CELEX: 32018D1220(01)
Language: de
Date: 2018-12-11 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 11. Dezember 2018 über die Veröffentlichung des Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Gönci kajszibarack“ (g. g. A.)

20.12.2018   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 459/24
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 11. Dezember 2018
         über die Veröffentlichung des Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Gönci kajszibarack“ (g. g. A.)
         (2018/C 459/11)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 53 Buchstabe 2,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Ungarn hat gemäß Artikel 49 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 einen Antrag auf eine nicht geringfügige Änderung der Produktspezifikation für „Gönci kajszibarack“ (g. g. A.) eingereicht. Die Änderungen umfassen eine Änderung des Namens von „Gönci kajszibarack“ zu „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bedingungen der Verordnung erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 Einspruch erhoben werden kann, sollte der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 (2) der Kommission einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation für den eingetragenen Namen „Gönci kajszibarack“ (g. g. A.) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden —
                  
               BESCHLIEẞT:
         
            Einziger Artikel
            Der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014, einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Gönci kajszibarack“ (g. g. A.) findet sich im Anhang dieses Beschlusses.
            Im Einklang mit Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann innerhalb von drei Monaten ab der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union gegen die Änderung gemäß Absatz 1 dieses Artikels Einspruch erhoben werden.
         
         
            Brüssel, den 11. Dezember 2018
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.
         
            (2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission vom 13. Juni 2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 179 vom 19.6.2014, S. 36).
      
      
         
            ANHANG
            ANTRAG AUF GENEHMIGUNG EINER NICHT GERINGFÜGIGEN ÄNDERUNG DER PRODUKTSPEZIFIKATION EINER GESCHÜTZTEN URSPRUNGSBEZEICHNUNG ODER EINER GESCHÜTZTEN GEOGRAFISCHEN ANGABE
            
               Antrag auf Genehmigung einer Änderung gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012
            
            
               „GÖNCI KAJSZIBARACK“
            
            
               EU-Nr.: PGI-HU-0388-AM01 — 11.4.2017
            
            
               g. U. ( ) g. g. A. ( X )
            
            1.   Antragstellende Vereinigung und berechtigtes Interesse
            
            
                        Gyümölcsért Termelői Értékesítő Kft.
                     
                  
                        Külterület 068/8 HRSZ.
                     
                  
                        3885 Boldogkőváralja
                     
                  
                        MAGYARORSZÁG/UNGARN
                     
                  
                        
                                    Tel.
                                 
                                 
                                    +36 46587477
                                 
                              
                                    Fax
                                 
                                 
                                    +36 46587478
                                 
                              
                                    E-Mail:
                                 
                                 
                                    info@gyumolcsert.com
                                 
                              
                  Die Genossenschaft Abaúj-Gönc, die die Spezifikation erarbeitet hatte, wurde am 20. März 2013 abgewickelt. Deshalb hat die Gesellschaft Gyümölcsért Termelői Értékesítő, in der sich die wichtigsten Aprikosen-/Marillenerzeuger des Gebiets zusammengeschlossen haben, die mit dem geschützten Erzeugnis zusammenhängenden praktischen und administrativen Aufgaben übernommen. Gyümölcsért Termelői Értékesítő Kft., ein Zusammenschluss von mehr als 70 Aprikosen-/Marillenerzeugern, vermarktet jedes Jahr zwischen 1 500 und 2 000 Tonnen Aprikosen/Marillen aus dem Erzeugungsgebiet.
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Ungarn
            3.   Rubrik der Produktspezifikation, auf die sich die Änderung bezieht
            
            
                        —
                     
                     
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                        Name des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Beschreibung des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Geografisches Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Ursprungsnachweis
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Erzeugungsverfahren
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Kennzeichnung
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Sonstiges: Kontrolle, Kontrolleinrichtung
                     
                  4.   Art der Änderung(en)
            
            
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g. U. oder g. A.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g. U. oder g. g. A., für die kein Einziges Dokument (oder etwas Vergleichbares) veröffentlicht wurde.
                     
                  5.   Änderung(en)
            
            
               Punkt 1 der derzeit geltenden Produktspezifikation
            
            Der Name des Erzeugnisses „Gönci kajszibarack“ wurde durch den kürzeren Ausdruck „Gönci kajszi“ ergänzt, dessen Verwendung sich ebenfalls in der Umgangssprache verbreitet. Deshalb wird jede Erwähnung des Namens „Gönci kajszibarack“ in der Produktspezifikation durch den Namen „Gönci kajszi“ ergänzt.
            Der Name „Gönci kajszi“ ist auch im Handel zur Bezeichnung der Aprikosen/Marillen aus dem Gebiet bekannt und beliebt.
            Bei der vorgeschlagenen Änderung wird der Name „Gönci kajszibarack“ in Punkt 4.1 der Zusammenfassung (ABl. C 247 vom 14.9.2010) und an allen Stellen im Einzigen Dokument, das die Zusammenfassung ersetzt, durch den Namen „Gönci kajszi“ ergänzt.
            
               Punkt 2 der derzeit geltenden Produktspezifikation (Beschreibung des Erzeugnisses) und Punkt 3.2 des Einzigen Dokuments
            
            Der nachstehende (zweite) Absatz
            
               „Die Verwendung der geschützten geografischen Angabe ‚Gönci kajszibarack‘ ist für folgende Aprikosen der aus Prunus armeniaca L. hervorgegangenen folgenden Anbausorten zulässig: ‚Gönci magyar kajszi‘, ‚Magyar kajszi C.235‘ sowie ‚Mandulakajszi‘, ‚Bergeron‘, ‚Ceglédi Piroska‘, ‚Ceglédi bíborkajszi‘, ‚Ceglédi arany‘, ‚Ceglédi óriás‘ und ‚Pannónia‘.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Verwendung der geschützten geografischen Angabe ‚Gönci kajszibarack‘/‚Gönci kajszi‘ ist für die nachstehenden Aprikosensorten der aus Prunus armeniaca L. hervorgegangenen folgenden Anbausorten zulässig: ‚Gönci magyar kajszi‘, ‚Magyar kajszi C.235‘ sowie ‚Mandulakajszi‘, ‚Bergeron‘, ‚Ceglédi Piroska‘, ‚Ceglédi bíborkajszi‘, ‚Ceglédi arany‘, ‚Ceglédi óriás‘ und ‚Pannónia‘. Außerdem sollten alle Aprikosensorten hinzugefügt werden, die im Erzeugungsgebiet angebaut werden und deren wichtigste physikalische, chemische und organoleptische Merkmale den Merkmalen entsprechen, die die Qualität der oben aufgezählten Aprikosensorten ausmachen.“
            
            In den vergangenen zehn Jahren wurden aus der Pflanzenzucht hervorgegangene Sorten eingeführt, die widerstandsfähig gegen Krankheiten sind. Es war sinnvoll, diejenigen Sorten aufzunehmen, die die in der Produktspezifikation festgelegten chemischen, physikalischen und organoleptischen Merkmale aufweisen. Die Laboranalysen der neuen Sorten haben außerdem ergeben, dass das besondere Mikroklima des Erzeugungsgebiets der Aprikose „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“ ihren Geschmack und ihren Duft verleiht. Die meisten in diesem Gebiet angebauten Sorten weisen in Bezug auf den Zucker- und Säuregehalt eine höhere Qualität auf als dieselben Sorten, die auf anderen Anbauflächen in Ungarn erzeugt werden.
            
               Punkt 2.1 der derzeit geltenden Produktspezifikation (wichtigste physikalische, chemische und organoleptische Merkmale) und Punkt 3.2 des Einzigen Dokuments
            
            Der nachstehende (zweite) Absatz
            
               „Die Größesortierung erfolgt mittels einer im Handel verwendeten Sortierschablone Das Durchschnittsgewicht der Frucht (in g) entspricht ungefähr seinem Durchmesser (in mm).“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Größe wird durch die Messung des größten Querdurchmessers bestimmt.“
            
            Der zweite Satz dieses Absatzes wird gestrichen. Diese Änderung wird vorgeschlagen, weil innerhalb derselben Größenklasse zwischen den einzelnen Sorten erhebliche Größen- und Gewichtsunterschiede bestehen können.
            Der entsprechend geänderte Satz in der Produktspezifikation lautet wie folgt (Absatz 4): „Der Zuckergehalt wird zusammen mit einem Hinweis auf den prozentualen Reifegrad bestimmt, und die Aromastoffe werden bei einer organoleptischen Prüfung ermittelt, wobei je nach Sorte Unterschiede beim Säuregehalt (0,9-2,2 Vol-%) berücksichtigt werden.“ Dieser Satz wird in Punkt 4.2 der Zusammenfassung und in Punkt 3.2 der neuen Fassung des Einzigen Dokuments eingefügt, das also wie folgt ergänzt wird:
            
               „Die Größe wird durch die Messung des größten Querdurchmessers bestimmt.
               Der Zuckergehalt wird gemeinsam mit einem Hinweis auf den prozentualen Reifegrad bestimmt, und die Aromastoffe werden bei der organoleptischen Prüfung ermittelt, wobei je nach Sorte Unterschiede beim Säuregehalt (0,9-2,2 Vol-%) berücksichtigt werden.“
            
            
               Punkt 2.2 der derzeit geltenden Produktspezifikation (wichtigste Anforderungen, denen das Erzeugnis entsprechen muss) und Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments
            
            Der nachstehende (zweite) Absatz
            
               „Die Klassen entsprechen den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 851/2000 und deren Änderungsverordnungen, die nachstehenden strengeren Anforderungen sind jedoch zulässig:“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Es sind folgende Klassen vorgesehen:“
            
            Mit dieser Änderung sollen die Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung aus der Produktspezifikation gestrichen werden.
            Da Punkt 2.2 der Produktspezifikation insbesondere Anforderungen in Bezug auf die Verpackung enthält, wurde dieser Punkt auf Wunsch des Antragstellers in Punkt 3.5 (Absätze 2 bis 5) des Einzigen Dokuments eingefügt. Diese Anforderungen wurden in der Zusammenfassung nicht erwähnt, waren jedoch bereits in der Produktspezifikation enthalten.
            
               Punkt 4 der derzeit geltenden Produktspezifikation (Anhaltspunkte zum Nachweis, dass das Erzeugnis aus dem geografischen Gebiet stammt)
            
            Die nachstehenden Absätze
            „Durch das Qualitätskontrollsystem für die gesamte Erzeugung und Hantierung werden die Identifizierung und Rückverfolgbarkeit sowie die Kontrolle und Produktsicherheit gewährleistet, wobei die Erzeuger die von Hand gepflückten Früchte in Kunststoff- oder Holzkisten packen, welche mit einem den Ursprung des Erzeugnisses enthaltenden Etikett und am Boden mit einer Identifikationsnummer gekennzeichnet sind.
            Um die Erzeugung vorschriftsmäßig dokumentieren zu können, muss der Erzeuger ein Tagebuch zum Schutz des Ursprungs führen, das folgenden Angaben aufweist:
            
                        —
                     
                     
                        den Namen und die Identität des Erzeugers;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den Erzeugungsort, die Flurstücknummer der Anbaufläche, die Identifikationsnummer der Sorte/Parzelle und die Anzahl der in der Jugend- und in der Ertragsphase befindlichen Obstbäume der Obstanlage;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die Bezeichnung und den Ursprung der Obstsorte (bescheinigt in dem Ursprungszeugnis des Jungbaumes);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die Identifikationsnummer des Spritz-/Sprühtagebuches;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die Identifikationsnummer des Erntetagebuches, den Erntezeitpunkt und die im betreffenden Jahr geerntete gesamte Obstmenge pro Sorte/Parzelle.
                     
                  Das vorschriftsmäßig geführte Spritz-/Sprühtagebuch enthält die folgenden Angaben:
            
                        —
                     
                     
                        die im Laufe der Erzeugung angewendeten Chemikalien;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den Mengen der verwendeten/ausgebrachten Produkte (jeweils mit dem Zeitpunkt der Anwendung);
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Name und Zeitpunkt der verwendeten Pflanzenschutzmittel usw.
                     
                  Das Erntetagebuch ist während der Erntezeit zu führen und enthält die Anzahl der Obstbäume nach Sorte/Parzelle, das Erntedatum sowie die täglich geerntete Menge.“
            erhalten folgende Fassung:
            
               „Zur Identifizierung des Erzeugungsorts erstellt die Erzeugerorganisation (Termelői Értékesítő Szervezet) eine Liste der Erzeuger und Lieferanten von ‚Gönci kajszibarack‘/‚Gönci kajszi‘, in der die Erzeugungsorte der Erzeuger/Mitglieder aufgeführt sind. Die Erzeuger oder die Einrichtung, die das Erzeugnis verkauft, müssen über ein Überwachungssystem verfügen, das das Erzeugnis von der Erzeugung bis zum Verkauf über den gesamten Produktzyklus hinweg begleitet.
               Die Identifizierung der Erzeugnisse erfolgt zum Zeitpunkt der Annahme der Erzeugung bei der Identifizierung des Erzeugers, wobei dieser das Spritz-/Sprühtagebuch für das betreffende Erzeugnis vorlegen muss. Die Kennzeichnung und die Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses werden durch die auf dem Strichcode-Etikett angegebene Nummer der Partie sichergestellt. Diese Nummer begleitet die Partie während des gesamten Erzeugungsprozesses vom Anbau über die Annahme, die Lagerung, die Sortierung, die Verpackung und den Transport bis zum Verkauf. Die Partienummer muss auf jeder Erzeugungsstufe im Erzeugungstagebuch eingetragen werden. Die Partienummer des transportbereiten Erzeugnisses muss immer auf dem Lieferschein angegeben sein.“
            
            In der Produktspezifikation wird die Angabe zum Ursprungsnachweis geändert, weil dieser heute durch die Nutzung moderner elektronischer Rückverfolgungssysteme gewährleistet werden kann. Das verwendete System garantiert die Rückverfolgbarkeit über die gesamte Lieferkette vom Erzeugungsort bis zum Verbraucher.
            
               Punkt 5.1 der derzeit geltenden Produktspezifikation [Erzeugungsbedingungen (und Pflegeanforderungen)] Rubrik Saaten und Pflanzen
            Der nachstehende (zweite) Satz
            
               „Außerdem sollten zur Verhinderung von Apoplexie die edlen Sorten auf Unterlagen aufgesetzt werden, die für diese Krankheit nicht anfällig sind (z. B. Setzlinge von Wildaprikosen oder Kirschpflaume (Myrobalane), Unterlagen von Pflaume usw.).“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Außerdem sollten zur Verhinderung von Apoplexie die edlen Sorten auf Unterlagen aufgesetzt werden, die für diese Krankheit weniger anfällig sind (z. B. Unterlagen von Wildaprikose, Pfirsich, Pflaume usw.).“
            
            Zur Sicherstellung des Fortbestands der Anpflanzungen empfiehlt es sich, die Unterlagen für Aprikosen/Marillen an die neusten Vermehrungstechniken anzupassen.
            
               Punkt 5.1 der derzeit geltenden Produktspezifikation [Erzeugungsbedingungen (und Pflegeanforderungen)] Rubrik Schnitt / Abstand der Pflanzen
            Der nachstehende (erste) Satz
            
               „Die optimale Anbaufläche für Aprikosenbäume beträgt 7 x 4 m, die Spitze kann die Form einer Säule mit zusammenstehenden Ästen, eine Vaseform oder eine Schirmform aufweisen.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die optimale Anbaufläche für Aprikosenbäume beträgt je nach Art der Anpflanzung 7 x 4,6 m, 7 x 4,5 m oder 7 x 3,5 m, die Spitze kann die Form einer Säule mit zusammenstehenden Ästen, eine Vasenform oder eine Schirmform aufweisen.“
            
            Zur Erhöhung der Effizienz hat sich im Erzeugungsgebiet ein bei intensiveren Anbauverfahren angewandter Pflanzabstand von 7 m x 4,6 m, 7 m x 4,5 m bzw. 7 m x 3,5 m verbreitet. Der Pflanzabstand hat keine Auswirkungen auf die Qualität des Erzeugnisses.
            
               Punkt 5.1 der derzeit geltenden Produktspezifikation [Erzeugungsbedingungen (und Pflegeanforderungen)] Nährstoff- und Düngemitteleintrag
            Der nachstehende (zweite) Absatz
            
               „Es empfiehlt sich, nach Möglichkeit schon bei der Pflanzung oder vor Beginn der Erzeugung die Voraussetzungen zur Nährstoffbewirtschaftung zu schaffen. Im Laufe der Jahre haben die Anbauflächen einen erhöhten Nährstoffbedarf, sodass die Böden durch regelmäßiges Auflockern in die Lage versetzt werden müssen, die Nährstoffe zu liefern; durch die Kombination von chemischen und organischen Düngemitteln lässt sich der beste Ertrag erzielen.“
            
            erhält folgende Fassung (es wird ein Satz angefügt):
            
               „Es empfiehlt sich, nach Möglichkeit schon bei der Pflanzung oder vor Beginn der Erzeugung die Voraussetzungen zur Nährstoffbewirtschaftung zu schaffen. Im Laufe der Jahre haben die Anbauflächen einen erhöhten Nährstoffbedarf, sodass die Böden durch regelmäßiges Auflockern in die Lage versetzt werden müssen, die Nährstoffe zu liefern; durch die Kombination von chemischen und organischen Düngemitteln lässt sich der beste Ertrag erzielen. Anhand der Ergebnisse der Bodenprüfung und/oder der Analyse der Blätter lässt sich der Umfang der Düngung ökologisch rationell bestimmen.“
            
            
               Punkt 5.1 der derzeit geltenden Produktspezifikation [Erzeugungsbedingungen (und Pflegeanforderungen)] Rubrik Wasserbedarf, Bewässerung
            Der nachstehende (erste) Satz
            
               „Der Wasserbedarf der Aprikosenanpflanzungen wird größtenteils durch natürliche Niederschläge gedeckt.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Der Wasserbedarf der Aprikosenanpflanzungen wird in zunehmendem Umfang durch natürliche Niederschläge und durch installierte Bewässerungsanlagen gedeckt.“
            
            Die gute Praxis der Düngung und der Bewässerung wurde geändert, um die Umwelt zu schützen und ihren Fortbestand zu sichern.
            
               Punkt 5.2 der derzeit gültigen Produktspezifikation (Ernte)
            
            Der nachstehende (erste) Satz
            
               „Die Ernte beginnt Mitte Juni und dauert bis Ende August.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Ernte beginnt Mitte Juni und dauert bis Ende August (bei extremen Witterungsverhältnissen kann sie auch bis September dauern).“
            
            Mit dieser Änderung soll der derzeitigen Praxis entsprochen werden.
            Der letzte Gedankenstrich der Rubrik „Bei der Ernte zu beachtende Vorschriften“
            
                        „—
                     
                     
                        Außerdem empfiehlt es sich, für die Ernte der Früchte Leitern bereitzustellen und ferner darauf zu achten, dass die geernteten Früchte nicht zerdrückt werden [in der Verordnung (EG) Nr. 851/2000 der Kommission und deren Änderungsverordnungen sind die Qualitätsnormen für Aprikosen/Marillen festgelegt].“
                     
                  erhält folgende Fassung:
            
                        „—
                     
                     
                        Außerdem empfiehlt es sich, für die Ernte der Früchte Leitern bereitzustellen und ferner darauf zu achten, dass die geernteten Früchte nicht zerdrückt werden.“
                     
                  Mit dieser Änderung soll die Bezugnahme auf die aufgehobene Verordnung aus der Produktspezifikation gestrichen werden.
            Der zweite Satz des Absatzes nach der Rubrik „Bei der Ernte zu beachtende Vorschriften“
            
               „Das geografische Gebiet und die Anpflanzung, von der die in den Kühlhäusern eingelagerten Früchte stammen, lassen sich anhand des Etiketts auf der Kiste und der am Boden angebrachten Identifikationsnummer genau bestimmen.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Das geografische Gebiet und die Anpflanzung, von der die in den Kühlhäusern eingelagerten Früchte stammen, lassen sich anhand der Datenbank des internen Kontrollsystems genau bestimmen.“
            
            Ziel dieser Änderung ist die Anpassung an die Änderung in Punkt 4 der Produktspezifikation (Anhaltspunkte zum Nachweis, dass das Erzeugnis aus dem geografischen Gebiet stammt).
            
               Punkt 5.3 der derzeit geltenden Produktspezifikation (Lagerung) und Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments
            
            Der nachstehende (erste) Satz
            
               „Die Früchte werden in Kisten in die Kühlkammer verbracht und innerhalb einiger Stunden auf eine Lagertemperatur von ca. 4 °C abgekühlt.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Früchte werden in Kisten in die Kühlkammer verbracht und innerhalb einiger Stunden auf eine Lagertemperatur von ca. 6 °C bis 8 °C abgekühlt.“
            
            Der nachstehende (dritte) Satz
            
               „Nach der Klasseneinteilung werden die Früchte fertig verpackt in Obstkisten im Kühllager — je nach Lieferfrist — höchstens 30 Tage bei einer Temperatur von 4 °C bis 6 °C aufbewahrt.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Nach der Klasseneinteilung werden die Früchte fertig verpackt in Obstkisten im Kühllager — je nach Lieferfrist — höchstens 30 Tage bei einer Temperatur von 1 °C bis 6 °C aufbewahrt.“
            
            Die Kühltemperatur wurde an die derzeitigen technologischen Anforderungen angepasst.
            Auf Wunsch des Antragstellers wurde dieser Satz als Absatz 6 in Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments eingefügt. Er wurde in der Zusammenfassung nicht ausdrücklich erwähnt, war jedoch bereits in der Produktspezifikation enthalten.
            
               Punkt 5.4 der derzeit geltenden Produktspezifikation (Größensortierung und Verpackung) und Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments
            
            Der nachstehende (erste) Absatz
            
               „Die Größensortierung erfolgt von Hand mit Hilfe einer Sortierschablone. Die Größe der Aprikosen wird gemäß den in der Verordnung (EG) Nr. 851/2000 der Kommission und deren Änderungsverordnungen vorgesehenen Vermarktungsnormen durch Messung des größten Querdurchmessers bestimmt; die Größensortierung ist obligatorisch.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Größensortierung erfolgt mit Hilfe einer Schablone für die manuelle Sortierung oder einer mechanischen Sortiermaschine. Die Größe wird durch die Messung des größten Querdurchmessers bestimmt. Die Größensortierung ist obligatorisch.“
            
            Ziel dieser Änderung ist die Anpassung an die heutige Praxis und die Streichung der Bezugnahme auf die aufgehobene Verordnung aus der Produktspezifikation. Dieser Absatz wurde aus der Zusammenfassung gestrichen und steht auch nicht im Einzigen Dokument, das die Zusammenfassung ersetzt.
            Der nachstehende (zweite) Absatz wird gestrichen:
            
               „Verpackung und Aufmachung von ‚Gönci kajszibarack‘ / ‚Gönci kajszi‘ entsprechen ebenfalls den Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 851/2000 und deren Änderungsverordnungen, und die zusätzlich anzufügenden Angaben sind unter Punkt 8 der Produktspezifikation aufgeführt.“
            
            Mit dieser Änderung soll die Bezugnahme auf die aufgehobene Verordnung aus der Produktspezifikation gestrichen werden.
            Der nachstehende zweite Satz des (dritten) Absatzes
            
               „Die Aufmachung des Erzeugnisses richtet sich nach den Wünschen des Käufers: von der Plastikschale für 1 kg bis zur Steige für 10 kg. Als Verpackung für das Erzeugnis in loser Schüttung ist die Kiste für 10 kg (die sog. M10) vorgesehen, die international akzeptiert wird.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Aufmachung des Erzeugnisses richtet sich nach den Wünschen des Käufers: Das Gewicht der Packungen beträgt zwischen 0,3 kg und 10 kg.“
            
            Die Änderungen im Punkt Größensortierung und Verpackung wurden vorgenommen, um den Marktgepflogenheiten und dem Verbraucherbedarf zu entsprechen.
            Auf Wunsch des Antragstellers wurde der dritte Absatz (beginnend mit den Worten „Die Früchte der Klasse Extra…“) aus diesem Punkt der Produktspezifikation gestrichen und (als Absatz 7) in Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments eingefügt; außerdem wurde der vierte Absatz (beginnend mit den Worten „‚Gönci kajszibarack‘/‚Gönci kajszi‘ ist gegenüber mechanischen Beschädigungen sehr empfindlich…“) dieses Punkts der Produktspezifikation ebenfalls (als Absatz 1) in Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments eingefügt. Diese Anforderungen wurden in der Zusammenfassung nicht ausdrücklich erwähnt, waren jedoch bereits in der Produktspezifikation enthalten.
            
               Punkt 5.5 der derzeit gültigen Produktspezifikation (Transport)
            
            Der nachstehende (zweite) Satz des (zweiten) Absatzes
            
               „Die Bestimmung des Reifegrads erfolgt in der Regel anhand der Farbe, aber sensorische Prüfungen z. B. in Bezug auf den Geschmack oder die Festigkeit des Fruchtfleischs können ebenfalls nützlich sein.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die Bestimmung des Reifegrads erfolgt in der Regel anhand der Farbe, aber sensorische Prüfungen und Labortests z. B. in Bezug auf den Geschmack oder die Festigkeit des Fruchtfleischs, den Gehalt an Trockenmasse und den Säuregehalt können ebenfalls nützlich sein.“
            
            Mit dieser Änderung soll der derzeitigen Praxis entsprochen werden.
            Der (letzte) Satz des Absatzes
            
               „Es ist zulässig und obligatorisch, auf die zum Transport bestimmten Paletten nur Früchte derselben Sorte, Qualität und Packungsgröße (Menge) mit den Kennzeichen zum Schutz des Ursprungs zu packen.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Es ist zulässig und obligatorisch, auf die zum Transport bestimmten Paletten nur Früchte derselben Sorte, desselben Aussehens, derselben Qualität und derselben Packungsgröße (Menge) zu packen, um deren Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.“
            
            Durch diese Änderung soll der Wortlaut genauer gefasst und der ungenaue Ausdruck „Kennzeichen zum Schutz des Ursprungs“ gestrichen werden.
            
               Punkt 6 der derzeit geltenden Produktspezifikation (Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet)
            
            Der nachstehende (zweite) Absatz
            
               „In dem Gebiet wird auch heute noch fast ausschließlich die Sortengruppe (der Sortentyp) ‚Magyar kajszi‘ angebaut, die sich vermutlich vor etwa 300-350 Jahren herauszubilden begann. Die beste Sorte, ‚Gönci magyar kajszi‘, die seit 1960 als eigenständige Sorte anerkannt ist, hat sich im 20. Jahrhundert in dem Erzeugungsgebiet zur häufigsten Sorte entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die für die Region typische Sortenpalette insbesondere durch neuere ungarische Aprikosensorten ergänzt, die teilweise von den besten lokalen ungarischen Sorten und teilweise von neuen hybriden ungarischen Sorten stammen, die ungefähr 25 Varianten ausmachen.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „In dem Gebiet wird auch heute noch fast ausschließlich die Sortengruppe (der Sortentyp) ‚Magyar kajszi‘ angebaut, die sich vermutlich vor etwa 300-350 Jahren herauszubilden begann. Die beste Sorte, ‚Gönci magyar kajszi‘, die seit 1960 als eigenständige Sorte anerkannt ist, hat sich im 20. Jahrhundert in dem Erzeugungsgebiet zur häufigsten Sorte entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die für die Region typische Sortenpalette insbesondere durch neuere ungarische und akklimatisierte Aprikosensorten erweitert, die teilweise von den besten lokalen ungarischen Sorten und teilweise von neuen hybriden ungarischen Sorten stammen, die ungefähr 40 Varianten ausmachen.“
            
            Diese Änderung ist aufgrund der unter Punkt 2 der Produktspezifikation vorgesehenen Möglichkeit, den Anbau neuer Sorten zu fördern, gerechtfertigt.
            
               Punkt 7 der derzeit gültigen Produktspezifikation (Kontrolleinrichtung)
            
            Es wurden Änderungen beim Namen der öffentlichen Kontrolleinrichtung vorgenommen, wobei gemäß den geltenden Rechtsvorschriften die zuständige Überwachungseinrichtung angegeben wurde.
            
               Punkt 8 der derzeit gültigen Produktspezifikation (Etikettierung)
            
            Der nachstehende (zweite) Satz
            
               „Jedes Packstück muss mit einem Etikett versehen sein, auf dem auch der tatsächliche Erzeugungsort des Erzeugnisses angegeben werden kann.
               Beispiel:
               
                           ‚Gönci kajszibarack‘
                           Geschützte geografische Angabe
                           Sorte: ‚Gönci magyar kajszi‘
                           Erzeugungsort: Abaújvár“
                        
                     
            erhält folgende Fassung:
            
               „Jedes Packstück muss mit diesen Angaben versehen sein.“
            
            Das Beispiel im Anschluss an diesen Satz wurde gestrichen.
            Der Hinweis auf die Gemeinden, in denen die Aprikose erzeugt wird, wird gestrichen. Im gesamten Gebiet von Gönc herrschen für „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“ dieselben Anbaubedingungen, die dem Erzeugnis dasselbe Aussehen und dieselben inneren Parameter verleihen. Durch die Angabe der Gemeinden auf den Packstücken erhält der Verbraucher keine zusätzlichen Informationen.
            
               Sonstiges: Kontrollsystem
            
            Die ursprüngliche Produktspezifikation enthielt keine Angaben zum Kontrollsystem. Da die Verwaltung der Informationen zum geschützten Erzeugnis und der Schutz des Ursprungs des Erzeugnisses von besonderer Bedeutung sind, wurde ein neues Kontrollsystem eingeführt.
            
               „Mindestanforderungen an die Kontrolle der wesentlichen Merkmale und des Erzeugungsverfahrens:
               
                           Wesentliches Merkmal
                        
                        
                           Mindestanforderungen
                        
                        
                           Verfahren und Häufigkeit der Kontrolle
                        
                     
                           Erzeugungsort
                        
                        
                           Anbau im Erzeugungsgebiet
                        
                        
                           Jährliche Prüfung der Liste der Lieferanten von ‚Gönci kajszibarack‘/‚Gönci kajszi‘ der Gesellschaft Gyümölcsért Termelői Értékesítő
                        
                     
                           Anbau
                        
                        
                           Einhaltung der Anbaubedingungen
                        
                        
                           Mindestens eine Vor-Ort-Kontrolle jährlich; falls ein Betriebstagebuch geführt wird, wird dieses mindestens einmal jährlich geprüft.
                        
                     
                           Pflanzenschutz
                        
                        
                           Beachtung der von der Gesellschaft Gyümölcsért Termelői Értékesítő empfohlenen Technologien
                        
                        
                           Kontrolle des Spritz-/Sprühtagebuchs vor dem Versand. Probenahme nach dem Zufallsverfahren zur Analyse der Rückstände.
                        
                     
                           Ernte
                        
                        
                           Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit
                        
                        
                           Jährliche Prüfung der Liste der Lieferanten von ‚Gönci kajszibarack‘/‚Gönci kajszi‘ der Gesellschaft Gyümölcsért Termelői Értékesítő.
                           Jährliche Kontrolle der Dokumentation über die Warenannahme.
                        
                     
                           Aufbereitung des Erzeugnisses.
                        
                        
                           Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit
                        
                        
                           Jährliche Kontrolle der Führung des Anbautagebuchs.“
                        
                     
            EINZIGES DOKUMENT
            
               „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“
            
            
               EU-Nr.: PGI-HU-0388-AM01 — 11.4.2017
            
            
               g. U. ( ) g. g. A. ( X )
            
            1.   Name(n)
            
            „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Ungarn
            3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels
            
            3.1.   Art des Erzeugnisses:
            
            Klasse 1.6. Obst, Gemüse und Getreide, unverarbeitet und verarbeitet
            3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
            
            Die Verwendung der geschützten geografischen Angabe „Gönci kajszibarack“ / „Gönci kajszi“ ist für die nachstehenden Aprikosen-Marillensorten der aus Prunus armeniaca L. hervorgegangenen folgenden Anbausorten zulässig: „Gönci magyar kajszi“, „Magyar kajszi C.235“, „Mandulakajszi“, „Bergeron“, „Ceglédi Piroska“, „Ceglédi bíborkajszi“, „Ceglédi arany“, „Ceglédi óriás“ und „Pannónia“. Außerdem sollten alle Aprikosen-Marillensorten hinzugefügt werden, die im Erzeugungsgebiet angebaut werden und deren wichtigste physikalische, chemische und organoleptische Merkmale den Merkmalen entsprechen, die die Qualität der oben aufgezählten Aprikosen-Marillensorten ausmachen.
            Die Besonderheit sowie das nationale und internationale Ansehen von „Gönci kajszibarack“ / „Gönci kajszi“ sind das Ergebnis der günstigen klimatischen Bedingungen der Region, der Erhaltung des traditionellen Obst- und Gartenbaus sowie der strengen Einhaltung der Anbau-, Ernte-, Lagerungs- und Transporttechnologie.
            
               Wichtigste physikalische, chemische und organoleptische Merkmale
            
            Um die geschützte geografische Angabe (g. g. A.) „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“ führen zu können, müssen die Aprikosen/Marillen den folgenden Parametern entsprechen und hinsichtlich der einzelnen Sorten die nachstehend aufgeführten äußeren und inneren Qualitätsmerkmale aufweisen.
            
               Gönci magyar kajszi
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        kugelförmig
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange mit hellroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        goldgelb, feinfaserig, zur Reife saftig und weich
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich, aromatisch
                     
                  
               Magyar kajszi c.235
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        kugelförmig
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        gelb, faserig, mittelfest
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich, aromatisch
                     
                  
               Mandulakajszi
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        sehr lang, mandelförmig, seitlich stark abgeflacht
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        groß, Mindestdurchmesser: 50 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange mit karminroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange, mittelfest, kompakt, saftig
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich mit würzigem Aroma
                     
                  
               Bergeron
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        länglich, kugelförmig/kegelförmig, eiförmig
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        orange mit karminroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        glänzend orange, faserig, fest
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        überdurchschnittlich hoher Säuregehalt (1,4 %)
                     
                  
               Pannónia
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        gleichmäßige oder leicht gestauchte Kugelform
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange mit rosa Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange, faserig, fest
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        säuerlich, aromatisch
                     
                  
               Ceglédi piroska
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        kugelförmig
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        orange mit hellroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        orange, fest
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich
                     
                  
               Ceglédi bíborkajszi
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        breit, kegelförmig, eiförmig, seitlich leicht abgeflacht
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        mittelgroß, Mindestdurchmesser: 40 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        dunkelorange mit bordeauxroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        dunkelorange, saftig
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß, aromatisch
                     
                  
               Ceglédi arany
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        kugelförmig
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        groß, Mindestdurchmesser: 50 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        goldgelb mit karminroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        orange, fest, saftig
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich
                     
                  
               Ceglédi óriás
            
            
                        Form
                     
                     
                        :
                     
                     
                        länglich, eiförmig, seitlich leicht abgeflacht
                     
                  
                        Größe
                     
                     
                        :
                     
                     
                        groß, Mindestdurchmesser: 50 mm
                     
                  
                        Farbe der Schale
                     
                     
                        :
                     
                     
                        hellorange mit hellroter Färbung auf der Sonnenseite
                     
                  
                        Farbe und Konsistenz des Fruchtfleisches
                     
                     
                        :
                     
                     
                        orange, mittelsaftig, weich
                     
                  
                        Geschmack, Säuregehalt
                     
                     
                        :
                     
                     
                        süß-säuerlich, aromatisch
                     
                  Die Größe wird durch die Messung des größten Querdurchmessers bestimmt.
            Der Zuckergehalt wird gemeinsam mit einem Hinweis auf den prozentualen Reifegrad bestimmt, und die Aromastoffe werden bei der organoleptischen Prüfung ermittelt, wobei je nach Sorte Unterschiede beim Säuregehalt (0,9-2,2 Vol-%) berücksichtigt werden.
            3.3.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
            
            —
            3.4.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
            
            Alle Erzeugungsschritte erfolgen in dem abgegrenzten geografischen Gebiet.
            3.5.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“ ist gegenüber mechanischen Beschädigungen sehr empfindlich, deshalb können ihre organoleptischen bzw. physikalischen und chemischen Eigenschaften, wird sie nicht verpackt transportiert, so stark beeinträchtigt werden, dass ein späteres Verpacken unmöglich wird. Um die Qualität des Erzeugnisses und — da es sich um ein nicht verarbeitetes Agrarerzeugnis handelt — den geografischen Ursprung sowie die Rückverfolgbarkeit und die Kontrolle zu garantieren, darf der Verpackungsvorgang ausschließlich im abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen.
            Alle Packstücke der für den Verzehr bestimmten Früchte, deren Ursprung im abgegrenzten geografischen Erzeugungsgebiet bescheinigt wurde, müssen einheitlich sein und Früchte desselben Ursprungs, derselben Sorte, derselben Klasse und — ausgenommen Partien, die in loser Schüttung verpackt sind bzw. geliefert werden — derselben Größe enthalten; der Mindestdurchmesser beträgt 30 mm und für die Klasse Extra 35 mm.
            In jedem Packstück sind Güte- und Größentoleranzen für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.
            Es sind folgende Klassen vorgesehen:
            
                        —
                     
                     
                        Klasse Extra: 2,5 % nach Anzahl oder Gewicht der Aprikosen/Marillen, die nicht den Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen der Klasse I — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse I — genügen.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Klasse I: 5 % nach Anzahl oder Gewicht der Aprikosen/Marillen, die nicht den Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügen.
                     
                  Die Früchte müssen ganz, gesund, sorgfältig gepflückt sein und einen ausreichenden Entwicklungs- und Reifegrad aufweisen, sauber und praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen sein; sie dürfen keinen Fäulnisbefall oder andere Mängel aufweisen, die sie zum Verzehr ungeeignet machen, sie müssen praktisch frei von Schädlingen, Schäden durch Schädlinge, anormaler äußerer Feuchtigkeit und frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack sein.
            Nach der Klasseneinteilung werden die Früchte fertig verpackt in Obstkisten im Kühllager — je nach Lieferfrist — höchstens 30 Tage bei einer Temperatur von 1 °C bis 6 °C aufbewahrt.
            Früchte der Klasse Extra dürfen nur in kleinen Packungen in einer oder mehreren voneinander getrennten Schichten und nebeneinander aufgereiht vermarktet werden, wogegen Erzeugnisse der Klasse I auch in loser Schüttung vermarktet werden können. Die Aufmachung des Erzeugnisses richtet sich nach den Wünschen des Käufers: Das Gewicht der Packungen beträgt zwischen 0,3 kg und 10 kg.
            3.6.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Das Etikett muss — neben den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben — die folgenden Angaben aufweisen:
            
                        —
                     
                     
                        den Namen: „Gönci kajszibarack“ / „Gönci kajszi“
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den Hinweis „geschützte geografische Angabe“ oder (g. g. A.) sowie — nach der Eintragung — das entsprechende Gemeinschaftszeichen.
                     
                  Jedes Packstück muss mit einem Etikett versehen sein,
            4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
            
            Die geografische Angabe kann nur für Aprikosen/Marillen verwendet werden, die aus dem Verwaltungsbezirk der nachstehend aufgezählten Orte in den vier eingegrenzten Teilgebieten des Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén stammen und dort erzeugt wurden.
            
               Teilgebiet Abaúj-Hegyköz: Abaújszántó, Abaújvár, Arka, Boldogkőváralja, Gönc, Göncruszka, Hejce, Hernádcéce, Hidasnémeti, Korlát, Tornyosnémeti, Vizsoly, Zsujta;
            
               Teilgebiet Encs: Abaújkér, Alsógagy, Baktakék, Beret, Detek, Encs, Fancsal, Forró, Fulókércs, Garadna, Ináncs;
            
               Teilgebiet Szerencs: Bekecs, Golop, Legyesbénye, Megyaszó, Monok, Rátka, Szerencs, Tállya;
            
               Teilgebiet Szikszó: Alsóvadász, Felsővadász, Hernádkércs, Homrogd, Léh, Nagykinizs, Selyeb, Szentistvánbaksa, Szikszó.
            5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            „Gönci kajszibarack“/„Gönci kajszi“ ist eine typische Frucht des nördlichsten Obstanbaugebiets Ungarns. Sie gedeiht in den Obstanlagen der Berg- und Hügelhänge, Terrassen und Hochebenen von Hegyalja entlang des Flusses Hernád sowie des Hügellandes von Szerencs und Cserehát, auf einer Höhe von 150300 m ü. M.
            In dem Gebiet wird auch heute noch fast ausschließlich die Sortengruppe (der Sortentyp) „Magyar kajszi“ angebaut, die sich vermutlich vor etwa 300-350 Jahren herauszubilden begann. Die beste Sorte, „Gönci magyar kajszi“, die seit 1960 als eigenständige Sorte anerkannt ist, hat sich im 20. Jahrhundert in dem Erzeugungsgebiet zur häufigsten Sorte entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die für die Region typische Sortenpalette insbesondere durch neuere ungarische und akklimatisierte Aprikosensorten erweitert, die teilweise von den besten lokalen ungarischen Sorten und teilweise von neuen hybriden ungarischen Sorten stammen, welche ungefähr 40 Varianten ausmachen.
            Die spezifischen Merkmale der Erzeugung bzw. des Erzeugnisses der Gegend von Gönc können wie folgt zusammengefasst werden:
            
                        —
                     
                     
                        Die hier erzeugten Aprikosen/Marillen der gleichen Sorte reifen im Durchschnitt 6 bis 10 Tage später als in der Gegend von Kecskemét, wodurch sich die einheimische Konsum- und Verarbeitungssaison verlängert.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Gleichzeitig hat das die spätere Reife verursachende kühlere Mesoklima einen günstigen Einfluss auf die Qualität der Aprikosen/Marillen: Die erfrischenden Säuren und Aromastoffe zerfallen im Laufe der Reifung langsamer, sie „verbrennen“ nicht. „Die Qualität der Aprikosen/Marillen aus der Gegend von Gönc ist ausgezeichnet. Hier reifen sie später […] und die Reifezeit wird überdies auch durch die verschieden gelegenen Hänge verlängert.“ (Brózik, Jenser et al., 1970).
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Im Winter herrschen in der Region die gleichmäßigsten niedrigen Temperaturen Ungarns, und der Frühling beginnt hier später als in den anderen für den Aprikosenanbau geeigneten Gebieten; deshalb sind die Hauptrisiken bei der Erzeugung von Aprikosen/Marillen hier am geringsten: Frostschäden an wegen der winterlichen Erwärmung geplatzten Blütenknospen und Spätfrostschäden an Knospen, Blüten und Fruchtanlagen.
                     
                  Schriftlich erwähnt wird die Bezeichnung „kajszi Baraczk“ (Aprikose) erstmals 1667 in einem Werk von János Lippay („Posoni kert“ (Garten von Bratislava), Band 3 „Gyümölcsös kert“ (Obstgarten), Wien 1667), aber erst der verheerende Reblausbefall (Phylloxera) in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts gab dem Obstanbau in den Weinbaugebieten der Hügel- und Berglandschaft den entscheidenden Anstoß. In der Umgebung von Gönc wurden anstelle der eingegangenen Rebstöcke zahlreiche Obstbäume angepflanzt, und seitdem stehen auf den Hängen der Hügellandschaft Obstbäume.
            In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in dem Komitat verschiedene gesellschaftliche Organisationen zur Förderung des Obstanbaus gegründet. Ihre Zusammenarbeit hat wesentlich dazu beigetragen, dass die auf der Weltausstellung 1867 in Paris ausgestellten Früchte des Komitats Zemplén mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Laut verschiedenen Beschreibungen und Statistiken war der Ort Gönc bis in die 50er Jahre des 19. Jahrhunderts in erster Linie für seine Kirschen bekannt. Dass Gönc und Umgebung auch für seine Aprikosen/Marillen berühmt waren, die zu jener Zeit „in beträchtlichen Mengen“ erzeugt wurden, wurde erstmals 1871 von János Korponay erwähnt. Aber erst in den 80er bzw. 90er Jahren des 19. Jahrhunderts lief die Aprikosenerzeugung wirklich an.
            
               Hinweis auf die Veröffentlichung der Produktspezifikation
            
            (Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der vorliegenden Verordnung)
            http://elelmiszerlanc.kormany.hu/download/5/f6/c1000/17.pdf