CELEX: 51988PC0632
Language: de
Date: 1988-11-21
Title: Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES zur Annahme von zwei spezifischen Programmen für Forschung und technologische Entwicklung auf dem Gebiet der Umwelt STEP : Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz EPOCH : Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken 1989 - 1992 (Von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 632
Vol. 1988/0210
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13. März 2015 über die Sicherheitsvorschriften für den Schutz von EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             KOM(88 ) 632 endg . - SYN 168
                                             Brüssel , den 21 . November 1988
                           Vorschlag für eine
                         ENTSCHEIDUNG DES RATES
    zur Annahme von zwei spezifischen Programmen für Forschung und
          technologische Entwicklung auf dem Gebiet der Umwelt
    STEP : Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz
    EPOCH : Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken
                             1989   -   1992
                     (Von der Kommission vorgelegt )
                                   SI 22 4li ivOV,
                                               ivüv. Î333
                                                     1383 ti]
                                      4 ^ * Swftmw
                                    V b;\
                                       A     wnüàl
                                             wafal
                                           7ϊ?ρ.
 ---pagebreak---                             ZUSAMMENFASSUNG
Spezifische Forschungs– und technologische Entwicklungsprogramme
                       auf dem Gebiet der Umwelt
STEP (Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz )
EPOCH (Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken )
                              1989 - 1992
Die beiden Programme geben einen Beitrag zur Durchführung des
Absatzes 1.3 des Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung
( 1987–1991 ). STEP umfasst die unter Umweltschutz , kulturelles Erbe ,
grössere    technologische  Risiken   und   Brandsicherheit  fallenden
Themen ; EPOCH behandelt die Bereiche unter der Überschrift Klima¬
tologie und natürliche Risiken . Beide Programme führen bereits auf
diesen Gebieten bestehende , 1986 begonnene Programme weiter .
Hauptziele der Programme sind :
      für die Umweltpolitik der Gemeinschaft wissenschaftliche und
      technische Abstützung zu liefern , und zwar mit Schwerpunkt auf
      vorbeugenden und voranschauenden Massnahmen ;
      mit Hilfe der Koordination nationaler F&E Programme auf dem
      Gebiet der Umwelt die Produktivität der Gesamtforschungsbemü¬
      hungen zu erhöhen , Doppelarbeit zu reduzieren und Lücken in
      der wissenschaftlichen Erfassung zu ermitteln ;
      als Beitrag zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen
      Zusammenhalts der Gemeinschaft die gesamtwissenschaftliche und
      - technische Qualität auf diesem Gebiet zu fördern .
STEP umfasst neun Forschungsbereiche :
-     Umwelt und menschliche Gesundheit
-     Bestimmung von mit Chemikalien verbundenen Risiken
      atmosphärische Vorgänge und Luftqualität
-     Wasserqualitat
      Boden- und Grundwasserschutz
      Okosystemf orschung
-     Schutz und Erhaltung des europäischen kulturellen Erbes
-     Technologien für den Umweltschutz
-     grössere technologische Risiken und Brandsicherheit
                                                                    •2
 ---pagebreak---                                   2
EPOCH ist in vier Forschungsbereiche unterteilt :
     Frühere Kidmate und Klimaveränderungen
-    Klimaprozesse und -modelle
     klimatische Belastungen und klimabedingte Gefahren
-    Erdbebenrisiken .
Die beiden Programme werden in Form von Vertragsforschung mit
Kostenbeteiligung , Koordinationstätigkeit ( einschliesslich konzer¬
tierter Aktionen) , Ausbildungs- und Fortbildungsaktivitäten ,
Studien und Situationsanalysen durchgeführt .
Die für die beiden spezifischen Programme nach Absatz 1.3 des
Rahmenprogramms als notwendig betrachteten Finanzmittel belaufen
sich auf 115 Millionen ECU . Sie werden unterteilt in 75 Millionen
für STEP und 40 Millionen für EPOCH .
                                                                   '3
 ---pagebreak---                     INHALTSVERZEICHNIS
                                                          Seite
Zusammenfassung
1.   Einleitung .                                               ^
2.   Wissenschaftlich-Technischer Inhalt .                     6
3.   Finanzierung und Ausführung .     .                       9
4.   Kurzbeschreibung der Forschungsprogramme ;
     4.1 STEP : Wissenschaft unf Technologie für .            13
                  den Umweltschutz
     4.2 EPOCH : Europäisches Programm für .                  25
                  Klimatologie und natürliche Risiken
ENTWURF EINES VORSCHLAGES FÜR EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES
     ANHANG
FINANZIELLE DATEN UND FINANZUBERSICHT
BEURTEILUNG DER AUSWIRKUNGEN AUF MITTEL- UND KLEINUNTERNEHMEN
STELLUNGNAHME DES VERWALTENDEN BERATUNGS - UND KOORDINIERUNGS ¬
AUSSCHUSSES ( BVKA) "UMWELT UND KLIMATOLOGIE"
 ---pagebreak---                                     1
            ENTWURF EINES VORSCHLAGS FÜR ZWEI SPEZIFISCHE
        FORSCHUNGS - UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNGSPROGRAMME
                       AUF DEM GEBIET DER UMWELT
STEP : Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz
EPOCH : Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken
                               1989 - 1992
1 . EINLEITUNG
    Dieser Vorschlag bildet einen wissenschaftlichen Ansatz der
    Europäischen Gemeinschaft zur Lösung der Umweltprobleme der
    neunziger Jahre .
    Seit  der  Welt-Umweltkonferenz   von   1972 ln   Stockholm und    der
    Aufnahme der EG-Umweltpolltlk 1973 sowie ähnlicher Initiativen
    auf nationaler Ebene ist eine Reihe von Umweltproblemen gelöst
    oder verringert worden . Die Sorge um die Umwelt ist jedoch heute
    grösser als je , da neue , oftmals schwer lösende Fragen auf ge¬
    taucht sind . Ihr Umfang variiert zwischen lokalem , regionalem
    und globalem Ausmass .
    Klimaveränderungen       aufgrund      der      Akkumulation       von
     'Treibhaus' gasen ln der Atmosphäre und des Ozonschwunds in der
     Stratosphäre sind heute nicht mehr nur von wissenschaftlichem
    Belang . Zu ihnen treten andere , ebenfalls vom Menschen verur¬
     sachte Veränderungen , die das Funktionieren des globalen
    Ökosystems beeinträchtigen und neuerdings Gegenstand eines
    weltweiten Forschungsprogramms , des IGBP            ( Internationales
     Geosphären-Biosphären-Programm) sind .
 ---pagebreak---                                  2
Auf regionaler Ebene beeinträchtigt - meist von Energieumsatz
und -nutzung herrührende – Luftverschmutzung landwirtschaftliche
Kulturen , Wälder , Seen und die menschliche Gesundheit .
Abfallbeseitigung führt zu internationalen Kontroversen . Die
Verwendung synthetischer organischer Chemikalien und ihre Abgabe
nimmt laufend zu . Moderne intensive Landwirtschaft hat oft
schädliche Wirkungen auf die Umwelt , die behoben werden müssen .
Die Qualität der Böden ist bedroht , und Grundwasserreserven
laufen die Gefahr , für menschlichen Gebrauch ungeeignet zu
werden . Die GAP–Reform wird durch Stillegung von Anbauflächen ,
die in Gefahr geraten , sich selbst überlassen zu werden , zu
neuen Umweltproblemen führen . ln den tropischen Gebieten
schreitet die Entwaldung in alarmierendem Tempo fort . Pflanzen-
und Tierarten sterben ln zunehmender Zahl aus , was das Potenzial
der biologischen Ressourcen für die Zukunft verringert .
Übermässige Landnutzung führt im Verbund mit klimatischen
Extremen    zu vermehrter Erosion und    ln   ariden und  semiariden
Gebieten zur Wüstenbildung . Küstengewässer werden eutrophlslert ;
die marine Lebensgemeinschaft wird bedroht . Menschliche Fehl¬
planung    erhöht Risiko und / oder Auswirkung von Erdrutschen ,
Überflutungen ,    Bränden   und   Erdbeben .   Das  Risikopotential
komplexerer Technologie wurde durch         einen grösseren Unfall
nuklearer , und durch mehrere schwere Unfälle chemischer Natur
 ins Licht gerückt .
Angesichts vieler dieser Probleme ist es schwierig , wenn nicht
 unmöglich , die passende Strategie zu bestimmen , da die
 beteiligten Phänomene , ihre Konsequenzen für Mensch und Umwelt ,
 die Wirksamkeit lindernder , abhelfender und adaptiver Massnahmen
 sowie deren unerwünschte Wirkungen nicht ausreichend bekannt
 sind . Ausgedehnte , zugleich höchst leistungsfähige Forschung zu
 diesem Thema ist erforderlich .
 Das heisst nicht , dass politische Aktionen aufgeschoben werden
 sollten , bis eine komplette Einsicht gewonnen ist . In den
 meisten Fällen kann man bereits Massnahmen ergreifen , die in die
 richtige Richtung gehen ; F&E sind jedoch unentbehrlich ,
                                                                     •6
 ---pagebreak---                                        3
um   sie    zu   präzisieren    und    zu    verbessern   und     technisch
brauchbare ,    kosteneffektive     und    gesellschaftlich     akzeptable
Umweltmassnahmen auszuarbeiten .
Zutreffend     ist   auch ,  dass  strenge     Umweltvorschriften      wirt ¬
schaftlich sinnvoll sein können , da sie die Industrie ermutigen ,
verfeinerte Technologien zu entwickeln und anzuwenden sowie
Energie und Rohmaterial zu sparen .
Als    Ziel    der    Umweltforschung     kann    die  Risikoanalyse       im
breitesten     Sinne    definiert  werden ,    während   Risikomanagement
Gegenstand der Umweltpolitik ist . Forschung und Politik zusammen
sollten zu signifikanter Risikominderung führen .
Wegen der allgemein grenzüberschreitenden Natur der Probleme ,
des interdisziplinären Charakters der erforderlichen Arbeit und
der Notwendigkeit , Kenntnisse und Fähigkeiten von Naturwissen¬
 schaftlern     verschiedener     Fächer ,      Ingenieuren ,    Volkswirt ¬
schaftlern      und    Soziologen    zusammenzubringen ,      kann    vieles
 zugunsten internationaler Zusammenarbeit in der Umweltf orschung
vorgebracht werden . Eine derartige Zusammenarbeit ist von
besonderem Nutzen für die Mitgliedsstaaten der Europäischen
Gemeinschaft       mit    gemeinsamen      Umweltproblemen      und     einer
 gemeinsamen Politik , die an einem grossräumigen wirtschaftlichen
 Integrationsprozess teilnehmen .
 Diese Zusammenarbeit ist seit einer Anzahl von Jahren bereits im
 Gange ,  und die EG-Umweltforschungsprogramme haben in grossem
 Umfang nützliche Resultate geliefert , wie es in den beiden
 aufeinanderfolgenden Bewertungspanels ( 1985 und 1988 ) anerkannt
 worden ist . Der Wirkungsgrad dieser Programme ist durch
 Teilnahme europäischer Nichtmitgliedstaaten im Rahmen von COST
 sowie    durch     spezifische   Kooperationsabkommen        mit    anderen
 Industrieländern erhöht worden .
                                                                              • *7
                                                                                /
 ---pagebreak---                              - 4 -
Die derzeitigen Programme wurden 1986 begonnen . Sie umfassen
Umweltschutz , Klimatologie und natürliche Risiken sowie grössere
technologische Risiken .
Die   hier   vorgeschlagenen      Programme      haben   zum   Ziel ,  sie
fortzusetzen und zu erweitern . Sie folgen dem Durchführungs–
absatz 1.3 des Rahmenprogramms für Forschung und technologische
Entwicklung ( 1987-1991 ), der festlegt , das der Zweck der Umwelt¬
forschung in der "Gewinnung der für die Durchführung der
EG–Umweltpolitik sowie der EG-Verbraucherschutzpolitik und für
deren    Weiterentwicklung       erforderlichen        wissenschaftlichen
Erkenntnissen ln den Bereichen Umweltschutz , Klimatologie und
Sicherheit und ferner ln einem Beitrag zu anderen relevanten
Gemeinschaftspolitiken ( Energie , Landwirtschaft , Industrie ,
Entwicklungshilfe)" besteht .
Darüberhinaus behandeln die zwei Programme auch die meisten
wissenschaftlichen Probleme , die Teil des IGBP ausmachen , auch
als "Global Change" bekannt . Dazu wären sie ein erster , wenn
auch bescheidener Beitrag der Gemeinschaft zu diesem ehrgeizigen
langfristigen Unternehmen , welches ln der nicht so fernen
Zukunft einen weit grösseren Einsatz Europas verlangen könnte .
Hier   wird   eine    Kurzfassung     der     vorgeschlagenen    Programme
gegeben . Detaillierte Beschreibungen liegen in den Arbeits¬
dokumenten XII / 527 / 88 und XII / 526 / 88 vor .
Die Ziele der Programme sind :
 1.  Bereitstellung der wissenschaftlichen und technischen
     Unterstützung für die Umweltpolitik der EWG , insbesondere im
     Hinblick auf vorbeugende und vorausschauende Massnahmen ;
 2.  durch die Koordination nationaler F&E Programme Verbesserung
     der Gesamt forschungsbemühungen in der Gemeinschaft ;
 3 . als Beitrag zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen
     Zusammenhalts der Gemeinschaft Förderung der gesamtwissen¬
     schaftlichen und -technischen Qualität auf diesem Gebiet .
                                                                           Î
 ---pagebreak---                               - 5 -
Hinsichtlich des ersten Zieles erfordert die Forschung zur
Unterstützung der Umweltpolitik entweder stärker auf die
angewandte Forschung ausgerichtete , kurzfristige Arbeiten , die
konkrete Antworten auf praktische politische Fragen liefern
sollen , oder Langzeltarbeiten , die das Verständnis grundlegender
Phänomene ermöglichen und eine Grundlage für längerfristig zu
ergreifende Massnahmen schaffen sollen , um eine Politik der
Vorbeugung und rechtzeitigen Erkennung der Umweltprobleme ln die
Wege zu leiten .
Das zweite Ziel kann zusammen mit dem ersten verfolgt werden .
Die Koordination hat sich ln der Vergangenheit als lohnend
erwiesen . Nationale Forschungsprogramme sind unter verschiedenen
gemeinsamen Aktionen zusammengefasst worden , an denen sich lm
Rahmen von COST auch Nichtmitgliedstaaten beteiligten . Übrigens
werden transnationale Projekte ln dem neuen Programm die Regel
 sein .
Das     dritte Ziel   Ist  nicht  das  unbedeutendste . Europäische
 Forschung sollte von höchster Qualität sein . EG-koordinlerte
 Projekte können durch Synergiewirkung das Niveau erhöhen und die
 wissenschaftliche Produktivität fördern , wie eine 1988 für das
 Bewertungspanel    durchgeführte  blbllometrlsche  Studie  gezeigt
 hat .
 Öffentliche Finanzierung Ist lm Umweltsektor , ln dem ein
 Grosstell der Forschung auf regelnde Eingriffe ausgerichtet Ist
 und definitiv zum Vorwettbewerbsstadium gehört , wichtig und
 unumgänglich . Auch die Industrie hat die Notwendigkeit
 anerkannt , dass grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiet der
 Ökologie , Toxikologie und Messmethoden ln EG-f lnanzlerten
 Programmen der nötige Platz eingeräumt wird .
                                                                  '9
 ---pagebreak---                                  - 6 -
2 . WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHER INHALT
    Der Inhalt der Programme wurde nach zahlreichen Konsultationen
    und eingehender Erörterung mit dem BVKA und den mit Ihm
    verbundenen Arbeitsgruppen einschliesslich der Industrie fest ¬
    gelegt . Andere Generaldirektionen , besonders GD XI , haben Ihren
    eigenen Forschungsbedarf angegeben .
    Die Empfehlungen der kürzlichen Bewertung sind voll berück¬
    sichtigt worden . Der Bewertungsausschuss bestätigte , das die
    erreichten Ziele den im Ratsbeschluss festgelegten entsprechen .
    Er erkannte auch die Qualität der ausgeführten Forschung an und
    kam zu dem Schluss , die Gelder seien effektiv genutzt worden .
    Entsprechend den Empfehlungen des Ausschusses wird bei der
    Durchführung des Programms , besonders bei der Veranstaltung von
    Ausschreibungen für Vorschläge , der Schwerpunkt auf die klaren
     Ziele innerhalb der allgemeinen und spezifischen Zielsetzungen
     des Programms gelegt .
     Infolgedessen und in Anbetracht der durch das Rahmenprogramm
    vorgegebenen Beschränkungen der Mittel beinhaltet der vor¬
     liegende Vorschlag zwei Forschungsprogramme : STEP (Wissenschaft
     und Technologie für den Umweltschutz ) und EPOCH ( Europäisches
     Programm für Klimatologie und natürliche Risiken) .
     STEP erstreckt sich auf alle in 1.3 des Rahmenprogramms unter
     den   Titeln   "Umweltschutz",   "kulturelles  Erbe",    " grössere
     technologische Risiken" und "Brandsicherheit" genannten Umwelt¬
     forschungsthemen .
 ---pagebreak---                                  7
Das Programm ist in neun Forschungsbereiche unterteilt :
1.  Umwelt und menschliche Gesundheit : Ziel ist der Schutz der
    menschlichen Gesundheit vor Umweltverschmutzung             ( ein¬
    schliesslich derjenigen im Innern von Gebäuden) durch
    rechtzeitige Ermittlung von Risikogruppen , Expositions¬
    quantifizierung und Identifizierung von Früheffekten sowie
    mittels epidemiologischer Überwachung .
2.  Bestimmung von mit Chemikalien verbundenen Risiken :
    Bestimmung potentieller Risiken von Chemikalien für die
    menschliche Gesundheit und Umwelt als Grundlage für eine
    Gemeinschaftsregelung .
3.  Atmosphärische Vorgänge und Luftqualität : Ermittlung des
    Schadstoffumsatzes     ln  der  Atmosphäre   und    der Belastung
    terrestrischer und aquatischer Ökosysteme durch die Luftver¬
    schmutzung .
4.  Wasserqualität : Entwicklung und Erprobung analytischer
    Methoden zur Bestimmung der Wassergüte und Untersuchung der
    Schadstoffveränderungen in wässriger Umgebung sowie deren
    Auswirkungen auf lebende Zielorganismen .
5.  Boden- und Grundwasserschutz : Schaffung einer
    wissenschaftlichen Grundlage für den Bodenschutz und die
    Vermeidung von Grundwasserverschmutzung .
 6.  Okosystemf orschung : Erweiterung des Wissens über Struktur ,
     Funktionsweise und Anfälligkeit von Ökosystemen im Hinblick
     auf die Bestimmung einer langfristigen Strategie zu deren
     Schutz , Wiederherstellung und / oder Management .
                                                                       11
 ---pagebreak--- 7•  Schutz und Erhaltung des europäischen kulturellen Erbes :
    Erarbeitung einer wissenschaftlichen Grundlage für belang¬
    reiche    Aspekte    von   Kultur-  und   Umweltpolitik ,   der
    Gemeinschaft .
8 * Technologien für den Umweltschutz ; Entwicklung und Erprobung
    von Verfahren zur Abfallbehandlung und–lagerung sowie zur
    Verringerung von Emissionen einschliesslich des Einsatzes
    " sauberer Technologien".
9.  Grössere technologische Risiken und Brandsicherheit ;
    Erarbeitung     einer wissenschaftlichen Basis        für   die
    Bestimmung von die Gesamtbevölkerung betreffenden Risiken
    durch potentiell gefährliche industrielle Aktivitäten sowie
    durch Brände in Gebäuden , für die Milderung von Unfallfolgen
    und für den Entwurf von Unfallverhütungsausrüstungen unter
    gebührender Berücksichtigung menschlicher Faktoren .
EPOCH betrifft Untersuchungen des Klimas ,      besonders   der von
Treibhausgasen verursachten Klimaveränderung , der mit Klima¬
veränderung und -Schwankung verbundenen Gefahren und Risiken
sowie andere natürliche Erscheinungen .
Das Programm ist in vier Forschungsbereiche unterteilt :
 1. Frühere Klimata und Klimaveränderung : Untersuchungen der
    Klimabedingungen und -Veränderungen zu Zeiten , als der
    Mensch das Klima noch nicht oder kaum beeinflusste , sollen
     ein besseres Verständnis des Klimasystems ohne menschlich
    verursachte Veränderungen bewirken , das auch von Wert sein
     wird , um die Verwendbarkeit mathematischer Modelle zur
     Simulierung     des   wirklichen  Klimas    unter    bekannten
     Bedingungen zu testen .
 2.  Klimaprozesse und -modelle : Ziel ist ein besseres
     Verständnis der die einzelnen Komponenten des Klimasystems
     beeinflussenden Mechanismen , um unsere Fähigkeit zu
     verbessern , Klimawechsel , und besonders die durch den
     Treibhauseffekt hervorgerufenden Änderungen zu simulieren
     und vorauszusagen .
 ---pagebreak---     3.  Klimatische Belastungen und klimabedingte Risiken : Ziel ist
        das Verständnis der Auswirkungen klimatischer und hydrogeo-
        logischer Faktoren , insbesondere der Klimaveränderung , auf
        verschiedenen         Sektoren       der     europäische       Umwelt
         (Meeresspiegel , Land- und Wasserressourcen)               und das
        Auftreten    von     risikoträchtigen     Phänomenen    ( Erdrutsche ,
        Überschwemmungen , Waldbrände ) .
    4.   Erbebenrisiko : Entwicklung und Verbesserung der Mittel zur
         Voraussage , Vermeidung und Verringerung des seismischen
         Risikos in Europa , nicht nur in erdbebenträchtigen Gebieten ,
         sondern auch ln solchen mit geringer Seismlzität , ln denen
         j edoch stark exponierte Objekte ( Industrleanlagen , Kraft -
         werke , StaudSmme usw .) vorhanden eind .
    Weitere Einzelheiten zu den beiden Programmen sind weiter unten
    unter Punkt 4 zu finden .
3 . FINANZIERUNG UND AUSFÜHRUNG
    Der    Gesamtmittelaufwand     für   die   Finanzierung   des    laufenden
    Rahmenprogramms      sollte    für   den   vorgesehenen    Zeitraum    115
    Millionen ECU nicht überschreiten . Folgende Aufteilung auf die
    Programme wird vorgeschlagen :
                         STEP      -   75 Millionen ECU
                         EPOCH     -   40 Millionen ECU
     Innerhalb jedes einzelnen Programms sollten die Mittel erst nach
    Prüfung der erhaltenen Projektvorschläge und Befragung des BVKA
     zugeteilt werden . Die Forschung über grössere technologische
    Risiken im Rahmen von STEP sollte jedoch mit mindestens 12
    Millionen ECU finanziert werden , um einen signifikanten Beitrag
     zu    ermöglichen .    Dies     entspricht    den    Empfehlungen     des
     Bawertungspanels .
 ---pagebreak---                                 10
Die verfügbaren Mittel werden zu folgenden Zwecken eingesetzt :
a) Kostenbeteiligung an Forschungsverträgen für Projekte , die
     auf öffentliche Ausschreibungen hin vorgelegt worden sind .
     Solche    Projekte   haben      grundsätzlich   transnationalen
     Charakter . Ein EG-Beitrag von 50Z (oder 100% bei marginalen
     Kosten von Universitäten und Forschungsinstituten) bildet
     die Regel , doch wird die Bearbeitung der Anträge flexibel
     gehandhabt ;
b ) Koordinierung von auf nationaler Ebene finanzierten
     Projekten einschliesslich der Weiterführung gemeinsamer
     Aktionen im Rahmen von COST ;
c)   Grenzüberschreitende Ausbildung von Wissenschaftlern auf
     hohem Niveau ;
d ) Untersuchungen und Bestandsaufnahmen , Quellenanalysen und
     Programmplanungsaktionen ;
e)   Verbreitungen von F&E Ergebnissen .
Man wird sich bemühen , durch Verteilung von Informationsmaterial
und Verbindungen zu Fachorganisationen ein breites Spektrum von
Teilnehmern     ln das     Programm einzubeziehen       ( Forschungs ¬
organisationen , Industrie elnschliessllche kleiner und mittlerer
Unternehmen , Universitäten ). Es ist zu erwarten , dass die erste
Ausschreibung im ersten Trimester 1989 veröffentlicht wird .
Spezifischere Ausschreibungen werden später folgen . Es ist
vorgesehen , den Ausschreibungen für Forschungsvorschläge genau
definierte Projekte zugrundezulegen , was wahrscheinlich eine
 einfachere und rationellere Auswahl von Vorschlägen erlaubt . Die
Vorschläge werden von unabhängigen Experten aus Industrie ,
 Forschungsorganisationen und Universitäten aufgrund ihrer
 Qualität , Bedeutung für das Programm und Aussicht auf Erfolg
 beurteilt . Die Entscheidung , sie zu finanzieren , wird von der
 Kommission nach Konsultation mit dem BVKA getroffen . Als Regel
 sollte gelten , dass nur gut ausgearbeitete kooperative Projekte ,
 an   denen  Institutionen   in    mindestens   zwei Mitgliedstaaten
 beteiligt sind , für die Finanzierung in Frage kommen .
 ---pagebreak---                                      11
Sachgerechte     Verbindungen     werden    zu    anderen    Gemeinschaf ts-
F&E-Programmen und -aktivitäten auf genommen , die in stärkerem oder
schwächerem    Ausmass   die    Umwelt   zum    Gegenstand     haben :    MAST
(Meereswissenschaf t   und    -technologie ) ,  AFE    (Aktionen   zugunsten
der Umwelt) , REWARD (Abfall-Recycling-F&E ) , JOULE (Nichtnukleare
Energie ), Holz , Landwirtschaftliche Forschung , Strahlenschutz
und Lagerung von radioaktivem Abfall .          ( STEP umfasst nicht die
nuklearen Risiken) .
   Besonderes Gewicht wird auf die Koordination mit den Aktivitäten
   der   Gemeinsamen Forschungsstelle       auf    dem Gebiet    der    Umwelt
   gelegt .
   Assoziierung oder Teilnahme europäischer Nichtmitgliedstaaten
   ist über das COST-System und durch bilaterale Rahmenabkommen mit
   EFTA-Ländern möglich .
   Das Programm wird von der Kommission mit Unterstützung des von
    der Entschliessung des Rates vom Juni 1984 geschaffenen BVKA Nr .
    11 verwaltet .
    Bei der wissenschaftlichen Verwaltung der Programme werden die
    Forschungsprojekte ,    soweit dies geeignet ist ,       in zunehmenden
    Masse   nach   Themen-   oder   Unternehmenbereichen      zusammengelegt
    werden , mit einem der Vertragsnehmer als Koordinator der teil¬
    nehmenden Forschungsgruppen . In dieser Weise ist es möglich , die
    Zunahme im Personalstand im Verhältnis weit unter der Zunahme
    der Finanzmittel zu halten , wobei auch die kürzere Laufzeit der
    Programme in Betracht gezogen wurde .
    Eine    unabhängige    Gesamtbewertung     ist    vorgesehen ,     die   zu
    Berichten führen wird , welche in Übereinstimmung mit der ent ¬
    sprechenden Entschliessung des Rates und der Mitteilung der
    Kommission sowie den Vorschriften des Artikels 2 § 2 des Rahmen¬
    programms ausgearbeitet werden .
 ---pagebreak---                               12
Grundlage der Bewertung sind die Zielsetzungen der Programme ,
die allgemeinen Ziele der einzelnen Forschungsbereiche und die
sachdienlichen praktischen Ziele , die in Abstimmung auf die
Meinung des BVKA im Stadium der Ausschreibungen definiert
werden .
Diese    praktischen Ziele werden auf Gebieten technologischer
Entwicklung wie Technologien für den Umweltschutz , grossere
technologische Risiken und Brandsicherheit oder Erdbebenrisiko
eher eng gefasst . Sie sind breiter zu definieren auf Gebieten ,
die langfristige Umweltprobleme wie Okosystemf orschung oder
klimatische    Prozesse beinhalten , bei denen wissenschaftliche
Kreativität und unerwartete Ergebnisse eine bedeutende Rolle
 spielen .
 ---pagebreak---                                         13
4.     KURZBESCHREIBUNG DER BEIDEN FORSCHUNGSPROGRAMME
4.1    STEP : Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz
A)     EINLEITUNG
       STEP Ist eine Fortsetzung und Erweiterung des derzeit laufenden 4 .
       Umweltschutz-Forschungsprogramms ( 1986-1990 ) und umfasst ausserdem
       die Folgeauswertung des Pilotprogramms für grössere technologische
       Risiken .
       Der wissenschaftliche Inhalt von STEP umfasst das gesamte Spektrum
       der Forschungsthemen , die ln Kapitel 1.3 des Rahmenprogramms unter
       den Überschriften "Umweltschutz ", Kulturelles Erbe ", " Grössere
       technologische Risiken" und " Brandsicherheit" aufgeführt sind (mit
       Ausnahme derjenigen , die primär von der GFS behandelt werden).
       Auf der Grundlage der derzeit laufenden Programme und ihrer
       Ausweitung befasst sich STEP mit den allgemein als Hauptaufgaben
       der Umwelt forschung der frühen neunziger Jahre angesehenen Aspekten
       mit der Ausnahme von Klimaänderungen . Sie betreffen im einzelnen :
       -      Luftverschmutzung und ihre Auswirkungen auf nichtmenschliche
              Empfänger ( terrestrische und aquatische Ökosysteme )
              Ozon in der Stratosphäre
       -      Bestimmung der Auswirkung von Chemikalien
        -     Umwelt und menschllche Gesundhelt
        -     Lagerung toxischer Abfälle
              Verlust der biotischen Vielfalt und Erhaltung von Arten und
              Habitaten
        -     Landwirtschaft und Umwelt
              Ökosystem-Forschung
              Meeresverschmutzung und Schutz der marinen Umwelt
              Schutz des kulturellen Erbes
        Diese Themen sind im Ge samt Zusammenhang der globalen Veränderung zu
        sehen , wie sie im IGBP behandelt werden ; STEP wird zusammen mit
        EPOCH unter Rahmenbedingungen durchgeführt , die einen wesentlichen
        Beitrag zur Untersuchung dieser bedeutenden Aufgabe unserer Zeit
        leisten können .
 b)     ERGEBNISSE DER VORHERGEHENDEN PROGRAMME
         Eine kritische unabhängige Analyse der Leistungen der früheren
        Programme findet sich ln zwei Bewertungsberichten ( 1 ) ( 2 ), die von
        Gremien hervorragender Wissenschaftler verfasst worden sind ( die
         Bewertung von 1985 umfasst auch den entsprechenden Teil des
         GFS-Programms ) .
 ( 1 ) Bewertungsbericht Nr . 14 , EUR 10.164 , 1986
 ( 2 ) Bewertungsbericht Nr . .., EUR . . 1988
                                                                             17
 ---pagebreak---                                      14 -
   Die Kommission hat die Ergebnisse dieser Programme in zahlreichen
   Berichten veröffentlicht ; eine Reihe von offenen Symposien und
   Workshops      fand     weithin       Beachtung .    In      den     meisten
   Forschungsbereichen wurden zusammenfassende Forschungsberichte
   erarbeitet , die eine vollständige Übersicht Ober die in den
   einzelnen Bereichen erreichten Ergebnisse geben .
C) WISSENSCHAFTLICHER INHALT
        FORSCHUNGSBEREICH 1 ; UMWELT UND MENSCHLICHE GESUNDHEIT
        Allgemeine Ziele : Neue , vorbeugende Methoden des Schutzes der
        menschlichen      Gesundheit      gegen    Umweltbelastungen      durch
        rechtzeitige          Identifizierung        von        Risikogruppen ,
        Quantifizierung der Umweltbelastung von Zielorganismen und
        Organen und Identifizierung früher ( reversibler) Effekte sowie
        durch     hochentwickelte       Techniken    der     epidemiologischen
        Überwachung . Untersuchung des Einflusses der Luftqualität von
        Innenräumen auf die menschliche Gesundheit .
         1.1   Entwicklung biologischer Markierer für Exposition und
              vorklinische Effekte
        - Entwicklung von Methoden zur Bevölkerungsüberwachung und von
           Systemen zur Identifizierung exponierter Individuen/Gruppen
           und zur Quantifizierung von interner Exposition , Targetdosis
           und Läsionen auf zelluarem und subzelluarem Niveau .
        - Frühindikatoren von gesundheitsschädigenden              Auswirkungen
           einer       Umweltschadstof fexpositlon ,       die      für      die
           Gesamtbevölkerung verwendbar sein muss .
         1.2   Entwicklung einer Umweltepidemiologie in der Europäischen
               Gemeinschaft
         Entwicklung und Einsatz der epidemiologischen Überwachung , die
         folgendes umfasst :
         - vergleichende Auswertung der Datensammlungen in den
           Mitgliedstaaten ,           die        Umweltexposition           und
           Gesundheitsstatistik betreffen , Untersuchung der Möglichkeit
           einer Verknüpfung dieser Daten
         - Entwicklung       von     Methoden      der     Datenanalyse      zur
            Identifizierung     gesundheitsschädigender      Auswirkungen    von
           Umweltfaktoren
         - Koordinierung       der    Umweltepidemiologie      innerhalb     der
            Europäischen Gemeinschaft .
                                                                               18
 ---pagebreak---                                       15
      1.3    Luftqualität von Innenräumen und ihr Einfluss auf den
             Menschen
      - Bestimmung der Exposition
      - Messungen der Auswirkungen auf die Gesundheit
      - Sammeln von Daten Ober Exposition und Gesundheit
      - Entwicklung von Methoden der Datenanalyse
FORSCHUNGSBEREICH 2 : BESTIMMUNG DER MIT CHEMIKALIEN VERBUNDENEN
                          RISIKEN
Allgemeines Ziel ; Festlegung von Methodologien zur Bestimmung mit
Chemikalien verbundener potentieller Risiken für die menschliche
Gesundheit und Umwelt , zur Abstützung vorliegender und zukünftiger
Gemeinschaftsregelungen , insbesondere der Richtlinie 79 / 831 / EWG .
2.1   Entwicklung     und     Erprobung  von   Protokollen     im   Rahmen  der
      Richtlinie        79 / 831 /EWG    über      die      Bestimmung      von
      Gesundheltsrlsiken
Der Schwerpunkt wird auf die Bestimmung von Mutagenität und
Karzinogenität gelegt ( quantitative Mutagenese und Mechanismen ,
Entwicklung von Tests für nicht gentoxische Karzinogene , Erprobung
von Tests für Genom-Mutationen ) .
In Betracht zu ziehende neue Forschungseinrichtungen umfassen :
-   krebsrelevante Endpunkte , z.B. Rekombination , Genamp li fikat ion
    u.a .
-   Entdeckung spezifischer Keimzellen-Mutagene
-   Entwicklung einer allgemein           anwendbaren     In-vitro-Probe zur
    Feststellung         gentoxischer         Effekte       bei       niedrigen
    Expositionsniveaus .
2.2    Alternativen für die Verwendung von Tieren im Chemikalientest
Die       Forschung     auf       diesem   Gebiet      soll     die    neuesten
Tierschutzvorschriften der Gemeinschaft unterstützen , indem sie die
wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung von Methoden
verbessert , die bei toxikologischen Tests ohne den Einsatz von
 Tieren auskommen oder ihn verringern , ohne dass die generelle
 Anwendbarkeit der Risikobestimmung geschmälert wird .
 Die Bemühungen werden sich innerhalb des Programms auf einige
 wenige kritische Punkte konzentrieren :
 - metabolische Aktivierung durch nicht von Labortieren stammende
    Präparate
 - Mutationsmessungen auf der Grundlage der DNA-Technologie
 -   neue Toxitätstests auf Zellkulturbasis .
 ---pagebreak---                                 16
2.3 Verfahren zur Bestimmung der ablotischen Zersetzung von
       Chemikalien
Der Schwerpunkt wird auf die Simulation von Zerfallreaktionen in
absorbiertem Zustand und auf die Untersuchung geeigneter Träger¬
substanzen gelegt .
2.4 Forschung über die Bestimmung der ökologischen Wirkungen von
       Chemikalien
Entwicklung von integrierten Tests für "Niveau 1 " und Niveau 2 ",
z.B. :
- Testmethoden       für terrestrische   und   marine  Habitate  unter
    Verwendung     empfindlich    reagierender   und   repräsentativer
    Organismen
- Entwicklung von vergleichenden quantitativen Labor-,
    Mikrokosmen- und Freilandtests zur Vorhersage medienüber¬
    schreitender Wirkungen von Chemikalien
2.5 Ausarbeitung und Einsatz von Modellen quantitativer
       Struktur- /Aktivitäts-Beziehungen ( QSARs )
QSARs       sind    für   wichtige    derzeitige    Überlegungen   zur
Umweltpolitik zunehmend von Interesse und Bedeutung .              Die
Forschung besteht darin , Gültigkeit und Brauchbarkeit             der
wichtigsten QSAR-Methoden sowohl hinsichtlich Gesundheits - als
auch ökologischer Wirkungen zu testen .
 FORSCHUNGSBEREICH 3 : ATMOSPHÄRISCHE VORGÄNGE UND LUFTQUALITÄT
Allgemeines Ziel ; Aufklärung wichtiger physikalisch-chemischer
Prozesse in der Atmosphäre und Bestimmung der Auswirkung der
 Luftverschmutzung auf terrestrische und aquatische Ökosysteme .
 3 . 1 Chemie der Troposphäre , einschliesslich von Analyse ,
       Herkunft , Transport und Eintrag von Schadstoffen und anderen
        Stoffen in die Luft
 Die Forschung konzentriert sich auf folgende Punkte :
 - Analyse von Schadstoffen , insbesondere Entwicklung von
     Ausrüstung und Methodologien , Standardisierung der Messungen
 - Laboruntersuchungen       von   Mechanismen    und  Geschwindigkeit
     wichtiger Reaktionen in der Atmosphäre
 - Freilandmessungen zur Quantifizierung von Emissionen ,
     Transport und Niederschlag .
                                                                   20
 ---pagebreak---                                17
3.2 Chemie der Stratosphäre , Ozonabbau und verwandte Themen
Die Forschung zu diesen Themen , welche die Untersuchungen zum
Klimaeinfluss im Rahmen von EPOCH ergänzen und mit ihnen
zusammen ausgeführt wird , umfasst :
- troposphärische Konzentration und Strömungen der wichtigsten
   Gase sowohl natürlicher als auch anthropogenen Ursprungs
   einschliesslich der Chemlse und der Dynamik dieser Gase ln der
   Troposphäre
- Laboruntersuchungen über Schlüsselprozesse ln der
   stratosphärischen Chemie
- Freilandmessungen zum Ozonabbau ln der Stratosphäre
- Entwicklung und Erprobung von Modellen zur Beschreibung und
   Vorhersage von Veränderungen des stratosphärischen Ozons .
- Bestimmung von Risiken für die menschliche Gesundheit und von
   ökologischen Konsequenzen des Ozonabbaus in der Stratosphäre
3.3 Auswirkungen der Luftverschmutzung auf terrestrische und
      aquatische Okosysteme
Die Forschung in diesem Sektor erstreckt sich auf drei
Hauptziele , d.h . der direkten oder indirekten Wirkung der
Luftverschmutzung auf :
- die      landwirtschaftliche         Produktivität     einschliesslich
   ökonomischer Aspekte
- terrestrische Ökosysteme , besonders Wälder (Baumphysiologie ,
   Wechselwirkungen    mit    anderen     Stressfaktoren ,   Frühdiagnose
   u.ä .)
- aquatlsche Ökosysteme           ( Reversibilität   der     Versauerung ,
 geochemische       Aspekte ,         Wirkungen      auf       Aquatlsche
 Lebengemeinschaften u.ä .)
 FORSCHUNGSBEREICCH 4 : WASSERQUALITÄT
 Allgemeines    Ziel : Entwicklung und Erprobung analytischer
 Methoden zur    Bestimmung der Wasserqualität und spezifischer
 Schadstoffe ,  Untersuchung der Umwandlung von Schadstoffen in
 Gewässern und  der ökologischen Wirkungen von Schadstoffen .
 4.1 Analyse und Umwandlungen von Schadstoffen
 Die Forschungen erstrecken sich Inbesondere auf :
 - analytische     Grundtechniken ,       darunter   Probennahmen     und
    Probenbehandlung ,     Analyse       ausgewählter      Klassen    von
    Verbindungen sowie Sammeln und Verarbeitung analytischer Daten
                                                                        21
 ---pagebreak---                                18
- Verhalten     organischer Mikroschadstoffe in Gewässern (Ver-
    tellungs- und Transportmechanismen , Struktur- / Aktivitäts-
    beziehungen , Bioverfügbarkeit und Bioakkumulation)
- Umsetzung in Gewässern ( chemische und photochemische
    Reaktionen und biologische Umsetzung
- Verhalten und Umsetzung organischer Mikroschadstoffe            bei
    Wasseraufbereitungsverfahren
4 . 2 Schadstof fwirkungen
Die Forschung umfasst :
- Bestimmung       der     ökologischen    Wirkungen    ausgewählter
    Schadstoffe , die von Fall zu Fall identifiziert werden
- Untersuchungen der mit einem Überschuss an Nährstof felementen
    gekoppelten Phänomene , besonders im Küsten- und Flussmündungs¬
    bereich
FORSCHUNGSBEREICH 5 : BODEN- UND GRUNDWASSERSCHUTZ
Allgemeines Ziel : Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage
für Bodenschutz und Vermeidung der Grundwasserverschmutzung .
5.1 Schutz gegen anorganische Schadstoffe
Die Forschung umfasst :
- Verschmutzung durch Metalle : Sorption , Niederschlag /-
    Remoblli8ierung , Komplexbildung und Transport sowie Aufnahme
    durch und Wirkung auf Pflanzen , Bodenfauna und Mikroorganismen
- UberdGngung , besonders mit Stickstoff und Phosphat ( Retention
    im Verhältnis zum Transport ins Grundwasser , Modellierung des
    Transports ,   Nitrifizierung und Entnitrif izierung        sowie
    Emissionen ln die Atmosphäre )
 - Versauerung aufgrund atmosphärischer Einträge
 5.2 Schutz gegen organische Schadstoffe
 - Sorption und Mobilisierung , Transport , biologische und
     chemische Umwandlung , Aufnahme durch und Wirkung auf Pflanzen ,
     Bodenfauna und Mikroorganismen
 5.3 Wirkungen von land- und forstwirtschaftlichen Praktiken
 - Fertigstellung und Erprobung des EG-Erosionsmodells
 - Wirkungen mechanischer Bodenbearbeitung und Drainage auf
     Bodenstruktur   und   Erosion , einschliesslich  der   Bodenver¬
     dichtung
                                                                   22
 ---pagebreak---                                19
- Auswirkungen der Flächenstillegung landwirtschaftlicher Böden
FORSCHUNGSBEREICH 6 :    OKOSYSTEMFORSCHUNG
Allgemeines Ziel : Erweiterung des Wissens über das Funktionieren
von Ökosystemen im Hinblick auf die Festlegung einer
langfristigen Strategie zu deren Schutz , Wiederherstellung
und / oder Management .
6.1 Terrestrische Ökosysteme
Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf folgenden Themen :
- grundlegende Formen und Abläufe (biologischer und
   nichtbiologischer Bereich )
- ökologische Untersuchungen an Populationen und Arten
- Untersuchungen über die Optimalbedingungen für die Erhaltung
   von Habitaten und Entwicklung von Managementstrategien
- Einfluss und Auswirkung von Stressfaktoren wie natürliche
   Faktoren ,     Schadstoff eintrag ,    menschliche      Aktivitäten ,
   spezifische Stressformen ( z.B. kontrollierte und unfall¬
   bedingte Brände und Nutzung von Ressourcen) , Verlust
   genetischer Vielfalt und Ausbreitung gentechnisch veränderter
   Organismen
6.2 Aquatische und Küstenökosysteme ( einschliesslich
      Feuchtgebieten)
Die     Forschung   erstreckt     sich   auf   ein   breites   Spektrum
 aquatischer Systeme :
 - küstennahe benthische Ökosysteme , wobei der Schwerpunkt vor
   allem auf der Verwundbarkeit von küstennahen Ökosystemen wie
   den benthischen Gemeinschaften       des  Litorals und   Sublitorals
   entlang der Nordsee - und Atlantikküste und             spezifischen
   mediterranen Ökosystemen ( z.B. Posidonia) liegt
 - alpine Seen
 - Funktionsweise      der   Ökosysteme     von    Feuchtgebieten    und
    Flussufern
 Besondere     Bedeutung wird        den Wechselwirkungen       zwischen
 miteinander    verbundenen Ökosystemen beigemessen , z.B. dem
 Bereich Fluss /Mündung mit dem Schwerpunkt auf Schadstof fzyklen .
                                                                    23
 ---pagebreak---                                 20 -
FORSCHUNGSBEREICH 7 : SCHUTZ UND ERHALTUNG DES EUROPÄISCHEN
                         KULTURELLEN ERBES
Allgemeines Ziel : Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage
für den Schutz der materiellen Aspekte des kulturellen Erbes
zur      Unterstützung     der    Kultur-    und    Umweltpolitik     der
Gemeinschaft .
7 . 1 Bestimmung der Zerstörungsmechanismen
Natürliche und schadstof fbedingte Verwitterung , chemische und
biologische Zerfallsmechanismen und ihre Wechselwirkungen .
7.2 Kritische Umweltfaktoren
Untersuchungen     des   Mikroklimas ,   Transport -  und   Ablagerungs¬
prozesse u.ä .
7 . 3 Schadensbestimmung
Entwicklung     von   Methoden    und  Techniken    für   die   Schadens¬
bestimmung .
7.4 Materialkennzeichnung
Vergleichende Bewertung verschiedener Materialtypen im Hinblick
auf ihre Stabilität gegenüber Schadstoffwirkungen .
7.5 Schutzverf ahren
Beurteilung der Leistungskennwerte der für den Schutz und die
Instandsetzung verwendeten Werkstoffe und Methoden .
FORSCHUNGSBEREICH 8 : TECHNOLOGIEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
Allgemeines Ziel : Entwicklung und Testen von Verfahren zur
Behandlung und Lagerung von Abfall und Emissionsverringerung
sowie Entwicklung sauberer Technologien .
8.1 Abf allf orschung
Die Forschung betrifft Verwendung , Recycling und Lagerung von :
 - organischen Abfällen (Klärschlamm , landwirtschaftliche
    Abwässer u.a .) in enger Zusammenarbeit mit REWARD im Rohstof f -
    programm und den EG-Demonstrationsaktivitäten (GD XI , GD XVII )
 - toxischen und        gefährlichen Abfällen unter           besonderer
    Berücksichtigung der Kennzeichnung von Abfällen , spezifischen
     Behandlungsverfahren      zur    Erleichterung     der     Bereitung
     spezifischer    Vernichtungs-      und    Recyclingverfahren      und
    biotechnologische Verfahren der Abfallbehandlung           ( in enger
     Zusammenarbeit mit dem FuE-Programm Biotechnologie
 ---pagebreak---                               21
- Abfalllagerung auf dem Land , unter besonderer Berücksichtigung
   der Umweltbelastung für die Auslegung von Deponien sowie
   Risikobeurteilung auf gelassener Deponien
8.2 Emlssionsverrlngerung
Die Forschung konzentriert sich auf :
- Reduzierung der Emissionen ln die Atmosphäre ( soweit nicht
   durch das JOULE-Programm abgedeckt )
- hochentwickelte Technologien der Abwasserbehandlung
- Anwendung biotechnologischer Verfahren
8.3 Saubere Technologien
Entwicklung       neuer      emissionsarmer    Verfahren      oder
Verfahrens integrierter Minderungstechniken mit Schwerpunkt auf
folgenden Industriesektoren :
- Chemlsche Industrie
- Métallurgie
- Metallveredelung und -beschichtung
- Fasern und Textilien
- Gerbereien
Diese Forschung ergänzt Pilot- und Demonstrationsprojekte nach
der Verordnung des Rates EWG 2242 / 87 ( GD XI )   und dient als
Grundlage für deren Förderung .
FORSCHUNGSBEREICH 9 : GROSSERE TECHNOLOGISCHE RISIKEN UND
                        BRANDSICHERHEIT
Allgemeines Ziel : Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage
 für die Bestimmung der durch grössere Industrieabfälle und Feuer
 in Gebäuden enstehenden Risiken für die Gesamtbevölkerung sowie
Untersuchungen der Möglichkeiten , solche Unfälle zu verhüten und
 ihre Folgen zu mindern .
 9.1 Physikalische und chemische Phänomene
 - Phänomenologie der Freisetzung und frühen Dispersionsstadien
   von Gasen und Aerosolen
 - Dispersion über grosse Gebiete mit Schwerpunkt auf dichten
    Gasen und Aerosolen
 - Verbrennung : Bedingungen für die Entstehung verheerender
    Explosionsdrucke und grosser Feuer und Feuerbälle sowie
    Entwicklung und Ausbreitung von Bränden in Gebäuden
                                                              25
 ---pagebreak---                                      - 22
   9.2   Unfallverhütungstechnologien
   -   Sicherheit und Zuverlässigkeit , sowie Verbesserung bestehender
       Technologien       für    Herstellung ,    Lagerung       und    Transport
       gefährlicher Waren , Sicherheitsvorkehrungen sowie mögliche
       Hassnahmen zur Milderung von Unfallfolgen ( z.B. Sprinkler¬
       anlagen)
   -   Alternative      Technologien :     Vermeidung       oder     Verringerung
       gefährlicher Zwischen- oder Endprodukte sowie Vermeidung
       gefährlicher Betriebsbedingungen
   - Messgerätausstattung : Vorwarngeräte / -anlagen und Detektoren und
       ihre Kopplung mit gefahrminderenden Einrichtungen
   9.3   Risikobewertung und -management
   -   Risikoanalyse :          systematische        Risikoerfassung          und
       -quant if iz ierung
   -   Risikomanagement : Organisationssysteme , Risikowahrnehmung durch
       die   Öffentlichkeit ,     annehmbare   Risikoniveaus      und   sozioöko-
       nomlsche Auswirkungen von Rislkokontrollsystemen
   -   menschliche         Faktoren :      Rolle       des       Menschen      ln
       Produktionsverfahren , Arbeitsplatzkonzeption , Wechselbeziehung
       Mensch - Maschine , Verhalten der Bevölkerung bei Unfällen und
       Feuer
D) VERBINDUNGEN UND ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN GEMEINSCHAFTSPROGRAMMEN
   Besondere Bedeutung wird der Komplementarität und der engen
   Koordination mit den entsprechenden Teilbereichen des GFS-Programms
   beigemessen .
   Auf vielen Gebieten , wie atmosphärischer Chemie und der Erosion ist
   ein gemeinsames Vorgehen mit EPOCH geplant .
   Das neue Programm REWARD (Recycling of Waste R&D ) steht unter
   derselben Leitung wie STEP , was eine integrierte Planung der
   Abfallentsorgung ermöglicht .
   Was     die    marine     Umwelt    betrifft ,   so     sind    auf   mehreren
   Forschungsgebieten gemeinsame Arbeit mit dem MAST-Programm (Marine
   Science and Technology ) vorgesehen .
   Die soziologischen und wirtschaftlichen Aspekte werden ln enger
   Zusammenarbeit mit dem FAST-Programm und der Europäischen Stiftung
   für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Dublin
   Behandelt .
                                                                                  26
 ---pagebreak---                                     - 23 -
   Die Umweltforschung führt ihrer Natur nach zu Schnittstellen und
   Verbindungen      mit     zahlreichen     anderen      FuE-Programmen      der
   Gemeinschaft ; wo immer dies zweckmässig ist , sollen enge
   Verbindungen zu diesen Programmen hergestellt werden , dies gilt
   insbesondere für die Programme JOULE , Rohstoffe , Strahlenschutz ,
   Biotechnologie ,      Medizinische      Forschung ,      Wissenschaft      und
   Technologie im Dienste der Entwicklung , Landwirtschaftliche
   Forschung ,      Fischerei        ( GD    XIV ),      CORINE      und      die
   Demonstrationsprogramme für saubere Technologien und Abfall ( GD XI )
   und Energie ( GD XVII ) .
E) BETEILIGUNG      VON      NICHTMITGLIEDSTAATEN        UND      INTERNATIONALE
   ZUSAMMENARBEIT
   Europäische Nichtmitgliedstaaten können sich entweder an dem
   Programm in Folge eines bestehenden Rahmenabkommens für wissen¬
   schaftliche und technische Zusammenarbeit beteiligen oder an
   spezifischen konzertierten Aktionen im Rahmen von COST-Abkommen .
   Die     Kommission      ist     ferner      bestrebt ,      auf     geeigneten
   Forschungsbereichen       die   Zusammenarbeit      mit    nichteuropäischen
   Staaten zu stärken .
   STEP wird einen Beitrag zur Beteiligung der Kommission an EUREKA-
   Projekten , z.B. EUROTRAC und EUROCARE , liefern .
   Die Zusammenarbeit mit entsprechenden internationalen Programmen
   wird      weiter       intensiviert       werden ,      Insbesondere        mit
   Forschungstätigkeiten der WHO und der UNEP . Eine formelle
   Beteiligung an Programmen wie IGBP von ICSU kann in Betracht
   gezogen werden .
F) DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS
   Was die Forschung im engeren Sinne betrifft , wird STEP wie folgt
    abgewickelt :
    -  Vertragsforschung
       Verträge auf Kostenteilungsbasis werden auf der Grundlage von
       Ausschreibungen finanziert , die im Bedarfsfall spezifische ,
       genau definierte kooperative Projekte vorschreiben . Eine
       Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg ist die Regel .
    -  Konzertierte Aktionen
       Konzertierte Aktionen werden normalerweise im Rahmen von COST
       durchgeführt und haben zum Ziel , von den einzelnen Staaten
       finanzierte Forschungsarbeiten zu koordinieren . Sie können durch
       Vertragsforschung       ergänzt    werden ,   um    Lücken    zu    füllen .
       Zusätzlich     zur     Gesamtkoordination      wird    die    Durchführung
       spezifischer strategischer Projekte gefördert .
                                                                               27
 ---pagebreak---                                24 -
-  Koordinationstatigkeit
   Zusätzlich zu den formellen konzertierten Aktionen werden
   weniger formelle und manchmal ad hoc entwickelte Mechanismen
   geschaffen , um spezifische Projekte zu fördern .
Diese Tätigkeiten werden ergänzt durch :
-  Fortbildung , besonders durch Stipendien für Studenten und
   Postgraduierte
-  Bewertung und Quellenanalysen mit         Schwerpunkt auf der
   Zusammenfassung und Vorlage wissenschaftlicher Ergebnisse und
   der Erstellung von Berichten zum unmittelbaren Gebrauch im
   Erlassen von Richtlinien und Umweltmanagement .
                                                              28
 ---pagebreak---                                         25
4.2    EPOCH : Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche
                Risiken .
A)     EINLEITUNG
EPOCH ( Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken ) ist
eine Fortführung und Erweiterung des derzeit laufenden F&E-Programms für
Klimatologie ( 1986-1990 ).
Hinsichtlich    des  wissenschaftlichen    Inhalts     ist EPOCH  als Antwort   auf
folgende Fragen konzipiert worden :
       Welches sind die dringlichsten und wichtigsten Probleme , die im
       Bereich der Klimaveränderung und natürlichen Risiken gelöst werden
       müssen , besonders was Europa angeht ?
       Welche Kenntnisse sind erforderlich , um sie zu lösen ?
       Wie kann dieses Wissen erworben werden ?
   -   Welche Bereiche     sind zu untersuchen und welche Forschungslinien
       aufzustellen ?
Während im derzeitigem Programm der Sektor "Natürliche Risiken" auf eine
Pilotaktion auf dem Gebiet        seismischer Risiken beschränkt       ist , stellt
EFOCH eine Bemühung dar , den Besorgnissen der meisten Mitgliedstaaten der
Gemeinschaft gerechter zu werden , und umfasst daher eine umfassenderes
Spektrum von Risiken ( Erdrutsche , Stürme und Überschwemmungen , Waldbrände ,
 seismische Phänomene ).      Was die Auswirkungen des Klimas angeht , wird
 grösseres Gewicht auf Erscheinungen wie Anstieg des Meeresspiegels als
Folge von Klimaveränderung , Auswirkungen auf Vegetation , Landwirtschaft
und Wasserressourcen sowie die Degradation von Land gelegt , die in Europa ,
besonders unter den Bedingungen fortschreitender Trockenheit ,                    zu
wüstenartigen Zuständen führen kann .
Damit entspricht EPOCH voll und ganz dem im Rahmenprogramm für Forschung
 auf dem Gebiet der Klimatologie und natürlichen Risiken festgelegten
Mandaten :
 "Die Forschung über Klimatologie und natürliche Risiken wird sich auf das
 Verständnis der entsprechenden Mechanismen konzentrieren , z.B. durch
 Entwicklung von leistungsfähigen Modellen , die es gestatten , Ort und Zeit
 solcher Phänomene so genau vorherzusagen , dass Planung und Vorbeugung
 möglich sind , und zwar durch verfeinerte Abschätzung ihrer Auswirkungen in
 bestimmten geographischen , sozialen oder wirtschaftlichen Bereichen der EG
 und durch Lieferung verlässlicher wissenschaftlicher Grundlagen für alle
 Verhütungs - oder Wiederherstellungsmassnahmen ." ( 1 )
 B)     ERGEBNISSE DER VORHERGEHENDEN PROGRAMME
 Für eine Analyse der Leistungen der vorhergehenden Programme ( 1981-1985
 und 1986-1990 ) wird auf den Bewertungsbericht ( 2 ) hingewiesen .              Das
 Gremium stellte insbesondere fest , dass es "beeindruckt war vom Grad der
 strukturellen      Einheit ,    grenzüberschreitender        Zusammenarbeit     und
  Interdi3ziplinariatät des Programms ", während seine Aktivitäten " gut
  ausgewählt , von hohem Standard und gut ausgeführt zu sein" scheinen .
  (1)   AB L 302 vom 24.10.1987 , S.7
  (2)   Bewertungsbericht Nr . .       EUR  • • • • 9 1988
                                                                                 29
 ---pagebreak---                                     - 26
Die Ergebnisse der Forschung im Rahmen der vorherausgehenden Programme
sind in verschiedenen Büchern und Berichten veröffentlicht worden , von
denen die meisten das Resultat von Sitzungen , Symposien und Workshops , und
Kontaktgruppen waren . Hierzu gehört auch das Symposium dass im November 86
in Brüssel stattfand , um den Konsensus der derzeitigen wissenschaftlichen
Ansichten zur Klimaveränderung durch Treibhausgase und die damit
verknüpften Auswirkungen zu ermitteln .
B)    WISSENSCHAFTLICHER INHALT DES PROGRAMMS
      1.  FORSCHUNGSBEREICH 1 : FROHERE KLIMATE UND KLIMAVERÄNDERUNG
          Allgemeines Ziel * Untersuchung von klimatischer Bedingungen und
          von Klimawechseln in Zelten , als der Mensch das Klima noch nicht
          oder kaum beeinflusste .        Dies sollte zu einem besseren
          Verständnis des Funktlonierens des Klimas (Atmosphäre , Ozeane ,
          Biosphäre , Kryosphäre ) ohne anthropogene Einflüsse führen .
          1.1 . Ausarbeitung von Modellen für Extremklimata
          Ausarbeiten von Modellen früherer Klimaschwankungen , die zu
          Extremkllmaten ( z.B. Eiszeiten) geführt haben , für die typische
          Parameter aufgrund indirekte Daten bekannt sind .       Dies sollte
          dazu beitragen , die Brauchbarkeit mathematischer Modelle für die
          Simulation des tatsächlichen Klimas unter bekannten Bedingungen
          zu ermitteln .
           1.2 . übergangsverhalten   des  europäischen Klimas  :   Daten und
                 Modelle
          Rekonstruktion auf grund indirekter Daten und Modellsimulationen
           früherer Klimate mit dem Ziel langfristige Schwankungen ( im
          astronomischen Zeltmassstab )       in ihrer Beziehung zu den
          CO^-Konzentrationen in der Atmosphäre zu verstehen .
           2.    FORSCHUNGSBEREICH 2 : KLIMAPROZESSE UND -MODELLE
           Allgemeines Ziel : Verständnis der Mechanismen , die die
           einzelnen Komponenten des Klimasystems beherrschen , und ihrer
           Wechselwirkungen , um die physikalische Formulierung sowie die
           Parameterbestimmung von Klimamodellen und damit unsere
           Fähigkeit , Klimaveränderungen vorauszusagen zu verbessern .
           2.1 . Nachweis ,   Modellierung    und   Vorhersage   von    Klima-
                 veränderungen , besonders im Hinblick auf die Wirkungen von
                  Trelbhausgasen
           Verbesserung , Testen und Erproben von Klimamodellen zur Erhöhung
           ihrer Voraussagefähigkeit , mit dem Ziel , die regionalen
           Einzelheiten der Klimaänderungen in Europa besser Voraussagen zu
           können .
                                                                         30
 ---pagebreak---                                 27
   2.2 . Globaler Kohlenstof f zyklus
   Multidisziplinäre Forschung über den globalen Kohlenstof f zyklus
   unter Einschluss biologischer , geochemischer und Modellierungs ¬
   aspekte .    Dies würde einen wesentlichen Beitrag zu unserem
   Verständnis von Kohlendioxidquellen und - Senken darstellen ,
   besonders im Hinblick auf zukünftige CC^-Niveaus .
   2.3    Kontinentale Prozesse
   Beobachtung und Ausarbeitung von Modellen der Landoberfläche ,
   die den Austausch von Energie und Masse zwischen Boden und
   Atmosphäre bestimmt .
   2.4 . Klimatische Aspekte von Veränderungen der Ozonschicht und
          Wechselwirkungen zwischen Troposphäre und Stratosphäre
   Datenerfassung      und   Modellstudien   zur   Untersuchung   der
   Beziehungen zwischen Veränderungen der Ozonkonzentration und
   Klima . Die Forschung über dieses Thema stellt eine Ergänzung
   der im STEP-Programm vorgesehenen Untersuchungen zur Chemie der
   Stratosphäre dar , mit denen sie gemeinsam durchgeführt wird .
   2.5 . Wechselbeziehungen zwischen Wolken und Strahlung
   Untersuchung und Ausarbeitung von Modellen zur Rolle von Wolken
   beim Transfer von Energie und Masse innerhalb des Klimasystems .
    2.6 . Ozeanische Strömungsprozesse und Austauschvorgänge zwischen
          Luft und Meer
   Untersuchungen der ozeanischen Strömungsprozesse als Teil von
   Klimamodellen , besonders im Hinblick auf das C0 0 -Absorptions -
   vermögen im Verhältnis zur Temperatur des Meerwassers .
    2.7 . Vorgänge in der Kryosphäre
    Ausarbeitung von Modellen der Eiskappen zum Verständnis ihrer
    Bildung , Stabilität und Auflösung , besonders bei schnellen
    Schmelzvorgängen .
3.  FORSCHUNGSBEREICH 3 : KLIMATISCHE BELASTUNGEN UND KLIMABEDINGTE
    GEFAHREN
    Allgemeines Ziel : Verständnis der Auswirkungen klimatischer und
    hydrogeologischer Faktoren , insbesondere der Klimaveränderung ,
    auf verschiedene Bereiche der Umwelt in Europa .
                                                                 31
 ---pagebreak---                              28 -
3.1 . Veränderungen des Meeresspiegels
Forschung über die klimatischen und geologischen Faktoren , die
für einen künftigen Anstieg in der Höhe des Meeresspiegels
ausschlaggebend sind , Risiken vor Sturmfluten an den Küsten
Europas sowie Auswirkungen , die von einem Anstieg des Meeres ¬
spiegels in Europa für natürliche Ökosysteme und Nutzung der
Küstengebiete zu erwarten sind .
3.2 . Klimatische Belastungen von Land- und Wasserressourcen
Bestimmung der Störungen , die eine Klimaveränderung bei den
komplexen Beziehungen zwischen Vegetation und edaphischen
Parametern hervorrufen könnte .            Die Auswirkungen   eines
CO^-Anstiegs in einem sich verändernden Klima auf Wälder und
landwirtschaftliche Kulturen Europas .
Modelle , die die Auswirkungen einer Klimaveränderung auf hydro¬
logische Systeme ( Oberflächen- und Grundwasservorräte ) kenn¬
zeichnen können .
3.3 . Landdegradation und Wüstenbildung       in Europa bei Klima-
       änderungen
Auswirkungen klimatischer und meteorologischer Faktoren auf die
Bodenerosion , besonders in Gebieten innerhalb Europas , in denen
eine solche Degradation zu wüstenartigen Verhältnissen führen
könnte .
3.4 . Instabilität und Erosion natürlicher Hänge
Zu Erosion und Instabilität natürlicher Hänge führende physika¬
 lische    und anthropogene Faktoren wie etwa solche , die
 grossflächige destruktive Erdrutsche hervorrufen können . Karto¬
 graphierung      von     Risikogebieten ,    Klassifizierung   der
Destabilisierungsprozesse nach Klima , Lithologie , geologischer
 Struktur , Morphologie und aktiver Erosion , sowie Entwicklung von
Verhütungs-, Kontroll - und Rekonstruktionsmethoden .
 3.5 . Stürme und Überschwemmungen
 Verständnis ,    Vorhersage   und   Verringerung   der   mit Über¬
 schwemmungen und ähnlichen Gefahren verbundenen Risiken .
 Methoden und Methodologien für die Untersuchung , Voraus ¬
 bestimmung und Kontrolle von Überschwemmungen und die Erfassung
 von Uberschwemmungsrisiken . Ermittlung der Art und Weise , in der
 Landnutzungspraktiken und andere menschliche Tätigkeiten das
 Auftreten von Überschwemmungen gefördert oder verstärkt haben .
 Verwendung von Radar- und Satellitdaten zur Voraussage und
 Verfolgung schwerer Stürme und zur Verbesserung der hydrolo¬
 gischen Modelle von Einzugsgebieten .
                                                                 32
 ---pagebreak---                                 29
   3.6 . Freilandf euer
   Verständnis der Bedingungen , die Auftreten und Ausbreitung von
   Waldbränden fördern oder verhüten ( Biomasse von Ökosystemen ,
   Vegetationsstruktur , Eigenschaften der pflanzlichen Brennmasse )
   sowie Entwicklung von Methoden , um Ausmass und Häufigkeit von
   Bränden vorauszusehen .
4. FORSCHUNGSBEREICH 4 : ERDBEBENRISIKO
   Allgemeines Ziel : Entwicklung und Verbesserung der Mittel zur
   Voraussage , Vermeidung und Verrrlngerung des seismischen Risikos
   in Europa , nicht nur in Erdbebengebieten , sondern auch in
   Gebieten geringer Seismizität , in denen sich stark gefährdete
   Objekte ( Industrieanlagen , Kraftwerke , Staudämme usw .) befinden .
   4.1 . Makrobebenmessungen
   Forschung und Datenanalyse zu verschiedenen Aspekten der Unter¬
   grundbewegung bei starken Erdbeben ( Untergrundbeschleunigung und
   - geschwindigkeit ) .
   4.2 . Europäische Datenzentren und Informationsdienste
   Schaffung europäischer Einrichtungen ( in einem Netz zusammen¬
   geschlossener Datenzentren) für die Erfassung und den Austausch
    einschlägiger     Daten    und   die   Verbreitung    aufbereiteter
    Informationen zum jeweiligen Stand der seismischen Aktivität für
   Behörden , Pressemedien und Öffentlichkeit .
    4.3 . Multidisziplinäre Untersuchungen zur Erdbebenvorhersage
    Identifizierung von Erdbebenvorläufern sowohl seismischer als
    auch nicht seismischer Natur wie langfristig regelmässig auf ¬
    tretenden Phänomenen und seismische Lücken , Variationen ln den
    Formen der Seismizität , Identifizierung und Kartierung aktiver
    Verwerfungen , geophysikalische Vorläufer ( z.B. geoelektrische ,
    geomagnetische ,     elektrotellurische ,   Schwerkraft    bedingte
    Erscheinungen) , Grundwasser- und Gasemissionen , Untergrunddefor¬
    mationen usw .
    4.4 . Risikobestimmung , einschliesslich Methoden zur Bewertung
          der Anfälligkeit von Wohnsiedlungen , Überlandleitungen
          sowie historischen Gebäuden und Denkmälern
    Beurteilung der Anfälligkeit aufgrund von Analysen früherer
    Schäden .    Untersuchungen    verschiedener    Strukturtypen    zur
    Abschätzung der Mechanismen der Anfälligkeit , Überwachung von
    Risikoobjekten und Studien über die Auswirkungen und
    Konsequenzen von Erdbeben sowie Untersuchungen über die
     Effizienz bestehender Vorschriften und Regelungen .
                                                                    33
 ---pagebreak---                                     - 30 -
         4.5    Aufbau einer Einsatzgruppe für die Feldarbeit nach einem
                destruktiven Erdbeben
         Einsetzung einer Gruppe freiwilliger Wissenschaftler , die bald
         nach einem destruktiven Erdbeben mobilisiert und für die Feld ¬
         arbeit eingesetzt werden kann .
D)  VERBINDUNGEN UND ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN GEMEINSCHAFTSPROGRAMMEN
    Zusammenarbeit - oder Koordination ausgewählter Aktivitäten - ist in
    erster Linie mit dem STEP-Programm vorgesehen , z.B. auf dem Gebiet
    der Erforschung des Ozonabbaus in der Stratosphäre .
    Weiterhin ist eine Zusammenarbeit mit dem Fernerkundungsprogramm der
    GFS vorgesehen , möglicherweise im Rahmen der Koordinierungstätigkeit
    der GD XII auf dem Gebiet der Weltraumaktivitäten , mit der GD VI , im
    Bereich der Waldbrände , mit DG XI hinsichtlich des Programms CORINE
    und der Analyse von Optionen , um den Auswirkungen der angekündigten
    Klimaveränderungen entgegenzutreten , mit der GD XII /E-5 und GD XVII ,
    was das Verhältnis zwischen Energiepolitiken und Klimaveränderung
    betrifft .
E)  BETEILIGUNG VON NICHTMITGLIEDSTAATEN UND INTERNATIONALE ZUSAMMEN-
    ARBEIT
    Im Rahmen von COST ist eine Beteiligung am Programm auch für
    Nichtmitgliedstaaten möglich . Ein Kooperationsabkommen besteht
    bereits mit der Schweiz .      Eine formelle Zusammenarbeit besteht mit
    dem US Department of Energy ( C02~Programm) . Ähnliche Beziehungen
     entwickeln sich mit Kanada und im Hinblick auf die palökllmatlsche
     Forschung mit der Europäischen Wissenschaftsstiftung .
     EPOCH umfasst auch einen grossen Teil der im IGBP-Programm vor¬
     gesehenen Forschungsthemen , die als Grundlage für künftige
     Verbindungen und die Zusammenarbeit mit diesem Programm verwendet
    werden sollten .
     Ähnliches lässt sich über das Welt-Klimaforschungsprogramm und das
     Welt -Klima- Impact-Programm sagen .
 F)  DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS
     EPOCH wird mit verschiedenen Mittel durchgeführt ,
     a)   Die Forschungsarbeiten erfolgen im Rahmen von
          (i)     Vertragsforschung auf Kostenteilungsbasis zur Finanzierung
                  von europäischen Vorhaben mit grenzüberschreitendem
                  Charakter
          ( li)   Koordinierungstätigkeiten durch Weiterführung bereits
                  geschaffener Gruppierungen europäischer Wissenschaftler
                  zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Arbeits¬
                  gruppen , die keine Forschungsmittel von der EG erhalten .
                  Einige dieser Aktivitäten können durch Forschungsaufträge
                  erweitert   werden , um  Schlüsselprojekte auf  bestimmten
                  Gebieten zu unterstützen .
                                                                      34
 ---pagebreak---                             - 31
b) Ausbildungs- und Fortbildungsaktivitäten werden fortgesetzt
   durch
   ( i)   verstärkten Ausbau der bereits bestehenden Europäischen
          Schule für Klimatologie und natürliche Risiken durch ein-
          oder zweijährige Kurse über ausgewählte relevante Themen ,
          die in Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen
          Forschungsinstituten abzuhalten sind .
   ( ii ) Fachstipendien für Doktoranten und junge Wissenschaf tler
          auf Gebieten , die für Klimatologie und natürliche Risiken
          relevant sind .
   ( iii) Veröffentlichung einer Reihe von Büchern und Monographien ,
          die wichtige Themen aus dem Bereich des Programms zum
          Gegenstand haben und den Bedürfnissen verschiedenartiger
          Leserkreise gerecht werden .
                                                                   35
 ---pagebreak---                                                                                1
                                Vorschlag für eine
                              ENTSCHEIDUNG DES RATES
zur Annahme von zwei spezifischen Programmen               für  Forschung-   und
technologische Entwicklung auf dem Gebiet der Umwelt
             STEP :  Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz
             EPOCH : Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken
                                      1989 - 1992
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN       -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts¬
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 130 Q , Absatz 2 ,
auf Vorschlag der Kommission ( 1 ),
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament ( 2 ) ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 3 ),
in Erwägung nachstehender Gründe :
Gemäss Artikel 130 K des Vertrages erfolgt die Durchführung des Rahmen¬
programms im Wege spezifischer Programme , die Innerhalb jeder einzelnen
Aktion entwickelt werden .
 ( 1 ) ABL . Nr . C ...   vom
 ( 2 ) ABL . Nr . C ...   vom
 (3)   ABL . Nr . C ...   vom
                                                                              36
 ---pagebreak---                                                                                       2
Mit seinem Beschluss        87 / 516 / Euratom / EWG ( 4 ) verabschiedete der Rat ein
Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung
( 1987 bis 1991 ), das u.a . Aktionen im Bereich der Umwelt vorsieht .
Zur Auswahl der Gemeinschaf tsakticnen sieht das Rahmenprogramm Kriterien vor ,
die u.a . den Beitrag zur Verstärkung des wirtschaftlichen und sozialen
Zusammenhalts der Gemeinschaft bei gleichzeitiger Wahrung der wissen¬
schaftlichen und technischen Qualität betreffen .
Der Rat der Europäischen Gemeinschaften und die im Rat versammelten
Vertreter der Mitgliedstaaten erklärten in ihrer Entschliessung vom 19 .
Oktober 1987           über die Fortschreibung einer Umweltpolitik und eines
Umweltprogrammes ( 1987-1992 ) der Europäischen Gemeinschaften ( 5 ), dass die
Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen der Umweltpolitik u.a . durch
 geeignete Forschungsprogramme einen der vorrangigen Bereiche für eine Aktion
 der Gemeinschaft darstellt .
 Die Beteiligung bestimmter europäischer Nichtmitgliedstaaten am FuE-Programm
 der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Umwelt würde von Nutzen sein .
 Der Ausschuss für wissenschaftliche und technische Forschung ( CREST) ist
 gehört worden       “
 HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN :
                                            Artikel 1
 Für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft werden zwei spezifische
 Programme für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich der
 Umwelt mit einer vierjährigen Laufzeit, beginnend . beschlossen .
 Diese Programme befinden sich im Anhang .
  ( 4 ) ABL . Nr . L 302 vom 24.10.1987 , S. 1
  ( 5 ) ABL . Nr . C 328 vom 7.12.1987 , S. 1
                                                                                      37
 ---pagebreak---                                                                                      3
                                              Artikel 2
Der Mittelbedarf für die Durchführung der beiden Programme einschliesslich
der Kosten für einen Personalbestand von 30 Mitarbeitern wird auf 115
Millionen ECU veranschlagt , der sich wie folgt auf gliedert :
- STEP (Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz ) : 75 Millionen ECU
- EPOCH ( Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken) : A0
    Millionen ECU .
                                               Artikel 3
Die Einzelheiten der Durchführung der Programme und die Höhe des finan¬
ziellen Beitrags der Gemeinschaft sind im Anhang festgelegt .
                                               Artikel A
 1.     Im dritten Jahr der Laufzeit der Programme nimmt die Kommission eine
        Überprüfung vor und übermittelt dem Rat und dem Europäischen Parlament
        einen Bericht über die Ergebnisse dieser Prüfung , sowie gegebenenfalls
        Vorschläge zur Revision oder Fortschreibung der Programme .
 2.     Die Kommission bewertet die Ergebnisse und legt dem Rat und dem
        Europäischen Parlament einen entsprechenden Bericht vor .
 3.     Die oben genannten Berichte werden unter Berücksichtigung der
        im Anhang festgelegten Ziele und gemäß Artikel 2 , Absatz 2
         des Beschlusses 87 / 516 / Euratom / EUG Ober das Rahmenprogramm erstellt .
                                                Artikel 5
 1.     Die Kommission sorgt für die Durchführung der beiden Programme und wird
        darin von dem Beratenden Verwaltungs - und Koordinierungsausschuss ( BVKA)
        Umwelt und Klimatologie auf der Grundlage des Beschlusses
        8A / 338 / EURATOM / ECSC / EWG des Rates (6 ) unterstützt .
  ( 6 ) ABL . Nr . L 177 vom         A.7.198A , S. 25
                                                                                       38
 ---pagebreak---                                                                                4
2.  Die von der Kommission geschlossenen Verträge regeln die Rechte und
    Pflichten aller Parteien und insbesondere die Verbreitung , den Schutz
    und die Verwertung der Forschungsergebnisse .
                                     Artikel 6
1.  Die Kommission wird gemäß Artikel 130 N des Vertrages
    ermächtigt , mit internationalen Organisationen , mit den Ländern , die an
    der Europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen
    und technischen Forschung ( COST) beteiligt sind , und mit europäischen
    Ländern , die mit der Gemeinschaft Rahmenabkommen über wissenschaftliche
     und technische Zusammenarbeit abgeschlossen haben , Abkommen auszu¬
     handeln , um sie ganz oder teilweise an    den Programmen zu beteiligen .
2.   Wenn zwischen Nichtmitgliedstaaten und der Europäischen Gemeinschaft
     Rahmenabkommen für wissenschaftliche und technische Zusammenar -
      beit    bestehen , können sich Organisationen und Unternehmen , die ln
     diesen Ländern niedergelassen sind , an einem Projekt , das im Rahmen
     dieser Programme durchgeführt wird , beteiligen .
                                      Artikel 7
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
 Geschehen zu                            am
 Im Namen des Rates ,
 Der Präsident
                                                                               39
 ---pagebreak---                                                                    Anhang
                                       - 1 -
                                     I. ZIELE
Umweltprobleme ln der einen oder anderen Form - Luftverschmutzung , Verminderung
der Grundwasserqualität oder Treibhauseffekt - machen sich in fast allen
menschlichen Lebensbereichen bemerkbar .     Dies kommt in den drei    Zielen zum
Ausdruck , die den zwei Programmen , STEP (Wissenschaft und Technologie für den
Umweltschutz ) und EPOCH ( Europäisches Programm über Klimatologie und natürliche
Risiken) gemeinsam sind :
- wissenschaftliche und technische Unterstützung der Umweltpolitik der
   Gemeinschaft , sowie anderen in diesem Zusammenhang relevanten Gemeinschafts ¬
   politiken auf Gebieten wir Energie , Landwirtschaft , Industrie , Entwicklungs¬
   hilfe , sowohl für die Lösung kurzfristiger politischer Fragen als auch für
   die mittel- und längerfristige Ausarbeitung von vorbeugenden und voraus¬
   schauenden Strategie ;
- weitere Verbesserung der Produktivität sämtlicher Forschungsanstrengungen in
   der Gemeinschaft , die Vermeidung von Doppelarbeit und Feststellung von
   Lücken durch Koordinierung der einzelstaatlichen FuE-Programme im Bereich
   der Umweltf orschung ;
-  Förderung der allgemeinen wissenschaftlichen und technischen Qualität im
   Bereich der Umweltforschung als Beitrag zur Stärkung des wirtschaftlichen
   und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft ; hierbei werden FuE Kapazitäten
    auf höchster Ebene in allen Teilen der Gemeinschaft als Vorbedingung für
    ihre harmonische Entwicklung betrachtet .
                                                                              40
 ---pagebreak---                                         2
                                  II . INHALT
STEP (Wlssenschaf t und Technologie für den Umweltschutz )
FORSCHUNGSBEREICH 1 :   UMWELT UND MENSCHLICHE GESUNDHEIT
                        1.1   Entwicklung biologischer Markierer für
                              Exposition und vorklinische Effekte
                        1.2   Entwicklung einer Umweltepidemiologie in der
                               Europäischen Gemeinschaft
                        1.3   Luftqualität von Innenräumen und ihr
                               Einfluss auf den Menschen
FORSCHUNGSGEBIET 2 :    BESTIMMUNG DER MIT CHEMIKALIEN VERBUNDENEN
                        RISIKEN
                        2.1    Entwicklung und Erprobung von Protokollen im
                               Rahmen der Richtlinie 79 / 831 / EWG über die
                               Bestimmung von Gesundheitsrisiken
                         2.2   Alternativen für die Verwendung von Tieren
                               lm Chemikalientest
                         2.3   Verfahren zur Bestimmung der abiotischen
                               Zersetzung von Chemikalien
                         2.4   Forschung über die Bestimmung der
                               ökologischen Wirkungen von Chemikalien
                         2.5   Ausarbeitung und Einsatz von Modellen
                               quantitativer
                               Struktur-/Aktivitätsbeziehungen ( QSARs )
FORSCHUNGSBEREICH 3 :    ATMOSPHÄRISCHE VORGÄNGE UND LUFTQUALITÄT
                         3.1   Chemie der Troposphäre , einschliesslich
                               Analyse , Herkunft , Transport und Eintrag von
                                Schadstoffen und anderen Stoffen in die Luft
                         3.2    Chemie der Stratosphäre , Ozonabbau und
                               verwandte Themen
                         3.3   Auswirkungen der Luftverschmutzung auf
                                terrestrische und aquatlsche Ökosysteme
 FORSCHUNGSBEREICH 4 :   WASSERQUALITÄT
                         4.1   Analyse und Umwandlungen von Schadstoffen
                         4.2 , Schadstof fwlrkungen
                                                                         41
 ---pagebreak---                                    - 3 -
FORSCHUNGSBEREICH 5 : BODEN - UND GRUNDWAS SER SCHUTZ
                      5.1   Schutz gegen anorganische Schadstoffe
                      5.2   Schutz gegen organische Schadstoffe
                      5.3   Wirkungen land- und forstwirtschaftlicher
                            Praktiken
FORSCHUNGSBEREICH 6 : OKOSY STEMFORSCHUNG
                      6.1   Terrestrische Ökosysteme
                      6.2   Aquatische und Küstenökosysteme
                            ( einschliesslich von Feuchtgebieten )
FORSCHUNGSBEREICH 7 : SCHUTZ UND ERHALTUNG DES EUROPÄISCHEN KULTURELLEN
                      ERBES
                      7.1   Bestimmung der Zerstörungsmechanismen
                      7.2   Kritische Umweltfaktoren
                      7.3   Schadensbestimmung
                      7.4   Materialkennzeichnung
                      7.5    Schutzverfahren
FORSCHUNGSBEREICH 8 : TECHNOLOGIEN FUR DEN UMWELTSCHUTZ
                       8.1 Abfallf orschung
                       8.2   Emissionsverringerung
                       8.3   Saubere Technologien
FORSCHUNGSBEREICH 9 :  GROSSERE TECHNOLOGISCHE RISIKEN UND
                       BRANDS ICHERHEIT
                       9.1   Physikalische und chemische Phänomene
                       9.2   Unf allverhütungstechnologien
                       9.3   Risikobewertung und -management
                                                                     42
 ---pagebreak---                                     - 4 -
EPOCH ( Europäisches Programm für Klimatologie und natürliche Risiken)
FORSCHUNGSBEREICH 1 :   FRÜHERE KLIMATE UND KLIMAVERANDERUNGEN
                        1.1   Ausarbeltung von Modellen fur Extremklimate
                        1.2   Ubergangsverhalten des europäischen Klimas :
                              Daten und Modelle
FORSCHUNGSBEREICH 2 :   KLIMAPROZESSE UND -MODELLE
                        2.1   Nachweis , Modellierung und Vorhersage von
                              Klimaveränderungen , besonders im Hinblick
                              auf die Wirkung von Treibhausgasen
                        2.2   Globaler Kohlenstof f zyklus
                        2.3   Kontinentale Prozesse
                        2.4   Klimatische Aspekte von Veränderungen der
                              Ozonschicht und Wechselwirkungen zwischen
                              Troposhäre und Stratosphäre
                         2.5  Wechselbeziehungen zwischen Wolken und
                               Strahlung
                         2.6  Ozeanische Strömungsprozesse und Austausch¬
                              vorgänge
                               zwischen Luft und Meer
                         2.7   Vorgänge in der Kryosphäre
 FORSCHUNGSBEREICH 3 :   KLIMATISCHE BELASTUNGEN UND KLIMABEDINGTE
                         GEFAHREN
                         3.1   Veränderungen des Meeresspiegels
                         3.2   Klimatische Belastungen von Land - und
                               Wasserressourcen
                         3.3   Landdegradation und Wüstenbildung ln Europa
                               bei Klimaveränderungen
                         3.4   Instabilität und Erosion natürlicher Hänge
                         3.5   Stürme und Überschwemmungen
                         3.6   Freilandf euer
                                                                    43
 ---pagebreak---                                     - 5 -
  FORSCHUNGSBEREICH 4 : ERDBEBENRISIKO
                        4.1  Makrobebenmessungen
                        4.2  Europäische Datenzentren und
                             Informationsdienste
                        4.3  Multidisziplinäre Untersuchungen zur
                             Erdb eb envorhers ag e
                        4.4  Risikobestimmung einschliesslich Methoden
                             zur Bewertung der Anfälligkeit von Wohn¬
                             siedlungen , Überlandleitungen sowie
                             historischen Gebäuden und Denkmälern
                        4.5  Aufbau einer Einsatzgruppe für die
                             Feldarbeit nach einem destruktiven Erdbeben
4
 ---pagebreak---                                         - 6 -
                                 III . DURCHFÜHRUNG
Die Programme sind in Form von ( i ) Forschungsverträgen auf Kostenteilungsbasis ,
( ii ) konzertierter Aktionen , ( iii ) Koordinierungstätigkeiten , ( iv ) Bildungs¬
und Ausbildungstätigkeiten und ( v) Studien und Analysen durchzuführen .
Die Beteiligung an den Programmen steht ln der Gemeinschaft niedergelassenen
Hochschulen , Forschungsorganisationen und Industrieunternehmen einschliesslich
kleiner und mittlerer Unternehmen und Einzelpersonen , oder Kombinationen von
solchen offen . Die Vorhaben müssen grundsätzlich transnationalen Charakter
haben .
Die Assoziation und Beteiligung von Nichtmitgliedstaaten , internationalen und
nationalen Organisationen erfolgt auf der Grundlage des Kriteriums des
gegenseitigen Nutzens . Die Assoziation und Beteiligung von europäischen
Nichtmitgliedstaaten ist über COST sowie bilaterale Rahmenabkommen mit den
EFTA-Ländern möglich .
Im Falle von Verträgen auf Kostenteilungsbasis beläuft sich der Beitrag der
Gemeinschaft im allgemeinen auf 50Z der GesamtaufWendungen , doch kann dieser
Prozentsatz je nach Art und Stadium der Forschungen geändert werden . Im Falle
einer Beteiligung von Hochschulen und Forschungsstellen an Vorhaben kann die
Gemeinschaft bis zu 100Z der zusätzlichen Aufwendungen übernehmen .
                                                                                  45
 ---pagebreak---                                            7
                              IV . BEURTEILUNGSKRITERIEN
In der Mitteilung der Kommission an den Rat betreffend einen Aktionsplan der
Gemeinschaft zur Beurteilung der Forschungs - und Entwicklungstätigkeiten der
Gemeinschaft in den Jahren 1987-1991 (K0M(80 ) 660 endgültig ) wird erklärt , dass
die Ziele und Etappen der einzelnen Forschungsprogramme so festzulegen sind ,
dass sie überprüft werden können .
1 . Das erste Ziel der beiden Programme ist die Bereitsstellung
     wissenschaftlicher und technischer Unterstützung für die Umweltpolitik der
     Gemeinschaft und andere ln diesem Zusammenhang relevanten Politiken der
     Gemeinschaft .
     Unter Berücksichtigung der allgemeinen Ziele der einzelnen Forschungsgebiete
     dieser   Programme  sollten   sich  die  Beurteilungskriterien auf folgendes
     erstrecken :
     -  wissenschaftlicher und technischer Fortschritt und sein Beitrag zur
        Lösung kurzfristiger Fragen der Umweltpolitik
     -  Verbesserung des Verständnisses der Umweltprozesse als Grundlage für eine
        mittel- und langfristige Ausarbeitung von vorbeugenden und voraus ¬
        schauenden Strategien
     -  Beitrag zur Festlegung von Normen und Standards .
 2 . Die Koordinierung der einzelstaatlichen FuE-Programme wird u.a . nach den
     nachstehenden Kriterien bewertet :
      -  dank der Koordinierung erzielter Mehrwert der in einem einzelstaatlichen
         Programm allein nicht erreichbar war
      -  Aufteilung der Forschungsaufgaben auf einzelstaatliche Programme Infolge
         der Koordinierung .
                                                                              46
 ---pagebreak---                                        - 8 -
3 . Die Förderung der wissenschaftlichen Gesamtqualität im Bereich der
    Umweltforschung als Beitrag zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen
    Zusammenhalts der Gemeinschaft wird unter anderem nach folgenden Kriterien
    bewertet :
    -  grenzüberschreitender Charakter der Forschungsvorhaben
    -  Beteiligung an Bildungs- und Ausbildungstätigkelten
    - Anwendung der erzielten Ergebnisse auf andere Gebiete der Gemeinschaft
       als diejenigen , in denen die Forschungen durchgeführt wurden
    -  durch geeignete bibliometrische Untersuchungen gemessene Qualität der
       Umweltfor schung .
                                                                            47
 ---pagebreak---                          FINANZIELLE DATEN ÜBER
                DIE FuE-PROGRAMME IM BEREICH DER UMWELT
                 ( Indirekte und konzertierte Aktionen)
                                 1989-1992
VERBUCHUNGS STELLE IM RAHMENPROGRAMME :      1.3  UMWELT
Haushaltslinie :       UMWELT               Artikel :            731
                                            Verbuchungsstelle :  7314
Titel                                         Betrag          Personal
                                           ( in Mio ECU )
STEP   (Wissenschaft und Technologie              75             20
      für den Umweltschutz )
EPOCH  ( Europäisches Programm über               40             10
      Klimatologie und natürliche
      Gefahren)                                  –               –
                             Insgesamt           115             30
 ---pagebreak---                         FINANZIELLE GESAMTUBERSICHT
1.    Gesamtkosten während der Laufzeit (Mio ECU ):
            zu Lasten des Haushaltplans der Gemeinschaft :           115.000
      -     zu Lasten anderer Sektoren auf
            einzelstaatlicher Ebene :                                105.541
1.1   a)    Verpf lichtungsermâchtigungen
                      1989           1990       1991      1992     Insgesamt
Personal              0.215 *        0.652 *    2.675     2.785         6.327
Verwaltung +
techn. Betrieb        0.415          0.432      1.120     1.165         3.132
Verträge              9.870         55.416     19.205    21.050      105.541
Total                10.500         56.500     23.000    25.000       115.000
b)     Zahlungsermächtigungen
                     1989        1990     1991      1992      1993 Insgesamt
Personal            0.215      0.652     2.657     2.785                6.327
Verwaltung +
 techn. Betrieb     0.415      0.432     1.120     1.165    .           3.132
Verträge            2.370     24.416    31.205    36.050   11.500     105.541
 Total              3.000     25.500    35.000    40.000   11.500     115.000
       19 Bedienstete ( 11 A , 2 B und 6 C ) werden in den Jahren 1989
       und 1990 aus vorherigen Programmen finanziert und wie folgt
       auf die neuen Programme übertragen :
       STEP        - 8 A, 2 B, 5 C
       EPOCH       - 3 A, 1 C
 ---pagebreak---                             FINANZBOGEN
1. HAUSHALTLINIE
   STEP (Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz )
2. RECHTSGRUNDLAGE
   Artlkel 130 Q.
3. BESCHREIBUNG UND ZIELE DES PROGRAMMES
   STEP bildet die Fortsetzung und Erweiterung des laufenden 4 .
   Umweltforschungsprogrammes ( 1986-1990 ). Es erstreckt sich über
   den ganzen Bereich der ln Kapitel 1.3 des Rahmenprogramme s
   unter den Titeln "Umweltschutz ", "Kulturelles Erbe", " Grössere
   technologische Risiken" und "Brandsicherheit " genannten
   Forschungsthemen .
   Die wichtigsten Ziele des Programmes sind :
   a)   Erfassung wissenschaftlicher und technischer Daten zur
        Unterstützung der Umweltpolitik der Gemeinschaft ;
   b)   Erforschung      langfristiger     Umweltprobleme ,     wodurch
        vorbeugende    und   vorausschauende    Massnahmen    gefördert
        werden . Vorhersehbare Trends in der Umwelt sollten dabei
        berücksichtigt und Mittel zur Beurteilung der Wirksamkeit
         der angewandten umweltpolitischen Massnahmen damit
         geschaffen werden ;
    c)   Weitere      Verbesserung      der      Koordinierung      auf
         Gemeinschaftsebene            der            einzelstaatlichen
         Forschungstätigkelten im Bereich der Umwelt , um damit
         eine Erhöhung deren Produktivität durch Förderung
         gemeinsamer Vorhaben , die Vermeidung von Doppelarbeiten
         und eine Ermittlung von Lücken im Forschungsbereichen zu
         erreichen ;
    d)   Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit ;
    e)   Beitrag zur Festlegung von Normen und Standards ln
         Hinblick auf di« Vervollständigung des Binnenmarkts im
         Jahre 1992 ;
    f)   Förderung     der    Ausweitung     und     Beurteilung    der
         Forschungsergebnisse im Bereich der Umwelt im Hinblick
         auf ihrem Beitrag bei regelnden Eingriffen und der
         Bewirtschaftung der Umwelt ;
    g)   Unterstützung      der    Ausbildung      im    Bereich
                                                         Bereich    der
                                                                    der
         Umweltwissenschaften .
 ---pagebreak---                                                     !
   Das Programme umfasst neun Forschungsgebiete :
   1.   Umwelt und menschliche Gesundheit
   2.   Beurteilung der Gefahren von Chemikalien
   3.   Atmosphärische Vorgänge und Luftqualität
   4.   Wasserqualität
   5.   Boden- und Grundwasserverschmutzung
   6.   Okosystemf orschung
   7.   Schutz und Erhaltung des kulturellen Erbgutes in Europa
   8.   Umweltschutztechnologlen
   9.   Grössere technologische Risiken und Brandsicherheit
4. BEGRUNDUNG DES PROGRAMMES
   Die Verbesserung      der wissenschaftlichen Grundlage      der
   Umweltpolitik ist eines der vorrangigen Gebiete der Aktion der
   Gemeinschaft , wie dies der Rat der Europäischen Gemeinschaften
   in der Entschllessung über die Fortschreibung und Durchführung
   der Umweltpolitik der Gemeinschaft und das Aktionsprogramm für
   Umweltschutz zum Ausdruck gebracht hat . In Anbetracht der
   zunehmenden Komplexität und des grenzüberschreitenden , und
   sogar globalen Charakters der Umweltprobleme sind zu deren
   Erforschung und Lösung multinationale Forschungsaktivitäten
   notwend lg .
                                                                   51
 ---pagebreak--- 5     FINANZIELLE     AUSWIRKUNGEN      DES     VORHABENS       AUF      DIE
      INTERVENTIONSMITTEL ( in Millionen)
5.1   Gesamtkosten während der gesamten Laufzeit :
           zu Lasten des Haushaltplans der Gemeinschaft :           75.000
           Anteil anderer , einzelstaatlicher Sektoren :            68.978
5.2 . a)   Verpflichtungsermächtigungen ( Zeitplan)
                    1989          1990       1991       1992      Insgesamt
Personal            0.096         0.303      1.775      1.848         4.022
Verwaltung +
techn. Betrieb      0.265         0.275      0.715      0.745          2.000
Verträge            6.139        35.422     13.010     14.407        68.978
Total               6.500        36.000     15.500     17.000        75.000
 b)   Zahlungsermächtigungen
                   1989       1990     1991      1992      1993 Insgesamt
 Personal         0.096     0.303     1.775     1.848                  4.022
 Verwaltung +
 techn. Betrieb   0.265     0.275     0.715     0.745     p.m .        2.000
 Verträge         1.539    16.422    20.510    23.207     7.300       68.978
 Total            1.900    17.000    23.000    25.800     7.300       75.000
                                                                             52
 ---pagebreak--- 5.3 Vorgehenswelse bei der Berechnung
    a)   Ausgaben für Verträge
         Diese Ausgaben decken den finanziellen Beitrag der
         Gemeinschaft zu Forschungsverträgen auf der Basis der
         Kostenteilung          mit       Industrieunternehmen        oder
          Forschungsstellen der Mitgliedstaaten . Sie erstrecken
          sich      auf    Aufwendungen     für    die    Mitarbeit    von
          Sachverständigen bei der Abwicklung des Programmes . Die
          auf 250.000 ECU veranschlagten Kosten für Beurteilungen
          durch      unabhängige     Sachverständige     sind    ebenfalls
          inbegriffen .
    b)    Betriebsausgaben
          Hierunter fallen Verwaltungskosten ( für den Ausschuss ,
          der die Kommission bei der Durchführung des Programmes
          unterstützt , für Sitzungen von Arbeitsgruppen Verteilung
          von Dokumenten und       Informationen ,  für den Einsatz von
          Datenverarbeltungs- und Fernmeldeanlagen und            sonstige
          Unterstützungstätigkelten .
    c)    Personalkosten
          Die   Anforderungen      dieses    Programmes    sind   auf   der
          Grundlage      der   Kosten    von   Hilfspersonal ,   Beratern ,
          Dienstreisen und      des   erforderlichen   Beamtenstabs     für
          die beiden nachstehenden Jahre veranschlagt worden .
          1.    19892)
                Kein neues Personal .
          2.    19903)
                4 Bedienstete der Laufbahngruppe A
                1 Bediensteter der Laufbahngruppe C
                Dieses zusätzliche Personal wird im Haushaltplan für
                1990 angefordert .
 1)  Die Kosten für neues Personal werden im Jahr der Anstellung zu
     50% berechnet .
     -     Die Personalausgaben sind auf folgender Basis berechnet
           worden :
           . 93.000 ECU / Jahr für einen A-Beamten ,
           . 58.000 ECU / Jahr für einen B-Beamten ,
 2)  15 Bedienstete (8 A , 2 B , 5 C ) fallen für die Jahre 1989 und
     1990 unter das vorangehende Programm und werden 1991 auf
     dieses Programm übertragen .
 3)  Für 1990 ist einer Inflationsrate von 4% Rechnung getragen
     worden .
 ---pagebreak--- 6  FINANZIERUNG DER AUSGABEN
   Die Mittel zur Deckung des Beitrags der Gemeinschaft zu diesem
   Vorhaben   sind    ln   den künftigen Haushaltsplänen      der
   Gemeinschaft zu veranschlagen .
7. VORGESEHENES KONTROLLSYSTEM
        Verwaltungskontrolle hinsichtlich der Durchführung des
        Haushaltsplanes       durch      die     Generaldirektion
        Finanzkontrolle
        wissenschaftliche Überwachung durch die Generaldirektion
        Wissenschaft , Forschung und Entwicklung
        BVKA
        Rechnungsprüfung durch den Rechnungshof entsprechend den
        Bestimmungen der Vertrags .
                                                                  54
 ---pagebreak---                                   FINANZBOGEN
1. TITEL IM HAUSHALTSPLAN
   EPOCH ( Europäisches Programm über Klimatologie und natürliche
   Gefahren) .
2. RECHTSGRUNDLAGE
   Artikel 130 Q.
3. BESCHREIBUNG DES VORHABENS UND ZIELE
   EPOCH gliedert sich in vier Forschungsgebiete :
   1.     Frühere Klimata und Klimaänderungen : Untersuchung der
          Klimabedingungen und Klimaänderungen zu Zeiten , da der
          Mensch        das   Klima     nicht    oder     nicht   nennenswert
          beeinflusste ,      im Hinblick auf ein besseres Verständnis
          des        von    anthropogenen     Veränderungen      unabhängigen
          Klimasystems . Die Rekonstruktion vergangener Klimata ist
          ein wertvolles Mittel zur Prüfung der Fähigkeit
          mathematischer         Modelle ,   tatsächliche     Klimata    unter
          bekannten Bedingungen zu simulieren .
   2.     Klimaprozesse und -modelle : Zum besseren Verständnis der
          Mechanismen , welche die verschiedenen Komponenten des
          Klimasystems         beeinflussen ,     im    Hinblick    auf    die
          verbesserte           Simulierung       und      Vorhersage      von
          Klimaveränderungen .
    3.    Klimaauswirkungen und klimaabhängige Risiken : Verständnis
          der      Auswirkungen      klimatischer     und   hydrogeologlscher
          Faktoren und insbesondere klimatischer Änderungen auf
          verschiedene          Bereiche      der      europäischen     Umwelt
           (Meeresniveau , Land- und Wasserressourcen) und das
          Auftreten von Risiken ( Erdrutsche , Überschwemmungen ,
          Waldbrände ) .
    4.    Erdbeben : Bereitstellung der Mittel zur Vorhersage ,
          Verhütung und Abschwächung der Risiken als Folge von
           Erdbeben in Europa , nicht nur in erdbebengefährdeten
           Gebieten , sondern auch in solchen mit sehr niedriger
           seismischer Aktivität , in denen sich jedoch gefährdete
           Anlagen befinden ( Industrieanlagen und Kraftwerke , Dämme
           usw . ) .
    Das Programm sollte auf folgende Wegen durchgeführt werden :
    ( i ) Vertragsforschung , ( ii ) Koordinierungstätigkeiten , ( iii )
    Bildung und Fortbildung .
                                                                               55
 ---pagebreak--- 4. BEGRÜNDUNG DES PROGRAMMS
   Die   für   die  nächsten     Jahrzehnte   infolge menschlicher
   Tätigkeiten       ( Verbrennung       fossiler     Brennstoffe ,
   Industrietätigkeiten ,      Abholzung     usw .)   vorgesehenen
   Klimaänderungen werfen ernsthafte weltweite Probleme auf .
   Diese Änderungen könnten auf die europäische Umwelt ,
   Gesellschaft und Wirtschaft ernstzunehmende Folgen haben , die
   im Hinblick auf Gegenmassnahmen , Vorbeugung und Anpassung
   bewertet werden müssen .
   Auch die Naturrisiken bedrohen die europäische Umwelt und
   Wirtschaft . Alle diese Probleme haben grenzüberschreitenden
   Charakter , und ihre Lösung erfordert einen multinationalen
   Ansatz .
                                                                    56
 ---pagebreak--- 5.   FINANZIELLE       AUSWIRKUNGEN       DES   VORHABENS        AUF      DIE
      INTERVEN’l'lONSMITTEL (Millionen ECU )
5.1   Gesamtkosten während der Laufzeit
      -     zu Lasten des Haushaltplans der Gemeinschaft :           40.000
            zu Lasten anderer Sektoren auf
            einzelstaatlicher Ebene :                                36.563
5.2   a)    Verpfllchtungsermdchtlgungen
                     1989           1990      1991      1992       Insgesamt
                                                                              4
Personal             0.119          0.349     0.900     0.937           2.305
Verwaltung +
techn. Betrieb       0.150          0.157     0.405     0.420           1.132
Verträge             3.731        19.994      6.195     6.643          36.563
 Total               4.000         20.500     7.500     8.000          40.000
 b)    Zahlungsermächtigungen
                    1989       1990      1991     1992      1993 Insgesamt
 Personal          0.119     0.349      0.900    0.937    a             2.305
 Verwaltung +
 techn. Betrieb    0.150     0.157      0.405    0.420    p ·ΠΙ·         1.132
 Verträge          0.831     7.994     10.695   12.843    6.700        36.563
 Total             1.100     8.500     12.000   14.200    6.700        40.000
 5.3   Berechnungswelse
       a)    Aufwendungen für Verträge
             Diese  Ausgaben    decken    den finanziellen     Beitrag     der
             Gemeinschaft zu den auf der Basis von Kostenteilung mit
             der Industrie und Forschungsstellen der Mitgliedstaaten
             durchzuführenden Forschungsarbeiten . Sie umfassen die
             Aufwendungen für die Hinzuziehung von Sachverständigen
             bei der Programmabwicklung .         Die auf         150.000 ECU
             veranschlagten Kosten für die Beurteilung durch
             unabhängige Sachverständige sind ebenfalls Inbegriffen .
                                                                                57
 ---pagebreak---    Ъ)   Betriebsausgaben
        Hierunter fallen die Kosten für Verwaltung                      und
         technischen      Betrieb     (beratende     Vervaltungs -      und
        Koordinierungsausschuss (BVKA) des Programms , Sitzungen
        von     Arbeitsgruppen ,    Verteilung     der     Dokumente    und
        Verbreitung       der     Informationen) ,      Verwendung      der
        Datenverarbeltungs - und Fernmeldeanlagen            und   sonstige
        Unterstützungstätigkelten .
   c)    Personalkosten
        Der Bedarf dieses Programmes an Hilfskräften , Beratern ,
         Dienstreisen      und    Bediensteten         ist     wie    folgt
        veranschlagt :
         1.    19892)
               1 Bedienstete der Laufbahngruppe A
               1 Bedienstete der Laufbahngruppe C
               Dieses zusätzliche Personal ist in den Haushaltplan
               für 1989 einzusetzen .
         2.    19903)
               2 Bedienstete der Laufbahngruppe A
               1 Bedienstete der Laufbahngruppe B
               1 Bedienstete der Laufbahngruppe C
               Dieses zusätzliche Personal ist in den Haushaltplan
               für 1990 einzusetzen .
                                            /
6.  FINANZIERUNG DER AUSGABEN
    Die Mittel zur Finanzierung des Beitrags der Gemeinschaft zu
    diesem   Vorhaben   sind   in   die   künftigen    Haushaltpläne     der
    Gemeinschaft einzusetzen .
1)  Die kosten für das neue Personal sind im Anstellungsjahr zu
    50Z berechnet worden .
          Die    Personalausgaben     sind    auf   folgender      Grundlage
          berechnet worden :
          . 93.000 ECU / Jahr für einen A-Beamten ,
          . 58.000 ECU / Jahr für einen B-Beamten ,
2)  4 Bedienstete (3 A , 1 C) fallen unter das vorangehende
    Programm für die Jahre 1989 und 1990 und werden 1991 auf
    dieses Programm übertragen .
3)  Für 1990 ist einer Inflationsrate von 4Z Rechnung getragen
    worden .
                                                                             58
 ---pagebreak--- 7. VORGESEHENE KONTROLLE
        Verwaltungskontrolle hinsichtlich der Durchführung des
        Haushaltsplans durch die Generaldirektion Finanzkontrolle
        wissenschaftliche Überwachung durch die Generaldirektion
        Wissenschaft , Forschung und Entwicklung
        BVKA
        Rechnungsprüfung durch den Rechnungshof entsprechend den
        Bestimmungen der Vertrags .
                                                                  59
 ---pagebreak---    BEURTEILUNG DER AUSWIRKUNGEN AUF MITTEL- UND KLEINUNTERNEHMEN
1.   Beteiligung und potentieller Nutzen
     Die beiden vorgeschlagenen FuE-Programme , STEP (Wissenschaft
     und Technologie für den Umweltschutz ) und EPOCH ( Europäisches
     Programm für Klimatologie und natürlichs Risiken) ( 1989-1992 )
     sollen der Umwelt- und Verbraucherschutzpolitik der
     Gemeinschaft die notwendige wissenschaftliche und technische
     Hilfe bieten und ferner einen Beitrag zu anderen Politiken der
     Gemeinschaft einschliesslich derjenigen auf dem Gebiet der
     Industrie leisten .
     Damit werden die beiden Programme sowohl die langfristige
     Erforschung grundlegender Naturvorgänge fördern ,               deren
     Verständnis      zur Ausarbeitung        einer vorbeugenden und
     vorausschauenden Umweltpolitik unbedingt nötig ist , sowie die
     mehr angewandte und kurzfristige Forschung und technische
     Entwicklung .
     Für   die   Industrie     im  allgemeinen    und   für  Mittel-   und
     Kleinunternehmen im besonderen sind im ersten Fall indirekte
     und im zweiten sowohl direkt als auch indirekte Auswirkungen
     zu erwarten .
     Obwohl die langfristige Forschung naturgemäss grösstenteils
     von     Hochschulen       und    öffentlichen      Forschungsstellen
     durchgeführt      wird ,   wobei   die     Industrie   davon    nicht
     ausgeschlossen ist , kann sie von den Ergebnissen dieser
     Forschung profitieren , und zwar darin , die umweltpolitischen
     Tendenzen und Normen vorauszusehen , die Bedeutung der
     Umweltprobleme in einem frühen Stadium zu erkennen und ihre
     Industriepolitische Strategie entsprechend anzupassen . Dadurch
     kann    die    Entwicklung     neuer    Technologien    als   Quelle
     industriellen Fortschritts angespornt werden .
     Kurzfristige Forschung und technologische Entwicklung sind
     Teil einer Anzahl von Forschungsgebieten im Rahmen von STEP ,
     z.B. die Beurteilung von Gefahren bestimmter chemischer
     Stoffe , der Wasserqualität , der Umweltschutztechnologien und
     der Grösseren Technologischen Risiken . Das gleiche gilt
     entsprechend für EPOCH , z.B. die Forschungen auf dem Gebiet
     der Klimaaspekte und klimabedingten Gefahren sowie der
     Erdbeben . Die Tätigkeiten auf diesen Gebieten eignen sich sehr
     wohl für eine aktive und direkte Beteiligung der Industrie ,
     insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen , die auf
     dem   Gebiet    der   Instrumente    und   Messgeräte   tätig   sind .
      Indirekte Gewinne      zieht die  Industrie aus den Ergebnissen
     dieser mehr auf angewandte Forschung ausgerichteten Projekte ,
      z.B. die Entwicklung und Validierung von Protokollen zur
      Beurteilung von Gesundheitsgefahren oder der Ausarbeitung von
     Alternativen zur Verwendung von Tieren bei der Prüfung
      chemischer Stoffe ; dadurch sollten raschere und zuverlässigere
      Prüfverfahren für Lebensmittel , kosmetische und Arzneimittel
      geschaffen werden .
                                                                          60
 ---pagebreak--- 2.  Vortelle fur Untemehmen
    Die Beteiligung an diesem Programm bietet Unternehmen die
    Gelegenheit , mit Hochschulen und öffentlichen und privaten
    Forschungsstellen eng zusammenzuarbeiten . Die in dem Programm
    vorgesehenen Verbundsprojekte eröffnen den kleinen und
    mittleren Unternehmen den Zugang zu den                einschlägigen
    detaillierten      Forschungsergebnissen ,     die     noch     nicht
    veröffentlicht sind und es ln vielen Fällen nie sein werden .
    Die Bedingung des transnationalen Charakters dürfte für die
    kleinen und mittleren Unternehmen einen Ansporn zur Aufnahme
    internationaler Forschungsbeziehungen darstellen .
3.  Eventuelle    Schwierigkeiten   für  die   kleinen    und   mittleren
    Unternehmen
    Schwierigkeiten könnten sich für die kleinen und mittleren
    Unternehmen ln folgender Hinsicht ergeben :
    -     Finanzierung des von der Gemeinschaft nicht übernommenen
          Teils der Forschungen auf der Basis der Kostenteilung ,
          der   in   der  Regel   mindestens    50Z   der   Gesamtkosten
          ausmacht ;
          die Kosten für die Ausarbeitung eines Vorschlags für ein
          Vorhaben sowie der mangelnde Vertrautheit mit den
          Verfahren der Kommission können auf die            kleinen   und
          mittleren Unternehmen abschreckend wirken .
4.   Auswirkungen auf die Beschäftigung
     Da es sich um vorwettbewerbliche und weitgehend langfristige ,
     nicht spezifisch auf die Industrie ausgerichtete Forschung
     handelt , kann ihre Auswirkung auf die Beschäftigung nicht mit
     Sicherheit vorausgesagt werden .
     Eine positive Wirkung auf die Erhaltung und die Einstellung
     von Forschungspersonal in den durch das Programm finanzierten
     Projekten ist durchaus zu erwarten .
 5.  Befragung der Industrie
     Der Vorschlag für die beiden Programme ist auf der Konferenz
     am runden Tisch zum Thema "Umweltforschung" des Beratenden
     Industrieausschusses für Forschung und Entwicklung ( IRDAC)
     erörtert worden .
                                                                          61
 ---pagebreak---                                   STELLUNGNAHME
                       Des BVKA Umwelt und Klimatologie
              zu den Vorschlägen für FuE-Programme auf dem Gebiet
                     der Umwelt ( STEP und EPOCH) 1989-1992
Der BVKA Umwelt und Klimatologie hat den Entwurf eines Vorschlages für zwei
Programme - STEP und EPOCH - auf dem Gebiet der Umwelt forschung eingehend
erörtert . In seiner Stellungnahme hat er einmal den Zielen und finanziellen
Bestimmungen der Umweltforschung lm Rahmenprogramm für Forschung und
technologische Entwicklung 1987-1991 und zum anderen den Empfehlungen des
Beurteilungsausschusses , der seine Bewertung der früheren Programme vor
kurzem abgeschlossen hatte , Rechnung getragen .
Der BVKA ist damit einverstanden , daBS die Umweltf orschung der Gemeinschaft
folgenden grundlegenden Zielen dienen soll :
        1. Wissenschaftliche Unterstützung des Aktionsprogramms für den
           Umweltschutz
        2. Verbesserung der globalen Forschungsanstrengungen der Gemeinschaft
           durch die Koordinierung der einzelstaatlichen FuE-Programme
        3. Förderung der wissenschaftlichen und technischen Qualität als
           Beitrag    zur   Stärkung    des   wirtschaftlichen  und    sozialen
           Zusammenhalts der Gemeinschaft .
Der BVKA unterstützt den Vorschlag der Kommission , ihre Aktion auf zwei
Programme zu konzentrieren : STEP auf den Umweltschutz einschliesslich der
grösseren technologischen Risiken , und EPOCH auf Klima und natürliche
Gefahren , wobei beide eng koordiniert werden sollten .
Der BVKA unterstreicht die Notwendigkeit für die Durchführung des Programms
praktische Ziele festzulegen .
Der BVKA ist generell mit der Aufteilung der Mittel auf die zwei von der
 Kommission vorgeschlagenen Programme einverstanden . Er anerkennt die
 Notwendigkeit der Bereitstellung des nötigen Personals zur Planung und
 Durchführung der Programme , wie dies vom Beurteilungsausschuss empfohlen
 wird .
 Er befürwortet die Beteiligung europäischer Nichtmitgliedstaaten ( EFTA und
 COST) an diesem Programm .
 Die ausführliche Stellungnahme des BVKA zu jedem der Zwei Programme ist auf
 den beiliegenden Seiten wiedergegeben .
                                                                            62
 ---pagebreak---                                         2
Zusammenf assend befürwortet der BVKA den wissenschaftlichen Inhalt und die
für   STEP    und   EPOCH   vorgeschlagenen    Durchführungswege ;  unter   der
Voraussetzung , das für jedes Gebiet der beiden Programme vor der
Veröffentlichung eine Ausschreibung klare und zweckdienliche praktische Ziele
festgelegt werden , empfiehlt er , die Vorschläge dem Rat und dem Parlament zur
raschen Annahme zu übermitteln .
                                                                       63
 ---pagebreak---                                    STELLUNGNAHME
            des Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschusses
         (BVRA) Umwelt und Klimatologie zum Entwurf eines Vorschlags für
       ein FuE-Programm auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie
                      für den Umweltschutz ( 1989-1992 ) ( STEP )
1.   Der BVKA hat den Entwurf eines Vorschlags für ein Forschungs- und
     Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie
     für den Umweltschutz 1989 bis 1992 ( STEP ) (Dok.XII / CGC / ENV/ 88 / 3 / 3 Rev .
     1 ) erörtert .
2.   In seiner Stellungnahme hat der BVKA den Ergebnissen zweier
     Beurteilungen , in 1985 (Beurteilungsbericht Nr . 14 , EUR 10164 , 1986 )
     und in 1988 ( Zwischenbericht ) Rechnung getragen .
3.   Der BVKA beachtet die beträchtlichen Ergebnisse der früheren Programme .
     Angesichts der zunehmenden Besorgnis über Umweltprobleme unterstreicht
     er die fortdauernde Notwendigkeit eines Programmes der Gemeinschaft auf
     dem Gebiet der Umweltschutzforschung .
4.   Der BVKA unterstützt die allgemeinen Ziele des vorgeschlagenen
     Programmes , das der Umweltpolitik und den in diesem Zusammenhang
     relevanten      Politiken    der    Gemeinschaft    und      insbesondere     den
     Aktionsprogrammen       für     den    Umweltschutz      die      erforderliche
     FuE-Unterstützung gewähren soll . Das Programm stellt ferner die
     Grundlage für die Ausarbeitung von vorbeugenden und vorausschauenden
     Massnahmen dar .
5.   Der BVKA unterstreicht , dass der Programmvorschlag dem im Ratsbeschluss
     vom 28 . September 1987 über ein Rahmenprogramm für die Tätigkeiten der
     Gemeinschaft im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung
      ( 1987-1991 ) festgelegten Mandat entspricht .
6.   Zu den spezifischen Aspekten des Programmvorschlags gibt der Ausschuss
     folgende Bemerkungen und Empfehlungen ab :
Ziele und wissenschaftlicher Inhalt
7.   Der BVKA ist der Ansicht , dass der wissenschaftliche und technische
      Inhalt der Programme im Vergleich zu den früheren Programmen
      rationeller dargelegt ist ; er begrüsst die Bemühungen für einen
     medienüberschreitenden Ansatz zur Uraweltforschung auf Projektniveau .
     Die wichtigen Forschungsprobleme zu Beginn der 90er Jahre im Bereich
      des Umweltschutzes werden im Programmvorschlag aufgegrlf f en .
8.    Der BVKA befürwortet die Festlegung von klaren praktischen Zielen auf
      allen geeigneten Gebieten und von umfassenderen Zielen auf Gebieten ,
      die auf die Schaffung grundlegenderer wissenschaftlicher Kenntnisse
      ausgerichtet sind .
                                                                                    64
 ---pagebreak---                                       - 2 -
9.    Der BVKA begrüsst die Einbeziehung von Forschungsarbeiten Ober grössere
      technologische Risiken in der Industrie ln das Programm STEP und
      unterstreicht     die   Notwendigkeit     von    veitgehen   koordinierten
      europäischen Tätigkeiten auf diesem Gebiet .
10 .  Der BVKA begrOsst die Aufnahme eines unabhängigen Forschungsgebiets über
      den Schutz und die Erhaltung des kulturellen Erbes ln Europa .
11 .  Der   BVKA   unterstreicht  die  Notwendigkeit    einer  Einbeziehung  der
      Forschung Ober die sozio-ökonomlschen Auswirkungen der wichtigsten
      Umwelt fragen ln allen geeigneten Fällen .
Durchfûhrung
12 .  Der BVKA befürwortet ein Gleichgewicht zwischen Vertragsforschung und
      konzertierten Aktionen , das durch geeignete und flexible Mechanismen
      zur Koordinierung der einzelstattlichen Forschung ergänzt werden muss .
      In der Regel sollten sämtliche Vorhaben grenzüberschreitenden Charakter
      haben .
13 .  Der BVKA fordert nachdrücklich eine enge Koordinierung zwischen STEP
      und sonstigen Forschungsprogrammen der Gemeinschaft , insbesondere
       EPOCH , dem Programm der Gemeinsamen Forschungstelle und MAST und JOULE .
14 .  Der BVKA unterstützt entschieden die Öffnung des Programmes gegenüber
       europäischen Nichtmitgliedsländern .
15 .  Der BVKA begrüsst die Absicht zur engen Zusammenarbeit mit den
       einschlägigen internationalen Programmen und geeigneten EUREKA-Vorhaben
       und zu einem Beitrag zu diesen Programmen .
 16 .  Der Ausschuss unterstreicht die Bedeutung der Ausbildungstätigkelten
       als ergänzenden Teil der Forschung .
 17 .  Der    Ausschuss   fordert   mehr    Klarheit ,   Einfachheit   und   eine
       Beschleunigung der Verfahren zur Auswahl , Verwaltung und Leitung der
       Forschungsvorhaben , um der Kommission und sich selbst die Arbeit zu
       erleichtern .
 ---pagebreak---                                   STELLUNGNAHME
                        des BVKA Umwelt und Klimatologie
                                        zum
         Entwurf eines Vorschlags für ein FuE-Programm auf dem Gebiet
                  der Klimatologie und der natürlichen Risiken
                                   ( 1989-1992 )
1.   Der BVKA hat den Vorschlag für ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm
     auf dem Gebiet der Klimatologie und natürlichen Risiken ( EPOCH*),
     dessen Inhalt in Zusammenarbeit mit der vom BVKA eingesetzten
     Ad-hoc -Arbeitsgruppe festgelegt worden ist , eingehend geprüft .
2.   Der BVKA begrüsst und teilt die positive Beurteilung des vorangehenden
     Programms durch den Bewertungsausschuss sowohl hinsichtlich der wissen¬
      schaftlichen Ergebnisse als auch der Verstärkung der europäischen
      Zusammenarbeit . In diesem Sinne begrüsst er vorbehaltlich der nach¬
      stehenden Anmerkungen das vorgeschlagene Programm , das seines Erachtens
      den Forschungsbedarf insbesondere zur Erforschung des Problems der
      Treibhausgase , der Klimaänderungen und natürlichen Gefahren infolge von
     menschlichen Tätigkeiten deckt .
Zlele
3.    Der BVKA befürwortet die im Entwurf des Vorschlags festgelegten
      Programmziele . In diesem Rahmen anerkennt er den fortdauernden Bedarf
      der  Umwelt   - und mit  ihr verwandten Politik    der Gemeinschaften an
      FuE-Unterstützung .
4.    Der Ausschuss anerkennt ferner , dass der Themenbereich des vorliegenden
      Programms dem Mandat des Rahmenprogramms hinsichtlich Klimatologie und
      natürlichen Gefahren entspricht .
5.    Der BVKA ist der Ansicht , dass EPOCH einen wertvollen , koordinierten
      Beitrag zu europaweiten Projekten sowie internationalen Programmen wie
      IGBP , UCRP , dem internationalen Jahrzehnt zur Verminderung natürlicher
      Gefahren leisten kann . Dieser Beitrag sollte in enger Zusammenarbeit
      mit STEP und MAST erfolgen .
6.    Der BVKA ist der Ansicht , dass die im Rahmen von EPOCH vorgesehende
      Forschung eine vernünftige Grundlage für vorbeugende oder korrigierende
      Massnahmen bilden kann , die im Zusammenhang mit den vorhersehbaren
      Klimaänderungen und deren Auswirkungen auf die europäische Umwelt
      ergriffen werden künnten .
 * European Programme on Climatology and Natural Hazards ( Europäisches
   Programm für Klimatologie und natürliche Risiken)
 ---pagebreak---                                              2
Wissenschaftlicher Inhalt
7.    Der Ausschuss ist mit dem wissenschaftlichen Inhalt des vorgeschlagenen
      Programmes einverstanden . Er entspricht den zur Zeit in der ganzen
      Gemeinschaft zum Ausdruck gebrachten Besorgnissen über Umweltprobleme ,
      z.B. in Bezug auf die Zunahme des CO -Gehalts der Atmosphäre , zu deren
      Lösung klimatologlsche Forschungen wirksam beitragen können .
8.    Der BVKA befürwortet die Erweiterung des vorangegangenen Programms ,
      insbesondere hinsichtlich folgender Punkte :
      ( i)  stärkere Betonung der Auswirkungen der Klimaänderungen ,
            insbesondere    auf   die   landwirtschaftlichen      und  Wasserressourcen
            Europas , der Anstieg des Meeresniveaus und seiner Folgen ,              der
            Austrocknung und Desertifikation grosser Gebiete Europas ;
      ( ii) Untersuchung der Ursachen , Mechanismen und Wirkungen ausgewählter
            Naturrisiken (Hangstabilität und Erosion , Sturm und Sturmflut ,
            Waldbrände ,    Erdbeben und        Tsunamis ),    die die Umwelt und
            Gesellschaft       in     allen     europäischen       Ländern     ernsthaft
            beeinträchtigen können .
Durchführung
9.    Der Ausschuss befürwortet die vorgeschlagenen Wege zur Durchführung des
      Programms   und    insbesondere     die   Tatsache ,   dass   die   Zusammenarbeit
      zwischen   den wissenschaftlichen         Stellen    der  Mitgliedstaaten    durch
      gemeinsames    Vorhaben ,    Koordinierung     der    Forschungstätigkeiten    und
      wissenschaftliche Veranstaltungen stark gefördert wird .
 10 . Der     Ausschuss       empfiehlt       die    Fortsetzung        der    laufenden
      Ausbildungstätigkeiten und begrüsst die Gründung einer europäischen
       Schule für Klimatologie und Naturrisiken als äusserst zweckdienlichen
       und wirksamen Beitrag zu diesen Tätigkeiten .
                                                                                       67