CELEX: C2002/056/18
Language: de
Date: 2002-03-02 00:00:00
Title: Rechtssache C-1/02: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des Beschlusses des Finanzgerichts Düsseldorf vom 19. Dezember 2001 in dem Rechtsstreit Privat-Molkerei Borgmann GmbH & Co. KG gegen Hauptzollamt Bochum

C 56/10                DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     2.3.2002
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des               b)   Darf ein Mitgliedstaat nach den Artikeln 10 und 11 der
Beschlusses des Finanzgerichts Düsseldorf vom 19. De-                    genannten Richtlinie — nach denen der Titel eines
zember 2001 in dem Rechtsstreit Privat-Molkerei Borg-                    Ingenieurs auf dem Gebiet des Bauwesens im Hinblick
   mann GmbH & Co. KG gegen Hauptzollamt Bochum                          auf den Zugang zu Dienstleistungen im Berufsbereich
                                                                         Architektur dem Titel eines Architekten gleichgestellt ist
                                                                         — Personen vom Zugang zu den genannten Dienst-
                      (Rechtssache C-1/02)
                                                                         leistungen nicht ausschließen, die in diesem Mitgliedstaat
                                                                         ein Studium mit einem Universitätsdiplom abgeschlossen
                          (2002/C 56/18)                                 haben, das dem entspricht, das die Inhaber eines Diploms
                                                                         auf dem Gebiet des Bauwesens in Italien absolviert haben?
                                                                    c)   Sind Bauingenieure in Anbetracht der grundlegenden
Das Finanzgericht Düsseldorf ersucht den Gerichtshof der                 Ähnlichkeit des Studiums und der Berufsausbildung von
Europäischen Gemeinschaften durch Beschluss vom 19. De-                  Architekten und Bauingenieuren aufgrund des Gleich-
zember 2001, in der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen                heitsprinzips als eines allgemeinen Prinzips des Gemein-
am 7. Januar 2002, in dem Rechtsstreit Privat-Molkerei                   schaftsrechts auch zu Tätigkeiten zuzulassen, die Archi-
Borgmann GmbH & Co. KG gegen Hauptzollamt Bochum, um                     tekten vorbehalten sind?
Vorabentscheidung über folgende Frage:
Verstösst die Strafbetragsregelung in Art. 3 Abs. 2 Unterab-
                                                                    (1) ABl. L 223 vom 10.6.1985, S. 15.
satz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 536/93 der Kommission
vom 9. März 1993 (ABl. EG Nr. L 57, Seite 12) in der Fassung
aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 1001/98 der Kommission
vom 13. Mai 1998 (ABl. EG Nr. L 142, Seite 22) in Fällen, in
denen nur eine geringfügige Fristüberschreitung vorliegt, die
zudem noch unverschuldet herbeigeführt worden ist, gegen
den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?
                                                                    Klage der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                                                                    gegen die Französische Republik, eingereicht am
                                                                                           10. ·Januar 2002
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch                                          (Rechtssache C-6/02)
Beschluss des Tribunale amministrativo regionale Veneto
vom 24. Oktober 2001 in der bei ihm anhängigen Rechts-
sache Alessandro Mosconi und Ordine degli Ingegneri di                                      (2002/C 56/20)
Verona e Provincia gegen Soprintendenza per i Beni
Ambientali e Architettonici di Venezia — Ministero per i
Beni e le Attività Culturali und Comune di S. Martino
                       Buon Albergo (VR)
                                                                    Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften hat am
                                                                    10. Januar 2002 eine Klage gegen die Französische Republik
                      (Rechtssache C-3/02)                          beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften einge-
                                                                    reicht. Prozessbevollmächtigte der Klägerin sind H. van Lier
                          (2002/C 56/19)                            und J. Adda, Zustellungsanschrift in Luxemburg.
                                                                    Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften beantragt,
Das Tribunale amministrativo regionale Veneto ersucht den
Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluss
vom 24. Oktober 2001, bei der Kanzlei des Gerichtshofes             —    festzustellen, dass die Französische Republik dadurch
eingegangen am 8. Januar 2002, in der bei ihm anhängigen                 gegen ihre Verpflichtungen aus Artikel 28 EG verstoßen
Rechtssache Alessandro Mosconi und Ordine degli Ingegneri                hat, dass sie den den Bezeichnungen „Salaisons d’Au-
di Verona e Provincia gegen Soprintendenza per i Beni                    vergne“, „Label régional Savoie“, „Label régional Franche-
Ambientali e Architettonici di Venezia — Ministero per i Beni            Comté“, „Label régional Corse“, „Label régional Midi-
e le Attività Culturali und Comune di S. Martino Buon Albergo            Pyrénées“, „Label régional Normandie“, „Label régional
(VR) um Vorabentscheidung über folgende Fragen:                          Nord-Pas-de-Calais“, „Label régional Ardennes de France“,
                                                                         „Label régional Limousin“, „Label régional Languedoc-
                                                                         Roussilon“ und „Label régional Lorraine“ gewährten na-
a)    Ist die Richtlinie 85/384/EWG (1) des Rates vom 10. Juni
                                                                         tionalen Rechtsschutz beibehalten hat;
      1985 dahin auszulegen, dass ihre Vorschriften, da sie eine
      Mindestharmonisierung vorsehen, auf rein innerstaatliche
      Fälle Anwendung finden?                                       —    der Französischen Republik die Kosten aufzuerlegen.