CELEX: 51987PC0245
Language: de
Date: 1987-06-08
Title: VORSCHLAG FUER EINE VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES ZUR DURCHFUEHRUNG EINER REIHE VON ERHEBUNGEN UEBER DIE STRUKTUR DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN BETRIEBE IM ZEITRAUM 1988 BIS 1997

8. 7. 87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 179/3
                                                              II
                                                  (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
              Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Durchführung einer Reihe von Erhebun-
                     gen über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe im Zeitraum 1988 bis 1997
                                                     KOM(87) 245 endg.
                                  (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 5. Juni 1987)
                                                       (87/C 179/03)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                         Gleichwohl ist es notwendig, zumindest alle zehn Jahre
                                                                  eine Zählung (Vollerhebung) aller landwirtschaftlichen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-                   Betriebe durchzuführen, um die Basisdateien der Be-
päischen Wirtschaftsgemeinschaft,       insbesondere auf          triebe und die sonstigen für die Schichtung der Stichpro-
Artikel 43,                                                       ben erforderlichen Angaben auf den neuesten Stand zu
                                                                  bringen.
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                   Bei der Festsetzung der Modalitäten für die Gemein-
                                                                  schaftserhebung in den Jahren 1989/90 ist so weit wie
in Erwägung nachstehender Gründe:                                 möglich die Empfehlung der Organisation für Ernährung
                                                                  und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) zu
Die Entwicklungstendenzen der Strukturen der landwirt-            berücksichtigen, in der die Durchführung einer Welt-
schaftlichen Betriebe sind ein wesentlicher Faktor für die        landwirtschaftszählung etwa um das Jahr 1990 vorgese-
Ausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik. Es empfiehlt            hen ist.
sich daher, die seit 1966/67 auf Gemeinschaftsebene
durchgeführte Reihe von Erhebungen über die Struktur              Für die Zwecke der Agrarpolitik ist es angebracht, den
der landwirtschaftlichen Betriebe fortzusetzen.                   statistischen Diensten der Mitgliedstaaten und der Kom-
                                                                  mission ein neues System der Datenanalyse und der Ver-
Die Strukturentwicklung läßt sich jedoch auf Gemein-              breitung der Erhebungsergebnisse zur Verfügung zu stel-
schaftsebene nur dann untersuchen, wenn vergleichbare             len, das anpassungsfähiger und schneller ist als das bishe-
Daten für alle Mitgliedstaaten verfügbar sind. Infolge-           rige und dennoch die Arbeitsbelastung für die Mitglied-
dessen ist es notwendig, die bisherigen Harmonisierungs-
                                                                  staaten verringert.
und Synchronisierungsbemühungen fortzusetzen.
Es erscheint zweckmäßig, die für frühere Strukturerhe-            Es ist zu berücksichtigen, daß die Individualangaben der
bungen festgelegten Merkmale und Begriffsbestimmun-               statistischen Vertraulichkeit unterliegen.
gen soweit irgend möglich beizubehalten.
                                                                  Bei der Erarbeitung dieses neuen Systems ist es zweck-
Zur Beurteilung der Lage der Landwirtschaft in der Ge-            mäßig,
meinschaft und um die Entwicklung der Struktur der
landwirtschaftlichen Betriebe zu verfolgen, müssen regel-
                                                                  — einerseits die Vertraulichkeit der Einzelangaben in
mäßig statistische Erhebungen bei den landwirtschaft-
                                                                      angemessener Form zu gewährleisten, entsprechend
lichen Betrieben durchgeführt werden, die über eine ge-                den Rechtsvorschriften jedes Mitgliedstaats und in
wisse landwirtschaftlich genutzte Fläche verfügen oder in             Übereinstimmung mit der von den Leitern der Stati-
gewissem Umfang für den Verkauf erzeugen, oder deren                  stischen Ämter der Mitgliedstaaten vereinbarten ge-
Erzeugung gewisse natürliche Schwellen überschreitet.                 meinsamen Haltung,
In Anbetracht der Vielfalt der statistischen Dienststellen
der Mitgliedstaaten, der Leistungsfähigkeit der Stichpro-         — und andererseits eine enge Zusammenarbeit mit den
benerhebungsmethoden und der Notwendigkeit, zuver-                    Mitgliedstaaten bei der Datenanalyse sicherzustellen.
lässige Informationen zu vernünftigen Kosten zu gewin-
nen, ist es notwendig, den Mitgliedstaaten die Wahl zu            Um eine einheitliche Auswertung der Erhebungsergeb-
überlassen, ob sie die Erhebungen in Form einer Voll-             nisse zu gewährleisten und um den Informationserfor-
erhebung oder als Stichprobe durchführen, vorausge-               dernissen der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Land-
setzt, daß die Ergebnisse der Stichprobenerhebungen auf           wirtschaft zu entsprechen, bedarf es einer Koordinierung
den jeweiligen erforderlichen Aggregationsebenen zuver-           durch das Statistische Amt der Europäischen Gemein-
lässig sind.                                                      schaften.
 ---pagebreak--- Nr. C 179/4                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     8.7.87
Um die Durchführung dieser Verordnung zu erleichtern,                                        Artikel 4
ist weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten und der Kommission erforderlich. Sie er-         Die Mitgliedstaaten, die Erhebungen mittels Stichprobe
folgt insbesondere unter Mitwirkung des durch den Be-            durchführen, treffen die erforderlichen Maßnahmen,
schluß 72/279/EWG des Rates (*) eingesetzten Ständi-             damit die Ergebnisse auf den jeweiligen vorgesehenen
gen Agrarstatistischen Ausschusses (STAA) —                      Aggregationsebenen zuverlässig sind; das sind:
                                                                 — für die Grunderhebung: die in Artikel 8 genannten
                                                                      Regionen und Erhebungsbezirke, die „benachteilig-
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:                                     ten landwirtschaftlichen Gebiete" im Sinne des Arti-
                                                                      kels 3 der Richtlinie 75/268/EWG des Rates (2) und
                           Artikel 1                                  die „Berggebiete" im Sinne des Absatzes 3 des ge-
                                                                      nannten Artikels sowie die betriebswirtschaftlichen
Die Mitgliedstaaten führen im Rahmen des Statistischen                Einzelausrichtungen im Sinne der Entscheidung
Erhebungsprogramms der Europäischen Wirtschaftsge-                    85/377/EWG der Kommission (3), soweit diese ört-
meinschaft im Zeitraum von 1988 bis 1997 Erhebungen                   lich von Bedeutung sind;
über die Struktur der auf ihrem Gebiet liegenden land-
wirtschaftlichen Betriebe — im folgenden „Erhebungen"            — für die anderen Erhebungen: die in Artikel 8 genann-
genannt — durch. Die Bezugszeiträume dieser Erhebun-                  ten Regionen, die „benachteiligten landwirtschaft-
gen werden in den Artikeln 2 und 3 bestimmt.                          lichen Gebiete" im Sinne des Artikels 3 der Richtlinie
                                                                      75/268/EWG und die „Berggebiete" im Sinne des
                                                                      Absatzes 3 des genannten Artikels sowie die betriebs-
                          Artikel 2                                   wirtschaftlichen Einzelausrichtungen im Sinne der
                                                                      Entscheidung 85/377/EWG, soweit diese örtlich von
Die Mitgliedstaaten führen zwischem dem 1. Dezember
                                                                      Bedeutung sind.
1988 und dem 1. März 1991 im Rahmen der Empfeh-
lung der FAO über eine Weltlandwirtschaftszählung eine
Grunderhebung in einem oder mehreren Abschnitten als                                         Artikel 5
allgemeine Zählung (Vollerhebung) aller landwirtschaft-          Im Sinne dieser Verordnung sind:
lichen Betriebe durch; sie wird sich auf das Anbaujahr
beziehen, das der Ernte im Jahr 1989 oder 1990 ent-              a) Landwirtschaßlieber Betrieb: eine technisch-wirtschaft-
spricht.                                                             liche Einheit, die einer einheitlichen Betriebsführung
                                                                     unterliegt und landwirtschaftliche Produkte erzeugt;
Die Mitgliedstaaten können jedoch für gewisse Teile des          b) landwirtschaftlich genutzte Fläche: Gesamtheit von
Merkmalskatalogs eine Erhebung mittels Zufallsstich-                 Ackerland, Dauerwiesen und -weiden, Dauerkulturen
probe durchführen. Die durch eine Zufallsstichprobe er-              sowie Haus- und Nutzgärten.
zielten Ergebnisse werden hochgerechnet.
                                                                                             Artikel 6
Die Mitgliedstaaten können außerdem die Durchführung
der Grunderhebung um höchstens 12 Monate vorverle-               Von der Erhebung werden erfaßt:
gen oder verschieben; in diesem Fall führen sie, zusätz-         a) Landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaft-
lich zur Grunderhebung, eine Stichprobenerhebung                     lich genutzten Fläche von 1 ha oder mehr;
durch, die sich auf eines der beiden Anbaujahre bezieht.
                                                                 b) landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaft-
                                                                     lich genutzten Fläche von weniger als 1 ha, wenn sie
                          Artikel 3                                  in gewissem Umfang für den Verkauf erzeugen oder
Die folgenden Erhebungen über die Struktur der land-                 ihre     Erzeugungseinheiten      bestimmte   natürliche
wirtschaftlichen Betriebe werden in einem oder mehreren              Schwellen überschreiten.
Abschnitten als Vollerhebungen oder als Erhebungen
                                                                 Die Mitgliedstaaten, die eine andere Erhebungsschwelle
mittels Zufallsstichprobe durchgeführt, und zwar:
                                                                 verwenden wollen, verpflichten sich jedoch, diese
                                                                 Schwelle so festzulegen, daß nur die kleinsten Betriebe
a) zwischen dem 1. Dezember 1992 und dem 1. März
                                                                 ausgeschlossen werden, die zusammen 1 % oder weniger
    1994 für das Anbaujahr, das der Ernte 1993 ent-
                                                                 zum gesamten Standarddeckungsbeitrag im Sinne der
    spricht (Strukturerhebung 1993);
                                                                 Entscheidung 85/377/EWG des betreffenden Mitglied-
                                                                 staats beitragen.
b) zwischen dem 1. Dezember 1994 und dem 1. März
    1996 für das Anbaujahr, das der Ernte 1995 ent-
    spricht (Strukturerhebung 1995);                                                         Artikel 7
                                                                 (1)      Bei vergesellschafteten Kulturen wird die landwirt-
c) zwischen dem 1. Dezember 1996 und dem 1. März                 schaftlich genutzte Fläche auf die beteiligten Kulturen
    1998 für das Anbaujahr, das der Ernte 1997 ent-              nach dem Anteil an der Nutzung des Bodens aufgeteilt.
    spricht (Strukturerhebung 1997).
                                                                 (*) ABl. Nr. L 128 vom 19. 5. 1975, S. 1.
(') ABl. Nr. L 179 vom 7. 8. 1972, S. 1.                         (') ABl. Nr. L 220 vom 17. 8. 1985, S. 1.
 ---pagebreak---  8.7. 87                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 179/5
Das Verfahren für diese Aufteilung und etwaige Ausnah-
men von der allgemeinen Regel werden von den Mit-                                            Artikel 10
gliedstaaten im Einvernehmen mit der Kommission fest-
gelegt.                                                             Die Mitgliedstaaten übermitteln dem Statistischen Amt
                                                                    der Europäischen Gemeinschaften die durch die Voller-
Im übrigen wird die Fläche der vergesellschafteten Kul-             hebung und die Stichprobenerhebungen gesammelten In-
turen auch außerhalb der landwirtschaftlichen Nutz-                 formationen gemäß dem im Anhang 2 beschriebenen
fläche entsprechend den in Anhang 1 festgelegten Grup-              Verfahren, Eurofarm-Projekt genannt.
pierungen erhoben.
                                                                                             Artikel 11
(2)     Die Fläche der einander folgenden Nebenkulturen
wird getrennt von der „landwirtschaftlich genutzten                 Die Mitgliedstaaten erteilen dem Statistischen Amt der
Fläche" erfaßt.                                                     Europäischen Gemeinschaften alle gegebenenfalls von
                                                                    ihm gewünschten Auskünfte bezüglich Organisation und
Die einander folgenden Nebenkulturen sind entspre-                  Methodik der Erhebungen, die Gegenstand der vorlie-
chend den in Anhang 1 aufgeführten Gruppierungen ein-               genden Verordnung sind; sie liefern insbesondere den
zeln anzugeben.                                                     Zeitplan für die Durchführung der Datenerhebung an
                                                                    Ort und Stelle.
                          Artikel 8
(1)     Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen                                       Artikel 12
Maßnahmen, damit die durch die Erhebungen im Zeit-
                                                                    Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften
raum 1988—1991 gesammelten Daten dem Merkmalska-
                                                                    sorgt in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten für die
talog im Anhang 1 entsprechen. Der für die Erhebungen
                                                                    Verbreitung der Erhebungsergebnisse in Tabellenform.
 1993 bis 1997 zu benutzende Merkmalskatalog wird ent-
                                                                    Die Modalitäten der Zusammenarbeit werden in den zu-
sprechend dem in Artikel 13 vorgesehenen Verfahren
                                                                    ständigen Ausschüssen und Arbeitsgruppen festgelegt.
festgelegt.
(2)     Als Definitionen in bezug auf die genannten                                          Artikel 13
Merkmale sowie in bezug auf die Regionen und Erhe-
                                                                    (1)    Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfah-
bungsbezirke gelten diejenigen, die in der Entscheidung
                                                                    ren Bezug genommen, so befaßt der Vorsitzende den
83/461 /EWG (1), geändert durch die Entscheidungen
                                                                    Ständigen Agrarstatistischen Ausschuß, im folgenden
85/622/EWG (2) und 85/643/EWG Q enthalten sind;
                                                                    „Ausschuß" genannt, von sich aus oder auf Antrag des
etwaige Änderungen werden nach dem in Artikel 13 vor-
                                                                    Vertreters eines Mitgliedstaats mit der Angelegenheit.
gesehenen Verfahren festgelegt.
                                                                    (2)    Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem
(3)     Falls im Rahmen der Anwendung der Gemein-
                                                                    Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen.
schaftstypologie für landwirtschaftliche Betriebe für
                                                                    Der Ausschuß nimmt zu diesem Entwurf innerhalb einer
einige Mitgliedstaaten Standarddeckungsbeiträge für Un-
                                                                    Frist Stellung, die der Vorsitzende je nach der Dringlich-
terteilungen bestimmter, im Anhang 1 aufgelisteter
                                                                    keit der betreffenden Frage bestimmen kann. Die Stel-
Merkmale festgelegt worden sind, erheben die davon be-
                                                                    lungnahme kommt mit einer Mehrheit von 54 Stimmen
troffenen Mitgliedstaaten alle Informationen, die not-
                                                                    zustande, wobei die Stimmen der Mitgliedstaaten nach
wendig sind, um diese Standarddeckungsbeiträge anwen-
                                                                    Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages gewogen werden.
den zu können.
                                                                    Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
                          Artikel 9                                 (3)    Die Kommission erläßt Maßnahmen, die sofort
Die Mitgliedstaaten treffen alle zur Durchführung der               anwendbar sind. Entsprechen diese Maßnahmen nicht
Erhebung in ihrem Hoheitsgebiet geeigneten Maßnah-                  der Stellungnahme des Ausschusses, so werden sie dem
men, insbesondere                                                   Rat von der Kommission alsbald mitgeteilt. In diesem
                                                                    Fall kann die Kommission die Anwendung der von ihr
a) erstellen sie die Erhebungsbogen für die Erhebung                beschlossenen Maßnahmen bis zur Dauer von höchstens
    der Informationen entsprechend der Merkmalsliste im             einem Monat nach dieser Mitteilung aussetzen.
    Anhang 1.
                                                                    Der Rat kann mit qualifizierter Mehrheit binnen einem
b) prüfen sie nach, ob die Erhebungsbogen vollständig               Monat anders entscheiden.
    ausgefüllt und die Antworten wahrscheinlich sind; sie
    veranlassen erforderlichenfalls — und soweit möglich                                     Artikel 14
    — Ergänzungen für fehlende Angaben und Berichti-
    gungen ungenauer Angaben.                                       Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffent-
                                                                    lichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in
                                                                    Kraft.
0) ABl. Nr. L 251 vom 12. 9. 1983, S. 100.
(2) ABl. Nr. L 379 vom 31. 12. 1985, S. 15.                         Diese Verordnung ist in allen Teilen verbindlich und gilt
O ABl. Nr. L 379 vom 31. 12. 1985, S. 61.                           unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
 ---pagebreak--- Nr. C 179/6                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              8. 7. 87
                                                                  ANHANG        1
                                                          MERKMALSKATALOG
            A. Geographische Lage des Betriebs
                01 Erhebungsbezirk
                02 Benachteiligtes Gebiet                                                                  ja/nein
                    a) Berggebiet                                                                          ja/nein
            B. Rechtspersönlichkeit und Verwaltung des Betriebs (am Tag der Befragung)
                01 Liegt die rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung für den Betrieb in den
                    Händen einer natürlichen Person?                                                       ja/nein
                02 Wenn ja, ist diese Person (Betriebsinhaber) zugleich der Betriebsleiter?                ja/nein
                    a) Falls die Antwort zur Frage B/02 „nein" ist, ist der Betriebsleiter ein Familien-
                        angehöriger des Betriebsinhabers?                                                  ja/nein
                03 Landwirtschaftliche Berufsausbildung des Betriebsleiters
                    — ausschließlich praktische Erfahrung                                                  ja/nein
                    — Grundschule                                                                          ja/nein
                    — Höhere Schule                                                                        ja/nein
                    — Hochschul- und/oder Universitätsstudium                                              ja/nein
                04 Besteht für den Betrieb eine Buchführung?                                               ja/nein
                05 Ist der Betrieb im Verlauf der letzten zehn Jahre vor der Erhebung durch einen
                    Betriebsentwicklungsplan oder einen Betriebsverbesserungsplan mit öffentlichen
                    Mitteln gefördert worden?                                                              ja/nein
            G Besitzverhältnisse (auf den Betriebsinhaber bezogen) und Betriebsflächenzersplitterung
                Landwirtschaftlich genutzte Fläche:                                                          ha/a
                01 in Eigentum                                                                                /
                02 in Pacht                                                                                   /
                03 in Teilpacht oder in anderen Besitzformen                                                  /
                04 Zahl der Teilstücke, aus denen die landwirtschaftlich genutzte Fläche besteht (')          /
                                                                                                         Darunter:
                                                                                                         bewässerte
                                                                                                          Fläche O
                                                                                                ha/a         ha/a
            D. Ackerland
                 Getreide zur Körnergewinnung (einschließlich Saatgut):                          /            /
                 01 Weichweizen und Spelz                                                        /
                 02 Hartweizen                                                                   /
                 03 Roggen                                                                       /
                 04 Gerste                                                                       /
                 05 Hafer                                                                        /
                 06 Körnermais                                                                   /            /
                07 Reis                                                                          /
                08 Sonstige Getreide                                                             /
            (') Fakultativ für die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Irland und Dänemark.
            (2) Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal.
 ---pagebreak--- 8. 7. 87                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 179/7
                                                                                                       Darunter:
                                                                                                       bewässerte
                                                                                                        Fläche (')
                                                                                            ha/a           ha/a
              09 Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung (einschließlich                 Saatgut
                 und Gemenge von Hülsenfrüchten mit Getreide):                               /
                 a) darunter im Reinanbau für Futterzwecke: Erbsen, Puff- und
                      Ackerbohnen, Wicken, Süßlupinen                                        /   .....
                 b) andere (im Reinanbau und als Gemenge)                                    /
              10 Kartoffeln (einschließlich Früh- und Pflanzkartoffeln)                      /              /      ,
              11 Zuckerrüben (ohne Saatgut)                                                  /
              12 Futterhackfrüchte (ohne Saatgut)                                            /
              13 Handelsgewächse (einschließlich Saatgut für Ölsaaten; ohne
                 Saatgut für Textilpflanzen, Hopfen, Tabak und sonstige Han-
                 delsgewächse)                                                               /              /
                 darunter:
                 a) Tabak                                                                    /
                 b) Hopfen                                                                   /
                 c) Baumwolle (2)                                                            /
                 d) andere Ölsaaten oder Textilpflanzen und sonstige Handels-
                      gewächse :
                        i) Ölsaaten (insgesamt)                                              /
                           darunter:
                           — Raps und Rübsen                                                 /
                           — Sonnenblumen (')                                                /              /
                           — Soja(')                                                         /              /
                       ii) Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen (3)                               /
                      iii) andere Handelsgewächse                                            /
                           darunter:
                           — Zuckerrohr (4)                                                  /
              Gemüse, Melonen, Erdbeeren:
              14 — im Freiland oder unter flachen (nicht betretbaren) Schutzab-
                      deckungen                                                              /              /
                      darunter:
                      a) Feldanbau                                                           /
                      b) Gartenbaukulturen                                                   /
              15 — unter Glas oder anderen hohen (betretbaren) Schutzeinrich-
                      tungen                                                                 /
              Blumen und Zierpflanzen (ohne Baumschulen):
              16 — im Freiland oder unter flachen (nicht betretbaren) Schutzab-
                      deckungen                                                              /
              17 — unter Glas oder anderen hohen (betretbaren) Schutzeinrich-
                      tungen                                                                 /
              18 Futterpflanzen:                                                             /              /
                 a) Ackerwiesen und -weiden                                                  /
                 b) sonstige                                                                 /
         (*) Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal.
         (2) Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien und Italien.
         (') Fakultativ für das Vereinigte Königreich.
         (*) Fakultativ, außer für Spanien und Portugal.
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                                                                                                       Darunter:
                                                                                                       bewässerte
                                                                                                       Fläche O
                                                                                               ha/a
                 19 Sämereien und Pflanzgut auf dem Ackerland (ohne Getreide,
                      Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Ölsaaten)                                    I....
                 20 sonstige Kulturen auf dem Ackerland                                         /....
                 21 Schwarzbrache                                                                I....
            E. Haus- und Nutzgärten (')                                                         /....
            F. Dauergrünland (2)                                                                /....
                01 Dauerwiesen und -weiden ohne ertragsarme Weiden                              /....
                02 ertragsarme Weiden                                                           /....
            G. Dauerkulturen
                01 Obstanlagen (einschließlich Beerenobstanlagen)                               /....
                     a) Obst-(Frischobst) und Beerenarten der gemäßigten Klima-
                         zonen                                                                  I ....
                     b) Obst- und Beerenarten der subtropischen Klimazonen (J)                  /....
                                             3
                     c) Schalenobstarten ( )                                                     I....
                02 Zitrusanlagen                                                                /....
                03 Olivenanlagen                                                                /....
                     a) normalerweise zur Erzeugung von Tafeloliven bestimmt                    /....
                     b) normalerweise zur Erzeugung von Olivenöl bestimmt                        I....
                04 Rebanlagen                                                                   /....
                     davon Erträge normalerweise bestimmt für:
                     a) Qualitätswein                                                           /....
                     b) anderen Wein                                                            /....
                     c) Tafeltrauben                                                             I....
                     d) Rosinen (4)                                                              I....
                05 Reb- und Baumschulen                                                         /....
                06 sonstige Dauerkulturen                                                       /....
                07 Dauerkulturen unter Glas (5)                                                  I....
            H. Sonstige Hächen
                 01 + 03 Nicht genutzte landwirtschaftliche Flächen (landwirt-
                            schaftliche Flächen, die aus wirtschaftlichen, sozialen
                            oder sonstigen Gründen nicht mehr bewirtschaftet werden
                            und außerhalb der Fruchtfolge liegen) und sonstige Flä-
                            chen (Gebäude und Hofflächen, Wege, Gewässer, Stein-
                            brüche, Unland, Felsen usw.)                                        /....
            (') Fakultativ für das Vereinigte Königreich.
            (2) Italien und Griechenland können die Positionen 01 und 02 zusammenfassen.
            (3) Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal.
            (*) Fakultativ, außer für Griechenland und Spanien.
            (s) Fakultativ für Portugal.
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                                                                                                   Darunter:
                                                                                                   bewässerte
                                                                                                   Fläche (')
                                                                                            ha/a      ha/a
              02 Forstfläche                                                                 /..
                  davon:
                   a) nicht kommerziell (3)                                                   /.
                  b) kommerziell (3)                                                         /..
                      und/oder
                  c) Laubwald (3)                                                            /..
                  d) Nadelwald O                                                             /..
                  e) Mischwald (J)                                                           /..
                                                                                                      ha/a
         I. Vergesellschaftete Kulturen und Folgekulturen, Champignons, Bewässerung, Gewächs-
             häuser
             01 Einander folgende Nebenkulturen, ausgenommen Futterpflanzen (ohne Anbau von
                 Gartenbaukulturen oder Kulturen unter Glas)                                           /
                 darunter:
                 a) Getreide (D/01) bis (D/08)                                                         /
                 b) Hülsenfrüchte (D/09)                                                               /
                 c) Ölsaaten (D/13 i)                                                                  /
                 d) sonstige einander folgende Nebenkulturen                                           /
             02 Champignons                                                                            /
             03 Bewässerte Fläche                                                                      /
             04 Grundfläche der genutzten Gewächshäuser                                                /
             05 Vergesellschaftete Kulturen (')                                                        /
                 a) Landwirtschaftliche Kulturen (einschließlich Grünland) — Forstpflanzen (2)         /
                 b) Dauerkulturen — Kulturen auf Zeit (2)                                              /
                 c) Dauerkulturen — Dauerkulturen (2)                                                  /
                 d) sonstige (2)                                                                       /
         J. Viehbestand (am Erhebungsstichtag)                                                   Zahl der Tiere
             01 Einhufer
             Rinder:
             02 unter einem Jahr
                 a) männlich (J)
                 b) weiblich (J)
             von 1 Jahr bis unter 2 Jahren
             03 männliche Tiere
             04 weibliche Tiere
             2 Jahre und älter
             05 männliche Tiere
             06 Färsen
         (') Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal.
         O Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Italien und Portugal.
         (3) Fakultativ.
 ---pagebreak--- Nr. C 179/10                                Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                              8. 7. 87
                                                                                                      Zahl der Tiere
              07 Milchkühe
               08 sonstige Kühe
               Schafe und Ziegen:
               09 Schafe (jeden Alters)
                  a) Mutterschafe
                  b) sonstige Schafe
               10 Ziegen (jeden Alters)                                                             .
                  a) weibliche Zuchttiere (')
                  b) sonstige Ziegen (l)
               Schweine:
               11 Ferkel mit einem Lebendgewicht unter 20 kg
               12 Mutterschweine von 50 kg und mehr
               13 andere Schweine
               Geflügel:
               14 Masthähnchen und -hühnchen
               15 Legehennen
               16 sonstiges Geflügel (Enten, Truthühner, Gänse und Perlhühner)
               17 Mutterkaninchen (2)
                                                                                                        Zahl der
                                                                                                      Bienenstöcke
               18 Bienen (3)
               19 sonstige Tiere (3)                                                                     ja/nein
           (') Fakultativ, außer für Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Portugal.
           (2) Fakultativ für die Bundesrepublik Deutschland, das Vereinigte Königreich und Irland.
           (') Fakultativ.
 ---pagebreak--- 8. 7. 87                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 179/11
                                     K. Schlepper, Einachsschlepper, Maschinen und Einrichtungen
                                                                                            In den 12 Monaten vor dem Tag
                                                                  Am Tag der Befragung
                                                                                                       der Befragung
                                                                                            Benutzung in mehreren Betrieben
                                                                                            (im Besitz eines anderen Betriebs,
                                                                                               einer Genossenschaft oder im
                                                               Im Alleinbesitz des Betriebs      gemeinschaftlichen Besitz)
                                                                                              im Besitz eines landwirtschaft-
                                                                                                 lichen Lohnunternehmens
                                                                           Anzahl                       (ankreuzen)
                                                              nach Leistungs-
                                                                   klassen
                                                                    (Kw)
                                                            £   V   V  S
                                                            V    1 1 Al
          01     Vierradschlepper, Kettenschlepper,
                 Geräteträger
          02     Einachsschlepper,      Motorhacken,
                 Motorfräsen und Motormäher (')
         03      Mähdrescher
         04      Feldhäcksler
         05      Kartoffelerntemaschinen     (vollme-
                 chanisierte)
         06      Zuckerrübenerntemaschinen      (voll-
                 mechanisierte)
         07      Haben Sie eine (feststehende oder
                 bewegliche) Melkmaschinenanlage?
         08      Haben Sie        einen  gesonderten
                 Melkstand?
         08      a) Wenn ja, ist dieser vollautoma-
                    tisch?
         ( l ) Fakultativ für Dänemark.
 ---pagebreak--- Nr. C 179/12                                                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                           8. 7. 87
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                         SO                                                                        !2 ^
                          ^                                                                          ^-
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                                                                                                     OS
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                                                                                                       1
                               1
                          ^.                                                                         ^
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                                                                                          O.
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                             * •
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                             O                                                                       c-
                             3                                                                       1
                             ^.                                                                      ^.
                             T
                              1                                                                      7i
    c
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                                   1                                                                 T
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                              V                                                                       V
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                                                                                                           HH        rt   UH       CS
                                                                                                                                        's^
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                                                                               a
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                                                                              JS
                                                                                                           chäftigte      chäftigte
                                                                                                                                                "c
                                                                                                                                                     |c                  1
                     u                                                        W
                                                                                                           etriebsinl     etriebsinl    .11          •SP et                £
                                                                              &                                                         ^s ..        J2       £>          U Ji                                    •3 2
                                                                                                                                                     mäßig besc          ;elmäßig bes
                                                                                                           ja    u        ja    iu      "5 ^
                     •13                                                      £                            Ander e im Betrie                                                                       -S   -s   t* =3 n
                     11
                     ,3
                                                       ja
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                                                                               u -S
                                                                                  c
                                                                                                           lienan gehörige d
                                                                                                           männl ich o o
                                                                                                           Ander e im Betrie
                                                                                                                                        |J2
                                                                                                                                        .SPJI
                                                                                                                                                     e Arbeitskräf       e Arbeitskräf   J3
                                                                                                                                                                                              J3
                                                                                                                                                                                                   < ffi
                                                                                                                                                                                                    U> S 3 8
                                                                                                                                                                                                   _3 3 'S 012
                                                                                                                                                                                                              c
                                                                                                                                                                                                                •S.a
                                                       Ja       'Sw
                                                                PQ            11                           lienan gehörige d
                                                                                                           weiblich 0) 0
                                                                                                                                         60 E         «"§
                                                                                                                                                      bo E                &c
                                                                                                                                                                          Ja E
                                                                                                                                                                                         "c
                                                                                                                                                                                         1
                                                                                                                                                                                          C
                                                                                                                                                                                              3
                                                                                                                                                                                                   W
                                                                                                                                                                                                      •e
                                                                                                                                                                                                      «5•3 ä O,
                                                                                                                                                                                                                  c
                                                                                                                                                                                                   <    O    <    w   O
                                                                                                                                                     ja
                                                                                                                                         rt
                                                                                                                                        • *                                                   vO
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 ---pagebreak--- 8.7.87                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              Nr. C 179/13
       L 07    Falls der Betriebsinhaber zugleich auch Leiter des Betriebes ist, übt er eine außerbetriebliche Er-
               werbstätigkeit aus?
                    hauptberuflich?
                                                                        Zutreffendes ankreuzen
                    nebenberuflich?
       L 08    Übt der im Betrieb beschäftigte Ehegatte des Betriebsinhabers eine außerbetriebliche Erwerbstätig-
               keit aus?
                    hauptberuflich?
                                                                        Zutreffendes ankreuzen
                    nebenberuflich?
       L 09    Üben die sonstigen, im Betrieb beschäftigten Familienangehörigen des Betriebsinhabers eine außer-
               betriebliche Erwerbstätigkeit aus?
                    hauptberuflich?
                                                                        Anzahl der Personen
                    nebenberuflich?
       L 10 Gesamtzahl der unter L01 bis L06 nicht aufgeführten äquivalent vollzeitlichen Arbeitstage (land-
               wirtschaftliche Tätigkeit), die von nicht unmittelbar vom Betrieb beschäftigten Personen geleistet
               wurden (z. B. Beschäftigte von Lohnunternehmen) (').
                                       Zahl der äquivalent vollzeitlichen Arbeitstage in den 12 Monaten vor dem Tag
                                       der Befragung einsetzen (')•
       LH      Falls der Betriebsinhaber 55 Jahre alt oder älter ist, ist ein Nachfolger
               innerhalb der Familie des Betriebsinhabers für die Übernahme der Be-
               triebsleitung vorhanden?                                                                    ja/nein/unbekannt
       (') Fakultativ für diejenigen Mitgliedstaaten, die in der Lage sind, auf einzelstaatlicher Ebene für dieses Merkmal eine
           globale Schätzung anzugeben.
       (2) Das Vereinigte Königreich kann unter dieser Position die Zahl der Arbeitswochen äquivalent angeben.
 ---pagebreak--- Nr. C 179/14                               Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                                    8.7.87
                                                              ANHANG     2
                                                       PROJECT EUROFARM
            Beschreibung
             1. Das Projekt Eurofarm ist ein Netz von Datenbanken, das die Auswertung der Gemeinschaftserhebun-
                 gen über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe für die Zwecke der gemeinsamen Agrarpolitik
                 erlaubt.
                 Die Konzeption und die Verwirklichung dieses Projekts werden in enger Abstimmung zwischen den
                 statistischen Diensten der Mitgliedstaaten und der Kommission sowie mit Unterstützung der letzteren
                 durchgeführt.
             2. Die Datenbanken des Projekts Eurofarm sind:
                — Die Datenbank für Individualdaten (BDI), welche — nach Wahl der Mitgliedstaaten — die Daten
                     enthalten, soll entweder für die Gesamtheit der Betriebe oder für eine repräsentative Stichprobe der
                     erfaßten Betriebe, die es ermöglicht, die Analysen auf regionaler Ebene gemäß Artikel 4 der vorlie-
                     genden Verordnung durchzuführen.
                — Die Tabellendatenbank (BDT), welche die Ergebnisse der Erhebung, dargestellt in Form von stati-
                     stischen Tabellen, enthalten soll. Der Inhalt der Tabellenbank wird entsprechend dem Verfahren,
                     das in Artikel 13 der vorliegenden Verordnung vorgesehen ist, festgelegt.
          - Standort der Datenbanken
             3. Die Datenbank für Individualdaten (BDI) wird für alle Mitgliedstaaten, außer für die Bundesrepublik
                Deutschland, in einem Datenverarbeitungszentrum der Kommission angesiedelt, wobei Zugang und
                Verwaltung unter der Verantwortung von Eurostat stehen.
             4. Die Tabellendatenbank BDT wird in einem Datenverarbeitungszentrum der Kommission angesiedelt.
            Verfahren der Übermittlung von Individualdaten an Eurostat
             5. Die Individualdaten werden unter Verwendung eines von Eurostat in Abstimmung mit den Mitglied-
                staaten festgelegten einheitlichen Codes übermittelt, und zwar innerhalb der Fristen, die gemäß dem in
                Artikel 13 der vorliegenden Verordnung vorgesehenen Verfahren festgelegt werden.
             6. Abweichend davon übermittelt die Bundesrepublik Deutschland keine Individualdaten; sie verpflichtet
                sich, diese Daten innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach Abschluß der Arbeiten zur Datenerhe-
                bung vor Ort zentral auf Magnetträger in einem einzigen Datenverarbeitungszentrum zu speichern.
            Verfahren für die Übermittlung von Tabellendaten
             7. Falls ein Mitgliedstaat eine Vollerhebung durchführt, verpflichtet sich Eurostat
                — entweder die die Gesamtheit der erhobenen Betriebe betreffenden Daten,
                — die unter Ziffer 15 vorgesehenen Ad-hoc-Tabellen.
                zu erstellen.
             8. Falls es Eurostat mit den zur Verfügung stehenden Daten nicht möglich ist, alle oder einen Teil der
                unter Ziffer 7 genannten Tabellen zu erstellen, verpflichten sich die Mitgliedstaaten zur Übermittlung:
                — der für die Tabellendatenbank (BDT) fehlenden Tabellen innerhalb von 3 Monaten nach der Frist
                     für die Übermittlung der unter Ziffer 5 genannten Individualdaten;
                — der Ad-hoc-Tabellen, auf der Grundlage der in Anlage I durchgeführten Merkmale, innerhalb von
                     Fristen, die zwischen Eurostat und den Mitgliedstaaten festgelegt werden.
             9. Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, gleichzeitig mit den Individualdaten Kontrolltabellen zu übermit-
                teln, deren Inhalt von Eurostat in Abstimmung mit ihnen festgelegt wird.
 ---pagebreak--- 8.7.87                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 179/15
       Wahrung der Vertraulichkeit der Individualdaten
       10. Die Individualdaten müssen Eurostat in anonymer Form übermittelt werden, welche die direkte Identi-
           fizierung der Betriebe nicht zuläßt.
       11. Die Kommission ergreift im Rahmen ihrer EDV-Architektur geeignete Maßnahmen, um die Vertrau-
           lichkeit der Daten sicherzustellen.
       12. Der Zugang zu den Individualdaten ist auf die Personen beschränkt, die innerhalb von Eurostat mit
           der Anwendung der vorliegenden Verordnung betraut sind.
       13. Die in Ziffer 14 genannten Tabellen dürfen keine direkte oder indirekte Identifizierung der Betriebe
           ermöglichen.
       Verwendung der Daten und Verbreitung der Ergebnisse
       14. Eurostat verpflichtet sich, die von den Mitgliedstaaten übermittelten Individualdaten nur zu statisti-
           schen Zwecken zu verwenden. Jede Verwendung zu Verwaltungszwecken ist ausgeschlossen.
           Die Individualdaten dienen zur Ausarbeitung
           — der in der Tabellendatenbank (BDT) enthaltenen Tabellen,
           — der Ad-hoc-Tabellen.
       15. Unter Ad-hoc-Tabellen sind die Tabellen zu verstehen,-die ursprünglich im Gemeinschaftsprogramm
           zur Festlegung des Inhalts der Tabellendatenbank (BDT) nicht vorgesehen waren, deren Erstellung auf
           der Grundlage der Merkmale in Anhang 1 jedoch zur Deckung des Informationsbedarfs der Kom-
           mission und der Mitgliedstaaten angefordert wird.
       Abstimmung
       16. Eurostat und die Mitgliedstaaten arbeiten ein Abstimmungsverfahren aus,
           — um die Vertraulichkeit und die statistische Zuverlässigkeit der auf der Grundlage der Individualda-
               ten erstellten Informationen zu garantieren;
           — um die Mitgliedstaaten über die Verwendung dieser Daten zu informieren.
           Die von Eurostat auf Wunsch eines Mitgliedstaats erstellten Ad-hoc-Tabellen werden allen anderen
           Mitgliedstaaten zur Kenntnisnahme übermittelt.