioneplans basiert auf der Annahme , dass die verschiedenen DIANE-Partner bei der
Durchführung von Werbemassnahmen , die bisher aus Gemeinschaftsmitteln finanziert
wurden , ihrerseits nach und nach Anstrengungen auf eigene Kosten machen werden
und so der Gemoinschaftsbeitrag kleiner viird . Jedoch werden gewisoo Unterstütz-
ungsmasenahxnen erforderlich bleiben , insbesondere bezügliohi
   - der Aktualisierung von Datenbankführer und r^iktenblättern ;
   – der Herausgabo von' Broschüren und allgemeinen Informationen}
   – des "Euronet DIANE Newsletter " s
   - der Koordinierung der Teilnahme an Ausstellungen .
 Darüberhinaus besteht Bedarf an zusätzlichen Marktbewertungen , die es den DIANE-
 Hosts gestatten sollen , Marktlücken , Faktoren , die die Vermarktung neuer
 und bereits bestehender Produkte beeinflussen , Preiselastiaität , usw . besser zu
 erkennen . Die Erfassung derartiger Informationen auf Gemeinschaftsebene
 würde wesentlich zur strategischen Gesamtplanung der DIANl^-Partner für die Ent­
 wicklung ihrer Dienste in den 80er -Jahren beitragen .
 ---pagebreak---                                                                                     2o .
               /
                                       - 11 -
3.2  Massnahmen zur Verbesserung der Lage auf dem europäischen Informations-
     markt
Schon im Rahmen des zweiten Aktionsplans hat die Kommission mehrere Studien
im Bereich der Bereitstellung von E\achinformationen durchgeführt . Diese wären
im Rahmen des vorliegenden Aktionsplans hinsichtlich folgender Aspekte zu er­
gänzen :
  – Zugang der Datenbasisproduzenten zu nicht klassifizierter Information .
    in den Ministerien und öffentlichen Institutionen ;
  – Copyright-Gesetzgebung und -Praxis ;
  – Unterrichtsprograrnme der Mitgliedstaaten hinsichtlich der rationelleh
    Benutzung der Information und Entwicklung von Ausbildungsschemen für
    Informationsvermittler .
Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen sollten entsprechende Massnahmen
zur Verbesserung der Lage von Informationserstellung und -markt in Europa durch­
geführt v/erden .   .
Im übrigen soll durch bestimmte Aktionen eine Atmosphäre dar internationalen
Zusammenarbeit zwischen den einzelnen an der Informationserstellung Beteiligten
entstehen ; hierbei handelt es sich im wesentlichen um Anfangsunterstützung von
geraeinschaftsweiten Berufsverbänden :
  - Gruppe der Euronet DIANE Hosts ;
  - Zusarnmenschluss der europäischen Datenbasisproduzenten ( EURIPA ) ;
  - Teilverband Europa des internationalen Verbands der Bibliotheksvereine ( iFLA ) ;
  - Benutzerforum und. Konferenzen usw.
Ein geeignetes Mittel zur Verbesserung des Informationstransfers nicht nur an
kleine und mittlere Unternehmen , sondern auch an andere Zielgruppen ist die, Ein­
schaltung von Schnittstellen (Mittlern) zwischen Fachinformationsdiensten und
Benutzern . Ausgehend von den Ergebnissen verschiedener im Rahinen des 2 . Aktions­
plans in Auftrag gegebener Studien könnten auf nationaler oder Gemeinschafts­
ebene verschiedene Massnahmen getroffen werden , so z.B.s
  - Ausbildungseinrichtungen für die Informationsvermittler ;
  - PÖrdermassnahmen für den Einsatz neuer Technologien ;
  - Demonstrationspro jelcte ; '
  - Pilotvorhaben in einigen Bereichen , die für die Regionalpolitik der
    Gemeinschaft von besonderer Bedeutung sind «,
 ---pagebreak---                            . t                                                      «z-1
                                      - 12 -
 3.3  Ausfuhr der Information
Durch die Forderung der Ausfuhr europäischer Informationsprodukte und -dienste
 in alle Teile der Welt soll erreicht Werden , dass die europaischen Lieferanten die
Profitachwolle erreichen , was für' die amerikanischen Produzenten schon jetzt
 gegeben , in Europa jedoch nur einer ganz geringen Minderheit vorbehalten ist .
      \                                             "                         '
Obwohl anerkannt wird , da33 die HauptVerantwortung für die Ausdehnung der
 europäischen Informationsdienste auf auswärtige Märkte bei den Postverwaltungen
und I'or.ts liegt , die letzten Endes auch in den Genuss der Gewinne kommen , sollte
die Gemeinschaft eine Anfangsunterstützung für den Export gewähren . und hierzu
Seminare mit den Beteiligten veranstalten , Marktforschungs- und Durchführbarkeits-
studien finanzieren sowie die Hosts und Lieferanten bei ihren Ausfuhrbemühungen
zunächst unterstützen . Insbesondere sollte die Gemeinschaft die Schaffung des
technischen und rechtlichen Rahmens als Grundelement dieser Exportschemen fördern .
3.4 renutzerunt erStützung und Bedürfnisse
Die Erueiterung der Skala der Euronet DIANE–Dienste macht Massnahmen zur Be-
nutzerunterotützung, unabhängig von den oben beschriebenen VJerbemassnahmen,
mehr denn je erforderlich .                                    "
Die jßenutzerunt erStützung muss selbstverständlich in erheblichem Umfang auf
nationaler Ebene und von den Hosts selbst geleistet werden . In verschiedenen
Bereichen worden jedoch nach wie vor Massnahmen auf Gemeinschaftsebene ei^-
fordorlich sein , um allen Benutzern eine Reihe von Kitteln zur Orientierung ,
Referenz und Beratung verfügbar zu machen . Die während des zweiten Aktions–
plans in dieser Richtung durchgeführten Massnahmen müssen fortgeführt und er­
weitert werden , insbesondere der "Uews and Directory Service" ( Informations­
dienst und Datenbankführer), wobei unter Wahrung der Unparteilichkeit alle
Euronet Diane Hosts heranzuziehen wären .
Schliesslich ist wichtig , die Beziehungen zu Informationsvermittlern , Biblio­
thekaren , Informationsfachleuter. und -maklern zu vertiefen , um den geeigneten
Rahmen für die Entwicklung der verschiedensten Arten der Benutzerunterstütsung
in der Gemeinschaft zu schaffen .
 ---pagebreak---                                                                                  22 .
                                   - 13 -
Eine bessere Kenntnis des Bedarfs der einzelnen Benutzerkategorien bleibt mehr
denn je die Voraussetzung für die Entwicklung eines Gemeinschaftsangebot3 an
Informationsdiensten . Boi ihrer Auswahl aus den angebotenen Diensten lassen sich
die Benutzer sicherlich von Erwägungen des absoluten oder relativen Preises , der
Koytcneffizienz , des Kosten/Nutzen Verhältnisses usw. leiten . Doch hat
man praktisch keine Vorstellung davon , wie diese Benutzer die verschiedenen Ele­
mente einer Zusammengesetzen Dienstleistung - Datenfernubermittlung , On-line-
I nformation , Auflistung der Quellen , Lieferung vollständiger Dokumente und so
fort - bewerten .
Weitergehende Untersuchungen sind daher erforderlich und werden nun möglich dank
der Entstehung nationaler Benutzergruppen sowie aufgrund der Tatsache , dass
Euronet DIANE nunmehr Operationen ist und dass die Po st Verwaltungen sich
offiziell an der Verwaltung des WITD-Datenverkehrs beteiligen . Diese Analysen
können sich somit auf Statistiken über die tatsächliche Benutzung der Dienste
stutzen .
In diesem Rahmen müsste einer bestimmten Benutzergruppe besondere Bedeutung zu­
kommen , nämlich den Klein- und Mittelbetrieben . Der Informationstransfer an
diese wurde wiederholt in den Mittelpunkt gestellt , jedoch bisher ohne konkrete
Ergebnisse . Deshalb müssen die tatsächlichen Bedürfnisse dringend im Rahmen
von Studien und Symposien festgestellt und anhand der Ergebnisse dieser Untersuch­
ungen die erforderlichen Dienste nach Möglichkeit im Rahmen des Aufrufs zur Ein-
reichung von Vorschlagen entwickelt werden .
3■5   Normung unter Bcrucksichtif<ung der Benutzerinteressen
Der allgemeine Boreich der Normung geht selbstverständlich über den Rahmen des
dritten Aktionsplans hinaus .
Es ist jedoch festzustellen , dass die einzelnen mit der Normung befassten Gremien
häufig zusammenwirken, und gewisse , im Rahmen des ersten und zweiten Aktionsplans
durchgeführte Arbeiten haben wesentlich zur europäischen Normung – insbesondere
bei der Entwicklung von Netz-Schnittstellen und einer gcitneinsamen Befehlsspracho –
beigetragen .
Die a\if europäischer Ebene und weltweit durchgeführten Normungsarbeiten sind
also genau zu verfolgen , wobei man sich in den einzelnen Bereichen ange- \
sichts machtiger wirtschaftlicher Interessen darum bemühen muss , den Standpunkt
des WEED–Benutzers zur Geltung zu bringen , und hierzu ;
   - darüber wacht , dass die. vorgeschlagenen Normen möglichst benut zerfreund-
     lich sind ;
   - den Normunggprozess da , wo dies vorteilhaft erscheint , beschleunigt vor­
     antreibt
   - bisher vernachlässigte Bereiche ermittelt .
 ---pagebreak---                                                                                    ti .
                                       - 14 -
 Folgende Bcroicha aussen im Laufe des dritten Aktionsplans berücksichtigt vordem
 Inhalt sbeschroibung von Datenbasen und Datenbanken ( Vorbo3serung dor bereits
 eingeleiteten Arbeiten), Erweiterung der- allgemeinen Bofehlsspracho auf Daten­
 banken in einem mehrsprachigen Kontext , Schnittstellen für neue , über Euronet
 DIANE anzubietende Dienoto wie z.B. Verwendung der Video t ex–Technologie .
 Ob es sich um Videotex , Teletext , um die Herstellung von Vorbindungen zwischen
 den Normen X21 und X25 oder integrierte digitale Netze handelt , die Normungo-
 arbeiten dor Postvorwaltungon sind dabei von ausserordentlicher Bedeutung , und
 dio Kommission musa aktiv in den zustandigen Arbeitsgruppen der CCITT und CEPT
 mitarbeiten, ohne jedoch ISO und dio sonstigen Gremien zu vernachlässigen.
 In einem Bereich , in den» dio Hormungsarbeiton auf ausschliesslich nationaler
 Ebeno kaum ins Gewicht fallen , kann die Berücksichtigung des Benutzerinteressos
 auf Gcnoinschaftsebono'eine Trumpfkarte darstellen .
 3.6 Rancher Zugnnc: r.xtr Priiuardokumentation
 Dioser Prdbltsnkreis wird von Benutzern , die raschen und kostengünstigen Zugang zu
 den für sie persönlich relevanten Primarinformationen wünschen , immer wieder äuge-
 sprechen . Dieses Problem stellt sich bei den meisten Inforraationsov-etemon , doch
                          /
 es zeigt sich zunehmend bei On~line-Diensten . Dio Schaffung von Dokwi entliefer–
 dienoto.» vrird daher das Markt–I nage dex' Euronet DIA HD-Hosts erheblich verbessern .
 Kcuo Technologien werden zweifellos die Lieferung von Gesamttexton beeinflussen .
 Es bleiben jedoch eine Reihe von Fragen zu untersuchen , als da sind Copyright , Ve
 cand von über Euronet - bestellten Dokumenten , Tarife , die nicht notwendigerweise
 von den angewandten Technologien abhängen und dio durch Euronet transparanter ge­
 worden sind ,   v ;   -                                                  ,  •
                              ν
 Der Kähmen für ein derartiges System ist innerhalb der Gemeinschaft bereits
 recht gut entwickelt ( besser als beispielsweise in den Vereinigten Staaten),
 da eine Reihe von Zentren in den Mitgliedstaaten Kopien von Priraärdokumenten
 in grossen Mengen effizient liefert .
     eine Grundlage für weitere Diskussionen zu schaffen , wurden boreits ver­
 schiedene relevante Fragen im Rahmen des 2 . Aktionsplans untersucht wie z.B.
 die in den Mitgliedstaaten üblichen Praktiken bei Bestellung , Belieferung,
 Rechnungstellur.g und Bezahlung und die Auswirkungen dor On-line–Dienste' auf
 ilie Ausleihe zwischen -den Bibliotheken sowie die Ankaufspolitik der Biblio­
theken und die einzelnen Kostcnclemente .
 Man sollto jedoch nicht im Uni ersuchungsstadiura verbleiben . Das Hauptziel
  sollte soin, noch vor Ablauf des dritten Aktionsplans die Grundlagen -für ein
  sich auf dio gesamte Gemeinschaft erstreckendes Dokumentbestellr und –liefer–
  system zu schaffen , das den Anforderungen der Benutzer nach rascher Beliefer­
  ung , niedrigen Koston und einfacher Arbeitsweise entsprisht »
 ---pagebreak---                                                 - 15 -
"J 7I *.   AsnfiV+.n
            –
                     der Mfihrnor.'inhi
                               fi
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                                        w
Obwohl ein getrenntes Programm für diesen weiten Bereich erstellt wurde , das
die Bedürfnisse der Gemeinschaft auf diesem Gebiet abdeckt , hat der AWTID den
Wunsch zum Ausdruck gebracht , auch weiterhin mit den WTID-Aspekten der Gemein-
schaftspolitik auf dem Gebiet der Mehrsprachigkeit und ihren Anwendungen ver­
bunden zu bleiben . In diesem Sinne sind die vom dritten Aktionsplan vorge­
sehenen Orientierungen darauf abgestellt , den WTID–Markt insbesondere dank
der Anwendung von Mehrsprachigkeitshilf smitteln und durch Vereinfachung der
Benutzung dieser entwickelten oder in Entwicklung befindlichen Systeme zu er­
weitern . Man wird sich um die Vervollkommnung des mehrsprachigen Instrumentariums
und der einschlägigen neuen Technologien bemühen und dafür Sorge tragen , dass
alle Partner von Euronet DIANE daraus zu gerechten Bedingungen Nutzen ziehen .
Um die gewünschte Komplementarität zwischen den einzelnen Gemeinschaftstätig-
keiten irn Bereich der Mehrsprachigkeit sicherzustellen , müssen die entsprechenden
mehrjährigen Programme regelmassig harmonisiert , die Beratung zwischen den Arbeit
gruppen gefördert ' und die Mitgliedstaaten aufgefordert werden , ihre eigenen
Pläne in diesem Bereich bekannt zu geben .
Die im Rahmen des dritten Aktionsplans für WTID in Aussicht genommen Aktionen
zielen ab auf die :
   - Schaffung und Aktualisierung eines mehrsprachigen terminologischen Instru-
         mentariums ( Thesauri und andere Verzeichnisse , lexikalische Datenbasen
         usw .) , die für die Benutzer von Euronet DIANE und anderer Dienste nutz-
         lich sind ; Verbesserung der Infrastruktur für das Informationsretrieval ,
         technische Studien und Prospektionen ;
   - Durchführung von Pilotversuchen zur Ueberwindung der Sprachbarrieren .
         Zwei Losungsansatze sind dafür in Aussicht genommen :
         ( a) die Einsetzung , auf bilateraler Basis , einer Gruppe von Vermittlern für
                das zweisprachige Informationsretrieval , um die' Benutzer auf tech­
                nischem und linguistischem Gebiet zu unterstützen ;
         ( b)   der Einsatz eines beliebigen , schon entwickelten Systems für die
                Uebersetzung von Datenbasen ( Kurzreferate und/oder Volldokumente ),
                wobei der Einfluss einer in gewissen Grenzen kontrollierten Syntax
                auf die Uebersetzungsqualitat zu berücksichtigen ist ;
   – Veranlassung einer Durchführbarkeitsstudie über die maschinelle Erstellung
         von Rohübersetzungen für bestimmte Kategorien von Euronet DIANE-Benutzern ;
   – Zusammenarbeit mit qualifizierten Ueberset zungszentren in der Gemeinschaft
         um es diesen zu ermöglichen :
 ---pagebreak---                                        - 16 -
. • ( a) ihre Tätigkeiten auf Uebersetzungen zwischen europäischen Sprachen '
         auszudehnen ;       -
    ( b) auf Bestellung den Volltext von ausgewählten Ueberp et zungen zu
         liefern ;
- Schaffung eines Ueberset zungsfonds , der den Verlegern von WTI D-Veröffent-
    lichungen die Möglichkeit bietet , Beihilfen zur Deckung der Uebersctzungs-
    kosten von Dokumenten ( Artikeln , Monographien , Büchern usw.) zu erhalten .
Die hier vorgeschlagenen Massnahmen würden , sofern sie kombiniert durchge­
führt werden , zu einer Verringerung der Auswirkungen der Sprachenprobleme
führen , die ein Hemmnis für die Benutzung des gesamten WTID-Potentials in
der Gemeinschaft sind .                                   .
 ---pagebreak---                                       - 17 -
Kapitel 4 »   Anwendung noucr Technologien und Methoden
In naher Zukunft werden weitreichende und unvermeidbare Veränderungen der Methoden
der Informationsverarbeitung und –weiterleitung im Zuge der technologischen Ent­
wicklungen stattfinden . Diese Entwicklungen müssen in die WTID-Politik und –Tätig­
keiten der Gemeinschaft angomossen einbezogen werden , so dass sowohl die Informa–
tionslieferanten als auch die –benutzer in den Genuss der neuen Technologien
kommen . Schliesslich wird dies ein ausschlaggebender Eaktor nicht nur für die
künftige Lebensfähigkeit der WTID-Produkte und –dienste in der Gemeinschaft ,
sondern auch für ihrex Erfolg auf aussereuropäischen Markten Gein .
Im Rahmen des dritten Aktionsplans ist nicht beabsichtigt , neue Informations­
technologien zu entwickeln , sondern diese innerhalb der Gemeinschaft optimal
und so schnell und wirkungsvoll wie möglich anzuwenden . Hierzu ist eine ent­
sprechende Anstrengung notwendig , damit u.a . sichergestellt wird ,
   - dass man sich auf Anwendungen und Anpassungen der neuen Technologien
     konzentriert , die neue Möglichkeiten des Zugangs zur Information
     speziell für "Informationslaien" eröffnen ;
   - dass die einzelnen Komponenten des VITID–Transfers ( Produktion , Speicher­
     ung , Uebertragung und Abfrage von Daten) im Interesse der Benutzer ,
     aber auch der Produzenten und Hosts voll entwickelt werden ;
   - dass die gegenwartig speziell durch die Po stVerwaltungen auf euro-
     paischer Ebene durchgeführt en Normungsbemühungen verstärkt v/erden ;
   - dass die Entwicklung von nationalen und Gemeinschaftstatigkeiten in "
     diesem Bereich harmonisiert und zunehmend aufeinander abgestimmt
     werden .
4.1    Beobachtung der Entwicklungen
 Hiermit wird die Forderung eines gemeinsamen Marktes von Ideen ,            '
die Zentralisierung von Studien über die Auswirkungen der neuen Technologien so­
 wie Mobilisierung und Konzertierung der Bemühungen der Mitgliedstaaten darum ,        !
 wie die neuen Informationstechnologien in den Dienst der Gesellschaft gestellt wer-   j
 den können bezweckt » Sowohl mit dieser Tätigkeit als auch mit der vorgeschlagenen
 strategischen Analyse sollen alle Bestrebungen festgestellt und auf Themen kon–     j
 zentriert werden , in denen Gemeinschafts– und/oder kooperative . Initiativen
 nutzlich und zeitlich angezeigt sind® Diese Tätigkeit . wird in folgenden Raiiraen  1
 gestellt »
 ---pagebreak---   - Bausteine , also Massenspeicher ( Videoplatten , optische Platten , Blasen-
                                          speicher , Mikroformen)
                  Uebertragung          ( Glasfasern ,- Satelliten)
                  Verarbeitung          (Mikroprozessoren , Vocoder ( stimm-
                                          oodierer), Digitalumsetzer)
  - Verfahren                           ( Digitalisierung von Text und Abbildungen
                                          einschl . Faksimile und Zeichenerkennung ,
                                       ■ Telesoftware)
  - Systeme                             (Digitalnetze , Textverarbeitung , Videotex ,
                                          intelligente Terminals , Hochgeschwindig-
                                          keitsfaksimile , Stimiaerkennung , Mensch-
                                          Maschine–Kommunikation , Telekonferenzen)
  - Anwendungen                         ( elektronische Zeitschriften , Mikrover-
                                          öf fentlichung , elektronischer Zugang zu
                                          Dokumenten)
In wesentlichen sind zwei Mechanismen vorgesehen : Seminare und Studien . Bei
Seminaren über ausgewählte Themen sollen Sachverständige für eine bestimmte
Technologie mit potentiellen Benutzern dieser Technologie zu Informationszwecken
und mit den politischen Entscheidungsträgern zusammengebracht werden , so dass
das über die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft verbreitete Sachwissen mobilisiert
wird , eine gegenseitig Befruchtung stattfindet und dieses Sachwissen den ( poten­
tiellen) Benutzerbedürfnicsen gegenübergestellt wird . Um diese Seminare vorzube­
reiten und anschliessend sinnvoll zum Tragen kommen zu lassen , sind entsprechende
Studien erforderlich . Hierzu sollte u.a . eine Beschreibung des Entwicklungs­
standes der ausgewählten Themen in den Mitgliedstaaten gehören . Beispielhaft
für di.e geplanten Tätigkeiten sind Seminare über ( l ) neue Technologien für Ein–
und Ausgabe von Zeichen , Abbildungen und Sprache sowie ( 2) Dokumentdigitalisier–
ung und -fernübertragung.
                                                           ■ î
4-2   Strategische Analyse           "                                             ■ _
Im Rahmen der strategischen Analyse soll Uebereinstimmung über die relative
Bedeutung , den , zeitlichen Ablauf und die Auswirkungen der neuen Technologien
zum Informationstransfer in den 80–er Jahren erzielt werden . Uebereinstimmende
Ansichten sind die Voraussetzung für das Ingangsetzen koordinierter Aktionen in
den Mitgliedsländern , so dass eine solide Grundlage für alle Pilotprojekte ,          ,
die auf Gemeinschaftsebene wünschenswert und zeitlich gesehen angezeigt er­
scheinen , sowie für alle sonstigen Unterstützungsmassnahmen gegeben ist .
 ---pagebreak---                                                                                   19.
                                         - 19 -
Das allgemeine Ziel der strategischen Analyse wird nicht nur sein , eine kohä­
rente Gecamtsicht der wichtigsten Tendenzen zu erarbeiten , sondern sie soll
ausserdem ergeben :
  - Angaben darüber , vriLe das Marktpotential einzusetzen ist ,. damit In­
    formationsdienste entstehen , die einem viel umfassenderen Kreis von
    Endbenutzern zugänglich sind , als es heute allgemein bei den Systemen
    der Fall ist ( z.3. Euronct DIAKS in seiner gegenwärtigen Form);
  - eine Feststellung vorrangiger Markte , auf denen Sofortaktionen
    wirtschaftlich gerechtfertigt erscheinen ;
  - uebereinstimmende Ansichten darüber , an welchen Punkten eine Politik
    zur Ingangsetzung und Unterstützung neuer Dienste am besten ansetzen
    soll .
4.3  Spezielle Anwendungen
In zwei wichtigen Bereichen ist die Zweckmässigkeit des Einsatzes neuer Techno­
logien schon heute erkannt : benutzerorientierte Inforras/tionsretrievalsysterae
und elektronisches VeroffentlichungsViesen ( Speicherung , Verarbeitung , Ueber*-
tragung , Uebersetzung, Retrieval usw. von vollen Texten im Interesse der Ver­
fasser , Herausgeber , Gutachter , Verleger , Bibliothekare , Dokumentare und Be­
nutzer) . In diesen Bereichen sind mehrere spezielle Studien durchzuführen ,
denen entsprechende Pilotvorhaben folgen können. Darüberhinaus muss
für angemessene Folgemassnahmen zu denjeningen Studien , die bereits im Rahmen
des 2 . Aktionsplans durchgeführt wurden , gesorgt werden .                     <
 ---pagebreak---                                                                    Anhang 1
Auf ,'ra'bcn der scktoralen Arbeitsgruppen
Für die genannten Sachbereiche wurden sektorale Arbeitsgruppen gebildet .
Sie setzen sich aus Vertretern der einschlägigen Ministerien oder Abtei-
lungensowio aus Sachverständigen von I & D-Zentren zusammen ; dadurch soll
sichergestellt werden , dass die Ergebnisse der Aktionen des AWTID in
diesen Bereichen auf nationaler Ebene maximal Anwendung finden sowie dass
nationale und Gemeinschaftstätigkeiten aufeinander abgestimmt sind .
Als integrierender Bestandteil des AWTID haben die sektoralen Arbeitsgruppen
vier Hauptaufgaben :
  – Unterstützung-der Kommission bei der Formulierung einer gemeinsamen .
     WiTD-Politik in ausgewählten Sachbereichen und bei der Harmonisierung
      der entsprechenden nationalen Tätigkeiten . Hierzu fungieren die
      Arbeitsgruppen als Forum für den Austausch aktueller Information .
      über einschlägige nationale und Geraeinschaftspolitiken und –pro–         *
      grammc . Darüber hinaus skizzieren sie Vorschläge für Politik und
      Programme , die der Kommission und dem AWTID unterbreitet werden , wo­
      bei die möglichen Tätigkeiten in einem gegebenen Bereich in den
      grösseren Ralimen der zugrunde liegenden und verwandten Politik und
      der allgemeinen Zielsetzungen zu stellen sindj -
  – Unterstützung der Kommission bei der Anwendung neuer Mechanismen ,
      z.B. dem Aixfruf zur Einreichung von Vorschlägen , für die Entwick-
      luigder Informationsdienste . Aufgabe dieser Mechanismen v;äre es ," Vor­
      schläge für neue oder verbesserte Dienste anzuregen , entgegenzunehmen ,
      und zu beurteilen,' sicherzustellen , dass die geographische Verteilung
      der Informationsanbieter die regionale Entwicklung innerhalb der
      Gemeinschaft fördern kann ;
  – Unterstützung der Kommission und des AWTID bei der Erprobung neuer
      Informationstechnologien , soweit diese für bestimmte Bereiche von
      besonderem Interesse sind , z.B. VIDEDTEX für die landwirtschaftliche
      Beratung ;               - ~'
  – Beratung der Kommission bei Erarbeitung und Management geeigneter
      Studien- und Aktionsprogramme . Hierzu gehören u.a . Studien als Ent­
      scheidungshilfen , der Entwurf kurz- und mittelfristiger Arbeitspro-
      gramme , das Setzen von Prioritäten , die Auswahl von Projekten und
      die Pro j ekt entwioklung.
 ---pagebreak---                   VORSCHLAG FUER EIMEN BESCHLUSS DES RATES ZUR
                  FESTLEGUNG EINES DRITTEN DREIJAHRESAKTIONSPLANS
                   IM BEREICH DER WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN
                   INFORMATION UND DOKUMENTATI ON
           Entwurf des Ratsbeschlusses
Bâtiment Jean Monnet , Plateau du Kirchberg, Boite postale 1907 , Luxembourg – Tél . 4301 1
                Télax 3423/3446 COMEUR LU - 2752 EUBDOC LU
 ---pagebreak---                                                                                  &
                          Vorschlag . für einen
                          EESCHLUSS DES RATES
zur Festlegung eines dritten Aktionsplans im Bereich der wissenschaftlich-
           technischen Information und Dokumentation ( I98I-I983 )
DER RAT DER EUROPAEISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 235 «
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts - und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Gemäss Artikel 2 des Vertrages ist es insbesondere Aufgabe der Gemeinschaft-,
eine harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens sowie eine beständige
und ausgewogene Wirtschaftsausweitung innerhalb der Gemeinschaft zu fördern .
Während die Verwertung von Information sich zu einem der unabdingbaren Fak­
toren des Wirtschaftsgeschehens , der Innovation , der Wissenschaft , Erziehung
und Verwaltung entwickelt , ist es wichtig , dass die wissenschaftliche . und
technische Information auf den wirtschaftlichen und sozialen Bereich er­
weitert wird , insbesondere indem die Privatinitiative ermutigt und unter­
stützt wird .
Die Staats - und Regierungschefs haben auf ihrer Tagung vom 21 . und 22 . Juni .
1979 i n Strassburg erklärt , dass " die Dynamik der auf den neuen elektronischen
Technologien basierenden Informationsindustrie eine bedeutsame Quelle des
wirtschaftlichen Wachstums und der sozialen Entwicklung darstellt ".
 ---pagebreak--- Die gleichzeitige Entwicklung der Erstellung und Nutzung von Informationen
in der Gemeinschaft Boll es ermögliohon , schrittweise ein angemessenes
Gleichgewicht zwischen ein- und ausgehenden Informationsflüssen , inobe-
nondoro zwischen dor Gemeinschaft und Drittländern , auf der Grundlage der
Gegenseitigkeit herzustellen , was unter anderem den freien Zugang der Be­
nutzer in dor Gemeinschaft zu von ausserhalb der Gemeinschaft stammenden
Informationsquellen und Daten garantieren wird .
                                                I
Der Ausschuss für wissenschaftlich-technische Information und Dokumentation
( AWTID) und der Ausschuss für wissenschaftliche und technische Forschung
( AWTF ) haben zum Vorschlag der Kommission Stellung genommen .
Es ist notwendig, die bereits im Rahmen der beiden ersten Aktionspläne
für WTID begonnenen Tätigkeiten ira WTID-Bereich zu festigen und zu ver­
stärken . Dies rechtfertigt die Ingangsetzung eines dritten Aktionsplans ,
der wirksam zur Verwirklichung der obengenannten Ziele des Vertrages bei -        ,
tragen soll .
Im Vertrag sind die hierfür erforderlichen besonderen Befugnisse nicht
vorgesehen .                                       '
  4                                                '
Im übrigen wird es auoh erforderlich , dieserhalb die Modalitäten einer
geeigneten Koordinierung der Aktionen auf nationaler und Gemeinschafts­
ebene zu definieren -        *
                                                                               η
                          • ν  ·
BESCHLIESSTi
                                 Artikel 1
Für einen am 1 . Januar 1981 beginnenden Zeitraum von drei Jahren wird ein
dritter Aktionsplan im Bereich der wissenschaftlich/technischen Information und
Dokumentation und anderen diesbezüglichen Fachinformation und -dokumentation nach
Massgabe des Anhangs 1 festgelegt . Der für. die Durchführung erforderliche Höchst­
betrag der Mittelbindungen wird auf 16,5 Millionen Europäische Rechnungseinheiten
veranschlagt ; die Europäische Rechnungseinheit ist in den Haushaltsordnungen defi
niert . Dieser Betrag hat nur Hinweiswert .
                                 Artikel 2
Die Kommission sorgt für die Durchführung dieses Aktionsplans , wobei sie
der AWTID unterstützt, dessen Befugnisse und Arbeitsweise in Anhang II des
 ---pagebreak---                                   - 3 -
                                               s. -      -
Beschlusses vom 9 . Oktober 1978 zur Festlegung eines zweiten Dreijahres-
aktionsplans im Bereich der wi ssenscfraft lich-techni sehen Information und
Dokumentation (1 ) definiert wurden . Die Kommission informiert diesen Aus­
schuss und den AWTF regelmässig über den Fortgang der Arbeiten in diesem
und damit zusammenhängenden Bereichen . Ferner legt sie dem Rat und dem
Europäischen Parlament' jedes Jahr einen ausführlichen Bericht darüber vor .
                                 Artikel 3
Nach Artikel 228 des Vertrages kanrv die Gemeinschaft mit dritten Ländern \
Kooperationsabkommen schliessen , insbesondere im Rahmen der Europäischen
Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen ( CEPT ).
Die Kommission ist befugt / Kooperationsabkommen nach Hassgabe des Beschlusses
vom 9 . Oktober 1978, insbesondere seines Artikels 3 und seines Anhangs II , '
auszuhandeln .                                                 .
Geschehen zu                      ,                 Im Namen des Rates
       ~   '                                        Der Präsident
( 1 ) ABl . L 311 vom 4.11.1978,
                                                                               vt
 ---pagebreak---                                       ANLAGE 1
DRITTER AKTIONSPLAN - IM BEREICH DER WI SSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN
                INFORMATION UND DOKUMENTATION 5UER DIE JAHRE
                                 1981 - 1983
Aufbauend, auf Euronet DIANE und anderen von 1975         1980 iffl Rahmen der
 beiden ersten Aktionspläne erzielten Erfolgen , sowie zur Stärkung und
 Ergänzung nationaler Massnahmen der Mitgliedsländer , strebt der dritte
Aktionsplan an :
            1.   die Konsolidierung und Steigerung der Leistungs-
                 fähigkeiten von Euronet und die Erweiterung und Ver­
                 besserung der Dienste von DIANE ;
            2.   zur Schaffung weiterer qualitativ anspruchsvoller Dienste
                 in Europa beizutragen , um die unterschiedlichsten
                 Bedürfnisse zu befriedigen und sowohl öffentliche
                 als auch kommerzielle Aktivitäten auf diesem Gebiet
                 anzuregen »       •
            3 . die Unterstützung der Benutzer und Informationsver–
                 mittler , und die Entwicklung des Marktes in den Mit-
                 gliedsländern der Gemeinschaft ;
            4.   die Forderung der Anwendung neuer Technologien und
                 Methoden auf die Informationsdienste .
                                    »
Die beiden ersten Ziele sind gegenwartig vorrangig ; die anderen beiden
 sind Ergänzungen ; während der Laufzeit des dritten Aktionsplans wird es
 sich hierbei im wesentlichen um die Beobachtung und Bewertung der Entwick­
 lungen, Durchführung von untersuchenden Studien , Koordinierung nationaler
Auffassungen und Tätigkeiten , Bestimmung von Aktionen , die auf Gemein­
 schaftsebene angemessen sein können und Definition von Vorhaben handeln , die
 solche Aktionen sicherstellen können .
 Allgemein gesehen sollten im Rahmen des - dritten Akiionsplans grosse An­
 strengungen im Bereich der wissenschaftlich /technischen und anderen Fach-*
 Information und -dokuunentation unternommen werden , um die 'Verwirklichung aller
-in der Ratsentschliessung vom 24 » Juni 1971 definierten Ziele zu ermöglichen,
 und die Gemeinschaft , ihre Wirtschaft , ihre Industrie , ihre Wissenschaft ,
 Forschung und: Verwaltung, auf die Herausforderungen dor 80er Jahre vorsu**»
 bereiten »
 ---pagebreak---                                                                              /"   ; ■ Κ. - ■
                                                                                             " ι.
                                      - 2 -                                                    <
                                                                              '          . .    t
  Der 3 - Aktionsplan enthalt folgende vier Hauptkapitelj
                         ■ -.· ·       "                   ■" : :                       ' '!
. l , Euronet ; hin zum öffentlichen Netz ab 1983                                              r
       Das Euronet Netzwerk , seit November 1979 operationeil und mit einer                   •
       erheblich erweiterten Kapazität seit Mitte 19Ö0 ,                                     .:
       – wird bis End8. 1983 von den nationalen Po stVerwaltungen unter Auf–                  !
     -                                                                                        i
           sieht der Gemeinschaft , welche zur Mitdeckung von Betriebsver-                 - :
          lusten herangezogen wird , verwaltet . Die Finanzierung der Deckung der Betriebs
                                               *
        ' Verluste muss auf der Grundlage der Unt erhalt sko st en neu verhandelt ;
          werden , wobei die bei der Indienststellung des Netzes eingetretene
          Verzögerung und das Auftauchen paralleler nationaler Netze ange -,      '
          messen zu berücksichtigen sind;                                 , 1
       - muss insbesondere auf neue Mitgliedstaaten und innerhalb der Mitglied-
          Staaten der Gemeinschaft erweitert werden , tun der steigenden Nachfrage
          nach YJTID schnell folgen zu können. Die Verantwortung für die notwendige
          Erweiterung sollte in zunehmendem Masse bei den Postverwaltungen liegen
          und Gemeinschaftsmittel sollten für regionale Erweiterungen innerhalb der
          Mitgliedstaaten nicht benutzt werden ;                      \
       – sollte mit anderen Netzen in Europa auf der Grundlage von Koopera–
                                  »
          tionsvereinbarungen entsprechend Artikel 3 dieser Entscheidung
          verbunden werden ; Verbindungen mit Netzen in Industrieländern ausser-
          halb Europas sollten auf der Grundlage der Gegenseitigkeit und von
          Verkehrsgarantien in beiden Richtungen hergestellt werden , unter
          Wahrung der grundlegenden Bestimmungen des Vertrages sowie der
          Interessen der DIANIz-Hosts ; wenn immer möglich soll die Gelegeriieit
          ergriffen werden , die Dienste auf Entwicklungsländer einschliesslich
          der Länder des Abkommens von LOME auszudehnen ; •
       - muss weiterhin aktiv vom "Launch team" unterstutzt werden, solange
           dies notwendig ist ; '                   .    -
       - wird speziell von Seiten der Postverwaltungen Massnahmen zur Forder­
          ung des Drittverkehr erfordern , um ein besseres finanzielles^ Gleichge­
           wicht sicherzustellen ;
       - muss schrittweise und reibungslos bis spätestens Ende 1983 in «in
           öffentliches Netz überführt werden , das unter alleiniger Verant­
           wortung der Po stVerwaltungen stehen wird. Dieser Weohsel erfordert eine
           Verlängerung der Vereinbarungen Uber die Tarife für einen ausreichend
           langen Zeitraum, urö die Interessen der Benutzer zu schützen und die For­
           derung der Dienste dar DIANE-Hosts zu unterstützen .
 ---pagebreak---                                        - 3 -
2» Beschleunige Entwicklung hochwertiger Dienste m Europa
   Die weitere Entwicklung der Informationsbereitstellung aus privaten und
   öffentlichen Quellen für europäische Benutzer ist ein wichtiges Ziel des
   dritten Aktionsplans , mit dem die Voraussetzrungen für weitere hochwertige
   Informationsdienste geschaffen werden sollen . Die in diesem Bereich durch­
   zuführenden Massnahmen' sollen :
   - zur Schaffung weiterer hochwertiger Dienste "beitragen und Lücken dort
     schliessen , wo dies für die Gemeinschaft von Bedeutung ist ;
   - Genieinschaftsinteressen entsprechen und - wo angemessen - Elemente ent­
     halten , die eine europäische Zusammenarbeit erforderlich machen ;
   - nationale Programme "berücksichtigen und, soweit möglich und angemessen ,
     Gemeinschaftsunterstützung mit Tätigkeiten in den Mitgliedstaaten
     kombinieren .
   Hierzu können zwei Mechanismen wirkungsvoll sein :
   - Die Studie , Definition und Durchführung bestimmter Aktionen mit Hilfe
     von "Task Forces " und sektoralen Gruppen , insbesondere in Bereichen ,
     in denen eine Gemeinschaftspolitik oder vorrangige Gemeinschaftsinte­
     ressen bestehen ( z.B. Landwirtschaft , Itaweltschutz , Energiewirtschaft ,
     Gesundheitswesen) ; zwei verschiedene Verfahren können für die Finan- ,
     zierung und die Durchführung solcher Aktionen geeignet sein :
       - die Durchführung von Vorhaben im Rahmen von Verträgen , die von
         der Gemeinschaft finanziert werden , mit möglichen Beiträgen aus
         anderen Quellen ;
       – die Schaffung neuer Systeme und Dienste im Rahmen der Zusammen­
         arbeit von . Fachzentren in den Mitgliedslandern , wobei dies durch die
         Gemeinschaft koordiniert wird .
   - Der Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen ; dieses Verfahren wurde im
     Rahmen des zweiten Aktionsplans geschaffen und bietet die Möglichkeit
     einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung entsprechen! der bis­
     herigen Erfahrungen und den jeweiligen Bedürfnissen , um neue Ideen zu
     fordern und das Interesse anzuregen . Die Kommission wird die von priva­
     ten oder öffentlichen Organisationen in den Mitglieds baaten vorge­
     schlagenen Projekte , die von Bedeutung und Intel' esse für die Gemein­
     schaft sind , direkt mit kurzfristigen Subventionen unter stützen und wird ,
     wenn es möglich und wünschenswert erscheint , Gerne inschaft sakt ionen mit
     entsprechend vorhandenen oder vorg'sschlagfiTistt Msch^-ni soiei auf r.a.i. loyaler
     Ebene kombinieren . .'Die direkte finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft
     betragt derzeit im allgemeinen 25$ der Eint wickiungsko st en , kann aber bis
     zu 497« erreichen . Derartige Finanzhilfen werden unter der Bedingung             ge­
 ---pagebreak--- währt , dasö die längerfristige Lebensfähigkeit der Vorhaben ohne ständige Ge-
meinschaftsunterstützung sichergestellt ist .
Zusätzliche Massnahmen der indirekten Unterstützung sollten bei der weiteren
Verfolgung von Vorschlägen , die nicht finanziert werden könnei?, jedoch weitere
Beachtung und angemessene Unterstützung verdienen , in Erwägung gezogen werden .
Benutzerunterstützung und Markt entwicklung
In Ergänzung der vorrangigen Tätigkeiten des ersten und zweiten Kapitels müssen
einige begleitende Massnahmen durchgeführt werden , die sich auf Gemeinschafts­
ebene zur Bewertung der Situation und zur Vorbereitung zukünftiger unterstützender
Politiken und Tätigkeiten als erforderlich erweisen :
– zur Anregung eines grösseren und anspruchsvolleren Marktes für europäische
   Informationsdienste und besonders für die über Euronet DIANE angebotenen Dienste
   bei denen eine zunehmende Beteiligung und eine stufenweise Uebertragung der
   Verantwortung auf die Hosts , Datenbasenhersteller und die anderen interessier­
   ten Parteien geplant ist ;
– zur Verbesserung des Informationsmarktes in Europa anhand systematischer
   Analysen ;
– zur Tbrderung der Ausfuhr von Informationsprodukten und Qn-line Diensten aus
   der Gemeinschaft in andere Industrie- und in Entwicklungsländer einschliesslich
   der Länder des LOME Abkommens , insbesondere mittels Seminaren , Studien /'Work­
   shop^' und anderer Aktionen ;
– zur Bewertung des Benutzerbedarfs und zu deren angemessener Unterstützung ,.,
   besonders durch Auskunfts- und Vermittlungsdienste ;
                 V                  •  *-
- zur Anregung wirksamer Dokumentlief erdienste unter Berücksichtigung bestehender
   Einrichtungen in den Mitgliedsländern ;
- zur Entwicklung geeigneter Mehrsprachigkeitshilf smittel , um die Sprachbarrieren
   für die Benutzer zu senken ;                                            ,
- zur besonderen Berücksichtigung der Anforderungen der Klein- und Mittelbetriebe
   und um die weitere Entwicklung von Vermittlungs- und anderen Diensten unter
 . Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse und Zwänge dieser Betriebe zu
   ermutigen ;                                     ■     •                        ' r
- zur Berücksichtigung der Benutzerinteressen bei der Definition oder Einführung
   europäischer oder internationaler Normen .
Nene Technolo gien und Methoden müssen beobachtet und selektiv projektiert werden
zur Qualitätsverbesserung , Leistungssteigerung , Kostensenkung, Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit der Informationssysteme und -dienst e in Europa und zur
 ---pagebreak---                                                                                6 7,
                                    - 5 -
                                9
Erweiterung ihre3 Erfassungsbereichs . E3 ist besonders wichtig , dass solche
Entwicklungen in angemessener Weise eingeführt werden , um sowohl die Informations-
lieferanten wie auch die Benutzer in den Genus3 der Vorteile der neuen Techno­
logien zu bringen . Es ist nicht beabsichtigt , im Rahmen des 3 « Aktionsplans
neue Technologien zu entwickeln , sondern ihre Anwendung und Anpassung so schnell
und wirkungsvoll wie möglich in der Gemeinschaft zu fördern . Zunächst sollte
dies auf folgende Weise erreicht werden :
- durch Beobachtung der entstehenden Technologien und ihrer Anwendungen ;
- durch Aufstellung einer koordinierten strategischen Sicht der Entwicklungen ,
  die sich möglicherweise auf WTID auswirken ;
– durch Durchführung spezieller Studien , z.B. in den Bereichen der benutzer–
  orientierten Retrievalsysteme und des elektronischen Veröffentlichungs-
  wesens ;
– durch Bestimmung und Definition von Aktionen , die sich auf Gemeinschafts–
  ebene anbieten .
 ---pagebreak--- 3°  I'lón cl'action
on  ÍDS'J' .
                            FICHE     FINANCIERE
1 . Ligne budgétaire concerné e :
               poste 3620 : Plans d' action triennaux
                                 3ème Plan d' action en matière d' infor­
                                 mation et de documentation scientifiques
                                 et techniques . ( IDST)~
2 . Ha ne juridique       :
               Proposition de décision du Conseil relative au
               3ème Plan d' action en IDST ( en préparation dans les
               services de la Commission )
3.  Description de l' action          :
               voir proposition de décision du Conseil ci-jointe et
               communication de Monsieur DAVIGNON à la Commission .
4 . Just ij^ijçcrt ic>n _de 1 ' act ion ;
               voir proposition de décision du Conseil ci-jointe et
               communication de Monsieur DAVIGNON à la Commission .
5.  Incici enc e   fi nancière de     l' action sur les crédits d' interven ¬
    tion     :
    5.1 ., Coût total . de' l' action :                              -
               16,5 MUCE à répartir sur trois exercices budgétaires .
                 i                              \
    5.2 . Dépense intégralement supportée par le budget communau­
             taire .
 ---pagebreak---       5.3 . Echéant: i i*r des crédits nécessaires î
          -   5.3.1 . Crédits dissociés
                                                               ( en m.u.c.e .)
i               '         :
     crédits              Ï               credits de paiement
¡d 1 onqaqement           :
                          :       1981      1982     1983      1984      1985
  exercice 1981       :   :
      2,000               :      0,500     1,000    0,500        - .        -
                          •
                          *
                                             • -
  exerci ce 1982 :        :
'     8,000               ;                3,500    2,500     2,000       ■ -
1                         ·
  exercice 1983      Ï    :
'
      6 , 500             :       -                 2,500     2,500     1,500
                          •
                          •
                          •          . Ν
              total  :    :     ~
     1b ; 500             :      0,500     4,500    5,500     4,500 , : 1,500
                                                 •
1                         ·
              5.3.2 . Mode de calcul
                        L' estimation des crédits destinés à financer le
                        3èm6 plan d' action est basée sur î
                        - les 1 coûts réels de la mise en place du ré­
                            seau EURONET-DIANE ;
                        - l' expérience acquise et les coûts réels des
                            systèmes actuellement opérationnels , complétés
                            sur les indications fournies par les experts
                            nationaux ;
                        - les estimations faites par des experts natio­
                            naux ou dans le cadre d' études de faisabilité
                            détaillées ,, concernant en particulier les
              x             coûts de développement de services de haute
                            qualité et du marché européen de l' IDST ;
                        - les tarifs en vigueur notamment dans certains
                            contrats d' études et de prestations en matière
                            documentaire et informatique ;
                        - les taux d' inflation constatés ou prévus pour
                            les années ultérieures à 1980 .
 ---pagebreak---                                                                           V 4.
                                           - 3 - . - , -   - ,                  ;
    o . T ne i ( ience financière sur les crédits de personnel et de fonc -
        tionneniont co u rant :                                                '!
 «►     6 . 1 . Personnel nécessaire à l' exécution de l' action :         -      j
Y                    En place , ( action demandée en continuité des deux
                     précédents plans ).                 *
                          \                                        #        -       j
    7 . Financement des dépenses d' intervention :                                   i
        Créc.'its n inscrire dans les budgets futurs .
    ô•  Incidence s sur         les ressources :
                     néant .
        rég i me d e con t rôle prévu ;
      ' 9.1 . La mise en oeuvre du plan d' action est subordonnée à
                  l' avis préalable du Comité pour l' Information et la
                 Documentation Scientifiques et Techniques ( CIDST ) , aux
                 conditions définies par . le Conseil dans sa décision
                 du 9 octobre 1978 ( annexe II ), portant adoption d' un
                 2ènie plan d' action ( JO n°L 311 du 4.11.1978 ).
        9.2 . I.'état d'avancement des travaux ainsi les résultats
                 obtenus feront l' objet d' un contrôle périodique de
                 la part du Parlement et du Conseil à l' occasion de
                 la présentation par la Commission de son rapport annuel
                 d ' act ivi té .
                        '                                               I