CELEX: 51980PC0893
Language: de
Date: 1980-12-31
Title: Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Koordinierung der Bedingungen für die Erstellung der Kontrolle und die Verbreitung des Prospekts, der im Fall von öffentlichen Zeichnungs- und Verkaufsangeboten zu veröffentlichen ist

31.12.80                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. C 355/39
                  URSPRÜNGLICHE FASSUNG                                          NEUER VORSCHLAG
    Mitgliedstaaten die Kündigungsmöglichkeit       für
    den Versicherer begrenzen oder ausschließen.
                                                                                Artikel 11 und 12
                                                              Unverändert
                        Artikel 13                                                  Artikel 13
Die Mitgliedstaaten setzen die gemäß dieser Richtli-         Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Maß-
nie erforderlichen Maßnahmen binnen achtzehn Mo-             nahmen in Kraft, um dieser Richtlinie bis zum 1. Juli
naten nach Bekanntgabe der Richtlinie in Kraft und            1983 nachzukommen. Sie setzen die Kommission un-
teilen dies unverzüglich der Kommission mit.                 verzüglich davon in Kenntnis.
                                                                                Artikel 14 und 15
                                                             Unverändert
                                                                                                          /
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Koordinierung der Bedingungen für die Er-
              stellung der Kontrolle und die Verbreitung des Prospekts, der im Fall von öffentlichen
                               Zeichnungs- oder Verkaufsangeboten zu veröffentlichen ist
                              (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 13. Januar 1981)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                     es ihnen gestatten, die eingegangenen Risiken zu
GEMEINSCHAFTEN —                                             beurteilen sowie ihre Entscheidungen in eigener Ver-
                                                             antwortung zu fällen, was den Schutz der Anleger in
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-              geeigneter Weise gewährleisten würde;
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 54 Absatz 3 Buchstabe g) und Artikel 100,            Diese Information stellt ein wirksames Mittel dar zur
                                                             Stärkung des Vertrauens bei den Sparern in die An-
                                                             lage von Geldern in Wertpapieren und trägt somit
auf Vorschlag der Kommission,                                dazu bei, ein einwandfreies Funktionieren der Wert-
                                                             papiermärkte sicherzustellen sowie ihre Entwicklung
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,              zu fördern.
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-           Eine wirkungsvolle Politik der Information der Anle-
schusses,                                                    ger auf europäischer Ebene zu realisieren erscheint
                                                             um so notwendiger, als eine derartige Politik geeignet
in Erwägung nachstehender Gründe:                            ist, aufgrund der Garantien, die den Anlegern mit ihr
                                                             geboten werden sowie ihrer positiven Wirkung in be-
                                                             zug auf ein einwandfreies Funktionieren der Wertpa-
Ein wirksamer Schutz der Sparer bei der Anlage von
                                                             piermärkte, die Durchdringung der nationalen Wert-
Geldern in Wertpapieren erfordert wie jede andere
                                                             papiermärkte zu fördern und so zur Schaffung eines
Anlageform, die mit Risiken verbunden ist, daß die
                                                             effektiven europäischen Kapitalmarkts beizutragen.
Anleger in die Lage versetzt werden, diese Risiken
richtig einzuschätzen, um es ihnen zu ermöglichen,
ihre Anlageentscheidungen in vollständiger Kenntnis          Die Richtlinie 80/390/EWG des Rates vom 17. März
der Sachlage zu treffen.                                      1980 zur Koordinierung der Bedingungen für die Er-
                                                             stellung, die Kontrolle und die Verbreitung des Pro-
Eine zutreffende und vollständige Information in be-         spekts der für die Zulassung von Wertpapieren zur
zug auf die Wertpapiere und ihre Emittenten würde            amtlichen Notierung an einer Wertpapierbörse zu
 ---pagebreak--- Nr. C 355/40                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          31.12.80
veröffentlichen ist ('), ist ein wesentlicher Schritt hin       Zeichnungs- oder Verkaufsangebots sind, vorausge-
zur Verwirklichung dieser Informationspolitik auf               setzt, daß diese Wertpapiere nicht zur amtlichen No-
europäischer Ebene; koordiniert sie in der Tat auf              tierung an einer Börse zugelassen sind, die in diesem
dieser Ebene die zu veröffentlichenden Informationen            Mitgliedstaat ansässig oder in diesem Mitgliedstaat
für die Zulassung von Wertpapieren zur amtlichen                tätig ist.
Notierung an einer Wertpapierbörse, die sich auf die
besonderen Merkmale der angebotenen Wertpapiere                 (2)     Für die Anwendung dieser Richtlinie sind
sowie ihrer Emittenten beziehen, um den Anlegern zu             Wertpapiere Gegenstand eines öffentlichen Zeich-
gestatten, sich ein fundiertes Urteil über die Vermö-           nungs- oder Verkaufsangebots, wenn sich das Ange-
gens-, Finanz- und Ertragslage und die Entwick-                 bot nicht ausschließlich an einen beschränkten Perso-
lungsaussichten dieser Emittenten sowie über die mit            nenkreis richtet.
diesen Wertpapieren verbundenen Rechte zu bilden.
                                                                Die Mitgliedstaaten bestimmen, was als ein „be-
Diese Informationspolitik erfordert in gleicher Weise,          schränkter Personenkreis" anzusehen ist, wobei die
daß bei einem öffentlichen Zeichnungs- oder Ver-                Anzahl der Personen, an die das Angebot gerichtet ist
kaufsangebot von Wertpapieren, sei es, daß diese                sowie gegebenenfalls deren Eigenschaft, der Umfang
Wertpapiere später oder nicht an einer Börse amtlich            des Angebots bzw. die verwendeten Publikationsmit-
notiert werden, den Anlegern vergleichbare Informa-             tel zur Durchführung des Angebots in Betracht zu
tionen in der Form eines Prospekts zur Verfügung                ziehen sind.
gestellt werden, weshalb eine Koordinierung des In-
halts dieses Prospekts ebenso angebracht erscheint,
damit die Garantien zugunsten der Anleger in den                                        Artikel 2
verschiedenen Mitgliedstaaten gleichwertig gestaltet
sind und eine Durchdringung der nationalen Wertpa-              Diese Richtlinie gilt nicht für:
piermärkte gefördert wird. Diese Koordinierung ist
                                                                a) Anteilscheine, die von Organismen für gemein-
um so notwendiger, da der Prospekt bei einem öffent-
                                                                    same Anlagen eines anderen als des geschlossenen
lichen Angebot nach den in der Richtlinie
                                                                    Typs ausgegeben werden;
80/390/EWG des Rates festgelegten Bedingungen als
Börsenzulassungsprospekt Verwendung finden kann,                b) Wertpapiere, die von einem Staat oder seinen öf-
sofern er Informationen enthält, die als gleichwertig               fentlichen Gebietskörperschaften ausgegeben wer-
mit den in dieser Richtlinie verlangten Informationen               den;
angesehen werden können. Um Emittenten, die zu
einem späteren Zeitpunkt die Zulassung ihrer Wert-              c) Wertpapiere, die anläßlich eines öffentlichen Um-
papiere an einer Wertpapierbörse der Gemeinschaft                   tauschangebots ausgegeben werden;
beantragen, ihre Aufgabe zu erleichtern, ist es deshalb         d) Wertpapiere, die anläßlich einer Verschmelzung
erforderlich, dafür Sorge zu tragen, daß der Prospekt               durch Aufnahme einer Gesellschaft oder durch
im Falle eines öffentlichen Angebots hinsichtlich sei-              Gründung einer neuen Gesellschaft, durch Spal-
nes Inhalts in allen Mitgliedstaaten als gleichwertig               tung einer Gesellschaft, Übertragung des gesamten
mit dem Börsenzulassungsprospekt angesehen wird.                    Vermögens oder eines Teils des Vermögens eines
Diese Koordinierung ist auf Wertpapiere unabhängig                  Unternehmens oder als Gegenleistung für andere
von der Rechtsnatur des emittierenden Unternehmens                  als Bareinlagen ausgegeben werden;
anzuwenden. Daher muß sich diese Richtlinie, sofern             e) Aktien, die den Inhabern unentgeltlich zugeteilt
sie sich auf nicht in Artikel 58 Absatz 2 des Vertrages             werden;
genannte Einrichtungen erstreckt und über den An-
wendungsbereich von Artikel 54 Absatz 3 Buchstabe               f) Aktien, die anstelle von Aktien begeben werden,
g) hinausgeht, auch auf Artikel 100 stützen —                       ohne daß die Ausgabe dieser neuen Aktien eine
                                                                    Erhöhung des Gesellschaftskapitals mit sich ge-
                                                                    bracht hat;
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                                                g) Aktien, die unmittelbar oder mittelbar an die Ar-
                                                                    beitnehmer ausgegeben oder einem „Trustee"
                      ABSCHNITT I                                   übertragen werden, der diese Aktien für Rechnung
                                                                    der Arbeitnehmer hält.
                 Allgemeine Vorschriften
                                                                                        Artikel 3
                         Artikel 1
(1)     Diese Richtlinie betrifft Wertpapiere, die in           Für die Anwendung dieser Richtlinie gelten als:
einem Mitgliedstaat Gegenstand eines öffentlichen               a) Organismen für gemeinsame Anlagen eines ande-
                                                                    ren als des geschlossenen Typs: die Investment-
(') ABl. Nr. L 100 vom 17. 4. 1980, S. 1.                           fonds und Investmentgesellschaften,
 ---pagebreak--- 31. 12.80                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 355/4l
   — deren Zweck es ist, die vom Publikum bei ih-                                     Artikel 5
        nen eingelegten Gelder nach dem Grundsatz
        der Risikomischung gemeinsam anzulegen und           (1)     Der Prospekt muß die Angaben enthalten, die
                                                             entsprechend den Merkmalen des Emittenten und der
   — deren Anteilscheine auf Verlangen der Anteil-
                                                             Wertpapiere, die zur Zeichnung oder zum Verkauf
        inhaber unmittelbar oder mittelbar zu Lasten
                                                             öffentlich angeboten werden, notwendig sind, um den
        des Vermögens dieser Organismen zurückge-
                                                             Anlegern und ihren Anlageberatern ein fundiertes Ur-
        nommen oder ausgezahlt werden. Diesen
                                                             teil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
        Rücknahmen oder Auszahlungen gleichgestellt
                                                             und die Entwicklungsaussichten des Emittenten sowie
        sind Handlungen, mit denen ein Organismus
                                                             über die mit diesen Wertpapieren verbundenen
        für gemeinsame Anlagen sicherstellen will, daß
                                                             Rechte zu gestatten.
        der Kurs seiner Anteilscheine nicht erheblich
        von deren Nettoinventarwert abweicht;
                                                             (2)     Die Mitgliedstaaten stellen sicher, daß die Er-
                                                             füllung der Verpflichtung nach Absatz 1 den im An-
b) Anteilscheine eines Organismus für gemeinsame             hang in den Schemata A und B unter Nummer 1.1
    Anlagen: die von einem Organismus für gemein-            genannten Personen obliegt, die für den Prospekt die
    same Anlagen ausgegebenen Wertpapiere, die               Verantwortung übernehmen.
    Rechte der Teilhaber am Vermögen dieses Orga-
    nismus verbriefen;
c) Emittenten: Gesellschaften, sonstige juristische                                   Artikel 6
    Personen und alle Unternehmen, deren Wertpa-
    piere Gegenstand eines öffentlichen Zeichnungs-
    oder Verkaufsangebots sind;                              (1)     Unbeschadet der Verpflichtung nach Artikel 5
                                                             stellen die Mitgliedstaaten sicher, daß der Prospekt
                                                             vorbehaltlich der in den Artikeln 7 und 8 vorgesehe-
d) Nettoumsatzerlöse: der Erlös aus dem Verkauf              nen Ausnahmemöglichkeiten in einer Form, die das
    von für die normale Geschäftstätigkeit des Unter-        Verständnis und die Analyse möglichst erleichtert,
    nehmens typischen Erzeugnissen und der Erbrin-           mindestens die Angaben nach Schema A, B oder C
    gung von für die Tätigkeit des Unternehmens typi-        enthält, je nachdem, ob es sich um Aktien, Schuldver-
    schen Dienstleistungen nach Abzug von Erlös-             schreibungen oder Zertifikate, die Aktien vertreten,
    schmälerungen, der Mehrwertsteuer und anderer            handelt.
    unmittelbar auf den Umsatz bezogener Steuern;
                                                             (2)     In den Sonderfällen, die in den Artikeln 9 bis
e) Kreditinstitute: Unternehmen, deren Tätigkeit              16 aufgeführt sind, ist der Prospekt entsprechend den
    darin besteht, Einlagen oder andere rückzahlbare         in diesen Artikeln genannten Angaben vorbehaltlich
    Gelder des Publikums entgegenzunehmen und                der in den Artikeln 7 und 8 vorgesehenen Ausnahme-
    Kredite für eigene Rechnung zu gewähren;                 möglichkeiten zu erstellen.
f) Beteiligungen: Anteile an anderen Unternehmen,            (3)     Entsprechen bestimmte Nummern der Sche-
    die dazu bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbe-         mata A, B und C nicht der Tätigkeit oder der Rechts-
    trieb durch Herstellung einer dauernden Verbin-          form des Emittenten, ist ein Prospekt mit gleichwerti-
    dung zu jenen Unternehmen zu dienen; dabei ist            gen Angaben durch Anpassung dieser Nummern zu
    es gleichgültig, ob die Anteile in Wertpapieren           erstellen.
    verbrieft sind oder nicht;
g) Jahresabschluß: die Bilanz, die Gewinn- und Ver-                                   Artikel 7
    lustrechnung sowie den Anhang. Diese Unterlagen
    bilden eine Einheit.                                      Die Mitgliedstaaten können die Stellen, die mit der
                                                              Prospektkontrolle im Sinne dieser Richtlinie beauf-
                                                              tragt sind, nachstehend „zuständige Stellen" genannt,
                         Artikel 4                            ermächtigen, eine teilweise oder gänzliche Befreiung
                                                              von der Pflicht zur Veröffentlichung des Prospekts in
Die Mitgliedstaaten stellen sicher, daß ein öffentliches      folgenden Fällen vorzusehen:
Zeichnungs- oder Verkaufsangebot von Wertpapieren
in ihrem Hoheitsgebiet der Veröffentlichung eines             1. Wenn Wertpapiere, die Gegenstand des öffentli-
 Prospekts unterliegt.                                           chen Angebots sind, nicht durch den Emittenten
                                                                 oder durch Finanzmittler angeboten werden;
 Die Veröffentlichungspflicht obliegt der Person, die
das öffentliche Angebot vornimmt oder für deren               2. Wenn es sich bei den Wertpapieren des öffentli-
 Rechnung dieses Angebot erfolgt.                                chen Angebots handelt um:
 ---pagebreak--- Nr. C 355/42                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             31. 12. 80
    a) Aktien, die zwecks Umwandlung von Wandel-                        bungen gleichgestellt sind, die vom Staat
        schuldverschreibungen oder infolge eines Aus-                   ausgegeben oder garantiert werden, oder
        tauschs gegen austauschbare Schuldverschrei-
                                                                d) zusätzliche Zertifikate sind, die Aktien vertre-
       bungen ausgegeben werden; oder
                                                                   ten und im Austausch gegen die ursprünglichen
   b) Aktien, die bei der Ausübung von Rechten auf-                Wertpapiere ausgegeben werden, ohne daß die
       grund von Optionsscheinen ausgegeben wer-                   Ausgabe dieser neuen Zertifikate eine Erhö-
       den;                                                        hung des Gesellschaftskapitals mit sich gebracht
                                                                   hat und unter der Bedingung, daß ein Doku-
   und wenn die Angaben nach Schema A Kapitel 2                    ment, das sich auf Zertifikate bezieht, die diese
   soweit zutreffend gemäß Artikel 19 und Artikel 20               Aktien vertreten, im selben Mitgliedstaat bereits
   Absatz 1 veröffentlicht worden sind.                            veröffentlicht worden ist, in dem das öffentliche
                                                                   Angebot erfolgt ist und dessen Informationen
3. Wenn die öffentlich angebotenen Wertpapiere                     verglichen mit den im in dieser Richtlinie vor-
                                                                   gesehenen Prospekt enthaltenen Informationen
   a) Aktien sind, bei denen entweder die Zahl oder
                                                                   von den zuständigen Stellen für gleichwertig
       der geschätzte Börsenwert oder der Nennbetrag
                                                                   erachtet werden
       oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, der
       rechnerische Wert niedriger ist als 10 % der             und wenn in allen unter den Buchstaben a) bis d)
       Zahl oder des entsprechenden Werts von Ak-               genannten Fällen Angaben über die Zahl und Art
       tien der gleichen Gattung, die bereits Gegen-            der Wertpapiere, die öffentlich angeboten werden,
       stand eines öffentlichen Angebots im Mitglied-           und die Umstände, unter denen die Wertpapiere
       staat, in dem das öffentliche Angebot erfolgt ist        ausgegeben worden sind, gemäß Artikel 19 und
       und deren Nennbetrag oder, falls ein solcher            Artikel 20 Absatz 1 veröffentlicht werden.
       nicht vorhanden ist, deren rechnerischer W e n
       jedenfalls weniger als 25 000 Europäische
       Rechnungseinheiten beträgt;                                                  Artikel 8
   b) Schuldverschreibungen sind, die von Gesell-           (1)     Die zuständigen Stellen können von der Auf-
       schaften oder anderen juristischen Personen aus      nahme bestimmter, in dieser Richtlinie vorgesehener
       einem Mitgliedstaat ausgegeben werden,               Angaben in den Prospekt befreien, wenn sie der Auf-
                                                            fassung sind,
       — die ihre Tätigkeit unter einem Staatsmono-
           pol ausüben                                      a) daß diese Angaben nur von geringer Bedeutung
                                                                und nicht geeignet sind, die Beurteilung der Ver-
       — und die durch oder aufgrund eines besonde-             mögens-, Finanz- und Ertragslage und der Ent-
           ren Gesetzes geschaffen worden sind oder             wicklungsaussichten des Emittenten zu beeinflus-
           geregelt werden oder deren Anleihen von              sen, oder
           einem Mitgliedstaat oder einem seiner Bun-
           desländer unbedingt und unwiderruflich ga-       b) daß die Verbreitung dieser Angaben dem öffentli-
           rantiert werden, oder                                chen Interesse zuwiderlaufen oder dem Emittenten
                                                                erheblichen Schaden zufügen würde, sofern im
   c) Schuldverschreibungen sind, welche von juristi-           letzteren Fall die NichtVeröffentlichung das Publi-
       schen Personen aus einem Mitgliedstaat ausge-            kum nicht über die für die Beurteilung der betref-
       geben werden, die keine Gesellschaften sind              fenden Wertpapiere wesentlichen Tatsachen und
       und                                                      Umstände täuscht.
       — die durch ein Sondergesetz geschaffen wor-         (2)     Ist derjenige, der das Angebot vornimmt, eine
           den sind                                         andere Person als der Emittent oder ein Dritter, der
       — und deren Tätigkeit durch dieses Sonderge-         für seine Rechnung handelt, so können die zuständi-
           setz geregelt ist und ausschließlich in fol-     gen Stellen von der Übernahme in den Prospekt von
           gendem besteht:                                  bestimmten Angaben, über die diese Person normaler-
                                                            weise nicht verfügt, befreien.
            i) Aufnahme von Kapital unter Aufsicht
               der Behörden durch die Ausgabe von
               Schuldverschreibungen und                                          ABSCHNITT II
           ii) Finanzierung von Produktionstätigkeiten
               mit den durch sie aufgenommenen und                     Inhalt des Prospekts in Sonderfällen
               den von einem Mitgliedstaat bereitge-
               stellten Mitteln
                                                                                     Artikel 9
       — und deren Schuldverschreibungen für die
           Zulassung zur amtlichen Notierung durch          (1)     Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf Ak-
           innerstaatliches Recht den Schuldverschrei-      tien, die den Aktionären des Emittenten vorzugsweise
 ---pagebreak--- 31.12.80                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 355/43
angeboten werden, so können die zuständigen Stellen           kum zur Verfügung zu halten, wenn der nicht veröf-
vorsehen, daß der Prospekt nur die Angaben enthält,           fentlichte und für das Publikum nicht zur Verfügung
die vorgesehen sind in Schema A:                              gehaltene Abschluß keine wesentlichen zusätzlichen
                                                              Aussagen enthält.
— Kapitel 1,
— Kapitel 2,                                                                          Artikel 10
— Kapitel 3 Nummern 3.1.0, 3.1.5, 3.2.0, 3.2.1,
     3.2.6, 3.2.7, 3.2.8 und 3.2.9,                           (1)     Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf
                                                              Schuldverschreibungen, die keine Wandelschuldver-
— Kapitel 4 Nummern 4.2, 4.4, 4.5, 4.7.1 und 4.7.2,           schreibungen, austauschbaren Schuldverschreibungen
                                                              oder Optionsanleihen sind und die von einem Unter-
— Kapitel 5 Nummern 5.1.4, 5.1.5 und 5.5,
                                                              nehmen ausgegeben werden, von dem Wertpapiere an
— Kapitel 6 Nummern 6.1, 6.2.Q, 6.2.1, 6.2.2 und              einer Wertpapierbörse notiert werden, die im selben
     6.2.3 sowie                                              Mitgliedstaat liegt oder tätig ist, in dem das öffent-
                                                              liche Angebot erfolgt, so können die zuständigen Stel-
— Kapitel 7.                                                  len vorsehen, daß der Prospekt nur die Angaben ent-
Werden die Aktien nach Unterabsatz 1 durch Zertifi-           hält, die vorgesehen sind in Schema B:
kate vertreten, so muß der Prospekt vorbehaltlich des         — Kapitel 1,
Artikels 15 Absätze 2 und 3 außer den in Unterabsatz
1 vorgesehenen Angaben zumindest die Angaben ent-             — Kapitel 2,
halten, die vorgesehen sind in Schema C:
                                                              — Kapitel 3 Nummern 3.1.0, 3.1.5, 3.2.0 und 3.2.2,
— Kapitel 1 Nummern 1.1, 1.3, 1.4, 1.6 und 1.8
                                                              — Kapitel 4 Nummern 4.3,
     sowie
                                                              — Kapitel 5 Nummern 5.1.2, 5.1.3, 5.1.4, und 5.4,
— Kapitel 2.
                                                              — Kapitel 6,
(2)     Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf
                                                              — Kapitel 7.
Wandelschuldverschreibungen, austauschbare Schuld-
verschreibungen oder Optionsanleihen, die den Ak-
tionären des Emittenten vorzugsweise angeboten wer-           (2)     Der Jahresabschluß für das letzte Geschäftsjahr
den, so können die zuständigen Stellen vorsehen, daß          ist in derselben Form wie der Prospekt, auf den in
der Prospekt nur folgendes enthält:                           Absatz 1 Bezug genommen ist, zu veröffentlichen und
                                                              für das Publikum zur Verfügung zu halten.
— Angaben über die Art der zur Umwandlung, zum
     Tausch oder zum Bezug angebotenen Aktien und              (3)    Stellt der Emittent gleichzeitig einen nicht kon-
     die damit verbundenen Rechte;                             solidierten und einen konsolidierten Jahresabschluß
— die in Absatz 1 Unterabsatz 1 genannten Angaben              auf, so sind beide Arten von Abschlüssen zu veröf-
     nach Schema A, mit Ausnahme des Kapitels 2 die-          fentlichen und zur Verfügung für das Publikum zu
     ses Schemas;                                              halten. Die zuständigen Stellen können allerdings
                                                               dem Emittenten gestatten, entweder nur den nicht
— die in Schema B Kapitel 2 genannten Angaben;                 konsolidierten oder nur den konsolidierten Jahresab-
                                                               schluß zu veröffentlichen und zur Verfügung für das
— die Umwandlungs-, Tausch- oder Bezugsbedin-
                                                               Publikum zu halten, wenn der nicht veröffentlichte
     gungen und -modalitäten und die Angabe der
                                                               bzw. nicht zur Verfügung für das Publikum gehaltene
     Fälle, in denen sie geändert werden können.
                                                              Jahresabschluß keine wesentlichen zusätzlichen Aus-
                                                               sagen enthält.
(3)      Der Jahresabschluß für das letzte Geschäftsjahr
ist in derselben Form wie der Prospekt, auf den in
Absatz 1 und Absatz 2 Bezug genommen ist, zu ver-                                     Artikel 11
öffentlichen und für das Publikum zur Verfügung zu
halten.                                                        (1)    Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf
                                                               Wertpapiere, die von Finanzinstitutionen ausgegeben
 (4)     Stellt der Emittent gleichzeitig einen nicht kon-     werden, so muß der Prospekt folgendes enthalten:
solidierten Jahresabschluß und einen konsolidierten
                                                               — mindestens die in Schema A oder B Kapitel 1, 2,
Jahresabschluß auf, so sind beide Arten von Abschlüs-
                                                                   3, 5 und 6 vorgesehenen Angaben, je nachdem, ob
sen zu veröffentlichen und für das Publikum zur
                                                                   es sich um Aktien oder Schuldverschreibungen
Verfügung zu halten. Die zuständigen Stellen können
                                                                   handelt;
 allerdings dem Emittenten gestatten, entweder nur
den nicht konsolidierten oder nur den konsolidierten           — Angaben, die entsprechend den diesbezüglichen
Jahresabschluß zu veröffentlichen und für das Publi-               Vorschriften des innerstaatlichen Rechts oder der
 ---pagebreak--- Nr. C 355/44                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           31. 12. 80
    zuständigen Stellen den besonderen Merkmalen            son garantiert werden, muß der Prospekt folgendes
    der betreffenden Emittenten angepaßt und den            enthalten:
    Angaben nach Schema A oder B Kapitel 4 und 7
    zumindest gleichwertig sind.                            — in bezug auf den Emittenten die Angaben nach
                                                                 Schema B und
(2)     Es ist Aufgabe der Mitgliedstaaten, die in die-
sem Artikel genannten Finanzinstitutionen zu bestim-        — in bezug auf den Garanten die Angaben nach
men.                                                             Schema B Nummer 1.3 und Kapitel 3 bis 7.
(3)     Die in diesem Artikel vorgesehene Regelung          Ist der Emittent oder der Garant eine Finanzinstitu-
kann ausgedehnt werden auf:                                 tion, so wird der Teil des Prospekts, der sich auf
— Organismen für gemeinsame Anlagen, deren An-              diese Finanzinstitution bezieht, unbeschadet des Un-
    teilscheine gemäß Artikel 2 Absatz a) nicht vom         terabsatzes 1 entsprechend der Regelung des Artikels
    Anwendungsbereich dieser Richtlinie ausgeschlos-        11 erstellt.
    sen sind,
                                                            (2)     Ist der Emittent der garantierten Schuldver-
— Finanzierungsgesellschaften, die keine andere Tä-         schreibungen eine Finanzierungsgesellschaft im Sinne
    tigkeit ausüben als die Ansammlung von Kapital,         von Artikel 11 Absatz 3, muß der Prospekt folgendes
    um es ihrer Muttergesellschaft oder Unternehmen,        enthalten:
    die mit dieser verbunden sind, zur Verfügung zu
    stellen,                                                — in bezug auf den Emittenten die Angaben nach
                                                                 Schema B Kapitel 1, 2 und 3 sowie Nummern
— Gesellschaften, die ein Portefeuille aus Wertpapie-            5.1.0 bis 5.1.5 und 6.1, und
    ren, Lizenzen oder Patenten besitzen und keine
    andere Tätigkeit ausüben als die Verwaltung die-        — in bezug auf den Garanten die Angaben nach
    ses Portefeuilles:                                           Schema B Nummer 1.3 und Kapitel 3 bis 7.
                        Artikel 12                          (3)     Im Falle von mehreren Garanten müssen die
                                                            geforderten Angaben für jeden Garanten erteilt wer-
                                                            den, doch können die zuständigen Stellen zum besse-
(1)     Bezieht sich das öffentliche Angebot auf
                                                            ren Verständnis des Prospekts eine Kürzung dieser
dauernd oder wiederholt ausgegebene Schuldver-
                                                            Angaben zulassen.
schreibungen von Kreditinstituten, die regelmäßig
ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen und die inner-
halb der Gemeinschaft durch oder aufgrund eines be-         (4)     Der Garantievertrag ist in den in den Absätzen
sonderen Gesetzes geschaffen worden sind oder gere-         1 bis 3 genannten Fällen dem Publikum am Sitz des
gelt werden oder einer öffentlichen Aufsicht zum            Emittenten und bei den für diesen als Zahlstelle fun-
Schutz der Sparer unterstehen, so können die Mit-           gierenden Finanzinstituten zur Einsicht zur Verfü-
gliedstaaten vorsehen, daß der Prospekt nur folgen-         gung zu stellen. Jedem Interessenten sind auf Verlan-
des enthalten muß:                                          gen Kopien davon auszuhändigen.
— die Angaben nach Schema B Nummer 1.1 und
    Kapitel 2 und                                                                    Artikel 14
— Angaben über Ereignisse, die für die Bewertung            (1)     Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf
    der betreffenden Wertpapiere wichtig und nach           Wandelschuldverschreibungen, austauschbare Schuld-
    dem Stichtag eingetreten sind, auf den sich der         verschreibungen oder Optionsanleihen, so muß der
    letzte veröffentlichte Jahresabschluß bezieht. Die-     Prospekt folgendes enthalten:
    ser Jahresabschluß muß dem Publikum beim
    Emittenten und bei den für diesen als Zahlstelle        — Angaben über die Art der zur Umwandlung, zum
    fungierenden Finanzinstituten zur Verfügung ge-              Tausch oder zum Bezug angebotenen Aktien und
    halten werden.                                               die damit verbundenen Rechte,
                                                            — die Angaben nach Schema A Nummer 1.3 und
(2)    Werden Schuldverschreibungen nach Absatz 1                Kapitel 3 bis 7,
an sehr nahe beieinander liegenden Daten ausgege-
ben, so können die Mitgliedstaaten bestimmen, daß           — die Angaben nach Schema B Kapitel 2 und
der Prospekt nur Angaben über die speziellen Beson-
                                                            — die Umwandlungs-, Tausch- oder Bezugsbedin-
derheiten dieser Schuldverschreibungen enthält.
                                                                 gungen und -modalitäten sowie die Angabe der
                                                                 Fälle, in denen sie geändert werden können.
                        Artikeln                             (2)     Ist der Emittent der Wandelschuldverschrei-
                                                            bungen, austauschbaren Schuldverschreibungen oder
(1)     Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf          Optionsanleihen nicht identisch mit dem Emittenten
Schuldverschreibungen, die von einer juristischen Per-      der Aktien, so muß der Prospekt folgendes enthalten:
 ---pagebreak--- 31.12.80                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 355/45
— Angaben über die Art der zur Umwandlung, zum                                        Artikel 16
     Tausch oder zum Bezug angebotenen Aktien und
     die mit ihnen verbundenen Rechte,                        (1)     Falls das öffentliche Angebot sich auf Schuld-
— in bezug auf den Emittenten der Schuldverschrei-            verschreibungen erstreckt, für die eine unbedingte
     bungen die Angaben nach Schema B,                        und unwiderrufliche Garantie für die Tilgung der An-
                                                              leihe und der Zinszahlungen seitens eines Staates
— in bezug auf den Emittenten der Aktien die Anga-            oder seiner Bundesländer übernommen worden ist,
     ben nach Schema A Nummer 1.3 und Kapitel 3               kann durch die innerstaatlichen Rechtsvorschriften
     bis 7,                                                   oder von den zuständigen Stellen eine Kürzung der in
                                                              Schema B Kapitel 3 und 5 vorgesehenen Angaben zu-
— die Umwandlungs-, Tausch- oder Bezugsbedin-
                                                              gelassen werden.
     gungen und -modalitäten sowie die Angäbe der
     Fälle, in denen sie geändert werden können.
                                                              (2)     Die in Absatz 1 vorgesehene Kürzung kann
Ist jedoch der Emittent der Wandelschuldverschrei-            auch auf Gesellschaften Anwendung finden, die
bungen, austauschbaren Schuldverschreibungen oder             durch oder aufgrund eines besonderen Gesetzes ge-
Optionsanleihen eine Finanzierungsgesellschaft im             schaffen worden sind oder geregelt werden und die
Sinne von Artikel 11 Absatz 3, so braucht der Pro-            die Befugnis besitzen, bei ihren Kunden Gebühren zu
spekt in bezug auf diese Finanzierungsgesellschaft nur        erheben.
die Angaben nach Schema B Kapitel 1, 2 und 3 sowie
Nummern 5.1.0 bis 5.1.5 und 6.1 zu enthalten.
                                                                                   ABSCHNITT III
                                                               Modalitäten der Kontrolle und der Verbreitung des
                         Artikel 15                                                    Prospekts
(1)      Erstreckt sich das öffentliche Angebot auf Zer-
tifikate, die Aktien vertreten, so muß der Prospekt in                                 Artikel 17
bezug auf die Zertifikate die Angaben nach Schema
C und in bezug auf die vertretenen Aktien die Anga-            (1)     Die Mitgliedstaaten benennen die zuständige
ben nach Schema A enthalten.                                   Stelle oder die zuständigen Stellen und setzen die
                                                               Kommission davon in Kenntnis, wobei sie gegebenen-
(2)      Die zuständigen Stellen können jedoch den             falls die Aufteilung der einzelnen Zuständigkeiten an-
Aussteller der Zertifikate von der Pflicht zur Veröf-          geben. Sie sorgen ferner für die Anwendung der Vor-
fentlichung seiner eigenen Finanzlage befreien, wenn           schriften dieser Richtlinie.
der Aussteller
                                                              (2)     Der Prospekt darf nicht vor Billigung durch die
— entweder ein Kreditinstitut eines Mitgliedstaats            zuständigen Stellen veröffentlicht werden.
     ist, das durch oder aufgrund eines besonderen Ge-
     setzes geschaffen worden ist oder geregelt wird
     oder einer öffentlichen Aufsicht zum Schutz der          (3)     Die zuständigen Stellen billigen die Veröffent-
     Sparer untersteht,                                       lichung des Prospekts nur dann, wenn sie der Auffas-
                                                              sung sind, daß dieser Prospekt allen in dieser Richtli-
— oder eine Tochtergesellschaft in mindestens                 nie vorgeschriebenen Bedingungen entspricht.
     95%igem Besitz eines der Kreditinstitute im Sinne
                                                              Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, daß die zuständi-
     des ersten Gedankenstrichs ist, für deren Ver-
                                                              gen Stellen die zur Wahrnehmung ihrer Aufgabe er-
     pflichtungen gegenüber den Zertifikatsinhabern
                                                              forderlichen Befugnisse erhalten.
     dieses Kreditinstitut eine unbedingte Garantie
     übernimmt, und die rechtlich oder tatsächlich der-
     selben Aufsicht unterliegt wie das Kreditinstitut,        (4)     Diese Richtlinie berührt in keiner Weise die
                                                               Verantwortlichkeit der zuständigen Stellen, die wei-
— oder ein „administratiekantoor" in den Nieder-               terhin ausschließlich durch das innerstaatliche Recht
     landen ist, das besonderen von den zuständigen            geregelt wird.
     Stellen festgelegten Vorschriften für das Depot
     von Originalpapieren unterliegt.
                                                                                       Artikel 18
(3)      Sind die Zertifikate von einer Wertpapier-
sammmelbank oder von einer von Wertpapiersammel-               Die zuständigen Stellen entscheiden, ob sie den in
banken eingerichteten Hilfsinstitution ausgestellt, so         den Schemata A und B Nummer 1.3 vorgesehenen
können die zuständigen Stellen von der Veröffentli-            Bestätigungsvermerk des gesetzlich zugelassenen Ab-
chung der Angaben nach Schema C Kapitel 1 freistel-            schlußprüfers akzeptieren oder ob sie gegebenenfalls
len.                                                           einen zusätzlichen Bestätigungsvermerk verlangen.
 ---pagebreak---  Nr. C 355/46                         Amtsblatt der Europäischjen Gemeinschaften                           31.12.80
 Ein zusätzlicher Bestätigungsvermerk kann nur auf-          des öffentlichen Angebots eintritt, muß in ein ergän-
 grund des Ergebnisses einer Prüfung des jeweiligen          zendes Dokument aufgenommen werden, das unter
 Einzelfalls verlangt werden. Auf Ersuchen des gesetz-       den gleichen Bedingungen wie der Prospekt kontrol-
 lich zugelassenen Abschlußprüfers und/oder des              liert und nach den von den zuständigen Stellen fest-
 Emittenten müssen die zuständigen Stellen die Anfor-        zusetzenden Modalitäten veröffentlicht wird.
 derung des zusätzlichen Bestätigungsvermerks be-
gründen.
                        Artikel 19                                               ABSCHNITT IV
Der Prospekt muß veröffentlicht werden und für das
                                                                  Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten
Publikum zur Verfügung gehalten werden, unter den
vom Mitgliedstaat, in dem das öffentliche Angebot er-
folgt, festgelegten Bedingungen.                                                    Artikel 23
                        Artikel 20                          (1)     Werden für dasselbe Wertpapier gleichzeitig
                                                            oder annähernd gleichzeitig in mehreren Mitglied-
                                                            staaten öffentliche Angebote vorgenommen, unter-
(1)     Der Prospekt muß spätestens zum Zeitpunkt
                                                            richten sich die zuständigen Stellen untereinander
der Eröffnung des öffentlichen Angebots veröffent-
                                                            und bemühen sich, ihre Anforderungen in bezug auf
licht werden.
                                                            den Prospekt möglichst weitgehend abzustimmen, die
Wenn dem öffentlichen Angebot ein amtlich über-             Häufung von Formalitäten zu vermeiden und einen
wachter Bezugsrechtshandel vorausgeht, muß der              einheitlichen Wortlaut anzuerkennen, der gegebenen-
Prospekt binnen einer angemessenen, von den zustän-         falls nur eine Übersetzung und Ergänzung entspre-
digen Stellen festzusetzenden Frist vor der Eröffnung       chend den eigenen Vorschriften jedes betroffenen
dieses Handels veröffentlicht werden.                       Mitgliedstaats erfordert.
(2)    In hinreichend begründeten Ausnahmefällen            (2)     Erfolgt in einem Mitgliedstaat ein öffentliches
können die zuständigen Stellen zulassen, daß der            Angebot für ein Wertpapier, das weniger als sechs
Prospekt veröffentlicht wird, nachdem der Bezugs-           Monate zuvor bereits Gegenstand eines öffentlichen
rechtshandel eröffnet worden ist.                           Angebots in einem anderen Mitgliedstaat war, so
                                                            nehmen die zuständigen Stellen des ersteren Mitglied-
                                                            staats Verbindung mit den zuständigen Stellen des
                        Artikel 21                          letzteren Mitgliedstaats auf, und befreien, wenn mög-
                                                            lich, den Emittenten des Wertpapiers von der Erstel-
Wenn ein Prospekt gemäß Artikel 1 und 4 veröffent-          lung eines neuen Prospekts, vorbehaltlich einer gege-
licht ist oder zu veröffentlichen ist, müssen die Be-       benenfalls erforderlichen Aktualisierung, Übersetzung
kanntmachungen, Anzeigen, Plakate und Doku-                 und Ergänzung entsprechend den eigenen Vorschrif-
mente, in denen lediglich dieses öffentliche Angebot        ten des betreffenden Mitgliedstaats.
angekündigt und die wesentlichen Merkmale der
Wertpapiere angegeben werden, sowie alle anderen
Unterlagen über das öffentliche Angebot, die vom
verantwortlichen Herausgeber des Prospekts oder für                                 Artikel 24
ihn veröffentlicht werden sollen, vorher den zuständi-
gen Stellen mitgeteilt werden. Sie beurteilen, ob diese     (1)     Die Mitgliedstaaten schreiben vor, daß alle
vor ihrer Veröffentlichung einer Kontrolle zu unter-        Personen, die bei den zuständigen Stellen tätig sind
werfen sind.                                                oder waren, dem Berufsgeheimnis unterliegen. Dies
                                                             beinhaltet, daß vertrauliche Auskünfte, die sie in ihrer
Diese Unterlagen, einschließlich des Zeichnungs-             beruflichen Eigenschaft erhalten, nur aufgrund von
scheins, müssen angeben, daß es einen Prospekt gibt,         Rechtsvorschriften an andere Personen oder Stellen
und wo dieser gemäß Artikel 19 veröffentlicht wor-           weitergegeben werden dürfen.
den ist oder veröffentlicht wird.
                                                            (2)     Absatz 1 steht jedoch der in dieser Richtlinie
                                                            vorgesehenen Mitteilung von Informationen zwischen
                        Artikel 22                          den zuständigen Stellen der verschiedenen Mitglied-
                                                            staaten nicht entgegen. Diese ausgetauschten Infor-
Jedes bedeutsame neue Ereignis, welches die Bewer-          mationen fallen unter das Berufsgeheimnis der Perso-
tung der Wertpapiere beeinflussen kann und zwischen         nen, die bei den zuständigen Stellen tätig sind oder
der Fertigstellung des Prospekts und dem Abschluß           waren, die diese Informationen erhalten.
 ---pagebreak--- 31. 12.80                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 355/47
                       ABSCHNITT V                             Mehrheit von einundvierzig Stimmen, wobei die
                                                               Stimmen der Mitgliedstaaten gemäß Artikel 148 Ab-
                      Kontaktausschuß                          satz 2 des Vertrages gewogen werden.
                                                               (2)     Hat der Ausschuß eine befürwortende Stel-
                         Artikel 25                            lungnahme zu dem Entwurf der Kommission abgege-
                                                               ben, so beschließt diese die vorgesehenen Maßnah-
(1)       Der    durch   Artikel      20 der     Richtlinie    men.
79/279/EWG des Rates vom 5. März 1979 zur
Koordinierung der Bedingungen für die Zulassung                Entspricht die Stellungnahme des Ausschusses nicht
von Wertpapieren zur amtlichen Notierung an einer              dem Entwurf der Kommission oder hat der Ausschuß
Wertpapierbörse (') eingesetzte Kontaktausschuß hat            nicht innerhalb der gesetzten Frist Stellung genom-
außerdem folgende Aufgaben:                                    men, so legt die Kommission dem Rat unverzüglich
                                                               einen Vorschlag über die zu treffenden Maßnahmen
a) Erleichterung einer harmonisierten Anwendung                vor; der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.
      der Richtlinie durch eine regelmäßige Abstimmung
      über konkrete Probleme, die sich aus der Anwen-          Hat der Rat nicht innerhalb einer Frist von drei Mo-
      dung dieser Richtlinie ergeben könnten und über          naten, nachdem er befaßt worden ist, entschieden, so
      die ein Gedankenaustausch als nützlich erachtet          werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der
      wird; die Artikel 169 und 170 des Vertrages blei-        Kommission beschlossen.
      ben unberührt;
b) Erleichterung eines abgestimmten Vorgehens der
      Mitgliedstaaten hinsichtlich der Ergänzungen und                               ABSCHNITT VI
      Verbesserungen des Prospekts, die die zuständigen
      Stellen auf innerstaatlicher Ebene verlangen oder
      empfehlen können;                                                           Schlußbestimmungen
c) falls erforderlich, Beratung der Kommission bei an
      dieser Richtlinie vorzunehmenden Ergänzungen
      oder Änderungen oder Anpassungen, die nach Ar-                                   Artikel 27
      tikel 26 vorzunehmen sind.
                                                               (1)     Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen
(2)       Der Kontaktausschuß hat nicht die Aufgabe,           Maßnahmen, um dieser Richtlinie spätestens am
die Begründetheit der von den zuständigen Stellen in           nachzukommen. Sie setzen die Kommission unver-
Einzelfällen gefaßten Beschlüsse zu beurteilen.                züglich davon in Kenntnis.
                                                               (2)     Vom Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Richtli-
                         Artikel 26                             nie an teilen die Mitgliedstaaten der Kommission den
                                                               Wortlaut der wichtigsten Rechts- oder Verwaltungs-
 (1)      Im Hinblick auf die zufolge der geänderten           vorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie
Wirtschaftslage vorzunehmende Anpassung des in Ar-              fallenden Gebiet erlassen.
 tikel 7 Absatz 3 a) vorgesehenen Betrages unterbreitet
 die Kommission dem Ausschuß einen Entwurf über
 die zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt                                         Artikel 28
 seine Stellungnahme innerhalb einer von seinem Vor-
 sitzenden gesetzten Frist ab. Er entscheidet mit einer         Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
  (') ABl. Nr. L 66 vom 16. 3. 1979, S. 21.
 ---pagebreak--- Nr. C 355/48                             Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                          3 1 . 12. 80
                                                          ANHANG
                                                         SCHEMA A
            PROSPEKTSCHEMA BEI ÖFFENTLICHEM ANGEBOT ZUR Z E I C H N U N G ODER ZUM
                                                 VERKAUF VON AKTIEN
                                                           Kapitel 1
           Angaben über die Personen, welche die Verantwortung für den Prospekt übernehmen, sowie über die
                                                       Abschlußprüfung
            1.1.    Name und Stellung der natürlichen Personen oder Bezeichnung und Sitz der juristischen
                    Personen, die für den Prospekt oder gegebenenfalls für bestimmte Abschnitte des Prospekts
                   die Verantwortung übernehmen. Im letzteren Fall Angabe der betreffenden Abschnitte.
            1.2.    Erklärung der Personen nach Nummer 1.1, die für den Prospekt die Verantwortung über-
                    nehmen, daß ihres Wissens die Angaben in den Abschnitten des Prospekts, für die sie die
                   Verantwortung übernehmen, richtig sind und keine Tatsachen verschwiegen werden, die die
                   Aussage des Prospekts verändern können.
            1.3.   Name, Anschrift und Berufsbezeichnung der gesetzlich zugelassenen Abschlußprüfer, welche
                   die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre gemäß den innerstaatlichen Rechtsvor-
                   schriften geprüft haben;
                   Angabe, daß die Jahresabschlüsse geprüft worden sind. Wurde die Bestätigung der Ord-
                   nungsmäßigkeit von den gesetzlich zugelassenen Abschlußprüfern verweigert oder mit Ein-
                   schränkungen erteilt, so müssen der Wortlaut der Verweigerung oder der Einschränkungen
                   vollständig wiedergegeben und die Gründe dafür angeführt werden;
                   Angabe der sonstigen Angaben im Prospekt, die von den Prüfern geprüft worden sind.
                                                           Kapitel 2
                 Angaben über das öffentliche Zekhnungs- oder Verkaufsangebot und die angebotenen Aktien
           2.1.    Angaben betreffend die Aktien, die öffentlich zur Zeichnung oder zum Verkauf angeboten
                   werden:
           2.1.0. Angabe der Beschlüsse, Ermächtigungen und Genehmigungen, aufgrund deren Aktien ausge-
                   stellt und/oder begeben worden sind oder werden;
                   Art der Ausgabe und Nennbetrag;
                   Zahl der Aktien, die begeben und/oder ausgegeben worden sind oder werden, wenn sie
                   vorher festgelegt worden ist.
           2.1.1. Kurze Beschreibung der mit den Aktien verbundenen Rechte, insbesondere Umfang des
                    Stimmrechts, Anspruch auf Beteiligung am Gewinn und am Erlös aus einer Liquidation
                    sowie alle Vorrechte;
                    Verfallfrist für Dividendenbezug und Angabe, zu wessen Gunsten die Dividenden verfallen.
            2.1.2. Die Quellensteuern, die im Ursprungs- und/oder im Land, in dem das öffentliche Angebot
                    erfolgt, auf Aktieneinkünfte erhoben werden;
                    Angabe über die etwaige Übernahme der Quellensteuern durch den Emittenten.
            2.1.3. Übertragbarkeit der Aktien und etwaige Beschränkungen der Handelbarkeit, zum Beispiel
                    bei vinkulierten Aktien.
            2.1.4. Beginn der Dividendenberechtigung.
            2.1.5. Börsen, an denen die Zulassung zur amtlichen Notierung beantragt ist oder wird.
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         2.1.6. Finanzinstitute, die in dem Mitgliedstaat, in dem das öffentliche Angebot erfolgt ist, für den
                 Emittenten als Zahlstelle fungieren.
         2.2.    Angaben betreffend die Aktien, dje Gegenstand des öffentlichen Angebots sind:
         2.2.0. Angaben über die Ausübung des Bezugsrechts der Aktionäre oder die Beschränkung oder
                 den Ausschluß des Bezugsrechts;
                 gegebenenfalls Angabe der Gründe für die Beschränkung oder den Ausschluß des Bezugs-
                 rechts; in diesen Fällen Begründung des Ausgabepreises, falls es sich um die Ausgabe von
                 Aktien gegen Barzahlung handelt; Angabe der Begünstigten, wenn die Beschränkung oder
                 der Ausschluß der Bezugsrechte zugunsten bestimmter Personen erfolgt.
         2.2.1. Gesamtbetrag der Emission sowie Anzahl der begebenen Aktien, gegebenenfalls nach
                 Gattungen.
         2.2.2. Erfolgte oder erfolgt die Emission gleichzeitig auf Märkten verschiedener Staaten und wird
                 oder wurde eine Tranche bestimmten dieser Märkte vorbehalten, Angabe der vorbehaltenen
                 Tranchen.
         2.2.3. Zeichnungs- oder Verkaufspreis, wobei der Nennbetrag oder, wenn ein solcher nicht
                 vorhanden ist, der rechnerische Wert oder der dem Kapital gutgeschriebene Betrag, ein
                 Emissionsagio und gegebenenfalls die Kosten, die offen auf Käufer oder Zeichner abgewälzt
                 werden, anzugeben sind.
                 Modalitäten der Zahlung des Preises, insbesondere Leistung der Einlage, bei noch nicht voll
                 eingezahlten Aktien.
         2.2.4. Art der Ausübung des Bezugsrechts, Handelbarkeit der Bezugsrechte, Bestimmungen über
                 nicht in Anspruch genommene Bezugsrechte.
         2.2.5. Zeitraum für die Zeichnung der Aktien und Angabe der Institute, die Zeichnungen des
                 Publikums entgegennehmen.
         2.2.6. Modalitäten und Fristen für die Auslieferung der Aktien, gegebenenfalls Erteilung von Zwi-
                 schenscheinen.
         2.2.7. Angabe der natürlichen oder juristischen Personen, welche die Emission vom Emittenten
                 geschlossen übernehmen oder übernommen haben oder für die Emission garantieren.
                 Erstreckt sich die Übernahme oder die Garantie nicht auf die gesamte Emission, Angabe des
                 nicht gedeckten Teils.
         2.2.8. Angabe oder Veranschlagung der Emissionskosten insgesamt und/oder pro Aktie, wobei die
                 Gesamtvergütungen der Finanzmittler, einschließlich Übernahmeprovision oder -spanne,
                 Garantieprovision und Unterbringungs- oder Schalterprovision, gesondert auszuweisen sind.
         2.2.9. Nettoerlös der Emission für den Emittenten und von ihm vorgesehene Verwendung, zum
                 Beispiel Finanzierung des Investitionsprogramms oder Stärkung der finanziellen Lage des
                 Emittenten.
         2.3.    Angaben über das öffentliche Zeichnungs- oder Verkaufsangebot:
         2.3.0. Merkmale der öffentlich angebotenen Aktien, insbesondere ihre Anzahl und Nennbetrag je
                 Aktie oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, rechnerischer Wert oder aber Gesamt-
                 nennbetrag, genaue Bezeichnung oder Gattung und beigefügte Kupons.
         2.3.1. Werden Aktien derselben Gattung bereits an einer oder mehreren Börsen notiert, Angabe
                 dieser Börsen.
         2.3.2. Wenn Aktien derselben Gattung nicht zur amtlichen Notierung zugelassen sind, sondern an
                 einem oder mehreren anderen geregelten, anerkannten und offenen Märkten mit ordnungs-
                 gemäßer Funktionsweise gehandelt werden, Angabe dieser Märkte.
          2.3.3. Angabe für das letzte Geschäftsjahr und das laufende Geschäftsjahr von
                 — öffentlichen Kauf- oder Umtauschangeboten für die Aktien des Emittenten durch Dritte,
                 — öffentlichen Umtauschangeboten des Emittenten für Aktien einer anderen Gesellschaft;
                 Angabe des Preises oder der Umtauschbedingungen und des Ergebnisses dieser Angebote.
          2.4.    Werden gleichzeitig oder fast gleichzeitig mit der Begebung der öffentlich angebotenen
                  Aktien Aktien der gleichen Gattung privat gezeichnet oder untergebracht oder werden
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                  Aktien anderer Gattungen im Hinblick auf eine öffentliche oder private Unterbringung bege-
                  ben, so sind Art der Vorgänge sowie Zahl und Merkmale der betroffenen Aktien anzugeben.
                                                         Kapitel 3
                                Allgemeine Angaben über den Emittenten und dessen Kapital
           3.1.   Allgemeine Angaben über den Emittenten:
           3.1.0. Bezeichnung, Sitz und Ort der Hauptverwaltung, wenn dieser nicht mit dem Sitz zusammen-
                  fällt.
           3.1.1. Zeitpunkt der Gründung, Dauer des Emittenten, sofern sie nicht unbestimmt ist.
           3.1.2. Rechtsordnung, unter der der Emittent tätig ist, und Rechtsform, die er im Rahmen dieser
                  Rechtsordnung angenommen hat.
           3.1.3. Angabe des Gegenstands des Emittenten unter Bezugnahme auf die betreffende Bestimmung
                  der Satzung.
           3.1.4. Angabe des Registers und Nummer der Eintragung in dieses Register.
           3.1.5. Angabe, wo die im Prospekt genannten den Emittenten betreffenden Unterlagen eingesehen
                  werden können.
           3.2.   Allgemeine Angaben über das Kapital:
           3.2.0. Betrag des gezeichneten Kapitals, Zahl und Gattungen der Aktien, die dieses Kapital vertre-
                  ten, unter Angabe ihrer Hauptmerkmale. Nicht eingezahlter Teil des gezeichneten Kapitals
                  mit Hinweis auf die Zahl oder den Gesamtnennbetrag und die Art der noch nicht voll einge-
                  zahlten Aktien, gegebenenfalls aufgeschlüsselt nach dem Grad ihrer Einzahlung.
           3.2.1. Gibt es ein genehmigtes, aber nicht gezeichnetes Kapital oder ein bedingtes Kapital, insbe-
                  sondere im Zusammenhang mit der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen oder Optio-
                  nen auf die Zeichnung von Aktien, so sind anzugeben:
                  — Betrag des genehmigten Kapitals oder des bedingten Kapitals und etwaige Dauer der
                       Ermächtigung für die Kapitalerhöhung;
                  — Kreis der Begünstigten, die ein Recht auf vorzugsweise Zeichnung dieses zusätzlichen
                       Kapitals haben;
                  — Bedingungen und Modalitäten der Ausgabe der Aktien, die diesem zusätzlichen Kapital
                       entsprechen.
           3.2.2. Hat das Unternehmen Anteile ausgegeben, die nicht das Kapital vertreten, Angabe ihrer Zahl
                  und Hauptmerkmale.
           3.2.3. Betrag der Wandelschuldverschreibungen, austauschbaren Schuldverschreibungen oder
                  Optionsanleihen mit Angabe der Umwandlungs-, Tausch- oder Bezugsbedingungen und
                  -modalitäten.
           3.2.4. Bedingungen, die in der Satzung für eine Veränderung des Kapitals und der Rechte, die mit
                  den verschiedenen Aktiengattungen verbunden sind, vorgesehen sind, soweit sie strenger sind
                  als die Rechtsvorschriften.
           3.2.5. Kurze Beschreibung der Vorgänge, die den Betrag des gezeichneten Kapitals und/oder die
                  Zahl und die Gattung der das gezeichnete Kapital vertretenden Aktien in den letzten drei
                  Jahren verändert haben.
           3.2.6. Soweit dem Emittenten bekannt, Angabe der natürlichen oder juristischen Personen, die
                  direkt oder indirekt, einzeln oder gemeinsam den Emittenten beherrschen oder beherrschen
                  können und Angabe des von ihnen gehaltenen Kapitalanteils, der ein Stimmrecht verleiht.
                  Eine gemeinsame Beherrschung liegt dann vor, wenn mehrere Gesellschaften oder mehrere
                  Personen untereinander eine Vereinbarung getroffen haben, die ihnen die Möglichkeit gibt,
                  dem Emittenten gegenüber eine gemeinsame Politik zu verfolgen.
           3.2.7. Soweit dem Emittenten bekannt, Angabe der Aktionäre, die direkt oder indirekt einen Pro-
                  zentsatz des Kapitals des Emittenten halten, der von den Mitgliedstaaten auf nicht höher als
                  20 % festgesetzt werden darf.
 ---pagebreak--- 31. 12.80                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 355/51
          3.2.8. Gehört der Emittent zu einem Konzern, kurze Beschreibung des Konzerns und der Stellung
                 des Emittenten in diesem Konzern.
          3.2.9. Zahl, Buchwert und Nennbetrag oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, rechnerischer
                 Wert der eigenen Aktien, die von dem Emittenten oder einer Gesellschaft, an der er mittel-
                 oder unmittelbar zu mehr als 50 % beteiligt ist, erworben wurden und im Portefeuille gehal-
                 ten werden, sofern sie nicht gesondert in der Bilanz ausgewiesen werden.
                                                        Kapitel 4
                                    Angaben über die Geschäftstätigkeit des Emittenten
          4.1.   Haupttätigkeitsbereiche des Emittenten:
          4.1.0. Beschreibung der Haupttätigkeitsbereiche des Emittenten unter Angabe der wichtigsten
                 Arten der vertriebenen Erzeugnisse und/oder erbrachten Dienstleistungen;
                 Angabe neuer Erzeugnisse und/oder Tätigkeiten, wenn sie von Bedeutung sind.
          4.1.1. Nettoumsatzerlöse für die letzten drei Geschäftsjahre, aufgegliedert nach Tätigkeitsberei-
                 chen sowie nach geographisch bestimmten Märkten, soweit sich, unter Berücksichtigung der
                 Organisation des Verkaufs von für die normale Geschäftstätigkeit des Emittenten typischen
                 Erzeugnissen und der Erbringung von für die normale Geschäftstätigkeit des Emittenten
                 typischen Dienstleistungen, die Tätigkeitsbereiche und geographisch bestimmten Märkte un-
                 tereinander erheblich unterscheiden.
          4.1.2. Standort, Bedeutung der Schwerpunktbetriebe des Emittenten und kurze Angaben über
                 Grundbesitz. Schwerpunktbetrieb ist ein Betrieb, der mehr als 10 % zum Umsatz oder zur
                 Produktion beiträgt.
          4.1.3. Bei Bergwerken, Ol- und Erdgasvorkommen, Steinbrüchen und ähnlichen Tätigkeitsberei-
                 chen, wenn sie von Bedeutung sind, Beschreibung der Lagerstätten, Schätzung der wirt-
                 schaftlich nutzbaren Vorräte und voraussichtliche Nutzungsdauer;
                 Angabe der Dauer und der wesentlichen Bedingungen der Abbaurechte und der Bedingun-
                 gen für deren wirtschaftliche Nutzung;
                 Angaben über den Stand der Erschließung.
          4.1.4. Wenn die Angaben gemäß den Nummern 4.1.0 bis 4.1.3 durch außergewöhnliche Ereignisse
                 beeinflußt worden sind, so ist darauf hinzuweisen.
          4.2.   Kurze Angaben über die etwaige Abhängigkeit des Emittenten in bezug auf Patente und
                 Lizenzen, Industrie-, Handels- oder Finanzierungsverträge oder neue Herstellungsverfahren,
                 wenn diese Faktoren von wesentlicher Bedeutung für die Geschäftstätigkeit oder die Rentabi-
                 lität des Emittenten sind.
          4.3.   Angaben über die Forschungs- und Entwicklungspolitik für neue Produkte und Verfahren
                 während der letzten drei Geschäftsjahre, wenn diese Angaben von Bedeutung sind.
          4.4.   Angabe aller Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen erheblichen Einfluß auf die Finanz-
                 lage des Emittenten haben können oder in jüngster Zeit gehabt haben.
          4.5.   Angaben von Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit des Emittenten, die einen erheblichen
                  Einfluß auf seine Finanzlage haben können oder in jüngster Zeit gehabt haben.
          4.6.    Durchschnittlicher Personalbestand und seine Entwicklung während der letzten drei
                  Geschäftsjahre, wenn diese Entwicklung von Bedeutung ist, möglichst nach Haupttätigkeits-
                 bereichen aufgeschlüsselt.
          4.7.   Investitionspolitik:
          4.7.0. Zahlenangaben über die wichtigsten in den letzten drei Geschäftsjahren und den bereits ver-
                  gangenen Monaten des laufenden Geschäftsjahres vorgenommenen Investitionen einschließ-
                  lich Anlagen in anderen Unternehmen in Form von Aktien, Anteilen, Schuldverschreibungen
                  usw.
 ---pagebreak--- Nr. C 355/52                             Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                              31.12.80
            4.7.1. Angaben über die wichtigsten laufenden Investitionen mit Ausnahme von Anlagen in anderen
                    Unternehmen, deren Erwerb eingeleitet ist;
                    Verteilung dieser Investitionen nach geographischen Gesichtspunkten (In- und Ausland);
                    Finanzierungsart (Eigen- oder Fremdfinanzierung).
            4.7.2. Angaben über die wichtigsten künftigen Investitionen des Emittenten, die von seinen
                    Leistungsorganen bereits fest beschlossen sind, mit Ausnahme von Anlagen in anderen Un-
                    ternehmen.
                                                            Kapitel 5
                             Angaben über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten
            5.1.    Rechnungslegung des Emittenten:
            5.1.0. Die von den Organen des Emittenten aufgestellten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrech-
                    nungen der letzten drei Geschäftsjahre in Form einer Vergleichsübersicht. Der Anhang zum
                    Jahresabschluß des letzten Geschäftsjahres.
                    Bei Eingang des Prospektentwurfs bei den zuständigen Stellen darf der Stichtag des letzten
                    veröffentlichten Jahresabschlusses nicht länger als 18 Monate zurückliegen. In Ausnahmefäl-
                    len können die zuständigen Stellen diese Frist verlängern.
          , 5.1.1. Stellt der Emittent lediglich einen konsolidierten Jahresabschluß auf, so nimmt er ihn gemäß
                    Nummer 5.1.0 in den Prospekt auf.
                    Stellt der Emittent sowohl einen nicht konsolidierten Jahresabschluß als auch einen konsoli-
                    dierten Jahresabschluß auf, so nimmt er beide Arten von Jahresabschlüssen gemäß Nummer
                    5.1.0 in den Prospekt auf. Die zuständigen Stellen können allerdings dem Emittenten gestat-
                    ten, entweder den nicht konsolidierten oder den konsolidierten Jahresabschluß aufzuneh-
                    men, wenn der nicht aufgenommene Jahresabschluß keine wesentlichen zusätzlichen Aussa-
                    gen enthält.                            <
            5.1.2. Versteuertes Jahresergebnis je Aktie des Emittenten aufgrund der normalen Geschäftstätig-               \
                    keit für die letzten drei Geschäftsjahre, wenn der Emittent in den Prospekt den nicht konso-
                    lidierten Jahresabschluß aufnimmt.
                    Nimmt der Emittent nur konsolidierte Jahresabschlüsse in den Prospekt auf, so hat er das
                    auf jede Aktie entfallende konsolidierte Ergebnis des Geschäftsjahres für die letzten drei
                    Geschäftsjahre anzugeben. Diese Angabe hat zusätzlich zu derjenigen gemäß Absatz 1 zu
                    erfolgen, wenn der Emittent auch seinen nicht konsolidierten Jahresabschluß in den Prospekt
                    aufnimmt.
                    Hat sich in dem vorgenannten Zeitraum von drei Geschäftsjahren die Zahl der Aktien des
                    Emittenten insbesondere durch eine Erhöhung oder Herabsetzung des Kapitals oder durch
                    Zusammenlegung oder Splitting der Aktien geändert, so sind die in den Unterabsätzen 1 und
                    2 genannten Ergebnisse je Aktie zu bereinigen, um sie vergleichbar zu machen; in diesem
                    Fall sind die Berichtigungsformeln anzugeben.
             5.1.3. Höhe der Dividende je Aktie für die letzten drei Geschäftsjahre, gegebenenfalls bereinigt,
                     um sie entsprechend Nummer 5.1.2 Unterabsatz 3 vergleichbar zu machen.
             5.1.4. Liegt der Stichtag des letzten veröffentlichten nicht konsolidierten und/oder konsolidierten
                     Jahresabschlusses mehr als neun Monate zurück, so ist eine Zwischenübersicht über die
                     Finanzlage für mindestens die ersten sechs Monate in den Prospekt aufzunehmen oder ihm
                     beizufügen. Wurde diese Zwischenübersicht nicht geprüft, so ist dies anzugeben.
                     Stellt der Emittent einen konsolidierten Jahresabschluß auf, so entscheiden die zuständigen
                     Stellen, ob die Zwischenübersicht in konsolidierter Form vorzulegen ist oder nicht.
                    Jede wesentliche Änderung, die seit Abschluß des letzten Geschäftsjahres oder dem Stichtag
                     der Zwischenübersicht über die Finanzlage eingetreten ist, ist in einem in den Prospekt auf-
                     zunehmenden oder ihm beizufügenden Vermerk zu beschreiben.
             5.1.5. Entsprechen die nicht konsolidierten oder konsolidierten Jahresabschlüsse nicht den Richtli-
                     nien des Rates über den Jahresabschluß von Gesellschaften und geben sie kein den tatsächli-
                    chen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
                     Emittenten, so sind nähere und/oder errgänzende Angaben zu machen.
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          5.1.6. Aufstellung über Herkunft und Verwendung der Mittel für die letzten drei Geschäftsjahre.
          5.2.   Einzeiangaben Über Unternehmen, an denen der Emittent mit einem Kapitalanteil beteiligt
                 ist, der die Beurteilung seiner Vermögens-, Finanz oder Ertragslage wesentlich beeinflussen
                 könnte.
                 Die nachstehend aufgeführten Angaben sind auf jeden Fall für Unternehmen zu machen, an
                 denen der Emittent direkt oder indirekt eine Beteiligung hält, wenn deren Buchwert minde-
                 stens 10 % seines Eigenkapitals darstellt oder mit mindestens 10 % zu seinem Nettoergebnis
                 beiträgt oder wenn im Falle eines Konzerns der Buchwert dieser Beteiligung mindestens
                  10 % des konsolidierten Eigenkapitals darstellt oder mit mindestens 10 % zum konsolidier-
                 ten Nettoergebnis des Konzerns beiträgt.
                  Die nachstehend aufgeführten Angaben können unterbleiben, wenn der Emittent nachweist,
                 daß die Beteiligung vorübergehend ist.
                  Desgleichen können die unter den Buchstaben e) und f) vorgesehenen Angaben unterbleiben,
                 wenn das Unternehmen, bei dem die Beteiligung besteht, seine Jahresabschlüsse nicht veröf-
                  fentlicht.
                 Bis zur Koordinierung der Rechtsvorschriften über die konsolidierten Jahresabschlüsse kön-
                 nen die Mitgliedstaaten die zuständigen Stellen ermächtigen, zu gestatten, daß die unter den
                 Buchstaben d) bis j) vorgesehenen Angaben weggelassen werden, wenn die Jahresabschlüsse
                 der Unternehmen, an denen die Beteiligungen bestehen, in den Jahresabschluß des Konzerns
                 einbezogen werden oder der nach der Equity-Methode auf die Beteiligung entfallende Wert
                 im Jahresabschluß offengelegt wird, sofern nach Ansicht der zuständigen Stelle das Weglas-
                 sen dieser Angaben nicht Anlaß zu einer Irreführung des Publikums über Tatsachen und
                 Umstände sein kann, die für die Bewertung des betreffenden Wertpapiers wesentlich sind.
                 Die unter den Buchstaben g) und j) vorgeschriebenen Angaben können weggelassen werden,
                 wenn dies nach Ansicht der zuständigen Stellen nicht Anlaß zur Irreführung der Anleger sein
                 kann.
                  a) Bezeichnung und Sitz des Unternehmens,
                 b) Tätigkeitsbereich, '
                 c) Höhe des Kapitalanteils,
                 d) gezeichnetes Kapital,
                 e) Rücklagen,
                 f) versteuertes Ergebnis des letzten Geschäftsjahres aufgrund der normalen Geschäftstätig-
                      keit,
                 g) Wert, zu dem der Emittent die gehaltenen Aktien oder Anteile in den Büchern führt,
                  h) auf die gehaltenen Aktien oder Anteile noch einzuzahlender Betrag,
                  i) Höhe der Dividendeneinkünfte des letzten Geschäftsjahres aufgrund des Aktien- oder
                      Anteilbesitzes,
                 j) Höhe der Forderungen und der Verbindlichkeiten des Emittenten gegenüber dem Unter-
                      nehmen.
          5.3.    Einzelangaben über die nicht unter die Nummer 5.2 fallenden Unternehmen, von denen der
                  Emittent mindestens 10 % des Kapitals hält. Diese Angaben können unterbleiben, wenn sie
                  im Hinblick auf die Zielsetzung von Artikel 5 dieser Richtlinie von geringem Interesse sind.
                  a) Bezeichnung und Sitz des Unternehmens,
                  b) Höhe des Kapitalanteils.
          5.4.   Enthält der Prospekt konsolidierte Jahresabschlüsse, so sind anzugeben:
                 a) die angewandten Konsolidierungsgrundsätze. Diese Grundsätze sind klar zu beschreiben,
                      wenn in dem Mitgliedstaat keine Rechtsvorschriften über die Konsolidierung von Jahres-
                     abschlüssen bestehen oder wenn diese Grundsätze nicht den betreffenden Rechtsvorschrif-
                     ten oder einer allgemein anerkannten Methode entsprechen, die in dem Mitgliedstaat
                     üblich ist, in dem das öffentliche Angebot erfolgt;
                 b) die Firma und der Sitz der in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen, wenn
                     diese Angabe für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emitten-
                     ten wichtig ist. Es genügt, diese Unternehmen in der nach Nummer 5.2 vorgeschriebenen
                     Liste zu kennzeichnen;
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                    c) für jedes unter Buchstabe b) genannte Unternehmen:
                        — der Betrag der insgesamt von Dritten gehaltenen Anteile, wenn die Jahresabschlüsse
                            voll konsolidiert worden sind;
                        — die Quote der auf der Grundlage der gehaltenen Anteile berechneten Konsolidierung,
                            wenn quotenmäßig konsolidiert worden ist.
            5.5.    Ist der Emittent ein herrschendes Unternehmen, das mit einem oder mehreren abhängigen
                    Unternehmen einen Konzern bildet, so sind die Angaben nach den Kapiteln 4 und 7 sowohl
                    für die Emittenten als auch für den Konzern zu machen.
                    Die zuständigen Stellen können zulassen, daß diese Angaben nur für den Emittenten oder
                    nur für den Konzern zu machen sind, wenn die nicht vorgelegten Angaben nicht von wesent-
                    licher Bedeutung sind.
            5.6.    Ergeben sich Angaben nach Schemata A aus den gemäß Kapitel 5 aufgenommenen Jahresab-
                    schlüssen, so brauchen sie nicht wiederholt zu werden.
                                                           Kapitel 6
                                  Angaben über die Verwaltung, Geschäftsführung und Aufsicht
            6.1.     Name und Anschrift nachstehender Personen sowie ihre Stellung bei der emittierenden
                    Gesellschaft unter Angabe der wichtigsten Tätigkeiten, die sie außerhalb des Emittenten
                    ausüben, sofern diese für den Emittenten von Bedeutung sind:
                     a) Mitglieder der Verwaltüngs-, Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane;
                    b) persönlich haftende Gesellschafter bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien;
                    c^ Gründer, wenn es sich um eine Gesellschaft handelt, die seit weniger als fünf Jahren
                         besteht.
            6.2.    Bezüge und Vergünstigungen der Leitung des Emittenten:
            6.2.0. Für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr gezahlte Bezüge und gewährte Sachleistungen
                    gleich welcher Art an Mitglieder der Verwaltüngs- und Geschäftsführungs- oder Aufsichts-
                    organe, als allgemeine Kosten oder Anteil am Jahresgewinn verbucht, wobei diese Beträge
                    für jedes Gesellschaftsorgan global anzugeben sind;
                    globale Angabe der Bezüge und Sachleistungen, die durch sämtliche Unternehmen, die vom
                    Emittenten abhängig sind und mit denen letzterer einen Konzern bildet, an sämtliche Mit-
                    glieder der Verwaltüngs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgane des Emittenten gezahlt
                    bzw. gewährt werden.
             6.2.1. Gesamtzahl der insgesamt von den Mitgliedern der Verwaltüngs-, Geschäftsführungs- und
                     Aufsichtsorgane gehaltenen Aktien des Emittenten und diesen Personen eingeräumte Optio-
                     nen für Aktien des Emittenten.
             6.2.2. Angaben über Art und Umfang der Interessen von Mitgliedern der Verwaltüngs-, Geschäfts-
                     führungs- oder Aufsichtsorgane an der Form oder Sache nach ungewöhnlichen Geschäften
                     des Emittenten, z. B. außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit liegende Kaufgeschäfte,
                     Erwerb und Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens, während des letzten und
                     des laufenden Geschäftsjahres. Sind derartige ungewöhnliche Geschäfte in weiter zurücklie-
                     genden Geschäftsjahren getätigt und noch nicht endgültig abgeschlossen worden, so sind
                     auch hierüber Angaben zu machen.
             6.2.3. Globale Angabe der Höhe aller noch laufenden Darlehen, die vom Emittenten den unter
                     Nummer 6.1 Buchstabe a) genannten Personen gewährt wurden, sowie der vom Emittenten
                     für diese Personen übernommenen Bürgschaften.
             6.3.    Angabe der Systeme zur Beteiligung des Personals am Kapital des Emittenten.
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                                                        Kapital 7
                Angaben Über den jüngsten Geschäftsgang und die Geschäftsaussichten des Emittenten
         7.1.   Wenn von den zuständigen Stellen keine Abweichung zugelassen, allgemeine Angaben über
                die Geschäftsentwicklung des Emittenten seit Abschluß des Geschäftsjahres, auf das sich der
                letzte veröffentlichte Jahresabschluß bezieht, insbesondere über
                — die jüngsten bezeichnendsten Tendenzen in der Entwicklung der Produktion, des Absat-
                    zes, der Lagerhaltung und der Auftragsbestände,
                — die jüngsten Entwicklungstendenzen auf der Kosten- und Erlösseite.
         7.2.   Wenn von den zuständigen Stellen keine Abweichung zugelassen, Angaben über die Aussich-
                ten des Emittenten, zumindest für das laufende Geschäftsjahr.
                                                      SCHEMA B
         PROSPEKTSCHEMA BEI ÖFFENTLICHEM ANGEBOT ZUR ZEICHNUNG ODER ZUM
                                  VERKAUF VON SCHULDVERSCHREIBUNGEN
                                                        Kapitel 1
         Angaben Aber die Personen, welche die Verantwortung für den Prospekt übernehmen, sowie über die
                                                    Abschlußprüfung
         1.1.   Name und Stellung der natürlichen Personen oder Bezeichnung und Sitz der juristischen
                Personen, die für den Prospekt oder gegebenenfalls für bestimmte Abschnitte die Verantwor-
                tung übernehmen. Im letzteren Fall Angabe der betreffenden Abschnitte.
         1.2.   Erklärung der Personen nach Nummer 1.1, die für den Prospekt die Verantwortung über-
                nehmen, daß ihres Wissens die Angaben in den Abschnitten des Prospekts, für die sie die
                Verantwortung übernehmen, richtig sind und keine Tatsachen verschwiegen werden, die die
                Aussage des Prospekts verändern können.
         1.3.   Name, Anschrift und Berufsbezeichnung der gesetzlich zugelassenen Abschlußprüfer, welche
                die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre gemäß den innerstaatlichen Rechtsvor-
                schriften geprüft haben;
                Angabe, daß die Jahresabschlüsse geprüft worden sind. Wurde die Bestätigung der Ord-
                nungsmäßigkeit von den gesetzlich zugelassenen Abschlußprüfern verweigert oder mit Ein-
                schränkungen erteilt, so müssen der Wortlaut der Verweigerung oder der Einschränkungen
                vollständig wiedergegeben und die Gründe dafür angeführt werden;
                Angabe der sonstigen Angaben im Prospekt,'die von den Prüfern geprüft worden sind.
                                                        Kapitel 2
         Angaben über die Anleihe und das öffentliche Angebot zur Zeichnung oder zum Verkauf von
                                                 Schuldverschreibungen
         2.1.   Anleihebedingungen:
         2.1.0. Gesamtbetrag der Anleihe; ist dieser Betrag nicht festgesetzt, so muß dies erwähnt werden;
                Art, Zahl und Nummern der Schuldverschreibungen und Nennbetrag der einzelnen Stücke.
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           2.1.1. Außer bei Daueranleihen, Ausgabe- und Rücknahmepreis sowie Nominalzinssatz; sind meh-
                  rere Zinssätze vorgesehen, Bedingungen für den Wechsel von einem Zinssatz zum anderen.
           2.1.2. Bedingungen für die Gewährung anderer Vorteile, gleich welcher Art; die Methode zur Be-
                  rechnung dieser Vorteile.
           2.1.3. Die im Ursprungs- und/oder im Land, in dem das öffentliche Angebot erfolgt, erhobenen
                  Quellensteuern auf die Einkünfte aus den Schuldverschreibungen;
                  Angabe über die etwaige Übernahme der Quellensteuern durch den Emittenten.
           2.1.4. Modalitäten der Tilgung der Anleihe, einschließlich des Rückzahlungsverfahrens.
           2.1.5. Finanzinstitute, die in dem Mitgliedstaat, in dem das öffentliche Angebot erfolgt, für den
                  Emittenten als Zahlstelle fungieren.
           2.1.6. Währung der Anleihe; wenn die Anleihe auf Rechnungseinheiten lautet, deren vertraglicher
                  Status; Währungsoption.
           2.1.7. Fristen:
                  a) Laufzeit der Anleihe, gegebenenfalls zwischenzeitliche Fälligkeitstermine;
                  b) Beginn der Verzinsung und Zinstermine;
                  c) Frist für die Verjährung der Ansprüche auf Zinsen und Rückzahlung;
                  d) Modalitäten und Fristen für die Auslieferung der Schuldverschreibungsstücke, gegebenen-
                      falls Erteilung von Zwischenscheinen.
           2.1.8. Außer bei Daueranleihen, Angabe der Rendite. Kurze Angabe der Methode für die Berech-
                  nung dieser Rendite.
           2.2.   Angaben über Rechtsverhältnisse:
           2.2.0. Angabe der Beschlüsse, Ermächtigungen und Genehmigungen, aufgrund deren die Schuld-
                  verschreibungen begeben und/oder ausgegeben worden sind oder werden;
                  Art der Ausgabe und Nennbetrag;
                  Zahl der Schuldverschreibungsstücke, die begeben und/oder ausgegeben worden sind oder
                  werden, wenn sie vorher festgelegt worden ist.
           2.2.1. Art und Umfang der Garantien, Sicherheiten und Verpflichtungen, mit denen die Bedienung
                  der Anleihe, d. h. Tilgung und Zinszahlungen, gewährleistet werden sollen;
                  Angabe der Stellen, wo das Publikum zu den Vertragstexten in bezug auf diese Garantien,
                  Sicherheiten und Verpflichtungen Zugang hat.
           2.2.2. Organisation der Trustees oder einer anderen Vertretung der Gesamtheit der Gläubiger;
                  Name und Stellung bzw. Bezeichnung und Sitz des Vertreters der Gläubiger, wichtigste Be-
                  dingungen dieser Vertretung, insbesondere in bezug auf einen Wechsel in der Person des
                  Vertreters;
                  Angabe der Stellen, wo das Publikum zu den Verträgen über diese Arten der Vertretung
                  Zugang hat.
           2.2.3. Klauseln über die Nachrangigkeit der Anleihe gegenüber anderen schon bestehenden oder
                  künftigen Schulden des Emittenten.
           2.2.4. Angabe der Rechtsordnung, nach denen die Schuldverschreibungen begeben worden sind,
                  sowie Angabe des Gerichtsstands.
           2.2.5. Angabe, ob es sich um Namens- oder Inhaberschuldverschreibungen handelt.
           2.2.6. Etwaige durch die Anleihebedingungen auferlegte Einschränkungen in bezug auf die freie
                  Handelbarkeit der Schuldverschreibungen.
           2.3.   Angaben betreffend das öffentliche Angebot zur Zeichnung oder zum Verkauf:
           2.3.0. Börsen, an denen die Zulassung zur amtlichen Notierung beantragt wird.
           2.3.1. Angabe der natürlichen oder juristischen Personen, welche die Emission von Emittenten ge-
                  schlossen übernehmen oder übernommen haben oder für die Emission garantieren. Erstreckt
 ---pagebreak--- 31. 1 2 . 8 0                        Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 355/57
                     sich die Übernahme oder die Garantie nicht auf die gesamte Emission, Angabe des nicht
                     gedeckten Teils.
              2.3.2. Erfolgte oder erfolgt die Ausgabe gleichzeitig auf Märkten verschiedener Staaten und wird
                     oder wurde eine Tranche bestimmten dieser Märkte vorbehalten, Angabe der vorbehaltenen
                     Tranchen.
              2.4.   Auskünfte über die Ausgabe von Schuldverschreibungen, die Gegenstand des öffentlichen
                     Angebots sind.
              2.4.0. Art der Ausübung des Bezugsrechts, Handelbarkeit der Bezugsrechte, Bestimmungen über
                     nicht in Anspruch genommene Bezugsrechte.
              2.4.1. Modalitäten der Zahlung des Zeichnungs- oder Kaufpreises.
              2.4.2. Ausgenommen bei Daueranleihen Zeitraum für die Zeichnung oder den Kauf der Schuldver-
                     schreibungen sowie Angabe der Möglichkeit der vorzeitigen Schließung.
              2.4.3. Institute, die mit der Entgegennahme der Zeichnungen des Publikums beauftragt sind.
              2.4.4. Gegebenenfalls Angabe, daß die Zeichnungen gekürzt werden können.
              2.4.5. Ausgenommen bei Daueranleihen Angabe des Nettoerlöses der Anleihe.
              2.4.6. Zweck der Anleihe und vorgesehene Verwendung des Erlöses der Anleihe.
                                                            Kapitel 3
                                    Allgemeine Angaben über den Emittenten und sein Kapital
              3.1.   Allgemeine Angaben über den Emittenten:
              3.1.0. Bezeichnung, Sitz und Ort der Hauptverwaltung, wenn dieser nicht mit dem Sitz zusammen-
                     fällt.
              3.1.1. Zeitpunkt der Gründung, Dauer des Emittenten, sofern sie nicht unbestimmt ist.
              3.1.2. Rechtsordnung, unter der der Emittent tätig ist, und Rechtsform, die er im Rahmen dieser
                     Rechtsordnung angenommen hat.
              3.1.3. Angabe des Gegenstandes des Emittenten unter Bezugnahme auf die betreffende Bestim-
                     mung der Satzung.
              3.1.4. Angabe des Registers und Nummer der Eintragung in dieses Register.
              3.1.5. Angabe, wo die im Prospekt genannten, den Emittenten betreffenden Unterlagen eingesehen
                     werden können.
              3.2.   Allgemeine Angaben über das Kapital:
              3.2.0. Betrag des gezeichneten Kapitals, Zahl und Gattungen der Anteile, die dieses Kapital vertre-
                     ten, unter Angabe ihrer Hauptmerkmale;
                     nicht eingezahlter Teil des gezeichneten Kapitals mit Angabe der Zahl oder des Gesamt-
                     nennbetrags und der Art der noch nicht voll eingezahlten Anteile, gegebenenfalls aufge-
                     schlüsselt nach dem Grad ihrer Einzahlung.
              3.2.1. Betrag der Wandelschuldverschreibungen, austauschbaren Schuldverschreibungen oder Op-
                     tionsanlelhen, mit Angabe der Umwandlungs-, Austausch oder Bezugsbedingungen und
                     -modalitäten.
              3.2.2. Gehört der Emittent zu einem Konzern, kurze Beschreibung des Konzerns und der Stellung
                     des Emittenten in ihm.
              3.2.3. Zahl, Buchwert und Nennbetrag oder wenn ein solcher nicht vorhanden ist, rechnerischer
                     Wert der eigenen Aktien, die von dem Emittenten oder einer Gesellschaft, an der er mittel-
                     oder unmittelbar zu mehr als 50 % beteiligt ist, erworben wurden und im Portefeuille gehal-
                     ten werden, sofern sie nicht gesondert in der Bilanz ausgewiesen werden und sofern sie einen
                     bedeutenden Prozentsatz des gezeichneten Kapitals darstellen.
 ---pagebreak--- Nr. C 355/58                             Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                             31.12.80
                                                           Kapitel 4
                                       Angaben über die Geschäftstätigkeit des Emittenten
            4.1.    Haupttktigkeitsbereiche des Emittenten:
            4.1.0. Beschreibung der Haupttätigkeitsbereiche des Emittenten unter Angabe der wichtigsten Ar-
                    ten der vertriebenen Erzeugnisse und/oder erbrachten Dienstleistungen. Angabe neuer Er-
                    zeugnisse und/oder Tätigkeiten, wenn sie von Bedeutung sind.
            4.1.1. Nettoumsatzerlöse für die letzten zwei Geschäftsjahre.
             4.1.2. Standort, Bedeutung der Schwerpunktbetriebe des Emittenten und kurze Angaben über
                     Grundbesitz. Schwerpunktbetrieb ist ein Betrieb, der mehr als 10 % zum Umsatz oder zur
                     Produktion beiträgt.
             4.1.3. Bei Bergwerken, Öl- und Erdgasvorkommen, Steinbrüchen und ähnlichen Tätigkeitsberei-
                     chen, wenn sie von Bedeutung sind, Beschreibung der Lagerstätten, Schätzung der wirt-
                     schaftlich nutzbaren Vorräte und voraussichtliche Nutzungsdauer;
                     Angabe der Dauer und der wesentlichen Bedingungen der Abbaurechte und der Bedingun-
                     gen für deren wirtschaftliche Nutzung;
                    Angabe über den Stand der Erschließung.
            4.1.4. Wenn die Angaben gemäß den Nummern 4.1.0 bis 4.1.3 durch außergewöhnliche Ereignisse
                    beeinflußt worden sind, so ist darauf hinzuweisen.
            4.2.    Kurze Angaben über die etwaige Abhängigkeit des Emittenten in bezug auf Patente und
                    Lizenzen, Industrie-, Handels- und Finanzverträge oder neue Herstellungsverfahren, wenn
                    diese Faktoren von wesentlicher Bedeutung für die Geschäftstätigkeit oder die Rentabilität
                    des Emittenten sind.
            4.3.    Angabe aller Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen wesentlichen Einfluß auf die Finanz-
                    lage des Emittenten haben können oder in jüngster Zeit gehabt haben.
            4.4.    Investitionspolitik:
           4.4.0. Zahlenangaben über die wichtigsten in den letzten drei Geschäftsjahren und den bereits ver-
                    gangenen Monaten des laufenden Geschäftsjahres vorgenommenen Investitionen einschließ-
                    lich Anlagen in anderen Unternehmen in Form von Aktien, Anteilen, Schuldverschreibungen
                    usw.
           4.4.1. Angaben über die wichtigsten laufenden Investitionen mit Ausnahme von Anlagen in anderen
                    Unternehmen, deren Erwerb eingeleitet ist;
                    Verteilung dieser Investitionen nach geographischen Gesichtspunkten (In- und Ausland);
                    Finanzierungsart (Eigen- oder Fremdfinanzierung).
           4.4.2. Angaben über die wichtigsten künftigen Investitionen des Emittenten, die von seinen Lei-
                    tungsorganen bereits fest beschlossen sind, mit Ausnahme von Anlagen in anderen Unterneh-
                    men.
                                                           Kapitel 5
                             Angaben aber die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten
            5.1.    Rechnungslegung des Emittenten:
            5.1.0. Die von den Organen des Emittenten aufgestellten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrech-
                    nungen der letzten drei Geschäftsjahre in Form einer Vergleichsübersicht. Der Anhang zum
                    Jahresabschluß des letzten Geschäftsjahres.
                    Bei Eingang des Prospektentwurfs bei den zuständigen Stellen darf der Stichtag des letzten
                    veröffentlichten Jahresabschlusses nicht länger als 18 Monate zurückliegen. In Ausnahmefäl-
                    len können die zuständigen Stellen diese Frist verlängern.
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          5.1.1. Stellt der Emittent lediglich einen konsolidierten Jahresabschluß auf, so nimmt er ihn gemäß
                 Nummer 5.L0 in den Prospekt auf.
                 Stellt der Emittent sowohl einen nicht konsolidierten Jahresabschluß als auch einen konsoli-
                 dierten Abschluß auf, so nimmt er beide Arten von Jahresabschlüssen gemäß Nummer 5.1.0
                 in den Prospekt auf. Die zuständigen Stellen können allerdings dem Emittenten gestatten,
                 entweder den nicht konsolidierten oder den konsolidierten Jahresabschluß aufzunehmen,
                 wenn der nicht aufgenommene Jahresabschluß keine wesentlichen zusätzlichen Aussagen
                 enthält.
          5.1.2. Liegt der Stichtag des letzten veröffentlichten nicht konsolidierten und/oder konsolidierten
                 Jahresabschlusses mehr als neun Monate zurück, so ist eine Zwischenübersicht über die Fi-
                 nanzlage für mindestens die ersten sechs Monate in den Prospekt aufzunehmen oder ihm
                 beizufügen. Wurde diese Zwischenübersicht nicht geprüft, so ist dies anzugeben.
                 Stellt der Emittent einen konsolidierten Jahresabschluß auf, so entscheiden die zuständigen
                 Stellen, ob die Zwischenübersicht in konsolidierter Form Vorzulegen ist oder nicht.
                 Jede wesentliche Änderung, die seit Abschluß des letzten Geschäftsjahres oder dem Stichtag
                 der Zwischenübersicht über die Finanzlage eingetreten ist, ist in einem in den Prospekt auf-
                 zunehmenden oder ihm beizufügenden Vermerk zu beschreiben.
          5.1.3. Entsprechen die nicht konsolidierten oder konsolidierten Jahresabschlüsse nicht den Richtli-
                 nien des Rates über den Jahresabschluß von Gesellschaften und geben sie kein den tatsächli-
                 chen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
                 Emittenten, so sind nähere und/oder ergänzende Angaben zu machen.
          5.1.4. Angabe, sofern wesentlich, zu einem möglichst naheliegenden Stichtag (der zu erwähnen
                 ist):
                 — des Gesamtbetrags der noch zurückzuzahlenden Anleihen, wobei zwischen den (durch
                      dingliche Sicherheiten oder auf andere Art durch den Emittenten oder durch Dritte) ga-
                      rantierten Anleihen und den nicht garantierten Anleihen zu unterscheiden ist,
                 — des Gesamtbetrags aller sonstigen Kreditaufnahmen und Verbindlichkeiten, wobei zwi-
                      schen garantierten und nichtgarantierten Kreditaufnahmen und Verbindlichkeiten zu un-
                      terscheiden ist,
                 — des Gesamtbetrags der Eventualverbindlichkeiten.
                 Bei Nichtvorhandensein solcher Anleihen, Kreditaufnahmen, Verbindlichkeiten oder Eventu-
                 alverbindlichkeiten wird eine entsprechende Negativerklärung in den Prospekt aufgenom-
                  men.
                 Stellt der Emittent konsolidierte Jahresabschlüsse auf, so finden die Grundsätze von Num-
                 mer 5.1.1 Anwendung.
                 Im allgemeinen sollen Verpflichtungen zwischen Unternehmen innerhalb des Konzerns nicht
                 berücksichtigt werden; erforderlichenfalls ist hierüber eine Erklärung abzugeben.
          5.1.5. Aufstellung über Herkunft und Verwendung der Mittel für die letzten drei Geschäftsjahre.
          5.2.   Einzelangaben über Unternehmen, an denen der Emittent mit einem Kapitalanteil beteiligt
                 ist, der die Beurteilung seiner Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich beeinflussen
                 könnte.
                 Die nachstehend aufgeführten Angaben sind auf jeden Fall für Unternehmen zu machen, an
                 denen der Emittent direkt oder indirekt eine Beteiligung hält, wenn deren Buchwert minde-
                 stens 10 % seines Eigenkapitals darstellt oder mit mindestens 10 % zu seinem Nettoergebnis
                 beiträgt, oder wenn im Falle eines Konzerns der Buchwert dieser Beteiligung mindestens
                  10 % des konsolidierten Eigenkapitals darstellt oder mit mindestens 10 % zum konsolidier-
                  ten Nettoergebnis des Konzerns beiträgt.
                  Die nachstehend aufgeführten Angaben können unterbleiben, wenn der Emittent nachweist,
                  daß die Beteiligung vorübergehend ist.
                  Desgleichen können die unter den Buchstaben e) und f) vorgesehenen Angaben unterbleiben,
                  wenn das Unternehmen, bei dem eine solche Beteiligung besteht, seine Jahresabschlüsse nicht
                  veröffentlicht.
                  Bis zur Koordinierung der Rechtsvorschriften über die konsolidierten Jahresabschlüsse kön-"
                  nen die Mitgliedstaaten die zuständigen Stellen ermächtigen, zu gestatten, daß die unter den
                  Buchstaben d) bis h) vorgesehenen Angaben weggelassen werden, wenn die Jahresabschlüsse
 ---pagebreak--- Nr. C 355/60                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          „  31.12.80
                der Unternehmen, an denen die Beteiligungen bestehen, in den Jahresabschluß des Konzerns
                einbezogen werden oder der nach der Equity-Methode auf die Beteiligung entfallende Wert
                im Jahresabschluß offengelegt wird, sofern nach Auffassung der zuständigen Stelle das Weg-
                lassen dieser Angaben nicht Anlaß zu einer Irreführung des Publikums über Tatsachen und
                Umstände sein kann, die für die Beurteilung des betreffenden Wertpapiers wesendich sind.
                a) Bezeichnung und Sitz des Unternehmens,
                b) Tätigkeitsbereich,
                 c) Höhe des Kapitalanteils,
                 d) gezeichnetes Kapital,
                 e) Rücklagen,
                 f) versteuertes Ergebnis des letzten Geschäftsjahres aufgrund der normalen Geschäftstätig-
                     keit,
                 g) auf die gehaltenen Aktien oder Anteile noch einzuzahlender Betrag,
                 h) Höhe der Dividendeneinkünfte des letzten Geschäftsjahres aufgrund des Aktien- oder
                     Anteilbesitzes.
           5.3. Enthält der Prospekt konsolidierte Jahresabschlüsse, so sind anzugeben:
                a) die angewandten Konsolidierungsgrundsätze. Diese Grundsätze sind klar zu beschreiben,
                    wenn in dem Mitgliedstaat keine Rechtsvorschriften über die Konsolidierung von Jahres-
                    abschlüssen bestehen oder wenn diese Grundsätze nicht den betreffenden Rechtsvorschrif-
                    ten oder einer allgemein anerkannten Methode entsprechen, die in dem Mitgliedstaat üb-
                    lich ist, in dem das öffentliche Angebot erfolgt;
                b) die Firma und der Sitz der in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen, wenn
                    diese Angabe für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emitten-
                    ten wichtig ist. Es genügt, diese Unternehmen in der nach Nummer 5.2 vorgeschriebenen
                    Liste zu kennzeichnen;
                c) für jedes unter Buchstabe b) genannte Unternehmen:
                    — der Betrag der insgesamt von Dritten gehaltenen Anteile, wenn die Jahresabschlüsse
                        voll konsolidiert worden sind,
                    — die Quote der auf der Grundlage der gehaltenen Anteile berechneten Konsolidierung,
                        wenn quotenmäßig konsolidiert worden ist.
           5.4. Ist der Emittent ein herrschendes Unternehmen, das mit einem oder mehreren abhängigen
                Unternehmen einen Konzern bildet, so sind die Angaben nach den Kapiteln 4 und 7 sowohl
                für den Emittenten als auch für den Konzern zu machen.
                Die zuständigen Stellen können zulassen, daß diese Angaben nur für Emittenten oder nur
                für den Konzern zu machen sind, wenn die nicht vorgelegten Angaben nicht von wesentli-
                cher Bedeutung sind.
           5.5. Ergeben sich Angaben nach Schema B aus den gemäß Kapitel 5 aufgenommenen Jahresab-
                schlüssen, so brauchen sie nicht wiederholt zu werden.
                                                         Kapitel 6
                                Angaben über die Verwaltung, Geschäftsführung und Aufsicht
           6.1. Name und Anschrift nachstehender Personen sowie ihre Stellung bei dem emittierenden Un-
                ternehmen unter Angabe der wichtigsten Tätigkeiten, die sie außerhalb des Emittenten
                ausüben, sofern diese Tätigkeiten für den Emittenten von Bedeutung sind:
                a) Mitglieder der Verwaltungs-, Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane;
                b) persönlich haftende Gesellschafter bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien.
 ---pagebreak--- 31. 12.80                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 355/61
                                                       Kapitel 7
                Angaben über den jüngsten Geschäftsgang und die Geschäftsaussichten des Emittenten
          7.1.  Wenn von den zuständigen Stellen keine Abweichung zugelassen, allgemeine Angaben Über
                die Geschäftsentwicklung des Emittenten seit Abschluß des Geschäftsjahres, auf das sich der
                letzte veröffentlichte Abschluß bezieht, insbesondere über
                — die jüngsten bezeichnendsten Tendenzen in der Entwicklung der Produktion, des Absat-
                     zes, der Lagerhaltung und der Auftragsbestände und
                — die jüngsten Entwicklungstendenzen auf der Kosten- und Erlösseite.
          7.2.  Wenn von der zuständigen Stelle keine Abweichung zugelassen, Angaben über die Aussich-
                 ten des Emittenten, zumindest für das laufende Geschäftsjahr.
                                                     SCHEMA C
          PROSPEKTSCHEMA BEI ÖFFENTLICHEM ANGEBOT ZUR ZEICHNUNG ODER ZUM
                           VERKAUF VON ZERTIFIKATEN, DIE AKTIEN VERTRETEN
                                                        Kapitel 1
                                              Angaben über den Aussteller
           1.1.  Bezeichnung, Sitz und Ort der Hauptverwaltung, wenn dieser nicht mit dem Sitz zusammen-
                fällt.
           1.2. Zeitpunkt der Gründung, Dauer des Ausstellers, falls sie nicht unbestimmt ist.
           1.3. Rechtsordnung, unter der der Aussteller tätig ist, und Rechtsform, die er im Rahmen dieser
                 Rechtsordnung angenommen hat.
           1.4.  Betrag des gezeichneten Kapitals, Zahl und Gattungen der Anteile, die dieses Kapital vertre-
                ten, unter Angabe ihrer Hauptmerkmale;
                 nicht eingezahlter Teil des gezeichneten Kapitals mit Angabe der Zahl oder des Gesamt-
                 nennbetrags und der Art, der noch nicht voll eingezahlten Anteile, gegebenenfalls aufge-
                 schlüsselt nach dem Grad ihrer Einzahlung.
           1.5.  Angabe der Hauptkapitaleigner.
           1.6.  Name und Anschrift nachstehender Personen sowie ihrer Stellung beim Aussteller unter An-
                 gabe der wichtigsten Tätigkeiten, die sie außerhalb des Ausstellers einnehmen, sofern diese
                Tätigkeiten für den Aussteller von Bedeutung sind:
                 a) Mitglieder der Verwakungs-, Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane,
                 b) persönlich haftende Gesellschafter bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien.
           1.7.  Gegenstand des Ausstellers. Ist die Ausgabe von Aktien vertretenden Zertifikaten nicht der
                 einzige Gegenstand des Ausstellers, so sind die Merkmale der sonstigen Tätigkeiten anzuge-
                 ben und die rein treuhänderischen Tätigketten getrennt aufzuführen.
 ---pagebreak--- Nr. C 355/62                           Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                               31. 12.80
            1.8.  Eine Zusammenfassung der Jahresabschlüsse des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres.
                  Liegt der Stichtag, auf den sich der letzte veröffentlichte nichtkonsolidierte und/oder konso-
                  lidierte Jahresabschluß bezieht, mehr als neun Monate zurück, so ist eine Zwischenübersicht
                  über die Finanzlage für mindestens die ersten sechs Monate in den Prospekt aufzunehmen
                  oder ihm beizufügen. Wurde diese Zwischenübersicht nicht geprüft, so ist dies anzugeben.
                  Stellt der Aussteller einen konsolidierten Jahresabschluß auf, so entscheiden die zuständigen
                  Stellen, ob die Zwischenübersicht über die Finanzlage in konsolidierter Form vorzulegen ist
                  oder nicht.
                  Jede wesentliche Änderung, die seit Abschluß des letzten Geschäftsjahres oder dem Stichtag
                  der Übersicht über die Finanzlage eingetreten ist, ist in einem in den Prospekt aufzunehmen-
                  den oder ihm beizufügenden Vermerk zu beschreiben.
                                                           Kapitel 2
                                           Angaben über die Zertifikate als solche
            2.1.   Rechtsstatus.
                  Die Vorschriften über die Ausgabe der Zertifikate sind im Prospekt zu erwähnen, wobei der
                  Zeitpunkt und der Ort ihrer Veröffentlichung anzugeben ist.
           2.1.0. Ausübung und Genuß der mit den Originalpapieren verbundenen Rechte, vor allem das
                  Stimmrecht, die Modalitäten seiner Ausübung durch den Aussteller und die vorgesehenen
                  Maßnahmen, um die Anweisungen der Zertifikatsinhaber zu erhalten, sowie das Recht auf
                  Verteilung der Erträge und auf Liquidationserlöse.
           2.1.1. Bank-oder sonstige Garantien, die mit den Zertifikaten verbunden sind und die Erfüllung
                  der Verpflichtungen des Ausstellers absichern sollen.
           2.1.2. Möglichkeit, die Zertifikate gegen die Originalpapiere umzutauschen, und Bedingungen die-
                  ses Umtauschs.
           2.2.   Höhe der Provisionen und der vom Zertifikatsinhaber zu tragenden Kosten im Zusammen-
                  hang mit:
                  — der Ausgabe der Zertifikate,
                  — der Einlösung des Kupons,
                  — der Begebung zusätzlicher Zertifikate,
                  — dem Umtausch der Zertifikate gegen die Originalpapiere.
           2.3.   Handelbarkeit der Zertifikate:
                  a) Börsen, an denen die Zulassung zur amtlichen Notierung beantragt ist oder wird;
                  b) etwaige Beschränkungen der freien Handelbarkeit der Zertifikate.
           2.4.   Angabe der steuerlichen Bestimmungen hinsichtlich aller Steuern und Abgaben, die im Land
                  der Ausgabe der Zertifikate zu Lasten der Zertifikatsinhaber erhoben werden.
           2.5.   Angabe der Rechtsvorschriften, nach denen die Zertifikate begeben worden sind, sowie An-
                  gabe des Gerichtsstands.