CELEX: 51983PC0126
Language: de
Date: 1983-03-15
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Veredelungsarbeiten an bestimmten Spinnstoffen im passiven Veredelungsverkehr der Gemeinschaft (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (83) 126
Vol. 1983/0038
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEM EINSCHAFTEN
                                             KOM(83) 126 endg.
     zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschafts­
          zollkontingents für Veredelungsarbeiten an bestimmten
      Spinnstoffen im passiven Veredelungsverkehr der Gemeinschaft
                  (von der Kommission dem Rat vorgelegt)
 K0M(83) 126 endg.
 ---pagebreak---                                                  BEGRÜNDUNG
1. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich in einer Vereinbarung
    mit der Sc hweizerischen Eidgenossenschaft vom 1. August 1969 (1) ver­
    pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontingent in Höhe
    von 1.870.000 Rechnun gs ein he ite n Wertzuwachs für verschiedene im Rahmen
    eines passiven Veredelungsverkehrs zwischen der Gemeinschaft und der
    Schweiz vorgesehene Veredelungsarbeiten an bestimmten Sp innstoffen zu
    eröffnen.
2. Gemäss dem Aide-mémoire zu dieser Vereinbarung wird das jährliche
    Zollkontingent unter Zugrundelegung von Veredelungsarbeiten im Rahmen
    früherer bilateraler Abkommen der Schweiz mit Frankreich, Deutschland und
    Italien in drei Kate gor ie n von Veredelungsarbeiten aufgeteilt, wobei die
    den Be ne lux - L ä n d e r n zu eröffnenden Möglichkeiten berücksichtigt werden.
    Nach dieser Aufteilung wurde der gesamte Ko ntingentsbetrag von
    1.870.000 Re ch nun gs e i n h e i t e n nach einigen Änderungen wie folgt aufgeteilt :
    - 1.520.000 Re ch n u n g s e i n h e i t e n für Veredelungsarbeiten an Geweben der
      Kapitel 50 bis 57 des Gemeinsamen Zolltarifs ;
    - 123.000 Re ch n u n g s e i n h e i t e n für das Zwirnen und Texturieren (auch in
      Ve rbindung mit anderen Veredelungsvorgängen) von Garnen der Kapitel
      50 bis 57 des G e m e ins am en Zolltarifs ;
    - 227.000 Re ch n u n g s e i n h e i t e n für Veredelungsarbeiten an Waren der Ta r i f ­
       nummern 58.04, 58.05, 58.07, 58.08, 58.09 und 60.01 des Gemeinsamen
       Zolltarifs, vorb eha lt lic h der Bildung einer Ge meinschaftsreserve in
       Höhe von 230.000 Rechnungs ein he ite n, wofür von den einzelnen vorstehenden
       K o n t i n g en tsb et räg en jeweils 160.000, 13.000 bzw. 57.000 R e c h nun gs­
       einh eit en abgezogen werden.
 (1) ABL. Nr. L 240 vom 24. September 1969.
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 2. Oie Verlängerung der vo rgenannten Vereinbarung über den 31. August 1977
     hinaus ist wiederholt und vor allem auf der Sitzung des Gemi sch en
     Ausschusses EWG/Schweiz vom 3. November 1976 be züglich der in Zukunft
     fe stzulegenden K o nt ing en tsb et räg e unter B e r ü cks ic hti gu ng der Tats ach e
     erörtert worden, dass am 1. Juli 1977 die Übergangszeit für das mit
     der Schweiz geschlo ss ene Freihande lsa bk omm en ausläuft, de mz ufolge
     T e x t i le rz eug ni sse mit Ursprung in der Schweiz aufg run d der hier v o r g e ­
     nommenen Ve re del un g s a r b e i t e n zollfrei eingeführt werden können.
    Diese Frage wurde auf einer Sitzung des G e m i sch te n Ausschusses vom
    8. Mäi 1979 erneut erörtert, um anhand der ge sa mme lt en Er fahrung und
    der ve rf ügb ar en wi rt sch a f t l i c h e n Angaben die Anpassungen, die an der
    Vereinbarung vo rz une hm en sind, insbesondere unter folgenden Aspekten
    zu prüfen :
   - He rabsetzung des gesamten. Konting en tsb et rag es
   - Au ft eilung dieses Betrages auf 3 Be ar bei tu n g s k a t e g o r i e n
   - Aufteilung der Ko nt i n g e n t s b e t r ä g e auf die Mitgliedstaaten.
    In bezug auf die drei ersten Punkte bestand die sc hweizerische
   Delegation auf der B e ib eha lt ung der Vereinbarung und ihres A i de -mé mo ire
    in ihrer d e r z eit ig en Fassung, erlaubte jedoch vorläufig die Aufhebung
   der Aufteilung der gesamten K o n t ing en tsm en ge in Höhe von 1.870.000
   ERE auf die drei ur sprünglich festgelegten B e a r b e i t u n g s k a t e g o r i e n und
   somit die P a us cha li eru ng der be st imm te n Mi tg lie d s t a a t e n zu ge tei lt en
   Quoten.
3. Der beig efü gt e V e ro rdn un gsv or sch la g bezweckt daher lediglich, das in
   der b e sa gte n Vereinb ar ung vorgese he ne Zollkontingent in ECU für die Zeit
   vom 1. September 1 9 8 ^ bis 31. August 1984 zu eröffnen und es auf die
   M i t g l i e ds taa te n gemäss den im Aide-mémore zu dieser Vereinb ar ung
   a u fg efü hr ten Faktoren aufzuteilen, wobei die z w i s che nz eit li ch ei n g e t r e t e n e n
   Anpassu ng en sowie die Tatsache berücksichtigt werden, dass alle
   M i t g l i e ds taa te n an der Aufteilung dieses Zollkonti nge nt s beteiligt
   we rd en müssen.
 ---pagebreak---                                            V o r s chl ag für eine
                              VERORDNUNG (EWG)                            DES RATES
               zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents
               für Veredelungsarbeiten         an bestimmten           Spinnstoffen      im    passiven
                                     Veredelungsverkehr der Gemeinschaft
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                     Zollbereich betreffenden Rechtsakten ('), insbesondere
GEMEINSCHAFTEN —                                            Artikel 2, und die Verordnung (EWG, Euratom) Nr.
                                                             3308/80 des Rates vom 16. Dezember 1980 zur Erset­
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­            zung der Europäischen Rechnungseinheit durch die
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf             ECU in den Rechtsakten der Gemeinschaft (2) zu
Artikel 113,                                                 beachten.
                                                             Es muß insbesondere sichergestellt werden, daß alle
auf Vorschlag der Kommission,                                Interessierten den gleichen, kontinuierlichen Zugang
                                                             zu diesem Kontingent haben und daß der für dieses
in Erwägung nachstehender Gründe :                           Kontingent vorgesehene Zollsatz ohne Unterbrechung
                                                             auf sämtliche Wiedereinfuhren der einem der vorge­
Die Gemeinschaft hat mit der Schweiz am 1. August            nannten Veredelungsvorgänge unterzogenen Waren in
1969 eine Vereinbarung über den Textil-Veredelungs-          allen Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung des
verkehr getroffen. In dieser Vereinbarung hat sich die       Kontingents angewendet wird. Der Gemeinschafts­
Gemeinschaft verpflichtet, am 1. September eines             charakter des Kontingents dürfte sich hinsichtlich der
jeden Jahres ein jährliches zollfreies Gemeinschafts­        oben herausgestellten Grundsätze dadurch wahren
zollkontingent im Gesamtbetrag von 1 870 000                 lassen, daß bei der Regelung für die Ausnutzung des
Rechnungseinheiten Wertzuwachs für aus Verede-               Gemeinschaftskontingents von einer Aufteilung des
iungsvorgängen entstandene Waren zu eröffnen, das             Kontingentsbetrags zwischen den Mitgliedstaaten
wie folgt aufgeteilt wird :                                   ausgegangen wird. Es scheint daher zweckmäßig, diese
                                                              Aufteilung unter Berücksichtigung des im Rahmen
a) 1 650 000 Rechnungseinheiten für Veredelungsar­            der früheren bilateralen Abkommen durchgeführten
    beiten an Geweben der Kapitel 50 bis 57 des               Veredelungsverkehrs vorzunehmen, unbeschadet der
    Gemeinsamen Zolltarifs ;
                                                              denjenigen Mitgliedstaaten, die sich früher dieser Art
b) 143 000 Rechnungseinheiten für das Zwirnen und             von Verkehr nicht bedient haben, zu eröffnenden
    Texturieren (auch in Verbindung mit anderen               Möglichkeiten.
    Veredelungsarbeiten) von Garnen der Kapitel 50 bis
    57 des Gemeinsamen Zolltarifs ;                           Um den Gemeinschaftscharakter des betreffenden
                                                              Kontingents zu wahren, ist die Deckung des gegebe­
 c) 77 000 Rechnungseinheiten für Veredelungsar­              nenfalls in diesen Mitgliedstaaten auftretenden Bedarfs
    beiten an Waren der Tarifnummern 58.04, 58.05,            dadurch einzuplanen, daß es ihnen möglich ist, der
    58.07, 58.08, 58.09 und 60.01 des Gemeinsamen             Gemeinschaftsreserve gleichwertige Mengen zu
    Zolltarifs.                                               entnehmen.
 Um die Verwaltung dieses Zollkontingents zu erleich­         Um der möglichen Entwicklung des betreffenden
 tern, wurde beschlossen, vorläufig nicht mehr jeder der      Veredelungsverkehrs in den einzelnen Mitgliedstaaten
 vorgenannten drei Bearbeitungskategorien eine                Rechnung zu tragen, ist es angebracht, den gesamten
 Kontingentmenge zuzuweisen. Demnach ist für die              Kontingentsbetrag in Höhe von 1 870 000 ECU in
 Zeit vom 1. September 1983 bis 31. August 198 4 das          zwei Raten zu teilen; die erste Rate wird auf
 Zollkontingent gemäß der eingangs genannten Ver­             bestimmte Mitgliedstaaten aufgeteilt; die zweite Rate
 einbarung in ihrer geänderten Fassung ?u eröffnen ;          ist als Reserve zur späteren Deckung des Bedarfs dieser
 dabei sind die Verordnung (EWG) Nr. 2779/78 des
 Rates vom 23. November 1978 zur Verwendung der               (') ABI. Nr. L 333 vom 30. 11. 1978, S. 5.
  Europäischen Rechnungseinheit (ERE) jn den den              O ABI. Nr. L 345 vom 20. 12. 1980, S. 1.
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  Mitgliedstaaten, die eine ihrer ursprünglichen Quoten       einbarung über den Textil-Veredelungsverkehr herge­
  ausgenutzt haben, sowie zur Deckung des gegebenen­          stellt wurden :
  falls in den übrigen Mitgliedstaaten auftretenden
  Bedarfs an Veredelungsarbeiten, für die eine ursprüng­      a) Veredelungsarbeiten an Geweben der Kapitel 50 bis
  liche Quote nicht zugeteilt wurde, bestimmt. Um den             57 des Gemeinsamen Zolltarifs;
  Interessenten in den einzelnen Mitgliedstaaten eine
  gewisse Sicherheit zu geben, muß die erste Rate des         b) Zwirnen und Texturieren (auch in Verbindung mit
  Gemeinschaftszollkontingents verhältnismäßig hoch,              anderen Veredelungsarbeiten) von Garnen der
  nämlich auf 1 640 000 ECU festgesetzt werden.                   Kapitel 50 bis 57 des Gemeinsamen Zolltarifs;
                                                              c) Veredelungsarbeiten an Waren der nachstehenden
  Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten                   Tarifnummem des Gemeinsamen Zolltarifs:
  können mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden.
  Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und Unter­                58.04 Samt, Plüsch, Schlingengewebe und Chenil­
  brechungen auszuschalten, sollte jeder Mitgliedstaat,                  legewebe, ausgenommen Gewebe der
  der eine seiner ursprünglichen Quoten fast ganz                        Tarifnrn. 55.08 und 58.05 ;
  ausgenutzt hat, auf die entsprechende Reserve eine              58.05 Bänder und schußlose Bänder aus parallel
  zuätzliche Quote ziehen. Jeder Mitgliedstaat muß                       gelegten und geklebten Garnen oder Spinn­
  diese Ziehung vornehmen, sobald eine seiner zusätz­                    stoffen (bolducs), ausgenommen Waren der
  lichen Quoten fast völlig ausgenutzt ist und soweit die                Tarifnr. 58.06;
  Reserve dafür reicht. Die ursprünglichen und zusätz­
 lichen Quoten müssen bis zum Ende des Kontin­                    58.07 Chenillegarne ; Gimpen (andere als umspon­
 gentszeitraums gelten. Diese Art der Verwaltung erfor­                  nene Garne der Tarifnr. 52.01 und als
 dert eine enge Zusammenarbeit zwischen den                              umsponnene Game aus Roßhaar); Geflechte
 Mitgliedstaaten und der Kommission, die vor allem in                    und sonstige Posamentierwaren, als Meter­
 der Lage sein muß, den Stand der Ausschöpfung der                       ware ; Quasten, Troddeln, Oliven, Nüsse,
 Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitglied­                         Pompons und dergleichen;
 staaten darüber zu unterrichten.                                 58.08 Tülle und geknüpfte Netzstoffe, ungemu­
                                                                         stert ;
 ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingents­               58.09 Tülle, geknüpfte Netzstoffe und Bobinetgar-
 zeitraums in einem der Mitgliedstaaten von einer                        dinenstoffe, gemustert; Spitzen (maschinen-
ursprünglichen Quote ein bedeutender Restbetrag                          oder handgefertigt), als Meterware oder als
 übrig, so muß dieser Staat einen beträchtlichen                         Motiv ;
Prozentsatz davon auf die entsprechende Reserve über­
 tragen, damit nicht ein Teil des Gemeinschaftszoll­             60.01 Gewirke als Meterware, weder gummiela­
 kontingents in einem Mitgliedstaat ungenutzt bleibt,                   stisch noch kautschutiert.
während er in anderen verwendet werden könnte.
                                                             (2)      Für die Anwendung dieser Verordnung gelten
 Da sich das Königreich Belgien, das Königreich der          als:
Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg zu
der Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen             a) „Veredelungsarbeiten” :
haben und durch diese vertreten werden, kann jede
Maßnahme betreffend die Verwaltung der dieser Wirt­              — im Sinne von Absatz 1 Buchstaben a) und c ):
schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer                    das Bleichen, Färben, Bedrucken, Beflocken,
Mitglieder getroffen werden —                                        Imprägnieren,      Appretieren    und    andere
                                                                     Arbeiten, die das Aussehen oder die Qualität,
                                                                     nicht aber die Natur der Ware verändern ;
                                                                 — im Sinne von Absatz 1 Buchstabe b ): das
                                                                     Zwirnen und Texturieren, auch ift.VkxbiQdung
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :                                   mit dem Spulen, dem Färben und andereil"
                                                                     Arbeiten, die das Aussehen, die Qualität oder
                                                                     die Aufmachung, nicht aber die Natur der Ware
                                                                     verändern;
                        Artikel 1
                                                             b) als „Wertzuwachs” : der Unterschied zwischen dem
                                                                 Zollwert bei der Wiedereinfuhr, so wie er in der
(1)     Für die Zeit vom 1. September 198 3bis zum 31.           einschlägigen Gemeinschaftsregelung definiert ist,
August 1984 wird ein Gemeinschaftszollkontingent in              und dem Zollwert, der zum Zeitpunkt der Wieder­
Höhe von 1 870 000 ECU Wertzuwachs für Waren                     einfuhr festgestellt würde, wenn die Waren, so wie
eröffnet, die im Rahmen folgender Veredelungsar­                 sie ausgeführt worden sind, Gegenstand einer
beiten gemäß der mit der Schweiz getroffenen Ver­                Einfuhr wären.
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   (3) Die Sätze des Gemeinsamen Zolltarifs werden
   im Rahmen dieses Zollkontingents vollständig ausge­
   setzt.
   Im selben     Rahmen wendet Griechenland Zollsätze an,
   die nach      den Bestimmungen der Beitrittsakte von
   1979 und      der aufgrund dieses Beitritts geschlossenen         (4) Abweichend von den Absätzen 1, 2 und 3
   Protokolle    berechnet werden.                                   können die Mitgliedstaaten niedrigere als die in diesen
                                                                     Absätzen vorgesehenen Quoten ziehen, wenn Grund
  (4) Die nach Veredelungsarbeiten wiedereinge­                      zu der Annahme besteht, daß diese nicht ausgenutzt
   führten Waren, die unter eine andere Zollpräferenzre­            werden können. Sie unterrichten die Kommission
  gelung fallen, werden nicht auf das Zollkontingent                 über die Gründe, die sie veranlaßt haben, diesen
   angerechnet.                                                     Absatz anzuwenden.
                            Artikel 2
                                                                                           Artikel 5
  (1) Das in Artikel 1 Absatz 1 genannte Zollkontin­
  gent wird in zwei Raten aufgeteilt.                                Die nach Maßgabe von Artikel 4 gezogenenen zusätz­
                                                                    lichen Quoten gelten bis zum 31. August 19$.
   Die erste Rate in Höhe von 1 640 000 ECU wird auf
  die von der eingangs genannten Vereinbarung betrof­
  fenen Mitgliedstaaten wie nachstehend aufgeteilt; die                                    Artikel 6
  Quoten gelten vorbehaltlich des Artikels 6 vom 1.                 Die in Artikel 2 Absatz 1 genannten Mitgliedstaaten
  September 1983 bis zum 31. August 1984 :                          übertragen spätestens am 1. Juli 198^ von ihren nicht
                                                (in E C U )         ausgenutzten ursprünglichen Quoten den Teil auf die
           Benelux                                     20000        Reserve, der am 15. Juni 198$ 20 v. H. der ursprüng­
           Deutschland                         1 080 000            lichen Quote übersteigt. Sie können eine größere
           Frankreich                                520000         Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme besteht,
           Italien                                     20000        daß die betreffende Menge nicht ausgeschöpft werden
                                                                    kann.
 (2) Die zweite Rate in Höhe von 230 000 ECU
  bildet eine Gemeinschaftsreserve.                                 Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens
                                                                    am 1. Juli 198^ den Gesamtbetrag der Wiederein­
                            Artikel 3                               fuhren der betreffenden Waren mit, die bis zum 15.
                                                                    Juni 198 4 einschließlich durchgeführt und auf das
Wenn ein Einf ühr er b e v o r s t e h e n d e W i e d e r ­
                                                                    Gemeinschaftszollkontingent angerechnet wurden,
e i n f u h r e n der b e t r e f f e n d e n Waren a n k ü n ­ sowie gegebenenfalls den Teil ihrer ursprünglichen
digt und er da fü r die T e i l n a h m e am K o n ­ Quote, den sie auf die Reserve übertragen.
ting ent b e a n tra gt - so zieht di es er M i t ­
g l i e d s t a a t du r c h M i t t e i l u n g an die K o m ­                            Artikel 7
m i s s i o n ei ne d i e s e m Be darf e n t s p r e c h e n ­
de Menge, soweit der Rest des K o n t i n ­                         Die Kommission verbucht die Beträge der von den
ge nt s au sr eic ht -                                              Mitgliedstaaten gemäß den Artikeln 2, 3 und 4 eröff-
                                                                    neten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied­
                            Artikel 4                               staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve,
  (1) Nutzt ein Mitgliedstaat die ursprüngliche Quote               sobald ihr die Mitteilungen zugehen.
  — wie sie in Artikel 2 Absatz 1 festgelegt ist — oder             Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5.
  — bei Anwendung des Artikels 6 — die gleiche Quote               Juli 1984 über den Stand der Reserve, die nach den in
  abzüglich der auf die Reserve übertragenen Menge zu              Anwendung von Artikel 6 erfolgten Übertragungen
  90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er unverzüglich                 verbleibt.
  durch Mitteilung an die Kommission die Ziehung
  einer zweiten, gegebenenfalls auf die nächste Einheit            Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der diese Reserve
  aufgerundeten Quote in Höhe von 10 v. H. seines                  ausgeschöpft wird, auf den verfügbaren Restbetrag
  ursprünglichen Betrags vor, soweit die Reserve dafür             beschränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem
  ausreicht.                                                       Mitgliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, den
                                                                   Restbetrag an.
  (2)     Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen
  Quote die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene
  Quote zu 90 v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt                                        Artikel 8
  dieser Mitgliedstaat unter den Bedingungen von                   (1) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen
  Absatz 1 die Ziehung einer dritten Quote in Höhe von             Vorkehrungen, um nach der Eröffnung der zusätz­
  5 v. H. dieser ursprünglichen Quote vor.                         lichen Quoten, die sie in Anwendung von Artikel 4
  (3)     Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die              gezogen haben, die fortlaufenden Anrechnungen auf
  dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90              ihren kumulierten Anteil an dem Gemeinschaftszoll­
  v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitglied­            kontingent zu ermöglichen.
  staat unter denselben Bedingungen die Ziehung einer
                                                                   (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den freien
  vierten Quote in Höhe der dritten Quote vor.
                                                                   Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten allen
  Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der                                       die an diesem Veredelungsverkehr
  Reserve angewandt.                                               interessiert sind.
 ---pagebreak--- (3) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der                                   Artikel 10
Mitgliedstaaten wird anhand des anerkannten Wertzu­
wachses bei der Wiedereinfuhr der betreffenden
Waren festgestellt, die bei der Zollstelle zur Abferti­    Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten zur
gung zum zollrechtlich freien Verkehr angemeldet          Einhaltung dieser Verordnung eng zusammen.
worden sind.
                        Artikel 9
                                                                                Artikel 11
 Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
 mit, welche Wiedereinfuhren der betreffenden Waren
 tatsächlich auf ihre Quote angerechnet wurden.            Diese Verordnung tritt am 1. September 1983 in Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Geschehen zu           am
                                                                   Im Namen des Rates
                                                                       Der Präsident