CELEX: 51998PC0173
Language: de
Date: 1998-03-24
Title: Vorschlag für eine Verordnung (EG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates zur Einführung eines Europäischen Informations- und Kommunikationssystems für die Forstwirtschaft (EFICS)

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                  Brüssel, den 24.03.1998
                                                  KOM(1998)173endg.
                  BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT
           über die Durchführung des mit der Verordnung (EG)
     Nr. 1615/89 des Rates geschaffenen Europäischen Informations-        und
     Koni munikationssv stems für die Forstwirtschaft (EFICS)
                                Vorschlag für eine
                       VERORDNUNG (EG) DES RATES
         zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates
zur Einführung eines Europäischen Informations- und Kommunikationssystems
                       für die Forstwirtschaft (EFICS)
                         (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---    Bericht an den Kai über die Durchführung des mit der Verordnung (EG)
   Nr. 1615/89 des Kales geschaffenen europäischen Informations- und
   kommtinikalioiissystcms für die Forstwirtschaft (EFKS)
   I. Die Ziele des EFKS
   Das Europäische Informations- und Kommunikationssyslem (EFICS) wurde durch
 eingerührt durch die Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates vom 29. Mai 1989('\
  verlängert durch die Verordnung (EG) Nr. 400/94 des Rates vom 21. Februar 1994<2).
  Die Ziele dieses Systems sind in Artikel 1 der Verordnung verankert, in dem es heißt:
 - Zweck dieses Systems ist "die Ermittlung, Abstimmung, Vereinheitlichung und
      Verarbeitung von Daten über den Forstsektor und seine Entwicklung'"'
 - Das System wird geschaffen, "///// vergleichbare und objektive Informationen über
      die Struktur und die blinkt ionsweise des borstsektors in der Gemeinschaft einholen
      ::ii können und auf diese Weide die einschlägigen Geineinschaftsvorschriften leich-
      ter durchführen und verfolgen zu können"^.
 Darüber hinaus bestimmt Artikel 2, daß bei dem System "die vorhandenen Daten, ins-
 besondere die beim Statistischen Amt der Gemeinschaft verfügbaren statistischen An-
gaben, berücksichtigt; ferner wird auf die in den Mitgliedstaaten verfügbaren Daten
sowie die gemeinschaftlich und international zugänglichen Datenbanken zurückge-
griffen^.
(l
   > A Hl. Nr. L 165 vom 15. 6. 1989, S. 12
<2> ABI. Nr. I. 54 vom 25. 2. 1994, S. 5
(<)
     Die wichtigsten dieser Maßnahmen gehen auf folgende Verordnungen und Entscheidungen zurück:
       Verordnung (EWG) Nr. 1610/89 des Rates vom 29. Mai 1989 zum Erlaß von Durchfüh-
       rungsbestimmungen zur Verordnung (EWG) Nr. 4256/88 hinsichtlich der Aktion zur Entwicklung
       und Aufwertung des Waldes in den ländlichen Gebieten der Gemeinschaft; Verordnung (EWG)
       Nr. 2080/92 des Rates vom 30. Juni 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Bei-
       hilferegelung für Aufforstungsmaßnahmen in der Landwirtschaft; Verordnung (EWG) Nr. 867/90
       des Rates vom 29. März 1990 betreffend die Verbesserung der Verarbeitungs- und Ver-
       marktungsbedingungen für forstwirtschaftliche Erzeugnisse; Entscheidung 89/367/EWG des Rates
       vom 29. Mai 1989 zur Einsetzung eines Ständigen Forstausschusses; Verordnung (EWG) Nr.
      2157/92 des Rates vom 23. Juli 1992 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3528/86 über den
       Schutz des Waldes in der Gemeinschaft gegen Luftverschmutzung; Verordnung (EWG) Nr.
      2158/92 des Rates vom 23. Juli 1992 zum Schutze des Waldes in der Gemeinschaft gegen Brände
 ---pagebreak---  2. Die Durchführung des Systems im Zeitraum zwischen 1989 und 1997
 2. /. Erster I )urchführungszeilraum ( l 9H9-1992)
 Im eisten /eilräum der Durchführung der Verordnung konnten eine beschränkte An-
 zahl von Aktionen verwirklieht werden. Fine erste Studie begrenzten Umfangs wurde
 gestartet, um die Unterschiede zwischen den Verfahren der Forstinventur in den Mit-
 gliedstaaten unter die Lupe zu nehmen. Diese Studie hat deutlich gemacht, welche ge-
 ringer I Iarmonisierungsgrad im Bereich der Forststatistik vorliegt. Da sie jedoch nicht
 eingehend genug war, konnten keine operationeilen Schlußfolgerungen darüber gezo-
 gen werden, welche Aktionen durchgeführt werden müssen, um die Lage zu verbes-
 sern.
 Darüber hinaus wurden Lrkundungcn durchgeführt, um den Stand der in den
 einzelnen Mitglied Staaten verfügbaren Daten über den Forstsektor zu ermitteln. Diese
 Arbeiten erlaubten insbesondere die Feststellung, daß für eine ganze Reihe von
Tätigkeiten überhaupt keine Daten vorliegen.
 Angesichts der Bescheidenheil der im Laufe des ersten Zeitraums der Anwendung der
 Verordnung erzielen Ergebnisse mußte die Geltungsdauer der Verordnung für den
Zeilraum 1993-1997 verlängert werden.
2.2. Zweiter Durchfuhrungszeitraum (1993-199 7)
Der Ständige Forstausschuß hatte in seiner Sitzung vom 10. Juni 1994 fünf Hauptge-
biete ermittelt, die nach seiner Auffassung einen ersten Rahmen für das EFICS bieten
solle. Dabei handelt es sich um folgende:
- forstliche Ressourcen (einschließlich der Parameter nachhaltige Entwicklung,
    biologische Vielfalt usw.):
- Forsterzeugnisse (1 lolzbranche);
- Struktur des Waldbesitzcs;
- forstliche Aktivitäten auf (iemeinschaftsebene;
- Organisation, Ziele und Mittel der Forstpolitik der einzelnen Mitgliedstaaten.
Im Rahmen der vorstehenden Ziele hat die Kommission daraufhin eine Reihe von
Maßnahmen durchgeführt:
- Erfassung, Prüfung und Verbreitung der forstlicher Statistiken durch Eurostat im
    Rahmen des EFICS (Dokument "Forststatistik", veröffentlicht 1995 für den Zeit-
    raum 1985-1991 und in Vorbereitung für den Zeitraum 1992-1996);
- Durchführung von Fernerkundungsmaßnahmen im Forstsektor im Zusammenhang
    mit den Arbeiten des Instituts zur Anwendung der Fernerkundung (SAI) der Ge-
 ---pagebreak---     meinsamen Forschungsstelle Ispra im Rahmen des Projekts FIRS (Forest
    Information from Remote Sensing)(l);
 - Schaffung der sekretariatsübergreifende Arbeitsgruppe Forststatistik (Intersecre-
    tariat Working Group on forest Statistics - IWCi), an der mehrere auf dem Gebiet
    der Forststatistik tätige internationale Organisationen und Einrichtungen (GD VI,
    Eurostat, Wirtschaftsgemeinschaft der Vereinten Nationen Für Europa UN/ECE),
    Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO),
    Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Inter-
    nationale Tropcnholzorganisalion (NTO) mitwirken, und Beteiligung an der Arbeil
    der IWG zur Sicherstellung der Abstimmung dieser Organisationen und
    Einrichtungen und wechselseiligen Ergänzung, insbesondere zur Vermeidung von
    Doppelaufwand. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist vor allem die Aufstellung
   eines für Eurostat, die FAO und die UN/ECE gemeinsamen Fragebogens zur
    Erfassung statistischer Daten über die Erzeugung und den Handel von
    Forstprodukten;
- die Zusammenarbeit mit der UN/ECE und der FAO im Rahmen der Arbeiten dieser
   Organisationen zur Bewertung der Ressourcen der Wälder der gemäßigten und
   nördlichen Breiten bis zum Jahre 2000 (TBFRA2000, Teil der Gesamtbewertung
    FRA-2000), insbesondere unter Einbeziehung einer finanziellen Beteiligung der
   Kommission an den Analysen der UN/ECE hinsichtlich des Nachhaltigkeitsgrund-
   satzes in der Forstwirtschaft (Umsetzung der Entschließung Nr. 1 der Ministerkon-
    ferenz über den Schutz der Wälder in Europa (Helsinki, 1993), und Einbeziehung
   von Kriterien und Parametern für die nachhaltige Entwicklung in die Forstinvcn-
   lare).
Zusätzlich zu diesen Arbeilen wurde eine zweite Studie zum Vergleich der europä-
ischen Forslinventursystemc durchgeführt, mit der das Europäische Forstinstitut (EFI)
beauftragt wurde. Diese ehrgeizigere und finanziell besser ausgestattete Studie sollte
der kritischen Bestandsaufnahme der Qualität und der Vergleichbarkeit der statisti-
schen Daten, die sich aus den verschiedenen Protokollen zur Messung der forstlichen
Ressourcen in Europa ergeben, dienen. Diese Studie wurde Ende Januar 1997 abge-
schlossen.
Ein erster Bericht mit einer Beschreibung und einem Vergleich der
Forslinventursystemc in den Mitgliedstaaten und einigen anderen europäischen
   < ' > - I Buchführung einer Studie über die Anwendung der Fernerkundung zur Verfolgung der Ver-
       änderung der forstlichen Vegetationsdecke und der strukturellen Vielfalt des Waldes. Diese bei
       der GAF (Gesellschaft für Angewandte Fernerkundung mbH) in Auftrag gegebene Studie fügt
       sieh in den Rahmen der Aktivitäten zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung der Ge-
       mcinschaftspolitiken auf wettbewerblicher Grundlage ein und muß im August 1998 abge-
       schlossen werden.
   - Durchführung einer Studie zur Entwicklung und Durchführung von Methoden zur Ableitung von
       bestimmten forstlichen Informationen aus Fernerkundungsdaten (Flächeninhalt, Struktur und
       Volumen); diese Studie wurde beim Zentrum für Erdbeobachtung COE (Centre pour l'observation
       de la terre) des Instituts fur die Anwendung der Fernerkundung der Gemeinschaftlichen
       Forschungsstelle in Ispra in Auftrag gegeben und fügt sich in den Rahmen des Projekts FMERS
       (Forest Monitoring in Europe with Remote Sensing).
 ---pagebreak---  Ländern*'> wurde von der Kommission 1997*2> vorgelegt. Ein zweiter Bericht, der zum
 Abschluß der Studie im Februar 1997 vorgelegt wurde, schlägt mehrere Szenarien für
 Aktionen vor, die durchgeführt werden sollten, um auf europäischer Ebene über
 verläßliehe, vergleichbare Statistiken über die forstlichen Ressourcen zu verfügen.
 Diese Szenarien basierten auf dem Vergleich der nationalen Forstinvenlare, die
 während der ersten Stufe erstellt wurden, sowie auf den ebenfalls in dem Bericht
 angeführten Ergebnissen einer Erhebung zur Ermittlung des Bedarfs der Verwender
 der Statistiken über forstliche Ressourcen und einer Simulationsstudie zur
 Abschätzung der Differenzen, die sich für solche Statistiken aus den bestehenden
 Diskrepanzen zwischen den Erfassungs- und Verarbeitungsverfahren in den von der
 Studie erfaßten Staaten ergeben dürften. <3>.
 Eine Reihe von Aktionen, die unabhängig von der EFICS-Verordnung durchgeführt
 wurden, haben im übrigen bereits Ergebnisse erbracht, deren Auswertung zur
 Verwirklichung des Systems beitragen könnten. Ohne sich auf diese Aktionen
auszuwirken, könnte EFICS ein geeignetes Instrument zur Verbreitung und
 Verwertung ihrer Ergebnisse darstellen. Es handelt sich dabei vor allem um:
- Arbeiten gemäß der Verordnung (EW(i) Nr. 3528/86 des Rates über den Schutz
    des Waldes in der (iemeinschafl gegen Luftverschmutzung, auf deren Grundlage
    ein Jahresbericht über den Gesundheitszusland der Wälder in Europa ausgearbeitet
    wird. Diese Arbeilen umfassen in erster Linie eine regelmäßige Bestandsaufnahme
    der Waldschäden durch Schadensansprache von über 70 000 Bäumen an mehr als
    3 400 Stichprobenpunkten eines alle europäischen Wälder abdeckenden Rasters
    und      in zweiter        Linie eine intensive              Überwachung        an     ungefähr
    500 Beobachtungsflächen in allen Ländern der Union;
- das im Rahmen der Verordnung (EWG) Nr. 2158/92 des Rates zum Schutze des
    Waldes in der Gemeinschaft gegen Brände eingeführte System. Das auf dieser
    Grundlage eingeführte System deckt 319 NUTS-II- bzw. NUTS-III-Regionen in
    sechs Mitgliedstaaten mit brandgefährdeten Zonen ab (Deutschland, Spanien,
    Frankreich, Griechenland, Italien und Portugal) und erfaßt 46 000 Brände, die zwi-
    schen 19X5 und 1995 untersucht worden sind;
- den Bericht über die Anwendung der Verordnung (EWG) Nr. 20X0/92 des Rates
    vom 30. Juni 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Beihilferegelung für
    Aiillöistungsmaßnahmen in der Landwirtschaft;
- die Beschreibung forstlicher Forschungsvorhaben, die von der Kommission durch
    Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung finanziert wer-
    den.
(') Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Tschechische Republik, Ungarn und Polen
(2) Serie "Dokumente"; 2 Bände, 1328 Seiten.; ISBN 92-827-9846-1
<3> Diese Simulation hat beispielsweise ergeben, daß bei der Bestimmung der Forstfläche Finnlands
     unter Verwendung der in Luxemburg bzw. der im Vereinigten Königreich üblichen Definitionen
     Rechenergebnisse erzielt werden, die um 14% voneinander abweichen.
 ---pagebreak---  2.3.   hehlende Informationen     sowie Schwierigkeiten    und Hindernisse   bei der
        Durchführung
 Zusätzlich zu dem bereits auf europäischer Ebene konstatierten Mangel an
 Harmonisierung der Forststatistiken          und an       Daten gibt es weitere
 Ilauptschwierigkeiten: so haben die Mitgliedstaaten bisher stets Vorbehalte geltend
gemacht hinsichtlich der Durchführung der erforderlichen Bemühungen auf nationaler
 Ebene zur Verbesserung der Qualität der internationalen Daten (Mangel an Personal
 und finanziellen Mitteln).
 Einzuräumen bleibt, daß trotz beträchtlicher Fortschritte auf dem Gebiet der
 forstlichen Ressourcen die auf den anderen Gebieten durchgeführten Arbeiten, die
vom Ständigen Forstausschuß im Jahre 1994 als vorrangig eingestuft wurden, wegen
der oben genannten Schwierigkeiten kaum zum Erfolg geführt haben.
3. Leitlinien für die Durchführung des Systems im Zeitraum 1998-2002
3.1.     Aufgabenstellung
Die jüngsten Entwicklungen und Debatten über den Wald, die Forsterzeugnisse und
ihre Märkte, vor allem im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsgrundsatz haben
bestätigt, daß die in diesem Sektor vorliegenden statistischen Daten nicht hinlänglich
verläßlich und vergleichbar sind. Die wirtschaftliche, umweltpolitische und
gesellschaftliche Bedeutung des Waldes gewinnt jedoch immer höheren Stellenwert,
und die Einbeziehung der Daten aus nationalen Bestandsaufnahmen erweist sich als
unzureichend, um folgende Aufgaben zu bewältigen:
- Umsetzung der legislativen Entschließung des Europäischen Parlaments (Thomas-
    Bericht, das in einer seiner Entschließungen (Artikel 13) von der Kommission fol-
    gendes verlangt: "die tatsächliche Einrichtung des Europäischen Informations-
    und Kommunikalionssystems für die Forstwirtschaft (EPICS).'"' Und weiter: "Daher
    ist es dringend notwendig, im Forstsektor eine Debatte über den Nutzen eines
    Forst^ be Standsverzeichnisses nach Staaten und nach Regionen in Gang zu bringen,
    das der Union die notwendigen Informationen für die nachhaltige Bewirtschaftung
    ihrer Waldbestände liefert. "
- Beilrag zu den Arbeiten der Europäischen Umweltagentur (EEA) für den Bericht
    über den Zustand der Umwelt in Europa (Dobris-Bericht) hinsichtlich der forstli-
    chen Aspekte (Ressourcen, vielfältige Funktionen des Waldes);
- Abschätzung der künftigen Entwicklung des Marktes für Holz und seiner zahlrei-
    chen Folgcproduklc unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Liberalisierung
    des Welthandels auf diese Markt sowie der entsprechenden Prognosen für die
    Forstwirtschaft der Europäischen Union;
- stärkere Erschließung der vielfältigen            Funktionen des Waldes und
    Berücksichtigung ihrer Folgen im Rahmen der Politik der ländlichen Entwicklung
    und der Beschäfligungspolitik.
 ---pagebreak---   Da die Europäische Union mit dem Beitritt Österreichs, Finnlands und Schwedens
  zum zweitwichtigsten Frzeuger und Verbraucher von Forsterzeugnissen geworden ist,
  braucht sie unbedingt ein statistisches Instrumentarium zur Gewinnung verläßlicher
  statistischer Informationen zumindest für die wichtigsten Parameter. Dies ist umso
  notwendiger, als in naher Zukunft sechs weitere Staaten Mittel- und Osteuropas sowie
 des Mittelmeerraums der Union beitreten dürften, was mit einer weiteren
 beträchtlichen Zunahme ihrer forstlichen Ressourcen und des potentiellen Verbrauchs
  ihrer Forstprodukle einhergehen wird.
 Im übrigen sind die laufenden Diskussionen über die Umweltzertifizierung, die
 umweltfreundliche I lolznutzung (z.B. als nachwachsender Rohstoff) oder als Baustoff
 mit hervorragenden Wärme- und Schalldämmeigenschaften auf' geeignete Daten
 angewiesen.
 3.2. Zu berücksichtigende Themen
 Die Kommission schlägt vor, für die kommenden Jahre ein ungefähres Arbeitspro-
 gramm mit folgenden Themen zu erstellen:
 -   forstliche Ressourcen
-    Struktur des Waldbesilzes
-    nichtwirtschaflliche Funktionen des Waldes
-    forstliche Maßnahmen der Gemeinschaft
-    Forstcrzcugnissc (Bauholz und andere Forsterzeugnisse).
Die Kommission ist sich des Um fangs der bei diesen Themen anstehenden Arbeiten
bewußt. Es wäre illusorisch zu glauben, alle damit zusammenhängenden Probleme
könnten innerhalb des in der Verordnung vorgesehenen Zeitraums gelöst werden. Die
Einrichtung des EFK'S kann sich nur schrittweise vollziehen und stellt einen
beständig zu verwirklichenden Prozeß dar.
3.3.    Das vorgeschlagene Arbeitsprogramm
Das von der Kommission vorgeschlagene Arbeitsprogramm wird in der als Anhang
beigefügten Tabelle zusammengefaßt, die auf den im vorstehenden Abschnitt aufge-
führten vorrangigen Themen aufbaut. Dieses Arbeitsprogramm ist bereits dem Stän-
digen Forstausschuß und der Arbeitsgruppe "Forststatistik" (Eurostat) in ihrer
gemeinsamen Sitzung vom 21. Juli 1997 in Luxemburg vorgelegt worden, wo es im
großen und ganzen zwar begrüßt worden ist, auch wenn unterstrichen wurde, daß der
eine oder andere Aspekt noch diskutiert und vertieft werden müsse. Es soll dem
Ständigen Forstausschuß erneut gemäß den in der neuen Verordnung festgelegten
Modalitäten vorgelegt werden.
Die Durchführung der in diesem Arbeitsprogramm aufgeführten Aktionen erfordert
die Fortführung und gegebenenfalls Intensivierung der bestehenden Zusammenarbeit
mit anderen internationalen Institutionen, die auf dem Gebiet der Forststatistik tätig
sind, vor allem im Rahmen der sekretariatsübergreifende Arbeitsgruppe Forststatistik
 ---pagebreak--- IWG zwecks Koordinierung der Arbeiten dieser verschiedenen Institutionen und zur
Vermeidung von Doppelaufwand.
Die im Rahmen der Erstellung von Nomenklaturen, der anstehenden Harmonisierung
der bestehenden Daten oder der konzertierten Entwicklung neuer Daten (z.B. über die
biologische Viel fall) durchzuführenden Aktionen werden in der EFICS-Arbeitsgruppe
erörtert, in die der Ständige Forstausschuß ebenso wie die Arbeitsgruppe Forststatistik
Vertreter entsenden können. Diese Arbeitsgruppe soll von den im Arbeitsprogramm
aufgeführten Aktionen diejenigen auswählen, die vorrangig durch/u führen sind.
Bei den sekloralen Studien und Analysen (Markt für Forstelzeugnisse, Außenhandels-
statistiken usw.), die die Kommission in Auftrag zu geben gedenkt, müssen die
zuständigen Dienststellen (Eurostal, DG III, DG VI usw.) mit einbezogen werden.
Ganz allgemein sollen die Zuständigkeiten und Befugnisse der jeweiligen
Kommissionsdienststellcn, die in dem Arbeitsprogramm lediglich als Richtschnur und
auch nur für bestimmte Aktionen aufgeführt sind, im Verlauf der ersten Etappen der
Durchführung der Aktionen präzisiert werden.
Es wird von diesem Arbeitsprogramm erwartet, daß es erlaubt, im Laufe der nächsten
Jahre die als vorrangig eingestuften Aktionen ins Werk zu setzen und zu einer
breileren Diskussion über die Forststrategie unter Einbeziehung des EFICS
beizutragen.
 ---pagebreak---     EFICS: INDIKATIVES ARBEITSPROGRAMM
    Aktion                                                                                                                      Art der Arbeiten
    Aufbau einer     Durchfuhrbarkeitsstudie     Start eines EDV-Projekts                                                       Studie
    Datenbank        Aufbau der Datenbank und    Forstliche Ressourcen: Daten von Eurostat und oder UN ECE                      Dienstleistungen
                     Einspeicherung der bereits  Forstprodukte und Handel: gemeinsamer Fragebogen Eurostat UN ECE FAO
                     verfügbaren Daten           und historische Daten (COMEXT)
                                                 Waldbesitztum: Informationen von Eurostat und UN ECE
                                                 Forstliche Maßnahmen der Gemeinschaft:
                                                 - Bericht über die Verordnung (EWG) Nr. 2080 92 über die Wiederaufforstung
                                                     landwirtschaftlicher Flächen:
                                                 - Jahresberichte über die Verordnungen über Maßnahmen zum Schutz des Waldes
                                                     gegen Luftverschmutzung bzw. Brände:
                                                 - Daten über Forschungsvorhaben und Aktionen des TYps COST
                                                 Andere Informationen:
                                                 - In den Mitgliedstaaten vorhandene Kontaktadressen, bei denen Ergebnisse
                                                     nationaler Inventare abgefragt werden können, oder Direktzugang zu
<N)                                                  Zentralrechnern, bei denen diese Informationen zugänglich sind
                                                 - Direktzugang zu anderen internationalen Datenbanken, die von überstaatlichen
                                                     Organisationen verwaltet werden (UN ECE. FAO usw.).
                     Einspeicherung neuer Daten  entzerrte (georeferenzierte) Daten und oder Karten als Ergebnis der Zu-        Interne Arbeiten der GD M in
                                                 sammenarbeit mit dem Institut für die Anwendung der Fernerkundung im Rahmen    Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen
                                                 des Projekts FIRS oder Auszüge aus CORINE Land Cover                           Forschungsstelle, dem EEA usw.
                                                 Ergebnisse spezifischer Analysen für sektorale Bedarfe                         Dienstleistungen
    Verbesserung der Nomenklatur der forstlichen Erstellung einer gemeinsamen Nomenklatur für besonders wichtigen Attribute     Diskussionen im Rahmen der eigens dafür
    Daten und        Ressourcen (Holz)           (bezüglich Forstfläche, forstliche Veränderungen. Holzarten, Volumen und       eingerichteten EFICS-Arbeitsgruppe unter
    Harmonisierung                               Volumenveränderungen) mit Untersuchung der Zweckmäßigkeit der Verwendung       Aufsicht des Ständigen Forstausschusses in
                                                 der bei der TBFRA 2000 verwendeten Definitionen im Rahmen von EFICS            Zusammenarbeit mit der IWG und Be-
                                                                                                                                rücksichtigung der Arbeiten im Rahmen der
                                                                                                                                Bewertung der Ressourcen der Wälder der
                                                                                                                                gemäßigten und nördlichen Breiten bis zum
                                                                                                                                Jahr 2000 (TBFRA 2000).
 ---pagebreak---    Aktion                                                                                                                             Art der Arbeiten
   Verbesseriing der Nomenklatur der forstlichen  Erstellung einer gemeinsamen Nomenklatur der Guter und Dienstleisrungen anderer     Analysen im Rahmen des EFICS unter
   Daten und         Ressourcen (Güter und        Art als Holzerzeugung                                                               Aufsicht der Ständigen Forstausschusses in
   Harmonisierung    Dienstleisrungen anderer Art                                                                                     Zusammenarbeit mit dem IWG und
   (Fortsetzung)     als Holzerzeugung)                                                                                               Berücksichtigung der .Arbeiten der TBFRA
                                                                                                                                      2000.
                     Nomenklatur des              Erstellung einer gemeinsamen Nomenklatur des Waldeigentums. Abklärung der           Diskussion im Rahmen der EFICS-
                     Waldeigentums                Eignung der bei der TBFRA 2000 verwendeten Nomenklatur für EFICS-Zwecke             Arbeitsgruppe unter Aufsicht der Ständigen
                                                  und gegebenenfalls Einigung über die zu verwendende Nomenklatur                     Forstausschusses in Zusammenarbeit mit dem
                                                                                                                                      IWG und Berücksichtigung der .Arbeiten der
                                                                                                                                      TBFRA 2000.
                     Konversion der nationalen    Aufstellung von Faktoren zur Konversion nationaler Daten über Forstressourcen       Interne Studie in jedem Mitgliedstaat in
                     forstlichen Daten (Holz)     (Holz) zwecks Angleichung dieser Daten an die angenommenen europäischen             Koordination mit der EFICS-Arbeitsgruppe
                                                  Definitionen (die Anwendung dieser Konversionsfaktoren ist eine Zwischenschritt     und eventuell mit finanzieller Unterstützung
                                                  zwischen der Annahme der neuen Nomenklatur und ihrer Anwendung in den               der Kommission
                                                  nationalen Inventaren)
                     Forsterzeugnisse und Handel  Durchführung einer Studie über die Statistik über den Handel mit Rundholz und       Studie
                                                  Forstindustrieerzeugnissen zur
~0                                                - eingehenden Analyse der verschiedenen Quellen der Außenhandelsstatistik in
                                                      den Mitgliedstaaten und den MOEL (gemeinsamer Fragebogen FAO UN/ECE
                                                      / Eurostat, Eurostat-Datenbank Comext, Datenbank Comtrade des Statistischen
                                                      Amts der Vereinten Nationen usw.),
                                                  - Feststellung der Unterschiede und Ungereimtheiten der Daten aus diesen
                                                      verschiedenen Quellen,
                                                  unter Einschluß
                                                  - einer Prüfung der Auswirkungen der 1993 erfolgten Einführung von Intrastat
                                                      auf die Qualität der Daten,
                                                  - von Vorschlägen auf der Grundlage der durchgeführten Analyse zur
                                                      Verbesserung der Zuverlässigkeit der Statistiken über den Handel im Forstsektor
                     Ausweitung der               Ausweitung der Harmonisierung auf eine größere Zahl von Attributen (sofern sich     Diskussion im Rahmen der EFICS-
                     Harmonisierung               der gewählte schrittweise Ansatz für die Harmonisierung der ersten zehn Attribute   Arbeitsgruppe
                                                  als schlüssig erweist)
                                                  Verfolgung der technischen Entwicklungen, die einen Beitrag leisten können zur      Interne Arbeiten der Kommission
                                                  Einrichtung eines "EFICS-Inventars" auf der Grundlage der Fernerkundung und         Studien
                                                  eventuelle Durchführung einer Studie auf diesem Gebiet
 ---pagebreak---   Aktion                                                                                                                        Art der Arbeiten
  Erfassung von   Ressourcen und Waldbesitz Erfassung zusatzlicher Daten iiber Forstressourcen und Waldbesitztum in den         Interne Arbeiten der Mitgliedstaaten unter
  Daten in den                              Mitgliedstaaten unter Beachtung der erstellten Nomenklaturen                        eventueller fmanzieller Beteiligung der
  Mitgliedstaaten                                                                                                               Kommission an den zusatzlichen Arbeiten,
                                                                                                                                die fur die Datenerfassung notwendig sind
                  Gemeinschaftsmaßnahmen    Bereitstellung zusätzlicher Informationen der Mitgliedstaaten über forstliche       Interne Arbeiten der Mitgliedstaaten unter
                                            Maßnahmen im Rahmen regionaler Strukturfondsprogramme (Ziele 1, 5b, 6, EFRE,        eventueller finanzieller Beteiligung der
                                            ESF, Verordnung (EWG) Nr. 867/90).                                                  Kommission an den zusätzlichen Arbeiten,
                                                                                                                                die für die Datenerfassung notwendig sind
  Andere Aktionen Veröffentlichungen        Jährliche Veröffentlichung des Dokuments "Forststatistik"                           Erfassung, Prüfung und Veröffentlichung
                                                                                                                                der Forststatistiken
                  Aufbau eines              Aufbau eines Kommunikationsnetzes im Forstsektor für den raschen, effizienten       Pilotprojet GD III / GD VI, Industrie usw.
                  Kommunikationsnetzes      Informationsaustausch in enger Zusammenarbeit mit der Forstindustrie der Union
                                            und den anderen Betroffenen
                  Besondere Studien         -   Studie über das Funktionieren des Holzmarkts: Ermittlung der Struktur und       Studien und Dienstleistungen
                                                des Funktionierens des Holzmarkts, vor allem im Hinblick auf Rundholz, und      (Zusammenarbeit GD III / GD VI)
                                                Untersuchung der regionalen Handelsströme
                                                In einer zweiten Phase Ausweitung der Studie auf Holzfolgeprodukte (Bauholz
o                                               und andere Forstprodukte)
                                            -   Analyse der Holz-, Papierbranche und Druckgewerbe zur Erfassung
                                                wirtschaftlicher und strategischer Daten über die Holzverarbeitung, Papier- und
                                                Kartonherstellung und -Verarbeitung sowie das Druckerei- und Verlagsgewerbe
                                            -   andere spezifische Analysen betreffend den Forstsektor und die damit
                                                verbundenen Industriezweige, insbesondere im Zusammenhang mit den MOEL
                                                                                        10
 ---pagebreak---                                  Vorschlag
                    VERORDNUNG (EC)DBS RATES
         zur Änderung der Verordnung (EW(i) Nr. 1615/89 des Rates
zur Einfuhrungeines Europäischen Informations- und Kommunikationssystems
                          für die Forstwirtschaft
                                 (EIKS)
                                      //
 ---pagebreak---                                    BEGRÜNDUNG
 1. Die (iemeinsehaftsaktion zur Einführung eines Europäischen Informations- und
Kommunikationsystems für die Forstwirtschaft (RFICS), die auf der Grundlage des
Artikels 213 des EG-Vertrages mit der Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates
eingeführt wurde, deren Geltungsdauer mit der Verordnung (EG) Nr. 400/94 erstmals
verlängert wurde, ist am 31. Dezember 1997 ausgelaufen. Die Kommission
unterbreitet dem Rat, wie in ihrem Programm 1997 (Landwirtschaft und Fischerei)
vorgesehen, einen Vorschlag zur Fortschreibung dieser Aktion um einen weiteren
Fünljahreszeitraum.
2. Ziel dieses Systems ist die Einholung, Koordinierung, Vergleichbarmachung und
Verarbeitung von Daten über die Lage und die Entwicklung des Forstsektors, um ver-
gleichbare, objektive Daten über die Struktur und das Funktionieren des Forstsektors
in der Gemeinschaft zu erhalten und so die Umsetzung und Verfolgung der einschlä-
gigen Gemeinschaftsbestimmungen zu erleichtern.
3. Im abgelaufenen Zeitraum der Durchführung der Verordnung wurden wesentliche
Fortschritte auf einer Reihe von Gebieten erzielt:
- Es werden beständig europäische Forstslatistiken gesammelt, überprüft und von
    Eurostiit veröffentlicht.
- Eine Reihe von Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Einsatzes der Ferner-
    kundung im Forstseklor wurden gestartet, die von vergleichbaren Vorhaben des
    FuE-Rahmenprogramms unabhängig sind, ohne daß damit Doppelaufwand betrie-
    ben würde.
- Eine sekretariatsübergreifende Arbeitsgruppe Forststatistik (Intersecretariat Wor-
    king Group on Forest Statistics - 1WG) wurde geschaffen, in der mehrere interna-
    tionale, auf dem Gebiet der Forststatistik tätigen Organisationen zwecks Konzer-
    tierung zusammenarbeiten, um Doppelaufwand bei den Aktionen dieser Organisa-
    tionen zu vermeiden. Die Tätigkeit dieser Arbeitsgruppe hat insbesondere zur Er-
    stellung eines gemeinsamen Fragebogens für Eurostat, die Organisation der
    Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und die
    Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) für die
    Erfassung statistischer Daten über die Erzeugung und den Handel mit
    Forstprodukten geführt.
- Eine kritische Bestandsaufnahme der Qualität und Vergleichbarkeit der sich aus
    den verschiedenen Dalenbeständen über forstliche Ressourcen in den
    Milgliedslaaten der Union und einigen anderen europäischen Ländern ergebenden
    statistischen Daten wurde durchgeführt: diese Analyse hat insbesondere
    ermöglicht, eine Reihe von Alternativen zur künftigen Verbesserung dieser Daten
    aufzuzeigen.
4. Die I Iauptschwierigkeiten bei der Durchführung der Verordnung lassen sich wie
folgt zusammenfassen:
- mangelnde Harmonisierung zwischen den Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der
    Forstwirtschaft, die deutlich wird an erheblichen Unterschieden bei den Daten-
    beständen, den Datenquellen, den Nomenklaturen, den Analyse- und Organisa-
    tionsmethoden;
                                              )3u
 ---pagebreak---  -   völliges fehlen von Daten für eine ganze Reihe von Tätigkeilen der Branche;
     Vorbehalte der Milglicdstaatcn hinsichtlich der Durchführung der erforderlichen
     Bemühungen zur Verbesserung der Qualität der internationalen Daten, vor allem
     wegen fehlender personeller und finanzieller Mittel.
 5. Trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten sind die Kommission und die Mitglieder
des Ständigen Forstausschusses angesichts der erzielten Fortschritte der Auffassung,
daß ein entscheidendes Stadium bei der Durchführung des Systems erreicht wurde und
die Aktion fortgesetzt werden sollte, wobei einer Reihe von Maßnahmen mit hoher
 Wertschöpfung für das Funktionieren des Systems eingeleitet bzw. intensiviert
werden sollten. Im allgemeinen Kontext ist der Bedarf an forstwirtschaftlichen
 Informationen nämlich nach wie vor durchaus hoch und hat vor allem aus folgenden
Gründen noch zugenommen:
- durch den EU-Beitritt Österreichs, Finnlands und Schwedens von 1995 hat die re-
     lative Bedeutung des Forstsektors für die Wirtschaft der Union erheblich zugenom-
    men;
- wegen der von der .Gemeinschaft auf der Ministerkonferenz über den Schulz des
     Waldes in Europa (Slraßburg 1990 und Helsinki 1993) eingegangenen Verpflich-
    tungen; in diesem Rahmen haben die Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten sich
    verpflichtet, bei der Sammlung von Daten über den Schulz und die nachhallige
    Bewirtschaftung des Waldes in Europa zusammenzuarbeiten;
- die zunehmende wellweite Verantwortung der Europäischen Union für den Schutz
    und die nachhaltige Forstwirtschaft aufgrund ihrer Verpflichtung zur Umsetzung
    der Empfehlungen der zwischenstaatlichen Gruppe für die Probleme der Wälder
    (im UNCED-Nachfolgeprozeß), insbesondere hinsichtlich der Integration der
    Kriterien und Indikatoren für die nachhaltige Forstwirtschaft in die
    forstwirtschaftlichen Bestandsverzeichnisse, die Berücksichtigung der vielfältigen
    Funktionen des Waldes bei diesen Bestandsverzeichnissen, die Harmonisierung der
    Definitionen und die internationale Koordinierung der Bemühungen um die
    Bewertung der forstlichen Ressourcen;
- die Forstslrategie, die die Kommission auf Verlangen des Europäischen Parlaments
    entsprechend seiner Entschließung vom 30. Januar 1997 ausarbeiten muß. In dieser
    Entschließung wird im übrigen die diesbezügliche Bedeutung des EFIGS,
    insbesondere als Instrument zur Information über die forstlichen Maßnahmen der
    Union unterstrichen. Diese Bedeutung wird auch in der Initiativstellungnahme des
    Willschafts- und Sozialausschusses vom 24. April 1997 über die Lage und die
    Probleme der Forstwirtschaft in der Europäischen Union sowie in dem Entwurf
    einer Stellungnahme des Ausschusses der Regionen über die Bewirtschaftung,
    Verwendung und den Schutz der Wälder in der Union zum Ausdruck gebracht.
6. Die von der Kommission für die nächsten Jahre vorgeschlagenen Aktionen wurden
in einem Arbeitsprogramm mit mehreren Schwerpunktthemen vorgestellt. Dieser Plan
wurde bereits dem Ständigen Forstausschuß und der Eurostat-Arbeitsgruppe Forststa-
tistik in ihrer gemeinsamen Sitzung vom 21. Juli 1997 in Luxemburg vorgestellt und
positiv aufgenommen. Er soll dem Ständigen Forslausschuß erneut zur Annahme ent-
sprechend den Bestimmungen seiner neuen Geschäftsordnung vorgelegt werden.
Die Durchführung der ins Arbeitsprogramm aufgenommenen Aktionen erfordert, daß
die bestehende Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und anderen internationalen
                                             /2
 ---pagebreak--- Organisationen, die im Bereich der Forslstalislik lälig sind, vor allem im Rahmen des
 IWG, beibehalten und erforderlichenfalls verstärkt wird, um die Arbeilen dieser
 Partner zu koordinieren und zu ergänzen und um Doppelaufwand zu vermeiden.
 In der Sitzung des Ständigen Forstausschusses vom 21. Juli 1997 wurde allgemeines
Einvernehmen über die Verlängerung der Geltungsdauer der Verordnung erzielt.
7. Die Fortschreibung der Maßnahme beachtet die Grundsätze der Subsidiarität und
der Verhältnismäßigkeit:
- Die Zuständigkeit für die Maßnahme wird auf die Kommission und die Mitglied-
    staaten aufgeteilt. Zwar ist die Kommission zuständig für die Erfassung, Verarbei-
    tung und Verbreitung vergleichbarer, verläßlicher Daten über den europäischen
    Forslsektor, kann aber diese Maßnahmen nur durchführen, wenn die
    Mitgliedstaalen bereit sind, für die Verbesserung der Vergleichbarkeit der sich aus
    ihren forstlichen Datenbeständen ergebenden Daten zu sorgen. Angesichts des
    dafür erforderlichen Aufwands ist das isolierte Vorgehen der einzelnen
    Mitgliedstaaten unzureichend und muß mit der Tätigkeil der Gemeinschaft
    zusammengeführt werden. Die Abstimmung auf Gemeinschaflsebene und der
    Erfahrungsaustausch der Mitgliedstaaten wird zu einer Verringerung der
    Gesamtkosten der Aktion beitragen.
- Die Entwicklung gemeinschaftlicher Definitionen und Nomenklaturen auf europä-
    ischer Ebene kann von den einzelnen Mitgliedstaaten alleine nicht geleistet wer
    den. Die in Koordination mit den Maßnahmen anderer internationaler
    Organisationen durchgeführte einschlägige Gemeinschaftsmaßnahme bildet eine
    konkrete Wertschöpfung zu den Arbeiten der Mitgliedstaaten.
- Bliebe jedwede Initiative den Mitgliedstaaten überlassen, so hätte die Untätigkeit
    der Kommission zur Folge, daß weiterhin nur unzuverlässige Daten über den euro-
    päischen Forstsektor zur Verfügung stünden, in bestimmten Bereichen sogar gar
    keine. Dieser Zustand wäre jedoch unzufriedenstellend, da sowohl die Mitglied-
    Staaten als auch die Gemeinschaftsorganc anerkennen, daß diese Daten sowohl auf
    internationaler und gesamteuropäischer Ebene im Rahmen der nachhaltigen Ent-
    wicklung (Rio- und Ilelsinki-Nachfolgeprozeß) als auch auf Gemeinschaflsebene
    eine unerläßliche Grundlage darstellen zur Unterstützung der Forstförderungsmaß-
    uahmen und zur Vorbereitung der künftigen Forststrategie.
- Der finanzielle Rahmen der Verordnung bleibt unangetastet. Der Referenzbetrag
    von 3,9 Mio. ECU wird beibehalten. Im Verlauf des Zeitraums 1989 - 1997 wurden
    diese Mittel überhaupt nicht ausgeschöpft (0,6 Mio. ECU), da sich die Aktionen
    auf die Analyse des Bestehenden und die Modalitäten der Verbesserung der
    Qualität der Forststatistiken konzentriert haben. Der für 1998 - 2002 verbleibende
    Restbetrag ist verhältnismäßig bescheiden im Verhältnis zu den verfolgten Zielen
    und den Kosten für die Beschaffung und Verarbeitung der forstlichen Daten in den
    Mitgliedstaalen. Zusätzlich zu der Einrichtung des Informationssystems werden
    sich die finanziellen Interventionen der Gemeinschaft auf die Unterstützung der
    Mitgliedstaaten bei der Einleitung geeigneter Prozesse zur Verbesserung der
    Vergleichbarkeil, Verläßlichkeit und Vollständigkeit der europäischen Daten
    konzentrieren.
- Wie die im abgelaufenen Anwendungszeitraum aufgetretenen Schwierigkeiten
    belegen, ist die Einrichtung des Systems ein langsames, kompliziertes Unterfangen.
                                           fr
 ---pagebreak---     Die vorgeschlagene Verlängerung der Geltungsdauer um fünf Jahre ist im
    Verhältnis der zu bewältigenden Aufgaben durchaus nicht unangemessen.
8. Die Aktion stellt im Einklang mil der Agrarpolitik der Union, ihrer Strukturpolitik
und ihrer Uinweltpolitik. Sie erfüllt die Anforderungen dieser Politikbereiche und
steift ein wichtiges Informations- und Bewerlungsinstrument dar, da es Aufschluß
über eine ganze Reihe von Indikatoren und Parametern über die natürlichen
Ressourcen Europas und ihre Umwelt bietet.
Die Aktion erfordert nicht, daß die Kommission neue Verfahren der
Informationserfassung schafft, sondern ergänzt die bereits eingeleiteten Aktionen im
Rahmen der Politik der Union auf dem Gebiet der Statistik.
                                           /r
 ---pagebreak---                                          Vorschlag Hircine
                        VERORDNUNG (EC) NR.... DES RATES
             zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates
  zur Einführung eines Europäischen Informations- und Kommunikationssystems
                               für die Forstwirtschaft (EFICS)
  DER RA I DER EUROPÄISCHEN UNION -
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere
 auf Artikel 213,
 auf Vorschlag der Kommission 0),
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 Die Geltungsdauer der Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 des Rates vom 29. Mai 1989
 zur Einführung eines Europäischen Forst- und Kommunikationssystems für die Forst-
 wirtschaft (EFICS) <2>, in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 400/94 des Rates vom
21. Februar 1994 <•'>, endet am 31. Dezember 1997.
Zur Schaffung dieses Systems wurden bereits eine ganze Reihe von Gemeinschafts-
maßnahmen durchgeführt, die sich hauptsächlich auf die Analyse der Verläßlichkeit
und der Vergleichbarkeit der Daten der forstlichen Dalenbestände der Mitgliedstaaten
beziehen sowie auf die Verbesserung der Koordinierung der von den verschiedenen
 internationalen Organisationen durchgeführten Maßnahmen auf dem Gebiet der Forst-
slatislik. Diese Maßnahmen haben sowohl die Zweckmäßigkeit des von der Gemein-
schaft eingeleiteten Prozesses als auch den von der Fortsetzung der bereits unternom-
menen Bemühungen zu erwartenden Nutzen unter Beweis gestellt.
 Die Einrichtung des Systems kann nicht gelingen ohne daß die Mitgliedstaaten die da-
 für geeigneten Maßnahmen treffen. Diese Maßnahmen müssen in einem von der
 Kommission ausgearbeiteten und dem Ständigen Forstausschuß vorgelegten
Arbeitsprogramm spezifiziert werden.
Die Durchführung der Gemeinschaftspolitiken, die im Rahmen des Helsinki-
Nachfolgeprozesses sowie der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNGASS)
von der Europäischen Union eingegangenen internationalen Verpflichtungen sowie
die Arbeiten der Europäischen Umweltagentur erfordern eine Verstärkung der
Bemühungen zur Verbesserung der Qualität der internationalen Forststatistiken sowie
den Einsatz beslgeeigneler EDV- und Telematik-Systeme zur Verbreitung dieser
Daten.
(i)
(2) ABI. Nr. L 165 vom 15.6.1989, S. 12.
(3) ABl. Nr. L 54 vom 25. 2. 1994, S. 5.
                                                  IC
 ---pagebreak---  Darüber hinaus wird in dem Bericht des Europäischen Parlaments Nr. A4-0414/96
 vom 18. Dezember 1996 über die forstwirtschaftliche Strategie der Europäischen
 l Inion unterstrichen, daß die Kommission das EFICS tatsächlich einrichten solle. In
 der Inilialivstcllungnahmc des Wirtschafte- und Sozialausschusses vom 24. April
  1997 über die läge und die Probleme des Forstseklors in der Europäischen Union und
das Enlwickluugspolential der Forslpoliliken wird die Bedeutung der Verbesserung
der Information im Forstseklor und des Beitrags von EFICS dazu unterstrichen,
 insbesondere hinsichtlich der Einbeziehung von Daten über den Waldschutz.
 Daher empfiehlt es sich, die Geltungsdauer der genannten Verordnung zu verlängern
und sie an die vorgenannten Erlordernisse anzupassen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                         Artikel I
Die Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 wird wie folgt geändert:
I ) Artikel 1 erhält folgende Fassung:
      « Artikel l
      Zur Erfassung, Abstimmung, Vereinheitlichung u\u\ Verarbeitung von Daten über
     die Lage des Forslsektors und seine Entwicklung und um auf diese Weise
      - die Berücksichtigung der Interessen des Forstsektors BEI den internationalen
         Beratungen zu verbessern;
      - die Durchführung von Maßnahmen zur Förderung des Forstsektors im
         Rahmen der bestehenden Gemeinschaftspolitiken zu erleichtern;
     - die Durchführung der Politiken der Mitgliedstaaten im Forstsektor oder mit
         Auswirkungen auf den Forstsektor zu erleichtern;
     - die Informationen über den europäischen Forstsektor einem breiten Publikum
         zugänglich zu machen;
     wird ein Europäisches Informations- und Kommunikationssystem für die Forst-
     wirtschaft (EFICS), nachstehend "System" genannt, eingerichtet mit dem Ziel,
     objektive, zuverlässige und sachdienliche Daten über den Aufbau und das Funk-
     tionieren des Forstsektors in der Union zu gewinnen. ».
2) Artikel 3 erhält folgende Fassung:
     « Artikel 3
     Die Kommission sorgt im Zeitraum vom 1. Januar 1989 bis zum 31. Dezember
     2002 in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den auf dem Gebiet
     der europäischen Forststatistik tätigen internationalen Gremien für die Errichtung
     des                                                                      Systems.
                                             /q.
 ---pagebreak---      Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit und Vollständigkeit der Daten auf europä-
      ischer Ebene kann es die Einrichtung des Systems erfordern, daß die Mitgliedslaa-
     len Maßnahmen treffen müssen, um ihre Datenerfassungsverfahren anzupassen
     oder zu ergänzen, vor allem hinsichtlich der ' Bewertung der forstlichen
      Ressourcen und der Begleitung des Marktes für Holz und Forstprodukte.
      Die Kommission unterstützt gegebenenfalls die Maßnahmen der Mitgliedstaaten,
      und internationaler Organisationen, wie der Organisation der Vereinten Nationen
      für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) oder der Wirtschaftskommission der
      Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE), mit denen besonderen Erfordernissen
     bei der Einführung des Systems Rechnung getragen werden soll.
3) Folgender Artikel 3a wird eingefügt:
     « Artikel 3a
      1. Die Kommission unterbreitet dem mit Entscheidung 89/367/EWG eingesetzten
             Ständigen Forstaiisschuß einen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2002<4>
             gellenden Arbeitsplan zur Stellungnahme, der Aufschluß gibt über die
             Aktionen, die von den Mitgliedstaaten und der Kommission zwecks Errichtung
             des Systems durchzuführen sind.
     2. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Arbeitsplan innerhalb einer
             Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der be-
             treffenden Frage festsetzen kann. Der Ausschuß entscheidet mit der in Artikel
              148 Absatz 2 des Vertrages für die Annahme der Beschlüsse, die der Rat auf
             Vorsehlag der Kommission zu fassen hat, vorgesehenen Mehrheil. Bei der
             Abstimmung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der
             Mitgliedslaaten gemäß vorgenanntem Artikel gewogen. Der Vorsitzende
             nimmt an der Abstimmung nicht teil.
     3. a) Die Kommission erläßt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der
                  Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen,
             b) Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Aus-
                  schusses nicht überein oder ergeht keine Stellungnahme, so unterbreitet die
                  Kommission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag für die zu treffenden
                  Maßnahmen. Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.
                  Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von drei Monaten ab der Befassung des
                  Rates keinen Beschluß gefaßt, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen
                  von der Kommission erlassen und unverzüglich angewandt.».
<4> A l i l . Nr. L 165 vom 15. 6. 1989, S. 14.
                                                  I?
 ---pagebreak--- 4) Artikel 4 erhält folgende Fassung:
     « Artikel 4
     Der Referenzbetrag für die Durchführung der Maßnahme belauft sich lür den
     Zeitraum 1989 - 2002 auf 3,9 Mio. ECU.
     Die jährlichen Mittel werden von der Haushaltsbehörde im Rahmen der
     finanziellen Vorausschau bewilligt. ».
5) Artikel 5 erhält folgende Fassung:
     « Artikel 5
     Vor dem 1. Januar 2003 unterbreitet die Kommission dem Rat einen Bericht über
    die Durchführung des Systems und die Ergebnisse. Bei Bedarf fegt sie dem Rat
    auf der Grundlage dieses Berichts Vorschläge lür die künftige Organisation und
     Funktionsweise des Systems vor. ».
                                       Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt ab I. Januar 1998.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
Milgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am.
                                                 Im Namen des Rales
                                                 Der Präsident
                                            /9
 ---pagebreak---                                                FINANZBOGEN
 1. MZEKUINliNG MHMA>SMAllMi:
 Verlängerung der Gemeinschaftsaktion zur Errichtung eines Europäischen Infor-
 mations- und Kommunikationssystems für die Forstwirtschaft (EFICS).
2. BETREFFENDE HAUSHALTSLINIE
Artikel B2-5150              Wald
3. REC HTSGRUNDLACE
Artikel 213 des E(i-Vertrages
Verordnung (EWG) Nr. l615/89<'> des Rates vom 29. Mai 1989 zur Einführung eines
Europäischen .Informations- und Kommunikationssystems für die Forstwirtschaft
(EFICS), verlängert durch die Verordnung (EG) Nr. 400/94 des Rates vom 21. Feb-
ruar I994(<!), deren Geltungsdauer am 31. Dezember 1997 ausläuft.
Der Vorschlag betrifft die Verlängerung der Geltungsdauer um 5 Jahre. Die Laufzeit
der Maßnahme entspräche damit dem Zeilraum 1989 - 2002.
4. BESCHREIBUNG DER MASSNAHME
4.1. Allgemeines Ziel der Maßnahme
Die Verordnung (EWG) Nr. 1615/89 wurde im Rahmen der Aufstellung des "forstli-
chen Aktionsprogramms" erlassen, das von der Kommission 1988 gestartet worden
war. Das mit der genannten Verordnung errichtete System galt als unerläßliches In-
strument für die optimale Durchführung der forstlichen Maßnahmen, die im Rahmen
dieses Programms auf Gemeinschaftsebene verwirklicht werden sollten.
Dieses System dient der Erfassung, Abstimmung, Vereinheitlichung und Verarbeitung
von Daten über die Lage des Forstsektors und seine Entwicklung, um objektive,
zuverlässige und sachdienliche Informationen über den Aufbau und das Funktionieren
des Forstsektors in der Union zu gewinnen und auf diese Weise
- die Berücksichtigung der Interessen des Forstsektors bei den internationalen Bera-
    tungen zu verbessern, wie bei der Konvention über die biologische Vielfall oder
<" A l i l . Nr. I, 165 vom 15. 6. 1989, S. 12.
<2> A l i l . Nr. I« 54 vom 25. 2. 1994, S. 5.
                                                       OCQ
 ---pagebreak---      über den Schutz der Wälder oder den Klimawandel;
 - die Durchführung von Maßnahmen zur Förderung des Forstsektors im Rahmen der
     bestehenden Genieinschaftspolitiken zu erleichtern;
 - die Durchführung der Politiken der Milgliedslaalen im Forstsektor oder mit
     Auswirkungen auf den Forslsektor zu erleichtern;
 - die Informationen über den europäischen Forstsektor einem breiten Publikum zu-
    gänglich zu machen.
 Damit diese Ziele erreicht werden können, schlägt die Kommission vor, im Laufe der
 kommenden Jahre folgende Maßnahmen durchzuführen:
 - Aulbau, Betrieb und Speisung einer Datenbank (Durchführbarkeitsstudie, Aufbau
    und Einspeiehern der Daten bereits möglich);
 - Studien über die Entwicklung gemeinsamer Nomenklaturen für forstliche Ressourcen
    (I folz, Güter und Dienstleistungen anderer Art als zur Erzeugung von Holz) und den
    Waldbesitz;
- Studien über die Konvertierung nationaler Daten über forstliche Ressourcen (Holz);
- Studie über das Einspeichern neuer Daten in die Datenbank (entzerrte Daten
    und/oder Karten, spezifische Analyseergebnisse);
- Sonderstudien (Statistiken über den Handel mit Rundholz und Erzeugnissen der
    Forstindustrie, Funktionsweise des Holzmarkts und Sonderanalysen über
    sektorspezifischen Bedarf).
I Iber diese vollends von der Gemeinschaft getragenen Aktionen hinaus ist geplant, daß
sieli die Kommission an der Finanzierung von Vorhaben in den Mitgliedstaaten
beteiligt, vor allem zur Stützung der Konversion der nationalen Daten über forstliche
Ressourcen (Holz) und der Erfassung ergänzender Daten über forstliche Ressourcen,
Waldbesitz und Maßnahmen zugunsten des Waldes im Rahmen regionaler
Slruklurfondsprogrammc in den Mitgliedstaaten.
Schließlich ist noch vorgesehen, finanziell zu den Arbeiten beizusteuern, deren Ziele mit
denen des EFICS vereinbar sind und von anderen auf dem Gebiet der Forststatistik
tätigen internationalen Gremien durchgeführt werden.
4.2.    Von der Maßnahme abgedeckter Zehraum
Erster Vierjahreszeitraum (VO (EWG) Nr. 1615/89): 1.1.1989 - 31.12.1992
Zweiter Fünljahreszeitraum (VO (EG) Nr. 400/94) 1.1.1993 - 31.12.1997
Vorgeschlagene Verlängerung um fünf Jahre:              1.1.1998 -31.12.2002
5. EINSTUFUNG DER AUSGABE
5.1. ( ) b 1 i gato ri sehe Ausgabe
5.2. Getrennte Mittel (GM)
                                                 cä/
 ---pagebreak--- 6. ART »ER AUSGABE
 Vgl. Nr. 7
7. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
7.1. Art der Berechnung der Gesamtkosten der Maßnahme
-     für die von der Kommission konlinanzierten Aktionen der Mitgliedstaaten
     (Förderung der Konversion der Daten und der Erfassung zusätzlicher Daten) wird ein
     Kolinanzierungssatz von höchstens 50% der Gesamtkosten festgesetzt;
- der gemeinschaftliche Kolinanzierungssatz für Vorhaben, die von anderen interna-
     tionalen Organisationen vorgelegt werden, wird von Fall zu Fall festgesetzt;
- die Finanzierung der anderen Aktionen wird von der Kommission zu 100%
     übernommen.
7.2. Aufschlüsselung nach Kostenelementen der Aktion
IX i in Mio. KCU (Marktpreise)
Aktioneii                 1998  1999    2000      2001      2002     2003       GESAMT
                                                                     ff.
Stuclicn unci            0,2   0,3      0,3       0,3       0,2                 1,3
Dienstleistimgcn
licitmg zu den           0,2   0,2      0,4       0,4       0,3                 1,5
Ausgaben der
Milglicdslaalcn
Itcitrag zu den          0,1   0,1      0,1       0,1       0,1                 0,5
Ausgaben inter-
nal ionalcr Orga-
nisalioncn
INSdESAMT                0,5   0,6      0,8       0,8       0,6                 3J
Anmerkung: Da die im Verlauf der letzten beiden Anwendungszeiträume der Verord-
nung (1989 - 1992 und 1993 - 1997) getätigten Ausgaben insgesamt rund 0,6 Mio.
ECU betrugen, belaufen sich die für den Zeitraum 1989 - 2002 vorgesehenen Ausga-
ben wie in der Verordnung erwähnt auf insgesamt 3,9 Mio. ECU.
                                                 oit
 ---pagebreak--- 7.3. Zeitplan         Verpfiichtungsermächtigungen/Zahfungsermächtigungen
I d m Mio. i;CII
                    1998       1999    2000    ; 2001    2002   ; 2003 f f GESAMT
VerpIliehUmgser-    0,5        0,6     0,8       0,8     0,6               33
mächtigung
Zahlungs-      1998 0,3                                                    0,3
ermach-        1999 0,2        0,4                                         0,6
tigungen      2000             0,1     0,5                                 0,6
              2001             0,1     0,2       0,5                       0,8
              2002                     0,1       0,2     0,4               0,7
              2003                               0,1     0,2               0,3
              IT.
INSCLSAN/IT         0,5       0,6      0,8       0,8     0,6               SJ
S. Kl I RUGSBEKAMPFUNGSBESTIMMUNGEN
Zur Überprüfung der Durchführung der von der Gemeinschaft kofinanzierten
Maßnahmen in den Milgliedstaaten sowie zur Überprüfung der finanziellen Aspekte
können vor Ort Kontrollen durchgeführt werden.
9. ELEMENTE DER KOSTEN/NUTZEN-ANALYSE
9.1. Quantifizierbare spezifische Ziele, angepeilte Population
Damit die in der Verordnung genannten Ziele erreicht werden, wird vorgeschlagen,
sieh im Laufe der nächsten Jahre auf die Beschaffung von Daten aus jedem der fol-
genden Dereiche und die Verbesserung ihrer Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeil zu
konzentrieren:
- finanzielle Mittel,
- Waldbesitzstruktur,
- nicht handelsfähige Funktionen des Waldes,
- forstliche Maßnahmen der Gemeinschaft,
- forstliche Erzeugnisse (Bauholz und andere Forstprodukte).
An horizontalen Maßnahmen sind spezifische Maßnahmen geplant zur
-   Definition von Nomenklaturen und gemeinsamen Begriffsbestimmungen in allen
    betroffenen Bereichen;
- Verbesserung der Vergleichbarkeit der auf nationaler Ebene erfaßten Daten auf
    ( iemeinsehaftsebene,
                                                 câS
 ---pagebreak---  - Bestimmung der für die Erfassung, Speicherung und Verbreitung der Daten zu ver-
     wendenden technischen Lösungen und Beachtung des Subsidiaritätsgrundsatzes.
 Die Kommission möchte EPICS dazu nutzen, kohärente Aktionen zugunsten ties
 F'orslseklors der Gemeinschaft auf den Weg zu bringen und optimal zu verwirklichen.
 Das System dürfte auch geeignet sein zur Formulierung U\K\ Verwirklichung von all-
 gemeineren Politiken, wie der Umwell- und Industriepolitik oder im Rahmen
 künftiger Rahmeninitialiven zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Auch wird erwartet,
 daß das System dadurch, daß es verläßliche Daten über den europäischen Forstsektor,
 seine nachhaltige Entwicklung und seine Umwelt liefert, einer ganzen Reihe von
 öffentlichen wie privaten Organisationen in den Mitgliedstaaten von umfassendem
 Nutzen ist.
9.2. Begründung der Maßnahme
 9.2.1. Notwendigkeit der Gemeinschaftsintervention
Die Gemeinschaft muß sich an den zur Errichtung'des EPICS und der Verbesserung
der (Qualität seiner Daten notwendigen Maßnahmen beieiligen. Überließe sie dies aus-
schließlich den Milgliedstaaten, so hätte die Untätigkeit der Kommission zur Folge,
daß weiterhin nur unzuverlässige Daten über i\cn europäischen Forstsektor zur Verfü-
gung stünden, in einigen Bereichen sogar überhaupt keine. Diese Lage ist insofern in-
akzeptabel, als sowohl die Mitgliedstaaten als auch die Gemeinschaftsorganc erkannt
liaben, daß diese Informationen eine unerläßliche Grundlage darstellen sowohl für die
nachhaltige Entwicklung (Rio- und Hclsinki-Nachfolgeprozeß) auf internationaler und
gesamteuropäischer Ebene als auch für die Förderung forstlicher Maßnahmen und die
Entwicklung einer künftigen Forststrategie auf Gemeinschaftsebene.
Die Durchführung forstlicher Maßnahmen im Rahmen der Gemeinschaftspolitik
(Landwirtschaft, Industrie und Umwelt) erfordert ein geeignetes Informationssystem,
das über verläßliehe, europaweit vergleichbare Daten verfügt. Darüber hinaus muß
jede auf nationaler oder regionaler Ebene vorgesehene Aktion auf Daten dieser Art
aulbauen können, die die Basisindikatoren (Umwelt, sozioökonomischc Bedingungen
usw.) darstellen, die es zu einem späteren Zeitpunkt erlauben, die Auswirkungen der
Aktion auf das betreffende Gebiete quantitativ zu bewerten. Die spezifischen
Merkmale und die große Vielfalt der ökologischen und sozioökonomischen
Bedingungen der europäischen Wälder müssen sich in einem solchen
Informationssystem niederschlagen. Die Berücksichtigung lokaler und regionaler
Besonderheiten der europäischen Wälder berechtigt zu einem integrierten,
dezentralisierten Ansatz auf der Ebene der Regionen.
Die Zuständigkeit für die Aktion teilen sich die Gemeinschaft und die
Mitgliedstaaten. So ist die Gemeinschaft für die Erfassung, Verarbeitung, Prüfung und
Verbreitung vergleichbarer, zuverlässiger Daten über den europäischen Forstsektor
zuständig, wobei diese Arbeiten nur schlüssig sind, wenn die Mitgliedstaaten
Aktionen durchführen zur Verbesserung der nationalen Daten. Diese Bemühungen
erfordern eine Koordination und Konzertierung auf Gemeinschaftsebene. Durch den
                                               *£y
 ---pagebreak--- Informations- und Erfahrungsaustausch können die Mitgliedstaaten die von ihnen
jeweils geleistete Arbeit nutzen.
Die       Erstellung     gemeinsamer     Definitionen    und    Nomenklaturen      auf
Gemeinschaftschenc kann von den Mitgliedstaatcn alleine nicht geleistet werden. Die
entsprechende Gemeinschaftsaktion, die mit denen anderer internationaler
Organisationen koordiniert wird, erzielt eine konkreten Wertschöplüng zu den
Arbeilen der Mitgliedstaatcn.
Die Notwendigkeit der Gemeinschaftsintervenlion wurde bei zahlreichen Gelegen-
heiten vom Ständigen Forstausschuß unterstrichen, der sich stets einstimmig für die
Errichtung des Systems ausgesprochen hat. Andere Institutionen haben diese Notwen-
digkeit bestätigt, so die folgenden:
- das Europäische Parlament in seinem Bericht vom 18. Dezember 1996 über die
     Forslslralegic der Europäischen Union;
- der Wirtschafts- und Sozialausschuß in seiner Initiativstellungnahme vom
     24. April 1997 über die Lage und die Probleme der Forstwirtschaft in der
     Europäischen l Inion und über die Möglichkeil der Entwicklung von Forstpolitiken;
- der Ausschuß der Regionen in seinem Entwurf einer Stellungnahme über die Ver-
     waltung, Nutzung und den Schutz der Wälder in der Europäischen l Inion.
(
  / 2.2. Wahl der lntervenlionsmodalitälen
Die vorgeschlagenen, an den Aktionen gemäß Nr. 9.1 ausgerichteten Modalitäten für
die Intervention der Gemeinschaft sind das Ergebnis der mit den Mitgliedstaaten im
Rahmen des Ständigen Forstausschusses geführten Erörterungen. Bei diesen Erörte-
rungen wurden alle Szenarien analysiert, die im Rahmen eine Studie vorgeschlagen
wurden, die das Europäische Forstinstitut (EFI) für die Kommission über die Systeme
der Forstinvcntarc in Europa erstellt und 1997 abgeschlossen hat. So wurde beispiels-
weise die alternative Durchführung eines unabhängigen EPICS auf europäischer
llbene wegen seiner Kosten und der Probleme auf der Ebene der Mitgliedstaaten als
gegenwärtig unrealistisch erachtet.
Die Finanzielle Ausstattung nimmt sich recht bescheiden aus im Verhältnis zu den ge-
steckten Zielen und im Vergleich zu den Kosten für die Erfassung und Verarbeitung
forstlicher Daten in den Mitgliedstaatcn. Abgesehen von der Einrichtung des Informa-
tionssystems werden sicli die finanziellen Interventionen der Gemeinschaft
konzentrieren auf die Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Einrichtung der
geeigneten Verfahren zur Verbesserung der Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und
Vollständigkeit der Daten auf europäischer Ebene.
9.3.     Verfolgung und Bewertung der Aktion
Verfolgung und Bewertung der Aktion erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen
den Generaldirektionen III, VI, XI und XII, Eurostat und den Mitgliedstaaten, die in
der Arbeitsgruppe EFICS des Ständigen Forstausschusses sowie in der Arbeitsgruppe
Forslstalislik des Ausschusses für Agrarstatistik vertreten sind. Eine enge Konzertie-
                                                 oK
 ---pagebreak--- rung wird ferner sichergestellt im Rahmen von internationalen Organisationen wie die
 Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa.in Genf, die sicii schon
jetzt auf globalerer Ebene an der Erfassung, Verarbeitung und Verbreitung forstlicher
 Daten beteiligen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit beteiligt sich die Kommission
an den Arbeiten der sekrelarialsübergreifende Arbeitsgruppe, in der außer der Gl) VI
Vertreter von Eurostal, der PAO, der ECE/FAO, der OECD und der Internationalen
Organisation für Tropenhölzer mitarbeiten.
Präsenz und Mitwirkung dieser unterschiedlichen Institutionen bürgen für die
optimale Durchführung der Aktion.
 10.   VERWALTUNGSAUSGABE (TEIL A DES HAUSHALTS!
Die Durchführung der Verordnung erfordert keine zusätzlichen Verwaltungsausgaben.
Dafür wird bereits mit dieser Aufgabe betrautes Slatutspersonal eingesetzt, d.h., ein
A-Beamter mit einer Teilzeitstelle und ein B-Beamter mit einer Vollzeitstelle.
Die Ausgaben für die Durchführung von Sitzungen, Dienstreisen und etwaigen Veröf-
fentlichungen werden in die dafür vorgesehenen allgemeinen Ilaushaltslinien einge-
setzt, in diesem Falle in Teil A des Haushalts. Die übrigen Ausgaben (Studien, Ent-
wicklung spezifischer EDV-Dienste usw.) werden in die Haushaltslinie B2-5150 ein-
gesetzt.
                                               ^
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                      ISSN 0254-1467
                                                        KOM(98) 173endg.
                                          DOKUMENTE
DE                                                            03    15 16 17
                                    Katalognummer : CB-CO-98-170-DE-C
                                                             ISBN 92-78-32130-3
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                             £1