CELEX: 21982D0730(01)
Language: de
Date: 1982-06-22 00:00:00
Title: BESCHLUSS Nr. 1/82 DES AKP-EWG-AUSSCHUSSES FÜR ZUSAMMENARBEIT IM ZOLLWESEN vom 22. Juni 1982 zur Abweichung vom der Begriffsbestimmung für "Ursprungswaren" zur Berücksichtigung der besonderen Lage von Mauritius bei der Herstellung von haltbar gemachtem Thunfisch

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21982D0730(01)

BESCHLUSS Nr. 1/82 DES AKP-EWG-AUSSCHUSSES FÜR ZUSAMMENARBEIT IM ZOLLWESEN vom 22. Juni 1982 zur Abweichung vom der Begriffsbestimmung für "Ursprungswaren" zur Berücksichtigung der besonderen Lage von Mauritius bei der Herstellung von haltbar gemachtem Thunfisch  

Amtsblatt Nr. L 221 vom 30/07/1982 S. 0020

BESCHLUSS Nr. 1/82 DES AKP EWG-AUSSCHUSSES FÜR ZUSAMMENARBEIT IM ZOLLWESEN vom 22. Juni 1982 zur Abweichung von der Begriffsbestimmung für  Ursprungswaren" zur Berücksichtigung der besonderen Lage von Mauritius bei der Herstellung von haltbar gemachtem ThunfischDER AUSSCHUSS FÜR ZUSAMMENARBEIT IM ZOLLWESEN - gestützt auf das am 31. Oktober 1979 in Lome unterzeichnete Zweite AKP EWG-Abkommen, nachstehend  Abkommen" genannt, in Erwägung nachstehender Gründe : Nach Artikel 30 des Protokolls Nr. 1 zu dem Abkommen über die Bestimmung des Begriffs  Ursprugswaren" und über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen kann der Ausschuß für Zusammenarbeit im Zollwesen Abweichungen von den Ursprungsregeln festlegen, insbesondere um die Entwicklung bestehender oder die Ansiedlung neuer Industrien zu fördern. Die AKP-Staaten haben einen Antrag der Regierung von Mauritius vorgelegt, mit dem für in diesem Staat hergestellte Thunfischkonserven eine Abweichung von der im Protokoll Nr. 1 enthaltenen Begriffsbestimmung begehrt wird. Um es Mauritius zu ermöglichen, sein Fischereigewerbe aufrechtzuerhalten und die notwendigen Maßnahmen zu treffen, damit die Fischereifertigprodukte die Eigenschaft von Ursprungswaren erhalten, wurde diesem Land von Januar 1981 bis Januar 1982 für haltbar gemachten Thunfisch eine Abweichung von der im Protokoll Nr. 1 enthaltenen Begriffsbestimmung gewährt. Mauritius hat bereits ein Fischereifahrzeug erworben, um seine Konservenfabriken mit rohem Thunfisch zur Verarbeitung beliefern zu können. Obwohl dieses Fischereifahrzeug seine Fänge regelmässig steigert, ist es nicht in der Lage, die Konservenfabriken mit ausreichenden Mengen Thunfisch zu beliefern. Das betreffende Unternehmen plant daher den Einsatz eines zweiten Fischereifahrzeugs innerhalb der kommenden drei Jahre, wenn die Erfahrung zeigt, daß ein zusätzliches Angebot an Thunfisch mit Ursprungseigenschaft nicht gewährleistet werden kann. Mauritius konnte nicht genügend Fisch mit Ursprung in anderen AKP-Staaten beschaffen. Die Fischkonservenindustrie von Mauritius ist daher weiterhin von Thunfischlieferungen aus dritten Ländern abhängig, um seine Ausfuhr von Thunfischkonserven nach der Gemeinschaft fortsetzen zu können. Mauritius kann den Thunfischbedarf seiner Konservenindustrie in anderen Entwicklungsländern decken. Nach Artikel 30 Absatz 5 des Protokolls Nr. 1 ist bei der Prüfung eines Abweichungsantrags diese Möglichkeit besonders zu prüfen. Unter diesen Umständen sollte Mauritius eine vorübergehende Abweichung von der Begriffsbestimmung für  Ursprungswaren" gestattet werden - BESCHLIESST : Artikel 1 Abweichend von den besonderen Bestimmungen der Liste A in Anhang II des Protokolls Nr. 1 gelten Thunfischkonserven der Tarifnummer ex 16.04 des Gemeinsamen Zolltarifs, die in Mauritius aus Thunfisch mit Ursprung in den Malediven hergestellt werden, unter den Bedingungen dieses Beschlusses als Ursprungswaren von Mauritius. Artikel 2 Die Abweichung nach Artikel 1 gilt für eine jährliche Menge von 1 000 Tonnen Thunfisch, haltbar gemacht, der Tarifnummer ex 16.04 des Gemeinsamen Zolltarifs, der aus Mauritius zwischen dem 1. August 1982 und dem 31. Juli 1984 ausgeführt wird. Artikel 3 Die zuständigen Behörden von Mauritius treffen die notwendigen Maßnahmen, um sicherzustellen, daß zur Herstellung der in Artikel 1 genannten Thunfischkonserven Thunfisch mit Ursprung in den Malediven verwendet wird. Sie führen ferner eine mengenmässige Überwachung der Ausfuhren der in Artikel 2 genannten Waren durch und übermitteln der Kommission vierteljährlich eine Aufstellung der Warenmengen, für die Warenverkehrsbescheinigungen EUR. 1 aufgrund dieses Beschlusses ausgestellt worden sind. Artikel 4 Die AKP-Staaten, die Mitgliedstaaten und die Gemeinschaft sind verpflichtet, jeweils für ihren Bereich die zur Durchführung dieses Beschlusses erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Artikel 5 Dieser Beschluß tritt am Tag seiner Annahme in Kraft. Er gilt vom 1. August 1982 bis 31. Juli 1984.