CELEX: 32004R0862
Language: de
Date: 2004-04-29 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 862/2004 des Rates vom 29. April 2004 zur Anpassung der Verordnung (EG) Nr. 2888/2000 des Europäischen Parlaments und des Rates im Bereich Verkehr aufgrund des Beitritts der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakei

30.4.2004         DE           Amtsblatt der Europäischen Union                          L 161/ 35
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                        VERORDNUNG (EG) Nr. 862/2004 DES RATES
                                         vom 29. April 2004
  zur Anpassung der Verordnung (EG) Nr. 2888/2000 des Europäischen Parlaments und des
   Rates im Bereich Verkehr aufgrund des Beitritts der Tschechischen Republik, Estlands,
     Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakei
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf den Vertrag über den Beitritt der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der
Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik
Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik zur Europä-
ischen Union1 (im Folgenden "Beitrittsvertrag" genannt), insbesondere auf Artikel 2 Absatz 3,
gestützt auf die Akte über die Bedingungen des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik
Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn,
der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik
und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge2 (im Folgenden "Beitritts-
akte" genannt), insbesondere auf Artikel 57 Absatz 1,
auf Vorschlag der Kommission,
1
      ABl. L 236 vom 23.9.2003, S. 17.
2
      ABl. L 236 vom 23.9.2003, S. 33.
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In Erwägung nachstehender Gründe:
(1)    Für einige Rechtsakte, die über den 1. Mai 2004 hinaus gelten und aufgrund des Beitritts
       eine Anpassung erfordern, sind die notwendigen Anpassungen entweder in der Beitrittsakte
       nicht vorgesehen, oder sie sind zwar vorgesehen, aber es sind weitere Anpassungen erfor-
       derlich. Alle Anpassungen müssen vor dem Beitritt angenommen werden, damit sie ab dem
       Beitritt in Kraft treten können.
(2)    Nach Artikel 57 Absatz 2 der Beitrittsakte müssen diese Anpassungen vom Rat ange-
       nommen werden, wenn der Rat allein oder gemeinsam mit dem Europäischen Parlament den
       ursprünglichen Rechtsakt erlassen hat.
(3)    Die Verordnung (EG) Nr. 2888/2000 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
       18. Dezember 2000 über die Verteilung von Genehmigungen für Lastkraftwagen, die in der
       Schweiz fahren1, sollte daher entsprechend angepasst werden —
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                               Artikel 1
Die Anhänge der Verordnung (EG) Nr. 2888/2000 erhalten die Fassung des Anhangs dieser Ver-
ordnung.
1
      ABl. L 336 vom 30.12.2000, S. 9.
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                                              Artikel 2
Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Beitrittsvertrags
in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Luxemburg am 29. April 2004.
                                            Im Namen des Rates
                                            Der Präsident
                                            M. McDOWELL
                                               _____
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                                            ANHANG
                                          "ANHANG I
                    Verteilungsschlüssel für Höchstgewichtgenehmigungen
Die Höchstgewichtgenehmigungen werden den Mitgliedstaaten von der Kommission anhand des
nachstehenden Verteilungsschlüssels zugewiesen.
                      Mitgliedstaat                        %
          Belgien                                          6,9
          Dänemark                                         1,4
          Deutschland                                     25
          Griechenland                                     0,9
          Spanien                                          2
          Frankreich                                      15
          Irland                                           0,85
          Italien                                         24
          Luxemburg                                        1,45
          Niederlande                                      8,9
          Österreich                                       8
          Portugal                                         0,7
          Finnland                                         0,8
          Schweden                                         0,75
          Vereinigtes Königreich                           3,35
          Insgesamt:                                     100 %
Die Gesamtzahl der zu verteilenden Genehmigungen beträgt 300 000 für die Jahre 2001 und 2002
und 400 000 für die Jahre 2003 und 2004.
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Für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2004 verteilt die Kommission 10 000
zusätzliche Höchstgewichtgenehmigungen nach dem folgenden Verteilungsschlüssel an die Mit-
gliedstaaten:
                     Mitgliedstaat            Anzahl der Genehmigungen
           Tschechische Republik                          3 164
           Estland                                          440
           Zypern                                            66
           Lettland                                         132
           Litauen                                          308
           Ungarn                                         1 934
           Malta                                            352
           Polen                                          2 109
           Slowenien                                      1 055
           Slowakei                                         440
           Insgesamt                                      10 000
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                                           ANHANG II
                         Verteilungsschlüssel für Leergenehmigungen
Die Leergenehmigungen werden den Mitgliedstaaten von der Kommission anhand des nachstehen-
den Verteilungsschlüssels zugewiesen.
                       Anzahl der jährlich verfügbaren Leergenehmigungen
                      Mitgliedstaat                     2001 - 2004
           Belgien                                       14 067
           Dänemark                                        1 310
           Deutschland                                   50 612
           Griechenland                                    5 285
           Spanien                                         1 500
           Frankreich                                    16 126
           Irland                                            220
           Italien                                       93 012
           Luxemburg                                       3 130
           Niederlande                                   21 517
           Österreich                                      2 183
           Portugal                                          192
           Finnland                                          867
           Schweden                                          381
           Vereinigtes Königreich                          9 598
           Insgesamt:                                   220 000
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Für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2004 erteilt die Kommission 5 500
zusätzliche Leergenehmigungen nach dem folgenden Verteilungsschlüssel an die Mitgliedstaaten:
           Mitgliedstaat                     Anzahl der Genehmigungen
           Tschechische Republik                         1741
           Estland                                        242
           Zypern                                           36
           Lettland                                         73
           Litauen                                        169
           Ungarn                                       1 064
           Malta                                          193
           Polen                                        1 160
           Slowenien                                      580
           Slowakei                                       242
           Insgesamt                                      5 500
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                                            ANHANG III
                 Berechnungsmethode für die Zuweisung von Genehmigungen
Die in den Anhängen I und II festgelegte Anzahl der Genehmigungen beruht auf Folgendem:
1. Mitgliedstaaten der EU-15
Höchstgewichtgenehmigungen
Jeder Mitgliedstaat erhält ein Basiskontingent von 1 500 Genehmigungen.
Die restlichen Genehmigungen werden zu gleichen Teilen anhand von Kriterien verteilt, die sich
nach dem Verkehrsaufkommen im bilateralen Verkehr und im Transitverkehr richten.
Das Ergebnis wird leicht angepasst, um der besonderen geografischen Lage bestimmter Mitglied-
staaten Rechnung zu tragen.
Bilateraler Verkehr
Die Zuweisung erfolgt auf der Grundlage des Anteils jedes Mitgliedstaats am bilateralen Verkehr
nach und von der Schweiz.
Transitverkehr
Die Anzahl der jedem Mitgliedstaat zugewiesenen Genehmigungen ist proportional zu dem Anteil,
den die in dem betreffenden Mitgliedstaat zugelassenen Lastkraftwagen an der im alpenquerenden
Nord-Süd-/Süd-Nord-Verkehr zurückgelegten Gesamtumwegkilometerzahl haben, die auf die der-
zeitigen Gewichtsbegrenzungen in der Schweiz zurückzuführen ist.
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Die Umwegkilometer werden aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Entfernungen im alpen-
querenden Verkehr und dem kürzesten Weg durch die Schweiz errechnet. Die in der Schweiz
zurückgelegten Kilometer werden um 60 km erhöht, um Grenzaufenthalten und schlechten Ver-
kehrsbedingungen Rechnung zu tragen.
Für Mitgliedstaaten, die nach dieser Berechnungsmethode weniger als 200 Genehmigungen
erhalten würden, werden 200 Genehmigungen zugewiesen.
Leergenehmigungen
Die Zuweisung von Leergenehmigungen erfolgt auf der Grundlage des Anteils, den die in den Mit-
gliedstaaten zugelassenen Fahrzeuge, deren Gewicht im beladenen Zustand zwischen 7,5 und 28
Tonnen liegt, am Transitverkehr solcher Fahrzeuge durch die Schweiz haben.
2. Neue Mitgliedstaaten
Höchstgewichtgenehmigungen
Die Mitgliedstaaten, die bilaterale Abkommen mit der Schweiz abgeschlossen haben (Tschechische
Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen und Slowenien), erhalten mindestens dieselbe
Anzahl an Genehmigungen, die sie gemäß den bilateralen Abkommen im Zeitraum vom 1. Mai
2004 bis zum 31. Dezember 2004 erhalten hätten, wenn diese Abkommen während des Jahres 2004
in Kraft geblieben wären.
Zypern, Malta und der Slowakei werden Genehmigungen auf der Grundlage ihres Anteils am Ver-
kehr nach und von der Schweiz sowie am Transitverkehr durch die Schweiz im Jahr 2002 zuge-
wiesen.
Die übrigen erteilten Genehmigungen für die zehn neuen Mitgliedstaaten werden pro rata zuge-
wiesen.
Leergenehmigungen
Die 5 500 Leergenehmigungen, die der Gemeinschaft erteilt werden, entsprechen 55 % der Anzahl
der Höchstgewichtgenehmigungen und werden entsprechend diesem Verhältnis zugewiesen."