CELEX: 51994PC0068(10)
Language: de
Date: 1994-03-30
Title: Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998)

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51994PC0068(10)

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998)  /* KOM/94/68ENDG - CNS 94/0088 */  

Amtsblatt Nr. C 228 vom 17/08/1994 S. 0131

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998) (94/C 228/10) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(94) 68 endg. - 94/0088(CNS) (Von der Kommission vorgelegt am 30. März 1994)DER RAT DER ERUOPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:Mit dem Beschluß . . ./. . ./EG haben der Rat und das Europäische Parlament ein viertes Rahmenprogramm für gemeinschaftliche Aktionen im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (nachfolgend FTE) für den Zeitraum 1994-1998 festgelegt; insbesondere werden die im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) durchzuführenden Aktivitäten definiert. Diese Entscheidung wird im Lichte der Gründe getroffen, die in der Präambel zur genannten Entscheidung angeführt sind.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms im Wege spezifischer Programme, die innerhalb jedes der Aktionsbereiche aufgestellt werden. In jedem spezifischen Programm werden die Durchführungsbestimmungen und seine Dauer festgelegt und die notwendigen geschätzten Mittel vorgesehen.Dieses Programm wird hauptsächlich mit Hilfe von Aktionen auf Kostenteilungsbasis, konzertierten Aktionen, vorbereitenden, flankierenden und unterstützenden Maßnahmen durchgeführt.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 sollte eine Schätzung der für die Verwirklichung dieses spezifischen Programms notwendigen finanziellen Mittel durchgeführt werden. Die endgültigen Beträge werden durch die Haushaltsbehörde gemäß der dem Gebiet eingeräumten relativen Priorität, das Gegenstand dieses Programms innerhalb des Aktionsbereichs I des vierten Rahmenprogramms ist, festgelegt.Die Entscheidung . . ./. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) sieht vor, daß der globale Hoechstbetrag des vierten Rahmenprogramms spätestens am 30. Juni 1996 im Hinblick auf eine Erhöhung erneut überprüft werden wird. Aufgrund dieser erneuten Prüfung kann der für die Verwirklichung dieses Programms als notwendig geschätzte Betrag steigen.Ein FTE-Forschungsprogramm im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) wird, um die Ziele zu erreichen und den Herausforderungen zu begegnen, folgendes unterstützen:- Garantie der Konkurrenzfähigkeit, Leistungsfähigkeit und dauerhaften Entwicklung des landwirtschaftlichen Sektors (Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft und Fischerei) und des agro-industriellen Sektors (Lebensmittel und Nicht-Lebensmittel, einschließlich Biönergie und Biokunststoffe);- Entwicklung der Gemeinschaftspolitiken (insbesondere Landwirtschaft und Fischerei);- den gesellschaftlichen Bedürfnissen zu entsprechen durch umweltverträgliche Bereitstellung einer Vielzahl gesunder und nahrhafter Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelprodukte;- beizutragen zu dauerhafter Entwicklung, Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Raumes und der Küstenregionen.Dieses Programm kann erheblich zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Beschäftigungsentwicklung innerhalb der Gemeinschaft beitragen, wie in dem Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung (1) ausgeführt wird.Der Inhalt des vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Aktionen ist gemäß dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt worden; dieses spezifische Programm legt den genauen Inhalt der gemäß diesem Grundsatz für das Gebiet der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) vorzunehmenden Tätigkeiten fest.Die Entscheidung . . ./. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) sieht vor, daß eine Gemeinschaftsaktion gerechtfertigt ist, wenn unter anderem die Forschung zur wissenschaftlichen und sozialen Kohäsion der Gemeinschaft beiträgt und ihre umfassende harmonische Entwicklung fördert unter Beachtung des Zieles wissenschaftlicher und technologischer Qualität. Dieses Programm soll zur Verwirklichung dieser Ziele beitragen.Dieses Programm und seine Durchführung tragen zur Verstärkung der Synergien zwischen den FTE-Aktivitäten bei, die im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) von Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in den Mitgliedstaaten angesiedelt sind, und zwischen diesen und den entsprechenden gemeinschaftlichen FTE-Aktivitäten durchgeführt werden.Auf dieses spezifische Programm werden die Regeln der Teilnahme von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der GFS) und Universitäten und die Regeln für die Verbreitung der Ergebnisse der Forschung gemäß Artikel 130j, angewendet werden.Bei der Durchführung dieses Programms können sich ausser der Assoziation der Länder, die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind, auch Aktivitäten internationaler Kooperation mit anderen Drittländern und internationalen Organisationen gemäß Artikel 130m als geeignet erweisen.Die Durchführung dieses Programms umfasst ebenfalls Aktivitäten zur Verbreitung und Nutzung von FTE-Ergebnissen, insbesondere gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen und insbesondere gegenüber solchen, die in denjenigen Mitgliedstaaten oder Regionen angesiedelt sind, die die geringste Teilnahme am Programm haben - sowie Aktivitäten zur Förderung der Mobilität und Ausbildung der Forscher, die innerhalb dieses Programms und im Sinne seiner ordnungsgemässen Durchführung entwickelt wurden.Im Rahmen der Durchführung dieses Programms ist es notwendig, Maßnahmen vorzusehen, die darauf abzielen, die Teilnahme von KMU insbesondere durch technologische Anreize zu begünstigen.Eine Bewertung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der in diesem Programm durchgeführten Aktivitäten sollte vorgenommen werden.Es empfiehlt sich, einerseits, in einer ständigen und systematischen Art und Weise den Stand der Verwirklichung dieses Programms im Hinblick auf seine mögliche Anpassung an wissenschaftliche und technische Entwicklungen zu untersuchen. Andererseits empfiehlt es sich, zu gegebener Zeit eine unabhängige Bewertung der Ergebnisse des Programms vorzunehmen, um alle notwendigen Beurteilungselemente für die Bestimmung der Zielsetzungen des fünften Rahmenprogramms für FTE zu liefern. Schließlich empfiehlt es sich nach Ablauf dieses Programms, die abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die in dieser Entscheidung definierten Zielsetzungen vorzunehmen.Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) kann an den durch dieses Programm beschriebenen indirekten Aktionen teilnehmen.Die GFS soll durch ihr eigenes, direktes Aktionsprogramm zur Durchführung der in diesem Programm eingeschlossenen Forschung beitragen.Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist angehört worden -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes), wie in Anhang 1 ausgeführt, ist hiermit für einen Zeitraum, beginnend (Datum der Verabschiedung) und endend am 31. Dezember 1998, beschlossen.Artikel 2(1) Die für die Durchführung des Programms für erforderlich gehaltenen Mittel betragen 607 Millionen ECU einschließlich 7,3 % für Personal- und Verwaltungsausgaben.(2) Eine vorläufige Aufschlüsselung dieser Mittel ist im Anhang II festgelegt.(3) Der für die Ausführung des Programms oben angegebene notwendige geschätzte Betrag könnte in Folge und in Übereinstimmung mit der Entscheidung gemäß Artikel 1 Absatz 3 der Entscheidung . . ./. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) steigen.(4) Die Haushaltsbehörde bestimmt die verfügbaren Mittel für jede Einzelmaßnahme unter Berücksichtigung der durch das vierte Rahmenprogramm festgelegten wissenschaftlichen und technologischen Prioritäten.Artikel 3Die von Artikel 5 abweichenden Durchführungsbestimmungen für dieses Programm werden im Anhang III festgelegt.Artikel 4(1) Mit Hilfe von unabhängigen externen Sachverständigen überprüft die Kommission ständig und systematisch den Stand dieses Programms anhand der Zielvorgaben im Anhang I. Sie prüft insbesondere, ob die Zielsetzungen, die Prioritäten und die Finanzmittel noch der geänderten Situation entsprechen. Sie legt gegebenenfalls Vorschläge vor, die darauf abzielen, dieses Programm gemäß den Ergebnissen dieser Prüfung anzupassen oder zu vervollständigen.(2) Um zur Gesamtbewertung der gemeinschaftlichen Aktivitäten beizutragen, die in Artikel 4.2 der Entscheidung bezueglich des vierten Rahmenprogramms festgelegt sind, lässt die Kommission zu gegebener Zeit durch unabhängige Experten eine Bewertung der Verwaltung und der erzielten Ergebnisse der Aktivitäten in den fünf vorangegangen Jahren, die in den von diesem Programm abgedeckten Bereichen durchgeführt werden, vornehmen.(3) Nach Abschluß des Programms lässt die Kommission eine Endbewertung der erzielten Ergebnisse durch unabhängige Sachverständige im Hinblick auf die Zielsetzungen, die im Anhang III des vierten Rahmenprogramms und in Anhang I dieser Entscheidung definiert wurden, vornehmen. Der Bericht dieser Endbewertung wird dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß übermittelt.Artikel 5(1) Ein Arbeitsprogramm wird durch die Kommission gemäß den im Anhang I genannten Zielsetzungen erstellt und gemäß den Anforderungen durchgeführt. Darin werden die genauen wissenschaftlichen und technologischen Ziele, die Schritte für die Durchführung des Programms und die notwendige Finanzierung für jede Methode der Durchführung festgestellt.Das Arbeitsprogramm kann auch die Teilnahme an einigen Aktivitäten vorsehen, die aus dem Eureka-Programm stammen.(2) Die Kommission stellt Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen von Projekten auf Grund des Arbeitsprogramms auf.Artikel 6(1) Für die Durchführung des Programms ist die Kommission verantwortlich.(2) In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission durch einen Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschuses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.Hat der Rat nach Ablauf eines Monats nach dem Zeitpunkt seiner Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.Artikel 7(1) Das Verfahren des Artikels 6 Absatz 2 gilt für- die Erstellung und die Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;- die Bewertung der für eine Gemeinschaftsbeteiligung vorgesehenen Forschungsprojekte sowie des veranschlagten Betrages für diese Beteiligung auf Projektbasis, wenn dieser Betrag 0,5 Millionen ECU übersteigt;- die für die Bewertung des Programms zu treffenden Maßnahmen;- jede Anpassung der in Anhang II vorgesehenen vorläufigen Aufschlüsselung der Beträge, die nicht Gegenstand einer Haushaltsentscheidung waren.(2) Die Kommission informiert den Ausschuß für jede seiner Sitzungen über den aktuellen Stand der Durchführung des Programms in seiner Gesamtheit.Artikel 8Die Kommission wird gemäß Artikel 228 Absatz 1 ermächtigt, mit europäischen Drittländern Verhandlungen über den Abschluß internationaler Abkommen aufzunehmen, um diese ganz oder teilweise am Programm zu beteiligen.Artikel 9Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) Dok. KOM(93) 700 endg.ANHANG I ZIELSETZUNGEN UND WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHER INHALT DES SPEZIFISCHEN PROGRAMMS Das spezifische Programm spiegelt vollständig den Ansatz wider, der im vierten Rahmenprogramm in bezug auf Auswahlkriterien und wissenschaftlich-technische Ziele, die es verfolgt, festgelegt ist.Abschnitt 4.C vom Anhang III, erste Aktivität des o. a. Rahmenprogramms, ist integraler Teil dieses Porgramms.Die von diesem Programm erfassten Wirtschaftssektoren können in vier Gruppen eingeteilt werden: den Primärsektor (Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Fischerei); den Vorleistungssektor (z. B. Saatgut, Nachzucht für Aquakultur, Fischereitechnologie und Vorlesungen für Fischerei, Maschinen, Chemikalien, Düngemittel, Futter usw.); und den Verarbeitungssektor (Holz-, Papier-, Arzneimittel-, Lebensmittel-, Zucker- und Stärkeindustrie, Biönergie, usw.) und andere Aktivitäten ländlicher und küstennaher Gebiete. Diese grossen Bereiche schließen Grossunternehmen und zahlreiche KMU ein, die Nischen- und Massenprodukte entwickeln und herstellen, und denen das Programm gleichermassen wie den Genossenschaften, 10 Millionen Landwirten, Fischern und 380 Millionen Verbrauchern in der Gemeinschaft zugute kommt.Die grossen Gemeinschaftspolitiken für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Fischerei, Umwelt und den Binnenmarkt wirken sich von der Primärproduktion bis hin zur Endverarbeitungsindustrie aus. Aus den Aktivitäten im Rahmen dieses Programms hervorgegangene Entwicklungen werden diese Politiken, die Verbesserung der europäischen Primärproduktion in Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, die verarbeitenden Industrien und die Verbraucher unterstützen. Die grösste Herausforderung in diesem Bereich ist es, zu einem besseren Gleichgewicht zwischen Produktion und Nutzung biologischer Rohmaterialien in Europa beizutragen, insbesondere durch die Verbesserung ihrer besonderen Qualitäten. Es müssen neue Märkte und Produkte für die in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Fischerei produzierten Rohstoffe entwickelt werden, die dem Bedarf und den Anforderungen der Endverbraucher entsprechen.Die Forschung in diesem Bereich wird eine starke wissenschaftliche Basis für eine wettbewerbsfähige, effiziente und dauerhafte Primärproduktion und Agro-Industrie bereitstellen; um die sich entwickelnden Gemeinschaftspolitiken zu unterstützen (insbesondere die bedeutenden Gemeinschaftspolitiken für Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes, Fischerei, Umwelt und den Binnenmarkt) und um den gesellschaftlichen Bedürfnissen nach einer Vielzahl gesunder und nahrhafter Lebensmittel und neuer Nichtnahrungsprodukte, die umweltverträglich erzeugt werden, zu entsprechen.Die Forschung sollte darauf ausgerichtet werden, die Konkurrenz-, Leistungs- und Lebensfähigkeit des landwirtschaftlichen und Fischereisektors und verwandter Industriefaktoren zu steigern, den ländlichen Raum zu fördern und Engpässe zu beseitigen, die eine breite Verwendung landwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher und Fischereirohstoffe für neue und verbesserte Lebensmittel und Nonfood-Produkte behindern, und neue umweltfreundliche, sichere Produkte, Absatzgebiete und Verfahren in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Agro-Industrie und Fischerei zu fördern. Deshalb müssen sozioökonomische Probleme ländlicher und küstennaher Gemeinschaften erforscht werden sowie die Sicherheits-, Qualitäts-, Gesundheits- und Umweltauswirkungen neuer Lebensmittel und Nichtlebensmittel, für die ganz offensichtlich eine Nachfrage der Gesellschaft besteht.Pränormative Forschung wird initiiert und unterstützt werden, um eine stabile wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung von Normen und Bestimmungen im Bereich der Produktion und Nutzung biologischer Ressourcen zu gewinnen.Demonstrationsvorhaben haben das Ziel, die technische Lebensfähigkeit von Systemen und Produktionsmethoden, neuen Technologien oder Produkten sowie gegebenenfalls ihre wirtschaftlichen Vorteile im Anschluß an eine Phase experimenteller Forschung und kleinmaßstäblicher Entwicklung zu beweisen. Diese Vorhaben werden vorwettbewerblich sein, sollten sich besonders auf die Anwendung neuer Technologien konzentrieren und sowohl Erzeuger als auch Verwender beteiligen. Um die Projektkosten so niedrig wie möglich zu halten, werden die Demonstrationsvorhaben auf dem kleinsten Maßstab durchgeführt, der erforderlich ist, um verläßliche praktische Informationen über die Leistungsfähigkeit neuer Systeme und Produktionsmethoden und einer bestimmten neuen Technologie zu erhalten. Diese Demonstrationstätigkeiten können in jedem der Gebiete durchgeführt werden, die von diesem spezifischen Programm abgedeckt werden. Ein "bottom-up"-Ansatz wird angewendet werden, um die am besten zur Demonstration geeigneten Gebiete herauszufinden.Der Zusammenschluß von Technologieerzeugern und -anwendern sowie Erzeugern und Nutzern landwirtschaftlicher Rohstoffe in interdisziplinären Vorhaben wird gefördert werden, damit ein effizienter Transfer neuen technologischen Wissens zum Nutzen von produzierenden Unternehmen, Beratungsdiensten und verwandten öffentlichen Einrichtungen gewährleistet wird.Eine integrierte Betrachtungsweise wird bei Biomasse-Biönergie angewendet, um die gesamte Biönergiekette einschließlich Produktion und kombinierte Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe, Umwandlung und Nutzung dieser Materialien für energetische Zwecke abzudecken.Im Hinblick auf einen besseren Dialog und ein besseres Verständnis zwischen den wichtigsten nationalen und soziopolitischen biöthischen Haltungen, und unter Anerkennung der kulturellen Unterschiede in den Mitgliedstaaten, wird Forschung durchgeführt werden, die die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der in diesem Programm erfassten Sektoren behandelt.Maßnahmen zur technologischen Stimulation, die sich auf die Erfahrung der CRAFT-Aktionen und der Durchführbarkeitsstudien stützen, werden in Angriff genommen, um die Teilnahme der KMU zu ermutigen und zu erleichtern.Zielsetzungen, die zusammengefasste Mittel verlangen Integrierte Produktions- und Verarbeitungsketten Innerhalb des Agro-Industriesektors ist ein Potential dafür vorhanden, signifikante neue Märkte zu schaffen, die biologische Rohstoffe aus Europa verwenden. Nichtnahrungsprodukte auf biologischer Basis müssen häufig mit herkömmlichen Produkten konkurrieren und es ist wichtig, die gesamte Produktionskette zu optimieren, um wirtschaftliche Möglichkeiten zu entwickeln und die erforderlichen, optimalen Qualitäten zu erzeugen.Daher werden alle für die einzelnen Schnittstellen in der Produktionskette erforderlichen Fähigkeiten und Technologien, insbesondere Biotechnologien, in integrierten Nahrungs- und Nichtnahrungsprojekten derjenigen Linien zusammengefasst, für die Europa einen Wettbewerbsvorteil besitzt. Verstärkt sollen Hersteller und Verbraucher biologischer Rohstoffe in gemeinsamen Projekten eng mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Die Holz- und Biomasseproduktions- und Verarbeitungslinien werden bearbeitet, da ihre Gesamteffizienz voraussichtlich bedeutende Auswirkungen, z. B. auf die ländliche Wirtschaft, haben dürfte.Erhebliche Anstrengungen werden auch für neuartige Zwischen- und Endprodukte auf biologischer Basis mit höherem Mehrwert unternommen. Synergetische Auswirkungen der Verknüpfung unterschiedlicher Lebensmittel- und Nichtlebensmittelproduktionen werden angestrebt, z. B. durch Optimierung der Umwandlung von Nebenprodukten in Energie und andere Nichtlebensmittelprodukte.Grosse Projekte, die sich auf alle Aspekte wesentlicher Produktlinien konzentrieren, sollen geschaffen werden. Dazu gehören Projekte, die sich von der primären Produktion (z. B. Getreide) über die Verarbeitung bis zu den entsprechenden Endprodukten im Lebensmittel- und Nichtlebensmittelbereich erstrecken. Dies sollte die notwendige kritische Masse zusammenbringen, um eine signifikante kurz- oder mittelfristige Auswirkung auf die Entwicklung neuer Technologien und Produkte innerhalb jeder grösseren Produktlinie zu schaffen.Fünf Produktlinien werden in Betracht gezogen: Industrielle Nutzung für Getreide-, Öl- und Eiweisspflanzen, Forst-Holz-Ketten, Biomasse zur energetischen Nutzung und für andere Nonfoodprodukte.Eine integrierte Betrachtungsweise der Biomasse-Biönergie ist notwendig, um Übereinstimmung und Bedeutung für die Gemeinschafts-FTE Aktivitäten sicherzustellen und die gesamte Biönergiekette in ihren technischen und nicht-technischen Aspekten (einschließlich e. g. Energiebilanzen, Kostenwirksamkeit, politische Aspekte, etc. . .) abzudecken: Produktion und kombinierte Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe, Umwandlung und Nutzung dieser Stoffe für energetische Zwecke.Diese strategische Richtung wird gemeinsam mit dem Energieprogramm erarbeitet. Dieses Forschungsprogramm wird sich auf die Rohstoffproduktion, Logistik und Verarbeitung konzentrieren und die Aktivitäten des Energieprogramms werden ihren Schwerpunkt auf Arbeiten legen, die mit Umwandlung und Nutzung fester Biomasse verbunden sind.Maßstabsvergrösserung (Scaling-Up) und Verarbeitungsverfahren Der Übergang vom Laboratorium zum industriellen Maßstab ist durch grössere Probleme und Engpässe gekennzeichnet, z. B. die Homogenität der Rohstoffversorgung, das dynamische Verhalten von Flüssigkeiten, Wärmeuebertragung, Ausflockung, Produktgewinnung, Ausrüstung usw. Es sollen verbesserte Methoden zur Gestaltung und Prüfung innovativer agrarindustrieller Prozesse und der Anwendung der Biotechnologie entwickelt werden, wobei gleichzeitig die wirtschaftlichen Risiken abgeschwächt werden, die gegenwärtig mit Investitionen in neue Technologien verbunden sind.In multidisziplinären Projekten sollen Wissenschaftler und Ingenieure zusammengeführt werden, um die spezifischen Probleme zu verstehen, die sich aus dem Übergang vom Labormaßstab zum industriellen Maßstab ergeben. Insbesondere die Entwicklung und Verbesserung von Methoden (z. B. spezialisierte Geräte, strukturierte Modelle, Simulationsmethoden), die zur Vergrösserung, Gestaltung und Prüfung agrarindustrieller Prozesse genutzt werden, soll gemeinsam erarbeitet werden.Die auf nachwachsenden Rohstoffen basierende, aufbauende "grüne" Chemie, angewandte Biotechnologien, die enzymatische und fermentative Biosyntheseverfahren einschließen, und die Verarbeitungsvorgänge der Fraktionierung, Trennung und Produktentwicklung sind typische Beispiele für Verfahren, die technologische Schwierigkeiten beim Übergang zum industriellen Maßstab bereiten, und bei denen Synergien zwischen der chemischen Verfahrenstechnik und dem Biowissenschaftler bei Anlagenkonzeption, Meß- und Regeltechnik und Ausrüstung am wirkungsvollsten werden. Forschungsarbeiten zur Nutzung der Nebenprodukte der Fermentierung und anderer verarbeitender Industrien werden durchgeführt werden.Diese Aktivitäten werden ergänzend und synergistisch mit den grundlagenorientierten "bio-processing" Arbeiten innerhalb des Biotechnologieprogramms und den mehr anwendungsorientierten Aktivitäten des Industrietechnologieprogramms sein.Generische Wissenschaft und fortgeschrittene Technologien für hochwertige Lebensmittel Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, einschließlich der Fischverarbeitung, steht mit ihrem Umsatz in Europa an zweiter Stelle. Forschung sollte die Wettbewerbslage der Industrie verbessern, aber auch den Verbrauchern eine sichere, qualitativ hochwertige, nahrhafte und gesunde Ernährung ermöglichen.Generische Technologien werden durch Anwendung von Biotechnologie entwickelt werden, um kommerzielle Pflanzen mit grösserer Leistung, verbesserter Produktionseffizienz und Nahrungseigenschaften zu erzeugen, wiederum in Ergänzung zu der Grundlagenforschung des Biotechnologieprogramms.Weitere Forschungsarbeit wird sich auf generische wissenschaftliche Phänomene konzentrieren, die an der Umwandlung biologischer Rohstoffe in Lebensmittel und ihrem Stoffwechsel beteiligt sind. Das Gewicht wird auf interdisziplinäre, molekular- und zellphysiologische Ansätze gelegt werden, die neue, fortgeschrittene Technologien für die Nahrungsqualität, Sicherheit und Vollwertigkeit, eingeschlossen Frische und Haltbarkeit von Meeresprodukten, unterstützen.Die Aktivitäten der Gemeinschaft werden sich auf Methoden zur Bestimmung der Qualität, der Herkunft, der Vollwerteigenschaften, Kontrollverfahren, grundlegende Lebensmittelwissenschaft (Strukturen, Wechselwirkungen), Lebensmittelfunktionalität "In-vivo" und "In-vitro", neue Verarbeitungstechnologien, Ausrüstung und Produkte (unter Betonung der Bioumwandlung/Biotechnologie) und ihren Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten konzentrieren. Die Aufgaben beinhalten auch Forschung zur Veredlung von Fischereiprodukten und zur besseren Nutzung wenig genutzter Arten und Nebenprodukte.Ernährungskrankheiten und -störungen bilden zunehmend einen Aspekt modernen Lebens. Multidisziplinäre Forschungsarbeiten, die Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Gesundheitsaspekte kombinieren, werden sich auf die Beziehung zwischen Nahrungszusammensetzung und Gesundheit konzentrieren, insbesondere die Lebensmittelaufnahme und den Stoffwechsel, die Rolle der Darmflora und der Immunologie, und die Anpassung von Lebensmitteln an spezielle Ernährungsanforderungen und Funktionen.Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ländliche Entwicklung, Fischerei und Aquakultur Die Forschung in diesem Bereich hat das Ziel, die Gemeinschaftspolitiken zu begleiten und Lösungen für die Veränderungen der ländlichen und küstennahen Räume zu finden. Neue Produktionssysteme müssen entwickelt werden, die wirtschaftlich lebensfähig und umweltfreundlich sind und eine angemessene Beschäftigung aufrechterhalten. Darüber hinaus wird durch Qualitätsprodukte, Diversifikation von Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelprodukten und landwirtschaftlicher Aktivitäten sowie Kostensenkungen eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft angestrebt.Im Forstbereich sollte die Forschung dazu beitragen, die allgemeinen Ziele des Schutzes und der langfristigen Entwicklung der Wälder zu erreichen, wie sie bei dem Weltgipfel in Rio de Janeiro 1992 und anläßlich der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (Straßburg 1990 und Helsinki 1993) beschlossen wurden, und eine bessere Nutzung der forstlichen Erzeugung und der unterschiedlichen Aufgaben des Waldes sicherstellen. Schließlich sollten Forschungsarbeiten die wissenschaftliche Basis verstärken, die die Umsetzung der ländlichen Entwicklungspolitik unterstützt.Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Aquakultur und Fischerei wird durch Qualitätsprodukte, Produktions- (Lebensmittel und Nichtlebensmittel) und Aktivitätsdiversifizierung sowie Kostensenkung angestrebt.Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländliche Entwicklung Optimierung von Methoden und Systemen und Primärproduktionsketten: in dem neuen Szenario, das sich aus der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ergibt, ist es erforderlich, die wissenschaftlichen Grundlagen zur Identifizierung der Mittel, Techniken, Produktionssysteme und -ketten zu entwickeln, die zu einer weniger intensiven, umwelt- und naturverträglichen und wirtschaftlich lebensfähigen Landwirtschaft führen und ein angemessenes Beschäftigungsniveau erhalten. Für Stillegungsflächen sollen neue Nutzungen gefunden werden, die für die Landwirte und die Gemeinschaft positiv sind.In diesem Zusammenhang sollten folgende Prioritäten gesetzt werden: Bewertung der Umweltauswirkungen landwirtschaftlicher Praktiken, Reduzierung und Optimierung der Vorleistungen, Nutzung von Stillegungsflächen, Anpassung der Produktionslinien.Die Nutzung der Biotechnologie, kombiniert mit traditionellen Methoden, sollte zur Schaffung neuer Genotypen auf dem Gebiet der Tierproduktion, neuer Varitäten und Hybriden führen, die widerstandsfähiger sind und/oder einen verbesserten Ertrag (insbesondere für die Non-Food Nutzung) und höhere Qualität erreichen.Diese Aktivitäten, deren Ergebnisse in der Landwirtschaft direkt anwendbar sein sollten, werden komplementär sein zu jenen mit mehr fundamentalem Charakter im Biotechnologieprogramm und jenen mit kommerzieller Anwendung im Bereich der obigen Generischen Wissenschaften. Nachdruck wird gelegt auf die Werte landwirtschaftlicher Produkte und Nebenprodukte, die Verwirklichung neuer, biologischer Schutzmethoden für Pflanzen, Schaffung neuer Genotypen oder Varitäten, die zu einer Verringerung des Inputs, durch biotechnologische Mittel und Nutzung von Mikroorganismen führen und damit Produktionskosten verringern. Dieser Aspekt ist von besonderer Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit landwirtschaftlicher Produkte und deren eventueller Nutzung im Nicht-Lebensmittelbereich.Zur Unterstützung des Managements der Gemeinsamen Landwirtschaftspolitik wird die Forschungsarbeit gerichtet sein auf Kontrollmethoden bei der Einführung von Verordnungen, Verbesserung der Mittel des Marktmanagements und Analyse der ex-ante und ex-post Einfluesse der GAP-Instrumente, die Erarbeitung ökonomischer Vorausschaumodelle oder anderer Instrumente quantitativer Analysen, auf Informationssysteme und Entscheidungsunterstützung für Landwirte und Entscheidungsträger.Qualitätspolitik: im Bereich der Qualitätsprodukte und der Anwendung der neuen Instrumente der Gemeinschaftsrichtlinien (Herkunftsbezeichnung, geographische Angaben und spezielle Produkttypen, biologische Landwirtschaft) soll die Forschung Kriterien, Produkte und Qualitätsketten identifzieren und charakterisieren und die Bedingungen definieren und bekanntmachen, die ein möglichst hohes Einkommen der Primärproduzenten ermöglichen.Arbeiten werden im besonderen durchgeführt zur Verbesserung von Methoden zur Qualitätskontrolle von Primärprodukten, zur Steigerung des Mehrwertes und seine gerechte Verteilung auf alle Mitwirkenden in der Kette, auf das Primärkonzept "totale Qualität", Analysen des Konsumentenverhaltens, auf die wissenschaftliche Grundlage zur Förderung landwirtschaftlicher Primärprodukte.Diversifikation in landwirtschaftlichen Aktivitäten und neuer Landnutzung: die Diversifizierung der Produktion und die Aktivitäten in der Landwirtschaft und der Nutzung landwirtschaftlicher Fläche erfordert Forschungsanstrengungen, um alle Möglichkeiten ohne Ausnahme (Lebensmittel und Nichtlebensmittel), zu identifizieren und zu untersuchen. Um gleichzeitig die technischen und ökonomischen Bedingungen zu definieren und zu möglichst grossen Entwicklungen beizutragen, werden hier multidisziplinäre Ansätze bevorzugt.Es wird notwendig sein, die wissenschaftliche Grundlage sowohl hinsichtlich Diversifizierung und Reorientierung der Produktion von Lebensmitteln und Nicht-Lebensmittelprodukten (einschließlich erneuerbarer Energien) als auch die Entwicklung komplementärer Aktivitäten für die Landwirte (z. B. Agro-Tourismus, ländliches Gewerbe, Agro-Forstwirtschaft usw.) zu stärken. Besondere Aufmerksamkeit wird der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit und der Vereinbarkeit dieser neuen Primärproduktionen und Aktivitäten mit Rücksicht auf die Umwelt gewidmet werden.Tier- und Pflanzengesundheit, Tierschutz: Die Forschung sollte wissenschaftlich-technische Unterstützung für die Entwicklung und Durchführung von Gemeinschaftsnormen und -richtlinien geben, insbesondere im Zusammenhang mit dem Binnenmarkt und der Verantwortung der Kommission für Pflanzen- und Tiergesundheit, Krankheitskontrolle und landwirtschaftlichen Schädlingen.Von besonderer Wichtigkeit wird die wissenschaftliche Unterstützung für Hygiene, Aufdeckung, Diagnose, Bewertung von Risiken, Epidemologie über Krankheiten, Verhütungs- und Kontrollmaßnahmen, die Analyse von Aspekten des Tierwohlbefindens, Optimierung von Faktoren bezueglich Tierfutter sowie Forschung zur Unterstützung der Anerkennung phytosanitärer und tierischer Gesundheitsprodukte, um auf diese Weise die Sicherheit der Nutzer und Konsumenten dieser Produkte zu verbessern.Die Nutzung der Biotechnologie sollte auch zur Entwicklung von Kontrolltests und diagnostischen Methoden beitragen, um Tier- und Pflanzenkrankheiten zu bekämpfen.Multifunktionale Forstbewirtschaftung: Als Folge der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung ist die Gemeinschaft dem Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der Wälder verpflichtet. Auf den Ministerkonferenzen über den Schutz der Wälder in Europa (Straßburg 1990 und Helsinki 1993) hat sie sich verpflichtet, aktiv zu einer Reihe von koordinierten Aktivitäten auf europäischer Ebene beizutragen, die zu einem besseren Schutz und einer ökologisch lebensfähigen Bewirtschaftung der forstlichen Ressourcen führen sollen. In diesem Zusammenhang, aber auch in Abstimmung mit der Umsetzung der land- und forstwirtschaftlichen Maßnahmen, denen als Teil der Reform der GAP zugestimmt wurde, sollte die forstliche Forschung folgende Schwerpunkte setzen: Verbesserung der Kenntnisse, die zur Implementierung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder führen, Funktion forstlicher Ökosysteme, Entwicklung und Verbesserung von Agro-Forstsystemen, Integration der vielfältigen Funktionen der Wälder.Ländliche Entwicklung: Die Forschung muß die wissenschaftliche Unterstützung für die Durchführung der Gemeinschaftspolitik der ländlichen Entwicklung bereitstellen, die in den Jahren 1994-1999 erheblich an Bedeutung zunehmen wird. Folgende Themen werden wichtig sein: Methoden für die Erkennung, Beobachtung und Beurteilung ländlicher Entwicklungsprogramme und Maßnahmen, Analyse der Politiken zur Verbesserung der Agrarstrukturen und der ländlichen Entwicklung, Klassifizierung ländlicher Gebiete, Identifizierung sozioökonomischer Schlüsselindikatoren, Analyse zentraler Probleme, Potentiale und Hemmnisse, Einführung neuer Technologien und Aktivitäten in empfindlichen ländlichen Gebieten (besonders Ziel 1 und Ziel 5b), Identifizierung und Mobilisierung von Partnern und Organisationen, die als wirkungsvolle Teilnehmer von Aktivitäten zur ländlichen Entwicklung wahrscheinlich sind, Modelle zur ländlichen Entwicklung, die auf einem integrierten Ansatz basieren und lokale Potentiale nutzen.Allgemein wird der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit und der Umweltverträglichkeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet.Fischerei und Aquakultur Übergreifendes Ziel ist die Erzeugung besseren Wissens und Verstehens des marinen Ökosystems, insbesondere die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Fischereiaktivitäten und Aquakultur (einschließlich der Entwicklung von Techniken, die die Umweltauswirkungen reduzieren), um Bedingungen zu schaffen, die zu einer ausgewogenen Nutzung der Fischerei- und Aquakulturressourcen der Gemeinschaft führen. Sozioökonomische Erwägungen werden als integraler Bestandteil des Programms anerkannt, zusammen mit dem verbundenen Erfordernis, die jeweiligen Methoden zur Beurteilung der Fischerei- und Aquakulturpolitiken zu entwickeln.Die Arbeit in diesem Sektor wird auf fünf Gebiete gerichtet sein:- Auswirkungen von Umweltfaktoren auf marine Ressourcen: Ziel ist die Erzeugung eines besseren Verständnisses des Einflusses von Umweltfaktoren auf biologische Schlüsselparameter (Vermehrung, Verteilung, natürliche Sterblichkeit usw.). Diese Arbeiten werden, wenn es sinnvoll erscheint, mit den Aktivitäten im Rahmen des Programmes Meereswissenschaften und -technologien verbunden.- Umweltwirkungen von Fischerei- und Aquakulturaktivitäten: Ziel ist die Erzeugung besseren Wissens und Verständnisses der Auswirkungen von Fischerei und Aquakultur auf Ökosysteme vor dem Hintergrund anderer Umweltstörungen natürlicher (z. B. hydrographischer) oder antropogener Faktoren (ausser Fischerei, z. B. Wasserverschmutzung, Eutrophierung, Kiesabbau), damit die Bedingungen für eine ausgewogene Nutzung der Fisch- und Aquakulturressourcen der Gemeinschaft geschaffen werden können.- Biologie der Arten für die Optimierung der Aquakultur: Die Arbeit unter dieser Überschrift soll zu einer besseren Kenntnis der Biologie aquatischer Arten beitragen, mit dem Ziel, die Produktion wirtschaftlich zu machen, ohne die Umwelt zu schädigen. Besonderes Gewicht wird auf die genetische Eignung von Aquakulturen gelegt, zusammen mit pathologischen Fragestellungen und multidisziplinären Ansätzen. Darüber hinaus wird die Erforschung neuer Arten als Möglichkeit zur Diversifizierung gefördert.- Sozioökonomische Aspekte der Fischereiindustrie: Ziel ist es, den Ablauf und das Management aller Bereiche der Fischerei und verbundener Industrien besser kennenzulernen und zu verstehen. Besonderer Wert wird auf multidisziplinäre Vorhaben gelegt.- Verbesserte Methoden: Ziel ist die Verbesserung vorhandener Methoden mit besonderem Gewicht auf der Datensammlung und der Entwicklung neuer Instrumente und Techniken.Ziele der Konzertierung In den Gebieten, in denen Mitgliedstaaten über umfangreiche Programme verfügen, wird der Schwerpunkt auf die Konzertierung dieser Anstrengungen gelegt, um die Gesamteffizienz zu optimieren. Diese Konzertierung soll durch die Schaffung europäischer thematischer Netze konkretisiert werden, die die meisten der relevanten Beteiligten in diesen Gebieten zusammenbringen sollen. Beispiele für Gebiete, wo dieses zutrifft, sind:- Primärproduktion in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Qualität, Versorgungssicherheit und Umweltwechselwirkungen;- Ländliche und Küstenentwicklung: Die FTE-Maßnahmen auf der Ebene der Mitgliedstaaten, die für die ländliche und Küstenentwicklung nützlich sein könnten, sind relativ verstreut. Durch ein europäisches Forum für den Austausch von Erfahrungen, Know-how und Methoden werden die europäischen Konzertierungsmaßnahmen dazu beitragen, innovative Konzepte zu entwickeln, mit denen die Probleme dieser Regionen überwunden werden können. Besondere Aufmerksamkeit wird den Möglichkeiten gewidmet, die sich in ländlichen und Küstenregionen durch neue Wirtschaftstätigkeit und Ausbildung ergeben sowie der Bewertung ihrer sozioökonomischen und Umweltauswirkungen;- Lebensmittelproduktion und -verarbeitung: Es werden Netze geschaffen, die die auf nationaler Ebene laufenden Forschungsarbeiten besser integrieren, vor allem durch Zusammenbringen der Forschungsarbeiten in der Lebensmittelproduktion, in Sicherheits-, Gesundheits- und sozioökonomischen Aspekten; und durch Einbeziehung dieser Erfahrung in die Lebensmittelverarbeitung.Das Zusammenfassen dieser Erfahrungen dürfte synergetische Auswirkungen mit sich bringen, die den Primärproduzenten, Verarbeitern, Verbrauchern und anderen Teilnehmern an der ländlichen und küstennahen Entwicklung gleichermassen zugutekommen.Zusammenfassend soll mit den Maßnahmen innerhalb dieses Programms die Anwendung der in der Biotechnologie der Biomedizin entwickelten Grundtechnologien, gegebenenfalls auch in der Umwelt-, Energie- und gezielten sozioökonomischen Forschung, erweitert werden.In gewissen Zuständigkeitsgebieten werden komplementäre Aktivitäten durch die GFS in enger Zusammenarbeit mit nationalen Laboratorien, hauptsächlich auf den Gebieten der Analyse und der technischen Unterstützung der GAP und GFP durchgeführt.ANHANG II >PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANG III BESTIMMUNGEN ÜBER DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS 1. Die Verfahren für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses über das vierte Rahmenprogramm festgelegt.Die Verfahren für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse sind in den Bestimmungen, die der Artikel 130j des Vertrages vorsieht.Im Hinblick auf die Durchführung des Programms ist jedoch wie folgt zu präzisieren:1.1. Eine von der Gemeinschaft unterstützte Teilnahme am Programm ist möglicha) für alle Körperschaften, die normalerweise FuE-Aktivitäten durchführen und- ihren Sitz in der Gemeinschaft haben;- ihren Sitz in einem Land haben, das infolge eines zwischen der Gemeinschaft und diesem Drittland abgeschlossenen Abkommens ganz oder teilweise mit dem betreffenden Programm assoziiert ist;b) für die Gemeinsame Forschungsstelle.1.2. Eine von der Gemeinschaft nicht finanzierte Teilnahme am Programm ist, unter der Bedingung, daß ihre Teilnahme für die Gemeinschaft von Interesse ist, möglich:a) für rechtliche Körperschaften, die in einem Land ihren Sitz haben, das mit der Gemeinschaft ein Abkommen über Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie abgeschlossen hat, welches die von diesem Programm abgedeckten Bereiche betrifft, und zwar unter der Bedingung, daß diese Teilnahme dem o. g. Abkommen nicht zuwider läuft;b) für rechtliche Körperschaften mit Sitz in europäischen Ländern;c) für internationale Forschungseinrichtungen.1.3. In bestimmten Fällen kann die Teilnahme internationaler Organisationen mit Sitz in Europa auf die gleiche Art und Weise finanziert werden, wie die Teilnahme von Institutionen, die ihren Sitz in der Gemeinschaft haben.2. Dieses Programm wird wie folgt durchgeführt:2.1. Aktionen auf Kostenteilungsbasis schließen die folgenden Maßnahmen ein:- FTE-Projekte, die von Unternehmen, Forschungszentren und Universitäten, einschließlich an einem gemeinsamen Thema arbeitender Konsortien für integrierte Aktionen, durchgeführt werden,- Projekte der Grundlagenforschung innerhalb der thematischen Netzwerke, die für generische Technologien mit strategischer Bedeutung geschaffen werden, eingeschlossen Unternehmen, Forschungszentren und Universitäten;- Technologieanreize, die darauf abzielen, die Teilnahme von KMU zu ermöglichen durch Unterstützung in der Untersuchungsphase (einschließlich der Suche nach Partnern) von FTE-Aktionen und durch kooperative Forschung. Diese Prämien werden nach Auswahl von Vorschlägen, die jederzeit eingereicht werden können, gewährt;- Unterstützung der Finanzierung von Infrastrukturen oder Einrichtungen (verstärkte Koordinationsaktivität), die für die Koordination unentbehrlich sind;- Demonstrationsaktionen gemäß Anhang III des Rahmenprogramms, die darauf abzielen, die Hindernisse zu überwinden, die Nutzung neuer Technologien verhindern sowie Verbindungen zwischen Entwicklern und Anwendern der Technologie herzustellen, werden einbezogen. Machbarkeitsstudien und direkte Unterstützung für jene, die in diese Technologie einbezogen sind, können eingeschlossen werden.2.2. Konzertierte Aktionen, die darin bestehen, insbesondere mit Hilfe von Konzertierungsnetzwerken, FTE-Projekten und Demonstrationsprojekten, die bereits durch öffentliche oder private Organisationen finanziert werden, zu koordinieren. Konzertierte Aktionen können ebenfalls der Koordination von thematischen Netzwerken dienen, die durch FTE-Projekte auf Kostenteilungsbasis (vgl. 2.1 erster Gedankenstrich) Hersteller, Anwender, Universitäten und Forschungszentren im Rahmen eines gemeinsamen technologischen oder industriellen Zieles zusammenbringen.2.3. Spezifische Tätigkeiten wie Maßnahmen zugunsten von Standardisierung und Maßnahmen zur Einführung von Werkzeugen zur allgemeinen Nutzung im Dienst der Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen. Die Teilnahme der Gemeinschaft umfasst bis zu 100 % der Kosten der Maßnahmen.2.4. Vorbereitende, begleitende und unterstützende Maßnahmen, schließen folgendes ein:- Studien zur Unterstützung dieses Programms und der Vorbereitung möglicher zukünftiger Aktionen,- Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen einschließlich intersektorieller oder multidisziplinärer Konferenzen;- Nutzung externen Fachwissens einschließlich des Zugangs zu wissenschaftlichen Datenbanken;- wissenschaftliche Veröffentlichungen, einschließlich der Verbreitung, der Förderung und der Valorisierung der Ergebnisse (in Koordination mit dem 3. Tätigkeitsbereich);- Studien zur Bewertung von sozioökonomischen Folgen sowie der möglichen technologischen Risiken, die mit allen Projekten dieses Programmes verbunden sein können; und in Koordination mit dem Programm gezielte ökonomische Forschung;- Weiterbildung (Stipendien), die mit den im Rahmen des Programms durchgeführten Forschungstätigkeiten in Zusammenhang stehen;- unabhängige Bewertung (einschließlich Studien) von Verwaltung und Ergebnissen der Programmaktivitäten;- Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeit von Netzwerken zur Sensibilisierung und dezentralen Hilfe zugunsten KMU, in Abstimmung mit der "Euromanagement-Aktion" FTE-Audit.Die im Zusammenhang mit Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse erfolgenden Maßnahmen des Programms werden ergänzend und in enger Koordinierung zu denjenigen im Rahmen des dritten Aktionsbereichs durchgeführt werden. Die Partner der FTE-Projekte stellen bevorzugte Netzwerke für die Verbreitung und Valorisierung der Ergebnisse dar. Sie werden im Wege von Veröffentlichungen, Konferenzen, Förderung von Ergebnissen, Studien über das wirtschaftlich-technologische Potenzial usw. verstärkt werden. Um einen optimalen Nutzen zu gewährleisten, müssen Faktoren, die geeignet erscheinen, eine spätere Verwertung der Ergebnisse zu begünstigen, von Anfang an und während der gesamten Dauer der FTE-Projekte berücksichtigt werden.