CELEX: 51972PC0835
Language: de
Date: 1972-09-26
Title: VORSCHLAG EINER RICHTLINIE EES RATES betreffend Inhalt, Kontrolle und Verbreitung des Prospekts, der bei der Zulassung von Wertpapieren, begeben von Gesellschaften im Sinne des Artikels 58 Absatz 2 des Vertrages, zur amtlichen Notierung an einer Wertpapierbörse zu veröffentlichen ist.#ENTWURF EINER EMPFEHLUNG DES RATES betreffend den Inhalt des Prospekts, der bei der Zulassung der von Staaten oder von ihren Gebietskörperschaften begebenen Wertpapieren zum amtlichen Notierung an einer Wertpapierbörse zu veröffentlichen ist. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (72) 835
Vol. 1972/0095
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                    KOM(72)835 endg.
                                                   Briïssel . den 26 . September 1972
                       VORSCHLAG EINER RICHTLINIE EES RATES
           betreffend Inhalt , Kontrolle und Verbreitung des Prospekts ,
           der bei der Zulassung von Wertpapieren , begeben von /Gesell­
           schaften im Sinne des Artikels 58 Absatz 2 des Vertrages ,
           zur amtlichen Notierung an einer Wertpapierbörse zu veröf­
                               fentlichen ist .
                         ENTWURF EINER EMPFEHLUNG DES RATES
           betreffend den Inhalt des Prospekts , der bei der Zulassung
           der von Staaten oder von ihren Gebietskörperschaften bege­
           benen Wertpapieren zum amtlichen Notierung an einer Wertpa­
                           pierbörse zu veröffentlichen ist .
                     ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
    KOM( 72 ) 835 endg .
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                                                    Ί
                       I  N  H  A  L T
Entwurf einer Richtlinie                      Seite   1 - lo
Anhang A                                      Seite 19 - 36
Anhang   B                                    Seite 37 - 53
Anhang C                                      Seite 54 - 5^
Erlauterungen                                 Seite 57 - 34
Entwurf einer Empfehlung des Rates          . Seite 85 - 06
                                       , i
    I
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             VORSCHLAG EINER RICHTLINIE DES RATES
"betreffend Inhalt , Kontrolle und Verbreitung des Prospekts ,
 der bei der Zulassung von Wertpapieren , begeben von Gesell­
schaften im Sinne des Artikels 58 Absatz 2 des Vertrages ,
 zur amtlichen Notierung an einer Wertpapierbörse zu veröf-
                       fent lichen ist .
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                                 - 2 -
Der Rat der Europäischen Gemeinschaften -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 54 Absatz 3 Buchstabe /•,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts -* und Sozialausschusses
und in Erwägung nachstehender Gründe ;
Die Erweiterung des Wirtschaftsraumes , in dem die Unternehmen ihrer
Tätigkeit nachgehen , auf die Dimensionen der Gemeinschaft führt zu einer
parallelen Erweiterung ihres Finanzierungsbedarfs und der Kapitalmärkte ,
die sie zur Deckung dieses Finanzierungsbedarfs in Anspruch nehmen müssen .
Die. Zulassung der von Gesellschaften und sonstigen juristischen Personen
des öffentlichen und privaten Rechts begebenen Wertpapiere zu den Börsen
mehrerer Mitgliedstaaten ist ein wichtiger Aspekt des Zugangs zu diesen
Kapitalmärkten . Überdies sind im Zuge der Liberalisierung des Kapitalver­
kehrs diß devisenrechtlichen Beschränkungen für den Erwerb von Wertpapie­
ren aufgehoben worden , die an der Börse eines anderen Mitgliedstaates ge­
handelt werden ..
Im Interesse der Gesellschafter und dritter Anleger , die zur Zeichnimg auf­
gefordert werden , sind den öffentlich zur Zeichnung auffordernden Gesell­
schaften in den meisten Mitgliedstaaten Schutzbestimrnungen vorgeschrieben ,
mitunter schon bei der Begebung der Wertpapiere , zumindest jedoch bei
ihrer Zulassung zur amtlichen Notierung an einer Börse . Diese Schutzbe-
stimmungen beruhen auf der Notwendigkeit einer angemessenen und möglichst
objektiven Information , insbesondere über die finanzielle Lage der Emit­
tenten und die Merkmale der Wertpapiere , deren Notierung beantragt wird .
Als Form der Information wird gewöhnlich die Veröffentlichung eines Pro­
spektes gefordert .
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Die vorgeschriebenen Schutzbestimmungen unterscheiden sich indessen
in den einzelnen Ilitgliedstaaten sowohl nach Inhalt und Form des
Prospekts als auch nach Wirksamkeit , Einzelheiten und Zeitpunkt der
Kontrolle sowie dem angemessenen und ausreichenden Charakter der ge­
gebenen Information ^ diese Unterschiede erschweren nicht nur die
Zulassung zu den Börsen mehrerer I-itgliedstaaten für die Unternehmen ,
sondern behindern auch für die Angehörigen eines Fitgliedstaates den
Erwerb von Wertpapieren , die an den Börsen der anderen I'itgliedstaaten
notiert werden , und somit die Unternehmensfinanzierung und Kapital­
anlage in der ganzen Gemeinschaft .
Diese Unterschiede sind durch Koordinierung , jedoch nicht unbedingt
vollständige Vereinheitlichung der Rechtsvorschriften zu beseitigen ,
um auf ausreichendem Iliveau eine   Gleichwertigkeit der Schutzbestim-
mungen zu erreichen , die in den einzelnen 'litgliedstaaten eine ange­
messene und objektive Information der Gesellschafter sowie dar anderen der­
zeitigen und potentiellen Inhaber von Wertpapieren      gewährleisten .
In Anbetracht einmal des derzeitigen Standes der Liberalisierung des
Kapital Verkehrs innerhalb der Gemeinschaft und zum anderen der Tat­
sache , daß es noch nicht in allen Hitgliedstaaten ein . Kontroll
vorfahren bei der   Begebung von Wertpapieren gibt , dürfte es aller­
dings ausreichen , die notwendige Koordinierung gegenwärtig auf die
Bedingungen für die Zulassung der Papiere zur amtlichen Notierung an
einer Börse zu beschränken .
Die Unternehmen in den Kitgliedstaaten , welche die Börsenzulassung
der von ihnen begebenen Wertpapiere beantragen , sind ausnahmslos
Gesellschaften oder sonstige juristische Personen des öffentlichen
oder privaten Rechts im Sinne von Artikel 58 Absatz 2 des Vertrags .
Die Koordinierung der Schutzbestimmungen , die ihnen im Bereich der
vorliegenden Richtlinie   vorgeschrieben sind , fällt folglich unter
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Artikel . 54 Absatz 3 Buchstabe g. Wegen ihres objektiven Charakters
und ihrer Natur als Regein zum Schutz der Sparer und des einwand­
freien Funktionierens der Börsen müssen diese Schutzbestimmungen
notwendigerweise auch für Anträge auf die Zulassung zur Kotierung
an einer Börse der Gemeinschaft gelten , die für Wertpapiere von
Unternehmen dritter Länder gestellt werden . Die Bestimmungen dieser
Richtlinie müssen folglich auch die von diesen Unternehmen in Form
eines Prospekts geforderte Information und die Kontrolle dieser .
Information betreffen -
hat folgende Richtlinie erlassen :
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Teil I ; Allgemeine Vorschriften und Anwendungsbereich
           Artikel 1 : ProspektpfIi cht
           1.      Die Kitgliedstaaten gewährleisten , daß die Zulassung oder
           Einführung von Wertpapieren zur amtlichen Notierung an einer Wert-
           papierbörse ihres Hoheitsgebietes erst erfolgt , nachdem ein Prospekt
           veröffentlicht oder dem Publikum zur Verfügung gestellt worden ist ,
           der durch eine zu diesem Zweck benannte Stelle kontrolliert wird .
           2.      Vom Anwendungsbereich dieser . Richtlinie ausgeschlossen sind
                                        " o.'! ie,,.en"
           jedoch Wertpapiere , die von/Xapitalanlagegesellschaften und "offenen "
           ïnvestment fonds begeben werden , d.h . deren Wertpapiere kontmuier-
        ■ lieh oder in kurz aufeinander folgenden Tranchen begeben und/oder
           auf Wunsch der Inhaber direkt oder indirekt zu Lasten des Vermögens
           dieser Organismen, zurückgekauft odor getilgt werden . '
           3.      Die Vorschriften dieser Richtlinie finden ferner nicht auf
           die von den Staaten und ihren Gebietskörperschaften begebenen Wert­
           papiere Anwendung.
           Artikel 2 ; Prospektinhalt
    * •  «                           •
                   Der in Artikel 1 genannte Prospekt muß alle Informationen
           enthalten , die entsprechend den Merkmalen des Emittenten und der
           betreffenden Wertpapiere nötig sind , um den Anlegern und ihren An-
           lageboratern ein fundiertes Urt3il über Vermögen , finanzielle Lage ,
           Betriebsergebnisse und EntwicU.ungsaussichten des Emittenten sowie
           über die Rechte, .zu gestatten , clie mit-den Wertpapieren , (leren Zu­
           lassung beantragt wird , verbunden sind .
                                                                         /
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Artikel 3 ; Pflicht zur Anwendung der in der Anlage beigefügten Schemata
1.         Zur Verwirklichung des in Artikel 2 genannten Ziels gewähr­
leisten die Mitgliedstaaten , daß der Börsenzulassungsprosepkt in einer
Form , die das Verständnis und die Analyse möglichst erleichtert , min­
destens die Auskünfte enthält , die in den Schemata A , B oder C im An­
hang zu dieser Richtlinie aufgezählt sind , je nach dem , oh es sich um
Aktien , Schuldverschreibungen oder um Zertifikate handelt , die Aktien
vertreten . Diese Schemata sind unter Berücksichtigung der in Artikel
4 und 5 vorgesehenen Ausnahmemöglichkeiten anzuwenden .
2.         In den in Artikel 6 bis 12 genannten Sonderfällen ist der
Prospekt entsprechend den in diesen Artikeln erläuterten Angaben zu
erstellen .
3.         In den Fällen , in denen bestimmte Textziffern der beigefüg­
ten Schemata der Tätigkeit des Emittenten nicht entsprechen , ist ein
Prospekt mit gleichwertigen Auskünften durch Anpassung der entspre­
chenden Textziffern zu erstellen .
Artikel A : Möglichkeit , die Veröffentl i chung eines Prospekts oder
              bestimmte Textziffern des Prospekts freizustellen
1.         Die Mitgliedstaaten können unter den von ihnen festgelegten
Bedingungen die Veröffentlichung eines nrospekts entsprechend den
beigefügten Schemata freistellen oder sogar eine vollständige Be­
freiung von der Prospektpflicht vorsehen , wenn der Zulassungsantrag
für die nachstehend erwähnten Wertpapiere gestellt wird :
a ) T.Wertpapiere , für die innerhalb der letzten sechs Konate vor Ein-
    reichung des Zulassungsantrags anläßlich der öffentlichen Bege-
    bung im '.selben Mitgliedstaat ein Emissionsprospekt entsprechend
     den Bestimmungen dieser Richtlinie erstellt und veröffentlicht
    worden ist , der als gleichwertig mit dem europäischen Zulassungs-
    prospekt angesehen werden kann . In diesem Fall kann gegebenen­
     falls gefordert werden , daß der frühere Prospekt auf den neuen
    Stand gebracht wird .
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b ) Wertpapiere , die bereits zur amtlichen Notierung an einer anderen Börse-
     desselben Mitgliedslandes zugelassen sind , vorausgesetzt , daß schon ein
     dieser Richtlinie entsprechender Prospekt veröffentlicht worden ist ;
c ) Aktien oder Anteile , die den Inhabern gleichartiger , an derselben Börse
     notierter Aktien oder Anteile infolge Erhöhung des Kapitals aus Gesell*- .
     schaftsmitteln (Umwandlung von Rücklagen , Agio oder Gewinn in Kapital )
     zugeteilt werden }
d ) Aktien , die zwecks Umwandlung von Wande1schuldverschreibun£-en begeben
     werden , soweit diese Wandelschuldverschreibungen und die Aktien der
     gleichen Art wie die zur Umwandlung angebotenen bereits an derselben
     Börse notiert werden }
e ) Aktien , die den Inhabern von Optionsscheinen zugeteilt werden , sofern
     die Schuldverschreibungen , die' zusammen mit den Optionssch^ir.en begeben
     worden sind und die Aktien der gleichen Art wie die den Inhabern von
     Optionsscheinen angebotenen bereits an derselben Börse notiert werden }
f) zusätzliche Aktienzertifikate , die ohne Kapitalerhöhung gegen Hinter­
     legung der ursprünglichen Aktien begeben werden , sofern die Zertifikate
     bereits an derselben Börse notiert werden }
g) Wertpapiere , deren Anzahl nicht höher ist als 5 ^ der Anzahl gleicharti­
     ger Wertpapiere , die bereits zur Notierung an der gleichen Börse zuge­
     lassen sind , sofern der Gesamtwert der zusätzlichen Wertpapiere inner-
   ' halb von zwei Jahren 500.000 RS nicht übersteigt .
2.        Beabsichtigen die Mitgliedstaaten , von dieser Möglichkeit   Gebrauch
zu machen , so müssen sie der Kommission spätestens bei Ablauf der     in Artikel
20 Absatz 1 festgesetzten Frist die Fälle , für die sie sich diese     Möglich­
keit vorbehalten , und gegebenenfalls ihre besonderen Vorschriften     für das
Prospektschema mitteilen . Sofern in diesen Fällen die Umstände der Begebung
zusätzlicher Wertpapiere "eine besondere Information erfordern , müssen die
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         Litglieastaaten gleichwohl die Veröffentlichung der erforderlichen Aus­
        künfte vorschreiben .
         Artikel       Abweichungen von bestimmten Textziffern der beigefügten Schemata
                    Die zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten können dem Emittenten
         die Veröffentlichung bestimmter , in den Schemata v orgesehener Auskünfte
         erlassen , wenn im Sonderfall des betreffenden Emittenten ;
         1 . diese Auskünfte unbedeutend und nicht geeignet sind , die Beurteilung
             der Vermögens - und Finanzlage , der Betriebsergebnisse und der Entwick-
             lungsaussichten des Emittenten zu beeinflussen !
         2 . die Veröffentlichung dieser Auskünfte dem öffentli hen Interesse zuwider­
             laufen oder dem Emittenten erheblichen Schaden zufügen würde , sofern
             diese NichtVeröffentlichung das Publikum nicht über die für die Beurtei­
             lung der betreffenden Wertpapiere wesentlichen Tatsachen und Umstände
             täuscht .
Teil II:Prospektinhalt in Sonderfallen
        Artikel 6 : Finansielle Institutionen
        1.          Bei der Zulassung der von finanziellen Institutionen begebenen
        Wertpapiere zur Notierung muß der Prospekt mindestens die in den Kapiteln
         1 , 2 , 3 » 5 und 6' der beigefügten Schemata A oder B aufgeführten Auskünfte
         enthalten , je nachdem , ob es sich um Aktien oder Schuldverschreibungen
        handelt .
         2.         Ferner muß er Informationen enthalten , die entsprechend den dies­
        bezüglichen      Vorschriften der zuständigen nationalen Stellen den Besonder­
        heiten der betreffenden Emittenten angepaßt und mit den in den Kapiteln 4
        und 7 der beigefügten Schemata A oder B       vorgesehenen Angaben gleichvrertig
         sind .
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3.         Es ist Aufgabe der Mitgliedstaaten , die finanziellen Institutionen
zu bestimmen , für die angepaßte Prospektschemata vorgeschrieben werden .
           Die in diesem Artikel für die finanziellen Institutionen vorgese­
hene Regelung kann ausgedehnt werden auf Kapitalanlagegesellschaften und
Investmentfonds , die nicht unter Artikel 1 fallen , auf die "reinen" Finan-.
Zierungsgesellschaften , d.h . die keine andere Tätigkeit ausüben als die
Ansammlung von Kapital , um es einer Muttergesellschaft oder einer von deren
direkten oder indirekten Tochtergesellschaften zur Verfügung zu stellen , so
wie auf die "reinen " 'Finanzholdings , d.h . die keine andere Tätigkeit aus­
üben als die Verwaltung eines Depots von Wertpapieren , Lizenzen »der Pa­
tenten .                                                   ■      ,       ' •
Arti kel 7 t Ständig oder wiederholt' aufgelegte Anleihen finanzieller
              Institutionen
1.         Für die' Banken , Sparkassen , Kreditinstitute und Hypothekenbanken ,
die regelmäßig ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen , die innerhalb der
Gemeinschaft Anstalten des öffentlichen Rechts sind oder einer öffentlichen
Aufsicht zum Schutz der Sparer unterstehen , und die ständig oder wiederholt -
durchschnittlich wenigstens zweimal im Jahr - Anleihen begeben , deren .Zu ­
lassung zur Notierung sie beantragen , braucht der vollständige Prospekt , der
entsprechend der in Artikel 6 vorgesehenen Regelung für die finanziellen
Institutionen zu erstellen ist , nur alle drei Jahre veröffentlicht zu wer- .
den . Diese Regelung kann auf die niederländischen Hypothekenbanken ausge­
dehnt werden .
2.       • Bei jeder Börsenzulassung müssen jedoch mindestens Auskünfte über
die Prospektzeichner und die Bedingungen der Anleihe und der Transaktion
(Kapitel 1 und 2 des beigefügten Prospektschemas "Schuldverschreibungen") .
veröffentlicht werden sowie Informationen' über Ereignisse , die für die
Bewertung der Wertpapiere wichtig und nach dem Stichtag der letzten Jahres- ;
abschlüsse eingetreten sind . Die letzten Jahresabschlüsse können dem Publi­
kum bei den Banken , die den Zins- und Tilgungsdienst wahrnehmen , zur Ver­
fügung gestellt werden .
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         'Venn es sich um Schuldverschreibungen handelt , die von den mit
eigener Rechtspersönlichkeit ausgestatteten "Sonderabteilungen " der italie­
nischen Banken begeben werden ("cartelle fondiarie " und ähnliche Wertpapiere ) ,
sind die Jahresabschlüsse der Sonderabteilungen und nicht die der Banken zu
veröffentlichen , von denen sie abhängen .
Artikel 8 : Garantierte Anleihen
1.       Bei Anleihen , die von einer dritten Gesellschaft anders als durch
eine dingliche Sicherheit garantiert werden , muß der Prospekt die Auskünfte
des Schemas Schuldverschreibungen über die beiden Gesellschaften enthalten ,
wenn die emittierende Gesellschaft und die Gesellschaft , welche die Anlage
garantiert , eine eigene industrielle und kommerzielle Tätigkeit ausüben .
         Ist eine der beiden Gesellschaften eine finanzielle Institution , so
wird der Teil des vollständigen Prospekts , der sich auf diese Gesellschaft
bezieht , entsprechend den in Artikel 6 vorgesehenen Vorschriften erstellt .
2.       Bei Anleihen , die von einer "reinen " Finanzierungsgesellschaft " be­
geben werden , welche keine andere Tätigkeit ausübt als die Begebung von An­
leihen und die Weiterleitung dieser Mittel an die Muttergesellschaft oder
an andere mit ihr verbundene Gesellschaften , muß der Prospekt für die Ge­
sellschaften , welche die Anleihe garantieren , die im Schema "Schuldver­
schreibungen " vorgesehenen Auskünfte mit Ausnahme der Auskünfte von Kapitel
2 und für die emittierende Gesellschaft , das heißt die "reine " Finanzie­
rungsgesellschaft , die in den Kapiteln 1 , 2 und 3 sowie unter den Ziffern
51 und 61 des Schemas " Schuldverschreibungen " vorgesehenen Auskünfte ent­
halten .
         Falls mehrere Gesellschaften die Anleihe garantieren , müssen die im
Schema geforderten Auskünfte für jede Gesellschaft erteilt werden , doch
kann der Prospekt zur besseren Lesbarkeit entsprechend den Vorschriften der
zuständigen Stelle gekürzt werden .
3.       Bei Gruppenanleihen muß der Prospekt die Auskünfte für alle betei­
ligten Gesellschaften enthalten . Ist die Zahl dieser Gesellschaften jedoch
groß , so kann die zuständige Stelle eine Kürzung der von ihnen geforderten
Informationen gestatten .
                                                           • • • ! • • •
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4.       Bei allen garantierten Anleihen ist dem Prospekt der Garantievertrag
beizufügen , sofern er nicht , zu umfangreich oder für das Publikum schwer ver­
ständlich ist . In diesem Fall ist eine Zusammenfassung des Vertrags zu veröf­
fentlichen , die eine Beurteilung von Art und Tragweite der Garantie gestattet ,
während der Vertragstext bei den finanziellen Institutionen , die bei der Stel­
lung des Zulassungsantrags behilflich sind , dem Publikum zur Verfügung zu
stellen ist .
Artikel 9 t Wandel - oder Optionsanleihen
1.       Bezieht sich der Zulassungsaritrag auf Wandel- oder Optionsanleihen ,
so muß der Prospekt die im Schema "Aktien " und in Kapitel 2 - Informationen
über die Transaktion - des Schemas "Schuldverschreibungen " vorgesehenen Aus­
künfte sowie die Bezugs- oder Umwandlungsbedingungen enthalten . .
2.       Ist die Gesellschaft , welche die Schuldverschreibungen begibt , nicht
identisch mit der Gesellschaft , deren Aktien Gegenstand der Umwandlung oder
des Bezugsrechts sind , so muß der Prospekt die Auskünfte des Schemas "Schuld­
verschreibungen" für die erste Gesellschaft und die des Schemas "Aktien " für
die zweite Gesellschaft enthalten .
         Falls die Gesellschaft , welche die Schuldverschreibungen begibt , eine
"reine " Finanzierungsgesellschaft ist , braucht der Prospekt außer den Bezugs­
• der Umwandlungsbedingungen jedoch nur die Auskünfte des gekürzten Schemas
"Schuldverschreibungen " für die "reine " Finanzierungsgesellschaft zu enthalten ,
d.h . die in den Kapiteln 1 , 2 und 3 sowie unter Ziffer $1 und 61 des Schemas
"Schuldverschreibungen " vorgesehenen Auskünfte .
3.       Stimmt die Währung der Wandelschuldverschreibung nicht mit der der
Aktien überein , so sind die Auswirkungen etwaiger Paritätsänderungen auf die
Umwandlungs- oder Bezugsbedingungen anzugeben .
Artikel 10 : Börsenzulassung von Wertpapieren , die anläßlich einer Fusion oder
              Spaltung von Gesellschaften , einer Vermögensübertra ;?ung oder eines
              öffentlichen Umtauschangebots begeben werden
1.       Bezieht sich der Zulassungsantrag auf Wertpapiere , die anläßlich einer
Fusion oder Spaltung von Gesellschaften , einer Vermögensüber, tragung oder eines
öffentlichen Umtauschangebots begeben werden , und ist diese Transaktion inner­
halb der letzten drei Jahre erfolgt , so enthält der Prospekt außer den im
Schema "Aktien " bzw. Schema "Schuldverschreibungen" geforderten Auskünften die
folgenden Informationen , die ein- oder lediglich beigefügt werden können :
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- die Dokumente , die der Hauptversammlung gegebenenfalls vorgelegt worden sind ,
   einschließlich des Fusionsberichts , der Bewertungsmaßstäbe und der Begründung
   des Umtauschverhältnisses ;
- die Eröffnungsbilanz , die die Auswirkungen der betreffenden Transaktion
   erkennen läßtj
- die finanziellen Auskünfte über die Vergangenheit jeder der beteiligten Ge­
   sellschaften , was für die bereits notierten Gesellschaften in gekürzter Form
   geschehen kann .
2.       Sind weniger als sechs Monate vor der Börsenzulassung gleichwertige
und kontrollierte Auskünfte veröffentlicht worden , bevor eine Transaktion
gemäß Absatz 1 erfolgt ist , so können die zuständigen Stellen der Mitglied­
staaten die Veröffentlichung eines Börsenzulassur.gsprospektes freistellen , so­
fern diese Informationen dem Publikum zur Verfügung gestellt werden .
Artikel 11 ; Zertifikate , die Aktien vertreten
1.       Bezieht sich der Zulassungsantrag auf Zertifikate , die Aktien vertre­
ten , so muß der Prospekt die in dem Schema "Aktien " für die vertretenen Aktien
sowie die in dem Schema "Zertifikate " vorgesehenen Auskünfte enthalten .
2.       Die zuständige Stelle kann jedoch den Emittenten der Zertifikate von
der im beigefügten Schema v orgesehenen Veröffentlichung seiner eigenen
Finanzlage befreien , wenn es sich bei diesem Emittenten handelt um :
- eine börsennotierte Bank , Sparkasse , Kreditinstitut oder Hypothekenbank ,
   die regelmäßig ihre Jahresabschlüsse veröffentlicht und innerhalb der Ge­
   meinschaft eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist oder einer öffentlichen
   Aufsicht zum Schutz der Sparer untersteht ;
- eine Wertpapiersammelbank für den Effekten-C- iroverkehr;
- ein Effektentreuhänder , der besonderen Vorschriften für das Depot von
   Originalpapieren unterliegt .
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           Artikel 12 : Wertpapiere öffentlicher Unternehmen
           1.       Bei der Börsenzulassung von Uertpapieren , die von juristischen Per­
           sonen des öffentlichen Rechts begeben werden , welche eine industrielle , kom­
           merzielle oder finanzielle Tätigkeit ausüben , sind die allgemeinen Vorschrif­
           ten dieser Richtlinie anwendbar , wenn nicht aufgrund der Besonderheiten die­
           ser Unternehmen Anpassungen erforderlich sind .
           2.       Falls ein I'itgliedstaat diesen Emittenten oder für die von ihnen be-
           gebenen Schuldverschreibungen eine unbeschränkte und unwiderrufliche Garantie
           für die Tilgung der Anleihe und für die Zinszahlung übernimmt , hat die zu­
           ständige Stelle die Möglichkeit , den Teil des Prospekts , der den Emittenten
           und seine Finanzlage betrifft , zu vereinfachen., wobei sie sich gleichzeitig
           bemüht , die Veröffentlichung dieser Auskünfte entsprechend den auf dem inter­
           nationalen Kapitalmarkt geltenden Usancen zu verlangen .
Teil III : Hodalltåten der Kontrolle und der Verbreitung des Prospekts
           Artikel 13 : Kontrolle des Prospekts          f   " "
           1.       Die Mitgliedstaaten beauftragen eine oder mehrere nationale öffent­
           liche oder private Stellen ^ die Anwendung der Vorschriften dieser- Richtlinie
           zu überwachen und setzen die Kommission davon in.-, Kenntnis , unter Angabe , wie
           sich gegebenenfalls die Verantwortung verteilt .
           2.       Der Prospekt kann ohne die Zustimmung der in Absatz 1 genannten
           Stelle nicht veröffentlicht odei4' dem Publikum zugänglich gemacht werden .
           3.       Die zuständige Stelle genehmigt die Veröffentlichving oder die Aus­
           legung des Prospekts nur dann , wenn sie der Auffassung ist , daß dieser Pro­
           spekt allen in dieser Richtlinie vorgeschriebenen Bedingungen entspricht ,
           und wenn sie zu der Annahme berechtigt ist , da® er keine Angaben <?der Auslas­
           sungen enthält , die das Publikum irreführen können ."
                                                                              • • • Ïm • •
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4.        Die benannte Stelle erhält alle notwendigen Vollmachten und Prüfungs-
befugnisse , um ihre Aufgabe wahrnehmen zu können . Sie muß insbesondere das
Recht haben , von dem Emittenten , für dessen Wertpapiere ein Zulassungsantrag
gestellt wird , alle erforderlichen Auskünfte und Unterlagen zu verlangen , um
beurteilen zu können , ob die vorgelegten Prospektentwürfe den in der Richt­
linie genannten Bedingungen entsprechen , sowie das Recht , die Aufmachung des
Prospekts in der Form zu verlangen , die den Merkmalen der Emittenten und des
Wertpapiers am besten angepaßt ist . Ferner muß sie überprüfen können , ob ein
Emittent die in der Richtlinie vorgesehenen Bedingungen für eine teilweise
oder vollständige Befreiung von bestimmten Vorschriften der Richtlinie er­
füllt .
Artikel 14 : Verfahren zur Veröffentlichung des Prospekts
1.        Der Börsenzulassungsprospekt muß veröffentlicht v/erden :
        - entweder durch Abdruck in einem Amtsblatt sowie in einer oder mehreren
          Zeitungen
        - oder durch kostenlose Verteilung einer Eroschüre an das Publikum am
          Sitz der Börse oder der  Börsen , an denen diese Wertpapiere zugelassen
          sind , sowie am Sitz des Emittenten und an den Schaltern der Banken
          und anderen Vermittler , die bei dem Zulassungsantrag oder der Pla-
          cierung der Wertpapiere  behilflich sind .
2.        Eine Kombination dieser beiden Veröffentlichungsverfahren ist mög­
lich . In den Ländern , in denen die Veröffentlichung eines Prospekts in der
Presse vorgeschrieben ist , brauchen nicht alle in den beigefügten Schemata
aufgeführten Auskünfte in der Presse veröffentlicht zu werden , sofern fol­
gende Bedingungen erfüllt sind :
– Die in den beigefügten Schemata vorgesehenen und in der Presse nicht ver­
   öffentlichten Auskünfte müssen dem Publikum in einer Broschüre zur Ver­
   fügung gestellt werden .
– Diese Broschüre muß stets einen Abdruck des in der Presse veröffentlichten
   Dokuments enthalten .
– Das in der Presse veröffentlichte Dokument muß auf die Broschüre verweisen
   lind angeben , wo sich das Publikum das vollständige Informationsdokument
   beschaffen kann .
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                                       - 15 -
Schließlich muß die Verteilung der Auskünfte auf die beiden Veröffentlichungs-
verfahren entsprechend- den gesetzlichen Vorschriften oder den Bestimmungen
der zuständigen Stelle erfolgen und von letzterer kontrolliert werden .
3.       Die Prospekte müssen gemaft den von den Mitgliedstaaten zu erlassenden
Vorschriften an bestimmten Orten hinterlegt werden .
Artikel 15 ? Fristen für die Veröffentlichung
1.       Bei der Börsenzulassung von Aktien muß der Prospekt rechtzeitig und
mindestens 8 Tage vor Aufnahme der amtlichen Kotierung für die zugelassenen
Wertpapiere veröffentlicht oder dem Publikum zur Verfügung gestellt werden .
Die gleiche Mindestfrist von 8 Tagen ist b ei Wandel- oder Optionsanleihen
einzuhalten , bei deren Emission den Altaktionären ein Bezugsrecht zusteht .
Die Frist beträgt mindestens drei Tage , wenn es sich um Schuldverschrei­
bungen und Wandel- oder Optionsanleihen handelt , bei deren Emission den
Altaktionären kein Bezugsrecht zusteht .
2.       Ist ein amtlich überwachter Bezugsrechtshandel vorgesehen , so muß
der Prospekt außerdem mindestens 3 Tage vor der Eröffnung des Bezugsrechts-
handels veröffentlicht oder dem Publikum zugänglich gemacht werden .
                                   ' .  ♦
3.       Falls die öffentliche Emission von Schuldverschreibungen gleich­
zeitig mit der Börsenzulassung stattfindet und bestimmte Emissionsbedin-
gungen , wie z.B. Ausgabekurs und Zinssatz , erst im letzten Moment endgül­
tig festgesetzt werden , können die Behörden zulassen , daß ein vorläufiger
Prospekt innerhalb von drei Tagen veröffentlicht wird , der diese Auskünfte
nicht enthält , aber angibt , wie sie nächgetragen werden . Diese Auskünfte
müssen dem Publikum spätestens einen Tag vor Beginn der Transaktionen be­
kanntgegeben werden und zwar entweder durch die Verteilung eines vollstän­
digen Prospekts oder eines Nachtrags zum vorher erwähnten vorläufigen Pro­
spekt oder durch eine Mitteilung in der Presse mit Hinweis auf den voll­
ständigen Prospekt und der Angabe , wo dieser beschafft werden kann .
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                                    - 16 -
Artikel 16 : Veröffentlichung von anderen Dokumenten als dem Prospekt
1.       Sobald ein kontrollierter Prospekt für Wertpapiere anläßlich einer
Börsenzulassung veröffentlicht ist , müssen die Anzeigen , Plakate und Doku­
mente , welche sich auf die Ankündigung dieser Operation und die Angabe der
wesentlichen Merkmale der Wertpapiere beschränken , auf den Prospekt ver­
weisen und angeben , wo und wie dieser vom Publikum beschafft werden kann .
2.       Die vom Emittenten oder für seine Rechnung veröffentlichten ein­
gehenderen Informationsdokumente , insbesondere der Teilprospekt oder zu-
sammengefaßte Prospekt in Ländern , in denen die Veröffentlichung eines sol - ••
chen Prospekts zulässig ist , unterliegen ebenso wie der vollständige Pro­
spekt der Kontrolle der zuständigen Stelle , damit diese überprüfen kann ,
ob die zusammengefaßten oder unvollständigen Informationsdokumente nicht
geeignet sind , die Bewertung der Wertpapiere durch das Publikum zu ver­
fälschen , und damit sie , falls erforderlich , ihre Berichtigung verlangen
kann .
         Ferner müssen diese Dokumente darauf hinweisen , daß es einen voll­
ständigen Prospekt gibt , und angeben , wo und wie dieser vom Publikum be­
schafft werden kann .
3.       Den Mitgliedstaaten wird empfohlen , die Veröffentlichung von zu-
sammengefaßten , klar aufgemachten und für das Publikum leicht verständ­
lichen Prospekten zu fördern , die zwar nur die wichtigsten Informationen
der beigefügten Schemata enthalten , aber eine objektive Vorstellung von
Emittenten und der mit den Wertpapieren verbundenen P.echte vermitteln .
4.       Die Gesellschaft oder die finanziellen Institutionen , die bei der
Placierung der Wertpapiere oder der Börsenzulassung behilflich sind , dür­
fen bei dieser Gelegenheit keine Auskünfte erteilen , welche die Bewertung
der Wertpapiere beeinflussen könnten , ; enn diese Auskünfte nicht im Pro­
spekt stehen oder nicht allgemein bekannt sind.
Artikel 17 : Feue Ureignisse
         Jedes wichtige neue ISreignis , das zwischen der Fertigstellung
 des Prospekts und der Aufnahme der Börsentransaktionen erfolgt , führt zu
 einer Ergänzung des Prospekts , die unter den gleichen Bedingungen wie dieser
 kontrolliert und entsprechend analogen , von der zustandigen Stelle festzu­
 setzenden Modalitäten veröffentlicht wird .
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Teil IV : ; Modalitäten der Zusammenarbeit zwischen den Kit Gliedstaat er zur Anwendung
            der Richtlinie
            Artikel 18 : Verfahren , die mehrere Hitgliedstaaten "betreffen
            1.       Bei gleichzeitiger Zulassung an den Börsenplätzen mehrerer Mitglied-
            länder der Gemeinschaft nehmen die zuständigen Stellen der betroffenen Mit­
            gliedstaaten untereinander die notwendigen Kontakte auf , um die Anforderun­
            gen in bezug auf den Prospekt möglichst weitgehend abzustimmen , damit die
            Häufung von Formalitäten vermieden ;und für den größten Teil des Prospekts _____
            ein einheitlicher Wortlaut anerkannt wird , der gegebenenfalls nur"eine
            Übersetzung und Ergänzung entsprechend den eigenen Vorschriften jedes ba–
            troffenen Kitgliedstaates erfordert .                    ~
            2.       Wird die Börsenzul-aesung. jln _ei_nenr oder mehreren Kitgliedstaaten für
         - Viertpapiere beantragt , die vor weniger als sechs       Monaten zur Notierung in
            einem anderen Mitgliedstaat zugelassen worden sind , so nehmen die zustän­
            digen Stellen der Länder , in denen die Zulassung beantragt wird , Verbindung
            mit der Stelle auf , welche die Wertpapiere bereits zugelassen hat , und be­
            freien wenn möglich den Emittenten von der Erstellung eines neuen Prospekts
            vorbehaltlich einer gegebenenfalls erforderlichen Erneuerung, Übersetzung
            und Ergänzung entsprechend den eigenen Vorschriften jedes betroffenen Mit­
          ■ gliedstaates'.            •
            3.       Falls ein Wertpapier an den Börsen mehrerer Mitgliedstaaten notiert
            wird , bemühen sich die zuständigen Stellen der betroffenen Länder , den
            Emittenten zu veranlassen , daß die in einem dieser Länder veröffentlichten
            Informationen , die . die Bewertung des Wertpapiers beeinflussen können , auch
            gleichzeitig oder möglichst bald in den anderen Mitgliedstaaten veröffent­
            licht werden , in denen das Vertpapier notiert wird .
            Artikel 19 t . Kontakt gruppe
            1.       Bei der Kommission wird eine Kontaktgruppe eingesetzt , deren Auf­
            gabe darin besteht :
                                                                               • • • /• • •
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        a ) unbeschadet der Bestimmungen der Artikel 169 und 170 des Vertrages eine
            harmonisierte Anwendung der Richtlinie durch eine regelmäßige Absprache
            zu erleichtern , die sich auf die konkreten Probleme der Anwendung der
            Richtlinie und insbesondere der beigefügten Schemata bezieht , für die
            ein Feinungsaus tausch als zweckdienlich erachtet wirdj
        b ) eine Absprache über die Ergänzungen und Verbesserungen des Prospekts zu
            erleichtern , die die zuständigen Stellen der I'itgliedstaaten auf rein
            innerstaatlicher Ebene verlangen oder empfehlen können j
        c ) die Kommission , falls erforderlich , bei der Ausarbeitung neuer Vor­
            schläge an den Rat zur Ergänzung oder Änderung der Richtlinie zu
            unterstützen .
        2.       Die Kontaktgruppe besteht aus Vertretern der Fitgliedstaaten und
        der Kommission . Das Sekretariat wird von den Dienststellen der Kommission
        wahrgenommen .
Teil_Vî SchluBbestimmungen
        Artikel 20
        1.       Die Mitgliedstaaten setzen innerhalb von 12 Monaten alle Maßnahmen
        inkraft , die notwendig sind , um den Bestimmungen dieser Richtlinie nachzu­
        kommen , und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis .
        2.       Die Kitgliedstaaten tragen dafür Sorge , daß der Kommission der
        Wortlaut der wesentlichen innerstaatlichen Vorschriften übermittelt wird ,
        die sie in dem unter dieser Richtlinie fallenden Bereich treffen .
        Artikel 21
                 Diese Richtlinie ist an die Kitgliedstaaten gerichtet .
                                                  Briissel , den
                                                  Fur den Rat
                                                  Der Prasident
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                               A IT H A F G     A
             PROSPEKT PUR DIE ZULASSUNG VON AKTIEN ZUM BÖRSENHANDEL
                                     Schéma
Kapitel 1 : Personen , welche die Prospekthaftung übelnehmen
11 . Harne und Stellung der natürlichen Personen , Firma und Sitz der juristi­
     schen Personen , die für den Prospekt oder "bestimmte Abschnitte haften .
     Falls sie nur für bestimmte Abschnitte haften, müssen diese erwähnt werden .
12 . Erklärung des Unterzeichners de3 Prospekts , • daß ihres Wissens die Angaben
     in den Abschnitten des Prospekts , für die sie die Haftung übernehmen,
     richtig sind und keine wesentlichen' Tatsachen verschwiegen wurden .
13 « Angabe , ob Status oder Jahresabschlüsse von internen oder externen
     soren , z.B. Wirtschaftsprüfern , Accountants , sindaci usw ., geprüft worden
     sind . Anzugeben ist ferner, in welcher Eigenschaft sie die Prüfung vorge­
     nommen haben - als Satzungsorgan oder externes Organ - und ob Vorbehalte
     gemacht worden sind . Das gleiche gilt für die im Prospekt enthaltenen
     konsolidierten Abschlüsse .                             .
Kapitel 2 : Angaben über das Zulassungsverfahren und die einzuführenden Aktien
21 o Art der Zulassung, zum Beispiel für bereits untergebrachte Aktien oder
     zwecks Absatz über die Börse .
22 . Angaben über die einzuführenden Aktien .
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                                              - PO­
       221 . Angabe der Beschlüsse , Ermächtigungen und Genehmigungen in bezug auf die Begeh- -
              der Aktien : Art des Verfahrens und Nennbetrag, Zahl der Stücke , wenn
              sie vorher festgelegt worden ist .
       222 . Kurze Beschreibung der mit den Aktien verbundenen Rechte , insbesondere
             Umfang des Stimmrechts , Anspruch auf Beteiligung am Gewinn und am
             Liquidations eolös , etwaige Verrechte . Verfallsfrist für Dividenden-
             bezug und Angabe , zu wessen Gunsten die Dividenden verfallen .
      223 . Übertragbarkeit der Aktien und etwaige Verkaufsbeschränkungen r zum
             Beispiel bei vinkulierten Aktien
      224 . Zeitpunkt , von dem an Dividende bezahlt wird .
      225 . Börse ( Börsen ), an der ( denen ) eine Zulassung beantragt wird oder
             werden soll .
      226 . Kreditinstitute , die bei der Zulassung in dem Zulassungsland Zahl-
             stelle des Unternehmens sind .
23 . Angaben über Emission und Unterbringung : wurde kein Emissionsprospekt ver­
     öffentlicht und fanden Emission und Zulassung zur gleichen Zeit statt oder
     erfolgt die Zulassung weniger als drei Monate nach der Emission , so sind
     im Zulassungsprospekt folgende Angaben zu machen : Die unter Punkt 23 vor­
     gesehenen Angaben sind , soweit zutreffend , auch bei der Börseneinführung
     privat ausgegebener Aktien zu machen .
      23C . Für die unter Punkt 22 genannten Aktien Hinweis auf Bezugsrechte oder
             den Ausschluß von Bezugsrechten der Altaktionäre . Im letzteren Fall
             Begriindung des Ausschlusses und , falls es sich um die Ausgabe von
             Aktien gegen Barzahlung handelt , des Bnissionspreises der Aktien und
             Hinweis auf die Personen , die durch den Ausschluß begünstigt sind .
                                                                        • • • 19 • •
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                                      - 21 -
231 . Gesamtbetrag des öffentlichen Angebots und Zahl der angebotenen Aktien ,
      ggf . nach Aktiengattungen .
232 . Erfolgt (e ) eine öffentliche Aufforderung zur Zeichnung gleichzeitig
      auf mehreren Märkten und wird (wurde ) ein Teil der Aktien bestimmten
      Märkten vorbehalten , Angabe der vorbehaltenen Tranchen .
233 . Ausgabe- oder Zeichnungskurs , wobei zu unterscheiden ist zwischen
      Nennwert "oder dem Betrag, der dem Kapital gutgeschrieben wird, Emis-
      sionsagio und ggf . den Kosten, die offen auf Käufer oder Zeichner
      abgewälzt werden j Art der Einzahlung, insbesondere Einzahlung des
      Restbetrags , wenn die Einlage noch nicht voll eingezahlt worden ist .
234 « Art der Ausübung des Bezugsrechts , Bezugsrechtshandel , Bestimmungen
      über nicht in Anspruch genommene Bezugsrechte .
235 « Zeit , in der die Aktien zur Zeichnung aufliegen ( auflagen ) und Angabe
      der Kreditinstitute , die Zeichnungen des Publikums entgegennehmen .
236 . Bedingungen und Fristen für die Auslieferung der Aktien, ggf . Schaf­
      fung von Zwischenscheinen .
237 . Angabe der Personen , die Mitglieder des Übernahme- oder Garantie-
      konsortiums sind . Wird die Garantie privat von natürlichen Personen '
      übernommen , so ist dies anzugeben , ohne diese Personen .'zu nennen .
      Erstreckt sich die übernähme- oder Garantieverpflichtung nicht auf
      die gesamte Eknission , so ist der nicht gedeckte Teil anzugeben .
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                                            - 22 -
     238 » Veranschlagung der zu Lasten des Emittenten gehenden Enissionskosten
           insgesamt und/oder pro Aktie , wobei mindestens zwischen Gerichts-
           und Verwaltungsgebühren einerseits und Gesamtvergütungen der Finanz­
           institute einschließlich Übemahraeprovision oder -spanne , Garantie-
           provision , Unterbringungs- oder Schalterprovision andererseits zu
           unterscheiden ist .
     239 « Reinerlös der Emission für die Gesellschaft und beabsichtigte Verwen­
           dung, zum Beispiel Finanzierung von Investitionen oder finanzielle
           Konsolidierung .
24 . Angaben über die Börsenzulassung
     241 . Merkmale der Aktien , für die eine Zulassung beantragt wird , Zahl der
           Stücke , Gesamtnennbetrag , genaue Bezeichnung oder Gattung, Nummer ,
           ob mit oder ohne Kupon usw .
     242 . Bei Unterbringung im Wege der Einführung Zahl der hierfür zur Ver­
           fügung gestellten Stücke und/oder Gesamtnennbetrag und ggf . Mindest-
           abgabekurs .
     243 . Soweit bekannt , Zeitpunkt des Beginns der amtlichen Notierung der
           Aktien .
     244 « Sind Aktien der gleichen Gattung bereits an einer Börse ( oder an
           mehreren Börsen ) zugelassen , Nennung der Börse (n ) mit - soweit
           verfügbar - folgenden Angaben für die letzten fünf Geschäftsjahre
           tind das laufende Geschäftsjahr über die führende(n ) Börse(n ):
           2441 « Zahl der Stücke oder Gesamtnennbetrag der zugelassenen Aktien .
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                                                                   11/44/72- D
           2442 . Umsatzvolumen nach Zahl der Aktien und/oder Kurswert . • ' 1
           2443 » Bereinigte Höchst - und Tiefstkurse in vergleichbarer Form , in
                   denen auch Kapital Veränderungen , wie z.B. Kapital erhöhungen ,
                   Kapitalherabsetzung , Splitting, Kapital Zusammenlegung, zum
                   Ausdruck kommen ; Kursberechnungsformel angeben .
           2444 . Bereinigter Jahre süberschuss und bereinigte Dividende je Aktie
                   auf vergleichbarer Grundlage , in der Kapital Veränderungen , wie
             - ■   z.B.' Kapital erhöhung , Kapitalherabsetzung , Splitting , Kapital-
                   zusammenlegung , zum Ausdruck kommen ;   Formel zur Berechnung
                   angeben .
     245 * Werden Aktien der gleichen Gattung noch nicht amtlich notiert , aber im
           Freiverkehr gehandelt , so sind , soweit zulässig , die letzten Kurse einzu­
           geben , ferner der Harkt , auf dem die Kurse zustande kamen , und die Quelle
           für die Kursangabe .     Diese AuskUnfte sollen nur erteilt werden , wenn
           der Markt in diesen Aktien breit genug ist .
     246. Öffentliche Kauf- oder Umtauschangebote für die Aktien des Unternehmens
           Und öffentliche Umtauschangebote des Unternehmens im letzten und im
           laufenden Geschäftsjahr , Angabe der Angebotsbedingungen und der Ergeb­
           nisse .
25 » Werden gleichzeitig oder fast gleichzeitig mit der- Schaffung der Wertpapiere ,
     deren Zulassung beantragt wird, andere Wertpapiere der gleichen Gattung pri­
     vat gezeichnet oder placiert oder werden Wertpapiere anderer Gattung im Hin­
     blick auf eine öffentliche oder private , Unterbringung geschaffen , so sind
     Art der Vorgänge sowie Zahl und Merkmale der betroffenen Wertpapiere anzuge­
     ben .
                                                                           « * /• •
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Kapitel 3 ? Allgemeine Informationen über die Gesellschaft
31 . Identität der Gesellschaft
     311 . Bezeichnung der Firma, Gesellschaftssitz , gegebenenfalls Ort der
           Hauptverwaltung, wenn dieser nicht mit dem Gesellschaftssitz zu­
           sammenfällt .
     312 . Zeitpunkt der Gründung und , falls die Zeitdauer begrenzt ist ,
           Zeitpunkt der Auflösung .
     313 . Rechtsordnung , unter der die Gesellschaft tätig ist und Rechts­
           form , die sie imRahmen dieser Rechtsordnung angenommen hat .
     314 « Angabe des satzungsmäßigen Gesellschaftszwecks unter Bezugnahme auf
           den betreffenden Artikel der Satzung .
     315 . Angabe der Orte , an denen die Satzung in ihrer neuesten Fassung ,
           Bilanzen , Geschäftsberichte , Beschlüsse über Ernennung und Abberu­
           fung von Mitgliedern der Gesellschaftsorgane sowie alle anderen im
           Prospekt zitierten und der Öffentlichkeit zugänglichen Schrift­
           stücke eingesehen werden können , und der Stelle , von der Interes­
           senten den letzten Geschäftsbericht beziehen können . Orte , an denen
           die Emissions - oder Börsenzulassungsprospekte des Unternehmens aus
           den letzten fünf Jahren vom Publikum eingesehen werden können .
     316 . Einberufung der Hauptversammlung, Art und Fristen . Soweit bekannt ,
           Tag und Ort der nächsten Hauptversammlung .
32 . Gesellschaftskapital
     321 . Höhe und Stückelung des gezeichneten Kapitals j nicht eingezahlter
           Teil des gezeichneten Kapitals mit Hinweis auf die Zahl oder den
           Gesamtnennbetrag und die Merkmale der noch nicht voll eingezahlten
           Wertpapiere , gegebenenfalls aufgeschlüsselt nach dem Grad ihrer
           Einzahlung .
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                                       - 25 -
322 . Gibt es ein genehmigtes Kapital oder ein bedingtes Kapital , insbesondere
       aufgrund der Begebung von Wandelschuldverschreibungen oder der Einräu-
     ■ mung von Bezugsrechten , so sind anzugeben !
       - Höhe des genehmigten oder bedingten Kapitals und    Dauer der Ermächti­
          gung für die Kapitalerhöhung
       - Kreis der Bezugsberechtigten für diese Kapitalerhöhung
       - Art der Aktienausgabe aus der Kapitalerhöhung .
323 . Hat das Unternehmen mehrere Arten von Wertpapieren ausgegeben, darunter
       auch solche , die nicht das Grundkapital verkörpern , Angabe der Merk­
       male und der Zahl der ausgegebenen Aktien oder Anteile .
324 . Bedingungen für eine Veränderung des Kapitals und der Rechte , die mit
       den verschiedenen Aktiengattungen verbunden sind , soweit sie vom
       allgemeinen Recht abweichen .
325 . Schematische Übersicht über die Entwicklung des Kapitals , zumindest
       für die letzten fünf Jahre , sowie über die wichtigsten Ereignisse der
       Zeit davor.- Zeitpunkt und kurze Beschreibung der Vorgänge , die das
       Kapital oder dessen Zusammensetzung veränderten , Hinweis auf Agio und
       auf Einlagen . '                 ....                     :
326 . Nennung aller Personen , die unmittelbar oder mittelbar, einzeln 6der
       zusammen mit anderen Aktionären auf das Unternehmen einen beherrschen­
       den Einfluß ausüben , Höhe des Anteils am Kapital in ihrem Besitz und ,
       in jedem Fall , soweit dem Unternehmen bekannt , jeder Besitz von wenig­
       stens 25 1o des gezeichneten Kapitals . Direkte oder indirekte Anteile
       am gezeichneten Kapital des Unternehmens von mindestens 10 $ im Besitz
       anderer natürlicher und juristischer Personen , sofern dieser Besitz
       allgemein bekannt ist .
                                                               • • • /• • •
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                                        - 26 -
      Geraeinsame Beherrschung eines Unternehmens liegt dann vor , wenn mehrere
      Unternehmen oder mehrere Personen untereinander eine Vereinbarung ge­
      troffen    haben , die ihnen die Möglichkeit gibt , dem betreffenden Unter­
      nehmen gegenüber eine gemeinsame Politik zu verfolgen .
327 . Gehört das Publizitätspflichtige Unternehmen zu einer Unternehmensgruppe ,
      Beschreibung der Gruppe und der Stellung des Unternehmens in ihr .
                         oder " pair comptable"
328 . Buchwert und Nennwert/der eigenen vom Unternehmen zurückgekauften oder in
      dessen Besitz befindlichen Aktien , sofern sie nicht gesondert in der
      Bilanz ausgewiesen werden ^ .Anlaß und Zweck des Rückkaufs .
4 - Angaben über die Geschäftstätigkeit des Unternehmens
 41 . Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit
      Wird eine Beschreibung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens nur für
      das laufende Geschäftsjahr und das letzte      Geschäftsjahr gefordert und
      ist dieser Zeitraum zu kurz für eine aussagefähige Darstellung der Ent­
      wicklung des Unternehmens , so sind auch Angaben über weiter zurücklie­
      gende Geschäftsjahre zu machen . Wurde die Entwicklung des Unternehmens
      während des   Berichtszeitraums von außergewöhnlichen Ereignissen beein­
      flußt , zum Beispiel eine größere Fusion , s <? sind diese Ereignisse an­
      zugeben . Die Angaben sollen nach Möglichkeit in einer Form gemacht
      werden , die einen Vergleich der Entwicklung in den einzelnen Geschäfts­
      jahren ermöglicht .
      411 » Beschreibung des Produktions - und/oder Dienstleistungsprogramms
            unter Angabe der Schwerpunkte . Wichtige neue Produkte , und wenn
            möglich Umsatzanteil der neuen Produkte , die während der letzten
            fünf Jahre entwickelt worden sind .
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412 . Hierbei können auch Angaben über die Entwicklung des Marktanteils des
      Unternehmens in den Schwerpunktbereichen gemacht werden , sofern Aus-
      sagewert und Vergleichbarkeit dieser Angaben durch Zahlenangaben von
      berufener Stelle erhärtet werden können und die Quelle angegeben wird .
413 . Nettoumsatz , nach Schwerpunktbereichen aufgeschlüsselt , für die letzten
      fünf Geschäftsjahre und , woweit aussagefähig , Produktionsvolumen für
      die wichtigsten Erzeugnisse . Sc-hwerpunktbe reich ist jeder relativ homo­
      gene Bereich , der mehr als 15 Prozent zum Umsatz beiträgt .
414 . Angaben über Einkaufs- und Verkaufsstruktur für das letzte und das
      laufende Geschäftsjahr und deren Entwicklung , möglichst . mit Nettoumsatz
      nach Ländergruppen oder Wirtschaftsgebieten , soweit diese Angaben die
      Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage beeinflussen können .
415 » Standort und Bedeutung der Schwerpunktbetriebe des Unternehmens und
      notfalls deren Entwicklung während der letzten Geschäftsjahre und des
      laufenden Geschäftsjahres , und Angaben über Grundbesitz .
      Schwerpunktbetrieb ist ein Betrieb , der mehr als 10 Prozent zum
      Umsatz oder zur Produktion beiträgt .
416 . Bei Bergwerken, ölfeldern , Steinbrüchen usw . Beschreibung der Lager­
      stätten , Schätzung der wirtschaftlich nutzbaren Vorräte und voraus­
      sichtliche Nutzungsdauer , Laufzeit und wesentlicher Inhalt der Abbau-
      rechte und deren wirtschaftliche Nutzung , Angaben über den Stand der 1  ■
      Erschließung .
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                                     - 20 -
42 . Darlegung der etwaigen Abhängigkeit des Unternehmens in bezug auf :
     Zugang zu Patenten und Lizenzen , deren Nutzung und Nutzungsdauer , Ab­
     schluß , Portführung und Beendigung von Produktions-, Absatz- und Kredit-
     verträgen , neue Produktionsverfahren , falls diese Paktoren für die
     Geschäftstätigkeit oder Rentabilität des Unternehmens von erheblicher
     Bedeutung sind .
     Ist dies der Fall , so sind nur Angaben über den Grad der Abhängigkeit
     zu machen und kurz die besonders wichtigen Paktoren zu beschreiben ohne
     Betriebsgeheimnisse zu offenbaren . Falls von Bedeutting , ist anzugeben ,
     wann die Verträge , Lizenzen und Patente wirksam werden oder wann sie
     auslaufen .
43 . Höhe der Forschungs- und Entwicklungsausgaben für neue Produkte während
     der letzten fünf Jahre .
44 « Prozesse und Betriebsunterbrechungen ( zum Beispiel Streiks und Unfälle ),
     die einen erheblichen Einfluß auf die Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
     lage des Unternehmens haben können oder gehabt haben .
45 « Durchschnittlicher Personalbestand und Entwicklung während der letzten
     fünf Geschäftsjahre , wenn die Entwicklung Aussagekraft hat , möglichst
     nach Schwerpunktbereichen aufgeschlüsselt .
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                                        - 29 -
46 . Investitionen
     461 . Zahlenangaben über die wichtigsten Investitionen der letzten fünf
         . Geschäftsjahre einschließlich Erwerb von Beteiligungen .
     462 . Allgemeine Angaben über das laufende Investitionsprogramm , ins­
                            Gesamt
           besondere über die/Tfosten , die Art der "Finanzierungsweise und Art
           der Investitionen , soweit diese Angaben erforderlich sind , um die
           Verwendung der aufgebrachten Mittel im Vergleich zu dem Investi-
           tionsprogramm in seiner Gesamtheit beurteilen zu können . Unter
           "laufendem Investitionsprogramm" sind nicht nur Projekte zu ver­
           stehen , mit deren Durchführung bereits begonnen wurde , sondern
           allgemein alle Investitionsprojekte , die insofern miteinander zu­
           sammenhängen , daß die Inbetriebnahme oder Eentab-ilität der bereits
           fertiggestellten oder in Bau befindlichen Investitionsobjekte von
           der Verwirklichung aller zu dem Investitionsprogramm gehörenden
           Projekte abhängt .
     463 . Aufstellung über Herkunft und Verwendung der Kittel für die letzten
           fünf Geschäftsjahre und das laufende Geschäftsjahr .
Kapitel 5 : Angaben über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des1 Unternehmens
51 . Allgemeiner Teil
     511 . Vergleichsübersicht über die Jahresabschlüsse der letzten fünf
           Geschäftsjahre unter Betonung des Wesentlichen ; Zusammenfassungen
           dürfen jedoch nicht auf Kosten der Aussagekraft gehen .
     512 . Die von der Hauptversammlung festgestellten Jahresabschlüsse der
           beiden letzten abgeschlossenen Geschäftsjahre sind als Anlage
           beizufügen .
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            Liegt der letzte Bilanzstichtag mehr als neun Monate zurück , ist ein
            Status aus jüngster Zeit in den Prospekt einzuarbeiten oder dem Pro­
            spekt beizufügen , wobei die Revision durch einen Buchprüfer nicht
            erforderlich ist .
     513 . Entsprechen die Jahresabschlüsse nicht der Ratsrichtlinie Hr . ...
            vom         ( l ) und geben sie kein detailliertes , klares Bild von der
            Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens , so sind sie
            näher zu erläutern . Es kann eine stärker aufgegliederte Veröffent­
            lichung im Prospekt verlangt werden . Berichtigungen und Veränderungen
            gegenüber den veröffentlichten Jahresabschlüssen sind ausdrücklich zu
            erwähnen .
     514 . Erstellt das Unternehmen konsolidierte Jahresabschlüsse , so sind die
            unter Punkt 511 » 512 und 513 geforderten Angaben möglichst auch
            hierfür zu machen .
52 . Einzelangaben über Unternehmen , an denen die Publizitätspflichtige Gesell­
     schaft mit mindestens 10 fo des Grundkapitals beteiligt ist :
     521 . Name und Sitz des Unternehmens
     522 . Höhe des Kapitalanteils
     523 . gezeichnetes Kapital
     524 . Riicklagen
     525 . Ergebnis des letzten Geschäftsjahres .
     Biese Angaben sind möglichst in Form einer Übersichtstabelle in den Prospekt
     einzuarbeiten , sofern sie nicht bereits in den beigefügten Jahresabschlüssen
     enthalten sind .
53 . Einzelangaben über Unternehmen , an denen die Publizitätspflichtige Gesell­
     schaft eine größere Beteiligung besitzt , die einen Einfluß auf die Beur­
     teilung ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann .
     Biese Angaben sind zu machen für Unternehmen , von denen die publizitäts-
     pflichtige Gesellschaft direkt oder indirekt wenigstens 25 % des Kapitals
                                                                       » • «j • 0 •
     ( l ) Amtsblatt.C 7 vom 28.1.1972
 ---pagebreak---                                            - 31 -                 11/ 44J U ~ 1»
      hält , wenn der Wert des Anteils mindestens 10 % des gezeichneten Kapitals
      der Publizitätspflichtigen Gesellschaft ausmacht oder wenn aus der Beteili­
      gung mindestens 10 % des Ertrags der Publizitätspflichtigen Gesellschaft
      stammen .
      Für Beteiligungen an Unternehmen in Drittländern "brauchen die Angaben nach
      531 "bis 535 nicht einzeln gegeben zu werden , sondern können mit den Angaben
      nach 54 zusammengefaßt werden .
      Zusätzlich zu den unter 521 bis 525 vorgesehenen Angaben sind anzugeben :
      531 . Tätigkeitsbereich
      532 . Buchwert der Aktien und Anteile im Besitz der Publizitätspflichtigen
            Gesellschaft
      533 . Noch nicht eingezahlter Betrag der Aktien und Anteile im Besitz der
            Gesellschaft
      534 « Nettoumsatz im letzten Geschäftsjahr
      535 » Höhe da- Dividenden-Einkünfte des letzten Geschäftsjahres aufgrund des
            Aktien- oder Anteilbesitzes
      536 . Höhe der Forderungen der Publizitätspflichtigen Gesellschaft gegenüber
            dem Unternehmen , an dem sie eine größere Beteiligung besitzt .
      537 . Höhe der Verbindlichkeiten der Publizitätspflichtigen Gesellschaft
            gegenüber dem Unternehmen , an dem sie eine größere Beteiligung besitzt .
      538 . Betrag der Verbindlichkeiten des Beteiligung9unternehmens , für die von
            der Publizitätspflichtigen Gesellschaft Garantien geleistet , Sicher­
            heiten gestellt oder Bürgschaften übernommen worden sind .
54 « Allgemeine Angaben über alle Unternehmen , von denen die Publizitätspflichtige
      Gesellschaft mindestens 10 % des Grundkapitals besitzt , soweit sie nicht
     •unter Posten 53 fallen :
     Die gleichen Angaben wie nach 532 bis 538 , aber für alle Unternehmen zu­
      sammen und aufgegliedert nach Unternehmen im Inland, Unternehmen in EWG-
      Ländern und Unternehmen in dritten Ländern .
55 . Enthält der Prospekt konsolidierte Jahresabschlüsse , so sind in der Anlage
      anzugeben :
      551 . Die angewandten Konsolidierungsregeln und gegebenenfalls die Abwei­
            chungen von diesen Regeln .
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                                        - 32 -
      Insbesondere sind anzugeben :
      - Nach welchen Kriterien wurdei die in den konsolidierten Abschluß einbe­
         zogenen Unternehmen ausgewählt ?
      -  wie wurde bei der Konsolidierung verfahren? . Globale oder proportionale
         Anrechnung, Gleichwertigkeitsprinzip ?
      -  Welche Wechselkurse wurden bei der Konsolidierung von Auslandsunter­
         nehmen zugrunde gelegt'?
      -  Wie wurde der Gewinn aas konzerninternen Umsätzen ausgeschaltet 0
      -  Wie wurden die Vorräte bewertet ? Insbesondere sind Erläuterungen zu
         gebon, falls dor lconaemintsrne Gewinn nicht bereinigt wurde .
      - Wie sieht es mit der latenten Steuerlage des Konzerns im Hinblick auf
         die unterschiedlichen Körperschaftssteuertermine aus ?
      - Wie wird der Konzernumsatz definiert ?
      - Wie weit geht die Konsolidierung der Ergebnisse ( Vollkonsolidierung,
         Teilkonsolidierung oder vereinfachte Konsolidierung )?
      - Haben sich die Konsolidierungsregeln gegenüber dem letzten Jahres -
         abschluß geändert ?
552 . Liste der in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen , Firma und
      Firmensitz . Unter Umständen würde es auch genügen , diese Unternehmen
      in der nach Ziffer 52 vorgeschriebenen Liste durch den Druck hervorzuheben .
                          J _ •
553 . Für jedes in den Konzernabschluß einbezogene Unternehmen außer dem
      Publizitätspflichtigen Gesellschaft ist anzugeben :
      – die Höhe des Fremdanteils , wenn der Abschluß dieses Unternehmens
         global in den Konzernabschluß eingeht ;
      - der in den Konzernabschluß übernommene Anteil , wenn die Übernahme
         proportional zur Beteiligung erfolgt .
Läuft ' ein erheblicher Teil der Geschäfte über beherrschte und unter, gemein­
samer Leitung stehende Unternehmen , so sind die Angaben über die Geschäfts­
tätigkeit des Unternehmens (Kapitel 4 )» den Geschäftsgang und die
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                                              - 33 -
           Geschäftsaussichten (Kapitel 7 ) für. alle Unternehmen zu raachen zusammen
           mit kurzen Einzelangaben über das- Publizitätspflichtige Gesellschaft ,
      Kapitel 6 ; Verwaltung
      61 . Name , Vorname , Wohnort und. Stellung, im Unternehmen der unter 611 bis
         . 613 genannten Personen , wichtige Stellungen außerhalb des Unternehmens ,
           sow eit für das Verhältnis zum Publizitätspflichtigen Unternehmen von
           Bedeutung, namentlich 'Verwaltungsratsmandate und wichtige Stellungen
           in anderen Unternehmen . Für das' Unternehmen wichtige Stellungen während
           der letzten fünf Jahre , wenn der Eintritt in das Unternehmen weniger als
           fünf Jahre zurückliegt ;--       1 .
           611 . Mitglieder der Vörwaltungs-*r Leitungs- oder      Aufsiehts-
                 organe sowie die anderen zur Führungsspitze des Unternehmens ge-
               , hörenden Personen .
           612 . Persönlich haftende Gesellschafter bei einer Kommanditgesellschaft
                 auf Aktien .
           613 . Gründer , wenn das Unternehmen weniger als fünf Jahre besteht .
                              i  •
      62 . Interessen der Verwaltung in der Gesellschaft
                                                        J i    , •
. 621 .. . Für das letzte Geschäftsjahr gezahlte Bezüge an Mitglieder der Verwaltungs-
           tungs-imd Aufsichtsorgaüe,        gleich welcher Art , über Unkostenkonto
                 oder als Anteil am Jahresgewinn verbucht . Gesamtbetrag je Gesell-
                 schaftsorgan . Ferner ist anzugeben , wieviel die Mitglieder der
                 Gesellschaftsorgarre des publizitä.tspflichtigen Unternehmens von den
                 beherrschten unter gemeinsamer Leitung stehenden Unternehmen ins­
                 gesamt an Bezügen erhalten haben .
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                                        - 34 -
     622 . Vergabe von Bezugsrechten für Aktien des Unternehmens an Mitglieder
           der Verwaltungs-, Leitzings- und Aufsichtsorgane    oder andere in
           Punkt 611 genannte Personen : Art und Umfang der Bezugsrechte .
     623 . Angaben über Art und Umfang der direkten oder indirekten Beteili­
           gung von Mitgliedern der Verwaltung oder deren Vertretern an der
           Torrn oder Sache nach ungewöhnlichen Geschäften des Unternehmens ,
           z.B. außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit liegende Kaufge-
           schäfte , Erwerb und Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermö­
           gens , Dienst - und Werkverträge mit Tochtergesellschaften oder den
           oben genannten Personen , während des letzten und des laufenden Ge­
           schäftsjahres . Sind derartige ungewöhnliche Geschäfte in weiter
           zurückliegenden Geschäftsjahren geschlossen worden und wirken sie
           sich noch aus , so sind auch hierüber Angaben zu machen .
     624 « Angaben über die Höhe der von dem Unternehmen den unter 611 ge­
           nannten Personen gewährten Barlehen sowie die für sie übernommenen
           Bürgschaften .
63 . Sozialleistungen für das Personal
     631 . Kurze Beschreibung der Personalpolitik auf diesem Gebiet , insbe­
           sondere in bezug auf eine Gewinnbeteiligung oder Zusatzversorgung
           und die für die letr/tore getroffenen Deckungsmaßnahnen .
           Beschreibung der vertraglich veeeinbarten Sonderleistungen , wenn
           hiervon eine beträchtliche Kostenbelastung zu erwarten ist .
     632 . Dem Personal eingeräumte Bezugsrechte auf Aktien des Unternehmens .
                                                                   • • • f• • •
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                                        - 35 -
      633 . Höhe der vom Unternehmen dem Personal gewährten Darlehen und der
            für das Personal übernommenen Bürgschaften .
 64 . Name , Anschrift . Stellung und Beruf der Abschlußprüfer , z.B. "
      Wirtschaftspriifer , Commissaires aux comptes , Réviseurs d' entreprises ,
      Sindaci usw .
 Kapitel 7 ? Geschäftsgang und Geschäftsaussichten des Unternehmens
 71 . Allgemeine Angab en über die Geschäftsentwicklung des Unternehmens seit
      dem Schluß des letzten Geschäftsjahres und Vergleich . mit dem entspre­
      chenden Zeitraum des. v orausgegangenen Geschäftsjahres . Liegen die An­
      gaben bereits, in > Zwischenberichten vor , so genügt es , die Zwischenbe­
      richte dem Profepekt beizufügen . Anzugeben sind ■ insbesondere :
711 » Uattoumsatz seit Beginn des letzten Geschäftsjahres .
      712 . Beschreibung der für die Lagebeurteilung wichtigen jüngsten Ent­
            wicklungstendenzen in Produktion und Lagerhaltung.
      713 . Beschreibung der jüngsten Entwicklungstendenzen auf der Kosten-
            und Erlösseite .
      714 * Auftragsbestände .
 72 . Geschäftsaussichten des Unternehmens .
      Der Prospekt muß deutlich machen , daß dieser Teil Mutmaßungen und
      Absichten enthält , die nicht Wirklichkeit     zu werden brauchen .
      721 . Kurze Angaben über das Investitionsprogramm , soweit die Unter­
            nehmensleitung bereits feste Entscheidungen oder in letzter .Zeit
            finanzielle Vorbereitungen hierfür getroffen hat , und das
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                                        - Ba­
      Investitionsprogramm die künftige Finanzpolitik , namentlich die Eigen-
      finanzierungspolitik , entscheidend beeinflussen kann .
722 . Urteil über die Aussichten des Unternehmens in beaug auf Absatz und Finanzlage ?
      kann in den Prospekt eingearbeitet werden , falls es mit Zahlen belegt
      wird , zum  Beispiel Entwicklung der Konjunktur , der Absatzmärkte und
      der Auftragsbestände , Einfluß der Investitionen des Unternehmens und
      dessen Konkurrenten , und sich auf Angaben mit hohem Uahrscheinlichkeits-
      grad stützt .
723 . Nach Möglichkeit allgemeine Angaben über die Politik der Unternehmens­
      leitung in Fragen der Gewinnausschüttung und der Rücklagenbildung ,
      soweit Pläne hierüber vorliegen ©der der "auptv-ersammlung Vorschläge
      unterbreitet werden sollen . Gegebenenfalls Angaben über die geplante
      Ausgabe von    Aktien aus der Einstellung von Rücklagen und Gewinnen in
      das Grundkapital und über die Anlage einer Dividendenausgleichsrücklage .
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                                  A àwtip
                                    I H-–gfc
                                          A ïï    G       B
                                              », LM m jm mi m
             PFOSPEKTSCFMA FuR DIE PÖRSENTTJL/SSUF? VON SCHUIDVER- '
              SCKFEI3ÜM3EN VON INDUSTRIE-- ODER EANI'ELSÜNTERIEHEN
Kapitel 1 ? Personen , welche die Pros nekthaftiin » übernehmen
11 . Name und Stellung der natürlichen Personen , Firma und Sitz der juristi­
     schen Personen , die für den Prospekt oder "bestimmte Abschnitte haften .
     Falls sie nur für bestimmte Abschnitte haften , müssen diese erwähnt
     werden .
12 . Erklärung der Unterzeichner des Prospekts , daß ihres Wissens die Angaben
     in den Abschnitten ttes Prospekts , für die sie die Haftung übernehmen ,
     richtig sind und keine wesentlichen Tatsachen verschwiegen wurden .
13 . Angabe , ob Status oder Jahresabschlüsse von internen oder externen Revi-
     soren , z.B. Wirtschaftsprüfern, Accountants , sindaci usw ., geprüft wor­
     den sind . Anzugeben ist feiner f in welcher Eigenschaft sie die Prüfung
     vorgenommen haben – als Satzungsorgan oder exterr.es Organ - und ob
     Vorbehalte gemacht worden sind . Das gleiche gilt für die im Prospekt ent­
     haltenen konsolidierten Abschlüsse .
Kapitel 2 : Informationen über die Transaktion
21 . Anleihebedingungen .
     211 . Gesamtnennbetrag der Anleihe , Art und Nennbetrag der einzelnen
           Stücke , gegebenenfalls ihre Zahl und Numerierung.
     212 . Emissions- und Rücknahmekurs sowie Nominalzinssatz . Wenn mehrere
           Zinssätze vorgesehen sind , Bedingungen für den Wechsel von einem
           Zinssatz zum anderen . Falls es sich um einen freihändigen Verkauf
           zu einem je nach Markt entwicklung unterschiedlichen Kurs handelt ,
           sind der höchste und der niedrigste Enissionskurs anzugeben .
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213 • Gegebenenfalls Bedingungen für die Gewährung anderer finanzieller
      Vorteile , die bei der Berechnung der Rendite nicht erfaßt werden
      können , z.B. Lose , Gewinnbeteiligungen , Indexbindung usw . , sowie
      ggf . die Berechnungsgrundlage für diese Variablen und die ihnen
      eingeräumte Publizität , geschätzte Auswirkung einer Veränderung
      dieser Variablen auf die Rendite |
214 . Quellensteuem auf die Zinsen , die im Herkunftsland ttnd/oder in
      Lande der Notierung erhoben werden . Gegebenenfalls Hinweis auf die
      Übernahme dieser Steuern durch die Emittent in .
215 . Tilgung .
      2151 . Tilgungsplan , gegebenenfalls Möglichkeit der Kündigung durch
             Gläubiger und/oder Schuldner , .Anrechnung vorzeitiger Tilgungen
             oder börslicher bzw . außerbörslicher Käufe auf den Tilgungs-
             plan , ggf . Bedingungen des " sinking fund".
      2152 . Tilgungsverfahren : Technik der Auslosung und Publizität der
             Tilgungslisten , Rückkauf an der Börse oder auf Vereinbarung !
216 . Finanzinstitute , die zur Zeit der Zulassung als Zahlstelle der Ge­
      sellschaft im Lande der Zulassung dienen 5
217 . Währung der Anleihe . Wenn sie auf Rechnungseinheiten lautet , deren
      vertraglicher Statuss Währungsoptionens
218 . Fristen
      2181 . Laufzeit der Anleihe , ggf . Z*dschentermine$
      2182 . Beginn der Verzinsung und Zinsterminej
      2183 . Frist für den Verfall der Ansprüche auf Zinsen und Rückzah­
             lung
      2184 . Modalitäten und Fristen für die Lieferung der Urkunden und
             ggf . Ausga.be von Zwischenscheinens
                                                                    • » • /« « •
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     219 . Alle anderen Angaben , die für die Berechnung der Rendite oder für
           die Bewertung des Titels erforderlich .sind . Die Methode der Ren-
           ditenberechnung ist anzugeben .
         1
22 . Auskünfte über Rechtsverhaltnisse
     221 . Verweis auf die Beschlüsse , Entscheidungen und Genehmigungen , die
           für die Begebung oder für die Zulassung der Anleihen erforderlich
           waren .
     222 . Art und Tragweite der Garantien , Sicherheiten und Bürgschaften ,
           mit denen die Bedienung der Anleihe , d.h . Tilgung und Zinszahlun­
           gen , gewährleistet werden sollen . Die Vertragstexte in bezug auf
           diese Sicherheiten , Garantien und Bürgschaften müssen dem Publikum
           zugänglich sein . Falls , keine Garantien , Sicherheiten oder Bürg­
           schaften bestehen , ist dies zu erwähnen .                     ■
     223 . Organisation der Vertretung der Gesamtheit der Gläubiger oder ' "
           Treuhand ^ Name oder Bezeichnung und Sitz des Vertreters , wichtigste
           Bedingungen dieser Vertretung, insbesondere in bezug auf einen
           Wechsel in der Person des Vertreters . Die Vertragstexte in bezug
           auf diese 'Vertretung müssen dem Publikum zugänglich eein . ■
     224 « Subordinationsklauseln der Anleihe in bezug auf andere schon be­
           stehende oder zukünftige Schulden der Gesellschaft .
     225 « Anwendbares Recht und Gerichtsstand .
     226 . Übertragbarkeit der Namens- oder Inhaberpapiere und ggf ... Beschrän­
           kungen ihrer freien Übertragbarkeit .
23 . Auskünfte über die Börsenzulassung der Schuldverschreibungen.,', , r,,    ,
     231 . Börse oder Börsen , an denen die Zulassung beantragt worden ist
           oder beantragt werden soll .
     232 . Angabe der Personen , die Mitglieder des Übernahme- oder Garantie-
           konsortiums sind. Wird dio
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                                                           11/44/72 - D
      Garantie privat von natürlichen Personen übernommen , so ist dies
      anzugeben , ohne diese Personen zu nennen . Erstreckt sich die über-
      nähme- oder Garantieverpflichtung nicht auf die gesamte Emission ,
      so ist der nicht gedeckte Teil anzugeben .
233 . Gesamtnennbetrag oder Zahl der Schuldverschreibungen , für die die
      Börsenzulassung beantragt wird .
234 « Wenn das öffentliche Angebot , die Emission oder Zulassung gleich­
      zeitig auf den Märkten mehrerer Staaten erfolgen , und wenn ein
      Teil der Anleihe bestimmten dieser Märkte vorbehalten ist , so sind
      diese Tranchen anzugeben .
235 - Werden gleichzeitig oder fast gleichzeitig mit der Begebung der
      Wertpapiere            , deren Plazierung oder Börsen zu lassung ge­
      plant wird , Wertpapiere gleicher oder anderer Art geschaffen , um
      sie im Publikum oder privat zu plazieren , so sind die Art dieser
      Begebung , Zahl und Merkmale    der so geschaffenen Wertpapiere anzu­
      geben .
236 . Wenn dieselben Schuldverschreibungen schon an einer oder an mehreren
      Börsen notiert werden , so sind anzugeben :
      2361 . die Börse oder die Börsen , an denen diese Schuldverschrei­
              bungen notiert werden ,
      2362 . der letzte bekannte Kurs .
237 . Wenn die     Wertpapiere          noch nicht zugelassen sind , sondern
      auf anderen Märkten als dem amtlichen gehandelt werden , letzte
      Kurse auf diesen Märkten , soweit sie aussagekräftig sindf Markt ,
      auf denen sich diese Kurse gebildet haben und Quelle , der die Kurs-
      angabe entnommen ist .
                                                                • • 9 /• « •
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24 . Auskünfte über die Emission , wenn es sich um einen Emissionsprospekt
     handelt oder wenn die Emission gleichzeitig mit der Zulassung statt­
     findet oder wenn sie weniger als drei Monate vor der Zulassung stattge­
     funden hat :
     241 « Etwaige Bezugsrechte und ihre Ausübung : Bezugs rechthandel , nicht
           ausgeübte Bezugsrechte
     242 . Zeichnungskosten , die zusätzlich zu dem Kauf- oder Subskriptions-
           preis von dem Zeichner zu tragen sjindj
     243 . Modalitäten für die Zahlung des Kauf- oder Subskriptionspreises ;
     244 « Beginn und Dauer der Zeichnung, Möglichkeit der vorzeitigen
           Schließung;
     245 » Finanzinstitute , an deren Schaltern die Anleihe gezeichnet werden
           kann . Verantwortlichkeit für die Modalitäten einer etwaigen
           Repartition .
     246 . Hinweis auf don Uettoerlös der Anleihe
     247 » Zweck der Emission und Verwendung des Emissionserlöses .
Kapitel      Allgemeine Informationen über die Gesellschaft
31 . Identität der Gesellschaft
     311 . Bezeichnung oder Pirna, Gesellschaftssitz , gegebenenfalls Ort der
           Hauptverwaltung, wenn dieser nicht mit dem Gesellschaftssitz zu –
           sammenfällt .
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      312 . Zeitpunkt der Gründung und, falls die Zeitdauer "begrenzt ist , Zeit­
            punkt der Auflösung .
      313 . Rechtsordnung , unter der die Gesellschaft tätig ist und Rechts­
            form , die sie im Rahmen dieser Rechtsordnung angenoraaen hat .
      314 » Angabe des satzungsinaßigen Gesellschaftszweoks unter Bezugnahme auf
            den betreffenden Artikel der Satzung .
      315 » Angabe der Orte , an denen die Satzung in ihrer neuesten Fassung ,
            die Bilanzen , Geschäftsberichte , Beschlüsse über die Ernennung
            und Abberufung von Mitgliedern der Gesellschaftsorgane sowie alle
            anderen im Prospekt zitierten und der Öffentlichkeit zugänglichen
            Schriftstücke eingesehen werden können , und der Stelle , von der
            Interessenten den letzten Geschäftsbericht beziehen können . Orte ,
            an denen die Emissions- oder Börsenzulassungsprospekte des Unter­
            nehmens aus den letzten fünf Jahren vom    Publikum eingesehen werden
            können .
32 . Gesellschaftskapital
     321 .  Höhe und Stückelung des gezeichneten Kapitals ? nicht eingezahlter
            Teil des gezeichneten Kapitals mit Hinweis auf die Zahl oder den
            Gesamtbetrag und die Merkmale der noch nioht voll eingezahlten
            Wertpapiere , gegebenenfalls aufgeschlüsselt nach dem Grad ihrer
            Einzahlung .
     322 .  Falls es sich um eine Wandel- oder Optionsanleihe handelt und wenn
            ein genehmigtes Kapital oder eine Verpflichtung zur Kapitalerhöhung
            vorliegt , sind anzugeben :
            - Höhe des genehmigten oder bedingten Kapitals und Dauer der
              Ermächtigung für die Kapitalerhöhung
            - Kreis der Bezugsberechtigten für diese Kapitalerhöhung
            - Art der Aktienausgabe aus der Kapitalerhöhung .
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     323 . Nennung aller Personen , die unmittelbar oder mittelbar, einzeln
           oder zusammen mit anderen Aktionären auf das Unternehmen einen be­
           herrschenden Einfluß ausüben , Höhe des Anteils am Kapital in ihrem
           Besitz und , in jedem Fall , soweit dem Unternehmen bekannt , jeder
           Breite von wenigstens 25. $ des gezeichneten Kapitals . Direkte oder
           indirekte Anteile am gezeichneten Kapital des Unternehmens von min­
           destens 10 % im Besitz anderer natürlicher und juristischer Per­
           sonen , sofern dieser Besitz allgemein bekannt ist .
           Gemeinsame Beherrschung eines Unternehmens liegt dann vor, wenn
           mehrere Unternehmen öder mehrere Personen untereinander eine Ver­
           einbarung geschlossen haben , die ihnen die Möglichkeit gibt , dem
           betreffenden Unternehmen gegenüber eine gemeinsame Politik zu
           verfolgen .
     324 . Gehört das Publizitätspflichtige Unternehmen zu einer Unternehmens-
           gruppe , Beschreibung der Gruppe und der Stellung des Unternehmens
           in ihr .
     325 . Buchwert und Nennwert oder " pair comptable " der eigenen vcm   Unter­
           nehmen zurückgekauften oder in dessen Besitz befindlichen Aktien ,
           sofern . sie nicht gesondert in der Bilanz ausgewiesen werdenj Anlaß
           und Zweck des Rückkaufs .
4 . Angaben über die Geschäftstätigkeit des Unternehmens '
41 . Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit
     Wird eine Beschreibung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens nur für
     das laufende Geschäftsjahr und das letzte Geschäftsjahr gefordert und
     ist dieser Zeitraum zu kurz für eine aussagefähige Darstellung der Ent­
     wicklung des Unternehmens , so sind auch Angaben über weiter zurücklie­
     gende Geschäftsjahre zu machen . Wurde die Entwicklung des Unternehmens
     während des Berichtszeitraums von außergewöhnlichen Ereignissen beein­
     flußt , zum Beispiel eine größere Fusion , so sind diese Ereignisse an­
     zugeben . Die Angaben sollen nach Möglichkeit in einer Forn gemacht
     werden , die einen Vergleich der Entwicklung in den einzelnen Geschäfts­
     jahren ermöglicht .
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411 . Beschreibung des Produktions- und/oder Dienstleistungsprogranms unter
      Angabe der Schwerpunkte . Wichtige neue Produkte , und , wenn möglich Um­
      satzanteil der neuen Produkte , die während der letzten fünf Jahre ent­
      wickelt worden sind .
412 . Hierbei können auch Angaben über die Entwicklung des Marktanteils des
      Unternehmens in den Schwerpunktbereichen gemacht werden , sofern Aussage-
      wert und Vergleichbarkeit dieser Angaben durch Zahlenangaben von beru­
      fener Stelle erhärtet werden können und die Quelle angegeben wird .
413 . Nettoumsatz , nach Schwerpunktbereichen aufgeschlüsselt , für die letzten
      fünf Geschäftsjahre und , soweit aussagefähig , Produktionsvolumen für
      die wichtigsten Erzeugnisse . Schwerpunkt bereich ist jeder relativ homo­
      gene Bereich , der mehr als 15 Prozent zum Umsatz beiträgt .
414 . Angaben über Einkaufs- und Verkaufsstruktur für das letzte und das
      laufende Geschäftsjahr und deren Entwicklung , möglichst mit Nettoumsatz
      nach Ländergruppen oder Wirtschaftsgebieten , soweit diese Angaben die
      Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage beeinflussen können .
415 « Standort und Bedeutung der Schwerpunktbetriebe des Unternehmens und
      notfalls deren Entwicklung während der' letzten Geschäftsjahre und des
      laufenden Geschäftsjahres , und Angaben über Grundbesitz .
      Schwerpunktbetrieb ist ein Betrieb , der mehr als 10 Prozent zum Umsatz
      oder zur Produktion beiträgt .
416 . Bei Bergwerken , ölfeldern , Steinbrüchen usw . Beschreibung der Lager­
      stätten , Schätzung der wirtschaftlich nutzbaren Vorräte und voraus­
      sichtliche Nutzungsdauer, Laufzeit und wesentlicher Inhalt der Abbau-
      rechte und deren wirtschaftliche Nutzung , Angaben über den Stand der
      Erschließung .
                                                                    * « « /• • *
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42 . Darlegung der etwaigen Abhängigkeit des Unternehmens in bezug auf :
     Zugang zu Patenten und Lizenzen , deren Nutzung und Nutzungsdauer, Ab­
     schluß , Portführung und Beendigung von Produktions-, Absatz- und Kredit-
     verträgen , neue Produktionsverfahren , falls diese Paktoren für die
     Geschäftstätigkeit oder Rentabilität des Unternehmens von erheblicher
     Bedeutung sind .
     Ist dies der Fall , so sind nur Angaben über den Grad der Abhängigkeit
     zu machen und kurz die besonders wichtigen Paktoren zu beschreiben ,
     ohne Betriebsgeheimnisse zu offenbaren . Falls von Bedeutung, ist anzu­
     geben , wann die Verträge , Lizenzen und Patente wirksam werden oder wann
     sie auslaufen .
43 . Höhe der Forschungs- und Entwicklungs ausgaben für neue Produkte während
     der letzten fünf Jahre .
44 « Prozesse und Betriebsunterbrechungen ( zum Beispiel Streiks und Unfälle ),
     die einen erheblichen Einfluß auf die Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
     lage des Unternehmens haben können oder gehabt haben .
45 « Durchschnittlicher Personalbestand und Entwicklung während der letzten
     fünf Geschäftsjahre , wenn die Entwicklung Aussagekraft hat , möglichst
     nach Schwerpunktbereicheri aufgeschlüsselt .
46 . Investitionen
     461 . Zahlenangaben über die wichtigsten Investitionen der letzten fünf ,
           Geschäftsjahre einschließlich Erwerb von Beteiligungen .
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462 . Allgemeine Angaben über das laufende Investitionsprogramm , insbesondere
      über die Gesamtkosten , die Art der Finanzierung und Art der Investitio­
      nen , soweit diese Angaben erforderlich sind , um die Verwendung der auf­
      gebrachten Mittel im Vergleich zu dem Investitionsprogramm in seiner
      Gesamtheit beurteilen    zu können . Unter " laufendem Investitionsprogramm"
      sind nicht nur Projekte zu verstehen , mit deren Durchführung bereits
      begonnen wurde , sondern allgemein alle Investitionsprojekte , die inso­
      fern miteinander zusammenhängen , daß die Inbetriebnahme oder Rentabili­
      tät der bereits fertiggestellten oder in Bau befindlichen Investitions-
      objekte vcn   der Verwirklichung aller zu dem Investitionsprogramm gehö­
      renden Projekte abhängt .
463 . Aufstellung über Herkunft und Verwendung der Mittel für die letzten
      fünf Geschäftsjahre und das laufende Geschäftsjahr .
Kapitel 5 : Angaben tiber Verroogens-, Finanz- und Ertragslagp des Unternehmens
51c Allgememer Teil
511 . Vergleichsübersicht über die Jahresabschlüsse der letzten fünf Geschäfts­
      jahre unter Betonung des Wesentlichen ; Zusammenfassungen dürfen jedoch
      nicht auf Kosten der Aussagekraft gehen .
512 . Der von der Hauptversammlung festgestellte Jahresabschluß des letzten
      abgeschlossenen Geschäftsjahres ist als Anlage beizufügen . Liegt der
      letzte Bilanzstichtag mehr als neun Monate zurück , ist ein Status aus
      jüngster Zeit in den Prospekt einzuarbeiten oder dem Prospekt beizu­
      fügen , wobei die Revision durch einen Buchprüfer nicht erforderlich
      ist .
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      513 . Entsprechen die Jahresabschlüsse nicht der Ratsrichtlinie Nr . ...
            vom         ( l ) und geben sie kein detailliertes , klares Bild von
            der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens , so sind
            sie näher zu erläutern . Es kann eine stärker aufgegliederte Ver­
            öffentlichung im Prospekt verlangt werden. Berichtigungen und Ver­
            änderungen gegenüber den veröffentlichten Jahresabschlüssen sind
            ausdrücklich zu erwähnen
      514 . Erstellt das Unternehmen konsolidierte Jahresabschlüsse , so sind
            die unter Punkt 511 » 512 und 513 geforderten Angaben möglichst
            auch hierfür zu machen .
52 . Einzelangaben über Unternehmen , an denen die Publizitätspflichtige
      Gesellschaft eine größere Beteiligung besitzt , die einen Einfluß auf
      die Beurteilung ihrer . Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann .
                                 v                '
      Diese Angaben sind zu machen für Unternehmen, von denen die publizi-
      tätspflichtige Gesellschaft direkt oder indirekt wenigstens 25 $ des
      Kapitals hält , wenn der Wert des Anteils mindestens 10 $ des gezeich­
      neten Kapitals der Publizitätspflichtigen Gesellschaft ausmacht oder wenn
      aus der Beteiligung mindestens 10 $ des Ertrags der publizitätspflich-
      tigen Gesellschaft stammen .
      Biese Angaben sind möglichst in Form einer Übersichtstabellei in den
      Prospekt einzuarbeiten , safere sie nicht bereits in den beigefügten
      Jahresabschlüssen enthalten sind .
      521 . Name und Sitz des Unternehmens .
      522 . Hohe des Kapitalanteils
      523 . gezeichnetes Kapital
( 1 ) Amtsblatt Nr. C 7 vora 28.1.1972
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     524 . Hicklagen
     525 . Ergebnis des letzten Geschäftsjahres .
53 . Zusätzliche Einzelangaben über Tochter- und Enkelgesellschaften . Als
     Tochtergesellschaften gelten die Unternehmen , an denen die publizitäts-
     pflichtige Gesellschaft Aktien oder Anteile besitzt , die mehr als die
     Hälfte des gezeichneten Kapitals dieser Unternehmen vertreten oder auf
     die mehr als die Hälfte der Stimmrechte entfällt . Als Enkelgesellschaf-
     ten gelten die Unternehmen , an denen die Publizitätspflichtige Gesell­
     schaft direkt oder 'indirekt durch eine oder mehrere Tochter- oder Enkel-
     gesellschaften Aktien oder Anteile besitzt , die mehr als die Hälfte des
     gezeichneten Kapitals dieser Unternehmen vertreten oder auf die mehr als
     die Hälfte der Stimmrechte entfällt . Für die Tochter- und Enkelgesell-
     schaften mit Sitz in einem Drittland müssen die unter 531 - 5I>8 vorge­
     sehenen Auskünfte nicht in Form von Einzelangaben erteilt werden , son­
     dern sie können zusammen mit den unter 54 vorgesehenen Globalauskünften
     zusammengefaßt werden .
     Zusätzlich zu den unter 521 bis 525 vorgesehenen Angaben sind anzugeben :
     531 . Tätigkeitsbereich
     532 . Buchwert der Aktien und Anteile im Besitz des Publizitätspflichtigen
           Unternehmens
     533 . Noch nicht eingezahlter Betrag der Aktien und Anteile im Besitz
           des Unternehmens
     534 . Nettoumsatz im letzten Geschäftsjahr
     535 » Höhe der Dividenden-Einkünfte des letzten Geschäftsjahres aufgrund
           des Aktien- oder Anteilbesitzes
                                                              • • • /• • •
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     536 . Höhe der Forderungen der publizitätspflicht igen Gesellschaft auf     .
           die Tochter- oder Enkelgesellschaft
     537 . Höhe der Schulden der Publizitätspflichtigen Gesellschaft gegenüber
           der Tochter- oder Enkelgesellschaft
     538 . Betrag der Verbindlichkeiten der Tochter- oder Enkelgesellschaft ,
           für die von der Publizitätspflichtigen Gesellschaft Garantien ge­
           leistet , Sicherheiten gestellt oder Bürgschaften übernommen worden
           sind .
54 . Zusammenfassende Auskünfte über die Gesamtheit der Unternehmen , die
     unter den Posten 52 fallen aber nicht unter den Posten 53 :
     Die gleichen Angaben wie nach 532-538 , aber für alle Unternehmen zusammen
     und aufgegliedert nach ; Unternehmen im Inland ,- in anderen' Mitgliedsländern
     und Unternehmen in dritten Ländern .
55 « Enthält der Prospekt konsolidierte Jahresabschlüsse , so sind in der
     Anlage anzugeben :
     551 . Die angewandten Konsolidierungsregeln und gegebenenfalls die
           Abweichungen von diesen Regeln .
           Insbesoridere sind anzugeben :
           - Nach' welchen Kriterien wurden diei in den konsolidierten Abschluß
             einbezogenen Unternehmen ausgewählt ?
           - wie wurde bei der Konsolidierung verfahren? Globale oder pro­
             portionale Anrechnung, Gleichwertigkeitsprinzip?
           - welche Wechselkurse wurden bei' der Konsolidierung von Auslands­
             unternehmen zugrunde gelegt ?
                                                               • • •/♦ * •
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           - Wie wurde der Gewinn aus konzeminternen Umsätzen ausgeschaltet ?
           - Wie wurden die Vorräte "bewertet ? Insbesondere sind Erläuterungen
              zu geben , falls der konzeminterne Gewinn nicht bereinigt wurde .
           - Wie sieht es mit der latenten Steuerlage des Konzerns im Hinblick
             auf die unterschiedlichen Körperschaftssteuerteraine aus ?
           - Wie wird der Konzemumsatz definiert ?
           - Wie weit geht die Konsolidierung der Ergebnisse (Vollkonsolidierung,
             Teilkcnsolidierung oder vereinfachte Konsolidierung?
           - Haben sich die Konsolidierungsregeln gegenüber dem letzten Jahres-
             abschluß geändert ?
     552 . Liste der in den Konzemabschluß einbezogenen Unternehmen , Pinna
           und Firmensitz . Unter Umständen würde es auch genügen , 'ie Unter­
           nehmen , für die Angaben nach Ziffer 52 vorgesehen sind , durch den
           Druck besonders hervorzuheben .
     553 - Für jedes in den Konzernabschluß einbezogene Unternehmen außer dem
           Publizitätspflichtigen Unternehmen ist anzugeben :
           - die Höhe des Premdanteils , wenn der Abschluß dieses Unternehmens
             global in den Konzernabschluß eingeht j
           - der in den Konzemabschluß übernommene Anteil , wenn die Übernahme
             proportional zur Beteiligung erfolgt .
56 . Läuft ein erheblicher Teil der Geschäfte über beherrschte und unter
     gemeinsamer Leitung stehende Unternehmen , so sind die Angaben gemäß
     Kapitel 4 sowie gemäß Kapitel 7 über den Geschäftsgang und die Ge­
     schäftsaussichten für alle Unternehmen zu machen zusammen mit kurzen
     Einzelangaben über das Publizitätspflichtige Unternehmen .
                                                           • • • /• *
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Kapitel 6 ? Verwaltung
61 . Name , Vorname , Wohnort und Stellung im Unternehmen der unter 611 "bis
     613 genannten Personen, wichtige Stellungen außerhalb des Unternehmens ,
     soweit für das Verhältnis zum publizitätspflichtigen Unternehmen von
     Bedeutung, namentlich Verwaltungsratsmandate und wichtige Stellungen in
     anderen Unternehmen . Für das Unternehmen wichtige Stellungen während
     deir letzten fünf Jahre , wenn der Eintritt in das Unternehmen weniger als
     fünf Jahre zurückliegt .
     611 . Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs - oder Aufsichtsorgane sowie
           die anderen zur Führungsspitze des Unternehmens gehörenden Personen .
     612 . Persönlich haftende Gesellschafter bei einer Kommanditgesellschaft
           auf Aktien .
     613 . Gründer, wenn das Unternehmen weniger als fünf Jahre "besteht .
62 . Interessen der Verwaltung in der Gesellschaft
     621 . Für das letzte Geschäftsjahr gezahlte Bezüge an Mitglieder der Ver-
           waltungs-, Leitungs- oder Aufs i cht s organe gleich welcher Art , über
           Unkostenkonto oder als Anteil am Jahresgewinn verbucht . Gesamtbe­
           trag je Gesellschaftsorgan . Femer ist anzugeben , wieviel die Mit­
           glieder der Gesellschaftsorgane des publizitätspflichtigen Unter­
           nehmens von den beherrschten unter gemeinsamer Leitung stehenden
           Unternehmen insgesamt an Bezügen erhalten haben .
     622 . Angaben über Art und Umfang der direkten oder indirekten Beteiligung
           von Mitgliedern der Verwaltung oder deren Vertretern an der Form
           oder Sache nach ungewöhnlichen Geschäften des Unternehmens , z.B.
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            außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit liegende Kaufgeschäfte ,
            Erwerb und Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens , Dienst-
            und Werkverträge mit Tochtergesellschaften oder den oben genannten
            Personen , während des letzten und des laufenden Geschäftsjahres .
            Sind derartige ungewöhnliche Geschäfte in weiter zurückliegenden
            Geschäftsjahren   geschlossen worden und wirken sie sich noch aus ,
            so sind auch hierüber Angaben zii machen .
     623 . Angaben über die Höhe der von dem Unternehmen den unter 611 genann­
            ten Personen gewährten Darlehen sowie die für sie übernommenen
            Bürgschaften .
63 . Sozialleistungen für das Personal
     631 . Kurze Beschreibung der Personalpolitik auf diesem Gebiet , insbe­
            sondere in bezug auf eine Gewinnbeteiligung oder Zusatr'versorgung
            und die für die letztere getroffenen Deckungsmaßnahmen .
            Beschreibung der vertraglich vereinbarten Sonderleistixigen , wenn
            hiervon eine beträchtliche Kostenbelastung zu erwarten ist .
     632 . Höhe der vom Unternehmen dem Personal gewährten Darlehen und der
            für das Personal übernommenen Bürgschaften .
64 . Name , Anschrift , Stellung und Beruf der Abschlußprüfer , z.B. Wirtschafts-
     priifer , Commissaires aux comptes , Réviseurs d entreprises , Sindaci usw .
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Kapitel 7 t Geschäftsgang und Oescha^tsaussichten des Unternehmens
71 . Allgemeine Angaben über die Geschäftsent wicklung des Unternehmens seit
     dem Schluß des letzten Geschäftsjahres und Vergleich mit dem entsprechen­
     den Zeitraum des vorausgegangenen Geschäftsjahres . Liegen die Angaben
     bereits in Zwischenberichten vor , so genügt es , die Zwischenberichte dem
     Prospekt beizLifügen . Anzugeben sind insbesondere :
     711 . Nettoumsatz seit Beginn des letzten Geschäftsjahres .
     712 . Beschreibung der für die Lage beurt eilung wichtigen jüngsten Ent­
            wicklungstendenzen in Produktion und Lagerhaltung .
     713 . Beschreibung der jüngsten Entwicklungstendenzen auf der Kosten-
            und Erlösseite .
     714 « Auftragsbestände .
72 . Geschäftsaussichten des Unternehmens .
     Der Prospekt muß deutlich machen , daß dieser Teil Mutmaßungen und
     Absichten enthält , die nicht Wirklichkeit zu werden brauchen .
     721 . Kurze Angaben über das Investitionsprogramm , soweit die Unternehmens­
            leitung bereits feste Entscheidungen oder in letzter Zeit finan­
            zielle Vorbereitungen hierfür getroffen hat , und das Investitions-
            programm die künftige Finanzpolitik , namentlich die Eigenfinanzie-
            rungspolitik , entscheidend beeinflussen kann .
     722 . Urteil über Aussichten des Unternehmens in bezug auf Absatz- und
            Finanzlage ! kann in den Prospekt eingearbeitet werden , falls es mit
            Zahlen belegt wird , zum Beispiel Entwicklung der Konjunktur , der
            Absatzmärkte und der Auftragsbestände , Einfluß der Investitionen
            des Unternehmens und dessen Konkurrenten , und sich auf Angaben mit
            hohem Wahrscheinlichkeitsgrad stützt .
     723 . Nach Möglichkeit allgemeine Angaben über die Politik der Unternehmens­
            leitung in Fragen der Gewinnausschüttung und der Rücklagenbildung,
            soweit Pläne hierüber vorliegen oder der Hauptversammlung Vorschläge
            unterbreitet werden sollen . Gegebenenfalls Angaben über die geplante
            Ausgabe von Aktien aus der Einstellung von Rücklagen und Gewinnen in
            das Grundkapital und über die Anlage einer Dividendenausgleichsrück-
            lage .
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                                  A II H A N G   C
            PROSPEKTSCHE'TA PUR DIE BÖRSENZULASSUNG VON ZERTIFIKAT,
                                DIE AKTIEN VERTRETEN '
Kapitel 1 . Angaben über den Aussteller der Zertifikate
11 . Name oder Firma , Gesellschaftssitz und gegebenenfalls Hauptverwaltungs-
     sitz , wenn dieser nicht der Gesellschaftssitz ist .
12 . Gründungsdatum und bei begrenzter Gesellschaftsdauer Datum der Auflösung
     der Gesellschaft •
13 . Für die Gesellschaft zuständiges Recht und ihre Rechtsform innerhalb
     dieses Rechts .      ' '
14 . Höhe des etwaigen genehmigten Kapitals und- Höhe des gezeichneten Kapitals
     sowie dessen Zus ammens et eung           f den . Teil des noch nicht eingezahl­
     ten Kapitals mit Angabe der Zahl oder des globalen Nennwertes und der
     Art der noch nicht eingezahlten Titel , gegebenenfalls untergliedert nach
     dem Stand ihrer Einzahlung.                          <■, ■ ■
15 » Angabe der Hauptkapitaleigner .
16 . Name , Vorname , Wohnsitz und Eigenschaft der Mitglieder der Verwaltungs-,
     Leistungs- oder Aufsichtsorgane sowie sonstiger Personen , die in der
     Verwaltungsspitze der Gesellschaft tätig sind , und der mit der Rechnungs­
     prüfung beauftragten Personen .
17 » Gesellschaftszweck. Ist die Ausgabe von Aktien vertretenden Zertifikaten
     nicht der einzige Gesellschaftszweck , so sind die Merkmale der sonstigen
     Tätigkeiten anzugeben und die rein ' treuhänderischen Tätigkeiten getrennt
  -  aufzuführen .
18 . Abschlüsse des letzten vollendeten Geschäftsjahres . Verpflichtung des
     Ausstellers , alle gesetzlichen Veröffentlichungen , insbesondere Satzungs-
     änderungen , Jahresabschlüsse und Veröffentlichungen zur Unterrichtung
     der Inhaber zu gewährleisten , und Angabe der Orte , an denen diese Ver­
     öffentlichungen erfolgen .
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                                        - 55 -
Kapitel 2 . Angaben über die Zertifikate als solche
21 . Rechtliche Bestimmungen . Die Emissionsbestinimmgeri sind im Prospekt auf­
     zuführen , wobei der Zeitpunkt und der Ort ihrer     Veröffentlichung anzu­
     geben ist .
     211 . Ausübung und Genuß der mit den ursprünglichen Titeln verbundener.
           Rechte , vor allem in bezug auf das Stimmrecht ,-Bedingungen der
           Ausübung des Stimmrechts durch den Aussteller und vorgesehene Maß­
           nahmen , um die Anweisungen der Zertifikatsinhaber zu erhalten      sowie
           auf    die Rechte auf Dividende und Liquidationserlöse j
     212 . Sicherheiten , die von Banken oder anderen Bürgen gestellt werden ,
           um die Verpflichtungen des Ausstellers abzusichern . Möglichkeit ,
           die Zertifikate gegen die Originalurkunden umzutauschen und Bedin­
           gungen dieses Umtausches .
22 . Höhe der Kommissionen und der vom      Zertifikatsinhaber zu tragenden Kosten
     im Zusammenhang mit :
     221 . der   Begebung der Zertifikate oder Anteile ,
     222 . der Einlösung der Kupons ,
     223 . der Begebung zusätzlicher Zertifikate ,
     224 « dem Umtausch der Zertifikate gegen Originalurkunden .
23 . Handelsfâhigkeit der Titel :
     231 . Börsen , an denen die Zulassung erfolgt oder vorgesehen ist 5 wenn
           angegeben wird , daß andere Märkte organisiert werden , so ist zu
           präzisieren , auf wessen Initiative und unter wessen Verantwortung ;
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                                        - 56-
     232 . Etwaige Beschränkungen der freien Ubertragbarkeit     der Titel $
24 « Zusätzliche Angaben für die Börsenzulassung :
     241 . Wenn es sich um eine Plazierung durch Börseneinführung handelt :
           Zahl der Urkunden , die dem Markt angeboten werden und/oder Gesamt-
           nennwert 5          '                          /
           gegebenenfalls Mindestkurs .
     242 . Zeitpunkt der Aufnahme der Notierung , wenn bekannt .
25 . Angabe der steuerlichen Bestimmungen : Steuern , die im   Iand der Ausstel­
     lung der Zertifikate zu Lasten der Zertifikatsinhaber erhoben werden .
26 . Gerichtsstand für Rechtsstreitigkeiten ,
 ---pagebreak---                                      - 57 -               11/44/72 - D
                            B E G E U N D U !T G
EINLEITUNG
1 ..      Die bei der Börsenzulassung von Wertpapieren bestehenden Informations-
 vorschriften unterscheiden sich derzeit von einem Mitgliedstaat zum anderen
  zuweilen beträchtlich hinsichtlich des Inhalts und der Rechtsgrundlage . Da­
 raus folgt , daß die Emittenten sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr
 ungleiche Informationen liefern , und daß der Sparerschutz in dieser Hin­
 sicht nicht gleichwertig ist .
          Der aufgrund der beiden ersten Richtlinien zur Durchführung des Arti­
 kels . 67 des Vertrags im Kapitalverkehr bereits erzielte Liberalisierungsgrad ,
 der den Erwerb aller in einem anderen Mitgliedstaat notierten Wertpapiere
 gestattet , erfordert , daß die Probleme der Information und des Schutzes der
 Wertpapierinhaber nunmehr unter einem gemeinschaftlichen Gesichtspunkt über­
 prüft werden .
          Es erscheint notwendig, Kindestvorschriften für die Informationen
 anläßlich der Börsenzulassung auszuarbeiten , damit die unterschiedlichen
 Informationen das Vertrauen der Wertpapierinhaber gegenüber den verschiedenen
 europäischen Wertpapieren nicht täuschen , und damit ein wirksamer Schutz der
 Wertpapierinhaber unabhängig von der Börse , an der die Wertpapiere notiert
 werden , gewährleistet wird .
2i        Die Lücken und Unterschiede bei der Information des Publikums über
 die Wertpapiere bilden eine "zweite Schranke " für den Kapitalverkehr zwischen
 den Kitgliedstaaten , die verhindert , daß die Vorteile aus der bereits beste­
 henden Beseitigung der Devisenbeschränkungen für das Funktionieren der Kapi­
 talmärkte voll genutzt werden .
 a ) Die Verbesserung der Information des Publikums über die an den Börsen
     der Gemeinschaft notierten Wertpapiere könnte ihre Anziehungskraft für
     das Publikum erhöhen und somit die Versorgung dieser Märkte mit Ersparnis
     sowie ihre Punktionsweise beeinflussen . Die unzureichende Transparenz der
     I*ärkte wird nämlich häufig als eine wesentliche Ursache ihrer Enge und
     ihrer mangelnden Stabilität angesehen . .
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     In Ermangelung ausreichender Informationen über die Tätigkeit der Gesell­
     schaften und ihre Entwicklungsaussichten    verhalten sich die Anleger , die
     mehr und mehr auf die Verfahren der Finanzanalyse zurückgreifen ,
     zurückhaltend gegenüber den Färkten der Gerneinschaft und ziehen es vor ,
     ihre Anlagen in Wertpapieren bekannter internationaler Gesellschaften zu
     tätigen , für die eine ausführliche Information zur Verfügung steht .
     Aus den gleichen Gründen messen sie den politischen oder steuerlichen
     Faktoren mehr Bedeutung bei , was ebenfalls einige übermäßige Reaktionen
     auf diesen fiärkten und das ungerechtfertigte Kursniveau bestimmter Wert­
     papiere erklärt .
b ) Die Verbesserung der Information dürfte auch die in jedem Kitgliedstaat von
     Gebietsfremden getätigten Wertpapiertransaktionen fördern . Es steht nämlich
     fest , daß es auf den Auslandsmärkten , insbesondere in der Gemeinschaft ,
     schwieriger ist , die für Anlagen in Wertpapieren notwendigen Informationen
     zu erhalten und daß diese Situation zur Erklärung beiträgt , warum die Kit-
     gliedstaaten untereinander weniger Wertpapieranlagen tätigen als auf den
     Märkten bestimmter Drittländer , wo die Information über die Wertpapiere aus­
     führlicher ist .
 3.         Der Tatbestand , daß die Emittenten bei der Börsenzulassung in den ein­
 zelnen Kitgliedstaaten verschiedenen und mehr oder weniger strengen Vorschrif­
 ten unterliegen , kann dazu führen :
- die Wahl der Börsen , bei denen sie die Kotierung ihrer Wertpapiere bean­
    tragen , zu verfalschen ,
 - sie davon abzuhalten , die Zulassung ihrer Papiere an den Börsen anderer
    Kitgliedstaaten zu beantragen .
            Die Pflicht zur Veröffentlichung der gleichen Mindestinformationen
wird gewiß nicht zu einer vollständigen Harmonisierung der Informa,ticnsvor-
 schriften der einzelnen Börsenplätze führen , aber doch weitgehend zu ihrer
Annäherung beitragen . Somit werden die erwähnten Ilachteile verringert .
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           Gewiß müssen die europäischen Emittenten in einer Reihe von Fällen
"bestimmte Informationen aufgrund der Richtlinie veröffentlichen , zu deren
 Verbreitung sie vorher nicht verpflichtet waren . Insgesamt sind jedoch die
 In format ionsvorschri ft an für Emittenten , die die Zulassung ihrer Wertpapie­
 re an den Börsen von London oder New York "beantragen , weitaus strenger . Die
Erfahrung dieser Länder zeigt aber , daß diese Emittenten nicht darunter
 gelitten haben , ausführliche Informationen veröffentlichen zu müssen , son­
dern daß sie vielmehr daraus Putzen für ihre Finanzierungsmöglichkeiten uncL
 ihre Beziehungen zum Publikum im allgemeinen gezogen haben .
4,         Rechtsgrundlage dieses Richtlinienvorschlages ist Artikel 54 Absatz
 3 g des EKG-Vertrages , der bestimmt , daß die Schutzbestimmungen , die in den
 Mitgliedstaaten den Gesellschaften im Sinne des Artikels 58 Absatz 2 im
 Interesse der Gesellschaften sowie Dritter vorgeschrieben sind, koordiniert
werden müssen , um sie gleichwertig zu gestalten .
           Ziel dieser Richtlinie ist es nämlich , die Informationen , die in den
Eitgliedstaaten von den die Zulassung von Wertpapieren zur amtlichen Börsen­
notierung beantragenden Gesellschaften veröffentlicht werden , zu koordinie -
ren und das allgemeine Fiveau dieser Informationen zu verbessern , damit den
augenblicklichen oder potentiellen Inhabern von Wertpapieren , nämlich den
Gesellschaftern und Dritten , die zum Erwerb von Wertpapieren veranlaßt wer­
den sollen , in sämtlichen Mitgliedstaaten gleichwertige Garantien geboten
werden . Eine' derartige Regelung marktpolizei liehen Charakters muß wegen .
ihres territorialen Geltungsbereiches notwendigerweise auch auf Unternehmen
aus Drittländern Anwendung finden . Die Richtlinie wird außerdem dazu bei­
tragen , den Emittenten die gleichzeitige oder hintereinander erfolgende
Zulassung ihrer Wertpapiere zu den Börsen der Mitgliedstaaten zu erleichtern ,
die Kapitalmärkte der Gemeinschaft zu stärken und ihre Verflechtung zu
fördern .
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Teil I ; Allgemeine Vorschriften und Anwendungsb ereich
 Artikel 1 : Pros pelct pfl icht
 1.        Vor jeder Zulassung oder Einführung von Wertpapieren zur amtlichen
Notierung an einer Wertpapierbörse ist ein Prospekt zu veröffentlichen , der
durch eine zu diesem Zweck ernannte Stelle kontrolliert wird .
a)         Das Entstehen d.er Prospektpflicht bei der amtlichen Börsenzulassung
der Wertpapiere statt bei ihrer Emission trägt folgenden Erwägungen Rechnung :
           Zur Gewährleistung einer zufriedenstellenden Information und des
Schutzes der Zeichner sowie zur Verbesserung der Qualität und der Anziehungs­
kraft des Wertpapiermarktes wäre es zweifellos wünschenswert , dem Wertp^pier-
emittenten schon bei der Emission Infoimationspflichten aufzuerlegen , da in
den meisten Kitgliedstaaten die Emission und die Placierung im Publikum der
Börsenzulassung vorangehen . Es wäre ferner wünschenswert , den Gesellscxiaften
bei der Börsenzulassung keine strengeren Vorschriften aufzuerlegen , da der­
artige Vorschriften die Gesellschaften von einer Notierung ihrer Wertpapiere
abhalten können .
          Eine Infonnationspflicht bei der Etaission besteht jedoch derzeit nur
in Belgien , in Prankreich und in Luxemburg . In den anderen Mitgliedstaaten
ist diese Information noch nicht obligatorisch , obgleich die Gesellschaften
sie in der Praxis ziemlich häufig erteilen .
- In den Niederlanden erfolgen die öffentliche Bnission und die Börsenzu-
    lassung fast immer gleichzeitig , so daß dieser Unterschied in d.er Praxis
    das Ergebnis nicht beeinflußt .
- In Deutschland hat die Börsensachverständigenkommission beim Bundeswirt-
    schaftsministerium den Konsortialbanken empfohlen , den Börsenzulansungs-
    prospekt bei der Emission vor der Placierung im Publikum mindestens dann
    zu veröffentlichen , wenn es sich um Auslandsanleihen oder eine Kapital­
    erhöhung handelt .
                                                                    o • • /o • •
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         Hingegen ist ein Prospekt bei der Börsenzulassung bereits in fünf
Mitgliedstaaten obligatorisch .
         Es dürfte daher zumindest in einer ersten Stufe besser sein , die in
den meisten Mitgliedstaaten bestehenden Vorschriften zu harmonisieren , statt
gleichzeitig neue Vorschriften in mehreren Mitgliedstaaten einzuführen .
        Ferner gibt es in diesen fünf toitgliedstaaten bereits Stellen , die
die Kontrolle der nach den nationalen Vorschriften ausgearbeiteten Prospekte
gewährleisten , und die ohne weiteres die Kontrolle der nach den Vorschriften
dieser Richtlinie erstellten Prospekte übernehmen könnten . Es wurde daher
vorgezogen , sich auf die vorhandene Infrastruktur zu stützen , um die Quali­
tät der Informationen in kürzerer Zeit zu verbessern und zu harmonisieren ,
als für die Einführung einer Kontrolfe bei der Emission in Ländern , in denen
sie noch nicht besteht , notwendig gewesen wäre .
b)      Die sich aus der Richtlinie ergebenden Pflichten sind auf die Zulas­
sung zur amtlichen Notierung beschränkt . Ohne die mit dieser Abgrenzving ver­
bundenen Probleme zu verkennen , erschien es schwierig, derzeit Gemeinschafts­
vorschriften für die Zulassung zum Freiverkehr auszuarbeiten , da insbesondere
in dieser Beziehung sehr große Unterschiede in den einzelnen Mitgliedstaaten
bestehen . Es steht jedoch den Mitgliedstaaten frei , für die Zulassung zum
Freiverkehr analoge Vorschriften aufzuerlegen .
        Die Informationsvorschriften erstrecken sich auf jeden Emittenten
von Wertpapieren , deren Börsenzulassung beantragt wird , unabhängig vom Wohn­
sitz und der Rechtsstellung des Emittenten sowie der Merkmale der Wertpapiere ,
mit Ausnahme einmal der Wertpapiere von Investmentgesellschaften und " offenen"
Investment fonds und andererseits der Wertpapiere der Staaten und nachgeord­
neten Gebietskörperschaften .
2.      Es wurde trotz der Bedeutung und Dringlichkeit von Fortschritten auf
diesem Gebiet vorgezogen , die Wertpapiere von " offenen " Investmentgesellschaf­
ten und Investment fonds , die ihre Wertpapiere ständig oder in kurzen
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Zeit abständen begeben und/oder auf Antrag der Wertpapierinhaber direkt oder
indirekt zu Lasten ihrer Aktiva aufkaufen oder zurückzahlen , vom Anwendungs­
bereich der Richtlinie auszuschließen .
         Wegen der ständigen Eknission oder des Rückkaufs von Wertpapieren
dieser Organismen sowie ihrer häufigen Unterbringung durch Kundenwerbung
wären nämlich Informationsvorschriften , die erst bei der Börseneinführung
dieser Wertpapiere Anwendung finden , ungeeignet , eine zufriedenstellende
Information und den Schutz der Zeichner zu gewährleisten . Außerdem sind be­
sondere Infonnationsvorschriften für diese Organismen in Ausarbeitung .
       Hingegen unterliegen die Wertpapiere derjenigen InvestmentgeBellschaften und
Investmentfonds , die nicht " offan" sind , bei ihrer BSrsenoinfühnaig der gleichen
Regelung wie die Wertpapiere der in Artikel 6 dieser Richtlinie genannten
finanziellen Institutionen .
3.       Die vom Staat oder den nachgeordneten Gebietskörperschaften emittier­
ten Wertpapiere fallen nicht unter diese Richtlinie . Sie sind jedoch Gegen­
stand eines Vorschlages für eine Empfehlung des Rates , in der den Besonder­
heiten dieser Papiere und dieser Emittenten Rechnung getragen wird .
Artikel 2 : Prospektinhalt
         Artikel 2 stellt die allgemeinen Grundsätze auf , denen der Prospekt
zur Verwirklichung der Ziele dieser Richtlinie entsprechen muß .
         Er nennt die Kriterien , die die zuständigen Stellen der Mitglied­
staaten zugrundelegen müssen , um die Zulässigkeit des Prospekts und be­
stimmter Ausnahmen zu beurteilen .
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          Bei der Beurteilung der geforcierten Auskünfte müssen die Behörden
den besonderen Merkmalen des Emittenten Rechnung trafen . Der Prospekt muß
 alle Informationen enthalten , die die Beurteilung des Wertpapiers beeinflus­
 sen können . Der Prospekt darf sich nicht auf kurz gefaßte Informationen
"beschränken und lediglich der Anforderung Rechnung tragen , dem breiten Publi­
kum zugänglich zusein . Er muß ebenfalls die Auskünfte enthalten , die es
Fachleuten gestatten , das Publikum zu beraten oder für Rechnung des Publikums
 Anlageentscheidungen in voller Sachkenntnis zu treffen .
 Artikel 3 ? Pflicht zur Anwendung der in der Anlage beigefügten Schenata
 1.       3s erschien notwendig , nicht nur die in Artikel 2 formulierte allge­
meine Verpflichtung auf ein Ergebnis festzusetzen , sondern auch durch Angabe
der erforderlichen Informationen in den beigefügten Prospektschemata zu er­
 läutern , wie dieses Ergebnis zu erreichen ist . Ohne derartige Schemata könnte
man nämlich kaum einen zufriedenstellenden Harmonisierungsgrad weder hinsieht'
 lieh der von den Behörden gestellten Anforderungen noch hinsichtlich ihrer
Gleichwertigkeit erzielen . Diese Gleichwertigkeit ist aber notwendig, um ein
 gleiches Vertrauen des Publikums gegenüber den Prospekten zu gewährleisten ,
 die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden .
          Einige Mitgliedstaaten verlangen jedoch bereits jetzt Auskünfte , die
 in einigen Punkten über die in den Schemata geforderten Angaben hinausgehen .
Es erschien nicht zweckmäßig , die Gemeinschaftsvorschriften sofort den in
 dem einen oder anderen Mitgliedstaat geltenden strengsten Anforderungen anzu­
 passen . Es schien auch nicht vertretbar , das Ausmaß der in einigen Mitglied­
 staaten aufgrund der strengsten Vorschriften geforderten Informationen aus
Harmonisierungsgründen einzuschränken .
 2.       Die in der Anlage beigefügten Schemata zählen die zu veröffentlichen­
 den Mindest auslcünfte auf . Alle in diesen Schemata erwähnten Informationen
müssen außer in den in Artikel 4 und 5 dieser Richtlinie vorgesehenen Fällen
veröffentlicht werden .
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 3          Hingegen haben die zustandigen Stellen der Mitgliedstaaten die Mög­
 lichkeit , die in den Schemata geforderten Auskünfte , falls notwendig , zu er­
 gänzen , da es offensichtlich unmöglich war , in diesem Schemata erschöpfend
•und genau die Angabe aller Faktoren vorzusehen , die die Beurteilung der Wert­
 papiere "beeinflussen können .
4.     • ■ -Liese Schemata verpflichten nicht zu einer bestimmten Aufmachung der
 Prospekte . Falls sie es für wünschenswert halten , können die zuständigen
Stellen die Aufmachung anpassen , um den Prospekt leichter lesbar zu machen .
 In diesem Zusammenhang haben sie im übrigen dafür Sorge zu tragen , daß die
Aufmachung das Verständnis der Prospekte erleichtert .
5.          In den Artikeln 6 bis 12 wird erläutert , wie die Prospekt scheinata
und die Modalitäten ihrer Anwendung anzupassen sind , um der besonderen Art
bestimmter Emittenten ( öffentliche Unternehmen , finanzielle Institutionen ),
bestimmter Emissionen ( ständig oder wiederholt aufgelegte Anleihen ), bestimm­
ter Wertpapiere ( garantierte Anleihen , Wandel- oder Optionsanleihen , Zertifi­
kate , die Aktien vertreten ) oder auch besonderen Ereignissen Rechnung zu
tragen , die zur Bnission geführt haben ( Fusion , Verrnögensübertragung , Spal­
tung , öffentliches Umtauschangebot ) .
            In allen diesen Sonderfällen sind die beigefügten Schemata teilweise
oder kombiniert anzuwenden und innerhalb der in den entsprechenden Artikeln
genannten Grenzen zu beachten .
 6.         Da die beigefügten Schemata unter Berücksichtigung des allgemeinen
 Falls einer Aktiengesellschaft mit industriellem oder kommerziellem Tätig­
keitsbereich erstellt worden sind , ist es möglich , daß einige darin gefor­
 derte Informationen den besonderen Merkmalen der Rechtsstellung oder der
wirtschaftlichen Aktivität bestimmter ünittenten nicht angepaßt sind . Um
 jedoch in diesen Fällen eine zufriedenstellende Information des Publikums
 zu gewährleisten und alle Emittenten gleichwertigen Vorschriften zu unter­
 werfen , erschien es notwendig , den zuständigen nationalen Behörden die Mög­
 lichkeit einzuräumen , das betreffende Schema in diesen begrenzten Punkten
 anzupassen , um die besonderen Merlanale dieser Emittenten hervorzuheben .
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Selbstverständlich darf die Anwendung dieser Möglichkeit nicht dazu führen ,
die in den Artikeln 4 und 5 erschöpfend aufgezählten Ausnahmefälle zu er­
weitern , sondern soll den zuständigen nationalen Stellen lediglich gestatten ,
die für das Publikum bestimmte Information lediglich in den Sonderfällen , in
denen bestimmte Textziffem der beigefügten Schemata, nicht angepaßt sind ,
besser darzustellen .
Artikel 4 : Mögl ichke it , die Veröffentlichung e ines Prosnekts oder bestimmter
            Teivtziffem des Prospekts freizustellen
         In den in Artikel 4 aufgeführten Fällen erschien es nicht notwendig ,
die Veröffentlichung eines Prospekts entsprechend den beigefügten Schemata
vorzuschreiben .
lo       In mehreren dieser Fälle liegen nämlich Informationen für das ge­
samte Publikum oder für den begrenzten Kreis der an der Transaktion beteilig­
ten Anleger bereits vor . In anderen Fällen bezieht sich die Zulassung auf
einen sehr geringen Betrag von Wertpapieren ^ daher kann angenommen werden ,
daß die Transaktion nur einen begrenzten Kreis von Anlegern interessiert
oder die Beurteilung der Wertpapiere nicht wesentlich ändert oder auch die
mit der Veröffentlichung eines neuen Prospekts verbundenen Formalitäten und
Kosten nicht rechtfertigt . Schließlich kann in einigen der erwähnten Fälle
dem ständigen Informationsbedarf des Publikums durch das Prospektverfahren
nicht zufriedenstellend entsprochen werden .
2.       Statt generell die genannten Fälle vom Anwendungsbereich der Richt­
linie auszuschließen , erschien es besser , den Mitgliedstaaten die Ausarbei­
tung geeigneter Modalitäten für die Befreiung zu gestatten »
         Die Hitgliedstaaten müssen jedoch die Absicht , von dieser Möglich­
keit Gebrauch zu machen , spätestens bis zum Ablauf der in Artikel 20 Absatz
1 genannten Frist der Kommission mitteilen , damit sie über den genauen An­
wendungsbereich dieser Richtlinie unterrichtet ist . Darüber hinaus bleibt
die Vorschrift von . Artikel 2 in den Fällen gültig , in denen bestimmte Mit­
gliedstaaten trotzdem einen Prospekt verlangen . Wenn besondere Umstände
bestimmte Informationen für das Publikum erforderlich machen , kann der
Emittent nicht von der Veröffentlichung eines Prospekts befreit werdGn , der
mindestens diese Informationen enthält .                         .../...
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Artikel 5 : Abweichungen von bestimmten Textziffem der beigefügten Schemata
         Im Unterschied, zum vorhergehenden Artikel , der bestimmte Grenzfälle
aufzählt , in denen die zuständigen Stellen dem Emittenten allgemein die Ver­
öffentlichung des Prospekts erlassen können , setzt Artikel 5 die Bedingungen
fest , unter denen diese Stellen im Sonderfall des betreffenden Emittenten
diesen lediglich von der Veröffentlichung bestimmter, in den beigefügten
Schemata vorgesehener Auskünfte befreien können .
1.       Eine erste Ausnahme ist für Auskünfte möglich , die im Sonderfall des
betreffenden Emittenten unbedeutend und nicht geeignet sind , die Beurteilung
der Wertpapiere zu beeinflussen .
         Obgleich die in den beigefügten Schemata geforderten Auskünfte grund­
sätzlich notwendig und folglich zu veröffentlichen sind , erschien es zweck- ,
mäßig, den zuständigen Stellen die Möglichkeit einzuräumen , den Wegfall oder
die Zusammenfassung einiger Informationen zu gestatten , die in bestimmten
Pillen dem Publikum keine zusätzlichen Anhaltspunkte geben und die im Gegen­
teil die Verständlichkeit des Prospekts beeinträchtigen würden .
         Diese Bestimmungen gestatten es den zuständigen Stellen nicht , all­
gemein oder systematisch alle Emittenten von der Veröffentlichung bestimmter
Auskünfte zu befreien .
2. '     Eine mögliche Befreiung von der Veröffentlichung einiger in den
Schemata vorgesehener Auskünfte ist ebenfalls in bestimmten Fällen vorge­
sehen worden , in denen ihre Veröffentlichung dem öffentlichen Interesse
zuwiderlaufen oder dem Emittenten erheblichen Schaden zufügen würde .
         Nur in Sonderfällen darf von diesen Möglichkeiten der Befreiung Ge­
brauch gemacht werden . So können die zuständigen Stellen diese Befreiung
nicht allgemein oder meistens in einer Weise gewähren , die praktisch den
Umfang der sich aus dieser Richtlinie ergebenden Vorschriften einschränken
würde . Der Anwendung dieser Ausnahmen wird dadurch eine Grenze gesetzt , daß
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       die Befreiung von der Veröffentlichung derartiger Informationen das Publikum
       nicht irreführen darf . So darf beispielsweise ein Emittent mit unbefriedi­
       gender finanzieller Situation nicht von der Veröffentlichung diesbezüglicher
       Auskünfte befreit werden , selbst wenn diese Veröffentlichung schwerwiegende
       Auswirkungen haben kann .
                 Der Begriff des " schweren Schadens für den Emittenten'1 darf nicht
       auf den Begriff des Schadens für die Eigeninteressen, bestimmter Gesellschaf­
       ter begrenzt werden .
                 Der Begriff des " öffentlichen Interesses " könnte beispielsweise in
       Fällen geltend gemacht werden , in denen die Veröffentlichung der Auskünfte
       die Landesverteidigung oder die Handelspolitik des Landes gefährden würde .
Teil II : Prospektinhalt in Sonderfällen
       Artikel 6 : Finanzielle Institutionen
        1.       Die beigefügten Schemata sind für die große Mehrheit der Gesell­
        schaften ausgearbeitet worden , d.h . für Gesellschaften mit industriellem
        oder kommerziellem Tätigkeitsbereich .
                 Die Kapitel 1 , 2 , 3 , 5 und 6 können jedoch ohne größere Anpassung
        auf alle Unternehmen , unabhängig von ihrem Tätigkeitsbereich und ihrer Rechts'
        form , angewendet werden .
        2.       Hingegen eignen sich Kapitel 4 und- 7 über die Tätigkeit der Gesell­
        schaft und die Aussichten in ihrer derzeitigen Fassung nicht für Unternehmen
        finanziellen   Charakters .
                 Einmal sind bestimmte Begriffe (beispielsweise Umsatz oder Auf­
        tragsbestand ) für Unternehmen dieser Art unbedeutend , und zum anderen fehlen
        in den beigefügten Schemata die für diese Unternehmen wichtigsten Auskünfte
         (wie beispielsweise über die Kindectreservesatze oder die Liquiditü-tskoeffi–
        zienten ). Pur die Unternehmen des finanziellen Sektors wären demnach beson­
        dere Schemata für diese Kapitel notwendig .
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         Zum anderen sollen die Informationsvorschriften für die Unternehmen
dieses Sektors (Banken, Sparkassen , Versicherungsgesellschaften, Peneions-
fonds usw . ) nicht nur die Information und den Schutz der Aktionäre , sondern
auch und vor allem den der Kunden und Mitglieder dieser Institutionen gewähr­
leisten . Die finanziellen Institutionen werden aber durch eine große Viel-
schichtigkeit und Unterschiedlichkeit gekennzeichnet , was im Augenblick die
Ausarbeitung von Gemeinschaft sscheaata erschwert .
         Daher erscheint es in diesem Stadium notwendig, die zuständigen
Stellen der Mitgliedstaaten zu beauftragen , die Kapitel 4 und. 7 den Beson­
derheiten der Unternehmen des finanziellen Sektors so anzupassen , daß die
gelieferten Informationen gleichwertig sind .                     "
3.       Es bleibt den Mitgliedstaaten überlassen , die finanziellen Insti-
tutipnen zu bestimmen und somit die Fälle abzugrenzen , in denen die Kapitel
4 und 7 der beigefügten Schemata nicht in ihrer derzeitigen Form vorgeschrie­
ben sind .
         Da sich diese Abgrenzung bei den Holdinggesellschaften als schwierig
erweisen könnte , ist bei der Ausarbeitung der diesbezüglichen Vorschriften
                                                  \           •
nicht nur ihre Bezeichnung und ihre Rechtsfonn , sondern auch ihre wirtschaft­
liche Tätigkeit zu berücksichtigen, Definition und Rechtsform der Holding­
gesellschaften unterscheiden sich nämlich sehr stark von Land zu Land» Prak­
tisch kann diese Bezeichnung verschisdene Tätigkeiten umfassen, die von
folgenden Gesellschaften ausgeübt werden :
- "offene" oder "geschlossene" Investmentgesellschaften und Investmentfondsj
- "reine" Finanzierungsgessllschaften , deren Tätigkeit ausschließlich darin
   besteht , Kapital zu sammeln und an die Muttergesellschaft oder eine direkt
   oder indirekt mit ihr verbundene Gesellschaft weiterzuleiten j
- " reine" Finanzholdings , deren Tätigkeit ausschließlich darin besteht ,
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                                       - 69 -
   ein Portefeuille von Wertpapieren , Beteiligungen , Lizenzen oder Patenten
   zu verwalten }
- gemischte Gesellschaften , die neben einer der obengenannten Tätigkeiten
   eine industrielle oder kommerzielle Tätigkeit ausüben .
         Es sei daran erinnert , daß Artikel 1 Absatz 2 die für Investment­
gesellschaften und Investmentfonds geltende Regelung festsetzt . Die Vor­
schriften für " reine" Finanzierungsgesellschaften sind bezüglich der garan­
tierten Anleihen in Artikel 8 und hinsichtlich der von. ihnen begebenen Wandel-
und Optionsanleihen in Artikel 9 erläutert
         Für die von ihnen begebenen Aktien können die " reinen " Finanzierungs-
gesellschaften und die " reinen" Finanzholdings den finanziellen Institutionen
gleichgestellt und den gleichen Vorschriften unterworfen werden .
         Für die Holdinggesellschaften mit gemischtem Tätigkeitsbereich gel­
ten die für die Industrie– und Handelsunternehmen vorgesehenen allgemeinen
Vorschriften .
Artikel 7 : Ständig oder wiederholt aufgelegte Anleihen finanzieller
            Institutionen
1.       Es erschien nicht notwendig , die Veröffentlichung eines vollständigen
Prospekts bei jeder Börsen Zulassung von ständig oder wiederholt aufgelegten
(durchschnittlich wenigstens zweimal im Jahr ) Anleihen zu verlangen , wenn es
sich um Banken , Sparkassen , Kreditinstitute und Hypothekenbanken handelt ,
die regelmäßig ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen und innerhalb der
Gemeinschaft Anstalten des öffentlichen Rechts sind oder einer öffentlichen
Aufsicht zum Schutz der Sparer unterstehen .
         Die in der Richtlinie beschriebenen Institutionen , die derartige
Emissionen tätigen , sind nämlich hinreichend bekannt , und die Tatsache , daß
sie in den Ländern der Gemeinschaft Anstalten des öffentlichen Rechts sind
oder einer öffentlichen Aufsicht zum Schutz der Sparer unterliegen , bietet
hinreichende Garantien für den Schutz der Zeichner .
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         Ferner wäre es kostspielig und unnötig , die Veröffentlichung eines
Prospekts mehrmals im Jahr zu verlangen , da diese Veröffentlichung in den
meisten Fallen nicht zahlreiche neue Informationen enthalten würde -- Daher
reicht es aus , nur alle drei Jahre die Veröffentlichung, eines vollständigen
Prospekts zu verlangen «
2.       Unter diesen Umständen wurde vorgezogen , die Veröffentlichungs-
pflicht bei jeder Zulassung auf folgende Angaben zu "begrenzen : Bedingungen
der Anleihe und der Transaktion , die letzten Jahresabschlüsse , sofern diese
nicht im Laufe des Jahres veröffentlicht worden sind , Ereignisse , die für
die Bewertung der Wertpapiere wichtig sind , und die nach den letzten Jahres­
abschlüssen eingetreten sind .
Artikel 8 : Garantierte Anleihen
1.       Falls eine Gesellschaft eine andere als dingliche Garantie für eine
Anleihe gewährt , die von einer anderen Gesellschaft begeben wird , muß der
vollständige Prospekt für beide Gesellschaften , die im Schema "Schuldver­
schreibungen " vorgesehenen Auskünfte enthalten , da die reibungslose Abwick­
lung der Anleihe durch die Rentabilität und die Zahlungsfähigkeit der emit­
tierenden Gesellschaft und der Gesellschaft , welche die Anleihe geranti ex-t ,
bedingt wird .
2.       Werden Anleihen von einer Finanzierungsgesellschaft für Rechnung der
Muttergesellschaft begeben , und von dieser garantiert , so kann man annehmen ,
daß der Zins- und Tilgungsdienst der Anleihe vor allem von der finanziellen
Situation der garantierenden Gesellschaft abhängt , da die emittierende Ge­
sellschaft weder eine eigene Tätigkeit ausübt noch wirtschaftlich unabhängig
ist . Daher sind die Auskünfte über die emittierende Gesellschaft zu verein­
fachen und ausführliche Informationen über die Gesellschaft , welche die
Anleihe garantiert , zu erteilen .
         Falls mehrere Gesellschaften die Anleihe garantieren , können die
 zuständigen Stellen eine Kürzung der Informationen gestatten , um den Pro­
 spekt besser lesbar zu machen .
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3.       Bei Gruppenanleihen kann sich eine Kürzung der für jede der betei­
ligten Gesellschaften geforderten Informationen als notwendig erweisen , im
die Lesbarkeit des Prospekts zu gewährleisten . Liese Küraung erfolgt entspre­
chend den Vorschriften der zuständigen Stellen bei Einhaltung der in Artikel
genannten Grundsätze und unter Berücksichtigung des auf die einzelnen Gesell­
schaften entfallenden Anteils an der Garantie .
4«       Im allgemeinen ist der Garantievertrag ein wichtiger Bestandteil der
Information und muß dem Prospekt beigefügt werden . Allerdings ist er häufig
sehr umfangreich und in einer für das Publikum schwer verständlichen juri­
stischen Sprache abgefaßt . In dieeen Fällen muß verlangt xverden , daß eine
Zusammenfassung des Vertrags im    Prospekt und nicht der vollständige Vertrags­
text veröffentlicht wird . Dieser sollte bei den Banken den Betreffenden ledig­
lich zur Verfügung gestellt werden .
Artikel I i Wandel - oder Qptionsanleihen
1.       Bezieht sich der Zulassungsantrag auf Schuldverschreibungen , die in
Aktien der emittierenden Gesellschaft umgewandelt werden können , oder auf
Schuldverschreibungen mit Wa.rrant ( Recht auf Bezug einer bestimmten Anzahl
von Aktien dieser Gesellschaft zu einem bestimmten Preis ), so muß die emittie­
rende Gesellschaft alle im Schema ".Aktien" sowie die in Kapitel 2 des Schemas
"Schuldverschreibungen" vorgesehenen Auskünfte veröffentlichen .
         Es ist nämlich notwendig, daß das Publikum über alle Informationen
verfügt , die sowohl die Anleihebedingungen als auch die Wertpapiere betreffen ,
die es durch Ausübung seiner Rechte schließlich erwerben kann . Das Publikum
muß beurteilen können , ob das Umtauschverhältnis angesichts der Aussichten
der Gesellschaft und der in der Regel für diese Wertpapiere niedrigeren
Zinsen günstig ist .
2.       Falls sich das mit den Schuldverschreibungen verbundene Recht auf
Aktien einer anderen Gesellschaft bezieht als derjenigen , welche die Schuld­
verschreibungen begibt , muß das Publikum aus den gleichen Gründen über eine
vollständige Information betreffend beide Gesellschaften verfügen , d.h . über
die im Schema " Aktien " für die eine Gesellschaft und die im Schema " Schuld­
verschreibungen" für die andere vorgesehenen Auskünfte .
                                                                • • «/O C 9
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         Aus den weiter oben zu Artikel 8 dargelegten Gründen erschien es
 jedoch notwendig, die im Schema "Schuldverschreibungen" geforderten Angaben
zu kürzen , wenn die Gesellschaft , welche die Schuldverschreibungen begibt ,
eine reine Finanzierungsgesellschaft ist , d.h ., wenn ihre Tätigkeit aus­
schließlich darin besteht , Kapital zu sammeln und es an die Muttergesell-
schaft oder eine direkt oder indirekt mit ihr verbundene Gesellschaft weiter­
zuleiten .
3.       Die Fälle , in denen die Wandelschuldverschreibunten und die Aktien
auf eine andere Währung lauten , sind gegenwärtig selten , könnten aber in
Zukunft häufiger werden . Es muß angegeben werden, wie sich etwaige Paritäts­
änderungen der Währungen auf das Umtauschverhältnis der Wertpapiere auswirken .
Artikel 10 : Börsenzulassung von Wertpapieren , die anläßlich einer Fusion oder
             Spaltung von . Gesellschaften , einer Vennögensübertragung oder eines
             öffentlichen Umtauschangebots begeben T-jerden
1.       Bei der Börsenzulassung von Wertpapieren , die anläßlich einer Fasion
oder Spaltung von Gesellschaften , einer Vennögensübertragung oder eines öf­
fentlichen Umtauschangebots begeben werden , erhalten die Aktionäre , die vor­
her ihre Zustimmung einzeln oder in der Hauptversammlung erteilen müssen ,
Informationen über die an der Transaktion beteiligten Gesellschaften , damit
sie das Uhtauschverhältnis der ihnen angebotenen Wertpapiere beurteilen können .
Die gleichen Informationen sind bei der Börsenzulassung der anläßlich einer
solchen Transaktion begebenen Wertpapiere notwendig, wenn die Transaktion vor
weniger als drei Jahren erfolgt ist , da sie sich in der Regel während dieses
Zeitraums weiterhin auf die Rentabilität und die Aussichten der Gesellschaft
auswirkt .
         Da die Transaktion     bei der Börseneinführung der Wertpapiere abge -
schlössen ist , betreffen diese Informationen nicht mehr die ehemaligen Aktio­
näre , sondern die potentiellen Käufer dieser 'Wertpapiere , die Anspruch auf
die gleichen Auskünfte haben .
         Um den Prospekt nicht zu überladen , können diese Informationen jedoch
zusammengefaßt v/erden , sofern sie bereits notierte Gesellschaften betreffen ,
für die ein Zulassungsprospekt veröffentlicht worden ist .
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2.       Ferner kann die zuständige Stelle eine Vereinfachung der Infcrua-
tionsverfahren gestatten , wenn die Transaktion weniger als sochs Monats vor
der Börsenzulassung erfolgt ist , und hierfür kontrollierte und gleichwertige
Informationen , wie sie in einem Prospekt gefordert werden , veröffentlicht
worden sind . In diesem Fall genügt es , daß diese Information dem Publikum
zur Verfügung gestellt werden , ohne daß die Veröffentlichung eines "besonderen
Prospekts verlangt wird .
Artikel Ils Zertifikate , die Aktien vertreten
1.       Zusatzlich zu den im Schema " Aktien" vorgesehenen Auskünften sind
die im Schema "Zertifikate " erwähnten Informationen zu veröffentlichen , wenn
Zertifikate , die Aktien vertreten , zur Börse zugelassen werden .
2.       Dies ist häufig der Fall "bei einer Börsenzulassung von ausländischen
Wertpapieren , deren Besonderheiten nicht den Anforderungen oder Usancen des
Börsenplatzes entsprechen . Dies ist insbesondere der Fall :
- wenn die ausländischen Wertpapiere Namenspapiere sind und von Rechts wegen
   oder praktisch allein Inhaberpapiere notiert werden können , so daß Inhater-
   zertifikate ausgegeben werden müssen ;
- wenn die ausländischen Wertpapiere Inhaberpapiere sind und allein Kamens-
   papiere notiert oder geliefert werden können , so daß Namenszertifikate
   ausgegeben werden müssen |
- wenn die Lieferfristen für die Originalpapiere zu lang oder ihre Liefer-
   kosten zu hoch sind und in der Praxis Zertifikate , die sie vertreten , im
   Umlauf sindf
- wenn die Coupcns der Originalpapiere einen zu niedrigen oder zu hohen
   Einheitswert haben und Zertifikate , die ein Vielfaches oder einen Bruch­
   teil dieser Werte darstellen , notiert werden .
         Häufig ist dann eine Bank oder eine andere finanzielle Institution
des Börsenlandes beteiligt , die die Originalpapiere verwahrt und Zertifikate ,
die sie vertreten , ausgibt .
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3=        In den Niederlanden ist dies auch der Fall bei inländischen Wert­
papieren , die häufig bei einem Effekt entreuhänder ( administratiekantoor ) de­
poniert werden , welcher als Gegenwert Zertifikate ausgibt , deren Notierung
beantragt wird , und die an Stelle oder neben den Originalpapieren im Umlauf
sind ,
4°        In diesen Fällen ist das Publikum nicht nur über die Originalpapiere
mit Hilfe eines Prospekts zu informieren , der die Auskünfte des Schemas
" Aktien " enthält , sondern auch über den Emittenten der Zcrti fi kR+e nnd die
Emissionsbedingungen entsprechend dem beigefügten Schema " Zertifikate ". Falls
der Emittent dieser Zertifikate den Inhabern vorsätzlich oder grob fahrlässig
Schaden zufügt , kann er haftbar gemacht werden . Daher muß den Inhabern eine
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit und der Finanzlage des Emittenten der Zer­
tifikate gestattet werden .
5.        Wenn jedoch die Emission der Zertifikate über börsennotierte Banken ,
Sparkassen , Kreditinstitute oder Hypothekenbanken erfolgt , die regelmäßig
ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen oder die innerhalb der Gemeinschaft
Anstalten des öffentlichen Rechts sind oder einer öffentlichen Aufsicht zum
Schutz der Sparer unterstehen , oder wenn diese Emission von Wertpapiersammel-
banken für den Effekt en-Gi roverkehr ( Kassenverein , SICOVAM usw . ) getätigt
wird oder ",uch von Effekt entreuhändern ( acLministratiekantooren ), welche
strengen Vorschriften der niederländischen Börsenbehörden über den Depot von
Originalpapieren unterliegen , kann die zuständige Stelle den Emittenten von
Zertifikaten die Veröffentlichung ihrer Finanzlage freistellen .
Artikel 12 : Wertpapiere von öffentlichen Unternehmen
1.        Die Pflicht , die juristischen Personen des öffentlichen Rechts , die
eine industrielle , kommerzielle oder finanzielle Tätigkeit ausüben , den
gleichen Infoimationsvorschriften zu unterwerfen , die für die privaten Ge­
sellschaften mit einer gleichwertigen Tätigkeit gelten , wird hauptsächlich
dadurch begründet , daß der Wettbewerb zwischen diesen Institutionen und den
privaten Gesellschaften , die die gleichen Tätigkeiten in der Gemeinschaft
ausüben , nicht verfälscht werden darf , und daß es zweckmäßig erscheint , diese
Institutionen der Disziplin der ordentlichen Geschäftsführung zu unterwerfen ,
die noimalerweise mit der Verpflichtung zur Information des Publikums ver­
bunden ist .
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2.       Soxern jedoch ein Mitgliedstaat diesen Institutionen oder für ihre
Schuldverschreibungen eine unbeschränkte und unwiderruflicha Ciror.ti.e ge­
währt , ist diese Information unter dem Gesichtspunkt des Sparerschutzes nicht
mehr unerläßlich .
         Somit erscheint es in diesem Fall angezeigt , der zuständigen Stella
die Möglichkeit zur Vereinfachung des Prospekts einzuräumen , wobei jedoch
zu wünschen ist , daß diese sich aus den oben genannten Gründen darum bemüht ,
die Anwendung dieser Möglichkeit zu begrenzen .
Teil III : Modalitäten der Kontrolle und der Verbreitung des Prospekts
Artikel 13 : Kontrolle des Prospekts
1.       Um ein gleiches Vertrauen in die Qualität der Informationen über die
börsennotierten Wertpapiere in den einzelnen Mitgliedstaaten zu gewährleisten ,
ist es nicht nur notwendig , daß die Prospekte gleichwertige Informationen
enthalten , sondern daß sie auch mit der gleichen Strenge kontrolliert werden .
         Zu diesem Zweck beauftragen die Mitgliedstaaten die vorhandenen
oder eigens zu diesem Zweck geschaffenen nationalen Stellen mit der Anwen­
dung der Richtlinie . Diese Aufgabe kann   einer oder mehreren Stellen über­
tragen werden , deren Verantwortung klar abgegrenzt werden muß .
         Die Merkmale der benannten öffentlichen oder privaten Stellen sowie
ihre Beziehungen zu den Behörden werden den Mitgliedstaaten überlassen , sofern
allerdings die zuständigen Stellen alle für die Erfüllung ihrer Aufgabe er­
forderlichen Vollmachten und Prüfungsbefugnisse erhalten .
2.       Es erschien notwendig , die Veröffentlichung des Prospekts oder seine
Auslegung ohne die vorherige Zustimmung der zuständigen Stelle zu untersagen .
                                                              • o oJo » o
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i'.s bleibt aber den Kitgliedstaaten überlassen , die geeigneten Modalitäten
für diese Zustimmung vorzusehen , die in Form einer Genehmigung oder eines
"nihil obstat " mit oder ohne Sichtvermerk erfolgen kann . Somit kann das
Publikum in allen Fällen lediglich der Veröffentlichung des Prospekts ent­
nehmen , daß kein Einspruch der zuständigen Stelle vorliegt .
3.        Die Aufgabe der zuständigen Stelle impliziert , daß diese sich gleich­
zeitig auf die in den Artikeln 1 , 2 und 3 genannten aligemeinen Grundsätze
und auf die beigefügten Schemata für die "betreffenden Bni-tten+.en und -Wext– .
papiere bezieht . Die zuständige Stelle muß daher prüfen , ob   alle in den
betreffenden Schemata vorgesehenen oder für die Beachtung der allgemeinen
Grundsätze notwendigen Auskünfte im Prospekt enthalten sind, ob diese Aus­
künfte untereinander kohärent und mit den vorher mitgeteilten oder veröffent­
lichten Auskünften vergleichbar sind , und ob sie bei Widerspruch mit diesen
Auskünften oder mit denen der zuständigen Stelle bekannten Informationen
alle notwendigen Aufschlüsse geben .
          Bei der Ausübung ihrer Kontrolltätigkeit , insbesondere der Kontrolle
der Vermögens- und Finanzlage des Emittenten , kann sich die zuständige Stelle
auf die von Buchprüfern , finanziellen Institutionen oder sonstigen glaubwür­
digen Sachverständigen durchgeführten Prüfungen stützen und sich damit be­
gnügen , den ITachweis dieser Prüfungen zu verlangen .
          Somit muß die zuständige Stelle nicht überprüfen , ob die veröffent­
lichten Informationen sachlich richtig und vollständig sind . Sie hat aller­
dings das Recht und sogar die Pflicht , die Mitteilung und die Veröffent­
lichung zusätzlicher Informationen sowie etwaige besondere Überprüfungen zu
verlangen , wenn sie Zweifel in bezug auf bestimmte Informationen hat .
4.        Die Vollmachten und Prüfungsbefugnisse der zuständigen Stelle können
von den Mitgliedstaaten entsprechend ihren verfassungsrechtlichen Vorschrif­
ten und Usancen entweder allgemein oder im einzelnen bestimmt werden .
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         In allen Fällen müssen sie ausreichen , damit die zuständige Stelle
die Möglichkeit hat , die Veröffentlichung nicht nur der in den oeigcf:'.g -V.n
Schemata vorgesehenen Auslcünfte , sondern auch der Informationen zu verlangen ,
die für die Beachtung der allgemeinen Grundsätze als zweckmäßig angesehen
werden , und damit sie die für die Erfüllung ihrer Aufgabe notwendigen Über­
prüfungen vornehmen kann .
Artikel 14 : Verfahren zur Veröffentlichung des Prospekts
1.       Der Pflicht zur Veröffentlichung des Prospekts kann durch zwei Ver-
öffentlichungsverfahren entsprochen weiden : entweder durch Abdruck in der
Presse oder durch Verteilung einer Broschüre an das Publikum .
         Diese beiden Veröffentlichungsverfallren können als zufriedenstellend
angesehen werden , sofern das gewählte Presseorgan tatsächlich beim Publikum
der betreffenden Börse hinreichend stark verbreitet ist , und die Broschüren
dem Publikum tatsächlich bei allen Vermittlern zur Verfügung gestellt werden ,
bei denen Zeichnungen erfolgen oder Kauforder eingehen können .
         Die Mitgliedstaaten müssen somit die eine oder andere dieser Ver-
öffentlichungsverfahren vorschreiben , wobei fakultative andere Veröffent-
lichungsverfahren nicht als ausreichend angesehen werden können .
2.       Aus Kostengründen und zur besseren Lesbarkeit des   .in der Presse
veröffentlichten Dokuments ist jedoch eine Kombination der beiden Veröffent-
lichungsverfahren zulässig .
         Die entsprechend den Vorschriften der Richtlinie erstellten Prospekte
werden nämlich mehr Informationen enthalten und folglich umfangreicher sein
als die derzeitigen Prospekte . Da die Veröffentlichung in der Presse mit
hoher Auflage bereits im allgemeinen kostspieliger ist als die Veröffent­
lichung   in Form einer Broschüre , würde die Vorschrift einer vollständigen
Veröffentlichung der entsprechend der Richtlinie erstellten Prospekte in
der Presse eine fühlbare Kostensteigerung bewirken , was ein zusätzliches
Hindernis für die Börsenzdassung wäre .
                                                                 « • •j • 9 O
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          --üi üurigen hat das breite Publikum in der Regel weder hinreichende
Kenntnisse noch Interesse , um eine Analyse aller im Prospekt vorgesehenen
Informationen vorzunehmen , die eher für ihre Finanzberater von Interesse sind .
Daher ist die Veröffentlichung des vollständigen Dokuments in der Presse nicht
unerläßlich , sofern dieses Dokument allen interessierten Personen zugänglich ist ,
was durch die Einhaltung der verschiedenen genannten Bedingungen gewährleistet
v;i rd .
          Ferner muß die Auswahl der in der Presse zu veröffentlichenden Aus­
künfte entsprechend den Vorschriften der zuständigen Stelle und unter ihrer
Kontrolle erfolgen , damit dieses Teildokument das Publikum nicht irreführen
kann .
3=        Es erschien notwendig vorzuschreiben , daß die Emissionsprospekte an
Orten hinterlegt werden müssen , wo sie jederzeit dem interessierten Publikum
zugänglich sind , damit dieses noch nach einer gewissen Frist darin Einblick
nehmen kann , wenn diese Unterlagen an den Schaltern der Finanzinstitute nicht
mehr verfügbar sind » Die Tlitgliedstaaten können diese Orte nach eigenem Er­
messen bestimmen . Es kann sich beispielsweise um die Börsen , an denen die
Papiere notiert werden , um die Sitze der Aufsichtsbehörden oder die Sitze der
Finanzinstitute handeln , die dem Unternehmen bei der Emission oder Börsenein-
führung behilflich sind .
Artikel 15 ? Fristen für die Veröffentlichung
1.        Die Festsetzung von Fristen für die Veröffentlichung . des Prospekts
entspricht zwei zuweilen widersprüchlichen Anforderungen .
          Die Frist zwischen der Veröffentlichung des Prospekts und der Auf­
nahme der amtlichen Notierung muß
- lang genug sein , damit das Publikum Zeit hat , sich mit den im Prospekt
    enthaltenen Informationen vertraut zu machen ^
- kurz genug sein , damit die " insiders " nicht versucht sind , in der Zwischen­
    zeit einen inoffiziellen Handel zu eröffnen .
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         Die vorgesehenen Fristen von acht Tagen für Aktien bz u drei
für Schuldverschreibungen spiegeln clie gebräuchlichsten derzeitigen rrcur:4;^
wider, wobei der Art der betreffenden Wertpapiere Rechnung getragen wird , da
die zu berücksichtigenden Eeurteilungskriterien für Anteilpapiere komplizier­
ter sind als für Po rde rungs papiere . Bei Wandel- oder Optionsanleihen hielt
man eine Frist von acht Tagen für angebracht , wenn bei der Emission dieser
Papiere ein Bezugsrecht für Altaktionäre vorgesehen ist und andernfalls von
nur drei Tagen .
2.       Eine Frist von drei Tagen ist ebenfalls für die Veröffentlichung des
Prospekts vor der Eröffnung d.es amtlich überwachten Bezugsrechtshandels vorge­
sehen worden . In Anbetracht der obengenannten widersprüchlichen Anforderungen
und unter Berücksichtigung der derzeit auf den einzelnen Börsenplätzen gel­
tenden unterschiedlichen Fristen erschien dieser Kompromiß am vernünftigsten .
3=       Falls die öffentliche Qnicsion von Schuldverschreibungen gleichzeitig
mit ihrer Börsenzulassung erfolgt , bewirkt zuweilen die geforderte genaue
Festsetzung bestimmter Emissionsbedingungen , wie z.B. Ausgabekurs oder Zins­
satz , daß diese Bedingungen erst am Tag vor Beginn der ühission endgültig
festgesetzt werden . Für diesen Fall erschien es zweckmäßig , den Hitglied-
staaten die Anwendung des auf dem internationalen Kapitalmarkt geltenden
Verfahrens für die Veröffentlichung des Prospekts zu gestatten . Danach wird
innerhalb der vorgesehenen Frist ein vorläufiger Prospekt veröffentlicht , der
alle geforderten Informationselemente außer den letzten Bedingungen der Anleihe
enthält , die spätestens am Tag vor Beginn der Transaktion festgesetzt und
veröffentlicht Vierden .
         So ist es praktisch möglich , ein Dokument zu drucken und dabei zwei
oder drei Angaben offen zu lassen , die erst im letzten Moment bestimmt werden .
Der nur in dieser Hinsicht     unvollständige und von der zuständigen Behörde
kontrollierte Prospekt kann innerhalb der normalen Frist von höchstens drei
Tagen veröffentlicht werden . Sind die endgültigen Anleihebedingungen festge­
setzt , so müssen sie dem Publikum bekanntgegeben Vierden , und zwar praktisch
entweder durch Vervollständigung der gedruckten vorrätigen Broschüren oder
durch einen Nachtrag , so daß aus dem vorläufigen Dokument ein vollständiger
Prospekt wird und durch Verteilung dieses Nachtrags an alle , die das vorläu­
fige Dokument erhalten haben , oder durch eine Mitteilung in der Presse mit
Hinweis auf den vollständigen Prospekt und der Angabe , wo dieser beschafft
werden kann .
                                                                     /
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Artikel 16 : Veröffentlichung von anderen Dokumenten als dem Prospekt
        Damit der Prospekt von Nutzen ist und tatsächlich das grundlegende
Informationsdokument bildet , müssen nicht nur Vorschriften für seine Aus­
arbeitung und seine Kontrolle vorgesehen werden , sondern auch bestimmte Vo In­
schriften , die gewährleisten , daß die vom Emittenten- zusätzlich zu dem Pro­
spekt veröffentlichten Informationen , die häufig für das Publikum leichter
zugänglich sind und es daher stärker beeinflussen können , die Bewertung der
Wertpapiere durch das Publikum nicht verfälschen und das Publikum auf das
Vorhandensein des Prospekts hinweisen . Zu diesem Zwecks
1.       ist vorgesehen worden , daß jedes vom Emittenten in der Zeit zwischen
der Veröffentlichung des Prospekts und dem Beginn der amtlich überwachten
Transaktionen veröffentlichte Dokument einen Hinweis auf den Prospekt und
die Angabe enthalten muß , wie dieser vom Publikum beschafft werden kaim ;
2.       ist es femer für notwendig gehalten worden , alle vom Emittenten
veröffentlichten Informationsdokumente , die über eine einfache Ankündigung
der Emission oder der Börsenzulassung und der wesentlichen Merkmale der
Wertpapiere hinausgehen , insbesondere den Teilprospekt oder den zusammen-
gefaßten Prospekt einer Kontrolle der zuständigen Stelle zu unterwerfen ^
mit dieser Kontrolle soll gewährleistet werden , daß diese , wenn auch unvoll­
ständige , Informationen die vom vollständigen Prospekt vermittelte Vorstel­
lung nicht verfälschen ;
3.       schreibt diese Richtlinie nicht die Kontrolle aller Dokumente , son­
dern nur derjenigen vor, die vom Emittenten oder für seine Rechnung veröf­
fentlicht werden , und die sich nicht darauf beschränken , die Transaktion
und die wesentlichen Merkmale der Wertpapiere anzukündigen .
         Sie schreibt auch nicht die Erstellung eines für das breite Publi­
kum zugänglichen zusammengefaßten Prospekts oder Teilprospekts vor , sondern
lediglich seine Kontrolle durch die zuständigen Stellen , sofern ein solcher
Prospekt vorhanden ist .
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           Hingegen wird den Hitgliedstaaten empfohlen , die Veröffentlichung
von zusammengefaßten klar aufgemachten und für das breite Publikum zugäng­
lichen , aber objektiven Prospekten zu fördern , die entsprechend den Anwei­
sungen und unter der Kontrolle der zuständigen Behörde erstellt werden .
           Ein solcher Prospekt dürfte aus folgenden Gründen nützlich sein :
- er gestattet es , dem breiten Publikum , das weder hinreichende Kenntnisse
   noch Interesse hat , um den vollständigen Prospekt zu lesen , wenigstens
   die wichtigsten Informationen über die Gesellschaften zu übermitteln ;
- er erleichtert eine schnelle Information des besser unterrichteten Publi­
   kums und gestattet es ihm , vor einer eingehenden Analyse anhand der voll­
   ständigen Prospekte eine vorläufige Auswahl unter der großen Zahl von
   angebotenen Wertpapieren zu treffen 5
- er erhöht das Interesse für die Wertpapiere; und gewöhnt das Publikum
   daran , bei seinen Anlage snt Scheidungen rationelleren Gesichtspunkten
   Rechnung zu t ragen ;
- er trägt im allgemeinen zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen In­
   formation und der Kenntnis der Gesellschaften bei »
4.         Schließlich ist vorgesehen worden , der Gesellschaft und den finan­
ziellen Institutionen , die bei den Emissionsgeschäften oder der Bcrsenzu-
lassung behilflich sind , die Verwendung von Informationen zu untersagen , die
nicht im Prospekt stehen , damit dieser Prospekt tatsächlich das vollständige
Dokument bildet und keine unkontro liierten Informationen zum Nachteil des
Publikums verwendet werden können .
Artikel 17 : Neue Ereignisse
           Die Pflicht zur Veröffentlichung der wichtigen neuen Ereignisse ,
die z',-rischen der Festlegung des Prospekt iniaalt s und der Eröffnung der
Börsentransaktionen eintreten , wird dadurch begründet , daß das Publikum
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über ein aktuelles und vollständiges Infonnationsdokument verfügen muß . Als
wichtig sind jedoch nur Ereignisse anzusehen , die die Bewertung der betref­
fenden Wertpapiere durch das Publikum beeinflussen können . .
         Die Kontrollverfahren für diese Ergänzung des Prospekts sind die
gleichen wie für den Prospekt selbst .
         Auch die Veröffentlichungsverfahren sind grundsätzlich die gleichen ,
doch können sie von Fall zu Fall von der zuständigen Behörde festgelegt
werden .
Teil IV : Modalitäten der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zur
          Anwendung der Richtlinie
Artikel 18 : Verfahren , die mehrere Mitgliedstaaten betreffen
         Die Anwendung der Richtlinie führt . zu einer wesentlichen Annäherung
der Infonnationsvorschriften und -praktiken bei der Börsenzulassung in den
einzelnen Mitgliedstaaten . Gleichwohl führt sie nicht zu identischen Anfor­
derungen in bezug auf die Emittenten , da die Mitgliedstaaten die Möglich­
keit haben , über die auf Grund der Richtlinie festgesetzten Mindestvor-
schriften hinauszugehen , und femer die zuständigen Stellen über einen
Interpretationsspielraum selbst für bestimmte identische Vorschriften ver­
fügen .
         Die Richtlinie sollte aber nicht nur die Information und den Sparer-
schutz auf nationaler Ebene verbessern , sondern auch die Notierung an meh­
reren Börsen der Gemeinschaft durch Vereinfachung der dem Emittenten vor­
geschriebenen Formalitäten erleichtern . Zu diesem Zweck erschien es ange­
zeigt , mehrere Modalitäten für die Koordinierung der Anforderungen der
zuständigen Stellen vorzusehen , ohne deshalb ihre Entscheidungsautonomie
in Frage zu stellen .
1.       Es erschien zweckmäßig , die zuständigen Stellen zu ersuchen , ihre
Anforderungen in bezug auf den Prospekt gegenüber den Emittenten nach
Möglichkeit zu koordinieren , die die gleichzeitige Zulassung an den Börsen
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mehrerer Mitgliedstaaten "beantragen , um für den größten Teil des Prospekts
zu einem einheitlichen Dokument zu gelangen . Dieses Ergebnis könnte durch
geeignete Maßnahmen der zuständigen Stellen erreicht werden .
2.       Es wurde für wünschenswert gehalten , daß eiji vergleichbares Ergeb­
nis in dem Fall erzielt wird , in dem die Zulassungen , ohne gleichzeitig zu
sein , durch eine Frist von weniger als sechs Monaten getrennt sind .
3.       Schließlich wird empfohlen , daß die Zusammenarbeit zwischen den
zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten an den Börsen , bei denen das gleiche
Wert papier notiert wird , auch dazu führt , daß die an einer dieser Börsen
veröffentlichten Informationen , die die Beivertung des Wertpapiers beein­
flussen können , an allen diesen Börsenplätzen gleichzeitig oder möglichst
bald veröffentlicht werden .
Artikel 19 ; Kontakt gruppe
1»       Die Anwendung der Richtlinie und insbesondere des Prospektschemas
wird wahrscheinlich Auslegungsprobleme mit sich bringen . Es ist nämlich
unmöglich , alle konkreten Schiirierigkeiten vorauszusehen , die in Sonderfällen
auftreten können .
         Da die zuständigen Stellen , die letztlich die Richtlinie anwenden
müssen , ihre Entscheidungen frei treffen , ist es notwendig , zwischen den
ad hoc-Vertretern dieser Stellen und der Kommission eine regelmäßige Ab­
sprache vorzusehen , die sich auf die konkreten Probleme der Anwendung der
Richtlinie und insbesondere des Prospektschemas bezieht , um eine harmoni­
sierte Anwendung der Richtlinie zu erleichtern .
         Die Errichtung dieser Kontaktgruppe , die eine gemeinsame Auslegung
der Richtlinie erleichtern wird , berührt nicht die den Gemeinschaftsinstan-
sen nach dem Vertrag zustehenden Vorrechte und insbesondere die Auslegungs-
befugnis des Gerichtshofes sowie die Pflicht der Kommission , für die Anwen­
dung der Gemeinschaftsvorschriften Sorge zu tragen .
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         Ferner kann die Kontakt gruppe weder für die zuständigen Stellen
noch für die ihnen untergeordneten Stellen neue Verpflichtungen schaffen ;
doch kann sie zur Annäherung der Verwaltungs präzis beitragen und eine mög­
lichst harmonisierte Anwendung der Gemeinschaftsvorschriften sicherstellen .
2.       Die Erfahrung aller Länder , in denen, ein Prospekt und dessen Kon­
trolle vorgeschrieben ist , zeigt im übrigen , daß diese Prospekte verbessert
und schrittweise ergänzt werden sollten . Dies kann unerläßlich sein , um
neuen Situationen Rechnung zu tragen , die sich beiepielwais© aus        Ent­
wicklung der Gesetzgebung, der Finanztechniken oder der Wirtschafts– und
Währungslage sowohl in den Mitgliedstaaten als auch in den Drittländern
ergeben , aus denen Emittenten die Börsenzulassung ihrer Papiere beantragen .
         Derartige Ergänzungen und Verbesserungen können nicht ohne neue
Richtlinien auf Gemeinschaftsebene vorgeschrieben werden . Da jedoch die
zuständigen nationalen Stellen generell darauf achten müssen , daß der Pro­
spekt eine genaue Vorstellung von der Lage des , Emittenten vermittelt , ist
es zweckmäßig - sofern es diesen Stellen freisteht , zusätzliche Informatio­
nen zu den beigefügten Schemata dieser Richtlinie zu verlangen , und sofern
die zuständigen Stellen aufgrund ihrer Befugnisse solche zusätzlichen In­
formationen ohne Änderung des innerstaatlichen Rechts verlangen oder empfeh­
len können - , daß sich die Vertreter dieser zuständigen Stellen auch darü­
ber absprechen , wie  weit die zusätzlichen Auskünfte gehen sollen , die sie
auf nationaler Ebene anfordern oder empfehlen . Diese Absprache , die bereits
auf bilateraler Ebene besteht , kann auf multilateraler Ebene leichter in
der Kontaktgruppe verwirklicht werden .
3.       Schließlich wird diese Gruppe eine beratende Aufgabe haben und die
Kommission , falls erforderlich , bei den neuen Initiativen unterstützen ,
die sie auf diesem Gebiet für zweckmäßig halten wird .   '
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              ■ ENTWURF EINER EMPFEHLUNG DES RATES               •.
betreffend den Inhalt des Prospekts , der bei der Zulassung der von Staaten
oder von ihren Gebietskörperschaften begebenen Wertpapieren zur antlichen
       Notierung an einer Wertpapierbörse zu veröffentlichen ist *
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Der Rat der Europäischen Gemeinscharten
in Erwägung nachstehender Gründe :
Um zur gegenseitigen Durchdringung der Kapitalmärkte beizutragen und um
gleichzeitig einen angemessenen Sparerschutz zu gewährleisten , ist es ange­
bracht , eine angemessene und möglichst objektive Unterrichtung der derzei­
tigen und künftigen Inhaber der von den Staaten oder von ihren Gebietskör-
perschaften begebenen Wertpapieren bei der Zulassung zur amtlichen Notierung
821 einer Wertpapierbörse zu gewährleisten ^ eine bessere Unterrichtung der
Öffentlichkeit über diese Wertpapiere ist geeignet , das Interesse des Publi­
kums an diesen Wertpapieren zu steigern und die Finanzierung der öffentlichen
Emittenten zu erleichtern .
Zu diesem Zweck wäre es wünschenswert , daß die Mitgliedstaaten für die von
ihnen , einem anderen Staat oder von einer Gebietskörperschaft begebenen Wert­
papiere freiwillig einen Prospekt einführen , der dem Prospekt entspricht ,
der von den Gesellschaften im Sinne von Artikel 58 , Absatz 2 des Vertrages
gemäß der Richtlinie des Rates Nr        vom         zu veröffentlichen ist .
empfiehlt
den Mitgliedstaaten die Zulassung oder die Einführung zur offiziellen Notie­
rung von Wertpapieren , die von einem Staat oder einer öffentlichen Gebiets-
körperschaft begeben worden sind , an einer Wertpapierbörse ihres Hoheitsge­
biets davon abhängig zu machen , daß ein Prospekt veröffentlicht oder okm
Publikum zur Verfügung gestellt wird , der über die Unterzeichner des Prospekts
und über die Transaktion Angaben enthält , die den in Kapitel 1 und 2 des
Schemas B " Schuldverschreibungen" im Anhang der Richtlinie des Rates aufge­
führten Angaben entsprechen und der ferner Angaben über die wirtschaftliche
und finanzielle Lage des Emittenten enthält .