CELEX: 31967R0129
Language: de
Date: 1967-06-13 00:00:00
Title: Verordnung Nr. 129/67/EWG des Rates vom 13. Juni 1967 zur Festsetzung der Standardqualitäten für Weichweizen, Roggen, Gerste, Mais und Hartweizen für das Wirtschaftsjahr 1967/1968

2302 /67                      AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                         21 . 6 . 67
                                                         ANHANG Ii
                                                                          Rechnungseinheiten je 1 000 kg
                                 Handelsplatz
                                                          Weich weizen      Hartweizen        Roggen     Gerste
                 Kiel                                       97,06                             85,81      84,54
                 Hamburg                                    98,31                              87,06     84,54
                 Bremen                                     98,31                             87,06      84,54
                 Hannover                                   96,95                -
                                                                                               85,70     83,20
                 Kassel                                     96,24                              84,99     82,47
                 Bamberg                                    98 , 1 1            —
                                                                                               86,86     84,36
                 Regensburg                                 95,27               —
                                                                                               84,02     82,43
                 Passau                                     95,27                              84,02     82,43
                 Stuttgart                                  98,30                              87,05     85,00
                 Mannheim                                   98,75                              87,50     85,00
                 Antwerpen                                  97,56                                        83,81
                 Compiègne                                  95,23                                        81,48
                 Chartres                                   92,11                                        78,36
                 Rouen                                      95,27                               —
                                                                                                         82,43
                 La Pallice                                 95,27               —
                                                                                                —
                                                                                                         82,43
                 Poitiers                                   91,96                               —
                                                                                                         78,60
                 Tours                                                          —
                                                                                                 —
                                                                                                         78,28
                 Châteauroux                                92,11               —
                 Marseille                                   98,75           117,50                      85,00
                 Toulouse                                    94,82                                       79,25
                 Reggio Calabria                             98,75              —
                                                                                                   -
                 Palermo                                     98,75                               —
                 Cagliari                                    98,75
                 Ancona                                      96,37
                 Genova                                      96,15           1 1 7,50                    83,25
                 Roma                                        98,75               —
                                                                                                           --
                 Grosseto                                    97,44               —
                                                                                                         83,25
                 Firenze                                     96,52                                -
                 Napoli                                      98,75                               —         -■■-
                 Foggia                                      98,75
                 Bari                                        98,75
                                    VERORDNUNG Nr . 129/67/ EWG DES RATES
                                                       vom 13 . Juni 1967
                 zur Festsetzung der Standardqualitäten für Weichweizen, Roggen , Gerste ,
                             Mais und Hartweizen für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968
DER RAT DER EUROPAISCHEN                                                   auf Vorschlag der Kommission,
WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT -
                                                                           in Erwägung nachstehender Gründe :
      gestützt auf den Vertrag zur Gründung der                            Die gemeinsamen Preise für Weichweizen,
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                  Roggen, Gerste, Mais und Hartweizen müssen
                                                                       bestimmten Standardqualitäten entsprechen.
      gestützt auf die Verordnung Nr . 120/ 67/EWG
 des Rates vom 13 . Juni 1967 über die gemein­                             Es ist angebracht , daß die Standardqualitä­
same Marktorganisation für Getreide (1), insbe­                        ten, für welche diese Preise festgesetzt werden,
 sondere auf Artikel 32 Absatz (2),                                    so weit wie möglich den durchschnittlichen Qua­
                                                                       litäten des in der Gemeinschaft geernteten Ge­
f 1 ) ABl . Nr. 117 vom 19 . 6 . 1967 , S. 2269 / 67 ,                 treides entsprechen.
 ---pagebreak--- 21 . 6.67                         AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                    2353 / 67
       Für diese Standardqualitäten können die                       — Anteil des Schwarzbesatzes : 0,5 v. H.
durch die Verordnung Nr. 61 der Kommission                        fSchwarzbesatz sind Unkrautsamen, Mutter­
(') festgesetzten Normen beibehalten werden —                     korn, verdorbene Körner, Brandbutten, Spelzen.
                                                                  Verunreinigungen, Insektenfragmente und Kä­
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :                                fer),
                                                                     — Anteil des Auswuchses : 1 v. H. ,
                             Artikel 1
                                                                     — Anteil des Bruchkorns : 2 v. H. ;
       Für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968 wird die                    d) Eigengewicht : 71 Kilogramm je Hektoliter.
für den Richtpreis, die Interventionspreise und
den Schwellenpreis maßgebende Standardquali­                                          Artikel 3
tät für Weichweizen wie folgt bestimmt :
                                                                      Für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968 wird die
       a) gesunder und handelsüblicher Weichwei­                  für den Richtpreis, die Interventionspreise und
zen von gesundem Geruch und einer dem Weich­                      den Schwellenpreis für Gerste maßgebende
weizen eigenen Farbe, der der durchschnitt­                       Standardqualität wie folgt bestimmt :
lichen Beschaffenheit des in der Gemeinschaft
unter normalen Bedingungen geernteten Wei­                            a) gesunde und handelsübliche Gerste von
zens entspricht ;                                                 gesundem Geruch und einer der Gerste eigenen
       b) Feuchtigkeitsgehalt : 16 v . H. ;                       Farbe, die der durchschnittlichen Beschaffenheit
                                                                  der in der Gemeinschaft unter normalen Bedin­
       c) Anteil der Bestandteile, die nicht ein­                 gungen geernteten Gerste entspricht ;
wandfreies Grundgetreide sind : insgesamt
5 v . H., davon :                                                     b) Feuchtigkeitsgehalt : 16 v . H. ;
       — Anteil des Kornbesatzes : 1,5 v . H. (Korn­
                                                                      c) Anteil der Bestandteile, die nicht einwand­
besatz sind Schmachtkorn,                          Fremdgetreide,
                                                                  freies Grundgetreide sind : insgesamt 3 v . H. , da­
Schädlingsfraß und Körner mit Keimverfär­                         von :
bung),
       — Anteil des Schwarzbesatzes : 0,5 v. H.                       — Anteil des Fremdgetreides : 2 v. H. ,
(Schwarzbesatz sind Unkrautsamen, Mutterkorn,                         — Anteil der fremden Stoffe : 1 v. H. ;
verdorbene Körner , Brandbutten, Spelzen, Ver­
unreinigungen, Insektenfragmente und Käfer),                          d) Eigengewicht : 67 Kilogramm je Hektoliter .
       — Anteil des Auswuchses : 1 v . H. ,
                                                                                       Artikel 4
       — Anteil des Bruchkorns : 2 v . H. ;
       d) Eigengewicht : 75 Kilogramm je Hekto­                       Für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968 wird die
liter .                                                           für den Richtpreis, den Interventionspreis und
                                                                  den Schwellenpreis für Mais maßgebende Stan­
                                                                  dardqualität wie folgt bestimmt :
                             Artikel 2
                                                                      a) gesunder und handelsüblicher Mais von
       Für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968 wird die                gesundem Geruch ;
für den Richtpreis, die Interventionspreise und
den Schwellenpreis für Roggen maßgebende                              b) Feuchtigkeitsgehalt : 15 v. H. ;
Standardqualität wie folgt bestimmt :                                 c) Anteil der Bestandteile, die nicht einwand­
        a) gesunder und handelsüblicher Roggen von                freies Grundgetreide sind : insgesamt 8 v . H., da­
gesundem Geruch und einer dem Roggen eige­                        von :.
nen Farbe, der der durchschnittlichen Beschaf­
                                                                      — Anteil des Bruchkorns : 2 v . H. (Bruchkorn
fenheit des in der Gemeinschaft unter normalen
                                                                  im Sinne dieser Verordnung sind Teile von Mais­
Bedingungen geernteten Roggens entspricht ;                       körnern oder Maiskörner, die durch ein Loch­
       b) Feuchtigkeitsgehalt : 16 v. H. ;                        sieb von 4,5 mm durchfallen),
       c) Anteil der Bestandteile, die nicht einwand­                 — Anteil von Schädlingsfraß, verdorbenen
freies Grundgetreide sind : insgesamt 5 v. H. , da­               Körnern einschließlich hitze- und frostgeschä­
von :                                                             digter Körner : 5 v. H. ,
       — Anteil des Kornbesatzes : 1,5 v . H. (Korn­                  — Anteil der fremden Stoffe : 1 v . H.
besatz sind Schmachtkorn, Fremdgetreide, Schäd­
 lingsfraß),                                                                           Artikel 5
                                                                     Für das Wirtschaftsjahr 1967/ 1968 wird die
 i 1 ) ABl . Xr. 59 vom 13 . 7 . 1962 , S. 1671 / 62 .            für den Richtpreis, die Interventionspreise, den
 ---pagebreak--- 2354/67                   AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                   21.6
garantierten Mindestpreis und den Schwellen­                Brandbutten, Spelzen, Verunreinigungen, Insek­
preis für Hartweizen maßgebende Standardqua­                tenfragmente und Käfer);
lität wie folgt bestimmt :
                                                                c) Eigengewicht : 78 Kilogramm je Hektoliter .
     a) gesunder und handelsüblicher Hartweizen
von gesundem Geruch, trocken, von bern­
                                                                                 Artikel 6
steingelber bis -brauner Farbe, an der Bruch­
stelle von glasigem, durchscheinendem und horn­                 Zur Durchführung dieser Verordnung
artigem Aussehen und von einer Qualität, die
der Durchschnittsqualität des in der Gemein­                    a) erfolgt die Feststellung des Feuchtigkeits­
schaft unter üblichen Bedingungen geernteten                gehalts unter Bezugnahme auf das in Anhang I
Hartweizens entspricht ;                                    angegebene Verfahren ;
     b) zulässiger Hundertsatz der Hartweizen­                  b) sind die Bestandteile, die nicht einwand­
körner nicht einwandfreier Qualität : insgesamt             freies Grundgetreide darstellen, in Anhang II
24 v. H., davon :                                           definiert, es sei denn, daß diese Verordnung eine
     — Hundertsatz der Hartweizenkörner, die                andere Definition enthält ;
ihr glasiges Aussehen, auch teilweise, verloren                 c) wird die Methode zur Bestimmung der
haben, und Weichweizenkörner : 20 v. H. , davon
                                                            Weizenkörner, die ihr glasiges Aussehen ver­
höchstens 4 v. H. Weichweizenkörner,
                                                            loren haben, nach dem Verfahren des Artikels 26
     — Hundertsatz des Kornbesatzes : 3,5 v. H.             der Verordnung Nr. 120/67/EWG festgelegt.
(zu Kornbesatz zählen : Schmachtkorn, Körner
 anderer Getreidearten als Hart- und Weich­
weizen, Schädlingsfraß und Körner mit Keim­                                       Artikel 7
verfärbungen),
     — Hundertsatz des Schwarzbesatzes : 0,5 v. H.              Diese Verordnung tritt am 1 . Juli 1967 in
 (zu    Schwarzbesatz       zählen :    Unkrautsamen,        Kraft .
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
             in jedem Mitgliedstaat.
                 Geschehen zu Brüssel am 13 . Juni 1967 .
                                                                          Im Namen des Rates
                                                                              Der Präsident
                                                                               Ch. HEGER
                                                    ANHANG I
                               Praktische Bezugsmethode zur Wassergehaltsbestimmung
              Prinzip
                 Das Produkt wird bei 130 0 C und normalem Luftdruck getrocknet , und zwar
              während einer gemäß der Partikel empirisch festgelegten Zeit, so daß der auf
              100 Gramm bezogene Gewichtsverlust mit dem mittels der Basis-Bezugsmethode
              festgestellten Prozentgehalt an Wasser übereinstimmt .
              Anwendungsgebiet
                 Diese Trocknungsmethode bei 130 0 C gilt für zerkleinerte Körner und für Mehle .
              Die Teilchengröße muß bei oder unterhalb 1700 ;X liegen ; weniger als 10 v. H. der
              Partikel dürfen größer als 1000 ;x   und mehr als 50 v . H. der Partikel müssen klei­
              ner als 500 ; J. sein .
              Geräte
                 Präzisionswaage (Genauigkeit : 0,1 Milligramm).
                 Zerkleinerungsapparat, der keine Erwärmung bewirkt, leicht zu reinigen ist und
              den unter „ Anwendungsgebiet " gestellten Forderungen entspricht (z . B. zerlegbare
               Kegelmühle).
 ---pagebreak--- 21 . 6 . 67                       AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                                                 2355/67
                 Metallgefäß mit Deckel ; die Nutzfläche muß eine solche Verteilung der Probe
            ermöglichen , daß 0,2 Gramm auf 1 cm2 kommt .
                 Elektrisch beheizter, temperaturgeregelter Trockenschrank, der auf eine Tem­
            peratur zwischen 130° C und 133° C 0) eingestellt ist und eine ausreichende Lüftung
            besitzt (2).
                 Exsikkator mit Phosphoranhvdrid und Metallplatte .
            Reagenzien
                 Phosphoranhydrid (P2O5) rein , p. a .
            Arbeitsverfahren
                 Probenahme :
                 Man bringt mindestens 5 Gramm der Substanz in das nach Verweilen in dem
            Trockenraum und Abkühlung im Exsikkator austarierte Metallgefäß . Das Wiegen
            soll mit einer Genauigkeit von 0,2 Milligramm erfolgen . Mit feuchten Produkten
            muß rasch gearbeitet werden .
            Konditionierung ( Vortrocknung oder Befeuchtung) und Schroten, falls es sich um
            Körner handelt :
                  Körner, die zwischen 10 v. H. und 13 v. H. Wasser enthalten , werden nicht kon­
            ditioniert . Der Wassergehalt trockenerer oder feuchterer Körner soll zwischen diese
            Grenzwerte gebracht werden . Der häufigste Fall ist die Vortrocknung : Jedes die
            Probe enthaltende Gefäß wird für 7 bis 10 Minuten in den Trockenschrank gestellt ,
            herausgenommen , zugedeckt und in den Exsikkator gestellt .
                 Sobald das Gefäß auf die Temperatur des Laboratoriums abgekühlt ist , wird
            es gewogen . Die Probe wird sogleich zerkleinert. Das Pulver wird in das Gefäß
            geschüttet und nochmals gewogen . Zwischen den beiden Wägungen sollen weniger
            als 2 Minuten liegen .
            Wasserentzug
                 Die Proben werden für 2 Stunden in den Trockenschrank gestellt, auf die oben
            angegebene Weise herausgenommen und nach Abkühlung im Exsikkator sogleich
            gewogen .
                                                                    ANHANG II
                   Definition der Bestandteile, die nicht einwandfreies Grundgetreide sind
             1 . Fremde Stoffe sind : nicht giftige Unkrautsamen , verdorbene Körner, Spelzen ,
                  Insektenfragmente und Käfer .
            2.    Einzelne Besatzfraktionen :
                 a) Bruchkorn :
                      Bruchkorn sind alle Körner, bei denen Teile des Endosperms freiliegen .
                      Hierunter fallen auch angeschlagene Körner und Körner mit ausgeschlagenen
                      Keimlingen .
                 b) Schmachtkorn :
                      Schmachtkorn von Weizen sind alle Körner, die nach Entfernung sämtlicher
                      anderen Besatzfraktionen aus der Getreideprobe durch ein 2-mm-Schlitz­
                      sieb fallen .
                      Schmachtkorn von Roggen sind Körner, die nicht nur an der Furche , sondern
                      zusätzlich an den Kornseiten und dem Kornrücken deutlich sichtbare Ein­
                      schrumpfungen aufweisen .
                 c) Fremdgetreide :
                      Fremdgetreide sind alle nicht zum Grundgetreide gehörenden Getreide­
                      körner . Bei Hartweizen zählen sämtliche Weichweizenkörner, bei Weich­
                      weizen sämtliche Hartweizenkörner zum Fremdgetreide .
            (*) Lufttemperatur im Innern tles Trockenschranks .
            (2) Der Trockenschrank soll eine solche Wärmekapazität haben , daß er , wenn er auf eine Temperatur von 131° C eingestellt
                worden ist , diese Temperatur in weniger als 1 Stunde wieder erreichen kann , nachdem die Höchstzahl gleichzeitig zu trock­
                nender Proben hineingestellt wurde .
                Die Ventilation soll so beschaffen sein , daß , «enn alle Weichweizenproben , die der Schrank enthalten kann, 2 Stunden
                lang gleichzeitig getrocknet werden , die Ergebnisse mit Bezug auf die nach 4stündiger Trocknung erzielten Ergebnisse eine
                unter 0,1 v.H. liegende Differenz aufweisen .
 ---pagebreak--- 2356/67                   AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                             21 . 6.67
               d) Auswuchs :
                   Auswuchs liegt vor, wenn Wurzel- oder Blattkeime mit bloßem Auge deut­
                   lich zu erkennen sind . Zur Beurteilung des Auswuchsgehalts darf jedoch der
                   allgemeine Habitus der Getreideprobe nicht außer acht gelassen werden . Bei
                   manchen Getreidepartien, zum Beispiel bei Hartweizen , tritt — sortenmäßig
                   bedingt — der Keimling stark hervor, so daß bei der Bewegung des Getreides
                   die den Keimling bedeckende Schale aufbricht und Auswuchs vorgetäuscht
                   wird . Ein solches Korn ist nicht als Auswuchs zu bezeichnen . Auswuchs ist
                   erst dann vorhanden , wenn am Keimling deutlich sichtbare , vom Normal­
                   zustand leicht zu unterscheidende Veränderungen eingetreten sind .
               e) Schadlingsjraß :
                   Zum Schädlingsfraß zählen diejenigen Körner, die Fraßstellen aufweisen .
                   Auch Wanzenweizen gehört zur Untergruppe Schädlingsfraß .
               f) Keimverfärbung :
                    Körner mit Keimverfärbungen sind Körner mit braunen bis braunschwar­
                    zen Verfärbungen der Schale am unversehrten , nicht ausgewachsenen
                    Keimling .
               g) Verdorbene Körner :
                    Verdorbene Körner sind solche , die durch Fäulnis, Schimmel- oder Bakterien­
                    befall oder durch sonstige Einwirkungen für die menschliche Ernährung
                    unbrauchbar geworden sind .
                    Zu den verdorbenen Körnern gehören auch hitzegeschädigte Körner. Hitze­
                    geschädigte Körner sind solche vollausgebildeten Körner, deren Schale eine
                    graubraune bis schwarze und deren Mehlkörper beim Durchschneiden eine
                    gelblichgraue bis bäunlichschwarze Färbung zeigt .
                    Durch die Weizengallmücke geschädigte Körner zählen dann zur Unter­
                    gruppe verdorbene Körner, wenn durch den sekundär auftretenden Pilz­
                    befall mehr als die Hälfte der Kornoberfläche grau bis schwarz verfärbt ist.
                    Hat die Verfärbung weniger als die Hälfte der Kornoberfläche erfaßt, so
                    zählt das Korn zum Schmachtkorn .
                    Zu den verdorbenen Körnern zählen außerdem frostgeschädigte Körner und
                    bei Gerste verkohlte Körner .
                h) Verunreinigungen :
                    Zu den Verunreinigungen zählen sämtliche Bestandteile einer Getreide­
                    probe, die bei einer Siebung mit einem 3,5-mm-Schlitzsieb als Rückhalt und bei
                    einer Siebung mit einem 1-mm-Schlitzsieb als Durchfall auftreten .
                               VERORDNUNG Nr . 130/67/ EWG DES RATES
                                               vom 13 . Juni 1967
             zur Festsetzung der Standardqualitäten für bestimmte Arten von Getreide,
             Mehl , Grobgrieß und Feingrieß sowie der Regeln für die Festsetzung der
                                           Schwellenpreise dieser Arten
 DER RAT DER EUROPAISCHEN                                   same Marktorganisation für Getreide ( l), insbe­
 WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT -                                  sondere auf Artikel 5 Absatz (5) Buchstabe a),
                                                                auf Vorschlag der Kommission,
     gestützt auf den Vertrag zur Gründung der                  in Erwägung nachstehender Gründe :
 Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,                          Die Schwellenpreise für Hafer, Hirse aller
                                                            Art, Buchweizen, Kanariensaat sowie für in Ar­
     gestützt auf die Verordnung Nr . 120/67/EWG
  des Rates vom 13 . Juni 1967 über die gemein­             (!) ABl . Nr. 117 vom 19 . 6 . 1967 , S. 2269/ 67 .