CELEX: 62014CA0432
Language: de
Date: 2015-10-01 00:00:00
Title: Rechtssache C-432/14: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 1. Oktober 2015 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil de prud'hommes de Paris — Frankreich) — O/Bio Philippe Auguste SARL (Vorlage zur Vorabentscheidung — Sozialpolitik — Grundsatz der Gleichbehandlung und Verbot der Diskriminierung wegen des Alters — Richtlinie 2000/78/EG — Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf — Art. 2 Abs. 1 und 2 Buchst. a — Ungleichbehandlung wegen des Alters — Vergleichbarkeit der Situationen — Zahlung einer Abfindung bei Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrags zum Ausgleich der Unsicherheit — Ausschluss junger Personen, die während ihrer Schul- oder Semesterferien arbeiten)

16.11.2015   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 381/10
            
         Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 1. Oktober 2015 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil de prud'hommes de Paris — Frankreich) — O/Bio Philippe Auguste SARL
   (Rechtssache C-432/14) (1)
   
   ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Sozialpolitik - Grundsatz der Gleichbehandlung und Verbot der Diskriminierung wegen des Alters - Richtlinie 2000/78/EG - Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf - Art. 2 Abs. 1 und 2 Buchst. a - Ungleichbehandlung wegen des Alters - Vergleichbarkeit der Situationen - Zahlung einer Abfindung bei Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrags zum Ausgleich der Unsicherheit - Ausschluss junger Personen, die während ihrer Schul- oder Semesterferien arbeiten))
   (2015/C 381/11)
   Verfahrenssprache: Französisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Conseil de prud'hommes de Paris
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Kläger: O
   
      Beklagte: Bio Philippe Auguste SARL
   
      Tenor
   
   Das in Art. 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerte und durch die Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf konkretisierte Verbot der Diskriminierung wegen des Alters ist dahin auszulegen, dass es einer nationalen Rechtsvorschrift wie der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden nicht entgegensteht, nach der eine Abfindung bei Vertragsende, die als Entgeltzulage bei Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrags gewährt wird, wenn das vertragliche Arbeitsverhältnis nicht durch einen unbefristeten Vertrag fortgesetzt wird, nicht geschuldet wird, sofern der Vertrag mit einer jungen Person für einen Zeitraum geschlossen wird, der in ihren Schul- oder Semesterferien liegt.
   
      (1)  ABl. C 431 vom 1.2.2014.