CELEX: 51969DC0439
Language: de
Date: 1969-06-05
Title: VORSCHLAG EINER EMPFEHLUNG DES RATES AN DIE MITGLIEDSTAATEN ÜBER DIE ANWENDUNG DES EUROPÄISCHEN BERUFSBILDES FÜR DIE AUSBILDUNG VON FACHARBEITERN AN SPANENDEN WERKZEUGMASCHINEN (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (69) 439
Vol. 1969/0076
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                               KOM(69)439 endg.
                                               Brïïssel , den 5 « Juni 1969
         VORSCHLAG EINER EMPFEHLUNG DES RATES AN DIE MITGLIEDSTAATEN
          ÜBER DIE ANWENDUNG DES EUROPÄISCHEN BERUFSBILDES FÜR DIE
         AUSBILDUNG VON FACHARBEITERN AN SPANENDEN WERKZEUGMASCHINEN
                    (■von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KOM(69 ) ^39 endg .
 ---pagebreak---                                           Anlage A 1
      Vorschlag einer Anpfehlung des Rates an
                 die Mitgliedrtaaten
über die .Anwendung des Europäischen Berufsbildes fü
die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden T "erk-
                   zeugraaschinen
       ( von der Kommission dem Rat vorgelegt j
 ---pagebreak---                              BEGRÜNDUNG
Zielsetzung     ;
Das beiliegende Europäische Berufsbild für die Ausbildung von Facharbeitern
 an spanenden Werkzeugmaschinen stellt das Ergebnis intensiver Bemühungen der
Kommission dar . Sie verfolgte damit das Ziel , ein erstes Modell zu erar­
beiten , das geeignet ist ,
  • - die Harmonisierung der Berufsausbildung von Facharbeitern an
       spanenden * Werkzeugmaschinen zu fördern ,
    - der praktischen Anwendung der Polyvalenz bei der Grundausbildung
      von Lehrlingen zur Durchführung zu verhelfen ,
    – die . gegenseitige Anerkennung der Diplome , Prüfungs Zeugnisse und
    .  sonstigen Befähigungsnachweise über den Abschluß der Berufsaus­
      bildung von Facharbeitern herbeizuführen ,
    - die Freizügigkeit der Arbeitnehmer zu erleichtern ,
    – soweit die Berufsausbildung eine der Voraussetzungen für den Zugang
      zu einer selbständigen Erbwerbstätigkeit ist , mit der gegenseitigen
      Anerkennung der entsprechenden Diplome zudem den eventuellen Erlaß
      einer Richtlinie auf Grund von Artikel 57 des Vertrages von Rom wesent­
      lich zu fcjrdern .                                                  ..
Im Rahmen dieser Zielsetzung zeichnen sich, zugleich gewisse Grenzen des .
ersten Modells eines Europäischen Berufsbildes ab . Das Europäische Berufs­
bild bedeutet nämlich keine ideale und alle Interessenten voll befriedigende
Lösung der angestrebten Ziele . Die Kommission ist jedoch der Auffassung,
 ---pagebreak---     daß das vorliegende Schema und der sachliche Inhalt , nicht zuletzt durch die
    Beschränkung auf Minie st anforderungen hinsichtlich der Vermittlung von Kennt­
    nissen und Fertigkeiten sowie der Verwirklichung der Polyvalenz in der Aus­
    bildung, einen vertretbaren Kompromiß darstellen , der den verschiedenen struk­
    turellen , organisatorischen und pädagogischen Gegebenheiten bei der Ausbil­
    dung von Facharbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen in den Ländern der
    Gerneinschaft Rechnung trägt .
2 . Rechtliche Grundlage
    Die rechtliche Grundlage für das "Europäische Berufsbild für die Ausbildung
    von Facharbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen" ist Artikel 128 des Ver­
    trages von Rom.
    In Übereinstimmung mit diesem Artikel hat der Rat die allgemeinen Grund­
    sätze für die Durchführung einer gemeinsamen Politik der Berufsausbildung
    aufgestellt *).
    Im zweiten Grundsatz heißt es , daß die gemeinsame Politik der Berufsausbil­
    dung u.a. die Erreichung folgender grundlegender Ziele anzustreben hat :
    "eine auf der Grundlage der allgemeinen Schulbildung so umfassend gestal­
     tete Berufsausbildung , daß sie die harmonische Entwicklung der Persönlich­
     keit fördert und den Erfordernissen des technischen Fortschritts , der
     neuen Produktionsmethoden sowie der sozialen und wirtschaftlichen Ent­
     wicklung gerecht wird".
    Der achte Grundsatz besagt :
    "Die Kommission verfaßt je nach Bedarf zusammen mit den Mitgliedstaaten
     für verschiedene , eine bestimmte Ausbildung erfordernde Berufe aufein­
     ander abgestimmte Beschreibungen der Grundanforderungen für den Zugang
     zu den verschiedenen Ausbildungsstufen .
*) Beschluß des Rates vom 2 . April 19^3 » veröffentlicht im Amtsblatt der
    Europäischen Gemeinschaften Nr . 63 vom 20 . April 1963-
 ---pagebreak---       An Hand dieser Beschreibungen wird eine Angle ichung der objektiven Be­
      dingungen für das Bestehen der Abschlußprüfungen angestrebt , um eine
      gegenseitige Anerkennung dar Zeugnisse und sonstigen Urkunden über den
      Abschluß der Berufsausbildung zu erreichen".
3 . Vorarbeiten
     Als erste Maßnahme hat die Kommission Beschreibungen von Grundaiifor-
     derungen in Form von "Gemeinschaftsverzeichnissen zur Anglaic1 ong der            •.
     Ausbildungsstufen für die Tätigkeiten des Drehers , des Universalfräsers
     und des Universalschleifers mittlerer Qualifikation" erstellt .
     Diese Gemeinschaftsverzeichnisse hatten die für diese Berufe zu vermit­
     telnden Mindestkenntnisse und -fertigkeiten zum Inhalt . Sie wurden dem
     Rat am 13 . 11 . 1967 ( Dreher ) und am 1.3 « i960 ( Universalfräser , Universal-.
   . Schleifer ) als "Vorschlag einer Empfehlung des Rates an die Mitglied­
     staaten über die Anwendung der Gemeinschaftsverzeichnisse zur Angleichung
     der Ausbildungsctufen für die Tätigkeiten eines Drehers , Universalfräsers
     und UniVersalschleifers mittlerer Qualifikation" vorgelegt .-
     Der Rat hat nach Prüfung dieser drei Vorschläge im Einvernehmen mit der
     Kommission folgende Schlußfolgerungen gezogen *):
     - Der sachliche Inhalt der Entwürfe der drei Vorschläge wird im Grundsatz
       gebilligt vorbehaltlich etwaiger technischer Verbesserungen 5
                         \                                 •
     - die Arbeit soll von der Kommission anhand eines, zusammenfassenden            '
       Entwurfes fortgesetzt werden und sich auf die drei genannten sowie
       gegebenenfalls auf weitere Tätigkeiten erstrecken , die sich als zu der
       gleichen Beruf sgruppe zugehörig erweisen ! dieser neue Entwurf soll
       für diese Berufsgruppe folgendes enthalten :
*) Dok.Nr. 1162/2/68 ( SOC 148 rev. 2 ) des Rates vom 26 . Juli 1968
 ---pagebreak---                                     - 4 -
   . einen gemeinsamen Teil , in dem die erforderlichen gerne ingainen Grund­
     kenntnisse -and -fertigkeiten erarbeitet und die Merkmale für die
     Polyvalenz der Ausbildung aufgeführt sind ,
   . einen zweiten Teil , in dem die für jede dieser Tätigkeiten nach Abschluß
     des Berufsausbildungsz;-klus erforderlichen besonderen Kenntnisse und
     F ertigkeiten enthalten sindj
- die Kommission wurde ferner ersucht , ihre Arbeit zur Festlegung der
  Prüfungen fortzusetzen , mit denen am Schluß der Berufsausbildung die
  für diese Berufe erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten bestätigt
  werden sollen ; die Angaben über diese Prüflingen sollen in den vorge­
  nannten zusammenfassenden Entwurf aufgenommen werden ;
- um die Ausbildungsstufe dieser Arbeitnehmer bestimmen zu können , soll
  die Kommission in einem vergleichenden Dokument (Tabelle der Überein­
  stimmungen ) Diplome , Prüfungs Zeugnisse und sonstige Befähigungsnach-
  weise anführen , mit denen in den Mitgliedstanten diese Berufsausbildung
  bestätigt wird .
Auf Grund der vorstehenden Schlußfolgerungen des Rates wurden die vorlie­
genden Entwürfe von Gemeinschaftsverzeichnissen zur Angleichung der Aus-
bildungsstufen eines Drejiers , Universalfräsers und Uni Versalschleifers mitt­
lerer Qualifikation unter Mitarbeit der vom Beratenden Ausschuß für die
Berufsausbildung benannten Sachverständigengruppe für Metallberufe zusam-
mengefaßt , überarbeitet und ergänzt .
Diese Bemühungen fanden ihren Niederschlag in einem neuen Entwurf mit dem
Titel "Europäisches Berufsbild für die Ausbildung von Facharbeitern an
spanenden Werkzeugmaschinen".
 ---pagebreak---                                            - 5-
i 4 « Aufbau und Gli ede rung do s "Europäischen Berufsbil des für die Ausbildung
      von Facharbeitern an spananden T "erkzeut?aacchinen "
      TIS IL I zählt diejenigen Kenntnisse und Fertigkeiten auf , die während einer
      systematischen Ausbildung zu erwerben sind . Sie stellen Minde stanforderungen
      dar , die in den sechs Ländern der Gemeinschaft dem Niveau eines Fachar­
      beiters der Berufe Dreher , Fräser und Schleifer entsprechen . Darüber hinaus
      ist es möglich und wünschenswert , zusätzliche oder vertiefte Kenntnisse zu
      vermitteln .
      Teil I ist unterteilt in
      - A. Gemeinsame Kenntnisse und Fertigkeiten
      - 3 . Besondere Kenntnisse und Fertigkeiten
              der Fachrichtung
              = Dreher
              = Uni versalf raser
              = Universalschleifer .
      Damit ist der Forderung nach möglichst weitgehender Berücksichtigung der
      Polyvalenz bei der Grundausbildung von Jugendlichen Rechnung getragen .
      TEIL II enthält die für die Bestimmung der Qualifikationsstufe notwen­
      digen Prü flingsanforderungen . Diese stellen Leitlinien zur Durchführung von
      Ausbildungsabschlußprüfungen dar , die auf nationaler Ebene durch Prü-
      fungsordnungen zu ergänzen sind , in denen die Einzelheiten der Prüfungs-
      untarlagen , des Prüfungsablaufes und der Bewertung festgelegt werden .
      Teil II ist unterteilt in
      - A. Fcrtigffeitsprafung
              nach Fachripirtyxig    ' ' ;                                         .
              = Dreher
            ■ = Universalfraser                                     -
              = Universalschleifer                                          '
                                                                        v     ~
                                                                      • • •/ * « •
 ---pagebreak--- - B. Kenntnisprafung
       je nach Fachrichtungen für die Fachkunde
       sowie einen für alle Fachrichtungen gemeinsamen Prüfun^t stoff
       für alle anderen Fächer .
 In diesem Aufbau der Prüfungsanfo rde rungen spiegelt sich die in Teil I
"bereits zum Aufdruck kommende Polyvalenz bei der Vermittlung der Kennt­
nisse und Fertigkeiten i<?ider .
TEIL III stellt eine vergleichende Übersicht über die auf nationaler
Ebene anerkannten Diplome , Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungs-
nachweise für die Berufe
- Dreher
- Universalf raser
- Uni versai schleifer
und damit für die Facharbeiter an spanenden Werkzeugmaschinen im Sinne
dieses Europäischen Berufsbildes dar .
 Stellungnahme des Beratenden Ausschusses für die Berufsausbildung
Der Beratende Ausschuß für die Berufsausbildung hat am 7 » November 1968
dem Entwurf des "Europäischen Berufsbildes für die Ausbildung von Fach­
 arbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen" zugestimmt .
 In seiner Stellungnahme
- VERTRITT er die Auffassung , daß die Angleichung der Ausbildungsstufen
   möglichst schnell verwirklicht werden soll , um eine gegenseitige An­
   erkennung der Zeugnisse und sonstigen in nationalem Rahmen anerkannten
   Urkunden über den Abschluß der Berufsausbildung zu erreichen !
 - BEFÜRWORTET er. die Neufassung des Titels "Gemeinschaftsverzeichnis zur
   Angleichung der Ausbildungsstufen" in "Europäisches Berufsbild für die
   Ausbildung"!
 ---pagebreak--- - UlIT^RSTEEICHT er die Dichtigkeit der Ausarbeitung des "Europäischen
  Berufsbildes für die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Ferk-
  zeugmaschinen"!
- BEFÜRWORTET er den Aufbau und den Inhalt des "Europäischen Berufsbildes
  für die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden . Ferkzeugmaschinen" s
                                                   /
- HALT ER ES FÜR NOTWENDIG , daß jedes Land der Gemeinschaft i , Rahmen
  seines Ausbildungssystems die erforderlichen Maßnahmen trifft , um mit
  allen verfügbaren Mitteln darauf hinzuwirken , daß die in Teil I des
  "Europäischen Berufsbildes " aufgeführten Kenntnisse und Fertigkeiten in
  den nationalen Programmen für eine langfristige Ausbildung, die zur
  Qualifikation als Facharbeiter an spanenden Werkzeugmaschinen führt ,
  als Mindestanforderungen und die in Teil II erarbeiteten Leitlinien
  für die Durchführung von Abschlußprüfungen in nationalen Prüfungsord-
, nungen und fachlichen Einzelvorschriften berücksichtigt werden ; -
- ERACHTET er es weiter für notwendig, daß in Anbetracht der schnellen
  technischen , wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung das "Europäische
  Berufsbild für die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Werkzeug­
  maschinen" in bestimmten Zeitabständen auf seinen Inhalt überprüft wird ,
  um so der Forderung nach ständiger Anpassung der Berufsausbildung an
  neue Erfordernisse gerecht zu werden ; ,      .
- ERSUCHT er die Kommission , den Entwurf des "Europäischen Berufsbildes '
  für die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen "
  dem Rat zur Beschlußfassung zuzuleiten .
Allgemeine Bemerkungen ■
- Bei der Festlegung der Ausb i 1dungs stufe wurde in Übereinstimmung mit dem
  Beratenden Ausschuß für die Berufsausbildung "mittleres Niveau" durch
  "Facharbeiter" ersetzt , weil dieser Begriff in allen Ländern der Ge­
  meinschaft verständlich ist und weil die in den Teilen I und II gestell­
  ten Anforderungen und Maßstäbe diesem Niveau entsprechen .
 ---pagebreak---                                  - 8 -
- Aus der gleichen Erwägung warde die Formulier1, mg "Gemeinschaftsverzeich-
  nis zur Angleichung der Ausbildungsstufen für die Tätigkeiten des ..."
  durch "Europäisches Beruf rbild für die Ausbildung ven ..." erretzt .
- Die Frage , ob die Berufsgruppe der Dreher , Universalfräser und Universal -
  schleifer um noch weitere Tätigkeiten erweitert werden könnte und sollte ,
  wurde von den Dienststellen der Kommission im Einvernehmen mit der Sach-
  verständigengru^pe iietallberufe geprüft . Es ergab sich dabei die Schluß-
  folgerung , daß es zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehlenswert ist , eine
  Erweiterung vorzunehmen , weil zum einen die Fachrichtung Dreher , Univer-
  salfräser und Universalschleifer über 90      der Ausbildungsverhältnisse in
  den spanabhebenden Berufen umfassen , und weil zum anderen die Einbeziehung
  anderer Tätigkeiten die Fertigstellung dieses ersten Modells eines "Euro­
  päischen Berufsbildes " ganz erheblich verzögert hätte .
- Die Ergänzung der Leitlinien der Prüfungsanforderungen ( 'Teil Ii ) durch
  die Ausarbeitung von "Hodellprüfungsunterlagen " in den 4 Sprachen der
  Gemeinschaft wurde im Laufe der Erörterungen als äußerst wünschenswert
  bezeichnet .
- Die Entwicklung der Technik sowie der Pädagogik erfordern , daß die
  sachlichen Einzelheiten der Teile I und II des "Europäischen Berufs­
  bildes für die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Werkzeug­
  maschinen " in bestimmten Zeitabständen überprüft werden , um sie den
  neuen Gegebenheiten s-nzupassen .
- Schließlich weist die Kommission darauf hin , daß nach der Verabschie­
  dung dieses ersten Hödel ls andere ,,rege bei der Ausarbeitung solcher
  "Europäischer Berufsbilder " beschritten v/erden müssen , da die Dienst­
  stellen der Kommission organisatorisch und personell nicht in der Lage
  sind , die zahlreichen in Betracht kommenden Berufe in einem der Not­
  wendigkeit entsprechenden Rhythmus zu bearbeiten .
 ---pagebreak---                                       - 9 -
      Diese neue Arbeitsmethode könnte dr.rin bestehen , daß nach Beschlußfas-
      sung über das Modell des vorliegenden Europäischen Berufsbildes die
      Kommission Kriterien für die Ausarbeitung solcher Europäischer Berufs­
      bilder festlegt und dann die Berufsorganisationen der Landwirtschaft ,
      der Industrie und der Dienstleistungszweige , die auf der Ebene der Ge­
      meinschaft organisiert sind , auffordert , entsprechend diesen Kriterien
      und entsprechend der Struktur des vorliegenden Modells Entwürfe von
      Europäischen Berufsbildarn auszuarbeiten und der Kommission einzureichen .
      Die Kommission könnte sodann diese Entwürfe in beaug auf di Überein­
      stimmung mit den festgelegten Kriterien prüfen , dem Beratenden Ausschuß
      für die Berufsausbildung zur Stellungnahme vorlegen und schließlich die
      erforderlichen Schritte zu ihrer Verabschiedimg unternehmen .
      Diese Methode scheint die einzig denkbare zu sein , um die im 8 . Grund­
      satz des Beschlusses des Rates vom 2 . April 1963 über die Aufstellung
      allgemeiner Grundsätze für die Durchführung einer gemeinsamen Politik der
      Berufsausbildung festgelegte Abfassung von aufeinander abgestimmten Be- ■
                                                            V
      Schreibungen der Grundanforderungen für den Zugang zu den verschiedenen
      Ausbildungsstufen in absehbarer Zeit zu verwirklichen und damit in grund­
      legender T':eise die Harmonisierung der Berufsausbildung in der Gemein­
    - schaft zu fördern .
7 . Die Kommission übermittelt den beiliegenden Vorschlag einer Empfehlung an
    die Mitgliedstaaten über die Anwendung des "Europäischen Berufsbildes für
    die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen" zur Be-
    schlußfassung .
 ---pagebreak---                                    An 1 âge A 2
      ^uropäischos Berufsbild
für die Ausbildung von Facharbeitern
   an spanenden I'erkzeugmaschinen
 ---pagebreak---                                       - 1 -
                              GLIEDEPU'ÎG
                                                           Seite
TEIL I :     KENNTNISSE UND FERTIGKEITEN , DIE WAHREND DER
             AUSBILDUNG ZU ERWERBET SIND
TEIL II :    PRUIJOTGSANFORDERUNGEN                         17
TEIL III :   VERGLEICHENDE ÜBERSICHT ÜBER DIE AUF
           ■ NATIONALER EBENE ANERKANNTEN DIPLOME ,
             PRÜFUNG SZEUGNI S 8E UND SONSTIGEN BE-
             FÄHIGUNGSNACHWEISE
                  /
 ---pagebreak---           TE I L    I:
- KENNTNISSE UND FERTIGKEITEN ,
   DIE VäHRSND DER AUSBILDUNG
        ZU ERWERBEN SIND
 ---pagebreak---                                        .-3-
                                /
                                                                       •»
         Bei der Erstellung des Europäischen Berufsbildes für die Ausbildung
von Facharbeiter* an spanenden Werkzeugmaschinen ist der Notwendigkeit Rech­
nung getragen worden , eine auf der Grundlage der allgemeinen Schulbildung
so umfassend gestaltete Berufsausbildung zu vermitteln , daß sie die harmonische
Entwicklung der Persönlichkeit fördert , den Erfordernissen des technischen
Portschritts , der neuen Produktionsmethoden und der sozialen und wirtschaft­
lichen Entwicklung gerecht wird sowie der Forderung nach möglichst poly-
valenter Grundausbildung der Jugendlichen entspricht .
         Tie Facharbeiter an spanenden Werkzeugmaschinen , hier : Dreher , Uni-
versalfräser , Uni versalschleifer , müssen am Ende ihrer Ausbildungszeit in
der Lage sein , auf spanenden Werkzeugmaschinen , insbesondere denjenigen ihrer     <
Fachrichtung , . Werkstücke aus Stahl , Gußwerkstoffen , Nichteisenmetallen und
Kunststoffen mit . normaler Präzision nach Fertigungszeichnungen herzustellen ,
die alle für die Arbeiten notwendigen Angaben enthalten .
         Die folgende Aufzählung der Kenntnisse und Fertigkeiten schließt ,
nicht aus , daß entsprechend dem nationalen Ausbildungssystem weitere Kennt­
nisse und Fertigkeiten vermittelt werden .                                   ,    ,
A. Gemeinsame Kenntnisse und Fertigkeiten
1 . GRUNDFERTIGKEITEN
1.00 Mefitechnik
      Anwendung von
1.00.00 Haarlineal
1.00.01 Wasserwaage                                          •
1.00.02 Zirkel , Anschlagwinkel , Stahlmaßstab , Meßzylinder und Taster
1.00.03 Anreißplatte und Prismen
1.00.04 Ileûschieber
1,00.05 TiefenmeSschieber
1.00.06 Feinmeßschrauben ( Mikrometer )                        /
1.00.07 Rachen- und Ringlehren , zylindrische und konische Lehrdorne
                                                                 1 "      •'    i
1.00.08 Spielprufer
1.00.09 Radiuslehren , - schablonen
1.00.10 Gewindelehren                                                .
 ---pagebreak--- 1.00.11 LbfiuXron und' EnduaSo
1.00.12 Universalwinkelmerser
1.00.13 Vergleichsmuster zur Rauhigkeitsprüfung
1.01 Anreißen und Körnen
1.01.00 Anwendung von Anschlagwinkel , Lineal , Zirkel , Reißnadel , Parallel-
            reißer , Körner und Anreißmittel
1.01.01 Mittenbestimraung von Werkstücken , von Wellen und Bohrungen
1.01.02 Plc? nanrei'îen
1.01.03 Anreißen einfacher Werkstücke in mehreren Ebenen
1.02 23-gen
1.02.00 von Hand nach AnnS
1.03 PaBarbeit
1.03.00 Feilen von ebenen Oberflächen mit einer Genauigkeit von IT 10
1.03.01 Anfertigung einfacher Schablonen
1.04 Innengeuindeschrir.idon von Hand
I.O4.OO in Durchgangsbohrungen
I.O4.OI in Grundbohrungen
1.05 AuBengewindeschnoidon von Hand
2 . ARBEITEN MIT I4ASCHI1TM
2.00 Allgemeines
2.00.00 Bedienung
2 . CO . Ol Schmieren und Warten
2.00.02 Wählen , Einstellen urd      Spannen der Werkzeuge
2.00.03 Schmieren und Kühlen der Werkzeuge
2.00.04 Wählen von Drehzahl , Vorschubgeschwindijkait und Zustellung
2.00.05 Ausrichten und Spannen der Werkstücke
2.01 Bohren
2.01.00 Bohren von Durchgangs- und Grundbohrungen
2.02 Senken
2.02.00 zylindrische Bohrungen
2.02.01 konische Bohrungen
2.03 Schärfen
2.03.00 von Meißeln
 ---pagebreak--- 2.03.01 von Dreh- und Stoßmeißcln (Hartmetall ausgenommen )
2.03.02 Abziehen einfacher Werkzeuge mit Abziehstein
2.04 Eingehe Fertigkeiten des Brehens , Fräsens , Schleifens und Hobelns mit -
      d'cm Ziel einer fortschreitenden polyvalenten Gestaltung der Ausbildung
      cind sehr erwünscht
3 . TECHNISCHES ZEICHNEST..
3.00 Kenntnisse der Elemente des technischen Zeichnens , einschließlich der
      Zeichnungsnormen               •
3.01 Lesen von Fertigungs- und einfachen Zusammenstellungszeichnungen
3.02 Anfertigen von einfachen technischen Zeichnungen und Handski.zzen
3.03 Kenntnisse über die Passungen und Toleranzen und die gebräuchlichsten
      Industrienorraen                               »■    1
4 . TECHNCLOG I SCHE KEMTNISSE '
4.00 Notwendige Fachkenntnisse
4.00.00 Werkstoffe , ihre Zusammensetzung , Verwendung und Bearbeitungsmöglich-
          keiten
          00 Eisen , Stahl , Gußwerkstcffe
          01 Nichteisenmetalle und ihre Legierungen
          02 Kunststoffe
          03 sonstige gebräuchliche Merkstoffe
          04 zur Werkzeugherstellung verwendete Sonderwerkstoffe (Werkzeugstahl ,
             Hartmetalle , Diamanten , oxydkeramische Werkstoffe )
4.00.01 Anreilïen
          00 AnreiBmethoden :                                        1
             00 PlananreiSen     .
             01 Anreißen einfacher Werkstücke in mehreren Ebenen            •■ 'r
             02 Ausdachten unbearbeiteter Werkstucke           '   "
             03 Symmetrieachsen und -ebenen
             04 Bezugslinien und -ebenen
4*00,02 Bearbeitung der Werkstoffe
          00 spanende Formung              -   '                ; ;
             00 Schneidwerkzeuge , ihre Form und Anwendung
          01 einfache Kenntnisse der Schneidengeometrie                         "
          02 einfache Kenntnisse der Hauptfaktoren der Schnittleistung
          03 einfache Berechnungen über Schnittgeschwindigkeiten , Vorschub
             und Bearbeitungszeiten
 ---pagebreak--- 4.00.03      Maschinen- und Verkzeugkunde
             hierunter fallen alle Kenntnisse über die verschiedenen spanenden
             Werkzeugmaschinen, ihren Aufbau und ihre Anwendung , einschließlich
             aller zugehörigen Hilfsmittel sorie die Kenntnisse , die zur Durch­
             führung der unter Punkt 2 . aufgeführten Arbeiten notwendig sind
4.00.04      Messen und Prüfen
             00 Beschreibung , Zuwendung und Wartung der Meß-, Kontroll- und Prüf-
                 geräte , wie sie unter Punkt 1.00 aufgeführt sind
             01 Meßfehler , Ursachen und Korrektur
             0 ? Temperatureinfluß , Eichtemperatur und thermischer Ausdehnungs-
                 koeffizisnt
             03 Grundzüge der Fertigungskontrolle
4 . OO . O5 Schleifmittel : Anwendung
4 . OO . O6 Förder- und Hebezauge
            00 Anwendung von Hebeln , Hubwinden , Flaschenzügen und Seilwinden
            01 Sicherheitsvorkehrungen :zur Unfallverhütung
            02 Anschlagen (von Lasten )
4.01 Erwünschte Fachkenntnisse *)
4.01.00 mechanische Eigenschaften der Metalle
4.01.01 Korrosionsschutz der Metalle
4.01.02 Verarbeitung der Werkstoffe
            00 Grundzüge der spanlosen Formgebung , des Schweißens , des Brenn-
                schneidens
4.01.03 lösbare Verbindungen
4 . 01 . 04 unlösbare Verbindungen
4 . 01 . 05 Bearbeitung am Schraubstock
            00 Beschreibung , Verwendung und Instandhaltung der Handwerkzeuge
4 . 01 . 06 die verschiedenen K'lljr.Jü'bciirjidlunjen und thernochaoiochon Behmdlungen
4.01.07 Schmier- und Kühlmittel
4 . OI . O0 Antriebsorgane
4.01.09 besondere Merkmale der Zahnrader
4.01.10 Grundzüge des Fertigungsablaufes
            00 methodische Festlegung der Arbeitsfolgen für einfache Dreh-, Fräs-
                und Schleifarbeiten in Einzelfertigung , einschließlich der Fahl
                der ''erkzeuge und Hilfsmittel ;r.
*) Die hier aufgeführten Kenntisse sollen begrifflich erfaßt seinj eine tief-
     gehende Beherrschung wird nicht gefordert .
                                                                            • * •I • • •
 ---pagebreak---                                                  - J -
5 . ALLGEMEIÎTB1LDUFG
5.00 Muttersprache
5 - CO . 00 Eelierrschurg der Mu 1 t e rrprache in Wort und Schrift zur Abgabe von
            einfachen Text an und Fachberichten ( wünschenswert : Teilnahme an
            Gesprächen und Diskussionen )
5.00.01 Gebrauch von technischen und Handbüchern
5.01 Mathematische Kenntnisse ..
5.01.00 die vier Grundrechnungsarten                               •.
5.01.01 Übungen im schnellen Kopfrechnen , besonders für das Haherungs-
            rechnen und Aufrechnen der Ergebnisse
5.01.02 Teilbarlceitsmerkmale
5.01.03 Rechnen mit einfachen und Dezimalbrüchen
5.01.04 Verhältnisse , Proportionen , Maßstäbe , Dreisatzrechnen
5.01.05 Prozent rechnen
5.01.06 Potenzen und Furzeln
            00 Verwendung von Zahlentafeln
5.01.07 Maßsystem ( metr . System ), Längen-, Flächen-, Raummaße , Gerichte ,
            spezifisches Gewicht
5.01.08 Rechnen mit Winkel- und Bogenmaßen , Zeitrechnen , Maßeinheiten
5.01.09 Umwandlung , Vereinfachung und Ermittlung des Zahlenwertes von ein­
            fachen Buchst abenaüsdrücken ( Formeln )
5.01.10 Lesen und Verstehen einfacher graphischer Darstellungen
5.01.11 Elemente der Geometrie (Punkt , Gerade , Vinkei )
5.01.12 ebene geometrische Grundfiguren . ( Dreiecke , Vierecke j regelmäßige
            Vielecke , Kreis ), ihre Konstruktion und ihre Lehrsätze , ihr Umfang
            und ihre Fläche
5.01.13 geometrische Grundlcörper ( Prismen , Pyramiden / Zylinder ,. Kegel , Kugel ),
            ihre Konstruktion und ihre Lehrsätze , ihre Oberfläche und ihr Volumen
5.01.14 einfache T änkelberechnungen bei rechtwinkligen Dreiecken unter An­
            wendung trigonometrischer Tafeln
5.01.15 Berechnung von Konizität und Neigung
5.02 Physikalische Kenntnisse            .  ....            .. r
         die im folgenden auf ^führten physikalischen Kenntnisse . sollen als
         Grundlage für das 'Verständnis technischer Fragen dienen , die sich
 ---pagebreak---                                          - 3 -
       t.us aem Arbeitsgebiet dos Facharbeiters und aus der technischen Entwick­
       lung ergeben *)
 5.02.00 Mechanik fester Körper
           00 Kräfte und Druck , Kräftepaare und Momente , Gleichgewicht
           01 gradlinige und kreisförmige Bewegungen , Übertratjung und Um­
               wandlung der Bewegungen
           02 Masse , Massentrâgheit
           03 Arbeit und Energie ( impuis )
           04 Leistung
           05 Reibung
           06 Grundkenntnisse der Festigkeit
 5.02.01 Mechanik flüssiger und gasförmiger Körper
           00 Gesetze von Pascal und Archircedes : Anwendungen
           01 atmosphärischer Druck : Barometer
           02 Druck der Flüssigkeiten und Gase : Manometer
           03 Gesetze von Boyle und Mariotte
 5.02.02 Nàrme
           00 Wârmeube rt r agung '
           01 Dehnung der festen , flüssigen und gasförmigen Körper
           02 Messung der Tenperaturveränderungen : einfache Temperaturmeßgeräte
           03 Zustandsänderungen der Körper
           04 Grundkenntnisse über die Wärmekraftmaschinen
 5.02.03 G rundkennt isse der Slektrizitätslehre
           00 Spannung , Strom , Widerstand
           01 Ohmsches Gesetz , Spannungsabfall , Erdung,
           02 elektrischer Stromkreis , Absicherung und einfache Schaltgeräte
           03 Grundkenntnisse der Meßgeräte
           04 Gleichstrom , Wechselstrom , Drehstrom
           05 Wirkungen des elektrischen Stromes , elektrische Wärme , Magnetismus
          u6 G*iadKvßtatari.sse über elektrische I-Iaechincn , Utendlor und Steuerung- -
              or.^r.ne                                       "            •         J
*) Die GruncLcenntni sse in allgemeiner Physik und allgemeiner Mechanik sollen den
   Facharbeitern an spanenden - 'erkzeu,jmaschinen helfen , die Probleme , die sich in
   der Technologie und in der Praxis stellen , zu verstehen und zu lösen . Man soll
   bemüht sein , die Grundkenntnisse im Hinblick auf die Industrieproduktion zu
   vertiefen .
 ---pagebreak--- 5.03 Arbeitsverhalten
5.03.00 Arbeitssicherheit
         00 ursprüngliche und unmittelbare Ursachen von Arbeitsunfällen
         01 Mittel zur Beseiti-^un^ der ursprünglichen und unmittelbaren
            Unfallursachen
         02 Kenntnisse der einschlägigen Sicherheitsbestimmungen
         03 Sicherheitsverhalten und Sicherheitsbestreben
         04 Folgen eines Unfalles für den Arbeiter , den Arbeitgeber , das
            Unternehmen und die Gesamtheit
5.03.01 Hygiene am Arbeitsplatz
5.03.02 Sozialrecht
         00 Grundzüge des Arbeits- und Sozialrechts
         01 Pflichten und Rechte der Arbeitnehmer aus persönlichen und kollek­
            tiven Verträgen (u.a. Lohn und Arbeitszeit )
B. Besondere Kenntnisse ur.d Fertigkeiten              '
I. Faefepiohtung Dreher
1 . ARBEITEN AN DER MASCHINE                   ....
1.00 Drehen                                              •         .
1.00.00 allgemeines
         00 Bedienen von Zug- und Leitspindeldrehmas.chinen ..
         01 Schmieren und varten der Maschinen
         02 Wählen , Einstellen und Spannen der Drehwerkzeuge
         03 Schmieren und Kühlen der Drehwerkzeuge
         04 Wählen von Drehzahl , Vorschubgeschwindigkeit und Zustellung
1.00.01 zentrisches und exzentrisches Spannen der Werkstücke auf der Maschine
         00 'asoi ; cLnn Spitzeil                                 '
         01 'in Zentrierb-.cIcDnf'utter, in Sp-,^nnzni'j,on unl auf Spreizdornen
         02 im Futter mit unabhängigen Backen                        ' <
         03 auf Planscheibe *)
         04 auf Planscheibe mit Montagewinkel *)
*) bei komplizierten Werkstücken nach besonderer Anweisung
 ---pagebreak---                                      - 10 -
        05 sswi sehen Futter und Spitze *)
        06 zwischen Putter und fester Lünette *)
        07 unter Anwendung feststehender und mitgehender L'inetten *)
1.00.02 Drehoperationen
        00 Langdrehen , außen und innen
        01 Plandrehen , außen und innen
        02 Kegeldrehon , außen
           00 durch Schlittenverstellung
           01 dursh Reitstockvorstellung
           02 durch Leitlineal ( Xegaldrehvorrichtung )
        03 Kegeldrehen , innen .
           00 durch Schlittenverstellung
           01 durch Leitlineal ( Kegeldrehvorrichtung )
        04 Sinstechdrehen , außen und innen
        05 Abstechen
        06 Formdrehen , außen und innen
         ' 00 mit Formdrehstählen
           01 durch Verfahren der Schlitten von Hand
        07 Gewinde drehen , außen und innen
           00 Spitzgewinde
           01 Flach- und Trapezgewinde
        08 Gewindeschneiden
        09 Gewindebohren
        10 Bohren
        11 Zentrieren
        12 Reiben
        13 Spitz- lind Flachsenken
        14 Kordeln und Rändeln         '
1.00.03 Qualitätsanforderungen
        00 Malïhaltigkeit
           00 Außendrehen mit Durchmessergenauigkeit IT 6 bzw . IT 7 in Ab­
                hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks
           01 Innendrehen mit Durchmessergenauigkeit IT 7 bzw .- IT 3 in Ab­
                hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks
           02 Drehen auf Länge mit Genauigkeit IT 8 bzw. IT 9 in Abhängig­
             ' keit von den Abmessungen des Werkstücks
*) bei komplizierten l'erkstücken nach besonderer Anweisung
                                                                       • •I* • *
 ---pagebreak---                                       - 11 -
          Ol Oberflächengüte
             00 Drehen mit Oberflächengüte       (ohne Verwendung von Feilen ,
                Schmirgelleisrwand oder Schmirjelpulver )
2 . TECHNOLOGISCHE KENFfNISSE "~
2.00 Maschinen- und Werkzeugkunde
      hierunter fallen alle Kenntnisse über die verschiedenen Drehmaschinen ,
      ihren Aufbau und ihre Anwendung , einschließlich aller .zugehörigen Hilfs-
      nittel sowie die Kenntnisse , die zur Durchführung der unter Punkt
      3 I 1.00 aufgef-öhrten Arbeiten notwendig sind                   1
2.01 Schleifen von Drehwerkzeugen
2.02 Schneidengeometrie für die Schneidwerkzeuge der Drehmaschinen
2.03 Hauptfaktoren der Schnittleistung                 -
II . Fachrichtung üaiversalfräser
1 . ARBEITET! AN DER MASCHINE
1.00 Fräsen                                          ■
1.00.00 allgemeines                                                 '
         00 Bedienen von Fräsmaschinen     ' ,           ;  .
         01 Schmieren und Warten der Maschinen
       - 02 Wählen , Einstellen und Spannen der Fräswerkzeuge
         03 Montage und Einstellung der Fräshilfsgeräte
         04 Schmieren und Kühlen der Fräswerkzeuge
         05 Wählen von Drehzahlen , Vorschubgeschwindigkeit und Zustellung
1.00.01 Spannen der Werkstücke auf der Maschine
         00 auf dem Frästisch mittels Schrauben , Unterlagen , Spanneisen ,
             Vorrichtungen
         01 mittels Maschinenschraubstock
                                                                     ,
         02 mittels Fräswinkel
         03 mittels Rundtisch
         04 mittels Teilkopf , Universalteilapparat ( zivischen Spitzen , im
             Spannfutter , auf der Planscheibe )
1.00.02 Spannen der Werkzeuge auf der Maschine
         00 mittels Spindel
         01 mittels Fräsdorne
                                                              • • •j* • •
 ---pagebreak---                                      - 12 -
          02 mittels Spannzange und Spreizdorn
          03 mittels Ausdrehkopf
1.00.03 Frâsoperationen
          00 Ebenfrasen mits
             00 Walzenfrâser
             01 Walzenstirnfraser
      ,      02 Stimfraser
             03 ' 'inkelfraser
          01 ÎUutenf râsen mit :
             00 Scheibenfräser
             01 ÎTutenfrâser
             02 Schaftfräser
             03 Schaftfräser für T-Nuten
             04 Schaftfräser für Schwalbenschwanznuten
          02 Rundfrâsen mit :
             00 Schaftfräser
             01 Walzenstirnfrâser -
          03 Formfrâsen mit :
             00 Profilscheibenfrâser
             01 Profilschaftfraser
          04 Kurvenfrâsen mit :
             00 Scheibenfräser
             01 Schaftfräser
          05 Gewinde- und Zahnradfräsen mit *):
             00 Profilscheibenfrâser
             01 Profilwalzenfrâser
             02 Profilschaftfrâser
             03 Schlagzahn
             04 ^'alzfrâser
*) Für das Fräsen von Spezialgewinden müssen die notwendigen technischen
    -Anweisungen gegeben werden .
  t
 ---pagebreak---                                             - lì -
          06 Herstellen von Bohrungen mit :
             00 Wendelbohrern
             01 Aufbohrverkzeugen
             02 Reibwerkzougcn
          07 Schlitzen lind Trennen
             00 Scheibenfräser
             01 Kreissâge
1.00.04 Qualitätsanforderungen
          00 MaBhaltigkeit
             00 Fräsen in der Genauigkeitcklasse IT 7 bzw . IT 8
          Ol Oberflächengüte
             00 Fräsen mit einer Oberflächengüte W~
2 . TECHNOLOGISCHE KENNTNISSE
2.00 Maschinen- und T .T e rkzeugkunde
       hierunter fallen alle Kenntnisse über die verschiedenen Fräsmaschinen ,
       ihren Aufbau und ihre Anwendung, einschließlich' aller zugehörigen Hilfs­
       mittel sowie die Kenntnisse , die zur Durchführung der unter Punkt
       B II 1.00 aufgeführten Arbeiten notwendig sind
2.01 Schleifen von Fräswerkzeugen
2.02 i-lessen von Verzahnungen
2.03 Schneidengeometrie für die Schneidwerkzeuge der Fräsmaschinen
2.04 Hauptfaktoren der Schnittleistung
III . Fachri chtung -Univarr -,1 r chl ei fer
1 . ARBEITEN AH DER MASCHINE
1.00 Schleifen .
1.00 . 00 allgemeines
           00 Bedienen von Schleifmaschinen
              ( insbesondere von Außenrund-, Innenrund-, Universal-, Flächen-
              und ^erkzeugschleifmaschinen ) ,
           01 Schmieren und "arten der Schleifmaschinen
           02 Wählen , Kontrollieren , Auswuchten , Montieren , Abrichten und Ab­
              ziehen der Schleifscheiben unter Beachtung der Arbeitsbedingungen ,
              der Sicherheitsvorschriften und folgender Hauptgesichtspunkte :
                                                                    • • oI• ••
 ---pagebreak---            00 zur Charakteristik
                00 Körnung , Art und Größe
                01 Hartegrad
                02 Gefüge
                03 Bmdenittel
           01 zur Wahl
                00 nach Form und Abmessung
                01 nach der Art des zu bearbeitenden Werkstoffes
                02 nach der Güte der Oberfläche
           02 zur Kontrolle
                00 gemäß Beschriftung
                01 gemâlï Klàngprobe
           03 zum Auswuchten
                00 Zweck des Auswuchtens
                01 Ausfuhrung
             ' .02 Folgen von unsachgemäßem Auswuchten der Schleifscheiben
           04 zur Montage
                00 Ausfuhrung
              , 01 Folgen von unsachgemäßem Montieren der Schleifscheiben
           05 zum Abrichten und Abziehen
                00 Zweck des Abrichtens und Abziehens
                01 Ausfuhrung
                02 Abricht- und Abziehgerâte
        03 Kühlen
           00 Bedeutung und Notwendigkeit des Kühlens
           01 verwendete Kühlmittel
           02 Reinigung der Kühlmittel
        04 St aubab saugung und Sicherheitsvorrichtungen
        05 Drehzahl , Vorschubgeschwindigkeit und Zustellung der Schleif­
           scheibe , Drehzahl des Werkstückes
1.00.01 Spannen der '-'erk stücke
        00 auf Rund: ciiliif .,?.F:chinön
 ---pagebreak---                                       - 15 -
           00 T,T erkstüoknontage zischen Spitzen
           01 Ferkstüokmcntage im Zantriorbackcaifuttor , in "Smnn »       ------
               zangjn und auf Spreizdornen                        ..
           02 Werkstüokmontage im Putter mit unabhängigen Backen
           03 Anwendung feststehender und mitlaufender . Sota stocke
        01 auf Flachschleifniaacb.inGn;
           00 auf den? Schleif tisch mittels Schrauben , Unterlagen ; Spanneisen
               Vorrichtungen
           01 mittels Masohinenschraubstock
           02 mittels Spannwinkel
           03 mittels Rundtisch
           04 mittels Teilkopf ( zwischen Spitzen , im Spannfutter , auf
               der Planscheibe )
           05 mittels Magnet Spannfutter
        02 Genauigkeitsgrad , häufigste Fehlerquellen und ihre Behebung
           bei den verschiedenen Spannart on
1.00.02 Schleifoperationen
        00 Rundschleifen außen und innen , zylindrisch und konisch im Spann­
           futter , zwischen Spitzen , mit Setzstock und im Einstechverfahren
        01 Planschleifen, außen und innen
        02 Gewinde schleifen außen und. innen und Profilschleifen
        03 Flâchonschleifen                                                  ..
        04 7Terkzeugschleifen ( Hartmetall inbegriffen )
1.00.03 Qualitätsanforderungen
        00 Maßhaltigkeit
           00 Außen- und Innen-Rundschleifen , zylindrisch und konisch , mit
               Durchmessergenauigkeit IT 6 ( ggf . IT 7 in Abhängigkeit von den
               Abmessungen des Werkstücks )
           01 Flächenschleifen mit Dickengenauigkeit IT 6 ( ggf . IT 7 in Ab­
               hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks )                    . #
           02 Schleifen auf Länge mit Genauigkeit IT 7 ( ggf « IT 8 in Ab­
               hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks )
                                                               • • •/• « •
 ---pagebreak---                                        - 1C -
          01 Oberflachengute
             00 Schleifen mit Oberflächengüte \A/V
             01 Oberflächenrauhigkeit : R^^l
          02 Beurteilung des richtigen Schleifens
             00 Schleiffehler : Erkenntnis , Ursache und Behebung
             01 Temperatureinfluß : Erfassung und Behebung
2 . TECHNOLOGISCHE KENNTNISSE
2.00 Maschinen- und Werkzeu^kunde
       hierunter fallen alle Kenntnisse über die verschiedenen Haschinen zum
       Schleifen und zur ...Oberflächenfeinstbearbeitung , über ihren Aufbau und
       ihre Anwendung , einschließlich aller zugehörigen Hilfsmittel sowie die
       Kenntnisse , die zur Durchführung der unter Punkt B III 1.00 aufgeführten
       Arbeiten notwendig sind
2 . 01 Werkzeugschleifen ( Hartmetall inbegriffen )
          Die schnelle Entwicklung der T,,irtschaft und der Technik bedingt eine
ständige Anpassung der Berufsausbildung an neue Erfordernisse ; daher muß auch
dfes £                           In bestimmen Zeitafoständeii auf seinen Inhalt
überprüft werden ,
 ---pagebreak---           - 17 -
    T 3 I L     II :
PRÛFUI7G SANFOREEIlDIIGSN'
 ---pagebreak---                                        - 18 -
          Die Prüfungsanf orde rurigen für die Facharbeiter an spanenden Werkzeug-            '
maschinen ( Dreher , Universalfräser , Universalschleifer ) stellen Leitlinien zur
Durchführung von Ausbildungsabschlußprüfungen dar . Diese Prüfungsanforderungen
werden in nationalen Rahmen durch Prüfungsordnungen ergänzt , die ihrerseits
Einzelheiten der Prüfungsunterlagen , des Prüfungsablauf s und der Bewertung
enthalten .
          Die Ausbildungsabschlußprüfung gliedert sich in eine Fertigkeit sprüfung
und in eine Kenntnisprüfling .
A. Fertigkeitsprufung
   Als Prüfungsarbeit hat der Prüfling ein Werkstück einer Fachrichtung in­
   nerhalb seiner Berufsgruppe anzufertigen .
   1 . FACHRICHTUNG DREHER
   1.00 , Fertigkeiten , welche durch die Herstellung eines Werkstückes nach
          ferti gangsgerechten Zeichnungen und sonstigen Arbeit sunt erlagen nach­
          gewiesen werden müssen
   1.00.00 zentrisches und exzentrisches Spannen der Werkstücke auf der Maschine
           . 00 zwischen Spitzen                                                   " . •   .    .■
              01 im Zentrierbackenfutter
              02 im Futter mit unabhängigen Backen
              03 auf Planscheibe                                                 ■      '       •
              04 auf Planscheibe mit Montagewinkel
              05 zwischen Futter und Spitze
   1.00.01 Drehoperationen
              00 Largdrehen , außen und innen
              01 Plandrehen , außen und innen                 .•
              02 Kegeldrehen , außen und innen , durch Schlittenverstellung
              03 Einstechdrehen , außen und innen                 ■'  * •' ' '
              04 Abstechen
              05 Formdrehen , außen und innen , mit Formdrehstählen
            . 06 Gewindedrehen , außen und innen .  ■       ,                      ■■■■e . xr (
                 00 . Spitzgewinde
                                                                        • 0 •I0 9 »
 ---pagebreak---                                          - 19 -
             07 Bohren
             03 Zentrieren
             09 Reiben
             10 Spitz- und Flachsenken
             11 Kordeln und Rändeln
1.00.02 Qualitätsanforderungen
             00 JaGhaltigkeit
                 00 Außendrehen mit Durchmessergenauigkeit IT 6 bzw. IT 7 in
                     Abhängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks
                 01 Innendrehen mit Durchmesrergenauigkeit IT 7 bzw. IT 8 in
                     Abhängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks
                 02 Drehen auf Länge mit Genauigkeit IT 6 bzw. IT 9 in Ab­
                     hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks
             Ol Oberflächengüte
                 00 Drehen mit Oberflächengüte \V (ehne Verwendung von Feilen ,
                     Gchmirgelleinwand oder Schmirgelpulver )
1.00.03 das Werkstück muß mindestens fünf Abmessungen mit den Toleranzen
             IT 6 - IT 7 enthalten und zwischen den Toleranzfeldwerten von 2/ 100 -
             3/ 100 mm liegen
1.01 Prüfungsdauer : 16 - 24 Stunden
1.02 Anzahl der zu bearbeitenden Teile eines Werkstückes , die funktionell
         zusammengehören in clor R o^j I J – 6 ( die zusätzlich - Vsri/oiidunj
         von Normteilen ist hierbei nicht ausgeschlossen )
1.03 Werkstoffe und Betriebsmittel zur Durchführung der Prüfung:
         ■je nach Artides zu fertigenden Werkstückes sind entsprechende Werk­
          stoffe , Maschinen , Vorrichtungen , T7erkzeuge und Meßgeräte bereitzustellen
1.04 Beurteilung des Werkstückes *)
I . O4 . OO zu prüfende Größen
             00 Maße in mm mit ihren Toleranzen
                 00 Feintoleranzen der Qualität IT 6 , IT 7
                 01 mittlere Toleranzen der Qualität IT 8 , IT 9
                  02 Grobtoleranzen der Qualität ~– IT 10
 *) Die Prüfungsstücke sind mit Meßinstrumenten zu püfon , wie sie in der
      Fertigung verwendet werden
 ---pagebreak---                                        - 20 -
1.04.01 Passungen , Profile , Lage und Form der Innen- und Außenflächen
        00 zylindrische Passungen
        01 Ka ge 1 pas sungen
        02 Gewindepassungen
        03 Zentrizität von Achsen
        04 Winkel Stellung von Achsen
        05 Abstand von Achsen
        06 Oberflächengüte
        07 Fasen , Hohlkehlen , Abrundungen , F-ändelungen
        08 ggf . Gesamt 3 indruck des Werkstückes
1.04.02 Zasainmenpassen der Teile und Funktion des Werkstücks
1.04.03 Planung und Durchführung der Arbeit                               .     ,
1.04.04 benötigte Arbeitszeit
1.05 Bewertung des Werkstücks :
     Bei der Bewertung der Arbeitsgenauigkeit sind grundsätzlich fertigungs-
     gerechte Maßstäbe anzulegen
1.05.00 Abmessungen und Toleranzen : 70 $ d-er Punktzahl , davon die Hälfte für
        Feintoleranzen ( IT 6 , IT 7 )
        Liegt die geforderte Arbeitsgenauigkeit im Toleranzfeld , so erhält
        der Prüfling die für diese Qualitätsanforderung festgelegte Punkt­
        zahl , wenn die Arbeit innerhalb dieser Toleranz ausgeführt wurde §
        überschreitet er dieses Toleranzfeld , erhält er keine Punkte
1.05.01 zusammengesetzte Teile ( Oberflächengüte , Passungen , Gewinde , Bohrungen
        usw .): 20 'Jo der Punktzahl
1.05.02 Funktion und ggf . Gesamteindruck des Werkstücks : 10 $ der Punktzahl
1.05.03 benötigte Arbeitszeit : Wird die benötigte Arbeitszeit in die Gesarat-
        bewertung einbezogen , so ist bei Unter- oder Überschreitung der fest­
        gesetzten Prüfungsdauer die Punktzahl zu erhöhen oder zu vermindern .
1.05.04 die Fertigkeitsprüfung ist bestanden , wenn insgesamt 60 % der Punkt­
        zahl erreicht werden .
 ---pagebreak---                                          - 21 -
2 . Y:.C^IC:RR-J:ÎG UIIIVERSALFH/.SER
2.00 Fertigkeiten , welche durch die Herstellung eines Werkstücks nach ferti-
       gungsgerechten Zeichnungen und sonstigen Arbeit sunt erlagen nachgewiesen
       werden müssen
2.00.00 Spannen der Werkstücke auf der Maschine
          00 auf dem Prästisch mittels Schrauben , Unterlagen , Spanneisen ,
              Vorrichtungen
          0 _ ir.itteie SiaschinerschraubstocK
          02 mittels Franwinkel
          03 mittels Rundtisch
          04 mittels Teilkopf , Universalteilapparat ( zwischen Spitzen , im
              Spannfutter , auf der Planscheibe )
2.00.01 Spannen der Werkzeuge auf der Maschine
          00 mittels Spindel
          01 mittels Präsdorne
          02 mittels Spannzange und Spreizdorn
          03 mittels Ausdrehkopf
2.00.02 Frasoperationen
          00 Ebenfràsen
          01 lîutenfrâsen
          02 Rundfrâsen
           03 Pormfrâsen
           04 Kurvenfrâsen
           05 Herstellen von Bohrungen
           06 Schlitzen und Trennen
2.00.03 Qual i tat sanforderungen
           00 Maßhaltigkeit
              00 Fräsen in der Genauigkeitsklasse IT 7 bzw . IT 8
              01 Oberflächengüte
                   00 Fräsen mit einer Oberflächengüte W
 ---pagebreak---                                       - 22 -                     ~
2.00.04 das Werkstück muß mindestens 6 Abmessungen mit den ioleranzun IT f ,
         IT 8 enthalten
2.01 Prüfungsdauer : 16-24 Stunden '
2.02 Anzahl der zu bearbeitenden Teile eines Werkstückes , die funktionell
      zusammengehören : in der Regel 3-6 ( die zusätzliche Verwendung von Norm­
     teilen ist hierbei nicht ausgeschlossen )                          ■■•
2.03 Werkstoffe und Betriebsmittel zur Durchführung der Prüfung :
      je nach Art des zu fertigenden Werkstückes sind entsprechende Werkstoffs ,
     Maschinen , Vorrichtungen , Werkzeuge und .Müßgeräte bereitzustellen
2.04 Beurteilung des Werkstückes *)
2.04.00 zu prüfende Größen
         00 Maße in mm mit ihren Toleranzen
            00 Feintoleranzen der Qualität IT 7 » IT 8
            01 mittlere Toleranzen der Qualität IT 9
            02 Grobtoleranzen der Qualität r^=» I'T 10
2.04.01 Passungen , Profile , Lage und Form der Innen- und Außenflächen
         00 rechtwinklige Passungen
         01 Schwalbenschwanzpassungen
         02 zylindrische Passungen
         03 Zentrizität von Bohrungen und Passungen
         04 Winkel Stellung von Bohrungen und Passungen
         05 Oberflächengüte
         06 Fasen , Hohlkehlen , Abrundungen
         07 ggf . Gesamteindruck des Werkstücks
2.04.02 Zusammenpassen der Teile und Funktion des Werkstücks
2.04.03 Planung und Durchführung der Arbeit
2.04.04 benötigte Arbeitszeit
2.05 Bewertung des Ferkstücks :
     Bei der Bewertung der Arbeitsgenauigkeit sind grundsätzlich fertigungs-
     gerechte Maßstäbe anzulegen
*) Die Prüfungsstücke sind mit Meßinstrumenten zu prüfen , wie sie in der
   Fertigung verwendet worden
 ---pagebreak---                                     - 23 -
2.05.00 Abmessungen und. Toleranzen : 70 % der Punktzahl , davon die Hälfte
        für Feintoleranzen ( IT J , IT 8 )
        Liegt die geforderte Arbeitsgenauigkeit im Toleranzfeld , so erhält
        der Prüfling die für diese Qual i tat sanforderung festgelegte Punkt­
        zahl , wenn die Arbeit innerhalb dieser Toleranz ausgeführt wurde ?
        überschreitet er dieses Toleranzfeld , erhält er keine Punkte .
2.05.01 zusammengesetzte Teile ( Oberflächengüte , Passungen , Bohrungen usw. ) :
        20 % der Punktzahl
2.05.02 Funktion und ggf . Gesamteindruck des Werkstücks : 10 $ der Punkt­
        zahl
2.05.03 benötigte Arbeitszeit :
        Wird die benötigte Aroeitszeit in die Gesamtbewertung einbezogen ,
        so ist bei Unter- oder Überschreitung der festgesetzten Prüfungs-
        dauer die Punktzahl zu erhöhen oder zu vermindern .
2.05.04 die Fertigkeitsprüfung ist bestanden , wenn insgesamt 60 $ der Punkt­
        zahl erreicht werden .
 ---pagebreak---                                         ~ u -
3 . FACHRICHTUNG UNIV3RSALSCHLEIFER
3.00 Fei-tigksiten, die fcai der Herstellung eines Ferkctückes nach fertigungs-
      gerechten Zeichnungen und sönstigen Arbeitsunterlagen nachgewiesen
      werden müssen
3.00.00 Spannen der Werkstücke
         00 auf Rundschleifmaschinen
             00 Ferkstüokmontage zwischen Spitzen
             01 Werkstückmontage im Zentrierbackenfutter , in Spannzangen cder
                 auf Spreizdornen
            02 Verkstückmontage im Futter mit unabhängige- 1 Bäcker
            03 Anwendung von feststehenden und mitlaufenden Setzstöcken
         01 auf Flachschleifmaschinen
            00 auf dem Schleiftisch mittels Schrauben , Unterlagen , Spanneisen ,
                 Vorrichtungen
            01 mittels Maschinenschraubstock
            02 mittels Spannwinkel
            03 mittels Rundtisch
            04 mittels Teilkopf ( zwischen Spitzen , im Spannfutter , auf der
                 Planscheibe )
            05 mittels Magnetspannfutter
3.00.01 SchleifOperationen
         00 Rundschleifer} außen und innen , zylindrisch und konisch , im Spann­
            futter , mit Setzstock und im Sinstechverfahren
         01 Planschleifen , außen und innen
         02 Gewinde schleifen , außen und innen und Profilschleifen
         03 Flâchenschleifen
         04 ,,Terkzeugschleif3n ( Hartmetalle inbegriffen )     .
3.00.02 Qualitätsanforderungen
         00 Mafthaltigkeit
            00 Außen- und Innen-Rundschleifen , zylindrisch und konisch , mit
                 Durchine ssergenauigkeit IT 6 ( ggf . IT 7 in Abhängigkeit von den
                 Abmessungen des Ferkstücks )
            01 Flächenschleifen mit Eickengenauigkeit . IT 6 ■( ggf . IT ,7 in Ab­
                 hängigkeit von den Abmessungen des Werkstücks )                 ,
            02 Schleifen auf Länge mit Genauigkeit IT 7 ( ggf » IT 8 in Abhängigkeit
                 von den Abmessungen des Werkstücks )
                                                                        • «!• 9 •
 ---pagebreak---                                       - 25 -
          01 Oberflächengüte
             00 Schleifen mit 0berflächen/5üte~VVV/
             01 Oberflächenrauhigkeit : R      1yU m
          02 Beurteilung des richtigen Schliffes
3.01 Prüfungsdauer : 12 bis 24 Stunden
3.02 Anzahl der zu bearbeitenden Teile eines Werkstückes , die funktionell
       zusammengehören : in der Regel 3 bis 6 ( die zusätzliche Verwendung von
    . jiormtailon ist hierbei nicht ausgeschlossen )
3.03 Merkstoffe und Betriebsmittel zur Durchführung der Prüfung :
       je nach Art des zu fertigenden Werkstückes sind entsprechende Werk­
       stoffe , Maschinen , Vorrichtungen , Werkzeuge und Meßgeräte bereitzu­
       stellen
3.04 Beurteilung des TTerkstückes *)
3.04 . 00 zu prüfende Größen
          00 Maße in mm mit ihren Toleranzen
             00 Feintoleranzen der Qualität IT 6
             01 mittlere Toleranzen der Qualität IT 7
             02 Grobtoleranzen der Qualität ^ IT 8
3.04 . 01 Passungen , Profile , Lage und Form der Innen- und Außenflächen
          00 zylindrische Passungen
          01 Kegelpassungen
          02 Gewindepassungon
          03 Zentrizitat von Achsen
          04 Abstand von Achsen
          05 Stellung der Achsen
          06 Oberflächenbeschaffenheit
          07 Fasen , Hohlkehlen , Abrundungen
          08 ggf . Gesamteindruck des Werkstücks
*) Die Prüfungsstücke sind mit Meßinstrumenten zu prüfen , wie sie in der
   Fertigung verwendet werden .
                                                                  • • •I • • •
 ---pagebreak---                                       - 26 -
3.04*02 Zusammenpassen der Teile und Punktion des Werkstücks
3.04.03 Planung und. Durchfünrung der Arbeit
3.04.04 "benötigte Arbeitszeit
3.05 Bewertung des Werkstücke :
      Bei der Bewertung der Arbei13genauigkeit sind grundsätzlich fertigungs-
      gerechte Maßstäbe anzulegen
3.05.00 Abmessungen und Toleranzen: 80 $ der Punktzahl , davon die Hälfte für
         Peintoleranzen ( IT 6 )
         Liegt die geforderte Arbeitsgenauigkeit im Toleranzfeld, so erhält
         der Prüfling die für diese Qualitätsanforderung festgelegte Puntkzahl ,
         wenn die Arbeit innerhalb dieser Toleranz ausgeführt wurde 5 überschrei­
         tet er dieses Toleranzfeld , erhält er keine Punkte .
 3.05.01 zusammengesetzte Teile ( Oberflächengüte , Passungen , Gewinde , Bohrungen
         usw. ) : 10 1o der Punktzahl
 3.05.02 Funktion und ggf. Gesamteindruck des Werkstücks: 10 $ der Punktzahl
 3.05.03 benötigte Arbeitszeit : Wird die benötigte Arbeitszeit in die Oesarnt-
          bewertung einbezogen , so ist bei Unter- oder Überschreitung der
          festgesetzten Prüfungsdauer die Punktzahl zu erhöhen oder zu ver­
          mindern
 3.05.04 die Fertigkeitsprüfung ist bestanden, wenn insgesamt 60 $ der Punkt­
          zahl erreicht werden .
 ---pagebreak---                                          - 27 -
3 . Kenr.tni ," prufung
    Die Keniitnispriifung soll den Nacht/eis erbringen , daß der Prüfling die
    wichtigsten allgemeinen Kenntnisse seiner Berufsgruppe und besondere
    Kenntnisse seiner Fachrichtung besitzt .
    1 . Anforderungen
    1.00 Tachkunde
    1.00.00 besondere technologische Kenntnisse für :
                00 Fachrichtung Dreher :  Teil I - B 1.2 , S. 11
                01 Fachrichtung Fräser :  Teil I - B II . 2 , G. 13
                02 Fachrichtung Schleifer : Teil I - B III . 2 , 3 . 16
    1.00.01 gerneinsame technologische Kenntnisse : Teil I -
                A 4.00 - 4.01.10 , S. 5-6
    1.01 Technisches Zeichnen : Teil I - A.3 > S.      5
    1.02 Kuttersprache : Teil I - A 5 « 00 , S. 7
    1.03 Mathematische Kenntnisse : Teil I - A 5*01 » S. 7
    1.04 Physikalische Kenntnisse : Teil I - A 5*02 , S. 7-8
    1.05 Arbeitsverhalten : Teil I - A 5-03 ! S.     9
    2 . Prüfungsdauer :    8 - 16 Stunden
    3 . Bewertung
        Bei der Bewertung der Kenntnis prüfung sind folgende Maßstäbe
        anzulegen :
                                                                     • • » I* • •
 ---pagebreak---                                              - 28 -
                           I
                    Punkt- !                 πιαχίΓΓ.αΙ        iuinimalpunktzahl für
   Fächer           zahl   j   Koeffizient   βΓΓΘΪσΙΐϊϊαΓΘ     das Bestehen der Prüfung
                    (a)    i     00        ! ΡυηΙεΊίΖθΙιΙ                    i
                                           i ( β. χ ΐ>)      für die Fächer | insgesamt
                                                                  :
 Fachkundo           10            4                40       )
                                                             \
                                                                                 )
                                                                                 \
                                           I  '   .
 Technisches                               I                      60
 Zeichnen            10            3                30
                                                             ) (-60 io in
 iaathemati scha                                             ) den drei          )   X.
 Kenntnisse          10            3                30       ) Fâchera              = 11 %
 tînt te r-
                           I
                           i
                           i I                             !
                                                           I
                                                                               !   der
 spräche             10            0,5               5
                                                                                 ) Gesamt-
Phvsikalische I
 iCenntnisse      I  10            1                10                           jpunkt-
 Arboitr:-
                  i                                                              ) zahl
                                                                                 \
 verhalten           10
                           I
                             I     0,5               5
                                                                                 /
 sonstige *)      !  10            0,5               5                           )
 *) Hierunter sind u.a. zu verstehen :
      ggfs . schriftliche Unterlagen , die während der Ausbildung zu erarbeiten
      sind ( Berichtsheft , Merkstattbuch u.a.) oder die ICrgebnisse einer münd­
      lichen Prüfung.
            Für das Bestehen der Kenntnisprüfung ist Voraussetzung, daß
 wenigstens 60 'jo der für die Fachkunde , das technische Zeichnen und die
 mathematischen Kenntnisse zur Verfügung stehenden Punkte und insgesamt
 60 Ja der Gesamtpunktzahl erreicht werden .
 ---pagebreak---                                    - 29 -
Cosar.tbe>:ertung .
Die Ab scnluß prüfung ist bestanden , wenn der Prüfling in der Perti^keits-
unddin der Kenntnisprüfung Je 60 jo der Punktzahl erhält .
 ---pagebreak---                     - 30 -
              T 2 I L     III :
VLEGLjD I CHSND3 ÜBERSICHT ÜB3R DO AUF
NATIONALER           mSRlrJMT2'M DIPLÖJE , "
PiiÜFUNC SZTUGITI SSU U!TH FONSTIG :^ B3-
            FÄHIGüNG SNACH!'JE1 33
 ---pagebreak---                                     - 31 -
          Für die Facharteiter an spanenden Werkzeugmaschine"   Fachrichtung
Dreher , Uni versalfräser und Universalschleifer , gelten in den Mitglied­
staaten nachstehende Befähigungsnachweises
Belgien :
- mécanicien sur machines-outils
- mecaniciens specialiteit : werktuigmachines
Deutschland :
Facharbeiterbrief bzw . Gesellenbrief " Dreher"
Facharbeiterbrief bzw . Gesellenbrief "Universalfräser"
Facharbeiterbrief bzw . Gesellenbrief "Universal Schleifer "
Frankreich :
Certificat d' aptitude professionnelle " tourneur"
Certificat d' aptitude professionnelle " fraiseur "
Certificat d' aptitude professionnelle "rectifieur"
Italien :
- Diploma di qualificazione " tornitore "
  Diploma di qualificazione "fresatore "
  Diploma di qualificazione " rettificatore "
- Attestato di qualificazione "tornitore "
  Attestato di qualificazione " fresatore "
  Attestato di qualificazione "rettificatore "
 ---pagebreak---                                   - 32 -
J^ur-zomburg :
Certificat d' aptitude professionnelle "tourneur"
Certificat d' aptitude professionnelle " fraiseur"
Certificat d' aptitude professionnelle "rectifieur"
ITiederlcnde :
Diploma volgens het leerlingstelsel voor het beroep moifaaléuaaien
Diploma volgens het leerlingstelsel voor het beroep metaalfrczen
Diploma volgens het leerlingstelsel voor het beroep  universeel slijpen
 ---pagebreak---                                              An 1 âge A 3
      Vorschlag einer Empfehlung des Rates an
                 die Mitgliedstaaten
über die Anwendung des Europäischen Berufsbildes für
die Ausbildung von Facharbeitern an spanenden Werk­
                    zeugmaschinen
        ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 ---pagebreak---                    Vorschlag einer Empfehlung des Rates über
                  die Anwendung des Europäischen Berufsbildes
                    für die Ausbildung von Facharbeitern an
                           spanenden Werkzeugmaschinen .
                    ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
        Gestützt auf die Bestimmungen des Vertrages zur Gründung der Euro­
päischen Wirtschaftsgemeinschaft , insbesondere gemäß Artikel 128 5
         gestützt auf seinen Beschluß vom 2 . April 1963 über die Aufstellung
der allgemeinen Grundsätze für die Durchführung einer gemeinsamen Politik
der Berufsausbildung !
         richtet der Rat auf Vorschlag der Kommission folgende Empfehlung
an die Mitgliedstaaten :
- die im Teil I des Europäischen Berufsbildes für die Ausbildung von Fach­
  arbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen aufgeführten Kenntnisse und Fertig­
  keiten den nationalen Programmen für eine systematische Ausbildung in den
  Fachrichtungen Dreher , Universalfräser und Universalschleifer als Mindest­
  anforderungen zugrunde zu legen 5
- die im Teil II des Europäischen Berufsbildes für die Ausbildung von Fach­
  arbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen definierten Leitlinien für Prü-
  fungsanforderungen in den Prüfungsordnungen und Einzelvorschriften zu be­
  rücksichtigen !
            t
- die im Teil III des Europäischen Berufsbildes für die Ausbildung von Fach­
  arbeitern an spanenden Werkzeugmaschinen aufgeführten , in den einzelnen
  Mitgliedstaaten anerkannten Diplome , Prüfungszeugnisse und sonstigen Be-
  fähigungsnachweise gegenseitig anzuerkennen ;
 ---pagebreak---                                   _ 2 -
- die Kommissxon regelmäßig über alle Maßnahmen , die auf dem in dieser
  Empfehlung genannten Gebiet geplant werden sowie über ihre Durchführung
  und die dabei auftretenden Schwierigkeiten zu unterrichten .
                                                 Fur den Rat
                                                 Der Pràsident
Ausgefertigt zu Brüssel , den
 ---pagebreak---                                      - 3 -
- ein Teil seiner Mitglieder gewisse Bedenken gegen die Form , jedoch nicht
  gegen den Inhalt hatj
-   r es für wünschenswert hält , die Europäischen Berufsbilder noch mehr für
  die unmittelbare Nutzung bei der praktischen Ausbildung auszurichten , ins­
  besondere Teil II "Prüfungsanforderungen" durch Modellprüfungsunterlagen
  zu ergänzen ;
                                                         *
- er gewisse Zweifel an der Zweckmäßigkeit der jetzigen Arbeitsmethode der
  Kommission hinsichtlich des Zeitbedarfes für die Erstellung der erforder­
  lichen weiteren Europäischen Berufsbilder hat .
     J
         Die Anwendung dieses Europäischen Berufsbildes durch die Mitglied­
staaten ist jedoch nach Auffassung der Kommission geeignet , einen konkreten
Beitrag zur Förderung
- der Harmonisierung der Berufsausbildung von Jugendlichen durch den Modell­
  charakter des Europäischen Berufsbildes im allgemeinen ,
- der Harmonisierung der Berufsausbildung der Facharbeiter an spanenden Ferk-
  zeugmaschinen im besonderen ,
- der praktischen Anwendung der Polyvalenz bei der Grundausbildung von Lehr­
  lingen ,
- der gegenseitigen Anerkennung der Diplome , Prüfungszeugnisse und sonstigen
  Befähigungsnachweise über den Abschluß der Berufsausbildung von Facharbeitern ,
- der Verwirklichung der Freizügigkeit der Arbeitnehmer
zu leisten .
         Darüber hinaus würde , soweit die Berufsausbildung eine der Voraussetzungen
für den Zugang zu einer selbständigen Erwerbstätigkeit ist , die gegenseitige
Anerkennung der entsprechenden Diplome den eventuellen Erlaß einer Richtlinie auf
Grund von Artikel 57 des Vertrages von Rom wesentlich fördern .
         Genehmigen Sie , Herr Präsident , den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten
Hochachtung.
                                              /
                                                            Jean REY