CELEX: C2001/289/13
Language: de
Date: 2001-10-13 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 12. Juli 2001 in der Rechtssache C-102/00 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden): Welthgrove BV gegen Staatssecretaris van Fïnanciën (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Artikel 4 der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie — Wirtschaftliche Tätigkeit — Eingriff einer Holdinggesellschaft in die Verwaltung ihrer Tochtergesellschaften)

13.10.2001             DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 289/7
dustria Saccarifera Italiana Agroindustriale SpA (ISI) mit Sitz        land) in der bei diesem anhängigen Handelsregistersache HSB-
in Padua (Italien), Sadam Zuccherifici, Abteilung der SECI —           Wohnbau GmbH hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter
Società Esercizi Commerciali Industriali SpA, mit Sitz in              Mitwirkung des Kammerpräsidenten A. La Pergola sowie der
Bologna (Italien), Sadam Castiglionese SpA mit Sitz in Bologna,        Richter M. Wathelet (Berichterstatter), P. Jann, L. Sevón und
Sadam Abruzzo SpA mit Sitz in Bologna, Zuccherificio del               S. von Bahr — Generalanwalt: D. Ruiz-Jarabo Colomer;
Molise SpA mit Sitz in Termoli (Italien) und Società Fondiaria         Kanzler: R. Grass — am 10. Juli 2001 einen Beschluss mit
Industriale Romagnola SpA (SFIR) mit Sitz in Cesena (Italien),         folgendem Tenor erlassen:
Prozessbevollmächtigte: B. O’Connor, Solicitor, und I. Vigliotti,
Avvocato, betreffend ein Rechtsmittel gegen das Urteil des
Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Erste         Der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften ist für die Beant-
Kammer) vom 8. Juli 1999 in der Rechtssache T-168/95                   wortung der vom Amtsgericht Heidelberg in seinem Beschluss; vom
(Eridania u. a./Rat, Slg. 1999, II-2245) wegen Aufhebung               3. März 2000 gestellten Fragen offensichtlich nicht zuständig.
dieses Urteils, andere Verfahrensbeteiligte: Rat der Euro-
päischen Union (Bevollmächtigte: I. Dı́ez Parra und J.-P. Hix),
                                                                       (1) ABl. C 149 vom 27.5.2000.
Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmäch-
tigter: F. P. Ruggeri Laderchi) und Ponteco Zuccheri SpA mit
Sitz in Pontelagoscuro (Italien), hat der Gerichtshof (Zweite
Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten V. Skou-
ris, des Richters R. Schintgen und der Richterin N. Colneric
(Berichterstatterin) — Generalanwalt: J. Mischo, Kanzler:
R. Grass — am 28. Juni 2001 einen Beschluss mit folgendem
Tenor erlassen:
                                                                                   BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
1.    Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
2.    Eridania SpA, Industria Saccarifera Italiana Agroindustriale                              (Erste Kammer)
      SpA (ISI), Sadam Zuccherifici, Abteilung der SECI — Società
      Esercizi Commerciali Industriali Spa, Sadam Castiglionese                               vom 12. Juli 2001
      SpA, Sadam Abruzzo SpA, Zuccherificio del Molise SpA und
      Società Fondiaria Industriale Romagnola SpA (SFIR) tragen
      die Kosten des Verfahrens als Gesamtschuldnerinnen.              in der Rechtssache C-102/00 (Vorabentscheidungsersu-
                                                                       chen des Hoge Raad der Nederlanden): Welthgrove BV
3.    Die Kommission trägt ihre eigenen Kosten.                                   gegen Staatssecretaris van Fïnanciën (1)
(1) ABl. C 352 vom 4.12.1999.                                          (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Artikel 4
                                                                       der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie — Wirtschaftliche
                                                                       Tätigkeit — Eingriff einer Holdinggesellschaft in die Verwal-
                                                                                      tung ihrer Tochtergesellschaften)
                                                                                                (2001/C 289/13)
             BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
                                                                                       (Verfahrenssprache: Niederländisch)
                         (Fünfte Kammer)
                        vom 10. Juli 2001                              (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
                                                                                 Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes)
in der Rechtssache C-86/00 (Vorabentscheidungsersuchen
  des Amtsgerichts Heidelberg): HSB-Wohnbau GmbH (1)                   In der Rechtssache C-102/00, betreffend ein dem Gerichtshof
                                                                       nach Artikel 234 EG vom Hoge Raad der Nederlanden
(Vorabentscheidungsverfahren — Eintragung der Sitzverle-               (Niederlande) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit
gung einer Gesellschaft in das Handelsregister — Unzustän-             Welthgrove BV gegen Staatssecretaris van Financiën vorgeleg-
                    digkeit des Gerichtshofes)                         tes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Auslegung der
                                                                       Artikel 4, 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe a und 13 Teil B
                          (2001/C 289/12)                              Buchstabe d Nummer 5 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG
                                                                       des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechts-
                                                                       vorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern —
                    (Verfahrenssprache: Deutsch)                       Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflich-
                                                                       tige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145 vom 13. Juni 1977,
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Fassung wird in der Samm-     S. 1) hat der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des
       lung der Rechtsprechung des Gerichtshofes veröffentlicht)       Kammerpräsidenten M. Wathelet sowie der Richter P. Jann
                                                                       und L. Sevón (Berichterstatter) — Generalanwältin: C. Stix-
In der Rechtssache C-86/00 betreffend ein dem Gerichtshof              Hackl; Kanzler: R. Grass — am 12. Juli 2001 einen Beschluss
nach Artikel 234 EG vom Amtsgericht Heidelberg (Deutsch-               mit folgendem Tenor erlassen:
 ---pagebreak--- C 289/8                  DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   13.10.2001
Die Eingriffe einer Holdinggesellschaft in die Verwaltung ihrer         Rechtsmittel der Kommission der Europäischen Gemein-
Tochtergesellschaften stellen nur dann eine wirtschaftliche Tätigkeit   schaften gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz der
im Sinne von Artikel 4 Absatz 2 der Sechsten Richtli-                   Europäischen Gemeinschaften (3. Kammer) vom 6. März
nie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisie-               2001 in der Rechtssache T-331/94, IPK-München GmbH
rung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuer   gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften,
— Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige                           eingelegt am 4. Mai 2001
Bemessungsgrundlage dar, wenn sie die Ausübung von Tätigkeiten
einschließen, die gemäß Artikel 2 dieser Richtlinie der Umsatzsteuer                        (Rechtssache C-200/01 P)
unterliegen.
                                                                                                 (2001/C 289/15)
(1) ABl. C 163 vom 10.6.2000.
                                                                        Die Kommission der EG hat am 14.05.2001 beim Gerichtshof
                                                                        der Europäischen Gemeinschaften Rechtsmittel gegen das
                                                                        Urteil des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemein-
                                                                        schaften (3. Kammer) vom 6. März 2001 in der Rechtssache
                                                                        T-331/94 (1), IPK-München GmbH gegen Kommission der
                                                                        Europäischen Gemeinschaften eingelegt. Prozessbevolmächtig-
                                                                        ter der Rechtsmittelführerin ist Rechtsberater Dr. Jürgen Grun-
                                                                        wald vom Juristischen Dienst der Kommission. Zustellungs-
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch                          anschrift: Herr Gérard Berscheid, Rechtsberater der Kommis-
Beschluss des Tribunal Tributário de 1.a Instância Porto               sion der Europäischen Gemeinschafte, Centre Wagner, Kirch-
2.o Juı́zo — 1.a Secção vom 7. November 2000 in dem                    berg, Luxemburg.
bei diesem Gericht anhängigen Rechtsstreit Caves Costa
               Verde, Lda. gegen Fazenda Pública
                                                                        Die Rechtsmittelführerin beantragt,
                     (Rechtssache C-154/01)                             1.    das Urteil des Europäischen Gerichts erster Instanz vom
                                                                              6. März 2001 (T-331/94 aufzuheben und die Klage
                           (2001/C 289/14)                                    abzuweisen,
                                                                        2.    hilfsweise
Das Tribunal Tributário de 1.a Instância Porto 2.o Juı́zo —
1.a Secção ersuchte den Gerichtshof der Europäischen Gemein-                 das in Ziffer 1 bezeichnete Urteil des Gerichts erster
schaften durch Beschluss vom 7. November 2000, bei der                        Instanz aufzuheben und die Sache an das Gericht erster
Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 9. April 2001, in                    Instanz zurückzuverweisen,
dem bei diesem Gericht anhängigen Rechtsstreit Caves Costa
Verde, Lda. gegen Fazenda Pública um Vorabentscheidung                 3.    die Kosten des Verfahrens der Rechtsmittelgegnerin auf-
über folgende Frage:                                                          zuerlegen.
Sind die nach (den Decretos Leis Nr. 26317 vom 30. Januar
1936, Nr. 40037 vom 18. Januar 1955 und Nr. 321-A/86                    Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente
vom 25. September 1986) festgesetzten Steuern mit der
Sechsten Richtlinie des Rates (1) vereinbar, und zwar unter             —     Unvollständige rechtliche Würdigung der Begründung der
Berücksichtigung dessen, dass sich diese Steuern nach Aufas-                  angegriffenen Entscheidung. Verstoß gegen das Verbot
sung der Einspruchsführerin auf den Umsatz beziehen und                       ungerechtfertigter Bereicherung.
nach der Auffassung des Instituto da Vinha e do Vinho eine
Vertriebssteuer auf den Verkauf von losem Wein darstellen?              —     Fehlerhafte rechtliche Würdigung des kollusiven Zusam-
                                                                              menwirkens zwischen Herrn Tzoanos, der griechischen
Mangels hinreichender Angaben im Vorlagebeschluss hat der                     Firma 01 Pliroforik und der Klägerin.
Gerichtshof (Fünfte Kammer) mit Beschluss vom 11. Juli 2001
das Vorabentscheidungsersuchen für offensichtlich unzulässig            —     Fehlerhafte rechtliche Würdigung des Vorschlag der Kom-
erklärt.                                                                      mission, den Studienkreis in das Projekt einzubeziehen.
                                                                        —     Unterlassene Prüfung der Rechtsfolgen eines Verstoßes
(1) Sechste Richtlinie: 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur
                                                                              gegen Treu und Glauben: Als Rechtsfolge seiner Bewer-
    Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über            tung hätte das Gericht nicht die angegriffene Entschei-
    die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: ein-                dung in globo aufheben dürfen, sondern nur insoweit, als
    heitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145 vom            die Kommission durch sie die finanzielle Beteiligung an
    13.6.1977, S. 1).                                                         Aufwendungen verweigert, die die Klägerin in rechtmäßi-
                                                                              ger Weise im Hinblick auf die 6. und 7. Projektphase
                                                                              getätigt hat, zu deren Vollendung es dann aus Zeitmangel
                                                                              nicht mehr gekommen ist.