CELEX: 42013X0327(02)
Language: de
Date: 2013-03-27 00:00:00
Title: Änderungen 2013 an der Regelung Nr. 58 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von: I. Einrichtungen für den hinteren Unterfahrschutz — II. Fahrzeugen hinsichtlich des Anbaus von Einrichtungen eines genehmigten Typs für den hinteren Unterfahrschutz — III. Fahrzeugen hinsichtlich ihres hinteren Unterfahrschutzes

27.3.2013   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 89/34
            
         Nur die von der UN/ECE verabschiedeten Originalfassungen sind international rechtsverbindlich. Der Status dieser Regelung und das Datum ihres Inkrafttretens sind der neuesten Fassung des UN/ECE-Statusdokuments TRANS/WP.29/343 zu entnehmen, das von folgender Website abgerufen werden kann:
   http://www.unece.org/trans/main/wp29/wp29wgs/wp29gen/wp29fdocstts.html
   Änderungen 2013 an der Regelung Nr. 58 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von:
   
               I.
            
            
               Einrichtungen für den hinteren Unterfahrschutz
            
         
               II.
            
            
               Fahrzeugen hinsichtlich des Anbaus von Einrichtungen eines genehmigten Typs für den hinteren Unterfahrschutz
            
         
               III.
            
            
               Fahrzeugen hinsichtlich ihres hinteren Unterfahrschutzes
            
         Änderungen an der Regelung Nr. 58, veröffentlicht im ABl L 232 vom 30.8.2008
   
   Einschließlich:
   
                
            
            
               Ergänzung 1 zur Änderungsserie 02 — Tag des Inkrafttretens: 26. Juli 2012
            
         
                
            
            
               Berichtigung 1 zur Änderung 1 zur Revision 2 der Regelung — Tag des Inkrafttretens: 26. Juli 2012
            
         
                
            
            
               Ergänzung 2 zur Änderungsserie 02 — Tag des Inkrafttretens: 18. November 2012
            
         
                
            
            
               Ergänzung 3 zur Änderungsserie 02 — Tag des Inkrafttretens: 15. Juli 2013
            
         
      Änderungen am Hauptteil der Regelung
   
   Absatz 1.1.1 erhält folgende Fassung:
   
               „1.1.1.
            
            
               TEIL I: die Einrichtungen für den hinteren Unterfahrschutz, die für den Anbau an Fahrzeugen der Klassen M, N und O1 bestimmt sind;“.
            
         Absatz 1.1.2 erhält folgende Fassung:
   
               „1.1.2.
            
            
               TEIL II: den Anbau von nach Teil I dieser Regelung genehmigten Einrichtungen für den hinteren Unterfahrschutz an Fahrzeugen der Klassen M, N und O1, die nach Teil I dieser Regelung typgenehmigt wurden;“.
            
         Absatz 1.1.3 erhält folgende Fassung:
   
               „1.1.3.
            
            
               TEIL III: Fahrzeuge der Klassen M, N und O1, die mit einer nicht speziell nach dieser Regelung genehmigten Einrichtung für den hinteren Unterfahrschutz ausgerüstet oder so beschaffen und/oder ausgerüstet sind, dass angenommen werden kann, dass ihre Bauteile vollständig oder teilweise die Aufgaben einer Einrichtung für den hinteren Unterfahrschutz erfüllen.“
            
         Es wird ein neuer Absatz 1.1.4 eingefügt (einschließlich Fußnote (1)), der folgende Fassung erhält:
   
               „1.1.4.
            
            
               Fahrzeuge der Klassen M1, M2, M3, N1, O1 und O2
                  1 aus Gründen des Unterfahrschutzes.“
            
         Fußnote 1 erhält folgende Fassung:
   
      
                  „(1)
               
               
                  Entsprechend der Definition in der Gesamtresolution über Fahrzeugtechnik (R.E.3.), Dokument ECE/TRANS/WP.29/78/Rev.2, Abs. 2.“
               
            
   Absatz 2 erhält folgende Fassung:
   
      „2.   ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN“.
   
   Die neuen Absätze 2.1 bis 2.3 werden eingefügt (Fußnote (1) bleibt unverändert); sie erhalten folgende Fassung:
   
               „2.1.
            
            
               Alle Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass sie bei einem Heckaufprall der Fahrzeuge nach Absatz 1 dieser Regelung mit Fahrzeugen der Klassen M1 und N1
                  1 über ihre gesamte Breite einen wirksamen Unterfahrschutz bieten.
            
         
               2.2.
            
            
               Das Fahrzeug wird unter den in Anhang 5 Absatz 2 genannten Bedingungen geprüft.
            
         
               2.3.
            
            
               Alle Fahrzeuge der Klassen M1, M2, M3, N1, O1 oder O2 gelten als den oben genannten Bedingungen entsprechend:
               
                           a)
                        
                        
                           wenn sie den in Teil II oder Teil III aufgeführten Bedingungen entsprechen oder
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           wenn die Bodenfreiheit des hinteren Teils des unbeladenen Fahrzeugs über eine Breite, die auf jeder Seite die Breite der Hinterachse um nicht mehr als 100 mm unterschreitet (mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche), nicht mehr als 550 mm beträgt, oder
                        
                     
                           c)
                        
                        
                           wenn im Falle von Fahrzeugen der Klassen O1 und O2 - bei denen die Reifen um mehr als die Hälfte ihrer Breite über die Karosserie (ausgenommen die Radabdeckungen) oder, falls keine Karosserie vorhanden ist, die Reifen über das Fahrgestell hinausragen - die Bodenfreiheit des hinteren Teils des unbeladenen Fahrzeugs 550 mm nicht überschreitet, gemessen über eine Breite, für die gilt, dass auf jeder Seite ein Abstand von höchstens 100 mm zu den jeweils am weitesten innen liegenden Punkten der Reifen (mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche) vorhanden ist.
                        
                     Sind mehrere Hinterachsen vorhanden, so ist die breiteste Hinterachse maßgeblich.
               Die Anforderungen der Absätze 2.3 b und 2.3 c sind mindestens zu erfüllen auf einer Linie:
               
                           a)
                        
                        
                           deren Abstand höchstens 450 mm von der Rückseite des Fahrzeugs beträgt;
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           die Unterbrechungen aufweisen kann, die insgesamt nicht mehr als 200 mm betragen dürfen.“
                        
                     
         Absatz 15.1 erhält folgende Fassung:
   
               „15.1.
            
            
               Ist das zur Genehmigung nach dieser Regelung vorgeführte Fahrzeug mit einer genehmigten Einrichtung für den hinteren Unterfahrschutz ausgerüstet, entspricht es den Vorschriften nach Absatz 16 und wurde es nach den in Absatz 2.2 genannten Bedingungen geprüft, so ist die Genehmigung für diesen Fahrzeugtyp zu erteilen.“
            
         Absatz 16.2 erhält folgende Fassung:
   
               „16.2.
            
            
               Die Breite der hinteren Schutzeinrichtung darf in keinem Punkt die Breite der Hinterachse, gemessen in den äußersten Punkten der Räder mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche, überschreiten und diese auf jeder Seite um nicht mehr als 100 mm unterschreiten. Ist die Schutzeinrichtung in den Fahrzeugaufbau integriert und überschreitet dieser die Breite der Hinterachse, so gilt die Anforderung nicht, dass die Breite des hinteren Unterfahrschutzes die der Hinterachse nicht überschreiten darf. Im Falle von Fahrzeugen der Klassen O1 und O2 jedoch, bei denen die Reifen um mehr als die Hälfte ihrer Breite über die Karosserie (ausgenommen die Radabdeckungen) oder, falls keine Karosserie vorhanden ist, über das Fahrgestell hinausragen, gilt für die Breite des hinteren Unterfahrschutzes, dass auf beiden Seiten der Abstand zwischen den äußersten Kanten des hinteren Unterfahrschutzes und den jeweils am weitesten innen liegenden Punkten der Reifen (mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche) höchstens 100 mm betragen darf. Sind mehrere Hinterachsen vorhanden, so ist die breiteste Hinterachse maßgeblich. Außerdem müssen die Vorschriften nach 3.1.2 und 3.1.3 des Anhangs 5 hinsichtlich des Abstandes der Angriffspunkte für die Prüfkräfte von den äußeren Rändern der Hinterräder (Anhang 1 Ziffer 7) eingehalten sein und im Mitteilungsblatt angegeben werden.“
            
         Absatz 24.1 erhält folgende Fassung:
   
               „24.1.
            
            
               Entspricht das zur Genehmigung nach dieser Regelung vorgeführte Fahrzeug den Vorschriften nach Absatz 2.3 b oder Absatz 2.3 c oder Absatz 25 und wurde es nach den in Absatz 2.2 genannten Bedingungen geprüft, so ist die Genehmigung für diesen Fahrzeugtyp zu erteilen.“
            
         Absatz 25.3 erhält folgende Fassung:
   
               „25.3.
            
            
               Die Breite des hinteren Unterfahrschutzes darf in keinem Punkt die Breite der Hinterachse, gemessen in den äußersten Punkten der Räder, mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche, überschreiten und diese auf jeder Seite um nicht mehr als 100 mm unterschreiten. Ist die Schutzeinrichtung in den Fahrzeugaufbau integriert und überschreitet dieser die Breite der Hinterachse, so gilt die Vorschrift nicht, dass die Breite des hinteren Unterfahrschutzes die der Hinterachse nicht überschreiten darf. Im Falle von Fahrzeugen der Klassen O1 und O2 jedoch, bei denen die Reifen um mehr als die Hälfte ihrer Breite über die Karosserie (ausgenommen die Radabdeckungen) oder, falls keine Karosserie vorhanden ist, über das Fahrgestell hinausragen, gilt für die Breite des hinteren Unterfahrschutzes, dass auf beiden Seiten der Abstand zwischen den äußersten Kanten des hinteren Unterfahrschutzes und den jeweils am weitesten innen liegenden Punkten der Reifen (mit Ausnahme der Ausbuchtungen der Reifen in der Nähe der Aufstandsfläche) höchstens 100 mm betragen darf. Sind mehrere Hinterachsen vorhanden, so ist die breiteste Hinterachse maßgeblich. Außerdem müssen die Vorschriften nach 3.1.2 und 3.1.3 des Anhangs 5 hinsichtlich des Abstandes der Angriffspunkte für die Prüfkräfte von den äußeren Rändern der Hinterräder (Anhang 1 Ziffer 7) eingehalten sein und im Mitteilungsblatt angegeben werden.“
            
         Absatz 31.3 erhält folgende Fassung:
   
               „31.3.
            
            
               Nach Ablauf einer Frist von 18 Monaten nach Inkrafttreten dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02
               
                           a)
                        
                        
                           lehnen die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, einen Typ eines Bauteils oder einer selbständigen technischen Einheit ab, wenn er nicht den Vorschriften von Teil I dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02 entspricht;
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           genehmigen die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, einen Typ eines Bauteils oder einer selbständigen technischen Einheit nur, wenn er den Vorschriften von Teil I dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02 entspricht;
                        
                     
                           c)
                        
                        
                           untersagen die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, den Anbau eines Bauteils oder einer selbständigen technischen Einheit, wenn sie/es nicht Teil I und II dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02 entspricht.“
                        
                     
         Absatz 31.5 erhält folgende Fassung:
   
               „31.5.
            
            
               Nach Ablauf einer Frist von 48 Monaten nach Inkrafttreten dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02
               
                           a)
                        
                        
                           genehmigen die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, nur noch Fahrzeugtypen, die den Vorschriften von Absatz 2.3 b oder Absatz 2.3 c oder Teil III dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02 entsprechen;
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           verweigern die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, die Typgenehmigung mit nationaler oder regionaler Geltung und die nationale oder regionale Erstzulassung (erste Inbetriebsetzung) von Fahrzeugtypen, die nicht den Vorschriften von Absatz 2.3 b oder Absatz 2.3 c oder Teil III dieser Regelung in der Fassung der Änderungsserie 02 entsprechen.“
                        
                     
         
      Änderungen der Anhänge
   
   Anhang 3 wird wie folgt geändert:
   ….
   „für einen Fahrzeugtyp hinsichtlich seines hinteren Unterfahrschutzes nach Absatz 2.3 b/Absatz 2.3 c/Teil III (2) der Regelung Nr. 58.“
   ….
   Anhang 5 Absatz 3.1.2 erhält folgende Fassung:
   
               „3.1.2.
            
            
               In den Fällen nach 1.1.1 und 1.1.2 dieses Anhangs ist eine waagerechte Kraft von 50 kN oder 25 % des Gesamtgewichts des Fahrzeugs — es gilt der jeweils kleinere Wert — nacheinander in zwei Punkten einzuleiten, die 300 mm + 25 mm von den die Außenkanten der Hinterräder berührenden Längsebenen oder dem hinteren Unterfahrschutz, sofern dieser die Breite der Hinterachse überschreitet, entfernt liegen, sowie in einem dritten Punkt, der auf der diese beiden Punkte verbindenden Geraden in der Längsmittelebene des Fahrzeugs liegt.“