CELEX: 51987PC0194
Language: de
Date: 1987-05-12
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANNAEHERUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER BESTIMMTE BESTANDTEILE UND MERKMALE VON LAND- ODER FORSTWIRTSCHAFTLICHEN ZUGMASCHINEN AUF RAEDERN

17. 8. 87                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 218/1
                                                         II
                                             (Vorbereitende Rechtsakte)
                                             KOMMISSION
            Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Annäherung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
            staaten über bestimmte Bestandteile und Merkmale von land- oder forstwirtschaftlichen
                                              Zugmaschinen auf Rädern
                                                 KOM(87) 194 endg.
                              (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 19. Mai 1987)
                                                    (87/C 218/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                     Insbesondere im Hinblick auf die technischen Vorschrif-
                                                              ten über Sicherheitsglas — Windschutzscheibe und an-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-            dere Glasscheiben — ist es angebracht, diejenigen zu
schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-         übernehmen, die von der UN-Wirtschaftskommission
kel 100,                                                      für Europa in ihrer Regelung Nr. 43 (Einheitliche Vor-
auf Vorschlag der Kommission,                                 schriften für die Genehmigung von Sicherheitsglas und
                                                              Verglasungswerkstoffen) verabschiedet wurde, welche
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,               dem Abkommen vom 20. März 1958 zur Einführung
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-            einheitlicher Voraussetzungen für die Genehmigung
schusses,                                                     und die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung
                                                              von Kraftfahrzeugausstattungen und -bauteilen (3) als
in Erwägung nachstehender Gründe:                             Anhang beigefügt ist —
Die technischen Vorschriften, denen die Zugmaschinen
aufgrund der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften genü-       HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
gen müssen, betreffen u.a. die Abmessungen und Mas-
sen, den Geschwindigkeitsregler, den Schutz von Mo-
torbauteilen, vorstehenden Teilen und Rädern, die Betä-                                Artikel 1
tigung der Anhängerbremse, die Windschutzscheibe
und die anderen Scheiben, die mechanischen Verbin-            (1)     Eine land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine
dungen zwischen Schlepper und Anhänger sowie die              ist jedes Kraftfahrzeug auf Rädern oder mit Raupen-
Lage und Anbringungsart der vorgeschriebenen Schilder         fahrwerk und mindestens zwei Achsen, dessen Funktion
und Angaben auf dem Rumpf der Zugmaschine.                    im wesentlichen auf seiner Zugkraft beruht und das
Diese Vorschriften unterscheiden sich von einem Mit-          insbesondere zum Schleppen, Schieben, Befördern oder
gliedstaat zum anderen. Daraus ergibt sich die Notwen-       Betätigen bestimmter Werkzeuge, Maschinen oder An-
digkeit, entweder als Ergänzung oder anstelle der gegen-     hänger ausgelegt ist, die zum Einsatz in einem land-
wärtigen Regelungen in allen Mitgliedstaaten die glei-       oder forstwirtschaftlichen Betrieb bestimmt sind. Es
chen Vorschriften einzuführen, um insbesondere für           kann zum Transport einer Last und von Beifahrern
jeden Zugmaschinentyp die Anwendung des EWG-                 ausgestattet werden.
Betriebserlaubnisverfahrens zu ermöglichen, das Gegen-        (2)     Diese Richtlinie gilt ausschließlich für die in Ab-
stand der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom                satz 1 definierten Zugmaschinen auf Luftreifen und
4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften          einer Höchstgeschwindigkeit von 6 bis 30 km/h je nach
der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land-     Bauart.
oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern (!),
zuletzt geändert durch die Richtlinie 82/890/EWG(2),
ist.
(1) ABl. Nr. L 84 vom 28. 3. 1974, S. 10.                    (3) Dok. E/EWG/324 — E/EWG/TRANS/505 — Rev. 1/Add.
(2) ABl. Nr. L 378 vom 31. 12. 1982, S. 45.                       42/Amend. 2 vom 16. April 1986.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/2                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               17. 8. 87
                       Artikel 2                                                  Artikel 4
Die Mitgliedstaaten dürfen weder die EWG-Betriebser-      Im Falle einer Anwendung des in diesem Artikel festge-
laubnis noch die Betriebserlaubnis mit internationaler    legten Verfahrens entscheidet die Kommission nach An-
Geltung oder die Zulassung, den Verkauf, die Inbetrieb-   hörung des aufgrund der Richtlinie 74/150/EWG einge-
nahme oder die Benutzung einer Zugmaschine aus            setzten Ausschusses, nachstehend „Ausschuß" genannt.
einem der nachstehenden Gründe verweigern:                Der Ausschuß berät über die von der Kommission aus-
                                                          gearbeiteten Anträge auf Stellungnahme. Die Kommis-
— Abmessungen und Massen,                                 sion kann eine Frist für die Abgabe der Stellungnahme
— Drehzahlregler, Schutz von Motorbauteilen, vorste-      setzen. Die Beratungen des Ausschusses erfordern keine
    henden Teilen und Rädern und Betätigung der An-       Abstimmung. Allerdings kann jedes Ausschußmitglied
    hängerbremsen,                                        verlangen, daß seine Meinung im Protokoll festgehalten
                                                          wird.
— Windschutzscheibe und andere Scheiben,
— mechanische Verbindungen zwischen Zugmaschine
    und Anhänger,                                                                 Artikel 5
— die Lage und Anbringungsart der vorgeschriebenen        (1)    Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen
    Schilder und Angaben auf dem Rumpf der Zug-           Vorschriften in Kraft, um dieser Richtlinie bis späte-
    maschine,                                             stens 31. Dezember 1988 nachzukommen, und setzen
                                                          die Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis.
wenn diese den Vorschriften in den entsprechenden
Anhängen genügen.                                         (2)    Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, daß der Kom-
                                                          mission der Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen
                                                          Rechtsvorschriften mitgeteilt wird, die sie im Geltungs-
                                                          bereich dieser Richtlinie erlassen.
                       Artikel 3
Die Änderungen zur Anpassung der Anhänge an den                                   Artikel 6
technischen Fortschritt erfolgen nach dem Verfahren
des Artikels 4.                                           Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
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                                                        ANHANG J
                                              ABMESSUNGEN UND MASSEN
          1.    BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
          1.1.  „Länge" ist die Länge der Zugmaschine, gemessen zwischen den senkrecht zur Längsachse der
                Zugmaschine und durch die Endpunkte derselben hindurchgehenden Vertikalebenen, unter Ausschluß
                von:
                — Rückspiegeln,
                — Andrehkurbeln,
                — vorübergehend vorn oder hinten an der Zugmaschine montierten landwirtschaftlichen Geräten,
                — vorderen oder seitlichen Begrenzungsleuchten.
          1.2.  „Breite" ist die Breite der Zugmaschine, gemessen zwischen den parallel zur Längsachse der Zug-
                maschine und durch die Endpunkte derselben hindurchgehenden Vertikalebenen, unter Ausschluß
                von:
                — Rückspiegeln,
                — Fahrtrichtungsanzeigern,
                — vorderen, seitlichen oder rückwärtigen Begrenzungsleuchten; Parkleuchten,
                — Reifenverformungen aufgrund des Zugmaschinengewichts,
                — einziehbaren Elementen, z.B. Gummilappen, umklappbares Trittbrett usw.,
                — vorn oder hinten an der Zugmaschine montierten landwirtschaftlichen Geräten.
          1.3.  „Höhe" ist der vertikale Abstand zwischen dem Boden und dem am weitesten vom Boden entfernten
                Punkt der Zugmaschine. Zu ihrer Bestimmung muß die Zugmaschine
                — mit neuen Luftreifen des größten vom Hersteller angegebenen Rollhalbmessers ausgestattet sein,
                — leer sein, wobei das Leergewicht gemäß der in Richtlinie 74/150/EWG (Anhang I, Punkt 2.4)
                    festgesetzten Definition gemessen wird,
                — stillstehen und der Motor ausgeschaltet sein,
                — sich auf einer angemessen ebenen Fläche befinden; jede Antenne ist von der Messung auszu-
                    schließen.
          1.4.  „Zulässige Anhängelast" ist das echte Gesamtgewicht des gezogenen Anhängers.
          1.5.  „Vertikallast am Kupplungspunkt" ist die im statischen Zustand durch die Zugöse des Anhängers
                auf die Bezugsmitte der Anhängevorrichtung übertragene Last.
          1.6.  „Anhängevorrichtung" ist die an der Zugmaschine angebrachte technische Einheit zur Herstellung
                der mechanischen Verbindung zwischen Zugmaschine und Anhänger. Je nach Auslegung wird diese
                technische Einheit als Gabelkopf oder Haken bezeichnet.
          1.7.  „Bezugsmitte der Anhängevorrichtung" ist der von den Kotflügeln abstandsgleiche Punkt auf der
                Wellenachse im Falle eines Gabelkopfes und der Schnittpunkt zwischen der Symmetrieebene des
                Hakens und der Mantellinie des konkaven Teils dieses Hakens in Höhe der Berührung mit der Öse,
                wenn sich dieser in Zugposition befindet.
          1.8.  „Radstand der Zugmaschine (I)" ist der Abstand zwischen den senkrecht zur mittleren Längsebene
                der Zugmaschine und durch die Schlepperachsen verlaufenden Vertikalebenen.
          1.9.  „Masse der fahrbereiten Zugmaschine (Mt)" ist die in Anhang I, Punkt 2.4 der Richtlinie 74/150/
                EWG definierte Masse (Leergewicht der fahrbereiten Zugmaschine ohne Sonderzubehör, jedoch mit
                Kühlflüssigkeit, Schmiermittel, Kraftstoff, Werkzeug und Fahrer, dessen Masse pauschal mit 75 kg
                veranschlagt wird).
          1.10. „Masse auf der Vorderachse der fahrbereiten Zugmaschine (Ma)" ist der Teil der Masse der
                fahrbereiten Zugmaschine nach Anhang I, Punkt 2.4 der Richtlinie 74/150/EWG, der unter statischen
                Bedingungen auf ihrer Vorderachse ruht.
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          2.        VORSCHRIFTEN
          2.1.      Abmessungen
                    Für Zugmaschinen gelten die folgenden Abmessungen:
          2.1.1.    Länge: 12 m.
           2.1.2.   Breite: 2,5 m.
           2.1.3.   Höhe: 4 m.
           2.1.4.   Die Messungen zur Überprüfung der in Absatz 2.1 angegebenen Abmessungen erfolgen bei normalem
                    Straßenverkehrszustand der Zugmaschine (Türen und Fenster geschlossen, Reifen beim normalen,
                    vom Hersteller angegebenen Luftdruck) und bei gerader Ausrichtung der Vorderräder.
           2.2.     Zulässige Anhängelast
           2.2.1.   Die zulässige Anhängelast darf folgendes nicht überschreiten:
           2.2.1.1. das Eineinhalbfache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine, wenn der Anhänger nicht mit einer
                    Bremsanlage ausgestattet ist;
           2.2.1.2. das Fünffache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine, wenn der Anhänger mit einer mechanischen
                    Bremsanlage ausgerüstet ist;
           2.2.1.3. das Sechsfache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine, wenn der Anhänger mit einer Servobremsan-
                    lage ausgerüstet ist.
           2.3.     Vertikallast am Kupplungspunkt
           2.3.1.   Die maximale Vertikallast wird vom Hersteller festgelegt. Sie darf allerdings in keinem Fall über
                    drei Tonnen liegen.
           2.3.2.    Annahmebedingungen
           2.3.2.1. Wird auf die Bezugsmitte der Anhängevorrichtung in statischem Zustand eine einstellbare Vertikallast
                    angesetzt, die die durch den Hersteller festgelegte nicht übersteigt, müssen die beiden folgenden
                    Voraussetzungen erfüllt sein:
                     i) Die auf der Längsachse aufliegende Masse (Ma) darf in statischem Zustand 20 % der Masse der
                        fahrbereiten Zugmaschine (Mt) nicht unterschreiten;
                    ii) die auf der am stärksten belasteten Achse aufliegende Masse darf nicht größer sein als die
                        Höchstlast nach den technischen Daten der Reifen in den von den Reifenherstellern empfohlenen
                        Tabellen (Tabellen ETRTO ( ! )).
            (*) Organisation technique europeenne du pneu et de la jante (Europäische technische Organisation für
                Reifen und Felgen).
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                                                             Anlage
                                                           MUSTER
                                                                                    Angabe der Behörde
               ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP
                                        BEZÜGLICH ABMESSUNGEN UND MASSEN
          (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung
          der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche
                                                  Zugmaschinen auf Rädern)
          Nummer der EWG-Betriebserlaubnis:
            1. Element (e) oder Merkmal (e):
               1.1. Abmessungen
                     1.1.1. Länge            m
                     1.1.2. Breite           m
                     1.1.3. Höhe            m
               1.2. Massen
                     1.2.1. Zulässige Anhängermasse             kg
                     1.2.2. Vertikallast am Kupplungspunkt             N
            2. Marke (Firma) der Zugmaschine:
            3. Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine:
            4. Name und Anschrift des Herstellers:
            5. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten:
            6. Datum der Vorführung der Zugmaschine für die EWG-Betriebserlaubnis:
            7. Mit den Betriebserlaubnisprüfungen beauftragter technischer Dienst:
            8. Datum des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls:
            9. Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls:
          10. Die EWG-Betriebserlaubnis hinsichtlich Abmessungen und Gewichten wird erteilt/versagt (*)
          11. Ort:
          12. Datum:
          13. Unterschrift:
          (l) Nichtzutreffendes streichen.
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           14. Folgende Dokumente mit der oben angeführten EWG-Betriebserlaubnisnummer sind vorliegender Mittei-
               lung beigefügt:
                         Maßzeichnungen
                         Explosionszeichnung oder Fotografie der Zugmaschine
               Diese Daten werden den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf ihren ausdrücklichen
               Wunsch übermittelt.
           15. Mögliche Bemerkungen:
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                                                            ANHANG 11
           GESCHWINDIGKEITSREGLER, SCHUTZ VON MOTORBAUTEILEN, VORSTEHENDEN TEILEN
                                 UND RÄDERN UND BETÄTIGUNG DER ANHÄNGERBREMSE
           1.           GESCHWINDIGKEITSREGLER
           1.1.        Hat der Hersteller bei der Erstausrüstung einen Geschwindigkeitsregler vorgesehen, muß er so
                       installiert und ausgelegt sein, daß die Zugmaschine den Anforderungen der Richtlinie 74/150/
                       EWG (*) über die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit entspricht.
           2.          SCHUTZ VON MOTORBAUTEILEN, VORSTEHENDEN TEILEN UND RÄDERN
           2.1.        Allgemeine Vorschriften
           2.1.1.      Die Motorbauteile, vorstehenden Teile und Räder der Zugmaschine müssen so ausgelegt, montiert
                       oder geschützt sein, daß die Risiken oder die Schwere von Personenverletzungen reduziert und
                       Unfälle vermieden werden.
           2.1.2.      Ein ausreichender Schutz gefährlicher Teile wie z.B. von Motorbauteilen, vorstehenden Teilen
                       und Rädern, muß gewährleistet sein. Der Schutz wird als ausreichend angesehen, wenn er den
                       Anforderungen nach 2.2 entspricht. Andere als die unter Punkt 2.3 beschriebenen Lösungen
                       sind zulässig, wenn der Hersteller den Nachweis erbringt, daß ihre Wirkung zumindest den
                       Anforderungen unter Punkt 2.3 gleichwertig ist.
           2.2.        Definitionen
           2.2.1.      Eine „Schutzvorrichtung" ist eine Vorrichtung, die zum Schutz gefährlicher Teile bestimmt ist.
                       Zu den Schutzvorrichtungen im Sinne der vorliegenden Richtlinie gehören Gehäuse, Deckel,
                       Einfassungen.
           2.2.1.1.    „Gehäuse" ist eine Schutzvorrichtung, die sich unmittelbar vor dem gefährlichen Teil befindet
                       und dieses allein oder mit anderen Teilen der Maschine von allen Seiten vor Berührung schützt.
           2.2.1.2.    „Deckel" ist eine Schutzvorrichtung, die sich unmittelbar vor dem gefährlichen Teil befindet und
                       dieses auf der abgedeckten Seite vor Berührung schützt.
           2.2.1.3.    „Einfassung" ist eine Schutzvorrichtung, die mit einer Schiene, einer Wand oder einem ähnlichen
                       Mittel den erforderlichen Sicherheitsabstand herstellt, damit das gefährliche Teil nicht berührt
                       werden kann.
           2.2.2.      „Gefährliches Teil" ist jede Stelle, die aufgrund der Anordnung oder Konzeption fester oder
                       beweglicher Teile einer Zugmaschine mit einem Verletzungsrisiko verbunden ist. Die gefährlichen
                       Teile sind insbesondere: Klemmen, Abscher-, Schnitt-, Stich-, Stoß- und Verzahnungspunkte
                       sowie die Einlaß- und Eingriffsstellen.
           2.2.2.1.    Eine „Klemmstelle" ist jeder gefährliche Punkt, an dem sich die Teile gegeneinander oder gegen
                       feste Teile so verschieben, daß Personen oder bestimmte Teile ihres Körpers eingeklemmt werden
                      könnten.
          2.2.2.2.    Eine „Abscherstelle" ist jeder gefährliche Punkt, an dem sich die Teile aneinander oder an anderen
                      Teilen so entlangschieben, daß Personen oder bestimmte Teile ihres Körpers Klemm- oder
                       Abschergefahren ausgesetzt sind.
          2.2.2.3.    Eine „Schnitt-, Stich-, Stoßstelle" ist jeder gefährliche Punkt, an dem bewegliche oder feste,
                       scharfe, spitze oder stumpfe Teile Verletzungen von Personen oder bestimmten Teilen ihres
                       Körpers verursachen können.
          2.2.2.4.    Eine „Verzahnungsstelle" ist jeder gefährliche Punkt, an dem vorstehende scharfe Kanten, Zähne,
                      Stifte, Schrauben und Bolzen, Schmiervorrichtungen, Wellen, Wellenansätze und andere Teile
                      sich so bewegen, daß Personen, bestimmte Teile ihres Körpers oder ihrer Kleidung sich verfangen
                      und mitgenommen werden können.
          2.2.2.5.    Eine „Einlaß- und Eingriffsstelle" ist jeder gefährliche Punkt, an dem die Teile in ihrer Bewegung
                      die Öffnung verengen, in der sich Personen, bestimmte Teile ihres Körpers oder ihrer Kleidung
                      verfangen können.
          (!) ABl. Nr. L 84 vom 28. 3. 1974, S. 33.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/8                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           17. 8. 87
          2.2.3.   „Reichweite" ist der maximale Abstand, der von Personen oder bestimmten Teilen ihres Körpers
                   nach oben, nach unten, nach innen, darüber hinaus, rundherum und quer hindurch ohne Hilfe
                   irgendeines Objekts erreicht werden kann.
          2.2.4.   „Sicherheitsabstand" ist der Abstand, welcher der Reichweite oder den Körpermaßen und einer
                   Sicherheitszugabe entspricht.
          2.2.5.   „Bedienungselement" ist jede Vorrichtung, deren direkte Betätigung die Änderung des Zustands
                   oder der Funktion der Zugmaschine oder eines an sie angeschlossenen Geräts ermöglicht.
          2.2.6.   „Schmalspurschlepper" ist eine Zugmaschine, bei der die einstellbare Festspurweite einer der
                   Achsen weniger als 1150 mm beträgt.
          2.3.     Sicherheitsabstände zur Vermeidung einer Berührung mit den gefährlichen Teilen
          2.3.1.   Der Sicherheitsabstand wird von den Stellen, die zur Betätigung, Instandhaltung und Prüfung der
                   Zugmaschine erreichbar sind, und von den Laufstegen aus gemessen. Unter „Instandhaltung und
                   Prüfung der Zugmaschine" werden ausschließlich die Arbeiten verstanden, die normalerweise
                   durch den Fahrer selbst gemäß den Betriebsanweisungen ausgeführt werden. Um die Sicherheits-
                   abstände zu ermitteln, wird von dem Prinzip ausgegangen, daß die Zugmaschine sich in dem
                   Zustand befindet, für den sie ausgelegt ist, und daß zur Erreichung des gefährlichen Teils keinerlei
                   Werkzeug benutzt wird. Die Zugmaschine muß entweder den wesentlichen Anforderungen der
                   Punkte 2.3.2.1 bis 2.3.2.5 oder den speziellen Anforderungen der Punkte 2.3.2.6 bis 2.3.2.14
                   entsprechen.
          2.3.2.   Schutz gefährlicher Stellen
          2.3.2.1. Reichweite nach oben. Der Sicherheitsabstand für die Reichweite nach oben beträgt 2500 mm
                   (Abbildung 1) für aufrechtstehende Personen.
                                                         Abbildung 1
          2.3.2.2. Reichweite nach unten, Reichweite über die Zugmaschine hinweg
                   Was die Reichweite über eine Kante hinaus betrifft, ergibt sich der Sicherheitsabstand aus:
                   a = Abstand des gefährlichen Teils vom Boden,
                   b = Höhe der Kante der Schutzvorrichtung,
                   c = horizontaler Abstand zwischen dem gefährlichen Teil und der Kante (Abbildung 2).
                                                                              Gefährliches Teil
                                                         Abbildung 2
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            Nr. C 218/9
              Hinsichtlich der Reichweite nach unten und über die Zugmaschine hinweg sind die in Tabelle 1 aufgeführten
              Sicherheitsabstände zu berücksichtigen.
                                                                  TABELLE 1
                                                                   „b": Höhe der Kante der Schutzvorrichtung
              „a": Abstand
             des gefährlichen             2 400         2 200     2000          1 800        1600        1400        1200         1000
                                                                 „c": Horizontaler Abstand vom gefährlichen Teil
                   2 400                                  100       100           100         100          100         100          100
                   2 200                   —              250       350           400         500          500        600           600
                   2000                    —             _          350           500         800          700        900         1 100
                   1800                    —             —          —             600         900          900       1000         1 100
                   1600                    —             —          —             500         900          900      1000          1300
                   1400                    —             —          —             100         800          900      1000          1300
                   1200                    —             —          —            —            500          900      1000          1400
                   1000                    —             —          —            —            300          900      1000          1400
                     800                   —             —          —            —            —            500        900         1300
                     600                   —             —          —            —            —           —           500         1200
                     400                   —             _          —            —            —           —           300         1200
                     200                   —             —          —            —            —           —           200         1 100
              2.3.2.3.      Reichweite rundum
                            Die in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführten Sicherheitsabstände (in mm) müssen als Mindest-
                            werte berücksichtigt werden, wenn der betreffende Körperteil kein gefährliches Teil erreichen
                            darf. Zur Einhaltung der Sicherheitsabstände wird angenommen, daß das Hauptgelenk des
                            entsprechenden Körperteils fest auf der Kante ruht. Die Sicherheitsabstände werden nur dann als
                            eingehalten betrachtet, wenn sichergestellt ist, daß der Körperteil absolut nicht nach vorn rutschen
                            oder weiter vordringen kann.
                                                                  TABELLE 2
                Körperteil                  Sicherheitsabstand r                                    Abbildung
      Hand, vom ersten Glied der
      Finger bis zu ihrer Spitze                  £120
                                                                                                                      '.'s,: •'•'
     Hand, vom Gelenk bis zu                                                           v\
     den Fingerspitzen                            £230                                     \
                                                                                         •.V
 ---pagebreak--- Nr. C 218/10                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
             Körperteil                Sicherheitsabstand r                                 Abbildung
    Arm, vom Ellbogen bis zu
    den Fingerspitzen                         i 550
    Arm, von der Schulter bis
    zu den Fingerspitzen                      *Ö50
            2.3.2.4.     Eindringen
                        Besteht die Möglichkeit des Ein- oder Vordringens bis zu gefährlichen Teilen durch eine Öffnung,
                        so müssen mindestens die in den Tabellen 3 und 4 angegebenen Sicherheitsabstände (in mm)
                        eingehalten werden.
                                                             TABELLE 3
                                    Sicherheitsabstände für langgezogene und parallele Öffnungen
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 218/11
                                                                TABELLE 4
                                        Sicherheitsabstände für viereckige oder runde Öffnungen
            Glied
                           Finger-
                            spitze            Finger
                                                                       Hand, bis zum
                                                                       Daumenansatz                      Arm                   -1
                                                                                                           w
                                           6
        Abbildung
                                        > £ &IZW
                                                                              '   Jr! j5
                                                                                      j     JOE
                                             iß^fcfc              { 2t
      Breite der Öff-
      nung Rechteck        >4;$5      > 8: £ 1 2    >12:£2S               > 25; £ 40                  > 40: £ 250            >2S0
      oder Einschnitt
      Sicherheitsabst.
      vom      gefährli-    *15          £80           £120                 £200                         £850                  -
      chen Teil
             2.3.2.5.    Sicherheitsabstände an Klemmstellen
                         Eine Klemmstelle wird als für den jeweiligen Körperteil nicht gefährlich angesehen, wenn die
                         Sicherheitsabstände die in Tabelle 5 angegebenen nicht unterschreiten und sichergestellt ist, daß
                         der angrenzende und nächstgrößere Körperteil nicht eingeführt werden kann.
                         Eine Klemmstelle wird als für die angegebenen Körperteile nicht gefährlich angesehen, wenn die
                         folgenden Mindestsicherheitsabstände eingehalten sind und sichergestellt ist, daß der nächstliegen-
                         de größere Körperteil nicht eindringen kann.
                                                              TABELLE 5
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          2.3.2.6.     Bedienungselemente
                      Bei Bedienungselementen, die einen Kraftaufwand zwischen 80 N und 150 N erfordern, muß am
                      Griff ein Freiraum von mindestens 25 mm zwischen dem Bedienungselement und den angrenzenden
                      Teilen vorgesehen sein; bei Bedienungselementen, die einen Kraftaufwand von mehr als 150 N
                      erfordern, ist am Griff ein Freiraum von mindestens 50 mm vorzusehen.
                       Das gesonderte Steuerbremspedal erfordert keinen Schutz im Hinblick auf Klemm- und Ab-
                       scherstellen, da der Rücklauf gering ist.
                       Die Öffnung für die Schaltung von Bedienungselementen in den Teilen der Plattform oder des
                       Fahrerhauses erfordert keinen Schutz im Hinblick auf Klemm- und Abscherstellen, wenn die
                       zweckmäßige Verwendung jedes Verletzungsrisiko der Körperteile ausschließt.
          2.3.2.7.     Dreipunktanbau
          2.3.2.7.1.   Hinter einer Ebene, die durch die Mittelebene der Gelenkpunkte für Hebelarme des Dreipunktan-
                       baus verläuft, ist für jede Position des Hubs n, den die Hebevorrichtung zurücklegt — ohne die
                       oberen und unteren Endpunkte von 0,1 n —, ein Mindestsicherheitsabstand von 25 mm zwischen
                       den beweglichen Teilen und darüber hinaus ein Abstand von 25 mm oder ein Winkel von
                       mindestens 30° für die Teile in Scherbewegung, die eine Winkeländerung hervorrufen, einzuhalten
                       (Abbildung 3). Der Hub n', oben und unten um 0,1 n verkürzt, ist wie folgt definiert (Abbil-
                       dung 4).
                               Hebelarm                                            Ebene durch die
                                                                                   Hubstangen
                                                                                              Hubstange
                     Zugmaschine
                             Unteres
                                                             Abbildung 3
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                                     7777777777?777T77777777777>
                                                          Abbildung 4
          2.3.2.7.2. Für den Hub n, den die hydraulische Hubvorrichtung zurücklegt, ist die untere Position A des
                     Kupplungspunktes des unteren Arms gemäß ISO-Norm 730, Teil 1 durch die Abmessung „14"
                     beschränkt, und die obere Position B ist durch den maximalen hydraulischen Hub begrenzt. Der
                     Hub n' entspricht dem oben und unten um 0,1 n verringerten Hub n und stellt den senkrechten
                     Abstand zwischen A' und B' dar.
          2.3.2.7.3. Rund um das Profil des Hebelarms ist darüber hinaus innerhalb des Hubs n' ein Mindestsicher-
                     heitsabstand von 25 mm zu den angrenzenden Teilen einzuhalten.
          2.3.2.7.4. Verwendet man für den Dreipunktanbau Kupplungsvorrichtungen, bei denen zwischen Zug-
                     maschine und dem beförderten Werkzeug keine Bedienungsperson erforderlich ist (z.B. im Falle
                     eines Schnellkupplers), gelten die Vorschriften unter Punkt 2.3.2.7.3 nicht.
          2.3.2.7.5. In der Betriebsanweisung sind die gefährlichen Teile, die sich vor der im ersten Satz von Punkt
                     2.3.2.7.1 definierten Ebene befinden, genau anzugeben.
          2.3.2.8.   Fahrersitz und Umgebung
                     In Sitzposition muß sich jede Klemm- oder Abscherstelle außerhalb der Reichweite der Hände
                     oder der Füße des Fahrers befinden. Diese Anforderung wird als erfüllt angesehen, wenn folgende
                     Voraussetzungen gegeben sind:
          2.3.2.8.1. Der Fahrersitz befindet sich sowohl längs als auch senkrecht in mittlerer Regelposition. Die
                     Grenze der Reichweite des Fahrers ist in Bereich A und Bereich B aufgeteilt. Der Kugelmittelpunkt
                     dieser beiden Bereiche liegt 70 mm vor und 570 mm über dem Bezugspunkt des Sitzes (Abbil-
                     dung 5). Bereich A besteht aus einer Kugel von 550 mm Halbmesser, Bereich B befindet sich
                     zwischen dieser Kugel und einer solchen von 1 000 mm Halbmesser.
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                                                              Abbildung 5
           2.3.2.8.2.  In der Nähe der Klemm- und Abscherstellen ist ein Sicherheitsabstand von 120 mm in Bereich A
                       und von 25 mm in Bereich B einzuhalten oder im Falle von Abscherteilen, die eine Winkeländerung
                       hervorrufen, ein Winkel von mindestens 30°.
           2.3.2.8.3.  Im Bereich A sind nur die Klemm- und Abscherstellen zu berücksichtigen, die durch die Betätigung
                       von Teilen durch eine äußere Energiequelle hervorgerufen werden.
           2.3.2.8.4.  Ergibt sich ein gefährliches Teil aus dem Vorhandensein von Bauteilen neben dem Sitz, ist
                       zwischen dem Bauteil und dem Sitz ein Sicherheitsabstand von mindestens 25 mm einzuhalten.
                       Zwischen der Sitzlehne und den angrenzenden Bauteilen hinter dieser gibt es kein gefährliches
                       Teil, wenn die angrenzenden Bauteile glatt sind und die Rückenlehne selbst im angrenzenden
                       Bereich abgerundet ist und keine scharfen Kanten umfaßt.
           2.3.2.9.    Beifahrersitz (falls vorhanden).
           2.3.2.9.1.  Stellen Teile eine Gefahr für die Füße dar, sind Schutzvorrichtungen in einem Halbkugelradius von
                       800 mm, ausgehend von der Höhe der Vorderkante des Sitzkissens und nach unten, vorzusehen.
           2.3.2.9.2.  Im Inneren einer Kugel, deren Mittelpunkt sich 670 mm über der Höhe der Vorderkante des
                       Beifahrersitzes befindet, sind die gefährlichen Teile in den Bereichen A und B wie unter Punkt
                       2.3.2.8 beschrieben zu schützen (Abbildung 6).
           2.3.2.10.    Schmalspurzugmaschine
                       Im Falle von Schmalspurzugmaschinen gelten die Anforderungen nach Punkt 2.3.2.8 und Punkt
                       2.3.2.9 nicht für den Bereich oberhalb einer um 45° nach hinten geneigten, quer zur Bewegungsrich-
                       tung und durch einen Punkt 230 mm hinter dem Bezugspunkt des Sitzes verlaufenden Ebene
                       (Abbildung 7). Gibt es in diesem Bereich gefährliche Teile, sind entsprechende Warnungen an
                       der Zugmaschine anzubringen.
           2.3.2.11.   Zugang zu Fahrer- und Beifahrersitz
           2.3.2.11.1. Der Zugang darf nicht durch Teile behindert werden, die Verletzungen hervorrufen könnten. Ist
                       es nicht möglich, im Einstiegsbereich vorstehende Teile zu vermeiden (z.B. Kupplungspedal), ist
                       vorn, hinten oder seitlich von diesen Teilen eine ausreichende Fläche vorzusehen, um zumindest
                       einen Fuß aufzusetzen.
           2.3.2.11.2. An der Türschwelle ist ein Durchgang von mindestens 150 mm vorzusehen (Abbildung 8).
                       Darüber hinaus sind die gefährlichen Teile, mit denen der Fahrer bei den üblichen Ein- und
                       Ausstiegsvorgängen in Berührung kommen kann (z.B. scharfe oder heiße Teile), abzuschirmen.
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                                                 /         Bereich II
                                                                             \
                                                                                 \
                                                            Bereich I " \           \
                                                    /                        \ooo
                                                          Abbildung 6
                                               r        %^»^\im
                                                                                          Punkt
                                                          Abbildung 7
          2.3.2.12. Lenkung und Pendelachse
                    Die Teile, die sich gegeneinander oder gegen feste Teile verschieben, müssen abgeschirmt werden,
                    wenn sie sich innerhalb des in Absatz 2.3.2.8 bis 2.3.2.10 definierten Bereiches befinden.
          2.3.2.13. Freiliegende Antriebswellen
                    Freiliegende Antriebswellen (z.B. zum Antrieb der vier Antriebsräder), die sich nur während der
                    Fahrt drehen, müssen geschützt werden, wenn sie sich innerhalb des in Absatz 2.3.2.8 bis 2.3.2.10
                    definierten Bereiches befinden.
          2.3.2.14. Schutzblech
                    Die Schutzbleche müssen den unter Absatz 2.5 aufgeführten Anforderungen hinsichtlich der
                    Sicherheitsbereiche entsprechen.
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                                                        Abbildung 8
          2.4.   Verfahren zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes
          2.4.1.  Allgemeines
                 Nachstehend wird das Verfahren und die Vorrichtung zur Definition des Bezugspunktes jedes
                 Polstersitztyps dargelegt.
          2.4.2.   Begriffsbestimmungen
                 Bezugspunkt des Sitzes (SIP): Punkt auf der vertikalen mittleren Längsebene der Vorrichtung zur
                 Ermittlung des SIP nach Abbildung 9, wenn diese nach 2.4.4 und 2.4.6 auf dem Fahrersitz
                 angebracht sind.
                 Der Bezugspunkt des Sitzes wird in Abhängigkeit vom Fahrzeug ermittelt und verändert sich
                 nicht in Abhängigkeit von den Einstellungen und/oder Schwingungsbewegungen des Sitzes.
          2.4.3. Vorrichtung zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes (SIP)
                 Die Vorrichtung zur Ermittlung des SIP muß Abbildung 9 entsprechen. Die Masse der Vorrichtung
                 muß 6 ± 1 kg betragen. Die Unterseite der Vorrichtung muß eben und glatt sein.
          2.4.4. Einstellung des Sitzes zur Ermittlung des Bezugspunktes (SIP)
                 Umfassen der Sitz und seine Aufhängung Einstellvorrichtungen, muß der Sitz vor der Ermittlung
                 des Bezugspunktes wie folgt eingestellt werden:
                 a) Alle Einstellungen — Vorwärts- und Rückwärtsverschiebung, Höhe und Neigung — müssen
                     sich in ihrer mittleren Position befinden. Gibt es keine mittlere Position, ist die der mittleren
                     Position nächstliegende Einstellung darüber oder darunter zu verwenden.
                 b) Die einstellbaren Aufhängungen sind so zu regulieren, daß die Aufhängung sich bei belasteter
                     und plazierter Vorrichtung zur Bezugspunktbestimmung in der Mitte ihres Schwingungsberei-
                     ches befindet. Die Aufhängung kann während der Bezugspunktbestimmung (SIP) mechanisch
                     blockiert werden.
                 c) Nichteinstellbare Aufhängungen müssen in der vertikalen Stellung blockiert werden, die bei
                     belasteter und plazierter Vorrichtung zur Bezugspunktbestimmung erreicht wird.
                 d) Widersprechen die oben erwähnten Einstellungen den ausdrücklichen Anweisungen des
                     Herstellers, so sind diese so einzuhalten, daß die empfohlene Einstellung für einen Fahrer mit
                     einem Körpergewicht von 75 kg erreicht wird.
                 Hinweis: Ein Fahrer mit einem Körpergewicht von 75 kg entspricht einer Gewichtsannäherung
                             der belasteten und auf dem Sitz plazierten Vorrichtung zur Bezugspunktbestimmung
                             von 65 kg.
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          2.4.5. Bestimmung der drei Bezugsacbsen x', y' und z' für den SIP
                 Die Koordinaten sind wie folgt festzulegen:
                 a) Auf einer Seite der Sitzhalterung ist das Befestigungsloch zu lokalisieren, das sich in der ganz
                     zurückgeschobenen Position befindet.
                 b) Verläuft die Achse dieses Lochs parallel zu der an der Vorrichtung definierten Gelenkachse,
                     so ist sie als y'-Achse zu nehmen (von einem Fahrer in Sitzposition aus von links nach rechts
                     ausgerichtet (Abbildung 10)).
                 c) Verläuft die Achse dieses Lochs parallel zur Lotebene durch die Mittellinie des Sitzes, so ist
                     die parallel zur angegebenen Gelenkachse durch den Schnittpunkt zwischen der Tragfläche
                     der Sitzhalterung und der Achse des obenerwähnten Lochs verlaufende Gerade als y'-Achse
                     zu verwenden (Abbildung 11).
                 d) In allen anderen Fällen ist die y'-Achse gemäß den Erwägungen zu dem zu untersuchenden
                     Sitz festzulegen.
                 e) Die x'- und die z'-Achse werden definiert als die Schnittlinien zwischen der durch y' hindurch-
                     gehenden Horizontal- bzw. Vertikalebene und der Vertikalebene durch die Mittellinie des
                     Sitzes. Die Achsen x' und z' müssen nach vorn und nach oben gerichtet sein (Abbildungen 10
                     und 11).
          2.4.6. Verfahren zur Bestimmung des Bezugspunktes des Sitzes (SIP)
                 Der Bezugspunkt des Sitzes (SIP) muß unter Verwendung der in Abbildung 9 dargestellten
                 Vorrichtung ermittelt werden, wobei wie folgt vorzugehen ist:
                 a) Den Sitz mit einem Stück Stoff abdecken, um die richtige Anordnung der Vorrichtung zu
                     erleichtern.
                 b) Die Vorrichtung auf dem Sitzkissen anordnen (ohne zusätzliche Masse) und sie nach hinten
                     gegen die Lehne drücken.
                 c) Die Massen hinzufügen, um die Gesamtmasse der Vorrichtung von 6 ± 1 kg auf 26 ± 1 kg
                     zu erhöhen. Der Schwerpunkt der senkrechten Kraft muß sich 40 mm vor der Markierung
                     des Sitzbezugspunktes im horizontalen Teil der Vorrichtung befinden (Abbildung 9).
                 d) Zweimal eine horizontale Kraft von etwa 100 N auf die Vorrichtung am Bezugspunkt des
                     Sitzes anwenden, wie in Abbildung 9 angegeben.
                 e) Weitere Massen hinzufügen, um die Gesamtmasse der Vorrichtung von 26 ± 1 kg auf 65 ±
                     1 kg zu erhöhen. Der Schwerpunkt der vertikalen Kraft der hinzugefügten Massen muß sich
                     40 mm vor der Markierung des Bezugspunktes des Sitzes im horizontalen Teil der Vorrichtung
                     befinden (Abbildung 9).
                 f)  Auf beiden Seiten des Sitzes in den gleichweit von der mittleren Längslinie des Sitzes entfernten
                     Lotebenen die in Punkt 5 definierten Koordinaten der Schnittlinien dieser Ebenen mit der auf
                     der Vorrichtung angegebenen Achse des Sitzbezugspunktes auf ± 1 mm genau messen.
                 g) Einzelheiten des Bestimmungsverfahrens, die von dem in diesem Anhang angegebenen Verfah-
                     ren abweichen oder Fehler der Ergebnisse zur Folge haben können, sind gemeinsam mit ihren
                     Ursachen anzugeben.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/18           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                  17. 8. 87
                                        Abmessungen in mm
                            (Senkrechte Gesamtkraft
                            der Vorrichtung)
        I    imWjV^
                                             Abbildung 9
                    Vorrichtung zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes (SIP)
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 218/19
                                                                                      Gelenkachse Rücken/Schenkel
                                                                                      an der
                                                                                      Vorrichtung
                                         Abbildung 10
Ermittlung der Bezugsachse des SIP (Achse des Befestigungslochs parallel zur Gelenkachse Rücken/
                                           Schenkel)
                                                                                                                   Gelenkachse
                                                                                                                   Rücken/Schenkel
                                                                                                                   an der
                                                                                                                   Vorrichtung
                                                            Abbildung 11
                  Ermittlung der drei Bezugsachsen des SIP (Achse des Befestigungslochs parallel zur Lotebene
                                                   durch die Mittellinie des Sitzes)
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          2.5.   Sicherheitsbereich um die Antriebsräder
          2.5.1. Unter Sicherheitsbereich der Räder wird der Raum verstanden, der rund um das Antriebsrad als
                 Abstand zu den angrenzenden Teilen des Fahrzeugs freibleiben muß, d.h. zu den Schutzblechen,
                 den Kotflügelstützen, der Zugstange und den elektrischen Leitungen. Ein kleinerer Sicherheitsbe-
                 reich ist bei Fahrzeugen zulässig, deren Schutzbleche auch zum Abschaben hängengebliebener
                 Erde dienen.
                 Der Sicherheitsbereich der Antriebsräder muß in der Standardausrüstung die in der Abbildung
                 und der nachfolgenden Tabelle angegebenen Abmessungen (in mm) aufweisen:
                                  Kleinste Spur _ ^ _
                                    Verbreiterte Spur
                                 Normale Spur                    Schmalspur
                              a                h             0               lt
                            mim.             mi«L           »MM             —»•
                             SO               CO             IS              30
           3.     BETÄTIGUNG DER ANHÄNGERBREMSE
           3.1.   Die Bremsanlage eines Anhängers (Betriebsbremsanlage und/oder Feststellbremsanlage und/oder
                  automatische Bremsanlage) muß über ein einstellbares Bedienungselement zu betätigen sein, das
                  sich auf der Zugmaschine befindet und durch den Fahrer von seiner Fahrtposition aus gehandhabt
                  werden kann.
                  Ein Bedienungselement ist allerdings nicht erforderlich, wenn es sich bei der Betriebsbremse um
                  eine Auflaufbremse handelt.
           3.2.   Ist der Anhänger nicht an die Zugmaschine angekuppelt, muß die Feststellbremse durch eine auf
                  dem Boden stehende Person betätigt werden können. Diese Anforderung gilt nicht, wenn die
                  Feststellbremse bei von der Zugmaschine abgekuppeltem Anhänger automatisch betätigt wird.
           3.3.   Die Betätigung der Anhängerbremse muß entweder über ein Pedal oder einen Griff oder Hebel
                  erfolgen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 218/21
                                                               Nachtrag
                                                               MUSTER
                                                                                        Name der Behörde
           ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP HINSICHT-
           LICH DES GESCHWINDIGKEITSREGLERS, DES SCHUTZES VON MOTORBAUTEILEN, VORSTE-
                  HENDEN TEILEN UND RÄDERN SOWIE DER BETÄTIGUNG DER ANHÄNGERBREMSE
           (Artikel 4, Absatz 2, und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung
           der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche
                                                     Zugmaschinen auf Rädern)
           EWG-Betriebserlaubnis Nr.:
            1. Element(e) oder Eigenschaft(en):
                1.1. Geschwindigkeitsregler (falls vorhanden)
                1.2. Schutz von Motorbauteilen, vorstehenden Teilen und Rädern
                1.3. Betätigung der Anhängerbremse
            2. Fabrikmarke (Firmenbezeichnung) der Zugmaschine:
            3. Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine:
            4. Name und Anschrift des Herstellers:
            5. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten:
            6. Beschreibung des (der) in 1 oben angegebenen Elements (Elemente) und/oder Eigenschaft(en)
            7. Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnis:
            8. Mit den Betriebserlaubnisprüfungen beauftragter technischer Dienst: ....
            9. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls:
          10. Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls:
          11. Die EWG-Betriebserlaubnis hinsichtlich des Geschwindigkeitsreglers, des Schutzes von Motorbauteilen,
                vorstehenden Teilen und Rädern sowie der Betätigung der Anhängerbremse wird erteilt/versagt (*)
          12. Ort:
          13. Datum:
          14. Unterschrift:
          (*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/22                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 17. 8. 87
           15. Folgende Dokumente mit der obenangeführten EWG-Betriebserlaubnisnummer sind dieser Mitteilung
               beigefügt:
                          Maßzeichnungen
                          Explosionszeichnung oder Fotografie der betreffenden Teile der Zugmaschine
               Diese Daten werden den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf ihren ausdrücklichen
               Wunsch übermittelt.
           16. Mögliche Bemerkungen:
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 218/23
                                                      ANHANG 111
                                  WINDSCHUTZSCHEIBE UND ANDERE SCHEIBEN
                                                     ANHANG      111 A
          BEGRIFFSBESTIMMUNGEN, ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG, BAUARTGENEHMIGUN-
          GEN, KENNZEICHNUNGEN, ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN, PRÜFUNGEN UND ÜBEREINSTIM-
                                               MUNG DER PRODUKTION
          1.       BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
          1.1.     Im Sinne dieser Richtlinie sind
                   „vorgespanntes Glas": Scheiben aus einer einzigen Glasscheibe, die einer speziellen Behandlung
                   unterworfen wurden, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen und eine bestimmte Splitterbil-
                   dung nach Bruch zu erzielen;
          1.2.     „Verbundglas" (Mehrscheibensicherheitsglas) (MSG): Scheiben, die aus zwei oder mehreren
                   Glasscheiben bestehen, welche durch eine oder mehrere Zwischenschichten aus Kunststoff
                   zusammengehalten werden; man unterscheidet:
          1.2.1.   „normales" Verbundglas (MSG): Glas, bei dem keine der Glasscheiben besonders vorbehandelt
                   ist;
          1.2.2.   „vorbehandeltes" Verbundglas (MSG): Glas, bei dem mindestens eine Glasscheibe eine Spezialbe-
                   handlung zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit und zur Erzielung einer bestimmten Splitter-
                   bildung nach Bruch erhalten hat;
          1.3.     „kunststoffbeschichtetes Sicherheitsglas": Scheiben gemäß der Begriffsbestimmung nach 1.1 oder
                   1.2, die auf der Innenseite mit Kunststoff beschichtet sind;
          1.4.     „Glas/Kunststoffsicherheitsscheiben": Scheiben, die aus einer Glasscheibe und einer oder mehre-
                   ren Kunststoffscheiben bestehen, welche als Zwischenschichten dienen und wobei die Kunststoff-
                   oberfläche sich bei einer Zugmaschinenscheibe auf der Innenseite befindet;
          1.5.     „Windschutzscheibengruppe": eine Gruppe von Windschutzscheiben verschiedener Abmessun-
                   gen und Formen, deren mechanische Eigenschaften, Bruchverhalten und Verhalten gegen äußere
                   Einwirkungen geprüft werden;
          1.5.1.   „plane Windschutzscheibe": eine Windschutzscheibe ohne Nennbiegung mit einer Segmenthöhe
                   von mehr als 10 mm pro Linearmeter;
          1.5.2.   „gebogene Windschutzscheibe": eine Windschutzscheibe mit einer Nennbiegung mit einer Seg-
                   menthöhe von mehr als 10 mm pro Linearmeter;
          1.6.     „Doppelfenster": eine Einheit aus zwei Scheiben, die in der gleichen Öffnung der Zugmaschine
                   getrennt installiert sind;
          1.7.     „Doppelglas": eine Einheit aus zwei Scheiben, die im Werk permanent und durch einen gleichblei-
                   benden Abstand getrennt montiert sind;
          1.7.1.   „symmetrisches Doppelglas": eine Doppelscheibe, deren beide Gläser zum gleichen Typ gehören
                   (vorgespanntes Glas, Verbundglas usw.) und die die gleichen Haupt- und sekundären Merkmale
                   haben;
          1.7.2.   „asymmetrisches Doppelglas": eine Doppelscheibe aus zwei verschiedenen Glastypen (vor-
                   gespanntes Glas, Verbundglas usw.) oder mit unterschiedlichen Haupt- und/oder sekundären
                   Merkmalen;
 ---pagebreak--- Nr. C 218/24                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         17. 8. 87
           1.8.    „Hauptmerkmal": ein Merkmal, das die optischen und/oder mechanischen Eigenschaften hin-
                   sichtlich ihrer Funktion in der Zugmaschine wesentlich verändert. Dieser Begriff umfaßt auch
                   die Fabrik- oder Handelsmarke;
           1.9.    „sekundäres Merkmal": ein Merkmal, das die optischen und/oder die mechanischen Eigenschaf-
                   ten einer Glasscheibe hinsichtlich ihrer Funktion, die sie in der Zugmaschine erfüllen soll,
                   signifikant verändern kann. Die Bedeutung der Veränderung wird mit Hilfe einer Einstufung in
                   Schwierigkeitsgrade ermittelt;
           1.10.   „Einstufung in Schwierigkeitsgrade": ein System, das die Einstufung der von den einzelnen
                   sekundären Merkmalen hervorgerufenen Veränderungen in zwei Kategorien ermöglicht. Der
                   Übergang von der Kategorie 1 nach 2 weist auf die Notwendigkeit weiterer Prüfungen hin;
           1.11.   „Umschriebene Fläche einer Windschutzscheibe": die Fläche des kleinsten Rechtecks, aus der
                   eine Windschutzscheibe gefertigt werden kann.
           1.12.   „Neigungswinkel einer Windschutzscheibe" ist der Winkel zwischen der Vertikalen und der
                   Geraden, die die obere und untere Kante der Windschutzscheibe verbindet; beide verlaufen in
                   der durch die Längsachse der Zugmaschine hindurchgehenden Vertikalebene;
           1.12.1. Die Messung des Neigungswinkels erfolgt an der auf einer waagerechten Ebene in Betriebsbereit-
                   schaft befindlichen, vollgetankten und mit Kühlwasser, Schmieröl, Reparaturwerkzeug und
                   Reserverad (wenn sie vom Fahrzeughersteller als Standardausrüstung mitgeliefert werden) verse-
                   henen Zugmaschine. Die Masse des Fahrzeugführers und eines Beifahrers auf dem Vordersitz ist
                   mit je 75 ± 1 kg zu berücksichtigen;
           1.12.2. Zugmaschinen mit einer hydropneumatischen, hydraulischen oder pneumatischen Federung oder
                   mit einer automatischen Einrichtung zur Einstellung der Bodenfreiheit in Abhängigkeit von der
                   Belastung werden unter normalen Betriebsbedingungen nach Angaben des Herstellers geprüft;
           1.13.   „Segmenthöhe": der maximale Abstand der Innenfläche der Glasscheibe von einer Ebene,
                   die die äußersten Kanten des Glases berührt. Dieser Abstand wird angenähert normal zur
                   Glasoberfläche bestimmt (Anhang III J; Abbildung 1);
           1.14.   „Glasscheibentyp": Glasscheibe nach 1.1 bis 1.4, die sich insbesondere hinsichtlich der in den
                   Anhängen III C bis III K aufgeführten Haupt- und Sekundärmerkmale nicht wesentlich voneinan-
                   der unterscheiden;
           1.14.1. die Änderung eines Hauptmerkmales bedeutet zwar, daß es sich um einen neuen Produkttyp
                   handelt, doch erfordert eine Änderung der Form und Abmessungen nicht notwendigerweise eine
                   vollständige Prüfung. Für gewisse in den einzelnen Anhängen beschriebene Prüfungen können
                   Glasscheiben in Gruppen zusammengefaßt werden, wenn es erkennbar ist, daß sie ähnliche
                   Hauptmerkmale aufweisen;
           1.14.2. Glasscheiben, die nur Unterschiede in ihren sekundären Merkmalen aufweisen, können als zum
                   gleichen Typ gehörig betrachtet werden. Es können auch gewisse Versuche mit Prüfmustern dieser
                   Glasscheiben vorgenommen werden, wenn die Durchführung dieser Prüfungen ausdrücklich in
                   den Prüfbedingungen festgelegt ist;
           1.15.    „kleinster Krümmungsradius": der ungefähre Zahlenwert des kleinsten Radius der Windschutz-
                    scheibe, gemessen in der Zone mit der stärksten Biegung.
           2.      ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
           2.1.    Der Antrag auf Erteilung einer F.WG-Bauartgenehmigung für einen Glasscheibentyp ist vom
                   Hersteller des Sicherheitsglases oder seinem Beauftragten einzureichen. Für einen Glasscheibentyp
                   kann der Antrag nur in einem Mitgliedstaat eingereicht werden.
           2.2.     Für jeden Sicherheitsglastyp ist dem Antrag folgendes in dreifacher Ausfertigung beizufügen:
           2.2.1.   eine technische Beschreibung mit allen Haupt- und sekundären Merkmalen;
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 218/25
          2.2.1.1.     bei anderen als der Windschutzscheibe Pläne im Format von maximal A4 oder auf dieses Format
                       gefaltet mit folgenden Angaben:
                       — maximale Oberfläche,
                       — kleinster Winkel zwichen zwei angrenzenden Seiten der Scheibe,
                       — gegebenenfalls die größte Segmenthöhe;
          2.2.1.2.     bei Windschutzscheiben:
          2.2.1.2.1.   Liste der Windschutzscheibenmodelle, für die die Bauartgenehmigung beantragt wird, mit Angabe
                       des Namens des Herstellers und des Typs (der Typen) der Zugmaschine;
          2.2.1.2.2.   Zeichnungen im Maßstab 1:1 und Diagramme der Windschutzscheiben und ihrer Positionierung
                       in der Zugmaschine sind genügend genau auszuführen, damit sie folgendes zum Ausdruck
                       bringen:
          2.2.1.2.2.1. Neigungswinkel der Windschutzscheibe;
          2.2.1.2.2.2. Neigungswinkel der Sitzlehne;
          2.2.1.2.2.3. Lage und Abmessungen der Zonen, deren optische Eigenschaften geprüft werden, und gegebenen-
                       falls der Fläche mit differenzierter Vorspannung;
          2.2.1.2.2.4. die umschriebene Fläche der Windschutzscheibe;
          2.2.1.2.2.5. maximale Segmenthöhe der Windschutzscheibe;
          2.2.1.2.2.6. kleinster Krümmungsradius der Windschutzscheibe (nur zum Zwecke der Eingruppierung der
                       Windschutzscheiben);
          2.2.1.3.     bei Doppelgläsern: Pläne in einem Format von maximal A4 oder auf dieses Format gefaltet, die
                       zusätzlich zu den Informationen in 2.2.1.1 folgendes zum Ausdruck bringen:
                       — Typ jeder der enthaltenen Scheiben,
                       — Verschmelzungstyp (organisch, Glas-Glas oder Glas-Metall),
                       — die Nenndicke des Abstands zwischen den beiden Gläsern.
          2.3.         Ferner muß der Antragsteller eine ausreichende Anzahl von Proben und Mustern der fertigen
                       Glasscheiben der betreffenden Typen zur Verfügung stellen, die — soweit erforderlich — in
                       Zusammenarbeit mit der Prüfstelle festgelegt werden.
          3.           BAUARTGENEHMIGUNG
          3.1.         Erfüllen die für die Bauartgenehmigung eingereichten Prüfmuster die Vorschriften der nachfolgen-
                       den Punkte 5 bis 7, ist die Bauartgenehmigung für den entsprechenden Sicherheitsglasscheibentyp
                       zu erteilen.
          3.2.         Jedem Typ nach Anhang III D, III E, III G und III H oder bei Windschutzscheiben jeder
                       genehmigten Gruppe ist eine Bauartgenehmigungsnummer zuzuteilen. Ein Mitgliedstaat darf die
                       so zugeteilte Nummer einem anderen Typ oder einer anderen Gruppe von Sicherheitsglasscheiben
                       nicht mehr zuteilen.
          3.3.         Die Erteilung, Erweiterung oder Versagung einer Bauartgenehmigung für einen Windschutzschei-
                       bentyp aufgrund dieser Richtlinie wird den Mitgliedstaaten in einem Formblatt mitgeteilt, das
                       dem Muster in Anhang III B und seinen Anlagen entspricht.
          3.3.1.       Bei Windschutzscheiben ist dieser Mitteilung über die Bauartgenehmigung außerdem eine Liste
                       der Windschutzscheiben der genehmigten Gruppe sowie deren Merkmale beizufügen.
          3.4.         Auf jeder Sicherheits- oder jeder Doppelglasscheibe, die einem nach dieser Richtlinie genehmigten
                       Typ entspricht, ist zusätzlich zu der Kennzeichnung nach 4.1 das EWG-Bauartgenehmigungszei-
                       chen sichtbar anzubringen. Darüber hinaus kann jedes Einzelgenehmigungszeichen angebracht
                       werden, das jeder Scheibe einer Doppelverglasung zugeteilt wird.
          3.5.         Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen ist in der Anlage beschrieben.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/26                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        17. 8. 87
          3.6.   folgende zusätzliche Symbole sind in der Nähe des EWG-Genehmigungszeichens anzubringen:
                 51      für vorgespanntes Glas,
                 S1P     für Windschutzscheiben aus vorgespanntem Glas,
                 52      für Verbundglas,
                 S2P     für Windschutzscheiben aus Verbundglas,
                 53      für  Glas-/Kunststoffscheiben,
                 S3P     für Windschutzscheiben aus Glas-/Kunststoff
                 54      für Doppelglasscheiben.
          3.7.   Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen und die Symbole müssen deutlich lesbar und dauerhaft
                 sein.
          4.      KENNZEICHNUNG
          4.1.   Alle für die Erteilung einer Bauartgenehmigung eingereichten Sicherheitsglasscheiben einschließ-
                 lich der Proben und Muster, für die die Genehmigung beantragt wurde, müssen mit der Fabrik-
                 oder Handelsmarke des Herstellers versehen sein. Diese Kennzeichnung muß deutlich lesbar und
                 dauerhaft sein.
          5.     ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
          5.1.   Alle Gläser müssen so beschaffen sein, daß sie das Verletzungsrisiko im Falle eines Bruches so
                 weit wie möglich reduzieren. Das Glas muß ausreichend widerstandsfähig gegen die Beanspru-
                 chungen sein, die unter normalen Verkehrsbedingungen auftreten können, außerdem gegen die
                 atmosphärischen und thermischen Beanspruchungen sowie gegen Chemikalien, Feuer und Abrieb.
          5.2.   Das Sicherheitsglas muß außerdem ausreichend durchsichtig sein, darf beim Blick durch die
                 Windschutzscheibe keine wahrnehmbaren Verzerrungen verursachen und zu keiner Verwechslung
                 der Farben führen, die bei Verkehrszeichen und Signalanlagen verwendet werden. Beim Bruch
                 der Windschutzscheibe muß der Fahrzeugführer in der Lage sein, die Straße noch so deutlich zu
                 sehen, daß er die Zugmachine sicher abbremsen und anhalten kann.
          6.     BESONDERE VORSCHRIFTEN
                 Alle Sicherheitsglastypen müssen je nach Kategorie, zu der sie gehören, folgende besonderen
                 Vorschriften erfüllen:
          6.1.   Für Scheiben aus vorgespanntem Glas die Vorschriften nach Anhang III D,
          6.2.   für Glasscheiben aus normalem Verbundglas die Vorschriften nach Anhang III E,
          6.3.   zusätzlich zu den obengenannten Vorschriften müssen die Sicherheitsglasscheiben, die mit Kunst-
                 stoff beschichtet sind, den Vorschriften nach Anhang III F entsprechen,
          6.4.   für Scheiben aus Glas-/Kunststoff die Vorschriften nach Anhang III G,
          6.5.   für Doppelglasscheiben die Vorschriften nach Anhang III H.
          7.     PRÜFUNGEN
                 Folgende Prüfungen sind vorgeschrieben :
          7.1.    Bruchprüfung
                 Zweck der Prüfung ist es,
          7.1.1. nachzuweisen, daß die Bruchstücke und Splitter nach Bruch der Glasscheibe so beschaffen sind,
                 daß das Verletzungsrisiko auf ein Minimum reduziert ist, und
          7.1.2. bei Windschutzscheiben die verbleibende Sicht nach Bruch festzustellen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 218/27
          7.2.     Mechanische Festigkeit
          7.2.1.    Kugelfallprüfung
          7.2.1.1. Prüfung mit der 227-g-Kugel. Diese Prüfung dient dazu, die Adhäsion der Zwischenschicht des
                   Verbundglases und die mechanische Festigkeit vorgespannter Glasscheiben festzustellen.
          7.2.2.    Phantomfallprüfung
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Scheibe den Anforderungen hinsichtlich der
                   Begrenzung des Verletzungsrisikos beim Aufprall des Kopfes gegen die Windschutzscheibe, gegen
                   Verbundglasscheiben und Kunststoffscheiben sowie Doppelglaseinheiten, die als Seitenscheiben
                   Verwendung finden, genügt.
          7.3.     Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen
          7.3.1.    Abriebprüfung
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Beständigkeit einer Sicherheitsglasscheibe
                   gegen Abrieb größer als ein vorgegebener Wert ist.
          7.3.2.   Prüfung bei erhöhter    Temperatur
                   Mit dieser Prüfung soll nachgewiesen werden, daß bei längerer Einwirkung von erhöhten
                   Temperaturen keine Blasen oder andere Fehler in der Zwischenschicht des Verbundglases (MSG)
                   und der Glas-/Kunststoffscheibe entstehen.
          7.3.3.   Prüfung der     Bestrahlungsbeständigkeit
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Lichtdurchlässigkeit der Verbundglasscheiben,
                   Glas-/Kunststoffscheiben und mit Kunststoff beschichteten Scheiben bei längerer Strahlungsein-
                   wirkung wesentlich vermindert wird oder ob das Glas eine deutliche Verfärbung erfährt.
          7.3.4.   Prüfung der     Feuchtigkeitsbeständigkeit
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob eine Verbundglasscheibe, Glas-/Kunststoffscheibe
                   oder kunststoffbeschichtete Glasscheibe einer längeren Einwirkung atmosphärischer Feuchtigkeit
                   widersteht, ohne wesentliche Veränderungen zu zeigen.
          7.3.5.   Prüfung der      Temperaturänderungsbeständigkeit
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob der (die) in einer Sicherheitsglasscheibe nach 1.3
                   und 1.4 verwendete(n) Kunststoff(e) bei einer längeren Einwirkung extremer Temperaturen keine
                   wesentlichen Veränderungen zeigen.
          7.4.     Optische Eigenschaften
          7.4.1.   Prüfung der    Lichtdurchlässigkeit
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Lichtdurchlässigkeit der Sicherheitsglasscheibe
                   größer ist als ein vorgegebener Wert.
          7.4.2.   Prüfung der optischen Verzerrung
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Verzerrung von Gegenständen beim Blick
                   durch die Windschutzscheibe Ausmaße annimmt, die den Fahrzeugführer irritieren können.
          7.4.3.   Prüfung auf Doppelbilder
                   Mit dieser Prüfung soll nachgewiesen werden, daß die Winkelabweichung zwischen dem direkten
                   Bild und dem Doppelbild einen vorgegebenen Wert nicht überschreitet.
          7.4.4.   Prüfung der Farberkennung
                   Mit dieser Prüfung soll sichergestellt werden, daß beim Blick durch eine Windschutzscheibe
                   keine Farbverwechslungen entstehen können.
          7.5.     Prüfung des Brennverhaltens
                   Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob eine Kombination eines Verbund- oder eines
                   anderen Sicherheitsglases mit einer Kunststoffschicht auf der dem Innenraum der Zugmaschine
                   zugewandten Seite eine genügend geringe Brenngeschwindigkeit aufweist.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/28                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                17. 8. 87
          7.6.    Beständigkeit gegen Chemikalien
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die in Sicherheitsglasscheiben nach 1.3 und 1.4
                  oben verwendeten Kunststoffe der Einwirkung von Chemikalien widerstehen, die in einem
                  Fahrzeug vorhanden sein oder verwendet werden können (z. B. Reinigungsprodukte usw.), ohne
                  eine Veränderung zu zeigen.
          7.7.    Prüfungen für Glasscheiben nach 1.1 bis 1.4 dieser Richtlinie
          7.7.1.  Die Sicherheitsglasscheiben sind folgenden Prüfungen zu unterwerfen:
                                                                      Vorgespanntes                       Glas-Kunststoff-
                                                                                           Verbundg
                                                                                                              scheiben
                  Bruchstruktur                                     III D/8
                  Mechanische Festigkeit (227 g-Kugel)              III D/3.1            III E/4          III E/4
                  Phantomfallprüfung (*)                                   —             III E/3          III G/3
                  Abrieb:
                  — außen                                                  —             III E/5.1        III E/5.1
                  — innen                                           III F/2        (2)   III F/2     (2)  III F/2
                  Erhöhte Temperatur                                       —             III C/5          III C/5
                  Bestrahlungsbeständigkeit                                —             III C/6          III C/6
                  Feuchtigkeitsbeständigkeit                        III C/7        (2)   III C/7          III C/7
                  Lichtdurchlässigkeit                              III C/9.1            III C/9.1        III C/9.1
                  Optische Verzerrung                               III C/9.2      (3)   III C/9.2   (3)  III C/9.2     (3)
                  Doppelbilder                                      III C/9.3      (3)   III C/9.3   (3)  III C/9.3     (3)
                  Brennverhalten                                    III C/8        (2)   III C/8     (2)  III C/8
                  Temperaturänderungsbeständigkeit                   III C/10      (2)   III C/10    (2)  III C/10
                  Beständigkeit gegen Chemikalien                   III C / l l    (2)   III C / l l (2)  III C / l l
                  (*) Diese Prüfung ist darüber hinaus bei Doppelglasscheiben nach Anhang III H, Punkt 3 durchzuführen.
                  (2) Soweit auf der Innenseite mit Kunststoffschicht (Plastschicht) ausgekleidet.
                  (3) Diese Prüfung ist nur bei Scheiben durchzuführen, die als Windschutzscheibe verwendet werden.
                  Anmerkung:    Ein Bezug in der Tabelle wie z. B. III D/2 verweist auf Anhang III D und Punkt 2 dieses
                                Anhangs, in dem die Beschreibung der entsprechenden Prüfung zu finden ist.
           7.7.2. Eine Sicherheitsglasscheibe ist zu genehmigen, wenn jeweils alle Vorschriften nach der vorstehen-
                  den Tabelle erfüllt sind.
           8.     ÄNDERUNG ODER ERWEITERUNG DER BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINEN SI-
                  CHERHEITSSCHEIBENTYP
           8.1.   Jede Änderung eines Sicherheitsglasscheibentyps oder bei Windschutzscheiben jede Erweiterung
                  der Windschutzscheibengruppe ist der Behörde mitzuteilen, die diesen Sicherheitsglasscheibentyp
                  genehmigt hat. Die Behörde kann dann
           8.1.1. entweder die Auffassung vertreten, daß die vorgenommenen Änderungen keine nennenswerte
                  nachteilige Wirkung haben und sich dieser neue Typ im Falle von Windschutzscheiben in die
                  genehmigte Gruppe einordnen läßt und die Sicherheitsglasscheibe auf jeden Fall die Vorschriften
                  erfüllt, oder
           8.1.2. ein neues Protokoll der mit der Durchführung der Prüfung beauftragten Prüfstelle verlangen.
           8.2.    Mitteilung
           8.2.1.  Die Bestätigung oder Versagung (oder Erweiterung) der Genehmigung ist den Mitgliedstaaten
                   nach den im obigen Punkt 3.3 aufgeführten Verfahren mitzuteilen.
           8.2.2.  Die zuständige Behörde, die eine Erweiterung der Genehmigung erteilt hat, versieht jede Mittei-
                   lung über die Erweiterung mit einer laufenden Nummer.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 218/29
          9.          ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
          9.1.        Jede Sicherheitsglasscheibe, die mit einem Genehmigungszeichen nach diesem Anhang und
                      den nachfolgenden Anhängen versehen ist, muß dem genehmigten Typ entsprechen und die
                      Vorschriften nach obigen Punkten 5, 6 und 7 erfüllen.
          9.2.        Die Produktion sollte ständig kontrolliert werden, um die Einhaltung der Vorschriften nach 9.1
                       sicherzustellen.
          9.3.        Der Hersteller, dem eine Bauartgenehmigung erteilt worden ist, muß insbesondere
          9.3.1.      dafür sorgen, daß Qualitätskontrollverfahren für die Produkte zur Anwendung kommen;
          9.3.2.       Zugang zu der Einrichtung haben, die zur Kontrolle der Übereinstimmung mit jedem genehmigten
                      Typ eingesetzt wird;
          9.3.3.      die Daten über die Prüfungsergebnisse und die beigefügten Dokumente (*) aufzeichnen, die für
                      einen in Absprache mit der Prüfstelle festgelegten Zeitraum zur Verfügung zu halten sind;
          9.3.4.      die Resultate jedes Prüfungstyps analysieren, um die Konstanz der Produkteigenschaften unter
                      Berücksichtigung der in der industriellen Fertigung zulässigen Abweichungen zu kontrollieren
                       und sicherzustellen;
          9.3.5.      sich zumindest vergewissen, daß für jeden Produkttyp die Prüfungen nach Anhang III K durchge-
                      führt werden;
          9.3.6.      sich vergewissern, daß bei jeder Muster- oder Probenahme, aus der sich die Nichtübereinstim-
                      mung mit dem entsprechenden Prüfungstyp ergibt, eine neue Probenahme und Prüfung erfolgt.
                      Alle erforderlichen Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Übereinstimmung der entsprechenden
                      Produktion wiederherzustellen.
          9.4.        Die zuständige Behörde kann jederzeit die Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung verifizie-
                      ren, die bei jeder Produktionseinheit anzuwenden sind (Punkt 1.3 des Anhangs III K).
          9.4.1.      Bei jeder Inspektion sind die Register über die Prüfung und Überwachung der Produktion dem
                      Inspektor vorzulegen.
          9.4.2.      Dieser kann Stichproben entnehmen, die im Labor des Herstellers geprüft werden. Die Mindestan-
                      zahl der Proben kann in Abhängigkeit der Resultate der herstellereigenen Kontrollen festgelegt
                      werden.
          9.4.3.      Scheint das Qualitätsniveau nicht ausreichend zu sein oder ist der Aussagewert der nach Punkt
                      2.4.2 durchgeführten Prüfungen zu verifizieren, kann der Inspektor Proben entnehmen, die der
                      Prüfstelle zugeschickt werden, die die Bauartgenehmigungsprüfungen durchgeführt hat.
          9.4.4.      Die zuständige Behörde kann jede in vorliegender Richtlinie vorgeschriebene Prüfung durch-
                      führen.
          9.4.5.      Die Produktionseinheit wird normalerweise zweimal inspiziert. Sind im Verlaufe einer dieser
                      Inspektionen negative Resultate zu verzeichnen, kann die Kontrollhäufigkeit von der zuständigen
                      Behörde erhöht werden.
          10.         MASSNAHMEN BEI ABWEICHUNGEN IN DER PRODUKTION
          10.1.        Die nach dieser Richtlinie für einen Sicherheitsglasscheibentyp erteilte Genehmigung kann
                       zurückgezogen werden, wenn die Vorschriften nach obigem Punkt 9.1 nicht eingehalten sind.
          10.2.        Zieht ein Mitgliedstaat eine von ihm erteilte Bauartgenehmigung zurück, so hat er unverzüglich
                      die anderen Mitgliedstaaten hierüber mit einer Abschrift des Bauartgenehmigungsbogens zu
                       unterrichten, die am Schluß in großen Buchstaben den Vermerk „Bauartgenehmigung zurückgezo-
                      gen" mit Datum und Unterschrift trägt.
          11.         NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER PRÜFSTELLEN, DIE DIE BAUARTGENEHMI-
                      GUNGSPRÜFUNGEN DURCHFÜHREN, UND DER BEHÖRDEN
                      Jeder Mitgliedstaat teilt den anderen Mitgliedstaaten und der Kommission die Namen und
                      Anschriften der Prüfstellen, welche die Bauartgenehmigungsprüfungen durchführen, und der
                      Behörden, die die EWG-Genehmigung erteilen, mit, denen die in anderen Mitgliedstaaten
                      ausgestellten Bogen betreffend Erteilung, Versagung oder Widerruf einer Bauartgenehmigung zu
                      übersenden sind.
          (!) Die Resultate der Prüfung der Bruchstruktur werden aufgezeichnet, selbst wenn kein fotografischer
               Nachweis gefordert wird.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/30                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           17. 8. 87
                                                               Anlage
                                                 EWG-GENEHMIGUNGSZEICHEN
           1.    Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen besteht aus:
            1.1. einem Rechteck, in dessen Innenfeld der Buchstabe „e" und die Kennzahl oder die Kennbuchstaben des
                 Mitgliedstaates stehen, der die Bauartgenehmigung erteilt hat:
                   1    für die Bundesrepublik Deutschland
                  2     für Frankreich
                  3     für Italien
                  4     für die Niederlande
                  6     für Belgien
                   9    für Spanien
                 11     für Großbritannien
                 13     für Luxemburg
                 18     für Dänemark
                 21     für Portugal
                 IRL    für Irland
                 EL     für Griechenland
            1.2. dem Kleinbuchstaben „s", gefolgt von einer Zahl und dem Kleinbuchstaben „p", wenn es sich um
                 Windschutzscheibenglas nach Punkt 3.6 des Anhangs III A handelt;
            1.3. einer Nummer aus zwei Ziffern, welche die letzten beiden Ziffern des Jahres der Veröffentlichung der
                 Richtlinie oder ihrer Anpassung an den technischen Fortschritt angibt;
            1.4. einer EWG-Bauartgenehmigungsnummer entsprechend dem EWG-Bauartgenehmigungsbogen
                                             Beispiel für das EWG-Genehmigungszeichen
JL         I                                            I
           ^            a^2>nm                        &\
            Legende: Das Glas mit dem obigen EWG-Genehmigungszeichen ist ein für Windschutzscheiben nicht ver-
                       wendbares Verbundglas (S2), das nach der 1987 veröffentlichten Richtlinie (87) in Italien (e3) unter
                       Nummer 431 genehmigt wurde.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                               Amtsblatt der Europäischen         Gemeinschaften                            Nr
                                                        ANHANG       III B
                                                                                           Name der Behörde
          ANGABEN ÜBER DIE ERTEILUNG, VERSAGUNG, ERWEITERUNG, DEN WIDERRUF DER BAUART-
          GENEHMIGUNG FÜR EINEN SCHEIBENTYP UND DIE ENDGÜLTIGE EINSTELLING DER PRODUK-
                                       TION (l) AUFGRUND DER RICHTLINIE 87/.../EWG
          EWG-Bauartgenehmigung Nr.                                  Erweiterung Nr
            1. Art des Sicherheitsglases:
            2. Beschreibung der Scheibe (Anlagen 1, 2, 3, 4) und im Falle einer Windschutzscheibe die Liste gemäß
               Nachtrag 5:
            3. Fabrik- oder Handelsmarke:
            4. Name und Anschrift des Herstellers:
            5. (Gegebenenfalls) Name und Anschrift des Beauftragten:
            6. Zur Genehmigung vorgelegt am:
            7. Prüfstelle:
            8. Datum des Prüfberichts:
            9. Nummer des Prüfberichts:
          10. Bemerkungen:
          11. Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung:
          12. Die Genehmigung wird erteilt/versagt/erweitert/entzogen (*)
          13. Ort:
          14. Datum:
          15. Unterschrift:
          16. Dieser Mitteilung ist die Komponentenliste beigefügt, welche die bei der Prüfstelle, die die Genehmigung
               ausgestellt hat, hinterlegte Genehmigungsakte bildet; diese Liste ist auf Anfrage erhältlich.
          (*) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/32                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                17. 8. 87
                                                             Anlage 1
                                            SCHEIBEN AUS VORGESPANNTEM GLAS
                             (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang III D oder Anhang III F)
           EWG-Bauartgenehmigungsnummer:                            Erweiterung Nr.:
           1.   Hauptmerkmale
           1.1. Andere als Windschutzscheiben (ja/nein):
           1.2. Art der Form:
           1.3. Artung der Vorspannung:
           1.4. Dickenkategorie:
           1.5. Art und Typ der Kunststoffbeschichtung(en):
           2.   Sekundäre Merkmale
           2.1. Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas):
           2.2. Färbung der Kunststoffbeschichtung(en):
           2.3. Elektrische Leiter integriert (ja/nein):
           2.4. Abdeckstreifen integriert (ja/nein):
           3.   Genehmigte Kriterien
           3.1. Größte Oberfläche (Flachglas):
           3.2. Kleinster Winkel:
           3.3. Größte umschriebene Fläche (gebogenes Glas):
           3.4. Größte Segmenthöhe:
           4.   Bemerkungen
           Anlagen:
           — Windschutzscheibenliste (gegebenenfalls).
           — Siehe Anlage 5.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                Nr. C 218/33
                                                             Anlage 2
                                                    VERBUNDGLASSCHEIBEN
                            (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang 111 E oder Anbang 111 F)
          EWG-Bauartgenehmigungsnummer:                             Erweiterung Nr.:
          1.   Hauptmerkmale
          1.1. Anzahl der Glasschichten:
          1.2. Anzahl der Zwischenschichten:
          1.3. Dickenkategorie:
          1.4. Nenndicke der Zwischenschicht(en):
          1.5. Spezialbehandlung des Glases:
          1.6. Art und Typ der Zwischenschicht(en):
          1.7. Art und Typ der Kunststoffbeschichtung(en):
          1.8. Dicke der Kunststoffbeschichtung(en):
          2.   Sekundäre Merkmale
          2.1. Art des Werkstoffes (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas):
          2.2. Färbung der Zwischenschicht (vollständig/teilweise):
          2.3. Färbung des Glases:
          2.4. Färbung der Kunststoffbeschichtung(en):
          2.5. Elektrische Leiter integriert (ja/nein):
          2.6. Abdeckstreifen integriert (ja/nein):
          3.   Bemerkungen
 ---pagebreak--- Nr. C 218/34                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                  17. 8. 87
                                                             Anlage 3
                                                  KUNSTSTOFF-/GLASSCHEIBEN
                                       (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang III G)
           EWG-Bauartgenehmigungsnummer:                            Erweiterung Nr.:
           1.   Hauptmerkmale
           1.1. Anzahl der Glasschichten:
           1.2. Anzahl der Kunststoffschichten:
           1.3. Dicke des Glaselements:
           1.4. Behandlung des Glaselements (ja/nein)
           1.5. Nenndicke der Scheibe:
           1.6. Nenndicke der Kunststoffschicht(en), die als Zwischenschicht(en) dient (dienen):
           1.7. Art und Typ der Kunststoffschicht(en), die als Zwischenschicht(en) dient (dienen):
           1.8. Art und Typ der äußeren Kunststoffschicht(en):
           2.   Sekundäre Merkmale
           2.1. Art des Werkstoffes (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas):
           2.2. Färbung des Glases (farblos/getönt):
           2.3. Färbung der Kunststoffschicht(en) (vollständig/teilweise):
           2.4. Elektrische Leiter integriert (ja/nein):
           2.5. Abdeckstreifen integriert (ja/nein):
           3.   Bemerkungen
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 218/35
                                                            Anlage 4
                                                   DOPPELGLASEINHEITEN
                                     (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang Hl H)
          EWG-Bauartgenehmigungsnummer:                             Erweiterung Nr.:
          1.   Hauptmerkmale
          1.1. Aufbau der Doppelglaseinheiten (symmetrisch/asymmetrisch):
          1.2. Nenndicke des Abstands:
          1.3. Montageverfahren:
          1.4. Typ jedes Glases nach den Anhängen III D, III E, III F oder III G:
          2.   Anlagen
          2.1. Ein Bogen für jedes Glas in einer asymmetrischen Doppelglaseinheit in Abhängigkeit von den Anhängen,
               nach denen diese Glasscheiben geprüft oder genehmigt werden:
          2.2. Ein Bogen für zwei Gläser einer symmetrischen Doppelglaseinheit in Abhängigkeit des Anhangs, nach
               dem diese Gläser genehmigt werden:
          3.   Bemerkungen:
 ---pagebreak--- Nr. C 218/36                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    17. 8. 87
                                                               Anlage 5
                                        INHALT DER WINDSCHUTZSCHEIBENLISTE (!)
           Für jede Windschutzscheibe, die Gegenstand dieser Bauartgenehmigung ist, sind zumindest die nachstehenden
                                                     Informationen anzugeben:
           1. Hersteller der Zugmaschine:
           2. Zugmaschinentyp:
           3. Umschriebene Fläche (F):
           4. Segmenthöhe (S):
           5. Kleinster Krümmungsradius (r)
           6. Einbauwinkel (d):
           7. Rückenlehnenwinkel (ß):
                                                BESCHREIBUNG DER KOORDINATEN
                                                       F, r, S der Windschutzscheibe        • •£
                                                           Krümmungsradius r
                                                    Segmenthöhe S
                                                  /
                                            <^r_                  11
                                                    Koordinaten des Punktes r im
                                                   Verhältnis zur Windschutzscheibe
           (*) Diese Liste ist den Anlagen 1, 2 (gegebenenfalls), 3 und 4 des Anhangs III B beizufügen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 218/37
                                                            ANHANG       lll C
                                               ALLGEMEINE PRÜFBEDINGUNGEN
            1.        BRUCHSTRUKTUR
            1.1.      Die zu prüfende Glasscheibe darf nicht fest eingespannt sein; sie kann allerdings auf einer gleich
                      großen Glasscheibe mit einem Klebeband befestigt werden, das um den gesamten Rand geführt ist.
            1.2.      Zur Bruchauslösung wird ein Hammer von ca. 75 g oder ein anderes Werkzeug mit gleicher
                      Wirkung benutzt. Der Krümmungsradius der Spitze muß 0,2 mm ± 0,05 mm betragen.
            1.3.      Es muß bei jedem der vorgeschriebenen Anschlagpunkte eine Prüfung durchgeführt werden.
            1.4.      Die Splitterbildung wird mit einer Lichtpause (Kontaktfotopapier) untersucht, deren Belichtung
                      nicht später als 10 Sekunden nach dem Anschlag beginnt und nicht länger als 3 Minuten danach
                      endet. Es sind nur die dunkelsten Linien, die die anfängliche Bruchstruktur darstellen, zu berücksich-
                      tigen. Die Prüfstelle muß die fotografischen Wiedergaben der Struktur aufbewahren.
            2.        KUGELFALLPRÜFUNG
            2.1.      Prüfung mit der 227-g-Kugel
            2.1.1.     Prüfeinricbtung
            2.1.1.1.  Gehärtete Stahlkugel mit einer Masse von 227 g ± 2 g und einem Durchmesser von ungefähr
                      38 mm
            2.1.1.2.  Eine Einrichtung, die eine Kugel im freien Fall aus einer bestimmten Höhe fallenläßt oder diese
                      auf eine Geschwindigkeit beschleunigt, die sie im freien Fall erreichen würde. Wird eine Einrichtung
                      zum Schießen der Kugel benutzt, darf die Abweichung nicht mehr als ± 1% der entsprechenden
                      Geschwindigkeit im freien Fall betragen.
            2.1.1.3.  Halteeinrichtung nach Abbildung 1 und Darstellung in Absatz 2.1.1.3. Der untere Rahmen liegt
                      auf einem etwa 150 mm hohen Stahlkasten. Die zu prüfende Scheibe wird durch den oberen
                      Rahmen festgehalten, dessen Masse etwa 3 kg beträgt. Der Stahlkasten ist auf eine Stahlplatte von
                      ungefähr 12 mm Dicke aufgeschweißt, die auf dem Boden aufliegt; dazwischen befindet sich eine
                      ungefähr 3 mm dicke Gummiunterlage mit einer Härte von 50 IRHD.
                                                      Abmessungen in Millimetern
                                                              •  290
                                                              Q260
          Prüfmuster
                                                                                                                  1
                                                                                                     V
                                                                                                       A
       Gummistreifen
                                                                                                        /
                                                                                                        /
                                                                                                        's
                                                                                                        's
                                                                                                        /
                                                                                                        /
                     [\ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \ \                      \ \ \ \J
                                                             O 350 min.
Gummiplatte
                                                              Abbildung 1
                                              Halteeinrichtung für die Kugelfallprüfungen
 ---pagebreak--- Nr. C 218/38                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          17. 8. 87
           2.1.2.       Prüfbedingungen
           2.1.2.1.   Temperatur: 20 ± 5° C.
           2.1.2.2.   Druck: 860 mbar bis 1060 mbar.
           2.1.2.3.   Relative Luftfeuchtigkeit: 60% ± 20%.
           2.1.3.      Prüfmuster
           2.1.3.1.   Das Prüfmuster muß ein ebenes Quadrat mit 300 mm + 10 mm/ —0 mm Seitenlänge sein.
           2.1.4.     Durchführung der Prüfung
           2.1.4.1.   Das Prüfmuster ist vor der Prüfung mindestens 4 Stunden lang bei der Prüfungstemperatur zu
                      lagern. Sodann ist es in die Halteeinrichtung (2.1.1.3) einzulegen. Die Ebene des Prüfmusters ist
                      mit einer Genauigkeit von ± 3° rechtwinklig zur Aufschlagsrichtung der Kugel auszurichten. Der
                      Aufschlagpunkt der Kugel darf vom Mittelpunkt des Prüfmusters bei einer Fallhöhe von mehr als
                      6 m nicht weiter als 25 mm entfernt liegen. Die Kugel muß auf die Seite des Prüfmusters aufschlagen,
                      die der Außenseite der in der Zugmaschine eingebauten Sicherheitsglasscheibe entspricht. Die Kugel
                      darf jeweils nur einmal aufschlagen.
           3.          PHANTOMFALLPRÜFUNG
           3.1.        Prüfeinrichtung
           3.1.1.     Phantomfallkörper, bestehend aus einem kugelförmigen oder halbkugelförmigen Kopf aus
                      Hartsperrholz und einem auswechselbaren Filzbelag mit oder ohne Holzquerträger. Zwischen dem
                      kugelförmigen Teil und dem Querträger befindet sich ein halsförmiges Zwischenstück und auf der
                      anderen Seite des Querträgers eine Halterungsstange.
                      Die Abmessungen sind in Abbildung 2 angegeben.
                      Die Gesamtmasse des Phantomfallkörpers muß 10 kg ± 0,2 kg betragen.
                                                       Abmessungen in Millimetern
                                                 Halterungs-
                                                 stange
                    Querträger
                    (wahlweise
                      Kopf
                  Filzbelag
                  5 mm dick
                                                              Abbildung 2
                                                          Phantomfallkörper
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 218/39
           3.1.2.     Eine Einrichtung, die den Phantomfallkörper im freien Fall aus einer festgelegten Höhe fallenläßt
                       oder ihn auf die Geschwindigkeit beschleunigt, die er im freien Fall erreichen würde.
                       Wird eine Einrichtung zum Schießen des Phantomfallkörpers benutzt, so darf die Abweichung nicht
                       mehr als ± 1% der Geschwindigkeit im freien Fall betragen.
           3.1.3.      Halteeinrichtung nach Abbildung 3 zur Prüfung ebener Prüfmuster. Die Halteeinrichtung besteht
                       aus zwei Stahlrahmen mit aufeinanderpassend bearbeiteten, 50 mm breiten Auflageflächen, die mit
                      etwa 3 mm dicken und 15 mm ± 1 mm breiten Gummistreifen der Härte IRHD belegt sind. Der
                      obere Rahmen wird mit dem unteren mit mindestens acht Schrauben fest verschraubt.
           3.2.        Prüfbedingungen
           3.2.1.     Temperatur 20° C ± 5° C.
           3.2.2.     Druck: 860 mbar bis 1060 mbar.
           3.2.3.     Relative Luftfeuchtigkeit 60% ± 2 0 % .
                                                      Abmessungen in Millimetern
                                               Gummi-                                        Schraube (*)
                                                                                     s
                                               streifen
                              -6-                         4-
                                                                                              ft
                  -0.                                                                             »e-
                                                                                             3t
                               £\                                                    3ST
                                                                                         105
                                                         1 070
                                                         1 170
                                                              Abbildung 3
                                            Halteeinrichtungen für Phantomfallprüfungen
          3.3.        Durchführung der Prüfungen
          3.3.1.      Prüfung mit einem ebenen Prüfmuster
                      Das ebene Prüfmuster mit einer Länge von 1100 mm + 5 mm/ —2 mm und einer Breite von 500 mm
                      + 5 mm/ — 2 mm ist vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 20°
                      C ± 5° C zu lagern. Das Prüfmuster ist in die Halteeinrichtung (3.1.3.) einzulegen; die Schrauben
                      sind mit einem solchen Drehmoment anzuziehen, daß sich das Prüfmuster während der Prüfung
                      um nicht mehr als 2 mm verschiebt. Die Ebene des Prüfmusters muß rechtwinkling zur Aufschlags-
                      richtung des Fallkörpers liegen. Der Fallkörper darf nicht weiter als 40 mm vom Mittelpunkt des
                      Prüfmusters auf die Seite aufschlagen, die der Innenseite der auf der Zugmaschine eingebauten
                      Sicherheitsglasscheibe entpricht; er darf nur einmal aufschlagen.
                     Die Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach Durchführung von 12 Phantomfallprüfungen erneuert
                     werden.
          (!) Empfohlenes Drehmoment für Schrauben M20: ^ 30 Nm.
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          3.3.2.    Prüfungen mit einer kompletten Windschutzscheibe         (nur bei Fallhöhen bis maximal 1,5 m)
                    Die Windschutzscheibe wird lose auf einen Prüfrahmen aufgelegt, so daß sie auf ihrem ganzen
                    Umfang in einer Breite von 15 mm auf etwa 3 mm dicken Gummistreifen der Härte 70IRHD aufliegt.
                     Der Prüfrahmen muß aus einem formsteifen und der Form der Windschutzscheibe angepaßten
                     Stück bestehen, dergestalt, daß der Phantomfallkörper auf die Innenfläche der Windschutzscheibe
                     aufschlägt.
                     Falls erforderlich, ist die Windschutzscheibe mit geeigneten Vorrichtungen am Prüfrahmen fest-
                     zuklemmen.
                     Der Prüfrahmen muß auf einem festen Untergrund und auf einer Unterlage aus etwa 3 mm dickem
                     Gummi der Härte 70 IRHD stehen. Die Aufschlagrichtung des Phantomfallkörpers muß mit der
                     Oberfläche der Windschutzscheibe ungefähr einen rechten Winkel bilden.
                     Der Phantomfallkörper darf nicht weiter als 40 mm vom geometrischen Mittelpunkt der Wind-
                     schutzscheibe auf die Seite aufschlagen, die der Innenseite der an der Zugmaschine eingebauten
                     Sicherheitsglasscheibe entspricht; er darf nur einmal aufschlagen.
                     Die Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach Durchführung von 12 Phantomfallprüfungen erneuert
                     werden.
          4.         ABRIEBPRÜFUNGEN
          4.1.        Prüfeinrichtingen
          4.1.1.     Abriebgerät ( J ), schematisch dargestellt in Figur 4, bestehend aus:
                     — einer mit einer zentralen Aufspannvorrichtung versehenen horizontalen Drehscheibe, die sich
                         gegen den Uhrzeigersinn mit 65 bis 75 Umdrehungen/Minute dreht, und
                                                               Abbildung 4
                                                       Schema des Abriebgerätes
                      — zwei belasteten parallelen Auslegern, von denen jeder ein spezielles Abriebrad trägt, das sich
                          frei auf einer kugelgelagerten horizontalen Achse dreht; jedes Abriebrad liegt mit einer Kraft
                          entsprechend einer Masse von 500 g auf dem Prüfmuster auf.
                      Die Drehscheibe des Abriebgerätes muß sich gleichmäßig und ungefähr in einer Ebene drehen (die
                      Abweichung von dieser Ebene darf nicht größer als ± 0,05 mm sein, gemessen in einem Abstand
                      von 1,6 mm vom Außenrand der Drehscheibe). Die Räder sind so befestigt, daß sie sich bei
                      Berührung mit dem drehenden Prüfmuster entgegengesetzt drehen; dadurch werden bei jeder
                      Umdrehung des Prüfmusters zwei Druck- und Abriebvorgänge entlang gekrümmter Linien auf einer
                      Ringfläche von ungefähr 30 cm 2 ausgeübt.
           (!) Ein geeignetes Abriebgerät wird von Teledyne Taber (USA) geliefert.
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           4.1.2.   Abriebräder (J) mit einem Durchmesser von 45 bis 50 mm und einer Breite von 12,5 mm, hergestellt
                    aus einem speziellen feingesiebten Schleifmittel und in einem mittelharten Gummi eingelagert. Die
                    Räder müssen eine Härte von 72 ± 4IRHD aufweisen, die an vier gleichweit voneinander entfernten
                    Punkten auf der Mittellinie der Abrieboberfläche gemessen wird, wobei der Druck in senkrechter
                    Richtung entlang eines Abriebraddurchmessers angesetzt wird; die Ablesung der Meßergebnisse
                    erfolgt 10 Sekunden nach der vollen Einwirkung der Kraft.
                    Um eine vollkommen plane Schleiffläche der Abriebräder zu erhalten, sind diese bei sehr langsamer
                    Geschwindigkeit gegen eine Glasscheibe einzuschleifen.
          4.1.3.    Lichtquelle, bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden, der sich innerhalb eines Parallel-
                    epipedes von 1,5 mm x 1,5 mm x 3 mm befindet. Die angelegte Spannung muß so groß sein, daß
                    die Farbtemperatur 2856 K ± 50 K beträgt. Diese Spannung muß auf ± 1/1000 stabilisiert sein.
                    Der Spannungsmesser muß eine entsprechende Genauigkeit besitzen.
          4.1.4.    Optisches System, bestehend aus einer Linse mit einer Mindestbrennweite f von 500 mm und
                    korrigierter chromatischer Aberration. Die größte Apertur darf f/20 nicht überschreiten. Der
                    Abstand zwischen Linse und Lichtquelle ist so einzustellen, daß ein möglichst paralleler Lichtstrahl
                    erreicht wird.
                    Zur Begrenzung des Lichtstrahldurchmessers auf 7 mm ± 1 mm ist eine Blende einzufügen. Diese
                    Blende ist in einer Entfernung von 100 mm ± 50 mm auf der der Lichtquelle entgegengesetzten
                    Seite der Linse anzubringen.
          4.1.5.    Einrichtung zur Streulichtmessung (Abbildung 5), bestehend aus einer Fotozelle (Fotoelement) mit
                    integrierender Kugel von 200 mm bis 250 mm Durchmesser. Die Kugel muß mit einer Lichtein-
                    und -austrittsöffnung versehen sein. Die Eintrittsöffnung muß rund sein und einen Durchmesser
                    von doppelter Größe des Lichtstrahldurchmessers haben. Die Austrittsöffnung der Kugel muß nach
                    dem Verfahren in 4.4.3 entweder mit einer Lichtfalle oder einem Reflexionsstandard versehen sein.
                    Die Lichtfalle muß das gesamte Licht absorbieren, wenn sich kein Prüfmuster im Lichtstrahl
                    befindet.
                    Die Lichtstrahlachse muß durch den Mittelpunkt der Eintritts- und Austrittsöffnung laufen. Der
                    Durchmesser b der Lichtaustrittsöffnung erhält den Wert b = 2a tan 4°, wobei a der Kugeldurchmes-
                    ser ist.
                    Die Fotozelle ist so zu montieren, daß sie nicht durch Licht, das direkt von der Eintrittsöffnung
                    oder von dem Reflexionsstandard kommt, getroffen wird. Die Innenflächen der integrierenden
                    Kugel und des Reflexionsstandards müssen möglichst gleichmäßig reflektieren und matt und
                    nichtselektiv sein.
                    Der Meßwert der Fotozelle muß im benutzten Lichtstärkenbereich innerhalb ± 2 % linear sein.
                    Die Einrichtung zur Streulichtmessung muß so beschaffen sein, daß das Galvanometer bei dunkler
                    Kugel keinen Ausschlag liefert.
                    Die gesamte Einrichtung ist in regelmäßigen Abständen durch Standards bestimmter Streuung zu
                    kontrollieren. Werden Streulichtmessungen mit anderen Einrichtungen oder abweichenden Verfah-
                    ren durchgeführt, so sind die Ergebnisse gegebenenfalls zu korrigieren, um Übereinstimmung mit
                    den Ergebnissen der vorstehend beschriebenen Einrichtung zu erhalten.
                                                                                 Fotozelle
                                        Integrierende                                  Abdeckschirm
                                        Kugel
                                                            Abbildung 5
                                                 Einrichtung zur Streulichtmessung
          (*) Geeignete Abriebräder können bezogen werden von Teledyne Taber (USA).
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          4.2.   Prüfbedingungen
          4.2.1. Temperatur: 20° C ± 5° C.
          4.2.2. Druck: 860 mbar bis 1060 mbar.
          4.2.3. Relative Luftfeuchtigkeit: 60% ± 2 0 % .
          4.3.   Prüfmuster
                 Die Prüfmuster müssen ebene Quadrate mit einer Seitenlänge von 100 mm sein, deren beide
                 Oberflächen möglichst plan und parallel sind und in der Mitte ein Loch mit einem Durchmesser
                 von 6,4 mm + 0,2 mm/ — 0 mm zum Einspannen haben.
          4.4.   Durchführung der Prüfung
                 Die Abriebprüfung wird nur an der Oberfläche des Prüfmusters ausgeführt, die der Außenseite
                 der in der Zugmaschine eingebauten Sicherheitsglasscheibe entspricht, bei kunststoffbeschichteten
                 Sicherheitsgläsern an der der Innenseite entsprechenden Oberfläche.
          4.4.1. Die Prüfmuster sind unmittelbar vor und nach dem Abrieb wie folgt zu reinigen:
                 a) mit einem Leinentuch unter klarem fließendem Wasser abwischen;
                 b) mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser spülen;
                 c) mit Sauerstoff oder Stickstoff trockenblasen;
                 d) mögliche Wasserspuren durch leichtes Betupfen mit einem feuchten Leinentuch entfernen.
                     Gegebenenfalls durch leichtes Pressen zwischen zwei Leinentüchern trocknen.
                 Jede Ultraschallbehandlung ist zu vermeiden. Nach der Reinigung dürfen die Prüfmuster nur an
                 ihren Kanten angefaßt werden und sind geschützt vor Beschädigung und Verschmutzung ihrer
                 Oberfläche aufzubewahren.
          4.4.2. Die Prüfmuster sind vor der Prüfung mindestens 48 Stunden lang bei 20° C ± 5° C und 60% ±
                 20% relativer Luftfeuchtigkeit zu lagern.
          4.4.3. Das Prüfmuster ist unmittelbar an der Eintrittsöffnung der integrierenden Kugel anzubringen. Der
                 Winkel zwischen der Senkrechten zur Oberfläche des Prüfmusters und der Lichtstrahlachse darf 8°
                 nicht überschreiten.
                 Sodann sind die in der folgenden Tabelle aufgezeigten vier Messungen durchzuführen:
                                     Mit          Mit         Mit Re-
                    Messung         Prüf-        Licht-       flexions-              Dargestellte Größe
                                    muster        falle       standard
                       T,           Nein         Nein            Ja      Einfallendes Licht
                       T2            Ja          Nein            Ja      Gesamtes vom Prüfmuster durchgelassenes
                                                                         Licht
                       T3           Nein           Ja           Nein     Durch die Einrichtung gestreutes Licht
                       T4            Ja            Ja           Nein     Durch das Instrument und       Prüfmuster
                                                                         gestreutes Licht
                 Die Messungen Tv T 2 , T 3 und T 4 sind in anderen spezifischen Stellungen des Prüfmusters zu
                 wiederholen, um dessen Gleichförmigkeit zu ermitteln.
                 Die Gesamtdurchlässigkeit wird bestimmt nach T = T 2 /T.
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                   Der Durchlässigkeitsfaktor T d für diffuses Licht wird berechnet nach:
                                     T4 - T3 (VT,)
                   Zu berechnen ist die gestreute prozentuale Trübung oder das gestreute Licht oder beides:
                              T
                                d
                                  = 100%
                              T
                                t
                   Die anfängliche Trübung des Prüfmusters wird an mindestens vier gleich weit voneinander entfern-
                   ten Punkten der nicht dem Abrieb unterworfenen-Fläche unter Anwendung obiger Formel ermittelt.
                   Die Ergebnisse sind für jedes Prüfmuster zu mittein. Anstelle der vier Punktmessungen kann man
                   einen Mittelwert erhalten, indem das Prüfmuster mit einer konstanten Drehzahl von mindestens 3
                   Umdrehungen/Sekunde gedreht wird.
                   Für jede Sicherheitsglasscheibe sind drei Prüfungen mit derselben Belastung durchzuführen. Die
                   Trübung dient als Maß des Oberflächenabriebs nach der Abriebprüfung.
                   Das gestreute Licht durch die abgeriebene Bahn wird an mindestens vier gleich weit voneinander
                   entfernten Punkten nach obiger Formel gemessen. Die Ergebnisse für jedes Prüfmuster sind zu
                   mittein. Anstelle der vier Punktmessungen kann man einen Mittelwert erhalten, indem das Prüf-
                   muster mit einer konstanten Drehzahl von mindestens 3 Umdrehungen/Sekunde gedreht wird.
          4.5.     Die Abriebprüfung wird nur dann durchgeführt, wenn die Prüfstelle dies aufgrund ihr vorliegender
                   Information für notwendig erachtet; zum Beispiel bedürfen Änderungen der Zwischenschicht oder
                   Glasdicke in der Regel keiner weiteren Prüfung.
          4.6.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                   Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
          5.       PRÜFUNG BEI ERHÖHTER TEMPERATUR
          5.1.     Durchführung der Prüfung
                   Drei quadratische Proben oder drei Prüfmuster mit einer Größe von mindestens 300 mm x 300 mm,
                   die die Prüfstelle je nach Fall an drei Windschutzscheiben oder drei Glasscheiben entnommen hat
                   und von denen eine Seite der Oberkante der Glasscheibe entspricht, werden auf 100° C erhitzt.
                   Diese Temperatur wird 2 Stunden aufrechterhalten; danach läßt man die Prüfmuster auf Raumtem-
                   peratur abkühlen. Bestehen die beiden äußeren Oberflächen der Sicherheitsglasscheibe aus anorga-
                   nischen Werkstoffen, so erfolgt die Prüfung durch senkrechtes Eintauchen des Prüfmusters in
                   kochendes Wasser während der vorgeschriebenen Dauer; dabei ist ein unzulässiger thermischer
                   Schock zu vermeiden. Werden die Prüfmuster aus Windschutzscheiben herausgeschnitten, dann
                   muß ein Rand des Prüfmusters Teil des Randes der Windschutzscheibe sein.
          5.2.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                   Färbung der Zwischenschicht:
                   — farblos: 1,
                   — getönt: 2.
                   Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
          5.3.     Auswertung der Ergebnisse
          5.3.1.   Die Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen erhöhte Temperatur gilt dann als bestanden, wenn
                   keine Blasen oder andere Fehler außerhalb von 15 mm von einem nichtgeschnittenen Rand oder
                   von 25 mm von einem geschnittenen Rand des Prüfmusters oder der Probe oder außerhalb von
                   10 mm entlang jeder während der Prüfung aufgetretenen Bruchstelle entstehen.
          5.3.2.   Ein Satz von Prüfmustern oder Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung vorgelegt wurde,
                   wird hinsichtlich des Verhaltens bei erhöhter Temperatur als zufriedenstellend betrachtet, wenn
                   eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
          5.3.2.1. Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
          5.3.2.2. Falls eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht hat, ist bei einer Wiederholungsprüfung an einem
                   neuen Satz von Prüfmustern oder Proben ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
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          6.        PRÜFUNG DER BESTRAHLUNGSBESTÄNDIGKEIT
          6.1.      Priifmethodc
          6.1.1     Prüfeinrichtung
          6.1.1 1.  Strahlungsquelle, bestehend aus einer Mitteldruck-Hz-Lampe aus einem senkrecht montierten
                    Quarzrohr (ozonfreier Typ). Nennabmessungen der Lampe: Länge 360 mm, Durchmesser 9,5 mm,
                    Bogenlänge 300 mm ± 4 mm, Lampe: 750 W ± 50 W.
                    Jede andere Strahlungsquelle, die dieselbe Wirkung wie die obengenannte erzielt, kann verwendet
                    werden. Zum Nachweis derselben Wirkung anderer Lampen ist ein Vergleich durch Messung der
                    im Wellenlängenbereich von 300 bis 450 Nm emittierten Energiemenge vorzunehmen; alle anderen
                    Wellenlängen werden durch geeignete Filter eliminiert. Die Ersatzlampe muß mit diesen Filtern
                    benutzt werden.
                    Bei Sicherheitsglasscheiben, für die keine zufriedenstellende Korrelation zwischen dieser Prüfung und
                    den Verwendungsbedingungen besteht, sind die Prüfungsbedingungen entsprechend anzupassen.
          6.1.1.2.  Stromversorgungs- und Zündgerät, die der Lampe (6.1.1.1) eine Zündspannung von mindestens
                    1100 V und eine Betriebsspannung von 500 V ± 50 V liefern.
          6.1.1.3.  Einrichtung zum Befestigen und Drehen der Prüfmuster mit 1 bis 5 Umdrehungen/Minute um die
                    zentral angeordnete Strahlungsquelle, um eine gleichmäßige Bestrahlung sicherzustellen.
          6.1.2.      Prüfmuster
          6.1.2.1.  Die Größe der Prüfmuster muß 76 mm x 300 mm betragen.
          6.1.2.2.  Die Prüfmuster werden von der Prüfstelle aus dem oberen Teil der Glasscheiben so ausgeschnitten,
                    daß
                    — bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben der obere Rand der Prüfmuster dem oberen Rand
                         der Glasscheiben entspricht;
                    — bei Windschutzscheiben der obere Rand der Prüfmuster der oberen Grenze des Bereichs
                         entspricht, in dem die reguläre Durchlässigkeit gemäß Punkt 9.1.2.2 dieses Anhangs zu kontrol-
                         lieren und festzustellen ist.
          6.1.3.    Durchführung der Prüfung
                    Die Lichtdurchlässigkeit nach 9.1.1 bis 9.1.2 dieses Anhangs ist an drei Prüfmustern vor der
                    Bestrahlung zu messen. Ein Teil eines jeden Prüfmusters ist vor Strahlung zu schützen; dann ist es
                     mit seiner Länge parallel zur Lampenachse in einem Abstand von 230 mm zu dieser in die
                     Prüfeinrichtung zu stellen. Die Prüfmustertemperatur muß während der Prüfung auf 45° C ± 5° C
                    gehalten werden. Diejenige Fläche eines jeden Prüfmusters, welche den verglasten äußeren Teil der
                     Zugmaschine darstellt, muß der Lampe zugewandt sein. Für den in 6.1.1.1 beschriebenen Lampentyp
                     beträgt die Strahlungszeit 100 Stunden.
                     Nach der Bestrahlung ist nochmals die Lichtdurchlässigkeit der bestrahlten Fläche eines jeden
                     Prüfmusters zu messen.
           6.1.4.    Jedes Prüfmuster oder jede Probe (insgesamt 3 Stück) ist wie oben beschrieben so der Strahlung
                     auszusetzen, daß sie in jedem Punkt des Prüfmusters oder der Probe auf die Zwischenschicht
                     dieselbe Wirkung hervorruft wie eine 100 Stunden dauernde Sonnenstrahlung von 1400 W/m 2 .
           6.2.      Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                     Färbung des Glases:
                     — farblos: 2,
                     — getönt: 1.
                     Färbung der Zwischenschicht:
                     — farblos: 1,
                     — getönt: 2.
                     Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           6.3.       Auswertung der Ergebnisse
           6.3.1.     Die Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit gilt als bestanden,
           6.3.1.1.   wenn die Lichtdurchlässigkeit wie nach 9.1.1 und 9.1.2 dieses Anhangs gemessen nicht unter 95%
                      des Wertes vor der Bestrahlung sinkt und in keinem Fall folgende Werte unterschreitet:
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 218/45
          6.3.1.1.1. 70% bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben, die den Vorschriften für das Sichtfeld des
                     Fahrers in allen Richtungen entsprechen müssen;
          6.3.1.1.2. 75% für Windschutzscheiben in dem Bereich, in dem die reguläre Durchlässigkeit gemäß Definition
                     in 9.1.2.2 unten kontrolliert werden muß.
          6.3.1.2.   Eine leichte Färbung beim Betrachten der Probe oder des Prüfmusters gegen einen weißen Hinter-
                     grund nach der Bestrahlung ist jedoch zulässig.
          6.3.2.     Ein Satz von Prüfmustern oder Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung eingereicht wurde,
                     wird hinsichtlich der Beständigkeit als zufriedenstellend betrachtet, wenn eine der folgenden
                     Bedingungen erfüllt ist:
          6.3.2.1.   Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
          6.3.2.2.   Hat eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht, so ist bei einer Wiederholungsprüfung an einem
                     neuen Satz von Prüfmustern oder Proben eine zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
          7.         PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
          7.1.       Durchführung der Prüfung
                     Drei quadratische Prüfmuster oder Proben von mindestens 300 mm x 300 mm sind zwei Wochen
                     lang vertikal in einem geschlossenen Behälter bei einer Temperatur von 50° C ± 2° C und einer
                      relativen Luftfeuchtigkeit von 95% ± 4% aufzubewahren.
                     Anmerkung:      Diese Prüfbedingungen schließen jegliche Kondensationen auf den Prüfmustern aus.
                     Die Prüfmuster werden so vorbereitet, daß zumindest eine Kante der Prüfmuster einer Kante der
                     ursprünglichen Glasscheibe entspricht.
                     Werden mehrere Prüfmuster gleichzeitig untersucht, ist für einen ausreichenden Zwischenraum
                     zwischen den Prüfmustern zu sorgen.
                     Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit von den Wänden und dem Deckel der Prüfkam-
                     mer heraustropfendes Kondenswasser von den Prüfmustern ferngehalten wird.
          7.2.       Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                     Färbung der Zwischenschicht
                     — farblos: 1,
                     — getönt: 2.
                     Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
          7.3.       Auswertung der Ergebnisse
          7.3.1.     Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Feuchtigkeitsbeständigkeit als zufriedenstellend angesehen,
                     wenn keine deutliche Veränderung außerhalb von 10 mm von den ungeschnittenen Kanten oder
                     von 15 mm von den geschnittenen Kanten festgestellt wird, nachdem normale und vorbehandelte
                     Verbundglasscheiben zwei Stunden und mit Kunststoff beschichtete Glasscheiben und Kunststoff-/
                     Glasscheiben 48 Stunden lang bei Raumtemperatur gelagert worden sind.
          7.3.2.     Ein Satz von Prüfmustern oder Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung eingereicht wurde,
                     wird hinsichtlich der Feuchtigkeitsbeständigkeit als zufriedenstellend betrachtet, wenn eine der
                     folgenden Bedingungen erfüllt ist:
          7.3.2.1.   Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
          7.3.2.2.   Hat eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht, so sind bei einer Wiederholungsprüfung mit
                     einem neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
          8.         PRÜFUNG DES BRENNVERFAHRENS
          8.1.       Zweck und Anwendungsbereich
                     Dieses Verfahren ermöglicht die Bestimmung der horizontalen Brenngeschwindigkeit der Werkstoffe
                     im Fahrzeuginnenraum von Zugmaschinen, nachdem sie einer kleinen Flamme ausgesetzt wurden.
                     Dieses Verfahren ermöglicht die Untersuchung von Werkstoffen und Teilen der Innenausstattung
                     der Zugmaschine einzeln oder in Kombination bis zu einer Dicke von 15 mm. Es dient dazu, die
                     Einheitlichkeit der Serienfertigung dieser Werkstoffe hinsichtlich ihres Brennverhaltens zu beurtei-
                     len. Wegen der vielen Unterschiede zwischen der wirklichen Situation (Anbringung und Ausrichtung
                     im Innern der Zugmaschine, Verwendungsbedingungen, Art der Entzündung usw.) und den vorge-
                     schriebenen Prüfbedingungen ermöglicht dieses Verfahren keine genaue Ermittlung der tatsächlichen
                     Brenneigenschaften.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/46                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      17. 8. 87
          8.2.     Begriffsbestimmungen
          8.2.1.  Brenngeschwindigkeit: Quotient aus der nach diesem Verfahren gemessenen Brennstrecke und der
                  dazu benötigten Zeit. Sie wird in Millimetern pro Minute angegeben.
          8.2.2.  Verbundwerkstoff: ein Werkstoff aus mehreren Schichten ähnlicher oder verschiedener Stoffe,
                  die durch Verkitten, Kleben, Ummanteln, Verschweißen usw. innig zusammengehalten werden.
                  Werkstoffe, die nur stellenweise miteinander verbunden sind (z. B. durch Vernähen, Punktschwei-
                  ßen, Nieten usw.), so daß eine Probenahme nach 8.5 möglich ist, werden nicht als Verbundwerkstof-
                  fe betrachtet.
           8.2.3. Freiliegende Seite: die dem Fahrzeuginnenraum zugewandte Seite, wenn der Werkstoff in der
                  Zugmaschine eingebaut ist.
          8.3.     Verfahrensprinzip
                  Ein Prüfmuster wird horizontal in einen U-förmigen Halter eingespannt und in einer Brennkammer
                  15 Sekunden lang einer definierten schwachen Flamme ausgesetzt; die Flamme wirkt auf den freien
                  Rand des Prüfmusters ein. Die Prüfung zeigt, ob und wann die Flamme erlischt oder in welcher
                  Zeit sie eine vorgegebene Strecke zurücklegt.
          8.4.     Prüfeinrichtung
          8.4.1.  Brennkammer (Abbildung 6) vorzugsweise aus rostfreiem Stahl mit den in Abbildung 7 angegebenen
                  Abmessungen.
                  Die Vorderseite der Kammer enthält ein feuerbeständiges Beobachtungsfenster, das die gesamte
                  Vorderseite bildet und als Beschickungsöffnung konstruiert sein kann.
                  Der Boden der Kammer hat Luftlöcher; der Deckel weist an seinem Umfang einen durchgehenden
                  Luftschlitz auf.
                  Die Brennkammer steht auf vier 10 mm hohen Füßen. Die Kammer kann an einer Seite eine Öffnung
                  zur Einführung des Prüfmusterhalters mit Prüfmuster haben; in der gegenüberliegenden Seite ist
                  eine Öffnung für die Gasleitung vorzusehen. Abtropfendes Material wird in einer Schale aufgefangen
                  (Abbildung 8), die sich am Kammerboden zwischen den Luftlöchern befindet, ohne diese zu
                  verdecken.
                                                        Abbildung 6
                              Beispiel einer Brennkammer mit Prüfmusterhalter und Tropfschale
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 218/47
                            Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                                                385
                       Luftschlitz
               =1 Ü        !
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             ,, ,,
                         Gasbrenner                                              363
                                                               63.5   63fS   63.5    63.5      63.5
                                             1                                             ^K       >
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                                             1
                                                                    HH*
                                                                                         19
                                                                                  11   -
                                                   Abbildung 7
                                          Beispiel einer Brennkammer
                             Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                     336                                              16
                                                                                                1
                                                                                                1     ••
                                                                                                   in
                                                                                                   CO
                                                                                       c       i
                                                                                            CN
                                                   Abbildung 8
                                           Beispiel einer Tropfschale
 ---pagebreak--- Nr. C 218/48                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         17. 8. 87
           8.4.2.   Der Prüfmusterhalter besteht aus zwei U-förmigen Metallplatten oder Rahmen aus korrosions-
                    beständigem Werkstoff. Die Abmessungen sind in Abbildung 9 angegeben.
                    Die untere Platte ist mit Bolzen versehen, die obere Platte mit Löchern an den entsprechenden
                    Stellen, um eine feste Einspannung des Prüfmusters zu ermöglichen.
                    Die Bolzen dienen auch als Meßmarken für Anfang und Ende der Brennstrecke.
                    Ein Träger aus hitzebeständigen Drähten von 0,25 mm Durchmesser, die in Abständen von 25 mm
                    über die untere Platte des Probehalters gespannt sind (Abbildung 10), ist mitzuliefern.
                                        Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                                                                         |(  5 >*45'      sr Deckplatte
                                                                            04
                                                                                                              i      /
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                                                                                                      , ,         \   i
                                                                                                            /1
                                                                                                   \
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                                                                                                   Prüfmuster
     C
     o
                                           127 ±a.2
                                                    ^ j g
                                                    f356)
                                                        361
                                                                Abbildung 9
                                                     Beispiel eines Prüfmusterhalters
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 218/49
                                          Abmessungen in mm — Toleranzen nach ISO 2768
                                                  Nuten
                                                                0,5 x 0.5
               Seite des
               Außenrahmens
                     Nuten
                              2x2
                                                             Abbildung 10
                         Beispiel eines Ausschnitts des unteren U-Rahmens mit Aussparungen für die Drähte
                      Die Unterseite der Prüfmuster muß 178 mm über der Bodenplatte liegen. Der Abstand der Vorder-
                      kante des Prüfmusterhalters zur Seitenwand der Kammer muß 22 mm, der Abstand der Längsseiten
                      des Prüfmusterhalters zu den Seitenwänden der Kammer 50 mm betragen (alles Innenabmessungen)
                      (Abbildungen 6 und 7).
          8.4.3.      Gasbrenner. Die kleine Flamme wird durch einen Bunsenbrenner mit einem Innendurchmesser von
                      9,5 mm erzeugt. Er ist so in der Prüfkammer angeordnet, daß der Düsenmittelpunkt sich 19 mm
                      unterhalb der Mitte der freien Unterkante des Prüfmusters befindet (Abbildung 7).
          8.4.4.      Gas für die Prüfung. Das dem Bunsenbrenner zuzuführende Gas muß einen Heizwert von etwa
                      38 MJ/m 3 haben (z. B. Erdgas).
          8.4.5.      Metallkamm von mindestens 110 mm Länge und mit 7 bis 8 leicht abgerundeten Zähnen pro 25 mm
                      Länge.
          8.4.6.      Stoppuhr mit 0,5 s Genauigkeit.
          8.4.7.      Rauchabzug. Die Brennkammer kann in den Abzug gestellt werden, wenn dessen Volumen minde-
                      stens 20 und höchstens 110 mal dasjenige der Brennkammer beträgt und keine seiner Abmessungen
                      (Höhe, Breite oder Länge) das 2,5-fache einer der anderen beiden Dimensionen übersteigt.
                      Vor der Prüfung wird die vertikale Luftgeschwindigkeit durch den Abzug 100 mm vor und hinter
                      der vorgesehenen Lage der Brennkammer gemessen. Sie muß zwischen 0,10 m/s und 0,30 m/s liegen,
                      um den Prüfer vor Belästigungen durch Verbrennungsprodukte zu schützen. Es darf ein Abzug mit
                      natürlicher Lüftung und entsprechender Luftgeschwindigkeit verwendet werden.
          8.5.        Prüfmuster
          8.5.1.      Form und     Abmessungen
                      Die Form und die Abmessungen des Prüfmusters sind in Abbildung 11 angegeben. Die Prüfmuster-
                      dicke muß der Dicke des zu prüfenden Produktes entsprechen. Sie darf jedoch nicht größer als
                      13 mm sein. Erlaubt es die Probeentnahme, so muß das Prüfmuster einen konstanten Querschnitt
                      über seine gesamte Länge haben. Erlauben die Form und die Abmessungen eines Produktes nicht die
                      Entnahme des Prüfmusters der angegebenen Größe, so müssen die folgenden Mindestabmessungen
                      eingehalten werden:
                      a) Prüfmuster mit einer Breite von 3 mm bis 60 mm müssen 365 mm lang sein. In diesem Fall wird
                          der Werkstoff über die Breite geprüft.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/50                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
                  b) Prüfmuster mit einer Breite von 60 mm bis 100 mm müssen mindestens 138 mm lang sein. In
                      diesem Fall entspricht die mögliche Brennstrecke der Länge der Prüfmuster, wobei die Messung
                      beim ersten Meßpunkt beginnt.
                  c) Prüfmuster von weniger als 60 mm Länge und weniger als 356 mm Breite, Prüfmuster mit einer
                      Breite von 60 mm bis 100 mm und weniger als 138 mm Länge und solche mit weniger als 3 mm
                      Breite können nach diesem Verfahren nicht geprüft werden.
           8.5.2.   Prüfmusterentnahme
                  Von dem zu prüfenden Werkstoff müssen mindestens fünf Prüfmuster entnommen werden. Bei
                  Werkstoffen mit unterschiedlichen Brenngeschwindigkeiten je nach Richtung des Werkstoffs (bei
                  den Vorprüfungen festgestellt) werden die fünf (oder mehr) Prüfmuster so entnommen und in die
                  Prüfeinrichtung gelegt, daß die höchste Brenngeschwindigkeit gemessen wird. Wird der Werkstoff
                  in bestimmte Breiten geschnitten geliefert, so muß von der gesamten Breite mindestens ein 500 mm
                  langes Stück herausgeschnitten werden. Von diesem herausgeschnittenen Stück sind in einem
                  Mindestabstand von 100 mm von der Kante des Werkstoffs und in den gleichen Abständen
                  voneinander Prüfmuster zu entnehmen.
                  Erlaubt es die Form der Produkte, so sind in der gleichen Weise Prüfmuster von den Fertigprodukten
                  zu entnehmen. Beträgt die Dicke des Produkts mehr als 13 mm, so muß sie mechanisch auf der
                  Seite, die nicht dem Insassenraum zugewandt ist, auf 13 mm reduziert werden.
                  Verbundwerkstoffe (siehe 8.2.2) sind wie gleichförmige Stoffe zu prüfen.
                  Bei Werkstoffen aus überlagerten Schichten verschiedener Zusammensetzung, die nicht als Verbund-
                  werkstoffe gelten, werden alle Werkstoffschichten bis zu einer Tiefe von 13 mm von der dem
                  Fahrzeuginnenraum zugewandten Fläche einzeln geprüft.
                                                  Abmessungen in Millimetern
                                   38                     2 5 4 '..
                                                127
                                                          -t?r                  —0—
                       o
                       o
                                      -Ä-                  -*-                   4-
                                                              356
                                                         Abbildung 11
                                                          Prüfmuster
           8.5.3.   Konditionierung
                  Die Prüfmuster sind unmittelbar vor der Prüfung mindestens 24 Stunden und höchstens sieben
                  Tage bei einer Temperatur von 23° C ± 2° C und einer relativen Feuchtigkeit von 50 % ± 5 % zu
                  lagern.
           8.6.    Verfahren
           8.6.1. Prüfmuster mit aufgerauhten oder buschigen Oberflächen sind auf eine flache Oberfläche zu legen
                  und zweimal mit einem Kamm gegen den Flor zu kämmen (8.4.5).
           8.6.2. Die Gasflamme ist bei geschlossener Lufteinlaßöffnung des Brenners mit Hilfe der in der Kammer
                  angegebenen Marke auf eine Höhe von 38 mm einzustellen. Vor der ersten Prüfung muß die Flamme
                  zur Stabilisierung mindestens eine Minute lang brennen (8.4.2).
           8.6.3. Die Gasflamme ist bei geschlossener Lufteinlaßöffnung des Brenners mit Hilfe der in der Kammer
                  angegebenen Marke auf eine Höhe von 38 mm einzustellen. Vor der ersten Prüfung muß die Flamme
                  zur Stabilisierung mindestens eine Minute lang brennen.
           8.6.4. Der Prüfmusterhalter ist so in die Brennkammer zu schieben, daß das Ende des Prüfmusters der
                  Flamme ausgesetzt ist; nach 15 Sekunden ist die Gaszufuhr zu unterbrechen.
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          8.6.5.    Die Messung der Brenndauer beginnt zu dem Zeitpunkt, da der Angriffspunkt der Flamme den
                    ersten Meßpunkt überschreitet. Die Ausbreitung der Flamme auf der schneller brennenden Seite ist
                    zu beobachten (Ober- oder Unterseite).
          8.6.6.    Die Messung der Brenndauer ist beendet, wenn die Flamme den letzten Meßpunkt erreicht hat
                    oder die Flamme erlischt, bevor sie den letzten Meßpunkt erreicht hat. Erreicht die Flamme den
                    letzten Meßpunkt nicht, so wird die Brennstrecke bis zum Punkt des Erlöschens der Flamme
                    gemessen. Die Brennstrecke ist der Teil des Prüfmusters, der auf seiner Oberfläche oder im Inneren
                    durch Verbrennen zerstört wurde.
          8.6.7.    Entzündet sich das Prüfmuster nicht oder brennt es nach Abschalten des Brenners nicht weiter oder
                    erlischt die Flamme, bevor der erste Meßpunkt erreicht wird, so daß keine Brenndauer gemessen
                    werden kann, so ist dit Brenngeschwindigkeit im Protokoll mit 0 mm/min zu bewerten.
          8.6.8.    Bei Durchführung einer Serie von Prüfungen oder Wiederholungsprüfungen ist sicherzustellen, daß
                    die Temperatur der Brennkammer und des Prüfmusterhalters vor dem Beginn der nächsten Prüfung
                    höchstens 30° C beträgt.
          8.7.       Berechnung
                    Die Brenngeschwindigkeit in Millimetern pro Minute ergibt sich aus der Formel:
                                                                  s
                                                              B = - x 60
                                                                  t
                    Dabei bedeuten:
                    s die Brennstrecke in Millimetern,
                    t die Zeit, in der der Brand die Strecke s zurücklegt, in Sekunden.
          8.8.      Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                    Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
          8.9.      Auswertung der Ergebnisse
                    Kunststoffbeschichtetes Sicherheitsglas (1.3) und Kunststoff-/Glassicherheitsscheiben (1.4) gelten
                    hinsichtlich des Brennverhaltens als zufriedenstellend, wenn die Brenngeschwindigkeit 250 mm/min
                    nicht überschreitet.
          9.        OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
          9.1.      Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
          9.1.1.     Prüfeinrichtung
          9.1.1.1.  Lichtquelle, bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden, der sich innerhalb eines Parallel-
                    epipeds von 1,5 mm x 1,5 mm x 3 mm befindet. Die angelegte Spannung muß so groß sein, daß
                    die Farbtemperatur 2856 K ± 50 K beträgt. Diese Spannung muß auf 1/1000 stabilisiert sein. Der
                    Spannungsmesser muß eine entsprechende Genauigkeit besitzen.
          9.1.1.2.  Optisches System, bestehend aus einer Linse mit einer Mindestbrennweite f von 500 mm und
                    hinsichtlich chromatischer Aberration korrigiert. Die größte Apertur darf f/20 nicht überschreiten.
                    Der Abstand zwischen Linse und Lichtquelle ist so einzustellen, daß ein möglichst paralleler
                    Lichtstrahl erreicht wird. Zur Begrenzung des Lichtstrahldurchmessers auf 7 mm ± 1 mm ist eine
                    Blende einzufügen. Diese Blende ist in einer Entfernung von 100 mm ± 50 mm auf der der
                    Lichtquelle entgegengesetzten Seite der Linse anzubringen. Der Meßpunkt muß in der Mitte des
                    Lichtstrahls liegen.
          9.1.1.3.  Meßeinrichtung: Der Empfänger muß hinsichtlich der relativen spektralen Empfindlichkeit mit der
                    relativen spektralen Lichtempfindlichkeit des photometrischen Normalbeobachters nach der CIE (*)
                    für lichtoptisches Sehen im wesentlichen übereinstimmen. Die lichtempfindliche Oberfläche des
                    Empfängers muß mit einem lichtstreuenden Mittel bedeckt sein und einen mindestens doppelt so
                    großen Querschnitt wie der durch das optische System emittierte Lichtstrahl haben. Bei einer
                    integrierenden Kugel muß ihre Apertur mindestens zweimal so groß wie der Querschnitt des
                    parallelen Teils der Strahlen sein. Die Linearität des Empfängers und des zugehörigen Anzeigeinstru-
                    ments muß besser als 2 % des nutzbaren Skalenbereichs sein. Der Empfänger muß in der Lichtstrahl-
                    achse liegen.
          0) Internationale Beleuchtungskommission.
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          9.1.2.      Durchführung der Prüfung
                      Die Empfindlichkeit des Empfängers muß so eingestellt werden, daß das Anzeigeinstrument einen
                      Ausschlag von 100 Skalenteilen aufweist, wenn sich keine Sicherheitsglasscheibe im Strahlengang
                      befindet. Ohne Lichteinfall muß das Instrument Null angzeigen.
                      Die Sicherheitsglasscheibe ist in einem Abstand vom Empfänger anzuordnen, der ungefähr dem
                      fünffachen Durchmesser des Empfängers entspricht. Die Sicherheitsglasscheibe ist zwischen die
                      Blende und den Empfänger einzubringen und so auszurichten, daß der Winkel des einfallenden
                      Lichtstrahls 0° ± 5° beträgt. Die Lichtdurchlässigkeit der Sicherheitsglasscheibe ist zu messen,
                      wobei für jeden Meßpunkt die Anzahl der Teilstriche n auf dem Anzeigeinstrument abzulesen ist.
                      Die Lichtdurchlässigkeit Tr ist dann n/100.
          9.1.2.1.    Wird das Prüfverfahren bei Windschutzscheiben angewandt, dann dürfen wahlweise entweder ein
                      aus dem flachen Teil der Windschutzscheibe herausgeschnittenes Prüfmuster oder ein speziell
                      hergestelltes flaches Quadrat aus dem gleichen Werkstoff und gleicher Dicke der betreffenden
                      Windschutzscheibe verwendet werden, wobei die Messung rechtwinklig zum Glas erfolgt.
          9.1.2.2.    Die Prüfung erfolgt in der Zone I nach 9.2.5 dieses Anhangs.
          9.1.3.      Schwierigkeitsgrad der sekundären    Merkmale
                      Färbung des Glases:
                      — farblos: 1,
                      — getönt: 2.
                      Färbung der Zwischenschicht (bei Verbundglaswindschutzscheiben):
                      — farblos: 1,
                      — getönt: 2.
                      Farbkeil und/oder Abdeckstreifen:
                      — nicht enhalten: 1,
                      — enthalten: 2.
                      Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           9.1.4.     Auswertung der Ergebnisse
                      Die bei Windschutzscheiben nach 9.1.2 gemessene Lichtdurchlässigkeit darf 7 5 % nicht unterschrei-
                      ten und bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben nicht weniger als 70 % betragen.
                      Bei Verglasungen, die keine wesentliche Rolle für die Sichtverhältnisse des Fahrzeugführers (z. B.
                      Glasdach) spielen, kann der Lichtdurchlässigkeitsfaktor unter 70% liegen. Scheiben mit einem
                      Lichtdurchlässigkeitsfaktor von weniger als 70% müssen mit dem entsprechenden Symbol gekenn-
                      zeichnet sein.
           9.2.       Prüfung der optischen Verzerrung
           9.2.1.       Anwendungsbereich
                      Das beschriebene Verfahren ist ein Projektionsverfahren zur Bestimmung der durch die Si-
                      cherheitsglasscheibe verursachten optischen Verzerrung.
           9.2.1.1.    Begriffsbestimmungen
           9.2.1.1.1. Optische Ablenkung: Der Winkel zwischen der virtuellen und der reellen Richtung eines durch
                      die Sicherheitsglasscheibe gesehenen Punktes. Die Größe der Ablenkung ist eine Funktion des
                      Einfallswinkels der Sehlinie, der Dicke und Neigung der Glasscheibe und des Krümmungsradius
                      am Einfallsort.
           9.2.1.1.2. Optische Verzerrung in einer Richtung M M ' ist die algebraische Differenz Act zwischen den
                      Ablenkwinkeln, gemessen zwischen zwei Punkten M und M' auf der Glasoberfläche; die Entfernung
                      dieser beiden Punkte voneinander ist so zu wählen, daß ihre Projektionen in einer Ebene rechtwinklig
                      zur Blickrichtung im vorgegebenen Abstand Ax zueinander stehen (Abbildung 12).
                      Eine Ablenkung gegen den Uhrzeigersinn wird als positiv und im Uhrzeigersinn als negativ bewertet.
           9.2.1.1.3. Optische Verzerrung in einem Punkt M : Maximum der optischen Verzerrung für alle Richtungen
                      M M ' ausgehend von Punkt M.
           9.2.1.2.    Prüfeinrichtung
                      Dieses Verfahren beinhaltet die Projektion eines geeigneten Rasters durch die zu prüfende Si-
                      cherheitsglasscheibe auf einen Bildschirm. Die Änderung der Form des projizierten Rasters durch
                      das Einfügen der Sicherheitsglasscheibe in den Strahlengang liefert ein Maß für die Verzerrung.
                      Die Prüfeinrichtung muß aus folgenden Teilen bestehen, deren Anordnung aus Abbildung 15
                      ersichtlich ist:
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          9.2.1.2.1. Projektor hoher Qualität mit starker Punktlichtquelle und beispielsweise folgenden Eigenschaften:
                     — Brennweite von mindestens 90 mm;
                     — Apertur von etwa 1/2,5;
                     — 150-W-Halogenlampe (bei Verwendung ohne Filter);
                     — 250-W-Quarzlampe (bei Verwendung eines Grünfilters).
                                                              Abbildung 12
                                           Grafische Darstellung der optischen Verzerrung
                 Anmerkungen:   Act = a t - a 2 ist die optische Verzerrung in Richtung MM'.
                                Ax = MC ist der Abstand zwischen zwei Geraden durch die Punkte M und M'
                                        parallel zur Blickrichtung.
                        Rasterdiapositiv                                                              Blende
                                                       Kondensorlinse                         Linse
                    quelle
                                                             Abbildung 13
                                                 Optische Einrichtung des Projektors
 ---pagebreak--- Nr. C 218/54                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
                                                              Abbildung 14
                                                   Vergrößerter Ausschnitt des Rasters
                      Der Projektor ist schematisch in Abbildung 13 dargestellt. Eine Lochblende von 8 mm Durchmesser
                      wird etwa 10 mm vor der Frontlinse des Objektivs angebracht.
           9.2.1.2.2. Rasterdiapositiv, bestehend z. B. aus einer Anordnung runder heller Felder auf dunklem Grund
                       (Abbildung 14). Qualität und Kontrast des Rasters müssen es erlauben, die Messung mit einer
                      Toleranz von weniger als 5 % durchzuführen. Die Messungen der runden Felder sind so zu wählen,
                      daß sie bei der Projektion ohne die zu prüfende Sicherheitsglasscheibe ein Muster von Kreisen mit
                                           R, + R,
                      dem Durchmesser                Ax bilden, wobei Ax = 4 mm (Abbildungen 12 und 13).
                                                R,
                 Projektor                                                 Sicherheitsglasscheibe
           r                                                                              R.                     /,
                                                                                                                 V
                                                                                                            **•"»./ ~/
                                                                                                                        Bild-
                                                                                                                        schirm
                                            * i
       Blende
                                          Neigungswinkel
                                                                                                        Beobachtungs-
                                                                                                        richtung
                  R 2 = 2 bis 4 m (4 m bevorzugt)
                                                              Abbildung 15
                               Anordnung der Prüfeinrichtung zur Bestimmung der optischen Verzerrung
           9.2.1.2.3. Scheibenhalterung, die wenn möglich ein vertikales und horizontales Abtasten sowie das Drehen
                       der Sicherheitsglasscheibe ermöglichen soll.
           9.2.1.2.4. Schablone, die eine rasche Messung der von der Scheibe verursachten Maßverzerrungen gestattet.
                       Eine geeignete Ausführung zeigt Abbildung 16.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 218/55
                           #       ^       ^        •         A»m»«-- ZZT                        LS
                                                            Abbildung 16
                                               Ausführung einer geeigneten Schablone
          9.2A3.     Durchführung der Prüfung
          9.2.1.3.1. Allgemeines
                     Die Sicherheitsglasscheibe ist auf der Scheibenhalterung (9.2.1.2.3) unter dem vorgegebenen Nei-
                     gungswinkel aufzustellen. Das Raster ist durch die zu prüfende Fläche der Scheibe zu projizieren.
                     Die Sicherheitsglasscheibe ist zu drehen oder entweder horizontal oder vertikal zu verschieben,
                     damit die ganze definierte Fläche geprüft werden kann.
          9.2.1.3.2. Abschätzung mit Hilfe der Schablone
                     Reicht eine schnelle Abschätzung mit einer Meßungenauigkeit von höchstens 20% aus, ist der
                     Wert A (Abbildung 16) aus dem Grenzwert Aa L für die Änderung der Ablenkung und dem Wert
                     R, für den Abstand zwischen der Sicherheitsglasscheibe und der Bildwand wie folgt zu berechnen:
                                                             A = 0,145 Aa L . R 2
                     Die Beziehung zwischen der Durchmesseränderung des projizierten Bildes d und der Änderung des
                     Ablenkungswinkels Aa ist gegeben durch:
                                                              d = 0,29 Aa . R 2
                     mit
                     Ad in Millimetern,
                     A in Millimetern,
                     Aa L in Bogenminuten,
                     Aa in Bogenminuten und
                     R2 in Metern.
          9.2.1.3.3. Messung mit photoelektrischer Einrichtung
                     Wird eine Messung mit einer Meßungenauigkeit des Grenzwertes von weniger als 10% gefordert,
                     so ist Ad auf der Projektionsachse zu messen, wobei die Lichtfleckbreite an dem Punkt gemessen
                     wird, wo die Lichtintensität die Hälfte der Maximalintensität beträgt.
          9.2.1.4.   Ergebnisse
                     Die optische Verzerrung der Sicherheitsglasscheiben ist durch Messung von d in jedem Punkt der
                     Oberfläche und in allen Richtungen zur Ermittlung von Ad max. zu bestimmen.
          9.2.1.5.   Alternativ-Verfahren
                     Zusätzlich ist als Alternative zum Projektionsverfahren ein strioskopisches Verfahren erlaubt,
                     vorausgesetzt, die Meßgenauigkeit nach 9.2.1.3.2 und 9.2.1.3.3 bleibt gewahrt.
          9.2.1.6.   Der Abstand Ax muß 4 mm betragen.
          9.2.1.7.   Die Windschutzscheibe ist unter dem Neigungswinkel aufzustellen, der der Einbaulage in der
                     Zugmaschine entspricht.
          9.2.1.8.   Die Projektionsachse in der horizontalen Ebene muß ungefähr rechtwinklig zur Spur der Wind-
                     schutzscheibe in dieser Ebene sein.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/56                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         17. 8. 87
           9.2.2.     Die Messungen sind vorzunehmen:
           9.2.2.1.   In Zone I' nach 9.2.5 dieses Anhangs.
           9.2.2.2.   Die Prüfung muß wiederholt werden, wenn die Windschutzscheibe in einem Zugmaschinentyp
                      eingebaut werden soll, der ein anderes Sichtfeld nach vorn hat als eine Zugmaschine, deren
                      Windschutzscheibe bereits genehmigt wurde.
           9.2.3.     Schwierigkeitsgrad der sekundären     Merkmale
           9.2.3.1.    Art des Materials (Werkstoffs)
                      — Spiegelglas: 1,
                      — Floatglas: 1,
                      — Maschinenglas: 2.
           9.2.3.2.    Andere sekundäre Merkmale
                       Andere sekundäre Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           9.2.4.      Anzahl der Prüfmuster
                       Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen.
           9.2.5.      Definition der Zone V
           9.2.5.1.    Die Zone Y stellt die Gesamtheit der Windschutzscheibenoberfläche dar.
           9.2.6.      Auswertung der Ergebnisse
                       Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der optischen Verzerrung als zufriedenstellend angese-
                       hen, wenn bei den vier zur Prüfung vorgestellten Prüfmustern die optische Verzerrung einen
                       Maximalwert von 2 Bogenminuten nicht überschreitet.
           9.2.6.1.    In einer Umfangszone von 100 mm Breite wird keine Messung durchgeführt.
           9.2.6.2.    Im Falle einer zweiteiligen Windschutzscheibe erfolgt über einen Streifen von 35 mm ab dem Rand
                       der Scheibe, der an eine Trennungsstütze angrenzen kann, keinerlei Überprüfung.
           9.3.        Prüfung auf Doppelbilder
           9.3.1.       Anwendungsbereich
                       Zwei Prüfverfahren sind zugelassen:
                       — Prüfung mit einer Ring-Loch-Platte,
                       — Prüfung mit Kollimationsfernrohr.
                       Diese Prüfungen können für die Genehmigung, Qualitäts- oder Produktkontrolle verwendet werden.
            9.3.1.1.   Prüfung mit einer Ring-Loch-Platte
            9.3.1.1.1. Prüfeinrichtung
                       Bei diesem Verfahren wird eine beleuchtete Platte durch eine Sicherheitsglasscheibe betrachtet. Die
                       Platte kan so ausgelegt sein, daß sich das Prüfergebnis auf „annehmbar" oder „nicht annehmbar"
                       beschränkt. Diese Platte muß wenn möglich eine der beiden folgenden Formen aufweisen:
                       a) beleuchtete Ringplatte, bei der der äußere Durchmesser D mit einem in x Meter Entfernung
                            gelegenen Punkt einen Winkel von r| Bogenminuten einschließt (Abbildung 17a), oder
                       b) beleuchtete Ring-Loch-Platte mit solchen Abmessungen, daß der Abstand D zwischen Lochrand
                            und Innenrand des Ringes mit einem in x Meter Entfernung gelegenen Punkt einen Winkel von
                            r) Bogenminuten einschließt (Abbildung 17b).
                       Dabei bedeuten
                       r| der Grenzwert des Doppelbildwinkels und
                       x der Abstand von der Sicherheitsglasscheibe zur Platte (mindestens 7 m);
                       D wird berechnet nach der Gleichung
                                                                  D = x • tan T|
                       Die beleuchtete Platte besteht aus einem Lichtkasten von ungefähr 300 mm x 300 mm x 150 mm,
                       dessen Vorderseite zweckmäßigerweise aus Glas besteht, mit undurchsichtigem schwarzem Papier
                       abgedeckt oder mit einem matten schwarzen Anstrich versehen ist. Der Kasten ist mit einer
                       geeigneten Lichtquelle zu beleuchten. Die Innenseite des Kastens ist mit einem mattweißen Anstrich
                        zu versehen. Andere Arten von Platten sind zulässig, wie z.B. die in Abbildung 20 gezeigte. An
                        Stelle der Platte kann auch ein Projektionssystem verwendet werden, bei dem die auf einen
                        Bildschirm projektierten Bilder geprüft werden.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 218/57
            9.3.1.1.2. Durchführung der Prüfung
                        Die Sicherheitsglasscheibe ist unter dem vorgegebenen Neigungswinkel auf einer geeigneten Halte-
                        rung so aufzustellen, daß die Beobachtung in der horizontalen Ebene durch den Mittelpunkt der
                        Platte erfolgt.
                        Der Lichtkasten ist in einem dunklen oder halbdunklen Raum durch jeden Teil der zu prüfenden
                        Fläche zu betrachten, um das Vorhandensein irgendeines mit der beleuchteten Platte zusammenhän-
                        genden Doppelbildes festzustellen. Die Sicherheitsglasscheibe ist so weit zu drehen, bis die genaue
                        Beobachtungsrichtung erreicht ist. Es darf ein Monokular verwendet werden.
             9.3.1.1.3. Ergebnisse
                        Es ist festzustellen, ob
                        — bei Verwendung der Platte a) (Abbildung 17) sich die Primär- und Sekundärbilder des Kreises
                            trennen lassen, d.h. ob der Grenzwert von r| überschritten wird, oder
                        — bei Verwendung der Platte b) (Abbildung 17), ob sich das Sekundärbild des Loches über den
                            Innenrand des Ringes hinaus verschiebt, d.h. ob der Grenzwert von T| überschritten wird.
                                                                                                                          Loch-
                                                                                                                          durchmesser
                                                                                                                          12 mm
                                                         Ringbreite 2 mm
                                                                Abbildung 17
                                                          Abmessungen der Platten
      Beobachtungs-               Sicherheitsglasscheibe                                 Platte
      standort                                                                                                               Geeignete
                                                                                                                             Lichtquelle
            Neigungs-
            winkel                                           Beobachtungsstrecke ( x ^ 7 m )
                                                              Abbildung 18
                                                        Aufbau der Prüfeinrichtung
 ---pagebreak--- Nr. C 218/58                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    17. 8. 87
                          Kollimatorfernrohr                                           Beobachtungsfernrohr
                                     Neigungswinkel                                                      Bildebene
                 1.  Glühlampe
                 2.  Kondensor, Apertur > 8,6 mm
                 3.  Projektionsmattscheibe, Apertur > Kondensorapertur
                 4.  Farbfilter mit Mittelpunktöffnung von ungefähr 0,3 mm Durchmesser; Durchmesser 8,6 mm
                 5.  Polarkoordinatenplatte, Durchmesser > 8,6 mm
                 6.  Achromatische Linse, f ^ 86 mm, Apertur = 10 mm
                 7.  Achromatische Linse, f ^ 86 mm, Apertur = 10 mm
                 8.  Schwarzer Fleck, Durchmesser ungefähr 0,3 mm
                 9. Achromatische Linse, f = 20 mm, Apertur ^ 10 mm
                                                             Abbildung 19
                                    Prüfeinrichtung für die Prüfung mit dem Kollimationsfernrohr
           9.3.1.2.   Prüfung mit dem Kollimationsfernrohr
                      Wenn nötig, ist das in diesem Absatz beschriebene Verfahren anzuwenden.
           9.3.1.2.1. Prüfeinrichtung
                      Die Prüfeinrichtung besteht aus einem Kollimationsfernrohr und einem Beobachtungsfernrohr, wie
                      in Abbildung 19 zusammengebaut. Jedes andere gleichwertige optische System kann verwendet
                      werden.
           9.3.1.2.2. Durchführung der Prüfung
                      Das Kollimationsfernrohr bildet im Unendlichen ein Polarkoordinatensystem mit einem hellen
                      Punkt im Mittelpunkt (Abbildung 20). In der Brennebene des Beobachtungsfernrohres befindet sich
                      auf der optischen Achse ein dunkler Punkt mit einem Durchmesser, der etwas größer als der des
                      projizierten hellen Punktes ist, um den hellen Punkt zu überdecken.
                      Wird ein Prüfmuster, das ein Doppelbild aufweist, zwischen das Beobachtungsfernrohr und das
                      Kollimationsfernrohr gebracht, entsteht ein zweiter, weniger hell aufleuchtender Punkt in einem
                      bestimmten Abstand vom Mittelpunkt des Polarkoordinatensystems. Der Doppelbildwinkel kann
                      als Abstand zwischen den durch das Beobachtungsfernrohr gesehenen Punkten abgelesen werden
                      (Abbildung 20). (Der Abstand zwischen dem dunklen Punkt und dem hellen Punkt im Mittelpunkt
                      des Polarkoordinatensystems gibt die optische Abweichung wieder.)
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 218/59
                                                            Abbildung 20
                               Beobachtungsbeispiel bei der Prüfung mit dem Kollimations-Fernrohr
          9.3.1.2.3. Ergebnisse
                     Die Sicherheitsglasscheibe ist zunächst durch einfaches Absuchen zu prüfen, um die Fläche mit dem
                     größten Doppelbild zu finden. Diese Fläche ist dann mit dem Kollimationsfernrohr unter dem
                     vorgegebenen Einfallwinkel zu prüfen. Der maximale Doppelbildwinkel ist zu messen.
          9.3.1.3.   Die Beobachtungsrichtung in der Horizontalebene muß ungefähr rechtwinklig zur Spur der Wind-
                     schutzscheibe in dieser Ebene sein.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/60                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
          9.3.2.   Die Messungen sind vorzunehmen:
          9.3.2.1. In Zone I' nach 9.2.5 dieses Anhangs.
          9.3.2.2. Zugmaschinentyp
                   Die Prüfung ist zu wiederholen, wenn die Windschutzscheibe in einen Zugmaschinentyp eingebaut
                   werden soll, der ein anderes Sichtfeld nach vorn hat als eine Zugmaschine, für die die Windschutz-
                   scheibe bereits genehmigt wurde.
          9.3.3.   Schwierigkeitsgrade der sekundären     Merkmale
          9.3.3.1. Art des Werkstoffs
                   — Spiegelglas: 1,
                   — Floatglas: 1,
                   — Maschinenglas: 2.
          9.3.3.2. Andere sekundäre Merkmale
                   Andere sekundäre Markmale bleiben unberücksichtigt.
          9.3.4.   Anzahl der Prüfmuster
                   Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen.
          9.3.5.   Auswertung der Ergebnisse
                   Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der Entstehung von Doppelbildern als zufriedenstel-
                   lend angesehen, wenn bei den vier zur Prüfung vorgestellten Prüfmustern die Trennung des Primär-
                   und Sekundärbildes einen Maximalwert von 15 Bogenminuten nicht überschreitet.
          9.3.5.1. In einer Umfangszone von 100 mm Breite erfolgt keine Messung.
          9.3.5.2. Bei einer zweiteiligen Windschutzscheibe wird der Bereich im Abstand von 35 mm von einer
                   eventuell vorhandenen Trennstütze nicht geprüft.
          9.4.     Prüfung der Farberkennung
                   Ist die Windschutzscheibe in der Zone nach 9.2.5 getönt, dann sind vier Windschutzscheiben zur
                   Identifizierung der folgenden Farben zu untersuchen:
                   — Weiß,
                   — Selektivgelb,
                   — Rot,
                   — Grün,
                   — Blau,
                   — Rückstrahlergelb.
           10.     PRÜFUNG DER TEMPERATURÄNDERUNGSBESTÄNDIGKEIT
           10.1      Prüfverfahren
                    Zwei Prüfmuster der Größe 300 x 300 mm werden sechs Stunden lang bei einer Temperatur von
                    — 40° C ± 5° C in einem Gefäß gelagert; anschließend werden sie eine Stunde lang oder bis zu
                    ihrer Angleichung an die Außentemperatur (23° C ± 2° C) der Raumluft ausgesetzt. Dann werden
                    sie drei Stunden lang in einen Luftstrom von 72° C ± 2° C gestellt. Nach erneuter Lagerung bei
                   23° C ± 2° C und Abkühlung auf diese Temperatur werden die Prüfmuster untersucht.
           10.2.    Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                    Färbung der Zwischenschicht oder der Kunststoffbeschichtung:
                   — farblos: 1,
                   — getönt: 2.
                    Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           10.3.    Auswertung der Ergebnisse
                    Die Prüfung der Temperaturänderungsbeständigkeit gilt dann als bestanden, wenn die Prüfmuster
                    keine Risse, Trübungen, Abblätterungen oder andere erkennbaren Verschlechterungen aufweisen.
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11.       PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
11.1.     Zu verwendende Chemikalien
11.1.1.   Nichtscheuernde Seifenlösung: 1 Gewichtsprozent Kaliumoleat in entionisiertem Wasser.
11.1.2.   Scheibenreinigungsprodukt: Wäßrige Lösung aus Isopropanol und Dipropylenglykol-Monomethyl-
          äther, jeweils in einer Konzentration zwischen 5 und 10 Gewichtsprozent, und aus Ammonium-
          hydroxid in einer Konzentration von 1 bis 5 Gewichtsprozent;
11.1.3.   nichtverdünnter, denaturierter Alkohol: 1 Volumenteil Methylalkohol auf 10 Volumenteile Äthylal-
          kohol;
11.1.4.   Bezugsessenz: Mischung aus 50 Volumenprozent Toluol, 30 Volumenprozent 2,2,4 Trimethylpen-
          tan, 15 Volumenprozent 2,4,4 Trimethyl-1-Pentan und 5 Volumenprozent Äthylalkohol;
11.1.5.   Bezugskerosin: Mischung aus 50 Volumenprozent n-Oktan und 50 Volumenprozent n-Dekan.
11.2.      Prüfverfahren
          Drei Prüfmuster der Größe 180 mm x 25 mm werden mit jeder der in 11.1 angegebenen Chemikalien
          geprüft, wobei für jede Prüfung und jedes Produkt ein neues Prüfmuster verwendet wird. Nach jeder
          Prüfung werden die Prüfmuster nach den Anweisungen des Herstellers gereinigt und anschließend 48
          Stunden lang bei einer Temperatur von 23° C ± 2° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50%
          ± 5% konditioniert. Diese Bedingungen werden während der Prüfungen beibehalten.
          Die Prüfmuster werden eine Minute lang vollständig in die Prüfflüssigkeit eingetaucht, wieder
          herausgezogen und sofort mit einem saugfähigen (sauberen) Leinentuch getrocknet.
11.3.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
          Färbung der Zwischenschicht oder der Kunststoffbeschichtung
          — farblos: 1,
          — getönt: 2.
          Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
11.4.     Auswertung der Ergebnisse
11.4.1.   Die Prüfung der Chemikalienbeständigkeit wird als zufriedenstellend angesehen, wenn das Prüf-
          muster keine Erweichung, Klebrigkeit, Oberflächenrisse oder deutliche Transparenzverluste auf-
          weist.
11.4.2.   Ein Satz von Prüfmustern, der zur Erteilung der Genehmigung vorgelegt wurde, wird im Hinblick auf
          die Chemikalienbeständigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen
          erfüllt ist:
11.4.2.1. Alle Prüfungen haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht, oder
11.4.2.2. eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern ergibt, nachdem vorher ein
          negatives Ergebnis erbracht wurde, zufriedenstellende Ergebnisse
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                                                          ANHANG     III D
                                         GLASSCHEIBEN AUS VORGESPANNTEM GLAS
           1.         BESTIMMUNG DES TYPS
                      Scheiben aus vorgespanntem Glas gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens
                      einem der folgenden Haupt- und sekundären Merkmale voneinander unterscheiden.
           1.1.       Hauptmerkmale:
           1.1.1.     Fabrik- oder Handelsmarke,
           1.1.2.     Art der Vorspannung (thermisch oder chemisch),
           1.1.3.     Formkategorie; man unterscheidet zwei Kategorien:
           1.1.3.1.   plane Glasscheiben,
           1.1.3.2.   plane und gebogene Glasscheiben.
           1.1.4.     Dickenkategorie, in der die Nenndicke „e" liegt (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 mm):
                      Kategorie    I: e < 3,5 mm,
                      Kategorie II: 3,5 mm < e ^ 4,5 mm,
                      Kategorie III: 4,5 mm < e ^ 6,5 mm,
                      Kategorie IV: 6,5 mm < e.
           1.2.       Die sekundären Merkmale sind:
           1.2.1.     Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas),
           1.2.2.     Färbung des Glases (farblos oder getönt),
           1.2.3.     mit oder ohne elektrische Leiter.
           2.          BRUCHSTRUKTUR
           2.1.       Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                      — Spiegelglas: 2,
                      — Floatglas: 1,
                      — Maschinenglas: 1.
                      Die anderen sekundären Merkmale werden nicht berücksichtigt.
           2.1.1.     Nur die Art des Werkstoffs ist maßgebend.
           2.1.2.     Dem Floatglas und dem Maschinenglas wird derselbe Schwierigkeitsgrad zugeordnet.
           2.1.3.     Die Prüfungen zur Ermittlung der Bruchstruktur müssen beim Übergang vom Spiegelglas zum
                       Floatglas oder zum Maschinenglas und umgekehrt wiederholt werden.
           2.2.       Auswahl der Prüfmuster
           2.2.1.     Schwierig herzustellende Prüfmuster jeder Form- oder Dickenkategorie sind für die Prüfung nach
                      folgenden Kriterien auszuwählen:
           2.2.1.1.   Für plane Glasscheiben, die zur Genehmigung nach 1.1.3.1 vorgestellt werden, sind zwei Serien
                      von Prüfmustern anzuliefern, und zwar mit:
           2.2.1.1.1. der größten Fläche der Scheibe und
           2.2.1.1.2. dem kleinsten Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten.
           2.2.1.2.   Für plane und gebogene Glasscheiben, die zur Genehmigung nach 1.1.3.2 vorgelegt werden, sind
                      drei Serien von Prüfmustern anzuliefern, die folgendes umfassen:
           2.2.1.2.1. die größte umschriebene Fläche der Scheibe;
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          2.2.1.2.2. die Scheibe mit dem kleinsten Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten;
          2.2.1.2.3. die größte Segmenthöhe;
          2.2.1.2.4. die Scheibe, deren kleinster Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten kleiner als 30° ist, und
          2.2.1.2.5. die größte Segmenthöhe von mehr als 10 cm. Die Segmenthöhe der zu prüfenden Scheibe ist im
                     Prüfbericht zu vermerken.
          2.2.2.     Die Prüfungen, die an Prüfmustern mit der größten Scheibenfläche „S" durchgeführt werden, gelten
                     auch für alle anderen Flächen, die unter S + 5 % liegen.
          2.2.3.     Ist der Winkel y der vorgelegten Prüfmuster kleiner als 30°, gelten die Prüfungen auch für alle
                     Glasscheiben mit einem Winkel von mehr als y — 5°.
                     Haben die vorgelegten Prüfmuster einen Winkel von mehr als 30°, gelten die Prüfungen auch für
                     alle Scheiben mit einem Winkel von größer oder gleich 30°.
          2.2.4.     Beträgt die Segmenthöhe x der vorgelegten Prüfmuster mehr als 100 mm, gelten die Prüfungen auch
                     für alle Glasscheiben mit einer Segmenthöhe von weniger als x + 30 mm.
                     Beträgt die Segmenthöhe der vorgelegten Prüfmuster weniger als oder genau 100 mm, gelten die
                     Prüfungen auch für alle Glasscheiben mit einer Segmenthöhe, die kleiner oder gleich 100 mm ist.
          2.3.       Anzahl der Prüfmuster pro Serie
                     Die Anzahl der Prüfmuster in der Gruppe muß entsprechend der Formkategorie nach 1.1.3 betragen:
                                          Form der Scheibe                           Anzahl der Prüfmuster je Satz
                     plan                                                                         4
                     (1 oder 2 Sätze)
                     plan und gebogen                                                             5
                     (1 oder 2 oder 3 Sätze)
          2.4.       Durchführung der Prüfung
          2.4.1.      Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III C, Absatz 1 beschrieben.
           2.5.       Anschlagpunkte (Siehe Anhang III J, Abbildung 3)
           2.5.1.     Für plane und gebogene Glasscheiben sind die Anschlagpunkte nach Anhang III J, Abbildungen
                      3 a), 3 b) und 3 c) wie folgt zu wählen:
                      Punkt 1: in 3 cm Abstand vom Scheibenrand in dem Bereich, wo der Krümmungsradius der
                      Scheibenkontur am kleinsten ist;
                      Punkt 2: in 3 cm Abstand vom Rand auf einer der Mittellinien, wobei die Seite genommen werden
                      muß, die eventuell vorhandene Zangeneindrücke aufweist;
                      Punkt 3 : im geometrischen Mittelpunkt der Scheibe;
                      Punkt 4: nur für gebogene Scheiben; auf der längsten Mittellinie im Bereich des kleinsten Krüm-
                      mungsradius der Scheibe.
           2.5.2.     Je Anschlagpunkt ist nur eine Prüfung durchzuführen.
           2.6.       Auswertung der Ergebnisse
           2.6.1.     Eine Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn die Prüfstruktur folgende Bedingungen
                      erfüllt:
           2.6.1.1.   Innerhalb eines Quadrates von 5 cm x 5 cm dürfen nicht weniger als 40 und nicht mehr als 400
                      bzw. im Fall von Glasscheiben mit einer Dicke von höchstens 3,5 mm 450 Bruchstücke entstehen.
           2.6.1.2.   Hierbei sind die auf der Umrißlinie des Quadrates liegenden Bruchstücke als halbe Bruchstücke zu
                      werten.
          2.6.1.3.    Innerhalb eines 2 cm breiten Streifens entlang des Randes des Musters ist die Struktur der Bruch-
                      stücke nicht zu bewerten; dies gilt auch in einem Umkreis von 7,5 cm um den Anschlagpunkt.
          2.6.1.4.    Bruchstücke mit mehr als 3 cm 2 Fläche sind nicht zulässig, außer in den Bereichen nach 2.6.1.3;
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          2.6.1.5.    einige wenige langgestreckte Bruchstücke sind zulässig, sofern ihre Länge 7,5 cm nicht überschreitet
                      und ihre Enden nicht wie eine Messerklinge geformt sind; reichen diese langgestreckten Bruchstücke
                      bis an den Rand der Scheibe, dürfen sie mit diesem keinen Winkel von mehr als 45° bilden.
          2.6.2.      Ein sur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Bruchstruktur als
                      zufriedenstellend angesehen, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
          2.6.2.1.    Alle Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht;
          2.6.2.2.    eine einzige von allen durchgeführten Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 hatte ein
                      negatives Ergebnis erbracht, wobei jedoch folgende Grenzwerte nicht überschritten wurden:
                      — maximal 5 Bruchstücke mit einer Länge von 6 bis 7,5 cm,
                      — maximal 4 Bruchstücke mit einer Länge von 7,5 bis 10 cm,
                      bei einer Wiederholungsprüfung mit einem neuen Prüfmuster gemäß den Vorschriften nach 2.6.1
                      ergaben sich jedoch positive Ergebnisse, oder die obigen Grenzwerte wurden nicht überschritten.
          2.6.2.3.    Bei zwei Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 sind die Grenzwerte nach 2.6.2.2. über-
                      schritten worden; bei einer Wiederholungsprüfung mit einem neuen Satz von Prüfmustern wurden
                      die Vorschriften nach 2.6.1 jedoch erfüllt, oder nicht mehr als zwei Prüfmuster des neuen Satzes
                      wiesen die beiden Abweichungen innerhalb der oben nach 2.6.2.2 festgesetzten Grenzwerte auf.
          2.6.3.      Werden die obenerwähnten Abweichungen festgestellt, müssen sie im Prüfbericht angegeben werden;
                      Fotografien der betreffenden Bereiche der Windschutzscheibe sind beizufügen.
           3.         MECHANISCHE FESTIGKEIT
           3.1.       Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel
           3.1.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären     Merkmale
                      — Spiegelglas: 2,
                      — Floatglas: 1,
                      — Maschinenglas: 1.
                      Färbung:
                      — farblos: 1,
                      — getönt: 2.
           3.1.2.     Anzahl der Prüfmuster
                      Für jede Dickenkategorie nach 1.14 sind sechs Prüfmuster zu prüfen.
           3.1.3.      Früfverfah ren
           3.1.3.1.    Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III C, Punkt 2.1, beschrieben.
           3.1.3.2.    Die Fallhöhe (von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des Prüfmusters gemessen) in
                       Abhängigkeit der Dicke der Glasscheibe ist folgender Tabelle zu entnehmen:
                                             Nenndicke                                        Fallhöhe
                                                 e ^ 3,5 mm                             2,0 m + 5 / - 0 mm
                                      3,5 mm < e                                        2,5 m + 5/ — 0 mm
           3.1.4.      Auswertung der Ergebnisse
           3.1.4.1.    Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn das Prüfmuster nicht bricht.
           3.1.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festig-
                       keit als zufriedenstellend angesehen, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
           3.1.4.2.1. höchstens eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht;
           3.1.4.2.2. zwei Prüfungen haben negative Ergebnisse erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung mit
                       einem neuen Satz von sechs Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
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          4.   OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
          4.1. Lichtdurchlässigkeit
               Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach Anhang III C, Punkt 9.1, gelten für
               die Glasscheiben oder Teilbereiche der Glasscheiben, welche die Anforderungen an das Sichtfeld
               des Fahrzeugführers nach allen Seiten erfüllen müssen.
          4.2. Für "Windschutzscheiben gelten die Vorschriften in Anhang III C, Punkte 9.1, 9.2 und 9.3.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/66                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
                                                        ANHANG 111 E
                                GLASSCHEIBEN AUS NORMALEM VERBUNDGLAS (MSG)
           1.     BESTIMMUNG DES TYPS
                  Glasscheiben aus Verbundglas (MSG), die nicht als Windschutzscheiben verwendet werden, gehören
                  zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder
                  sekundären Merkmalen unterscheiden.
           1.1.   Hauptmerkmale:
           1.1.1. Fabrik-oder Handelsmarke;
           1.1.2. Dickenkategorie der Glasscheibe, in der die Nenndicke „e" liegt, wobei eine Herstellungstoleranz
                  von ± 0,2 n mm zulässig ist, wenn „n" die Anzahl der Glasschichten ist:
                  — Kategorie     I: e ^ 5,5 mm,
                  — Kategorie II: 5,5 mm < e ^ 6,5 mm,
                  — Kategorie III: 6,5 mm < e.
           1.1.3. Nenndicke der Zwischenschicht(en);
           1.1.4. Art (Folie oder Luftraum) und Typ der Zwischenschicht(en), z.B. PVB oder andere Zwischenschichten
                  aus Kunststoff;
           1.1.5. jede Vorbehandlung, der eine der Glasschichten möglicherweise bereits unterzogen wurde.
           1.2.   Sekundäre Merkmale:
           1.2.1. Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas);
           1.2.2. Färbung der Zwischenschicht (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt);
           1.2.3. Färbung des Glases (farblos oder getönt).
           2.      ALLGEMEINES
           2.1.   Bei Glasscheiben aus normalem Verbundglas (MSG) außer Windschutzscheiben sind die Prüfungen
                  an planen Prüfmustern durchzuführen, die entweder aus Originalscheiben herausgeschnitten oder
                  speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden. In beiden Fällen müssen die Prüfmuster in jeder
                  Beziehung repräsentativ für die Glasscheiben sein, die in Serie hergestellt werden und für die eine
                  Genehmigung beantragt wird.
           2.2.   Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Verbundglas mindestens vier Stunden lang bei einer
                  Temperatur von 23° C ± 2° C zu lagern. Die Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der
                  Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie gelagert waren, zu beginnen.
           3.      PHANTOMFALLPRÜFUNG
           3.1.   Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                  Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           3.2.   Anzahl der Prüfmuster
                  Es sind sechs plane Prüfmuster der Größe 1 100 mm x 500 mm (+ 25/ — 0 mm) den Prüfungen zu
                  unterziehen.
           3.3.    Prüfverfahren
           3.3.1. Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III C, Absatz 3, beschrieben.
           3.3.2. Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 / —5 mm betragen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 218/67
           3.4.      Auswertung der Ergebnisse
           3.4.1.    Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
           3.4.1.1. Das Prüfmuster gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um den
                     Aufschlagpunkt zentrierter Risse;
           3.4.1.2. die Zwischenschicht darf zerrissen sein, aber der Phantomkopf darf die Scheibe nicht durchdringen;
           3.4.1.3. es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht lösen.
           3.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung
                     als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
           3.4.2.1. Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
           3.4.2.2. eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem
                     neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
           4.        MECHANISCHE FESTIGKEIT. KUGELFALLPRÜFUNG MIT DER 227-g-KUGEL
           4.1.      Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                     Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
           4.2.      Anzahl der Prüfmuster
                     Es sind vier quadratische Prüfmuster mit einer Seitenlänge von 300 mm x 300 mm ( + 1 0 / — 0 mm)
                     zu prüfen.
           4.3.       Prüfverfahren
           4.3.1.    Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III C, Punkt 2.1 beschrieben.
           4.3.2.    Die Fallhöhe (von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des Prüfmusters gemessen) für die
                     jeweilige Nenndicke ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
                                           Nenndicke                                         Fallhöhe
                                               e ^ 5,5 mm                              5 m + 25/ — 0 mm
                                    5,5 mm ^ e ^ 6,5 mm                                6 m + 25/ — 0 mm
                                    6,5 mm < e                                         7 m +25/-0mm
          4.4.      Auswertung der Ergebnisse
          4.4.1.    Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen
                    erfüllt ist:
          4.4.1.1. Die Kugel hat das Prüfmuster oder die Probe nicht durchdrungen.
          4.4.1.2. Das Gesamtgewicht der wenigen Bruchstücke, die sich auf der dem Aufschlagpunkt entgegengesetzten
                    Seite bilden können, überschreitet 15 g nicht.
          4.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festigkeit
                    als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
          4.4.2.1. Alle Prüfungen haben ein positives Ergebnis erbracht.
          4.4.2.2. Maximal zwei Prüfungen haben ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprü-
                    fung an einem neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
          5.        BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
          5.1.       Abriebprüfung
          5.1.1.    Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
                    Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 4. Die Prüfung muß sich über 1 000 Umdrehungen
                   erstrecken.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/68                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        17. 8. 87
           5.1.2. Auswertung der Ergebnisse
                  Das Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn die
                  Lichtstreuung infolge des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 2 % beträgt.
           5.2.   Prüfung bei erhöhter Temperatur
                  Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 5.
           5.3.   Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
           5.3.1. Allgemeine   Vorschrift
                  Diese Prüfung ist nur dann durchzuführen, wenn sie die Prüfstelle aufgrund der ihr vorliegenden
                  Information über die Zwischenschicht für erforderlich hält.
           5.3.2. Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 6.
           5.4.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
           5.4.1. Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 7.
           6.     OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
           6.1.    Lichtdurchlässigkeit
                  Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach Anhang III C, Punkt 9.1 gelten für
                  Glasscheiben oder Glasscheibenbereiche, die den Vorschriften zum Sichtfeld des Fahrzeugführers
                  nach allen Seiten genügen müssen.
           6.2.   Für Windschutzscheiben gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkte 9.1, 9.2 und 9.3.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 218/69
                                                         ANHANG III F
                    SICHERHEITSGLAS MIT KUNSTSTOFFBESCHICHTUNG AUF DER INNENSEITE
          1.   Die Werkstoffe für Sicherheitsglasscheiben nach Anhang III D, III E, III G und III H müssen, soweit sie
               auf der Innenseite mit Kunststoff beschichtet sind, nicht nur den Vorschriften der entsprechenden
               Anhänge, sondern auch den folgenden zusätzlichen Anforderungen genügen:
          2.   ABRIEBPRÜFUNG
          2.1. Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
               Die Kunststoffbeschichtung ist in Übereinstimmung mit dem in Anhang III C, Absatz 4 angegebenen
               Verfahren zu prüfen; die Prüfung muß sich über 100 Umdrehungen erstrecken.
          2.2. Auswertung der Ergebnisse
               Die Kunststoffbeschichtung wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn
               die Lichtstreuung infolge des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 4 % beträgt.
          3.   PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
          3.1. Bei kunststoffbeschichtetem vorgespanntem Sicherheitsglas ist die Feuchtigkeitsbeständigkeit zu prüfen.
          3.2. Est gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 7.
          3.3. Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 7.
          3.4. Auswertung der Ergebnisse
               Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn nach einer 48-stündigen Lagerung in Umgebungs-
               atmosphäre keine wesentliche irreversible Veränderung auf dem Prüfmuster zu erkennen ist.
          4.   PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 8.
          5.   PRÜFUNG DER TEMPERATURÄNDERUNGSBESTÄNDIGKEIT
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 10.
          6.   PRÜFUNG DER CHEMIKALIENBESTÄNDIGKEIT
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 11.
          7.   OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
          7.1. Lichtdurchlässigkeit
               Die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.1 zu optischen Eigenschaften gelten für Glasscheiben oder
               Bereiche von solchen Scheiben, die den Vorschriften zur Rundumsicht des Fahrers genügen müssen.
          7.2. Für Windschutzscheiben gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.1, 9.2 und 9.3.
 ---pagebreak--- N r . C 218/70                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  17. 8. 87
                                                          ANHANG /// G
                                                  KUNSTSTOFF/GLASSCHEIBEN
             1.     BESTIMMUNG DES TYPS
                    Andere Kunststoff-/Glasscheiben als solche, die als Windschutzscheiben verwendet werden, gehören
                    zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder
                    sekundären Merkmalen unterscheiden:
             1.1.   Hauptmerkmale:
             1.1.1. Fabrik-oder Handelsmarke;
             1.1.2. Dickenkategorie, die die Nenndicke „e" umfaßt, wobei eine Herstellungstoleranz von ± 0,2 mm
                    zulässig ist:
                    — Kategorie       I: e ^ 3,5 mm,
                    — Kategorie II: 3,5 mm < e ^ 4,5 mm,
                    — Kategorie III: 4,5 mm < e.
             1.1.3. Nenndicke der Kunststoffolie(n), die als Zwischenschicht dient (dienen)
             1.1.4. Nenndicke der Scheibe
             1.1.5. Typ der als Zwischenschicht dienenden Kunststoffolie(n) (z.B. PVB oder andere Kunststoffe) und
                    der auf der Innenseite befindlichen Kunststoffolie
             1.1.6. Eventuelle Spezialbehandlungen
             1.2.   Sekundäre Merkmale:
             1.2.1. Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas);
             1.2.2. Färbung der Kunststoffolie (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt);
             1.2.3. Färbung des Glases (farblos oder getönt).
             2.      ALLGEMEINES
             2.1.   Bei Kunststoff-/Glasscheiben sind die Prüfungen an planen Prüfmustern durchzuführen, die entweder
                     aus normalen Scheiben ausgeschnitten oder speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden. In beiden
                     Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Scheiben sein, für deren
                     Herstellung die Genehmigung beantragt wird.
             2.2.    Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Kunststoff/Glas mindestens vier Stunden lang bei einer
                     Temperatur von 23° C ± 2° C zu lagern. Die Prüfungen sind sofort nach der Entnahme der
                     Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie gelagert waren, durchzuführen.
             2.3.    Die zur Genehmigung eingereichten Scheiben entsprechen den Bestimmungen dieses Anhangs, wenn
                     sie die gleiche Zusammensetzung haben wie eine gemäß den Bestimmungen des Anhangs III I bereits
                    genehmigte Windschutzscheibe.
             3.      PHANTOMFALLPRÜFUNG
             3.1.    Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                     Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
             3.2.    Anzahl der Prüfmuster
                     Es sind sechs plane Prüfmuster (1 100 mm x 500 mm + 5 / —2 mm) zu prüfen.
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          3.3.      Prüfverfahren
          3.3.1.   Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III C, Punkt 3 beschrieben.
          3.3.2.   Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 / —5 mm betragen.
          3.4.     Auswertung der Ergebnisse
          3.4.1.   Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
          3.4.1.1. Das Glas bricht unter Bildung zahlreicher Risse.
          3.4.1.2. Risse in der Zwischenschicht sind zulässig, jedoch darf der Phantomkopf sie nicht durchschlagen.
          3.4.1.3. Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Folie ablösen.
          3.4.2.   Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung
                   als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
          3.4.2.1. Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
          3.4.2.2. Eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem
                   neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
           4.       MECHANISCHE FESTIGKEIT — PRÜFUNG MIT DER 227-g-KUGEL
           4.1.     Es gelten die Vorschriften in Anhang III E, Punkt 4, mit Ausnahme der Tabelle in Punkt 4.3.2, die
                    durch die folgende zu ersetzen ist:
                                         Nenndicke                                            Fallhöhe
                                              e ^ 3,5 mm                                5 m + 25/ — 0 mm
                                  3,5 mm < e ^ 4,5 mm                                   6 m + 25/ — 0 mm
                                              e > 4,5 mm                                7 m +25/-0mm
           4.2.     Die Vorschrift in Punkt 4.4.1.2. des Anhangs III E ist allerdings gegenstandslos.
           5.      BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
          5.1.      Abriebprüfung
          5.1.1.   Abriebprüfung auf der Außenfläche
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang III E, Punkt 5.1.
          5.1.2.   Abriebprüfung auf der Innenfläche
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang IN F, Punkt 2.1.
          5.2.     Prüfung bei erhöhter Temperatur
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 5.
          5.3.     Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 6.
          6.       PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 7.
          7.       PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 8.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/72*                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       17. 8. 87
          8.    OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
          8.1.  Lichtdurchlässigkeit
                Die in Anhang III C, Punkt 9.1 aufgeführten Vorschriften zu den optischen Eigenschaften gelten für
                Scheiben und Bereiche von Scheiben, die die Vorschriften zur Rundumsicht des Fahrers erfüllen
                müssen.
           8.2. Für Windschutzscheiben gelten die Vorschriften nach Anhang III C, Punkte 9.1, 9.2 und 9.3
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 218/73
                                                         ANHANG     III H
                                                   DOPPELVERGLASUNGEN
           1.     BESTIMMUNG DES TYPS
                  Doppelverglasungen gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem der folgen-
                  den Hauptmerkmale oder sekundären Merkmale unterscheiden:
           1.1.    Hauptmerkmale:
           1.1.1. Fabrik- oder Handelsmarke;
           1.1.2. Aufbau der Doppel verglasung (symmetrisch, asymmetrisch)
           1.1.3. Typ der Scheiben, aus denen sie besteht, wie in den Anhängen III D, III E oder III G, Absatz 1
                  definiert.
           1.1.4. Die Nenndicke des Abstands zwischen den beiden Scheiben.
           1.1.5. Typ der Verschmelzung (organisch, Glas-Glas oder Glas-Metall).
           1.2.   Sekundäre Merkmale:
           1.2.1. Sekundäre Merkmale jeder der Scheiben, die die Verglasung bilden, wie in 1.2 der Anhänge III D,
                  III E und III G definiert.
           2.      ALLGEMEINES
          2.1.    Jede der Scheiben, die die Doppelverglasung bilden, muß entweder genehmigt sein oder den Anforde-
                  rungen des betreffenden Anhangs entsprechen (Anhang III D, III E oder III G).
          2.2.    Die Prüfungen von     Doppelverglasungen mit einer Nenndicke des Abstands „e" gelten für alle
                  Doppelverglasungen    mit den gleichen Eigenschaften und einer Nenndicke des Abstands e ± 3 mm.
                  Allerdings kann der   Antragsteller bei der Genehmigung die Probe mit dem kleinsten Abstand und
                  die mit dem größten   Abstand vorlegen.
          2.3.    Im Falle von Doppelverglasungen mit mindestens einer Verbundglas- oder Kunststoffglasscheibe
                  werden die Prüfmuster vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23° C
                   ± 2° C gelagert. Die Prüfungen erfolgen sofort nach Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in
                  dem sie gelagert waren.
          3.       PHANTOMFALLPRÜFUNG
          3.1.    Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                  Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
          3.2.    Anzahl der Prüfmuster
                  Sechs Prüfmuster von (1 100 mm x 500 mm) + 5 / - 2 mm werden für jede Dickenkategorie der
                  Scheiben in Doppelverglasungen und jede Abstandsbreite gemäß Definition unter obigem Punkt 1.1.4
                  geprüft.
          3.3.     Prüfverfahren
          3.3.1.  Das Prüfverfahren ist in Anhang III C, Punkt 3 beschrieben.
          3.3.2.  Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 / —5 mm betragen.
          33.3.   Bei asymmetrischen Doppelverglasungen erfolgen drei Prüfungen auf jeder Seite.
          3.4.    Auswertung der Ergebnisse
          3.4.1.  Doppelverglasung aus zwei einheitlich vorgespannten Scheiben:
                  Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn beide Teile brechen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/74                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      17. 8. 87
           3.4.2.   Doppel verglasung aus zwei Verbundglasscheiben, die nicht als Windschutzscheibe verwendet wird:
                    Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt
                    sind:
           3.4.2.1. Die beiden Teile des Prüfmusters geben nach und brechen unter Bildung zahlreicher kreisförmiger,
                    nahezu um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse.
           3.4.2.2. Risse der Zwischenschicht (oder der Zwischenschichten) sind zulässig, aber der Phantomkopf darf
                    sie nicht durchdringen.
           3.4.2.3. Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Folie ablösen.
           3.4.3.   Doppelverglasung aus einer einheitlich vorgespannten Glasscheibe und einer Verbundglasscheibe, die
                    nicht als Windschutzscheibe dient:
           3.4.3.1. Die vorgespannte Glasscheibe bricht.
           3.4.3.2. Die Verbundglasscheibe gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um
                    den Aufschlagpunkt zentrierter Risse.
           3.4.3.3. Die Zwischenschicht(en) kann (können) Risse aufweisen, aber der Phantomkopf darf sie nicht
                    durchdringen.
           3.4.3.4. Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht ablösen.
           3.4.4.   Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung
                    als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
           3.4.4.1. Alle Prüfungen haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht.
           3.4.4.2. Eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem
                    neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
           4.       OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
                    Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach Anhang III C, Punkt 9.1 gelten
                    für Doppelverglasungen oder Teile von Doppelverglasungen, die den Vorschriften bezüglich der
                    Rund umsieht des Fahrers entsprechen müssen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 218/75
                                                        ANHANG 111 1
             GRUPPIERUNG DER WINDSCHUTZSCHEIBEN FÜR DIE BAUARTGENEHMIGUNGSPRÜFUNG
          1.      Folgende Merkmale sind zu berücksichtigen:
          1.1.    umschriebene Fläche der Windschutzscheibe,
          1.2.    Segmenthöhe und
          1.3.    Krümmung.
          2.      Eine Gruppe wird innerhalb einer Dickenkategorie gebildet.
          3.      Die Einstellung erfolgt nach den fünf größten und den fünf kleinsten Werten, die wie folgt zu
                  numerieren sind:
                  1 für die größte, 1 für die kleinste;
                  2 für die nächstkleinere nach 1, 2 für die nächstgrößere nach 1;
                  3 für die nächstkleinere nach 2, 3 für die nächstgrößere nach 2;
                  4 für die nächstkleinere nach 3, 4 für die nächstgrößere nach 3;
                  5 für die nächstkleinere nach 4, 5 für die nächstgrößere nach 4.
          4.      Innerhalb jeder der zwei vorgenannten definierten Serien sind die Werte der Segmenthöhe wie folgt
                  zu bezeichnen:
                  1 für die größte Segmenthöhe,
                  2 für die nächstkleinere,
                  3 für die nächstkleinere nach dem vorherigen Wert usw.
          5.      Innerhalb jeder der zwei in 3. definierten Serien sind die Werte der Krümmungsradien wie folgt zu
                  bezeichnen:
                  1 für den kleinsten Krümmungsradius,
                  2 für den nächstgrößeren,
                  3 für den nächstgrößeren nach dem vorherigen Radius usw.
          6.      Die jeder Windschutzscheibe der beiden nach Punkt 3 definierten Serien zugeteilten Bewertungszif-
                  fern sind zu addieren.
          6.1.    Die Windschutzscheibe unter den fünf größten und die Windschutzscheibe unter den fünf kleinsten
                  mit der jeweils kleinsten Ziffernsumme werden vollständig nach Anhang III I geprüft.
          6.2.    Die anderen Windschutzscheiben der gleichen Serie sind zur Kontrolle der optischen Eigenschaften
                  nach Anhang III C, Punkt 9 zu prüfen.
          7.      Die Windschutzscheiben, die hinsichtlich Form und/oder Krümmungsradius von den Extremwerten
                  der ausgewählten Gruppen bedeutend abweichen, können geprüft werden, falls die Prüfstelle der
                  Meinung ist, daß von diesen Merkmalen eine nennenswerte nachteilige Wirkung ausgeht.
          8.      Die Grenzen der Gruppe sind durch die umschriebene Fläche der Windschutzscheibe bestimmt.
                  Hat eine zur Genehmigung vorgestellte Windschutzscheibe eine umschriebene Fläche, die außerhalb
                  der genehmigten Grenzwerte liegt und/oder ist ihre Segmenthöhe deutlich größer oder ihr Krüm-
                  mungsradius deutlich kleiner, dann ist die Windschutzscheibe als neuer Typ anzusehen; zusätzliche
                  Prüfungen sind dann erforderlich, falls die Prüfstelle dies aufgrund bereits vorliegender Informatio-
                  nen über dieses Produkt und diesen Werkstoff für technisch erforderlich erachtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/76                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          17. 8. 87
           9.         Beabsichtigt der Inhaber einer Genehmigung, später ein anderes Windschutzscheibenmodell zu
                      produzieren, das bereits zu einer genehmigten Dickenkategorie gehört, dann:
           9.1.       ist zu prüfen, ob das neue Modell in die fünf größten oder die fünf kleinsten der für die Genehmigung
                      ausgewählten Scheiben der betreffenden Gruppe eingeordnet werden kann;
           9.2.       ist die Bewertung mit Ziffern nach 3., 4. und 5. erneut durchzuführen.
           9.3.       Ist die Summe der Bewertungsziffern dieser hinzugekommenen Windschutzscheibe im Vergleich
                      mit den fünf größten oder den fünf kleinsten Scheiben
           9.3.1.     die niedrigste, wird sie folgenden Prüfungen unterzogen:
           9.3.1.1.   vorgespannte Windschutzscheiben:
           9.3.1.1.1. Bruchstruktur,
           9.3.1.1.2. Phantomfallprüfung,
           9.3.1.1.3. optische Verzerrung,
           9.3.1.1.4. Prüfung auf Doppelbilder,
           9.3.1.1.5. Lichtdurchlässigkeit;
           9.3.1.2.   Verbundglas- oder Kunststoffglas-Windschutzscheiben:
           9.3.1.2.1. Phantomfallprüfung,
           9.3.1.2.2. optische Verzerrung,
           9.3.1.2.3. Prüfung auf Doppelbilder,
           9.3.1.2.4. Lichtdurchlässigkeit.
           9.3.1.3.   Bei vorbehandelten Verbundglaswindschutzscheiben sind die nach 9.3.1.1.1, 9.3.1.1.2 und 9.3.1.2
                      vorgeschriebenen Prüfungen durchzuführen.
           9.3.1.4.   Bei kunststoffbeschichteten Windschutzscheiben sind je nach Fall Prüfungen nach 9.3.1.1 oder
                      9.3.1.2 durchzuführen.
           9.3.2.      Im anderen Fall werden lediglich die Prüfungen durchgeführt, die zur Verifizierung der in Anhang
                       III C, Punkt 9 definierten optischen Eigenschaften vorgesehen sind.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 218/77
                                                     ANHANG Ul J
                       MESSUNG DER SEGMENTHÖHE UND LAGE DER AUFSCHLAGPUNKTE
                                                       Abbildung 1
          Feststellung der Segmenthöhe „n" und der Lage der Aufschlagpunkte in den verschiedenen Fällen von Figur
                                                      A), B) und C)
          — Bei Scheiben mit einfacher Krümmung beträgt die Segmenthöhe hl.
          — Bei Scheiben mit Doppelkrümmung beträgt die Segmenthöhe maximal hl + h2.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/78 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften           17. 8. 87
                                   •
                                                          3a
                                 3 4.           -      --^r
                                                         1
                                      3 Onim
                                                       • V C ' /
                                       1
                         a) plane Glasscheibe
                         b) plane Glasscheibe
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 218/79
               3 0 mm
                                                     c) gebogene Glasscheibe
                                                 Abbildungen 3 a), 3 b) und 3 c)
                               Vorgeschriebene Aufschlagpunkte für die Seiten- und Heckscheiben
          Die Punkte „ 2 " in den Figuren 3 a), 3 b) und 3 c) sind Beispiele für die Anordnung des Punktes „ 2 " nach
          Anhang III D, Punkt 2.5.
 ---pagebreak--- N r . C 218/80                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          17. 8. 87
                                                              ANHANG     III K
                                                ÜBERWACHUNG DER PRODUKTION
             1.        BEGRIFFSBESTIMMUNG
                      Im Sinne des vorliegenden Anhangs bedeuten:
             1.1.     Produkttyp: alle Scheiben mit den gleichen Hauptmerkmalen;
             1.2.     Dickenkategorie: alle Scheiben, deren verschiedene Bestandteile innerhalb der zulässigen Toleranzen
                      die gleiche Dicke haben;
             1.3.      Produktionseinheit: die Gesamtheit der Produktionsmittel eines oder mehrerer Scheibentypen, die
                       am gleichen geographischen Ort eingebaut werden; sie kann mehrere Fließbänder umfassen;
             1.4.      Schicht: ein Produktszeitraum eines Fließbandes während der täglichen Arbeitszeit;
             1.5.      Produktionsbetriebszeit: ein fortgesetzter Fertigungszeitraum des gleichen Produkttyps am gleichen
                       Fließband;
             1.6.      St: die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps, die in der gleichen Schicht gefertigt werden;
             1.7.      Bzst: die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps aus der Fertigung in einer Produktionsbetriebs-
                       zeit.
             2.        PRÜFUNGEN
                       Die Scheiben werden folgenden Prüfungen unterworfen:
             2.1.      Vorgespannte Windschutzscheiben und sonstige Scheiben
             2.1.1.    Prüfung der Bruchstruktur gemäß Vorschriften nach Anhang III D, Punkt 2.
             2.1.2.    Prüfung der Lichtdurchlässigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.1.
             2.1.3.    Für Glasscheiben, die als Windschutzscheibe verwendet werden:
             2.1.3.1. Prüfung der optischen Verzerrung gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.2.
             2.1.3.2. Prüfung auf Doppelbilder gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.3.
              2.2.      Glasscheiben aus normalem Verbundglas und Kunststoffglas mit Ausnahme von Windschutzscheiben
              2.2.1.    Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel gemäß Vorschriften nach Anhang III F, Punkt 4.
              2.2.2.    Prüfung bei erhöhter Temperatur gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 5.
              2.2.3.    Prüfung der Lichtdurchlässigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 9.1.
              2.2.4.    Nur für Scheiben aus Kunststoffglas
              2.2.4.1. Abriebprüfung gemäß Vorschriften nach Anhang III F, Punkt 2.1.
              2.2.4.2. Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III F, Punkt 3.
              2.2.4.3. Prüfung der Chemikalienbeständigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 11.
              2.2.5.    Obige Voraussetzungen werden als erfüllt angesehen, wenn die entsprechenden Prüfungen an einer
                        Windschutzscheibe dieser Zusammensetzung durchgeführt worden sind.
              2.3.      Kunststoffbeschichtete Glasscheiben
                        Zusätzlich zu den in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen werden folgende durchgeführt:
              2.3.1.    Abriebprüfung gemäß Vorschriften nach Anhang III F, Punkt 2.1.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 218/81
          2.3.2.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III F, Punkt 3.
          2.3.3.   Prüfung der Chemikalienbeständigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang III C, Punkt 11.
          2.4.     Doppelverglasung
                   Die in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen sind auf jeder Scheibe durchzuführen, die Bestandteil
                   der Doppelverglasung ist, und zwar mit der gleichen Häufigkeit und den gleichen Anforderungen.
          3.       ZAHL UND ERGEBNISSE DER PRÜFUNGEN
          3.1.     Bruchstruktur
          3.1.1.    Prüfungen
          3.1.1.1. Eine erste Prüfserie mit einem Bruch an jedem Aufschlagpunkt gemäß Vorschrift der vorliegenden
                   Richtlinie erfolgt mit fotografischen Aufzeichnungen zu Beginn der Produktion jedes neuen Scheiben-
                   typs, um den wichtigsten Bruchpunkt zu ermitteln.
                   Allerdings erfolgt diese erste Prüfserie bei vorgespannten Windschutzscheiben nur, wenn die Jahres-
                   produktion von Scheiben dieses Typs über 200 Einheiten liegt.
          3.1.1.2. "Während der Produktionsbetriebszeit erfolgt die Kontrollprüfung an dem nach Punkt 3.1.1.1 ermittel-
                   ten Bruchpunkt.
          3.1.1.3. Zu Beginn jeder Produktionsbetriebszeit oder nach einer Färbungsänderung muß eine Kontrollprüfung
                   erfolgen.
          3.1.1.4. Während der Produktionsbetriebszeit müssen die Kontrollprüfungen mit folgender Mindesthäufigkeit
                   erfolgen:
                                Vorgespannte                         Andere
                                                              vorgespannte Scheiben               Vorbehandelte
                             Windschutzscheibe                                             Verbundglaswindschutzscheibe
                                                              als Windschutzscheiben
                   — St < 200: eine pro Produk-          — Bzst <       500: eine    pro  0,1 % pro Typ
                        tionsbetriebszeit                    Schicht
                   — St > 200: eine in jeder ande-       — Bzst >       500: zwei    pro
                        ren Produktionsstunde                Schicht
          3.1.1.5. Bei Abschluß der Produktionsbetriebszeit muß die Kontrollprüfung bei einer der zuletzt gefertigten
                   Scheiben erfolgen.
          3.1.1.6. Wenn Bzst < 20 ist, erfolgt nur eine Bruchstrukturprüfung pro Produktionsbetriebszeit.
          3.1.2.    Ergebnisse
                   Alle Ergebnisse einschließlich derjenigen, für die kein fotografischer Nachweis geführt wird, sind
                   aufzuzeichnen.
                   Darüber hinaus wird pro Schicht eine Kontaktfotografie erstellt, ausgenommen wenn Bzst < 500
                   ist; in diesem Fall wird pro Produktionsbetriebszeit eine einzige Kontaktfotografie erstellt.
          3.2.      Phantomfallprüfung
          3.2.1.    Prüfungen
                   Die Kontrolle wird an einer Mustermenge durchgeführt, die mindestens 0,5 % der Tagesproduktion
                   an Verbundglaswindschutzscheiben eines Fließbandes entspricht, und zwar bei maximal 15 Wind-
                   schutzscheiben täglich.
                   Die Auswahl der Prüfmuster muß für die Produktion der verschiedenen Windschutzscheibentypen
                   repräsentativ sein.
                   In jedem Fall erfolgt die Phantomfallprüfung an mindestens zwei Prüfmustern pro Dickenkategorie
                   jährlich.
          3.2.2.    Ergebnisse
                   Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/82                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     17. 8. 87
          3.3.    Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel
          3.3.1.   Prüfungen
                  Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten. Allerdings können die Prüfungen aus praktischen
                  Gründen auch an Fertigprodukten oder einem Teil dieser Produkte durchgeführt werden.
                  Die Kontrolle erfolgt an einer Prüfmenge, die mindestens 0,5% der Produktion einer Schicht
                  entspricht, und zwar bei einer Maximalmenge von 10 Proben täglich.
          3.3.2.  Ergebnisse
                  Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
          3.4.    Prüfung bei erhöhter Temperatur
           3.4.1.  Prüfungen
                  Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten. Allerdings können die Prüfungen aus praktischen
                  Gründen auch an Fertigprodukten oder einem Teil dieser Produkte durchgeführt werden. Letztere
                  werden so ausgewählt, daß alle Zwischenschichten anteilsmäßig zu ihrer Verwendung geprüft werden.
                  Die Kontrolle erfolgt an mindestens drei Proben der täglichen Produktion pro Zwischenschichtfär-
                  bung.
           3.4.2.  Ergebnisse
                  Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
           3.5.   Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
           3.5.1.   Prüfungen
                  Dieser Prüfung werden Proben unterworfen, die für die gefärbten Endprodukte repräsentativ sind.
                  Die Kontrolle erfolgt mindestens zu Anfang jeder Produktionsbetriebszeit, wenn sich eine Änderung
                  der Eigenschaften der Glasscheibe auf die Prüfergebnisse auswirkt.
                  Glasscheiben mit einer bei der Bauartgenehmigungsprüfung gemessenen normalen Lichtdurchlässig-
                  keit von größer oder gleich 80 % im Falle von Windschutzscheiben und größer oder gleich 75 % im
                  Falle von anderen Glasscheiben als Windschutzscheiben oder Scheiben der Kategorie V werden dieser
                  Prüfung nicht unterworfen.
                  Anstelle dieser Prüfung kann der Scheibenlieferant im Falle von vorgespannten Glasscheiben eine
                  Bescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, daß obige Vorschriften erfüllt sind.
           3.5.2.  Ergebnisse
                  Der Wert der Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen. Darüber hinaus ist bei Windschutzscheiben mit
                  Abdeckstreifen oder Farbkeil anhand der unter 3.2.1.2.2.4 erwähnten Zeichnungen zu verifizieren,
                  ob sich diese Streifen außerhalb von Zone I' befinden.
           3.6.   Prüfung auf optische Verzerrung und Doppelbilder
           3.6.1.   Prüfungen
                  Jede Windschutzscheibe wird auf Mängel im Aussehen geprüft. Darüber hinaus erfolgen Messungen
                   in den verschiedenen Sichtzonen nach den vorgeschriebenen Verfahren oder jeglichen Verfahren mit
                   ähnlichen Ergebnissen mit folgender Mindesthäufigkeit:
                  — bei St < 200 eine Probe pro Schicht,
                  — bei St ^ 200 zwei Proben pro Schicht
                  — oder bei 1 % der Produktion, wobei die entnommenen Proben für die gesamte Produktion
                       repräsentativ sind.
           3.6.2.   Ergebnisse
                   Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
           3.7.     Abriebprüfung
           3.7.1.   Prüfungen
                   Diese Prüfung wird nur mit kunststoffbeschichteten Scheiben und Kunststoff-/Glasscheiben durchge-
                   führt. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoff-
                   beschichtung oder der Zwischenschicht.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 218/83
          3.7.2. Ergebnisse
                 Die gemessene Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen.
          3.8.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
          3.8.1.  Prüfungen
                 Nur die kunststoffbeschichteten Scheiben und Kunststoff-/Glasscheiben werden dieser Prüfung unter-
                 zogen. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoff-
                 beschichtung oder der Zwischenschicht.
          3.8.2. Ergebnisse
                 Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
          3.9.   Chemikalienbeständigkeit
          3.9.1.  Prüfungen
                 Nur die kunststoffbeschichteten Scheiben und Kunststoff-/Glasscheiben werden dieser Prüfung unter-
                 worfen. Die Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoff-
                 beschichtung oder der Zwischenschicht.
          3.9.2. Ergebnisse
                 Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/84                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   17. 8. 87
                                                          ANHANG     III L
                                                              MUSTER
                                                                                     Bezeichnung der Behörde
          ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP BEZÜGLICH
                              DER WINDSCHUTZSCHEIBE UND DER ANDEREN GLASSCHEIBEN
           (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung
          der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche
                                                     Zugmaschinen auf Rädern
           Nr. der EWG-Betriebserlaubnis:                            Erweiterung Nr.
             1. Marke (Firmenname) der Zugmaschine:
             2. Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine:
             3. Name und Anschrift des Herstellers:
             4. gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten:
             5. Beschreibung des Typs der Windschutzscheibe und der anderen Scheiben (vorgespannt, Verbundglas,
                 Kunststoff, Kunststoff-/Glasscheibe, plan, gebogen usw.)
             6. EWG-Genehmigungsnummer der Windschutzscheibe und der anderen Scheiben:
             7. Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Abnahme:
             8. Mit der Abnahme beauftragte Prüfstelle:
             9. Datum des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls:
           10. Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls:
           11. Die EWG-Betriebserlaubnis für die Windschutzscheibe und anderen Scheiben wird erteilt/versagt (l)
           12. Ort:
           13. Datum:
           14. Unterschrift:
           15. Folgende Dokumente mit der o.a. EWG-Betriebserlaubnisnummer sind vorliegender Mitteilung beigefügt:
                             Seitenansichten
                             Explosionszeichnung oder Fotografie der Windschutzscheibe und der anderen Scheiben, mit
                             denen das Fahrerhaus der Zugmaschine ausgestattet ist.
                 Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf deren ausdrücklichen
                 Wunsch zu übermitteln.
            16. Mögliche Anmerkungen:
           (!) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 218/85
                                                            ANHANG IV
                    MECHANISCHE VERBINDUNGEN ZWISCHEN ZUGMASCHINE UND ANHÄNGER
           1.       BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
           1.1.     „Mechanische Verbindungen zwischen Zugmaschine und Anhänger" sind die technischen Einrichtun-
                    gen an der Zugmaschine und am Anhänger, die die mechanische Verbindung zwischen der Zugmaschi-
                    ne und dem Anhänger herstellen.
                    Unter den zahlreichen Typen mechanischer Verbindungen lassen sich unterscheiden:
                    a) an  der Zugmaschine:
                       —    Haken,
                       —    Gabelkopf,
                       —   Zugstange (geläufiger unter der Bezeichnung Deichsel);
                    b) am Anhänger:
                       — Zugöse.
           1.2.     „Höhe der Anhängevorrichtung über dem Boden" ist der Abstand zwischen der horizontalen Ebene
                    mit der Bezugsmitte der Anhängevorrichtung und der horizontalen Ebene, auf der die Räder der
                   Zugmaschine stehen.
           1.3.     „Überstand der Anhängevorrichtung" ist der Abstand zwischen der Bezugsmitte der Anhängevorrich-
                   tung und der senkrechten Ebene durch die Hinterradachse der Zugmaschine.
          2.        ANWENDUNGSBEREICH
                   Da die mechanischen Verbindungen zwischen den international am meisten wenn nicht ausschließlich
                   gehandelten Zugmaschinentypen und ihren Anhängern aus Haken, Gabelkopf und Zugöse bestehen,
                   betreffen die Vorschriften dieser Richtlinie nur diese Verbindungen.
          3.        VORSCHRIFTEN
          3.1.     Die Haken, Gabelköpfe und Zugösen müssen die Vorschriften zu Abmessungen und Festigkeit nach
                   3.2 und 3.3 unten erfüllen.
          3.2.     Abmessungen
          3.2.1.   Die Abmessungsvorschriften entsprechen folgenden ISO-Normen:
          3.2.1.1. ISO 6489/1 — Landwirtschaftliche Fahrzeuge — Mechanische Verbindungen an Zugfahrzeugen —
                   Teil 1: Typ Haken — Abmessungen (erste Ausgabe — Oktober 1980).
          3.2.1.2. ISO 6489/2 — Landwirtschaftliche Fahrzeuge — Mechanische Verbindungen an Zugfahrzeugen —
                   Teil 2: Typ Gabelkopf — Abmessungen (erste Ausgabe — Oktober 1980).
          3.2.1.3. ISO 5692 — Landwirtschaftliche Fahrzeuge — Mechanische Verbindungen zwischen Fahrzeugen —
                   Zugöse — Spezifikationen — (erste Ausgabe — Februar 1979).
          3.2.2.   Darüber hinaus muß die maximale Höhe der Anhängevorrichtung über dem Boden (h) im Verhältnis
                   zum Abstand zwischen den Achsen (I) einem der folgenden Verhältnisse entsprechen:
                   — h «£ 0,35 I, wenn Ma «S 0,35 Mt,
                   — h «S 0,5 I, wenn Ma > 0,35 Mt.
          3.2.3.   Der Überstand der Anhängevorrichtung wird vom Hersteller angegeben.
          3.3.     Vorschriften zur Festigkeit
                   Zur Überprüfung der Festigkeit werden die mechanischen Verbindungen der dynamischen Prüfung
                   unterzogen, deren Verfahren im Nachtrag beschrieben ist.
                   Während der Prüfung dürfen keinerlei bleibende Verformungen oder Risse auftreten.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/86                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        17. 8. 87
                                                            Anlage 1
                                              DYNAMISCHES PRÜFVERFAHREN
           1.  Prüfverfahren
              Nachfolgend ist das Verfahren für die Ermüdungsprüfung beschrieben, das mit der vollständigen Zugvor-
              richtung durchgeführt werden muß, d.h. bei Ausstattung mit allen zu ihrer Befestigung erforderlichen
              Teilen unter Ausschluß des Anhängers. Alle Teile sind nach den Empfehlungen des Herstellers zu ihrer
              Befestigung am Anhänger auf einer Prüfeinrichtung montiert.
           2. Parameter der Prüfung
              Die Teile der Schlepperzugvorrichtung werden nach den Nennwerten für die zulässige horizontale und
              vertikale Krafteinwirkung geprüft. Diese Kräfte werden vom Hersteller spezifiziert.
           3. Ablauf der Prüfung
              Man läßt die Kraft mit einer Standardöse entsprechend der in Anhang IV, Punkt 3.2.3 erwähnten ISO-
              Norm 5692 an der Prüfeinrichtung angreifen. Die Prüfkraft wird durch Multiplizieren der unter obigem
              Punkt 2 erwähnten horizontalen und vertikalen Kräfte mit dem Faktor 1,3 erhalten.
              Die zu prüfenden Teile werden am hinteren Ende abwärtsgerichteten, sinusförmig variierenden Belastungen
              ausgesetzt, die am normalen Berührungspunkt zwischen der Vorrichtung und der Öse mit variablen
              Werten zwischen der Berührungskraft und der definierten Prüfkraft angreifen.
              Die Berührungskraft ist so gering wie möglich, um jegliches Spiel auszuschalten.
              Umfassen diese Teile Dämpfer, so werden diese während der Prüfung nicht ausgebaut. In diesem Fall
              wird im Prüfprotokoll ihr Verhalten vor, während und nach der Prüfung aufgezeichnet.
              Die Häufigkeit der sinusförmig variierenden Belastungen darf bei einer Zyklusanzahl von 2"106 einen
              Wert von 35 Hz nicht überschreiten.
              Nach der Prüfung muß jeder Bruch, jede bleibende Verformung und jeder mit bloßem Auge erkennbare
              Riß aufgezeichnet werden.
           4. Toleranzen
              Folgende Toleranzen sind auf die während der Prüfung vorgenommenen Messungen anzuwenden:
              — Ablenkung: ± 1 mm,
              — Kraft: ± 1%
 ---pagebreak--- 17. 8. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 218/87
                                                             Anlage 2
                                                            MUSTER
                                                                                    Bezeichnung der Behörde
          ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP BEZÜGLICH
                             SEINER MECHANISCHEN VERBINDUNG MIT EINEM ANHÄNGER
          (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung
          der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche
                                                   Zugmaschinen auf Rädern)
          Nr. der EWG-Betriebserlaubnis:
            1. Marke (Hersteller der Zugmaschine):
            2. Typ und Handelsbezeichnung:
            3. Name und Anschrift des Herstellers:
            4. Name und Anschrift des Beauftragten:
            5. Beschreibung des Typs der mechanischen Verbindung (Haken, Gabelkopf, Dreipunktanbau, Lochstange,
               Zugstange usw.)
            6. Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnis:
            7. Mit der Betriebserlaubnisprüfung beauftragte Prüfstelle:
            8. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls:
            9. Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls:
          10. Die EWG-Betriebserlaubnis für die mechanische Verbindung zur Ankupplung eines Anhängers wird
               erteilt/versagt (l)
          11. Ort:
          12. Datum:
          13. Unterschrift:
          14. Folgende Dokumente mit der EWG-Betriebserlaubnisnummer wie oben angegeben sind vorliegender
               Mitteilung beigefügt:
                           Seitenansichten
                           Explosionszeichnung oder Fotografie des Typs der mechanischen Verbindung.
               Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf ausdrücklichen Wunsch zu
               übermitteln.
          15. Mögliche Anmerkungen:
          (') Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/88                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          17. 8. 87
                                                             ANHANG      V
           ANORDNUNG UND ANBRINGUNGSART VON SCHILDERN UND KENNZEICHEN AM ZUG-
                                                         MASCHINENRUMPF
           1.       ALLGEMEINES
           1.1.     Jede land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine muß mit einem Kennzeichenschild und den in
                    nachfolgenden Absätzen beschriebenen Aufschriften versehen sein. Kennzeichenschild und Aufschrif-
                    ten werden vom Hersteller oder seinem Beauftragten angebracht.
           2.        FIRMENSCHILD
           2.1.      Ein Firmenschild gemäß Muster im Nachtrag zu vorliegendem Anhang muß an einem gut erkennbaren
                     Ort fest und leicht zugänglich auf einem Teil angebracht sein, das im Laufe des Betriebs normalerweise
                     nicht ausgetauscht wird; es muß leicht leserlich sein und folgende Angaben der Reihe nach numeriert
                     und in haltbarer Form enthalten:
           2.1.1.    Name des Herstellers.
           2.1.2.    Marke (falls vom Namen abweichend).
           2.1.3.    Anschrift.
           2.1.4.    Typ der Zugmaschine (und gegebenenfalls Modell).
           2.1.5.    EWG-Betriebserlaubnisnummer.
                     Diese Nummer besteht aus dem kleingeschriebenen Buchstaben ,,e", der Reihe nach gefolgt von der
                     Zahl oder den Kennzeichnungsbuchstaben des Landes, das die EWG-Abnahme erteilt hat,
                       1   für die BRD,
                      2    für Frankreich,
                      3    für Italien,
                      4    für die Niederlande,
                      6    für Belgien,
                      9    für Spanien,
                     11    für Großbritannien,
                     12    für Luxemburg,
                     18    für Dänemark,
                     21    für Portugal,
                     EL    für Griechenland,
                     IRL   für Irland,
                     und der Betriebserlaubnisnummer, die der Nummer des Betriebserlaubnisbogens für diesen Fahrzeug-
                     typ entspricht. Zwischen dem Buchstaben ,,e" und der Kennzahl oder den Buchstaben des Landes,
                     das die EWG-Betriebserlaubnis erteilt hat, wie auch zwischen dieser Zahl oder diesen Buchstaben
                     und der Betriebserlaubnisnummer wird ein Stern angebracht.
            2.1.6.   Identifizierungsnummer der Zugmaschine.
            2.1.7.   Masse der unbeladenen betriebsbereiten Zugmaschine.
            2.1.8.   Maximal zulässige Lademasse der Zugmaschine, aufgeschlüsselt nach den möglichen Reifenausstat-
                     tungen.
            2.1.9.   Maximal zulässige Lademasse für Zugmaschine und Anhänger für den Fall, daß die Zugmaschine
                     mit einem landwirtschaftlichen Anhänger betrieben wird, wobei zu unterscheiden ist zwischen:
            2.1.9.1. Anhänger ohne Bremsanlage.
            2.1.9.2. Anhänger mit mechanischer Bremsanlage.
            2.1.9.3. Anhänger mit Servobremsanlage.
            2.2.     Der Hersteller kann unter oder seitlich von den vorgeschriebenen Aufschriften außerhalb eines
                     deutlich markierten Rechtecks, das ausschließlich die nach Punkt 2.1.1 bis 2.1.9 vorgeschriebenen
                      Angaben enthält, zusätzliche Angaben machen (vgl. nachfolgendes Beispiel eines Firmenschildes).
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3.       IDENTIFIZIERUNGSNUMMER DER ZUGMASCHINE
         Die Fahrzeugidentifizierungsnummer besteht aus einer gegliederten Zeichenkombination, die jedem
         Fahrzeug vom Hersteller zugeordnet wird. Ihr Zweck besteht darin, ohne Rückgriff auf andere
         Angaben die unverwechselbare Identifizierung jedes Fahrzeugs durch den Hersteller über einen
         Zeitraum von 30 Jahren feststellen zu können.
         Die Identifizierungsnummer muß folgenden Vorschriften entsprechen:
3.1.     Sie muß auf dem Firmenschild und am Fahrgestell oder einem anderen ähnlichen Bauteil angebracht
         sein.
3.1.1.   Sie muß im Rahmen des Möglichen aus nur einer Zeile bestehen.
4.       ZEICHEN
4.1.     Für alle nach Absatz 2 und 3 vorgesehenen Kennzeichnungen sind lateinische Buchstaben und
         arabische Zahlen zu verwenden. Allerdings müssen die für die nach Punkt 2.1.1, 2.1.2 und 3
         vorgesehenen Angaben verwendeten lateinischen Buchstaben großgeschrieben sein.
4.2.     Zur Angabe der Identifizierungsnummer des Fahrzeugs:
4.2.1.   ist die Verwendung der Buchstaben I, O und Q sowie von Gedankenstrichen, Sternen und anderen
         Sonderzeichen unzulässig;
4.2.2.   die Buchstaben und Zahlen müssen folgende Mindesthöhen haben:
4.2.2.1. 7 mm für Zeichen, die direkt auf dem Fahrgestell oder dem Rahmen oder einem anderen ähnlichen
         Bauteil des Fahrzeugs angebracht sind;
4.2.2.2. 4 mm für Zeichen auf dem Firmenschild.
 ---pagebreak--- Nr. C 218/90                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  17. 8. 87
                                                  Beispiel für das Firmenschild
           Folgendes Beispiel hat keinen Einfluß auf die Angaben, die wirklich im Firmenschild erscheinen; es ist
           ausschließlich als Anhaltspunkt gedacht.
                                                 BRAUN TRAKTOR WERKE
                                                              MAJOR
                                                          Lyoner Strasse
                                                    AACHEN — Deutschland
                                                            e * 1 * 1792
                                                            Typ: 190 E
                                                      Nummer: AE 7954 W
                                                      Leergewicht: 2 350 kg
                                            Reifen                X         X      X
                                          Gesamt-              4 250     3 840  3 650
                                          ladegewicht:
                                    Fahrzeuggesamtgewicht:
                                    — ungebremster Anhänger: 3 350 kg
                                    — Anhänger mit mechanischer Bremsanlage: 8 350 kg
                                    — Anhänger mit Servobremsanlage: 11 450 kg
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                                                               Anlage
                                                              MUSTER
                                                                                     Bezeichnung der Behörde
            ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP BETREF-
            FEND ANBRINGUNGSSTELLEN UND ANBRINGUNG VON SCHILDERN UND KENNZEICHEN AM
                                                 RUMPF VON ZUGMASCHINEN
            (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/1S0/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung
            der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche
                                                     Zugmaschinen auf Rädern
            Nummer der EWG-Betriebserlaubnis:
             1. Fabrikmarke (Firmenbezeichnung):
             2. Typ und Handelsbezeichnung:
             3. Name und Anschrift des Herstellers:
             4. Name und Anschrift des Beauftragten:
             5. Datum der Vorführung der Zugmaschine für die EWG-Betriebserlaubnisprüfung:
             6. Mit der Betriebserlaubnisprüfung beauftragte Prüfstelle:
             7. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls:
             8. Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls:
             9. Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Anbringungsstellen und Anbringung von Schildern und Kenn-
                 zeichen am Rumpf der Zugmaschine wird erteilt/versagt (l)
            10. Ort:
            11. Datum:
            12.   Unterschrift:
          (]) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak--- Nr. C 218/92                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    17. 8. 87
          13. Folgende Dokumente mit der o.a. EWG-Betriebserlaubnisnummer sind vorliegender Mitteilung beigefügt:
                        Seitenansichten
                        Explosionszeichnung oder Fotografie der Anordnung und Anbringungsart von Schildern und
                        Kennzeichen am Rumpf der Zugmaschine
              Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf ausdrücklichen Wunsche
              zu übermitteln.
          14. Mögliche Anmerkungen: