CELEX: 31982R0495
Language: de
Date: 1982-03-03 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 495/82 der Kommission vom 2. März 1982 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Jugoslawien

Nr. L 60/8                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              3 . 3 . 82
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 495/82 DER KOMMISSION
                                                    vom 2 . März 1982
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                Ursprung in Jugoslawien
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                               211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                               (EWG) Nr. 3011 /81 Q, müssen die zu berücksichti­
                                                               genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                Märkten festgestellt werden.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für jugosla­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­            wische Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert         tagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenz­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1116/81 (2), insbe­             preis gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,           diese Äpfel erhoben werden.
in Erwägung nachstehender Gründe :                             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                               erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                               zugrunde zu legen :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei            — für die Währungen, die untereinander zu jedem
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an               Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens                  in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                      Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                    Währungen stützt,
Herkunftsland       außer    in     Ausnahmefällen     eine
Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe            — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                    der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis
und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für               kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­                  der während des fortgesetzten Zeitraums für die
preise sein.                                                        Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
                                                                     hendem Gedankenstrich festgestellt wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 1711 /81 der Kommis­
sion vom 26. Juni 1981 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1981 /82 (3)
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der               HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Güteklasse I für den Monat Februar 1982 auf 35,84
ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                                                       Artikel 1
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder          Auf Einfuhren von Äpfeln, andere als Mostäpfel (Zoll­
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­
 rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­         tarifstelle ex 08.06 A II des Gemeinsamen Zolltarifs)
tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen,              mit Ursprung in Jugoslawien wird eine Ausgleichsab­
vermarkteten       Mengen       aus    dem     betreffenden    gabe in Höhe von 0,91 ECU je 100 kg Eigengewicht
                                                               angewandt.
Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­
 rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben
verringert werden. Der Begriff repräsentative Notie­                                    Artikel 2
 rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
 Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                Diese Verordnung tritt am 4. März 1982 in Kraft.
 (') ABl. Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
 O ABl. Nr. L 118 vom 30. 4. 1981 , S. 1 .                      (4) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20 .
 (3) ABl . Nr. L 170 vom 27 . 6. 1981 , S. 23.                  O ABl. Nr. L 301 vom 22. 10. 1981 , S. 18.
 ---pagebreak--- 3 . 3 . 82                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. L 60/9
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 2. März 1982
                                                                 Für die Kommission
                                                                   Poul DALSAGER
                                                              Mitglied der Kommission