CELEX: C2005/132/16
Language: de
Date: 2005-05-28 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Große Kammer) vom 12. April 2005 in der Rechtssache C-265/03 (Vorabentscheidungsersuchen der Audiencia Nacional [Spanien]): Igor Simutenkov gegen Ministerio de Educación y Cultura, Real Federación Española de Fútbol (Partnerschaftsabkommen Gemeinschaften–Russland — Artikel 23 Absatz 1 — Unmittelbare Wirkung — Arbeitsbedingungen — Diskriminierungsverbot — Fußball — Begrenzung der Zahl der Berufsspieler mit der Staatsangehörigkeit von Drittstaaten, die pro Mannschaft in einem nationalem Wettbewerb aufgestellt werden können)

28.5.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 132/9
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Große Kammer)
   vom 12. April 2005
   in der Rechtssache C-265/03 (Vorabentscheidungsersuchen der Audiencia Nacional [Spanien]): Igor Simutenkov gegen Ministerio de Educación y Cultura, Real Federación Española de Fútbol (1)
   
   (Partnerschaftsabkommen Gemeinschaften–Russland - Artikel 23 Absatz 1 - Unmittelbare Wirkung - Arbeitsbedingungen - Diskriminierungsverbot - Fußball - Begrenzung der Zahl der Berufsspieler mit der Staatsangehörigkeit von Drittstaaten, die pro Mannschaft in einem nationalem Wettbewerb aufgestellt werden können)
   (2005/C 132/16)
   Verfahrenssprache: Spanisch
   In der Rechtssache C-265/03 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht von der Audiencia Nacional (Spanien) mit Entscheidung vom 9. Mai 2003, beim Gerichtshof eingegangen am 17. Juni 2003, in dem Verfahren Igor Simutenkov gegen Ministerio de Educación y Cultura, Real Federación Española de Fútbol hat der Gerichtshof (Große Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten V. Skouris, der Kammerpräsidenten P. Jann, C. W. A. Timmermans und A. Rosas, sowie der Richter C. Gulmann, A. La Pergola, J.-P. Puissochet, J. Makarczyk, P. Kūris, M. Ilešič (Berichterstatter), U. Lõhmus, E. Levits und A. Ó Caoimh — Generalanwaltin: C. Stix-Hackl; Kanzler: R. Grass — am 12. April 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 23 Absatz 1 des Abkommens über Partnerschaft und Zusammenarbeit zur Gründung einer Partnerschaft zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der russischen Föderation andererseits, das am 24. Juli 1994 in Korfu unterzeichnet und im Namen der Gemeinschaften durch den Beschluss 97/800/EGKS, EG, Euratom des Rates und der Kommission vom 30. Oktober 1997 genehmigt worden ist, ist dahin auszulegen, dass er dem entgegensteht, dass auf einen Berufssportler russischer Staatsangehörigkeit, der bei einem Verein mit Sitz in einem Mitgliedstaat ordnungsgemäß beschäftigt ist, eine von einem Sportverband dieses Staates aufgestellte Regel angewendet wird, nach der die Vereine bei Wettkämpfen auf nationaler Ebene nur eine begrenzte Zahl von Spielern aus Drittstaaten, die nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören, aufstellen dürfen.
   
      (1)  ABl. C 213 vom 6.9.2003.