CELEX: 62018CA0363
Language: de
Date: 2019-11-12 00:00:00
Title: Rechtssache C-363/18: Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 12. November 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État – Frankreich) – Organisation juive européenne, Vignoble Psagot Ltd/Ministre de l’Économie et des Finances (Vorlage zur Vorabentscheidung – Verordnung [EU] Nr. 1169/2011 – Information der Verbraucher über Lebensmittel – Verpflichtende Angabe des Ursprungslands oder des Herkunftsorts eines Lebensmittels, wenn ohne diese Angabe eine Irreführung der Verbraucher möglich wäre – Verpflichtung, auf Lebensmitteln aus vom Staat Israel besetzten Gebieten ihr Ursprungsgebiet und, falls sie aus einer israelischen Siedlung in diesem Gebiet kommen, zusätzlich diese Herkunft anzugeben)

13.1.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 10/13
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 12. November 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État – Frankreich) – Organisation juive européenne, Vignoble Psagot Ltd/Ministre de l’Économie et des Finances
      (Rechtssache C-363/18) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Verordnung [EU] Nr. 1169/2011 - Information der Verbraucher über Lebensmittel - Verpflichtende Angabe des Ursprungslands oder des Herkunftsorts eines Lebensmittels, wenn ohne diese Angabe eine Irreführung der Verbraucher möglich wäre - Verpflichtung, auf Lebensmitteln aus vom Staat Israel besetzten Gebieten ihr Ursprungsgebiet und, falls sie aus einer israelischen Siedlung in diesem Gebiet kommen, zusätzlich diese Herkunft anzugeben)
      (2020/C 10/15)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Conseil d’État
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: Organisation juive européenne, Vignoble Psagot Ltd
      
         Beklagter: Ministre de l’Économie et des Finances
      
         Tenor
      
      Art. 9 Abs. 1 Buchst. i in Verbindung mit Art. 26 Abs. 2 Buchst. a der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1924/2006 und (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommission, der Richtlinie 90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG der Kommission, der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien 2002/67/EG und 2008/5/EG der Kommission und der Verordnung (EG) Nr. 608/2004 der Kommission ist dahin auszulegen, dass auf Lebensmitteln aus einem vom Staat Israel besetzten Gebiet nicht nur dieses Gebiet, sondern, falls diese Lebensmittel aus einer Ortschaft oder einer Gesamtheit von Ortschaften kommen, die innerhalb dieses Gebiets eine israelische Siedlung bildet, auch diese Herkunft angegeben werden muss.
      
         (1)  ABl. C 276 vom 6.8.2018.