CELEX: 31978R2419
Language: de
Date: 1978-10-18 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2419/78 der Kommission vom 17. Oktober 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Albanien

18 . 10 . 78                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. L 292/25
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 2419/78 DER KOMMISSION
                                                  vom 17 . Oktober 1978
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ur­
                                                   sprung in Albanien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 Nach Artikel 3 Absatz 1 dtr Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                                211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                                (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
                                                                den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
                                                                dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des                1 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich der Verordnung
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­             (EWG) Nr. 1178/78 festgesetzt worden ist.
organisation für Obst und Gemüse (J), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1766/78 (2), insbe­              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für albani­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
                                                                gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                                dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
in Erwägung nachstehender Gründe :                              gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden.
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                    Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei            lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           grunde zu legen :
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                — für die Währungen, die untereinander zu jedem
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                 Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­                    chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­                  ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                      Parität dieser Währungen stützt,
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der             — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­               der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                        kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                     der während des fortgesetzten Zeitraums für die
In der Verordnung (EWG) Nr. 1178/78 der Kommis­                      Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
sion vom 31 . Mai 1978 zur Festsetzung der Referenz­                 hendem Absatz festgestellt wird —
preise für Gurken bis zum Ende des Wirtschaftsjahres
1978 (3) wurde der Referenzpreis für dieses Erzeugnis
der Güteklasse I für den Monat Oktober 1978 auf
44,16 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                   Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­            Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­         des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Alba­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­             nien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 6,68
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht ange­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             wandt.
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                 Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                                Diese Verordnung tritt am 19. Oktober 1978 in Kraft.
0) ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 204 vom 28 . 7. 1978 , S. 12.                   (4) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
b) ABl. Nr. L 145 vom 1 . 6. 1978, S. 40.                       (s ABl . Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
 ---pagebreak--- Nr. L 292/26                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       18 . 10 . 78
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 17. Oktober 1978
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Der Vizepräsident
                                                                  Finn GUNDELACH