CELEX: 31982R2318
Language: de
Date: 1982-08-25 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2318/82 der Kommission vom 24. August 1982 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflaumensorten mit Ursprung in Bulgarien

25 . 8 . 82                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 249/ 11
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 2318/82 DER KOMMISSION
                                                    vom 24. August 1982
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten
                                        Pflaumensorten mit Ursprung in Bulgarien
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  (EWG) Nr. 3011 /81 (s), müssen die zu berücksichti­
 GEMEINSCHAFTEN —                                                 genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                                  und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                Märkten festgestellt werden .
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des                 Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für bulga­
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­              rische Pflaumen der Gruppe I an zwei aufeinanderfol­
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert           genden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter
                                                                  dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1738/82 (2), insbe­               Ausgleichsabgabe für diese Pflaumen erhoben werden .
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,
 in Erwägung nachstehender Gründe :                               Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                                  erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                     zugrunde zu legen :
 1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an             — für die Währungen, die untereinander zu jedem
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens                    Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                        in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
 Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                     Umrechnungssatz der sich auf den Leitkurs dieser
 Herkunftsland       außer      in    Ausnahmefällen    eine          Währungen stützt,
Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe               — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs
 muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für
                                                                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­                    der während eines fortgesetzten Zeitraums für die
preise sein.                                                          Währungen der Gemeinschaft entsprechend
                                                                      vorhergehendem Absatz festgestellt wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 961 /82 der Kommis­
sion vom 27. April 1982 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Pflaumen für das Wirtschaftsjahr 1982 (3)
wird der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güte­
klasse I von Gruppe I für den Monat August 1982 auf               HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 55,05 ECU pro Doppelzentner Eigengewicht festge­
setzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                    Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung              Es wird auf Einfuhren von Pflaumen (Tarifstelle 08.07
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen             D des Gemeinsamen Zolltarifs) anderer Sorten als der
Märkten, für welche Notierungen vorliegen,                        folgenden : Hauszwetschge (Quetsche commune,
vermarkteten Mengen aus dem betreffenden                          Altesse simple), Reine-Claude d'Oullins (Oullins
Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­                  Gage), Sveskeblommer, Ruth Gerstetter, Ontario,
rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung               Wangenheimer (Quetsche precoce de Wangenheim),
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben                     Pershore (Yellow egg), Mirabelle, Bosnische, mit
verringert werden . Der Begriff repräsentative Notie­             Ursprung in Bulgarien eine Ausgleichsabgabe in Höhe
rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)              von 18,70 ECU je 100 kg Eigengewicht angewandt.
Nr. 1035/72 festgelegt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung                                      Artikel 2
(») ABl.  Nr. L  118  vom  20. 5. 1972, S. 1 .                    Diese Verordnung tritt am 26. August 1982 in Kraft.
(2) ABl.  Nr. L  190  vom  1 . 7. 1982, S. 7.
(3) ABl.  Nr. L  114  vom  28 . 4. 1982, S. 11 .
(4) ABl . Nr. L  220  vom  10 . 8 . 1974, S. 20 .                 P) ABl . Nr. L 301 vom 22. 10 . 1981 , S. 18 .
 ---pagebreak--- Nr. L 249 / 12                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        25 . 8 . 82
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 24. August 1982
                                                                   Für die Kommission
                                                                     Poul DALSAGER
                                                                Mitglied der Kommission