CELEX: 51994PC0356(01)
Language: de
Date: 1994-07-27
Title: Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES für ein Programm zur Förderung künstlerischer und kultureller Aktivitäten mit europäischer Dimension KALEIDOSKOP 2000

Avis juridique important

|

51994PC0356(01)

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES für ein Programm zur Förderung künstlerischer und kultureller Aktivitäten mit europäischer Dimension KALEIDOSKOP 2000  /* KOM/94/356ENDG - COD 94/0188 */  

Amtsblatt Nr. C 324 vom 22/11/1994 S. 0005

Vorschlag für eine Entscheidung des Europäischen Parlaments und des Rates für ein Programm zur Förderung künstlerischer und kultureller Aktivitäten mit europäischer Dimension (KALEIDOSKOP 2000) (94/C 324/03) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(94) 356 endg. - 94/0188(COD)(Von der Kommission vorgelegt am 25. Oktober 1994)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 128,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen,in Erwägung nachstehender Gründe:Der Vertrag überträgt der Gemeinschaft die Verantwortung, zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedstaaten durch Verbesserung der Kenntnis und Verbreitung der Kultur und Geschichte der europäischen Völker und durch Förderung des Kulturaustauschs wie auch des künstlerischen und literarischen Schaffens beizutragen.Dabei sind kulturelle Vielfalt in ihren nationalen und regionalen Ausdrucksformen zu wahren und die Werke der europäischen Kunst und Literatur als Widerspiegelung des Reichtums ihrer Identitäten.Wichtig ist ebenfalls die Förderung einer breiteren Einbeziehung aller Bürger, vor allem der Jugendlichen, insbesondere der benachteiligten Jugendlichen, in die Kultur zur Verbesserung der gegenseitigen Kenntnis und Achtung.Eine Zusammenarbeit in Netzwerken bietet beste Möglichkeiten zur Überwindung der Abschottung und hilft den Kulturfachkreisen wie auch Freiwilligen, ihre Zusammenarbeit vor Ort entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip zu verbessern.Eine Gemeinschaftsaktion zugunsten von europäisch ausgerichteten künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen sowie von europaweiten öffentlichkeitswirksamen Kulturprojekten fördert die Ausstrahlung der Kulturen und führt Kunst- und Literaturschaffende näher an die Öffentlichkeit heran; sie kann auch deutliche Verbesserungen in sozioökonomischer Hinsicht bewirken, da konkret-praktische Synergieeffekte und Partnerschaftsbeziehungen gefördert werden.In der am 19. Juni 1983 in Stuttgart unterzeichneten feierlichen Erklärung zur Europäischen Union forderten die Staats- und Regierungschefs mehr Kontakte zwischen den Kulturschaffenden der Mitgliedstaaten und eine stärkere Verbreitung ihrer Werke innerhalb und ausserhalb der Gemeinschaft.Das Europäische Parlament hat eine Entschließung über die Gründung eines Jugendorchesters der Europäischen Gemeinschaft angenommen und während des Europäischen Jahres der Musik 1985 wurde ein Barockorchester der Europäischen Gemeinschaft gegründet.Gemäß der Entschließung der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 13. Juni 1985 (1) wird als Beitrag zur Annäherung der Völker der Mitgliedstaaten alljährlich eine "Kulturstadt Europas" benannt.In den Schlußfolgerungen der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 18. Mai 1990 (2) wird die Durchführung eines Europäischen Kulturmonats vereinbart, der jährlich in einer Stadt eines europäischen Landes stattfinden soll, das sich den Grundsätzen der Demokratie, des Pluralismus und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet weiß.In der Entschließung der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 7. Juni 1991 (3) wird der Wille bekundet, das Theater in Europa zu fördern und seine europäische Dimension zu stärken.In der Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 14. November 1991 (4) wird die bedeutende Rolle der Netzwerke kultureller Organisationen für die kulturelle Zusammenarbeit in Europa unterstrichen.In ihrer Mitteilung "Das neue Kulturkonzept der Gemeinschaft" vom 29. April 1992 verweist die Kommission auf die Notwendigkeit, den Bereich der Künste, insbesondere die darstellende und die bildende Kunst, über Netzwerke und durch Förderung der Schaffensprozesse zu unterstützen; für diesen Ansatz sprach sich auch der Rat in den Schlußfolgerungen der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 12. November 1992 (5) zu den Leitlinien für ein Kulturkonzept der Gemeinschaft aus.In den Schlußfolgerungen des genannten Rates wird entsprechend den Grundsätzen des Vertrages über die Europäische Union das Interesse an gemeinschaftlichen Kulturaktionen zusammen mit dritten Ländern innerhalb und ausserhalb von Europa sowie für eine europäische kulturelle Zusammenarbeit mit anderen zuständigen internationalen Gremien, insbesondere dem Europarat, betont.Das Europäische Parlament hat in seiner Entschließung über die Mitteilung der Kommission zum neuen Kulturkonzept der Gemeinschaft (6) und in seiner Entschließung zur Gemeinschaftspolitik im Kulturbereich (7) die Bedeutung der Rolle der Netzwerke und eine grössere Unterstützung für Musik, Theater, Tanz und bildende Kunst unterstrichen -HABEN FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1 Die Gemeinschaft beschließt für einen Zeitraum von fünf Jahren, beginnend 1996, ein im Anhang beschriebenes Aktionsprogramm zur Förderung der Kenntnis und der Verbreitung der Kultur der europäischen Völker, insbesondere auf den Gebieten darstellende Kunst, bildende Kunst oder Kunst im Raum, multimediale Kunst und angewandte Kunst, im Rahmen des Kulturaustauschs und von Veranstaltungen mit Symbolwirkung (Programm "Kaleidoskop 2000") nachfolgend "Programm" genannt.Artikel 2 Das Programm hat folgende Ziele:- Förderung des künstlerischen und kulturellen Schaffens in Europa auf den Gebieten darstellende Kunst, bildende Kunst oder Kunst im Raum, multimediale Kunst und angewandte Kunst, indem diesen Schaffensbereichen die Möglichkeit gegeben wird, dem breitgefächerten Publikum in Europa näher zu kommen;- Unterstützung innovativer Kulturprojekte von professioneller Qualität und europäischer Bedeutung, die eine echte europäische Zusammenarbeit beinhalten;- Förderung des Kulturaustauschs, um zu einer besseren gegenseitigen Kenntnis beizutragen und somit den Zugang der benachteiligten Bevölkerungsgruppen zur Kultur zu fördern;- Förderung der Entschließung und der Verbreitung der Kultur in Europa;- den Bereich der Künste und der Kultur zu erschließen mit dem Ziel, das Arbeitsplatzpotential in diesem Bereich, insbesondere zugunsten von Jugendlichen zu maximieren.Artikel 3 Zur Verwirklichung der in Artikel 2 aufgeführten Ziele leistet die Gemeinschaft einen Beitrag zu nachfolgend genannten Fördermaßnahmen, die der Unterstützung und Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten auf den Gebieten des künstlerischen und kulturellen Schaffens, des Kulturaustauschs und der Verbreitung von Kunst und Kultur dienen sollen.1. Erschließung und Verbreitung der Kultura) Unterstützung für umfassende Kulturprojekte mit europäischer Dimension und Symbolwirkung,b) Unterstützung für umfassende Kulturprojekte, die von europäischen Kulturakteuren durchgeführt werden.2. Projekte, die partnerschaftlich oder in Zusammenarbeit in Netzwerken durchgeführt werdena) Unterstützung für künstlerische und kulturelle Ereignisse im Rahmen von Partnerschaften, d. h. die gemeinsam von Akteuren aus mindestens drei Mitgliedstaaten oder von Kulturnetzwerken organisiert werden und in die Kunstschaffende oder sonstige Akteure im Kulturbereich aus mindestens drei Mitgliedstaaten einbezogen sind und deren schöpferische Arbeit verbreitet und der Öffentlichkeit bekanntgemacht werden soll.b) Unterstützung für Begegnungen und Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten und Akteuren, die gemeinsam von Akteuren aus mindestens drei Mitgliedstaaten oder von Kulturnetzwerken organisiert werden und Teilnehmer aus mindestens drei Mitgliedstaaten einbeziehen.Bei dieser Art von Projekten haben europäische Kulturnetzwerke Priorität, die entweder aus Kulturorganisationen ohne Erwerbszweck oder aus Fachleuten bestehen, welche sich für die Entwicklung gemeinsamer kultureller Aktionen einsetzen.3. WeiterbildungUnterstützung für Projekte, die gleichzeitig mit den im Rahmen von Kaleidoskop 2000 geförderten künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen der Weiterbildung von Künstlern und Interpreten bzw. sonstigen Akteuren im Kulturbereich dienen.4. Zugang zu KulturUnterstützung für die Zusammenarbeit von Kulturfachleuten bzw. regionalen, nationalen oder europäischen Behörden zu spezifischen Themen der Kunst und Kultur entweder im Rahmen von europaweiten Begegnungen oder von Studien und Forschungen, die direkt mit der Entwicklung der Gemeinschaftsaktion im kulturellen Bereich in Verbindung stehen. Priorität wird dabei Projekten eingeräumt, die multimediale Instrumente einsetzen.5. Zusammenarbeit mit dritten Ländern und internationalen Organisationena) Unterstützung für umfangreiche Kulturprojekte mit Symbolwirkung für die europäische Kultur, die ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft unter Beteiligung von Kulturakteuren der Gemeinschaft laufen.b) Unterstützung für Aktionen der künstlerischen und kulturellen Zusammenarbeit, in deren organisatorische und inhaltliche Gestaltung Partner aus mindestens zwei europäischen Nichtgemeinschaftländern und einem Mitgliedstaat einbezogen sind. Das Projekt muß von einem kulturellen Gremium eines europäischen Nichtgemeinschaftslandes eingereicht werden und eine schöpferische Arbeit beinhalten, die in der Öffentlichkeit verbreitet werden soll.c) Unterstützung für Begegnungen und Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten und Akteuren. Vorrang haben dabei Kulturnetzwerke, die in europäischen Nichtgemeinschaftsländern kulturell tätig sind.Priorität wird dritten Ländern eingeräumt, mit denen die Gemeinschaft Assoziierungs- bzw. Kooperationsabkommen abgeschlossen hat, die für den kulturellen Bereich eine spezielle Klausel vorsehen.Die Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten fördern die Zusammenarbeit mit den für den Kulturbereich zuständigen internationalen Organisationen, insbesondere mit dem Europarat, wobei sie die Komplementarität der Einsatzinstrumente bei Wahrung der Eigenständigkeit und Handlungsautonomie jeder einzelnen Institution und Organisation gewährleisten.Artikel 4 Die Kommission ist für die Durchführung des Programms verantwortlich. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe wird sie vom Ausschuß für die Fördermaßnahmen im kulturellen Bereich, nachstehend "Ausschuß" genannt, unterstützt.Dieser Ausschuß mit beratender Funktion setzt sich aus von den Mitgliedstaaten benannten Vertretern zusammen und wird von einem Vertreter der Kommission geleitet.Artikel 5 Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt eine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage - erforderlichenfalls durch eine Abstimmung - festsetzen kann.Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen; darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlangen, daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten wird.Die Kommission berücksichtigt so weit wie möglich die Stellungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Ausschuß darüber, inwieweit sie seine Stellungnahme berücksichtigt hat.Artikel 6 Innerhalb von sechs Monaten nach den ersten zwei Jahren der Programmlaufzeit legt die Kommission nach Anhörung des Ausschusses gemäß Artikel 5 dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Evaluierungsbericht über die bisher erzielten Ergebnisse vor, der gegebenenfalls durch geeignete Vorschläge ergänzt wird.Nach Ablauf des Programms übermittelt die Kommission nach dem in Artikel 5 vorgesehenen Verfahren dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht über die Verwirklichung des Programms und über die dabei erzielten Ergebnisse.Artikel 7 Das Programm wird jährlich zusammen mit praktischen Hinweisen über das Verfahren, über die auf nationaler Ebene bestehenden Organisationsstrukturen zur Gewährung von fachlicher Hilfe für Kulturprojekte, die Fristen für die Einreichung von Bewerbungsanträgen sowie über die den Anträgen beizulegenden Unterlagen im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Reihe C, veröffentlicht.Artikel 8 Diese Entscheidung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Artikel 9 Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) ABl. Nr. C 153 vom 22. 6. 1985, S. 2.(2) ABl. Nr. C 162 vom 3. 7. 1990, S. 1.(3) ABl. Nr. C 188 vom 19. 7. 1991, S. 3.(4) ABl. Nr. C 314 vom 5. 12. 1991, S. 1.(5) ABl. Nr. C 336 vom 19. 12. 1992, S. 1.(6) ABl. Nr. C 42 vom 15. 2. 1993, S. 173.(7) ABl. Nr. C 44 vom 14. 2. 1994, S. 184.ANHANG GEMEINSCHAFTSPROGRAMM ZUR FÖRDERUNG EUROPÄISCH AUSGERICHTETER KÜNSTLERISCHER UND KULTURELLER TÄTIGKEITEN Programm Kaleidoskop 2000 TeilnahmebedingungenZur Förderung der Kenntnis und der Verbreitung der Kultur der europäischen Völker insbesondere auf den Gebieten darstellende Kunst, bildende Kunst oder Kunst im Raum, multimediale Kunst und angewandte Kunst unterstützt die Gemeinschaft europäisch ausgerichtete Kulturprojekte sowie Aktionen mit Symbolwirkung und räumt der Zusammenarbeit der Fachkreise insbesondere in Netzwerken Priorität ein.Zu diesem Zweck verwirklicht die Gemeinschaft das Programm Kaleidoskop 2000 mit folgenden Aktionen:Aktion 1: Erschließung und Verbreitung der Kultur in Europa1. Das Programm steht für umfangreiche Kulturprojekte mit europäischer Dimension und Symbolwirkung offen.2. Als umfangreiche europäische Projekte mit Symbolwirkung gelten unter Berücksichtigung der Qualität der vorgeschlagenen Programme:- Kulturereignisse, die auf europäischer Ebene bereits einen festen Platz haben, z. B. die Europäische Kulturstadt, das Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft, das Barockorchester der Europäischen Gemeinschaft u. a.;- Kulturveranstaltungen, die gemeinsam von Mitgliedstaaten zum Europatag am 9. Mai organisiert werden;- umfangreiche Kulturprojekte mit europäischer Dimension und von hoher Qualität, in denen die kulturelle und sozioökonomische Wirkung partnerschaftlicher Tätigkeit zur Geltung kommt.3. Unter Punkt 2 beschriebene Projekte sind bei der Europäischen Gemeinschaft speziell zu beantragen. Dem Antrag sind beizufügen:- eine genaue Beschreibung der im Jahr . . . geplanten Aktionen;- eine genaue Aufschlüsselung des Mittelbedarfs für die im Jahr . . . geplanten Aktionen;- Bewertung der im Jahr vor der Antragstellung durchgeführten Aktionen zwecks Einschätzung der kulturellen Qualität wie auch des sozioökonomischen Nutzens der erreichten Ergebnisse.4. Die Anträge sind bis zum . . . bei der Europäischen Kommission, GD X, Abteilung Kulturelle Aktion, rü de la Loi 200, B-1049 Brüssel, einzureichen.5. Die Projekte müssen die zu ihrer Verwirklichung erforderlichen finanziellen Garantien bieten. Auf keinen Fall können die gesamten Kosten eines Projektes durch die Gemeinschaftsunterstützung abgedeckt werden.6. Die Anträge werden getrennt bearbeitet und von den Kommissionsdienststellen ausgewählt.Aktion 2: Netzwerke und Partnerschaften - Unterstützung für Kulturveranstaltungen und -projekte, die partnerschaftlich oder in Netzwerken durchgeführt werden1. Das Programm steht für kulturelle und künstlerische Projekte offen, die gemeinsam von Akteuren aus mindestens drei Mitgliedstaaten oder von Kulturnetzwerken durchgeführt werden und an denen zugleich Künstler oder Interpreten bzw. Akteure aus dem Kulturbereich aus mindestens drei Mitgliedstaaten beteiligt sind.2. Als Projekte der kulturellen Zusammenarbeit gelten:- künstlerische und kulturelle Veranstaltungen, die eine schöpferische Arbeit beinhalten, welche in der Öffentlichkeit Europas verbreitet und vorgestellt werden soll. Folgende Gebiete kommen in Betracht: darstellende Kunst (Tanz, Musik, Theater, Oper usw.), bildende Kunst (Malerei, Bildhauerei, Grafik, Architektur, Fotografie, Design usw.), multimediale Kunst und angewandte Kunst.- Veranstaltungen wie Kolloquien, Seminare und Fachtreffen, die von Kulturnetzwerken oder von Kulturakteuren aus mindestens drei Mitgliedstaaten organisiert werden und an denen Künstler oder Interpreten bzw. Akteure aus dem Kulturbereich aus mindestens drei Mitgliedstaaten teilnehmen. Als Gebiete kommen in Betracht: bildende Kunst, darstellende Kunst, Kunst im Raum, multimediale Kunst, angewandte Kunst sowie damit verbundene Bereiche wie Kulturverwaltung, Kulturwirtschaft, Mäzenatentum usw.3. Die im Rahmen des Kaleidoskop-Programms vorgestellten Projekte müssen von europäischem Interesse, von hoher Qualität, innovativ oder öffentlichkeitswirksam sein; sie müssen im Jahre . . . durchgeführt werden.4. Ausgeschlossen sind:- Projekte der kulturellen Zusammenarbeit auf rein regionaler, nationaler oder bilateraler Ebene;- Veranstaltungen im Bereich Film und Fernsehen;- Aktionen auf dem Gebiet des kulturellen Erbes;- Aktionen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung;- Anfertigung von Material und Veröffentlichungen, die nicht Bestandteil des Projektes sind (Monographien, Sammlungen, Zeitschriften, Platten, CD, Videos usw.);- Machbarkeitsstudien;- Investitions- und Betriebskosten für kulturelle Organisationen, die nicht zum vorgestellten Projekt gehören;- Kosten der Vorbereitung künftiger Kooperationsprojekte;- Kosten der Schaffung von Netzwerken.5. Grundsätzlich darf eine Kulturveranstaltung nicht wiederholt gefördert werden. In einigen Fällen können Kulturnetzwerke jedoch von der Gemeinschaft für höchstens drei aufeinanderfolgende Jahre Fördermittel erhalten, wenn das betreffende Projekt kontinuierlich läuft. Über die Verlängerung der Gemeinschaftsförderung befinden unabhängige Sachverständige auf der Grundlage des Tätigkeitsberichts, den das Netzwerk zum Projekt vorlegt.6. Die Projekte müssen die zu ihrer Verwirklichung erforderlichen finanziellen Garantien bieten. Der finanzielle Beitrag zu einem Projekt im Rahmen des Kaleidoskop-Programms darf 25 % der Gesamtkosten des betreffenden Projekts nicht überschreiten und kann in keinem Fall höher als 30 000 ECU sein.7. Antragsformulare und Exemplare dieser Mitteilung können in den Vertretungen der EG-Kommission in den Mitgliedstaaten sowie bei der Europäischen Kommission, GD X, Abteilung Kulturelle Aktion, rü de la Loi 200, B-1049 Brüssel, angefordert werden.8. Die Anträge für Fördermittel sind an die EG-Kommission in Brüssel zu richten. Sie müssen bis zum . . . (Datum des Poststempels) eintreffen.9. Die Kommission gewährt entsprechend den Artikeln 4 und 5 der Entscheidung Nr. . . . vom . . . den ausgewählten Projekten einen Zuschuß.Aktion 3: Weiterbildung1. Bei der Weiterbildung von Künstlern oder Interpreten bzw. Akteuren aus dem Kulturbereich, die unmittelbar in spezifischen und gezielten Projekten erfolgt, wird dem zeitgenössischen Schaffen Vorrang eingeräumt. Aus diesem Grunde erhalten solche kulturellen Projekte den Vorzug, in deren Organisationen Weiterbildungspraktika bzw. -kurse einbezogen sind. Diese Projekte, die dazu beitragen, das Potential, Arbeitsplätze im Bereich der Kunst und Kultur zu schaffen, zu maximieren, insbesondere zugunsten von Jugendlichen.2. Eine Finanzförderung von Weiterbildungsmaßnahmen kann für einige Projekte der kulturellen und künstlerischen Zusammenarbeit (Aktion 2) gewährt werden, die ausgewählt wurden. Diese Förderung darf 50 % des Gemeinschaftsbeitrages für die Kulturveranstaltung bzw. das Kulturprojekt nicht übersteigen.3. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten wird die Kommission sich bemühen, eine Komplementarität zwischen den in diesem Programm vorgesehenen Aktionen und den gemeinschaftlichen Programmen im Bereich der Erziehung und Weiterbildung Socrates und Leonardo herzustellen.Aktion 4: Zugang zu Kultur1. Zur Verbesserung der kulturellen Zusammenarbeit der Kulturfachkreise und der regionalen, nationalen und europäischen Behörden kann ergänzend in besonderen Fällen eine Förderung erfolgen; diese Fälle sind auf Begegnungen auf europäischer Ebene oder auf Studien und Forschungen beschränkt, die direkt mit der Entwicklung der Gemeinschaftsaktion im Kulturbereich in Verbindung stehen.2. Diese Treffen und Studien stehen nicht in direktem Zusammenhang mit kulturellen Projekten und Ereignissen, die im Rahmen des Kaleidoskop-Programms 2000 (Aktion 1, 2 und 3) gefördert werden.3. Anträge auf finanzielle Beihilfe müssen bei der EG-Kommission, GD X, Abteilung Kulturelle Aktion (200 rü de la Loi, B-1049 Brüssel), spätestens zwei Monate vor Beginn der betreffenden Tagung bzw. Studie eingehen. Ihnen sind eine genaue Beschreibung der Ziele und des Inhalts des Treffens bzw. der Studie sowie eine genaue Aufstellung des Mittelbedarfs beizufügen.4. Die Anträge müssen die zu ihrer Verwirklichung erforderlichen finanziellen Garantien bieten. Der Gemeinschaftsbeitrag kann keinesfalls 50 % der Gesamtkosten des Treffens bzw. der Studie übersteigen.5. Die Anträge werden von der Kommission je nach Qualität, Nutzen und Subsidiaritätscharakter des vorgelegten Projekts ausgewählt.Aktion 5: Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen1. Eine Gemeinschaftsförderung für Projekte der kulturellen Zusammenarbeit mit Drittländern erfolgt analog zur Förderung von Projekten mit Mitgliedstaaten der Gemeinschaft gemäß den Bestimmungen der Punkte 1 bis 4. Vorrang haben dabei Projekte mit den Drittländern, die Assoziierungs- bzw. Kooperationsabkommen abgeschlossen haben, die für den kulturellen Bereich eine spezielle Klausel vorsehen, was auf die mittel- und osteuropäischen wie auch auf die lateinamerikanischen Länder zutrifft.2. Förderwürdig sind folgende Projekte:- umfangreiche Kulturprojekte mit Symbolwirkung für die europäische Kultur, die ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft unter Beteiligung von Kulturakteuren der Gemeinschaft laufen, z. B. der Europäische Kulturmonat.- Projekte der künstlerischen und kulturellen Zusammenarbeit oder Treffen und Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten und Akteuren, in deren organisatorische und inhaltliche Gestaltung Partner aus mindestens zwei Nicht-EG-Ländern und einem Mitgliedstaat einbezogen sind. Das Projekt muß von einem Kulturgremium aus einem Nicht-EG-Land vorgestellt werden und eine schöpferische Arbeit beinhalten, die zur Verbreitung in der Öffentlichkeit bestimmt ist. Priorität haben dabei europäische Kulturnetzwerke, die eine echte Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und den Drittländern darstellen.3. In diesem Rahmen werden Synergieeffekte mit der Arbeit der für den Kulturbereich zuständigen internationalen Organisationen, insbesondere des Europarates, unter Wahrung der Eigenständigkeit und der Handlungsautonomie jeder einzelnen Institution und Organisation angestrebt.