CELEX: 
Language: de
Date: 1971-11-10 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2391/71 des Rates vom 8. November 1971 über die Durchführung der Empfehlung Nr. 1/69 des Assoziationsrats zur Festlegung der Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen auf dem Zollsektor zum Zweck der Durchführung des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko #Empfehlung des Assoziationsrats Nr. 1/69 zur Festlegung der Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen auf dem Zollsektor zum Zweck der Durchführung des Assoziierungsabkommens EWG - Marokko

Avis juridique important

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21971D1110(01)

Empfehlung des Assoziationsrats Nr. 1/69 zur Festlegung der Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen auf dem Zollsektor zum Zweck der Durchführung des Assoziierungsabkommens EWG-Marokko  

Amtsblatt Nr. L 249 vom 10/11/1971 S. 0032 - 0036

Empfehlung des Assoziationsrats Nr. 1/69 zur Festlegung der Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen auf dem Zollsektor zum Zweck der Durchführung des Assoziierungsabkommens EWG - MarokkoDer Assoziationsrat -  gestützt auf das am 31. März 1969 in Rabat unterzeichnete Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko, insbesondere auf Titel I, gestützt auf das Protokoll über die Begriffsbestimmung für "Erzeugnisse mit Ursprung in ..." oder "Ursprungserzeugnisse" sowie über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen, insbesondere auf Artikel 16 Absatz 2,  in der Erwägung, daß es für das ordungsgemässe Funktionieren des Abkommens erforderlich ist, eine enge Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen der Vertragsparteien des Abkommens herzustellen, um eine richtige und einheitliche Anwendendung darin enthaltenen Zollvorschriften, insbesondere der Vorschriften des Protokolls über die Begriffsbestimmung für "Erzeugnisse mit Ursprung in..." oder "Ursprungserzeugnisse" sowie über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen zu gewährleisten -  EMPFIEHLT DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT UND DEM KÖNIGREICH MAROKKO - soweit es sie betrifft - die zur Durchführung der folgenden Vorschriften notwendigen Maßnahmen zu ergreifen: A. Regeln für die Erteilung der Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 I. Aufgaben des Ausführers 1. Der Ausführer oder - unbeschadet der Verantwortung des Ausführers - ein von ihm zur Unterzeichnung der Ausfuhrerklärung ermächtigter Vertreter hat die Ausstellung einer Warenverkehrsbescheinigung zu beantragen. Dieser Antrag ist auf einem ordnungsgemäß ausgefuellten Formblatt A.MA.1 entsprechend den Bestimmungen des Titels II des Protokolls über die Begriffsbestimmung für "Erzeugnisse mit Ursprung in..." oder "Ursprungserzeugnisse" sowie die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen - nachstehend "Protokoll" genannt - sowie den auf der Rückseite des ersten Blatts des Formblatts enthaltenen Regeln zu stellen. 2. Der Ausführer oder sein Vertreter fügt dem Antrag alle zweckdienlichen Unterlagen als Nachweis dafür bei, daß es sich bei den Ausfuhrwaren um Waren handelt, für die eine Warenverkehrsbescheinigung ausgestellt werden kann.  II. Aufgaben der Zollbehörden  1. Die Zollbehörden des Ausfuhrlandes achten darauf, daß das Formblatt A.MA.1 ordnungsgemäß ausgefuellt ist. Sie überprüfen insbesondere, ob die Angaben im Kasten "Warenbezeichnung" so eingetragen sind, daß jede Möglichkeit eines mißbräuchlichen Zusatzes ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck ist die Warenbezeichnung ohne Zeilenzwischenraum einzutragen. Ist der Kasten nicht vollständig ausgefuellt, so muß unter der letzten Zeile ein waagerechter Strich gezogen und der nicht ausgefuellte Teil durchgestrichen werden. 2. Da die Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 die Beweisurkunde für die Anwendung der Vorzugsbehandlung darstellt, die im Abkommen in bezug auf Zölle und Kontingente vorgesehen ist, müssen die Zollbehörden des Ausfuhrlandes den Ursprung der Waren sehr genau nachprüfen und die übrigen Angaben kontrollieren. III. Ausfuhr aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1. Die Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 wird von den Zollbehörden eines Mitgliedstaats der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ausgestellt, wenn die Ausfuhrwaren als Ursprungserzeugnisse der Gemeinschaft im Sinne des Protokolls anzusehen sind. 2. Zur Prüfung, ob die vorgenannten Voraussetzungen erfuellt sind, können die Zollbehörden alle Beweismittel verlangen oder jede ihnen zweckdienlich erscheinende Kontrolle durchführen. 3. Die Zollbehörden der Mitgliedstaaten lehnen die Ausstellung einer Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 ab, wenn aus den ihr vorgelegten Ausfuhrpapieren hervorgeht, daß die Waren, auf die sich die Bescheinigung bezieht, nicht für Marokko bestimmt sind. IV. Ausfuhr aus Marokko 1. Die Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 wird von den marokkanischen Zollbehörden ausgestellt, wenn die Ausfuhrwaren als Erzeugnisse mit Ursprung in Marokko im Sinne des Protokolls anzusehen sind. 2. Zur Prüfung, ob die vorgenannten Voraussetzungen erfuellt sind, können die Zollbehörden alle Beweismittel verlangen oder jede ihnen zweckdienlich erscheinende Kontrolle durchführen. Die marokkanischen Zollbehörden lehnen die Ausstellung einer Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 ab, wenn aus den ihnen vorgelegten Ausfuhrpapieren hervorgeht, daß die Waren, auf die sich die Bescheinigung bezieht, nicht für die Gemeinschaft bestimmt sind. V. Angabe des verwendeten Musters des Ausfuhrpapiers In dem von den Zollbehörden auszufuellenden Teil der Warenverkehrsbescheinigung sind das Datum und das Muster oder die laufende Nummer des Ausfuhrpapiers anzugeben, bei dessen Vorlage die Erklärung des Ausführers bescheinigt wird. VI. Anbringen des Stempels der Zollbehörde Der Stempelabdruck der Zollstelle ist mit einem Stempel, vorzugsweise aus Stahl, anzubringen. Die Mitgliedstaaten und Marokko teilen einander über die Kommission der Europäischen Gemeinschaften Musterabdrücke der bei den Zollbehörden verwendeten Stempel mit. VIEH. Erteilung vorläufiger Warenverkehrsbescheinigungen 1. Werden aus Marokko ausgeführte Waren, deren endgültiger Bestimmungsort unbekannt ist, über das Gebiet eines oder mehrerer Länder befördert, die nicht Vertragsparteien sind, ohne daß diese Durchfuhr als Unterbrechung der unmittelbaren Beförderung angesehen wird, so kann der Ausführer die Erteilung einer vorläufigen Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 beantragen. In diesem Fall wird in die Spalte "Bemerkungen" mit roter Tinte einer der folgenden Vermerke eingetragen: "VORLÄUFIG", "PROVISOIRE", "PROVVISORIO", "VOORLOPIG". 2. Sobald der endgültige Bestimmungsort für die Waren feststeht, kann der Ausführer beantragen, daß die vorläufige Warenverkehrsbescheinigung durch eine endgültige Bescheinigung ersetzt wird. Diese kann für die Gesamtheit der in der vorläufigen Bescheinigung aufgeführten Waren oder nur für den Teil der Waren ausgestellt werden, der für einen Mitgliedstaat bestimmt ist. Die vorläufige Bescheinigung kann auch durch mehrere endgültige Bescheinigungen ersetzt werden, wenn die Sendung vor ihrer Verladung aufgeteilt wird. 3. Die Ersetzung einer vorläufigen Bescheinigung durch eine oder mehrere endgültige Bescheinigungen ist vom Ausführer schriftlich zu beantragen. Dem Antrag sind die vorläufige Bescheinigung und alle Unterlagen beizufügen, aus denen hervorgeht, daß die Waren nach einem Mitgliedstaat versandt sind. Die endgültige Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 erhält das Datum des Tages, an dem die vorläufige Bescheinigung ausgestellt worden ist. VIII. Ersatz von Warenverkehrsbescheinigungen A.MA.1 durch Bescheinigungen der gleichen Art 1. Eine oder mehrere Warenverkehrsbescheinigungen A.MA.1 können stets durch eine oder mehrere Bescheinigungen A.MA.1 ersetzt werden, sofern dies von der Zollbehörde vorgenommen wird, bei der sich die Waren befinden. 2. Gilt die neue Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 für ursprünglich aus einem Mitgliedstaat oder Marokko eingeführte Erzeugnisse, die in unverändertem Zustand wieder ausgeführt werden, so ist das Land anzugeben, in dem die ursprüngliche Warenverkehrsbescheinigung erteilt worden ist. IX. Nachträgliche Erteilung von Warenverkehrsbescheinigungen 1. Ist bei der Ausfuhr von Waren versehentlich keine Warenverkehrsbescheinigung beantragt worden, so kann die Bescheinigung A.MA.1 nach des tatsächlichen Ausfuhr der Waren, auf die sie sich bezieht, erteilt werden.In diesem Fall muß der Ausführer:- die Bescheinigung schriftlich beantragen; hierbei sind die Art der Waren, ihre Menge, die Art der Waren, ihre Menge, die Art ihrer Verpackung und ihrer Kennzeichnung sowie Versandort und -tag anzugeben;- bestätigen, daß bei der Ausfuhr der betreffenden Waren keine Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 erteilt worden ist; die Gründe hierfür sind anzugeben;- ein ordnungsgemäß ausgefuelltes und unterzeichnetes Formblatt der Bescheinigung A.MA.1 beifügen. 2. Die Zollbehörden können eine Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 nachträglich erst erteilen, nachdem sie geprüft haben, ob die Angaben im Antrag des Ausführers mit den entsprechenden Unterlagen übereinstimmen. Nachträglich erteilte Warenverkehrsbescheinungen A.MA.1 müssen in roter Tinte einen der folgenden Vermerke tragen: "NACHTRAEGLICH ERTEILT","DÉLIVRÉ A POSTERIORI", "RILASCIATO A POSTERIORI", "AFGEGEVEN A POSTERIORI". 3. Die Zollbehörden können die Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 jedoch nicht nachträglich erteilen, wenn erst nach ihrer tatsächlichen Ausfuhr das Gebiet einer der Vertragsparteien als Bestimmungsort der Waren vorgesehen wurde.  X. Erteilung von Zweitausfertigungen Bei Diebstahl, Verlust oder Vernichtung einer Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 kann der Ausführer bei der Zollbehörde, die sie erteilt hat, eine Zweitausfertigung beantragen, die an Hand der bei der Zollbehörde befindlichen Ausfuhrpapiere ausgefertigt wird. Diese Zweitausfertigung muß in roter Tinte einen der folgenden Vermerke tragen: "ZWEITAUSFERTIGUNG", "DUPLICATA", "DUPLICATO", "DUPLICAAT". Die Zweitausfertigung gilt von dem Tag an, an dem das Original der Bescheinigung A.MA.1 ausgestellt worden ist. B. Bedingungen für die Verwendung der Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 I. Unmittelbare Beförderung der Waren 1. Als unmittelbar befördert gelten Waren, bei deren Beförderung keine Gebiete als diejenigen der Vertragsparteien berührt werden. Die unmittelbare Beförderung gilt jedoch nicht als unterbrochen durch:a) Zwischenaufenthalte in Häfen auf anderen Gebieten als denjenigen der Vertragsparteien;b) Umladen in diesen Häfen aus Gründen höherer Gewalt oder infolge von Ereignissen auf See;c) Berühren anderer Gebiete als derjenigen der Vertragsparteien oder Umladen auf einem dieser Gebiete, wenn die Durchfuhr durch diese Gebiete oder das Umladen mit einem einzigen in einem Mitgliedstaat oder in Marokko ausgefertigten Frachtpapier erfolgt;d) Berühren anderer Gebiete als derjenigen der Vertragsparteien, wenn die Durchfuhr durch diese Gebiete aus geographischen Gründen erfolgt. 2. Für die Anwendung von Absatz 1 gelten folgende Häfen als Verladehäfen der für die Gemeinschaft bestimmten Ursprungserzeugnisse Marokkos:Al Hoceima; Agadir; Azilah; Casablanca; Ceuta; El Jadida; Essaouira; Ghazaoüt; Ifni; Kenitra; Larache; Melilla; Mohammedia; Rabat; Safi; Tanger; Tarfaya sowie jeder gegebenenfalls später auf marokkanischem Hoheitsgebiet angelegte Hafen. 3. Beim Berühren von Gebieten im Sinne von Absatz 1 Buchstabe d) dürfen die Waren der zollamtlichen Überwachung der Zollbehörden des Durchfuhrlandes nicht entzogen und dort nicht zum freien Verkehr abgefertigt werden. Während ihres Aufenthalts im Durchfuhrland dürfen sie nur den üblichen Behandlungen unterworfen werden, die zu ihrer Erhaltung bestimmt sind. 4. Der Nachweis, daß diese Voraussetzungen erfuellt sind, wird durch eine von den Zollbehörden des Durchfuhrlandes erteilte Bescheinigung erbracht, die folgende Angaben enthält:- genaue Beschreibung der Waren,- Datum des Verladens oder Entladens der Waren unter Angabe der betreffenden Schiffe,- Bestätigung darüber, unter welchen Bedingungen der Aufenthalt der Waren erfolgt ist. Kann diese Bescheinigung nicht vorgelegt werden, so berücksichtigen die Zollbehörden jedes beweiskräftige Dokument, das ihnen vorgelegt wird. II. Annahme der Warenverkehrsbescheinigungen nach Ablauf der Vorlagefrist Warenverkehrsbescheinigungen A.MA.1, die der Zollbehörde des Einfuhrlandes nach Ablauf der in Artikel 9 des Protokolls genannten Vorlagefrist vorgelegt werden, können zur Anwendung der Vorzugsbehandlung angenommen werden, wenn die Frist aus Gründen höherer Gewalt oder wegen aussergewöhnlicher Umstände nicht eingehalten werden konnte. In allen anderen Fällen können die Zollbehörden des Einfuhrlandes Warenverkehrsbescheinigungen annehmen, wenn ihnen die Waren vor Ablauf dieser Frist gestellt worden sind. III. Annahme von Warenverkehrsbescheinigungen, die inhaltlich nicht mit den eingeführten Waren übereinstimmen Bei geringfügigen Abweichungen zwischen den Angaben in der Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 und den Angaben in den der Zollbehörde zur Erfuellung der Einfuhrformalitäten für die Waren vorgelegten Unterlagen wird die Bescheinigung nicht ipso facto nichtig, wenn nachgewiesen wird, daß die Bescheinigung sich auf die gestellten Waren bezieht. C. Freizonen Die Mitgliedstaaten und Marokko treffen alle erforderlichen Maßnahmen, um zu verhindern, daß im Handelsverkehr innerhalb der Assoziation von einer Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 begleitete Waren, die während ihrer Beförderung zeitweilig in einer Freizone auf ihrem Hoheitsgebiet verbleiben, dort ausgetauscht oder anderen Behandlungen unterzogen werden, als zu ihrer Erhaltung notwendig sind. D. Postsendungen (einschließlich Postpakete) I. Die Verwendung des Formblatts A.MA.2 ist auf Postsendungen (einschließlich Postpakete) bis zu einem Wert von 1000 Rechnungseinheiten je Sendung beschränkt. II. Der Ausführer oder - unbeschadet der Verantwortung des Ausführers - sein Vertreter hat die beiden Blätter des Formblatts A.MA.2 auszufuellen und zu unterzeichnen. Sind die in der Sendung enthaltenen Waren bereits im Ausfuhrland im Hinblick auf die Begriffsbestimmung für Ursprungserzeugnisse überprüft worden, so kann der Ausführer in der Spalte "Bemerkungen" des Formblatts A.MA.2 (Blatt 1) darauf hinweisen. III. Der Ausführer bringt entweder auf dem grünen Etikett nach Muster C1, auf der Erklärung C2M oder auf der Zollinhaltserklärung CP3 oder CP3M den Vermerk "A.MA.2" und die Seriennummer des verwendeten Formblatts A.MA.2 an. Er bringt diesen Vermerk und die Nummer auch auf der Rechnung für die in der Sendung enthaltenen Waren an. E. Kleinsendungen und persönliches Gepäck Von der Vorlage einer Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 und der Ausfertigung eines Formblatts A.MA.2 befreit sind Kleinsendungen an Privatpersonen und persönliches Gepäck Reisender, wenn es sich um Einfuhren handelt, die den Bedingungen des Artikels 15 des Protokolls genügen. F. Nachträgliche Überprüfung der Warenverkehrsbescheinigungen A.MA.1 und der Formblätter A.MA.2 I. Die nachträgliche Überprüfung der Warenverkehrbescheinigungen A.MA.1 und der Formblätter A.MA.2 erfolgt stichprobenweise; sie wird jedesmal vorgenommen, wenn die Zollbehörden des Einfuhrlandes begründete Zweifel an der Echtheit der Dokumente oder an der Richtigkeit der Angaben über den tatsächlichen Ursprung der bettreffenden Waren oder einiger ihrer Bestandteile haben. II. Zur Anwedung von Ziffer I senden die Zollbehörden des Einfuhrlandes die Bescheinigung A.MA.1 oder das Blatt 1 des Formblatts A.MA.2 an die Zollbehörden des Ausfuhrlandes zurück und geben dabei die formalen und sachlichen Gründe an, die eine Untersuchung rechtfertigen. Wenn die Rechnung bzw. eine Abschrift davon vorgelegt worden ist, so fügen sie sie dem Blatt 1 des Formblatts A.MA.2 bei; sie teilen alle bekannten Umstände mit, die auf die Unrichtigkeit der Angaben der Warenverkehrsbescheinigung A.MA.1 oder des Formblatts A.MA.2 schließen lassen. Beschließen die Zollbehörden des Einfuhrlandes, die Anwendung der Vorschriften des Abkommens auszusetzen, bis das Ergebnis der Überprüfung vorliegt, so bieten sie dem Einführer die Freigabe der Waren vorbehaltlich notwendig erachteter Sicherungsmaßnahmen an. III. Das Ergebnis der nachträglichen Überprüfung ist den Zollbehörden des Einfuhrlandes so bald wie möglich mitzuteilen. An Hand des Ergebnisses muß sich feststellen lassen, ob die beanstandete Bescheinigung für die tatsächlich ausgeführten  Waren gilt und ob die Waren wirklich unter die Vorzugsbehandlung fallen. IV. Können die Zollbehörden des Einfuhrlandes und die des Ausfuhrlandes die Beanstandungen nicht klären oder treten dadurch Fragen der Auslegung des Protokolls auf, so werden diese Fälle dem Assoziationsrat vorgelegt. V. Um eine nachträgliche Überprüfung der Warenverkehrsbescheinigungen A.MA.1 zu ermöglichen, müssen die Zollbehörden des Ausfuhrlandes die Ausfuhrpapiere bzw. die an ihrer Stelle verwendeten Durchschriften von Warenverkehrsbescheinigungen zwei Jahre lang aufbewahren. Geschehen zu Brüssel am 26. September 1969. Im Namen des AssoziationsratsDer PräsidentD.P.SPIERENBURG