CELEX: 51975PC0252
Language: de
Date: 1975-06-05
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE (EWG) DES RATES zur zweiten Änderung der Richtlinie des Rates Nr. 65/66/EWG zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien fürkonservierende Stoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (75) 252
Vol. 1975/0091
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTS75
                                                       KOM(75 ) 252 endg.
                                                       Brussel , den 5 * Juni 1975
                                 Vorschlag für eine
                             RICHTLINIE ( EWG ) DES RATES
               zur zweiten Änderung der Richtlinie des Rates Nr .
               65/66/EWG zur Festlegung spezifischer Reinheitskri­
               terien für* konservierende Stoffe , die in Lebens­
               mitteln verwendet werden dürfen
                       (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
    KCM(75 ) 252 endg.
 ---pagebreak---                                     BEGRUMDUKG
1 . Die Richtlinie des Rates Nr « 64/ 54/EWG vom 5 » November 1963 ( 1 ) enthält
     eine einzige Liste von konservierenden Stoffen , die in der Gemeinschaft
     in Lebensmitteln verwendet werden dürfen . Ferner sieht die Richtlinie den
     Erlass von Reinheitskriterien vor , denen diese konservierenden Stoffe zu
     entsprochen haben .
2 . Diese Reinheit skriterier. wurden in der Richtlinie des Rates Nr« 65/66/EWG
     vom 25 . Januar 1965 ( 2), geändert durch die Richtlinie des Rates vom
     27 « Juni 1973 ( 3 )» entwickelt und niedergelegt . Jede Minderung der in Ziffer
     1 genannten Liste konservierender Stoffe führt zwangsläufig zu einer ent­
     sprechenden Änderung dieser Richtlinie .
3 . Der vorliegende Richtlinienvorschlag hat Zusätze zum Gegenstand , die durch
     Änderung der Grundrichtlinie vom 5 . November 1963 bereits in die Liste der
     konservierenden Stoffe aufgenommen worden sind , isbesondere :
     - Kalziumsulfit (E 226 ), durch Richtlinie des Ra.tes Nr . 7l/l60/El'JG vom
        30 . März 1974 hinzugefügt (4 ),
     - para-ifydronqybenzoesäuremethylester (E 218) und Kalziumbisulfit (E 227 ) j
        durch Vereinbarung anlässlich des Beitritts der drei neuen Mitgliedstaaten
        zur Gemeinschaft hinzugefügt (Anhang I , Kapitel XI ,2 der Beitrittsakte ( 5)»
     - Thiabendazol (E 233 ), durch Richtlinie des Rates Nr . 74/394/EWG vom
        22 . Juli 1974 hinzugefügt ( 6 ),
     - Ameisensäure (E 236 ) und seine Natrium- (E 237) und Kalziumsalze (E 238)
       und Hexarnethylentetrarnin (E 239 ) , durch Richtlinie des Rates Nr . 74/62/EWG
        vom 12 . Dezember 1973 hinzugefügt ( 7 )»
     Ziel dieses Richtlinienvorschlag ist die Ergänzung der Richtlinie vom
     26 . Januar 1975 durch Einfügung der Reinlieitskriterien für die vorstehend
     genannten Stoffe .
( 1 ) AB1. Nr . 12 vom 27.1.1964 , S. I61/64
12) ABl . Nr , 22 vom 9.2.1965 . 5 . 373/65
( 3) ABl . Nr. 148 vom 11.7.1967 , S. 10
(4 )  ABl .  Nr . L 87 vom 17.4.1971 » S. 12
(5)   ABl .  Hr . L 73 vom 27.3.1972 , S. 121
(6)   ABl .  Nr . L 208 vom 30.7.1974 , S. 25
(7)   ABl .  Nr . L 38 vom 11.2.1974 , S. 29
 ---pagebreak---                                     yor3chlag fur eine
                             RIGHTLÏOT3! (ETC) DES RATES
 zur zweiten .Änderung der Richtlinie des Rates Nr« 65/66/EUG zvr Festlegung
 spezifischer Reinheitskriterien für konservioreryie Stoffe , die in Lebens­
mitteln verwendet werden dürfen
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
gestützt auf die Richtlinie des Rates Nr . 64/54/EWG ( 1 ) vom 5 . November 1963
zur Angleichung der Rechtsvorschriften , der Mitgiiedstaaton für konservierende
Stoffe , die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen , zuletzt geändert durch
de Richtlinie des Rates Nr « . 74/394/EWG ( 2) vom 22. Juli 1974 , insbesondere
Artikel 8,
auf Vorschlag der Kommission ,                      i
in Erwägung nachstehender Gründe :
In der Richtlinie des Rates Nr . 65/66/EWG ( 3), geändert durch die Richtlinie
des Rates Nr . 67/428/EWG (4 ), sind spezifische Reinheitskriterien für die
konservierenden Stoffe niedergelegt , die im Anhang zur Richtlinie des Rates
Nr . 64/54/EWG aufgeführt sind. Ergänzt wurde dieser Anhang durch die Richtlinie
des Rates Nr . 7 1/1 60/HJI^G ( 5 ) vom 30 » März 1971 » durch welche Kalziumsulfit
hinzugefügt wurde ; durch die Akte über den Beitritt Dänemarks , Irlands und
des Vereinigten Königreichs ( 6 ) , durch die para-Hydrosybenzoesäuremethylester und
Kalziumsulfit hinzukommen ,durch die Richtlinie des Rates Nr . 74/62/EWG vom
12 . Dezember 1973 ( 7 ) mit Hinzufügung von Ameisensäure , Natriumformiat , Kalzium-
formiat sowie Hczamethylentetratmin und durch die Richtlinie des Rates
Nr . 74/394/EWG vom 20 . Juli 1974 ( 8) mit Hinzufügung von Thiabendazol zur Liste
der zugelassenen Konservierungssto'ffe .
Es ist erforderlich , spezifische Reinheitskriterien für die vorstehend auf­
geführten acht konservierenden Stoffe niederzulegen –
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
( 1 ) AB1 . Nr . 12 vom 27.1.1964 , S. I61/64
( 2) ABl . Nr . L 203 vom 30.7.1974 , S. 25
( 3) ABl . Nr . 22 vom 9.2.1965 , S. 373/65
(4)   ABl . Nr.  148 vom 11.7.1967 , S. 10
( 5)  AB1 . Nr . L 87 vom 17.4.1971 » S. 12
( 6)  AB1 . Nr . L 73 vom 27.3.1972 , S. 121
( 7)  ABl . Nr . L 38 vom 11.2.1974 , S. 29
( 8)  ABl . Nr . L 208 vom 30.7.1974 , S. 25
 ---pagebreak---                                       Art lire 1 1
Der Anhang zur Richtlinie des. Rates.: Hiv 65/66/j3WG ist £o lgendermä;ssön *zu .
ergänzen :                                                                   7.-           ''
1 » Folgende Angaben sind zwischen Nr . E 217 und. E 220 einzufügen :
    E 213 para-Hyd-Tobenzoesauremethylester
    Aussehen            : Weisses , fast farbloses kristallines Pulver
    Schmelz intervall   : 125° - 128° C
  , Gehalt              : Nach zweistündigem Trocknen bei 80*' C nicht T-cni^cr ■
                           als 99,0        ausgedrückt als CgH^O^
    Sulfat iorto Asche : Nicht mehr als 0,05 $                .
    Freie Säure         : Nicht mehr als 0,7           ausgedrückt als para-Hydroxy- ,
                           benzoe säure                                                      •/
    Salicylsäure        : Nicht mehr als 0,1 ^
    Trochnungsverlust : Nach zweistündigem Trocknen bei 80° C nicht mehr als
                           0,5 %                                               '
2 . Fplgende Angaben sind zwischen Nr . E 225 und E 230 einzufügen :
    E 226 Kalz iumsiilfit                     '    - !                     "         -
    Aussehen            : Weisse Kristall© öder kristallines Pulver                      •
    Gehalt              : Nicht weniger als 95 % CaSO ' . SH^O und nicht .weniger
                           als 39 7° S02
    Sulfat  •••         î; Nicht . mehr . als 0,1 $ f       .i ■
    Chlorid             : Nicht mehr als 0,005 f°                                      '           %
    Eisen                  Nicht mehr als 0i005' $                     •                   . ''' :
    Selen                  Nicht mehr als 10 mg pro kg Schwefeldioxyd •
    E 227 Kalziumhydro^ensulfit ( Kalziumbi sulfit )
    Aussehen            : Helle , grünlichgelbe t-fässrige Lösung mit einem deutlichen
                           Geruch nach Schwefeldiosyd                    ■ ' ■     '
    Gehalt              :-6 bis 8 % ( Gew./Vol *) Schwefeldioxyd und 2,5 bis 3,5
                           (GCVJ./VOI .) Kalziumdioxyd (iitzkalk) entsprechend . ,
                           10 bis 14 fo (Gew./Vol .) Kalziumbisulfit /"Ca(HS0,)_
    Eisen               : Nicht mehr als 30 mg je kg
    Selen               : Nicht mehr als 10' mg je kg Schwefe ldioxyd            '             ■;
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3 . Folgenden Angaben sind zwischen Nr . E 232 und E 250 einzufügen :
    E 233 2-(4' thiazol.yl ) bcnzimidazol ( Thiabendazol.)
    Aussehen              : Geruchloses weisses oder fast weisses Pulver
    Schmelzintervall      : 296 - 303° C
    Gehalt                : 98 - 101 % C^H^N^S, auf das wasserfreie Erzeugnis
                             "berechnet
    Sulfatierte Asche     : Nicht mehr als 0,2 fa
    Feuchtigkeit          : Wicht mehr als 0,5 % (Karl-Fischer )
    UV - Absorption          E 1 > bis 302 + 2 nra : ca 1230
    ( 0,000 5 Gew ./         E 1 % bis 250 + 2 nm : ca 200
    Vol . in HC1 0, 1 N)     E 1 ^ bis 243 + 2 nm : ca 620
                             ■rr    _l ._ • _ Absorption bis 241-245 nm    .
                             Verhältnis Absorption bis   " t " 300-304
                                                                 ril ^ nm
                                                                       _ = 0,47-0,53
                                                                             '
    Selen                 : 30 mg/kg
    E 236 Ameisensäure
    Aussehen              : "Klare farblose , stark ätzende Flüssigkeit mit einem
                             beissenden bezeichnenden Geruch                        1
    Gehalt                : Nicht weniger als 98 » 0 %
    Essigsäure            : Nicht mehr als 0,5
    Sulfat                : Nicht mehr als 40 mg/kg
    Sulfit 7              : 25 ml Ameisensäure mit 25 ®1 Wasser verdünnen .
                             0,1 ml einer N/ 10 Jodlösung zusetzen. Die Lösung muss
                             eine gut erkennbare gelbe Farbe behalten
    Chlorid               : Nicht mehr als 50 mg/kg
    Spezifisches
    Gewicht           • - : 1,216 - 1,220 (.200/20° )          .
    Ni cht flucht ige
    Bestandteile .        : Nicht mehr als 0,05 %           •
    Aldehyde              : Eine leichte 5         ig® Alkalilösung , darf beim Erhitzen
                             keinen starken oder Brandgeruch entwickeln
    Formaldehyd           : Nicht mehr als 0, 1 $ des Ameisensäuregehalts , Be­
                              stimmung Chromotropsäure
    Oxalsäure             : Nicht mehr als 0,5 %i Bestimmung als Kalziumoxalat. . ,
                                                                                  /
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E 237 Natriumformiat ( Natriurnsalz der Ameisensäure ) '
Aussehen            j Weisses , kristallines Pulver ,
Gehalt              : Nach zweistündigem Trocknen bei 105° nicht weniger
                        als 98 % Na CH02 .
Fluchtige Bestand­
teile               ; Nicht mehr als 2 c/ot Bestimmung durch zweistündiges
                        Trocknen bei 105° C
Saur g - oder
Alkalinitatsgrad    : 1 g Natriumformiat darf nicht mehr als 0,5 ml HC1 0,1 N
                        oder NaOH 0,1 N zur Neutralisation gegen Phenolphthalein
                        benötigen,
Aldehyde            : Eine 5 ^ige Lösung darf beim Erhitzen keinen starken
                        oder Brandgeruch entwickeln
Formaldehyd         : Nicht mehr als 0, 1 fs des Natriumformiatgehalts ,
                        Schätzung mit Chromotropsäure ; ■         '
Oxalsäure           : Nicht mehr als 0,5 % des Natriumformiatgehaltz ,
                        ausgedruckt als Kalz iumoxalat
E 238 Kais iiimformiat (Kalziumsalz der Ameisensäure )
Aussehen                Weisses , kristallines Pulver
Gehalt                  Nach zweistündigem Trocknen bei 105° C nicht Keniger
                        als 98 % CaC2H204
Fluchtige Bestand­
teile               :   Nicht mehr als 2       Bestimmung durch zweistündiges
                        Trocknen bei 105° C
Wasserunlosliche
Stoffe                  Nicht mehr al s 0,5 /jO
Saure- oder
Alkal initat sgrad  : 1 g Kalziümformiat darf nicht mehr als 0,5 ml HC1 0 ,1 N
                      - oder NaOH 0,1 N zur Neutralisation gegen Phenolphthalein
                        benötigen .
Aldehyde -          : Eine 5 %ige Lösung darf beim Erhitzen keinen starken .
                        oder Brandgeruch entwickeln .
Formaldehyd         ; Nicht mehr als 0,1 fo des Kalziumformiatgehalts ,
                        geschätzt mit Chromotropsäure
Oxalsäure           i Nicht mehr als 0, 3 % des Kalziumformiatgehalts ,.
                        ausgedrückt als Kalziumoxalat .
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   E 239 Hexamethylentetramin
   Aussehen
   Aussehen             :: Farbloses oder weisses , kristallines Pulver
   Gehalt
   Gehalt               : Nicht weniger als 99 % CgH^ ^I'J^
                        :
   ïro
   Tro ckmmrsver ln.st ::
       cknungsverlust      Nach zweistündigem Trocknen im Vakuum über Ehosphor-
                           säureanhydrid nicht mehr als 0,5 %
   Sublimat ionspunkt : Rund 260° C ohne Schmelzen
   Sulfat ierte
   Sulfat ierte Asche
                Asche   : Nicht mehr als 0.05 %
   Sulfat                  Nicht mehr al s 0,005 1°
   Chlorid                 Nicht mehr als 0,005 %
                                     Artikel 2
Die Kitgliedstaaten ändern ihre Rechtsvorschriften entsprechend den vorstehenden
Bestimmungen hinnen eines Jahres nach Bekanntgabe dieser Richtlinie und setzen
die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis . Die geänderten Rechtsvor-
schriften werden spätestens zwe i Jahre nach Bekanntgabe dieser Richtlinie
angewendet .
                                     Artikel 3
Diese Richtlinie ist an nTlfl Mitgliedstaaten gerichtet .
                                                     Im Namen des Rates
                                                     Der Prasident