CELEX: 31990R3932
Language: de
Date: 1990-12-20 00:00:00
Title: VERORDNUNG ( EWG ) NR. 3932/90 DES RATES VOM 20. DEZEMBER 1990 UEBER MASSNAHMEN ZUR ERHALTUNG UND BEWIRTSCHAFTUNG DER FISCHBESTAENDE GEGENUEBER AUF DEN FAEROEERN REGISTRIERTEN SCHIFFEN FUER 1991

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31 . 12 . 90                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr . L 378 / 59
                                         VERORDNUNG (EWG) Nr. 3932 / 90 DES RATES
                                                        vom 20 . Dezember 1990
                  über Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischbestände gegenüber auf den
                                                 Färöern registrierten Schiffen für 1991
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                               Für die Fangtätigkeit nach dieser Verordnung gelten die
                                                                        einschlägigen Kontrollmaßnahmen der Verordnung (EWG)
                                                                        Nr. 2241 / 87 des Rates vom 23 . Juli 1987 zur Festlegung
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                  bestimmter Maßnahmen zur Kontrolle der Fischereitätig­
Wirtschaftsgemeinschaft,                                                keit (4), in der Fassung der Verordnung ( EWG) Nr. 3483 /
                                                                        88 (*).
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 170 / 83 des Rates
vom 25 . Januar 1983 zur Einführung einer gemeinschaft­
                                                                        Nach Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr.
lichen Regelung für die Erhaltung und Bewirtschaftung der               1381 / 87 der Kommission vom 20. Mai 1987 zur Festle­
Fischereiressourcen (*), in der Fassung der Akte über den               gung der Einzelheiten für die Kennzeichnung und die
Beitritt Spaniens und Portugals (2), insbesondere auf Arti­             Dokumente an Bord von Fischereifahrzeugen (6 ) müssen
kel 11 ,
                                                                        alle Fahrzeuge mit Seewasserkühltanks "ein von einer
                                                                        zuständigen Behörde beglaubigtes Dokument mitführen,
auf Vorschlag der Kommission,                                           dem sich entnehmen läßt, welcher Füllmenge in Kubikme­
                                                                        tern die am Tank in Abständen von 10 cm markierte
in Erwägung nachstehender Gründe:                                       Füllhöhe entspricht —
Nach dem Verfahren, das in den Fischereiabkommen zwi­
schen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft einerseits               HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
und der Regierung von Dänemark und der Landesregierung
der Färöer andererseits (3 ), insbesondere in Artikel 2, vor­
gesehen ist, haben die Gemeinschaft und die Landesregie­
                                                                                                  Artikel 1
rung der Färöer Konsultationen über ihre gegenseitigen
Fischereirechte für 1991 geführt.
                                                                        ( 1 ) Fischereifahrzeuge, die auf den Färöern registriert
                                                                        sind, dürfen bis zum 31 . Dezember 1991 in den 200-Mei­
Bei diesen Konsultationen sind die Delegationen übereinge­              len-Fischereizonen der Mitgliedstaaten in der Nordsee, im
kommen, ihren Behörden zu empfehlen, für die Fischerei­                 Skagerrak, im Kattegat, in der Ostsee und im Atlantik
fahrzeuge der anderen Partei bestimmte Fangquoten für                   nördlich von 43°00' Nord die in Anhang I aufgeführten
1991 festzulegein.                                                      Arten innerhalb der dort festgelegten geographischen und
                                                                        mengenmäßigen Grenzen nach Maßgabe dieser Verord­
Das genannte Abkommen beinhaltet für 1991 einen Aus­                    nung fangen.
tausch bestimmter zusätzlicher Fangquoten aufgrund der
Herstellung der deutschen Einheit, da die Gemeinschaft in
bezug auf das Fischereiabkommen zwischen der Deutschen                  (2) Die nach Absatz 1 zulässige Fangtätigkeit ist, außer im
Demokratischen Republik einerseits und der Regierung                    Skagerrak, auf diejenigen Teile der 200-Meilen-Fischerei­
Dänemarks und der Landesregierung der Färöer anderer­                   zone beschränkt, die seewärts mehr als 12 Seemeilen von
seits Rechtsnachfolgerin der Deutschen Demokratischen                   den Basislinien entfernt liegen , von denen aus die Fischerei­
Republik ist.                                                           zonen der Mitgliedstaaten gemessen werden.
Es empfiehlt sich, die Ergebnisse der Konsultationen zwi­               ( 3 ) Ungeachtet des Absatzes 1 sind unvermeidbare Beifän­
schen den Delegationen der Gemeinschaft und der Färöer                  ge von Arten, für die in einer Zone keine Quote festgelegt
in die Praxis umzusetzen, um eine Unterbrechung der                     ist, innerhalb der Grenzen zulässig, die in den in der
gegenseitigen Fischereibeziehungen am 31 . Dezember 1990                betreffenden Zone geltenden Erhaltungsmaßnahmen festge­
zu vermeiden .                                                          legt sind.
Nach Artikel 3 der Verordnung (EWG) Nr. 170 / 83 hat der                (4) In einer Zone getätigte Beifänge von Arten, für die eine
Rat die zulässige Gesamtfangmenge für Drittländer sowie                 Quote in dieser Zone festgelegt ist, werden auf diese Quote
die besonderen Bedingungen für die Fangtätigkeit festzule­              angerechnet.
gen .
(!) ABl. Nr. L 24 vom 27 . 1 . 1983 , S. 1 .                            (4) ABl. Nr. L 207 vom 29 . 7 . 1987, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 302 vom 15 . 11 . 1985 , S. 1 .                          ( s) ABl. Nr. L 306 vom 11 . 11 . 1988 , S. 2 .
(3) ABl. Nr. L 226 vom 29. 8 . 1980, S. U.                              ( 6) ABl. Nr. L 132 vom 21 . 5 . 1987 , S. 9 .
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Nr . L 378 / 60                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                31 . 12 . 90
                           Artikel 2                               d) 16 für den Fang von Blauleng mit Schleppnetzen in den
                                                                         ICES-Unterabteilungen VI a (nördlich von 56°30'N)
 ( 1 ) Fischereifahrzeuge, die gemäß der in Artikel 1 festge­            und VI b ;
legten Quotenregelung fischen, haben die Erhaltungs- und
Kontrollmaßnahmen sowie die sonstigen Vorschriften über            e) 20 für den Fang von Blauem Wittling in der ICES-Ab­
die Fischereitätigkeit in den in Artikel 1 genannten Zonen              teilung VII (westlich von 12° W) und in den ICES-Un­
 zu beachten .                                                           terabteilungen VI a (nördlich von 56°30'N) und VI b;
                                                                   f) 3 für den Fang von Heringshai mit Langleinen in der
 (2) Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge füh­                gesamten Gemeinschaftszone außer NAFO 3 Ps,
 ren ein Fischereilogbuch, in das die in Anhang II genannten
 Angaben einzutragen sind.                                         g) 12 für den Fang von Kabeljau in der ICES-Unterabtei­
                                                                         lung III d; jedoch dürfen nicht mehr als 9 Fahrzeuge
                                                                         gleichzeitig fischen.
 ( 3 ) Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge über­
mitteln der Kommission die in Anhang III genannten Anga­
ben. Die Übermittlung erfolgt nach den Vorschriften dieses         (3 ) Jede Lizenz gilt nur für ein Fischereifahrzeug. Sind
Anhangs.                                                           mehrere Fischereifahrzeuge an einem Fangeinsatz beteiligt,
                                                                   so muß jedes von ihren eine Lizenz besitzen.
(4) Die in Absatz 1 bezeichneten Fischereifahrzeuge mit
Seewasserkühltanks führen ein von einer zuständigen                (4) Lizenzen können im Hinblick auf die Ausgabe neuer
Behörde beglaubigtes Dokument mit, dem sich entnehmen              Lizenzen aufgehoben werden. Die Aufhebung wird am Tag
läßt, welcher Füllmenge in Kubikmetern die am Tank in              vor der Ausgabe der neuen Lizenzen durch die Kommission
Abständen von 10 cm markierte Füllhöhe entspricht.                 wirksam . Die neuen Lizenzen gelten ab dem Ausgabetag.
                                                                   (5 ) Im Falle der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten nach
( 5) Die Kennbuchstaben und -Ziffern der in Absatz 1               Artikel 1 wird die Lizenz vor Ablauf ihrer Geltungsdauer
bezeichneten Schiffe müssen deutlich auf beiden Seiten des
                                                                   ganz oder teilweise zurückgezogen .
Schiffsbugs angebracht werden.
                                                                   ( 6 ) Bei Nichteinhaltung der Vorschriften dieser Verord­
                                                                   nung wird die Lizenz zurückgezogen .
                           Artikel 3
( 1 ) Die Ausübung der Fischereitätigkeit in den in Artikel 1      (7) Für Schiffe, bei denen die Vorschriften dieser Verord­
bezeichneten Gewässern im Rahmen der im selben Artikel             nung nicht eingehalten wurden, wird während eines Zeit­
festgelegten Quoten ist nur zulässig, wenn das Fischerei­          raums von längstens zwölf Monaten keine Lizenz ausge­
fahrzeug in Besitz einer von der Kommission im Namen der           stellt.
Gemeinschaft ausgestellten Lizenz ist und die darin genann­
ten Bedingungen eingehalten werden.
                                                                   ( 8 ) Fischereifahrzeuge, die am 31 . Dezember zum Fisch­
                                                                   fang berechtigt sind, dürfen ihre Fischereitätigkeit zu
( 2) Die Ausstellung von Lizenzen gemäß Absatz 1 erfolgt           Beginn des folgenden Jahres auf der Grundlage dieser
nur, wenn die Zahl der an einem Tag gültigen Lizenzen              Genehmigung fortsetzen, bis die neuen Verzeichnisse der
nicht höher ist als                                                Fischereifahrzeuge für das betreffende Jahr genehmigt wor­
                                                                   den sind .
a) 14 für den Fang von Makrelen in den ICES-Unterabtei­
      lungen Via (nördlich von 56°30'N),< VII e, f und h,
      von Sprotten in der ICES-Abteilung IV und in der
                                                                                               Artikel 4
      ICES-Unterabteilung VI a (nördlich von 56°30'N), von
      Stöcker in der ICES-Abteilung IV und den ICES-Unter­
      abteilungen VI a (nördlich von 56°30'N), VII e, f, h         Wird bei der Kommission ein Antrag auf Ausstellung einer
      und von Hering in der ICES-Unterabteilung VI a (nörd­        Lizenz gestellt, so sind folgende Angaben zu machen:
      lich von 56°30'N); 4 für den Fang von Hering in der          a) Name des Schiffes ,
      ICES-Unterabteilung III a N (Skagerrak);
                                                                   b ) Registriernummer ,
b) 15 für den Fang von Stintdorsch in der ICES-Abteilung
      IV und in der ICES-Unterabteilung VI a (nördlich von         c) außen angebrachte Kennziffern und -buchstaben ,
      56°30'N) und von Sandspierling in der ICES-Abtei­
      lung IV;                                                     d) Registerhafen,
c) 20 für den Fang von Leng, Lumb und Blauleng mit                 e) Name und Anschrift des Eigners bzw. Schiffscharte­
      Langleinen in den ICES-Unterabteilungen VI a (nörd­               rers ,
      lich von 56°30'N) und VI b ; jedoch dürfen nicht mehr
      als 10 Fahrzeuge gleichzeitig fischen;                       f) Tragfähigkeit in BRT und Länge über alles,
 ---pagebreak--- 31 . 12 . 90                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr.- L 378 / 61
g) Motorleistung,                                               2. Die Verwendung von Schleppnetzen und Ringwaden
                                                                    für den Fang pelagischer Fischarten ist von Samstag
h) Rufzeichen und Wellenfrequenz,                                   24 Uhr bis Sonntag 24 Uhr untersagt.
i) vorgesehene Fangmethode,
j ) vorgesehene Fangzone,
                                                                                          Artikel 6
k) Fischarten, die gefangen werden sollen,
1) Zeitraum , für den die Lizenz beantragt wird .               Bei einem ordnungsgemäß festgestellten Verstoß teilen die
                                                                Mitgliedstaaten der Kommission unverzüglich den Namen
                                                                des betreffenden Schiffes und die gegebenenfalls getroffenen
                          Artikel 5                             Maßnahmen mit.
Der Fischfang im Skagerrak innerhalb der in Artikel 1
bezeichneten Quoten unterliegt folgenden Bedingungen:
                                                                                          Artikel 7
1 . Der gezielte i Heringsfang für andere Zwecke als den
    menschlichen Verzehr ist untersagt.                         Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1991 in Kraft.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                 Mitgliedstaat .
                 Geschehen zu Brüssel am 20 . Dezember 1990 .             '
                                                                               Im Namen des Rates
                                                                                   Der Präsident
                                                                                   P. BUKMAN
 ---pagebreak--- Nr. L 378 / 62                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                    31 . 12 . 90
                                                                       ANHANG I
                                                            Fangquoten der Färöer ( 1991 )
         1 . Quoten für in der Gemeinschaftszone fischende Fahrzeuge der Färöer:
                                                                                                                          Menge
                             Arten                      Fischereizone: ICES-Abteilung/ Unterabteilung
                                                                                                                         (Tonnen)
             Leng, Lumb und Blauleng              VI a ('), VI b                                                          800 (2) (3)
             Blauleng                             VI a (»), VI b                                                          940 (4)
             Makrelen                             VI a (»), VII e, f, h                                                5 460 ( 10)
             Hering                               VI a (!)                                                                660
             Stöcker                              IV, VI a 0 ), VII tl f, h                                            7 000
             Stintdorsch                          IV , VI a ( J )                                             l
             Sprotte                              IV , VI a 0 )                                               |\      20 000 (5 )
                                                                                                              If
             Sandspierling                        IV                                                          Jl
             Blauer Wittling                      VI a ('), VI b , VII ( 6)                                           62 000 (7)
             anderer Weißfisch                  Il
             (nur Beifänge)                       IV , VIa (!)                                                            400
             Hering                               III a N (Skagerrak) ( 8)                                                500
             Heringshai                           Ganze Gemeinschaftszone außer NAFO 3 Ps                                 125 ( 2)
             Kabeljau                             III d
                                                                                                              L           340 (9)
             (')   Nördlich von 56°30' Nord .
             (2) Dürfen nur mit Langleinen gefischt werden .
             (3) Davon ist jederzeit ein zufälliger Fang anderer Arten von 20 % je Schiff in den ICES-Unterabteilungen VI a und VI b gestattet.
                   Dieser Satz darf jedoch während der ersten 24 Stunden nach Beginn der Fischerei auf einem bestimmten Fischgrund
                   überschritten werden. Die gesamten zufälligen Fänge anderer Arten in den ICES-Abteilungen VI a und VI b dürfen 75 Tonnen
                   nicht überschreiten .
             (4) Dürfen nur mit Schleppnetzen gefischt werden .
             (s) Die Gesamtquote (was Stintdorsch und Sandspierling betrifft, einschließlich unvermeidbarer Beifänge von Blauem Wittling)
                   schließt höchstens 2 000 Tonnen Sprotte ein.
                   Höchstens 6 000 Tonnen Stintdorsch dürfen in ICES VI a nördlich von 56°30' Nord gefischt werden , unter der
                   Voraussetzung, daß auf Anfrage der EWG genaue Angaben über Menge und Zusammensetzung etwaiger Beifänge gemacht
                   werden .
             («) Westlich von 12°00' West.
             (7) Fänge von Blauem Wittling dürfen unvermeidbare Beifänge von Glasauge enthalten.
             (') im Westen begrenzt durch eine Linie zwischen dem Leuchtturm von Hanstholm und dem Leuchtturm von Lindesnes und im
                   Süden durch eine Linie zwischen dem Leuchtturm Skagen und dem Leuchtturm von Tistlarna sowie von dort zu dem
                   nächstgelegenen Punkt der schwedischen Küste.
             (®) Zusätzliche Fangquote für 1991 , die den Färöern aufgrund des Fischereiabkommens zwischen den Färöern einerseits, und der
                   Deutschen Demokratischen Republik andererseits zusteht , und die in der in Artikel 1 dieses Abkommens definierten Zone zu
                   fischen ist.
             ( i°) Davon können 1 000 Tonnen zwischen dem 1 . Oktober und dem 31 . Dezember 1991 in den Gemeinschaftsgewässern der
                   ICES-Unterabteilung IV a gefangen werden .
        2. Gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Fischereiprotokolls EWG / Grönland (') festgesetzte Quoten für in grönländischen
             Gewässern fischende Fahrzeuge der Färöer ( nur zur Information ):
                                                                                                                          Menge
                             Arten                     Fischereizone: ICES-Abteilung oder NAFO-Zone
                                                                                                                         (Tonnen)
             Tiefseegarnelen                      NAFO 0/ 1 (2)                                                              160
             (Pandalus borealis)                  ICES XIV / V                                                               990
             Schwarzer Heilbutt                   NAFO 0 / 1                                                                 150
                                                  ICES XIV / V                                                               150
             Rotbarsch                            ICES XIV / V                                                               500
             Lodde                                ICES XIV / V                                                            10 000
             (>) ABI . Nr. L 252 vom 15 . 9 . 1990 , S. 2.
             (2) Südlich von 68° N.
 ---pagebreak--- 31 . 12 . 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. L 378 / 63
                                                               ANHANG II
             Beim Fischfang innerhalb der 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten, in der die Fischereivor­
             schriften der Gemeinschaft Anwendung finden, sind unmittelbar nach dem jeweiligen Vorgang die folgenden
             Angaben in das Fischereilogbuch einzutragen:
             1.      Nach jedem Hol
             1.1 .   die Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
             1.2 .   Datum und Uhrzeit des Hols,
             1.3 .   die Position, bei der die Fänge getätigt wurden,
             1.4.    die Fangmethode.
             2.      Nach jedem Umladen auf ein anderes oder von einem anderen Schiff
             2.1 .   der Hinweis „übernommen von" oder »umgeladen auf,
             2.2.    die umgeladene Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
             2.3 .   Name sowie äußere Identifizierungsbuchstaben und -nummern des Schiffes, auf das oder von dem die
                     Umladung erfolgt ist.
             3.      Nach jeder Anlandung in einem Hafen der Gemeinschaft
             3.1 .   Name des Hafens,
             3.2.    die angelandete Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht).
             4»      Nach jeder Übermittlung von Angaben an die Kommission der Europäischen Gemeinschaften
             4.1 .   Datum und Zeitpunkt der Übermittlung,
             4.2 .   Art der Meldung: IN , OUT , ICES , WKL oder 2 WKL ,
             4.3 .   bei Funkmeldungen: Name der Funkstation.
 ---pagebreak--- Nr. L 378 / 64                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        31 . 12 . 90
                                                             ANHANG III
             1.     Der Kommission der Europäischen Gemeinschaften sind folgende Angaben nach folgendem Zeitplan zu
                    übermitteln:
             1.1 .  Bei jeder Einfahrt in die 200-Seemeilen-Zone vor den Küsten der Mitgliedstaaten, für die die
                    Fischereivorschriften der Gemeinschaft gelten:
                    a) die Angaben nach Ziffer 1.5 ,
                    b) die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
                    c) das Datum und der ICES-Bereich, in dem der Kapitän mit dem Fischfang zu beginnen beabsich­
                        tigt.
                    Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag in die obengenannte
                    Zone, so genügt eine einzige Mitteilung bei der ersten Einfahrt.
             1.2.   Bei jeder Ausfahrt aus der unter Ziffer 1.1 bezeichneten Zone:
                    a) die Angaben nach Ziffer 1.5 ,
                    b) die im Schiffsraum befindliche Fangmenge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
                    c) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
                    d) der ICES-Bereich , in dem die Fänge getätigt worden sind,
                    e) die seit Einfahrt in die Zone auf andere Schiffe und / oder von anderen Schiffen umgeladene
                        Fangmenge nach Aften (in kg Lebendgewicht) und die Kennzeichen des Schiffes, auf das umgeladen
                        wurde,
                    f) die nach Einfahrt in die Zone in einem Hafen der Gemeinschaft angelandeten Mengen nach Arten
                        (in kg Lebendgewicht).
                    Erfordern die Fangtätigkeiten mehr als eine Einfahrt an einem bestimmten Tag in die unter Ziffer 1.1
                    genannten Zonen, so genügt eine einzige Mitteilung bei der letzten Ausfahrt.
             1 .3 . Bei der Fischerei auf Hering und Makrelen alle drei Tage ab dem dritten Tag nach der ersten Einfahrt in
                    die unter Ziffer 1.1 genannten Zonen und bei der Fischerei auf andere Arten als Hering und Makrele
                    wöchentlich ab dem siebten Tag nach der ersten Einfahrt in die unter Ziffer 1.1 genannten Zonen:
                    a) die Angaben nach Ziffer 1.5 ,
                    b) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
                    c) der ICES-Bereich , in dem die Fänge getätigt worden sind.
             1.4.   Bei jedem Wechsel des Schiffes von einem ICES-Bereich in einen anderen:
                    a) die Angaben nach Ziffer 1.5,
                    b) die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht),
                    c) der ICES-Bereich, in dem die Fänge getätigt worden sind.
             1.5 .  a) Name, Rufeeichen, Kennziffern und -buchstaben des Schiffes und Name des Kapitäns,
                    b)  Lizenznummer , wenn das Schiff eine Linzenz hat,
                    c)  laufende Nummer der Meldung während der betreffenden Fangreise,
                    d)  Kennzeichnung der Art der Meldung,
                    e)  Datum , Uhrzeit und Position des Schiffes.
             2.1 .  Die Angaben nach Ziffer 1 sind der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel
                    (Fernschreibanschrift 24189 FISEU-B) über eine der unter Ziffer 3 aufgeführten Funkstationen in der
                    unter Ziffer 4 angegebenen Form zu übermitteln.
             2.2.   Kann die Meldung aus Gründen höherer Gewalt nicht von dem Schiff übermittelt werden, so kann sie
                    von einem anderen Schiff im Namen dieses Schiffes durchgegeben werden .
             3.     Name der Funkstation                        Rufzeichen der Funkstation
                    Skagen                                      OXP
                    Blävand                                     OXB
                    Renne                                       OYE
 ---pagebreak--- 31 . 12 . 90                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. L 378 / 65
              Norddeich                                  DAF DAK
                                                         DAHDAL
                                                         DAI DAM
                                                         DAJ DAN
              Scheveningen                               PCH
              Oostende                                   OST
              North Foreland                             GNF
              Humber                                     GKZ
              Cullercoats                                GCC
              Wick                                       GKR
              Portpatrick                                GPK
              Anglesey                                   GLV
              Ilfracombe                                 GIL
              Niton                                      GNI
              Stonehaven                                 GND
              Portishead                                 GKA
                                                         GKB
                                                         GKC
              Land's End                                 GLD
              Valentia                                   EJK
              Malin Head                                 EJM
              Boulogne                                   FFB
              Brest                                      FFU
              St.-Nazaire                                FFO
              Bordeaux-Arcachon                          FFC
              Thorshavn                                  OXJ
              Bergen                                     LGN
              Farsund                                    LGZ
              Flore                                      LGL
              Rogaland                                   LGQ
              Tjøme                                      LGT
              Alesund                                    LGA
           4. Form der Mitteilungen
              Die Angaben nach Ziffer 1 müssen folgendes enthalten und in der nachstehenden Reihenfolge übermittelt
              werden:
              — Name des Fischereifahrzeugs,
              — Rufeeichen ,
              — am Schiffsrumpf angebrachte Kennbuchstaben und -Ziffern,
              — laufende Nummer der Meldung für die jeweilige Fangreise,
              — Angabe der Art der Meldung nach folgendem Code:
                  — Meldung bei der Einfahrt in eine der unter der Ziffer 1.1 bezeichneten Zonen: IN,
                  — Meldung bei der Ausfahrt aus einer der unter der Ziffer 1.1 bezeichneten Zonen: OUT ,
                  — bei Wechsel von einer ICES-Abteilung in eine andere: ICES ,
                  — wöchentliche Meldung: WKL,
                  — alle drei Tage vorzunehmende Meldung: 2 WKL,
              — Datum, Uhrzeit und Position ,
              — die ICES-Abteilung, in der die Fischereitätigkeit beginnen soll,
              — das Datum, an dem die Fischereitätigkeit beginnen soll ,
              — im Schiffsraum befindliche Fangmeqge nach Arten (in kg Lebendgewicht), unter Verwendung des unter
                  Ziffer 5 angegebenen Codes,
              — die seit der vorangegangenen Meldung gefangene Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht) unter
                  Verwendung des entsprechenden Codes nach Ziffer 5 ,
              — die ICES-Abteilung, in der die Fänge getätigt worden sind,
              — die Menge nach Arten (in kg Lebendgewicht), die seit der vorangegangenen Meldung von anderen Schiffen
                  bzw. auf andere Schiffe umgeladen worden ist,
              — Name und Rufnummer des Schiffes, auf das bzw. von dem umgeladen worden ist,
              — die seit der vorangegangenen Meldung in einem Hafen der Gemeinschaft an Land gebrachte Menge nach
                  Arten (in kg Lebendgewicht),
              — Name des Käpitans.
 ---pagebreak--- Nr . L 378 / 66                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       31 . 12. 90
          5.     Für die Angabe der an Bord befindlichen Arten in der unter Ziffer 4 vorgesehenen Form ist folgender Code zu
                 verwenden:
                 PRA    —
                           Tiefseegarnele (Pandalus borealis),
                 HKE    —
                           Seehecht (Merluccius merluccius),
                 GHL    _
                           Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides),
                 COD    —
                           Kabeljau (Gadus morhua),
                 HAD    —
                           Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus),
                 HAL    —
                           Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus),
                 MAC    —  Makrele (Scomber scombrus),
                 HOM    —
                           Stöcker (Trachurus trachurus ),
                 RNG    —
                           Rundnase Grenadierfisch (Coryphaenoides rupestris),
                 POK    —
                           Seelachs (Pollachius virens),
                 WHG    —
                           Wittling (Merlangus merlangus),
                 HER    —
                           Hering (Clupea harengus),
                 SAN    —
                           Sandaal (Ammodytes spp.),
                 SPR    —
                           Sprotte (Sprattus sprattus),
                 PLE    —
                           Scholle (Pleuronectes platessa),
                 NOP    —
                           Stintdorsch (Trisopterus esmarkii),
                 LIN    —
                           Leng (Molva molva),
                 PEZ    —
                           Garnele (Pandalidae),
                !ANE    —
                           Sardelle (Engraulis encrasicholus),
                 RED    —
                           Rotbarsch (Sebastes spp .),
                 PLA    —
                           Rauhe Scharbe (Hypoglossoides platessoides),
                 SQX    —
                           Kalmar (Illex spp.),
                 YEL    —
                           Kliesche (Limanda ferruginea ),
                 WHB    —
                           Blauer Wittling (Micromesistius poutassou),
                 TUN    —
                           Thun ( Thunnidae),
                 BLI    —
                           Blauleng (Molva dypterygia),
                 USK    —
                           Lumb ( Brosme brosme),
                 DGS    —
                           Dornhai (Squalus acanthias),
                 BSK    —
                           Riesenhai (Cetorinhus maximus),
                 POR     —
                           Heringshai (Lamma nasus),
                 SQC    —
                           Kalmar (Loligo spp.),
                 POA     —
                           Brachsenmakrele (Brama brama ),
                 PIL     —
                           Sardine (Sardina pilchardus),
                 CSH     —
                           Garnele (Crangon crangon),
                 LEZ    —
                           Migrain (Lepidorhombus spp.),
                 MNZ     —
                           Seeteufel (Lophius spp.),
                 NEP     —
                           Kaisergranat (Nephrops norvegicus),
                 POL    —
                           Pollack (Pollachius pollachius),
                 ARG    —
                           Glasauge (Argentina sphyraena),
                 OTH    —  andere .