CELEX: 
Language: de
Date: 2020-03-26 00:00:00
Title: DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der für die rückwirkende Anerkennung von Umstellungszeiträumen erforderlichen Dokumente, der Herstellung ökologischer/biologischer Erzeugnisse und der von den Mitgliedstaaten bereitzustellenden Informationen

EUROPÄISCHE
                          KOMMISSION
                                                  Brüssel, den 26.3.2020
                                                  C(2020) 1772 final
         DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                      vom 26.3.2020
   mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen
   Parlaments und des Rates hinsichtlich der für die rückwirkende Anerkennung von
          Umstellungszeiträumen erforderlichen Dokumente, der Herstellung
         ökologischer/biologischer Erzeugnisse und der von den Mitgliedstaaten
                            bereitzustellenden Informationen
                           (Text von Bedeutung für den EWR)
DE                                                                                DE
 ---pagebreak---              DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                            vom 26.3.2020
      mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen
       Parlaments und des Rates hinsichtlich der für die rückwirkende Anerkennung von
               Umstellungszeiträumen erforderlichen Dokumente, der Herstellung
             ökologischer/biologischer Erzeugnisse und der von den Mitgliedstaaten
                                  bereitzustellenden Informationen
                                  (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
   30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von
   ökologischen/biologischen Erzeugnissen sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG)
   Nr. 834/2007 des Rates1, insbesondere auf Artikel 10 Absatz 6, Artikel 14 Absatz 3,
   Artikel 15 Absatz 3, Artikel 16 Absatz 3, Artikel 17 Absatz 3 und Artikel 26 Absatz 7
   Buchstabe d,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)     Kapitel III der Verordnung (EU) 2018/848 enthält allgemeine Produktionsvorschriften
           für     ökologische/biologische       Erzeugnisse,     während      die   detaillierten
           Produktionsvorschriften in Anhang II der genannten Verordnung festgelegt sind. Um
           harmonisierte Bedingungen für die Durchführung der genannten Verordnung zu
           gewährleisten, sollten einige zusätzliche Vorschriften festgelegt werden.
   (2)     Die Umstellung auf eine ökologische/biologische Produktionsweise macht
           Anpassungsfristen bei allen verwendeten Mitteln erforderlich. Der erforderliche
           Umstellungszeitraum beginnt frühestens, nachdem ein Landwirt oder ein
           Unternehmer, der Algen oder Aquakulturtiere produziert, den zuständigen Behörden
           die Tätigkeit gemeldet hat. Ausnahmsweise und unter bestimmten Bedingungen kann
           ein früherer Zeitraum rückwirkend als Teil des Umstellungszeitraums anerkannt
           werden. Es sollte festgelegt werden, welche Dokumente den zuständigen Behörden für
           die rückwirkende Anerkennung eines früheren Zeitraums vorzulegen sind.
   (3)     Um die Beachtung eines hohen Tierschutzniveaus unter Berücksichtigung der
           artspezifischen Bedürfnisse bei der ökologischen/biologischen Tierproduktion zu
           gewährleisten, müssen die Besatzdichten, die Mindeststallflächen und
           Mindestaußenflächen und deren Merkmale sowie die technischen Anforderungen und
           die Merkmale in Bezug auf Gebäude und Freigelände für Rinder, Schafe, Ziegen,
           Equiden, Geweihträger, Schweine, Geflügel und Kaninchen festgelegt werden.
           Darüber hinaus sollte die Mindestdauer festgelegt werden, für die die Tiere während
           der Säugeperiode vorzugsweise mit Muttermilch zu füttern sind.
   1
           ABl. L 150 vom 14.6.2018, S. 1.
DE                                                 1                                               DE
 ---pagebreak---    (4) Um die Beachtung eines hohen Tierschutzniveaus unter Berücksichtigung der
       artspezifischen Bedürfnisse bei der ökologischen/biologischen Aquakulturproduktion
       zu gewährleisten, müssen auch je Art oder Artengruppe Vorschriften über die
       Besatzdichten und die Merkmale der Produktionssysteme und Haltungssysteme für
       Aquakulturtiere festgelegt werden.
   (5) Verarbeitete       ökologische/biologische         Erzeugnisse       sollten    mithilfe    von
       Verarbeitungsverfahren           erzeugt     werden,      die     sicherstellen,    dass     die
       ökologischen/biologischen Merkmale und die Qualität der Erzeugnisse auf allen
       Stufen der ökologischen/biologischen Produktion gewahrt bleiben. Da bei der
       Lebensmittelverarbeitung im Rahmen der ökologischen/biologischen Produktion eine
       Vielzahl von Verfahren eingesetzt werden, ist es nicht möglich, eine erschöpfende
       Liste aller zugelassenen Verfahren zu erstellen. Daher sollten Verfahren, die den
       Grundsätzen und einschlägigen Produktionsvorschriften gemäß der Verordnung
       (EU) 2018/848 entsprechen, generell als bei der Lebensmittelverarbeitung im Rahmen
       der ökologischen/biologischen Produktion zugelassen gelten.
   (6) Bei      bestimmten         Verfahren,      die     in    der     Verarbeitung      bestimmter
       ökologischer/biologischer Lebensmittel eingesetzt werden, können die Mitgliedstaaten
       jedoch unterschiedlicher Auffassung sein, ob sie den Grundsätzen und einschlägigen
       Produktionsvorschriften gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 für die Herstellung
       bestimmter Erzeugnisse entsprechen. In solchen Fällen ist es erforderlich, Vorschriften
       festzulegen, wie ein solches Verfahren bewertet und – falls die Übereinstimmung mit
       den genannten Grundsätzen und Produktionsvorschriften festgestellt wird – unter
       bestimmten Bedingungen von der Kommission zur Herstellung bestimmter
       Lebensmittel zugelassen werden kann.
   (7) Zur Herstellung von Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung sowie
       Getreidebeikost und anderer Beikost gemäß Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a und b der
       Verordnung (EU) Nr. 609/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates2 können
       Ionenaustausch- und Adsorptionsharzverfahren erforderlich sein, um die
       Anforderungen an die Zusammensetzung zu erfüllen, die in der genannten Verordnung
       und in den auf der Grundlage von Artikel 11 Absatz 1 der genannten Verordnung
       erlassenen Rechtsakten für die betreffenden Erzeugnisse oder für die unter die
       Richtlinie 2006/125/EG der Kommission3 fallenden Erzeugnisse festgelegt sind. Für
       diese Erzeugniskategorien muss der Einsatz von Ionenaustausch- und
       Adsorptionsharzverfahren zugelassen werden.
   (8) Nicht angewendet werden sollten – ähnlich wie bei den in der
       Lebensmittelverarbeitung zugelassenen Verfahren – Verfahren, die bei der
       Verarbeitung und Lagerung ökologischer/biologischer Futtermittel verloren gegangene
       Eigenschaften wiederherstellen, das Ergebnis nachlässiger Verarbeitung
       ökologischer/biologischer Futtermittel korrigieren oder anderweitig in Bezug auf die
   2
       Verordnung (EU) Nr. 609/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013 über
       Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und
       Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung und zur Aufhebung der Richtlinie 92/52/EWG
       des Rates, der Richtlinien 96/8/EG, 1999/21/EG, 2006/125/EG und 2006/141/EG der Kommission, der
       Richtlinie 2009/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates sowie der Verordnungen (EG)
       Nr. 41/2009 und (EG) Nr. 953/2009 der Kommission (ABl. L 181 vom 29.6.2013, S. 35).
   3
       Richtlinie 2006/125/EG der Kommission vom 5. Dezember 2006 über Getreidebeikost und andere
       Beikost für Säuglinge und Kleinkinder (ABl. L 339 vom 6.12.2006, S. 16).
DE                                                  2                                                   DE
 ---pagebreak---         tatsächliche Beschaffenheit dieser Erzeugnisse, die als ökologische/biologische
        Futtermittel vermarktet werden sollen, irreführend sein könnten.
   (9)  Da bei der Verarbeitung bestimmter Futtermittel im Rahmen der
        ökologischen/biologischen Produktion eine Vielzahl von Verfahren eingesetzt werden,
        ist es nicht möglich, eine erschöpfende Liste aller zugelassenen Verfahren zu erstellen.
        Daher      sollten    Verfahren,    die     den    Grundsätzen     und    einschlägigen
        Produktionsvorschriften gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 entsprechen, generell
        bei der Futtermittelverarbeitung im Rahmen der ökologischen/biologischen
        Produktion zugelassen sein.
   (10) Bei      bestimmten      Verfahren,     die    in    der    Verarbeitung     bestimmter
        ökologischer/biologischer Futtermittel eingesetzt werden, können die Mitgliedstaaten
        jedoch unterschiedlicher Auffassung sein, ob sie den Grundsätzen und einschlägigen
        Produktionsvorschriften gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 entsprechen. In
        solchen Fällen ist es erforderlich, Vorschriften festzulegen, wie ein solches Verfahren
        bewertet und – falls die Übereinstimmung mit den genannten Grundsätzen und den
        einschlägigen Produktionsvorschriften festgestellt wird – unter bestimmten
        Bedingungen von der Kommission zur Herstellung bestimmter Futtermittel zugelassen
        werden kann.
   (11) In der ökologischen/biologischen Produktion sollten ökologisches/biologisches
        Pflanzenvermehrungsmaterial,            ökologische/biologische        Tiere        und
        ökologische/biologische juvenile Aquakulturtiere verwendet werden. In jedem
        Mitgliedstaat sollten Systeme vorhanden sein, über die Unternehmer, die
        ökologisches/biologisches                Pflanzenvermehrungsmaterial               bzw.
        Umstellungspflanzenvermehrungsmaterial, ökologische/biologische Tiere oder
        ökologische/biologische juvenile Aquakulturtiere vermarkten, Informationen über ihre
        Angebote veröffentlichen können, um ökologisch/biologisch wirtschaftenden
        Unternehmern den Zugang zu Informationen über deren Verfügbarkeit zu erleichtern.
        Insbesondere sollten detaillierte Informationen über solche Arten, die sie in
        ausreichenden Mengen innerhalb eines angemessenen Zeitraums liefern können,
        öffentlich zugänglich sein. Die Mitgliedstaaten sollten der Kommission einmal
        jährlich eine Zusammenfassung dieser Informationen sowie Informationen über
        abweichende Regelungen bei mangelnder Verfügbarkeit vorlegen.
   (12) Sämlinge       fallen    nicht    unter      die    Vorgabe,     Informationen     über
        ökologisches/biologisches                 Pflanzenvermehrungsmaterial               und
        Umstellungspflanzenvermehrungsmaterial zu sammeln und zu übermitteln. Um ein
        harmonisiertes Vorgehen zu gewährleisten, ist es daher angezeigt, eine
        Begriffsbestimmung für „Sämlinge“ festzulegen.
   (13) Um den Nährstoffbedarf von Junggeflügel und Schweinen bis zu 35 kg an bestimmten
        Eiweißverbindungen zu decken, können die Mitgliedstaaten unter strikten
        Bedingungen         bis     zum      31. Dezember        2025      die     Verwendung
        nichtökologischer/nichtbiologischer Eiweißfuttermittel für die Fütterung von Geflügel
        und Schweinen zulassen. Im Hinblick auf die schrittweise Abschaffung dieser
        abweichenden Regelungen und für die Zwecke von Artikel 53 Absatz 6 Buchstabe c
        der Verordnung (EU) 2018/848 sollte die Kommission die Verwendung dieser
        Erzeugnisse überwachen und dabei die Entwicklung der Verfügbarkeit
        ökologischer/biologischer Eiweißfuttermittel auf dem Markt berücksichtigen. Zu
        diesem Zweck sollte die Kommission einen gezielten Fragebogen ausarbeiten, und die
        Mitgliedstaaten sollten der Kommission jährlich den ausgefüllten Fragebogen mit
DE                                               3                                               DE
 ---pagebreak---         einer Übersicht über die relevanten Informationen zur Verfügbarkeit
        ökologischer/biologischer Eiweißfuttermittel und über die Genehmigungen für die
        Verwendung nichtökologischer/nichtbiologischer Eiweißfuttermittel für Geflügel- und
        Schweineproduzenten übermitteln.
   (14) Die Mitgliedstaaten können auch ein ähnliches System einrichten, mit dem sie über
        die Verfügbarkeit von an die ökologische/biologische Produktion angepassten Rassen
        und Linien oder von ökologisch/biologisch gehaltenen Junghennen informieren.
        Angesichts der möglichen schrittweisen Abschaffung von abweichenden Regelungen
        für die Verwendung nichtökologischer/nichtbiologischer Tiere oder Junghennen ist es
        wichtig, Daten zur Verfügbarkeit ökologisch/biologisch aufgezogener Rassen und
        Linien zu erheben, die speziell unter Beachtung ökologischer/biologischer Grundsätze
        und Ziele selektiert wurden. Daher muss genau festgelegt werden, welche
        harmonisierten Daten die Mitgliedstaaten der Kommission und den anderen
        Mitgliedstaaten übermitteln müssen.
   (15) Unternehmer, die Tiere gemäß der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates4 und der
        Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der Kommission5 produzieren, müssen ihre
        Produktionssysteme an die in der vorliegenden Verordnung festgelegten neuen
        spezifischen technischen Anforderungen für die Besatzdichte, die strukturellen
        Merkmale der Tierhaltungseinrichtungen sowie der zugehörigen Ausstattung, die
        verfügbaren Flächen, die Bodenbewirtschaftung sowie das allgemeine
        Produktionssystem des Betriebs anpassen. Diese Anpassungen werden unterschiedlich
        viel Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem, wie umfangreich die erforderlichen
        Maßnahmen sind, um die in dieser Verordnung festgelegten neuen Anforderungen
        unter Berücksichtigung der laufenden Produktionen zu erfüllen.
   (16) Insbesondere die Bestimmungen über die Besatzdichte, die Mindeststallflächen und
        Mindestaußenflächen für Junghennen und Bruderhähne, die maximale Auslaufdistanz
        bei Geflügelställen, die Höchstzahl der Ebenen und die Ausstattung für ein effizientes
        System zur Entmistung in Mehretagen-Geflügelställen können erhebliche Arbeiten
        und      Investitionen       erforderlich      machen,       wie      den     Neubau      von
        Tierhaltungseinrichtungen, den Erwerb von Flächen oder einen vollständigen Umbau
        von Tierhaltungseinrichtungen in bestimmten Betrieben oder Produktionseinheiten, in
        denen die Produktion bislang gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und (EG)
        Nr. 889/2008 erfolgte. Daher sollte für diese Betriebe oder Produktionseinheiten eine
        Übergangsfrist von höchstens acht Jahren ab dem 1. Januar 2021 vorgesehen werden,
        damit sie die zur Einhaltung der neuen Anforderungen notwendigen Anpassungen
        vornehmen können.
   (17) Die Anforderung, dass ein Mindestanteil der Außenfläche für Schweine in fester
        Bauweise ausgeführt sein muss, kann in Betrieben oder Produktionseinheiten, in denen
        die Produktion bislang gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und (EG)
        Nr. 889/2008 erfolgte, den Neubau von Außenanlagen und Änderungen im System zur
        Beseitigung des Wirtschaftsdüngers erforderlich machen. Daher sollte für diese
   4
        Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische
        Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung
        der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 (ABl. L 189 vom 20.7.2007, S. 1).
   5
        Verordnung     (EG)     Nr. 889/2008    der    Kommission    vom     5. September   2008   mit
        Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die
        ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen
        Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle
        (ABl. L 250 vom 18.9.2008, S. 1).
DE                                                  4                                                   DE
 ---pagebreak---           Betriebe oder Produktionseinheiten eine Übergangsfrist von höchstens acht Jahren ab
          dem 1. Januar 2021 vorgesehen werden, damit sie die zur Einhaltung der neuen
          Anforderungen notwendigen größeren Umbauten von Außenanlagen für die Tiere oder
          die Erneuerung der Ausstattung vornehmen können.
   (18)   Auch die Länge der Ausflugklappen zwischen den Veranden und dem Innenbereich
          des Geflügelstalls, die Vorgabe fester Trennwände für anderes Mastgeflügel als Gallus
          gallus und die besonderen Anforderungen bezüglich Sitzstangen und erhöhten
          Sitzebenen können erhebliche Anpassungen erforderlich machen, wie den Umbau
          eines Teils der Tierhaltungseinrichtungen und den Erwerb neuer Ausstattung für
          Betriebe, in denen die Produktion bislang gemäß den Verordnungen (EG)
          Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 erfolgte. Daher sollte für diese Betriebe oder
          Produktionseinheiten eine Übergangsfrist von höchstens drei Jahren ab dem 1. Januar
          2021 vorgesehen werden, damit sie die zur Einhaltung der neuen Anforderungen
          notwendigen Anpassungen von Tierhaltungseinrichtungen für die Tiere oder die
          Erneuerung der Ausstattung vornehmen können.
   (19)   Schließlich kann die Methode zur Berechnung der Mindeststallflächen in
          Geflügelställen mit einem zusätzlichen, überdachten Außenbereich eines für Geflügel
          bestimmten Gebäudes Anpassungen erforderlich machen, wie eine erhebliche
          Verringerung der Besatzdichte von Geflügel oder die Renovierung der Gebäude in
          Betrieben, in denen die Produktion bislang gemäß den Verordnungen (EG)
          Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 erfolgte. Daher sollte für diese Betriebe oder
          Produktionseinheiten eine Übergangsfrist von höchstens drei Jahren ab dem 1. Januar
          2021 vorgesehen werden, damit sie die zur Einhaltung der neuen Anforderungen
          notwendigen Anpassungen ihrer Geschäftspläne oder ihrer Tierhaltungseinrichtungen
          vornehmen können.
   (20)   Im Interesse der Klarheit und Rechtssicherheit sollte diese Verordnung ab dem
          Geltungsbeginn der Verordnung (EU) 2018/848 gelten.
   (21)   Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme
          des Ausschusses für ökologische/biologische Produktion —
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                         KAPITEL I
                                      UMSTELLUNG
                                              Artikel 1
        Für die rückwirkende Anerkennung eines früheren Zeitraums vorzulegende
                                            Dokumente
   (1)      Für die Zwecke von Artikel 10 Absatz 3 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2018/848
            legt der Unternehmer den zuständigen Behörden des Mitgliedstaats, in dem die
            Tätigkeit ausgeübt wird und in dem der Betrieb dieses Unternehmers dem
            Kontrollsystem unterliegt, die amtlichen Dokumente der jeweils zuständigen
            Behörden vor, aus denen hervorgeht, dass die Landparzellen, für die die
            rückwirkende Anerkennung eines früheren Zeitraums beantragt wird, Gegenstand
            von Maßnahmen waren, die im Rahmen eines gemäß der Verordnung (EU)
DE                                                5                                             DE
 ---pagebreak---          Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates6 durchgeführten
         Programms festgelegt wurden, und dass keine Erzeugnisse oder Stoffe, die nicht für
         die Verwendung in der ökologischen/biologischen Produktion zugelassen sind, auf
         diesen Landparzellen verwendet wurden.
   (2)   Für die Zwecke von Artikel 10 Absatz 3 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2018/848
         legt der Unternehmer den zuständigen Behörden des Mitgliedstaats, in dem die
         Tätigkeit ausgeübt wird und in dem der Betrieb dieses Unternehmers dem
         Kontrollsystem unterliegt, nachstehende Dokumente vor, aus denen hervorgeht, dass
         die Landparzellen natürliche oder landwirtschaftlich genutzte Flächen waren, die
         während eines Zeitraums von mindestens drei Jahren nicht mit Erzeugnissen oder
         Stoffen behandelt wurden, die gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 nicht für die
         Verwendung in der ökologischen/biologischen Produktion zugelassen sind:
         a)     Karten, auf denen jede Landparzelle klar ausgewiesen ist, die Gegenstand des
                Antrags auf rückwirkende Anerkennung ist, sowie Informationen über die
                Gesamtflächen dieser Landparzellen und gegebenenfalls über Art und Umfang
                der laufenden Produktion und, soweit verfügbar, die entsprechenden
                geografischen Koordinaten;
         b)     die von der Kontrollbehörde oder Kontrollstelle durchgeführte detaillierte
                Risikoanalyse zur Bewertung, ob eine Landparzelle, die Gegenstand des
                Antrags auf rückwirkende Anerkennung ist, während eines Zeitraums von
                mindestens drei Jahren nicht mit Erzeugnissen oder Stoffen behandelt wurde,
                die nicht für die Verwendung in der ökologischen/biologischen Produktion
                zugelassen sind, wobei insbesondere die Größe der Gesamtflächen, auf die sich
                der Antrag bezieht, und die in diesem Zeitraum auf jeder Landparzelle, auf die
                sich      der      Antrag      bezieht,      angewandten        landwirtschaftlichen
                Produktionstechniken zu berücksichtigen sind;
         c)     die Ergebnisse der von akkreditierten Laboratorien vorgenommenen
                Laboranalysen von Boden- und/oder Pflanzenproben, die die Kontrollbehörde
                oder Kontrollstelle auf jeder Landparzelle entnommen hat, bei der im Zuge der
                detaillierten Risikoanalyse gemäß Buchstabe b festgestellt wurde, dass das
                Risiko einer Kontamination aufgrund der Behandlung mit Erzeugnissen und
                Stoffen besteht, die nicht für die Verwendung in der ökologischen/biologischen
                Produktion zugelassen sind;
         d)     einen Inspektionsbericht der Kontrollbehörde oder Kontrollstelle im Anschluss
                an eine physische Inspektion des Unternehmers zur Überprüfung der
                Plausibilität der Informationen über die Landparzellen, die Gegenstand des
                Antrags auf rückwirkende Anerkennung sind;
         e)     alle sonstigen relevanten Unterlagen, die die Kontrollbehörde oder
                Kontrollstelle zur Bewertung des Antrags auf rückwirkende Anerkennung für
                erforderlich hält;
         f)     eine abschließende schriftliche Erklärung der Kontrollbehörde oder
                Kontrollstelle, aus der hervorgeht, ob eine rückwirkende Anerkennung eines
                früheren Zeitraums als Teil des Umstellungszeitraums gerechtfertigt ist, und in
   6
       Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013
       über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
       Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005
       (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 487).
DE                                                 6                                                     DE
 ---pagebreak---                    der für jede betroffene Landparzelle angegeben ist, ab wann sie als
                   ökologisch/biologisch betrachtet wird, und die Gesamtflächen der
                   Landparzellen genannt wird, für die eine rückwirkende Anerkennung eines
                   Zeitraums gilt.
                                        KAPITEL II
                                      TIERHALTUNG
                                         ABSCHNITT 1
                      RINDER, SCHAFE, ZIEGEN UND EQUIDEN
                                             Artikel 2
                          Mindestdauer der Fütterung mit Muttermilch
   Die in Anhang II Teil II Nummer 1.4.1 Buchstabe g der Verordnung (EU) 2018/848 genannte
   Mindestdauer, für die die Tiere während der Säugeperiode vorzugsweise mit Muttermilch zu
   füttern sind, beträgt:
   a)        bei Rindern und Equiden 90 Tage ab der Geburt;
   b)        bei Schafen und Ziegen 45 Tage ab der Geburt.
                                             Artikel 3
                  Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen
   Für Rinder, Schafe, Ziegen und Equiden sind die Besatzdichte, die Mindeststallflächen und
   die Mindestaußenflächen in Anhang I Teil I festgelegt.
                                             Artikel 4
      Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf die Mindeststallflächen
   Mindestens die Hälfte der in Anhang I Teil I für Rinder, Schafe, Ziegen und Equiden
   festgelegten Mindeststallflächen muss in fester Bauweise ausgeführt sein, d. h., es darf sich
   nicht um Spaltenböden oder Gitterroste handeln.
DE                                               7                                               DE
 ---pagebreak---                                            ABSCHNITT 2
                                       GEWEIHTRÄGER
                                              Artikel 5
                          Mindestdauer der Fütterung mit Muttermilch
   Die in Anhang II Teil II Nummer 1.4.1 Buchstabe g der Verordnung (EU) 2018/848 genannte
   Mindestdauer, für die Geweihträger während der Säugeperiode vorzugsweise mit Muttermilch
   zu füttern sind, beträgt 90 Tage ab der Geburt.
                                              Artikel 6
                              Besatzdichte und Mindestaußenflächen
   Für Geweihträger sind die Besatzdichte und die Mindestaußenflächen in Anhang I Teil II
   festgelegt.
                                              Artikel 7
    Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf Außenanlagen oder Gehege
   (1)      Geweihträger müssen in Außenanlagen oder Gehegen mit Zugang zu Weide, wann
            immer die Umstände dies gestatten, gehalten werden.
   (2)      Die Außenanlagen oder Gehege müssen so angelegt sein, dass die verschiedenen
            Arten von Geweihträgern erforderlichenfalls getrennt werden können.
   (3)      Jede Außenanlage oder jedes Gehege muss entweder in zwei Bereiche unterteilt
            werden können oder an eine andere Außenanlage bzw. ein anderes Gehege
            angrenzen, damit in jedem Bereich, in jeder Außenanlage oder in jedem Gehege
            nacheinander Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden können.
                                              Artikel 8
               Anforderungen in Bezug auf den Bewuchs und die Merkmale von
                              Schutzvorrichtungen und Freigelände
   (1)      Sicht- und Wetterschutz für Geweihträger sind vorzugsweise durch natürliche
            Unterstände zu gewährleisten, beispielsweise durch die Einbeziehung von Baum-
            und Strauchgruppen, Waldflächen oder Waldrändern in die Außenanlage oder das
            Gehege; ist dies nicht das gesamte Jahr über in ausreichendem Maße möglich, so
            sind künstliche überdachte Unterstände vorzusehen.
   (2)      Außenanlagen oder Gehege für Geweihträger müssen mit Einrichtungen ausgestattet
            oder so bewachsen sein, dass die Tiere den Bast von ihren Geweihen abreiben
            können.
DE                                                 8                                        DE
 ---pagebreak---    (3)       Weibliche Tiere müssen gegen Ende der Trächtigkeit und bis zwei Wochen nach der
             Geburt Zugang zu Flächen mit Bewuchs haben, die es ihnen ermöglichen, ihre
             Kälber zu verstecken.
   (4)       Zäune um Außenanlagen oder Gehege müssen so gebaut sein, dass die Geweihträger
             nicht entweichen können.
                                          ABSCHNITT 3
                                          SCHWEINE
                                              Artikel 9
                          Mindestdauer der Fütterung mit Muttermilch
   Die in Anhang II Teil II Nummer 1.4.1 Buchstabe g der Verordnung (EU) 2018/848 genannte
   Mindestdauer, für die die Ferkel während der Säugeperiode vorzugsweise mit Muttermilch zu
   füttern sind, beträgt 40 Tage ab der Geburt.
                                             Artikel 10
                  Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen
   Für Schweine sind die Besatzdichte, die Mindeststallflächen und die Mindestaußenflächen in
   Anhang I Teil III festgelegt.
                                             Artikel 11
    Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf die Mindeststallflächen und
                                     die Mindestaußenflächen
   Sowohl die Mindeststallflächen als auch die Mindestaußenflächen gemäß Anhang I Teil III
   müssen mindestens zur Hälfte in fester Bauweise ausgeführt sein, d. h., es darf sich nicht um
   Spaltenböden oder Gitterroste handeln.
                                             Artikel 12
       Anforderungen in Bezug auf den Bewuchs und die Merkmale von Freigelände
   (1)       Freigelände muss für Schweine attraktiv sein. Nach Möglichkeit sind Flächen mit
             Bäumen oder Wälder zu bevorzugen.
   (2)       Freigelände muss Außenklima aufweisen und Zugang zu Unterständen und anderen
             Möglichkeiten bieten, durch die die Schweine ihre Körpertemperatur regulieren
             können.
DE                                                9                                              DE
 ---pagebreak---                                           ABSCHNITT 4
                                          GEFLÜGEL
                                             Artikel 13
                                       Begriffsbestimmungen
   Für die Zwecke dieses Abschnitts gelten folgende Begriffsbestimmungen:
   a)       „Mastgeflügel“: Geflügel, das zur Fleischerzeugung bestimmt ist;
   b)       „Herde“: im Zusammenhang mit Stallabteilen in Geflügelställen: eine Gruppe von
            Tieren, die zusammen gehalten werden, nicht mit anderen Geflügelarten gemischt
            werden und über ihre eigenen Stall- und Außenflächen verfügen;
   c)       „Bruderhahn“: männliches Tier aus Legehennenlinien, das zur Fleischerzeugung
            bestimmt ist;
   d)       „Poularde“: weibliches Tier der Art Gallus gallus, das zur Fleischerzeugung
            bestimmt ist und im Alter von mindestens 120 Tagen geschlachtet wird.
                                             Artikel 14
                 Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen
   Für Geflügel sind die Besatzdichte, die Mindeststallflächen und die Mindestaußenflächen in
   Anhang I Teil IV festgelegt.
                                             Artikel 15
           Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf Geflügelställe
   (1)      Geflügelställe müssen so gebaut sein, dass alle Tiere einfachen Zugang zu
            Freigelände haben. Hierfür gelten folgende Vorschriften:
            a)    die Außenbegrenzungen des Geflügelstalls müssen über Ein- und
                  Ausflugklappen verfügen, über die ein direkter Zugang zu Freigelände gegeben
                  ist;
            b)    jede Ein- und Ausflugklappe muss eine den Tieren angemessene Größe
                  aufweisen;
            c)    die Ein- und Ausflugklappen müssen für die Tiere hindernisfrei zugänglich
                  sein;
            d)    die Länge der Ein- und Ausflugklappen in den Außenbegrenzungen des
                  Geflügelstalls muss zusammengerechnet mindestens 4 m je 100 m² der
                  nutzbaren Fläche der Mindeststallfläche entsprechen;
            e)    befinden sich die Ein- und Ausflugklappen nicht in Höhe des Bodens, ist eine
                  Rampe anzubringen.
   (2)      Für Geflügelställe mit Veranden gelten folgende Vorschriften:
DE                                               10                                            DE
 ---pagebreak---        a)   die Begrenzungen zwischen Innenbereich und Veranda sowie zwischen
            Veranda und Freigelände müssen Ein- und Ausflugklappen aufweisen, sodass
            die Tiere einfachen Zugang zur Veranda bzw. zum Freigelände haben;
       b)   die Länge der Ein- und Ausflugklappen zwischen dem Innenbereich und der
            Veranda muss zusammengerechnet mindestens 2 m je 100 m2 der nutzbaren
            Fläche der Mindeststallfläche entsprechen, und die Länge der Ein- und
            Ausflugklappen zwischen der Veranda und dem Freigelände muss
            zusammengerechnet mindestens 4 m je 100 m2 der nutzbaren Fläche der
            Mindeststallfläche entsprechen;
       c)   die nutzbare Fläche der Veranda darf bei der Berechnung der Besatzdichte, der
            Mindeststallflächen und der Mindestaußenflächen, die in Anhang I Teil IV
            festgelegt sind, nicht berücksichtigt werden. Ein zusätzlicher überdachter
            Außenbereich eines für Geflügel bestimmten Gebäudes, der so isoliert ist, dass
            dort kein Außenklima herrscht, kann jedoch bei der Berechnung der in
            Anhang I Teil IV festgelegten Besatzdichte und Mindeststallflächen
            berücksichtigt werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
            i)    er ist rund um die Uhr uneingeschränkt zugänglich;
            ii)   er entspricht den Anforderungen von Anhang II Teil II Nummern 1.6.1
                  und 1.6.3 der Verordnung (EU) 2018/848;
            iii)  er erfüllt dieselben Anforderungen an Ein- und Ausflugklappen, wie sie
                  gemäß den Buchstaben a und b dieses Absatzes für Veranden gelten;
       d)   die nutzbare Fläche der Veranda darf nicht in die in Anhang II Teil II
            Nummer 1.9.4.4 Buchstabe m der Verordnung (EU) 2018/848 genannte
            Gesamtnutzfläche von Ställen für die Geflügelmast eingerechnet werden.
   (3) Für Geflügelställe mit mehreren getrennten Stallabteilen zur Haltung mehrerer
       Herden gelten folgende Vorschriften:
       a)   durch die Stallabteile muss gewährleistet sein, dass der Kontakt mit anderen
            Herden eingeschränkt ist und dass sich Tiere aus verschiedenen Herden im
            Geflügelstall nicht mischen können;
       b)   pro Stallabteil eines Geflügelstalls gelten folgende Obergrenzen für die
            Herdengröße:
            i)    3000 Elterntiere der Art Gallus gallus;
            ii)   10 000 Junghennen;
            iii)  4800 Masttiere der Art Gallus gallus;
            iv)   2500 Kapaune;
            v)    4000 Poularden;
            vi)   2500 Truthühner;
            vii) 2500 Gänse;
            viii) 3200 männliche Pekingenten oder 4000 weibliche Pekingenten;
            ix)   3200 männliche Barbarieenten oder 4000 weibliche Barbarieenten;
            x)    3200 männliche Mulard-Enten oder 4000 weibliche Mulard-Enten;
            xi)   5200 Perlhühner;
DE                                         11                                              DE
 ---pagebreak---            c)    die Stallabteile für anderes Mastgeflügel als Gallus gallus müssen durch feste
                 Trennwände abgetrennt sein; durch diese festen Trennwände muss für jedes
                 Stallabteil des Geflügelstalls eine vollständige räumliche Trennung vom Boden
                 bis zur Decke gegeben sein;
           d)    die Stallabteile für Elterntiere der Art Gallus gallus, Legehennen, Junghennen,
                 Brüderhähne und Mastgeflügel der Art Gallus gallus müssen durch feste oder
                 halbgeschlossene Trennwände oder durch Netze oder Maschendraht abgetrennt
                 werden.
   (4)     In Geflügelställen dürfen Mehretagen-Systeme zum Einsatz kommen. Hierfür gelten
           folgende Vorschriften:
           a)    Mehretagen-Systeme dürfen nur für Elterntiere der Art Gallus gallus‚ für
                 Legehennen, für Junghennen für die künftige Eierproduktion, für Junghennen
                 für die künftige Produktion von Elterntieren und für Bruderhähne verwendet
                 werden;
           b)    Mehretagen-Systeme dürfen einschließlich der Bodenfläche nicht mehr als drei
                 Ebenen nutzbarer Fläche aufweisen;
           c)    die erhöhten Ebenen müssen so gebaut sein, dass keine Exkremente auf die
                 sich darunter befindlichen Tiere fallen können, und müssen mit einem
                 effizienten System zur Entmistung ausgestattet sein;
           d)    auf allen Ebenen muss eine einfache Kontrolle der Tiere möglich sein;
           e)    in Mehretagen-Systemen muss gewährleistet sein, dass sich alle Tiere frei und
                 leicht zwischen den verschiedenen Ebenen und Bereichen bewegen können;
           f)    Mehretagen-Systeme müssen so gebaut sein, dass alle Tiere gleichermaßen
                 einfachen Zugang zu Freigelände haben.
   (5)     Geflügelställe müssen mit Sitzstangen oder erhöhten Sitzebenen oder beidem
           ausgestattet sein. Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides müssen den Tieren
           ab einem jungen Lebensalter und in einem Umfang bzw. Anteil zur Verfügung
           gestellt werden, der der Größe der Gruppe und der Tiere entspricht, wie in Anhang I
           Teil IV festgelegt.
   (6)     Mobile Geflügelställe dürfen für Geflügel verwendet werden, sofern sie – damit den
           Tieren Bewuchs zur Verfügung steht – während des Produktionszyklus regelmäßig
           und in jedem Fall zwischen den einzelnen aufgezogenen Geflügelpartien versetzt
           werden. Die in Anhang I Teil IV Abschnitte 4 bis 9 festgelegte Besatzdichte für
           Mastgeflügel darf auf höchstens 30 kg Lebendgewicht/m2 erhöht werden, sofern die
           Bodenfläche des mobilen Stalls nicht mehr als 150 m2 beträgt.
                                               Artikel 16
       Anforderungen in Bezug auf den Bewuchs und die Merkmale von Freigelände
   (1)     Freigelände für Geflügel muss für die Tiere attraktiv und für alle Tiere
           uneingeschränkt zugänglich sein.
   (2)     Bei Geflügelställen, die in getrennte Stallabteile unterteilt sind, um mehrere Herden
           zu halten, müssen die den einzelnen Stallabteilen zugeordneten Freigelände
           voneinander getrennt sein, um sicherzustellen, dass der Kontakt mit anderen Herden
DE                                                 12                                            DE
 ---pagebreak---            eingeschränkt ist und dass sich Tiere aus verschiedenen Herden nicht mischen
           können.
   (3)     Freigelände für Geflügel muss überwiegend mit unterschiedlichen Pflanzen
           bewachsen sein.
   (4)     Freigelände muss den Tieren eine ausreichende Anzahl an Unterschlupfen,
           Unterständen, Sträuchern oder Bäumen bieten, die über das gesamten Freigelände
           verteilt sind, damit sichergestellt ist, dass die Tiere das gesamte Freigelände
           gleichmäßig nutzen.
   (5)     Der Bewuchs des Freigeländes ist regelmäßig zu pflegen, um zu verhindern, dass ein
           Nährstoffüberschuss entsteht.
   (6)     Das Freigelände darf einen Radius von 150 m ab der nächstgelegenen Ein- und
           Ausflugklappe des Geflügelstalls nicht überschreiten. Ein Radius von bis zu 350 m
           ab der nächstgelegenen Ein- und Ausflugklappe des Gebäudes ist jedoch zulässig,
           wenn über das gesamte Freigelände Unterstände zum Schutz vor Schlechtwetter und
           Prädatoren in ausreichender Zahl und gleichmäßig verteilt, d. h. mindestens vier
           Unterstände je Hektar, vorhanden sind. Bei Gänsen muss das Freigelände so gestaltet
           sein, dass die Tiere ihrem Bedürfnis, Gras zu fressen, nachkommen können.
                                          ABSCHNITT 5
                                         KANINCHEN
                                             Artikel 17
                            Mindestdauer der Fütterung mit Muttermilch
   Die in Anhang II Teil II Nummer 1.4.1 Buchstabe g der Verordnung (EU) 2018/848 genannte
   Mindestdauer, für die die Kaninchen während der Säugeperiode vorzugsweise mit
   Muttermilch zu füttern sind, beträgt 42 Tage ab der Geburt.
                                             Artikel 18
                Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen
   Für Kaninchen sind die Besatzdichte, die Mindeststallflächen und die Mindestaußenflächen in
   Anhang I Teil V festgelegt.
                                             Artikel 19
       Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf mobile und feste Ställe
   (1)     Während der Weidezeit werden Kaninchen in mobilen Ställen auf Weideland oder in
           festen Ställen mit Zugang zu Weideland gehalten.
   (2)     Außerhalb der Weidezeit dürfen Kaninchen in festen Ställen mit Zugang zu einem
           Auslauf mit Pflanzenbewuchs, vorzugsweise Weideland, gehalten werden.
DE                                               13                                            DE
 ---pagebreak---    (3)    Mobile Ställe auf Weideland werden so oft wie möglich versetzt, um das Weideland
          bestmöglich zu nutzen, und müssen so gebaut sein, dass die Kaninchen auf dem
          Weideland grasen können.
                                             Artikel 20
      Merkmale und technische Anforderungen in Bezug auf die Stallflächen und die
                                          Außenflächen
   (1)    Die Stallfläche in festen und mobilen Ställen muss so gebaut sein, dass folgende
          Bedingungen erfüllt sind:
          a)    ausreichende Höhe, sodass alle Kaninchen darin mit aufgerichteten Ohren
                stehen können;
          b)    Möglichkeit der Unterbringung verschiedener Gruppen von Kaninchen und des
                gemeinsamen Übergangs eines Wurfes in die Mastphase;
          c)    Möglichkeit, Rammler sowie trächtige Tiere und weibliche Zuchtkaninchen
                aus spezifischen Tierschutzgründen und für einen begrenzten Zeitraum von der
                Gruppe zu trennen, unter der Bedingung, dass der Blickkontakt mit anderen
                Kaninchen weiterhin gegeben ist;
          d)    Möglichkeit für das weibliche Kaninchen, sich vom Nest zu entfernen und zum
                Nest zurückzukehren, um den Nachwuchs zu säugen;
          e)    folgende Ausstattung:
                i)    überdachte Unterstände, einschließlich dunkler          Verstecke,   in
                      ausreichender Zahl für alle Kategorien von Kaninchen;
                ii)   Zugang zu Nestern für alle weiblichen Tiere mindestens eine Woche vor
                      dem voraussichtlichen Geburtstermin und mindestens solange, wie sie
                      ihre Jungen säugen;
                iii)  ausreichende Zahl von Nestern für Jungtiere, wobei mindestens ein Nest
                      pro säugendem Muttertier mit Jungen vorhanden sein muss;
                iv)   Material zum Benagen für die Kaninchen.
   (2)    Die Außenfläche in Einrichtungen mit festen Ställen muss so gebaut sein, dass
          folgende Bedingungen erfüllt sind:
          a)    erhöhte Plattformen in ausreichender Zahl, die gleichmäßig über die
                Mindestfläche verteilt sind;
          b)    mit Zäunen eingezäunt, die so hoch und so tiefreichend sind, dass keine Tiere
                entkommen können, indem sie sie überspringen oder sich darunter
                durchgraben;
          c)    im Falle einer befestigten Außenfläche einfacher Zugang zu dem Teil des
                Auslaufs mit Bewuchs. Besteht ein solcher einfacher Zugang nicht, darf die
                befestigte Fläche nicht in die Berechnung der Mindestaußenflächen einbezogen
                werden;
          d)    folgende Ausstattung:
                i)    überdachte Unterstände, einschließlich dunkler          Verstecke,   in
                      ausreichender Zahl für alle Kategorien von Kaninchen;
DE                                               14                                           DE
 ---pagebreak---                  ii)   Material zum Benagen für die Kaninchen.
                                            Artikel 21
       Anforderungen in Bezug auf den Bewuchs und die Merkmale von Freigelände
   (1)     Der Bewuchs des Auslaufs muss regelmäßig derart gepflegt werden, dass er für
           Kaninchen attraktiv ist.
   (2)     Während der Weidezeit ist regelmäßig zwischen den Weiden zu wechseln und das
           Weideland so zu bewirtschaften, dass eine optimale Beweidung durch die Kaninchen
           erfolgt.
                                        KAPITEL III
                                 AQUAKULTURTIERE
                                            Artikel 22
           Detaillierte Vorschriften für Aquakulturtiere je Art oder Artengruppe
   Unternehmer, die Aquakulturtiere produzieren, müssen die je Art oder Artengruppe in
   Anhang II festgelegten detaillierten Vorschriften über die Besatzdichte und die besonderen
   Merkmale der Produktions- und Haltungssysteme einhalten.
                                        KAPITEL IV
           VERARBEITETE LEBENS- UND FUTTERMITTEL
                                            Artikel 23
                   In der Lebensmittelverarbeitung zugelassene Verfahren
   (1)     In der Lebensmittelverarbeitung im Rahmen der ökologischen/biologischen
           Produktion sind nur Verfahren zugelassen, die den Grundsätzen des Kapitels II der
           Verordnung (EU) 2018/848, insbesondere den einschlägigen spezifischen
           Grundsätzen für die Verarbeitung ökologischer/biologischer Lebensmittel gemäß
           Artikel 7, den einschlägigen Vorschriften des Kapitels III der genannten Verordnung
           und den detaillierten Produktionsvorschriften gemäß Anhang II Teil IV der
           genannten Verordnung entsprechen.
   (2)     Unbeschadet Anhang II Teil VI Nummer 3 der Verordnung (EU) 2018/848 sind
           Ionenaustausch- und Adsorptionsharzverfahren zulässig, wenn sie zur Aufbereitung
           ökologischer/biologischer Ausgangsstoffe verwendet werden:
           a)    bei in Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a und b der Verordnung (EU)
                 Nr. 609/2013 genannten Erzeugnissen, sofern der Einsatz dieser Verfahren
                 erforderlich ist, damit die betreffenden Erzeugnisse die Anforderungen der
                 genannten Verordnung und der auf der Grundlage von Artikel 11 Absatz 1 der
                 genannten Verordnung erlassenen Rechtsakte erfüllen, oder
DE                                              15                                             DE
 ---pagebreak---        b)     bei unter die Richtlinie 2006/125/EG fallenden Erzeugnissen, sofern der
              Einsatz dieser Verfahren erforderlich ist, um die Anforderungen der genannten
              Richtlinie zu erfüllen.
   (3) Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, dass ein bestimmtes Verfahren hinsichtlich der
       Einhaltung der in Absatz 1 genannten Grundsätze und Vorschriften bewertet werden
       sollte oder dass bestimmte spezifische Bedingungen für die Anwendung dieses
       Verfahrens in diese Verordnung aufgenommen werden sollten, so kann er die
       Kommission ersuchen, eine solche Bewertung vorzunehmen. Zu diesem Zweck
       übermittelt er der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Dossier, in dem
       die Gründe für die Einhaltung bzw. die spezifischen Bedingungen angegeben sind,
       und stellt sicher, dass dieses Dossier unter Wahrung der Datenschutzvorschriften der
       Union und der Mitgliedstaaten öffentlich zugänglich gemacht wird.
       Die Kommission veröffentlicht regelmäßig alle Anträge gemäß Unterabsatz 1.
   (4) Die Kommission prüft das in Absatz 3 genannte Dossier. Ergibt die Prüfung durch
       die Kommission, dass das in dem Dossier beschriebene Verfahren den in Absatz 1
       genannten Grundsätzen und Regeln entspricht, so ändert die Kommission diese
       Verordnung, um das in dem Dossier aufgeführte Verfahren ausdrücklich zu
       genehmigen oder die spezifischen Anwendungsbedingungen in diese Verordnung
       aufzunehmen.
   (5) Die Kommission überprüft die Zulassung der Verfahren zur Verarbeitung
       ökologischer/biologischer Lebensmittel, einschließlich ihrer Beschreibung und ihrer
       Anwendungsbedingungen, sobald neue Nachweise vorliegen oder von einem
       Mitgliedstaat vorgelegt werden.
                                         Artikel 24
               In der Futtermittelverarbeitung zugelassene Verfahren
   (1) In der Futtermittelverarbeitung im Rahmen der ökologischen/biologischen
       Produktion sind nur Verfahren zugelassen, die den Grundsätzen des Kapitels II der
       Verordnung (EU) 2018/848, insbesondere den einschlägigen spezifischen
       Grundsätzen für die Verarbeitung ökologischer/biologischer Futtermittel gemäß
       Artikel 8, den einschlägigen Vorschriften des Kapitels III der genannten Verordnung
       und den detaillierten Produktionsvorschriften gemäß Anhang II Teil V der genannten
       Verordnung entsprechen und die weder bei der Verarbeitung und Lagerung
       ökologischer/biologischer Futtermittel verloren gegangene Eigenschaften
       wiederherstellen noch das Ergebnis nachlässiger Verarbeitung korrigieren oder
       anderweitig in Bezug auf die tatsächliche Beschaffenheit dieser Erzeugnisse
       irreführend sein können.
   (2) Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, dass ein bestimmtes Verfahren hinsichtlich der
       Einhaltung der in Absatz 1 genannten Grundsätze und Vorschriften bewertet werden
       sollte oder dass bestimmte spezifische Bedingungen für die Anwendung dieses
       Verfahrens in diese Verordnung aufgenommen werden sollten, so kann er die
       Kommission ersuchen, eine solche Bewertung vorzunehmen. Zu diesem Zweck
       übermittelt er der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Dossier, in dem
       die Gründe für die Einhaltung bzw. die spezifischen Bedingungen angegeben sind,
       und stellt sicher, dass dieses Dossier unter Wahrung der Datenschutzvorschriften der
       Union und der Mitgliedstaaten öffentlich zugänglich gemacht wird.
DE                                           16                                             DE
 ---pagebreak---          Die Kommission veröffentlicht regelmäßig alle Anträge gemäß Unterabsatz 1.
   (3)   Die Kommission prüft das in Absatz 2 genannte Dossier. Ergibt die Prüfung durch
         die Kommission, dass das in dem Dossier beschriebene Verfahren den in Absatz 1
         genannten Grundsätzen und Regeln entspricht, so ändert die Kommission diese
         Verordnung, um das in dem Dossier aufgeführte Verfahren ausdrücklich zu
         genehmigen oder die spezifischen Anwendungsbedingungen in diese Verordnung
         aufzunehmen.
   (4)   Die Kommission überprüft die Zulassung der Verfahren zur Verarbeitung
         ökologischer/biologischer Futtermittel, einschließlich ihrer Beschreibung und ihrer
         Anwendungsbedingungen, sobald neue Nachweise vorliegen oder von einem
         Mitgliedstaat vorgelegt werden.
                                       KAPITEL V
       INFORMATIONEN ZUR VERFÜGBARKEIT AUF DEM
         MARKT VON ÖKOLOGISCHEM/BIOLOGISCHEM
            PFLANZENVERMEHRUNGSMATERIAL UND
      UMSTELLUNGSPFLANZENVERMEHRUNGSMATERIAL,
         ÖKOLOGISCHEN/BIOLOGISCHEN TIEREN UND
          ÖKOLOGISCHEN/BIOLOGISCHEN JUVENILEN
                             AQUAKULTURTIEREN
                                            Artikel 25
               Von den Mitgliedstaaten bereitzustellende Informationen
   (1)   Die Mitgliedstaaten legen die gemäß Artikel 53 Absatz 6 Buchstabe a der
         Verordnung (EU) 2018/848 bereitzustellenden Informationen aus der Datenbank
         gemäß Artikel 26 Absatz 1 und den Systemen gemäß Artikel 26 Absatz 2 sowie
         gegebenenfalls den Systemen gemäß Artikel 26 Absatz 3 der genannten Verordnung
         im Einklang mit den Spezifikationen in Anhang III Teil I der vorliegenden
         Verordnung vor.
   (2)   Die Mitgliedstaaten legen die gemäß Artikel 53 Absatz 6 Buchstabe b der
         Verordnung (EU) 2018/848 bereitzustellenden Informationen hinsichtlich der gemäß
         Anhang II Teil I Nummer 1.8.5 und Anhang II Teil II Nummern 1.3.4.3. und 1.3.4.4
         der genannten Verordnung gewährten abweichenden Regelungen im Einklang mit
         den Spezifikationen in Anhang III Teil II der vorliegenden Verordnung vor.
   (3)   Die Mitgliedstaaten legen die gemäß Artikel 53 Absatz 6 Buchstabe c der
         Verordnung (EU) 2018/848 bereitzustellenden Informationen über die Verfügbarkeit
         von ökologischen/biologischen Eiweißfuttermitteln für Geflügel und Schweine auf
         dem Unionsmarkt und über die gemäß Anhang II Teil II Nummer 1.9.3.1
         Buchstabe c und Nummer 1.9.4.2 Buchstabe c der genannten Verordnung gewährten
         Zulassungen als Antwort auf einen Fragebogen vor, den die Kommission den
         Mitgliedstaaten jährlich zuleitet.
DE                                              17                                           DE
 ---pagebreak---    (4) Die in den Absätzen 1, 2 und 3 genannten Informationen werden in dem Format und
       über das System vorgelegt, die die Kommission zur Verfügung stellt. Diese
       Informationen sind jährlich bis zum 30. Juni und erstmals bis zum 30. Juni 2022 für
       das Jahr 2021 vorzulegen.
   (5) Die in den Absätzen 1 und 2 genannten und von den Mitgliedstaaten gemäß
       Artikel 53 Absatz 6 der Verordnung (EU) 2018/848 übermittelten Informationen
       werden in die Datenbank gemäß Artikel 26 Absatz 1 und die Systeme gemäß
       Artikel 26 Absatz 2 sowie gegebenenfalls die Systeme gemäß Artikel 26 Absatz 3
       der genannten Verordnung aufgenommen.
                                     KAPITEL VI
        SCHLUSS- UND ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN
                                         Artikel 26
                                Übergangsbestimmungen
   (1) Abweichend von Kapitel II Abschnitt 3 der vorliegenden Verordnung müssen
       Betriebe oder Produktionseinheiten mit Schweinen in Einrichtungen, die vor dem
       Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen
       (EG) Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb
       genommen wurden und bei denen ein umfangreicher Neubau der Außenanlagen
       erforderlich ist, damit sie der Anforderung gemäß Artikel 11 der vorliegenden
       Verordnung genügen, wonach mindestens die Hälfte der Außenfläche in fester
       Bauweise ausgeführt sein muss, den genannten Artikel spätestens ab dem 1. Januar
       2029 einhalten.
   (2) Abweichend von Kapitel II Abschnitt 4 der vorliegenden Verordnung müssen
       Betriebe oder Produktionseinheiten mit Geflügelställen, die vor dem Zeitpunkt des
       Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen (EG)
       Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb genommen
       wurden und bei denen ein Umbau der Tierhaltungseinrichtungen erforderlich ist,
       damit sie der Anforderung gemäß Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe b der vorliegenden
       Verordnung bezüglich der Gesamtlänge der Ein- und Ausflugklappen zwischen dem
       Innenbereich und der Veranda genügen, diese Bestimmung spätestens ab dem
       1. Januar 2024 einhalten.
   (3) Abweichend von Kapitel II Abschnitt 4 der vorliegenden Verordnung müssen
       Betriebe     oder    Produktionseinheiten    mit    Geflügelställen   mit    einem
       Gebäudeaußenbereich, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden
       Verordnung gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008
       gebaut, umgebaut oder in Betrieb genommen wurden und bei denen eine erhebliche
       Verringerung der Besatzdichte im Stall oder die Renovierung der Gebäude
       erforderlich ist, damit sie sowohl den Anforderungen bezüglich der Berechnung der
       Besatzdichte und der Mindeststallflächen gemäß Anhang I Teil IV als auch
       Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe c der vorliegenden Verordnung genügen, diese
       Bestimmung spätestens ab dem 1. Januar 2024 einhalten.
DE                                           18                                            DE
 ---pagebreak---    (4)       Abweichend von Kapitel II Abschnitt 4 der vorliegenden Verordnung müssen
             Betriebe oder Produktionseinheiten mit Geflügelställen, die vor dem Zeitpunkt des
             Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen (EG)
             Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb genommen
             wurden und bei denen ein Umbau von Tierhaltungseinrichtungen oder ein Austausch
             der Ausstattung erforderlich ist, damit sie der Anforderung gemäß Artikel 15
             Absatz 3 Buchstabe c der vorliegenden Verordnung bezüglich fester Trennwände
             oder der Anforderung gemäß Artikel 15 Absatz 5 der vorliegenden Verordnung
             bezüglich Sitzstangen oder erhöhten Sitzebenen genügen, diese Bestimmung
             spätestens ab dem 1. Januar 2024 einhalten.
   (5)       Abweichend von Kapitel II Abschnitt 4 der vorliegenden Verordnung müssen
             Betriebe oder Produktionseinheiten mit Mehretagen-Geflügelställen, die vor dem
             Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen
             (EG) Nr. 834/2007 und (EG) Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb
             genommen wurden und bei denen ein erheblicher Umbau von
             Tierhaltungseinrichtungen oder ein Austausch der Ausstattung erforderlich ist, damit
             sie den Anforderungen gemäß Artikel 15 Absatz 4 Buchstaben b und c der
             vorliegenden Verordnung bezüglich der Höchstzahl der Ebenen und des Systems zur
             Entmistung genügen, diese Bestimmung spätestens ab dem 1. Januar 2029 einhalten.
   (6)       Abweichend von Kapitel II Abschnitt 4 der vorliegenden Verordnung müssen
             Betriebe oder Produktionseinheiten mit Geflügelställen, bei denen das Freigelände
             einen Radius von 150 m ab der nächstgelegenen Ein- und Ausflugklappe des
             Geflügelstalls überschreitet, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der
             vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und (EG)
             Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb genommen wurden und bei denen
             eine erhebliche Anpassung der Struktur der Einrichtungen oder zusätzlicher
             Landerwerb erforderlich ist, damit sie der Anforderung gemäß Artikel 16 Absatz 6
             der vorliegenden Verordnung zur maximalen Auslaufdistanz genügen, diese
             Bestimmung spätestens ab dem 1. Januar 2029 einhalten.
   (7)       Abweichend von Anhang I Teil IV Abschnitt 2 der vorliegenden Verordnung müssen
             Betriebe       oder        Produktionseinheiten,     die      Junghennen          in
             Geflügelhaltungseinrichtungen produzieren, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens
             der vorliegenden Verordnung gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und
             (EG) Nr. 889/2008 gebaut, umgebaut oder in Betrieb genommen wurden und bei
             denen eine erhebliche Anpassung der Struktur der Geflügelställe oder zusätzlicher
             Landerwerb erforderlich ist, damit sie den Vorschriften gemäß Anhang I Teil IV
             Abschnitt 2 der vorliegenden Verordnung genügen, die Besatzdichte, die
             Mindeststallflächen und die Mindestaußenflächen für Junghennen und Bruderhähne,
             die in Anhang I Teil IV Abschnitt 2 der vorliegenden Verordnung festgelegt sind,
             spätestens ab dem 1. Januar 2029 einhalten.
                                               Artikel 27
                                   Inkrafttreten und Anwendung
   Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
   Europäischen Union in Kraft.
   Sie gilt ab dem 1. Januar 2021.
DE                                                 19                                             DE
 ---pagebreak---    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
   Mitgliedstaat.
   Brüssel, den 26.3.2020
                                          Für die Kommission
                                          Die Präsidentin
                                          Ursula VON DER LEYEN
DE                                          20                                          DE
 ---documentbreak---                                                   DE
                                              Anhang I
   VORSCHRIFTEN FÜR DIE BESATZDICHTE, DIE MINDESTSTALLFLÄCHEN
      UND DIE MINDESTAUSSENFLÄCHEN FÜR TIERE GEMÄẞ KAPITEL II
 Teil I: Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen für Rinder, Schafe,
                            Ziegen und Equiden gemäß Artikel 3
    1. Rinder
                                           Stallfläche                             Außenfläche
                              (den Tieren zur Verfügung stehende            (Freigelände, auf dem sich
                                          Nettofläche)                      die Tiere bewegen können,
                                                                          ausgenommen Weideflächen)
                       Mindestlebendgewicht             m2 pro Tier                 m2 pro Tier
                                  (kg)
       Masttiere               bis zu 100                   1,5                         1,1
                               bis zu 200                   2,5                         1,9
                               bis zu 350                   4,0                          3
                                                                      2
                                über 350           5, mindestens 1 m pro    3,7, mindestens 0,75 m2 pro
                                                          100 kg                       100 kg
       Milchkühe                                             6                          4,5
      Zuchtbullen                                            10                          30
    2. Schafe und Ziegen
                                           Stallfläche                             Außenfläche
                              (den Tieren zur Verfügung stehende         (Freigelände, auf dem sich die
                                          Nettofläche)                       Tiere bewegen können,
                                                                          ausgenommen Weideflächen)
                        m2 pro Tier                                      m2 pro Tier
Schafe                  1,5                                              2,5
Lämmer                  0,35                                             0,5
Ziegen                  1,5                                              2,5
Kitze                   0,35                                             0,5
    3. Equiden
                                           Stallfläche                             Außenfläche
                              (den Tieren zur Verfügung stehende            (Freigelände, auf dem sich
                                          Nettofläche)                      die Tiere bewegen können,
                                                                          ausgenommen Weideflächen)
                       Mindestlebendgewicht       m2 pro Tier [Größe      m2 pro Tier
                       (kg)                       der Boxen je nach
                                                  Widerristhöhe der
                                                  Pferde]
Zucht- und Mastequiden bis zu 100                 1,5                     1,1
                       bis zu 200                 2,5                     1,9
                       bis zu 350                 4,0                     3
                                                                    2
                       über 350                   5, mindestens 1 m pro   3,7, mindestens 0,75 m2 pro
                                                  100 kg                  100 kg
                                                   1
 ---pagebreak---     Teil II: Besatzdichte und Mindestaußenfläche für Geweihträger gemäß Artikel 6
      Geweihträger         Mindestaußenfläche        Besatzdichte, d. h.
          Arten                je Weide bzw.              Höchstzahl
                                  Gehege           erwachsener Tiere(*)
                                                            pro ha
       Sikahirsch                  1 ha            15
     Cervus nippon
       Damhirsch                   1 ha            15
      Dama dama
        Rothirsch                  2 ha            7
     Cervus elaphus
      Davidshirsch                 2 ha            7
  Elaphurus davidianus
      Mehr als eine                3 ha            7, wenn Rothirsche
     Geweihträgerart                               oder Davidshirsche
                                                   Teil der Herde sind;
                                                   15, wenn die Herde
                                                   weder Rothirsche noch
                                                   Davidshirsche umfasst
(*) Zwei bis zu 18 Monate alte Geweihträger gelten als ein Geweihträger.
                                             2
 ---pagebreak---    Teil III: Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen für Schweine
                                     gemäß Artikel 10
                                                   Stallfläche (den      Außenfläche
                                                   Schweinen zur
                                                 Verfügung stehende
                                                  Nettofläche, d. h.
                                                     Innenmaße
                                                    einschließlich
                                                 Futtertrögen, jedoch
                                               ohne Futterspender, in
                                                    denen sich die
                                                   Schweine nicht
                                                  hinlegen können)
                      Mindestlebendgewicht           m2 pro Tier         m2 pro Tier
                                (kg)
 Säugende Sauen                                       7,5 pro Sau            2,5
mit Ferkeln bis zum
      Absetzen
   Mastschweine       bis zu 35 kg                        0,6                0,4
   Absetzferkel,      mehr als 35 kg, aber                0,8                0,6
  männliche und       weniger als 50 kg
     weibliche        mehr als 50 kg, aber                1,1                0,8
    Zuchtläufer,      weniger als 85 kg
     Jungsauen        mehr als 85 kg, aber                1,3                 1
                      weniger als 110 kg
                      mehr als 110 kg                     1,5                1,2
     Weibliche                                            2,5                1,9
  Zuchtschweine
 Trockengestellte
  trächtige Sauen
     Männliche                                             6                  8
  Zuchtschweine                                      10, wenn der
        Eber                                    Natursprung in Buchten
                                                        erfolgt
                                             3
 ---pagebreak---      Teil IV: Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen für Geflügel
   gemäß Artikel 14 und Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe c sowie Artikel 15 Absatz 6 und
               Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen gemäß Artikel 15 Absatz 5
1.   Elterntiere der Art Gallus gallus‚ die zur Erzeugung von Bruteiern für künftige
    Legehennen bestimmt sind, und Elterntiere der Art Gallus gallus‚ die zur Erzeugung von
    Bruteiern für künftige Masthühner der Art Gallus gallus bestimmt sind:
Alter                                                                     ≥ 18 Wochen
Besatzdichte und Mindeststallfläche
Höchstzahl an Elterntieren je m2 nutzbarer Fläche der             6
Stallfläche des Geflügelstalls
Sitzstangen für Elterntiere zur Zucht künftiger Legehennen
Mindestlänge der Sitzstange in cm pro Tier                        18
Nester                                                            7 Hennen je Nest oder bei
                                                                  gemeinsamem Nest
                                                                  120 cm2 pro Henne
Besatzdichte und Mindestaußenfläche                               4
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier
2. Junghennen und Bruderhähne:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                               21 kg Lebendgewicht pro
Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des           m2
Geflügelstalls
Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides                   Sitzstangen oder erhöhte
                                                                  Sitzebenen oder beides in
                                                                  jeder Kombination, sofern
                                                                  Folgendes gewährleistet ist:
                                                                  mindestens 10 cm
                                                                  Sitzstange pro Tier
                                                                  oder
                                                                  mindestens 100 cm2 erhöhte
                                                                  Sitzebenen pro Tier
Besatzdichte und Mindestaußenfläche                               1
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier
                                                 4
 ---pagebreak--- 3. Legehennen, einschließlich Zweinutzungslinien, zur Fleisch- und Eiererzeugung:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                           6
Höchstzahl an Tieren je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche
des Geflügelstalls
Sitzstangen
Mindestlänge der Sitzstange in cm pro Tier                    18
Nester                                                        7 Legehennen je Nest oder
                                                              bei gemeinsamem Nest
                                                              120 cm2 pro Legehenne
Besatzdichte und Mindestaußenfläche                           4
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier
4. Mastgeflügel der Art Gallus gallus:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                           21 kg Lebendgewicht pro
Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des       m2
Geflügelstalls
Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides               Sitzstangen oder erhöhte
                                                              Sitzebenen oder beides in
                                                              jeder Kombination, sofern
                                                              Folgendes gewährleistet ist:
                                                              mindestens 5 cm Sitzstange
                                                              pro Tier
                                                              oder mindestens 25 cm2
                                                              erhöhte Sitzebenen pro Tier
Besatzdichte und Mindestaußenfläche bei festen Ställen
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                             4
Besatzdichte und Mindestaußenfläche bei mobilen Ställen
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                             2,5
5. Mastgeflügel der Art Gallus gallus: Kapaune und Poularden:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                           21 kg Lebendgewicht pro
Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des       m2
Geflügelstalls
Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides               Sitzstangen oder erhöhte
                                                              Sitzebenen oder beides in
                                                              jeder Kombination, sofern
                                                              Folgendes gewährleistet ist:
                                                              mindestens 5 cm Sitzstange
                                                              pro Tier
                                                              oder mindestens 25 cm2
                                                              erhöhte Sitzebenen pro Tier
Besatzdichte und Mindestaußenfläche
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                             4
                                               5
 ---pagebreak---  6. Mastgeflügel, ausgenommen Gallus gallus: Truthühner der Art Meleagris gallopavo‚ die
     im Ganzen zum Braten vermarktet werden oder zum Zerlegen bestimmt sind:
 Besatzdichte und Mindeststallfläche                          21 kg Lebendgewicht pro
 Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des      m2
 Geflügelstalls
 Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides              Sitzstangen oder erhöhte
                                                              Sitzebenen oder beides in
                                                              jeder       Kombination,
                                                              sofern          Folgendes
                                                              gewährleistet ist:
                                                              mindestens          10 cm
                                                              Sitzstange pro Tier
                                                              oder mindestens 100 cm2
                                                              erhöhte Sitzebenen pro
                                                              Tier
 Besatzdichte und Mindestaußenfläche
 Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                            10
 7. Mastgeflügel, ausgenommen Gallus gallus: Gänse der Art Anser anser domesticus:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                           21 kg Lebendgewicht pro
Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des m2
Geflügelstalls
Besatzdichte und Mindestaußenfläche
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                             15
 8. Mastgeflügel, ausgenommen Gallus gallus: Pekingenten der Art Anas platyrhynchos
     domesticus, Barbarieenten der Art Cairina moschata und Hybridenten und Mulard-Enten
     der Art Cairina moschata × Anas platyrhynchos:
 Besatzdichte und Mindeststallfläche                          21 kg Lebendgewicht pro
 Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des      m2
 Geflügelstalls
 Besatzdichte und Mindestaußenfläche
 Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                            4,5
                                                6
 ---pagebreak--- 9. Mastgeflügel, ausgenommen Gallus gallus: Perlhühner der Art Numida meleagris f.
    domestica:
Besatzdichte und Mindeststallfläche                         21 kg Lebendgewicht pro
Besatzdichte je m2 nutzbarer Fläche der Stallfläche des     m2
Geflügelstalls
Sitzstangen oder erhöhte Sitzebenen oder beides             Sitzstangen oder erhöhte
                                                            Sitzebenen oder beides in
                                                            jeder       Kombination,
                                                            sofern          Folgendes
                                                            gewährleistet ist:
                                                            mindestens           5 cm
                                                            Sitzstange pro Tier
                                                            oder mindestens 25 cm2
                                                            erhöhte Sitzebenen pro
                                                            Tier
Besatzdichte und Mindestaußenfläche
Mindestaußenfläche in m2 pro Tier                           4
                                               7
 ---pagebreak---    Teil V: Besatzdichte, Mindeststallflächen und Mindestaußenflächen für Kaninchen
                                     gemäß Artikel 18
        1. Stallfläche
                                       Stallfläche                    Stallfläche
                                (nutzbare Nettofläche je    (nutzbare Nettofläche je Tier
                             Tier ohne Plattformen in m2     ohne Plattformen in m2 pro
                                pro Tier) als Ruhefläche         Tier) als Ruhefläche
                                       fester Stall                 mobiler Stall
                                   2
                             0,6 m   pro Muttertier mit    0,6 m2 pro Muttertier mit
Säugende Muttertiere mit
                             Jungen bei einem              Jungen bei einem
Jungen bis zum Absetzen
                             Lebendgewicht des             Lebendgewicht des Muttertiers
                             Muttertiers von weniger als   von weniger als 6 kg
                             6 kg                          0,72 m2 pro Muttertier mit
                             0,72 m2 pro Muttertier mit    Jungen bei einem
                             Jungen bei einem              Lebendgewicht des Muttertiers
                             Lebendgewicht des             von mehr als 6 kg
                             Muttertiers von mehr als 6 kg
                                   2
                                                           0,5 m2 pro trächtiges Tier oder
Trächtige     Tiere     und 0,5 m pro trächtiges Tier
                             oder weibliches               weibliches Zuchtkaninchen bei
weibliche Zuchtkaninchen
                             Zuchtkaninchen bei einem      einem Lebendgewicht von
                             Lebendgewicht von weniger     weniger als 6 kg
                             als 6 kg                      0,62 m2 pro trächtiges Tier oder
                             0,62 m2 pro trächtiges Tier   weibliches Zuchtkaninchen bei
                             oder weibliches               einem Lebendgewicht von mehr
                             Zuchtkaninchen bei einem      als 6 kg
                             Lebendgewicht von mehr als
                             6 kg
Mastkaninchen vom
Absetzen bis zur             0,2                           0,15
Schlachtung
Nachzuchtkaninchen (vom
Ende der Mast bis
6 Monate)
Erwachsene Rammler           0,6                           0,6
                             1, wenn der Rammler           1, wenn der Rammler weibliche
                             weibliche Tiere zur Paarung   Tiere zur Paarung empfängt
                             empfängt
        2. Außenfläche
                               Außenfläche (Auslauf mit             Außenfläche
                                   Pflanzenbewuchs,           (nutzbare Nettofläche je
                               vorzugsweise Weideland)     Tier ohne Plattformen in m2
                                (nutzbare Nettofläche je              pro Tier)
                             Tier ohne Plattformen in m2
                                        pro Tier)
                                       fester Stall                 mobiler Stall
Säugende Muttertiere mit     2,5 m2 pro Muttertier mit     2,5 m2 pro Muttertier mit
Jungen bis zum Absetzen      Jungen                        Jungen
Trächtige Tiere/weibliche    2,5                           2,5
Zuchtkaninchen
                                             8
 ---pagebreak--- Mastkaninchen vom       0,5   0,4
Absetzen bis zur
Schlachtung
Nachzuchtkaninchen (vom
Ende der Mast bis
6 Monate)
Erwachsene Rammler      2,5   2,5
                            9
 ---pagebreak---                                        Anhang II
         DETAILLIERTE VORSCHRIFTEN GEMÄẞ ARTIKEL 22 ÜBER DIE
  BESATZDICHTE UND DIE BESONDEREN MERKMALE DER PRODUKTIONS-
               UND HALTUNGSSYSTEME FÜR AQUAKULTURTIERE
Teil I: Salmoniden in Süßwasser
Bachforelle (Salmo trutta) — Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) — Bachsaibling
(Salvelinus fontinalis) — Atlantischer Lachs (Salmo salar) — Seesaibling (Salvelinus
alpinus) — Äsche (Thymallus thymallus) — Amerikanische Seeforelle (oder Amerikanischer
Seesaibling) (Salvelinus namaycush) — Huchen (Hucho hucho)
Produktionssysteme                          Die Produktion muss in offenen Systemen
                                            erfolgen. Die Wasserwechselrate muss eine
                                            Sauerstoffsättigung von mindestens 60 %
                                            bewirken, auf die Bedürfnisse der Tiere
                                            abgestimmt sein und einen ausreichenden
                                            Abfluss des Haltungswassers sicherstellen.
Maximale Besatzdichte                       Andere als die nachstehend genannten
                                            Salmoniden: unter 15 kg/m3
                                            Lachs: 20 kg/m3
                                            Bachforelle      und    Regenbogenforelle:
                                            25 kg/m3
                                            Seesaibling: 25 kg/m3
                                          10
 ---pagebreak--- Teil II: Salmoniden in Meerwasser
Atlantischer Lachs (Salmo salar) — Bachforelle (Salmo trutta) — Regenbogenforelle
(Oncorhynchus mykiss)
Maximale Besatzdichte                        10 kg/m3 in Netzgehegen
Teil III: Kabeljau/Dorsch (Gadus morhua) und andere Dorschfische (Gadidae),
Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax), Goldbrasse (Sparus aurata), Adlerfisch
(Argyrosomus regius), Steinbutt (Psetta maxima [= Scopthalmus maximux]), Gemeine
Meerbrasse (Pagrus pagrus [= Sparus pagrus]), Roter Trommler (Sciaenops ocellatus)
und andere Meerbrassen (Sparidae) sowie Kaninchenfische (Siganus spp.)
Produktionssysteme                           Haltungssysteme      im     offenen     Meer
                                             (Netzgehege/Netzkäfige),      mit    geringer
                                             Meeresströmung       für    ein    optimales
                                             Wohlbefinden der Fische, oder in offenen
                                             Haltungssystemen an Land
Maximale Besatzdichte                        Andere Arten als Steinbutt: 15 kg/m3
                                             Steinbutt: 25 kg/m2
Teil IV: Wolfsbarsch, Goldbrasse, Adlerfisch, Meeräschen (Liza, Mugil) und Aal
(Anguilla spp.) in Erdteichen in Gezeitenbereichen und Lagunen
Haltungssystem                               Ehemalige        Salzbecken,      die      in
                                             Produktionseinheiten      für     Aquakultur
                                             umgewandelt       wurden,     und    ähnliche
                                             Erdteiche in Gezeitenbereichen.
Produktionssysteme                           Es muss ein ausreichender Wasseraustausch
                                             stattfinden, um das Wohlergehen der
                                             betreffenden Art(en) zu gewährleisten.
                                             Mindestens 50 % der Dämme müssen mit
                                             Pflanzen bewachsen sein. Absetzteiche mit
                                             Feuchtbiotop sind vorgeschrieben.
Maximale Besatzdichte                        4 kg/m3
                                           11
 ---pagebreak--- Teil V: Stör in Süßwasser
Betroffene Arten: Familie der Acipenser
Produktionssysteme                        Die Wasserströmung in jeder Haltungseinheit
                                          muss den physiologischen Bedürfnissen der
                                          Tiere entsprechen.
                                          Das ablaufende Wasser muss eine
                                          äquivalente Qualität aufweisen wie das
                                          zulaufende Wasser.
Maximale Besatzdichte                     30 kg/m3
                                        12
 ---pagebreak--- Teil VI: Fisch in Binnengewässern
Betroffene Arten: Karpfenfische (Cyprinidae) und andere vergesellschaftete Arten in
Polykultur, einschließlich Barsch, Hecht, Wels, Felchen, Stör.
Barsch (Perca fluviatilis) in Monokultur
Produktionssysteme                              In Fischteichen, die regelmäßig vollständig
                                                abgelassen werden, und in Seen. Seen
                                                müssen             ausschließlich         der
                                                ökologischen/biologischen          Erzeugung
                                                dienen, einschließlich Ackerbau in ihren
                                                trocken liegenden Bereichen.
                                                Der      Abfischbereich        muss     einen
                                                Frischwasserzufluss haben und so groß sein,
                                                dass die Tiere in ihrem Wohlbefinden nicht
                                                beeinträchtigt sind. Die Fische werden nach
                                                der Ernte in frischem Wasser gehältert.
                                                Streifen mit natürlicher Vegetation um die
                                                Binnengewässeranlagen herum dienen als
                                                Pufferzonen zu angrenzenden Flächen, die
                                                nicht        nach         den       Vorgaben
                                                ökologischer/biologischer          Produktion
                                                bewirtschaftet werden.
                                                Bei Polykultur in Abwachsteichen muss den
                                                Bedürfnissen          aller       Besatzarten
                                                gleichermaßen Rechnung getragen werden.
Maximale Besatzdichte                           Die Gesamtproduktion der Arten ist auf
                                                1500 kg Fisch pro Hektar und Jahr begrenzt
                                                (angegeben als Ertrag aufgrund der
                                                besonderen            Merkmale            des
                                                Produktionssystems).
Maximale Besatzdichte nur für Barsch in 20 kg/ m3
Monokultur
                                             13
 ---pagebreak--- Teil VII: Geißelgarnelen und Süßwassergarnelen (Macrobrachium spp.)
Produktionssysteme                          Ansiedlung in Gebieten mit sterilen
                                            Lehmböden, um die Umweltbelastung durch
                                            den Teichbau auf ein Mindestmaß zu
                                            beschränken. Teichbau mit dem vorhandenen
                                            Lehm.
Maximale Besatzdichte                       Anzucht: höchstens 22 Postlarven/m2
                                            Maximale Haltungsdichte: 240 g/m2
Teil VIII: Flusskrebse
Betroffene Art: Astacus astacus
Maximale Besatzdichte                       Bei kleinen Krebsen (< 20 mm): 100 Tiere
                                            pro m2.
                                            Bei mittelgroßen Krebsen (20–50 mm):
                                            30 Tiere pro m2.
                                            Bei erwachsenen Krebsen (> 50 mm):
                                            5 Tiere pro m2, sofern geeignete Verstecke
                                            zur Verfügung stehen.
Teil IX: Weichtiere und Stachelhäuter
Produktionssysteme                          Leinen,      Flöße,     Kultivierung       am
                                            Meeresboden, Netzsäcke, Käfige, Kästen,
                                            Laternennetze, Muschelpfähle und andere
                                            Haltungssysteme.            Bei            der
                                            Miesmuschelproduktion an Flößen darf
                                            maximal ein Seil pro Quadratmeter
                                            Oberfläche ins Wasser gehängt werden. Die
                                            Seile dürfen höchstens 20 Meter lang sein.
                                            Ein Ausdünnen der Seile im Laufe des
                                            Produktionszyklus ist nicht zulässig, aber die
                                            Seile dürfen unterteilt werden, sofern die
                                            Besatzdichte nicht erhöht wird.
Teil X: Tropische Süßwasserfische: Milchfisch         (Chanos    chanos),    Buntbarsche
(Oreochromis spp.), Haiwelse (Pangasius spp.)
Produktionssysteme                          Teiche und Netzkäfige
Maximale Besatzdichte                       Haiwelse: 10 kg/m3
                                            Buntbarsche: 20 kg/m3
                                          14
 ---pagebreak---                                                Anhang III
    VON DEN MITGLIEDSTAATEN BEREITZUSTELLENDE INFORMATIONEN
                                       GEMÄẞ ARTIKEL 25
Teil I: Informationen aus der Datenbank gemäß Artikel 26 Absatz 1 und den Systemen
gemäß Artikel 26 Absatz 2 sowie gegebenenfalls den Systemen gemäß Artikel 26
Absatz 3 der Verordnung (EU) 2018/848
     1. Die        Informationen      zur     Verfügbarkeit      von       ökologischem/biologischem
          Pflanzenvermehrungsmaterial           und       Umstellungspflanzenvermehrungsmaterial,
          ausgenommen Sämlinge, aber einschließlich Pflanzkartoffeln, für jede spezifische
          Kategorie, die in der Datenbank gemäß Artikel 26 Absatz 1 oder in den Systemen
          gemäß Artikel 26 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2018/848 enthalten ist,
          müssen Folgendes umfassen:
          - wissenschaftliche und gebräuchliche Bezeichnung (gebräuchlicher Name und
              lateinischer Name);
          - Sortenbezeichnung oder Bezeichnung des heterogenen Materials;
          - von         den       Unternehmern         geschätzte        verfügbare       Menge          an
              Umstellungspflanzenvermehrungsmaterial (Gesamtzahl der Einheiten oder
              Saatgutgewicht);
          - von         den      Unternehmern         geschätzte        verfügbare       Menge          des
              ökologischen/biologischen Pflanzenvermehrungsmaterials (Gesamtzahl der
              Einheiten oder Saatgutgewicht);
          - Zahl der Unternehmer, die freiwillig Informationen gemäß Artikel 26 Absatz 2 der
              Verordnung (EU) 2018/848 hochgeladen haben.
     Für die Zwecke dieser Nummer bezeichnet der Ausdruck „Sämling“ eine junge Pflanze,
     die aus Saatgut und nicht aus einem Steckling/Setzling hervorgegangen ist.
     2. Die Informationen zur Verfügbarkeit von ökologischen/biologischen juvenilen
          Aquakulturtieren für jede Art, die in den Systemen gemäß Artikel 26 Absatz 2
          Buchstabe c der Verordnung (EU) 2018/848 enthalten ist‚ müssen Folgendes
          umfassen:
          - Art und Gattung (gebräuchlicher Name und lateinischer Name);
          - Rassen und Linien, soweit zutreffend;
          - für den Verkauf als ökologisches/biologisches Erzeugnis verfügbares
              Lebensstadium (z. B. Eier, Brut, Jungtiere);
          - von den Unternehmern geschätzte verfügbare Menge;
          - Gesundheitsstatus im Einklang mit der Richtlinie 2006/88/EG des Rates1;
          - Zahl der Unternehmer, die freiwillig Informationen gemäß Artikel 26 Absatz 2 der
              Verordnung (EU) 2018/848 hochgeladen haben.
     3. Die Informationen zur Verfügbarkeit von ökologischen/biologischen Tieren für jede
          Art, die in den Systemen gemäß Artikel 26 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung
          (EU) 2018/848 enthalten ist‚ müssen Folgendes umfassen:
1
  Richtlinie 2006/88/EG des Rates vom 24. Oktober 2006 mit Gesundheits- und Hygienevorschriften für Tiere in
Aquakultur und Aquakulturerzeugnisse und zur Verhütung und Bekämpfung bestimmter Wassertierkrankheiten
(ABl. L 328 vom 24.11.2006, S. 14).
                                                    15
 ---pagebreak---      -    Art und Gattung (gebräuchlicher Name und lateinischer Name);
     -    Rassen und Linien;
     -    Erzeugungszwecke: Fleisch, Milch, Zweinutzung oder Zucht;
     -    Lebensstadium: erwachsene Tiere oder Jungtiere (d. h. Rinder < 6 Monate,
          ausgewachsene Rinder);
     -    von den Unternehmern geschätzte verfügbare Menge (Gesamtzahl der Tiere);
     -    Gesundheitsstatus im Einklang mit den horizontalen Vorschriften für die
          Tiergesundheit;
     -    Zahl der Unternehmer, die freiwillig Informationen gemäß Artikel 26 Absatz 2 der
          Verordnung (EU) 2018/848 hochgeladen haben.
  4. Sofern zutreffend, müssen die Informationen zur Verfügbarkeit von
     ökologischen/biologischen Rassen und Linien, die an die ökologische/biologische
     Produktion angepasst sind, für Arten, auf die in Artikel 26 Absatz 3 der Verordnung
     (EU) 2018/848 verwiesen wird, Folgendes umfassen:
     - Art und Gattung (gebräuchlicher Name und lateinischer Name);
     - Rassen und Linien;
     - Erzeugungszwecke: Fleisch, Milch, Zweinutzung oder Zucht;
     - von den Unternehmern geschätzte verfügbare Menge (Gesamtzahl der Tiere);
     - Gesundheitsstatus im Einklang mit den horizontalen Vorschriften für die
          Tiergesundheit;
     - Zahl der Unternehmer, die freiwillig Informationen gemäß Artikel 26 Absatz 3 der
          Verordnung (EU) 2018/848 hochgeladen haben.
  5. Sofern zutreffend, müssen die Informationen zur Verfügbarkeit von
     ökologisch/biologisch gehaltenen Junghennen, auf die in Artikel 26 Absatz 3 der
     Verordnung (EU) 2018/848 verwiesen wird, Folgendes umfassen:
     - Art und Gattung (gebräuchlicher Name und lateinischer Name);
     - Rassen und Linien;
     - Erzeugungszwecke: Fleisch, Eier, Zweinutzung oder Zucht;
     - von den Unternehmern geschätzte verfügbare Menge (Gesamtzahl der Tiere);
     - Aufzuchtsystem (Angabe, ob Mehretagen-System);
     - Gesundheitsstatus im Einklang mit den horizontalen Vorschriften für die
          Tiergesundheit;
     - Zahl der Unternehmer, die freiwillig Informationen gemäß Artikel 26 Absatz 3 der
          Verordnung (EU) 2018/848 hochgeladen haben.
   Teil II: Informationen zu den gemäß Anhang II Teil I Nummer 1.8.5 und Teil II
Nummern 1.3.4.3 und 1.3.4.4 der Verordnung (EU) 2018/848 gewährten abweichenden
                                        Regelungen
  1. Die Informationen zu den gemäß Anhang II Teil I Nummer 1.8.5. der Verordnung
     (EU) 2018/848 gewährten abweichenden Regelungen müssen Folgendes umfassen:
     - wissenschaftliche und gebräuchliche Bezeichnung (gebräuchlicher Name und
          lateinischer Name);
     - Sorte;
     - Anzahl der abweichenden Regelungen und Gesamtgewicht des Saatguts oder
          Anzahl der Pflanzen, für die die abweichende Regelung gilt;
     - Begründung für die abweichende Regelung: Forschungszwecke, Fehlen einer
          geeigneten Sorte, Erhaltungszweck oder andere Gründe;
     - falls zutreffend, bei abweichenden Regelungen aus anderen Gründen als
          Forschungszwecken die Liste der Arten, für die keine abweichende Regelung
                                             16
 ---pagebreak---       gewährt wird, da sie ausreichend in ökologischer/biologischer Form verfügbar
      sind.
2. Für jede konventionelle Tierart (Rinder, Equiden, Schafe, Ziegen, Schweine,
   Geweihträger, Kaninchen, Geflügel) müssen die Informationen zu den gemäß
   Anhang II Teil II Nummern 1.3.4.3 und 1.3.4.4 der Verordnung (EU) 2018/848
   gewährten abweichenden Regelungen Folgendes umfassen:
   - wissenschaftliche und gebräuchliche Bezeichnung (gebräuchlicher Name und
      lateinischer Name der Art und der Gattung);
   - Rassen und Linien;
   - Erzeugungszwecke: Fleisch, Milch, Eier, Zweinutzung oder Zucht;
   - Anzahl der abweichenden Regelungen und Gesamtzahl der Tiere, für die die
      abweichende Regelung gilt;
   - Begründung für die abweichende Regelung: Fehlen geeigneter Tiere oder andere
      Gründe.
                                        17