CELEX: 31996R1362
Language: de
Date: 1996-07-12 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EG) Nr. 1362/96 DER KOMMISSION vom 12. Juli 1996 über die Lieferung von Milcherzeugnissen im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe

13 . 7. 96         DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. L 175/ 19
                                VERORDNUNG (EG) Nr. 1362/96 DER KOMMISSION
                                                     vom 12. Juli 1996
                  über die Lieferung von Milcherzeugnissen im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  Nahrungsmittelhilfe der Gemeinschaft (4), geändert durch
GEMEINSCHAFTEN —                                                 die Verordnung (EWG) Nr. 790/91 0. Zu diesem Zweck
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen           sollten insbesondere die Lieferfristen und -bedingungen
Gemeinschaft,                                                    sowie das Verfahren zur Bestimmung der sich daraus
                                                                 ergebenden Kosten genauer festgelegt werden —
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3972/86 des Rates
vom 22. Dezember 1986 über die Nahrungsmittelhilfe­
politik und -Verwaltung ('), zuletzt geändert durch die          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Verordnung (EG) Nr. 1292/96 (2), insbesondere auf
Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c),                                                          Artikel 1
in Erwägung nachstehender Gründe:                                Im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe der Gemeinschaft
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1420/87 des Rates vom               werden Milcherzeugnisse bereitgestellt zur Lieferung an
21 . Mai 1987 zur Festlegung von Durchführungsbestim­            die im Anhang aufgeführten Begünstigten gemäß der
mungen zu der Verordnung (EWG) Nr. 3972/86 über die              Verordnung (EWG) Nr. 2200/87 zu den im Anhang
Nahrungsmittelhilfepolitik und -Verwaltung f) wurde die          aufgeführten Bedingungen. Die Zuteilung der Liefe­
Liste der für die Nahrungsmittelhilfe in Betracht                rungen erfolgt im Wege der Ausschreibung.
kommenden Länder und Organisationen und der für die              Es wird davon ausgegangen, daß der Zuschlagsempfänger
Beförderung der Nahrungsmittellieferung über die fob­            die geltenden allgemeinen und besonderen Geschäftsbe­
Stufe hinaus geltenden allgemeinen Kriterien festgelegt.         dingungen kennt und akzeptiert. Andere in seinem
Die Kommission hat infolge mehrerer Beschlüsse über              Angebot enthaltene Bedingungen oder Vorbehalte gelten
die Nahrungsmittelhilfe bestimmten Begünstigten 1 215            als nicht geschrieben.
Tonnen Milchpulver zugeteilt.
                                                                                          Artikel 2
Diese Bereitstellungen erfolgen nach der Verordnung
(EWG) Nr. 2200/87 der Kommission vom 8 . Juli 1987               Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffent­
über allgemeine Durchführungsbestimmungen für die                lichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
Bereitstellung und Lieferung von Waren im Rahmen der             in Kraft.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                 Mitgliedstaat.
                 Brüssel, den 12. Juli 1996
                                                                          Für die Kommission
                                                                              Franz FISCHLER
                                                                        Mitglied der Kommission
(>) ABl. Nr. L 370 vom 30. 12. 1986, S. 1 .
 2 ABl. Nr. L 166 vom 5. 7. 1996, S. 1 .                         (") ABl. Nr. L 204 vom 25. 7. 1987, S. 1 .
0 ABl. Nr. L 136 vom 26. 5. 1987, S. 1 .                         (4 ABl. Nr. L 81 vom 28. 3. 1991 , S. 108.
 ---pagebreak--- Nr. L 175/20       IDEI                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      13 . 7. 96
                                                              ANHANG
                                                              PARTIE A
             1 . Maßnahme Nr. ('): 1838/93
             2. Programm : 1993
             3. Begünstigter (2): El Salvador
             4. Vertreter des Begünstigten (9): SNF, División Asistencia Alimentaria, Casa Presidencial, Barrio San
                 Jacinto, Av. Los Diplomáticos, San Salvador (El Salvador) (Tel.: (503-2) 71 02 28/32/42; Fax: 710258 (a
                 l'attention de Licenciados Carolina Ramírez / Oscar Toledo))
             5. Bestimmungsort oder -land ( s): El Salvador
             6. Bereitzustellendes Erzeugnis: Magermilchpulver, angereichert mit Vitaminen
             7. Merkmale und Qualität der Ware (3)(6): Siehe ABl. Nr. C 114 vom 29. 4. 1991 , S. 1 (I B 1 )
             8. Gesamtmenge (Tonnen): 1 090
             9 . Anzahl der Partien : 1
           10. Aufmachung und Kennzeichnung Q (8):
                 Siehe ABl. Nr. C 114 vom 29. 4. 1991 , S. 1 (I B 2, IA2.3 und I B 3)
                 Kennzeichnung in folgender Sprache: Spanisch
           11 . Art der Bereitstellung des Erzeugnisses: Gemeinschaftsmarkt
                 Das Magermilchpulver und die Vitamine müssen nach der Zuteilung der Lieferung hergestellt bzw.
                 zugesetzt werden
           12. Lieferstufe: frei Löschhafen — gelöscht
           13. Verschiffungshafen : —
           14. Vom Begünstigten bezeichneter Löschhafen: —
           15. Löschhafen : Acajutla
           16. Anschrift des Lagers und gegebenenfalls des Löschhafens: —
           17. Zeitraum der Bereitstellung im Verschiffungshafen im Fall eines Zuschlags für die Lieferung
                 frei Verschiffungshafen: 26. 8 . — 8. 9. 1996
           18. Lieferfrist: 29. 9. 1996
           19. Verfahren zur Feststellung der Lieferkosten: Ausschreibung
           20. Frist für die Angebotsabgabe: [12 Uhr (Brüsseler Zeit)] 29. 7. 1996
           21 . Im Fall einer zweiten Ausschreibung:
                 a) Frist für die Angebotsabgabe: [12 Uhr (Brüsseler Zeit)] 12. 8 . 1996
                 b) Zeitraum der Bereitstellung im Verschiffungshafen im Fall eines Zuschlags für die Lieferung frei
                     Verschiffungshafen : 9. — 22. 9. 1996
                 c) Lieferfrist: 13. 10. 1996
           22. Höhe der Ausschreibungsgarantie: 20 ECU/Tonne
           23. Höhe der Lieferungsgarantie: 10 % des Angebotsbetrags, ausgedrückt in Ecu
           24. Anschrift für die Abgabe des Angebots und der Ausschreibungsgarantie ('):
                 Bureau de l'aide alimentaire, à 1 attention de Monsieur T. Vestergaard, Bâtiment Loi 130, bureau 7/46,
                 rue de la Loi/Wetstraat 200, B-1049 Bruxelles (Telex: 25 670 AGREC B; Fax: (32-2) 296 70 03 /
                   296 70 04)
           25. Erstattung auf Antrag des Zuschlagsempfängers (4): Die am 2. 7. 1996 gültige und durch die
                 Verordnung (EG) Nr. 1070/96 der Kommission (ABl. Nr. L 141 vom 14. 6. 1996, S. 15) festgesetzte
                  Erstattung
 ---pagebreak--- 13 . 7. 96           DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. L 175/21
                                                              PARTIE B
            1 . Maßnahme Nr.('): 961 /95
            2. Programm : 1995
            3. Begünstigter (2): PAM, World Food Programme (WFP), via Cristoforo Colombo 426, 1-00145 Roma
                (Tel.: (39-6)57 971 ; Telex: 626675 WFP I)
            4. Vertreter des Begünstigten : Wird vom Begünstigten benannt
            5. Bestimmungsort oder -land: Guatemala
            6. Bereitzustellendes Erzeugnis: Magermilchpulver, angereichert mit Vitaminen
            7. Merkmale und Qualität der Ware (3)(6): Siehe ABl. Nr. C 114 vom 29. 4. 1991 , S. 1 (I B 1 )
            8. Gesamtmenge (Tonnen): 125
            9. Anzahl der Partien: 1
           10. Aufmachung und Kennzeichnung f) f):
                Siehe ABl. Nr. C 114 vom 29. 4. 1991 , S. 1 (I B 2, IA2.3 und I B 3)
                Kennzeichnung in folgender Sprache: Spanisch
           11 . Art der Bereitstellung des Erzeugnisses: Gemeinschaftsmarkt
                Das Magermilchpulver und die Vitamine müssen nach der Zuteilung der Lieferung hergestellt bzw.
                zugesetzt werden
           12. Lieferstufe: frei Bestimmungsort
           13. Verschiffungshafen: —
           14. Vom Begünstigten bezeichneter Löschhafen: —
           15. Löschhafen: WFP warehouse in Santo Tomas de Castilla
           16. Anschrift des Lagers und gegebenenfalls des Löschhafens: —
           17. Zeitraum der Bereitstellung im Verschiffungshafen im Fall eines Zuschlags für die Lieferung
                frei Verschiffungshafen: 19. 8. — 1 . 9. 1996
           18 . Lieferfrist: 22. 9. 1996
           19. Verfahren zur Feststellung der Lieferkosten: Ausschreibung
           20. Frist für die Angebotsabgabe: [ 12 Uhr (Brüsseler Zeit)] 29. 7. 1996
           21 . Im Fall einer zweiten Ausschreibung:
                 a) Frist für die Angebotsabgabe: [ 12 Uhr (Brüsseler Zeit)] 12. 8 . 1996
                 b) Zeitraum der Bereitstellung im Verschiffungshafen im Fall eines Zuschlags für die Lieferung frei
                    Verschiffungshafen: 2. — 15. 9. 1996
                 c) Lieferfrist: 7. 10. 1996
           22. Höhe der Ausschreibungsgarantie: 20 ECU/Tonne
           23. Höhe der Lieferungsgarantie: 10 % des Angebotsbetrags, ausgedrückt in Ecu
           24. Anschrift für die Abgabe des Angebots und der Ausschreibungsgarantie ('):
                 Bureau de l'aide alimentaire, à 1 attention de Monsieur T. Vestergaard, Bâtiment Loi 130, bureau 7/46,
                 Rue de la Loi /Wetstraat 200, B-1049 Bruxelles (Telex: 25670 AGREC B; Telefax: (32-2) 296 70 03 /
                   296 70 04)
           25. Erstattung auf Antrag des Zuschlagsempfängers (4): Die am 2. 7. 1996 gültige und durch die
                 Verordnung (EG) Nr. 1070/96 der Kommission (ABl. Nr. L 141 vom 14. 6. 1996, S. 15) festgesetzte
                 Erstattung
 ---pagebreak--- Nr. L 175/22      IDEI                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         13. 7. 96
            Vermerke:
           (') Die Nummer der Maßnahme ist im gesamten Schriftverkehr anzugeben.
           (2) Der Zuschlagsempfänger tritt mit dem Begünstigten baldmöglichst zur Bestimmung der erforderlichen
               Versandbescheinigungen in Verbindung.
           (3) Der Zuschlagsempfänger übergibt dem Begünstigten eine von einer amtlichen Stelle stammende Beschei­
               nigung, aus der hervorgeht, daß die in dem betreffenden Mitgliedstaat geltenden Normen betreffend die
               Kernstrahlung für die zu liefernde Ware nicht überschritten worden sind. In der Bescheinigung über die
               radioaktive Belastung ist der Gehalt an Cäsium 134 und 137 und an Jod 131 anzugeben.
           (4) Die Verordnung (EWG) Nr. 2330/87 der Kommission (ABl. Nr. L 210 vom 1 . 8. 1987, S. 56), zuletzt
               geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2226/89 (ABl. Nr. L 214 vom 25. 7. 1989, S. 10), betrifft die
               Ausfuhrerstattungen. Das in Artikel 2 derselben Verordnung genannte Datum ist das unter Nummer 25
               dieses Anhangs stehende Datum.
               Die Erstattung wird mit dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs des Tages in Landeswährung umge­
               rechnet, an dem die Ausfuhrzollförmlichkeiten erfüllt werden. Die Artikel 13 bis 17 der Verordnung
               (EWG) Nr. 1068/93 der Kommission (ABl. Nr. L 108 vom 1 . 5. 1993, S. 106), zuletzt geändert durch die
               Verordnung (EG) Nr. 2853/95 (ABl. Nr. L 299 vom 12. 12. 1995, S. 1 ), werden auf diese Erstattung nicht
               angewandt.
           (s) Vom Zuschlagsempfänger zu kontaktierende Vertretung der Kommission: ABl. Nr. C 114 vom 29. 4.
               1991 , S. 33 (siehe Costa Rica).
           (6) Der Zuschlagsempfänger überreicht dem Empfänger oder seinem Vertreter bei der Lieferung folgende
               Dokumente :
               — Gesundheitszeugnis;
               — eine von einer amtlichen Stelle erteilte tierärztliche Bescheinigung, in der festgestellt wurde, daß das
                   Erzeugnis mit pasteurisierter Milch von gesunden Tieren unter ausgezeichneten hygienischen, von
                   qualifiziertem Personal überwachten Bedingungen hergestellt wurde und daß in dem Erzeugungsge­
                   biet der Rohmilch während zwölf Monaten vor der Verarbeitung keine Maul- und Klauenseuche oder
                   eine andere infektiöse/ansteckende meldepflichtige Krankheit aufgetreten ist;
               — Partie B: Die tierärztliche Bescheinigung weist die Ultrahocherhitzungstemperatur und -dauer (UHT:
                   110°C/228 " oder 114°C/ 130" oder 120°C/60" oder 140°C/25"), die Temperatur- und Verweil­
                   dauer im Spray-drying-Turm sowie das Verfallsdatum des Erzeugnisses aus.
           Q Die Aufschrift erhält, abweichend von ABl. Nr. C 114 vom 29. 4. 1991 , Punkt I B 3 c) folgende Fassung:
               „Europäische Gemeinschaft".
           (8) Die Säcke sind, auf Holzpaletten (aus Kiefer, Fichte oder Pappel) zu stapeln; diese dürfen höchstens 1 200
               mm x 1 400 mm groß und müssen wie folgt beschaffen sein:
               — nicht umkehrbare Vierwegpalette mit Rücksprung;
               — Oberboden : mindestens 7 Bretter, 100 mm breit x 22 mm dick;
               — Unterboden : 3 Bretter, 100 mm breit x 22 mm dick;
               — 3 Querträger, 100 mm breit x 22 mm dick;
               — 9 Klötze von mindestens 100 x 100 x 78 mm.
               Auf das palettierte Packstück (max. 1 050 kg) ist eine Schrumpffolie von mindestens 1 50 n Stärke aufzu­
               ziehen. Das Packstück ist in beiden Ebenen mit jeweils zwei Kunststoffbändern von mindestens 1 5 mm
                Breite und Kunststoffschlaufen zu sichern . Zwischen den Säcken und den Bändern ist ein Schutz aus
                Karton oder Holz einzuschieben.
           (9) In Containern von 20 Fuß zu liefern. Die Container müssen mindestens 15 Tage lang frei verwendet
               werden dürfen. Jeder Container soll 20 Tonnen netto enthalten.