CELEX: C2005/229/80
Language: de
Date: 2005-09-17 00:00:00
Title: Rechtssache T-294/05: Klage des Jean-Marc Colombani gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 26. Juli 2005

17.9.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 229/38
            
         Klage des Jean-Marc Colombani gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 26. Juli 2005
   (Rechtssache T-294/05)
   (2005/C 229/80)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Jean-Marc Colombani, wohnhaft in Brüssel, hat am 26. Juli 2005 eine Klage gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften beim Gericht erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften eingereicht. Bevollmächtigte des Klägers sind die Rechtsanwälte Stéphane Rodrigues und Yola Minatchy.
   Der Kläger beantragt,
   
               —
            
            
               die Entscheidung der Kommission vom 28. September 2004, mit der die Wiedereinweisung des Klägers zum 1. Oktober 2004 ausgesprochen wird, sowie die Entscheidung vom 21. April 2005, mit der die Kommission die am 20. September 2004 eingereichte Beschwerde des Klägers, mit der beantragt wird, den Zeitpunkt der Wirksamkeit der Wiedereinweisung rückwirkend auf den 1. September 2004 festzusetzen, zurückgewiesen hat, aufzuheben;
            
         
               —
            
            
               der Anstellungsbehörde aufzugeben, die Konsequenzen aus dieser Aufhebung zu ziehen, insbesondere dadurch, dass sie den Zeitpunkt der Wiedereinweisung des Klägers auf den 1. September 2004 festsetzt;
            
         
               —
            
            
               dem Kläger Schadensersatz für den erlittenen Schaden in einer geschätzten Höhe von 10 000 Euro als finanzielle Entschädigung und in Höhe eines symbolischen Euros als immaterielle Entschädigung zuzusprechen;
            
         
               —
            
            
               der Beklagten die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.
            
         Klagegründe und wesentliche Argumente
   Der Kläger, ein Beamter der Kommission, befand sich bis zum 31. August 2004 im Urlaub aus persönlichen Gründen. Nachdem er seine Wiedereinweisung nach Ablauf seines Urlaubs beantragt hatte, wurde er innerhalb der GD RELEX mit Entscheidung vom 28. September 2004 wieder in eine Planstelle eingewiesen.
   Mit der vorliegenden Klage betreibt der Kläger die Aufhebung der Wiedereinweisungsentscheidung, soweit er durch diese nicht ab 1. September 2004, dem Zeitpunkt, an dem sein Urlaub endete, wieder eingewiesen worden ist. Er macht geltend, dass mehrere seinem Profil entsprechenden Planstellen zu diesem Zeitpunkt in der Kommission verfügbar gewesen seien und dass die Kommission daher verpflichtet gewesen sei, ihn in eine dieser Planstellen gemäß Artikel 40 des Statuts wieder einzuweisen. Er beruft sich auch auf einen Verstoß gegen eine Entscheidung der Kommission vom 28. April 2004 über die Einzelheiten der Wiedereinweisung mit der Begründung, dass die Kommission sich vor dem Ende seines Urlaubs nicht mit ihm in Verbindung gesetzt habe und darüber hinaus die in dieser Entscheidung vorgesehene Möglichkeit, nämlich einen zusätzlichen Haushaltsposten einzurichten, nicht zu seiner Widereinweisung genutzt habe. Schließlich beruft der Kläger sich auf eine Verletzung des Grundsatzes der ordnungsgemäßen Verwaltung und der Fürsorgepflicht und beantragt auch die Wiedergutmachung des materiellen und des immateriellen Schadens, den er erlitten haben will.