CELEX: C2006/060/26
Language: de
Date: 2006-03-11 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom  1. Dezember 2005  in der Rechtssache C-447/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesgerichts Innsbruck [Österreich]): Autohaus Ostermann GmbH gegen VAV Versicherungs AG (Artikel 104 § 3 Absatz 2 der Verfahrensordnung — Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung — Richtlinie 2000/26/EG — Frist für die Prüfung von Schadensersatzansprüchen durch das Versicherungsunternehmen)

11.3.2006   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 60/12
            
         
      BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
   
   (Zweite Kammer)
   vom 1. Dezember 2005
   in der Rechtssache C-447/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesgerichts Innsbruck [Österreich]): Autohaus Ostermann GmbH gegen VAV Versicherungs AG (1)
   
   (Artikel 104 § 3 Absatz 2 der Verfahrensordnung - Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - Richtlinie 2000/26/EG - Frist für die Prüfung von Schadensersatzansprüchen durch das Versicherungsunternehmen)
   (2006/C 60/26)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   In der Rechtssache C-447/04 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Landesgericht Innsbruck (Österreich) mit Entscheidung vom 30. September 2004, beim Gerichtshof eingegangen am 27. Oktober 2004, in dem Verfahren Autohaus Ostermann GmbH gegen VAV Versicherungs AG hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. W. A. Timmermans (Berichterstatter), des Richters R. Schintgen, der Richterin R. Silva de Lapuerta sowie der Richter G. Arestis und J. Klučka — Generalanwalt: P. Léger; Kanzler: R. Grass — am 1. Dezember 2005 einen Beschluss mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 4 Absatz 6 der Richtlinie 2000/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Mai 2000 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und zur Änderung der Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG des Rates (Vierte Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie) ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Rechtsvorschrift nicht entgegensteht, die es dem Geschädigten ermöglicht, das Versicherungsunternehmen zu verklagen, nachdem eine angemessene Zahlungsfrist gesetzt worden ist, die innerhalb der in dieser Bestimmung vorgesehenen Dreimonatsfrist liegt.
   
      (1)  ABl. C 314 vom 18.12.2004.