CELEX: 62020CA0389
Language: de
Date: 2022-02-24 00:00:00
Title: Rechtssache C-389/20: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 24. Februar 2022 (Vorabentscheidungsersuchen des Juzgado de lo Contencioso-Administrativo n° 2 de Vigo — Spanien) — CJ/Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS) (Vorlage zur Vorabentscheidung – Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit – Richtlinie 79/7/EWG – Art. 4 Abs. 1 – Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund des Geschlechts – Hausangestellte – Schutz bei Arbeitslosigkeit – Ausschluss – Besonderer Nachteil für weibliche Beschäftigte – Legitime sozialpolitische Ziele – Verhältnismäßigkeit)

19.4.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 165/11
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 24. Februar 2022 (Vorabentscheidungsersuchen des Juzgado de lo Contencioso-Administrativo no 2 de Vigo — Spanien) — CJ/Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)
      (Rechtssache C-389/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit - Richtlinie 79/7/EWG - Art. 4 Abs. 1 - Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund des Geschlechts - Hausangestellte - Schutz bei Arbeitslosigkeit - Ausschluss - Besonderer Nachteil für weibliche Beschäftigte - Legitime sozialpolitische Ziele - Verhältnismäßigkeit)
      (2022/C 165/12)
      Verfahrenssprache: Spanisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Juzgado de lo Contencioso-Administrativo no 2 de Vigo
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: CJ
      
         Beklagte: Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)
      
         Tenor
      
      Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Bestimmung entgegensteht, mit der Leistungen bei Arbeitslosigkeit von Leistungen der sozialen Sicherheit, die Hausangestellten von einem gesetzlichen System der sozialen Sicherheit gewährt werden, ausgenommen werden, sofern diese Bestimmung weibliche Beschäftigte gegenüber männlichen Beschäftigten in besonderer Weise benachteiligt und nicht durch objektive Gründe gerechtfertigt ist, die nichts mit einer Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu tun haben.
      
         (1)  ABl. C 423 vom 7.12.2020.