CELEX: 
Language: de
Date: 2020-02-12 00:00:00
Title: DURCHFÜHRUNGSRICHTLINIE (EU) .../... DER KOMMISSION zur Änderung der Richtlinien 66/401/EWG, 66/402/EWG, 68/193/EWG, 2002/55/EG, 2002/56/EG und 2002/57/EG des Rates, der Richtlinien 93/49/EWG und 93/61/EWG der Kommission sowie der Durchführungsrichtlinien 2014/21/EU und 2014/98/EU in Bezug auf Pflanzenschädlinge an Saatgut und anderem Pflanzenvermehrungsmaterial

EUROPÄISCHE
                           KOMMISSION
                                                   Brüssel, den 12.2.2020
                                                   C(2020) 649 final
            DURCHFÜHRUNGSRICHTLINIE (EU) .../... DER KOMMISSION
                                       vom 12.2.2020
    zur Änderung der Richtlinien 66/401/EWG, 66/402/EWG, 68/193/EWG, 2002/55/EG,
   2002/56/EG und 2002/57/EG des Rates, der Richtlinien 93/49/EWG und 93/61/EWG der
   Kommission sowie der Durchführungsrichtlinien 2014/21/EU und 2014/98/EU in Bezug
       auf Pflanzenschädlinge an Saatgut und anderem Pflanzenvermehrungsmaterial
                             (Text von Bedeutung für den EWR)
DE                                                                                  DE
 ---pagebreak---               DURCHFÜHRUNGSRICHTLINIE (EU) .../... DER KOMMISSION
                                             vom 12.2.2020
      zur Änderung der Richtlinien 66/401/EWG, 66/402/EWG, 68/193/EWG, 2002/55/EG,
    2002/56/EG und 2002/57/EG des Rates, der Richtlinien 93/49/EWG und 93/61/EWG der
     Kommission sowie der Durchführungsrichtlinien 2014/21/EU und 2014/98/EU in Bezug
        auf Pflanzenschädlinge an Saatgut und anderem Pflanzenvermehrungsmaterial
                                   (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION –
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Richtlinie 66/401/EWG des Rates vom 14. Juni 1966 über den Verkehr mit
   Futterpflanzensaatgut1, insbesondere auf Artikel 21a,
   gestützt auf die Richtlinie 66/402/EWG des Rates vom 14. Juni 1966 über den Verkehr mit
   Getreidesaatgut2, insbesondere auf Artikel 21a,
   gestützt auf die Richtlinie 68/193/EWG des Rates vom 9. April 1968 über den Verkehr mit
   vegetativem Vermehrungsgut von Reben3, insbesondere auf Artikel 17a,
   gestützt auf die Richtlinie 98/56/EG des Rates vom 20. Juli 1998 über das Inverkehrbringen
   von Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen4, insbesondere auf Artikel 5 Absatz 5,
   gestützt auf die Richtlinie 2002/55/EG des Rates vom 13. Juni 2002 über den Verkehr mit
   Gemüsesaatgut5, insbesondere auf Artikel 45,
   gestützt auf die Richtlinie 2002/56/EG des Rates vom 13. Juni 2002 über den Verkehr mit
   Pflanzkartoffeln6, insbesondere auf Artikel 18 Buchstabe c und Artikel 24,
   gestützt auf die Richtlinie 2002/57/EG des Rates vom 13. Juni 2002 über den Verkehr mit
   Saatgut von Öl- und Faserpflanzen7, insbesondere auf Artikel 24,
   gestützt auf die Richtlinie 2008/72/EG des Rates vom 15. Juli 2008 über das Inverkehrbringen
   von Gemüsepflanzgut und Gemüsevermehrungsmaterial mit Ausnahme von Saatgut8,
   insbesondere auf Artikel 4,
   gestützt auf die Richtlinie 2008/90/EG des Rates vom 29. September 2008 über das
   Inverkehrbringen von Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten zur
   Fruchterzeugung9, insbesondere auf Artikel 4,
   1
           ABl. 125 vom 11.7.1966, S. 2298.
   2
           ABI. 125 vom 11.7.1966, S. 2309.
   3
           ABl. L 93 vom 17.4.1968, S. 15.
   4
           ABl. L 226 vom 13.8.1998, S. 16.
   5
           ABl. L 193 vom 20.7.2002, S. 33.
   6
           ABl. L 193 vom 20.7.2002, S. 60.
   7
           ABl. L 193 vom 20.7.2002, S. 74.
   8
           ABl. L 205 vom 1.8.2008, S. 28.
   9
           ABl. L 267 vom 8.10.2008, S. 8.
DE                                                 1                                            DE
 ---pagebreak---    in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)    Die Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates10 gilt ab
          dem 14. Dezember 2019. Damit ihre Bestimmungen ihre volle Wirksamkeit entfalten,
          müssen Durchführungsbestimmungen in Bezug auf Schädlinge, Pflanzen,
          Pflanzenerzeugnisse und andere Gegenstände erlassen und entsprechende
          Anforderungen festgelegt werden, um das Gebiet der Union vor Risiken für die
          Pflanzengesundheit zu schützen.
   (2)    Zu diesem Zweck sollten besondere Vorschriften festgelegt werden, um die
          unionsgeregelten Nicht-Quarantäneschädlinge (regulated non-quarantine pests –
          RNQPs) sowie Maßnahmen zur Verhütung ihres Auftretens auf den jeweiligen zum
          Anpflanzen bestimmten Pflanzen aufzulisten.
   (3)    Die in Anhang I Teil A und Anhang II Teil A Kapitel I der Richtlinie 2000/29/EG des
          Rates11 aufgeführten Schädlinge wurden von der Europäischen Behörde für
          Lebensmittelsicherheit (im Folgenden die „EFSA“) im Hinblick auf die nach Artikel 5
          der Verordnung (EU) 2016/2031 zu erstellende Liste der Unionsquarantäneschädlinge
          neu bewertet. Die Neubewertung war erforderlich, um den Pflanzengesundheitsstatus
          hinsichtlich dieser Schädlinge unter Berücksichtigung der jüngsten technischen und
          wissenschaftlichen Entwicklungen zu aktualisieren und ihre Übereinstimmung mit den
          Kriterien in Artikel 3 in Bezug auf das Gebiet der Union sowie in Anhang I
          Abschnitt 1 der genannten Verordnung zu bewerten.
   (4)    Die Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum (EPPO) hat eine
          Neubewertung der in Anhang II Teil A Kapitel II der Richtlinie 2000/29/EG
          aufgeführten Schädlinge, der Feldbestände nach Anhang I Nummer 3 und der
          Schädlinge nach Anhang I Nummer 6 der Richtlinie 66/401/EWG, der Schädlinge
          nach Anhang II Nummer 3 der Richtlinie 66/402/EWG, Anhang I sowie Anhang II
          Nummer 4 der Richtlinie 68/193/EWG, der Schädlinge, die in den gemäß Artikel 5
          Absatz 5 der Richtlinie 98/56/EG erlassenen Rechtsakten, in Anhang II der Richtlinie
          2002/55/EG, in den Anhängen I und II der Richtlinie 2002/56/EG aufgeführt sind,
          sowie der Schädlinge, die in den nach Artikel 18 Buchstabe c der genannten Richtlinie
          erlassenen Rechtsakten, in Anhang I Nummer 4 sowie Anhang II Teil I Nummer 5 der
          Richtlinie 2002/57/EG und in Artikel 4 der Richtlinie 2008/72/EG aufgeführt sind,
          vorgenommen.
   (5)    Aufgrund dieser Neubewertung sind die maßgeblichen RNQPs, die betreffenden zum
          Anpflanzen bestimmten Pflanzen und die Schwellenwerte für das Auftreten von
          RNQPs auf den jeweiligen zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen in Anhang IV der
          Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072 der Kommission12 aufgeführt. Zusätzlich
   10
          Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober 2016 über
          Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 228/2013,
          (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur
          Aufhebung der Richtlinien 69/464/EWG, 74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG, 2000/29/EG,
          2006/91/EG und 2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).
   11
          Richtlinie 2000/29/EG des Rates vom 8. Mai 2000 über Maßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft
          gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse
          (ABl. L 169 vom 10.7.2000, S. 1).
   12
          Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072 der Kommission vom 28. November 2019 zur Festlegung
          einheitlicher Bedingungen für die Durchführung der Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen
          Parlaments und des Rates in Bezug auf Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen und zur
          Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 690/2008 der Kommission sowie zur Änderung der
          Durchführungsverordnung (EU) 2018/2019 der Kommission (ABl. L 319 vom 10.12.2019, S. 1).
DE                                                   2                                                     DE
 ---pagebreak---         sind in Anhang V der genannten Durchführungsverordnung Maßnahmen zur
        Verhütung des Auftretens von RNQPs festgelegt.
   (6)  Die Richtlinien 66/401/EWG, 66/402/EWG, 68/193/EWG, 2002/55/EG, 2002/56/EG,
        2002/57/EG, 93/49/EWG, 93/61/EWG sowie die Durchführungsrichtlinien
        2014/21/EU und 2014/98/EU sollten zusätzliche Maßnahmen in Bezug auf die für
        ihren Anwendungsbereich relevanten RNQPs vorsehen.
   (7)  Diese Richtlinien sollten daher dahin gehend aktualisiert werden, dass die
        Bestimmungen über einige Schädlinge, die nach der Verordnung (EU) 2016/2031 als
        RNQPs einzustufen sind, angepasst oder gestrichen werden.
   (8)  Aus Gründen der Klarheit und zur Anpassung an den neuen Rechtsrahmen sollte in
        diesen Richtlinien darauf hingewiesen werden, dass das Saatgut oder anderes
        Pflanzenvermehrungsmaterial, soweit zutreffend, auch im Einklang stehen muss mit
        den Anforderungen in Bezug auf Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-
        Quarantäneschädlinge und geregelte Nicht-Quarantäneschädlinge in den gemäß
        Artikel 5 Absatz 2, Artikel 32 Absatz 3, Artikel 37 Absatz 2, Artikel 37 Absatz 4,
        Artikel 40 Absatz 2, Artikel 41 Absatz 2, Artikel 53 Absatz 2, Artikel 54 Absatz 2,
        Artikel 72 Absatz 1, Artikel 73, Artikel 79 Absatz 2 und Artikel 80 Absatz 2 der
        Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie mit den
        nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen. Auch in
        der Richtlinie 66/401/EWG sollte darauf hingewiesen werden, obwohl dort keine
        weiteren Anforderungen in Bezug auf bestimmte RNQPs festgelegt sind.
   (9)  Aus Gründen der Kohärenz und der Harmonisierung der verschiedenen verwendeten
        Begriffe sollte in diesen Richtlinien darauf hingewiesen werden, dass das Saatgut oder
        das andere Pflanzenvermehrungsmaterial, soweit zutreffend, praktisch frei sein muss
        von qualitätsmindernden Schädlingen, durch die der Gebrauchswert des Saatguts oder
        des anderen Pflanzenvermehrungsmaterials herabgesetzt wird.
   (10) Insbesondere sollten die Angaben zu den Schädlingen und die jeweiligen
        Schwellenwerte in den Anhängen I und II der Richtlinie 66/402/EWG aktualisiert
        werden, um die Kohärenz mit der Auflistung der jeweiligen RNQPs und
        Schwellenwerte gemäß Anhang IV der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072
        sicherzustellen.
   (11) Die Richtlinie 68/193/EWG sollte dahin gehend aktualisiert werden, dass neue
        Anforderungen aufgenommen werden, die die Entwicklung der wissenschaftlichen
        Kenntnisse und Techniken betreffend die Rebenerzeugung widerspiegeln, sowie neue
        Anforderungen auf der Grundlage der Bewertung der RNQPs durch die EPPO. Diese
        sollten die bisherigen Anforderungen an die Gesundheit von Rebschulen ersetzen und
        Anforderungen an den Boden und die Produktionsbedingungen in Rebschulen sowie
        Anforderungen in Bezug auf Vermehrungsflächen, Kontrollen, Listen von RNQPs und
        die betreffenden Maßnahmen zur Verhütung des Auftretens solcher Schädlinge
        einschließen. Die Anhänge I und II der genannten Richtlinie sollten daher
        entsprechend geändert werden.
   (12) Die Listen von RNQPs, Schädlingen und Pflanzen in den Anhängen der Richtlinien
        93/49/EWG und 93/61/EWG sollten aktualisiert und durch neue Listen ersetzt werden,
        um die Kohärenz mit den betreffenden RNQPs, zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen
        und Schwellenwerten in Anhang IV der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072
        sicherzustellen.
DE                                              3                                              DE
 ---pagebreak---    (13) Außerdem sollte in diesen Richtlinien festgelegt werden, dass das jeweilige
        Vermehrungsmaterial am Ort der Erzeugung zumindest dem Augenschein nach
        praktisch frei von allen Schädlingen sein sollte, die in den betreffenden Anhängen der
        genannten Richtlinien in Bezug auf das betreffende Vermehrungsmaterial aufgeführt
        sind. Dies ist erforderlich, um auf Produktionsebene eine Vorgehensweise zu
        gewährleisten, die weniger streng ist als diejenige betreffend die Anforderungen an
        das Vermehrungsmaterial, das in Verkehr gebracht wird.
   (14) Die Liste der Insekten in Anhang II Nummer 3 Buchstabe b der Richtlinie 2002/55/EG
        sollte durch eine neue Liste ersetzt werden, um die Kohärenz mit den betreffenden
        RNQPs, zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen und Schwellenwerten in Anhang IV
        der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072 sicherzustellen.
   (15) Die in den Anhängen I und II der Richtlinie 2002/56/EG aufgeführten Schädlinge
        sollten durch eine neue Liste ersetzt werden, um die Kohärenz mit den betreffenden
        RNQPs und Schwellenwerten für Basispflanzgut und zertifiziertes Pflanzgut von
        Kartoffeln in Anhang IV der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072
        sicherzustellen.
   (16) Die im Anhang der Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU genannten Schädlinge, die
        jeweiligen Schwellenwerte sowie bestimmte Anforderungen an die jeweiligen zum
        Anpflanzen bestimmten Pflanzen sollten entsprechend geändert werden.
   (17) Die in den Anhängen I und II der Richtlinie 2002/57/EG genannten Schädlinge sollten
        durch eine neue Liste ersetzt werden, um die Kohärenz mit den betreffenden RNQPs,
        zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen und Schwellenwerten in Anhang IV der
        Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072 sicherzustellen.
   (18) Die EPPO ist ferner zu dem Schluss gelangt, dass zwei bodenbürtige Schädlinge,
        Phialophora gregata und Phytophthora megasperma, die über den Boden auf
        Sojabohnensaat übertragbar sind, nicht als RNQPs aufgeführt werden sollten. Somit
        stellen unschädliche Verunreinigungen durch diese Schädlinge kein Risiko mehr dar,
        und die für Sojabohnen geltende Anforderung in Bezug auf unschädliche
        Verunreinigungen sollte vom Anwendungsbereich der genannten Richtlinie
        ausgenommen werden.
   (19) Darüber hinaus sollte die Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU durch die Aufnahme
        neuer Anforderungen unter Berücksichtigung der jüngsten wissenschaftlichen und
        technischen Erkenntnisse im Hinblick auf die Erzeugung von Vermehrungsmaterial
        und Pflanzen von Obstarten und auf der Grundlage der von der EPPO
        vorgenommenen Bewertung von RNQPs aktualisiert werden. Die Aktualisierung
        sollte sich auf die bestehenden Gesundheitsanforderungen für die verschiedenen
        Kategorien von Vermehrungsmaterial erstrecken und neue RNQPs einschließen und
        Maßnahmen in Bezug auf diese RNQPs sowie Anforderungen an die
        Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet umfassen, um das
        Auftreten aller aufgeführten RNQPs auf den betreffenden zum Anpflanzen bestimmten
        Pflanzen zu verhüten.
   (20) Zum Zeitpunkt der Annahme der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU wurde nicht
        klar unterschieden zwischen auf Produktionsflächen vorhandenem Material und zum
        Inverkehrbringen      bestimmtem     Vermehrungsmaterial.        Bei    den   in   der
        Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU festgelegten Gesundheitsanforderungen an die
        verschiedenen Kategorien von Vermehrungsmaterial sollte klar unterschieden werden
        zwischen den Gesundheitsanforderungen an Mutterpflanzen und Vermehrungsmaterial
DE                                             4                                               DE
 ---pagebreak---           auf     Produktionsflächen     und    an     zum    Inverkehrbringen      bestimmtes
          Vermehrungsmaterial. Zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsmaterial sollte
          bei visueller Kontrolle frei von allen in Anhang IV der Durchführungsverordnung
          (EU) 2019/2072 für die relevanten Gattungen und Arten aufgeführten RNQPs sein.
          Aus diesem Grund ist in Anhang IV der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072
          eine Toleranzschwelle von null für alle RNQPs festgelegt. Mutterpflanzen und
          Vermehrungsmaterial der Kategorien Basismaterial, zertifiziertes Material und CAC-
          Material (Conformitas Agraria Communitatis) auf Produktionsflächen dürfen durch
          bestimmte RNQPs verursachte Symptome aufweisen, sofern in Bezug auf die
          betreffenden Mutterpflanzen und das betreffende Material geeignete Maßnahmen
          ergriffen worden sind. Bei diesen Maßnahmen kann es sich um die Entfernung der
          Mutterpflanzen und des Vermehrungsmaterials aus der Nähe anderen
          Vermehrungsmaterials der gleichen Kategorie oder um die Entfernung und
          gegebenenfalls Vernichtung des betreffenden Materials handeln.
   (21)   In den Artikeln 10, 16 und 21 sowie in Anhang I Teil B der Durchführungsrichtlinie
          2014/98/EU werden Toleranzschwellen genannt ohne Angabe, für welche Art von
          Material diese Werte gelten. Aus Gründen der Klarheit enthält Anhang IV der
          Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072 eine Toleranzschwelle von null für alle
          RNQPs auf Vermehrungsmaterial von Obstarten und auf Pflanzen von Obstarten, die
          zum Inverkehrbringen bestimmt sind. Die Artikel 10, 16 und 21 der
          Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU sollten dementsprechend aktualisiert und in
          Anhang I Teil B sollten die Schwellenwerte für RNQPs gestrichen werden.
   (22)   In die Anhänge I und II der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU sollten neue RNQPs
          aufgenommen, und in deren Anhang III bestimmte Bezeichnungen von Arten von
          Obstpflanzen aktualisiert werden.
   (23)   Außerdem sollten die in Anhang IV der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU
          dargelegten Anforderungen unter Berücksichtigung der von der EPPO
          vorgenommenen Bewertung aktualisiert werden.
   (24)   Die vorliegende Richtlinie sollte am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im
          Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten, um den zuständigen Behörden und
          den Unternehmern genügend Zeit zur Vorbereitung ihrer Umsetzung und Anwendung
          zu gewähren.
   (25)   Damit die zuständigen Behörden und die Unternehmer die erforderliche Zeit haben,
          um den Bestimmungen dieser Richtlinie nachzukommen, sollte die Richtlinie ab dem
          1. Juni 2020 gelten.
   (26)   Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des
          Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel –
   HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                             Artikel 1
                              Änderung der Richtlinie 66/401/EWG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 66/401/EWG werden gemäß Anhang I der vorliegenden
   Richtlinie geändert.
DE                                               5                                             DE
 ---pagebreak---                                                 Artikel 2
                               Änderung der Richtlinie 66/402/EWG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 66/402/EWG werden gemäß Anhang II der vorliegenden
   Richtlinie geändert.
                                                Artikel 3
                               Änderung der Richtlinie 68/193/EWG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 68/193/EWG werden gemäß Anhang III der vorliegenden
   Richtlinie geändert.
                                                Artikel 4
                                Änderung der Richtlinie 93/49/EWG
   Die Richtlinie 93/49/EWG wird wie folgt geändert:
   1.       Artikel 3 erhält folgende Fassung:
                                               „Artikel 3
            Das Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen ist zumindest dem Augenschein nach am
            Ort der Erzeugung praktisch frei von allen Schädlingen, die im Anhang in Bezug auf
            das jeweilige Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen aufgeführt sind.
            Das Auftreten von geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs) auf
            Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen, die in Verkehr gebracht werden sollen, darf
            zumindest dem Augenschein nach nicht die jeweiligen im Anhang aufgeführten
            Schwellenwerte überschreiten.
            Das Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen ist zumindest dem Augenschein nach
            praktisch frei von allen nicht im Anhang in Bezug auf das jeweilige
            Vermehrungsmaterial von Zierpflanzen aufgeführten Schädlingen, die den
            Gebrauchswert und die Qualität des genannten Materials herabsetzen, oder von
            entsprechenden Anzeichen bzw. Symptomen.
            Das Material steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
            Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und RNQPs in den
            gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031* erlassenen Durchführungsrechtsakten
            sowie mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen
            Maßnahmen.
            ______________
            *      Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober
            2016 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, zur Änderung der Verordnungen (EU)
            Nr. 228/2013, (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des
            Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 69/464/EWG, 74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG,
            2000/29/EG, 2006/91/EG und 2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).“
   2.       Artikel 3a wird gestrichen.
   3.       Der Anhang erhält die Fassung von Anhang IV der vorliegenden Richtlinie.
                                                Artikel 5
                                Änderung der Richtlinie 93/61/EWG
   Die Richtlinie 93/61/EWG wird wie folgt geändert:
DE                                                  6                                                  DE
 ---pagebreak---    1.       Artikel 3 erhält folgende Fassung:
                                               „Artikel 3
            Das Gemüsevermehrungsmaterial und das Gemüsepflanzgut sind zumindest dem
            Augenschein nach am Ort der Erzeugung praktisch frei von allen Schädlingen, die im
            Anhang in Bezug auf das betreffende Vermehrungsmaterial und Pflanzgut aufgeführt
            sind.
            Das Auftreten von geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs) auf
            Gemüsevermehrungsmaterial und Gemüsepflanzgut, die in Verkehr gebracht werden,
            darf zumindest dem Augenschein nach nicht die jeweiligen im Anhang aufgeführten
            Schwellenwerte überschreiten.
            Das Gemüsevermehrungsmaterial und das Gemüsepflanzgut sind zumindest dem
            Augenschein nach praktisch frei von allen nicht im Anhang in Bezug auf das
            jeweilige Vermehrungsmaterial und Pflanzgut aufgeführten Schädlingen, die den
            Gebrauchswert und die Qualität des genannten Materials herabsetzen.
            Das Gemüsevermehrungsmaterial und das Gemüsepflanzgut stehen außerdem im
            Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf Unionsquarantäneschädlinge,
            Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und geregelte Nicht-Quarantäneschädlinge in
            der Verordnung (EU) 2016/2031* und in den gemäß der genannten Verordnung
            erlassenen Durchführungsrechtsakten, auch mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der
            genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
            ______________
            *      Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober
            2016 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, zur Änderung der Verordnungen (EU)
            Nr. 228/2013, (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des
            Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 69/464/EWG, 74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG,
            2000/29/EG, 2006/91/EG und 2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).“
   2.       Der Anhang erhält die Fassung von Anhang V der vorliegenden Richtlinie.
                                                Artikel 6
                                Änderung der Richtlinie 2002/55/EG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/55/EG werden gemäß Anhang VI der vorliegenden
   Richtlinie geändert.
                                                Artikel 7
                                Änderung der Richtlinie 2002/56/EG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/56/EG erhalten die Fassung von Anhang VII der
   vorliegenden Richtlinie.
                                                Artikel 8
                                Änderung der Richtlinie 2002/57/EG
   Die Anhänge I und II der Richtlinie 2002/57/EG werden gemäß Anhang VIII der
   vorliegenden Richtlinie geändert.
DE                                                  7                                                  DE
 ---pagebreak---                                                 Artikel 9
                       Änderung der Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU
   Die Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU wird wie folgt geändert:
   1.      Artikel 2 erhält folgende Fassung:
                                               „Artikel 2
                    Mindestanforderungen an Kartoffel-Vorstufenpflanzgut
           1.    Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Kartoffel-Vorstufenpflanzgut die
                 folgenden Mindestanforderungen erfüllt:
                 a)      es stammt von Mutterpflanzen, die frei sind von den folgenden
                         Schädlingen: Pectobacterium spp., Dickeya spp., Candidatus
                         Liberibacter solanacearum, Candidatus Phytoplasma solani, Potato
                         spindle tuber viroid, Blattrollvirus der Kartoffel, Kartoffelvirus A,
                         Kartoffelvirus M,       Kartoffelvirus S,       Kartoffelvirus X      und
                         Kartoffelvirus Y;
                 b)      der Anteil an nicht sortenechten Pflanzen im Vermehrungsbestand und
                         der Anteil an Pflanzen fremder Sorten betragen zusammengerechnet
                         höchstens 0,01 %;
                 c)      die Zahl der Feldgenerationen wird auf vier begrenzt;
                 d)      das Auftreten von RNQPs oder durch die betreffenden RNQPs
                         verursachten Symptomen bei Kartoffel-Vorstufenpflanzgut darf die in
                         der folgenden Tabelle aufgeführten Schwellenwerte nicht überschreiten:
               RNQPs oder durch RNQPs verursachte          Schwellenwert für das Auftreten von
               Symptome                                   RNQPs auf dem Vermehrungsbestand
                                                             für Kartoffel-Vorstufenpflanzgut
               Schwarzbeinigkeit (Dickeya Samson et                         0%
               al. spp. [1DICKG]; Pectobacterium
               Waldee emend. Hauben et al. spp.
               [1PECBG])
               Candidatus Liberibacter solanacearum                         0%
               Liefting et al. [LIBEPS]
               Candidatus Phytoplasma solani                                0%
               Quaglino et al. [PHYPSO]
               Mosaiksymptome, verursacht durch                            0,1 %
               Viren,
               und
               Symptome, verursacht durch das
               Blattrollvirus der Kartoffel [PLRV00]
               Potatoe spindle tuber viroid [PSTVD0]                        0%
               RNQPs oder durch RNQPs                     Schwellenwert für das Auftreten von
               verursachte Symptome                              RNQPs bei der direkten
DE                                                  8                                              DE
 ---pagebreak---                                                      Nachkommenschaft von Kartoffel-
                                                           Vorstufenpflanzgut
           Anzeichen von Virosen                                   0,5 %
      2.     Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Kartoffel-Vorstufenpflanzgut als „EU-
             Klasse PBTC“ und „EU-Klasse PB“ gemäß den im Anhang festgelegten
             Anforderungen in Verkehr gebracht werden darf.
      3.     Die Erfüllung der Anforderungen gemäß Absatz 1 Buchstaben b und d wird bei
             amtlichen Feldbesichtigungen festgestellt. In Zweifelsfällen werden diese
             Besichtigungen durch amtliche Blattuntersuchungen ergänzt.
             Bei Mikrovermehrungsmethoden wird die Einhaltung der Bestimmung in
             Absatz 1 Buchstabe a festgestellt, indem die Mutterpflanze amtlich oder unter
             amtlicher Aufsicht untersucht wird.
             Bei Methoden der klonalen Selektion wird die Einhaltung der Bestimmung in
             Absatz 1 Buchstabe a festgestellt, indem der klonale Bestand amtlich oder
             unter amtlicher Aufsicht untersucht wird.“
   2. Artikel 3 erhält folgende Fassung:
                                         „Artikel 3
         Mindestanforderungen an Partien von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut
      Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Partien von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut die
      folgenden Mindestanforderungen erfüllen:
      a)     der Anteil an Erde und Fremdstoffen beträgt höchstens 1,0 % der Masse;
      b)     der Anteil an Kartoffeln, die von Kartoffelfäule, ausgenommen
             Bakterienringfäule und Schleimkrankheit, befallen sind, beträgt höchstens
             0,2 % der Masse;
      c)     der Anteil an Kartoffeln mit äußeren Mängeln, auch missgestalteten oder
             beschädigten Knollen, beträgt höchstens 3,0 % der Masse;
      d)     der Anteil an Kartoffeln, die auf über einem Drittel der Knollenoberfläche von
             gewöhnlichem Schorf befallen sind, beträgt höchstens 5,0 % der Masse;
      e)     der Anteil an Knollen, die aufgrund übermäßiger Trocknung oder aufgrund der
             Austrocknung durch Silberschorf gewelkt sind, beträgt höchstens 0,5 % der
             Masse;
      f)     Partien von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut genügen den in der folgenden
             Tabelle aufgeführten Anforderungen hinsichtlich des Auftretens von RNQPs
             oder von durch die betreffenden RNQPs verursachten Krankheiten:
       RNQPs oder durch RNQPs verursachte                   Schwellenwert für das Auftreten von
       Symptome                                             RNQPs auf Partien von Kartoffel-
                                                            Vorstufenpflanzgut
       Candidatus Liberibacter solanacearum Liefting et     0%
       al. [LIBEPS]
DE                                           9                                              DE
 ---pagebreak---             Ditylenchus destructor Thorne [DITYDE]                0%
            Wurzeltöterkrankheit, wobei die Knollen auf mehr 1,0 %
            als 10 % ihrer Oberfläche befallen sind, verursacht
            durch Thanatephorus cucumeris (A.B. Frank)
            Donk [RHIZSO]
            Pulverschorf, wobei die Knollen auf mehr als          1,0 %
            10 % ihrer Oberfläche befallen sind, verursacht
            durch Spongospora subterranea (Wallr.) Lagerh.
            [SPONSU]
           g)    der Gesamtanteil an Kartoffeln gemäß den Buchstaben b bis f beträgt
                 höchstens 6,0 % der Masse.“
   3.      Der Anhang erhält die Fassung von Anhang IX der vorliegenden Richtlinie.
                                               Artikel 10
                      Änderung der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU
   Die Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU wird wie folgt geändert:
   1.      Artikel 10 erhält folgende Fassung:
                                              „Artikel 10
   Anforderungen an die Gesundheit von Mutterpflanzen für Vorstufenmaterial sowie von
                                         Vorstufenmaterial
           1.    Die Freiheit einer Mutterpflanze für Vorstufenmaterial bzw. von
                 Vorstufenmaterial von den geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs),
                 die in Bezug auf die betreffende Gattung oder Art in den Anhängen I und II
                 aufgeführt sind und den Anforderungen in Anhang IV unterliegen, wird durch
                 visuelle Kontrolle in der Einrichtung, auf dem Feld sowie der Partien
                 festgestellt. Diese visuelle Kontrolle wird von der zuständigen amtlichen Stelle
                 und gegebenenfalls vom Versorger vorgenommen.
                 Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger führen die
                 Beprobung und die Untersuchung der Mutterpflanze für Vorstufenmaterial
                 bzw. des Vorstufenmaterials auf die RNQPs durch, die in Bezug auf die
                 betreffende Gattung oder Art und Kategorie in Anhang II aufgeführt sind und
                 den Anforderungen in Anhang IV unterliegen.
                 Bestehen Zweifel bezüglich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
                 RNQPs, so führen die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der
                 Versorger eine Beprobung und Untersuchung an der betreffenden
                 Mutterpflanze für Vorstufenmaterial bzw. dem betreffenden Vorstufenmaterial
                 durch.
           2.    In Bezug auf die Beprobung und Untersuchung gemäß Absatz 1 wenden die
                 Mitgliedstaaten die Protokolle der EPPO oder andere international anerkannte
                 Protokolle an. Fehlen solche Protokolle, so wendet die zuständige amtliche
                 Stelle die einschlägigen nationalen Protokolle an. In diesem Fall stellen die
                 Mitgliedstaaten die betreffenden Protokolle auf Aufforderung den anderen
                 Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verfügung.
DE                                                 10                                             DE
 ---pagebreak---                  Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger schicken die
                 Proben an von der zuständigen amtlichen Stelle offiziell anerkannte Labore.
           3.    Fällt das Untersuchungsergebnis für einen der in den Anhängen I und II in
                 Bezug auf die betreffende Gattung oder Art aufgeführten RNQPs positiv aus,
                 so entfernt der Versorger die befallene Mutterpflanze für Vorstufenmaterial
                 bzw. das befallene Vorstufenmaterial gemäß Artikel 3 Absatz 3 oder Artikel 4
                 Absatz 3 aus der Nähe anderer Mutterpflanzen für Vorstufenmaterial bzw.
                 anderen Vorstufenmaterials oder ergreift geeignete Maßnahmen gemäß
                 Anhang IV.
           4.    Die Maßnahmen, mit denen die Erfüllung der in Absatz 1 genannten
                 Anforderungen sichergestellt werden soll, sind in Anhang IV für die
                 betreffende Gattung oder Art und Kategorie aufgeführt.
           5.    Absatz 1 gilt nicht für Mutterpflanzen für Vorstufenmaterial und für
                 Vorstufenmaterial während der Kryokonservierung.“
   2.      Der Titel von Artikel 11 erhält folgende Fassung:
           „Anforderungen an den Boden für Mutterpflanzen für Vorstufenmaterial sowie
           für Vorstufenmaterial“
   3.      Artikel 16 erhält folgende Fassung:
                                             „Artikel 16
      Anforderungen an die Gesundheit von Mutterpflanzen für Basismaterial sowie von
                                           Basismaterial
           1.    Die Freiheit einer Mutterpflanze für Basismaterial bzw. von Basismaterial von
                 den RNQPs, die in Bezug auf die betreffende Gattung oder Art in den
                 Anhängen I und II aufgeführt sind und den Anforderungen in Anhang IV
                 unterliegen, wird durch visuelle Kontrolle in der Einrichtung, auf dem Feld
                 sowie der Partien festgestellt. Diese visuelle Kontrolle wird von der
                 zuständigen amtlichen Stelle und gegebenenfalls vom Versorger
                 vorgenommen.
                 Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger führen die
                 Beprobung und die Untersuchung der Mutterpflanze für Basismaterial bzw. des
                 Basismaterials auf die RNQPs durch, die in Bezug auf die betreffende Gattung
                 oder Art und Kategorie in Anhang II aufgeführt sind und den Anforderungen in
                 Anhang IV unterliegen.
                 Bestehen Zweifel bezüglich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
                 RNQPs, so führen die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der
                 Versorger eine Beprobung und Untersuchung an der betreffenden
                 Mutterpflanze für Basismaterial bzw. dem betreffenden Basismaterial durch.
           2.    In Bezug auf die Beprobung und Untersuchung gemäß Absatz 1 wenden die
                 Mitgliedstaaten die Protokolle der EPPO oder andere international anerkannte
                 Protokolle an. Fehlen solche Protokolle, so wendet die zuständige amtliche
                 Stelle die einschlägigen nationalen Protokolle an. In diesem Fall stellen die
                 Mitgliedstaaten die betreffenden Protokolle auf Aufforderung den anderen
                 Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verfügung.
DE                                               11                                            DE
 ---pagebreak---                 Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger schicken die
                Proben an von der zuständigen amtlichen Stelle offiziell anerkannte Labore.
          3.    Fällt das Untersuchungsergebnis für einen der in den Anhängen I und II in
                Bezug auf die betreffende Gattung oder Art aufgeführten RNQPs positiv aus,
                so entfernt der Versorger die befallene Mutterpflanze für Basismaterial bzw.
                das befallene Basismaterial gemäß Artikel 15 Absatz 7 oder Artikel 15
                Absatz 8 aus der Nähe anderer Mutterpflanzen für Basismaterial bzw. anderen
                Basismaterials oder ergreift geeignete Maßnahmen gemäß Anhang IV.
          4.    Die Maßnahmen, mit denen die Erfüllung der in Absatz 1 genannten
                Anforderungen sichergestellt werden soll, sind in Anhang IV für die
                betreffende Gattung oder Art und Kategorie aufgeführt.
          5.    Absatz 1 gilt nicht für Mutterpflanzen für Basismaterial sowie für
                Basismaterial während der Kryokonservierung.“
   4.     Der Titel von Artikel 17 erhält folgende Fassung:
          „Anforderungen an den Boden für Mutterpflanzen für Basismaterial sowie für
          Basismaterial“
   5.     Artikel 21 erhält folgende Fassung:
                                            „Artikel 21
    Anforderungen an die Gesundheit von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material sowie
                                  von zertifiziertem Material
          1.    Die Freiheit einer Mutterpflanze für zertifiziertes Material bzw. von
                zertifiziertem Material von den RNQPs, die in Bezug auf die betreffende
                Gattung oder Art in den Anhängen I und II aufgeführt sind und den
                Anforderungen in Anhang IV unterliegen, wird durch visuelle Kontrolle in der
                Einrichtung, auf dem Feld sowie der Partien festgestellt. Diese visuelle
                Kontrolle wird von der zuständigen amtlichen Stelle und gegebenenfalls vom
                Versorger vorgenommen.
                Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger führen die
                Beprobung und die Untersuchung der Mutterpflanze für zertifiziertes Material
                bzw. des zertifizierten Materials auf die RNQPs durch, die in Bezug auf die
                betreffende Gattung oder Art und Kategorie in Anhang II aufgeführt sind und
                den Anforderungen in Anhang IV unterliegen.
                Bestehen Zweifel bezüglich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
                RNQPs, so führen die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der
                Versorger eine Beprobung und Untersuchung an der betreffenden
                Mutterpflanze für zertifiziertes Material bzw. dem betreffenden zertifizierten
                Material durch.
          2.    In Bezug auf die Beprobung und Untersuchung gemäß Absatz 1 wenden die
                Mitgliedstaaten die Protokolle der EPPO oder andere international anerkannte
                Protokolle an. Fehlen solche Protokolle, so wendet die zuständige amtliche
                Stelle die einschlägigen nationalen Protokolle an. In diesem Fall stellen die
                Mitgliedstaaten die betreffenden Protokolle auf Aufforderung den anderen
                Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verfügung.
                Die zuständige amtliche Stelle und gegebenenfalls der Versorger schicken die
                Proben an von der zuständigen amtlichen Stelle offiziell anerkannte Labore.
DE                                              12                                             DE
 ---pagebreak---           3.     Fällt das Untersuchungsergebnis für einen der in den Anhängen I und II in
                 Bezug auf die betreffende Gattung oder Art aufgeführten RNQPs positiv aus,
                 so entfernt der Versorger die befallene Mutterpflanze für zertifiziertes Material
                 bzw. das befallene zertifizierte Material gemäß Artikel 20 Absatz 7 oder
                 Artikel 20 Absatz 8 aus der Nähe anderer Mutterpflanzen für zertifiziertes
                 Material bzw. anderen zertifizierten Materials oder ergreift geeignete
                 Maßnahmen gemäß Anhang IV.
          4.     Die Maßnahmen, mit denen die Erfüllung der in Absatz 1 genannten
                 Anforderungen sichergestellt werden soll, sind in Anhang IV für die
                 betreffende Gattung oder Art und Kategorie aufgeführt.
          5.     Absatz 1 gilt nicht für Mutterpflanzen für zertifiziertes Material sowie für
                 zertifiziertes Material während der Kryokonservierung.“
   6.     Der Titel von Artikel 22 erhält folgende Fassung:
          „Anforderungen an den Boden für Mutterpflanzen für zertifiziertes Material
          sowie für zertifiziertes Material“
   7.     Artikel 22 Absatz 2 Unterabsatz 3 erhält folgende Fassung:
          „Soweit nicht anders angegeben, entfallen Beprobung und Untersuchung für
          zertifizierte Pflanzen von Obstarten.“
   8.     Artikel 26 erhält folgende Fassung:
                                             „Artikel 26
                     Anforderungen an die Gesundheit von CAC-Material
   1.     Die praktische Freiheit von CAC-Material von den in den Anhängen I und II für die
          betreffende Gattung oder Art aufgeführten Schädlingen wird vom Versorger durch
          visuelle Kontrolle in der Einrichtung, auf dem Feld sowie der Partien auf der
          Erzeugungsstufe festgestellt, soweit in Anhang IV nichts anderes vorgesehen ist.
          Der Versorger führt die Beprobung und die Untersuchung der identifizierten Quelle
          des Materials bzw. des CAC-Materials auf die RNQPs durch, die in Bezug auf die
          betreffende Gattung oder Art und Kategorie in Anhang II aufgeführt sind und den
          Anforderungen in Anhang IV unterliegen.
          Bestehen Zweifel bezüglich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
          RNQPs, so führt der Versorger eine Beprobung und Untersuchung an der
          identifizierten Quelle des betreffenden Materials bzw. des CAC-Materials durch.
          CAC-Vermehrungsmaterial und CAC-Pflanzen von Obstarten in Partien nach der
          Erzeugungsstufe werden nur in Verkehr gebracht, wenn der Versorger durch visuelle
          Kontrolle festgestellt hat, dass sie frei von Anzeichen oder Symptomen der in den
          Anhängen I und II aufgeführten Schädlinge sind.
          Der Versorger führt die Maßnahmen durch, um die Einhaltung der in Absatz 1
          genannten Anforderungen gemäß Anhang IV im Hinblick auf die betreffende
          Gattung oder Art und Kategorie sicherzustellen.
   2.     Absatz 1 gilt nicht für CAC-Material während der Kryokonservierung.“
   9.     Es wird folgender Artikel 27a eingefügt:
                                            „Artikel 27a
      Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
DE                                               13                                                DE
 ---pagebreak---             Zusätzlich zu den in den Artikeln 9, 10, 11, 16, 17, 21, 22 und 26 festgelegten
            Anforderungen an die Gesundheit und den Boden sind Vermehrungsmaterial und
            Pflanzen von Obstarten im Einklang mit den Anforderungen an die
            Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet gemäß Anhang IV zu
            erzeugen, um das Auftreten der in dem genannten Anhang aufgeführten RNQPs für
            die betreffende Gattung oder Art zu begrenzen.“
   10.      Die Anhänge I bis IV erhalten die Fassung von Anhang X der vorliegenden
            Richtlinie.
                                              Artikel 11
                                             Umsetzung
   1.       Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, die
            erforderlich sind, um dieser Richtlinie spätestens am 31. Mai 2020 nachzukommen.
            Sie teilen der Kommission unverzüglich den Wortlaut dieser Vorschriften mit.
            Bei Erlass dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in den Vorschriften selbst
            oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie
            Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten dieser Bezugnahme.
   2.       Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten nationalen
            Vorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
                                              Artikel 12
                                            Inkrafttreten
   Diese Richtlinie tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
   Europäischen Union in Kraft.
                                              Artikel 13
                                             Adressaten
   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   Brüssel, den 12.2.2020
                                                Für die Kommission
                                                Die Präsidentin
                                                Ursula VON DER LEYEN
DE                                                14                                             DE
 ---documentbreak---                                        ANHANG
                                           DE
                                          Anhang I
                           Änderung der Richtlinie 66/401/EWG
Die Richtlinie 66/401/EWG wird wie folgt geändert:
1.     In Anhang I erhält Nummer 5 folgende Fassung:
       „Der Bestand ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die
       Qualität des Saatguts herabsetzen.
       Der Bestand steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
       Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und geregelte
       Nicht-Quarantäneschädlinge (RNQPs) in den gemäß der Verordnung (EU)
       2016/2031* angenommenen Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach Artikel 30
       Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
       Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs in den Beständen der jeweiligen
       Kategorie sind die in der folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
        RNQPs oder       zum              Schwellenwert Schwellenwert Schwellenwert
        durch            Anpflanzen           für die           für die          für die
        RNQPs            bestimmte        Erzeugung von       Erzeugung        Erzeugung
        verursachte      Pflanzen        Vorstufensaatgut         von              von
        Symptome         (Gattung                             Basissaatgut   zertifiziertem
                         oder Art)                                              Saatgut
        Clavibacter      Medicago               0%                0%               0%
        michiganensis sativa L.
        ssp.
        insidiosus
        (McCulloch
        1925) Davis
        et al.
        [CORBIN]
        Ditylenchus      Medicago               0%                0%               0%
        dipsaci          sativa L.
        (Kuehn)
        Filipjev
        [DITYDI]
     “
2.   In Anhang II Abschnitt I erhält Nummer 3 folgende Fassung:
     „Das Saatgut ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die Qualität
     des Saatguts herabsetzen.
 ---pagebreak--- Das Saatgut steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und RNQPs in den
gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie
mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs auf dem Saatgut der jeweiligen Kategorie
sind die in der folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
  RNQPs oder       zum             Schwellenwert Schwellenwert Schwellenwert
  durch            Anpflanzen           für              für              für
  RNQPs            bestimmte     Vorstufensaatgut Basissaatgut       zertifiziertes
  verursachte      Pflanzen                                            Saatgut
  Symptome         (Gattung
                   oder Art)
  Clavibacter      Medicago            0%                0%               0%
  michiganensis sativa L.
  ssp.
  Insidiosus
  (McCulloch
  1925) Davis
  et al.
  [CORBIN]
  Ditylenchus      Medicago      0%                 0%              0%
  dipsaci          sativa L.
  (Kuehn)
  Filipjev
  [DITYDI]
“
 ---pagebreak---                                                 Anhang II
                                Änderung der Richtlinie 66/402/EWG
    Die Richtlinie 66/402/EWG wird wie folgt geändert:
    1.     Anhang I wird wie folgt geändert:
    a)      Nummer 3 Buchstabe A erhält folgende Fassung:
    „A. Oryza sativa:
    Die Anzahl der Pflanzen, die sich eindeutig als Wildpflanzen oder Pflanzen mit roten Körnern
    identifizieren lassen, überschreitet nicht:
    – 0 bei der Erzeugung von Basissaatgut,
    – 1 je 100 m2 bei der Erzeugung zertifizierten Saatguts der ersten und zweiten Generation.“
    b)     Nummer 6 erhält folgende Fassung:
    „6. Der Bestand ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die Qualität
    des Saatguts herabsetzen.
    Der Bestand steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
    Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und geregelte Nicht-
    Quarantäneschädlinge (RNQPs) in den gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031* erlassenen
    Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung
    erlassenen Maßnahmen.
    Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs in den Beständen sind die in der folgenden
    Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
                                        Pilze und Oomyzeten
RNQPs oder          zum             Schwellenwert für Schwellenwert für        Schwellenwert für
durch RNQPs         Anpflanzen        die Erzeugung        die Erzeugung      die Erzeugung von
verursachte         bestimmte               von           von Basissaatgut        zertifiziertem
Symptome            Pflanzen        Vorstufensaatgut                                 Saatgut
                    (Gattung
                    oder Art)
                                   Höchstens            Höchstens             Zertifiziertes
Gibberella          Oryza sativa
                                   2 Pflanzen mit       2 Pflanzen mit        Saatgut der ersten
fujikuroi           L.
                                   Symptomen je         Symptomen je          Generation (C1):
Sawada
                                   200 m2               200 m2
[GIBBFU]
                                   werden bei           werden bei            Höchstens
                                   Feldbesichtigungen   Feldbesichtigungen    4 Pflanzen mit
                                   zu geeigneten        zu geeigneten         Symptomen je
                                   Zeitpunkten in       Zeitpunkten in        200 m2
                                   einer                einer                 werden bei
                                   repräsentativen      repräsentativen       Feldbesichtigungen
                                   Probe der Pflanzen   Probe der Pflanzen    zu geeigneten
 ---pagebreak---                                   aus jedem            aus jedem          Zeitpunkten in einer
                                  Feldbestand          Feldbestand        repräsentativen
                                  gefunden.            gefunden.          Probe der Pflanzen
                                                                          aus jedem
                                                                          Feldbestand
                                                                          gefunden.
                                                                          Zertifiziertes
                                                                          Saatgut der zweiten
                                                                          Generation (C2):
                                                                          Höchstens
                                                                          8 Pflanzen mit
                                                                          Symptomen je
                                                                          200 m2
                                                                          werden bei
                                                                          Feldbesichtigungen
                                                                          zu geeigneten
                                                                          Zeitpunkten in einer
                                                                          repräsentativen
                                                                          Probe der Pflanzen
                                                                          aus jedem
                                                                          Feldbestand
                                                                          gefunden.
                                           Nematoden
RNQPs oder       zum              Schwellenwert für Schwellenwert für      Schwellenwert für
durch RNQPs      Anpflanzen         die Erzeugung        die Erzeugung     die Erzeugung von
verursachte      bestimmte                von           von Basissaatgut      zertifiziertem
Symptome         Pflanzen         Vorstufensaatgut                               Saatgut
                 (Gattung
                 oder Art)
Aphelenchoides Oryza sativa               0%                   0%                  0%
besseyi Christie L.
[APLOBE]
   *     Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
         26. Oktober 2016 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, zur Änderung
         der Verordnungen (EU) Nr. 228/2013, (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des
         Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien
         69/464/EWG, 74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG, 2000/29/EG, 2006/91/EG und
         2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).“
   2.    Anhang II wird wie folgt geändert:
   a)     Nummer 3 erhält folgende Fassung:
   „Das Saatgut ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die Qualität des
   Saatguts herabsetzen.
 ---pagebreak---     Das Saatgut steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
    Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und RNQPs in den gemäß
    der Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach
    Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
    Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs auf dem Saatgut der jeweiligen Kategorie sind
    die in der folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
                                            Nematoden
RNQPs oder          zum              Schwellenwert      Schwellenwert für     Schwellenwert für
durch RNQPs         Anpflanzen             für             Basissaatgut          zertifiziertes
verursachte         bestimmte       Vorstufensaatgut                                Saatgut
Symptome            Pflanzen
                    (Gattung
                    oder Art)
Aphelenchoides      Oryza sativa           0%                   0%                    0%
besseyi Christie    L.
[APLOBE]
                                          Pilze
Gibberella          Oryza sativa      praktisch frei       praktisch frei        praktisch frei
fujikuroi           L.
Sawada
[GIBBFU]
    “
    b)      Folgende neue Nummer 4 wird angefügt:
    „4. Hinsichtlich des Vorhandenseins von Pilzkörpern auf dem Saatgut der jeweiligen
    Kategorie sind die in der folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
                       Kategorie                     Höchstanzahl an Pilzkörpern wie Sklerotien
                                                      oder Mutterkorn in einer Probe mit dem
                                                        Gewicht gemäß Anhang III Spalte 3
    Getreide, ausgenommen Hybriden von
    Secale cereale:
        -   Basissaatgut                                                  1
        -   Zertifiziertes Saatgut                                        3
    Hybriden von Secale cereale:
        -   Basissaatgut                                                  1
        -   Zertifiziertes Saatgut                                      4 (*)
    (*) Das Vorhandensein von fünf Pilzkörpern wie Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien
 ---pagebreak--- oder Mutterkorn in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht gilt als den Normen
entsprechend, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht höchstens vier Pilzkörper
enthält.“
 ---pagebreak---                                         Anhang III
                           Änderung der Richtlinie 68/193/EWG
Die Richtlinie 68/193/EWG wird wie folgt geändert:
1.     Anhang I erhält folgende Fassung:
                                         „Anhang I
              VORAUSSETZUNGEN HINSICHTLICH DES BESTANDES
Abschnitt 1: Sortenechtheit, Sortenreinheit und Kulturzustand
1.     Der Bestand ist sortenecht und sortenrein und entspricht gegebenenfalls dem Klon.
2.     Der Kulturzustand und der Entwicklungsstand des Bestandes müssen eine
       ausreichende Überprüfung der Sortenechtheit und der Sortenreinheit und
       erforderlichenfalls eine Überprüfung des Klons sowie des Gesundheitszustands des
       Bestandes gestatten.
Abschnitt 2: Anforderungen an die Gesundheit der zur Erzeugung aller Kategorien von
Vermehrungsgut bestimmten Mutterrebenbestände sowie von Rebschulen aller
Kategorien
1.     Dieser Abschnitt gilt für Mutterrebenbestände zur Erzeugung aller Kategorien von
       Vermehrungsgut und für Rebschulen dieser Kategorien.
2.     Die Mutterrebenbestände und die Rebschulen wurden durch visuelle Kontrolle als frei
       von den in den Abschnitten 6 und 7 für die betreffende Gattung oder Art aufgeführten
       geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs) befunden.
       Die Mutterrebenbestände und die Rebschulen werden auf die in Abschnitt 7 für die
       betreffende Gattung oder Art aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht. Bestehen
       Zweifel in Bezug auf das Vorhandensein der in den Abschnitten 6 und 7 für die
       betreffende Gattung oder Art aufgeführten RNQPs, so werden die
       Mutterrebenbeständen und die Rebschulen beprobt und untersucht.
3.     Visuelle Kontrollen und gegebenenfalls die Beprobung und Untersuchung der
       betreffenden Mutterrebenbestände und Rebschulen werden gemäß Abschnitt 8
       durchgeführt.
4.     Die unter Nummer 2 genannten Beprobungen und Untersuchungen werden in der am
       besten geeigneten Jahreszeit unter Berücksichtigung von Klima und
       Wachstumsbedingungen der Reben sowie der Biologie der für diese Reben relevanten
       RNQPs durchgeführt.
       In Bezug auf die Beprobungen und Untersuchungen wenden die Mitgliedstaaten die
       Protokolle der Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum
       (EPPO) oder andere international anerkannte Protokolle an. Fehlen solche Protokolle,
       so werden die einschlägigen nationalen Protokolle angewandt. In diesem Fall stellen
       die Mitgliedstaaten die betreffenden Protokolle auf Aufforderung den anderen
       Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verfügung.
       In Bezug auf die Beprobung und Untersuchung von Reben in den zur Erzeugung von
       Vorstufenvermehrungsgut       bestimmten     Mutterrebenbeständen       wenden    die
 ---pagebreak---       Mitgliedstaaten die Testung von Indikatorpflanzen zur Bewertung des Vorhandenseins
      von Viren, Viroiden, virusähnlichen Krankheiten und Phytoplasmen oder andere
      international anerkannte gleichwertige Protokolle an.
Abschnitt 3: Anforderungen an den Boden und Erzeugungsbedingungen für zur
Erzeugung aller Kategorien von Vermehrungsgut bestimmte Mutterrebenbestände und
für Rebschulen aller Kategorien von Vermehrungsgut
1.    Die Reben in Mutterrebenbeständen und Rebschulen dürfen nur in einem Boden oder
      gegebenenfalls in Töpfen mit Kultursubstrat angebaut werden, der bzw. das frei von
      Schädlingen ist, die als Wirt für die in Abschnitt 7 aufgeführten Viren dienen können.
      Die Freiheit von diesen Schädlingen wird durch Beprobung und Untersuchung
      festgestellt.
      Beprobung und Untersuchung werden unter Berücksichtigung des Klimas und der
      Biologie der Schädlinge durchgeführt, die als Wirt für die in Abschnitt 7 aufgeführten
      Viren dienen können.
2.    Beprobung und Untersuchung entfallen, wenn die amtliche Kontrollbehörde aufgrund
      einer amtlichen Inspektion zu dem Schluss gelangt, dass der Boden frei ist von
      Schädlingen, die als Wirt für die in Abschnitt 7 aufgeführten Viren dienen können.
      Beprobung und Untersuchung entfallen auch, wenn in dem Boden seit mindestens fünf
      Jahren keine Reben angebaut wurden und kein Zweifel besteht, dass dieser Boden frei
      ist von Schädlingen, die als Wirt für die in Abschnitt 7 aufgeführten Viren dienen
      können.
3.    In Bezug auf die Beprobungen und Untersuchungen wenden die Mitgliedstaaten die
      Protokolle der EPPO oder andere international anerkannte Protokolle an. Fehlen
      solche Protokolle, so wenden die Mitgliedstaaten die einschlägigen nationalen
      Protokolle an. In diesem Fall stellen die Mitgliedstaaten die betreffenden Protokolle
      auf Aufforderung den anderen Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verfügung.
Abschnitt 4: Anforderungen an die Vermehrungsfläche, den Vermehrungsbetrieb oder
das Gebiet
1.    Die Mutterrebenbestände und Rebschulen werden unter angemessenen Bedingungen
      eingerichtet, um das Risiko eines Befalls mit Schädlingen, die als Wirt für die in
      Abschnitt 7 aufgeführten Viren dienen können, zu verhüten.
2.    Rebschulen dürfen nicht in Ertragsweinbergen oder Mutterrebenbeständen angelegt
      werden. Der Mindestabstand zu einem Ertragsweinberg oder Mutterrebenbestand
      muss drei Meter betragen.
3.    Zusätzlich zu den Anforderungen an die Gesundheit und den Boden und die
      Erzeugungsbedingungen gemäß den Abschnitten 2 und 3 ist Vermehrungsgut im
      Einklang mit den Anforderungen an die Vermehrungsfläche, den Vermehrungsbetrieb
      oder das Gebiet gemäß Abschnitt 8 zu erzeugen, um das Auftreten der in dem
      genannten Abschnitt aufgeführten Schädlinge zu begrenzen.
Abschnitt 5: Amtliche Inspektionen
 ---pagebreak--- 1.      Das in Mutterrebenbeständen und Rebschulen erzeugte Vermehrungsgut muss den
        Anforderungen der Abschnitte 2 bis 4 genügen, was durch jährliche amtliche
        Feldbesichtigungen festgestellt wird.
2.      Diese amtlichen Inspektionen werden von der amtlichen Kontrollbehörde gemäß
        Abschnitt 8 durchgeführt.
3.      Im Falle einer Beanstandung, deren Ursachen behoben werden können, ohne dass
        dadurch die Qualität des Vermehrungsguts beeinträchtigt wird, finden zusätzliche
        amtliche Feldbesichtigungen statt.
Abschnitt 6: Liste der RNQPs, deren Vorhandensein durch visuelle Kontrollen und im
Zweifelsfall durch Beprobung und Untersuchung gemäß Abschnitt 2 Nummer 2
überprüft werden muss
Gattung          oder         Art          des RNQPs
Rebenvermehrungsguts, außer Saatgut
                                               Insekten und Milben
Nicht veredelte Vitis vinifera L.              Viteus vitifoliae Fitch [VITEVI]
                                               Insekten und Milben
Vitis L., außer nicht veredelte Vitis vinifera Viteus vitifoliae Fitch [VITEVI]
L.
                                               Bakterien
                                               Xylophilus ampelinus Willems et al.
Vitis L.
                                               [XANTAM]
                                               Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                               und Phytoplasmen
Vitis L.                                       Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et
                                               al. [PHYPSO]
Abschnitt 7: Liste der RNQPs, deren Vorhandensein durch visuelle Kontrolle und in
besonderen Fällen durch Beprobung und Untersuchung gemäß Abschnitt 2 Nummer 2
sowie Abschnitt 8 überprüft werden muss
Gattung oder Art                               RNQPs
                                               Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                               und Phytoplasmen
Vitis L., Vermehrungsgut, außer Saatgut        Arabis mosaic virus [ARMV00]
 ---pagebreak---                                              Grapevine fanleaf virus [GFLV00]
                                             Grapevine     leafroll   associated    virus 1
                                             [GLRAV1]
                                             Grapevine     leafroll   associated    virus 3
                                             [GLRAV3]
                                             Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                             und Phytoplasmen
Unterlagen von Vitis spp. und ihren Arabis mosaic virus [ARMV00]
Hybriden, außer Vitis vinifera L.            Grapevine fanleaf virus [GFLV00]
                                             Grapevine     leafroll   associated    virus 1
                                             [GLRAV1]
                                             Grapevine     leafroll   associated    virus 3
                                             [GLRAV3]
                                             Grapevine fleck virus [GFKV00]
Abschnitt 8: Anforderungen betreffend Maßnahmen für Mutterrebenbestände und
gegebenenfalls Rebschulen für Vitis L. nach Kategorien gemäß Abschnitt 2 Nummer 2
Vitis L.
1.      Vorstufenvermehrungsgut,        Basisvermehrungsgut         und       zertifiziertes
        Vermehrungsgut
Visuelle Kontrollen
Die amtliche Kontrollbehörde führt mindestens einmal pro Vegetationsperiode visuelle
Kontrollen der Mutterrebenbestände und Rebschulen im Hinblick auf alle in den
Abschnitten 6 und 7 aufgeführten RNQPs durch.
2.      Vorstufenvermehrungsgut
Beprobung und Untersuchung
Alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von Vorstufenvermehrungsgut
bestimmt sind, werden im Hinblick auf das Vorhandensein von Arabis mosaic virus,
Grapevine fanleaf virus, Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und Grapevine Leafroll-
associated Virus 3 beprobt und untersucht. Die Beprobung und Untersuchung wird in 5-
Jahres-Intervallen wiederholt.
Die zur Erzeugung von Unterlagen bestimmten Mutterrebenbestände werden zusätzlich zur
Beprobung und Untersuchung auf die im ersten Abschnitt genannten Viren einmalig auf das
Vorhandensein von Grapevine fleck virus beprobt und untersucht.
Vor einer Anerkennung der betreffenden Mutterrebenbestände müssen die Ergebnisse der
Beprobung und Untersuchung vorliegen.
3.      Basisvermehrungsgut
Beprobung und Untersuchung
 ---pagebreak--- Alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von Basisvermehrungsgut bestimmt
sind, werden im Hinblick auf das Vorhandensein von Arabis mosaic virus, Grapevine fanleaf
virus, Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und Grapevine Leafroll-associated Virus 3
beprobt und untersucht.
Die Beprobung und Untersuchung beginnt bei den sechsjährigen Mutterrebenbeständen und
wird in 6-Jahres-Intervallen wiederholt.
Vor einer Anerkennung der betreffenden Mutterrebenbestände müssen die Ergebnisse der
Beprobung und Untersuchung vorliegen.
4.       Zertifiziertes Vermehrungsgut
Beprobung und Untersuchung
Ein repräsentativer Anteil der Reben eines Mutterrebenbestandes, der zur Erzeugung von
zertifiziertem Material bestimmt ist, wird im Hinblick auf das Vorhandensein von Arabis
mosaic virus, Grapevine fanleaf virus, Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und Grapevine
Leafroll-associated Virus 3 beprobt und untersucht.
Die Beprobung und Untersuchung beginnt bei den zehnjährigen Mutterrebenbeständen und
wird in 10-Jahres-Intervallen wiederholt.
Vor einer Anerkennung der betreffenden Mutterrebenbestände müssen die Ergebnisse der
Beprobung und Untersuchung vorliegen.
5.       Vorstufenvermehrungsgut,         Basisvermehrungsgut         und       zertifiziertes
Vermehrungsgut
Anforderungen an die Vermehrungsfläche, den Vermehrungsbetrieb oder das Gebiet
hinsichtlich der betreffenden RNQPs
a)       Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
i)     Die Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von
       Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al., oder
ii)      während der gesamten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an Reben auf der
Vermehrungsfläche keine Symptome von Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
festgestellt oder
iii)     hinsichtlich des Vorhandenseins von Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
         werden die folgenden Bedingungen erfüllt:
          - Alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von
              Vorstufenvermehrungsgut und Basisvermehrungsgut bestimmt sind und die
              Symptome von Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al. aufweisen,
              wurden entfernt und
          - alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von zertifiziertem
              Vermehrungsgut bestimmt sind und die Symptome von Candidatus Phytoplasma
              solani Quaglino et al. aufweisen, wurden zumindest von der Vermehrung
              ausgeschlossen und
          - wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von
              Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al. aufweist, wird die gesamte Partie
              dieses Vermehrungsguts einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen
              geeigneten Behandlung gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international
              anerkannten Protokollen unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von
              Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
 ---pagebreak--- b)     Xylophilus ampelinus Willems et al.
i)   Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von Xylophilus
     ampelinus Willems et al., oder
ii)  während der gesamten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an Reben auf der
     Vermehrungsfläche keine Symptome von Xylophilus ampelinus Willems et al.
     festgestellt oder
iii) hinsichtlich des Vorhandenseins von Xylophilus ampelinus Willems et al. werden die
     folgenden Bedingungen erfüllt:
         - Alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von
             Vorstufenvermehrungsgut,        Basisvermehrungsgut       und      zertifiziertem
             Vermehrungsgut bestimmt sind und die Symptome von Xylophilus ampelinus
             Willems et al. aufweisen, wurden entfernt, und es werden geeignete
             Hygienemaßnahmen durchgeführt und
         - Reben auf der Vermehrungsfläche, die Symptome von Xylophilus ampelinus
             Willems et al. aufweisen, werden nach dem Rebschnitt mit einem Bakterizid
             behandelt, um sicherzustellen, dass sie frei sind von Xylophilus ampelinus
             Willems et al., und
         - wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von
             Xylophilus ampelinus Willems et al. aufweist, wird die gesamte Partie dieses
             Vermehrungsguts einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen geeigneten
             Behandlung gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international
             anerkannten Protokollen unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von
             Xylophilus ampelinus Willems et al.
c)     Arabis mosaic virus, Grapevine fanleaf virus, Grapevine Leafroll-associated
Virus 1 und Grapevine Leafroll-associated Virus 3
i)   Hinsichtlich des Vorhandenseins von Arabis mosaic virus, Grapevine fanleaf virus,
     Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und Grapevine Leafroll-associated Virus 3
     werden die folgenden Bedingungen erfüllt:
         - An        Reben    der   Mutterrebenbestände,     die    zur     Erzeugung      von
             Vorstufenvermehrungsgut und Basisvermehrungsgut bestimmt sind, wurden
             keine Symptome eines Befalls mit diesen Viren festgestellt und
         - an höchstens 5 % der Reben von Mutterrebenbeständen, die zur Erzeugung von
             zertifiziertem Vermehrungsgut bestimmt sind, wurden Symptome eines Befalls
             mit diesen Viren festgestellt, und diese Reben wurden entfernt und vernichtet
             oder
ii)  alle Reben der Mutterrebenbestände, die zur Erzeugung von Vorstufenvermehrungsgut
     bestimmt sind, sowie Vorstufenvermehrungsgut werden in insektensicheren
     Einrichtungen gehalten, um ihre Freiheit von Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und
     Grapevine Leafroll-associated Virus 3 sicherzustellen.
d)     Viteus vitifoliae Fitch
i)   Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von Viteus
     vitifoliae Fitch, oder
ii)  Reben werden auf Unterlagen gepropft, die resistent sind gegen Viteus vitifoliae Fitch,
     oder
         - alle Reben der           Mutterrebenbestände,     die    zur Erzeugung von
             Vorstufenvermehrungsgut          bestimmt      sind,        und       sämtliches
 ---pagebreak---               Vorstufenvermehrungsgut werden in insektensicheren Einrichtungen gehalten,
              und während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine
              Symptome von Viteus vitifoliae Fitch an diesen Reben festgestellt und
         - wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von Viteus
              vitifoliae Fitch aufweist, wird die gesamte Partie dieses Vermehrungsguts einer
              Begasung, einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen geeigneten
              Behandlung gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international
              anerkannten Protokollen unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von
              Viteus vitifoliae Fitch.
6.      Standardvermehrungsgut
Visuelle Kontrollen
Die amtliche Kontrollbehörde führt an Mutterrebenbeständen und Rebanlagen mindestens
einmal in jeder Vegetationsperiode visuelle Kontrollen hinsichtlich aller in den Abschnitten 6
und 7 aufgeführten RNQPs durch.
Anforderungen an die Vermehrungsfläche, den Vermehrungsbetrieb oder das Gebiet
hinsichtlich der betreffenden RNQPs
a)    Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
i)    Die Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von
      Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al., oder
ii)   während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an Reben auf der
      Vermehrungsfläche keine Symptome von Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et
      al. festgestellt oder
 iii)    - alle Reben der               Mutterrebenbestände,    die zur Erzeugung von
              Standardvermehrungsgut bestimmt sind und Symptome von Candidatus
              Phytoplasma solani Quaglino et al. aufweisen, wurden zumindest von der
              Vermehrung ausgeschlossen und
         - wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von
              Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al. aufweist, wird die gesamte Partie
              dieses Vermehrungsguts einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen
              geeigneten Behandlung gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international
              anerkannten Protokollen unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von
              Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.
b)    Xylophilus ampelinus Willems et al.
i)    Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von Xylophilus
      ampelinus Willems et al., oder
ii)   während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an Reben auf der
      Vermehrungsfläche keine Symptome von Xylophilus ampelinus Willems et al.
      festgestellt oder
iii)  hinsichtlich des Vorhandenseins von Xylophilus ampelinus Willems et al. werden die
      folgenden Bedingungen erfüllt:
       - alle        Reben     der     Mutterrebenbestände,    die    zur    Erzeugung    von
           Standardvermehrungsgut bestimmt sind und die Symptome von Xylophilus
           ampelinus Willems et al. aufweisen, wurden entfernt, und es werden geeignete
           Hygienemaßnahmen durchgeführt und
       - Reben auf der Vermehrungsfläche, die Symptome von Xylophilus ampelinus
           Willems et al. aufweisen, werden nach dem Rebschnitt mit einem Bakterizid
           behandelt, um sicherzustellen, dass sie frei sind von Xylophilus ampelinus Willems
           et al., und
 ---pagebreak---       -    wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von
           Xylophilus ampelinus Willems et al. aufweist, wird die gesamte Partie dieses
           Vermehrungsguts einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen geeigneten
           Behandlung gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international anerkannten
           Protokollen unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von Xylophilus
           ampelinus Willems et al.
c)   Arabis mosaic virus, Grapevine fanleaf virus, Grapevine Leafroll-associated
     Virus 1 und Grapevine Leafroll-associated Virus 3
     Symptome eines Befalls mit diesen Viren (Arabis mosaic virus, Grapevine fanleaf virus,
     Grapevine Leafroll-associated Virus 1 und Grapevine Leafroll-associated Virus 3)
     wurden an höchstens 10 % der Reben in den Mutterrebenbeständen, die zur Erzeugung
     von Standardvermehrungsgut bestimmt sind, festgestellt, und diese Reben wurden von
     der Vermehrung ausgeschlossen.
d)   Viteus vitifoliae Fitch
i)   Reben werden in Gebieten angezogen, die bekanntermaßen frei sind von Viteus
     vitifoliae Fitch, oder
ii)  Reben werden auf Unterlagen gepfropft, die gegen Viteus vitifoliae Fitch resistent sind,
     oder
iii) wenn zum Inverkehrbringen bestimmtes Vermehrungsgut Symptome von Viteus
     vitifoliae Fitch aufweist, wird die gesamte Partie dieses Vermehrungsguts einer
     Begasung, einer Warmwasserbehandlung oder einer anderen geeigneten Behandlung
     gemäß den EPPO-Protokollen oder anderen international anerkannten Protokollen
     unterzogen, um sicherzustellen, dass es frei ist von Viteus vitifoliae Fitch.“
2.   In Anhang II erhält Abschnitt I Nummer 4 folgende Fassung:
        „4. Das Vermehrungsgut ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert
        und die Qualität des Vermehrungsguts herabsetzen.
        Das Vermehrungsgut steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug
        auf Unionsquarantäneschädlinge und Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge in den
        gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie
        mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.“
 ---pagebreak---                                            Anhang IV
                              Änderung der Richtlinie 93/49/EWG
    Der Anhang der Richtlinie 93/49/EWG erhält folgende Fassung:
                                        „Anhang
                                          Bakterien
RNQPs oder durch        Gattung oder Art von         Schwellenwert für das Auftreten von
RNQPs verursachte       Vermehrungsmaterial       RNQPs auf dem Vermehrungsmaterial der
Symptome                von Zierpflanzen                         Zierpflanze
Erwinia amylovora       Vermehrungsmaterial                          0%
(Burrill) Winslow et    von Zierpflanzen außer
al. [ERWIAM]            Saatgut
                        Amelanchier Medik.,
                        Chaenomeles Lindl.,
                        Cotoneaster Medik.,
                        Crataegus Tourn. ex L.,
                        Cydonia Mill.,
                        Eriobtrya Lindl., Malus
                        Mill., Mespilus Bosc ex
                        Spach, Photinia
                        davidiana Decne.,
                        Pyracantha M. Roem.,
                        Pyrus L., Sorbus L.
Pseudomonas syringae    Vermehrungsmaterial                          0%
pv. persicae (Prunier,  von Zierpflanzen außer
Luisetti &. Gardan)     Saatgut
Young, Dye & Wilkie     Prunus persica (L.)
[PSDMPE]                Batsch, Prunus salicina
                        Lindl.
Spiroplasma citri       Vermehrungsmaterial                          0%
Saglio et al. [SPIRCI]  von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Citrus L., Hybriden von
                        Citrus L., Fortunella
                        Swingle, Hybriden von
                        Fortunella Swingle,
                        Poncirus Raf.,
                        Hybriden von Poncirus
                        Raf.
Xanthomonas             Vermehrungsmaterial                          0%
arboricola pv. pruni    von Zierpflanzen außer
(Smith) Vauterin et al. Saatgut
[XANTPR]
 ---pagebreak---                         Prunus L.
Xanthomonas             Capsicum annuum L.                        0%
euvesicatoria Jones et
al. [XANTEU]
Xanthomonas gardneri Capsicum annuum L.                           0%
(ex Šutič) Jones et al.
[XANTGA]
Xanthomonas             Capsicum annuum L.                        0%
perforans Jones et al.
[XANTPF]
Xanthomonas             Capsicum annuum L.                        0%
vesicatoria (ex
Doidge) Vauterin et
al. [XANTVE]
                                    Pilze und Oomyzeten
RNQPs oder durch        Gattung oder Art von       Schwellenwert für das Auftreten von
RNQPs verursachte       Vermehrungsmaterial       RNQPs auf dem Vermehrungsmaterial
Symptome                von Zierpflanzen                    von Zierpflanzen
Cryphonectria           Vermehrungsmaterial                       0%
parasitica (Murrill)    von Zierpflanzen außer
Barr [ENDOPA]           Saatgut
                        Castanea L.
Dothistroma pini        Vermehrungsmaterial                       0%
Hulbary [DOTSPI]        von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Pinus L.
Dothistroma             Vermehrungsmaterial                       0%
septosporum (Dorogin) von Zierpflanzen außer
Morelet [SCIRPI]        Saatgut
                        Pinus L.
Lecanosticta acicola    Vermehrungsmaterial                       0%
(von Thümen) Sydow      von Zierpflanzen außer
[SCIRAC]                Saatgut
                        Pinus L.
Plasmopara halstedii    Saatgut                                   0%
(Farlow) Berlese & de
                        Helianthus annuus L.
Toni [PLASHA]
 ---pagebreak--- Plenodomus            Vermehrungsmaterial                        0%
tracheiphilus (Petri) von Zierpflanzen außer
Gruyter, Aveskamp &   Saatgut
Verkley [DEUTTR]      Citrus L., Hybriden von
                      Citrus L., Fortunella
                      Swingle, Hybriden von
                      Fortunella Swingle
                      Hybriden, Poncirus
                      Raf., Hybriden von
                      Poncirus Raf.
Puccinia horiana P.   Vermehrungsmaterial                        0%
Hennings [PUCCHN]     von Zierpflanzen außer
                      Saatgut
                      Chrysanthemum L.
                                   Insekten und Milben
RNQPs oder durch      Gattung oder Art von       Schwellenwert für das Auftreten von
RNQPs verursachte     Vermehrungsmaterial RNQPs auf dem Vermehrungsmaterial von
Symptome              von Zierpflanzen                     Zierpflanzen
Aculops fuchsiae      Vermehrungsmaterial                       0%
Keifer [ACUPFU]       von Zierpflanzen außer
                      Saatgut
                      Fuchsia L.
Opogona sacchari      Vermehrungsmaterial                       0%
Bojer [OPOGSC]        von Zierpflanzen außer
                      Saatgut
                      Beaucarnea Lem.,
                      Bougainvillea Comm.
                      ex Juss., Crassula L.,
                      Crinum L., Dracaena
                      Vand. ex L., Ficus L.,
                      Musa L., Pachira
                      Aubl., Palmae,
                      Sansevieria Thunb.,
                      Yucca L.
                      Vermehrungsmaterial
Rhynchophorus                                                   0%
                      von Zierpflanzen,
ferrugineus (Olivier)
                      außer Saatgut von
[RHYCFE]
                      Palmae, hinsichtlich
                      folgender Gattungen
                      und Arten:
                      Areca catechu L.,
                      Arenga pinnata
                      (Wurmb) Merr.,
 ---pagebreak--- Bismarckia Hildebr. &
H. Wendl., Borassus
flabellifer L., Brahea
armata S. Watson,
Brahea edulis
H.Wendl., Butia
capitata (Mart.) Becc.,
Calamus merrillii
Becc., Caryota maxima
Blume, Caryota
cumingii Lodd. ex
Mart., Chamaerops
humilis L., Cocos
nucifera L., Corypha
utan Lam., Copernicia
Mart., Elaeis
guineensis Jacq.,
Howea forsteriana
Becc., Jubaea chilensis
(Molina) Baill.,
Livistona australis C.
Martius, Livistona
decora (W. Bull)
Dowe, Livistona
rotundifolia (Lam.)
Mart., Metroxylon sagu
Rottb., Phoenix
canariensis Chabaud,
Phoenix dactylifera L.,
Phoenix reclinata
Jacq., Phoenix
roebelenii O'Brien,
Phoenix sylvestris (L.)
Roxb., Phoenix
theophrasti Greuter,
Pritchardia Seem. &
H. Wendl., Ravenea
rivularis Jum. & H.
Perrier, Roystonea
regia (Kunth) O.F.
Cook, Sabal palmetto
(Walter) Lodd. ex
Schult. & Schult.f.,
Syagrus romanzoffiana
(Cham.) Glassman,
Trachycarpus fortunei
(Hook.) H. Wendl.,
Washingtonia H.
Wendl.
 ---pagebreak---                                            Nematoden
RNQPs oder durch         Gattung oder Art von        Schwellenwert für das Auftreten von
RNQPs verursachte        Vermehrungsmaterial RNQPs auf dem Vermehrungsmaterial von
Symptome                 von Zierpflanzen                       Zierpflanzen
Ditylenchus dipsaci      Allium L.                                  0%
(Kuehn) Filipjev
[DITYDI]
Ditylenchus dipsaci      Vermehrungsmaterial                        0%
(Kuehn) Filipjev         von Zierpflanzen
[DITYDI]                 außer Saatgut
                         Camassia Lindl.,
                         Chionodoxa Boiss.,
                         Crocus flavus Weston,
                         Galanthus L.,
                         Hyacinthus Tourn. ex
                         L, Hymenocallis
                         Salisb., Muscari Mill.,
                         Narcissus L.,
                         Ornithogalum L.,
                         Puschkinia Adams,
                         Scilla L., Sternbergia
                         Waldst. & Kit., Tulipa
                         L.
                Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten und Phytoplasmen
RNQPs oder durch         Gattung oder Art von        Schwellenwert für das Auftreten von
RNQPs verursachte        Vermehrungsmaterial        RNQPs auf dem Vermehrungsmaterial
Symptome                 von Zierpflanzen                      der Zierpflanze
Candidatus               Vermehrungsmaterial                         0%
Phytoplasma mali         von Zierpflanzen außer
Seemüller & Schneider    Saatgut
[PHYPMA]                 Malus Mill.
Candidatus               Vermehrungsmaterial                         0%
Phytoplasma prunorum     von Zierpflanzen außer
Seemüller & Schneider    Saatgut
[PHYPPR]                 Prunus L.
Candidatus               Vermehrungsmaterial                         0%
Phytoplasma pyri         von Zierpflanzen außer
Seemüller & Schneider    Saatgut
[PHYPPY]
                         Pyrus L.
 ---pagebreak--- Candidatus              Vermehrungsmaterial      0%
Phytoplasma solani      von Zierpflanzen außer
Quaglino et al.         Saatgut
[PHYPSO]                Lavandula L.
Chrysanthemum stunt     Vermehrungsmaterial      0%
viroid [CSVD00]         von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Argyranthemum Webb
                        ex Sch.Bip.,
                        Chrysanthemum L.
Citrus exocortis viroid Vermehrungsmaterial      0%
[CEVD00]                von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Citrus L.
Citrus tristeza virus   Vermehrungsmaterial      0%
[CTV000] (EU-Isolate) von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Citrus L., Hybriden von
                        Citrus L., Fortunella
                        Swingle, Hybriden von
                        Fortunella Swingle,
                        Poncirus Raf.,
                        Hybriden von Poncirus
                        Raf.
Impatiens necrotic spot Vermehrungsmaterial      0%
tospovirus [INSV00]     von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Begonia x hiemalis
                        Fotsch, Impatiens L.
                        Neu-Guinea-Hybriden
Potato spindle tuber    Capsicum annuum L.       0%
viroid [PSTVD0]
Plum pox virus          Vermehrungsmaterial      0%
[PPV000]                von Zierpflanzen außer
                        Saatgut
                        Prunus armeniaca L.,
                        Prunus blireiana
                        Andre, Prunus
                        brigantina Vill., Prunus
                        cerasifera Ehrh.,
                        Prunus cistena Hansen,
                        Prunus curdica Fenzl &
                        Fritsch., Prunus
 ---pagebreak---                     domestica L., Prunus
                    domestica ssp. insititia
                    (L.) C.K. Schneid,
                    Prunus domestica ssp.
                    italica (Borkh.) Hegi.,
                    Prunus dulcis (Miller)
                    Webb, Prunus
                    glandulosa Thunb.,
                    Prunus holosericea
                    Batal., Prunus
                    hortulana Bailey,
                    Prunus japonica
                    Thunb., Prunus
                    mandshurica (Maxim.)
                    Koehne, Prunus
                    maritima Marsh.,
                    Prunus mume Sieb. &
                    Zucc., Prunus nigra
                    Ait., Prunus persica
                    (L.) Batsch, Prunus
                    salicina L., Prunus
                    sibirica L., Prunus
                    simonii Carr., Prunus
                    spinosa L., Prunus
                    tomentosa Thunb.,
                    Prunus triloba Lindl.
                    – andere Arten von
                    Prunus L., die anfällig
                    sind für Plum pox virus
Tomato spotted wilt Vermehrungsmaterial      0%
tospovirus [TSWV00] von Zierpflanzen außer
                    Saatgut
                    Begonia x hiemalis
                    Fotsch, Capsicum
                    annuum L.,
                    Chrysanthemum L.,
                    Gerbera L., Neuguinea-
                    Hybriden von Impatiens
                    L., Pelargonium L.
   “
 ---pagebreak---                                             Anhang V
                              Änderung der Richtlinie 93/61/EWG
    Der Anhang der Richtlinie 93/61/EWG erhält folgende Fassung:
                                          „Anhang
              RNQPs bei Gemüsepflanzgut und Gemüsevermehrungsmaterial
                                           Bakterien
RNQPs oder           Gemüsepflanzgut und              Schwellenwert für das Auftreten von
durch RNQPs          Gemüsevermehrungsmaterial          RNQPs auf Gemüsepflanzgut und
verursachte          (Gattung oder Art)                   Gemüsevermehrungsmaterial
Symptome
Clavibacter          Solanum lycopersicum L.                          0%
michiganensis ssp.
michiganensis
(Smith) Davis et al.
[CORBMI]
Xanthomonas          Capsicum annuum L., Solanum                      0%
euvesicatoria Jones  lycopersicum L.
et al. [XANTEU]
Xanthomonas          Capsicum annuum L., Solanum                      0%
gardneri (ex Šutič   lycopersicum L.
1957) Jones et al.
[XANTGA]
Xanthomonas          Capsicum annuum L., Solanum                      0%
perforans Jones et   lycopersicum L.
al. [XANTPF]
Xanthomonas          Capsicum annuum L., Solanum                      0%
vesicatoria (ex      lycopersicum L.
Doidge) Vauterin
et al. [XANTVE]
                                    Pilze und Oomyzeten
RNQPs oder           Gemüsepflanzgut und              Schwellenwert für das Auftreten von
durch RNQPs          Gemüsevermehrungsmaterial          RNQPs auf Gemüsepflanzgut und
verursachte          (Gattung oder Art)                   Gemüsevermehrungsmaterial
Symptome
Fusarium Link        Asparagus officinalis L.                        0%
(anamorphe
Gattung)
[1FUSAG], außer
Fusarium
 ---pagebreak--- oxysporum f. sp.
albedinis (Kill. &
Maire) W.L.
Gordon [FUSAAL]
und Fusarium
circinatum
Nirenberg &
O'Donnell
[GIBBCI]
Helicobasidium         Asparagus officinalis L.                       0%
brebissonii (Desm.)
Donk [HLCBBR]
Stromatinia            Allium cepa L., Allium                         0%
cepivora Berk.         fistulosum L., Allium porrum
[SCLOCE]               L., Allium sativum L.
Verticillium           Cynara cardunculus L.                          0%
dahliae Kleb.
[VERTDA]
                                            Nematoden
RNQPs oder             Gemüsepflanzgut und            Schwellenwert für das Auftreten von
durch RNQPs            Gemüsevermehrungsmaterial        RNQPs auf Gemüsepflanzgut und
verursachte            (Gattung oder Art)                 Gemüsevermehrungsmaterial
Symptome
Ditylenchus dipsaci Allium cepa L., Allium sativum                    0%
(Kuehn) Filipjev       L.
[DITYDI]
                 Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten und Phytoplasmen
RNQPs oder             Gemüsepflanzgut und            Schwellenwert für das Auftreten von
durch RNQPs            Gemüsevermehrungsmaterial        RNQPs auf Gemüsepflanzgut und
verursachte            (Gattung oder Art)                 Gemüsevermehrungsmaterial
Symptome
Leek yellow stripe     Allium sativum L.                              1%
virus [LYSV00]
Onion yellow           Allium cepa L., Allium sativum                 1%
dwarf virus            L.
[OYDV00]
Potato spindle         Capsicum annuum L., Solanum                    0%
tuber viroid           lycopersicum L.
[PSTVD0]
 ---pagebreak--- Tomato spotted     Capsicum annuum L.,        0%
wilt tospovirus    Lactuca sativa L., Solanum
[TSWV00]           lycopersicum L., Solanum
                   melongena L.
Tomato yellow leaf Solanum lycopersicum L.    0%
curl virus
[TYLCV0]
   “
 ---pagebreak---                                            Anhang VI
                 Änderung der Anhänge I und II der Richtlinie 2002/55/EG
Die Richtlinie 2002/55/EG wird wie folgt geändert:
1.     In Anhang I erhält Nummer 5 folgende Fassung:
       „5. Der Bestand ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die
              Qualität des Vermehrungsguts herabsetzen.
              Der Bestand steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
              Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und geregelte
              Nicht-Quarantäneschädlinge (RNQPs) in den gemäß der Verordnung (EU)
              2016/2031* erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach Artikel 30
              Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
              ______________
            *     Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates
                  vom 26. Oktober 2016 über Maßnahmen zum Schutz vor
                  Pflanzenschädlingen, zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 228/2013,
                  (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments
                  und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 69/464/EWG,
                  74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG, 2000/29/EG, 2006/91/EG und
                  2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).“
2.     Anhang II wird wie folgt geändert:
       a)       Nummer 2 erhält folgende Fassung:
              „2. Das Saatgut ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und
                    die Qualität des Vermehrungsguts herabsetzen.
                    Das Saatgut steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug
                    auf Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und
                    RNQPs in den gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen
                    Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der
                    genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.“
       b)     Nummer 3 Buchstabe b erhält folgende Fassung:
            „b)     Das Auftreten von geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs) auf
                    Gemüsesaatgut überschreitet zumindest dem Augenschein nach nicht die
                    jeweiligen in der folgenden Tabelle aufgeführten Schwellenwerte:
                                                  Bakterien
               RNQPs oder durch Gattung oder               Art    von    Schwellenwert für
               RNQPs verursachte Gemüsesaatgut                           das Auftreten von
               Symptome                                                   RNQPs auf dem
                                                                          Gemüsesaatgut
               Clavibacter              Solanum lycopersicum L.                0%
               michiganensis ssp.
               michiganensis
               (Smith) Davis et al.
               [CORBMI]
 ---pagebreak--- Xanthomonas           Phaseolus vulgaris L.              0%
axonopodis pv.
phaseoli (Smith)
Vauterin et al.
[XANTPH]
Xanthomonas           Capsicum annuum L., Solanum        0%
euvesicatoria Jones lycopersicum L.
et al. [XANTEU]
Xanthomonas           Phaseolus vulgaris L.              0%
fuscans subsp.
fuscans Schaad et al.
[XANTFF]
Xanthomonas           Capsicum annuum L., Solanum        0%
gardneri (ex Šutič lycopersicum L.
1957) Jones et al.
[XANTGA]
Xanthomonas           Capsicum annuum L., Solanum        0%
perforans Jones et lycopersicum L.
al. [XANTPF]
Xanthomonas           Capsicum annuum L., Solanum        0%
vesicatoria       (ex lycopersicum L.
Doidge) Vauterin et
al. [XANTVE]
                           Insekten und Milben
RNQPs oder durch Gattung oder             Art  von Schwellenwert für
RNQPs verursachte Gemüsesaatgut                    das Auftreten von
Symptome                                            RNQPs auf dem
                                                    Gemüsesaatgut
Acanthoscelides       Phaseolus coccineus L.,            0%
obtectus        (Say) Phaseolus vulgaris L.
[ACANOB]
Bruchus      pisorum Pisum sativum L.                    0%
(Linnaeus)
[BRCHPI]
Bruchus rufimanus Vicia faba L.                          0%
Boheman
[BRCHRU]
                                Nematoden
RNQPs oder durch Gattung         oder     Art  von Schwellenwert für
 ---pagebreak---   RNQPs verursachte Gemüsesaatgut                        das Auftreten von
  Symptome                                                RNQPs auf dem
                                                          Gemüsesaatgut
  Ditylenchus dipsaci     Allium cepa L., Allium porrum         0%
  (Kuehn) Filipjev        L.
  [DITYDI]
          Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten und Phytoplasmen
  RNQPS oder durch Gattung oder               Art   von  Schwellenwert für
  RNQPS                   Gemüsesaatgut                  das Auftreten von
  verursachte                                             RNQPs auf dem
  Symptome                                                Gemüsesaatgut
  Pepino mosaic virus Solanum lycopersicum L.                   0%
  [PEPMV0]
  Potato spindle tuber Capsicum annuum L., Solanum              0%
  viroid [PSTVD0]         lycopersicum L.
“
 ---pagebreak---                                           Anhang VII
                             Änderung der Richtlinie 2002/56/EG
Die Richtlinie 2002/56/EG wird wie folgt geändert:
1.       Anhang I erhält folgende Fassung:
                                            „ANHANG I
              MINDESTANFORDERUNGEN, DENEN DIE PFLANZKARTOFFELN
                                        GENÜGEN MÜSSEN
1.     Bei Basispflanzgut überschreiten der zahlenmäßige Anteil an nicht sortenechten
       Pflanzen im Vermehrungsbestand und der Anteil an Pflanzen fremder Sorten
       zusammengerechnet nicht 0,1 v. H., und bei der direkten Nachkommenschaft
       überschreiten sie zusammengerechnet nicht 0,25 v. H.
2.     Bei zertifiziertem Pflanzgut überschreiten der zahlenmäßige Anteil an nicht
       sortenechten Pflanzen und der Anteil an Pflanzen fremder Sorten zusammengerechnet
       nicht 0,5 v. H., und bei der direkten Nachkommenschaft überschreiten sie
       zusammengerechnet nicht 0,5 v. H.
3.     Pflanzkartoffeln genügen den in der folgenden Tabelle aufgeführten Anforderungen
       hinsichtlich des Auftretens von geregelten Nicht-Quarantäneschädlingen (RNQPs) oder
       von durch die betreffenden RNQPs verursachten Krankheiten bei der betreffenden
       Kategorie:
   RNQPs oder durch                 Schwellenwert für den       Schwellenwert für den
   RNQPs verursachte                Vermehrungsbestand        Vermehrungsbestand für
   Symptome                           für Basispflanzgut        zertifiziertes Pflanzgut
   Schwarzbeinigkeit (Dickeya               1,0 %                         4,0 %
   Samson et al. spp.
   [1DICKG]; Pectobacterium
   Waldee emend. Hauben et
   al. spp. [1PECBG])
   Candidatus Liberibacter                   0%                            0%
   solanacearum Liefting et al.
   [LIBEPS]
   Candidatus Phytoplasma                    0%                            0%
   solani Quaglino et al.
   [PHYPSO]
   Mosaiksymptome,                          0,8 %                         6,0 %
   verursacht durch Viren,
   und
   Symptome, verursacht
   durch das Blattrollvirus
   [PLRV00]
 ---pagebreak---    Potato spindle tuber viroid               0%                            0%
   [PSTVD0]
   RNQPs oder durch                Schwellenwert für die         Schwellenwert für die
   RNQPs verursachte                       direkte           direkte Nachkommenschaft
   Symptome                       Nachkommenschaft von von zertifiziertem Pflanzgut
                                       Basispflanzgut
   Anzeichen von Virosen                    4,0 %                        10,0 %
4.    Die maximale Anzahl von Generationen von Basispflanzgut beträgt vier, und die
      Anzahl der kombinierten Generationen von Vorstufenpflanzgut auf dem Feld und von
      Basispflanzgut beträgt sieben.
      Die maximale Anzahl von Generationen von zertifiziertem Pflanzgut beträgt zwei.
      Ist die Generation nicht auf dem amtlichen Etikett angegeben, ist das Pflanzgut als zur
      maximalen Generation zugehörig anzusehen, welches innerhalb der jeweiligen
      Kategorie zulässig ist.“
2.      Anhang II erhält folgende Fassung:
                                        „ANHANG II
      MINDESTANFORDERUNGEN AN DIE QUALITÄT DER PARTIEN VON
                                  PFLANZKARTOFFELN
Zulässige Toleranzen für die folgenden Unreinheiten, Mängel und RNQPs oder durch RNQPs
verursachten Symptome an Pflanzkartoffeln:
1.    Anteil an Erde und Fremdstoffen: 1,0 v. H. der Masse bei Basispflanzgut und 2,0 v. H.
      der Masse bei zertifiziertem Pflanzgut;
2.    Trocken- und Nassfäule zusammengefasst, außer verursacht durch Synchytrium
      endobioticum, Clavibacter michiganensis ssp. sepedonicus oder Ralstonia
      solanacearum: 0,5 v. H. der Masse, davon Nassfäule 0,2 v. H. der Masse;
3.    äußere Mängel, z. B. missgestaltete oder beschädigte Knollen: 3,0 v. H. der Masse;
4.    gewöhnlicher Schorf, von dem mehr als ein Drittel der Oberfläche der Knollen befallen
      ist: 5,0 v. H. der Masse;
5.    aufgrund übermäßiger Trocknung oder aufgrund der Austrocknung durch Silberschorf
      gewelkte Knollen: 1,0 v. H. der Masse;
6.    RNQPs oder durch RNQPs verursachte Symptome an Partien von Pflanzkartoffeln:
 RNQPs oder durch RNQPs              Schwellenwert für        Schwellenwert für das
 verursachte Symptome                 das Auftreten der     Auftreten der RNQPs auf
                                         RNQPs auf          zertifiziertem Pflanzgut in
                                      Basispflanzgut in
 ---pagebreak---                                        Prozent der Masse  Prozent der Masse
  Candidatus Liberibacter                       0%                0%
  solanacearum Liefting et al.
  Ditylenchus destructor Thorne                 0%                0%
  [DITYDE]
  Wurzeltöterkrankheit, wobei die              5,0 %             5,0 %
  Knollen auf mehr als 10 % ihrer
  Oberfläche befallen sind,
  verursacht durch Thanatephorus
  cucumeris (A.B. Frank) Donk
  [RHIZSO]
  Pulverschorf, wobei die Knollen              3,0 %             3,0 %
  auf mehr als 10 % ihrer
  Oberfläche befallen sind,
  verursacht durch Spongospora
  subterranea (Wallr.) Lagerh.
  [SPONSU]
;
7.     Gesamttoleranz für Nummern 2 bis 6: 6,0 v. H. der Masse für Basispflanzgut und
       8,0 v. H. der Masse für zertifiziertes Pflanzgut.“
 ---pagebreak---                                              Anhang VIII
                                Änderung der Richtlinie 2002/57/EG
   Die Richtlinie 2002/57/EG wird wie folgt geändert:
   1.     In Anhang I erhält Nummer 4 folgende Fassung:
   „4.    Der Bestand ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die Qualität
          des Vermehrungsguts herabsetzen. Der Bestand steht außerdem im Einklang mit den
          Anforderungen in         Bezug auf Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-
          Quarantäneschädlinge und geregelte Nicht-Quarantäneschädlinge (RNQPs) in den
          gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031* erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie
          mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
                 ______________
   *      Verordnung (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
          26. Oktober 2016 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, zur Änderung
          der Verordnungen (EU) Nr. 228/2013, (EU) Nr. 652/2014 und (EU) Nr. 1143/2014 des
          Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien
          69/464/EWG, 74/647/EWG, 93/85/EWG, 98/57/EG, 2000/29/EG, 2006/91/EG und
          2007/33/EG des Rates (ABl. L 317 vom 23.11.2016, S. 4).
          Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs in den Feldbeständen sind die in der
          folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
                                    Pilze und Oomyzeten
RNQPs oder            zum                Schwellenwert     Schwellenwert Schwellenwert
durch RNQPs           Anpflanzen            für die            für die         für die
verursachte           bestimmte         Erzeugung von        Erzeugung      Erzeugung
Symptome              Pflanzen         Vorstufensaatgut          von             von
                                                            Basissaatgut   zertifiziertem
                      (Gattung
                                                                              Saatgut
                      oder Art)
Plasmopara            Helianthus              0%                 0%              0%
halstedii (Farlow)    annuus L.
Berlese & de Toni
[PLASHA]
          “
   2.     In Anhang II Abschnitt I erhält Nummer 5 folgende Fassung:
   „5.    Das Saatgut ist praktisch frei von Schädlingen, die den Gebrauchswert und die Qualität
          des Vermehrungsguts herabsetzen.
          Das Saatgut steht außerdem im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
          Unionsquarantäneschädlinge, Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge und RNQPs in den
          gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie
          mit den nach Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
          Hinsichtlich des Vorhandenseins von RNQPs auf dem Saatgut der jeweiligen
          Kategorie sind die in der folgenden Tabelle genannten Anforderungen erfüllt:
 ---pagebreak---                                Pilze und Oomyzeten
RNQPs oder    zum             Schwellenwert      Schwellenwert      Schwellenwert
durch         Anpflanzen             für        für Basissaatgut   für zertifiziertes
RNQPs         bestimmte     Vorstufensaatgut                            Saatgut
verursachte   Pflanzen
Symptome      (Gattung
              oder Art)
Alternaria    Linum                  5%                 5%                 5%
linicola      usitatissimu
                             5 % befallen von   5 % befallen von   5 % befallen von
Groves &      m L.               Alternaria         Alternaria         Alternaria
Skolko                      linicola, Boeremia linicola, Boeremia linicola, Boeremia
[ALTELI]                        exigua var.        exigua var.        exigua var.
                                  linicola,          linicola,          linicola,
                              Colletotrichium    Colletotrichium    Colletotrichium
                            lini und Fusarium  lini und Fusarium  lini und Fusarium
                                     spp.               spp.               spp.
Boeremia      Linum                  1%                 1%                 1%
exigua var.   usitatissimu
                             5 % befallen von   5 % befallen von   5 % befallen von
linicola      m L. –             Alternaria         Alternaria         Alternaria
(Naumov &     Faserlein     linicola, Boeremia linicola, Boeremia linicola, Boeremia
Vassiljevsky)                   exigua var.        exigua var.        exigua var.
Aveskamp,                         linicola,          linicola,          linicola,
Gruyter &                     Colletotrichium    Colletotrichium    Colletotrichium
Verkley                     lini und Fusarium  lini und Fusarium  lini und Fusarium
[PHOMEL]                             spp.               spp.               spp.
Boeremia      Linum                  5%                 5%                 5%
exigua var.   usitatissimu
                             5 % befallen von   5 % befallen von   5 % befallen von
linicola      m L. – Öllein      Alternaria         Alternaria         Alternaria
(Naumov &                   linicola, Boeremia linicola, Boeremia linicola, Boeremia
Vassiljevsky)                   exigua var.        exigua var.        exigua var.
Aveskamp,                         linicola,          linicola,          linicola,
Gruyter &                     Colletotrichium    Colletotrichium    Colletotrichium
Verkley                     lini und Fusarium  lini und Fusarium  lini und Fusarium
[PHOMEL]                             spp.               spp.               spp.
Botrytis      Helianthus             5%                 5%                 5%
cinerea de    annuus L.,
Bary          Linum
[BOTRCI]      usitatissimu
              m L.
 ---pagebreak--- Colletotrichu   Linum                 5%                 5%                 5%
m lini          usitatissimu  5 % befallen von   5 % befallen von   5 % befallen von
Westerdijk      m L.              Alternaria         Alternaria         Alternaria
[COLLLI]                     linicola, Boeremia linicola, Boeremia linicola, Boeremia
                                 exigua var.        exigua var.        exigua var.
                                   linicola,          linicola,          linicola,
                               Colletotrichium    Colletotrichium    Colletotrichium
                             lini und Fusarium  lini und Fusarium  lini und Fusarium
                                      spp.               spp.               spp.
Diaporthe       Glycine max    15 % bei Befall    15 % bei Befall    15 % bei Befall
caulivora       (L.) Merr          mit dem            mit dem            mit dem
(Athow &                         Phomopsis-         Phomopsis-         Phomopsis-
Caldwell)                         Komplex            Komplex            Komplex
J.M. Santos,
Vrandecic &
A.J.L. Phillips
[DIAPPC]
Diaporthe
phaseolorum
var. sojae
Lehman
[DIAPPS]
Fusarium        Linum                 5%                 5%                 5%
(anamorphe      usitatissimu  5 % befallen von   5 % befallen von   5 % befallen von
Gattung) Link   m L.              Alternaria         Alternaria         Alternaria
[1FUSAG]                     linicola, Boeremia linicola, Boeremia linicola, Boeremia
außer                            exigua var.        exigua var.        exigua var.
Fusarium                           linicola,          linicola,          linicola,
oxysporum f.                   Colletotrichium    Colletotrichium    Colletotrichium
sp. albedinis                lini und Fusarium  lini und Fusarium  lini und Fusarium
(Kill. &                              spp.               spp.               spp.
Maire) W.L.
Gordon
[FUSAAL]
und Fusarium
circinatum
Nirenberg &
O'Donnell
[GIBBCI]
Plasmopara      Helianthus            0%                 0%                 0%
halstedii       annuus L.
(Farlow)
Berlese & de
Toni
 ---pagebreak--- [PLASHA]
                          Höchstens          Höchstens          Höchstens
Sclerotinia  Brassica
                          5 Sklerotien oder  5 Sklerotien oder  5 Sklerotien oder
sclerotiorum rapa L. var.
                          Bruchstücke von    Bruchstücke von    Bruchstücke von
(Libert) de  silvestris
                          Sklerotien werden  Sklerotien werden  Sklerotien werden
Bary         (Lam.)
                          bei einer          bei einer          bei einer
[SCLESC]     Briggs
                          Laboruntersuchun   Laboruntersuchun   Laboruntersuchun
                          g einer aus jeder  g einer aus jeder  g einer aus jeder
                          Saatgutpartie      Saatgutpartie      Saatgutpartie
                          gezogenen          gezogenen          gezogenen
                          repräsentativen    repräsentativen    repräsentativen
                          Probe mit dem in   Probe mit dem in   Probe mit dem in
                          Spalte 4 der       Spalte 4 der       Spalte 4 der
                          Tabelle in         Tabelle in         Tabelle in
                          Anhang III der     Anhang III der     Anhang III der
                          Richtlinie         Richtlinie         Richtlinie
                          2002/57/EG         2002/57/EG         2002/57/EG
                          angegebenen        angegebenen        angegebenen
                          Gewicht gefunden.  Gewicht gefunden.  Gewicht gefunden.
                          Höchstens          Höchstens          Höchstens
Sclerotinia  Brassica
                          10 Sklerotien oder 10 Sklerotien oder 10 Sklerotien oder
sclerotiorum napus L.
                          Bruchstücke von    Bruchstücke von    Bruchstücke von
(Libert) de  (partim),
                          Sklerotien werden  Sklerotien werden  Sklerotien werden
Bary         Helianthus
                          bei einer          bei einer          bei einer
[SCLESC]     annuus L.
                          Laboruntersuchun   Laboruntersuchun   Laboruntersuchun
                          g einer aus jeder  g einer aus jeder  g einer aus jeder
                          Saatgutpartie      Saatgutpartie      Saatgutpartie
                          gezogenen          gezogenen          gezogenen
                          repräsentativen    repräsentativen    repräsentativen
                          Probe mit dem in   Probe mit dem in   Probe mit dem in
                          Spalte 4 der       Spalte 4 der       Spalte 4 der
                          Tabelle in         Tabelle in         Tabelle in
                          Anhang III der     Anhang III der     Anhang III der
                          Richtlinie         Richtlinie         Richtlinie
                          2002/57/EG         2002/57/EG         2002/57/EG
                          angegebenen        angegebenen        angegebenen
                          Gewicht gefunden.  Gewicht gefunden.  Gewicht gefunden.
                          Höchstens          Höchstens          Höchstens
Sclerotinia  Sinapis alba
                          5 Sklerotien oder  5 Sklerotien oder  5 Sklerotien oder
sclerotiorum L.
                          Bruchstücke von    Bruchstücke von    Bruchstücke von
(Libert) de
                          Sklerotien werden  Sklerotien werden  Sklerotien werden
Bary
                          bei einer          bei einer          bei einer
[SCLESC]
                          Laboruntersuchun   Laboruntersuchun   Laboruntersuchun
                          g einer aus jeder  g einer aus jeder  g einer aus jeder
                          Saatgutpartie      Saatgutpartie      Saatgutpartie
                          gezogenen          gezogenen          gezogenen
                          repräsentativen    repräsentativen    repräsentativen
                          Probe mit dem in   Probe mit dem in   Probe mit dem in
                          Spalte 4 der       Spalte 4 der       Spalte 4 der
                          Tabelle in         Tabelle in         Tabelle in
 ---pagebreak---   Anhang III der    Anhang III der    Anhang III der
  Richtlinie        Richtlinie        Richtlinie
  2002/57/EG        2002/57/EG        2002/57/EG
  angegebenen       angegebenen       angegebenen
  Gewicht gefunden. Gewicht gefunden. Gewicht gefunden.
“
 ---pagebreak---                                         Anhang IX
                  Änderung der Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU
Der Anhang der Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU erhält folgende Fassung:
                                            „ANHANG
   Anforderungen an das Inverkehrbringen von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut als EU-
                             Klasse PBTC und EU-Klasse PB
1.   Für Vorstufenpflanzgut „EU-Klasse PBTC“ gelten folgende Anforderungen:
     a)   Anforderungen an Pflanzkartoffeln:
          i)    unter den angebauten Pflanzen befinden sich keine nicht sortenechten
                Pflanzen und keine Pflanzen fremder Sorten;
          ii) die Pflanzen, auch die Knollen, werden durch Mikrovermehrung erzeugt;
          iii) die Pflanzen, auch die Knollen, werden in einer geschützten Einrichtung und
                in einem schädlingsfreien Nährmedium erzeugt;
          iv) die Knollen werden nur bis zur ersten Generation vermehrt;
          v)    die Pflanzen genügen den in der folgenden Tabelle aufgeführten
                Schwellenwerten für das Vorhandensein von RNQPs oder durch die
                betreffenden RNQPs verursachter Symptome:
                 RNQPs oder durch RNQPs                   Schwellenwert für das
                 verursachte Symptome                 Vorhandensein von RNQPs im
                                                        Vermehrungsbestand für
                                                      Kartoffel-Vorstufenpflanzgut
                                                           der EU-Klasse PBTC
                 Schwarzbeinigkeit (Dickeya                         0%
                 Samson et al. spp. [1DICKG];
                 Pectobacterium Waldee emend.
                 Hauben et al. spp. [1PECBG])
                 Candidatus Liberibacter                            0%
                 solanacearum Liefting et al.
                 [LIBEPS]
                 Candidatus Phytoplasma solani                      0%
                 Quaglino et al. [PHYPSO]
                 Mosaiksymptome, verursacht                         0%
                 durch Viren,
                 und
                 Symptome, verursacht durch das
                 Blattrollvirus [PLRV00]
                 Potato spindle tuber viroid                        0%
                 [PSTVD0]
                  RNQPs oder durch RNQPs                  Schwellenwert für das
                                                      Vorhandensein von RNQPs in
 ---pagebreak---                    verursachte Symptome                           der direkten
                                                             Nachkommenschaft von
                                                          Kartoffel-Vorstufenpflanzgut
                                                              der EU-Klasse PBTC
                  Anzeichen von Virosen                                0%
     b)   Anforderungen an Partien:
          i)     sie enthalten keine von Kartoffelfäule befallenen Pflanzkartoffeln;
          ii) sie enthalten keine von gewöhnlichem Schorf befallenen Pflanzkartoffeln;
          iii) sie enthalten keine durch Austrocknung übermäßig gewelkten
                 Pflanzkartoffeln;
          iv) sie enthalten keine Pflanzkartoffeln mit äußeren Mängeln, auch keine
                 missgestalteten oder beschädigten Knollen;
          v)     die Partien von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut genügen den in der folgenden
                 Tabelle aufgeführten Schwellenwerten für das Vorhandensein von RNQPs
                 oder durch die betreffenden RNQPs verursachter Symptome:
            RNQPs oder durch RNQPs                          Schwellenwert für das
            verursachte Symptome                         Vorhandensein von RNQPs
                                                        in den Partien von Kartoffel-
                                                         Vorstufenpflanzgut der EU-
                                                         Klasse PBTC in Prozent der
                                                                    Masse
            Candidatus Liberibacter solanacearum                     0%
            Liefting et al. [LIBEPS]
            Ditylenchus destructor Thorne                            0%
            [DITYDE]
            Wurzeltöterkrankheit, verursacht durch                   0%
            Thanatephorus cucumeris (A.B. Frank)
            Donk [RHIZSO]
            Pulverschorf, verursacht durch                           0%
            Spongospora subterranea (Wallr.)
            Lagerh. [SPONSU]
   .
2.   Für Vorstufenpflanzgut „EU-Klasse PB“ gelten folgende Anforderungen:
     a)   Anforderungen an Pflanzkartoffeln:
          i)     der Anteil an nicht sortenechten Pflanzen und der Anteil an Pflanzen
                 fremder Sorten betragen zusammengerechnet höchstens 0,01 %;
          ii) die Pflanzen genügen den in der folgenden Tabelle aufgeführten
                 Schwellenwerten für das Vorhandensein von RNQPs oder durch die
                 betreffenden RNQPs verursachter Symptome:
            RNQPs oder durch RNQPs                  Schwellenwert für das Vorhandensein
                                                    von RNQPs im Vermehrungsbestand
 ---pagebreak---      verursachte Symptome                   für Kartoffel-Vorstufenpflanzgut der
                                                        EU-Klasse PB
     Schwarzbeinigkeit (Dickeya                              0%
     Samson et al. spp. [1DICKG];
     Pectobacterium Waldee emend.
     Hauben et al. spp. [1PECBG])
     Candidatus Liberibacter                                 0%
     solanacearum Liefting et al.
     [LIBEPS]
     Candidatus phytoplasma solani                           0%
     Quaglino et al. [PHYPSO]
     Mosaiksymptome, verursacht durch                       0,1 %
     Viren,
     und
     Symptome, verursacht durch das
     Blattrollvirus [PLRV00]
     Potato spindle tuber viroid                             0%
     [PSTVD0]
     RNQPs oder durch RNQPs                Schwellenwert für das Vorhandensein
     verursachte Symptome                        von RNQPs in der direkten
                                             Nachkommenschaft von Kartoffel-
                                           Vorstufenpflanzgut der EU-Klasse PB
     Anzeichen von Virosen                                  0,5 %
   ;
b) Toleranzen für die folgenden Unreinheiten, Mängel und Krankheiten in Partien:
   i)     der Anteil an Pflanzkartoffeln, die von Kartoffelfäule, ausgenommen
          Bakterienringfäule und Schleimkrankheit, befallen sind, beträgt höchstens
          0,2 % der Masse;
   ii) der Anteil an Pflanzkartoffeln, die auf über einem Drittel der
          Knollenoberfläche von gewöhnlichem Schorf befallen sind, beträgt
          höchstens 5,0 % der Masse;
   iii) der Anteil an Knollen, die aufgrund übermäßiger Trocknung oder aufgrund
          der Austrocknung durch Silberschorf gewelkt sind, beträgt höchstens 0,5 %
          der Masse;
   iv) der Anteil an Pflanzkartoffeln mit äußeren Mängeln, auch missgestalteten
          oder beschädigten Knollen, beträgt höchstens 3,0 % der Masse;
   v)     der Anteil an Erde und Fremdstoffen beträgt höchstens 1,0 % der Masse;
   vi) die Partien von Kartoffel-Vorstufenpflanzgut genügen den in der folgenden
          Tabelle aufgeführten Schwellenwerten für das Vorhandensein von RNQPs
          oder durch die betreffenden RNQPs verursachter Symptome:
 ---pagebreak---        RNQPs oder durch RNQPs                     Schwellenwert für das
       verursachte Symptome                   Vorhandensein von RNQPs in
                                               den Partien von Kartoffel-
                                               Vorstufenpflanzgut der EU-
                                             Klasse PB in Prozent der Masse
       Candidatus Liberibacter                             0%
       solanacearum Liefting et al.
       [LIBEPS]
       Ditylenchus destructor Thorne                       0%
       [DITYDE]
       Wurzeltöterkrankheit, wobei die                    1,0 %
       Knollen auf mehr als 10 % ihrer
       Oberfläche befallen sind,
       verursacht durch Thanatephorus
       cucumeris (A.B. Frank) Donk
       [RHIZSO]
       Pulverschorf, wobei die Knollen                    1,0 %
       auf mehr als 10 % ihrer Oberfläche
       befallen sind, verursacht durch
       Spongospora subterranea (Wallr.)
       Lagerh. [SPONSU]
     ;
vii) der Gesamtanteil an Pflanzkartoffeln mit Toleranzen gemäß den Ziffern i bis
     iv und vi beträgt höchstens 6,0 % der Masse.“
 ---pagebreak---                                        Anhang X
                   Änderung der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU
Die Anhänge der Durchführungsrichtlinie 2014/98/EU erhalten folgende Fassung:
„Anhang I:    Liste der RNQPs, auf deren Vorhandensein eine visuelle Kontrolle und im
              Zweifelsfall eine Beprobung und Untersuchung gemäß Artikel 9 Absatz 1,
              Artikel 10 Absatz 1, Artikel 16 Absatz 1, Artikel 21 Absatz 1 und
              Artikel 26 Absatz 1 durchgeführt werden müssen
Gattung oder Art                             RNQPs
Castanea sativa Mill.                        Pilze und Oomyzeten
                                             Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr
                                             [ENDOPA]
                                             Mycosphaerella punctiformis Verkley & U.
                                             Braun [RAMUEN]
                                             Phytophthora cambivora (Petri) Buisman
                                             [PHYTCM]
                                             Phytophthora cinnamomi Rands [PHYTCN]
                                             Viren,        Viroide,        virusähnliche
                                             Krankheiten und Phytoplasmen
                                             Chestnut mosaic agent
Citrus L., Fortunella Swingle, Poncirus      Pilze und Oomyzeten
Raf.
                                             Phytophthora citrophthora (R.E.Smith &
                                             E.H.Smith) Leonian [PHYTCO ]
                                             Phytophthora nicotianae var. parasitica
                                             (Dastur) Waterhouse [PHYTNP]
                                             Insekten und Milben
                                             Aleurothrixus floccosus Maskell [ALTHFL]
                                             Parabemisia myricae Kuwana [PRABMY]
                                             Nematoden
                                             Pratylenchus    vulnus   Allen   &   Jensen
                                             [PRATVU]
                                             Tylenchulus semipenetrans Cobb [TYLESE]
Corylus avellana L.                          Bakterien
                                             Pseudomonas      avellanae   Janse  et   al.
                                             [PSDMAL]
                                             Xanthomonas arboricola pv. Corylina
                                             (Miller, Bollen, Simmons, Gross & Barss)
 ---pagebreak---                                    Vauterin, Hoste,      Kersters  &    Swings
                                   [XANTCY]
                                   Pilze und Oomyzeten
                                   Armillariella   mellea    (Vahl)   Kummer
                                   [ARMIME]
                                   Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold
                                   [VERTAA]
                                   Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                                   Insekten und Milben
                                   Phytoptus avellanae Nalepa [ERPHAV]
Cydonia oblonga Mill. and Pyrus L. Bakterien
                                   Agrobacterium tumefaciens        (Smith  &
                                   Townsend) Conn [AGRBTU]
                                   Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
                                   [ERWIAM]
                                   Pseudomonas syringae pv. Syringae van
                                   Hall [PSDMSY]
                                   Pilze und Oomyzeten
                                   Armillariella   mellea    (Vahl)   Kummer
                                   [ARMIME]
                                   Chondrostereum        purpureum      Pouzar
                                   [STERPU]
                                   Glomerella cingulata (Stoneman) Spaulding
                                   & von Schrenk [GLOMCI]
                                   Neofabraea alba Desmazières [PEZIAL]
                                   Neofabraea malicorticis Jackson [PEZIMA]
                                   Neonectria ditissima (Tulasne & C. Tulasne)
                                   Samuels & Rossman [NECTGA]
                                   Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
                                   J.Schröter [PHYTCC]
                                   Sclerophora    pallida   Yao   &    Spooner
                                   [SKLPPA]
                                   Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold
                                   [VERTAA]
                                   Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                                   Insekten und Milben
                                   Eriosoma lanigerum Hausmann [ERISLA]
                                   Psylla spp. Geoffroy [1PSYLG]
                                   Nematoden
 ---pagebreak---                 Meloidogyne hapla Chitwood [MELGHA]
                Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                Pratylenchus    vulnus   Allen   &   Jensen
                [PRATVU]
Ficus carica L. Bakterien
                Xanthomonas campestris pv. fici (Cavara)
                Dye [XANTFI]
                Pilze und Oomyzeten
                Armillariella   mellea    (Vahl)   Kummer
                [ARMIME]
                Insekten und Milben
                Ceroplastes rusci Linnaeus [CERPRU]
                Nematoden
                Heterodera fici Kirjanova [HETDFI]
                Meloidogyne         arenaria      Chitwood
                [MELGAR]
                Meloidogyne incognita (Kofold & White)
                Chitwood [MELGIN]
                Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                Pratylenchus    vulnus   Allen   &   Jensen
                [PRATVU]
                Viren,        Viroide,        virusähnliche
                Krankheiten und Phytoplasmen
                Fig mosaic agent [FGM000]
Fragaria L.     Bakterien
                Candidatus Phlomobacter fragariae Zreik,
                Bové & Garnier [PHMBFR]
                Pilze und Oomyzeten
                Podosphaera aphanis (Wallroth) Braun &
                Takamatsu [PODOAP]
                Rhizoctonia     fragariae     Hussain    &
                W.E.McKeen [RHIZFR]
                Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold
                [VERTAA]
                Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
 ---pagebreak---                  Insekten und Milben
                 Chaetosiphon        fragaefolii      Cockerell
                 [CHTSFR]
                 Phytonemus pallidus Banks [TARSPA]
                 Nematoden
                 Ditylenchus    dipsaci     (Kuehn)     Filipjev
                 [DITYDI]
                 Meloidogyne hapla Chitwood [MELGHA]
                 Pratylenchus    vulnus     Allen    &   Jensen
                 [PRATVU]
                 Viren,        Viroide,          virusähnliche
                 Krankheiten und Phytoplasmen
                 Candidatus Phytoplasma asteris Lee et al.
                 [PHYPAS]
                 Candidatus Phytoplasma australiense Davis
                 et al. [PHYPAU]
                 Candidatus       Phytoplasma         fragariae
                 Valiunas, Staniulis & Davis [PHYPFG]
                 Candidatus Phytoplasma pruni [PHYPPN]
                 Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et
                 al. [PHYPSO]
                 Clover phyllody phytoplasma [PHYP03]
                 Strawberry multiplier disease phytoplasma
                 [PHYP75]
Juglans regia L. Bakterien
                 Agrobacterium tumefaciens          (Smith    &
                 Townsend) Conn [AGRBTU]
                 Xanthomonas arboricola pv. Juglandi
                 (Pierce) Vauterin et al. [XANTJU]
                 Pilze und Oomyzeten
                 Armillariella   mellea      (Vahl)    Kummer
                 [ARMIME]
                 Chondrostereum         purpureum        Pouzar
                 [STERPU]
                 Neonectria ditissima (Tulasne & C. Tulasne)
                 Samuels               &               Rossman
                 [NECTGA]Phytophthora cactorum (Lebert
                 & Cohn) J.Schröter [PHYTCC]
                 Insekten und Milben
                 Epidiaspis leperii Signoret [EPIDBE]
 ---pagebreak---              Pseudaulacaspis      pentagona     Targioni-
             Tozzetti [PSEAPE]
             Quadraspidiotus     perniciosus    Comstock
             [QUADPE]
Malus Mill. Bakterien
             Agrobacterium tumefaciens        (Smith   &
             Townsend) Conn [AGRBTU]
             Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
             [ERWIAM]
             Pseudomonas syringae pv. Syringae van
             Hall [PSDMSY]
            Pilze und Oomyzeten
             Armillariella   mellea    (Vahl)    Kummer
             [ARMIME]
             Chondrostereum        purpureum      Pouzar
             [STERPU]
             Glomerella cingulata (Stoneman) Spaulding
             & von Schrenk [GLOMCI]
             Neofabraea alba Desmazières [PEZIAL]
             Neofabraea malicorticis Jackson [PEZIMA]
             Neonectria ditissima (Tulasne & C. Tulasne)
             Samuels & Rossman [NECTGA]
             Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
             J.Schröter [PHYTCC]
             Sclerophora pallida Yao & Spooner
             [SKLPPA]
             Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold
             [VERTAA]
             Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
            Insekten und Milben
             Eriosoma lanigerum Hausmann [ERISLA]
             Psylla spp. Geoffroy [1PSYLG]
             Nematoden
             Meloidogyne hapla Chitwood [MELGHA]
             Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
             Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
             Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
             Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
             [PRATVU]
 ---pagebreak--- Olea europaea L.                      Bakterien
                                      Pseudomonas savastanoi pv. savastanoi
                                      (Smith) Gardan et al. [PSDMSA]
                                      Nematoden
                                      Meloidogyne arenaria Chitwood
                                      [MELGAR]
                                      Meloidogyne incognita (Kofold & White)
                                      Chitwood [MELGIN]
                                      Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                                      Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
                                      [PRATVU]
                                      Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                      und Phytoplasmen
                                      Olive leaf yellowing-associated virus
                                      [OLYAV0]
                                      Olive vein yellowing-associated virus
                                      [OVYAV0]
                                      Olive yellow mottling and decline associated
                                      virus [OYMDAV]
Pistacia vera L.                      Pilze und Oomyzeten
                                      Phytophthora cambivora (Petri) Buisman
                                      [PHYTCM]
                                      Phytophthora cryptogea Pethybridge &
                                      Lafferty [PHYTCR]
                                      Rosellinia necatrix Prillieux [ROSLNE]
                                      Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                                      Nematoden
                                      Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                                      Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                                      Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
                                      [PRATVU]
Prunus domestica L. und Prunus dulcis Bakterien
(Miller) Webb
                                      Agrobacterium tumefaciens (Smith &
                                      Townsend) Conn [AGRBTU]
                                      Pseudomonas syringae pv. morsprunorum
                                      (Wormald) Young, Dye & Wilkie
                                      [PSDMMP]
                                      Pilze und Oomyzeten
                                      Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
 ---pagebreak---                     J.Schröter [PHYTCC]
                    Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                    Insekten und Milben
                    Pseudaulacaspis pentagona Targioni-
                    Tozzetti [PSEAPE]
                    Quadraspidiotus perniciosus Comstock
                    [QUADPE]
                    Nematoden
                    Meloidogyne arenaria Chitwood
                    [MELGAR]
                    Meloidogyne incognita (Kofold & White)
                    Chitwood [MELGIN]
                    Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                    Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                    Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                    Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
                    [PRATVU]
Prunus armeniaca L. Bakterien
                    Agrobacterium tumefaciens (Smith &
                    Townsend) Conn [AGRBTU]
                    Pseudomonas syringae pv. morsprunorum
                    (Wormald) Young, Dye & Wilkie
                    [PSDMMP]
                    Pseudomonas syringae pv. Syringae van Hall
                    [PSDMSY]
                    Pseudomonas viridiflava (Burkholder)
                    Dowson [PSDMVF]
                    Pilze und Oomyzeten
                    Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
                    J.Schröter [PHYTCC]
                    Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                    Insekten und Milben
                    Pseudaulacaspis pentagona Targioni-
                    Tozzetti [PSEAPE]
                    Quadraspidiotus perniciosus Comstock
                    [QUADPE]
                    Nematoden
                    Meloidogyne arenaria Chitwood
                    [MELGAR]
                    Meloidogyne incognita (Kofold & White)
 ---pagebreak---                                       Chitwood [MELGIN]
                                      Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                                      Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                                      Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                                      Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
                                      [PRATVU]
Prunus avium L. und Prunus cerasus L. Bakterien
                                      Agrobacterium tumefaciens (Smith &
                                      Townsend) Conn [AGRBTU]
                                      Pseudomonas syringae pv. morsprunorum
                                      (Wormald) Young, Dye & Wilkie
                                      [PSDMMP]
                                      Pilze und Oomyzeten
                                      Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
                                      J.Schröter [PHYTCC]
                                      Insekten und Milben
                                      Quadraspidiotus perniciosus Comstock
                                      [QUADPE]
                                      Nematoden
                                      Meloidogyne arenaria Chitwood
                                      [MELGAR]
                                      Meloidogyne incognita (Kofold & White)
                                      Chitwood [MELGIN]
                                      Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
                                      Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
                                      Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
                                      Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
                                      [PRATVU]
Prunus persica (L.) Batsch und Prunus Bakterien
salicina Lindley
                                      Agrobacterium tumefaciens (Smith &
                                      Townsend) Conn [AGRBTU]
                                      Pseudomonas syringae pv. morsprunorum
                                      (Wormald) Young, Dye & Wilkie
                                      [PSDMMP]
                                      Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier,
                                      Luisetti &. Gardan) Young, Dye & Wilkie
                                      [PSDMPE]
                                      Pilze und Oomyzeten
                                      Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
 ---pagebreak---          J.Schröter [PHYTCC]
         Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
         Insekten und Milben
         Pseudaulacaspis pentagona Targioni-
         Tozzetti [PSEAPE]
         Quadraspidiotus perniciosus Comstock
         [QUADPE]
         Nematoden
         Meloidogyne arenaria Chitwood
         [MELGAR]
         Meloidogyne incognita (Kofold & White)
         Chitwood [MELGIN]
         Meloidogyne javanica Chitwood [MELGJA]
         Pratylenchus penetrans (Cobb) Filipjev &
         Schuurmans-Stekhoven [PRATPE]
         Pratylenchus vulnus Allen & Jensen
         [PRATVU]
Ribes L. Pilze und Oomyzeten
         Diaporthe strumella (Fries) Fuckel
         [DIAPST]
         Microsphaera grossulariae (Wallroth)
         Léveillé [MCRSGR]
         Podosphaera mors-uvae (Schweinitz) Braun
         & Takamatsu [SPHRMU]
         Insekten und Milben
         Cecidophyopsis ribis Westwood [ERPHRI]
         Dasineura tetensi Rübsaamen [DASYTE]
         Pseudaulacaspis pentagona Targioni-
         Tozzetti [PSEAPE]
         Quadraspidiotus perniciosus Comstock
         [QUADPE]
         Tetranychus urticae Koch [TETRUR]
         Nematoden
         Aphelenchoides ritzemabosi        (Schwartz)
         Steiner & Buhrer [APLORI]
         Ditylenchus    dipsaci    (Kuehn)    Filipjev
         [DITYDI]
         Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
         und Phytoplasmen
 ---pagebreak---                                            Aucuba mosaic agent und blackcurrant
                                           yellows agent in Kombination
Rubus L.                                   Bakterien
                                           Agrobacterium spp. Conn [1AGRBG]
                                           Rhodococcus fascians Tilford [CORBFA]
                                           Pilze und Oomyzeten
                                           Peronospora rubi Rabenhorst [PERORU]
                                           Insekten und Milben
                                           Resseliella theobaldi Barnes [THOMTE]
Vaccinium L.                               Bakterien
                                           Agrobacterium tumefaciens (Smith &
                                           Townsend) Conn [AGRBTU]
                                           Pilze und Oomyzeten
                                            Diaporthe vaccinii Shear [DIAPVA]
                                            Exobasidium vaccinii (Fuckel) Woronin
                                            [EXOBVA]
                                            Godronia cassandrae (anamorph Topospora
                                            myrtilli) Peck [GODRCA]
Anhang II:    Liste der RNQPs, auf deren Vorhandensein eine visuelle Kontrolle und
              gegebenenfalls eine Beprobung und Untersuchung gemäß Artikel 9
              Absätze 2 und 4, Artikel 10 Absatz 1, Artikel 16 Absatz 1, Artikel 21
              Absatz 1, Artikel 26 Absatz 1 und Anhang IV durchgeführt werden
              müssen
Gattung oder Art                           RNQPs
Citrus L., Fortunella Swingle und Poncirus Bakterien
Raf.
                                            Spiroplasma citri Saglio et al. [SPIRCI]
                                           Pilze und Oomyzeten
                                            Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
                                            Aveskamp & Verkley [DEUTTR]
                                           Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                           und Phytoplasmen
                                            Citrus cristacortis agent [CSCC00]
                                            Citrus exocortis viroid [CEVD00]
                                            Citrus impietratura agent [CSI000]
                                            Citrus leaf blotch virus [CLBV00]
 ---pagebreak---                        Citrus psorosis virus [CPSV00]
                       Citrus tristeza virus (EU-Isolate) [CTV000]
                       Citrus variegation virus [CVV000]
                       Hop stunt viroid [HSVD00]
Corylus avellana L.   Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                      und Phytoplasmen
                       Apple mosaic virus [APMV00]
Cydonia oblonga Mill. Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                      und Phytoplasmen
                      Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                      Apple rubbery wood agent [ARW000]
                      Apple stem grooving virus [ASGV00]
                      Apple stem-pitting virus [ASPV00]
                      Pear bark necrosis agent [PRBN00]
                      Pear bark split agent [PRBS00]
                      Pear blister canker viroid [PBCVD0]
                      Pear rough bark agent [PRRB00]
                      Quince yellow blotch agent [ARW000]
Fragaria L.           Bakterien
                      Xanthomonas fragariae Kennedy & King
                      [XANTFR]
                      Pilze und Oomyzeten
                      Colletotrichum acutatum Simmonds
                      [COLLAC]
                      Phytophthora cactorum (Lebert & Cohn)
                      J.Schröter [PHYTCC]
                      Phytophthora fragariae C.J. Hickman
                      [PHYTFR]
                      Nematoden
                       Aphelenchoides besseyi Christie [APLOBE]
                       Aphelenchoides blastophthorus Franklin
                       [APLOBL]
                       Aphelenchoides fragariae (Ritzema Bos)
                       Christie [APLOFR]
                      Aphelenchoides ritzemabosi (Schwartz)
                      Steiner & Buhrer [APLORI]
                      Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                      und Phytoplasmen
 ---pagebreak---                              Arabis mosaic virus [ARMV00]
                             Raspberry ringspot virus [RPRSV0]
                             Strawberry crinkle virus [SCRV00]
                             Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
                             Strawberry mild yellow edge virus
                             [SMYEV0]
                             Strawberry mottle virus [SMOV00]
                             Strawberry vein banding virus [SVBV00]
                             Tomato black ring virus [TBRV00]
Juglans regia L             Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                            und Phytoplasmen
                             Cherry leaf roll virus [CLRV00]
Malus Mill.                 Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                            und Phytoplasmen
                            Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                            Apple dimple fruit viroid [ADFVD0]
                            Apple flat limb agent [AFL000]
                            Apple mosaic virus [APMV00]
                            Apple rubbery wood agent [ARW000]
                            Apple scar skin viroid [ASSVD0]
                            Apple star crack agent [APHW00]
                            Apple stem grooving virus [ASGV00]
                            Apple stem-pitting virus [ASPV00]
                            Candidatus Phytoplasma mali Seemüller &
                            Schneider [PHYPMA]
                            Fruit disorders: chat fruit [APCF00], green
                            crinkle [APGC00], bumpy fruit of Ben
                            Davis, rough skin [APRSK0], star crack,
                            russet ring [APLP00], russet wart
Olea europaea L.            Pilze und Oomyzeten
                            Verticillium dahliae Kleb [VERTDA]
                            Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                            und Phytoplasmen
                             Arabis mosaic virus [ARMV00]
                             Cherry leaf roll virus [CLRV00]
                             Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
Prunus dulcis (Miller) Webb Bakterien
 ---pagebreak---                                       Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith)
                                      Vauterin et al. [XANTPR]
                                      Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                      und Phytoplasmen
                                      Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                                      Apple mosaic virus [APMV00]
                                      Candidatus Phytoplasma prunorum
                                      Seemüller & Schneider [PHYPPR]
                                      Plum pox virus [PPV000]
                                      Prune dwarf virus [PDV000]
                                      Prunus necrotic ringspot virus [PNRSV0]
Prunus armeniaca L.                   Bakterien
                                      Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith)
                                      Vauterin et al. [XANTPR]
                                      Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                      und Phytoplasmen
                                      Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                                      Apple mosaic virus [APMV00]
                                      Apricot latent virus [ALV000]
                                      Candidatus Phytoplasma prunorum
                                      Seemüller & Schneider [PHYPPR]
                                      Plum pox virus [PPV000]
                                      Prune dwarf virus [PDV000]
                                      Prunus necrotic ringspot virus [PNRSV0]
Prunus avium L. und Prunus cerasus L. Bakterien
                                      Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith)
                                      Vauterin et al. [XANTPR]
                                      Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                      und Phytoplasmen
                                       Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                                       Apple mosaic virus [APMV00]
                                       Arabis mosaic virus [ARMV00]
                                       Candidatus Phytoplasma prunorum
                                       Seemüller & Schneider [PHYPPR] Cherry
                                       green ring mottle virus [CGRMV0]
                                       Cherry leaf roll virus [CLRV00]
                                       Cherry mottle leaf virus [CMLV00]
                                       Cherry necrotic rusty mottle virus
 ---pagebreak---                                           [CRNRM0]
                                          Little cherry virus 1 und 2 [LCHV10],
                                          [LCHV20]
                                          Plum pox virus [PPV000]
                                          Prune dwarf virus [PDV000]
                                          Prunus necrotic ringspot virus [PNRSV0]
                                          Raspberry ringspot virus [RPRSV0]
                                          Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
                                          Tomato black ring virus [TBRV00]
Prunus domestica L., Prunus salicina Bakterien
Lindley und andere Arten von Prunus L., Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith)
die als Prunus L.-Hybriden anfällig sind Vauterin et al. [XANTPR]
für Plum pox virus
                                         Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                         und Phytoplasmen
                                         Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                                         Apple mosaic virus [APMV00]
                                         Candidatus Phytoplasma prunorum
                                         Seemüller & Schneider [PHYPPR]
                                         Myrobalan latent ringspot virus [MLRSV0]
                                         Plum pox virus [PPV000]
                                         Prune dwarf virus [PDV000]
                                         Prunus necrotic ringspot virus [PNRSV0]
Prunus persica (L.) Batsch               Bakterien
                                         Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith)
                                         Vauterin et al. [XANTPR]
                                         Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                         und Phytoplasmen
                                         Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
                                         Apple mosaic virus [APMV00]
                                         Apricot latent virus [ALV000]
                                         Candidatus Phytoplasma prunorum
                                         Seemüller & Schneider [PHYPPR]
                                         Peach latent mosaic viroid [PLMVD0]
                                         Plum pox virus [PPV000]
                                         Prune dwarf virus [PDV000]
                                         Prunus necrotic ringspot virus [PNRSV0]
                                         Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
 ---pagebreak--- Pyrus L. Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
         und Phytoplasmen
         Apple chlorotic leaf spot virus [ACLSV0]
         Apple rubbery wood agent [ARW000]
         Apple stem grooving virus [ASGV00]
         Apple stem-pitting virus [ASPV00]
         Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller &
         Schneider [PHYPPY]
         Pear bark necrosis agent [PRBN00]
         Pear bark split agent [PRBS00]
         Pear blister canker viroid [PBCVD0]
         Pear rough bark agent [PRRB00]
         Quince yellow blotch agent [ARW000]
Ribes L. Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
         und Phytoplasmen
         Arabis mosaic virus [ARMV00]
         Blackcurrant reversion virus [BRAV00]
         Cucumber mosaic virus [CMV000]
         Gooseberry vein banding associated virus
         [GOVB00]
         Raspberry ringspot virus [RPRSV0]
         Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
Rubus L. Pilze und Oomyzeten
         Phytophthora spp. de Bary [1PHYTG]
         Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
         und Phytoplasmen
         Apple mosaic virus [APMV00]
         Arabis mosaic virus [ARMV00]
         Black raspberry necrosis virus [BRNV00]
         Candidatus Phytoplasma rubi Malembic-
         Maher et al. [PHYPRU]
         Cucumber mosaic virus [CMV000]
         Raspberry bushy dwarf virus [RBDV00]
         Raspberry leaf mottle virus [RLMV00]
         Raspberry ringspot virus [RPRSV0]
         Raspberry vein chlorosis virus [RVCV00]
         Raspberry yellow spot [RYS000]
 ---pagebreak---                                            Rubus yellow net virus [RYNV00]
                                           Strawberry latent ringspot virus [SLRSV0]
                                           Tomato black ring virus [TBRV00]
Vaccinium L.                               Viren, Viroide, virusähnliche Krankheiten
                                           und Phytoplasmen
                                           Blueberry mosaic associated ophiovirus
                                           [BLMAV0]
                                           Blueberry red ringspot virus [BRRV00]
                                           Blueberry scorch virus [BLSCV0]
                                           Blueberry shock virus [BLSHV0]
                                           Blueberry shoestring virus [BSSV00]
                                           Candidatus Phytoplasma asteris Lee et al.
                                           [PHYPAS]
                                           Candidatus Phytoplasma pruni [PHYPPN]
                                           Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et
                                           al. [PHYPSO]
                                           Cranberry false blossom phytoplasma
                                           [PHYPFB]
Anhang III: Liste der RNQPs, deren Vorhandensein im Boden in Artikel 11 Absätze 1
               und 2, Artikel 17 Absätze 1 und 2 sowie Artikel 22 Absätze 1 und 2
               geregelt ist
Gattung oder Art                           RNQPs
Fragaria L.                                Nematoden
                                           Longidorus attenuatus Hooper [LONGAT]
                                           Longidorus elongatus (de Man) Thorne &
                                           Swanger [LONGEL]
                                           Longidorus macrosoma Hooper [LONGMA]
                                           Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                           Thorne [XIPHDI]
Juglans regia L.                           Nematoden
                                           Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                           Thorne [XIPHDI]
Olea europaea L.                           Nematoden
                                           Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                           Thorne [XIPHDI]
Pistacia vera L.                           Nematoden
 ---pagebreak---                                              Xiphinema index Thorne & Allen [XIPHIN]
Prunus avium L. und Prunus cerasus L.        Nematoden
                                             Longidorus attenuatus Hooper [LONGAT]
                                             Longidorus elongatus (de Man) Thorne &
                                             Swanger [LONGEL]
                                             Longidorus macrosoma Hooper [LONGMA]
                                             Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                             Thorne [XIPHDI]
Prunus domestica L., Prunus persica (L.) Nematoden
Batsch und Prunus salicina Lindley
                                              Longidorus attenuatus Hooper [LONGAT]
                                              Longidorus elongatus (de Man) Thorne &
                                              Swanger [LONGEL]
                                              Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                              Thorne [XIPHDI]
Ribes L.                                     Nematoden
                                              Longidorus elongatus (de Man) Thorne &
                                              Swanger [LONGEL]
                                              Longidorus macrosoma Hooper
                                              [LONGMA]
                                              Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                              Thorne [XIPHDI]
Rubus L.                                     Nematoden
                                              Longidorus attenuatus Hooper [LONGAT]
                                              Longidorus elongatus (de Man) Thorne &
                                              Swanger [LONGEL]
                                              Longidorus macrosoma Hooper
                                              [LONGMA]
                                              Xiphinema diversicaudatum (Mikoletzky)
                                              Thorne [XIPHDI]
Anhang IV: Anforderungen in Bezug auf Maßnahmen nach Gattung oder Art und
              Kategorie gemäß Artikel 10 Absatz 4, Artikel 16 Absatz 4, Artikel 21
              Absatz 4 und Artikel 26 Absatz 2
Das Vermehrungsmaterial steht im Einklang mit den Anforderungen in Bezug auf
Unionsquarantäneschädlinge und Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge in den gemäß der
Verordnung (EU) 2016/2031 erlassenen Durchführungsrechtsakten sowie mit den nach
Artikel 30 Absatz 1 der genannten Verordnung erlassenen Maßnahmen.
Außerdem genügt das Material je nach Gattung oder Art und Kategorie folgenden
Anforderungen genügen:
 ---pagebreak--- 1.    Castanea sativa Mill.
a)    Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
b) Vorstufenmaterial
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Wurde gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/9251 ausnahmsweise gestattet,
Vorstufenmaterial auf dem Feld unter nicht insektensicheren Bedingungen zu erzeugen,
gelten folgende Anforderungen in Bezug auf Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr:
i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Vorstufenmaterial
      werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Cryphonectria parasitica
      (Murrill) Barr, oder
ii) seit Beginn der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
      Produktionsfläche keine Symptome von Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr an
      Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Vorstufenmaterial
      festgestellt.
c)    Basismaterial
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial werden
      in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Cryphonectria parasitica
      (Murrill) Barr, oder
ii) seit Beginn der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
      Produktionsfläche keine Symptome von Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr an
      Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial
      festgestellt;
d)    Zertifiziertes und CAC-Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien zertifiziertes und
      CAC-Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
      Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr, oder
ii) seit Beginn der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
      Produktionsfläche keine Symptome von Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr an
      Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien zertifiziertes und
      CAC-Material festgestellt oder
iii) Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien zertifiziertes und
      CAC-Material mit Symptomen von Cryphonectria parasitica (Murrill) Barr wurden
      entfernt; der verbleibende Bestand an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten
1
   Durchführungsbeschluss (EU) 2017/925 der Kommission vom 29. Mai 2017 zur vorübergehenden
Ermächtigung bestimmter Mitgliedstaaten, auf dem Feld unter nicht insektensicheren Bedingungen erzeugtes
Vorstufenmaterial bestimmter Arten von Obstpflanzen zu zertifizieren, und zur Aufhebung des
Durchführungsbeschlusses (EU) 2017/167 (Abl. L 140 vom 31.5.2017, S. 7).
 ---pagebreak---        wird wöchentlich kontrolliert, und mindestens innerhalb der letzten drei Wochen vor
       dem Versand werden auf der Produktionsfläche keine Symptome festgestellt.
2.     Citrus L., Fortunella Swingle und Poncirus Raf.
a)     Vorstufenmaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird jährlich im Hinblick auf das Vorhandensein
von Spiroplasma citri Saglio et al. beprobt und untersucht. Jede Mutterpflanze für
Vorstufenmaterial wird 3 Jahre nach ihrer Anerkennung als Mutterpflanze für
Vorstufenmaterial sowie anschließend in 3-Jahres-Intervallen im Hinblick auf das
Vorhandensein von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht.
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 6 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 6-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer Citrus tristeza virus (EU-
Isolate) und Spiroplasma citri Saglio et al. beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel
hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
b)     Basismaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich im Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-
Isolate), Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
Aveskamp & Verkley, durchgeführt. Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich im Hinblick
auf alle in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs außer Citrus tristeza virus (EU-
Isolate), Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
Aveskamp & Verkley, durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Im Fall von Mutterpflanzen für Basismaterial, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird jede dieser Mutterpflanzen alle 3 Jahre im Hinblick auf das Vorhandensein von
Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht. Alle 3 Jahre wird ein repräsentativer
Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial auf das Vorhandensein von Spiroplasma citri
Saglio et al. beprobt und untersucht.
Von den Mutterpflanzen für Basismaterial, die nicht in insektensicheren Einrichtungen
gehalten wurden, wird jedes Jahr ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das
Vorhandensein von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) und Spiroplasma citri Saglio et al.
beprobt und untersucht, sodass alle Mutterpflanzen in einem 2-Jahres-Intervall untersucht
werden. Wenn die Untersuchung auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate) positiv ausfällt, werden
alle Mutterpflanzen für Basismaterial auf der Produktionsfläche beprobt und untersucht. Von
den Mutterpflanzen für Basismaterial, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 6 Jahre ein repräsentativer Anteil aufgrund einer Bewertung des
Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in den Anhängen I und
II aufgeführten RNQPs außer Citrus tristeza virus (EU-Isolate) und Spiroplasma citri Saglio
et al. beprobt und untersucht.
c)     Zertifiziertes Material
 ---pagebreak--- Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich im Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-
Isolate), Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
Aveskamp & Verkley, durchgeführt. Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich im Hinblick
auf alle in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs außer Citrus tristeza virus (EU-
Isolate), Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
Aveskamp & Verkley, durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Von den Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die in insektensicheren Einrichtungen
gehalten wurden, wird alle 4 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das
Vorhandensein von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht, sodass alle
Mutterpflanzen in einem 8-Jahres-Intervall untersucht werden.
Von den Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die nicht in insektensicheren
Einrichtungen gehalten wurden, wird jedes Jahr ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das
Vorhandensein von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht, sodass alle
Mutterpflanzen in einem 3-Jahres-Intervall untersucht werden. Von den Mutterpflanzen für
zertifiziertes Material, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wird bei
bestehendem Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II
aufgeführten Schädlinge außer Citrus tristeza virus (EU-Isolate) ein repräsentativer Anteil
beprobt und untersucht.
Wenn die Untersuchung auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate) positiv ausfällt, werden alle
Mutterpflanzen für zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche beprobt und untersucht.
d)     Basismaterial und zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial und
       zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
       Citrus tristeza virus (EU-Isolate), Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus
       tracheiphilus (Petri) Gruyter, Aveskamp & Verkley, oder
ii) an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial und
       zertifiziertes Material, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wurden
       während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode keine Symptome von
       Spiroplasma citri Saglio et al. oder Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
       Aveskamp & Verkley, festgestellt; das Material wurde vor dem Inverkehrbringen
       stichprobenartig beprobt und im Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate)
       untersucht oder
iii) an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
       Material, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wurden während
       der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode keine Symptome von Spiroplasma citri
       Saglio et al. oder Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter, Aveskamp & Verkley,
       festgestellt, und ein repräsentativer Anteil des Materials wurde vor dem
       Inverkehrbringen im Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und
       untersucht oder
iv) bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
       Material, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gezogen wurden:
        –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens
              2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
              zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche Symptome von Plenodomus
 ---pagebreak---               tracheiphilus (Petri) Gruyter, Aveskamp & Verkley, oder Spiroplasma citri Saglio
              et al. festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten
              sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden
              entfernt und unverzüglich vernichtet und
        –     ein repräsentativer Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von
              Obstarten der Kategorie zertifiziertes Material wurde vor dem Inverkehrbringen
              im Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht, und
              höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
              Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche wurden während der
              letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode positiv getestet. Das betreffende
              Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von Obstarten wurden
              entfernt und unverzüglich vernichtet. Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
              Obstarten in unmittelbarer Nähe wurden stichprobenartig beprobt und untersucht,
              und alle positiv getesteten Pflanzen wurden entfernt und unverzüglich vernichtet.
e)     CAC-Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Vermehrungsmaterial und Obstbäume der Kategorie CAC-Material stammen von einer
identifizierten Materialquelle, die aufgrund visueller Kontrolle, Beprobung und Untersuchung
als frei von den in Anhang II aufgeführten RNQPs befunden wurde.
Wenn die identifizierte Materialquelle in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurde,
wird alle 8 Jahre ein repräsentativer Anteil des Materials im Hinblick auf das Vorhandensein
von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht.
Wenn die identifizierte Materialquelle nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurde, wird alle 3 Jahre ein repräsentativer Anteil des Materials im Hinblick auf das
Vorhandensein von Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material werden
       in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Citrus tristeza virus (EU-Isolate),
       Spiroplasma citri Saglio et al. und Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
       Aveskamp & Verkley, oder
ii) an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material, die
       in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wurden während der letzten
       abgeschlossenen Vegetationsperiode keine Symptome von Spiroplasma citri Saglio et
       al. oder Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter, Aveskamp & Verkley, festgestellt;
       das Material wurde vor dem Inverkehrbringen stichprobenartig im Hinblick auf Citrus
       tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht oder
iii) an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material, die
       nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wurden während der letzten
       abgeschlossenen Vegetationsperiode auf der Produktionsfläche keine Symptome von
       Spiroplasma citri Saglio et al. oder Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter,
       Aveskamp & Verkley, festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
       Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; ein repräsentativer
       Anteil des Materials wurde vor dem Inverkehrbringen im Hinblick auf Citrus tristeza
       virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht oder
 ---pagebreak--- iv)    bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material, die
       nicht in insektensicheren Einrichtungen gezogen wurden:
       –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens
             2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
             CAC-Material auf der Produktionsfläche Symptome von Spiroplasma citri Saglio
             et al. oder Plenodomus tracheiphilus (Petri) Gruyter, Aveskamp & Verkley,
             festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie
             jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden
             entfernt und unverzüglich vernichtet und
       –     ein repräsentativer Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von
             Obstarten der Kategorie CAC-Material wurde vor dem Inverkehrbringen im
             Hinblick auf Citrus tristeza virus (EU-Isolate) beprobt und untersucht, und
             höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
             Kategorie CAC-Material auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
             abgeschlossenen Vegetationsperiode positiv getestet. Das betreffende
             Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von Obstarten wurden
             entfernt und unverzüglich vernichtet. Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
             Obstarten in unmittelbarer Nähe wurden stichprobenartig beprobt und untersucht,
             und alle positiv getesteten Pflanzen wurden entfernt und unverzüglich vernichtet.
3.     Corylus avellana L.
Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
4.     Cydonia oblonga Mill.
a)     Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden visuelle Kontrollen im
Hinblick auf Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. durchgeführt. In Bezug auf alle
RNQPs außer Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. werden visuelle Kontrollen einmal
jährlich durchgeführt.
b)     Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 15 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 15-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer virusähnlichen
Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Wurde gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/9251 ausnahmsweise gestattet,
Vorstufenmaterial auf dem Feld unter nicht insektensicheren Bedingungen zu erzeugen,
gelten folgende Anforderungen in Bezug auf Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.:
 ---pagebreak--- i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Vorstufenmaterial
      werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Erwinia amylovora
      (Burrill) Winslow et al., oder
ii)   Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Vorstufenmaterial auf
      der Produktionsfläche wurden während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode
      kontrolliert, und soweit sie Symptome von Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
      aufwiesen, wurden sie ebenso wie jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung
      unverzüglich entfernt und vernichtet.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial wird alle 15 Jahre aufgrund
einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in
Anhang II aufgeführten RNQPs außer virusähnlichen Krankheiten und Viroiden beprobt und
untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I
aufgeführten RNQPs bestehen.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle 15 Jahre
aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das
Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer virusähnlichen Krankheiten und
Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins
der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
Pflanzen von Obstarten für zertifiziertes Material werden beprobt und untersucht, wenn
Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs
bestehen.
e)    Basismaterial und zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial und
      zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
      Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al., oder
ii) Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial und
      zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
      abgeschlossenen Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von
      Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie jegliche
      Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
f)    CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material werden
      in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Erwinia amylovora (Burrill)
      Winslow et al., oder
 ---pagebreak--- ii)   Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material auf der
      Produktionsfläche wurden während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode
      kontrolliert, und soweit sie Symptome von Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
      aufwiesen, wurden sie ebenso wie jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung
      unverzüglich entfernt und vernichtet.
5.    Ficus carica L.
Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
6.    Fragaria L.
a)    Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich während der Vegetationsperiode durchgeführt.
Die Blätter von Fragaria L. werden visuell auf das Vorhandensein von Phytophthora
fragariae C.J. Hickman kontrolliert.
Bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten, die durch Mikrovermehrung erzeugt
werden und die weniger als drei Monate lang gehalten werden, ist in diesem Zeitraum nur
eine visuelle Kontrolle erforderlich.
b)    Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 1 Jahr nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial und danach einmal in jeder Vegetationsperiode im
Hinblick auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und
untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I
aufgeführten RNQPs bestehen.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
Eine repräsentative Probe der Wurzeln wird beprobt und untersucht, wenn Symptome von
Phytophthora fragariae C.J. Hickman an den Blättern festgestellt wurden. Beprobung und
Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen Kontrolle unklare Symptome von
Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent
ringspot virus, Strawberry mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus und Tomato
black ring virus festgestellt wurden. Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt,
wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten
RNQPs außer Arabis mosaic virus, Phytophthora fragariae C.J. Hickman, Raspberry ringspot
virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent ringspot virus, Strawberry mild yellow edge
virus, Strawberry vein banding virus und Tomato black ring virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
 ---pagebreak--- i)   – Phytophthora fragariae C.J. Hickman
           –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
                 Basismaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
                 Phytophthora fragariae C.J. Hickman, oder
           –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine
                 Symptome von Phytophthora fragariae C.J. Hickman an Blättern von
                 Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
                 Basismaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; befallenes
                 Vermehrungsmaterial und befallene Pflanzen von Obstarten und Pflanzen in
                 einem Umkreis von mindestens 5 Metern wurden markiert, von der Ernte
                 und vom Inverkehrbringen ausgeschlossen und vernichtet, nachdem das
                 nicht befallene Vermehrungsmaterial und die nicht befallenen Pflanzen von
                 Obstarten geerntet worden waren;
     – Xanthomonas fragariae Kennedy & King
           –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
                 Basismaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
                 Xanthomonas fragariae Kennedy & King, oder
           –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine
                 Symptome von Xanthomonas fragariae Kennedy & King an
                 Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
                 Basismaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in
                 unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
                 unverzüglich vernichtet;
ii)  –     Phytophthora fragariae C.J. Hickman
           –     eine Ruhephase, in der das betreffende Vermehrungsmaterial und die
                 betreffenden Pflanzen von Obstarten nicht angebaut werden, von
                 mindestens 10 Jahren zwischen der Feststellung von Phytophthora
                 fragariae C.J. Hickman und der nächsten Anpflanzung wird eingehalten
                 oder
           –     die Entwicklung der Krankheit am Bestand und im Boden auf der
                 Produktionsfläche wird protokolliert;
     –     Xanthomonas fragariae Kennedy & King
           –     eine Ruhephase, in der das betreffende Vermehrungsmaterial und die
                 betreffenden Pflanzen von Obstarten nicht angebaut werden, von
                 mindestens 1 Jahr zwischen der Feststellung von Xanthomonas fragariae
                 Kennedy & King und der nächsten Anpflanzung wird eingehalten;
iii) Anforderungen im Hinblick auf RNQPs außer Xanthomonas fragariae Kennedy & King
     und Phytophthora fragariae C.J. Hickman und außer Viren:
     –     Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
           Kategorie Basismaterial auf der Produktionsfläche, der während der letzten
           abgeschlossenen Vegetationsperiode Symptome folgender RNQPs aufwies,
           beträgt höchstens:
           –     0,05 % bei Aphelenchoides besseyi;
           –     0,1 % bei Strawberry multiplier disease phytoplasma;
           –     0,2 % bei:
                 Candidatus Phytoplasma asteris Lee et al.;
                 Candidatus Phytoplasma pruni;
                 Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.;
                 Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold;
                 Verticillium dahliae Kleb;
 ---pagebreak---             –      0,5 % bei:
                   Chaetosiphon fragaefolii Cockerell;
                   Ditylenchus dipsaci (Kuehn) Filipjev;
                   Meloidogyne hapla Chitwood;
                   Podosphaera aphanis (Wallroth) Braun & Takamatsu;
            –      1 % bei Pratylenchus vulnus Allen & Jensen; dieses Vermehrungsmaterial
                   und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe
                   wurden entfernt und vernichtet und
      –     bei einem positiven Testergebnis für Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
            Obstarten der Kategorie Basismaterial, die Symptome von Arabis mosaic virus,
            Raspberry ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent ringspot
            virus, Strawberry mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus und
            Tomato black ring virus aufweisen, werden das betreffende Vermehrungsmaterial
            und die betreffenden Pflanzen von Obstarten entfernt und unverzüglich vernichtet;
iv)   Anforderungen im Hinblick auf alle Viren:
      während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens 1 % des
      Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial auf
      der Produktionsfläche Symptome aller in den Anhängen I und II aufgeführten Viren
      festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie
      jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
      unverzüglich vernichtet.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Eine repräsentative Probe der Wurzeln wird beprobt und untersucht, wenn Symptome von
Phytophthora fragariae C.J. Hickman an den Blättern festgestellt wurden. Beprobung und
Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen Kontrolle unklare Symptome von
Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent
ringspot virus, Strawberry mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus und Tomato
black ring virus festgestellt wurden. Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt,
wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten
RNQPs außer Arabis mosaic virus, Phytophthora fragariae C.J. Hickman, Raspberry ringspot
virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent ringspot virus, Strawberry mild yellow edge
virus, Strawberry vein banding virus und Tomato black ring virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    –     Phytophthora fragariae C.J. Hickman
        – Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
            Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
            Phytophthora fragariae C.J. Hickman, oder
        – während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Phytophthora fragariae C.J. Hickman an den Blättern von
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
            Material auf der Produktionsfläche festgestellt; befallenes Vermehrungsmaterial
            und befallene Pflanzen von Obstarten und Pflanzen in einem Umkreis von
            mindestens 5 Metern wurden markiert, von der Ernte und vom Inverkehrbringen
            ausgeschlossen und vernichtet, nachdem nicht befallene Pflanzen geerntet worden
            waren;
      –     Xanthomonas fragariae Kennedy & King
 ---pagebreak---           –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
               Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
               Xanthomonas fragariae Kennedy & King, oder
          – während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an
               höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
               Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche Symptome von
               Xanthomonas fragariae Kennedy & King festgestellt; dieses
               Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche
               Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt
               und unverzüglich vernichtet;
ii)  –    Phytophthora fragariae C.J. Hickman
          –     eine Ruhephase, in der das betreffende Vermehrungsmaterial und die
                betreffenden Pflanzen von Obstarten nicht angebaut werden, von
                mindestens 10 Jahren zwischen der Feststellung von Phytophthora
                fragariae C.J. Hickman und der nächsten Anpflanzung wird eingehalten
                oder
          –     die Entwicklung der Krankheit am Bestand und im Boden auf der
                Produktionsfläche wird protokolliert;
     –    Xanthomonas fragariae Kennedy & King
          –     eine Ruhephase, in der das betreffende Vermehrungsmaterial und die
                betreffenden Pflanzen von Obstarten nicht angebaut werden, von
                mindestens 1 Jahr zwischen der Feststellung von Xanthomonas fragariae
                Kennedy & King und der nächsten Anpflanzung wird eingehalten;
iii) Anforderungen im Hinblick auf RNQPs außer Xanthomonas fragariae Kennedy & King
     und Phytophthora fragariae C.J. Hickman und außer Viren:
     –    Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
          Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche, der während der
          letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode Symptome der folgenden RNQPs
          aufwies, beträgt höchstens:
          –     0,1 % bei Phytonemus pallidus Banks;
          –     0,5 % bei:
                Aphelenchoides besseyi Christie;
                Strawberry multiplier disease phytoplasma;
          –     1 % bei:
                Aphelenchoides fragariae (Ritzema Bos) Christie;
                Candidatus Phlomobacter fragariae Zreik, Bové & Garnier;
                Candidatus Phytoplasma asteris Lee et al.;
                Candidatus Phytoplasma australiense Davis et al.;
                Candidatus Phytoplasma fragariae Valiunas, Staniulis & Davis;
                Candidatus Phytoplasma pruni;
                Candidatus Phytoplasma solani Quaglino et al.;
                Chaetosiphon fragaefolii Cockerell;
                Clover phyllody phytoplasma;
                Ditylenchus dipsaci (Kuehn) Filipjev;
                Meloidogyne hapla Chitwood Chitwood;
                Podosphaera aphanis (Wallroth) Braun & Takamatsu;
                Pratylenchus vulnus Allen & Jensen;
                Rhizoctonia fragariae Hussain & W.E.McKeen;
          –     2 % bei:
                Verticillium albo-atrum Reinke & Berthold;
 ---pagebreak---                    Verticillium dahliae Kleb; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen
                   von Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt
                   und vernichtet und
      –     bei einem positiven Testergebnis für Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
            Obstarten der Kategorie zertifiziertes Material, die Symptome von Arabis mosaic
            virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent
            ringspot virus, Strawberry mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus
            und Tomato black ring virus aufweisen, werden das betreffende
            Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von Obstarten entfernt und
            unverzüglich vernichtet;
iv)   Anforderungen im Hinblick auf alle Viren
      Während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens 2 % des
      Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
      Material auf der Produktionsfläche Symptome aller in den Anhängen I und II
      aufgeführten Viren festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von
      Obstarten sowie alle Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden
      entfernt und unverzüglich vernichtet.
e)    CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
Eine repräsentative Probe der Wurzeln wird beprobt und untersucht, wenn Symptome von
Phytophthora fragariae C.J. Hickman an den Blättern festgestellt wurden. Beprobung und
Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen Kontrolle unklare Symptome von
Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent
ringspot virus, Strawberry mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus und Tomato
black ring virus festgestellt wurden. Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt,
wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten
RNQPs außer Arabis mosaic virus, Phytophthora fragariae C.J. Hickman, Raspberry ringspot
virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent ringspot virus, Strawberry mild yellow edge
virus, Strawberry vein banding virus und Tomato black ring virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i) – Phytophthora fragariae C.J. Hickman
        –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
              werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Phytophthora
              fragariae C.J. Hickman, oder
        –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine
              Symptome von Phytophthora fragariae C.J. Hickman an den Blättern von
              Vermehrungsmaterial und Obstpflanzen der Kategorie CAC-Material auf der
              Produktionsfläche festgestellt; befallenes Vermehrungsmaterial und befallene
              Pflanzen von Obstarten und Pflanzen in einem Umkreis von mindestens
              5 Metern wurden markiert, von der Ernte und vom Inverkehrbringen
              ausgeschlossen      und    vernichtet,    nachdem       das    nicht    befallene
              Vermehrungsmaterial und die nicht befallenen Pflanzen von Obstarten geerntet
              worden waren;
    – Xanthomonas fragariae Kennedy & King
        –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
              werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Xanthomonas
              fragariae Kennedy & King, oder
 ---pagebreak---         –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine
              Symptome von Xanthomonas fragariae Kennedy & King an
              Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
              auf der Produktionsfläche festgestellt, und jegliche Pflanzen in unmittelbarer
              Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt oder
        –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens
              5 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
              CAC-Material auf der Produktionsfläche Symptome von Xanthomonas fragariae
              Kennedy & King festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen
              von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome
              aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet.
ii)   Anforderungen im Hinblick auf Viren:
      Bei einem positiven Testergebnis für Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten
      der Kategorie CAC-Material, die Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry
      ringspot virus, Strawberry crinkle virus, Strawberry latent ringspot virus, Strawberry
      mild yellow edge virus, Strawberry vein banding virus und Tomato black ring virus
      aufweisen, werden das betreffende Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen
      von Obstarten entfernt und unverzüglich vernichtet.
7.    Juglans regia L.
a)    Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
b)    Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede blühende Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 1 Jahr nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial und anschließend in 1-Jahres-Intervallen im Hinblick auf
das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht und ebenso,
wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
Von den Mutterpflanzen für Basismaterial wird jedes Jahr ein repräsentativer Anteil aufgrund
einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in
den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Von den Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle 3 Jahre ein repräsentativer Anteil
aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das
Vorhandensein der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht.
Zertifizierte Pflanzen von Obstarten werden beprobt und untersucht, wenn Zweifel
hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
e)    CAC-Material
 ---pagebreak--- Beprobung und Untersuchung
Eine Beprobung und eine Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
8.    Malus Mill.
a)    Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
b)    Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 15 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 15-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer virusähnlichen
Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Wurde gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/9251 ausnahmsweise gestattet,
Vorstufenmaterial auf dem Feld unter nicht insektensicheren Bedingungen zu erzeugen,
gelten folgende Anforderungen in Bezug auf Candidatus Phytoplasma mali Seemüller &
Schneider und Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.:
i)    Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
            Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider, oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider an
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche festgestellt, und jegliche Pflanzen in
            unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich
            vernichtet;
ii) Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
            Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al., oder
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
            abgeschlossenen Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von
            Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie
            jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
Von Mutterpflanzen für Basismaterial, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 15 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider beprobt und untersucht.
 ---pagebreak--- Von Mutterpflanzen für Basismaterial, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 3 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider beprobt und untersucht; ein
repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial wird alle 15 Jahre aufgrund einer
Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in
Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider
und virusähnlichen Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn
Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 15 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider beprobt und untersucht.
Von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die nicht in insektensicheren Einrichtungen
gehalten wurden, wird alle 5 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das
Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider beprobt und
untersucht; ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle
15 Jahre aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das
Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma mali
Seemüller & Schneider und virusähnlichen Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht
und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
RNQPs bestehen.
Pflanzen von Obstarten für zertifiziertes Material werden beprobt und untersucht, wenn
Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs
bestehen.
e)    Basismaterial und zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
            und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
            sind von Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider, oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider an
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
            und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche festgestellt, und jegliche
            Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
            unverzüglich vernichtet oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
            Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider an höchstens 2 % des
            Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
            Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
            diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; eine
            repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
            symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit Symptomen gefunden
 ---pagebreak---            worden waren, wurde untersucht und als frei von Candidatus Phytoplasma mali
           Seemüller & Schneider befunden;
ii)  Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
           und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
           sind von Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al., oder
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
           und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
           abgeschlossenen Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von
           Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie
           jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
f)   CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)   Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
           werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Candidatus
           Phytoplasma mali Seemüller & Schneider, oder
     –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider an
           Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
           auf der Produktionsfläche festgestellt, und jegliche Pflanzen in unmittelbarer
           Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
     –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
           Candidatus Phytoplasma mali Seemüller & Schneider an höchstens 2 % des
           Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-
           Material auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer
           Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet;
           eine repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
           symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen
           Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit Symptomen gefunden
           worden waren, wurde untersucht und als frei von Candidatus Phytoplasma mali
           Seemüller & Schneider befunden;
ii)  Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
           werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Erwinia amylovora
           (Burrill) Winslow et al., oder
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
           auf der Produktionsfläche wurden während der letzten abgeschlossenen
           Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von Erwinia
           amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie jegliche
           Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
9.   Olea europaea L.
a)   Alle Kategorien
 ---pagebreak--- Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
b)    Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 10 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 10-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht und
ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
Von den Mutterpflanzen für Basismaterial wird ein repräsentativer Anteil beprobt, sodass alle
Pflanzen in einem 30-Jahres-Intervall aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser
Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in den Anhängen I und II aufgeführten
RNQPs untersucht werden.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Von Mutterpflanzen, die zur Erzeugung von Saatgut verwendet werden („Saatgut-
Mutterpflanzen“), wird ein repräsentativer Anteil beprobt, sodass alle Pflanzen in einem 40-
Jahres-Intervall aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf
das Vorhandensein der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs untersucht werden.
Von anderen Mutterpflanzen, die nicht als Saatgut-Mutterpflanzen verwendet werden, wird
ein repräsentativer Anteil beprobt, sodass alle Pflanzen in einem 30-Jahres-Intervall aufgrund
einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in
den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs untersucht werden.
e)    CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
10.   Pistacia vera L.
Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
11.   Prunus armeniaca L., Prunus avium L., Prunus cerasifera Ehrh., Prunus cerasus L.,
      Prunus domestica L., Prunus dulcis (Miller) Webb, Prunus persica (L.) Batsch und
      Prunus salicina Lindley
a)    Vorstufenmaterial
 ---pagebreak--- Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich im Hinblick auf Candidatus Phytoplasma
prunorum Seemüller & Schneider, Plum pox virus, Xanthomonas arboricola pv. pruni
(Smith) Vauterin et al. und Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan)
Young, Dye & Wilkie (Prunus persica (L.) Batsch und Prunus salicina Lindley)
durchgeführt. Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich im Hinblick auf alle in den
Anhängen I und II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller
& Schneider, Plum pox virus, Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. und
Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye & Wilkie
durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten für Vorstufenmaterial von Prunus
armeniaca L., Prunus avium L., Prunus cerasus L., Prunus domestica L. und Prunus dulcis
(Miller) Webb stammen von Mutterpflanzen, die in der vorangegangenen Vegetationsperiode
untersucht und als frei von Plum pox virus befunden wurden.
Unterlagen für Vorstufenmaterial von Prunus cerasifera Ehrh. und Prunus domestica L.
stammen von Mutterpflanzen, die in der vorangegangenen Vegetationsperiode untersucht und
als frei von Plum pox virus befunden wurden. Unterlagen für Vorstufenmaterial von Prunus
cerasifera Ehrh. und Prunus domestica L. stammen von Mutterpflanzen, die in den
vorangegangenen fünf Vegetationsperioden untersucht und als frei von Candidatus
Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider befunden wurden.
Jede blühende Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird ein Jahr nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 1-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf Prune dwarf virus und Prunus necrotic ringspot virus beprobt und untersucht. Bei Prunus
persica wird jede blühende Mutterpflanze für Vorstufenmaterial ein Jahr nach ihrer
Anerkennung als Mutterpflanze für Vorstufenmaterial beprobt und im Hinblick auf Peach
latent mosaic viroid untersucht. Jeder Baum, der gezielt zur Bestäubung gepflanzt wird, und
gegebenenfalls die wichtigsten Bestäuberbäume in der Umgebung werden im Hinblick auf
Prune dwarf virus und Prunus necrotic ringspot virus beprobt und untersucht.
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 5 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 5-Jahres-Intervallen beprobt und
im Hinblick auf Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider und Plum pox
virus untersucht. Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 10 Jahre nach ihrer
Anerkennung als Mutterpflanze für Vorstufenmaterial und danach in 10-Jahres-Intervallen
beprobt und im Hinblick auf die in Anhang II aufgeführten, für die Art relevanten RNQPs
außer Prune dwarf virus, Plum pox virus und Prunus necrotic ringspot virus untersucht und
ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen. Wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins von Xanthomonas arboricola pv.
pruni (Smith) Vauterin et al. bestehen, wird ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für
Vorstufenmaterial beprobt und untersucht.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Wurde gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/925Error! Bookmark not defined.
ausnahmsweise gestattet, Vorstufenmaterial auf dem Feld unter nicht insektensicheren
Bedingungen zu erzeugen, gelten folgende Anforderungen in Bezug auf Candidatus
Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, Plum pox virus, Xanthomonas arboricola pv.
pruni (Smith) Vauterin et al. und Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &.
Gardan) Young, Dye & Wilkie:
 ---pagebreak--- i)     Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
           Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, oder
     –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider an
           Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in
           unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich
           vernichtet oder
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche werden von anderen Wirtspflanzen
           isoliert gehalten. Der Isolierungsabstand der Produktionsfläche hängt von den
           regionalen Gegebenheiten, von der Art des Vermehrungsmaterials, dem
           Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider in
           dem betreffenden Gebiet und den maßgeblichen Risiken ab, welche die
           zuständigen Behörden aufgrund ihrer Kontrollen festgestellt haben;
ii)    Plum pox virus
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial
           werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Plum pox virus,
           oder
     –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Plum pox virus an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der
           Kategorie Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche
           Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
           unverzüglich vernichtet oder
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche werden von anderen Wirtspflanzen
           isoliert gehalten. Der Isolierungsabstand der Produktionsfläche hängt von den
           regionalen Gegebenheiten, von der Art des Vermehrungsmaterials, vom
           Vorhandensein von Plum pox virus in dem betreffenden Gebiet und den
           maßgeblichen Risiken ab, welche die zuständigen Behörden aufgrund ihrer
           Kontrollen festgestellt haben;
iii)   Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye &
       Wilkie
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
           Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye &
           Wilkie, oder
     –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young,
           Dye & Wilkie an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in
           unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich
           vernichtet;
iv)    Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al.
     –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
           Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al., oder
 ---pagebreak---      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. an
           Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in
           unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich
           vernichtet.
b)   Basismaterial, zertifiziertes Material und CAC-Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
c)   Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
i)   Mutterpflanzen, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden
     Von Mutterpflanzen für Basismaterial wird alle 3 Jahre ein repräsentativer Anteil
     beprobt und im Hinblick auf das Vorhandensein von Prune dwarf virus, Prunus necrotic
     ringspot virus und Plum pox virus untersucht. Ein repräsentativer Anteil der
     Mutterpflanzen für Basismaterial wird alle 10 Jahre beprobt und im Hinblick auf das
     Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider
     untersucht.
ii) Mutterpflanzen, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden
     Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial, soweit sie nicht zur
     Erzeugung von Unterlagen bestimmt sind, wird jedes Jahr beprobt und auf das
     Vorhandensein Plum pox virus untersucht, sodass alle Pflanzen in einem 10-Jahres-
     Intervall untersucht werden.
     Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial, die zur Erzeugung von
     Unterlagen bestimmt sind, wird jedes Jahr beprobt und im Hinblick auf das
     Vorhandensein von Plum pox virus untersucht und als frei von diesem RNQP befunden.
     Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial von Prunus domestica
     L., die zur Erzeugung von Unterlagen bestimmt sind, wurde in den vorangegangenen
     5 Vegetationsperioden beprobt und im Hinblick auf das Vorhandensein von Candidatus
     Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider untersucht und als frei von diesem
     RNQP befunden.
     Wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins von Spiroplasma citri Saglio et al.
     bestehen, wird ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial beprobt
     und untersucht. Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial wird
     alle 10 Jahre aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick
     auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus
     Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, Prune dwarf virus, Prunus necrotic
     ringspot virus and Plum pox virus beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel
     hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
     -     Blühende Mutterpflanzen
           Ein repräsentativer Anteil blühender Mutterpflanzen für Basismaterial wird jedes
           Jahr beprobt und aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen auf
           Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, Prune dwarf virus
           und Prunus necrotic ringspot virus untersucht.
 ---pagebreak---             Bei Prunus persica (L.) Batsch wird einmal im Jahr ein repräsentativer Anteil
            blühender Mutterpflanzen für Basismaterial beprobt und aufgrund einer
            Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen auf Peach latent mosaic viroid
            untersucht. Ein repräsentativer Anteil der gezielt zur Bestäubung angepflanzten
            Bäume und gegebenenfalls die wichtigsten Bestäuberbäume in der Umgebung
            werden aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen beprobt und
            auf Prune dwarf virus und Prunus necrotic ringspot virus untersucht.
     –      Nichtblühende Mutterpflanzen
            Ein repräsentativer Anteil nichtblühender Mutterpflanzen für Basismaterial, die
            nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden, wird aufgrund einer
            Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen alle 3 Jahre beprobt und im Hinblick
            auf das Vorhandensein von Prune dwarf virus, Prunus necrotic ringspot virus und
            Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider untersucht.
d)   Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
i)     Mutterpflanzen, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden
       Von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle 5 Jahre ein repräsentativer
       Anteil beprobt und im Hinblick auf das Vorhandensein von Prune dwarf virus, Prunus
       necrotic ringspot virus und Plum pox virus untersucht, sodass alle Pflanzen in einem
       15-Jahres-Intervall untersucht werden. Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen
       für zertifiziertes Material wird alle 15 Jahre beprobt und auf das Vorhandensein von
       Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider untersucht.
ii)    Mutterpflanzen, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten wurden
       Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle
       3 Jahre beprobt und auf Plum pox virus untersucht, sodass alle Pflanzen in einem 15-
       Jahres-Intervall untersucht werden.
       Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die zur
       Erzeugung von Unterlagen bestimmt sind, wird jedes Jahr beprobt und auf das
       Vorhandensein von Plum pox virus untersucht und als frei von diesem RNQP
       befunden. Ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material von
       Prunus cerasifera Ehrh. und Prunus domestica L., die zur Erzeugung von Unterlagen
       bestimmt sind, wurde in den vorangegangenen 5 Vegetationsperioden beprobt und auf
       das Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider
       untersucht und als frei von diesem RNQP befunden.
       Wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins von Xanthomonas arboricola pv.
       pruni (Smith) Vauterin et al. bestehen, wird ein repräsentativer Anteil der
       Mutterpflanzen für zertifiziertes Material beprobt und untersucht. Ein repräsentativer
       Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle 15 Jahre aufgrund einer
       Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der
       in Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma prunorum
       Seemüller & Schneider, Prune dwarf virus, Prunus necrotic ringspot virus und Plum
       pox virus beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des
       Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
     –      Blühende Mutterpflanzen
 ---pagebreak---           Ein repräsentativer Anteil blühender Mutterpflanzen für zertifiziertes Material
          wird jedes Jahr beprobt und aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser
          Pflanzen auf Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, Prune
          dwarf virus und Prunus necrotic ringspot virus untersucht. Bei Prunus persica
          (L.) Batsch wird einmal im Jahr ein repräsentativer Anteil blühender
          Mutterpflanzen für zertifiziertes Material aufgrund einer Bewertung des
          Befallsrisikos dieser Pflanzen beprobt und auf Peach latent mosaic viroid
          untersucht. Ein repräsentativer Anteil der gezielt zur Bestäubung angepflanzten
          Bäume und gegebenenfalls die wichtigsten Bestäuberbäume in der Umgebung
          werden aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen beprobt und
          auf Prune dwarf virus und Prunus necrotic ringspot virus untersucht.
     –    Nichtblühende Mutterpflanzen
          Ein repräsentativer Anteil nichtblühender Mutterpflanzen für zertifiziertes
          Material wird aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen alle
          3 Jahre beprobt und auf das Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma
          prunorum Seemüller & Schneider, Prune dwarf virus und Prunus necrotic
          ringspot virus untersucht.
e)   Basismaterial und zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)   Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
          und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
          sind von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider an
          Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
          und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche festgestellt, und jegliche
          Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
          unverzüglich vernichtet oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
          Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider an höchstens 1 % des
          Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
          Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
          diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
          Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; eine
          repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
          symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen Pflanzen mit
          Symptomen gefunden worden waren, wurde untersucht und als frei von
          Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider befunden;
ii) Plum pox virus
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
          und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
          sind von Plum pox virus, oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Plum pox virus an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der
          Kategorien Basismaterial und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche
          festgestellt, und jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome
          aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
 ---pagebreak---       –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
           Plum pox virus an höchstens 1 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von
           Obstarten der Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche
           festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie
           jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden
           entfernt und unverzüglich vernichtet; eine repräsentative Probe des
           symptomfreien Vermehrungsmaterials und der symptomfreien Pflanzen von
           Obstarten in den Partien, in denen Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
           Obstarten mit Symptomen gefunden worden waren, wurde untersucht und als frei
           von Plum pox virus befunden;
iii)  Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye & Wilkie
      –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
           und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
           sind von Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan)
           Young, Dye & Wilkie, oder
      –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young,
           Dye & Wilkie an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der
           Kategorien Basismaterial und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche
           festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen,
           wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
      –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
           Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye &
           Wilkie wurden während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode an
           höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
           Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses
           Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen
           in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
           unverzüglich vernichtet;
iv)   Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al.
      –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
           und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
           sind von Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al., oder
      –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
           von Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. an
           Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
           und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen
           in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
           unverzüglich vernichtet oder
      –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens 2%
           des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
           zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche Symptome von Xanthomonas
           arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. festgestellt; dieses
           Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen
           in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
           unverzüglich vernichtet.
f)   CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
 ---pagebreak--- Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material stammen von
einer identifizierten Materialquelle, von der während der letzten drei Vegetationsperioden ein
repräsentativer Anteil beprobt und als frei von Plum pox virus befunden wurde.
Unterlagen für CAC-Material von Prunus cerasifera Ehrh. und Prunus domestica L. stammen
von einer identifizierten Materialquelle, von der während der letzten 5 Jahre ein
repräsentativer Anteil beprobt und als frei von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller
& Schneider und Plum pox virus befunden wurde.
Wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins von Xanthomonas arboricola pv. pruni
(Smith) Vauterin et al. bestehen, wird ein repräsentativer Anteil von Vermehrungsmaterial
und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material beprobt und untersucht.
Ein repräsentativer Anteil der Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material, die bei
visueller Kontrolle keine Symptome von Plum pox virus aufweisen, wird aufgrund einer
Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen von Obstarten im Hinblick auf diesen RNQP
und bei in unmittelbarer Nähe vorhandenen Pflanzen mit Symptomen beprobt und untersucht.
Wenn bei visueller Kontrolle auf der Produktionsfläche Vermehrungsmaterial und Pflanzen
von Obstarten der Kategorie CAC-Material gefunden werden, die Symptome von Candidatus
Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider aufweisen, wird ein repräsentativer Anteil des
symptomfreien CAC-Vermehrungsmaterials und der symptomfreien Pflanzen von Obstarten
der Kategorie CAC-Material in den Partien, in denen Vermehrungsmaterial und Pflanzen von
Obstarten mit Symptomen gefunden wurden, beprobt und auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider untersucht.
Eine Beprobung und eine Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs außer Candidatus
Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider und Plum pox virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
            werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Candidatus
            Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider, oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider an
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
            auf der Produktionsfläche festgestellt; Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
            Candidatus Phytoplasma prunorum Seemüller & Schneider an höchstens 1 % des
            Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-
            Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
            diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; eine
            repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
            symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen
            Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit Symptomen gefunden
            worden waren, wurde untersucht und als frei von Candidatus Phytoplasma
            prunorum Seemüller & Schneider befunden oder
 ---pagebreak---      –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
          Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye &
          Wilkie und Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. an
          höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
          Kategorie CAC-Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses
          Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen
          in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
          unverzüglich vernichtet;
ii)  Plum pox virus
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Plum pox virus,
          oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Plum pox virus an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der
          Kategorie CAC-Material auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen
          in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
          unverzüglich vernichtet oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
          Plum pox virus an höchstens 1 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von
          Obstarten der Kategorie CAC-Material auf der Produktionsfläche festgestellt;
          dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche
          Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
          unverzüglich vernichtet; eine repräsentative Probe des symptomfreien
          Vermehrungsmaterials und der symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den
          Partien, in denen Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit
          Symptomen gefunden worden waren, wurde untersucht und als frei von Plum pox
          virus befunden;
iii) Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye & Wilkie
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Pseudomonas
          syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye & Wilkie, oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti & Gardan) Young, Dye
          & Wilkie an Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
          CAC-Material auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in
          unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich
          vernichtet oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
          Pseudomonas syringae pv. persicae (Prunier, Luisetti &. Gardan) Young, Dye &
          Wilkie an höchstens 2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von
          Obstarten der Kategorie CAC-Material auf der Produktionsfläche festgestellt;
          dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche
          Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
          unverzüglich vernichtet;
iv)  Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al.
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Xanthomonas
          arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al., oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Xanthomonas arboricola pv. pruni (Smith) Vauterin et al. an
 ---pagebreak---             Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
            auf der Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe,
            die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens
            2 % des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            CAC-Material auf der Produktionsfläche Symptome von Xanthomonas arboricola
            pv. pruni (Smith) Vauterin et al. festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
            diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            diese Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet.
12.   Pyrus L.
a)    Alle Kategorien
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
b)    Vorstufenmaterial
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 15 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 15-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer virusähnlichen
Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Wurde gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/9251 ausnahmsweise gestattet,
Vorstufenmaterial auf dem Feld unter nicht insektensicheren Bedingungen zu erzeugen,
gelten folgende Anforderungen in Bezug auf Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller &
Schneider und Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.:
i)    Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
            Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider, oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider auf der
            Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet;
ii) Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von
            Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al., oder
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie
            Vorstufenmaterial auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
            abgeschlossenen Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von
            Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie
            jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
c)    Basismaterial
Beprobung und Untersuchung
 ---pagebreak--- Von Mutterpflanzen für Basismaterial, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 15 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider beprobt und untersucht.
Von Mutterpflanzen für Basismaterial, die nicht in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 3 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider beprobt und untersucht; ein
repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für Basismaterial wird alle 15 Jahre aufgrund einer
Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das Vorhandensein der in
Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider
und virusähnlichen Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht und ebenso, wenn
Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs bestehen.
d)    Zertifiziertes Material
Beprobung und Untersuchung
Von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die in insektensicheren Einrichtungen gehalten
wurden, wird alle 15 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das Vorhandensein von
Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider beprobt und untersucht.
Von Mutterpflanzen für zertifiziertes Material, die nicht in insektensicheren Einrichtungen
gehalten wurden, wird alle 5 Jahre ein repräsentativer Anteil im Hinblick auf das
Vorhandensein von Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider beprobt und
untersucht; ein repräsentativer Anteil der Mutterpflanzen für zertifiziertes Material wird alle
15 Jahre aufgrund einer Bewertung des Befallsrisikos dieser Pflanzen im Hinblick auf das
Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs außer Candidatus Phytoplasma pyri
Seemüller & Schneider und virusähnlichen Krankheiten und Viroiden beprobt und untersucht
und ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten
RNQPs bestehen.
Pflanzen von Obstarten für zertifiziertes Material werden beprobt und untersucht, wenn
Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs
bestehen.
e)    Basismaterial und zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
            und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
            sind von Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider, oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
            von Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider auf der
            Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
      –     während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
            Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider an höchstens 2 % des
            Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
            Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
            diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
            Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; eine
            repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
 ---pagebreak---           symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen
          Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit Symptomen gefunden
          worden waren, wurde untersucht und als frei von Candidatus Phytoplasma pyri
          Seemüller & Schneider befunden;
ii)  Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
          und zertifiziertes Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei
          sind von Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al., oder
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorien Basismaterial
          und zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche wurden während der letzten
          abgeschlossenen Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von
          Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie
          jegliche Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
f)   CAC-Material
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)   Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Candidatus
          Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider, oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden keine Symptome
          von Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider auf der
          Produktionsfläche festgestellt; jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
          Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet oder
     –    während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden Symptome von
          Candidatus Phytoplasma pyri Seemüller & Schneider an höchstens 2 % des
          Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-
          Material auf der Produktionsfläche festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und
          diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die
          Symptome aufwiesen, wurden entfernt und unverzüglich vernichtet; eine
          repräsentative Probe des symptomfreien Vermehrungsmaterials und der
          symptomfreien Pflanzen von Obstarten in den Partien, in denen
          Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten mit Symptomen gefunden
          worden waren, wurde untersucht und als frei von Candidatus Phytoplasma pyri
          Seemüller & Schneider befunden;
ii) Erwinia amylovora (Burrill) Winslow et al.
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Erwinia amylovora
          (Burrill) Winslow et al., oder
     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie CAC-Material
          auf der Produktionsfläche wurden während der letzten abgeschlossenen
          Vegetationsperiode kontrolliert, und soweit sie Symptome von Erwinia
          amylovora (Burrill) Winslow et al. aufwiesen, wurden sie ebenso wie jegliche
          Wirtspflanzen in der Umgebung unverzüglich entfernt und vernichtet.
13.  Ribes L.
 ---pagebreak--- a)     Vorstufenmaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 4 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 4-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht und
ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen.
b)     Basismaterial, zertifiziertes Material und CAC-Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
c)     Basismaterial
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
Basismaterial auf der Produktionsfläche, der während der letzten abgeschlossenen
Vegetationsperiode Symptome von Aphelenchoides ritzemabosi (Schwartz) Steiner & Buhrer
aufwies, beträgt höchstens 0,05 %; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von
Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und vernichtet.
d)     Zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche, der während der letzten abgeschlossenen
Vegetationsperiode Symptome von Aphelenchoides ritzemabosi (Schwartz) Steiner & Buhrer
aufwies, beträgt höchstens 0,5 %; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von
Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und vernichtet.
14.    Rubus L.
a)     Vorstufenmaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 2 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 2-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht und
ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen.
b)     Basismaterial
 ---pagebreak--- Visuelle Kontrolle
Wenn Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten auf dem Feld oder in Töpfen
angezogen werden, werden zweimal jährlich visuelle Kontrollen durchgeführt.
Bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten, die durch Mikrovermehrung erzeugt
und weniger als drei Monate lang gehalten werden, ist in diesem Zeitraum nur eine visuelle
Kontrolle erforderlich.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen Kontrolle unklare
Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry latent ringspot
virus und Tomato black ring virus festgestellt wurden. Beprobung und Untersuchung werden
durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II
aufgeführten RNQPs außer Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry latent
ringspot virus und Tomato black ring virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Bei einem positiven Testergebnis für Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten
      der Kategorie Basismaterial, die Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry
      ringspot virus, Strawberry latent ringspot virus oder Tomato black ring virus aufweisen,
      werden das betreffende Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von
      Obstarten entfernt und unverzüglich vernichtet.
ii) Anforderungen im Hinblick auf RNQPs außer Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot
      virus, Strawberry latent ringspot virus und Tomato black ring virus:
      Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
      Basismaterial auf der Produktionsfläche, der während der letzten abgeschlossenen
      Vegetationsperiode Symptome folgender RNQPs aufwies, beträgt höchstens:
      –     0,1 % bei:
            Agrobacterium spp. Conn.;
            Rhodococcus fascians Tilford; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen
            von Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und
            vernichtet.
iii) Anforderungen im Hinblick auf alle Viren:
      Während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens 0,25 %
      des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial
      auf der Produktionsfläche Symptome aller in den Anhängen I und II aufgeführten Viren
      festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie
      jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen, wurden entfernt und
      unverzüglich vernichtet.
c)    Zertifiziertes Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Eine Beprobung und eine Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen
Kontrolle unklare Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry
latent ringspot virus und Tomato black ring virus festgestellt wurden. Eine Beprobung und
eine Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der
in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs außer Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot
virus, Strawberry latent ringspot virus und Tomato black ring virus bestehen.
 ---pagebreak--- Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Bei einem positiven Testergebnis bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten
      der Kategorie zertifiziertes Material, die Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry
      ringspot virus, Strawberry latent ringspot virus oder Tomato black ring virus aufweisen,
      werden das betreffende Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von
      Obstarten entfernt und unverzüglich vernichtet;
ii) Anforderungen im Hinblick auf RNQPs außer Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot
      virus, Strawberry latent ringspot virus und Tomato black ring virus:
      Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie
      zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche, der während der letzten
      abgeschlossenen Vegetationsperiode Symptome folgender RNQPs aufwies, beträgt
      höchstens:
      –      0,5 % bei Resseliella theobaldi Barnes;
      –      1 % bei:
             Agrobacterium spp. Conn.;
             Rhodococcus fascians Tilford; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen
             von Obstarten sowie jegliche Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und
             vernichtet;
iii) Anforderungen in Bezug auf alle Viren:
      Während der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden an höchstens 0,5 %
      des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
      Material auf der Produktionsfläche Symptome aller in den Anhängen I und II
      aufgeführten Viren festgestellt; dieses Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von
      Obstarten sowie jegliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe, die Symptome aufwiesen,
      wurden entfernt und unverzüglich vernichtet.
d)    CAC-Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn bei der visuellen Kontrolle unklare
Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry latent ringspot
virus und Tomato black ring virus festgestellt wurden. Beprobung und Untersuchung werden
durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in den Anhängen I und II
aufgeführten RNQPs außer Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus, Strawberry latent
ringspot virus und Tomato black ring virus bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
Bei einem positiven Testergebnis bei Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der
Kategorie CAC-Material, die Symptome von Arabis mosaic virus, Raspberry ringspot virus,
Strawberry latent ringspot virus oder Tomato black ring virus aufweisen, werden das
betreffende Vermehrungsmaterial und die betreffenden Pflanzen von Obstarten entfernt und
unverzüglich vernichtet.
15.   Vaccinium L.
a)    Vorstufenmaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich durchgeführt.
 ---pagebreak--- Beprobung und Untersuchung
Jede Mutterpflanze für Vorstufenmaterial wird 5 Jahre nach ihrer Anerkennung als
Mutterpflanze für Vorstufenmaterial sowie anschließend in 5-Jahres-Intervallen im Hinblick
auf das Vorhandensein der in Anhang II aufgeführten RNQPs beprobt und untersucht und
ebenso, wenn Zweifel hinsichtlich des Vorhandenseins der in Anhang I aufgeführten RNQPs
bestehen.
b)    Basismaterial
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden zweimal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Agrobacterium tumefaciens (Smith & Townsend) Conn
      –     während der gesamten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
            Produktionsfläche keine Symptome von Agrobacterium tumefaciens (Smith &
            Townsend) Conn festgestellt;
ii) Diaporthe vaccinii Shear
      –     Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie Basismaterial
            werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Diaporthe vaccinii
            Shear, oder
      –     während der gesamten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
            Produktionsfläche keine Symptome von Diaporthe vaccinii Shear festgestellt;
iii) Exobasidium vaccinii (Fuckel) Woronin und Godronia cassandrae (anamorph
      Topospora myrtilli) Peck
      –     Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
            Kategorie Basismaterial auf der Produktionsfläche, der während der letzten
            abgeschlossenen Vegetationsperiode Symptome der folgenden RNQPs aufwies,
            beträgt höchstens:
            –     0,1 % bei Godronia cassandrae (anamorph Topospora myrtilli) Peck;
            –     0,5 %    bei    Exobasidium    vaccinii    (Fuckel)    Woronin;    dieses
                  Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche
                  Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und vernichtet.
c)    Zertifiziertes und CAC-Material
Visuelle Kontrolle
Visuelle Kontrollen werden einmal jährlich durchgeführt.
Beprobung und Untersuchung
Beprobung und Untersuchung werden durchgeführt, wenn Zweifel hinsichtlich des
Vorhandenseins der in den Anhängen I und II aufgeführten RNQPs bestehen.
d)    Zertifiziertes Material
Anforderungen an die Produktionsfläche, den Ort der Erzeugung oder das Gebiet
i)    Diaporthe vaccinii Shear
 ---pagebreak---     –    Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten der Kategorie zertifiziertes
         Material werden in Gebieten erzeugt, die bekanntermaßen frei sind von Diaporthe
         vaccinii Shear, oder
    –    während der gesamten abgeschlossenen Vegetationsperiode wurden auf der
         Produktionsfläche keine Symptome von Diaporthe vaccinii Shear festgestellt;
ii) Agrobacterium tumefaciens (Smith & Townsend) Conn, Exobasidium vaccinii (Fuckel)
    Woronin und Godronia cassandrae (anamorph Topospora myrtilli) Peck
    –    Der Anteil des Vermehrungsmaterials und der Pflanzen von Obstarten der
         Kategorie zertifiziertes Material auf der Produktionsfläche, der während der
         letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode Symptome der folgenden RNQPs
         aufwies, beträgt höchstens:
         –     0,5 % bei:
                  Agrobacterium tumefaciens (Smith & Townsend) Conn;
                  Godronia cassandrae (anamorphe Topospora myrtilli) Peck;
         –     1%      bei    Exobasidium     vaccinii    (Fuckel)    Woronin;    dieses
               Vermehrungsmaterial und diese Pflanzen von Obstarten sowie jegliche
               Wirtspflanzen in der Nähe wurden entfernt und vernichtet.“