CELEX: 32001D0138
Language: de
Date: 2001-02-09 00:00:00
Title: 2001/138/EG: Entscheidung der Kommission vom 9. Februar 2001 zur Einrichtung von Schutz- und Kontrollzonen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit in der Gemeinschaft (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 340)

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32001D0138

2001/138/EG: Entscheidung der Kommission vom 9. Februar 2001 zur Einrichtung von Schutz- und Kontrollzonen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit in der Gemeinschaft (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 340)  

Amtsblatt Nr. L 050 vom 21/02/2001 S. 0017 - 0019

Entscheidung der Kommissionvom 9. Februar 2001zur Einrichtung von Schutz- und Kontrollzonen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit in der Gemeinschaft(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 340)(Nur der französische, der griechische, der italienische und der spanische Text sind verbindlich)(Text von Bedeutung für den EWR)(2001/138/EG)DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Richtlinie 2000/75/EG des Rates vom 20. November 2000 mit besonderen Bestimmungen für Maßnahmen zur Bekämpfung und Tilgung der Blauzungenkrankheit(1), insbesondere auf Artikel 8 Absätze 2 und 3, Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c) und Artikel 12,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Im Jahr 2000 sind Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Frankreich, Italien und Spanien gemeldet worden.(2) Um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurden zur Beschränkung der Verbringung von Tieren von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten, ihres Spermas, ihrer Eizellen und ihrer Embryos aus den betroffenen Gebieten dieser drei Mitgliedstaaten Entscheidungen erlassen.(3) Um diese Beschränkungen aufrechtzuerhalten, müssen gemäß Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe d) der Richtlinie 2000/75/EG unter Berücksichtigung der Lage in diesen drei Mitgliedstaaten Schutz- und Kontrollzonen abgegrenzt werden.(4) In Griechenland haben die Ergebnisse der epidemiologischen Überwachung gemäß der Entscheidung 2000/350/EG der Kommission(2) (13000 Proben) ein genaues Bild der Seuchenlage ergeben und zu dem Schluss geführt, dass das Virus in geringem Umfamg in bestimmten Gebieten des griechischen Hoheitsgebiets vorkommt.(5) Griechenland hat seit November 1999 (Ministerialerlass Nr. 398171, geändert durch den Ministerialerlass Nr. 331765) einzelstaatliche Maßnahmen erlassen, mit denen die Verbringung und Ausfuhr von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten ihres Spermas, ihrer Eizellen und ihrer Embryos aus seinem gesamten Hoheitsgebiet in andere Mitgliedstaaten bzw. in Drittländer verboten wird.(6) Griechenland führt im Rahmen der Entscheidung 2000/71/EG der Kommission(3) ein spezielles Überwachungsprogramm durch, um eine mögliche Wiedereinschleppung aus dem Ausland schnellstmöglich feststellen zu können.(7) Es ist jedoch notwendig, in Griechenland eine Schutz- und eine Kontrollzone gemäß der Richtlinie 2000/75/EG abzugrenzen, wobei die verfügbaren epidemiologischen, geographischen und klimabezogenen Daten zu berücksichtigen sind.(8) Darüber hinaus muss den wirtschaftlichen Auswirkungen der Verbringungsbeschränkung Rechnung getragen werden. Daher ist es angezeigt, das gesamte Hoheitsgebiet Griechenlands als Schutz- und Kontrollzone zu betrachten.(9) Diese Entscheidung wird spätestens am 1. Februar 2002 und insbesondere hinsichtlich der Lage in Griechenland überprüft.(10) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Anhang I enthält die hinsichtlich des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit, Virus Serotyp 2, unter die Schutz- und Kontrollzonen fallenden Verwaltungseinheiten.Die Verbringung und Ausfuhr lebender Tiere von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten, ihres Spermas, ihrer Eizellen und Embryos aus diesen Schutz- und Kontrollzonen ist verboten.Artikel 2Anhang II enthält die angesichts der Seuchenlage in Griechenland unter die Schutz- und Kontrollzone fallenden Verwaltungseinheiten.Die Verbringung und Ausfuhr lebender Tiere von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten, ihres Spermas, ihrer Eizellen und Embryos aus dieser Schutz- und Kontrollzone ist verboten.Griechenland lässt die Verbringung von lebenden Tieren von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten, ihres Spermas, ihrer Eizellen und Embryos zwischen den Schutz- und Kontrollzonen zu. Erforderlichenfalls legt Griechenland jedoch für diese Verbringung aus bestimmten Teilen seines Hoheitsgebiets besondere Veterinärbedingungen fest.Artikel 3Diese Entscheidung wird spätestens am 1. Februar 2002 überprüft.Artikel 4Die Entscheidungen 2000/350/EG, 2000/598/EG(4), 2000/685/EG(5), 2000/715/EG(6) und 2000/734/EG(7) der Kommission werden aufgehoben.Artikel 5Diese Entscheidung ist an die Französische Republik, die Griechische Republik, die Italienische Republik und das Königreich Spanien gerichtet.Brüssel, den 9. Februar 2001Für die KommissionDavid ByrneMitglied der Kommission(1) ABl. L 327 vom 22.12.2000, S. 74.(2) ABl. L 124 vom 25.5.2000, S. 58.(3) ABl. L 24 vom 29.1.2000, S. 53.(4) ABl. L 253 vom 7.10.2000, S. 47.(5) ABl. L 283 vom 9.11.2000, S. 44.(6) ABl. L 290 vom 17.11.2000, S. 51.(7) ABl. L 295 vom 23.11.2000, S. 35.ANHANG ISchutzzonenFrankreich:Corse du sud, Haute CorseSpanien:BalearesItalien:Sardegna: Cagliari, Nuoro, Sassari, OristanoSicilia: Agrigento, Caltanissetta, Catania, Enna, Messine, Palermo, Ragusa, Siracusa, TrapaniCalabria: Catanzaro, Cosenza, Crotone, Reggio Calabria, Vibo ValentiaBasilicata: Matera, PotenzaCampania: SalernoKontrollzonenItalien:Campania: Avellino, Benevent, Caserta, NapoliaPuglia: Bari, Brindisi, Foggia, Lecce, TarentoANHANG IISchutzzonenNomos: Arta, Evia, Larissa, Lesvos, Magnesia und DodekanesiaKontrollzonenNomos: alle, die nicht unter die Schutzgebiete fallen.