CELEX: 51985PC0152
Language: de
Date: 1985-04-02
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES betreffend gemeinsame Standpunkte der Mitgliedstaaten hinsichtlich der Vorschläge für die 5. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen vom 22. April bis 3. Mai 1985 in Buenos Aires, Argentinien (Vorlage der Kommission an den Rat)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (85) 152
Vol. 1985/0049
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
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          KOMMISSION                                                      Brüssel, den 2. April 1985
               DER
EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                               NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
         Generalsekretariat
                                                 Vorschlag für einen
                                                 BESCHLUSS DES RATES
                    betreffend gemeinsame Standpunkte der Mitgliedstaaten
                       h i n s i c h t l i c h der Vorschläge für die 5. Tagung der
                       Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens
                          über den internationa len Handel mit gefährdeten
                              Arten freil ebender Tiere und Pflanzen vom
                             22. April bis 3. Mai 1985 in Buenos Aires,
                                                     Argentinien
                                     (Vorlage der Kommission an den Rat)
     K0MC85) 152 endg.
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                        MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT
 Betrifft    :  Vorschläge für die 5. Tagung der Konferenz der Vertrags­
                parteien des Übereinkommens über den internationalen
                Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen
                 (CITES) vom 22. April bis 3. Mai 1985 in Buenos Aires,
                Argentinien
 I . EINLEITUNG
     1.1. Vorgeschichte
          Seit Inkrafttreten der Ratsverordnung (EWG) Nr. 3626/82 (1) am
          1. Januar 1984 sind Belgien, Luxemburg und die Niederlande Vertrags­
          parteien des Übereinkommens geworden, so dass gegenwärtig acht Mit-
          gliedstaaten der Gemeinschaft Vertragspartei sind. In Irland und
          Griechenland konnten die Ratifikations-, Annahme- bzw. Genehmigungs­
          verfahren noch nicht abgeschlossen werden. Dem Übereinkommen gehören
          heute 87 Vertragsparteien an.
          Die 5. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien ist für die Zeit
          vom 22. ApriL bis 3. Mai 1985 in Buenos Aires, Argentinien, anbe­
          raumt.
          Wie auf allen vorhergehenden Tagungen wird die Gemeinschaft gemäss
          Artikel XI Absatz 7 des Übereinkommens als Beobachter teilnehmen.
          Das Sekretariat des Übereinkommens wurde hierüber im Oktober 1984
          unterrichtet.
(1)   Verordnung (EWG) Nr. 3626/82 des Rates vom 3. Dezember 1982
      zur Anwendung des Übereinkommens über den internationalen
      Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen
      in der Gemeinschaft (ABI. Nr. L 384 vom 31.12.1982).
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     1.2. B e i t r i t t der Gemeinschaft zum Übereinkommen
           Im September und Oktober 1982 e rö rte rte und genehmigte die Umwelt-
           Arbeitsgruppe des Rates einen Vorschlag der Kommission zur Änderung
           von Artikel XXI des Übereinkommens mit dem Ziel, den B e i t r i t t der
           Gemeinschaft zum Übereinkommen zu ermöglichen.
           Die dänische Regierung beantragte mit Unterstützung des erforderlichen
           Drittels a l l e r Vertragsparteien beim Sekretariat des Übereinkommens
          die Einberufung einer ausserordentlichen Tagung der Konferenz, die am
          30. April 1983 im Anschluss an die 4. ordentliche Tagung der Konferenz
          der Vertragsparteien in Gaborone, Botswana, s tattfand.
          Auf dieser ausserordentlichen Tagung wurde mit 27 gegen 9 Stimmen bei
          6 Stimmenthaltungen eine von den Vereinigten Staaten im Einvernehmen
          mit der Gemeinschaft erheblich geänderte Fassung des Änderungsantrags
          verabschiedet.
          Eine Änderung des Übereinkommens t r i t t gemäss Artikel XVTl Absatz 3
          des Übereinkommens für die Vertragsparteien, die sie angenommen haben,
          60 Tage nach dem Zeitpunkt in Kraft, an dem zwei Drittel der Vertrags­
          parteien eine Annahmebeurkundung bei der Verwahrregierung hinterlegt
          haben. Gemäss Entschliessung Conf. 4.27 der Konferenz der Vertrags­
          parteien wird der "Änderungsantrag Gemeinschaft", nachdem er von zwei
          Dritteln der Vertragsparteien, d.h. von 54 Vertragsparteien angenommen
          worden i s t , "zum Zeitpunkt der Annahme" in Kraft t re te n .
2. INSTITUTIONELLE UND RECHTLICHE PROBLEME IM ZUSAMMENHANG MIT DER FESTLEGUNG
   GEMEINSAMER STANDPUNKTE DER MITGLIEDSTAATEN HINSICHTLICH DER FÜR DIE
   KONFERENZ DER VERTRAGSPARTEIEN EINGEBRACHTEN VORSCHLÄGE
   2.1. Nach Ansicht der Kommission i s t seit Verabschiedung der Ratsverordnung
         Nr. 3626/82 vom 3. Dezember 1982 zur Anwendung des Übereinkommens
         über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender
         Tiere und Pflanzen in der Gemeinschaft le tz te r e im Aussenverhältnis
         für a l l e Fragen der Regelung des Handels mit Exemplaren von
                                                                     . ./3
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          gefährdeten Arten zuständig, beispielsweise auch für die Regelung
          des Handels mit Arten, die noch nicht in die Anhänge der Verordnung
          aufgenommen sind. Dieses Argument stüt zt sich auf die Überlegung, dass
          eine Änderung des Übereinkommens auch die Verordnung "berühren"
          ("berühren" im Sinne der Rechtssache ERTA ) würde, da die Verord­
          nung mit Rücksicht auf die Änderungen selbst wiederum geändert werden
          müsste. Eines der Ziele der Verordnung besteht nämlich gerade darin,
          zu verhindern, dass nichteinheitliche Durchführungsmassnahmen auf der
          Ebene der Mitgliedstaaten den freien Warenverkehr im Innern der Gemein­
          schaft beeinträchtigen und zu Wettbewerbsverzerrungen führen (siehe
          5. und 6. Erwägungspunkt). Deshalb wurde es für notwendig erachtet,
          auf Gemeinschaftsebene sicherzustellen, dass bestimmte handelspoli­
         tische Instrumente im Rahmen des Übereinkommens einheitlich angewendet
         werden (4. Erwägungspunkt). Diese Ziele können nicht erreicht werden,
         wenn die Gemeinschaft im Aussenverhältnis nicht für alle Fragen der
         Regelung des Handels mit Exemplaren von gefährdeten Arten zuständig
          ist.
         Nach Ansicht der Kommission kann Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung
         Nr. 3626/82 nicht zur Untermauerung des Arguments angeführt werden,
         dass die Gemeinschaft im Aussenverhältnis keine Zuständigkeit für
         Arten hat, die noch nicht vom CITES erfasst sind, für die aber der
         Konferenz Vorschläge zur Einbeziehung in den Geltungsbereich von CITES
         vorliegen. Artikel 15 Absatz 3 hat nur im Innenverhältnis der Gemein­
         schaft Geltung. Er erlaubt es den Mitgliedstaaten, im innergemein­
         schaftlichen Handel gewisse Beschränkungen für den Handel mit den von
         der Verordnung nicht erfassten Arten anzuwenden, wobei diese Beschrän­
         kungen den in der Verordnung vorgesehenen Massnahmen ähnlich sein
         müssen. So wird hier festg el eg t, welche Massnahmen nach Artikel 36
         des Vertrags zulässig sind.
    2.2. Die Kommission bezieht sich auf die Erklärung, die sie in das Rats­
         protokoll eingebracht hat bei der Annahme der Verordnung Nr. 3626/82.
         Sie i s t weiterhin überzeugt davon, dass die Rechtsgrundlage für jede
         Gemeinschaftsaktion auf diesem Gebiet in e r s ter Linie der Artikel 113
         sein muss; die Gemeinschaft i s t noch nicht Vertragspartei des CITES.
         Unter diesen Umständen sind die Mitgliedstaaten nach Artikel 5 des
(1)   22/70, (1971) EuGH, 263.
                                                                        ../4
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          EWG-Vertrags verpfl i c h t e t , die Ausübung der Gemeinschaftskompetenzen
          auf der Konferenz zu erleichter n.
         Bis die Gemeinschaft Vertragspartei des CITES wird, i s t nach Ansicht
         der Kommission während der Übergangszeit als Instrument für die Fest­
          legung des gemeinsamen Standpunkts hinsichtlich der auf der Konferenz
         eingebrachten Änderungen Artikel 116 des EWG-Vertrags heranzuziehen.
         Dieser Artikel bestimmt, dass die Mitgliedstaaten in den internationa­
         len Organisationen mit wirtschaftlichem Charakter bei allen Fragen,
         die für den Gemeinsamen Markt von besonderem Interesse sind, nur
         noch gemeinsam Vorgehen und dass zu diesem Zweck die Kommission
         dem Rat geeignete Vorschläge u n terbreitet.
         Aus der Begründung zur Verordnung Nr. 3626/82 geht hervor, dass jede
         Änderung der Anhänge des Übereinkommens von besonderem Interesse
         für den Gemeinsamen Markt i s t .
        Die Frage, ob CITES eine internationale Organisation mit wirtschaft­
         lichem Charakter i s t , muss bejaht werden. Obgleich nicht abgestritten
        werden kann, dass die Ziele von CITES in e r s t e r Linie den Umweltschutz
        betreffen, sind die hierzu eingesetzten Instrumente rein kommerziell.
        Das Übereinkommen r e g e lt, wie aus dessen Titel deutlich hervorgeht,
        den Handel mit Exemplaren gefährdeter Arten. Andere Instrumente sind
        nicht vorgesehen. CITES muss deshalb als eine internationale Organi­
        sation mit wirtschaftlichem Charakter angesehen werden, auch wenn es
        noch andere Merkmale aufweist.
                                  ***************
Die Kommission schlägt vor, dass der Rat den beigefügten Vorschlag für einen
Ratsbeschluss annimmt.
 ---pagebreak---                         BESCHLUSS DES RATES
        betreffend gemeinsame Standpunkte der Mitgliedstaaten
        hinsichtlich der Vorschläge für die 5. Tagung der Kon­
        ferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über
        den internationalen Handel mit gefährdeten Arten f r e i -
        lebender Tiere und Pflanzen vom 22. April bis 3. Mai 1985
        in Buenos Aires, Argentinien
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
 schaft, insbesondere auf Artikel 116,
 auf Vorschlag der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe    :
 Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten
 freilebender Tiere und Pflanzen wird in der Gemeinschaft aufgrund der Ver­
ordnung (EWG) Nr. 3626/82 des Rates (1) angewendet.
Vorschläge für Entschliessungen und für Änderungen der Anhänge des Über­
einkommens können das Funktionieren der Verordnung berühren.
Die Gemeinschaft i s t noch nicht Vertragspartei des Übereinkommens, obgleich
gegenwärtig den Vertragsparteien ein diesbezüglicher Änderungsantrag zur
Annahme vo rlieg t.
(1)   ABI. Nr. L 384 vom 31.12.1982, S. 1.
                                                                    ../2
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  Unter diesen besonderen Umständen ist es Sache der Mitgliedstaaten,
  bezüglich der eingebrachten Vorschläge im Rahmen eines vom Rat zu
  beschliessenden gemeinsamen Standpunkts vorzugehen -
 BESCHLIESST :
                                    Artikel   1
 Die von den Mitgliedstaaten auf der 5. Tagung der Konferenz der Vertrags­
 parteien des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährde­
 ten Arten frei Lebender Tiere und Pflanzen einzunehmenden gemeinsamen Stand­
 punkte entsprechen den im Anhang zu diesem Beschluss festgelegten Stand­
 punkten.
                                    Artikel   2
 1. Wird ein gemeinsamer Standpunkt nach Artikel 1 von neuen wissenschaft­
     lichen oder technischen Informationen berührt, die vor oder während
    der Tagung der Konferenz der Vertragsparteien bekannt werden, so über­
    prüfen die Mitgliedstaaten diesen Standpunkt im Lichte dieser Informa­
    tionen und legen einen gemeinsamen Standpunkt zu dem betreffenden Vor­
    schlag f e s t , bevor die Konferenz der Vertragsparteien darüber abstimmt.
2. Zu Vorschlägen,         zu denen im Anhang kein gemeinsamer Standpunkt auf­
    geführt i s t , wird dieser festgelegt, bevor die Konferenz der Vertrags­
    parteien darüber abstimmt.
Geschehen zu Brüssel am         April 1985.
                                                     Im Namen des Rates
 ---pagebreak--- ANHANG zum Beschluss des Rates vom . . . . April 1985 hinsichtlich gemeinsamer
Standpunkte der Mitgliedstaaten zu Vorschlägen für die 5. Tagung der Konfe­
renz der Vertragsparteien des Übereinkommens über den internationalen Handel
mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen.
Punkt XIII der Tagesordnung - Auslegung und Anwendung des Übereinkommens
1.      Bericht über die einzelstaatlichen Berichte nach Artikel, VII Absatz 7
        des Übereinkommens (Dokument 5.19 und 5,20)
   (a) Die Beratungen im Technischen Ausschuss (Brüssel, Juni 1984) haben deut­
        lich gemacht, dass keine der Hauptfunktionen der Jahresberichte wirk­
        lich erfüllt wird. Die vorhandenen Jahresberichte bieten keine Möglich­
        keit zur Kontrolle der Durchführung des Übereinkommens durch die Vertrags­
        parteien oder zur Kontrolle des Umfangs des Handels mit Exemplaren er­
        fasster Arten. Dies hat mehrere Ursachen: fehlende oder verspätete
        Übermittlung und unvollständige und ungenaue Angaben in den Jahresbe­
       richten. Diese Situation ist auf allen vorübergehenden Tagungen der
        Konferenz der Vertragsparteien, im Technischen Ausschuss und in ver­
        schiedenen Arbeitsgruppen erörtert worden; trotz zahlreicher Ent-
        schliessungen hat sich die Lage jedoch nicht gebessert. Dies bedeutet,
       dass in den zehn Jahren des Bestehens des Übereinkommens keine ver­
       lässlichen Angaben beigebracht werden konnten, die es erlaubt hätten,
       Schlussfolgerungen hinsichtlich der Auswirkungen des internationalen
       Handels auf den Erhaltungsstatus der im Übereinkommen erfassten Arten
       zu ziehen.
       Gemeinsamer Standpunkt : Unterstützung jeder Aktion, die auf ein
       besseres Funktionieren des Systems der Jahresmeldungen abzielt.
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  b) Bei der Diskussion über die Jahresberichte wird auch die Frage der Be­
      richte über den innergemeinschaftlichen Handel zur Sprache gebracht werden.
      Diese Frage war auf der Tagung des Technischen Ausschusses im Juni 1984 auf
      der Grundlage eines Berichts dessen Arbeitsgruppe über die Jahresberichte,
      ferner auf der Hauptversammlung der IUCN in Madrid im Jahre 1984 und auf dem
      im Oktober 1984 in Kuala Lumpur veranstalteten Seminar über die Anwendung
      von CITES in Asien und Ozeanien erörtert worden. Indien hat für die Konfe­
      renz der Vertragsparteien einen Entschliessungsantrag (Dok. 5.2.) einge­
      bracht, in dem empfohlen wird, dass jede Vertragspartei, die Mitglied eines
      Regionalen Handelsübereinkommens im Sinne von Artikel XIV Absatz 3 des
      Übereinkommens ist, in ihren Jahresberichten Angaben über den Handel mit anderen
     Mitgliedern dieses Handelsübereinkommens aufnimmt , es sei denn, die Ver­
     pflichtungen zur Anmeldung und Berichterstattung kollidieren unmittelbar
     mit den Bestimmungen des regionalen Handelsübereinkommens.
     Abgesehen davon, dass es technisch und materiell unmöglich ist, im Rahmen
     des für die Anwendung von CITES in der Gemeinschaft beschlossenen Systems
     über den innergemeinschaftlichen Handel mit CITES-Arten Bericht zu erstat­
     ten, würden die für eine solche Berichterstattung notwendigen Kontrollen mit
     den Bestimmungen (und Zielen) des EG-Vertrags unmittelbar kollidieren. Ob­
     gleich der Vorschlag offensichtlich mit dem Blick auf die Gemeinschaft ein­
     gebracht worden ist, beinhaltet der gemeinsame Standpunkt Stimmenthaltung.
     In einer Erklärung im Namen der Gemeinschaft wird erläutert, dass sich die
     Gemeinschaft aus den obigen Gründen von den in der Entschliessung enthaltenen
     Empfehlungen nicht betroffen fühlt. Im Hinblick auf die möglichen nachteiligen
     Folgen einer Diskussion über diese Frage wird es erforderlich sein, die diesbe­
     züglichen Befürchtungen verschiedener Vertragsparteien zu zerstreuen. Den Mit­
     gliedstaaten fällt deshalb die Aufgabe zu, in ihren Kontakten mit anderen
     Vertragsparteien und Nicht-Regierungsorganisationen das Funktionieren der
     Gemeinsfchaftsverordnung über die Anwendung des Übereinkommens zu erläutern.
2. Handel mit Elfenbein von afrikanischen Elefanten (Dok. 5.22)
     Diese vom Vereinigten Königreich eingebrachte Entschliessung war auf der
     Sitzung des Technischen Ausschusses im Juni 1984 erörtert worden und hatte
     allgemein Unterstützung gefunden. Der aufgrund der Ratsverordnung (EWG)
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    Nr. 3626/82 eingesetzte Ausschuss für das Übereinkommen identifizierte eine
    Reihe von Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit den Empfehlungen über den
    Handel mit Beständen in Nichterzeugei—Ländern, d.h. Bestandaufnahme und Kenn­
    zeichnung vor der Wiederausfuhr, stehen. Der Ausschuss einigte sich darauf,
    der Konferenz der Vertragsparteien eine Alternativlösung zur Diskussion zu
    unterbreiten, der zufolge für die Wiederausfuhr nicht gekennzeichneter Be­
    stände ein Termin festgelegt wird. Da diese EntschMessung einen bedeutsamen
    Schritt nach vorne bei der Erhaltung der Populationen des afrikanischen Ele­
    fanten darstellt, verdient sie Unterstützung. Die Mitgliedstaaten werden
   daher die Alternativen für die Behandlung von wiederausgeführtem Elfenbein
   wie auch die Frage erörtern, wie gewährleistet werden kann, dass die Jahres­
   quoten sich auf wissenschaftlich vertretbare Bewirtschaftungspläne stützen.
   Gemeinsamer Standpunkt: Abstimmung für die Entschliessung, wie sie sich aus
   den Diskussionen der Konferenz der Vertragsparteien ergibt.
3. Handel mit Leopardenfellen (Dok. 5.23)
   Nach der Entschliessung Conf. 4.13 dürfen Leopardenfelle für nicht hauptsäch­
    lich kommerzielle Zwecke (Jagdtrophäen, persönlicher Besitz, Haushaltswaren)
   in begrenzten Mengen (von der Konferenz der Vertragsparteien festgelegte
   Quoten; lediglich ein Fell pro Person und Jahr) behandelt werden. Simbabwe,
   Sambia und Tansania schlagen höhere Jahresquoten vor, die in einer besseren
   Relation zur Zahl der Tiere stehen, die entweder im Rahmen von Bewirtschaf­
   tungsplänen oder zum Schutz von Leben und Besitz effektiv getötet werden.
   Simbabwe schlägt vor, dass es ermächtigt wird, selbst Jahresquoten festzu­
   setzen und seinen Beschluss dem Sekretariat mitzuteilen, oder, falls die Kon­
   ferenz diesem Vorschlag nicht zustimmt, dass die Konferenz eine Jahresquote
   von 350 Tieren genehmigt.
   Sambia hat zwei ähnliche Vorschläge mit einer Jahresquote von 300 Tieren
   eingebracht.
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   Tansania schlägt eine Aufstockung seiner Quote von 60 auf 250 vor.
   Wegen des Zusammenhangs zwischen finanziellen Erlösen und Bereitschaft
   der grossen Landbesitzer, die Art zu schützen, müssen diese Vorschläge
   sorgfältig bedacht werden. Der gemeinsame Standpunkt wird im Lichte der
   Beratungen auf der Konferenz der Vertragsparteien und, was speziell den
   Vorschlag Tansanias betrifft, anhand zusätzlicher wissenschaftlicher Gut­
   achten festgelegt werden.
4. Handel mit Exemplaren von Pflanzenarten (Dok. 5.24)
   Von der Arbeitsgruppe Pflanzen (Unterausschuss des Technischen Aus­
   schusses) iist eine Vielzahl von Empfehlungen zur besseren Durchführung des
   Übereinkommens im Zusammenhang mit Pflanzen eingebracht worden. Die Empfeh­
   lungen in Anhang 1 und in Anhang 2 Buchstaben a) und b) zu Dok. 5.24 sind
   vom Technischen Ausschuss im Juni 1984 befürwortet worden.
   Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der betreffenden Empfehlungen.
   Schwierigkeiten ergeben sich bei der Empfehlung c) des Anhangs 2. Die An­
   nahme dieser Empfehlung würde bedeuten, dass für Pflanzen im Sinne des An­
   hangs I, die für Handelszwecke künstlich vermehrt werden, anstelle von Aus­
   fuhrgenehmigungen Pflanzengesundheitszeugnisse zu verwenden sind. Dies steht
   nicht im Einklang mit der akzeptierten Auslegung von Artikel VII Absatz 4
   des Übereinkommens. Ein zweites Problem ergibt sich daraus, dass es gegen­
   wärtig unmöglich ist, das Pflanzengesundheitszeugnis an die Erfordernisse der
   Empfehlung nach ii) anzupassen.
   Gemeinsamer Standpunkt: Erörterung dieser Schwierigkeiten in den Sitzungen
   der Arbeitsgruppe Pflanzen und Ablehnung der Empfehlung nach Buchstabe c)
   von Anhang 2 zu Dok. 5.24.
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5. Handel mit gezüchteten Exemplaren (Dok. 5.25)
   Dieser Vorschlag für eine einheitliche Kennzeichnung von Zuchterzeugnissen
   stellt einen bedeutsamen Beitrag zu einer Lösung der Identifizierungsprobleme
   im Handel mit solchen Erzeugnissen dar.
   Obgleich nicht deutlich ist, wie sich diese Entschliessung auf die bestehen­
   den Zuchttätigkeiten und die der Konferenz der Vertragsparteien zwecks Ge­
   nehmigung unterbreiteten Tätigkeiten auswirken wird, und bbgleich die Durch­
   führbarkeit bestimmter Aspekte der vorgeschlagenen Entschliessung weiterer
   Erörterung bedarf, beinhaltet der gemeinsame Standpunkt die Unterstützung
   der Grundideen der Entschliessung.
6. Bedeutsamer Handel mit Arten im Sinne von Anhang II (Dok. 5/..)
   Das betreffende Dokument liegt noch nicht vor. Zu dem Thema muss ein gemein­
   samer Standpunkt deshalb in einer späteren Phase festgelegt werden.
7. Kontrolle "leicht erkennbarer" Teile und daraus hergestellter Erzeugnisse
   (Dok, 5/..)
   In der vorgeschlagenen Entschliessung wird empfohlen, dass alle Vertragspar­
   teien eine ähnliche Definition des Begriffs "Exemplar" wie nach der Formu­
   lierung von Artikel 2 der Ratsverordnung (EWG) Nr. 3626/82 in der von der
   Kommission mit Dokument (K0MC83) 557 vom 26.9.1983 vorgeschlagenen Fassung
   (ABI. Nr. C 272 vom 11.10.1983, S. 7) beschliessen. Die Verabschiedung dieses
   Vorschlags im Rat ist zurückgestellt, bis die Ergebnisse der Tagung der
   Konferenz der Vertragsparteien in der Frage "ausgenommene Teile und Erzeugnisse"
   vorliegen. Es hat sich als unmöglich erwiesen, eine "Minimal-Liste" ähnlich
   Anhang B zur Verordnung 3626/82 aufzustellen.
   Da die Empfehlung die Kontrolle bei Teilen und daraus hergestellten Erzeugnis­
   sen verbessern hilft, beinhaltet der gemeinsame Standpunkt die Unterstützung
   der Entschliessung.
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8.   Definition des Begriffs "hauptsächLich kommerziel·Le-Zwecke" (Dok. 5/28)
     Obgleich die vorgeschlagene EntschMessung und die Einleitung hierzu deut­
     lich machen, dass eine allgemein gültige Definition dieses Begriffs nicht
     gegeben werden kann, sind die Entschliessung und die in ihrem Anhang enthal­
     tenen Beispiele eine wichtige Richtschnur für die einführenden Vertragspar­
     teien bei der Beurteilung der Frage, ob für Exemplare von Arten nach Anhang I
     eine Einfuhrgenehmigung erteilt werden kann.
    Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der Entschliessung.
9.  Zeitliche Geltung der Einfuhrgenehmigungen (Dok. 5/29)
    In der vorgeschlagenen Richtlinie wird empfohlen, dass zur Anwendung von
    Artikel III Absätze 2 und 4 des Übereinkommens ein (wieder)ausführendes
    Land eine Einfuhrgenehmigung als ungültig betrachtet, wenn sie sechs Monate
    nach dem Ausstellungsdatum vorgelegt wird. Dabei soll die Konferenz der Ver­
    tragsparteien beschliessen, ob die Empfehlung für alle Exemplare von Arten im
    Sinne des Anhangs I oder nur für lebende Exemplare gelten soll.
    Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der Entschliessung in Anhang 1 zu
    Dok. 5/29, die im Einklang mit der einschlägigen Kommissionsverordnung (EWG)
   Nr. 3418/83 steht.
   Ursprungszeugnis für Exemplare von Arten im Sinne des Anhangs III (Dok. 5/30)
   Mit der Bnpfehlung, dass das Ursprungszeugnis nach Artikel V Absatz 3 des
   Übereinkommens von der zuständigen CITES-VolIzugsbehörde ausgestellt wird,
   würde das Problem der unterschiedlichen Bedeutung eines nach dem Zollrecht
   ausgestellten Ursprungszeugnisses gelöst werden. Der gemeinsame Standpunkt
   beinhaltet die Unterstützung dieser Entschliessung und den Vorschlag, dass in
   einer ergänzenden Empfehlung der Begriff "Ursprungsland" für die Zwecke des
   CITES wie folgt definiert wird:
   ä) Für die Anwendung des Übereinkommens bedeutet "Ursprungsland" das Land,
       in dem die Exemplare der Natur entnommen, in Gefangenschaft gezüchtet
       oder künstlich vermehrt wurden.
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      b) .................
11. Definition des Begriffs "Voreruerb" (Dok. 5/31)
      Dieses Dokument behandelt ausführlich alle Aspekte des Problems
     des Vorerwerbs und bringt eine Klärung der
     Auslegungs- und Durchführungsschwierigkeiten, die sich aus dem Wortlaut von
     Artikel VII Absatz 2 des Übereinkomemns ergeben bzw. seit Verabschiedung der
     Entschliessung Conf. 4.11. neu aufgetaucht sind.
     Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der vorgeschlagenen Entschliessung.
12.  Cayman-Schildkröten-Farm (Dok. 5/32)
     Dieser vom Vereinigten Königreich auf Antrag des Sekretariats eingebrachte
     EntSchliessungsentwurf enthält eine Alternative zu dem Vorschlag, die in Ge­
     fangenschaft lebende Cayman-Schildkröten-Population von Anhang I auf An­
     hang II zu übertragen.
     Das mit dieser Entschliessung gewählte Verfahren erscheint am adäquatesten.
     Da es in den Gebieten unter der Gerichtsbarkeit der Cayman-Inseln keine wild­
     lebende Population gibt, ist die Möglichkeit genommen, einen Vorschlag auf der
     Grundlage der Entschliessung Conf. 3.15 zu verabschieden. Die Bedingung nach
    Punkt a) besagter Entschliessung, wonach in den Gebieten unter der Gerichts­
    barkeit einer Vertragspartei eine wildlebende Population einer in Anhang I
    aufgeführten Art vorhanden ist, dié nicht mehr als gefährdet gilt und von
    Ranching profitieren kann, ist ein wesentlicher Aspekt des
     sorgfältig geplanten Ranchingkonzepts. Bedauerlicher­
    weise erfüllt die Cayman-Schildkröten-Farm bisher nicht die Voraussetzung
    nach Punkt c) iii) der Entschliessung Conf. 2.12. über die Zucht von in Ge­
    fangenschaft lebenden Arten. Diese Farm bewirtschaftet offensichtlich den
    Eltern-Zuchtstamm nicht in einer Weise, "mit der erwiesenermassen in einer
    überwachten Umwelt auf verlässliche Weise eine Zweitgenerations-Nachkommen-
    schaft erzeugt werden kann". Jedoch erfüllen die Tätigkeiten der Cayman-
    Schi ldkröten-Farm die übrigen Kriterien der Entschliessungen Conf. 2.12.
    und Conf. 3.15; die fortgesetzten Anstrengungen dürften dazu führen, dass
    in naher Zukunft eine Zweitgenerations-Nachkommenschaft erzeugt werden kann.
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       Ausserdem kann davon ausgcadngen werden, dass die Forschungstätigkeit der
       Farm auf dem Gebiet der Überlebensmöglichkeiten der Arten, ihre Aufklärungs­
       arbeit usw. einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Seeschildkröten leisten
       Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet daher die Unterstützung der Entschlies-
       sung im Anhang zu Dok. 5.32, sofern zusätzliche Kontrollmechanismen vorge­
       sehen werden. Zu diesem Zweck ist der Entschliessungsentwurf um folgenden
       Absatz zu erweitern:
                               e) dass diese Entschliessung auf der 7. Tagung der
                                   Konferenz der Vertragsparteien überprüft wird.
 13. Regelmässige Prüfung angeblicher Verstösse (Dok. 5/33)
      Mit der vorgeschlagener Entschliessung sollen offensichtlich dem Technischen
      Ausschuss Funktionen übertragen werden, die das Sekretariat nach Artikel XII
      Absatz 2 Buchstaben d) und e) des Übereinkommens erfüllt. Diese Entschliessung
      kann deshalb nur mit Zustimmung des Sekretariats angenommen werden.
      Der gemeinsame Standpunkt wird nach Massgabe der Reaktion des Sekretariats
      festgelegt werden.
14· Auslegung von Artikel XIV Absatz 1 (Dok, 5/34)
     Dieser Entschliessungsentwurf, der von zehn afrikanischen Vertragsparteien auf
     dem Seminar über die Durchführung von CITES in Afrika im Juni 1984 vorbe­
     reitet wurde, ist auf die Unzufriedenheit verschiedener Erzeugerländer über
     strengere Massnahmen zurückzuführen, die verschiedene Verbraucherländer
     hinsichtlich des Handels mit Exemplaren von in den Anhängen il und III auf­
     geführten wie auch nichterfassten Arten getroffen haben. Auf besagtem Semi­
     nar wurde die Gemeinschaft wegen ihrer Bestimmungen im Zusammenhang mit An­
     hang C zur Ratsverordnung Nr. 3626/82 kritisiert; auch der amerikanische
    "Endangered Species Act" und der australische "Wildlife Protection Act" kamen
    dabei zur Sprache. Ungeachtet der ausführlichen mündlichen und schriftlichen
    Informationen, die die Gemeinschaft auf dem Seminar im Juni 1984 und auf
    früheren Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien zur Funktionsweise der
    Gemeinschaftsverordnungen betreffend CITES gegeben hat, betrachten verschie­
    dene Erzeugerländer strengere Massnahmen in den Verbraucherländern weiter­
    hin als eine Einmischung in ihre eigenen Angelegenheiten. Der Rat erkennt
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      zwar die Belange der Erzeugerländer an, vertritt aber die Ansicht, dass Ar­
      tikel XIV Absatz 1 des Übereinkommens keinen Raum für eine Entschliessung
      dieser Art belässt.
      Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet daher die Ablehnung des betreffenden
      Vorschlags.
15. Auslegung des Begriffs "Wortlaut des Änderungsantrags"
      Das diesbezügliche Dokument liegt noch nicht vor.
16- CITES-Verzeichnis der Firmen, die mit lebenden Exemplaren wildlebender
      Tierarten Handel treiben (Dok. 5/36)
     Mit dieser Entschliessung sollen die Interessen redlicher Händler durch Auf­
     nahme in ein Verzeichnis mit Angabe von Namen, Lizenznummer, Anschrift, Fern­
     sprech- und Fernschreibnummer, Name und Anschrift der Firmeninhaber oder
     -Leiter und Art des Handels geschützt werden. Genehmigungen sollten nur an
     solche Händler erteilt werden, die in dem Verzeichnis geführt werden. Eine
     weitere Idee dabei ist, den Vollzugsbehörden und wissenschaftlichen Behörden
     bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu helfen und die Erzeugerländer wirtschaft­
     lich zu unterstützen. Das Verzeichnis soll allen Vertragsparteien zur Ver­
     fügung gestellt werden. Obwohl das Problem der illegalen Händler wohl be­
     kannt ist und die ständige Aufmerksamkeit der Vertragsparteien erfordert,
     ist es höchst unwahrscheinlich, dass ein solches Verzeichnis zur Lösung
    des Problems beitragen kann. In Anhang 2 zum Dokument 5.36, das eine Erläu­
    terung des Begriffs "Verzeichnis" enthält, wird dessen Funktion auf die Unter­
    stützung einer Vollzugsbehörde, die herausfinden will, ob ein Händler existiert
    oder nicht, beschränkt. Da nach dem Übereinkommen Einfuhrgenehmigungen für
    Exemplare der in den Anhängen II und III aufgeführten Arten nicht vorge­
    schrieben sind, wird diese begrenzte Funktion noch weiter eingeengt. Da das
    Verzeichnis nur einmal jährlich auf den neuesten Stand gebracht werden soll,
    besteht zudem die Gefahr, dass sich entsprechende Beschlüsse auf falsche
    Informationen stützen. Nach Abwägung des sehr begrenzten praktischen Nutzens
    und des enormen Verwaltungsaufwands beinhaltet der gemeinsame Standpunkt die
    Ablehnung der vorgeschlagenen Entschliessung.
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17. Zusammenhang zwischen CITES-LeitLinien und IATA-Vorschriften für den Transport
         lebender Tiere (Dok. 5/..)
         Öas Dokument ist noch nicht verfügbar.
18. Grundsätzliche Billigung eines Übereinkommens zum Schutz der Tiere (Dok, 5/38)
        Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet die Unterstützung der vorgeschlagenen Ent-
       schliessung unter der Voraussetzung, dass in der Präambel eine engere Ver­
        knüpfung mit den einschlägigen CITES-Bestimmungen über den Transport und die
       Unterbringung von Lebenden Tieren hergestellt und dass nach den Worten
       "approves in principle" die Worte "and without prejudice to the Position of
       their governments with regard to its content and future conclusion" hinzu­
      gefügt werden.
           v
          .j
  Punkt XIV der Tagesordnung - Allgemeine Grundsatzfragen im Zusammenhang mit den
 Anhängen
  1■ öberprüfung der Anhänge nach zehn Jahren (Dok. 5/..)
        .  |
      D^s Dokument liegt noch nicht vor. Es ist jedoch hinlänglich bekannt, dass das
      mit der EntschMessung Conf. 3.20 eingeführte System nicht die erwarteten Ei—
      gebnisse brachte. Die einzige bisher durchgeführte gründliche Überarbeitung be­
      traf die europäischen Arten. In Anbetracht der Wichtigkeit korrekter Listen
      beinhaltet der gemeinsame Standpunkt die Unterstützung jedes Vorschlags, der
     auf eine bessere Anwendung der Entschliessung Conf. 3.20 abzielt.
 2- Berücksichtigung der Kriterien für die Änderung der Anhänge I und II
      (Dok, 5/40)
     Auf dem Seminar vom Juni 1984 über die Durchführung von CITES in Afrika
     wurde eine Entschliessung vorbereitet, in der für taxa, die vor Annahme der
     Entschliessung Conf. 1.1. (Berner Kriterien) in Anhang I aufgenommen wurden
    und für die die notwendigen Daten für eine Übertragung nach Anhang II nicht
     innerhalb angemessener Frist oder mit vertretbarem Aufwand beigebracht
    werden können, die Kriterien der Entschliessung 1.2. nicht angewendet werden
       I
       i ■
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   sollen, wenn die Ursprungsläiider der Einführung eines Quotensystem zustim­
   men.
   Ungeachtet der anerkannten Schwierigkeiten, die Entwicklungsländer bei der
   Beschaffung biologischer Daten haben, die die Berner Kriterien erfüllen, darf
   nicht übersehen werden, dass ein Ursprungsland ohne solche Daten nicht in der
   Lage wäre, die Bedingungen von Artikel IV Absatz 2 Buchstabe a) des Überein­
   kommens zu erfüllen. Quoten, die sich nicht auf biologische Daten stützen,
   sind willkürlich und können eine Überbewirtschaftung zur Folge haben. Die
   Verabschiedung der fraglichen Entschliessung wäre mit den Bestimmungen des
   Übereinkommens ;nicht vereinbar. Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet daher
   die Ablehnung des Vorschlags.
3. Leitlinien für das Sekretariat bei der Abgabe von Empfehlungen nach
   Artikel XV (Dok. 5/,.)
   Das Dokument liegt noch nicht vor.
4. Kriterien für die Aufnahme von Arten in Anhang III (Dok, 5/42)
   Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet die Unterstützung der Empfehlungen
   nach a) und b) der geplanten Entschliessung, wonach nur solche Arten in An­
   hang III aufgenommen werden dürfen, die in dem Land vor kommen, das den An­
   trag auf Aufnahme in Anhang III gestellt hat (eine wichtige Klärung der
   Situation bezüglich der Erfassung von Tier- oder PflanzenfamiLien), und dass
   nur solche Arten tatsächlich in Anhang III aufgenommen werden, für die in den
   Gebieten unter der Gerichtsbarkeit des betreffenden Landes Erhaltungsmass­
   nahmen bestehen. Ausfuhrbeschränkungen aus anderen als Erhaltungsgründen
   würden eine Aufnahme in Anhang III nicht rechtfertigen.
   Bezüglich der Empfehlungen c) und d) ist der gemeinsame Standpunkt im Lichte
   der diesbezüglichen Beratungen mit den Erzeugerländern festzulegen.
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 5. In den Anhängen verwendete Nomenklatur und Systematik (Dok. 5/..)
     Das Dokument Liegt noch nicht vor. Der gemeinsame Standpunkt beinhaltet den
     diesbezüglichen Empfehlungen des Nomenklatur-Ausschusses zu folgen.
 Punkt XV der Tagesordnung - Vorschläge zur Änderung der Anhänge I und II
 1·      Vorschläge aufgrund der Entschliessung über Ranching
 1.1. Australisfcher Vorschlag zur Übertragung der australischen Population von
         Crocodylus porosus von Anhang I nach Anhang II
        Dieser Vorschlag war bereits auf der vierten Tagung der Konferenz der
        Vertragsparteien im Jahre 1983 eingebracht worden. Er war jedoch wieder
        zurückgezogen worden, nachdem festgestellt werden musste, das., er keine
        ausreichenden Angaben über den Status der betreffenden Population und die
        Erhaltungsmassnahmen enthielt und nicht den Berner K'iterien genügte.
        Diese Mangel konnten bei der neuen Vorlage beseitigt werden. Der gemein­
        same Standpunkt beinhaltet die Unterstützung des Vorschlags.
        Die IUCN/SSC-Expertengruppe "Krokodile" hatte den Vorschlag auf ihrer Ta­
        gung im Oktober 1984 ausnahmslos unterstützt, da sie überzeugt ist, dass
        damit ein Beitrag zur Erhaltung der Art ohne Nachteil für die australi­
       sche..Population von Crocodylus porosus geleistet wird.
^•2.   Indonesischer Vorschlag zur Übertragung der indonesischen Population
       von Crocodylus porosus von Anhang I nach Anhang II
       Die IUCN/SSC-Expertengruppe "Krokodile" lehnt diesen Vorschlag einstimmig
       mit der Begründung ab, dass die bereitgestellten Informationen mitunter
       irreführend sind und dass wesentliche Daten über den Erhaltungsstatus
       fehlen. Beanstandet wurden ferner das Fehlen von Beobachtungen im natür­
       lichen Milieu als Voraussetzung für die Bestandsbewirtschaftung, das Fehlen
       einer Jagdkontrolle, das Fehlen einer Regelung für das Einbringen von Jung­
       krokodilen in die Bestände der Krokodilfarmen, das Fehlen einer Lizenz-
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      regelung für Jäger und Züchter, die fehlende Kennzeichnung der Krokodil­
      häute usw.. Jüngsten Berichten über die Lage in Irian Jaya zufolge ist
      die Population stark zurückgegangen.
      Da der Vorschlag eindeutig weder die Berner Kriterien noch die Kriterien
      der Entschliessung Conf. 3.12. erfüllt, beinhaltet der gemeinsame Stand­
      punkt die Ablehnung des Vorschlags bei gleichzeitiger Anerkenntnis der
     Notwendigkeit für die indonesische Regierung, die Bestandserhaltungsbe­
     mühungen mit der Frage der Verkaufserlöse zu verknüpfen.
1.3.  Französischer Vorschlag zur Übertragung der Chelonia-mydas-Populationen der
     Europa und TromeLin-InseLn von Anhang I nach Anhang II
     Ein ähnlicher Vorschlag war schon auf der vierten Tagung der Konferenz der
     Vertragsparteien im Jahre 1983 eingebracht und wegen des Fehlens massgeb­
      licher Daten für die Beurteilung des Vorschlags wieder zurückgezogen
     worden.
     Die Frage lautet daher, ob der neue Vorschlag ausreichende Informationen
     enthält, damit die Konferenz der Vertragsparteien zu einer positiven Ent­
     scheidung gelangen kann.
     Die Berichte eines Teams von sieben internationalen Experten, die im
     März 1984 die Operation untersuchten, beurteilen den Vorschlag im allgemeinen
     positiv. Der Vorschlag erfüllt die Erhaltungskriterien der Entschliessung
     Conf. 3.15; falls die französische Delegation auf der Konferenz der Ver­
     tragsparteien gewisse zusätzliche Informationen über die Kennzeichnungs­
     methoden liefert, sind auch die diesbezüglichen Kriterien der Entschlies­
     sung Conf. 3.15 erfüllt.
     Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags.
1.4. Vorschlag Surinams zur Übertragung der surinamesischen Chelonia-mydas-
     Population von Anhang I nach Anhang II
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       Dieser Vorschlag war von der Konferenz der Vertragsparteien auf der
       vierten Tagung 1983 mit dem Vorbehalt gebilligt worden, dass sich die
      Konferenz später mit dem Kennzeichnungssystem einverstanden erklären könnte.
       In Punkt 7 des Vorschlags werden die Kennzeichnungsmethoden, die die
      Anforderungen nach der Entschliessung Conf. 3.15 in vollem Umfang er­
      füllen, ausführlich beschrieben.
      In Übereinstimmung mit dem auf der vierten Tagung der Konferenz der Ver­
      tragsparteien gefassten Beschluss beinhaltet der gemeinsame Standpunkt die
      Unterstützung des Vorschlags.
1.5. Vorschlag des Vereinigten Königreichs zur Übertragung der in Gefangenschaft
      lebenden Population von Chelonia mydas auf den Cayman-Inseln von Anhang I
      nach Anhang II
      Der unter Punkt XIII - 12 der Tagesordnung dargelegte Standpunkt
     trifft zu, was bedeutet, dass dieser Zuchtvorschlai zu einem geeigneten
      Zeitpunkt während der diesbezüglichen Beratungen der Konferenz und in jedem
      Fall vor der Abstimmung hierüber zurückgezogen wird. Die Mitgliedstaaten
      werden dafür Sorge tragen, dass die Konferenz über das Dokument 5.32
     beschliesst, bevor der Vorschlag über Ranching behandelt wird.
2.   Sonstige Vorschläge zur Änderung der Anhänge I und II
     Australien 2 - Aufnahme von Hoplocephalus bundaroides in Anhang II
     Diese Art, deren Vorkommen auf Australien beschränkt ist, wird nach austra­
     lischem Recht geschützt. Wie in dem Vorschlag ausgeführt wird, besteht
     kein legaler internationaler Handel, während über einen illegalen Handel
     nichts bekannt ist. Es ist zweifelhaft, ob der Vorschlag die Berner Kri­
     terien erfüllt (fehlende Informationen über Grösse und Entwicklungstrend
     der Population; minimale Risiken, dass die Art gehandelt wird). In Anbe­
     tracht des sehr eng begrenzten Vorkommensgebietes und zur Vermeidung eines
     etwaigen Handels beinhaltet der gemeinsame Standpunkt jedoch die Unter­
     stützung des Vorschlags, es sei denn, Australien kann überzeugt werden,
     die Art in Anhang III aufzunehmen.
 ---pagebreak---                                    - 15 -
Australien 3 - Aufnahme von Rheobatrachus spp. in Anhang II
Diese Frösche sind für wissenschaftliche Forschungszwecke gesucht. Der Stand­
punkt zum vorhergehenden Vorschlag gilt entsprechend.
Australien 4 - 8   - Aufnahme von Hippopus hippopus, H. porcellanus, Tridacna
                                 crocea , T. maxima und T. Squamosa in Anhang II
Die obengenannten fünf Gattungen von Riesenmuscheln sind wegen ihrer geringeren
Grösse, ihres niedrigeren Wertes und ihres raschen Wachstums den Gefahren des Handels ver­
mutlich weniger ausgesetzt als die 1983 in Anhang II aufgenommenen zwei Arten
(Tridacna gigas und Tridacna derasa). Die vorgelegten biologischen und wirt­
schaftlichen Unterlagen entsprechen den Berner Kriterien. Bei einer Annahme
des Vorschlags würde die gesamte Tridacnidae-Familie unter Anhang II fallen,
wodurch die Probleme der Identifizierung von Teilen und Erzeugnissen beseitigt
wären, die sich bei der bisherigen Beschränkung des Anhangs auf nur zwei Ar­
ten ergeben hatten.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags.
Australien 9 - 2 5 - Aufnahme von 17 Gattungen Steinkorallen in Anhang II
Obwohl viele Gründe für die Aufnahme von Steinkorallen in Anhang II sprechen,
erscheint der Vorschlag Australiens verfrüht. Er enthält keinerlei wissen­
schaftliche Unterlagen und nur sehr allgemeine Wirtschaftsangaben. Ferner ist
unklar, ob auch andere Gattungen einbezogen werden sollten. Der Vorschlag ent­
hält keine Bemerkungen anderer Ursprungsländer und erwähnt auch nicht etwaige
Durchführungsschwierigkeiten.
In seiner gegenwärtigen Form dürfte der Vorschlag auf starken Widerspruch
stossen und wäre dadurch verbesserten Vorschlägen für Steinkorallen in der
Zukunft hinderlich. Der Vorschlag sollte daher nach einer Beratung in der
Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe und vor der Plenartagung der Konferenz der
 ---pagebreak---                                     - 16 -
 Vertragsparteien zurückgezogen werden.
 Gemeinsamer Standpunkt : Ablehnung des Vorschlags, falls Australien ihn zur
 Abstimmung stellt.
 Australien 26 - 35 - Streichung von Anigozanthos spp., Macropidia fuliginosa,
                        Banksia spp., Conospermum spp., Dryandra formosa,
                        Dryandra polycephala, Xylomelum spp., Crowea spp.,
                        Gelznowia verrucosa und Pimelea physodes aus Anhang II
 Ein ähnlicher Vorschlag auf der 4. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien
 führte zur Streichung von drei Taxa (Chloantaceae spp., Verticordia spp. und
Boronia spp.). Die übrigen Vorschläge wurden abgelehnt. Dieser neue Vorschlag
 betrifft zehn, einschliesslich der früher abgelehnten, Taxa.
Gemeinsamer Standpunkt : Unterstützung des Vorschlags. Er betrifft auf Austra­
 lien beschränkte Taxa, die jetzt nationalen Rechtsvorschriften mit ausreichen­
den Sicherheiten für ihren Schutz einschliesslich Verwaltungs- und Übei—
wachungsbestimmungen unterliegen.
Bangla Desh 1 - 2     - Übertragung von Kachuga tecta tecta und Lissemys
                         punctata punctata aus I nach II
Der Vorschlag enthält keine wissenschaftlichen Bestandsangaben und erwähnt
legale Ausfuhren nach Singapur, Hongkong und Malaysia, trotz der Aufnahme
in Anhang I; er widerspricht den Berner Kriterien.
                                                                f
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags, ausser wenn die IUCN/SSC-
Sachverständigengruppe für Süsswasserschildkröten den Vorschlag trotz seiner
vorhandenen Mängel unterstützt. Vergleiche auch Indien 6.
 ---pagebreak---                                  - 17 -
Bang La desh 3 und 4 - Übertragung von Varanus bengatensis und Varanus .
                        fLavescens aus I nach II
Mit diesen Vorschlägen versucht Bangla desh sein Problem der Vorräte
von über zwei Millionen Eidechsenhäuten zu lösen, die wegen der Aufnahme in
Anhang I von Varanus bengalensis und V. flavescens nicht ausgeführt werden
dürfen. Obwohl in den Vorschlägen festgestellt wird, dass das Fangen, Töten
und Jagen seit 1973 verboten ist, erwähnen sie Ausfuhren von über fünf Millio­
nen Reptilienhäuten, hauptsächlich von Eidechsen, zwischen 1972/73 und
1979/80.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags in der vorliegenden Form,
da er den Berner Kriterien nicht entspricht. Möglichkeiten für Alternativ­
lösungen sollten von den Mitgliedstaaten jedoch in den entsprechenden Arbeits­
gruppen und in der Plenartagung der Konferenz erörtert werden. Dabei ist zu
bemerken, dass im Rahmen der Zehnjahres-Überprüfung der Anhänge anerkannt
wurde, dass die Einstufung der Varanus-Arten eine Änderung erforderte, seit­
her aber keine weiteren Schritte erfolgten.
Ein endgültiger gemeinsamer Standpunkt ist aufgrund der vorgeschlagenen
Beratungen aufzustellen.
Brasilien 1 - 8   - Übertragung von sieben Cattleya-Arten und von Laelia
                    tenebrosa aus II nach I
Die Vorschläge entsprechen nicht den Berner Kriterien; nur drei der Arten
sind nach brasilianischen Rechtsvorschriften geschützt, und der erwähnte
Handel mit den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern dürfte nicht
stattfinden, wenn Brasilien keine Ausfuhrgenehmigungen erteilt. Die Aufnahme
von einzelnen Orchideenarten in Anhang I würden die bereits bestehenden
Identifizierungs- und Durchführungsprobleme verstärken. Ferner steht fest,
dass die Aufnahme von Orchideen in Anhang I einen verstärkten Druck auf
den Handel ausübt und infolgedessen die entgegengesetzte Wirkung hat.
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 Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung der betreffenden Vorschläge.
 Chile 1 - Übertragung des Andenbestands von Fitzroya cupressiodes aus
             I nach II
 Auf der 4. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien wurde die Küsten­
 population Chiles aus Anhang I nach II übertragen. Die mit diesem neuen
 Vorschlag vorgelegten Unterlagen scheinen den Berner Kriterien zu ent­
 sprechen. Der Vorschlag stösst bei den chilenischen und den internationalen
 Naturschutzorganisationen jedoch auf heftigen Widerstand, und es ist nachge­
 wiesen, dass die Bestandzahlen trotz des Schutzes wegen fehlender Durch­
 führungsmassnahmen stark rückläufig sind.
 Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags, da die biologischen Merk­
male dieser einzigartigen Spezie. ein sehr behutsames Vorgehen erfordern.
China 1 - Übertragung von Pygathrix (Rhinopithecus)spp. aus II nach I
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags, der den Berner Krite­
rien voll entspricht.
China 2 - Übertragung von Selenarctos thibetanus aus I nach II
Der Vorschlag enthält keine Unterlagen über den Erhaltungsstand dieser Art,
räumt aber ein, dass in bestimmten Gebieten ihr Lebensraum eingeschränkt
wurde und die Bestände zurückgegangen sind. Die Berner Kriterien sind nicht
erfüllt. Indien und Thailand lehnen die Herabstufung ab. Gemeinsamer Stand­
punkt: Ablehnung des Vorschlags.
China 3 - Übertragung des chinesischen Bestands von Felis bengalensis
            bengalensis aus I nach II
Bei Felis bengalensis bengalensis handelt es sich tatsächlich um eine in
China häufige Unterart, die zahlreicher als beispielsweise die in Anhang
II aufgenommene Felis bengalensis chinensis vorkommt.
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 Die Unterart ist jedoch in Thailand gefährdet, in Indien geschützt und bei
den geltenden Rechtsvorschriften in Nepal als bedroht zu betrachten. Daher
wäre eine Übertragung der gesamten Unterart auf Anhang II vermutlich nicht
durchführbar. Eine Übertragung des chinesischen Bestands allein wäre aus
wissenschaftlichem Gesichtspunkt angebracht, würde aber auf Durchführungs­
schwierigkeiten stossen. Bereits bei der gegenwärtigen Lage, wo zwei nahezu
identische Unterarten, F.b, bengalensis und F.b, chinensis unter verschiedene
Anhänge fallen, ist die Durchführung von Kontrollen für Anhang I nahezu un­
möglich. Die Aufnahme eines Bestands von F. b. bengalensis in Anhang II und
der Verbleib der anderen Bestände in Anhang I würde zweifellos noch stärkere
Komplikationen verursachen. Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des chinesischen
Vorschlags in der gegenwärtigen Form, trotz Anerkennung der wissenschaftlichen
Begründung. Die Vertragsparteien sind auf die vorhandenen Identifikations­
schwierigkeiten aufgrund der Einbeziehung von F. b. bengalensis in Anhang I
aufmerksam zu machen. Ferner ist eine genauere Prüfung darüber vorzuschlagen,
ob anhand der Konferenzentschliessung 2.20 eine Übertragung dieser Unterart
nach Anhang II angebracht wäre.
China 4 - Aufnahme von Camelus bactrianus in Anhang I
Obwohl das dieser Art gegenwärtig nur beschränkt vorkommt und der Bestand
gering ist, scheint der Vorschlag zur Aufnahme des Wildtrampeltiers in An­
hand I den Berner Kriterien nicht zu entsprechen. Er enthält keine Angaben
über Bestandslage und -entwicklung. Ein legaler internationaler Handel be­
steht nicht, und Informationen über ilLegalen Handel liegen nicht vor. Da es
nicht möglich ist, zwischen dem Haar von Haustieren und von Wildtieren zu
unterscheiden, wäre die Einstufung in Anhang I nicht wirksam durchzuführen.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags.
China 5 - 7   - Aufnahme von Cervus albirostris, Muntiacus crinifrons und
                 Budorcas taxicolor in Anhang I
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  Oie vorgelegten Unterlagen sind spärlich und entsprechen nicht den Berner
 Kriterien. Auf der Tagung der Konferenz der Vertragsparteien müssten weitere
 Begründungen für die Aufnahme in Anhang I geliefert werden. Der gemeinsame
 Standpunkt ist anhand der Empfehlungen der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe
  "Änderungsvorschläge" (Screening-Ausschuss) aufzustellen.
 China 8 - 1 0 - Aufnahme von Cycas panzhihuaensis, Cathaya argyrophylla
                   und Camellia chrysantha in Anhang I
 Bei diesen Arten ist die Aufnahme in Anhang I angebracht. Die Durchführung
 der Kontrollen wäre jedoch sehr schwierig, da der etwaige Handel mit Setz­
 lingen und Samen erfolgt.
 Der gemeinsame Standpunkt über diese Vorschläge ist aufgrund der Empfehlun­
 gen der Arbeitsgruppe "Pflanzen "aufzustellen.
 Costa Rica 1 - Streichung von Alouatta palliata aus Anhang I
Der Vorschlag erfüllt nicht die Berner Kriterien hinsichtlich der vorge­
schriebenen wissenschaftlichen Unterlagen. Er enthält weder Angaben über
Artbestand und Erhaltungsmassnahmen in anderen Ursprungsländern, noch deren
Bemerkungen.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung dieses Vorschlags.
Costa Rica 2 - Aufnahme von Jabiru micteria in Anhang I
Diese Art erfüllt die Voraussetzungen für die Aufnahme in Anhang I, und die
Ornithologen in der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe "Änderungsvorschläge"
der Konferenz werden sicherlich fundiertere Belege als in diesem Vorschlag
erbringen.
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Gemeinsamer Standpunkt : Unterstützung des Vorschlags
Costa Rica 3 und 4 - Übertragung von Ara ambigua und Ara macao aus II
                        nach I
Beide Araarten erfüllen die Voraussetzungen für Anhang I. Die verfügbaren
wissenschaftlichen Unterlagen zur Begründung der Vorschläge wurden nicht
vorgelegt, die Sachverhalte sind jedoch eindeutig.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung dieser Vorschläge
Costa Rica 5 - Streichung von Bufo periglenes aus Anhang I und Aufnahme
                  in Anhang III durch Costa Rica
Die Gründe für diesen Vorschlag sind unklar. Nach den innerstaatlichen Rechts­
vorschriften bleibt der Schutz voll erhalten. Der Handel mit lebenden Tieren
stellt eine starke potentielle Bedrohung dar, wenn die Art heruntergestuft
würde. Ferner enthält der Vorschlag keinerlei wissenschaftliche Unterlagen.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags.
Dänemark/Norwegen 1 - Übertragung des nordamerikanischen Bestands von
                         Fatco rusticolus aus II nach I
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung dieses gut belegten und den Berner
Kriterien voll entsprechenden Vorschlags. Durch seine Annahme würde ein
offenkundiger Irrtum der 3. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien be­
seitigt.
Bundesrepublik Deutschland 1 - Übertragung von Monodon monoceros aus
                                     II nach I
Der Vorschlag scheint die Berner Kriterien zu erfüllen. Die Möglichkeit, dass
die jährlichen Fänge durch die Bestandsvermehrung nicht ausgeglichen werden,
erfordert Schutzmassnahmen. Es ist jedoch zweifelhaft, ob die Einstufung
des Narwals in Anhang I die Fangzahlen beeinflusst. Wäre dies nicht der Fall,
so würde die Aufnahme in Anhang I nur den internationalen Handel mit einem
Nebenerzeugnis einer Subsistenzjagd unmöglich machen. Diese Frage muss gelöst
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 werden, bevor strengere Massnahmen im Rahmen des CITES getroffen werden.
 Nationale Erhaltungsmassnahmen einschliesslich der Aufstellung vorsichtiger
 Fangquoten dürfen wirksamer sein, obwohl eingeräumt werden muss, dass sich
 wegen der Jagdtätigkeit in weit entfernten Gebieten Durchführungsschwierig­
 keiten ergeben.
 Diese Aspekte des Vorschlags sind im Rahmen der Tagung der Konferenz der
 Vertragsparteien zu erörtern. Gemeinsamer Standpunkt: Der Vorschlag ist
 zurückzuziehen, wenn erwiesen ist, dass die Aufnahme in Anhang I nicht zu
 einer Verringerung der Fangzahlen führen würde, und zu unterstützen, falls
 ein Einfluss auf die Fangtätigkeit konkret belegt wird.
 Bundesrepublik Deutschland 2 - 3  - Aufnahme von Rana hexadactyla und Rana
                                      tigerina in Anhang II
 Der Vorschlag enthält ausreichende Angaben über den internationalen Handel.
Seine wissenschaftlichen Unterlagen genügen jedoch nicht den Berner Krite­
rien. Wenn vor oder während der Tagung der Konferenz der Vertragsparteien
belegt werden kann, dass der Bestand in ganz Bangladesh sowie in Indien
drastisch zurückgegangen ist, so ist der Vorschlag angesichts des hohen
Handelsvolumens als gemeinsamer Standpunkt zu unterstützen. Dabei ist zu
bemerken, dass die Aufnahme in Anhang II den Ursprungsländern beim Entwurf
neuer bzw. der Anpassung bestehender Erhaltungsmassnahmen sowie bei der
wirksamen Durchführung solcher Massnahmen entgegenkommen würde.
Indien 1 - Übertragung von Loris tardigradus aus II nach I
Die Unterlageniides Vorschlags genügen nicht den Berner Kriterien. In Wis­
senschaftskreisen besteht jedoch kein Zweifel darüber, dass die Bestands­
zahlen stark zurückgegangen sind und die Jagdtätigkeit sowie der Verlust
von Lebensraum Risikofaktoren für einen weiteren Rückgang darstellen.
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Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags, auch angesichts der
potentiellen Handelsbedrohung.
Indien 2 - Übertragung von Presbytis entellus aus I nach II
Der Vorschlag enthält keine Bestandsangaben, ausser dass die Bestandslage
in Indien ziemlich gut sei. Es wird eingeräumt, dass die Bestände in den
Nachbarländern bedroht sind und in Pakistan wenige, in Bangla desh nur noch
250-300 Exemplare vorhanden sind. Der Vorschlag stellt ferner fest, dass
vierzehn der fünfzehn Unterarten nur örtlich Vorkommen und der Handel mit
diesen Unterarten eine Bedrohung für ihren Bestand darstellt.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags
Indien 3 - Übertragung von Presbytis phayrei aus II nach I
Die mit dem Vorschlag vorgelegten Unterlagen sind spärlich, die bekannte
Bestandslage dieser Art rechtfertigt jedoch eine Aufnahme in Anhang I.
Etwa erforderliche zusätzliche Informationen können sicherlich von der
Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe "Änderungsvorschläge" der Konferenz ge­
liefert werden.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags
Indien 4 - Übertragung von Equus kiang aus II nach I
Die Bemerkungen zum vorhergehenden Vorschlag gelten entsprechend.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags
Indien 5 - Übertragung von Falco jugger aus II nach I
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Entsprechende Lage wie bei den beiden vorhergehenden Vorschlägen.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags
Indien 6 - Übertragung von Kachuga tecta tecta aus I nach II
Siehe Vorschlag Bangladesh 2,
Indien 7 - 8  - Übertragung von Trionyx gangeticus und Trionyx hurum
                 aus I nach II
Die wissenschaftlichen Unterlagen des Vorschlags genügen nicht den Berner
Kriterien . Die Arten sind sstreng geschützt, Ausfuhren aus Indien verboten.
Es ist unklar, warum diese Arten nach Anhang II übertragen werden sollen.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung der Vorschläge
Indien 9 - Übertragung von Saussurea lappa aus II nach I
Das sehr beschränkte Vorkommen und der geringe Bestand zusammen mit der
potentiellen Handelsbedrohung und den Meldungen über illegalen Handels­
verkehr sprechen eindeutig für die Aufnahme dieser Pflanze in Anhang I
Gemeinsamer Vorschlag: Unterstützung des Vorschlags
Indonesien 1 - Übertragung der indonesischen Population von Chelonia mydas
                aus I nach II
Die biologischen Unterlagen des Vorschlags genügen nicht den Berner Krite­
rien. Es ist eindeutig, dass der gefährdete Bestand von Chelonia mydas
eine Nutzung ohne Kompensation nicht verträgt. Die Suppenschildkröte ist
in Indonesien nur örtlich geschützt, und der Aktionsplan zum Bestandserhalt
der Suppenschildkröte befindet sich noch im vorbereitenden Stadium und
weist einige unrealistische Aspekte auf.
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Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags
Indonesien 2    - Übertragung der indonesischen Population von
                   Eretmochelys imbricata aus I nach II
Dieser Vorschlag ist mit dem vorhergehenden vergleichbar. Die echte Karett-
Schildkröte ist jedoch unter indonesischem Recht überhaupt nicht geschützt.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags
Malawi 1 - Übertragung von Crocodylus niloticus aus I nach II
Dieser Vorschlag steht im Zusammenhang mit dem Tagesordnungspunkt XIV/2 und
wurde von Malawi im Namen mehrerer afrikanischer CITES-Vertragsparteien als
Ergebnis des Seminars vom Juni 1984 über die Durchführung des CITES in
Afrika erstellt. Anhang II des Vorschlags enthält Quotenvorschläge für jedes
Ursprungsland. Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags in der vor­
 liegenden Form angesichts der Bemerkungen zu Punkt XIV/2. Von einer wissen­
schaftlichen Untersuchung über die Lage des Nilkrokodils in Afrika - die
vor kurzem unter der Schirmherrschaft des Sekretariats und mit finanziellen
Beiträgen aus der Gemeinschaft durchgeführt wurde - sind jedoch fundierte
Unterlagen zur Beurteilung der Möglichkeiten einer begrenzten Nutzung der
Art in bestimmten Ursprungsländern zu erwarten. In diesem Falle ist der gemein­
same Standpunkt aufgrund der Empfehlungen der betreffenden Arbeitsgruppen
der Konferenz der Vertragsparteien aufzustellen.
Mocambique 1 - Übertragung des Bestands von Crocodilus niloticus
                  Mocambiques aus I nach II
Die vorgelegten biologischen Unterlagen genügen nicht den Berner Kriterien,
und das erwähnte Bewirtschaftstungsprogramm ist unklar. Die Informationen über
die geplanten Ranching-Vorhaben sind ebenfalls unzureichend und der Vorschlag
entspricht nicht der Konferenzentschliessung 3.12.
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 Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags, die Bemerkungen zum vorher-
 genden Vorschlag gelten jedoch entsprechend.
 Seychellen 1   - Übertragung des Bestands von Eretmochelys imbricata der
                  Seychellen aus I nach II
 In dem Vorschlag wird eingeräumt, dass der Bestand rückläufig ist, was an sich
 Schon die Ablehnung der Übertragung aus Anhang I nach II rechtfertigen würde.
 Darüber hinaus wird zugegeben, dass ein umfangreicher illegaler Handel be­
 steht. Die vorgesehene Beschränkung der Jagd und der Ausfuhr auf männliche
 Schildkröten ist wegen der Identifizierungsprobleme nicht wirksam durchzu­
 führen.
Gemeinsamer Standpunkt : Ablehnung des Vorschlags
Schweden 1 - Aufnahme von Cystophora cristata in Anhang II
Obwohl der Vorschlag erstellt wurde, bevor die auf der Sitzung des Ständigen
Ausschusses für Fischereiwissenschaft der NAFO erörterten Informationen Vorla­
gen, sind seine wissenschaftlichen Unterlagen grösstenteils noch gültig.
Die Lufterhebungen von 1984 in der Davis Strait und an der Front brachten
erste verlässliche Schätzungen über den Bestandsumfang im Nordwestatlantik.
Berechnungen zur Bestandsdynamik zeigen, dass der Bestand die Fänge von
Grönland sowie die Jagd von bis zu 12.000 Exemplaren an der Front verkraften
dürfte. Diese Ergebnisse sind mit einiger Vorsicht zu interpretieren. Schätzun­
gen über die Gesamtmortalität des Front-Bestandes zeigen, dass er einer
sehr hohen Jagdmortalität unterliegt, die mit einer Bestandsgrösse von rund
250.000 Tieren unvereinbar erscheint. Diese und andere Unstimmigkeiten kön­
nen nur durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen beseitigt werden.
Die wissenschaftlichen Unterlagen über die übrigen Bestände von Mützenrob­
ben sind unverändert und wurden in dem Vorschlag berücksichtigt. Da die gegen­
wärtig niedrigen Fangzahlen hauptsächlich auf Massnahmen der Gemeinschaft,
ausserhalb des CITES ^urückzuführen sind, ist eine internationale Überwachung
erforderlich.
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Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags
Schweiz 1 ·*■ 5 - Streichung von Gymnocarpus przewalskii, Melandrium
                   mongolicus, Silene mongolica, Stellaria pulvinata und
                    Ammopiptanthus mongoli cum aus Anhang I
Diese Arten sind in das Pflanzenrotbuch der IUCN nicht aufgenommen;
es gibt keinen legalen oder illegalen internationalen Handel und auch keine
potentielle Handelsbedrohung. Die Arten wurden 1973 in Anhang I aufgenommen,
und der Ausschuss für bedrohte Pflanzen empfahl ihre Streichung auf der 3.
Tagung der Konferenz der Vertragsparteien 1983.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der Vorschläge
Schweiz 6 - 7    - Streichung von Thermopsis mongolica und Caryopteris
                   mongolica aus Anhang II
Die Bemerkungen zum vorhergehenden Vorschlag gelten entsprechend.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung der Vorschläge
Tunesien 1 - Aufnahme von Vulpes (Fennecus) zerda in Anhang II
 Die vorgelegten biologischen Unterlagen entsprechen nicht den Berner
 Kriterien, die Meldungen über illegale Handelsströme bilden jedoch eine
 ausreichende Begründung für Schutzmassnahmen.
 Der gemeinsame Standpunkt ist aufgrund der Ergebnisse der Wissenschaftlichen
 Arbeitsgruppe "Änderungsvorschläge" der Konferenz aufzustellen.
 Vereinigtes Königreich 1 ~ Aufnahme von Gruidea spp. in Anhang II
                               (in Anhang I bisher nicht aufgenommene Arten)
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 Elf Arten sind bereits in die Anhänge aufgenommen, und dieser Vorschlag,
 der aufgrund einer Empfehlung des Screening-Ausschusses von der 4. Tagung
 der Konferenz der Vertragsparteien erfolgte, bezweckt die Aufnahme der neun
 verbleibenden Arten in Anhang II. Dies entspricht den Berner Kriterien.
Gemeinsamer Standpunkt: Unterstützung des Vorschlags
 USA 1   - Streichung von Mirounga angustirostris aus Anhang II
Die biologischen Unterlagen würden eine Streichung der Art aus Anhang II
rechtfertigen. Die Ausbeutung des Seeelefanten sowohl der nördlichen als
auch der südlichen Hemisphäre führte nahezu zu dessen Ausrottung, und eine
künftige Ausbeutung kann nicht ausgeschlossen werden. Sowohl Argentinien als
auch Australien halten eine sorgfältige internationale Überwachung auch
weiterhin für erforderlich.
Gemeinsamer Standpunkt: Ablehnung des Vorschlags
USA 2    - Aufnahme von Brachypelma smithi in Anhang II
In dem Vorschlag fehlen Bestandangaben, aber die starke internationale
Nachfrage und der bestehende illegale Handel erfordern Überwachungsmass-
nähmen. Die Tatsache, dass die Art leicht mit Brachypelma emilia ver­
wechselt werden kann und beide Arten häufig als "Aphonopelma-Arten'' ge­
handelt werden, machen eine solche Überwachung jedoch problematisch,
infolgedessen ist nicht klar, warum B. emilia nicht ebenfalls für Anhang II
vorgeschlagen wurde, vor allem weil der Handel sich leicht auf diese
Art umstellen dürfte.
Der gemeinsame Standpunkt ist aufgrund der Ergebnisse der Wissenschaft­
lichen Arbeitsgruppe "Änderungsvorschläge“ der Konferenz zu erstellen.
 ---pagebreak--- USA 3 - Übertragung von Ceratozamia spp. aus II nach I
In dem Vorschlag fehlen biologische Unterlagen. Der gemeinsame Standpunkt
ist aufgrund der Empfehlungen der Arbeitsgruppe "Pflanzen" aufzustellen.
USA 4 - Aufnahme sämtlicher Teile und Erzeugnisse von FLORA spp. in
           Anhang II, unter Zulassung bestimmter Ausnahmen
Dieser Vorschlag muss in der Arbeitsgruppe für Pflanzen erörtert werden.
Die Vertragsparteien konnten bis zum 20.1.1985 weitere Ausnahmen vorschlagen.
 Der gemeinsame Standpunkt ist anhand der Empfehlungen der Arbeitsgruppe
 "Pflanzen" zu erstellen.