CELEX: 22013A0306(01)
Language: de
Date: 2012-12-10 00:00:00
Title: Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte

6.3.2013              DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                               L 63/7
                                                               ÜBERSETZUNG
                                                               ABKOMMEN
              zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die
                         Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte
              Die Regierung der VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA und die EUROPÄISCHE UNION, im Folgenden „Vertrags­
              parteien“,
              IN DEM WUNSCH, durch Förderung des Angebots an Strom sparenden Geräten und der entsprechenden Nachfrage ein
              Höchstmaß an Energieeinsparung und Umweltschutz zu verwirklichen,
              UNTER BERÜCKSICHTIGUNG des am 20. Dezember 2006 geschlossenen Abkommens zwischen der Regierung der
              Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Gemeinschaft über die Koordinierung von Kennzeichnungspro­
              grammen für Strom sparende Bürogeräte und seiner Anhänge (im Folgenden „Abkommen von 2006“),
              ZUFRIEDEN über die mit dem Abkommen von 2006 erreichten Fortschritte,
              IN DER ÜBERZEUGUNG, dass mit andauernden gemeinsamen Bemühungen um das ENERGY STAR-Programm ein noch
              größerer Nutzen erzielt wird,
              SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:
                              Artikel I                                  a) „ENERGY STAR“ ist die in Anhang A bezeichnete Dienst­
                                                                            leistungsmarke, deren Inhaber das Umweltbundesamt der
                     Allgemeine Grundsätze                                  USA (United States Environmental Protection Agency, „US-EPA“)
(1)    Zur Festlegung einheitlicher Zielvorgaben für die Herstel­           ist;
ler verwenden die Vertragsparteien eine Reihe gemeinsamer
Stromsparspezifikationen und ein gemeinsames Emblem, um                  b) „gemeinsames Emblem“ ist das in Anhang A bezeichnete
so die Wirkung ihrer individuellen Bemühungen um eine Stei­                 Gütezeichen, dessen Inhaber das US-EPA ist;
gerung des Angebots an Geräten dieser Art und der entspre­
chenden Nachfrage zu verstärken.                                         c) „ENERGY STAR-Zeichen“ sind die Dienstleistungsmarke
                                                                            „ENERGY STAR“ und das zugehörige gemeinsame Emblem
(2)    Die Vertragsparteien verwenden das gemeinsame Emblem                 sowie jegliche Varianten dieser Zeichen, wie sie von den
für die Kennzeichnung anforderungsgerechter Strom sparender                 nachstehend festgelegten Verwaltungsorganen oder den Pro­
Geräte der in Anhang C aufgeführten Kategorien.                             grammteilnehmern entwickelt oder geändert werden, ein­
                                                                            schließlich der in Anhang A dieses Abkommens enthaltenen
(3)    Die Vertragsparteien stellen sicher, dass durch die ge­              Zeichen oder Kennzeichnungen;
meinsamen Spezifikationen eine ständige Verbesserung der
Energieeffizienz unter Berücksichtigung der jeweils besten tech­         d) „ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm“ ist ein von ei­
nischen Methoden auf dem Markt gefördert wird.                              nem Verwaltungsorgan verwaltetes Programm, das die Ver­
                                                                            wendung gemeinsamer Stromsparspezifikationen, -zeichen
(4)    Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wird ange­                  und -leitlinien für bestimmte Gerätekategorien vorsieht;
strebt, dass die gemeinsamen Spezifikationen höchstens von
den besten 25 % der Strom sparenden Modelle, für die zur                 e) „Programmteilnehmer“ sind Hersteller, Verkäufer oder Wie­
Zeit der Festlegung der Spezifikationen Daten vorliegen, erfüllt            derverkäufer anforderungsgerechter Strom sparender Geräte,
werden.                                                                     die sich kraft Registrierung oder Abschluss einer Verein­
                                                                            barung mit dem Verwaltungsorgan der jeweiligen Vertrags­
(5)    Die Vertragsparteien sind bestrebt, dafür zu sorgen, dass            partei am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm betei­
die Verbraucher Strom sparende Geräte auf dem Markt am                      ligen;
Emblem erkennen können.
                                                                         f) „gemeinsame Spezifikationen“ sind die in Anhang C fest­
                              Artikel II                                    gelegten Stromspar- und Leistungsanforderungen sowie Prüf­
            Verhältnis zum Abkommen von 2006                                methoden, anhand derer die Verwaltungsorgane und Pro­
                                                                            grammteilnehmer feststellen, ob Strom sparenden Geräten
Dieses Abkommen ersetzt das Abkommen von 2006 in seiner                     das gemeinsame Emblem zuerkannt werden kann;
Gesamtheit.
                                                                         g) „Zertifizierung durch Dritte“ ist eine Reihe von Verfahren, die
                              Artikel III                                   im Rahmen des ENERGY STAR-Programms der USA von
                      Begriffsbestimmungen                                  einer unabhängigen Stelle verwaltet werden, um sicherzustel­
                                                                            len, dass die Geräte den ENERGY STAR-Anforderungen ent­
Für die Zwecke dieses Abkommens gelten folgende Begriffs­                   sprechen. Zu diesen Verfahren gehört die Durchführung von
bestimmungen:                                                               Tests in einem Laboratorium, das in Bezug auf Qualität und
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    Fachkompetenz internationalen Standards genügt. Diese Ver­            den USA in Verkehr gebracht werden, verlangt das Verwaltungs­
    fahren umfassen außerdem eine Prüfung der Dokumentation,              organ von den Programmteilnehmern die Erfüllung der Zertifi­
    um festzustellen, ob ein Gerät für ENERGY STAR in Frage               zierungsanforderungen eines Dritten entsprechend den über­
    kommt, und laufende Nachprüfungen, um die ständige Ein­               arbeiteten USA-Partnerverpflichtungen (U.S. Partner Commit­
    haltung der Anforderungen sicherzustellen;                            ments).
h) „Selbstzertifizierung“ ist eine Reihe von Verfahren für die
    Einstufung von Geräten im Rahmen des ENERGY STAR-Pro­                 (3)     Jedes Verwaltungsorgan führt Listen aller Programmteil­
    gramms der EU, durch die der Teilnehmer gewährleistet und             nehmer und Geräte, die das gemeinsame Emblem in seinem
    erklärt, dass das registrierte Gerät allen einschlägigen Bestim­      jeweiligen Gebiet tragen dürfen, und stellt diese Listen dem
    mungen der jeweils geltenden gemeinsamen Spezifikationen              anderen Verwaltungsorgan zur Verfügung.
    entspricht.
                               Artikel IV
                                                                          (4)     Ungeachtet der in Absatz 2 genannten Verfahren (Selbst­
                        Verwaltungsorgane                                 zertifizierung für in der EU in Verkehr gebrachte Geräte und
                                                                          Zertifizierung durch Dritte für in den USA in Verkehr gebrachte
Jede Vertragspartei bestellt hiermit ein für die Durchführung             Geräte) behält sich jedes Verwaltungsorgan vor, Geräte, die in
dieses Abkommens zuständiges Verwaltungsorgan (im Folgen­                 seinem Hoheitsgebiet (im Falle der Kommission im Hoheits­
den „Verwaltungsorgane“). Die Europäische Union bestellt die              gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union) verkauft
Kommission der Europäischen Union (im Folgenden „Kommis­                  werden oder wurden, daraufhin zu untersuchen oder anderwei­
sion“) zu ihrem Verwaltungsorgan. Die Vereinigten Staaten von             tig zu prüfen, ob sie gemäß den gemeinsamen Spezifikationen
Amerika bestellen das US-EPA zu ihrem Verwaltungsorgan.                   in Anhang C bescheinigt wurden. Die Verwaltungsorgane unter­
                                                                          richten und unterstützen einander nach besten Kräften, um si­
                               Artikel V                                  cherzustellen, dass alle Geräte, die das gemeinsame Emblem
Verwaltung               des              ENERGY             STAR-        tragen, die gemeinsamen Spezifikationen in Anhang C erfüllen.
                   Kennzeichnungsprogramms
(1)    Jedes Verwaltungsorgan verwaltet das ENERGY STAR-
                                                                                                        Artikel VII
Kennzeichnungsprogramm für die in Anhang C aufgeführten
Kategorien Strom sparender Geräte nach Maßgabe der Bestim­                  Programmkoordinierung zwischen den Vertragsparteien
mungen und Bedingungen dieses Abkommens. Zur Programm­
verwaltung gehört auch die freiwillige Registrierung der Pro­             (1)     Die Vertragsparteien setzen zur Überprüfung der Durch­
grammteilnehmer, die Führung eines Verzeichnisses der Pro­                führung dieses Abkommens einen technischen Ausschuss ein,
grammteilnehmer und der anforderungsgerechten Geräte sowie                der sich aus Vertretern ihrer Verwaltungsorgane zusammensetzt.
die Durchsetzung der Leitlinien für die ordnungsgemäße Ver­
wendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen
Emblems gemäß Anhang B.                                                   (2)     Soweit möglich tritt der technische Ausschuss jährlich
                                                                          zusammen und führt auf Antrag eines der Verwaltungsorgane
(2)    Das ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm beruht                      Konsultationen durch, um die Durchführung und Verwaltung
auf den gemeinsamen Spezifikationen in Anhang C.                          des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms, die gemein­
                                                                          samen Spezifikationen in Anhang C, die darunter fallenden Ge­
(3)    Jedes Verwaltungsorgan kann wirksame Maßnahmen zur                 räte und den Fortschritt bei der Verwirklichung der Ziele dieses
Aufklärung der Verbraucher über die ENERGY STAR-Zeichen                   Abkommens zu überprüfen.
ergreifen und beachtet dabei die in Anhang B festgelegten Leit­
linien für die ordnungsgemäße Verwendung des Namens
ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems.                                  (3)     Dritte (einschließlich anderer Regierungen und Industrie­
                                                                          vertreter) können den Sitzungen des technischen Ausschusses
(4)    Jedes Verwaltungsorgan trägt die Kosten aller seiner Tä­           als Beobachter beiwohnen, soweit die beiden Verwaltungsorgane
tigkeiten im Zusammenhang mit diesem Abkommen.                            nichts Gegenteiliges beschließen.
                               Artikel VI
 Teilnahme am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm                                                        Artikel VIII
(1)    Die Verwaltungsorgane gestatten allen Herstellern, Ver­                        Eintragung der ENERGY STAR-Zeichen
käufern oder Wiederverkäufern die Beteiligung am ENERGY
STAR-Kennzeichnungsprogramm durch Registrierung als Pro­                  (1)     Das US-EPA hat die ENERGY STAR-Zeichen als deren
grammteilnehmer.                                                          Markeninhaber in der Europäischen Union als Gemeinschafts­
                                                                          marken eingetragen. Die Kommission verzichtet darauf, die Ein­
(2)    Die Verwaltungsorgane gestatten den Programmteilneh­               tragung der ENERGY STAR-Zeichen, auch in abgewandelter
mern die Verwendung des gemeinsamen Emblems zur Kenn­                     Form, in welchem Land auch immer zu betreiben oder zu er­
zeichnung anforderungsgerechter Geräte, die werksintern oder              langen.
durch ein unabhängiges Testlabor geprüft wurden und die ge­
meinsamen Spezifikationen in Anhang C erfüllen. Für Geräte,
die nur in der EU in Verkehr gebracht werden, gestattet das               (2)     Das US-EPA verpflichtet sich, die Verwendung der
Verwaltungsorgan den Programmteilnehmern eine Selbstzertifi­              ENERGY STAR-Zeichen durch die Kommission oder die zuläs­
zierung der anforderungsgerechten Geräte. Für Geräte, die in              sige Verwendung durch einen von der Kommission registrierten
 ---pagebreak--- 6.3.2013               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 63/9
Programmteilnehmer im Einklang mit den Bestimmungen dieses               um eine nicht ordnungsgemäße und daher unzulässige Verwen­
Abkommens nicht als Verletzung dieser Zeichen anzusehen.                 dung der ENERGY STAR-Zeichen zu beenden.
                             Artikel IX                                                              Artikel X
               Durchsetzung und Nichteinhaltung                          Verfahren zur Änderung des Abkommens und zur
                                                                                           Aufnahme weiterer Anhänge
(1)     Zum Schutz der ENERGY STAR-Zeichen gewährleistet
jedes Verwaltungsorgan die ordnungsgemäße Verwendung der                 (1)     Jedes Verwaltungsorgan kann Änderungen dieses Abkom­
ENERGY STAR-Zeichen in seinem Hoheitsgebiet (die Kommis­                 mens und die Aufnahme neuer Anhänge in das Abkommen
sion im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Uni­          vorschlagen.
on). Jedes Verwaltungsorgan stellt sicher, dass die ENERGY
STAR-Zeichen ausschließlich in dem in Anhang A wiederge­                 (2)     Änderungsvorschläge sind schriftlich zu unterbreiten und
gebenen Format und nur an anforderungsgerechten Geräten ver­             werden in der darauf folgenden Sitzung des technischen Aus­
wandt werden. Jedes Verwaltungsorgan stellt sicher, dass die             schusses erörtert, sofern sie dem anderen Verwaltungsorgan
ENERGY STAR-Zeichen ausschließlich so verwandt werden,                   mindestens sechzig Tage vor dem Sitzungstermin übermittelt
wie in den Leitlinien für die ordnungsgemäße Verwendung                  wurden.
des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems
in Anhang B vorgesehen.                                                  (3)     Änderungen dieses Abkommens und die Aufnahme
                                                                         neuer Anhänge werden im gegenseitigen Einvernehmen der Ver­
(2)     Erlangt ein Verwaltungsorgan davon Kenntnis, dass ein            tragsparteien beschlossen. Änderungen der Anhänge A, B und C
Programmteilnehmer ein nicht ordnungsgemäßes Zeichen ver­                erfolgen gemäß Artikel XI und XII.
wendet hat oder ein ENERGY STAR-Zeichen an einem Gerät,
das nicht den gemeinsamen Spezifikationen in Anhang C ent­                                           Artikel XI
spricht, angebracht hat, stellt es sicher, dass unverzüglich und in
geeigneter Form gegen den betreffenden Programmteilnehmer                       Verfahren zur Änderung der Anhänge A und B
vorgegangen wird. Hierzu können unter anderem folgende Maß­              (1)     Das Verwaltungsorgan, das eine Änderung des Anhangs
nahmen getroffen werden:                                                 A oder des Anhangs B anstrebt, verfährt nach Artikel X Absätze
                                                                         1 und 2.
a) Der Programmteilnehmer wird schriftlich davon unterrichtet,
    dass er gegen die Bestimmungen des ENERGY STAR-Kenn­
                                                                         (2)     Änderungen der Anhänge A und B erfolgen im gegen­
    zeichnungsprogramms verstoßen hat.
                                                                         seitigen Einvernehmen der Verwaltungsorgane.
b) Es werden Beratungen zur Ausarbeitung eines Plans zur Er­
                                                                                                     Artikel XII
    füllung der Anforderungen aufgenommen.
                                                                                     Verfahren zur Änderung des Anhangs C
c) Kann die Erfüllung der Anforderungen nicht erreicht werden,
    ist die Registrierung des Programmteilnehmers gegebenen­             (1)     Das Verwaltungsorgan, das eine Änderung des Anhangs
    falls aus dem Verzeichnis zu löschen.                                C zwecks Überarbeitung der geltenden gemeinsamen Spezifika­
                                                                         tionen oder Aufnahme einer neuen Gerätekategorie anstrebt (im
(3)     Jedes Verwaltungsorgan trifft alle sachdienlichen Vorkeh­        Folgenden „vorschlagendes Verwaltungsorgan“), verfährt nach
rungen zur Beendigung der unzulässigen Verwendung der                    Artikel X Absätze 1 und 2 und nimmt in seinen Vorschlag
ENERGY STAR-Zeichen oder der Verwendung eines nicht ord­                 Folgendes auf:
nungsgemäßen Zeichens durch Unbefugte. Hierzu können unter
anderem folgende Maßnahmen getroffen werden:                             a) einen Beleg dafür, dass die Überarbeitung der Spezifikationen
                                                                             oder die Aufnahme der neuen Gerätekategorie spürbare
a) Der unbefugte Verwender der ENERGY STAR-Zeichen wird                      Energieeinsparungen bewirken würde;
    schriftlich über die Anforderungen des ENERGY STAR-Kenn­
    zeichnungsprogramms und die Leitlinien für die ordnungs­             b) gegebenenfalls Stromverbrauchsanforderungen für verschie­
    gemäße Verwendung des Namens ENERGY STAR und des                         dene Betriebszustände;
    gemeinsamen Emblems unterrichtet.
                                                                         c) Informationen über die genormten Prüfprotokolle, die bei
b) Der Betreffende wird aufgefordert, an dem Programm teil­                  der Bewertung des Geräts zu verwenden sind;
    zunehmen und gegebenenfalls seine anforderungsgerechten
    Geräte registrieren zu lassen.                                       d) den Nachweis, dass eine nicht herstellereigene Technik exis­
                                                                             tiert, die kostengünstige Energieeinsparungen ohne Beein­
(4)     Jedes Verwaltungsorgan unterrichtet das Verwaltungs­                 trächtigung der Leistungsfähigkeit der Geräte ermöglichen
organ der anderen Vertragspartei unverzüglich von jeder miss­                würde; Angaben über die geschätzte Anzahl der Gerätemo­
bräuchlichen Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen im Ge­                       delle, die den vorgeschlagenen Spezifikationen gerecht wür­
biet der anderen Vertragspartei, sowie von den gegebenenfalls                den, und deren ungefähre Marktanteile;
getroffenen ersten Gegenmaßnahmen zu deren Beendigung.
                                                                         e) Informationen über die Haltung der Hersteller, die von der
(5)     Kann die Einhaltung der Anforderungen mit den in den                 vorgeschlagenen Änderung möglicherweise betroffen wären;
Absätzen 2 und 3 aufgeführten Maßnahmen nicht erreicht wer­
den, fordert die EU ihre Mitgliedstaaten zur uneingeschränkten           f) einen Terminvorschlag für das Inkrafttreten der neuen Spe­
Mithilfe auf, konsultiert das Verwaltungsorgan und ergreift alle             zifikationen unter Berücksichtigung der Gerätelebensdauer
erforderlichen Maßnahmen, einschließlich rechtlicher Schritte,               und der Produktionszyklen.
 ---pagebreak--- L 63/10               DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                              6.3.2013
(2)     Die von beiden Verwaltungsorganen angenommenen                 (2)     Alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit diesem Abkom­
Vorschläge zur Änderung des Anhangs C treten zu einem von              men unterliegen den geltenden Rechts- und Verwaltungsvor­
beiden Verwaltungsorganen einvernehmlich festgesetzten Zeit­           schriften jeder Vertragspartei und sind an die Verfügbarkeit an­
punkt in Kraft.                                                        gemessener Gelder und Mittel gebunden.
(3)     Ist nach Eingang eines gemäß Artikel X Absätze 1 und 2         (3)     Dieses Abkommen lässt die Rechte und Pflichten einer
gemachten Vorschlags das andere Verwaltungsorgan (im Folgen­           Vertragspartei aus bilateralen, regionalen oder multilateralen
den „widersprechendes Verwaltungsorgan“) der Auffassung, dass          Übereinkünften, die vor dem Inkrafttreten dieses Abkommens
der Vorschlag die in Absatz 1 genannten Anforderungen nicht            geschlossen wurden, unberührt.
erfüllt, oder erhebt es andere Einwände gegen den Vorschlag, so
teilt es dem vorschlagenden Verwaltungsorgan unverzüglich (in
der Regel in der folgenden Sitzung des technischen Ausschusses)        (4)     Unbeschadet der anderen Bestimmungen dieses Abkom­
schriftlich seine Einwände unter Beifügung aller vorliegenden          mens ist jedes Verwaltungsorgan befugt, neben ENERGY STAR
Informationen mit, auf die es seine Einwände stützt, zum Bei­          andere Kennzeichnungsprogramme für nicht in Anhang C auf­
spiel des Nachweises, dass der Vorschlag im Fall seiner An­            geführte Gerätekategorien durchzuführen, und keine Vertrags­
nahme Folgendes bewirken würde:                                        partei behindert die Einfuhr, die Ausfuhr, den Verkauf oder
                                                                       den Vertrieb eines Geräts innerhalb eines solchen Programms,
a) eine unverhältnismäßige, wettbewerbswidrige Stärkung der            weil es die Stromsparzeichen des Verwaltungsorgans der ande­
    Marktstellung eines Unternehmens oder einer Unterneh­              ren Vertragspartei trägt.
    mensgruppe,
                                                                                                    Artikel XIV
b) die Untergrabung der umfassenden Beteiligung der Unter­
    nehmen am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm,                                      Inkrafttreten und Geltungsdauer
                                                                       (1)     Dieses Abkommen tritt zu dem Zeitpunkt in Kraft, an
c) eine Kollision mit seinen Rechts- und Verwaltungsvorschrif­         dem jede Vertragspartei der anderen auf diplomatischem Wege
    ten oder                                                           schriftlich mitgeteilt hat, dass ihre für das Inkrafttreten erforder­
                                                                       lichen internen Verfahren abgeschlossen sind.
d) die Auferlegung technischer Anforderungen, die mit großem
    Aufwand verbunden sind.                                            (2)     Dieses Abkommen wird für einen Zeitraum von fünf
                                                                       Jahren geschlossen. Spätestens ein Jahr vor Ablauf dieses Zeit­
(4)     Die Verwaltungsorgane bemühen sich nach Kräften, um            raums treten die Vertragsparteien zusammen, um die Verlänge­
in der ersten auf den Vorschlag folgenden Sitzung des tech­            rung dieses Abkommens zu erörtern.
nischen Ausschusses Einigung über die vorgeschlagene Ände­
rung zu erzielen. Gelingt es den Verwaltungsorganen nicht,
sich in dieser Sitzung über den Änderungsvorschlag zu einigen,                                       Artikel XV
so sind sie gehalten, sich noch vor der darauf folgenden Sitzung                                    Kündigung
des technischen Ausschusses schriftlich zu einigen.
                                                                       (1)     Dieses Abkommen kann von jeder Vertragspartei mit
                                                                       einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt werden.
(5)     Ist es den Vertragsparteien bis zum Ende der darauf fol­
genden Sitzung des technischen Ausschusses nicht gelungen,
eine Einigung zu erzielen, so zieht das vorschlagende Verwal­
                                                                       (2)     Im Falle der Kündigung oder Nichtverlängerung dieses
tungsorgan seinen Vorschlag zurück; was die Vorschläge zur
                                                                       Abkommens unterrichten die Verwaltungsorgane alle von ihnen
Überarbeitung der geltenden Spezifikationen anbelangt, so
                                                                       registrierten Programmteilnehmer über die Beendigung des ge­
wird die betreffende Gerätekategorie zu dem von den Verwal­
                                                                       meinsamen Programms. Darüber hinaus teilen die Verwaltungs­
tungsbehörden schriftlich vereinbarten Zeitpunkt aus dem An­
                                                                       organe den von ihnen registrierten Programmteilnehmern mit,
hang C gestrichen. Allen Programmteilnehmern werden diese
                                                                       dass die Verwaltungsorgane die Kennzeichnung getrennt im
Änderung und die Verfahren zur Durchführung dieser Ände­
                                                                       Rahmen zweier eigener Programme fortsetzen können. In die­
rung mitgeteilt.
                                                                       sem Fall werden im Kennzeichnungsprogramm der Europäi­
                                                                       schen Union die ENERGY STAR-Zeichen nicht mehr verwendet.
(6)     Bei der Aufstellung neuer Spezifikationen oder der Über­       Die Kommission stellt sicher, dass sie selbst, die Mitgliedstaaten
arbeitung bestehender Spezifikationen sorgen die Verwaltungs­          der Europäischen Union und die von ihr registrierten Pro­
organe insbesondere hinsichtlich des Inhalts der Arbeitsunterla­       grammteilnehmer die Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen
gen und der Zeitpläne für eine wirksame Koordinierung und              zu dem von den Verwaltungsorganen schriftlich vereinbarten
Abstimmung untereinander und mit den jeweiligen Interessen­            Zeitpunkt einstellen. Die in diesem Artikel XV Absatz 2 ver­
gruppen.                                                               ankerten Verpflichtungen erlöschen nicht mit der Beendigung
                                                                       des Abkommens.
                            Artikel XIII
                   Allgemeine Bestimmungen
(1)     Andere Programme zur Förderung von Umweltzeichen               Geschehen zu Brüssel am zehnten Dezember zweitausendzwölf
fallen nicht unter dieses Abkommen und können von beiden               und zu Washington am achtzehnten Januar zweitausenddrei­
Vertragsparteien aufgelegt und angenommen werden.                      zehn, in zwei Urschriften.
 ---pagebreak--- 6.3.2013         DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 63/11
         Gemäß EU-Recht wird dieses Abkommen von der EU ebenfalls in bulgarischer, dänischer, deutscher, est­
         nischer, finnischer, französischer, griechischer, italienischer, lettischer, litauischer, maltesischer, niederlän­
         discher, polnischer, portugiesischer, rumänischer, schwedischer, slowakischer, slowenischer, spanischer,
         tschechischer und ungarischer Sprache abgefasst.
                        Für die Europäische Union                              Für die Regierung der Vereinigten
                                                                                     Staaten von Amerika
 ---pagebreak--- L 63/12 DE     Amtsblatt der Europäischen Union    6.3.2013
                          ANHANG A
           Name ENERGY STAR und gemeinsames Emblem
                     Name: ENERGY STAR
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 63/13
                                                                ANHANG B
          Leitlinien für die ordnungsgemässe Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems
         Der Name ENERGY STAR und das gemeinsame Emblem sind Marken des Umweltbundesamts der USA (US-EPA). Als
         solche dürfen dieser Name und das gemeinsame Emblem nur entsprechend den folgenden Leitlinien und der Partner­
         schaftsvereinbarung oder dem von den Teilnehmern des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms unterzeichneten
         Anmeldeformular der Europäischen Kommission verwendet werden. Diese Leitlinien sind denjenigen mitzuteilen, die
         ENERGY STAR-Unterlagen in Ihrem Namen ausarbeiten.
         Das US-EPA und die Europäische Kommission (im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union) wachen
         über die ordnungsgemäße Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems. Dazu gehört die
         Überwachung der Verwendung dieser Zeichen auf dem Markt und das direkte Tätigwerden gegenüber jedweder Organi­
         sation, die diese vorschriftswidrig oder unbefugt verwendet. Eine missbräuchliche Verwendung der Zeichen kann u. a. den
         Ausschluss des Teilnehmers vom ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm sowie im Falle der Einfuhr vorschriftswidrig
         gekennzeichneter Geräte in die USA deren Beschlagnahme durch die US-Zollbehörden nach sich ziehen.
         Allgemeine Leitlinien
         Das ENERGY STAR-Programm ist eine Partnerschaft zwischen Unternehmen und Organisationen einerseits und der
         Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union andererseits. Im Rahmen dieser Partnerschaft
         dürfen Unternehmen und Organisationen den Namen ENERGY STAR und das gemeinsame Emblem als Teil ihrer
         Stromspar- und Umweltschutzbemühungen verwenden.
         Die Organisationen müssen mit einem der Verwaltungsorgane — dem Umweltbundesamt der USA für die USA oder der
         Europäischen Kommission für die EU — eine Vereinbarung über die Verwendung der Zeichen entsprechend diesen
         Leitlinien treffen. Diese Zeichen dürfen nicht verändert werden, weil dies zur Verwirrung der Unternehmen und Ver­
         braucher in Bezug auf den Ursprung des ENERGY STAR-Programms führen und somit den Gesamtnutzen des Programms
         schmälern würde.
         Organisationen, die diese Zeichen verwenden, müssen die folgenden allgemeinen Leitlinien einhalten:
         1. Der Name ENERGY STAR und das gemeinsame Emblem dürfen auf keinen Fall in einer Weise verwendet werden, die
             den Schluss zuließe, dass für ein Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen gebürgt würde. Weder das
             gemeinsame Emblem noch der Name ENERGY STAR dürfen in anderen Unternehmensbezeichnungen oder Emblemen,
             Produktnamen, Dienstleistungsnamen, Domänennamen oder Website-Titeln erscheinen; das gemeinsame Emblem, der
             Name ENERGY STAR sowie etwaige ähnliche Zeichen dürfen ferner ausschließlich vom US-EPA als Handelsmarke oder
             als Teil einer Handelsmarke eingetragen werden.
         2. Der Name ENERGY STAR und das gemeinsame Emblem dürfen auf keinen Fall in einer Weise verwendet werden,
             durch die ENERGY STAR, das US-EPA, das Energieministerium der USA, die Europäische Union, die Europäische
             Kommission oder eine andere Behörde herabgesetzt wird.
         3. Das gemeinsame Emblem darf auf keinen Fall mit Produkten in Verbindung gebracht werden, die den ENERGY STAR-
             Anforderungen nicht genügen.
         4. Die Partner und anderen befugten Organisationen tragen die Verantwortung für die Verwendung des Namens ENERGY
             STAR und des gemeinsamen Emblems durch sie selbst wie auch durch ihre Vertreter wie Werbeagenturen und
             ausführende Auftragnehmer.
         Verwendung des Namens ENERGY STAR
         — Der Name ENERGY STAR wird stets in Großbuchstaben dargestellt.
         — Das Eintragungssymbol ® muss gesetzt werden, wenn der Name „ENERGY STAR“ zum ersten Mal in Unterlagen
              erscheint, die für den USA-Markt bestimmt sind;
         dabei gilt:
         — das Symbol ® erscheint immer in hochgestellter Schrift;
         — zwischen dem Namen „ENERGY STAR“ und dem Symbol ® wird kein Leerzeichen gesetzt;
         — das Symbol ® wird in einer Unterlage in jedem Kapitel oder auf jeder Webseite wiederholt.
 ---pagebreak--- L 63/14          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                            6.3.2013
        Verwendung des gemeinsamen Emblems
        Das gemeinsame Emblem ist ein Zeichen, mit dem nur Geräte gekennzeichnet werden dürfen, die den ENERGY STAR-
        Leistungsanforderungen genügen oder diese übertreffen.
        Das gemeinsame Emblem darf verwendet werden:
        — zur Anbringung auf einem anforderungsgerechten und registrierten Gerät;
        — in den Begleitunterlagen zu einem anforderungsgerechten Gerät;
        — im Web zur Kennzeichnung eines anforderungsgerechten Geräts;
        — in der Werbung, sofern es neben oder an einem anforderungsgerechten Gerät erscheint;
        — in den am Verkaufsort eingesetzten Materialien;
        — auf den Verpackungen anforderungsgerechter Geräte.
        Darstellung des gemeinsamen Emblems
        Das US-EPA hat dieses Zeichen im Hinblick auf einen größtmöglichen visuellen Eindruck, einen hohen Kontrast und eine
        gute Lesbarkeit entworfen. Das Zeichen besteht aus dem ENERGY STAR-Symbol in einen Block, unter dem zur besseren
        Lesbarkeit des Symbols in einem zweiten Block der Name ENERGY STAR erscheint. Beide Blöcke werden durch eine
        weiße Linie getrennt, die genauso stark ist wie der Bogen innerhalb des Symbols. Das Zeichen hat eine weiße Umrandung,
        die genauso stark ist wie der Bogen innerhalb des Symbols.
        Leerraum
        Das US-EPA und die Europäische Kommission verlangen, dass jederzeit um das Zeichen herum ein Leeraum in der Größe
        von einem Drittel des Grafikblocks eingehalten wird. In diesem Bereich dürfen keine anderen grafischen Elemente wie
        Text oder Bilder erscheinen. Diesen Leerraum verlangen das US-EPA und die Europäische Kommission, weil das gemein­
        same Emblem häufig in Unterlagen mit komplexer bildlicher Gestaltung zusammen mit anderen Zeichen, grafischen
        Geräten und Text erscheint.
        Mindestgröße
        Das Emblem darf in seiner Größe verändert werden, sofern die Seitenverhältnisse erhalten bleiben. Im Interesse der
        Lesbarkeit wird empfohlen, das Zeichen im Druck nicht kleiner als mit einer Breite von 9,5 mm (0,375 Zoll oder 3/8″)
        darzustellen. Die Buchstaben innerhalb des Zeichens müssen auch bei der Web-Darstellung lesbar bleiben.
        Bevorzugte Farbe
        Die bevorzugte Farbe des Zeichens ist 100 % Zyan. Alternativ dazu sind auch die Darstellung in Schwarz oder eine
        umgekehrte Darstellung in Weiß gestattet. Die Webfarbe, die 100 % Zyan entspricht, lautet „Hex #0099FF“. Beim
        mehrfarbigen Druck von Werbematerial, Begleitunterlagen oder der am Verkaufsort eingesetzten Materialien soll das
        Zeichen in 100 % Zyan gedruckt werden. Steht diese Farbe nicht zur Verfügung, so kann sie durch Schwarz ersetzt
        werden.
        Falsche Verwendung des Zeichens
        Bitte beachten Sie:
        — Auf nicht anforderungsgerechten Geräten darf das Zeichen nicht verwendet werden.
        — Das Zeichen darf nicht dahin gehend verändert werden, dass das ENERGY STAR-Symbol ohne den Block mit dem
            Namen „ENERGY STAR“ verwendet wird.
        Bitte beachten Sie bei der Wiedergabe des Zeichens:
        — Das Zeichen darf nicht in einen Umriss verwandelt werden.
        — Ein weißes Zeichen darf nicht auf weißem Hintergrund dargestellt werden.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 63/15
         — Die Farben des Zeichens dürfen nicht verändert werden.
         — Das Zeichen darf in keiner Weise verzerrt oder gestaucht werden.
         — Der Zeichenaufbau (Anordnung der Elemente) darf nicht verändert werden.
         — Das Zeichen darf nicht auf einem bewegten Bild platziert werden.
         — Das Zeichen darf nicht gedreht werden.
         — Kein Bestandteil des Zeichens darf abgetrennt werden.
         — Kein Teil des Zeichens darf ersetzt werden.
         — Kein Teil des Zeichens darf mit einer anderen Schriftart ersetzt werden.
         — Der Leerraum um das Zeichen darf nicht besetzt werden.
         — Das Zeichen darf nicht schräg gestellt werden.
         — Die Größe des Zeichenaufbaus darf nicht verändert werden.
         — Der festgelegte Wortlaut darf nicht ersetzt werden.
         — Das gemeinsame Emblem darf nicht in einer nicht genehmigten Farbe verwendet werden.
         — Kein Text darf in das Zeichen laufen.
         — Der Symbolblock darf nicht allein verwendet werden. Der Name ENERGY STAR muss ebenfalls erscheinen.
         — Der Symbolblock darf nicht aus dem Zeichen entfernt werden.
         Schriftliche und mündliche Äußerungen über ENERGY STAR
         Im Interesse der Aufrechterhaltung und Verbesserung des Nutzwertes des ENERGY STAR-Programms empfehlen das US-
         EPA und die Europäische Kommission, beim Schreiben und Sprechen über Bestandteile des Programms folgende Termi­
         nologie zu verwenden.
                                     RICHTIG                                                  FALSCH
         ENERGY STAR-gerechter Computer                               ENERGY    STAR-konformer Computer
                                                                      ENERGY    STAR-bescheinigter Computer
                                                                      ENERGY    STAR-genormter Computer
                                                                      ENERGY    STAR-zugelassener Computer
         der Computer erfüllt die ENERGY STAR-Anforderungen
         Geräte, die den ENERGY STAR-Anforderungen gerecht            ENERGY STAR-Produkt/ENERGY STAR-Gerät
         werden                                                       ENERGY STAR-Produkte (in Bezug auf ein Produktpaket)
                                                                      ENERGY STAR-Ausrüstung
                                                                      Unterstützt vom Umweltbundesamt der USA/mit Unter­
                                                                      stützung des US-EPA erfüllt ENERGY STAR-Standards
                                                                      erfüllt ENERGY STAR-Normen
         PARTNER/PROGRAMMTEILNEHMER
         ein ENERGY STAR-Partner                                      ein ENERGY STAR-Unternehmen
         Firma X, ein ENERGY STAR-Partner                             Firma X, ein vom Umweltbundesamt der USA unterstütztes
                                                                      Unternehmen
         ein Unternehmen, das am ENERGY STAR-Programm teil­           ein vom Umweltbundesamt der USA zugelassener Verkäu­
         nimmt                                                        fer von ENERGY STAR-Ausrüstungen
         ein Unternehmen, dass ENERGY STAR unterstützt                unterstützt vom Umweltbundesamt der USA/mit Unterstüt­
                                                                      zung des US-EPA
         ENERGY STAR-gerechter Bildschirm                             ENERGY STAR-Bildschirm-Programm
 ---pagebreak--- L 63/16           DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                     6.3.2013
                                  RICHTIG                                              FALSCH
        AMTLICHER URSPRUNG
        Produkte mit ENERGY STAR-Zeichen genügen den stren­
        gen, vom US-EPA und der Europäischen Kommission fest­
        gesetzten Stromsparanforderungen und tragen dadurch zur
        Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei.
        ENERGY STAR und das ENERGY STAR-Zeichen sind in
        den USA eingetragene Marken.
        ENERGY STAR ist eine eingetragene Marke der Regierung
        der USA
        LEISTUNGSANFORDERUNGEN
        ENERGY STAR-Anforderungen                                 ENERGY STAR-Normen
                                                                  ENERGY STAR-Standards
        ENERGY STAR-Spezifikationen                               vom Umweltbundesamt der USA zugelassen vom US-EPA
                                                                  zugelassen
        ENERGY STAR-Leistungsvorgaben                             vom Umweltbundesamt der USA genehmigt vom US-EPA
                                                                  genehmigt
        freiwillige Programme                                     vom Umweltbundesamt der USA unterstützt vom US-EPA
                                                                  unterstützt
        Weitere Auskünfte zur Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems
        ENERGY STAR-Hotline
        In den USA gebührenfrei: 1-888-STAR-YES (1-888-782-7937)
        Außerhalb der USA: 202-775–6650
        Fax 202-775–6680
        www.energystar.gov
        EUROPÄISCHE KOMMISSION
        Generaldirektion Energie
        Telefon: +32 2 2972136
        www.eu-energystar.org
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/17
                                                                  ANHANG C
                                                     GEMEINSAME SPEZIFIKATIONEN
                                                    I. SPEZIFIKATIONEN FÜR COMPUTER
         1. Begriffsbestimmungen
         A. Computer: Ein Gerät, das Logikoperationen ausführt und Daten verarbeitet. Ein Computer umfasst mindestens die
              folgenden Bestandteile: 1. eine Zentraleinheit, die die Operationen ausführt (Prozessor), 2. Benutzereingabegeräte wie
              Tastatur, Maus, Digitalisierer oder Game-Controller und 3. ein Anzeigegerät zur Ausgabe von Informationen. Im Sinne
              dieser Spezifikationen umfasst der Begriff Computer sowohl stationäre als auch tragbare Geräte, einschließlich Tisch­
              computer, integrierte Tischcomputer, Notebook-Computer, Small-Scale-Server, Thin-Clients und Arbeitsplatzrechner.
              Computer müssen zwar in der Lage sein, Eingabe- und Anzeigegeräte im Sinne der Nummern 2 und 3 zu nutzen,
              diese Geräte brauchen jedoch nicht im Lieferumfang des Computersystems enthalten zu sein, um dieser Definition zu
              entsprechen.
              Komponenten
         B. Anzeigegerät: Ein in einem eigenen Gehäuse oder innerhalb des Computergehäuses (z. B. Notebook-Computer oder
              integrierte Tischcomputer) untergebrachter Anzeigeschirm und die zugehörige Elektronik, der die von einem Com­
              puter ausgegebenen Informationen über eine oder mehrere Eingabeschnittstellen wie VGA, DVI, DisplayPort und/oder
              IEEE 1394 darstellen kann. Beispiele von Anzeigetechnologien sind die Kathodenstrahlröhre (CRT) und die Flüssig­
              kristallanzeige (LCD).
         C. Diskreter Grafikprozessor (GPU): Ein Grafikprozessor mit einer Steuerschnittstelle für den lokalen Speicher und einem
              lokalen grafikspezifischen Speicher.
         D. Externes Netzteil: Eine Komponente, die in einem separaten Gehäuse außerhalb des Computergehäuses untergebracht
              ist und dazu dient, die Wechselstrom-Eingangsspannung des Stromnetzes in niedrigere Gleichstromspannung(en) für
              die Stromversorgung des Computers umzuwandeln. Ein externes Netzteil muss über einen abnehmbaren oder fest
              verdrahteten elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder eine sonstige Verdrahtung
              mit dem Computer verbunden sein.
          E. Internes Netzteil: Eine Komponente, die im Computergehäuse untergebracht ist und dazu dient, die Wechselstrom-
              Netzspannung in Gleichstromspannung(en) für die Stromversorgung der Komponenten des Computers umzuwandeln.
              Im Sinne dieser Spezifikation muss ein internes Netzteil innerhalb des Computergehäuses, aber getrennt von der
              Hauptplatine des Computers angebracht sein. Das Netzteil muss über ein einzelnes Kabel ohne Zwischenschaltkreise
              zwischen dem Netzteil und dem Stromnetz mit dem Netz verbunden sein. Ferner müssen alle Stromanschlüsse vom
              Netzteil zu den Komponenten des Computers, mit Ausnahme eines Gleichstromanschlusses zu einem Anzeigegerät
              bei einem integrierten Tischcomputer, innerhalb des Computergehäuses untergebracht sein (d. h. es darf keine
              externen Kabel vom Netzteil zum Computer oder zu einzelnen Komponenten des Computers geben). Interne Gleich­
              strom/Gleichstrom-Wandler, die zur Umwandlung einer einzelnen Gleichstromspannung eines externen Netzteils in
              Mehrfachspannungen für den Computer dienen, gelten nicht als interne Netzteile.
              Computerkategorien
          F. Tischcomputer: Ein Computer, dessen Haupteinheit an einem festen Standort — in der Regel auf einem Schreibtisch
              oder am Fußboden — aufgestellt wird. Tischcomputer sind nicht als tragbare Geräte konzipiert und nutzen An­
              zeigegerät, Tastatur und Maus als externe Komponenten. Tischcomputer dienen einer breiten Palette von Heim- und
              Büroanwendungen.
         G. Small-Scale-Server: Ein Computer, der in der Regel Tischcomputer-Komponenten im Tischgerätformat verwendet,
              jedoch ausdrücklich als Speicherhost für andere Computer bestimmt ist. Ein Computer muss die folgenden Eigen­
              schaften aufweisen, um als Small-Scale-Server zu gelten:
             a) Er ist als Standgerät, Turmgerät oder in einem sonstigen Format konzipiert, das dem Format von Tischcomputern
                  ähnelt, so dass alle Verarbeitungs-, Speicher- und Netzschnittstellenkomponenten in einem Gehäuse/Produkt
                  untergebracht sind.
             b) Er ist zu täglichem Betrieb rund um die Uhr bestimmt und weist extrem geringe außerplanmäßige Ausfallzeiten (in
                  der Größenordnung von Stunden pro Jahr) auf.
             c) Er ist für den Simultanbetrieb in einer Mehrbenutzer-Umgebung ausgelegt, in der mehrere Benutzer an vernetzten
                  Client-Geräten arbeiten können.
             d) Er ist konzipiert zum Betrieb mit einem Industriestandard-Server-Betriebssystem für Heimanwendungen oder den
                  unteren Leistungsbereich (z. B. Windows Home Server, Mac OS X Server, Linux, UNIX, Solaris).
 ---pagebreak--- L 63/18           DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                6.3.2013
            e) Small-Scale-Server sind für Funktionen wie Bereitstellung von Netzinfrastrukturdiensten (z. B. Archivierung), Daten-
                und/oder Medienhosting konzipiert. Sie sind nicht hauptsächlich auf die Datenverarbeitung für andere Systeme
                oder den Betrieb als Webserver ausgelegt.
            f) Diese Spezifikation gilt nicht für Computer-Server nach der Begriffsbestimmung in der ENERGY STAR-Spezifika­
                tion für Computer-Server, Version 1.0. Small-Scale-Server im Sinne dieser Spezifikation sind lediglich Computer,
                die für andere Zwecke als den Betrieb von Rechenzentren in Verkehr gebracht werden (z. B. die Nutzung zu Hause
                oder in kleinen Büros).
        H. Integrierte Tischcomputer: Ein Tischcomputersystem, bei dem der Computer und das Anzeigegerät als Einheit funk­
            tionieren, deren Wechselstromversorgung über ein einziges Kabel erfolgt. Es gibt zwei Arten von integrierten Tisch­
            computern: 1. ein System, bei dem der Computer und das Anzeigegerät konstruktiv zu einer Einheit verbunden sind,
            oder 2. ein als Einzelsystem montiertes System, bei dem das Anzeigegerät zwar eine separate Einheit ist, aber über ein
            Gleichstromkabel mit dem Hauptgerät verbunden ist und sowohl Computer als auch Anzeigegerät durch ein einziges
            Netzteil gespeist werden. Integrierte Tischcomputer bilden eine Unterart der Tischcomputer und sind in der Regel für
            ähnliche Funktionalitäten wie Tischcomputersysteme ausgelegt.
         I. Thin-Client: Ein Computer mit eigener Stromversorgung, der mit einem Fernrechner verbunden ist, auf dem die
            hauptsächliche Datenverarbeitung (Programmausführung, Datenspeicherung, Interaktion mit anderen Internetressour­
            cen usw.) erfolgt. Thin-Clients im Sinne dieser Spezifikation sind lediglich Computer ohne eingebaute Rotations-
            Speichermedien. Die Haupteinheit eines Thin-Client im Sinne dieser Spezifikation muss zur Nutzung an einem festen
            Standort (z. B. auf einem Schreibtisch) und nicht als tragbares Gerät bestimmt sein.
         J. Notebook-Computer: Ein Computer, der speziell für Tragbarkeit und den längeren Betrieb mit oder ohne direkten
            Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist. Notebook-Computer verfügen über ein integriertes Anzeigegerät
            und können mit einer integrierten Batterie oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben werden. Darüber hinaus
            verfügen die meisten Notebook-Computer über ein externes Netzteil sowie eine integrierte Tastatur und ein integriertes
            Zeigegerät. Notebook-Computer sind in der Regel dafür ausgelegt, ähnliche Funktionen bereitzustellen wie Tischcom­
            puter und funktionell ähnliche Software zu nutzen wie diese. Im Sinne dieser Spezifikation gelten Docking-Stationen
            als Zubehör und fallen daher nicht unter die Leistungsvorgaben für Notebook-Computer in Abschnitt 3. Tablet-
            Computer, die neben anderen Eingabegeräten oder an deren Stelle einen berührungsempfindlichen Bildschirm haben
            können, gelten in dieser Spezifikation als Notebook-Computer.
        K. Arbeitsplatzrechner: Ein Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven Aufgaben typischer­
            weise für Grafikanwendungen, CAD, Softwareentwicklung sowie finanzwirtschaftliche und wissenschaftliche Anwen­
            dungen genutzt wird. Ein Computer muss den folgenden Anforderungen genügen, um als Arbeitsplatzrechner zu
            gelten:
            a) Er wird als Arbeitsplatzrechner in Verkehr gebracht.
            b) Er verfügt über einen mittleren Ausfallabstand (MTBF) von mindestens 15 000 Stunden auf der Grundlage von
                entweder Bellcore TR-NWT-000332, Ausgabe 6 von 12/97, oder von in der Praxis erhobenen Daten.
            c) Er unterstützt Fehlerkorrekturcode (ECC) und/oder Pufferspeicher.
            d) Außerdem muss ein Arbeitsplatzrechner drei der folgenden sechs fakultativen Eigenschaften besitzen:
            e) eine zusätzliche Stromversorgung für Hochleistungs-Grafikkarten (d. h. zusätzlicher Stromanschluss PCI-E 6-polig
                12V);
            f) zusätzlich zu Grafiksteckplätzen und/oder PCI-X-Unterstützung mehr als 4 PCI-E-Steckplätze auf der Hauptplatine;
            g) Uniform Memory Access-Grafik (UMA) wird nicht unterstützt;
            h) mindestens fünf PCI-, PCIe- oder PCI-X-Steckplätze;
            i)  Multiprozessorfähigkeit für zwei oder mehr Prozessoren (der Rechner muss konstruktiv getrennte Prozessorgrup­
                pen/-sockel unterstützen, d. h. nicht nur einen einzelnen Mehrkernprozessor) und/oder
            j)  Zulassung im Rahmen der Produktzertifizierungen von mindestens zwei unabhängigen Softwareherstellern; diese
                Zertifizierungen können im Gange sein, müssen jedoch innerhalb von drei Monaten nach der Zulassung abge­
                schlossen sein.
            Betriebsmodi
         L. Aus-Zustand: Zustand mit der geringsten, vom Nutzer nicht ausschaltbaren (beeinflussbaren) Leistungsaufnahme, der
             unbegrenzt fortbesteht, solange das Gerät mit dem Stromnetz verbunden ist und entsprechend der Bedienungsanlei­
             tung des Herstellers genutzt wird. Bei Systemen, für die ACPI-Normen gelten, entspricht der Aus-Zustand dem ACPI-
             Zustand S5.
 ---pagebreak--- 6.3.2013         DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 63/19
         M. Ruhemodus: Ein Niedrigverbrauchsmodus, in den der Computer nach einer bestimmten Inaktivitätszeit automatisch
            übergehen oder manuell versetzt werden kann. Ein Computer mit Ruhemodusfunktion kann durch Netzverbindungen
            oder Benutzerschnittstellengeräte schnell „geweckt“ werden und erreicht innerhalb von maximal 5 Sekunden nach
            Beginn des Weck-Ereignisses vollständige Betriebsbereitschaft, einschließlich Anzeigefunktion. Bei Systemen, für die
            ACPI-Normen gelten, entspricht der Ruhemodus in der Regel dem ACPI-Zustand S3 (Suspend to RAM).
         N. Idle-Modus: Der Zustand, in dem das Betriebssystem und die sonstige Software vollständig geladen sind, ein Nutzer­
            profil erstellt wurde, das Gerät nicht im Ruhemodus ist und die Aktivität auf diejenigen grundlegenden Anwendungen
            beschränkt ist, die das System automatisch startet.
         O. Aktivzustand: Der Zustand, in dem der Computer a) infolge einer vorherigen oder zeitgleichen Nutzereingabe oder b)
            infolge eines vorherigen oder zeitgleichen Befehls über das Netz Nutzarbeit verrichtet. Dieser Zustand umfasst die
            aktive Verarbeitung, das Aufsuchen von Daten im Massen-, Arbeits- oder Cache-Speicher, einschließlich der Zeit im
            Idle-Modus in Erwartung weiterer Nutzereingaben und bis zum Übergang zu Niedrigverbrauchsmodi.
         P. TEC-Ansatz („Typical Energy Consumption“): Ein Verfahren für die Prüfung und den Vergleich der Energieeffizienz
            von Computern, das den typischen Energieverbrauch eines Geräts im Normalbetrieb über einen repräsentativen
            Zeitraum bewertet. Für Tisch- und Notebook-Computer ist das beim TEC-Ansatz verwendete Schlüsselkriterium ein
            in Kilowattstunden (kWh) gemessener Wert für den typischen jährlichen Stromverbrauch eines Computers, wobei
            Messungen durchschnittlicher Betriebsmodus-Leistungsaufnahmeniveaus zugrunde gelegt werden, die an ein angenom­
            menes typisches Nutzungsmuster (Betriebszeit) angepasst werden. Bei Arbeitsplatzrechnern beruhen die Anforderun­
            gen auf einem TEC-Wert, der aus Betriebsmodus-Leistungsaufnahmeniveaus, maximaler Leistungsaufnahme und einer
            angenommenen Betriebszeit errechnet wird.
            Netzfunktionalität und Stromsparfunktionen
         Q. Netzschnittstelle: Die Komponenten (Hardware und Software), deren Hauptfunktion darin besteht, den Computer in
            die Lage zu versetzen, mittels einer oder mehrerer Netztechniken zu kommunizieren. Beispiele für Netzschnittstellen
            sind IEEE 802.3 (Ethernet) und IEEE 802.11 (Wi-Fi).
         R. Weck-Ereignis: Vom Benutzer ausgelöste, planmäßige oder externe Ereignisse oder Impulse, die bewirken, dass der
            Computer vom Ruhemodus oder Aus-Zustand in den Aktivzustand übergeht. Solche Weck-Ereignisse sind unter
            anderem Mausbewegungen, Tastatureingaben, Controllereingaben, Echtzeituhrereignisse oder die Bedienung einer
            Taste am Gehäuse und im Fall externer Ereignisse Impulse, die per Fernbedienung, Netz, Modem usw. übertragen
            werden.
         S. Wake On LAN (WOL): Funktion, durch die ein Computer mittels einer per Ethernet übertragenen Netzanweisung aus
            dem Ruhemodus oder Aus-Zustand geweckt werden kann.
         T. Vollständige Netzschaltung: Fähigkeit eines Computers zur Wahrung der Netzpräsenz im Ruhemodus sowie zum
            intelligenten Erwachen bei Notwendigkeit weiterer Datenverarbeitung (einschließlich der zur Wahrung der Netzprä­
            senz gelegentlich erforderlichen Operationen). Die Wahrung der Netzpräsenz kann das Erlangen und/oder die Auf­
            rechterhaltung einer zugewiesenen Schnittstellen- oder Netzadresse, die Reaktion auf Anfragen aus anderen Netz­
            knoten oder die Aufrechterhaltung bestehender Netzverbindungen — all dies im Ruhemodus — einschließen. Auf
            diese Weise werden die Präsenz des Computers, seiner Netzdienste und Anwendungen sogar dann aufrechterhalten,
            wenn dieser sich im Ruhemodus befindet. Aus der Netzperspektive ist ein Computer, der im Ruhemodus vollständige
            Netzschaltung aufrecht erhält, im Hinblick auf gemeinsame Anwendungen und Nutzungsmuster einem Computer im
            Idle-Modus funktionell gleichwertig. Vollständige Netzschaltung im Ruhemodus beschränkt sich nicht auf eine be­
            stimmte Reihe von Protokollen, sondern kann sich auf nach der Erstinstallation installierte Anwendungen erstrecken.
            Absatz- und Vertriebskanäle
         U. Firmenkundenvertrieb: Vertriebswege, die in der Regel von großen und mittleren Unternehmen, staatlichen Stellen,
            Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen genutzt werden, die Computer erwerben, welche in verwalteten
            Client/Server-Umgebungen eingesetzt werden.
         V. Modellnummer: Eine eigene Handelsbezeichnung für eine spezifische Hardware/Software-Konfiguration (d. h. Betriebs­
            system, Typen oder Prozessoren, Speicher, GPU usw.), die entweder im Voraus festgelegt oder vom Kunden gewählt
            wird.
         W. Modellbezeichnung: Eine Handelsbezeichnung, die die Nummer der PC-Modellfamilie, eine kurze Beschreibung des
            Produkts oder Warenzeichenhinweise umfasst.
         X. Produktfamilie: Eine übergeordnete Bezeichnung für eine Reihe von Computern, die typischerweise die gleiche Ge­
            häuse/Hauptplatine-Kombination haben, welche oftmals Hunderte von möglichen Hardware/Software-Konfigurationen
            enthält.
 ---pagebreak--- L 63/20         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                   6.3.2013
        2. Anforderungsgerechte Geräte
        Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, müssen Computer der Definition von Computer und der Definition einer der
        Gerätekategorien in Abschnitt 1 entsprechen. In der nachfolgenden Tabelle sind die Computerkategorien aufgeführt, die
        für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommen bzw. nicht in Frage kommen.
            Von dieser Version 5.0 der Spezifikationen erfasste Geräte Von dieser Version 5.0 der Spezifikationen nicht erfasste Geräte
        — Tischcomputer                                                — Computer-Server (gemäß der Begriffsbestimmung in der
        — Integrierte Tischcomputer                                       Spezifikation für Computer-Server, Version 1.0)
        — Notebook-Computer                                            — Handheld-Computer, PDAs und Smartphones
        — Arbeitsplatzrechner
        — Small-Scale-Server
        — Thin-Clients
        3. Kriterien für Energieeffizienz und Energieeinsparung
        Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, müssen Computer den nachfolgenden Anforderungen genügen. Der Termin für
        das Inkrafttreten der Version 5.0 wird in Abschnitt 5 dieser Spezifikation festgelegt.
        A. Anforderungen an die Effizienz von Netzteilen
        Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, müssen Computer den nachstehenden Anforderungen genügen. Der Termin für
        das Inkrafttreten der Version 5.0 wird in Abschnitt 5 dieser Spezifikation festgelegt.
        a) Computer mit internem Netzteil: 85 % Mindesteffizienz bei 50 % der Nennleistung und 82 % Mindesteffizienz bei
           20 % und 100 % der Nennleistung mit Leistungsfaktor ≥ 0,9 bei 100 % der Nennleistung.
        b) Computer mit externem Netzteil: Externe Netzteile, die mit ENERGY STAR-gerechten Computern vertrieben werden,
           müssen ENERGY STAR-gerecht sein oder die Effizienzwerte für den Nulllastbetrieb und den Aktivzustand erreichen,
           die in den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für externe Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-
           Netzteile und Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile, Version 2.0, vorgegeben sind. Die ENERGY STAR-Spezifikationen
           und die Liste der ENERGY STAR-gerechten Geräte sind unter www.energystar.gov/powersupplies einzusehen. Hinweis:
           Diese Leistungsanforderung gilt auch für externe Mehrspannungsnetzteile, die nach der in Abschnitt 4 genannten
           Prüfmethode für interne Netzteile geprüft werden.
        B. Anforderungen an Effizienz und Leistung
        1. Werte von Tischcomputern, integrierten Tischcomputern und Notebook-Computern
           Tischcomputer-Kategorien für die TEC-Kriterien
           Zur Bestimmung der TEC-Werte müssen Tischcomputer und integrierte Tischcomputer einer der nachfolgend genann­
           ten Kategorien A, B, C oder D zugeordnet werden:
           a) Kategorie A: Alle Tischcomputer, die nicht der Definition der Kategorie B, der Kategorie C oder der Kategorie D
               entsprechen, kommen unter Kategorie A für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
           b) Kategorie B: Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Tischcomputer über folgende Merkmale verfügen:
               — zwei physische Prozessorkerne und
               — 2 Gigabyte (GB) Systemspeicher.
           c) Kategorie C: Für die Einstufung unter Kategorie C müssen Tischcomputer über folgende Merkmale verfügen:
               — mehr als zwei physische Prozessorkerne.
               Zusätzlich zu der oben genannten Anforderung müssen Geräte für die Einstufung unter Kategorie C über min­
               destens eines der beiden folgenden Merkmale verfügen:
               — mindestens 2 Gigabyte (GB) Systemspeicher und/oder
               — ein diskreter Grafikprozessor (GPU).
           d) Kategorie D: Für die Einstufung unter Kategorie D müssen Tischcomputer über folgende Merkmale verfügen:
               — mindestens vier physische Prozessorkerne.
 ---pagebreak--- 6.3.2013       DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                   L 63/21
              Zusätzlich zu der oben genannten Anforderung müssen Geräte für die Einstufung unter Kategorie D über min­
              destens eines der beiden folgenden Merkmale verfügen:
              — mindestens 4 Gigabyte (GB) Systemspeicher und/oder
              — ein diskreter Grafikprozessor (GPU) mit einer Framebufferbreite über 128 Bit.
         Notebook-Computer-Kategorien für die TEC-Kriterien
         Zur Bestimmung der TEC-Werte müssen Notebook-Computer einer der nachfolgend genannten Kategorien A, B oder
         C zugeordnet werden:
         a) Kategorie A: Alle Notebook-Computer, die nicht der Definition der Kategorie B oder der Kategorie C entsprechen,
              kommen unter Kategorie A für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
         b) Kategorie B: Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Notebook-Computer über folgendes Merkmal verfügen:
              — ein diskreter Grafikprozessor (GPU).
         c) Kategorie C: Für die Einstufung unter Kategorie C müssen Notebook-Computer über folgende Merkmale verfügen:
              — mindestens zwei physische Prozessorkerne;
              — mindestens 2 Gigabyte (GB) Systemspeicher und
              — ein diskreter Grafikprozessor (GPU) mit einer Framebufferbreite über 128 Bit.
         TEC (Tischcomputer- und Notebook-Computer-Gerätekategorien)
         Die nachstehenden Tabellen geben die geforderten TEC-Werte für die Spezifikation 5.0 an. Die nachstehende Tabelle 1
         gibt die TEC-Grundanforderungen für Version 5.0 an, während Tabelle 2 Gewichtungen für die einzelnen Betriebsmodi
         nach Gerätekategorien enthält. Der TEC wird nach folgender Formel ermittelt:
         ETEC = (8760/1000) · (PAus · TAus + PRuhe · TRuhe + Pidle · TIdle), dabei bezeichnen Px jeweils Leistungswerte in Watt, Tx
         Zeitwerte in % von Jahren und ETEC den typischen jährlichen Energieverbrauch auf der Grundlage der Gewichtungen
         nach Tabelle 2 in kWh.
                              Tabelle 1: ETEC-Anforderung — Tischcomputer und Notebook-Computer
                                            Tischcomputer und integrierte Tischcomputer
                                                                                                  Notebook-Computer (kWh)
                                                              (kWh)
          TEC (kWh)                        Kategorie A: ≤ 148,0                            Kategorie A: ≤ 40,0
                                           Kategorie B: ≤ 175,0                            Kategorie B: ≤ 53,0
                                           Kategorie C: ≤ 209,0                            Kategorie C: ≤ 88,5
                                           Kategorie D: ≤ 234,0
                                                    Funktionsspezifische Anpassungen
          Speicher                         1 kWh (je GB über Grundspeicher)                0,4 kWh (je GB über 4)
                                           Grundspeicher:
                                           Kategorien A, B und C:
                                           2 GB
                                           Kategorie D:
                                           4 GB
          Premium-Grafikkarte (für dis­    Kategorien A und B:                             Kategorie B:
          krete GPUs mit bestimmter Fra­   35 kWh (Framebufferbreite ≤ 128 Bit)            3 kWh (Framebufferbreite > 64 Bit)
          mebufferbreite)
                                           50 kWh (Framebufferbreite > 128 Bit)
                                           Kategorien C, D:
                                           50 kWh (Framebufferbreite > 128 Bit)
          Zusätzlicher interner Speicher   25 kWh                                          3 kWh
 ---pagebreak--- L 63/22           DE                                     Amtsblatt der Europäischen Union                                                                 6.3.2013
                          Tabelle 2: Gewichtung der Betriebsmodi — Tischcomputer und Notebook-Computer
                                                             Tischcomputer                                      Notebook-Computer
                                               Konventionell                 Proxying*                Konventionell                   Proxying*
            TAus                                   55 %                         40 %                      60 %                            45 %
            TRuhe                                   5%                          30 %                      10 %                            30 %
            TIdle                                  40 %                         30 %                      30 %                            25 %
            Hinweis: Proxying bezieht sich auf einen Computer, der vollständige Netzschaltung im Sinne von Abschnitt 1 dieser Spezifikation wahrt. Um
                      nach den obigen Proxying-Gewichtungen als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, muss ein System einer nicht herstellereigenen Proxying-
                      Norm entsprechen, die vom US-EPA und von der Europäischen Kommission als mit den ENERGY STAR-Zielen übereinstimmend
                      anerkannt wurde. Diese Anerkennung muss vor der Einreichung von Produktdaten zur Einstufung erfolgt sein. Weitere Informationen und
                      Prüfanforderungen siehe Abschnitt 3.C, „Prüfung von Computern mit Stromsparfunktionen“.
        2. Leistungsaufnahmewerte von Arbeitsplatzrechnern
           PTEC (Gerätekategorie Arbeitsplatzrechner):
           Die nachfolgenden Tabellen geben die geforderten PTEC-Werte für die Spezifikation 5.0 an. Die nachstehende Tabelle 3
           gibt die PTEC-Grundanforderungen für Version 5.0 an, während Tabelle 4 Gewichtungen für die einzelnen Betriebsmodi
           enthält. Der PTEC wird nach folgender Formel ermittelt:
                                                  PTEC = 0.35 · PAus + 0.10 · PRuhe + 0.55 · PIdle
           Dabei bezeichnet Px jeweils Leistungswerte in Watt.
                                                Tabelle 3: PTEC-Anforderung — Arbeitsplatzrechner
                                                  PTEC ≤ 0.28 · [Pmax + (Zahl der Festplatten · 5)]
                                        Tabelle 4: Gewichtung der Betriebsmodi — Arbeitsplatzrechner
            TAus                                                                                                  35 %
            TRuhe                                                                                                 10 %
            TIdle                                                                                                 55 %
            Hinweis: Die Gewichtungen sind in die obige PTEC-Formel integriert.
           Mehrere Grafikgeräte (Arbeitsplatzrechner):
           Arbeitsplatzrechner, die die ENERGY STAR-Anforderungen mit einem einzelnen Grafikgerät erfüllen, können auch in
           einer Konfiguration mit mehr als einem Grafikgerät als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden, sofern die Kon­
           figuration der zusätzlichen Hardware abgesehen von dem/den zusätzlichen Grafikgerät(en) gleich ist. Die Verwendung
           mehrerer Grafikgeräte schließt u. a. den Betrieb mehrerer Anzeigegeräte und den Zusammenschluss zur Leistungs­
           steigerung sowie Konfigurationen mit mehreren GPU ein (z. B. ATI Crossfire, NVIDIA SLI). In diesen Fällen und
           solange, bis SPECviewperf®-Konfigurationen mit mehreren Grafikgeräten unterstützt, können Hersteller die Prüfdaten
           für den Arbeitsplatzrechner mit einem Grafikgerät für beide Konfigurationen ohne erneute Prüfung des Systems
           einreichen.
        3. Werte für Small-Scale-Server
           Für die Bestimmung der Idle-Modus-Werte müssen Small-Scale-Server einer der nachfolgend genannten Kategorien A
           oder B zugeordnet werden:
           a) Kategorie A: Alle Small-Scale-Server, die nicht der Definition der Kategorie B entsprechen, kommen unter Kategorie
               A für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
           b) Kategorie B: Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Small-Scale-Server über folgende Merkmale verfügen:
               — Prozessor(en) mit mehr als einem physischen Prozessorkern oder mehr als einem Einzelprozessor und
               — mindestens 1 Gigabyte Systemspeicher.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                           L 63/23
                                      Tabelle 6: Anforderungen an die Effizienz von Small-Scale-Servern
             Anforderungen an die Effizienz von Small-Scale-Servern nach Betriebsmodus
             Aus-Zustand: ≤ 2,0 W
             Idle-Modus:
             Kategorie A: ≤ 50,0 W
             Kategorie B: ≤ 65,0 W
             Funktion                                                        Zusätzliche Leistungstoleranz
             Wake On LAN (WOL)                                               + 0,7 W für Aus-Zustand
             (gilt nur für mit aktivierter WOL-Funktion ausgelieferte
             Computer)
         4. Werte für Thin-Clients
            Thin-Client-Kategorien für die Idle-Modus-Kriterien: Für die Bestimmung der Idle-Modus-Werte müssen Thin-Clients
            einer der nachfolgend genannten Kategorien A oder B zugeordnet werden:
            a) Kategorie A: Alle Thin-Clients, die nicht der Definition der Kategorie B entsprechen, kommen unter Kategorie A für
                die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
            b) Kategorie B: Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Thin-Clients:
                — lokale Multimedia-Kodierung/Dekodierung unterstützen.
                                           Tabelle 7: Anforderungen an die Effizienz von Thin-Clients
             Anforderungen an die Effizienz von Thin-Clients nach Betriebsmodus
             Aus-Zustand: ≤ 2 W
             Ruhemodus (ggf.): ≤ 2 W
             Idle-Modus:
             Kategorie A: ≤ 12,0 W
             Kategorie B: ≤ 15,0 W
             Funktion                                                        Zusätzliche Leistungstoleranz
             Wake On LAN (WOL)                                               + 0,7 W für Ruhemodus
             (gilt nur für mit aktivierter WOL-Funktion ausgelieferte Com­   + 0,7 W für Aus-Zustand
             puter)
         C. Anforderungen für die Stromsparfunktionen
         Die Geräte müssen die in der nachstehenden Tabelle 8 aufgeführten Anforderungen für die Stromsparfunktionen erfüllen
         und in dem Zustand geprüft werden, in dem sie ausgeliefert wurden.
                                            Tabelle 8: Anforderungen an die Stromsparfunktionen
          Spezifikations-Anforderung                                                                     Gültig für
                                                        Anforderung für die Auslieferung
         Ruhemodus                       Der Ruhemodus muss bei der Ausliefe­        Tischcomputer                            √
                                         rung so eingestellt sein, dass er nach 30
                                         Minuten Inaktivität des Nutzers aktiviert   Integrierte Tischcomputer                √
                                         wird. Die Computer müssen beim Über­        Notebook-Computer                        √
                                         gang in den Ruhemodus oder Aus-Zu­
                                         stand die Geschwindigkeit aller aktiven     Arbeitsplatzrechner                      √
                                         1-Gbit/s-Ethernet-Netzverbindungen re­
                                         duzieren.
                                                                                     Small-Scale-Server
                                                                                     Thin-Clients
         Ruhemodus Anzeigegerät          Der Ruhemodus des Anzeigegeräts muss        Tischcomputer                            √
                                         bei der Auslieferung so eingestellt sein,
                                         dass er nach 15 Minuten Inaktivität des     Integrierte Tischcomputer                √
                                         Nutzers aktiviert wird.                     Notebook-Computer                        √
                                                                                     Arbeitsplatzrechner                      √
 ---pagebreak--- L 63/24          DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                             6.3.2013
         Spezifikations-Anforderung                                                                    Gültig für
                                                                                  Small-Scale-Server (falls Anzeigegerät vor­  √
                                                                                  handen)
                                                                                  Thin-Clients                                 √
        Wake on LAN (WOL)           Ethernetfähige Computer müssen über           Tischcomputer                                √
                                    die Möglichkeit verfügen, die WOL-Funk­
                                    tion für den Ruhemodus zu aktivieren          Integrierte Tischcomputer                    √
                                    und zu deaktivieren.
                                                                                  Notebook-Computer                            √
                                                                                  Arbeitsplatzrechner                          √
                                                                                  Small-Scale-Server                           √
                                                                                  Thin-Clients (nur falls Software-Updates aus √
                                                                                  dem zentral verwalteten Netz erfolgen, wäh­
                                                                                  rend das Gerät sich im Ruhemodus oder Aus-
                                                                                  Zustand befindet. Thin-Clients, bei denen
                                                                                  standardmäßig keine Clientsoftware-Upgrades
                                                                                  außerhalb der Arbeitszeiten nötig sind, sind
                                                                                  von dieser Anforderung ausgenommen.)
        Wake on LAN (WOL)           Nur für im Firmenkundenvertrieb ausgelieferte Tischcomputer                                √
                                    Computer:
                                    Ethernetfähige Computer müssen eine der       Integrierte Tischcomputer                    √
                                    folgenden Anforderungen erfüllen:
                                    — Die WOL-Funktion muss für den Ru­           Notebook-Computer                            √
                                          hemodus aktiviert sein, wenn das
                                          System mit Wechselstrom betrieben       Arbeitsplatzrechner                          √
                                          wird (d. h. Notebook-Computer kön­
                                          nen die WOL-Funktion automatisch
                                          deaktivieren, wenn sie vom Versor­
                                          gungsnetz getrennt sind) oder           Small-Scale-Server                           √
                                    — Bereitstellung einer Bedienfunktion
                                          zum Aktivieren der WOL-Funktion,        Thin-Clients (nur falls Software-Updates aus √
                                          die sowohl von der Benutzeroberflä­     dem zentral verwalteten Netz erfolgen, wäh­
                                          che des Client-Betriebssystems als      rend das Gerät sich im Ruhemodus oder Aus-
                                          auch über das Netz hinreichend zu­      Zustand befindet. Thin-Clients, bei denen
                                          gänglich ist, wenn der Computer mit     standardmäßig keine Clientsoftware-Upgrades
                                          deaktivierter WOL-Funktion ausgelie­    außerhalb der Arbeitszeiten nötig sind, sind
                                          fert wird.                              von dieser Anforderung ausgenommen.)
        Weck-Management             Nur für im Firmenkundenvertrieb ausgelieferte Tischcomputer                                √
                                    Computer:
                                    Ethernetfähige Computer müssen sowohl         Integrierte Tischcomputer                    √
                                    (über das Netz) ferngesteuerte als auch
                                    planmäßige (z. B. per Echtzeituhr)            Notebook-Computer                            √
                                    Weck-Ereignisse aus dem Ruhemodus un­
                                    terstützen.                                   Arbeitsplatzrechner                          √
                                    Der Hersteller muss — sofern er die Kon­
                                    trolle darüber hat (d. h. wenn die Kon­
                                    figuration über Hardware-Einstellungen
                                    und nicht über Software-Einstellungen er­     Small-Scale-Server                           √
                                    folgt) — gewährleisten, dass diese Einstel­
                                    lungen vom Kunden nach Wunsch zen­            Thin-Clients                                 √
                                    tral verwaltet werden können; der Her­
                                    steller muss die entsprechenden Tools
                                    dazu zur Verfügung stellen.
 ---pagebreak--- 6.3.2013          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/25
         Bei allen Computern mit aktivierter WOL-Funktion müssen alle vorhandenen gezielten Paketfilter aktiviert und auf eine
         dem Industriestandard entsprechende Werkskonfiguration eingestellt sein. Bis ein oder mehrere Standards vereinbart sind,
         werden die Programmpartner ersucht, ihre Konfigurationen gezielter Paketfilter dem US-EPA und der Europäischen
         Kommission mitzuteilen, damit diese die Angaben auf der entsprechenden Website veröffentlichen können, um die
         Erörterung und die Entwicklung von Standardkonfigurationen anzuregen.
         Prüfung von Computern mit Stromsparfunktionen
         a) Aus-Zustand: Die Computer werden mit den Aus-Einstellungen wie ausgeliefert geprüft und bewertet. Modelle, die mit
            aktivierter WOL-Funktion für den Aus-Zustand ausgeliefert werden, werden mit aktivierter WOL-Funktion geprüft.
            Analog dazu werden Modelle, die mit deaktivierter WOL-Funktion für den Aus-Zustand ausgeliefert werden, mit
            deaktivierter WOL-Funktion geprüft.
         b) Ruhemodus: Die Computer werden mit den Ruhemodus-Einstellungen wie ausgeliefert geprüft und bewertet. Modelle,
            die im Sinne der Begriffsbestimmung V in Abschnitt 1 im Firmenkundenvertrieb verkauft werden, müssen mit
            aktivierter/deaktivierter WOL-Funktion auf Grundlage der in Tabelle 8 aufgeführten Anforderungen geprüft, bewertet
            und ausgeliefert werden. Geräte, die nur über den normalen Einzelhandel direkt an Verbraucher gehen, müssen nicht
            mit aktivierter WOL-Funktion für den Ruhemodus ausgeliefert werden; sie können mit aktivierter oder deaktivierter
            WOL-Funktion geprüft, bewertet und ausgeliefert werden.
         c) Proxying: Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer werden mit den Idle-, Ruhemodus- und
            Aus-Einstellungen mit aktivierten oder deaktivierten Proxyingfunktionen wie ausgeliefert geprüft und bewertet. Um
            unter Verwendung der TEC-Gewichtungen für das Proxying als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, muss ein System
            einer Proxying-Norm entsprechen, die vom US-EPA und von der Europäischen Kommission als mit den ENERGY
            STAR-Zielen übereinstimmend anerkannt wurde. Diese Anerkennung muss vor der Einreichung von Produktdaten zur
            Einstufung erfolgt sein.
         Vorinstallation von Kundensoftware und Bereitstellung von Managementdiensten
         Die Programmpartner tragen die Verantwortung dafür, dass die Geräte in dem Zustand geprüft und eingestuft werden, in
         dem sie auch ausgeliefert werden. Falls das Gerät die ENERGY STAR-Anforderungen erfüllt und als ENERGY STAR-
         gerecht gilt, kann es entsprechend gekennzeichnet werden.
         Wurde ein Programmpartner vom Kunden mit dem Laden eines kundendefinierten Speicherabbildes beauftragt, so
         unternimmt der Programmpartner folgende Schritte:
         — Er weist den Kunden darauf hin, dass dessen Gerät nach dem Laden des kundendefinierten Speicherabbildes mögli­
             cherweise nicht ENERGY STAR-gerecht ist (hierzu ist auf der ENERGY STAR-Internetseite ein Musterschreiben an die
             Kunden verfügbar).
         — Er ruft den Kunden dazu auf, das Gerät auf Einhaltung der ENERGY STAR-Spezifikationen zu prüfen.
         Anforderung bezüglich der Benutzerinformation
         Damit die Käufer/Nutzer angemessen über die Vorteile der Stromsparfunktionen informiert werden, muss der Hersteller
         jedem Computer eines der beiden folgenden Elemente beifügen:
         — Informationen über ENERGY STAR und die Vorteile der Stromsparfunktionen in einer Papierfassung oder einer
             elektronischen Fassung des Benutzerhandbuchs. Diese Informationen sollten im vorderen Teil des Benutzerhandbuchs
             enthalten sein; oder
         — eine Paket- oder Verpackungsbeilage über ENERGY STAR und die Vorteile der Stromsparfunktionen.
         In beiden Fällen sind mindestens die folgenden Angaben zu machen:
         — ein Hinweis, dass der Computer mit aktivierten Stromsparfunktionen ausgeliefert wurde, und die Angabe der ent­
             sprechenden Zeiteinstellungen (entweder Standard-Systemeinstellungen oder ein Hinweis, dass die Standard-System­
             einstellungen des Computers den ENERGY STAR-Anforderungen für weniger als 15 Minuten Inaktivität des Nutzers
             für das Anzeigegerät und weniger als 30 Minuten Inaktivität des Nutzers für den Rechner entspricht, wie vom
             ENERGY STAR-Programm für optimale Energieeinsparung empfohlen) sowie
         — eine Beschreibung, wie der Computer korrekt aus dem Ruhemodus geweckt wird.
         D. Freiwillige Anforderungen
         Benutzerschnittstelle
         Obwohl dies nicht vorgeschrieben ist, wird den Herstellern dringend empfohlen, ihre Geräte in Übereinstimmung mit der
         IEEE-Norm 1621 bezüglich der Bedienungselemente für die Leistungssteuerung (vollständige Bezeichnung „Norm für
         Bedienungselemente für die Leistungssteuerung elektronischer Büro- und Unterhaltungsgeräte“) zu gestalten. Diese
         Norm dient dazu, die Leistungssteuerung bei allen Elektronikgeräten einheitlicher und intuitiv bedienbar zu machen.
         Weitere Informationen über diese Norm sind unter http://eetd.LBL.gov/Controls zu finden.
         4. Prüfverfahren
         Die Hersteller führen die Prüfungen in eigener Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den
         ENERGY STAR-Anforderungen genügen.
         — Hinsichtlich der Durchführung dieser Prüfungen stimmen die Programmpartner der Anwendung der in der nach­
             stehenden Tabelle 9 angegebenen Prüfverfahren zu.
 ---pagebreak--- L 63/26           DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                                6.3.2013
        — Die Prüfergebnisse werden dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission mitgeteilt.
        Zusätzliche Anforderungen an Prüfung und vorzulegende Daten sind unten angegeben.
        1. Anzahl der auf TEC oder im Idle-Modus zu prüfenden Geräte
        Die Hersteller können anfänglich ein einziges Gerät auf Einhaltung der Anforderungen prüfen. Wird bei diesem Gerät eine
        maximale Leistungsaufnahme ermittelt, die die Vorgabe für den TEC oder den Idle-Modus unterschreitet oder einhält, aber
        bis zu 10 % unter dem maximal zulässigen Wert liegt, so muss ein zusätzliches Gerät des gleichen Modells mit identischer
        Konfiguration geprüft werden. Vom Hersteller sind die Prüfergebnisse für beide Geräte einzureichen. Um als ENERGY
        STAR-gerecht zu gelten, müssen beide Einzelgeräte die Vorgabe für den TEC oder den Idle-Modus für dieses Gerät und für
        diese Gerätekategorie erfüllen.
        Hinweis: Diese zusätzliche Prüfung ist nur für die Einstufung nach dem TEC (Tischcomputer, integrierte Tischcomputer,
        Notebook-Computer, Arbeitsplatzrechner) und den Idle-Modus (Small-Scale-Server, Thin-Clients) erforderlich — für den
        Ruhemodus und den Aus-Zustand muss nur ein Gerät geprüft werden, falls eine entsprechende Anforderung gilt. Beispiele
        zur Erläuterung dieses Verfahrens:
        Beispiel 1: Für Tischcomputer der Kategorie A gilt ein TEC-Wert von maximal 148,0 kWh — somit liegt die 10-Prozent-
        Grenze für die zusätzliche Prüfung bei 133,2 kWh.
        — Werden beim ersten Gerät 130 kWh gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn
             mit 130 kWh beträgt die Leistungsaufnahme 12 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt damit jenseits der
             10-Prozent-Grenze).
        — Werden beim ersten Gerät 133,2 kWh gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht
             (denn mit 133,2 kWh beträgt die Leistungsaufnahme genau 10 % weniger als der zulässige Höchstwert).
        — Werden beim ersten Gerät 135 kWh gemessen, so muss ein weiteres Gerät geprüft werden (denn mit 135 kWh
             beträgt die Leistungsaufnahme nur 9 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt damit innerhalb der 10-
             Prozent-Grenze).
        — Werden bei den zwei Geräten 135 und 151 kWh gemessen, so gilt das Modell nicht als ENERGY STAR-gerecht,
             obwohl der Mittelwert 143 kWh beträgt, weil einer der Messwerte den zulässigen Höchstwert der ENERGY STAR-
             Spezifikation überschreitet.
        — Werden bei den zwei Geräten 135 und 147 kWh gemessen, so gilt das Modell als ENERGY STAR-gerecht, weil beide
             Messwerte die ENERGY STAR-Spezifikation von 148,0 kWh erfüllen.
        Beispiel 2: Für Small-Scale-Server der Kategorie A gilt eine maximale Leistungsaufnahme im Idle-Modus von 50 Watt —
        somit liegt die 10-Prozent-Grenze für die zusätzliche Prüfung bei 45 Watt. Bei der Prüfung eines Modells auf Einhaltung
        der ENERGY STAR-Anforderungen können sich demnach folgende Situationen ergeben:
        — Werden beim ersten Gerät 44 Watt gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn
             mit 44 Watt beträgt die Leistungsaufnahme 12 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt damit jenseits der 10-
             Prozent-Grenze).
        — Werden beim ersten Gerät 45 Watt gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn
             mit 45 Watt beträgt die Leistungsaufnahme genau 10 % weniger als der zulässige Höchstwert).
        — Werden beim ersten Gerät 47 Watt gemessen, so muss ein weiteres Gerät geprüft werden (denn mit 47 Watt beträgt
             die Leistungsaufnahme nur 6 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt damit innerhalb der 10-Prozent-
             Grenze).
        — Werden bei den zwei Geräten 47 und 51 Watt gemessen, so gilt das Modell nicht als ENERGY STAR-gerecht, obwohl
             der Mittelwert 49 Watt beträgt, weil einer der Messwerte (51) den zulässigen Höchstwert der ENERGY STAR-
             Spezifikation überschreitet.
        — Werden bei den zwei Geräten 47 und 49 Watt gemessen, so gilt das Modell als ENERGY STAR-gerecht, weil beide
             Messwerte die ENERGY STAR-Spezifikation von 50 Watt erfüllen.
        2. Modelle, die in mehreren Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
        Die Prüfung der Geräte durch die Hersteller erfolgt stets in Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das Gerät
        verkauft und als ENERGY STAR-gerecht beworben wird.
        Bei Geräten, die international auf mehreren Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher für
        mehrere Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller die geforderten Messwerte für Energieverbrauch und
        Energieeffizienz für alle relevanten Netzspannungs-Frequenz-Kombinationen ermitteln und angeben. Verkauft ein Her­
        steller beispielsweise das gleiche Modell in den USA und in Europa, so muss er die Verbrauchswerte sowohl bei 115
        Volt/60 Hz als auch bei 230 Volt/50 Hz messen und angeben und die entsprechenden Spezifikationen einhalten, damit
 ---pagebreak--- 6.3.2013          DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                    L 63/27
         das Modell auf beiden Märkten als ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die ENERGY STAR-Spezifika­
         tionen nur bei einer Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei 115 Volt/60 Hz), so darf es auch nur in den
         Regionen, in denen diese Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B. Nordamerika und Taiwan) als ENERGY
         STAR-gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
                                                            Tabelle 9: Prüfverfahren
               Gerätekategorie        Spezifikations-Anforderung                  Prüfprotokoll                          Quelle
         Sämtliche Computer        Leistungsaufnahme Netzteil       Interne Netzteile: Generalized Internal    Interne Netzteile: www.
                                                                    Power Supply Efficiency Test Protocol      efficientpowersupplies.org
                                                                    Rev. 6.4.2 (allgemeine Leistungsauf­
                                                                    nahme-Prüfprotokoll für interne            Externe Netzteile: www.
                                                                    Netzteile Rev. 6.4.2)                      energystar.gov/
                                                                                                               powersupplies
                                                                    Externe Netzteile: ENERGY-STAR-
                                                                    Prüfmethode für externe Netzteile
                                                                    Hinweis: Sind zur Prüfung eines internen
                                                                    Netzteils neben den im einschlägigen
                                                                    Prüfprotokoll beschriebenen weitere Infor­
                                                                    mationen/Verfahren notwendig, so geben
                                                                    die Programmpartner dem US-EPA bzw.
                                                                    der Europäischen Kommission auf Er­
                                                                    suchen den Versuchsaufbau zur Ermitt­
                                                                    lung der Netzteildaten im Rahmen einer
                                                                    Geräteanmeldung an.
         Tischcomputer, inte­      ETEC (aus Messungen des          Prüfmethode für ENERGY STAR-ge­            Anlage A
         grierte Tischcomputer     Verbrauchs im Aus-Zu­            rechte Computer (Version 5.0), An­
         und Notebook-Com­         stand-, Ruhe- und Idle-Mo­       hang I Abschnitt III
         puter                     dus)
         Arbeitsplatzrechner       PTEC (aus Messungen des          Prüfmethode für ENERGY STAR-ge­
                                   Verbrauchs im Aus-Zu­            rechte Computer (Version 5.0), An­
                                   stand, Ruhe- und Idle-Mo­        hang I, Abschnitte III–IV
                                   dus sowie bei maximaler
                                   Leistungsaufnahme)
         Small-Scale-Server        Aus-Zustand und Idle-Mo­         Prüfmethode für ENERGY STAR-ge­
                                   dus                              rechte Computer (Version 5.0), An­
                                                                    hang I Abschnitt III
         Thin-Clients              Aus-Zustand, Ruhemodus           Prüfmethode für ENERGY STAR-ge­
                                   und Idle-Modus                   rechte Computer (Version 5.0), An­
                                                                    hang I Abschnitt III
         3. Anforderungsgerechte Produktfamilien
         Modelle, die unverändert geblieben sind oder sich nur in der Endverarbeitung von den im Vorjahr vertriebenen Modellen
         unterscheiden, können ohne Einreichung neuer Prüfergebnisse die Kennzeichnung beibehalten, wenn die Spezifikationen
         unverändert geblieben sind. Wird ein Gerätemodell in unterschiedlichen Konfigurationen oder Ausführungen als „Pro­
         duktfamilie“ oder Produktserie in Verkehr gebracht, so kann der Programmpartner das Gerät unter einer einzigen Modell­
         nummer anmelden und prüfen, sofern alle Modelle dieser Familie oder Serie einer der folgenden Anforderungen genügen:
         — Für Computer, die auf der gleichen Plattform aufgebaut und abgesehen von Gehäuse und Farbe in jeder Hinsicht
             identisch sind, genügt die Einreichung der Prüfergebnisse eines einzigen repräsentativen Modells.
         — Wird ein Gerätemodell in unterschiedlichen Konfigurationen in Verkehr gebracht, so kann der Programmpartner statt
             der einzelnen Modelle der Familie das Gerät unter einer einzigen Modellidentifikationsnummer, die die Konfiguration
             der Produktfamilie mit dem höchsten Energieverbrauch darstellt, anmelden und prüfen. Konfigurationen dieses Gerä­
             temodells mit einer höheren Leistungsaufnahme als die repräsentative Konfiguration dürfen nicht bestehen. In diesem
             Fall wäre die Höchstverbrauchskonfiguration wie folgt: leistungsstärkster Prozessor, maximale Speicherkonfiguration,
             leistungsstärkster Grafikprozessor usw. Für Tischcomputer, die je nach Konfiguration die Definitionen für mehrere
             Kategorien von Tischcomputern (nach Abschnitt 3.B) erfüllen, müssen die Hersteller die Höchstverbrauchskonfigura­
             tion für jede Kategorie einreichen, für die das System als anforderungsgerecht gelten soll. So müsste beispielsweise ein
             System, das als Tischcomputer entweder der Kategorie A oder der Kategorie B konfiguriert werden kann, mit
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            der Höchstverbrauchskonfiguration für beide Kategorien angemeldet werden, um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten.
            Kann ein Gerät für alle drei Kategorien konfiguriert werden, so müssen die Daten für die Höchstverbrauchskonfigu­
            ration in allen Kategorien eingereicht werden. Die Hersteller haften für die Energieeffizienzangaben zu allen anderen
            Modellen der Familie, auch wenn die Geräte nicht geprüft bzw. die Daten nicht eingereicht wurden.
        Sämtliche mit einer Modellbezeichnung verbundenen Geräte/Konfigurationen, für die ein Programmpartner die ENERGY
        STAR-Kennzeichnung beantragt, müssen die ENERGY STAR-Anforderungen erfüllen. Wünscht ein Programmpartner die
        ENERGY STAR-Kennzeichnung von Konfigurationen eines Modells, für das Alternativkonfigurationen bestehen, welche
        für eine Kennzeichnung nicht in Frage kommen, muss er die anforderungsgerechten Konfigurationen anhand der Modell­
        bezeichnung/-nummer mit einem Identifikationscode kennzeichnen, der ausschließlich ENERGY STAR-gerechten Kon­
        figurationen vorbehalten ist. Dieser Identifikationscode muss in Werbematerial/Verkaufsprospekten und der Liste ENERGY
        STAR-gerechter Geräte stets in Verbindung mit den anforderungsgerechten Konfigurationen verwendet werden (z. B.
        Modell-Nr. A1234 für Grundkonfigurationen und A1234-ES für ENERGY STAR-gerechte Konfigurationen).
        5. Inkrafttreten
        Der Tag, an dem die Hersteller beginnen dürfen, ihre Geräte der Spezifikationen als ENERGY STAR-gerecht einzustufen,
        wird im Abkommen als Datum des Inkrafttretens festgelegt.
        Tischcomputer, integrierte Tischcomputer, Arbeitsplatzrechner und Small-Scale-Server:
        Für Tischcomputer, integrierte Tischcomputer, Arbeitsplatzrechner, Small-Scale-Server und Thin-Clients treten die Spezi­
        fikationen ENERGY STAR Version 5.0 am 1. Juli 2009 in Kraft. Alle Geräte, einschließlich der ursprünglich unter Version
        4.0 als anforderungsgerecht eingestuften Modelle, mit einem Herstellungsdatum ab dem 1. Juli 2009 müssen die An­
        forderungen dieser Version 5.0 erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten. Spielkonsolen mit einem Herstellungs­
        datum ab dem 1. Juli 2010 müssen die Anforderungen dieser Version 5.0 erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht zu
        gelten. Alle vorherigen Abkommen über ENERGY STAR-gerechte Computer treten am 30. Juni 2009 außer Kraft.
        6. Künftige Änderung der Spezifikationen
        Das US-EPA und die Europäische Kommission behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu ändern, falls tech­
        nologische Entwicklungen oder veränderte Marktbedingungen sich auf deren Nützlichkeit für die Verbraucher oder die
        Wirtschaft oder auf deren Umweltnutzen auswirken. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikationen stets mit den
        Beteiligten erörtert. Für den Fall einer Änderung der Spezifikationen wird darauf hingewiesen, dass die ENERGY STAR-
        Einstufung nicht automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells gilt. Um als ENERGY STAR-gerecht zu
        gelten, muss ein Gerätemodell die zum Herstellungsdatum des Modells geltenden ENERGY STAR-Spezifikationen erfüllen.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/29
                                                                   Anlage A
         ENERGY STAR-Prüfverfahren zur Bestimmung des Stromverbrauchs von Computern im Aus-Zustand, Ruhe-
                                                               und Idle-Modus
         Bei der Messung des Energieverbrauchs von Computern im Hinblick auf die Einhaltung der in dieser Version 5.0 der
         ENERGY STAR-Spezifikationen für Computer vorgegebenen Verbrauchswerte für den Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus
         sollte das nachstehende Protokoll zugrunde gelegt werden. Die Programmpartner müssen die Messung an einer reprä­
         sentativen Auswahl der Konfiguration durchführen, wie sie an den Kunden ausgeliefert wird. Der Programmpartner
         braucht Änderungen im Energieverbrauch, die sich möglicherweise aus dem Einbau weiterer Bauteile sowie aus BIOS-
         und/oder Softwareeinstellungen ergeben, die der Computernutzer nach dem Verkauf des Geräts vornimmt, nicht zu
         berücksichtigen. Das Verfahren sollte in der vorgegebenen Reihenfolge durchgeführt werden; der jeweils geprüfte Modus wird
         gegebenenfalls in der Kennzeichnung angegeben.
         Sofern im Prüfverfahren nach diesem Anlage A nicht anders angegeben, müssen die Computer in der Konfiguration und
         mit den Einstellungen wie ausgeliefert geprüft werden. Schritte, die einen anderen Aufbau erfordern, sind mit einem Stern
         („*“) gekennzeichnet.
         I. Begriffsbestimmungen
         Sofern nicht anders angegeben, stimmen alle in diesem Dokument verwendeten Begriffe mit den in den ENERGY STAR-
         Einstufungskriterien für Computer Version 5.0 angegebenen Begriffsbestimmungen überein.
         1.    UUT: UUT ist eine Abkürzung für das zu prüfende Gerät („Unit Under Test“) und bezeichnet im vorliegenden Fall den
               zu prüfenden Computer.
         2.    USV: USV ist eine Abkürzung für unterbrechungsfreie Stromversorgung und bezeichnet die Kombination von
               Stromrichtern, Schaltern und Energiespeichern wie beispielsweise Batterien, die bei Ausfall der Stromversorgung
               als Stromquelle zur Aufrechterhaltung eines unterbrechungsfreien Laststroms dient.
         II. Prüfvorschriften
         1.    Zugelassene Messgeräte:
               Zugelassene Messgeräte müssen die folgenden Eigenschaften aufweisen (1):
               — Leistungsauflösung von 1 mW oder besser,
               — verfügbarer Stromscheitelfaktor von 3 oder mehr in ihrem Nennmessbereich und
               — Untergrenze des Strombereichs von 10 mA oder niedriger.
               Darüber hinaus werden folgende Eigenschaften empfohlen:
               — Frequenzgang von mindestens 3 kHz und
               — Kalibrierung nach einer Norm, die sich auf das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology
                   (NIST) zurückführen lässt.
               Es ist ferner wünschenswert, dass die Messgeräte in der Lage sind, die durchschnittliche Leistungsaufnahme über jedes
               vom Nutzer gewählte Zeitintervall genau zu berechnen (dies erfolgt in der Regel über eine interne mathematische
               Berechnung, bei der die kumulierte Energie im Messgerät durch die Zeit dividiert wird; dies ist das präziseste
               Verfahren). Alternativ hierzu müsste das Messgerät in der Lage sein, die Energie über jedes vom Nutzer gewählte
               Zeitintervall mit einer Auflösung von 0,1 mWh oder weniger und die angezeigte Zeit mit einer Auflösung von 1
               Sekunde oder weniger zu integrieren.
         2.    Genauigkeit
               Bei Leistungsmessungen im Bereich ab 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von 95 %
               höchstens 2 % betragen. Bei Leistungsmessungen im Bereich unter 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem
               Vertrauensbereich von 95 % höchstens 0,01 Watt betragen. Das Leistungsmessgerät muss folgende Auflösung be­
               sitzen:
         (1) Die Merkmale der zugelassenen Messgeräte wurden aus IEC 62301 Ed 1.0 (Messung der Leistungsaufnahme im Standby-Modus)
             übernommen.
 ---pagebreak--- L 63/30           DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                 6.3.2013
             — 0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich ≤ 10 W,
             — 0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 10 W bis 100 W und
             — 1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 100 W.
             Alle Leistungsangaben sollten in Watt erfolgen und auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet werden. Für
             Stromladungen ab 10 W sollten drei Kennzahlen aufgezeichnet werden.
        3.   Prüfbedingungen
             Versorgungsspannung             Nordamerika/Taiwan:                         115 Volt     (± 1 %)    Wechselstrom,   60 Hz
                                                                                         (± 1 %)
                                             Europa/Australien/Neuseeland:               230 Volt     (± 1 %)    Wechselstrom,   50 Hz
                                                                                         (± 1 %)
                                             Japan:                                      100 Volt (± 1 %) Wechselstrom,          50 Hz
                                                                                         (± 1 %)/60 Hz (± 1 %)
                                                                                         Hinweis: Bei Geräten mit einer maximalen
                                                                                         Nennleistung > 1,5 kW entspricht der Span­
                                                                                         nungsbereich ± 4 %.
             Klirrfaktor (THD) (Span­        < 2 % THD (< 5 % für Geräte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW)
             nung)
             Umgebungstemperatur             23 °C ± 5 °C
             Relative Luftfeuchtigkeit       10–80 %
             (Siehe IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte — Messung der Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4)
        4.   Prüfkonfiguration
             Der Stromverbrauch eines Computers wird zwischen einer Wechselstromquelle und dem UUT gemessen und geprüft.
             Falls das UUT Ethernet unterstützt, muss es an einen Ethernet-Switch angeschlossen sein, der die höchste und die
             niedrigste Netzgeschwindigkeit des UUT verarbeiten kann. Die Netzverbindung muss während sämtlicher Prüfungen
             aktiv sein.
        III. Prüfverfahren für Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus für alle Computerprodukte
        Der Wechselstromverbrauch eines Computers sollte wie folgt gemessen werden:
        Vorbereitung des UUT
          1. Hersteller und Modellbezeichnung des UUT aufzeichnen.
          2. Sicherstellen, dass das UUT wie nachfolgend ausgeführt an das Netz angeschlossen ist und diese Verbindung für die
             gesamte Prüfdauer aktiv bleibt, wobei jedoch kurze Unterbrechungen beim Übergang zwischen verschiedenen Über­
             tragungsgeschwindigkeiten außer Acht bleiben können.
             a) Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer müssen an einen aktiven Ethernet-Switch
                 (IEEE 802.3) gemäß der Spezifikation in Abschnitt II „Prüfkonfiguration“ angeschlossen sein. Die Verbindung
                 zwischen dem Computer und dem Switch muss für die gesamte Prüfdauer aktiv bleiben, wobei jedoch kurze
                 Unterbrechungen beim Übergang zwischen verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten außer Acht bleiben
                 können. Bei nicht ethernetfähigen Computern muss für die gesamte Prüfdauer eine Funkverbindung zu einem
                 Drahtlos-Router oder -Netzzugangspunkt aktiv bleiben.
             b) Small-Scale-Server müssen an einen aktiven Ethernet-Switch (IEEE 802.3) gemäß der Spezifikation in Abschnitt II
                 „Prüfkonfiguration“ angeschlossen sein, und die Verbindung muss aktiv sein.
             c) Thin-Clients müssen über einen aktiven Ethernet-Switch (IEEE 802.3) an einen aktiven Server angeschlossen sein
                 und mit der bestimmungsgemäßen Terminal-/Fernverbindungssoftware betrieben werden.
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          3. Ein zur Messung der tatsächlichen Leistungsaufnahme geeignetes zugelassenes Messgerät, das für die Prüfung auf die
             passende Spannungs-Frequenz-Kombination eingestellt ist, an eine Wechselstromquelle anschließen.
          4. Das UUT an den Messstromausgang des Messgeräts anschließen. Es sollten keine Steckdosenleisten oder USV-Geräte
             zwischen das Messgerät und das UUT geschaltet sein. Damit die Prüfung gültig ist, sollte das Messgerät angeschlossen
             bleiben, bis alle den Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus betreffenden Daten aufgezeichnet sind.
          5. Wechselstromspannung und -frequenz aufzeichnen.
          6. Computer hochfahren und warten, bis das Betriebssystem vollständig geladen ist. Erforderlichenfalls die Anfangs­
             einstellungen des Betriebssystems vornehmen und alle Dateiindexierungsprozesse und sonstigen einmaligen/regel­
             mäßigen Prozesse, die bei Betriebssystemstart ablaufen, zum Abschluss kommen lassen.
          7. Die grundlegenden Angaben zur Konfiguration des Computers aufzeichnen: Art des Computers, Name und Version
             des Betriebssystems, Art und Geschwindigkeit des Prozessors, Gesamtarbeitsspeicher und verfügbarer Arbeitsspeicher
             usw.
          8. Die grundlegenden Angaben zur Grafikkarte oder ggf. dem Grafik-Chipsatz aufzeichnen: Bezeichnung der Grafikkarte
             bzw. des Grafik-Chipsatzes, Framebufferbreite, Auflösung, Grafikkartenspeicher und Bits pro Pixel.
          9. * Sicherstellen, dass das UUT so konfiguriert ist wie bei der Auslieferung, einschließlich aller Zubehörteile, der WOL-
             Aktivierung und mitgelieferter Software. Das UUT sollte ferner für alle Prüfungen unter Einhaltung der folgenden
             Anforderungen konfiguriert sein:
             a) Ohne Zubehör ausgelieferte Tischcomputersysteme sollten mit Standardmaus, -tastatur und externem Monitor
                 konfiguriert sein.
             b) Bei Notebook-Computern sollten alle mit dem System ausgelieferten Zubehörteile einbegriffen sein; eine geson­
                 derte Tastatur oder Maus ist nicht erforderlich, wenn die Geräte mit einem integrierten Zeigegerät oder Digita­
                 lisierer ausgerüstet sind.
             c) Bei Notebook-Computern sollten sämtliche vorhandenen Batteriepacks für alle Prüfungen entfernt werden. Im Fall
                 von Systemen, bei denen der Betrieb ohne eingelegtes Batteriepack keine unterstützte Konfiguration ist, kann die
                 Prüfung mit eingesetzten, voll aufgeladenen Batteriepacks durchgeführt werden, wobei sicherzustellen ist, dass die
                 betreffende Konfiguration bei den Prüfungsergebnissen festgehalten wird.
             d) Ohne Zubehör ausgelieferte Small-Scale-Server und Thin-Clients sollten mit Standardmaus, -tastatur und externem
                 Monitor konfiguriert sein (falls der Server einen Displayausgang hat).
             e) Bei ethernetfähigen Computern sollte die Stromversorgung von Funkzubehörteilen für alle Prüfungen ausgeschaltet
                 sein. Dies gilt für drahtlose Computernetzadapter (z. B. IEEE 802.11) oder für Funkprotokolle für die Kommuni­
                 kation zwischen funkbetriebenen Geräten. Bei nicht ethernetfähigen Computern sollte die Versorgung eines Funk-
                 LAN (z. B. IEEE 802.11) während der Prüfung aufrechterhalten werden, ebenso wie eine Funkverbindung zu einem
                 Drahtlos-Router oder -Netzzugangspunkt, die die höchste und die niedrigste Datenübertragungsgeschwindigkeit
                 des Client-Funksystems unterstützt.
             f) Die Herabregelung der Drehzahl primärer Festplattenlaufwerke („Spin Down“) zu Stromsparzwecken ist bei der
                 Prüfung im Idle-Modus nicht zulässig, sofern diese nicht einen in das Laufwerk integrierten nicht-flüchtigen
                 Speicher (z. B. „hybride“ Festplattenlaufwerke) aufweisen. Ist bei der Auslieferung mehr als ein internes Festplatten­
                 laufwerk installiert, so kann (können) das (die) nicht primäre(n), interne(n) Festplattenlaufwerk(e) mit im Aus­
                 lieferungszustand aktivierter Festplatten-Stromsparkfunktion geprüft werden. Ist für diese zusätzlichen Laufwerke
                 bei Auslieferung an die Kunden keine Stromsparfunktion vorgesehen, müssen sie geprüft werden, ohne dass
                 derartige Funktionen aktiviert sind.
         10. Bei der Regelung der Stromspareinstellungen für Bildschirme (ohne Anpassung anderer Stromspareinstellungen)
             sollten die folgenden Leitlinien beachtet werden:
             a) Im Falle von Computern mit externen Anzeigegeräten (die meisten Tischcomputer): Die Stromspareinstellungen
                 des Anzeigegeräts so regeln, dass das Anzeigegerät sich nicht ausschaltet, damit es während der Gesamtdauer der
                 nachfolgend beschriebenen Prüfung im Idle-Modus eingeschaltet bleibt.
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              b) Im Falle von Computern mit integrierten Anzeigegeräten (Notebook-Computer und integrierte Systeme): Die
                  Stromspareinstellungen des Anzeigegeräts so regeln, dass dieses sich nach einer Minute ausschaltet.
        11. Das UUT herunterfahren.
        Prüfung im Aus-Zustand
        12. Bei heruntergefahrenem und in den Aus-Zustand versetztem UUT das Messgerät so einstellen, dass es mit der
              Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in Intervallen von weniger als oder gleich einer
              Sekunde beginnt. Leistungswerte während fünf weiterer Minuten aufzeichnen und den Durchschnittswert (arithme­
              tisches Mittel) für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum ermitteln (2).
        Prüfung im Idle-Modus
        13. Den Computer einschalten und die Zeitmessung starten, entweder beim Einschalten des Computers oder unmittelbar
              nach einem für das vollständige Hochfahren des Systems erforderlichen Login-Vorgang. Nach dem Einloggen und
              wenn das Betriebssystem vollständig geladen und betriebsbereit ist, alle geöffneten Fenster schließen, so dass auf dem
              Bildschirm die Standardoberfläche des Betriebssystems oder eine gleichwertige Betriebsbereitschaftsanzeige zu sehen
              ist. Zwischen 5 und 15 Minuten nach dem Hochfahren oder Einloggen das Messgerät so einstellen, dass es mit der
              Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in Intervallen von mindestens einer Messung pro
              Sekunde beginnt. Leistungswerte während fünf weiterer Minuten aufzeichnen und den Durchschnittswert (arithme­
              tisches Mittel) für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum ermitteln.
        Prüfung im Ruhemodus
        14. Nach Abschluss der Messung im Idle-Modus den Computer in den Ruhemodus versetzen. Das Messgerät zurück­
              setzen (falls erforderlich) und mit der Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in Inter­
              vallen von mindestens einer Messung pro Sekunde beginnen. Leistungswerte während fünf weiterer Minuten auf­
              zeichnen und den Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum ermitteln.
        15. Wird die Prüfung im Ruhemodus sowohl mit aktivierter als auch mit deaktivierter WOL-Funktion vorgenommen, den
              Computer wecken und die WOL-Einstellung für den Ruhemodus über die Betriebssystemeinstellungen oder mit
              anderen Mitteln ändern. Den Computer zurück in den Ruhemodus versetzen und Schritt 14 zur Aufzeichnung
              der Ruhemodus-Leistungsaufnahme für diese andere Konfiguration wiederholen.
        Mitteilung der Prüfergebnisse
        16. Die Prüfergebnisse sind dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission mitzuteilen, wobei darauf zu achten ist,
              dass alle erforderlichen Informationen, einschließlich der modalen Leistungswerte und zulässigen funktionsspezi­
              fischen Anpassungen für Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer, übermittelt werden.
        IV. Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme von Arbeitsplatzrechnern
        Die maximale Leistungsaufnahme von Arbeitsplatzrechnern wird durch die gleichzeitige Anwendung von zwei Industrie­
        standard-Benchmarks ermittelt: Linpack zur Belastung des Kernsystems (z. B. Prozessor, Speicher usw.) und
        SPECviewperf® (letzte verfügbare Version für das UUT) zur Belastung des Grafikprozessors. Weitere Informationen zu
        diesen Benchmarks, einschließlich kostenloser Downloads, sind im Internet unter den folgenden Adressen zu finden:
        Linpack                       http://www.netlib.org/linpack/
        SPECviewperf®                 http://www.spec.org/benchmarks.html#gpc
        Diese Prüfung muss dreimal an derselben UUT durchgeführt werden, und alle drei Messungen müssen sich innerhalb einer
        Toleranz von ± 2 % zum Durchschnittswert der drei gemessenen Maximalleistungswerte bewegen.
        Die Messung des maximalen Wechselstromverbrauchs eines Arbeitsplatzrechners sollte folgendermaßen durchgeführt
        werden:
        (2) Vollfunktions-Labormessgeräte können Werte über einen bestimmten Zeitraum integrieren und automatisch den Durchschnittswert
            ermitteln. Bei anderen Messgeräten muss der Benutzer während fünf Minuten alle fünf Sekunden eine Reihe veränderlicher Werte
            aufzeichnen und dann den Durchschnitt manuell berechnen.
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         Vorbereitung des UUT
          1. Ein zur Messung der tatsächlichen Leistungsaufnahme geeignetes zugelassenes Messgerät, das für die Prüfung auf die
              passende Spannungs-Frequenz-Kombination eingestellt ist, an eine Wechselstromquelle anschließen. Das Messgerät
              sollte in der Lage sein, die während der Prüfung gemessene maximale Leistungsaufnahme zu speichern und aus­
              zugeben oder die maximale Leistungsaufnahme auf andere Art und Weise zu ermitteln.
          2. Das UUT an den Messstromausgang des Messgeräts anschließen. Es sollten keine Steckdosenleisten oder USV-Geräte
              zwischen das Messgerät und das UUT geschaltet sein.
          3. Wechselstromspannung aufzeichnen.
          4. * Den Computer hochfahren und Linpack und SPECviewperf erforderlichenfalls wie auf den oben genannten Web­
              seiten angegeben installieren.
          5. Bei Linpack alle Standardeinstellungen für die jeweilige Architektur des UUT vornehmen und die geeignete Array-
              Größe „n“ für maximale Leistungsaufnahme während der Prüfung einstellen.
          6. Sicherstellen, dass alle SPEC-Leitlinien für den Betrieb von SPECviewperf beachtet werden.
         Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme
          7. Das Messgerät so einstellen, dass es mit der Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in
              Intervallen einer Höchstlänge von einer Sekunde beginnt, und die Messung starten. SPECviewperf öffnen, daneben
              Linpack so oft gleichzeitig öffnen wie erforderlich, um das System vollständig zu belasten.
          8. Leistungswerte aufzeichnen, bis SPECviewperf und alle geöffneten Linpack-Anwendungen abgeschlossen sind. Die
              während der Prüfung erzielte maximale Leistungsaufnahme aufzeichnen.
         Mitteilung der Prüfergebnisse
          9. Die Prüfergebnisse müssen dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission mitgeteilt werden, wobei darauf zu
              achten ist, dass alle erforderlichen Informationen übermittelt werden.
         10. Bei der Übermittlung der Daten müssen die Hersteller auch die folgenden Angaben beifügen:
              a) Wert der für Linpack verwendeten Array-Größe „n“,
              b) Anzahl der während der Prüfung gleichzeitig geöffneten Linpack-Anwendungen,
              c) für die Prüfung verwendete Version von SPECviewperf,
              d) alle für Linpack und SPECviewperf verwendeten Compiler-Optimierungen und
              e) eine vorkompilierte Binärfassung von SPECviewperf und Linpack, die die Benutzer herunterladen und anwenden
                  können. Diese können entweder durch eine zentrale Normungsstelle wie SPEC, den Originalausrüster oder einen
                  verbundenen Dritten vertrieben werden.
         V. Ständige Verifizierung
         Dieses Prüfverfahren beschreibt die Methode, nach der ein einzelnes Gerät auf Einhaltung der Anforderungen geprüft wird.
         Es wird dringend empfohlen, ein fortlaufendes Prüfverfahren einzurichten, um zu gewährleisten, dass Geräte aus ver­
         schiedenen Fertigungsläufen den ENERGY STAR-Anforderungen entsprechen.
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                                                                   Anlage B
                                                          BEISPIELBERECHNUNGEN
         I. Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer: Es folgt eine beispielhafte Berechnung des TEC,
            um zu verdeutlichen, wie anhand von Funktionszusätzen und Betriebszustandsmessungen ermittelt wird, in welchem
            Umfang die Vorgaben eingehalten werden; hier handelt es sich um die Ermittlung des ETEC eines Notebook-Computers
            der Kategorie A (integrierter Grafikprozessor, 8 GB Arbeitsspeicher, 1 Festplattenlaufwerk).
            1. Messwerte unter Verwendung des Prüfverfahrens nach Anlage A:
               — Aus-Zustand = 1 W
               — Ruhemodus = 1,7 W
               — Idle-Modus = 10 W
            2. Ermittlung der geltenden funktionsspezifischen Anpassungen:
               — Integrierte Grafiklösung? Gilt nicht für Premium-Grafikkarte.
               — 8 GB Arbeitsspeicher. Anpassungsniveau für Speicher erreicht: 8 ergibt eine Anpassung von 1,6 kWh (4 ·
                   0,4 kWh).
            3. Gewichtung nach Tabelle 2 zur Berechnung von TEC:
               — Tabelle 2 (für konventionelle Notebook-Computer):
                   TAus                                                                              60 %
                   TRuhe                                                                             10 %
                   TIdle                                                                             30 %
               — ETEC = (8 760/1 000) · (PAus · TAus + PRuhe · TRuhe + PIdle · TIdle)
               — = (8 760/1 000) · (PAus · 0,60 + PRuhe · 0,10 + PIdle · 0,30)
               — = (8 760/1 000) · (1 · 0,60 + 1,7 · 0,10 + 10 · 0,30)
               — = 33,03 kWh
            4. Ermittlung der TEC-Anforderung für den betreffenden Computer durch Addition etwaiger funktionsspezifischer
               Anpassungen (Schritt 2) zur TEC-Grundanforderung (Tabelle 1).
               — Tabelle 1 (für Notebook-Computer):
                                                                 Notebook-Computer (kWh)
                   Kategorie A                                                                         40
                   Kategorie B                                                                         53
                   Kategorie C                                                                        88,5
               — ENERGY STAR-TEC-Anforderung = 40 kWh + 1,6 kWh = 41,6 kWh
            5. Vergleich von ETEC und der ENERGY STAR TEC-Anforderung (Schritt 4), um festzustellen, ob das Modell an­
               forderungsgerecht ist.
               — TEC-Anforderung Kategorie A: 41,6 kWh
               — ETEC: 33,03 kWh
               — 33,03 kWh < 41,6 kWh
               Der Notebook-Computer erfüllt die ENERGY STAR-Anforderungen.
        II. Arbeitsplatzrechner: Es folgt eine beispielhafte Berechnung des TEC für einen Arbeitsplatzrechner mit zwei Festplatten­
            laufwerken.
            1. Messwerte unter Verwendung des Prüfverfahrens nach Anlage A:
               — Aus-Zustand = 2 W
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               — Ruhemodus = 4 W
               — Idle-Modus = 80 W
               — Max. Leistungsaufnahme = 180 W
            2. Feststellung der Anzahl der installierten Festplattenlaufwerke.
               — Bei der Prüfung waren zwei Festplattenlaufwerke installiert.
            3. Gewichtung nach Tabelle 4 zur Berechnung von PTEC:
               — Tabelle 4:
                   TAus                                                                              35 %
                   TRuhe                                                                             10 %
                   TIdle                                                                             55 %
               — PTEC = (0,35 · PAus + 0,10 · PRuhe + 0,55 · PIdle)
               — = (0,35 · 2 + 0,10 · 4 + 0,55 · 80)
               — = 45,10 W
            4. Berechnung der PTEC-Anforderung nach der Formel in Tabelle 3.
               — PTEC = 0,28 · [Pmax + (Zahl der Festplatten · 5)]
               — PTEC = 0,28 · [180 + (2 · 5)]
               — PTEC = 53,2
            5. Vergleich der angepassten PTEC und der ENERGY STAR-Niveaus, um festzustellen, ob das Modell anforderungs­
               gerecht ist.
               — 45,10 < 53,2
               Der Arbeitsplatzrechner erfüllt die ENERGY STAR-Anforderungen.
                                                       II. DISPLAY-SPEZIFIKATIONEN
         1. Begriffsbestimmungen
         A. Elektronisches Display (auch „Display“ genannt): ein handelsübliches Gerät, dessen Anzeigeschirm und zugehörige
            Elektronik häufig in einem Gehäuse untergebracht sind und dessen Hauptfunktion in der Anzeige visueller Informa­
            tionen besteht, die i) von einem Computer, einem Arbeitsplatzrechner oder einem Server über eine oder mehrere
            Eingabeschnittstellen wie VGA, DVI, HDMI oder IEEE 1394 oder ii) von einem USB-Speicher-Stick, einer Speicherkarte
            oder einer drahtlosen Internetverbindung ausgegeben werden. Zu den Display-Technologien gehören die Flüssigkris­
            tallanzeige (LCD), die Leuchtdiode (LED), die Kathodenstrahlröhre (CRT) und der Plasmabildschirm (PDP).
         B. Externes Netzteil: eine Komponente, die in einem separaten Gehäuse außerhalb des Displaygehäuses untergebracht ist
            und dazu dient, die Wechselstrom-Eingangsspannung des Stromnetzes in niedrigere Gleichstromspannung(en) für die
            Stromversorgung des Displays umzuwandeln. Ein externes Netzteil (EPS) muss über einen abnehmbaren oder fest
            verdrahteten elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder eine sonstige Verdrahtung
            mit dem Display verbunden sein.
         C. Ein-Zustand (On-Mode): der Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen ist, ii) dessen
            sämtliche mechanische (echte) Netzschalter eingeschaltet sind und iii) das seine Hauptfunktion, die Bilddarstellung,
            ausführt.
         D. Ruhemodus: der Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen ist, ii) dessen sämtliche
            mechanische (echte) Netzschalter eingeschaltet sind und iii) das durch ein Signal von einem angeschlossenen Gerät (z.
            B. Computer, Spielekonsole oder Set-Top-Box) oder durch eine interne Funktion wie einen Sleeptimer oder einen
            Anwesenheitssensor in einen Stromsparmodus versetzt wurde. Der Ruhemodus gilt als „unechter“ Stromsparzustand,
            da der Ruhezustand des Displays durch das Signal eines angeschlossenen Geräts oder durch eine interne Funktion
            beendet werden kann.
         E. Aus-Zustand (Off-Mode): der Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen ist, ii) das per
            Netzschalter eingeschaltet ist und iii) keine Funktion ausführt. Der Benutzer muss einen mechanischen Schalter
            betätigen, um den Aus-Zustand des Geräts zu beenden. Gibt es mehr als einen solchen Schalter, so ist vom Prüfer
            der am leichtesten erreichbare Schalter zu betätigen.
 ---pagebreak--- L 63/36         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                          6.3.2013
        F. Leuchtdichte: das fotometrische Maß für die Lichtstärke eines in eine bestimmte Richtung abgestrahlten Lichtstroms
           pro Flächeneinheit. Die Lichtmenge, die eine bestimmte Fläche in einem bestimmten Raumwinkel verlässt oder sie
           durchquert. Die Maßeinheit für die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) angegeben.
        G. Automatische Helligkeitsregelung: Die automatische Helligkeitsregelung von Displays ist ein automatischer Mecha­
           nismus, der die Helligkeit des Displays in Abhängigkeit vom Umgebungslicht regelt.
        2. Anforderungsgerechte geräte
            Ein ENERGY STAR-gerechtes Display muss die folgenden Kriterien erfüllen:
           A. Maximale sichtbare Bildschirmdiagonale: Das Display muss über eine sichtbare Bildschirmdiagonale von bis zu (≤)
               60 Zoll verfügen.
           B. Stromquelle: Das Display muss über eine separate Wechselstrom-Netzsteckdose oder ein mit Netzteil ausgeliefertes
               Batteriemodul oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden.
           C. TV-Tuner: Verfügt das Display über einen integrierten TV-Tuner, kommt es nach diesen Spezifikationen für die
               ENERGY STAR-Kennzeichnung in Betracht, wenn es hauptsächlich als Display oder als Display mit doppelter
               Funktion als Display und Fernsehgerät vertrieben wird. Alle Displays mit TV-Tuner, die ausschließlich als Fern­
               sehgerät vertrieben werden, können nach dieser Spezifikation nicht die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten.
               Nach Stufe 2 dieser Spezifikationen können nur Displays ohne Tuner die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten;
               Displays mit Tuner können nach Stufe 2 der Version 3.0 der ENERGY STAR-TV-Spezifikation die ENERGY STAR-
               Kennzeichnung erhalten.
           D. Automatische Helligkeitsregelung (ABC): Um für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Betracht zu kommen, bei
               der die Gleichung zur Berechnung des Stromverbrauchs im Ein-Zustand herangezogen wird, muss bei dem Display
               standardmäßig die automatische Helligkeitsregelung aktiviert sein.
           E. Externes Netzteil: Wird das Display mit einem externen Netzteil ausgeliefert, muss dies die ENERGY STAR-An­
               forderungen erfüllen oder die Effizienzwerte für den Nulllastbetrieb und den Aktivzustand erreichen, die in den
               Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für externe Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile
               und Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile vorgegeben sind. Die ENERGY STAR-Spezifikationen und die Liste
               ENERGY STAR-gerechter Geräte sind unter www.energystar.gov/powersupplies einzusehen.
           F. Anforderungen an die Stromsparfunktionen: Bei dem Display muss standardmäßig mindestens ein Mechanismus
               aktiviert sein, der den automatischen Übergang in den Ruhezustand oder den Aus-Zustand ermöglicht. So müssen
               Daten- oder Netzverbindungen das Abschalten des Displays nach Standardmechanismen, wie z. B. dem Display
               Power Management Signalling, unterstützen. Bei Displays, die eigene Inhalte erzeugen können, muss standardmäßig
               ein Sensor oder Timer aktiviert sein, damit der Ruhezustand oder der Aus-Zustand automatisch eingeschaltet
               werden kann.
        3. ENERGIEEFFIZIENZKRITERIEN
        A. Anforderungen an den Ein-Zustand
        1. Stufe 1
           Für die ENERGY STAR-Kennzeichnung darf das Display die anhand der nachstehenden Gleichungen berechnete
           maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand (PO oder PO1) nicht überschreiten. Die maximale Leistungsaufnahme
           im Ein-Zustand wird in Watt ausgedrückt und auf das nächste Zehntelwatt gerundet.
                            Tabelle 1: Stufe 1 — Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand
                                                                                Maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand
                                   Display-Kategorie
                                                                                                   (W)
                          Bildschirmdiagonale < 30 Zoll                               PO = 6*(MP) + 0,05*(A) + 3
                          Bildschirmauflösung ≤ 1,1 MP
                          Bildschirmdiagonale < 30 Zoll                               PO = 9*(MP) + 0,05*(A) + 3
                          Bildschirmauflösung > 1,1 MP
                         Bildschirmdiagonale 30–60 Zoll                                    PO = 0,27*(A) + 8
                           Beliebige Bildschirmauflösung
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                      L 63/37
             Dabei sind:
             MP = Bildauflösung (Megapixel)
             A = Sichtbarer Bildschirm (Quadratzoll)
             BEISPIEL: Bei einem Display mit einer Auflösung von 1 440 × 900 bzw. 1 296 000 Pixeln, einer sichtbaren Bild­
             schirmdiagonale von 19 Zoll und einem sichtbaren Bildschirm von 162 Quadratzoll würde die maximale Leistungs­
             aufnahme im Ein-Zustand, gerundet auf das nächste Zehntelwatt, ((9 × 1,296) + (0,05 × 162)) + 3 = 22,8 Watt
             betragen.
                  Tabelle 2: Beispiel Stufe 1 — Anforderungen an die maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand (3)
                                                                                                                         Maximale Leistungs­
               Bildschirmdiagonale                                           Bildschirmabmessun­
                                                                                                     Bildschirmfläche     aufnahme im Ein-
               Bildschirmdiagonale      Auflösung           Megapixel                 gen
                                                                                                      (Quadratzoll)            Zustand
                      (Zoll)                                                         (Zoll)
                                                                                                                                (Watt)
                        7              800 × 480              0,384                5,9 × 3,5                21                     6,4
                       19             1 440 × 900             1,296            16,07 × 10,05               162                    22,8
                       26            1 920 × 1 200            2,304              21,7 × 13,5               293                    38,4
                       42             1 360 × 768             1,044                36 × 20                 720                   202,4
                       50            1 920 × 1 080            2,074                44 × 24                1 056                  293,1
         2. Stufe 2
             ENERGY STAR-gerechte Displays dürfen die nach folgender Formel ermittelte maximale Leistungsaufnahme im Ein-
             Zustand nicht übersteigen: noch nicht festgelegt.
         3. Displays mit automatischer Helligkeitsregelung (ABC)
             Für Displays, die mit standardmäßig aktivierter ABC-Funktion ausgeliefert werden, wird die maximale Leistungsauf­
             nahme im Ein-Zustand nach einer anderen Formel berechnet:
                                                           PO1 = (0,8 * Ph) + (0,2 * Pl)
             Hierbei ist PO1 die durchschnittliche Leistungsaufnahme in Watt, gerundet auf das nächste Zehntelwatt, Ph die
             Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei starkem Umgebungslicht und Pl die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei
             schwachem Umgebungslicht. Bei der Formel wird davon ausgegangen, dass das Display 20 % der Zeit bei schwachem
             Umgebungslicht betrieben wird.
         B. Anforderungen an den Ruhezustand und den Aus-Zustand
         1. Stufen 1 und 2
             Um eine ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten zu können, darf das Display die in der nachstehenden Tabelle 3
             aufgeführten Werte für die maximale Leistungsaufnahme im Ruhe- und Aus-Zustand nicht überschreiten. Displays mit
             mehreren Ruhezuständen (z. B. „Ruhe“ und „Tiefschlaf“) müssen in allen diesen Ruhezuständen den Anforderungen für
             den Ruhezustand genügen.
             BEISPIEL: Ein Testergebnis von 3 Watt im Ruhezustand und 2 Watt im Tiefschlafzustand würde den ENERGY STAR-
             Anforderungen nicht genügen, weil bei einem Ruhezustand der Grenzwert der Stufe 1 von 2 Watt überschritten wird.
             Tabelle 3: Für alle Displays geltende Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Ruhezustand und im Aus-
                                                                         Zustand
                                          Zustand                                           Stufe 1                       Stufe 2
             Maximale Leistungsaufnahme im Ruhezustand (W)                                   ≤ 2                            ≤ 1
             Maximale Leistungsaufnahme im Aus-Zustand (W)                                   ≤ 1                            ≤ 1
         (3) Bei 30- bis 60-Zoll-Displays muss die Auflösung bei der Beantragung der ENERGY STAR-Kennzeichnung angegeben werden; bei der
             Ermittlung der Leistungsaufnahme dieser Displays im Ein-Zustand bleibt die Auflösung dagegen unberücksichtigt.
 ---pagebreak--- L 63/38         DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                              6.3.2013
        4. Prüfanforderungen
           Hinweise zur Anwendung dieses Abschnitts
           Das US-EPA und die Europäische Kommission greifen so weit wie möglich auf branchenweit anerkannte Methoden
           zur Messung der Leistung und Leistungsaufnahme von Geräten unter typischen Betriebsbedingungen zurück. Die
           Prüfmethoden in dieser Spezifikation beruhen auf Normen des Display Metrology Committee der Video Electronics Stan­
           dards Association (VESA) und der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Soweit die VESA- und IEC-
           Normen für die Zwecke des ENERGY STAR-Programms nicht ausreichten, wurden in Zusammenarbeit mit Branchen­
           vertretern zusätzliche Prüf- und Messmethoden entwickelt.
           Um eine einheitliche Messung der Leistungsaufnahme von Elektronikprodukten und die Reproduzierbarkeit der Test­
           ergebnisse zu gewährleisten, ohne dass diese durch äußere Faktoren beeinträchtigt werden, muss nach dem folgenden
           Prüfprotokoll verfahren werden. Es besteht aus vier Teilen:
           — Prüfbedingungen und -geräte,
           — Prüfanordnung,
           — Prüfverfahren,
           — Dokumentation.
           Hinweis: Näheres zum Prüfverfahren siehe Anlagen 1 und 2. In Anlage 1 ist das Prüfverfahren für Displays mit einer
           sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30 Zoll beschrieben. In Anlage 2 ist das Prüfverfahren für Displays
           mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll (jeweils einschließlich) beschrieben.
           Die Partner können die Prüfung werksintern durchführen oder ein unabhängiges Prüflabor damit beauftragen.
           Qualitätskontrolle der Prüfeinrichtungen
           Die Partner führen die Prüfung durch und bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den ENERGY STAR-Spezifika­
           tionen genügen. Um eine ENERGY STAR-gerechte Prüfung durchzuführen, muss das Gerät in einer Einrichtung
           getestet werden, die zur Überwachung der Validität der Prüfungen und der Eichung Qualitätskontrollverfahren unter­
           zogen wird. ENERGY STAR empfiehlt, diese Prüfungen in einer Einrichtung vorzunehmen, die den allgemeinen
           Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien entspricht, die in der internationalen Norm
           ISO/IEC 17025 beschrieben sind.
           Prüfbedingungen und -geräte
           A. Leistungsmessprotokolle
               Die durchschnittliche Leistungsaufnahme des Displays wird im Ein-Zustand, im Ruhezustand und im Aus-Zustand
               gemessen. Bei der Durchführung der Messungen für die Selbstzertifizierung eines Gerätemodells muss sich das zu
               prüfende Gerät in demselben Zustand befinden (z. B. Konfiguration und Einstellungen) wie bei der Auslieferung an
               den Kunden, mit Ausnahme von Einstellungen, die nach den folgenden Anweisungen vorzunehmen sind.
              1. Leistungsmessungen sind an einem Punkt zwischen Netzsteckdose oder Stromquelle und dem zu prüfenden
                  Gerät vorzunehmen.
              2. Erfolgt die Stromversorgung eines Geräts über das Stromnetz, USB, IEEE 1394, Power-over-Ethernet, das
                  Telefonsystem oder eine andere Stromquelle oder Kombinationen davon, so ist zur ENERGY STAR-Einstufung
                  der Netto-Wechselstromverbrauch des Geräts heranzuziehen (dabei sind Wechselstrom/Gleichstrom-Umwand­
                  lungsverluste zu berücksichtigen).
              3. Geräte mit einer normalen Gleichstrom-Niederspannungsversorgung (z. B. USB, USB PlusPower, IEEE 1394 oder
                  Power-Over-Ethernet) müssen eine geeignete wechselstromgespeiste Gleichstromquelle verwenden. Der Strom­
                  verbrauch dieser wechselstromgespeisten Quelle wird als Leistungsaufnahme des zu prüfenden Geräts gemessen
                  und aufgezeichnet.
              4. Bei USB-gespeisten Displays ist ein gespeister Hub zu verwenden, der nur das zu prüfende Display versorgt. Bei
                  Displays, die über Power-Over-Ethernet oder USB PlusPower mit Strom versorgt werden, ist es zulässig, den
                  Verbrauch des Stromverteilers mit und ohne das angeschlossene Display zu messen und die Differenz zwischen
                  den beiden Messwerten als Stromverbrauch des Geräts aufzuzeichnen. Der Prüfer sollte jedoch bestätigen, dass
                  diese Vorgehensweise den Gleichstromverbrauch des Geräts zuzüglich Toleranz für Netzgerät und Verteilungs­
                  verluste angemessen darstellt.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                  L 63/39
                  5. Alle Geräte mit der Möglichkeit einer Wechselstromversorgung und einer normalen Gleichstrom-Niederspan­
                      nungsversorgung werden unter Wechselstromversorgung geprüft.
             B. Anforderungen an den Eingangs-Wechselstrom
                 Versorgungsspannung             Nordamerika/Taiwan                115 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 60 Hz (± 1 %)
                                                 Europa/Australien/Neuseeland      230 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %)
                                                 Japan                             100 Volt (± 1 %)         Wechselstrom,    50 Hz    (±
                                                                                   1 %)/60 Hz (± 1 %)
                                                                                   Hinweis: Bei Geräten mit einer maximalen Nennleis­
                                                                                   tung > 1,5 kW entspricht der Spannungsbereich ±
                                                                                   4 %.
                 Klirrfaktor (THD) (Span­        < 2 % THD (< 5 % für Geräte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW)
                 nung)
                 Umgebungstemperatur             23 °C ± 5 °C
                 Relative Luftfeuchtigkeit       10–80 %
                 (Siehe IEC 62301, Ed. 1.0: Elektrische Geräte für den Hausgebrauch — Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 4.2 und 4.3)
             C. Zugelassene Messgeräte
                  Zugelassene Messgeräte müssen die folgenden Eigenschaften aufweisen (4):
                  — verfügbarer Stromscheitelfaktor von 3 oder mehr in ihrem Nennmessbereich und
                  — Untergrenze des Strombereichs von 10 mA oder niedriger.
                  Das Leistungsmessgerät muss folgende Auflösung besitzen:
                  — 0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich ≤ 10 W;
                  — 0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 10 W bis 100 W und
                  — 1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 100 W.
                  Darüber hinaus werden folgende Eigenschaften empfohlen:
                  — Frequenzgang von mindestens 3 kHz und
                  — Kalibrierung nach einer Norm, die sich auf das US-amerikanische National Institute of Standards and Tech­
                      nology (NIST) zurückführen lässt.
                  Es ist ferner wünschenswert, dass mit den Messgeräten die durchschnittliche Leistungsaufnahme über jedes vom
                 Nutzer gewählte Zeitintervall ermittelt werden kann (bei den genauesten Geräten erfolgt dies in der Regel über eine
                 interne Berechnung, bei der der angefallene Stromverbrauch durch die vergangene Zeit dividiert wird). Alternativ
                 hierzu müsste das Messgerät in der Lage sein, die Energie über jedes vom Nutzer gewählte Zeitintervall mit einer
                 Auflösung von 0,1 mWh oder weniger und die angezeigte Zeit mit einer Auflösung von 1 Sekunde oder weniger
                 zu integrieren.
             D. Genauigkeit
                  Bei Leistungsmessungen im Bereich ab 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von 95 %
                 höchstens 2 % betragen. Bei Leistungsmessungen im Bereich unter 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem
                 Vertrauensbereich von 95 % höchstens 0,01 Watt betragen (5).
                  Alle Messwerte sind in Watt aufzuzeichnen und auf das nächste Zehntelwatt aufzurunden.
             E. Dunkelkammerbedingungen
                  Alle Leuchtdichtemessungen werden unter Dunkelkammerbedingungen vorgenommen. Im Aus-Zustand darf die
                 gemessene Beleuchtungsstärke (E) des Bildschirms den Wert von 1,0 Lux nicht übersteigen. Die Messung erfolgt
                 rechtwinklig zum Bildschirmmittelpunkt mit einem Lichtmessgerät, während sich das Display im Aus-Zustand
                 befindet (siehe VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 301-2F).
         (4) Die Merkmale der zugelassenen Messgeräte wurden aus IEC 62301 Ed. 1.0 (Elektrische Geräte für den Hausgebrauch — Standby-
             Leistungsaufnahme) übernommen.
         (5) Ebenda.
 ---pagebreak--- L 63/40      DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                 6.3.2013
        F. Lichtmessprotokolle
           Die Messung von Lichtwerten wie Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte erfolgt mit einem Lichtmessgerät, wobei
           sich das Display unter Dunkelkammerbedingungen befindet. Das Lichtmessgerät wird so aufgestellt, dass die
           Messung im rechten Winkel zum Display und in der Bildschirmmitte erfolgt (siehe VESA FPDM Standard 2.0,
           Appendix A115). Die vermessene Bildschirmfläche muss mindestens 500 Bildpunkte umfassen, es sei denn, dies
           übersteigt den Inhalt eines Rechtecks, dessen Seitenlänge 10 % der sichtbaren Bildschirmhöhe und -breite aus­
           machen. (In diesem Fall wird diese Fläche vermessen.) Die Leuchtfläche darf jedoch auf keinen Fall kleiner sein als
           die vom Lichtmessgerät vermessene Fläche (siehe VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 301-2H).
        Prüfanordnung
        A. Peripheriegeräte
           An den USB-Anschlüssen oder -Verteilern (Universal Serial Bus) sind keine externen Geräte angeschlossen. Etwaige
           eingebaute Lautsprecher, Fernsehempfangsteile usw. können in den niedrigsten vom Nutzer einstellbaren Strom­
           verbrauchszustand versetzt werden, um die vom Bildschirm nicht selbst verursachte Leistungsaufnahme zu ver­
           ringern.
        B. Änderungen
           Das Entfernen von Bauteilen oder andere im Allgemeinen nicht vom Nutzer durchzuführende Maßnahmen sind
           nicht gestattet.
        C. Analog- vs. Digitaleingang
           Die Messungen am Display erfolgen stets unter Verwendung des analogen Anschlusses, es sei denn, es ist kein
           analoger Anschluss vorhanden (d. h. bei Digitaldisplays, worunter für die Zwecke dieses Prüfverfahrens Displays
           verstanden werden, die nur mit einem Digitaleingang ausgestattet sind). Zu Spannungswerten bei Digitaldisplays
           mit Digitaleingang siehe Fußnote 1 in Anlage 1. Die Prüfung erfolgt dann je nach der sichtbaren Bildschirm­
           diagonale des zu prüfenden Geräts nach dem in Anlage 1 und/oder 2 genannten Verfahren mit einem digitalen
           Signalgenerator.
        D. Modelle, die in mehreren Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
           Die Partner prüfen, bestimmen und dokumentieren Voraussetzungen, die auf den einzelnen Märkten gelten, auf
           denen ihre Geräte mit ENERGY STAR-Kennzeichnung vertrieben werden sollen.
           BEISPIEL: Soll ein Gerät sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa die ENERGY STAR-Kennzeichnung
           erhalten, muss es sowohl an 115 V/60 Hz als auch 230 V/50 Hz betrieben werden können. Erfüllt ein Gerät die
           ENERGY STAR-Spezifikationen nur bei einer der Netzspannungs-/Frequenz-Kombination (z. B. bei 115 V/60 Hz),
           so darf es auch nur in den Regionen, in denen diese Netzspannungs-/Frequenz-Kombination üblich ist (z. B.
           Nordamerika und Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
        E. Externes Netzteil
           Bei Displays, die mit einem externen Netzteil ausgeliefert werden, muss dieses bei allen Prüfungen verwendet
           werden. Es darf nicht durch ein anderes Netzteil ersetzt werden.
        F. Farbeinstellungen
           Alle Farbeinstellungen (Farbton, Farbsättigung, Gamma usw.) werden auf die werkseitigen Standardwerte gesetzt.
        G. Bildauflösung und Bildwiederholfrequenz
           Bildauflösung und Bildwiederholfrequenz können je nach Technologie wie folgt variieren:
           1. Bei LCD-Bildschirmen und anderen Anzeigetechniken mit festen Bildpunkten wird das native Bildformat einge­
               stellt. Die LCD-Bildwiederholrate wird auf 60 Hz gesetzt, es sei denn, der Partner empfiehlt ausdrücklich eine
               andere Wiederholrate, die dann zu verwenden ist.
           2. Bei Bildschirmen mit Kathodenstrahlröhre (CRT) wird das Bildformat auf die bevorzugte Standardeinstellung
               mit der höchsten empfohlenen Auflösung für eine Wiederholrate von 75 Hz gesetzt. Dabei ist eine Bildele­
               ment-Aufbauzeit gemäß VESA Discrete Monitor Timing (DMT) Standard oder einem neueren Industriestandard
               zu verwenden. Der CRT-Bildschirm muss in dem geprüften Bildformat alle vom Partner angegebenen Qualitäts­
               spezifikationen einhalten.
        H. Aufwärmphase
           Etwaigen Prüfmessungen muss eine Aufwärmphase des zu prüfenden Geräts von mindestens 20 Minuten voraus­
           gehen (siehe VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 301-2D oder 305-3 für den Aufwärmtest).
 ---pagebreak--- 6.3.2013      DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                 L 63/41
         I. Stabilität
            Alle Messungen der Leistungsaufnahme sind erst aufzuzeichnen, wenn die Messwerte über drei Minuten nicht mehr
            als 1 % Abweichung aufweisen (siehe IEC 4.3.1).
         Prüfverfahren
         Hinsichtlich der Durchführung dieser Prüfungen vereinbaren die Programmpartner die Anwendung des jeweiligen
         Prüfverfahrens gemäß Anlage 1 und/oder 2 (je nach der sichtbaren Bildschirmdiagonale des zu prüfenden Geräts):
         Bei Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30 Zoll ist Anlage 1 anzuwenden.
         Bei Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll ist Anlage 2 anzuwenden.
         Dokumentation
         A. Einreichung der maßgeblichen Produktdaten beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission
            Die Partner bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den ENERGY STAR-Spezifikationen entsprechen und reichen
            diese Informationen beim US-EPA unter Verwendung des Tools „Online Product Submittal“ bzw. bei der Europäi­
            schen Kommission ein. Die Partner reichen jährlich, oder auf eigenen Wunsch auch häufiger, die Daten zu ihren
            ENERGY STAR-gerechten Geräten mit Angaben über neue Modelle ein.
         B. Anforderungsgerechte Produktfamilien
            Für Familien von Displaymodellen, die auf dem gleichen Baugruppenträger beruhen und abgesehen von Gehäuse
            und Farbe in jeder Hinsicht identisch sind, genügt die Einreichung der Prüfergebnisse eines repräsentativen Modells.
            Desgleichen können Modelle, die unverändert geblieben sind oder sich nur in der Endverarbeitung von den im
            Vorjahr vertriebenen Modellen unterscheiden, ohne Einreichung neuer Prüfergebnisse die Kennzeichnung beibehal­
            ten.
         C. Anzahl zu prüfender Geräte
            In Anlehnung an die Europäische Norm 50301 (siehe BSI 03-2001, EN 50301:2001, Messverfahren für den
            Energieverbrauch von Audio-, Video- und verwandten Geräten, Anhang A) haben das US-EPA und die Europäische
            Kommission ein Prüfverfahren festgelegt, bei dem die Anzahl der zu prüfenden Einzelgeräte vom Prüfergebnis des
            ersten Geräts abhängt.
            1. Liegt die Dauerleistungsaufnahme des zu prüfenden Geräts über 85 % des Grenzwerts für die ENERGY STAR-
                 Kennzeichnung in einem der drei Betriebszustände, so sind zwei weitere Geräte desselben Modells zu prüfen.
            2. Die Leistungsaufnahme jedes der drei geprüften Geräte wird dem US-EPA über das Tool „Online Product
                 Submittal“ bzw. der Europäischen Kommission zusammen mit den Werten der drei Prüfungen für die durch­
                 schnittliche Leistungsaufnahme in den Betriebszuständen Ein-, Ruhe- und Aus-Zustand gemeldet.
            3. Wenn die Dauerleistungsaufnahme des ersten geprüften Geräts in keinem der drei Betriebszustände 85 % des
                 Grenzwerts für die ENERGY STAR-Kennzeichnung überschreitet, wird kein zusätzliches Gerät für die Prüfungen
                 herangezogen.
            4. Um als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden zu können, dürfen sich bei keinem der geprüften Geräte
                 Messwerte ergeben, die über den ENERGY STAR-Spezifikationen für das betreffende Modell liegen.
            5. Beispiel zur Erläuterung dieses Verfahrens:
                 BEISPIEL: Zur Vereinfachung wird angenommen, dass die Spezifikation höchstens 100 Watt vorsieht und nur für einen
                 Betriebszustand gilt. Der Grenzwert (15 %) beträgt in diesem Fall 85 Watt.
                 — Werden beim ersten Gerät 80 Watt gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungs­
                     gerecht (denn mit 80 Watt liegt die Leistungsaufnahme unter dem zulässigen Höchstwert).
                 — Werden beim ersten Gerät 85 Watt gemessen, so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungs­
                     gerecht (denn mit 85 Watt entspricht die Leistungsaufnahme genau dem zulässigen Höchstwert).
 ---pagebreak--- L 63/42         DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                6.3.2013
                  — Werden beim ersten Gerät 85,1 Watt gemessen, so müssen zur Feststellung der ENERGY STAR-Gerechtheit
                      weitere Geräte geprüft werden (denn mit 85,1 Watt liegt die Leistungsaufnahme über dem zulässigen
                      Höchstwert).
                  — Werden bei drei Geräten 90, 98 bzw. 105 Watt gemessen, so gilt das Modell — obwohl der Mittelwert 98
                      Watt beträgt — als nicht ENERGY STAR-gerecht, weil einer der Messwerte (105) die ENERGY STAR-
                      Spezifikationen überschreitet.
        5. Benutzerschnittstelle
           Den Partnern wird dringend empfohlen, ihre Geräte in Übereinstimmung mit der Benutzerschnittstellennorm IEEE
           P1621 „User Interface Elements in Power Control of Electronic Devices Employed in Office/Consumer Environments“ (Bedie­
           nungselemente für die Leistungssteuerung elektronischer Büro- und Unterhaltungsgeräte) zu gestalten. Diese Norm
           wurde im Rahmen des Projekts „Power Management Controls“ ausgearbeitet, um die Leistungssteuerung bei allen
           Elektronikgeräten einheitlicher und intuitiv bedienbar zu machen. Näheres dazu unter http://eetd.LBL.gov/Controls.
        6. Inkrafttreten
           Der Tag, an dem die Partner beginnen dürfen, ihre Geräte nach der Version 5.0 der Spezifikationen als ENERGY
           STAR-gerecht einzustufen, wird im Abkommen als Datum des Inkrafttretens festgelegt. Alle vorherigen Abkommen
           über ENERGY STAR-gerechte Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als 30 Zoll treten am
           29. Oktober 2009 außer Kraft. Frühere Abkommen über ENERGY STAR-gerechte Displays mit einer sichtbaren
           Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll (jeweils einschließlich) treten am 29. Januar 2010 außer Kraft.
           A. Anforderungsgerechte Geräte nach Stufe 1 der Version 5.0 der Spezifikationen
              Wie aus nachstehender Tabelle ersichtlich wird, hängt das Datum, ab dem Stufe 1 der Version 5.0 der Spezifikation
              in Kraft tritt, von den Bildschirmabmessungen des Displays ab. Alle Geräte, auch Modelle, die ursprünglich anhand
              der Version 4.1 als anforderungsgerecht eingestuft wurden, mit diesem oder einem späteren Datum als Herstel­
              lungsdatum, müssen für die ENERGY STAR-Kennzeichnung den Anforderungen der Version 5.0 genügen (ein­
              schließlich Nachlieferungen von ursprünglich nach der Version 4.1 als anforderungsgerecht eingestuften Modellen).
              Das Herstellungsdatum bezieht sich stets auf das jeweilige Einzelgerät und ist der Zeitpunkt (d. h. Monat und Jahr),
              zu dem das Gerät als vollständig zusammengebaut gilt.
                                     Display-Kategorie                                       Inkrafttreten Stufe 1
               Bildschirmdiagonale < 30 Zoll                                                 30. Oktober 2009
               Bildschirmdiagonale 30–60 Zoll                                                  30. Januar 2010
           B. Anforderungsgerechte Geräte nach Stufe 2 der Version 5.0 der Spezifikationen
              Die zweite Phase dieser Spezifikation, Stufe 2, tritt am 30. Oktober 2011 in Kraft und gilt für Geräte mit
              Herstellungsdatum 30. Oktober 2011 oder danach. So muss ein Gerät mit dem Herstellungsdatum 30. Oktober
              2011 die Spezifikationen der Stufe 2 erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht eingestuft zu werden.
           C. Aufhebung der Bestandsschutzregelung
              Im Rahmen dieser Version 5.0 der ENERGY STAR-Spezifikationen lassen das US-EPA und die Europäische Kom­
              mission keine Bestandsschutzregelung mehr zu. ENERGY STAR-Einstufungen nach der Version 4.1 gelten nicht
              mehr automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells. Jedes vom Hersteller als ENERGY STAR-
              gerecht beworbene, verkaufte oder gekennzeichnete Gerät muss daher die zum Herstellungsdatum dieses Geräts
              jeweils geltenden Spezifikationen erfüllen.
        7. Künftige änderung der spezifikationen
           Das US-EPA und die Europäische Kommission behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu ändern, wenn deren
           Nützlichkeit für die Verbraucher, die Industrie oder die Umwelt aufgrund der technologischen Entwicklung oder
           veränderter Marktbedingungen beeinträchtigt werden sollte. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikationen stets
           im Gespräch mit den Interessengruppen ausgearbeitet.
           Dazu werden das US-EPA und die Europäische Kommission die Marktentwicklung im Hinblick auf die Energieeffizienz
           und neue Technologien regelmäßig beobachten. Wie immer werden die Interessengruppen Gelegenheit haben, ihre
           Daten mitzuteilen, Vorschläge zu unterbreiten und ihre Bedenken zu äußern. Das US-EPA und die Europäische
           Kommission sind bestrebt, die Spezifikationen nach Stufe 1 und Stufe 2 so festzulegen, dass die am meisten Strom
           sparenden Modelle auf dem Markt und die Partner, die sich um die weitere Erhöhung der Energieeffizienz bemühen,
           Anerkennung finden.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                    Amtsblatt der Europäischen Union                                                           L 63/43
                                                                          Anlage 1
                  Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30 Zoll
         Hinweise zur Verwendung dieser Unterlage
         In dieser Unterlage sind die Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30
         Zoll beschrieben, die nach den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für Displays, Version 5.0, als ENERGY
         STAR-gerecht eingestuft werden sollen. Diese Verfahren sind anzuwenden, um die Leistungsaufnahme des zu prüfenden
         Geräts im Ein-, Ruhe- und Aus-Zustand zu ermitteln. In dieser Anlage sind gesonderte Verfahren für die folgenden
         Gerätekategorien aufgeführt:
         — CRT-Displays;
         — Displays mit festen Bildpunkten ohne standardmäßig aktivierte automatische Helligkeitsregelung (ABC) und
         — Displays mit festen Bildpunkten mit standardmäßig aktivierter automatischer Helligkeitsregelung (ABC).
         1. Prüfverfahren für CRT-Displays
         A. Prüfbedingungen, Prüfgeräte und Prüfanordnung
               Bevor ein Gerät geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, -geräte, und -anordnung den Anforderungen
               der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und -geräte“ und „Prüfanordnung“ genügen.
         B. Ein-Zustand
                1. Verbinden Sie das zu prüfende Gerät mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
                2. Schalten Sie das Prüfgerät ein und regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
                3. Überprüfen Sie den normalen Betrieb des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf
                    die Werkseinstellungen zurück.
                4. Versetzen Sie das zu prüfende Gerät entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse
                    des Geräts in den Ein-Zustand.
                5. Warten Sie, bis das zu prüfende Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
                6. Stellen Sie den richtigen Anzeigemodus ein. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und Bildwieder­
                    holfrequenz“.)
                7. Stellen Sie Dunkelkammerbedingungen her. (Siehe „Prüfbedingungen und -geräte“, Abschnitt F, „Lichtmesspro­
                    tokolle“ und Abschnitt E, „Dunkelkammerbedingungen“.)
                8. Stellen Sie die Bildgröße und Leuchtdichte wie folgt ein:
                    a) Zunächst wird das Display anhand des Testbilds AT01P für die Bildschirmgröße (Alignment Target 01 Positive
                       Mode, gemäß VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, AT01P) auf die vom Partner empfohlene Displaygröße
                       eingestellt, die normalerweise etwas unter der maximal sichtbaren Bildschirmgröße liegt.
                    b) Dann wird ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, SET01K) angezeigt, das acht Graustufen von
                       Schwarz (0 Volt) bis Weiß (0,7 Volt) darstellt (6). Das Eingangssignal muss dem VESA Video Signal Standard
                       (VSIS), Version 1.0, Rev. 2.0, von Dezember 2002 entsprechen.
                    c) Danach wird (falls möglich) die Helligkeit des Displays ausgehend vom Höchstwert so weit verringert, dass der
                       schwarze Balken mit der geringsten Helligkeit gerade noch erkennbar ist (VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt
                       301-3K).
                    d) Anschließend wird ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2H, L80) angezeigt, das auf 80 % der
                       Bildfläche ein weiß (0,7 Volt) ausgefülltes Rechteck darstellt.
                    e) Nun wird der Kontrast der weißen Bildfläche auf die folgende Leuchtdichte eingestellt: 100 cd/m2.
         (6) Bei nur mit digitalem Anschluss ausgestatteten Displays gelten für die Spannungswerte in Bezug auf die Helligkeit des Bildes
             (0–0,7 Volt) folgende Entsprechungen: 0 Volt (schwarz) = Einstellung „0“, 0,1 Volt (dunkelster analoger Grauwert) = digitaler Grauwert
             36, 0,7 Volt (analoger Weißwert) = digitaler Grauwert 255. Künftige Digitalschnittstellenspezifikationen können einen größeren Werte­
             bereich vorsehen, aber in jedem Fall gilt: 0 Volt entspricht Schwarz, der Höchstwert entspricht Weiß und 0,1 Volt entspricht einem
             Siebentel des Höchstwerts.
 ---pagebreak--- L 63/44        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                              6.3.2013
                f) Die Messung erfolgt gemäß VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 302-1. (Hat ein Display eine niedrigere
                    maximale Leuchtdichte als die oben vorgegebene Leuchtdichte, so wird die maximale Leuchtdichte verwendet
                    und der Wert zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der Europäi­
                    schen Kommission eingereicht. Hat ein Display eine höhere Mindestleuchtdichte als die oben vorgegebene
                    Leuchtdichte, so wird diese Mindestleuchtdichte verwendet und dieser Wert zusammen mit den anderen
                    notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.)
                g) Der Wert für die Leuchtdichte wird zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA
                    bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.
            9. Nach der Einstellung der Leuchtdichte werden keine Dunkelkammerbedingungen mehr benötigt.
           10. Stellen Sie den Messbereich des Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs multipliziert
                mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
           11. Warten Sie, bis sich die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom Leistungs­
                messgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme in Watt ab. Die Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert
                über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I,
                „Stabilität“.)
           12. Mit der Leistungsaufnahme wird auch das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
                Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden kann.
        C. Ruhezustand (Netzschalter ein, kein Bild)
           1. Nach Abschluss der Prüfung des Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
              dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebs­
              parameter richtig ein.
           2. Belassen Sie das Display im Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
              gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
              der Messung im Ruhezustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
              sichtigt.
           3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
              korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über
              mehrere, manuell wählbare Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten Ener­
              gieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den Ruhezuständen, so muss die Messdauer aus­
              reichend lang sein, damit der tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
        D. Aus-Zustand (Netzschalter aus)
           1. Nach Beendigung der Prüfung des Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
              Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und die dazu notwendige Schrittfolge
              werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
           2. Belassen Sie das Display im Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
              gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
              der Messung im Aus-Zustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
              sichtigt.
           3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
              korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte).
        E. Mitteilung der Prüfergebnisse
           Nach Abschluss des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt „Unterlagen über die
           Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die Europäische Kommission übermittelt.
        2. Prüfverfahren für Displays mit festen Bildpunkten ohne standardmässig aktivierte automatische Helligkeits­
           regelung (ABC)
        A. Prüfbedingungen, Prüfgeräte und Prüfanordnung
           Bevor ein Gerät geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, -geräte, und -anordnung den Anforderungen
           der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und -geräte“ und „Prüfanordnung“ genügen.
 ---pagebreak--- 6.3.2013        DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/45
         B. Ein-Zustand
             1. Verbinden Sie das zu prüfende Gerät mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
             2. Schalten Sie das Prüfgerät ein und regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
             3. Überprüfen Sie den normalen Betrieb des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf
                die Werkseinstellungen zurück.
             4. Versetzen Sie das zu prüfende Gerät entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse
                des Geräts in den Ein-Zustand.
             5. Warten Sie, bis das zu prüfende Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
             6. Stellen Sie den richtigen Anzeigemodus ein. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und Bildwieder­
                holfrequenz“.)
             7. Stellen Sie Dunkelkammerbedingungen her (siehe „Prüfbedingungen und -geräte“, Abschnitt F, „Lichtmesspro­
                tokolle“ und Abschnitt E, „Dunkelkammerbedingungen“).
             8. Stellen Sie die Bildgröße und Leuchtdichte wie folgt ein:
                a) Es wird ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, SET01K) angezeigt, das acht Graustufen von
                   Schwarz (0 Volt) bis Weiß (0,7 Volt) darstellt. Das Eingangssignal muss dem VESA Video Signal Standard
                   (VSIS), Version 1.0, Rev. 2.0, von Dezember 2002 entsprechen.
                b) Es wird geprüft, ob bei der höchsten Helligkeits- und Kontrasteinstellung wenigstens der weiße Balken und die
                   angrenzenden Graustufen unterschieden werden können. Können der weiße Balken und die angrenzenden
                   Graustufen nicht unterschieden werden, so wird der Kontrast so lange verringert, bis diese Unterscheidung
                   möglich ist.
                c) Anschließend wird ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2H, L80) angezeigt, das auf 80 % der
                   Bildfläche ein weiß (0,7 Volt) ausgefülltes Rechteck darstellt.
                d) Nun wird die Helligkeit der weißen Bildfläche auf die folgende Leuchtdichte eingestellt:
                                                    Gerät                                                Cd/m2
                     Bildschirmauflösung: 1,1 MP oder darunter                                             175
                     Bildschirmauflösung: mehr als 1,1 MP                                                  200
                   Die Messung erfolgt gemäß VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 302-1. (Hat ein Display eine niedrigere
                   maximale Leuchtdichte als die in obiger Tabelle vorgegebene Leuchtdichte, so wird diese maximale Leucht­
                   dichte verwendet und der Wert zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw.
                   bei der Europäischen Kommission eingereicht. Hat ein Display eine höhere Mindestleuchtdichte als die oben
                   vorgegebene Leuchtdichte, so wird diese Mindestleuchtdichte verwendet und dieser Wert zusammen mit den
                   anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.)
                e) Der Wert für die Leuchtdichte wird zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA
                   bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.
             9. Nach der Einstellung der Leuchtdichte werden keine Dunkelkammerbedingungen mehr benötigt.
            10. Stellen Sie den Messbereich des Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs multipliziert
                mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
            11. Warten Sie, bis sich die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom Leistungs­
                messgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme in Watt ab. Die Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert
                über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I,
                „Stabilität“.)
 ---pagebreak--- L 63/46        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                              6.3.2013
           12. Mit der Leistungsaufnahme wird auch das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
                Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden kann.
        C. Ruhezustand (Netzschalter ein, kein Bild)
           1. Nach Abschluss der Prüfung des Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
              dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebs­
              parameter richtig ein.
           2. Belassen Sie das Display im Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
              gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
              der Messung im Ruhezustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
              sichtigt.
           3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
              korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über
              mehrere, manuell wählbare Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten Ener­
              gieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den Ruhezuständen, so muss die Messdauer aus­
              reichend lang sein, damit der tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
        D. Aus-Zustand (Netzschalter aus)
           1. Nach Beendigung der Prüfung des Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
              Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und die dazu notwendige Schrittfolge
              werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
           2. Belassen Sie das Display im Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
              gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
              der Messung im Aus-Zustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
              sichtigt.
           3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
              korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte).
        E. Mitteilung der Prüfergebnisse
           Nach Abschluss des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt „Unterlagen über die
           Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die Europäische Kommission übermittelt.
        3. Prüfverfahren für Displays mit festen Bildpunkten mit standardmässig aktivierter automatischer Helligkeits­
           regelung (ABC)
        A. Prüfbedingungen, Prüfgeräte und Prüfanordnung
           Bevor ein Gerät geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, -geräte, und -anordnung den Anforderungen
           der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und -geräte“ und „Prüfanordnung“ genügen.
        B. Ein-Zustand
           1. Verbinden Sie das zu prüfende Gerät mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
           2. Schalten Sie das Prüfgerät ein und regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
           3. Überprüfen Sie den normalen Betrieb des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf die
              Werkseinstellungen zurück.
           4. Versetzen Sie das zu prüfende Gerät entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse
              des Geräts in den Ein-Zustand.
           5. Warten Sie, bis das zu prüfende Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
           6. Stellen Sie den richtigen Anzeigemodus ein (siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und Bildwieder­
              holfrequenz“).
           7. Stellen Sie den Messbereich des Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs multipliziert
              mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
 ---pagebreak--- 6.3.2013        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/47
            8. Das nachstehend beschriebene alternative Prüfverfahren zur Ermittlung der maximalen Leistungsaufnahme im Ein-
               Zustand wird bei Displays angewendet, die mit standardmäßig aktivierter automatischer Helligkeitsregelung aus­
               geliefert werden. Dafür wird starkes Umgebungslicht auf 300 lux und schwaches Umgebungslicht auf 0 lux
               festgelegt:
               a) Regeln Sie das Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 300 lux (frontal gemes­
                   sen).
               b) Warten Sie, bis sich die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom Leis­
                   tungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme bei starkem Umgebungslicht (Ph) in Watt ab. Die Messung
                   gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert.
                   (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I, „Stabilität“.)
               c) Regeln Sie das Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 0 lux (frontal gemessen).
               d) Warten Sie, bis sich die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom Leis­
                   tungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme bei schwachem Umgebungslicht (Pl) in Watt ab.
               e) Berechnen Sie die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand anhand der Gleichung in Abschnitt
                   3.A.3 „Displays mit automatischer Helligkeitsregelung“ auf Seite 7 der Spezifikation.
            9. Mit der Leistungsaufnahme wird auch das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
               Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden kann.
         C. Ruhezustand (Netzschalter ein, kein Bild)
            1. Nach Abschluss der Prüfung des Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
               dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebs­
               parameter richtig ein.
            2. Belassen Sie das Display im Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
               gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
               der Messung im Ruhezustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
               sichtigt.
            3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
               korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über
               mehrere, manuell wählbare Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten Ener­
               gieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den Ruhezuständen, so muss die Messdauer aus­
               reichend lang sein, damit der tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
         D. Aus-Zustand (Netzschalter aus)
            1. Nach Beendigung der Prüfung des Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
               Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und die dazu notwendige Schrittfolge
               werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
            2. Belassen Sie das Display im Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
               gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei
               der Messung im Aus-Zustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unberück­
               sichtigt.
            3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
               korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte).
         E. Mitteilung der Prüfergebnisse
            Nach Abschluss des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt „Unterlagen über die
            Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die Europäische Kommission übermittelt.
 ---pagebreak--- L 63/48          DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                            6.3.2013
                                                                  Anlage 2
        Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll (jeweils
                                                               einschließlich)
        Hinweise zur Verwendung dieser Unterlage
        In dieser Unterlage sind die Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von 30 bis 60 Zoll
        (einschließlich „großer Displays“) beschrieben, die nach den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für Displays,
        Version 5.0, als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden sollen. Diese Verfahren sind anzuwenden, um die Leistungs­
        aufnahme des zu prüfenden Geräts im Ein-, Ruhe- und Aus-Zustand zu ermitteln.
                                       Tabelle 1: Prüfverfahren für die Messung der Betriebsmodi
             Spezifikationsanforderung                              Prüfprotokoll                                 Quelle
        Ein-Zustand                        IEC 62087, Ed. 2.0: Messverfahren für den Energieverbrauch     www.iec.ch
                                           von Audio-, Video- und verwandten Geräten, Abschnitt 11,
                                           „Messbedingungen für Fernsehgeräte im Ein-Zustand (Durch­
                                           schnitt)“
        1.   Prüfbedingungen, Prüfgeräte und Prüfanordnung
             Bevor ein Gerät geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, -geräte, und -anordnung den Anforderungen
             der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und -geräte“ und „Prüfanordnung“ genügen.
        2.   Messung der Leistungsaufnahme im Ein-Zustand, Ruhezustand und Aus-Zustand
        A. Ein-Zustand (Leitfaden zur Anwendung von IEC 62087)
             Dies ist eine Anleitung zur Anwendung der Norm IEC 62087, Ed. 2.0, zur Leistungsmessung bei großen Displays im
             Ein-Zustand. Um festzustellen, ob ein Gerät die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, gelten nachstehende
             Ausnahmen und Erläuterungen.
             1. Genauigkeit des Eingangssignals: In Abschnitt 11.4.12 „Genauigkeit des Eingangssignals“ wird darauf hingewiesen,
                dass sich die bei der Prüfung verwendeten Videoanschlüsse innerhalb von ± 2 % der Referenzwerte für Schwarz-
                Weiß-Pegel bewegen sollten. In Abschnitt B.2 des Anhangs B „Erwägungen über Leistungsmessungen von Fern­
                sehgeräten im Ein-Zustand (Durchschnitt)“ wird näher auf die Bedeutung der Genauigkeit des Eingangssignals
                eingegangen. Nach Auffassung der US-EPA und der Europäischen Kommission ist es besonders wichtig, für die
                Prüfung des Ein-Zustands genaue/kalibrierte Videoeingänge — wenn möglich, HDMI-Eingänge — zu verwenden.
             2. Leistungsfaktor: Angesichts der immer stärkeren Sensibilisierung für die Bedeutung der Spannungsqualität sollten
                die Partner bei der Messung den tatsächlichen Leistungsfaktor ihrer Displays im Ein-Zustand angeben.
             3. Testmaterial: Zur Ermittlung der durchschnittlichen Leistungsaufnahme im Ein-Zustand ist „Po_broadcast“ gemäß
                Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit dynamischem Sendeinhalt-Videosignal“) zu messen.
             4. Prüfen mit Werkseinstellungen: Bei der Messung der Leistungsaufnahme großer Displays im Ein-Zustand halten
                das US-EPA und die Europäische Kommission es für wünschenswert, die Leistungsaufnahme von Geräten in erster
                Linie mit den werkseitigen Einstellungen zu prüfen. Etwaige Anpassungen des Videopegels, die vor der Prüfung der
                Leistungsaufnahme im Ein-Zustand erforderlich sind, sollten im Einklang mit Abschnitt 11.4.8 „Anpassung des
                Videopegels“ vorgenommen werden.
                In Abschnitt 11.4.8 heißt es: „Bei Kontrast und Helligkeit des Fernsehgeräts und bei dem Pegel der Hintergrund­
                beleuchtung (sofern vorhanden) sind die Werkseinstellungen des Herstellers für Endbenutzer zu wählen. Muss bei
                der ersten Inbetriebnahme ein Einstellungsmodus gewählt werden, so ist der Modus ‚Standard‘ oder ein ent­
                sprechender Modus zu wählen. Existiert kein Standard- oder entsprechender Modus, ist der erste am Bildschirm
                aufgeführte Modus zu wählen. Der während der Prüfung gewählte Modus ist im Bericht zu beschreiben. Als
                ‚Standardmodus‘ gilt der ‚vom Hersteller für den normalen Heimgebrauch empfohlene Modus‘.“
                Zu Geräten, die mit einem obligatorischen Menü ausgeliefert werden, bei dem der Benutzer bei der ersten
                Inbetriebnahme den Modus auswählen muss, in dem das Gerät betrieben werden soll, heißt es in Abschnitt
                11.4.8, dass diese im „Standardmodus“ zu prüfen sind.
                Angaben, aus denen hervorgeht, dass das Gerät bei einer bestimmten Einstellung den ENERGY mSTAR-Anfor­
                derungen entspricht und dass bei dieser Einstellung der Stromverbrauch reduziert werden kann, werden der
                Produktverpackung beigefügt und auf der Website des betreffenden Partners zusammen mit der Produktbeschrei­
                bung veröffentlicht.
             5. Prüfen von Displays mit automatischer Helligkeitsregelung: Dafür wird starkes Umgebungslicht auf 300 lux und
                schwaches Umgebungslicht auf 0 lux festgelegt:
 ---pagebreak--- 6.3.2013          DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/49
                 a) Regeln Sie das Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 300 lux (frontal gemes­
                     sen).
                 b) Messen Sie die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei starkem Umgebungslicht (Ph) gemäß
                     Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit dynamischem Sendeinhalt-Videosignal“).
                 c) Regeln Sie das Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 0 lux (frontal gemessen).
                 d) Messen Sie die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei schwachem Umgebungslicht (Ph)
                     gemäß Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit dynamischem Sendeinhalt-Videosignal“).
                 e) Berechnen Sie die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand anhand der Gleichung in Abschnitt
                     3.A.3 „Displays mit automatischer Helligkeitsregelung“ auf Seite 7 der Spezifikation.
         B.   Ruhezustand (Netzschalter ein, kein Bild)
              1. Nach Abschluss der Prüfung des Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
                 dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebs­
                 parameter richtig ein.
              2. Belassen Sie das Display im Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
                 gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert.
                 Bei der Messung im Ruhezustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unbe­
                 rücksichtigt.
              3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
                 korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über
                 mehrere, manuell wählbare Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten Ener­
                 gieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den Ruhezuständen, so muss die Messdauer
                 ausreichend lang sein, damit der tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
         C. Aus-Zustand (Netzschalter aus)
              1. Nach Beendigung der Prüfung des Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
                 Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und die dazu notwendige Schrittfolge
                 werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
              2. Belassen Sie das Display im Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
                 gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 % verändert.
                 Bei der Messung im Aus-Zustand bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle) unbe­
                 rücksichtigt.
              3. Protokollieren Sie die Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der
                 korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte).
              4. Mitteilung der Prüfergebnisse: Nach Abschluss des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem
                 Abschnitt „Unterlagen über die Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die Europäische Kommis­
                 sion übermittelt.
         3.   Messung der leuchtdichte
              Nachdem der IEC-Testvideoclip abgespielt und die Leistungsaufnahme aufgezeichnet wurde, wird die Leuchtdichte des
              Geräts anhand der nachstehend beschriebenen Methode gemessen. Die bei der Prüfung der Leistungsaufnahme
              gewählten Einstellungen dürfen für diese Prüfung nicht verändert werden.
              1. Messen Sie anhand des in Abschnitt 11.5 der IEC-62087-Norm genannten Testbildes mit dem 3-Balken-Video­
                 signal (LTL) die axiale Leuchtdichte des Displays am Mittelpunkt gemäß dem Standard Flat Panel Display Measu­
                 rements Standard (FPDM) Version 2.0, Abschnitt 301-2H, der Video Electronics Standards Association (VESA).
              2. Geben Sie im OPS den auf die nächste ganze Zahl gerundeten Messwert für die Leuchtdichte in Candela pro
                 Quadratmeter (cd/m2) an.
              3. Alle Messungen der Leuchtdichte sind unter Einhaltung der oben beschriebenen Prüfbedingungen für große
                 Bildschirme durchzuführen. Insbesondere die Messung der Leuchtdichte ist mit den Werkseinstellungen des Dis­
                 plays vorzunehmen. Bei Geräten mit obligatorischem Menü sind die Messungen im Standardmodus oder im
                 Modus für den Heimgebrauch durchzuführen.
                                             III. SPEZIFIKATIONEN FÜR BILDGEBENDE GERÄTE
         A. Begriffsbestimmungen
              Geräte
            1. Kopierer: ein handelsübliches bildgebendes Gerät, dessen einzige Funktion die Herstellung von Papierduplikaten einer
               grafischen Papiervorlage ist. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit
               Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die als Kopierer oder aufrüstbare Digitalko­
               pierer in Verkehr gebracht werden.
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         2. Digitalvervielfältiger: ein handelsübliches bildgebendes Gerät, das als vollautomatisches Vervielfältigungssystem in
            Verkehr gebracht wird und mit Hilfe von Matrizen digitale Reproduktionen erstellt. Das Gerät muss über einen
            Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll
            Geräte erfassen, die als Digitalvervielfältiger in Verkehr gebracht werden.
         3. Fernkopierer (Faxgerät): ein handelsübliches bildgebendes Gerät, dessen Hauptfunktionen das Einscannen von Papier­
            vorlagen zur elektronischen Übertragung an entfernte Geräte sowie das Empfangen solcher elektronischen Über­
            tragungen und deren Ausgabe in Papierform sind. Die elektronische Übertragung geschieht hauptsächlich über ein
            öffentliches Telefonsystem, kann aber auch über ein Computernetz oder das Internet erfolgen. Das Gerät kann auch
            zur Herstellung von Papierkopien geeignet sein. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder
            Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die als Faxgeräte in
            Verkehr gebracht werden.
         4. Frankiermaschine: ein handelsübliches bildgebendes Gerät zum Aufdrucken des Portos auf Postsendungen. Das Gerät
            muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese
            Definition soll Geräte erfassen, die als Frankiermaschinen in Verkehr gebracht werden.
         5. Mehrzweckgerät (MZG): ein handelsübliches bildgebendes Gerät, bei dem es sich um ein physisch integriertes Gerät
            oder eine Kombination funktional integrierter Komponenten handelt, das über zwei oder mehr der Hauptfunktionen
            Kopieren, Drucken, Scannen oder Faxen verfügt. Die in dieser Definition beschriebene Kopierfunktion unterscheidet
            sich von den Einzelblatt-Bedarfskopien, die mit Faxgeräten erstellt werden können. Das Gerät muss über einen
            Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll
            Geräte erfassen, die als Mehrzweckgeräte oder Mehrzweckprodukte in Verkehr gebracht werden.
            Hinweis: Ist das Mehrzweckgerät kein integriertes Einzelgerät, sondern ein Satz funktional integrierter Komponenten,
            so muss der Hersteller für die ENERGY STAR-Einstufung bescheinigen, dass alle MZG-Komponenten zusammen,
            einschließlich des Grundgeräts, bei richtiger Installation die in Abschnitt C angegebenen Werte für Stromverbrauch
            bzw. Leistungsaufnahme einhalten.
         6. Drucker: ein handelsübliches bildgebendes Gerät, das als Druckausgabegerät dient und Daten von Einzelplatzcom­
            putern oder vernetzten Computern oder sonstigen Geräten (z. B. Digitalkameras) empfangen kann. Das Gerät muss
            über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese
            Definition soll Geräte erfassen, die als Drucker in Verkehr gebracht werden, einschließlich Druckern, die vor Ort
            zu einem Mehrzweckgerät aufgerüstet werden können.
         7. Scanner: ein handelsübliches bildgebendes Gerät, das als elektro-optisches Gerät zum Konvertieren von grafisch
            vorliegenden Informationen in elektronische Bilder dient, die vor allem am Computer gespeichert, bearbeitet, kon­
            vertiert oder übertragen werden können. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netz­
            verbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die als Scanner in Verkehr
            gebracht werden.
            Druckverfahren
         8. Thermodirektdruck (TD): ein Druckverfahren, bei dem ein Thermodruckkopf ein Bild überträgt, indem er Punkte auf
            ein speziell beschichtetes Druckmedium aufbrennt. TD-Geräte benötigen keine Farbbänder.
         9. Sublimationsdruck (SD): ein Druckverfahren, bei dem Bilder durch das Aufbringen (Sublimieren) von Farbstoff auf
            das Druckmedium dargestellt werden, wobei das Druckbild von der Wärme abhängt, die von den Heizelementen
            erzeugt wird.
        10. Elektrofotografie (EF): ein Druckverfahren, bei dem ein Fotoleiter über eine Lichtquelle mit dem gewünschten Bild
            belichtet wird. Das Bild wird dann mit Tonerpartikeln entwickelt. Dabei definiert das unsichtbare Bild auf dem
            Fotoleiter, wo sich Toner ablagert und wo nicht. Schließlich wird der Toner auf das Druckmedium übertragen und
            durch Erhitzen fixiert, damit das Bild haltbar wird. Es gibt Laser-, LED- und LCD-EF. Farb-EF unterscheidet sich von
            einfarbiger Elektrofotografie (EF) dadurch, dass in einem Gerät gleichzeitig Toner in mindestens drei verschiedenen
            Farben verarbeitet wird. Nachstehend sind zwei Farb-EF-Technologien definiert:
        11. Parallele Farb-EF: ein Druckverfahren, bei dem mehrere Lichtquellen und mehrere Fotoleiter verwendet werden, um
            die maximale Geschwindigkeit des Farbdrucks zu erhöhen.
        12. Serielle Farb-EF: ein Druckverfahren, bei dem ein einzelner Fotoleiter mehrfach nacheinander und eine oder mehrere
            Lichtquellen verwendet werden, um einen mehrfarbigen Ausdruck zu erzeugen.
 ---pagebreak--- 6.3.2013        DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/51
         13. Anschlagdruck (Impact-Druck): ein Druckverfahren, bei dem das gewünschte Bild dadurch erzeugt wird, dass Farb­
             stoff durch ein mechanisches Anschlagverfahren von einem „Farbband“ auf das Druckmedium übertragen wird. Zwei
             wichtige Anschlagdruckverfahren sind der Nadeldruck und der Typendruck.
         14. Tintenstrahldruck (TS): ein Druckverfahren, bei dem durch matrizenartiges Aufbringen kleiner Farbstofftropfen
             unmittelbar auf das Druckmedium Bilder erzeugt werden. Farb-TS unterscheidet sich von einfarbigem TS dadurch,
             dass in einem Gerät gleichzeitig mehr als ein Farbstoff verarbeitet wird. Gängige Arten von TS sind piezoelektrischer
             (PE) TS, TS-Sublimation und Thermo-TS.
         15. Hochleistungs-TS: ein TS-Druckverfahren für industrielle Hochleistungsanwendungen, bei denen normalerweise
             elektrofotografische Druckverfahren verwendet werden. Hochleistungs-TS unterscheidet sich vom herkömmlichen
             TS dadurch, dass dabei Düsen-Arrays zum Überspannen einer Seitenbreite verwendet werden und/oder die Tinte auf
             dem Medium durch zusätzliche Heizvorrichtungen getrocknet wird.
         16. Festtinte (FT): ein Druckverfahren, bei dem die Tinte bei Zimmertemperatur fest ist und sich durch Erwärmen auf
             Auftragstemperatur verflüssigt. Die Übertragung auf das Druckmedium kann direkt erfolgen, geschieht aber meist
             über eine Trommel oder ein Band. Das Medium wird dabei im Offsetverfahren bedruckt.
         17. Matrizendruck: ein Druckverfahren, bei dem Bilder über eine Matrize, die sich auf einer mit Tinte versehenen
             Trommel befindet, auf das Druckmedium übertragen werden.
         18. Thermotransferdruck (TT): ein Druckverfahren, bei dem der gewünschte Ausdruck erstellt wird, indem kleine
             Tropfen festen Farbstoffs (üblicherweise gefärbtes Wachs) in geschmolzenem/flüssigem Zustand matrizenartig direkt
             auf das zu bedruckende Material aufgebracht werden. TT unterscheidet sich von TS dadurch, dass der Farbstoff bei
             Zimmertemperatur fest ist und durch Erwärmen verflüssigt wird.
             Betriebsmodi, Aktivitäten und Stromversorgungszustände
         19. Aktiv: der Stromversorgungszustand, in dem das Gerät an eine Stromquelle angeschlossen ist und aktiv produziert
             oder andere Hauptfunktionen erfüllt.
         20. Autoduplex-Modus: die Fähigkeit eines Kopierers, Faxgerätes, Mehrzweckgerätes oder Druckers, automatisch Bilder
             auf beide Seiten eines Blattes zu drucken, ohne dass der Ausdruck in einem manuellen Zwischenschritt umgedreht
             werden muss. Ein Beispiel dafür ist das beidseitige Kopieren einseitiger und doppelseitiger Originalvorlagen. Ein
             Gerät hat nur dann einen Autoduplex-Modus, wenn das Modell alles Zubehör umfasst, das erforderlich ist, um die
             genannten Bedingungen zu erfüllen.
         21. Voreingestellte Wartezeit: die vom Hersteller voreingestellte Zeit, nach der das Gerät nach dem Abschluss seiner
             Hauptfunktion in einen Stromsparzustand (z. B. Ruhezustand, Aus-Zustand) übergeht.
         22. Aus-Zustand: der Stromversorgungszustand, in den das Gerät übergeht, wenn es manuell oder automatisch aus­
             geschaltet wurde, aber noch an das Stromnetz angeschlossen ist. Dieser Zustand wird durch ein Signal, z. B. des
             Netzschalters oder einer Schaltuhr, beendet, durch den das Gerät in Betriebsbereitschaft versetzt wird. Wird dieser
             Zustand manuell durch den Benutzer herbeigeführt, wird er häufig als manueller Aus-Zustand bezeichnet. Ist er auf
             ein automatisches oder voreingestelltes Signal zurückzuführen (z. B. eine Wartezeit oder Schaltuhr), wird er oft
             automatischer Aus-Zustand genannt.
         23. Betriebsbereit: der Zustand, in dem das Gerät keine Ausdrucke erstellt, jedoch die Betriebsbedingungen erreicht hat
             und noch nicht in einen Stromsparzustand übergegangen ist. In diesem Zustand kann das Gerät mit minimaler
             Verzögerung in den aktiven Betriebszustand wechseln. Alle Gerätefunktionen können in diesem Zustand aktiviert
             werden und das Gerät muss durch Reaktion auf integrierte Eingabeoptionen in den aktiven Betriebszustand zurück
             wechseln können. Mögliche Eingabeoptionen sind externe elektrische Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder
             Fernsteuerung) und unmittelbare physikalische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters oder Knopfs).
         24. Ruhezustand: der Zustand verminderter Leistungsaufnahme, in den das Gerät nach einer Zeit der Inaktivität eintritt.
             Zusätzlich zum automatischen Übergang in den Ruhezustand kann das Gerät auch in diesen Zustand übergehen:1)
             zu einer vom Benutzer eingestellten Tageszeit, 2) als direkte Reaktion auf einen manuellen Eingriff des Benutzers,
             ohne wirklich abzuschalten, oder 3) durch andere, automatische Vorgänge, die vom Verhalten des Benutzers
             abhängen. Alle Gerätefunktionen können in diesem Zustand aktiviert werden und das Gerät muss durch Reaktion
             auf integrierte Eingabeoptionen in den aktiven Betriebszustand wechseln können, wobei es zu Verzögerungen
             kommen kann. Mögliche Eingabeoptionen sind externe elektrische Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder
             Fernsteuerung) und unmittelbare physische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters oder Knopfs). Die Netzanbin­
             dung des Geräts muss im Ruhezustand aufrecht erhalten bleiben, so dass das Gerät bei Bedarf aufwacht.
             Hinweis: Bei der Angabe von Daten und anforderungsgerechten Geräten, die auf mehrere Arten in den Ruhezustand
             versetzt werden können, sollten sich die Partner auf einen Ruhezustand beziehen, der automatisch erreicht werden
             kann. Wenn das Gerät über mehrere aufeinander folgende Ruhezustände verfügt, entscheidet der Hersteller, welche
             dieser Stufen er für die Einstufung des Geräts verwendet. Die angegebene voreingestellte Wartezeit muss jedoch der
             gewählten Ruhezustandsstufe entsprechen.
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          25. Standby-Zustand: Zustand mit der geringsten, vom Nutzer nicht ausschaltbaren (beeinflussbaren) Leistungsaufnah­
               me, der unbegrenzt fortbesteht, solange das Gerät mit dem Stromnetz verbunden ist und entsprechend der Bedie­
               nungsanleitung des Herstellers genutzt wird (7). Der Standby-Zustand ist der Betriebszustand mit der niedrigsten
               Leistungsaufnahme.
               Hinweis: Für bildgebende Geräte im Sinne der vorliegenden Spezifikationen tritt die Standby-Leistungsaufnahme
               oder der Betriebszustand mit der niedrigsten Leistungsaufnahme gewöhnlich im Aus-Zustand auf, ist jedoch auch in
               Betriebsbereitschaft oder im Ruhezustand möglich. Ein Gerät kann den Standby-Zustand nicht verlassen und in
               einen Zustand noch niedrigerer Leistungsaufnahme wechseln, es sei denn, dass es manuell von der Stromversorgung
               getrennt wird.
               Größenformate der Geräte
          26. Großformat: Zu den als Großformat eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien im Format A2 und größer
               ausgelegt sind, einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite von mindestens 406 mm. Großformat-
               Geräte können sich auch zum Bedrucken von Standard- oder Kleinformaten eignen.
          27. Kleinformat: Zu den als Kleinformat eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien ausgelegt sind, die kleiner
               als die Standardformate sind (z. B. A6, 4″ × 6″, Mikrofilm), einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite
               von weniger als 210 mm.
          28. Standardformat: Zu den als Standardformat eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien mit Standardgrößen
               ausgelegt sind (z. B. Letter, Legal, Ledger, A3, A4 und B4), einschließlich Geräten für Endlosmedien mit Breiten
               zwischen 210 mm und 406 mm. Standardformat-Geräte können sich auch zum Bedrucken von Kleinformaten
               eignen.
               Zusätzliche Begriffe
          29. Zubehör: ein optionales Zusatzteil, das für den Betrieb des Grundgeräts nicht notwendig ist, aber vor oder nach der
               Auslieferung hinzugefügt werden kann, um den Funktionsumfang zu erhöhen. Ein Zubehörteil kann getrennt, mit
               eigener Modellnummer, oder zusammen mit einem Grundgerät als Teil eines Pakets oder einer Konfiguration
               verkauft werden.
          30. Grundgerät: Bei einem Grundgerät handelt es sich um ein vom Hersteller ausgeliefertes Standardmodell. Werden
               Gerätemodelle in unterschiedlichen Konfigurationen angeboten, stellt das Grundgerät jene elementare Konfiguration
               des Modells dar, die über die Mindestanzahl von verfügbaren Funktionszusätzen verfügt. Nicht standardmäßig,
               sondern als Option angebotene Funktionskomponenten und Zubehör sind nicht Bestandteil des Grundgeräts.
          31. Endlosformat: Zu den als Endlosformat eingestuften Geräten zählen Geräte, die als Druckmedium keine zugeschnit­
               tenen Blätter verarbeiten und für grundlegende Anwendungen, z. B. den Druck von Strichcodes, Etiketten, Belegen,
               Frachtbriefen, Rechnungen, Flugtickets oder Preisschildern, eingesetzt werden.
          32. Digitales Front-End (DFE): ein funktional integrierter Server, der als Host für andere Computer und Anwendungen
               und als Schnittstelle zu bildgebenden Geräten dient. Durch ein DFE werden die Funktionen des bildgebenden Geräts
               erweitert. Ein DFE ist wie folgt definiert:
               DFE Typ 1: ein DFE, das sich aus einer eigenen (internen oder externen) Wechselspannungsquelle mit Gleichstrom
               versorgt. Die Wechselspannungsquelle ist von der Stromversorgung des bildgebenden Geräts getrennt. Die Wechsel­
               stromversorgung des DFE kann dabei unmittelbar über eine Netzsteckdose oder ein internes Netzteil des bild­
               gebenden Geräts erfolgen.
               DFE Typ 2: ein DFE, das sich aus dem Netzteil des bildgebenden Geräts, mit dem es betrieben wird, mit Gleichstrom
               versorgt. DFE vom Typ 2 müssen über eine Platine oder eine Baugruppe mit einer separaten Verarbeitungseinheit
               verfügen, die über das Netz Aktivitäten einleiten und mittels üblicher technischer Methoden physisch entfernt,
               isoliert oder deaktiviert werden kann, um Leistungsmessungen vornehmen zu können.
               Außerdem bietet ein DFE mindestens drei der folgenden zusätzlichen Eigenschaften:
               a) Netzanbindung in unterschiedlichen Umgebungen,
               b) Mailbox-Funktion,
               c) Auftragswarteschlange,
               d) Geräteverwaltung (z. B. Aufwecken des bildgebenden Geräts aus einem Zustand verminderter Leistungsaufnah­
                   me),
               e) erweiterte grafische Benutzerschnittstelle,
        (7) IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte — Messung der Standby-Leistungsaufnahme, 2005.
 ---pagebreak--- 6.3.2013         DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/53
              f) Fähigkeit zur Aufnahme der Kommunikation mit anderen Hostservern und Clientcomputern (z. B. Scannen in
                  eine E-Mail, Abfragen von Druckaufträgen von entfernten Mailboxen) oder
              g) Fähigkeit zur Nachbearbeitung von Seiten (z. B. Umformatierung vor dem Ausdruck).
          33. Funktionszusatz: Ein Funktionszusatz ist ein Standard-Gerätemerkmal, das die Grundfunktionen des Druckmoduls
              eines bildgebenden Geräts erweitert. Der in diesen Spezifikationen enthaltene Abschnitt über den Betriebsmodus
              enthält zusätzliche Leistungsaufnahmen für bestimmte Funktionszusätze. Beispiele für Funktionszusätze sind Draht­
              los-Schnittstellen oder Scan-Funktionen.
          34. Betriebsmodus-Ansatz (BM-Ansatz): ein Verfahren zum Überprüfen und Vergleichen der Leistungsaufnahme von
              bildgebenden Geräten, das den Stromverbrauch des Geräts in unterschiedlichen Stromsparzuständen bewertet. Die
              vom BM-Ansatz verwendeten Schlüsselkriterien sind in Watt (W) gemessene Werte für Stromspar-Betriebsmodi.
              Genauere Informationen enthält das Prüfverfahren für den Betriebsmodus anforderungsgerechter bildgebender Geräte
              (ENERGY STAR Qualified Imaging Equipment Operational Mode Test Procedure) im Internet unter www.energystar.gov/
              products.
          35. Druckmodul: die grundlegende Funktionseinheit eines Geräts, die für die Bildererzeugung zuständig ist. Ohne
              zusätzliche Funktionskomponenten können keine Bilddaten zur Verarbeitung an das Druckmodul übertragen wer­
              den. Sie ist daher nicht funktionsfähig und benötigt für Kommunikation und Bildverarbeitung Funktionszusätze.
          36. Modell: ein bildgebendes Gerät, das unter eigener Modellnummer oder eigenem Handelsnamen beworben und
              verkauft wird. Ein Modell kann aus einem Grundgerät oder einem Grundgerät mit Zubehör bestehen.
          37. Gerätegeschwindigkeit: Bei Geräten für Standardformate entspricht generell das einseitige Bedrucken/Kopieren/Scan­
              nen eines A4- oder 8,5″ × 11″-Blattes innerhalb einer Minute einem Bild pro Minute (ipm). Benötigt das Erstellen
              eines Bilds auf A4- bzw. 8,5″ × 11″-Papier unterschiedlich viel Zeit, wird die längere Zeitdauer zugrunde gelegt.
              — Bei Frankiermaschinen entspricht die Verarbeitung einer Postsendung innerhalb einer Minute einer Postsendung
                   pro Minute (mppm).
              — Bei Geräten für Kleinformate entspricht das einseitige Bedrucken/Kopieren/Scannen eines A6- oder 4″ × 6″-
                   Blattes innerhalb einer Minute 0,25 ipm.
              — Bei Geräten für Großformate entspricht ein A2-Blatt 4 ipm und ein A0-Blatt 16 ipm.
              — Bei als Endlosformat-Gerät eingestuften Kleinformat-, Großformat- und Standardformat-Geräten wird die Druck­
                   geschwindigkeit in ipm aufgrund der angegebenen Druckgeschwindigkeit in Meter pro Minute anhand der
                   folgenden Umrechnungsformel ermittelt:
                   X ipm = 16 × [maximale Medienbreite (Meter) × maximale Druckgeschwindigkeit (Länge-Meter/Minute)]
              In allen Fällen ist die in Bildern pro Minute (ipm) umgerechnete Geschwindigkeit auf die nächste ganze Zahl zu
              runden (z. B. werden 14,4 ipm auf 14,0 ipm abgerundet und 14,5 ipm auf 15,0 ipm aufgerundet).
              Zur Einstufung eines Geräts ist vom Hersteller die Gerätegeschwindigkeit in der unten angegebenen Reihenfolge der
              Funktionen anzugeben:
              — Druckgeschwindigkeit, es sei denn, das Gerät verfügt über keine Druckfunktion, in diesem Fall:
              — Kopiergeschwindigkeit, es sei denn, das Gerät verfügt über keine Druck- oder Kopierfunktion, in diesem Fall:
              — Scan-Geschwindigkeit.
          38. TSV-Ansatz („Typischer Stromverbrauch“): Ein Verfahren für die Prüfung und den Vergleich des Stromverbrauchs
              bildgebender Geräte, das den typischen Stromverbrauch eines Geräts im Normalbetrieb über einen repräsentativen
              Zeitraum bewertet. Das vom TSV-Ansatz verwendete Schlüsselkriterium ist ein in Kilowattstunden (kWh) gemes­
              sener Wert für den typischen wöchentlichen Stromverbrauch eines bildgebenden Geräts. Genauere Informationen
              über das Prüfverfahren für den typischen Stromverbrauch finden sich in Abschnitt D.2.
         B.   Anforderungsgerechte Geräte
              Die vorliegenden ENERGY STAR-Spezifikationen sollen bildgebende Geräte erfassen, die privat, in Unternehmen und
              zu kommerziellen Zwecken genutzt werden, nicht jedoch Geräte für Industrieanwendungen (z. B. Geräte mit
              Drehstromversorgung). Die Geräte müssen über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit
 ---pagebreak--- L 63/54    DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                            6.3.2013
        Strom versorgt werden können, wobei für die Versorgungsspannung die internationalen Normwerte gemäß Ab­
        schnitt D.4 gelten. Ein bildgebendes Gerät kommt für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage, wenn es der
        Definition in Abschnitt A und einer der in Tabelle 1 oder 2 unten angeführten Produktbeschreibungen entspricht.
                                                            Tabelle 1
                                           Anforderungsgerechte Geräte: TSV-Ansatz
                Geräteart           Druckverfahren           Format               Farbfähigkeit         TSV-Tabelle
        Kopierer                Thermodirektdruck     Standard             einfarbig                TSV 1
                                Farbsublimations­     Standard             Farbe                    TSV 2
                                druck
                                Farbsublimations­     Standard             einfarbig                TSV 1
                                druck
                                Elektrofotografie     Standard             einfarbig                TSV 1
                                Elektrofotografie     Standard             Farbe                    TSV 2
                                Festtinte             Standard             Farbe                    TSV 2
                                Thermotransfer­       Standard             Farbe                    TSV 2
                                druck
                                Thermotransfer­       Standard             einfarbig                TSV 1
                                druck
        Digitalvervielfältiger  Matrize               Standard             Farbe                    TSV 2
                                Matrize               Standard             einfarbig                TSV 1
        Faxgeräte               Thermodirektdruck     Standard             einfarbig                TSV 1
                                Farbsublimations­     Standard             einfarbig                TSV 1
                                druck
                                Elektrofotografie     Standard             einfarbig                TSV 1
                                Elektrofotografie     Standard             Farbe                    TSV 2
                                Festtinte             Standard             Farbe                    TSV 2
                                Thermotransfer­       Standard             Farbe                    TSV 2
                                druck
                                Thermotransfer­       Standard             einfarbig                TSV 1
                                druck
        Mehrzweckgeräte         Hochleistungs-TS      Standard             einfarbig                TSV 3
                                Hochleistungs-TS      Standard             Farbe                    TSV 4
                                Thermodirektdruck     Standard             einfarbig                TSV 3
                                Farbsublimations­     Standard             Farbe                    TSV 4
                                druck
                                Farbsublimations­     Standard             einfarbig                TSV 3
                                druck
                                Elektrofotografie     Standard             einfarbig                TSV 3
                                Elektrofotografie     Standard             Farbe                    TSV 4
                                Festtinte             Standard             Farbe                    TSV 4
                                Thermotransfer­       Standard             Farbe                    TSV 4
                                druck
                                Thermotransfer­       Standard             einfarbig                TSV 3
                                druck
        Drucker                 Hochleistungs-TS      Standard             einfarbig                TSV 1
                                Hochleistungs-TS      Standard             Farbe                    TSV 2
 ---pagebreak--- 6.3.2013   DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                                  L 63/55
                Geräteart      Druckverfahren             Format            Farbfähigkeit    TSV-Tabelle
                           Thermodirektdruck     Standard            einfarbig            TSV 1
                           Farbsublimations­     Standard            Farbe                TSV 2
                           druck
                           Farbsublimations­     Standard            einfarbig            TSV 1
                           druck
                           Elektrofotografie     Standard            einfarbig            TSV 1
                           Elektrofotografie     Standard            Farbe                TSV 2
                           Festtinte             Standard            Farbe                TSV 2
                           Thermotransfer­       Standard            Farbe                TSV 2
                           druck
                           Thermotransfer­       Standard            einfarbig            TSV 1
                           druck
                                                        Tabelle 2
                                 Anforderungsgerechte Geräte: Betriebsmodus-Ansatz
                Geräteart      Druckverfahren             Format            Farbfähigkeit    BM-Tabelle
         Kopierer          Thermodirektdruck     groß                einfarbig            BM 1
                           Farbsublimations­     groß                farbig und einfarbig BM 1
                           druck
                           Elektrofotografie     groß                farbig und einfarbig BM 1
                           Festtinte             groß                Farbe                BM 1
                           Thermotransfer­       groß                farbig und einfarbig BM 1
                           druck
         Faxgeräte         Tintenstrahldruck     Standard            farbig und einfarbig BM 2
         Frankiermaschinen Thermodirektdruck     entfällt            einfarbig            BM 4
                           Elektrofotografie     entfällt            einfarbig            BM 4
                           Tintenstrahldruck     entfällt            einfarbig            BM 4
                           Thermotransfer­       entfällt            einfarbig            BM 4
                           druck
         Mehrzweckgeräte   Thermodirektdruck     groß                einfarbig            BM 1
                           Farbsublimations­     groß                farbig und einfarbig BM 1
                           druck
                           Elektrofotografie     groß                farbig und einfarbig BM 1
                           Tintenstrahldruck     Standard            farbig und einfarbig BM 2
                           Tintenstrahldruck     groß                farbig und einfarbig BM 3
                           Festtinte             groß                Farbe                BM 1
                           Thermotransfer­       groß                farbig und einfarbig BM 1
                           druck
         Drucker           Thermodirektdruck     groß                einfarbig            BM 8
                           Thermodirektdruck     klein               einfarbig            BM 5
                           Farbsublimations­     groß                farbig und einfarbig BM 8
                           druck
                           Farbsublimations­     klein               farbig und einfarbig BM 5
                           druck
 ---pagebreak--- L 63/56       DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                               6.3.2013
                    Geräteart             Druckverfahren              Format                 Farbfähigkeit        BM-Tabelle
                                      Elektrofotografie        groß                   farbig und einfarbig    BM 8
                                      Elektrofotografie        klein                  Farbe                   BM 5
                                      Anschlagdruck            groß                   farbig und einfarbig    BM 8
                                      Anschlagdruck            klein                  farbig und einfarbig    BM 5
                                      Anschlagdruck            Standard               farbig und einfarbig    BM 6
                                      Tintenstrahldruck        groß                   farbig und einfarbig    BM 3
                                      Tintenstrahldruck        klein                  farbig und einfarbig    BM 5
                                      Tintenstrahldruck        Standard               farbig und einfarbig    BM 2
                                      Festtinte                groß                   Farbe                   BM 8
                                      Festtinte                klein                  Farbe                   BM 5
                                      Thermotransfer­          groß                   farbig und einfarbig    BM 8
                                      druck
                                      Thermotransfer­          klein                  farbig und einfarbig    BM 5
                                      druck
           Scanner                    entfällt                 groß, klein und        entfällt                BM 7
                                                               Standard
        C. Energieeffizienz-Spezifikationen für Anforderungsgerechte Geräte
           Nur die in Abschnitt B aufgeführten Geräte, die folgende Kriterien erfüllen, kommen für die ENERGY STAR-Kenn­
           zeichnung in Frage. Die Termine für das Inkrafttreten werden in Abschnitt F behandelt.
           Geräte, die mit externem Netzteil verkauft werden: Um nach den vorliegenden Spezifikationen (Version 1.1) als ENERGY
           STAR-gerecht eingestuft zu werden, benötigen bildgebende Geräte, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und mit einem
           externen Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteil oder Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteil betrieben
           werden, entweder ein ENERGY STAR-gerechtes externes Netzteil oder ein anderes Netzteil, das die ENERGY STAR-
           Spezifikation für externe Netzteile (Version 2.0) erfüllt, wenn eine Überprüfung anhand des ENERGY STAR-Prüf­
           verfahrens erfolgt. Die ENERGY STAR-Spezifikation und das Prüfverfahren für externe Einzelspannungs-Wechsel­
           strom/Wechselstrom- und Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile finden Sie unter der Adresse www.energystar.gov/
           products.
           Geräte für den Betrieb mit einem DFE Typ 1: Um nach den vorliegenden Spezifikationen (Version 1.1) als ENERGY
           STAR-gerecht eingestuft zu werden, benötigen bildgebende Geräte, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und mit einem
           DFE Typ 1 verkauft werden, ein DFE, das die in Abschnitt C.3 aufgeführten ENERGY STAR-Anforderungen an die
           Energieeffizienz von Netzteilen digitaler Front-Ends für bildgebende Geräte erfüllt.
           Geräte für den Betrieb mit einem DFE Typ 2: Damit bildgebende Geräte, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und mit einem
           DFE Typ 2 verkauft werden, nach den vorliegenden Spezifikationen (Version 1.1) als ENERGY STAR-gerecht
           eingestuft werden, muss der Hersteller bei TSV-Geräten den Stromverbrauch des DFE in Betriebsbereitschaft ab­
           ziehen bzw. die Leistungsaufnahme im Fall von BM-Geräten bei der Messung des Ruhe- und des Standby-Modus
           außer Acht lassen. Abschnitt C.1 enthält nähere Angaben zur Anpassung der TSV-Werte von DFE für TSV-Geräte,
           und in Abschnitt C.2 wird dargelegt, wie bei der Messung des Ruhe- und des Standby-Modus von BM-Geräten DFE
           außer Acht zu lassen sind.
           Das US-EPA und die Europäische Kommission streben an, dass der Stromverbrauch bzw. die Leistungsaufnahme von
           DFE (Typ 1 oder Typ 2) bei der Messung des Stromverbrauchs von TSV-Geräten bzw. der Leistungsaufnahme von
           BM-Geräten nach Möglichkeit abgezogen oder außer Acht gelassen wird.
           Geräte, die mit zusätzlichem Schnurlostelefon verkauft werden: Faxgeräte oder Mehrzweckgeräte mit Faxfunktion, die ab
           1. Juli 2009 hergestellt und mit zusätzlichem Schnurlostelefon verkauft werden, benötigen entweder ein ENERGY
           STAR-gerechtes Schnurlostelefon oder ein Schnurlostelefon, das die ENERGY STAR-Spezifikation für Telefoniegeräte
           erfüllt, wenn zu dem Zeitpunkt, zu dem das bildgebende Gerät als ENERGY STAR-gerecht eingestuft wird, eine
           Überprüfung anhand des ENERGY STAR-Prüfverfahrens erfolgt. Die ENERGY STAR-Spezifikation und das Prüf­
           verfahren für Telefoniegeräte finden Sie unter der Adresse www.energystar.gov/products.
 ---pagebreak--- 6.3.2013       DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                           L 63/57
            Duplex-Geräte: Kopierer, Mehrzweckgeräte und Drucker für Standardformate, die mit Elektrofotografie, Festtinte und
            Hochleistungs-TS-Druckverfahren arbeiten und für die der TSV-Ansatz laut Abschnitt C.1 gilt, müssen je nach
            Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck folgende Duplex-Anforderungen erfüllen:
                                                Farbkopierer, -Mehrzweckgeräte und -drucker
             Gerätegeschwindigkeit für den
                                                                                     Duplex-Anforderung
                   einfarbigen Druck
                       ≤ 19 ipm                                                              entfällt
                     20 – 39 ipm              Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion oder als op­
                                                                            tionales Zubehör verfügbar sein.
                       ≥ 40 ipm              Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion verfügbar sein.
                                             Einfarbige Kopierer, Mehrzweckgeräte und Drucker
             Gerätegeschwindigkeit für den
                                                                                     Duplex-Anforderung
                   einfarbigen Druck
                       ≤ 24 ipm                                                              entfällt
                     25 – 44 ipm              Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion oder als op­
                                                                            tionales Zubehör verfügbar sein.
                       ≥ 45 ipm              Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion verfügbar sein.
         1. ENERGY STAR-Einstufungskriterien — Typischer Stromverbrauch (TSV)
            Damit ein Gerät die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, darf der in Abschnitt B Tabelle 1 angegebene
            TSV-Wert für bildgebende Geräte die unten angegebenen Grenzwerte nicht überschreiten.
            Bei bildgebenden Geräten mit DFE Typ 2 ist der gemäß unten stehendem Beispiel berechnete Stromverbrauch des
            DFE abzuziehen, bevor der gemessene TSV-Wert des Geräts mit den unten aufgeführten Grenzwerten verglichen
            wird. Das DFE darf die Fähigkeit des bildgebenden Geräts nicht beeinträchtigen, in den oder aus dem Stromspar­
            zustand zu wechseln. Um den oben beschriebenen Abzug vornehmen zu können, muss das DFE der Definition in
            Abschnitt A.32 entsprechen und es muss sich um eine separate Verarbeitungseinheit handeln, die über das Netz
            Aktivitäten einleiten kann.
            Beispiel: Der TSV-Gesamtwert eines Druckers beträgt 24,5 kWh/Woche und sein internes DFE benötigt bei Betriebs­
            bereitschaft 50 Watt. 50 W × 168 Stunden/Woche = 8,4 kWh/Woche. Diese Zahl wird nun vom gemessenen TSV-
            Wert abgezogen: 24,5 kWh/Woche — 8,4 kWh/Woche = 16,1 kWh/Woche. Die so errechneten 16,1 kWh/Woche
            werden dann mit den nachstehenden Kriterien verglichen.
            Hinweis: Für alle nachstehenden Gleichungen gilt: × = Gerätegeschwindigkeit (ipm).
                                                                    TSV-Tabelle 1
                                                Geräte: Kopierer, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Drucker
                                                                 Format: Standardformat
                             Druckverfahren: TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-Matrize, Einfarb-TT, Hochleistungs-Einfarb-TS
             Gerätegeschwindigkeit für den ein­
                                                                                  Maximaler TSV (kWh/Woche)
                    farbigen Druck (ipm)
                           ≤ 15                                                               1,0 kWh
                        15 < × ≤ 40                                              (0,10 kWh/ipm)× – 0,5 kWh
                        40 < × ≤ 82                                             (0,35 kWh/ipm)× – 10,3 kWh
                           > 82                                                 (0,70 kWh/ipm)× – 39,0 kWh
 ---pagebreak--- L 63/58       DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                           6.3.2013
                                                                   TSV-Tabelle 2
                                               Geräte: Kopierer, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Drucker
                                                                Format: Standardformat
                                  Druckverfahren: Farb-SD, Farb-Matrize, Farb-TT, Farb-EF, FT, Hochleistungs-Farb-TS
            Gerätegeschwindigkeit für den ein­
                                                                                 Maximaler TSV (kWh/Woche)
                   farbigen Druck (ipm)
                          ≤ 32                                                  (0,10 kWh/ipm)× + 2,8 kWh
                      32 < × ≤ 58                                               (0,35 kWh/ipm)× – 5,2 kWh
                          > 58                                                 (0,70 kWh/ipm)× – 26,0 kWh
                                                                   TSV-Tabelle 3
                                                               Geräte: Mehrzweckgeräte
                                                                Format: Standardformat
                                    Druckverfahren: TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TT, Hochleistungs-Einfarb-TS
            Gerätegeschwindigkeit für den ein­
                                                                                 Maximaler TSV (kWh/Woche)
                   farbigen Druck (ipm)
                          ≤ 10                                                               1,5 kWh
                      10 < × ≤ 26                                               (0,10 kWh/ipm)× + 0,5 kWh
                      26 < × ≤ 68                                               (0,35 kWh/ipm)× – 6,0 kWh
                          > 68                                                 (0,70 kWh/ipm)× – 30,0 kWh
                                                                   TSV-Tabelle 4
                                                               Geräte: Mehrzweckgeräte
                                                                Format: Standardformat
                                         Druckverfahren: Farb-SD, Farb-TT, Farb-EF, FT, Hochleistungs-Farb-TS
            Gerätegeschwindigkeit für den ein­
                                                                                 Maximaler TSV (kWh/Woche)
                   farbigen Druck (ipm)
                          ≤ 26                                                  (0,10 kWh/ipm)× + 3,5 kWh
                      26 < × ≤ 62                                               (0,35 kWh/ipm)× + 3,0 kWh
                          > 62                                                 (0,70 kWh/ipm)× – 25,0 kWh
        2. ENERGY STAR-Einstufungskriterien — Betriebsmodus (BM)
           Damit ein Gerät die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, dürfen die in Abschnitt C Tabelle 2 angegebenen
           Stromverbrauchswerte für bildgebende Geräte die unten angegebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Bei Geräten,
           die bereits im Zustand der Betriebsbereitschaft die Anforderungen für den Ruhezustand erfüllen, ist zur Einhaltung
           des Ruhezustands-Grenzwerts keine weitere automatische Verringerung des Stromverbrauchs notwendig. Zudem ist
           für die ENERGY STAR-Kennzeichnung von Geräten, die die Standby-Anforderungen in Betriebsbereitschaft oder im
           Ruhezustand erfüllen, keine weitere automatische Verringerung des Stromverbrauchs erforderlich.
           Bei bildgebenden Geräten, deren funktional integriertes DFE die Stromversorgung des bildgebenden Geräts benutzt,
           ist der Stromverbrauch des DFE abzuziehen, bevor der im Ruhezustand gemessene Verbrauch mit den addierten
           Werten für das Druckmodul und die Funktionszusätze und die gemessenen Standby-Werte mit den entsprechenden
           Grenzwerten (siehe unten) verglichen werden. Das DFE darf die Fähigkeit des bildgebenden Geräts nicht beein­
           trächtigen, in den oder aus dem Stromsparzustand zu wechseln. Um den oben beschriebenen Abzug vornehmen zu
           können, muss das DFE der Definition in Abschnitt A.32 entsprechen und es muss sich um eine separate Ver­
           arbeitungseinheit handeln, die über das Netz Aktivitäten einleiten kann.
 ---pagebreak--- 6.3.2013    DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 63/59
         Anforderungen an voreingestellte Wartezeiten: Um die Kriterien für die ENERGY STAR-Kennzeichnung zu erfüllen,
         müssen BM-Geräte den Anforderungen an die voreingestellten Wartezeiten gemäß den Tabellen A bis C entspre­
         chen. Diese Einstellungen müssen bei der Lieferung aktiviert sein. Darüber hinaus sind alle BM-Geräte mit einer
         maximalen Geräte-Wartezeit auszuliefern, die vier Stunden nicht überschreitet und nur vom Hersteller verändert
         werden kann. Diese maximale Geräte-Wartezeit darf nicht vom Benutzer selbst und üblicherweise nicht ohne
         interne, invasive Änderungen des Geräts angepasst werden können. Die Einstellungen der voreingestellten Warte­
         zeiten gemäß den Tabellen A bis C können vom Benutzer geändert werden.
                                                                  Tabelle A
         Maximale voreingestellte Wartezeiten von BM-Geräten für Klein- und Standardformate (außer
                               Frankiermaschinen) bis zum Übergang in den Ruhezustand (in Minuten)
           Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen
                         Druck (ipm)                    Faxgeräte         Mehrzweckgeräte        Drucker   Scanner
                              (ipm)
                           0 – 10                           5                  15                    5        15
                          11 – 20                           5                  30                   15        15
                          21 – 30                           5                  60                   30        15
                          31 – 50                           5                  60                   60        15
                             51 +                           5                  60                   60        15
                                                                  Tabelle B
         Maximale voreingestellte Wartezeiten von BM-Geräten für Großformate (außer Frankiermaschinen) bis
                                            zum Übergang in den Ruhezustand (in Minuten)
           Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen
                                                         Kopierer         Mehrzweckgeräte        Drucker   Scanner
                         Druck (ipm)
                           0 – 10                          30                  30                   30        15
                          11 – 20                          30                  30                   30        15
                          21 – 30                          30                  30                   30        15
                           31–50                           60                  60                   60        15
                             51 +                          60                  60                   60        15
                                                                  Tabelle C
         Maximale voreingestellte Wartezeiten von Frankiermaschinen bis zum Übergang in den Ruhezustand (in
                                                                 Minuten)
           Gerätegeschwindigkeit Postsendungen pro
                             Minute                                               Frankiermaschinen
                            (mppm)
                           0 – 50                                                         20
                         51 – 100                                                         30
                        101 – 150                                                         40
                           151 +                                                          60
         Standby-Anforderungen: Um die Kriterien für die ENERGY STAR-Kennzeichnung zu erfüllen, müssen BM-Geräte die
         Anforderungen an den Stromverbrauch im Standby-Modus gemäß Tabelle D erfüllen.
                                                                  Tabelle D
                                        Maximale Leistungsaufnahme für BM-Geräte (in Watt)
                           Geräteart                                                 Standby (W)
                      Alle BM-Geräte                                                       1
         Die Kriterien für die ENERGY STAR-Kennzeichnung laut BM-Tabellen 1 bis 8 unten gelten für das Druckmodul des
         Geräts. Da davon auszugehen ist, dass Geräte mit einer oder mehreren Funktionen geliefert werden, die über die
         eines reines Druckmoduls hinausgehen, sind die entsprechenden Werte für den Ruhezustand zu den Druckmodul-
         Kriterien zu addieren. Zur Ermittlung, ob das Gerät für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommt, ist der
 ---pagebreak--- L 63/60    DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                               6.3.2013
        Gesamtwert des Grundgeräts samt den Funktionszusätzen heranzuziehen. Der Hersteller darf für jedes Gerätemodell
        nicht mehr als drei primäre, jedoch so viele sekundäre Funktionszusätze geltend machen, wie vorhanden sind (dabei
        können primäre Funktionszusätze, wenn mehr als drei vorhanden sind, als sekundäre angerechnet werden). Es folgt
        ein Beispiel für das beschriebene Berechnungsverfahren:
        Beispiel: Wir gehen von einem TS-Drucker für Standardformate mit USB 2.0 und Speicherkarten-Eingang aus. Wenn
        der USB-Anschluss bei der Prüfung als Primärschnittstelle dient, darf das Druckermodell zusätzlich 0,5 W für die
        USB-Schnittstelle und 0,1 W für den Speicherkartenleser verbrauchen. Das ergibt insgesamt 0,6 W, die für die
        Funktionszusätze zusätzlich erlaubt sind. Da die BM-Tabelle 2 für den Ruhezustand des Druckmoduls 1,4 W als
        Grenzwert festlegt, muss der Hersteller bei der Feststellung der ENERGY STAR-Gerechtheit zu diesem Wert den
        aufgrund der Funktionszusätze zusätzlich erlaubten Wert hinzu addieren, um die für die ENERGY STAR-Kenn­
        zeichnung maximal zulässige Leistungsaufnahme des Grundgeräts zu ermitteln: 1,4 W + 0,6 W. Wenn die Messung
        des Energieverbrauchs des Druckers im Ruhezustand 2,0 W oder weniger ergibt, erfüllt der Drucker die ENERGY
        STAR-Anforderung für den Ruhezustand.
                                                                Tabelle 3
                                        Anforderungsgerechte Geräte: BM-Funktionszusätze
              Art                          Einzelheiten                              Werte für Funktionszusätze (W)
                                                                                   Primär                     Sekundär
        Schnittstel­    A. mit Kabelanschluss < 20 MHz                    0,3                        0,2
        len
                        Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate < 20 MHz.
                        Gilt u. a. für USB 1.x, IEEE 488, IEEE 1284/Parallel/Centronics, RS232 und/oder Faxmodem.
                        B. mit Kabelanschluss ≥ 20 MHz und <              0,5                        0,2
                            500 MHz
                        Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate ≥ 20 MHz
                        und < 500 MHz. Gilt u. a. für USB 2.x, IEEE 1394/FireWire/i.LINK und 100-Mb-Ethernet.
                        C. mit Kabelanschluss ≥ 500 MHz                   1,5                        0,5
                        Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate ≥
                        500 MHz. Gilt u. a. für 1-Gb-Ethernet.
                        D. Drahtlos                                       3,0                        0,7
                        Eine Daten- oder Netzschnittstelle am bildgebenden Gerät, die zum drahtlosen Hochfrequenz-Da­
                        tentransfer dient. Gilt u. a. für Bluetooth und 802.11.
                        E. Speicherkarte/Kamera/Speichermedium mit        0,5                        0,1
                            Verbindungsleitungen
                        Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät, der den Anschluss externer
                        Geräte, z. B. Flash-Speicherkarten-Lesegeräte, Chipkarten-Lesegeräte oder Kameraschnittstellen (ein­
                        schließlich PictBridge) erlaubt.
                        G. Infrarot                                       0,2                        0,2
                        Eine Daten- oder Netzschnittstelle am bildgebenden Gerät, die zur Übertragung von Daten via
                        Infrarot-Technologie dient. Gilt u. a. für IrDA.
 ---pagebreak--- 6.3.2013    DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/61
              Art                           Einzelheiten                              Werte für Funktionszusätze (W)
                                                                                    Primär                     Sekundär
         Sonstige        Speichermedien                                    —                          0,2
                         Interne Speicherlaufwerke des bildgebenden Geräts. Gilt nur für interne Laufwerke (z. B. Disketten­
                         laufwerke, DVD-Laufwerke, Zip-Laufwerke) und ist auf jedes Laufwerk einzeln anzuwenden. Gilt
                         nicht für Schnittstellen zu externen Laufwerken (z. B. SCSI) oder internen Speichern.
                         Scanner mit Kaltkathodenröhren und anderen        —                          0,5
                         Röhren
                         Vorhandensein eines Scanners, der mit Kaltkathodenröhren-Technologie (CCFL) oder einer anderen
                         Technologie arbeitet, z. B. Leuchtdioden (LED), Halogen, Glühkathodenröhren (HCFT), Xenon oder
                         Leuchtstoffröhren (TL). Dieser Zusatz darf nur einmal geltend gemacht werden, unabhängig von der
                         Röhrengröße und der Anzahl verwendeter Röhren/Lampen.
                         PC-gestütztes System (kann ohne die Nutzung       —                          -0,5
                         erheblicher PC-Ressourcen nicht drucken/ko­
                         pieren/scannen)
                         Dieser Zusatz bezieht sich auf bildgebende Geräte, die erhebliche Ressourcen, z. B. Speicher- und
                         Datenverarbeitungskapazität, von einem externen Computer beziehen, um Grundfunktionen aus­
                         zuführen, die von bildgebenden Geräten im Allgemeinen unabhängig ausgeführt werden, z. B.
                         Seiten-Rendering. Dieser Zusatz ist nicht auf Geräte anzuwenden, die einen Computer nur als
                         Quell- oder Zielort für die Ablage der Bilddaten verwenden.
                         Schnurlostelefon                                  —                          0,8
                         Die Fähigkeit des bildgebenden Geräts, über ein Schnurlostelefon zu kommunizieren. Dieser Zusatz
                         kann nur einmal geltend gemacht werden, unabhängig davon, mit wie vielen Schnurlostelefonen
                         das Gerät genutzt werden kann. Dieser Zusatz bezieht sich nicht auf die Leistungsaufnahme des
                         Schnurlostelefons selbst.
                         Datenspeicher                                     —                          1,0 W pro 1 GB
                         Die interne Kapazität des bildgebenden Geräts zur Speicherung von Daten. Dieser Zusatz bezieht
                         sich auf alle Größen von internem Speicher und ist entsprechend anzupassen. Beispielsweise kön­
                         nen für eine Speichereinheit mit 2,5 GB 2,5 W geltend gemacht werden, für eine Speichereinheit
                         mit 0,5 GB analog 0,5 W.
                         Netzteil, basierend auf der Nennleistung (Pn)     —                          Bei Pn > 10 W,
                                                                                                      0,02 × (Pn — 10 W)
                         Hinweis: Dieser Zusatz gilt NUR für Geräte der
                         BM-Tabellen 2 und 6.
                         Dieser Zusatz gilt nur für die bildgebenden Geräte der BM-Tabellen 2 und 6. Der Wert wird
                         aufgrund der Gleichstrom-Nennleistung des internen oder externen Netzteils laut Angaben des
                         Netzteil-Herstellers berechnet. (Es handelt sich nicht um eine gemessene Größe.) Ein Gerät mit
                         3 A bei 12 V besitzt eine Nennleistung von 36 W. Aufgrund dessen ergibt sich ein Wert von
                         0,02 × (36-10) = 0,02 × 26 = 0,52 W, der für das Netzteil geltend gemacht werden kann. Für
                         Netzteile, die über mehr als eine Spannung verfügen, wird die Summe der Leistung aller verwen­
                         deten Spannungen verwendet, es sei denn, dass die Spezifikationen eine niedrigere Nennleistung
                         enthalten. Ein Netzteil, das 3 A bei 24 V oder 1,5 A bei 5 V leisten kann, besitzt eine Gesamt­
                         leistung von (3 × 24) + (1,5 × 5) = 79,5 W. Aufgrund dessen kann ein Wert von 1,39 W geltend
                         gemacht werden.
         Bei den für die Funktionszusätze zulässigen Werten in Tabelle 3 wird zwischen „primären“ und „sekundären“
         Funktionszusätzen unterschieden. Diese Einteilung bezieht sich auf den Status der Schnittstelle, während das Gerät
         im Ruhezustand ist. Verbindungen, die beim BM-Prüfverfahren aktiv bleiben, während sich das bildgebende Gerät im
         Ruhezustand befindet, gelten als primär, während Verbindungen, die inaktiv sein können, während sich das bild­
         gebende Gerät im Ruhezustand befindet, als sekundär gelten. Die meisten Funktionszusätze sind sekundär.
         Die Hersteller berücksichtigen nur jene Funktionszusätze, die im Lieferzustand eines Geräts vorhanden sind. Optio­
         nen, die dem Käufer nach der Lieferung zur Verfügung stehen, oder Schnittstellen des extern gespeisten digitalen
         Front-Ends (DFE) des Geräts dürfen bei der Anwendung der zulässigen Werte auf das bildgebende Gerät nicht
         berücksichtigt werden.
 ---pagebreak--- L 63/62    DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                          6.3.2013
        Bei Geräten mit mehreren Schnittstellen werden diese Schnittstellen als einzeln und unabhängig betrachtet. Schnitt­
        stellen, die mehrere Funktionen erfüllen, werden jedoch nur einmal berücksichtigt. So darf ein USB-Anschluss, der
        als 1.× und 2.× nutzbar ist, nur einmal angerechnet werden. Zählt eine bestimmte Schnittstelle laut Tabelle 3 zu
        mehr als einer Art, wählt der Hersteller zur Ermittlung des zulässigen Werts deren Hauptfunktion aus. Ein USB-
        Anschluss an der Vorderseite des bildgebenden Geräts, der in den Produktunterlagen als „PictBridge-Schnittstelle“
        oder „Kameraschnittstelle“ beschrieben wird, gilt daher als Schnittstelle vom Typ E, nicht Typ B. Dementsprechend
        dürfen auch Speicherkarten-Lesegeräte, die mehr als ein Format unterstützen, nur einmal angerechnet werden. Auch
        ein System, das mehr als einen 802.11-Typ unterstützt, zählt nur als eine einzige Drahtlos-Schnittstelle.
                                                                BM-Tabelle 1
                                                      Geräte: Kopierer, Mehrzweckgeräte
                                                              Format: Großformat
                             Druckverfahren: Farb-SD, Farb-TT, TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TT, Farb-EF, FT
                                                                                            Ruhezustand (W)
                             Druckmodul                                                              30
                                                                BM-Tabelle 2
                                                 Geräte: Faxgeräte, Mehrzweckgeräte, Drucker
                                                            Format: Standardformat
                                                     Druckverfahren: Farb-TS, Einfarb-TS
                                                                                            Ruhezustand (W)
                             Druckmodul                                                             1,4
                                                                BM-Tabelle 3
                                                      Geräte: Mehrzweckgeräte, Drucker
                                                              Format: Großformat
                                                     Druckverfahren: Farb-TS, Einfarb-TS
                                                                                            Ruhezustand (W)
                             Druckmodul                                                              15
                                                                BM-Tabelle 4
                                                          Geräte: Frankiermaschinen
                                                                Format: entfällt
                                            Druckverfahren: TD, Einfarb-EF, Einfarb-TS, Einfarb-TT
                                                                                            Ruhezustand (W)
                             Druckmodul                                                               7
                                                                BM-Tabelle 5
                                                                Geräte: Drucker
                                                              Format: Kleinformat
         Druckverfahren: Farb-SD, TD, Farb-TS, Farb-Anschlag, Farb-TT, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TS, Einfarb-Anschlag, Einfarb-TT,
                                                                  Farb-EF, FT
                                                                                            Ruhezustand (W)
                             Druckmodul                                                               9
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                                                                    BM-Tabelle 6
                                                                    Geräte: Drucker
                                                                Format: Standardformat
                                                    Druckverfahren: Farb-Anschlag, Einfarb-Anschlag
                                                                                                 Ruhezustand (W)
                                  Druckmodul                                                            4,6
                                                                    BM-Tabelle 7
                                                                    Geräte: Scanner
                                                   Format: Großformat, Kleinformat, Standardformat
                                                                Druckverfahren: entfällt
                                                                                                 Ruhezustand (W)
                                  Druckmodul                                                            4,3
                                                                    BM-Tabelle 8
                                                                    Geräte: Drucker
                                                                  Format: Großformat
                  Druckverfahren: Farb-SD, Farb-Anschlag, Farb-TT, TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-Anschlag, Einfarb-TT, Farb-EF, FT
                                                                                                 Ruhezustand (W)
                                  Druckmodul                                                             14
         3. Anforderungen an die Effizienz von DFE
            Digitale Front-Ends, wie sie in Abschnitt A dieser Spezifikationen beschrieben werden, müssen die nachstehenden
            Effizienzanforderungen erfüllen.
            Anforderungen an die Effizienz von Netzteilen
            DFE Typ 1 mit internem Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteil: Ein DFE, das sich aus einer eigenen internen Wechsel­
            spannungsquelle mit Gleichstrom versorgt, muss die folgenden Effizienzanforderungen erfüllen: 80 % Mindesteffi­
            zienz bei 20 %, 50 % und 100 % der Nennleistung und Leistungsfaktor ≥ 0,9 bei 100 % der Nennleistung.
            DFE Typ 1 mit externem Netzteil: DFE, die sich über ein eigenes externes Netzteil (wie in den Anforderungen des
            ENERGY STAR-Programms für Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile und externe Wechselstrom/
            Gleichstrom-Netzteile (Version 2.0) definiert) mit Gleichstrom versorgen, müssen ENERGY STAR-gerecht sein oder
            die Effizienzwerte für Nulllast- und Aktivmodus erreichen, die in den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms
            für Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile und externe Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile (Ver­
            sion 2.0) vorgegeben sind. Die ENERGY STAR-Spezifikationen und die Liste ENERGY STAR-gerechter Geräte sind
            unter www.energystar.gov/powersupplies einzusehen.
            Prüfverfahren
            Die Hersteller führen die Prüfungen in eigener Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den
            ENERGY STAR-Anforderungen genügen.
            — Hinsichtlich der Durchführung dieser Prüfungen stimmen die Programmpartner der Anwendung des jeweiligen
                Prüfverfahrens gemäß Tabelle 4 zu.
            — Die Prüfergebnisse der anforderungsgerechten Geräte werden dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission
                mitgeteilt.
            Zusätzliche Anforderungen an Prüfung und vorzulegende Daten sind unten angegeben.
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           Modelle, die in mehreren Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können: Die Prüfung der
           Geräte erfolgt stets in Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das Gerät verkauft und als ENERGY
           STAR-gerecht beworben wird. Das US-EPA und seine ENERGY STAR-Partnerländer haben sich für die Geräte­
           prüfung auf eine Tabelle mit drei Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen geeinigt. Einzelheiten über die interna­
           tionalen Netzspannungen und Frequenzen für jeden Markt sind in Abschnitt D.4 enthalten.
           Bei Geräten, die international auf mehreren Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher für
           mehrere Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller den Stromverbrauch oder die Energieeffizienz für
           alle relevanten Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen messen und angeben. Verkauft ein Hersteller beispielsweise
           das gleiche Modell in den USA und in Europa, so muss er die Verbrauchswerte sowohl bei 115 Volt/60 Hz als auch
           bei 230 Volt/50 Hz messen und angeben und die entsprechenden Spezifikationen einhalten, damit das Modell auf
           beiden Märkten als ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die ENERGY STAR-Spezifikationen nur
           bei einer Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei 115 Volt/60 Hz), so darf es auch nur in den Regionen, in
           denen diese Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B. Nordamerika und Taiwan) als ENERGY STAR-
           gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
                                                                   Tabelle 4
                                                      Prüfverfahren für DFE Typ 1
                     Spezifikationsanforderung                Prüfprotokoll                              Quelle
           Wirkungsgrad des Netzteils               Internes Netzteil (IPS)         IPS: http://efficientpowersupplies.epri.com/
                                                    ENERGY STAR-                    EPS: www.energystar.gov/powersupplies/
                                                    Prüfung für externe Netzteile
                                                    (EPS)
        D. Prüfleitlinien
           Die Anweisungen zur Prüfung der Energieeffizienz bildgebender Geräte sind in den folgenden Abschnitten enthalten:
           — Prüfverfahren für den typischen Stromverbrauch (TSV),
           — Prüfverfahren für den Betriebsmodus (BM)
           und
           — Prüfbedingungen und -geräte für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte.
           Die anhand dieser Verfahren erzielten Prüfergebnisse dienen als primäre Grundlage zur Feststellung, ob ein Gerät für
           die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommt.
           Die Hersteller führen die Prüfung in eigener Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle
           den ENERGY STAR-Spezifikationen entsprechen. Für Modellfamilien von bildgebenden Geräten, die auf dem glei­
           chen Baugruppenträger beruhen und abgesehen von Gehäuse und Farbe in jeder Hinsicht identisch sind, genügt die
           Einreichung der Prüfergebnisse eines einzigen repräsentativen Modells. Desgleichen können Modelle, die unverändert
           geblieben sind oder sich nur in der Endverarbeitung von den im Vorjahr vertriebenen Modellen unterscheiden, ohne
           Einreichung neuer Prüfergebnisse die Kennzeichnung beibehalten, wenn die Spezifikationen unverändert geblieben
           sind.
           Wird ein Gerätemodell auf dem Markt in unterschiedlichen Konfigurationen als „Produktfamilie“ oder Produktserie
           angeboten, kann der Programmpartner statt der einzelnen Modelle die höchste verfügbare Konfiguration der Pro­
           duktfamilie prüfen und die entsprechenden Ergebnisse einreichen. Bei der Einreichung von Modellfamilien haften die
           Hersteller für die über ihre bildgebenden Geräte angegebene Energieeffizienz, auch wenn die Geräte nicht geprüft
           bzw. die Daten nicht eingereicht wurden.
           Beispiel: Modell A und B sind identisch. Die einzige Ausnahme hiervon bildet der Umstand, dass Modell A mit einer
           Kabelschnittstelle > 500 MHz und Modell B mit einer Kabelschnittstelle < 500 MHz geliefert wird. Wenn Modell A
           geprüft wird und die ENERGY STAR-Spezifikation erfüllt, kann der Programmpartner die Prüfdaten für Modell A
           einreichen, die dann sowohl für Modell A als auch für Modell B gelten.
           Erfolgt die Stromversorgung eines Geräts über das Stromnetz, USB, IEEE 1394, Power-over-Ethernet, das Telefon­
           system oder eine andere Stromquelle oder Kombinationen davon, so ist zur ENERGY STAR-Einstufung der Netto-
           Wechselstromverbrauch des Geräts heranzuziehen (dabei sind die Wechselstrom/Gleichstrom-Umwandlungsverluste
           laut BM-Prüfverfahren zu berücksichtigen).
           1. Zusätzliche Anforderungen an Prüfung und vorzulegende Daten sind unten angegeben.
                Anzahl zu prüfender Geräte
                Die Prüfung ist vom Hersteller oder seinem bevollmächtigten Vertreter anhand eines einzigen Geräts eines
               Modells vorzunehmen.
                a) Für Geräte laut Abschnitt B Tabelle 1 der vorliegenden Spezifikationen ist ein zusätzliches Gerät des Modells
                   zu prüfen, wenn das TSV-Prüfergebnis des ersten Geräts die entsprechenden Kriterien erfüllt, aber im Bereich
                   von 10 % der Grenzwerte liegt. Vom Hersteller sind die Prüfergebnisse für beide Geräte einzureichen. Für die
                   Kennzeichnung als ENERGY STAR-gerecht müssen beide Geräte die ENERGY STAR-Spezifikation erfüllen.
 ---pagebreak--- 6.3.2013    DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/65
             b) Für Geräte laut Abschnitt B Tabelle 2 der vorliegenden Spezifikationen sind zwei zusätzliche Geräte des
                 Modells zu prüfen, wenn das BM-Prüfergebnis des ersten Geräts die entsprechenden Kriterien erfüllt, aber im
                 Bereich von 15 % der Grenzwerte liegt. Für die Kennzeichnung als ENERGY STAR-gerecht müssen alle drei
                 Geräte die ENERGY STAR-Spezifikation erfüllen.
             Einreichung der maßgeblichen Produktdaten beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission
             Die Partner bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den ENERGY STAR-Spezifikationen entsprechen und
             reichen diese Informationen beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission ein. Die erforderlichen Angaben
             werden nach der Veröffentlichung der endgültigen Spezifikationen demnächst dargelegt. Darüber hinaus reichen
             die Partner beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission Auszüge aus den Produktunterlagen ein, in denen
             den Verbrauchern die empfohlenen voreingestellten Wartezeiten für die Stromsparfunktionen erläutert werden.
             Dadurch soll erreicht werden, dass die Geräte in einem Zustand geprüft werden, der ihrer Auslieferung und
             bestimmungsgemäßen Verwendung entspricht.
             Modelle, die in mehreren Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
             Die Prüfung der Geräte erfolgt stets in Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das Gerät verkauft
             und als ENERGY STAR-gerecht beworben wird. Das US-EPA, die Europäische Kommission und ihre ENERGY
             STAR-Partnerländer haben sich für die Geräteprüfung auf eine Tabelle mit drei Netzspannungs-/Frequenz-Kom­
             binationen geeinigt. Die Prüfbedingungen für bildgebende Geräte enthalten Einzelheiten über die internationalen
             Netzspannungen und Frequenzen sowie die Papierformate für jeden Markt.
             Bei Geräten, die international auf mehreren Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher
             für mehrere Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller den Stromverbrauch oder die Energieeffi­
             zienz für alle relevanten Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen messen und angeben. Verkauft ein Hersteller
             beispielsweise das gleiche Modell in den USA und in Europa, so muss er die Verbrauchswerte sowohl bei 115
             Volt/60 Hz als auch bei 230 Volt/50 Hz messen und angeben und die entsprechenden Spezifikationen einhalten,
             damit das Modell auf beiden Märkten als ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die ENERGY
             STAR-Spezifikationen nur bei einer Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei 115 Volt/60 Hz), so darf es
             auch nur in den Regionen, in denen diese Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B. Nordamerika
             und Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
         2. Prüfverfahren für den typischen Stromverbrauch (TSV)
             a) Erfasste Gerätearten: Die TSV-Prüfverfahren für die Messung von Standardformat-Geräten sind in Abschnitt B
                 Tabelle 1 angegeben.
             b) Prüfparameter
                 Dieser Abschnitt beschreibt die Prüfparameter zur Messung eines Geräts laut TSV-Prüfverfahren. Der Ab­
                 schnitt enthält jedoch keine Angaben über die Prüfbedingungen, die in Abschnitt D.4 angeführt sind.
                 Prüfung im Simplex-Modus
                 Die Prüfung der Geräte erfolgt im Simplex-Modus. Bei den zu kopierenden Originalvorlagen muss es sich um
                 einseitige Bilder handeln.
                 Prüfbild
                 Das Prüfbild ist das Testbild A aus der ISO-/IEC-Norm 10561:1999. Die Abbildung muss in der Punktgröße
                 10 in einem Courier-Zeichensatz mit fester Laufweite (oder dessen nächster Entsprechung) erfolgen. Der
                 deutschen Sprache eigene Zeichen müssen nicht reproduziert werden, wenn das Gerät dazu nicht in der Lage
                 ist. Das Bild ist — je nach beabsichtigtem Markt — auf einem 8,5″ × 11″- oder A4-Papierblatt auszugeben.
                 Für Drucker und Mehrzweckgeräte, die eine Seitenbeschreibungssprache (z. B. PCL, Postscript) unterstützen,
                 sind die Bilder in einer Seitenbeschreibungssprache an das Gerät zu übermitteln.
                 Prüfung bei Erstellung einfarbiger Bilder
                 Farbfähige Geräte sind bei der Erstellung einfarbiger Bilder zu prüfen, es sei denn, sie können keine ein­
                 farbigen Bilder erstellen.
                 Selbstabschaltung und Netzfähigkeit
                 Das Gerät muss so konfiguriert sein, wie es ausgeliefert und zum Gebrauch empfohlen wird. Dies gilt
                 insbesondere für wichtige Parameter wie die voreingestellten Wartezeiten für die Stromsparzustände und
                 die Auflösung (mit den unten angeführten Ausnahmen). Alle Informationen des Herstellers zu den emp­
                 fohlenen Wartezeiten — z. B. in Betriebsanleitungen, auf Webseiten und vom Installationspersonal zur
                 Verfügung gestellt — müssen dem Lieferzustand des Geräts entsprechen. Wenn ein Drucker, Digitalverviel­
                 fältiger oder Mehrzweckgerät mit Druckfunktion oder ein Faxgerät über eine Selbstabschaltungsfunktion
                 verfügt, die im Lieferzustand aktiviert ist, muss diese vor der Prüfung deaktiviert werden. Drucker und
 ---pagebreak--- L 63/66           DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                    6.3.2013
                      Mehrzweckgeräte, die im Lieferzustand netzfähig (8) sind, müssen an ein Netz angeschlossen werden. Die Art
                      der Netzverbindung (oder der anderweitigen Datenverbindung, wenn das Gerät nicht netzfähig ist) kann vom
                      Hersteller gewählt werden. Sie ist jedoch anzugeben. Für die Prüfung können Druckaufträge bei Geräten mit
                      Netzverbindung auch über sonstige Schnittstellen (z. B. USB) an das Gerät gesandt werden.
                      Gerätekonfiguration
                      Papierquellen und Einrichtungen für die Papierendbearbeitung müssen wie im Lieferzustand angebracht und
                      konfiguriert sein; ihre Verwendung bei der Prüfung bleibt jedoch dem Hersteller überlassen (z. B. kann jede
                      Papierquelle verwendet werden). Feuchtigkeitsschutzfunktionen können, wenn dies durch den Benutzer mög­
                      lich ist, abgeschaltet werden. Hardware, die einen Teil des Modells bildet und zur Installation oder Anbrin­
                      gung durch den Benutzer gedacht ist (z. B. ein Papiereinzug), muss vor der Prüfung installiert werden.
                      Digitalvervielfältiger
                      Digitalvervielfältiger sind gemäß ihrer Auslegung und ihren Fähigkeiten einzurichten und zu verwenden.
                      Beispielsweise sollte jeder Auftrag nur ein Originalbild enthalten. Digitalvervielfältiger sind mit ihrer angege­
                      benen Maximalgeschwindigkeit zu prüfen. Außerdem sollte anhand der Maximalgeschwindigkeit auch die
                      Auftragsgröße zur Durchführung der Prüfung ermittelt werden (wenn sich Maximalgeschwindigkeit und die
                      bei der Lieferung voreingestellte Standardgeschwindigkeit unterscheiden). Ansonsten sind Digitalvervielfältiger
                      — abhängig von ihren Fähigkeiten im Lieferzustand — als Drucker, Kopierer oder Mehrzweckgeräte zu
                      behandeln.
                   c) Struktur des Druck-/Kopier-/Scan-Auftrags
                      In diesem Abschnitt ist beschrieben, wie die Anzahl der Bilder pro Auftrag für die Messung eines Geräts gemäß
                      TSV-Prüfverfahren und die Anzahl der Aufträge pro Tag für die TSV-Berechnung ermittelt wird.
                      Für die Zwecke dieses Prüfverfahrens wird jene Gerätegeschwindigkeit zur Ermittlung der Auftragsgröße
                      herangezogen, die der Hersteller für die Erstellung von einfarbigen Bildern im Simplex-Modus auf Papier
                      im Standardformat (8,5″ × 11″ oder A4) als Maximalgeschwindigkeit angibt. Dabei wird dieser Wert auf die
                      nächste ganze Zahl gerundet. Diese Geschwindigkeit ist auch als Gerätegeschwindigkeit des Modells bekannt
                      zu geben. Die Standard-Ausgabegeschwindigkeit des Geräts, die beim Prüfvorgang tatsächlich verwendet wird,
                      wird nicht gemessen. Sie kann sich aufgrund von Faktoren wie Auflösung, Bildqualität, Druckmodus, Scanzeit
                      des Dokuments, Größe und Struktur des Druckauftrags sowie Papiergröße und -gewicht von der angegebenen
                      Maximalgeschwindigkeit unterscheiden.
                      Faxgeräte sollten immer mit einem Bild pro Auftrag geprüft werden. Die Anzahl von Bildern pro Auftrag, die
                      für alle anderen bildgebenden Geräte zu verwenden ist, wird anhand der folgenden drei Schritte berechnet.
                      Tabelle 8 enthält eine Auflistung der sich aus jeder ganzzahligen Gerätegeschwindigkeit von 1 bis 100
                      Bildern pro Minute (ipm) ergebenden Anzahl von Bildern pro Auftrag.
                        i) Berechnung der Anzahl der Aufträge pro Tag. Die Anzahl der Druckaufträge pro Tag ist abhängig von der
                           Gerätegeschwindigkeit:
                           Für Geräte mit einer Geschwindigkeit von 8 ipm oder weniger werden 8 Aufträge pro Tag angenommen.
                           Für Geräte mit einer Geschwindigkeit zwischen 8 und 32 ipm entspricht die Anzahl der Aufträge pro Tag
                           der Geschwindigkeit. Beispiel: Für ein Gerät mit 14 ipm sind 14 Aufträge pro Tag anzunehmen.
                           Für Geräte mit einer Geschwindigkeit von 32 ipm und mehr werden 32 Aufträge pro Tag angenommen.
                       ii) Berechnung der Anzahl der Bilder pro Tag (9) laut Tabelle 5. Bei einem Gerät mit 14 ipm ist dement­
                           sprechend von 0,50 × 142 bzw. 98 Bildern pro Tag auszugehen.
                                                                               Tabelle 5
                                                             Auftragstabelle für bildgebende Geräte
                                              Geräteart                 Zu verwendende Geschwindigkeit            Formel (Bilder pro Tag)
                             Einfarbig (außer Faxgeräte)                Geschwindigkeit bei einfar­          0,50 × ipm2
                                                                        bigem Druck
                             Farbig (außer Faxgeräte)                   Geschwindigkeit bei einfar­          0,50 × ipm2
                                                                        bigem Druck
                      iii) Berechnung der Anzahl der Bilder pro Auftrag durch Division der Anzahl der Bilder pro Tag durch die
                           Anzahl der Aufträge pro Tag. Das Ergebnis ist auf die nächste ganze Zahl abzurunden. Bei einem
                           Ergebnis von 15,8 ist somit davon auszugehen, dass pro Druckauftrag nicht 16, sondern 15 Bilder zu
                           erstellen sind.
        (8) Die Art der verwendeten Netzverbindung ist anzugeben. Gängige Typen sind Ethernet, WiFi (802.11) und Bluetooth. Gängige Daten­
            verbindungen, bei denen es sich nicht um Netztechnologien handelt, sind USB-, serieller und paralleler Anschluss.
        (9) Zwischenbilder/Tag in Tabelle 37.
 ---pagebreak--- 6.3.2013 DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                        L 63/67
                  Für Kopierer mit weniger als 20 ipm ist ein Original pro gewünschtem Bild zu verwenden. Für Druck­
                  aufträge mit vielen Bildern, z. B. bei Geräten mit mehr als 20 ipm, wird die Anzahl der erforderlichen
                  Bilder möglicherweise nicht erreicht. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Kapazität der Vorlagen­
                  einzüge. Aus diesem Grund können bei Kopierern mit 20 ipm und darüber mehrere Kopien von jedem
                  Original erstellt werden, sofern mindestens zehn Originale verwendet werden. Dadurch werden gegebe­
                  nenfalls mehr Bilder erstellt als erforderlich. Beispielsweise kann die Prüfung eines Geräts mit 50 ipm, von
                  dem 39 Bilder pro Auftrag zu erstellen sind, anhand von vier Kopien von 10 Originalen oder anhand von
                  3 Kopien von 13 Originalen erfolgen.
          d) Messverfahren
             Zur Zeitmessung genügt eine gewöhnliche Stoppuhr. Die Angabe der Zeit hat auf eine Sekunde genau zu
             erfolgen. Alle Stromwerte sind in Wattstunden (Wh) anzugeben. Alle Zeiten sind in Sekunden oder Minuten
             anzugeben. Die Anweisung „Messgerät auf Null setzen“ bezieht sich auf die „Wh“-Anzeige des Messgeräts. Die
             Tabellen 6 und 7 erläutern die Vorgangsweise bei der TSV-Prüfung.
             Service-/Wartungsmodi (einschließlich Farbkalibrierung) sollten generell bei der TSV-Messung nicht berück­
             sichtigt werden. Tritt ein derartiger Modus während der Prüfung auf, ist dies festzuhalten. Wenn während
             eines Auftrags, bei dem es sich nicht um den ersten handelt, ein Servicemodus auftritt, kann dieser Auftrag
             verworfen und für die Prüfung stattdessen ein weiterer Auftrag gegeben werden. Ist ein solcher zusätzlicher
             Auftrag erforderlich, sind die Stromwerte für den verworfenen Auftrag nicht aufzuzeichnen. Der Zusatz­
             auftrag ist dann unmittelbar nach Auftrag 4 hinzuzufügen. Das 15-minütige Intervall zwischen den Aufträgen
             ist immer einzuhalten, auch für den verworfenen Auftrag.
             Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion sind für alle Zwecke dieses Prüfverfahrens als Kopierer zu behandeln.
               i) Verfahren für Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte
                                                                       Tabelle 6
                    TSV-Prüfverfahren — Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion
                                                                   sowie Faxgeräte
                                                                                 Aufzeichnen (nach Ab­    Mögliche gemessene Zu­
                    Schritt Ausgangszustand               Vorgang
                                                                                   schluss des Schritts)           stände
                    1       Aus               Messgerät am bildgebenden         Stromverbrauch Aus-       Aus
                                              Gerät anschließen. Mess­          Zustand
                                              gerät auf Null setzen. Prüf­
                                                                                Zeit Prüfintervall
                                              zeitraum abwarten (mindes­
                                              tens fünf Minuten).
                    2       Aus               Gerät einschalten. Anzeige        —                         —
                                              der Betriebsbereitschaft ab­
                                              warten.
                    3       Betriebsbereit    Auftrag mit mindestens ei­        Zeit Aktiv0               —
                                              nem Ausgabebild, aber
                                              nicht mehr als einen Auf­
                                              trag laut Auftragstabelle
                                              ausdrucken.
                                              Zeit stoppen, bis das erste
                                              Blatt das Gerät verlässt. Ab­
                                              warten, bis das Messgerät
                                              anzeigt, dass das bild­
                                              gebende Gerät in den end­
                                              gültigen Ruhezustand ge­
                                              gangen ist.
                    4       Ruhezustand       Messgerät auf Null setzen.        Stromverbrauch        Ru­ Ruhezustand
                                              Eine Stunde warten.               hezustand
                    5       Ruhezustand       Messgerät und Stoppuhr auf        Stromverbrauch Auf­       Aufwach-, Aktiv-, Be­
                                              Null setzen. Einen Auftrag        trag1                     triebsbereitschafts-, Ru­
                                              laut Auftragstabelle drucken.                               hezustand
                                                                                Zeit Aktiv1
                                              Zeit stoppen, bis das erste
                                              Blatt das Gerät verlässt.
                                              Warten, bis die Stoppuhr
                                              anzeigt, dass 15 Minuten
                                              vergangen sind.
                    6       Betriebsbereit    Schritt 5 wiederholen.            Stromverbrauch Auf­       wie oben
                                                                                trag2
                                                                                Zeit Aktiv2
                    7       Betriebsbereit    Schritt 5 wiederholen (ohne       Stromverbrauch Auf­       wie oben
                                              Messung der aktiven Zeit).        trag3
 ---pagebreak--- L 63/68 DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                      6.3.2013
                                                                            Aufzeichnen (nach Ab­      Mögliche gemessene Zu­
                 Schritt Ausgangszustand             Vorgang
                                                                              schluss des Schritts)            stände
                 8        Betriebsbereit  Schritt 5 wiederholen (ohne      Stromverbrauch Auf­         wie oben
                                          Messung der aktiven Zeit).       trag4
                 9        Betriebsbereit  Messgerät und Stoppuhr auf       Zeit Schluss                Betriebsbereitschaft,
                                          Null setzen. Abwarten, bis                                   Ruhezustand
                                          das Messgerät bzw. das bild­
                                                                           Stromverbrauch              —
                                          gebende Gerät anzeigt, dass
                                                                           Schluss
                                          es in den endgültigen Ruhe­
                                          zustand gegangen ist.
               Erläuterungen:
               — Vor dem Beginn der Prüfung sollten die voreingestellten Wartezeiten der Stromsparfunktionen über­
                   prüft werden, damit sichergestellt ist, dass diese im Lieferzustand sind. Außerdem ist sicherzustellen,
                   dass im Gerät ausreichend Papier vorhanden ist.
               — Ein „Nullsetzen des Messgeräts“ kann auch erreicht werden, indem der bis zu diesem Zeitpunkt
                   angefallene Stromverbrauch festgehalten wird, anstatt das Messgerät tatsächlich auf Null zu setzen.
               — Schritt 1: Der Zeitraum im Aus-Zustand kann auch länger sein, wenn eine Verringerung des Mess­
                   fehlers gewünscht wird. Der Stromverbrauch im Aus-Zustand wird für die Berechnungen nicht
                   benötigt.
               — Schritt 2: Wenn das Gerät über keine Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt
                   herangezogen, zu dem sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert.
               — Schritt 3: Nach Aufzeichnung der Zeit Aktiv0 kann der verbleibende Auftrag abgebrochen werden.
               — Schritt 5: Der 15-Minuten-Zeitraum beginnt bei der Erteilung des Auftrags. Das Gerät muss innerhalb
                   von 5 Sekunden, nachdem Messgerät und Stoppuhr auf Null gesetzt worden sind, eine erhöhte
                   Leistungsaufnahme zeigen. Um dies zu gewährleisten, kann es erforderlich sein, den Druckauftrag
                   einzuleiten, bevor Messgerät und Stoppuhr auf Null gesetzt worden sind.
               — Schritt 6: Ein Gerät, das mit kurzen voreingestellten Wartezeiten geliefert wird, kann aus dem Ruhe­
                   zustand mit den Schritten 6–8 beginnen.
               — Schritt 9: Ein Gerät kann mehrere Ruhezustände haben. In diesem Fall werden alle Ruhezustände mit
                   Ausnahme des letzten in den Abschlusszeitraum aufgenommen.
               Jedes Bild ist einzeln zu senden. Alle Bilder können Teil desselben Dokuments sein, dürfen jedoch im
               Dokument nicht als mehrere Kopien eines einzigen Originals auftreten (es sei denn, es handelt sich bei
               dem Gerät um einen Digitalvervielfältiger laut Abschnitt D.2 Buchstabe b).
               Bei Faxgeräten, die pro Druckauftrag nur ein Bild verarbeiten, ist die Seite in den Vorlageneinzug des
               Geräts für Einzelblatt-Bedarfskopien einzulegen. Dies kann bereits vor dem Beginn der Prüfung erfolgen.
               Das Gerät muss nicht an eine Telefonleitung angeschlossen sein, es sei denn, dass für die Durchführung
               der Prüfung eine Telefonleitung erforderlich ist. Wenn ein Faxgerät beispielsweise keine Einzelblatt-Be­
               darfskopien erstellen kann, ist der laut Schritt 2 auszuführende Auftrag über eine Telefonleitung an das
               Gerät zu senden. Bei Faxgeräten ohne Vorlageneinzug ist die Seite auf die Scanplatte zu legen.
           ii) Verfahren für Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion
                                                                  Tabelle 7
                 TSV-Prüfverfahren       —     Kopierer,      Digitalvervielfältiger      und       Mehrzweckgeräte       ohne
                                                               Druckfunktion
                                                                            Aufzeichnen (nach Ab­      Mögliche gemessene Zu­
                 Schritt Ausgangszustand             Vorgang
                                                                              schluss des Schritts)            stände
                 1        Aus             Messgerät am bildgebenden        Stromverbrauch Aus-         Aus
                                          Gerät anschließen. Mess­         Zustand
                                          gerät auf Null setzen. Prüf­
                                          zeitraum abwarten (mindes­
                                          tens fünf Minuten).              Zeit Prüfintervall
                 2        Aus             Gerät einschalten. Anzeige       —                           —
                                          der Betriebsbereitschaft ab­
                                          warten.
 ---pagebreak--- 6.3.2013 DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                                    L 63/69
                                                                        Aufzeichnen (nach Ab­   Mögliche gemessene Zu­
              Schritt Ausgangszustand             Vorgang
                                                                          schluss des Schritts)          stände
             3         Betriebsbereit Kopierauftrag mit mindes­        Zeit Aktiv0              —
                                      tens einem Ausgabebild,
                                      aber nicht mehr als einen
                                      Auftrag laut Auftragstabelle
                                      kopieren. Zeit stoppen, bis
                                      das erste Blatt das Gerät ver­
                                      lässt. Abwarten, bis das
                                      Messgerät anzeigt, dass das
                                      bildgebende Gerät in den
                                      endgültigen       Ruhezustand
                                      gegangen ist.
             4         Ruhezustand    Messgerät auf Null setzen.       Stromverbrauch Ru­       Ruhezustand
                                      Eine Stunde warten. Wenn         hezustand
                                      sich das Gerät in weniger        Zeit Prüfintervall
                                      als einer Stunde abschaltet,
                                      Zeit und Stromverbrauch
                                      im Ruhezustand aufzeich­
                                      nen. Vor dem Beginn von
                                      Schritt 5 jedoch in jedem
                                      Fall eine volle Stunde war­
                                      ten.
             5         Ruhezustand    Messgerät und Stoppuhr auf       Stromverbrauch Auf­      Aufwach-, Aktiv-, Be­
                                      Null setzen. Einen Auftrag       trag1                    triebsbereitschafts-, Ru­
                                      laut Auftragstabelle kopie­      Zeit Aktiv1              hezustand,        Selbst­
                                      ren. Zeit stoppen, bis das                                abschaltung
                                      erste Blatt das Gerät verlässt.
                                      Warten, bis die Stoppuhr
                                      anzeigt, dass 15 Minuten
                                      vergangen sind.
             6         Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen.           Stromverbrauch Auf­      wie oben
                                                                       trag2
                                                                       Zeit Aktiv2
             7         Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen (ohne      Stromverbrauch Auf­      wie oben
                                      Messung der aktiven Zeit).       trag3
             8         Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen (ohne      Stromverbrauch Auf­      wie oben
                                      Messung der aktiven Zeit).       trag4
             9         Betriebsbereit Messgerät und Stoppuhr auf       Stromverbrauch           Betriebsbereitschaft,
                                      Null setzen. Abwarten, bis       Schluss                  Ruhezustand
                                      das Messgerät bzw. das bild­     Zeit Schluss
                                      gebende Gerät anzeigt, dass
                                      es in den Selbstabschal­
                                      tungsmodus gegangen ist.
             10        Selbstabschal­ Messgerät auf Null setzen.       Stromverbrauch           Selbstabschaltung
                       tung           Prüfzeitraum          abwarten   Selbstabschaltung
                                      (mindestens fünf Minuten).
            Erläuterungen:
            — Vor dem Beginn der Prüfung sollten die voreingestellten Wartezeiten der Stromsparfunktionen über­
                prüft werden, damit sichergestellt ist, dass diese im Lieferzustand sind. Außerdem ist sicherzustellen,
                dass im Gerät ausreichend Papier vorhanden ist.
            — Ein „Nullsetzen des Messgeräts“ kann auch erreicht werden, indem der bis zu diesem Zeitpunkt
                angefallene Stromverbrauch festgehalten wird, anstatt das Messgerät tatsächlich auf Null zu setzen.
            — Schritt 1: Der Zeitraum im Aus-Zustand kann auch länger sein, wenn eine Verringerung des Mess­
                fehlers gewünscht wird. Der Stromverbrauch im Aus-Zustand wird für die Berechnungen nicht
                benötigt.
            — Schritt 2: Wenn das Gerät über keine Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt
                herangezogen, zu dem sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert.
            — Schritt 3: Nach Aufzeichnung der Zeit Aktiv0 kann der verbleibende Auftrag abgebrochen werden.
            — Schritt 4: Wenn das Gerät innerhalb dieser Stunde abschaltet, Stromverbrauch im Ruhezustand und
                Zeit zu diesem Zeitpunkt aufzeichnen. Mit Schritt 5 jedoch erst beginnen, wenn nach dem Eintritt in
                den endgültigen Ruhezustand eine volle Stunde vergangen ist. Der Stromverbrauch im Ruhezustand
                wird für die Berechnung nicht benötigt. Das Gerät darf innerhalb der vollen Stunde in den Selbst­
                abschaltungsmodus übergehen.
            — Schritt 5: Der 15-Minuten-Zeitraum beginnt bei der Erteilung des Auftrags. Um anhand dieses Prüf­
                verfahrens bewertet zu werden, müssen die Geräte den gewünschten Auftrag laut Auftragstabelle
                innerhalb des 15-minütigen Intervalls abschließen können.
 ---pagebreak--- L 63/70 DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                  6.3.2013
                 — Schritt 6: Ein Gerät, das mit kurzen voreingestellten Wartezeiten geliefert wird, kann aus dem Ruhe-
                     oder Selbstabschaltungsmodus mit den Schritten 6–8 beginnen.
                 — Schritt 9: Wenn das Gerät schon vor dem Beginn von Schritt 9 in die Selbstabschaltung übergegangen
                     ist, betragen die Werte für „Stromverbrauch Schluss“ und „Zeit Schluss“ Null.
                 — Schritt 10: Um die Genauigkeit zu erhöhen, kann ein längeres Prüfintervall für die Selbstabschaltung
                     gewählt werden.
                 Die Originalvorlagen können vor Beginn des Prüfvorgangs in den Vorlageneinzug gelegt werden. Geräte
                 ohne Vorlageneinzug können alle Bilder anhand eines auf die Scanplatte gelegten Originals erstellen.
            iii) Zusätzliche Messung bei Geräten mit digitalem Front-End (DFE)
                 Dieser Schritt ist nur auf Geräte mit DFE laut Abschnitt A.32 anzuwenden.
                 Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel verfügt, ist — unabhängig davon, ob sich Stromkabel
                 und -regler innerhalb oder außerhalb des bildgebenden Geräts befinden — eine fünfminütige Leistungs­
                 messung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende Gerät in Betriebsbereitschaft
                 befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird.
                 Wenn das DFE über kein eigenes Stromnetzkabel verfügt, muss der Hersteller die Wechselstrom-Leistung
                 dokumentieren, die das DFE benötigt, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet.
                 Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am Gleichstromeingang des
                 DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste im Netzteil erhöht wird.
         e) Berechnungsmethoden
            Der TSV-Wert gibt Annahmen darüber wieder, wie viele Stunden pro Tag und nach welchen Mustern das
            Gerät in etwa verwendet wird und wie die voreingestellten Wartezeiten des Geräts vor dem Übergang in die
            Stromsparzustände genutzt werden. Der aufgelaufene Stromverbrauch wird über die Zeit gemessen und
            mittels Division durch die Zeitdauer wird die Leistung berechnet.
            Die Berechnungen basieren auf Aufträgen, die pro Tag in zwei Gruppen abgewickelt werden. Dazwischen
            geht das Gerät wie in Abbildung 2 dargestellt in den niedrigsten Stromverbrauchszustand über (wie z. B.
            während einer Mittagspause). Es wird davon ausgegangen, dass die Geräte am Wochenende nicht in Betrieb
            sind und nicht manuell ausgeschaltet werden.
            Die Schlusszeit ist der Zeitraum zwischen dem letzten erteilten Auftrag und dem Eintreten in den niedrigsten
            Verbrauchszustand (Selbstabschaltung bei Kopierern, Digitalvervielfältigern und Mehrzweckgeräten ohne
            Druckfunktion bzw. Ruhezustand bei Druckern, Digitalvervielfältigern und Mehrzweckgeräten mit Druck­
            funktion sowie Faxgeräten) abzüglich des 15-minütigen Auftragsintervalls.
            Die beiden folgenden Formeln gelten für alle Gerätearten:
            Durchschnittlicher Stromverbrauch Auftrag = (Auftrag2 + Auftrag3 + Auftrag4)/3
            Täglicher Stromverbrauch Aufträge = (Auftrag1 × 2) + [(Aufträge pro Tag – 2) × Durchschnittlicher Stromverbrauch
            Auftrag]
            Die Berechnung für Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte erfolgt
            außerdem nach folgenden drei Formeln:
            Täglicher Stromverbrauch Ruhezustand = [24 Stunden – ((Aufträge pro Tag/4) + (Zeit Schluss × 2))] × Strom­
            verbrauch Ruhezustand
            Täglicher Stromverbrauch = Täglicher Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher Strom­
            verbrauch Ruhezustand
            TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) + (Stromverbrauch Ruhezustand × 48)
            Die Berechnung für Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion erfolgt außer­
            dem nach folgenden drei Formeln:
            Täglicher Stromverbrauch Selbstabschaltung = [24 Stunden – ((Aufträge pro Tag/4) + (Zeit Schluss × 2))] ×
            Stromverbrauch Selbstabschaltung
            Täglicher Stromverbrauch = Täglicher Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher
            Stromverbrauch Selbstabschaltung
            TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) + (Stromverbrauch Selbstabschaltung × 48)
 ---pagebreak--- 6.3.2013 DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 63/71
             Die Spezifikationen der verwendeten Messgeräte und die für die Messungen verwendeten Bereiche sind
             anzugeben. Die Messungen sind so durchzuführen, dass sich ein potenzieller Gesamtfehler des TSV-Werts
             von maximal 5 % ergibt. In Fällen, in denen der potenzielle Fehler weniger als 5 % Prozent beträgt, braucht
             die Genauigkeit nicht festgehalten zu werden. Liegt der potenzielle Gesamtmessfehler nahe 5 %, ist es
             Aufgabe des Herstellers, Maßnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass dieser Wert nicht überschritten
             wird.
          f) Verweise
             ISO/IEC 10561:1999: Informationstechnik — Büro- und Datentechnik — Drucker — Messung der Druck­
             leistung für Drucker der Klasse 1 und Klasse 2.
                                                                Tabelle 8
                                                   Vorberechnete Auftragstabelle
               Geschwindig­                                       Zwischenbilder/Auf­
                               Aufträge/Tag   Zwischenbilder/Tag                      Bilder/Auftrag      Bilder/Tag
                    keit                                                  trag
              1                      8                  1                  0,06               1                  8
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            69                 32             2 381               74,39                74       2 368
            70                 32             2 450               76,56                76       2 432
            71                 32             2 521               78,77                78       2 496
            72                 32             2 592               81,00                81       2 592
            73                 32             2 665               83,27                83       2 656
            74                 32             2 738               85,56                85       2 720
            75                 32             2 813               87,89                87       2 784
            76                 32             2 888               90,25                90       2 880
            77                 32             2 965               92,64                92       2 944
            78                 32             3 042               95,06                95       3 040
            79                 32             3 121               97,52                97       3 104
            80                 32             3 200              100,00              100        3 200
            81                 32             3 281              102,52              102        3 264
            82                 32             3 362              105,06              105        3 360
            83                 32             3 445              107,64              107        3 424
            84                 32             3 528              110,25              110        3 520
            85                 32             3 613              112,89              112        3 584
 ---pagebreak--- L 63/74 DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                            6.3.2013
             Geschwindig­                                          Zwischenbilder/Auf­
                              Aufträge/Tag    Zwischenbilder/Tag                       Bilder/Auftrag    Bilder/Tag
                 keit                                                     trag
            86                     32               3 698               115,56              115           3 680
            87                     32               3 785               118,27              118           3 776
            88                     32               3 872               121,00              121           3 872
            89                     32               3 961               123,77              123           3 936
            90                     32               4 050               126,56              126           4 032
            91                     32               4 141               129,39              129           4 128
            92                     32               4 232               132,25              132           4 224
            93                     32               4 325               135,14              135           4 320
            94                     32               4 418               138,06              138           4 416
            95                     32               4 513               141,02              141           4 512
            96                     32               4 608               144,00              144           4 608
            97                     32               4 705               147,02              157           4 704
            98                     32               4 802               150,06              150           4 800
            99                     32               4 901               153,14              153           4 896
            100                    32               5 000               156,25              156           4 992
                                                               Abbildung 2
                                                          TSV-Messverfahren
           Abbildung 2 enthält eine grafische Darstellung des Messverfahrens. Bei Geräten mit kurzen voreingestellten
           Wartezeiten können innerhalb der vier Auftragsmessungen Ruhezustand-Phasen bzw. innerhalb der Ruhe­
           zustands-Messungen in Schritt 4 Selbstabschaltungsphasen auftreten. Außerdem werden Geräte mit Druck­
           funktion, die über nur einen Ruhezustand verfügen, in der Schlussphase nicht in den Ruhezustand gehen.
           Schritt 10 ist nur auf Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion anzuwenden.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/75
                                                                           Abbildung 3
                                                                  Ein typischer Tagesverlauf
                       Abbildung 3 zeigt ein schematisches Beispiel eines Kopierers mit 8 ipm, der am Vormittag und am Nach­
                       mittag je vier Aufträge erledigt, zwei Schlussphasen und einen für den Rest des Arbeitstages und das gesamte
                       Wochenende andauernden Selbstabschaltungszustand durchläuft. Eine „Mittagspause“ wird angedeutet, jedoch
                       nicht eindeutig dargestellt. Die Abbildung ist nicht maßstabsgerecht. Wie dargestellt, besteht zwischen den
                       Aufträgen ein Abstand von 15 Minuten und es handelt sich um zwei Gruppen. Unabhängig von der Dauer
                       dieser Zeiträume gibt es immer zwei komplette Schlussphasen. Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweck­
                       geräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte nutzen nicht den Selbstabschaltungszustand, sondern den Ruhe­
                       zustand als Ausgangsmodus, sind ansonsten aber so zu behandeln wie Kopierer.
                3. Betriebsmodus-Prüfverfahren (BM-Prüfverfahren)
                    a) Erfasste Gerätearten:
                       Das BM-Prüfverfahren für die Messung von Standardformat-Geräten ist in Abschnitt B Tabelle 2 ausgeführt.
                    b) Prüfparameter
                       Dieser Abschnitt beschreibt die Prüfparameter zur Messung der Leistungsaufnahme eines Geräts laut BM-
                       Prüfverfahren.
                       Netzanbindung
                       Geräte, die im Lieferzustand netzfähig (10) sind, müssen während des Prüfvorgangs an mindestens ein Netz
                       angeschlossen werden. Die Art der aktiven Netzverbindung kann vom Hersteller gewählt werden. Sie ist
                       jedoch anzugeben.
                       Das Gerät darf keinen Betriebsstrom über die Netzverbindung erhalten (z. B. über Power-over-Ethernet, USB,
                       USB PlusPower oder IEEE 1394), es sei denn, dass dies die einzige Energiequelle für das Gerät ist (d. h. es ist
                       keine Wechselstromquelle vorhanden).
                       Gerätekonfiguration
                       Das Gerät muss so konfiguriert sein, wie es geliefert und zum Gebrauch empfohlen wird. Dies gilt ins­
                       besondere für wichtige Parameter wie voreingestellte Wartezeiten, Druckqualität und Auflösung. Ferner ist
                       Folgendes zu beachten:
                       Papierquellen und Vorrichtungen für die Papierendbearbeitung müssen wie im Lieferzustand angebracht und
                       konfiguriert sein; ihre Verwendung bei der Prüfung bleibt jedoch dem Hersteller überlassen (z. B. kann eine
                       beliebige Papierquelle verwendet werden). Hardware, die einen Teil des Modells bildet und zur Installation
                       oder Anbringung durch den Benutzer gedacht ist (z. B. ein Papiereinzug), muss vor der Prüfung installiert
                       werden.
                       Feuchtigkeitsschutzfunktionen können, wenn dies durch den Benutzer möglich ist, abgeschaltet werden.
                       Bei Faxgeräten ist eine Seite in den Vorlageneinzug des Geräts für Einzelblatt-Bedarfskopien einzulegen. Dies
                       kann bereits vor dem Beginn der Prüfung erfolgen. Das Gerät muss nicht an eine Telefonleitung angeschlos­
                       sen sein, es sei denn, dass für die Durchführung der Prüfung eine Telefonleitung erforderlich ist. Wenn ein
                       Faxgerät beispielsweise keine Einzelblatt-Bedarfskopien erstellen kann, ist der laut Schritt 2 auszuführende
                       Auftrag über eine Telefonleitung an das Gerät zu senden. Bei Faxgeräten ohne Vorlageneinzug ist die Seite auf
                       die Scanplatte zu legen.
         (10) Die Art der verwendeten Netzverbindung ist anzugeben. Gängige Typen sind Ethernet, WiFi (802.11) und Bluetooth. Gängige
              Datenverbindungen, bei denen es sich nicht um Netztechnologien handelt, sind USB-, serieller und paralleler Anschluss.
 ---pagebreak--- L 63/76 DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                 6.3.2013
            Wenn ein Gerät mit aktiviertem Selbstabschaltungszustand geliefert wird, ist dieser vor der Prüfung zu
            aktivieren.
            Geschwindigkeit
            Bei der Messung der Leistungsaufnahme im Rahmen dieses Prüfverfahrens muss das Gerät mit der im
            Lieferzustand voreingestellten Geschwindigkeit Bilder erzeugen. Bekannt zu geben ist jedoch die vom Her­
            steller angegebene Maximalgeschwindigkeit für die Erstellung von einfarbigen Bildern im Simplex-Modus auf
            Papier im Standardformat.
         c) Methode zur Messung der Leistungsaufnahme
            Alle Messungen der Leistungsaufnahmen sind gemäß IEC 62301 durchzuführen. Es gelten jedoch folgende
            Ausnahmen:
            Zur Ermittlung der bei der Prüfung zu verwendenden Spannungs-/Frequenzkombinationen siehe Prüfbedin­
            gungen und -geräte für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte in Abschnitt D.4.
            Die Anforderungen in Bezug auf Oberschwingungen während der Prüfung sind strenger als jene gemäß IEC
            62301.
            Die für dieses BM-Prüfverfahren erforderliche Genauigkeit beträgt für alle Messungen mit Ausnahme der
            Leistungsaufnahme in Betriebsbereitschaft 2 %. Für die Messung der Leistungsaufnahme in Betriebsbereitschaft
            ist eine Genauigkeit von 5 % erforderlich, wie in Abschnitt D.4 vorgesehen. Der Wert von 2 % entspricht IEC
            62301, wobei die IEC-Norm dies als Vertrauensniveau bezeichnet.
            Bei Geräten, die Batterien verwenden, wenn sie nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, verbleibt die
            Batterie während der Prüfung im Gerät. Bei der Messung sollte jedoch keine aktive Aufladung der Batterie
            erfolgen, die über die Wartungsladung hinaus geht (d. h. die Batterie sollte vor dem Beginn der Prüfung voll
            aufgeladen werden).
            Geräte mit externem Netzteil sind zu prüfen, während das Gerät an das externe Netzteil angeschlossen ist.
            Geräte mit einer normalen Gleichstrom-Niederspannungsversorgung (z. B. USB, USB PlusPower, IEEE 1394
            oder Power-over-Ethernet) müssen eine geeignete wechselstromgespeiste Gleichstromversorgung verwenden.
            Für das zu prüfende Gerät wird die Leistungsaufnahme dieser Gleichstromversorgung gemessen und ange­
            geben. Bei USB-gespeisten bildgebenden Geräten ist ein gespeister Hub zu verwenden, der nur das zu
            prüfende bildgebende Gerät versorgt. Bei bildgebenden Geräten, die über Power-over-Ethernet oder USB
            PlusPower mit Strom versorgt werden, ist es zulässig, die Leistungsaufnahme des Stromverteilers mit und
            ohne das angeschlossene bildgebende Gerät zu messen und die Differenz als Leistungsaufnahme des Geräts
            anzunehmen. Der Hersteller sollte jedoch bestätigen, dass diese Vorgehensweise den Gleichstromverbrauch
            des Geräts zuzüglich Toleranz für Netzgerät und Verteilungsverluste angemessen darstellt.
         d) Messverfahren
            Zur Zeitmessung genügt eine gewöhnliche Stoppuhr. Die Angabe der Zeit hat auf eine Sekunde genau zu
            erfolgen. Für die Leistungsangaben sind Watt (W) zu verwenden. Tabelle 9 gibt einen Überblick über die
            einzelnen Schritte des BM-Verfahrens.
            Service-/Wartungsmodi (einschließlich Farbkalibrierung) sollten generell bei der Messung nicht berücksichtigt
            werden. Änderungen des Verfahrens zum Ausschluss derartiger während der Prüfung auftretender Modi sind
            festzuhalten.
            Wie oben angegeben, sind alle Leistungsmessungen gemäß IEC 62301 durchzuführen. Je nach Betriebsmodus
            sieht IEC 62301 folgende Arten von Messungen vor: Momentanleistungsmessungen, Messungen des inner­
            halb von fünf Minuten aufgelaufenen Stromverbrauchs oder Messungen des aufgelaufenen Stromverbrauchs
            über einen Zeitraum, der lang genug für eine ordnungsgemäße Bewertung des zyklischen Verbrauchsmusters
            ist. Unabhängig von der Art der Messung sollten nur die Werte der Leistungsaufnahmen angegeben werden.
                                                                Tabelle 9
                                                           BM-Prüfverfahren
                           Ausgangszu­
                Schritt                                        Vorgang                                 Aufzeichnen
                               stand
             1            Aus            Messgerät am bildgebenden Gerät anschließen. Ge­      —
                                         rät einschalten. Anzeige der Betriebsbereitschaft ab­
                                         warten.
             2            Betriebsbe­    Ein Bild drucken, kopieren oder scannen               —
                          reit
             3            Betriebsbe­    Leistungsaufnahme in Betriebsbereitschaft messen.     Leistungsaufnahme Betriebs­
                          reit                                                                 bereitschaft
 ---pagebreak--- 6.3.2013   DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/77
                               Ausgangszu­
                   Schritt                                          Vorgang                                Aufzeichnen
                                  stand
                4            Betriebsbe­       Voreingestellte Wartezeit bis Ruhezustand abwar­    Zeit bis Ruhezustand
                             reit              ten.
                5            Ruhezustand       Leistungsaufnahme im Ruhezustand messen.            Leistungsaufnahme     Ruhe­
                                                                                                   zustand
                6            Ruhezustand       Voreingestellte Wartezeit bis Selbstabschaltung ab­ Zeit bis Selbstabschaltung
                                               warten.
                7            Selbstab­         Leistungsaufnahme im Selbstabschaltungsmodus        Leistungsaufnahme    Selbst­
                             schaltung         messen.                                             abschaltung
                8            Aus               Gerät manuell ausschalten. Abwarten, bis das Gerät  —
                                               ausgeschaltet ist.
                9            Aus               Leistungsaufnahme im Aus-Zustand messen.            Leistungsaufnahme Aus
               Erläuterungen:
               — Vor Beginn der Prüfung die voreingestellten Wartezeiten der Stromsparzustände überprüfen, um sicher­
                    zustellen, dass sich diese im Lieferzustand befinden.
               — Schritt 1: Wenn das Gerät über keine Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt heran­
                    gezogen, zu dem sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert. Dieser Umstand ist
                    festzuhalten.
               — Schritte 4 und 5: Bei Geräten mit mehr als einem Ruhezustand werden die Schritte so oft wie nötig
                    wiederholt, um sämtliche aufeinander folgende Ruhezustände zu durchlaufen und zu dokumentieren.
                    Üblicherweise verfügen Großformat-Kopierer und Mehrzweckgeräte mit hitzeintensiven Druckverfahren
                    über zwei Ruhezustände. Für derartige Geräte sind die Schritte 4 und 5 zu überspringen.
               — Schritte 4 und 6: Messungen der voreingestellten Wartezeiten sind parallel und kumulativ ab Beginn von
                    Schritt 4 vorzunehmen. Beispielsweise hat ein Gerät, das nach 15 Minuten in den ersten und nach
                    weiteren 30 Minuten in den zweiten Ruhezustand wechselt, eine 15-minütige voreingestellte Wartezeit
                    für den ersten und eine 45-minütige voreingestellte Wartezeit für den zweiten Ruhezustand.
               — Schritte 6 und 7: Die meisten BM-Geräte verfügen über keinen eindeutigen Selbstabschaltungsmodus. Für
                    derartige Geräte sind die Schritte 6 und 7 zu überspringen.
               — Schritt 8: Wenn das Gerät keinen Netzschalter besitzt, abwarten, bis es in seinen niedrigsten Verbrauchs­
                    modus wechselt und dies bei der Einreichung der Prüfdaten angeben.
               i) Zusätzliche Messung bei Geräten mit digitalem Front-End (DFE)
                    Dieser Schritt ist nur auf Geräte mit DFE laut Abschnitt A.32 anzuwenden.
                    Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel verfügt, ist — unabhängig davon, ob sich Stromkabel
                    und -regler innerhalb oder außerhalb des bildgebenden Geräts befinden — eine fünfminütige Leistungs­
                    messung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende Gerät in Betriebsbereitschaft
                    befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird.
                    Wenn das DFE über kein eigenes Stromnetzkabel verfügt, muss der Hersteller die Wechselstrom-Leistung
                    dokumentieren, die das DFE benötigt, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet.
                    Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am Gleichstromeingang des
                    DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste im Netzteil erhöht wird.
            e) Verweise
               IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte — Messung der Standby-Leistungsaufnahme.
         4. Prüfbedingungen und -geräte für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte
            Die folgenden Prüfbedingungen sind für BM- und TSV-Prüfverfahren anzuwenden. Sie gelten für Kopierer,
            Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Frankiermaschinen, Mehrzweckgeräte, Drucker und Scanner.
 ---pagebreak--- L 63/78            DE                                     Amtsblatt der Europäischen Union                                                            6.3.2013
                    Nachfolgend sind die Umgebungsbedingungen aufgeführt, die für die Stromverbrauchs- oder Leistungsmessun­
                    gen zu schaffen sind. Dadurch wird gewährleistet, dass sich unterschiedliche Umgebungsbedingungen nicht auf
                    die Prüfergebnisse auswirken und die Prüfergebnisse wiederholbar sind. Die Spezifikationen für die Prüfgeräte
                    entsprechen den Prüfbedingungen.
                    a) Prüfbedingungen
                        Allgemeine Kriterien:
                         Versorgungsspannung (1)                              Nordamerika/Taiwan                  115 Volt (± 1 %) Wechsel­
                                                                                                                  strom, 60 Hz (± 1 %)
                                                                              Europa/Australien/Neusee­           230 Volt (± 1 %) Wechsel­
                                                                              land                                strom, 50 Hz (± 1 %)
                                                                              Japan                               100 Volt (± 1 %) Wechsel­
                                                                                                                  strom, 50 Hz (± 1 %)/60 Hz
                                                                                                                  (± 1 %)
                                                                                                                  Hinweis: Bei Geräten mit einer
                                                                                                                  maximalen Nennleistung >
                                                                                                                  1,5 kW entspricht der Span­
                                                                                                                  nungsbereich ± 4 %.
                         Klirrfaktor (THD) (Spannung)                         < 2 % (< 5 % für Geräte mit einer maximalen Leistung >
                                                                              1,5 kW)
                         Umgebungstemperatur                                  23 °C ± 5 °C
                         Relative Luftfeuchtigkeit                            10 – 80 %
                         (Siehe IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte — Messung der Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 3.2 und 3.3)
                         (1) Versorgungsspannung: Hersteller haben ihre Produkte für den Markt zu prüfen, für den die ENERGY STAR-gerechten
                             Produkte bestimmt sind. Bei Geräten, die auf verschiedenen internationalen Märkten verkauft werden und daher über
                             mehrere Eingangsspannungen verfügen, hat der Hersteller alle relevanten Spannungen und Stromverbrauchswerte zu
                             prüfen und anzugeben. Verkauft ein Hersteller beispielsweise das gleiche Druckermodell in den USA und in Europa, so
                             muss er die TSV- bzw. BM-Werte sowohl bei 115 Volt/60 Hz als auch bei 230 Volt/50 Hz messen und angeben. Wenn
                             ein Produkt für den Betrieb mit einer Spannungs-/Frequenzkombination auf einem Markt gedacht ist, bei der es sich
                             nicht um die für diesen Markt übliche Kombination handelt (z. B. 230 Volt/60 Hz in Nordamerika), ist das Produkt vom
                             Hersteller mit der regional üblichen Kombination zu prüfen, die den Fähigkeiten des Produkts am ehesten entspricht.
                             Dieser Umstand ist auf dem Prüfbericht zu vermerken.
                        Papierspezifikationen:
                        Für alle TSV- und BM-Prüfungen, bei denen Papier benötigt wird, müssen Papierformat und Basisgewicht dem
                        entsprechenden Markt angemessen sein. Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
                                                                     Papierformat und -gewicht
                                                 Markt                                     Format                           Basisgewicht
                         Nordamerika/Taiwan:                                  8,5″ × 11″                          75 g/m2
                         Europa/Australien/Neuseeland:                        A4                                  80 g/m2
                         Japan:                                               A4                                  64 g/m2
                    b) Prüfgerät
                        Ziel des Prüfverfahrens ist die Messung der tatsächlichen Leistungsaufnahme („Wirkleistung“) (11) des Geräts.
                        Dies erfordert die Verwendung eines Wattmeters, das Echt-Effektivwerte (TRMS) misst. Aus dem großen
                        Angebot an Leistungsmessgeräten müssen die Hersteller sorgfältig ein geeignetes Modell auswählen. Folgende
                        Faktoren sind bei der Wahl des Prüfgeräts und der Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen:
                        Frequenzgang: Elektronische Geräte mit Schaltnetzteilen verursachen Oberschwingungen (ungerade Ober­
                        schwingungen, in der Regel bis zur 21sten Ordnung). Wenn diese Oberschwingungen bei der Messung
                        der Leistungsaufnahme nicht berücksichtigt werden, ist das Ergebnis ungenau. Das US-EPA spricht sich für
                        die Verwendung von Prüfgeräten mit einem Frequenzgang von mindestens 3 kHz aus. Diese berücksichtigen
                        Oberschwingungen bis zur 50-sten Ordnung und werden in IEC 555 empfohlen.
        (11) Die tatsächliche Leistungsaufnahme oder Wirkleistung ist definiert als (Volt) × (Ampère) × (Leistungsfaktor) und wird in der Regel in
             Watt angegeben. Die Scheinleistung ist definiert als (Volt) × (Ampère) und wird gewöhnlich in VA bzw. Voltampère ausgedrückt. Der
             Leistungsfaktor für Geräte mit Schaltnetzteilen liegt stets unter 1,0, weshalb die tatsächliche Leistung stets niedriger als die Schein­
             leistung ist. Bei der Messung des Gesamtverbrauchs wird der Stromverbrauch über einen Zeitraum addiert. Diese Messungen müssen
             daher ebenfalls auf der tatsächlichen Leistung basieren.
 ---pagebreak--- 6.3.2013           DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 63/79
                        Messauflösung: Für direkte Leistungsmessungen muss das Prüfgerät folgenden Anforderungen laut IEC 62301
                        entsprechen:
                              „Das Leistungsmessgerät muss folgende Auflösung besitzen:
                              — 0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich ≤ 10 W;
                              — 0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 10 W bis zu 100 W;
                              — 1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich > 100 W.“ (12)
                        Für Werte über 1,5 kW muss das Messgerät eine Messauflösung von mindestens 10 W haben. Bei Messungen
                        der aufgelaufenen Energie sollte eine Messauflösung gegeben sein, die diesen Werten bei der Umrechnung in
                        die Durchschnittsleistung entspricht. Für Messungen der aufgelaufenen Energie wird die erforderliche Genau­
                        igkeit aufgrund des maximalen und nicht des durchschnittlichen Stromverbrauchs während des Messzeit­
                        raums ermittelt, da der Maximalwert das benötigte Prüfgerät und die Vorgangsweise bestimmt.
                        Genauigkeit
                        Messungen anhand dieser Verfahren müssen in jedem Fall eine Genauigkeit von mindestens 5 % erreichen.
                        Generell werden von den Herstellern höherer Genauigkeiten erzielt. Für einige Messungen verlangen die
                        Prüfverfahren eine höhere Genauigkeit als 5 %. Sind die Leistungsstufe des bildgebenden Geräts und die
                        vorhandenen Prüfgeräte bekannt, kann der Maximalfehler basierend auf dem Messwert und dem Messwert­
                        bereich ermittelt werden. Für Messungen von 0,50 W oder weniger beträgt die erforderliche Genauigkeit
                        0,02 W.
                        Kalibrierung
                        Zur Gewährleistung der erforderlichen Genauigkeit müssen die verwendeten Messgeräte innerhalb der ver­
                        gangenen 12 Monate kalibriert worden sein.
         E.     Benutzerschnittstelle
                Den Herstellern wird dringend empfohlen, ihre Geräte in Übereinstimmung der IEEE-Norm 1621 „User Interface
                Elements in Power Control of Electronic Devices Employed in Office/Consumer Environments“ (Bedienungselemente für die
                Leistungssteuerung elektronischer Büro- und Unterhaltungsgeräte) zu gestalten. Diese Norm wurde ausgearbeitet, um
                die Leistungssteuerung bei allen Elektronikgeräten einheitlicher und intuitiv bedienbar zu machen. Einzelheiten über
                die Entwicklung dieses Projekts: http://eetd.lbl.gov/controls.
         F.     Inkrafttreten
                Der Tag, an dem die Hersteller beginnen dürfen, ihre Geräte nach dieser Version 1.1 der Spezifikationen als ENERGY
                STAR-gerecht einzustufen, wird im Abkommen als Datum des Inkrafttretens festgelegt. Alle vorherigen Abkommen
                über ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte treten am 30. Juni 2009 außer Kraft.
                Einstufung und Kennzeichnung von Geräten nach Version 1.1: Die Spezifikationen der Version 1.1 werden am
                1. Juli 2009 wirksam. Alle Geräte, auch Modelle, die ursprünglich nach früheren Spezifikationen für bildgebende
                Geräte eingestuft wurden, mit einem Herstellungsdatum ab 1. Juli 2009, müssen für die ENERGY STAR-Kenn­
                zeichnung den neuen Anforderungen der Version 1.1 genügen (einschließlich Nachlieferungen von ursprünglich
                nach der vorherigen Spezifikation eingestuften Modellen). Das Herstellungsdatum bezieht sich stets auf das jeweilige
                Einzelgerät und ist der Zeitpunkt (z. B. Monat und Jahr), zu dem das Gerät vollständig zusammengebaut worden ist.
                Aufhebung der Bestandsschutzregelung: Im Rahmen dieser Version 1.1 der ENERY STAR-Spezifikationen lassen das
                US-EPA und die Europäische Kommission keine Bestandsschutzregelung mehr zu. ENERGY STAR-Einstufungen
                nach vorherigen Versionen gelten nicht mehr automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells. Jedes
                vom Hersteller als ENERGY STAR-gerecht beworbene, verkaufte oder gekennzeichnete Gerät muss daher die zum
                Herstellungsdatum dieses Geräts jeweils geltenden Spezifikationen erfüllen.
         G.     Künftige Änderung der Spezifikationen
                Das US-EPA und die Europäische Kommission behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu ändern, wenn
                deren Nützlichkeit für die Verbraucher, die Industrie oder die Umwelt aufgrund der technologischen Entwicklung
                oder veränderter Marktbedingungen beeinträchtigt werden sollte. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikatio­
                nen stets im Gespräch mit den Interessengruppen ausgearbeitet und dürften etwa 2–3 Jahre nach Inkrafttreten der
                Version 1.1 vorgenommen werden. Dazu werden das US-EPA und die Europäische Kommission die Marktentwick­
                lung im Hinblick auf die Energieeffizienz und neue Technologien regelmäßig beobachten. Wie immer werden die
                Interessengruppen Gelegenheit haben, ihre Daten mitzuteilen, Vorschläge zu unterbreiten und ihre Bedenken zu
                äußern. Das US-EPA und die Europäische Kommission sind bestrebt, die Spezifikationen so festzulegen, dass die am
                meisten Strom sparenden Modelle auf dem Markt und die Hersteller, die sich um die weitere Erhöhung der
                Energieeffizienz bemühen, Anerkennung finden. In den künftigen Spezifikationen sind u. a. folgende Aspekte zu
                berücksichtigen:
         (12) IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte — Messung der Standby-Leistungsaufnahme, 2005.
 ---pagebreak--- L 63/80    DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                 6.3.2013
        a) Prüfung von Farbgeräten: Aufgrund der eingereichten Messdaten, künftiger Verbraucherwünsche und des tech­
           nischen Fortschritts können das US-EPA und die Europäische Kommission künftig auch mehrfarbige bildgebende
           Geräte in die Prüfverfahren einbeziehen.
        b) Wiederanlaufzeit: Das US-EPA und die Europäische Kommission werden die summierten und absoluten Wieder­
           anlaufzeiten, die von den nach TSV-Verfahren prüfenden Partnern gemeldet werden, sowie die von den Partnern
           eingereichten Unterlagen im Hinblick auf die empfohlenen voreingestellten Wartezeiten genau beobachten. Das
           US-EPA und die Europäische Kommission werden eine Änderung dieser Spezifikation in Bezug auf die Wieder­
           anlaufzeit erwägen, falls sich herausstellt, dass das Vorgehen der Hersteller zur Abschaltung der Stromsparfunk­
           tionen durch die Anwender führt.
        c) Behandlung von BM-Geräten im Rahmen des typischen Stromverbrauchs: Auf der Grundlage der eingereichten
           Messdaten, der sich bietenden Chancen für größere Energieeinsparungen und des technischen Fortschritts können
           das US-EPA und die Europäische Kommission künftig diese Spezifikation ändern, um auch Geräte einzubeziehen,
           die gegenwärtig nach dem BM-Ansatz im Rahmen des TSV-Verfahrens geprüft werden, sowie Geräte, die mit
           Tintenstrahltechnik arbeiten.
        d) Weitere Auswirkungen im Energiebereich: Das US-EPA und die Europäische Kommission sind daran interessiert,
           den Verbrauchern Entscheidungshilfen für Alternativen zu geben, die im Vergleich zu herkömmlichen Optionen
           erheblich weniger Treibhausgasemissionen verursachen. Sie werden die Beteiligten um Beiträge in Bezug auf
           Methoden ersuchen, durch die sich die Umweltauswirkungen bei der Herstellung, dem Transport, der Produkt­
           gestaltung und dem Einsatz von Betriebsstoffen dokumentieren und quantifizieren lassen und die zu Produkten
           führen, deren Beitrag zum Treibhauseffekt derselbe oder sogar geringer ist als bei Geräten, die nur aufgrund ihres
           Energieverbrauchs als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden. Um diese Herausforderungen wirksam anzuge­
           hen, werden derzeit Möglichkeiten untersucht, wozu auch die Änderung dieser Spezifikationen gehören kann,
           sobald hinreichende Gründe dafür vorliegen. Bei etwaigen Änderungen werden das US-EPA und die Europäische
           Kommission eng mit den Interessengruppen zusammenarbeiten und sicherstellen, dass die Änderungen mit den
           Leitlinien des ENERGY STAR-Programms im Einklang stehen.
        e) Mitteilung von 230-V-Daten: Bei Geräten, die auf verschiedenen Märkten verkauft werden, von denen einer
           230 V verwendet, können das US-EPA und die Europäische Kommission die im 230-V-Betrieb ermittelten
           Prüfdaten als ausreichend für den Vertrieb auf unterschiedlichen Märkten erachten. Diesem Vorschlag liegt die
           Beobachtung zugrunde, dass Geräte, die die Spezifikationen für 230 V erfüllen, auch die Normen für niedrigere
           Spannungen erfüllen.
        f) Erweiterung der Duplex-Anforderungen: Das US-EPA und die Europäische Kommission können den Duplex-
           Modus der aktuellen Produktpalette neu bewerten und untersuchen, wie die optionalen Anforderungen verschärft
           werden können. Eine stärkere Berücksichtigung des Duplex-Modus und eine Überprüfung der diesbezüglichen
           Anforderungen könnten zu geringerem Papierverbrauch führen, der die wichtigste Einflussgröße auf den Lebens­
           zyklus von Druckern darstellt.
        g) Änderung des TSV-Prüfverfahrens: Das US-EPA und die Europäische Kommission können das TSV-Prüfverfahren
           überarbeiten, um die bezüglich der Geräteverwendung zugrunde gelegten Annahmen transparenter zu gestalten
           oder die Spezifikation durch Anforderungen zu ergänzen, wonach der Stromverbrauch in verschiedenen Betriebs­
           modi, die den tatsächlichen Verwendungsgewohnheiten entsprechende Werte liefern, zu messen und anzugeben
           ist.
        h) Stromversorgungszustände: Das US-EPA und die Europäische Kommission können die Neudefinition bestimmter
           Stromversorgungszustände (z. B. Standby) oder die Hinzufügung neuer Stromsparfunktionen (z. B. Ruhezustand
           am Wochenende) erwägen, um die Kohärenz mit internationalen Kriterien aufrechtzuerhalten und ein Höchst­
           maß an Energieeinsparung bei bildgebenden Geräten zu erreichen.