CELEX: 42006X1227(07)
Language: de
Date: 2006-12-27 00:00:00
Title: Regelung Nr. 123 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Scheinwerfersystemen mit variabler Lichtverteilung (AFS) für Kraftfahrzeuge

27.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/615
       Regelung Nr. 123 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) —
               Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Scheinwerfersystemen mit variab-
                                    ler Lichtverteilung (AFS) für Kraftfahrzeuge
 ---pagebreak---                                                            2
L 375/616          DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                               27.12.2006
   A                Verwaltungsvorschriften
                    Anwendungsbereich
                    Diese Regelung gilt für Scheinwerfersysteme mit variabler Lichtverteilung
                    (AFS) für Kraftfahrzeuge.
   1                Begriffsbestimmungen
                    Im Sinne dieser Regelung ist (sind)
   1.1              die Begriffsbestimmungen der Regelung Nr. 48 und ihrer Änderungsserien,
                    die zum Zeitpunkt der Antragstellung in Kraft sind, auch für diese Regelung
                    gültig.
   1.2              „Scheinwerfersystem mit variabler Lichtverteilung“ (oder „System“) ei-
                    ne Beleuchtungseinrichtung, die Lichtbündel mit unterschiedlichen Eigen-
                    schaften für die automatische Anpassung an verschiedene Verwendungsbe-
                    dingungen des Abblendlichts und gegebenenfalls des Fernlichts mit einem
                    Mindestfunktionsumfang nach Absatz 6.1.1 erzeugt; diese Systeme bestehen
                    aus der „Systemsteuerung“, gegebenenfalls einem oder mehr „Stromversor-
                    gungs- und Betriebsgeräten“ und den „Einbaueinheiten“ für die rechte und
                    die linke Fahrzeugseite;
   1.3              „Klasse“ eines Abblendlichts (C, V, E oder W) die Bezeichnung eines in be-
                    sonderen Vorschriften dieser Regelung und der Regelung Nr. 48 definierten
                    Abblendlichts;1
   1
     Nur zur Erläuterung: Die Abblendlichtklassen sind entsprechend dem Verwendungszweck wie folgt festge-
     legt: C für das normale Abblendlicht, V für die Verwendung in beleuchteten Gebieten, wie z. B. in Städten,
     E für die Verwendung auf Straßen, wie z. B. Autobahnen, und W für die Verwendung unter ungünstigen
     Bedingungen, wie z. B. bei nassen Straßen.
 ---pagebreak---                                                   3
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/617
    1.4      „Lichtverteilung“ einer Scheinwerferfunktion eines Systems eine Lichtfunk-
             tion nach den Vorschriften des Absatzes 6.2 bzw. 6.3 dieser Regelung ent-
             weder für eine der Klassen des Abblendlichts oder für das Fernlicht; sie ist
             vom Hersteller für die Anpassung an bestimmte Fahrzeug- und Umgebungs-
             bedingungen vorgesehen und angegeben;
    1.4.1    „Kurvenlicht“ die Bezeichnung für eine Scheinwerferfunktion, bei der das
             Lichtbündel seitlich bewegt oder verändert wird (um eine gleichwertige Wir-
             kung zu erzielen), die für Biegungen, Kurven oder Kreuzungen der Straße
             vorgesehen ist und für die bestimmte photometrische Vorschriften gelten;
    1.4.2    „Kurvenlicht der Kategorie 1“ ein Kurvenlicht, bei dem der Knick der Hell-
             Dunkel-Grenze horizontal verschoben wird;
    1.4.3    „Kurvenlicht der Kategorie 2“ ein Kurvenlicht, bei dem der Knick der Hell-
             Dunkel-Grenze nicht horizontal verschoben wird;
    1.5      „Leuchteneinheit“ ein lichtemittierendes Teil des Systems, das aus opti-
             schen, mechanischen und elektrischen Bauteilen bestehen kann und das das
             Lichtbündel bei einer oder mehr Scheinwerferfunktionen des Systems ganz
             oder teilweise erzeugt;
    1.6      „Einbaueinheit“ ein nicht teilbares Gehäuse (Lampengehäuse) mit einer
             oder mehr Leuchteneinheiten;
    1.7      „rechte Seite“ bzw. „linke Seite“ die Gesamtheit der Leuchteneinheiten,
             die auf der jeweiligen Seite der Längsmittelebene des Fahrzeugs in Bezug
             auf seine Vorwärtsbewegung einzubauen sind;
 ---pagebreak---                                                 4
L 375/618 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
   1.8     „Systemsteuerung“ die Teile des Systems, die von dem Fahrzeug die Sig-
           nale empfangen und den Betrieb der Leuchteneinheiten automatisch steuern;
   1.9     „neutraler Zustand“ der Zustand des Systems, in dem eine bestimmte
           Lichtverteilung des Abblendlichts der Klasse C („normales Abblendlicht“)
           oder gegebenenfalls des Fernlichts erzeugt wird und kein AFS-Steuersignal
           notwendig ist;
   1.10    „Signal“ jedes AFS-Steuersignal nach der Regelung Nr. 48, jedes zusätzli-
           che eingehende Steuersignal an das System oder ein ausgehendes Steuer-
           signal vom System an das Fahrzeug;
   1.11    „Signalgenerator“ ein Gerät, das eines oder mehrere der Signale für Sys-
           temprüfungen reproduziert;
   1.12    „Stromversorgungs- und Betriebsgerät“ ein oder mehr Bauteile einer An-
           lage, die ein oder mehr Teile des Systems mit Energie versorgt, einschließ-
           lich solcher Teile wie Leistungs- und/oder Spannungsregler für eine oder
           mehr Lichtquellen (z. B. elektronische Vorschaltgeräte für Lichtquellen);
   1.13    „Bezugsachse des Systems“ die Schnittlinie der Längsmittelebene des
           Fahrzeugs mit der horizontalen Ebene durch den Bezugsmittelpunkt einer
           Leuchteneinheit, die in den Zeichnungen nach Absatz 2.2.1 dargestellt ist;
   1.14    „Abschlussscheibe“ der äußerste Teil einer Einbaueinheit, der durch die
           Lichtaustrittsfläche Licht durchlässt;
 ---pagebreak---                                                  5
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/619
    1.15     „Beschichtung“ alle Erzeugnisse, die in einer oder mehr Schichten auf die
             Außenfläche einer Abschlussscheibe aufgebracht sind;
    1.16     „Systeme unterschiedlicher Typen“ Systeme, die sich in folgenden wichti-
             gen Punkten unterscheiden:
    1.16.1   Fabrik- oder Handelsmarke(n),
    1.16.2   Hinzufügen oder Weglassen von Bauteilen, die die optischen Merkmale
             oder photometrischen Eigenschaften des Systems verändern können;
    1.16.3   Eignung für Rechts- oder Linksverkehr oder für beide Verkehrsrichtungen;
    1.16.4   Scheinwerferfunktion(en), Lichtverteilung(en) und Klassen;
    1.16.5   Werkstoffe, aus denen die Abschlussscheiben und die etwaigen Beschich-
             tungen bestehen;
    1.16.6   Merkmal des für das System angegebenen Signals (Merkmale der für das
             System angegebenen Signale);
    1.17     „Einstellung“ die Projektion des Lichtbündels oder eines Teils davon auf
             einen Messschirm anhand der entsprechenden Kriterien;
    1.18     „Einstellvorgang“ der Einsatz der im System vorhandenen Einrichtung zur
             vertikalen und/oder horizontalen Einstellung des Lichtbündels;
    1.19     „Funktion für eine andere Verkehrsrichtung“ eine Scheinwerferfunktion,
             eine Lichtverteilung dieser Funktion, nur ein Teil oder Teile davon oder eine
             beliebige Kombination dieser Teile, durch die eine Blendung
 ---pagebreak---                                                  6
L 375/620  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
            vermieden und eine ausreichende Beleuchtung gewährleistet werden soll,
            wenn ein Fahrzeug mit einem nur für eine Verkehrsrichtung ausgelegten
            System vorübergehend in einem Land verwendet wird, in dem die andere
            Verkehrsrichtung gilt;
   1.20     „Ersatzfunktion“ eine Scheinwerferfunktion und/oder eine Signalfunktion im
            Scheinwerfer oder eine Lichtverteilung dieser Funktion, nur ein Teil oder Tei-
            le davon oder eine beliebige Kombination dieser Teile, die bei einem Ausfall
            eine Scheinwerferfunktion oder Lichtverteilung ersetzen soll.
   2        Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für ein System
   2.1      Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung ist von dem Inhaber der Fabrik-
            oder Handelsmarke oder seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzu-
            reichen. Darin ist folgendes anzugeben:
   2.1.1    die Scheinwerferfunktionen des Systems, für das eine Genehmigung nach
            dieser Regelung beantragt wird;
   2.1.1.1  weitere Scheinwerferfunktionen oder Signalfunktionen im Scheinwerfer, die
            durch Leuchten erfüllt werden, die mit den Leuchteneinheiten des Systems,
            für das die Genehmigung beantragt wird, zusammengebaut, kombiniert oder
            ineinander gebaut sind; ausreichende Angaben zur Identifizierung der jewei-
            ligen Leuchten und Angabe der Regelung(en), nach der (denen) sie (ge-
            trennt) genehmigt werden sollen;
   2.1.2    ob der Abblendscheinwerfer für Linksverkehr und Rechtsverkehr oder nur für
            Linksverkehr oder Rechtsverkehr gebaut ist;
 ---pagebreak---                                                    7
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/621
    2.1.3     ob das System mit einer oder mehr einstellbaren Leuchteneinheiten ausge-
              rüstet ist;
    2.1.3.1   die Einbaustellung der jeweiligen Leuchteneinheiten in Bezug auf den Boden
              und die Längsmittelebene des Fahrzeugs;
    2.1.3.2   die größten Winkel über und unter der normalen Stellung, die mit den Ein-
              richtungen für die vertikale Einstellung erreicht werden können;
    2.1.4     die Kategorie der verwendeten auswechselbaren und/oder nicht auswech-
              selbaren Lichtquelle(n) nach der Regelung Nr. 37 oder 99;
    2.1.5     ob das System mit einer oder mehr nicht auswechselbaren Lichtquellen be-
              stückt ist;
    2.1.5.1   die Bezeichnung der Leuchteneinheit(en), in die die angegebene(n) Licht-
              quelle(n) als nicht auswechselbares Teil eingebaut ist (sind);
    2.1.6     gegebenenfalls die Betriebsbedingungen, wie z. B. verschiedene Eingangs-
              spannungen, nach den Vorschriften des Anhangs 9 dieser Regelung.
    2.2       Jedem Antrag auf Genehmigung ist folgendes beizufügen:
    2.2.1     ausreichend detaillierte Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die die Fest-
              stellung des Typs gestatten und in denen die Stelle(n) angegeben ist (sind),
              an der (denen) die Genehmigungsnummer(n) und die zusätzlichen Zeichen
              in Bezug auf den Kreis des Genehmigungszeichens (die Kreise der Geneh-
              migungszeichen) anzubringen sind; in den Zeichnungen muss außerdem die
              geometrische Stellung dargestellt sein, in der die Leuchteneinheiten in Bezug
              auf den Boden und die Längsmittelebene des Fahrzeugs am Fahrzeug an-
              zubringen sind; jede dieser
 ---pagebreak---                                                          8
L 375/622        DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
                  Leuchteneinheiten ist im vertikalen Längsschnitt und in Vorderansicht mit den
                  wichtigsten Einzelheiten der Optikkonstruktion, einschließlich der Be-
                  zugsachse(n) und des Punktes (der Punkte), der (die) bei den Prüfungen als
                  Bezugsmittelpunkt(e) zu verwenden ist (sind), sowie gegebenenfalls der opti-
                  schen Merkmale der Abschlussscheibe, darzustellen;
   2.2.2          eine kurze technische Beschreibung des Systems mit folgenden Angaben:
                  a) die Lichtfunktion(en) und ihre Lichtverteilungen, die von dem System er-
                       zeugt werden sollen;2
                  b) die Leuchteneinheiten, die zu ihrer Erzeugung beitragen,2 und die Signa-
                       le3 mit den technischen Funktionsmerkmalen;
                  c) gegebenenfalls die Kategorie2 des Kurvenlichts;
                  d) gegebenenfalls der zusätzliche Datensatz (die zusätzlichen Datensätze),
                       der (die) für Abblendlicht der Klasse E nach der Tabelle 6 in Anhang 3
                       dieser Regelung zu verwenden ist (sind);
                  e) gegebenenfalls die Vorschriften, die für Abblendlicht der Klasse W nach
                       Anhang 3 dieser Regelung gelten;
                  f) die Leuchteneinheiten3, die ganz oder teilweise eine oder mehr Hell-
                       Dunkel-Grenzen des Abblendlichts erzeugen;
                  g) die Angabe(n)2 nach den Vorschriften des Absatzes 6.4.6 dieser Rege-
                       lung mit Bezug auf die Regelung Nr. 48 Absätze 6.22.6.1.2.1 und
                       6.22.6.1.3;
   2
     In einem Formblatt anzugeben, das dem Muster in Anhang 1 entspricht.
   3
     In einem Formblatt anzugeben, das dem Muster in Anhang 10 entspricht.
 ---pagebreak---                                                     9
27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/623
             h) die Leuchteneinheiten, die die Mindestbeleuchtungsstärke des Abblend-
                 lichts nach Absatz 6.2.9.1 dieser Regelung erzeugen;
             i) Vorschriften für die Befestigung und den Betrieb bei Prüfungen;
             j) sonstige wichtige Angaben.
    2.2.2.1   das Sicherheitskonzept entsprechend den Angaben in den Unterlagen, in
              denen für den Technischen Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung
              durchführt,
                     i. die Verfahren beschrieben sind, die im System vorgesehen sind,
                        damit die Vorschriften der Absätze 5.7.3, 5.9 und 6.2.6.4 eingehalten
                        werden können, und
                    ii. die Anweisungen für ihre Überprüfung nach Absatz 6.2.7 angegeben
                        sind und/oder
                   iii. der Zugang zu den entsprechenden Einzelunterlagen ermöglicht
                        wird, in denen die Leistungsfähigkeit des Systems im Hinblick auf die
                        ausreichende Zuverlässigkeit und die sichere Anwendung der in Ab-
                        satz 2.2.2.1 Ziffer i genannten Verfahren, z. B. FMEA („Failure Mode
                        and Effect Analysis“ - Analyse der Ausfallarten und ihrer Auswirkun-
                        gen) und FTA („Fault Tree Analysis“ - Fehlerbaumanalyse), oder ei-
                        nes vergleichbaren Verfahrens, das für die Gewährleistung der Sys-
                        temsicherheit geeignet ist, nachgewiesen wird.
    2.2.2.2   Marke und Typ etwaiger Stromversorgungs- und Betriebsgeräte, die nicht
              Teil einer Einbaueinheit sind;
 ---pagebreak---                                                  10
L 375/624    DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
   2.2.3      zwei Muster des Systemtyps, für den die Genehmigung beantragt wird, ein-
              schließlich der Befestigungsvorrichtungen, der Stromversorgungs- und Be-
              triebsgeräte und gegebenenfalls der Signalgeneratoren;
   2.2.4      für die Prüfung des Kunststoffs, aus dem die Abschlussscheiben hergestellt
              sind:
   2.2.4.1    vierzehn Abschlussscheiben.
   2.2.4.1.1  Zehn dieser Abschlussscheiben können durch zehn Werkstoffproben ersetzt
              werden, die mindestens 60 mm x 80 mm groß sind, eine ebene oder konvex
              gewölbte Außenfläche und eine mindestens 15 mm x 15 mm große, vorwiegend
              ebene Fläche in der Mitte haben (Krümmungsradius nicht unter 300 mm).
   2.2.4.1.2  Jede dieser Abschlussscheiben oder Werkstoffproben muss nach dem bei
              der Serienfertigung anzuwendenden Verfahren hergestellt worden sein.
   2.2.4.2    gegebenenfalls ein Leuchtenelement oder eine Optikbaugruppe, an der die
              Abschlussscheiben nach den Anweisungen des Herstellers angebracht wer-
              den können.
   2.2.5      für die Prüfung der Beständigkeit der lichtdurchlässigen Kunststoffbauteile
              gegen die ultraviolette Strahlung der Lichtquelle(n) im System, die ultraviolet-
              te Strahlung aussenden kann (können), wie z. B. Gasentladungslichtquellen
              (siehe Anhang 6 Absatz 2.2.4 dieser Regelung):
              jeweils eine Probe des bei dem System verwendeten entsprechenden Werk-
              stoffs oder ein System oder Systemteile, die diese Werkstoffe enthalten. Hin-
              sichtlich des Aussehens und der etwaigen Oberflächenbehandlung muss je-
              de Werkstoffprobe mit dem entsprechenden Teil des zu genehmigenden
              Systems übereinstimmen.
 ---pagebreak---                                                11
27.12.2006 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/625
    2.2.6    Den Angaben über die Werkstoffe, aus denen die Abschlussscheiben und
             etwaigen Beschichtungen bestehen, ist das Gutachten für diese Werkstoffe
             und Beschichtungen beizufügen, falls sie bereits geprüft worden sind.
    2.2.7    bei einem System nach Absatz 4.1.7 ein Fahrzeug, das für das (die) nach
             den Vorschriften des Absatzes 4.1.6 angegebene(n) Fahrzeug(e) repräsenta-
             tiv ist.
    3        Aufschriften
    3.1      Die Einbaueinheiten eines für die Erteilung einer Genehmigung vorgelegten
             Systems müssen mit der Fabrik- oder Handelsmarke des Antragstellers ver-
             sehen sein.
    3.2      Bei allen Einbaueinheiten muss sowohl an der Abschlussscheibe als auch
             am Gehäuse eine ausreichend große Fläche für das Genehmigungszeichen
             und die zusätzlichen Zeichen nach Absatz 4 vorhanden sein; diese Stellen
             sind in den Zeichnungen nach Absatz 2.2.1 anzugeben.
    3.2.1    Wenn jedoch die Abschlussscheibe und das Gehäuse der Einbaueinheit un-
             lösbar miteinander verbunden sind, genügt eine Aufschrift nach Absatz 4.2.5.
    3.3      Bei Einbaueinheiten oder Systemen, die für die wahlweise Verwendung bei
             Rechtsverkehr oder bei Linksverkehr gebaut sind, müssen beide Raststel-
             lungen des optischen Elements (der optischen Elemente) am Fahrzeug oder
             beide Stellungen der Lichtquelle(n) im Reflektor (in den Reflektoren) durch
             die Buchstaben „R/D“ für die dem Rechtsverkehr und „L/G“ für die dem
             Linksverkehr entsprechende Stellung gekennzeichnet sein.
 ---pagebreak---                                                12
L 375/626 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
   3.4     Bei einem System, bei dem die Vorschriften des Absatzes 5.8.2 eingehalten
           werden, indem (zusätzlich) ein Bereich auf der (den) Abschlussscheibe(n)
           der Einbaueinheit(en) abgedeckt wird, muss die Grenze dieses Bereichs
           dauerhaft gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnung ist jedoch nicht erfor-
           derlich, wenn der Bereich deutlich zu erkennen ist.
   4       Genehmigung
   4.1     Allgemeines
   4.1.1   Entsprechen alle nach Absatz 2 vorgelegten Muster eines Systemtyps den
           Vorschriften dieser Regelung, dann ist die Genehmigung zu erteilen.
   4.1.2   Entsprechen zusammengebaute, kombinierte oder ineinander gebaute
           Leuchten des Systems den Vorschriften mehrerer Regelungen, so genügt die
           Anbringung eines einzigen internationalen Genehmigungszeichens unter der
           Voraussetzung, dass jede der zusammengebauten, kombinierten oder inein-
           ander gebauten Leuchten den jeweiligen Vorschriften entspricht.
   4.1.3   Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Ihre
           ersten beiden Ziffern (derzeit 00) bezeichnen die Änderungsserie mit den
           neuesten, wichtigsten technischen Änderungen, die zum Zeitpunkt der Ertei-
           lung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind. Dieselbe Ver-
           tragspartei darf diese Nummer keinem anderen Typ eines Systems nach die-
           ser Regelung mehr zuteilen.
 ---pagebreak---                                                   13
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                  L 375/627
    4.1.4     Über die Erteilung oder Erweiterung oder Versagung oder Zurücknahme der
              Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion für einen Typ
              eines Systems nach dieser Regelung sind die Vertragsparteien des Überein-
              kommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungs-
              blatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung ent-
              spricht und die in Absatz 2.1.3 genannten Angaben enthält.
    4.1.4.1   Wenn die Einbaueinheit(en) mit einem einstellbaren Reflektor versehen ist
              (sind) und diese Einbaueinheit(en) nur in den Einbaustellungen entsprechend
              den Angaben in Absatz 2.1.3 verwendet werden soll(en), muss der An-
              tragsteller aufgrund der Genehmigung den Benutzer in geeigneter Weise ü-
              ber die richtige(n) Einbaustellung(en) informieren.
    4.1.5     Zusätzlich zu der Aufschrift nach Absatz 3.1 ist ein Genehmigungszeichen
              nach den Absätzen 4.2 und 4.3 an den Stellen nach Absatz 3.2 an jeder Ein-
              baueinheit eines Systems anzubringen, das einem nach dieser Regelung
              genehmigten Typ entspricht.
    4.1.6     Der Antragsteller muss in einem Formblatt, das dem Muster in Anhang 1 die-
              ser Regelung entspricht, das Fahrzeug (die Fahrzeuge) angeben, für das
              (die) das System bestimmt ist.
    4.1.7     Wenn die Genehmigung für ein System beantragt wird, das bei der Geneh-
              migung für einen Fahrzeugtyp nach der Regelung Nr. 48 nicht berücksichtigt
              werden soll,
    4.1.7.1   muss der Antragsteller anhand ausreichender Unterlagen nachweisen, dass
              das System bei richtigem Einbau den Vorschriften der Regelung Nr. 48 Ab-
              satz 6.22 entspricht,
 ---pagebreak---                                                             14
L 375/628          DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                                 27.12.2006
   4.1.7.2          ist das System nach der Regelung Nr. 10 zu genehmigen.
   4.2              Zusammensetzung des Genehmigungszeichens
                    Das Genehmigungszeichen setzt sich zusammen aus
   4.2.1            einem internationalen Genehmigungszeichen, bestehend aus
   4.2.1.1          einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes
                    befinden, das die Genehmigung erteilt hat;4
   4.2.1.2          der Genehmigungsnummer nach Absatz 4.1.3;
   4.2.2            dem oder den folgenden zusätzlichen Zeichen:
   4.2.2.1          bei einem System der Buchstabe „X“ und die Buchstaben für die Lichtfunkti-
                    on(en) des Systems:
                    „C“      für das Abblendlicht der Klasse C zusammen mit den Zeichen für die
                             jeweiligen anderen Klassen des Abblendlichts:
                    „E“      für ein Abblendlicht der Klasse E,
                    „V“      für ein Abblendlicht der Klasse V,
   4
     1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5 für Schweden, 6 für Belgien, 7 für
     Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9 für Spanien, 10 für Jugoslawien, 11 für das Vereinigte König-
     reich, 12 für Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 (-), 16 für Norwegen, 17 für Finnland,
     18 für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal, 22 für die Russische Föderation, 23 für
     Griechenland, 24 für Irland, 25 für Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für die Slowakei, 28 für Weißrussland,
     29 für Estland, 30 (-), 31 für Bosnien und Herzegowina, 32 für Lettland, 33 (-), 34 für Bulgarien, 35 (-),
     36 für Litauen, 37 für die Türkei, 38 (-), 39 für Aserbaidschan, 40 für die ehemalige jugoslawische Republik
     Mazedonien, 41 (-), 42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren
     Mitgliedstaaten unter Verwendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 (-), 45 für
     Australien, 46 für die Ukraine, 47 für Südafrika, 48 für Neuseeland, 49 für Zypern, 50 für Malta und 51 für
     die Republik Korea. Die folgenden Zahlen werden den anderen Ländern, die dem Übereinkommen über
     die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile,
     die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die
     gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden, beigetreten
     sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten
     Zahlen werden den Vertragsparteien des Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten Nationen
     mitgeteilt.
 ---pagebreak---                                                    15
27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/629
              „W“     für ein Abblendlicht der Klasse W,
              „R“     für ein Fernlicht;
    4.2.2.2   zusätzlich über jedem Zeichen ein Querstrich, wenn die Lichtfunktion oder
              -verteilung von mehr als einer Einbaueinheit auf einer oder beiden Seiten er-
              zeugt wird;
    4.2.2.3   zusätzlich das Zeichen „T“ hinter dem (den) Zeichen aller Lichtfunktionen
              und/oder Klassen, bei denen die entsprechenden Vorschriften für das Kur-
              venlicht eingehalten sein müssen; diese Zeichen müssen zusammen ganz
              links angeordnet sein;
    4.2.2.4   bei einer getrennten Einbaueinheit der Buchstabe „X“ und die Buchstaben für
              die Lichtfunktion(en) der darin enthaltenen Leuchteneinheit(en);
    4.2.2.5   wenn die Einbaueinheit auf einer bestimmten Seite nicht allein zu einer Licht-
              funktion oder Lichtverteilung einer Lichtfunktion beiträgt, muss sich über dem
              Zeichen für die Funktion ein Querstrich befinden;
    4.2.2.6   bei einem System oder Systemteil, das nur für Linksverkehr bestimmt ist, ein
              waagerechter Pfeil, der, von vorn gesehen, nach rechts zeigt, d. h. nach der
              Straßenseite, die für die jeweilige Verkehrsrichtung bestimmt ist;
    4.2.2.7   bei einem System oder Systemteil, das z. B. durch Umstellung des optischen
              Elements oder der Lichtquelle für beide Verkehrsrichtungen verwendet wer-
              den kann, ein waagerechter Pfeil mit zwei Spitzen, von denen eine nach links
              und eine nach rechts zeigt;
    4.2.2.8   bei einer Einbaueinheit mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe die Buchsta-
              ben „PL“ in der Nähe der Zeichen nach den Absätzen 4.2.2.1 bis 4.2.2.7;
 ---pagebreak---                                                 16
L 375/630  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
   4.2.2.9  bei Teilen einer Einbaueinheit, die den Vorschriften dieser Regelung hinsicht-
            lich des Fernlichts entsprechen, eine Angabe der maximalen Lichtstärke
            durch eine Kennzahl nach Absatz 6.3.2.1.3 in der Nähe des Kreises, in dem
            sich der Buchstabe „E“ befindet.
   4.2.3    In jedem Fall sind die während der Prüfung nach Absatz 1.1.1.1 des An-
            hangs 4 angewandete jeweilige Betriebsart und die zulässige(n) Span-
            nung(en) nach Absatz 1.1.1.2 des Anhangs 4 in den Genehmigungs- und
            Mitteilungsblättern anzugeben, die den Ländern, die Vertragsparteien des
            Übereinkommens sind und diese Regelung anwenden, übersandt werden.
            In den jeweiligen Fällen muss das System oder ein Systemteil wie folgt ge-
            kennzeichnet sein:
   4.2.3.1  Bei einer Einbaueinheit, die den Vorschriften dieser Regelung entspricht und
            so gebaut ist, dass die Lichtquelle des Abblendscheinwerfers nicht gleichzei-
            tig mit der einer anderen Leuchte, mit der er ineinander gebaut sein kann,
            eingeschaltet werden kann, ist hinter das Zeichen für das Abblendlicht im
            Genehmigungszeichen ein Schrägstrich (/) zu setzen.
   4.2.3.2  Bei einer Einbaueinheit, die den Vorschriften des Anhangs 4 dieser Regelung
            nur entspricht, wenn sie mit einer Spannung von 6 V oder 12 V gespeist wird,
            ist in der Nähe der Fassung der jeweiligen Lichtquelle ein Zeichen anzubrin-
            gen, das aus der Zahl 24 besteht, die durch ein schräges Kreuz (x) durchge-
            kreuzt wird.
 ---pagebreak---                                                   17
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/631
    4.2.4     Die beiden Ziffern der Genehmigungsnummer (derzeit 00), die die Ände-
              rungsserie mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen bezeich-
              nen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung auf-
              genommen sind, und gegebenenfalls der vorgeschriebene Pfeil können in
              der Nähe der oben genannten zusätzlichen Zeichen angeordnet werden.
    4.2.5     Die Aufschriften und Zeichen nach den Absätzen 4.2.1 und 4.2.2 müssen
              deutlich lesbar und dauerhaft sein. Sie können an einem inneren oder äuße-
              ren Teil (das lichtdurchlässig sein kann) der Einbaueinheit angebracht wer-
              den, das nicht von seiner Lichtaustrittsfläche (seinen Lichtaustrittsflächen)
              getrennt werden kann. Sie müssen in jedem Fall sichtbar sein, wenn die Ein-
              baueinheit(en) am Fahrzeug angebracht ist (sind). Zur Erfüllung dieser Vor-
              schrift darf ein bewegliches Teil des Fahrzeugs verschoben werden.
    4.3       Anordnung des Genehmigungszeichens
    4.3.1     Einzelne Leuchten
              Anhang 2, Abbildungen 1 bis 10, zu dieser Regelung enthält Beispiele für die
              Anordnungen der Genehmigungszeichen mit den oben genannten zusätzli-
              chen Zeichen.
    4.3.2     Zusammengebaute, kombinierte oder ineinander gebaute Leuchten
    4.3.2.1   Entsprechen zusammengebaute, kombinierte oder ineinander gebaute
              Leuchten des Systems den Vorschriften mehrerer Regelungen, so genügt die
              Anbringung eines einzigen internationalen Genehmigungszeichens, beste-
              hend aus einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und
 ---pagebreak---                                                   18
L 375/632    DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
              die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat, und ei-
               ner Genehmigungsnummer. Dieses Genehmigungszeichen kann an den zu-
               sammengebauten, kombinierten oder ineinander gebauten Leuchten an ei-
               ner beliebigen Stelle angebracht werden, vorausgesetzt, dass
   4.3.2.1.1  es nach den Vorschriften des Absatzes 4.2.5 sichtbar ist;
   4.3.2.1.2  kein lichtdurchlässiges Teil der zusammengebauten, kombinierten oder in-
              einander gebauten Leuchten ausgebaut werden kann, ohne dass gleichzeitig
              das Genehmigungszeichen entfernt wird.
   4.3.2.2    Das Zeichen zur Identifizierung jeder Leuchte, die der jeweiligen Regelung
              entspricht, nach der die Genehmigung erteilt worden ist, muss zusammen mit
              der Nummer der entsprechenden Änderungsserie, die die neuesten, wich-
              tigsten technischen Änderungen enthält, die zum Zeitpunkt der Erteilung der
              Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind, und erforderlichenfalls
              dem vorgeschriebenen Pfeil wie folgt angebracht werden:
   4.3.2.2.1  entweder auf der entsprechenden Lichtaustrittsfläche
   4.3.2.2.2  oder in einer Anordnung, bei der jede der zusammengebauten, kombinierten
              oder ineinander gebauten Leuchten eindeutig identifiziert werden kann (siehe
              mögliche Beispiele in Anhang 2).
   4.3.2.3    Die Größe der einzelnen Teile solch eines einzigen Genehmigungszeichens
              darf nicht kleiner sein als die Mindestabmessungen, die für die kleinsten ein-
              zelnen Zeichen in der Regelung vorgeschrieben sind, nach der die Geneh-
              migung erteilt worden ist.
 ---pagebreak---                                                  19
27.12.2006  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/633
    4.3.2.4   Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer.
              Dieselbe Vertragspartei darf diese Nummer keinem anderen Typ von zu-
              sammengebauten, kombinierten oder ineinander gebauten Leuchten, für den
              diese Regelung gilt, mehr zuteilen.
    4.3.2.5   Anhang 2, Abbildungen 11 und 12, zu dieser Regelung enthält Beispiele für
              die Anordnungen der Genehmigungszeichen für zusammengebaute, kombi-
              nierte oder ineinander gebaute Leuchten mit allen oben genannten zusätzli-
              chen Zeichen und hinsichtlich eines Systems mit Funktionen, die durch mehr
              als eine Einbaueinheit je Fahrzeugseite erfüllt werden.
    4.3.2.6   Anhang 2, Abbildung 13, zu dieser Regelung enthält Beispiele für Genehmi-
              gungszeichen für das vollständige System.
    B         Technische Vorschriften für Systeme oder Systemteile
              Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die photometrischen Messungen
              nach den Vorschriften in Anhang 9 dieser Regelung durchzuführen.
    5         Allgemeine Vorschriften
    5.1       Jedes Muster eines Systems, für das eine Genehmigung nur für Rechtsver-
              kehr beantragt wird, muss den Vorschriften der Absätze 6 und 7 entspre-
              chen; wird allerdings eine Genehmigung für Linksverkehr beantragt, dann
              gelten die Vorschriften des Absatzes 6 sowie die der betreffenden Anhänge
              dieser Regelung sinngemäß (Umkehrung der Richtung von rechts nach links
              und umgekehrt).
 ---pagebreak---                                                20
L 375/634 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
           Demgemäß wird die Bezeichnung der Winkelpositionen und Elemente geän-
           dert, indem „R“ gegen „L“ ausgetauscht wird (und umgekehrt).
   5.1.2   Die Systeme oder Systemteile müssen so beschaffen sein, dass sie bei übli-
           cher Verwendung trotz der dabei möglicherweise auftretenden Erschütterun-
           gen weiterhin einwandfrei funktionieren und die vorgeschriebenen photomet-
           rischen Merkmale behalten.
   5.2     Die Systeme oder Systemteile müssen eine Einrichtung haben, mit der sie
           vorschriftsmäßig am Fahrzeug eingestellt werden können.
   5.2.1   Diese Einstelleinrichtung(en) kann (können) bei Systemen oder Systemteilen
           fehlen, sofern ihre Verwendung auf Fahrzeuge beschränkt wird, bei denen
           sie auf andere Weise eingestellt werden können oder bei denen dies nach
           der Systembeschreibung des Antragstellers nicht erforderlich ist.
   5.3     Das System darf nicht mit Lichtquellen bestückt sein, die nicht nach der Re-
           gelung Nr. 37 oder 99 genehmigt worden sind.
   5.3.1   Ist eine Lichtquelle auswechselbar, dann muss ihre Fassung den in dem Da-
           tenblatt der IEC-Veröffentlichung Nr. 60061-2 angegebenen Abmessungs-
           merkmalen entsprechen (siehe die Angaben in der entsprechenden Rege-
           lung für Lichtquellen).
   5.3.2   Ist eine Lichtquelle nicht auswechselbar, dann darf sie nicht Teil einer Leuch-
           teneinheit sein, die im neutralen Zustand das Abblendlicht erzeugt.
 ---pagebreak---                                                  21
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/635
    5.4      Bei Systemen oder Systemteilen, die für die wahlweise Verwendung bei
             Rechts- und Linksverkehr gebaut sind, darf die Einstellung auf eine bestimm-
             te Verkehrsrichtung entweder bei der Erstausrüstung des Fahrzeugs oder
             durch den Benutzer vorgenommen werden. In jedem Fall dürfen nur zwei
             deutlich unterschiedliche Raststellungen möglich sein (eine für Rechts- und
             eine für Linksverkehr), wobei unbeabsichtigte Verdrehungen sowie Zwi-
             schenstellungen ausgeschlossen sein müssen.
    5.5      Ergänzende Prüfungen sind nach den Vorschriften des Anhangs 4 dieser
             Regelung durchzuführen, um sicherzustellen, dass sich die photometrischen
             Merkmale bei der Benutzung nicht zu stark verändern.
    5.6      Besteht die Abschlussscheibe einer Leuchteneinheit aus Kunststoff, dann
             sind die Prüfungen nach den Vorschriften des Anhangs 6 dieser Regelung
             durchzuführen.
    5.7      An Systemen oder Systemteilen, die abwechselnd Fern- und Abblendlicht
             ausstrahlen, muss eine mechanische, elektromechanische oder sonstige
             Vorrichtung, die zum Umschalten von einer Lichtart auf die andere in die
             Leuchteneinheit(en) eingebaut ist, so beschaffen sein, dass
    5.7.1    sie so widerstandsfähig ist, dass sie trotz der bei üblicher Verwendung mög-
             licherweise auftretenden Erschütterungen 50 000 Betätigungen unbeschädigt
             standhält;
    5.7.2    immer entweder Abblend- oder Fernlicht ausgestrahlt wird und sie nicht in
             einem Zwischenzustand oder einem nicht definierten Zustand bleiben kann;
             falls dies nicht möglich ist, müssen in einem solchen Zustand die Bedingun-
             gen nach Absatz 5.7.3 erfüllt sein;
 ---pagebreak---                                                   22
L 375/636  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
   5.7.3    bei einem Ausfall automatisch Abblendlicht ausgestrahlt oder ein Zustand
            erreicht wird, in dem hinsichtlich der photometrischen Bedingungen z. B.
            durch Ausschalten, Abblenden, Verstellen nach unten und/oder Nutzen einer
            Ersatzfunktion Werte erreicht werden, die in der Zone IIIb nach Anhang 3
            dieser Regelung 1,5 lx nicht überschreiten und in einem Punkt des „Seg-
            ments Emax“ mindestens 4 lx betragen;
   5.7.4    der Benutzer mit üblichen Werkzeugen die Form oder Stellung der bewegten
            Teile nicht verändern oder die Schaltvorrichtung nicht beeinflussen kann.
   5.8      Die Systeme müssen so eingerichtet sein, dass sie - ohne dass entgegen-
            kommende Verkehrsteilnehmer geblendet werden - vorübergehend in einem
            Land verwendet werden können, in dem eine andere als die Verkehrsrich-
            tung gilt, für die die Genehmigung beantragt wird. Zu diesem Zweck müssen
            die Systeme oder Systemteile
   5.8.1    von dem Benutzer ohne Spezialwerkzeuge nach den Vorschriften des Absat-
            zes 5.4 eingestellt werden können oder
   5.8.2    eine Funktion für eine andere Verkehrsrichtung erfüllen können, bei der die
            Beleuchtungsstärke in der anderen Verkehrsrichtung in der Zone IIIb nicht
            mehr als 1,5 lx und bei einer Prüfung, die nach den Vorschriften des Absat-
            zes 6.2 durchgeführt wird und bei der die Einstellung gegenüber der für die
            ursprüngliche Verkehrsrichtung vorgesehenen nicht verändert wird, in dem
            Punkt 50 V nicht weniger als 6 lx beträgt; dabei
   5.8.2.1  kann diese Funktion durch die Abdeckung eines Bereichs der Abschluss-
            scheibe nach Absatz 3.4 ganz oder teilweise erfüllt werden.
 ---pagebreak---                                                  23
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/637
    5.9      Das System muss so beschaffen sein, dass bei einem Ausfall einer Licht-
             quelle ein Ausfallsignal erzeugt wird, damit die entsprechenden Vorschriften
             der Regelung Nr. 48 eingehalten werden.
    5.10     Die Teile, mit denen die auswechselbare Lichtquelle befestigt wird, müssen
             so gebaut sein, dass die Lichtquelle auch im Dunkeln nur in der richtigen La-
             ge eingesetzt werden kann.
    5.11     Bei einem System nach Absatz 4.1.7 gilt Folgendes:
    5.11.1   Dem System sind eine Kopie des Mitteilungsblatts nach Absatz 4.1.4 und
             Anweisungen beizufügen, damit es nach den Vorschriften der Regelung
             Nr. 48 angebaut werden kann.
    5.11.2   Der Technische Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt,
             muss sicherstellen, dass
            a) das System nach den genannten Anweisungen richtig angebaut werden
                 kann;
            b) das System nach dem Anbau an das Fahrzeug den Vorschriften der Re-
                 gelung Nr. 48 Absatz 6.22 entspricht.
                 Zum Nachweis der Einhaltung der Vorschriften der Regelung Nr. 48 Ab-
                 satz 6.22.7.4 ist eine Prüffahrt vorgeschrieben, bei der alle Situationen
                 der Systemsteuerung entsprechend der Beschreibung des Antragstellers
                 zu überprüfen sind. Es ist anzugeben, ob bei allen Lichtverteilungen die
                 Aktivierung, die Leistung und die Deaktivierung der Beschreibung des An-
                 tragstellers entsprechen; gegebenenfalls ist eine offensichtliche Funkti-
                 onsstörung zu beanstanden (z. B. zu großer Winkel oder Flackern).
 ---pagebreak---                                                24
L 375/638  DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
   6        Beleuchtung
   6.1      Allgemeine Vorschriften
   6.1.1    Jedes System muss Abblendlicht der Klasse C nach Absatz 6.2.5 und Ab-
            blendlicht einer oder mehrerer weiterer Klassen ausstrahlen; es kann inner-
            halb jeder Abblendlichtklasse eine oder mehr Lichtverteilungen und die
            Scheinwerferfunktionen nach Absatz 6.3 und/oder 2.1.1.1 dieser Regelung
            aufweisen.
   6.1.2    Das System muss automatische Veränderungen in der Weise ermöglichen,
            dass eine gute Beleuchtung der Fahrbahn erreicht wird und weder der Fahr-
            zeugführer noch andere Verkehrsteilnehmer belästigt werden.
   6.1.3    Das System gilt als annehmbar, wenn es den betreffenden photometrischen
            Vorschriften der Absätze 6.2 und 6.3 entspricht.
   6.1.4    Die photometrischen Messungen sind entsprechend der Beschreibung des
            Antragstellers durchzuführen:
   6.1.4.1  im neutralen Zustand nach Absatz 1.9;
   6.1.4.2  bei V-Signal, W-Signal, E-Signal bzw. T-Signal nach Absatz 1.10;
   6.1.4.3  gegebenenfalls bei anderen Signalen nach Absatz 1.10 und Signalkombina-
            tionen entsprechend den Angaben des Antragstellers.
 ---pagebreak---                                                   25
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/639
    6.2       Vorschriften für das Abblendlicht
              Vor jeder weiteren Prüfung muss das System in den neutralen Zustand ge-
              bracht werden, in dem es Abblendlicht der Klasse C ausstrahlt.
    6.2.1     Auf jeder Seite des Systems (Fahrzeugs) muss das Abblendlicht in neutra-
              lem Zustand durch mindestens eine Leuchteneinheit eine Hell-Dunkel-
              Grenze nach Anhang 8 dieser Regelung erzeugen, oder
    6.2.1.1   es müssen in dem System andere Möglichkeiten zur eindeutigen, richtigen
              Einstellung vorgesehen sein (z. B. optische Merkmale oder kurzzeitig zu
              verwendende Zusatzscheinwerfer).
    6.2.1.2   Anhang 8 gilt nicht für die Funktion für eine andere Verkehrsrichtung nach
              den Absätzen 5.8 bis 5.8.2.1.
    6.2.2     Das System oder Systemteile sind so einzustellen, dass die Lage der Hell-
              Dunkel-Grenze den Vorschriften der Tabelle 2 in Anhang 3 dieser Regelung
              entspricht.
    6.2.3     Bei dieser Einstellung müssen Systeme oder Systemteile, bei denen die Ge-
              nehmigung nur für Abblendlicht beantragt wird, den Vorschriften der nach-
              stehenden betreffenden Absätze entsprechen; Systeme mit zusätzlichen
              Licht- oder Signalfunktionen nach dieser Regelung müssen außerdem den
              Vorschriften der nachstehenden betreffenden Absätze entsprechen, sofern
              sie nicht getrennt eingestellt werden können.
    6.2.4     Wenn ein nach den vorstehenden Angaben eingestelltes System oder auf
              diese Weise eingestellte Systemteile den Vorschriften des Absatzes 6.2.3
              nicht entsprechen, darf die Einstellung nach den Anweisungen des Herstel-
              lers gegenüber der Ersteinstellung so verändert werden, dass die Achse des
 ---pagebreak---                                                 26
L 375/640  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
            Lichtbündels seitlich um höchstens 0,5° nach rechts oder links und vertikal
            um höchstens 0,2° nach oben oder unten verstellt wird.
   6.2.5    Wenn das System eine besondere Lichtverteilung des Abblendlichts erzeugt,
            muss es den Vorschriften in dem jeweiligen Abschnitt (C, V, E, W) des Teils
            A der Tabelle 1 (photometrische Werte) und in der Tabelle 2 (Lage von Emax
            und Lage der Hell-Dunkel-Grenze) des Anhangs 3 dieser Regelung sowie
            den Vorschriften des Absatzes 1 (Vorschriften für die Hell-Dunkel-Grenze)
            des Anhangs 8 dieser Regelung entsprechen.
   6.2.6    Kurvenlicht kann unter folgenden Voraussetzungen ausgestrahlt werden:
   6.2.6.1  Das System entspricht den jeweiligen Vorschriften in Teil B der Tabelle 1
            (photometrische Werte) und Punkt 2 der Tabelle 2 (Vorschriften für die Hell-
            Dunkel-Grenze) des Anhangs 3 dieser Regelung, wenn die Messungen nach
            dem Verfahren durchgeführt werden, das in Anhang 9 für die jeweilige Kate-
            gorie (entweder Kategorie 1 oder 2) des Kurvenlichts, für das die Genehmi-
            gung beantragt wird, angegeben ist.
   6.2.6.2  Der Punkt der maximalen Beleuchtungsstärke Emax liegt nicht außerhalb des
            Rechtecks, das sich von der höchsten vertikalen Position, die in der Tabel-
            le 2 des Anhangs 3 dieser Regelung für die entsprechende Klasse des Ab-
            blendlichts angegeben ist, bis zu 2° unter H-H und von 45° links bis zu 45°
            rechts von der Bezugsachse des Systems erstreckt.
   6.2.6.3  Wenn das T-Signal dem kleinsten Links- oder Rechtsabbiegeradius des
            Fahrzeugs entspricht, erzeugt das System in einem oder mehr Punkten in
            der Zone, die sich von H-H bis zu 2° unter H-H und von 10° bis 45° links
            (oder rechts) von der Bezugsachse des Systems erstreckt, eine Beleuch-
            tungsstärke von mindestens 3 lx.
 ---pagebreak---                                                     27
27.12.2006    DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/641
    6.2.6.4     Wenn die Genehmigung für ein Kurvenlicht der Kategorie 1 beantragt wird,
                ist die Verwendung des Systems auf Fahrzeuge beschränkt, die so beschaf-
                fen sind, dass die horizontale Lage des Knicks der von dem System erzeug-
                ten Hell-Dunkel-Grenze den einschlägigen Vorschriften der Regelung Nr. 48
                Absatz 6.22.7.4.5 Ziffer i entspricht.
    6.2.6.5     Wenn die Genehmigung für ein Kurvenlicht der Kategorie 1 beantragt wird,
                muss das System so ausgelegt sein, dass es bei einem Ausfall, bei dem die
                seitliche Bewegung oder die Veränderung des Lichtbündels beeinträchtigt ist,
                möglich sein muss, automatisch entweder photometrische Bedingungen nach
                Absatz 6.2.5 oder einen Zustand zu erreichen, in dem hinsichtlich der photo-
                metrischen Bedingungen Werte erreicht werden, die in der Zone IIIb nach An-
                hang 3 dieser Regelung 1,5 lx nicht überschreiten und in einem Punkt des
                „Segments Emax“ mindestens 4 lx betragen.
    6.2.6.5.1   Dies ist allerdings nicht erforderlich, wenn bei Positionen in Bezug auf die
                Bezugsachse des Systems bis zu 5° links bei 0,3° über der Linie
                H-H und von mehr als 5° links bei 0,57° über H-H ein Wert von 1 lx in keinem
                Fall überschritten wird.
    6.2.7       Das System ist anhand der entsprechenden Herstelleranweisungen, die in
                dem Sicherheitskonzept nach Absatz 2.2.2.1 angegeben sind, zu überprü-
                fen.
    6.2.8       Systeme oder Systemteile, die für die wahlweise Verwendung bei Rechts-
                und Linksverkehr gebaut sind, müssen in jeder der beiden Raststellungen
                nach Absatz 5.4 den Vorschriften für die jeweilige Verkehrsrichtung entspre-
                chen.
 ---pagebreak---                                                 28
L 375/642  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   6.2.9    Das System muss so beschaffen sein, dass
   6.2.9.1  bei jeder Lichtverteilung des Abblendlichts die Beleuchtungsstärke im Punkt
            50 V auf jeder Seite des Systems mindestens 3 lx beträgt;
            Für die Lichtverteilung(en) des Abblendlichts der Klasse V gilt diese Vor-
            schrift nicht.
   6.2.9.2  vier Sekunden nach dem Einschalten des Systems, das mindestens
            30 Minuten lang abgeschaltet war, bei dem Abblendlicht der Klasse C im
            Punkt 50 V eine Beleuchtungsstärke von mindestens 5 lx erreicht wird.
   6.2.9.3  Weitere Lichtverteilungen:
            Bei Signalen nach Absatz 6.1.4.3 dieser Regelung müssen die Vorschriften
            des Absatzes 6.2 eingehalten sein.
   6.3      Vorschriften für das Fernlicht
            Vor jeder weiteren Prüfung muss das System in den neutralen Zustand ge-
            bracht werden.
   6.3.1    Die Leuchteneinheit(en) des Systems ist (sind) nach den Anweisungen des
            Herstellers so einzustellen, dass der Bereich der maximalen Beleuchtungs-
            stärke im Schnittpunkt (HV) der Linien H-H und V-V liegt.
   6.3.1.1  Alle Leuchteneinheiten, die nicht getrennt eingestellt werden können oder bei
            denen die Einstellung unter Berücksichtigung von Messungen nach Absatz
            6.2 durchgeführt wurde, sind in ihrer unveränderten Stellung zu prüfen.
 ---pagebreak---                                                    29
27.12.2006    DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/643
    6.3.2       Bei den Messungen nach den Vorschriften des Anhangs 9 dieser Regelung
                muss die Beleuchtungsstärke den folgenden Vorschriften entsprechen:
    6.3.2.1     HV muss sich innerhalb der Isoluxlinie für 80 % der maximalen Beleuch-
                tungsstärke befinden.
    6.3.2.1.1   Dieser Höchstwert (EM) darf nicht weniger als 48 lx betragen. Der Höchstwert
                darf keinesfalls 240 lx übersteigen.
    6.3.2.1.2   Die maximale Lichtstärke (IM) jeder Einbaueinheit (ausgedrückt in „tausend
                Candela“), die das Fernlicht mit der maximalen Lichtstärke ganz oder teilwei-
                se erzeugt, ist nach folgender Formel zu berechnen:
                                             IM = 0,625 EM.
    6.3.2.1.3   Die Kennzahl (I'M) dieser maximalen Lichtstärke nach Absatz 4.2.2.9 ergibt
                sich aus der Gleichung
                                                I
                                        I ' M = M = 0,208 EM .
                                                 3
                Dieser Wert ist auf die Werte 5; 10; 12,5; 17,5; 20; 25; 27,5; 30; 37,5; 40; 45;
                50 zu runden.
    6.3.2.2     Von dem Punkt HV ausgehend, darf die Beleuchtungsstärke des Fernlichts in
                waagerechter Richtung nach rechts und links bis zu 2,6° nicht weniger als
                24 lx und bis zu 5,2° nicht weniger als 6 lx betragen.
 ---pagebreak---                                                 30
L 375/644  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   6.3.3    Das von dem System erzeugte Lichtbündel kann automatisch ganz oder teil-
            weise seitlich bewegt werden (oder verändert werden, um eine gleichwertige
            Wirkung zu erzielen), sofern
   6.3.3.1  das System bei den Messungen an jeder Leuchteneinheit nach dem entspre-
            chenden Verfahren in Anhang 9 den Vorschriften der Absätze 6.3.2.1.1 und
            6.3.2.2 entspricht.
   6.3.4    Das System muss so beschaffen sein, dass
   6.3.4.1  die Leuchteneinheit(en) der rechten und die der linken Seite eine Beleuch-
            tungsstärke erzeugen, die jeweils mindestens der halben Mindestbeleuch-
            tungsstärke des Fernlichts nach Absatz 6.3.2.2 entspricht;
   6.3.4.2  vier Sekunden nach dem Einschalten des Systems, das mindestens
            30 Minuten lang abgeschaltet war, bei dem Fernlicht im Punkt HV eine Be-
            leuchtungsstärke von mindestens 42 lx erreicht wird.
   6.3.4.3  Bei Signalen nach Absatz 6.1.4.3 dieser Regelung müssen die Vorschriften
            des Absatzes 6.3 eingehalten sein.
   6.3.5    Wenn die genannten Vorschriften für das Fernlicht nicht eingehalten sind,
            kann eine Neueinstellung vorgenommen werden, indem die Achse des Licht-
            bündels gegenüber der Ersteinstellung um bis zu 0,5° nach oben oder unten
            und/oder bis zu 1° nach rechts oder links verstellt wird; nach der Neueinstel-
            lung müssen alle photometrischen Vorschriften eingehalten sein. Diese Vor-
            schriften gelten nicht für Leuchteneinheiten nach Absatz 6.3.1.1 dieser Rege-
            lung.
 ---pagebreak---                                                  31
27.12.2006  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/645
    6.4       Weitere Vorschriften
              Bei Systemen oder Systemteilen mit einstellbaren Leuchteneinheiten gelten
              die Vorschriften der Absätze 6.2 (Abblendlicht) und 6.3 (Fernlicht) für jede
              nach Absatz 2.1.3 angegebene Einbaustellung (Einstellbereich). Zur Nach-
              prüfung ist folgendes Verfahren anzuwenden:
    6.4.1     Das System wird mit Hilfe des Goniometers in Bezug auf eine Linie, die den
              Bezugsmittelpunkt mit dem Punkt HV auf einem Messschirm verbindet, in je-
              de vorgesehene Stellung gebracht. Das einstellbare System oder die Sys-
              temteile werden dann in die Stellung gebracht, bei der die Lichtverteilung auf
              dem Messschirm den betreffenden Einstellvorschriften entspricht.
    6.4.2     Das System oder die Systemteile müssen mit den Leuchteneinheiten in ihrer
              Ausgangsstellung nach Absatz 6.4.1 den jeweiligen photometrischen Vor-
              schriften der Absätze 6.2 und 6.3 entsprechen.
    6.4.3     Zusätzliche Prüfungen werden durchgeführt, nachdem der Reflektor/das Sys-
              tem oder die Systemteile mit Hilfe der Einstelleinrichtung für das System oder
              die Systemteile aus seiner/ihrer Ausgangsstellung vertikal um + 2° geneigt
              oder zumindest in die Endstellung bei einer Neigung um weniger als 2° ge-
              bracht wurden. Nachdem das gesamte System oder die Systemteile (z. B.
              mit Hilfe des Goniometers) in der entsprechenden entgegengesetzten Rich-
              tung neu eingestellt wurden, ist die Lichtleistung in folgenden Richtungen
              nachzuprüfen, wobei die Werte innerhalb der nachstehenden Grenzen liegen
              müssen:
    6.4.3.1   Abblendlicht: Punkte HV und 75 R bzw. 50 R; Fernlicht: IM und Punkt HV
              (Prozentwert von IM).
 ---pagebreak---                                               32
L 375/646 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
   6.4.4   Hat der Antragsteller mehr als eine Einbaustellung angegeben, so ist das
           Verfahren nach den Absätzen 6.4.1 bis 6.4.3 bei allen anderen Einbaustel-
           lungen zu wiederholen.
   6.4.5   Hat der Antragsteller keine besonderen Einbaustellungen angegeben, dann
           sind das System oder die Systemteile für die Messungen nach den Absätzen
           6.2 (Abblendlicht) und 6.3 (Fernlicht) mit den jeweiligen Einstelleinrichtungen
           für das System oder die Systemteile in die mittlere Stellung zu bringen. Die
           zusätzlichen Prüfungen nach Absatz 6.4.3 sind durchzuführen, nachdem das
           System oder die Systemteile mit Hilfe der jeweiligen Einstelleinrichtung(en) in
           seine (ihre) äußersten Stellungen (anstelle von + 2°) gebracht wurden.
   6.4.6   In einem Formblatt, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht,
           ist anzugeben, welche Leuchteneinheiten eine Hell-Dunkel-Grenze nach An-
           hang 8 dieser Regelung in einer Zone erzeugen, die sich von 6° links bis 4°
           rechts und nach oben von einer Horizontalen bei 0,8° unter H-H aus er-
           streckt.
   6.4.7   In einem Formblatt, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht,
           ist anzugeben, welche Lichtverteilung(en) des Abblendlichts der Klasse E
           gegebenenfalls einem „Datensatz“ der Tabelle 6 des Anhangs 3 dieser
           Regelung entspricht (entsprechen).
   7       Farbe
   7.1     Das ausgestrahlte Licht muss von weißer Farbe sein. Die Farbmerkmale des
           von jedem Teil des Systems ausgestrahlten Lichts müssen, ausgedrückt in
           den CIE-Farbwertanteilen, innerhalb folgender Grenzen liegen:
 ---pagebreak---                                                  33
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/647
             Grenze gegen Blau                      x > 0,310
             Grenze gegen Gelb                      x < 0,500
             Grenze gegen Grün                      y < 0,150 + 0,640 x
             Grenze gegen Grün                      y < 0,440
             Grenze gegen Purpur                    y > 0,050 + 0,750 x
             Grenze gegen Rot                       y > 0382.
    C        Weitere Verwaltungsvorschriften
    8        Änderung des Systemtyps und Erweiterung der Genehmigung
    8.1      Jede Änderung des Systemtyps ist der Behörde mitzuteilen, die den System-
             typ genehmigt hat. Die betreffende Behörde kann dann
    8.1.1    entweder die Auffassung vertreten, dass die vorgenommenen Änderungen
             keine nennenswerten nachteiligen Auswirkungen haben und das System in
             jedem Fall noch den Vorschriften entspricht,
    8.1.2    oder ein weiteres Gutachten bei dem Technischen Dienst anfordern, der die
             Prüfungen durchführt.
    8.2      Die Bestätigung oder Versagung der Genehmigung ist den Vertragsparteien
             des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, unter Angabe der Än-
             derungen nach dem Verfahren nach Absatz 4.1.4 mitzuteilen.
    8.3      Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung bescheinigt,
             teilt jedem Mitteilungsblatt über eine solche Erweiterung eine laufende Num-
             mer zu und unterrichtet hierüber die anderen Vertragsparteien des Überein-
             kommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungs-
             blatt, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
 ---pagebreak---                                               34
L 375/648 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
   9       Übereinstimmung der Produktion
           Die Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion müssen
           den in Anlage 2 zum Übereinkommen (E/ECE/324-
           E/ECE/TRANS/505/Rev.2) beschriebenen Verfahren entsprechen, wobei fol-
           gende Vorschriften eingehalten sein müssen:
   9.1     Ein nach dieser Regelung genehmigtes System muss so gebaut sein, dass
           es dem genehmigten Typ insofern entspricht, als die Vorschriften der Absät-
           ze 6 und 7 eingehalten sind.
   9.2     Die Mindestanforderungen für Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung
           der Produktion nach Anhang 5 dieser Regelung müssen eingehalten sein.
   9.3     Die Mindestanforderungen für stichprobenartige Überprüfungen durch einen
           Prüfer nach Anhang 7 dieser Regelung müssen eingehalten sein.
   9.4     Die Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, kann jederzeit die in jeder
           Fertigungsanlage angewandten Verfahren zur Kontrolle der Übereinstim-
           mung überprüfen. Diese Überprüfungen werden gewöhnlich einmal alle zwei
           Jahre durchgeführt.
   9.5     Systeme oder Systemteile mit offensichtlichen Mängeln werden nicht berück-
           sichtigt.
   9.6     Die Kennzahl wird nicht berücksichtigt.
 ---pagebreak---                                                 35
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/649
    10       Maßnahmen bei Abweichungen in der Produktion
    10.1     Die für einen Systemtyp nach dieser Regelung erteilte Genehmigung kann
             zurückgenommen werden, wenn die Vorschriften nicht eingehalten sind oder
             wenn ein System oder Systemteile, die mit dem Genehmigungszeichen ver-
             sehen sind, dem genehmigten Typ nicht entsprechen.
    10.2     Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens, die diese Regelung an-
             wendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie unverzüglich
             die anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, hierüber mit
             einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser
             Regelung entspricht.
    11       Endgültige Einstellung der Produktion
    11.1     Stellt der Inhaber der Genehmigung die Produktion eines nach dieser Rege-
             lung genehmigten Systemtyps endgültig ein, so hat er hierüber die Behörde,
             die die Genehmigung erteilt hat, zu unterrichten. Nach Erhalt der entspre-
             chenden Mitteilung hat diese Behörde die anderen Vertragsparteien des Ü-
             bereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, hierüber mit ei-
             nem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Re-
             gelung entspricht.
 ---pagebreak---                                               36
L 375/650 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   12      Namen und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für
           die Genehmigung durchführen, und der Behörden
   12.1    Die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung
           anwenden, übermitteln dem Sekretariat der Vereinten Nationen die Namen
           und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für die Geneh-
           migung durchführen, und der Behörden, die die Genehmigung erteilen und
           denen die in anderen Ländern ausgestellten Mitteilungsblätter für die Ertei-
           lung, Erweiterung, Versagung oder die Zurücknahme der Genehmigung oder
           die endgültige Einstellung der Produktion zu übersenden sind.
 ---pagebreak---                                                          37
27.12.2006         DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 375/651
                                                    Anhang 1
                                                   Mitteilung
                                 [größtes Format: A 4 (210 mm x 297 mm)]
        E...     1)                         ausgestellt von:          Bezeichnung der Behörde
                                                                      ……………………………….
    über die         Erteilung der Genehmigung
                     Erweiterung der Genehmigung
                     Versagung der Genehmigung
                     Zurücknahme der Genehmigung
                     endgültige Einstellung der Produktion2
    für einen Typ eines Systems nach der Regelung Nr. ...
    Nummer der Genehmigung ....                    Nummer der Erweiterung der Genehmigung ......
    1         Fabrik- oder Handelsmarke des Systems: …………………………..………...
    2         Bezeichnung des Systemtyps durch den Hersteller: ....................................
    3         Name und Anschrift des Herstellers: .............................................................
    4         Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers:
              …………………………………………………………………………...................
    1
      Kennzahl des Landes, das die Genehmigung erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen hat (siehe die Vor-
      schriften über die Genehmigung in der Regelung).
    2
      Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak---                                                          38
L 375/652         DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                                     27.12.2006
   5         Vorgelegt zur Genehmigung am: ...................................................................
   6         Technischer Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt:
              ……………………………………………………………………………….…….....
   7         Datum des Gutachtens des Technischen Dienstes: ........................................
   8         Nummer des Gutachtens des Technischen Dienstes: ....................................
   9         Kurze Beschreibung:
   9.1       Kategorie nach der entsprechenden Aufschrift3: .............................................
   9.2       Zahl und Kategorie(n) der auswechselbaren Lichtquellen: ..............................
   9.3       Angaben nach Absatz 6.4.6 dieser Regelung (Angabe, welche Leuchteneinheiten
             eine Hell-Dunkel-Grenze nach Anhang 8 dieser Regelung in einer Zone erzeugen,
             die sich von 6° links bis 4° rechts und nach oben von einer Horizontalen bei 0,8°
             unter H-H aus erstreckt.): ..……………………..……….
   9.4       Fahrzeug(e), bei dem (denen) das System für die Erstausrüstung bestimmt ist:
             ……………………………………………………………………………………
   9.5       Angabe, ob die Genehmigung für ein System beantragt wird, das bei der Geneh-
             migung für einen Fahrzeugtyp nach der Regelung Nr. 48 nicht berücksichtigt wer-
             den soll: ………………………………………………………. ja/nein
   9.5.1     Wenn ja, ausreichende Angaben zur Identifizierung des Fahrzeugs (der Fahrzeu-
             ge), für das (die) das System bestimmt ist: ……………………………
   9.6       Angaben nach Absatz 6.4.7 dieser Regelung (Angabe, welche Lichtverteilung(en)
             des Abblendlichts der Klasse E gegebenenfalls einem „Datensatz“ der Tabelle 6
             des Anhangs 3 dieser Regelung entspricht (entsprechen)):
              …………………………………………………………………………………………
   3
     Die in dieser Regelung für jede Einbaueinheit oder Baugruppe von Einbaueinheiten vorgesehene entspre-
     chende Aufschrift angegeben.
 ---pagebreak---                                                                      39
27.12.2006        DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                  L 375/653
    9.7       Angabe, ob die Genehmigung für ein System beantragt wird, das nur in Fahrzeuge
              eingebaut werden soll, bei denen die Stabilisierung/Begrenzung der Stromversor-
              gung des Systems vorgesehen ist: ...……………….. ja/nein
    10        Stelle, an der das (die) Genehmigungszeichen angebracht ist (sind):
              ……………………………………………………………………………...............
    11        Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung: ................................
    12        Die Genehmigung wird erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen4.
    13        Ort: ..................................................................................................................
    14        Datum: ............................................................................................................
    15        Unterschrift: ………..………………………………………………………….........
    16        Ein Verzeichnis der Unterlagen, die bei der Behörde hinterlegt sind, die die Ge-
              nehmigung erteilt hat, und die bei Bedarf angefordert werden können, ist dieser
              Mitteilung beigefügt.
    17        Das System ist so ausgelegt, dass es Abblendlicht der
    17.1      Klasse C               Klasse V                Klasse E                   Klasse W                    ausstrahlt.5
    17.2      mit folgender Lichtverteilung (folgenden Lichtverteilungen), die wie folgt be-
              zeichnet ist (sind), ausstrahlt (falls zutreffend):7
              Lichtverteilung Nr. C 1 Lichtvert. Nr. V … Lichtvert. Nr. E … Lichtvert. Nr. W ...
              Lichtverteilung Nr. C ... Lichtvert. Nr. V … Lichtvert. Nr. E … Lichtvert. Nr. W ...
              Lichtverteilung Nr. C ... Lichtvert. Nr. V … Lichtvert. Nr. E … Lichtvert. Nr. W ...
    4
      Nichtzutreffendes streichen.
    5
      Zutreffendes ankreuzen.
    7
      Bei mehr Einheiten fortsetzen.
 ---pagebreak---                                                      40
L 375/654         DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
   17.3      ausstrahlt, wenn die nachstehenden Leuchteneinheiten für die Lichtverteilung
             Nr. … eingeschaltet sind,5, 6, 7
             a) wenn kein Kurvenlicht ausgestrahlt wird:
             linke Seite     Nr. 1    Nr. 3          Nr. 5        Nr. 7  Nr. 9   Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2       Nr. 4          Nr. 6        Nr. 8  Nr. 10  Nr. 12
             b) wenn Kurvenlicht der Kategorie 1 ausgestrahlt wird:
             linke Seite     Nr. 1   Nr. 3        Nr. 5         Nr. 7   Nr. 9   Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2      Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8   Nr. 10  Nr. 12
             c) wenn Kurvenlicht der Kategorie 2 ausgestrahlt wird:
             linke Seite     Nr. 1   Nr. 3        Nr. 5         Nr. 7   Nr. 9   Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2      Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8   Nr. 10  Nr. 12
             Anmerkung: Die Angaben nach Absatz 17.3 Buchstaben a bis c werden außer-
             dem für jede weitere Lichtverteilung benötigt.
   17.4      Folgende angekreuzte Leuchteneinheiten sind eingeschaltet, wenn sich das Sys-
             tem in seinem neutralen Zustand befindet:5, 6
             linke Seite     Nr. 1   Nr. 3        Nr. 5         Nr. 7   Nr. 9   Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2      Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8   Nr. 10  Nr. 12
   5
     Zutreffendes ankreuzen.
   6
     Bei mehr Einheiten erweitern.
   7
     Bei mehr Einheiten fortsetzen.
 ---pagebreak---                                                           41
27.12.2006        DE                       Amtsblatt der Europäischen Union               L 375/655
    17.5      Folgende angekreuzte Leuchteneinheiten sind eingeschaltet, wenn die Funktion
              des Systems für eine andere Verkehrsrichtung aktiviert ist:5, 6, 7
              a) wenn kein Kurvenlicht ausgestrahlt wird:
              linke Seite      Nr. 1      Nr. 3         Nr. 5        Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
              rechte Seite Nr. 2          Nr. 4         Nr. 6        Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
              b) wenn Kurvenlicht der Kategorie 1 ausgestrahlt wird:
              linke Seite      Nr. 1      Nr. 3         Nr. 5        Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
              rechte Seite Nr. 2          Nr. 4         Nr. 6        Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
              c) wenn Kurvenlicht der Kategorie 2 ausgestrahlt wird:
              linke Seite      Nr. 1      Nr. 3         Nr. 5        Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
              rechte Seite Nr. 2          Nr. 4         Nr. 6        Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
    18        Das System ist so ausgelegt, dass es Fernlicht ausstrahlt:5, 6, 7
    18.1      ja          nein
    18.2      mit folgender Lichtverteilung (folgenden Lichtverteilungen), die wie folgt be-
              zeichnet ist (sind), (falls zutreffend):
                    Fernlichtverteilung Nr. M 1
                    Fernlichtverteilung Nr. M …
                    Fernlichtverteilung Nr. M …
    5
      Zutreffendes ankreuzen.
    6
      Bei mehr Einheiten erweitern.
    7
      Bei mehr Einheiten fortsetzen.
 ---pagebreak---                                                     42
L 375/656         DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
   18.3      wenn die folgenden angekreuzten Leuchteneinheiten für die Lichtverteilung Nr.
             … eingeschaltet sind,
             a) wenn kein Kurvenlicht ausgestrahlt wird:
             linke Seite     Nr. 1  Nr.3         Nr. 5         Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2     Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
             b) wenn Kurvenlicht ausgestrahlt wird:
             linke Seite     Nr. 1  Nr.3         Nr. 5         Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2     Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
   ‫ٱ‬         Anmerkung: Die Angaben nach Absatz 18.3 Buchstaben a und b werden außer-
             dem für jede weitere Lichtverteilung benötigt.
   18.4      Folgende angekreuzte Leuchteneinheiten sind eingeschaltet, wenn sich das Sys-
             tem in seinem neutralen Zustand befindet:5, 6
             linke Seite     Nr. 1  Nr.3         Nr. 5         Nr. 7  Nr. 9  Nr. 11
             rechte Seite Nr. 2     Nr. 4        Nr. 6         Nr. 8  Nr. 10 Nr. 12
   5
     Zutreffendes ankreuzen.
   6
     Bei mehr Einheiten erweitern.
 ---pagebreak---                                                     43
27.12.2006      DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/657
                                               Anhang 2
                   Beispiele für die Anordnungen der Genehmigungszeichen
    Beispiel 1
    a > 8 mm (Glas-Abschlussscheibe)
    a > 5 mm (Kunststoff-Abschlussscheibe)
                        Abbildung 1                                    Abbildung 2
    Die Einbaueinheit eines Systems mit einem der oben dargestellten Genehmigungszeichen
    wurde in den Niederlanden (E 4) nach dieser Regelung unter der Genehmigungsnummer
    19243 genehmigt und entspricht den Vorschriften dieser Regelung in ihrer ursprünglichen
    Fassung (00). Das Abblendlicht ist nur für Rechtsverkehr bestimmt. Die Buchstaben „CT“
    (Abbildung 1) stehen für eine Einbaueinheit für Abblendlicht mit Kurvenlicht und die Buch-
    staben „CWR“ (Abbildung 2) für eine Einbaueinheit für Abblendlicht der Klasse C, Ab-
    blendlicht der Klasse W und Fernlicht.
    Die Zahl 30 besagt, dass die maximale Lichtstärke des Fernlichts zwischen 86 250 cd und
    101 250 cd beträgt.
 ---pagebreak---                                                   44
L 375/658       DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
   Anmerkung: Die Genehmigungsnummer und die zusätzlichen Zeichen sind in der Nähe
   des Kreises, in dem sich der Buchstabe „E“ befindet, entweder über, unter, rechts oder
   links von dem Buchstaben „E“ anzuordnen. Die Ziffern der Genehmigungsnummer müs-
   sen, bezogen auf den Buchstaben „E“, auf einer Seite und in derselben Richtung ange-
   ordnet sein.
   Die Verwendung römischer Zahlen bei Genehmigungsnummern ist zu vermeiden, um
   Verwechslungen mit anderen Zeichen auszuschließen.
   Beispiel 2
                 Abbildung 3                                        Abbildung 4 a
                                        Abbildung 4 b
   Die Einbaueinheit eines Systems mit diesem Genehmigungszeichen entspricht den Vor-
   schriften dieser Regelung sowohl hinsichtlich des Abblendlichts als auch des Fernlichts
   und ist
 ---pagebreak---                                                     45
27.12.2006      DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/659
    gemäß der Abbildung 3 für Abblendlicht der Klassen C und E und nur für Linksverkehr
    gebaut;
    gemäß den Abbildungen 4 a und 4 b für Abblendlicht der Klassen C und V und für
    Rechts- und Linksverkehr durch Umstellung des optischen Elements oder der Lichtquelle
    am Fahrzeug sowie für Fernlicht gebaut. Das Abblendlicht der Klassen C und V und das
    Fernlicht entsprechen den Vorschriften für das Kurvenlicht, was durch den Buchstaben „T“
    angezeigt wird. Der Querstrich über dem Buchstaben „R“ zeigt an, dass das Fernlicht von
    mehr als einer Einbaueinheit auf der betreffenden Seite des Systems erzeugt wird.
    Beispiel 3
                  Abbildung 5                                         Abbildung 6
    Die Einbaueinheit mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe mit diesem Genehmigungszei-
    chen entspricht den Vorschriften dieser Regelung nur hinsichtlich des Abblendlichts und ist
    gemäß der Abbildung 5 für Abblendlicht der Klassen C und W und für Rechts- und Links-
    verkehr gebaut,
    gemäß der Abbildung 6 für Abblendlicht der Klasse C mit Kurvenlicht und nur für Rechts-
    verkehr gebaut.
 ---pagebreak---                                                    46
L 375/660       DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   Beispiel 4
                   Abbildung 7                                  Abbildung 8
   Abbildung 7: Die Einbaueinheit mit diesem Genehmigungszeichen entspricht den Vor-
   schriften dieser Regelung hinsichtlich des Abblendlichts der Klassen C und V und ist nur
   für Linksverkehr gebaut.
   Abbildung 8: Die Einbaueinheit mit diesem Genehmigungszeichen ist eine (getrennte)
   Einbaueinheit eines Systems und entspricht den Vorschriften dieser Regelung nur hin-
   sichtlich des Fernlichts.
   Beispiel 5: Kennzeichnung einer Einbaueinheit (mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe),
   die den Vorschriften dieser Regelung
                   Abbildung 9                                  Abbildung 10
 ---pagebreak---                                                       47
27.12.2006       DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/661
    gemäß der Abbildung 9 sowohl hinsichtlich des Abblendlichts der Klassen C und W (bei-
    de mit Kurvenlicht) als auch hinsichtlich des Fernlichts entspricht und nur für Rechtsver-
    kehr gebaut ist.
    Die Lichtquelle des Scheinwerfers für das Abblendlicht und seine Lichtverteilungen darf
    nicht gleichzeitig mit der Lichtquelle des Fernscheinwerfers und/oder der eines anderen
    Scheinwerfers, mit dem er ineinander gebaut ist, eingeschaltet werden können.
    gemäß der Abbildung 10 hinsichtlich des Abblendlichts der Klassen E und W und des
    Fernlichts entspricht und nur für Rechtsverkehr gebaut ist. Der Querstrich über den Buch-
    staben „E“ und „W“ zeigt an, dass das Abblendlicht dieser Klassen auf der betreffenden
    Seite des Systems von mehr als einer Einbaueinheit erzeugt wird.
    Beispiel 6: Vereinfachte Kennzeichnung für zusammengebaute, kombinierte oder inein-
    ander gebaute Leuchten, die nach einer anderen Regelung genehmigt werden (Abbil-
    dung 11). (Die senkrechten und waagerechten Linien stellen schematisch die Form der
    Lichtsignaleinrichtung dar. Sie sind nicht Teil des Genehmigungszeichens.)
    Diese beiden Beispiele entsprechen zwei Einbaueinheiten auf einer Seite eines Systems
    mit einem Genehmigungszeichen für folgende Teile (Muster A und B)
    bei der Einbaueinheit 1:
    eine Begrenzungsleuchte, die nach der Änderungsserie 02 der Regelung Nr. 7 genehmigt
    wurde;
    eine oder mehr Leuchteneinheiten mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe und mit einem
    Abblendlicht der Klasse C mit Kurvenlicht, die zusammen mit einer oder mehr anderen
    Einbaueinheiten auf derselben Seite des Systems eingeschaltet werden (durch den Quer-
    strich über dem Buchstaben „C“ angezeigt), und einem Abblendlicht
 ---pagebreak---                                                     48
L 375/662       DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
   der Klasse V sowohl für Rechts- als auch für Linksverkehr sowie einem Fernlicht mit einer
   maximalen Lichtstärke zwischen 86 250 cd und 101 250 cd (durch die Zahl 30 ausge-
   drückt), die nach den Vorschriften dieser Regelung in ihrer ursprünglichen Fassung (00)
   genehmigt wurden;
   eine Leuchte für Tagfahrlicht, die nach der Änderungsserie 00 der Regelung Nr. 87 ge-
   nehmigt wurde;
   ein vorderer Fahrtrichtungsanzeiger der Kategorie 1a, der nach der Änderungsserie 01 der
   Regelung Nr. 6 genehmigt wurde.
   bei der Einbaueinheit 3:
   ein Nebelscheinwerfer, der nach der Änderungsserie 02 der Regelung Nr. 19 genehmigt
   wurde, oder ein Scheinwerfer für Abblendlicht der Klasse C mit Kurvenlicht für Rechts- und
   Linksverkehr, der zusammen mit einer oder mehr anderen Einbaueinheiten auf der betref-
   fenden Seite des Systems eingeschaltet wird (durch den Querstrich über dem Buchstaben
   „C“ angezeigt).
   Einbaueinheit 1 des Systems
          Muster A
          Muster B
 ---pagebreak---                                                  49
27.12.2006      DE                Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/663
    Einbaueinheit 3 des Systems
                                   Abbildung 11
    Beispiel 7: Anordnung der Genehmigungszeichen für ein System (Abbildung 12)
        Beispiel 7a                                                   Einbaueinheit 3(4)
                                                                      des Systems
                                                                      Einbaueinheit 1(2)
                                                                      des Systems
 ---pagebreak---                                  50
L 375/664      DE Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
      Beispiel 7b                                  Einbaueinheit 3(4)
                                                   des Systems
                                                   Einbaueinheit 1(2)
                                                   des Systems
                        Abbildung 12
 ---pagebreak---                                                      51
27.12.2006       DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/665
    Diese beiden Beispiele entsprechen einem Scheinwerfersystem mit variabler Lichtvertei-
    lung, das auf jeder Seite (Einheiten 1 und 3 auf der linken Seite und Einheiten 2 und 4 auf
    der rechten Seite) aus zwei Einbaueinheiten (mit denselben Funktionen) besteht.
    Die Einbaueinheit 1 (oder 2) des Systems mit den oben dargestellten Genehmigungszei-
    chen entspricht den Vorschriften dieser Regelung (Änderungsserie 00) sowohl hinsichtlich
    eines Abblendlichts der Klasse C für Linksverkehr als auch eines Fernlichts mit einer ma-
    ximalen Lichtstärke zwischen 86 250 cd und 101 250 cd (durch die Zahl 30 ausgedrückt)
    und ist mit einem vorderen Fahrtrichtungsanzeiger der Kategorie 1a zusammengebaut,
    der nach der Änderungsserie 01 der Regelung Nr. 6 genehmigt wurde.
    In dem Beispiel 7a erzeugt die Einbaueinheit 1 (oder 2) des Systems ein Abblendlicht der
    Klasse C mit Kurvenlicht sowie ein Abblendlicht der Klassen W, V und E. Der Querstrich
    über dem Buchstaben „C“ zeigt an, dass das Abblendlicht der Klasse C auf der betreffen-
    den Seite des Systems von zwei Einbaueinheiten erzeugt wird.
    Die Einbaueinheit 3 (oder 4) erzeugt den zweiten Teil des Abblendlichts der Klasse C auf
    der betreffenden Seite des Systems (durch den Querstrich über dem Buchstaben „C“ an-
    gezeigt).
    In dem Beispiel 7b erzeugt die Einbaueinheit 1 (oder 2) des Systems ein Abblendlicht der
    Klassen C, W und E. Der Querstrich über dem Buchstaben „W“ zeigt an, dass das Ab-
    blendlicht der Klasse W auf der betreffenden Seite des Systems von zwei Einbaueinheiten
    erzeugt wird. Der Buchstabe „T“ rechts daneben, der hinter den angeführten Zeichen (links
    von der Genehmigungsnummer) steht, zeigt an, dass bei jeder Lichtart, d. h. bei dem Ab-
    blendlicht der Klassen C, W und E und bei Fernlicht, Kurvenlicht ausgestrahlt wird.
 ---pagebreak---                                                    52
L 375/666       DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
   Die Einbaueinheit 3 (oder 4) des Systems erzeugt den zweiten Teil des Abblendlichts der
   Klasse W auf der betreffenden Seite des Systems (durch den Querstrich über dem Buch-
   staben „W“ angezeigt) und Abblendlicht der Klasse V.
   Beispiel 8:
   Anordnung der Genehmigungszeichen für beide Seiten eines Systems (Abbil-
   dung 13)
   Dieses Beispiel entspricht einem Scheinwerfersystem mit variabler Lichtverteilung, das auf
   der linken Seite des Fahrzeugs aus zwei Einbaueinheiten und auf der rechten Seite aus
   einer Einbaueinheit besteht.
   Rechte Seite des Systems/Fahrzeugs                       Linke Seite des Systems/Fahrzeugs
       Einbaueinheit 2                                        Einbaueinheit 1
       des Systems                                            des Systems
                                                              Einbaueinheit 3
                                                              des Systems
                                              Abbildung 13
 ---pagebreak---                                                      53
27.12.2006       DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/667
    Das System mit den oben dargestellten Genehmigungszeichen entspricht den Vorschriften
    dieser Regelung (Änderungsserie 00) sowohl hinsichtlich eines Abblendlichts für Linksver-
    kehr als auch eines Fernlichts mit einer maximalen Lichtstärke zwischen 86 250 cd und
    101 250 cd (durch die Zahl 30 ausgedrückt) und ist mit einem vorderen Fahrtrichtungsan-
    zeiger der Kategorie 1a, der nach der Änderungsserie 01 der Regelung Nr. 6 genehmigt
    wurde, und einer Begrenzungsleuchte, die nach der Änderungsserie 02 der Regelung
    Nr. 7 genehmigt wurde, zusammengebaut.
    Die Einbaueinheit 1 des Systems (linke Seite) erzeugt einen Teil des Abblendlichts der
    Klassen C und E. Der Querstrich über dem Buchstaben „C“ zeigt an, dass das Abblend-
    licht der Klasse C auf der betreffenden Seite von mehr als einer Einbaueinheit erzeugt
    wird. Der Buchstabe „T“ rechts daneben hinter den angeführten Zeichen zeigt an, dass
    sowohl bei dem Abblendlicht der Klasse C als auch bei dem der Klasse E Kurvenlicht aus-
    gestrahlt wird.
    Die Einbaueinheit 3 des Systems (linke Seite) erzeugt den zweiten Teil des Abblendlichts
    der Klasse C auf der betreffenden Seite (durch den Querstrich über dem Buchstaben „C“
    angezeigt) und Abblendlicht der Klasse W.
    Die Einbaueinheit 2 des Systems (rechte Seite) erzeugt einen Teil des Abblendlichts der
    Klasse C und Abblendlicht der Klasse E (beide mit Kurvenlicht) sowie Abblendlicht der
    Klasse W.
    Anmerkung: In den Beispielen Nr. 6, 7 und 8 müssen die einzelnen Einbaueinheiten des
    Systems dieselbe Genehmigungsnummer tragen.
 ---pagebreak--- L 375/668 DE Amtsblatt der Europäischen Union 27.12.2006 ---pagebreak---                                                            55
                                                        Anhang 3                                                         27.12.2006
                                Photometrische Vorschriften für das Abblendlicht*
                      * Anmerkung: Das Messverfahren ist in Anhang 9 dieser Regelung festgelegt.
                                                                                                                         DE
Im Sinne dieses Anhangs bedeutet
„darüber“ nur vertikal darüber und “darunter“ nur vertikal darunter.
Winkelpositionen sind in „deg U“ oder „deg D“ (Winkel über oder unter der Linie H-H in Grad) bzw. „deg R“ oder „deg L“
(Winkel rechts oder links von der Linie V-V in Grad) angegeben.
Abbildung 1: Winkelpositionen für die vorgeschriebenen photometrischen Werte des Abblendlichts (für Rechtsverkehr)
                                                                                                                         Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                         L 375/669
 ---pagebreak--- 27.12.2006
Amtsblatt der Europäischen Union
                                   2
                                    08           53     8
                                                         09            02              05          01      05               02                                                                  xamE  81
                                                                                                                                                                                          retn3urad
                                    2
                                       8                1
                                                         41                            1
                                                                                        41                 1
                                                                                                            41                                   0,2 R             5,4 L        dnu 01 tnemgeS 71
                                                                                                                                                                                          retnurad
                                    02                                                                                               2D              V             5,3 L        dnu 02 tnemgeS 61
                                   2
                                                  4                    4,1                          1                       4,1   27,1 D                           11 R                      RR52 51          A
                                                  4                    4,1                          1                       4,1   27,1 D                            61 L                       LL52 41 lieT
                                   9
                                    03            8                     8              9
                                                                                        51         2,4     9
                                                                                                            51              2,4   68,0 D                          34,3 L                         L05 31
                                                 21                    21                           6                        6    68,0 D                               V                        V05 21
                                                 42                    81                                                   21    75,0 D                          51,1 R                        R57 11
                                                                                                       6                          68,0 D                          27,1 R                        R05 01
                                                 2,0
                                                 7                     7
                                                                           2,0                                          7
                                                                                                                            2,0      2U                                     5
                                                                                                                                                                              RR001S ,LL001S ,001S    a9
                                                 7
                                                  1,0                  7
                                                                        1,0                                             7
                                                                                                                         1,0         4U                                          RR05S ,LL05S ,05S    a8
                                                                                                                                                                               )5sgnahnA seseid
                                       1                    1                          7,0                 7,0                                                             3 ellebaT .s( III enoZ      7
                                                 1,0                                                                        1,0        H                          7L                                P  6
                                       1                    1                           1                   7,0                   75,0 U          02 L            8L                LLB tnemgeS        5
                                       6                    4                           1                    4                    75,0 U          02 R            8R              4
                                                                                                                                                                                   RRB tnemgeS         4
                                       3         2,0        2          2,0              1          1,0       2              2,0      1U                         5,2 R                           4
                                                                                                                                                                                                  RB   3
                                                                                       7,0                  7,0                        H                            V                           4
                                                                                                                                                                                                  V H  2
                                    7,0                    7,0                         4,0                  4,0                   75,0 U                       34,3 L                         L05B     1
  DE
                                   .xam         .nim    .8xam          .nim           .xam        .nim     .xam         .nim         ieb            sib       nov/ieb                     tne4 melE .rN
                                                                                                                                                                                        m 52 nov dnatsbA menie
                                           W essalK             E essalK                    V essalK             C essalK         lakitrev           latnoziroh                 ieb xl ni etreW enebeirhcsegrov
                                                                                 thcildnelbbA                                                °/noitisoP
L 375/670
                                                                                                               Tabelle 1: Vorgeschriebene photometrische Werte für das Abblendlicht
                                                                                                                             56
 ---pagebreak---                                                              57
Teil B (Kurvenlicht): Es gelten die Angaben der Tabelle 1 (Teil A), allerdings sind die Zeilen 1, 2, 7, 13 und 18
durch die nachstehenden Zeilen zu ersetzen.
                                                                                                                                  27.12.2006
                 4
       7                          34,3 L
                                   6
                                     xamE        75,0 U                  1                  1                             9,0
       2    34,3 L                    L05                                1                  1
   B   1           )sgnahnA seseid 3                                    6,0                6,0               1            1       DE
lieT               ellebaT .s( III enoZ
       81                            4
                                       VH        68,0 D       21                  6                 21           8   42       2
       31                          L05B                       2         05        2        05       4       09       4    08
                                                                                                                                  Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                                  L 375/671
 ---pagebreak---                                                     58
                                                                                                            L 375/672
1   Höchstens 18 lx, wenn das System auch Abblendlicht der Klasse W ausstrahlt.
2   Es gelten zusätzlich die vorgeschriebenen Werte entsprechend den Angaben der Tabelle 4.
    Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Vorschriften der Tabelle 2 („Segment E        “).           DE
3
                                                                                           xam
4   Die anteilige Beleuchtungsstärke von jeder Seite des Systems darf bei einer Messung nach den Vor-
    schriften des Anhangs 9 dieser Regelung nicht weniger als 0,1 lx betragen.
5   Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Vorschriften der Tabelle 5.
6   Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Angaben in Absatz 6.2.6.2 dieser Regelung.
7   Zwei Begrenzungsleuchten, die mit dem System ineinander gebaut sind oder zusammen mit dem Sys-
    tem eingebaut werden sollen, können nach den Angaben des Antragstellers eingeschaltet werden.
8   Es gelten zusätzlich die vorgeschriebenen Werte entsprechend den Angaben der Tabelle 6.
9   Der Größtwert kann mit 1,4 multipliziert werden, wenn nach der Beschreibung des Herstellers gewähr-
    leistet ist, dass dieser Wert während des Betriebs nicht überschritten wird; dies kann entweder durch
    Einrichtungen im System oder, wenn das System nur in Fahrzeugen verwendet wird, bei denen eine
    entsprechende Stabilisierung/Begrenzung der Stromversorgung des Systems vorgesehen ist, entspre-
                                                                                                            Amtsblatt der Europäischen Union
    chend den Angaben im Mitteilungsblatt sichergestellt werden.
                                                                                                            27.12.2006
 ---pagebreak--- L 375/673
Amtsblatt der Europäischen Union
                                     U 43,0          U 43 ,0      U 5,1       U 5,1       U2         U4           U4          U1      lakitrev                E redo W essalK red thcildnelbbA rüf
                                      L4              L 5,0       R 5,1        R6         R8         R8           L8          L8      latnoziroh                                         b III enoZ
                                      H-H             H-H         U 5,1       U 5,1       U2         U4           U4          U1      lakitrev                V redo C essalK red thcildnelbbA rüf
                                      L4               V-V        R 5,1        R6         R8         R8           L8          L8      latnoziroh                                         a III enoZ
                                       8                7           6           5         4          3            2           1       .rN tknupkcE                         darG ni noitisoplekniW
                                                                                                               Tabelle 3: Zonen III des Abblendlichts, begrenzende Eckpunkte
                                                                          Es gelten zusätzlich die vorgeschriebenen Werte entsprechend den Angaben der Tabelle 6.                                8
                                           D 75,0                            D 75,0                                D
                                       retnu thcin                       retnu thcin                  3,1 retnu thcin
                                                D                                  D                               D                         D                           :nefualrev tglof eiw lieT
                                   32,0 rebü thcin                   32,0 rebü thc8in                75,0 rebü thcin              75,0 = V ieb                  nehcalf nelatnoziroh merhi ni -
                                                               dnu )nednifeb V-V einiL red fua hcis ssum kcinK rhi( nehcerpstne gnulegeR reseid 8 gnahnA ni 1 seztasbA sed netfirhcsroV ned -
                                                                                                                                                nessüm elieT erhi dnu eznerG-leknuD-lleH eiD 2.2
                                                                                                                                                                                   :negeil )“xamE
                                                                                                                                                                 tnemgeS„ med rebü( netknuP
                                     D 27,1 sib          R 3 sib       D 27,1 sib        R 3 sib   D 27,1 sib               D 27,1 sib     R 3 sib             nedneglof nehcsiwz skcethceR
  DE                                       D 3,0             L 5,0            D 1,0          L 5,0       D 3,0                    D 3,0        L 5,0             sed blahreßua thcin frad xamE 1.2
                                                                                                                        lat                                         tfirhcsroV dnu slednübthciL
                                         lakitrev latnoziroh                lakitrev latnoziroh        lakitrev -noziroh        lakitrev latnoziroh                 sed slieT sed gnunhciezeB .rN
                                   W essalK red thcildnelbbA          E essalK red thcildnelbbA V essalK red thcildnelbbA C essalK red thcildnelbbA                darG ni treW/noitisoplekniW
27.12.2006
                                                               Tabelle 2: Elemente, Winkelposition oder Wert in Grad für ein Abblendlicht, zusätzliche Vorschriften
                                                                                                                59
 ---pagebreak--- 27.12.2006
                                                                                                                                                                                                                                                                           I
                                                        D 75,0                                             06                                   4,0                         3E                           3.6
                                                        D 54,0                                             07                                   5,0                         2E                           2.6
                                                        D 43,0                                             08                                   6,0                         1E                           1.6
                                                    rebü thcin                                          .xam                                   .xam
                                                d arG ni ez nerG
                                    - l e k n u D -l l e H r e d l i e T r e h c a l f           m 52 ieb xl ni xamE                  m 5 2 i eb xl ni L05 BE         z t asnetaD                        .rN
                                                                                                            B                                    B
                                         2 el lebaT red 2.2 tknuP                      re do A l ieT ,1 e ll ebaT red 81 e lieZ redo A lieT ,1 el lebaT red 1 e lieZ gn un hcie z eB                  tknuP
                                                                                                                                                                         .n e z tesre u z tglof e iw 2 el leb
                                    -aT red 2.2 tknuP red dnu 1 ellebaT red 81 dnu 1 nelieZ eid dnis sgnidrella ,2 ellebaT red dnu )B redo A lieT( 1 ellebaT red nebagnA eid netleg sE
Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                      Tabelle 6: Zusätzliche vorgeschriebene Werte für ein Abblendlicht der Klasse E
                                         R4/U2                              V-V / U 2                          L4/U2                             R8/U4                              V-V / U 4                     L8/U4                   darG ni noitisoplekniW
                                                                                                                                                                                                                                                    set
                                         RR0 01S                               0 01S                           LL0 01S                             R R05S                               05S                         LL 05S               -knu P se d gn un hcie z eB
                                                                                                                       Tabelle 5: Vorschriften für den oberen Teil und Winkelposition der Messpunkte
                                                                                                                                      .negarteb xl 001 sla rhem thcin xamE rüf sthcildnelbbA seseid trewlloS red frad
                                     ,llos neguezre xl 4 sla rhem thcin nov retnurad dnu 01 tnemgeS med ni dnu xl 01 sla rhem thcin nov ekrätssgnuthcueleB enie retnurad dnu
                                   02 tnemgeS mi gnulegeR reseid e ebatshcuB 2.2.2 ztasbA hcan srelletsgartnA sed nebagnA ned hcan W essalK red thcildnelbbA nie nneW
                                                                                                                                                                                                            ).neztesre uz etreW nednehetshcan
                                    e i d h c r u d 8 1 d n u 7 1 , 6 1 n e l i e Z r e d e t r e w t s h c ö H n e n e b ei r h c s e g r o v e i d d n i s s g n i d r e l l a , ) B r e d o A l i e T ( 1 e l l e b a T r e d n e b a g n A e i d n e t l e g s E (
                                                                                                           :01 tnemgeS sad dnu 02 tnemgeS sad ,xamE rüf etreW enebeirhcsegrov ehcilztäsuz/evitanretlA                                                                    2.4
                                                                                                                             . ° 0 6 U si b ° 0 1 U n o v sl i e w e j ° 0 1 R d n u V , ° 0 1 L n e n o i t i s o P n e l a t n o z i r o h n e d n i ) 3 F
  DE                               d n u 2 F , 1 F ( n e t n e m g e S n e l a k it r e v i e r d n i ) b d n u ° 0 2 R s i b ° 0 2 L n o v ° 0 1 U i e b E t n e m g e S m e n i e n i ) a : g i s s ä l u z x l 2 , 0 s l a r h e m t h c i n d n i s s E
                                                                                           )tlletsegrad thcin 1 .bbA red ni( 3F dnu 2F ,1F ,E etnemgeS eid rüf etreW enebeirhcsegrov dnu noitinifeD                                                                      1.4
                                                                                                                                                                                                                                                             25 m
L 375/674
                                   Tabelle 4: Zusätzliche vorgeschriebene Werte für ein Abblendlicht der Klasse W, ausgedrückt in lx bei einem Abstand von
                                                                                                                                                      60
 ---pagebreak--- L 375/675
                                   2
                                       0 0005   0 0051    8
                                                              0 5265        0057        0 5213         0573        0 5213       0057                                                         6
                                                                                                                                                                                              xamE       81
                                                 0052                       0052                       0521                     0521      6 8,0 D                   3 4,3 L                    L05       31
                                                                                                                                                                                       )sgna hnA
                                                                                                                                                                                 s e s ei d 3 el l e b           B
                                       526                     526                          526                     526                                                         -aT .s( I II enoZ        7    lieT
                                                                                            526                     526                                                                         VH       2
                                       365                                                  573                     573                   7 5,0 U                   3 4,3 L                 4
                                                                                                                                                                                             L04 5B      1
                                        Teil B (Kurvenlicht): Es gelten die Angaben der Tabelle 1 (Teil A), allerdings sind die Zeilen 1, 2, 7, 13 und 18 durch die
                                        nachstehenden Zeilen zu ersetzen.
                                   2
                                       0 0005   5 7812    0 5265
                                                          8
                                                                          0 0521        0 5213        0526     0 5213          0 0521                                                                xamE   81
                                                                                                                                                                                       retnurad3 dnu
                                   2
                                       0005               1
                                                              0578                      1
                                                                                            0578               1
                                                                                                                   0578                      4D           0,2 R              5,4 L      01 tnemgeS 71
                                                                                                                                                                                       ret nurad dnu
Amtsblatt der Europäischen Union
                                   0 0521
                                   2
                                                                                                                                             2D                   V          5,3 L      02 tnemgeS 61
                                                 0052                      578                         526                      578      2 7,1 D                             11 R                 RR52 51
                                                 0052                      578                         526                      578      2 7,1 D                              61 L                  LL52 41
                                   0 5781       0005                      0005          5739          5262     5739            5262      6 8,0 D                           3 4,3 L                    L05 31      A
                                                 0057                      0057                       0573                     0573      6 8,0 D                                 V                   V05 21
                                                0 0051                    0 5211                                               0057      7 5,0 D                          5 1,1 R                    R 5 7 1 1 lieT
                                                                                                      0573                               6 8,0 D                          2 7,1 R                    R05 01
                                                                                                                                                                                                  RR001S
                                                 521                       7
                                                                               521                                              521          2U                                          ,LL0015S ,001S a9
                                                                                                                                                                                                   RR05S
                                                 7
                                                     36                     7
                                                                                36                                              7
                                                                                                                                    36       4U                                            ,LL055S ,05S a8
                                                                                                                                                                                     )sgn ahnA ses
                                                                                                                                                                                     - ei d 3 e l l e b a T
                                       526                    526                           834                 834                                                                       .s( I II enoZ 7
                                                 36                                                                       36                    H                              7L                        P 6
                                       526                      526                          526                834                       7 5,0 U          02 L                8L    LL B tnemgeS 5
                                       0573                   0052                           526               0052                       7 5,0 U          02 R                8 R R RB tnemgeS 4
                                       5781      521          0521       521                 526         36    0521      521                  1U                            5,2 R 4                  4
                                                                                                                                                                                                       RB 3
                                                                                             834                834                             H                                V                     VH 2
  DE                                    834                     834                          052                052                       7 5,0 U                          3 4,3 L                 L04 5B 1
                                       .xam      .nim         .8xam      .nim               .xam        .nim   .xam      .nim                 ieb              sib n ov /ieb                 tne4 melE .rN
                                          W essalK                E essalK                       V essalK         C essalK               lakitrev              la tno z iroh       dc ni etreW enebeirhcsegrov
                                                                          t h c i l d n el b b A                                                    ° / n oi t i s o P
27.12.2006
                                                                                                  Nur zur Information: Photometrische Werte der Tabelle 1, ausgedrückt in Candela
                                                                                                                          61
 ---pagebreak---                                                           62
                                                                                                                       L 375/676
1   Höchstens 11 250 cd, wenn das System auch Abblendlicht der Klasse W ausstrahlt.
2   Es gelten zusätzlich die vorgeschriebenen Werte entsprechend den Angaben der Tabelle 4.                            DE
3   Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Vorschriften der Tabelle 2 („Segment E     “).
                                                                                        xam
4   Die anteilige Lichtstärke von jeder Seite des Systems darf bei einer Messung nach den Vorschriften des Anhangs 9
    dieser Regelung nicht weniger als 63 cd betragen.
5   Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Vorschriften der Tabelle 5.
6   Vorgeschriebene Positionen entsprechend den Angaben in Absatz 6.2.6.2 dieser Regelung.
7   Zwei Begrenzungsleuchten, die mit dem System ineinander gebaut sind oder zusammen mit dem System eingebaut
    werden sollen, können nach den Angaben des Antragstellers eingeschaltet werden.
8   Es gelten zusätzlich die vorgeschriebenen Werte entsprechend den Angaben der Tabelle 6.                            Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                       27.12.2006
 ---pagebreak---                                                       63
27.12.2006        DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/677
                                                 Anhang 4
      Prüfungen auf Beständigkeit der photometrischen Merkmale bei eingeschalteten
                                                Systemen
    Prüfungen an vollständigen Systemen
    Sind die photometrischen Werte nach den Vorschriften dieser Regelung im Punkt Emax für
    Fernlicht und in den Punkten HV, 50 V und B 50 L (oder R) für das entsprechende Ab-
    blendlicht ermittelt, dann ist das Muster eines vollständigen Systems auf die Beständigkeit
    der photometrischen Merkmale in eingeschaltetem Zustand zu prüfen.
    Im Sinne dieses Anhangs
    a) gelten als „vollständiges System“ die vollständige rechte und die vollständige linke Sei-
        te eines Systems einschließlich elektronischer Vorschaltgeräte für Lichtquellen
        und/oder Stromversorgungs- und Betriebsgeräte und der sie umgebenden Karosserie-
        teile und Leuchten, die ihre Wärmeableitung beeinflussen können. Alle Einbaueinhei-
        ten des Systems und gegebenenfalls alle Leuchten des vollständigen Systems können
        getrennt geprüft werden.
    b) ist demgemäß unter „Prüfmuster“ im Folgenden entweder das „vollständige System“
        oder die geprüfte Einbaueinheit zu verstehen.
    c) ist unter „Lichtquelle“ auch jeder einzelne Leuchtkörper einer Glühlampe zu verstehen.
    Die Prüfungen sind wie folgt durchzuführen:
           i. in einer trockenen, ruhigen Umgebung bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C
              + 5 °C; dabei muss das Prüfmuster entsprechend seiner Einbaulage im Fahrzeug
              an einer Halterung befestigt sein.
 ---pagebreak---                                                           64
L 375/678         DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                             27.12.2006
           bei auswechselbaren Lichtquellen: mit einer serienmäßig hergestellten „Glühlam-
           penlichtquelle“, die vorher mindestens eine Stunde lang eingeschaltet war, oder ei-
           ner serienmäßig hergestellten Gasentladungslichtquelle, die vorher mindestens 15
           Stunden lang eingeschaltet war.
   Die Messeinrichtung muss der bei den Genehmigungsprüfungen verwendeten entspre-
   chen. Vor jeder weiteren Prüfung müssen das System oder die Systemteile in den neutra-
   len Zustand gebracht werden.
   1               Prüfung auf Beständigkeit der photometrischen Merkmale
   1.1             Sauberes Prüfmuster
                   Jedes Prüfmuster muss 12 Stunden lang gemäß Absatz 1.1.1 in Betrieb sein
                   und ist gemäß Absatz 1.1.2 zu überprüfen.
   1.1.1           Prüfverfahren
   1.1.1.1         Prüffolge
                   a) Wenn ein Prüfmuster nur für eine Lichtfunktion (Fernlicht oder Abblend-
                       licht) und - bei Abblendlicht - nur für eine Klasse vorgesehen ist, wird die
                       entsprechende Lichtquelle (werden die entsprechenden Lichtquellen) für
                       die in Absatz 1.1 angegebene Zeit1 eingeschaltet.
                   b) Bei einem Prüfmuster mit mehr als einer Funktion oder Abblendlichtklas-
                       se nach dieser Regelung: Wenn der Antragsteller erklärt, dass für jede
                       angegebene Funktion oder Abblendlichtklasse des Prüfmusters eine oder
                       mehr eigene Lichtquellen vorhanden sind, die jeweils nur getrennt einge-
   1
     Ist das „Prüfmuster“ mit Signalleuchten zusammen- und/oder ineinander gebaut, dann müssen diese wäh-
     rend der Prüfung eingeschaltet sein. Ein Fahrtrichtungsanzeiger muss mit etwa gleich langen Ein- und
     Ausschaltzeiten blinken.
 ---pagebreak---                                                             65
27.12.2006         DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/679
                         schaltet2 werden, ist die Prüfung dieser Bedingung entsprechend durch-
                         zuführen, wobei die Lichtverteilungen, bei denen bei jeder angegebenen
                         Funktion oder Abblendlichtklasse jeweils die größte Leistungsaufnahme
                         erfolgt, nacheinander in demselben (gleich langen) Abschnitt der in Ab-
                         satz 1.1 angegebenen Zeit erzeugt werden.1
                         In allen anderen Fällen1, 2 ist an dem Prüfmuster bei der (den) Lichtvertei-
                         lung(en) des Abblendlichts der Klasse C sowie bei Abblendlichtlicht der
                         Klassen V, E und W (je nachdem, welche Lichtverteilung von dem Prüf-
                         muster ganz oder teilweise erzeugt wird) nacheinander in demselben
                         (gleich langen) Abschnitt der in Absatz 1.1 angegebenen Zeit folgende
                         Zyklusprüfung durchzuführen:
                         zuerst 15 Minuten lang, wobei das Abblendlicht der Klasse C mit seiner
                         Lichtverteilung mit der größten Leistungsaufnahme für Geradeausfahrt
                         eingeschaltet ist;
                         dann 5 Minuten lang, wobei Abblendlicht derselben Klasse und derselben
                         Lichtverteilung und zusätzlich alle Lichtquellen3 des Prüfmusters einge-
                         schaltet sind, die nach den Angaben des Antragstellers gleichzeitig ein-
                         geschaltet werden können;
                         nach dem Ende des (jeweils gleich langen) Abschnitts der in Absatz 1.1
                         angegebenen Zeit ist der oben genannte Zyklus gegebenenfalls mit Ab-
                         blendlicht der zweiten, der dritten und der vierten Klasse in der genannten
                         Reihenfolge durchzuführen.
    1
      Ist das „Prüfmuster“ mit Signalleuchten zusammen- und/oder ineinander gebaut, dann müssen diese wäh-
      rend der Prüfung eingeschaltet sein. Ein Fahrtrichtungsanzeiger muss mit etwa gleich langen Ein- und
      Ausschaltzeiten blinken.
    2
      Werden zusätzliche Lichtquellen gleichzeitig eingeschaltet, wenn der Scheinwerfer als Lichthupe benutzt
      wird, dann gilt dies nicht als normale gleichzeitige Verwendung von Lichtquellen.
    3
      Außer den in der Fußnote 2 genannten Lichtquellen sind alle Lichtquellen der Lichtfunktionen zu berück-
      sichtigen, auch wenn keine Genehmigung nach dieser Regelung beantragt wird.
 ---pagebreak---                                                 66
L 375/680  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
            c) Wenn ein Prüfmuster weitere zusammengebaute Leuchten enthält, müs-
               sen alle einzelnen Leuchten gleichzeitig während der Zeit eingeschaltet
               sein, die für die einzelnen Lichtfunktionen in Buchstabe a oder b angege-
               ben ist (siehe die Angaben des Herstellers).
            d) Bei einem Prüfmuster, das Abblendlicht ausstrahlt und mit einer zusätzli-
               chen Lichtquelle für die Erzeugung von Kurvenlicht versehen ist, muss
               diese Lichtquelle nur während der Einschaltdauer des Abblendlichts ent-
               sprechend den Angaben in Buchstabe a oder b eine Minute lang zuge-
               schaltet und 9 Minuten lang ausgeschaltet werden.
   1.1.1.2  Prüfspannung
            a) Bei auswechselbaren Glühlampenlichtquellen, die mit der Fahrzeugspan-
               nung betrieben werden,muss die Spannung so eingestellt werden, dass
               90 % der maximalen Leistungsaufnahme erreicht werden, die in der Re-
               gelung Nr. 37 für die verwendete(n) Glühlampenlichtquelle(n) angegeben
               ist. Die aufgenommene Leistung muss in jedem Fall mit dem entspre-
               chenden Wert einer Glühlampenlichtquelle mit 12 V Nennspannung über-
               einstimmen, außer wenn der Antragsteller angibt, dass das Prüfmuster
               mit einer anderen Spannung benutzt werden kann. In diesem Fall ist die
               Prüfung mit der Glühlampenlichtquelle mit der höchsten Leistung, die
               aufgenommen werden kann, durchzuführen.
            b) Bei auswechselbaren Gasentladungslichtquellen beträgt die Prüfspan-
               nung für das elektronische Vorschaltgerät für Lichtquellen 13,5 V + 0,1 V
               bei einer 12-V-Anlage des Fahrzeugs, sofern in dem Antrag auf Geneh-
               migung nichts anderes angegeben ist.
 ---pagebreak---                                                  67
27.12.2006  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/681
             c) Bei einer nicht auswechselbaren Lichtquelle, die mit der Fahrzeugspan-
                  nung betrieben wird, sind alle Messungen an Leuchteneinheiten mit nicht
                  auswechselbaren Lichtquellen (Glühlampenlichtquellen und/oder andere)
                  bei 6,75 V, 13,5 V oder 28,0 V oder bei anderen Spannungen durchzufüh-
                  ren, die der vom Antragsteller jeweils angegebenen Fahrzeugspannung
                  entsprechen.
             d) Bei auswechselbaren oder nicht auswechselbaren Lichtquellen, die un-
                  abhängig von der Versorgungsspannung des Fahrzeugs betrieben und
                  vom System voll geregelt werden, oder bei Lichtquellen, die von einem
                  Stromversorgungs- und Betriebsgerät gespeist werden, sind die oben an-
                  gegebenen Prüfspannungen an die Eingangsklemmen dieses Geräts an-
                  zulegen. Der Technische Dienst kann das Stromversorgungs- und Be-
                  triebsgerät oder ein besonderes Stromversorgungsgerät für diese Licht-
                  quellen beim Hersteller anfordern.
    1.1.2     Prüfergebnisse
    1.1.2.1   Sichtprüfung
              Ist das Prüfmuster auf Umgebungstemperatur stabilisiert, dann sind die Ab-
              schlussscheibe des Prüfmusters und die etwaige äußere Abschlussscheibe
              mit einem sauberen, feuchten Baumwolltuch zu reinigen. Anschließend ist
              eine Sichtprüfung durchzuführen; dabei darf an der Abschlussscheibe des
              Prüfmusters oder der etwaigen äußeren Abschlussscheibe keine Verzerrung,
              Verformung, Rissbildung oder Farbänderung festzustellen sein.
 ---pagebreak---                                                           68
L 375/682        DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
   1.1.2.2         Photometrische Prüfung
                   Nach den Vorschriften dieser Regelung sind die photometrischen Werte in
                   folgenden Punkten zu prüfen:
                   Abblendlicht der Klasse C und jeder anderen angegebenen Klasse: 50 V,
                   B 50 L (oder R) und gegebenenfalls HV.
                   Fernlicht im neutralen Zustand des Systems: Punkt Emax.
                   Eine weitere Einstellung darf durchgeführt werden, um eventuelle Verfor-
                   mungen der Halterung des Prüfmusters durch Wärmeeinwirkung zu berück-
                   sichtigen (Veränderung der Lage der Hell-Dunkel-Grenze: siehe Absatz 2
                   dieses Anhangs).
                   Eine 10%ige Abweichung zwischen den photometrischen Werten und den
                   vor der Prüfung gemessenen Werten einschließlich der Toleranzen des pho-
                   tometrischen Verfahrens ist zulässig.
   1.2             Verschmutztes Prüfmuster
                   Nach der Prüfung nach Absatz 1.1 muss das gemäß Absatz 1.2.1 vorbereite-
                   te Prüfmuster bei jeder Funktion oder Abblendlichtklasse4 eine Stunde lang
                   gemäß Absatz 1.1.1 in Betrieb sein und ist dann gemäß Absatz 1.1.2 zu prü-
                   fen; nach jeder Prüfung ist eine ausreichende Abkühlzeit einzuhalten.
   4
     Das Abblendlicht der Klasse W (falls vorgesehen) wird bei Leuchteneinheiten, die Abblendlicht anderer
     Klassen ganz oder teilweise ausstrahlen oder andere Lichtfunktionen ganz oder teilweise erfüllen, nicht
     berücksichtigt.
 ---pagebreak---                                                             69
27.12.2006          DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/683
    1.2.1             Vorbereitung des Prüfmusters
    1.2.1*            Prüfmischung
    1.2.1.1           Bei einem System oder Systemteilen mit Glas-Abschlussscheiben
                      muss die auf das Prüfmuster aufzubringende Mischung aus Wasser und ei-
                      nem Schmutzstoff aus folgenden Teilen bestehen:
                      9 Masseteilen Silikatsand mit einer Teilchengröße zwischen 0 µm und
                      100 µm entsprechend der Verteilung nach Absatz 2.1.3**,
                      1 Masseteil pflanzlichem Kohlenstaub (Buchenholz) mit einer Teilchengröße
                      zwischen 0 µm und 100 µm,
                      0,2 Masseteilen NaCMC5 und
                      einer entsprechenden Menge destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von
                      < 1 mS/m.
    1.2.1.2           Bei einem System oder Systemteilen mit Kunststoff-Abschlussscheiben
                      muss die auf das Prüfmuster aufzubringende Mischung aus Wasser und ei-
                      nem Schmutzstoff aus folgenden Teilen bestehen:
                      9 Masseteilen Silikatsand mit einer Teilchengröße zwischen 0 µm und
                      100 µm entsprechend der Verteilung nach Absatz 2.1.3**,
    *
       Anmerkung der Übersetzer: Fehler bei der Nummerierung der Absätze.
    **
       Anmerkung der Übersetzer: Es handelt sich um Absatz 1.2.1.3.
    5
       NaCMC stellt das Natriumsalz der Karboxylmethylzellulose dar, die gewöhnlich als CMC bezeichnet wird.
       Das bei der Schmutzmischung verwendete NaCMC muss einen Substitutionsgrad von 0,6 bis 0,7 und eine
       Viskosität von 200 cP bis 300 cP in einer 2%igen Lösung bei 20 °C aufweisen.
 ---pagebreak---                                                           70
L 375/684         DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
                   1 Masseteil pflanzlichem Kohlenstaub (Buchenholz) mit einer Teilchengröße
                   zwischen 0 µm und 100 µm,
                   0,2 Masseteilen NaCMC5,
                   5 Masseteilen Natriumchlorid (mit einer Reinheit von 99 %),
                   13 Masseteilen destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von < 1 mS/m und
                   2 + 1 Masseteilen eines oberflächenaktiven Stoffes.
   1.2.1.3         Teilchengrößenverteilung
                            Teilchengröße (in µm)                      Teilchengrößenverteilung (in %)
                                      0 bis 5                                      12 + 2
                                     5 bis 10                                      12 + 3
                                    10 bis 20                                      14 + 3
                                    20 bis 40                                      23 + 3
                                    40 bis 80                                      30 + 3
                                   80 bis 100                                      9+3
   1.2.1.4         Die Mischung darf nicht älter als 14 Tage sein.
   1.2.1.5         Aufbringen der Prüfmischung auf das Prüfmuster
                   Die Prüfmischung wird gleichmäßig auf die gesamte(n) Lichtaustrittsfläche(n)
                   des Prüfmusters aufgebracht und muss dann trocknen. Dieses Verfahren ist
                   zu wiederholen, bis der Beleuchtungsstärkewert auf 15 % bis 20 % der Werte
                   gefallen ist, die für jeden nachstehenden Punkt unter den in diesem Anhang
                   beschriebenen Bedingungen gemessen worden sind:
   5
     NaCMC stellt das Natriumsalz der Karboxylmethylzellulose dar, die gewöhnlich als CMC bezeichnet wird.
     Das bei der Schmutzmischung verwendete NaCMC muss einen Substitutionsgrad von 0,6 bis 0,7 und eine
     Viskosität von 200 cP bis 300 cP in einer 2%igen Lösung bei 20 °C aufweisen.
 ---pagebreak---                                                  71
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/685
             Punkt Emax bei Fernlicht im neutralen Zustand des Systems,
             50 V bei Abblendlicht der Klasse C und jeder angegebenen Lichtverteilung
             des Abblendlichts.
    2        Prüfung der vertikalen Verschiebung der Hell-Dunkel-Grenze unter Wär-
             meeinfluss
             Durch diese Nachprüfung soll sichergestellt werden, dass die vertikale Ver-
             schiebung der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss den Wert nicht ü-
             berschreitet, der für ein System oder Systemteile, die Abblendlicht der Klasse
             C („normales Abblendlicht“) ausstrahlen, oder für jede angegebene Lichtver-
             teilung des Abblendlichts vorgeschrieben ist.
             Wenn das Prüfmuster aus mehr als einer Leuchteneinheit oder mehr als ei-
             ner Baugruppe von Leuchteneinheiten, die eine Hell-Dunkel-Grenze erzeu-
             gen, besteht, sind alle diese Einheiten oder Baugruppen als Prüfmuster für
             diese Prüfung anzusehen und getrennt zu prüfen.
             Das gemäß Absatz 1 geprüfte Prüfmuster muss der Prüfung nach Absatz 2.1
             unterzogen werden, ohne dass es aus seiner Prüfhalterung entfernt oder sei-
             ne Stellung zu ihr verändert wird.
             Wenn das Prüfmuster ein bewegliches optisches Teil hat, wird für diese Prü-
             fung nur die Stellung, die der mittleren vertikalen Winkelstellung am nächsten
             liegt, und/oder die Ausgangsstellung im neutralen Zustand des Systems ge-
             wählt.
             Bei der Prüfung werden nur Signale verwendet, die den Bedingungen bei
             Geradeausfahrt entsprechen.
 ---pagebreak---                                                 72
L 375/686 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   2.1     Prüfung
           Für diese Prüfung muss die Spannung nach den Angaben in Absatz 1.1.1.2
           eingestellt werden.
           Das Prüfmuster muss während der Prüfung Abblendlicht der Klasse C, V, E
           bzw. W ausstrahlen.
           Die Lage der Hell-Dunkel-Grenze ist in ihrem waagerechten Teil zwischen
           VV und der vertikalen Linie durch Punkt B 50 L (oder R) jeweils drei Minuten
           (r3) und 60 Minuten (r60) nach Beginn der Prüfung zu überprüfen.
           Die oben beschriebene Messung der Veränderung der Lage der Hell-Dunkel-
           Grenze ist nach einem beliebigen Verfahren durchzuführen, bei dem eine
           annehmbare Genauigkeit und reproduzierbare Ergebnisse erreicht werden.
   2.2     Prüfergebnisse
   2.2.1   Das in Milliradiant (mrad) ausgedrückte Ergebnis gilt bei einem Prüfmuster
           für Abblendlicht als annehmbar, wenn der bei dem Prüfmuster ermittelte Ab-
           solutwert ∆r1 = r3 − r60 nicht mehr als 1,0 mrad (∆r ≤ 1,0mrad ) beträgt.
                                                                  I
   2.2.2   Ist dieser Wert jedoch größer als 1,0 mrad, aber nicht größer als 1,5 mrad (1,0
           mrad < ∆r < 1,5 mrad), so ist ein zweites Prüfmuster gemäß Absatz 2.1 zu prü-
                      I
           fen, nachdem es dreimal hintereinander entsprechend dem nachstehenden
           Zyklus ein- und ausgeschaltet worden ist, um die Lage der mechanischen Teile
           des Prüfmusters an einer Halterung zu stabilisieren, an der es entsprechend
           seiner Einbaulage im Fahrzeug befestigt ist:
 ---pagebreak---                                                 73
27.12.2006 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/687
             Einschaltung des Abblendlichts für eine Stunde (die Spannung ist nach den
             Angaben in Absatz 1.1.1.2 einzustellen),
             Ruhezeit von einer Stunde.
             Das System oder Systemteile gelten als annehmbar, wenn das Mittel der
             Absolutwerte ∆r (am ersten Prüfmuster gemessen) und ∆r (am zweiten
                            I                                          II
             Prüfmuster gemessen) nicht mehr als 1,0 mrad beträgt.
                                  ⎛ ∆r + ∆r                 ⎞
                                  ⎜   I       II
                                                 ≤ 1,0mrad ⎟
                                  ⎝      2                  ⎠
 ---pagebreak---                                                 74
L 375/688  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
                                          Anhang 5
                 Mindestanforderungen für Verfahren zur Kontrolle
                         der Übereinstimmung der Produktion
   1        Allgemeines
   1.1      Die Vorschriften für die Übereinstimmung der Produktion gelten hinsichtlich
            der mechanischen und geometrischen Eigenschaften entsprechend den Vor-
            schriften dieser Regelung als eingehalten, wenn die Abweichungen nicht
            größer als die unvermeidlichen Fertigungstoleranzen sind. Dies gilt auch für
            die Farbe.
   1.2      Hinsichtlich der photometrischen Eigenschaften wird die Übereinstimmung
            von serienmäßig hergestellten Systemen mit dem genehmigten Typ nicht
            beanstandet, wenn bei der Prüfung der photometrischen Eigenschaften eines
            stichprobenweise ausgewählten, mit einer eingeschalteten Lichtquelle be-
            stückten Systems gegebenenfalls nach Korrektur der Messwerte gemäß den
            Vorschriften der Absätze 1 und 2 des Anhangs 9 dieser Regelung
   1.2.1    im ungünstigsten Fall kein gemessener, nach den Vorschriften des Absat-
            zes 2 in Anhang 9 dieser Regelung korrigierter Wert von dem in dieser Rege-
            lung vorgeschriebenen Wert um mehr als 20 % abweicht.
   1.2.1.1  Bei den nachstehenden Werten für das Abblendlicht und seine Lichtvertei-
            lungen darf die größte ungünstige Abweichung jeweils folgende Werte errei-
            chen:
            im Punkt 50 L höchstens 0,2 lx entsprechend 20 % und höchstens 0,3 lx ent-
            sprechend 30 %,
 ---pagebreak---                                                   75
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/689
              in der Zone III, im Punkt HV und im Segment BLL höchstens 0,3 lx entspre-
              chend 20 % und höchstens 0,45 lx entsprechend 30 %,
              in den Segmenten E, F1, F2 und F3 höchstens 0,2 lx entsprechend 20 % und
              0.3 lx entsprechend 30 %,
              in den Punkten BR, P, S50, S50LL, S50RR, S100, S100LL und S100RR sowie in den
              Punkten oder Segmenten, auf die sich die Anmerkung 4 zu der Tabelle 1 in
              Anhang 3 dieser Regelung bezieht (B 50 L, HV, BR, BRR und BLL) mindes-
              tens die Hälfte des vorgeschriebenen Wertes entsprechend 20 % und min-
              destens drei Viertel des vorgeschriebenen Wertes entsprechend 30 %,
    1.2.1.2   bei Fernlicht, wenn sich HV innerhalb der Isoluxlinie 0,75 Emax befindet, eine
              Toleranz von + 20 % bei den Höchstwerten und - 20 % bei den Mindestwer-
              ten bei den photometrischen Werten an jedem in Absatz 6.3.2 dieser Rege-
              lung angegebenen Messpunkt eingehalten ist.
    1.2.2     Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfung den Vorschrif-
              ten nicht, dann darf die Einstellung des Systems verändert werden, sofern
              die Achse des Lichtbündels seitlich nicht um mehr als 0,5° nach rechts oder
              links und vertikal nicht um mehr als 0,2° nach oben und unten verschoben
              wird; dabei ist jede Einstellung getrennt und in Bezug auf die Ersteinstellung
              vorzunehmen.
              Diese Vorschriften gelten nicht für Leuchteneinheiten nach Absatz 6.3.1.1
              dieser Regelung.
    1.2.3     Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen den Vor-
              schriften nicht, dann müssen die Prüfungen mit einer anderen Prüflichtquelle
              und/oder einem anderen Stromversorgungs- und Betriebsgerät wiederholt
              werden.
 ---pagebreak---                                                 76
L 375/690 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
   1.3     Bei der Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-
           Grenze des Abblendlichts unter Wärmeeinfluss ist folgendes Verfahren an-
           zuwenden:
           Eines der stichprobenweise ausgewählten Systeme ist nach dem in Ab-
           satz 2.1 des Anhangs 4 beschriebenen Verfahren zu prüfen, nachdem es
           dreimal hintereinander dem in Absatz 2.2.2 des Anhangs 4 beschriebenen
           Zyklus unterzogen worden ist.
           Das System gilt als annehmbar, wenn            ∆ r nicht mehr als 1,5 mrad beträgt.
           Ist dieser Wert größer als 1,5 mrad, aber nicht größer als 2,0 mrad, dann ist
           ein zweites Muster der Prüfung zu unterziehen, wobei das Mittel der an bei-
           den Mustern gemessenen Absolutwerte nicht mehr als 1,5 mrad betragen
           darf.
   1.4     Die Farbwertanteile nach Absatz 7 dieser Regelung müssen den Vorschriften
           entsprechen.
   2       Mindestanforderungen für die Kontrolle der Übereinstimmung der Pro-
           duktion durch den Hersteller
           Für jeden Systemtyp muss der Inhaber des Genehmigungszeichens in an-
           gemessenen Abständen zumindest die nachstehenden Prüfungen durchfüh-
           ren. Die Prüfungen müssen nach den Vorschriften dieser Regelung durchge-
           führt werden.
           Stellt sich bei einer Probenahme eine Abweichung bei der betreffenden Prü-
           fung heraus, so sind weitere Muster auszuwählen und zu prüfen. Der Her-
           steller muss Maßnahmen treffen, um die Übereinstimmung der betreffenden
           Produktion sicherzustellen.
 ---pagebreak---                                                 77
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/691
    2.1      Art der Prüfungen
             Die Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften dieser Rege-
             lung beziehen sich auf die photometrischen Eigenschaften und umfassen die
             Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-Grenze
             des Abblendlichts unter Wärmeeinfluss.
    2.2      Anzuwendende Prüfverfahren
    2.2.1    Die Prüfungen sind im Allgemeinen nach den in dieser Regelung beschrie-
             benen Verfahren durchzuführen.
    2.2.2    Bei allen vom Hersteller durchgeführten Prüfungen der Übereinstimmung der
             Produktion können mit Zustimmung der zuständigen Behörde, die die Prü-
             fungen für die Genehmigung durchführt, gleichwertige Verfahren angewandt
             werden. Der Hersteller muss nachweisen, dass die angewandten Verfahren
             mit den in dieser Regelung festgelegten gleichwertig sind.
    2.2.3    Voraussetzung für die Anwendung der Vorschriften der Absätze 2.2.1 und
             2.2.2 ist die regelmäßige Kalibrierung der Prüfeinrichtung und ihre Korrelati-
             on mit Messungen der zuständigen Behörde.
    2.2.4    In jedem Fall gelten als Referenzverfahren die in dieser Regelung festgeleg-
             ten Verfahren, die insbesondere bei Nachprüfungen und Probenahmen durch
             die Behörden anzuwenden sind.
    2.3      Art der Probenahme
             Muster von Systemen sind stichprobenweise aus der Produktion einer ein-
             heitlichen Fertigungsreihe auszuwählen. Eine einheitliche Fertigungsreihe
             besteht aus einer Reihe von Systemen desselben Typs, die entsprechend
             den Fertigungsverfahren des Herstellers festgelegt wird.
 ---pagebreak---                                                          78
L 375/692         DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
                   Die Bewertung erstreckt sich im Allgemeinen auf die Serienfertigung aus ein-
                   zelnen Fabriken. Ein Hersteller kann jedoch aus verschiedenen Fabriken
                   Prüfprotokolle, die sich auf den gleichen Typ beziehen, zusammenfassen,
                   sofern dort gleiche Qualitätssicherungs- und -managementsysteme ange-
                   wandt werden.
   2.4             Gemessene und aufgezeichnete photometrische Eigenschaften
                   An den stichprobenweise ausgewählten Scheinwerfern sind an den in der
                   Regelung vorgeschriebenen Punkten photometrische Messungen durchzu-
                   führen, wobei die Werte
                   bei Fernlicht nur in den Punkten Emax, HV1, HL und HR2 und
                   bei Abblendlicht nur in den Punkten B 50 L, HV (falls zutreffend), 50 V, 75 R
                   (falls zutreffend) und 25 LL abgelesen werden (siehe die Abbildung 1 in An-
                   hang 3).
   2.5             Maßgebende Kriterien für die Annehmbarkeit
                   Der Hersteller ist dafür verantwortlich, dass eine statistische Untersuchung
                   der Prüfergebnisse durchgeführt wird und nach Absprache mit der zuständi-
                   gen Behörde die maßgebenden Kriterien für die Annehmbarkeit seiner Pro-
                   dukte festgelegt werden, damit die für die Nachprüfung der Übereinstimmung
                   der Produktion in Absatz 9.1 dieser Regelung genannten Vorschriften ein-
                   gehalten werden.
   1
     Ist der Fernscheinwerfer mit dem Abblendscheinwerfer ineinander gebaut, dann muss HV für Fern- und
     Abblendlicht derselbe Messpunkt sein.
   2
     HL und HR: Punkte, die sich auf der Linie H-H in einem Abstand von jeweils 2,6° links und rechts vom
     Punkt HV befinden.
 ---pagebreak---                                                  79
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/693
             Die maßgebenden Kriterien für die Annehmbarkeit müssen so festgelegt
             sein, dass bei einem Zuverlässigkeitsgrad von 95 % die geringste Wahr-
             scheinlichkeit, eine stichprobenartige Prüfung nach den Vorschriften des An-
             hangs 7 (erste Probenahme) zu bestehen, 0,95 betragen würde.
 ---pagebreak---                                               80
L 375/694 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
                                        Anhang 6
           Vorschriften für Systeme mit Kunststoff-Abschlussscheiben
           Prüfung von Abschlussscheiben oder Werkstoffproben und
                  von vollständigen Systemen oder Systemteilen
   1       Allgemeine Vorschriften
   1.1     Die gemäß Absatz 2.2.4 dieser Regelung vorgelegten Muster müssen den
           Vorschriften der Absätze 2.1 bis 2.5 entsprechen.
   1.2     Die gemäß Absatz 2.2.3 dieser Regelung vorgelegten beiden Muster von
           vollständigen Systemen mit Kunststoff-Abschlussscheiben müssen hinsicht-
           lich des Werkstoffs der Abschlussscheiben den Vorschriften des Absatzes
           2.6 entsprechen.
   1.3     An den Mustern der Kunststoff-Abschlussscheiben oder den Werkstoffproben
           sind gegebenenfalls zusammen mit dem Reflektor, an dem sie angebracht
           werden sollen, die Prüfungen für die Genehmigung in der in Tabelle A der
           Anlage 1 zu diesem Anhang vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge durchzu-
           führen.
   1.4     Kann der Hersteller des Systems jedoch nachweisen, dass das Erzeugnis
           die Prüfungen nach den Absätzen 2.1 bis 2.5 oder die gleichwertigen Prü-
           fungen nach einer anderen Regelung bereits bestanden hat, so brauchen
           diese Prüfungen nicht wiederholt zu werden; nur die Prüfungen nach Anla-
           ge 1, Tabelle B sind zwingend vorgeschrieben.
   1.5     Wenn das System oder Systemteil nur für Rechtsverkehr oder Linksverkehr
           gebaut ist, können die Prüfungen nach diesem Anhang nur an einem Muster
           durchgeführt werden, das der Antragsteller auswählen kann.
 ---pagebreak---                                                 81
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/695
    2        Prüfungen
    2.1      Temperaturwechselbeständigkeit
    2.1.1    Prüfungen
             Drei neue Muster (Abschlussscheiben) sind in fünf Zyklen bei wechselnden
             Temperaturen und wechselndem Feuchtigkeitsgehalt nach folgendem Pro-
             gramm zu prüfen:
             3 Stunden bei 40 °C + 2 °C und 85 % - 95 % relativer Luftfeuchtigkeit;
             1 Stunde bei 23 °C + 5 °C und 60 % - 75 % relativer Luftfeuchtigkeit;
             15 Stunden bei -30 °C + 2 °C;
             1 Stunde bei 23 °C + 5 °C und 60 % - 75 % relativer Luftfeuchtigkeit;
             3 Stunden bei 80 °C + 2 °C;
             1 Stunde bei 23 °C + 5 °C und 60 % - 75 % relativer Luftfeuchtigkeit.
             Vor dieser Prüfung müssen die Muster mindestens vier Stunden lang einer
             Temperatur von 23 °C + 5 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % -
             75 % ausgesetzt werden.
             Anmerkung: In den einstündigen Zeitabschnitten mit einer Temperatur von
             23 °C + 5 °C sind die Zeiten für den Übergang von einer Temperatur zur an-
             deren enthalten, die notwendig sind, um Wärmeschockwirkungen zu vermei-
             den.
 ---pagebreak---                                                 82
L 375/696  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
   2.1.2    Photometrische Messungen
   2.1.2.1  Verfahren
            An den Mustern sind vor und nach der Prüfung photometrische Messungen
            vorzunehmen.
            Diese Messungen sind nach den Vorschriften des Anhangs 9 dieser Rege-
            lung in folgenden Punkten vorzunehmen:
            B 50 L und 50 V bei Abblendlicht der Klasse C;
            Emax bei Fernlicht eines Systems.
   2.1.2.2  Ergebnisse
            Die bei jedem Muster vor und nach der Prüfung ermittelten photometrischen
            Werte dürfen unter Berücksichtigung der Toleranzen des photometrischen
            Verfahrens nicht um mehr als 10 % voneinander abweichen.
   2.2      Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse und Chemikalien
   2.2.1    Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse
            Drei neue Muster (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben) sind der Strah-
            lung einer Quelle auszusetzen, deren spektrale Energieverteilung der eines
            schwarzen Körpers bei einer Temperatur zwischen 5 500 K und 6 000 K ent-
            spricht. Zwischen der Quelle und den Mustern sind geeignete Filter so anzu-
            bringen, dass Strahlungen mit Wellenlängen von
 ---pagebreak---                                                  83
27.12.2006  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/697
              weniger als 295 nm und mehr als 2 500 nm so weit wie möglich abgeschwächt
              werden. Die Muster werden einer Energiebestrahlung von 1 200 W/m² + 200
              W/m² für eine Dauer ausgesetzt, die so bemessen ist, dass die Strahlungsener-
              gie, die sie empfangen, 4 500 MJ/m² + 200 MJ/m² beträgt. Innerhalb der Prüfan-
              lage muss die Temperatur, die an der schwarzen Platte gemessen wird, die
              sich auf gleicher Höhe mit den Mustern befindet, 50 °C + 5 °C betragen. Damit
              die gleichmäßige Bestrahlung gewährleistet ist, müssen sich die Muster mit ei-
              ner Geschwindigkeit von einer bis fünf Umdrehungen pro Minute um die Strah-
              lungsquelle drehen.
             Die Muster werden mit destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von weni-
              ger als 1 mS/m bei einer Temperatur von 23 °C + 5 °C nach folgendem Zyk-
              lus besprüht:
             Sprühen:       5 Minuten,
              Trocknen:     25 Minuten.
    2.2.2     Chemikalienbeständigkeit
              Nach der Prüfung nach Absatz 2.2.1 und der Messung nach Absatz 2.2.3.1
              ist die Außenfläche der drei Muster entsprechend dem Verfahren nach Ab-
              satz 2.2.2.2 mit der Mischung nach Absatz 2.2.2.1 zu behandeln.
    2.2.2.1   Prüfmischung
              Die Prüfmischung besteht zu 61,5 % aus n-Heptan, zu 12,5 % aus Toluol, zu
              7,5 % aus Äthyltetrachlorid, zu 12,5 % aus Trichloräthylen und zu 6 % aus
              Xylol (Volumenprozent).
 ---pagebreak---                                                 84
L 375/698  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
   2.2.2.2  Aufbringen der Prüfmischung
            Ein Stück Baumwollstoff (nach ISO 105) wird mit der Mischung nach Ab-
            satz 2.2.2.1 bis zur Sättigung getränkt und vor Ablauf von zehn Sekunden
            zehn Minuten lang mit einem Druck von 50 N/cm², der einer Kraft von 100 N
            entspricht, die auf eine Prüffläche von 14 mm x 14 mm ausgeübt wird, gegen
            die Außenfläche des Musters gepresst.
            Während dieser zehn Minuten wird der Stoff erneut mit der Mischung ge-
            tränkt, damit die Zusammensetzung der aufgebrachten Flüssigkeit während
            der gesamten Dauer der der vorgeschriebenen Prüfmischung entspricht.
            Während des Aufbringens darf der auf das Muster ausgeübte Druck ausge-
            glichen werden, um die Bildung von Rissen zu verhindern.
   2.2.2.3  Reinigung
            Nach dem Aufbringen der Prüfmischung müssen die Muster an der Luft
            trocknen und werden dann mit der Lösung nach Absatz 2.3 (Beständigkeit
            gegen Reinigungsmittel) mit einer Temperatur von 23 °C + 5 °C abgewa-
            schen. Danach werden die Muster sorgfältig mit destilliertem Wasser abge-
            spült, das bei 23 °C + 5 °C nicht mehr als 0,2 % Verunreinigungen enthält,
            und dann mit einem weichen Tuch abgewischt.
   2.2.3    Ergebnisse
   2.2.3.1  Nach der Prüfung der Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse darf die
            Außenfläche der Muster keine Risse, Kratzer, abgesplitterten Teile und Ver-
            formungen aufweisen, und der Mittelwert der Änderung
 ---pagebreak---                                                    85
27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                              L 375/699
                                                       T2 − T3
              des Lichttransmissionsgrads ∆t =                  , der bei den drei Mustern nach dem
                                                          T2
              in der Anlage 2 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren gemessen wird,
              darf nicht größer als 0,020 ( ∆t m ≤ 0,020 ) sein.
    2.2.3.2   Nach der Prüfung der Chemikalienbeständigkeit dürfen die Muster keine
              chemische Veränderung aufweisen, die eine Änderung der Streuung des
                                                                         T5 − T4
              Lichtes verursachen kann, deren Mittelwert ∆d =                    , der bei den drei
                                                                           T2
              Mustern nach dem in der Anlage 2 zu diesem Anhang beschriebenen Verfah-
              ren gemessen wird, nicht größer als 0,020 ( ∆d m ≤ 0,020 ) sein darf.
    2.2.4     Beständigkeit gegen die Strahlung einer Lichtquelle
              Falls erforderlich, ist die nachstehende Prüfung durchzuführen:
              Flache Muster aller lichtdurchlässigen Kunststoffbauteile des Systems wer-
              den dem Licht der Lichtquelle ausgesetzt. Die Kenngrößen wie Winkel und
              Abstände müssen bei diesen Mustern denen des Systems entsprechen. Die-
              se Muster müssen die gleiche Farbe und gegebenenfalls die gleiche Oberflä-
              chenbehandlung wie die Teile des Systems aufweisen.
              Nachdem die Muster 1 500 Stunden lang ununterbrochen bestrahlt worden
              sind, müssen die kolorimetrischen Werte des ausgestrahlten Lichtes mit ei-
              ner neuen Lichtquelle eingehalten sein, und die Oberfläche der Muster darf
              keine Risse, Kratzer, abgeblätterten Teile oder Verformungen aufweisen.
 ---pagebreak---                                                 86
L 375/700 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
           Die Prüfung der Beständigkeit der innen verwendeten Werkstoffe gegen die
           ultraviolette Strahlung der Lichtquelle ist nicht erforderlich, wenn Lichtquellen
           nach der Regelung Nr. 37 und/oder Gasentladungslichtquellen mit niedriger
           ultravioletter Strahlung verwendet werden oder wenn Maßnahmen getroffen
           werden, um die entsprechenden Systemteile zum Beispiel durch Glasfilter
           gegen die ultraviolette Strahlung abzuschirmen.
   2.3     Beständigkeit gegen Reinigungsmittel und Kohlenwasserstoffe
   2.3.1   Beständigkeit gegen Reinigungsmittel
           Die Außenfläche der drei Muster (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben)
           wird auf 50 °C + 5 °C erwärmt und fünf Minuten lang in eine Mischung ge-
           taucht, deren Temperatur auf 23 °C + 5 °C gehalten wird und die aus
           99 Teilen destilliertem Wasser, das nicht mehr als 0,02 % Verunreinigungen
           enthält, und einem Teil Alkylarylsulfonat besteht.
           Nach der Prüfung werden die Muster bei 50 °C + 5 °C getrocknet. Die Ober-
           fläche der Muster wird mit einem feuchten Tuch gereinigt.
   2.3.2   Beständigkeit gegen Kohlenwasserstoffe
           Die Außenfläche dieser drei Muster wird dann eine Minute lang leicht mit ei-
           nem Stück Baumwollstoff abgerieben, das in einer Mischung aus 70 %
           n-Heptan und 30 % Toluol (Volumenprozent) getränkt wurde, und muss dann
           an der Luft trocknen.
 ---pagebreak---                                                  87
27.12.2006 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/701
    2.3.3    Ergebnisse
             Nachdem diese beiden Prüfungen nacheinander durchgeführt worden sind,
                                                                                T2 − T3
             darf der Mittelwert der Änderung des Lichttransmissionsgrads ∆t =          ,
                                                                                  T2
             der bei den drei Mustern nach dem in der Anlage 2 zu diesem Anhang be-
             schriebenen Verfahren gemessen wird, nicht größer als 0,010 ( ∆t m ≤ 0,010 )
             sein.
    2.4      Beständigkeit gegen mechanische Abnutzung
    2.4.1    Verfahren der mechanischen Abnutzung
             Die Außenfläche von drei neuen Mustern (Abschlussscheiben) wird nach
             dem in der Anlage 3 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren behandelt,
             bei dem eine gleichmäßige mechanische Abnutzung dieser Fläche erreicht
             werden soll.
    2.4.2    Ergebnisse
             Nach dieser Prüfung werden die Änderungen
                                                     T2 − T3
             des Lichttransmissionsgrads ∆t =
                                                        T2
                                         T5 − T4
            und des Streulichts ∆d =
                                            T2
            nach dem in der Anlage 2 beschriebenen Verfahren bei der Fläche nach Ab-
             satz 2.2.4.1.1 dieser Regelung gemessen. Für die Mittelwerte bei den drei
             Mustern gilt Folgendes:
 ---pagebreak---                                                88
L 375/702 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
                                          ∆t m ≤ 0,100 ,
                                          ∆d m ≤ 0,050 .
   2.5     Prüfung des Haftvermögens von Beschichtungen (falls vorhanden)
   2.5.1   Vorbereitung des Musters
           In die Beschichtung einer Abschlussscheibe wird auf einer Fläche von
           20 mm x 20 mm mit einer Rasierklinge oder einer Nadel ein gitterartiges
           Muster eingeritzt, dessen Quadrate eine Seitenlänge von ungefähr
           2 mm x 2 mm haben. Der auf die Klinge oder die Nadel ausgeübte Druck
           muss so stark sein, dass zumindest die Beschichtung aufgeritzt wird.
   2.5.2   Beschreibung der Prüfung
           Es ist ein Klebestreifen mit einer Adhäsionskraft von 2 N/(cm Breite) + 20 %
           zu verwenden, die unter den in der Anlage 4 zu diesem Anhang festgelegten
           Normalbedingungen gemessen wurde. Dieser Klebestreifen, der mindestens
           25 mm breit sein muss, wird mindestens fünf Minuten lang auf die nach den
           Vorschriften des Absatzes 2.5.1 vorbereitete Fläche gedrückt.
           Dann wird das Ende des Klebestreifens so belastet, dass die Adhäsionskraft
           an der betreffenden Fläche durch eine Kraft ausgeglichen wird, die senkrecht
           zu dieser Fläche wirkt. In dieser Phase wird der Klebestreifen mit einer kon-
           stanten Geschwindigkeit von 1,5 m/s + 0,2 m/s abgezogen.
 ---pagebreak---                                                  89
27.12.2006  DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/703
    2.5.3     Ergebnisse
              An der mit dem gitterartigen Muster versehenen Fläche darf keine nennens-
              werte Beschädigung vorhanden sein. Beschädigungen an den Schnittpunk-
              ten der Quadrate oder den Kanten der Ritze sind zulässig, sofern die be-
              schädigte Fläche nicht größer als 15 % der mit dem gitterartigen Muster ver-
              sehenen Fläche ist.
    2.6       Prüfungen des vollständigen Systems mit einer Kunststoff-
              Abschlussscheibe
    2.6.1     Beständigkeit der Oberfläche der Abschlussscheibe gegen mechani-
              sche Abnutzung
    2.6.1.1   Prüfungen
              An der Abschlussscheibe des Musters Nr. 1 des Systems wird die Prüfung
              nach Absatz 2.4.1 durchgeführt.
    2.6.1.2   Ergebnisse
              Nach der Prüfung dürfen die Ergebnisse der photometrischen Messungen,
              die an dem System oder Systemteilen nach dieser Regelung durchgeführt
              worden sind, die für die Punkte B 50 L und HV vorgeschriebenen Höchstwer-
              te nicht um mehr als 30 % überschreiten und die gegebenenfalls für den
              Punkt 75 R vorgeschriebenen Mindestwerte nicht um mehr als 10 % unter-
              schreiten.
    2.6.2     Prüfung des Haftvermögens von Beschichtungen (falls vorhanden)
              An der Abschlussscheibe des Musters Nr. 2 der Einbaueinheit wird die Prü-
              fung nach Absatz 2.5 durchgeführt.
 ---pagebreak---                                                90
L 375/704 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                  27.12.2006
   3       Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion
   3.1     Hinsichtlich der bei der Herstellung von Abschlussscheiben verwendeten
           Werkstoffe wird bei den Einbaueinheiten einer Serie davon ausgegangen,
           dass sie den Vorschriften dieser Regelung entsprechen, wenn
   3.1.1   nach der Prüfung der Chemikalienbeständigkeit und der Prüfung der Bestän-
           digkeit gegen Reinigungsmittel und Kohlenwasserstoffe die Außenfläche der
           Muster keine Risse, abgesplitterten Teile oder Verformungen aufweist, die
           mit bloßem Auge erkennbar sind (siehe die Absätze 2.2.2, 2.3.1 und 2.3.2);
   3.1.2   nach der Prüfung nach Absatz 2.6.1.1 die photometrischen Werte in den
           Messpunkten nach Absatz 2.6.1.2 innerhalb der Grenzen liegen, die in dieser
           Regelung für die Übereinstimmung der Produktion vorgeschrieben sind.
   3.2     Wenn die Prüfergebnisse den Vorschriften nicht entsprechen, sind die Prü-
           fungen an einem anderen stichprobenweise ausgewählten Muster eines Sys-
           tems zu wiederholen.
 ---pagebreak---                                                         91
  27.12.2006         DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/705
                                           Anhang 6 - Anlage 1
                        Zeitliche Reihenfolge der Prüfungen für die Genehmigung
      A.               Prüfungen an Kunststoffen (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben,
                       die nach Absatz 2.2.4 dieser Regelung vorgelegt worden sind)
                  Muster                            Abschlussscheiben oder          Abschluss-
                                                        Werkstoffproben              scheiben
Prüfungen                                1  2     3     4   5     6   7   8 9 10 11 12 13 14
1.1 Bestimmte photo-
       metrische Messungen                                                       X    X    X
       (Abs. 2.1.2)
1.1.1 Temperaturwechsel                                                          X    X    X
       (Abs. 2.1.1)
1.2 Bestimmte photo-
       metrische Messungen                                                       X    X    X
       (Abs. 2.1.2)
1.2.1 Messung des Lichttransmissions-    X X X X X X X X X
       grads
1.2.2 Messung des Streulichts            X X X                        X X X
1.3 Atmosphärische Einflüsse             X X X
        (Abs. 2.2.1)
1.3.1 Messung des Lichttransmissions-    X X X
       grads
1.4 Chemikalien (Abs.2.2.2)              X X X
1.4.1 Messung des Streulichts            X X X
1.5 Reinigungsmittel                                    X X X
       (Abs. 2.3.1)
1.6 Kohlenwasserstoffe                                  X X X
       (Abs. 2.3.2)
1.6.1 Messung des Lichttransmissions-                   X X X
       grads
1.7 Abnutzung (Abs. 2.4.1)                                            X X X
1.7.1 Messung des Lichttransmissions-                                 X X X
       grads
1.7.2 Messung des Streulichts                                         X X X
1.8 Haftvermögen (Abs. 2.5)                                                                      X
1.9 Beständigkeit gegen die
        Strahlung einer Licht-                                                X
        quelle (Absatz 2.2.4)
 ---pagebreak---                                                   92
L 375/706        DE                Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
    B.    Prüfungen an vollständigen Scheinwerfern (die nach Absatz 2.2.3 dieser Rege-
          lung vorgelegt worden sind).
                                                            vollständiger Scheinwerfer
                      Prüfungen                                     Muster Nr.
                                                             1                     2
    2.1 Abnutzung (Abs. 2.6.1.1)                             X
    2.2 Photometrische Messungen
           (Abs. 2.6.1.2)                                    X
    2.3 Haftvermögen (Abs. 2.6.2)                                                  X
 ---pagebreak---                                                        93
27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/707
                                          Anhang 6 - Anlage 2
           Verfahren zur Messung des Streulichts und des Lichttransmissionsgrads
    1             Messeinrichtung (siehe die Abbildung 1)
                  Das Strahlenbündel eines Kollimators K mit einer halben Divergenz
                   β
                     = 17,4 x10 −4 rad wird durch eine Blende Dτ mit einer Öffnung von 6 mm
                   2
                  begrenzt, bei der die Halterung für das Muster angebracht ist.
                  Eine achromatische Sammellinse L2, die für sphärische Aberrationen korri-
                  giert ist, verbindet die Blende Dτ mit dem Strahlungsempfänger R; der
                  Durchmesser der Linse L2 muss so bemessen sein, dass sie das Licht, das
                  von dem Muster in einem Kegel mit einem halben Öffnungswinkel
                   β
                     = 14° gestreut wird, nicht abblendet.
                   2
                                                                α0          α
                  Eine Ringblende DD mit den Winkeln                = 1° und max = 12° wird in einer
                                                                 2            2
                  Bildebene der Linse L2 angebracht.
                 Der undurchsichtige Mittelteil der Blende ist erforderlich, um das Licht, das
                  direkt von der Lichtquelle kommt, abzuschirmen. Der Mittelteil der Blende
                  muss so von dem Lichtbündel entfernt werden können, dass er genau in sei-
                  ne Ausgangslage zurückkehrt.
                 Die Strecke L2 Dτ und die Brennweite F2 der Linse L2 sind so zu wählen,
                  dass das Bild von Dτ den Strahlungsempfänger R vollständig bedeckt.
                 Für L2 wird eine Brennweite von ungefähr 80 mm empfohlen.
 ---pagebreak---                                                     94
L 375/708      DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                            27.12.2006
                Wenn für den anfänglich auffallenden Lichtstrom der Wert 1 angenommen
                wird, muss die absolute Ablesegenauigkeit besser als 0,001 sein.
          Abbildung 1: Prüfanordnung für die Messung der Änderungen des Streulichts
                                 und des Lichttransmissionsgrads
   2            Messungen
                Folgende Werte sind abzulesen:
   Ablesewert        mit Muster       mit Mittelteil von DD               entsprechende Größe
         T1              nein                    nein              auffallender Lichtstrom bei erster
                                                                   Ablesung
                          ja                     nein              Lichtstrom, der von dem neuen
         T2       (vor der Prüfung)                                Werkstoff in einem Bildwinkel von
                                                                   24° durchgelassen wird
                          ja                     nein              Lichtstrom, der von dem geprüf-
         T3       (vor der Prüfung)                                ten Werkstoff in einem Bildwinkel
                                                                   von 24° durchgelassen wird
         T4               ja                       ja              von dem neuen Werkstoff durch-
                  (vor der Prüfung)                                gelassener Lichtstrom
         T5               ja                       ja              von dem geprüften Werkstoff
                  (vor der Prüfung)                                durchgelassener Lichtstrom
 ---pagebreak---                                                 95
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/709
                                   Anhang 6 - Anlage 3
                             Verfahren für den Sprühversuch
    1        Prüfgerät
    1.1      Sprühpistole
             Die verwendete Sprühpistole muss mit einer Düse mit einem Durchmesser
             von 1,3 mm versehen sein, die einen Flüssigkeitsdurchfluss von 0,24 +
             0,02 l/Minute bei einem Betriebsdruck von 6,0 bar -0/+ 0,5 bar zulässt.
             Unter diesen Betriebsbedingungen muss die von dem Sandstrahl in einem
             Abstand von 380 mm + 10 mm von der Düse erzeugte Struktur auf der Ober-
             fläche, die der schädigenden Einwirkung ausgesetzt ist, einen Durchmesser
             von 170 mm + 50 mm haben.
    1.2      Prüfmischung
             Die Prüfmischung besteht aus
             Quarzsand der Härte 7 nach der Mohsschen Härteskala mit einer Korngröße
             von 0 mm bis 0,2 mm und einer nahezu normalen Verteilung bei einem Win-
             kelfaktor von 1,8 bis 2;
             Wasser, dessen Härtegrad 205 g/m³ nicht übersteigt, für eine Mischung, die
             25 g Sand pro Liter Wasser enthält.
 ---pagebreak---                                                96
L 375/710 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
   2       Prüfung
           Die Außenfläche der Scheinwerfer-Abschlussscheiben wird einmal oder
           mehrere Male der Einwirkung des nach dem oben beschriebenen Verfahren
           erzeugten Sandstrahls ausgesetzt. Dabei wird der Sandstrahl nahezu senk-
           recht auf die zu prüfende Oberfläche gerichtet.
           Die Abnutzung wird an einer oder mehr Werkstoffproben nachgeprüft, die als
           Referenzproben in der Nähe der zu prüfenden Abschlussscheiben ange-
           bracht sind. Die Mischung wird so lange aufgesprüht, bis die nach dem Ver-
           fahren nach Anlage 2 gemessene Änderung der Streuung des Lichtes an
           dem Probestück oder den Probestücken dem nachstehenden Wert ent-
           spricht:
                 T5 − T4
            ∆d =         = 0,0250 ± 0,0025 .
                    T2
           Zur Nachprüfung der gleichmäßigen Abnutzung der gesamten zu prüfenden
           Oberfläche können mehrere Referenzproben verwendet werden.
 ---pagebreak---                                                97
27.12.2006 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/711
                                  Anhang 6 - Anlage 4
                  Bestimmung der Adhäsionskraft von Klebestreifen
    1        Zweck
             Nach diesem Verfahren kann unter Normalbedingungen die lineare Adhäsi-
             onskraft eines Klebestreifens an einer Glasplatte bestimmt werden.
    2        Prinzip
             Messung der Kraft, die aufgewendet werden muss, um einen Klebestreifen in
             einem Winkel von 90° von einer Glasplatte abzuziehen.
    3        Vorgeschriebene Umgebungsbedingungen
             Die Umgebungsluft muss eine Temperatur von 23 °C + 5 °C und eine relative
             Feuchtigkeit von 65 % + 15 % aufweisen.
    4        Prüfstücke
             Vor der Prüfung wird die Probenrolle 24 Stunden lang unter den vorgeschrie-
             benen Umgebungsbedingungen konditioniert (siehe Absatz 3).
             Von jeder Rolle werden fünf jeweils 400 mm lange Prüfstücke geprüft. Diese
             Prüfstücke werden von der Rolle abgewickelt, nachdem die ersten drei
             Schichten entfernt worden sind.
    5        Verfahren
             Die Prüfung wird unter den vorgeschriebenen Umgebungsbedingungen nach
             Absatz 3 durchgeführt.
 ---pagebreak---                                                 98
L 375/712 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
           Die fünf Prüfstücke werden von der Rolle abgenommen, während das Klebe-
           band mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 300 mm/s radial abgerollt wird,
           anschließend werden sie innerhalb von 15 Sekunden wie folgt aufgebracht:
           Der Klebestreifen wird auf die Glasplatte aufgebracht, indem man mit dem
           Finger in einer fortlaufenden Bewegung in Längsrichtung und ohne übermä-
           ßigen Druck leicht darüber streicht, ohne dass sich zwischen dem Klebestrei-
           fen und der Glasplatte Luftblasen bilden.
           Die Glasplatte mit den Klebestreifen bleibt zehn Minuten lang den vorge-
           schriebenen Umgebungsbedingungen ausgesetzt.
           Ungefähr 25 mm des Prüfstücks werden in einer Ebene senkrecht zur Achse
           des Prüfstücks von der Platte abgezogen.
           Die Platte wird befestigt, und das lose Ende des Klebestreifens wird um 90°
           von der Platte entfernt. Die Zugkraft wird so ausgeübt, dass die Trennlinie
           zwischen dem Klebestreifen und der Platte senkrecht zur Wirkungslinie die-
           ser Kraft und zur Platte verläuft.
           Der Klebestreifen wird mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/s + 30 mm/s ab-
           gezogen, und die dabei ausgeübte Kraft wird aufgezeichnet.
   6       Ergebnisse
           Die fünf ermittelten Werte werden ihrer Größe nach gereiht, und der mittlere
           Wert wird als Ergebnis der Messung eingetragen. Dieser Wert wird in New-
           ton pro Zentimeter Breite des Klebestreifens ausgedrückt.
 ---pagebreak---                                                      99
27.12.2006     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/713
                                                Anhang 7
       Mindestanforderungen für stichprobenartige Überprüfungen durch einen Prüfer
    1            Allgemeines
    1.1          Die Vorschriften über die Übereinstimmung der Produktion gelten hinsichtlich
                 der mechanischen und geometrischen Eigenschaften entsprechend den Vor-
                 schriften dieser Regelung als eingehalten, wenn die Abweichungen nicht
                 größer als die unvermeidlichen Fertigungstoleranzen sind. Dies gilt auch für
                 die Farbe.
    1.2          Hinsichtlich der photometrischen Eigenschaften wird die Übereinstimmung
                 von serienmäßig hergestellten Systemen mit dem genehmigten Typ nicht
                 beanstandet, wenn bei der Prüfung der photometrischen Eigenschaften eines
                 stichprobenweise ausgewählten, mit einer eingeschalteten Lichtquelle be-
                 stückten Systems gegebenenfalls nach Korrektur der Messwerte gemäß den
                 Vorschriften der Absätze 1 und 2 des Anhangs 9 dieser Regelung
    1.2.1        im ungünstigsten Fall kein Messwert von dem in dieser Regelung vorge-
                 schriebenen Wert um mehr als 20 % abweicht.
    1.2.1.1      Bei den nachstehenden Werten für das Abblendlicht und seine Lichtvertei-
                 lungen darf die größte ungünstige Abweichung jeweils folgende Werte errei-
                 chen:
                 im Punkt 50 L höchstens 0,2 lx entsprechend 20 % und höchstens 0,3 lx ent-
                 sprechend 30 %,
                 in der Zone III, im Punkt HV und im Segment BLL höchstens 0,3 lx entspre-
                 chend 20 % und höchstens 0,45 lx entsprechend 30 %,
 ---pagebreak---                                                 100
L 375/714  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
             in den Segmenten E, F1, F2 und F3 höchstens 0,2 lx entsprechend 20 %
            und 0.3 lx entsprechend 30 %,
            in den Punkten BR, P, S50, S50LL, S50RR, S100, S100LL und S100RR sowie in den
            Punkten oder Segmenten, auf die sich die Anmerkung 4 zu der Tabelle 1 in
            Anhang 3 dieser Regelung bezieht (B 50 L, HV, BR, BRR und BLL) mindes-
            tens die Hälfte des vorgeschriebenen Wertes entsprechend 20 % und min-
            destens drei Viertel des vorgeschriebenen Wertes entsprechend 30 %,
   1.2.1.2  bei Fernlicht, wenn sich HV innerhalb der Isoluxlinie 0,75 Emax befindet, eine
            Toleranz von + 20 % bei den Höchstwerten und - 20 % bei den Mindestwer-
            ten bei den photometrischen Werten in jedem in Absatz 6.3.2 dieser Rege-
            lung angegebenen Messpunkt eingehalten ist.
   1.2.2    Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfung den Vorschrif-
            ten nicht, dann darf die Einstellung des Systems verändert werden, sofern
            die Achse des Lichtbündels seitlich nicht um mehr als 0,5° nach rechts oder
            links und vertikal nicht um mehr als 0,2° nach oben und unten verschoben
            wird. Diese Vorschriften gelten nicht für Leuchteneinheiten nach Absatz
            6.3.1.1 dieser Regelung.
   1.2.3    Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen den Vor-
            schriften nicht, dann müssen die Prüfungen mit einer anderen Prüflichtquelle
            und/oder einem anderen Stromversorgungs- und Betriebsgerät wiederholt
            werden.
   1.2.4    Systeme mit offensichtlichen Mängeln werden nicht berücksichtigt.
   1.2.5    Die Kennzahl wird nicht berücksichtigt.
 ---pagebreak---                                                  101
27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/715
    2         Erste Probenahme
              Bei der ersten Probenahme werden vier Systeme stichprobenweise ausge-
              wählt. Die erste Stichprobe von zwei Systemen wird mit A, die zweite Stich-
              probe von zwei Systemen wird mit B gekennzeichnet.
    2.1       Die Übereinstimmung wird nicht beanstandet
    2.1.1     Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmever-
              fahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Systemen
              mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei den Messwerten der
              Systeme folgende Abweichungen in ungünstige Richtungen festgestellt wer-
              den:
    2.1.1.1   Stichprobe A
              A1:    bei einem System                                0 %,
                     beim anderen System nicht mehr als             20 %;
              A2:    bei beiden Systemen mehr als                    0 %,
                     aber nicht mehr als                            20 %,
                     weiter zu Stichprobe B;
    2.1.1.2   Stichprobe B
              B1:    bei beiden Systemen                            0%
    2.1.2     oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe A ein-
              gehalten sind.
 ---pagebreak---                                              102
L 375/716  DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
   2.2      Die Übereinstimmung wird beanstandet
   2.2.1    Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmever-
            fahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Systemen
            mit dem genehmigten Typ beanstandet und der Hersteller aufgefordert, bei
            seiner Produktion die Vorschriften einzuhalten (Anpassung), wenn bei den
            Messwerten der Systeme folgende Abweichungen festgestellt werden:
   2.2.1.1  Stichprobe A
            A3:    bei einem System nicht mehr als               20 %,
                   beim anderen System mehr als                  20 %,
                   aber nicht mehr als                           30 %;
   2.2.1.2  Stichprobe B
            B2:    bei den Ergebnissen von A2:
                   bei einem System mehr als                      0 %,
                   aber nicht mehr als                           20 %,
                   beim anderen System nicht mehr als            20 %;
            B3:    bei den Ergebnissen von A2:
                   bei einem System                               0 %,
                   beim anderen System mehr als                  20 %,
                   aber nicht mehr als                           30 %
   2.2.2    oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe A nicht
            eingehalten sind.
 ---pagebreak---                                               103
27.12.2006 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/717
    2.3      Zurücknahme der Genehmigung
             Die Übereinstimmung wird beanstandet, und die Vorschriften des Absat-
             zes 10 werden angewendet, wenn nach dem in der Abbildung 1 dieses An-
             hangs dargestellten Probenahmeverfahren bei den Messwerten der Systeme
             folgende Abweichungen festgestellt werden:
    2.3.1    Stichprobe A
             A4:   bei einem System nicht mehr als               20 %,
                   beim anderen System mehr als                  30 %;
             A5:   bei beiden Systemen mehr als                  20 %;
    2.3.2    Stichprobe B
             B4:   bei den Ergebnissen von A2:
                   bei einem System mehr als                      0 %,
                   aber nicht mehr als                           20 %,
                   beim anderen System mehr als                  20 %;
             B5:   bei den Ergebnissen von A2:
                   bei beiden Systemen mehr als                  20 %;
             B6:   bei den Ergebnissen von A2:
                   bei einem System                               0 %,
                   beim anderen System mehr als                  30 %
 ---pagebreak---                                                        104
L 375/718        DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
   2.3.3           oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei den Stichproben A und B
                   nicht eingehalten sind.
   3               Wiederholte Probenahme
                   Bei den Ergebnissen von A3, B2 und B3 muss binnen zwei Monaten nach
                   Erhalt der entsprechenden Mitteilung eine wiederholte Probenahme erfolgen,
                   bei der die dritte Stichprobe C mit zwei Systemen gezogen wird, die der Se-
                   rienproduktion nach erfolgter Anpassung entnommen wird.*
   3.1             Die Übereinstimmung wird nicht beanstandet
   3.1.1           Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmever-
                   fahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Systemen
                   mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei den Messwerten der
                   Systeme folgende Abweichungen festgestellt werden:
   3.1.1.1         Stichprobe C
                   C1:    bei einem System                                       0 %,
                          beim anderen System nicht mehr als                   20 %;
                   C2:    bei beiden Systemen mehr als                           0 %,
                          aber nicht mehr als                                  20 %,
                          weiter zu Stichprobe D;
   *
     Anmerkung der Übersetzer: Die Stichprobe D entsprechend der Abbildung 1 ist hier offensichtlich nicht
     berücksichtigt worden.
 ---pagebreak---                                                105
27.12.2006  DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/719
    3.1.1.2   Stichprobe D
              D1:    bei den Ergebnissen von C2:
                     bei beiden Systemen                            0%
    3.1.2     oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe C ein-
              gehalten sind.
    3.2       Die Übereinstimmung wird beanstandet
    3.2.1     Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmever-
              fahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Systemen
              mit dem genehmigten Typ beanstandet und der Hersteller aufgefordert, bei
              seiner Produktion die Vorschriften einzuhalten (Anpassung), wenn bei den
              Messwerten der Systeme folgende Abweichungen festgestellt werden:
    3.2.1.1   Stichprobe D
              D2:    bei den Ergebnissen von C2:
                     bei einem System mehr als                      0 %,
                     aber nicht mehr als                           20 %,
                     beim anderen System nicht mehr als            20 %
    3.2.1.2   oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe C nicht
              eingehalten sind.
 ---pagebreak---                                              106
L 375/720 DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
   3.3     Zurücknahme der Genehmigung
           Die Übereinstimmung wird beanstandet, und die Vorschriften des Absat-
           zes 10 werden angewendet, wenn nach dem in der Abbildung 1 dieses An-
           hangs dargestellten Probenahmeverfahren bei den Messwerten der Systeme
           folgende Abweichungen festgestellt werden:
   3.3.1   Stichprobe C
           C3:    bei einem System nicht mehr als               20 %,
                  beim anderen System mehr als                  20 %;
           C4:    bei beiden Systemen mehr als                  20 %;
   3.3.2   Stichprobe D
           D3:    bei den Ergebnissen von C2:
                  bei einem System 0 % oder mehr als             0 %,
                  beim anderen System mehr als                  20 %
   3.3.3   oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei den Stichproben C und D
           nicht eingehalten sind.
   4       Vertikale Verschiebung der Hell-Dunkel-Grenze des Abblendlichts
           Bei der Nachprüfung der vertikalen Verschiebung der Hell-Dunkel-Grenze
           des Abblendlichts unter Wärmeeinfluss ist folgendes Verfahren anzuwenden:
 ---pagebreak---                                                     107
27.12.2006      DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/721
                  Eines der Systeme der Stichprobe A, das nach dem Probenahmeverfahren in
                  der Abbildung 1 dieses Anhangs ausgewählt wurde, ist nach dem in Ab-
                  satz 2.1 des Anhangs 4 beschriebenen Verfahren zu prüfen, nachdem es
                  dreimal hintereinander dem in Absatz 2.2.2 des Anhangs 4 beschriebenen
                  Zyklus unterzogen worden ist.
                  Das System gilt als annehmbar, wenn           ∆ r nicht mehr als 1,5 mrad beträgt.
                  Ist dieser Wert größer als 1,5 mrad, aber nicht größer als 2,0 mrad, so ist das
                  zweite System der Stichprobe A der Prüfung zu unterziehen, wobei das Mittel
                  der an beiden Mustern gemessenen Absolutwerte nicht mehr als 1,5 mrad
                  betragen darf.
                 Wird dieser Wert von 1,5 mrad bei der Stichprobe A jedoch überschritten, so
                  sind die beiden Systeme der Stichprobe B nach demselben Verfahren zu
                  prüfen; bei beiden darf der Wert für      ∆ r nicht mehr als 1,5 mrad betragen.
    (Anmerkung der Übersetzerin zu Abbildung 1: In dem Kasten zwischen erster und wieder-
    holter Probenahme fehlt die Überschrift „Anpassung“.)
 ---pagebreak---                                                 108
L 375/722    DE                   Amtsblatt der Europäischen Union               27.12.2006
   Abbildung 1 - Anmerkung: In dieser Abbildung steht „Scheinwerfer“ für System.
 ---pagebreak---                                                        109
27.12.2006       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                               L 375/723
                                                   Anhang 8
          Hell-Dunkel-Grenze des Abblendlichts und Vorschriften für die Einstellung1
    1              Bestimmung der Lage der Hell-Dunkel-Grenze
                   Wird die Hell-Dunkel-Grenze auf einen Messschirm nach Anhang 9 dieser
                   Regelung projiziert, dann muss sie so scharf sein, dass die Einstellung mög-
                   lich ist; sie muss den nachstehenden Vorschriften entsprechen.
    1.1            Form (siehe die Abbildung A.8-1)
                   Die Hell-Dunkel-Grenze muss
                   -   einen horizontalen flachen Teil nach links hin und
                   -   einen ansteigenden Teil nach rechts hin aufweisen;
                   außerdem muss sie so verlaufen, dass nach der Einstellung nach den Vor-
                   schriften der Absätze 2.1 bis 2.5
    1.1.1          der flache Teil vertikal nicht um mehr als
                   -   0,2° nach oben oder unten von seiner horizontalen Mittellinie zwischen
                       0,5° und 4,5° links von der Linie V-V und
                   -   0,1° nach oben oder unten in einem Bereich abweicht, der zwei Drittel der
                       genannten Länge darstellt.
    1
      Sie können gegebenenfalls durch zusätzliche allgemeine Vorschriften, die derzeit von der GRE geprüft
      werden, ergänzt werden.
 ---pagebreak---                                                110
L 375/724 DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
   1.1.2   Der ansteigende Teil
           -   muss eine ausreichend deutliche linke Flanke haben, und
           -   die Linie, die, ausgehend vom Schnittpunkt der Linie A mit der Linie V-V,
               als Berührungslinie dieser Flanke zu konstruieren ist, muss gegenüber
               der Linie H-H eine Neigung um mindestens 10° aufweisen, die aber nicht
               größer als 60° sein darf (siehe die Abbildung A.8-1).
   2       Verfahren für die visuelle Einstellung
   2.1     Vor jeder weiteren Prüfung muss das System in den neutralen Zustand ge-
           bracht werden. Die nachstehenden Anweisungen gelten für die Lichtbündel
           der Leuchteneinheiten, die laut Antragsteller einzustellen sind.
   2.2     Das Lichtbündel muss vertikal so ausgerichtet werden, dass der flache Teil
           seiner Hell-Dunkel-Grenze sich in der vertikalen Soll-Lage (Linie A) entspre-
           chend den jeweiligen Vorschriften der Tabelle 2 in Anhang 3 dieser Regelung
           befindet; dies gilt als eingehalten, wenn sich die horizontale Mittellinie des
           flachen Teils der Hell-Dunkel-Grenze mit der Linie A deckt (siehe die Abbil-
           dung A.8-2).
   2.3     Das Lichtbündel muss horizontal so ausgerichtet werden, dass sein anstei-
           gender Teil sich rechts von der Linie V-V befindet und sie berührt (siehe die
           Abbildung A.8-2).
   2.3.1   Wenn ein Teillichtbündel nur den horizontalen Teil einer Hell-Dunkel-Grenze
           erzeugt, gelten keine besonderen Vorschriften für die horizontale Einstellung,
           sofern vom Antragsteller nichts anderes angegeben ist.
   2.4     Jede Hell-Dunkel-Grenze einer Leuchteneinheit, die laut Antragsteller nicht
           getrennt eingestellt werden soll, muss den betreffenden Vorschriften ent-
           sprechen.
 ---pagebreak---                                                                      111
      27.12.2006           DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                                   L 375/725
          2.5                 Wenn Leuchteneinheiten nach einem vom Antragsteller angegebenen Ver-
                              fahren nach den Vorschriften der Absätze 5.2 und 6.2.1.1 dieser Regelung
                              eingestellt werden, müssen die Form und die Lage der etwaigen Hell-Dunkel-
                              Grenze den jeweiligen Vorschriften der Tabelle 2 in Anhang 3 dieser Rege-
                              lung entsprechen.
          2.6                 Bei jeder weiteren Lichtverteilung des Abblendlichts müssen die Form und
                              die Lage der etwaigen Hell-Dunkel-Grenze den jeweiligen Vorschriften der
                              Tabelle 2 in Anhang 3 dieser Regelung entsprechen.
          2.7                 Eine vom Antragsteller angegebene getrennte Ersteinstellung und/oder Neu-
                              einstellung nach den Vorschriften der Absätze 2.1 bis 2.6 kann bei Leuch-
                              teneinheiten vorgenommen werden, die getrennt eingebaut werden sollen.
          Abbildungen
          Anmerkung: Die auf den Messschirm projizierte Hell-Dunkel-Grenze ist schematisch dar-
                              gestellt.
             Abbildung A.8-1 Form der Hell-Dunkel-
             Grenze
                                                                                              Hell-Dunkel-Grenze (Beispiel)
                                                                                                   Berührungslinie der linken Flanke
                                                                                                   des ansteigenden Teils
                     vertikale Ausdehnung des flachen Teils der
                     Hell-Dunkel-Grenze: nicht mehr als 0,2° über
                     und unter seiner horizontalen Mittellinie                                          Neigungswinkel
               Line A
vertikale in vertikaler Soll-Lage
nach Tabelle 2 in Anhang 3 dieser
Regelung
                                        horizontaler flacher Teil           ansteigender Teil
 ---pagebreak---                                                          112
L 375/726        DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
     Abbildung A.8-2 Visuelle Einstellung eines Teillichtbündels
     Die Hell-Dunkel-Grenze verläuft so, dass
          1. vertikal die horizontale Mittellinie des flachen Teils sich mit der
             Linie A deckt,
          2. horizontal der ansteigende Teil sich rechts von der Linie V-V
             befindet und sie berührt.
                                         Hell-Dunkel-Grenze                              Hell-Dunkel-Grenze
          Beispiel a                                                    Beispiel b
                                                            Linie A
        Linie A                      Berührungspunkt mit                           Berührungspunkt mit
                                     der Linie V-V                                 der Linie V-V
 ---pagebreak---                                                113
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/727
                                           Anhang 9
                      Vorschriften für photometrische Messungen
    1        Allgemeine Bestimmungen
    1.1      Das System oder die Systemteile sind an einem Goniometer mit einer festen
             horizontalen Achse und einer beweglichen Achse senkrecht zur festen hori-
             zontalen Achse zu befestigen.
    1.2      Die Beleuchtungsstärken sind mit einem Photoempfänger zu messen, der in
             einem Quadrat von 65 mm Seitenlänge liegt und in einer Entfernung von
             mindestens 25 m vor dem Bezugsmittelpunkt jeder Leuchteneinheit senk-
             recht zur Messachse (vom Nullpunkt des Goniometers aus) aufgestellt wird.
    1.3      Bei den photometrischen Messungen ist störendes Streulicht durch geeigne-
             te Abdeckungen zu vermeiden.
    1.4      Die Lichtstärken werden gemessen und als Beleuchtungsstärken senkrecht
             zur Messrichtung für eine Sollentfernung von 25 m angegeben.
    1.5      Die Winkelkoordinaten werden auf einer Kugel mit einer vertikalen Polachse
             gemäß der CIE-Publikation Nr. 70 (Wien 1987), d. h. entsprechend einem
             Goniometer mit einer am Boden befestigten horizontalen Achse („Querach-
             se“) und einer zweiten beweglichen Achse („Drehachse“) senkrecht zur fes-
             ten horizontalen Achse in Grad angegeben.
    1.6      Jedes gleichwertige photometrische Verfahren kann angewandt werden,
             wenn die betreffende Korrelation beachtet wird.
 ---pagebreak---                                                 114
L 375/728 DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
   1.7     Eine Verschiebung des Bezugsmittelpunkts jeder Leuchteneinheit in Bezug
           auf die Drehachsen des Goniometers ist zu vermeiden. Dies gilt insbesonde-
           re für die vertikale Richtung und für Leuchteneinheiten, die eine Hell-Dunkel-
           Grenze erzeugen.
           Es ist ein Messschirm zu verwenden, der in einer geringeren Entfernung als
           der für den Photoempfänger angegebenen aufgestellt werden kann.
   1.8     Die photometrischen Vorschriften für jeden einzelnen Messpunkt (Winkelpo-
           sition) einer Lichtfunktion oder -verteilung nach dieser Regelung gelten für
           die Hälfte der Summe der jeweiligen Messwerte aller Leuchteneinheiten des
           Systems, die für diese Funktion oder Lichtverteilung verwendet werden, oder
           aller Leuchteneinheiten, die in der betreffenden Vorschrift genannt sind.
   1.8.1   In den Fällen, in denen eine Vorschrift allerdings nur für eine Seite angege-
           ben ist, ist die Division durch den Faktor 2 nicht auszuführen. Dies gilt für die
           in den Absätzen 6.2.9.1, 6.3.2.1.2, 6.3.2.1.3 und 6.4.6 und in der Anmer-
           kung 4 zu der Tabelle 1 in Anhang 3 genannten Fälle.
   1.9     Die Messungen an den Leuchteneinheiten des Systems sind einzeln durch-
           zuführen; allerdings können gleichzeitige Messungen an zwei oder mehr
           Leuchteneinheiten einer Einbaueinheit, die hinsichtlich ihrer Stromversor-
           gung (entweder stromgesteuert oder nicht) mit Lichtquellen derselben Typen
           bestückt sind, durchgeführt werden, wenn sie so bemessen und angeordnet
           sind, dass ihre Lichtaustrittsflächen vollständig in einem Rechteck liegen, das
           in der Horizontalen nicht länger als 300 mm und in der Vertikalen nicht breiter
           als 150 mm ist, und wenn ein gemeinsamer Bezugsmittelpunkt vom Herstel-
           ler angegeben ist.
   1.10    Vor jeder weiteren Prüfung muss das System in den neutralen Zustand ge-
           bracht werden.
 ---pagebreak---                                                115
27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/729
    1.11     Das System oder die Systemteile sind vor Beginn der Messungen so einzu-
             stellen, dass die Lage der Hell-Dunkel-Grenze den Vorschriften der Tabelle 2
             in Anhang 3 dieser Regelung entspricht. Systemteile, bei denen Einzelmes-
             sungen durchgeführt werden und die keine Hell-Dunkel-Grenze erzeugen,
             sind an dem Goniometer unter den vom Antragsteller angegebenen Bedin-
             gungen (Befestigungslage) zu befestigen.
    2        Messbedingungen für Lichtquellen
    2.1      Bei auswechselbaren Glühlampen, die mit der Fahrzeugspannung betrieben
             werden,
             müssen das System oder die Systemteile mit farblosen Prüfglühlampen ge-
             prüft werden, die für eine Nennspannung von 12 V ausgelegt sind. Während
             der Prüfung des Systems oder der Systemteile muss die Spannung an den
             Anschlüssen der Glühlampe(n) so geregelt werden, dass der in dem betref-
             fenden Datenblatt der Regelung Nr. 37 angegebene Bezugslichtstrom er-
             reicht wird.
             Das System oder die Systemteile gelten als annehmbar, wenn die Vorschrif-
             ten des Absatzes 6 dieser Regelung mit mindestens einer Prüfglühlampe, die
             zusammen mit dem System vorgelegt werden kann, eingehalten sind.
    2.2      Bei einer auswechselbaren Gasentladungslichtquelle
             müssen bei dem System oder den Systemteilen, bei denen eine auswech-
             selbare Gasentladungslichtquelle verwendet wird, die photometrischen Vor-
             schriften der entsprechenden Absätze dieser Regelung mit mindestens einer
             Prüflichtquelle eingehalten sein, die entsprechend den Angaben in der Rege-
             lung Nr. 99 mit mindestens 15 Zyklen gealtert worden ist. Der Lichtstrom die-
             ser Gasentladungslichtquelle kann sich von dem in der Regelung Nr. 99 ge-
             nannten Soll-Lichtstrom unterscheiden.
 ---pagebreak---                                               116
L 375/730 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                   27.12.2006
           In diesem Fall sind die gemessenen photometrischen Werte entsprechend zu
           korrigieren. Sie sind vor der Kontrolle der Übereinstimmung mit dem Faktor
           0,7 zu multiplizieren.
   2.3     Bei einer nicht auswechselbaren Lichtquelle, die mit der Fahrzeugspannung
           betrieben wird,
           sind alle Messungen an Leuchten mit nicht auswechselbaren Lichtquellen
           (Glühlampen und andere) bei 6,75 V, 13,5 V oder 28,0 V oder bei einer vom
           Antragsteller angegebenen anderen Spannung, die der Fahrzeugspannung
           entspricht, durchzuführen. Die gemessenen photometrischen Werte sind vor
           der Kontrolle der Übereinstimmung mit dem Faktor 0,7 zu multiplizieren.
   2.4     Bei einer auswechselbaren oder nicht auswechselbaren Lichtquelle, die un-
           abhängig von der Versorgungsspannung des Fahrzeugs betrieben und vom
           System voll geregelt wird, oder bei einer Lichtquelle, die von einem besonde-
           ren Stromversorgungsgerät gespeist wird, ist die in Absatz 2.3 angegebene
           Prüfspannung an die Eingangsklemmen dieses Sys-
           tems/Stromversorgungsgeräts anzulegen. Der Technische Dienst kann die-
           ses besondere Stromversorgungsgerät für die Lichtquellen beim Hersteller
           anfordern.
           Die gemessenen photometrischen Werte sind vor der Kontrolle der Überein-
           stimmung mit dem Faktor 0,7 zu multiplizieren, sofern dieser Korrekturfaktor
           nicht bereits nach den Vorschriften des Absatzes 2.2 verwendet wird.
 ---pagebreak---                                                   117
27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/731
    3         Messbedingungen für Kurvenlicht
    3.1       Bei einem System oder Systemteilen, die Kurvenlicht ausstrahlen, gelten die
              Vorschriften der Absätze 6.2 (Abblendlicht) und/oder 6.3 (Fernlicht) dieser
              Regelung für alle Zustände entsprechend dem Abbiegeradius. Die Einhal-
              tung der Vorschriften für das Abblendlicht und das Fernlicht ist nach folgen-
              dem Verfahren zu überprüfen:
    3.1.1     Das System ist im neutralen Zustand (Lenkrad in Mittelstellung, Geradeaus-
              fahrt) und außerdem in dem Zustand, der (in den Zuständen, die) dem kleins-
              ten Abbiegeradius in beiden Richtungen entspricht (entsprechen), zu prüfen,
              wobei gegebenenfalls der Signalgenerator zu verwenden ist.
    3.1.1.1   Die Einhaltung der Vorschriften der Absätze 6.2.6.2, 6.2.6.3 und 6.2.6.5.1
              dieser Regelung ist bei Kurvenlicht der Kategorien 1 und 2 zu überprüfen,
              ohne dass eine horizontale Neueinstellung vorgenommen wird.
    3.1.1.2   Die Einhaltung der Vorschriften des Absatzes 6.2.6.1 bzw. 6.3 dieser Rege-
              lung ist wie folgt zu überprüfen:
              -  bei einem Kurvenlicht der Kategorie 2: ohne zusätzliche horizontale Neu-
                 einstellung;
              -  bei einem Kurvenlicht der Kategorie 1 oder einem Fernscheinwerfersys-
                 tem mit Kurvenlicht: nach der horizontalen Neueinstellung der betreffen-
                 den Einbaueinheit (z. B. mit einem Goniometer) in der entsprechenden
                 entgegengesetzten Richtung.
 ---pagebreak---                                               118
L 375/732 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
   3.1.2   Wenn ein Kurvenlicht der Kategorie 1 oder 2 bei einem anderen als dem in
           Absatz 3.1.1 angegebenen Abbiegeradius geprüft wird, dann ist zu beobach-
           ten, ob die Lichtverteilung im wesentlichen gleichmäßig ist und keine über-
           mäßige Blendung eintritt. Falls dies nicht bestätigt werden kann, ist die Ein-
           haltung der Vorschriften der Tabelle 1 in Anhang 3 dieser Regelung zu über-
           prüfen.
 ---pagebreak---                                                                        119
27.12.2006        DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/733
                                                               Anhang 10
                                       Beschreibungsblätter
                              [größtes Format: A 4 (210 mm x 297 mm)]
   Beschreibungsblatt Nr. 1 für ein Scheinwerfersystem mit variabler Lichtverteilung
   AFS-Steuersignal für die Lichtfunktionen und Lichtverteilungen der Funktionen des Sys-
   tems
                           von dem Signal beeinflusste Funktion/                    technische Daten2
       AFS-Steuersignal    Lichtverteilung(en)1 von                                 (ggf. auf besonderem
                           Abblendlicht             Fernlicht                       Blatt)
                           Klasse C   Klasse V   Klasse E   Klasse W
       keines /Standard-
       signal
       V-Signal
       E-Signal
       W-Signal
       T-Signal
       andere Signale3
   1
        Die zutreffende(n) Kombination(en) in dem (den) entsprechenden Kästchen ankreu-
        zen.
   2
        wie folgt angeben:
        - physikalische Merkmale (elektrischer Strom/elektrische Spannung, optische, me-
           chanische, hydraulische, pneumatische Eigenschaften …)
        - Datentyp (kontinuierlich/analog, binär, digital codiert …)
        - zeitabhängige Eigenschaften (Zeitkonstante, Auflösung …)
        - Signalstatus bei Erfüllung der entsprechenden Bedingungen nach Absatz 6.22.7.4
           der Regelung Nr. 48
        - Signalstatus bei Ausfall (in Bezug auf das Eingangssignal des Systems)
   3
        entsprechend der Beschreibung des Antragstellers; gegebenenfalls auf besonderem
        Blatt.
 ---pagebreak---                                                         120
L 375/734       DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                                 27.12.2006
   Beschreibungsblatt Nr. 2 für ein Scheinwerfersystem mit variabler Lichtverteilung
   Hell-Dunkel-Grenze, Einstelleinrichtungen und -verfahren für die Leuchteneinheiten
   Leuchten-            Hell-Dunkel-Grenze 2
                                                                     Einstelleinrichtung
   einheit       Die Leuchteneinheit erzeugt                 vertikal                  horizontal      Merkmale
   Nr.     1
                 ganz oder teilweise eine oder                                                         und zu-
                 mehr Hell-Dunkel-Grenzen                                                              sätzliche
                 nach An-       und es gelten die einzeln          in Ver-      einzeln      in Ver-   Vorschrif-
                 hang 8         Vorschriften in      („Haupt- bindung („Haupt- bindung                 ten (falls
                 dieser Re- Absatz 6.4.6             einheit“) mit der          einheit“) mit der      zutref-
                 gelung  3
                                dieser Regelung 3
                                                                   „Haupt-                   „Haupt-   fend) 5
                                                                   einheit“                  einheit“
                                                                   Nr.     4
                                                                                             Nr.     4
         1          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         2          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         3          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         4          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         5          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         6          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
         7          ja/nein          ja/nein           ja/nein         …          ja/nein        …
   1
        Alle Leuchteneinheiten des Systems entsprechend den Angaben in Anhang 1 dieser
        Regelung und der Darstellung in der Zeichnung nach Absatz 2.2.1 dieser Regelung
        einzeln aufführen (gegebenenfalls auf besonderem Blatt).
   2
        Siehe die Vorschriften des Absatzes 6.22.6.1.2 der Regelung Nr. 48.
   3
        Nichtzutreffendes streichen.
   4
        Gegebenenfalls die entsprechende(n) Nummer(n) der Leuchteneinheit(en) angeben.
   5
        Angaben wie z. B. die Reihenfolge der Einstellung von Leuchteneinheiten oder Bau-
        gruppen von Leuchteneinheiten, zusätzliche Vorschriften für die Einstellung.
   6
        Bei der Einstellung einer „Hauptleuchteneinheit“ können gleichzeitig eine oder mehr
        andere Leuchteneinheiten eingestellt werden.
                                               ______________