CELEX: 32004L0026
Language: de
Date: 2004-04-21 00:00:00
Title: Richtlinie 2004/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004 zur Änderung der Richtlinie 97/68/EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen zur Bekämpfung der Emission von gasförmigen Schadstoffen und luftverunreinigenden Partikeln aus Verbrennungsmotoren für mobile Maschinen und Geräte l

30.4.2004                DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 146/1
                        RICHTLINIE 2004/26/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
                                                                vom 21. April 2004
      zur Änderung der Richtlinie 97/68/EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen zur
     Bekämpfung der Emission von gasförmigen Schadstoffen und luftverunreinigenden Partikeln aus Verbrennungsmotoren für
                                                          mobile Maschinen und Geräte
                                                      (Text von Bedeutung für den EWR)
   DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 95,
   auf Vorschlag der Kommission 1,
   nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses 2,
   gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags 3,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)     In der Richtlinie 97/68/EG 4 werden zwei Stufen von Emissionsgrenzwerten für Kompressionszündungsmotoren eingeführt
           und die Kommission aufgefordert, unter Berücksichtigung der globalen Verfügbarkeit von Techniken zur Minderung der
           Luftschadstoffemissionen von Kompressionszündungsmotoren sowie des Zustands der Luftqualität eine weitere Herabset-
           zung der Emissionsgrenzwerte vorzuschlagen.
   (2)     Das Auto-Öl-Programm kam zu dem Ergebnis, dass zur Verbesserung der künftigen Luftqualität der Gemeinschaft weitere
           Maßnahmen erforderlich sind, insbesondere hinsichtlich der Bildung von Ozon und der Emissionen von
           Partikelbestandteilen.
   (3)     Fortgeschrittene Technologien zur Verminderung der Emissionen von Kompressionszündungsmotoren in Straßenfahrzeugen
           sind bereits weitgehend verfügbar, und diese Technologien sollten weitgehend auch auf den Sektor mobiler Maschinen und
           Geräte anwendbar sein.
   (4)     Es gibt noch einige Ungewissheiten hinsichtlich der Frage, wie sich die Kostenwirksamkeit der Verwendung von
           Nachbehandlungseinrichtungen zur Reduzierung der Partikel- und -Stickoxid (NOx)-Emissionen darstellen wird. Vor dem
           31. Dezember 2007 sollten eine technische Überprüfung durchgeführt und gegebenenfalls Ausnahmen oder die Verschiebung
           der Inkrafttretungsdaten in Betracht gezogen werden.
   (5)     Es ist ein dynamisches Prüfverfahren erforderlich, das die Betriebsbedingungen dieser Art von Maschinen unter tatsächlichen
           Arbeitsbedingungen abdeckt. Die Prüfung sollte daher in angemessenem Verhältnis Emissionen aus einem nicht
           warmgefahrenen Motor umfassen.
   (6)     In zufällig ausgewählten Lastzuständen und in einem festgelegten Betriebsbereich sollten die Grenzwerte nicht um mehr als
           einen angemessenen Prozentsatz überschritten werden.
   (7)     Darüber hinaus sollte dem Einsatz von Abschalteinrichtungen und anormalen Emissionsminderungsstrategien vorgebeugt
           werden.
   (8)     Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket der Grenzwerte sollte so weit wie möglich an die Entwicklungen in den Vereinigten
           Staaten angeglichen werden, um den Herstellern einen globalen Markt für ihre Motorkonstruktionen zu bieten.
   1
           ABl. C
   2
           ABl. C 220 vom 16.9.2003, S. 16.
   3
           Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 21. Oktober 2003 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht) und Beschluss des Rates vom
           30. März 2004 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).
   4
           ABl. L 59 vom 27.2.1998, S. 1. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2002/88/EG (ABl. L 35 vom 11.2.2003, S. 28).
 ---pagebreak--- L 146/2                    DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
    (9)    Auch für Eisenbahn- und Binnenschiffsanwendungen sollten Emissionsstandards eingeführt werden, um sie besser als
           umweltfreundliche Verkehrsträger propagieren zu können.
    (10)   Erfüllen mobile Maschinen und Geräte künftige Grenzwerte bereits vor dem Stichtag, so sollte ein entsprechender Hinweis
           zulässig sein.
    (11)   Aufgrund der zur Einhaltung der Grenzwerte der Stufen IIIB und IV für Partikel- und NOx-Emissionen erforderlichen
           Technologie muss in vielen Mitgliedstaaten der Schwefelgehalt des Kraftstoffs gegenüber dem derzeitigen Schwefelgehalt
           verringert werden. Es sollte ein Bezugskraftstoff festgelegt werden, der die Lage auf dem Kraftstoffmarkt widerspiegelt.
    (12)   Von Bedeutung ist auch die Emissionsleistung während der gesamten Lebensdauer der Motoren. Um die Verschlechterung
           der Emissionsleistung zu vermeiden, sollten Dauerhaltbarkeitsanforderungen eingeführt werden.
    (13)   Für Gerätehersteller müssen besondere Regelungen eingeführt werden, um ihnen Zeit für die Weiterentwicklung ihrer
           Produkte und die Organisation der Produktion kleiner Serien einzuräumen.
    (14)   Da das Ziel dieser Richtlinie, nämlich die Verbesserung der künftigen Luftqualität, auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht
           ausreichend erreicht werden kann, weil die erforderlichen Emissionsbegrenzungen für Produkte auf Gemeinschaftsebene
           geregelt werden müssen, kann die Gemeinschaft im Einklang mit dem in Artikel 5 des Vertrags niedergelegten
           Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel genannten Verhältnismäßigkeitsprinzip geht diese
           Richtlinie nicht über das für die Erreichung dieses Ziels erforderliche Maß hinaus.
    (15)   Die Richtlinie 97/68/EG sollte daher entsprechend geändert werden -
    HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                                                   Artikel 1
    Die Richtlinie 97/68/EG wird wie folgt geändert:
    1.     Dem Artikel 2 werden folgende Gedankenstriche angefügt:
           '        "'Binnenschiffe' für den Einsatz auf Binnenwasserstraßen bestimmte Schiffe mit einer Länge von 20 m oder mehr und
                    einem Volumen von 100 m3 oder mehr gemäß der Formel in Anhang I Abschnitt 2 Abschnitt 2.8a oder Schleppboote
                    oder Schubboote, die dazu gebaut sind, Schiffe mit einer Länge von 20 m oder mehr zu schleppen, zu schieben oder
                    seitlich gekuppelt mitzuführen.
           Diese Begriffsbestimmung umfasst nicht:
           '        Fahrgastschiffe, die zusätzlich zur Besatzung nicht mehr als 12 Fahrgäste befördern,
           '        Sportboote mit einer Länge von nicht mehr als 24 m (gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 1 Absatz 2 der
                    Richtlinie 94/25/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Juni 1994 zur Angleichung der Rechts- und
                    Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Sportboote *),
           '        Dienstschiffe der Aufsichtsbehörden,
           '        Feuerlöschboote,
           '        Militärschiffe,
           '        im Fischereifahrzeugregister der Gemeinschaft verzeichnete Fischereifahrzeuge,
           '        Seeschiffe, einschließlich Seeschleppboote und -schubboote, die auf Seeschifffahrtsstraßen fahren oder halten oder
                    die sich vorübergehend auf Binnenwasserstraßen aufhalten, sofern sie ein gültiges Seefähigkeits- oder
                    Sicherheitszeugnis gemäß Anhang I Abschnitt 2 Abschnitt 2.8b mit sich führen;
           '        "Originalgerätehersteller (OEM)" den Hersteller eines Typs von mobilen Maschinen und Geräten;
           '        "Flexibilitätssystem" das Verfahren, wonach ein Motorenhersteller während des Zeitraums zwischen zwei
                    aufeinander folgenden Stufen von Grenzwerten eine begrenzte Anzahl von Motoren, die lediglich die Grenzwerte der
                    vorangehenden Stufe einhalten, für den Einbau in mobile Maschinen und Geräte, in Verkehr bringen darf.
           ____________________
           *        ABl. L 164 vom 30.6.1994, S. 15. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 (ABl. L 284 vom
                    31.10.2003, S. 1)."
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   2.     Artikel 4 wird wie folgt geändert:
          a)      Dem Absatz 2 wird folgender Text angefügt:
          "Anhang VIII wird nach dem in Artikel 15 genannten Verfahren geändert."
          b)      Folgender Absatz wird angefügt:
                  "(6)             Kompressionszündungsmotoren zu anderen Zwecken als zum Antrieb von Lokomotiven, Triebwagen
                  und Binnenschiffen können nach einem "Flexibilitätssystem" gemäß dem in Anhang XIII und den in den Absätzen 1
                  bis 5 beschriebenen Verfahren in Verkehr gebracht werden."
   3.     Dem Artikel 6 wird folgender Absatz angefügt:
          "(5)            Kompressionszündungsmotoren, die nach einem "Flexibilitätssystem" in Verkehr gebracht werden, werden
          gemäß Anhang XIII gekennzeichnet."
   4.     Nach Artikel 7 wird folgender Artikel eingefügt:
          "Artikel 7a
          Binnenschiffe
          (1)             Die folgenden Bestimmungen gelten für Motoren, die in Binnenschiffe eingebaut werden. Die Absätze 2
          und 3 finden keine Anwendung, solange die Gleichwertigkeit der Anforderungen dieser Richtlinie mit jenen der Mannheimer
          Rheinschifffahrtsakte nicht von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (im Folgenden "ZKR" genannt) anerkannt
          und die Kommission davon in Kenntnis gesetzt ist.
          (2)             Die Mitgliedstaaten dürfen bis zum 30. Juni 2007 das Inverkehrbringen von Motoren nicht verweigern, die
          den ZKR-Anforderungen der Stufe I, deren Emissionsgrenzwerte in Anhang XIV aufgeführt sind, entsprechen.
          (3)             Ab dem 1. Juli 2007 und bis zum Inkrafttreten einer weiteren Reihe von Grenzwerten infolge etwaiger
          weiterer Änderungen dieser Richtlinie dürfen die Mitgliedstaaten das Inverkehrbringen von Motoren nicht verweigern, die
          den ZKR-Anforderungen der Stufe II, deren Emissionsgrenzwerte in Anhang XV aufgeführt sind, entsprechen.
          (4)             Nach dem in Artikel 15 genannten Verfahren wird Anhang VII so angepasst, dass er die zusätzlichen und
          spezifischen Informationen umfasst, die für die Typgenehmigungsbescheinigung für Motoren, die in Binnenschiffe eingebaut
          werden, verlangt werden können.
          (5)             Für die Zwecke dieser Richtlinie gelten bei Binnenschiffen für Hilfsmotoren mit einer Leistung von mehr als
          560 kW dieselben Anforderungen wie für Antriebsmotoren."
   5.     Artikel 8 wird wie folgt geändert:
          a)      Der Titel wird durch "Inverkehrbringen" ersetzt.
          b)      Absatz 1 erhält folgende Fassung:
                  "(1)             Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen von Motoren unabhängig davon, ob sie bereits in
                  Maschinen oder Geräten eingebaut sind, nicht verweigern, wenn diese Motoren die Anforderungen dieser Richtlinie
                  erfüllen."
          c)      Nach Absatz 2 wird folgender Absatz eingefügt:
                  "(2a)            Die Mitgliedstaaten stellen Fahrzeugen, deren Motoren nicht den Anforderungen der vorliegenden
                  Richtlinie entsprechen, kein Gemeinschaftszeugnis für Binnenschiffe gemäß der Richtlinie 82/714/EWG des Rates
                  vom 4. Oktober 1982 über die technischen Vorschriften für Binnenschiffe * aus.
                  ___________________
                  *       ABl. L 301 vom 28.10.1982, S. 1. Geändert durch die Beitrittsakte von 2003."
   6.     Artikel 9 wird wie folgt geändert:
          a)      In Absatz 3 werden die Worte "und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für mobile Maschinen und
                  Geräte, in die ein Motor eingebaut ist" durch die Worte "und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für
                  mobile Maschinen und Geräte, in die ein noch nicht in Verkehr gebrachter Motor eingebaut ist" ersetzt.
 ---pagebreak--- L 146/4         DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
        b) Nach Absatz 3 werden folgende Absätze eingefügt:
           "3a.  TYPGENEHMIGUNG FÜR MOTOREN DER STUFE IIIA (MOTORKATEGORIEN H, I, J und K)
                 Die Mitgliedstaaten verweigern
                 '        H: nach dem 30. Juni 2005 bei Motoren - außer Motoren mit konstanter Drehzahl - mit einer Leistung
                          von 130 kW ≤ P ≤ 560 kW,
                 '        I: nach dem 31. Dezember 2005 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl - mit einer
                          Leistung von 75 kW ≤ P < 130 kW,
                 '        J: nach dem 31. Dezember 2006 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl - mit einer
                          Leistung von 37 kW ≤ P <75 kW,
                 '        K: nach dem 31. Dezember 2005 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl - mit einer
                          Leistung von 19 kW ≤ P <37 kW
                 die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
                 gemäß Anhang VII und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für mobile Maschinen und Geräte,
                 in die ein noch nicht in Verkehr gebrachter Motor eingebaut ist, wenn der Motor die Anforderungen dieser
                 Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I
                 Abschnitt 4.1.2.4 nicht einhalten.
           3b.   TYPGENEHMIGUNG FÜR MOTOREN MIT KONSTANTER DREHZAHL DER STUFE IIIA
                 (MOTORKATEGORIEN H, I, J und K)
                 Die Mitgliedstaaten verweigern
                 '        H (Motoren mit konstanter Drehzahl): nach dem 31. Dezember 2009 bei Motoren mit einer Leistung
                          von 130 kW ≤ P < 560 kW,
                 '        I (Motoren mit konstanter Drehzahl): nach dem 31. Dezember 2009 bei Motoren mit einer Leistung
                          von 75 kW ≤ P < 130 kW,
                 '        J (Motoren mit konstanter Drehzahl): nach dem 31. Dezember 2010 bei Motoren mit einer Leistung
                          von 37 kW ≤ P < 75 kW,
                 '        K (Motoren mit konstanter Drehzahl): nach dem 31. Dezember 2009 bei Motoren mit einer Leistung
                          von 19 kW ≤ P < 37 kW
                 die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
                 gemäß Anhang VII und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für mobile Maschinen und Geräte,
                 in die ein noch nicht in Verkehr gebrachter Motor eingebaut ist, wenn der Motor die Anforderungen dieser
                 Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I
                 Abschnitt 4.1.2.4 nicht einhalten.
           3c.   TYPGENEHMIGUNG FÜR MOTOREN DER STUFE IIIB (MOTORKATEGORIEN L, M, N und P)
                 Die Mitgliedstaaten verweigern
                 '        L: nach dem 31. Dezember 2009 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                          Leistung von 130 kW ≤ P ≤ 560 kW,
                 '        M: nach dem 31. Dezember 2010 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                          Leistung von 75 kW ≤ P < 130 kW,
                 '        N: nach dem 31. Dezember 2010 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                          Leistung von 56 kW ≤ P < 75 kW,
                 '        P: nach dem 31. Dezember 2011 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                          Leistung von 37 kW ≤ P < 56 kW
                 die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
                 gemäß Anhang VII und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für mobile Maschinen und Geräte,
                 in die ein noch nicht in Verkehr gebrachter Motor eingebaut ist, wenn der Motor die Anforderungen dieser
                 Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I
                 Abschnitt 4.1.2.5 nicht einhalten.
 ---pagebreak--- 30.4.2004     DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/5
          3d.  TYPGENEHMIGUNG FÜR MOTOREN DER STUFE IV (MOTORKATEGORIEN Q und R)
               Die Mitgliedstaaten verweigern
               '        Q: nach dem 31. Dezember 2012 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                        Leistung von 130 kW ≤ P ≤ 560 kW,
               '        R: nach dem 30. September 2013 bei Motoren – außer Motoren mit konstanter Drehzahl – mit einer
                        Leistung von 56 kW ≤ P < 130 kW
               die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
               gemäß Anhang VII und verweigern auch jegliche andere Typgenehmigung für mobile Maschinen und Geräte,
               in die ein noch nicht in Verkehr gebrachter Motor eingebaut ist, wenn der Motor die Anforderungen dieser
               Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I
               Abschnitt 4.1.2.6 nicht einhalten.
          3e.  TYPGENEHMIGUNG FÜR ANTRIEBSMOTOREN DER STUFE IIIA, DIE IN BINNENSCHIFFEN
               VERWENDET WERDEN (MOTORKATEGORIE V)
               Die Mitgliedstaaten verweigern
               '        V1:1: nach dem 31. Dezember 2005 bei Motoren mit einer Leistung von 37 kW oder darüber und
                        einem Hubraum unter 0,9 Litern je Zylinder,
               '        V1:2: nach dem 30. Juni 2005 bei Motoren mit einem Hubraum von 0,9 Litern oder darüber, jedoch
                        unter 1,2 Litern je Zylinder,
               '        V1:3: nach dem 30. Juni 2005 bei Motoren mit einem Hubraum von 1,2 Litern oder darüber, jedoch
                        unter 2,5 Litern je Zylinder und einer Leistung von 37 kW ≤ P < 75 kW,
               '        V1:4: nach dem 31. Dezember 2006 bei Motoren mit einem Hubraum von 2,5 Litern oder darüber,
                        jedoch unter 5 Litern je Zylinder,
               '        V2: nach dem 31. Dezember 2007 bei Motoren mit einem Hubraum von 5 Litern oder darüber je
                        Zylinder
               die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
               gemäß Anhang VII, wenn der Motor die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und
               Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I Abschnitt 4.1.2.4 nicht einhalten.
          3f.  TYPGENEHMIGUNG FÜR ANTRIEBSMOTOREN DER STUFE IIIA, DIE IN TRIEBWAGEN
               VERWENDET WERDEN
               Die Mitgliedstaaten verweigern
               '        RC A: nach dem 30. Juni 2005 bei Motoren mit einer Leistung von über 130 kW
               die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
               gemäß Anhang VII, wenn der Motor die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und
               Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I Abschnitt 4.1.2.4 nicht einhalten.
          3g.  TYPGENEHMIGUNG FÜR ANTRIEBSMOTOREN DER STUFE IIIB, DIE IN TRIEBWAGEN
               VERWENDET WERDEN
               Die Mitgliedstaaten verweigern
               '        RC B: nach dem 31. Dezember 2010 bei Motoren mit einer Leistung von über 130 kW
               die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
               gemäß Anhang VII, wenn der Motor die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und
               Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I Abschnitt 4.1.2.5 nicht einhalten.
          3h.  TYPGENEHMIGUNG FÜR ANTRIEBSMOTOREN DER STUFE IIIA, DIE IN LOKOMOTIVEN
               VERWENDET WERDEN
               Die Mitgliedstaaten verweigern
               '        RL A: nach dem 31. Dezember 2005 bei Motoren mit einer Leistung von 130 kW ≤ P ≤ 560 kW,
 ---pagebreak--- L 146/6         DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                   '       RH A: nach dem 31. Dezember 2007 bei Motoren mit einer Leistung von 560 kW < P
                   die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
                   gemäß Anhang VII, wenn der Motor die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und
                   Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I Abschnitt 4.1.2.4 nicht einhalten. Dieser Absatz
                   findet auf die genannten Motortypen und Motorfamilien keine Anwendung, wenn vor dem … * ein
                   Kaufvertrag für den Motor geschlossen wurde und der Motor höchstens zwei Jahre nach dem für die
                   entsprechende Lokomotivkategorie geltenden Datum in Verkehr gebracht wird.
                   ____________________
                   *       Datum des Inkrafttretens dieser Richtlinie.
           3i.     TYPGENEHMIGUNG FÜR ANTRIEBSMOTOREN DER STUFE IIIB, DIE IN LOKOMOTIVEN
                   VERWENDET WERDEN
                   Die Mitgliedstaaten verweigern
                   '       R B: nach dem 31. Dezember 2010 bei Motoren mit einer Leistung von über 130 kW
                   die Typgenehmigung für die obigen Motortypen oder Motorfamilien und die Ausstellung des Dokuments
                   gemäß Anhang VII, wenn der Motor die Anforderungen dieser Richtlinie nicht erfüllt und seine Partikel- und
                   Abgasemissionen die Grenzwerte der Tabelle in Anhang I Abschnitt 4.1.2.5 nicht einhalten. Dieser Absatz
                   findet auf die genannten Motortypen und Motorfamilien keine Anwendung, wenn vor dem … * ein
                   Kaufvertrag für den Motor geschlossen wurde und der Motor höchstens zwei Jahre nach dem für die
                   entsprechende Lokomotivkategorie geltenden Datum in Verkehr gebracht wird."
                   ____________________
                   *       Datum des Inkrafttretens dieser Richtlinie.
        c) Der Titel von Absatz 4 erhält folgende Fassung:
           "INVERKEHRBRINGEN; MOTORHERSTELLUNGSDATEN"
        d) Folgender Absatz wird eingefügt:
           "4a.    Unbeschadet des Artikels 7a und des Artikels 9 Absätze 3g und 3h und mit Ausnahme von Maschinen und
           Geräten sowie Motoren, die für die Ausfuhr in Drittländer bestimmt sind, erlauben die Mitgliedstaaten das
           Inverkehrbringen von Motoren unabhängig davon, ob sie bereits in Maschinen und Geräte eingebaut sind oder nicht,
           nach den nachstehend aufgeführten Terminen nur, wenn sie die Anforderungen dieser Richtlinie erfüllen und der
           Motor nach einer der Kategorien in Absatz 2 oder 3 genehmigt wurde.
           Stufe IIIA andere Motoren als Motoren mit konstanter Drehzahl
           '       Kategorie H: 31. Dezember 2005
           '       Kategorie I: 31. Dezember 2006
           '       Kategorie J: 31. Dezember 2007
           '       Kategorie K: 31. Dezember 2006
           Stufe IIIA Motoren für Binnenschiffe
           '       Kategorie V1:1: 31. Dezember 2006
           '       Kategorie V1:2: 31. Dezember 2006
           '       Kategorie V1:3: 31. Dezember 2006
           '       Kategorie V1:4: 31. Dezember 2008
           '       Kategorien V2: 31. Dezember 2008
           Stufe IIIA Motoren mit konstanter Drehzahl
           '       Kategorie H: 31. Dezember 2010
           '       Kategorie I: 31. Dezember 2010
           '       Kategorie J: 31. Dezember 2011
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/7
                  '       Kategorie K: 31. Dezember 2010
                  Stufe IIIA Triebwagenmotoren
                  '       Kategorie RC A: 31. Dezember 2005
                  Stufe IIIA Lokomotivmotoren
                  '       Kategorie RL A: 31. Dezember 2006
                  '       Kategorie RH A: 31. Dezember 2008
                  Stufe IIIB andere Motoren als Motoren mit konstanter Drehzahl
                  '       Kategorie L: 31. Dezember 2010
                  '       Kategorie M: 31. Dezember 2011
                  '       Kategorie N: 31. Dezember 2011
                  '       Kategorie P: 31. Dezember 2012
                  Stufe IIIB Triebwagenmotoren
                  '       Kategorie RC B: 31. Dezember 2011
                  Stufe IIIB Lokomotivmotoren
                  '       Kategorie R B: 31. Dezember 2011
                  Stufe IV andere Motoren als Motoren mit konstanter Drehzahl
                  '       Kategorie Q: 31. Dezember 2013
                  –       Kategorie R: 30. September 2014
                  Bei Motoren, deren Herstellungsdatum vor den aufgeführten Terminen liegt, wird bei jeder Kategorie der Zeitpunkt
                  für die Erfüllung der vorgenannten Anforderungen um zwei Jahre verschoben.
                  Die für eine Stufe von Emissionsgrenzwerten gewährte Ausnahme endet mit dem verbindlichen Inkrafttreten der
                  nächsten Stufe der Grenzwerte."
          e)      Folgender Absatz wird angefügt:
                  "4b.    KENNZEICHNUNG BEI VORZEITIGER ERFÜLLUNG DER ANFORDERUNGEN DER STUFEN IIIA,
                          IIIB und IV
                  Die Mitgliedstaaten gestatten für Motortypen oder Motorfamilien, die den Grenzwerten der Tabelle in Anhang I
                  Abschnitte 4.1.2.4, 4.1.2.5 und 4.1.2.6 schon vor den in Absatz 4 aufgeführten Terminen entsprechen, eine besondere
                  Kennzeichnung, aus der hervorgeht, dass die betreffenden Maschinen und Geräte den vorgeschriebenen Grenzwerten
                  bereits vor den festgelegten Terminen entsprechen."
   7.     Artikel 10 wird wie folgt geändert:
          a)      Die Absätze 1 und 1a erhalten folgende Fassung:
                  "(1)            Die Anforderungen des Artikels 8 Absätze 1 und 2, des Artikels 9 Absatz 4 und des Artikels 9a
                  Absatz 5 gelten nicht für
                  '       Motoren, die von den Streitkräften benutzt werden sollen,
                  '       nach den Absätzen 1a und 2 ausgenommene Motoren,
                  '       Motoren für den Einsatz in Maschinen und Geräten, die hauptsächlich für das Zuwasserlassen und Einholen
                          von Rettungsbooten bestimmt sind,
                  '       Motoren für den Einsatz in Maschinen und Geräten, die hauptsächlich für das Zuwasserlassen und Einholen
                          von Wasserfahrzeugen bestimmt sind, die vom Strand aus zu Wasser gelassen werden.
 ---pagebreak--- L 146/8                   DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
                    (1a)             Unbeschadet des Artikels 7a und des Artikels 9 Absätze 3g und 3h müssen Austauschmotoren außer
                    für Antriebsmotoren von Triebwagen, Lokomotiven und Binnenschiffen den Grenzwerten entsprechen, die der zu
                    ersetzende Motor beim ersten Inverkehrbringen zu erfüllen hatte.
                    Die Bezeichnung "AUSTAUSCHMOTOR" wird auf einem an dem Motor angebrachten Schild oder als Hinweis in
                    das Benutzerhandbuch aufgenommen."
           b)       Die folgenden Absätze werden angefügt:
                    "(5)             Motoren können nach einem "Flexibilitätssystem" entsprechend den Bestimmungen des
                    Anhangs XIII in Verkehr gebracht werden.
                    (6)              Absatz 2 findet keine Anwendung auf Antriebsmotoren zum Einbau in Binnenschiffe.
                    (7)              Die Mitgliedstaaten erlauben nach dem "Flexibilitätssystem" entsprechend den Bestimmungen des
                    Anhangs XIII das Inverkehrbringen von Motoren, die den Begriffsbestimmungen des Anhangs I Buchstabe A
                    Ziffern i und ii entsprechen."
    8.     Die Anhänge werden wie folgt geändert:
           a)       Die Anhänge I, III, V, VII und XII werden gemäß Anhang I dieser Richtlinie geändert.
           b)       Anhang VI wird durch den Wortlaut in Anhang II dieser Richtlinie ersetzt.
           c)       Ein neuer Anhang XIII wird gemäß Anhang III dieser Richtlinie angefügt.
           d)       Ein neuer Anhang XIV wird gemäß Anhang IV dieser Richtlinie angefügt.
           e)       Ein neuer Anhang XV wird gemäß Anhang IV dieser Richtlinie angefügt,
           und die Liste der bestehenden Anhänge wird entsprechend geändert.
                                                                    Artikel 2
    Die Kommission wird bis spätestens zum 31. Dezember 2007
    a)     ihre Schätzungen bezüglich der Emissionsbilanz von mobilen Maschinen und Geräten neu bewerten und insbesondere die
           Möglichkeit von Gegenkontrollen und Korrekturfaktoren prüfen,
    b)     die verfügbaren Technologien, einschließlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses, im Hinblick auf die Bestätigung der
           Grenzwerte der Stufen IIIB und IV daraufhin überprüfen, ob für bestimmte Geräte- oder Motortypen mehr Flexibilität,
           Ausnahmen oder spätere Umsetzungstermine vorgesehen werden sollten, wobei der Fall von Motoren zu berücksichtigen ist,
           die in mobile Maschinen und Geräte in saisonspezifischen Einsatzbereichen eingebaut sind,
    c)     die Anwendung von Prüfzyklen für Triebwagen- und Lokomotivmotoren und, bezogen auf Lokomotivmotoren, die Kosten
           und Nutzen einer weiteren Senkung der Emissionsgrenzwerte angesichts des Einsatzes der NOx-
           Nachbehandlungstechnologie prüfen,
    d)     prüfen, ob eine weitere Reihe von Grenzwerten für Motoren zur Verwendung in Binnenschiffen eingeführt werden sollte, und
           dabei insbesondere die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit sekundärer Emissionsminderungsoptionen in diesem
           Einsatzbereich berücksichtigen,
    e)     prüfen, ob Emissionsgrenzwerte für Motoren unter 19 kW und über 560 kW eingeführt werden sollten,
    f)     prüfen, ob die Kraftstoffe verfügbar sind, die für die zur Erfüllung der Standardwerte der Stufen IIIB und IV eingesetzten
           Technologien erforderlich sind,
    g)     prüfen, bei welchem Betriebszustand des Motors die höchstzulässigen Prozentsätze, um die die in Anhang I
           Abschnitte 4.1.2.5 und 4.1.2.6 festgelegten Emissionsgrenzwerte überschritten werden dürfen, überschritten werden können,
           und gegebenenfalls Vorschläge zur technischen Anpassung der Richtlinie nach dem in Artikel 15 der Richtlinie 97/68/EG
           genannten Verfahren vorlegen,
    h)     prüfen, ob ein System zur Überprüfung der Übereinstimmung während des Betriebs eingeführt werden sollte, und mögliche
           Optionen für seine Durchführung untersuchen,
    i)     detaillierte Regelungen zur Verhinderung von Manipulation und Umgehung von Prüfzyklen in Erwägung ziehen
    und dem Europäischen Parlament und dem Rat gegebenenfalls entsprechende Vorschläge vorlegen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                 DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/9
                                                                    Artikel 3
   (1)             Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, die erforderlich sind, um dieser
   Richtlinie bis zum … " nachzukommen. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.
   Wenn die Mitgliedstaaten diese Vorschriften erlassen, nehmen sie in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der
   amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.
   (2)             Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die
   sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
                                                                    Artikel 4
   Die Mitgliedstaaten legen die Sanktionen fest, die bei Verstößen gegen die gemäß dieser Richtlinie erlassenen innerstaatlichen
   Vorschriften anzuwenden sind, und treffen alle für ihre Durchführung erforderlichen Maßnahmen. Diese Sanktionen müssen
   wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission diese Vorschriften spätestens am … "
   sowie etwaige Änderungen so bald wie möglich mit.
                                                                    Artikel 5
   Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
                                                                    Artikel 6
   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   Geschehen zu Straßburg am 21. April 2004
           Im Namen des Europäischen Parlaments                                             Im Namen des Rates
                         Der Präsident                                                         Der Präsident
                            P. COX                                                              D. ROCHE
   "
            12 Monate nach Inkrafttreten dieser Richtlinie.
   "
            12 Monate nach Inkrafttreten dieser Richtlinie.
 ---pagebreak--- L 146/10              DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
                                                                ANHANG I
    1.   ANHANG I WIRD WIE FOLGT GEÄNDERT:
    1)   Abschnitt 1 wird wie folgt geändert:
         a)    Buchstabe A erhält folgende Fassung:
               "A.      Die Maschinen und Geräte müssen dafür bestimmt und geeignet sein, sich auf oder abseits einer Straße
                        fortzubewegen oder fortbewegt zu werden, und:
                        i)      mit einem Kompressionszündungsmotor ausgestattet sein, dessen Nutzleistung gemäß Abschnitt 2.4
                                mindestens 19 kW, jedoch nicht mehr als 560 kW beträgt und der nicht mit einer einzigen konstanten
                                Drehzahl, sondern mit unterschiedlichen Drehzahlen betrieben wird,
                        oder
                        ii)     mit einem Kompressionszündungsmotor ausgestattet sein, dessen Nutzleistung gemäß Abschnitt 2.4
                                mindestens 19 kW, jedoch nicht mehr als 560 kW beträgt und der mit einer konstanten Drehzahl
                                betrieben wird. Die Grenzwerte gelten erst ab dem 31. Dezember 2006,
                        oder
                        iii)    mit einem benzinbetriebenen Fremdzündungsmotor ausgestattet sein, dessen Nutzleistung gemäß
                                Abschnitt 2.4 nicht mehr als 19 kW beträgt,
                        oder
                        iv)     mit einem Motor ausgestattet sein, der für den Antrieb von Triebwagen konzipiert ist, die
                                selbstfahrende Schienenfahrzeuge darstellen, die speziell zur Beförderung von Gütern und/oder
                                Fahrgästen ausgelegt sind,
                        oder
                        v)      mit einem Motor ausgestattet sein, der für den Antrieb von Lokomotiven konzipiert ist, die
                                selbstfahrende Teile schienengebundener Ausrüstungen zur Fortbewegung oder zum Antrieb von
                                Wagen darstellen, die für die Beförderung von Frachtgut, Fahrgästen und anderen Ausrüstungen
                                ausgelegt sind, die aber selbst nicht für die Beförderung von Frachtgut, Fahrgästen (mit Ausnahme
                                der Personen, die die Lokomotive bedienen) oder anderen Ausrüstungen ausgelegt oder bestimmt
                                sind. Ein Hilfsmotor oder ein Motor, der zum Antrieb von Maschinen oder Geräten für die Ausfüh-
                                rung von Instandhaltungs- und Bauarbeiten auf den Schienen bestimmt ist, fällt nicht unter diese
                                Ziffer, sondern unter Ziffer i."
         b)    Buchstabe B erhält folgende Fassung:
               "B.      Schiffe, mit Ausnahme von Binnenschiffen"
         c)    Buchstabe C wird gestrichen.
    2)   Abschnitt 2 wird wie folgt geändert:
         a)    Folgende Abschnitte werden eingefügt:
               "2.8a.:          Volumen von 100 m3 oder mehr mit Bezug auf ein Binnenschiff sein anhand der Formel LxBxT
                                berechnetes Volumen, wobei "L" die größte Länge des Schiffskörpers, ohne Ruder und Bugspriet,
                                "B" die größte Breite des Schiffskörpers in Metern, gemessen an der Außenseite der Beplattung (ohne
                                Schaufelräder, Scheuerleisten, etc.), und "T" der senkrechte Abstand vom tiefsten Punkt des
                                Schiffskörpers an der Unterkante der Bodenbeplattung oder des Kiels bis zur Ebene der größten
                                Einsenkung des Schiffskörpers bedeutet;
               2.8b.:           gültige Seefähigkeits- oder Sicherheitszeugnisse
                                a)       ein Zeugnis über die Einhaltung der Vorschriften des Internationalen Übereinkommens von
                                         1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS), in der geänderten Fassung,
                                         oder ein gleichwertiges Zeugnis, oder
                                b)       ein Zeugnis über die Einhaltung der Vorschriften des Internationalen Übereinkommens von
                                         1966 über den Freibord, in der geänderten Fassung, oder ein gleichwertiges Zeugnis und ein
                                         IOPP-Zeugnis über die Einhaltung der Vorschriften des Internationalen Übereinkommens zur
                                         Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL), in der geänderten Fassung;
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/11
                  2.8c.          Abschalteinrichtung eine Einrichtung, die Betriebsgrößen misst oder erfasst, um den Betrieb eines
                                 beliebigen Teils oder einer beliebigen Funktion der emissionsmindernden Einrichtung zu aktivieren,
                                 zu verändern, zu verzögern oder zu deaktivieren, so dass die Wirkung der emissionsmindernden Ein-
                                 richtung unter normalen Betriebsbedingungen verringert wird, es sei denn die Verwendung einer
                                 derartigen Abschalteinrichtung ist wesentlich in das zugrunde gelegte Prüfverfahren zur
                                 Bescheinigung des Emissionsverhaltens eingeschlossen;
                  2.8d.          anormale Emissionsminderungs-Strategie eine Strategie oder Maßnahme, durch die die Wirkung der
                                 emissionsmindernden Einrichtung unter normalen Betriebsbedingungen auf weniger als das im
                                 jeweiligen Emissionsprüfverfahren geforderte Maß verringert wird;"
          b)      Folgender Abschnitt wird angefügt:
                  "2.17.         Prüfzyklus eine Abfolge von Prüfphasen mit jeweils einer bestimmten Drehzahl und einem
                                 bestimmten Drehmoment, die der Motor unter stationären (NRSC-Prüfung) oder transienten
                                 Bedingungen (NRTC-Prüfung) durchlaufen muss;"
          c)      Abschnitt 2.17 erhält die neue Nummer 2.18 und erhält folgende Fassung:
          "2.18. Symbole und Abkürzungen
          2.18.1. Symbole für die Prüfkennwerte
           Symbol          Einheit             Begriff
           A/Fst           -                   Stöchiometrisches Luft-Kraftstoff-Verhältnis
           AP              m²                  Querschnittsfläche der isokinetischen Probenahmesonde
           AT              m²                  Querschnittsfläche des Auspuffrohrs
           Aver                                gewichtete Durchschnittswerte für:
                           m3/h                -Volumendurchsatz;
                           kg/h                -Massendurchsatz
           C1              -                   C1-äquivalenter Kohlenwasserstoff
           Cd              -                   Durchflusskoeffizient des SSV
           Conc            ppm Vol%            Konzentration (mit nachgestellter Bestandteilbezeichnung)
           Concc           ppm Vol%            hintergrundkorrigierte Konzentration
           Concd           ppm Vol%            Konzentration des Schadstoffs, gemessen in der Verdünnungsluft
           Conce           ppm Vol%            Konzentration des Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas
           d               m                   Durchmesser
           DF              -                   Verdünnungsfaktor
           fa              -                   atmosphärischer Faktor im Labor
           GAIRD           kg/h                Massendurchsatz der Ansaugluft, trocken
           GAIRW           kg/h                Massendurchsatz der Ansaugluft, feucht
           GDILW           kg/h                Massendurchsatz der Verdünnungsluft, feucht
           GEDFW           kg/h                äquivalenter Massendurchsatz des verdünnten Abgases, feucht
           GEXHW           kg/h                Massendurchsatz des Abgases, feucht
           GFUEL           kg/h                Kraftstoffmassendurchsatz
           GSE             kg/h                Abgasmassendurchsatzproben
           GT              cm3/min             Tracergasdurchsatz
           GTOTW           kg/h                Massendurchsatz des verdünnten Abgases, feucht
           Ha              g/kg                absolute Feuchtigkeit der Ansaugluft
           Hd              g/kg                absolute Feuchtigkeit der Verdünnungsluft
           HREF            g/kg                Bezugswert der absoluten Luftfeuchtigkeit (10,71 g/kg)
           i               -                   unterer Index für eine einzelne Prüfphase (für NRSC-Prüfung)
                                               oder einen Momentanwert (für NRTC-Prüfung)
           KH              -                   Feuchtigkeitskorrekturfaktor für NOx
           Kp              -                   Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Partikel
           KV              -                   CFV-Kalibrierfunktion
           KW,a            -                   Korrekturfaktor für Umrechnung vom trockenen zum feuchten Bezugszustand
                                               der Ansaugluft
           KW,d            -                   Korrekturfaktor für die Umrechnung vom trockenen zum feuchten
                                               Bezugszustand der Verdünnungsluft
           KW,e            -                   Korrekturfaktor für die Umrechnung vom trockenen zum feuchten
                                               Bezugszustand des verdünnten Abgases
           KW,r            -                   Korrekturfaktor für die Umrechnung vom trockenen zum feuchten
                                               Bezugszustand des Rohabgases
 ---pagebreak--- L 146/12         DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                                    30.4.2004
         Symbol     Einheit Begriff
         L          %       prozentuales Drehmoment, bezogen auf das maximale Drehmoment beim Motor
         Md         mg      abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse der Verdünnungsluft
         MDIL       kg      Masse der durch die Partikel-Probenahmefilter geleiteten Verdünnungsluftprobe
         MEDFW      kg      Masse des äquivalenten verdünnten Abgases über den Zyklus
         MEXHW      kg      Gesamtmassendurchsatz über den gesamten Zyklus
         Mf         mg      abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse
         Mf,p       mg      abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse auf Hauptfilter
         Mf,b       mg      abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse auf Nachfilter
         Mgas       g       Gesamtmasse gasförmiger Schadstoffe über den Zyklus
         MPT        g       Gesamtmasse von Partikeln über den Zyklus
         MSAM       kg      Masse der durch die Partikel-Probenahmefilter geleiteten Probe des verdünnten
                            Abgases
         MSE        kg      Abgasmassenproben über den gesamten Zyklus
         MSEC       kg      Masse der Sekundärverdünnungsluft
         MTOT       kg      Gesamtmasse der doppelt verdünnten Abgase über den Zyklus
         MTOTW      kg      Gesamtmasse der durch den Verdünnungstunnel geleiteten verdünnten Abgase
                            über den Zyklus, feucht
         MTOTW,I    kg      Momentane Masse der durch den Verdünnungstunnel geleiteten verdünnten
                            Abgase, feucht
         mass       g/h     unterer Index für den Schadstoffmassendurchsatz
         NP         -       PDP-Umdrehungen insgesamt über den Zyklus
         nref       min-1   Bezugsmotordrehzahl für NRTC-Test
          n" sp     s-2     Abgeleitete Motordrehzahl
         P          kW      nichtkorrigierte Nutzleistung
         p1         kPa     Absenkung des Drucks am Pumpeneinlass der PDP
         PA         kPa     Absoluter Druck
         Pa         kPa     Sättigungsdampfdruck der Motoransaugluft
                            (ISO 3046: psy=PSY Umgebungsdruck bei der Prüfung)
         PAE        kW      angegebene Gesamtleistungsaufnahme durch Hilfseinrichtungen, die für die
                            Prüfung angebracht wurden und nach Abschnitt 2.4 dieses Anhangs nicht
                            erforderlich sind
         PB         kPa     atmosphärischer Gesamtdruck (ISO 3046:
                            Px = PX Gesamtumgebungsdruck vor Ort
                            Py = PY Gesamtumgebungsdruck bei der Prüfung)
         pd         kPa     Sättigungsdampfdruck der Verdünnungsluft
         PM         kW      Höchstleistung bei Prüfdrehzahl unter Prüfbedingungen (siehe Anhang VII
                            Anlage 1)
         Pm         kW      Am Prüfstand gemessene Leistung
         ps         kPa     trockener atmosphärischer Druck
                    -       Verdünnungsverhältnis
         Qs         m³/s    CVS-Volumendurchsatz
         r
                    -       Verhältnis der SSV-Verengung zum Eintritt absolut, statischer Druck
         r                  Quotient der Querschnittsflächen der isokinetischen Sonde und des
                            Auspuffrohrs;
         Ra         %       relative Feuchtigkeit der Ansaugluft
         Rd         %       relative Feuchtigkeit der Verdünnungsluft
         Re         -       Reynoldzahl
         Rf         -       FID-Ansprechfaktor
         T          K       Absolute Temperatur
         t          s       Messzeit
         Ta         K       absolute Temperatur der Ansaugluft
         TD         K       Absolute Taupunkttemperatur
         Tref       K       Bezugstemperatur (der Verbrennungsluft: 298 K)
         Tsp        N·m     Gefordertes Drehmoment beim instationären Zyklus
         t10        s       Zeit zwischen Sprungeingangssignal und 10% des Ausgangssignals
         t50        s       Zeit zwischen Sprungeingangssignal und 50% des Ausgangssignals
         t90        s       Zeit zwischen Sprungeingangssignals und 90% des Ausgangssignals
         ∆tI        s       Zeitabstand bei momentaner CFV-Strömung
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/13
           Symbol          Einheit              Begriff
           V0              m³/rev               PDP-Volumendurchsatz unter tatsächlichen Bedingungen
           Wact            kWh                  Tatsächliche Zyklusarbeit von NRTC
           WF              -                    Wichtungsfaktor
           WFE             -                    Effektiver Wichtungsfaktor
           X0              m³/rev               Kalibrierungsfunktion des PDP-Volumendurchsatzes
           (D              kg/m2                Rotationsträgheit des Wirbelstromprüfstands
           ß               -                    Verhältnis des Durchmessers der SSV-Verengung, d, zum inneren Durchmesser
                                                des Eintrittrohrs
           "               -                    Relatives Luft-Kraftstoff-Verhältnis; tatsächliches A/F-Verhältnis geteilt durch
                                                stöchiometrisches A/F-Verhältnis
           "EXH            kg/m³                Abgasdichte
   2.18.2. Symbole für chemische Bestandteile
                                            CH4              Methan
                                            C3H8             Propan
                                            C2H6             Ethan
                                            CO               Kohlenmonoxid
                                            CO2              Kohlendioxid
                                            DOP              Dioctylphthalat
                                            H2O              Wasser
                                            HC               Kohlenwasserstoffe
                                            NOx              Stickoxide
                                            NO               Stickstoffmonoxid
                                            NO2              Stickstoffdioxid
                                            O2               Sauerstoff
                                            PT               Partikel
                                            PTFE             Polytetrafluorethylen
   2.18.3. Abkürzungen
                                         CFV              Venturi-Rohr mit kritischer Strömung
                                         CLD              Chemilumineszenzdetektor
                                         CI               Kompressionszündungsmotor
                                         FID              Flammenionisationsdetektor
                                         FS               Voller Skalenendwert
                                         HCLD             Beheizter Chemilumineszenzanalysator
                                         HFID             beheizter Flammenionisationsdetektor
                                         NDIR             Nichtdispersiver Ultraviolett-
                                                          Resonanzabsorber
                                         NG               Erdgas
                                         NRSC             stationärer Test für mobile Maschinen
                                                          und Geräte
                                         NRTC             dynamischer Test für mobile Maschinen
                                                          und Geräte
                                         PDP              Verdrängerpumpe
                                         SI               Fremdzündungsmotor
                                         SSV              kritisch betriebene Venturidüse"
   3)      Abschnitt 3 wird wie folgt geändert:
           a)    Folgender Abschnitt wird eingefügt:
                 "3.1.4.          Aufkleber gemäß Anhang XIII, falls der Motor im Rahmen einer flexiblen Regelung in Verkehr
                                  gebracht wird."
   4)      Abschnitt 4 wird wie folgt geändert:
 ---pagebreak--- L 146/14                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
            a)      Am Ende des Abschnitts 4.1.1 wird Folgendes angefügt:
                    "Alle Motoren, die mit Wasser vermischte Abgase ausstoßen, werden mit einer Anschlussvorrichtung im
                    Abgassystem des Motors ausgestattet, die dem Motor nachgeschaltet ist und sich vor der Stelle befindet, an der die
                    Abgase mit Wasser (oder einem anderen Kühl- oder Reinigungsmedium) in Kontakt treten, und für den vorüber-
                    gehenden Anschluss der Geräte zur Entnahme von Gas- oder Partikelemissionsproben bestimmt ist. Es ist wichtig,
                    dass diese Anschlussvorrichtung so lokalisiert ist, dass eine gut durchmischte, repräsentative Stichprobe des Abgases
                    entnommen werden kann. Der Anschluss ist im Innern mit einem Standardrohrgewinde zu versehen, dessen Größe
                    maximal ½ Zoll beträgt, und mit einem Verschlusszapfen zu verschließen, wenn er nicht genutzt wird (gleichwertige
                    Anschlussvorrichtungen sind zulässig)."
            b)      Folgender Abschnitt wird angefügt:
                    "4.1.2.4.      Die für Stufe IIIA ermittelten Emissionen von Kohlenmonoxid, die Summe der Emissionen von
                                   Kohlenwasserstoffen und Stickstoffoxiden und die Partikelemissionen dürfen die in nachstehender
                                   Tabelle angegebenen Werte nicht übersteigen:
            Motoren für andere Anwendungen als den Antrieb von Binnenschiffen, Lokomotiven und Triebwagen:
    Kategorie: Nutzleistung                 Kohlenmonoxid                 Summe der Kohlenwasserstoffe und              Partikel
    (P)                                     (CO)                          Stickstoffoxide                               (PT)
    (kW)                                    (g/kWh)                       (HC+NOx)                                      (g/kWh)
                                                                          (g/kWh)
    H: 130 kW ≤ P ≤ 560 kW                  3,5                           4,0                                           0,2
    I: 75 kW ≤ P < 130 kW                   5,0                           4,0                                           0,3
    J: 37 kW ≤ P <75 kW                     5,0                           4,7                                           0,4
    K: 19 kW ≤ P <37 kW                     5,5                           7,5                                           0,6
                                                 Motoren zum Antrieb von Binnenschiffen:
    Kategorie: Hubraum/Nutzleistung         Kohlenmonoxid                 Summe der Kohlenwasserstoffe und              Partikel
    (SV/P)                                  (CO)                          Stickstoffoxide                               (PT)
    (Liter pro Zylinder/kW)                 (g/kWh)                       (HC+NOx)                                      (g/kWh)
                                                                          (g/kWh)
    V1:1 SV < 0,9 and P % 37 kW             5,0                           7,5                                           0,40
    V1:2 0,9 ≤ SV < 1,2                     5,0                           7,2                                           0,30
    V1:3 1,2 ≤ SV < 2,5                     5,0                           7,2                                           0,20
    V1:4 2,5 ≤ SV < 5                       5,0                           7,2                                           0,20
    V2:1 5 ≤ SV < 15                        5,0                           7,8                                           0,27
    V2:2 15 ≤ SV < 20 und                   5,0                           8,7                                           0,50
    P < 3300 kW
    V2:3 15 ≤ SV < 20                       5,0                           9,8                                           0,50
    und P % 3300 kW
    V2:4 20 ≤ SV < 25                       5,0                           9,8                                           0,50
    V2:5 25 ≤ SV < 30                       5,0                           11,0                                          0,50
    Motoren zum Antrieb von Lokomotiven:
    Kategorie: Nutzleistung                     Kohlenmonoxid             Summe der Kohlenwasserstoffe und              Partikel
    (P )                                        (CO)                      Stickstoffoxide                               (PT)
    (kW)                                        (g/kWh)                   (HC+NOx)                                      (g/kWh)
                                                                          (g/kWh)
    RL A: 130 kW ≤ P ≤ 560 kW                   3,5                       4,0                                           0,2
                                                Kohlenmonoxid             Kohlenwasserstoffe     Stickstoffoxide        Partikel
                                                (CO)                      (HC)                   (NOx)                  (PT)
                                                (g/kWh)                   (g/kWh)                (g/kWh)                (g/kWh)
    RH A: P > 560 kW                            3,5                       0,5                    6,0                    0,2
    RH A Motoren mit P > 2000 kW und            3,5                       0,4                    7,4                    0,2
    SV> 5 l/Zylinder
 ---pagebreak---  30.4.2004                DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/15
     Motoren zum Antrieb von Triebwagen:
     Kategorie: Nutzleistung (P) (kW)       Kohlenmonoxid               Summe der Kohlenwasserstoffe und           Partikel
                                            (CO)                        Stickstoffoxide                            (PT)
                                            (g/kWh)                     (HC+NOx)                                   (g/kWh)
                                                                        (g/kWh)
     RC A: 130 kW < P                       3,5                         4,0                                        0,20
                                                                                                                                      "
            c)          Folgender Abschnitt wird eingefügt:
                        "4.1.2.5.      Die für Stufe IIIB ermittelten Emissionen von Kohlenmonoxid, die Emissionen von Kohlen-
                                       wasserstoffen und Stickstoffoxiden (oder gegebenenfalls ihre Summe) und die Partikelemissionen
                                       dürfen die in nachstehender Tabelle angegebenen Werte nicht übersteigen:
                                    Motoren für andere Anwendungen als den Antrieb von Lokomotiven,
                                                       Triebwagen und Binnenschiffen:
Kategorie: Nutzleistung              Kohlenmonoxid             Kohlenwasserstoffe                Stickstoffoxide         Partikel
(P )                                 (CO)                      (HC)                              (Nox)                   (PT)
(kW)                                 (g/kWh)                   (g/kWh)                           (g/kWh)                 (g/kWh)
L: 130 kW #P #560 kW                 3,5                       0,19                              2,0                     0,025
M: 75 kW #P < 130 kW                 5,0                       0,19                              3,3                     0,025
N: 56 kW #P <75 kW                   5,0                       0,19                              3,3                     0,025
                                                               Summe der Kohlenwasserstoffe und Stickoxide
                                                               (HC+NOx)
                                                               (g/kWh)
P: 37 kW ≤ P < 56 kW                 5,0                                                 4,7                             0,025
     Motoren zum Antrieb von Triebwagen:
     Kategorie: Nutzleistung                Kohlenmonoxid               Kohlenwasserstoffe    Stickstoffoxide      Partikel
     (P )                                   (CO)                        (HC)                  (Nox)                (PT)
     (kW)                                   (g/kWh)                     (g/kWh)               (g/kWh)              (g/kWh)
     RC B: 130 kW < P                                   3,5                     0,19                  2,0                 0,025
     Motoren zum Antrieb von Lokomotiven:
     Kategorie: Nutzleistung                Kohlenmonoxid               Summe der Kohlenwasserstoffe und           Partikel
     (P )                                   (CO)                        Stickstoffoxide                            (PT)
     (kW)                                   (g/kWh)                     (HC+NOx)                                   (g/kWh)
                                                                        (g/kWh)
     R B: 130 kW < P                        3,5                         4,0                                        0,025
                                                                                                                                      "
            d)      Folgender Abschnitt wird nach dem neuen Abschnitt 4.1.2.5 eingefügt:
                    "4.1.2.6.      Die für Stufe IV ermittelten Emissionen von Kohlenmonoxid, die Emissionen von Kohlenwasser-
                                   stoffen und Stickstoffoxiden (oder gegebenenfalls ihre Summe) und die Partikelemissionen dürfen die
                                   in nachstehender Tabelle angegebenen Werte nicht übersteigen:
                    Motoren für andere Anwendungen als den Antrieb von Lokomotiven, Triebwagen und Binnenschiffen:
     Kategorie: Nutzleistung                   Kohlenmonoxid            Kohlenwasserstoffe    Stickstoffoxide      Partikel
     (P )                                      (CO)                     (HC)                  (Nox)                (PT)
     (kW)                                      (g/kWh)                  (g/kWh)               (g/kWh)              (g/kWh)
 ---pagebreak--- L 146/16                DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
    Q: 130 kW ≤ P ≤ 560 kW                    3,5                       0,19                    0,4                  0,025
    R: 56 kW ≤ P < 130 kW                     5,0                       0,19                    0,4                  0,025
    "
           e)     Folgender Abschnitt wird eingefügt:
                  "4.1.2.7.       Die Grenzwerte in den Abschnitten 4.1.2.4, 4.1.2.5 und 4.1.2.6 schließen die gemäß Anhang III
                                  Anlage 5 berechnete Verschlechterung ein.
                                  Im Fall der in den Abschnitten 4.1.2.5 und 4.1.2.6 aufgeführten Grenzwerte dürfen in sämtlichen
                                  zufällig ausgewählten Lastzuständen innerhalb eines bestimmten Kontrollbereichs und mit Ausnahme
                                  spezifizierter Motorbetriebsbedingungen, die einer solchen Vorschrift nicht unterliegen, die
                                  Emissionswerte, die während einer Zeitspanne von nur 30 Sekunden ermittelt werden, die Grenzwerte
                                  der vorstehenden Tabellen nicht um mehr als 100 % überschreiten. Der Kontrollbereich, für den der
                                  nicht zu überschreitende Prozentsatz gilt, und die davon ausgenommenen Motorbetriebsbedingungen
                                  werden nach dem in Artikel 15 genannten Verfahren festgelegt."
           f)     Abschnitt 4.1.2.4 erhält die neue Nummer 4.1.2.8.
    2.     ANHANG III WIRD WIE FOLGT GEÄNDERT:
    1)     Abschnitt 1 wird wie folgt geändert:
           a)     Dem Abschnitt 1.1 wird Folgendes angefügt:
                  "Zwei Prüfzyklen werden beschrieben, die gemäß den Bestimmungen des Anhangs I Abschnitt 1 anzuwenden sind:
                  '       der NRSC-Zyklus (stationärer Test für mobile Maschinen und Geräte) ist zu verwenden für die Stufen I, II
                          und IIIA und für Motoren mit konstanter Drehzahl sowie im Fall gasförmiger Schadstoffe für die Stufen IIIB
                          und IV
                  '       der NRTC-Zyklus (dynamischer Test für mobile Maschinen und Geräte) ist zu verwenden zur Messung von
                          Partikelemissionen für die Stufen IIIB und IV bei allen Motoren mit Ausnahme von Motoren mit konstanter
                          Drehzahl. Es steht dem Hersteller frei, diesen Test auch für Stufe IIIA und für gasförmige Schadstoffe in den
                          Stufen IIIB und IV zu verwenden.
                  '       Für Motoren, die zur Verwendung in Binnenschiffen bestimmt sind, ist das ISO-Prüfverfahren gemäß
                          ISO 8178-4:2001[E] und IMO MARPOL 73/78, Anhang VI (NOx Code) zu verwenden.
                  '       Für Motoren, die zum Antrieb von Triebwagen bestimmt sind, ist ein NRSC-Zyklus zur Messung von Gas-
                          und Partikelemissionen für Stufe IIIA und Stufe IIIB zu verwenden.
                  '       Für Motoren, die zum Antrieb von Lokomotiven bestimmt sind, ist ein NRSC-Zyklus zur Messung von Gas-
                          und Partikelemissionen für Stufe IIIA und Stufe IIIB zu verwenden."
           b)     Folgender Abschnitt wird angefügt:
                  "1.3.   Messmethode:
                          Die zu messenden Abgase umfassen gasförmige Bestandteile (Kohlenmonoxid, gesamte Kohlenwasserstoffe
                          und Stickstoffoxide) und Partikel. Zusätzlich wird oft Kohlendioxid als Tracergas zur Bestimmung des
                          Verdünnungsverhältnisses von Teilstrom- und Vollstrom-Verdünnungssystemen verwendet. Nach guter
                          technischer Praxis empfiehlt sich die allgemeine Messung von Kohlendioxid als ausgezeichnetes Mittel zum
                          Feststellen von Messproblemen während des Prüflaufs.
                  1.3.1. NRSC-Prüfung:
                          Unter einer vorgeschriebenen Abfolge von Betriebsbedingungen bei warmgefahrenem Motor sind die
                          Mengen der vorstehend genannten Abgasemissionen durch Probenahme aus dem Rohabgas kontinuierlich zu
                          prüfen. Der Prüfzyklus besteht aus einer Reihe von Drehzahl- und Drehmoment-(Last)prüfphasen, die den
                          typischen Betriebsbereich von Dieselmotoren abdecken. In jeder Prüfphase sind die Konzentration jedes
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                         gasförmigen Schadstoffs, der Abgasstrom und die Leistung zu bestimmen sowie die gemessenen Werte zu
                         gewichten. Die Partikelprobe ist mit konditionierter Umgebungsluft zu verdünnen. Über das gesamte
                         Prüfverfahren ist eine Probe zu nehmen und auf geeigneten Filtern abzuscheiden.
                         Alternativ dazu können für jede Prüfphase eine Probe auf separaten Filtern genommen und die gewichteten
                         Ergebnisse des Prüfzyklus berechnet werden.
                         Die pro Kilowattstunde ausgestoßenen Gramm jedes Schadstoffs sind wie in Anlage 3 beschrieben zu
                         berechnen.
                1.3.2. NRTC-Prüfung:
                         Der vorgeschriebene instationäre Prüfzyklus (eng angelehnt an die Betriebsbedingungen von Dieselmotoren
                         in mobilen Maschinen und Geräten) wird zweimal durchgeführt.
                         '       Beim ersten Mal (Kaltstart), wenn der Motor auf Raumtemperatur abgekühlt ist und sich die
                                 Temperaturen von Motorkühlmittel und Motoröl, die Nachbehandlungseinrichtungen und sämtliche
                                 Motorsteuerungshilfsmittel zwischen 20 und 30 °C stabilisiert haben.
                         '       Beim zweiten Mal (Warmstart) nach einem 20minütigen Warmlaufen, das unmittelbar nach
                                 Beendigung des Kaltstart-Zyklus beginnt.
                         Während dieser Prüfreihe sind die vorstehend genannten Schadstoffe zu messen. Unter Verwendung der
                         Motormoment und -drehzahlmesssignale des Motorleistungsprüfstands ist die Leistung entsprechend der
                         Dauer des Prüfzyklus‘ zu integrieren, dessen Ergebnis die Arbeit des Motors über den Zyklus ist. Die
                         Konzentrationen der gasförmigen Bestandteile sind über den Prüfzyklus zu bestimmen, entweder im
                         Rohabgas durch Integration des Signals des Analysegeräts gemäß Anlage 3 oder im verdünnten Abgas eines
                         CVS-Vollstrom-Verdünnungssystems durch Integration oder Probenahmebeutel gemäß Anlage 3. Für
                         Partikel ist eine verhältnisgleiche Probe aus dem verdünnten Abgas auf einem besonderen Filter bei
                         Teilstrom- oder Vollstromverdünnung zu nehmen. Je nach dem verwendeten Verfahren ist für die
                         Berechnung der Masseemissionswerte der Schadstoffe der Durchsatz des verdünnten oder unverdünnten
                         Abgases über den Zyklus zu bestimmen. Die Masseemissionswerte sind zur Motorarbeit in Bezug zu setzen,
                         um den Ausstoß jedes Schadstoffs in Gramm pro Kilowattstunde angeben zu können.
                         Die Emissionen (g/kWh) sind sowohl während des Kaltstart- als auch des Warmstart-Zyklus zu messen. Ein
                         gewichteter Emissionsmischwert ist zu berechnen durch Gewichtung der Kaltstartergebnisse mit 10 % und
                         der Warmstartergebnisse mit 90 %. Der gewichtete Mischwert muss den Normen entsprechen.
                         Vor der Einleitung der zusammengesetzten Kaltstart-/Warmstart-Prüfreihe werden die Symbole (Anhang I
                         Abschnitt 2.18), die Prüfreihe (Anhang III) und die Berechnungsgleichungen (Anhang III Anlage 3) nach
                         dem in Artikel 15 genannten Verfahren geändert."
   2)     Abschnitt 2 wird wie folgt geändert:
          a)    Abschnitt 2.2.3 erhält folgende Fassung:
                "2.2.3. Motoren mit Ladeluftkühlung
                                 Die Ladelufttemperatur ist aufzuzeichnen und muss bei der angegebenen Nenndrehzahl und Volllast
                                 $ 5 K der vom Hersteller angegebenen Ladelufthöchsttemperatur betragen. Die Temperatur des
                                 Kühlmittels muss mindestens 293 K (20°C) betragen.
                                 Bei Verwendung einer Prüfstandanlage oder eines externen Gebläses ist die Ladelufttemperatur auf
                                 $ 5 K der vom Hersteller angegebenen Ladelufthöchsttemperatur bei der Drehzahl der angegebenen
                                 Höchstleistung und Volllast einzustellen. Kühlmitteltemperatur und Kühlmitteldurchsatz des
                                 Ladeluftkühlers am vorstehend festgesetzten Punkt dürfen während des gesamten Prüfzyklus‘ nicht
                                 verändert werden. Das Volumen des Ladeluftkühlers muss auf guter technischer Praxis und typischen
                                 Fahrzeugen/Maschinen und Geräten basieren.
                                 Wahlweise kann der Ladeluftkühler gemäß SAE J 1937 in der im Januar 1995 veröffentlichten
                                 Fassung eingestellt werden."
          b)    Der Wortlaut des Abschnitts 2.3 erhält folgende Fassung:
                "Der zu prüfende Motor muss mit einem Ansaugsystem versehen sein, dessen Lufteinlasswiderstand innerhalb des
                vom Hersteller angegebenen Wertes von $ 300 Pa für einen sauberen Luftfilter bei dem Betriebszustand des Motors
                liegt, bei dem sich nach Angaben des Herstellers der größte Luftdurchsatz ergibt. Die Widerstände sind auf
                Nenndrehzahl und Volllast einzustellen. Eine Prüfstandanlage kann verwendet werden, wenn sie die tatsächlichen
                Motorbetriebsbedingungen wiedergibt."
 ---pagebreak--- L 146/18              DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         30.4.2004
         c)    Der Wortlaut des Abschnitts 2.4 erhält folgende Fassung:
               "Der zu prüfende Motor muss mit einer Auspuffanlage versehen sein, deren Abgasgegendruck innerhalb $ 650 Pa des
               vom Hersteller angegebenen Wertes bei den Motorbetriebsbedingungen entspricht, die zur angegebenen
               Höchstleistung führen.
               Ist der Motor mit einer Abgasnachbehandlungseinrichtung ausgerüstet, so muss der Durchmesser des Auspuffrohrs
               genauso groß sein wie er in der Praxis für wenigstens vier Rohrdurchmesser oberhalb des Einlasses am Beginn des
               die Nachbehandlungseinrichtung enthaltenden Ausdehnungsabschnitts verwendet wird. Der Abstand von der
               Auspuffkrümmeranschlussstelle bzw. vom Turboladerauslass bis zur Abgasnachbehandlungseinrichtung muss so
               groß sein wie in der Maschinenkonfiguration oder in den Abstandsangaben des Herstellers angegeben.
               Abgasgegendruck bzw. -widerstand müssen den vorstehend angeführten Kriterien entsprechen und können mittels
               eines Ventils eingestellt werden. Für Blindprüfungen und die Motorabbildung kann der Behälter der
               Nachbehandlungseinrichtung entfernt und durch einen gleichartigen Behälter mit inaktivem Katalysatorträger ersetzt
               werden."
         d)    Abschnitt 2.8 wird gestrichen.
    3)   Abschnitt 3 wird wie folgt geändert:
         a)    Die Überschrift von Abschnitt 3 erhält folgende Fassung:
               "3.      DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG (NRSC-TEST)"
         b)    Folgender Abschnitt wird eingefügt:
               "3.1.    Bestimmung der Einstellungen des Leistungsprüfstands
                        Die Grundlage der Messung der spezifischen Emissionen bildet die nichtkorrigierte Nutzleistung gemäß
                        ISO 14396: 2002.
                        Bestimmte Hilfseinrichtungen, die nur für den Betrieb der Maschine erforderlich und möglicherweise am
                        Motor angebracht sind, sollten zur Prüfung entfernt werden. Folgende unvollständige Liste dient als Beispiel:
                        '       Kompressor für Bremsen
                        '       Servolenkungskompressor
                        '       Klimaanlagenkompressor
                        '       Pumpen für Hydraulikantrieb
                        Wurden Hilfseinrichtungen nicht entfernt, ist zur Berechnung der Einstellungen des Leistungsprüfstands die
                        von diesen Einrichtungen bei den Prüfdrehzahlen aufgenommene Leistung zu bestimmen; ausgenommen sind
                        Motoren, bei denen derartige Hilfseinrichtungen einen integralen Bestandteil des Motors bilden (z. B.
                        Kühlgebläse bei luftgekühlten Motoren).
                        Der Lufteinlasswiderstand und der Abgasgegendruck sind entsprechend den Abschnitten 2.3 und 2.4 auf die
                        vom Hersteller angegebenen Obergrenzen einzustellen.
                        Die maximalen Drehmomentwerte sind bei den vorgegebenen Prüfdrehzahlen durch Messung zu ermitteln,
                        um die Drehmomentwerte für die vorgeschriebenen Prüfphasen berechnen zu können. Bei Motoren, die nicht
                        für den Betrieb über einen bestimmten Drehzahlbereich auf der Vollast-Drehmomentkurve ausgelegt sind, ist
                        das maximale Drehmoment bei den jeweiligen Prüfdrehzahlen vom Hersteller anzugeben.
                        Die Motoreinstellung für jede Prüfphase ist nach folgender Formel zu berechnen:
                                                      "                   L %
                                                 S * # "PM ( PAE #x          & ) PAE
                                                      $                 100 '
                        Bei einem Verhältnis von
                                                            PAE
                                                                 " 0,03
                                                            PM
                        kann der Wert von PAE durch die technische Behörde überprüft werden, die die Typgenehmigung erteilt."
         c)    Die bisherigen Abschnitte 3.1 bis 3.3 erhalten die neuen Nummern 3.2 bis 3.4.
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/19
          d)     Der bisherige Abschnitt 3.4 erhält die neue Nummer 3.5 und erhält folgende Fassung:
                 "3.5.    Einstellung des Verdünnungsverhältnisses
                          Das Partikel-Probenahmesystem ist zu starten und bei Anwendung der Einfachfiltermethode auf Bypass zu
                          betreiben (bei der Mehrfachfiltermethode wahlfrei). Der Partikelhintergrund der Verdünnungsluft kann
                          bestimmt werden, indem Verdünnungsluft durch die Partikelfilter geleitet wird. Bei Verwendung gefilterter
                          Verdünnungsluft kann eine Messung zu einem beliebigen Zeitpunkt vor, während oder nach der Prüfung
                          erfolgen. Wird die Verdünnungsluft nicht gefiltert, so muss die Messung an einer für die Dauer der Prüfung
                          genommenen Probe erfolgen.
                          Die Verdünnungsluft ist so einzustellen, dass die Filteranströmtemperatur bei jeder Prüfphase zwischen 315
                          K (42 °C) und 325 K (52 °C) beträgt. Das Gesamtverdünnungsverhältnis darf nicht weniger als vier betragen.
                          ANMERKUNG: Beim Verfahren unter stationären Bedingungen kann anstelle der Einhaltung des
                          Temperaturbereichs von 42 °C – 52 °C die Filtertemperatur auf oder unter der Höchsttemperatur von 325 K
                          (52 °C) gehalten werden.
                          Bei der Einfach- und der Mehrfachfiltermethode in Vollstromsystemen muss der Probemassendurchsatz
                          durch den Filter bei allen Prüfphasen in einem konstanten Verhältnis zum Massendurchsatz des verdünnten
                          Abgases stehen. Dieses Masseverhältnis muss - mit Ausnahme der ersten 10 Sekunden der Prüfphase bei
                          Systemen ohne Bypassmöglichkeit - mit einer Toleranz von ± 5 % in Bezug auf den mittleren Wert der
                          Prüfphase eingehalten werden. Bei Teilstrom-Verdünnungssystemen mit Einfachfiltermethode muss der
                          Massendurchsatz durch den Filter - mit Ausnahme der ersten 10 Sekunden jeder Prüfphase bei Systemen
                          ohne Bypassmöglichkeit - mit einer Toleranz von ± 5 % in Bezug auf den mittleren Wert der Prüfphase
                          konstant gehalten werden.
                          Bei CO2- oder NOx-konzentrationsgeregelten Systemen ist der CO2- bzw. NOx-Gehalt der Verdünnungsluft
                          zu Beginn und Ende jeder Prüfung zu messen. Die vor der Prüfung gemessene CO2- bzw. NOx-
                          Hintergrundkonzentration der Verdünnungsluft darf von der nach der Prüfung gemessenen Konzentration um
                          höchstens 100 ppm bzw. 5 ppm abweichen.
                          Bei Verwendung eines mit verdünntem Abgas arbeitenden Analysesystems sind die jeweiligen
                          Hintergrundkonzentrationen zu bestimmen, indem über die gesamte Prüffolge hinweg
                          Verdünnungsluftproben in einem Probenahmebeutel geleitet werden.
                          Die fortlaufende Hintergrundkonzentration (ohne Beutel) kann an mindestens drei Punkten (zu Beginn, am
                          Ende und nahe der Zyklusmitte) bestimmt und der Durchschnitt der Werte ermittelt werden. Auf Antrag des
                          Herstellers kann auf Hintergrundmessungen verzichtet werden."
          e)     Die bisherigen Abschnitte 3.5 bis 3.6 erhalten die neuen Nummern 3.6 bis 3.7.
          f)     Der bisherige Abschnitt 3.6.1 erhält folgende Fassung:
                 "3.7.1. Vorschriften für die Ausrüstung nach Anhang I Abschnitt 1 Buchstabe A :
                 3.7.1.1. Vorschrift A.
                                  Die Prüfung des Prüfmotors auf dem Leistungsprüfstand ist für in Anhang I Abschnitt 1 Buchstabe A
                                  Ziffer i und Ziffer iv erfasste Motoren nach dem folgenden 8-Phasen-Zyklus 1 durchzuführen:
                Prüfphasen               Motordrehzahl                  Last                         Wichtungsfaktor
                1                        Nenndrehzahl                   100                          0,15
                2                        Nenndrehzahl                   75                           0,15
                3                        Nenndrehzahl                   50                           0,15
                4                        Nenndrehzahl                   10                           0,10
                5                        Zwischendrehzahl               100                          0,10
                6                        Zwischendrehzahl               75                           0,10
                7                        Zwischendrehzahl               50                           0,10
                8                        Leerlaufdrehzahl               ---                          0,15
                 3.7.1.2. Vorschrift B.
                                  Die Prüfung des Prüfmotors auf dem Leistungsprüfstand ist für in Anhang I Abschnitt 1 Buchstabe A
   1
          Anmerkung 1 wird wie folgt geändert: Identisch mit dem Zyklus C1 gemäß Absatz 8.3.1.1 der ISO-Norm 8178-4: 2002(E).
 ---pagebreak--- L 146/20              DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                     30.4.2004
                                 Ziffer ii erfasste Motoren nach dem folgenden 5-Phasen-Zyklus2 durchzuführen:
               Prüfphasen               Motordrehzahl                  Last                         Wichtungsfaktor
               1                        Nenndrehzahl                   100                          0,05
               2                        Nenndrehzahl                   75                           0,25
               3                        Nenndrehzahl                   50                           0,30
               4                        Nenndrehzahl                   25                           0,30
               5                        Nenndrehzahl                   10                           0,10
                                 Die Lastzahlen sind Prozentwerte des Drehmoments entsprechend der Grundleistungsangabe, die
                                 definiert wird als die während einer Folge mit variabler Leistung verfügbare maximale Leistung, die
                                 während einer unbegrenzten Anzahl von Stunden pro Jahr gefahren werden kann, und zwar zwischen
                                 angegebenen Wartungsintervallen und unter den angegebenen Umgebungsbedingungen, wenn die
                                 Wartung gemäß den Vorschriften des Herstellers durchgeführt wird.
                3.7.1.3. Vorschrift C.
                                 Für Antriebsmotoren 1, die zur Verwendung in Binnenschiffen bestimmt sind, ist das ISO-
                                 Prüfverfahren gemäß ISO 8178-4:2002 (E) und IMO MARPOL 73/78, Anhang VI (NOx Code) zu
                                 verwenden.
                                 Antriebsmotoren, die mit einer Propellerkurve mit fester Drehzahl betrieben werden, werden auf
                                 einem Leistungsprüfstand unter Heranziehung des nachstehenden Vier-Phasen-Zyklus mit konstanter
                                 Geschwindigkeit 2 geprüft, der entwickelt wurde, um den laufenden Betrieb von Dieselmotoren in
                                 kommerziellen Seefahrzeugen darzustellen:
                                       Prüfphase Motor-              Last         Wichtungsfaktor
                                                      drehzahl
                                       1              100% (Nenn-    100          0,20
                                                      drehzahl)
                                       2              91%            75           0,50
                                       3              80%            50           0,15
                                       4              63%            25           0,15
                                 Antriebsmotoren für Binnenschiffe mit fester Geschwindigkeit und variabler Drehzahl oder elektrisch
                                 gekoppelten Propellern werden auf einem Leistungsprüfstand unter Verwendung des nachstehenden
                                 Vier-Phasen-Zyklus mit konstanter Geschwindigkeit 3 geprüft, bei dem die gleichen Lastwerte und
                                 Wichtungsfaktoren gegeben sind wie bei dem vorstehenden Zyklus, jedoch mit einem Motor, der in
                                 jeder Phase auf Nenndrehzahl läuft:
                                      Prüfphase           Motor-          Last       Wichtungs-
                                                          drehzahl                   faktor
                                      1                   Nenn-           100        0,20
                                                          drehzahl
                                      2                   Nenn-           75         0,50
                                                          drehzahl
                                      3                   Nenn-           50         0,15
                                                          drehzahl
                                      4                   Nenn-           25         0,15
                                                          drehzahl
                1
                         Hilfsmotoren mit konstanter Geschwindigkeit sind aufgrund des Belastungszyklus ISO D2 zu zertifizieren,
                         d.h. des Fünf-Phasen-Zyklus mit konstanter Geschwindigkeit gemäß Abschnitt 3.7.1.2; Hilfsmotoren mit
                         variabler Geschwindigkeit sind aufgrund des Belastungszyklus ISO C1 zu zertifizieren, d.h. des Acht-Phasen-
                         Zyklus mit konstanter Geschwindigkeit entsprechend Abschnitt 3.7.1.1.
                2
                         Identisch mit dem Zyklus E3 gemäß den Abschnitten 8.5.1, 8.5.2 und 8.5.3 der Norm ISO8178-4: 2002(E).
                         Die vier Phasen liegen auf einer durchschnittlichen Propellerkurve, die auf Messungen bei laufendem Betrieb
                         basieren.
                3
                         Identisch mit dem Zyklus E2 gemäß den Abschnitten 8.5.1, 8.5.2 und 8.5.3 der Norm ISO8178-4: 2002(E).
    2
         Anmerkung 2 wird wie folgt geändert: Identisch mit dem Zyklus D2 gemäß Absatz 8.4.1 der ISO-Norm 8178-4: 2002(E).
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/21
          3.7.1.4. Vorschrift D
                            Im Fall von Motoren, die unter Anhang I Abschnitt 1 Buchstabe A Ziffer v fallen, ist die Prüfung des Motors
                            auf dem Leistungsprüfstand nach dem folgenden Drei-Phasen-Zyklus 1 durchzuführen:
                                        Prüfphase         Motordrehzahl      Last      Wichtungs-
                                                                                       faktor
                                        1                 Nenndrehzahl       100       0,25
                                        2                 Zwischen-          50        0,15
                                                          drehzahl
                                        3                 Leerlauf           -         0,60
                            1        Identisch mit Zyklus F der Norm ISO 8178-4:2002(E).
          g)       Der derzeitige Abschnitt 3.7.3 erhält folgende Fassung:
                   "Die Prüffolge ist zu beginnen. Die Prüfung ist in aufsteigender Reihenfolge der oben angegebenen Prüfphasen der
                   Prüfzyklen durchzuführen.
                   Nach der einleitenden Übergangsperiode muss bei jeder Phase des jeweiligen Prüfzyklus die vorgeschriebene
                   Drehzahl innerhalb des höheren Wertes von entweder ± 1 % der Nenndrehzahl oder ± 3 min-1 gehalten werden; dies
                   gilt nicht für die untere Leerlaufdrehzahl, bei der die vom Hersteller angegebenen Toleranzen einzuhalten sind. Das
                   angegebene Drehmoment ist so zu halten, dass der Durchschnitt für den Zeitraum der Messungen mit einer Toleranz
                   von ± 2 % dem maximalen Drehmoment bei der Prüfdrehzahl entspricht.
                   Für jeden Messpunkt wird eine Mindestzeit von zehn Minuten benötigt. Sind bei der Prüfung eines Motors längere
                   Probenahmezeiten erforderlich, damit sich eine ausreichende Partikelmasse auf dem Messfilter sammelt, kann die
                   Dauer der Prüfphase nach Bedarf verlängert werden.
                   Die Dauer der Prüfphasen ist aufzuzeichnen und anzugeben.
                   Die Konzentrationswerte der gasförmigen Emissionen sind während der letzten drei Minuten der Prüfphase zu
                   messen und aufzuzeichnen.
                   Die Partikelentnahme und Messung der Abgasemissionen sollten nicht vor Eintritt der Motorstabilisierung gemäß den
                   Anweisungen des Herstellers erfolgen und müssen gleichzeitig beendet werden.
                   Die Kraftstofftemperatur muss am Einlass der Kraftstoffeinspritzpumpe oder nach Vorschrift des Herstellers
                   gemessen werden, und die Stelle der Messung ist aufzuzeichnen."
          h)       Der bisherige Abschnitt 3.7 erhält die neue Nummer 3.8.
   4)          Folgender Abschnitt wird eingefügt:
          "4.      DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG (NRTC-TEST)
          4.1.     Einleitung
                   Der dynamische Test für mobile Maschinen und Geräte (NRTC) ist in Anhang III Anlage 4 aufgeführt als je Sekunde
                   wechselnde Folge normierter Drehzahl- und Drehmomentwerte, die für alle unter diese Richtlinie fallenden
                   Dieselmotoren gilt. Zur Durchführung der Prüfung an einer Motorprüfzelle werden die normierten Werte auf der
                   Grundlage der Motorabbildungskurve in die tatsächlichen Werte für den einzelnen geprüften Motor umgerechnet.
                   Diese Umrechnung wird als Entnormierung bezeichnet, der entwickelte Prüfzyklus als Bezugsprüfzyklus des zu
                   prüfenden Motors. Mit diesen Bezugswerten für Drehzahl und Drehmoment wird der Zyklus in der Prüfzelle durch-
                   geführt, die Drehzahl- und -drehmomentmesswerte werden aufgezeichnet. Um den Prüflauf zu validieren, muss eine
                   Regressionsanalyse der Bezugswerte und der Drehzahl- und -drehmomentmesswerte bis zum Abschluss der Prüfung
                   durchgeführt werden.
          4.1.1. Die Verwendung von Abschalteinrichtungen und der Einsatz anormaler Emissionsminderungsstrategien sind
                   untersagt.
 ---pagebreak--- L 146/22                   DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                            30.4.2004
             4.2.    Motorabbildungsverfahren
                     Zur Einrichtung des NRTC in der Prüfzelle muss der Motor vor dem Prüfzyklus abgebildet werden, um die Drehzahl-
                     Drehmoment-Kurve zu bestimmen.
    4.2.1.           Bestimmung des Abbildungsdrehzahlbereichs
                     Die niedrigste und die höchste Abbildungsdrehzahl sind wie folgt definiert:
                     niedrigste Abbildungsdrehzahl =           Leerlaufdrehzahl
                     höchste Abbildungsdrehzahl                =      nhi x 1,02 oder, falls niedriger, die Drehzahl, bei der das Volllast-
                     Drehmoment auf Null sinkt (wobei nhi die hohe Drehzahl ist, definiert als die höchste Drehzahl, bei der 70 % der
                     Nennleistung geliefert werden).
    4.2.2.           Motorabbildungskurve
                     Der Motor ist bei Höchstleistung warmzufahren, um die Motorkenndaten entsprechend den Empfehlungen des
                     Herstellers und der guten Ingenieurpraxis zu stabilisieren. Wenn der Motor stabilisiert ist, wird die
                     Motorleistungsabbildung wie folgt erstellt.
    4.2.2.1. Transient Abbildung
                     a)       Der Motor wird entlastet und bei Leerlaufdrehzahl betrieben.
                     b)           Der Motor ist bei Volllast/vollständig geöffneter Drosselklappe mit niedrigster Abbildungsdrehzahl zu
                                  betreiben.
                     c)       Die Motordrehzahl ist mit einer mittleren Geschwindigkeit von 8 ± 1 min-1/s von der niedrigsten zur
                              höchsten Abbildungsdrehzahl zu steigern. Motordrehzahl- und -drehmomentpunkte sind bei einer
                              Abtastfrequenz von mindestens einem Punkt pro Sekunde aufzuzeichnen.
    4.2.2.2. Schrittabbildung
                     a)       Der Motor wird entlastet und bei Leerlaufdrehzahl betrieben.
                     b)       Der Motor ist bei Volllast/vollständig geöffneter Drosselklappe mit niedrigster Abbildungsdrehzahl zu
                              betreiben.
                     c)       Bei Volllast ist die niedrigste Abbildungsdrehzahl für mindestens 15 s zu halten und das mittlere
                              Drehmoment der letzten 5 s ist aufzuzeichnen. Die maximale Drehmomentkurve von der niedrigsten bis zur
                              höchsten Abbildungsdrehzahl ist mit einem Drehzahlanstieg von nicht mehr als 100 ± 20 /min zu bestimmen.
                              Jeder Prüfpunkt ist für mindestens 15 s zu halten und das mittlere Drehmoment der letzten 5 s ist
                              aufzuzeichnen.
    4.2.3.           Erzeugung der Abbildungskurve
                     Alle gemäß Abschnitt 4.2.2 aufgezeichneten Messwertpunkte sind mittels linearer Interpolation zwischen den
                     Punkten miteinander zu verbinden. Die resultierende Drehmomentkurve ist die Abbildungskurve. Ihre Verwendung
                     erfolgt gemäß der Beschreibung in Abschnitt 4.3.3 für die Umrechnung der normierten Drehmomentwerte des
                     Ablaufplans für den Motorleistungsprüfstand in Anhang IV in tatsächliche Drehmomentwerte für den Prüfzyklus.
    4.2.4.           Andere Abbildungsverfahren
                     Ist ein Hersteller der Auffassung, dass die vorstehenden Abbildungsverfahren für einen bestimmten Motor nicht
                     sicher oder repräsentativ sind, können andere Abbildungstechniken verwendet werden. Diese anderen Techniken
                     müssen dem Zweck der beschriebenen Abbildungsverfahren genügen, der darin besteht, bei allen Motordrehzahlen,
                     die während der Prüfzyklen auftreten, das höchste verfügbare Drehmoment zu bestimmen. Abweichungen von den in
                     diesem Abschnitt beschriebenen Abbildungstechniken aufgrund sicherheitstechnischer Belange oder zugunsten einer
                     besseren Repräsentativität müssen zusammen mit der entsprechenden Begründung von den beteiligten Parteien zu
                     billigen. Auf keinen Fall jedoch darf die Drehmomentkurve für geregelte Motoren oder Turbomotoren mit sinkenden
                     Motordrehzahlen erstellt werden.
    4.2.5.           Wiederholungsprüfungen
                     Ein Motor muss nicht vor jedem einzelnen Prüfzyklus abgebildet werden. Eine erneute Abbildung ist vor einem
                     Prüfzyklus durchzuführen, wenn:
 ---pagebreak--- 30.4.2004        DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/23
          '        ein nach technischem Ermessen unangemessen langer Zeitraum seit der letzten Abbildung vergangen ist
          oder
          '        am Motor mechanische Veränderungen oder Nachkalibrierungen vorgenommen wurden, die sich
                   möglicherweise auf die Motorleistung auswirken.
   4.3.   Erstellung des Bezugsprüfzyklus
   4.3.1. Bezugsdrehzahl
          Die Bezugsdrehzahl (nref) entspricht den im Ablaufplan für den Motorleistungsprüfstand in Anhang III Anlage 4
          genannten 100 % normierten Drehzahlwerten. Es liegt auf der Hand, dass der sich aus der Entnormierung der
          Bezugsdrehzahl ergebende tatsächliche Motorzyklus weitgehend von der Wahl der ordnungsgemäßen
          Bezugsdrehzahl abhängt. Die Bezugsdrehzahl wird anhand folgender Begriffsbestimmung festgelegt:
          nref = niedrige Drehzahl + 0,95 x (hohe Drehzahl – niedrige Drehzahl)
          (die hohe Drehzahl ist die höchste Drehzahl, bei der 70 % der Nennleistung geliefert werden, die niedrige Drehzahl
          ist die niedrigste Drehzahl, bei der 50 % der Nennleistung abgegeben werden).
   4.3.2. Entnormierung der Motordrehzahl
          Die Drehzahl wird nach folgender Gleichung entnormiert:
                                            %Drehz. " "Bezugsdrehz.            $ Leerlauf  #
          Tatsächliche Drehzahl =                                                              #   Leerlauf
                                                                  100
   4.3.3. Entnormierung des Motormoments
          Die Drehmomentwerte im Ablaufplan für den Motorleistungsprüfstand in Anhang III Anlage 4 werden auf das
          höchste Drehmoment bei der jeweiligen Drehzahl normiert. Die Drehmomentwerte des Bezugsprüfzyklus‘ sind unter
          Verwendung der gemäß Abschnitt 4.2.2 festgelegten Abbildungskurve wie folgt zu entnormieren:
                                                   % Drehm." max. Drehm.
          Tatsächliches Drehmoment         =                                     (5)
                                                              100
          für die jeweilige tatsächliche Drehzahl wie in Abschnitt 4.3.2 festgelegt.
   4.3.4. Beispiel für ein Entnormierungsverfahren
          Es folgt ein Beispiel, bei dem der folgende Prüfpunkt entnormiert werden soll:
          % Drehzahl = 43 %
          % Drehmoment = 82 %
          Es gelten folgende Werte:
          Bezugsdrehzahl             =     2200/min
          Leerlaufdrehzahl           =     600/min
          Daraus folgt
                                              43 " "2200 - 600#
          Tatsächliche Drehzahl =
                                                       100                $ 600          =      1288/min
          wobei das in der Abbildungskurve beobachtete höchste Drehmoment 1288/min 700 Nm beträgt.
 ---pagebreak--- L 146/24                   DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
                                                     82 " 700
                    Tatsächliches Drehmoment =                               =      574 Nm
                                                        100
    4.4.            Leistungsprüfstand
    4.4.1.          Bei Verwendung eines Kraftaufnehmers wird das Drehmomentsignal auf die Motorachse übertragen, wobei die
                    Trägheit des Leistungsprüfstands zu berücksichtigen ist. Tatsächliches Motordrehmoment ist das auf dem
                    Kraftaufnehmer abgelesene Drehmoment plus dem Trägheitsmoment der Bremsen multipliziert mit der
                    Winkelbeschleunigung. Das Kontrollsystem muss diese Berechnung in Echtzeit durchführen.
    4.4.2.          Wird der Motor mit einem Wirbelstromprüfstand geprüft, so empfiehlt es sich, dass die Zahl der Punkte, bei denen
                                   Tsp # 2 " " " n" sp " $ D
                    die Differenz                              unter - 5 % des höchsten Drehmoments liegt, 30 nicht überschreitet (dabei
                                                          n"sp
                    ist Tsp das geforderte Drehmoment,         die Ableitung der Motordrehzahl und ΘD die Rotationsträgheit des
                    Wirbelstromprüfstands).
    4.5.            Durchführung der Emissionsprüfung
                    Im folgenden Flussdiagramm wird der Prüfablauf skizziert.
                Vorbereitung des Motors, Messungen vor der Prüfung, Leistungsprüfungen und Kalibrierungen
                                                                               "
                              Erstellung der Motorabbildung (maximale Drehmomentkurve)
                                                                               "
           Durchführung eines oder mehrerer Praxiszyklen, soweit zur Prüfung von Motor/Prüfzelle/Abgassystem erforderlich
                                                                               "
                                                                          BEGINN
                                                                               "
               Durchführung des vorgeschriebenen mindestens 20-minütigen Vorkonditionierungszyklus’ zur Konditionierung des Motors
               und des Partikelsystems einschließlich des Tunnelsystems (Teil- oder Vollstrom)
               Partikel werden auf einem Blindfilter abgeschieden.
                                                                               "
               Bei laufendem Motor das Partikelbestandteilprüfsystem auf Bypass einstellen und Partikelbestandteilfilter gegen
               stabilisierten und gewogenen Probenahmefilter auswechseln. Alle übrigen Probenahme- und Datensammlungssysteme bereit
               machen
                                                                               "
               Durchführung der Prüfung der Auspuffabgase bei warmgefahrenem Motor innerhalb von 5 Minuten entweder bei
               abgeschaltetem Motor oder bei laufendem Motor im Leerlauf
            Ein oder mehrere Praxiszyklen können durchgeführt werden, soweit dies vor dem Messzyklus zur Prüfung von Motor,
            Prüfzelle und Abgassystem erforderlich ist.
    4.5.1.          Vorbereitung der Probenahmefilter
                    Wenigstens eine Stunde vor der Prüfung ist jedes einzelne Filter in einer gegen Staubkontamination geschützten
                    Petrischale, die Luftaustausch ermöglicht, zur Stabilisierung in eine Wägekammer zu bringen. Nach der
                    Stabilisierungsphase ist jedes Filter zu wiegen und das Gewicht aufzuzeichnen. Dann ist das Filter in einer
                    verschlossenen Petrischale oder einem verschlossenen Filterhalter bis zur Verwendung aufzubewahren. Das Filter ist
                    binnen acht Stunden nach seiner Entnahme aus der Wägekammer zu verwenden. Das Taragewicht ist aufzuzeichnen.
    4.5.2.          Anbringung der Messgeräte
                    Die Geräte und die Probenahmesonden sind wie vorgeschrieben anzubringen. Wird ein Vollstrom-
                    Verdünnungssystem verwendet, so ist das Abgasrohr an das System anzuschließen.
    4.5.3.          Inbetriebnahme und Vorkonditionierung des Verdünnungssystems und des Motors
                    Das Verdünnungssystem ist zu starten und der Motor anzulassen. Die Vorkonditionierung des Probenahmesystems ist
                    durchzuführen, indem der Motor bei Nenndrehzahl, 100 Prozent Drehmoment mindestens 20 Minuten läuft, während
                    gleichzeitig entweder das Teilstrom-Probenahmesystem oder das Vollstrom-CVS-System mit Sekundär-
                    verdünnungssystem läuft. Dann werden Blindproben der Partikelschadstoffemissionen gesammelt. Partikel-
                    Probenahmefilter müssen nicht stabilisiert oder gewogen werden und können entfernt werden. Filtermedien können
                    während der Konditionierung ausgewechselt werden, sofern die gesamte Probenahme mit den Filtern und dem Probe-
                    nahmesystem nicht länger als 20 Minuten dauert. Der Durchsatz ist auf die für den dynamischen Test ausgewählten
                    Näherungsdurchsätze einzustellen. Das Drehmoment wird von 100 Prozent herabgesetzt, wobei die Nenndrehzahl
                    beibehalten wird, soweit dies erforderlich ist, damit die Höchsttemperatur des Probenahmebereichs von 191°C nicht
 ---pagebreak--- 30.4.2004                 DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/25
                    überschritten werden.
   4.5.4.           Inbetriebnahme des Partikel-Probenahmesystems
                    Das Partikel-Probenahmesystem ist zu starten und auf Bypass zu betreiben. Der Partikelhintergrund der
                    Verdünnungsluft kann bestimmt werden, indem Verdünnungsluftproben vor Eintritt des Abgases in den
                    Verdünnungstunnel genommen werden. Partikelhintergrundproben sind vorzugsweise während des dynamischen
                    Tests zu nehmen, sofern ein anderes Partikelbestandteil-Probenahmesystem verfügbar ist. Anderenfalls kann das
                    Partikelbestandteil-Probenahmesystem verwendet werden, das zur Sammlung der Partikelbestandteile während der
                    dynamischen Prüfung benutzt wird. Bei Verwendung gefilterter Verdünnungsluft kann eine Messung vor oder nach
                    der Prüfung erfolgen. Wird die Verdünnungsluft nicht gefiltert, so sind vor und nach Ende des Prüfzyklus Messungen
                    durchzuführen und die Durchschnittswerte zu ermitteln.
   4.5.5.           Einstellung des Verdünnungssystems
                    Der Durchfluss des gesamten verdünnten Abgases eines Vollstrom-Verdünnungssystems oder der Durchfluss des
                    Abgases durch ein Teilstrom-Verdünnungssystem ist so einzustellen, dass Kondenswasserbildung im System
                    vermieden und eine Filteranströmtemperatur zwischen 315 K (42°C) und 325 K (52 °C) erreicht wird.
   4.5.6.           Überprüfung der Analysegeräte
                    Die Geräte für die Emissionsanalyse sind auf Null einzustellen und der Messbereich ist zu kalibrieren. Werden
                    Probenahmebeutel verwendet, so sind diese zu entfernen.
   4.5.7.           Motoranlassverfahren
                    Der stabilisierte Motor ist entsprechend den vom Hersteller im Fahrzeughandbuch empfohlenen Anlassverfahren mit
                    Hilfe eines serienmäßigen Anlassmotors oder des Prüfstands innerhalb von 5 Minuten nach Abschluss des
                    Warmfahrens anzulassen. Wahlweise kann die Prüfung innerhalb von 5 Minuten nach der Vorkonditionierungsphase
                    des Motors beginnen, wobei der Motor bei Erreichen der Leerlaufdrehzahl nicht abgeschaltet wird.
   4.5.8.           Durchführung des Prüfzyklus
   4.5.8.1. Prüffolge
                    Die Prüffolge ist zu beginnen mit dem Anlassen des Motors, nachdem er im Anschluss an die Vorkonditionierung
                    abgeschaltet wurde, oder bei Leerlaufdrehzahl, wenn unmittelbar nach der Vorkonditionierungsphase bei laufendem
                    Motor mit der Prüfung begonnen wird. Die Prüfung muss gemäß dem in Anhang III Anlage 4 erläuterten Bezugs-
                    prüfzyklus durchgeführt werden. Die Motordrehzahl- und -Drehmomentführungssollwerte sind mit mindestens 5 Hz
                    (empfohlen 10 Hz) auszugeben. Die Sollwerte sind mittels linearer Interpolation zwischen den festgesetzten Punkten
                    bei 1 Hz und dem Bezugszyklus zu berechnen. Gemessene Motordrehzahl- und -drehmoment sind während des
                    Prüfzyklus wenigstens in Sekundenschritten aufzuzeichnen, und die Signale können elektronisch gefiltert werden.
   4.5.8.2. Ansprechverhalten der Analysegeräte
                    Beim Anlassen des Motors oder mit Beginn der Prüffolge unmittelbar aus der Vorkonditionierung heraus sind
                    gleichzeitig folgende Messungen zu starten:
                    '       Sammeln oder Analysieren der Verdünnungsluft, sofern ein Vollstrom-Verdünnungssystem verwendet wird
                    '       Sammeln oder Analysieren von unverdünntem oder verdünntem Abgas, abhängig vom verwendeten
                            Verfahren
                    '       Messen der Menge von verdünntem Abgas sowie der erforderlichen Temperaturen und Drücke
                    '       Aufzeichnen des Abgasmassendurchsatzes, wenn ein mit Rohabgas arbeitendes Abgasanalysesystem
                            verwendet wird
                    '       Aufzeichnen der Messwerte von Drehzahl und Drehmoment des Leistungsprüfstands.
                    Werden die Messungen im Rohabgas vorgenommen, so sind die Emissionskonzentrationen (HC, CO und NOx) und
                    der Abgasmassendurchsatz kontinuierlich zu messen und mit mindestens 2 Hz in einem Computersystem zu
                    speichern. Alle anderen Daten können mit einer Abtastfrequenz von mindestens 1 Hz aufgezeichnet werden. Für ana-
                    loge Analysegeräte ist das Ansprechverhalten aufzuzeichnen, die Kalibrierdaten können on-line oder off-line
                    während der Datenauswertung angewandt werden.
                    Bei Verwendung eines Vollstrom-Verdünnungssystems sind HC und NOx im Verdünnungstunnel kontinuierlich mit
                    einer Frequenz von mindestens 2 Hz zu messen. Die durchschnittlichen Konzentrationen sind durch Integrieren der
                    Signale der Analysegeräte über den Prüfzyklus zu bestimmen. Die Systemansprechzeit darf nicht höher sein als 20 s
 ---pagebreak--- L 146/26                   DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                     und muss gegebenenfalls mit den CVS-Strömungsschwankungen und den Sammelzeiten-/Prüfzyklusabweichungen
                     abgestimmt werden. Durch Integrieren oder Analysieren der über den Zyklus im Probenahmebeutel gesammelten
                     Konzentrationen erfolgt die Bestimmung von CO und CO2. Die Konzentrationen der gasförmigen Schadstoffe in der
                     Verdünnungsluft sind durch Integrieren oder Sammeln im Hintergrundbeutel zu bestimmen. Alle übrigen Werte sind
                     mit mindestens einer Messung pro Sekunde (1 Hz) aufzuzeichnen.
    4.5.8.3. Partikel-Probenahme
                     Erfolgt der Beginn des Prüfzyklus mit dem Anlassen des Motors oder dem Beginn der Prüffolge unmittelbar aus der
                     Vorkonditionierung heraus, so ist das Partikelprobenahmesystem von Bypass auf Partikelsammlung umzuschalten.
                     Bei Verwendung eines Teilstrom-Verdünnungssystems ist/sind die Probenahmepumpe(n) so einzustellen, dass der
                     Durchsatz durch die Partikel-Probenahmesonde bzw. das Übertragungsrohr proportional zum Abgasmassendurchsatz
                     konstant bleibt.
                     Bei Verwendung eines Vollstrom-Verdünnungssystems ist/sind die Probenahmepumpe(n) so einzustellen, dass der
                     Durchsatz durch die Partikel-Probenahmesonde oder das Übertragungsrohr auf ± 5 % des eingestellten Durchsatzes
                     konstant bleibt. Wird eine Durchflussmengenkompensation (d.h. Proportionalregelung des Probenstroms) verwendet,
                     muss bewiesen werden, dass das Verhältnis von Haupttunnelstrom zu Partikelprobenstrom um höchstens ± 5 %
                     seines Sollwertes schwankt (ausgenommen die ersten 10 Sekunden der Probenahme).
                     ANMERKUNG:               Bei Doppelverdünnungsbetrieb ist der Probenstrom die Nettodifferenz zwischen dem
                                              Probenfilter-Durchsatz und dem Sekundär-Verdünnungsluftdurchsatz.
                     Die Mittelwerte von Temperatur und Druck am Einlass des/der Gasmess- oder Durchflussmessgeräte sind
                     aufzuzeichnen. Die Prüfung ist ungültig, wenn es wegen einer hohen Partikel-Filterbeladung nicht möglich ist, den
                     eingestellten Durchsatz über den gesamten Zyklus hinweg mit einer Toleranz von ± 5 % aufrecht. Die Prüfung ist mit
                     einem geringeren Durchsatz und/oder einem Filter mit größerem Durchmesser zu wiederholen.
    4.5.8.4. Abwürgen des Motors
                     Wird der Motor zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Prüfzyklus abgewürgt, so muss er Motor
                     vorkonditioniert und neu angelassen werden, und die Prüfung ist zu wiederholen. Tritt bei einem während des
                     Prüfzyklus erforderlichen Messgeräte eine Fehlfunktion auf, so ist die Prüfung ungültig.
    4.5.8.5. Arbeitsgänge im Anschluss an die Prüfung
                     Zum Abschluss der Prüfung werden die Messung des Abgasmassendurchsatzes, des Volumens des verdünnten
                     Abgases, der Gasstrom in die Sammelbeutel und die Partikelprobenahmepumpe angehalten. Bei einem integrierten
                     Analysesystem ist die Probenahme fortzusetzen, bis die Systemansprechzeiten abgelaufen sind.
                     Die Konzentrationen in den gegebenenfalls verwendeten Sammelbeuteln sind so rasch wie möglich und keinesfalls
                     später als 20 Minuten nach Beendigung des Prüfzyklus zu analysieren.
                     Nach der Emissionsprüfung sind die Analysegeräte mit Hilfe eines Nullgases und desselben Kalibriergases neu zu
                     überprüfen. Für die Gültigkeit der Prüfung muss die Differenz zwischen den Ergebnissen vor und nach der Prüfung
                     weniger als 2 % des Kalibriergaswertes betragen.
                     Die Partikelfilter sind spätestens eine Stunde nach Abschluss der Prüfung in die Wägekammer zurückzubringen. Sie
                     sind in einer gegen Staubkontamination geschützten Petrischale, die Luftaustausch ermöglicht, mindestens eine
                     Stunde lang zu konditionieren und dann zu wiegen. Das Bruttogewicht der Filter ist aufzuzeichnen.
    4.6.             Überprüfung des Prüfdurchlaufs
    4.6.1.           Datenverschiebung
                     Zur Verringerung der Verzerrungswirkung der Zeitverzögerung zwischen den Messwerten und den
                     Bezugszykluswerten kann die gesamte Motordrehzahl- und -drehmomentmesssignalfolge zeitlich nach vorn oder
                     hinten verschoben werden (bezogen auf die Bezugsdrehzahl und -drehmomentfolge). Bei einer Verschiebung der
                     Messsignale müssen Drehzahl und Drehmoment um den gleichen Umfang und in die gleiche Richtung verschoben
                     werden.
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   4.6.2.          Berechnung der Zyklusarbeit
                   Die tatsächliche Zyklusarbeit Wact (kWh) ist unter Verwendung jeweils eines Paares von aufgezeichneten
                   Motordrehzahl- und -drehmomentmesswerten zu berechnen. Die tatsächliche Zyklusarbeit Wact wird für den
                   Vergleich mit der Bezugszyklusarbeit Wref und zur Berechnung der bremsspezifischen Emissionen verwendet. Die
                   gleiche Methodik ist bei der Integration sowohl der Bezugs- als auch der tatsächlichen Motorleistung anzuwenden.
                   Sind zwischen benachbarten Bezugswerten oder benachbarten Messwerten Werte zu bestimmen, so ist die lineare
                   Interpolation anzuwenden.
                   Bei der Integration der Bezugszyklusarbeit und der tatsächlichen Zyklusarbeit sind alle negativen Drehmomentwerte
                   auf Null zu setzen und einzuschließen. Findet die Integration bei einer Frequenz von unter 5 Hertz statt und verändert
                   sich das Vorzeichen des Drehmomentwertes in einem gegebenen Zeitabschnitt von plus zu minus oder von minus zu
                   plus, so ist der negative Anteil zu berechnen und gleich Null zu setzen. Der positive Anteil ist in den integrierten
                   Wert einzuschließen.
                   Wact muss zwischen -15 % und + 5 % von Wref liegen.
   4.6.3.          Validierungsstatistik für den Prüfzyklus
                   Für Drehzahl, Drehmoment und Leistung sind lineare Regressionen von Messwerten auf die Bezugswerte
                   auszuführen. Dies erfolgt im Anschluss an die Messdatenverschiebung, sofern diese Option gewählt wird. Es ist die
                   Fehlerquadratmethode anzuwenden, wobei eine Gleichung der folgenden Form für die beste Anpassung verwendet
                   wird:
                   y = mx + b
                   Darin bedeuten:
                   y       =        (tatsächlicher) Messwert von Drehzahl (min-1), Drehmoment (Nm) oder Leistung (kW)
                   m       =        Steigung der Regressionsgeraden
                   x       =        Bezugswert von Drehzahl (min-1), Drehmoment (Nm) oder Leistung (kW)
                   b        =       Y-Achsabschnitt der Regressionsgeraden
                   Die Standardabweichung vom Schätzwert (SE) von Y eingetragen über X und der Bestimmungskoeffizient (r²) sind
                   für jede Regressionsgerade zu berechnen.
                   Es empfiehlt sich, diese Analyse bei 1 Hertz auszuführen. Für die Gültigkeit der Prüfung müssen die Kriterien von
                   Tabelle 1 erfüllt sein.
                                           Tabelle 1: Zulässige Abweichung der Regressionsgeraden
                                                     Drehzahl               Drehmoment                    Leistung
      Standardabweichung vom Schätzwert (SE)         max. 100 min-1         max. 13 % des höchsten        max. 8 % der höchsten
      von Y über X                                                          Motormoments ent-             Motorleistung entsprechend
                                                                            sprechend Leis-               Leistungsabbildung
                                                                            tungsabbildung
      Steigung der Regressionsgeraden, m             0,95 bis 1,03          0,83 – 1,03                   0,89 – 1,03
      Bestimmungskoeffizient, r²                     min. 0,9700            min. 0,8800                   min. 0,9100
      Y-Achsabschnitt der Regressionsgeraden, b ± 50 min-1                  ± 20 Nm oder, falls größer,   ± 4 kW oder, falls größer, % 2
                                                                            % 2 % des höchsten Dreh-      % der höchsten Leistung
                                                                            moments
                   Nur zu Regressionszwecken sind Punktstreichungen vor Berechnung der Regression wie in Tabelle 2 angegeben
                   zulässig. Diese Punkte dürfen jedoch zur Berechnung der Zyklusarbeit und der Emissionen nicht gestrichen werden.
                   Eine Leerlaufphase wird definiert als Phase mit normiertem Bezugsdrehmoment von 0 % und einer normierten
                   Bezugsdrehzahl von 0 %. Die Punktstreichung kann auf den gesamten Zyklus oder auf jeden Teil des Zyklus
                   angewandt werden.
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                                    Tabelle 2. Zulässige Punktstreichungen aus der Regressionsanalyse
                                 (Punkte, auf die die Punktstreichung angewandt wird, sind anzugeben)
          BEDINGUNG                                                   DREHZAHL- UND/ODER DREHMOMENT-
                                                                      UND/ODER LEISTUNGSPHASEN, DIE IN BEZUG
                                                                      AUF DIE IN DER LINKEN SPALTE AUFGEFÜHR-
                                                                      TEN BEDINGUNGEN GESTRICHEN WERDEN
                                                                      DÜRFEN
          Erste 24 (±1) s und letzte 25 s                             Drehzahl, Drehmoment und Leistung
          Vollständig geöffnete Drosselklappe und                     Drehmoment und/oder Leistung
          Drehmomentmesswert < 95 % des Bezugsdrehmoments
          vollständig geöffnete Drosselklappe und                     Drehzahl und/oder Leistung
          Drehzahlmesswert < 95 % der Bezugsdrehzahl
          Geschlossene Drosselklappe, Drehzahlmesswert >              Drehmoment und/oder Leistung
          Leerlaufpunkt + 50 min-1 und Drehmomentmesswert >
          105 % Bezugsdrehmoment
          Geschlossene Drosselklappe, Drehzahlmesswert $              Drehzahl und/oder Leistung
          Leerlaufpunkt + 50 min-1 und Drehmomentmesswert =
          vom Hersteller festgelegtes/gemessenes Drehmoment
          im Leerlauf ± 2 % des höchsten Drehmoments
          Geschlossene Drosselklappe und Drehzahlmesswert >           Drehzahl und/oder Leistung
          105 % der Bezugsdrehzahl
                                                                                                                                  "
    5)   Anlage 1 erhält folgende Fassung:
                                                              "ANLAGE 1
                                               MESS- UND PROBENAHMEVERFAHREN
         1.      MESS- UND PROBENAHMEVERFAHREN (NRSC-PRÜFUNG)
                 Die Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel aus dem zur Prüfung vorgeführten Motor
                 muss nach den in Anhang VI beschriebenen Verfahren gemessen werden. Die Beschreibung dieser Methoden in
                 Anhang VI umfasst auch eine Darstellung der empfohlenen analytischen Systeme für die gasförmigen Emissionen
                 (Abschnitt 1.1) und der empfohlenen Partikelverdünnungs- und -probenahmesysteme (Abschnitt 1.2).
         1.1.    Leistungsprüfstand
                 Es ist ein Motorleistungsprüfstand zu verwenden, der entsprechende Eigenschaften aufweist, um den in Anhang III
                 Abschnitt 3.7.1 beschriebenen Prüfzyklus durchzuführen. Die Messgeräte für Drehmoment und Drehzahl müssen die
                 Messung der Leistung innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte ermöglichen. Zusätzliche Berechnungen können
                 erforderlich sein. Die Messgeräte müssen eine solche Messgenauigkeit aufweisen, dass die Höchsttoleranzen der in
                 Abschnitt 1.3 angegebenen Werte nicht überschritten werden.
         1.2.    Abgasdurchsatz
                 Der Abgasdurchsatz ist nach einer der in den Abschnitten 1.2.1 bis 1.2.4 genannten Methoden zu ermitteln.
         1.2.1. Direkte Messung
                 Direkte Messung des Abgasdurchsatzes durch eine Durchflussdüse oder ein gleichwertiges Messsystem (Einzelheiten
                 siehe ISO 5167:2000).
                 ANMERKUNG:               Die direkte Messung des Gasdurchsatzes ist ein kompliziertes Verfahren. Es müssen
                                          Vorkehrungen zur Vermeidung von Messfehlern getroffen werden, die Auswirkungen auf die
                                          Emissionswertfehler haben.
         1.2.2. Luft- und Kraftstoffmessung
                 Messung des Luftdurchsatzes und des Kraftstoffdurchsatzes.
                 Die verwendeten Geräte zur Messung des Luft- und Kraftstoffdurchsatzes müssen die in Abschnitt 1.3 angegebene
                 Messgenauigkeit aufweisen.
                 Die Berechnung des Abgasdurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
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                         GEXHW = GAIRW + GFUEL (für feuchte Abgasmasse)
          1.2.3. Kohlenstoffbilanzmethode
                 Berechnung der Abgasmasse auf der Grundlage des Kraftstoffverbrauchs und der Abgaskonzentrationen nach der
                 Kohlenstoffbilanzmethode (Anhang III Anlage 3).
          1.2.4. Tracergasmessung
                 Diese Methode erfordert die Messung der Konzentration des Tracergases im Auspuff.
                 Eine bekannte Menge eines Inertgases (z.B. Helium) ist als Tracergas in den Abgasstrom einzuspritzen. Das Gas wird
                 mit dem Abgas vermischt und dadurch verdünnt, darf aber nicht im Auspuffrohr reagieren. Dann wird die
                 Konzentration des Gases in der Abgasprobe gemessen.
                 Um die vollständige Vermischung des Tracergases sicherzustellen, ist die Abgasprobenahmesonde mindestens 1 m
                 oder um das 30-fache des Durchmessers des Auspuffrohrs (es gilt der höhere Wert) unterhalb der Einspritzstelle des
                 Tracergases anzubringen. Die Probenahmesonde kann näher an der Einspritzstelle angebracht werden, wenn die voll-
                 ständige Vermischung durch Vergleich der Tracergaskonzentration mit der Bezugskonzentration bei Einspritzung des
                 Tracergases oberhalb des Motors überprüft wird.
                 Der Tracergasdurchsatz ist so einzustellen, dass die Tracergaskonzentration im Leerlauf des Motors nach der
                 Vermischung unter dem vollen Skalenendwert des Tracergasanalysegeräts liegt.
                 Die Berechnung des Abgasdurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
                                                          G T " " EXH
                                     G EXHW $
                                                  60 " "conc mix # conc a #
                 In dieser Formel bedeutet:
                 GEXHW       = momentaner Abgasmassendurchsatz (kg/s)
                 GT          = Tracergasdurchsatz (cm³/min)
                 concmix     = momentane Konzentration des Tracergases nach Vermischung (ppm)
                 "EXH        = Abgasdichte (kg/m³)
                 Conca       = Hintergrundkonzentration des Tracergases in der Ansaugluft (ppm)
                 Die Hintergrundkonzentration des Tracergases (conca) kann bestimmt werden, indem die durchschnittliche
                 Hintergrundkonzentration unmittelbar vor und nach dem Prüflauf gemessen wird.
                 Liegt die Hintergrundkonzentration unter 1 % der Konzentration des Tracergases nach der Vermischung (concmix.) bei
                 höchstem Abgasdurchsatz, kann die Hintergrundkonzentration außer acht gelassen werden.
                 Das gesamte System muss die Anforderungen an die Messgenauigkeit beim Abgasstrom erfüllen und ist gemäß
                 Anlage 2 Abschnitt 1.11.2 zu kalibrieren.
          1.2.5. Messung von Luftdurchsatz und Luft-Kraftstoff-Verhältnis
                 Diese Methode erfordert eine Berechnung der Abgasmasse auf der Grundlage des Luftdurchsatzes und des Luft-
                 Kraftstoff-Verhältnisses. Die Berechnung des momentanen Abgasmassendurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
                                                              #           1      &
                                     G EXHW * G AIRW " $$1 )                     '
                                                              %      A/Fst " " '(
 ---pagebreak--- L 146/30                 DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                                        Dabei ist:
                                             A / Fst " 14,5
                                                            $           2 " conc CO " 10 "4  '
                                                            %        1+                      (
         $       conc CO " 10    "4
                                                        ' %               3,5 " conc CO2     (
         %100 -
         %
                                     + conc HC " 10 " 4 ( * % 0,45 #
                                                        ( %
                                                                                                 "
                                                                                             ( " conc CO2 * conc CO " 10 " 4  #
         &                2                             ) %              conc CO " 10 " 4    (
                                                                      1*                     (
                                                            %             3,5 " conc CO2     (
                                                            &                                )
    " ,
                                                 "
                                       6,9078 " conc CO2 * conc CO " 10 " 4 * conc HC " 10 " 4     #
           In dieser Formel bedeutet:
                            A/Fst          =       Stöchiometrisches Luft-Kraftstoff-Verhältnis (kg/kg)
                            "              =       Relatives Luft-Kraftstoff-Verhältnis
                            concCO2=       CO2-Konzentration im trockenen Bezugszustand (%)
                            concCO =       CO-Konzentration im trockenen Bezugszustand (ppm)
                            concHC =       HC-Konzentration (ppm)
           ANMERKUNG:               Die Berechnung bezieht sich auf einen Dieselkraftstoff mit einem H/C-Verhältnis gleich 1,8.
                   Der Durchflussmesser muss die Anforderungen an die Messgenauigkeit gemäß Tabelle 3 erfüllen, das verwendete
                   CO2-Analysegerät muss die Anforderungen des Abschnitts 1.4.1 erfüllen und das gesamte System muss den
                   Anforderungen an die Messgenauigkeit für den Abgasdurchsatz genügen.
                   Wahlweise können zur Messung des relativen Luft-Kraftstoff-Verhältnisses auch Messeinrichtungen für das Luft-
                   Kraftstoff-Verhältnis vom Typ Zirkonsensor eingesetzt werden, die die Anforderungen gemäß Abschnitt 1.4.4
                   erfüllen.
           1.2.6. Gesamtdurchsatz des verdünnten Abgases
                   Bei Verwendung eines Vollstrom-Verdünnungssystems muss der Gesamtstrom des verdünnten Abgases (GTOTW) mit
                   einer PDP oder einem CFV oder einer SSV gemessen werden (Anhang VI Abschnitt 1.2.1.2). Die Messgenauigkeit
                   muss den Bestimmungen von Anhang III Anlage 2 Abschnitt 2.2 entsprechen.
           1.3.    Messgenauigkeit
                   Die Kalibrierung aller Messgeräte muss auf nationale oder internationale Normen rückführbar sein und den
                   Vorschriften in Tabelle 3 entsprechen:
 ---pagebreak---   30.4.2004                DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/31
                                                      Tabelle 3. Genauigkeit der Messgeräte
Nr.       Messgerät                           Messgenauigkeit
1         Motordrehzahl                       % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
2         Drehmoment                          % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
3         Kraftstoffverbrauch                 % 2 % des Höchstwertes des Motors
4         Luftverbrauch                       % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
5         Abgasstrom                          % 2,5 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1,5 % des Höchstwertes des Motors
6         Temperatur $ 600 K                  % 2 K absolut
7         Temperatur > 600 K                  % 1 % des Ablesewertes
8         Abgasdruck                          % 0,2 kPa absolut
9         Ansaugluftunterdruck                % 0,05 kPa absolut
10        Atmosphärischer Druck               % 0,1 kPa absolut
11        Andere Drücke                       % 0,1 kPa absolut
12        Absolute Luftfeuchtigkeit           % 5 % des Ablesewertes
13        Verdünnungsluftdurchfluss           % 2 % des Ablesewertes
14        Durchfluss des verdünnten           % 2 % des Ablesewertes
          Abgases
     1.4.             Bestimmung der gasförmigen Bestandteile
     1.4.1.           Allgemeine Vorschriften für Analysegeräte
                      Die Analysegeräte müssen einen Messbereich haben, der den Anforderungen an die Genauigkeit bei der Messung der
                      Konzentrationen der Abgasbestandteile entspricht (Abschnitt 1.4.1.1). Es wird empfohlen, die Analysegeräte so zu
                      bedienen, dass die gemessene Konzentration zwischen 15 % und 100 % des vollen Skalenendwertes liegt.
                      Liegt der volle Skalenendwert bei 155 ppm (oder ppm C) oder darunter oder werden Ablesesysteme (Computer,
                      Datenerfasser) verwendet, die unterhalb von 15 % des vollen Skalenendwertes eine ausreichende Genauigkeit und
                      Auflösung aufweisen, sind auch Konzentrationen unter 15 % des vollen Skalenendwertes zulässig. In diesem Fall
                      müssen zusätzliche Kalibrierungen vorgenommen werden, um die Genauigkeit der Kalibrierkurven zu gewährleisten
                      (Anhang III Anlage 2 Abschnitt 1.5.5.2).
                      Die elektromagnetische Verträglichkeit der Geräte muss so hoch sein, das zusätzliche Fehler weitestgehend
                      ausgeschlossen sind.
     1.4.1.1. Messfehler
                      Das Analysegerät darf höchstens um ± 2 % des Ablesewerts vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes oder, falls größer,
                      um höchstens ± 0,3 % vom Skalenendwert abweichen.
                      ANMERKUNG:             Im Sinne dieses Standards wird Messgenauigkeit definiert als die Abweichung des
                                             Ablesewerts des Analysegeräts von den Nennwerten der Kalibrierpunkte unter Verwendung
                                             eines Kalibriergases (= tatsächlicher Wert).
     1.4.1.2. Wiederholbarkeit
                      Die Wiederholbarkeit, definiert als das 2,5fache der Standardabweichung zehn wiederholter Ansprechreaktionen auf
                      ein bestimmtes Kalibriergas, darf höchstens ±1 % der vollen Skalenendkonzentration für jeden verwendeten
                      Messbereich über 155 ppm (oder ppm C) oder ±2 % für jeden verwendeten Messbereich unter 155 ppm (oder ppm C)
                      betragen.
     1.4.1.3. Rauschen
                      Das Peak-to-Peak-Ansprechen der Analysatoren auf Null- und Kalibriergase darf während eines Zeitraums von zehn
                      Sekunden 2 % des vollen Skalenendwertes bei allen verwendeten Bereichen nicht überschreiten.
     1.4.1.4. Nullpunktdrift
                      Die Nullpunktdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2 % des vollen Skalenendwerts beim
                      niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Der Nullpunktwert wird definiert als mittleres Ansprechen (einschließlich
                      Rauschen) auf ein Nullgas in einem Zeitabschnitt von 30 Sekunden.
 ---pagebreak--- L 146/32                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         30.4.2004
    1.4.1.5. Messbereichsdrift
                    Die Messbereichsdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2 % des vollen Skalenendwerts
                    beim niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Als Messbereich wird die Differenz zwischen Kalibrierausschlag
                    und Nullpunktwert definiert. Der Messbereichskalibrierausschlag wird definiert als mittlerer Ausschlag (einschließ-
                    lich Rauschen) auf ein Messbereichskalibriergas in einem Zeitabschnitt von 30 Sekunden.
    1.4.2.          Gastrocknung
                    Das wahlweise zu verwendende Gastrocknungsgerät muss die Konzentration der gemessenen Gase so gering wie
                    möglich beeinflussen. Die Anwendung chemischer Trockner zur Entfernung von Wasser aus der Probe ist nicht
                    zulässig.
    1.4.3.          Analysegeräte
                    Die bei der Messung anzuwendenden Grundsätze werden in den Abschnitten 1.4.3.1 bis 1.4.3.5 dieser Anlage
                    beschrieben. Eine ausführliche Darstellung der Messsysteme ist in Anhang VI enthalten.
                    Die zu messenden Gase sind mit den nachfolgend aufgeführten Geräten zu analysieren. Bei nichtlinearen
                    Analysatoren ist die Verwendung von Linearisierungsschaltkreisen zulässig.
    1.4.3.1. Kohlenmonoxid-(CO-)Analyse
                    Der Kohlenmonoxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator (NDIR) sein.
    1.4.3.2. Kohlendioxid-(CO2-)Analyse
                    Der Kohlendioxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator (NDIR) sein.
    1.4.3.3. Kohlenwasserstoff-(HC-)Analyse
                    Der Kohlenwasserstoffanalysator muss ein beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID) mit Detektor, Ventilen,
                    Rohrleitungen usw. sein, der so zu beheizen ist, dass die Gastemperatur auf 463 K (190 °C) ±10 K gehalten wird.
    1.4.3.4. Stickoxid-(NOx-)Analyse
                    Der Stickoxidanalysator muss ein Chemilumineszenzanalysator (CLD) oder beheizter Chemilumineszenzanalysator
                    (HCLA) mit einem NO2/NO-Konverter sein, wenn die Messung im trockenen Bezugszustand erfolgt. Bei Messung
                    im feuchten Bezugszustand ist ein auf über 328 K (55 °C) gehaltener HCLD mit Konverter zu verwenden, voraus-
                    gesetzt, die Prüfung auf Wasserdampfquerempfindlichkeit (Anhang III Anlage 2 Abschnitt 1.9.2.2) ist erfüllt.
                    Sowohl für CLD als auch für HCLD muss der Probenweg bis zum Konverter (bei Messung im trockenen
                    Bezugszustand) bzw. bis zum Analysegerät (bei Messung im feuchten Bezugszustand) auf einer Wandtemperatur von
                    über 328 bis 473 K (55 °C bis 200 °C) gehalten werden.
    1.4.4.          Messung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses
                    Bei der zur Bestimmung des Abgasstroms gemäß Abschnitt 1.2.5 verwendeten Messeinrichtung für das Luft-
                    Kraftstoff-Verhältnis muss es sich um eine Breitband-Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Sonde oder eine Zirkon-
                    Lambdasonde handeln.
                    Die Sonde ist unmittelbar am Auspuffrohr anzubringen, wo die Abgastemperatur so hoch ist, dass keine
                    Wasserkondensation auftritt.
                    Die Messgenauigkeit der Sonde mit eingebauter Elektronik muss liegen zwischen:
                             % 3 % des Ablesewertes        "<2
                             % 5 % des Ablesewertes        2$"<5
                             % 10 % des Ablesewertes       5$"
                    Um die vorstehend genannte Messgenauigkeit zu erfüllen, ist die Sonde entsprechend den Angaben des Herstellers zu
                    kalibrieren.
 ---pagebreak--- 30.4.2004       DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/33
   1.4.5. Probenahme von Emissionen gasförmiger Schadstoffe
          Die Probenahmesonden für gasförmige Emissionen müssen so angebracht sein, dass sie mindestens 0,5 m oder um
          das Dreifache des Durchmessers des Auspuffrohrs (je nachdem, welcher Wert höher ist) oberhalb vom Austritt der
          Auspuffanlage - soweit zutreffend - entfernt sind und sich so nahe am Motor befinden, dass eine Abgastemperatur
          von mindestens 343 K (70 °C) an der Sonde gewährleistet ist.
          Bei einem Mehrzylindermotor mit einem verzweigten Auspuffkrümmer muss der Einlass der Sonde so weit in
          Strömungsrichtung entfernt sein, dass die Probe für die durchschnittlichen Abgasemissionen aus allen Zylindern
          repräsentativ ist. Bei einem Mehrzylindermotor mit einzelnen Gruppen von Auspuffkrümmern, wie z. B. bei einem
          V-Motor, ist die Entnahme individueller Proben von jeder Gruppe und die Berechnung der durchschnittlichen
          Abgasemission zulässig. Es können auch andere Methoden angewandt werden, die den obigen Methoden
          nachweislich entsprechen. Bei der Berechnung der Abgasemissionen ist der gesamte Abgasmassendurchsatz des
          Motors zugrunde zu legen.
          Wird die Zusammensetzung des Abgases durch eine Anlage zur Abgasnachbehandlung beeinflusst, so muss die
          Abgasprobe bei Prüfungen der Stufe I vor dieser Anlage und bei Prüfungen der Stufe II hinter dieser Anlage
          entnommen werden. Bei Verwendung eines Vollstrom-Verdünnungssystems für die Partikelbestimmung können die
          gasförmigen Emissionen auch im verdünnten Abgas bestimmt werden. Die Probenahmesonden müssen sich nahe der
          Partikel-Probenahmesonde im Verdünnungstunnel befinden (Anhang VI Abschnitt 1.2.1.2 für DT und Abschnitt
          1.2.2 für PSP). CO und CO2 können wahlweise auch durch Probenahme in einen Beutel und nachfolgende Messung
          der Konzentration im Probenahmebeutel bestimmt werden.
   1.5.   Bestimmung der Partikel
          Die Bestimmung der Partikel erfordert ein Verdünnungssystem. Die Verdünnung kann mit einem Teilstrom- oder
          Vollstrom-Verdünnungssystem erfolgen. Die Durchflussleistung des Verdünnungssystems muss so groß sein, dass
          keine Wasserkondensation im Verdünnungs- und Probenahmesystem auftritt und dass die Temperatur des verdünnten
          Abgases unmittelbar oberhalb der Filterhalter zwischen 315 K (42 °C) und 325 K (52 °C) gehalten werden kann. Bei
          hoher Luftfeuchtigkeit ist es zulässig, die Verdünnungsluft vor Eintritt in das Verdünnungssystem zu entfeuchten. Bei
          einer Umgebungstemperatur von weniger als 293 K (20 °C) wird ein Vorheizen der Verdünnungsluft über den
          Temperaturgrenzwert von 303 K (30 °C) hinaus empfohlen. Jedoch darf die Temperatur der Verdünnungsluft vor der
          Einleitung des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht überschreiten.
          ANMERKUNG:               Beim Verfahren unter stationären Bedingungen kann anstelle der Einhaltung des
                                   Temperaturbereichs von 42 °C – 52 °C die Filtertemperatur auf oder unter der
                                   Höchsttemperatur von 325 K (52 °C) gehalten werden.
          Bei Teilstrom-Verdünnungssystemen muss die Partikel-Probenahmesonde in der Nähe und (gegen den Strom
          gerichtet) oberhalb der Sonde für die gasförmigen Emissionen nach Abschnitt 4.4 sowie entsprechend Anhang VI
          Abschnitt 1.2.1.1, Abbildungen 4 bis 12 (EP und SP), angebracht sein.
          Das Teilstrom-Verdünnungssystem muss so beschaffen sein, dass eine Teilung des Abgasstroms erfolgt, wobei der
          kleinere Teil mit Luft verdünnt und anschließend zur Partikelmessung verwendet wird. Demzufolge ist eine sehr
          genaue Bestimmung des Verdünnungsverhältnisses erforderlich. Es können verschiedene Teilungsmethoden
          verwendet werden, wobei die Art der Teilung wesentlichen Einfluss auf die zu verwendenden Probenahmegeräte und
          -verfahren hat (Anhang VI Abschnitt 1.2.1.1).
          Zur Bestimmung der Partikelmasse werden ein Partikel-Probenahmesystem, Partikel-Probenahmefilter, eine
          Mikrogramm-Waage und eine Wägekammer mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigt.
          Die Partikel-Probenahme kann nach zwei Methoden erfolgen:
          '       Bei der Einzelfiltermethode wird für alle Prüfphasen des Prüfzyklus ein Filterpaar verwendet (Abschnitt
                  1.5.1.3). Während der Probenahmephase der Prüfung muss streng auf die Probenahmezeiten und die
                  Durchsätze geachtet werden. Andererseits wird je Prüfzyklus nur ein Filterpaar benötigt.
          '       Bei der Mehrfachfiltermethode muss für jede einzelne Prüfphase des Prüfzyklus ein eigenes Filterpaar
                  verwendet werden (Abschnitt 1.5.1.3). Diese Methode gestattet ein weniger strenges Probenahmeverfahren,
                  doch werden mehr Filter verbraucht.
   1.5.1. Partikel-Probenahmefilter
 ---pagebreak--- L 146/34                   DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                           30.4.2004
    1.5.1.1. Spezifikation der Filter
                     Für die Zertifizierungsprüfungen werden fluorkohlenstoffbeschichtete Glasfaserfilter oder
                     Fluorkohlenstoffmembranfilter benötigt. Für besondere Anwendungen können andere Filtermaterialien verwendet
                     werden. Bei allen Filtertypen muss der Abscheidegrad von 0,3 µm DOP (Dioctylphthalat) bei einer Anströmge-
                     schwindigkeit des Gases zwischen 35 und 100 cm/s mindestens 99 % betragen. Werden Korrelationstests zwischen
                     Prüfstellen oder zwischen einem Hersteller und einer Genehmigungsbehörde durchgeführt, so sind Filter von gleicher
                     Qualität zu verwenden.
    1.5.1.2. Filtergröße
                     Die Partikelfilter müssen einen Mindestdurchmesser von 47 mm haben (37 mm wirksamer Durchmesser). Filter mit
                     größerem Durchmesser sind zulässig (Abschnitt 1.5.1.5).
    1.5.1.3. Haupt- und Nachfilter
                     Die verdünnten Abgase werden während der Prüffolge durch ein hintereinander angeordnetes Filterpaar (Hauptfilter
                     und Nachfilter) geleitet. Das Nachfilter darf nicht weiter als 100 mm hinter dem Hauptfilter liegen und dieses nicht
                     berühren. Die Filter können getrennt oder paarweise - die wirksamen Seiten einander zugekehrt - gewogen werden.
    1.5.1.4. Filteranströmgeschwindigkeit
                     Eine Gasanströmgeschwindigkeit durch den Filter von 35 bis 100 cm/s muss erreicht werden. Der Druckabfall darf
                     zwischen Beginn und Ende der Prüfung um nicht mehr als 25 kPa zunehmen.
    1.5.1.5. Filterbeladung
                     Die empfohlenen minimalen Filterbeladungen für die gebräuchlichsten Filtergrößen sind der folgenden Tabelle zu
                     entnehmen. Für größere Filter beträgt die minimale Filterbeladung 0,065 mg/1000 mm² Filterbereich.
                           Filterdurchmesser (mm)            Empfohlener Durchmesser des         Empfohlene minimale Filterbeladung
                                                            wirksamen Filterbereichs (mm)                        (mg)
                                       47                                  37                                    0,11
                                       70                                  60                                    0,25
                                       90                                  80                                    0,41
                                      110                                 100                                    0,62
                     Bei der Mehrfachfiltermethode wird als minimale Filterbeladung das Produkt aus dem entsprechenden obigen Wert
                     und der Quadratwurzel der Gesamtzahl der Prüfphasen empfohlen.
    1.5.2.           Spezifikation für die Wägekammer und die Analysenwaage
    1.5.2.1. Bedingungen für die Wägekammer
                     Die Temperatur der Kammer (oder des Raumes), in der (dem) die Partikelfilter konditioniert und gewogen werden,
                     ist während der gesamten Dauer des Konditionierungs- und Wägevorgangs auf 295 K (22 °C) ± 3 K zu halten. Die
                     Luftfeuchtigkeit ist auf einem Taupunkt von 282,5 K (9,5 °C) ± 3 K und auf einer relativen Feuchtigkeit von 45
                     ± 8 % zu halten.
    1.5.2.2. Vergleichsfilterwägung
                     Die Umgebungsluft der Wägekammer (oder des Wägeraums) muss frei von jeglichen Schmutzstoffen (beispielsweise
                     Staub) sein, die sich während der Stabilisierung der Partikelfilter auf diesen absetzen könnten. Störungen der in
                     Abschnitt 1.5.2.1 dargelegten Spezifikationen für den Wägeraum sind zulässig, wenn ihre Dauer 30 Minuten nicht
                     überschreitet. Der Wägeraum soll den vorgeschriebenen Spezifikationen entsprechen, ehe das Personal ihn betritt.
                     Wenigstens zwei unbenutzte Vergleichsfilter oder Vergleichsfilterpaare sind vorzugsweise gleichzeitig mit den
                     Probenahmefiltern zu wägen, höchstens jedoch in einem Abstand von vier Stunden zu diesen. Die Vergleichsfilter
                     müssen dieselbe Größe haben und aus demselben Material bestehen wie die Probenahmefilter.
                     Wenn sich das Durchschnittsgewicht der Vergleichsfilter(-paare) bei den Wägungen der Probenahmefilter um mehr
                     als 10 #g ändert, sind alle Probenahmefilter zu entfernen, und die Abgasemissionsprüfung ist zu wiederholen.
                     Wenn die unter Abschnitt 1.5.2.1 angegebenen Stabilitätskriterien für den Wägeraum nicht erfüllt sind, aber bei der
                     Wägung des Vergleichsfilters(-filterpaares) die obigen Kriterien eingehalten wurden, kann der Hersteller entweder
                     die ermittelten Gewichte der Probenahmefilter anerkennen oder die Prüfungen für ungültig erklären, wobei das
                     Kontrollsystem des Wägeraums zu justieren und die Prüfung zu wiederholen ist.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/35
   1.5.2.3. Analysenwaage
                   Die zur Bestimmung der Gewichte sämtlicher Filter benutzte Analysenwaage muss eine Genauigkeit
                   (Standardabweichung) von 2 µg und eine Auflösung von 1 µg (1 Stelle = 1 µg) haben (nach Angaben des
                   Waagenherstellers).
   1.5.2.4. Vermeidung elektrostatischer Reaktionen
                   Zur Vermeidung elektrostatischer Reaktionen sind die Filter vor dem Wiegen zu neutralisieren, so beispielsweise
                   durch einen Poloniumneutralisator oder ein Gerät mit ähnlicher Wirkung.
   1.5.3.          Zusatzbestimmungen für die Partikelmessung
                   Alle mit den Rohabgasen oder verdünnten Abgasen in Berührung kommenden Teile des Verdünnungssystems und
                   des Probenahmesystems vom Auspuffrohr bis zum Filterhalter sind so auszulegen, dass die Ablagerung der Partikel
                   darauf und die Veränderung der Partikel so gering wie möglich gehalten werden. Alle Teile müssen aus elektrisch
                   leitendem Material bestehen, das mit den Bestandteilen der Abgase keine Verbindung eingeht; es muss zur
                   Vermeidung elektrostatischer Reaktionen geerdet sein.
   2.              MESS- UND PROBENAHMEVERFAHREN (NRTC-PRÜFUNG)
   2.1.            Einleitung
                   Die Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel aus dem zur Prüfung vorgeführten Motor
                   muss nach den Verfahren des Anhangs VI gemessen werden. Die Beschreibung dieser Methoden in Anhang VI
                   umfasst auch eine Darstellung der empfohlenen analytischen Systeme für die gasförmigen Emissionen (Ab-
                   schnitt 1.1) und der empfohlenen Partikelverdünnungs- und -probenahmesysteme (Abschnitt 1.2).
   2.2.            Leistungsprüfstand und Prüfzellenausstattung
                   Für die Abgasemissionsprüfung der Motoren an Leistungsprüfständen ist die nachstehend beschriebene Anlage zu
                   verwenden.
   2.2.1.          Motorleistungsprüfstand
                   Es ist ein Motorleistungsprüfstand zu verwenden, der entsprechende Eigenschaften aufweist, um den in Anlage 4
                   beschriebenen Prüfzyklus durchzuführen. Die Messgeräte für Drehmoment und Drehzahl müssen die Messung der
                   Leistung innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte ermöglichen. Zusätzliche Berechnungen können erforderlich sein.
                   Die Messgeräte müssen eine solche Messgenauigkeit aufweisen, dass die Höchsttoleranzen der in Tabelle 3
                   angegebenen Werte nicht überschritten werden.
   2.2.2.          Andere Geräte
                   Geräte zur Messung des Kraftstoffverbrauchs, des Luftdurchsatzes, der Kühlmitteltemperatur, der
                   Schmiermitteltemperatur, des Abgasdrucks, des Ansaugkrümmerunterdrucks, der Abgastemperatur, der
                   Ansauglufttemperatur, des Luftdrucks, der Feuchtigkeit und der Kraftstofftemperatur. Diese Geräte müssen den
                   Anforderungen in Tabelle 3 genügen:
 ---pagebreak---   L 146/36                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                                                     Tabelle 3. Genauigkeit der Messgeräte
Nr.       Messgerät                           Messgenauigkeit
1         Motordrehzahl                       % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
2         Drehmoment                          % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
3         Kraftstoffverbrauch                 % 2 % des Höchstwertes des Motors
4         Luftverbrauch                       % 2 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1 % des Höchstwertes des Motors
5         Abgasdurchsatz                      % 2,5 % des Ablesewertes oder, falls größer, % 1,5 % des Höchstwertes des Motors
6         Temperatur $ 600 K                  % 2 K absolut
7         Temperatur > 600 K                  % 1 % des Ablesewertes
8         Abgasdruck                          % 0,2 kPa absolut
9         Ansaugluftunterdruck                % 0,05 kPa absolut
10        Atmosphärischer Druck               % 0,1 kPa absolut
11        Andere Drücke                       % 0,1 kPa absolut
12        Absolute Luftfeuchtigkeit           % 5 % des Ablesewertes
13        Verdünnungsluftdurchfluss           % 2 % des Ablesewertes
14        Durchfluss des verdünnten           % 2 % des Ablesewertes
          Abgases
      2.2.3.          Durchfluss des Rohabgases
                      Zur Berechnung der Emissionen im Rohabgas und zur Regelung eines Teilstrom-Verdünnungssystems muss der
                      Abgasmassendurchsatz bekannt sein. Zur Bestimmung des Abgasmassendurchsatzes kann eines der nachstehend
                      beschriebenen Verfahren verwendet werden.
                      Zur Berechnung der Emissionen darf die Ansprechzeit bei jedem nachstehend beschriebenen Verfahren höchstens der
                      vorgeschriebenen Ansprechzeit der Analysegeräte gemäß Anlage 2 Abschnitt 1.11.1 betragen.
                      Zur Regelung eines Teilstrom-Verdünnungssystems sind kürzere Ansprechzeiten erforderlich. Bei Teilstrom-
                      Verdünnungssystemen mit online-Regelung ist eine Ansprechzeit von $ 0,3 s vorgeschrieben. Bei Teilstrom-
                      Verdünnungssystemen mit Look-Ahead-Funktion auf der Grundlage eines zuvor aufgezeichneten Prüflaufs ist eine
                      Ansprechzeit des Abgasdurchsatzmesssystems von $ 5 s mit einer Anstiegszeit von $ 1 s erforderlich. Die
                      Systemansprechzeit ist nach den Angaben des Geräteherstellers einzustellen. Die kombinierten Vorschriften für die
                      Ansprechzeit für den Abgasdurchsatz und das Teilstrom-Verdünnungssystem sind in Abschnitt 2.4 angegeben.
                      Direkte Messung
                      Die direkte Messung des momentanen Abgasdurchsatzes kann erfolgen mit Systemen wie:
                      '       Differenzdruckmessgeräten, wie einer Durchflussdüse (Einzelheiten siehe ISO 5167:2000)
                      '       Ultraschall-Durchflussmesser
                      '       Wirbeldurchflussmesser
                      Es müssen Vorkehrungen zur Vermeidung von Messfehlern getroffen werden, die Auswirkungen auf die
                      Emissionswertfehler haben. Zu diesen Vorkehrungen zählen das sorgfältige Anbringen des Messgeräts in der
                      Motorauspuffanlage nach den Empfehlungen des Herstellers und guter technischer Praxis. Vor allem Motorleistung
                      und Emissionen dürfen durch den Einbau des Geräts nicht beeinflusst werden.
                      Die Durchflussmesser müssen die Anforderungen an die Messgenauigkeit gemäß Tabelle 3 erfüllen.
                      Luft- und Kraftstoffmessung
                      Hierzu gehören die Messung des Luftdurchsatzes und des Kraftstoffdurchsatzes mit geeigneten Durchflussmessern.
                      Die Berechnung des momentanen Abgasdurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
                      GEXHW =         GAIRW + GFUEL (für feuchte Abgasmasse)
 ---pagebreak--- 30.4.2004       DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/37
          Die Durchflussmesser müssen die Anforderungen an die Messgenauigkeit gemäß Tabelle 3 und gleichzeitig die
          Anforderungen an die Messgenauigkeit für den Abgasdurchsatz erfüllen.
          Tracergasmessung
          Dazu gehört die Messung der Konzentration des Tracergases im Abgase.
          Eine bekannte Menge eines Inertgases (z.B. Helium) ist als Tracergas in den Abgasstrom einzuspritzen. Das Gas wird
          mit dem Abgas vermischt und dadurch verdünnt, darf aber nicht im Auspuffrohr reagieren. Dann wird die
          Konzentration des Gases in der Abgasprobe gemessen.
          Um die vollständige Vermischung des Tracergases sicherzustellen, ist die Abgasprobenahmesonde mindestens 1 m
          oder um das 30-fache des Durchmessers des Auspuffrohrs (es gilt der höhere Wert) unterhalb der Einspritzstelle des
          Tracergases anzubringen. Die Probenahmesonde kann näher an der Einspritzstelle angebracht werden, wenn die voll-
          ständige Vermischung durch Vergleich der Tracergaskonzentration mit der Bezugskonzentration bei Einspritzung des
          Tracergases oberhalb des Motors überprüft wird.
          Der Tracergasdurchsatz ist so einzustellen, dass die Tracergaskonzentration im Leerlauf des Motors nach der
          Vermischung unter dem vollen Skalenendwert des Tracergasanalysegeräts liegt.
          Die Berechnung des Abgasdurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
                                          GT " " EXH
                      GEXHW $
                                   60 " "concmix # conca #
          In dieser Formel bedeutet:
          GEXHW =         momentaner Abgasmassendurchsatz (kg/s)
          GT              =       Tracergasstrom (cm³/min)
          concmix =       momentane Konzentration des Tracergases nach Vermischung
                                  (ppm)
          "EXH            =       Abgasdichte (kg/m³)
          conca           =       Hintergrundkonzentration des Tracergases in der Ansaugluft
                                  (ppm)
          Die Hintergrundkonzentration des Tracergases (conca) kann bestimmt werden, indem die durchschnittliche
          Hintergrundkonzentration unmittelbar vor und nach dem Prüflauf gemessen wird.
          Liegt die Hintergrundkonzentration unter 1 % der Konzentration des Tracergases nach der Vermischung (concmix.) bei
          höchstem Abgasdurchsatz, kann die Hintergrundkonzentration außer acht gelassen werden.
          Das gesamte System muss die Anforderungen an die Messgenauigkeit beim Abgasstrom erfüllen und ist gemäß
          Anlage 2 Abschnitt 1.11.2 zu kalibrieren.
          Messung von Luftdurchsatz und Luft-Kraftstoff-Verhältnis
          Dies erfordert eine Berechnung der Abgasmasse auf der Grundlage des Luftdurchsatzes und des Luft-Kraftstoff-
          Verhältnisses. Die Berechnung des momentanen Abgasmassendurchsatzes wird wie folgt vorgenommen:
                                                       #           1      &
                              G EXHW * G AIRW " $$1 )                     '
                                                       %      A/Fst " " '(
 ---pagebreak--- L 146/38                   DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                                         Dabei ist:
                                          A / Fst " 14,5
                                                             $           2 " conc CO " 10 "4  '
                                                             %        1+                      (
           $       conc CO " 10   "4
                                                         ' %               3,5 " conc CO2     (
           %100 -
           %
                                      + conc HC " 10 " 4 ( * % 0,45 #
                                                         ( %
                                                                                                  "
                                                                                              ( " conc CO2 * conc CO " 10 " 4  #
           &                2                            ) %              conc CO " 10 " 4    (
                                                                       1*                     (
                                                             %             3,5 " conc CO2     (
                                                             &                                )
    " ,
                                                  "
                                        6,9078 " conc CO2 * conc CO " 10 " 4 * conc HC " 10 " 4     #
             In dieser Formel bedeutet:
                         A/Fst               =      Stöchiometrisches Luft-Kraftstoff-Verhältnis (kg/kg)
                         "                   =      Relatives Luft-Kraftstoff-Verhältnis
                         concCO2             =      CO2-Konzentration im trockenen Bezugszustand (%)
                         concCO      =       CO-Konzentration im trockenen Bezugszustand (ppm)
                         concHC      =       HC-Konzentration (ppm)
             ANMERKUNG:              Die Berechnung bezieht sich auf einen Dieselkraftstoff mit einem H/C-Verhältnis gleich 1,8.
                     Der Durchflussmesser muss die Anforderungen an die Messgenauigkeit gemäß Tabelle 3 erfüllen, das verwendete
                     CO2-Analysegerät muss die Anforderungen des Abschnitts 2.3.1 erfüllen und das gesamte System muss den
                     Anforderungen an die Messgenauigkeit für den Abgasdurchsatz genügen.
                     Wahlweise können zur Messung der Luftüberschusszahl auch Messeinrichtungen für das Luft-Kraftstoff-Verhältnis
                     vom Typ Zirkonsonde eingesetzt werden, die die Anforderungen gemäß Abschnitt 2.3.4 erfüllen.
    2.2.4.           Durchsatz des verdünnten Abgases
                     Zur Berechnung der Emissionen des verdünnten Abgases muss der Massendurchsatz des verdünnten Abgases
                     bekannt sein. Der Durchfluss des gesamten verdünnten Abgases über den Zyklus (kg/Prüfung) berechnet sich aus den
                     Messwerten über den Zyklus und den entsprechenden Kalibrierdaten des Durchflussmessgeräts (V0 für PDP, KV für
                     CFV, Cd für SSV) anhand der jeweiligen in Anlage 3 Abschnitt 2.2.1 beschriebenen Verfahren. Überschreitet die
                     Probengesamtmasse der Partikel und gasförmigen Schadstoffe 0,5 % des gesamten CVS-Durchsatzes, so ist der CVS-
                     Durchsatz zu korrigieren oder der Strom der Partikelprobe ist vor der Durchflussmesseinrichtung zum CVS
                     zurückzuführen.
    2.3.             Bestimmung der gasförmigen Bestandteile
    2.3.1.           Allgemeine Vorschriften für Analysegeräte
                     Die Analysegeräte müssen einen Messbereich haben, der den Anforderungen an die Genauigkeit bei der Messung der
                     Konzentrationen der Abgasbestandteile entspricht (Abschnitt 1.4.1.1). Es wird empfohlen, die Analysegeräte so zu
                     bedienen, dass die gemessene Konzentration zwischen 15 % und 100 % des vollen Skalenendwertes liegt.
                     Liegt der volle Skalenendwert bei 155 ppm (oder ppm C) oder darunter oder werden Ablesesysteme (Computer,
                     Datenerfasser) verwendet, die unterhalb von 15 % des vollen Skalenendwertes eine ausreichende Genauigkeit und
                     Auflösung aufweisen, sind auch Konzentrationen unter 15 % des vollen Skalenendwertes zulässig. In diesem Fall
                     müssen zusätzliche Kalibrierungen vorgenommen werden, um die Genauigkeit der Kalibrierkurven zu gewährleisten
                     (Anhang III Anlage 2 Abschnitt 1.5.5.2).
                     Die elektromagnetische Verträglichkeit der Geräte muss so hoch sein, das zusätzliche Fehler weitestgehend
                     ausgeschlossen sind.
    2.3.1.1. Messfehler
                     Das Analysegerät darf höchstens um ± 2 % des Ablesewerts vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes oder, falls größer,
                     um höchstens ± 0,3 % vom Skalenendwert abweichen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                          L 146/39
                   ANMERKUNG:              Im Sinne dieses Standards wird Messgenauigkeit definiert als die Abweichung des
                                           Ablesewerts des Analysegeräts von den Nennwerten der Kalibrierpunkte unter Verwendung
                                           eines Kalibriergases (= tatsächlicher Wert).
   2.3.1.2. Wiederholbarkeit
                   Die Wiederholbarkeit, definiert als das 2,5fache der Standardabweichung zehn wiederholter Ansprechreaktionen auf
                   ein bestimmtes Kalibriergas, darf höchstens ± 1 % der vollen Skalenendkonzentration für jeden verwendeten
                   Messbereich über 155 ppm (oder ppm C) oder ± 2 % für jeden verwendeten Messbereich unter 155 ppm (oder
                   ppm C) betragen.
   2.3.1.3. Rauschen
                   Das Peak-to-Peak-Ansprechen der Analysatoren auf Null- und Kalibriergase darf während eines Zeitraums von zehn
                   Sekunden 2 % des vollen Skalenendwertes bei allen verwendeten Bereichen nicht überschreiten.
   2.3.1.4. Nullpunktdrift
                   Die Nullpunktdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2 % des vollen Skalenendwerts beim
                   niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Der Nullpunktwert wird definiert als mittleres Ansprechen (einschließlich
                   Rauschen) auf ein Nullgas in einem Zeitabschnitt von 30 Sekunden.
   2.3.1.5. Messbereichsdrift
                   Die Messbereichsdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2 % des vollen Skalenendwerts
                   beim niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Als Messbereich wird die Differenz zwischen Kalibrierausschlag
                   und Nullpunktwert definiert. Der Messbereichskalibrierausschlag wird definiert als mittlerer Ausschlag (einschließ-
                   lich Rauschen) auf ein Messbereichskalibriergas in einem Zeitabschnitt von 30 Sekunden.
   2.3.1.6. Anstiegszeit
                   Bei einem Abgasanalysesystem für Rohabgas darf die Anstiegszeit des im Messsystem angebrachten Analysegeräts
                   2,5 s nicht überschreiten.
                   ANMERKUNG:              Allein durch Bewertung der Ansprechzeit des Analysegeräts lässt sich nicht eindeutig
                                           bestimmen, ob das gesamte System für die dynamische Prüfung geeignet ist. Massen und
                                           insbesondere Totvolumen im System wirken sich nicht nur auf die Beförderungszeit von der
                                           Sonde zum Analysegerät, sondern auch auf die Anstiegszeit aus. Auch Beförderungszeiten
                                           innerhalb eines Analysegeräts sind als Ansprechzeit des Analysegeräts zu definieren, wie die
                                           Konverter oder Wasserabscheider in NOx-Analysegeräten. Die Bestimmung der Gesamt-
                                           ansprechzeit des Systems ist in Anlage 2 Abschnitt 1.11.1 erläutert.
   2.3.2.          Gastrocknung
                   Es gelten die gleichen Spezifikationen wie für die NRSC-Prüfung (Abschnitt 1.4.2) wie nachstehend beschrieben.
                   Das wahlweise zu verwendende Gastrocknungsgerät muss die Konzentration der gemessenen Gase so gering wie
                   möglich beeinflussen. Die Anwendung chemischer Trockner zur Entfernung von Wasser aus der Probe ist nicht
                   zulässig.
   2.3.3.          Analysegeräte
                   Es gelten die gleichen Spezifikationen wie für die NRSC-Prüfung (Abschnitt 1.4.3) wie nachstehend beschrieben.
                   Die zu messenden Gase sind mit den nachfolgend aufgeführten Geräten zu analysieren. Bei nichtlinearen
                   Analysatoren ist die Verwendung von Linearisierungsschaltkreisen zulässig.
   2.3.3.1. Kohlenmonoxid-(CO-)Analyse
                   Der Kohlenmonoxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator (NDIR) sein.
   2.3.3.2. Kohlendioxid-(CO2-)Analyse
                   Der Kohlendioxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator (NDIR) sein.
   2.3.3.3. Kohlenwasserstoff-(HC-)Analyse
                   Der Kohlenwasserstoffanalysator muss ein beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID) mit Detektor, Ventilen,
                   Rohrleitungen usw. sein, der so zu beheizen ist, dass die Gastemperatur auf 463 K (190 °C) ± 10 K gehalten wird.
 ---pagebreak--- L 146/40                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
    2.3.3.4. Stickoxid-(NOx-)Analyse
                    Der Stickoxidanalysator muss ein Chemilumineszenzanalysator (CLD) oder beheizter Chemilumineszenzanalysator
                    (HCLD) mit einem NO2/NO-Konverter sein, wenn die Messung im trockenen Bezugszustand erfolgt. Bei Messung
                    im feuchten Bezugszustand ist ein auf über 328 K (55 °C) gehaltener HCLD mit Konverter zu verwenden, voraus-
                    gesetzt, die Prüfung auf Wasserdampfquerempfindlichkeit (Anhang III Anlage 2 Abschnitt 1.9.2.2) ist erfüllt.
                    Sowohl für CLD als auch für HCLD muss der Probenweg bis zum Konverter (bei Messung im trockenen
                    Bezugszustand) bzw. bis zum Analysegerät (bei Messung im feuchten Bezugszustand) auf einer Wandtemperatur von
                    über 328 bis 473 K (55°C bis 200°C) gehalten werden.
    2.3.4.          Messung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses
                    Bei der zur Bestimmung des Abgasdurchsatzes gemäß Abschnitt 2.2.3 verwendeten Messeinrichtung für das Luft-
                    Kraftstoff-Verhältnis muss es sich um eine Breitband-Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Sonde oder eine Zirkon-
                    Lambdasonde handeln.
                    Die Sonde ist unmittelbar am Auspuffrohr anzubringen, wo die Abgastemperatur so hoch ist, dass keine
                    Wasserkondensation auftritt.
                    Die Messgenauigkeit der Sonde mit eingebauter Elektronik muss liegen zwischen:
                    % 3 % des Ablesewerts           "<2
                    % 5 % des Ablesewerts           2$"<5
                    % 10 % des Ablesewerts          5$"
                    Um die vorstehend genannte Messgenauigkeit zu erfüllen, ist die Sonde entsprechend den Angaben des Herstellers zu
                    kalibrieren.
    2.3.5.          Probenahme von Emissionen gasförmiger Schadstoffe
    2.3.5.1. Rohabgasdurchsatz
                    Für die Berechnung der Emissionen im Rohabgas gelten die gleichen Spezifikationen wie für den NRSC-Test
                    (Abschnitt 1.4.4) wie nachstehend beschrieben.
                    Die Probenahmesonden für gasförmige Emissionen müssen so angebracht sein, dass sie mindestens 0,5 m oder um
                    das Dreifache des Durchmessers des Auspuffrohrs (je nachdem, welcher Wert höher ist) oberhalb vom Austritt der
                    Auspuffanlage - soweit zutreffend - entfernt sind und sich so nahe am Motor befinden, dass eine Abgastemperatur
                    von mindestens 343 K (70 °C) an der Sonde gewährleistet ist.
                    Bei einem Mehrzylindermotor mit einem verzweigten Auspuffkrümmer muss der Einlass der Sonde so weit in
                    Strömungsrichtung entfernt sein, dass die Probe für die durchschnittlichen Abgasemissionen aus allen Zylindern
                    repräsentativ ist. Bei einem Mehrzylindermotor mit einzelnen Gruppen von Auspuffkrümmern, wie z. B. bei einem
                    V-Motor, ist die Entnahme individueller Proben von jeder Gruppe und die Berechnung der durchschnittlichen
                    Abgasemission zulässig. Es können auch andere Methoden angewandt werden, die den obigen Methoden
                    nachweislich entsprechen. Bei der Berechnung der Abgasemissionen ist der gesamte Abgasmassendurchsatz des
                    Motors zugrunde zu legen.
                    Wird die Zusammensetzung des Abgases durch eine Anlage zur Abgasnachbehandlung beeinflusst, so muss die
                    Abgasprobe bei Prüfungen der Stufe I vor dieser Anlage und bei Prüfungen der Stufe II hinter dieser Anlage
                    entnommen werden.
    2.3.5.2. Durchsatz des verdünnten Abgases
                    Wird ein Vollstrom-Verdünnungssystem verwendet, so gelten die folgenden Spezifikationen.
                    Das Auspuffrohr zwischen dem Motor und dem Vollstrom-Verdünnungssystem muss den Bestimmungen von
                    Anhang VI entsprechen.
                    Die Probenahmesonde(n) für gasförmige Emissionen ist/sind im Verdünnungstunnel an einer Stelle, wo
                    Verdünnungsluft und Abgase gut vermischt sind, und nahe der Partikel-Probenahmesonde angebracht sein.
                    Die Probenahme kann in der Regel auf zwei Arten erfolgen:
 ---pagebreak--- 30.4.2004       DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/41
          '       die Schadstoffproben werden über den gesamten Prüfzyklus hinweg in einen Probenahmebeutel geleitet und
                  nach Abschluss der Prüfung gemessen
          '       die Schadstoffproben werden über den gesamten Prüfzyklus hinweg fortlaufend entnommen und integriert;
                  für HC und NOx ist diese Methode vorgeschrieben.
          Die Hintergrundkonzentrationen werden oberhalb des Verdünnungstunnels in einen Probenahmebeutel geleitet und
          von der Emissionskonzentration gemäß Anlage 3 Abschnitt 2.2.3 subtrahiert.
   2.4.   Bestimmung der Partikel
          Die Bestimmung der Partikel erfordert ein Verdünnungssystem. Die Verdünnung kann mit einem Teilstrom- oder
          Vollstrom-Verdünnungssystem erfolgen. Die Durchflussleistung des Verdünnungssystems muss so groß sein, dass
          keine Wasserkondensation im Verdünnungs- und Probenahmesystem auftritt und dass die Temperatur des verdünnten
          Abgases unmittelbar oberhalb der Filterhalter zwischen 315 K (42 °C) und 325 K (52 °C) gehalten werden kann. Bei
          hoher Luftfeuchtigkeit ist es zulässig, die Verdünnungsluft vor Eintritt in das Verdünnungssystem zu entfeuchten. Bei
          einer Umgebungstemperatur von weniger als 293 K (20 °C) wird ein Vorheizen der Verdünnungsluft über den
          Temperaturgrenzwert von 303 K (30 °C) hinaus empfohlen. Jedoch darf die Temperatur der Verdünnungsluft vor der
          Einleitung des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht überschreiten.
          Die Partikel-Probenahmesonde muss sich nahe der Probenahmesonde für die gasförmigen Emissionen befinden und
          die Einrichtung muss den Vorschriften in Abschnitt 2.3.5 entsprechen.
          Zur Bestimmung der Partikelmasse werden ein Partikel-Probenahmesystem, Partikel-Probenahmefilter, eine
          Mikrogramm-Waage und eine Wägekammer mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigt.
          Spezifikationen für das Teilstrom-Verdünnungssystem
          Das Teilstrom-Verdünnungssystem muss so beschaffen sein, dass eine Teilung des Abgasstroms erfolgt, wobei der
          kleinere Teil mit Luft verdünnt und anschließend zur Partikelmessung verwendet wird. Demzufolge ist eine sehr
          genaue Bestimmung des Verdünnungsverhältnisses erforderlich. Es können verschiedene Teilungsmethoden
          verwendet werden, wobei die Art der Teilung wesentlichen Einfluss auf die zu verwendenden Probenahmegeräte und
          -verfahren hat (Anhang VI Abschnitt 1.2.1.1).
          Zur Regelung eines Teilstrom-Verdünnungssystems ist eine schnelle Systemansprechzeit erforderlich. Die
          Umwandlungszeit des Systems ist nach dem in Anlage 2 Abschnitt 1.11.1 beschriebenen Verfahren zu bestimmen.
          Liegt die kombinierte Umwandlungszeit des Abgasdurchflussmesssystems (siehe vorstehender Abschnitt) und des
          Teilstromsystems unter 0,3 s, so können online-Kontrollsysteme verwendet werden. Überschreitet die
          Transformationszeit 0,3 s muss eine auf einem zuvor aufgezeichneten Prüflauf basierende Look-Ahead-Funktion
          verwendet werden. In diesem Fall muss die Anstiegszeit $ 1 s und die Verzögerungszeit der Kombination $ 10 s
          betragen.
          Die Gesamtansprechzeit des Systems ist so zu gestalten, dass eine repräsentative Partikelprobe GSE proportional zum
          Abgasmassendurchsatz gewährleistet ist. Zur Bestimmung der Proportionalität ist eine Regressionsanalyse GSE-
          GEXHW mit einer Datenerfassungsrate von mindestens 5 Hz durchzuführen, wobei folgende Kriterien erfüllt sein
          müssen:
          -       Der Korrelationskoeffizient r2 der linearen Regression zwischen GSE und GEXHW darf nicht geringer als 0,95
                  sein.
          -       Die Standardabweichung vom Schätzwert von GSE über GEXHW darf 5 % von GSE max. nicht überschreiten.
          -       GSE-Achabschnitt der Regressionsgeraden darf % 2 % von GSE max. nicht überschreiten.
          Wahlweise kann eine Vorprüfung durchgeführt werden und der Abgasmassendurchsatzsignalgeber der Vorprüfung
          kann zur Regelung des Probenstroms in das Partikelsystem verwendet werden ("Look-Ahead-Funktion"). Ein solches
          Verfahren ist vorgeschrieben, wenn die Umwandlungszeit des Partikelsystems, t50,P oder/und die Umwandlungszeit
          des Abgasmassendurchsatzsignalgebers, t50,F > 0,3 s betragen. Eine ordnungsgemäße Regelung des Teilstrom-
          Verdünnungssystems erzielt man, wenn die Zeitspur von GEXHW,pre aus der Vorprüfung, die GSE regelt, um eine
          "Look-Ahead"-Zeit von t50,P + t50,Fs verschoben wird.
          Zur Ermittlung der Korrelation zwischen GSE und GEXHW sind die während der tatsächlichen Prüfung gesammelten
          Daten zu verwenden, wobei GEXHW um t50,P bezogen auf GSE zeitlich angeglichen wird (kein Einfluss von t50,P auf die
          zeitliche Angleichung). Das heißt, die Zeitverschiebung zwischen GEXHW und GSE ist die Differenz ihrer
          Umwandlungszeiten, die gemäß Anlage 2 Abschnitt 2.6 bestimmt wurden.
 ---pagebreak--- L 146/42                   DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
                     Bei Teilstrom-Verdünnungssystemen ist die Genauigkeit des Probenstroms GSE von besonderer Bedeutung, die zwar
                     nicht direkt gemessen, sondern durch Differenzdruckmessung bestimmt wird:
                             GSE = GTOTW – GDILW
                     In diesem Fall ist eine Genauigkeit von % 2 % für GTOTW und GDILW nicht ausreichend, um annehmbare Genauigkeit
                     von GSE sicherzustellen. Wird die Gasströmung durch Differenzdruckmessung bestimmt, so darf der Fehler der
                     Differenz höchstens so groß sein, dass die Genauigkeit von GSE innerhalb einer Toleranz von ± 5 % liegt, wobei das
                     Verdünnungsverhältnis weniger als 15 beträgt. Die Berechnung kann durch Bilden der mittleren Quadratwurzel der
                     Fehler jedes Geräts erfolgen.
                     Annehmbare Genauigkeit von GSE kann mit einer der folgenden Methoden erzielt werden:
                     a)      Die absolute Genauigkeit von GTOTW und GDILW beträgt % 0,2 %, wodurch eine Genauigkeit für GSE von $ 5 %
                             bei einem Verdünnungsverhältnis von 15 gewährleistet ist. Bei höheren Verdünnungsverhältnisses treten
                             jedoch größere Fehler auf.
                     b)      Die Kalibrierung von GDILW im Verhältnis zu GTOTW erfolgt so, dass die gleiche Genauigkeit für GSE wie unter
                             a) erreicht wird. Einzelheiten dieser Kalibrierung sind Anlage 2 Abschnitt 2.6 zu entnehmen.
                     c)      Die Genauigkeit von GSE wird indirekt durch die Genauigkeit des durch ein Tracergas, z.B. CO2, bestimmten
                             Verdünnungsverhältnisses bestimmt. Auch hier ist eine der Methode a) für GSE äquivalente Genauigkeit
                             erforderlich.
                     d)      Die absolute Genauigkeit von GTOTW und GDILW beträgt % 2 % des vollen Skalenendwertes, der Fehler der
                             Differenz zwischen GTOTW und GDILW beträgt höchstens 0,2 % und der Linearitätsfehler beträgt % 0,2 % des
                             während der Prüfung beobachteten höchsten GTOTW.
    2.4.1.           Partikel-Probenahmefilter
    2.4.1.1. Spezifikation der Filter
                     Für die Zertifizierungsprüfungen werden fluorkohlenstoffbeschichtete Glasfaserfilter oder
                     Fluorkohlenstoffmembranfilter benötigt. Für besondere Anwendungen können andere Filtermaterialien verwendet
                     werden. Bei allen Filtertypen muss der Abscheidegrad von 0,3 µm DOP (Dioctylphthalat) bei einer
                     Anströmgeschwindigkeit des Gases zwischen 35 und 100 cm/s mindestens 99 % betragen. Werden Korrelationstests
                     zwischen Prüfstellen oder zwischen einem Hersteller und einer Genehmigungsbehörde durchgeführt, so sind Filter
                     von gleicher Qualität zu verwenden.
    2.4.1.2. Filtergröße
                     Die Partikelfilter müssen einen Mindestdurchmesser von 47 mm haben (37 mm wirksamer Durchmesser). Filter mit
                     größerem Durchmesser sind zulässig (Abschnitt 2.4.1.5).
    2.4.1.3. Haupt- und Nachfilter
                     Die verdünnten Abgase werden während der Prüffolge durch ein hintereinander angeordnetes Filterpaar (Hauptfilter
                     und Nachfilter) geleitet. Das Nachfilter darf nicht weiter als 100 mm hinter dem Hauptfilter liegen und dieses nicht
                     berühren. Die Filter können getrennt oder paarweise - die wirksamen Seiten einander zugekehrt - gewogen werden.
    2.4.1.4. Filteranströmgeschwindigkeit
                     Eine Gasanströmgeschwindigkeit durch den Filter von 35 bis 100 cm/s muss erreicht werden. Der Druckabfall darf
                     zwischen Beginn und Ende der Prüfung um nicht mehr als 25 kPa zunehmen.
    2.4.1.5. Filterbeladung
                     Die empfohlenen minimalen Filterbeladungen für die gebräuchlichsten Filtergrößen sind der folgenden Tabelle zu
                     entnehmen. Für größere Filter beträgt die minimale Filterbeladung 0,065 mg/1000 mm² Filterbereich.
                           Filterdurchmesser          Empfohlener Durchmesser des wirksamen               Empfohlene minimale
                                  (mm)                           Filterbereichs (mm)                          Filterbeladung
                                                                                                                   (mg)
                     47                            37                                              0,11
                     70                            60                                              0,25
                     90                            80                                              0,41
                     110                           100                                             0,62
 ---pagebreak--- 30.4.2004                 DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 146/43
   2.4.2.           Spezifikation für die Wägekammer und die Analysenwaage
   2.4.2.1. Bedingungen für die Wägekammer
                    Die Temperatur der Kammer (oder des Raumes), in der (dem) die Partikelfilter konditioniert und gewogen werden,
                    ist während der gesamten Dauer des Konditionierungs- und Wägevorgangs auf 295 K (22 °C) ± 3 K zu halten. Die
                    Luftfeuchtigkeit ist auf einem Taupunkt von 282,5 K (9,5 °C) ± 3 K und auf einer relativen Feuchtigkeit von
                    45 ± 8 % zu halten.
   2.4.2.2. Vergleichsfilterwägung
                    Die Umgebungsluft der Wägekammer (oder des Wägeraums) muss frei von jeglichen Schmutzstoffen (beispielsweise
                    Staub) sein, die sich während der Stabilisierung der Partikelfilter auf diesen absetzen könnten. Störungen der in
                    Abschnitt 2.4.2.1 dargelegten Spezifikationen für den Wägeraum sind zulässig, wenn ihre Dauer 30 Minuten nicht
                    überschreitet. Der Wägeraum soll den vorgeschriebenen Spezifikationen entsprechen, ehe das Personal ihn betritt.
                    Wenigstens zwei unbenutzte Vergleichsfilter oder Vergleichsfilterpaare sind vorzugsweise gleichzeitig mit den
                    Probenahmefiltern zu wägen, höchstens jedoch in einem Abstand von vier Stunden zu diesen. Die Vergleichsfilter
                    müssen dieselbe Größe haben und aus demselben Material bestehen wie die Probenahmefilter.
                    Wenn sich das Durchschnittsgewicht der Vergleichsfilter(-paare) bei den Wägungen der Probenahmefilter um mehr
                    als 10 #g ändert, sind alle Probenahmefilter zu entfernen, und die Abgasemissionsprüfung ist zu wiederholen.
                    Wenn die unter Abschnitt 2.4.2.1 angegebenen Stabilitätskriterien für den Wägeraum nicht erfüllt sind, aber bei der
                    Wägung des Vergleichsfilters(-filterpaares) die obigen Kriterien eingehalten wurden, kann der Hersteller entweder
                    die ermittelten Gewichte der Probenahmefilter anerkennen oder die Prüfungen für ungültig erklären, wobei das
                    Kontrollsystem des Wägeraums zu justieren und die Prüfung zu wiederholen ist.
   2.4.2.3. Analysenwaage
                    Die zur Bestimmung der Gewichte sämtlicher Filter benutzte Analysenwaage muss eine Genauigkeit
                    (Standardabweichung) von 2 µg und eine Auflösung von 1 µg (1 Stelle = 1 µg) haben (nach Angaben des
                    Waagenherstellers).
   2.4.2.4. Vermeidung elektrostatischer Reaktionen
                    Zur Vermeidung elektrostatischer Reaktionen sind die Filter vor dem Wiegen zu neutralisieren, so beispielsweise
                    durch einen Poloniumneutralisator oder ein Gerät mit ähnlicher Wirkung.
   2.4.3.           Zusatzbestimmungen für die Partikelmessung
                    Alle mit den Rohabgasen oder verdünnten Abgasen in Berührung kommenden Teile des Verdünnungssystems und
                    des Probenahmesystems vom Auspuffrohr bis zum Filterhalter sind so auszulegen, dass die Ablagerung der Partikel
                    darauf und die Veränderung der Partikel so gering wie möglich gehalten werden. Alle Teile müssen aus elektrisch
                    leitendem Material bestehen, das mit den Bestandteilen der Abgase keine Verbindung eingeht; es muss zur
                    Vermeidung elektrostatischer Reaktionen geerdet sein."
   6)       Anlage 2 wird wie folgt geändert:
            a)      Die Überschrift erhält folgende Fassung:
                                                                     "ANLAGE 2
                                                KALIBRIERUNGSVERFAHREN (NRSC, NRTC1)"
            b)      Abschnitt 1.2.2 wird wie folgt geändert:
                    Nach dem bisherigen Wortlaut wird Folgendes angefügt:
                    "Dabei müssen zur Mischung verwendete Primärgase auf mindestens % 1 % bekannt sein und auf nationale oder
                    internationale Gasnormen rückführbar sind. Die Überprüfung ist bei jeder mit Hilfe einer Mischvorrichtung
                    vorgenommenen Kalibrierung bei 15 bis 50 % des vollen Skalenendwertes durchzuführen. Eine zusätzliche
                    Überprüfung unter Verwendung eines anderen Kalibriergases kann durchgeführt werden, wenn die erste Überprüfung
                    fehlgeschlagen ist.
   1
            Das Kalibrierungsverfahren ist gleich für die NRSC- und die NRTC Prüfung, mit Ausnahme der in den Abschnitten 1.11 und 2.6 genannten
            Anforderungen.
 ---pagebreak--- L 146/44          DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
            Wahlweise kann die Mischvorrichtung mit einem Instrument überprüft werden, das dem Wesen nach linear ist, z. B.
            unter Verwendung von NO-Gas mit einem CLD. Der Kalibrierwert des Instruments ist mit direkt an das Instrument
            angeschlossenem Kalibriergas einzustellen. Die Mischvorrichtung ist bei den verwendeten Einstellungen zu über-
            prüfen, und der Nennwert ist mit der gemessenen Konzentration des Instruments zu vergleichen. Die Differenz muss
            in jedem Punkt innerhalb von ± 1 % des Nennwertes liegen.
            Andere Methoden können nach guter technischer Praxis und vorheriger Zustimmung der beteiligten Parteien
            verwendet werden.
            ANMERKUNG:                 Zur Erstellung der genauen Kalibrierkurve des Analysegeräts wird ein Präzisionsgasteiler mit
                                       einer Genauigkeit von % 1 % empfohlen. Der Gasteiler ist vom Gerätehersteller zu
                                       kalibrieren."
         c) Abschnitt 1.5.5.1 wird wie folgt geändert:
            i)       Satz 1 erhält folgende Fassung:
                     "Die Kalibrierkurve des Analysegerätes wird mit Hilfe von mindestens sechs Kalibrierpunkten (außer Null)
                     ermittelt, die in möglichst gleichen Abständen angeordnet sein sollen."
            ii)      Der dritte Gedankenstrich erhält folgende Fassung:
                     "Die Kalibrierkurve darf höchstens um ± 2 % vom Nennwert jedes Kalibriergases und höchstens um ± 0,3 %
                     des vollen Skalenendwertes bei Null abweichen."
         d) Abschnitt 1.5.5.2 letzter Gedankenstrich erhält folgende Fassung:
            "Die Kalibrierkurve darf vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes um höchstens ± 4 % und vom vollen Skalenendwert
            bei Null um höchstens ± 0,3 % abweichen."
         e) Abschnitt 1.8.3 erhält folgende Fassung:
            "Die Prüfung der Sauerstoffquerempfindlichkeit ist bei Inbetriebnahme eines Analysegeräts und nach wesentlichen
            Wartungsterminen vorzunehmen.
            Es ist ein Bereich zu wählen, in dem die Prüfgase für die Sauerstoffquerempfindlichkeit in die oberen 50 % fallen.
            Die Prüfung ist bei der wie erforderlich eingestellten Ofentemperatur durchzuführen.
            1.8.3.1. Prüfgase für die Sauerstoffquerempfindlichkeit
                             Die Prüfgase für die Sauerstoffquerempfindlichkeit müssen Propan mit 350 ppmC ÷ 75 ppmC
                             Kohlenwasserstoff enthalten. Der Konzentrationswert ist unter Berücksichtigung der
                             Kalibriergastoleranzen durch chromatographische Analyse der Kohlenwasserstoffe insgesamt mit
                             Unreinheiten oder durch dynamisches Mischen zu bestimmen. Stickstoff muss der vorherrschende
                             Verdünner mit dem Restsauerstoff sein. Für die Prüfung von Dieselmotoren sind folgende
                             Mischungen erforderlich:
                                   O2-Konzentration                      Rest
                                   21 (20 bis 22)                        Stickstoff
                                   10 (9 bis 11)                         Stickstoff
                                   5 (4 bis 6)                           Stickstoff
            1.8.3.2. Verfahren
                             a)        Das Analysegerät ist auf Null einzustellen.
                             b)        Das Analysegerät ist mit der 21 %-Sauerstoffmischung zu kalibrieren.
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                            L 146/45
                             c)      Der Nullpunktwert ist erneut zu überprüfen. Bei einer Veränderung von mehr als ± 0,5 % des
                                     Skalenendwertes sind die Buchstaben a) und b) zu wiederholen.
                             d)      Die Prüfgase für die Sauerstoffempfindlichkeit in den Gemischen 5 %- und 10 %- sind
                                     einzuleiten.
                             e)      Der Nullpunktwert ist erneut zu überprüfen. Bei einer Veränderung von mehr als ± 1 % des
                                     Skalenendwertes ist die Prüfung zu wiederholen.
                             f)      Für jedes Gemisch in Buchstabe d) ist die Sauerstoffquerempfindlichkeit (%O2I) wie folgt zu
                                     berechnen:
                                      O2 I $
                                               "B # C # "100
                                                   B
                                     A=       Kohlenwasserstoffkonzentration (ppmC) des in Buchstabe b verwendeten
                                              Kalibriergases
                                     B=       Kohlenwasserstoffkonzentration (ppmC) der in Punkt d) dieses Abschnitts
                                              verwendeten Prüfgase für die Sauerstoffquerempfindlichkeit
                                     C=       Ansprechen des Analysators
                                                     A
                                      " ppmC # "
                                                     D
                                     D=       Prozent des vollen Skalenendwertes des Ansprechens des Analysators aufgrund von A
                             g)      Die Sauerstoffquerempfindlichkeit in % (%O2I) muss weniger ± 3,0 % für alle
                                     vorgeschriebenen Prüfgase der Sauerstoffquerempfindlichkeit vor der Prüfung betragen.
                             h)      Ist die Sauerstoffquerempfindlichkeit größer als ± 3,0 %, ist der Luftdurchsatz ober- und
                                     unterhalb der Angaben des Herstellers stufenweise zu justieren, wobei Abschnitt 1.8.1 für
                                     jeden Durchsatz zu wiederholen ist.
                             i)      Ist die Sauerstoffquerempfindlichkeit nach der Justierung des Luftdurchsatzes größer als
                                     ± 3,0 %, sind der Kraftstoffdurchsatz und danach der Durchsatz der Probe zu variieren, wobei
                                     Abschnitt 1.8.1 für jede neue Anordnung zu wiederholen ist.
                             j)      Ist die Sauerstoffquerempfindlichkeit weiterhin größer als ± 3,0 %, müssen der Analysator,
                                     der FID-Brennstoff oder die Brennerluft vor der Prüfung repariert bzw. ausgetauscht werden.
                                     Anschließend ist dieser Abschnitt mit den ausgetauschten bzw. reparierten Geräten zu
                                     wiederholen.
          f) Der derzeitige Abschnitt 1.9.2.2 wird wie folgt geändert:
             i)     Absatz 1 erhält folgende Fassung:
                    "Diese Überprüfung gilt nur für Konzentrationsmessungen des feuchten Gases. Bei der Berechnung der
                    Wasserdampf-Querempfindlichkeit ist die Verdünnung des NO-Kalibriergases mit Wasserdampf und die
                    Skalierung der Wasserdampfkonzentration des Gemischs im Vergleich zu der während der Prüfung
                    erwarteten Konzentration zu berücksichtigen. Ein NO-Kalibriergas mit einer Konzentration von 80 bis 100 %
                    des vollen Skalenendwertes des normalen Betriebsbereichs ist durch den (H)CLD zu leiten und der NO-Wert
                    als D aufzuzeichnen. Das NO-Gas muss bei Raumtemperatur durch Wasserperlen und durch den (H)CLD
                    geleitet werden, und der NO-Wert ist als C aufzuzeichnen. Die Wassertemperatur ist zu bestimmen und als F
                    aufzuzeichnen. Der Sättigungsdampfdruck des Gemischs, der der Temperatur des Wassers in der
                    Waschflasche (F) entspricht, ist zu bestimmen und als G aufzuzeichnen. Die Wasserdampfkonzentration (in
                    %) des Gemischs ist wie folgt zu berechnen:"
             ii)    Absatz 3 erhält folgende Fassung:
                    "und als De aufzuzeichnen. Bei Dieselabgasen ist die maximale bei der Prüfung erwartete
                    Wasserdampfkonzentration im Abgas (in %) anhand der Konzentration des unverdünnten CO2-Kalibriergases
                    (A, wie nach Abschnitt 1.9.2.1 gemessen) - ausgehend von einem Atomverhältnis H/C des Kraftstoffs von 1,8
                    zu 1 - wie folgt zu schätzen:"
 ---pagebreak--- L 146/46          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
         g) Folgender Abschnitt wird eingefügt:
            "1.11.          Zusätzliche Kalibrierungsvorschriften für Rohabgasmessungen bei der NRTC-Prüfung
            1.11.1. Prüfung der Ansprechzeit des Analysesystems
                            Zur Bewertung der Ansprechzeit werden die gleichen Systemeinstellungen wie bei der Messung des
                            Prüflaufs (d.h. Druck, Durchsatz, Filtereinstellungen des Analysegeräts und alle übrigen Einflüsse auf
                            die Ansprechzeit) verwendet. Die Bestimmung der Ansprechzeit erfolgt durch Gasumstellung direkt
                            am Einlass der Probenahmesonde. Die Gasumstellung muss in weniger als 0,1 Sekunden erfolgen.
                            Die für die Prüfung verwendeten Gase müssen eine Konzentrationsänderung von mindestens 60 %
                            des vollen Skalenendwertes bewirken.
                            Die Konzentrationsspur jedes einzelnen Gasbestandteils ist aufzuzeichnen. Die Ansprechzeit ist
                            definiert als die zeitliche Differenz zwischen der Gasumstellung und der entsprechenden Veränderung
                            der aufgezeichneten Konzentration. Die Ansprechzeit des Systems (t90) setzt sich zusammen aus der
                            Verzögerungszeit bis zum Messdetektor und der Anstiegszeit des Detektors. Die Verzögerungszeit ist
                            definiert als die Zeit von der Veränderung (t0) bis zum Ansprechen bei 10 % des endgültigen
                            Ablesewertes (t10). Die Anstiegszeit ist definiert als die Ansprechzeit zwischen 10 % und 90 % des
                            endgültigen Ablesewertes (t90 – t10).
                            Für die zeitliche Angleichung des Analysegeräts und des Abgasstromsignalgebers bei der
                            Rohabgasmessung ist die Umwandlungszeit definiert als die Zeit von der Veränderung (t0) bis zu dem
                            Zeitpunkt, an dem das Ansprechen bei 50 % des endgültigen Ablesewertes (t50) liegt.
                            Die Ansprechzeit des Systems muss für alle verwendeten Bestandteile (CO, NOx, HC) und alle
                            Bereiche $ 10 Sekunden bei einer Anstiegszeit von $ 2,5 Sekunden betragen.
            1.11.2.         Kalibrierung des Tracergas-Analysators für die Messung des Abgasdurchsatzes
                            Der Analysator für die Messung der Tracergaskonzentration ist unter Verwendung des Kalibriergases
                            zu kalibrieren.
                            Die Kalibrierkurve muss aus mindestens 10 Kalibrierpunkten (Nullpunkt ausgenommen) erstellt
                            werden, die so angeordnet sein sollen, dass die Hälfte der Kalibrierpunkte zwischen 4 und 20 % des
                            vollen Skalenendwerts des Analysators und der Rest zwischen 20 und 100 % des vollen Skalenend-
                            wertes liegt. Die Kalibrierkurve wird nach der Methode der Fehlerquadrate berechnet.
                            Die Kalibrierkurve darf im Bereich von 20 % bis 100 % des vollen Skalenendwertes höchstens um %
                            1 % des vollen Skalenendwertes vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes abweichen. Im Bereich von 4
                            % bis 20 % des vollen Skalenendwertes darf sie zudem höchstens % 2 % vom Nennwert abweichen.
                            Vor dem Prüflauf ist der Analysator auf Null einzustellen und zu kalibrieren; dazu ist ein Nullgas und
                            ein Kalibriergas zu verwenden, dessen Nennwert mehr als 80 % des vollen Skalenendwertes des
                            Analysators beträgt."
         h) Abschnitt 2.2 erhält folgende Fassung:
            "2.2.   Die Kalibrierung der Gasströmungsmesser oder Durchflussmengenmessgeräte muss auf nationale und/oder
                    internationale Normen rückführbar sein.
                    Der Fehler des gemessenen Wertes darf höchstens ± 2 % des Ablesewerts betragen.
                    Bei Teilstrom-Verdünnungssystemen ist die Genauigkeit des Probenstroms GSE von besonderer Bedeutung,
                    die zwar nicht direkt gemessen, sondern durch Differenzdruckmessung bestimmt wird:
                    GSE = GTOTW – GDILW
                    In diesem Fall ist eine Genauigkeit von % 2 % für GTOTW und GDILW nicht ausreichend, um annehmbare
                    Genauigkeit von GSE sicherzustellen. Wird die Gasströmung durch Differenzdruckmessung bestimmt, so darf
                    der Fehler der Differenz höchstens so groß sein, dass die Genauigkeit von GSE innerhalb einer Toleranz von
                    ± 5 % liegt, wobei das Verdünnungsverhältnis weniger als 15 beträgt. Die Berechnung kann durch Bilden der
                    mittleren Quadratwurzel der Fehler jedes Geräts erfolgen."
         i) Folgender Abschnitt wird angefügt:
            "2.6.           Zusätzliche Kalibrierung bei Teilstrom-Verdünnungssystemen
 ---pagebreak--- 30.4.2004       DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/47
          2.6.1.   Periodische Kalibrierung
                   Wird die Gasprobenströmung durch Differenzdruckmessung bestimmt, so müssen der
                   Strömungsmesser oder das Durchflussmessgerät nach einem der folgenden Verfahren kalibriert
                   werden, so dass der Probenstrom GSE in den Tunnel den Anforderungen an die Messgenauigkeit
                   gemäß Anlage I Abschnitt 2.4 entspricht.
                   Der Durchflussmesser für GDILW wird in Reihe geschaltet mit dem Durchflussmesser für GTOTW, die
                   Differenz zwischen den beiden Durchflussmessern wird für mindestens 5 Sollwerte kalibriert, wobei
                   die Durchflusswerte äquidistant zwischen dem niedrigsten bei der Prüfung verwendeten GDILW-Wert
                   und dem bei der Prüfung verwendeten GTOTW-Wert liegen. Der Verdünnungstunnel kann umgangen
                   werden.
                   Ein kalibriertes Massendurchsatzmessgerät wird in Reihe geschaltet mit dem Durchflussmesser für
                   GTOTW und die Genauigkeit des für die Prüfung verwendeten Wertes wird geprüft. Dann wird das
                   kalibrierte Massendurchsatzmessgerät in Reihe geschaltet mit dem Durchflussmesser für GDILW, und
                   die die Genauigkeit wird für mindestens 5 dem Verdünnungsverhältnis zwischen 3 und 50
                   entsprechende Einstellungen (bezogen auf den bei der Prüfung verwendeten GTOTW) geprüft.
                   Das Übertragungsrohr TT wird vom Auspuff entfernt und ein kalibriertes Durchflussmessgerät mit
                   einer zur Messung von GSE geeigneten Reichweite wird an das Übertragungsrohr angeschlossen.
                   Dann wird GTOTW auf den bei der Prüfung verwendeten Wert eingestellt und GDILW fortlaufend auf
                   mindestens 5 den Verdünnungsverhältnissen q zwischen 3 und 50 entsprechende Werte eingestellt.
                   Alternativ kann eine spezielle Kalibrierstrombahn bereitgestellt werden, bei der der Tunnel umgangen
                   wird, aber die gesamte und die verdünnte Luft durch die entsprechenden Messer wie bei der tat-
                   sächlichen Prüfung geleitet werden.
                   Ein Tracergas wird in das Übertragungsrohr TT geleitet. Dieses Tracergas kann ein Abgasbestandteil
                   sein, etwa CO2 oder NOx. Nach der Verdünnung im Tunnel wird der Tracergasbestandteil gemessen.
                   Dies erfolgt bei 5 Verdünnungsverhältnisses zwischen 3 und 50. Die Genauigkeit des Probenstroms
                   wird durch das Verdünnungsverhältnis q bestimmt:
                   GSE = GTOTW /q
                   Die Genauigkeit der Gasanalysegeräte ist bei der Garantie der Genauigkeit von GSE zu
                   berücksichtigen.
          2.6.2.   Prüfung des Kohlenstoffdurchsatzes
                   Eine Prüfung des Kohlenstoffdurchsatzes unter Verwendung tatsächlicher Abgase wird nachdrücklich
                   empfohlen zur Aufdeckung von Mess- und Regelungsproblemen und zur Überprüfung des
                   ordnungsgemäßen Betriebs des Teilstrom-Verdünnungssystems. Die Prüfung des Kohlenstoffdurch-
                   satzes ist mindestens jedes Mal durchzuführen, wenn ein neuer Motor eingebaut wird oder sich die
                   Konfiguration der Prüfzelle entscheidend ändert.
                   Der Motor ist bei Volllast-Drehmoment und -drehzahl oder jeder anderen stationären Betriebsphase,
                   bei der 5 % oder mehr CO2 entstehen, zu betreiben. Das Probenahme-Teilstrom-Verdünnungssystem
                   ist mit einem Verdünnungsfaktor von etwa 15:1 zu betreiben.
          2.6.3.   Kontrollen vor der Prüfung
                   Eine Kontrolle vor der Prüfung ist innerhalb von 2 Stunden vor dem Prüflauf folgendermaßen
                   durchzuführen:
                   Die Genauigkeit der Durchflussmesser ist nach derselben Methode zu prüfen, die für die Kalibrierung
                   von mindestens zwei Punkten verwendet wird, einschließlich der Durchsatzwerte von GDILW, die den
                   Verdünnungsverhältnissen zwischen 5 und 15 für den in der Prüfung verwendeten GTOTW-Wert
                   entsprechen.
                   Falls anhand der Aufzeichnungen des vorstehend beschriebenen Kalibrierungsverfahrens bewiesen
                   werden kann, dass die Kalibrierung des Durchflussmessers über einen längeren Zeitraum stabil ist,
                   kann auf die Kontrolle vor der Prüfung verzichtet werden.
          2.6.4.   Bestimmung der Umwandlungszeit
                   Die Systemeinstellungen für die Bewertung der Umwandlungszeit sind die gleichen wie bei der
                   Messung des Prüflaufs. Die Umwandlungszeit wird anhand folgender Methode bestimmt:
                   Ein unabhängiger Bezugsdurchflussmesser mit einem dem Sondenstrom angemessenen Messbereich
                   wird mit der Sonde in Reihe geschaltet und an sie angeschlossen. Dieser Durchflussmesser muss über
                   eine Umwandlungszeit von unter 100 ms für die bei der Messung der Ansprechzeit verwendeten
 ---pagebreak--- L 146/48             DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                                Verdünnungsschritte sowie einen Strömungswiderstand verfügen, der gering genug ist, um sich nicht
                                auf die dynamische Leistung des Teilstrom-Verdünnungssystems auszuwirken, und der guter
                                technischer Praxis entspricht.
                                Der Abgasdurchsatz des Teilstrom-Verdünnungssystems (oder der Luftdurchsatz, wenn der
                                Abgasdurchsatz berechnet wird) wechselt sprungförmig, von niedrigem Durchfluss bis auf
                                mindestens 90 % des vollen Skalenendwertes. Der Auslöser für den Schrittwechsel sollte der gleiche
                                sein, wie er zum Start der Look-Ahead-Funktion bei der tatsächlichen Prüfung verwendet wird. Das
                                Eingangssignal des Abgasverdünnungsschritts und das Ansprechen des Durchflussmessers sind mit
                                einer Abtastfrequenz von mindestens 10 Hz aufzuzeichnen.
                                Anhand dieser Daten ist die Umwandlungszeit für das Teilstrom-Verdünnungssystem zu bestimmen,
                                d.h. die Zeit vom Beginn Eingangsignals des Verdünnungsschritts bis zu dem Punkt, an dem der
                                Durchflussmesser zu 50 % anspricht. In gleicher Weise sind die Umwandlungszeiten des GSE-Signals
                                des Teilstrom-Verdünnungssystems und des GEXHW-Signals des Abgasdurchflussmessers zu
                                bestimmen. Diese Signale werden bei den nach jeder Prüfung durchgeführten Regressionsprüfungen
                                verwendet (Anlage I Abschnitt 2.4).
                                Die Berechnung muss für mindestens 5 Anstiegs- und Abfallstimuli wiederholt und aus den
                                Ergebnissen ein Mittelwert gebildet werden. Die interne Transformationszeit (< 100 ms) des
                                Bezugsdurchflussmessers ist von diesem Wert zu subtrahieren. Dies ist der "look-ahead"-Wert des
                                Teilstromverdünnungssystems, der gemäß Anlage I Abschnitt 2.4 anzuwenden ist."
    7)   Folgender Abschnitt wird angefügt:
         "3.    KALIBRIERUNG DES CVS SYSTEMS
         3.1.   Allgemein
                Das CVS-System wird mit einem Präzisionsdurchflussmesser kalibriert und dient zur Änderung der
                Betriebsbedingungen.
                Der Durchfluss im System wird unter unterschiedlichen Durchflusseinstellungen gemessen; ebenso werden die
                Regelkenngrößen des Systems ermittelt und ins Verhältnis zu den Durchflüssen gesetzt.
                Verschiedene Arten von Durchflussmessern können verwendet werden, z.B. kalibriertes Venturi-Rohr, kalibrierter
                Laminardurchflussmesser, kalibrierter Flügelraddurchflussmesser.
         3.2.   Kalibrierung der Verdrängerpumpe (PDP)
                Sämtliche Kennwerte der Pumpe werden gleichzeitig mit den Kennwerten des Kalibrierungs-Venturirohrs gemessen,
                das mit der Pumpe in Reihe geschaltet ist. Danach kann die Kurve des berechneten Durchflusses (ausgedrückt in
                m3/min am Pumpeneinlass bei absolutem Druck und absoluter Temperatur) als Korrelationsfunktion aufgezeichnet
                werden, die einer bestimmten Kombination von Pumpenkennwerten entspricht. Die lineare Gleichung, die das
                Verhältnis zwischen dem Pumpendurchsatz und der Korrelationsfunktion ausdrückt, wird sodann aufgestellt. Hat die
                Pumpe des CVS-Systems mehrere Antriebsgeschwindigkeiten, so muss für jede verwendete Geschwindigkeit eine
                Kalibrierung vorgenommen werden.
                Während der Kalibrierung ist eine gleichbleibende Temperatur zu gewährleisten.
                Lecks an allen Anschlüssen und Röhren zwischen dem Kalibrierungs-Venturirohr und der CVS-Pumpe sind unter
                0,3 % des niedrigsten Durchflusspunktes (höchster Widerstand und niedrigste PDP-Geschwindigkeit) zu halten.
         3.2.1. Datenanalyse
                Die Luftdurchflussmenge (Qs) an jeder Drosselstelle (mindestens 6 Einstellungen) wird nach den Angaben des
                Herstellers aus den Messwerten des Durchflussmessers in m3/min ermittelt. Die Luftdurchflussmenge wird dann auf
                den Pumpendurchsatz (V0) in m3 je Umdrehung bei absoluter Temperatur und absolutem Druck am Pumpeneinlass
                umgerechnet:
                                            Qs T 101.3
                                    V0 $        "        "
                                              n 273          pA
 ---pagebreak--- 30.4.2004            DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/49
               Dabei bedeutet:
               Qs       = Luftdurchsatz unter Standardbedingungen (101,3 kPa, 273 K) (m3/s)
               T        = Temperatur am Pumpeneinlass (K)
               pA       = absoluter Druck am Pumpeneinlass (pB- p1) (kPa)
               n        = Pumpgeschwindigkeit (Umdrehung/s)
               Zur Kompensierung der gegenseitigen Beeinflussung der Druckschwankungen mit der Pumpendrehzahl und der
               Verlustrate der Pumpe wird die Korrelationsfunktion (X0) zwischen der Pumpendrehzahl, der Druckdifferenz
               zwischen Ein- und Auslass der Pumpe und dem absoluten Druck am Pumpenauslass wie folgt berechnet:
                                           1      %p p
                                    X0 $      "
                                           n       pA
               Dabei bedeutet:
                "p p
                      = Differenzdruck vom Pumpeneinlass bis zum Pumpenauslass (kPa)
               pA = absoluter Auslassdruck am Pumpenauslass (kPa)
               Mit der Methode der kleinsten Quadrate wird eine lineare Anpassung vorgenommen, um folgende Gleichung zu
               erhalten:
                                    V0 $ D0 # m " ( X 0 )
               D0 und m sind die Konstanten für den Achsabschnitt und die Steigung, die die Regressionsgeraden beschreiben.
               Hat ein CVS-System mehrere Antriebsgeschwindigkeiten, so müssen die für jede Pump-Geschwindigkeit erzielten
               Kalibrierkurven annähernd parallel sein, und die Ordinatenwerte (D0) müssen größer werden, wenn der
               Durchsatzbereich der Pumpe kleiner wird.
               Die anhand der Gleichung berechneten Werte dürfen höchstens um ± 0,5 % vom gemessenen V0-Wertes abweichen.
               Der Werte von m ist je nach Pumpe verschieden. Im Laufe der Zeit bewirkt der Partikelzustrom eine Abnahme der
               Verlustrate der Pumpe, die sich in niedrigeren Werten für m niederschlägt. Daher muss die Kalibrierung bei
               Inbetriebnahme der Pumpe, nach wesentlichen Wartungsarbeiten sowie dann erfolgen, wenn bei der Überprüfung des
               gesamten Systems (Abschnitt 3.5) eine Veränderung der Verlustrate festgestellt wird.
          3.3. Kalibrierung des Venturi-Rohrs mit kritischer Strömung (CFV)
               Bei der Kalibrierung des CFV bezieht man sich auf die Durchflussgleichung für ein Venturi-Rohr mit kritischer
               Strömung. Wie unten dargestellt, ist die Gasdurchflussmenge eine Funktion des Eintrittsdrucks und der
               Eintrittstemperatur.
                                           Kv " p A
                                    Qs $
                                                T
               Dabei bedeutet:
               Kv = Kalibrierkoeffizient
               pA = absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs (kPa)
               T = Temperatur am Eintritt des Venturirohrs (K)
 ---pagebreak--- L 146/50             DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
         3.3.1. Datenanalyse
                Die Luftdurchflussmenge (Qs) an jeder Drosselstelle (mindestens 8 Stellen) wird nach den Angaben des Herstellers
                aus den Messwerten des Durchflussmessers in m3/min ermittelt. Der Kalibrierkoeffizient ist anhand der
                Kalibrierdaten für jede Drosselstelle wie folgt zu berechnen:
                                             QS " T
                                     Kv $
                                                 pA
                Dabei bedeutet:
                Qs = Luftdurchflussmenge unter Standardbedingungen (101,3 kPa, 273 K) (m3/s)
                T = Temperatur am Eintritt des Venturirohrs (K)
                pA = absoluter Duck am Eintritt des Venturirohrs (kPa)
                Zur Bestimmung des Bereichs der kritischen Strömung ist eine Kurve Kv in Abhängigkeit vom Druck am Eintritt des
                Venturirohrs aufzunehmen. Bei kritischer (gedrosselter) Strömung ist Kv relativ konstant. Fällt der Druck (d.h. bei
                wachsendem Unterdruck) so wird das Venturirohr frei und Kv nimmt ab; dies ist ein Anzeichen dafür, dass der
                Betrieb des CFV außerhalb des zulässigen Bereichs erfolgt.
                Bei mindestens acht Drosselstellen im kritischen Bereich sind der Mittelwert von KV und die Standardabweichung zu
                berechnen. Die Standardabweichung darf höchstens ± 0,3 % des mittleren KV betragen.
         3.4.   Kalibrierung der kritisch betriebenen Venturidüse (SSV)
                Bei der Kalibrierung der SSV bezieht man sich auf die Durchflussgleichung für eine kritisch betriebene Venturidüse.
                Wie unten dargestellt, ist die Gasdurchflussmenge eine Funktion des Eintrittsdrucks und der Temperatur, des
                Druckabfalls zwischen SSV-Eintritt und -verengung.
                                                                      %1                       "      1          (+
                                                                           "
                                     Q SSV / A 0 d 2 C d P A & r 1.4286 . r 1.7143           ###                 ),
                                                                                                                 ),
                                                                      &' T                     $1. " r
                                                                                                      4 1.4286
                                                                                                                 *-
                Dabei bedeutet:
                A0      = Sammlung von Konstanten und Einheitenumwandlungen
                                                                   " 1 %
                                                         " m 3 %# K 2 &" 1 %
                                                         ##      &&#       &#   2
                                                                                  &
                                                          $ min   '# kPa &$ mm '
                        = 0,006111 in SI-Einheiten von             $       '
                d       = Durchmesser der SSV-Verengung (m)
                Cd      = Durchflusskoeffizient der SSV
                PA      = absoluter Druck am Eintritt der Venturidüse (kPa)
                T       = Temperatur am Eintritt der Venturidüse (K)
                                                                                                      $P
                                                                                                  1"
                r       = Verhältnis der SSV-Verengung zum Eintritt absolut, statischer Druck =
                                                                                                       PA
                ß       = Verhältnis des Durchmessers der SSV-Verengung zum inneren Durchmesser
                                               d
                          des Eintrittsrohrs=  D
 ---pagebreak--- 30.4.2004             DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/51
          3.4.1. Datenanalyse
                 Die Luftdurchflussmenge (QSSV) an jeder Durchflussstelle (mindestens 16 Stellen) wird nach den Angaben des
                 Herstellers aus den Messwerten des Durchflussmessers in m3/min ermittelt. Der Durchflusskoeffizient ist anhand der
                 Kalibrierdaten für jede Stelle wie folgt zu berechnen:
                                                                             Q SSV
                                      Cd /
                                                                %1                         "     1       (+
                                                                     "
                                                A 0 d 2 P A & r 1.4286 . r 1.7143        ###             ),
                                                                                                         ),
                                                                &' T                            4 1.4286
                                                                                           $1. " r       *-
                 Dabei bedeutet:
                 QSSV    = Luftdurchflussmenge unter Standardbedingungen (101,3 kPa, 273 K) (m3/s)
                 T       = Temperatur am Eintritt des Venturirohrs (K)
                 d       = Durchmesser der SSV-Verengung (m)
                                                                                                      $P
                                                                                                   1"
                 r       = Verhältnis der SSV-Verengung zum Eintritt absolut, statischer Druck =
                                                                                                      PA
                 ß       = Verhältnis des Durchmessers der SSV-Verengung, d, zum inneren Durchmesser
                                               d
                           des Eintrittrohrs=  D
                 Zur Bestimmung des Bereichs der kritisch betriebenen Strömung ist eine Kurve Cd in Abhängigkeit von der
                 Reynolds-Zahl an der SSV-Verengung aufzunehmen. Die Re an der SSV-Verengung berechnet sich nach folgender
                 Formel:
                                                 QSSV
                                      Re # A1
                                                  d"
                 Dabei bedeutet:
                 A1      = Sammlung von Konstanten und Einheitenumwandlungen
                                                   " 1 % " min %" mm %
                                                   # 3 &#            &#      &
                                     = 25,55152    $ m ' $ s '$ m '
                 QSSV    = Luftdurchflussmenge unter Standardbedingungen (101,3 kPa, 273 K) (m3/s)
                 d       = Durchmesser der SSV-Verengung (m)
                 µ       = absolute oder dynamische Viskosität des Gases, berechnet nach folgender
                           Formel:
                                                              3           1
                                                         bT 2         bT 2
                                                  "#               #              kg/m-s
                                                         S "T              S
                                                                     1"
                                                                          T
                 Darin bedeuten:
                                                                             kg
                                                             1,458 " 10 6        1
                 b       = empirische Konstante           =.                msK 2
                 S       = empirische Konstante           =
                                                             110,4 K
 ---pagebreak--- L 146/52              DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                Da QSSV ein Input der Re-Formel ist, müssen die Berechnungen mit einer ersten Schätzung für QSSV oder Cd des
                Kalibrierungs-Venturirohrs beginnen und solange wiederholt werden, bis QSSV konvergiert. Die Konvergenzmethode
                muss auf mindestens 0,1 % genau sein.
                Für mindestens sechzehn Punkte im Bereich der kritisch betriebenen Strömung dürfen die für Cd anhand der
                resultierenden Gleichung zur Anpassung der Kalibrierkurve berechneten Werte höchstens um ± 0,5 % vom für jeden
                Kalibrierpunkt gemessenen Wert Cd abweichen.
         3.5.   Überprüfung des gesamten Systems
                Die Gesamtgenauigkeit des CVS-Entnahmesystems und des Analysesystems wird ermittelt, indem eine bekannte
                Menge luftverunreinigenden Gases in das System eingeführt wird, wenn dieses normal in Betrieb ist. Der Schadstoff
                wird analysiert und die Masse gemäß Anhang III Anlage 3 Abschnitt 2.4.1 berechnet, allerdings ist anstelle von
                0,000479 für HC bei Propan ein Faktor von 0,000472 zu verwenden. Eines der beiden folgenden Verfahren ist zu
                verwenden.
         3.5.1. Messung mit einer Messblende für kritische Strömung
                Durch eine kalibrierte Messblende wird eine bekannte Menge reinen Gases (Propan) in das CVS-System eingeführt.
                Ist der Eintrittsdruck groß genug, so ist die von der Messblende eingestellte Durchflussmenge unabhängig vom
                Austrittsdruck der Messblende (Bedingung für kritische Strömung). Das CVS-System ist wie bei einer normalen Prü-
                fung der Abgasemission 5 bis 10 Minuten zu betreiben. Eine Gasprobe wird mit dem normalerweise verwendeten
                Gerät analysiert (Beutel oder Integrationsmethode) und die Masse des Gases berechnet. Die auf diese Weise
                bestimmte Masse muss ± 3 % der bekannten Masse des eingespritzten Gases betragen.
         3.5.2. Messung mit einem gravimetrischen Verfahren
                Das Gewicht eines kleinen, mit Propan gefüllten Zylinders ist auf ± 0,01 g genau zu bestimmen. Danach wird das
                CVS-System 5 bis 10 Minuten lang wie für eine normale Prüfung zur Bestimmung der Abgasemissionen betrieben,
                wobei Kohlenmonoxid oder Propan in das System eingeführt wird. Die abgegebene Menge reinen Gases wird durch
                Messung der Massendifferenz ermittelt. Eine Gasprobe wird mit dem normalerweise verwendeten Gerät analysiert
                (Beutel oder Integrationsmethode) und die Masse des Gases berechnet. Die auf diese Weise bestimmte Masse muss
                ± 3 % der bekannten Masse des eingespritzten Gases betragen.
    8)   Anlage 3 wird wie folgt geändert:
         a)     Für diese Anlage wird folgende Überschrift eingefügt:
                "AUSWERTUNG DER MESSWERTE UND BERECHNUNGEN"
         b)     Die Überschrift von Abschnitt 1 lautet "AUSWERTUNG DER MESSWERTE UND BERECHNUNGEN - NRSC-
                PRÜFUNG"
         c)     Abschnitt 1.2 erhält folgende Fassung:
                "1.2.    Partikelemissionen
                Zur Partikelbewertung sind die Gesamtmassen (MSAM,i) der durch die Filter geleiteten Probe für jede Prüfphase
                aufzuzeichnen. Die Filter sind wieder in die Wägekammer zu bringen und wenigstens eine, jedoch nicht mehr als 80
                Stunden lang zu konditionieren und dann zu wägen. Das Bruttogewicht der Filter ist aufzuzeichnen und das Netto-
                gewicht (Anhang III Abschnitt 3.1) abzuziehen. Die Partikelmasse (Mf bei Einfachfiltermethode, Mf,i bei
                Mehrfachfiltermethode) ist die Summe der auf den Haupt- und Nachfiltern gesammelten Partikelmassen. Bei
                Anwendung einer Hintergrundkorrektur ist die Masse (MDIL) der durch die Filter geleiteten Verdünnungsluft und
                die Partikelmasse (Md) aufzuzeichnen. Wurde mehr als eine Messung vorgenommen, so ist der Quotient Md/MDIL
                für jede einzelne Messung zu berechnen und der Durchschnitt der Werte zu bestimmen."
         d)     Abschnitt 1.3.1 erhält folgende Fassung:
                "1.3.1. Bestimmung des Abgasdurchsatzes
                Die Werte des Abgasdurchsatzes (GEXHW) sind für jede Prüfphase nach Anhang III Anlage 1 Abschnitte 1.2.1 bis
                1.2.3 zu bestimmen.
                Bei Verwendung eines Vollstrom-Verdünnungssystems ist der Gesamtdurchsatz des verdünnten Abgases (GTOTW) für
                jede Prüfphase nach Anhang III Anlage 1 Abschnitt 1.2.4 zu bestimmen."
 ---pagebreak--- 30.4.2004             DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                   L 146/53
   e)     Die Abschnitte 1.3.2 bis 1.4.6 erhalten folgende Fassung:
          "1.3.2.        Umrechnung vom trockenen in den feuchten Bezugszustand (GEXHW) ist für jede Prüfphase gemäß Anhang III
                         Anlage 1 Abschnitte 1.2.1 bis 1.2.3 festzulegen.
                         Wird GEXHW verwendet, so ist die gemessene Konzentration nach folgender Formel in einen Wert für den
                         feuchten Bezugszustand umzurechnen, falls die Messung nicht schon für den feuchten Bezugszustand
                         vorgenommen worden ist:
                         conc (feucht) = kw × conc (trocken)
                         Für das Rohabgas gilt:
                                                      #                                1                           &
                                      K W , r ,1 * $                                                               '
                                                      $ 1 ) 1,88 " 0,005 " "%CO"dry # ) %CO "dry ## ) K            '
                                                      %                                           2            w2  (
                         Für das verdünnte Gas gilt:
                                                     #      1,88 " CO 2 %( wet ) &
                                      K W , e ,1 * $$1 )                             ' ) K W1
                                                                                     '
                                                     %               200             (
                         oder
                                                   #                              &
                                                   $                              '
                                                   $           1 * KW1            '
                                      K W , e,1  +$
                                                           1,88 " CO 2 %(dry ) '
                                                   $$ 1 )                         ''
                                                    %               200            (
                         Für die Verdünnungsluft:
                                      k W , d % 1 $ k W1
                                                       1,608 " "H d " "1 $ 1 / DF # # H a " "1 / DF ##
                                      k W1 %
                                                 1000 # 1,608 " "H d " "1 $ 1 / DF # # H a " "1 / DF ##
                                                        6,22 " R d " p d
                                      Hd %
                                                  p B $ p d " R d " 10 " 2
                         Für die Ansaugluft (wenn anders als die Verdünnungsluft) gilt:
                                      k W , a % 1 $ kW 2
                                                      1,608 " H a
                                      kW 2 %
                                                1000 # "1,608 " H a #
                                                   6,22 " R a " p a
                                      Ha %
                                                p B $ p a " R a " 10 " 2
                         Dabei bedeuten:
                         Ha: absolute Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                         Hd: absolute Feuchtigkeit der Verdünnungsluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                         Rd: relative Feuchtigkeit der Verdünnungsluft (%)
                         Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
 ---pagebreak--- L 146/54                DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
                           pd: Sättigungsdampfdruck der Verdünnungsluft (kPa)
                           pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                           pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                           ANMERKUNG:                  Ha und Hd können von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen
                                                       Feuchtigkeit oder von der Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks
                                                       oder der Trocken/Feuchtmessung unter Verwendung der allgemein anerkannten
                                                       Formeln abgeleitet werden.
         1.3.3. Feuchtigkeitskorrektur bei NOx
                  Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, ist die NOx-Konzentration unter
                  Berücksichtigung von Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des in der folgenden Formel
                  angegebenen Faktors KH zu korrigieren:
                                                                              1
                                       kH      =
                                                   1 - 0,0182 " H"   a          #          "
                                                                       $ 10,71 # 0,0045 " T a $ 298   #
                  Dabei bedeuten:
                  Ta: Lufttemperatur in (K)
                  Ha: Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                      6,220 " R a " p a
                                        Ha %
                                                   p B $ p a " R a " 10 " 2
                  Dabei bedeuten:
                  Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                  pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                  pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                  ANMERKUNG:                Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                            Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                            unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
         1.3.4. Berechnung der Emissionsmassendurchsätze
                  Die Massendurchsätze der Emissionen für jede Prüfphase sind wie folgt zu berechnen:
                  a)       Für das Rohabgas 1:
                           Gasmass = u × conc × GEXHW
                  b)       Für das verdünnte Abgas1:
                           Gasmass = u × concc × GTOTW
    1
         Im Fall von NOx ist die NOx-Konzentration (NOxconc oder NOxconcc) mit KHNOX (Feuchtigkeits-Korrekturfaktor für NOx, angegeben in
         Abschnitt 1.3.3 wie folgt zu multiplizieren:KHNOx × conc oder KHNOx × concc.
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                    L 146/55
                          Dabei bedeuten:
                          concc = die hintergrundkorrigierte Konzentration
                                                conc c % conc $ conc d " "1 $ "1 / DF ##
                                                                "
                                                DF % 13,4 / conc CO 2 # "conc CO # conc HC # " 10 " 4           #
                          oder
                                                DF=13,4/concCO2
                          Der Koeffizient u - feucht ist entsprechend der Tabelle 4 zu verwenden:
                            Tabelle 4. Werte des Koeffizienten u - feucht für verschiedene Abgasbestandteile
                                 Gas                       u                          conc
                                 NOx                       0,001587                   ppm
                                 CO                        0,000966                   ppm
                                 HC                        0,000479                   ppm
                                 CO2                       15,19                      Prozent
                 Die Dichte von HC basiert auf einem durchschnittlichen Kohlenstoff-Wasserstoff-Verhältnis von 1:1,85.
          1.3.5. Berechnung der spezifischen Emissionen
                 Die spezifische Emission (g/kWh) ist für alle einzelnen Bestandteile folgendermaßen zu berechnen:
                                                                       n
                                                                     " Gas     mass i  " WF i
                                                                     i "1
                                              Einzelnes Gas #               n
                                                                          "P   i  " WF i
                                                                          i "1
                 Hierbei ist Pi = Pm,i + PAE,i.
                 Die in der obigen Berechnung verwendeten Wichtungsfaktoren und die Anzahl der Prüfphasen (n) entsprechen
                 Anhang III Abschnitt 3.7.1.
          1.4.   Berechnung der Partikelemission
                 Die Partikelemission ist folgendermaßen zu berechnen:
          1.4.1. Feuchtigkeits-Korrekturfaktor für Partikel
                 Da die Partikelemission der Dieselmotoren von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, muss der
                 Massendurchsatz der Partikel unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des in der
                 folgenden Formel angegebenen Faktors Kp korrigiert werden:
                                       K P % 1 / "1 # 0,0133 " "H a $ 10,71##
                 Dabei bedeutet:
                 Ha: Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                    6,220 " R a " p a
                                       Ha %
                                                 p B $ p a " R a " 10 " 2
                 Dabei bedeuten:
                 Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                 pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
 ---pagebreak--- L 146/56               DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                  pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                  ANMERKUNG:             Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                         Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                         unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
         1.4.2.           Teilstrom-Verdünnungssystem
                          Die in das Prüfprotokoll aufzunehmenden Ergebnisse der Prüfung der Partikelemissionen werden in
                          folgenden Schritten ermittelt. Da verschiedene Arten der Kontrolle des Verdünnungsverhältnisses angewandt
                          werden dürfen, gelten verschiedene Methoden zur Berechnung des äquivalenten Massendurchsatzes des
                          verdünnten Abgases GEDF. Alle Berechnungen müssen auf den Durchschnittswerten der einzelnen Prüfphasen
                          (i) während der Probenahmedauer beruhen.
         1.4.2.1. Isokinetische Systeme
                                      GEDFW,i = GEXHW,i × qi
                                             G DILW , i # "G EXHW , i " r #
                                      qi $
                                                   "G   EXHW , i " r#
                          wobei r dem Verhältnis der Querschnittsflächen der isokinetischen Sonde Ap und des Auspuffrohrs AT
                          entspricht:
                                           AP
                                      r"
                                            AT
         1.4.2.2. Systeme mit Messung von CO2- oder NOx-Konzentration
                                      GEDFW,i = GEXHW,i × qi
                                             Conc E , i " Conc A, i
                                      qi #
                                             Conc D , i " Conc A, i
                          Darin bedeuten:
                          ConcE = Konzentration des feuchten Tracergases im unverdünnten Abgas
                          ConcD = Konzentration des feuchten Tracergases im verdünnten Abgas
                          ConcA = Konzentration des feuchten Tracergases in der Verdünnungsluft
                          Die auf trockener Basis gemessenen Konzentrationen sind gemäß Abschnitt 1.3.2 in Feuchtwerte
                          umzuwandeln.
         1.4.2.3. Systeme mit CO2-Messung und Kohlenstoffbilanzmethode
                                                     206,6 " G FUEL , i
                                      G EDFW , i $
                                                    CO2 D , i # CO2 A, i
                          Dabei bedeuten:
                          CO2D = CO2-Konzentration des verdünnten Abgases
                          CO2A = CO2-Konzentration der Verdünnungsluft
                          (Konzentrationen in Volumenprozent, feucht)
                          Diese Gleichung beruht auf der Annahme der Kohlenstoffbilanz (die dem Motor zugeführten
                          Kohlenstoffatome werden als CO2 freigesetzt) und wird in nachstehenden Schritten ermittelt:
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                 L 146/57
                                      GEDFW,i = GEXHW,i × qi
                          und
                                                        206,6 " G FUEL , i
                                       qi $
                                               G EXHW , i " "CO 2 D , i # CO 2 A, i #
          1.4.2.4. Systeme mit Durchsatzmessung
                                      GEDFW,i = GEXHW,i × qi
                                                       GTOTW , i
                                       qi #
                                               "G TOTW , i  " G DILW , i #
          1.4.3.          Vollstrom-Verdünnungssystem
                          Die in das Prüfprotokoll aufzunehmenden Ergebnisse der Prüfung der Partikelemissionen werden in
                          folgenden Schritten ermittelt.
                          Alle Berechnungen müssen auf den Mittelwerten der einzelnen Prüfphasen (i) während der Probenahmedauer
                          beruhen.
                                      GEDFW,i = GTOTW,i
          1.4.4.          Berechnung des Partikelmassendurchsatzes
                          Der Partikelmassendurchsatz ist wie folgt zu berechnen:
                          Bei der Einfachfiltermethode:
                                                      Mf             "G EDFW # aver
                                       PTmass #                   "
                                                    M SAM               1000
                          Dabei bedeuten:
                          (GEDFW)aver ist über den Prüfzyklus durch Addition der in den einzelnen Prüfphasen während der
                          Probenahmedauer ermittelten Durchschnittswerte zu bestimmen:
                                                                n
                                       "G EDFW # aver   # " GEDFW , i " WFi
                                                             i "1
                                                     n
                                       M SAM # " M SAM , i
                                                   i "1
                          wobei i = 1, . . . n
                          Bei der Mehrfachfiltermethode:
                                                      M    f ,i       "G EDFW , i # aver
                                       PTmass #                     "
                                                    M SAM , i              1000
                          wobei i = 1, . . . n
                          Die Hintergrundkorrektur des Partikelmassendurchsatzes kann wie folgt vorgenommen werden:
 ---pagebreak--- L 146/58               DE                                     Amtsblatt der Europäischen Union                                              30.4.2004
                          Bei der Einfachfiltermethode:
                                                          & Mf              # Md      #i " n#        1 )              ) ) , "G EDFW # aver
                                       PT mass 0 '                        /$        " $ " $1 /           * " WF i     * *- "
                                                          ' M SAM $% M DIL $% i " 1 $% DF i *+                        * *-
                                                                                                                      + +.         1000
                                                          (
                          Wird mehr als eine Messung durchgeführt, so ist (Md/MDIL) durch (Md/MDIL)aver zu ersetzen.
                                                              "
                                       DF $ 13,4 / concCO 2 # "concCO # concHC # " 10 " 4                              #
                          oder
                                      DF=13,4/concCO2
                          Bei der Mehrfachfiltermethode:
                                                            & M f,i           # Md        #        1 ) )*, & G EDFW , i ,
                                       PT mass , i 0 '                       /$        " $1 /          * -"'                 -
                                                            '( M SAM , i $% M DIL $% DF i *+ *+-. '( 1000 .-
                          Wird mehr als eine Messung durchgeführt, so ist (Md/MDIL) durch (Md/MDIL)aver zu ersetzen.
                                                              "
                                       DF $ 13,4 / concCO 2 # "concCO # concHC # " 10 " 4                              #
                          oder
                                      DF=13,4/concCO2
         1.4.5.           Berechnung der spezifischen Emissionen
                          Die spezifischen Partikelemissionen PT (g/kWh) sind folgendermaßen zu berechnen 1:
                          Bei der Einfachfiltermethode:
                                                      PTmass
                                       PT #        n
                                                 " P " WF
                                                 i "1
                                                         i            i
                          Bei der Mehrfachfiltermethode:
                                                    n
                                                 " PT
                                                  i "1
                                                              mass , i  " WFi
                                       PT #              n
                                                       " P " WF
                                                       i "1
                                                                i         i
         1.4.6.           Effektiver Wichtungsfaktor
                          Bei der Einfachfiltermethode ist der effektive Wichtungsfaktor WFE,i für jede Prüfphase folgendermaßen zu
                          berechnen:
                                                      M SAM , i " "G EDFW       #aver
                                      WF E , i #
                                                          M SAM " "G EDFW , i #
    1
         Der Partikelmassendurchsatz PTmass ist mit Kp (Feuchtigkeits-Korrekturfaktor für Partikel nach Abschnitt 1.4.1) zu multiplizieren.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 146/59
                           wobei i = 1, . . . n
                           Der Wert der effektiven Wichtungsfaktoren darf von den Werten der in Anhang III Abschnitt 3.7.1
                           aufgeführten Wichtungsfaktoren um höchstens ± 0,005 (absoluter Wert) abweichen."
   f)       Folgender Abschnitt wird eingefügt:
            "2.            AUSWERTUNG DER MESSWERTE UND BERECHNUNGEN (NRTC-PRÜFUNG)
                           In diesem Abschnitt werden die beiden Messgrundsätze beschrieben, die bei der Bestimmung der
                           Schadstoffemissionen über den NRTC-Prüfzyklus hinweg angewandt werden können:
                           -       die gasförmigen Bestandteile im Rohabgas werden in Echtzeit gemessen und die Partikel mit Hilfe
                                   eines Teilstrom-Verdünnungssystems bestimmt
                           -       die gasförmigen Bestandteile und die Partikel werden mit Hilfe eines Vollstrom-Verdünnungssystems
                                   (CVS-System) bestimmt.
   2.1.            Berechnung der gasförmigen Emissionen in den Rohabgasen und der Partikelemissionen mit einem Teilstrom-
                   Verdünnungssystem
   2.1.1.          Einleitung
                   Die momentanen Konzentrationssignale der gasförmigen Bestandteile werden zur Berechnung der Masseemissionen
                   durch Multiplikation mit dem momentanen Abgasmassendurchsatz verwendet. Der Abgasmassendurchsatz kann
                   direkt gemessen oder anhand der in Anhang III Anlage 1 Abschnitt 2.2.3 beschriebenen Methoden berechnet werden
                   (Messung des Ansaugluft- und des Kraftstoffstroms, Tracermethode, Messung der Ansaugluft und des Luft-
                   Kraftstoff-Verhältnisses). Besondere Aufmerksamkeit ist den Ansprechzeiten der einzelnen Instrumente zu widmen.
                   Diese Differenzen sind durch zeitliche Angleichung der Signale zu berücksichtigen.
                   Bei Partikeln werden die Abgasmassendurchsatzsignale zur Regelung des Teilstrom-Verdünnungssystems verwendet,
                   um eine zum Abgasmassendurchsatz proportionale Probe zu nehmen. Die Qualität der Proportionalität wird geprüft
                   durch eine Regressionsanalyse zwischen Probe- und Abgasstrom, wie in Anhang III Anlage 1 Abschnitt 2.4
                   beschrieben.
   2.1.2.          Bestimmung der gasförmigen Bestandteile
   2.1.2.1. Berechnung der emittierten Masse
                   Die Schadstoffmasse Mgas (g/Prüfung) ist zu bestimmen durch Berechnung der momentanen Masseemissionen aus
                   den Rohschadstoffkonzentrationen, den u-Werten aus Tabelle 4 (siehe auch Abschnitt 1.3.4) und dem
                   Abgasmassendurchsatz, angeglichen für die Umwandlungszeit und Integrieren der momentanen Werte über den
                   gesamten Zyklus. Die Konzentrationen sind vorzugsweise im feuchten Bezugszustand zu messen. Wenn die Messung
                   auf trockener Basis erfolgt, ist die nachstehend erläuterte Umrechnung vom trockenen in den feuchten Bezugszustand
                   auf die momentanen Konzentrationswerte anzuwenden, bevor weitere Berechnungen vorgenommen werden.
                   Tabelle 4. Werte des Koeffizienten u - feucht für verschiedene Abgasbestandteile
                                  Gas                        u                       conc
                                  NOx                        0,001587                ppm
                                  CO                         0,000966                ppm
                                  HC                         0,000479                ppm
                                  CO2                        15,19                   Prozent
                   Die Dichte von HC basiert auf einem durchschnittlichen Kohlenstoff-Wasserstoff-Verhältnis von 1:1,85.
                   Hierzu dient die folgende Formel:
                                                   i"n
                                                                                   1
                                                  " u " conc
                                                   i "1
                                                                  i " G EXHW , i "
                                                                                   f
                                         Mgas =                                       (in g/Prüfung)
                   In dieser Formel bedeutet:
                   u           =             Verhältnis zwischen der Dichte des Abgasbestandteils und der Abgasdichte
                   conci       =             momentane Konzentration des jeweiligen Bestandteils im Rohabgas (ppm)
                   GEXHW,i     =             momentaner Abgasmassendurchsatz (kg/s)
 ---pagebreak--- L 146/60                 DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                   f             =            Datenauswahlsatz (Hz)
                   n             =            Anzahl der Messungen
                   Zur Berechnung von NOx ist der Feuchtigkeits-Korrekturfaktor kH wie nachstehend beschrieben zu verwenden.
                   Die momentan gemessene Konzentration ist in einen Wert für den feuchten Bezugszustand umzurechnen, falls die
                   Messung nicht schon für den feuchten Bezugszustand vorgenommen worden ist:
    2.1.2.2. Umrechnung vom trockenen in den feuchten Bezugszustand
                   Wenn die momentane Konzentration im trockenen Bezugszustand gemessen wird, ist sie anhand folgender Formel in
                   den feuchten Bezugszustand umzurechnen:
                   concfeu. = kW x conctro.
                   In dieser Formel bedeutet:
                                                #                              1                           &
                                  K W , r ,1 * $                                                           '
                                                                       "
                                                $ 1 ) 1,88 " 0,005 " conc CO ) conc CO ) K W 2
                                                %                                               2
                                                                                                  #        '
                                                                                                           (
                   Dabei ist:
                                1,608 " H a
                   kW2 =
                                    "
                          1000 # 1,608 * H a     #
                   In dieser Formel bedeutet:
                   concCO2=           CO2-Konzentration im trockenen Bezugszustand (%)
                   concCO =           CO-Konzentration im trockenen Bezugszustand (%)
                   Ha       =         Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                      6,220 " R a " p a
                                           Ha $
                                                   p B # p a " R a " 10 " 2
                   Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                   pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                   pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                   ANMERKUNG:                 Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                              Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                              unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
    2.1.2.3.       Korrektur der NOx-Konzentration unter Berücksichtigung von Temperatur und Feuchtigkeit
                   Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, ist die NOx-Konzentration unter
                   Berücksichtigung von Feuchtigkeit und Temperatur der Umgebungsluft mit Hilfe der in der folgenden Formel
                   angegebenen Faktoren zu korrigieren:
                                                         1
                    kH =
                                             "            #            "
                              1 - 0,0182 " H a $ 10,71 # 0,0045 " T a $ 298         #
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                     L 146/61
                   Dabei ist:
                   Ta       =        Temperatur der Ansaugluft (K)
                   Ha       =        Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                       6,220 " R a " p a
                                          Ha $
                                                   p B # p a " R a " 10 " 2
                   Dabei ist:
                   Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                   pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                   pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                   ANMERKUNG:                Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                             Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                             unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
   2.1.2.4. Berechnung der spezifischen Emissionen
                   Die spezifischen Emissionen (g/kWh) sind für jeden einzelnen Bestandteil folgendermaßen zu berechnen:
                   Einzelnes Gas =           Mgas/Wact
                   Dabei bedeutet:
                   Wact     =        tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Anhang III Abschnitt 4.6.2 (kWh)
   2.1.3.          Partikelbestimmung
   2.1.3.1. Berechnung der emittierten Masse
                   Die Partikelmasse MPT (g/Prüfung) ist nach einer der folgenden Methoden zu berechnen:
                   a)
                                          Mf        M EDFW
                              M      #           "
                                PT      M SAM           1000
                   In dieser Formel bedeutet:
                   Mf                =       über den Zyklus abgeschiedene Partikelprobenahmemasse (mg)
                   MSAM              =       Masse des durch Partikelfilter geleiteten verdünnten Abgases (kg)
                   MEDFW    =        Masse des äquivalenten verdünnten Abgases über den Zyklus (kg)
                   Die Gesamtmasse des äquivalenten verdünnten Abgases über den Zyklus ist wie folgt zu bestimmen:
                                  i"n
                                                       1
                    M EDFW # " G EDFW , i "
                                  i "1                  f
                   G EDFW , i # G EXHW , i " qi
                                    GTOTW , i
                    qi #    "
                            #
                            $
                              GTOTW , i " G DILW , i %&'
 ---pagebreak--- L 146/62                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
                    In dieser Formel bedeutet:
                    GEDFW,i         =       momentaner äquivalenter Massendurchsatz des verdünnten Abgases (kg/s)
                    GEXHW,i =       momentaner Abgasmassendurchsatz (kg/s)
                    qi              =       momentanes Verdünnungsverhältnis
                    GTOTW,I         =       momentaner Massendurchsatz des verdünnten Abgases durch Verdünnungstunnel (kg/s)
                    GDILW,i =       momentaner Massendurchsatz der Verdünnungsluft (kg/s)
                    f               =       Datenauswahlsatz (Hz)
                    n               =       Anzahl der Messungen
                    b)
                                          Mf
                             M PT 1
                                      rs x 1000
                    In dieser Formel bedeutet:
                    Mf       =      über den Zyklus abgeschiedene Partikelprobenahmemasse (mg)
                    rs       =      mittlere Probenahmequotient über den Zyklus
                    Dabei ist:
                             M SE        M
                     rs #            " SAM
                           M EXHW M TOTW
                    MSE             =       Abgasmassenproben über den gesamten Zyklus (kg)
                    MEXHW =         Gesamtabgasmassendurchsatz über den gesamten Zyklus (kg)
                    MSAM            =       Masse des durch Partikelfilter geleiteten verdünnten Abgases (kg)
                    MTOTW           =       Masse des durch den Verdünnungstunnel geleiteten verdünnten Abgases (kg)
                    ANMERKUNG:              Bei einem Gesamtprobenahmesystem sind MSAM und MTOT identisch.
    2.1.3.2. Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Partikel
                    Da die Partikelemission der Dieselmotoren von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, muss die
                    Partikelkonzentration unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des in der folgenden
                    Formel angegebenen Faktors Kp korrigiert werden:
                                           1
                     kp  "
                            "1# 0,0133 " "H a    $ 10,71# #
                    In dieser Formel bedeutet:
                    Ha       =      Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                     6,220 " R a " p a
                                         Ha $
                                                  p B # p a " R a " 10 " 2
                    Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                    pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/63
                   pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                   ANMERKUNG:              Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                           Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                           unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
   2.1.3.3. Berechnung der spezifischen Emissionen
                   Die Partikelemission (g/kWh) ist folgendermaßen zu berechnen:
                    PT # M PT " K p / Wact
                   Dabei bedeutet:
                   Wact    =       tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Anhang III Abschnitt 4.6.2 (kWh)
   2.2.            Bestimmung von gasförmigen und Partikelbestandteilen mit einem Vollstrom-Verdünnungssystem
                   Zur Berechnung der Emissionen des verdünnten Abgases muss der Massendurchsatz des verdünnten Abgases
                   bekannt sein. Der Durchfluss des gesamten verdünnten Abgases MTOTW über den Zyklus (kg/Prüfung) berechnet sich
                   aus den Messwerten über den Zyklus und den entsprechenden Kalibrierdaten des Durchflussmessgeräts (V0 für PDP,
                   KV für CFV, Cd für SSV) anhand des entsprechenden in Abschnitt 2.2.1 beschriebenen Verfahrens. Überschreitet die
                   Probengesamtmasse der Partikel (MSAM) und gasförmigen Schadstoffen 0,5 % des gesamten CVS-Durchsatzes
                   MTOTW), so ist der CVS-Durchsatz für MSAM zu korrigieren oder der Strom der Partikelprobe ist vor der Durch-
                   flussmesseinrichtung zum CVS zurückzuführen.
   2.2.1.          Bestimmung des Durchsatzes des verdünnten Abgases
                   PDP-CVS-System
                   Der Massendurchsatz über den gesamten Zyklus berechnet sich , wenn die Temperatur des verdünnten Abgases bei
                   Verwendung eines Wärmeaustauschers über den Zyklus hinweg höchstens ± 6 K beträgt, wie folgt:
                   MTOTW =         1,293 x V0 x NP x (pB - p1) x 273 / (101,3 x T)
                   In dieser Formel bedeutet:
                   MTOTW           =       Masse des verdünnten Abgases im feuchten Bezugszustand über den Zyklus
                   V0              =       Volumen je Pumpenumdrehung unter Prüfbedingungen (m³/rev)
                   NP              =       Pumpengesamtumdrehungszahl je Prüfung
                   pB              =       atmosphärischer Druck in der Prüfzelle (kPa)
                   p1              =       Absenkung des Drucks am Pumpeneinlass unter atmosphärischen Druck (kPa)
                   T               =       mittlere Temperatur des verdünnten Abgases am Pumpeneinlass über den Zyklus (K)
                   Wird ein System mit Durchflussmengenkompensation verwendet (d.h. ohne Wärmeaustauscher), so sind die
                   momentanen Masseemissionen über den Zyklus zu berechnen und integrieren. In diesem Fall ist die momentane
                   Masse des verdünnten Abgases wie folgt zu berechnen:
                   MTOTW,i =       1,293 x V0 x NP,i x (pB - p1) x 273 / (101,3 x T)
                   In dieser Formel bedeutet:
                   NP,i            =       Pumpenumdrehungen insgesamt je Zeitabschnitt
                   CFV-CVS-System
                   Der Massendurchsatz über den gesamten Zyklus berechnet sich , wenn die Temperatur des verdünnten Abgases bei
                   Verwendung eines Wärmeaustauschers über den Zyklus hinweg höchstens ± 11 K beträgt, wie folgt:
                   MTOTW =         1,293 x t x Kv x pA / T 0,5
 ---pagebreak--- L 146/64       DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                  30.4.2004
         In dieser Formel bedeutet:
         MTOTW           =      Masse des verdünnten Abgases im feuchten Bezugszustand über den Zyklus
         t               =      Zykluszeit (s)
         KV              =      Kalibrierungskoeffizient des Venturi-Rohrs mit kritischer Strömung unter
                                Standardbedingungen
         pA              =      absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs (kPa)
         T               =      absolute Temperatur am Eintritt des Venturirohrs (K)
         Wird ein System mit Durchflussmengenkompensation verwendet (d.h. ohne Wärmeaustauscher), so sind die
         momentanen Masseemissionen über den Zyklus zu berechnen und integrieren. In diesem Fall ist die momentane
         Masse des verdünnten Abgases wie folgt zu berechnen:
         MTOTW,i =       1,293 x $ti x KV x pA / T 0,5
         In dieser Formel bedeutet:
         $ti     =       Zeitabschnitt (s)
         SSV-CVS-System
         Der Massendurchsatz über den gesamten Zyklus berechnet sich wie folgt, wenn die Temperatur des verdünnten
         Abgases bei Verwendung eines Wärmaustauschers über den Zyklus hinweg höchstens ± 11 K beträgt:
          M TOTW 1 1,293 " QSSV
         dabei bedeutet:
                                                              &1                       #        1         ),
                                                                   "
                             Q SSV 0 A 0 d 2 C d P A ' r 1.4286 / r 1.7143 " $       # $ 1 / " 4 r 1.4286
                                                                                                          *-
                                                                                                          *-
                                                              '( T                     %                  +.
         A0      = Sammlung von Konstanten und Einheitenumwandlungen
                                                    " 1 %
                                           " m %# K 2 &" 1 %
                                                3
                                           ##     &&#      &#       2
                                                                      &
                                            $ min '# kPa &$ mm '
         = 0,006111 in SI-Einheiten von             $      '
         d = Durchmesser der SSV-Verengung (m)
         Cd = Durchflusskoeffizient des SSV
         PA = absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs (kPa)
         T = Temperatur am Eintritt des Venturirohrs (K)
                                                                                         #P
                                                                                    1"
         r = Verhältnis der SSV-Verengung zum Eintritt absolut, statischer Druck =
                                                                                         PA
                                                                                                             d
         ß = Verhältnis des Durchmessers der SSV-Verengung, d, zum inneren Durchmesser des Eintrittsrohrs=   D
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 146/65
                   Wird ein System mit Durchflussmengenkompensation verwendet (d.h. ohne Wärmeaustauscher), so sind die
                   momentanen Masseemissionen über den Zyklus zu berechnen und integrieren. In diesem Fall ist die momentane
                   Masse des verdünnten Abgases wie folgt zu berechnen:
                    M TOTW 1 1,293 " Q SSV " 2t i
                   In dieser Formel bedeutet:
                                                         &1                       #        1         ),
                    Q SSV 1 A 0 d 2 C d P A " ' "r 1.4286 0 r 1.7143 #$                              *-
                                                                                  $ 1 0 " 4 r 1.4286 *
                                                         '( T                     %                  + -.
                   $ti      =        Zeitabschnitt (s)
                   Die Echtzeit-Berechnung ist entweder mit einem angemessenen Wert für Cd wie 0,98 oder mit einem angemessenen
                   Wert für Qssv zu beginnen. Wird die Berechnung mit Qssv begonnen, so ist der Anfangswert von Qssv zur Bewertung
                   von Re zu verwenden.
                   Während aller Emissionsprüfungen muss die Reynolds-Zahl an der SSV-Verengung im Bereich der Reynolds-Zahlen
                   liegen, die zur Ableitung der in Anlage 2 Abschnitt 3.2 entwickelten Kalibrierkurve verwendet wurden.
   2.2.2.          Feuchtigkeitskorrektur bei NOx
                   Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, ist die NOx-Konzentration unter
                   Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe der in den folgenden Formeln angegebenen Faktoren
                   zu korrigieren:
                                                           1
                    kH    =
                              1 - 0,0182 " H "   a          #            "
                                                   $ 10,71 # 0,0045 " T a $ 298     #
                   dabei bedeutet:
                   Ta = Lufttemperatur (K)
                   Ha = Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                   Hierbei bedeuten:
                                                      6,220 " Ra " p a
                                          Ha 1                             "
                                                   p B 0 p a " R a "10 2
                   Ra       =        relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                   pa       =        Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                   pB       =        barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                   ANMERKUNG:                 Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                              Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                              unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
   2.2.3.          Berechnung des Emissionsmassendurchsatzes
   2.2.3.1. Systeme mit konstantem Massendurchsatz
                   Bei Systemen mit Wärmeaustauscher ist die Schadstoffmasse MGAS (g/Prüfung) anhand der folgenden Gleichung zu
                   berechnen:
                   MGAS = u x conc x MTOTW
                   In dieser Formel bedeutet:
                   u        =        Verhältnis zwischen der Dichte des Abgasbestandteils und der Dichte des verdünnten Abgases, wie in
                                     Abschnitt 2.1.2.1 Tabelle 4 angegeben
 ---pagebreak--- L 146/66                  DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                     30.4.2004
                    conc       =     mittlere hintergrundkorrigierte Konzentrationen über den gesamten Zyklus aus Integration
                                     (obligatorisch für NOx und HC) oder Beutelmessung (ppm)
                    MTOTW      =     Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus gemäß Abschnitt 2.2.1 (kg)
                    Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, ist die NOx-Konzentration unter
                    Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des Faktors kH gemäß Abschnitt 2.2.2 zu korrigieren:
                    Die auf trockener Basis gemessenen Konzentrationen sind gemäß Abschnitt 1.3.2 in Feuchtwerte umzuwandeln.
    2.2.3.1.1.      Bestimmung der hintergrundorientierten Konzentrationen
                    Um die Nettokonzentration der Schadstoffe zu bestimmen, sind die mittleren Hintergrundkonzentrationen der
                    gasförmigen Schadstoffe in der Verdünnungsluft von den gemessenen Konzentrationen abzuziehen. Die mittleren
                    Werte der Hintergrundkonzentrationen können mit Hilfe der Beutel-Methode oder durch laufende Messungen mit
                    Integration bestimmt werden. Die nachstehende Formel ist zu verwenden.
                    conc     =       conce - concd x (1 - (1/DF))
                    dabei bedeutet:
                    conc             =       Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas, korrigiert um die
                                             Menge des in der Verdünnungsluft enthaltenen jeweiligen Schadstoffs (ppm)
                    conce            =       Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas (ppm)
                    concd            =       Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen in der Verdünnungsluft (ppm)
                    DF       =       Verdünnungsfaktor
                    Der Verdünnungsfaktor berechnet sich wie folgt:
                                                       13,4
                    DF =
                            conc e CO 2 / (conc e HC / conc eCO ) " 10 " 4
    2.2.3.2. Systeme mit Durchflussmengenkompensation
                    Bei Systemen ohne Wärmeaustauscher ist die Masse der Schadstoffe MGAS (g/Prüfung) durch Berechnen der
                    momentanen Masseemissionen und Integrieren der momentanen Werte über den gesamten Zyklus zu bestimmen.
                    Darüber hinaus ist die Hintergrundkorrektur direkt auf den momentanen Konzentrationswert anzuwenden. Hierzu
                    dienen die folgenden Formeln:
                                    n
                     M GAS $      " "M        TOTW , i " conc e, i " u # # "M TOTW " conc d " "1 # 1 / DF # " u #
                                  i "1
                    dabei bedeutet:
                    conce,i          =           momentane Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas
                                                 (ppm)
                    concd            =           Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen in der Verdünnungsluft (ppm)
                    u                =           Verhältnis zwischen der Dichte des Abgasbestandteils und der Dichte des verdünnten
                                                 Abgases, wie in Abschnitt 2.1.2.1 Tabelle 4 angegeben
                    MTOTW,i          =       momentane Masse des verdünnten Abgases (Abschnitt 2.2.1) (kg)
                    MTOTW            =       Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den Zyklus (Abschnitt 2.2.1) (kg)
                    DF               =       Verdünnungsfaktor, wie unter Abschnitt 2.2.3.1.1 bestimmt
                    Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, ist die NOx-Konzentration unter
                    Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des Faktors kH wie in Abschnitt 2.2.2 beschrieben zu
                    korrigieren:
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/67
   2.2.4.          Berechnung der spezifischen Emissionen
                   Die spezifischen Emissionen (g/kWh) sind für jeden einzelnen Bestandteil folgendermaßen zu berechnen:
                   Einzelnes Gas =         Mgas/Wact
                   Dabei bedeutet:
                   Wact    =       tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Anhang III Abschnitt 4.6.2 (kWh)
   2.2.5.          Berechnung der Partikelemission
   2.2.5.1. Berechnung des Massendurchsatzes
                   Die Partikelmasse MPT (g/Prüfung) berechnet sich wie folgt:
                            Mf        M TOTW
                                   "
                   MPT =
                           M SAM       1000
                   Mf              =       über den Zyklus abgeschiedene Partikelprobenahmemasse (mg)
                   MTOTW           =       Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus gemäß Abschnitt 2.2.1
                                           bestimmt (kg)
                   MSAM            =       Masse des aus dem Verdünnungstunnel zum Abscheiden von Partikeln entnommenen
                                           verdünnten Abgases (kg)
                   und
                   Mf              =       Mf,p + Mf,b, sofern getrennt gewogen (mg)
                   Mf,p            =       am Hauptfilter abgeschiedene Partikelmasse (mg)
                   Mf,b            =       am Nachfilter abgeschiedene Partikelmasse (mg)
                   Bei Verwendung eines Doppelverdünnungssystems ist die Masse der Sekundärverdünnungsluft von der Gesamtmasse
                   des zweifach verdünnten Abgases, das zur Probenahme durch die Partikelfiltern geleitet wurde, abzuziehen.
                   MSAM            =       MTOT - MSEC
                   dabei bedeutet:
                   MTOT            =       Masse des durch Partikelfilter geleiteten doppelt verdünnten Abgases
                                           (kg)
                   MSEC            =       Masse der Sekundärverdünnungsluft (kg)
                   Wird der Partikelhintergrund der Verdünnungsluft gemäß Anhang III Abschnitt 4.4.4 bestimmt, so kann die
                   Partikelmasse hintergrundkorrigiert werden. In diesem Fall ist die Partikelmasse (g/Prüfung) wie folgt zu berechnen:
                             & Mf           # Md #              1 ) ), M TOTW
                    MPT = '              0 $$         " $$1 0       ** **- "
                               M
                             (' SAM % DIL     M          %    DF    +   +.- 1000
                   dabei bedeutet:
                   Mf, MSAM, MTOTW =       siehe oben
                   MDIL        = Masse der Primärverdünnungsluft, Probenahme mittels Probenehmer für Hintergrund-Partikel (kg)
                   Md          = abgeschiedene Hintergrund-Partikelmasse der Primärverdünnungsluft (mg)
                   DF          =   Verdünnungsfaktor gemäß Abschnitt 2.2.3.1.1
 ---pagebreak--- L 146/68                   DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
    2.2.5.2. Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Partikel
                     Da die Partikelemission der Dieselmotoren von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, muss die
                     Partikelkonzentration unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit Hilfe des in der folgenden
                     Formel angegebenen Faktors Kp korrigiert werden:
                                            1
                      kp  "
                             "1# 0,0133 " "H a    $ 10,71# #
                     In dieser Formel bedeutet:
                     Ha       =      Feuchtigkeit der Ansaugluft (g Wasser je kg trockener Luft)
                                                      6,220 " R a " p a
                                          Ha $
                                                   p B # p a " R a " 10 " 2
                     Ra: relative Feuchtigkeit der Ansaugluft (%)
                     pa: Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft (kPa)
                     pB: barometrischer Gesamtdruck (kPa)
                     ANMERKUNG:              Ha kann von der vorstehend beschriebenen Messung der relativen Feuchtigkeit oder von der
                                             Messung am Taupunkt, der Messung des Dampfdrucks oder der Trocken/Feuchtmessung
                                             unter Verwendung der allgemein anerkannten Formeln abgeleitet werden.
    2.2.5.3. Berechnung der spezifischen Emission
                     Die Partikelemission (g/kWh) ist folgendermaßen zu berechnen:
                      PT # M PT " K p / Wact
                     Dabei bedeutet:
                     Wact     =      tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Anhang III Abschnitt 4.6.2 (kWh)"
    9)       Die folgenden Anlagen werden angefügt:
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                       L 146/69
                                              "ANLAGE 4
                          NRTC-ABLAUFPLAN FÜR DEN MOTORLEISTUNGPRÜFSTAND
          Zeit Norm.   Norm.             Zeit Norm. Norm.                Zeit Norm.   Norm.
               Drehz.   Dreh                    Drehz. Dreh-                  Drehz.   Dreh-
                       moment                            moment                       moment
          (s)   (%)     (%)               (s)     (%)      (%)           (s)   (%)      (%)
           1         0       0            52        102        46        103       74       24
           2         0       0            53        102        41        104       77        6
           3         0       0            54        102        31        105       76       12
           4         0       0            55          89        2        106       74       39
           5         0       0            56          82        0        107       72       30
           6         0       0            57          47        1        108       75       22
           7         0       0            58          23        1        109       78       64
           8         0       0            59           1        3        110     102        34
           9         0       0            60           1        8        111     103        28
          10         0       0            61           1        3        112     103        28
          11         0       0            62           1        5        113     103        19
          12         0       0            63           1        6        114     103        32
          13         0       0            64           1        4        115     104        25
          14         0       0            65           1        4        116     103        38
          15         0       0            66           0        6        117     103        39
          16         0       0            67           1        4        118     103        34
          17         0       0            68           9       21        119     102        44
          18         0       0            69          25       56        120     103        38
          19         0       0            70          64       26        121     102        43
          20         0       0            71          60       31        122     103        34
          21         0       0            72          63       20        123     102        41
          22         0       0            73          62       24        124     103        44
          23         0       0            74          64        8        125     103        37
          24         1       3            75          58       44        126     103        27
          25         1       3            76          65       10        127     104        13
          26         1       3            77          65       12        128     104        30
          27         1       3            78          68       23        129     104        19
          28         1       3            79          69       30        130     103        28
          29         1       3            80          71       30        131     104        40
          30         1       6            81          74       15        132     104        32
          31         1       6            82          71       23        133     101        63
          32         2       1            83          73       20        134     102        54
          33         4      13            84          73       21        135     102        52
          34         7      18            85          73       19        136     102        51
          35         9      21            86          70       33        137     103        40
          36        17      20            87          70       34        138     104        34
          37        33      42            88          65       47        139     102        36
          38        57      46            89          66       47        140     104        44
          39        44      33            90          64       53        141     103        44
          40        31       0            91          65       45        142     104        33
          41        22      27            92          66       38        143     102        27
          42        33      43            93          67       49        144     103        26
          43        80      49            94          69       39        145       79       53
          44      105       47            95          69       39        146       51       37
          45        98      70            96          66       42        147       24       23
          46      104       36            97          71       29        148       13       33
          47      104       65            98          75       29        149       19       55
          48        96      71            99          72       23        150       45       30
          49      101       62           100          74       22        151       34        7
          50      102       51           101          75       24        152       14        4
          51      102       50           102          73       30        153        8       16
 ---pagebreak--- L 146/70          DE           Amtsblatt der Europäischen Union                       30.4.2004
         Zeit Norm.   Norm.     Zeit   Norm.     Norm.          Zeit Norm.   Norm.
              Drehz.   Dreh-           Drehz.    Dreh-               Drehz.   Dreh-
                      moment                    moment                       moment
         (s)   (%)      (%)     (s)      (%)      (%)           (s)   (%)      (%)
         154       15        6  205          20       18        256     102        84
         155       39       47  206          27       34        257       58       66
         156       39        4  207          32       33        258       64       97
         157       35       26  208          41       31        259       56       80
         158       27       38  209          43       31        260       51       67
         159       43       40  210          37       33        261       52       96
         160       14       23  211          26       18        262       63       62
         161       10       10  212          18       29        263       71        6
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 ---pagebreak--- 30.4.2004          DE           Amtsblatt der Europäischen Union                       L 146/71
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 ---pagebreak--- L 146/76          DE           Amtsblatt der Europäischen Union                       30.4.2004
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         1119    102        12  1170         75       13        1221       0        0
         1120      99       56  1171         75       10        1222       0        0
         1121      96       59  1172         75        7        1223       0        0
         1122      74       28  1173         75       13        1224       0        0
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                               L 146/77
          Zeit    Norm.      Norm.                     Zeit   Norm.       Norm.                   Zeit Norm.   Norm.
                  Drehz.     Dreh-                            Drehz.       Dreh-                       Drehz.   Dreh-
                            moment                                        moment                               moment
           (s)     (%)        (%)                       (s)    (%)          (%)                    (s)  (%)      (%)
          1225           0          0
          1226           0          0
          1227           0          0
          1228           0          0
          1229           0          0
          1230           0          0
          1231           0          0
          1232           0          0
          1233           0          0
          1234           0          0
          1235           0          0
          1236           0          0
          1237           0          0
          1238           0          0
   Nachstehend folgt eine grafische Darstellung des NRTC-Ablaufplans für den Motorleistungsprüfstand:
                  Drehz. (%)                NRTC-Ablaufplan für Leistungsprüfstand
               120
               100
                80
                60
                40
                20
                 0
                    0              200             400            600            800          1000        1200
                   Drehmoment (%)
               120
               100
                80
                60
                40
                20
                 0
                   0               200            400             600            800          1000        1200
                                                                 Zeit (s)
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    Anlage 5
                                                       Dauerhaltbarkeitsanforderungen
    1.             EMISSIONS-DAUERHALTBARKEITSPERIODE (EPD) UND VERSCHLECHTERUNGSFAKTOREN
                   Diese Anlage gilt nur für Kompressionszündungsmotoren der Stufe IIIA, IIIB und IV.
    1.1.           Die Hersteller legen für jeden reglementierten Schadstoff für alle Motorfamilien der Stufen IIIA und IIIB einen
                   Verschlechterungsfaktor fest. Diese Verschlechterungsfaktoren sind für die Typgenehmigung und die Prüfung an der
                   Fertigungsstraße anzuwenden.
    1.1.1.         Prüfungen zur Festlegung der Verschlechterungsfaktoren sind wie folgt durchzuführen:
    1.1.1.1.       Der Hersteller muss nach einem Prüfplan Dauerhaltbarkeitsprüfungen durchführen. Dieser Prüfplan ist nach bestem
                   technischem Ermessen auszuwählen, damit er in Bezug auf Merkmale der Verschlechterung der Emissionsleistung
                   von Motoren repräsentativ ist. Der Dauerhaltbarkeitsprüfzeitraum sollte in der Regel mindestens einem Viertel der
                   Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode entsprechen.
                   Die Dauerprüfung kann durchgeführt werden, indem der Motor auf einem Prüfstand läuft oder tatsächlich in Betrieb
                   ist. Beschleunigte Dauerhaltbarkeitsprüfungen können durchgeführt werden, wobei das Dauerprüfprogramm bei
                   einem höheren Belastungsgrad durchlaufen wird, als er in der Regel in diesem Bereich vorkommt. Der Beschleu-
                   nigungsfaktor, der die Anzahl der Motorhaltbarkeitsprüfstunden zur entsprechenden Anzahl der EDP-Stunden ins
                   Verhältnis setzt, wird vom Motorhersteller nach bestem technischem Ermessen festgelegt.
                   Während des Zeitraums der Dauerhaltbarkeitsprüfung dürfen emissionsempfindliche Bestandteile nur nach dem vom
                   Hersteller empfohlenen regelmäßigen Wartungsplan gewartet oder ausgetauscht werden.
                   Der Prüfmotor, die Baugruppen oder Bauteile, die zur Bestimmung der Abgasemissions-Verschlechterungsfaktoren
                   für eine Motorenfamilie oder für Motorenfamilien mit vergleichbarer Emissionsminderungstechnologie verwendet
                   werden, sind vom Motorhersteller nach bestem technischem Ermessen auszuwählen. Der Prüfmotor sollte das
                   Emissionsverschlechterungsmerkmal der Motorenfamilien repräsentieren, die die resultierenden
                   Verschlechterungsfaktorwerte bei der Typgenehmigung anwenden. Motoren mit unterschiedlicher Bohrung und
                   unterschiedlichem Hub, unterschiedlicher Konfiguration, unterschiedlichen Luftaufbereitungssystemen und
                   unterschiedlichen Kraftstoffsystemen können in Bezug auf die Emissionsverschlechterungsmerkmale als äquivalent
                   eingestuft werden, sofern es hierfür eine hinreichende technische Grundlage gibt.
                   Die Werte der Verschlechterungsfaktoren eines anderen Herstellers können angewandt werden, sofern es eine
                   hinreichende Grundlage dafür gibt, in Bezug auf die Verschlechterung bei den Emissionen von technischer
                   Äquivalenz auszugehen, und die Prüfungen nachweislich gemäß den vorgeschriebenen Anforderungen durchgeführt
                   wurden.
                   Die Emissionsprüfung wird gemäß den Verfahren durchgeführt, die in dieser Richtlinie für eingefahrene
                   Prüfmotoren, die noch nicht in Betrieb waren, und für Prüfmotoren am Ende der Dauerhaltbarkeitsperiode festgelegt
                   sind. Emissionsprüfungen können auch in Abständen während des Dauerprüfungszeitraums durchgeführt und zur
                   Bestimmung der Verschlechterungstendenz angewandt werden.
    1.1.1.2.       Bei den zur Bestimmung der Verschlechterung durchgeführten Dauerprüfungen oder Emissionsprüfungen darf kein
                   Vertreter der Genehmigungsbehörde zugegen sein.
    1.1.1.3. Bestimmung der Verschlechterungsfaktorwerte durch Dauerhaltbarkeitsprüfungen
                   Ein additiver Verschlechterungsfaktor ist definiert als der Wert, der durch Subtraktion des zu Beginn der Emissions-
                   Dauerhaltbarkeitsperiode bestimmten Wertes vom am Ende der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode bestimmten
                   Wert, der der Emissionsleistung entspricht, ermittelt wird.
                   Ein multiplikativer Verschlechterungsfaktor ist definiert als der am Ende der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode
                   bestimmte Emissionswert geteilt durch den zu Beginn der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode aufgezeichneten
                   Emissionswert.
                   Für jeden in Rechtsvorschriften erfassten Schadstoff sind gesonderte Werte für den Verschlechterungsfaktor zu
                   erstellen. Wird der Wert des Verschlechterungsfaktors gegenüber dem NOx+HC-Standard bestimmt, so geschieht
                   dies bei einem additiven Verschlechterungsfaktor basierend auf der Summe der Schadstoffe, unbeschadet der Tat-
                   sache, dass eine negative Verschlechterung bei einem Schadstoff die Verschlechterung eines anderen Faktors nicht
                   ausgleichen kann. Bei einem multiplikativen NOx+HC-Verschlechterungsfaktor sind bei der Berechnung der
                   verschlechterten Emissionswerte anhand des Ergebnisses einer Emissionsprüfung gesonderte
                   Verschlechterungsfaktoren für NOx und HC festzulegen und anzuwenden, bevor die resultierenden verschlechterten
                   NOx- und HC-Werte im Hinblick auf die Einhaltung des Standards kombiniert werden.
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/79
            Wird die Prüfung nicht für die vollständige Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode durchgeführt, so werden die
            Emissionswerte am Ende der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode durch Extrapolation der für den Prüfzeitraum
            festgestellten Emissionsverschlechterungstendenz auf die vollständige Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode bestimmt.
            Wurden Ergebnisse von Emissionsprüfungen während der Dauerhaltbarkeitsprüfung regelmäßig aufgezeichnet, so
            sind bei der Bestimmung der Emissionswerte am Ende der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode auf vorbildlichen
            Verfahren basierende Standardtechniken der statistischen Aufbereitung anzuwenden; die statistische Signifikanz kann
            bei der Bestimmung der endgültigen Emissionswerte geprüft werden.
            Ergibt die Berechnung einen Wert unter 1,00 für einen multiplikativen Verschlechterungsfaktor oder unter 0,00 für
            einen additiven Verschlechterungsfaktor, so gilt der Verschlechterungsfaktor 1,00 bzw. 0,00.
   1.1.1.4. Ein Hersteller kann mit Genehmigung der Typgenehmigungsbehörde Verschlechterungsfaktorwerte verwenden, die
            anhand der Ergebnisse Dauerhaltbarkeitsprüfungen bestimmt wurden, die zur Ermittlung von
            Verschlechterungsfaktorwerten bei Kompressionszündungsmotoren für schwere Nutzfahrzeuge durchgeführt wurden.
            Dies ist zulässig, wenn der Kfz-Prüfmotor und die Motorenfamilien für mobile Maschinen und Geräte, die die
            Verschlechterungsfaktorwerte für die Typgenehmigungszwecke anwenden, technisch äquivalent sind. Die aus den
            Ergebnissen von Emissionsdauerhaltbarkeitsprüfungen von Kfz-Motoren abgeleiteten Verschlechterungsfaktorwerte
            sind auf der Grundlage der in Abschnitt 2 definierten Werte der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperiode zu berechnen.
   1.1.1.5. Verwendet die Motorenfamilie anerkannte Technologien, so kann nach Genehmigung durch die
            Typgenehmigungsbehörde anstelle der Prüfung eine auf guter technischer Praxis basierende Analyse herangezogen
            werden, um einen Verschlechterungsfaktor für diese Motorenfamilie zu bestimmen.
   1.2.     Angaben zum Verschlechterungsfaktor in Anträgen auf Typgenehmigung
   1.2.1.   Für jeden Schadstoff sind im Typgenehmigungsantrag für eine Motorenfamilie von Kompressionszündungsmotoren
            ohne Nachbehandlungseinrichtung additive Verschlechterungsfaktoren anzugeben.
   1.2.2.   Für jeden Schadstoff sind im Typgenehmigungsantrag für eine Motorenfamilie von Kompressionszündungsmotoren
            mit Nachbehandlungseinrichtung multiplikative Verschlechterungsfaktoren anzugeben.
   1.2.3.   Der Hersteller muss der Typgenehmigungsbehörde auf Anfrage Informationen zur Verfügung stellen, die die
            Verschlechterungsfaktoren belegen. Dazu zählen in der Regel die Ergebnisse von Emissionsprüfungen, der Prüfplan
            für die Dauerprüfung, die Wartungsverfahren sowie gegebenenfalls unterstützende Angaben zum technischen
            Ermessen hinsichtlich der technischen Äquivalenz.
   2.       EMISSIONS-DAUERHALTBARKEITSPERIODEN FÜR MOTOREN DER STUFEN IIIA, IIIB UND IV
   2.1.     Hersteller müssen die Emissions-Dauerhaltbarkeitsperioden in Tabelle 1 dieses Abschnitts verwenden.
            Tabelle 1: Kategorien der Emissions-Dauerhaltbarkeitsperioden für Kompressionszündungsmotoren der Stufen IIIA,
            IIIB und IV(Stunden)
                         Kategorie (Leistungs-    Lebensdauer (Stunden)
                         bereich)                 Emissions-Dauerhaltbarkeitsperioden
                         " 37 kW                  3 000
                         (Motoren mit
                         konstanter Drehzahl)
                         " 37 kW                  5 000
                         (Motoren mit
                         nichtkonstanter
                         Drehzahl)
                         # 37 kW                  8 000
                         Motoren zum Antrieb      10 000
                         von Binnenschiffen
                         Triebwagenmotoren        10 000
 ---pagebreak--- L 146/80                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
    3.      ANHANG V WIRD WIE FOLGT GEÄNDERT:
    1)      Die Überschrift erhält folgende Fassung:
            "TECHNISCHE DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFS FÜR DIE PRÜFUNGEN ZUR GENEHMIGUNG UND DIE
            ÜBERPRÜFUNG DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
            BEZUGSKRAFTSTOFF FÜR MOBILE MASCHINEN UND GERÄTE FÜR KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOREN,
            FÜR DIE EINE TYPGENEHMIGUNG NACH DEN GRENZWERTEN FÜR DIE STUFEN I UND II UND FÜR
            MOTOREN ZUR VERWENDUNG IN BINNENSCHIFFEN ERTEILT WURDE"
    2)      Folgender Wortlaut wird nach der Tabelle zum Bezugskraftstoff für Diesel eingefügt:
      "BEZUGSKRAFTSTOFF FÜR MOBILE MASCHINEN UND GERÄTE FÜR KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOREN, FÜR
                DIE EINE TYPGENEHMIGUNG NACH DEN GRENZWERTEN FÜR DIE STUFE IIIA ERTEILT WURDE
                                                                          Grenzwerte (1)
                   Parameter                      Einheit                                                   Prüfmethode
                                                                      Min.             Max.
               (2)
    Cetanzahl                                                      52             54,0                     EN-ISO 5165
    Dichte bei 15°C                            kg/m3             833              837                      EN-ISO 3675
    Siedeverlauf:
    50%-Absatz                                 °C                245              -                        EN-ISO 3405
    95%-Absatz                                 °C                345              350                      EN-ISO 3405
    - Siedeende                                °C                -                370                      EN-ISO 3405
    Flammpunkt                                 °C                55               -                          EN 22719
    Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPPP)            °C                 -                -5         EN 116
    Viskosität bei 40°C                            mm2/s              2,5                3,5        EN-ISO 3104
    Polyzyklische aromatische
                                                  % m/m               3,0                6,0        IP 391
    Kohlenwasserstoffe
    Schwefelgehalt (3)                             mg/kg                -               300         ASTM D 5453
    Kupferlamellenkorrosion                                             -            Klasse 1       EN-ISO 2160
    Conradsonzahl (Verkokungsneigung)
                                                  % m/m                 -                0,2        EN-ISO 10370
    bei 10% Rückstand
    Aschegehalt                                   % m/m                 -              0,01         EN-ISO 6245
    Wassergehalt                                  % m/m                 -              0,05         EN-ISO 12937
    Säurezahl (starke Säure)                     mg KOH/g               -              0,02         ASTM D 974
    Oxidationsbeständigkeit (4)                    mg/ml                -             0,025         EN-ISO 12205
    (1)
            Bei den Werten der technischen Daten handelt es sich um "tatsächliche Werte". Bei der Festlegung ihrer
            Grenzwerte kamen die Bestimmungen von ISO 4259 „Mineralölerzeugnisse - Bestimmung und Anwendung der
            Werte für die Präzision von Prüfverfahren“ zur Anwendung, und bei der Festlegung eines Mindestwertes wurde
            eine Mindestdifferenz von 2R über Null berücksichtigt; bei der Festlegung eines Höchst- und eines Mindestwerts
            beträgt die Mindestdifferenz 4R (R = Reproduzierbarkeit).
            Unabhängig von dieser aus technischen Gründen getroffenen Festlegung sollte der Hersteller der Kraftstoffe
            dennoch anstreben, dort, wo ein Höchstwert von 2R vereinbart ist, einen Nullwert zu erreichen, und dort, wo Ober-
            und Untergrenzen festgelegt sind, den Mittelwert zu erreichen. Falls Zweifel bestehen, ob ein Kraftstoff die vorge-
            schriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die Bestimmungen von ISO 4259.
    (2)
            Der Cetanzahlbereich entspricht nicht der vorgeschriebenen Mindestspanne von 4R. Bei Streitigkeiten zwischen
            dem Kraftstofflieferanten und dem Verwender können jedoch die Bestimmungen der ISO 4259 zur Regelung
            solcher Streitigkeiten herangezogen werden, sofern anstelle von Einzelmessungen Wiederholungsmessungen in
            einer zur Gewährleistung der notwendigen Genauigkeit ausreichenden Anzahl vorgenommen werden.
    (3)
            Der tatsächliche Schwefelgehalt des für die Prüfung Typ I verwendeten Kraftstoffs ist mitzuteilen.
    (4)
            Auch bei überprüfter Oxidationsbeständigkeit ist die Lagerbeständigkeit wahrscheinlich begrenzt. Es wird
            empfohlen, sich auf Herstellerempfehlungen hinsichtlich Lagerbedingungen und -beständigkeit zu stützen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                       L 146/81
     BEZUGSKRAFTSTOFF FÜR MOBILE MASCHINEN UND GERÄTE FÜR KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOREN, FÜR
         DIE EINE TYPGENEHMIGUNG NACH DEN GRENZWERTEN FÜR DIE STUFEN IIIB UND IV ERTEILT WURDE
                                                               Grenzwerte (1)
                  Parameter              Einheit                                          Prüfmethode
                                                     Min.              Max.
   Cetanzahl (2)                                                            54,0   EN-ISO 5165
   Dichte bei 15°C                       kg/m3             833               837   EN-ISO 3675
   Siedeverlauf:
   50%-Absatz                              °C              245                 -   EN-ISO 3405
   95%-Absatz                              °C              345               350   EN-ISO 3405
   - Siedeende
                                           °C                -               370   EN-ISO 3405
   Flammpunkt                              °C               55                 -   EN 22719
   Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPPP)   °C                -                -5   EN 116
   Viskosität bei 40°C                   mm2/s             2,3                3,3  EN-ISO 3104
   Polyzyklische aromatische
                                         % m/m             3,0                6,0  IP 391
   Kohlenwasserstoffe
   Schwefelgehalt (3)                    mg/kg               -                10   ASTM D 5453
   Kupferlamellenkorrosion                                   -             class 1 EN-ISO 2160
   Conradsonzahl (Verkokungsneigung)
                                         % m/m               -                0,2  EN-ISO 10370
   bei 10 % Rückstand
   Aschegehalt                           % m/m               -              0,01   EN-ISO 6245
 ---pagebreak--- L 146/82                  DE                                         Amtsblatt der Europäischen Union                                                                                  30.4.2004
                                                                                                Grenzwerte (1)
                   Parameter                               Einheit                                                                                  Prüfmethode
                                                                                  Min.                        Max.
    Wassergehalt                                           % m/m                            -                        0,02                 EN-ISO 12937
    Säurezahl (starke Säure)                            mg KOH/g                            -                        0,02                 ASTM D 974
    Oxidationsbeständigkeit (4)                             mg/ml                           -                       0,025                 EN-ISO 12205
    Schmierfähigkeit (Durchmesser der                         µm                            -                         400                 CEC F-06-A-96
    Verschleißfläche nach HFRR bei 60 %)
    Fettsäuremethylester                              unzulässig
    (1)
            Bei den Werten der technischen Daten handelt es sich um „tatsächliche Werte“. Bei der Festlegung ihrer
            Grenzwerte kamen die Bestimmungen von ISO 4259 „Mineralölerzeugnisse - Bestimmung und Anwendung der
            Werte für die Präzision von Prüfverfahren“ zur Anwendung, und bei der Festlegung eines Mindestwertes wurde
            eine Mindestdifferenz von 2R über Null berücksichtigt; bei der Festlegung eines Höchst- und eines Mindestwerts
            beträgt die Mindestdifferenz 4R (R = Reproduzierbarkeit).
            Unabhängig von dieser aus technischen Gründen getroffenen Festlegung sollte der Hersteller der Kraftstoffe
            dennoch anstreben, dort, wo ein Höchstwert von 2R vereinbart ist, einen Nullwert zu erreichen, und dort, wo Ober-
            und Untergrenzen festgelegt sind, den Mittelwert zu erreichen. Falls Zweifel bestehen, ob ein Kraftstoff die vorge-
            schriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die Bestimmungen von ISO 4259.
    (2)
            Der Cetanzahlbereich entspricht nicht der vorgeschriebenen Mindestspanne von 4R. Bei Streitigkeiten zwischen
            dem Kraftstofflieferanten und dem Verwender können jedoch die Bestimmungen der ISO 4259 zur Regelung
            solcher Streitigkeiten herangezogen werden, sofern anstelle von Einzelmessungen Wiederholungsmessungen in
            einer zur Gewährleistung der notwendigen Genauigkeit ausreichenden Anzahl vorgenommen werden.
    (3)
            Der tatsächliche Schwefelgehalt des für die Prüfung Typ I verwendeten Kraftstoffs ist mitzuteilen.
    (4)
            Auch bei überprüfter Oxidationsbeständigkeit ist die Lagerbeständigkeit wahrscheinlich begrenzt. Es wird
            empfohlen, sich auf Herstellerempfehlungen hinsichtlich Lagerbedingungen und -beständigkeit zu stützen."
    4.      ANHANG VII WIRD WIE FOLGT GEÄNDERT:
            ANLAGE 1 ERHÄLT FOLGENDE FASSUNG:
                                                                                   „Anlage 1
                                    PRÜFERGEBNISSE FÜR KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOREN
                                                                          PRÜFERGEBNISSE
    1.              INFORMATION ZUR DURCHFÜHRUNG DER NRSC-PRÜFUNG 1:
    1.1.            Für die Prüfung verwendeter Bezugskraftstoff
                    1.1.1. Cetanzahl: ...............................................................................................................................................
                    1.1.2. Schwefelgehalt: .......................................................................................................................................
                    1.1.3. Dichte:...........................................................................................................
    1.2.            Schmiermittel
                    1.2.1. Fabrikmarke (n):......................................................................................................................................
                    1.2.2. Typ(en):...................................................................................................................................................
    (Prozentualen Anteil des Öls am Gemisch angeben, wenn Schmiermittel und Kraftstoff gemischt sind)
    1.3.            Vom Motor angetriebene Einrichtungen (falls vorhanden)
                    1.3.1. Aufzählung und Einzelheiten: .................................................................................................................
                    1.3.2. Aufgenommene Leistung bei angegebenen Motorendrehzahlen (nach
                              Angaben des Herstellers): ....................................................................................................................
    1
            Bei mehreren Stammmotoren für jeden einzeln anzugeben.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                 DE                                            Amtsblatt der Europäischen Union                                                                                 L 146/83
                                                         Bei verschiedenen Motordrehzahlen aufgenommene Leistung PAE (kW) 1 unter
                                                         Berücksichtigung von Anlage 3 dieses Anhangs
                                                                            Zwischendrehzahl
   Einrichtung                                                                                                                 Nenndrehzahl
                                                                             (wenn zutreffend)
   Summe:
   1
           Darf 10 % der während der Prüfung gemessenen Leistung nicht überschreiten."
   1.4.            Motorleistung
   1.4.1.          Motordrehzahlen:
                        Leerlauf: .................................................................................................................................................. rpm
                        Zwischendrehzahl:................................................................................................................................... rpm
                        Nenndrehzahl: ......................................................................................................................................... rpm
   1.4.2.          Motorleistung 1
                                                                                            Leistung (kW) bei verschiedenen Motordrehzahlen
                                                                                            Zwischendrehzahl (wenn
   Bedingung                                                                                                                                        Nenndrehzahl
                                                                                            zutreffend)
   Bei der Prüfung gemessene Höchstleistung (PM)
   (kW) (a)
   Gesamte Leistungsaufnahme der motorgetriebenen
   Einrichtungen gemäß Abschnitt 1.3.2 oder Anhang III
   Abschnitt 3.1 (PAE)
   (kW) (b)
   Nettoleistung des Motors gemäß Anhang I Abschnitt 2.4 (kW)
   (c)
   c=a+b
   1.5.            Emissionswerte
   1.5.1.          Dynamometereinstellung (kW)
                                                                   Dynamometereinstellung (kW) bei verschiedenen Motordrehzahlen
     Teillast                                         Zwischendrehzahl (wenn zutreffend)                                      Nenndrehzahl
          10 (wenn zutreffend)
          25 (wenn zutreffend)
                    50
                    75
                   100
   1
           Nichtkorrigierte Leistung, gemessen gemäß Anhang I Abschnitt 2.4.
 ---pagebreak--- L 146/84                   DE                                              Amtsblatt der Europäischen Union                                                                                                                                    30.4.2004
    1.5.2.           Ergebnisse der Emissionsprüfung nach der NRSC-Prüfung:
                    CO:........................g/kWh
                    HC:........................g/kWh
                    NOx:......................g/kWh
                    NMHC+NOx: .......g/kWh
                    Partikel:..................g/kWh
    1.5.3.           Für die NRSC-Prüfung verwendetes Probenahmesystem:
    1.5.3.1.        Gasförmige Emissionen 1: .................................................................................................................................................................................................
    1.5.3.2.        Partikel 1: .............................................................................................................................................................
    1.5.3.2.1.      Methode 2: Einfach/Mehrfachfilter
    2.               INFORMATION ZUR DURCHFÜHRUNG DER NRTC-PRÜFUNG 3:
    2.1.             Ergebnisse der Emissionsprüfung bei der NRTC-Prüfung:
                    CO: .……….…….......g/kWh
                    NMHC: ………….......g/kWh
                    NOx: . ……………......g/kWh
                    Partikel:.........................g/kWh
                    NMHC+NOx: ..............g/kWh
    2.2.             Für die NRTC-Prüfung verwendetes Probenahmesystem:
                    Gasförmige Emissionen 1:….………………………………………………...
                    Partikel 1:……...............……………....………………………………………
    Methode 2: Einfach/Mehrfachfilter"
    5.       ANHANG XII WIRD WIE FOLGT GEÄNDERT:
             Folgender Abschnitt wird angefügt:
             "3.    Für Motoren der Klassen H, I und J (Stufe IIIA) und Motoren der Klassen K, L und M (Stufe IIIB) gemäß Artikel 9
                    Absatz 3 werden folgende Typgenehmigungen und gegebenenfalls die entsprechenden Genehmigungszeichen als
                    einer Genehmigung gemäß dieser Richtlinie gleichwertig anerkannt:
             3.1    Typgenehmigungen, die gemäß der Richtlinie 88/77/EWG in der geänderten Fassung der Richtlinie 99/96/EG erteilt
                    wurden, und den Anforderungen der Stufen B1, B2 oder C gemäß Artikel 2 und Abschnitt 6.2.1 des Anhangs I
                    genügen
             3.2    ECE/UNO Regelung Nr. 49 Änderungsserie 03, die den Anforderungen der Stufen B1, B2 oder C gemäß
                    Abschnitt 5.2 genügen."
    1
             Nummern der Abbildungen in Anhang VI Abschnitt 1 angeben.
    2
             Gegebenenfalls streichen.
    3
             Bei mehreren Stammmotoren für jeden einzeln anzugeben.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/85
                                                                ANHANG II
                                                                "Anhang VI
                                               ANALYSE- UND PROBENAHMESYSTEM
   1.     SYSTEME ZUR PROBEENTNAHME VON GASFÖRMIGEN UND PARTIKELEMISSIONEN
Nummer der Abbildung                Beschreibung
2                                   Abgasanalysesystem für Rohabgas
3                                   Abgasanalysesystem für verdünntes Abgas
4                                   Teilstrom, isokinetischer Durchfluss, Ansauggebläseregelung, Teilprobenahme
5                                   Teilstrom, isokinetischer Durchfluss, Druckgebläseregelung, Teilprobenahme
6                                   Teilstrom, CO2- oder NOx-Regelung, Teilprobenahme
7                                   Teilstrom, CO2- und Kohlenstoffbilanz, Gesamtprobenahme
8                                   Teilstrom, Einfach-Venturirohr und Konzentrationsmessung, Teilprobenahme
9                                   Teilstrom, Doppel-Venturirohr oder -Blende und Konzentrationsmessung, Teilprobenahme
10                                  Teilstrom, Mehrfachröhrenteilung und Konzentrationsmessung, Teilprobenahme
11                                  Teilstrom, Durchsatzregelung, Gesamtprobenahme
12                                  Teilstrom, Durchsatzregelung, Teilprobenahme
                                    Vollstrom, Verdrängerpumpe oder Venturi-Rohr mit kritischer Strömung,
13
                                    Teilprobenahme
14                                  Partikel-Probenahmesystem
15                                  Verdünnungsanlage für Vollstromsystem
   1.1.   Bestimmung der gasförmigen Emissionen
          Ausführliche Beschreibungen der empfohlenen Probenahme- und Analysesysteme sind in Abschnitt 1.1.1 sowie in den
          Abbildungen 2 und 3 enthalten. Da mit verschiedenen Anordnungen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden können, ist eine
          genaue Übereinstimmung mit diesen Abbildungen nicht erforderlich. Es können zusätzliche Bauteile wie Instrumente,
          Ventile, Elektromagnete, Pumpen und Schalter verwendet werden, um weitere Informationen zu erlangen und die Funktionen
          der Teilsysteme zu koordinieren. Bei einigen Systemen kann auf manche Bauteile, die für die Aufrechterhaltung der
          Genauigkeit nicht erforderlich sind, verzichtet werden, wenn ihr Wegfall nach bestem technischen Ermessen begründet
          erscheint.
   1.1.1. Bestandteile gasförmiger Emissionen - CO, CO2, HC, NOx
          Es wird ein Analysesystem für die Bestimmung der gasförmigen Emissionen im Rohabgas oder verdünnten Abgas
          beschrieben, das auf der Verwendung
          -       eines HFID-Analysators für die Messung der Kohlenwasserstoffe,
          -       von NDIR-Analysatoren für die Messung von Kohlenmonoxid und Kohlendioxid,
          -       eines HCLD- oder gleichwertigen Analysators für die Messung der Stickoxide beruht.
          Beim Rohabgas (Abbildung 2) kann die Probe zur Bestimmung sämtlicher Bestandteile mit einer Probenahmesonde oder
          zwei nahe beieinander befindlichen Probenahmesonden entnommen werden und intern nach den verschiedenen Analysatoren
          aufgespalten werden. Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass sich an keiner Stelle des Analysesystems Kondensate von
          Abgasbestandteilen (einschließlich Wasser und Schwefelsäure) bilden.
          Beim verdünnten Abgas (Abbildung 3) ist die Probe zur Bestimmung der Kohlenwasserstoffe mit einer anderen
          Probenahmesonde zu entnehmen als die Probe zur Bestimmung der anderen Bestandteile. Es ist sorgfältig darauf zu achten,
          dass sich an keiner Stelle des Analysesystems Kondensate von Abgasbestandteilen (einschließlich Wasser und
          Schwefelsäure) bilden.
 ---pagebreak--- L 146/86           DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                          30.4.2004
                                                          Abbildung 2
                                Flussdiagramm für ein Abgasanalysesystem für CO, NOx und HC
                                 HSL1
                       Nullgas                                          T2               G1
                                        T1                    HSL1
                                                                               Nullgas
                                                                                                              Entlüf-
                                                                                                 HC           tung
                          V1
                                     F1      F2       P                     Kalibriergas
              SP1      Nullgas
                                                                                       R3
                                                                                                             Entlüf-
                                                                                              R1     R2      ung
                          V1                                                                  Luft  Kraft-
                                                                                                    stoff
                                     F1     F2         P                                                   FL1
                          Wahlweise 2
           SL             Probenahmensonden
                                                                   HSL2
                                                      Entlüf-
                                     G3               tung                                                          Entlüf-
               T5
              T5         Nullgas                                                                                    tung
                                                                     T3         G2         V9
                                                     FL5
                                                       Entlüf-         Nullgas                                    FL4
                                        CO
         B           V11         V4                    tung
                             Kalibrier-                                                     C                     NO
                                                    FL6
                             Nullgas                                               V7            V8      V10
                                                                             V3
                                                    Entlüf-            Kalibrier-                                   Entlüf-
                                        CO          tung               gas                                          tung
                                                                                                              T5
          V13  V12                         2                                               T4
                                  V5                                     R4
                            Kalibrier-              FL7
                    R5      Nullgas                     Entlüf-
                                                        tung                                                      FL2
                                        O
                                          2
                                                          FL8                                    V13  V12
                                  V6
                            Kalibrier-
 ---pagebreak--- 30.4.2004                 DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                     L 146/87
                                                                        Abbildung 3
                                       Flussdiagramm für ein Abgasanalysesystem für CO, CO2, NOx und HC
                                Zum PSS s. Abb. 14
                                                            HSL1
                                                                                   T2             G1
                       PSP                          T1                    HSL1           Nullgas
                                        BK                                                                           Entlüf
                                                                                                          HC         -tung
                 SP2   gleiche          V1
                       Ebene                   F1        F2        P
                                  Nullgas           T1                                Kalibrier-
                      s. Abb. 14                                                      gas        R3                  Entlüf
                 SP2                                                       HSL2
                                                                                                                     -tung
                                                                                                       R1    R2
                                        V1                                                             Luft  Kraft-
                DT
                          s. Abb. 13                                                                         stoff
                                       V14     F1       F2          P                                               FL1
                    BG                             BK                  SL
                                                                                                                            Entlüf
                                              G3                    Entlüf
                                                                                                                            -tung
                    T5             Nullgas                          -tung
                                                                                T3        G2        V9
                                                                  FL5
                                                    CO              Entlüf        Nullgas                                FL4
             B                  V11        V4                       -tung
                                       Kalibrier-                                                    C                   NO
                                        Nullgas                                        V3     V7          V8     V10
                                                                  FL6            Kalibrier-gas                              Entlüf
                                                    CO                                                                      -tung
              V13 V12                       V5         2                           R4               T4
                                                                 Entlüf-
                                       Kalibrier-                tung
                              R5       gas                                                                               FL2
                                                                       FL3
   Beschreibung - Abbildungen 2 und 3
   Allgemeiner Hinweis:
   Alle Bauteile, mit denen die Gasprobe in Berührung kommt, müssen auf der für das jeweilige System vorgeschriebenen Temperatur
   gehalten werden.
   -       SP1: Sonde zur Entnahme von Proben aus dem unverdünnten Abgas (nur Abbildung 2)
           Empfohlen wird eine Sonde aus rostfreiem Stahl mit geschlossenem Ende und mehreren Löchern. Der Innendurchmesser darf
           nicht größer sein als der Innendurchmesser der Probenahmeleitung. Die Wanddicke der Sonde darf nicht größer als 1 mm
           sein. Erforderlich sind mindestens drei Löcher auf drei verschiedenen radialen Ebenen und von einer solchen Größe, dass sie
           ungefähr den gleichen Durchfluss entnehmen. Die Sonde muss sich über mindestens 80 % des Auspuffrohr-Querschnitts
           erstrecken.
   -       SP2: Sonde zur Entnahme von HC-Proben aus dem verdünnten Abgas (nur Abbildung 3)
           Die Sonde muss
           -       die ersten 254 mm bis 762 mm der Kohlenwasserstoff-Probenahmeleitung bilden (HSL3),
           -       einen Innendurchmesser von mindestens 5 mm haben,
           -       im Verdünnungstunnel DT (Abschnitt 1.2.1.2) an einer Stelle angebracht sein, wo Verdünnungsluft und Abgase gut
                   vermischt sind (d. h. etwa 10 Tunneldurchmesser stromabwärts von dem Punkt gelegen, an dem die Abgase in den
                   Verdünnungstunnel eintreten),
           -       in ausreichender Entfernung (radial) von anderen Sonden und von der Tunnelwand angebracht werden, um eine
                   Beeinflussung durch Wellen oder Wirbel zu vermeiden,
           -       so beheizt werden, dass die Temperatur des Gasstroms am Sondenauslass auf 463 K (190 °C) ± 10 K erhöht wird.
   -       SP3: Sonde zur Entnahme von CO-, CO2- und NOx-Proben aus dem verdünnten Abgas (nur Abbildung 3)
 ---pagebreak--- L 146/88               DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
         Die Sonde muss
         -       sich auf derselben Ebene wie SP2 befinden,
         -       in ausreichender Entfernung (radial) von anderen Sonden und von der Tunnelwand angebracht werden, um eine
                 Beeinflussung durch Wellen oder Wirbel zu vermeiden,
         -       über ihre gesamte Länge beheizt und so isoliert sein, dass die Mindesttemperatur 328 K (55 °C) beträgt, um eine
                 Kondenswasserbildung zu vermeiden.
    -    HSL1: beheizte Probenahmeleitung
         Die Probenahmeleitung dient der Entnahme von Gasproben von einer einzelnen Sonde bis hin zu dem (den)
         Aufteilungspunkt(en) und dem HC-Analysator.
         Die Probenahmeleitung muss
         -       einen Innendurchmesser von mindestens 5 mm und höchstens 13,5 mm haben,
         -       aus rostfreiem Stahl oder PTFE bestehen,
         -       auf einer Wandtemperatur von 463 K (190 °C) ± 10 K, gemessen an jedem getrennt geregelten beheizten Abschnitt,
                 gehalten werden, wenn die Abgastemperatur an der Probenahmesonde bis einschließlich 463 K (190 °C) beträgt,
         -       auf einer Wandtemperatur von über 453 K (180 °C) gehalten werden, wenn die Abgastemperatur an der
                 Probenahmesonde mehr als 463 K (190 °C) beträgt,
         -       unmittelbar vor dem beheizten Filter (F2) auf dem HFID ständig eine Gastemperatur von 463 K (190 °C) ± 10 K
                 aufweisen.
         -       HSL2: beheizte NOx-Probenahmeleitung
                 Die Probenahmeleitung muss
                 -       bei Verwendung eines Kühlers bis hin zum Konverter und bei Nichtverwendung eines Kühlers bis hin zum
                         Analysator auf einer Wandtemperatur von 328 bis 473 K (55 bis 200 °C) gehalten werden,
                 -       aus rostfreiem Stahl oder Polytetrafluorethylen (PTFE) bestehen.
                         Da die Probenahmeleitung nur zur Verhinderung der Kondensation von Wasser und Schwefelsäure beheizt
                         werden muss, hängt ihre Temperatur vom Schwefelgehalt des Kraftstoffs ab.
         -       SL: Probenahmeleitung für CO (CO2)
         Die Leitung muss aus PTFE oder rostfreiem Stahl bestehen. Sie kann beheizt oder unbeheizt sein.
         -       BK Hintergrundbeutel (wahlweise; nur Abbildung 3)
                 Zur Messung der Hintergrundkonzentrationen.
         -       BG Probenahmebeutel (wahlweise; Abbildung 3 nur CO und CO2)
                 Zur Messung der Probenkonzentrationen.
         -       F1: Beheiztes Vorfilter (wahlfrei)
                 Es muss die gleiche Temperatur aufweisen wie HSL1.
         -       F2: Beheiztes Filter
                 Dieses Filter muss alle Feststoffteilchen aus der Gasprobe entfernen, bevor diese in den Analysator gelangt. Es muss
                 die gleiche Temperatur aufweisen wie HSL1. Das Filter ist bei Bedarf zu wechseln.
         -       P: Beheizte Probenahmepumpe
                 Die Pumpe ist auf die Temperatur von HSL1 aufzuheizen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/89
          - HC
            Beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID) zur Bestimmung der Kohlenwasserstoffe. Die Temperatur ist auf 453
            bis 473 K (180 bis 200 °C) zu halten.
          - CO, CO2
            NDIR-Analysatoren zur Bestimmung von Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.
          - NO2
            (H)CLD-Analysator zur Bestimmung der Stickoxide. Wird ein HCLD verwendet, so ist er auf einer Temperatur von
            328 bis 473 K (55 bis 200 °C) zu halten.
          - C: Konverter
            Für die katalytische Reduktion von NO2 zu NO vor der Analyse im CLD oder HCLD ist ein Konverter zu
            verwenden.
          - B: Kühler
            Zum Kühlen und Kondensieren von Wasser aus der Abgasprobe. Der Kühler ist durch Eis oder ein Kühlsystem auf
            einer Temperatur von 273 bis 277 K (0 °C bis 4 °C) zu halten. Der Kühler ist wahlfrei, wenn der Analysator keine
            Beeinträchtigung durch Wasserdampf - bestimmt nach Anhang III Anlage 2 Abschnitte 1.9.1 und 1.9.2 - aufweist.
            Die Verwendung chemischer Trockner zur Entfernung von Wasser aus der Probe ist nicht zulässig.
          - T1, T2, T3: Temperatursensor
            Zur Überwachung der Temperatur des Gasstromes.
          - T4: Temperatursensor
            Temperatur des NO2-NO-Konverters.
          - T5: Temperatursensor
            Zur Überwachung der Temperatur des Kühlers.
          - G1, G2, G3: Druckmesser
            Zur Messung des Drucks in den Probenahmeleitungen.
          - R1, R2: Druckregler
            Zur Regelung des Luft- bzw. Kraftstoffdrucks für den HFID.
          - R3, R4, R5: Druckregler
            Zur Regelung des Drucks in den Probenahmeleitungen und des Durchflusses zu den Analysatoren.
          - FL1, FL2, FL3: Durchflussmesser
            Zur Überwachung des Bypass-Durchflusses der Probe.
          - FL4 bis FL7: Durchflussmesser (wahlfrei)
            Zur Überwachung des Durchflusses durch die Analysatoren.
          - V1 bis V6: Umschaltventil
            Geeignete Ventile zum wahlweisen Einleiten der Probe, von Kalibriergas oder zum Schließen der Zufuhrleitung in
            den Analysator.
          - V7, V8: Magnetventil
            Zur Umgehung des NO2-NO-Konverters.
 ---pagebreak--- L 146/90                   DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                               30.4.2004
             -       V9: Nadelventil
                     Zum Ausgleichen des Durchflusses durch den NO2-NO-Konverter und den Bypass.
             -       V10, V11: Nadelventil
                     Zum Regulieren des Durchflusses zu den Analysatoren.
             -       V12, V13: Ablasshahn
                     Zum Ablassen des Kondensats aus dem Kühler B.
             -       V14: Umschaltventil
                     Zur Auswahl von Probe- oder Hintergrundbeutel.
    1.2.             Bestimmung der Partikel
                     Die Abschnitte 1.2.1 und 1.2.2 und die Abbildungen 4 bis 15 vermitteln ausführliche Beschreibungen der
                     empfohlenen Verdünnungs- und Probenahmesysteme. Da mit verschiedenen Anordnungen gleichwertige Ergebnisse
                     erzielt werden können, ist eine genaue Übereinstimmung mit diesen Abbildungen nicht erforderlich. Es können
                     zusätzliche Bauteile wie Instrumente, Ventile, Elektromagnete, Pumpen und Schalter verwendet werden, um weitere
                     Informationen zu erlangen und die Funktionen der Teilsysteme zu koordinieren. Bei einigen Systemen kann auf
                     manche Bauteile, die für die Aufrechterhaltung der Genauigkeit nicht erforderlich sind, verzichtet werden, wenn ihr
                     Wegfall nach bestem technischen Ermessen begründet erscheint.
    1.2.1.           Verdünnungssystem
    1.2.1.1. Teilstrom-Verdünnungssystem (Abbildungen 4 bis 12) 1
                     Es wird ein Verdünnungssystem beschrieben, das auf der Verdünnung eines Teils der Auspuffabgase beruht. Die
                     Teilung des Abgasstroms und der nachfolgende Verdünnungsprozess können mit verschiedenen Typen von
                     Verdünnungssystemen vorgenommen werden. Zur anschließenden Abscheidung der Partikel kann entweder das
                     gesamte verdünnte Abgas oder nur ein Teil des verdünnten Abgases durch das Partikel-Probenahmesystem geleitet
                     werden (Abschnitt 1.2.2, Abbildung 14). Die erste Methode wird als Gesamtprobenahme, die zweite als
                     Teilprobenahme bezeichnet.
                     Die Errechnung des Verdünnungsverhältnisses hängt vom Typ des angewandten Systems ab.
    Empfohlen werden folgende Typen:
    -        Isokinetische Systeme (Abbildungen 4 und 5)
             Bei diesen Systemen entspricht der in das Übertragungsrohr eingeleitete Strom von der Gasgeschwindigkeit und/oder vom
             Druck her dem Hauptabgasstrom, so dass ein ungehinderter und gleichmäßiger Abgasstrom an der Probenahmesonde
             erforderlich ist. Dies wird in der Regel durch Verwendung eines Resonators und eines geraden Rohrs stromaufwärts von der
             Probenahmestelle erreicht. Das Teilungsverhältnis wird anschließend anhand leicht messbarer Werte, wie z. B.
             Rohrdurchmesser, berechnet. Es ist zu beachten, dass die Isokinetik lediglich zur Angleichung der Durchflussbedingungen
             und nicht zur Angleichung der Größenverteilung verwendet wird. Letzteres ist in der Regel nicht erforderlich, da die Partikel
             so klein sind, dass sie den Stromlinien des Abgases folgen.
    -        Systeme mit Durchflussregelung und Konzentrationsmessung (Abbildungen 6 bis 10)
             Bei diesen Systemen wird die Probe dem Hauptabgasstrom durch Einstellung des Verdünnungsluftdurchflusses und des
             Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases entnommen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der Konzentrationen von
             Tracergasen wie CO2 oder NOx bestimmt, die bereits in den Motorabgasen enthalten sind. Die Konzentrationen im
             verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft werden gemessen, und die Konzentration im Rohabgas kann entweder direkt
             gemessen oder bei bekannter Kraftstoffzusammensetzung anhand des Kraftstoffdurchsatzes und der Kohlenstoffbilanz-
             Gleichung ermittelt werden. Die Systeme können auf der Grundlage des berechneten Verdünnungsverhältnisses
             (Abbildungen 6 und 7) oder auf der Grundlage des Durchflusses in das Übertragungsrohr (Abbildungen 8, 9 und 10) geregelt
             werden.
    1
             Die Abbildungen 4 bis 12 zeigen viele Arten von Teilstrom-Verdünnunggssystemen, die normalerweise für die Prüfung unter stationären
             Bedingungen (NRSC) angewandt werden können. Wegen der sehr strengen Beschränkungen der Prüfung unter instationären Bedingungen
             werden nur die Teilstrom-Verdünnunggssysteme (Abbildungen 4 bis 12), die die Anforderungen in Abschnitt "Spezifikationen für Teilstrom-
             Verdünnungssysteme"in Anhang III Anlage 1 Abschnitt 2.4, erfüllen, für die Prüfung unter instationären Bedingungen (NRTC) akzeptiert.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/91
   -      Systeme mit Durchflussregelung und Durchflussmessung (Abbildungen 11 und 12)
          Bei diesen Systemen wird die Probe dem Hauptabgasstrom durch Einstellung des Verdünnungsluftdurchflusses und des
          Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases entnommen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der Differenz der beiden
          Durchsätze bestimmt. Die Durchflussmesser müssen aufeinander bezogen präzise kalibriert sein, da die relative Größe der
          beiden Durchsätze bei größeren Verdünnungsverhältnissen zu bedeutenden Fehlern führen kann . Die Durchflussregelung
          erfolgt sehr direkt, indem der Durchsatz des verdünnten Abgases konstant gehalten und der Verdünnungsluftdurchsatz bei
          Bedarf geändert wird.
          Damit die Vorteile von Teilstrom-Verdünnungssystemen voll zum Tragen kommen, ist besondere Aufmerksamkeit auf die
          Vermeidung von Partikelverlusten im Übertragungsrohr, auf die Gewährleistung der Entnahme einer repräsentativen Probe
          aus dem Motorabgas und auf die Bestimmung des Teilungsverhältnisses zu richten.
          Bei den beschriebenen Systemen werden diese kritischen Punkte berücksichtigt.
 ---pagebreak--- L 146/92                  DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                                                                Abbildung 4
                         Teilstrom-Verdünnungssystem mit isokinetischer Sonde und Teilprobenahme (SB-Regelung)
                     DAF          PB        FM1                        l>                              SB
                                                                       10*d             PSP
                                                                              d
                                                                                                             Entlüf
              Luft                                                                                           -tung
                                                                          DT          PTT
                                                           TT        s. Abb. 14
                                                                                       zum Partikel-
                                                                                       e Probenahme-
                                                                                           system
                                 ISP
                                                        DPT
                                  EP                   delta
                                                       p
                                                                            FC1
                                      Abgas
    Unverdünntes Abgas wird mit Hilfe der isokinetischen Probenahmesonde ISP aus dem Auspuffrohr EP durch das Übertragungsrohr
    TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Differenzdruck des Abgases zwischen Auspuffrohr und Sondeneinlass wird mit dem
    Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen. Dieses Signal wird an den Durchflussregler FC1 übermittelt, der das Ansauggebläse SB so
    regelt, dass am Eintritt der Sonde ein Differenzdruck von Null aufrechterhalten wird. Unter diesen Bedingungen stimmen die
    Abgasgeschwindigkeiten in EP und ISP überein, und der Durchfluss durch ISP und TT ist ein konstanter Bruchteil des Abgasstroms.
    Das Teilungsverhältnis wird anhand der Querschnittsflächen von EP und ISP bestimmt. Der Verdünnungsluftdurchsatz wird mit dem
    Durchflussmessgerät FM1 gemessen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand des Verdünnungsluftdurchsatzes und des
    Teilungsverhältnisses berechnet.
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                                                               Abbildung 5
                        Teilstrom-Verdünnungssystem mit isokinetischer Sonde und Teilprobenahme (PB-Regelung)
                    DAF              FM1                              l>                              SB
                                                                                                             Entlüf-
                                                                      10*d            PSP                    tung
                                                                             d
             Luft
                                      TT                                 DT          PTT
                                                                     s. Abb. 14         zum Partikel-
                                                                                        e Probenahme-
                                                                                           system
                   ISP                                  PB
                     EP
                                              DPT               FC1
                          Abgas             delta
   Unverdünntes Abgas wird mit Hilfe der isokinetischen Probenahmesonde ISP aus dem Auspuffrohr EP durch das Übertragungsrohr
   TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Differenzdruck des Abgases zwischen Auspuffrohr und Sondeneinlass wird mit dem
   Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen. Dieses Signal wird an den Durchflussregler FC1 übermittelt, der das Ansauggebläse SB so
   regelt, dass am Eintritt der Sonde ein Differenzdruck von Null aufrechterhalten wird. Dazu wird ein kleiner Teil der
   Verdünnungsluft, deren Durchsatz bereits mit dem Durchflussmessgerät FM1 gemessen wurde, entnommen und mit Hilfe einer
   pneumatischen Blende in das TT eingeleitet. Unter diesen Bedingungen stimmen die Abgasgeschwindigkeiten in EP und ISP
   überein, und der Durchfluss durch ISP und TT ist ein konstanter Bruchteil des Abgasstroms. Das Teilungsverhältnis wird anhand der
   Querschnittsflächen von EP und ISP bestimmt. Die Verdünnungsluft wird vom Ansauggebläse SB durch den DT gesogen und der
   Durchsatz mittels FM1 am Einlass zum DT gemessen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand des Verdünnungsluftdurchsatzes und
   des Teilungsverhältnisses berechnet.
 ---pagebreak--- L 146/94                DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                   30.4.2004
                                                              Abbildung 6
                               Teilstrom-Verdünnungssystem mit CO2- oder Nox-Konzentrationsmessung
                                                           und Teilprobenahme
                               FC2            EGA                               EGA
                                    wahlweise
                         DAF       zu PB oder SB                    l > 10*d                     SB
                                                                             d
                                                                                 PSP
                                                                                                     Entlüf-
                  Luft             PB                                    DT
                                                                                                     tung
                                                                                  PTT
                                                                                   zum Partikel-
                                                          TT         s. Abb. 14
                                                                                     Probenahme-
                        EGA                                                           system
                                                   SP
                                   EP
                                        Abgas
    Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT in den
    Verdünnungstunnel DT geleitet. Die Konzentrationen eines Tracergases (CO2 oder NOx) werden mit dem (den) Abgasanalysator(en)
    EGA im unverdünnten und verdünnten Abgas sowie in der Verdünnungsluft gemessen. Diese Signale werden an den
    Durchflussregler FC2 übermittelt, der entweder das Druckgebläse PB oder das Ansauggebläse SB so regelt, dass im DT das
    gewünschte Teilungs- und Verdünnungsverhältnis des Abgases aufrechterhalten wird. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der
    Konzentrationen des Tracergases im unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft berechnet.
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                     L 146/95
                                                              Abbildung 7
                                     Teilstrom-Verdünnungssystem mit CO2-Konzentrationsmessung,
                                               Kohlenstoffbilanz und Gesamtprobenahme
                              FC2            EGA                                        EGA
                              wahlweise zu P
                       DAF
                                                                                            PTT
                                                                          d
                  Luft            PB                                   DT
                                                                                        PSS
                                                        TT
                                                                                                    FH
                      G FUEL
                                                                 wahlweise von                     P
                                                  SP             FC2
                                  EP
                                                                                       Einzelheiten s. Abb.
                                                                                       15
                                       Abgase
   Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT in den
   Verdünnungstunnel DT geleitet. Die CO2-Konzentrationen werden mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA im verdünnten Abgas
   und in der Verdünnungsluft gemessen. Die Signale über den CO2- und Kraftstoffdurchfluss GFUEL werden entweder an den
   Durchflussregler FC2 oder an den Durchflussregler FC3 des Partikel-Probenahmesystems übermittelt (Abbildung 14). FC2 regelt das
   Druckgebläse PB und FC3 das Partikel-Probenahmesystem (Abbildung 14), wodurch die in das System eintretenden und es
   verlassenden Ströme so eingestellt werden, dass im DT das gewünschte Teilungs- und Verdünnungsverhältnis der Abgase aufrecht-
   erhalten wird. Das Verdünnungsverhältnis wird unter Verwendung der Kohlenstoffbilanzmethode anhand der CO2-Konzentrationen
   und des GFUEL berechnet.
 ---pagebreak--- L 146/96                  DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                     30.4.2004
                                                                 Abbildung 8
                                           Teilstrom-Verdünnungssystem mit Einfach-Venturi-Rohr,
                                                  Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
                                        EGA                                        EGA
                          DAF              PB                          l>
                                                                       10*d
                                                                 VN          d PSP
                Luft                                                                                Entlüf
                                                                          DT        PTT             -tung
                                                           TT
                                                                  s. Abb. 14         zum Partikel-
                                                                                      Probenahme-
                                                                                       system
                                                   SP
                                 EP                        EGA
                                      Abgas
    Unverdünntes Abgas wird aufgrund des Unterdrucks, den das Venturi-Rohr VN im DT erzeugt, aus dem Auspuffrohr EP durch die
    Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Gasdurchsatz durch das TT hängt vom
    Impulsaustausch im Venturibereich ab und wird somit von der absoluten Temperatur des Gases am Ausgang des TT beeinflusst.
    Folglich ist die Abgasteilung bei einem bestimmten Tunneldurchsatz nicht konstant, und das Verdünnungsverhältnis ist bei geringer
    Last etwas kleiner als bei hoher Last. Die Konzentrationen des Tracergases (CO2 oder NOx) werden mit dem (den)
    Abgasanalysator(en) EGA im unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft gemessen, und das Ver-
    dünnungsverhältnis wird anhand der gemessenen Werte errechnet.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/97
                                                             Abbildung 9
             Teilstrom-Verdünnungssystem, Doppel-Venturi-Rohr oder -Blende, Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
                                            EGA                                     EGA
                    DAF                PCV2                        l > 10*d
                                                                                                HE
                                                                            d
                                                                                PSP
           Luft
                               PB                                      DT         PTT
                                                                 s. Abb. 14      zum Partikel
                           PCV1                         TT
                                                                                 Probenahme-
                                                                                  system        SB
                   EP
                                                                                                  Entlüftung
                          FD1
                                 FD2
                                              EGA
                      Abgas
   Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT zum
   Verdünnungstunnel DT geleitet, und zwar mittels eines Mengenteilers, der ein Paar Blenden oder Venturi-Rohre enthält. Der erste
   Mengenteiler (FD1) befindet sich im EP, der zweite (FD2) im TT. Zusätzlich sind zwei Druckregelventile (PCV1 und PCV2)
   erforderlich, damit durch Regelung des Gegendrucks in der EP und des Drucks im DT eine konstante Abgasteilung aufrechterhalten
   werden kann. PCV1 befindet sich stromabwärts der SP im EP, PCV2 zwischen dem Druckgebläse PB und dem DT. Die
   Konzentrationen des Tracergases (CO2 oder NOx) werden im unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der
   Verdünnungsluft mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA gemessen. Sie werden zur Überprüfung der Abgasteilung benötigt und
   können zur Einstellung von PCV1 und PCV2 im Interesse einer präzisen Teilungsregelung verwendet werden. Das
   Verdünnungsverhältnis wird anhand der Tracergaskonzentrationen berechnet.
 ---pagebreak--- L 146/98                DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                      30.4.2004
                                                             Abbildung 10
                                        Teilstrom-Verdünnungssystem mit Mehrfachröhrenteilung,
                                               Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
                                          EGA                                       EGA
                            DAF                                      l>                          HE
                                                                     10*d
              Luft                                                          d
                                                                   DT            PSP
                                                                  s. Abb. 14
                                                                                 PTT
                        Frischlufteinblas                                           zum Partikel-       SB
                                                                                    e Probenahme-
                        ung                                                            system
                  EGA                              TT
                                                                          FC1
                                                                DPT                      DAF           Ent-
                         FD3                                                                           lüftung
                                                                                      Luft
                                                               DC
                 EP
    Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT zum
    Verdünnungstunnel DT geleitet, und zwar mittels eines im EP angebrachten Mengenteilers, der aus einer Reihe von Röhren mit
    gleichen Abmessungen besteht (Durchmesser, Länge und Biegungshalbmesser gleich). Das durch eine dieser Röhren strömende
    Abgas wird zum DT geleitet, das durch die übrigen Röhren strömende Abgas wird durch die Dämpfungskammer DC geleitet. Die
    Abgasteilung wird also durch die Gesamtzahl der Röhren bestimmt. Eine konstante Teilungsregelung setzt zwischen der DC und dem
    Ausgang des TT einen Differenzdruck von Null voraus, der mit dem Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen wird. Ein
    Differenzdruck von Null wird erreicht, indem in den DT am Ausgang des TT Frischluft eingespritzt wird. Die Konzentrationen des
    Tracergases (CO2 oder NOx) werden im unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft mit dem (den)
    Abgasanalysator(en) EGA gemessen. Sie werden zur Überprüfung der Abgasteilung benötigt und können zur Einstellung von PCV1
    und PCV2 im Interesse einer präzisen Teilungsregelung verwendet werden. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der
    Tracergaskonzentrationen berechnet.
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                         L 146/99
                                                           Abbildung 11
                            Teilstrom-Verdünnungssystem mit Durchsatzregelung und Gesamtprobenahme
                             FC2
                   DAF             wahlweise zu P (PSS)
                                                                         d                        PTT
                                      FM1                           DT                   PSS
                                                     TT                                              FH
                GEX
                H oder                                                                       P
                  GAIR
                                              SP                                                   Ent-
                    oder
                                             EP                                                    lüftung
                 GFUEL
                                                                                        Einzelheiten s. Abb. 15
                                   Abgas
   Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT in den
   Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Gesamtdurchfluss durch den Tunnel wird mit dem Durchflussregler FC3 und der
   Probenahmepumpe P des Partikel-Probenahmesystems eingestellt (Abbildung 16).
   Der Verdünnungsluftdurchfluss wird mit dem Durchflussregler FC2 geregelt, der GEXH, GAIR oder GFUEL als Steuersignale zur
   Herbeiführung der gewünschten Abgasteilung verwenden kann. Der Probedurchfluss in den DT ist die Differenz aus dem
   Gesamtdurchfluss und dem Verdünnungsluftdurchfluss. Der Verdünnungsluftdurchsatz wird mit dem Durchflussmessgerät FM1 und
   der Gesamtdurchsatz mit dem Durchflussmessgerät FM3 des Partikel-Probenahmesystems gemessen (Abbildung 14). Das
   Verdünnungsverhältnis wird anhand dieser beiden Durchsätze berechnet.
 ---pagebreak--- L 146/100                DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
                                                                Abbildung 12
                                 Teilstrom-Verdünnungssystem mit Durchsatzregelung und Teilprobenahme
                                  FC2
                                     zu PB
                                     oder SB
                       DAF                                             l>                             SB
                                                                       10*d
                                                                    DT       d PSP
                 Luft
                                  PB       FM1
                                                                                PTT
                                                          TT     s. Abb. 14       zum Partikel-    FM2
                                                                                  Probenahme-
                      GEX                                                            system
                      H oder                                                      s. Abb. 14
                        GAIR
                                                   SP
                         oder
                       GFUEL                      EP
                                                                                                       Entlüf
                                                                                                       -tung
                                       Abgas
    Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das Übertragungsrohr TT in den
    Verdünnungstunnel DT geleitet. Die Abgasteilung und der Durchfluss in den DT werden mit dem Durchflussregler FC2 geregelt, der
    die Durchflüsse (oder Drehzahlen) des Druckgebläses PB und des Ansauggebläses SB entsprechend einstellt. Dies ist möglich, weil
    die mit dem Partikel-Probenahmesystem entnommene Probe in den DT zurückgeführt wird. Als Steuersignale für FC2 können
    GEXH, GAIR oder GFUEL verwendet werden. Der Verdünnungsluftdurchsatz wird mit dem Durchflussmessgerät FM1, der
    Gesamtdurchsatz mit dem Durchflussmessgerät FM2 gemessen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand dieser beiden Durchsätze
    berechnet.
    Beschreibung - Abbildungen 4 bis 12
    -       EP: Auspuffrohr
            Das Auspuffrohr kann isoliert sein. Um die Wärmeträgheit des Auspuffrohrs zu verringern, wird ein Verhältnis
            Stärke/Durchmesser von höchstens 0,015 empfohlen. Die Verwendung flexibler Abschnitte ist auf ein Verhältnis
            Stärke/Durchmesser von höchstens 12 zu begrenzen. Biegungen sind auf ein Mindestmaß zu begrenzen, um
            Trägheitsablagerungen zu verringern. Gehört zu dem System ein Prüfstand-Schalldämpfer, so kann auch dieser isoliert
            werden.
            Bei einem isokinetischen System muss das Auspuffrohr vom Eintritt der Sonde ab stromaufwärts mindestens sechs
            Rohrdurchmesser und stromabwärts drei Rohrdurchmesser frei von scharfen Krümmungen, Biegungen und plötzlichen
            Durchmesseränderungen sein. Die Gasgeschwindigkeit muss im Entnahmebereich höher als 10 m/s sein; dies gilt nicht für
            den Leerlauf. Druckschwankungen der Abgase dürfen im Durchschnitt ± 500 Pa nicht übersteigen. Jede Maßnahme zur
            Vermeidung der Druckschwankungen, die über die Verwendung einer Fahrzeug-Auspuffanlage (einschließlich
            Schalldämpfer und Nachbehandlungsanlage) hinausgeht, darf die Motorleistung nicht verändern und zu keiner
            Partikelablagerung führen.
            Bei Systemen ohne isokinetische Sonde wird ein gerades Rohr empfohlen, das stromaufwärts vom Eintritt der Sonde den
            sechsfachen Rohrdurchmesser und stromabwärts von diesem Punkt den dreifachen Rohrdurchmesser haben muss.
    -       SP: Probenahmesonde (Abbildungen 6 bis 12)
            Der Innendurchmesser muss mindestens 4 mm betragen. Das Verhältnis der Durchmesser von Auspuffrohr und Sonde muss
            mindestens vier betragen. Die Sonde muss eine offene Röhre sein, die der Strömungsrichtung zugewandt in der Mittellinie
            des Auspuffrohrs angebracht ist, oder es muss sich um eine Mehrlochsonde - wie unter SP1 in Abschnitt 1.1.1 beschrieben -
            handeln.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 146/101
   -      ISP: Isokinetische Probenahmesonde (Abbildungen 4 und 5)
          Die isokinetische Probenahmesonde ist der Strömungsrichtung zugewandt in der Mittellinie des Auspuffrohrs an einem Punkt
          anzubringen, an dem die im Abschnitt EP beschriebenen Strömungsbedingungen herrschen; sie ist so auszulegen, dass eine
          verhältnisgleiche Probenahme aus dem unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Der Innendurchmesser muss mindestens
          12 mm betragen.
          Ein Reglersystem ist erforderlich, damit durch Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von Null zwischen dem EP und der
          ISP eine isokinetische Abgasteilung erreicht wird. Unter diesen Bedingungen sind die Abgasgeschwindigkeiten im EP und in
          der ISP gleich, und der Massendurchfluss durch die ISP ist ein konstanter Bruchteil des Abgasstroms. Die ISP muss an einen
          Differenzdruckaufnehmer angeschlossen werden. Die Regelung, mit der zwischen dem EP und der ISP ein Differenzdruck
          von Null erreicht wird, erfolgt über die Drehzahl des Gebläses oder über den Durchflussregler.
   -      FD1, FD2: Mengenteiler (Abbildung 9)
          Ein Paar Venturi-Rohre oder Blenden wird im Auspuffrohr EP bzw. im Übertragungsrohr TT angebracht, damit eine
          verhältnisgleiche Probenahme aus dem unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Das aus den beiden Druckregelventilen PCV1
          und PCV2 bestehende Reglersystem wird benötigt, damit eine verhältnisgleiche Aufteilung mittels Regelung der Drücke im
          EP und DT erfolgen kann.
   -      FD3: Mengenteiler (Abbildung 10)
          Ein Satz Röhren (Mehrfachröhreneinheit) wird im Auspuffrohr EP angebracht, damit eine verhältnisgleiche Probenahme aus
          dem unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Eine dieser Röhren leitet Abgas zum Verdünnungstunnel DT, das Abgas aus den
          übrigen Röhren strömt in eine Dämpfungskammer DC. Die Röhren müssen gleiche Abmessungen aufweisen (Durchmesser,
          Länge, Biegungshalbmesser gleich); demzufolge ist die Abgasteilung von der Gesamtzahl der Röhren abhängig. Ein
          Reglersystem wird benötigt, damit durch Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von Null zwischen der Einmündung der
          Mehrfachröhreneinheit in die DC und dem Ausgang des TT eine verhältnisgleiche Aufteilung erfolgen kann. Unter diesen
          Bedingungen herrschen im EP und in FD3 proportionale Abgasgeschwindigkeiten, und der Durchfluss im TT ist ein
          konstanter Bruchteil des Abgasdurchflusses. Die beiden Punkte müssen an einen Differenzdruckaufnehmer DPT
          angeschlossen sein. Die Regelung zur Herstellung eines Differenzdrucks von Null erfolgt über den Durchflussregler FC1.
   -      EGA: Abgasanalysator (Abbildungen 6 bis 10)
          Es können CO2- oder NOx-Analysatoren verwendet werden (bei der Kohlenstoffbilanzmethode nur CO2-Analysatoren). Die
          Analysatoren sind ebenso zu kalibrieren wie die Analysatoren für die Messung der gasförmigen Emissionen. Ein oder
          mehrere Analysatoren können zur Bestimmung der Konzentrationsunterschiede verwendet werden.
          Die Messsysteme müssen eine solche Genauigkeit aufweisen, dass die Genauigkeit von GEDFW ± 4 % beträgt.
   -      TT: Übertragungsrohr (Abbildungen 4 bis 12)
          Das Übertragungsrohr für die Partikelprobe muss
          -       so kurz wie möglich, jedoch nicht länger als 5 m sein,
          -       einen Durchmesser haben, der gleich dem Durchmesser der Sonde oder größer, jedoch nicht größer als 25 mm ist,
          -       den Ausgang in der Mittellinie des Verdünnungstunnels haben und in Strömungsrichtung zeigen.
          Rohre von einer Länge bis zu einem Meter sind mit einem Material zu isolieren, dessen maximale Wärmeleitfähigkeit
          0,05 W/(m × K) beträgt, wobei die Stärke der Isolierschicht dem Durchmesser der Sonde entspricht. Rohre von mehr als
          einem Meter Länge sind zu isolieren und so zu beheizen, dass die Wandtemperatur mindestens 523 K (250 °C) beträgt.
          Wahlweise können die erforderlichen Wandtemperaturen des Übertragungsrohrs auch durch Standardberechnungen der
          Wärmeübertragung bestimmt werden.
   -      DPT: Differenzdruckaufnehmer (Abbildungen 4, 5 und 10)
          Der größte Messbereich des Differenzdruckaufnehmers muss ± 500 Pa betragen.
   -      FC1: Durchflussregler (Abbildungen 4, 5 und 10)
          Bei den isokinetischen Systemen (Abbildungen 4 und 5) wird der Durchflussregler zur Aufrechterhaltung eines
          Differenzdrucks von Null zwischen dem EP und der ISP benötigt. Die Einstellung kann folgendermaßen erfolgen:
          a)      durch Regelung der Drehzahl oder des Durchflusses des Ansauggebläses (SB) und Konstanthalten der Drehzahl des
                  Druckgebläses (PB) bei jeder Prüfphase (Abbildung 4)
          oder
 ---pagebreak--- L 146/102                 DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                     30.4.2004
            b)       durch Einstellung des Ansauggebläses (SB) auf einen konstanten Massendurchfluss des verdünnten Abgases und
                     Regelung des Durchflusses des Druckgebläses PB, wodurch der Durchfluss der Abgasprobe in einem Bereich am
                     Ende des Übertragungsrohrs (TT) geregelt wird (Abbildung 5).
            Bei Systemen mit geregeltem Druck darf der verbleibende Fehler in der Steuerschleife ± 3 Pa nicht übersteigen. Die
            Druckschwankungen im Verdünnungstunnel dürfen im Durchschnitt ± 250 Pa nicht übersteigen.
    Bei Mehrfachröhrensystemen (Abbildung 10) wird der Durchflussregler zur Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von Null
    zwischen dem Auslass der Mehrfachröhreneinheit und dem Ausgang des TT benötigt, damit der Abgasstrom verhältnisgleich
    aufgeteilt wird. Die Einstellung kann durch Regelung des Durchsatzes der eingeblasenen Luft erfolgen, die am Ausgang des TT in
    den DT einströmt.
    -       PCV1, PCV2: Druckregelventile (Abbildung 9)
            Zwei Druckregelventile werden für das Doppelventuri-/Doppelblenden-System benötigt, damit durch Regelung des
            Gegendrucks des EP und des Drucks im DT eine verhältnisgleiche Stromteilung erfolgen kann. Die Ventile müssen sich
            stromabwärts der SP im EP und zwischen PB und DT befinden.
    -       DC: Dämpfungskammer (Abbildung 10)
            Am Ausgang des Mehrfachröhrensystems ist eine Dämpfungskammer anzubringen, um die Druckschwankungen im
            Auspuffrohr EP so gering wie möglich zu halten.
    -       VN: Venturi-Rohr (Abbildung 8)
            Ein Venturi-Rohr wird im Verdünnungstunnel DT angebracht, um im Bereich des Ausgangs des Übertragungsrohrs TT einen
            Unterdruck zu erzeugen. Der Gasdurchsatz im TT wird durch den Impulsaustausch im Venturibereich bestimmt und ist im
            Grund dem Durchsatz des Druckgebläses PB proportional, so dass ein konstantes Verdünnungsverhältnis erzielt wird. Da der
            Impulsaustausch von der Temperatur am Ausgang des TT und vom Druckunterschied zwischen dem EP und dem DT
            beeinflusst wird, ist das tatsächliche Verdünnungsverhältnis bei geringer Last etwas kleiner als bei hoher Last.
    -       FC2: Durchflussregler (Abbildungen 6, 7, 11 und 12; wahlfrei)
            Zur Durchflussregelung am Druckgebläse PB und/oder Ansauggebläse SB kann ein Durchflussregler verwendet werden. Er
            kann an den Abgasstrom- oder den Kraftstrom- und/oder an den CO2- oder NOx-Differenzsignalgeber angeschlossen sein.
            Wird ein Druckluftversorgungssystem (Abbildung 11) verwendet, regelt der FC2 unmittelbar den Luftstrom.
    -       FM1: Durchflussmessgerät (Abbildungen 6, 7, 11 und 12)
            Gasmessgerät oder sonstiges Durchflussmessgerät zur Messung des Verdünnungsluftdurchflusses. FM1 ist wahlfrei, wenn
            das PB für die Durchflussmessung kalibriert ist.
    -       FM2: Durchflussmessgerät (Abbildung 12)
            Gasmessgerät oder sonstiges Durchflussmessgerät zur Messung des Durchflusses des verdünnten Abgases. FM2 ist wahlfrei,
            wenn das Ansauggebläse SB für die Durchflussmessung kalibriert ist.
    -       PB: Druckgebläse (Abbildungen 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 12)
            Zur Steuerung des Verdünnungsluftdurchsatzes kann das PB an die Durchflussregler FC1 und FC2 angeschlossen sein. Ein
            PB ist nicht erforderlich, wenn eine Absperrklappe verwendet wird. Ist das PB kalibriert, kann es zur Messung des
            Verdünnungsluftdurchflusses verwendet werden.
    -       SB: Ansauggebläse (Abbildungen 4, 5, 6, 9, 10 und 12)
            Nur für Teilprobenahmesysteme. Ist das SB kalibriert, kann es zur Messung des Durchflusses des verdünnten Abgases
            verwendet werden.
    -       DAF: Verdünnungsluftfilter (Abbildungen 4 bis 12)
            Es wird empfohlen, die Verdünnungsluft zu filtern und durch Aktivkohle zu leiten, damit Hintergrund-Kohlenwasserstoffe
            entfernt werden. Die Verdünnungsluft muss eine Temperatur von 298 K (25 °C) ± 5 K haben.
            Auf Antrag des Herstellers ist nach guter technischer Praxis eine Verdünnungsluftprobe zur Bestimmung des Raumluft-
            Partikelgehalts zu nehmen, der dann von den in den verdünnten Abgasen gemessenen Werten abgezogen werden kann.
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   -        PSP: Partikel-Probenahmesonde (Abbildungen 4, 5, 6, 8, 9, 10 und 12)
            Die Sonde bildet den vordersten Abschnitt des PTT und
            -       muss gegen den Strom gerichtet an einem Punkt angebracht sein, wo die Verdünnungsluft und die Abgase gut
                    vermischt sind, d. h. in der Mittellinie des Verdünnungstunnels DT ungefähr 10 Tunneldurchmesser stromabwärts
                    von dem Punkt gelegen, wo die Abgase in den Verdünnungstunnel eintreten;
            -       muss einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm haben;
            -       kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von höchstens
                    325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den
                    Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt;
            -       können isoliert sein.
   -        DT: Verdünnungstunnel (Abbildungen 4 bis 12)
            Der Verdünnungstunnel
            -       muss so lang sein, dass sich die Abgase bei turbulenten Strömungsbedingungen vollständig mit der Verdünnungsluft
                    mischen können;
            -       muss aus rostfreiem Stahl bestehen und
                    -        bei Verdünnungstunneln mit einem Innendurchmesser über 75 mm ein Verhältnis Stärke/Durchmesser von
                             höchstens 0,025 aufweisen,
                    -        bei Verdünnungstunneln mit einem Innendurchmesser bis zu 75 mm eine nominelle Wanddicke von
                             mindestens 1,5 mm haben;
            -       muss bei einem Teilprobenahmesystem einen Durchmesser von mindestens 75 mm haben;
            -       sollte bei einem Gesamtprobenahmesystem möglichst einen Durchmesser von mindestens 25 mm haben.
            -       kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von höchstens
                    325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den
                    Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt
            -       können isoliert sein.
                    Die Motorabgase müssen gründlich mit der Verdünnungsluft vermischt werden. Bei Teilprobenahmesystemen ist die
                    Mischqualität nach Inbetriebnahme bei laufendem Motor mittels eines CO2-Profils des Tunnels zu überprüfen
                    (mindestens vier gleichmäßig verteilte Messpunkte). Bei Bedarf kann eine Mischblende verwendet werden.
                    ANMERKUNG:               Beträgt die Umgebungstemperatur in der Nähe des Verdünnungstunnels (DT) weniger als
                                             293 K (20 °C), so sollte für eine Vermeidung von Partikelverlusten an den kühlen Wänden
                                             des Verdünnungstunnels gesorgt werden. Daher wird eine Beheizung und/oder Isolierung des
                                             Tunnels innerhalb der oben angegebenen Grenzwerte empfohlen.
                    Bei hoher Motorlast kann der Tunnel durch nichtaggressive Mittel wie beispielsweise einen Umlüfter gekühlt
                    werden, solange die Temperatur des Kühlmittels nicht weniger als 293 K (20 °C) beträgt.
                    -        HE: Wärmeaustauscher (Abbildungen 9 und 10)
                    Der Wärmeaustauscher muss eine solche Leistung aufweisen, dass die Temperatur am Einlass zum Ansauggebläse
                    SB von der bei der Prüfung beobachteten durchschnittlichen Betriebstemperatur um höchstens ± 11 K abweicht.
   1.2.1.2. Vollstrom-Verdünnungssystem (Abbildung 13)
                    Es wird ein Verdünnungssystem beschrieben, das unter Verwendung des CVS-Konzepts (Constant Volume
                    Sampling) auf der Verdünnung des gesamten Abgasstroms beruht. Das Gesamtvolumen des Gemischs aus Abgas und
                    Verdünnungsluft muss gemessen werden. Es kann entweder ein PDP- oder ein CFV- oder ein SSV-System verwendet
                    werden.
                    Für die anschließende Sammlung der Partikel wird eine Probe des verdünnten Abgases durch das Partikel-
                    Probenahmesystem geleitet (Abschnitt 1.2.2, Abbildungen 14 und 15). Geschieht dies direkt, spricht man von
                    Einfachverdünnung. Wird die Probe in einem Sekundärverdünnungstunnel erneut verdünnt, spricht man von
                    Doppelverdünnung. Letztere ist dann von Nutzen, wenn die Vorschriften in bezug auf die Filteranströmtemperatur
                    bei Einfachverdünnung nicht eingehalten werden können. Obwohl es sich beim Doppelverdünnungssystem zum Teil
                    um ein Verdünnungssystem handelt, wird es in Abschnitt 1.2.2 (Abbildung 15), als Unterart eines Partikel-
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          Probenahmesystems beschrieben, da es die meisten typischen Bestandteile eines Partikel-Probenahmesystems
          aufweist.
          Die gasförmigen Emissionen können auch im Verdünnungstunnel eines Vollstrom-Verdünnungssystems bestimmt
          werden. Daher werden die Probenahmesonden für die gasförmigen Bestandteile in Abbildung 13 dargestellt,
          erscheinen jedoch nicht bei den Beschreibungen. Die entsprechenden Vorschriften sind in Abschnitt 1.1.1 dargelegt.
          Beschreibungen - (Abbildung 13)
          -       EP: Auspuffrohr
                  Die Länge des Auspuffrohrs vom Auslass des Auspuffkrümmers, des Turboladers oder der
                  Nachbehandlungseinrichtung bis zum Verdünnungstunnel darf nicht mehr als 10 m betragen. Überschreitet
                  die Länge des Systems 4 m, sind über diesen Grenzwert hinaus alle Rohre mit Ausnahme eines etwaigen im
                  Auspuffsystem befindlichen Rauchmessgerätes zu isolieren. Die Stärke der Isolierschicht muss mindestens 25
                  mm betragen. Die Wärmeleitfähigkeit des Isoliermaterials darf, bei 673 K (400 °C) gemessen, höchstens
                  0,1 W/(m × K) betragen. Um die Wärmeträgheit des Auspuffrohrs zu verringern, wird ein Verhältnis
                  Stärke/Durchmesser von höchstens 0,015 empfohlen. Die Verwendung flexibler Abschnitte ist auf ein
                  Verhältnis Stärke/Durchmesser von höchstens 12 zu begrenzen.
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                                                        Abbildung 13
                                                Vollstrom-Verdünnungssystem
                                                         s. Abb. 3
                                                                     zum Abgas-
                                   zum Hintergrund??
                                                                     analysesystem
                   DAF                                                      HE    wahlweise
            Luft                                    PSP
                                                        PTT
                      Abgas            EP    s. Abb. 14
                                                                          wahlweise
                                  zum Partikel-Probenahmesystem       PDP
                                     oder DDS s. Abb. 15
                                                                                                    CFV oder
                                                            FC3                                     SSV
                                                bei Verwendung                                            Ent-
                                                von EFC                         Ent-
                                                                                                      lüftung
                                                                                lüftung-
                                                             FC3
            Die Gesamtmenge des unverdünnten Abgases wird im Verdünnungstunnel DT mit der Verdünnungsluft vermischt.
            Der Durchsatz des verdünnten Abgases wird entweder mit einer Verdrängerpumpe PDP oder mit einem Venturi-Rohr
            mit kritischer Strömung CFV oder mit einer kritisch betriebenen Venturidüse SSV gemessen. Ein Wärmeaustauscher
            HE oder eine elektronische Durchflussmengenkompensation EFC kann für eine verhältnisgleiche Partikel-
            Probenahme und für die Durchflussbestimmung verwendet werden. Da die Bestimmung der Partikelmasse auf dem
            Gesamtdurchfluss des verdünnten Abgases beruht, ist die Berechnung des Verdünnungsverhältnisses nicht
            erforderlich.
          - PDP: Verdrängerpumpe
            Die PDP misst den Gesamtdurchfluss des verdünnten Abgases aus der Anzahl der Pumpenumdrehungen und dem
            Pumpenkammervolumen. Der Abgasgegendruck darf durch die PDP oder das Verdünnungslufteinlasssystem nicht
            künstlich gesenkt werden. Der mit laufendem CVS-System gemessene statische Abgasgegendruck muss bei einer
            Toleranz von ± 1,5 kPa im Bereich des statischen Drucks bleiben, der bei gleicher Motordrehzahl und Belastung ohne
            Anschluss an das CVS gemessen wurde.
            Die unmittelbar vor dem PDP gemessene Temperatur des Gasgemischs muss bei einer Toleranz von ± 6 K innerhalb
            des Durchschnittswerts der während der Prüfung ermittelten Betriebstemperatur bleiben, wenn keine
            Durchflussmengenkompensation erfolgt.
            Eine Durchflussmengenkompensation darf nur angewendet werden, wenn die Temperatur am Einlass der PDP 323 K
            (50 °C) nicht überschreitet.
          - CFV: Venturi-Rohr mit kritischer Strömung
            Das CFV wird zur Messung des Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases unter Sättigungsbedingungen (kritische
            Strömung) benutzt. Der mit dem im Betrieb befindlichen CFV-System gemessene statische Abgasgegendruck muss
            bei einer Toleranz von ± 1,5 kPa im Bereich des statischen Drucks bleiben, der bei gleicher Motordrehzahl und
            Belastung ohne Anschluss an das CFV gemessen wurde. Die unmittelbar vor dem CFV gemessene Temperatur des
            Gasgemischs muss bei einer Toleranz von ± 11 K innerhalb des Durchschnittswerts der während der Prüfung
            ermittelten Betriebstemperatur bleiben, wenn keine Durchflussmengenkompensation erfolgt.
          - SSV: kritisch betriebene Venturidüse
            Das SSV wird zur Messung des Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases als Funktion von Eintrittsdruck,
            Eintrittstemperatur, Druckabfall zwischen SSV-Eintritt und -verengung benutzt. Der mit dem im Betrieb befindlichen
            SSV-System gemessene statische Abgasgegendruck muss bei einer Toleranz von ± 1,5 kPa im Bereich des statischen
            Drucks bleiben, der bei gleicher Motordrehzahl und Belastung ohne Anschluss an das SSV gemessen wurde. Die
 ---pagebreak--- L 146/106         DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                       30.4.2004
            unmittelbar vor dem SSV gemessene Temperatur des Gasgemischs muss bei einer Toleranz von ± 11 K innerhalb des
            Durchschnittswerts der während der Prüfung ermittelten Betriebstemperatur bleiben, wenn keine
            Durchflussmengenkompensation erfolgt.
          - HE: Wärmeaustauscher (bei Anwendung von EFC wahlfrei)
            Die Leistung des Wärmeaustauschers muss ausreichen, um die Temperatur innerhalb der obengenannten Grenzwerte
            zu halten.
          - EFC: Elektronische Durchflusskompensation (bei Anwendung eines HE wahlfrei)
            Wird die Temperatur an der Einlassöffnung der PDP oder des CFV oder der SSV nicht konstant gehalten, ist zum
            Zweck einer kontinuierlichen Messung der Durchflussmenge und zur Regelung der verhältnisgleichen Probenahme
            im Partikelsystem ein elektronisches Durchflusskompensations-System erforderlich. Daher werden die Signale des
            kontinuierlich gemessenen Durchsatzes verwendet, um den Probendurchsatz durch die Partikelfilter des Partikel-
            Probenahmesystems entsprechend zu korrigieren (Abbildungen 14 und 15).
          - DT: Verdünnungstunnel
            Der Verdünnungstunnel
            -       muss einen genügend kleinen Durchmesser haben, um eine turbulente Strömung zu erzeugen (Reynolds-Zahl
                    größer als 4000), und hinreichend lang sein, damit sich die Abgase mit der Verdünnungsluft vollständig
                    vermischen. Eine Mischblende kann verwendet werden;
            -       muss einen Durchmesser von mindestens 75 mm haben;
            -       kann isoliert sein.
            Die Motorabgase sind an dem Punkt, wo sie in den Verdünnungstunnel einströmen, stromabwärts zu richten und
            vollständig zu mischen.
            Bei Einfachverdünnung wird eine Probe aus dem Verdünnungstunnel in das Partikel-Probenahmesystem geleitet
            (Abschnitt 1.2.2, Abbildung 14). Die Durchflussleistung der PDP oder des CFV oder des SSV muss ausreichend sein,
            um die Temperatur des verdünnten Abgasstroms unmittelbar von dem Primärpartikelfilter auf weniger oder gleich
            325 K (52 °C) zu halten.
            Bei Doppelverdünnung wird eine Probe aus dem Verdünnungstunnel zur weiteren Verdünnung in den
            Sekundärtunnel und darauf durch die Probenahmefilter geleitet (Abschnitt 1.2.2, Abbildung 15). Die
            Durchflussleistung des PDP oder des CFV oder des SSV muss ausreichend sein, um die Temperatur des verdünnten
            Abgasstroms im DT im Probenahmebereich auf weniger oder gleich 464 K (191 °C) zu halten. Das
            Sekundärverdünnungssystem muss genug Sekundärverdünnungsluft liefern, damit der doppelt verdünnte Abgasstrom
            unmittelbar vor dem Primärpartikelfilter auf einer Temperatur von weniger oder gleich 325 K (52 °C) gehalten
            werden kann.
          - DAF: Verdünnungsluftfilter
            Es wird empfohlen, die Verdünnungsluft zu filtern und durch Aktivkohle zu leiten, damit Hintergrund-
            Kohlenwasserstoffe entfernt werden. Die Verdünnungsluft muss eine Temperatur von 298 K (25 °C) ± 5 K haben.
            Auf Antrag des Herstellers ist nach guter technischer Praxis eine Verdünnungsluftprobe zur Bestimmung des
            Raumluft-Partikelgehalts zu nehmen, der dann von den in den verdünnten Abgasen gemessenen Werten abgezogen
            werden kann.
          - PSP: Partikel-Probenahmesonde
            Die Sonde bildet den vordersten Abschnitt des PTT und
            -       muss gegen den Strom gerichtet an einem Punkt angebracht sein, wo die Verdünnungsluft und die Abgase gut
                    vermischt sind, d. h. in der Mittellinie des Verdünnungstunnels DT ungefähr 10 Tunneldurchmesser
                    stromabwärts von dem Punkt gelegen, wo die Abgase in den Verdünnungstunnel eintreten;
            -       muss einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm haben;
            -       kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von
                    höchstens 325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in
                    den Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt;
            -       kann isoliert sein.
 ---pagebreak--- 30.4.2004              DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                       L 146/107
   1.2.2.        Partikel-Probenahmesystem (Abbildungen 14 und 15)
                 Das Partikel-Probenahmesystem wird zur Sammlung der Partikel auf dem Partikelfilter benötigt. Im Fall von
                 Teilstrom-Verdünnungssystemen mit Gesamtprobenahme, bei denen die gesamte Probe des verdünnten Abgases
                 durch die Filter geleitet wird, bilden das Verdünnungssystem (Abschnitt 1.2.1.1, Abbildungen 7 und 11) und das
                 Probenahmesystem in der Regel eine Einheit. Im Fall von Teilstrom- oder Vollstrom-Verdünnungssystemen mit
                 Teilprobenahme, bei denen nur ein Teil des verdünnten Abgases durch die Filter geleitet wird, sind das
                 Verdünnungssystem (Abschnitt 1.2.1.1, Abbildungen 4, 5, 6, 8, 9, 10 und 12, sowie Abschnitt 1.2.1.2, Abbildung 13)
                 und das Probenahmesystem in der Regel getrennte Einheiten.
                 In dieser Richtlinie gilt das Doppelverdünnungssystem (DVS, Abbildung 15) eines Vollstrom-Verdünnungssystems
                 als spezifische Unterart eines typischen Partikel-Probenahmesystems, wie es in Abbildung 14 dargestellt ist. Das
                 Doppelverdünnungssystem enthält alle wichtigen Bestandteile eines Partikel-Probenahmesystems, wie beispielsweise
                 Filterhalter und Probenahmepumpe, und darüber hinaus einige Merkmale eines Verdünnungssystems, wie
                 beispielsweise die Verdünnungsluftzufuhr und einen Sekundär-Verdünnungstunnel.
                 Um eine Beeinflussung der Steuerschleifen zu vermeiden, wird empfohlen, die Probenahmepumpe während des
                 gesamten Prüfverfahrens in Betrieb zu lassen. Bei der Einfachfiltermethode ist ein Bypass-System zu verwenden, um
                 die Probe zu den gewünschten Zeitpunkten durch die Probenahmefilter zu leiten. Beeinträchtigungen des
                 Schaltvorganges an den Steuerschleifen sind auf ein Mindestmaß zu begrenzen.
          Beschreibung - (Abbildungen 14 und 15)
          -      PSP: Partikel-Probenahmesonde (Abbildungen 14 und 15)
                 Die in den Abbildungen dargestellte Probenahmesonde bildet den vordersten Abschnitt des Partikelübertragungsrohrs
                 PTT. Die Sonde
          -      muss gegen den Strom gerichtet an einem Punkt angebracht sein, wo die Verdünnungsluft und die Abgase gut
                 vermischt sind, d. h. in der Mittellinie des Verdünnungstunnels DT des Verdünnungssystems (Abschnitt 1.2.1)
                 ungefähr 10 Tunneldurchmesser stromabwärts von dem Punkt gelegen, wo die Abgase in den Verdünnungstunnel
                 eintreten;
          -      muss einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm haben;
          -      kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von höchstens
                 325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den
                 Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt;
          -      kann isoliert sein.
 ---pagebreak--- L 146/108              DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                           30.4.2004
                                                           Abbildung 14
                                                    Partikel-Probenahmesystem
                                PTT         vom Verdünnungstunnel
                                            DT (Abb. 4 -13)
                                 BV
                                                   FH
                               P                                             wahlweise
                                                 FC3                         vom EGA
                                                                      oder
                                                                             vom PDP
                                                                      oder
                             FM3                                             vom CFV
                                                                      oder
                                                                            vom GFUEL
          Eine Probe des verdünnten Abgases wird mit Hilfe der Probenahmepumpe P durch die Partikel-Probenahmesonde PSP und
          das Partikelübertragungsrohr PTT aus dem Verdünnungstunnel DT eines Teilstrom- oder Vollstrom-Verdünnungssystems
          entnommen. Die Probe wird durch den (die) Filterhalter FH geleitet, in dem (denen) die Partikel-Probenahmefilter enthalten
          sind. Der Probendurchsatz wird mit dem Durchflussregler FC3 geregelt. Bei Verwendung der elektronischen
          Durchflussmengenkompensation EFC (Abbildung 13) dient der Durchfluss des verdünnten Abgases als Steuersignal für FC3.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                          L 146/109
                                                             Abbildung 15
                                              Verdünnungsanlage (nur für Vollstromsystem)
                               FM4       DP
                                                     SDT
                                                                             FH       P       FM3
                                                                     BV                               Entlüf-
                                                                                                      tung
                                                PTT
                           vom Verdün- BV wahlweise
                                                                                         FC3
                           nungstunnel DT                             PDP
                            s. Abb. 13                                  oder
                                                                       CFV
          Eine Probe des verdünnten Abgases wird durch die Partikel-Probenahmesonde PSP und das Partikelübertragungsrohr PTT
          aus dem Verdünnungstunnel DT eines Vollstrom-Verdünnungssystems in den Sekundärverdünnungstunnel SDT geleitet und
          dort nochmals verdünnt. Anschließend wird die Probe durch den (die) Filterhalter geleitet, in dem (denen) die Partikel-
          Probenahmefilter enthalten sind. Der Verdünnungsluftdurchsatz ist in der Regel konstant, während der Probendurchsatz mit
          dem Durchflussregler FC3 geregelt wird. Bei Verwendung der elektronischen Durchflussmengenkompensation EFC
          (Abbildung 13) dient der Durchfluss des gesamten verdünnten Abgases als Steuersignal für FC3.
          -       PTT: Partikelübertragungsrohr (Abbildungen 14 und 15)
                  Das Partikelübertragungsrohr darf höchstens 1 020 mm lang sein; seine Länge ist so gering wie möglich zu halten.
                  Die Abmessungen betreffen
                  -       beim Teilstrom-Verdünnungssystem mit Teilprobenahme und beim Vollstrom-Einfachverdünnungssystem
                          den Teil vom Sondeneintritt bis zum Filterhalter,
                  -       beim Teilstrom-Verdünnungssystem mit Gesamtprobenahme den Teil vom Ende des Verdünnungstunnels bis
                          zum Filterhalter,
                  -       beim Vollstrom-Doppelverdünnungssystem den Teil vom Sondeneintritt bis zum
                          Sekundärverdünnungstunnel.
                  Das Übertragungsrohr
                  -       kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von
                          höchstens 325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in
                          den Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt,
                  -       kann isoliert sein.
          -       SDT: Sekundärverdünnungstunnel (Abbildung 15)
                  Der Sekundärverdünnungstunnel sollte einen Durchmesser von mindestens 75 mm haben und so lang sein, dass die
                  doppelt verdünnte Probe mindestens 0,25 Sekunden in ihm verweilt. Die Halterung des Hauptfilters FH darf sich in
                  nicht mehr als 300 mm Abstand vom Ausgang des SDT befinden.
                  Der Sekundärverdünnungstunnel
                  -       kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von
                          höchstens 325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in
                          den Verdünnungstunnel 325 K (52 °C) nicht übersteigt,
                  -       kann isoliert sein.
          -       FH: Filterhalter (Abbildungen 14 und 15)
                  Für die Haupt- und Nachfilter dürfen entweder ein einziger Filterhalter oder separate Filterhalter verwendet werden.
                  Die Vorschriften von Anhang III Anlage 1 Abschnitt 1.5.1.3 müssen eingehalten werden.
 ---pagebreak--- L 146/110              DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                        30.4.2004
                 Die Filterhalter
                 -       können durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine Wandtemperatur von
                         höchstens 325 K (52 °C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur 325 K (52 °C) nicht
                         übersteigt,
                 -       können isoliert sein.
          -      P: Probenahmepumpe (Abbildungen 14 und 15)
                 Die Partikel-Probenahmepumpe muss so weit vom Tunnel entfernt sein, dass die Temperatur der einströmenden Gase
                 konstant gehalten wird (± 3 K), wenn keine Durchflusskorrektur mittels FC3 erfolgt.
          -      DP: Verdünnungsluftpumpe (Abbildung 15) (nur bei Vollstrom-Doppelverdünnung)
                 Die Verdünnungsluftpumpe ist so anzuordnen, dass die sekundäre Verdünnungsluft mit einer Temperatur von 298 K
                 (25 °C) ± 5 K zugeführt wird.
          -      FC3: Durchflussregler (Abbildungen 14 und 15)
                 Um eine Kompensation des Durchsatzes der Partikelprobe entsprechend von Temperatur- und
                 Gegendruckschwankungen im Probenweg zu erreichen, ist, falls keine anderen Mittel zur Verfügung stehen, ein
                 Durchflussregler zu verwenden. Bei Anwendung der elektronischen Durchflusskompensation EFC (Abbildung 13) ist
                 der Durchflussregler Vorschrift.
          -      FM3: Durchflussmessgerät (Abbildungen 14 und 15) (Durchfluss der Partikelprobe)
                 Das Gasmess- oder Durchflussmessgerät muss so weit von der Probenahmepumpe entfernt sein, dass die Temperatur
                 des einströmenden Gases konstant bleibt (± 3 K), wenn keine Durchflusskorrektur durch FC3 erfolgt.
          -      FM4: Durchflussmessgerät (Abbildung 15) (Verdünnungsluft, nur Vollstrom-Doppelverdünnung)
                 Das Gasmess- oder Durchflussmessgerät muss so angeordnet sein, dass die Temperatur des einströmenden Gases bei
                 298 K (25 °C) ± 5 K bleibt.
          -      BV: Kugelventil (wahlfrei)
                 Der Durchmesser des Kugelventils darf nicht geringer als der Innendurchmesser des Entnahmerohrs sein, und seine
                 Schaltzeit muss geringer als 0,5 Sekunden sein.
                 ANMERKUNG:              Beträgt die Umgebungstemperatur in der Nähe von PSP, PTT, SDT und FH weniger als
                                         239 K (20 °C), so ist für eine Vermeidung von Partikelverlusten an den kühlen Wänden dieser
                                         Teile zu sorgen. Es wird daher empfohlen, diese Teile innerhalb der in den entsprechenden
                                         Beschreibungen angegebenen Grenzwerte aufzuheizen und/oder zu isolieren. Ferner wird
                                         empfohlen, die Filteranströmtemperatur während der Probenahme nicht unter 293 K (20 °C)
                                         absinken zu lassen.
          Bei hoher Motorlast können die obengenannten Teile durch nichtaggressive Mittel wie beispielsweise einen Umlüfter gekühlt
          werden, solange die Temperatur des Kühlmittels nicht weniger als 293 K (20 °C) beträgt."
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 146/111
                                                              ANHANG III
                                                              "Anhang XIII
   VORSCHRIFTEN FÜR IM RAHMEN EINES "FLEXIBILITÄTSSYSTEMS" IN VERKEHR GEBRACHTE MOTOREN
   Auf Antrag eines Originalgeräteherstellers (OEM-Hersteller) und nach Genehmigung durch eine Genehmigungsbehörde kann ein
   Motorenhersteller gemäß den nachstehenden Vorschriften im Zeitraum zwischen zwei aufeinander folgenden Stufen von
   Grenzwerten eine begrenzte Anzahl von Motoren in Verkehr bringen, die nur den Emissionsgrenzwerten der vorhergehenden Stufe
   genügen:
   1.     MASSNAHMEN DES MOTORENHERSTELLERS UND DES OEM
   1.1.   Ein OEM-Hersteller, der von dem Flexibilitätssystem Gebrauch machen will, beantragt bei einer Genehmigungsbehörde die
          Genehmigung zum Ankauf von Motoren, die nicht den jeweils geltenden Emissionsgrenzwerten genügen, jedoch für die
          jeweils unmittelbar vorangehende Stufe von Emissionsgrenzwerten zugelassen sind, in der in den Abschnitten 1.2 und 1.3
          angegebenen Anzahl.
   1.2.   Die Anzahl der im Rahmen eines Flexibilitätssystems in Verkehr gebrachten Motoren darf in jeder einzelnen Motorkategorie
          20 % des Jahresabsatzes an Geräten mit Motoren in dieser Motorkategorie durch den OEM-Hersteller (berechnet als
          Durchschnitt des Absatzes auf dem EU-Markt in den letzten fünf Jahren) nicht überschreiten. Soweit ein OEM-Hersteller
          während weniger als fünf Jahren Geräte in der Gemeinschaft in Verkehr gebracht hat, wird der Durchschnittswert anhand des
          Zeitraums berechnet, in dem der OEM-Hersteller Geräte in der Gemeinschaft in Verkehr gebracht hat.
   1.3.   Der OEM-Hersteller hat als Alternative zu Abschnitt 1.2 auch die Möglichkeit, für seine Motorlieferanten die Genehmigung
          zum Inverkehrbringen einer festen Anzahl von Motoren im Rahmen des Flexibilitätssystems zu beantragen. Die Anzahl der
          Motoren in den einzelnen Motorkategorien dürfen folgende Werte nicht überschreiten:
                                       Motorkategorie                 Anzahl Motoren
                                       19-37kW                        200
                                       37-75kW                        150
                                       75-130kW                       100
                                       130-560kW                      50
   1.4.   Der OEM-Hersteller fügt seinem Antrag an die Genehmigungsbehörde folgende Angaben bei:
          a)      ein Muster der Aufkleber, die auf den einzelnen mobilen Maschinen und Geräten anzubringen sind, die mit einem im
                  Rahmen des Flexibilitätssystems in Verkehr gebrachten Motor ausgerüstet werden sollen. Die Aufkleber tragen
                  folgenden Text: "Maschine Nr. ... (Maschinenserie) von ... (Gesamtzahl der Maschinen im jeweiligen Leistungs-
                  bereich) MIT MOTOR Nr. … GEMÄSS TYPGENEHMIGUNG (Richtlinie 97/68/EG) Nr. ...." sowie
          b)      ein Muster der ergänzenden Kennzeichnung, die an dem Motor anzubringen ist und den in Abschnitt 2.2 genannten
                  Text trägt.
   1.5.   Der OEM-Hersteller meldet den Genehmigungsbehörden aller Mitgliedstaaten die Inanspruchnahme des Flexibilitätssystems.
   1.6.   Der OEM-Hersteller stellt der Genehmigungsbehörde die mit der Anwendung des Flexibilitätssystems zusammenhängenden
          Angaben zur Verfügung, die die Genehmigungsbehörde als für die Entscheidung erforderlich anfordert.
   1.7.   Der OEM-Hersteller unterbreitet den Genehmigungsbehörden jedes Mitgliedstaats in Abständen von sechs Monaten einen
          Bericht über die Durchführung des von ihm verwendeten Flexibilitätssystems. Der Bericht enthält kumulative Daten über die
          Zahl der im Rahmen des Flexibilitätssystems in Verkehr gebrachten Motoren und mobilen Maschinen und Geräte, die Serien-
          Nummern der Motoren und mobilen Maschinen und Geräte und die Mitgliedstaaten, in denen die mobilen Maschinen und
          Geräte in Verkehr gebracht worden sind. Dieses Verfahren wird so lange fortgesetzt, wie ein Flexibilitätssystem verwendet
          wird.
   2.     MASSNAHMEN DES MOTORENHERSTELLERS
   2.1.   Ein Motorenhersteller kann mit einer Genehmigung gemäß Abschnitt 1 im Rahmen des Flexibilitätssystems Motoren in
          Verkehr bringen.
   2.2.   Der Motorenhersteller muss auf diesen Motoren einen Aufkleber mit folgendem Wortlaut anbringen: "Gemäß dem
          Flexibilitätssystem in Verkehr gebrachter Motor".
   3.     MASSNAHMEN DER GENEHMIGUNGSBEHÖRDE
   3.1.   Die Genehmigungsbehörde bewertet den Inhalt des Antrags auf Anwendung des Flexibilitätssystems und die beigefügten
          Unterlagen. Sie unterrichtet den OEM-Hersteller von ihrer Entscheidung, die Anwendung des Flexibilitätssystems zu
          genehmigen oder nicht zu genehmigen."
 ---pagebreak--- L 146/112              DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                        30.4.2004
                                                             ANHANG IV
                                                  Folgende Anhänge werden angefügt:
                                                            "Anhang XIV
    ZKR Stufe I 1
            PN                CO              HC                          NOx                             PT
           (kW)            (g/kWh)         (g/kWh)                      (g/k/Wh)                      (g/kWh)
       37 ≤ PN < 75           6,5             1,3                          9,2                           0,85
      75 ≤ PN < 130           5,0             1,3                          9,2                           0,70
         P ≥ 130              5,0             1,3                 n ≥ 2800 tr/min = 9.2                  0,54
                                                           500 ≤ n < 2800 tr/min = 45 x n (-0.2)
    _________________
    1      ZKR-Protokoll 19, Resolution der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt vom 11. Mai 2000.
                                                             Anhang XV
    ZKR Stufe II 1
            PN                CO              HC                           NOx                         PT
           (kW)            (g/kWh)         (g/kWh)                       (g/kWh)                    (g/kWh)
       18 ≤ PN < 37           5,5             1,5                         8,0                          0,8
       37 ≤ PN < 75           5,0             1,3                         7,0                          0,4
      75 ≤ PN < 130           5,0             1,0                         6,0                          0,3
      130 ≤ PN < 560          3,5             1,0                         6,0                          0,2
         PN ≥ 560             3,5             1,0                 n ≥ 3150 min-1 = 6,0                 0,2
                                                         343 ≤ n < 3150 min-1 = 45 n (-0,2) –3
                                                                n < 343 min-1 = 11,0
    _________________
    1     ZKR-Protokoll 21, Resolution der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt vom 31. Mai 2000."