CELEX: 41997X0730(03)
Language: de
Date: 1997-07-30 00:00:00
Title: Technische Vorschriften der Regelung Nr. 7 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und in Anhang II Punkt 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird

Avis juridique important

|

41997X0730(03)

Technische Vorschriften der Regelung Nr. 7 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und in Anhang II Punkt 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird  

Amtsblatt Nr. L 203 vom 30/07/1997 S. 0055 - 0062

Technische Vorschriften der Regelung Nr. 7 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und in Anhang II Punkt 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird (1) 1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN Im Sinne dieser Regelung bedeutet:1.1. "Begrenzungsleuchte" eine Leuchte, die dazu dient, das Fahrzeug und seine Breite nach vorn anzuzeigen;1.2. "Schlußleuchte" eine Leuchte, die dazu dient, das Fahrzeug und seine Breite nach hinten anzuzeigen;1.3. "Bremsleuchte" eine Leuchte, die dazu dient, anderen Verkehrsteilnehmern hinter dem Fahrzeug anzuzeigen, daß sein Führer die Betriebsbremse betätigt;Die Bremsleuchten können auch durch eine Dauerbremsanlage oder eine ähnliche Einrichtung betätigt werden.1.4. "Umrißleuchte" eine Leuchte, die so nahe wie möglich an den äußersten Punkten der Breite über alles des Fahrzeugs und so hoch wie möglich angebracht ist und dazu dient, die Breite über alles deutlich anzuzeigen. Sie soll bei bestimmten Kraftfahrzeugen und Anhängern die Begrenzungsleuchten und Schlußleuchten ergänzen und besondere Aufmerksamkeit auf den Fahrzeugumriß lenken.1.5. BegriffsbestimmungenDie Begriffsbestimmungen, die in der Regelung Nr. 48 und ihren bis zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Genehmigung in Kraft gesetzten Änderungsserien aufgeführt sind, gelten auch für diese Regelung.1.6. "Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten und Umrißleuchten unterschiedlicher Typen" sind Leuchten, die sich in wesentlichen Einzelheiten wie den folgenden unterscheiden- die Fabrik- oder Handelsmarke,- die Merkmale des optischen Systems (Lichtstärkepegel, Winkel der Lichtverteilung, Typ der Glühlampe usw.),- das System zur Verringerung der Lichtstärke bei Nacht (bei Bremsleuchten mit zwei Lichtstärkepegeln).5. ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN 5.1. Jede eingereichte Einrichtung muß den Vorschriften in 6 und 8 entsprechen.5.2. Die Einrichtungen müssen so beschaffen sein, daß sie bei üblicher Verwendung trotz der dabei auftretenden Erschütterungen die in dieser Regelung vorgeschriebenen Merkmale behalten und ihr richtiges Funktionieren sichergestellt bleibt.5.3. Leuchten, die als Begrenzungsleuchten oder als Schlußleuchten genehmigt worden sind, werden auch als Umrißleuchten anerkannt.5.4. Begrenzungsleuchten und Schlußleuchten, die zusammengebaut, kombiniert oder ineinandergebaut sind, können auch als Umrißleuchten verwendet werden.6. LICHTSTÄRKE 6.1. Die Lichtstärke muß bei jeder der beiden eingereichten Einrichtungen in der Bezugsachse wenigstens die nachstehend angegebenen Mindestwerte erreichen und darf die nachstehend angegebenen Hoechstwerte nicht überschreiten:>PLATZ FÜR EINE TABELLE>6.2. Die Lichtstärke des von jeder der beiden eingereichten Einrichtungen außerhalb der Bezugsachse und innerhalb der Winkelbereiche nach Anhang 1 dieser Regelung ausgestrahlten Lichtes6.2.1. muß in jeder Richtung, die den Punkten des Schemas der Lichtverteilung nach Anhang 4 dieser Regelung entspricht, mindestens gleich dem Produkt aus dem Mindestwert nach 6.1 und dem in diesem Schema für die betreffende Richtung angegebenen Prozentsatz sein;6.2.2. darf in keiner Richtung innerhalb des Bereichs, in dem die Lichtsignaleinrichtung sichtbar ist, den Hoechstwert nach 6.1 überschreiten.6.2.3. Bei ineinandergebauten Schlußleuchten und Bremsleuchten (s. 6.1.3) ist für Schlußleuchten jedoch eine Lichtstärke von 60 cd unterhalb einer Ebene zulässig, die unter der waagerechten Ebene liegt, und mit dieser einen Winkel von 5° bildet.6.2.4. Außerdem6.2.4.1. muß in den gesamten in den Abbildungen in Anhang 1 bestimmten Bereichen die Lichtstärke mindestens 0,05 cd bei den Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten und Umrißleuchten, sowie mindestens 0,3 cd bei Bremsleuchten mit einem Lichtstärkepegel und 0,3 cd am Tage und 0,07 cd bei Nacht bei Bremsleuchten mit zwei Pegeln betragen;6.2.4.2. muß bei ineinandergebauten Schlußleuchten und Bremsleuchten das Verhältnis der bei gleichzeitig in Betrieb befindlichen Leuchten tatsächlich gemessenen Lichtstärken zur Lichtstärke der Schlußleuchte allein mindestens 5:1 in dem Bereich betragen, der von den waagerechten Geraden, die durch V = ± 5° und von den senkrechten Geraden, die durch H = ± 10° des Schemas der Lichtverteilung verlaufen, begrenzt wird. Bei Bremsleuchten mit zwei Lichtstärkepegeln muß diese Vorschrift bei Nachtschaltung erfuellt werden;6.2.4.3. müssen die Vorschriften in 2.2 des Anhangs 4 dieser Regelung über örtliche Lichtstärkeschwankungen eingehalten werden.6.3. Bei den Messungen der Lichtstärke muß die Glühlampe (müssen die Glühlampen) ständig leuchten; Einrichtungen für hellgelbes oder rotes Licht sind mit farbigem Licht zu messen.6.4. Bei einer Bremsleuchte mit zwei Lichtstärkepegeln ist sowohl bei Tag- als auch bei Nachtschaltung die Zeitdauer zu messen, die nach dem Einschalten des Stromes und dem Zeitpunkt vergeht, in dem die in der Bezugsachse gemessene Lichtstärke 90 % des nach 6.3 gemessenen Wertes beträgt. Die bei Nachtschaltung gemessene Zeitspanne darf nicht länger als die bei Tagschaltung gemessene sein.6.5. Anhang 4, auf den in 6.2.1 verwiesen wird, enthält nähere Angaben über die anzuwendenden Meßverfahren.7. PRÜFVERFAHREN 7.1. Alle Messungen sind mit einer farblosen Prüflampe der für die Lichtsignaleinrichtung vorgeschriebenen Kategorie durchzuführen, wobei die Spannung so einzustellen ist, daß der für diese Glühlampen-Kategorie vorgeschriebene Nennlichtstrom erzeugt wird.7.1.1. Alle Messungen an Leuchten mit nicht auswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) sind bei 6,75 V, 13,5 V oder 28,0 V vorzunehmen.Handelt es sich um Lichtquellen, für die ein besonderes Stromversorgungsgerät erforderlich ist, dann werden die obengenannten Prüfspannungen an die Eingangsklemmen dieses Stromversorgungsgerätes angelegt. Der Technische Dienst kann das besondere Stromversorgungsgerät für diese Lichtquellen beim Hersteller anfordern.7.2. Bei einer Bremsleuchte, bei der ein zusätzliches System zur Erreichung der Lichtstärke bei Nachtschaltung verwendet wird, muß jedoch die an das System zur Messung der Lichtstärke bei Nachtschaltung angelegte Spannung derjenigen entsprechen, die an die Glühlampe zur Messung der Lichtstärke bei Tagschaltung angelegt wurde (2).7.3. Ist eine Schlußleuchte mit einer Bremsleuchte mit zwei Lichtstärkepegeln ineinandergebaut und soll sie ständig mit einem zusätzlichen System zur Änderung der Lichtstärke betrieben werden, ist bei der Messung der Lichtstärke dieselbe Spannung an das System anzulegen, die bei der Glühlampe zur Erzeugung des vorgeschriebenen Nennlichtstroms erforderlich wäre.7.4. Die vertikalen und horizontalen Ränder der leuchtenden Fläche einer Lichtsignaleinrichtung (1.6.2) sind zu bestimmen und hinsichtlich des Bezugspunktes (1.6.5) zu vermessen.Anmerkung:8. FARBE DES AUSGESTRAHLTEN LICHTS Die Farbe des ausgestrahlten Lichts muß innerhalb der in Anhang 5 dieser Regelung für die betreffende Farbe vorgeschriebenen Grenzen liegen.(1) Die Funktions- und Einbaubedingungen dieser zusätzlichen Systeme werden in besonderen Vorschriften festgelegt.(2) ABl. Nr. L 171 vom 30. 6. 1997, S. 25.ANHANG 1 Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Umrißleuchten und Bremsleuchten: Mindestwinkel für die räumliche Lichtverteilung dieser Leuchten (1) Die vertikalen Mindestwinkel der räumlichen Lichtverteilung betragen, ausgehend von der Waagerechten, 15° nach oben und 15° nach unten, bei allen in dieser Regelung aufgeführten Leuchtenkategorien, mit Ausnahme von Bremsleuchten der Kategorie S3, für die sie 10° nach oben und 5° nach unten betragen.Horizontale Mindestwinkel für die räumliche Lichtverteilung >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>ANFANG EINES SCHAUBILD>Begrenzungsleuchten vordere Umrißleuchten>ENDE EINES SCHAUBILD>>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>ANFANG EINES SCHAUBILD>Schlußleuchten hintere Umrißleuchten>ENDE EINES SCHAUBILD>>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>ANFANG EINES SCHAUBILD>Bremsleuchten (S1 und S2)>ENDE EINES SCHAUBILD>>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>ANFANG EINES SCHAUBILD>Bremsleuchten (S3)>ENDE EINES SCHAUBILD>Anmerkung:(1) Die in den Zeichnungen angegebenen Winkel gelten für Einrichtungen, die auf der rechten Seite des Fahrzeugs angebracht werden. Die Pfeile in diesen Zeichnungen zeigen nach vorn.ANHANG 4 Photometrische Messungen 1. MESSVERFAHREN 1.1. Bei den photometrischen Messungen ist störendes Streulicht durch geeignete Abdeckungen zu vermeiden.1.2. Geben die Ergebnisse der photometrischen Messungen zu Bedenken Anlaß, so sind die Messungen wie folgt durchzuführen:1.2.1. Die Meßentfernung ist so zu wählen, daß das Gesetz der Abhängigkeit vom Quadrat der Entfernung gilt.1.2.2. Die Meßeinrichtung muß so beschaffen sein, daß der Öffnungswinkel des Empfängers, vom Bezugspunkt der Leuchte aus gesehen, zwischen 10 Winkelminuten und 1° beträgt.1.2.3. Der für eine bestimmte Beobachtungsrichtung vorgeschriebene Lichtstärke-Mindestwert gilt als erreicht, wenn er in einer Richtung erreicht wird, die nicht mehr als ¼ ° von der Beobachtungsrichtung abweicht.2. VEREINHEITLICHTE RÄUMLICHE LICHTVERTEILUNG >VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>2.1. Die Richtung H = 0° und V = 0° entspricht der Bezugsachse (sie verläuft am Fahrzeug horizontal und parallel zur Fahrzeuglängsmittelebene, in der für die Sichtbarkeit vorgeschriebenen Richtung). Sie geht durch den Bezugspunkt. Die in dem Schema angegebenen Werte geben für die verschiedenen Meßrichtungen die Mindestwerte (in Prozent) des für jede Leuchte geforderten Mindestwerts in der Achse (Richtung H = 0° und V = 0°) an.2.2. Innerhalb des in 2 durch ein Raster schematisch dargestellten Bereichs der Lichtverteilung sollte die Lichtverteilung im wesentlichen gleichmäßig sein, d. h., die Lichtstärke in jeder Richtung eines Teils des durch die Linien des Rasters gebildeten Bereichs muß mindestens den niedrigsten vorgeschriebenen Mindestwert (in Prozent) erreichen, der auf den Linien angegeben ist, die die betreffende Richtung begrenzen.3. PHOTOMETRISCHE MESSUNGEN BEI LEUCHTEN MIT MEHREREN LICHTQUELLEN Die photometrische Ausführung wird überprüft3.1. bei nicht auswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) mit den in der Leuchte vorhandenen Lichtquellen entsprechend den Vorschriften des Absatzes 7.1.1 dieser Regelung;3.2. bei austauschbaren Glühlampen, wenn es sich um Glühlampen aus der Serienproduktion für 6,75 V, 13,5 V oder 28,0 V handelt, muß die Lichtstärke zwischen dem Hoechstwert und dem Mindestwert nach dieser Regelung liegen. Der Mindestwert ist entsprechend der zulässigen Abweichung des Lichtstroms für den gewählten Glühlampentyp nach den Vorschriften der Regelung Nr. 37 für Serienglühlampen zu erhöhen. Es kann auch eine Prüflampe, die den vorgeschriebenen Bezugslichtstrom erzeugt, an jeder der unterschiedlichen Stellen nacheinander eingesetzt werden; in diesem Fall sind die an jeder Stelle gemessenen einzelnen Werte zu addieren.ANHANG 5 Lichtfarbe >PLATZ FÜR EINE TABELLE>Zur Feststellung dieser Farbmerkmale ist eine Lichtquelle der Farbtemperatur von 2 856 K entsprechend der Normlichtart A der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) zu verwenden.Bei Leuchten mit nicht auswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) sind die Farbmerkmale jedoch mit den in der Leuchte vorhandenen Lichtquellen entsprechend den Vorschriften des Absatzes 7.1.1 dieser Regelung festzustellen.