CELEX: 31998R0273
Language: de
Date: 1998-02-02 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 273/98 der Kommission vom 2. Februar 1998 zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten und Zollplafonds und zur Festlegung einer Gemeinschaftsüberwachung von Referenzmengen für bestimmte Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien

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31998R0273

Verordnung (EG) Nr. 273/98 der Kommission vom 2. Februar 1998 zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten und Zollplafonds und zur Festlegung einer Gemeinschaftsüberwachung von Referenzmengen für bestimmte Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien  

Amtsblatt Nr. L 027 vom 03/02/1998 S. 0006 - 0028

VERORDNUNG (EG) Nr. 273/98 DER KOMMISSION vom 2. Februar 1998 zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten und Zollplafonds und zur Festlegung einer Gemeinschaftsüberwachung von Referenzmengen für bestimmte Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 77/98 des Rates vom 9. Januar 1998 mit Durchführungsvorschriften zu dem Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (1), insbesondere auf Artikel 2,in Erwägung nachstehender Gründe:Das Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (2), nachstehend "das Abkommen" genannt, tritt am 1. Januar 1998 in Kraft.Das Abkommen sieht vor, daß bestimmte Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien im Rahmen von Zollkontingenten oder -plafonds oder im Rahmen von Referenzmengen zollfrei in die Gemeinschaft eingeführt werden können; die Zollkontingente, Zollplafonds und Referenzmengen des Abkommens sind jährlich und werden unbegrenzt wiederholt; in diesem Abkommen sind die möglichen jährlichen Steigerungsraten für die Zollplafonds bereits festgelegt.Die Kommission sollte die Durchführungsvorschriften zur Eröffnung und Verwaltung der Gemeinschaftszollkontingente erlassen. Es ist insbesondere sicherzustellen, daß alle Importeure der Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesen Kontingentsmengen haben und daß die vorgesehenen Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung der Kontingente angewandt werden. Es ist jedoch unbedenklich, es den Mitgliedstaaten im Interesse einer wirksamen gemeinsamen Verwaltung dieser Zollkontingente zu gestatten, die ihren tatsächlichen Einfuhren entsprechenden notwendigen Mengen aus den Kontingenten zu ziehen. Diese Art der Verwaltung erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die insbesondere in der Lage sein muß, den Stand der Ausschöpfung der Kontingentsmengen zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten.Für Waren, die im Rahmen von Gemeinschaftszollplafonds oder im Rahmen von Referenzmengen eingeführt werden, kann eine Gemeinschaftsüberwachung stattfinden, indem die Einfuhren der betreffenden Waren gemeinschaftsweit auf die Plafonds oder Referenzmengen angerechnet werden, sobald sie mit einer Anmeldung zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden.Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, damit diese insbesondere den Stand der Anrechnung auf die Plafonds verfolgen und die Mitgliedstaaten davon unterrichten kann. Diese Zusammenarbeit muß um so enger sein, als die Kommission unter bestimmten Umständen in der Lage sein muß, gegebenenfalls die zur Wiedereinführung der Zollsätze erforderlichen Maßnahmen zu treffen, wenn einer der Plafonds erreicht ist, und den Stand der Ausschöpfung der Referenzmengen zu bestimmen.Die Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften (3), zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 75/98 (4), hat die Verwaltungsvorschriften für Zollkontingente, die in der chronologischen Reihenfolge, in der die Anmeldungen zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr täglich angenommen werden, verwaltet werden, und die Regeln für die Überwachung von Präferenzeinfuhren festgelegt.Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für den Zollkodex -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1 (1) Für Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die in Anhang A genannt und von einem in Artikel 15 des Protokolls Nr. 2 des Abkommens vorgesehenen Ursprungsnachweis begleitet sind, wird bei ihrer Überführung in den freien Verkehr in der Gemeinschaft im Rahmen der in diesem Anhang aufgeführten Zollkontingente Zollfreiheit gewährt.(2) Um von den Zollkontingenten in Anhang A profitieren zu können, muß für Pflaumenbranntwein, der unter dem Namen "Sljivovica" vermarktet wird, und Tabak der Sorte "Prilep" bei der Einfuhr außerdem ein Echtheitszeugnis der zuständigen Behörde der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien vorgelegt werden, das dem betreffenden Muster dieses Anhangs entspricht.Die Kommission übermittelt den Mitgliedstaaten Name und Adresse der zuständigen Behörde der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die dazu befugt ist, Echtheitszeugnisse auszustellen, sowie die Musterabdrücke der von dieser Behörde verwendeten Stempel.(3) Die in diesem Anhang genannten Zollkontingente werden von der Kommission gemäß den Artikeln 308a bis 308c der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 verwaltet.(4) Jeder Mitgliedstaat garantiert den Einführern der betreffenden Ware gleichen und kontinuierlichen Zugang zu den Zollkontingenten, soweit der Rest der Kontingentsmenge ausreicht.Artikel 2 (1) Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember jeden Jahres wird für die in Anhang B genannten Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die von einem in Artikel 15 des Protokolls Nr. 2 des Abkommens vorgesehenen Ursprungsnachweis begleitet sind und in der Gemeinschaft in den freien Verkehr übergeführt werden, im Rahmen der in diesem Anhang aufgeführten jährlichen Zollplafonds Zollfreiheit gewährt.(2) Gemäß den in Artikel 15 Absatz 7 des Abkommens enthaltenen Bestimmungen werden ab 1. Januar 1999 die Beträge der Zollplafonds jährlich um 5 % der Höhe des Plafonds des Vorjahres erhöht.(3) Die in diesem Artikel genannten Zollplafonds unterliegen einer Gemeinschaftsüberwachung, die von der Kommission in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 308d der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 ausgeübt wird.Artikel 3 (1) Für Waren mit Ursprung in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die in Anhang C genannt und von einem in Artikel 15 des Protokolls Nr. 2 des Abkommens vorgesehenen Ursprungsnachweis begleitet sind, wird bei ihrer Überführung in den freien Verkehr in der Gemeinschaft im Rahmen der in diesem Anhang aufgeführten jährlichen Referenzmengen Zollfreiheit gewährt. Diese Waren unterliegen einer Gemeinschaftsüberwachung.(2) Der Stand der Ausschöpfung der Referenzmengen wird auf Gemeinschaftsebene anhand der von den Mitgliedstaaten der Kommission gemäß Artikel 308d der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 übermittelten Informationen festgestellt.Artikel 4 Die Kommission trifft in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten alle zweckdienlichen Maßnahmen zur Durchführung dieser Verordnung.Artikel 5 Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Sie gilt mit Wirkung vom 1. Januar 1998.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Brüssel, den 2. Februar 1998Für die KommissionMario MONTIMitglied der Kommission(1) ABl. L 8 vom 14. 1. 1998, S. 1.(2) ABl. L 348 vom 18. 12. 1997, S. 1.(3) ABl. L 253 vom 11. 10. 1993, S. 1.(4) ABl. L 7 vom 13. 1. 1998, S. 3.ANHANG A betreffend die Waren nach Artikel 1 Unbeschadet der Auslegungsregeln für die Kombinierte Nomenklatur gilt die Bezeichnung der Waren nur als Hinweis, während die Präferenzbehandlung im Rahmen dieses Anhangs durch die KN-Codes bestimmt wird. Bei KN-Codes mit dem Zusatz "ex" gilt der KN-Code zusammen mit der dazugehörigen Warenbeschreibung für die Zulassung zum Präferenzsystem.>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Anlage 1 zu Anhang A >VERWEIS AUF EINEN FILM>DEFINITION Plum spirit with an alcoholic strength of 40 % vol or more, marketed under the name SLJIVOVICA, corresponding to the specifications laid down in the regulation relating to the quality of spirituous beverages, being in force in the Republic referred to in this Regulation.DÉFINITION Eau-de-vie de prunes ayant un titre alcoométrique égal ou supérieur à 40 % vol, commercialisée sous la dénomination SLJIVOVICA correspondant à la spécification reprise dans la réglementation relative à la qualité des boissons alcooliques en vigueur dans la république visée par le présent règlement.Anlage 2 zu Anhang A >VERWEIS AUF EINEN FILM>ANHANG B betreffend die Waren nach Artikel 2 Unbeschadet der Auslegungsregeln für die Kombinierte Nomenklatur gilt die Bezeichnung der Waren nur als Hinweis, während die Präferenzbehandlung im Rahmen dieses Anhangs durch die KN-Codes bestimmt wird. Bei KN-Codes mit dem Zusatz "ex" gilt der KN-Code zusammen mit der dazugehörigen Warenbeschreibung für die Zulassung zum Präferenzsystem.>PLATZ FÜR EINE TABELLE>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>(1) Ist ein "ex" KN-Code angegeben, so sind die TARIC-Unterteilungen am Ende des Anhangs aufgeführt.(2) Die Zulassung zu dieser Unterposition erfolgt nach den in den einschlägigen Gemeinschaftsbestimmungen festgesetzten Voraussetzungen.(3) Erzeugnisse in Rollen (Coils), mit einem Gewicht von 500 kg oder mehr.(4) Ausgenommen Waren, die 0,6 GHT oder mehr Kohlenstoff und weniger als je 0,04 GHT Schwefel und Phosphor, jedoch weniger als 0,07 GHT Schwefel und Phosphor insgesamt enthalten.(5) Ausgenommen Erzeugnisse in Rollen (Coils), mit einem Gewicht von 500 kg oder mehr.(6) Mit einem Kohlenstoffgehalt von nicht weniger als 0,6 % und mit einem Phosphor- und Schwefelgehalt von weniger als 0,04 %, getrennt gesehen, und weniger als 0,07 % dieser Elemente insgesamt.ANHANG C betreffend die Waren nach Artikel 3  Unbeschadet der Auslegungsregeln für die Kombinierte Nomenklatur gilt die Bezeichnung der Waren nur als Hinweis, während die Präferenzbehandlung im Rahmen dieses Anhangs durch die KN-Codes bestimmt wird. Bei KN-Codes mit dem Zusatz "ex" gilt der KN-Code zusammen mit der dazugehörigen Warenbeschreibung für die Zulassung zum Präferenzsystem.>PLATZ FÜR EINE TABELLE>