CELEX: 51984PC0400
Language: de
Date: 1984-11-16
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER VOR DEM FUEHRERSITZ MONTIERTE UMSTURZ-SCHUTZVORRICHTUNGEN MIT ZWEI PFOSTEN FUER SCHMALSPURZUGMASCHINEN MIT LUFTBEREIFUNG

2. 9. 85                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 222/1
                                                           II
                                               (Vorbereitende Rechtsakte)
                                              KOMMISSION
             Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
             staaten über vor dem Führersitz montierte Umsturzschutzvorrichtungen mit zwei Pfosten für
                                      Schmalspurzugmaschinen mit Luftbereifung
                                                  KOM(84) 400 endg.
                           (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 23. November 1984)
                                                    (85/C 222/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                      Tonnen für Zugmaschinen in der Richtlinie „dynami-
GEMEINSCHAFTEN —                                              sche Prüfungen" und 800 kg oder mehr für Zugmaschi-
                                                              nen in der Richtlinie „statische Prüfungen".
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-
schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-          Die Zugmaschinen im Sinne dieser Richtlinie haben
kel 100,                                                      eine Bodenfreiheit von höchstens 600 mm, eine Min-
                                                              destspurbreite beider Achsen von weniger als 1 360 mm
auf Vorschlag der Kommission,                                 und eine Masse von 600 bis 3 000 kg. Die Umsturz-
                                                              schutzvorrichtungen dieser Zugmaschinen, die für be-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
                                                              sondere Arbeiten verwendet werden, können besonde-
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-            ren und alternativen Vorschriften zu den Vorschriften
schusses,                                                     in den beiden Richtlinien 77/536/EWG und 79/622/
                                                               EWG unterliegen.
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                               Die technischen Vorschriften, denen diese sogenannten
In der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März             Schmalspur-Zugmaschinen nach den einzelstaatlichen
1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mit-           Rechtsvorschriften genügen müssen, betreffen u. a. die
gliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder         Umsturzschutzvorrichtung und ihre Befestigung an der
forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern('), ge-          Zugmaschine. Diese Vorschriften sind von Mitglied-
ändert durch die Akte über den Beitritt Griechenlands,        staat zu Mitgliedstaat verschieden. Deshalb ist es not-
ist vorgesehen, die erforderlichen Bestimmungen zur           wendig, daß alle Mitgliedstaaten — entweder zusätzlich
Durchführung des Verfahrens für die EWG-Betriebser-           zu oder anstelle ihrer derzeitigen Regelung — gleich-
laubnis für die einzelnen Zugmaschinenteile oder              lautende Vorschriften erlassen, insbesondere, um für
-merkmale in Einzelrichtlinien festzulegen. Die Vor-          jeden Zugmaschinentyp das EWG-Betriebserlaubnis-
schriften über Umsturzschutzvorrichtungen und ihre            verfahren gemäß der Richtlinie 74/150/EWG einfüh-
Befestigung an den Zugmaschinen wurden in den                 ren zu können.
Richtlinien 77/536/EWG( 2 ) und 79/622/EWG( 3 ) des
Rates erlassen. Diese beiden Richtlinien, eine für die         Umsturzschutzvorrichtungen im Sinne dieser Richtlinie
dynamischen Prüfungen, die andere für die statischen          haben zwei vor dem Führersitz befestigte Pfosten und
Prüfungen — wobei die Wahl den Herstellern überlas-           sind wegen der geringeren Abmessungen der Zugma-
sen bleibt—, gelten für herkömmliche Zugmaschinen             schine durch einen kleineren Freiraum gekennzeichnet;
mit einer Bodenfreiheit von höchstens 1 000 mm und            deshalb sollte der Zugang zum Führerstand auf keinen
einer feststehenden oder einstellbaren Mindestspur-            Fall zu behindert und auf jeden Fall eine einfache
weite einer der Antriebsachsen von 1 150 mm oder               Handhabung dieser (herunterklappbaren oder nicht
mehr; dabei beträgt die Masse zwischen 1,5 und 4,5            herunterklappbaren) Vorrichtungen gewahrt werden.
                                                               Für die Umsturzschutzvorrichtungen mit hinten ange-
(') ABl. Nr. L 84 vom 28. 3. 1974, S. 10.                     brachten Überrollbügeln, Überrollrahmen oder Schutz-
(2) ABl. Nr. L 220 vom 29. 8. 1977, S. 1.                     kabinen ist bereits eine andere Einzelrichtlinie erlassen
(3) ABl. Nr. L 179 vom 17. 7. 1979, S. 1.                     worden.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/2                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                2. 9. 85
Im Rahmen eines harmonisierten Verfahrens der Bau-            menarbeit mit den zuständigen Behörden der übrigen
artgenehmigung für Umsturzschutzvorrichtungen und             Mitgliedstaaten — die gebotenen Vorkehrungen, um
ihre Befestigung an der Zugmaschine kann jeder Mit-           die Übereinstimmung der Produktion mit dem geneh-
gliedstaat feststellen, ob die gemeinsamen Vorschriften       migten Typ soweit notwendig zu überwachen. Die
für den Bau und die Prüfung eingehalten worden sind,          Überwachung beschränkt sich auf Stichproben.
und die anderen Mitgliedstaaten von der getroffenen
Feststellung durch Übersendung einer Abschrift des für
jeden Typ einer Umsturzschutzvorrichtung und ihre                                     Artikel 3
Befestigung an der Zugmaschine ausgestellten Bauart-          Die Mitgliedstaaten weisen dem Hersteller einer Zug-
genehmigungsbogens unterrichten. Bei allen mit einem
                                                              maschine, dem Hersteller einer Umsturzschutzvorrich-
EWG-Genehmigungszeichen versehenen Vorrichtun-
                                                              tung oder ihren jeweiligen Beauftragten für jeden Typ
gen, die in Übereinstimmung mit dem genehmigten
                                                              einer Umsturzschutzvorrichtung sowie ihre Befestigung
Typ hergestellt wurden, erübrigt sich eine technische
 Kontrolle dieser Vorrichtungen in den anderen Mit-           an der Zugmaschine, für den sie nach Artikel 1 die
gliedstaaten. Die gemeinschaftlichen Vorschriften für         EWG-Bauartgenehmigung erteilen, ein EWG-Geneh-
andere Bauteile und Merkmale der Umsturzschutzvor-            migungszeichen nach dem Muster des Anhangs VII
richtungen, insbesondere in bezug auf Abmessungen,            zu.
Türen, Sicherheitsscheiben, Schutz gegen Weiterrollen         Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen Maß-
der umgestürzten Zugmaschine und Schutz des Beifah-           nahmen, um die Verwendung von Genehmigungszei-
rers, werden zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.          chen zu verhindern, die zu einer Verwechslung zwi-
                                                              schen Vorrichtungen eines Typs, für den eine EWG-
 Hauptzweck der harmonisierten Vorschrift ist es, die         Bauartgenehmigung nach Artikel 1 erteilt wurde, und
 Sicherheit am Arbeitsplatz und die Sicherheit im Stra-       anderen Vorrichtungen führen können.
 ßenverkehr im gesamten Gebiet der Gemeinschaft zu
gewährleisten. Hierzu ist es angebracht, für die unter
 diese Richtlinie fallenden Zugmaschinen die Ausrü-                                   Artikel 4
 stung mit einer Umsturzschutzvorrichtung zwingend
 vorzuschreiben.                                              (1) Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen
                                                              von Umsturzschutzvorrichtungen nicht wegen ihrer
 Zur Angleichung der einzelstaatlichen Rechtsvorschrif-        Bauweise verbieten, wenn sie mit dem EWG-Prüfzei-
 ten über diese Zugmaschinen gehört auch, daß die ein-        chen versehen sind.
 zelnen Mitgliedstaaten die von jedem von ihnen auf-
 grund gemeinsamer Vorschriften durchgeführten Kon-           (2) Ein Mitgliedstaat darf jedoch das Inverkehrbrin-
 trollen gegenseitig anerkennen —                             gen von Vorrichtungen, die mit dem EWG-Prüfzeichen
                                                              versehen sind, verbieten, wenn sie nicht mit dem Typ
 HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                            übereinstimmen, für den die EWG-Bauartgenehmigung
                                                              erteilt wurde.
                          Artikel 1                            Dieser Mitgliedstaat unterrichtet unverzüglich die übri-
                                                              gen Mitgliedstaaten und die Kommission von den ge-
Diese Richtlinie gilt für Zugmaschinen im Sinne des           troffenen Maßnahmen und begründet dabei seinen Be-
Artikels 1 der Richtlinie 74/ 150/EWG mit folgenden           schluß.
Merkmalen:
— Bodenfreiheit von höchstens 600 mm, zu messen                                       Artikel 5
     unter der Vorder- und der Hinterachse einschließ-
     lich des Differentials bzw. der Differentiale,           Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaa-
                                                              ten übermitteln den zuständigen Behörden der anderen
— Mindestspurweite beider Achsen von weniger als              Mitgliedstaaten binnen eines Monats eine Abschrift der
     1 150 mm und Höchstspurweite von weniger als             EWG-Bauartgenehmigungsbögen nach dem Muster des
     1 360 mm,                                                Anhangs VII für jeden Typ einer Umsturzschutzvor-
— Masse von 600 kg oder mehr, entsprechend dem                richtung, für den sie die Bauartgenehmigung erteilen
     Leergewicht der Zugmaschine im Sinne des An-             oder versagen.
     hangs I Ziffer 2.4 der Richtlinie 74/ 150/EWG, ein-
     schließlich der nach der vorliegenden Richtlinie an-                             Artikel 6
     gebauten Umsturzschutzvorrichtung und der vom
     Hersteller empfohlenen Reifen größter Abmessung.         (1) Stellt der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartge-
                                                              nehmigung erteilt hat, fest, daß mehrere mit demselben
                          Artikel 2                           EWG-Prüfzeichen versehene Umsturzschutzvorrichtun-
                                                              gen nicht mit dem Typ übereinstimmen, für den er die
(1) Die EWG-Bauartgenehmigung für jeden Typ einer             Bauartgenehmigung erteilt hat, so trifft er die notwen-
Umsturzschutzvorrichtung und ihre Befestigung an der          digen Maßnahmen, um die Übereinstimmung der Pro-
Zugmaschine, der den Bau- und Prüfvorschriften der            duktion mit dem genehmigten Typ sicherzustellen. Die
Anhänge I bis IV entspricht, wird von den einzelnen           zuständigen Behörden dieses Mitgliedstaats unterrich-
Mitgliedstaaten erteilt.                                      ten die zuständigen Behörden der anderen Mitglied-
                                                              staaten von den getroffenen Maßnahmen, die bei er-
(2) Der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartgenehmi-             heblicher und wiederholter Nichtübereinstimmung bis
gung erteilt hat, trifft — erforderlichenfalls in Zusam-      zum Entzug der EWG-Bauartgenehmigung gehen kön-
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 222/3
nen. Diese Behörden treffen die gleichen Maßnahmen,        Genehmigungszeichen versehen und die Vorschriften
wenn sie von den zuständigen Behörden eines anderen        des Anhangs IX eingehalten worden sind.
Mitgliedstaats von einer derartigen Nichtübereinstim-
mung unterrichtet werden.
                                                                                   Artikel 10
(2) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten un-
terrichten sich gegenseitig binnen eines Monats über       Jede Zugmaschine, auf die Artikel 1 Anwendung fin-
den Entzug einer erteilten EWG-Bauartgenehmigung           det, muß mit einer Umsturzschutzvorrichtung versehen
unter Angabe der Gründe.                                   sein. Ist diese nicht vom Typ mit hinten angebrachten
                                                           Überrollbügeln, Überrollrahmen oder Schutzkabinen,
                                                           so muß sie den Vorschriften gemäß den Anhängen I bis
                       Artikel 7                           V dieser Richtlinie, den Vorschriften der Richtlinie 77/
                                                           536/EWG oder der Richtlinie 79/622/EWG entspre-
Jede Verfügung aufgrund der zur Durchführung dieser        chen.
Richtlinie erlassenen Vorschriften, durch die eine
EWG-Bauartgenehmigung versagt oder entzogen oder                                   Artikel 11
das Inverkehrbringen oder die Benutzung verboten
wird, ist genau zu begründen. Sie ist den Betroffenen      Änderungen, die zur Anpassung der Anhänge an den
unter Angabe der in den Mitgliedstaaten nach dem gel-      technischen Fortschritt notwendig sind, werden nach
tenden Recht vorgesehenen Rechtsmittel und der             dem Verfahren des Artikels 13 der Richtlinie 74/150/
Rechtsmittelfristen zuzustellen.                           EWG erlassen.
                        Artikel 8                                                  Artikel 12
Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebserlaubnis
oder die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung für      (1) Die Mitgliedstaaten erlassen binnen 18 Monaten
eine Zugmaschine nicht wegen der Umsturzschutzvor-         nach ihrer Bekanntgabe die erforderlichen Rechtsvor-
richtungen sowie ihrer Befestigung an der Zugmaschine      schriften, um dieser Richtlinie nachzukommen, und
versagen, wenn diese mit dem EWG-Prüfzeichen verse-        setzen die Kommission unverzüglich davon in Kennt-
hen und die Vorschriften des Anhangs VIII eingehalten      nis.
 sind.
                                                           (2) Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, daß der
                                                           Kommission der Wortlaut der wichtigsten innerstaatli-
                        Artikel 9                          chen Rechtsvorschriften mitgeteilt wird, die sie auf dem
 Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die Zulas-        unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
 sung, die Inbetriebnahme oder die Benutzung einer
 Zugmaschine nicht wegen der Umsturzschutzvorrich-                                 Artikel 13
tungen sowie ihrer Befestigung an der Zugmaschine
 versagen oder verbieten, wenn diese mit dem EWG-          Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/4                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  2. 9. 85
                                         LISTE DER ANHÄNGE
            ANHANG I   Bedingungen für die Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung
           ANHANG II   Bedingungen für alle Einheiten aus Zugmaschine und Schutzvorrichtungen, deren
                       Festigkeit nach Anhang III und IV geprüft wird
            ANHANG III Bedingungen für die Prüfung der Festigkeit von Schutzvorrichtungen und ihrer
                       Befestigung an der Zugmaschine
                    A  Geräte und Ausrüstungen für die dynamischen Prüfungen
                     B Geräte und Ausrüstungen für die statischen Prüfungen
                     C Zeichen
            ANHANG IV  Prüfverfahren
                    A  — dynamische Prüfungen
                     B — statische Prüfungen
           ANHANG V    Abbildungen
           ANHANG VI   Muster eines Berichtes über die EWG-Bauartgenehmigung
           ANHANG VII  Kennzeichnung
           ANHANG VIII Muster eines EWG-Bauartgenehmigungsbogens
           ANHANG IX   Bedingungen für die Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis
           ANHANG X    Muster eines Anhangs zum EWG-Betriebserlaubnisbogen für einen Zugmaschinen-
                       typ betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der
                       Zugmaschine.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/5
                                                       ANHANG I
                BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
         1.   BEGRIFFSBESTIMMUNG
         1.1. „Umsturzvorrichtung" nachstehend „Schutzvorrichtung" genannt, ist eine Vorrichtung an einer
              Zugmaschine, die hauptsächlich dazu dient, den Führer der Zugmaschine vor den Gefahren, die
              durch Umstürzen der Zugmaschine bei normaler Verwendung auftreten können, zu schützen oder
              diese Gefahren einzuschränken.
         1.2. Vorrichtungen nach 1.1 haben folgende Eigenschaften:
              — alle senkrechten Vorrichtungen sind vor dem Mittelpunkt des Lenkrads montiert;
              — sie verfügen über den in Anhang IV-A, Punkt 2, festgelegten Freiraum.
         1.3. Vorrichtungen, die den Vorschriften in 1.2. oben nicht entsprechen, können nach den Vorschrif-
              ten der Richtlinie 77/536/EWG oder der Richtlinie 79/622/EWG geprüft werden.
         2.   ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
         2.1. Die Schutzvorrichtungen und ihre Befestigung an der Zugmaschine müssen so beschaffen sein,
              daß ihr Hauptzweck nach Nummer 1 erfüllt wird.
         2.2. Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn die Vorschriften der Anhänge II, III und IV eingehalten
              werden.
         3.   ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
         3.1.  Der Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung betreffend die Festigkeit der Schutz-
              vorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine ist vom Hersteller der Zugmaschine, vom
               Hersteller der Schutzvorrichtung oder ihren jeweiligen Beauftragten zu stellen.
         3.2.  Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung und nachstehende Angaben
              beizufügen:
              — maßstabgerechte Zeichnung der Schutzvorrichtung oder Zeichnung unter Angabe der Haupt-
                  abmessungen. In dieser Zeichnung muß insbesondere die Befestigung im Detail dargestellt
                  sein;
              — Fotos von der Seite und von hinten, mit Einzelheiten der Befestigung;
              — kurze Beschreibung der Schutzvorrichtung mit folgenden Angaben: Bauart, Art der Befesti-
                  gung an der Zugmaschine, soweit erforderlich Einzelheiten der Verkleidung, Einstieg- und
                  Notausstiegmöglichkeiten, Einzelheiten der Innenpolsterung, Vorrichtungen gegen weiteres
                  Überrollen der Zugmaschine und Einzelheiten des Heiz- und Lüftungssystems;
              — Angaben über die für die tragenden Bauelemente der Schutzvorrichtung und der Befestigung
                  verwendeten Werkstoffe (siehe Anhang VI).
         3.3.  Dem für die Durchführung der Bauartgenehmigungsprüfung zuständigen technischen Dienst ist
              eine für den Zugmaschinentyp, für den die zu genehmigende Schutzvorrichtung bestimmt ist,
              repräsentative Zugmaschine vorzuführen. An diese Zugmaschine ist die Schutzvorrichtung ange-
              baut.
         3.4.  Der Inhaber einer EWG-Bauartgenehmigung kann beantragen, daß diese auf andere Zugmaschi-
               nentypen erweitert wird. Die zuständigen Behörden, die die erste EWG-Bauartgenehmigung
              erteilt haben, gewähren die beantragte Erweiterung, wenn die genehmigte Schutzvorrichtung
               sowie der (die) Zugmaschinentyp(en), für den (die) die Erweiterung der ursprünglichen EWG-
               Bauartgenehmigung beantragt wird, nachstehende Bedingungen erfüllt (erfüllen):
              — Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast gemäß Anhang III-1.4 überschreitet die für die
                  Prüfung verwendete Bezugsmasse um nicht mehr als 5 %.
              — Das Befestigungsverfahren und die Befestigungspunkte an der Zugmaschine müssen die
                  gleichen sein.
              — Bauteile wie Kotflügel und Motorhauben, die als Abstützung für die Schutzvorrichtung die-
                  nen können, sind von gleicher Festigkeit und befinden sich — bezogen auf die Schutzvorrich-
                  tung — an gleicher Stelle.
              — Die kritischen Abmessungen und die Lage des Sitzes und des Lenkrads im Verhältnis zur
                  Schutzvorrichtung und die entsprechende Lage der Punkte, die als starr angesehen werden
                  und berücksichtigt werden, wenn überprüft wird, ob der Freiraum auch dann von der Struk-
                  tur geschützt ist, wenn letztere sich aufgrund verschiedenster Tests verformt hat.
              — Die Vorbedingungen nach Anhang II sind weiterhin erfüllt.
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            4.     ANGABEN
            4.1.   Jede Schutzvorrichtung, die dem genehmigten Typ entspricht, muß mit folgenden Angaben ver-
                   sehen sein:
            4.1.1. Fabrik-oder Handelsmarke;
            4.1.2. EWG-Genehmigungszeichen nach dem Muster des Anhangs VII;
            4.1.3. Seriennummer der Schutzvorrichtung;
            4.1.4. Zugmaschinenmarke und -typ(en), für den (die) die Schutzvorrichtung bestimmt ist.
            4.2.   Alle diese Angaben sind auf einem Schild zu vermerken.
            4.3.   Die Angaben müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft angebracht sein.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 222/7
                                                     ANHANG II
         VORBEDINGUNGEN, DIE BEIM AUFBAU VON ZUGMASCHINEN-SCHUTZVORRICHTUN-
         GEN, DIE AUF FESTIGKEIT GEMÄSS ANHANG III UND IV GEPRÜFT WERDEN, ERFÜLLT
                                                   SEIN MÜSSEN
         1.   VORBEREITUNG FÜR DIE VORPRÜFUNG
              Die Zugmaschine muß mit der Schutzvorrichtung ausgerüstet sein. Die Zugmaschine muß mit
              Reifen mit dem größten, vom Hersteller zugelassenen Durchmesser und mit dem kleinsten Rei-
              fenquerschnitt für diesen Durchmesser ausgestattet sein.
              Die Reifen dürfen keinen Flüssigkeitsballast haben und müssen den für Feldarbeit empfohlenen
              Reifendruck aufweisen.
               Die Hinterreifen müssen mit der kleinsten Spurweite angebracht sein; die Vorderräder sollen so
              weit wie möglich die gleiche Spurweite haben.
               Sind zwei Vorderrad-Spurweiten möglich, die sich um den gleichen Betrag von der kleinsten
               Hinterradspurweite unterscheiden, ist die breitere dieser beiden Vorderradspurweiten auszu-
              wählen.
              Alle Zugmaschinentanks müssen gefüllt oder die Flüssigkeiten durch eine entsprechende Masse
              an der entsprechenden Stelle ersetzt werden.
         2.    SEITLICHE STABILITÄTSPRÜFUNG
               Die gemäß den obigen Bestimmungen vorbereitete Zugmaschine ist auf eine horizontale Ebene
              zu stellen; der Vorderachsendrehpunkt oder — bei Zugmaschinen mit Knicklenkung — der hori-
              zontale Drehpunkt zwischen den zwei Achsen — muß dabei frei beweglich sein.
               Mit beliebigen Mitteln — Winde oder Hebezeug — ist der Teil der Zugmaschine zu kippen, der
              fest mit der Achse verbunden ist, die mehr als 50% des Zugmaschinengewichts trägt; dabei ist der
               Neigungswinkel ständig zu messen. Dieser Winkel muß mindestens 38° betragen in dem Augen-
              blick, wenn die Zugmaschine über den am Boden befindlichen Rädern im labilen Gleichgewicht
              ist.
               Der Versuch ist einmal mit einem völlig nach rechts und ein zweites Mal mit einem völlig nach
              links eingeschlagenen Lenkrad durchzuführen.
         3.    NICHTWEITERROLLPRÜFUNG
         3.1. Allgemeines
              Mit der Nichtweiterrollprüfung soll festgestellt werden, ob eine an der Zugmaschine befestigte
              Vorrichtung zum Schutz des Fahrers das Weiterrollen der Zugmaschine wirkungsvoll verhindern
              kann, wenn sie an einem Hang mit einer Neigung von 1 zu 1,5 seitlich umstürzt.
              Der Nachweis des Nichtweiterrollens kann nach einer der beiden unter den nachstehenden Punk-
              ten 3.2. und 3.3. beschriebenen Methoden erbracht werden.
         3.2. Nachweis des Nichtweiterrollens durch Umsturzversuch
              Der Umsturzversuch ist auf einem mindestens 4 m langen Versuchshang (siehe Abbildung 1 von
              Anhang V) durchzuführen. Die Oberfläche ist mit einer 18 cm dicken Schicht eines Materials zu
              bedecken, das — entsprechend der ASAE-Empfehlung gemessen — einen Konuspenetrationsin-
              dex von A (235 ± 20) oder B (335 ± 20) hat.
              Die Zugmaschine wird seitlich mit einer Anfangsgeschwindigkeit Null gekippt; dazu wird sie an
              den Anfang der Teststrecke in einer Weise gestellt, daß die Räder auf der Talseite am Boden
              bleiben und die Mittellinie der Zugmaschine parallel zu den Höhenschichtlinien liegt.
              Wenn die Zugmaschine auf die Oberfläche des Versuchshangs aufgetroffen ist, kann sie sich
              selbst von der Fläche abheben, indem sie sich um die obere Ecke der Schutzstruktur dreht, sie
              darf sich aber nicht überschlagen. Sie kann auf die Seite, auf die sie zuerst aufgeschlagen ist,
              wieder zurückfallen.
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            3.3. Rechnerischer Nachweis des Nichtweiterrollens
            3.3.1. Für die Berechnung des Nichtweiterrollens sind folgende charakteristische Daten der Zugma-
                   schine zu ermitteln (siehe Abbildung 1 in Appendix 3):
                   H 1 (m)          Höhe des Schwerpunkts,
                   L 3 (m)         horizontaler Abstand des Schwerpunkts von der Hinterachse,
                   L 2 (m)         horizontaler Abstand des Schwerpunkts von der Vorderachse,
                   D 3 (m)         Höhe der Hinterradreifen,
                   D 2 (m)         Höhe der Vorderradreifen,
                   H 6 (m)         Gesamthöhe (Auftreffpunkt),
                   L 6 (m)         horizontaler Abstand des Schwerpunkts von der Vorderkante der Schutzvorrich-
                                   tung (mit negativem Vorzeichen einzusetzen, wenn die Vorderkante vor dem
                                   Schwerpunkt liegt),
                   B 6 (m)          Breite der Schutzvorrichtung,
                   H 7 (m)         Höhe der Motorhaube,
                   B 7 (m)         Breite der Motorhaube,
                   L 7 (m)         horizontaler Abstand des Schwerpunkts von der vorderen Ecke der Motorhaube,
                   H 0 (m)         Höhe des Vorderachsdrehpunkts,
                   S (m)           Spurweite der Hinterachse,
                   B 0 (m)         Reifenbreite der Hinterradreifen,
                   D 0 (rad)       Pendelwinkel der Vorderachse (Null-Lage bis Anschlag),
                   M (kg)          Masse der Zugmaschine,
                   Q (kgm2)        Massenträgheitsmoment um die Längsachse durch den Schwerpunkt.
            Dabei muß die Summe aus der Spurweite S und der Reifenbreite B 0 größer sein als die Breite B 6 der
            Schutzvorrichtung.
            Die Lage des Schwerpunkts und das Massenträgheitsmoment können gemäß Appendix 1 bestimmt
            werden.
            3.3.2. Bei der Berechnung werden folgende vereinfachende Annahmen getroffen:
                   — die Zugmaschine kippt am Hang mit der Neigung 1 zu 1,5 mit eingependelter Vorderachse
                        ohne Vorwärtsgeschwindigkeit, wenn der Schwefpunkt senkrecht über der Drehachse liegt;
                   — die Drehachse liegt parallel zur Zugmaschinen-Längsachse und verläuft durch die Mitte der
                        Aufstandsflächen des talseitigen Vorderrades und Hinterrades;
                   — ein Rutschen der Zugmaschine hangabwärts tritt nicht auf;
                   — der Aufschlag auf den Hang erfolgt teilelastisch mit dem Elastizitätsfaktor U = 0,2;
                   — die Eindringtiefe in den Hang und die Verformung der Schutzvorrichtung betragen zusam-
                        men T = 0,2 m;
                   — andere Bauteile der Zugmaschine dringen nicht in den Hang ein.
            3.3.3. Je nachdem, ob eine Schutzvorrichtung, z. B. ein Bügel an einer Zugmaschine hinten, in der Nähe
                   der Schwerpunktsebene quer zur Längsachse, oder weit vorne bei der Motorhaube aufgebaut ist,
                   ergeben sich beim seitlichen Umsturz drei unterschiedliche Abrollverhalten. Diese sind in Bild 2
                   schematisch dargestellt. Mit hinten aufgebautem Schutzbügel rollt die Zugmaschine über die
                   Drehachsen 1 und 2 nach vorn ab, schlägt mit dem Schutzbügel auf den Boden auf, wonach sich
                   ein Weiterdrehen um die Achsen 4 und 6 ergibt (Bild 2 a).
                   Bei mittig (in der Nähe des Schwerpunkts) aufgebautem Bügel rollt die Zugmaschine nach der
                   Drehung um Achse 2 um eine zu dieser parallelen Achse 3 (Bild 2 b). Diese Abrollrichtung tritt
                   exakt dann auf, wenn der Bügelauftreffpunkt auf einer zur Achse 2 senkrechten, durch den
                   Schwerpunkt gehenden Ebene liegt. Man könnte diese Stellung als „Waageposition" oder „labiles
                   Gleichgewicht" bezeichnen, da dies den Übergang des Abrollvorgangs nach hinten über die Hin-
                   terachse zum Abrollvorgang nach vorne über die Motorhaube darstellt.
                   Bei vor der Schwerpunktsebene aufgebauten Bügeln z. B. wird die Zugmaschine über die Achsen
                    1, 2 und 4 nach hinten abrollen (Bild 2 c).
                   Im Bild 3 ist schematisch die zum Nichtweiterrollen notwendige Gesamthöhe einer Zugmaschine
                   nach den drei Abrollmöglichkeiten A, B, C berechnet, aufgetragen. Die tatsächliche, zum Nicht-
                   weiterrollen notwendige Höhe beschreibt die Kurve C, die aber hinreichend genau durch das
                   Polygon aus A, B und C angenähert wird. Das Ergebnis der Nichtweiterrollrechnung ist positiv,
                   wenn die tatsächliche Höhe der Zugmaschine größer ist als die durch den Polygonzug errechnete
                   Höhe.
                   Im Rechenprogramm wird in jedem Fall zuerst das Rollverhalten für ein zylindrisches Abrollen
                   (Polygonlinie B) berechnet. Je nachdem, ob die Schutzvorrichtung vor oder hinter der Geraden S2
                   in Bild 3 liegt, wird ein Abrollen nach rückwärts (Polygonlinie C) oder nach vorwärts (Linie A)
                   zugrundegelegt und untersucht.
                   Weitere Erläuterungen zum Ablauf der Rechnung und die verwendeten Berechnungsformeln sind
                   dem Appendix 2 zu entnehmen.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 222/9
         4.   BEDINGUNGEN FÜR DIE FESTIGKEITSPRÜFUNGEN
              Die Schutzvorrichtung ist den Festigkeitsprüfungen nach den Anhängen III und IV nur dann zu
              unterziehen, wenn beide Prüfungen nach 2 und 3 dieses Anhangs zufriedenstellend verlaufen
              sind.
                                                         Appendix I
                           Bestimmung der Schwerpunktlage und des Massenträgheitsmoments
           1. Die Masse mt der Zugmaschine ist durch Wiegen zu bestimmen             mt     =        kg
          2.  Die Vorderachslast mA ist durch Wiegen zu bestimmen                    m
                                                                                        A   =        k
                                                                                                       8
          3.  Der Achsabstand L beträgt                                              L      =        m
          4.  Der Abstand Lj des Schwerpunktes S von der Hinterachse
              errechnet sich aus
                      L3 -  5A   .  L                                               L3     =        m
          5.  Der statische Halbmesser der Hinterradreifen beträgt                   r
                                                                                       su«  -         m
          6.  Die Zugmaschine ist in Kugellagern ausreichender Dimension vorn
              und hinten parallel zur Zugmaschinenlängsachse in einer stabilen
              Gleichgewichtslage so aufzuhängen, daß alle vier Reifen von einer
              horizontalen Bezugsebene den gleichen Abstand b haben (Bild 1*).
              Die Aufhängung muß oberhalb des Schwerpunktes der Zugmaschine
              erfolgen, damit nicht eine indifferente Lage des Schwerpunktes zu
              einem unbeabsichtigten Kippen führt.
                                                                                              /  M2      '
                                                                                                           +
                                                                                                  '%
      WW/^/wv//W/^^                                                                        WSM//S////;/;;;ss////
              Bild 1*                                                                           Bild 2*
              Gemessen werden die Abstände der Hinterachsmitte und dem Auf-          S,     =
              hängungspunkt von der Bezugsebene (Bild 1*). Der Abstand r des
              Schwerpunktes S von dem Aufhängungspunkt M, ist nicht bekannt
              und wird zur Bestimmung der Höhenlage des Schwerpunktes unter
              11 ermittelt.                                                          S2     =
              Aus einem Pendelversuch mit mindestens 100 Schwingungen bei
              einem Höchstausschlag von 4—7° wird die Schwingungsdauer T,
              bestimmt.                                                              T,     =
          9.  Die Aufhängung der Zugmaschine erfolgt nun in einem um a größe-
              ren Abstand vom Schwerpunkt (Bild 2*), wobei a > 0,04 m einzu-
              richten ist.                                                           a      =
         10.  Dann wird durch Versuch wie unter 8 die Schwingungsdauer T2
              bestimmt.                                                              T-,    =
         11.  Der Abstand r errechnet sich dann aus
                            T,2 • a —           • i2az
                                          J_
                                           8    2
                                   T  2 j_    *
                           V       T,2 +          •a
              Wird bei der ersten Messung    g ein größerer Abstand vom Schwerpunkt
              als bei der zweiten Messung gewählt, so ist „a" negativ einzusetzen.
              Ergibt die Rechnung einen Wert von r < 0,15 m, bei Zugmaschinen
 ---pagebreak--- Nr. C 222/10                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     2. 9. 85
                   über 2 000 kg einen Wert von r < 0,3 m, so ist der Aufhängungs-
                   punkt zu ändern und eine neue Messung durchzuführen.
            12.    Die Höhe Hl des Schwerpunktes über der Reifenaufstandsfläche ist
                   dann
                           Hl - S2 - S, - r + rstat                                         Hl =               m
            13.     Das Massenträgheitsmoment ergibt sich aus
                           Q   m
                             "   ' ' f * fe ' T ' 2 ~ r)                                   Q    =             kgm2
            14.    Falls sich Prüfeinrichtungen zusammen mit der Zugmaschine bewe-
                   gen, müssen deren Masse und Trägheitsmoment in der Rechnung
                   berücksichtigt werden.
                                                           Appendix 2
                      Weitere Erläuterungen zum Ablauf der Rechnung und verwendete Berechnungsformeln
            Die Bilder 4 bis 9 zeigen die Abrollgeometrie einer Zugmaschine bei einem seitlichen Umsturz. Die
           einzelnen Umsturzphasen sind in Bild 10 zusammengestellt.
            Es wird davon ausgegangen, daß die Zugmaschine aus dem Stand ohne Vorwärtsgeschwindigkeit am
            Hang mit einer Neigung von z. B. 1 :1,5 mit angeschlagener Pendelvorderachse aus dem labilen Gleich-
           gewicht heraus zu kippen beginnt, wenn der Schwerpunkt vertikal über der Drehachse 1 steht (Bild 10 a).
            Die Drehachse 1 ist parallel zur Zugmaschinen-Längsachse und geht durch die Aufstandsfläche des
           talseitigen Hinter- und Vorderrades. Wegen der in dieser Stellung der Zugmaschine starken Reifendefor-
            mation wurde angenommen, daß die Drehachse in die Reifenmitte verschoben ist (Bild 10 b). Aus dieser
            Stellung heraus kippt die Zugmaschine, wobei die Drehgeschwindigkeit von Null auf den Wert O0 ((oA))
           kurz vor dem Aufprall auf den Hang zunimmt (Bild 10 c).
            Beim Aufprall auf die Oberkante des Hinterrades und die Oberkante des Vorderrades, wobei die Vor-
            derachse in einer Mittelstellung wieder parallel zur Hinterachse angenommen wird, treten an beiden
            Reifenaußenkanten teilelastische (Elastizitätsfaktor U = 0,2) Stöße in Hangrichtung und senkrecht zur
            Hangoberfläche auf. Die beiden Stöße vorne und hinten werden in der Rechnung zusammengefaßt als
           ein Stoß in Schwerpunktebene.
            Nach dem Stoß auf die Reifenoberkanten dreht die Zugmaschine mit der Drehgeschwindigkeit Ol (coBO)
           weiter. Unter der Voraussetzung, daß die Zugmaschine um die Achse 2 durch die Hinterrad- und Vor-
           derradoberkante weiterdreht, muß die Drehgeschwindigkeit Ol (coB0) auf die geringfügig unterschiedli-
           che Geschwindigkeit 02 (OJBO) senkrecht zur neuen Drehachse 2 umgerechnet werden. Auch der Hang-
            winkel ändert sich durch die Richtung der neuen Drehachse 2 etwas. Ebenso wird das Trägheitsmoment
            Q mit Hilfe des Trägheitsellipsoids und mit dem Steinerschen Satz auf die Achse 2 umgerechnet. Dabei
            wird angenommen, daß die Trägheitsmomente um die Quer- und Hochachse der Zugmaschine etwa
           dreimal so groß sind wie das Trägheitsmoment um die Längsachse.
            Die Zugmaschine dreht um die Achse 2 bis zum Aufschlag des Bügeleckpunktes auf den Boden und
           dessen Einsinkung um T [m] in den Boden weiter (Bild 10d). Die Drehgeschwindigkeit vor dem Stoß auf
           den Bügel und das Vorderrad sei 03 (ß>B1). Nach dem Stoß dreht die Zugmaschine mit 05 (coco,) um die
           neue Drehachse 4 durch die Vorderradoberkante und einen Punkt auf der Hangoberfläche über der
            eingesunkenen Bügelecke C weiter.
            Beim Aufschlag mit der Motorhaube auf den Boden (Bild 10e) sei die Drehgeschwindigkeit 06 (ö)ci).
            Nach dem Stoß auf den Bügel und Motorhaube hat die Zugmaschine die Drehgeschwindigkeit 07 (coD0)
           bzw. 08 (coj^.) senkrecht zur neuen Drehachse 6.
            Die Zugmaschine dreht weiter um die Achse 6 durch Motorhauben- und Bügelecke (Bild 10f), bis der
            Schwerpunkt S vertikal über der Drehachse 6 steht. Hat die Zugmaschine in diesem Augenblick des
            labilen Gleichgewichts noch eine Drehgeschwindigkeit 09 (coend), so rollt sie weiter. Ist die Drehenergie
           vorher so gering, daß das labile Gleichgewicht nicht erreicht wird, so bleibt die Zugmaschine am schrä-
           gen Hang liegen.
            Schwerpunkthöhe in Kippstellung
            Bei der Betrachtung der Zugmaschine in Längsrichtung ist die Verbindung zwischen Aufstandspunkt in
            der Mitte der Räder (Hinterrad) und dem Schwerpunkt in dem Moment, in dem der Zugmaschinen-
            rumpf über die Pendelvorderachse am Boden anschlägt, als Radius WO definiert. Da hier nur die
            Schwerpunkthöhe am Beginn des Kippens interessiert und nicht ein meßbarer Kippwinkel, kann folgen-
            des gerechnet werden.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 222/11
         Die Höhe des Schwerpunktes in der Kippstellung WO ergibt sich nach Bild 11 für eine Drehung in
         Reifenmitte zu:
                        R2 = ^ H P + L32
                                         /Hl\
                        Cl   = arc tan I — I
                        LO - L3 + L2
                        L9 = arc tan (HO/LO)
                        H9 = R2 • sin (C1-L9)                 <     >    sin (Cl - L9) = (H9/R2)
                        Wl =          ^                       <     >    tan (Cl - L9) = (H9/W1)
                               tan (Cl - L9)
                        W2 = j/HO2 + LO2
                        Sl   = S/2
                        Fl   = arctan(Sl/W2)                  £=5        tan Fl = (S1/W2)
                        W3 = (W2 - Wl) • sin Fl               <     >    sin Fl = W3/(W2-W1)
                        W4 = arc tan (H9/W3)                  <     >    tan W4 = H9/W3
                                    2         2
                        W5 = |/H9 + W3 sin (W4 + DO)          <     >    sin (W4 + DO) = W5/VH92 + W32
                        W6 = W3 - i/W3 2 + H92 cos (W4 + DO)
                        W7 = Wl + W6 • sin Fl
                        W8 = arc tan (W5/W7)
                        W9 = sin (W8 + L9) |/W5 2 + W72       <     >    sin (W8 + L9) = W9/ ^/W52 + W72
                                    2
                        WO   =1/W9      + (S1 - W6- cos Fl) 2
         WO ist der Drehradius, wenn die Zugmaschine nach dem Anschlag an der Vorderachse zu kippen
         beginnt. Beim Aufschlag auf den Boden wird angenommen, daß die Vorderachse und die Hinterachse
         wieder parallel sind. Damit ist der Drehradius beim Aufschlag nach Bild 12
          Umsturz in die Lage 1 (Räder auf dem Boden)
         Der Drehwinkel, um den die Zugmaschine aus der labilen Lage bis zum Aufprall auf den Boden dreht,
         ist nach Bild 12
                       \\i = AO + n/2 - p
         Mit dem konstanten Konstruktionswinkel G2 wird die „Fallhöhe" des Schwerpunktes
                        G2 = arc tan [2 • H1/(S + BO)]
                       G3 = WO - Gl • cos (AO + G2)
         Aus der Energiegleichung
                       5 QA • OO2 = M • G • G3
         und dem Trägheitsmoment um den Punkt A mit einem mittleren Radius
                       QA-Q     +  M(M+S!)2
         wird die Aufprallgeschwindigkeit OO (coA1)
 ---pagebreak--- Nr. C 222/12                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 9. 85
           Koordinaten der Zugmaschine in Lage 1
           Die Lage 1 der Zugmaschine nach dem Aufprall mit den Rädern auf den schrägen Hang ist durch die
           Koordinaten der Punkte 1 bis 7 in Bild 14 bestimmt. Mit dem Winkel F2, der zugleich die Schwenkung
           der alten Drehachse 1 zur neuen Drehachse 2 beschreibt, ergeben sich die Koordinaten nach Tabelle 1.
           Dabei ist nach Bild 15
                                           D 3
                         .anF2/2-              "D2
                                        2 (L3 + L2)
                         tan F2  _ * • f 2 (g/2)
                                      1 - tan (F2/2)
                                               D3 - D2
                                                    L 0
                         IM          •
                         F2 = arc tan —_ • D3 - D2 ]2
                                               ,2 (L3 + L2)J
           Der Wert L8 gibt die Lage der vorderen Bügeldecke gegenüber der Schwerpunktsebene an, bei der die
           Abrollrichtung nach vorne über die Motorhaube in eine Richtung nach hinten über das Hinterrad
           umschlägt. Der Wert wird später erklärt. Bei der Berechnung der Impulse und der Weiterrollgeschwin-
           digkeit wird die Zugmaschine in ihrer Schwerpunktsebene betrachtet und die Stöße auf diese reduziert
           angenommen (Bild 14). Damit ergeben sich die Längen bzw. Hebelarme für Gleichung (h), mit der die
           Weiterrollgeschwindigkeit Ol (co^) senkrecht zur Achse 1, nach dem Stoß in B berechnet werden kann.
           Eine Einsinkung des Reifens in den Boden wird wegen der großen Auflagefläche vernachlässigt, spielt
           aber beim Stoß auf die Umsturzschutzvorrichtung eine große Rolle.
           Berechnung der Drehgeschwindigkeit nach einem Stoß
           Beim Aufprall der Räder, der Umsturzschutzvorrichtung und der Motorhaube treten Stoßbelastungen
           auf das Fahrzeug auf, die die Drehgeschwindigkeit vermindern. Wenn die Auftrefffläche klein ist, wird
           das Fahrzeugteil t [m] tief in den Boden einsinken bzw. sich elastisch verformen (Bild 13).
           Dabei können Stöße in Hangrichtung (in x-Richtung) und senkrecht dazu (in y-Richtung) auftreten.
           Diese Stöße lassen sich unter bestimmten Annahmen berechnen und mit ihnen kann dann die Weiter-
           rollgeschwindigkeit ermittelt werden. Es muß erfüllt sein: das Kräftegleichgewicht in x- und y-Richtung,
           Gleichung (a) bzw. (b) sowie das Momentengleichgewicht (c) im Schwerpunkt. In dieser Rechnung wer-
           den nur Stoßkräfte berücksichtigt, Auflager- und Gewichtskräfte sind hier vernachlässigt. Das Moment
           um den Schwerpunkt liefert der Drallsatz, wobei sich das Moment aus den Kräften und den Hebelar-
           men bzw. nach der Integration aus den Impulsen und den Hebelarmen ergibt. Die Impulse lassen sich
           bestimmen, wenn die Schwerpunktgeschwindigkeiten durch die entsprechenden Drehgeschwindigkeiten
           ersetzt werden. Setzt man die Impulse in den Drallsatz ein, so läßt sich die Weiterroll-Drehgeschwindig-
           keit co nach einem plastischen oder elastischen Stoß mit der Stoßzahl k errechnen, Gleichung (h).
                         m X = Fx (t); m x - J Fx (t) dt; m(xs - xso) = J Fx (t) dt = - Jx          (a)
                         m y = Fy (t); m y = [ Fy (t) dt; m (ys - ys0) = J Fy (t) dt = Jy           (b)
                         8S$   - M (t); 6s(f> - J M (t) dt; 6S (co - co0) = Jxc - Jyd               (c)
           Geschwindigkeit:
                         *so = <*><£ + *o                                                                (d)
                         yso -   ~ »o a                                                             (e)
                         xs = CO c                                                                    (0
                         ys = co d + (a + d) co0 k                                                   (g)
           Werden (d) bis (g) eingesetzt in (a) und (b), so wird mit x0 « O:
                         J x = —mcoc + m co0b,
                         Jy = m co d + m (a + d) co0 k + maco0.
           Und dies eingesetzt in (c) führt zu:
                         8sco — 9sco0 = — mc2 co + mb c co0 — m co d2 — mad co0k — md2 co0k — mad co0;
                                        8, + mb c - md2k - (k + l)mad
                          Und:   (ä=
                                                  9S + mc2 + md2          W
                                                                            °                      (h)
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 222/13
         Charakteristische Punkte (nach Bild 14):
                       Kl    =  x l 4 + y i 4 • tan F2
                       K2    =  x,.,
                       K3    -  zu
                       K4    -  Kl - x, ,
         Die Weiterrollgeschwindigkeit nach dem Aufprall mit den Rädern wird nach Gleichung h die Dreh-
         geschwindigkeit Ol ((Oßo)
               Q + M • K3 • K3 - M • K42 • U - (U + 1) • M • K2 • K4
                                      Q + M • K32 + M • K42
                                                            TABELLE 1
                             Koordinaten der wichtigen Zugmaschinenpunkte im x, y, z^System
                                                  in Lage 1 des Schleppers (Bild 14)
                    Punkt                                                    Koordinaten
             Schwerpunkt               *.,. - Hl                    y.,. = o                      z,, = (S + B0)/2
             Vorderrad unten           X|,2 = °                     yi.2 =  L 2
                                                                                                  Z.,2 - 0
             Hinterrad unten           X,  3 -  0                   y., 3 = - L 3                 Z.,3 - 0
             Vorderrad oben            x, 4 - ° ^ (1 + cos F2)      y, 4 = L2 + ° ^ sin F2        Z.,4 - 0
             Hinterrad oben             x, 5 . ° ^ (1 + cos F2)     y 15        L3 + ° ^ s i n F2 Z.,5 " 0
                                                                                                         S + BO B
             Kabinenecke                x>,6 = H                     yi,6=   -L6                  z 6
                                                                                                   '< ~     2   ~ 2
             Motorhaubenecke            x, 7 - H7                           L7
                                                                                                         S + BO   B7
                                                                     yi.7 -                       Z|,7 -   2    ~  2
         Koordinatentransformation von 1 nach 2 (zur Drehachse — Oberkante Vorder- und Hinterrad)
         Nach dem Aufprall der Räder auf den Boden dreht die Zugmaschine um die neue Drehachse weiter. Bei
         der Betrachtung längs dieser Achse hat die Zugmaschine folgende aus dem System 1 nach Bild 15
         errechnete Koordinaten:
         a) Verschiebung des Ursprungs von A nach B:
                        x = x, - Hl
                        y = yi
                        z = z,
         b) Drehung um F2:
                       x" — x' cos F2 + y' sin F2
                       y" = — x' sin F2 + y' cos F2
                       z" = z
         c) Verschiebung nach B':
                        x" = x" — K4 cos F2
                        y" = y"
                       z™ = z"
         d) gesamte Transformation von 1 nach 2 aller Werte mit dem Index k von k - 1 bis 7
                        x
                         2.k - (xi.k ~ Hl) ' c o s F 2 + yi.k s i n F2 - K4 • cos F2
                       y^k ™ ~(xi,k - Hl) sin F2 -I- y, k cos F2
                       z     m: z
                         2,k      l.k
 ---pagebreak--- Nr. C 222/14                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         2. 9. 85
           Durch die Schrägstellung der neuen Drehachse wird die Winkelgeschwindigkeit Ol reduziert auf
                          02 = Ol • cos F2
           Ebenso tritt senkrecht zur Drehachse 2 ein neuer Hangneigungswinkel A2 auf (Bild 16). Bei senkrechter
           Betrachtung der Hangoberfläche ändert sich der Neigungswinkel von AO zum Winkel A2, wenn die
           Drehachse 1 um den Winkel F2 in die Drehachse 2 geschwenkt wird:
                          tan A2 = -~ ; h' = tan AO • (1 • cos F2) • cos AO
                          f = / ( l • cos F2 • cos AO)2 + (1 -sin F2)2
                                                 tan AO • 1 • cos F2 • cos AO      tan AO
                          tan A2 = 2
                                        ^/l cos2 F2 • cos2 AO + l 2 • sin2 F2  - / " ^ tan2 F2
                                                                                       cos2 AO
                           A->                   i      t a n AO
                          A2 = arc tan                1 . tan2 F2
                                                  tf         cos2 AO
           Kippen von Lage 2 nach 3 (Aufprall der Schutzvorrichtung)
           Dieser Fall der Drehung ist für beide Versionen, mittig und hinten aufgebaute Schutzvorrichtung,
           zusammen im folgenden betrachtet: die Zugmaschine kippt um die Achse 2 von der Lage 2 in die
           Lage 3, in der die Schutzvorrichtung auf den Boden aufgeschlagen und um den Wert T2 eingesunken ist
           oder sich elastisch verformt hat (Bild 17). Der Drehwinkel errechnet sich aus dem Winkel C2 bis zum
           Aufprall der Schutzvorrichtung auf den Boden und dem Winkel El, der die gegebene Verformung
           berücksichtigt:
                         C2 = arc tan yaf-\
                         VO = |/x 2 6 + z 2 6
                         El * T2/V0
           Bei der Reduzierung der Zugmaschine auf die Schwerpunktsebene wird für den Fall einer hinten aufge-
           bauten Schutzvorrichtung (dritter Teil der Rechnung) der Abstand des Bügelersatzpunktes C von der
           Drehachse dementsprechend geringer (Bild 17):
                                        y
                         E2 -    v        t\        • VO
                                 v            v
                                   2,4          2,6
           Die Einsinkung am Ersatzquerschnitt ist dann (3-dimensionales Rollen):
                         T3 - El • E2
           Für ein zylindrisches Abrollen um Achse 3' parallel zur Achse 2 (Bild 20) muß E2 = VO gesetzt werden.
           Da sich hierbei E2 für Bügel nahe der Schwerpunktsebene nur wenig von VO unterscheidet, wurde für
           die Einsinkung T3 « El • E2 auch bei zylindrischem Abrollen benutzt. Bei dem hier beschriebenen Pro-
           gramm 10. 6. 82/7. 7. 83 ist die ungefähre Tiefe durch die genaue ersetzt (zylindrisches Rollen):
                         T3 = El • VO
           Mit dem bekannten Drehwinkel C2 + E1 werden alle wichtigen Koordinatenpunkte in die neue x3 — z3-
           Ebene gedreht. Dabei wird zunächst der Winkel E3 eines jeden Koordinatenpunktes „k" zur positiven
           z2-Achse festgestellt (Bild 18):
                         tan E3 =             ^
                                          Z
                                            2,k
                         X
                           3,k - V x 2,k       + z
                                                    2,k sin
                                                              ( E 3 + C2 + El)
                         y3,k -    y 2 .k
                         Z
                           3,k = V*2,k + Z2,k * c o s ( E 3 + C2 + El)
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         Fallhöhe und Aufprallgeschwindigkeit
         Nach Bild 19 bleibt die Zugmaschine schon liegen, wenn der Schwerpunkt in der Lage 2 rechts von der
         Vertikalen liegt und wenn die Drehenergie nicht ausreicht, den Schwerpunkt in die maximale Höhe zu
         drehen. Dies beschreiben folgende Beziehungen:
                        tan V6 -          ^
                                      z
                                        2,l
         Wenn - V 6 > A2 dann ist:
                        V7 - E4 [1 - cos ( - A 2 - V6)]
                        V7 • M • G > j (Q3 + M E42) Q22
                                                    V5
         Wenn die „Grenzenergiehöhe" größer ist als die Drehenergie, bleibt die Zugmaschine in der Lage 2
         liegen.
         Dabei gilt:    E4 = | / x | , + z2.,
         Es wird angenommen, daß das Trägheitsmoment um die Querachse etwa das Dreifache des Wertes um
         die Längsachse ist. Nach dem Trägheitsellipsoid ergibt sich daraus Q3
                        Q3 - (Q) • cos2 F2 + (3 Q) • sin2 F2
         Ist die Bedingung zum „Liegenbleiben" nicht erfüllt, so sind Fallhöhe V8 und Aufprallgeschwindigkeit
         03 (o)B1) nach Bild 19:
                         V8 - E4 • cos ( - V 6 - A2) - E4 • cos (-T|' - A2)
                                   X
                              .      3.1
                         tan n = =—
                        «- ]/*mnh + °»
         Drehgeschwindigkeit nach Stoß auf Kabine
         Die Weiterdrehgeschwindigkeit 04 (<oco) nach dem Stoß auf die Schutzvorrichtung (Punkt C im Ersatz-
         querschnitt in der Schwerpunktsebene) ist mit folgenden geometrischen Größen nach Bild 17:
                         K9 = x 3,1
                         K5 = z3.1
                         K6 = z 3 , + T3 (wenn Abrollen über Motorhaube)
                         K6 = z 3 , + El • VO (wenn Drehachse 3' parallel zu Achse 2)
                         K7 = E2 — x 3 , (wenn Abrollen über Motorhaube)
                         K7 = VO - x 3 , (wenn Drehachse 3' parallel zu Achse 2 ist E2 ss VO)
                                Q3 + M • K5 • K6 - M • K7 2 • U - (U + 1) • M • K9 • K7
                                                    Q3 + M • K62 + M • K7 2
         Bis hierher ist das Abrollen und damit die Rechnung in den meisten Teilen unabhängig von der Position
         der Schutzvorrichtung gleich.
         Im folgenden beschreibt die Fortführung den ersten Teil, das zylindrische Abrollen mit der Schutzvor-
         richtung in der Nähe der Schwerpunktsebene, ein zweiter anschließender Teil beschreibt das Abrollen
         mit einem vorne aufgebauten Bügel (rollt über Hinterrad ab) und ein dritter Teil beschreibt die weiteren
         Gleichungen für das Abrollen mit einem hinten aufgebauten Bügel (rollt über die Motorhaube ab).
         Berechnung für Auftreffpunkt der Schutzvorrichtung nahe dem Waagepunkt
         (in der Nähe der Schwerpunktsebene)
         Bei hinter dem Schwerpunkt liegender Schutzvorrichtung kippt die Zugmaschine nach der Drehung um
         die Achse 4 (Bild 10) nach dem Aufschlag der Schutzvorrichtung nach vorne auf die Motorhaube. Bei
         einer vorn angebrachten Schutzvorrichtung wird die Zugmaschine über das Hinterrad abrollen. Zwi-
         schen diesen beiden Möglichkeiten gibt es eine Stellung, bei der die Zugmaschine (Bild 20) nach dem
         Auftreffen der Schutzvorrichtung weder nach vorne noch nach hinten schwankt, sondern „in der
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           Waage" zu stehen kommt und um eine Drehachse 3' dreht, die zur Achse 2 parallel ist (Waagepunkt =
           labiles Längsgleichgewicht).
            Dieser Fall tritt dann ein, wenn der Auftreffpunkt der Schutzvorrichtung nach Bild 21 in der zur Achse 2
           senkrechten Ebene durch den Schwerpunkt liegt. In dem Koordinatensystem nach Bild 21 muß der
           Auftreffpunkt folgender Gleichung genügen:
                           H =      (1/tan F2) • (-L8) + Hl
                           L8       (tan F2) (H - Hl)
           Hinweis: L8 ist so definiert, daß ein Minuszeichen steht, wenn die vordere Ecke der Schutzvorrichtung
                       vor der Schwerpunktsebene liegt.
           Als letztes wurde die Weiterdrehgeschwindigkeit 0 4 (coco) nach dem Auftreffen der Schutzvorrichtung
           berechnet.
           Nach Bild 22 gilt für die Drehung um die Achse 3' folgendes (Bild 20):
                           N 3 - V(x 3>6 -   x 3 i l )2 + (z3>6 -  z3iI)2
           Hierbei ist z3 6 = 0 gesetzt, was lediglich den Drehpunkt der in den Boden eingesunkenen Schutzvorrich-
           tung an die Hangoberfläche verlegt.
                           Q6 - Q3 + M • N32
           Die Zugmaschine bleibt liegen, wenn die kinetische Energie in der Stellung 3 nicht ausreicht, den
           Schwerpunkt über die Gipfelhöhe zu drehen:
                                                        x
                                        - (x3,6 ~         3,i)
                           tan N2              6
                                                 3,1
           Wenn — N2S A2, dann ist der Schwerpunkt schon jenseits der labilen Lage und die Zugmaschine rollt
           in jedem Fall weiter. Im Programm sind einige Sprünge notwendig, weil es in diesem Fall keine Endge-
           schwindigkeit 09 (coend) gibt. Im anderen Fall ist die Grenzhöhe
                           N4 - N3 [1 - cos ( - A 2 - N2)]
           Wenn gilt:
                           N4 • M • G > j • Q6 • Q42
                                                      N5
           dann bleibt die Zugmaschine — bei der Annahme Auftreffpunkt in „Waageposition" — liegen. Ist dies
           nicht erfüllt, so ergibt sich in der Stellung, in der die Zugmaschine die Gipfelhöhe erreicht (labiles
           Gleichgewicht) eine Drehgeschwindigkeit von:
                                        _2J^N4
                               •f
                           Q 9 =   1 /                         + 042
           Die Zugmaschine rollt in dieser Version weiter, obwohl die Schutzvorrichtung in der für das Nichtwei-
           terrollen günstigsten Position steht. Damit rollt sie generell auch für jede andere Bügelstellung weiter.
           Bleibt die Zugmaschine nach dieser Abrollgeometrie liegen, muß festgestellt werden, wie — nach Lage
           L6 des Bügels gegenüber der Schwerpunktsebene — die Zugmaschine noch abrollen könnte, nach vorne
           über die Motorhaube oder nach hinten über das Hinterrad. Ist nach Bild 21
                           L6 > L8
           dann ist der Bügel hinter dem längslabilen Gleichgewichtspunkt aufgebaut. Die Berechnung dieser Ver-
           sion ist im letzten Abschnitt im Rechenprogramm dargestellt. Trifft dies nicht zu, liegt die vordere Ecke
           der Schutzvorrichtung vor dem Waagepunkt. Abrollen über das Hinterrad.
           Berechnung für Auftreffpunkt vor dem Waagepunkt
           Koordinatentransformation von 3 nach 4
           (Ursprung in oberem Punkt des Hinterrades, siehe Abbildung 23).
                                           y2,5
                           E2 - V0 •
                                       y2,5 - y2,6
                           T3 - E2 • El
           Mit z 3 6 = O wird der Drehpunkt nach Bild 17 aus Vereinfachungsgründen wieder in die Hangoberfläche
           verlegt.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 222/17
         Die folgenden Gleichungen, beginnend mit der Umrechnung des Trägheitsmomentes Q3 bis zur Winkel-
         geschwindigkeit 04 (toco), sind im geometrischen Inhalt dieselben wie in der vorhergehenden Version.
         Lediglich einige Sprungadressen sind angepaßt und die geänderten Werte von E2 und T3 berücksich-
         tigt.
         Somit ist die Weiterdrehgeschwindigkeit 04 (coco) bekannt, mit der sich die Zugmaschine nach dem
         Stoß auf die Schutzvorrichtung (Punkt C im Ersatzquerschnitt in der Schwerpunktsebene) parallel zur
         Achse 2 = 3 erheben würde.
         Koordinatentransformation von 3 nach 4 (zur Drehachse Hinterradoberkante-Schutzvorrichtung)
         Die sieben Zugmaschinenpunkte werden im Koordinatensystem x4 y4 z4 betrachtet. Dazu wird die Achse
         3 um den Winkel F3 gedreht, der in jedem Fall negativ wird, weil die Drehrichtung zu der bisherigen
          Richtung entgegengesetzt ist.
                                             VO
                       tan F3
                                     ys,5 -      ys,6
          Der neue Koordinatenursprung x4 y4 z4 wird in die obere Reifenkante gelegt. Verschiebung des Ur-
         sprungs 3 in den Ursprung 4 und Drehung um F3 ergibt (Bild 23):
                       x
                         4,k = x 3 , k c o s  F3
                                                   + (y3.k - y ^ ) s i n  F3
                       y4,k - ~ x 3 . k s i n    F3
                                                      + (Y3.k - y « ) c o s  F3
                       z
                         4.k — z 3,k
          Die Winkelgeschwindigkeitskomponente in der neuen Richtung um Achse y4 ist
                       05 = 04 • cos F3
          In der neuen Richtung 4 wird der Hangneigungswinkel
                                                    tan AO
                       tan A4 =
                                                     tan2 (F2 + F3)
                                         V               cos2 AO
          Kippen von Lage 4 bis zur labilen Endlage (Weiterrollsteilung)
         Fallhöhe und Endgeschwindigkeit:
          Nach Bild 24 gilt für die Drehung um Achse 4 folgendes:
                       Ml = j/x|7+ zjj
                       Q5 = Q cos2 (F2 + F3) + 3 Q sin2 (F2 + F3)
                       tan M2 = x 4 ) /z 4 , (wird negativ!)
         Wenn - M 2 < A 4 dann folgt:
         Wenn der Winkel | M21 kleiner ist als der Hangneigungswinkel A4, dann liegt der Schwerpunkt schon
         nach dem Auftreffen auf den Boden jenseits der Vertikalen (in Bild 24), also gerade über dem möglichen
         labilen Gleichgewicht. Dabei rollt die Zugmaschine in jedem Fall weiter. Ist dies nicht der Fall, so muß
         untersucht werden, ob die kinetische Energie in der Anfangsstellung 4 ausreicht, den Schwerpunkt über
         die Gipfelhöhe zu drehen.
                       M3 - Ml [1 - cos ( - A 4 - M2)]
                       M3 • M • G > | (Q5 + M • Ml 2 ) • Q52
                                                             M4
         Wenn die potentielle Hubhöhe M3 • M • G größer als die kinetische Energie ist, bleibt die Zugmaschine
         am Hang liegen. Ist die Bedingung zum „Liegenbleiben" nicht erfüllt, so ergibt sich in der Stellung, in
         der der Schwerpunkt der Zugmaschine die Gipfelhöhe erreicht (labiles Gleichgewicht), eine Drehge-
         schwindigkeit zu:
                                                             • M3
                       °»-I/°HSS Ml                             2
         Mit dieser Drehgeschwindigkeit rollt die Zugmaschine weiter.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/18                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           2. 9. 85
           Berechnung für Auftreffpunkt der Schutzvorrichtung hinter dem Waagepunkt
           Die folgenden Gleichungen, beginnend mit der Umrechnung des Trägheitsmoments Q3 bis zur Winkel-
           geschwindigkeit 04 (<oc0), sind im geometrischen Inhalt die gleichen wie in der ersten Version. Lediglich
           einige Sprungadressen sind angepaßt.
           Koordinatentransformation von 3 nach 4 (zur Drehachse Vorderrad-Schutzvorrichtung)
           Hierbei werden alle sieben Zugmaschinenpunkte im neuen x4 y4 z4 Koordinatensystem betrachtet. Die
           Achse y3 wird bis zur Achse y4 um den Winkel F3 gedreht (Bild 25).
                                                    v o
                           •       ci
                           tan F3 =         y3.4 -       y 3 ,6
           Dabei wird der neue Koordinatenursprung in den Punkt des Vorderrades gelegt, welcher in der Stellung
           2 und 3 Auftreffpunkt ist. Damit ergibt sich bei der Verschiebung des Koordinatenursprungs 3 in den
           neuen Koordinatenursprung 4 und der Drehung des Koordinatensystems um den Winkel F3:
                           X          X      COS     F 3
                             4.k =      3.k                + (y3,k -   y3.4>sin F 3
                                            x
                           y4.k -       - 3,k sin F3 + (y3-k - y34) cos F3
           Die Winkelgeschwindigkeit 04 (Ö)CO) nach dem Aufprall des Bügels wird durch die Schrägstellung der
           neuen Drehachse 4 zu:
                           05 = 04 cos F3
           Der Hangneigungswinkel ändert sich zu:
                                                              tan AO
                            tan A4 =
                                                           tan2 (F2 + F3)
                                            1/                   cos2 AO
           Kippen von Lage 4 nach 5 (Aufprall der Motorhaube)
           Die Zugmaschine kippt um die Achse 4 von der Lage 4 in die Lage 5, in der die Motorhaube auf den
           Boden aufgeschlagen und um den Wert C4 eingesunken ist oder sich elastisch verformt hat (Bild 25).
           Der Drehwinkel von Lage 4 zu Lage 5 errechnet sich aus der Stellung der Motorhaubenecke (Punkt 7)
           und der Einsinkung C4, die nach den Erfahrungen vieler Umsturzversuche im Gelände wegen der rela-
           tiv großen Auftrefffläche sehr klein ist und deswegen in der Rechnung Null gesetzt wurde.
                            C3 = arctan
                                                    M
                                                    V X 4,7/
                                              C4
                           C6 =
                                      VX4,7 + Al
            Bei der Reduzierung der Zugmaschine auf die Schwerpunktsebene ergibt sich folgender Wert für die
            Einsinkung C8 des Ersatzquerschnitts mit dem Abstand C7 (Bild 25, 26):
                            C5 = ]/x472 + z472
                                                y4,6         y4,7
                            C8 = C6 • C7
            Mit diesem Drehwinkel C3 -I- C6 werden alle wichtigen Zugmaschinenpunkte in die neue Lage 5
            gedreht. Dabei wird zunächst der Winkel C9 eines jeden Koordinatenpunktes „k" zur positiven z4-Achse
            festgestellt. Analog Bild 18 für die Drehungen 2 nach 3 ergibt sich für die Drehung von 4 nach 5:
                            tan C9 =              ^
                                              z
                                                4,k
            Wenn z 4 k = 0 ist, dann muß C9 = -90° gesetzt werden. Die neuen Zugmaschinenkoordinaten in
            Lage 5 sind:
                             x
                               5,k = l/x4,k + z4,k s i n ( C 9 + C3 + C6)
                             x     =
                               5.k      y4,k
                             z
                              s,k = ]/x4,k + z4,k cos (C9 + C3 + C6)
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. C 222/19
         Fallhöhe und Aufprallgeschwindigkeit
         Nach Bild 27 bleibt die Zugmaschine schon liegen, wenn die kinetische Energie nicht ausreicht, den
         Schwerpunkt über die Gipfelhöhe zu drehen :
                        tan M2 = x4 ,/z 4 ,
         Wenn — M2 > A4 dann ist:
                         M3 - Ml [1 - cos ( - A 4 - M2)]
                         M3 • M • G > \(Q5 + M • Ml 2 ) • Q52
                                                              M4
         Wenn die „Grenzenergie" größer ist als die Drehenergie M4, bleibt die Zugmaschine in der Lage 4
         liegen.
         Dabei gilt:     Ml - }jx\, + z\x
                         Q5 - Q • cos2 (F2 + F3) + 3 • Q • sin2 (F2 + F3)
         Ist die Bedingung zum „Liegenbleiben" nicht erfüllt, so sind Fallhöhe M5 und Aufprallgeschwindigkeit
         06 ((0C1):
                         M5 - Ml • cos ( - M 2 - A4) - Ml cos ( - A 4 - x\)
                        tan f) = x 5 j/z 5 1
                         OA         1 / 2 M . G • M 5 + OS2
                         06                                 2
                              " VQS + WL-Ml
         Drehgeschwindigkeit nach Stoß auf die Motorhaube
         Die Weiterdrehgeschwindigkeit 07 ((O^) nach dem Stoß auf die Motorhaube (Punkt D im reduzierten
         System) ist mit folgenden geometrischen Größen nach Bild 26, wenn der Elastizitätsfaktor Nl dem
         Elastizitätsfaktor U bei den anderen Stößen gleichgesetzt wird (Nl = U):
                         M6 - ad =       X
                                           5,l
                         M7 - bd = Z5.1
                        M8 . cd - Z5.1 + C8
                         M9 - dd = C7 - x 5 ,
                        07      Q5 +     M
                                               ' M7
                                                        • M8 - M • M92 » Nl - (Nl + 1) • M • M6 • M9
                                                             Q5 + M • M82 + M • M92                  °6
         Koordinatentransformation von 5 nach 6 (zur Drehachse Motorhaube-Schutzvorrichtung)
         Die 7 Zugmaschinenpunkte werden im Koordinatensystem x6 y6 z6 betrachtet. Dazu wird die Achse 5
         um den Winkel F5 gedreht, der in jedem Fall negativ wird, weil die Drehrichtung zu der bisherigen
         Richtung entgegengesetzt ist.
                        • c<                    C5
                        tan F5
                                         ys,7 -    y 5 ,6
         Der neue Koordinatenursprung x6 y6 z6 wird in die Bügelecke (an der Hangoberfläche) gelegt. Ver-
         schiebung des Ursprungs 5 in den Ursprung 6 und Drehung um F5 ergibt (Bild 28):
                        x
                          6.k - x5,k c o s  F5 +
                                                     (v5,k ~ Y5.6) sin F5
                        y&k - -x s , k sin F5 + (yJik - y56) cos F5
                        z     = z
                          6,k     5,k
         Die Winkelgeschwindigkeitskomponente in der neuen Richtung ist für 08 (to'DO)
                        08 - 07 • c o s ( - F 5 )
         In der neuen Richtung 6 wird der Hangneigungswinkel
                                                         tan A0
                        tan A6
                                              ! . tan2 (F2 + F3 + F5)
                                        V'                    cos2 Ä0
 ---pagebreak--- Nr. C 222/20                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 9. 85
           Kippen von Lage 6 bis zur nächsten Gleichgewichtslage (Weiterrollstellung)
           Fallhöhe und Endgeschwindigkeit:
           Nach Bild 29 gilt für die Drehung um Achse 6 folgendes:
                          N3 - ]/x62, 4- z62,
                          Q6 = Q • cos2 (F2 + F3 + F5) + 3 • Q • sin2 (F2 + F3 + F5)
           Die Zugmaschine bleibt liegen, wenn die kinetische Energie in der Anfangsstellung 6 nicht ausreicht,
           den Schwerpunkt über die Gipfelhöhe zu drehen.
                          tan N2 - x6 ,/z 6il
           Wenn       N2 > A6 dann ist:
                          N4 - N3 [1 - cos ( - A 6 - N2)]
                          N4 • M • G > ](Q6 + M • N32) Q82
                                                    N5
           Ist die Bedingung zum „Liegenbleiben" nicht erfüllt, so ergibt sich in der Stellung, in der der Schwer-
           punkt der Zugmaschine die Gipfelhöhe erreicht (labiles Gleichgewicht), eine Drehgeschwindigkeit: 09
                   mi
           (°>cnd)    *:
                          N 6 - -N4
                                      2M • G • N6
                          09
                                  V  Q6 + M • N32
                                                      + 082
           Mit dieser Drehgeschwindigkeit rollt die Zugmaschine weiter. Wenn der Winkel | — N21 kleiner ist als
           der Hangneigungswinkel A6, dann liegt der Schwerpunkt schon nach dem Auftreffen der Schutzvorrich-
           tung auf den Boden jenseits der Vertikalen in Bild 29, also bereits über dem möglichen labilen Gleich-
           gewicht. Dabei rollt die Zugmaschine in jedem Fall weiter: In Bild 30 sind die einzelnen Umsturzphasen
           einer über die Motorhaube abrollenden Zugmaschine mit hinten aufgebauter Schutzvorrichtung zusam-
           mengefaßt.
           In Appendix 4 ist das Rechenprogramm in der Programmiersprache BASIC wiedergegeben. Als Ergeb-
           nis werden die Drehgeschwindigkeiten in den einzelnen Phasen zuerst bei einem möglichen zylindri-
           schen Abrollen und dann — wenn er dabei nicht weiterrollt — für die zweite Abrollmöglichkeit mit dem
           Endergebnis ausgedruckt. Ein Flußdiagramm befindet sich ebenfalls in Appendix 4.
                                                           Appendix 3
                                              Abbildungen für das Nichtweiterrollen
                                                    .L6
                                                                                                        H6 = H
                                       L2        y;L3
                              r 7
                                 YU           .^-rr^///                 / r/ /* /TP/
                                             Masse M                     kg
                                             Reifen vorn                 v
                                             Reifen hinten               h
                                            Trägheitsmoment Q            kgm2
                                                             Bild 1
               Notwendige Daten für eine Umsturzrechnung einer Zugmaschine mit räumlichem Rollverhalten.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 222/21
                                                          Bild 2
         Schematische Darstellung des Abrollvorgangs von Schmalspurzugmaschinen mit Schutzbügel in rück-
         wärtiger, mittlerer und vorderer Position. Die auftretenden Drehachsen 1—4 sind eingezeichnet. Dabei
         sind wegen der später in der Rechnung notwendigen Koordinatensysteme die Achsen 2 und 3 sowie 4
         und 5 identisch gleich. Der Index 2 und 4 bezeichnet die Zugmaschinenpunkte vor einer Drehung, 3 und
                                    5 nach einer Drehung um die Drehachsen 2 und 4.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/22                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  2. 9. 85
                                                             Bild 3
           Schema der zum Nichtweiterrollen notwendigen Höhe der Schutzvorrichtung in Abhängigkeit von der
           Längslage bezogen auf den Schwerpunkt. Je nach Lage der Schutzvorrichtung wird die Zugmaschine
           nach dem Auftreffen mit dem Bügel mehr nach vorne — zylindrisch parallel zu Achse 2 — oder nach
           rückwärts abrollen. Die Geraden stellen das Ergebnis der Rechnung nach einer der drei charakteristi-
           schen Abrollarten dar, der tatsächliche Übergang von einer Abrollart zur anderen ist durch die punk-
                                                   tierte Linie angedeutet.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. C 222/23
                                        Bild 4, 5 und 6
         Kipp- und Umsturzlagen und Drehachsen einer räumlich abrollenden Zugmaschine.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/24                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              2. 9. 85
                                                     Bild 7, 8 und 9
            Umsturzlagen und Drehachsen einer dreidimensional abrollenden Zugmaschine. Beim Erreichen der
                              labilen Lage nach Bild 8 und 9 rollt die Zugmaschine weiter.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. C 222/25
                U Vertikale
          Bilda                                                     Bildd
                                                                s        \/
          Bildb                                                         Bilde
                                                                                Vertikale
       C "\V    01(ü,B0)..
          Bilde                                                          Bildf
                                                  Bild 10
         Umsturzphasen, Drehachsen und Drehgeschwindigkeiten einer dreidimensional abrollenden Zug-
                                                 maschine.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/26          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                    2. 9. 85
                                            Bild 11
             Abmessungen zur Ermittlung der Schwerpunktshöhe bei der Kippstellung.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. C 222/27
                                                      Bild 12
         Fallhöhe und Abmessungen einer umkippenden Zugmaschine mit Pendelvorderachse und Annahme der
                                             Kippachse in Reifenmitte.
                                                      Bild 13
                  Kräfte und Geschwindigkeiten an der Zugmaschine beim Aufprall des Hinterrades.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/28                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           2. 9. 85
                                                           Bild 14
            Charakteristische Punkte und Abmessungen der auf die Schwerpunktebene reduzierten Zugmaschine
                             zur Ermittlung der Impulse und der Weiterrolldrehgeschwindigkeiten.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 222/29
                                                    Bild 15
         Drehachsen der Zugmaschine nach dem Aufprall auf die Räder und Schema für die Koordinatentrans-
                                                  formation.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/30                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            2. 9. 85
                                                                                          Achse 1
                                                      Bild 16
                                 Ermittlung des Neigungswinkels in Abrollrichtung.
                                    &#Lage        3    ^     Lage2
                                                                               Achse 1
                                                      Bild 17
           Kippen der Zugmaschine von Lage 2 in Lage 3 mit Aufprall und Einsinkung der Umsturzschutz-
                                                    vorrichtung.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 222/31
                                              P(*2,k; Z2,k)
                                       P( X 3,k; Z 3 k )
                                         X2,3
                                                             Bild 18
                               Koordinatentransformation von Lage 2 nach Lage 3.
                                                             Bild 19
                   Schema zur Ermittlung der Energiehöhen beim Drehen von Lage 2 nach Lage 3.
                                                             Bild 20
         Umsturzlage einer Zugmaschine mit Umsturzschutzvorrichtung im Gleichgewichtspunkt zwischen hin-
                                                         ten und vorne.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/32                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 9. 85
                                                         Bild 21
            Zugmaschinendaten zur Bestimmung des Gleichgewichtspunktes für die Umsturzschutzvorrichtung, so
                       daß weder ein Abrollen um das Hinterrad noch um das Vorderrad stattfindet.
                                                     0 9 (tDöend)
                                                         Bild 22
            Lage der Zugmaschine mit Umsturzschutzvorrichtung im Gleichgewichtspunkt nach dem Auftreffen auf
                                                       dem Hang.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                  Nr. C 222/33
                                                            Achse 1
           X4
         +^c
          Achse 4
                                          Bild 23
              Schema der Zugmaschine beim Abrollen über Achse 4 nach hinten.
                                          Bild 24
              Schema zur Ermittlung der Energiehöhen in der Weiterrollstellung.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/34       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften              2. 9. 85
                                                    / Lage 5
                                                                Lage 4
                                        \         /    -
                               Achse 4 \        j            ^i
                                       Bild 25
             Schema der Zugmaschine beim Kippen von Lage 4 in die Lage 5.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/35
                                                         Bild 26
         Abmessungen der Zugmaschine in Lage 5 zur Berechnung der Impulskräfte auf die Umsturzschutzvor-
         richtung. Die Zugmaschine ist reduziert auf einen Ersatzquerschnitt durch den Schwerpunkt senkrecht
                                                    zur Drehachse.
                                                        Bild 27
                    Schema zur Ermittlung der Energiehöhen beim Kippen von Lage 4 nach Lage 5.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/36 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 2. 9. 85
                               Bild 28
                 Schema der Zugmaschine in Lage 6.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 222/37
                                                    Bild 29
                        Schema zur Ermittlung der Energiehöhen in der Weiterrollstellung.
                                               >
                                                  /*?<;*
                                                       > •
                                                       +i?
                                                     Bild 30
         Umsturzphasen einer räumlich abrollenden Zugmaschine im Grund- und Seitenriß sowie die in der
                                   Rechnung verwendeten Koordinatensysteme.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/38                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                2. 9. 85
                                                       Appendix 4
                              Flußdiagramm und Rechenprogramm (BASIC) mit Rechenbeispiel
           zur Bestimmung des Weiterrollverhaltens einer seitlich umstürzenden Zugmaschine mit Umsturzschutz-
                        vorrichtung (USV) vorne, mittig oder hinten an der Zugmaschine angebaut
            Version Bl: USV-Aufprallpunkt hinter längslabilem Gleichgewichtspunkt (Waagepunkt)
            Version B2: USV-Aufprallpunkt nahe längslabilem Gleichgewichtspunkt
            Version B3: USV-Aufprallpunkt vor längslabilem Gleichgewichtspunkt
                                                        Z            Dateninput
                                                                                    7
                                                                 Berechnung gemäß
                                                                     Version B2
                                               ja                                                  nein
                                                ja                                                 nein
                                                                                              nein
                                       Berechnung gemäß                                Berechnung gemäß
                                           Version B1                                      Version B3
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/39
                                              Flußdiagramm (detailliert)
         Für das Rechenprogramm zur Bestimmung des Weiterrollverhaltens einer seitlich umstürzenden Zugma-
          schine mit Umsturzschutzvorrichtung (USV) vorne, mittig oder hinten an der Zugmaschine angebaut
                                                      L        Einlesen der
                                                                   Daten       7
                                                       Kippen, Aufschlag der Räder.
                                                     Weiterdrehen um Radoberkanten
                                                            bis Aufschlag USV
                                                                                          nein
                                                                                          nein
                   ja
                                                        USV-mittig bzw. zylindrisches
                                                      Abrollen, Weiterdrehen um Achse
                                                       3' parallel zur Oberkante Räder
                                         ja
                                USV-hinten, Weiterdrehen um                            USV-vorne, Weiterdrehen
                                     Radoberkanten bis                                  um Radoberkanten bis
                                       Aufschlag (USV)                                     Aufschlag USV
                                                                                                                 nein
 ---pagebreak--- Nr. C 222/40                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          2. 9. 85
           Flußdiagramm (Fortsetzung)
                                                                             Weiterdrehen um USV-
                                             Weiterdrehen um USV-
                                                Vorderrad bis Auf-            Hinterrad bis labiles
                                               schlag Motorhaube                 Gleichgewicht
                                               »-       liegt
                                       a        S hangaufwärts     nein                              nein
                                               von der Vertikalen
                                                 zur Drehachse
                                                 JSV Oberkante
                                                     Vorder-
                                                       rad?,
                                                    nein
                                                Weiterdrehen um                                     nein
                                              USV-Motorhaube bis
                                                   labiles Gleich-
                                                      gewicht
                                                                    nein
              r rollt „
              r
                dann auch
                 beiUSV
                  hinten
                  sr vorne,
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften     Nr. C 222/41
20     PRINT "*    BERECHNUNG DES WEITERROLLVERHALTENS EINER SCHMALSPURZUGMASCHINE *"
30     PRINT "*      MIT VOR ODER HINTER DEM FAHRERSITZ AUFGEBAUTEM SCHUTZBUEGEL      *"
40     PRINT "*                PROGRAMM VOM 10.6,80 / 7*7*82                          *"
60     REM
70     REM ELASTIZITAETSFAKTOR U ~ 0*2» VERFORMUNG T = 0*2r HANGWINKEL AO = 0*5S8r
80     REM DIMENSIONEN DER DATEN IN (M)r (KG)> (KGM?2) UND (RAD)
81     REM DAS VORZEICHEN VON L6 IST NEGATIVr WENN DER PUNKT VOR DER S-EBENE LIEGT
90     REM
100    PRINT •"                                 ZUGMASCHINENDATEN
110    READ HlrL3tL2tD3rD2tH6tL6*B6tH71B7rL7rHOtSrBÖtDO,AO,M*QrUrT
120    IF B6 S+BO TEHN 2480
130    GOTO 2590
150    REM
160    REM                         BEGINN DER RECHNUNG
170    G=9»80665
.190 REM      "*    VERSION B2 (AUFTREFFPUNKT NAHE'DEM WAAGEPUNKT)                   *"
210 B=B6
220 H=H6
230 REM                SCHWERPUNKTSLAGE IN DER KIPPSTELLUNG
240    R2=SQR(H1+H1+L3*L3)
250    C1-ATN(H1/L3)
260    L0=L3H._2
270    L9=ATN(H0/L0)
2130   H9=R2+SIN(C1-L9)
290    W1=H9/TAN(C1-L9)
300    W2=SGR(H0+Hö+L0+L0)
310    Sl=S/2
320    F1=ATN(S1/W2)
330    W3=(W2~W1)+SIN(F1>
340    W4=ATN(H9/W3)
350    W5=SGR(H9+H9+W3*W3)*SIN(W4+D0)
360    W6-W3-SQR(W3+W3+H9+H9)+COS(W4+D0)
370    W7=W1+W6+SIN(F1)
380    W8=ATN(W5/W7)
390    W9=*SIN (W8+L9) +SQR(W5+W5+W7+W7)
400    W0=SQR(W9+W9+(S1"-W6+C0S(F1) )T2)
410    Gl=SGR(((S+B0)/2)?2+Hl+Hl>
420    G2=ATN(2*H1/(S+B0))
430    G3=W0~G1*C0S(A0+G2)
440    00=SQR(2+M+G+G3/(G+M+(WO+Gl)*(WO+Gl)/4))
450    F2=ATN(((D3-D2)/LO)/(1-((D3-D2)/(2+L3+2+L2))f2))
460    L8=TAN(F2)+(H~H1)
470    REM             KOORDINATEN IN STELLUNG 1
480    XClrl3=Hl
490    XC1»2*NXC1»33*0
500    XC1r 43 = (14COS(F2))*D2/2
510    XL"lr53=(l+C0S(F2))+D3/2
520    XClf63=H
530    XC1»73=H7
540 YCI>I:J=O
550    YClr23=L2
560   YClf33=-L3
570   YCl»43=L2+SIN(F2)4D2/2
580   YCl»5D=-L3+SIN(F2)+D3/2
 ---pagebreak--- Nr. C 222/42                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften      2. 9. 85
590      YZlf63~~L6
600   YC1»73=L7
610   ZClri:i=(S+B0>/2
620   ZCl»23=Zi:iy33-ZClf43=ZC 1^53^=0
630   ZCl»6:i = <S+B0>/2-B/2
640   ZClr73»(S+B0>/2-87/2
630   01=02=03=04=05=06=07=08=09=0
660   Kl=Y[:iy43 + TAN<F2>+XClf4:i
670   K2=XC1>1II
680   K3=ZClrl.T
690   K4=Kl-XClrl3
700   01= <0+M+K3+K3--U+M+K4+K4-•• (1+U) +M+K2+K4) +00/(Q+M+K3+K3+M+K4+K4)
710   REM                   KOORBINATENTRANSFORMATION VON 1 NACH 2
720   FOR K=l TO 7 STEP 1
730 X C 2 r K 3 = C 0 S < F 2 ) + < X C l y i a   H1)+SIN<F2>+YC1»K3~K4+C0S<F2>
740 YC2fK3=YClyK3+C0B<F2>-<XClyK3-:Hl)+SIN(F2)
750 ZC2fK3*ZClrK3
760 NEXT K*
770 G2=01+CQS<F2>
780 A2=ATN<TAN<A0>/BQRU + <TAN<F2>>f2/<<C0S(A0>>?2>>>
790 C2=ATN(ZC2y63/Xi:2i»63)
800 T2=T
810 V0=SQR(XC2y63t2+ZC2»6„l1'2)
820 E1=T2/V0
830 E2=<V0"4-YC2»43)/(YC2f43 -YC2r63)
840 T3=E1+E2
850 E4«SQR(XC2»13+XC2»13+ZC2i- 13+ZC2* 13)
860 V6=ATN(XC2rl3/ZC2y.l3)
870 REM                        ZUGMASCHINENDREHUNG VON LAGE 2 NACH LAGE 3
880 FOR K=l TO 7 STEP 1
890 IF ZC2rK:i=0 TUEN 920
900 E3=ATN(Xr.'2^K3/Zt:2fK3)
910 GOTO 930
920 E3=-3»14159/2
930 XC3rK3=SQR(XC2fK3+XC2fK3+ZC2yK:]+Zt:21rK3)+SIN(E3+C2fEl)
940 YC3fK3=YC2vK3
950 ZL"3»K3=SQR<XC2yK:3t2+ZC2rK.lf2>+C0S<E3+C2-fEl>
960 NEXT K
970 IF ZC3»73<0 TUEN 2460
980 ZC3»63=0
990 03=0+<COS<F2>> 2+3+0+<SIN<F2)> 2
1000 V5=(G3+M+E4+E4>+02*02/2
1010 IF ~V6>A2 THEN 1030
1020 GOTO 1050
1030 V7=E4+<i~C0S(~A2~V6>>
1040 IF V7+M+G>V5 THEN 1220
1050 V8=E4+C0S(-A2-V6>-E4+C0S(~A2~ATN<XC3113/ZC3,13))
1060 03=SQR(2+M+G+V8/< 03+M+E4+E4)+02+02)
1070 K9=XC3rl3
1080   K5=ZC3F13
1090    K6=Zi:3»13+El+V0
1100 K7*V0-XC3rlD
1110 K8=U
1120 04=(Q3+M+K5+K6--K8+M+K7+K7-(1+K8)+M+K9+K7)+ 0 3 / < 03+M+K6+K6+M+K7+K7)
1130 N 3 = S Q R ( ( X C 3 f 6 3 - X t ; 3 f l 3 ) t 2 + < Z C 3 r 6 3 ~ Z C 3 f l 3 f 2 )
1140 N 2 = A T N ( ~ ( X C : 3 y 6 3 - X C 3 y l 3 ) / Z C 3 f l 3 )
1150   G6=G3+M+N3?2
1160   IF ~N2 <= A2 THEN 1210
1170   N4=N3+(1~C0S<-A2-N2))
1180   N5=<06>+04+04/2
1190   IF N4+M+G>N5 THEN 1220
1200   09=SQR(-2+M+G+N4/(06)+04+04)
1210   GOSUB 2510
1211   GOSUB 2513
1212   GOTO 2660
1220   GOSUB 2510
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                                                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                                                           Nr. C 222/43
:1221 I F L 6 > L 8 TUEN 1610
1230 REM
1 f 4 0  R E M ^ < JfC ^ C 3|«C 3#C ^ C ^«C 3 ^ 3|C ^ C ^: J#C ^C 3(< ^C J{< 3#C 5fl< >fl< jflC >#C ^C >#C 5#C 5#C >{C ^ C ^C >#C 5iC >#C J#C >#C ?|< 5#C JJC >(C 3^C >|C 5JC 3j< >#C 5(< 5#C >|C >{C >#C 5#C >flC >(C J#C 5#C 5f< >#C >#C 5|< 5#C >#C 3#C 5#C ?#C 5#C 3#C 3#C 3#C 5#C 3#C 5#C 3#C >|C
.1250 REM                  VERBION B3 (AUFTREFFPUNKT VOR DEM WAAGEPUNKT)
1264     03=04=05=06=07=08=09=0
1265     E2~(V0+YC2i.53)/(YC2r53-Yi:2y63)
1266     T3=E2+E1
1270     ZC3r63=0
1280     Q3=G+(C0S(F2> >t2f3+Q+(SIN(F2))f2
1290     V5=(Q3+M+E4+E4>+02+02/2
1300     IF -V6>A2 TUEN 1320
1310     GOTO 1340
1320     V7=E4+ < 1 -COS (-A2--V6) >
1320     IF V7+M+G>V5 TUEN 1600
1340     V8=EA+C0S(~A2-V6)-E4+C0S( -A2~-ATN(XC3r 1.1/ZC3* .U >)
1350      03=SCJR(2+M+G+V8/<Q3fM+E4+E4)+02+02)
1360     K9=XC3P13
1370     K5=ZC3fl3
1380     K6=ZC3>13+T3
1390     K7*E2~XC3rl3
1400     K8=U
1410     04== (Q3+M+K5+K6-K8+M+K7+K7-<1f K8)+M+K9+K7)+03/(Q3+M+K6+K6IM+K7+K7)
1420     F3=ATN(V0/(Yn3f53-YC3^63))
1430     05=04+C0S(F3)
1440     REM                                   -KOORDINATENTRANSFORMATION VON LAGE 3 NACH 4 (ROPS-HINTERRAD)
1450     FOR K=l TO 7 STEP 1
1460     XC4rK3~XC3pK3+C0S(F3) + (YC3»K3 -YC3f53)+SIN<F3)
1470      YC4»K3=(YC3»K3~YC3,53)+C0S<F3)~X<3»K3+SIN(F3)
1480     ZC4»K3=ZC3^K3
1490     NEXT K
J500       A4=ATN(TAN(A0)/SGR(1KTAN(F2+F3>)t2/((COS(AO))t2)))
1510      Ml=SQR(Xi:4yl3t2-fZC4rl3t2)
1520      M2=ATN(XC4^13/Zi:4yl3)
1530      G5=G+(C0S(F2tF3)>t2+3+G+(SIN(F2+F3>)?2
1540     IF -M2 A4 TUEN 1590
1550     M3=M1+(1-C0S(-A4™M2>>
1560     M4=(Q5+M+Ml+Ml)+05+05/2
1570     IF M3+M+G>M4 THEN 1600
1580     09=SQR(05+05--2+M+G*M3/(G5+M+Ml+Ml) )
1590     GOSUB 2511
1591     GOSUB 2513
1592     GOTO 2660
1600     GOSUB 2511
1601     GOSUB 2520
1605     GOTO 2660
1620 REM               VERSION Bl (AUFTREFFPUNKT HINTER DEM WAAGEPUNKT)
1640     REM
1645     03=04=05=06=07=08=09=0
1650     ZC3f63=0
1660      Ö3=Q+(COS(F2))t2+3+Q+(SIN(F2))t2
1670     V5=(Q3+M+E4+E4)+02+02/2
1680     IF ~V6>A2 THEN 1700
1690     GOTO 1720
1700      V7=E4+(1-COS(-A2-V6))
1710     IF V7+M+G>V5 THEN 2440
1720      V8=E4*C0S(•-A2--V6)-E4+C0S(-A2-ATN(XC3»13/ZII3yia))
1730      03=SQR(2+M+G+V8/(Q3+M+E4+E4)+02+02)
1740     K9=XC3>13
1750     K5=ZC3P13
1760 K6=ZC3rl3+T3
1770 K7=E2-XC3»13
1780 K8=U
 ---pagebreak--- Nr. C 222/44                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften       2. 9. 85
:l790  04= < Q3+M+K5+K6--K8+M+K7+K7-<1+K8)+M+K9+K7)+03/(Q3+M+K6+K6+M+K7+K7)
1800   F3=ATN<V0/(Yi:3M3-YC3»63))
.1810  05=04+C0S<F3>
1820   REM             KOORDINATENTRANSFORMATION VON 3 NACH 4
1830   FOR K=l TO 7 STEP 1
1840   XC4rKD=XC3»K3+C0S<F3) + (YC3»K3~Yi:3»43)'fSIN<F3>
1850    YC4»K3=<YC3»K3-YC3»43)+C0S(F3)~Xi:3fK3+SIN<F3)
1860   ZC4»K3=ZC3^K3
1870   NEXT K
1880   A4=ATN(TAN(A0)/SQR(1KTAN(F2+F3) )f2/( (COS(AO) >t2) ))
1890   C3~ATN(ZC4r73/XC4f73)
1900   C4=0
1910    C5=SQR(Xi:4f73+XC4f73+ZC4f73+Zi:4»73)
1920   C6-C4/C5
1930    C7==C5+<YC4»63"-YC4yl3>/<YC4f63~Yr4>73)
1940   C8=C6+C7
1950    Ml=SQR(XC:4fl3t2+ZC4»13t2)
1960   M2=ATN(XC4fl3/ZC4fl3)
1970   REM             ZUGMASCHINENDREHUNG VON LAGE 4 NACH LAGE 5
1980   FOR K=l TO 7 STEP 1
1990   IF ZC4rK3#0 THEN 2020
2000   C9=~3»14159/2
2010   GOTO 2030
2020   C9=ATN(Xr4fK3/ZC4fK3)
2030    XC5,K3=SQR(XC4,K_lf2+ZC4»K3t2)*SIN(C9+C3+C6)
2040   YCSrK3«YC4fK3
2050    ZC5yK3=SÖR(Xi:4fK3t2+ZC4rK3f2)+003(09+03+06)
2060   NEXT K
2070   ZC5»73=0
2080    05=0+<COS<F2+F3))t2+3+Q+<SIN<F2+F3))t2
2090   IF ~M2>A4 THEN 2110
2100   GOTO 2140
2110 M3-=M1 + <1~C0S(~A4~M2>>
2120   M4=<G5+M+Ml+Ml)+05+05/2
2130   IF M3+M+G>M4 THEN 2440
2140    M5«Ml+C0S<"A4-ATN(XC4fl3/ZC4»13))--Ml*C0S(~A4-ATN(XC5»13/Zi:5fl3))
2150    06=SQRC2+M+G+M5/<a5+M*Ml+Ml>+05+05>
2160   M6=XC5riri
2170   M7=ZC5»i:j
2180   M8*ZC5ri:i+C8
2190   M9*C7-XC5F1D
2200   N1==U
2210    07=<G5+M*M7+M8-Nl+M+M9+M9-<l+Nl>+M+M6+M9>+06/<G5+M*M8+MS+M+M9+M9>
2220   F5-ATN(C5/(YC5»63-YC5»73))
2230   AG=ATN(TAN(AO)/SGR <1 + (TAN < F2+F3+F5))t2/((COS(AO))t2)))
2240   REM             KOORDINATENTRANSFORMATION VON 5 NACH 6
2250   F0RK=1 TO 7 STEP 1
2260   XC6fK3=XC5fK3+C0S<F5) + <YC5rK3~Yi:5r63*SIN<F5)
2270    YC6rK3=(Yi:5rK3-YC5r63>+C0S(F5)""XC5»K3+SIN<F5)
2280   ZC6>K3=ZC5PK:]
2290   NEXT K
2300   08=07+C0S<-F5>
2310    N2=ATN(XC6rl3/ZC6rl3>
2320    N3*SQR(XC6r11t2+ZC6»11?2)
2330   G6=G+<C0S<F2+F3+F5>>t2+3+G+<SIN<F2+F3+F5> >t2
2340   IF -N2>A6 THEN 2360
2350   GOTO 2400
2360   N4=N3+<1~C0S<~A6--A2>>
2370    N5=(G6+M+N3+N3>+08+08/2
2380   P9=(N4+M+G-N5)/(N4*M+G)
2390   IF N4+M+G>N5 THEN 2440
2400   IF -N2>A6 THEN 2430
2410   N6--N4
2420   09-SGR < 2+M+G+N6/< G6+M+N3+N3)+08*08)
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                  Nr. C 222/45
2430    GOSUB 2511
2431    GOSUB 2513
2435    GOTO 2660
2440    GOSUB 2511
2441    GOSUB 2520
2445     GOTO.2660
2450    REH
2460     IF ZC3»73>~0.2 THEN 980
2470    PRINT "MOTORHAUBE TRIFFT VOR DER ROPS AUF DEN BODEN AUF"
2480    PRINT "RECHENMETHODE NICHT VERWENDBAR"
2490    GOTO 2660
2510    PRINT "GESCHW. 00        Ol      02      03      04     05       06    07    08    09(1/S>"
2511    WRITE <15»2585>00»01»02»03»04»05»06»07»08»09
2512     RETURN
2513    PRINT "ZUGMASCHINE ROLLT WEITER"
2514    RETURN
2520 PRINT      "ZUGMASCHINE ROLLT      N I C H T     WEITER"
2521 RETURN
2535    REM                               ENDE DER RECHNUNG
2540    DIM XC6r73
2550     DIM YC6t71
2560     DIM ZC6»7J
2570     FORMAT 12F6.3
2580     FORMAT 2F6.3»2F7.4»2F5.0»2F5.2
2585    FORMAT 5X»10F6.3
2590     REM                        DATEN EINSETZEN UND AUSDRUCKEN
2600     DATA 0»622»0»732»1»085»0.993,0.72»1.859»~0.187»0.663»1•148,0.495»1»38»0*501
2601    DATA 0.723»0.27»0.1745»0.588,1500»175»0.2»0.2
2610     PRINT " Hl     L3    L2     D3     D2    H6     L6    B6     H7    B7    L7   HO
2620    WRITE (15r2570)H1»L3»L2»D3»D2»H6»L6»B6»H7»B7»L7»H0
2630     PRINT " S     BO    DO     AO    M     Q U       T"
2640    WRITE <15r2580>S»B0»DO»AO»MrQ»UfT
2645     PRINT
2650     GOTO 160
2660     END
B E I S P I E L
*     BERECHNUNG DES WEITERROLLVERHALTENS EINER SCHMALSPURZUGMASCHINE                                *
*     MIT VOR ODER HINTER DEM FAHRERSITZ AUFGEBAUTEM SCHUTZBUEGEL                                    *
*                       PROGRAMM VOM 10*6.80 / 7.7.82                                                *
                                     ZUGMASCHINENDATEN
  Hl       L3     L2    D3      D2      H6      L6      B6     H7       B7    L7     HO
0.622 0.732 1.085 0.993 0.720 1.859-0.187 0.663 1.148 0.495 1.380 0.501
    S      BO     DO    AO      M       Q      U     T
0.723 0.270 0.1745 0.5880 1500 175 0.20 0.20
GESCHW.      00     Ol     02     03       04     05      06      07      08     09C1/S)
           4.295 1.489 1.472 2.158 0.473 0.000 0.000 0.000 0.000 0.000
           4.295 1.489 1.472 2.158 0.473 0.272 0.000 0.000 0.000 0.000
ZUGMASCHINE ROLLT N I C H T            WEITER
 ---pagebreak--- Nr. C 222/46                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 9. 85
                                                          ANHANG III
           BEDINGUNGEN FÜR DIE PRÜFUNGEN DER FESTIGKEIT VON SCHUTZVORRICHTUNGEN
                                   UND IHRER BEFESTIGUNG AN DER ZUGMASCHINE
           1.      ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
           1.1.    Zweck der Prüfung
                   Zweck der mit SpezialVorrichtungen durchgeführten Prüfungen ist es, die Belastungen zu simulie-
                   ren, denen die Schutzvorrichtung beim Umstürzen der Zugmaschine ausgesetzt ist. Diese in
                   Anhang IV beschriebenen Prüfungen sollen Beobachtungen der Festigkeit der Schutzvorrichtung,
                   ihrer Befestigung an der Zugmaschine sowie aller, die Prüfbelastung übertragenden Zugmaschi-
                   nenbauteile ermöglichen.
            1.2.    Prüfverfahren
                   Die Prüfungen können nach Wahl des Herstellers entweder gemäß Anhang III-A und IV-A (dy-
                   namische Prüfungen) oder gemäß Anhang III-B und IV-B (statische Prüfungen) durchgeführt
                   werden.
                   Beide Verfahren sind gleichwertig.
           1.3.    Allgemeine Regeln für die Vorbereitung der Prüfungen
           1.3.1. Die Schutzvorrichtung muß der Serienausführung entsprechen. Sie ist in der vom Hersteller vor-
                   geschriebenen Weise auf einer der Zugmaschinen, für die sie bestimmt ist, zu befestigen. Eine
                   vollständige Zugmaschine ist für die statische Prüfung nicht erforderlich; die Schutzvorrichtung
                   und die Teile der für die Festigkeitsprüfung benutzten Zugmaschine, an denen sie befestigt ist,
                   müssen jedoch eine betriebsmäßige Einheit, im folgenden Aufbau genannt, bilden.
            1.3.2. Die Zugmaschine ist sowohl zur statischen Prüfung als auch zur Festigkeitsprüfung mit allen
                    Bauelementen der serienmäßigen Ausführung zu versehen, die die Festigkeit der Schutzvorrich-
                   tung beeinflussen können oder die gegebenenfalls zur Durchführung der Festigkeitsprüfung
                   erforderlich sind.
                    Bauteile, die in der Freiraumzone eine Gefahr darstellen können, müssen ebenfalls vorhanden
                   sein, damit geprüft werden kann, ob die Voraussetzungen nach 4.1 und 4.2 erfüllt sind.
                   Alle Teile der Zugmaschine und der Schutzvorrichtung, einschließlich der Wetterschutzeinrich-
                   tung, sind mitzuliefern oder auf Plänen darzustellen.
            1.3.3. Für die Festigkeitsprüfung sind alle abnehmbaren Verkleidungen, Fensterrahmen, Türen und
                    nichttragenden Teile zu entfernen, damit sie nicht die Festigkeit des Aufbaus verstärken kön-
                    nen.
            1.3.4. Spurweite
                    Die Spurweite der Räder ist so zu regeln, daß die Umsturzschutzvorrichtung bei den Prüfungen
                   möglichst nicht durch die Reifen abgestützt wird. Werden diese Prüfungen nach dem statischen
                   Verfahren durchgeführt, können die Räder abmontiert werden.
            1.4.   Bezugsmasse der Zugmaschine
                    Die in den Formeln (siehe Anhänge IV-A und IV-B) zur Berechnung der Fallhöhe des Pendel-
                   blocks, der Energien und der Druckkräfte verwendete Bezugsmasse m, ist mindestens gleich der
                   in Anhang I Ziffer 2.4 der Richtlinie 74/150/EWG definierten Masse (d. h. ohne Sonderausstat-
                   tung, jedoch mit Kühlflüssigkeit, Schmiermittel, Kraftstoff, Werkzeug und Fahrer), zuzüglich der
                   Schutzvorrichtung und abzüglich 75 kg. Nicht zu berücksichtigen sind etwaige zusätzliche Front-
                   oder Heckbelastungsgewichte, Reifenballast, Anbaugeräte oder sonstiges Zubehör.
           2.       PRÜFUNGEN
           2.1.    Reihenfolge der Prüfungen
                   Die Reihenfolge der Prüfungen, unbeschadet der in den Anhängen IV-A und IV-B Ziffer 1.6
                   erwähnten zusätzlichen Prüfungen, läuft wie folgt ab:
           2.1.1. Schlag (dynamische Prüfungen) oder Belastung (statische Prüfungen) von hinten (siehe Ziffer 1.1
                   der Anhänge IV-A und IV-B).
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 222/47
         2.1.2. Druckprüfung hinten (dynamische oder statische Prüfungen) (siehe Ziffer 1.4 der Anhänge IV-A
                und IV-B).
         2.1.3. Schlag (dynamische Prüfungen) oder Belastung (statische Prüfungen) von vorn (siehe Ziffer 1.2
                der Anhänge IV-A und IV-B).
         2.1.4. Seitlicher Schlag (dynamische Prüfungen) oder seitliche Belastung (statische Prüfungen) (siehe
                Ziffer 1.3 der Anhänge IV-A und IV-B).
         2.1.5. Druckprüfung vorn (dynamische oder statische Prüfungen) (siehe Ziffer 1.5 der Anhänge IV-A
                und IV-B).
         2.2.   Allgemeine Bestimmungen
         2.2.1. Bricht oder verschiebt sich ein Teil der Haltevorrichtung während der Prüfung, so ist die Prüfung
                zu wiederholen.
         2.2.2. Während der Prüfungen dürfen an der Zugmaschine oder an der Schutzvorrichtung keine Repa-
                raturen oder Einstellungen vorgenommen werden.
         2.2.3. Während der Prüfungen befindet sich der Gangschalthebel der Zugmaschine in Nullstellung, die
                Bremsen sind gelöst.
         2.2.4. Ist die Zugmaschine mit einer Federung zwischen Zugmaschinengehäuse und Rädern versehen,
                ist diese während der Prüfungen zu blockieren.
         2.2.5. Der erste Schlag von hinten (bei dynamischen Prüfungen) oder die erste Belastung von hinten
                (bei statischen Prüfungen) muß auf der Seite der Schutzvorrichtung erfolgen, die nach Ansicht
                der für die Prüfung zuständigen technischen Dienste bei der Durchführung der Schläge und der
                Belastungen die ungünstigsten Bedingungen für die Schutzvorrichtung aufweist. Die Belastung
                oder der seitliche Schlag beziehungsweise die seitliche Belastung und der Schlag von hinten sind
                auf verschiedenen Seiten der Längsmittelebene der Schutzvorrichtung anzubringen. Die Bela-
                stung oder der Schlag von vorn sind auf derselben Seite der Längsmittelebene der Schutzvorrich-
                tung anzubringen wie die seitliche Belastung oder der seitliche Schlag.
         2.3.   Meßtoleranzen
         2.3.1. Lineare Abmessungen:       ± 3 mm
                außer für:                — Reifenverformung: ± 1 mm
                                          — Verformung der Schutzvorrichtung bei horizontalen Belastungen:
                                              ± 1 mm
                                          — Beide Messungen der Fallhöhe des Pendelgewichts: ± 1 mm
         2.3.2. Massen:     ± 1%
         2.3.3. Kräfte:     ± 2%
         2.3.4. Winkel:     ± 2°
         3.     ANNAHMEBEDINGUNGEN
         3.1.   Eine zur Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgeführte Schutzvorrichtung gilt hinsichtlich
                der Festigkeit als zufriedenstellend, wenn die nachstehenden Bedingungen erfüllt sind:
         3.1.1. Nach jedem Teil der dynamischen Prüfung muß sie frei von Brüchen oder Rissen gemäß Ziffer
                3.1 der Anhänge IV-A sein.
                Ergeben sich bei den Prüfungen unannehmbare Brüche oder Risse, kann eine zusätzliche Schlag-
                oder Druckprüfung gemäß Ziffer 1.6 der Anhänge IV-A und IV-B unmittelbar nach der Schlag-
                oder Druckprüfung vorgenommen werden, bei der die Brüche oder Risse aufgetreten sind.
         3.1.2. Kein Teil der Schutzvorrichtung darf während der Prüfungen in den Freiraum gemäß Ziffer 1.6
                der Anhänge IV-A und IV-B eindringen.
         3.1.3. Kein Teil des Freiraums darf während der übrigen, nicht durch Überbelastung durchgeführten
                Prüfungen außerhalb des Schutzbereichs gemäß Ziffer 3.2 der Anhänge IV-A und IV-B sein.
         3.1.4. Die gemäß Ziffer 3.3 der Anhänge IV-A und IV-B gemessene elastische Verformung muß unter
                250 mm liegen.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/48                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 9. 85
           3.2.   Keinerlei Zubehörteil darf eine Gefährdung für den Fahrer bedeuten. Es darf kein vorstehendes
                  Teil oder Zubehörteil geben, das bei einem Umstürzen der Zugmaschine den Fahrer verletzen
                  könnte, und kein Teil oder Zubehörteil, das ihn z. B. an den Füßen oder Beinen einklemmen
                   könnte, wenn es zu einer Verformung der Schutzvorrichtung kommt.
           4.      PRÜFBERICHT
           4.1.    Der Prüfbericht ist dem in Anhang VIII wiedergegebenen EWG-Bauartgenehmigungsbogen bei-
                  zufügen.
                   Ein Muster des Prüfberichts ist in Anhang VI enthalten.
                   Der Prüfbericht muß folgende Angaben umfassen:
           4.1.1. Eine allgemeine Beschreibung der Form und Bauart der Schutzvorrichtung (in Form von Zeich-
                  nungen im Maßstab 1:20 für Übersichtszeichnungen und 1:2,5 für Befestigungsdetails. Die wich-
                  tigsten Abmessungen sind auf den Zeichnungen anzugeben), einschließlich Werkstoffe und Befe-
                  stigungen; die äußeren Abmessungen der Zugmaschine mit aufgebauter Vorrichtung; die wichtig-
                  sten inneren Abmessungen und Angaben über den normalen Ein- und Ausstieg und den Notaus-
                  stieg, schließlich etwaige Einzelheiten über das Heizungs- und Lüftungssystem.
           4.1.2. Einzelheiten über etwaige Sondervorrichtungen, z. B. Sicherung gegen weiteres Überrollen der
                  Zugmaschine.
           4.1.3. Eine kurze Beschreibung der Innenpolsterung, falls erforderlich.
           4.1.4. Angabe des Typs der Windschutzscheibe und der evtl. benutzten Verglasung.
           4.2.    Aus dem Prüfbericht muß ersichtlich sein, welche Zugmaschine (Fabrikmarke, Typ und Handels-
                   bezeichnung usw.) für die Prüfungen verwendet worden ist und für welche anderen Zugmaschi-
                   nen die Schutzvorrichtung bestimmt ist.
           4.3.    Im Falle der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zugmaschinen ist in den
                   Prüfbericht ein genauer Hinweis auf den Prüfbericht für die ursprüngliche EWG-Bauartgenehmi-
                   gung aufzunehmen, und es sind präzise Angaben hinsichtlich der Vorschriften des Anhangs I
                   Ziffer 3.4 zu machen.
                                                          Anhang III-A
                                                    Geräte und Vorrichtungen
                                                   für dynamische Prüfungen
           1.     PENDELGEWICHT
           1.1.   Ein Pendelgewicht ist mit zwei Ketten oder Drahtseilen an Punkten aufzuhängen, die mindestens
                  6 m über dem Boden liegen.
                  Es sind Einrichtungen vorzusehen, um die Fallhöhe des Gewichts und den Winkel zwischen
                  Gewicht und Halteketten bzw. Halteseilen unabhängig voneinander einstellen zu können.
           1.2.   Das Pendelgewicht muß 2 000 ± 20 kg ohne Halteketten oder -seile wiegen, die ihrerseits nicht
                  schwerer sein dürfen als 100 kg. Die Seitenlängen der Aufschlagfläche müssen 680 ±20 mm betra-
                  gen (siehe Anhang V Abbildung 4). Das Gewicht ist so mit Material zu füllen, daß die Lage seines
                  Schwerpunktes unverändert bleibt und mit dem geometrischen Zentrum des Parallelepipeds
                  zusammenfällt.
           1.3.   Das Parallelepiped ist mit dem System zu verbinden, das es durch eine Schnellauslöseeinrichtung
                  nach hinten zieht, die so ausgelegt und angebracht ist, daß das Pendelgewicht freigegeben werden
                  kann, ohne daß dadurch das Parallelepiped um seine Horizontalachse senkrecht zur Schwin-
                  gungsebene des Pendels schwingt.
           2.     HALTERUNG DES PENDELS
                  Die Drehpunkte des Pendels sind so starr zu befestigen, daß sie sich in keiner Richtung um mehr
                  als 1 % der Fallhöhe verschieben können.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/49
         3.   VERANKERUNG
         3.1. Verankerungsschienen in einem Abstand, der für das Verankern der Zugmaschine in allen abge-
              bildeten Fällen (vgl. Anhang V Abbildungen 5, 6 und 7) erforderlich ist, sind an einer nicht
              nachgebenden Platte unter dem Pendel starr zu befestigen.
         3.2. Die Zugmaschine ist an den Schienen, mit Drahtseilen mit Rundlitze und Faserkern, Bauart 6x19
              gemäß ISO 2408, Nenndurchmesser 13 mm, zu verankern. Die Metallitzen müssen eine Mindest-
              bruchfestigkeit von 1770 MPa aufweisen.
         3.3. Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der zentrale Gelenkpunkt in geeigneter Weise für alle
              Prüfungen abzustützen und zu verankern und für den seitlichen Schlag zusätzlich von der Seite
              abzustützen. Vorder- und Hinterräder brauchen nicht unbedingt zu fluchten, wenn dies die geeig-
              nete Anbringung der Spannkabel erleichtert.
         4.   KANTHOLZ ZUM BLOCKIEREN DER RÄDER
         4.1. Zum Blockieren der Räder bei der seitlichen Schlagprüfung nach Anhang V Abbildungen 5, 6
              und 7 wird ein Balken aus Weichholz von einem Querschnitt von 150 mm x 150 mm verwen-
              det.
         4.2. Ein Balken aus weichem Holz wird zum Blockieren der Felge an der der Aufschlagrichtung ent-
              gegengesetzten Seite am Boden befestigt (siehe Anhang V Abbildung 7).
         5.   ABSTÜTZUNG UND VERANKERUNGEN BEI ZUGMASCHINEN MIT KNICKLEN-
              KUNG
         5.1. Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung sind zusätzliche Verankerungen und Abstützungen vorzuse-
              hen. Sie sollen sicherstellen, daß der Teil der Zugmaschine, an dem die Umsturzvorrichtung befe-
              stigt ist, in ähnlicher Weise beansprucht wird wie Zugmaschinen starrer Bauweise.
         5.2  Für die Schlag- und Druckprüfungen werden zusätzliche Einzelheiten in Anhang IV-A angege-
              ben.
         6.   REIFENDRUCK UND REIFENVERFORMUNG
         6.1. Die Zugmaschinenreifen dürfen keinen Flüssigkeitsballast haben; sie müssen so aufgepumpt sein,
              daß der Druck den Angaben des Zugmaschinenherstellers für Feldarbeit entspricht.
         6.2. Die Verankerungen müssen in jedem einzelnen Fall so gespannt werden, daß die Reifen eine
              Verformung von 12% ihrer vor der Verspannung gemessenen Reifenwandhöhe erfahren.
         7.   VORRICHTUNG FÜR DIE DRUCKPRÜFUNG
              Mit einer Vorrichtung nach Anhang V Abbildung 8 muß es möglich sein, eine nach abwärts
              gerichtete Kraft auf die Umsturzvorrichtung über einen etwa 250 mm breiten steifen Balken aus-
              zuüben, der mit der Belastungsvorrichtung über Kardangelenke verbunden ist. Die Achsen der
              Zugmaschine sind so abzustützen, daß die Reifen der Zugmaschine die Drucklast nicht zu tragen
              haben.
         8.    MESSVORRICHTUNGEN
         8.1. Ein Gerät wie in Anhang V Abbildung 9 abgebildet, zur Messung der elastischen Verformung
              (Differenz zwischen der höchsten momentanen Verformung und der bleibenden Verformung).
         8.2. Ein Gerät, mit dem überprüft werden kann, ob die Schutzvorrichtung nicht in den Freiraum
              eingedrungen ist und der Freiraum während der Prüfung innerhalb des Schutzbereichs der
              Schutzvorrichtung geblieben ist (siehe Ziffer 3.2.2 von Anhang IV).
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                                                        Anhang III-B
                                                  Geräte und Vorrichtungen
                                                   für statische Prüfungen
           i.   GERÄTE FÜR STATISCHE PRÜFUNGEN
           1.1. Das Gerät soll waagerechte Druck- oder Stoßbelastungen der Schutzvorrichtung ermöglichen.
           1.2. Es ist dafür zu sorgen, daß die Belastung gleichmäßig entlang der Senkrechten zur Kraftrichtung
                auf die gesamte Länge einer Gleitkufe verteilt wird, deren Länge ein genaues Mehrfaches von 50
                betragen und zwischen 250 mm und 700 mm liegen muß. Die senkrechte Abmessung der Kufe
                muß 150 mm betragen. Die mit der Schutzvorrichtung in Berührung kommenden Kanten der
                Kufen müssen abgerundet sein, wobei der Abrundungsradius 50 mm betragen darf.
           1.3. Das Lager muß jedem Winkel zur Belastungsrichtung angepaßt werden können, so daß es bei
                Verformung der Schutzvorrichtung den Winkeländerungen der die Belastung tragenden Fläche
                der Schutzvorrichtung folgen kann.
           1.4. Belastungsrichtung (Abweichung von der Waagerechten):
                — bei Prüfungsbeginn, unbelastet: ±2°
                — bei Prüfung unter Last: 10° oberhalb der Waagerechten und 20° unterhalb der Waagerechten.
                     Diese Abweichungen müssen soweit wie möglich verringert werden.
           1.5. Die Verformungsgeschwindigkeit muß hinreichend langsam sein (weniger als 5 mm/s), damit die
                Belastung zu jedem Zeitpunkt als statisch angesehen werden kann.
           2.   GERÄTE ZUR MESSUNG DER VON DER SCHUTZVORRICHTUNG ABSORBIERTEN
                ENERGIE
           2.1. Die Kraft/Verformungskurve ist aufzuzeichnen, um die von der Schutzvorrichtung absorbierte
                Energie zu ermitteln. Kraft und Verformung brauchen nicht an dem Punkt gemessen zu werden,
                an dem die Belastung an der Schutzvorrichtung aufgebracht wird. Kraft und Verformung sind
                jedoch gleichzeitig auf der gleichen Linie zu messen.
           2.2  Der Bezugspunkt der Verformungsmessungen ist so zu wählen, daß nur die von der Schutzvor-
                richtung und bestimmten Zugmaschinenteilen absorbierte Energie in die Berechnung eingeht. Die
                bei der Verformung und/oder dem Rutschen der Verankerung absorbierte Energie ist nicht zu
                berücksichtigen.
           3.   VERANKERUNG DER ZUGMASCHINE AM BODEN
           3.1  Verankerungsschienen sind in einem Abstand, der für das Verankern der Zugmaschine in allen
                abgebildeten Fällen erforderlich ist, an einer widerstandsfähigen Platte in der Nähe der Prüfvor-
                richtung starr zu befestigen.
           3.2   Die Zugmaschine ist an den Schienen durch geeignete Mittel (Platten, Keile, Drahtseile, Stützen
                usw.) zu verankern, so daß sie sich während der Prüfungen nicht bewegen kann. Dies ist während
                der Durchführung der Belastungen mit den üblichen Geräten zur Längenmessung zu kontrollie-
                 ren. Bewegt sich die Zugmaschine, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen, es sei denn, das
                 System zur Messung der Verformungen, die für die Auswertung der Kraft/Verformungskurve
                berücksichtigt wurden, ist an der Zugmaschine befestigt.
           4.    VORRICHTUNG FÜR DIE DRUCKPRÜFUNG
           4.1   Mit einer Vorrichtung nach Anhang V Abbildung 8 muß es möglich sein, eine nach abwärts
                 gerichtete Kraft auf die Umsturzschutzvorrichtung über einen etwa 250 mm breiten steifen Quer-
                 balken auszuüben, der mit der Belastungsvorrichtung über Kardangelenke verbunden ist. Die
                 Achsen der Zugmaschine sind so abzustützen, daß die Reifen der Zugmaschine die Drucklast
                 nicht zu tragen haben.
           5.    SONSTIGE MESSGERÄTE
           5.1.  Ein Gerät wie in Anhang V Abbildung 9 abgebildet, zur Messung der elastischen Verformung
                 (Differenz zwischen der höchsten momentanen Verformung und der bleibenden Verformung).
           5.2.  Ein Gerät, mit dem überprüft werden kann, ob die Schutzvorrichtung nicht in den Freiraum
                 eingedrungen ist und der Freiraum während der Prüfung innerhalb des Schutzbereichs geblieben
                 ist (siehe Ziffer 3.2.2 von Anhang IV).
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                                                  Anhang    lll-C
                                                     Symbole
         m, (kg)        = Bezugsmasse der Zugmaschine gemäß Definition in Ziffer 1.4 dieses Anhangs,
         D(mni,         = Verformung der Schutzvorrichtung am Aufschlagspunkt (dynamische Prüfungen)
                          bzw. Verformung an der Stelle und in der Richtung der Belastung (statische Prüfun-
                          gen),
         H(nin|)        = Fallhöhe des Pendels,
                        =
         H'( mm )         Fallhöhe des Pendels für die zusätzliche Prüfung,
         F (N) (Newton) = statische Belastungskraft,
         Fmax           = höchste statische Kraft während der Belastung (N) mit Ausnahme der Überla-
                          stung,
         F (N)          = Belastungskraft entsprechend E\,
         F-D            — Kraft/Verformungs-Schaubild,
         Eis(J) (Joule) = bei der Seitenbelastung zu absorbierende Eingangsenergie,
         En(J)          = bei der Längsbelastung zu absorbierende Eingangsenergie,
         Fv (N)         = vertikale Druckkraft,
         Ej (J)         = absorbierte Verformungsenergie. Der Bereich liegt unterhalb der Kurve F-D (siehe
                          Anhang V Abbildung 10 a),
         E'j (J)        = nach einer zusätzlichen, infolge von Brüchen und Rissen vorgenommenen Bela-
                          stungsprüfung absorbierte Verformungsenergie (siehe Anhang V Abbildungen 10b
                          und 10 c),
         Ea (J)         = absorbierte Verformungsenergie an der Stelle, an der die Belastung aufgehoben
                          wurde. Der Bereich liegt innerhalb der Kurve F-D (siehe Anhang V Abbildung
                          10b),
         E"; (J)        = während der durch Überlastung durchgeführten Prüfung absorbierte Verformungs-
                          energie in dem Fall, wo die Belastung aufgehoben wurde, bevor mit der Prüfung
                          durch Überlastung begonnen wurde. Der Bereich liegt unterhalb der Kurve F-D
                          (siehe Anhang V Abbildung 10 c).
 ---pagebreak--- Nr. C 222/52                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    2. 9. 85
                                                        ANHANG IV
                                                     PRÜFVERFAHREN
                                               IV-A — Dynamische Prüfverfahren
            1.     SCHLAG-UND DRUCKPRÜFUNGEN
            1.1.   Schlag von hinten
            1.1.1. Die Zugmaschine ist gegenüber dem Pendelgewicht so aufzustellen, daß das Pendelgewicht die
                   Schutzvorrichtung trifft, wenn die Aufschlagfläche des Gewichts und die tragenden Ketten oder
                   Drahtseile senkrecht stehen.
                   Dies gilt nicht, wenn die Schutzvorrichtung am Berührungspunkt während der Verformung in
                   einem kleineren Winkel als 20° zur vertikalen Ebene steht. Andernfalls ist die Aufschlagfläche
                   des Gewichts durch zusätzliche Mittel so einzustellen, daß sie im Zeitpunkt maximaler Verfor-
                   mung am Aufschlagpunkt parallel zur Schutzvorrichtung liegt.
                   Das Pendelgewicht ist in der erforderlichen Höhe so aufzuhängen, daß sich das Gewicht nicht
                   um den Aufschlagpunkt dreht.
                   Als Aufschlagpunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei etwaigem
                   Umstürzen der Zugmaschine nach rückwärts den Boden zuerst berühren würde, normalerweise
                   also der obere Rand. Der Schwerpunkt des Gewichts muß in Ruhestellung ein Sechstel der obe-
                   ren Breite der Umsturzschutzvorrichtung einwärts von einer Vertikalebene liegen, die parallel
                   zur Mittelebene der Zugmaschine verläuft und die Außenseite des oberen Teils der Umsturz-
                   schutzvorrichtung berührt.
                   Ist die Schutzvorrichtung am Aufschlagpunkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile verwen-
                   det werden, mit deren Hilfe der Aufschlag dort angesetzt werden kann, ohne dadurch die
                   Schutzvorrichtung zu verstärken.
            1.1.2. Die Zugmaschine ist am Boden mit vier Drahtseilen zu verspannen, jeweils eines an jedem Ende
                   der beiden Achsen gemäß Abbildung 5 in Anhang V. Die vorderen und rückwärtigen Befesti-
                   gungspunkte müssen so weit entfernt sein, daß die Drahtseile einen Winkel von weniger als 30°
                   mit dem Boden bilden. Die rückwärtigen Verbindungen müssen außerdem so angebracht sein,
                   daß der Konvergenzpunkt der beiden Drahtseile in der vertikalen Ebene liegt, auf der sich der
                   Schwerpunkt des Blocks bewegt.
                   Die Drahtseile müssen so gespannt sein, daß die Reifen die in 6.2 von Anhang III-A genannten
                   Verformungen erfahren.
                   Nach dem Verspannen der Halteseile ist ein Kantholz an der Vorderseite der Hinterräder anzu-
                   legen und am Boden zu befestigen.
            1.1.3. Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Gelenkpunkt außerdem durch ein Kantholz von
                   mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt abzustützen und fest am Boden zu verankern.
            1.1.4. Das Fallgewicht wird nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwerpunkts über der
                   des Aufschlagpunkts befindet, dessen Wert nach einer der nachstehenden Formeln entspre-
                   chend der Bezugsmasse der zu prüfenden Aufbauten bestimmt wird:
                   H = 25 + 0,07 mt für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von weniger als 2 000 kg,
                   H = 125 + 0,02 m, für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von mehr als 2 000 kg.
                   Das Fallgewicht wird losgelassen, so daß es gegen die Umsturzschutzvorrichtung schlägt.
            1.2.   Schlag von vorn
            1.2.1. Die Zugmaschine ist gegenüber dem Pendelgewicht so aufzustellen, daß das Pendelgewicht die
                   Schutzeinrichtung trifft, wenn die Aufschlagfläche des Gewichts und die tragenden Ketten oder
                   Drahtseile senkrecht stehen. Dies gilt nicht, wenn die Schutzvorrichtung am Berührungspunkt
                   während der Verformung in einem kleineren Winkel als 20° zur vertikalen Ebene steht. Andern-
                   falls ist die Aufschlagfläche des Gewichts durch zusätzliche Mittel so einzustellen, daß sie im
                   Zeitpunkt maximaler Verformung am Aufschlagpunkt parallel zur Schutzvorrichtung liegt.
                   Das Pendelgewicht ist in der erforderlichen Höhe so aufzuhängen, daß sich das Gewicht nicht
                   um den Aufschlagpunkt dreht.
                   Als Aufschlagpunkt an der Umsturzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei etwaigem
                   Umstürzen der Zugmaschine seitwärts bei der Vorwärtsfahrt den Boden zuerst berühren würde,
                   normalerweise also die vordere obere Ecke. Der Schwerpunkt des Gewichts muß ein Sechstel
                   der oberen Breite der Umsturzvorrichtung einwärts von einer Vertikalebene Hegen, die parallel
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/53
                 zur Mittelebene der Zugmaschine verläuft und die Außenseite des oberen Teils der Umsturzvor-
                 richtung berührt.
                 Ist die Schutzvorrichtung am Aufschlagpunkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile verwen-
                 det werden, mit deren Hilfe der Aufschlag dort angesetzt werden kann, ohne dadurch die
                 Schutzvorrichtung zu verstärken.
         1.2.2.  Die Zugmaschine ist am Boden mit vier Drahtseilen zu verspannen, jeweils eines an jedem Ende
                 der beiden Achsen gemäß Abbildung 6 in Anhang V. Die vorderen und rückwärtigen Befesti-
                 gungspunkte müssen so weit entfernt sein, daß die Drahtseile einen Winkel von weniger als 30°
                 mit dem Boden bilden. Die rückwärtigen Verbindungen müssen außerdem so angebracht sein,
                 daß der Konvergenzpunkt der beiden Drahtseile in der vertikalen Ebene liegt, auf der sich der
                 Schwerpunkt des Blocks bewegt. Die Drahtseile müssen so gespannt sein, daß die Reifen die in
                 Ziffer 6.2 von Anhang III-A genannten Verformungen erfahren. Nach dem Verspannen der
                 Halteseile ist ein Kantholz an der Hinterseite der Hinterräder anzulegen und am Boden zu befe-
                 stigen.
         1.2.3.  Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Gelenkpunkt außerdem durch ein Kantholz von
                 mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt abzustützen und fest am Boden zu verankern.
         1.2.4.  Das Fallgewicht wird nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwerpunkts über dem
                 Aufschlagpunkt befindet, der nach einer der nachstehenden Formeln entsprechend der Bezugs-
                 masse des zu prüfenden Aufbaus bestimmt wird:
                 H = 25 + 0,07 m für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von weniger als 2 000 kg,
                 H = 125 + 0,02 m für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von mehr als 2 000 kg.
                 Das Fallgewicht wird losgelassen, so daß es gegen die Schutzvorrichtung schlägt.
         1.3.    SeitlicherSchlag
         1.3.1.  Die Zugmaschine ist gegenüber dem Fallgewicht so aufzustellen, daß es zu dem Zeitpunkt auf
                 die Umsturzschutzvorrichtung auftrifft, zu dem die Aufschlagstelle des Gewichts mit den Halte-
                 ketten bzw. Halteseilen eine Senkrechte bildet, es sei denn, daß die Umsturzschutzvorrichtung
                 an der Aufschlagstelle während der Verformung in einem kleineren Winkel als 20° zur vertika-
                 len Ebene steht.
                 Andernfalls muß die Aufschlagfläche des Gewichts mit der Aufschlagfläche an der Umsturz-
                 schutzvorrichtung zum Zeitpunkt der größten Verformung durch eine Zusatzeinrichtung parallel
                 ausgerichtet werden.
                 Das Pendelgewicht ist in der erforderlichen Höhe so aufzuhängen, daß sich das Gewicht nicht
                 um den Aufschlagpunkt dreht.
                 Als Aufschlagpunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei etwaigem
                 Umstürzen der Zugmaschine nach der Seite den Boden zuerst berühren würde, normalerweise,
                 also der obere Rand. Wenn nicht mit Sicherheit feststeht, daß auf dieser Kante der Umsturz-
                 schutzvorrichtung kein anderes Element den Boden zuerst berührt, wird der Aufschlagpunkt in
                 der Querebene festgelegt, die zur Längsmittelebene der Zugmaschine rechtwinkelig verläuft.
         1.3.2.   Die Zugmaschinenräder auf der Aufschlagseite müssen am Boden mit Drahtseilen befestigt wer-
                 den, die über die entsprechenden Enden der Vorder- und Hinterachsen verlaufen. Die Draht-
                  seile sind so zu spannen, daß auf der Aufschlagseite die Reifenverformung gemäß Ziffer 6.2 von
                  Anhang III-A erreicht wird.
                  Nach dem Anspannen der Seile ist ein Kantholz auf den Boden zu legen, auf der dem Schlag
                  entgegengesetzten Seite gegen die Reifen zu drücken und dann am Boden zu befestigen. Wenn
                  die Außenseiten der Vorder- und Hinterreifen nicht in der gleichen vertikalen Ebene liegen,
                  können ggf. zwei Kanthölzer erforderlich sein.
                  Dann ist ein Balken gemäß Abbildung 7 in Anhang V an der Felge des Rades anzusetzen, das
                  sich gegenüber dem Aufschlag befindet, fest gegen die Felge zu schieben und dann am Boden zu
                  befestigen.
                  Die Länge des Balkens ist so auszuwählen, daß er mit dem Boden einen Winkel von 30 ± 3°
                  bildet, wenn er an der Felge angesetzt ist. Außerdem muß seine Länge möglichst zwischen 20
                  und 25mal und seine Breite zwei- bis dreimal größer sein als seine Höhe. Die Balken müssen an
                  beiden Enden gemäß Abbildung 7 von Anhang V geformt sein.
          1.3.3.  Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Gelenkpunkt außerdem durch ein Kantholz von
                  mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt und zusätzlich seitlich durch eine Vorrichtung ähn-
                  lich dem Balken, der das Hinterrad festhält, abzustützen. Der Gelenkpunkt ist dann fest am
                  Boden zu verankern.
          1.3.4.  Das Fallgewicht wird so weit nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwerpunktes
                  gegenüber dem Aufschlagpunkt befindet, der nach einer der nachstehenden Formeln entspre-
                  chend der Bezugsmasse des zu prüfenden Aufbaus bestimmt wird:
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                                          Bb + B
                  H = (25 4- 0,20 m,) • ——— für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von weniger als 2000 kg,
                                          Bb + B
                  H = (125 + 0,15 mt) • ——— für Aufbauten mit einer Bezugsmasse von mehr als 2000 kg,
                  wobei Bh die größte Außenbreite der Schutzvorrichtung und B die Mindestgesamtbreite der
                  Zugmaschine ist.
           1.4.   Druckprüfung hinten
                  Der Druckbalken ist über das hinterste tragende Teil der Schutzvorrichtung zu legen, die Resul-
                  tierende aus den Druckkräften muß sich in der Mittelebene der Zugmaschine befinden.
                  Eine Kraft Fv = 20 m, ist anzuwenden.
                  Kann der hintere Teil des Daches der Schutzvorrichtung die volle Druckbelastung nicht aufneh-
                  men, so wird die Kraft so lange angewandt, bis das Dach so weit verformt ist, daß es in die
                  Ebene fällt, die das Oberteil der Umsturzschutzvorrichtung mit demjenigen hinteren Teil der
                  Zugmaschine verbindet, das imstande ist, die Masse der umgestürzten Zugmaschine aufzuneh-
                  men.
                  Die Belastung wird dann aufgehoben und die Zugmaschine oder die Belastung derart neu ein-
                  gerichtet, daß der Druckbalken sich über dem Punkt der Schutzvorrichtung befindet, der die
                  Zugmaschine bei einem vollständigen Überschlag tragen würde.
                  Die Kraft Fv ist dann anzuwenden.
                  Die Kraft ist mindestens 5 Sekunden lang aufzubringen, nachdem keinerlei optisch wahrnehm-
                  bare Verformung mehr sichtbar ist.
           1.5.   Druckprüfung vorn
                  Der Druckbalken ist über das (die) vorderste(n) tragende(n) Teil(e) der Schutzvorrichtung zu
                  legen und die Resultierende aus den Druckkräften in die Mittelebene der Zugmaschine zu
                  legen.
                  Eine Kraft Fv = 20 mt ist anzuwenden.
                  Kann das Vorderteil des Daches der Schutzvorrichtung die volle Belastung nicht aufnehmen, so
                  wird die Kraft so lange angewandt, bis das Dach so weit verformt ist, daß es in die Ebene fällt,
                  die das Oberteil der Schutzvorrichtung mit demjenigen Vorderteil der Zugmaschine verbindet,
                  die imstande ist, die Masse der umgestürzten Zugmaschine aufzunehmen.
                  Die Kraft Fv ist dann anzuwenden.
                  Die Kraft ist mindestens 5 Sekunden lang aufzubringen, nachdem keinerlei optisch wahrnehm-
                  bare Verformung mehr sichtbar ist.
           1.6.   Zusätzliche Prüfungen
           1.6.1. Ergeben sich bei einem Schlag erhebliche Brüche oder Risse, ist ein zweiter ähnlicher Schlag,
                  jedoch von einer Fallhöhe
                                    12
                         H= ü          + 4a
                               10 " 1 + 2a
                  unmittelbar nach dem Schlag durchzuführen, der zu diesen Brüchen oder Rissen geführt
                  hat, wobei „a" das Verhältnis zwischen der bleibenden und der elastischen Verformung
                  („a" = D p /D e ), gemessen am Aufschlagpunkt, ist.
                  Die durch den zweiten Schlag aufgetretene bleibende zusätzliche Verformung darf 30 % der blei-
                  benden Verformung, die durch den ersten Schlag hervorgerufen wurde, nicht überschreiten.
                  Um die zusätzliche Prüfung durchführen zu können, ist bei allen Schlagprüfungen die elastische
                  Verformung zu messen.
           1.6.2. Ergeben sich bei einer Druckprüfung erhebliche Brüche oder Risse, ist eine zweite ähnliche
                  Druckprüfung, jedoch mit einer Kraft 1,2 Fv unmittelbar nach der Druckprüfung durchzufüh-
                  ren, die zu diesen Brüchen oder Rissen geführt hat.
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         2.        FREIRAUM
         2.1.      Der Freiraum ist in den Abbildungen 2 a, 2 b, 2 c, 2 d und 2e von Anhang V dargestellt.
                   Der Freiraum wird auf folgender Grundlage definiert:
         2.1.1.    Eine senkrechte Bezugsebene, die im allgemeinen die Längsmittelebene der Zugmaschine ist
                   und durch den Sitzbezugspunkt und den Mittelpunkt des Lenkrads verläuft. Es wird angenom-
                   men, daß sich die Bezugsebene bei Belastung horizontal mit dem Sitz und dem Lenkrad ver-
                   schiebt, jedoch in einer senkrechten Lage zum Boden der Zugmaschine bzw. der Schutzvorrich-
                   tung verbleibt, wenn die Schutzvorrichtung elastisch aufgehängt ist.
         2.1.2.    Eine in der Bezugsebene enthaltene Bezugslinie, die durch den Sitzbezugspunkt und den ersten
                   Punkt der Lenkradfelge verläuft, den sie schneidet, wenn sie horizontal verlängert wird.
         2.2.      Der Freiraum wird von folgenden Ebenen begrenzt, wobei sich die Zugmaschine auf einer hori-
                   zontalen Fläche befindet und das Lenkrad, falls verstellbar, in normaler Stellung für einen sit-
                   zenden Fahrer eingestellt ist:
         2.2.1.    Zwei beiderseitig im Abstand von 250 mm zur Bezugsebene verlaufende vertikale Ebenen, die
                   nach oben 300 mm über der durch den Sitzbezugspunkt führenden horizontalen Ebene begrenzt
                   sind und längsseits mindestens 550 mm vor der vertikalen Ebene senkrecht zur Bezugsebene
                   350 mm vor dem Sitzbezugspunkt verlaufen.
         2.2.2.    Zwei beiderseits im Abstand von 200 mm von der Bezugsebene verlaufende vertikale Ebene, die
                   nach oben 300 mm über der durch den Sitzbezugspunkt führenden horizontalen Bezugsebene
                   begrenzt sind und längsseits in der in 2.2.11 festgelegten Ebene in der vertikalen Ebene senk-
                   recht zur Bezugsebene 350 mm vor dem Sitzbezugspunkt verläuft.
          2.2.3.    Eine geneigte Ebene senkrecht zur Bezugsebene verlaufend, parallel zu und 400 mm über der
                    Bezugslinie liegend, nach hinten durch den Bezugspunkt zu dem Punkt auslaufend, wo sie die
                   vertikale Ebene senkrecht zur Bezugsebene schneidet.
          2.2.4.    Eine geneigte Ebene senkrecht zur Bezugsebene verlaufend, auf dem höchsten Punkt der Rück-
                   lehne aufliegend und diese letztgenannte Ebene am hintersten Punkt schneidend.
          2.2.5.    Eine vertikale Ebene senkrecht zur Bezugsebene, mindestens 40 mm vor dem Lenkrad und min-
                   destens 900 mm vor dem Sitzbezugspunkt verlaufend.
          2.2.6.    Eine krummlinige Fläche, deren Achse senkrecht zur Bezugsebene verläuft, mit einem Radius
                    von 150 mm, die die unter 2.2.3 und 2.2.5 festgelegten Ebenen tangentiell schneidet.
          2.2.7.    Zwei geneigte parallele Ebenen, die durch die oberen Endpunkte der unter 2.2.1 festgelegten
                    Ebenen verlaufen, wobei die geneigte Ebene, auf deren Seite der Schlag angesetzt wird, minde-
                    stens 100 mm von der Bezugsebene überhalb des Freiraums entfernt ist.
          2.2.8.    Eine horizontale Ebene, die durch den Sitzbezugspunkt führt.
          2.2.9.    Zwei Ausschnitte der vertikalen Ebene, senkrecht zur Bezugsebene und 350 mm vor dem Sitzbe-
                    zugspunkt verlaufend. Diese beiden Teilebenen verbinden jeweils die hinteren Endpunkte der
                    unter 2.2.1 festgelegten Ebenen und die vorderen Endpunkte der unter 2.2.2 festgelegten Ebe-
                    nen.
          2.2.10. Zwei Ausschnitte der horizontalen Ebenen, 300 mm oberhalb des Sitzbezugspunktes verlaufend.
                    Diese beiden Teilebenen verbinden jeweils die oberen Grenzen der unter 2.2.2 festgelegten ver-
                    tikalen Ebenen und die unteren Grenzen der unter 2.2.7 festgelegten geneigten Ebenen.
          2.2.11. Eine krummlinige Fläche, deren Ausgangslinie senkrecht zur Bezugsebene verläuft und die an
                    der Rückseite der Sitzrückenlehne anliegt.
          2.3.      Sitzstellung und Sitzbezugspunkt
          2.3.1. Sitzbezugspunkt
          2.3.1.1. Den Sitzbezugspunkt erhält man unter Verwendung des in den Abbildungen 3 a und 3 b von
                     Anhang V dargestellten Gerätes. Das Gerät besteht aus einer Sitzpfanne und zwei Brettern für
                     die Rückenpartie. Das untere Brett der Rückenstütze ist in der Gegend des Sitzbeines (A) und
                     der Lenden (B) gelenkig angeschlossen, das Gelenk (B) ist höhenverstellbar.
           2.3.1.2. Bezugspunkt ist der Punkt in der Längsmittelebene des Sitzes, in dem sich die Tangentialebene
                     an dem unteren Teil der Rückenstütze mit einer Horizontalebene schneidet, die ihrerseits die
                     Unterseite der Sitzpfanne im Abstand von 150 mm vor der oben erwähnten Tangentialebene
                     durchstößt.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/56                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     2. 9. 85
           2.3.1.3. Das Gestell wird auf den Sitz aufgesetzt und mit einem Druck von 550 N an einem Punkt bela-
                    stet, der 50 mm vor dem Gelenk (A) liegt, und die beiden Bretter der Rückenstütze werden leicht
                    tangential gegen die Rückenlehne gedrückt.
           2.3.1.4. Ist nicht an jedem Teil der Rückenlehne (unterhalb und oberhalb der Lendengegend) eine Tan-
                    gentialanlage möglich, so ist folgendermaßen vorzugehen:
                    — ist im Bereich unterhalb der Lenden keine Tangentialanlage möglich, wird das untere Brett
                        der Rückenstütze vertikal gegen die Rückenstütze gedrückt.
                    — ist keine Tangentialanlage oberhalb der Lenden möglich, wird das Gelenk (B) auf eine Höhe
                        von 230 mm über der Unterseite der Sitzpfanne eingestellt, wobei das Brett der Rückenstütze
                        senkrecht zur Sitzpfanne steht. Dann werden die beiden Bretter der Rückenstütze leicht
                        gegen die Rückenlehne gedrückt.
           2.3.2.   Sitzeinstellung zur Bestimmung der Lage des Sitzbezugspunktes.
           2.3.2.1. Ist der Sitz verstellbar, ist er so weit wie möglich nach hinten zu stellen.
           2.3.2.2. Ist die Neigung der Sitzlehne und der Sitzschale verstellbar, so sind diese so einzustellen, daß
                    der Sitzbezugspunkt so weit hinten wie möglich liegt.
           2.3.2.3. Ist der Sitz mit einer Federung ausgestattet, ist er in der Mitte des Schwingungsbereichs festzu-
                    stellen, sofern der Sitzhersteller nicht eindeutig etwas anderes angibt. Gegebenenfalls ist den
                    Anweisungen des Herstellers nachzukommen.
           3.        MESSUNGEN
           3.1.     Brüche und Risse
                     Nach jeder Prüfung sind die tragenden Bauelemente, Verbindungen und Befestigungsteile an
                    der Zugmaschine einer Sichtprüfung auf Brüche oder Risse zu unterziehen, wobei jedoch kleine
                     Risse an unbedeutenden Teilen nicht berücksichtigt zu werden brauchen.
                     Beschädigungen, die durch die Kanten des Pendelgewichts verursacht wurden, können vernach-
                    lässigt werden.
           3.2.     Freiraum
           3.2.1.   Bei jedem Versuch ist zu prüfen, ob Teile der Umsturzschutzvorrichtung in den Freiraum um
                    den Führersitz gemäß Ziffer 2 eingetreten sind.
           3.2.2.   Außerdem ist zu prüfen, ob die Freiraumzone an irgendeiner Stelle nicht mehr in die Schutzzone
                    der Umsturzschutzvorrichtung fällt. Dabei wird angenommen, daß dieser Fall dann vorliegt,
                    wenn ein Teil der Freiraumzone nach dem Umstürzen der Zugmaschine nach der Seite, gegen
                    die der Schlag geführt worden ist, mit dem ebenen Boden in Berührung kommen würde. Bei
                    dieser Prüfung werden die vom Hersteller für die Reifen und die Spurweite angegebenen klein-
                    sten Werte berücksichtigt.
           3.3.     Elastische Verformung
                    Die elastische Verformung ist 900 mm über dem Sitzbezugspunkt in einer vertikalen Ebene zu
                    messen, die durch den Aufschlagspunkt führt. Für diese Messung sind Geräte nach Abbildung 9
                    von Anhang V zu verwenden.
           3.4.     Bleibende Verformung
                    Nach der letzten Druckprüfung wird die bleibende Verformung der Umsturzschutzvorrichtung
                    ermittelt. Zu diesem Zweck wird vor der Prüfung die Lage der wesentlichen Teile der Umsturz-
                    schutzvorrichtung gegenüber dem Sitzbezugspunkt festgestellt.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 222/57
                                                   PRÜFVERFAHREN
                                                1V-B — Statische Prüfungen
         1.      BELASTUNGEN UND DRUCKPRÜFUNGEN
         1.1.   Belastung hinten
         1.1.1.  Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene der Zugmaschine aufzubringen.
                Der Lastangriffspunkt muß der Teil der Schutzvorrichtung sein, der voraussichtlich den Boden
                bei rückwärtigem Überschlagen zuerst berührt, normalerweise die obere Kante. Die senkrechte
                Ebene, in der die Belastung angesetzt wird, muß in einer Entfernung von einem Drittel der
                äußeren Breite des oberen Teiles der Schutzvorrichtung, von der Mittellinie gemessen, liegen.
                Ist die Schutzvorrichtung an diesem Punkt gekrümmt oder vorstehend, müssen-Keile verwendet
                werden, mit deren Hilfe die Belastung dort angesetzt werden kann, ohne dadurch die Schutzvor-
                richtung zu verstärken.
         1.1.2. Der Aufbau ist gemäß der Beschreibung in Ziffer 3 Anhang III-B am Boden zu verankern.
         1.1.3. Die von der Schutzvorrichtung während der Prüfung absorbierte Energie muß mindestens
                           Eü = 500 + 0,5mt
                betragen.
         1.2.   Belastung vorn
         1.2.1. Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene der Zugmaschine aufzubringen,
                und zwar im Verhältnis zu dieser Ebene in einer Entfernung von einem Drittel der äußeren
                Breite des oberen Teils der Schutzvorrichtung.
                Als Lastangriffspunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei einem
                seitlichen Umsturz der vorwärts fahrenden Maschine den Boden zuerst berühren würde, norma-
                lerweise also die obere Kante.
                Ist die Schutzvorrichtung an diesem Punkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile verwendet
                werden, mit deren Hilfe die Belastung dort angesetzt werden kann, ohne dadurch die Schutzvor-
                richtung zu verstärken.
         1.2.2. Der Aufbau ist am Boden gemäß der Beschreibung in Ziffer 3 Anhang III-B am Boden zu
                verankern.
         1.2.3. Die von der Schutzvorrichtung während des Versuchs absorbierte Energie muß mindestens
                           EM = 500 +0,5 m,
                betragen.
         1.3.   Seitliche Belastung
         1.3.1. Die Belastung erfolgt waagerecht und rechtwinklig zur senkrechten Mittelebene der Zugma-
                schine.
                Der Lastangriffspunkt muß der Teil der Schutzvorrichtung sein, der voraussichtlich den Boden
                bei seitlichem Umstürzen berührt, normalerweise die obere Kante.
         1.3.2. Der Aufbau ist am Boden gemäß der Beschreibung in Ziffer 3 Anhang III-B am Boden zu
                verankern.
         1.3.3. Die von der Schutzvorrichtung während des Versuchs absorbierte Energie muß mindestens
                                           Bb + B
                           E i s - 1,75 m,   2ß
                betragen, wobei Bb die maximale Außenbreite der Schutzvorrichtung und B die Mindestgesamt-
                breite der Zugmaschine ist.
         1.4.   Druckprüfung hinten
                Vorgehen nach Ziffer 1.4 von Anhang IV-A
         1.5.   Druckprüfung vorn
                Vorgehen nach Ziffer 1.5 von Anhang IV-A
 ---pagebreak--- Nr. C 222/58                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      2. 9. 85
           1.6.     Überlastprüfung (zusätzliche Prüfung)
           1.6.1.   Wenn eine waagerechte Belastungsprüfung Risse, Brüche oder Verbiegungen zur Folge hat,
                    kann eine Überlastprüfung erforderlich sein, um die Restfestigkeit der Schutzvorrichtung festzu-
                    stellen und zu gewährleisten, daß diese ausreicht, um weitere Umstürze zu überstehen (siehe
                    Abbildungen 10a, 10b und 10c von Anhang V).
                    Die Überlastprüfung ist in jedem Fall erforderlich, wenn die Kraft während der letzten 5 % der
                    erreichten Verformung um mehr als 3% abnimmt, wenn die erforderliche Energie von der
                    Schutzvorrichtung absorbiert wird (siehe Abbildung 10b von Anhang V).
           1.6.2.   Die Überlastprüfung besteht darin, die waagerechte Belastung in Schritten von 5% der zu
                    Beginn erforderlichen Energie bis zu höchstens 20% der hinzugefügten Energie fortzusetzen
                    (siehe Abbildung 10c von Anhang V).
           1.6.2.1. Die Überlastprüfung gilt als zufriedenstellend, wenn die Kraft nach jeder Erhöhung der erfor-
                    derlichen Energie in Schritten von 5%, 10% und 15% bei jedem 5-%-Schritt um weniger als 3%
                    abnimmt und auch weiterhin über 0,8 F max beträgt.
           1.6.2.2. Die Überlastprüfung gilt als zufriedenstellend, wenn die Kraft, nachdem die Schutzvorrichtung
                    20% der hinzugeführten Energie absorbiert hat, auch weiterhin über 0,8 F max beträgt.
           1.6.2.3. Zusätzliche Brüche oder Risse und/oder das Eindringen der Schutzvorrichtung in die Freiraum-
                    zone oder der fehlende Schutz dieser Zone aufgrund einer elastischen Verformung sind während
                    dieser Überlastprüfung zulässig. Nach dem Aufsetzen der Überlastung darf die Schutzvorrich-
                    tung die Zone jedoch nicht verletzen, und die Zone muß vollständig geschützt sein.
           1.7.      Drucküberlastprüfung
                    Ergeben sich bei der Druckprüfung erhebliche Brüche oder Risse, ist eine zweite ähnliche
                    Druckprüfung, jedoch mit einer Kraft von 1,2 Fv unmittelbar nach der Druckprüfung durchzu-
                    führen, die zu diesen Brüchen oder Rissen geführt hat.
           2.        FREIRAUM
                    Entsprechend Freiraum nach Ziffer 2 von Anhang IV-A mit der Ausnahme, daß an Stelle des
                    Wortes „Schlag" in der letzten Zeile von Ziffer 2.2.7 das Wort „Belastung" tritt.
           3.        MESSUNGEN
           3.1.     Bräche und Risse
                    Nach jeder Prüfung sind die tragenden Bauelemente, Verbindungen und Befestigungsteile einer
                    Sichtprüfung auf Brüche oder Risse zu unterziehen, wobei jedoch kleine Risse an unbedeuten-
                    den Teilen nicht berücksichtigt zu werden brauchen.
           3.2.     Freiraum
           3.2.1.   Bei jedem Versuch ist die Schutzvorrichtung daraufhin zu prüfen, ob Teile derselben die Frei-
                    raumzone um den Führersitz gemäß Ziffer 2 verletzt haben.
           3.2.2.   Außerdem ist nachzuprüfen, ob sich ein Teil der Freiraumzone außerhalb der Schutzzone der
                    Schutzvorrichtung befindet. Man geht hier davon aus, daß ein Teil der Freiraumzone außerhalb
                    der Schutzzone der Schutzvorrichtung liegt, wenn ein Teil der Freiraumzone nach dem Umstür-
                    zen der Zugmaschine nach der Seite, an der die Belastung aufgebracht wurde, mit dem Boden in
                    Berührung kommen würde. Es werden die vom Hersteller für die Reifen und die Spurweite
                    angegebenen kleinsten Werte berücksichtigt.
           3.3.     Elastische Verformung (bei Seitenbelastung)
                    Die elastische Verformung ist 900 mm über dem Sitzbezugspunkt in der vertikalen Ebene zu
                    messen, in der die Belastung angesetzt wird. Für diese Messung können Geräte nach Abbildung
                    9 Anhang V verwendet werden.
           3.4.     Bleibende Verformung
                    Nach den letzten Druckprüfungen wird die bleibende Verformung der Schutzvorrichtung ermit-
                    telt. Zu diesem Zweck wird vor der Prüfung die Lage der wesentlichen Teile der Schutzvorrich-
                    tung gegenüber dem Sitzbezugspunkt festgestellt.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. C 222/59
                                                            ANHANG V
                 .' '  ' . • .'• •'''•'.'  <        '•'•'.',  '.'.' i''.'..' '•'• " •
                                                                                      ./.''.»' \L-..
                                                           Abbildung 1
         Vorrichtung für die Prüfung der Nichtüberschlageigenschaften auf einer geneigten Ebene mit einem
                                                          Gefälle 1/1,5
                                                          Abbildung 2 a
                                          Freiraum — Schnitt durch die Bezugsebene
 ---pagebreak--- Nr. C 222/60                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 9. 85
                                                                                             •500-
                                                                                                Q)
                                                                                                C
                                                                                               &
                                                                                                o
                                                                                                CA
                                                                                                O)
                                                                   8                            N
                                                                                                   400
             350
                        Abbildung 2b                                                Abbildung 2 c
                  Freiraum — Seitenansicht                                     Freiraum — Rücksicht
                     Abbildung 2d                                                  Abbildung 2e
              Freiraum — Sicht von oben                         Unterer Teil des Freiraums — V4 Sicht von hinten
 ---pagebreak--- 2. 9. 85      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. C 222/61
                                                               Gelenk
                                                               Oberes Brett der
                                                               Rückenstütze
                                                               Unteres Brett der
                                                               Rückenstütze
         Abmessungen in mm
                                Abbildung 3 a
              Vorrichtung zur Bestimmung des Sitzbezugspunktes
          Abmessungen in mm
                                 Abbildung 3b
               Verfahren zur Bestimmung des Sitzbezugspunktes
 ---pagebreak--- Nr. C 222/62                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             2. 9. 85
                                                                                                 660-700
             Aufschlag
             fläche
                                                                                       Abmessungen in mm
                      Markierung des
                      Schwerpunktes
                                                     Abbildung 4
                                Pendelgewicht und seine Aufhängeketten und -drahtseile
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. C 222/63
                                                                                             2 Verankerungs-
      2 Verankerungs                                                                         kabel
      kabel
                                            Kantholz
                                                     Abbildung 5
                     Beispiel für die Verankerung der Zugmaschine — Schlagprüfung von hinten
 ---pagebreak--- Nr. C 222/64             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        2. 9. 85
  2 Verankerungs                                                                2 Verankerungs-
  kabel                                                                         kabel
                                    Kantholz
                                             Abbildung 6
                 Beispiel für die Verankerung der Zugmaschine — Schlag von vorn
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 222/65
   Abgeschrägtes
        Ende
                                                                                       2 Verankerungs-
                                                                                       kabel
                              Befesti-          Kantholz
                         gungsbalken
                                               Abbildung 7
                 Beispiel für die Verankerung der Zugmaschine — seitliche Schlagprüfung
 ---pagebreak--- Nr. C 222/66                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          2. 9. 85
                                                                                                         Kardangelenke
                                                                                                      Doppelwirkender
                                                                                                      Hydraulikzylinder
                                                                                                     Kardangelenke
                                          AbStützung unter den
                                        Vorder- und Hinterachsen
                                                     Abbildung 8
                                                    Druckprüfung
           Anmerkung: Die gezeigte Umsturzschutzvorrichtungs-Form dient nur zur Veranschaulichung der
                      Prüfung und als dimensioneller Hinweis. Sie ist nicht als Bauvorschrift anzusehen.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 222/67
                                                                  An der Schutzvorrichtung
                                                                  befestigte waagerechte
                                                                  Stange
                                                                  Senkrechte Stütze, die
                                                                  am Zugmaschinenaufbau
                                                                  oder am Boden der
                                                                  Schutzvorrichtung
                                                                  befestigt ist
               1 - Bleibende Verformung
               2 - Elastische Verformung
               3 - Gesamtverformung
                     (bleibende und elastische Verformung)
                                   Abbildung 9
         Beispiel für ein Gerät zur Messung der elastischen Verformung
 ---pagebreak--- Nr. C 222/68                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          2. 9. 85
            Kraft
                                                                            Verformung und Kraft,
                                                                            wobei die Schutzvorrichtung
                                                                           die berechnete erforderliche
                                                                            Energie absorbiert hat
                                                                            (1.1)
                                                                 F = Kraft für die berechnete
                                                                      erforderliche Energie
                                                                 D' = Verformung für die berechnete
                                                                      erforderliche Energie
                                                  0.95D' D'                         Verformung
           1.     a P aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
           1.1.   Die Überlastprüfung ist nicht erforderlich, da a P < 1,03 P.
                                                       Abbildung 10a
                           Kraft-Verformungs-Kurve. Die Überlastprüfung ist nicht erforderlich.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 222/69
                 Kraft
                                                                                            Verformung und Kraft,
                                                                                            wobei die Schutzvor-
                                                                                            richtung die berechnete
                                                                                            erforderliche Energie ab-
       Fmax                                                                                 sorbiert hat (1.1)
         aP
          F                                                                                 Die absorbierte Energie
         bF                                                                                 beträgt 1,05 der erforder-
                                                                                            lichen Energie (1.2)
                                                               I         1                             Verformung
                                                             0,95   D'     D'    D'1
            1.   aF' aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
            1.1. Die Überlastprüfung ist erforderlich, da aF' > 1,03 F'.
            1.2. Die Überlastprüfung ist zufriedenstellend, da bF' >0,97 F' und bF' >0,8 F max.
                                                       Abbildung 10b
                            Kraft-Verformungs-Kurve. Eine Überlastprüfung ist erforderlich.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/70                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           2. 9. 85
           iL Kraft
     Fmax                                                           Die absorbierte Energie ist gleich
                                                                    der erforderlichen Energie (1.1)
        aF
         F            /
                /
                   V"                       "t—<                          Die absorbierte Energie ist gleich
                                                                          1,05 der erforderlichen Energie (1.2)
        bP
                                            }--••-*                           Die absorbierte Energie ist gleich
                                                                              1,10 der erforderlichen Energie
                                                                              (1-3)
        cF
                                                                                    Die absorbierte Energie ist
                                                                                    gleich 1,15 der erforderlichen
                                                                                    Energie (1.4)
        dP
                                                                                           Die absorbierte Energie ist
                                                                                           gleich 1,20 der erforderlichen
                                                                                           Energie (1.5)
       eP
                                                                                                           Verformung
                                          0.95D' D'       D\    D'2   D'3    D'4
                                                           Überlastverformung
           l.     aF' aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
           l.l.   Die Überlastprüfung ist notwendig, da aF' > 1,03 F'.
           1.2.   Da bF' <0,97 a F , muß die Überlastprüfung fortgesetzt werden.
           1.3.   Da cF' <0,97 bF', muß die Überlastprüfung fortgesetzt werden.
           1.4.   Da dF' <0,97 c F , muß die Überlastprüfung fortgesetzt werden.
           1.5.   Die Überlastprüfung ist zufriedenstellend, da eF' > 0,8 max.
           Bemerkung: Wenn F zu einem beliebigen Zeitpunkt unter 0,8 F max fällt, wird die Schutzvorrichtung
                        abgelehnt.
                                                       Abbildung 10c
                               Kraft-Verformungs-Kurve. Die Überlastprüfung ist fortzusetzen.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 222/71
                                                        ANHANG VI
                                                          MUSTER
         Prüfbericht über die EWG-Bauartgenehmigungsprüfung einer Umsturzschutzvorrichtung (vorn angebrach-
         ter Überrollbügel, Überrollrahmen oder Schutzkabine) hinsichtlich ihrer Festigkeit und Befestigung an der
                                                        Zugmaschine
             Umsturzschutzvorrichtung                                              Name des Laboratoriums
             Marke
             Typ
             Marke der Zugmaschine
             Typ der Zugmaschine
             Prüfmethode                            I/II(i)
         EWG-Bauartgenehmigung Nr
         1.      Fabrik- oder Handelsmarke der Umsturzschutzvorrichtung
         2.      Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine oder des Herstellers der Umsturzschutz-
                 vorrichtung
         3.      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Zugmaschine oder des
                 Herstellers der Umsturzschutzvorrichtung
         4.      Technische Daten der Zugmaschine, an der die Prüfung vorgenommen wird
         4.1.    Fabrik- oder Handelsmarke
         4.2.    Typ und Handelsbezeichnung
         4.3.    Seriennummer
         4.4.    Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Umsturzschutzvorrichtung, ohne Führer                  kg
         4.5.    Radstand/Trägheitsmoment (')                                                        mm/kgm 2 (')
         4.6.    Reifenabmessungen: vorn
                                         hinten
         5.      Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zugmaschinentypen
         5.1.    Fabrik- oder Handelsmarke
         5.2.    Typ und Handelsbezeichnung
         5.3.    Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Umsturzschutzvorrichtung, ohne Führer                  kg
         5.4.    Radstand/Trägheitsmoment (')                                                        mm/kgm 2 (')
         5.5.    Reifenabmessungen: vorn
                                        hinten
         (') Unzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/72                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 9. 85
           6.       Technische Daten der Umsturzschutzvorrichtung
           6.1.     Gesamtzeichnung der Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine
           6.2.     Fotos von der Seite und von hinten mit Einzelheiten der Befestigung
           6.3.     Kurze Beschreibung der Umsturzschutzvorrichtung mit folgenden Angaben: Bauart, Befestigung
                    an der Zugmaschine, Einzelheiten der Verkleidung, Einstieg- und Notausstiegmöglichkeit, Ein-
                    zelheiten der Innenpolsterung, Vorrichtungen gegen weiteres Umstürzen der Zugmaschine und
                    Einzelheiten des Heiz- und Lüftungssystems
           6.4.     Abmessungen
           6.4.1.   Höhe des Dachrahmens über dem belasteten Sitz/Sitzbezugspunkt (')                          mm
           6.4.2.   Höhe des Dachrahmens über dem Fußboden der Zugmaschine                                     mm
           6.4.3. Lichte Breite der Umsturzschutzvorrichtung über dem Sitz in Höhe des Lenkradmittel-
                    punkts                                                                                     mm
           6.4.4. Abstand von Mitte Lenkrad bis rechte Seitenwand der Umsturzschutzvorrichtung                 mm
           6.4.5. Abstand von Mitte Lenkrad bis linke Seitenwand der Umsturzschutzvorrichtung                  mm
           6.4.6.   Mindestabstand des Lenkradkranzes von der Umsturzschutzvorrichtung                         mm
           6.4.7.   Breite der Türöffnungen:
                    oben                                                                                       mm
                    Mitte                                                                                      mm
                    unten                                                                                      mm
           6.4.8. Höhe der Türöffnungen:
                    über dem Fußboden                                                                          mm
                    über der obersten Trittstufe                                                               mm
                    über der untersten Trittstufe                                                              mm
           6.4.9. Gesamthöhe der Zugmaschine mit Umsturzschutzvorrichtung                                      mm
           6.4.10. Gesamtbreite der Umsturzschutzvorrichtung                                                   mm
           6.4.11. Horizontaler Abstand der Sitzrückenlehne zur Hinterseite der Umsturzschutzvorrichtung in
                    950 mm Höhe über dem belasteten Sitz/in 900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt (') • • mm
           6.5.     Angaben über die Werkstoffe, die Qualität der verwendeten Werkstoffe und die angewandten
                    Normen
                    Hauptrahmen                                                       (Werkstoff und Abmessungen)
                    Befestigungen                                                     (Werkstoff und Abmessungen)
                    Verkleidung                                                       (Werkstoff und Abmessungen)
                    Dach                                                              (Werkstoff und Abmessungen)
                    Innenpolsterung                                                   (Werkstoff und Abmessungen)
                    Verbindung und Befestigung                                          (Qualität und Abmessungen)
           7.        Prüfungsergebnisse
           7.1.     Schlag-/Belastungs- und Druckprüfungen
                    Die Schlag-/Belastungsprüfungen wurden rechts/links hinten (2), rechts/links vorn (2) so-
                    wie rechts/links seitlich (2) ausgeführt. Die Bezugsmasse für die Berechnung der Schlagar-
                    beit und der Drucklast betrug                                                               kg
                    Anforderungen dieser Prüfungen hinsichtlich von Brüchen oder Rissen, der maximalen
                    augenblicklichen Verformung sowie der Freiraumzone wurden erfüllt/nicht erfüllt (2).
           (') Je nach angewandtem Prüfungsverfahren Unzutreffendes streichen.
           (2) Unzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. C 222/73
         7.2. Nach den Prüfungen gemessene Verformungen
              Bleibende Verformung:
              hinten: links                                                                        mm
                       rechts                                                                      mm
              vorn: links                                                                          mm
                       rechts                                                                      mm
              Seitliche Verformung:
              vorn                                                                                 mm
              hinten                                                                               mm
              Dach-Verformung nach unten:
              hinten                                                                               mm
              vorn                                                                                 mm
              Differenz zwischen größter augenblicklicher Verformung und bleibender Verformung bei
              der seitlichen Schlagprüfung                                                         mm
         8.   Nummer des Prüfberichts
         9.   Datum des Prüfberichts
          10. Unterschrift
 ---pagebreak--- Nr. C 222/74                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 9. 85
                                                        ANHANG VII
                                                    KENNZEICHNUNG
           Das EWG-Prüfzeichen besteht aus:
           — einem Rechteck, in dessen Innenfeld der Buchstabe „e" und die Kennzahl oder die Kennbuchstaben
              des Mitgliedstaats stehen, der die Bauartgenehmigung erteilt hat:
                  1 für Deutschland,
                 2 für Frankreich,
                 3 für Italien,
                 4 für die Niederlande,
                 6 für Belgien,
                11 für das Vereinigte Königreich,
                13 für Luxemburg,
                18 für Dänemark,
              IRL für Irland,
               GR für Griechenland;
              einer EWG-Prüfnummer an einer beliebigen Stelle unter und in der Nähe des Rechtecks, die der
              Nummer des EWG-Bauartgenehmigungsbogens für den betreffenden Typ einer Schutzvorrichtung
              betreffend ihre Festigkeit sowie die Festigkeit ihrer Befestigung an der Zugmaschine entspricht;
              dem Buchstaben V, gefolgt von der Zahl 2, was bedeutet, daß es sich um eine Schutzvorrichtung mit
              2 vorn angebrachten Pfosten handelt, die für eine Schmalspurzugmaschine bestimmt ist.
                                           BEISPIEL EINES EWG-PRÜFZEICHENS
                                                                                        t
                                        V2         _                              ^    a/3     a =5 30 mm
                                                                                        T
                                                                                         a/3
           Legende: Die Schutzvorrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Prüfzeichen ist eine Schutzvorrich-
                     tung mit 2 vorn angebrachten Pfosten für eine Schmalspurzugmaschine (V 2), für die in Bel-
                     gien (e 6) unter der Nummer 43 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 222/75
                                                          ANHANG VIII
                               MUSTER EINES EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
                                                                                           Name der Behörde
         Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug der EWG-Bauartgenehmigung oder die Erweite-
         rung der EWG-Bauartgenehmigungen eines bestimmten Typs einer Umsturzschutzvorrichtung (vorn ange-
         brachter Überrollbügel, Überrollrahmen oder Schutzkabine) hinsichtlich ihrer Festigkeit sowie der Festig-
                                            keit ihrer Befestigung an der Zugmaschine
         EWG-Bauartgenehmigung Nr
                                                                                                  Erweiterung (')
            1.   Fabrik- oder Handelsmarke und Typ der Schutzvorrichtung
           2.    Name und Anschrift des Herstellers der Schutzvorrichtung
           3.    Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Schutzvorrichtung
           4.    Fabrik- oder Handelsmarke, Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine, für die die Schutz-
                 vorrichtung bestimmt ist
            5.   Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf Zugmaschinen folgender Typen
            5.1. Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast entsprechend Anhang III-1.4 überschreitet/überschreitet
                 nicht (2) die bei der Prüfung verwendete Bezugsmasse um mehr als 5 %
           5.2. Die Befestigungsart und die Befestigungspunkte sind/sind nicht (2) gleich
           5.3. Alle Bauteile, die als Abstützung für die Schutzvorrichtung dienen können, sind/sind nicht (2)
                 gleich
            5.4. Die Anforderungen nach Ziffer 3.4 vierter Gedankenstrich des Anhangs I sind/sind nicht (2)
                 erfüllt
           6.    Zur Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgeführt am
            7.   Prüfstelle
            8.   Datum und Nummer des Prüfberichts
           9.    Datum der Erteilung/der Versagung/des Entzugs der EWG-Bauartgenehmigung (2)
          10.    Datum der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung/der Versagung/des Entzugs der Erweite-
                 rung der EWG-Bauartgenehmigung (2)
          11.    Ort
          12.    Datum
          13.    Folgende Unterlagen mit der oben genannten Nummer der EWG-Bauartgenehmigung sind beige-
                 fügt (z. B. Prüfbericht)
          14.    Bemerkungen
          15.    Unterschrift
          (') Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprünglichen
               EWG-Bauartgenehmigung handelt.
         (2) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 222/76                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 9. 85
                                                         ANHANG IX
                        BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
           1.   Der Antrag auf Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp in bezug auf die
                Festigkeit der Unisturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine wird vom Her-
                steller der Zugmaschine oder seines Beauftragten eingereicht.
           2.   Dem betreffenden technischen Dienst ist zur Erteilung der Betriebserlaubnis ein repräsentativer
                Zugmaschinentyp mit einer Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung vorzuführen, für die
                ordnungsgemäße Bauartgenehmigungen vorliegen.
           3.   Der betreffende technische Dienst prüft, ob der Typ der Schutzvorrichtung, für die eine Bauartge-
                nehmigung vorliegt, für den Zugmaschinentyp bestimmt ist, für den eine Betriebserlaubnis bean-
                tragt wird. Er prüft insbesondere, ob die Befestigung der Schutzvorrichtung derjenigen entspricht,
                die bei der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
           4.   Der Inhaber der EWG-Betriebserlaubnis kann beantragen, daß diese für andere Schutzvorrich-
                tungstypen erweitert wird.
           5.   Die zuständigen Behörden gewähren diese Erweiterung unter folgenden Bedingungen:
           5.1. für den neuen Typ einer Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine liegt
                eine EWG-Bauartgenehmigung vor;
           5.2. sie ist für den Zugmaschinentyp bestimmt, für den die Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis
                beantragt wird;
           5.3. die Befestigung der Schutzvorrichtung an der Zugmaschine entspricht derjenigen, die bei Erteilung
                der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
           6.   Dem EWG-Betriebserlaubnisbogen wird bei jeder Erteilung oder Versagung einer Betriebserlaubnis
                oder ihrer Erweiterung ein Bogen entsprechend dem Muster des Anhangs X beigefügt.
           7.   Wird der Antrag auf Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp zur
                gleichen Zeit wie der Antrag auf Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung für einen bestimmten Typ
                einer Umsturzschutzvorrichtung für den Zugmaschinentyp eingereicht, für den eine EWG-Betriebs-
                erlaubnis beantragt wird, so werden die Ziffern 2 und 3 gegenstandslos.
 ---pagebreak--- 2. 9. 85                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 222/77
                                                         ANHANG X
                                                          MUSTER
                                                                                         Name der Behörde
          Anhang zum EWG-Betriebserlaubnisbogen für einen Zugmaschinentyp betreffend die Festigkeit der Um-
         sturzschutzvorrichtung (vorn angebrachter Überrollbügel, Überrollrahmen oder Schutzkabine) und ihrer
                                              Befestigung an der Zugmaschine
         (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Anglei-
         chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirt-
         schaftliche Zugmaschinen auf Rädern)
         EWG-Betriebserlaubnis Nr
                                                                                               Erweiterung (')
           1. Fabrik- oder Handelsmarke der Zugmaschine
           2. Zugmaschinentyp
           3. Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine
           4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten
           5. Fabrik- oder Handelsmarke und Typ der Schutzvorrichtung
           6. Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis auf folgende(n) Schutzvorrichtungstyp/typen
           7. Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnisprüfung vorgeführt am
           8. Mit den Prüfungen für die EWG-Betriebserlaubnis beauftragter technischer Dienst
           9. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
          10. Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
          11. Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung
              an der Zugmaschine wird erteilt/versagt (2)
          12. Die Erweiterung der EWG-Betrieberlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung sowie
              ihrer Befestigung wird erteilt/versagt (2)
          13. Ort
          14. Datum
          15. Unterschrift
         (') Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprünglichen
             EWG-Bauartgenehmigung handelt.
         (2) Nichtzutreffendes streichen.