CELEX: 51990PC0165
Language: de
Date: 1990-05-28
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES UEBER EIN SPEZIFISCHES PROGRAMM FUER FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG IM BEREICH HUMANKAPITAL UND MOBILITAET ( 1990-1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                       KOM(90) 165 endg. - SYN 270
                                       Brüssel, den 28. Mai 1990
                       Vorschlag für eine
                     ENTSCHEIDUNG DES RATES
        über ein spezifisches Programm für Forschung und
              technologische Entwicklung im Bereich
                   Humankapital und Mobilität
                           (1990-1994)
                     (von der Kommission vorgelegt)
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                                 INHALT
                                               Seite
Vorschlag für eine Entscheidung des Rates
über ein spezifisches Programm für
Forschung und technologische Entwicklung im
Bereich Humankapital und Mobilität
(1990-1994)
ANHANG I
Wissenschaftliche Ziele und Inhalt                8
ANHANG I I
Vorläufige Aufschlüsselung der Ausgaben          12
ANHANG I I I
Modalitäten der Durchführung des Programms und
Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der
Ergebnisse                                       13
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                               Vorschlag für eine
                            ENTSCHEIDUNG DES RATES
            über ein spezifisches Programm für Forschung und
                   technologische Entwicklung im Bereich
                          Humankapital und Mobilität
                                   (1990-1994)
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft, Insbesondere auf Artikel 130 q Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission*1^,
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Par lament*2),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozlalausschusses*3),
 in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit    Beschluß    90/221/Euratom,EWG(4>      hat    der    Rat   ein    drittes
gemeinschaftliches      Rahmenprogramm     Im Bereich      der  Forschung    und
technologischen Entwicklung (1990-1994) angenommen, das u.a. Maßnahmen
vorsieht,     die   für    die   Valorisierung    der    geistigen    Ressourcen
 (Humankaptal    und Moblliät), durchzuführen sind. Die vorliegende
Entscheidung muß im Lichte der Begründung in der Präambel zu dem
genannten Beschluß ergehen.
Gemäß Artikel 130 k des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmen-
programms Im Wege spezifischer Programme, die Innerhalb einer jeden
Aktion entwickelt werden.
Die gemeinsame Forschungsstelle trägt mit         ihrem eigenen Programm zur
Durchführung der genannten Aktionen bei.
Eine Vorausschätzung der zur Durchführung dieses spezifischen Programms
notwendigen finanziellen Mittel der Gemeinschaft Ist erforderlich. Die
endgültigen jährlichen Beträge werden von der Haushaltsbehörde unter
Einhaltung der finanziellen Vorausschau für den Zeitraum 1988-1992, im
Anhang zur Inter Inst I tutionellen Vereinbarung vom 29. Juni 1988(5) und
entsprechender noch zu verabschiedender finanzieller Vorausschauen für
1993 und 1994 festgelegt.
(1)  ABI. Nr.  C
(2)  ABI. Nr.  C
(3)  ABI. Nr.  C
(4)  ABI. Nr.  L 117    n 8. 5.1990, S. 28
(5)  ABI. Nr.  L 185 vom 15. 7.1988, S. 33
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Gemäß Artikel 4 und Anhang 1 des Beschlusses 90/221/Euratom,EWG enthält
der für das gesamte Rahmenprogramm als notwendig erachtete -Betrag eine
Summe von 57 Mio. ECU für die zentralisierten Maßnahmen zur Verbreitung
und Verwertung der Ergebnisse, die proportional zu dem für jede Aktion
vorgesehenen Betrag aufzuteilen Ist. Der Umfang dieses spezifischen
Programms innerhalb der Aktion "Humankapital und Mobilität" führt zu
einer Verringerung der zur Durchführung dieses Programms erforderlichen
geschätzten Finanzmittel von 4,93 Mi 11 Ionen ECU für die genannten
zentralisierten Maßnahmen, um Artikel 130 p Absatz 2 zweiter Satz des
Vertrags einzuhalten.
Die Durchführung des vorliegenden Programms o b U e g t der Kommission. Um
dieser    die Erfüllung     ihrer Aufgabe zu erleichtern, sind            die
Mitgliedstaaten gemäß Artikel 5 des Vertrags gehalten, ihr dafür jede
erforderliche Hilfestellung zu gewähren, insbesondere Im Rahmen eines
Ausschusses.
 Innerhalb der spezifischen Programme, die Bestandteile des Dritten
Rahmenprogramms     sind,    ist   das     vorliegende    Programm    dadurch
gekennzeichnet, daß seine Zielsetzung ganz wesentlich die für
Forschungsaktivitäten und technologische Entwicklung der zur Verfügung
stehenden     menschlichen   Ressourcen     sowie   die   Bereicherung    der
europäischen      wissenschaftlichen      Gemeinschaft     betrifft;    diese
Zielsetzung kann in effizienter Welse durch Aktionen verfolgt werden,
die auf die Ergänzung der Ausbildung auf post-doktoraler Ebene
abzielen.
Eine geeignete Anwendung des Prinzips der Subsidiarität in diesem
Bereich führt dazu, die Ausbildung, die Junge Forscher in ihrem
Herkunftsland genossen haben, auszudehnen, indem ihnen ermöglicht wird,
durch Stipendien der Gemeinschaft eine Forschungsaktivität In einem
Zentrum     der   Spitzenforschung     in    einem   anderen    Mitgliedstaat
durchzuführen.
Um die Aufnahmemöglichkelten zu vergrößern und zu verbessern, erweist
es sich als nützlich, auch Netze von Hochleistungs-Forschungszentren
sowie den Zugang zu Großanlagen In Betracht zu ziehen.
Die GFS mit ihren Laboratorien und Einrichtungen kann sich in
effizienter Welse einfügen in die Themen, die In der Ausbildung junger
Forscher eine wichtige Rolle spielen können. Zu diesem Zweck sieht das
Dritte Rahmenprogramm einen Betrag von 25 Mio. ECU vor, die bestimmt
sind für Aktivitäten, durch welche die GFS zu diesem Programm beiträgt.
Es erscheint zweckmäßig, dezentralisierte Methoden bei der Auswahl der
Kandidaten anzuwenden, indem die Zentren der Hochleistungsforschung eng
an der Durchführung dieser Aktion beteiligt werden.
Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist
gehört worden -
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HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                Artikel 1
    Ein spezifisches Programm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
    für   Forschung    und   technologische   Entwicklung    im   Bereich
    Humankapital und Mobilität gemäß Anhang I wird für einen am
    1. Januar 1990 beginnenden Zeitraum von 5 Jahren beschlossen.
                                Artikel 2
1.  Der Gesamtbetrag der Gemeinschaftsausgaben für die Durchführung des
    den Gegenstand dieser Entscheidung bildenden spezifischen Programms
    beträgt 518 Mio. ECU. Dieser Betrag enthält 493 Mio. ECU zur
    Durchführung der In dieser Entscheidung vorgesehenen Aktionen, und
    25 Mio. ECU, die für Aktivitäten bestimmt sind, mit denen die GFS
    zu diesem Programm beitragen wird. Dies wird durch eine gesonderte
    Entscheidung des Rates festgelegt.
2.  Von dem genannten Betrag von 493 Mio. ECU werden 4,93 Mio. ECU für
    die Zentralisierte Aktion der Verbreitung und Bewertung abgezogen.
    Der somit auf 488,07 Mio. ECU verminderte Betrag enthält die
    Persona lausgaben, die sich auf höchstens   2 % belaufen dürfen.
3.  Die vorläufige   Aufschlüsselung   dieser Mittel  ist  in Anhang   II
    festgelegt.
4.  Faßt der Rat einen Beschluß in Anwendung von Artikel 1 Absatz 4 des
    Beschlusses 90/221/Euratom, EWG, so wird diese           Entscheidung
    angepaßt, um jenem Beschluß Rechnung zu tragen.
5.  Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für Jedes Haushaltsjahr
    zur Verfügung stehenden Mittel.
                                Artikel 3
Die Einzelheiten   der  Durchführung  des Programms sind  In Anhang   III
festgelegt.
                                Artikel 4
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft wird gemäß Anhang     IV des
Beschlusses 90/221/Euratom,EWG festgelegt.
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                               Artikel 5
1. Im Jahre 1992 überprüft die Kommission das Programm und legt dem
   Rat und dem Europäischen Parlament einen Bericht über die
   Ergebnisse     dieser     Prüfung     vor,      dem      gegebenenfalls
   Änderungsvorschläge beigefügt sind.
2. Nach Abschluß des Programms bewertet die Kommission die Ergebnisse.
   Sie übermittelt dem Rat und dem Europäischen Parlament einen
   entsprechenden Bericht.
3. Die Berichte werden unter Berücksichtigung der in Anhang i
   festgelegten Ziele und gemäß Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses
   90/221/Euratom,EWG erstellt.
                               Artikel 6
1. Die Kommission stellt die Durchführung des Programms sicher. Sie
   wird dabei von einem Ausschuß mit beratender Funktion - nachstehend
   "der Ausschuß" genannt - unterstützt, der sich aus Vertretern der
   Mitgliedstaaten zusammensetzt und dessen Vorsitz der Vertreter der
   Kommission übernimmt.
2. Es wird     ein Arbeltsprogramm     festgelegt    und    gegebenenfalls
   aktualisiert, in dem die Ziele und die Art der durchzuführenden
   Vorhaben sowie die entsprechenden finanziellen Bestimmungen im
   einzelnen festgelegt werden. Aufgrund des Arbeitsprogramms erstellt
   die Kommission Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen.
                               Artikel 7
1.  In den In Artikel 8 Absatz 1 genannten      Fällen unterbreitet der
   Vertreter der Kommission dem Ausschuß         einen Entwurf der zu
   treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt        eine Stellungnahme zu
   diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab,      die der Vorsitzende je
   nach der Dringlichkeit der betreffenden       Frage - gegebenenfalls
   durch eine Abstimmung - festsetzen kann.
2. Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen; außerdem hat
    jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlangen, daß sein Standpunkt in
   dieses Protokoll aufgenommen wird.
3. Die    Kommission   trägt    der   Stellungnahme     des    Ausschusses
   weitestgehend Rechnung. Sie teilt dem Ausschuß mit, in welcher
   Welse sie diese Stellungnahme berücksichtigt hat.
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                               Artikel 8
1.  Das in Artikel 7 festgelegte Verfahren gilt für:
        die Erstellung und Aktualisierung des       In Artikel  6 Absatz 3
        genannten Arbeltsprogramms;
        die Bewertung der unter Nr. 4 von Anhang III genannten
        Vorhaben, sowie des veranschlagten Betrags des finanziellen
        Beitrags    der  Gemeinschaft,     soweit    diese   Vorhaben   dem
        Normal verfahren, das unter Nr. 4 des Anhangs III vorgesehen
        Ist, unterworfen werden;
        die Maßnahmen zur Bewertung des Programms.
2.  Die Kommission kann den Ausschuß zu allen Fragen        im Zusammenhang
    mit dem Anwendungsbereich des Programms hören.
3.  Die Kommission unterrichtet den Ausschuß über:
        den Fortgang des Programms,
        die    Entwürfe   für   Aufforderungen     zur    Einreichung   von
        Vorschlägen, wie in Artikel 6 Absatz 2 vorgesehen;
        flankierende Maßnahmen gemäß Nr. 2 des Anhangs III.
                                Artikel 9
Sofern die Zusammenarbeit mit den Drittländern und mit internationalen
Organisationen zur Erreichung der Ziele des Programms die Eingehung
rechtlicher   Verpflichtungen    zwischen    der   Gemeinschaft    und  den
beteiligten dritten Partelen erfordert, ist die Kommission ermächtigt,
gemäß Artikel 130 n des Vertrags internationale Abkommen auszuhandeln,
in denen die Modalitäten dieser Zusammenarbeit festgelegt werden.
Die Entscheidung über den Abschluß dieser Abkommen wird nach dem in
Artikel 130 q Absatz 2 des Vertrags vorgesehenen Verfahren getroffen.
                               Artikel 10
Diese Entscheidung Ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am
                                          Im Namen des Rates
                                             Der Präsident
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                                                         ANHANG I
WISSENSCHAFTLICHE ZIELE UND INHALT
Die Richtlinien des dritten Rahmenprogramms, seine wissenschaftlich-
technische Zielsetzung und Begründung sind integraler Bestandteil des
vorliegenden spezifischen Programms.
Paragraph 6 von Anhang II des Rahmenprogramms ist integraler
Bestandteil des vorliegenden spezifischen Programms.
Anders als In anderen Programmen verfolgt dieses Programm keine
sektoriellen Ziele durch spezifische Forschung; sein Ziel ist vielmehr,
qualitativ und quantitativ die menschlichen Ressourcen in Forschung und
technologischer Entwicklung zu verbreitern, um damit den erwarteten
Anforderungen der Mitgliedstaaten in den nächsten Jahren zu ent-
sprechen. Dieses Ziel wird verfolgt durch die Erhöhung der Mobilität
von Forschern, insbesondere denen auf postdoktoraler oder entsprech-
ender Ebene, Innerhalb der fortschrittlichsten Forschungszentren in
Europa.
Genauer gesagt geht es darum, die Ausbildung von etwa 5.000 Forschern
über die fünf Jahre der Laufzeit des Programms durch deren Teilnahme an
der Spitzenforschung zu fördern. Eine enge Zusammenarbeit mit den
AusbiIdungsmassnahmen der Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit,
 insbesondere den von der TFRH entwickelten, ist durch die Programme
COMETT und EUROTECNET gewährleistet.
Stipendien werden vergeben für talentierte junge Wissenschaftler, die
es ihnen ermöglichen, einen bestimmten Zeitraum (im Regelfall 2 Jahre)
in einem Zentrum der Spitzenforschung eines anderen Landes der
Gemeinschaft als ihrem eigenen zu verbringen. Um eine ausgeglichene
geographische Verteilung der menschlichen Ressourcen zu sichern, können
Stipendien in bestimmten Fällen um ein Jahr verlängert werden, um den
betreffenden Forschern die Rückkehr in ihr Heimatland zu ermöglichen,
und um dort die erworbenen Fähigkeiten anzuwenden und zu nutzen.
Eine spezielles Gast-Schema für Forscher in Hochleistungsforschungs-
zentren, einschliesslich derjenigen der Gemeinsamen Forschungsstelle
der Europäischen Gemeinschaft, der Netzwerke höchster Qualität und
spezieller Einrichtungen wird durch die direkte Beteiligung von Wissen-
schaftlern, Technologen und Forschungsinstitut Ionen entwickelt.
Um dieses Ausbildungssystem zu verstärken, wird die im SCIENCE Programm
verfolgte Tätigkeit fortgesetzt in Abstimmung mit den neuen
Akt ivitäten.
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Entwicklung eines hochleistungsfähigen dezentralisierten Ausbildungs-
systems durch Forschung
Hochleistungsforschungszentren, Laboratorien und Einrichtungen mit
einer anerkannten Kapazität, "Mehrwert" für die dort arbeitenden Gast-
wissenschaftler zu vermitteln, werden identifiziert und ausgewählt nach
dem in Anhang III niedergelegten Verfahren.
Die ausgewählten Zentren, Laboratorien oder Einrichtungen geben den
Forschungsbereich an, in dem sie junge Gastwissenschaftler aufnehmen
können, deren Anzahl, die von ihnen hierfür vorgeschlagenen
Auswahlkriterien bzw. für deren wissenschaftliche Begleitung.
Die Zentren, Laboratorien oder Einrichtungen werden ausgewählt auf der
Grundlage ihrer wissenschaftlichen bzw. technologischen Qualität, der
Relevanz Ihrer Programme für die Politik der Gemeinschaft, ihrer
Fähigkeit, gute Bewerber anzuziehen sowie ihrer Managementmögiich-
keiten.
Wenn es die Neuheit oder die Komplexität eines Forschungsgebietes
erfordert, werden Netze von Hochleistungszentren geschaffen,durch
welche mehrere Zentren, Laboratorien oder Einrichtungen mit einander
ergänzender Kapazität, mit Sitz in unterschiedlichen Mitgliedstaaten
der Gemeinschaft, miteinander verbunden werden; diesen Netzen wird die
Aufgabe übertragen, Wissenschaftler aus verschiedenen Mitgliedstaaten
auszuwählen, aufzunehmen und auszubilden durch die Teilnahme an
gerne insamen Forschungsprogrammen.
Diese Hochleistungsnetze werden für die Beteiligung an Ausbildungs-
programmen ausgewählt auf der Grundlage der Originalität ihres
Ansatzes, ihrer wissenschaftlichen Qualität, der Relevanz des
Gegenstandes und des bewiesenen "Mehrwertes", der sich aus der Tatsache
der Verbindung ergibt.
Die ausgewählten Hochleistungsnetze wählen eine bestimmte Anzahl von
Forschern aus verschiedenen Mitgliedstaaten der Gemeinschaft aus,
nehmen sie auf und bilden sie aus.
Ausbildung in fortgeschrittener Forschung, die den Zugang zu grossen
oder einzigartigen Forschungseinrichtungen erfordert, wird ebenfalls
gefördert. Organisationen, die für derartige Einrichtungen
verantwortlich sind, werden auf der Grundlage ihrer Qualität, Neuheit
und Einzigartigkeit ihres Forschungsprogramms und der Einrichtung, zu
welcher die auszubildenden Forscher Zugang haben würden, sowie der Zahl
und der Qualität der erwarteten Gastforscher, ausgewählt. Spezielle
Beiträge zur Anpassung, zum Ausbau und zum Betreiben von Grossanlagen
für den Nutzen der Gastforscher können über die Förderung, die
erforderlich ist für die Verwaltung und die Stipendien für die
aufzunehmenden Wissenschaftler, hinaus, erwogen werden.
Auswahl der an einem Ausbildungsprogramm teilnehmenden W_|ssenschaftjer
Entsprechend dem Subsidiäritätsprinzip werden sich die Anstrengungen
konzentrieren auf denjenigen Zeitabschnitt in der Karriere eines
Forschers, in der dessen Beteiligung an der Forschungsarbeit eines
ausländischen Hochleistungszentrums, eines europäischen Netzes von
Hochleistungszentren oder sein Zugang zu einer einzigartigen Anlage am
effektivsten ist. Dies entspricht im Regelfall dem Zeitpunkt nach der
Promotion. In der Beachtung dieses Prinzips wird den Unterschieden in
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Terminologie und Bedeutung von akademischen Titeln und Praktiken in den
verschiedenen Mitgliedstaaten Rechnung getragen.
Bewerber beantragen ein Stipendium und werden ausgewählt nach den in
Anhang I M beschriebenen Verfahren.
Die Auswahlkriterien schllessen ein: Den Lebenslauf des Bewerbers, das
wissenschaftliche oder technologische Interesse des beabsichtigten
Programms, die Relevanz des gewählten Bereiches, die Bedeutung für die
Kohäsion und die relative Verfügbarkeit von Stellen in dem von dem
Bewerber gewählten Gast institut.
Die durch das Ausbildungsprogramm abgedeckten Forschungsbereiche
Das Ausbildungsprogramm wird entsprechend seiner horizontalen
Ausrichtung ein breites Spektrum von Gegenständen abdecken. Es wird
strategische und orientierte Forschung enthalten, im Hinblick auf die
Forschungsbereiche in den ersten fünf Aktivitäten, die in Artikel 1 des
Rahmenprogramms erwähnt sind und dort in Anhang II erläutert werden.
Die Kohärenz zwischen dem Ausbildungsprogramm und den Aktivitäten, die
 in den vierzehn spezifischen Programmen durchgeführt werden, wird
sichergestelIt.
Grundlagenforschung in den exakten und Naturwissenschaften
einschliesslich der Mathematik: in Übereinstimmung mit der offenen
Natur dieses Programms werden die Themen, die abgedeckt werden, nicht a
priori definiert. Jedoch wird Aufmerksamkeit besonders der Neuheit und
der MultIdisziplinaritat eines Ansates geschenkt, der zu einem sehr
brelten Spektrum von Anwendungen führen kann, wie etwa die Wissenschaft
von komplexen nicht-linearen Systemen, der Struktur kondensierter
Materie, Plasmen, der Interaktion zwischen extrem intensiver Strahlung
und der Materie, molekulare Erkennung und selbstordnende Strukturen;
 Interface zwischen Grundlagenwissenschaft und technologischer
Anwendung; einschliesslich etwa der Ingenieurwissenschaften,
systemischer Ansätze, molekulares und supermolekulares Engineering,
Katalyse und Membrane.
Netze von Hoch leistungszentren, die Zentren für Grundlagen- und
angewandte Forschung miteinander verbinden, werden für diesen
multidisziplInären Ansatz bevorzugt verwendet.
Geistes- und Sozialwissenschaften: diese Aktivität wird im
wesentlichen die Ausbildung In der Forschung betreffen, die für die
Förderung der europäischen Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit von
Relevanz ist, insbesondere die Wirtschaftswissenschaften sowie die
 mteraktion zwischen Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft.
Probleme wie das Verständnis für und die Akzeptanz von Wissenschaft und
Technologie in der Öffentlichkeit sowie die zunehmende Interaktion
zwischen Naturwissenschaften, Mathematik und den Geistes- und
Sozialwissenschaften werden mit abgedeckt.
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Wissenschaftliches und technologisches Management
Dezentralisierung und direkte Beteiligung der Wissenschaftler selbst
werden die Grundprinzipien bei der Durchführung des Programms sein.
Die Zentren, Laboratorien, Institutionen, europäischen Netze von
Hoch le Istungszentren und Grossanlagen, die auf der Grundtage der oben
dargestellten Kriterien ausgewählt wurden, werden nicht nur für die
Auswahl der Bewerber, sondern auch für den Verfolg des
Arbeitsfortschritts verantwortlich sein.
Die Kommission ist verantwortlich für die Durchführung und die
Abwicklung des Programms als Ganzem.
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                                                          Anhang 11
                Vorläufige Aufschlüsselung der Ausgaben
Aus dem horizontalen Charakter der Aktionen, die durch dieses
spezifische Programm abgedeckt werden, ergibt sich, dass keine
Aufschlüsselung nach wissenschaftlichen und technischen Bereichen bzw
nach Förderungsmodalitäten vorgeschlagen wird.
Die Mittel werden zur Verfügung gestellt nach Massgabe der zu
finanzierenden Aktionen und Begleitmassnahmen wie sie in Anhang III
aufgeführt werden.
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                                                                 ANHANG I II
      Bestimmungen für die Durchführung des Programms und Maßnahmen
               zur Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse
1.  Die Kommission führt das Programm auf der Grundlage des in Anhang i
    beschriebenen Inhalts durch.
2.  Die Bestimmungen für die Durchführung des Programms, auf die in
    Artikel 3 Bezug genommen wird, umfassen Ausbildungsaktionen und
    Begl eItmaßnahmen
    Die     Ausbildungsaktionen       werden    Gegenstand     von    Verträgen
    insbesondere für post-doktorale Ausbildung durch die Vergabe von
    Stipendien und die Vermittlung des Zugangs zu und der Beteiligung
    an der Forschung von Gasteinrichtungen.
    Die Begleitmaßnahmen bestehen aus der zur Verfügungstellung von
    Ressourcen, die die gute technische Durchführung ermöglichen sowie
    das Management und die Bewertung des Programms und die geeignete
    Verbreitung       und       Zugänglichkeit      der      Ergebnisse      der
    Ausbildungsmaßnahmen, sowie          Koordination    und   das   zunehmende
    gegenseitige Kennenlernen der Teilnehmer an dem Programm.
3.  Die Teilnehmer an den Aktionen werden aus zwei Kategorien bestehen:
     i). Individuelle Empfänger von Ausbildungsbeihilfen
     ii) Institutionen als Aufnahmeeinrichtungen.
    Der individuelle Empfänger, der in i) aufgeführt ist, muß eine
    natürliche Person mit Wohnsitz in der Gemeinschaft sein. Die in ii)
    definierten Institutionen müssen Rechtspersonen mit Sitz in der
    Gemeinschaft s e i n ^ ) , wie Universitäten, Forschungsorganisationen
    oder Forschungslaboratorien von Industriefirmen.
    Natürliche     oder     Juristische     Personen    mit    (Wohn-)Sitz    in
    Europäischen     Ländern,      namentlich    denjenigen,    die   mit    der
    Gemeinschaft Kooperationsabkommen in Wissenschaft und technische
    Forschung abgeschlossen haben, können, auf der Grundlage des
    gegenseitigen Interesses, sich an den Aktionen, die im Rahmen
    dieses     Programms      durchgeführt     werden,    beteiligen.     Solche
    beteiligten Partner erhalten keine Gemeinschaftsfinanzierung. Sie
    tragen zu den allgemeinen Verwaltungskosten bei.
(6) Für    dieses Programm       kann die Europäische Organisation           für
    Kernforschung (CERN) mit Sitz in Genf, deren Anlagen sich zum
    größten Teil auf dem Hoheitsgebiet der Gemeinschaft befinden,
    Vertragspartner sein.
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Die Teilnehmer an den Ausbildungsaktionen werden auf der Grundlage
eines jährlichen Verfahrens ausgewählt, das gewährleistet, daß die
aufnehmenden Einrichtungen und die beantragenden Wissenschaftler
einander entsprechen.
Dieses Verfahren wird zwei aufeinanderfolgende Aufforderungen zu
Vorschlägen umfassen (wie erwählt In Artikel 6, Abs. 3 ) , die im
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden.
 Die erste wird sich an die Hoch le Istungszentren richten, die bereit
 sind, Forscher aufzunehmen. Sie wird an drei Kategorien von
 AufnahmeeinrIchtungen gerichtet sein:
 i)   einzelne Hoch leistungszentren;
 II) Hoch leistungszentren, die sich zu einem innereuropäischen Netz
      zusammengefunden haben mit dem Ziel, ein wissenschaftliches
      oder technisches Thema zu behandeln bzw. ein wissenschaftliches
      oder technisches Projekt durchzuführen.
ill) Hoch leistungszentren,      die   umfangreiche      und    einzigartige
      Forschungsmög11chkeI ten bIeten.
 Die Auswahl der Vorschläge der AufnahmeeinrIchtungen erfolgt durch
 die Kommission nach Konsultation eines Beratungsausschusses wie in
 Artikel 6 Abs. 1 erwähnt.
 Die zweite Aufforderung zu Vorschlägen richtet sich In erster Linie
 an Junge Wissenschaftler auf Promotionsebene, um Stellen zu
 besetzen, die in der ersten Ausschreibung angeboten werden, und
 zwar in einem anderen als dem Herkunftsland des AuszubiIdenen. Die
 Auswahl erfolgt dezentralisiert und wird durchgeführt von dem
 betreffenden Hochleistungszentrura.
 Der Betrag der Kommission entspricht in der Regel 100 %                 der
 Zusatzkosten     der   Aktion    (einschließlich    der    Vol Ikosten  des
 St Ipend Iums).
  In den In unter li) und I M ) genannten Fällen vergibt die
 Kommission     Zuschüsse    für   die   Anpassung    der    Kapazität   der
 Aufnahmeinst I tut Ion, zusätzliche Forscher aufzunehmen, durch, etwa
 Modifizierungen ihrer Ausstattung apparativer Art, sowie für Reisen
 zwischen den Zentren, dem Austausch von Material etc.
 Die Mittel für die Empfänger von GemeinschaftsausbiIdungszuschüssen
 sind für alle gleich (Beihilfen, Ausgaben für die Mobilität,
 Sozialversicherung),       unabhängig     von     der     Kategorie     der
 AufnahmeorganisatIon.
 Die Verbreitung der Ergebnisse der Ausbildungsaktionen erfolgt
 Innerhalb     des    spezifischen     Programms     sowie      durch   eine
 zentralisierte Aktion zur Verbreitung und Auswertung gemäß dem
 Beschluß zur Durchführung des Arikels 4 Absatz 3 des Beschlusses
 90/221/Euratom, EWG.
 ---pagebreak---                               FINANCIAL STATEMENT
1.  BUDGET HEADING AND TITLE
    Part 8 of the general budget
    Subsection 6, I tern 6311
    A specific research and technological programme in the field of "HUMAN
    CAPITAL AN MOBILITY" (1990-1994).
2.  LEGAL BASE
    Article 130 Q(2) of the Treaty.
3.  OBJECTIVES AND DESCRIPTION
    See Annex I of the proposal.
4.  FINANCIAL IMPLICATIONS
    Amounts deemed necessary in MIO ECU :
    Programme implementation                 488.07
    Centralised action for dissemination
    and exploitation                           4.93
    TOTAL                                    493.00
The indicative internal breakdown of the 488.07 MIO ECU for the programme
implementation is given in Annex II of the proposal.
Indicative multiannual schedule (in MIO ECU)
Commitments 1990     1991     1992    1993    19941  TOTAL
                    108      108.81  159.00  112.26 488.07
Payments    1990     1991     1992    1993    1994  TOTAL
                     34.00    77.00  126.00  251.07 488.07
The definitive yearly amounts will be determined by the budgetary authority
in accordance with the financial perspectives for the period 1990-1992
(annexed to the InterinstI tutlonal Agreement of 29 June 1984) and with
subsequent financial perspectives which may be adopted for 1992 and 1994.
1 for the payment appropriations: 1994 and beyond
 ---pagebreak--- 5.  STAFF AND ADMINISTRATIVE EXPENDITURE
     In addition to the principal means of action which are contracts (annex
     ill), the above amounts Include programme-related staff and
    administrative expenditure estimated at no more than 17 Mlo ECUS.
    The expenditure on staff will not exceed 2% of the amount deemed
    necessary for the programme implementation. This implies a maximum of
    38 statutory posts (A, B and/or C) at any given time during the life of
    the programme. The infrastructure costs related to statutory staff
    will be borne by Part A of the budget.
6.  IMPLICATIONS FOR REVENUE
    The contributions by third country contractors towards the cost of
    administration of the programme will be reused pursuant to articles
    27.2 and 96 of the Financial Regulation2.
7. TYPES OF CONTROL
    Control will be exercised by:
    - the Programme Management Committee (scientific control)
    - the services of the DG responsible for the execution of the
       programme, possibly assisted by independent experts
    - the Commission's Financial Controller
in accordance with Article 2 of the Financial Regulation (3), the use of
appropriations will be subject to analyses of cost-effectivenss and the
realization of quantified objectives will be monitored.
External audit may be carried out by the Court of Auditors in accordance
with the Treaty.
2 Financial Regulation of 21 December 1977, as last amended by Regulation
  610/90 of March 1990
 ---pagebreak---              STATEMENT OF IMPACT ON COMPETITIVENESS AND EMPLOYMENT
1.     The main reason for introducing the measure
The objective Is to contribute to the Increase In human resources available
for R&D, which Member States will need during the next decade. It Is
 intended to enable some 5,000 European researchers to train and develop
their scientific and technical knowledge and expertise.
2
  -    Features of the businesses in question
Businesses of any nature or size, including small-and medium-sized ones. In
particular, businesses which require highly qualified personnel, trained
through research, especially in the fields at the intersection of basic and
applied sciences.
3.     Obligations imposed on businesses
The same obligations are imposed on all institutions participating in the
programme including : conformity of the proposed research with the
technical annex of the project, transnational cooperation, free site-access
to Commission agents, participation in seminars and meetings of contractors
organized by the Commission, and annual reports of activities and results.
4.      Indirect obligations likely to be imposed on businesses by nationaI,
       regional or local authorities
No such obligations are foreseen following the implementation of this
Counc il dec i s ion.
5.     Special provisions in respect of SMEs
None, as mentioned earlier.
6.     L ikely effects on:
a.     The competitiveness of business
As the programme aims at providing more and better qualified research
personnel, Its activities will enhance the medium and long-term
competitiveness of the businesses which will eventually employ these
people.
b.     Employment
it is envisaged that a total of 5000 researcher-years will be financed
7.     Consultation of representative organizations
The Industrial Research and Development Advisory Commute has been
consulted during the preparation of the programme.
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                              ISSN 0254-1467
                                                           KOM(90)165endg.
                                                     DOKUMENTE
                                                                                        16
DE
                                   Katalognummer : CB-CO-90-248-DE-C
                                                            ISBN 92-77-60788-2
VERKAUFSPREIS             bis 30 Seiten: 3,50 ECU      pro 10 weitere Seiten: 1,25 ECU
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-298S Luxemburg