CELEX: 62017CA0581
Language: de
Date: 2019-02-26 00:00:00
Title: Rechtssache C-581/17: Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 26. Februar 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Baden-Württemberg — Deutschland) — Martin Wächtler/Finanzamt Konstanz (Vorlage zur Vorabentscheidung — Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Freizügigkeit — Verlegung des Wohnsitzes einer natürlichen Person von einem Mitgliedstaat in die Schweiz — Besteuerung der latenten Wertzuwächse von Gesellschaftsanteilen — Direkte Besteuerung — Freizügigkeit Selbständiger — Gleichbehandlung)

15.4.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 139/16
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 26. Februar 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Baden-Württemberg — Deutschland) — Martin Wächtler/Finanzamt Konstanz
      (Rechtssache C-581/17) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Freizügigkeit - Verlegung des Wohnsitzes einer natürlichen Person von einem Mitgliedstaat in die Schweiz - Besteuerung der latenten Wertzuwächse von Gesellschaftsanteilen - Direkte Besteuerung - Freizügigkeit Selbständiger - Gleichbehandlung)
      (2019/C 139/14)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Finanzgericht Baden-Württemberg
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: Martin Wächtler
      
         Beklagter: Finanzamt Konstanz
      
         Tenor
      
      Die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit, unterzeichnet in Luxemburg am 21. Juni 1999, sind dahin auszulegen, dass sie einem Steuersystem eines Mitgliedstaats entgegenstehen, das in einer Situation, in der ein Angehöriger eines Mitgliedstaats, also eine natürliche Person, der im Hoheitsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft eine Erwerbstätigkeit ausübt, seinen Wohnsitz von dem Mitgliedstaat, dessen Steuersystem in Frage steht, in die Schweiz verlegt, vorsieht, dass die für die latenten Wertzuwächse von Gesellschaftsanteilen dieses Staatsangehörigen geschuldete Steuer im Zeitpunkt dieser Wohnsitzverlegung erhoben wird, während im Fall der Beibehaltung des Wohnsitzes im selben Mitgliedstaat die Erhebung erst im Zeitpunkt der Realisierung der Wertzuwächse, d. h. bei der Veräußerung der betreffenden Gesellschaftsanteile, erfolgt.
      
         (1)  ABl. C 13 vom 15.1.2018.