CELEX: 31989R2760
Language: de
Date: 1989-09-13 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2760/89 der Kommission vom 12. September 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tafeltrauben mit Ursprung in Israel

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13. 9. 89                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. L 266/45
                              VERORDNUNG (EWG Nr. 2760/89 DER KOMMISSION
                                                vom 12. September 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tafeltrauben mit
                                                   Ursprung in Israel
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                 Nr. 3811 /85 (*), müssen die zu berücksichtigenden Notie­
GEMEINSCHAFTEN —                                                rungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                                bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten festge­
                                                                stellt werden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Tafeltrauben
                                                                mit Ursprung in Israel an zwei aufeinanderfolgenden
                                                                Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenz­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und            preis gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese
                                                                Tafeltrauben erhoben werden.
Portugals,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates         Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­            erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die        zugrunde zu legen :
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                        — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
                                                                     punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                     Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
in Erwägung nachstehender Gründe :                                   nungssatz, der , sich auf den Leitkurs dieser
                                                                    Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 zweiter
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr              Unterabsatz letzter Gedankenstrich der Verordnung
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­            (EWG) Nr. 1676/85 des Rates (^. zuletzt geändert
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1636/87 Q,
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­         — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in                   sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die               kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                  während      des   bestimmten    Zeitraums    für  die
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
beiden letzten für das betreffende Herkunftsland verfüg­             hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
baren Einfuhrpreise sein.                                           vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 917/89 der Kommission
vom 10. April 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für
Tafeltrauben für das Wirtschaftsjahr 1989 (3) wurde der
Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I auf
48,90 ECU je 100 kg Eigengewicht für die Zeit vom 1 .           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
September bis zum 31 . Oktober 1989 festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                    Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten         Auf Einfuhren von Tafeltrauben (KN-Code 0806 10 15
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese          und 0806 10 19) mit Ursprung in Israel wird eine
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz          Ausgleichsabgabe in Höhe von 4,16 ECU je 100 kg
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle              Eigengewicht angewandt.
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                          Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)
                                                                Diese Verordnung tritt am 14. September 1989 in Kraft.
(') ABl. Nr. L 1 18 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
0 ABl. Nr. L 118 vom 29. 4. 1989, S. 12.                        0 ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1
0 ABl. Nr. L 97 vom 11 . 4. 1989, S. 13.                        0 ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
0 ABl. Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.                        0 ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 266/46                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       13 . 9. 89
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 12. September 1989
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Frans ANDRIESSEN
                                                                       Vizepräsident