CELEX: 51981PC0358
Language: de
Date: 1981-07-06
Title: VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES über die Koordinierung der Tätigkeiten der Mitgliedstaaten und der Organe und Institutionen der Gemeinschaft zur Schaffung eines organgemeinsamen Informationssystems der Gemeinschaft#BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT über eine Studie über Informatiksysteme zur Verarbeitung von Daten der Einfuhr und Ausfuhr sowie der Verwaltung und Finanzkontrolle der Marktorganisation für die verschiedenen Agrarerzeugnisse#VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES zur Koordinierung der Massnahmen der Mitgliedstaaten und der Kommission zur Vorbereitung eines langfristigen Programms über die Anwendung der Telematik in den Informationssystems der Gemeinschaft für die Ein- und Ausfuhren von Agrarerzeugnissen sowie die Verwaltung und die Finanzkontrolle von Agrarmarktorganisationen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (81) 358
Vol. 1981/0112
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                          KOM(81)358 endg.
                                        • Brüssel , den 6 . Juli 1981
               VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES
     über die Koordinierung der Tätigkeiten der Mitgliedstaaten
          und der Organe und Institutionen der Gemeinschaft
      zur Schaffung eines organgemeinsamen Informationssystems
                            der Gemeinschaft
                   BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT
                                   über
         eine Studie über Informatiksysteme zur Verarbeitung
             von Daten der Einfuhr und Ausfuhr sowie der
        Verwaltung und Finanzkontrolle der Marktorganisation
                für die verschiedenen Agrarerzeugnisse
               VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES
         zur Koordinierung der Massnahmen der Mitgliedstaaten
       und der Kommission zur Vorbereitung eines langfristigen
  Programms über die Anwendung der Telematik in den Informations­
         systemen der Gemeinschaft für die Ein- und Ausfuhren
 von Agrarerzeugnissen sowie die Verwaltung und die Finanzkontrolle
                      von Agrarmarktorgamsationen
                ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
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 K0M(81 ) 358 endg .        ΚΑ
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                                    !-f I,
                                         cj
 ---pagebreak---          KOORDINIERUNG DER TÄTIGKEITEN DER MITGLIEDSTAATEN UND
       ■ DER ORGANE UND INSTITUTIONEN DER GEMEINSCHAFT ZUR
         SCHAFFUNG EINES ORGANGEMEINSAMEN INFORMATION ^- ' '
         SYSTEMS DER GEMEINSCHAFT   ( INSIS )
           ;           "         BEGRÜNDUNG        -   ■                    '
Einleitung und Beschreibung des Vorhabens für ein inte.rinstitutionel les
Informationssystem ( INSIS )                 .■              • ,
1 . Mit dem Projekt INSIS soll ein Informationssystem zwischen den , Gemein -,
      Schaftsorganen und - institutionen und den mit den Aktivitäten der
      Gemeinschaft am stärksten verbundenen Verwaltungen der Mitgliedstaaten
    . geschaffen werden .      .  ,             '    r
      Bei diesem System , das vor allem die Leistungsfähigkeit des Gemeinschaft
      apparats steigern soll , werden die für seinen Bedarf optimal geeigneten
      neuen Informationstechnologien angewendet .
                  -      »
2 . Es sind Definitionsstudien und Pilotvorhaben dur einzuführen , um für . das
      Programm mittel - und langfristige Ziele festzulegen und die allgemeinen
  ,   Merkmale für ihre Verwirklichung zu erarbeiten .
      Nach diesen Vorbereitungen könnte die Kommission dem Rat der
      Europäi sehen Gemeinschaften 1982 einen Beschluss über die Definition ,
      der Einzelmerkmale sowie die Entwicklung und die Inbetriebnahme einer
      ersten Phase des.'interinstitutionellen Systems im Jahre 1986 vorschlagen
                           Ν                             .
      Samtliche Arbeiten werden in Zusammenhang mit den anderen Organen und
      Institutionen der Gemeinschaft und den zuständigen Verwaltungen der
      Mitgliedstaaten durchgeführt . :     '
i               .   »                   :
3 . Schon 1974 bekundet« der Rat der Europäischen Gemeinschaften in seiner
      Entschliessung vom 15 . Juli ( 1 ) über eine gemeinschaftliche Politik auf
      dem Gebiet der Datenverarbeitung seinen Wi l len,' gemeinsame Vorhaben
      von europäischem Interesse auf dem Gebiet der Anwendung der Datenver­
      arbeitung , die die Kommission vorschlägt , zu unterstützen .
 ( 1 ) ABl . Nr . C 86 vom 20.7.1974 , S.1
 ---pagebreak---                                     -2-
  In Erwägung nachstehender Grunde :
  Die O / gane und Inst i t ut i onen 'der Gemeinschaft und die zuständigen
  Verwa Ltungen der Mi t g l i edst aaten sollten bei der Verwendung
  von ihnen geförderten neuen Informationstechnologien als Vorbilder vorangehen .
  Zur Optimierung der Wirkungsweise der Gemeinschaftseinrichtungen
  ist die Koordi ni erung der Tätigkeiten der Organe und einzelstaatlichen
  Verwaltungen in diesem Bereich mit den eigenen Arbeiten der Kommission
  vorzusehen -
  BESCHLIESST :
                                    Artikel  1
  Die Mitgliedstaaten und die          Organe und Institutionen der Gemeinschaft
  koordinieren mit der Kommission ihre Vorbereitungen zum Aufbau eines
  Planungsprogramms im Hinblick auf die Entwicklung und Durchführung eines
 organgemeinsamen            Gemeinschaftssystems integrierter Information s -
  dienste ( INSIS ), das     aufgrund gemeinsamer Abkommen den Einsatz neuer
 elektronischer Technologien bei ihrem Informationsaustausch untereinander
  fördern soll .
  Für die Koordinierung sorgt auf Veranlassung der Kommission ein
 Beratender Ausschuss , den aus Vertretern der Mitgliedstaaten und den
  Institutionen und Organen der Gemeinschaft besteht .
                                    Artikel 2
  Nach Abschluss der Arbeiten erstattet die Kommission dem Rat         und dem
  Parlament Bericht und legt dem Rat die ihr angemessen erscheinenden Vor­
  schläge zur Verabschiedung eines Planungs- und Entwi ck lungsprogramms vor .
                                   Artikel 3
  Dieser Beschluss tritt am
Tag seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
 in Kraft
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6 . Damit sich dieses Projekt eines Systems homogen integrierter Dienst­
       leistungen in harmonischer . Weise entwickeln kann , ist es uner lässli ch ,
       dass alle Beteiligten - seien sie nun an. der Anwendung des .Systems oder
       an der Lieferung der für die Errichtung erforderlichen technischen Mittel
       interessiert - einen aktiven Anteil an dem Aufbauprozess nehmen , und zwar 1
       schon von der Anfangsphase an . Man. darf nicht übersehen , dass der " Markt "
       der potentiellen Anwender des INSIS-Systems aus 16.000 Beamten besteht ,
       die in vielen Organen und Institutionen verteilt sind und' viele Sprächen
       sprechen und die in täglicher Verbindung mit etwa 100.000 Personen in
       den öffentlichen Stellen der zehn Mitgliedstaaten stehen .        •
7 . Die neuen Informationstechnologien breiten' sich 'schrittweise in allen .
   • Zweigen der menschlichen Aktivitäten aus , in gewisser Beziehung nach
       dem Rhythmus des Fortschrittes auf dem Gebiet der Mikroelektronik sowie
   , der Kostensenkungen auf diesem Gebiet . Diese Durchdringung ist in der
         *                                                     •           • , .         t
       Hauptsache durch den Zuwachs . an Produktivität begründet , den diese
       Technologien ermöglichen , insbesondere auf den Gebieten der Aktivitäten
       administrativer Natur , die bedauerlicherweise einerr beträchtlichen
       Investitions- und Produktionsrückstand im Vergleich zu den Sektoren der
       Güterproduktion aufweisen .                      ,
8 . Die Realisation neuer Informat ionstechnologi en im Rahmen der Gemeinschafts-
  • organe und - institutionen und ihrer Verbindungen mit den mitgliedstaatlichen
   : Behörden wird ni cht . mög Ii ch sein , wenn nicht zu gegebener Zeit von den' .
                                                '
       Teilnehmern entsprechende Massnahmen durchgeführt werden , um zu gewähl–
   , leisten , dass die Übertragungsmittel für die Verwendung " transparenter "
       sind , d.h . dass die . Austauschsysteme über das ganze System hinweg kompatibel
       sind . Zur Erreichung dieses Ziels ist es einerseits erforderlich , dass die
       öffentlichen Fernmeldenetze die Informationsübertragung gewährleisten         -
       können , die durch die zwischen den G6meinschaftsorganen und - Institutionen
       und den Mitgliedstaaten eingeführten Dienstleistungen entsteht . Andererseits
       wird-es erforderlich sein , dass die Anwender Vereinbarungen über den
     . Informationsaustausch-definiereri und anwenden , die eine Gewährleistung
       bestimmter Dienstleistungen erlauben , wie etwa die elektronische Verbreitung
       von Dokumenten oder die elektronische Nachrichtenübermittlung .           •     -
           '                     ^           *
9 . Die Fernmeldeverwaltungen der . zehn Mitgliedstaaten haben ihren Willen
    - zur Zusammenarbeit bekundet und sind bereits an den Arbeiten beteiligt ,
 ---pagebreak---          die die Kommission eingeleitet hat .
         Sie stehen auf dem Standpunkt , dass das INSI S-Proj ekt eine
         bedeutende Stimulationswirkung auf die Anstrengungen haben wird , die auf
         den Gebieten der Vereinbarungen über den Datenaustausch und die
         Austauschbarkeit der System-Endgeräte unternommen werden .
         Eine Beschleunigung dieser Arbeiten seitens der Industrie und der
         Normungsorganisationen geht Hand in Hand mit der Absicht der PTT-
         Verwaltungen , schrittweise und nach einem kohärenten Zeitplan den Zugang
         zu denselben Dienstleistungen der Gesamtheit der Anwender der Gemeinschaft
         zu öffnen .
   10 . Ferner ist zu bemerken , dass die Anwender der einzelstaatlichen Ver­
         waltungen und auch der Gemeinschaftsorgane und - institutionen fortfahren
         werden , ihre eigenen internen Telematiksysteme zu entwickeln . Diese
         Entwicklung darf in keinem Falle verzögert werden , aber es ist schon jetzt
         dringend erforder l i ch , dieser) unabhängigen Systemen die Spezifikationen eines
          Rahmens zu geben , die es diesen Einzelsystemen später ermöglichen wird ,
          untereinander in Dialog über die gesamte Gemeinschaft hinweg zu treten .
B.        Stand der von der Kommission durchgeführten Arbeiten
    11 . Sobald die Reaktion des Europäischen Rats zu den Vorschlägen der Kommission
          bekannt war , hat diese die Definitionsstudien in Angriff genommen .
          Anfang 1980 beginnend hatte eine erste Studienreihe vor allem die
          Definition einer Lösungsmethode für die Managementprobleme , der
          Analyse und der Entwicklung des INSIS-Projekt s sowie die Erstellung von
          Bewertungsmodellen für die Bewertung des Kosten / Nutzen - Verhältnisses
          der interinstitutionellen Informationssysteme zum Ziel .
          Ende 1980 wurde eine zweite grundlegende Studienreihe externen Beratern
          übertragen ; diese Arbeiten betreffen den Bedarf der Anwender , die tech­
          nischen Aspekte und insbesondere die Fragen der Normen und Standards , der
          wirtschaftlichen Analysen sowie die Probleme der Errichtung neuer Systeme ,
          insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Veränderungen der Arbeitsgewohn-
          heiten .
 ---pagebreak---    Im gegenwärtigen Stadium bestätigen diese verschiedener! Arbeiten •
   die . Notwendigkeit und Dringlichkeit zur Schaffung eines Rahmens , der den
   Anwendern - in den Gemeinschaftsinstitutionen und den Mitgliedstaaten - '             -
   der neuen von der Technologie angebotenen Dienstleistungen , deren Einführung .
   unvermeidlich ist , ermöglicht , den Zugang zu den Informationen dort zu-
   haben , wo sie " stationiert " si iSd , und ferner Informationen unter verschie­
  denen Formen austauschen zu können .
  "■ N                  : '- r'                                   / V '0\-            •/ "
  Neue Aktionen                                        . .    .                • .    "
  Die Analyse des bisher Erreichten erlaubt , äls vorläufiges Ergebnis die
  prinzipielle Durchführbarkeit des Projekts als Schlussfolgerung anzunehmen .
  Es , kommt nun darauf an , dass die übrigen Institutionen und die interessierten
 'einzelstaatlichen Verwaltungen sich der Kommission anschliessen , um die
  G_emeinschaftsaspekte herauszuentwickeln .         -    J             -    :        -
  Diese gemeinsame Arbeit sollte es im übrigen ermöglichen , einerseits die
  Aufgaben und andererseits die erforderlichen Ressourcen für die Durchführung
  des Projekts zu exploriereh .                         '                 "
'Die Komplexität des Problems der Errichtung des interinstitutionel len             .
                                             * .                        -          ...      *
  Informationssystems in einer sich in ständiger Veränderung befindlichen ,               _
  technologischen Umwelt setzt voraus , sich um eine . Strategie auf mittlere           \
  und lange Fristen zu bemühen , die sich insbesondere auf die detaillierte
  Kenntnis des aktuellen Bedarfs , auf eine prospektive technisch-ökonomische
     '•           -  ''' y  '   "      ■                    N   •
  Beurteilung der technologischen Entwicklung und der Industrieprogramme ,-
  auf dde Pläne in bezug auf die Entwicklung der öffentlichen Netze der
  betroffenen verwaltungsinternen Netze sowitf auf die - sozio-strukturel len
  Reaktionen der Anwender gegenüber den neuen Techniken stützen muss . Zahl­
  reiche . di eser Elemente bedürfen einer Prüfung durch spezifische Pilotprojekte .
  Das Hauptziel der für 1982 geplanten Aktionen besteht in der Ausarbeitung
  eines Vier -Jahres- Programms, das in die Betriebnahme eines ersten " Kerns "
  der neuen Telemati kdienste ausmünden sollte .                     "' '
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15 . Es erwies sich als erforderlich / dass die am INSI S-Prc j ekt teilnehmenden
     Steller; eine Analyse durchführen , die etwa cer entspricht , die von der
     Kommission bereits durchgeführt wurde , und die auf die Feststellung des
     qualitativen und quantitativen Bedarfs an neuen Te lemat i kdi enst Lei st ungen
     ausgerichtet ist . Es ist sicherlich notwendig , dass hier eine Konzertation
     zustande kommt , damit die Resultate zu einer kohärenten Beurteilung des
     Kommuni kat ionsf Lusses führen können . Diese Bewertung wird die Voraus­
     setzung dafür schaffen , einerseits die Spezifikationen der angemessenen
     öffentlichen Infrastruktur festzulegen und andererseits die Wahl zu treffen ,
     welche Dienstleistungen geeignet sind , in signifikativer Weise die Wirksam­
     keit des administrativen Gemeinschaftsapparates zu erhöhen .
     Diese Gemeinschaftsarbeit       wird durch eine funktionelle Studie der      Informat i ons-
     kreisläufe zu ergänzen sein , um insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen
     den neuen Technologien und den bestehenden Kommunikationsstrukturen und die
     Möglichkeit einer Rationalisierung zwischen ihnen zu messen . Die Ar cni vi erung s-
     und Klassifizierungsprobleme sind diesbezüglich z.B. von sehr wesentlicher
     Bedeutung .
16 . Die kohärente Einführung neuer Technologien erfordert in dem Kontext der
     derzeitigen ständigen Veränderungen eine kontinuierliche Bewertung der
     praktischen Möglichkeiten , die sich durch diese Einführung eröffnen , und
     zwar sowohl auf Ebene von terminalen Anlagen wie der lokalen internen Netze .
     Der europäische und i nt er i nst i tut i one l le Charakter des IMSI S-Projekt s macht
     die Beurteilung der Technologien untrennbar von der Beurteilung der Standards
     und der Austauschprotokolle - insbesondere in bezug auf die hohen Niveaus
     des IS0 - 7 - Schi chten-Mocel Is -, die bereits auf internationaler Ebene ange­
     nommen wurden oder deren Annahme bevorsteht . Diese Arbeit bedarf einer
     Ergänzung durch die Festlegung zeitweiliger homogener Vereinbarungen
     zwischen allen Anwendern für die Bereiche , wo international Normen noch
     fehlen , um - soweit es verwirklicht werden kann - von Anfang an eine
     Kompatibilität der Kommunikationssysteme zu erhalten .
     Diese verschiedenen Elemente machen bestimmte architektonische Prinzipien
     zur Voraussetzung , die definiert Werden müssen , bevor die Entwicklungs­
     phasen in Angriff genommen werden .
 ---pagebreak---                                                                •         .         • •       V: ;
                                         "                   '              .          *
                 .            *            -7-
   ' '           '"              y '   .               ~
            Schliesslich ist es auch erforderlich ,, der Wechselbeziehung zwischen
            Mensch und Maschine Rechnung zu tragen , insbesondere indem man eine
            progressive Integration der Dienstleistungen zumindest auf Ebene der .
            Anwender anstrebt , d.h . an den Informationsnetz-Endstel len .
            Die Probleme , die in Verbindung mit dem-Einfluss der bestehenden Aus­
         ■ rüstun'gen an das INSIS-System bei den Institutionen , die an dem Projekt
            teilnehmen , auftreten , sind von diesen Stellen selbst zu regeln .
     17 . Es liegt auf der Hand , dass das Projekt mit Wahlentscheidungen technischer
                                                 "       '       "             ^           V
            Art oder des Zeitplans für die Durchfuhrung konfrontiert sein . wird ; die-
            Entscheidung zwischen diesen Wahlmöglichkeiten wird durch Kostenabschätzungen
            der Lösungen in Gegenüberstellung zu einem Effizienzindikator sicherge­
            stellt und so auf die Anwendung und die Perfektionierung von ökonomet ri sehen
            Modellen gestützt , die derzeit noch entwickelt werden .
     18 . Die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Maschine muss vertieft werden ,
            da die Ablehnung der Technologie durch diejenigen , die eigentlich die
            Nutzniesser sein sollten , das Haupthindernis für die Inbetriebnahme des INSIS
            Systems sein , könnte .
            Es handelt sich um ein noch se.hr wenig • be kanntes Gebiet , für das eine
            permanente Bewertung der ' laufenden Erfahrungen in den industrialisierten
            Ländern von grosser Bedeutung ist .            ,
            Was die Programme zur Förderung der Aufnahmebereitschaft und der Aus­
            bildung innerhalb der am Projekt teilnehmenden Institutionen angeht , so         r
          - liegt die Zuständigkeit hierfür bei diesen selbst .-                 . t     .
     19 . Schliesslich ist die Phase der Entwicklung und der Inbetriebnahme einer
            ersten-Stufe des INSIS-Projekts nicKt ohne den Aufbau einer geeigneten
          'Managementstruktur denkbar .        . v
            Es ist deshalb erforder Ii ch , bei der Vorbereitung des Vierjahres-
            Programms die Merkmale dieser Struktur festzulegen .
D.          Modalitäten der Kooperation
     20 . Die Entwicklung einer so komplexen Kooperationsstruktur wie der des INSIS -
            insbesondere im Hinblicrk auf die Vielfalt in der Teilnehmerebene - erfordert
 ---pagebreak---                                   -8-
      ausser der Schaffung eines Beratenden Ausschusses der Anwender
     cie Organisation von Seminaren und Workshops ( spezi a l i si erte oder
     a L Lgerrei ne )- unter Kitarbeit der technisch zuständigen Verantwortlichen
     der am unmittelbarsten beteiligten verschiedenen Verwaltungen .
     Diese Zusammenkünfte haben zum Zweck , gemeinsam bestimmte determinierende
     Wah lent sc hei düngen für die Fortführung des Projekts unter Wahrung einer
     wechselseitigen Information der Beteiligten festzulegen .
21 . Um die Prüfung des Bedarfsder Anwender in den einzelnen Institutionen
     und Mitgliedstaaten rasch voranzutreiben , wird die Kommission Tagungen
   . für Anwender veranstalten , bevor der Rat seinen Beschluss über das
     Programm 1982 förmlich festlegt . Diese Zusammenkünfte könnten eine Art
     Modell für cen Beratenden Ausschuss der Anwender darstellen , dessen
     Einsetzung die Kommission vom Rat beantragen wird . Diese Initiative
     soll darüber hinaus den ei nze l st aat l i chen oder Gemeinschaftsinstitutionen
     die Möglichkeit geben zu prüfen , welche Mittel sie für erforderlich erachten ,
     insbesondere zur Beurteilung ihres jeweiligen internen qualitativen und
     quantitativen Bedarfs sowie zur Durchführung der Funkt i onsst udi e des
     Informationskreislaufs und zur Beteiligung an den i nteri nst i tut ione l len
     Pilotprojekten . Die Kommission hat ihrerseits in ihrem Vorentwurf für
     den Haushaltsplan 1982 unter Posten 7711 die Mittel für die von ihr im
     Lauf des Haushaltsjahres durchzuführenden Massnahmen veranschlagt .
22 . Das mit der raschen technologischen Veränderung in Verbindung stehende
     explosive Wachstum des Te lemat i kbedar f s bedingt gewisse Zwänge in der
     zeitlichen Planung .
     Im Hinblick auf diese Umstände beabsichtigt die Kommission , dem Rat schon
     1982 ein Planungs - und Entwi ck lungsprogramm mit dem Ziel der Inangriff-
     nahme einer ersten Phase des interinst i tut ione l len Informationssystems
     vorzuschlagen .
     Die Laufzeit dieses Programms wird auf vier Jahre veranschlagt .
     Diesem ersten Programm soll ein zweites Programm mit einer Laufzeit bis
     1990 folgen , das die progressive Implementierung neuer Te lemat i kdi enst-
     leistungen zum Endziel hat , die von einem in voller Entwicklung befindlichen
     europäischen Digitalnetz getragen werden .
 ---pagebreak---                VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES ÜBER DIE
               KOORDINIERUNG DER TÄTIGKEITEN DER MITGLIEDSTAATEN
               UND DER ORGANE UND INSTITUTIONEN DER GEMEINSCHAFT
               ZUR SCHAFFUNG EINES ORGANGEMEINSAMEN INFOR­
               MATIONSSYSTEMS DER GEMEINSCHAFT
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
auf Vorschlag, der Kommission ,       • -
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ( 1 ),
                                                           «
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 2 ),
( 1 ) ABl . Nr .
( 2 ) ABl . Nr .
 ---pagebreak---                                    -2-
  in der Erwägung , dass in erster Linie die Gemen nschaft sorgane und die
  zuständigen einzelstaatlichen Verwaltungen die Anwender der von ihnen
  geförderten neuen Informat ionstechnolcgi en sein dürften und dass es
  zur Optimierung der Wirkungsweise des Gemeinschaftssystems angezeigt ist ,
  die Koorci ni erung ihrer Arbeiten in diesem Bereich mit der, eigenen
  Arbeiten der Kommission vorzusehen ;
  BESCHLIESST   :
                     %
                                 Artikel 1
  Im Hinblick auf die Festlegung eines Programms , das zur Entwicklung
  und zum Aufbau eines interinstitutionellen Gemeinschaftssystems inte­
  grierter Informationsdienste ( INSIS ) führen soll , koordinieren die
  Mitgliedstaaten und die Gemeinschaftsorgane ihre Arbeiten auf dem Gebiet
  des als Anlage 1 beigefügten Programms mit den Aktivitäten der Kommission .
■ Für die Koordinierung sorgt auf Veranlassung der Kommission ein Beratender
  Ausschuss , der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten und der Ein­
  richtungen und Organe der Gemeinschaft zusammensetzt .
                                 Artikel 2
  Nach Durchführung ihres Programms erstattet die Kommission dem Rat
  und dem Parlament Bericht und legt die ihr angemessen erscheinenden
  Vorschläge im Hinblick auf die Verabschiedung eines detaillierten
  Planungs - und Entwicklungsprogramms vor .
                                 Artikel 3
  Dieser Beschluss tritt am Tage seiner Veröffentlichung im Amtsblatt
  der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
 ---pagebreak---                            Bericht der Kommission an den Rat
                                             über
                          eine Studie      über Informatiksysteme
                       zur Verarbeitung von Daten der         Einfuhr >
                        und Ausfuhr sowie       der Verwaltung und
                        Finanzkontrolle der Marktorganisation ■
                     . für die      verschiedenen Agrarerzeugni sse          \
1.     In Artikel 3 des Beschlusses des Rates Nr . 77 / 619 / EWG ( 1 ) vom 27 . September
       1977 betreffend eine Studie über . Informati ksystems zur Verarbeitung von
       Daten der Einfuhr und Ausfuhr sowie der Verwaltung und Finanzkontrolle
       der Marktorganisation für die verschiedenen Agrarerzeugni sse wurde              -
       festfelegt , dass die Kommission dem. Rat nach Abschluss der Studie einen          v
       Bericht vorlegen' sol Ite . Mit der Vorlage dieses Berichts kommt die
       Kommission diesem Auftrag nach .
2.     Im Juli 1978 wurde ein' Projektleiter bestellt , der die Durchführung der
   .   Studie nach den Weisungen der Kommission zu leiten hatte . Im März 1979
       wurde mit einem Konsortium von sieben Beratungsunternehmen aus jeweils
       verschiedenen Mitgliedstaaten ein Vertrag zur Durchführung der Studie
       abgeschlossen ..                              ' .     ■          _
3.     Gemäss Arttkel 2 des Beschlusses des Rates sollte die Laufzeit der
       Studie 18 Monate betragen . Infolge grosser interner Schwierigkeiten kam
       das Konsortium in den ersten" Monaten kaum voran , und die Kommission
       verlängerte die Laufzeit schliesslich im Rahmen des Vertrages ohne
       Vertragsstrafe um zwei Monate .                                      __             ..
4.      Das Konsortium lieferte seinen Bericht im Dezember 1980 bei der Kommission
        ab . Exemplare des Berichts wurden den zuständigen Stellen in den Mitglied-
        statten und den Kommissionsdienststellen zur Auswertung der darin
        enthaltenen Diagnosen und Empfehlungen zugeleitet .
5.      Der Bericht schlägt ein Zehnjahresentwicklungsprogramm vor ; in dieser
        Zeit sollten die Kommission und die zuständigen Verwaltungsstellen in
        den Mitgliedstaaten ihre eigenständigen Informatiksysteme in einer
        Reihe von konzertierten Aktionen aufbauen mit dem Ziel , die EDV-
        Technologie zur Verbesserung der Qualität und Pünktlichkeit der
        Informationen voll zu nutzen , wobei unmittelbare Austauschbarkeit -
        zwischen den Systemen gewährleistet werden sollte .
 6.     Die Kommission befürwortet die Hauptvorschläge des Berichts grundsätzlich .
        Sie beschäftigt sich derzeit mit der organisatorischen Seite und mit
      4 Fragen der Beschaffung auf Gemeinschaftsebene . Hierzu sind weitere
        Erörterungen mit den Verwaltungen der Mitgliedstaaten erforderlich ; danach
        ist beabsichtigt , dass die Kommission dem Rat einen Vorschlag zur Annahme
        eines langfristigen Programms mit eigenem Budget vorlegt , das 1983
     • anlaufen soll .
                    >   '  ., r-n A 10 1(177  f -r~<
 ---pagebreak---                                          - 2 -
7. Um den vorstehend unter Ziffer 6 beschriebenen Stand zu erreichen ,
   müssen noch rehrere Vorstudien und vorbereitende Vorhaben in Angriff
   genommen v / erden . Diese sind Gegenstand eines getrennten Vorschlags
   an den Rat . oer diesem Bericht beigefügt ist und in dem die Haupt-
   err.pfehU' ■ ., er des • Ben" chts der Beratungsunternehmen zusammengef as st
   wu rden .
8. Die Kommission veranlasst inzwischen intern die erforder Ii chen Schritte
   zur Forderung der dringenderen Vorbereitungen , und sie wird die weiteren
   Gespräche mit den einzelstaatlichen Verwaltungen forcieren .
 ---pagebreak---          ZUR KOORDINIERUNG DER MASSNAHMEN DER MITGLIEDSTAATEN UND •
     •    DER KOMMISSION EINES LANGFRISTIGEN PROGRAMMS UEBER DIE ■           '
       . ANWENDUNG DER INFORMATIONSTECHNIK FUER DIE INFORMATIONS­
      SYSTEME DER GEMEINSCHAFT IN BEREICH DER EINFUHR /AUSFUHR UND
   - DER LEITUNG UND FINANZKONTROLLE VON AGRAMARKTORGANISATIONEN ' ' •"
                            ERLAEUTERNDES MEMORANDUM
1.        Rahmen
          In seinem Beschluss vom 27 . September 1977 ( 1 ) genehmigte der ,
           •  -               ^
          Rat eine Studie übe** die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Daten
          und Dokumentation über die Ein- und Ausfuhr von Agrarerzeugnis­
          sen , die CADDIA genannt wurde . Die Studie wurde unter der Leitung
          eines Konsortiums von Beratern aus sieben Unternehmen , jedes
          aus einem andern Mitgliedsland , durchgeführt . Das Konsortium
          hat seinen Schlussbericht Ende 1980 vorgelegt .             , '
2.        Festellungen und Empfehlungen des Konsortium
          Als Hauptergebnis Aufgrund der in den Zoll-, Landwirtschafts-
          und statistischen Behörden der Gemeinschaft durchgeführten
                '                             •                     1     .    '
          Befragungen und beantworteten Fragebögen wurde festgestellt ,
          dass die bestehenden Informationssysteme , die zur Zeit zur Unter-
          Stützung der Arbeiten der Zollunion und der gemeinsamen Landwirt­
          schaftspolitik und indirekt der ganzen Binnen- und Aussen- .
        . handelspolitik der Gemeinschaft im Bereich der Industrie- und
          landwirtschaftlichen Erzeugnisse eingesetzt werden , mangelhalft
          sind . Ferner wurde festgestellt , dass die derzeit eingesetzten – -
          Mittel - Telex , Bericht , Telefon , Magnetband , usw . - inkohärent
           sind und . den Auforderungen einer raschen . Datenerfassung und
          -Übertragung nicht genügen ; und dass die Informationssysteme
           nicht ausreichend miteinander verbunden sind". Das Konsortium
          hat ein Entwicklungsprogram für rund 10 Jahre vorgeschlagen ,
           das die Entwicklung einer Infrastruktur für informatibnö-
           technische Anlagen und Dienstleistungen auf •Gemeinschaftsebene
           zur unter Stützung der erforderlichen Informationssysteme um­
           fasst . Die Systeme , die von den an 5er CADDIA Gemeinschaft
           beiteiligten Behörden , entwickelt werden , müssen mit dieser Infra­
           struktur kompatibel sein . Entsprechende Empfehlungen betreffen
           eine energische Politik des Standardisierung und den Apparat
           zur horizontalen Koordinierung des Entwicklungsprogramms . Auf
           technischer Ebene wird das Konzept der Toren ('"Gateways ") vor-^
           geschlagen .                                           .
 A3L . L 255 vom 6.10.1977 ,- S.32
 ---pagebreak--- Liese v:b • .n Schaltstati cnen - eine in jectem Nitgliedstaac und
eine b.i cer Ke;a .T. ission - , die auch Aufgaben über die reinen
yerrni"lungsfur.ktionsn hinaus übernehmen würden , um den Gehalt
der vermittelten Information zu steigern .
Das vorgeschlagene zehnjährige Entwicklungsprogramm enhält eine
Anzahl kurzfristiger Aktionen , um sowohl dringenden sofortigen
Anforderungen zu genügen als auch spätere Aktionen vorzubereiten .
Die Einführung eines rechnergestützten integrierten Tarifs der
Gemeinschaft ( abgekürzt TARIC II , Computer-based Community
Integrated Tarif f ) wird von den Beratern als Schlüsselfaktor für
das Entwicklungsprogramm bezeichnet , da er das Standardwerkzeug
vorstellt , um alle Güter , industrielle wie landwirtschaftliche ,
im grenzüberschreitenden Verkehr zu erfassen und um die
verschiedenen Regelungen der Gemeinschaft , denen diese unter­
worfen sind , zu definieren .
In den technischen Spezifikationen der CADDIA-Untersuchung wurden
Vorschläge für detaillierte Programme gefordert , die den Behörden
der Mitgliedstaaten die Entwicklung selbständiger , jedoch auf.
gemeinsame langfristige Ziele ausgerichteter Systeme ermöglichen .
Ferner wurden darin Schätzungen von Kosten und Kosten-Wirksamkeit
gefordert . Die Berater sind aber diesen beiden Forderungen mit
der Begründung nicht nachgekommen , dass sie nicht genügend
Informationen über die langfristigen Pläne der Behörden der
Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der Datenverarbeitung , über haus-
haltsbedingte und andere finanzielle Einschränkungen , die diese
Massnahmen beeinflussen könnten , und ferner über die Kosten der
derzeitigen Informationssysteme einholen konnten , um zweck­
dienlichen Vorschläge auszuarbeiten .        Der Bericht wurde deshalb
vom Konsortium als Grundlage für die Diskussion und weitere
Entwicklung' vorgelegt .
 ---pagebreak---                           - 3 -
Stellungnahme der Kommission ■
Nach Ansicht der Kommission enthält der Bericht Feststellungen
von grossem Interesse , einige wichtige Empfehlungen , einige
interessante Anregungen und ein zusammenhängendes Programm von
technisch durchführbaren künftigen Aktionen . Er unterscheidet
dagegen nicht genügend' zwischen den Ein- /Ausfuhr-Daten und den
                    l
zur Verwaltung der Agrarmarktorganisationen notwendigen      übrigen
Daten . Die für den Zollsektor . vorgeschlagener} Massnahmen ent- .
sprechen nicht immer vollständig den Anforderungen des Land-
wirtschaftssektors . Üm diesem Zustand abzuhelfen , ist die Durch­
führung spezifischer Untersuchungen und Vorhaben für die Land­
wirtschaft notwendig , wobei den Wechselwirkungen zwischen zollünd
landwirtschaftlichen Systemen voll Rechnung zu tragen ist . .
Was die wichtigeren Empfehlungen anbelangt , s so hat die Kommission
zur Zeit nur 2 ü dem " gateway"-Konzept Vorbehalte anzumelden ,
und zwar einmal , weil zur Rechtfertigung des Vorschlags' weitere
     - •    •                   ,            •               \
Arbeiten notwendig sind , und zum anderen weil jede Lösung mit
den Vorschlägen vereinbar sein muss , die später im Rahmen von
INSIS ( Interinstitutional System for Information Services ) vorge­
bracht werden könnten ;, das INS IS-Vorhaben ist Gegenstand eines .
getrennten Vorschlages für den Rat betreffend "den erweiterderi ~ ~
Bedarf der Gemeinschaft und überschneidet sich auf dem Gebiet
der Datenübermittlung mit dem CADDIA-Vorhaben .
Abgesehen vom " gateway"-K.onzept unterstützt die Kommission '
deshalb die grundsätzliche Annahme der wichtigsten Vorschläge des
Berichts durch die CADDIA-Anwendergemeinschaft . Anderseits wird
eingeräumt , dass mehr Arbeiten auf dem Gebiöt der Entwicklungs-
programme für die Behörden der Mitgliedstäaten und im Bereich der
Kostenschätzungen und Auflagen durchzuführen sind , bevor sich die
 . CADDIA-Gemeinschaft als solche mit den langfristigen Zielen , "
befassen kann . Es ist jedoch darauf hinzuweisen , dass . zwei Vor­
schläge für den Zollbereich - TARIC II und die Pilotvorhaben im
Zollsektor vom Ausschuss für Zollfragen ( Generaldirektoren )
geprüft und vorbehältslos unterstützt worden sind .
 ---pagebreak--- Vcroerei tungen
Diese Ueberlegungen machen deutlich , dass weitere Vorbereitungen
erforderlich sind , bevor die Kommission endgültige Vorschläge
für ein ab 1983 geltendes Entwicklungsprogramm mit rund zehn­
jähriger Laufzeit vorlegen kann . Die Arbeiten setzen enge
Zusammenarbeit zwischen der Kommission und den Verwaltungen der
Kitgliedstaaten voraus . Die Vorbereitungen , die zum Teil schon
angelaufen sind , sehen wie folgt aus :
- Konstruktion und Durchführung eines rechnergestützten integrier­
  ten Gemeinschaftstarifs ( TARIC II ) und spezieller Systematiker
  für Agrarerzeugnisse .
- Pilotvorhaben im Zollsektor für EG-Transitvorgänge und den
  Austausch zeitkritischer Daten .
- Pilotvorhaben im Agrarsektor zum Austausch von Management-
  informationen und der Verbreitung von Marktinformationen .
- Normung der im CADDIA-Informationssystem verwendeten    Nach-
  richtenstrukturen und - Codes sowie eine Ueberarbeitung der
  Anforderungen für Uebermittlungsprotokolle .
- Ueberarbeitung des Verfahrens , durch das Regelungen des CADDIA
  Informationsverfahrens an die Personen weitergegeben werden ,
  die sie einzuführen haben .
- Untersuchung der technischen und wirtschaftlichen Aspekte des
  " gateways " Konzepts .
- Untersuchung der Revisions - und Sicherheitsanforderungen .
 ---pagebreak--- Organisationsfragen                      ,     ■  ~
                                ■ . '                  *■         '
Zur Leitung und Koordinierung der mit CADDIA zusammenhängenden
Untersuchungen und Vorhaben in der ganzen CADDIA-Anwendergemein-
schaft ist ein Organisationssystem , zu schaffen . Die Kommission
wäre verantwortlich für die Durchführung der Studien und Vor­
haben , doch würden auch bestimmte Dienststellen der Kommission
zu der Anwendergemeinschaft gehören . Auf Beschlussfassungsebene
wird, die Einsetzung eines Beratenden Anwenderausschusses , aus '
hohen Beamten aus den Behörden der Mitgliedstaaten und den Dienst
                                                          • "   •
stellen der Kommission ^vorschlagen , der *die Leitungs- und Koordi-
nierungsfunktionen übernehmen soll . Der Ausschuss würde ferner •
die Kommission bei der Herstellung und Aufrechterhaltung der .
Verbindungen zwischen" äen einzelnen Elementen der CADDIA- :•
Anwendergemeinschaft einschliesslich derjenigen des Privat-
sekt.ors unterstützten . Ferner wäre er zur Einsetzung der not-,
wendigen technischen Unterausschüsse ermächtigt .
Vorarbeiten                                          -     . -
Auf funktioneller Ebene wäre eine vorläufige " task force " aus .
Sachverständigen der Dienststellen der Kommission und der Ver-          •
waltung - der Mitgliedstaaten und gegebenenfalls unabhängigen       ' '
Beratern einzusetzen . Diese " task force lV wäre für die Zuordnung–
der Elemente des langfristigea Entwicklungsprogrammes in Aufgaben
 der Kommission und der Mitgliedstaaten sowie in im wesentlichen
 gemeinsame Aufgaben verantwortlich und würde sodann die
 Ausarbeitung der Teilprojekte ,. Zeitpläne-, Schätzungen verfugbares
Mittel , Prioritäten in Uebereinstimmung mit den Entwicklungs-
 programmen für die autonomen Behörden der CADDIA-Gemeinschaft .
 und für die Gemeinschaft insgesamt übernehmen'. Nach Vollendung
 der Arbeiten der " task force " würden die so festgelegten Aufgaben
 vorbehaltlich der Zustimmung des Beratenden Anwenderausschusses-
 den Projektausschüssen übertragen , denen die im Beschluss
 festgelegten und/ oder von den Beratungen der Mitgliedstaaten
 bereitgestellten Mittel zur Verfügung stehen würden . Die
 Kommission würde einen Projektleiter einsetzen , der mit der
 Beratung und Unterstützung des Beratenden Anwenderausschusses für
 die praktische Leitung der vorläufigen " task force ". und später
 der Projektteams verantwortlich wäre .-     v
 ---pagebreak---                              - 6 -
   In der Zwischenzeit beabsichtigt die Kommission , die Informellen
   Gespräche rr.it den Verwaltungen der Mitgliedstaaten weiterzuführen
   und wesentliche erste Aktionen in Gang zu setzen .
7. Mittelanforderungen
   Im Hinblick auf die in Absatz 4 beschriebenen Massnahmen hat
   die Kommission bereits eine Anzahl Initiativen ergriffen und
   hierfür zur Verfügung stehenden Mittel aufgewendet . 1982 wird
   sie die in der Haushaltslinie 7711 eingesetzten Mittel benutzen .
 ---pagebreak---             VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS' DES RATES -ZUR KOORDINIERUNG DER
      MASSNAHMEN DER MITGLIEDSTAATEN UND DER KOMMISSION ZUR VORBEREITUNG
      EINES LANGFRISTIGEN PROGRAMMS UEBER DIE ANWENDUNG DER TELEMATIK IN
      DEN INFORMATIONSSYSTEMEN , DER GEMEINSCHAFT FUER DIE EIN- UND AUSFUHREN
      VON AGRARERZEUGNISSEN SOWIE DIE VERWALTUNG UND DIE FINANZKONTROLLE
                                              VON AGRARMARKTORGANISATIONEN
       DER RAT DER EUROPAIESCHEN GEMEINSCHAFTEN -
      gestuetzt auf den Vertrag zur Gruendung der Europaeischen Wirtschafts­
       gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 235 ,
       auf Empfehlung der- Kommission ,
       nach Stellungnahme des Europaeischen Parlaments ( 1 ),
       nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 2 ),
        ( 1 ) ABL . Nr .
       ( 2 ) ABL . Nr .
r/ ovisor » sche Anschr if i *. Bue de ld Le ' 200 . E ~ 1 C49 Sr ussel – Tel . 7 35 OC 4C / 735 80 40' – T elegrbmmadresse : "COMcUR 3ru&sel " –
                                                            P ernscnreiDer : " 21 877 COMEU B "
 ---pagebreak---                                    - 2
in Erwägung nc.ohs "Gehender Grunde :
Für die Verwaltung der Zollunion und für die gemeinsame Landwirt­
schaftspolitik ist es wichtig , dass die Daten der Einfuhr und Ausfuhr sowie die
Daten über den Agrarmarkt und dessen Finanzkontrolle rasch über­
mittelt und verarbeitet werden können .
Die durch Beschluss 77 / 619 / EWG ( 1 ) vom Rat beschlossene Studie über Infor­
matiksysteme ist ergänzt worden und hat dazu geführt , dass den ein­
schlägigen Behörden der Gemeinschaft ein konzertiertes Entwicklungs­
programm für die nächsten zehn Jahre zur Annahme empfohlen wurde .
Da die Dienststellen der Kommission und die zuständigen nationalen
Verwaltungen die verbesserten Informationssysteme betreiben und be­
nutzen sollen ,- ersheint es im Interesse eines reibungslosen Funktionierens
der Einrichtungen der Gemeinschaft zweckmässig , für die Koordination der
von den Mitgliedstaaten und der Kommission durchgeführten wesentlichen
Massnahmen zu sorgen
BESCHLIESST :
                                 Artikel 1
Die Mitgliedstaaten koordinieren mit der Kommission eine Reihe von
vorbereitenden Massnahmen im Hinblick auf die Ausarbeitung eines
  konzertierten    zehnjährigen Entwicklungsprogramms     zur Anwendung von
Telematiksystemen zur Verarbeitung von Daten über die Ein- und Ausfuhr
                          sowie die Verwaltung und die Finanzkontrolle
von Agrarmarktorganisationen .
 ( 1 ) ABL .    i- 255 vom 6.10.1977 , S. 32
 ---pagebreak---  Die Durchführung dieser Koordinierung obliegt der Kommission "in-    _
Zusammenarbeit mit einem beratenden Verbraucherausschuss , der aus
höchstens drei Vertretern je Mitgliedstaat gebildet wird , die aus den
im wesentlichen betroffenen Ministerien kommen . Dieser Ausschuss berät
und unterstützt die Kommission ; seine Mitglieder stellen die Verbindung
zwischen den an den CADDIA-Entwicklungen beteiligten Behörden her und
koordinieren deren Arbeiten .
Der Beratende Ausschuss kann Unterausschüsse                -       •
einsetzen .
                              Artikel 2
Die Kommission erstellt anhang      der Ergebnisse der vocbereitenden
Massnahmen einen Bericht für den Rat und    ' das Parlament und unter­
breitet dem Rat                Vorschläge für ein mit den zuständigen
nationalen Ver- waltungen durchzuführendes langfristiges Entwicklungs­
programm .
        : '                   Artikel 3
Dieser Beschluss tritt am iTag seiner Veröffentlichung im Amtsblatt
 der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .            . ,