CELEX: C2007/096/69
Language: de
Date: 2007-04-28 00:00:00
Title: Rechtssache T-368/04: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 29. März 2007 — Luc Verheyden/Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Öffentlicher Dienst — Antrag auf Übertragung von Jahresurlaub — Dienstliche Erfordernisse — Krankheitsurlaub — Vertrauensschutz)

28.4.2007   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 96/33
            
         Urteil des Gerichts erster Instanz vom 29. März 2007 — Luc Verheyden/Kommission der Europäischen Gemeinschaften
   (Rechtssache T-368/04) (1)
   
   (Öffentlicher Dienst - Antrag auf Übertragung von Jahresurlaub - Dienstliche Erfordernisse - Krankheitsurlaub - Vertrauensschutz)
   (2007/C 96/69)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Parteien
   
      Kläger: Luc Verheyden (Angera, Italien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt É. Boigelot)
   
      Beklagte: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Prozessbevollmächtigte: V. Joris und L. Lozano Palacios)
   Gegenstand
   Klage auf Aufhebung der Entscheidungen des Referatsleiters des Klägers vom 4., 24. und 27. Februar 2004 bezüglich des Antrags des Klägers auf Übertragung der nicht in Anspruch genommenen Tage des Jahresurlaubs von 2003, die den Schwellenwert von 12 Tagen übersteigen, auf 2004 sowie auf Aufhebung der die Beschwerde des Klägers abweisenden Entscheidung der Verwaltung vom 1. Juni 2004, zugegangen am 14. Juni 2004, und Klage auf Verurteilung der Kommission zur Zahlung einer Ausgleichsentschädigung für 32 nicht in Anspruch genommene und nicht abgegoltene Tage Jahresurlaub zuzüglich Zinsen in Höhe von 5,25 % ab dem Tag der Einreichung der vorliegenden Klage sowie auf Zuerkennung von Schadensersatz für immaterielle Schäden, berufliche Nachteile und Rufschädigung.
   Tenor
   
               1.
            
            
               Die Entscheidung des Vorgesetzten des Klägers vom 27. Februar 2004, mit der er die Unterschrift unter den Antrag des Klägers auf Übertragung des Jahresurlaubs von 2003 auf 2004 verweigerte, wird insoweit aufgehoben, als damit die Gewährung der Übertragung des Jahresurlaubs von acht Tagen über die rechtlich vorgesehenen zwölf Tage hinaus, auf die der Direktor für Ressourcen der Gemeinsamen Forschungsstelle in einer E-Mail vom 11. Februar 2003 Bezug nimmt, verweigert wird.
            
         
               2.
            
            
               Die Kommission wird verurteilt, an den Kläger einen Betrag in Höhe von acht Dreißigstel seiner monatlichen Dienstbezüge im Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Dienst zuzüglich Verzugszinsen ab dem 13. September 2004 zu zahlen. Der anzuwendende Verzugszinssatz ist auf der Grundlage des von der Europäischen Zentralbank für die wichtigsten Refinanzierungsvorgänge festgelegten Satzes für den jeweiligen Zeitraum zuzüglich zweier Prozentpunkte zu berechnen.
            
         
               3.
            
            
               Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
            
         
               4.
            
            
               Die Kommission trägt ihre eigenen Kosten sowie die Kosten des Klägers.
            
         
      (1)  ABl. C 300 vom 4.12.2004.