CELEX: 51988PC0368
Language: de
Date: 1988-06-30
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Aufstellung allgemeiner Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung der Weine und der Traubenmoste (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 368
Vol. 1988/0131
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                       KOM(88 ) 368 endg .
                                                       Brussel , den 30 . Juni 1988
                             Vorschlag für eine
                         VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
  zur Aufstellung allgemeiner Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung
                      der Weine und der Traubenmoste
                      ( von der Kommission vorgelegt )
                             4
 ---pagebreak---                                           B6GRUNDUKG
1. Der Ad-hoc-AusschuB " Europa der Burger “ ( Adonn I no-AusschuB ) stellte Im
   zweiten Bericht an den Europäisch© !! Rat von Mailand ( 28.-29 . Juni 1895 )
   In den Vorschlägen für di® Rechte dsr Bürger hinsichtlich der
   Rechtsakt® dar Gemeinschaft di® Forderung nach der Kod I f I z lerung und
   Vereinfachung des Gemeinschaftsrechts mit folgenden Worten :
      " Der Ausschuß ersucht den Europäischen Rat zu empfehlen , daß Schritte
      zu ©!n@r begeh isunigts'n systematischen Kod Iflz lerung und
      Verelnfachung des Gômelnschaftârechts unter nommer» werdsn ."
   Dsr " Adonn I no K ~Ber I cht wurd® vom Europalschen Rat von Walland Im Junl
   1985 genehmîgt .
   Mit Beschluß vom 1 . April 1987 ( KOM ( 87 ) F 868 ) wies dl® Kommission
   Ihre Dienststellen an , ein© konstitutiv® Kodif Izlorung der Rechtsakt®
   spätestens nach Ihrer zehnten Änderung vorzunehmen .
2. Der beiliegend® Vorschlag für eine Verordnung , dsr vom Juristischen
   Dienst In Zusammenarbeit mit der Generaidlrekt ion Landwirtschaft
   ausgearbe&et wurde , bezweckt dl® Verwirklichung dieser Kodlflz lerung
   gemäs den wichtigsten Grundsätzen , über dis Rat , Parlament und
   Kommission sich 1973 geeinigt haben : Es handelt sich Insofern um eine
   konst I tut S v® Kod I f I £ I erung . als dl® neue Verordnung an dl© Stelle der
   verschiedenen Verordnungen tritt , die Gegenstand des
   Kodlf Izlerungsvsrfahrsns waren ; ©!© berüoks icht Igt den wesentlichen
    Inhalt der kodifizierten Tost® und beschränkt sich darauf , dies® zu
   gruppieren und nur die aufgrund dos Xod i f I z lerungsver fahr ©ns selbst
   erforderlichen formellen Änderungen anzubringen .
    Dlessr Vorsshlag fast dl® zum Zeltpunkt dsr Kodiflzerung ge I tanden
    Best Immungen In elnem ©Inzlgsn Tast zusammen , wob®l nur dl© unbedlngt
    ©r srderlichsn st ! list I seben Ånderungen und Anpassungen des Wortlauts
    vorgenommen warden . Dl© Anordnung das Inhs I ts wurd© nlcht gsandert , da
    der OrlglnaltSKt trotz zahlrelcher Andsrungan s©ln® ursprung I Ich©
    Struktur be!b©ha!t®n hat .
 ---pagebreak---    Aufgrund der 1987 vorgenommenen Änderungen der Verordnung ( EWG ) Nr . 355 / 79
   erscheint es angebracht , in dem vorliegenden Vorschlag für eine kodifizier ¬
   te Verordnung die Artikel 8 , 18 und 34 zu streichen , da der in der Verord ¬
   nung ( EWG ) Nr . 3585 / 87 enthaltene Artikel 43 die gleichen Bestimmungen in
   viel ausführlicherer Form enthält .
   Der Text Ist fotokopiert , was eln sofortlges Erkennen eventuel ler
   Verbesserungen oder Korrekturen ermogllcht : Die fruhere Numer lerung der
   Artikel wurde e I nf achhe I tsha Iber bel behal ten , die neue steht dlrekt
   daruber . Dieses Vorgehen hat slch berelts anlaBNch der Kod I f I z lerung
   der Verordnungen ( EWG ) Nr . 337 / 79 und 338 / 79       Rates bewåhrt .
3. Dleser Vorschlag fur elne kodlflzlerte Verordnung Ist Tell elnes
   größeren Rahmens zur Kod I f I z lerung von Verordnungen des Weinsektors ,
   die 1987 mit der Veröffentlichung der kodifizierten Grundverordnung
   ( Verordnung ( EWG ) Nr . 822 / 87 ) begann .
   Die Verordnung ( EWG ) Nr . 355 / 79 des Rates vom 5 . Februar 1979 zur
   Aufstellung allgemeiner Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung der
   Weine und der Traubenmoste Jst nicht nur für die Gewerbetreibenden
   dieses Sektors bestimmt , sondern richtet sich über den Groß- und
   Einzelhandel direkt an die Verbraucher .
       ♦T %
 ---pagebreak---                           VERORDNUNG (EWG ) Nr. 355 /79 DES RATES
                                         vom 5 . Februar 1979
     zur Aufstellung allgemeiner Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung der Weine und der
                                             Traubenmoste
                          ( A3L . Nr . L 54 vom        5 . 3 . 1979 ,S . 99 )
                                         geandert durch :
die Akte über den Beitritt Griechenlands ( ABI Nr . L 291 vom 19.11.79, S. 82 )
                                 und durch die Verordnungen
                       461 / 80 (ABI . Nr . L 57 von 29.2.1980           , 5.-36 )
                     1016 / 81 ( ABI Nr .      L.103vom 15.4.1981             S- 7 )
                     3685 / 81 ( ABI N r - L369 vdm24.12.1981, S. 1 )
                     2056 / 84(^61 Nr . L191 vom 19.7.1984c S. 3 )
                     3490 / 84 ( AB l N r . L327 vom 14.12.1984, S . 2 )
                        898 / 85 ( AB l N r . L179 vom 11.7.1985, S . 1 )
                      3805 / 85 ( ABI N r . 1367 vom31 . 12.1985, S - 33 )
                      1625 / 86 ( ABI N r . L144 vom 29.5.1986, s . 1 )
                        537 / 87(ABl Nr . L 55 vom 25 . 2 . 1987 , S. 3 )
                      3485 / 87CABI N r . L330 vom 21 . 11 . 1987 , S. 1 )
 ---pagebreak---                                                      VORSCHLAG             EI*E
                                         VERORDNUNG ( EWG ) Nr.                 DES RATES
                                                           vom            19
                 zur Aufstellung allgemeiner Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung der Weine und der
                                                               Traubenmoste
DER RAT DER EUROPÀISCHEN GEME1NSCHAFTEN –
gcstützt auf den Vertrag zur Gründung der Europii-
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 des Rates
 vom 16. März 1987 über die gemeinsame Marktorganisa¬
 tion für Wein ('), zuletzt geändert durch die Verordnung
 (FWG) Nr.                  /SS              1,1 insbesondere auf Arti­
         kel yX Absatz 1 und Artikel ^ Absatz 2,
   auf Vorschlag def Kommission ,
  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (3),
   in Erwàgung nachstehender Gründe :
   Bie mit der Verordnung tEWG ) Nr . 555/79 des Rates
   ( 4 ), zuletzt geiindert durch die Verordnung ( £WG )
   Nr .   3485 / 87 ( 5 ),    erlassenen allgemeinen Vorschriften
          für die Bezeichnung und Aufmachung der Wei ¬
   ne und der Traubenmoste           sind mehrfach geändert
   worden . 0« sii sind lehr uhlreich und          über       viele
           Amtsblätter xritriut und dlher         schwer
             zu handhaben sind !       mangelt es ihnen
                an  dar für      aina gesetzlich «      Regelung
   erforderlichen        Klarheit .    Daher      empfiehlt   ea
   sich , sie              zu kodifizieren .
Artikel “^ der Verordnung ( EWG) Nr. $22 /8?'.                der
bereits                 die Bezeichnung bestimmter Weine in
besonderen Fallen regelt                        , sieht den Erlaß
allgemeiner Vorschriften für die Bezeichnung und
Aufmachung bestimmter Erzeugnisse dieses Sektors vor.
D*r ?»*ch jeder Bezeichnung und Aufmachung muß eine
so zutreffende und genaue Unterrichtung sein, wie sie
der erwaige Käufer oder die mit der venvalrungsmäßi- •
gen Abwicklung und Überwachung des Handels mit                          αr
diesen Erzeugnissen betrauten öffentlichen Stellen für                  * .
ihre Beurteilung benötigen.
 C) ABI . Nr. L 84 vom 1~. V 1987. S. I.
 O ABI . Nr. L 152 vom 2$ . 5 . ! 988. S.1
 (S) ABI. Nr. C         vom .        1988 . S.
      ABI. Nr. L 54 vom J. 3 . 1979, S. 99 <
 iS ABI . Nr. L))c vom il . II . 198% S. I.
 ---pagebreak---                        *
 Die verschiedenen Gemeinschaftstexte betreffend die
 Bezeichnung und der Aufmachung von Lebensmitteln,             λ.
 insbesondere solcher des Weinsektors, müssen •« « eit „i ,
■öglich harmonisiert werden.
 Oie Gemeinschaftsregeln für die Bezeichnung und
 Aufmachung der Weine und der Traubenmoste folgen
                         .      . .  .   Vor»chrlft«n .
 veitgehend den emzelstaatltchen                   , die vor
 dem Erlaß dieser Gemeinschaf tsregeln von den
 Mitgliedstaaten angewandt wurden . Diesen ein-
 zelstaetliehen,or‘chrlft ,inagen erheblich vonein¬
 ander    abweichende    Zielvorstellungen         zugrunde .
 Manche Hitgliedstaaten räumten der korrekten Un¬
 terrichtung der Verbraucher und der Handlungs¬
 freiheit für den Handel Vorrang ein , während
 sich andere                        darum bemühten , die­
  se Aspekte mit dem Erfordernis lu verbinden/ die
   Erzeuger in ihrem Hoheitsgebiet vor Wettbewerbs ¬
  verzerrungen ZU schützen , um diese unterschiedlichen
        Konzeptionen weitestgehend miteinander             in
  Einklang zu bringen und zu stark abweichende
  Auslegungen zu «traelde«      ,      ist es zweckmäßig ,
  möglichst umfassende Bezeichnungsregeln aufzu¬
  stellen . Ausserdem empfiehlt es sich ,             um die
  Wirksamkeit dieser Regeln zu gewährleisten, den
  Grundsatz festzuschreiben , wonach für die Be¬
  zeichnung der Weine und Traubenmoste nur die An ¬
  gaben zulässig sind , die in diesen Regeln oder
  ir. den hieraus abgeleiteten Anwendungsmodalitä -
  ten vorgesehen sind .
   Bei der Bezeichnung unterscheidet man zweckmäßiger¬
   weise zwischen vorgeschriebenen Angaben, die für die
   Identifizierung des Erzeugnisses erforderlich sind, und
   wahlweise zu verwendenden Angaben, die mehr zur
   Kennzeichnung der besonderen Eigenschaften des Er¬
   zeugnisses oder zu seiner gütemäßigen Einordnung            V 355|*3
   dienen. Angesichts der erheblichen Bedeurung der Frage
   und des ausgedehnten Anwendungsgebiets empfiehlt es
   sich, die bestmögliche Unterrichtung der Beteiligten
   anzustreben, wobei unterschiedlichen Gepflogenheiten
   und Traditionen in den Mitgliedstaaten wie auch in den
   Drittländern sowie der Entwicklung des Gemeinschafts¬
   rechts Rechnung zu tragen ist.
   Unter Berücksichtigung der          beionderen     Produk -
   tf onsbedingungen fn den einzelnan Weinbaugebie -
   ten und In Anbetrecht der Traditionen in einigen
              Hitgliedstaaten ist vorzusehen , dal? die
   Mitglicdstaaten für die                        , auf
    ihrem Hoheitsgebiet gewonnenen Erzeugnisse ,
 ---pagebreak---     bestifflntc Angaben ,    die nach den Genf inschef ts -
     Vorschriften fakultativ » ind        entweder , bindend
    vorschre i ben ,      oder      sie untersagen
     oder    ihre Verwendung einschranken können .
     Zur Sicherstellung des freien Warenverkehrs ist
     ferner deutlich zu machen , daß jeder Mitglied -
      Staat die Bezeichnung von Erzeugnissen zulassen
     siuli , die aus anderen Mitgliedstaaten stammen und
     die in seinem Hoheitsgebiet in Verkehr gebracht
     werden ,      wenn  diese   Bezeichnung       den  Gemein¬
      schaftsvorschriften entspricht und          im Erzeuger -
      aiitgliedstaat aufgrund dieser Verordnung zuge ¬
      lassen ist .
   Im Hinblick auf eine einheitliche Bezeichnung und
   Aufmachung der Weine und Traubenmoste der Gemein¬                   h •
   schaft , die zur Ausfuhr nach Drittländern bestimmt
   sind, ist für diese Erzeugnisse vorzusehen, daß ergän¬
  zende oder abweichende Bestimmungen erlassen werden
  können , sofern die Rechtsvorschriften des betreffenden
  Drittlandes dies erforderlich machen .
   Es sind die Fälle festzulegen , in denen die Angabe des *
   Abfüllers und des Versenders auf der Etikettierung mittels
   eines Codes zwingend ist, um beim Verbraucher
  Verwechslungen hinsichtlich des wahren Ursprungs des                 V*
   Weins auszuschließen . Es ist weiterhin angezeigt, die
   Fälle zu regeln, in denen zur Vereinfachung der Handels¬
  geschähe Codes auf freiwilliger Grundlage verwendet
   werden       können, um      Informationen        hinsichtlich  der
   Abfüllung und des Versenders anzugeben .
   Die Richtlinie 79/ 1 12/ EWG des Rates vom 18 . Dezember
   1978 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
   Mitgliedstaaten über die Etikettierung und Aufmachung
   von für den Endverbraucher bestimmten Lebensmitteln
   sowie die Werbung hierfür 0, zuletzt geändert durch die
   Richtlinie 86/ 1 97/EWG 0, sieht grundsätzlich vor, daß
   bei allen alkoholischen Getränken die Angabe des
   vorhandenen Alkoholgehalts                                    zwin­
  gend vorzuschreiben ist.           Eine Unterrichtung über¬
 den vorhandenen Alkoholgehalt, erscheint erforderlich,
 um in der Etikettierung die Art des Erzeugnisses zu
 beschreiben, und so dem Verbraucher die Wahl zu
 erleichtern . Deshalb sollte die Angabe des vorhandenen
 Alkoholgehalts                                  bei den genannten
 Erzeugnissen zwingend vorgeschrieben werden .
Die Bezeichnung der Weine und der Traubenmoste sollte                    S. *
in der Gemeinschaft in jeder                    Amtssprache der
Gemeinschaft erfolgen können, um den Grundsatz des
freien Warenverkehrs im gesamten Gemeinschaftsgebiet
zur Geltung zu bringen. Es ist gleichwohl erforderlich,
daß die zwingenden Angaben in der Weise erfolgen, daß
sie der Endverbraucher selbst dann verstehen kann , wenn
  И АВ1 . Иг. I 33 уога 8 . 2. 1979 , 5. 1 .
  ( J ) AB1 . Nr . L KfUvom 29 . S ■ 198 k , S4>3 ,
 ---pagebreak---         sie auf der Etikettierung in einer Sprache erscheinen, die
        nicht die Amtssprache seines Landes ist. Es empfiehlt
           sich        die Namen der geographischen Einheiten
         nur in der Amtssprache des Mitgliedstaates anzugeben,
                  in dem die Erzeugung des Weines oder des Trau¬
        benmostes erfolgt ist, damit das in dieser Weise bezeich-
        nete Erzeugnis nur unter seiner herkömmlichen Bezeich¬
        nung im Verkehr ist. Wegen der besonderen Schwierig-
        kcitcn6'> Verständnissesder Angaben in griechischer
        Sprache aufgrund der Tatsache, daß keine lateinischem
        Buchstaben verwendet werden, sollte die Wiederholung
        dieser Angaben in einer oder mehreren anderen
        Amtssprachen der Gemeinschaft zulässig sein.
        Für dt * Oualitat des Weines oder Mostes sind die
        natürlichen Bedingungen des Ueinbaugebiets ent ¬
        scheidend ,    aut dem die Trauben stammen , die zur
                               Bereitung dieser Erzeugnisse
             dienen . ferner          die ftebsorte,
                 zu der die verarbeiteten Trauben gehören ,
        sowie die      in dem       Erntejehr    herrschenden
  WitterungSverhäUnisse .        Die Bezeichnung des Weinge ¬
        biets oder der geographischen Einheit ,        zu dem
        dieses Gebiet gehört ,     sowie die Bezeichnung der
         Rebsorte oder das Jahr , in dem die vererbeiteten
         Trauben geerntet wurden , sind für den Käufer des
         Erzeugnisses besonders wertvolle Informationen .^;
    erscheint daher angezeigt ,                   die Verwen­
         dung dieser Angaben in der Bezeichnung der Weine
         und der Traubenmoste zu regeln .
        Um*l ™ lsuttrmWettbewerb                      zwischen    den
       einzelnen     Weinen     und Traubenmosten       tu •rMjiichen ,
       sollten bei der Bezeichnung und der Aufmachung dieser
      truujni «»« solche               verboten    werden ,  die     zu
       Verwechslungen oder einer Irreführung bei den Adres¬
       saten führen können . Es ist insbesondere erforderlich,
          solche Verbote für die bei der Bezeichnung der Weine
        und Traubenmoste verwandten Marken vorzusehen. Um
                          einen wirksamen Schutz der geographi¬
       schen Namen , die für die Bezeichnung eines Erzeugnisses
        des Weinsektors verwendet werden, zu gewährleisten , sollten
Marken ausscheiden , die Wörter enthalten , welche mit einem
       geographischen Namen identisch sind, der zur Bezeich¬
        nung eines Tafelweines, eines Qualitätswcines bestimmter
        Anbaugebiete , nachstehend „Qualitätswein
        b.A. " genannt ,       oder                                .
       eines Tmportweincs, dessen Bezeichnung von Gemein¬
       schaftsvorschriften geregelt ist, verwendet wird, ohne daß
       das durch die betreffende Marke gekennzeichnete
       Erzeugnis Anspruch auf eine solche Bezeichnung hat.
 ---pagebreak--- Um dabei eine allzu * tr«i>g « Hindhxiung zu vermeiden, ist es
angebracht, während einer Übergangszeit in bestimmten
Fällen die Verwindung von bis ms 31 - Dezember 1985
registrierten Marken zuzulassen , die mit dem Namen            *lo . 3 4 35
einer geographischen Einheit identisch ‘ sind, welche
kleiner ist als ein für die Bezeichnung eines Qualitäts-
weines b. A. verwendetes bestimmtes Anbaugebiet oder
die identisch sind mit dem Namen einer gemäß Artikel
72 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 für die
Bezeichnung eines Tafelweins verwendeten geographi¬
schen Einheit .
Zum Zweck der Harmonisierung sollte ferner eine
bessere Koordinierung der Vorschriften über die Rolle der
Kontrollinstanz.cn erfolgen , die im Weinsektor bei
Verstößen gegen die Gemeinschaftsvorschriften über die
Bezeichnung und die Aufmachung der Erzeugnisse dieses
Sektors tätig werden –
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 ---pagebreak---                                              Λ
                                         TITEL I
                                   BEZEICHNUNG
                                       Artikel J                                        3f«7»1
             ( 1 ) Dieser Htel regelt                                die
             Bezeichnung folgender Erzeugnisse:
             a) Erzeugnisse mit Ursprung in der Gemeinschaft:
                       r>           i    «»• -r
                  – Erzeugnisse der Position 2204 der Koabi -
                      nierten Noaenklatur
                  – Traubenmoste, auch konzentriert, im Sinne der
                      Nummern 2 und # des Anhangs I der Verord¬
                       nung (EWG ) Nr. Sll /i?, die unter Position
                      ex 2009 der Konbinierten Woaenklatur           fallen ,
             b) Erzeugnisse mit Ursprung in Drittländern, die den
                  Artikeln 9 und 10 des Vertrages entsprechen:
                   – Erzeugnisse der Position 2204 der Koa-
                      binierten Nomenklatur
                       Traubenmoste im Sinne der Nummer 2 des                      I
                       Anhangs
                       die unter
                                 L der Position
                                       Verordnungex(EWG)    Nr.f22 l&J-,
                                                      2009 der Koabinierten
                                                                                   I
                                                                              Noaenwlatur fallen und
                   – konzenmerte Traubenmoste im Sinne des Arti¬
                       kels 2 der Verordnung (EWG) Nr.           / ‘ des
                       Rates vom       •              zur Definition be-
                       snmmter aus Dnttlandem stammender Erzeug-
                       nisse der               2009 und 2204 der Koabi-
                      nierten Nosenklatur : (4), die unter Position
                      ex 2009 der Kosbinierten Koaenklatur fallen .
              Dieser Titel findet jedoch keine Anwendung auf
              Schaumweine, Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäu¬
              re, Perlweine, Perlweine mir zujjeserzrer Kohlensäure
              und Likörweine im Sinne des Anhangs J. der Verord¬
              nung ( EWG ) Nr. pL'/SJ und des Artikels 2 der Ver¬
              ordnung ( EWG ) Nr.
    (2) Die     ' <3M Absatzes 1 gelten fiir die Bezeichnung der Er-
              Zeugnisse
              a) in der Erikertierung,
              b) in den Ein- und Ausgangsbiichem sowie in den Be- '
                   gleitdokumcnten und den übrigen von den Gemein-
                   schaftsbe.srimmungcn vorgeschriebenen Dokumen¬
                   ten, im folgenden „amtliche Dokumente“ genannt,
                   mit Ausnahme der Zoll Dapiere,
              c) in den Geschäftspapieren, und zwar insbesondere
                   auf Rechnungen und Lieferscheinen, und
              d) in der Werbung, soweit diese Verordnung eine’ be¬
                   sondere Besrimmung hieriiber enehåk.
£ () A61 . Nr. L 54 von 5.3.1979, S. 99^7
 ---pagebreak--- (3) Oie Versehriftcn de» Abiaties 1 gcItCTl für die   tu*
vtrkauf bf stiiiten gndl           fur die in den Verkehr
gebrachten Erzeugnisse.
Von der Anwendung der vortchriUtn            über die Anga ¬
ben in der Etikettierung können die Mitgliedstaaten
jedoch
a) die Erzeugnisse,
     – die zwischen zwei oder mehreren Anlagen,
     – zwischen den Rebpflanzungen und den Wein-
          bereitungsanlagen
      ein und desselben Betriebs in der gleichen Gemeinde
      befördert werden ,
 h) die Trauhcnmost- und Weinmengen bis zu 15 Litcm
     je Partie, die nicht zum Verkauf bestimmt sind,
 c) die Traubenmost- und Weinmengen, die zum Eigen¬
     verbrauch in der Familie des Erzeugers und seiner
     Angestellten bestimmt sind,
 befreien .
Werden die unter den Buchstaben a) und b) genannten
 Traubenmoste und Weine etikettiert, so          , müssen die
 verwendeten Etiketten den Bestimmungen dieser Ver¬
 ordnung entsprechen.
 ---pagebreak---                                                     KAPITEL I
                      BEZEICHNUNC DER ERZEUGNISSE MIT URSPRUNC TN
                                              DER GEMEIKSCHAFT
                                                    Abschnitt A
                                      BEZHCHNUNG DER TAFELWEINE
                                               A I : Edketrierung
                                                    Artikel 2
                      ( I ) Bci TafclWein - mu8 die Etikcttierung folgcndc
                      Angabcn (mhaltcn:
                        a) die Angabe „TafeKvein“;
                        b) daJ Nennvolumen des Tafelweins nach den                 W / fo
                              Vorschriften der Richtlinie 75 / 106/EWG <«• «•«*•
                    • c) im Falle von
                       – Behältnissen mit einem Nennvolumen bis zu
                              60 Litern : den Namen oder den Firmen ¬
                              namen des Abfüllers sowie der Gemeinde
                              oder des Ortsteils und des Mitgliedstaats, in
                              der oder in dem er seinen Hauptsitz hat ;
                      – anderen Behaltnissen : den Namen oder den
                             Firmennaifcen des Versenders sowie der
                             Gemeinde odet des Ortsteils und dés Mitglied -
                             staats, in der oder in dem er seinen Hauptsitz
                             haL
                      Erfolgt die Abfüllung oder der Versand in anderen
                      als den vorerwähnten Gemeinden oder Ortsteilen
                      oder einer Gemeinde in deren Umgebung, so
                      müssen die Angaben nach Buchstabe c ) erster und
                      zweiter Geda ... instrich auch einen Hinweis auf
                      die Gemeinde oder den Ortsteil enthalten , in der
                      oder in dem die Abfüllung oder der Versand
                      erfolgt ; erfolgt die Abfüllung oder der Versand in
                      einem anderen Mitgliedstaat, so ist auch dieser
                      anzugeben ;
                                                                                 1
                   •d) i) bei Versand in einen anderen Mitglied-
                                staat oder bei der Ausfuhr : den Miiglied-
                               staat, «of dessen Hoheitsgebiet die Traubcn
                               geerniet worden sind und der Wein berei¬
                               dt worden ist, jedoch nur dann, wenn
                               beide Mafinahmen im gleichen Mitglied-
                               staat stattgefunden haben ;
                           11} bei Tafelwein, der nicht in demselben Mit¬
                               gliedstaat bereitet wurde, in dem die Trau¬
                               ben geerntet worden sind, den Sau .In . . .
                               aus in ... geernteten Trauben hergestellter
                               Wein", ergänzt durch die Angabe der be¬
                               treffenden Mitgliedstaaten ;
                         iii) bei Tafelwein,
                               – aus einem Verschnitt von Trauben
                                   oder einem Verschnitt von Erzeugnis¬
                                   sen mit Ursprung in mehreren Mit-
                                   gliedstsaten
                                   oder
                              – aus einem Verschnitt eines Tafelweins
                                   im . ne des ersten Gedankenstrichs
                                   und eines Tafelweins im Sinne von
                                   Ziffer ii)
                                den Sau .Verschnitt von Weinen aus meh¬
                                reren Ländern der Europäischen Gemein¬
                                schaft "
(•) Ml . « r . I 42 vo . 1S.2.HI5 , S.l
 ---pagebreak---                                 Y
     e) bei Tafelwein im Siane dra Anhangs I Ziffer 13
    iritt.r Unierabsau        der Verordnung (EWG) Nr.
                                                                ]
         112 fgf- : die Angsbe #ctsina\
   0 bei Tafelwein , der aus dem Verschnitt von
       Rotwein und Weißwein in Spanien hervorgegan¬
       gen ist: die Angabe ,vino iinco de mezcla' im
       spanischen Hoheitsgebiet .
                                                                J - UoS/it
    9) den vorhandenen Alkoholgehalt in Volumen¬
         prozenten •                                            j Kts'/n
(2) Bei Tafelwein kann die Erikertierung durch folgende
Angahcn erganzt wcrden:
                                                                1 3ÏV/ J-)
     a ) die Angabe , ob es sieh um Rotwein , Rosewein
         oder Weißwein oder, ir. bezug auf Spanien , um
         einen Verschnitt von rotem und weißem Tafel¬
         wein handelt ;                                         s
     b) eine Marke nach Mstëgabe des Arvikels !1,^              1 3 ÿsr/>s
    c) den Namen oder Firmennamen der natürlichen oder
          juristischen Personen oder der Personenvereinigun¬
          gen, die an der Vermarktung des Tafelweins erledigt
          waren, sowie die Gemeinde oder den Onsteil , in der
          oder in dem sie ihren Hauptsio haben;
    d) eine von einer amtlichen oder einer hierfür amtlich
         anerkannten Steile einer der unter Buchstabe c)
         genannten Personen oder Pereonenvercinigungen
         zuerkannte Bezeichnung, durch die das Ansehen des
         Tafelweins gehoben werden kann, sofern diese Be¬
         zeichnung in den Durchführungsbestimmungen
         oder, wenn solche fehlen, durch den betreffenden
          Mitgliedstaat geregelt ist;
    ,e) falls der Tafelwein nicht nach einem anderen
          Mitgliedstsat- versandt oder ausgeführt wird
                                                                    3 4 ts/,,
           und die Bedingungen des Absatzes l Buch¬
           stabe d) Ziffern is) und iil) nicht erfüllt sind :
           die Angabe des Mi«Gliedstaats, in dessen Ho-
        * beitsgebiet die Trauben geerntet worden sind
           und der Wein beseitet worden ist ;
           den vorhandenen und/oder den Gesamtalkoholge-
     ' halt sowie andere Angaben über die Zusammen¬
         setzung, sofern eine solche Angabe in den Durch¬
          führungsbestimmungen geregelt ist ;
      g) eine an den Verbraudher gerichtete Empfehlung fiir
           die Vcrwcndung des Weines;                               3 «Aj
      h) Hinweise auf:
            – die An des Erzeugnisses,.
            – eine besondere Farbe des Tafelweins,
            sofern für diese Angaben Durchführungsbestim¬
            mungen oder – wenn solche fehlen – Vorschriften
            des betreffenden Mitgliedstaats gelten. Die Verwen¬
            dung dieser Angaben kann jedoch den in Absatz 3
            genannten Tafelweinen Vorbehalten werden-
       V In Verbinduûg mit dsm Buehstaben ,e‘, sofem
           die Fertigpackun?en den Einfullvorschrifien der
           Richdinie 75 / 106/ ES/G emsprechen.
 ---pagebreak---                                            s
            (3) Bd den in Anwendung von Artikel Ti- Absatze 2
            und 3 der Verordnung (EWG) Nr. Clï'fâf beieichneten
            Tafelweinen kann die Bezeichnung ferner durch fol­
            gende Angaben crganzt werden:
            a) den Namen einer kldneren geographischen Einheit
                  als der des Mitgliedstaats nach Maßgabe des
                  Artikels 4;
            b) den Namen einer Rebsorte oder zweier Rebsorten
                  nach Maßgabe des Artikels 5 ;
            c) den Jahrgang nach Mafigabe des Artikels 6;
            d) dnen Hinweis auf die Art der Herstellung des Ta-
                  fdweins gemäß d«r li*te in »rtikel 13         Z itr Verordnung
          < i ) • Diese Liste darf lediglich Hinweise enthalten, deren
                  Verwendungsbedingungen in Vorschriften des Er¬
[93?/ 8*1         zeugermitglied- taats festgelegt sind;
            e) dne Auszdchnung, die einer besrimmten Menge
                  eines Tafelweins von einer amtlichen oder dner hier¬
                  für amtlich anerkannten Stelle erteilt worden ist,
                  sofern gleichzeitig das Emtejahr angegeben wird
                  und die Auszeichnung durch ein Dokument nach¬
                  gewiesen werden kann.                        *
                  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission mit,
                  wdche Auszeichnungen in ihrem Hoheitsgebiet
                  Tafelweinen zuerkannt werden können und nach
                  welchen Vorschriften dies geschieht;
            f) einen Vermerk, daß der Wein wie folgt abgefüllt
                  worden ist :
                  – in dem Weinbaubetrieb , in dem die für diesen
                       Wein ' verwendeten Trauben geerntet und zu
                       Wein bereitet wurden,
                  – oder von einem ErzeugerzusammenschluG
                  – oder in tinem in dem angegebenen Weinbauge¬
                       biet gelegenen Betrieb, mit dem Weinbaubetrie¬
                       be, die die verwendeten Trauben geerntet haben,
                       im Rahmen eines Erzeugerzusammenschlusscs
                       verbunden sind , und der diese Trauben zu Wein
                       bereitet hat ;
            g) den Namen des Weinbaubetriebs oder des Erzeuger-
                  zusammenschlusses, der den Tafelwein hergestellt
                  hat und durch den das Ansehen des Tafelweins
                  gehoben werden kapn, sofern für diese Angabe
                  Durchführungsbestimmungen oder, wenn solche
                  fehlen, Vorschriften des Erzeugermitgliedstaats
                  gelten;
            h ) Informarionen
                  – zur Geschichte des betreffenden Weines, des
                       Abfüllbetriebs oder eines sonstigen Betriebes
                       einer natürlichen oder juristischen Person oder
                       Personenvereinigung, der bei der Vermarktung
                       des Weines beteiligt war,
                  – zu den natürlichen oder technischen Weinhau ¬
                       bedingungen, unter denen dieser Wein herge-
                       stellt worden ist,
                  – zu der durch die Lagerung erreichten Reife des
                       betreffenden Weines,
                  sofem Sic                    unter den in den Durcit-
                  führungsbestimmungen vorgesehenen Bedingungen
                  verwendet werden ;
 ---pagebreak---                               ê
,i) die Angabe :
    – .Landwein" für Tafelwein mit Ursprung in
        der Bundesrepublik Deutschland,
    – .vin de pays" für Tafelwein mit Ursprung
        in Frankreich und in Luxemburg,
    – ,vino tipico' für Tafelwein mit Ursprung in
        Italien oder – enrweder ergànzend oder
        snstclle dicter Angabe – die Angabe
        – .Landwein" für Tafelwein mit Ursprung
             in der Provint Bozen,
        – .Vin de pays’ für Tafelwein mit
             Ursprung in der Region
    – ,ονομαδία κατά παράδοση", .οίνος τοπι­
        κός" (ϋΓ Ταίοΐ^τβϊη ητίι υκρΓυηβ ίη Οπ <?-
        εδεηΐίηίΐ.
    – »vino      de  la  tierra" für Tafelwein    mit
        Ursprung in Spanien,
    – .vinho regional’ für Tafelwein mit
        Ursprung in Portugal ab Beginn der
        zweiten Stufe der für Portugal vorgese­
        henen Übergangszeit,
    sofem      die  betreffenden    Erzeugermitglied-
    staaten deren Verwendung unter den Bedin-
    gungen des Anikels 4 Absatz 3 geregelt
    haben ;     sehen   diese            auch    eine
    Kontrollnummer vor, so ist diese anzugeben .
 ---pagebreak---                                ?
                             Artikel 3
                                                               3**4-
    ( 1 ) Fur die Bezeichnung der Tafelweine in der Erikcrrie-
    rung sind nur die in Anikei 2 genannten Angabcn zu-
    lassig.
  Jedoch
  – können für die zur Ausfuhr bestimmten Tafelweine
        zusätzliche oder abweichende Vorschriften vorgese¬
         hen werden, wenn dies aufgrund der Rechtsvor¬
        schriften der Drinländer erforderlich ist,
  – können die Mitgliedstaaten für die in ihrem
         Hoheitsgebiet in den Handel gebrachten Tafelweine
         bis zum Beginn der Anwendung gemeinschaftlicher
        Vorschriften über diätetische Lebensmittel Angaben
         in bezug auf eine Verwendung dieser Erzeugnisse zu
        diätetischen Zwecken gestatten.
  (2) Die Mitgliedstaaten können für die in ihrem Ho¬
  heitsgebiet gewonnenen Tafelweine einige der in Artikel
  2 Absätze 2 und 3 genannten Angaben vorschreiben,
  verbieten oder ihre Verwendung einschränken.
  (3)1eder -Mitgliedstaat làBt
           die Bezeichnung der in seinem Hoheitsgebiet in
  den Verkehr gebrachten Tafelweine mit Ursprung in
  anderen Mitgliedstaaten zu, soweit sic im Einklang mit
  den gemeinschaftlichen Bestimmungen steht und aufgrund
' dieser Verordnung in dem Erzeugermitgliedstaat zugelassen
  ist.
 ---pagebreak---                             2
 (4)       Ein Code – nach noch
Modalitäten –                                           3
a) wird verwendet, um auf der Etikettierung von
      Tafelweinen nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe
      d) Ziffern ii) und iii) den Hauptsitz des Abfül-
      lers oder des Versenden und gegebenenfalls des
      Abfüll- oder Versandortes anzugeben ;
b) wird verwendet, um auf der Etikettierung eines
      Tafelweins Informationen anzugeben, die sich
      ganz oder teilweise auf den Namen eines
      bestimmten Anbaugebiets im Sinne von Artikel
      3 der Verordnung ( EWG) Nr. 823/87 des Rates
      vom 16. März 1987 zur Festlegung besonderer
      Vorschriften    für Qualitätsweine     bestimmter
      Anbaugebiete (') beziehen ; jedoch kfinnen die
      Mitgliedstaaten für ihr Hoheitsgebiet andere
      geeignete Maßnahmen vorschreiben, um
      Verwechslungen         mit    dem       genannten
      bestimmten Anbaugebiet auszuschließen ;
c) kann unbeschadet der Buchstaben a) und b) für
      die Angaben nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe
      c) verwendet werden, sofern der Mitgliedstaat,
      in dessen Hoheitsgebiet der Tafelwein abgefüllt
      wird, cs erlaubt hat ; diese Verwendung eines
      Codes ist an die Bedingung geknüpft, daß der
      Name oder der Firmenname einer Person oder
      einer Personenvereinigung, die nicht der
      Abfüller ist, jedoch an der Vermarktung des
      Tafelweins beteiligt war, sowie die Gemeinde
      oder der Ortsteil, in der oder dem die Person
      bzw. die Personenvereinigung ihren Sitz hat, im
      vollen Wortlaut auf dem Etikett angegeben
      werden .
    (8)     Oie Angaben gemâû
 – Artikel 2 Absatz 1 sind in einer oder mehreren
     and*™n Amtssprachen der Gemeinschaften zu
        machen, so daß der Endverbraucher jede dieser
        Angaben ohne weiteres verstehen kann ; 1
 – Artikel 2 Absitze 2 und 3 sind in einer oder
       mehreren »»deren Amtssprachen der Gemein ¬
        schaften zu machen.
 Abweichend vom « r»t»n          Untarabaetz    _       * ^AÀcJUt. A2>L
 a) mufl die Angabe
       – des Namens einer geographischen Einheit
            nach Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe a), die
            kleiner ist als der Mitgliedstaat,
        – eines Vermerk* nach Artikel 2 Absatz 3
             Buchstabe f) über die Abfüllung und
       – des Namens des Weinbaubetriebs oder des
           Erzeugerzusammenschlusses nach Artikel 2
           Absatz 3 Buchstabe g)
       in einer der Amtssprachen des Ureprungsmit-
       gliedstaau erfolgen.
(' ) ABI . Nr. L 84 vom 27. 3. 1987, S. 59 .
 ---pagebreak---        Diese Angaben können
       – bei Tafelwein mit Ursprung in Griechen-
           land in einer oder mehreren           Amtssprachen
           der Gemeinschaft wiederhoit werden od»r
       – nur in einer anderen Amtssprache der
           Gemeinschaft gemacht werden, wenn diese
           der Amtssprache in dem Teil des Hoheits¬
           gebiets des Ursprungsmitgliedstaats, in dem
           die genannte geographische Einheit liegt,
           gleichgestellt ist, sofern dies in dem
           Mitgliedstaat herkömmlich und üblich ist ;
    b) erfolgt die Angabe einer der Bezeichnungen
       nach Artikel 2 Absatz 3 Ziffer i) nach den dort
       festgelegten Bestimmungen.
    Diese Angabe kann bei Tafelwein mit Ursprung in
    Griechenland     in  einer  oder  mehreren « ndei-.n
Amtssprachen der Gemeinschaft wiederholt werden ;
    c) kann beschlossen werden, dafi
       –          Hinweise    nach Artikel 2 Absatz 2
           Buchstabe h ) über die Art des Erzeugnisses
           oder eine besondere Farbe,
       –          Hinweise   nach Artikel 2 Absatz 3
           Buchstabe d) über die Art der Herstellung
           des Tafelweins und
       –         Informationen nach Artikel 2 Absatz 3
           Buchstabe h) zu den natürlichen oder
           technischen Weinbaubedingungen oder
           über die durch Lagerung erreichte Reife des
           Tafelweins
       nur in einer der Amtssprachen des Ursprungs¬
       mitgliedstaats erfolgen dürfen i
    d) kônnen die Mitglicdstaaten zulassen, dafi
       – die Angaben nach Buchstabe a) erster
            Gedankenstrich und Buchstabe b) Setz 1 bei
           Tafelwein, der in ihrem Hoheitsgebiet
            hergestellt und in den Verkehr gebracht
           wurde, und
       – die anderen Angaben nach Absatz 1 bei
            Tafelwein , der in ihrem Hoheitsgebiet in
            den Verkehr gebracht wurde,
        zusätzlich in einer anderen Sprache als einer
        Amtssprache der Gemeinschaft gemacht
        werden, wenn die Verwendung dieser Sprache
        in dem betreffenden Mitgliedstaat oder einem
        Teil seines Hoheitsgebietes herkömmlich und
        üblich ist.
        Für    die   Bezeichnung     der  zur   Ausfuhr
        bestimmten Tafelweine können die Durchfüh ¬
        rungsbestimmungen die Verwendung anderer
        Sprachen zulassen.
 ---pagebreak---                             }o
                           Artikel 4
 ( 1 ) Bei der Bezeichnung eines Tafelweins in der Etiket¬
 tierung ist unter dem Namen einer „kleineren geogra¬
 phischen Einheit als der des Mitgliedstaats*' im Sinne
 des Artikels 2 Absatz 3 Buchstabe a) der Name
 – einer Lage odcr einer Einheit, die mehrere Lagen
       umfatët,
 – einer Gemeindc oder eines Ortsteils,
 – eines Untergebiets oder des Teils eines Untergebiets,
 – eines anderen Anbaugebies als eines besrimmten
       Anbaugebiets
 zu verstehen .
 Die                  obsngenannten geographischen Einhei-
 ten sind Weinbaugebiete im Sinne des Artikels pi
 Absatz 3/j-Unterabsatz          der Verordnung (EWG)
 Nr. tW?f‘Ur
 (2) Die Erzeugennitgliedstasten können für Tafelweine,
 die in ihrem Hoheitsgebiet gewonnen und nach Artikel
       Absätze 2 und 3 der Veiordnung (EWG) Nr. §2% /Ff
 bezeichnet werden, die Verwendung eines oder mehrerer
 der in Absatz 1 genannten Namen geographischer Ein¬
 heiten, die kleiner als der Mitgiiedstaat sind, untersagen.
   ( 3 ) Die in Artikel 2 Absatz 3 Ziffer i)
  genannten Regeln für die Verwendung müssen
vonttir.ib.o , daß diese Angaben an die Verwendung
  einer bestimmten geographischen Bezeichnung
  geknüpft und Tafelwein Vorbehalten sind, der
  insbesondere     hinsichtlich   der  Rebsorten ,   des
  natürlichen Mindestalkoholgehalts in Volumen¬
  prozenten und der organoleptischen Eigenschaften
  bestimmten Produktionsbedingungen genügt.
  Bei diesen Regeln für die Verwendung kann
  jedoch gestattet werden, daß die Bezeichnung
  .ovoM-actia KOtzd TtapdÖoaTi" ■– soweit sie die
  Bezeichnung »Retsina* ergänzt – nicht zwingend
  an die Verwendung einer bestimmten geographi¬
  schen Angabe geknüpft wird.                                >
 (V) Die Verwendung dries in Absatz 1 genannten               I
 Namens für die Bezeichnung does Tafeiweins ist nur           j
 zulissig, wenn dieser Name             -
                                                             /
    – weder mit dem Namen des Weinbaugebiets                    гч ?*/*}
        eines anderen Tafelweins, dem der Mitglied¬
        staat den Begriff »Landwein’, „vin de pays’,
        .vino tipico", .ovopaata icazá napáSooTi",
        "oivo^ zoniicög", »vino de la tierra’ oder, ab
        Beginn der zweiten Stufe der für Portugal
        vorgesehenen Ubetgangszeit, »vinho regional’
        zuerkannt hat.
 ---pagebreak---                            11
                                                         I
– noch mit der Gesamtheit der geographischen Be¬
    zeichnung eines Qualitätsweins b-A., die sich aus
    der Angabe des bestimmten Anbaugebiets und gege¬
    benenfalls eines oder mehrerer in Artikel 1 5 Absatz
    1 genannter Namen zusammensetzt,
– noch mit der Bezeichnung eines in Artikel 26 ge¬
    nannten eingeführten Weines
übereinstimmt und die Gefahr einer Verwechslung mit
einem Qualitätswein b.A. oder einem eingeführten Wein
ausgeschlossen ist.
Bis zum 31 . August 19? 1 dürfen jedoch die Namen
                                                           * 5n!n
folgender bestimmter Anbaugebiete für Tafelwein ver¬
wendet werden :
– Moselle luxembourgeoise,
– Puglie,
– Abruzzi,
– Sardegna,
– Romagna,
– Monferrato,
– Friuli,
– Ischia.
 ---pagebreak---                                  t Z-
                              Artikel 5
( 1 ) Die Angabe des Narocns ciner Rebsorte nach Arti¬
kel 2 Absatz 3 Buchstabc b) ist bei Tafelwein in der
Edkcttierung nur zulassig, wenn
  a) diese Sorte für die Verwaltungseinheit, in der
       die zur Herstellung des Tafelweins verwen¬
       deten Trauben geerntet worden sind, in der
                                                                      3 V**7* >
       Klassifizierung der Rebsorten nach Artikel 13
       der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 als
       empfohlene oder zugelassene Sorte aufgeführt
       ist ;
 b) die Sorte mit dem Namen angegeben wird , der ent-
       haltcn ist
       – in der Klassifizierung der Rebsonen fur die
             Vcrwaltungscinheit nach Buchstabc a ),
       – gcgcbenen/alls étr l i » t « der Synony*e in Anhang 111 der
     Verordnung ( EKG ) Nr . - /-- ; d,rin          kann VOrgC-
             selien werden, daß ein bestimmtes Synonym nur
             für die Bezeichnung eines Tafelweins verwendet
             werden darf, der in den Erzeugungsgebieten
             erzeugt wird, in denen          es              her-
             kômmlich verwendet wird und üblich ist ;
 c) der Tafelwein – außer den Erzeugnissen , die gege¬
       benenfalls zum Süßen verwendet wurden – voll ¬
       ständig aus Trauben det,„.^one gewonnen wurde ,
       deren Angabe vorgesehen ist ;
 d) diese Rcbsorte die Art des Tafclwcins bestimmt ;
 e) gleichzeitig eine geographische Einheit, die kleiner
       ist als der Mitglicdstaat, nach Artikel 4 Absatz 1
       angegeben wird ;
 f) der Name dieser Rebsorte nicht zu Verwechslungen
       mit dem Namen eines bestimmten Anbaugebiets oder
       einer geographischen Einheit führt , der für die Be¬
       zeichnung eines Qualitätsweins b.A. oder eines cin-
       geführten Weines verwendet wird.
   (2)       Abweichend von Absatz 1            und vorbe¬
  haltlich des Artikels 7 können die Erzeugcrmit-
  glicdstaaten folgende Angaben zulassen :                           3 v<rÎT/<f^
  – die Angabe des Namens zweier Rebsorten für
        ein und denselben Tafelwein, sofern dieser
        vollständig aus den angegebenen Sorten
        gewonnen wurde, mit Ausnahme der Erzeug¬
        nisse, die gegebenenfalls zum Süßen verwendet
        wurden, oder
  – die Angabe des Namens einer Rebsorte, sofern
        das Erzeugnis nach Abzug der Menge der
        Erzeugnisse, die gegebenenfalls zum Süßen
        verwendet wurden , zu mindestens 85 % aus
        Trauben der Sorte gewonnen wurde , deren
       Angabe vorgesehen ist, und diese die Art des
       Erzeugnisses bestimmt, oder
 ---pagebreak---                        13
   die Angabe des Namens einer Rebsorte, die
   gemäß Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe b) der
   Verordnung (EWG) Nr. 347/79 des Rates vom
   5. Februar 1979 Ober die Grundregeln für die
   Klassifizierung der Rebsortenf)^
          seit höchstens 15 Jahren in der Klassifi¬ * 61
   zierung als vorübergehend zugelassene Sorte
   aufgeführt ist, wenn die Angabe des Namens
   dieser Rebsorte in dem betroffenen Mitglied¬
   staat herkömmlich war, oder
– während eines von dem betroffenen Mitglied¬
   staat festzulegenden Zeitraums von höchstens
   fünf Jahren – sofern nicht dieser Zeitraum
   nach Maßgabe der Gemeinschaftsvorschriften
   für die Prüfung der Anbaueignung der Reb¬
   sorten verlängert wird – die Angabe des
   Namens einer in Artikel 13 Absatz 2 erster
   Gedankenstrich der Verordnung (EWG) Nr.
   347/79 genannten Rebsorten, sofern
  – der Anbau dieser Rebsorte nur für eine
       begrenzte Fläche genehmigt wird,
  – die zuständigen Behörden des Mitglied¬
       staats, die den Anbau dieser Rebsorte
       genehmigt haben, die Kontrolle gemäß
       Artikel 13 Absatz 3 der genannten Verord¬
       nung durchführen,
  – die Angabe         dieser Rebsorte auf dem
       Etikett zusammen mit einem erläuternden
       Hinweis auf den Versuchscharakter des
       Anbaus dieser Sorte erfolgt.
  (') AB1. Nr. L 54 vom 5. 3. 1979, S. 75.
 ---pagebreak---                             Η
                        Artikel 6
( 1 ) Die Angabe eines Jahrgangs nach Artikel 2 Absatz 3
Buchstabe c) ist in der Etikettierung für Tafelweine nur
zulässig, wenn alle bei der Bereitung des Tafelweins
 verwendeten Trauben in dem                   Jahr geem-
 tet worden sind.
 ( 2 ) Abweichend von Absatz 1 und vorbehaltlich Arrikel
 7 können die Erzeugermitgliedstaaten die Angabe des
Jahrgangs für zulässig erklären, sofern der Tafelwein
 nach Abzug der Menge der Erzeugnisse, die gegebenen¬
 falls zum Sülsen verwendet wurden , zu mindestens 85 %
 aus Trauben gewonnen wurde, die in dem Jahr geewitet
 wurden , dessen Angabe vorgesehen ist.
 ---pagebreak---                        Artikel 7
                                                          ^ Si
Artikel ?2 Absatz .? er st er Clnterabsatz der Verordnung
                                                              7»
( EWG) Nr. ftZ / <5^ sowie Artikel 5 Absatz 2 und Arti¬
kel 6 Absatz 2 der vorliegenden Verordnung können
nur dann gleichzeitig Anwendung finden, wenn minde¬
stens 85 % des aus der Mischung hervorgegangenen
Tafelweins aus dem Weinbaugebiet, von der Rebsorte
und aus dem Jahrgang summen, die in der Bezeichnung
dieses Tafelweins angegeben sind.
 ---pagebreak---                                    !(f
             A II : Amtllchc Dokumente und Ein- und
                            Ausgangsbücher
                                                             Artikel 8
                               Artikel 9
 ( 1 ) Bei T.mlwcin mufS die Bczeichnung in den amtli*
 chi-n Dokumenrcn folgcndc Angahcn cnrhalren :
  ,a ) die Angabe . Tafelwein* oder , bei Tafelwein , der
        in Spanien aus dem Verschnitt von rotem und             Ъ
        weißem Tafelwein hervorgegangen ist , die
        Angabe ,vino tinto de mezcla*;
   b) die Angabe , ob es sich um Rotwein , Rosewein
       oder Weißwein oder , in bezug auf Spanien , um
        einen Verschnitt von rotem und weißem Tafel¬
        wein handelt ;
.c) i) bei Versand in einen anderen Mitgliedstaat
            oder bei der Ausfuhr : den Mitgliedstaat,
             in dessen Hoheitsgebiet die Trauben
            geerntet worden sind und in dem der
            Wein befeitet worden ist, jedoch nur
             dann, wenn beide Maßnahmen im glei¬
             chen Mitgliedstaat st3tigefunden haben,
        ii) bei Tafeiwein, det nicht in demselben Mit-
            giiedstaat bereitet wurde, in dem die ver¬
            wendden Trauben geemtet worden sind,
            den Satz .In . . . aus in . . . geernieten Trau¬
            ben hergestellter Wein*, erganzt durch die
            Angabe der betreffenden Mitgliedstaaten ;
       iii) bei Tafelwein,
            – aus dem Verschnitt von Trauben oder
                 Verschnitt von Erzeugnissen mit Ur¬
                 sprung in mehreren Mitgüedstaaten
                 oder
            – aus dem Verschnitt eines Tafelweins
                 im Sinne des ersten Gedankenstrichs
                 und eines Tafelweins im Sinne von
                 Ziffer ii)
            den Satz .Verschnitt von Weinen aus meh -
             reren LSndem der Europâischen Gemein-
             schaft*.
                    t
   d) bei Tafelwein im Sinne des Anhangs I. Nunmer <15
       dritter Unterabsatz der Verordnung (EWG)
        Nr. ill /f}: die Angsbe .Retsina*
(2) Die Bezeichnung von Tafeiwein in den amtlichen
Dokumentcn muE auEerdero die nachstehenden, in
Artikel 2 Absatze 2 und 3 genann ten Angaben enchal-
ten, soweit diese in der Etikeraerung verwendet werden
oder verwendet werden sollen :
a) den Jahrgang,
b) den Namen einer kleineren geographischen Einheit
      als der des Mitgliedstaats,
c) den Namcn eincr Rcbsorrc oder zweier Rcbsorten,
d) die Hinweise auf die Herstellungsart oder die Art
      des Erzcugnisses, mit Ausnahme der Angabc des
      Rcsrzuckergehalts,
 ---pagebreak---                                                        3S
e) je nachttam den Begriff .Landwein*, „vin de pays",
    .vino tipico”, »ovo^aola tcmä napAftoari".
    “olvcx; T07UK65", „vino de la tierra" sowie, ab
    Beginn der zweiten Stufe der für Portugal vorge¬
    sehenen Übergangszeit, .vinho regional’ oder
    einen entsprechenden Begriff in einer Amts¬
    sprache der Gemeinschaft'
 f) die Informationen über die narürlichen und techni-
     schcn Weinbaubcdingungen, unter denen dieser
     Wcin hereestcllt worden ist.
 ---pagebreak---                               12
                                                        Artikel 9
                        Artikel 10
( 1 ) Bei Tafelwein muß die Bezeichnung in den von den
Erzeugern geführten Ein- und Ausgangsbüchern die in
folgenden Artikeln genannten Angaben enthalten :
– Artikel 8 Absatz 1 Buchstabcn a) und b),
– Artikel fl Absatz 2, soweit sie in der Etikettierung
      oder , wenn eine solche fehlt, im Bcgleitdokument
      verwendet werden sollen .
(2 ) Bei Tafelwein muß die Bezeichnung in den Ein- und
Ausgangsbüchern, die nicht von den Erzeugern geführt
werden, folgende Angaben enthalten :
– die in Artikel 8 Absatz 1 genannren Angaben,
– die Nummer und das Ausstellungsdatum des Be-
      gleitdokumcnts.
 ---pagebreak---                  A III : Oie Gcschaftspapiere
                           Artikel 1 1                   Artikel 10
( 1 ) Wird für einen Tafelwein kein Begleitdokument
ausgestellt, so muß die Bezeichnung in den Geschäfts¬
papieren nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe c) folgende
Angaben enthalten:
– die in Artikel BAbsatz 1 genannten Angabcn und
– die in Artikel 0 Absatz 2 genannten Angaben, sofern
      sie in der Etikettierung verwendet werden.
(2) Enthält die Bezeichnung des Tafelweins in den
Geschäftspapieren zusätzlich Angaben nach Artikel 2,
so müssen diese den Artikeln 4bis 7 und 40 entspre¬
chen.
(3 ) Die Mitgliedstaaten können für Tafelwein, der in
ihrem Hoheitsgebiet in den Verkehr gebracht wird, zulas¬
sen, daß in den Geschäftspapieren die in Artikel 2 ge¬
nannten Angaben mittels Kennziffer erfolgen. Diese
Kennziffer muß es der mit der Überwachung beauftrag¬
ten Stelle ermöglichen, die Bezeichnung des Tafelweins
schnell festzustellen.
 ---pagebreak---                               Abschnitr B
     BEZEICHNUNG DER QUALJTÄTSVC'EINE BESTIMMTER
                           ANBAUGEBIETE
                          В I: Еп’кегпегип§
                              Artikel 12                 •
                                                                Artikel 11
    ( 1 ) Bei Qualiütswein b.A. muG die Erikertierung fol-
    gende Angaben enthalten:
    a) das bestimmte Anbaugebiet, aus dem der Quali-
          tatswein stammr;
    b) einen der in Artikel lf Absatz ;?*JUnterabsatz    der
         Verordnung (EWG) Nr. ft 3 /^'“vorgesehenen Be-
         griffe;                                             ^
     c) das Nennvolumen des Qualitätsweins b.A
          nach den Vorschriften der Richtlinie 75 / 106/
          EWG ;
      d) im Falle von
           – Behaltnissen mit einem Nennvolumen bis
               zu 60 Litcrn : den Namen oilcr den
               Firmennamen des Abfüllcrs sowie       der
               Gemcinde oder des Ortsteils und des
               Mitgliedstaats, in der oder in dem er
               seinen Hauptsitz hat.
           – anderen Behlltnissen : den Namen oder
               den Firmennamen des Versenders sowie
               der Gemeinde oder des Ortsteils und des
               Mitgliedstaats, in der oder in dem er
               seinen Hauptsitz hat.
     Erfolgt die Abfüllung oder der Versand in anderen
     als den vorerwähnten Gemeinden oder Ortsteilen
     oder einer Gemeinde in deren Umgebung, so
     müssen die Angaben nach Buchstabe d) erster und
     zweiter Gedankenstrich auch einen Hinweis auf
     die Gemeinde oder den Ortsteil enthalten, in der
     oder in dem die Abfüllung oder der Versand
     erfolgt ; erfolgt die Abfüllung oder der Versand in
     einem anderen Mitgliedstaat, so ist auch dieser
     anzugeben.
e) bei Versand in einen anderen Mitgliedstaat oder bei
    der Ausfuhr: den Mitgliedstaat, zu dem das be¬
    stimmte Anbaugebiet gehört.
  f) den vorhandenen Alkoholgehalt in Volumen¬
       prozenten .
 (2) Bei Qualitätswein b.A. kann die Etikettierung
 durch folgende Angaben ergänzt werden :                      1S
a) die Angabe, ob es sich um Rotwcin, Roséwcin oder
      WeiGwein handclt ;
b) den Jahrgang nach MaGgabe des Artikels 1Ç;
c) cine Marke nach MaGgabe des Artikels 4Q ;
d ) den Namen oder Firmennamen der natürlichen oder
     juristischen Personen oder der Personenvereinigun-
     gen, die an der Vermarktung des Qualitätsweins
     b.A. beteiligt waren, sowie die Gemeinde oder den
     Ortstcil . in der oder in dem sie ihren Hauptsitz
     haben ;
 ---pagebreak---                                                     Il
                   e) eine von einer amtlichen oder einer hierfür amtlich
                         anerkannten Stelle einer der unter Buchstabe d )
                         genannten Personen oder Personenvorcinigungen
                         zuerkannte Bezeichnung, durch die das Ansehen des
                         Qualitätsweins b.A. gehoben werden kann, sofern
                         diese Bezeichnung in Durchführungsbestimmungen
                        oder, wenn solche fehlen, durch den betreffenden
                        Mitgliedstaat geregelt ist;
                   f) den Ursprungsmitgliedstaat, sofern die Angabe des
                        Mitgliedstaats nicht durch Absatz 1 Buchstabe e)
                        vorgeschrieben ist;
                    g) außer dem vorhandenen Alkoholgehalt in Volu¬
                         menprozenten bestimmte Angaben über die
                         Zusammensetzung, sofern diese Angaben in
                         Durchführungsbestimmungen festgelegt sind ;
                  h) eine an ■den Verbraucher gerichtete Empfehlung fur
                        die Verwendung des Weines;                                 1
                  i) ergänzende traditionelle Begriffe, sofern sie nach den
                        Rechtsvorschriften des Erzeugermitgliedstaats ver¬
                                                                                     5 «V»
                        wendet werden und in d«r Litte in « rtikil 2 « bi.ti 2 der
Vtrordnung (( KG ) »r . - /– aufgefÜhrt sind ;
                  j) – den gemeinschaftlichen Begriff .. Qualitatswein
                             bestimmter Anbaugebiete“ oder „ Qualitätswein
                             b.A.“, sofern er nicht aufgrund von Absatz 1
                             Buchstabe b) angegeben wurde ,
                             oder
                       – einen traditionellen spezifischen Begriff, sofern
                             er nicht aufgrund von Absatz 1 Buchstabe b)
                             angegeben wurde;
                  k) Hinweise auf
                       – die Herstellungsart,
                       – die Art des Erzeugnisses,
                       – eine bcsondcrc Farbe des Qualiratswcins b.A. ,
                      sofern diese Angaben in Vorschriften der Gemein¬
                      schaft oder des Erzeugermitgliedstaats festgelegt
                      sind. Die Verwendung solcher Angaben kann jedoch
                      für die Bezeichnung von Qualitätswein b.A. aus
                      einem bestimmten Anbaugebiet untersagt werden,
                      wenn sie dort nicht herkömmlich sind;
               l ) den Namen einer kleineren geographischen Einheit
                      als der des bestimmten Anbaugebiets nach Maßgabe ‘
                      des Artikels lj;
               m ) den Namen des Weinbaubetriebs oder des Erzeugcr-
                     zusammenschlusses, der den Qualitätswein b.A
                     hergestcllt hat und durch den das Ansehen des Qua¬
                     litätsweins b.A. gehoben werden kann, sofern für
                      diese Angabe Durchführungsbestimmungen oder,
                      wenn solche fehlen,- Vorschriften des Erzeugermit-
                     glicdstnats gelten ;
                n ) den Namen einer Rebsorte oder zweier Rebsorten
                      nach Maßgabe des Artikels 1^;
                O ; sine Qualitatskontrollnummer, die dem Qualitâts- •
                      v     : b.A. von einer amrlichen Stelle erteilr worden
 ---pagebreak---                                           ί
                                          i
                                X.Z
p) eine Auszeichnung, die dem Qualitätswein b.A. von           3
   einer amtlichen oder einer für amtlich anerkannten
   Stelle erteilt worden ist, sofern die Auszeichnung
   durch ein Dokument nachgewiesen werden kann ;
q) einen Vermerk, daß der Wein wie folgt abgefüllt
    worden ist:
    – in dem Weinhaubetrieb , in dem die für diesen
        Wein verwendeten Trauben geerntet und zu
        Wein bereitet wurden,
    – oder von einem Erzeugcrzusammenschlul?
    – oder in einem in dem angegebenen bestimmten
        Anbaugebiet oder in unmittelbarer Nähe dieses
        Gebietes gelegenen Betrieb, mit dem Weinbau¬
        betriebe, die die verwendeten Trauben geerntet
        haben, im Rahmen eines Erzeugerzusammcn-
        sehlusses verbunden sind , und der diese Trauben
        zu Wein bereitet hat;
  s) eine Angabe über die Abfüllung in dem
      bestimmten Anbaugebiet, sofern diese Angabe             5*1 tï / ty
      in dem Anbaugebiet herkömmlich und üblich
      ist ;
   s) die Nummer des Behïltnisses oder die Num -
       mer der Partie ;                                     J
   r)  Informarionen
                                                               3
       – zur Geschichte des betreffenden Weines, des
            Abfiillbetriebs oder eines sontigen Betriebes
            einer natürlichen oder juristischen Person oder
            Personenvereinigung, der bei der Vermarktung
            des Weines beteiligt war,
       – zu den natürlichen oder technischen Weinbau¬
            bedingungen, unter denen dieser Wein herge¬
            stellt worden ist.
       – zu der durch die Lagerung erreichten Reife des
            betreffenden Weines,
        sofern diese Informationen unter den in den Durch¬
        führungsbestimmungen vorgesehenen Bedingungen
        verwendet werden.
  y      .In Vcrbindung mit dem Buchstaben ,e‘, sofem
        die Fcrtigpackungen den Einfüllvorschriften der
        Richdinie 75/ 106 /EWG entsprechen .
 ---pagebreak---                                13
                             Artikel 13                        Artikel 12
    ( 1 ) Fiir die Bezeichnung der Qualitàtswcine b .A. in der
    Erikertierung sind nur die in Arrikel l'I genannten
    Angaben zulässig.
   Jedoch
               «
    – können für die zur Ausfuhr bestimmten Qualitäts¬
          weine b.A. zusätzliche oder abweichende Vorschrif¬
          ten vorgesehen werden, wenn dies aufgrund der
          Rechtsvorschriften der Drinländer erforderlich ist,
    – können die Mitgliedstaaten für die in ihrem Ho¬
          heitsgebiet in den Handel gebrachten Qualitäts¬
          weine b.A. bis zum Beginn der Anwendung gemein­
  '       schaftlicher Vorschriften über diätetische Lebens¬
          mittel Angaben in bezug auf eine Verwendung die¬
          ser Erzeugnisse zu diätetischen Zwecken gestatten.
    – können die Mitgliedstaaten gestatten , daß die
           Angabe des Namens des bestimmten Anbau¬
           gebiets nach Artikel H Absatz 1 Buchstabe a)        lolk/e,
           durch die Angabe des Namens einer größe¬
           ren geographischen Einheit, zu der dieses be¬
           stimmte Anbaugebiet gehört, ergänzt wird,
           um dessen Lage genauer zu bestimmen , so¬
           fern die Bedingungen für die Verwendung
           des Namens dieses Anbaugebiets wie auch
           des Namens dieser geographischen Einheit
           eingehalten werden .
(2 ) Die Mitgliedstaaten können für die in ihrem Ho¬
heitsgebiet gewonnenen Qualitätsweine b.A. einige der
in Artikel Li Absatz 2 genannten Angaben, mit Aus¬
nahme der Angabe nach Buchstabe j ) erster Gedanken¬
strich , verschreiben, verbieten oder ihre Verwendung
cinschränken .
(3)7eder "Mitglied staar lafit
          die Bezeichnung der in seinem Hoheitsgebiet in
den Verkehr gebrachten Oualitätsweine b.A. mit Ursprung in
anderen Mitgliedstaaten zu, soweit sie im Einklang mit
den gemeinschaftlichen Bestimmungen steht und
               in dem Erzeugermitgliedstaat aufgrund dieser
Verordnung zugelassen ist.
 ---pagebreak---                            гч
   (4)      Ein Code – nach noch festzulegenden
  Modaliteten –
  a) wird verwendet, um auf der Etikettierung eines
       Qualitätsweines bA. Informationen anzugeben,
       die sich ganz oder teilweise auf den Namen
       eines bestimmten Anbaugebiets im Sinne von
       Artikel 3 der Verordnung (EWG) Nr. 823/87
       beziehen, das nicht dasjenige ist, das für den
       betreffenden      Qualitätswein   bA .  verwendet
       werden darf ; jedoch können die Mitglied¬
       staaten für ihr Hoheitsgebiet andere geeignete
       Maßnahmen vorschreiben, um Verwechslungen
       mit dem genannten bestimmten Anbaugebiet
       auszuschließen ;
  h) kann unbeschadet des Buchstabens a) für die
       Angaben nach Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe d)
       verwendet werden, sofern der Mitgliedstaat, in
       dessen Hoheitsgebiet der Qualitätswein bA.
       abgefüllt wird, es erlaubt hat } diese Verwen ¬
       dung eines Codes ist an die Bedingung
       geknüpft, daß der Name oder der Firmenname
       einer Person oder einer Personenvereinigung,
       die nicht der Abfüller ist, jedoch an der
       Vermarktung des Qualitätsweins bA. beteiligt
       war, sowie die Gemeinde oder der Grtsteil , in
       der oder in dem die Personen bzw . die Pcrso-
       nenvercinigung ihren Sitz hat, im vollen Wort ¬
       laut auf dem Etikett angegeben werden.
    (f)      Die Angaben gemàü
   – Artikel        H    Absatz   1 sind  in  einer  oder
         «,hr«ren »ndertn Amtssprachen der Gemeinschaft
         zu machen, so daß der Endverbraucher jede
         dieser Angaben ohne weiteres versteheh kann ;
   – Artikel        lî   Absatz 2 sind    in  einer oder
        •ehrertn anderen Amtssprachen der Gemeinschaft
         zu machen .
Abweichend ,oa „.^Untarabaatz
a) muß die Angabe
    – des Namens des bestimmten Anbaugebiets,
          aus dem der Qualitätswein bA. stammt,
    – des Namens einer geographischen Einheit
          nach Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe l . die
          kleiner ist als das bestimmte Anbaugebiet,
    – des Namens des Weinbaubetriebs oder des
          Erzeugerzusammensch lusses nach Artikel
          11 Absatz 2 Buchstabe m).
    – eines Vermerks nach Artikel -11 Absatz 2
          Buchstabe q) über die Abfüllung,
     in einer der Amtssprachen des Ursprungsmit-
     glicdstaats crfolgcn .
     Diese Angaben können :
     – bei Qualitätswein bA. mit Ursprung in
          Griechenland in einer oder mehreren der
          Amtssprachen der Gemeinschaft wiederholt
          werden »d«r
     – nur in einer anderen Amtssprache der
          Gemeinschaft gemacht werden, wenn diese
          der Amtssprache in dem Teil des Hoheits¬
          gebiets des Ursprungsmitgliedstaats, in dem
          das bestimmte Anbaugebict liegt, gleichge¬
          stellt ist, sofern dies in dem Mitgliedstaat
          herkömmlich und üblich ist ;
 ---pagebreak---                           !Ç
 b) darf die Angabe cinej der traditionellen spezifi ¬
     schen Begriffe nach Artikel 1 5 Absatz 2 der
     Verordnung (EWG) Nr. 823/ 87 nur in der
     Amtssprache erfolgen, die nach den Bestim ¬
     mungen jenes Artikels verwendet wird .
     Die e Angabe kann bei Qualitätswein bA. mit
     Ursprung in Griechenland in einer oder
     mehreren anderen Amtssprachen der Gemeinschaft
     wiederholt werden ;
 c) kann beschlcssen werden, dafi
     –         Hinweise   nach Artikel 11 Absatz 2
         Buchstabe k) über die Heisteilungsart, die
         Art oes Erzeugnisses oder eine besondere
         Farbe und
     –■        In'ormationen nsch Anikel -t1 Absatz
         2 Buchstabe t) über die natürlichen oder
         technischen Weinbaubedingungen und die
         Herstellung oder die durch         Lagerung
         erreichte Reife des Qualitätsweins bA.
     nur in einer der Amtssprachen des Ursprungs*
     mitgücdstaats erfolgen dürfen ;
 d) kônnen die Mitgîiedstaaten zulassen , dafi :
     –- die Angaben nach Buchstabe a) erster und
         zweiter Gedankenstrich um! Buchstabe b)
         Satz 1 bei Qualitätswein bA ., der in ihrem
         Hoheitsgebiet und in den Verkehr gebracht
         wird,
     – die anderen nach Absatz 1 bei Qualitäts¬
         wein bA., der in ihrem Hoheitsgebiet in
         den Verkehr gebracht wird.
     zusätzlich in einer anderen Sprache als einer
     Amtssprache der Gemeinschaft gemacht
     werden, wenn die Verwendung dieser Sprache
     in dem betreffenden Mitgiiedstaat oder einem
     Teil seines Hoheitsgebietes herkömmlich und
     üblich ist.
Für die Bezeichnung der zur Ausfuhr bestimmten
Qualitstsweine bA. können dt« Durchführungsbe¬
stimmungen die Verwendung anderer Sprachen
atuütssen .
 ---pagebreak---                                                            <-isArtikel 13
                         Artikel 14
( 1 ) Bei der Bezeichnung eines Qtialitatswcins b.A. in
der Etikettierung ist unter dem Namen einer „kleineren
geographischen Einheit als der des bestimmten Anbau -
gebiets" im Sinne des Artikels 11 Absatz 2 Buchstabe I )
der Name
– ciner Lage oder einer Einhcit, die mehrere Lagen
      umfafit ,
– einer Gemeinde oder eines Ortsteils .
– eines Untergehiets.oder des Teils eines linu rgeluets
      zu verstehen .
(2 L)ie Erzeugermitgliedstaaten können ( jualitatswei -
nen b.A. den Namen einer kleineren geographischen
Einheit als des bestimmten Anhaugehiets zuerkennen ,
soti -n
– dièse geographische Einheit gênait ahusgren /.r ist.
– alle Trauben , aus denen diese Weine gewonnen
      wurden, aus dieser geographischen Einheit stammen .
(3 ) Wenn ein Qualitätswein b.A. von Erzeugnissen
stammt, die aus Trauben gewonnen wurden, die in ver¬
schiedenen der in Absatz 1 genannten geographischen
Einheiten innerhalb desselben bestimmten Anbaugebiets
geerntet worden sind, ist als zusätzliche Angabe zum
Namen des bestimmten Anbaugebiets nur der Name
einer größeren geographischen Einheit zulässig, der alle
betroffenen Rebflächen angehören.
    Die Erzeugermiigliedsiaaten können jedoch vor¬        -T
 behaltlich des Artikels 1 |> bei der Bezeichnung
 eines Qualitätsweins bA. die Verwendung folgen¬
 der Angaben genehmigen :
 a) den Namen einer in Absatz 1 genannten geo¬
      graphischen Einheit, wenn der Wein mit einem
      Erzeugnis gesüßt worden ist, das in dem glei¬
      chen bestimmten Anbaugebiet gewonnen
      wurde,
 b) den Namen einer in Absatz 1 genannten geo-
      graphischen Einheit, wenn der Wein aus einer
      Mischung von Trauben, Traubenmosten , Jung¬
      weinen oder – bis zum 31 . August 1991 –          •
      von Weinen, die aus einer geographischen Ein¬
      heit stammen, deren Name für die Bezeich¬
      nung vorgesehen ist, mit einem Erzeugnis ge¬
      wonnen wurde, das zwar in dem gleichen be¬
      stimmten Anbaugebiet, aber außerhalb der ge¬
      nannten geographischen Einheit gewonnen
      wurde , sofern der Qualitätswein b.A zu minde¬
      stens 85 % aus Trauben gewonnen wurde, die
      in der geographischen Einheit geemtet wur-
      den, deren Name er trügt.
 ---pagebreak---   () den Namen einer in Absatz 1 genannten geogra ¬
      phischen Einheit zusammen mit dem Namen               70
      einer Gemeinde oder eines Ortsteils oder einer
      von mehreren Gemeinden, über deren Gebiet
      sich die geographische Einheit erstreckt, sofern :
      – eine      solche    Bestimmung vor      dem      1.
          September 1976 herkömmlich und üblich
          sowie in den Vorschrifun      des betreffenden
          Mitgliedstaats vorgesehen war und
     – ein Gcmeindename oder Name eines Orts¬
          teils  oder   einer von   mehreren  in    einem
          Verzeichnis genannten Gemeindenamen ais
          stellvertretend    verwendet  wird    für    alle
          Gemeinden, über deren Gebiet sich diese
          geographische Einheit erstreckt.
    Die Erzeugermitgliedstaater. stellen das in Buch¬
    stabe c) genannte Verzeichnis der Gemeinde¬
    namen auf und übermitteln es der Kommission .
(4) Der Name eines bestimmten Ar.h.u;gehicts und
einer in Absatz 1 genannten geographischen Einheit
kann
– einem Wein , der aus einer Mischung eines Quali-
    rättueins b.A. mit einem außerhalb des bestimmten
    AssOaugebiets gewonnenen Erzeugnis bereitet wurde,
– einem Qualiratswcin b.A. , der mit einem autserhalb
    des bf si'immteii Anhaugchicts gewonnenen Erzeug-
    nis gestiist wurde .
nicht zuetkannt werden, wenn diese Weine nicht in dem
nach Artikel 6 Absatz 3 der Verordnung ( EWG)
Nr. 923 sff aufaustellenden Verzeichnis aufgeführt sind.
 ---pagebreak---                                 28
                                                                     { Artikel 14
                               Artikel IS
  ( I ) Die An gabe des N.imens einer Rebsortc nach Arti¬
                                                                     П
  kel 11 Abs.-irz 2 Buchstabc n) ist bei Qualitatswein b.A.
  in der Etikettierung nur zuliissig, wenn
  a)     diese Sorte in dem Verzeichnis enthalten ist, das die
         Mitgliedstaaten nach Artikel 4 Absatz 1 der Ver¬
         ordnung ( EWG ) Nr. £13 ■■?? aufstellcn, um die für
         die Erzeugung jedes einzelnen Qualitätsweins b.A.
         in ihrem Hoheitsgebiet geeigneten Rebsorten zu
         bezeichnen ;
    b) die Sorte mit dem Namen angegeben wird, der
        enthalten ist
         – in der Klasse der empfohlenen oder zuge¬
             lassenen Sorten der Klassifizierung der
             Rebsorten für die betreffende Verwaltungs¬
             einheit ;
         – gegebencnfalls in itr liitt dtr SynonyK in »nh«ns lit d«r
             Verordnunj ( CHS ) Sr. - /– ;       tfarin
                    kann vorgesehen werden, daß ein
L            bestimmtes Synonym nur fiir die Bezeich ¬
             nung eines Qualitätsweins b.A. verwendet
             werden darf, der in den Erzeugungsge-
             bicten erzeugt wird, in denen           es
                           herkômmlich     verwendot wird
             und üblich ist ;                                      ;
  c) der Qualitatswein b.A. – auGer den Erzeugnissen,
       die gcgebenenfalls zum SüGen verwendet wurden –
       volkrandig aus Trauben der Sorte gewonnen wurde,
       deren Angabc vorgesehen isr,
  d) dièse Rebsorte dte Art des Qualitàtsweins b.A. be-
       stimmr ;
  e) der Name dieser Rebsortc nicht zu Verwechslungen
        mit dem Namen eines bestimmten Anbaugebiets
        oder einer geographischen Einheit führt, der fiir die
        Bezeichnung eines anderen Qualitätsweins b.A. oder
        eines eingeführten Weines verwendet wird .
   (2) Abweichend von Absatz 1 und vorbe¬
  haltlich des Artikels 16 können die Erzeugennit¬
  gliedstaaten folgende Angaben zulassen :
  – die Angabe des Namens zweier Rebsorten für
        ein und denselben Qualitätswein b-A., sofern
        dieser vollständig aus den angegebenen Sorten
        gewonnen wurde, mit Ausnahme der Erzeug¬
        nisse, die gegebenenfalls zum Süßen verwendet
        wurden , oder
  – die Angabe des Namens einer Rebsorte, sofern
        das Erzeugnis nach Abzug der Menge der
        Erzeugnisse, die gegebenenfalls zum Süßen
       verwendet wurden, zu mindestens 85 % aus
       Trauben der Sorte gewonnen wurde, deren
       Angaben vorgesehen ist, und diese Art des
       Erzeugnisses bestimmt, oder
 ---pagebreak---                                             . %mp
                        X9
– die Angabe des Namens einer Rebsorte, die
  gemäß Artikel 1 1 Absatz 2 Buchstabe b) der
  Verordnung ( EWG) Nr. 347/7!# seit höchstens
  15 Jahren in der Klassifizierung als vorüberge¬
  hend zugelassene Sorte aufgeführt ist, wenn die
  Angabe des Namens dieser Rebsorte in dem
  betroffenen Mitgliedstaat herkömmlich war,
  oder
– während eines von dem betroffenen Mitglied¬
  staat fcstzulegenden Zeitraums von höchstens
  fünf Jahren – sofern nicht dieser Zeitraum
  nach Maßgabe der Gemeinschaftsvorschriften
  für die Prüfung der Anbaueignung der Reb -
 sorten verlangen wird – cie Angabe des
  Namens einer in Artikel 13 Absatz 2 erster
  Gedankenstrich der Verordnung ( E\X'G) Nr.
  347/79 genannten Rebsorte, sofern :
  – es sich um eine Rebsorte der Art .vitis vini -
      fera" handelt.
  – der Anbau dieser Rebsorte nur für eine
      begrenzte Fläche genehmigt wird,
  – die zuständigen Behörden des Mitglied¬
      staates, die den Anbau dieser Rebsorte
      genehmigt haben, die Kontrolle gemäß
      Artikel 13 Absatz 3 der genannten Verord¬
      nung durchführen,
  – die Angabe dieser Rebsorte auf dem Etikett
      zusammen       mit  einem     erläuternden
      Hinweis auf den     Versuchscharakter des
      Anbaus dieser Sorte erfolgt.
                                                   !
 ---pagebreak---                                                             )
                             3o
                                                              33-
                         Artikel 16
                                                              Artikel 15
M ) Die Angabt ernes Jahrgangs nach Anikei 11 Absatz
2 liuchsiabe bj ist in der F.riketri«rung fur Qualitarswein
b.A. inir zul.issig, wenn alle hei der Bcrcitung des Quali-
tatsweins b.A. verwendeten Trauben in dem bstr.ff.nd**
        J.ilu geernrer wnrden sind .
(2 ) Abweichend von Absatz I und vorbehaltlich Artikel
 16 können die Erzeugennitgliedstaaten die Angabe des
Jahrgangs für zulässig erklären, sofern der Qualitäts¬
wein b.A. nach Abzug der Menge der Erzeugnisse, die
gegebenenfalls zum Sülsen verwendet wurden, zu min¬
destens 85 % aus Trauben gewonnen wurde, die in dem
Jahr geerntet wurden, dessen Angabe vorgesehen ist.
 ---pagebreak---                                                           Artikel 16
                       Artikel 1 7
                    Jweiter
Artikel 1 5 Absatz jHJnterabsarz   Buchstabe a ), Artikel
1 14 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich und Artikel IS
Absatz 2 können nur dann gleichzeitig Anwendung
finden , wenn mindestens 85 % des aus der Mischung
hervorgegangenen Qunlitatsweins b.A. aus der kleineren
geographischen Einheit als dem bestimmten Anbauge¬
biet, von der Rehsone und aus dem Jahrgang stammen,
die in der Bezeichnung dieses Qualitatsweins b.A. ange¬
geben sind.
 ---pagebreak---                                32
            B II: Amtlichc Dokumentc und Eingangs-
                       und Ausgangsbüchcr
                            Artikel 19                      Artikel 17
  ( I ) Bci Qualitatswcin b.A. muls die Bczeichnung in den
  amtlichen Dokumenten folgende Ang.ihen cnthalten:
 a) die Angabe „ Qualitatswein b.A. “,
 b) gegebenenfalls einen der in Artikel 16 Absarz 5 zweiter
        Unterabsatz     der Verordnung (EWG ) Nr. $21:27-
        genannten Begriffe,
 c) die Angabe des bestinunten Anbaugebiets ,
 d ) die Angabe, ob cs sieh um Rotwein. Rosewein oder
        Weißwein handelt .
e) bei Versand in einen anderen Mitgliedstnat oder bei
      der Ausfuhr : den Mitglicdstaat, zu dem das be¬
      stimmte Anbaugebiet gehört.
(2) Die Bezeichnung von Qualitätswein b.A. in den
amtlichen Dokumenten muß außerdem die in Artikel 11
Absatz 2 genannten und nachstehend aufgeführten
Angaben enthalten, soweit diese in der Etikettierung
verwendet werden oder verwendet werden sollen :
a) den Jahrgang,
b) einen tradirionellen spezifischen Bcgriff zur Bezeich-
       nung der Qjalitat,
c) die Hinweise auf die Herstellungsart, eine besondere
       Farbe oder die Art des Erzeugnisses, mit Ausnahme
       der Angabe des Restzuckergehalts,
d) den Namen einer kleineren geographischen Einheit
       als des bestimmten Anbaugebiets,
e) den Namen einer Rebsorte oder zweier Rebsorten,
f) die Informationen über die natürlichen und tcchni-,
       sehen Weinbaubedingungen, unter denen dieser
       Wein hergestellt worden ist.
 ---pagebreak---                                                           Artikel 18
                        Artikel 20                        3 SS
                                                                />?
( 1 ) Bei Qualitatswcin b. A. mufi die Bezcichnung in den
von den Erzeugcrn geführten Em- und Ausgangsbüchern
die in folgendcn Artikeln genannten Angaben enthaltcn :
– Artikel ]? Absatz 1 Buchstaben a ), b ), c) und d ),
– Artikel 17 Absatz 2. soweit sie in der Etikettierung
      oder, wenn eine solche fehlt, im Begleitdokument
      verwendet werden sollen .
(2) Bei Qualitatswein b.A. mul? die Bezeichnung m den
Ein- und Ausgangsbüchern , die nicht von den Erzeugern
geführt werden, folgende Angaben enthalten :
– die in Artikel 1 ? Absarz 1 genannten Angaben,
– die Nommer und das Ausstellungsdatum des Be-
      gleitdokuments.
 ---pagebreak---                   В 111 : 0|е Се&сЬа1црар1еге
                            Artikel 21          »
( 1 ) Wird für einen Qualitätswein b.A. kein Begleitdo¬
kument ausgestellt, so muß die Bezeichnung in den
Geschäftspapieren nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe c'
folgende Angaben enthalten :
– die in Artikel 1-? Absatz 1 genannten Angaben und
– die in Artikel I ? Absatz 2 enthaltenen Angaben,
      sofern sic in der Enkemerung verwendet werden.
(2 ) Enthàlt die Bczcichnung der Qualitàtsweinc b. A. in
den Geschafrspapieren zusatzhch Angaben nach Artikel
•11 , so müssen dièse den Artikeln       bis  lé und *0
 entsprechen.
 (3 ) Die Mitgliedstaatcn können für Qualitätswein b.A. ,
 der in ihrem Hoheitsgebiet in den Verkehr gebracht
 wird, zulassen, daß in den Geschäftspapieren die in
 Artikel >1. genannten Angaben mittels Kennziffer erfol¬
 gen. Diese Kennziffer muß es der mit der i'herwnchung
 beauftragten Stelle ermöglichen , die Bezeichnung des
 Qualitätsweins b.A. schnall fesr/ ustellen .
 ---pagebreak---                          Abschnitt C
BEZEICHNUNG         VON     ERZEUGNISSEN ,    Uli   WEDER
                                                                SV f/yj
      TAFELWEIN NOCH QUALITÄTSWEIN ILA . SIND
                      C I : Etikettierung
                                                                 Artikel 20
                           Artikel 22
( 1 ) Werden Erzeugnisse etikettiert , die weder l'.ildwcui
noch Qualitativem h.A. sind, muli die Etikettierung
folgende Angilben enthalten :
.1 ) die Art des Erzeugnisses ; diese Angabe
      – erfolgt unter Verwendung der Dominoli aus
         den Gcnieinsch.iftsvorschriften . die da - Erzeug¬
          nis am genauesten beschreibt ,
      – erfolgt bei Erzeugnissen, die im Hoheitsgebiet
          des betreffenden Mitglicdstants in V erkehr sind ,
          unter Verwendung anderer als der in den Ge ¬
          meinschaftsvorschriften definierten Hegn lie ,
         deren Verwendung in dem betreffenden Mit ¬
         gliedstaat herkömmlich und üblich ist ;
b) – bei Traubenmost und konzentriertem Trauben ¬
         most : die Dichte,                                  _.
     – bei teilweise gegorenem Traubenmost und               “
         Jungwein : den vorhandenen und/oder den
         Gesamtalkoholgehalt,                                *
     – bei anderem Wein : den vorhandenen und /oder
        den Gesamtalkoholgehalt;
 .c) das Nennvolumen des Erzeugnisses nach den
      Vorschriften der Richtlinie 75/ 106/EWG ;                 Ή' /*
d) im Falle von
      – Behältnissen mit einem Nennvolumen bis zu
         60 Litern ; den Namen oder den Firmen ¬
         namen des Abfüllers sowie der Gemeinde
         oder des Ortsteils und des Mitglicdstaats, in
         der oder in dem er seint-n Hauptsitz hat,
      – anderen Behältnissen : den Namen oder den
         Firmennamen des Versenders sowie der
         Gemeinde oder des Ortstcils und des
         Mitglicdstaats, in der oder in dem er seinen
         Hauptsitz hat ;                                     „
 ---pagebreak---    e) bei Versand m eincn andcrcn Mitgliedstaat oder bei
        der Ausfuhr:
         – bei W ein : den Mitgliedstaat, in dessen Hoheits¬
              gebiet die Trauben geerntet worden sind und in
              dem der Wein bereitet worden ist, jedoch nur
              dann , wenn beide Maßnahmen im selben Mit¬
              gliedern stattgefunden haben,
         – bei Traubenmost : den Mitgliedsland in dessen
              Hoheitsgebiet die Trauben geerntet und verar¬
              beitet worden sind, jedoch nur dann , wenn
              beide Maßnahmen im selben Mitglicdstaat
              startgelunden haben ;
   fi    bei W'ein und Traubcnmost ,
         – die aus dem Verschnitt von Erzeugnissen mit
              Ursprung in mehreren Mitgliedstaaten hervur-
              gcganuen sind : die Angabe „ Alis Erzeugnissen
              verschiedener Mitgliedstaaten der Europäischen
              ( icnicinschaft ".
         – J:e – im balle von Traubenmost – nicht in
              dem Mitgliedstaat verarbeitet oder – im Falle
              von Wein – nicht in dem Mitgliedstaat bereitet
              wurden , in dem die verwendeten Trauben ge-
              ernet worden sind : die Angabe „EWG ";
   g; cine             durch die Gcmeinschaftsbcsrimmungen etwa
         vorgcsc•hrichene IVschrankung des Verwendungs-
         zweeks.
   (2 ; Die Etiketticrung der in Absatz 1 genannten
   Erzeugnisse kann durch folgende Angaben ergänzt werden :
   a; den Jaiirgang.
   b; den Namen oder Firmennamen der natürlichen oder
        juristischen Personen oder der Personenvercinigun-
         gen, die an der Vermarktung des Erzeugnisses betei¬
         ligt waren, sowie der Gemeinde oder des Ortstcils,
        in der oder in dem sie ihren Hauptsitz haben,
   c) falls das F.rzcugnis nicht nach einem anderen Mit-
        gliedstaat versandt oder ausgcführt wird und die
        P.edingungen des Absatzes 1 Buchstabe f) nicht cr-
         fullt sind : die Angabe des Mitgliedstaats, in dessen
         Hoheitsgeluet die Trauben geerniet und verarbeitet
         worden sind^
6;      In Verbindung mit dem Buchstaben ,e‘, sofern
       die Fcrtigpackungen den Einfüllvorschriften der
       Richtlinie 75/ 106/EWG entsprechen^
  e) neben den Angaben nach Absatz 1 Buchstabe
        b) durch weitere Angaben über die Zusam¬
        mensetzung, sofern eine solche Angabe in den
        Durchführungsbestimmungen geregelt ist.
(3 ) Bei tcilwcisc gegorenem Traubenmost, der zum
luiniiitclbarcn incnschlichcn Vcrbrauch bestimmt ist,
darf die lkzeichnung in der Krikctticrung ferner durch
folgende Angaben erganzt werden :
a ) die geographische Einheit im Sinne von Artikel 4
       Absatz I , aus der dieses Erzeugnis stammt, sofern
      die für Tafelwein in Artikcf 4 Absatz 3 genannten
       Bedingungen cingchalten werden;
b) den Nanien einer Rcbsorte;
c) die Angabe, ob es sich um eincn roten Most, einen
      Roscmost oder eincn weiÊen Most handelt.
 ---pagebreak---                               3?
                                                            Artikel 21
                         Artikel 23
'I ; Fur die Rezeichnung der Erzeugnisse, die weder
Tafchuin noch Qualitntswcin b. A. sind, sind in der
 Erikenierung nur die in Artikel 20 genannten Angaben
 zulässig. Jedoch können Durchführungsbestimmungen
 für Erzeugnisse, die weder Tafelwein noch Qualitäts¬
 wein b.A. sind und die zur Ausfuhr bestimmt sind , zu ¬
 sätzliche Vorschriften vorsehen, wenn dies aufgrund der
 Rechtsvorschriften der Drittländer erforderlich ist.
 (2 ) Aufgrund dieser Verordnung läl?t jeder Mitglied-
 Staat die Bezeichnung der in seinen; Hoheitsgebiet in
 den V erkehr gebrachten Erzeugnisse, die weder Tafel¬
 wein noch Qualitätswein b.A. sind , mit Ursprung in
 anderen Mugliedstaaren zu, soweit sie im Einklang mit
 den gemeinschaftlichen Bestimmungen steht und in dem
 Erzcugermitgliedstaat zugelassen isr.
 Die Mitgliedstaaten konnen jedoch
 – für die in ihrem Hoheitsgebiet gewonnenen Erzeug¬
      nisse, die weder Tafelwein noch Qualitätswein b.A.
      sind, einige der in Artikel 20 Absätze 2 und 3 ge¬
      nannten Angaben vorschreiben, verbieten oder ihre
      Verwendung einschränken ;
 – für den in ihrem Hoheitsgebiet in den Handel ge¬
      brachten Traubenmost bis zum Beginn der Anwen¬
      dung gemeinschaftlicher Vorschriften über diäteti¬
      sche Lebensmittel Angaben in bezug auf eine Ver¬
      wendung dieser Erzeugnisse zu diätetischen Zwek-
      ken gestatten .
 (3 ) Die Angabe des Jahrgangs nach Artikel 20 Absatz 2
 Buchstabe a ) in der Etikettierung für ein Erzeugnis, das
 weder Tafelwein noch Qualitätswein b.A. ist, ist nur
 zulässig, wenn alle bei der Bereitung des Erzeugnisses
 verwendeten Trauben in dem betreffenden Jahr geerntet
 worden sind .
                                                          I
 Die Angabe einer Rehsorte nach Artikel 20 Absatz 3
 Buchstabe b) in der Etikettierung für ein Erzeugnis, das
 weder Tafelwein noch Qualitätswein b.A. ist, ist nur
 zulässig, wenn die in Artikel 5 Absatz 1 vorgesehenen
 Bedingungen eingehalten werden.
 ---pagebreak---                                3*
 (4)     Zur Bezeichnung von Erzeugnissen, die weder
Tafelwein noch Qualitätswein bA sind, sind in der
Etikettierung
– die in Artikel 20 Absatz 1 genannten Angaben in
     einer oder •'tirtrtn Uf,f,n       Amtssprachen - der
     Gemeinschaft zu machen, so daß der Endver-
      braucher jede dieser Angaben ohne weiteres
     verstehen kann ;
– die in Artikel 20 Absatz 2 genannten Angaben in
  • in»r oder oehrertn «nderen Amtssprachen der Gcniein -
     »chaft zu machcn .
 Bei diesen Erzeugnissen, die in ihrem Hoheitsgebiet
in den Verkehr gebracht werden, können die
Mitglied' M.iten zulassen, daß diese Angaben
zusätzlich in einer anderen Sprache als einer Amts¬
sprache der Gemeinschaft gemacht werden, sofern
die Verwendung dieser Sprache in dem Mitgliedstaat
oder in einem Teil seines                  Hoheitsgebiets
herkömmlich und üblich, ist.
Für die Bezeichnung von zur Ausfuhr bestimmten
Erzeugnissen, die weder Tafelwein noch Qualitäts-
wein b.A. sind, kann in den Durchführungsbestim¬
mungen die Verwendung anderer Sprachen zuge¬
lassen werden .
 ---pagebreak---                               39
            C II : Amtlichc Documente und Eingangs-
                       und Ausgangsbücher
                            Artikel 24                        Artikel 22
 ( 1 ) Bei Erzeugnissen, die weder Tafelwein noch Quali-
 tàtswein b.A. sind, mufi die Bezeichnung in den amt-
 lichen Dokumenten folgende Angaben enthalten: •
 a) die Angabe, ob es sich um ein Rotwein-, Rosewein¬
        oder Weißweinerzeugnis handelt;
 b) die Art des Erzeugnisses; diese Angabe
        – erfolgt unter Verwendung der Definition aus "
            den Gemeinschaftsvorschriften, die das Erzeug-
            nis am genauesten beschreibt;
            oder
        – erfolgt bei Erzeugnissen, die im Hoheitsgebiet
            des betreffenden Mitgliedstaats im Verkehr sind,
            unter Verwendung anderer als der in den Ge¬
            meinschaftsvorschriften    definierten  Begriffe,
            deren Verwendung in dem betreffenden Mit¬
            gliedstaat hcrköminljch und üblich ist; _
c) bei Versand in einen anderen Mitgliedstaat oder bei
       der Ausfuhr:
       – bei Wein: den Mitgliedstaat, in dessen Hoheits-
           gebiet die Traubcivgeemtet worden sind und in
           dem der Wein bereitet worden ist, jedoch nut
           dann, wenn beide Mafinahmen im selben Mit¬
           gliedstaat startgefunden haben,
       – bei Traubenmost : den Mitgliedstaat, in dessen .
           Hoheitsgebiet die Trauben geerntet und verar- .
           beitet worden sind, jedoch nur dann, wenn
         - beide Maßnahmen im selben Mitgliedstaat .
            startgefunden haben ;
 d ) bei Wein und Traubcnmost:
        – die aus dem Verschnirr von Erzeugnissen mit .
            Ursprung in mehreren Mirgliedstaaten hervor¬
            gegangen sind : die Angabe „Aus Erzeugnissen
            verschiedener Mitgliedstaaten der Europäischen '
            Gemeinschaft“,
        – die – im Falle von Traubenmost – nicht in
            dem Mitgliedstaat verarbeitet oder – im Falle
            von Wein – nicht in dem Mitgliedstaat bereitet
            wurden, in dem die verwendeten Trauben geern¬
            tet worden sind: die Angabe „EWG“.
 (2) Die Bezeichnung der Erzeugnisse, die keine Tafel-
 weine oder Qualitatsweine b.A. sind, in den amtlichen
 Dokumenten mufi auÜerdem folgende Angaben enthal-
 ten :
 a) bei den zur Erarbeitung zu Tafelwein bestimmten
        Erzeugnissen «owie bei den zur Gewinnung-. von
        Tafelwein geeigneten Weinen die in Artikel $ Absatz
        2 genannten Angaben,
 b) bei den zur Verarbeitung zu Qualitätswein b-A.. be¬
        stimmten Erzeugnissen die in Artikel Xf Absatz 1
        Buchstabe c) und gegebenenfalls Buchstabe b) und
      ■ Absatz 2 genannten Angaben,
  c) die in Artikel 20 Absatz 2 Buchstaben a) und c) und
        Absatz 3 genannten Angaben,
   soweit sie in der Etikettierung der Tafelweine und Qua-
   litätswcine b.A., die aus den unter den Buchstaben a)
   und b) genannten Erzeugnissen gewonnen werden, oder
  in der Etikettierung der unter Buchstabe c) genannten
  Erzeugnisse verwendet werden oder verwendet werden
  sollen .
 ---pagebreak---                                      4fo
                                                              Artikel 23
                            Artikel 2S
   ( 1 ) Bei den Erzeugnissen, die keine Tafelweine oder
   Quali tatsweine b.A. sind, mufi die Bezeichnung in den
   von den Erzeugcm gefiihrten Ein- und Ausgangsbiichem
   folgende Angaben enthalren:
   – die in Artikel 22 Absatz 1 Buchstaben a) und b)
         genannten Angaben,
   – die in Artikel 22 Absatz 2 genannten Angaben,
         soweit sie in der Etikettierung oder, wenn eine sol¬
         che fehlt, im Begleitdokument verwendet werden
         sollen .
   (2) In den Ein- und Ausgangsbüchern, die nicht von
   den Erzeugern geführt werden, muß die Bezeichnung
»
   dieser Erzeugnisse folgende Angaben enthalten :
t
 t – die in Arrikel 22.Absatz'1 genannten Angaben,
i
i
 t
   – die Nummer und das Ausstellungsdatum des Be-
         gleitdokuments.
t
<
 ---pagebreak---                             4/
                 C III : Geschaftspapiere                   Artikel 24
                         Artikel 26
( 1 ) Wird für ein Erzeugnis, das weder Tafelwein nov.h
Qualitätswein b.A. ist, kein Beglcitdukument ausge¬
stellt, muf? die Bezeichnung in den Geschäftspapieren
nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe e) mindestens die in
Artikel 21 Absatz 1 genannten Angaben enthalten .
(2) Bei zusatzlieher Angabe des Jahrgangs oder der
Rehsorte gilt Artikel 2-1 Absatz 3 entsprechend .
 (3 ) Enthält die Bezeichnung in den Geschäftspapieren
 bei zur Verarbeitung zu Tafelwein bestimmten Trau ¬
benmosten, teilweise gegorenen Traubenmosten und
Jungweinen sowie bei zur Gewinnung von Tafelwein
geeigneten Weinen zusätzlich Angaben nach Artikel 2,
 so müssen diese den Artikeln 4 bis 7 und 40          ent ¬
 sprechen.
 (4 | Enthält die Bezicchnung in den Geschäftspapieren
 bei zur Verarbeitung zu Qualitätswein b.A. bestimmten
Traubenmosten, teilweise gegorenen Traubenmosten
 und Jungweinen zusätzlich Angaben nach Artikel 11., so
 müssen diese den Artikeln 13 bis         1b und 40 ent¬
 sprechen.
(5) Die Angaben, die in den Gcschaftspapieren fur die
in den Absatzen 3 und 4 genannten Erzeugnisse enthal-
ten sind , mussen den in den Beglcitdokumcntcn enthal-
tenen Angaben entprechen.
 (6) Die Mitgliedstaaten können für in ihrem Hoheits¬
gebiet in den Verkehr gebrachte Erzeugnisse, die weder
Tafelwein noch Qualitätswein b.A. sind , zulassen , daß in
den Geschäftspapieren die in Artikel 20 genannten
 Angaben mittels Kennziffer erfolgen. Diese Kennziffer
 muß es der mit der Überwachung beauftragten Stelle
 ermöglichen, die Bezeichnung des Erzeugnisses schnell
 festzustellen.
 ---pagebreak---                             KAriTEL II
  BEZEICHNUNG DER ERZEUGNISSE MIT URSPRUNG IN
                          DRITTLÄNDERN
                            Abschnitt A
                         ETIKETTIERUNG
                             Artikel 27                           Artikel 25
  ( I ) Bei angeführten Weinen, die zum unmittelbaren
  menschlichen Verbrauch bestimmt            und     nicht in
  der in Arnkel          Absatz 1 genannten Liste aufgeführt
  sind, muls die Bezeichnung in der Etikettierung folgende
  Angaben enthalten :
  ai die Angahe „Wein“;                                       Φ
,b) das Nennvolumen des eingeführten Weins
       nach den Vorschriften der Richtlinie 75/ 106/
      EWG ;                                                   ]* '/«>
 c) faits diese Weine
  ■   – in      der  Gemeinschaft     in Behältnisse
          einem Nennvolumen bis zu 60 Litern abge¬
                                                       mit    1 3*1<*7
          füllt worden sind : den Namen oder den
          Firmennamen        des Abfüllers sowie       der
          Gemeinde oder des Ortsteils und des
          Mitgliedstaats, in der oder in dem er seinen
          Hauptsitz hat ; erfolgt die Abfüllung jedoch
          in anderen als den vorerwähnten Gemeinden
          oder Ortsteilen oder einer Gemeinde in deren
          Umgebung, so muß der Hauptsitz des Abfül¬
          lers durch die Angabe der Gemeinde oder des
          Ortsteils, in der oder in dem die Abfüllung
          erfolgt, ergänzt werden ; erfolgt die Abfüllung
          in einem anderen Mitgliedstaat, so ist auch
          dieser anzugeben ;
      – außerhalb der Gemeinschaft in Behältnissen
          mit einem Nennvolumen bis zu 60 Litern
          abgefüllt worden sind ; den Namen oder den
          Firmennamen des Importeurs sowie der
          Gemeinde oder des Ortsteils, in der oder in ,
          dem er seinen Hauptsitz hat ;
      – in anderen Behàltnissen angeboten werden :
          – den Namen oder den Firmennamen des
               Importeurs sowie der Gemeinde oder des
               Ortsteils, in der oder in dem er seinen
               Hauptsitz hat, oder
          – wenn Importeur und Versender nicht
               identisch sind, den Namen oder den
               Firmennamen des Versenders sowie der
               Gemeinde oder des Ortsteils und des
               Mitgliedstaats, in der oder in dem er
               seinen Hauptsitz hat ;
 ---pagebreak---                                     V3
    J, J.1S Ursprimgsdrittland,-wio es in den Dokumenten        35^ />•>
          im Sinne der Verordnung ( EWG ) Nr. 354/79 des
          Kares vom 5. Februar ) 979 zur Festlegung allgemei¬
         ner F.infuhrbestimmungcn für Wein, Traubensaft
         und Traubenmost (>), die den Wein bei der Einfuhr
         begleiien, angegeben ist.
                                  /
   c) den vorhandenen Alkoholgehalt in Volumen¬
         prozenten ,                                          J      /*c
  (2 ) Bei den in Absatz 1 genannten Weinen kann die
  Erikettierung durch folgcnde Angaben erganzt werden;
  a) die Angabe, ob es sich um Rorwein, Roséwein oder
         WeiGwein handelt ;
 b) eine Marke nach MaGgabe des Artikels (fû ;
 c) den Namen bzw . Firmennamen der natürlichen oder
        juristischen Personen oder der Personenvereinigun¬
        gen, die an der Vermarktung des eingeführten Wei¬
        nes beteiligt waren, sowie der Gemeinde, in der sie
        ihren Hauptsitz haben ;
   d) aufler dem vorhandenen Alkoholgehait in
         Volumenprozenten bestimmte Angaben über
      . die Zusammensetzung, sofern diese Angaben in
         Durchführungsbestimmungen festgelegt sind .
 e) eine an den Verbraucher gerichtete Empfehlung fur
       die Verwendung des Weines;
 {) Informarionen
       – zur Geschichte des betreftenden Weines, des
             Abfüllb*etriebs oder eines sonstigen Betriebes
             einer natürlichen oder juristischen Person oder
             Personenvereinigung, der bei der Vermarktung
             des Weines beteiligt war,                   ,
       – zu den natürlichen oder technischen Weinbau¬
             bedingungen, unter denen dieser Wein herge¬
             stellt worden ist,
        – zu der durch die Lagerung erreichten Reife des
             betreffenden Weines,
        sofern diese Informationen unter den in den Durch¬
        führungsbestimmungen vorgesehenen Bedingungen
        verwendet werden ;
 g) eine Bezeichnung, die von einer amtlichen oder einer
        hierfür amtlich anerkannten Stelle einer der unter
        Buchstabe c) genannten Personen oder Personenver¬
        einigungen zuerkannt wurde und durch die das
        Ansehen des betreffenden eingeführten Weines
        gehoben werden kann, sofern für diese Bezeichnung
        gemeinschaftliche       Durchführungsbestimmungen
        oder – falls solche fehlen – Vorschriften des Ur-
        sprungsdrirtlandes geltem
H) *n Verbindung mit dem Buchstaben ,e', sofern
      die Fertigpackungen den Einfüllvorschriften der
      Richtlinie 75/ 106/EWG entsprechen.
  j) ein?n Hinweis iiber die Art des Erzeugnisses,
       sc'irn diese Angabe in Durchfuhrungsbcstim-
       mungen der Gemeinschaft geregelt ist.
 O AB1. Nr. L 54 vom 5. 3. 1979, S.
 ---pagebreak---                                              ЧУ
                                                                              Artikel 26
                                           Artikel 2S
                ( 1 ) Hei eingeführten, zum unmittelbaren menschlichen
                Verbrauch bestimmten Weinen, die mit einer geographi¬
                schen Angabe bezeichnet und in            ti»t« in     n d.r
verordnurg ( t»G ) «r . – enthalten sind, mul» die Bezeichnung in der
                Etikettierung folgende Angaben enthalten :
                 a) den Namen einer in dem Drittland gelegenen
                      geographischen Einheit nach Maßgabe des Arti¬
                       kels 2* ;
             ,b) das Nennvolumen des cingcführten Weins
                     nach den Vorschriften der Richtlinie 75 / 106/
                     EWG ;
                                                                             ] fu/»
              c ) faits diese Weine
                     – in der Gemeinschaft          in  Behältnisse  mit       3 ^74*7
                         einem Nennvolumen bis zu 60 Litern abge-
                         tullt worden sind ; den Namen , oder den
                         Firmennamen des Abfullers sowie der
                         Gemeinde oder des Ortsteils und des
                         Mitgliedstaats, in der oder in dem er seinen
                         Hauptsitz hat ; erfolgt die Abfüllung jedoch
                         in anderen als den vorerwähnten Gemeinden
                         oder O'.steilen oder einer Gemeinde in deren
                         Umgebung, so muß der Hauptsitz des Abfül ¬
                         lers durch die Angabe der Gemeinde oder des ■
                        Ortsteils, in der oder in dem die Abfüllung
                        erfolgt, ergänzt werden ; erfolgt die Abfüllung
                        in einem anderen Mitgliedstaat, so ist auch
                        dieser anugeben ;
                    – außerhalb der Gemeinschaft in Behältnisse
                        mit einem Nennvolumen bis zu 60 Litern
                        abgefüllt worden sind, den Namen pder den
                        Firmennamen des Importeurs sowie der
                      . Gemeinde oder des Ortsteils, in der oder in
                        dem er seinen Hauptsitz hat ;
                    – in anderen Behaltnissen angeboten werden :
                        – den Namen oder den Firmennamen des
                             Importeurs sowie der Gemeinde oder des
                             Ortsteils, in der oder in dem er seinen
                             Hauptsitz hat, oder
                        – wenn Importeur und Versender nicht
                             identisch sind , den Namen oder den
                             Firmennamen des Versenders sowie der
                             Gemeinde oder des Ortsteils und des
                             Milgliedstaats, in der oder in dem er
                             seinen Hauptsitz hat ;
                 d) das Ursprungsdrittland, wie es in den nach der Ver¬
                       ordnung (EWG) Nr. 354/79 vorgeschnebenen
                       Dokumenten angegeben ist, die den Wein bei der
                       Einfuhr begleiten.
                   .e) den vorhandenen Alkoholgehalt in Volumen¬
                        prozenten .
         ln der im «<- twn Unterabsatz genannten Liste dürfen nur die
                 eingeführten Weine enthalten sein, bei denen die
                 Gleichwertigkeit der Produktionsbedingungen für jeden
                 dieser Weine mit denen eines Qualitätsweins b.A. oder
                 eines Tafelweins mit geographischer Angabe anerkannt
                 ist.
                                                                             *
 ---pagebreak---                             Hf
 (2) Bei den in Absatz 1 gcnanntc-n Wcinen kann die
 Ebketricrung durch folgcnde Angaben erganzt werdcn :
 a) die Angabe „Wcin*‘ mit odcr ohne Hinwcis darauf,
      ob es sich um Rorwein , Rosewein odcr WeiGwcin
      handclt ;
 b ) den Namen einer anderen als der in der Liste nach
      Absatz 1 angegebenen geographischen Einheit nach
      Maßgabe des Artikels 2^;
  c) Angaben
       – zusätzlich zu der geographischen Angabe, mit
           denen der typisch regionale Charakter des be¬
           treffenden Weines unterstrichen wird ,
       – oder über eine gehobene Qualitat,
       sofem diese Angaben in den Vorschriftcn des Dritt-
       landcs, aus dem der Wein stammt, für den Binnen-
       mark : vorgesehen sind und von der ( icmcinschufi
       anerkannt werden ;
 d ) den Namen einer Rebsorte oder zweier Rebsorten
      nach Maßgabe des Artikels 30;
 e) den Jahrgang nach Mafsgabe des Artikels ,V| ;
 •0 Außer dem vorhandenen Alkoholgehalt in
      Volumenprozenten bestimmte Angaben über
      die Zusammensetzung, sofern diese Angaben in           \ ^ /*4
      Durchführungsbestimmungen festgelegt sind ;
g) eine Marke nach MaRgabc des Artikels t)Q ;
h) den Namen oder Firmennamen der natürlichen oder
     juristischen Personen oder der Personenvereinigun¬
     gen, die an der Vermarktung des eingeführten Wei¬
     nes beteiligt waren, sowie der Gemeinde oder des
     Ortsteils, in der oder in dem sie ihren Hauptsirz
     haben ;
0 eine an den Verbrauchcr gcnchrete F.mpfehlting für
     die Verwendung des Weines ;
 •k) Hinweise auf                                         V.
      – die Herstellungsart,
      – die Art des Erzeugnisses,
          eine besondere Farbe des Erzeugnisses,
      sofern diese Angaben in Durchführungsbe¬
      stimmungen der Gemeinschaft oder in Vor¬
      schriften des Ursprungsdrittlandes geregelt
      sind. Die Verwendung derartiger Angaben
      kann jedoch für die Bezeichnung bestimmter
      eingeführter Weine untersagt werden, sofern
      sie nicht herkömmlich sind oder zu Mißver¬
      ständnissen in bezug auf die Art oder den Ur¬
      sprung des Weines führen können.
                                                          *
 ---pagebreak--- l ) den Nnmcn eines Weinhaubetriebs oder eines Erzcu -
     gcrzusainmenschlusses, der den Wein hergesrellr hat,
                                                            3^7>ч
     durch den das Ansehen des Weines gehoben werden
     kann, sofern für diese Angabe Vorschriften des
     Ursprungsdrittiands gelten ;
m ) eine Qualitätskontrollnummcr, die dem Wein \ un
     einer amtlichen Stelle erteilt worden ist ;
n) eine Auszeichnung, die dem Wein von einer amt¬
     lichen oder einer hierfür amtlich anerkannten Stelle
     zuerkannt worden ist, sofem die Auszeichnung
     durch ein Dokument nachgewiesen werden kann ;
o) einen Vermerk , dals der Wc.n wie folgt ahgdullt
    worden ist :
     – in dem Wcinhaubclricb , m dem die für diesen
          Wein verwendeten Trauben geerntet und zu
          Wein bereitet wurden ,
     – oder von cincm Erzcugcrzusammenschkib
     – oder in einem in dem angegebenen \\ einbuuge-
          bict gelegenen Betrieb , mit dem Weinbaubetrie¬
          be, die die verwendeten Trauben geerntet haben ,
          im Rahmen eines Erzeugerzusammensehlusses
          verbunden sind , und der diese Trauben zu Wein
          bereitet hat ;
p) Informarionen
    – zur Geschichte des betreffenden Weines , des
          Abfiillbetriebs oder eines sonstigen Betriebes
          einer natürlichen oder juristischen Person oder
           Personenvereinigung, der bei der Vermarktung
           des Weines beteiligt war,
     – zu den natürlichen oder technischen Weinbau ¬
           bedingungen, unter denen dieser Wein herge¬
           stellt worden ist,
     – zu der durch die Lagerung erreichten Reife des
           betreffenden Weines,
      sofern diese Informationen unter den in den Durch ¬
      führungsbestimmungen vorgesehenen Bedingungen
      verwendet werden ;
q) eine Bezeichnung, die von einer amtlichen oder einer
     hierfür amtlich anerkannten Stelle einer der unter
     Buchstabe h ) genannten Personen oder Personen-
     vercinigungen zuerkannt wurde und durch die das
     Ansehen des betreffenden eingeführten Weines
      gehoben werden kann, sofern für diese Bezeichnung
      gemeinschaftliche       Durchführungsbestimmungen
      oder – falls solche fehlen – Vorschriften des Ur¬
      sprungsdrittlandes gelten.
      In Vcrbindung mit dem Buchstaben ,e‘ , sofern
    die Fcrtigpackungen den Einfullvorschriften der        1 NU ta
    Richtlinie 75 / 106/ EWG enisprechem
        s) die Nummer des Behàltnisses oder die Num -
            mer der Partie .
 ---pagebreak---                                                                Artikel 2 ?
                                Artikel 29
   ( 1 ) Werden andcrc als in den Artikeln 2Ç und 2fe ge-
                                                                1
   n.rnnrc cingcfiihrrc Erzeugnissc etikcrticrt, so mul? die
   Eriketticrung folgende Angaben enthalten :
   a ) die Art des Erzcugnisses: hierbei isr die Définition
         ans den Gemeinschaftsvorschriften zu verwenden,
         die das Erzeugnis am genauesten beschreibt;
   b , – bei Tr.inbenmost nnd kon /entriertcm Traubcn-
              inost : ilie Diehie,
         – bei       Weni :   den   vorhandenen und /oder  den
              ( ies.imi.ilkoliulgeh.ilt ;
  c) das Nennvolumen des eingeführten Erzeugnis¬
        ses nach den Vorschriften der Richtlinie
        75 / 106/ EWG , gegebenenfalls in Verbindung
        mit dem Buchstaben ,e\ sofern die Fertigpak-
        kungen den Einfüllvorschriften dieser Richtli¬
        nie entsprechen ;
 .d) den Namen oder Firmennamen des Importeurs
        sowie der Gemeinde oder des Ortsteils , in der
        oder in dem er seinen Hauptsitz hat, oder, wenn
                                                                   3<r*s7*>
        das eingeführte Erzeugnis in Behältnissen mit
        einem Nennvolumen von mehr als 60 Litern
        angeboten wird und Importeur und Versender
        nicht identisch sind, den Namen oder den
        Firmennamen           des    Versenders sowie    der
        Gemeinde oder des Ortsteils und des Mitglied¬
        staates in der oder in dem er seinen Hauptsitz
        hat ;
c ) fnlls
       – die Wcine odcr Traubenmoste in dem Drirrland
            gewonnen wurden , in dem alle verwendeten
                                                                  3«7ν>
            Traubcn geerniet worden sind: das betreffende
            DrittlanJ ,
       – die Bedingungen des ersten Gedankenstrichs
            nicht erfüllt sind : die Angabe „eingeführtes
            Erzeugnis".
(2) Die Bezeichnung der in Absatz 1 genannten Erzeug¬
nisse kann in der Erikertierung durch die Angabe des
Namens oder Firmennamens der natürlichen oder juri-,
srischen Personen oder der Personenvereinigungen, die
an der Vermarktung des Erzeugnisses beteiligt waren,
sowie der Gemeinde oder des Ortsteils, in der oder in
dem sie ihren Hauptsitz haben, ergänzt werden.
  Neben den Angaben nach Absatz 1 Buchstabe b)
darf die Bezeichnung durch andere Angaben über
die Zusammensetzung ergänzt werden, sofern ejnc
solche Angabe in den Durchführungsbestimmun¬
gen geregelt ist.
 ---pagebreak---                             Artikel 30
   ( 1 ) Für dieTBezeichnung der Erzeugnisse mit Ursprung
   in Drittländern sind in der Etikettierung nur die in den
  Artikeln               genannten Angaben zulässig.
   (2) Die in Absatz 1 genannten Angaben können durch
   andere wahlweise zu verwendende Angaben ergänzt
   werden, die . nach dem Verfahren des Artikels 85 der
  Verordnung (EWG ) Nr.           tff? anhand der Erfahrung
   und der entsprechenden Vorschriften für die aus der
   Gemeinschaft stammenden Erzeugnisse festgelegt
; werden.
   (3 ) Nach demselben Verfahrer. konnen
  – die in Artikel 25 Absatz 2, Artikel 26 Absatz 2 und
         Artikel 2 ^ Absatz 2 genannten Angaben vorge¬
         schrieben, verboten oder ihre Verwendung einge¬
         schränkt werden;
  – kleine Weimncngen mit Ursprung in Drinlände ",
         von der Anwendung des Artikels 25 Absatz 3 und
         des Artikels 26 Absatz 1 Buchstaben b ), c) und d )
         befreit werden.
  [H) Für die Überwachung der Einhaltung der Vorschrif¬
  ten über die Bezeichnung der eingeführten Erzeugnisse
  können besondere Bedingungen vorgesehen werden,
  insbesondere über den geographischen Ursprung, eine
  gehobene Qualität, die Rebsorte und den Abfüller.
    (£)     Nach noch festzulegenden Modalitäten
  kann für die Angaben nach Artikel 25 Absatz 1
  Buchstabe c) erster Gedankenstrich und Artikel 26
  Absatz 1 Buchstabe c) erster Gedankenstrich ein
  Code verwendet werden, sofern der Mitgliedstaat,
  in dessen Hoheitsgebiet der eingeführte Wein
  abgefüllt wird, es erlaubt hat Diese Verwendung
  eines Codes ist an die Bedingungen geknüpft, daß
  der Name oder der Firmenname einer Person oder
  einer Personenvereinigung, die nicht der Abfüller
  ist, jedoch an der Vermarktung des eingeführten
  Weins beteiligt war, sowie der Gemeinde oder des
 Ortsteils, in der oder in dem die Person bzw. die
  Personenvereinigung ihren Sitz hat, im vollen
 Wortlaut auf dem Etikett angegeben werden.
  OO Zur Bezeichnung der cingefiihrten Erzeug-
 nisse in der Etiketticrung sind
 – die in Artikel 25 Absatz 1 , Artikel 24 Absatz 1
        und Artikel 2? Absatz 1 genannten Angaben
        in einer oder mehreren «ndfMn Amtssprachen der
        Gemeinschaft zu machen, so daß der Endver¬
        braucher jede dieser Angaben ohne weiteres
        verstehen kann ;
 ---pagebreak---    – die in Artikel 2 >5 Absatz 2, Artikel 2£> Absau 2
         und Artikel 2? Absau 2 genannten Angaben
         in einer oder mehreren ander«« Amtssprachen der
                                                                 Z'iVÏ /iy
         Gemeinschaft zu machen .
   Bei den eingeführten Erzeugnissen, die in ihrem
   Hoheitsgebiet in den Verkehr gebracht werden,
   können die Mitgliedstaaten zulassen, daß diese
   Angaben zusätzlich in einer anderen Sprache als
   in einer Amtssprache der Gemeinschaft gemacht
   werden, sofern die Verwendung dieser Sprache in
   dem Mitgliedstaat oder in einem Teil seines
   Hoheitsgebiets herkömmlich und üblich ist.                ^
 Die Angabe
 – des Namens einer in dem Drittland gelegenen
       geographischen Einheit nach Artikel         Absatz 1
       Buchstabe s) und Absau 2 Buchstabe b),
 – von Bezeichnungen nach Artikel 26 Absau 2 Buch­
       stabe c) für fine gehobene Qualität,
 – von Hinweisen nach Artikel 26 Absatz 2 Buchstabe
       k) über die Herstellungsart, die Art des Erzeugnisses
       oder eine besondere Farbe des Erzeugnisses,
 – des Namens eines ^einbaubetriebs oder eines Er-
       zeugerzusammenschlusses nach Artikel 26 Absau 2
       Buchstabe 1),
 – fines Vermerks nach Ârtikd 26 Absatz 2 Buchstabe
       u, über die Abfuliung,
 roui jcdoch in einer du. Amtssprachcn des Ursprungs-
 dritrtodei erfolgen. Diese Angaben kônnen zusauiich
 in einer Amtsspra che der Gecsdnschaft erfolgen.
 Die Verwendung bestimmter Begriffe, die sich aus der {_
 Übersetzung der ist »»« Uw UorerzbsaB aufgeführten Angabenj
 eigeben, kann ia Durdiführungsbesdmmungen geregelt            f
 werden.                                      .              j
                                                             V
 Die Namen von Rehsonen nach Artikel 26 Ab-
saut . 2 Buchstabe d) und ihre Synonyme sind so
anzugebesi, wie sie in der Liste nacn Artikel 30
Absatz 1 Buchstabe a) aufgefohrt sind.
Tf Die Angaba
a) des Nomen» oder des Firmennamens der natürlichen
                                                                    !Y\
    oder juristssd’en Personen oder der Personenverei-
    nigungen, die an der Vermarktung des angeführten
    Erzeugnisses beteiligt waren, einschließlich des
    Namens dar Abfälle» und des Namens des Impor­
    teur«, sowie des Namens der Gemeinde oder des
    Oroteils, in der oder in dem sie ihren Hauptsiu
    haben, nach
    – Arakeî 25 Absatz 1 Buchstabe c),
    – Arrikel 25 Absau 2 Buchstabe c),
    – Artikd 2io Âbsaœ 1 Buchstabe c).
    – A/okel 26 Absatz 2 Buchstabe h),                         j
    – Artikel 2Ï Absau 1 Bachsrabe ci),
    – Arrikel zt Absarz 2,
 ---pagebreak--- b) von Bezeichnungen nach Artikel        Absatz 2 Jäuch-
    stabe c) für eine gehobene Qualität,
c) des Namens eines Weinbaubetriebs oder eines Er¬
    zeugerzusammenschlusses nach Artikel 26 Absatz 2
    Buchstabe 1),
darf nicht zu Verwechslungen mit dem für die Bezeich¬
nung eines Qualitätsweins b.A. oder eines anderen ein-
gefuhrten Weines verwendeten Namen eines Gebietes
führen.
(8) Die Mitgliedstaaten können für die in ihrem Ho¬
heitsgebiet in den Handel gebrachten eingeführten
Weine bis zum Beginn der Anwendung gemeinschaftli­
cher Vorschriften über diàtetische Lcbcnsmirtel Anga-
ben in bezug auf eine Verwendung dieser Erzvugnissc zu
diatetischen Zwecken gestarten.
 ---pagebreak---                                 5!
                         Artikgi 31                       Artikel 29
( 1 ) Bei der Bezeichnung eines eingeführten Weines in
der Etikettierung mit einer geographischen Angabe nach
Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe a ) und Absatz 2 Buch ¬
stabe b) darf nur der Name einer geographischen Ein¬
heit angegeben werden,
a) de? ein genau abgegrenztes Weinbaugcbiet bezeich-
      net,
      –» das Ideiner ist sis das Hoheitsgebiet des Dritt-
           landes,
      – aus dem die Trauben stammen, aus denen das
           Erzeugnis gewonnen wurde,
      – in dem Trauben geerntet werden, aus denen
           Weine mit typischen Qualitätseigenschaften
           gewonnen werden;
b) der auf dem Binnenmarlct des Urprungsdrittlandes
      für die Bezeichnung der Weine verwendet wird
      und hierfiir in den Vorschriften des betreffenden
      Landes vorgesehen ist
      und
c) der nicht mit einer für die Bezeichnung eines Quali¬
      tätsweins b.A. oder eines Tafelweins oder eines
      anderen eingeführten Weines verwendeten Angabe
      verwechselbar ist.
(2) Zur Bezeichnung eines eingeführten Weines darf der
Name einer für einen Tafelwein oder Qualitätswein b.A.
verwendeten geographischen Einheit oder eines be¬
stimmten Anbaugebiets in der Gemeinschaft weder in
der Sprache des Erzeugerlandes, in dem diese Einheit
oder dieses Gebiet sich befindet, noch in einer anderen
Sprache angegeben werden.
 (3 ) Abweichungen von Absatz t Buchstabe a) können
 für die Verwendung des Namens einer geographischen
 Einheit für die Bezeichnung eines .durch Mischung ent¬
standenen Weines beschlossen werden, sofern
– sie den Vorschriften des Ursprungsdrittlandes
      entsprechen und
– sie den für Qualitätswein b.A. nach Artikel
      Absatz 3 zulässigen Abweichungen annähernd
      gleichwertig sind.
 Abweichungen von Absatz 2 können beschlossen wer¬
 den, wenn der geographische Name eines in der Ge¬
 meinschaft erzeugten Weines mit dem geographischen
 Namen eines in einem Drittland gelegenen Weinbauge¬
 biets identisch und die Verwendung dieses Namens für
 einen Wein in diesem Lande herkömmlich und üblich
 ist, unter der Voraussetzung, daß seine Verwendung von
 diesem Land geregelt ist.
 ---pagebreak---                            Artikel 32
 ( 1 ) Die Angabe des Namens einer Rebsorte nach Arti¬
 kel 26 Absatz 2 Buchstabe d) zur Bezeichnung eines
 eingeführten Weines in der Etikettierung ist nur zuläs¬
 sig, wenn
 a) der Name dieser Sorte und gegebenenfalls ein Syn¬
       onym in einer für jedes Drittland aufzustellenden
       Liste enthalten ist; auf dieser Liste dürfen jedoch
       keine Namen von Sorten stehen, deren Anbau nach
       den Vorschriften des Drittlandes zulässig ist oder
       bei denen eine Verwechslung eintreten könnte mit;
       – dem Namen eines bestimmten Anbaugebiets
           oder einer geographischen Einheit, der zur Be¬
           zeichnung eines Qualitäcsweins b.A., eines Ta¬
           felweins oder eines anderen eingeführten Weines
           verwendet wird,
       – dem Namen einer anderen, genetisch verschie¬
           denen Rebsorte, die in der Gemeinschaft ange¬
           baut wird ;
 b) das Erzeugnis vollständig aus Trauben der Sorte
       gewonnen wurde, deren Angabe vorgesehen ist.
i')       ' Abweichungen von Absatz 1 kûnnen be-
   schlossen werden, sofern sie den Bestimmungen
   des Ursprungsdrittlandes entsprechen und
   – sich hinsichtlich des Buchstabens a) auf eine
        auf dem Markt des betreffenden Drittlandes
        besonders bekannte Sorte beziehen ,
   –        hinsichtlich des Buchstabens b) den für Ta¬
        felwein und Qualitätswein bA. nach Artikel 5
        Absau 2 und Artikel llf Absau 2 zulässigen
        Abweichungen annähernd gleichwertig sind.
 ---pagebreak---                                53
                        Artikel 33
( 1 ) Dit Angabc cincs Jahrgangs nach Artikcl 26 Absatz
2 Buchstabc e) ist bei eingeführtem Wein in der Etiket-
tierung nur zulàssig, wenn
a ) aile fiir die Bereirung des' Weines verwendeten
      Traiibcn in dem betref f enden Jahr geemtet
      worden sind.
b) sie zusammen mit der Angabe einer geographischen
      Einheit erfolgt,
c) sie nach den Vorschrifren'des Drittlandes zugelasscn
      ist.
(2) Abweichungen von Absatz 1 Buchstabe a) konnen
in besrimmten Fàllen beschlossen werden, sofem sie
– den Vorschriften             Ursprungsdrinlandes ent¬
      sprechen und
– sie den für Tafelwein und Qualkätswein b.A. nach
      Artikel 6 Absatz 2 und Artikel iS Absatz 2 zulässi¬
      gen Abweichungen annähernd gleichwertig sind .
                 I
 ---pagebreak---                                       SH
                            Abschnict B
  AMTLICHE DOKUMENTE UND EIN- UND AUSGANGS-
                             BÜCHER
                            Artikel 35                   Artikel 32
  ( 1 ) Bei eiDgeführtem Wein, der zum unmittelbaren
  menschlichen Verbrauch bestimmt ist und nicht in de:
  in Artikel 26 Absatz 1 genannten Liste aufgeführt ist,
  muß die Bezeichnung in den amtlichen Dokumenten
  folgende Angaben enthalten :
  a ) die Angabe „Wcin“,
  b) die Angabe, ob es sich um Rorwcin , Roséwein oder
         Weifiwein handelt,
  c) das Ursprungsdrittland , wie es in den nach der
         Verordnung ( EWG ) Nr. 354 /79 vorgeschriebenen
         Dokumenten angegeben ist, die den Wein bei der
         Einfuhr begleiten.
   ( 2 ) Bei Wein, der zum unmittelbaren menschlichen
  Verbrauch bestimmt, mit einer geographischen Angabe
  gekennzeichnet und in der in Artikel 26 Absatz 1
  genannten Liste aufgeführt ist, muß die Bezeichnung in
  den amtlichen Dokumenten folgende Angaben enthal¬
  ten :
  a) den Namen einer geographischen Einheit nach Arti¬
         kel 26 Absatz 1 Buchstabe a ),
  b) die Angabe, ob es sich um Rorwein, Roséwein oder
         Weifiwein handelt,
  c) das Ursprungsdritrland.
  Die Bezeichnung                          dieses Weines
  in den amtlichen Dokum enten mu5 auSerdem die nach-
  stehenden, in Artikel 26 Absatz 2 genannten Angabcn
  enthalten, soweit diese in der Etikettierung verwendet
  werden oder verwendet werden sollen :
• a) den Namen einer geographischen Einheit nach Arti ¬
         kel 26 Absatz 2 Buchstabe b),
  b) die Bezeichnung für eine gehobene Qualitât,
  c) den Namen einer Rebsorte oder zweier Rebsorten,
  d) den Jahrgang,
  e) die Hinwcisc auf die Herstellungsart eder die Art
        des Erzeugnisses, mit Ausnahme der Angabe des
         Restzuckergehaits,
  f) die Informationen über die natürlichen und techni ¬
        schen Weinbaubedingungen, unter denen dieser
         Wein hergestellt worden ist.
  (3 ) Bei anderen aIs in den Artikeln 25 und 26 g- ann-
  ten eingefiihrten Erzeugnissen mu3 die Bezeichnung in
  den amtlichen Dokumenten folgende Angaben enthal -
  ten :
 ---pagebreak---                           SS
a) Art des Erzeugnisses; hierbd wird die Angabe aus
   den Defininonen der gemeinschafdichen Vorschrif-
   ten verwendet, die das Erzeugnis am genauesten
   beschreibt;
b) falls
   – die Weine oder Traubenmoste in dem Drittland
         gewonnen wurden, in dem alle verwendeten
         Trauben geerntet worden sind: das Drittland,
   – die Bedingungen des ersten Gedankenstrichs
         nicht erfüllt sind: die Angabe „eingeführtes
         Erzeugnis“.
 ---pagebreak---                              56
                                                         Artikel 33
                       Artikel 36
Die Bezeichnung in den Ein- und Ausgangsbiichern muG
følgendes enthalten:
a) bei eingeführtem Wein, der zum unmittelbaren
    menschlichen Verbrauch bestimmt und nicht in der
    in Artikel 26 Absatz 1 genannten Liste aufgeführt
    ist :
    – die in Artike! 32 Absatz 1 genannten Angaben,
    – die Nummer und das Ausstellungsdatum des
         Begleitdokuments;
b) bei eingeführtem Wein, der zum unmittelbaren
    menschlichen    Verbrauch    bestimmt,    mit  einer
    geographischen Angabe gekennzeichnet und in der in
    Artikel 26 Absatz 1 genannten Liste aufgeführt ist.
                                    .* гИ * г
    – die in Artikel 32 Absatz 2NTJnterabsatz ge¬
         nannten Angaben,
    – die Nummer und das Ausstellungsdatum des
        Begleitdokuments ;
c) bei anderen als in den Artikeln 25 und 26 gîn„.inten
    eingeführten Erzeugnissen
    – die in Artikel 32 Absatz 3 genannten Angaben,
    – die Nummer und das Ausstellungsdanim des
         Begleitdokuments.
 ---pagebreak---                                                        Artikel 34
                     Artikel 37
Die Bezeichnung von zum unmittelbaren menschlichen
Verbrauch bestimmtem Wein mit Ursprung in Drittlän¬
dern in den von den zuständigen Stellen und Laborato¬
rien des betreffenden Drittlandes ausgestellten Doku¬
menten, die nach der Verordnung (EWG ) Nr. i22 /$?,
insbesondere nach Artikel fö, bei der Einfuhr vorzulc-
gen sind, muß alle erforderlichen Angaben enthalten,
damit die zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten oder
die für sie handelnden natürlichen oder juristischen
Personen oder Personenvereinigungen ein Begleitdoku¬
ment nach Artikel 32 ausstcllen können .
 ---pagebreak---                                 si
                          Abschnitt C
                      GESCHÄFTSPAPIERE                      3S!>'6-1
                                                            Artikel 35
                           Artikel 38
   ( 1 ) Wird für einen eingeführten Wein im Sinne des
   Artikels 2?> kein Begleitdokument ausgestellt, so muß
   die Bezeichnung in den Geschäftspapleren nach Artikel
   1 Absatz 2 Buchstabe c) die in Artikel 32 Absatz 1
   genannten Angaben enthalten.
   Enthält die Bezeichnung dieses
•' Weines in den Geschäftspapieren zusätzlich die Angabe
   einer Marke nach Artikel 2<5 Absatz 2 Buchstabe b), so
   muß diese Artikel IfQ entsprechen.
   (2) Wird für einen cingeführten Wein im Sinne des
   Artikels 2b kein Begleitdokument ausgestellt, so muß die
   Bezeichnung in den Geschäftspapicren nach Artikel 1
   Absatz 2 Buchstabe c) die in Artikel 32. Absatz 2 ge¬
   nannten Angaben enthalten.
   Enthält die Bezeichnung dieses
   Weines in den Geschäftspapieren zusätzlich Angaben
   nach Artikel 26 Absatz 2, so müssen diese den Artikeln
   28,30,31 ^ *ft) entsprechen.
    (3 ) Bei anderen als in den Artikeln 25 und 26 genann-
   ten eingefühnen Erzeugnissen muB die Bczeichnung in
   den Geschaftspapiercn nach Artikel 1 Absatz 2 Buch -
   stabe c) mindestens die Angaben nach Artikel 32-Absarz
   3 enthalten.
   (4) Die Mitgliedstaaten können für die eingeführten
   Erzeugnisse, die in ihrem Hoheitsgebiet in Verkehr
   gebracht werden, zulassen, daß in den Geschäftspapie¬
   ren die in den Artikeln 2f>, 2b und 2^- genannten Anga¬
   ben mittels Kennziffer erfolgen. Diese Kennziffer muß es
   der mit der Überwachung beauftragten Stelle ermögli¬
   chen, die Bezeichnung des Erzeugnisses schnell fesrzu -
   stellen.
 ---pagebreak---                                           5f
                                     TITEL II                               3
                                 AUFMACHUNG
                                    Artikel 39                              Artikel 36
           ( 1 ) Dieser Titel enthålt allgemeine Regeln iiber Sehalt*
           nisse, Etikertierung und Verpackung fur:
           a) Erzeugnisse mit Ursprung in der Gemeinschaft:
                – Erzeugnisse der Position 2204 der Koabi -
                    nierten Notnenk 1 atur
                – Traubenmoste, auch konzentrien, im Sinne der
                     Nummem 2 und ê des Anhangs I der Verord-
                     nung (EWG ) Nr. ilX /ST, die unter Position
                    et ? 009 der Kombinierten Noaenklatur fallen ,
          b) Erzeugnisse mit Ursprung in Drirtlandern, die den
                Artikeln 9 und 10 des Vertrages entsprechen:
                – Erzeugnisse der Position 2204 der Koa -
                    binierten Noaenklatur
                – Traubenmoste im Sinne der Nummer 2 des
                     Anhangs L der Verordnung (EWG) Nr.          IS}-,
                     die unter      Position ex 2009 der Koobinierten None l^latur fallen und
                – konzentrierte Traubenmoste im Sinne des Arti¬
                     kels 2 der Verordnung (EWG) Nr.         t
Сззо,/>^з
                                                , die unter Position
                    ex 2009 der Konbinierten Noaenklatur fallen .
                   Dieser Titel findet jedoch keine Anwendung auf
                   Schaumweine, Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäu¬
                   re. Pcrlweinc. Perlweinc mit zugesetzter Kolensäure und
                   Likorweine im Sinne des Anhangs I der Verordnung
                   ( EWU) Nr. tll /f}- und des Artikels 2 der Verordnung
                   ( EWG * Nr. .
                   (2) Die Rcgeln des Absatzes 1 gelten für die Erzeugnis¬
                   se, die für den Verkauf besrimmt sind, sowie für die in
                   den Verkehr gehrachten Erzeugnisse.
 ---pagebreak---                                 60
                                                            Artikel 37
                          Artikel 40
 ( I ) Die unter diesen Titel fallenden Erzeugnisse dürfen
nur in Behältnissen gelagert oder transportiert werden,
a ) die innen sauber sind,
b ) die ohne schädlichen Einfluß auf Geruch, Ge¬
       schmack oder Zusammensetzung des Erzeugnisses
       sind ,
c) die aus Material bestehen oder damit ausgekleidet
       sind, das mit Lebensmitteln in Berührung kommen
       darf,
d ) die nur für die Lagerung oder den Transport von
      Nahrungsmitteln dienen.
( 2 ) Die Verwendung der Behältnisse kann von noch
fcstzulegenden Bedingungen abhängig gemacht werden,
durch die insbesondere
  a) die ErhaJrung der organoleptischen Merkmale und
        der Zusammensetzung der Erzeugnisse
        oder
  b) die Unterscheidung der Qualitât und des Ursprungs
        der Erzeugnisse
   sichergestellt werden soll.
  (3 ) Die Behältnisse für die Lagerung der in diesem Titel
  genannten Erzeugnisse sind unverwischbar zu beschrif¬
  ten, so daß die mit der Überwachung beauftragte Stelle
  ihren Inhalt schnell mit Hilfe der Bücher oder der an
  ihrer Stelle geltenden Unterlagen identifizieren kann.
  Bei Behältnissen mit einem Nennvolumen bis zu SO
  Litern, die mit demselben Erzeugnis gefüllt sind und als
  eine Partie gelagert werden, kann jedoch die Einzel¬
  kennzeichnung der Behältnisse durch die Kennzeich¬
   nung der gesamten Partie ersetzt werden, sofern diese
   Partie von den übrigen Partien deudich getrennt gelagert
  wird.
  (4) Es kann vorgeschrieben werden, daß bei Transport¬
  behältnissen, insbesondere bei Tanklastkraftwagen,
  Kesselwagen de* Eisenbahn und Tankschiffen an deut¬
  lich sichtbarer Stelle und in unverwischbarer Schrift
  a) ein Vermerk, aus dem hervorgeht, dafi diese Behal-
        ter fur den Transport von Getranken oder sonstigen
        Lebensmirteln zugelassen sind ;
   b) besondere Anweisungen fiir die Reinigung anzubrin-
        gen sind.
 ---pagebreak---                        Artikel 41
 {1 ) Im Sinne der Titel I und II
gelten als Etikettierung alle            Bezeichnungen
 und anderen Begriffe, Zeichen, Abbildungen oder
 Marken, die das Erzeugnis kennzeichnen, auf ein und
 demselben        Behältnis     einschließlich    seines
Verschlusses, oder auf dem am Behältnis befestigten
 Anhänger.
 Zur Etikettierung gehören nicht die Angaben,
 Zeichen und andere Marken, die
– in den Steuervorschriften der - Mitgliedstaaten
     vorgesehen sind,
 – den Hersteller oder das Volumen des Behältnisses
     betreffen und unverwischbar unmittelbar auf
     diesem angebracht sind,
 – zur Kontrolle der Abfüllung verwendet und in
     noch festzuiegenden Anwendungsvorschriften
     näher beschrieben werden,
 –■ zur Identifizierung des Erzeugnisses mittels einer
     Artikelnumrner    und/oder    eines   maschinenles­
     baren Symbols verwendet werden.
 – sich auf den Preis des betreffenden Erzeugnisses
     beziehen,
 –■ nach dort Bestimmungen der Mitgh'edstaaten für
     die Quantität!- oder die Qualitätskontrolle der
     einer systematischen amtlichen Kontrolle unter­
     liegenden Erzeugnisse vorgesehen sind.
(2)     Unbescha.det der Àbweichungen nach Arû-
kei 1 Absatz l zweiter Unterafcsatz muß jedes Behältnis
mit einem Nennvoluaasn von 60 Litern oder weni­
ger vota Zeujvunkt des Inverkehrbringens des Er­
zeugnisses an etikettiert werden. .
Diese Etikettierung muß dsn Vorschriften die­
ser Verotiiuing entsprechen ; das gleiche gilt für
Behältnisse mit einem Wennvolumen wn mehr ah
60 Litern» toîsm lie etikettiert and.1"
 (3) Diese Etikettierung erfolgt unter noch festzulegen­
 den Bedingungen. Diese Bedingungen, die je nach Er­
  zeugnis unterschiedlich sein können, betreffen insbeson­
  dere:
  s) den Plan, des Etiketts auf d«m Behàltnis,
  b) die Mindestabmessungen des Etikets,
  e) die Verteilung der Angaben zur Bezeichnung auf
      dem Eriken,
  ê) ek Grfiôe der Drudkhuchstaben auf dem Eokett,
  e) die Vcrwenùang von Zachen, Abbildungcn oder
      Marken,
  f) die %pfach.î, in der fisr. Etikett beschriftet wird,
     .sowdt ®K akl” durdi disse Verordnung vorge-
      schriebea iss.
 ---pagebreak---                                                         Artikel 39
                      Artikel 42
(1) $m Sinne der Titel I und II                    gilt
als Verpackung die als Schutz während des Transports
für einen oder mehrere Behältnisse verwendete Um¬
schließung wie Papier, Hülsen aller Art, Kartons und
Kisten.
(2) Abgesehen von den zum Versand notwendigen
Angaben und den Angaben auf der Verpackung, die
beim Einzelhändler in Anwesenheit des Käufers vorge¬
nommen wird, darf die Verpackung keine Angaben über
das verpackte Erzeugnis enthalten, die den Artikeln 2,
11 , 20, 25, 2C und 2J nicht entsprechen.
 ---pagebreak---                           TITEL III
            ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
                                                              Artikel
                         Artikel 43
 ( 1 ) Die Bezeichnung und Aufmachung der in
 dieser Verordnung genannten Erzeugnisse sowie
 jegliche Werbung für diese Erzeugnisse dürfen nicht
 falsch oder geeignet sein, Verwechslungen oder eine
  Irreführung von Personen, an die sie sich richten,
  hervorzurufen, insbesondere hinsichtlich
  – der in den Artikeln 2, M., 20-, 25, 26 und ^ gere¬
       gelten Angaben ; dies gilt selbst dann, wenn diese
        Angaben in Übersetzung oder mit einem Hinweis
       auf die tatsächliche Herkunft oder mit Zusätzen
       wie .Art', .Typ’, .Fasson', .Nachahmung’, .Marke’
        oder dergleichen verwendet werden ;
 – der Eigenschaften der Erzeugnisse wie insbeson¬
       dere der Art, der Zusammensetzung, des Alkohol¬
      gehalts, der Farbe, des Ursprungs oder der
       Herkunft, der Qualität, der Rebsorte, des Jahr¬
       gangs,       des Nennvolumens der Behältnisse
        oder einer gehobenen Qualität ;
 – der Identität und der Eigenschaft der natürlichen
      oder juristischen Personen oder Personenvereini¬
      gungen, die an der Herstellung oder der Vermark ¬
       tung des Erzeugnisses beteiligt sind oder waren.
 (2)      Wird eine sich auf die in dieser Verordnung
 genannten      Erzeugnisse beziehende Bezeichnung,
 Aufmachung und Werbung durch Marken ergänzt, so
 dürfen diese keine Worte, Wertteile, Zeichen oder
 Abbildungen enthalten, die
  a) geeignet sind, Verwechslungen oder einc Irrefiih-
      rung der Personen, an die sie sich richten, im
      Sinne von Absatz 1 hervorzurufen ; oder
  b) von Personen , an die sie sich richten , mit der
      gesamten oder einem Teil der Bezeichnung eines
      Tafelweins, eines Qualitätsweins b. A. oder eines
      eingeführten Weines, dessen Bezeichnung durch
      Gemeinschaftsvorschriften geregelt wird, oder mit
      der Bezeichnung eines anderen in Artikel 1 Absatz 4.
erster Unterabsatz        sowie in Artikel 36 Absatz 1 erster
      Unterabsatz     genannten Erzeugnisse verwechselt
      werden können oder die mit der Bezeichnung
      eines solchen Erzeugnisses identisch sind, ohne
      daß die für die Herstellung der obengenannten
      Enderzeugnisse verwendeten Erzeugnisse eine
      solche Bezeichnung oder Aufmachung bean¬
      spruchen können .
  (3)     Abweichend von Absatz 2 Buchstabe b) kann
  der Inhaber einer für Wein oder Traubenmost regi¬
  strierten Marke, die identisch ist
 ---pagebreak---                               £1
– mit dem zur Bezeichnung eines Qualitatsweins
     b. A. verwendeten Namen einer geographischen
     Einheit, die kleiner ist als ein bestimmtes Anbau ¬
     gebiet, oder
– mit dem Namen einer geographischen Einheit,
     der zur Bezeichnung eines in Artikel 72 Absatz 2
     der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 genannten
     Tafelweins verwendet wird, oder
– mit dem Namen eines mittels einer geographi¬
     schen Angabe bezeichneten Importweins nach
     Artikel 26 Absatz 1 ,
selbst wenn er nach Absatz 2 kein Anrecht auf diesen
Namen hat, diese Marke bis zum 31 . Dezember 2002
weiterverwenden, und zwar unter der Bedingung, daß
sie :
a) spätestens am 31 . Dezember 1985 entsprechend
    dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Recht von
    der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaates
    registriert worden ist, und
b) seit ihrer Registrierung ohne Unterbrechung bis
    zum 31 . Dezember 1986 oder, wenn die Registrie¬
    rung vor dem 1 . Januar 1984 erfolgte, zumindest
    seit    diesem    letzten     Zeitpunkt   tatsächlich
    verwendet worden ist.
Marken, die die Bedingungen i«» « r»t»n unt«r»bnti«s
erfüllen , können der Verwendung von Namen
geographischer Einheiten, die zur Bezeichnung eines
Qualitätsweins b. A. oder eine Tafelweins herange¬
zogen wurden, nicht entgegengehalten werden.
Der Rat beschließt auf Vorschlag der Kommission
vor dem 31 . Dezember 2002 mit qualifizierter Mehr¬
heit über eine etwaige Verlängerung
               dieur Frist.
(4)      Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission die
Marken im Sinne von Absatz 3 mit, sobald sie ihnen
jeweils zur Kenntnis gebracht werden.
Die Kommission unterrichtet hiervon die mit der
Überwachung der Einhaltung der Gemeinschaftsvor¬
schriften auf dem Weinsektor beauftragten zustän¬
digen Stellen der Mitgliedstaaten .
 ---pagebreak---  Artikel 44
Erforderlichenfalls können für die Verwendung der
Kontrollnummem nach Artikel         H   Absatz  2
Vorschriften erlassen werden.
 ---pagebreak---                               ζδ
 Artikel 44a                                            Artikel 42’
Zur Überwachung und Kontrolle der unter diese
Varordnung fallenden Erzeugnisse können dir dafür
zuständigen Stellen unter Beachtung der allge-
meingen Verfahrensregeln der einzelnen Mitglied¬
staaten von dem Abfüller oder einer Person , die an
der Vermarktung beteiligt ist und auf die ein Hinweis
entweder in der Bezeichnung oder der Aufmachung
dieser Erzeugnisse erscheint, den Nachweis der
Richtigkeit der für die Bezeichnung oder Aufma¬
chung verwendeten Angaben betreffend die Art, die
Nämlichkeit, die Qualität, die Zusammensetzung,
den Ursprung oder die Herkunft des betreffenden
Erzeugnisses oder der bei seiner Herstellung verwen¬
deten Erzeugnisse verlangen.
Wenn diese Aufforderung ausgeht von
– der zuständigen Stelle des Mitgliedstaates, in dem
    der Abfüller oder die Person, die an der Vermark¬
    tung beteiligt ist und auf die ein Hinweis
    entweder in der Bezeichnung oder der Aufma¬
    chung dieser Erzeugnisse erscheint, niederge¬
    lassen ist, wird der Nachweis von dieser Stelle
    unmittelbar bei diesem verlangt ;
– der zustândigen Stelle eines anderen Mitglied-
    suâtes, so crteilt diese im Rahmen ihrer unmittel -
    baren Zusammenarbeit der zust&ndigen Stelle des
     Landes, in dem der Abtüller oder die Person
     niedergelassen ist, die an der Vermarktung betei ¬
     ligt ist und auf die ein Hinweis entweder in der
     Bezeichnung oder der Aufmachung dieser
     Erzeugnisse erscheint, alle sachdienlichen
    Angaben, damit die letztgenannte Stelle den
    entsprechenden Nachweis verlangen kann ; die
    ersuchende Stelle wird von der Behandlung ihres
     Ersuchens unterrichtet.
Stellen die zuständigen Stellen fest, daß ein solcher
Nachweis nicht erbracht wird, so gelten diese
Angaben als nicht mit dieser Verordnung in Einklang
stehend .
 ---pagebreak---                          Artikel 45                    Artikel A3
( 1 ) Die Bezeichnung
a) „Wein" darf nur für Erzeugnisse verwendet werden ,
      die der Definition in Nummer/0 des Anhangs I der
      Verordnung (EWG) Nr.        /£} entsprechen;
b) „Tafelwein“ darf nur für Erzeugnisse verwendet
      werden, die der Definition in Nummer 1J des ge¬
      nannten Anhangs entsprechen.
(2) Unbeschadet der Bestimmungen über die Harmoni -
sierung der Rechtsvorschriften wird jedoch die Mbg-
lichkeit der Mitgliedstaaten,
-– die Verwendung des Wortes „Wein" in Verbindung
      mit dem Namen einer Frucht als zusammengesetzten
      Ausdruck zur Bezeichnung von Erzeugnissen, die
      durch Gärung anderer Früchte als Weintrauben
      gewonnen werden,
– die Verwendung anderer zusammengesetzter Aus-
      drücke, die das Won „Wein " cnth.ilten .
zuzulassen, durch die Bestimmungen von Absatz 1 nicht
berührt.
Bei Verwendung eines zusammengesetzten Ausdrucks
                                 muß jede Verwechslung
mit den in Absatz 1 genannten Erzeugnissen ausge¬
schlossen sein .
 ---pagebreak---                             а
 Artikel 46                                             Artikel A4
(1 )    Die Erzeugnisse, deren Bezeichnung oder
Aufmachung nicht den Vorschriften dieser Verord¬
nung oder den diesbezüglichen Durchführungsbe¬
stimmungen entspricht, dürfen in der Gemeinschaft
weder zum Verkauf vorrätig gehalten noch in den
Verkehr gebracht noch ausgeführt werden .
Abweichungen von den Vorschriften dieser Verord¬
nung können jedoch bei zur Ausfuhr bestimmten
Erzeugnissen.
– von den Mitgliedstaaten zugelassen werden , wenn
     die Rechtsvorschriften des Einfuhrdrirtlandes dies
     erfordern ,
– in den Durchführungsbestimmungen für die Fälle
     vorgesehen werden , die nicht unter den ersten
     Gedankenstrich fallen .
(2)     Der Mitgliedstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich
das Erzeugnis befindet, dessen Bezeichnung oder
Aufmachung nicht den Bestimmungen de: Absatzes
1 entspricht, trifft die erforderlichen Maßnahmen , um
die Verstoße je nach ihrer Schwere zu ahnden .
Der Mitgliedstaat kann jedoch erlauben, das betref¬
fende Erzeugnis in der Gemeinschaft zum Verkauf
vorrätig zu halten oder in den Verkehr zu bringen
oder es auszuführen , sofern die Bezeichnung oder
Aufmachung dieses Erzeugnisses so geändert wird,
daß sie den Bestimmungen des Absatzes 1
entspricht .
 ---pagebreak---                           Artikel 4~                        Artiket 45
 ( 1 ) Abweichend von dieser Verordnung könncn die
 Mitgliedstaaten wahrend einer Obergangszeir bis rum
 31 . August 1979 fiir die in ihrem Hoheitsgcbict im
                                                            I
 Verkehr befindlichen Erzcugnisse zu.satzlichc Angahcn
 gestanen, die zu diesem Zeitpunkt zulassig sind.
 (2) Weitere Übergangsbestimmungcn sind zu crlassen
 für
– das Inverkehrbringen von Erzeugnissen, deren Be¬
      zeichnung oder Aufmachung nicht den Vorschriften
      dieser Verordnung entspricht;
– die Verwendung von Vorräten an Etiketten und
      sonstigen Hilfsmirreln für die Etikettierung, die vor
      dem Inkrafttreten dieser Verordnung gedruckt
      worden sind.
(3 ) Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel
werden nach dem Verfahren des Artikesl 83 der Ver¬
ordnung ( EWG) Nr.          ff erlassen.
 ---pagebreak---                                JO
                                                      Artikel     46
                   i
                       Artikel 48
(1 ) . Die Verordnung (BWG) Nr. 3^5’/ ?9 wird «ufge*
hobcn .
(2)    Verweisunge^i auf die durch Abtau 1 aufgehobene
Verordnung gelten| alt Verwesungen auf die vorliegende
Verordnung.          j
Die Bezugnahmen ! und Verweisungen auf die Artikel der
aufgehobenen Verordnung sind anhand           der Ober*inst<»»ungit »-
belle im Anhang ru lesen .
                       I
 ---pagebreak---                                                                    Artikel 49
                                             Diese Verordnung trirt am        1988 in Kraft.
Dièse Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmitttlbar in jedem
Mitgbedstaat.
Ciesehehen zu B russe! am
                                                           Im Namen des Rates
                                                               Der Prasident
 ---pagebreak---                                        ANHANG
                               ÜBERE I NST IkWUNGSTABELLE
                                            1
                                            1
Verordnung ( EWG ) Nr . 355/79              1    Diese Verordnung
                                            1
                                            »
                                            1
                                            1
      Art licei 1                           !    Artikel  1
      Artikel   2                           !    Artikel  2
      Artikel   3,   Absatz 1               1    Artikel  3 , Absatz  1
      Artikel   3,   Absatz 2               !    Artikel  3 , Absatz  2
      Artikel   3,   Absatz 3               !    Artikel  3 , Absatz  3
      Artikel   3,   Absatz 4               1    Artikel  3 , Absatz  4
      Artikel   3,   Absatz 6               1    Artikel  3 , Absatz  5
      Artikel   3,   Absatz 7               1    Artikel  3 , Absatz  6
      Artikel   4,   Absatz 1               !    Artikel  4 , Absatz  1
      Artikel   4,   Absatz 2               !    Artikel  4 , Absatz  2
      Artikel   4 , Absatz 2 a              1    Artikel  4 , Absatz  3
    . Artikel   4 , Absatz 3                ί    Artikel  4 , Absatz  4
      Artikel   5                           ί    Artikel  5
      Artikel   6                           ¡    Artikel  6
      Artikel   7                           1    Artikel  7
      Art Ikel  8                           ί     rt Ikel –
      Artikel   9                           ί    Artikel  8
      Artikel   10                          !    Artikel  9
      Art Ikel  11                          1    Artikel  10
      Artikel   12                          1    Artikel  11
      Artikel   13 , Absatz 1               1    Artikel  12 , Absatz   1
      Artikel   13 , Absatz 2               1    Artikel  12 , Absatz   2
      Artikel   13 , Absatz 3               !    Artikel  12 , Absatz   3
      Artikel   13 , Absatz 4               !    Artikel  12 , Absatz   4
      Artikel   13 , Absatz 6               1    Artikel  12 , Absatz   5
      Artikel 14                            !    Artikel  13
      Artikel 15                            1    Artikel  14
      Artikel 16                            !    Artikel  15
      Artikel 17                            !    Artikel 16
      Artikel 18                            ¡    Artikel   –
      Artikel 19                            ;    Artikel  17
      Artikel 20                            I    Artikel  18
      Artikel 21                            !    Artikel  19
      Artikel 22                            !    Artikel  20
      Artikel 23                            ¡    Artikel  21
      Artikel 24                            1    Artikel  22
      Artikel 25                            1    Artikel  23
      Artikel   26                          !    Artikel 24
      Artikel   27                          S    Artikel 25
      Artikel   28                          S    Artikel 26
      Artikel   29                          !    Artikel 27
      Artikel   30 , Absatz 1               !    Artikel  23 , Absatz   1
      Artikel   30 , Absatz 2               ¡    Artikel  28 , Absatz   2
      Artikel   30 , Absatz 3               !    Artikel  28 , Absatz   3
      Artikel   30 , Absatz 5               i    Artikel  28 , Absatz   4
      Artikel   30 , Absatz 6               !    Artikel  28 , Absatz   5
      Artikel   30 , Absatz 7               !    Artikel  28 , Absatz   6
      Artikel   30 , Absatz 8               !    Artikel  28 , Absatz   7
      Artikel   30 , Absatz 9               ¡    Artikel  28 , Absatz   8
      Artikel   31                          !    Artikel  29
      Art Ike 1 32                          !    Artikel  30
      Artikel 33                            1    Artikel  31
      Art Ikel 34                           !    Artikel  –
 ---pagebreak--- Artikel  35  ! Artikel 32
Artikel  36  ¡ Artikel 33
Artikel  37  ! Artikel 34
Artikel  38  ! Artikel 35
Artikel  39  ! Artikel 36
Artikel  40  ! Artikel 37
Artikel  41  ! Artikel 38
Artikel  42  ! Artikel 39
Artikel  43  ¡ Artikel 40
Artikel  44  ! Artikel 41
Artikel  44a i Artikel 42
Art Ikel 45  ¡ Artikel 43
Artikel  46  ! Artikel 44
Artikel  47  ! Artikel 45
Artikel  48  ! Artikel 46
Artikel  49  ¡ Artikel 47