CELEX: 62017CA0106
Language: de
Date: 2018-01-31 00:00:00
Title: Rechtssache C-106/17: Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 31. Januar 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Okręgowy w Szczecinie — Polen) — Paweł Hofsoe/LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG (Vorlage zur Vorabentscheidung — Justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen — Gerichtliche Zuständigkeit und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen — Verordnung [EU] Nr. 1215/2012 — Art. 11 Abs. 1 Buchst. b und Art. 13 Abs. 2 — Zuständigkeit für Versicherungssachen — Persönlicher Anwendungsbereich — Begriff „Geschädigter“ — Gewerbetreibender im Versicherungssektor — Ausschluss)

26.3.2018   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 112/5
            
         Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 31. Januar 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Okręgowy w Szczecinie — Polen) — Paweł Hofsoe/LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG
   (Rechtssache C-106/17) (1)
   
   ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen - Gerichtliche Zuständigkeit und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen - Verordnung [EU] Nr. 1215/2012 - Art. 11 Abs. 1 Buchst. b und Art. 13 Abs. 2 - Zuständigkeit für Versicherungssachen - Persönlicher Anwendungsbereich - Begriff „Geschädigter“ - Gewerbetreibender im Versicherungssektor - Ausschluss))
   (2018/C 112/07)
   Verfahrenssprache: Polnisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Sąd Okręgowy w Szczecinie
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Kläger: Paweł Hofsoe
   
      Beklagte: LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster AG
   
      Tenor
   
   Art. 13 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 Buchst. b dieser Verordnung dahin auszulegen, dass sich eine natürliche Person, deren gewerbliche Tätigkeit insbesondere in der Geltendmachung von Schadensersatzforderungen gegen Versicherer besteht und die sich auf einen mit dem Opfer eines Verkehrsunfalls geschlossenen Zessionsvertrag beruft, um vor einem Gericht des Mitgliedstaats des Wohnsitzes des Geschädigten Klage zu erheben gegen den Haftpflichtversicherer des Verursachers dieses Unfalls, dessen Sitz sich in einem anderen Mitgliedstaat befindet, nicht auf diese Bestimmung berufen kann.
   
      (1)  ABl. C 202 vom 26.6.2017.