CELEX: 51978PC0766
Language: de
Date: 1979-01-22
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES zur Änderung der Richtlinie 71/316/EWG des Rates vom 26. Juli 1971 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vorschriften über Messgeräte sowie über Mess- und Prüfverfahren (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 766
Vol. 1978/0277
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---  KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                KOM(78)766 endg.
                                                                Brüssel - den 22 . Januar 1979
                          *■
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                                             Vorschlag für eine
                                        RICHTLINIE DES RATES
              zur Änderung der Richtlinie 71 / 316/ EWG des Rates vom
              26 . Juli 1971 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
              Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vorschriften über
              Messgeräte sowie über Mess- und Prüfverfahren
                        (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
K0MC78 ) 766 endg .
 ---pagebreak---                                BEGRÜNDUNG
EINFÜHRUNG             '                                ^
Die Industrie der Messgeräte ist durch die Entwicklung der Elektronik
voll im Umbruch .
Der Markt dieser Geräte weist derzeit in der Gemeinschaft eine Wachstums–
 rate von ungefähr 10$ auf« 1976 wurden 400 Millionen Rechnungseinheiten
 überschritten . Alleine für den Bereich der Wägeeinrichtungen , wo sich der
 Umsatz in der EWG in der Größenordnung von 250 Millionen Rechrrungseinheiten-     0
 "bewegt , nimmt die Elektronik von Jahr zu Jahr einen größeren Anteil am
 Umsatz ein , der derzeit zwischen 30 und 40$ liegt . Denkt man gleichzeitig
  an die Einführung der Elektronik im Bereich der Flüssigkeitszähler
  ( Benzinpumpen *! , so wird für jeden der . ungeheuere Markt sichtbar , der sich
  für die Elektronik auf dem Gebiet des Messwesens eröffnet . Dahingegen ergibt
  sich hinsichtlich des gemeinschaftlichen Warenaustausches noch eine Blockierung
  infolge unterschiedlicher einzelstaatlicher Vorschriften , die insbesondere
  in Frankreich und Deutschland bestehen . Seit geraumer Zeit hat sich die
  Gemeinschaft im Bereiche des Messwesens bereits mit der Beseitigung der
  technischen Handelshemmnisse befaßt . Seit 1971 gehören mehr als 25 verab­
  schiedete Richtlinien zur Beseitigung der technischen Handelshemmnisse die­
  sem Bereich an. Bisher waren aber die behandelten Messinstrumente immer mechayii
   scher oder elektro-mechanischer Art , die den größten Teil des Marktes aus­
  machen . In der Zukunft wird die3 aber nicht mehr der Fall sein . Um angesichts
   ihrer Mitbewerber aus den Drittländern der Industrie der Gemeinschaft die
  natürliche Entwicklung hin zur Elektronik zu erleichtern , gilt es , sie auch
   in diesem Bereich des Vorteils teilhaftig -werden zu lassen , den ein verein­
  heitlichter Binnenmarkt bietet .
 ---pagebreak---    PRIjrWC- DES RI CETLIîJIENV ORS CHLACES
   Die vorliegende Richtlinie zur Änderung' der Richtlinie des Rates 71/ 316/ EWG
   stützt sich auf Artikel 100 des Vertrages zur Gründung der Europäischen
   Wirtschaftsgemeinschaft .
   Die Richtlinie des Rates 71/ 316/EWG vom 26 . Juli 1971 zur Angleichwg der
   Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vorschriften
   über Keßgeräte sowie über Meß- und Prüfverfahren . (l ) wurde zur Harmonisierung
   der Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen , die zu diesem Zeitpunkt
   in den einzelnen Mitgliedstaaten in Kraft waren und die die Regelung der
  Meß- und Prüfverfahren für die einzelstaatlichen Geltungsbereiche zum
   Gegenstand hatten .
  Die Zielsetzung dieser Richtlinie bestand in der Einführung geeigneter
  Verfahren für die EWG–Bauart Zulassung und die EWG–Ersteichung sowie von
   EWG–Meß– und Prüfmethoden , die von allen Mitgliedstaaten anerkannt werden
  und die in Kombination mit den Vorschriften der Einzelrichtlinien die
  Verwirklichung des freien Warenverkehrs auf dem Gebiet der Meßgeräte er­
   möglichen . Die Gemeinschaftsmaßnahmen erstrecken sich auf mechanische
 • und elektrome chanische Geräte .
   Seit der Annahme der Richtlinie 7l/ 316/EWG des Rates haben sich in der
   Technologie dieser Meßgeräte wesentliche Änderungen ergeben .
   Zum Zeitpunkt der Ausarbeitung der Richtlinie 7l/316/EWG bestanden die
   Meßgeräte zum größten Teil aus mechanischen und elektromechanischen
   Bauelementen . Demgegenüber besteht nunmehr eine gänzlich verschiedene .
   Situation : Die Entwicklung und die immer weitergreifende Standardisierung
   und Verwendung elektronischer Bauelemente führte auf dem Gebiet der
   Meßtechniken zu einer wahren Umwälzung.       ~            -
   Von dieser technischen Innovation sind zwar nicht alle Meßgeräte
   betroffen , immerhin sind aber viele Gerätetypen mit elektronischen Ein­
    richtungen ausgestattet oder verwenden solche als Zubehör. Als Beispiel
    seien die Wägegeräte     im allgemeinen , die Taximeter und bestimmte
    Zähler genannt , bei denen elektronische Einrichtungen als Anzeigelemente
    dienen . Andere Meßvorrichtungen , wie Meßanlagen für Flüssigkeiten (außer
    Wasser), z.B. der Benzin-Zapfsäulen der Tankstellen , bedienen sich ebenfalls
- ( 1 ) ABL. Er. L 202 vom 6.9.I97I . S. 1 .
 ---pagebreak---                                 *      - 2 -
dieser modernen Technik
Die Anwendung elektronischer Einrichtungen in Meßgeräten hat einige Mitglied–
 Staaten zum Erlaß von technischen Vorschriften für diese Einrichtungen
veranlaßt ; aus diesen Vorschriften ergeben sich Hemmnisse für den Warenaus­
 tausch auf dem besonderen Gebiet dieser Meßgeräte .
 In der Erkenntnis dieser technologischen Entwicklung und der damit aufkommen–
 den Probleme befaßten sich die Kommissionsdienststellen seit einigen Jahren
 in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Stellen der Mitgliedstaaten
 sowie mit den Herstellern und Verwendern dieser Geräte , die sich in verschie­
 denen Organisationen im Rahmen des Ständigen Kontaktorgans der europäischen In­
 dustrien des Maschinenbaus , der Elektrotechnik und der Metallverarbeitung
  ( ORGALIKE ) zusammengeschlossen haben , mit der Untersuchung dieser Probleme .
 Von diesen Organisationen seien insbesondere erwähnt ! das " Cornite des
 Industries de la Mesure Electrique et Electronique de la Communaute ( CIKSC )
^Komitee- der Industrien für elektrische und elektronische Meßinstruments
 der Gemeinschaft/, das Europäische Komitee der Waagenhersteller ( CECIP ),
 das " Ccmite 'Europeen des Constructeurs de materiel de comptage et de distri-
.bution des hydrocarbures" ( CECOD ) ^Europäisches Komitee der Hersteller von
 Zählern und Verteilergeräten für Kohlenwasserstoffe/ . Ferner wurden das Euro­
 päische Komitee für elektronische Normung ( CEHELEC ) und die Internationale
 Elektrotechnische- Kommission ( CEl ) unterrichtet und – was vor allem das
                                               ·'                    χ
 CEIIELEC betrifft .- an den Arbeiten beteiligt .
 Die Ausarbeitung des Vorschlags einer Richtlinie zur Änderung der Richtlinie
 71/3I6/EWG des Rates stieß im Laufe der Vorarbeiten auf verschiedene Schwierig­
 keiten , die in der Hauptsache auf unterschiedlichen Interessen der beteiligten
  Industriesektoren , aber auch auf Unterschieden zwischen den von den Mitglied­
  staaten für die Zulassung der mit elektronischen Einrichtungen ausgestattet en
 ?>'eßgeräte auf ihrem Hoheitsgebiet angenommenen Grundsätze beruhten .
  Im Laufe der vorbereitenden Erörterungen hat' sich ergeben , daß in bezug auf
  die Konzeption dieser elektronischen Einrichtungen zwei Tendenzen eingeschlagen
  werden konnten , denen sich auch die Mitgliedstaaten anschließen . Die eine •
  besteht darin , für die Elemente der elektronischen Anordnung eine Anzahl
  Kontrollen zu fordern , die die Feststellung und die Anzeige signifikativer
  Fehler sicherstellen ; die zweite ist auf die Entwicklung elektronischer Einrich­
   tungen eines befriedigenden Qualitäts- und Zuverlässigkeitsniveaus ausgerichtet ,
 ---pagebreak---                                           - 3 --
      Als Ergebnis zahlreicher Untersuchungen und der Kontakte mit den Anhängern
      dieser beiden Tendenzen erarbeiteten die KornmiSsionsdientstellen allgemeine ,
      auf diese beiden Orientierungen hin ausgerichtete Vorschriften , die es
      ermöglichen sollten , eine Einigung über das zulässige Sicherheits–
       niveau zu erzielen . Von einigen Ausnahmen abgesehen bleibt Ν
      es hierbei dem Hersteller überlassen , je nach Lage des Falles die eine oder
      die andere dieser beiden Methoden zu -wählen . Der neue Vorschlag für eine
      Änderungsrichtlinie besteht in der Ergänzung der ursprünglichen Richtlinie
      durch einen neuen Anhang III sowie in bestimmten Änderungen der Anhänge I
      und II .
      Die Änderung und Ergänzung bietet somit den doppelten Vorteil , einerseits für
      die mechanischen und elektrischen Geräte den vollen Wert der EWG-Prüfung
      (EWG-Bäuartzulässung , 'EWG-Ersteichung) zu gewährleisten und ihr andererseits
    . mit der Ergänzung durch besondere , auf die mit elektronischen Einrichtungen
                                      /
      ausgestatteten Geräte abgestimmte Vorschriften einen dem neuen Stand der
      Rechnolög'ie entsprechenden Charakter zu geben .
      Diese neuen Vorschriften , denen die nationalen Sachverständigen weitestgehend
      ihrer Gesamtheit zugestimmt haben , ermöglichen somit in ihrer Gesamtheit ,
      im vertikalen rechtlichen System besondere Vorschriften für die EWG–Bauart–
      Zulassung und die EWG-Ersteichung sowie für die in bezug auf die elektronischen
      Einrichtungen dieser Geräte durchzuführenden Prüfungen vorzusehen .
      Die vorgeschlagene Richtlinie wird - ergänzt durch entsprechende Einzelricht–
      linien – den freien Warenverkehr dieser neuen Meßgeräte innerhalb der Gemein­
      schaft ermöglichen .
III . ANHÖRUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UM) DES WIRTSCHATTS- UM) SOZIAIAUS­
       SCHUSSES '                                    .
      Die Stellungnahme dieser beiden Organe ist . gemäß Artikel 100 Absatz 2 des
      EWG-Vertrags erforderlich ; die Inkraftsetzung der in dem Richtlinienvorschlag
      vorgesehenen Bestimmungen erfordert in verschiedenen MitgliedStaaten eine
      Änderung der derzeit geltenden Rechtsvorschriften.
 ---pagebreak--- Soweit es das Verfahren betrifft , sind die vorgeschlagenen Änderungen
- wie bereits oben dargelegt - notwendig , um die Richtlinie 71 / 316/ EWG
der technischen Entwicklung anzupassen . Es erschien daher angezeigt , auf
das besondere , in den Artikeln 17 bis 19 der genannten Richtlinie vorge­
sehene Verfahren zurückzugreifen .,
Die Kommission ist der Meinung , dass eine grundlegende technische Weiter­
entwicklung stattgefunden hat . Sie hält es daher für nützlich , dem Rat -
einen auf Art . 100 gestützten Änderungsvorschlag vorzulegen . Gleichzeitig
sollte dem Rat Gelegenheit zu einer umfassenden Erörterung der ange­
schnittenen Probleme gegeben werden , um diejenigen Grundsätze festzulegen ,
nach denen in der Folge die einzelnen Di rektiven entsprechend dem sogenannten
Verfahren zur Anpassung an den technischen Fortschritt zu erlassen sind .
 ---pagebreak---                                                                    4
VORSCHLAG FÜR EIX l' RICHTLINIE! ES3 RAT3S ZUR ASDEHüiTG DER RICHTLIN ^
7l/3lC/z;;G ZUR ANGLEI CHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIcDSTAA i EN
BETREFFEND GEMEINSAME VORSCHRIFTEN Ü3ER MESSGERÄTE SOWIE ÜBER MESS-
LIND PRÜFVERFAHREN
                        ( Von der Kommission, dem Rat vorgelegt )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
   gestützt auf den Vertrag der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
   insbesondere auf Artikel 100 ,
   auf Vorschlag der Kommission ,
   nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
   nach Stellungnahme des Wirt schafts- und Sozialausschusses ,
   in Erwägung nachstehender Gründe :
                                                               (1 )
    Die Richtlinie 71 / 316 / EWG des Rates vom 26 . Juli 1971       bezweckt die Ver-
    wirk-
   lichung des freien Warenverkehrs der Keßgeräte innerhalb der Gemeinschaft
   durch Harmonisierung der unterschiedlichen einzelstaatlichen Rechtsvor-
   schriften über die Keß- und Prüfverfahren ; zu diesem Zweck legt sie
   geeignete Verfahren für die EKG–. Bauart Zulassung und für die E'.vG–Erst –
     eichung sov.-ie einheitliche Methoden für die Meß– unf Prüfverfahren fest .
    Seit dem Erlaß dieser Richtlinie führte der technologische und technische
   Fortschritt zur Entwicklung von Konstruktionsmethoden , die sich auf
    elektronische Bauelemente stützen . Diese neuen Methoden xvprden heute
    häufig in der K-^aeptplanung , in der Auslegung und bei der Herstellung
   von Meßgeräten s^geusaidt .
    ( 1 ) ASL . Nr . L 202 v ?*, 6.9.1971 , S. 1
 ---pagebreak---    Zua Zeitpunkt des Erlasses der Richtlinie 71/ 316/ EWG konnte ,
   diese technische Entwicklung noch nicht "berücksichtigt werden . Einige
   Mitglied Staaten haben in der Zwischenzeit ihre einzelstaatlichen Recht
   Vorschriften durch Bestimmungen ergänzt , die die Erteilung einzelstaat
   licher Bauart Zulassungen für die . mit elektronischen Einrichtungen
   ausgestatteten Meßgeräte regeln .
 _ Zur Ausdehnung des Anwendungsbereichs der vorgenannten Richtlinie
   des Rates auf die mit elektronischen Einrichtungen ausgestatteten
   Meßgeräte und zur Harmonisierung der diesen Bereich regelnden na­
   tionalen Rechtsvorschriften erweist es sich deshalb als erforderlich ,
   die derzeit geltenden europäischen Vorschriften zu ändern und z\i
   ergänzen ~                                                   ■  -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN" :
 ---pagebreak---                                  Artikel I
          Artikel 2 Absätze 2 "und: 5 , Artikel 5 Absätze 3 und. 4 , Artikel 7
Absätze 1 und 4 , Artikel 8 Absätze 1 und 2 , Artikel 9 Absatz 1 , Artikel 15
Absatz 2 und Artikel 17 der Richtlinie 71 / 316 / EWG erhalten folgende
 Fassungen :
Artikel 2 Absatz 2
          Die :.: itgliedstaaten erteilen , sofern sie . über die erforderliche
technische Ausstattung verfügen , auf Antrag des Herstellers oderseines
Beauftragten die EUG-Bauartzulassung für jede Gerätebauart und fiir jede
Zusatzeinrichtung , wenn sie die meßtechnischen Eigenschaften aufweisen
und die Vorschriften über technische Ausführung und Arbeitsweise erfüllen ,
die in dieser Richtlinie ( sofern zutreffend ) und in der für die betreffende
Geräteart maßgeblichen Einzelrichtlinie festgelegt sind .
Artikel 2 Absatz 5
          Die Mitgliedstaaten erteilen die EUG–Bauart Zulassung nach den in
dieser Richtlinie sowie in den Einzelrichtlinien festgelegten Vorschriften .
Artikel *3 Absatz 3
          Bei Anwendung neuer Techniken , die nicht in dieser Richtlinie oder
einer Einzelrichtlinie vorgesehen sind , kann nach Anhörung der übrigen Mitgl
Staaten ebenfalls eine beschränkte EUG–Bauart Zulassung erteilt werden .
Sie kann Beschränkungen nach Absatz       2 und besondere Anforderungen in
bezug auf die angewandte Technik enthalten .
          Liese Zulassung darf jedoch nur erteilt werden ,
          - wenn die Einzelrichtlinie für die betreffende Geräteart in
             Kraft getreten ist ;
          - wenn die in den Einzelrichtlinie festgelegten Fehlergrenzen
             nicht überschritten werden .
 ---pagebreak---            Die Gültigkeitsdauer einer solchen Zulassung "beträgt "bis zu zwei
           Jahren . Sie kann um weitere drei Jahre verlängert werden .^
 Artikel 5 Absatz 4
           Ist der Mitgliedstaat ,' der die "beschränkte EWG–Bauart Zulassung
 nach Absatz 3 erteilt hat , der Auffassung , daß eine n^ue "technik sich in
 der Praxis "bewährt hat , so stellt er einen Antrag auf Anpassung der Anhänge
 dieser Richtlinie ( sofern zutreffend ) sowie der Anhänge der Einzelricht–
 linie an den technischen Fortschritt gemäß Artikel 18 und 19 »
 Artikel 7 Absatz 1                           '    -
          Der Mitgliedstaat , der eine EWG-Bauart Zulassung erteilt hat , kann
 diese in folgenden Fällen widerrufen :
           a) wenn Geräte , für die diese Zulassung erteilt worden ist , der
              zugelassenen Bauart und/ oder den Vorschriften dieser Richtlinie
              ( sofern zutreffend ) und der "betreffenden Einzelricht linie nicht
              entsprechen ;
          b ) wenn die in der Zulassungsbescheinigung oder in Artikel 5 Absätz
              2 und 3 genannten meßtechnischen Erfordernisse nicht eingehalten
       /      werden .
Artikel 7 Absatz 4
          Der Mitgliedstaat , der den in Absatz 2 genannten Fall festgestellt
hat , kann den Vertrieb und die Inbetriebnahme der Geräte bis auf weiteres
untersagen .
          Er unterrichtet unverzüglich die anderen MitgliedStaaten und die
Kommission unter Angabe der Gründe' über seine Entscheidung.
          Dasselbe gilt in den in Absatz 1 vorgesehenen Fällen bei Geräten ,
für die eine EWG-Ersteichung nicht erforderlich ist , wenn der Hersteller
nach erfolgter Anmahnung die Übereinstimmung mit der zugelassenen Bauart
und/ oder mit den Anforderungen dieser Richtlinie (sofern zutreffend ) und
der sie betreffenden Einzelrichtlinie nicht herbeigeführt hat .
 ---pagebreak---                                         - 5 -
  Artikel 8 Absatz 1
          Die EWG-Ersteichung ist die Präfang und Bestätigung der übere inst inmang
  eines neuen oder erneuerten Geräts mit der zugelassenen Bauart und /oaer
  den in dieser Richtlinie(sofem zutreffend)und in der "betreffenden Einsel-
  richtlinie festgelegten Anforderungen an das Gerät ; sie findet ihren Ausdruck
  in EWG-Eichstempel .
  Artikel 8 Absatz 2
           Die Kitgliedstaaten nehmen , sofern sie über die erforderliche technische
  Ausstattung verfügen , die EWG–Ersteichung an den Geraten vor , die nach Angabe
  des Herstellers die meßtechnischen Eigenschaften besitzen und die technischen
  Vorschriften über Ausführung und Arbeit sv;eise erfüllen , die in dieser Richtlinie
( sofern zutreffend)und in der für die betreffende Geräteart geltenden Einzel-
  richtlinie festgelegt sind .
  Artikel 9 Absatz 1
               Wird ein Gerät zur EWG-Ersteichung vorgelegt , so stellt der prüfende
  Kitgliedstaat fest , ob
             . a ) das Gerät einer nicht zulassungspflichtigen Bauart angehört und ,
   falls dies zutrifft , ob es den in dieser Richtlinie ( sofern zutreffend ) und
in der betreffenden Einzelrichtlinie festgelegten Vorschriften über technische
Ausführung und Arbeitsweise entspricht ;
               b ) das Gerät eine EUG–Bauart Zulassung erhalten hat und , falls dies
zutrifft , es der zugelassenen Bauart und den Bestimmungen dieser Richtlinie
 ( sofern zutreffend ) sowie der sie betreffenden Einzelrichtlinie entspricht .
Artikel 15 Absatz 2
               Entspricht ein mit dem EWG–Stempel oder -Zeichen versehenes im
 Gebrauch befindliches Gerät insbesondere hinsichtlich der Fehlergrenze nicht
 den Erfordernissen dieser Richtlinie ( sofern zutreffend ) und/oder der sie
 betreffenden Einzelrichtlinie , so kann seine Verwendung unbeschadet Artikel 1
 Absatz 1 nach den Bedingungen , die auch für Geräte mit einzelstaatlichem
 Stempel gelten , untersagt werden .
 ---pagebreak---                                \
                                       - 6 -
Artikel 17
                Nach dem Verfahren des Artikels 19 werden die zur Anpassung an
den technischen Fortschritt erforderlichen Änderungen folgender Anhänge vor­
genommen :
                – der Anhänge dieser Richtlinie }
                - der Anhänge der Einzelrichtlinien , die sich auf die verschiedenen
                 ' Gerätearten sowie auf die Einheiten im gesetzlichen Meßwesen
                   und die EWG–Prüfverfahren "beziehen .
                                     Artikel II
                  In den Nummern 1.3 und 2.1 des Anhangs I der Richtlinie
 71 / 31 6/ EWG werden folgende Angaben angefügt :
1.3.4.
               für die mit elektronischen Einrichtungen ausgestatteten Geräte '
               außerdem :                         .  *                '
               - die Liste der elektronischen Bauelemente unter Angabe ihrer
                  wesentlichen Charakteristiken ,
               - eine Beschreitung der elektronischen Einrichtungen mit den erfor­
                  derlichen Plänen und Skizzen zur Erläuterung ihrer Bauweise und
                  Funktionen .
2.1.3 .
                ofern es sich um Geräte mit elektronischen Einrichtungen handelt ,
eine Detailuntersuchung der elektronischen Einrichtungen , die im wesentlichen
eine Konzeptprüfung, Konzept- und/oder Funktionsprüfversuche sowie einen
Dauerbelastungsversuch gemäß Kummer 8 des Anhangs III umfaßt .
                                      Artikel III          ■
               Absatz 1 des Anhangs II der Richtlinie 71/316/EWG erhält folgende
 Fassung :                                 ~                              -
1 «, Allgemeines
     1.1 . Die EWG-Ersteichung kann in einem oder im mehreren Vorgängen ( im allge­
            meinen zwei ) erfolgen.
 ---pagebreak---                                           - 7 -
   1.2 .   Vorbehaltlich der in den Einzelrichtlinien festgelegten Bestimmungen :
           1.2.1    erfolgt die EUG-Ersteichung in einem einzigen Vorgang bei
                    Geräten , die beim Verlassen des Herstellungsbetriebs ein
                    einheitliches Ganses darstellen , d.h . die grundsätzlich ohne
                    vorherige Zerlegung an den Einsatzort überfährt werden können j
           1.2.2    erfolgt die EVJG-Erst e i chung in zwei oder mehr Vorgängen bei
                    Geräten , deren ordnungsgemässe Arbeitsweise von den Einbau–
                    bzw . Verwendungsbedingungen abhängt j
           1.2.3    soll der erste Teil des Eichvorgangs ermöglichen , vor allem
                    die Übereinstimmung des Geräts mit der zugelassenen Bauart
                    und/ oder den Bestimmungen dieser Richtlinie ( sofern zutreffend ;
                    und der betreffenden Einzelrichtlinie     oder bei nicht bauart-
                    zulassungspf Ii chtigen Geräten mit den einschlägigen Vorschriften
                                -v t,  ■ - -i                     zu gewährleisten .
    la . - Prufung fur die EVJG–Ersxeicnung
           Zur Gewährleistung , dass die in die Messgeräte eingebauten elektroni­
           schen Einrichtungen mit denen des zugelassenen Bauartmodells überein­
           stimmen , sind die mit elektronischen Einrichtungen ausgestatteten Ge­
           räte für die EV.TG–Ersteichung ausser den Vorschriften des Artikels 9
           auch den in Hummer 9 äes Anhangs III festgelegten Prüfungen unter­
           worfen .
                                              Artikel IV
Der Richtlinie 71 / 316 / EWG wird der Anhang dieser Richtlinie angefügt .
                                              Artikel V
    a ) Die Kitgliedstaaten erlassen und veröffentlichen bis zum 31 . De­
         zember 1981 die erforderlichen Rechts– und Verwaltungsvorschriften ,
         um dieser Richtlinie nachzukommen und setzten sie zum 1 . April 1982
         in Kraft ; sie setzen die Komaiission hierüber unverzüglich in Kenntnis .
 ---pagebreak---                                 - 8 -
 b ) Nach Bekanntgabe' dieser Richtlinie setzen die Mitgliedstaaten die
     Kommission von allen Entwürfen für Rechts- und Verwaltungsvor-
     schriften , die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Ge­
     biet erlassen wollen , so rechtzeitig in Kenntnis , dass sie dazu
     Stellung nehmen kann .                    -     .    .
                             Artikel VI
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
                                          Geschehen zu Brüssel
 ---pagebreak---                                 ANLAGE
                                ANLAGE  III
            VORSCHRIFTEN UBER ELEKTRONISCHE EINRICHTUNGEN ALS
               BESTAND- ODER ZUBEHÖRTEILE VON MSSSGERÄTEN
                                 Kapitel I
Allgemeines
Dieser Anhang legt die    allgemeinen technischen und messt echnischen
Charakteristiken fest ,   denen elektronische Einrichtungen entsprechen müssen ,
die in Messgeräte oder    deren Zusatzeinrichtungen eingebaut oder die Zubehör­
teile zu solchen sind ;   sie legt ferner die hierfür vorgesehenen Prüfungen
und Versuche fest .                                          ■      *     .     ■
Die für verschiedene Kategorien von Messgeräten geltenden Einzelrichtlinien
enthalten Ergänzungs- und Ausführiuigsbestimniungen zu diesen allgemeinen
Vorschriften .
Ziel
Ziel dieser Richtlinie est es zu gewährleisten, dass die ©lek-fcronxschen
Einrichtungen dauerhaft funktionieren und in keinem Fall zu signifikanten
Fehlern bei den Messergebnissen führen können .
Definitionen und Term ino logie
Die folgenden , in diesem Anhang definierten Fachbegriffe dürfen in den
Einzelrichtlinien verwendet werden und haben dort dieselbe Bedeutung .
3.1 . Elektronische Einrichtungen
       3.1.1 . Elektronische Einrichtung
               Im Sinne dieses Anhangs ist eine elektronische Einrichtung
               ein Teil eines Messgeräts oder einer Zusatzeinrichtimg , die
               mindestens ein elektronisches Bauelement enthält , das in dem
               Gerät eine spezifische Funktion erfüllt .
       3.1.2 . Vollkontrollierte elektronische Einrichtung
               Eine elektronische Einrichtung gilt als vollkontrolliert , wenn
               jeder Einzelteil der elektronischen Einrichtung , der für die
               Messung eine wesentliche Funktion hat , kontrolliert ist .
       3.1.3 . Nichtkontrollierte oder teilweise kontrollierte elektronische
               Einrichtung
               Elektronische Einrichtungen , die nicht gemäss Nummer 3.1.2 .
               vollkontrolliert sind .
 3.2 . Hauptanzeigen und Nebenanzeigen
       3.2.1# Hauptanzeigen               '
               Alle Ausgangsdaten, die im Sinne des gesetzlichen Messwesens als
               authentisch gelten.
 ---pagebreak---                     Die Haupt anzeige kann ausser der Anzeige der gemessenen Grösse -
                    durch ablesbare Anzeige , Ausdrucken oder Aufzeichnung - auch eine
                    Funktion dieser Grösse umfassen .
                    In der Einzelrichtlinie wird gegebenenfalls im einzelnen fest­
                    gelegt , welche Anzeigen eines Messgeräts als Hauptanzeigen gelten .
        3.2.2 .     ITebenanzeifren                      -                      .
                    Alle Ausgangsdaten , die nicht als Hauptanzeigen gelten .
3.3 .   Uiederholbare und nichtwiederholbare Messung:         .               -
        3.3.1 .     Wiederholbare Messung:                 ~
                    Messung , bei der normal erweise wiederholte Bestimmungen der zu
                    messenden Grösse durchgeführt werden können »
        3.3.2 .     M cht wi e d e rho 1b are Mes sur, g
                  ' Messung , bei der normal erweise nur eine Bestimmung der zu messen­
                    den Grösse durchgeführt werden kann .
3.4 »   Elektronische Einrichtungen ; Arten
      • 3.4.1 .     Analoa--Einrichtun.fi: ■.
                    Einrichtung , bei der alle Signale kontinuierliche Punktionen der
                     zu verarbeitenden Grösse sind .
        3.4 » 2 .   Di£cital-Einrichtung
                    Einrichtung , bei der alle Signale diskontinuierliche Punktionen
                    der zu verarbeitenden Grösse sind .
        3 . 4*3 .   Ger.ischte Einrichtung
                    Untrennbare Einrichtung , die beide vorgenannten Signalarten ver­
                    wendet .
3.5 .   Funktionen : Art en
        3»5»1 *     Statische ( kombinierende ) Punktion
                    Funktion , bei der die Ausgangsdaten nur von den Momentanwerten
                    der Eingangsdaten abhängen .
        3.5.2 .     Kinetische ( sequenziells ) Funktion
                    Punktion , bei der die Ausgangsdaten nicht nur von den Momentan–
                    werten der Eingangsdaten , sondern auch von früheren Moment anwerten
                    abhängen .                                     _
 ---pagebreak---                                       - 3 -
3.6 . Stortingen                                       >
      3.6.1 . Störungen
            • Im Sinne dieses Anhangs ist eine Störung ein Versagen des PurJc-
              tionierens der elektronischen Einrichtung aufgrund einer Beschä­
              digung von Bauelementen oder ihrer Verbindungen oder aufgrund
              äußerer Störeinflüsse .
      3.6.2 . Störungen nach ihrer Dauer
              3.6.2.1 . Vorübergehende Störungen
                        Störungen , deren Dauer kürzer sein kann als der kürzeste
                        Keßvorgang .
              3.6.2.2 . Permanente Störungen
                        Störungen , die nicht vorübergehende Störungen sind .
      3.6.3 » Störungen nach ihrer Bedeutung
              3.6.3.1 . Nicht signifikante Störungen
                        Störungen , die keine Fehler bewirken , oder Störungen ,
                        die nur geringere Fehler der Heßergebnisse zur Folge haben ,
                        als Fehlergrenzwerte in der für das betreffende Meßge-
                        rät geltenden Einzelrichtlinie festgelegt sind .
              3.6.3.2 . Signifikante Störungen
                        Störungen , die nicht unter Kummer 3.6 . 3.1 » fallen .
3.7 . Kontrollen : Arten
      3.7.1 . Permanente antomatische Kontrolle ( P )
              Kontrolle , die es ohne Eingreifen eines Operateurs ermöglicht ,
              das ordnungsgemäße Funktionieren elektronischer Einrichtungen
              während einer Messung entweder kontinuierlich oder nichtkonti-
              nuierlich - ohne daß hierbei irgendwelche falsche Daten auftreten
              können - zu überprüfen .
      3.7.2 . Intermittierende automatische Kontrolle ( i )
              Kontrolle , die ohne Eingreifen eines Operateurs eine regelmäßige
              Überprüfung der elektronischen Einrichtungen auf ordnungsmäßiges
              Funktionieren ermöglicht .
      3.7.3 . ÌTichtautomatische Kontrolle ( N )
              Kontrolle , die die Überprüfung des ordnungsgemäßen Funktionierens
              der elektronischen Einrichtungen durch Eingreifen eines Operateurs
              ermöglicht .
3.8 . Keßtechnische Sicherheit
      Die meßtechnische Sicherheit . eines mit elektronischen Einrichtungen
      ausgestatteten Meßgeräts ist die Eignung dessen elektronischer Einrich­
      tungen , den vorgeschriebenen technischen und meßtechnischen Anforderungen
      zu genügen .
 ---pagebreak---                                   . Kauitel II
                Vorschriften betrefffind die elektronischen Einrichtungen
Allgemeine Vorschriften
A.l.Mefltechnische Sicherheit
      Die Meßgeräte und ihr mit elektronischen Einrichtungen ausgestattetes
      Zubehör müssen die für den bestimmungsgemäßen Gebrauch erforderlxcne
      meßtechnische Sicherheit aufweisen .
      Diese Sicherheit kann nach einer der folgenden Methoden sichergestellt
      werden :
   ' - entweder durch Entwicklung einer Konzeption oder einer Bauweise , die
         zur Herstellung von elektronischen- Einrichtungen geeignet sind , die
         dem erforderlichen Qualitätsniveau entsprechen und deren ausreichende
         Lebensdauer durch Versuche festgestellt werden kann ,
      – oder durch Kontrolleinrichtungen für jede Untereinheit mit wesent­
         licher Meßfunktion , durch die signifikative Störungen festgestellt   .
        'und angezeigt werden ,
      - oder durch Kombination der beiden vorgenannten Methoden .
      Soweit nicht durch eine Einzelrichtlinie anderweitig bestimmt wird ,
      wird die Wahl der Methode dem Hersteller überlassen .
4 . 2.Notstroiïïversor£rung
      Soweit durch eine Einzelrichtlinie eine Uotstromversorgung gefordert
      wird , darf der Übergang auf diese Uotstromversorgung keine Störungen
      der elektronischen Einrichtungen zur Folge haben .
Vorschriften betreffend die vollkontrollierten elektronischen Einrichtungen
Vollkontrollierte Einrichtungen müssen so konzipiert sein , daß das Punkt ionie
ren der Einrichtungen überwacht wird und Störungen des Funkt ionierens ent­
weder automatisch oder durch Eingreifen eines Operateurs festgestellt und
angezeigt werden .       >
5.1 . Feststellung; von Störungen
       Die Feststellung von Störungen erfolgt durch Kontrollen gemäß
       Nummer 3.7 * Welches Kontro-llniveau ( P,I,If) erforderlich ist , hängt
       von der Art der elektronischen Einrichtungen ab , die diese Kontrollen
       zu überwachen haben . Automatische Kontrollen sind – soweit nicht eine-
       Einzelrichtlinie anderes vorschreibt – für folgende Fälle vorgesehen :
       - Digitaleinrichtungen mit kinetischer Funktion (numerischsequenziell )
          sind mit einem permanenten automatischen Kontrollsystem ( p)~ ausge­
          stattet .
 ---pagebreak---                                           - 5 -
              Wenn jedoch das Kontrollsystem nur einen Teil der Digitaleinrich-
              tung mit kinetischer Funktion überwacht , aber den Nachweis voruoer-
              rehender Störungen in der ganzen Vorrichtung ermöglicht , so können
              die übrigen Teile nur mit einem_ intermittierenden automatischen Kon­
              trollsystem ( l ) ausgestattet noin.
          - Digitaleiïiricht-dïicrcn «M . MM »
               sind M* . eineç. pormanenten a^oyatl»chJ *            m (l) ausge_
               stattet .
          - Analogeinrichtungen       oder gemischte Einrichtungen sind mit einem
               permanenten automatischen Kontrollsystem (p ) oder einem inter­
               mittierenden automatischen Kontrollsystem ( i ) ausgestattet .
          Die Prüffrequenz der intermittierenden automatischen Kontrollen wird
          durch die Einzelrichtlinie festgelegt .
          Nichtautomatische Kontrollen ( N ) werden nur in den durch die Einzel-
          richtlinien vorgesehenen Fallen angewendet .
          Bestimmte Störungen können jedoch nicht festgestellt werden :
          -    Störungen , die von zwei oder mehreren gleichzeitigen , ursächlich
               voneinander unabhängigen Fehlfunktionen herrühren ,
          -    Störungen , die jede Messung unmöglich machen ,
          -    Störungen , die zu so bedeutenden MeßfeHlern führen , daß sie von
               allen am Meßergebnis Interessierten zu bemerken sind ,
          -    Störungen , die in den Einzelrichtlinien spezifiziert sind .
   5.2 .  Anzeige einer Störung
          Wenn durch die Kontrollvorrichtung eine Störung festgestellt wird , so
          muß ein in der Einzelrichtlinie festgelegter Vorgang (Auslösung eines
          akustischen        oder visuellen Alarmsignals , Unterbrechung des Meßvor-
          gangs , Erlöschen der Geräte-Betriebsanzeige usw.) automatisch eintreten.
          Dieser Vorgang muß ausgelöscht werden :
          -    nach Feststellung jeder Störung bei den Digitaleinrichtungen ,
          -    nach Feststellung jeder Störung , die die in den Einzelrichtlinien
               festgelegten Grenzwerte überschreiten , bei den Analogeinrichtungen
            ' und bei den gemischten Einrichtungen .
   5«3 .  Manuell bedienbare Kontrolleinrichtungen
          Bei jedem Meßgerät , das elektronische Einrichtungen enthält , die mit
          Kontroll dementen ausgestattet sind , müssen eine oder mehrere inkorpo-
          rierte und manuell bedienbare Prüfvorrichtungen die Nachprüfung des
          Vorhandenseins und des Funktionszustands -des Kontroll Systems ermöglichen .
6.  Vorschriften betreffend die elektronischen Einrichtungen , die nicht oder nur
    teilweise mit Kontrollvorrichtungen ausgestattet sind
    Die Konzeption und die Bauweise von elektronischen Einrichtungen , die nicht
    oder nur teilweise mit Kontrollvorrichtungen ausgestattet sind , müssen ein
    Qualitätsniveau ermöglichen , das unter den nominalen Einsatzbedingungen der
    Meßgeräte , in die sie eingebaut sind oder zu denen sie gehören , ein aus­
     reichend dauerhaftes und genaues Funktionieren ermöglichen.
 ---pagebreak--- Es ist außerdem angezeigt , diese elektronischen Einrichtungen , gegen die
äußeren Einflüsse zu schützen , denen sie ausgesetzt sein können und die
signifikative Störungen verursachen können.
Zur Beurteilung des Qualitätsniveaus dieser elektronischen Einrichtungen
sind Versuche durchzuführen .                -
 ---pagebreak---                                                    - 7 -
                                                 rsitel III
                            Prüfungen und Versuche' zur EWG–Bauartzulascnn .?
                            und zur EWG–Erst e i chun °r in         auf die elok–
                                   "t ron i sehen E inrichtur <? en
7 . Zur EWG–Bauart Zulassung und zur EWG-Ersteichung der mit elektronischen Einrich­
    tungen ausgestatteten Heßgeräte sind diese Einrichtungen den in diese™. Kapitel
    festgelegten Prüfungen und / oder Versuchen zu unterziehen .
o . E';G– Bail art^l as sun ^spra fang
    6.1 Prlifr-nr          Vergehe in cezuz piif voilkont rollierte elekt ronis c.iq ^ ir.ricn-
         "tunron
         8.1.1 . IConze-ntprufun ^
               " " " Die Xonzeptprüfungen anhand der Pläne dienen zur Prüfung der
                     elektronischen Einrichtungen und ihrer Xontroll syst eine auf
                     Übereinst immung mit den Nummern 4 und 5 dieses Anhangs .
                     Diese Prüfung umfaßt insbesondere ^
                     a ) eine Beurteilung der Konst rukt icnscharakt eri st iken und der ver­
                         wendeten Bauelemente , um sicherzustellen , daß die erforderliche .
                         Kindestqualität gewährleistet ist ,
                     b ) die Bewertung eventueller Eunkt ionsfehler , die auf äußere Ein­
                         flüsse oder Mängel der Bauelemente und ihrer Verbindungen zu­
                         rückzuführen sind , um sicherzustellen , daß dieSe Einrichtungen
                         in jedem Falle den Anforderungen der Nummer 5 dieses Anhangs
                         genügen ,
                     c ) die Nachprüfung , daß eine oder mehrere manuell bedienbare Prüf-
                         vorrichtungen vorhanden sind und ordnungsgemäß funktionieren .
          8.1.2 . Punkt ionsprüfun "- und –versuche
                     Die in das I-Iessgerät eingebauten elektronischen Einrichtungen
                     sind zu prüfen , um sicherzustellen , daß sie sorgfältig hergestellt
                     und die Anschlüsse und Verbindungen ordnungsgemäß ausgeführt sind .
                     In den Pallen , in denen eine Not Stromversorgung gefordert wird ,
                     ist nachzuprüfen , daß die Vorschriften von Nummer 4.2 erfüllt
                     sind .
                     Die Punkt ionsprüfungen werden an den in dem voll betriebsfähigen
                     Messgerät eingebauten elektronischen Einrichtungen vorgenommen .
 ---pagebreak---            a) Verhalten unier der Einwirkung von Einflußfaktoren
              Wenn das Messgerät der Einwirkung von Einflußfaktoren im
              Sinne von Nummer 1.1 dieses Anhangs ausgesetzt ist , müs­
              sen die elektronischen Einrichtungen dennoch ordnungsge­
              mäß und so funktionieren , daß die zulässigen Fehlergrenz–
              werte – entsprechend den Spezifikationen in der zutreffen­
              den Einzelrichtlinie - nicht überschritten werden .
          b ) Verhalten unter Einwirkung von Störungen
              Das Messgerät ist von außen wirkenden Störungen im Sinne
              der Nummer 11.2 dieses Anhangs und gegebenenfalls der
              zutreffenden Einzelrichtlinie sowie simulierten Störungen
      -       von Bauelementen und Anschlüssen zu unterwerfen .
              Bei diesen Versuchen muß die elektronische Einrichtung
              weiterhin normal funktionieren und entsprechend den Vor– .■
              Schriften der Nummer 5 alle 'signifikativen Störungen
              feststellen und anzeigen .
/         Prüfung der technischen Eigenschaften der Bauart
          Das Bedienen der eingebauten manuell bedienbaren Prüfvor–
          richtung(en ) muß das Vorhandensein und das ordnungsgemäße
          Funktionieren dieser Kontrollorgane bestätigen .
          Anschließend wird ein Belastungsversuch durchgeführt , der darin
         •besteht , daß eines oder mehrere Geräte einem Versuchspro-
          gramm unterworfen wird (werden ), das eine bestimmte Betriebs­
          dauer oder eine bestimmte Anzahl - von Betriebszyklen umfaßt .
         Die Dauer und die Einzelheiten der Ausführung dieser Vea>-
          suche sind in der den Gerätetyp betreffenden Einzelricht–
          linie spezifiziert .
          Nach Abschluß dieser Versuche ist mittels einer oder ver­
          schiedener Prüfvorrichtung^n) der Zustand und das ordnungs­
          gemäße Funktionieren der Kontrollorgane nachzuprüfen , ob '
         das Verhalten der elektronischen Einrichtungen während
         dieser Versuche im Hinblick auf den bestimmungsgemäßen Ver­
         wendungszweck als befriedigend gelten kann .
 Prüfung und Versuche in bezug auf elektronische Einrichtungen , die
 nicht oder nur teilweise mit Kontrollvorrichtungen ausgestattet sind "
 8.2.1 . Konzeptprüfung und -versuche                       ' ^
         Die Konzeptprüfungen der elektronischen Einrichtungen dienen •
 ■v ;     zur Prüfung, daß diese Einrichtungen den Vorschriften der .
         Nummern 4 f 6 und 10 dieses Anhangs entsprechen.
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                                               ν
        8.2.1.1 . Konzeptprufiing
                    Diese Prüfung umfaßt insbesondere :
                    a ) eine . Beurteilung der Charakteristiken der Bau­
                        elemente , der Konzeption und dej* Bauweise der
                        elektronischen Einrichtungen zur Bestimmung
                        ihrer Zuverlässigkeit sowie ihrer Eignung zur
             , *        Verwendung in dem Meßgerät,,           ~
                    b ) eine Beurteilung eventueller Punktionsfehler ,
                        die auf Mängel der Bauelemente und Verbindungen
                        zurückzuführen sind , um sicherzustellen , daß
                        sie nicht signifikativ sind oder , sofern sie'
                        signifikativ sind , nicht häufiger auftreten als
                        dies mit dem geforderten Zuverlässigkeitsniveau
                        vereinbar ist ,
                    c ) eine Untersuchung der Maßnahmen , die der Her­
                        steller zum Schutz der elektronischen Einrichtunge
                        gegen äußere Einflüsse im Sinne der Nummer 11.2
                        getroffen hat ..
        8.2.1.2 . Konzeptpriifvèrsuch
                    Den Konzeptprüfversuchen gemäß 27u.mmer 10 dieses
                    Anhangs werden alle elektronischen Einrichtungen
                    unterzogen , und zwar in nicht betriebsfähigem Zustand .
 _ _                Das einwandfreie Funktionieren der elektronischen
                    Einrichtungen wird vor und nach diesen Versuchen
                    nachgeprüft .
8.2.2 .  Fanktionsprüfung und -versuche
        Die in das Meßgerät eingebauten elektronischen Einrichtungen
         sind zu prüfen , um sicherzustellen , daß sie den Herstellungs-
         anforderungen entsprechen und die Anschlüsse und Verbindungen
         ordnungsgemäß hergestellt sind .
         Sofern keine Not Stromversorgung gefordert ist , ist es ange­
         zeigt nachzuprüfen , dass die Vorschriften der llumme'r 4 » 2
         erfüllt sind . Anschließend werden die in den Kummern 11.1
         und 11.2 dieses Anhangs an den in das voll betriebsfähige
        •Meß inst rament eingebauten elektronischen Einrichtungen
         durchgeführt . Bei der Durchfürhung- des Versuchsprogramms
         müssen die elektronischen Einrichtungen ordnungsgemäß und
         so funktionieren , dass das Meßgerät voll den meßtechnischen
         Qualitätsaxiforderangen entspricht .
8.2.3 «  Bestimmung der Bauartcharakteristiken
         Die Bauart Charakteristiken bestimmen sich nach der Liste
         der verwendeten Bauelemente , den Herstellungsmethoden und
         einem objektiven Qaalitätskriterium . Die Qualität wird anhand
         eines Belastungsversuches beurteilt , der darin besteht , daß
         ein oder mehrere Gerät(e ) einem Versuchsprogramm , unter­
         worfen wird (werden ), das eine bestimmte Betriebsdauer oder
         eine bestimmte Anzahl von Betriebszyklen umfaßt .
 ---pagebreak---                   Die Dauer und die Einzelheiten der Ausführung dieser Vor– .
                  suche sind in der den Gerätetyp "betreffenden Einselricht –
                  linie spezifiziert . Die elektronischen Einrichtungen müssen
                  während der genzen Dauer dieses Belastungsversuchs ordnungs­
                  gemäß funktionieren .
8.3 »   Durchführung; der Versuche
        Die Funktionsversuche gemäß den Kümmern 8.1.2 und 8.2.2 . können nach
        Lage des "Falles und unter Berücksichtigung der für die einzelnen
        Gerätetypen geltenden Einzelrichtlinien zusammen mit den Belar.tungs-
        versuchen nach den Nummern 8.1.3 . und 8.2.3 . durchgeführt werden .
        Die Versuche sollen in ihrer Gesamtheit ein homogenes Programm ergeben ,
        das dem betreffenden ■ Gerätetyp entspricht und von allen zuständigen
        Prüfstellen in den Mitgliedstaaten einheitlich angewendet wird .
        Wenn die Einzelrichtlinien es vorsehen , können diese Versuche auch
        an den mit elektronischen Einrichtungen ausgestatteten Untereinheiten ,
        die als solche in betriebsfähigen Zustand gebracht werden können ,
        durchgeführt werden .
Prüfung für die EUG-Ersteichung                                        -
9.1 .   Vollkontrollierte elektronische Einrichtungen
        Die. eingebaute (n ), manuell bedienbare (n ) Prüfvorrichtung(en ) muß
         (müssen) in allen zur Ersteichung bereitgestellten Geräten betätigt
        werden , tun das Vorhandensein und das einwandfreie Funktionieren der
        Kontrollvorrichtung(en ) nachzuweisen .
        Von dem der metrologischen Prüfstelle zur EKG-Ersteichung zur Verfügung
        gestellten .Geräten wird ein Gerät - zur Durchführung der in Nummer
        8.1.3 . vorgesehenen Versuche oder gegebenenfalls des gemäß Nummer
        8.3 . erstellten Versuchsprogramms ausgewählt .
        Die Anzahl (n ) soVie das weitere Verfahren , wann die Versuche k,eine be­
        friedigenden Ergebnisse erbringen , sind in den Einzelrichtlinien
        spezifiziert .
9.2 . Elektronische Einrichtungen , die nicht oder nur teilxveise mit Kontroll-
        vorrichtungen ausgestattet sind       .
-.- – . Von allen - zur- EWG-Ersteichung bereitgestellten (m ) Geräten wird ein Gerät
        ausgewählt , um :
        - nachzuprüfen , daß die für die Herstellung der elektronischen Ein­
            richtungen verwendeten wesentlichen Bauelemente gleichwertigen Be­
           dingungen und mindestens gleichwertiger Qualität entsprechen wie
           die Bauelemente , die in der dem Antrag auf EWG-Bauart Zulassung beige­
           fügten Liste aufgeführt sind }
 ---pagebreak---                            –
                           "* 1 JL'
                              A.    –
                                    "•
- das Gerät den in Summer 8,2.3 . vorgesehenen Versuchen oder gegebe­
  nenfalls dem gemäß Xajaaer 8.3 . erstellten Versuciisprograma zu un­
  terwerfen .
Mo Anzahl (»s ) .sowie das weitere Vorfahren , wann die vorgenannten
Maßnahmen keine befriedigenden Srgobniss.e erbx-ingen , sind in den
Einzelrichtlinien spezifiziert .
 ---pagebreak---                                         - 12 -
                                       Kat>itel IV
                         Versuche zur Prüfung: der elektronischen
                                      Einrichtungen
10 . Konzeptpriifversuche
     Die Konzeptprüfversuche bezwecken die Qualität und die Lebensdauer von
     elektronischen Bauelementen , die nicht oder nur teilweise mit Kontroll-
     vorrichtungen ausgestattet sind , sicherzustellen .
     Diese Versuche , denen alle elektronischen Einrichtungen zu unterziehen sind
     werden im Rahmen der EWG-Bauart Zulassungsprüfung durchgeführt . Die im
     Rahmen dieser Prüfung durchgeführten Versuche umfassen :
     - die Prüfung des ordnungsgemäßen Funkt ionierens des Geräts ,
     - die Durchführung der in den nachfolgenden Punkten beschriebenen Versuche ,
     - den Wiedereinban der elektronischen Vorrichtungen in das Gerät und
     - die wiederholte Kontrolle des ordnungsgemäßen Punkt ionierens des Geräts ,
       wobei vor allem geprüft wird , daß die höchst zulässigen Fahl ergrenzwerte
       stets eingehalten werden .
     10.1 . Prüfung* mit Feucht –Wärme–UechselbeaJisprachung -
            Die elektronische Einrichtung wird in einen Raum gestellt , in dem
            die Temperatur auf 25 + 3       C und die relative Feuchtigkeit auf min­
            destens 95$ stabilisiert wird .
            Der Temperaturzyklus beginnt durch Erhöhen der Temperatur auf 40°C
             innerhalb von 3 + jg Stunden ; die relative Feuchtigkeit soll nicht
            weniger als 95$ betragen , ausgenommen während der letzten 15, Minuten,
            während welcher sie nicht weniger als 90% betragen soll .
            Die Temperatur wird bei 40 + 2°C bis zu 12 + ^ Stunden nach Beginn
            des Zyklus bei eintfr relativen Feuchtigkeit von 93.+ 3 % aufrecht­
            erhalten . -                                -
            Die Temperatur wird auf 25 + 3°C innerhalb von 3 +      Stunden gesenkt ;
            die relative Feuchtigkeit soll nicht weniger als 95 fo betragen, aus­
            genommen während der ersten 15 Minuten , während welcher sie nicht
            weniger als 90 /& betragen soll .
            Die Temperatur wird bei 25 + 3°C mit einer relativen Feuchtigkeit
            von nicht weniger als 95 $ aufrechterhalten, bis der Temperaturzyklus
            von?24 Stunden geschlossen ist .
            Insgesamt werden sechs Wechsel zyklen von je 24 Stunden Dauer durch­
            geführt .
     10.2 . Prüfung mit Temperatur-Schock                                   *
            Die elektronische Einrichtung gird sechs Stunden lang in einen Raum
            mit einer Temperatur von 5 + 3 C gestellt ; anschließend wird sie
            mindestens 2 Minuten und höchstens 3 Minuten lang normaler Umgebungs­
            temperatur ausgesetzt .
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                   Danach wird die elektronische Einrichtung 3 Stunden lang in einen
                   heißen Raum "bei 40 + 20   gestellt und anschließend wieder mindestens
                   2 Minuten und höchstens 3 Minuten lang der Umgebungstemperatur ausge­
                   setzt .
                   insgesamt werden fünf IJechaelr-yklen durchgafUhr-
        10 . 3 - Prüfung: mit mechanischem Schock
                  Prüi gegenstände mit einem Gewicht unter 50 -^g werden einen freien
                  Fall von 25 mm auf eine mindestens 8 'mm dicke Stahlplatte , die auf
                  einer mindestens 50 cm dicken Betonunterlage befestigt ist , unterwor–
                  fen .
                  Zur Bestimmung der Fallhöhe wird die kürzeste Entfernung zwischen
                  Prüfgegenstand und Stahlplatte gemessen.
                 Das in einer starren Aufhängung an seinen normalen Stützpunkten ge­
                 haltene Gerät wird 6mal auf 3 senkrecht zueinander angeordnete Seiten
                  fallengelassen .
                 Prüfgegenstände mit über 50 kg Gewicht werden einem Fall auf eine
                 mindestens 8 mm dicke und auf einer Betonunterlage von mindestens
                 50 cm Dicke "befestigten Stahlplatte in der Weise unterworfen , daß eine
                 Kante in Kontakt mit der Stahlplatte bleibt', so daß der Schwerpunkt
                 12 mm tief fällt . Der Versuch wird 6 mal ausgeführt , wobei nach­
                 einander jede Grundkante berücksichtigt wird .
      10.4 .     Schwingunprsprufung                                      -
                Die Schwingungen werden nacheinander auf drei zueinander lotrechte
                Richtungsachsen aufgebracht , sie sind so zu wählen, daß möglichst
                 jede Konstruktionsschwäche erkennbar wird .
         - - - Die Prüfung soll den Frequenzbereich von 10 bis 150 Hz mit geringer
                 sinusförmiger Erregung und einer Inderimgsgeschwindigkeit von nicht
                mehr als 1 Oktave/Minute in beiden Eichtungen umfassen.
                                     Beschleunigung wird - abhängig von den zu erwartenden
                Umgebungsbedingungen und entsprechend den Vorschriften der Einzel-
                richtlxnien – wie fplgt gewählt :
                5 "/s        normale Umgebung,
                10 n/s2 für industrielle Umgebung.
                Jeder Prüfversuch hat eine Dauer von 2 Stunden.
     10.5 *     Zusätzliche Prüfungen
                Die^ für Meßgeräte für besondere Einsatzzwecke geforderten zusätz­
                lichen Prüfungen werden in den jeweiligen Einzelrichtlinien festgelegt .
11 . Funkt ionsprufunken
     ?- li!JinJ!eßgerät eiftgeoauten elektronischen Einrichtungen werden Funk-             - I
     den            v!^'v.SS!S /LiMal0hendea vorschreibt. Die Versuche werden an
     den voll betriebsfähigen Geräten durchgeführt .
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11.1 . EinfluSfaktoren
          Wird, das Meßgerät der Einwirkung von Einflußfaktoren ausgenetz"c ,
          so müssen die elektronischen Einrichtungen weiterhin ordnungsge­
          mäß funktionieren und dürfön zu keinen Fehlern Anlaß geben , die
          die in der zutreffenden Einzelrichtlinie unter diesen Bedingungen
          höchstzulässigen Fehlergrenzwerte überschreiten »
          11.1.1 . Temperatur
                       Diese Versuche sind "bei einer genügend hohen Anzahl kon­
                       stanter Temperaturstufen durchzuführen , um die in der
                       jeweils zutreffenden Einzelrichtlinie      festgelegten Tem-
                       peraturbereiche zu umfassen .  ~
                       Die Umgehungstemperatur gilt als konstant , wenn folgende
                       zwei Bedingungen erfüllt sind :
                       - Der Unterschied zwischen den im Laufe der PrüfVersuche
                          registrierten Temperaturgrenzwerten beträgt nicht mehr
                          als 5° C.
                       - die Temperatur verändert sich innerhalb von 5 Minuten
                          um höchstens IC .
          11.1 . 2 * Relative Feuchtigkeit
                       Diese Versuche sind mindestens bei den beiden Grenzwerten
                       der folgenden Bereiche durchzuführen :
                    • - von 20 bis 80/£, wenn die elektronische Einrichtung für
                          eine Anwendung in Innenräumen bestimmt ist , oder
                       - von 5% ^ is 95$, wenn die elektronische Einrichtung für
                          eine Anwendung im Freien bestimmt ist .
          11.1.3 . Schwankungen der Stromversorgung:
                       Diese Versuche sind beim Nennwert der elektrischen Spannung
                       und der Frequenz und bei den in der jeweils zutreffenden
                     . Einzelrichtlinie festgelegten Schwankungsgrenzwerten durch­
                       zuführen .
          11.1.4 » Sonstige Einflußfaktoren '
                       V/eitere Versuche in bezug auf Einflußfaktoren wie Schwin­
                       gungen , harmonische Verzerrungen der elektrischen Stromver*-
                       sorgung usw . sind in den Einzelrichtlinien für die Meßge-
                       räte , für die diese Faktoren Bedeutung haben , im einzelnen
                       vorgeschrieben .
 11 . 2 . Von außen wirkende Störungen
          Sofern nicht m einer Einzelrichtlinie Gegenteiliges festgelegt ist ,
          sind folgende Versuche durchzuführen :
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  11.2.1 . Stromversor?run.çr
           11 . 2 . 1 » 1 « Unterbrechungen oder Sparurjn,=rsabfa.ll
                              Spaxmungsuirt erbrechung ( 100$) von etx.*a 10 es
                             Dauer ,
                             'Spannungsabfall 50% von etwa 20 ms Dauer ,
                              Spannungsabfall von 20% von etwa 50 ms Dauer.
                             Der Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgen­
                             den Versuchen muß mindestens 10 Sekunden betragen .-
           11.2.1.2 . Storspannungen
                             Hierzu werden Stoß Spannungen beider Polaritäten
                             mit Zufall s-Phasenlage von einer Impedanz von
                              50 Ohm im Gleichtakt und im Gegentakt eingespeist .
                             Amplitude , Anstiegs zeit , Dauer und Folgefrequenz
                              sind nachstehender Tabelle zu entnehmen :
   Amplitude                 Anstiegs zeit            Halbamplituden–     Folgefrequenz
                                                        Dauer
          500 V            I       5 ns                   100 ns        I       10 Hz
       1 500 ν            !       25 ns           1 '       1 us              < 12 Hz
          300 V               Impulsfolge von etwa 1 ms Dauer und !           < 12 Hz
                                        etwa 1 MHz Frequenz           i
          5 % V            ! netzüberlagerte Sinuswelle               !   30 kHz - 150 k?.
j  des Nennwertes                                                     i
          iv ,                 netzüberlagerte Sinuswelle             j 150 kHz - 400 KK
                                                                      I
   11.2.2 . "Von außen wirkende Interferenzen
             11.2.2.1 . Leitungsgebundene Störspannungen
                               Über Netzleitungen eingestreute StörSpannungen :
                               siehe Nummer 11.2.1.2 .
             11.2.2.2 . Storfeldstârken
                               – Induktionsfeld
                                 Induktionsfeld von 60 A/M und 50 Hz , erzeugt z.B.
                                 durch ein 10 A führendes Kabel in 2,5 cm Entfernun
 ---pagebreak---                                - 16 -
                                    Λ·**
                     - elektromagnetische Strahlung
                       Feldstärke 10 V/m hei Frequenzen von 100 kHz
                       - 500 MHz ,.
                       Feldstärke von 1 V/m hei Frequenzen von 500 MHz –
                       1000 MHz .
         11.2.2.3 .  Elektrostatische Entladung
                     Elektrostatische Entladung von 6 kV mit 2 mj Energie ,
                     Chassis an Erde , mit einer Mindestzeit von 10 s
                     zwischen den einzelnen Entladungen .
11.2.3 « Sonstige von außen wirkende Störungen
         Weitere Störungsversucha wie Stromausfall , Netz int e rfe renz en
         durch niedrige Spannung usw. sind in den Einzelrichtlinien für
         die Meßgeräte festgelegt , bei denen solche Störungen auftreten
         können .
                                                     V.