CELEX: 31978R1032
Language: de
Date: 1978-05-20 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1032/78 der Kommission vom 19. Mai 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Bulgarien

20 . 5. 78                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 132/77
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 1032/78 DER KOMMISSION
                                                    vom 19. Mai 1978
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ur­
                                                   sprung in Bulgarien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                                den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                                und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
                                                                1 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 823/78 festge­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               setzt worden ist.
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ( 1), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für bulgari­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
                                                                gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
in Erwägung nachstehender Gründe :                              dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
                                                                gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden .
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                  lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                grunde zu legen :
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                — für die Währungen, die untereinander zu jedem
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­                    Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                       chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                    Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­
                                                                       rität dieser Währungen stützt,
fügbaren Einfuhrpreise sein.
In der Verordnung (EWG) Nr. 823/78 der Kommis­                  — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
sion vom 25. April 1978 zur Festsetzung der Referenz­                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
preise für Gurken für den Monat Mai 1978 (3) wurde                     kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
der Referenzpreis für dieses Erzeugnis der Güteklasse                  der während des fortgesetzten Zeitraums für die
I auf 41,83 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigenge­                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
wicht festgesetzt.                                                     hendem Absatz festgestellt wird —
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                                          Artikel 1
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
 in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                 des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Bulga­
 1035/72 genannte Zölle und Abgaben verringert wer­              rien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 5,73
 den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­         Rechnungseinheiten je 100 kg Eingengewicht ange­
 kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                wandt.
 festgelegt.
 Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                                          Artikel 2
 21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
(>) ABl . Nr. L 118 vom  20 . 5. 1972,  S. 1.
(2) ABl . Nr. L 125 vom  19 . 5. 1977,  S. 1.                    Diese Verordnung tritt am 23 . Mai 1978 in Kraft.
(3) ABl . Nr. L 114 vom  26.  4. 1978 , S. 5.
(4) ABl . Nr. L 220 vom  10 . 8. 1974,  S. 20 .                  (5 ) ABl . Nr. L 90 vom 5. 4. 1978 , S. 5.
 ---pagebreak--- Nr. L 132/78                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      20. 5. 78
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 19 . Mai 1978
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Der Vizepräsident
                                                                  Finn GUNDELACH