CELEX: C1999/020/26
Language: de
Date: 1999-01-23 00:00:00
Title: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Beschluß des Tribunale Cagliari vom 23. März 1998 in dem Rechtsstreit Azienda Agricola Monte Arcosu Srl gegen Regione Autonoma della Sardegna, Organismo Comprensoriale N. 24 della Sardegna und ERSAT - Ente Regionale per l'Assistenza Tecnica in Agricoltura (Rechtssache C-403/98)

C 20/16              DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     23.1.1999
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Be-                   Ð der Kommissionsentscheidung vom 21. Dezember
schluû des Court of Appeal (England und Wales) vom                        1994, mit der der Erwerb der Central and Nor-
31. Juli 1998 in dem Rechtsstreit H. J. Banks & Company                   thern Mining Limited durch die RJB Mining plc
Ltd gegen 1) The Coal Authority und 2) Secretary of State                 genehmigt wurde;
                   for Trade and Industry
                  (Rechtssache C-390/98)                             Ð der Mitteilungen, die die GD XVII der Kommis-
                                                                          sion am 4. Mai und am 13. Juli 1995 an die
                       (1999/C 20/25)                                     NALOO sandte?
Der Court of Appeal (England und Wales) ersucht den             4. Ist es der Beklagten als Frage des Gemeinschaftsrechts
Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch                    verwehrt, behauptete Verstöûe gegen Artikel 4 Buch-
Beschluû vom 31. Juli 1998, bei der Kanzlei des Gerichts-            stabe b oder Buchstabe c EGKS-Vertrag oder gegen die
hofes eingegangen am 3. November 1998, in dem Rechts-                Kommissionsentscheidung 3632/93/EGKS in Verfahren
streit H. J. Banks & Company Ltd gegen 1) The Coal                   vor den nationalen Gerichten zu rügen, weil die
Authority und 2) Secretary of State for Trade and Industry           Beklagte oder die NALOO
um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
                                                                     a) weder die Kommissionsentscheidung 94/995/EGKS
                                                                          noch die Kommissionsentscheidung vom 21. De-
1. Kann die im Urteil des Court of Appeal angeführte                      zember 1994, mit der der Erwerb der Central and
    unterschiedliche Behandlung                                           Northern Mining Limited durch die RJB Mining
                                                                          plc genehmigt wurde, noch die Schreiben der DG
                                                                          XVII der Kommission an die NALOO vom 4. Mai
    Ð eine ¹Diskriminierung zwischen Erzeugernª im                        und vom 14. Juli 1995 nach Artikel 33 EGKS-Ver-
        Sinne des Artikels 4 Buchstabe b EGKS-Vertrag;                    trag angefochten hat, und/oder
    Ð eine ¹Sonderlastª im Sinne des           Artikels  4           b) das Verfahren des Artikels 35 EGKS-Vertrag nicht
        Buchstabe c EGKS-Vertrag; und/oder                                angestrengt hat, um die Kommission zu verpflich-
                                                                          ten, die nunmehr im Verfahren vor den nationalen
                                                                          Gerichten aufgeworfenen Fragen zu behandeln?
    Ð eine ¹Beihilfeª im Sinne des Artikels 4 Buchstabe c
        EGKS-Vertrag oder des Artikels 1 der Kommis-
        sionsentscheidung Nr. 3632/93/EGKS (1) (ABl.            (1) Entscheidung der Kommission Nr. 3632/93/EGKS vom
                                                                    28. Dezember 1993 über die Gemeinschaftsregelung für staatli-
        1993, L 329, S. 12) darstellen?
                                                                    che Beihilfen zugunsten des Steinkohlenbergbaus (ABl. L 329
                                                                    vom 30.12.1993, S. 12).
                                                                (2) Entscheidung der Kommission 94/995/EGKS vom 3. November
2. Hat Artikel 4 Buchstabe b oder Buchstabe c EGKS-                 1994 zur Genehmigung einer finanziellen Maûnahme des Ver-
    Vertrag oder Artikel 9 Absatz 1 oder 4 der Kommis-              einigten Königreichs zugunsten des Steinkohlenbergbaus in den
    sionsentscheidung Nr. 3632/93/EGKS (ABl. 1993,                  Haushaltsjahren 1994/95 und 1995/96 (ABl. L 379 vom
    L 329, S. 12) unmittelbare Wirkungen und gibt pri-              31.12.1994, S. 6).
    vaten Unternehmen das vor nationalen Gerichten
    durchsetzbare Recht, sich gegen einen Anspruch einer
    öffentlichen Stelle auf Fördergebühren darauf zu beru-
    fen und einen Anspruch auf Erstattung gezahlter
    Gebühren darauf zu stützen, namentlich wenn es an
    einer Kommissionsentscheidung nach Artikel 67 oder
    Artikel 88 EGKS-Vertrag oder nach der Kommissions-          Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Be-
    entscheidung Nr. 3632/93/EGKS oder sonstwie fehlt,          schluû des Tribunale Cagliari vom 23. März 1998 in dem
    nach der die fraglichen Umstände eine ¹Diskriminie-         Rechtsstreit Azienda Agricola Monte Arcosu Srl gegen
    rungª, eine ¹Sonderlastª oder eine ¹Beihilfeª darstel-      Regione Autonoma della Sardegna, Organismo Compren-
    len?                                                        soriale N. 24 della Sardegna und ERSAT Ð Ente Regio-
                                                                          nale per l'Assistenza Tecnica in Agricoltura
                                                                                    (Rechtssache C-403/98)
3. Kann das nationale Gericht bejahendenfalls entschei-
                                                                                         (1999/C 20/26)
    den, daû eine ¹Diskriminierungª im Sinne des
    Artikels 4 Buchstabe b EGKS-Vertrag oder eine ¹Son-
    derlastª im Sinne des Artikels 4 Buchstabe c EGKS-
    Vertrag oder eine ¹Beihilfeª im Sinne derselben             Das Tribunale Cagliari ersucht den Gerichtshof der Euro-
    Bestimmung oder von Artikel 1 der Kommissionsent-           päischen Gemeinschaften durch Beschluû vom 23. März
    scheidung Nr. 3632/93/EGKS vorliegt, und zwar unge-         1998, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am
    achtet                                                      13. November 1998, in dem Rechtsstreit Azienda Agricola
                                                                Monte Arcosu Srl gegen Regione Autonoma della Sar-
                                                                degna, Organismo Comprensoriale N. 24 della Sardegna
    Ð der Kommissionsentscheidung          94/995/EGKS (2)      und ERSAT Ð Ente Regionale per l'Assistenza Tecnica in
        (ABl. 1994, 379, S. 6);                                 Agricoltura um Vorabentscheidung über folgende Fragen
 ---pagebreak--- 23.1.1999             DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  C 20/17
nach der Auslegung von Artikel 2 Absatz 5 der Verord-             2. Sofern die Beantwortung der unter Ziffer 1 gestellten
nung Nr. 797/85 des Rates vom 12. März 1985 (1) und                   Fragen zu dem Ergebnis führt, daû der Carnet-Inhaber
von Artikel 5 Absatz 5 der späteren Verordnung                        die Frist zum Nachweis des tatsächlichen Orts der
Nr. 2328/81 des Rates vom 15. Juli 1991 (2):                          Zuwiderhandlung nicht versäumt hat:
1) Können die fraglichen Gemeinschaftsvorschriften trotz              Welche Anforderungen sind an den glaubhaften Nach-
     des Schweigens des nationalen Gesetzgebers im Fall               weis des Ortes zu stellen, an dem die Zuwiderhand-
     anderer als natürlicher Personen, insbesondere aber im           lung im Verlauf der Beförderung einer Sendung mit
     Fall von rechtsfähigen Gesellschaften, konkret ange-             Carnet TIR hauptsächlich begangen wurde (Art. 455
     wandt werden?                                                    Abs. 3 Unterabs. 1 Verordnung (EWG) Nr. 2454/93)?
                                                                      Können für den Nachweis die Aussage des Carnet-In-
                                                                      habers und das Zeugnis des LKW-Fahrers ausreichen,
2) Falls die erste Frage bejaht wird: Welche Voraussetzun-            der den Transport für den Carnet-Inhaber durch-
     gen müssen mindestens erfüllt sein, damit andere als             geführt hat, oder kann der Nachweis nur durch
     natürliche Personen, insbesondere aber rechtsfähige              Urkunden geführt werden, aus denen sich eindeutig
     Gesellschaften, als hauptberuflich tätige Betriebsinha-          ergibt, daû die zuständigen Behörden des anderen Mit-
     ber anerkannt werden können?                                     gliedstaats Feststellungen getroffen haben, nach denen
                                                                      die Zuwiderhandlung auf ihrem Gebiet begangen wur-
                                                                      de?
(1) ABl. L 93 vom 30.3.1985, S. 1.
(2) ABl. L 218 vom 6.8.1991, S. 1.
                                                                  3. Für den Fall, daû der Gerichtshof den Nachweis des
                                                                      tatsächlichen Orts der Zuwiderhandlung als rechtzeitig
                                                                      ansieht und den Nachweis des tatsächlichen Orts der
                                                                      Zuwiderhandlung in der beschriebenen Art und Weise
                                                                      für möglich hält:
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des
Beschlusses des Bundesfinanzhofes vom 6. Oktober 1998
in dem Rechtsstreit Hauptzollamt Neubrandenburg gegen                 Sind Art. 454 Abs. 3 Unterabs. 3 und 4 Verordnung
 SAGPOL s.c. Transport Miedzynarodowy i Spedycja (PL)                 (EWG) Nr. 2454/93 dahin auszulegen, daû sie auch in
                    (Rechtssache C-406/98)                            einem Fall anzuwenden sind, in dem die Angaben in
                                                                      dem Mitgliedstaat erhoben wurden, in dem die Zuwi-
                        (1999/C 20/27)                                derhandlung festgestellt wurde, obwohl innerhalb der
                                                                      dafür nach Art. 454 Abs. 3 Unterabs. 1, Art. 455
                                                                      Abs. 1 Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 vorgeschriebe-
                                                                      nen Frist glaubhaft nachgewiesen wurde, daû der tat-
Der Bundesfinanzhof ersucht den Gerichtshof der Europäi-              sächliche Ort der Zuwiderhandlung in einem anderen
schen Gemeinschaften durch Beschluû vom 6. Oktober                    Mitgliedstaat lag?
1998, in der Kanzlei eingegangen am 16.11.1998, in dem
Rechtsstreit Hauptzollamt Neubrandenburg gegen SAG-
POL s.c. Transport Miedzynarodowy i Spedycja (PL), um
Vorabentscheidung über folgende Fragen:
1. Ist es mit Art. 454 Abs. 3 Unterabs. 1, Art. 455 Abs. 1
     der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission              Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Be-
     mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung              schluû des High Court of Justice (England & Wales),
     (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zoll-         Queen's Bench Division, Divisional Court, vom 15. Ok-
     kodex der Gemeinschaften vom 2. Juli 1993 (ABl.              tober 1998 in dem Rechtsstreit Commissioners of Customs
     L 253 vom 11.10.1993, S. 1) zu vereinbaren, wenn im                       and Excise gegen Mirror Group plc
     Falle einer Nichtwiedergestellung der zum externen
     Versandverfahren mit Carnet TIR abgefertigten Sen-                             (Rechtssache C-409/98)
     dung die Zollbehörde des Abgangsmitgliedstaats dem                                  (1999/C 20/28)
     Carnet-Inhaber eine Ausschluûfrist zum glaubhaften
     Nachweis des tatsächlichen Orts der Zuwiderhandlung
     von drei Monaten setzt, mit der Folge, daû später vor-
     gelegte Nachweise die Zuständigkeit des Abgangsmit-          Der High Court of Justice (England & Wales), Queen's
     gliedstaats für die Abgabenerhebung unberührt lassen?        Bench Division, Divisional Court, ersucht den Gerichtshof
                                                                  der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluû vom
                                                                  15. Oktober 1998, bei der Kanzlei des Gerichtshofes ein-
     Für den Fall der Verneinung vorstehender Frage: Inner-       gegangen am 17. November 1998, in dem Rechtsstreit
     halb welcher Frist kann der Carnet-Inhaber den tat-          Commissioners of Customs and Excise gegen Mirror
     sächlichen Ort der Zuwiderhandlung nachweisen?               Group plc um Vorabentscheidung über folgende Fragen: