CELEX: 51987PC0313
Language: de
Date: 1987-07-23
Title: VORSCHLAG FUER EINE VERORDNUNG DES RATES UEBER EIN EUROPAEISCHES FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROGRAMM AUF DEM GEBIET DER INFORMATIONSTECHNOLOGIEN ( ESPRIT )

Nr. C 283/4                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                21. 10. 87
                                                               II
                                                   (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
              Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates über ein Europäisches Forschungs- und
                      Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der Informationstechnologien (ESPRIT)
                                                     KOM(87) 313 endg.12
                                    (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 29. Juli 1987)
                                                         (87/C 283/05)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                          lere Forschungsvorhaben ermöglicht und die Durchfüh-
                                                                   rung dieser Vorhaben beschleunigt hat (2).
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-           Der ESPRIT-Bewertungsausschuß hat für die künftige
kel 130q, Absatz 2,                                                Entwicklung von ESPRIT empfohlen, weiterhin Nach-
                                                                   druck auf die vorwettbewerbliche Forschung und Ent-
auf Vorschlag der Kommission,                                      wicklung zu legen, die Forschungsbereiche zu konsoli-
                                                                   dieren und neu zu strukturieren und den Vorhaben, die
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                    zur technologischen Integration beitragen, besondere
                                                                   Aufmerksamkeit zu widmen.
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
schusses,                                                          In umfassenden Beratungen mit einer großen Zahl von
                                                                   Vertretern aus Industrie und Wissenschaft ist der künf-
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,
                                                                   tige technische Umfang des Programms festgelegt wor-
in Erwägung nachstehender Gründe:                                  den.
Der Rat hat am 28. Februar 1984 mit Beschluß 84/130/               Es ist fortlaufend dafür zu sorgen, daß eine systemati-
EWG (') die erste Phase des Europäischen strategischen             sche Koordinierung zwischen ESPRIT und einzelstaat-
                                                                   lichen Programmen im Bereich der Informationstechno-
Programms für Forschung und Entwicklung auf dem
                                                                   logie gewährleistet ist.
Gebiet der Informationstechnologien (ESPRIT) ange-
nommen.                                                            Dieses Programm entspricht der absoluten Notwendig-
                                                                   keit zur Schaffung oder Konsolidierung eines spezifisch
Das Rahmenprogramm der Gemeinschaft für Forschung
                                                                   europäischen Industriepotentials auf dem Gebiet der be-
und technologische Entwicklung (1987—1991) wurde
                                                                   treffenden Technologien; es sollte daher in erster Linie
am . . . durch Beschluß 0000/EWG/OOO des Rates ange-
                                                                   denjenigen Unternehmen, Universitäten und Forschungs-
nommen.
                                                                   zentren in der Gemeinschaft zugute kommen, die zur
Das Arbeitsprogramm für ESPRIT, das regelmäßig in                  Erreichung dieser Ziele am besten befähigt sind.
enger Absprache mit der informationstechnologischen
                                                                   Kleinen und mittleren Unternehmen soll die Möglichkeit
(IT)-Industrie, industriellen Anwendern und der Wissen-
                                                                   gegeben werden, auch weiterhin in größerem Umfang
schaft festgelegt wird, hat sich als effizientes Instrument
zur Verwaltung des Programms bewährt.                              am Programm teilzunehmen.
                                                                   Eine angemessene Verbreitung der Ergebnisse der Vor-
Die Kommission hat ein hochrangiges, unabhängiges
                                                                   haben von gemeinschaftlichem Interesse und der Zugang
Gremium, den sogenannten ESPRIT-Bewertungsaus-
                                                                   zu ihnen sind wesentlich, um die Zielsetzungen der Ge-
schuß eingesetzt, um den Fortschritt des Programms zu
                                                                   meinschaft zu erreichen und insbesondere den Interessen
bewerten.
                                                                   der kleinen und mittleren Unternehmen gerecht zu wer-
Der ESPRIT-Bewertungsausschuß ist zu dem Schluß ge-                den.
kommen, daß das Programm erfolgreich eingeführt und
                                                                   Es ist notwendig, das Programm in regelmäßigen Zeitab-
auf dem besten Wege ist, seine gesetzten Ziele zu errei-
                                                                   ständen zu bewerten.
chen, daß es rascher Fortschritte macht als ursprünglich
erwartet wurde, daß es die transeuropäische Zusammen-              Für die Durchführung des Programms ist es erforderlich,
arbeit vor allem im Bereich der kleinen und mittleren              daß die Kommission durch einen Ausschuß unterstützt
Unternehmen auf allen Ebenen eingeleitet, anspruchsvol-            wird.
(') ABl. Nr. L 67 vom 9. 3. 1984, S. 54.                            O KOM(85) 616, Brüssel, den 19. 11. 1985.
 ---pagebreak--- 21.10.87                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 283/5
Es liegt im Interesse der Gemeinschaft, die wissenschaft-         (3)     Die Vorhaben werden aufgrund von Verträgen
liche und finanzielle Basis der europäischen Forschung            durchgeführt, die von der Kommission mit in der Ge-
durch verstärkte Einbeziehung von Teilnehmern aus                 meinschaft ansässigen Unternehmen — einschließlich
EFTA-Ländern in bestimmte FuE-Programme der Ge-                   kleinen und mittleren Unternehmen —, Universitäten
meinschaft auf dem Gebiet der Informationstechnologie             und anderen Stellen abgeschlossen werden.
zu erweitern.
                                                                  Die Vorschläge für Vorhaben werden von den Interes-
Die Durchführung von sowohl langfristig angelegten                senten in der Regel auf eine im Amtsblatt der Euro-
Maßnahmen im Bereich der Grundlagenforschung als                  päischen Gemeinschaften veröffentlichte offene Ausschrei-
auch von konzertierten Aktionen im Rahmen von COST                bung hin eingereicht. An ihrer Durchführung sollen nor-
sind wesentliche Elemente zur Ergänzung der industriell           malerweise mindestens zwei unabhängige Industriepart-
orientierten FuE-Vorhaben.                                        ner, die nicht im selben Mitgliedstaat ansässig sind, betei-
                                                                  ligt sein. Es wird erwartet, daß jeder Vertragspartner
Der Rat hat in seiner Entschließung vom 8. April                  einen signifikanten Beitrag zu dem Vorhaben leistet. Es
1986 (') erneut bekräftigt, daß er sich zu den Zielen des         wird erwartet, daß die Vertragspartner einen wesent-
ESPRIT-Programms bekennt und die Kommission er-                   lichen Teil der Kosten übernehmen, die im Normalfall
sucht, bei der Durchführung des Programms dafür Sorge             zu 50 % von der Gemeinschaft getragen werden.
zu tragen, daß es sowohl hinsichtlich seines Umfangs als
auch seiner Flexibilität weiterhin eine effiziente Antwort        (4)     Die Aktionen werden aufgrund von Verträgen
auf die ständig wachsende Herausforderung auf dem                 zwischen der Kommission mit Universitäten, Forschungs-
Gebiet der IT darstellt.                                          instituten oder Unternehmen durchgeführt, die in der
                                                                  Gemeinschaft ansässig sind. Die Vorschläge für Aktionen
Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische For-            werden von den Interessenten in der Regel auf eine im
schung (CREST) hat hierzu Stellung genommen —                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichte
                                                                  Ausschreibung hin eingereicht. An ihrer Durchführung
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:                                 sollen im allgemeinen mindestens zwei Universitäten
                                                                  oder Forschungsinstitute, die nicht im selben Mitglied-
                          Artikel 1                               staat ansässig sind, beteiligt sein.
(1)    Eine zweite Phase des Forschungs- und Entwick-             Die Kommission kann bis zu 100 % der Kosten der Ak-
lungsprogramms ESPRIT für die Europäische Wirt-                   tionen tragen.
schaftsgemeinschaft, im folgenden „Programm" genannt,
wird für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 1992 be-               (5)     In Ausnahmefällen, in denen eine Ausschreibung
schlossen. Der technische Inhalt des Programms ist in             keine befriedigenden Ergebnisse erzielt hat, bzw. in drin-
Anhang I beschrieben.                                             genden Fällen oder wenn die Aufforderung aus Gründen
                                                                  der Kosten und Wirtschaftlichkeit nicht das geeignetste
(2)    Das Programm umfaßt vorwettbewerbliche For-                Verfahren ist, kann nach dem Verfahren gemäß Artikel 7
schungs- und Entwicklungsvorhaben (im folgenden                   entschieden werden, von den allgemeinen Regeln in den
„Vorhaben" genannt), Aktionen im Bereich der Grund-               Absätzen 3 und 4 abzuweichen:
lagenforschung (im folgenden „Aktionen" genannt) und
begleitende Maßnahmen.                                            — öffentliche Ausschreibung;
                                                                  — Teilnahme von mindestens zwei Industriepartnern,
                          Artikel 2
                                                                      die nicht im selben Mitgliedstaat ansässig sind, an
(1)    Die Ziele im einzelnen und die Art der auszufüh-               Vorhaben;
renden Vorhaben sowie die entsprechenden Finanzpläne
                                                                  — Teilnahme von mindestens zwei Universitäten oder
werden in einem „jährlichen Arbeitsprogramm" festge-
                                                                      Forschungsinstituten, die nicht im selben Mitglied-
legt, welches nach dem Verfahren gemäß Artikel 7 ange-
                                                                      staat ansässig sind, an Aktionen.
nommen wird. Die gegebenenfalls notwendigen Anpas-
sungen, die sich im Laufe eines Jahres ergeben, werden
                                                                  (6)    Verträge für Vorhaben und Aktionen, die den in
nach demselben Verfahren festgelegt.
                                                                  den Absätzen 3 und 4 vorgesehenen Regeln entsprechen,
(2)    Die Bewertung der vorgeschlagenen Vorhaben                 können auch mit Unternehmen, Universitäten und ande-
und Aktionen wird von der Kommission im Einklang mit              ren Stellen, die in einem der Drittländer, die in Anhang
den Gesamtzielen des Programms und des jährlichen Ar-             II aufgeführt sind, geschlossen werden. Dieser Anhang
beitsprogramms durchgeführt. Für Vorhaben, die For-               kann vom Rat auf der Basis eines von der Kommission
schungs- und Entwicklungsaufwendungen mit mehr als                vorgelegten Vorschlags mit qualifizierter Mehrheit geän-
100 Mannjahren erfordern, wird die Förderungswürdig-              dert werden.
keit der Vorhaben nach dem Verfahren gemäß Artikel 7
entschieden. Für die anderen Vorhaben und Aktionen                (7)    Begleitende Maßnahmen, insbesondere gemäß An-
werden die Ergebnisse der Bewertung dem in Artikel 6              hang I, Buchstabe C, haben im einzelnen zum Ziel, eine
vorgesehenen Ausschuß mitgeteilt.                                 angemessene Infrastruktur für die Kommunikation, den
                                                                  Zugriff auf Projektergebnisse sowie die Koordinierung
                                                                  von FuE-Aktivitäten in den Programmen der Gemein-
(l) ABl. Nr. C 102 vom 29. 4. 1986, S. 1.                         schaft und der Mitgliedstaaten zu ermöglichen.
 ---pagebreak--- Nr.C283/6                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     21.10.87
                         Artikel 3                             (2)     Die Kommission kann den Ausschuß zu jeder
                                                               Frage hören, die zum Geltungsbereich dieser Verord-
Die Kommission wird ermächtigt, gemäß Artikel 130 N            nung gehört.
des Vertrages, Vereinbarungen mit Drittländern abzu-
schließen, die an der Europäischen Zusammenarbeit auf                                      Artikel 7
dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen For-
                                                               Wird auf das Verfahren gemäß diesem Artikel Bezug ge-
schung (COST) mitwirken, um konzertierte Aktionen
                                                                nommen, unterbreitet der Vertreter der Kommission dem
zwischen den Aktivitäten der Gemeinschaft in Verbin-
                                                               Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen.
dung mit der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
                                                                Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Ent-
Grundlagenforschung und den begleitenden Maßnahmen
                                                               wurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter
gemäß Anhang I sowie den einschlägigen Programmen
                                                                Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden
dieser Staaten durchzuführen.
                                                                Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme erfolgt mit der
                                                                Mehrheit gemäß Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages für
                          Artikel 4                             die Annahme der Beschlüsse, die der Rat auf Vorschlag
                                                                der Kommission zu fassen hat. Bei der Abstimmung im
Die Gemeinschaft leistet einen Beitrag zur Durchführung         Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mit-
des Programms im Rahmen der hierfür im Haushaltsplan            gliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen.
der Europäischen Gemeinschaften eingesetzten Mittel.            Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
Die Mittel, die als Beitrag der Gemeinschaft zur Durch-         Die Kommission nimmt die vorgeschlagenen Maßnah-
führung der neuen Vorhaben, Aktionen und begleiten-             men an, wenn sie der Stellungnahme des Ausschusses
den Maßnahmen im Rahmen des Programms für erfor-                entsprechen. Entsprechen die vorgeschlagenen Maßnah-
derlich gehalten werden, werden auf 1 600 Millionen             men nicht der Stellungnahme des Ausschusses, oder ist
ECU veranschlagt. Hierin enthalten sind die Ausgaben            keine Stellungnahme ergangen, so unterbreitet die Kom-
für Personal, die 4,5 °/o des Gemeinschaftsbeitrages nicht      mission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag. Der Rat
übersteigen dürfen.                                             beschließt mit qualifizierter Mehrheit.
                                                                Hat der Rat innerhalb einer Frist von einem Monat
 Bis höchstens 25 % der Gesamtbeiträge der Gemein-              keinen Beschluß gefaßt, so erläßt die Kommission die
 schaft zu den neuen Vorhaben im Rahmen dieses Pro-             vorgeschlagenen Maßnahmen.
 gramms können im ersten Jahr für neue Vorhaben einge-
 setzt werden, die unterhalb der in Artikel 2 Absatz 2 ge-                                  Artikel 8
 nannten Schwelle liegen. Falls bei der Ausschreibung
 keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden, kann           Die Kommission übermittelt dem Rat und dem Euro-
 dieser Prozentsatz nach dem Verfahren gemäß Artikel 7          päischen Parlament spätestens 1990 oder sobald 60 %
 geändert werden.                                               der für notwendig erachteten Mittel gebunden sind,
                                                                einen Bericht über die erzielten Zwischenergebnisse im
                                                                Hinblick auf die Ziele des Programms. Der Bericht soll
                          Artikel 5
                                                                in Abhängigkeit von den Ergebnissen Vorschläge zu ge-
 Die Kommission stellt die ordnungsgemäß- Durchfüh-             gebenenfalls notwendigen Änderungen enthalten.
 rung des Programms sicher und sorgt unbeschadet der in
                                                                                            Artikel 9
 Artikel 2, 3 und 4 vorgesehenen Befugnisse für geeignete
 Infrastrukturen.                                                In den in Artikel 1 Absatz 2 vorgesehenen Aktivitäten
                                                                 tauschen die Mitgliedstaaten und die Gemeinschaft alle
                          Artikel 6                              sachdienlichen Informationen auf Gebieten, die von
                                                                 diesem Beschluß erfaßt werden, aus, soweit sie dazu Zu-
 (1)    Die Kommission wird von einem Ausschuß, nach-            gang haben, und die Weitergabe der Informationen zu-
 stehend „Ausschuß" genannt, unterstützt, der aus zwei           lässig ist, gleichgültig ob die Tätigkeiten unter ihrer Zu-
 Vertretern jedes Mitgliedstaates besteht. Den Vorsitz im        ständigkeit geplant oder ausgeführt werden.
 Ausschuß führt ein Vertreter der Kommission.
                                                                 Die Informationen werden nach einem Verfahren ausge-
 Die Mitglieder des Ausschuses können sich entsprechend          tauscht, das von der Kommission nach Anhörung des
 der Art der zu erörternden Fragen von Sachverständigen          Ausschusses festgelegt wird; sie werden auf Antrag der
 oder Beratern unterstützen lassen.                              Person, die sie liefert, als vertraulich behandelt.
  Die Erörterungen des Ausschusses sind vertraulich.                                        Artikel 10
  Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung.                  Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 1987 in Kraft.
  Die Sekretariatsgeschäfte werden von der Kommission            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich
 wahrgenommen.                                                   und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
 ---pagebreak--- 21.10.87                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 283/7
                                                             ANHANG      I
                                                               ESPRIT
         Das Programm umfaßt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, Maßnahmen im Bereich der Grundlagen-
         forschung und begleitende Maßnahmen.
         A. Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
             Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden in folgenden drei Sektoren durchgeführt:
                                      1. Mikroelektronik und Technologien der Peripheriegeräte
                                      2. Informationsverarbeitungssysteme
                                      3. IT-Anwendungstechnologien.
             1. MIKROELEKTRONIK U N D T E C H N O L O G I E N DER PERIPHERIEGERÄTE
                Die Arbeiten in diesem Bereich zielen vor allem auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Mi-
                kroelektronikindustrie der Gemeinschaft, um der IT-Industrie Zugang zu verschaffen zu Komponen-
                ten und Subsystemen, die dem Stand der Technik, insbesondere der Halbleitertechnik, entsprechen
                und die erforderlich sind, um vollständige Systeme zu entwickeln. Zu diesem Zweck und im Hin-
                blick auf die Unterstützung der Entwicklung von Anwendungssystemen umfassen die Arbeiten, ne-
                ben ausgewählten Peripheriegerätetechnologien, die Bereitstellung der technologischen Fähigkeit,
                anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASIC) zu "entwerfen, herzustellen und zu prüfen.
                Dabei werden „Systeme auf Chips" angestrebt. Solche Schaltkreise umfassen Logikschaltungen ho-
                her Komplexität und bis zu 4 Millionen Elementarfunktionen bis hin zu Höchstgeschwindigkeits-
                schaltkreisen geringer Komplexität im Arbeitsbereich bis 5 GHz.
                Die durchzuführenden F & E-Tätigkeiten umfassen:
                — Hochintegrierte Schaltkreise:
                    Das Ziel ist, Logikschaltkreise zu entwickeln mit bis zu 4 Millionen Gattern. Schwerpunkt wer-
                    den Anwendungen sein, die ein hohes Maß an Parallelität ermöglichen, z. B. Array-Prozessoren
                    oder systolische Arrays. Zu diesem Zweck wird es erforderlich sein:
                    — benutzerfreundliche CAD-Systeme einschließlich automatisiertem Layout und Entwurfsverifi-
                        kation bereitzustellen;
                    — Niedervolt-Hochintegrationsprozesse zu entwickeln, einschließlich der Optimierung automa-
                        tisierter, flexibler Produktionslinien, die ausschußarme Herstellung ermöglichen.
                — Integrierte Hochgeschwindigkeitsschaltkreise:
                    Das Ziel ist, Schaltkreise zu entwickeln für die Verarbeitung großer Datenmengen in Realzeit,
                    für deren Behandlung parallele Architekturen nicht ausreichen wegen der seriellen Bitrate. Sie
                    sind potentiell sinnvoll in Supercomputern oder in Front-End Prozessoren für nachrichtentechni-
                    sche Anwendungen.
                    Die Leistungsziele sind:
                    — 5 bis 10 GHz Taktfrequenz bzw. Gatterverzögerungszeiten von weniger als 50 ps;
                    — Komplexität von mehr als 10 000 Gattern.
                    Die hauptsächlichen Vorhaben zur Erreichung dieser Ziele sind:
                    — Entwicklung eines sehr schnellen Prozesses — GaAs —             Feldeffekttransistor-Technologien
                        sind wahrscheinlich geeignet;
                    — spezielle CAD-Werkzeuge, um die Schaltkreisgeschwindigkeit zu optimieren;
                    — spezielle Packaging-Technologien für den GHz-Arbeitsbereich.
                — Mehrfunktionale integrierte Schaltkreise:
                    Das Ziel ist, vollständige Systeme auf einem Chip zu entwickeln, welche digitale und analoge
                    Funktionen vereinen und weite Geschwindigkeitsbereiche abdecken. Komplexität bis zu einer
                    Million Transistoren, Gatterverzögerungszeiten von günstigenfalls 50 ps, Leistungssteuerung und
                    Speicherfähigkeit (nicht flüchtig) werden erforderlich sein zur Steuerung von Peripheriegeräten
                    (Bildschirm- und Netzsteuerung, Speicherverwaltung), nachrichtentechnischen Geräten (Sprach-
                    und Bildverarbeitung), Fertigungs- und Büroautomatisierung (intelligente Sensoren und Aktuato-
 ---pagebreak--- Nr. C 283/8                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    21.10.87
                  ren). Um die Leistung von sehr großen Informationsverarbeitungssystemen zu steigern, werden
                  integrierte optoelektronische Schaltkreise entwickelt und z. B. in verteilten, optisch verbundenen
                  Prozessoren angewendet werden.
                   Die hauptsächlichen Arbeiten werden sein:
                  — Entwicklung von Herstellungsprozessen, die für gezielte Anwendungen, besonders geeignet
                       sind;
                  — Entwicklung von CAD-Werkzeugen für mehrfunktionale Schaltkreise, z. B. Entwurf von ana-
                       log-digitalen Schaltkreisen.
                   Es wird besonderes Gewicht auf die Definition von Standards sowohl im Bereich der Software
                   (Datenaustausch, Übertragbarkeit von Werkzeugen zwischen CAD—Systemen und Kompatibili-
                   tät mit Herstellungsprozessen) als auch der Hardware im Hinblick auf höhere Automation und
                   Flexibilität gelegt.
               — Peripheriegerätetechnologien
                   Dieser Programmteil zielt darauf, diejenigen Technologien in Europa zu entwickeln, die erfor-
                   derlich sind, um eine angemessene Rolle in der künftigen Entwicklung von peripheren Systemen
                   zu spielen und einen signifikanten Anteil im Weltmarkt zu gewinnen. Themen, die in Angriff
                   genommen werden müssen, sind magnet-optische und optische Massenspeicher und Retrievalsy-
                   steme, nichtmechanische Drucker, Bildschirmtechnologien, intelligente Sensoren, Transduktoren
                   und Antriebe.
            2. INFORMATIONSVERARBEITUNGSSYSTEME
               Das Hauptziel dieses Bereichs ist, die Werkzeuge und Technologien der Hardware- und Software-
               bereiche zusammenzubringen, um die Entwicklung der Informationsverarbeitungssysteme der neun-
               ziger Jahre zu ermöglichen. Besondere Aufmerksamkeit wird auf neue Ansätze zum Systementwurf
               gerichtet sein, die es ermölgichen, komplexe Systeme hoher Qualität effizient zu entwickeln. Um die
               notwendigen Methoden und Werkzeuge entwickeln zu können, ist es zwingend, daß alle Aspekte
               des Systems (z. B. Architektur und Schnittstellen) betrachtet werden, während gleichzeitig neue
               Technologien der Wissensverarbeitung integriert werden. Daraus abgeleitet wird die Arbeit in diesem
               Sektor die Möglichkeit schaffen, Systeme zu erstellen (bei gleicher Komplexität wie die, die heute
               erstellt werden) mit einer bedeutenden Steigerung der Produktivität des Erstellungsprozesses. Z. B.
               werden die entwickelten Methoden und Werkzeuge es ermöglichen, die Entwicklungskosten be-
               stimmter Systemkomponenten (z. B. Mikroprozessoren, Real-Time Softwaremodule) auf 10 % der
               bestehenden Kosten zu senken.
               Die durchzuführenden F & E-Tätigkeiten sind in vier sich ergänzende Teilbereiche eingeteilt:
               —     Systementwurf
                    Dieser Bereich befaßt sich mit dem gesamten Verfahren, angefangen von der Definition der An-
                    forderungen eines IT-Systems bis zu seiner Herstellung, Vertrieb und Wartung. Die Tätigkeiten
                    umfassen:
                    — Bewertung der Methoden und Werkzeuge, Anleitung bei der Einführung der Methoden und
                        der Matrizen für Produktbewertung;
                    — Integration und Rationalisierung von integrierten Programmiersystemen für Schnittstellen zur
                        Umgebung, Projektunterstützungsumgebungen und Techniken der Wissensverarbeitung;
                    — wiederverwendbare Systemkomponenten, automatische Generierung von hochwertigen Pro-
                        grammen für Echtzeitsysteme, formale Techniken und Methoden.
               —     Wissensverarbeitung
                    Dieser Bereich befaßt sich mit der Entwicklung von Systemen zur Unterstützung von Schlußfol-
                    gerungen und Entscheidungen bei unsicheren und unvollständigen Informationen.
                    Die Tätigkeiten umfassen:
                    — Wissensaquisition, lernende und sich selbst anpassende Systeme, Wissensdarstellung, Wissens-
                        handhabung und Validierung der wissensverarbeitenden Systeme;
                    — natürliche Kommunikationsverarbeitung und Benutzer-Dialogmechanismen;
                    — Integration der Wissenstechniken in den Systementwurf.
 ---pagebreak--- 2 1 . 10. 87                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 283/9
               — Fortgeschrittene Systemarchitekturen
                   Dieser Bereich umfaßt insbesondere parallele Architekturen zur Überwindung der Beschränkun-
                   gen bisheriger Systeme und zur Unterstützung der modularen Bauweise.
                   Die Tätigkeiten umfassen:
                   — parallele Architekturen und Verknüpfung von zusammenarbeitenden Prozessoren, Program-
                        mierungs- und Verifizierungstechniken;
                   — verteilte Systeme aus halbautonomen Komponenten;
                   — spezialisierte Architekturen für die Signalverarbeitung und wissensverarbeitende Informations-
                        teilsysteme.
                —    Signalverarbeitung
                   Dieser Bereich befaßt sich mit der Notwendigkeit, komplexe Signale verschiedener physikalischer
                   Natur (z. B. Temperatur, Druck, Bild, natürliche Sprache) zu verarbeiten.
                   Die Tätigkeiten umfassen:
                   — formale Beschreibung des Informationsflusses, symbolische Verarbeitung;
                   — Vorverarbeitung, Merkmalsidentifikation, Klassifizierung, Fehlerkorrekturmethoden;
                   — Systemkomponenten für Signalverarbeitung, Realzeitsysteme;
                   — fortgeschrittene Technologien für Multisensor-Signalverarbeitungssysteme.
             3. IT-ANWENDUNGSTECHNOLOGIEN
                Das hauptsächliche Ziel dieses Sektors ist die Verbesserung der Fähigkeiten in Europa, IT in Sy-
                steme zu integrieren, die in einer breiten Anwendungspalette benutzt werden, und die Validierung
                der Ergebnisse in ausgewählten realistischen Umgebungen.
                Die durchzuführenden F & E-Arbeiten in IT-Anwendungstechnologien betreffen drei sich ergän-
                zende Teilbereiche:
                — Computerintegrierte Fertigung
                    Das Ziel ist, die technologische Grundlage für die Systemanbieter bereitzustellen, um erfolgreich
                    den Wettbewerbsanforderungen im Weltmarkt zu bestehen.
                    Gleichzeitig wird erwartet, daß das schnelle Vorankommen dieser auf der IT aufbauenden Tech-
                    nologien zum Abschluß des Modernisierungsprozesses in den Fertigungsbetrieben führt.
                    Dieser Bereich umfaßt die Anwendung von IT nicht nur für Einzelteilproduktion, sondern in der
                    ganzen Breite der Industrie bis hin und einschließlich der Verfahrenstechnik.
                    Die Einführung des „Open Systems"-Konzepts, das die Vielfalt von Anbietern fördert, ist ein
                    wichtiges Mittel, um das Ziel in diesem Bereich zu erreichen.
                    Die Vorhaben umfassen:
                    — Entwurfs- und Analysesysteme, die flexiblen Entwurf von Produkten ermöglichen mit dem
                        Ziel, Zeitaufwand, Materialeinsatz und andere Faktoren, die den Herstellungsaufwand beein-
                        flussen, zu optimieren;
                    — Ablaufplanung und -Steuerung mit dem Ziel, Verfügbarkeit und Nutzungsgrad der Ausrü-
                        stung zu erhöhen, Mensch-Maschine-Wechselwirkung in der Produktionsplanung und bei
                        den Steuerungssystemen zu optimieren, Realzeit-Anwendungen einzuführen und zeitoptimale
                        Produktion zu unterstützen;
                    — Robotersysteme;
                    — Integration von Materialhandhabungssystemen (einschließlich Roboter) in die Produktions-
                         und Montageprozesse; gelöst werden müssen z. B. Probleme des Werkzeugwechsels, Über-
                        wachung, Säuberung, Abfallbeseitigung, Montage und andere Aufgaben im Produktions-
                        bereich. Besonderes Gewicht wird auf Lösungen für kleinere Fertigungslosgrößen gelegt wer-
                        den;
                    — Computerintegrierte Steuerung in Prozeßanwendungen, um effizientere Fabrikationsabläufe
                        zu ermöglichen;
                    — Architekturen und Integrationsmethoden, einschließlich Entwicklung von Verfahren und
                        Werkzeugen zur Einrichtung, Betrieb und Überwachung von computerintegrierten Ferti-
                        gungssystemen und Erprobungsvorhaben unter Berücksichtigung verschiedener Anforderun-
                        gen hinsichtlich der Fertigung.
 ---pagebreak--- Nr. C 283/10                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               21.10.87
                  — Integrierte Informationssysteme
                      Dieses Gebiet befaßt sich mit F & E der Systemintegration für ausgewählte Anwendungen. Die
                      Anwendungsbereiche umfassen Büro und Heim.
                      Die Tätigkeiten umfassen:
                      — Analyse und Unterstützung der Benutzerumgebung, Verkürzung von Einführungszeiten und
                           Produktivitätssteigerung durch Verbesserung der Mensch-Maschine-Wechselwirkung. Beson-
                           deres Gewicht wird auf die Anforderungen von weniger erfahrenen Benutzern und auf Flexi-
                           bilität gelegt;
                      — Systemtechnik einschließlich Systemintegrations- und Testwerkzeuge, Probleme der Zuverläs-
                           sigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit von Systemen;
                      — allgemeine Kommunikationstechniken und integrierte Bürosysteme einschließlich Multi-Me-
                           dia-Verarbeitung auf der Grundlage offener Systeme, Erzeugung, Verteilung und Überwa-
                           chung von Informationen, Unterstützung entfernter Arbeitsplätze und ausgewählter Sonder-
                           funktionen;
                      — verteilte Systeme mit besonderer Betonung der Integration wissensverarbeitender Systeme und
                           fortgeschrittener verteilter Speichersysteme;
                      — Datensammel- und Überwachungssysteme der nicht-industriellen Anwendungen z. B. Heim,
                           Labor, einschließlich Fernüberwachung und Vernetzung von Geräten, Verwaltung von Da-
                           tenerfassungssystemen.
                  —      IT-Anwendungsunterstützungssysteme
                      Dieser Bereich befaßt sich mit der Integration von IT-Basis-Bauelementen in Teilsysteme. Das
                      Hauptziel besteht darin, Technologien mit niedrigen Kosten und breiten Anwendungsmöglichkei-
                      ten zur Verfügung zu stellen. Besonderer Nachdruck wird auf die Aspekte der Modularität und
                      der Sicherheit gegen Ausfall gelegt.
                      Die Tätigkeiten umfassen:
                      — Arbeitsplatzsysteme für vielfache Anwendungsmöglichkeiten;
                      — Speicher- und Verarbeitungsteilsysteme für Einzelsysteme und verteilte Systeme;
                      — lokale Netze und damit zusammenhängende Grunddienste;
                      — Benutzer-Schnittstellen-Teilsysteme (z. B. Sehen, Sprache, Handhabung);
                      — Teilsysteme für Schnittstellen zur physikalischen Umgebung z. B. Sehen und Bildverstehen,
                           Datenerfassung im Labor, Überwachung und Steuerung, Roboter).
               In allen drei Sektoren, Mikroelektronik, periphere Technologien, Informationsverarbeitungssysteme
               und IT-Anwendungstechnologien, wird eine beschränkte Anzahl von Technologieintegrationsprojekten
               durchgeführt. Diese Projekte werden ehrgeizige, wohldefinierte industrielle Ziele haben und entspre-
               chend präzise in den Arbeitsprogrammen eingeplant und beschrieben. Sie werden im Normalfall große
               industrielle Anstrengungen der Gemeinschaften erfordern.
            B. Aktionen in der Grundlagenforschung
               Die geplanten Maßnahmen im Bereich der Grundlagenforschung zielen darauf ab, die vorgeschlagenen
               IT-F & E-Anstrengungen im vorwettbewerblichen Bereich zu ergänzen und den Forschungstätigkeiten
               in ausgewählten Bereichen mit langen Vorlaufzeiten eine Dimension zu geben die eine gemeinschaft-
               liche Vorgehensweise notwendig macht. Sie schließen die Förderung beruflicher Bildung auf hohem
               Niveau in Bereichen ein, die für die Gemeinschaft von besonderer Bedeutung sind. Die Aktionen sollen
               insbesondere hochqualifizierte Forschungsinstitute auf dem IT-Gebiet ermutigen, ihre Ausrichtung in-
               ternational zu gestalten.
               Die Arbeitsbereiche umfassen:
               — Molekularelektronik;
               — künsdiche Intelligenz und kognitive Wissenschaft;
               — Anwendung der Festkörperphysik auf die IT;
               — fortgeschrittener Systementwurf
               und andere Bereiche der Grundlagenforschung, die während der Programmdurchführung festgelegt
               werden.
 ---pagebreak--- 21.10.87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 283/11
         C. Begleitende Maßnahmen
            Hauptziel der begleitenden Maßnahmen ist die Bereitstellung des Rahmens, der für die optimale Aus-
            nutzung der innerhalb des Programms ESPRIT durchgeführten F & E-Aktivitäten und der damit zu-
            sammenhängenden Tätigkeiten notwendig ist.
            Zu den begleitenden Maßnahmen gehören insbesondere:
            — Koordinierung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme der Gemeinschaft und der Mitglied-
               staaten, und mit Programmen auf internationaler Ebene; Informationsbeschaffung, beides innerhalb
               und außerhalb von ESPRIT sowie ihre angemessene Verbreitung, in den Mitgliedstaaten und der
               Gemeinschaft;
            — Koordinierung und Dokumentation der Normen aus dem ESPRIT-Programm und ihre Beziehung
               zu nationalen und internationalen Normen;
            — ein Informationsaustauschsystem, um die Kommunikation zu erleichtern und wiederum die gute
               technische Ausführung von F & E-Projekten zu unterstützen sowohl in ihrer Geschäftsführung als
               auch bei der angemessenen Verbreitung ihrer Ergebnisse, einschließlich eines Informationsaus-
               tauschsystems (IES).
                                                         ANHANG     II
         Die Nicht-Mitgliedstaaten, auf die in Artikel 2 Absatz 6 Bezug genommen wird, sind:
         — Republik Österreich
         — Republik Finnland
         — Königreich Norwegen
         — Königreich Schweden
         — Schweizerische Eidgenossenschaft.