CELEX: C2001/173/04
Language: de
Date: 2001-06-16 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Fünfte Kammer) vom 1. Februar 2001 in der Rechtssache C-108/96 (Vorabentscheidungsersuchen Tribunal de première instance Brüssel): Strafverfahren gegen Dennis Mac Quen, Derek Pouton, Carla Godts, Youssef Antoun und Grandvision Belgium SA, ehemals Vision Express Belgium SA, zivilrechtlich haftend, Beteiligte: Union professionnelle belge des médecins spécialistes en ophtalmologie et chirurgie oculaire, Nebenklägerin (Auslegung der Artikel 5 EG-Vertrag [jetzt Artikel 10 EG] sowie 30, 52 und 59 EG-Vertrag [nach Änderung jetzt Artikel 28 EG, 43 EG und 49 EG] — Nationale Rechtsvorschriften, nach denen Augenoptikern bestimmte Augenuntersuchungen untersagt sind — Nationale Rechtsvorschriften, die den Vertrieb von Geräten beschränken, mit denen bestimmte, Augenärzten vorbehaltene Augenuntersuchungen durchgeführt werden können)

16.6.2001              DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 173/3
2.    Das Königreich Spanien trägt die Kosten des Verfahrens.           Beim gegenwärtigen Stand des Gemeinschaftsrechts verwehrt es
                                                                        Artikel 52 EG-Vertrag (nach Änderung jetzt Artikel 43 EG) den
3.    Die Französische Republik, die Portugiesische Republik, die       zuständigen Stellen eines Mitgliedstaats nicht, das nationale Recht
      Republik Finnland und die Kommission der Europäischen             der Heilkunde so auszulegen, dass im Rahmen der Korrektur rein
      Gemeinschaften tragen ihre eigenen Kosten.                        optischer Sehfehler des Kunden die objektive Untersuchung des
                                                                        Sehvermögens, d. h. eine Untersuchung nach einer anderen Methode
(1) ABl. C 113 vom 11.4.1998.                                           als derjenigen, bei der allein der Kunde die Sehfehler bestimmt, unter
                                                                        denen er leidet, aus Gründen des Schutzes der Gesundheit der
                                                                        Bevölkerung einer Gruppe von besonders qualifizierten Berufstätigen
                                                                        wie den Augenärzten unter Ausschluss u. a. der Augenoptiker, die
                                                                        keine Ärzte sind, vorbehalten ist. Das vorlegende Gericht hat anhand
                                                                        der Vorschriften des Vertrages über die Niederlassungsfreiheit sowie
                                                                        der Erfordernisse der Rechtssicherheit und des Schutzes der Gesundheit
               URTEIL DES GERICHTSHOFES                                 der Bevölkerung zu prüfen, ob die von den zuständigen nationalen
                                                                        Stellen insoweit vorgenommene Auslegung des innerstaatlichen
                        (Fünfte Kammer)                                 Rechts weiterhin eine hinreichende Grundlage für die im Ausgangsver-
                                                                        fahren durchgeführte Strafverfolgung ist.
                      vom 1. Februar 2001
                                                                        (1) ABl. C 158 vom 1.6.1996.
in der Rechtssache C-108/96 (Vorabentscheidungsersu-
chen Tribunal de première instance Brüssel): Strafverfah-
ren gegen Dennis Mac Quen, Derek Pouton, Carla Godts,
Youssef Antoun und Grandvision Belgium SA, ehemals
Vision Express Belgium SA, zivilrechtlich haftend, Betei-
ligte: Union professionnelle belge des médecins spéci-
alistes en ophtalmologie et chirurgie oculaire, Nebenkläge-
                                rin (1)                                                 URTEIL DES GERICHTSHOFES
(Auslegung der Artikel 5 EG-Vertrag [jetzt Artikel 10 EG]                                        (Sechste Kammer)
sowie 30, 52 und 59 EG-Vertrag [nach Änderung jetzt
Artikel 28 EG, 43 EG und 49 EG] — Nationale Rechtsvor-                                         vom 1. Februar 2001
schriften, nach denen Augenoptikern bestimmte Augenun-
tersuchungen untersagt sind — Nationale Rechtsvorschrif-
ten, die den Vertrieb von Geräten beschränken, mit denen                in der Rechtssache C-66/99 (Vorabentscheidungsersuchen
bestimmte, Augenärzten vorbehaltene Augenuntersuchun-                   des Finanzgerichts Bremen): D. Wandel GmbH gegen
               gen durchgeführt werden können)                                               Hauptzollamt Bremen (1)
                         (2001/C 173/04)                                (Zollkodex der Gemeinschaft und Durchführungsverord-
                                                                        nung — Entstehung der Einfuhrzollschuld — Maßgeblicher
                                                                        Zeitpunkt — Begriff der Entziehung einer einfuhrabga-
                  (Verfahrenssprache: Französisch)                      benpflichtigen Ware aus der zollamtlichen Überwachung —
                                                                              Vorlage von Ursprungszeugnissen — Auswirkung)
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)                                          (2001/C 173/05)
In der Rechtssache C-108/96 betreffend ein dem Gerichtshof
nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom                                       (Verfahrenssprache: Deutsch)
Tribunal de première instance Brüssel (Belgien) in dem bei
diesem anhängigen Strafverfahren gegen Dennis Mac Quen,                 In der Rechtssache C-66/99 betreffend ein dem Gerichtshof
Derek Pouton, Carla Godts, Youssef Antoun und Grandvision               nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom
Belgium SA, ehemals Vision Express Belgium SA, zivilrechtlich           Finanzgericht Bremen (Deutschland) in dem bei diesem anhän-
haftend, Beteiligte: Union professionnelle belge des médecins           gigen Rechtsstreit D. Wandel GmbH gegen Hauptzollamt
spécialistes en ophtalmologie et chirurgie oculaire, Neben-             Bremen vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die
klägerin, vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über                Auslegung der Artikel 75, 201 Absätze 1 Buchstabe a und 2,
die Auslegung der Artikel 5 EG-Vertrag (jetzt Artikel 10 EG)            203 Absatz 1 und 204 Absatz 1 der Verordnung (EWG)
sowie 30, 52 und 59 EG-Vertrag (nach Änderung jetzt                    Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur Festlegung
Artikel 28 EG, 43 EG und 49 EG) hat der Gerichtshof (Fünfte             des Zollkodex der Gemeinschaften (ABl. L 302, S. 1) hat
Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten der Ersten Kammer              der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwirkung des
M. Wathelet in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten                 Kammerpräsidenten C. Gulmann, der Richter V. Skouris,
der Fünften Kammer sowie der Richter D. A. O. Edward                    J.-P. Puissochet, R. Schintgen (Berichterstatter) und der Richte-
(Berichterstatter) und P. Jann — Generalanwalt: J. Mischo;              rin F. Macken — Generalanwalt: G. Cosmas; Kanzler:
Kanzler: H. von Holstein, Hilfskanzler — am 1. Februar 2001             H. A. Rühl, Hauptverwaltungsrat — am 1. Februar 2001 ein
ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                                Urteil mit folgendem Tenor erlassen: