CELEX: 62017CN0306
Language: de
Date: 2017-05-26 00:00:00
Title: Rechtssache C-306/17: Vorabentscheidungsersuchen des Tatabányai Törvényszék (Ungarn), eingereicht am 26. Mai 2017 — Éva Nothartová/József Boldizsár Sámson

14.8.2017   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 269/8
            
         Vorabentscheidungsersuchen des Tatabányai Törvényszék (Ungarn), eingereicht am 26. Mai 2017 — Éva Nothartová/József Boldizsár Sámson
   (Rechtssache C-306/17)
   (2017/C 269/11)
   Verfahrenssprache: Ungarisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Tatabányai Törvényszék
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Éva Nothartová
   
      Beklagter: József Boldizsár Sámson
   
      Vorlagefragen
   
   Kann hinsichtlich der Zuständigkeit für eine Widerklage, die auf einen anderen Sachverhalt oder Vertrag gestützt wird als die Klage,
   
               a)
            
            
               nur Art. 8 Abs. 3 der Verordnung Nr. 1215/2012/EU (1) (im Folgenden: Brüssel-Ia-Verordnung) angewendet werden, weil nur dort von einer Widerklage die Rede ist, oder
            
         
               b)
            
            
               bezieht sich Art. 8 Abs. 3 der Brüssel-Ia-Verordnung nur auf eine Widerklage, die auf denselben Sachverhalt oder Vertrag gestützt wird, und ist somit nicht auf eine Widerklage anwendbar, die nicht auf denselben Vertrag oder Sachverhalt gestützt wird, so dass die Feststellung, dass das für die Klage zuständige Gericht auch für die Widerklage zuständig ist, auf der Grundlage der sonstigen Zuständigkeitsregeln der Brüssel-Ia-Verordnung erfolgen kann?
            
         
      (1)  Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (ABl. L 351, S. 1).