CELEX: 32004R0865
Language: de
Date: 2004-04-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 865/2004 des Rates vom 29. April 2004 über die gemeinsame Marktorganisation für Olivenöl und Tafeloliven und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 827/68

30.4.2004         DE          Amtsblatt der Europäischen Union                       L 161/ 97
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30.4.2004         DE          Amtsblatt der Europäischen Union                     L 161/102
                       VERORDNUNG (EWG) Nr. 865/2004 DES RATES
                                          vom 29.4.2004
              über die gemeinsame Marktorganisation für Olivenöl und Tafeloliven
                     und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 827/68
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 36
und Artikel 37 Absatz 2 Unterabsatz 3,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments 1,
nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses 2,
nach Anhörung des Ausschusses der Regionen,
1
      Stellungnahme vom 10. März 2004 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).
2
      Stellungnahme vom 25. Februar 2004 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).
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in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)   Auftrag der Gemeinsamen Agrarpolitik ist es, die Ziele des Artikels 33 des Vertrags zu errei-
      chen. Um die Märkte zu stabilisieren und der landwirtschaftlichen Bevölkerung im Sektor
      Olivenöl und Tafeloliven eine angemessene Lebenshaltung zu sichern, ist es erforderlich, eine
      Einkommensstützung für die Erhaltung von Olivenhainen vorzusehen, Binnenmarkt-
      maßnahmen zu treffen, damit die Preise und Versorgungsbedingungen auf einem ange-
      messenen Niveau bleiben, und Maßnahmen zur Beeinflussung der Marktnachfrage durch die
      Verbesserung der Produktqualität und Aufklärung der Verbraucher über Qualitätsaspekte
      durchzuführen.
(2)   In der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates vom 29. September 2003 mit gemeinsamen
      Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten
      Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe 1 ist als Einkommensstützung
      für Betriebsinhaber, die Olivenhaine erhalten, eine Betriebsprämie sowie eine Beihilfe für die
      Erhaltung von Olivenhainen vorgesehen.
1
      ABl. L 270 vom 21.10.2003, S. 1. Geändert durch die Verordnung (EG) Nr. …/2004 (siehe
      S. dieses Amtsblatts).
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(3)   Die Verordnung Nr. 136/66/EWG des Rates vom 22. September 1966 über die Errichtung
      einer gemeinsamen Marktorganisation für Fette 1 ist daher aufzuheben und durch eine neue
      Verordnung zu ersetzen. Bei dieser Gelegenheit sollten folgende Ratsverordnungen über den
      Olivenölsektor ebenfalls aufgehoben werden: die Verordnungen (EWG) Nr. 154/75 2, (EWG)
      Nr. 2754/78 3, (EWG) Nr. 3519/83 4, (EWG) Nr. 2261/84 5, (EWG) Nr. 2262/84 6, (EWG)
      Nr. 3067/85 7,
1
      ABl. 172 vom 30.9.1966, S. 3025/66. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG)
      Nr. 1513/2001 (ABl. L 201 vom 26.7.2001, S. 4).
2
      Verordnung (EWG) Nr. 154/75 des Rates vom 21. Januar 1975 über die Anlage einer Ölkartei
      in den Olivenöl erzeugenden Mitgliedstaaten (ABl. L 19 vom 24.1.1975, S. 1). Zuletzt
      geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3788/85 (ABl. L 367 vom 31.12.1985, S. 1).
3
      Verordnung (EWG) Nr. 2754/78 des Rates vom 23. November 1978 über die Intervention auf
      dem Olivenölsektor (ABl. L 331 vom 28.11.1978, S. 13). Geändert durch die Verordnung
      (EWG) Nr. 2203/90 (ABl. L 201 vom 31.7.1990, S. 5).
4
      Verordnung (EWG) Nr. 3519/83 des Rates vom 12. Dezember 1983 über Maßnahmen für die
      aus den Nebenerzeugnissen von Olivenöl oder Oliventresteröl gewonnenen sauren
      Raffinationsöle (ABl. L 352 vom 15.12.1983, S. 2).
5
      Verordnung (EWG) Nr. 2261/84 des Rates vom 17. Juli 1984 mit Grundregeln für die
      Gewährung der Erzeugungsbeihilfe für Olivenöl und für die Olivenölerzeugerorganisationen
      (ABl. L 208 vom 3.8.1984, S. 3). Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2366/98
      der Kommission (ABl. L 293 vom 31.10.1998, S. 50).
6
      Verordnung (EWG) Nr. 2262/84 des Rates vom 17. Juli 1984 über Sondermaßnahmen für
      Olivenöl (ABl. L 208 vom 3.8.1984, S. 11). Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG)
      Nr. 2292/2001 (ABl. L 308 vom 27.11.2001, S. 1).
7
      Verordnung (EWG) Nr. 3067/85 des Rates vom 29. Oktober 1985 zur Festlegung der
      Kriterien für die Bereitstellung von pflanzlichen Ölen auf dem Gemeinschaftsmarkt für die
      Nahrungsmittelhilfe (ABl. L 290 vom 1.11.1985, S. 96).
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      (EWG) Nr. 1332/92 1, (EWG) Nr. 2159/92 2, (EWG) Nr. 3815/92 3, (EG) Nr. 1414/97 4,
      (EG) Nr. 1638/98 5 und (EG) Nr. 1873/2002 6.
1
      Verordnung (EWG) Nr. 1332/92 des Rates vom 18. Mai 1992 mit Sondermaßnahmen für
      Tafeloliven (ABl. L 145 vom 27.5.1992, S. 1). Geändert durch die Verordnung (EG) Nr.
      2826/2000 (ABl. L 328 vom 23.12.2000, S. 2).
2
      Verordnung (EWG) Nr. 2159/92 des Rates vom 23. Juli 1992 zur Finanzierung der Ausgaben
      für die Ausfertigung und Fortschreibung der Ölkartei (ABl. L 217 vom 31.7.1992, S. 8).
3
      Verordnung (EWG) Nr. 3815/92 des Rates vom 28. Dezember 1992 über die Anwendung des
      gemeinsamen Interventionspreises für Olivenöl in Spanien (ABl. L 387 vom 31.12.1992,
      S. 9).
4
      Verordnung (EG) Nr. 1414/97 des Rates vom 22. Juli 1997 zur Festsetzung der im
      Wirtschaftsjahr 1997/98 im Sektor Olivenöl geltenden Preise, Beihilfen und entsprechenden
      Rücklagen sowie der garantierten Höchstmenge (ABl. L 196 vom 24.7.1997, S. 4).
5
      Verordnung (EG) Nr. 1638/98 des Rates vom 20. Juli 1998 zur Änderung der Verordnung
      Nr. 136/66/EWG über die Errichtung einer gemeinsamen Marktorganisation für Fette
      (ABl. L 210 vom 28.7.1998, S. 32). Geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1513/2001
      (ABl. L 201 vom 26.7.2001, S. 4).
6
      Verordnung (EG) Nr. 1873/2002 des Rates vom 14. Oktober 2002 zur Festsetzung der
      Höchstgrenzen der Gemeinschaftsfinanzierung von Aktionsprogrammen anerkannter
      Marktteilnehmerorganisationen im Olivensektor gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1638/98
      und zur Abweichung von der Verordnung Nr. 136/66/EWG (ABl. L 284 vom 22.10.2002,
      S. 1).
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(4)   Das Wirtschaftsjahr muss auf den Produktionszyklus sämtlicher Olivensorten abgestimmt sein
      und sollte zum Zwecke der Harmonisierung und Vereinfachung an das Wirtschaftsjahr für
      andere landwirtschaftliche Erzeugnisse angeglichen werden.
(5)   Die Bezeichnungen und Definitionen für Olivenöl und somit die Kategorien sind wesentliche
      marktstrukturierende Faktoren, da mit ihnen Qualitätsnormen festgelegt und die Verbraucher
      in angemessener Weise über das jeweilige Erzeugnis informiert werden.
(6)   Die Eigenschaften von Olivenöl sind ein Grund dafür, dass trotz des hohen Preises im Ver-
      gleich zu anderen Ölen und Fetten ein großes Verbraucherinteresse an Olivenöl besteht. Um
      Missbräuchen bei der Qualität und Echtheit der den Verbrauchern angebotenen Erzeugnisse
      und den damit möglicherweise einhergehenden schweren Marktstörungen vorzubeugen, sind
      Sondermaßnahmen zur Aufwertung und zum Schutz der Qualität von Oliven und Olivenöl
      vorzusehen.
(7)   Für die Angaben auf den Etiketten sollte durch Analysemethoden, die dem neuesten Stand der
      Technik entsprechen, und sonstige Maßnahmen zur Feststellung der Eigenschaften der
      einzelnen Olivenölkategorien Gewähr geleistet werden.
(8)   Angesichts der Auswirkungen der Schwankungen im Produktionsniveau und beim verfüg-
      baren Angebot auf dem Weltmarkt sollten geeignete Maßnahmen zur Stabilisierung des Bin-
      nenmarktes vorgesehen werden.
(9)   Die Beihilferegelung für private Lagerhaltungsverträge gilt als ein wirksames Instrument zur
      Regulierung des Olivenölangebots, das bei größeren Marktstörungen als Sicherheitsmecha-
      nismus funktioniert.
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(10) Die Mitwirkung der Marktteilnehmer des Sektors Olivenöl und Tafeloliven an der Verbesse-
      rung und Sicherstellung der Qualität der betreffenden Erzeugnisse und somit ihr Beitrag zur
      Förderung des Verbraucherinteresses und zur Sicherung des Marktgleichgewichts sollte im
      Rahmen einer Gemeinschaftsregelung gefördert und kanalisiert werden.
(11) Eine Gemeinschaftsfinanzierung, die dem Prozentsatz der Direktbeihilfe entspricht, den die
      Mitgliedstaaten gemäß Artikel 110i Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 einbe-
      halten können, sollte den anerkannten Organisationen der Marktteilnehmer Anreize bieten,
      Aktionsprogramme zur Verbesserung der Produktionsqualität von Olivenöl und Tafeloliven
      aufzustellen. Die Zuweisung der Gemeinschaftsmittel sollte nach der Priorität der
      Maßnahmen im Rahmen der betreffenden Aktionsprogramme erfolgen.
(12) Zur Überwachung des Umfangs des Olivenölhandels mit Drittländern und zur Vereinfachung
      der Verwaltungsverfahren sollte eine Einfuhrlizenzregelung vorgesehen werden, die die
      Stellung einer Sicherheit einschließt, um zu gewährleisten, dass die Geschäfte, für die solche
      Lizenzen beantragt wurden, auch tatsächlich getätigt werden. Falls es aufgrund der
      Marktentwicklung erforderlich ist, die Olivenölausfuhren aus der Gemeinschaft genauer zu
      verfolgen, sollte die Kommission ermächtigt sein, eine Ausfuhrlizenzregelung einzuführen.
(13) Der Gemeinschaftsmarkt für Olivenöl und Tafeloliven erfordert eine Außenhandelsregelung,
      die Einfuhrabgaben vorsieht. Diese Regelung sollte den Verpflichtungen Rechnung tragen,
      die im Rahmen von internationalen Vereinbarungen eingegangen worden sind.
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(14) Die Zollsätze, die entsprechend den im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) ge-
      schlossenen Übereinkommen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse anzuwenden sind, sind
      größtenteils im Gemeinsamen Zolltarif festgelegt. Um eine angemessene Versorgung des
      Binnenmarktes mit Olivenöl sicherzustellen, sollte die Kommission jedoch die Möglichkeit
      haben, die Anwendung dieser Zölle ganz oder teilweise auszusetzen.
(15) Soweit dies für das reibungslose Funktionieren der Regelung erforderlich ist, sollte vorge-
      sehen werden, dass die Inanspruchnahme des aktiven und passiven Veredelungsverkehrs ein-
      heitlich geregelt und, sofern es die Marktlage erfordert, untersagt werden kann.
(16) Die Zolltarifregelung macht es möglich, auf alle sonstigen Schutzmaßnahmen an den Außen-
      grenzen der Gemeinschaft zu verzichten. Unter außergewöhnlichen Umständen kann sich der
      Binnenmarkt- und Zollmechanismus als unzulänglich erweisen. Um den Gemeinschaftsmarkt
      den sich daraus möglicherweise ergebenden Störungen nicht ungeschützt auszusetzen, sollte
      die Gemeinschaft in diesen Fällen die Möglichkeit haben, unverzüglich die erforderlichen
      Maßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen sollten mit den Verpflichtungen aus den WTO-
      Übereinkommen in Einklang stehen.
(17) Das reibungslose Funktionieren eines auf einem gemeinsamen Preissystem beruhenden Bin-
      nenmarktes würde durch die Gewährung nationaler Beihilfen gefährdet. Daher sollten die
      Vertragsbestimmungen über staatliche Beihilfen auch auf die unter diese gemeinsame Markt-
      organisation fallenden Erzeugnisse angewandt werden.
(18) Angesichts der ständigen Entwicklung des gemeinsamen Olivenöl– und Tafelolivenmarktes
      sollten sich die Mitgliedstaaten und die Kommission gegenseitig über diese Entwicklungen
      informieren.
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(19) Die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Be-
      schluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die
      Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse 1 erlassen werden.
(20) Die Kommission sollte ermächtigt werden, in dringenden Fällen die erforderlichen Maß-
      nahmen zu treffen, um praktische und spezielle Probleme lösen zu können.
(21) Die Ausgaben, die den Mitgliedstaaten aufgrund ihrer Verpflichtungen aus der Anwendung
      dieser Verordnung entstehen, sollten von der Gemeinschaft gemäß der Verordnung (EG)
      Nr. 1258/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrar-
      politik 2 übernommen werden.
(22) Die Erzeugnisse, die unter die mit der Verordnung Nr. 136/66/EWG eingeführte gemeinsame
      Marktorganisation, aber nicht unter die gemeinsame Marktorganisation für Olivenöl und
      Tafeloliven oder eine andere gemeinsame Marktorganisation fallen, sollten in die Verordnung
      (EWG) Nr. 827/68 vom 28. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für bestimmte
      in Anhang II des Vertrags aufgeführte Erzeugnisse 3 aufgenommen werden –
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
1
      ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.
2
      ABl. L 160 vom 26.6.1999, S. 103.
3
      ABl. L 151 vom 30.6.1968, S. 16. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1272/2002
      der Kommission (ABl. L 184 vom 13.7.2002, S. 7).
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                                                KAPITEL I
          EINLEITENDE BESTIMMUNGEN UND QUALITÄTSANFORDERUNGEN
                                                 Artikel 1
Die gemeinsame Marktorganisation für Olivenöl und Tafeloliven gilt für folgende Erzeugnisse:
        KN-Code                                      Warenbezeichnung
a)   1509            Olivenöl und seine Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
     1510 00         Andere Öle und ihre Fraktionen, ausschließlich aus Oliven gewonnen, auch raffi-
                     niert, jedoch nicht chemisch modifiziert, einschließlich Mischungen dieser Öle
                     oder Fraktionen mit Ölen oder Fraktionen der Position 1509
b)   0709 90 31      Oliven, frisch oder gekühlt, zu anderen Zwecken als zur Ölgewinnung bestimmt
     0709 90 39      Andere Oliven, frisch oder gekühlt
     0710 80 10      Oliven, auch in Wasser oder Dampf gekocht, gefroren
     0711 20         Oliven, vorläufig haltbar gemacht (z.B. durch Schwefeldioxid oder in Wasser,
                     dem Salz, Schwefeldioxid oder andere vorläufig konservierend wirkende Stoffe
                     zugesetzt sind), zum unmittelbaren Genuss nicht geeignet
     ex 0712 90 90   Oliven, getrocknet, auch in Stücke oder Scheiben geschnitten, als Pulver oder
                     sonst zerkleinert, jedoch nicht weiter zubereitet
     2001 90 65      Oliven, mit Essig oder Essigsäure zubereitet oder haltbar gemacht
     ex 2004 90 30   Oliven, anders als mit Essig oder Essigsäure zubereitet oder haltbar gemacht, ge-
                     froren
     2005 70         Oliven, anders als mit Essig oder Essigsäure zubereitet oder haltbar gemacht,
                     nicht gefroren
c)   1522 00 31      Rückstände aus der Verarbeitung von Fettstoffen oder von tierischen oder pflanz-
     1522 00 39      lichen Wachsen, Öl enthaltend, das die Merkmale von Olivenöl aufweist
     2306 90 11      Olivenölkuchen und andere Rückstände aus der Gewinnung von Olivenöl
     2306 90 19
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                                              Artikel 2
Das Wirtschaftsjahr beginnt für die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse am 1. Juli und endet am
30. Juni des folgenden Jahres. Das Wirtschaftsjahr 2005/2006 beginnt jedoch am 1. November
2005.
                                              Artikel 3
Diese Verordnung gilt unbeschadet der in der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 vorgesehenen Maß-
nahmen.
                                              Artikel 4
(1)         Die in Anhang I festgelegten Bezeichnungen und Definitionen für Olivenöl und
Oliventresteröl sind bei der Vermarktung der betreffenden Erzeugnisse in allen Mitgliedstaaten, im
innergemeinschaftlichen Handel und im Handel mit Drittländern verbindlich, soweit das mit
international verbindlichen Regelungen vereinbar ist.
(2)         Nur Öle gemäß Anhang I Nummer 1 Buchstaben a und b, Nummer 3 und Nummer 6
können im Einzelhandel vermarktet werden.
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                                          KAPITEL II
                                        BINNENMARKT
                                         ABSCHNITT 1
                                  VERMARKTUNGSNORMEN
                                            Artikel 5
(1)        Für die Erzeugnisse gemäß Artikel 1 Buchstabe a können unter Berücksichtigung der
technischen Erfordernisse bei Erzeugung und Vermarktung sowie der Entwicklung der Verfahren
zur Bestimmung der physikalisch-chemischen und organoleptischen Merkmale dieser Erzeugnisse
Vermarktungsnormen, insbesondere für Güteklassen, Verpackung und Aufmachung, festgelegt
werden.
Nach Erlass der Normen dürfen die betreffenden Erzeugnisse in der Gemeinschaft nur noch gemäß
diesen Normen vermarktet werden.
(2)        Die Mitgliedstaaten unterziehen die Erzeugnisse, für die Vermarktungsnormen gelten,
einer Konformitätsprüfung und wenden gegebenenfalls Sanktionen an. Sie unterrichten die Kom-
mission über die zur Durchführung dieses Absatzes geschaffene Regelung.
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(3)          Die Vermarktungsnormen sowie die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel
und die gegebenenfalls heranzuziehenden Analysemethoden werden nach dem in Artikel 18
Absatz 2 genannten Verfahren erlassen.
                                           ABSCHNITT 2
                                        MARKTSTÖRUNG
                                              Artikel 6
(1)          Im Falle einer schwerwiegenden Marktstörung in bestimmten Regionen der Gemein-
schaft kann nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren zur Marktsteuerung beschlossen
werden, von den Mitgliedstaaten zugelassene Einrichtungen, die hinreichende Garantien bieten,
zum Abschluss von Verträgen über die Lagerhaltung für das von ihnen vermarktete Olivenöl zu
ermächtigen.
Die Maßnahmen gemäß Absatz 1 können unter anderem durchgeführt werden, wenn der festge-
stellte durchschnittliche Marktpreis während eines repräsentativen Zeitraums weniger beträgt als
−      1 779 EUR/t bei nativem Olivenöl extra oder
−      1 710 EUR/t bei nativem Olivenöl oder
−      1 524 EUR/t bei Lampantöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren von 2 Grad, abzüglich
       36,70 EUR/t für jeden weiteren Säuregrad.
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(2)         Eine Beihilfe für die Durchführung der Verträge gemäß Absatz 1 kann im Wege der
Ausschreibung gewährt werden.
(3)         Der Betrag der Beihilfe gemäß Absatz 2 sowie die Durchführungsbestimmungen zu
diesem Artikel, insbesondere die Mengen, Güteklassen und Lagerzeiten der betroffenen Öle,
werden nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren so festgelegt, dass der Markt dadurch
deutlich beeinflusst wird.
                                          ABSCHNITT 3
                           MARKTTEILNEHMERORGANISATIONEN
                                             Artikel 7
(1)         Im Sinne dieser Verordnung umfasst der Begriff "Marktteilnehmerorganisationen" aner-
kannte Erzeugerorganisationen, anerkannte Branchenverbände und andere anerkannte Organisa-
tionen der Marktteilnehmer des Olivenölsektors oder deren Vereinigungen.
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(2)         Im Sinne dieses Abschnittes sind "anerkannte Branchenverbände" juristische Einheiten,
die
−     aus Vertretern der Wirtschaftszweige gebildet werden, die sich mit der Erzeugung und/oder
      der Verarbeitung von Erzeugnissen nach Artikel 1 und/oder dem Handel damit befassen;
−     auf Initiative aller oder einiger Organisationen oder Vereinigungen gebildet worden sind, aus
      denen sie sich zusammensetzen;
−     von dem Mitgliedstaat, in dem sie tätig sind, anerkannt wurden.
                                                Artikel 8
(1)         Die von den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 110i Absatz 4 der Verordnung (EG)
Nr. 1782/2003 einbehaltenen Beträge müssen die Gemeinschaftsfinanzierung der dreijährigen
Aktionsprogramme sicherstellen, die von den Marktteilnehmerorganisationen in einem oder mehre-
ren der folgenden Bereiche zu erstellen sind:
a)    die Marktbetreuung und administrative Verwaltung des Olivenöl- und Tafelolivensektors;
b)    die Verbesserung der Umweltauswirkungen des Olivenanbaus;
c)    die Verbesserung der Produktionsqualität von Olivenöl und Tafeloliven;
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d)    das Rückverfolgbarkeitssystem, die Zertifizierung und der Schutz der Olivenöl- und Tafel-
      olivenqualität, insbesondere Überwachung der Qualität des an den Endverbraucher verkauften
      Olivenöls, unter der Aufsicht der einzelstaatlichen Verwaltungen;
e)    die Verbreitung von Informationen über die von den Marktteilnehmerorganisationen zur Ver-
      besserung der Olivenölqualität durchgeführten Maßnahmen.
(2)         Der Höchstbetrag der Gemeinschaftsfinanzierung für die Aktionsprogramme gemäß
Absatz 1 entspricht dem von den Mitgliedstaaten einbehaltenen Teil der Beihilfen. Die Finanzie-
rung durch die Gemeinschaft betrifft die zuschussfähigen Kosten und beträgt
−     bei Maßnahmen in den Bereichen gemäß Absatz 1 Buchstaben a und b bis zu 100 %,
−     bei Anlageinvestitionen bis zu 100 % und bei den anderen Maßnahmen in dem Bereich ge-
      mäß Absatz 1 Buchstabe c bis zu 75 %,
−     bei Aktionsprogrammen, die in mindestens drei Drittstaaten oder
      Nichterzeugermitgliedstaaten von anerkannten Marktteilnehmerorganisationen aus
      mindestens zwei Erzeugermitgliedstaaten in den Bereichen gemäß Absatz 1 Buchstaben d und
      e durchgeführt werden, bis zu 75 % und bei den anderen Maßnahmen in diesen Bereichen bis
      zu 50 %.
Eine zusätzliche Finanzierung erfolgt durch die Mitgliedstaaten und beträgt bis zu 50 % der nicht
durch die Gemeinschaftsfinanzierung abgedeckten Kosten.
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(3)          Die Mitgliedstaaten überprüfen die Einhaltung der Bedingungen für die Gemeinschafts-
finanzierung. Zu diesem Zweck werden Prüfungen der Aktionsprogramme und Stichproben-
kontrollen durchgeführt, die auf der Grundlage einer Risikoanalyse festgelegt werden und die in
einem Jahr mindestens 30 % der Olivenerzeugerorganisationen sowie die Gesamtheit der anderen
Marktteilnehmerorganisationen umfassen, denen eine Gemeinschaftsfinanzierung im Rahmen
dieses Artikels gewährt wird.
                                              Artikel 9
Nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren werden folgende Einzelheiten festgelegt:
a)    die Bedingungen für die Zulassung der Marktteilnehmerorganisationen oder ihrer
      Vereinigungen;
b)    die in Frage kommenden Maßnahmen im Rahmen der Programme in den Bereichen gemäß
      Artikel 8 Absatz 1 Buchstaben a bis e;
c)    die Verfahren für die Genehmigung der Programme durch die Mitgliedstaaten;
d)    die Kontroll- und Sanktionsmaßnahmen sowie die Prüfung der Arbeitsprogramme;
e)    alle sonstigen gegebenenfalls für die Anwendung dieses Abschnittes erforderlichen
      Einzelheiten.
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                                             KAPITEL III
                                  HANDEL MIT DRITTLÄNDERN
                                              Artikel 10
(1)          Für die Einfuhr von Erzeugnissen der KN-Codes 1509, 1510 00, 0709 90 39,
0711 20 90, 2306 90 19, 1522 00 31 und 1522 00 39 in die Gemeinschaft ist eine Einfuhrlizenz
vorzulegen.
Die Einfuhrlizenzen werden von den Mitgliedstaaten jedem Antragsteller unabhängig vom Ort sei-
ner Niederlassung in der Gemeinschaft erteilt.
(2)          Die Einfuhrlizenzen sind gemeinschaftsweit gültig. Die Erteilung dieser Lizenzen ist an
die Stellung einer Sicherheit gebunden, die gewährleistet, dass die betreffenden Erzeugnisse tat-
sächlich während der Geltungsdauer der Lizenz eingeführt werden. Außer in Fällen höherer Gewalt
verfällt die Sicherheit ganz oder teilweise, wenn die Einfuhr innerhalb dieser Frist nicht oder nur
teilweise erfolgt.
(3)          Damit sich die Marktentwicklung besser verfolgen lässt, kann gegebenenfalls für die
Ausfuhr der in Artikel 1 Buchstabe a genannten Erzeugnisse aus der Gemeinschaft nach dem in
Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren die Vorlage einer Ausfuhrlizenz vorgeschrieben werden.
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(4)          Die Gültigkeitsdauer der Lizenzen und die sonstigen Durchführungsbestimmungen zu
diesem Artikel werden nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren festgelegt.
                                              Artikel 11
(1)          Sofern in dieser Verordnung nicht anders geregelt, finden auf die in Artikel 1 genannten
Erzeugnisse die Einfuhrzollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs Anwendung.
(2)          Falls der Marktpreis für Olivenöl in der Gemeinschaft mindestens drei Monate lang die
durchschnittlichen Preise gemäß Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 um das 1,6-fache deutlich
übersteigt, so kann, um eine angemessene Versorgung des Gemeinschaftsmarktes mit Olivenöl
durch Einfuhren aus Drittländern zu ermöglichen, nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten
Verfahren beschlossen werden, abweichend von Absatz 1
−     die Anwendung der Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs für Olivenöl ganz oder teilweise aus-
      zusetzen und die Modalitäten dieser Aussetzung festzulegen,
−     ein gemeinschaftszollermäßigtes Einfuhrkontingent für Olivenöl zu eröffnen und dessen
      Verwaltung zu regeln.
Diese Maßnahmen werden nur für die erforderliche Mindestdauer, längstens jedoch bis zum Ende
des betreffenden Wirtschaftsjahres angewandt.
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                                              Artikel 12
(1)         Die allgemeinen Regeln zur Auslegung der Kombinierten Nomenklatur und die beson-
deren Regeln zu deren Anwendung finden auf die zolltarifliche Einreihung der unter diese
Verordnung fallenden Erzeugnisse Anwendung. Das Zolltarifschema, das sich aus der Anwendung
dieser Verordnung ergibt, wird in den Gemeinsamen Zolltarif übernommen.
(2)         Vorbehaltlich anders lautender Bestimmungen dieser Verordnung sowie vorbehaltlich
der Bestimmungen, die aufgrund dieser Verordnung erlassen werden, ist im Handel mit Drittländern
Folgendes untersagt:
a)    die Erhebung von Abgaben mit gleicher Wirkung wie Zölle,
b)    die Anwendung von mengenmäßigen Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung.
                                              Artikel 13
Soweit es für das reibungslose Funktionieren der gemeinsamen Marktorganisation für Olivenöl und
Tafeloliven erforderlich ist, kann nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren die
Inanspruchnahme der Regelung des aktiven Veredelungsverkehrs für die in Artikel 1 Buchstaben a
und b genannten Erzeugnisse ganz oder teilweise ausgeschlossen werden.
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                                              Artikel 14
(1)         Wird der Markt in der Gemeinschaft für eines oder mehrere der in Artikel 1 genannten
Erzeugnisse aufgrund der Ein- oder Ausfuhren ernstlichen Störungen ausgesetzt oder von ernst-
lichen Störungen bedroht, die die Verwirklichung der Ziele des Artikels 33 des Vertrags gefährden
könnten, so können im Handel mit Nicht-WTO-Mitgliedern geeignete Maßnahmen angewandt
werden, bis die tatsächliche oder drohende Störung behoben ist.
(2)         Tritt die in Absatz 1 erwähnte Lage ein, so beschließt die Kommission auf Antrag eines
Mitgliedstaats oder von sich aus die erforderlichen Maßnahmen. Diese werden den Mitgliedstaaten
mitgeteilt und sind unverzüglich anzuwenden. Ist die Kommission mit dem Antrag eines Mitglied-
staats befasst worden, so entscheidet sie hierüber innerhalb von drei Arbeitstagen nach Eingang des
Antrags.
(3)         Jeder Mitgliedstaat kann die von der Kommission beschlossene Maßnahme binnen einer
Frist von drei Arbeitstagen nach dem Tag ihrer Mitteilung dem Rat vorlegen. Der Rat tritt
unverzüglich zusammen. Er kann die betreffende Maßnahme innerhalb eines Monats ab dem
Zeitpunkt, zu dem sie ihm vorgelegt wurde, mit qualifizierter Mehrheit ändern oder aufheben.
(4)         Bestimmungen, die aufgrund dieses Artikels erlassen werden, werden unter Beachtung
der Verpflichtungen aus den gemäß Artikel 300 Absatz 2 des Vertrags geschlossenen
Übereinkünften angewandt.
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                                           KAPITEL IV
                                ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
                                             Artikel 15
Sofern in dieser Verordnung nicht anders geregelt, sind die Artikel 87, 88 und 89 des Vertrags auf
die Erzeugung der in Artikel 1 der vorliegenden Verordnung aufgeführten Erzeugnisse und den
Handel mit diesen Erzeugnissen anwendbar.
                                             Artikel 16
Von den Mitgliedstaaten getroffene Maßnahmen zur Anhebung des Preises für andere Pflanzenöle
als Olivenöl zur Sicherung des Absatzes ihrer inländischen Olivenölerzeugung sind mit der Anwen-
dung dieser Verordnung unvereinbar.
                                             Artikel 17
Die Mitgliedstaaten und die Kommission teilen sich gegenseitig die Angaben mit, die zur Durch-
führung dieser Verordnung und zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen bei Olivenöl
und Tafeloliven erforderlich sind.
Die Einzelheiten zur Bestimmung der erforderlichen Angaben sowie zur Mitteilung und zur
Bekanntgabe dieser Angaben werden nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren
festgelegt.
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                                             Artikel 18
(1)         Die Kommission wird von dem Verwaltungsausschuss für Olivenöl und Tafeloliven
(nachstehend "Ausschuss" genannt) unterstützt.
(2)         Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten die Artikel 4 und 7 des Beschlus-
ses 1999/468/EG.
Der Zeitraum nach Artikel 4 Absatz 3 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf einen Monat fest-
gesetzt.
(3)         Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.
                                             Artikel 19
Maßnahmen, die erforderlich und gerechtfertigt sind, um in dringenden Fällen auf praktische und
spezielle Probleme zu reagieren, werden nach dem in Artikel 18 genannten Verfahren erlassen.
Diese Maßnahmen können von einigen Teilen dieser Verordnung abweichen, jedoch nur so weit
und so lange, wie dies unbedingt erforderlich ist.
                                             Artikel 20
Die Verordnung (EG) Nr. 1258/1999 und ihre Durchführungsvorschriften gelten für die Kosten, die
den Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit der Durchführung dieser Verordnung entstehen.
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                                             KAPITEL V
                        ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN
                                              Artikel 21
Die Verordnung (EWG) Nr. 136/66 wird wie folgt geändert:
1.    In Artikel 5 erhält Absatz 2 die folgende Fassung:
      "(2)        Vom Wirtschaftsjahr 1998/1999 an wird der Einheitsbetrag der Erzeugerbeihilfe
      gemäß Absatz 1 auf 1322,5 EUR/t festgesetzt."
2.    In Artikel 20d Absatz 1 wird "Für die Wirtschaftsjahre 1998/1999 bis 2003/2004" durch
      "Vom Wirtschaftsjahr 1998/1999 an" ersetzt.
                                              Artikel 22
In Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 1638/98 wird der erste Absatz gestrichen.
                                              Artikel 23
Die Verordnung (EG) Nr. 1873/2002 wird wie folgt geändert:
1.    In Artikel 2 wird "für die Wirtschaftsjahre 2002/2003 und 2003/2004" durch "ab dem
      Wirtschaftsjahr 2002/2003" ersetzt.
2.    In Artikel 3 wird "für die Wirtschaftsjahre 2002/2003 und 2003/2004" durch "ab dem
      Wirtschaftsjahr 2002/2003" ersetzt.
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                                            Artikel 24
(1)         Die Verordnungen (EWG) Nr. 136/66, (EWG) Nr. 154/75, (EWG) Nr. 2754/78, (EWG)
Nr. 3519/83, (EWG) Nr. 2261/84, (EWG) Nr. 2262/84, (EWG) Nr. 3067/85, (EWG) Nr. 1332/92,
(EWG) Nr. 2159/92, (EWG) Nr. 3815/92, (EG) Nr. 1414/97, (EG) Nr. 1638/98 und (EG)
Nr. 1873/2002 werden zum 1. November 2005 aufgehoben.
Die Vorschriften für die Verwaltung und die Kontrolle der Erzeugungsbeihilfe gelten jedoch
weiterhin für die im Rahmen der Wirtschaftsjahre bis zum Wirtschaftsjahr 2004/2005 gewährte
Erzeugungsbeihilfe.
Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung (EWG) Nr. 136/66 gelten als Bezugnahmen auf die
vorliegende Verordnung.
(2)         Nach dem in Artikel 18 Absatz 2 genannten Verfahren können Übergangsmaßnahmen
erlassen werden.
                                            Artikel 25
Der Anhang zu der Verordnung (EWG) Nr. 827/68 wird gemäß Anhang II zu dieser Verordnung
geändert.
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                                             Artikel 26
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen
Union in Kraft.
Sie gilt ab dem Wirtschaftsjahr 2005/2006. Die Artikel 21 bis 23 gelten jedoch ab dem 1. November
2004.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Luxemburg am 29.4.2004
                                                            Im Namen des Rates
                                                                 Der Präsident
                                                              M. McDOWELL
                                   ________________________
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE           Amtsblatt der Europäischen Union                          L 161/ 122
_______________________________________________________________________________
                                                                                        ANHANG I
                   BEZEICHNUNGEN UND DEFINITIONEN FÜR OLIVENÖL
                          UND OLIVENTRESTERÖL NACH ARTIKEL 4
1.    NATIVE OLIVENÖLE
      Öle, die aus der Frucht des Ölbaumes ausschließlich durch mechanische oder sonstige physi-
      kalische Verfahren unter Bedingungen, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen,
      gewonnen wurden und die keine andere Behandlung erfahren haben als Waschen, Dekan-
      tieren, Zentrifugieren und Filtrieren, ausgenommen Öle, die durch Lösungsmittel, durch che-
      mische oder biochemische Hilfsmittel oder durch Wiederveresterungsverfahren gewonnen
      wurden, sowie jede Mischung mit Ölen anderer Art.
      Native Olivenöle werden ausschließlich in folgende Güteklassen und Bezeichnungen einge-
      teilt:
      a)     Natives Olivenöl extra
             Natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von
             höchstens 0,8 g je 100 g sowie den sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen Merk-
             malen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE          Amtsblatt der Europäischen Union                           L 161/ 123
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      b)    Natives Olivenöl
            Natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von
            höchstens 2 g je 100 g sowie den sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen Merk-
            malen.
      c)    Lampantöl
            Natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von
            mehr als 2 g je 100 g und/oder den sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen Merk-
            malen.
2.    RAFFINIERTES OLIVENÖL
      Durch Raffinieren von nativen Olivenölen gewonnenes Öl mit einem Gehalt an freien Fett-
      säuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3 g je 100 g sowie den sonstigen für diese
      Kategorie vorgesehenen Merkmalen.
3.    OLIVENÖL – BESTEHEND AUS RAFFINIERTEN OLIVENÖLEN UND NATIVEN
      OLIVENÖLEN
      Verschnitt von raffiniertem Olivenöl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, mit einem
      Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1 g je 100 g sowie den
      sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen Merkmalen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE          Amtsblatt der Europäischen Union                           L 161/ 124
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4.    ROHES OLIVENTRESTERÖL
      Öl aus Oliventrester, das durch Behandlung mit Lösungsmitteln oder auf physikalische Weise
      gewonnen wurde oder das, mit Ausnahme bestimmter Merkmale, Lampantöl entspricht, mit
      Ausnahme von durch Wiederveresterungsverfahren gewonnene oder durch Mischung mit
      Ölen anderer Art gewonnene Öle und mit den sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen
      Merkmalen.
5.    RAFFINIERTES OLIVENTRESTERÖL
      Durch Raffinieren von rohem Oliventresteröl gewonnenes Öl mit einem Gehalt an freien Fett-
      säuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3 g je 100 g sowie den sonstigen für diese
      Kategorie vorgesehenen Merkmalen.
6.    OLIVENTRESTERÖL
      Verschnitt von raffiniertem Oliventresteröl mit nativen Olivenölen, außer Lampantöl, mit
      einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 1 g je 100 g sowie
      den sonstigen für diese Kategorie vorgesehenen Merkmalen.
                                    ________________________
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                                                                                  ANHANG II
Der Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 827/68 wird wie folgt geändert:
1.    Nach der Warenbezeichnung unter dem KN-Code 1108 20 00 ("– Inulin") wird Folgendes
      eingefügt:
     "1202 10 90       Erdnüsse, weder geröstet noch auf andere Weise hitzebehandelt,
                       ungeschält, andere als zur Aussaat
     1202 20 00        Erdnüsse, weder geröstet noch auf andere Weise hitzebehandelt, geschält,
                       auch geschrotet,
     1203 00 00        Kopra
     1206 00 91        Sonnenblumenkerne, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     ex 1206 00 99
     1207 10 90        Palmnüsse und Palmkerne, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 20 90        Baumwollsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 30 90        Rizinussamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 40 90        Sesamsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 50 90        Senfsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 60 90        Saflorsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 91 90        Mohnsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     ex 1207 92 98     Sheanüsse (Karitenüsse), auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     1207 99 91        Hanfsamen, auch geschrotet, andere als zur Aussaat
     ex 1207 99 98     Andere Ölsamen und ölhaltige Früchte, auch geschrotet, andere als zur
                       Aussaat
     1208              Mehl von Ölsamen oder ölhaltigen Früchten, ausgenommen Senfmehl"
 ---pagebreak--- 30.4.2004        DE          Amtsblatt der Europäischen Union                            L 161/ 126
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2.    Nach der Warenbezeichnung unter dem KN-Code 1503 00 ("Schmalzstearin, Schmalzöl,
      Oleostearin, Oleomargarin und Talgöl, weder emulgiert, vermischt noch anders verarbeitet")
      wird Folgendes eingefügt:
     "1504               Fette und Öle sowie deren Fraktionen, von Fischen oder
                         Meeressäugetieren, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
     1507                Sojaöl und seine Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch
                         modifiziert
     1508                Erdnussöl und seine Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch
                         modifiziert
     1511                Palmöl und seine Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch
                         modifiziert
     1512                Sonnenblumenöl, Safloröl und Baumwollsaatöl sowie deren Fraktionen,
                         auch raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
     1513                Kokosöl (Kopraöl), Palmkernöl und Babassuöl sowie deren Fraktionen,
                         auch raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
     1514                Rüböl (Raps- und Rübsenöl) und Senfsaatöl sowie deren Fraktionen, auch
                         raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
     ex 1515             Andere pflanzliche Fette und fette Öle (ausgenommen Jojobaöl:
                         1515 90 15) sowie deren Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht
                         chemisch modifiziert
     ex 1516             Tierische und pflanzliche Fette und Öle sowie deren Fraktionen, ganz
                         oder teilweise hydriert, umgeestert, wiederverestert oder elaidiniert, auch
                         raffiniert, jedoch nicht weiter verarbeitet (ausgenommen hydriertes
                         Rizinusöl (sog. Opalwachs): 1516 20 10)
     ex 1517             Margarine, genießbare Mischungen und Zubereitungen von tierischen
                         oder pflanzlichen Fetten und Ölen sowie von Fraktionen verschiedener
                         Fette und Öle dieses Kapitels, ausgenommen genießbare Fette und Öle
                         sowie deren Fraktionen der Position 1516, ausgenommen der Unterposi-
                         tionen 1517 10 10, 1517 90 10 und 1517 90 93
     1518 00 31          Mischungen von flüssigen, fetten pflanzlichen Ölen, zu technischen oder
     1518 00 39          industriellen Zwecken, ausgenommen zum Herstellen von Lebensmitteln
     1522 00 91          Öldrass und Soapstock aus der Verarbeitung von Fettstoffen oder von
                         tierischen oder pflanzlichen Wachsen stammend, ausgenommen solche,
                         die Öl enthalten, das die Merkmale von Olivenöl aufweist
     1522 00 99          Andere Rückstände aus der Verarbeitung von Fettstoffen oder von
                         tierischen oder pflanzlichen Wachsen, ausgenommen solche, die Öl
                         enthalten, das die Merkmale von Olivenöl aufweist"
 ---pagebreak--- 30.4.2004        DE         Amtsblatt der Europäischen Union                       L 161/ 127
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3.    Nach der Warenbezeichnung unter dem KN-Code 2302 50 00 ("– von Hülsenfrüchten") wird
      Folgendes eingefügt:
     "2304 00 00         Ölkuchen und andere feste Rückstände aus der Gewinnung von Sojaöl,
                         auch gemahlen oder in Form von Pellets
     2305 00 00          Ölkuchen und andere feste Rückstände aus der Gewinnung von
                         Erdnussöl, auch gemahlen oder in Form von Pellets"
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