CELEX: 32009D0108
Language: de
Date: 2009-02-03 00:00:00
Title: 2009/108/EG: Entscheidung der Kommission vom 3. Februar 2009 zur Änderung der Entscheidung 2002/364/EG über Gemeinsame Technische Spezifikationen für In-vitro-Diagnostika (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 565) (Text von Bedeutung für den EWR)

10.2.2009   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 39/34
            
         
      ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
   
   vom 3. Februar 2009
   zur Änderung der Entscheidung 2002/364/EG über Gemeinsame Technische Spezifikationen für In-vitro-Diagnostika
   (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 565)
   (Text von Bedeutung für den EWR)
   (2009/108/EG)
   DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
   gestützt auf die Richtlinie 98/79/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 1998 über In-vitro-Diagnostika (1), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 3 Unterabsatz 2,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               Die Gemeinsamen Technischen Spezifikationen für In-vitro-Diagnostika sind in der Entscheidung 2002/364/EG der Kommission (2) festgelegt.
            
         
               (2)
            
            
               Im Interesse der öffentlichen Gesundheit und zur Berücksichtigung des technischen Fortschritts, der unter anderem bei der Leistungsfähigkeit und der analytischen Sensitivität von In-vitro-Diagnostika zu verzeichnen ist, ist es angezeigt, die Gemeinsamen Technischen Spezifikationen zu überarbeiten, die in der Entscheidung 2002/364/EG festgelegt sind.
            
         
               (3)
            
            
               Der Begriff „Schnelltest“ sollte genauer definiert werden. In dem Bemühen um Klarheit sollten zudem weitere Definitionen eingeführt werden.
            
         
               (4)
            
            
               Damit die Gemeinsamen Technischen Spezifikationen mit der heutigen wissenschaftlichen und technischen Praxis im Einklang stehen, müssen zahlreiche wissenschaftliche und technische Verweise aktualisiert werden.
            
         
               (5)
            
            
               Die Anforderungen an HIV-Screeningtests sollten präzisiert werden. Damit gewährleistet ist, dass die Leistungskriterien in den Gemeinsamen Technischen Spezifikationen dem Stand der Technik entsprechen, müssen Anforderungen für kombinierte HIV-Antikörper/Antigen-Tests aufgenommen und weitere Spezifikationen für die Probenanforderungen bei bestimmten Assays aufgenommen werden.
            
         
               (6)
            
            
               Der Anhang der Entscheidung 2002/364/EG sollte daher entsprechend geändert und aus Gründen der Klarheit ersetzt werden.
            
         
               (7)
            
            
               Hersteller, deren Produkte sich bereits in Verkehr befinden, sollten eine Übergangszeit erhalten, damit sie sich auf die neuen Gemeinsamen Technischen Spezifikationen einstellen können. Gleichzeitig sollten im Interesse der öffentlichen Gesundheit jene Hersteller, die dies möchten, die neuen Gemeinsamen Technischen Spezifikationen bereits vor Ablauf der Übergangszeit anwenden dürfen.
            
         
               (8)
            
            
               Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des durch Artikel 6 Absatz 2 der Richtlinie 90/385/EWG des Rates (3) eingerichteten Ausschusses —
            
         HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
   Artikel 1
   Der Anhang der Entscheidung 2002/364/EG wird durch den Anhang dieser Entscheidung ersetzt.
   Artikel 2
   Diese Entscheidung gilt ab dem 1. Dezember 2010 für In-vitro-Diagnostika, die erstmals vor dem 1. Dezember 2009 in Verkehr gebracht werden.
   Für alle anderen In-vitro-Diagnostika gilt sie ab dem 1. Dezember 2009.
   Die Mitgliedstaaten gestatten den Herstellern jedoch, die Anforderungen des Anhangs vor den in Absatz 1 und 2 genannten Zeitpunkten anzuwenden.
   Artikel 3
   Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   
      Brüssel, den 3. Februar 2009
      
         
            Für die Kommission
         
         Günter VERHEUGEN
         
         
            Vizepräsident
         
      
   
   
      (1)  ABl. L 331 vom 7.12.1998, S. 1.
   
      (2)  ABl. L 131 vom 16.5.2002, S. 17.
   
      (3)  ABl. L 189 vom 20.7.1990, S. 17.
   
      ANHANG
      
         
            „ANHANG
            GTS — GEMEINSAME TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN FÜR IN-VITRO-DIAGNOSTIKA
            1.   ANWENDUNGSBEREICH
            Die in diesem Anhang aufgeführten technischen Spezifikationen gelten für die Zwecke von Anhang II Liste A der Richtlinie 98/79/EG.
            2.   BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
            (Diagnostische) Sensitivität
            Die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt bei Vorhandensein des Zielmarkers einen positiven Befund anzeigt.
            Echt positiv
            Der positive Befund einer Probe hinsichtlich des Zielmarkers ist bekannt und wird von dem Produkt korrekt angezeigt.
            Falsch negativ
            Der positive Befund einer Probe hinsichtlich des Zielmarkers ist bekannt, wird von dem Produkt jedoch nicht korrekt angezeigt.
            (Diagnostische) Spezifität
            Die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt bei Nichtvorhandensein des Zielmarkers einen negativen Befund anzeigt.
            Falsch positiv
            Der negative Befund einer Probe hinsichtlich des Zielmarkers ist bekannt, wird von dem Produkt jedoch nicht korrekt angezeigt.
            Echt negativ
            Der negative Befund einer Probe hinsichtlich des Zielmarkers ist bekannt und wird von dem Produkt korrekt angezeigt.
            Analytische Sensitivität
            Die analytische Sensitivität kann als Nachweisgrenze definiert werden, d. h. die kleinste Menge des Zielmarkers, die sich genau nachweisen lässt.
            Analytische Spezifität
            Die analytische Spezifität gibt an, in welchem Maße sich mit dem Verfahren ausschließlich der Zielmarker nachweisen lässt.
            Nukleinsäuren-Amplifikationstechniken (NAT)
            Der Begriff ‚NAT‘ bezeichnet Tests für den Nachweis bzw. die Quantifizierung von Nukleinsäuren entweder durch Amplifikation einer Zielsequenz oder durch Amplifikation eines Signals oder auch durch Hybridisierung.
            Schnelltest
            Der Begriff ‚Schnelltest‘ bezeichnet qualitative oder semi-quantitative In-vitro-Diagnostika, die einzeln oder in Kleinserien verwendet werden, bei denen mit nichtautomatisierten Verfahren gearbeitet wird und die dazu konzipiert wurden, ein rasches Ergebnis anzuzeigen.
            Robustheit
            Die Robustheit eines Analyseverfahrens sagt aus, in welchem Ausmaß ein Analyseverfahren von kleinen, absichtlichen Veränderungen der Verfahrensparameter unbeeinflusst bleibt, und gibt an, wie verlässlich es unter normalen Einsatzbedingungen ist.
            Fehlerrate des Gesamtsystems
            Die Fehlerrate des Gesamtsystems gibt an, wie häufig Fehler auftreten, wenn das gesamte Verfahren nach den Angaben des Herstellers durchgeführt wurde.
            Bestätigungstest
            Der Begriff ‚Bestätigungstest‘ bezeichnet einen Test, der zur Bestätigung des Reaktionsergebnisses eines Screeningtests eingesetzt wird.
            Virustypisierungstest
            Bei einem Virustypisierungstest handelt es sich um einen Test, der zur Typisierung mithilfe bereits als positiv bekannter Proben, nicht aber zur Primärdiagnose einer Infektion oder zu Screeningzwecken eingesetzt wird.
            Proben der HIV-Serokonversion
            Proben der HIV-Serokonversion sind wie folgt definiert:
            
                        —
                     
                     
                        p24-Antigen- und/oder HIV-RNA-positiv,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        von allen Antikörper-Screeningtests erkannt,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Bestätigungstests mit positivem oder nicht eindeutigem Befund.
                     
                  Proben der frühen HIV-Serokonversion
            Proben der frühen HIV-Serokonversion sind wie folgt definiert:
            
                        —
                     
                     
                        p24-Antigen- und/oder HIV-RNA-positiv,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        nicht von allen Antikörper-Screeningtests erkannt,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Bestätigungstests mit negativem oder nicht eindeutigen Befund.
                     
                  3.   GEMEINSAME TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN (GTS) FÜR PRODUKTE, DIE IN ANHANG II LISTE A DER RICHTLINIE 98/79/EG AUFGEFÜHRT SIND
            3.1.   GTS für die Leistungsbewertung von Reagenzien und Reagenzprodukten zum Nachweis, zur Bestätigung und zur quantitativen Bestimmung von Markern einer Infektion mit HIV (HIV 1 und 2), HTLV I und II sowie Hepatitis B, C und D in Proben menschlichen Ursprungs
            Allgemeine Grundsätze
            3.1.1.   Produkte zum Nachweis von Virusinfektionen, unabhängig davon, ob diese zur Verwendung als Screening- oder Diagnosetests in Verkehr gebracht werden, müssen den in Tabelle 1 aufgeführten Anforderungen hinsichtlich Sensitivität und Spezifität genügen. Siehe dazu auch Grundsatz 3.1.11 für Screeningtests.
            3.1.2.   Produkte, die vom Hersteller für den Test von anderen Körperflüssigkeiten als Serum oder Plasma bestimmt sind, z. B. Urin, Speichel usw., müssen den gleichen GTS-Anforderungen hinsichtlich Sensitivität und Spezifität genügen wie Serum- oder Plasmatests. Bei der Leistungsbewertung sind Proben derselben Individuen sowohl mittels der zuzulassenden Tests als auch mittels eines Serum- bzw. Plasmatests zu untersuchen.
            3.1.3.   Produkte, die vom Hersteller für die Eigenanwendung, d. h. die Anwendung in einer häuslichen Umgebung, bestimmt sind, müssen den gleichen GTS-Anforderungen hinsichtlich Sensitivität und Spezifität genügen wie entsprechende Produkte für die Anwendung in einem professionellen Umfeld. Die betreffenden Teile der Leistungsbewertung sind von geeigneten Laienanwendern durchzuführen (oder zu wiederholen), um die Funktionsweise des Produkts und seine Bedienungsanleitung zu validieren.
            3.1.4.   Sämtliche Leistungsbewertungen sind in direktem Vergleich mit einem Produkt durchzuführen, das dem Stand der Technik entspricht. Für den Vergleich muss ein CE-gekennzeichnetes Produkt verwendet werden, sofern ein solches zum Zeitpunkt der Leistungsbewertung am Markt verfügbar ist
            3.1.5.   Treten innerhalb einer Bewertung abweichende Testergebnisse auf, so sind sie möglichst weitgehend aufzuklären, beispielsweise
            
                        —
                     
                     
                        durch eine Bewertung der abweichenden Probe in weiteren Tests,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        durch die Verwendung eines alternativen Verfahrens oder Markers,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        durch die Überprüfung des Patienten im Hinblick auf seinen klinischen Status und seine Diagnose und
                     
                  
                        —
                     
                     
                        durch das Testen von Folgeproben.
                     
                  3.1.6.   Leistungsbewertungen sind an einer Population durchzuführen, die der europäischen Bevölkerung entspricht.
            3.1.7.   In einer Leistungsbewertung verwendete positive Proben sind so auszuwählen, dass sie verschiedene Stadien der betreffenden Krankheit(en), unterschiedliche Antikörpermuster, unterschiedliche Genotypen, Subtypen, Mutanten usw. widerspiegeln.
            3.1.8.   Die Sensitivität bei echt positiven und Serokonversionsproben ist wie folgt zu bewerten:
            
                        3.1.8.1.
                     
                     
                        Die diagnostische Sensitivität von Produkten während der Serokonversion muss dem Stand der Technik entsprechen. Unabhängig davon, ob von der benannten Stelle oder dem Hersteller weitere Tests an den gleichen oder an zusätzlichen Serokonversionspanels vorgenommen werden, müssen die Ergebnisse die ursprünglichen Daten der Leistungsbewertung bestätigen (siehe Tabelle 1). Serokonversionspanels sollten mit (einer) negativen Blutprobe(n) beginnen und die Intervalle zwischen den Blutabnahmen sollten kurz sein.
                     
                  
                        3.1.8.2.
                     
                     
                        Bei Blut-Screening-Produkten (mit Ausnahme der HBsAg- und der Anti-HBc-Tests) muss das Produkt, das die CE-Kennzeichnung erhalten soll, für alle echt positiven Proben einen positiven Befund anzeigen (Tabelle 1). Bei HBsAg- und Anti-HBc-Tests muss das neue Produkt eine Gesamtleistung erbringen, die derjenigen des etablierten Produkts (vgl. Grundsatz 3.1.4) zumindest gleichwertig ist.
                     
                  
                        3.1.8.3.
                     
                     
                        Bei HIV-Tests:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    muss für alle Proben der HIV-Serokonversion ein positiver Befund angezeigt werden und
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    es müssen mindestens 40< Proben der frühen HIV-Serokonversion getestet werden. Die Ergebnisse sollten dem Stand der Technik entsprechen.
                                 
                              
                  3.1.9.   Die Leistungsbewertung von Screeningtests muss (sofern bei seltenen Infektionen erhältlich) 25 positive frische Serum- bzw. Plasmaproben vom gleichen Tag umfassen (≤ ein Tag nach Blutabnahme).
            3.1.10.   In einer Leistungsbewertung verwendete negative Proben sind so auszuwählen, dass sie die Zielpopulation widerspiegeln, für die der Test bestimmt ist, beispielsweise Blutspender, Krankenhauspatienten, Schwangere usw.
            3.1.11.   Bei Leistungsbewertungen für Screeningtests (Tabelle 1) sind Blutspenderpopulationen von mindestens zwei Blutspendezentren zu untersuchen, wobei es sich um aufeinander folgende Blutspenden handeln muss, die nicht zwecks Ausschluss von Erstspendern selektiert wurden.
            3.1.12.   Sofern in den beigefügten Tabellen nicht anders angegeben, müssen die Produkte bei Blutspenden eine Spezifität von mindestens 99,5 % aufweisen. Die Spezifität wird berechnet, indem man berücksichtigt, wie häufig bei Blutspendern, die hinsichtlich des Zielmarkers negativ sind, bei wiederholter Testung ein reaktives Ergebnis (d. h. ein falsch positiver Befund) auftritt.
            3.1.13.   Als Teil der Leistungsbewertung sind die Produkte auch im Hinblick auf die Wirkung potenziell störender Substanzen zu bewerten. Welche potenziell störenden Substanzen bewertet werden, hängt bis zu einem gewissen Grad von der Zusammensetzung des Reagens und dem Versuchsaufbau ab. Die Ermittlung potenziell störender Stoffe ist Bestandteil der Risikoanalyse, die nach den grundlegenden Anforderungen für jedes neue Produkt vorgeschrieben ist; dies kann beispielsweise auch Folgendes umfassen:
            
                        —
                     
                     
                        Proben, die ‚verwandte‘ Infektionen darstellen,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Multipara-Proben, d. h. Proben von Frauen, die mehrmals schwanger waren; weiterhin Proben von Patienten, die einen positiven Rheumafaktor-Befund aufweisen,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        bei rekombinanten Antigenen Proben, die menschliche Antikörper gegen Komponenten des Expressionssystems, wie beispielsweise Anti-E.-coli oder Anti-Hefe aufweisen.
                     
                  3.1.14.   Bei Produkten, die vom Hersteller zur Untersuchung von Serum und Plasma bestimmt sind, ist bei der Leistungsbewertung die Serum-Plasma-Entsprechung nachzuweisen. Der Nachweis ist an mindestens 50 Spenden (25 positiven und 25 negativen) zu führen.
            3.1.15.   Bei Produkten, die zur Verwendung mit Plasma bestimmt sind, ist bei der Leistungsbewertung die Leistung des Produkts unter Verwendung aller Antikoagulanzien nachzuweisen, die der Hersteller für die Verwendung mit diesem Produkt angibt. Der Nachweis ist an mindestens 50 Spenden (25 positiven und 25 negativen) zu führen.
            3.1.16.   Als Bestandteil der erforderlichen Risikoanalyse ist die zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems in wiederholten Tests an schwach positiven Proben zu ermitteln.
            3.1.17.   Wenn es für ein neues unter Anhang II Liste A fallendes In-vitro-Diagnostikum keine Gemeinsamen Technischen Spezifikationen gibt, so sind die GTS für ein verwandtes Produkt maßgeblich. Verwandte Produkte lassen sich anhand verschiedener Kriterien feststellen, z. B. derselbe oder ähnlicher Verwendungszweck oder ähnliche Risiken.
            3.2.   Zusatzanforderungen an kombinierte HIV-Antikörper/Antigen-Tests
            3.2.1.   Für kombinierte HIV-Antikörper/Antigen-Tests, die für den Nachweis der Anti-HIV-Antikörper und des p24-Antigens bestimmt sind und die zudem dem Einzelnachweis des p24-Antigens dienen, sind die Tabellen 1 und 5 maßgebend, einschließlich der Kriterien für die analytische Sensitivität für das p24-Antigen.
            3.2.2.   Für kombinierte HIV-Antikörper/Antigen-Tests, die für den Nachweis der Anti-HIV-Antikörper und des p24-Antigens bestimmt sind und die nicht dem Einzelnachweis des p24-Antigens dienen, sind die Tabellen 1 und 5 maßgebend, ausschließlich der Kriterien für die analytische Sensitivität für das p24-Antigen.
            3.3.   Zusätzliche Anforderungen für Nukleinsäuren-Amplifikationstechniken (NAT)
            Die Kriterien für die Leistungsbewertung von NAT-Assays sind der Tabelle 2 zu entnehmen.
            3.3.1.   Bei Assays zur Amplifikation von Zielsequenzen entspricht eine Funktionskontrolle für jede Probe (interne Kontrolle) dem Stand der Technik. Diese Kontrolle soll möglichst das ganze Verfahren, d. h. die Extraktion, Amplifikation/Hybridisierung und den Nachweis überprüfen.
            3.3.2.   Die analytische Sensitivität oder die Nachweisgrenze bei NAT-Assays muss durch den 95 % positiven Cut-Off-Wert angegeben werden. Dieser Wert entspricht der Analytenkonzentration, bei der in 95 % der Testläufe positive Befunde angezeigt werden, und zwar bei Verdünnungsreihen eines internationalen Referenzmaterials, z. B. eines WHO-Standards oder eines daran kalibrierten Referenzmaterials.
            3.3.3.   Die Genotyperkennung ist durch geeignete Primer- oder Sondenauslegung nachzuweisen und durch Testen genotypisierter Bezugsproben zu validieren.
            3.3.4.   Die Ergebnisse quantitativer NAT-Assays müssen sich auf internationale Standards oder an ihnen kalibrierte Referenzmaterialien, sofern vorhanden, zurückführen lassen und in internationalen Einheiten ausgedrückt werden, die in dem speziellen Anwendungsbereich verwendet werden.
            3.3.5.   NAT-Assays können zum Virusnachweis in antikörper-negativen Proben, d. h. Proben aus der Präserokonversionsphase, verwendet werden. Viren innerhalb von Immunkomplexen können sich, beispielsweise während eines Zentrifugiervorgangs, anders als freie Viren verhalten. Daher ist es wichtig, dass in Robustheitsstudien antikörper-negative Proben (aus der Präserokonversionsphase) enthalten sind.
            3.3.6.   Zur Untersuchung möglicher Verschleppungen sind mindestens fünf Testreihen mit abwechselnd hoch positiven und negativen Proben während der Robustheitsprüfung durchzuführen. Die hoch positiven Proben sollen auch Proben mit natürlich auftretenden, hohen Virustitern umfassen.
            3.3.7.   Die Fehlerrate des Gesamtsystems, die zu falsch negativen Befunden führt, ist durch das Testen schwach positiver Proben zu ermitteln. Diese schwach positiven Proben müssen eine Viruskonzentration enthalten, die dem Dreifachen der Viruskonzentration des 95 % positiven Cut-Off-Wertes entspricht.
            3.4.   GTS für Freigabetests des Herstellers bei Reagenzien und Reagenzprodukten zum Nachweis, zur Bestätigung und zur quantitativen Bestimmung von Markern einer Infektion mit HIV (HIV 1 und 2), HTLV I und II sowie Hepatitis B, C und D in Proben menschlichen Ursprungs (nur Immunoassays)
            3.4.1.   Durch die Kriterien für die Freigabetests des Herstellers ist sicherzustellen, dass für jede Charge die relevanten Antigene, Epitope und Antikörper einheitlich und durchgängig erkennbar sind.
            3.4.2.   Die Chargenfreigabetests des Herstellers für Screeningtests müssen mindestens 100 Proben mit negativem Befund für den relevanten Analyten umfassen.
            3.5.   GTS für die Leistungsbewertung von Reagenzien und Reagenzprodukten zur Bestimmung folgender Blutgruppen-Antigene: AB0-Blutgruppensystem AB01 (A), AB02 (B), AB03 (A, B), Rhesus-Blutgruppensystem RH1 (D), RH2 (C), RH3 (E), RH4 (c), RH5 (e), Kell-Blutgruppensystem KEL1 (K)
            Die Kriterien für die Leistungsbewertung von Reagenzien und Reagenzprodukten zur Bestimmung folgender Blutgruppen-Antigene: AB0-Blutgruppensystem AB01 (A), AB02 (B), AB03 (A, B), Rhesus-Blutgruppensystem RH1 (D), RH2 (C), RH3 (E), RH4 (c), RH5 (e), Kell-Blutgruppensystem KEL1 (K) sind der Tabelle 9 zu entnehmen.
            3.5.1.   Sämtliche Leistungsbewertungen sind in direktem Vergleich mit einem eingeführten Produkt durchzuführen, das dem Stand der Technik entspricht. Für den Vergleich muss ein CE-gekennzeichnetes Produkt verwendet werden, sofern ein solches zum Zeitpunkt der Leistungsbewertung am Markt verfügbar ist
            3.5.2.   Treten innerhalb einer Bewertung abweichende Testergebnisse auf, so sind sie möglichst weitgehend aufzuklären, beispielsweise
            
                        —
                     
                     
                        durch eine Bewertung der abweichenden Probe in weiteren Tests,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        durch die Verwendung eines alternativen Verfahrens.
                     
                  3.5.3.   Leistungsbewertungen sind an einer Population durchzuführen, die der europäischen Bevölkerung entspricht.
            3.5.4.   Die für die Leistungsbewertung verwendeten positiven Proben sind so auszuwählen, dass sie auch eine abweichende und schwache Antigen-Expression widerspiegeln.
            3.5.5.   Als Teil der Leistungsbewertung sind die Produkte auch im Hinblick auf die Wirkung potenziell störender Substanzen zu bewerten. Welche potenziell störenden Substanzen bewertet werden, hängt bis zu einem gewissen Grad von der Zusammensetzung des Reagens und dem Versuchsaufbau ab. Die Ermittlung potenziell störender Substanzen ist Bestandteil der Risikoanalyse, die nach den grundlegenden Anforderungen für jedes neue Produkt vorgeschrieben ist.
            3.5.6.   Bei Produkten, die zur Verwendung mit Plasma bestimmt sind, ist bei der Leistungsbewertung die Leistung des Produkts unter Verwendung aller Antikoagulanzien nachzuweisen, die der Hersteller für die Verwendung mit diesem Produkt angibt. Der Nachweis ist an mindestens 50 Spenden zu führen.
            3.6.   GTS für Freigabetests des Herstellers bei Reagenzien und Reagenzprodukten zur Bestimmung folgender Blutgruppen-Antigene: AB0-Blutgruppensystem AB01 (A), AB02 (B), AB03 (A, B), Rhesus-Blutgruppensystem RH1 (D), RH2 (C), RH3 (E), RH4 (c), RH5 (e), Kell-Blutgruppensystem KEL1 (K)
            3.6.1.   Durch die Kriterien für die Freigabetests des Herstellers ist sicherzustellen, dass für jede Charge die relevanten Antigene, Epitope und Antikörper einheitlich und durchgängig erkennbar sind.
            3.6.2.   Die Anforderungen an die Chargenfreigabetests der Hersteller sind der Tabelle 10 zu entnehmen.
            Tabelle 1
            ‚Screening‘-Tests: Anti-HIV 1 und 2, Anti-HTLV I und II, Anti-HCV, HBsAg, Anti-HBc
            
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        Anti-HIV-1/2
                     
                     
                        Anti-HTLV-I/II
                     
                     
                        Anti-HCV
                     
                     
                        HBsAg
                     
                     
                        Anti-HBc
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        400 HIV-1
                        100 HIV-2
                        darunter 40 Non-B-Subtypen, alle verfügbaren HIV-1-Subtypen sollten mit mindestens 3 Proben je Subtyp vertreten sein
                     
                     
                        300 HTLV-I
                        100 HTLV-II
                     
                     
                        400 (positive Proben)
                        darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln
                        Genotypen 1-4: > 20 Proben je Genotyp (einschließlich nicht-A-Subtypen von Genotyp 4);
                        5: > 5 Proben,
                        6: sofern vorhanden
                     
                     
                        400
                        400 darunter auch Berücksichtigung der Subtypen
                     
                     
                        400
                        400 einschließlich Bewertung anderer HBV-Marker
                     
                  
                        Serokonversionspanels
                     
                     
                        20 Panels
                        10 weitere Panels (bei benannter Stelle oder Hersteller)
                     
                     
                        Festzulegen, wenn verfügbar
                     
                     
                        20 Panels
                        10 weitere Panels (bei benannter Stelle oder Hersteller)
                     
                     
                        20 Panels
                        10 weitere Panels (bei benannter Stelle oder Hersteller)
                     
                     
                        Festzulegen, wenn verfügbar
                     
                  
                        Analytische Sensitivität
                     
                     
                        Standards
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        0,130 IE/ml (zweiter Internationaler Standard für HBsAg, Subtyp adw2, Genotyp A, NIBSC-Code 00/588)
                     
                     
                         
                     
                  
                        Spezifität
                     
                     
                        Nicht selektierte Spender (einschließlich Erstspender)
                     
                     
                        5 000
                     
                     
                        5 000
                     
                     
                        5 000
                     
                     
                        5 000
                     
                     
                        5 000
                     
                  
                        Krankenhauspatienten
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                  
                        Blutproben mit möglicher Kreuzreaktion (RF-positiv, verwandte Viren, Schwangere usw.)
                     
                     
                        100
                     
                     
                        100
                     
                     
                        100
                     
                     
                        100
                     
                     
                        100
                     
                  
               
            Tabelle 2
            NAT-Tests bei HIV 1, HCV, HBV und HTLV I/II (qualitative und quantitative Tests, nicht molekulare Typisierung)
            
                        HIV1
                     
                     
                        HCV
                     
                     
                        HBV
                     
                     
                        HTLV I/II
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        NAT
                     
                     
                        qualitativ
                     
                     
                        quantitativ
                     
                     
                        qualitativ
                     
                     
                        quantitative
                     
                     
                        qualitativ
                     
                     
                        quantitativ
                     
                     
                        qualitativ
                     
                     
                        quantitativ
                     
                  
                        wie bei quantitativen HIV-Tests
                     
                     
                        wie bei quantitativen HIV-Tests
                     
                     
                        wie bei quantitativen HIV-Tests
                     
                  
                        Sensitivität Nachweisgrenze Nachweis der analytischen Sensitivität (IE/ml; festgelegt nach WHO-Standards oder daran kalibrierten Referenzmaterialien)
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)
                     
                     
                        Nachweisgrenze: wie bei qualitativen Tests; Quantifizierungsgrenze: Verdünnungen (halb-log. 10 oder weniger) kalibrierter Referenzpräparate, Festlegung der unteren/oberen Quantifizierungsgrenze, Präzision, Genauigkeit, ‚linearer‘ Messbereich, ‚dynamischer Bereich‘. Reproduzierbarkeit bei verschiedenen Konzentrationsstufen ist nachzuweisen.
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)
                     
                     
                         
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)
                     
                     
                         
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Genotyp/Subtyp-Bestimmung/Effizienz der quantitativen Bestimmung
                     
                     
                        Mindestens 10 Proben je Subtyp (sofern vorhanden)
                     
                     
                        Verdünnungsreihen aller relevanten Genotypen/Subtypen, vorzugsweise von Referenzmaterialien, sofern vorhanden
                     
                     
                        Mindestens 10 Proben je Genotyp (sofern vorhanden)
                     
                     
                         
                     
                     
                        Sofern kalibrierte Referenzmaterialien für den Genotyp vorhanden sind
                     
                     
                         
                     
                     
                        Sofern kalibrierte Referenzmaterialien für den Genotyp vorhanden sind
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Zellkulturüberstände (könnten seltene HIV-1-Subtypen ersetzen)
                     
                     
                        Mit geeigneten Verfahren quantifizierte Transkripte oder Plasmide dürfen verwendet werden.
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1) soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative
                     
                     
                         
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1) soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative
                     
                     
                         
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1) soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative
                     
                     
                         
                     
                     
                        Gemäß EU-Validierungsleitlinie (1) soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität negative Proben
                     
                     
                        500 Blutspender
                     
                     
                        100 Blutspender
                     
                     
                        500 Blutspender
                     
                     
                         
                     
                     
                        500 Blutspender
                     
                     
                         
                     
                     
                        500 einzelne Blutspenden
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Marker mit möglicher Kreuzreaktion
                     
                     
                        Durch Nachweis eines geeigneten Testdesigns (z. B. Sequenzvergleich) und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Retroviren (z. B. HTLV) positiv sind
                     
                     
                        Wie bei qualitativen Tests
                     
                     
                        Durch Testdesign und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Flaviviren (z. B. HGV, YFV) positiv sind
                     
                     
                         
                     
                     
                        Durch Nachweis geeigneter Versuchskonzeption und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für andere DNA-Viren positiv sind
                     
                     
                         
                     
                     
                        Durch Testdesign und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Retroviren (z. B. HIV-) positiv sind
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Robustheit
                     
                     
                         
                     
                     
                        Wie bei qualitativen Tests
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Kreuzkontaminierung
                     
                     
                        Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Inhibition
                     
                     
                        Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens
                     
                     
                         
                     
                     
                        Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens
                     
                     
                         
                     
                     
                        Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens
                     
                     
                         
                     
                     
                        Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems
                     
                     
                        Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben
                     
                     
                         
                     
                     
                        99/100 Tests sind positiv
                     
                  
                        
                           Anmerkung: Als Akzeptanzkriterium für die ‚zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems‘ gilt 99 positive Befunde bei 100 Tests.
                        Für quantitative NATs ist an mindestens 100 positiven Proben eine Studie durchzuführen, die den Routinebedingungen der Anwender entspricht (z. B. keine Vorauswahl der Proben). Parallel dazu sind Vergleichsdaten mit einem anderen NAT-Testsystem zu gewinnen.
                        Für qualitative NATs ist die diagnostische Sensitivität an mindestens 10 Serokonversionspanels zu untersuchen. Parallel sind Vergleichsdaten von anderen NAT-Testsystemen zu erzeugen.
                     
                  
               
            Tabelle 3
            Schnelltests für Anti-HIV 1 und 2, Anti-HCV, HBsAg, Anti-HBc, Anti-HTLV I und II
            
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        Anti-HIV 1/2
                     
                     
                        Anti-HCV
                     
                     
                        HBsAg
                     
                     
                        Anti-HBc
                     
                     
                        anti-HTLV I/II
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                  
                        Serokonversionspanels
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                     
                        Kriterien wie bei Screeningtests
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                        Negative Proben
                     
                     
                        1 000 Blutspenden
                     
                     
                        1 000 Blutspenden
                     
                     
                        1 000 Blutspenden
                     
                     
                        1 000 Blutspenden
                     
                     
                        1 000 Blutspenden
                     
                     
                        ≥ 99 % (anti-HBc: ≥ 96 %)
                     
                  
                        200 klinische Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben
                     
                  
                        200 Proben von Schwangeren
                     
                     
                        200 Proben von Schwangeren
                     
                     
                        200 Proben von Schwangeren
                     
                     
                         
                     
                     
                        200 Proben von Schwangeren
                     
                  
                        100 potenziell störende Proben
                     
                     
                        100 potenziell störende Proben
                     
                     
                        100 potenziell störende Proben
                     
                     
                        100 potenziell störende Proben
                     
                     
                        100 potenziell störende Proben
                     
                  
               
            Tabelle 4
            Bestätigungs-/Ergänzungstests für Anti-HIV 1 und 2, Anti-HTLV I und II, Anti-HCV, HBsAg
            
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        Anti-HIV-Bestätigungstest
                     
                     
                        Anti-HTLV-Bestätigungstest
                     
                     
                        HCV-Ergänzungstest
                     
                     
                        HbsAg-Bestätigungstest
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        200 HIV-1 und 100 HIV-2
                     
                     
                        200 HTLV-I und 100 HTLV-II
                     
                     
                        300 HCV (positive Proben)
                     
                     
                        300 HBsAg
                     
                     
                        Korrekte Bestimmung als positiv (oder unbestimmt), nicht negativ
                     
                  
                        Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln
                     
                     
                         
                     
                     
                        Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln.
                        Antikörpermuster widerspiegeln. Genotypen 1-4: > 20 Proben (einschließlich Nicht-A-Subtypen von Genotyp 4);
                        5: > 5 Proben,
                        6: sofern vorhanden
                     
                     
                        Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien
                        20 hoch positive Proben (> 26 IE/ml); 20 Proben im Cut-Off-Bereich
                     
                     
                         
                     
                  
                        Serokonversionspanels
                     
                     
                        15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels
                     
                     
                         
                     
                     
                        15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels
                     
                     
                        15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels
                     
                     
                         
                     
                  
                        Analytische Sensitivität
                     
                     
                        Standards
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        zweite Internationale Norm für HbsAg, Subtyp adw2, Genotyp A, NIBSC-Code 00/588
                     
                     
                         
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                        Negative Proben
                     
                     
                        200 Blutspenden
                     
                     
                        200 blood donation
                     
                     
                        200 Blutspenden
                     
                     
                        10 falsch positive Befunde aus der Leistungsbewertung des Screeningtests (2)
                        
                     
                     
                        Keine falsch positiven Befunde/ (2) keine Neutralisierung
                     
                  
                        200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren
                     
                     
                        200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren
                     
                     
                        200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests
                     
                     
                        50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests
                     
                     
                        50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests
                     
                     
                        50 potenziell störende Proben
                     
                     
                         
                     
                  
               
            Tabelle 5
            HIV-1-Antigen
            
                         
                     
                     
                        HIV-1 Antigen Assay
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        50 HIV-1-Ag-positive Proben
                        50 Zellkulturüberstände, darunter auch verschiedene HIV-1-Subtypen und HIV-2
                     
                     
                        Korrekte Bestimmung (nach Neutralisierung)
                     
                  
                        Serokonversionspanels
                     
                     
                        20 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels
                     
                     
                         
                     
                  
                        Analytische Sensitivität
                     
                     
                        Standards
                     
                     
                        HIV-1-p24-Antigen, erstes Internationales Referenzreagens, NIBSC-Code 90/636
                     
                     
                        ≤ 2 IE/ml
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                         
                     
                     
                        200 Blutspenden
                        200 klinische Proben
                        50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        ≥ 99,5 % nach Neutralisierung
                     
                  
               
            Tabelle 6
            Serotypisierungs- und Genotypisierungstest: HCV
            
                         
                     
                     
                        HCV-Serotypisierungs- und Genotypisierungstest
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        200 (positive Proben)
                        Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln.
                        Genotypen 1-4: > 20 Proben (einschließlich nicht-A-Subtypen von Genotyp 4);
                        5: > 5 Proben,
                        6: sofern vorhanden
                     
                     
                        ≥ 95 % Übereinstimmung zwischen Serotypisierung und Genotypisierung
                        > 95 % Übereinstimmung zwischen Genotypisierung und Sequenzierung
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                        Negative Proben
                     
                     
                        100
                     
                     
                         
                     
                  
               
            Tabelle 7
            HBV-Marker: Anti-HBs, Anti-HBc IgM, Anti-HBe, HBeAg
            
                         
                     
                     
                        Anti-HBs
                     
                     
                        Anti-HBc IgM
                     
                     
                        Anti-HBe
                     
                     
                        HBeAg
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        100 Impflinge
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        ≥ 98 %
                     
                  
                        100 natürlich infizierte Personen
                     
                     
                        darunter auch Proben aus verschiedenen Infektionsstadien (akut/chronisch usw.)
                        Das Akzeptanzkriterium sollte nur auf Proben aus dem akuten Infektionsstadium angewandt werden.
                     
                     
                        darunter auch Proben aus verschiedenen
                     
                     
                        Infektionsstadien (akut/chronisch usw
                     
                  
                        Serokonversionspanels
                     
                     
                        10 Verläufe oder Anti-HBs-Serokonversionen
                     
                     
                        Sofern verfügbar
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Analytische Sensitivität
                     
                     
                        Standards
                     
                     
                        1. internationales WHO-Referenzpräparat 1977; NIBSC, Vereinigtes Königreich
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        HBe-Referenzantigen 82; PEI, Deutschland
                     
                     
                        Anti-HBs: < 10 mIU/ml
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                        Negative specimens
                     
                     
                        500
                     
                     
                        200 Blutspenden
                     
                     
                        200 blood donation
                     
                     
                        200 Blutspenden
                     
                     
                        ≥ 98 %
                     
                  
                        Including klinische Proben 50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben 50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben 50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        200 klinische Proben 50 potenziell störende Proben
                     
                  
               
            Tabelle 8
            HDV-Marker: Anti-HDV, Anti-HDV-IgM, Delta-Antigen
            
                         
                     
                     
                        Anti-HDV
                     
                     
                        Anti-HDV IgM
                     
                     
                        Delta Antigen
                     
                     
                        Akzeptanzkriterium
                     
                  
                        Diagnostische Sensitivität
                     
                     
                        Positive Proben
                     
                     
                        100
                     
                     
                        50
                     
                     
                        10
                     
                     
                        ≥ 98 %
                     
                  
                        Specifying HBV-markers
                     
                     
                        Specifying HBV-markers
                     
                     
                        Specifying HBV-markers
                     
                  
                        Diagnostische Spezifität
                     
                     
                        Negative specimens
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        200
                     
                     
                        ≥ 98 %
                     
                  
                        Including klinische Proben
                     
                     
                        Including klinische Proben
                     
                     
                        Including klinische Proben
                     
                  
                        50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        50 potenziell störende Proben
                     
                     
                        50 potenziell störende Proben
                     
                  
               
            Tabelle 9
            Blutgruppen-Antigene in den Blutgruppensystemen AB0, Rh und Kell
            
                         
                     
                     
                        1
                     
                     
                        2
                     
                     
                        3
                     
                  
                        Spezifizität
                     
                     
                        Anzahl der Tests je empfohlenem Verfahren
                     
                     
                        Für ein neues Produkt zu testende Gesamtprobenzahl
                     
                     
                        Für eine neue Formulierung zu testende Gesamtprobenzahl, oder Verwendung klar charakterisierter Reagenzien
                     
                  
                        Anti-AB01 (Anti-A), Anti-AB02 (Anti-B), Anti-AB03 (Anti-A,B)
                     
                     
                        500
                     
                     
                        3 000
                     
                     
                        1 000
                     
                  
                        Anti-RH1 (anti-D)
                     
                     
                        500
                     
                     
                        3 000
                     
                     
                        1 000
                     
                  
                        Anti-RH2 (anti-C), anti-RH4 (anti-c), anti-RH3 (anti-E)
                     
                     
                        100
                     
                     
                        1 000
                     
                     
                        200
                     
                  
                        Anti-RH5 (anti-e)
                     
                     
                        100
                     
                     
                        500
                     
                     
                        200
                     
                  
                        Anti-KEL1 (anti-K)
                     
                     
                        100
                     
                     
                        500
                     
                     
                        200
                     
                  Akzeptanzkriterium:
            Alle vorstehenden Reagenzien müssen hinsichtlich der behaupteten Reaktivität des Produkts Testergebnisse aufweisen, die mit etablierten Reagenzien mit akzeptabler Leistung vergleichbar sind. Bei etablierten Reagenzien, deren Anwendungsbereich oder Verwendungsart geändert oder erweitert wurde, sind weitere Tests gemäß den in Spalte 1 (s. o.) aufgeführten Anforderungen durchzuführen.
            Die Leistungsbewertung von Anti-D-Reagenzien muss auch Tests an einer Reihe von schwachen und partiellen RH1-Proben (D) umfassen, je nach Verwendungszweck des Produkts.
            Eigenschaften:
            
                        klinische Proben
                     
                     
                        :
                     
                     
                        10 % der Testpopulation
                     
                  
                        Proben von Neugeborenen
                     
                     
                        :
                     
                     
                        > 2 % der Testpopulation
                     
                  
                        ABNull-Proben
                     
                     
                        :
                     
                     
                        > 40 % von A, B positiv
                     
                  
                        ‚D schwach‘
                     
                     
                        :
                     
                     
                        > 2 % von RH1 (D) positiv
                     
                  
               Tabelle 10
            
            Chargenfreigabekriterien für Reagenzien und Reagenzprodukte zur Bestimmung der Blutgruppen-Antigene in den Blutgruppensystemen ABO, Rh und Kell
            
               Testanforderungen an die Spezifität jedes Reagens
            
            1.   Testreagenzien
            
            
                        Blutgruppenreagenzien
                     
                     
                        Mindestanzahl der zu testenden Kontrollzellen
                     
                  
                         
                     
                     
                        Positive Reaktionen
                     
                     
                         
                     
                     
                        Negative Reaktionen
                     
                  
                         
                     
                     
                        A1
                     
                     
                        A2B
                     
                     
                        Ax
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        B
                     
                     
                        0
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-ABO1 (anti-A)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2 (3)
                        
                     
                     
                         
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                        B
                     
                     
                        A1B
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        A1
                     
                     
                        0
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-ABO2 (anti-B)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                        A1
                     
                     
                        A2
                     
                     
                        Ax
                     
                     
                        B
                     
                     
                        0
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-ABO3 (anti-A,B)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                        4
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                        R1r
                     
                     
                        R2r
                     
                     
                        WeakD
                     
                     
                         
                     
                     
                        r’r
                     
                     
                        r’’r
                     
                     
                        rr
                     
                  
                        Anti-RH1 (anti-D)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2
                     
                     
                        2 (3)
                        
                     
                     
                         
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                  
                         
                     
                     
                        R1R2
                     
                     
                        R1r
                     
                     
                        r’r
                     
                     
                         
                     
                     
                        R2R2
                     
                     
                        r’’r
                     
                     
                        rr
                     
                  
                        Anti-RH2 (anti-C)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                         
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                  
                         
                     
                     
                        R1R2
                     
                     
                        R1r
                     
                     
                        r’r
                     
                     
                         
                     
                     
                        R1R1
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-RH4 (anti-c)
                     
                     
                        1
                     
                     
                        2
                     
                     
                        1
                     
                     
                         
                     
                     
                        3
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                        R1R2
                     
                     
                        R2r
                     
                     
                        r’’r
                     
                     
                         
                     
                     
                        R1R1
                     
                     
                        r’r
                     
                     
                        rr
                     
                  
                        Anti-RH 3 (anti-E)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                         
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                  
                         
                     
                     
                        R1R2
                     
                     
                        R2r
                     
                     
                        r’’r
                     
                     
                         
                     
                     
                        R2R2
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-RH5 (anti-e)
                     
                     
                        2
                     
                     
                        1
                     
                     
                        1
                     
                     
                         
                     
                     
                        3
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                         
                     
                     
                        Kk
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        kk
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        Anti-KEL1 (anti-K)
                     
                     
                        4
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        3
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                  
                        
                           Anmerkung: Polyklonale Reagenzien sind an einem breiteren Zellpanel zu testen, um die Spezifität zu bestätigen und das Vorliegen einer unerwünschten Antikörperkontamination auszuschließen.
                     
                  Akzeptanzkriterium:
            Jede Charge eines Reagens muss im Einklang mit den Ergebnissen aus den Leistungsbewertungsdaten eindeutig positive oder negative Ergebnisse in allen empfohlenen technischen Verfahren aufweisen.
            2.   Kontrollmaterialien (Erythrozyten)
            
            Der Phänotyp der Erythrozyten, die für die Kontrolle der vorstehenden Blutgruppenreagenzien verwendet werden, sollte unter Verwendung eines etablierten Produkts bestätigt werden.“
         
      
      
         (1)  Leitlinie des Europäischen Arzneibuchs.
      
         Anmerkung: Als Akzeptanzkriterium für die ‚zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems‘ gilt 99 positive Befunde bei 100 Tests.
      Für quantitative NATs ist an mindestens 100 positiven Proben eine Studie durchzuführen, die den Routinebedingungen der Anwender entspricht (z. B. keine Vorauswahl der Proben). Parallel dazu sind Vergleichsdaten mit einem anderen NAT-Testsystem zu gewinnen.
      Für qualitative NATs ist die diagnostische Sensitivität an mindestens 10 Serokonversionspanels zu untersuchen. Parallel sind Vergleichsdaten von anderen NAT-Testsystemen zu erzeugen.
      
         (2)  Akzeptanzkriterium: keine Neutralisierung bei HBsAg-Bestätigungstest
      
         (3)  Nur mittels empfohlener technischer Verfahren, wenn Reaktivität auf diese Antigene angegeben ist.
      
         Anmerkung: Polyklonale Reagenzien sind an einem breiteren Zellpanel zu testen, um die Spezifität zu bestätigen und das Vorliegen einer unerwünschten Antikörperkontamination auszuschließen.