CELEX: 51965PC0220
Language: de
Date: 1965-06-04
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATES zur Festsetzung der gemeinsamen Qualitätsnormen für Kopfkohl, Rosenkohl und Bleichsellerie (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (65) 220
Vol. 1965/0047
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                      KOMMISSION
                                                     VI/KOM(65)220 endg .
                                                     Brüssel , den 4 . Juni 1965
                              VORSCHLAG EIFER
                          VERORDNUNG DES RATES
                  zur Festsetzung der gemeinsamen Qualitätsnormen
                  für Kopfkohl , Rosenkohl und Bleichsellerie
                      ( Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   VI/KOM ( 65 ) 220 endg.
 ---pagebreak---                                   BEGRÜNDUNG
          Der vorliegende Entwurf einer Ratsverordnung beabsichtigt, den Anwendung
bereich der Verordnung Nr . 23 des Rats über die schrittweise Errichtung einer
gemeinsamen Marktorganisation fiir Obst und Gemüse            auf Kopfkohl , Rosenkohl
und Bleichsellerie auszudehnen .
                  ι  *   ·
          Die Produktion der drei genannten Erzeugnisse erreicht in mehreren Mit­
gliedstaaten bedeutende Mengen , die in nachstehender Tabelle aufgezeigt sind .
                                                         ( Erzeugung in t )
                               FRANKREICH  ITALIEN  NIEDERL .   B.E.W.U.      E.17.G. i
                                               u
KOPFKOHL                                       eu
     , 1961            501.000  103.000              122.000     28.000      754. 000 I
       1962 .          414.000   82.000        u
                                               <0
                                               >
                                                     124.000     18.000      638.000 {
       1963            520.000  106,000              133.000     25.000 ■    784.000 i
                                               a
                                               Φ
                                              χ>
ROSENKOHL                                      CO
                                               bO
       1961             18.000   48.000       <
                                                      3i.ooo      8.oqo      105.000
       1962             16.000   39.000        Φ      28.000      8.6oo       9i.6oo
                                               ci
. 1963          '       ΐ4.οοο   ^3.000
                                              •Η
                                              Μ
                                               Φ      41.000     10.000      îoS.ooo
SELLERIE ^
       1961             33.ooo  225.000      93.000   19.000 ι   12.200      382.200
       1962             33.000  223.000     82.000    19.000 ,   43.200      400.200
       1963             38.000  223.000    102.000    22.000     41.200      426.200
( 1 ) Für Frankreich handelt es sich bei den Angaben für Kopfkohl nur um
        " Weißkohl "
( 2 ) Die Angaben für Sellerie umfassen Bleichsellerie und Knollensellerie .
( 1 ) AB Nr . 30 vora 20 . April 1962 , S. 965/62
 ---pagebreak---        Für Bleichsellerie kann wegen des Fehlens von statistischen Angaben
nichts über die Bedeutung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten und mit
Drittländern gesagt werden .
       Für die beiden anderen Erzeugnisse bewegt sich der innergemeinschaft»
liehe Handel in Höhe von :
       - **5.000 t fur Kopfkohl ,                   ■    '
       - 1^.000 t für Rosenkohl ,
vorwiegend von den Niederlanden nach der Bundesrepublik Deutschland .
       Nicht unbeträchtliche Mengen von Kopfkohl ( ungefähr 20*000 t ) v/erden
gleicherweise - vor allem von den Niederlanden - nach Drittländern ver­
schickt .                         1
       Bei Einfuhren aus Drittländern handelt es sich um geringfügige Mengen ,
die man für Kopfkohl und Rosenkohl auf insgesamt ungefähr 3*000 t schätzen
kann .
       Da die von den verschiedenen Mitgliedstaaten für die drei betreffenden
Erzeugnisse angenommenen Einfuhrbestimmungen keine besonderen Beschränkung«
enthalten , entspricht die Hinzufügung von Kopfkohl , Rosenkohl und Bleich-
sellerie zum Anhang der Verordnung Nr . 23 des Rats der Notwendigkeit , für
die Vermarktung dieser Erzeugnisse gemeinsame Qualitätsnormen anzunehmen , di
auf den gleichen Grundlagen beruhen wie diejenigen , die gemäß Artikel 2 und
3 der Verordnung Nr . 23 des Rats angenommen wurden , um den innergemeinschaft
liehen Handel der anderen Erzeugnisse zu regeln . In der Tat dient die Anwen­
dung der gemeinsamen Qualitätsnormen auf diese Erzeugnisse sowohl der Förde­
rung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten - indem es die geschäftlichen
Verhandlungen erleichtert - als auch der Ausrichtung der Erzeugung auf eine
Qualitätsverbesserung der für den Markt bestimmten Erzeugnisse .
 ---pagebreak---                                            Vorschlag einer
                         '    »'       * VERORDNUNG DES 7UTÜJS
                                            4
                      zur Festsetzung der gemeinsamen Qualität »«
                normen für Kopfkohl , Rosenkohl und Bleichsellerie
                                 ( Von dar Kommission dem Rat vor^ele^t )
             '      DES RAT DER 'EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT -
        •     .
                , . gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirt schafts­
                                                          *      •                    *
                    gemeinschaft ,
                    gestützt auf die Verordnung Nr « 23 des Rates über die schrittweise
                    Errichtung einer gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse^"'
                    insbesondere' auf Artikel ^ Absatz 1 ,                                  :
                    auf Vorschlag der Kommission ,
                                              '                                    I
                    in Erwägung nachstehender Gründe :
Kopfkohl , Rosenkohl und Bleichsellerie sind Gegenstand eines umfangreichen
Binnenhandels in mehreren Erzeugermitgliedstaaten und eines beachtlichen inner-
gemeinsciiaftlichen Handels .
Es ist daher erforderlich , auf diese Erzeugnisse alla Bestimmungen der Verord- _
nung Nr « 23 anzuwenden und zu diesem Zweck diese Erzeugnisse in das Verzeichnis
des Anhangs I der Verordnung Nr . 23 aufzunehmen und gemeinsame Qualitätsnormen
festzulegen . Es ist ferner wichtig , daß die auf diese Weise genormten Erzeugnisse
nach Artikel 9 Absatz 2 der Verordnung Nr . 23 liberalisiert werden -
                   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :          -
Artikel 1
1.                 In Anhang I der Verordnung Nr . 23 wird noch aufgenommen :
                                     ANHANG I E
                               07.01 B II a )       „       ..     ( Weißkohl , Rotkohl,und
                           ex 07.01 B II b ) *°P1KonA                Wirsingkohl)
                           ex 07 »Ol B II b )       Rosenkohl
                           ex 07.01 S              Bleichsellerie
( 1 ) AB Nr . 30 vom 20 . April 1962 . S , 9^5/62
 ---pagebreak---                                                                        2
2»        Die Qualitàtsnormen fur
   - Kopfkohl ( Tarifnr. 07.01 B II a und ex 07.01 B II b des Geraeinsamen
      Zolltarifs ),
   «• Rosenkohl ( Tarifnr . ®x 07*01 B II b des Gemeinsamen Zolltarifs )
   - Bleichsellerie ( Tarifnr . tx 07*01 S des Gemeinsamen Zolltarifs )
sind im Anhang zu dieser Verordnung aufgeführt «
Artikel 2                                           i
          Diese Verordnung ist ab 1 » Juni 1965 anzuwenden »
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
unmittelbar in jedem Mitgliedstaat «
             .                                   Brüssel , don 4 « Juni 19^5
                                                 In Hamen dos Rates
 '                                               Dor Präsident
                                                 (coz, ) Valtør HALLST3IN
 ---pagebreak---                                                                   ANHANG 1/1
                   GEMEINSAME QDALITÄTSNORMEN FÜR
                              KOPFKOHL
 I. BEGRIFFSBESTIMMUNG
     Diese Norm betrifft Kopfkohl der "aus Brassica oleracea L. var . capittv
     L. und Brassica oleracea var » sabauda L * gezüchteten Sorten , zur Lie­
     ferung in frischem Zustand an den Verbraucher . Kopfkohl für die Vera:
     beitung fällt nicht darunter .
II . GÜTEEIGENSCHAFTEN -
     A. Allgemeines    ■  *                       '
         Die Norm soll die Anforderungen bestimmen.,, denen das Erzeugnis , n?.
         Aufbereitung und Verpackung , beim Versand entsprechen muß .
                                                      J .
  -  B « Mindesteigenschaften
         Der Kohi mufl sein :                               •
         - ganz ,                                                                    v
                                                > ■ .
         - von frischem Aussehen ,
         - nicht geplatzt , nicht geschlossen ,               . „
         - gesund , insbesondere frei von Schäden durch Insekten oder andere
           Schädlinge und von Krankheitsspuren , frei von Quetschstellen und
           Fehlern ( vorbehaltlich der Sonderbestimmungen für jede Klasse ),
         - frei von Insekten und anderen Schädlingen ,
         - frei von Fröststellen ,          ,     .       ..    .
         - sauber , insbesondere frei von Erde und von sichtbaren Rückständen
           von Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln ,
                                                                             • • «/• • *
 ---pagebreak---                             - 2 -
   - frei von fremdem Geruch oder Geschmack ,                            *
   - frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit.                             J
   Der Strunk muß kurz unter dem Blattansatz abgeschnitten sein , so
   daß die Deckblätter noch festen Halt haben ; der Schnitt muß glatt
   sein .
   Der Zustand des Erzeugnisses muß derart sein , daß es Transport und
   Hantierung aushalten und den Erfordernissen des Marktes am Bestimmt
   ort entsprechen kann .
C. Klasseneinteilung
   i ) Klasse "1 " ,
       Kohl dieser Klasse muß von guter Qualität sein und alle typisch;
       Eigenschaften der Sorte aufweisen . Die Köpfe müssen ferner die £
       teneigene Festigkeit aufweisen . Die Blätter müssen entspre­
       chend der Sorte fest anliegen« Bei Dauerkohl können einige
       Deckblätter fehlen . Bei Wirsing und bei frühen Kohlsorten müssen
       die Blätter entsprechend den Sorten sauber entfernt sein . Eine
       bestimmte Zahl von Deckblättern ist in diesem Fall jedoch zuläs­
       sig . Die kälteresistenten Wirsingsorten dürfen eine oberflächig;
       Frosteinwirkung aufweisen , dürfen jedoch nicht gefroren sein .
       Zulässig sind :
       - kleine Risse in den Außenblättern ,
       - kleine Quetschungen und geringfügige Putzstellen , sofern sich
          dies nicht auf den guten Zustand der Ware auswirkt .
  ii) Klasse "II " ,                         '
       Kohl dieser Klasse muß von marktfähiger Qualität sein . Er muß
       den Mindestmerkmalen entsprechen , darf jedoch im Gegensatz zur
       Klasse I außerdem
       - Hisse in den Außenblättern aufweisen ,
       - eine größere Zahl von fehlenden Blättern aufweisen ,
       - in größerer Zahl Quetschungen und Putzstellen aufweisen .
 ---pagebreak---                                  - 3 -
III . GROSSENSORTIERUNG
      Das Gewicht eines Kohlkopfes darf nicht weniger als 350 Gramm bei frü­
      hen und ^00 Gramm bei allen übrigen Koh-lsorten betragen .
      Bei verpacktem Kohl darf das Gewicht des schwersten Kopfes in dem
      gleichen Packstück das doppelte Gewicht des leichtesten. Kopfes nicht
      überschreiten . Beträgt das Gewicht' des schwersten Kopfes 2 oder weni­
      ger als 2 kg , so darf der Unterschied zwischen dem schwersten und der:,
      leichtesten Kopf 1 kg erreichen .
 IV . TOLERANZEN
      Güte- und Größentoleranzen . sind für nicht der Klasse entsprechende Ex-
      Zeugnisse zugelassen ,                            .
      A. Gutetolerpnzen
         i ) Klasse " I "
             10 v . H. nach Gewicht oder nach Anzahl Köpfe , die den Anforde­
             rungen dieser Klasse nicht genügen , aber denen der Klasse II
             entsprechen . ,                 ' . * ' "
        ii ) Klasse " II "
             10 v . H. nach Gewicht und nach Anzahl Köpfe , die den Anforderun­
             gen dieser Klasse nicht genügen , aber zum Verzehr geeignet sind .
      B. GroBsntoleranzen                                    '
                                                            \   :   /
         10 v.H. nach Gewicht oder Anzahl Köpfe , die              ;
         - dem Größenunterschied ,
         - der Mindestgröße nicht entsprechen .
         Kein Kopf darf jedoch weniger als 300 Gramm bei den frühen und wen:,
         ger als bOO Gramm bei den übrigen Kohlsorten wiegen .
                                                                   • »/•••
 ---pagebreak---                                 -Λ -
 v . VERPACKUNG UND AUFMACHUNG
     A. Gleichmäßigkeit -
         Jedes Packstück oder jede Partie ( im Falle einer losen Verladung)
         darf nur Kohl der gleichen Sorte , der gleichen Güteklasse und -
         soweit eine Größenangabe vorgeschrieben ist - der gleichen Größe
         enthalten . Die Köpfe der Klasse I müssen in Form und Färbung einheit
         lieh sein .
     B. Verpackung
         Der Kohl kann verpackt oder lose ( direktes Verladen auf ein Trans­
         portmittel) geliefert werden.
         Die Verpackung muß dergestalt sein , daß ein angemessener Schutz der
         Ware gewährleistet ist .
         Papier und anderes Material , das im Innern des Packstücks , Trans-
         portmittels oder Abteils des Transportmittels verv/endet wird , muß
         neu und für den Menschen unschädlich sein . Etwaige Aufdrucke dürfen
 \
         nur außen erscheinen , so daß sie nicht mit dem Erzeugnis in Berüh­
         rung kommen .
         Der Inhalt jedes Packstückes muß frei von allen Fremdkörpern sein .
VI . KENNZEICHNUNG
     1 . Falls die Erzeugnisse verpackt sind , muß jedes Packstück - von aufc*®
         sichtbar - in gut lesbaren und unverwischbaren Buchstaben folgende
         Angaben tragen :
         A. Identifizierung
             Packer      )                                                                i
                               Name und Anschrift oder Geschaftssymbol
             Absender    )
         B « Art des Erzeugnisses
             - " Teißkohl" usw . ( wenn der Inhalt des Packstücks von außen nicht]
                                                                                        I
      \
               erkennbar ist )                                                         !
         C. Ursprung des Erzeugnisses
             Anbaugebiet oder nationale , gebietliche oder örtliche Bezeichnußi
                                                                        • · ·/ · · · - 1
 ---pagebreak---                          - 5 -
               %
D. Handelseigenschaften
    - Klasse
    - Gewicht oder Stuckzahl                   > .
E » Amtlicher Kontrollstempel ( wahlfrei )
Wenn Erzeugnisse lose in einem Transportmittel verladen sind
diese Angaben auf einem Begleitpapier stehen .
 ---pagebreak---                                                  ANHANG 1/2
                              - 1 -
            GEMEINSAME QUALITÄTS NORMEN FÜR ROSENKOHL
 I. B^GP.TFFSFESTIMMUNG
    Diese Norm betrifft Rosenkohl ( d.b , die achselständigen Blattröschen
    der aus " Brassica oleracea L. var . gemmifera ( DC ,) SCHULZ" gezüchteten
    aus senkrechten Stengeln wachsenden Sorten t .. die ia frischem Zustand
    an den Verbraucher geliefert werden . Rosenkohl für die Verarbeitung
    fällt nicht darunter .
H. Gt-T'EEI GENSCHAFTEN
    A. Allgemein
       Diese Norm soll die Anforderungen bestimmen , denen das "Erzeugnis ,,
       nach Aufbereitung und Verpackung , beim Versand entsprechen muß 0
    B. Mi ndesteigenschaf ten
       Der Rosenkohl muß sein :
       - ganz f
       - von frischem Aussehen ,
       _ gesund , insbesondere' frei von Sch.fe.den durch Insekten oder and©.-, e
        • Schädlinge und von Krankheitsspuren ,
        - frei von Insekten oder anderen Schädlingen ,
       - sauber , insbesondere frei von Erde und sichtbaren Rückständen
          von Dünge - und Schädlingsbekämpfungsmitteln ,
       - nicht gefroren ,
       - frei von fremdem Geruch oder Geschmack ,
                                                                  •/ • • •
 ---pagebreak---                               « 2 -
     - frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit .
     Der Strunk des geputzten Rosenkohls muß unmittelbar unterhalb des
     Blattansatzes abgeschnitten sein .
     Der Strunk der einzelnen nicht geputzten Blattröschen muß an der Ba­
     sis abgetrennt sein ; der Schnitt muß glatt sein und es darf dabei
     kein Teil der Pflanze selbst mit abgelöst worden sein .
     Der Zustand des Erzeugnisses muß derart sein , daß es Transport und
     Hantierung aushält und den Erfordernissen des Marktes am Bestimmungs­
     ort entspricht .
, C. Klasseneinteilung
     i ) Klasse " I "
         Rosenkohl dieser Klasse muß von guter Qualität sein .
         Er mufl sein :
         - fest ;
         - fest geschlossen ;
         - frei von Frosteinwirkungen aller Art .
         Die geputzten Kohlröschen müssen eine gute Färbung haben . Nicht
         geputzter Kohl kann eine leichte Verfärbung der Außenblätter auf­
         weisen .
         Leichte oberflächliche , durch das Ernten , die Größensortierung
         oder die Verpackung verursachte Quetschungen sind zulässig , so­
         fern sie den guten Zustand der Ware nicht beeinträchtigen .
    ii) Klasse_^II2
         Rosenkohl dieser Klasse muß von marktfähiger Qualität sein .
         Er muß den Mindestmerkmalen entsprechen , jedoch dürfen die Blatt-
         röschen im Vergleich zur Klasse I :
 ---pagebreak---                                     - 3 -
             - etwas weniger fest sein ;
             - weniger fest geschlossen sein ,, ohne jedoch offen zu sein ;
             - leichte Frostspuren aufweisen .
III . GROSSENSORTI ERUNG
      Die Größensortierung wird durch den größten Querdurchmeseer der Blattrör
      chen bestimmt . Für Rosenkohl der Klasse " I " ist die Größensortierung ver­
      bindlich , für Rosenkohl der Klasse "II " freigestellt . Für " beide Klassen
      wird jedoch der Mlndestquerdurchmesser auf 10 mm für geputzten und auf
      20 mm für ungeputzten Kohl festgelegt'.
      Bei sortiertem Rosenkohl darf der Unterschied im Querdurchmosser zwische..
      dem größten und dem kleinsten im gleichen Packstück enthaltenen Kohlrös-
      chen höchstens 20 mm betragen .
 IV . TOLERANZEN
      Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück für nicht der Klasce
      entsprechende Erzeugnisse zugelassen .
      A. Gütetoleranzen
         i ) Klasse_^
             10 v.H. des Gewichts des Rosenkohls , der den Anforderungen dieser
             Klasse nicht genügt , aber denen der Klasse II entspricht .
        ii ) Klasse " II "
             10 v.H. des Gewichts des Rosenkohls , der den Anforderungen dieser
             Klasse nicht genügt , aber zum Verbrauch geeignet ist .
      B. GrdBontoleranzen
         10 v.H. des Gewichts des Rosenkohls , der nicht den Anforderungen der
                                                                        »
         Großensortierung entspricht .
                                                                        • ♦ •/ é
 ---pagebreak--- VERPACKUNG UND AUFMACHUNG
A. Gleichmäßigkeit
   Jedes Packstück darf nur Rosenkohl der gleichen Sorte . und Güteklasse
   enthalten ; dies gilt auch für die Größe , soweit eine Größensortierung
   vorgeschrieben ist ,
B. Verpackung
   Die Verpackung muß dergestalt sein t daß ein angemesseaer . Schutz der
   Ware gewährleistet ist .
   Papier und anderes Material , das im Inneren des Packstücks verwendet
   wird , muß neu und für den Menschen unschädlich sein . Etwaige Auf­
   drucke dürfen nur außen erscheinen , so daß sie nicht mit dem Erzeugnis
   in Berührung kommen .
   Der Inhalt jedes Packstückes muß frei von allen Fremdkörpern sein «
KENNZEICHNUNG
Jedes Packstück muß i von außen sichtbar .in
                                         »
                                             gut lesbaren und unverwisch-
baren Buchstaben folgende Angaben tragen :
A. Identifizierung
   Packer      )
                   Name und Anschrift oder Geechäftssymbol
   Absender    )
B. Art des Erzeugnisses
   - " Rosenkohl"                 )  ( wenn der Inhalt des Packstücks von
   - " geputzt" oder " ungeputzt" )    außen nicht erkennbar ist )
C. Ursprung des Erzeugnisses
   Anbaugebiet oder nationale , gebietliche oder örtliche Bezeichnung .
D. Handelsmerkmale
   - Klasse
   - Größe ( wenn das Erzeugnis sortiert ist ), mit Angabe des geringsten
     und des größten Querdurchmessers der einzelnen Röschen .
E. Amtlicher Kontrollstempel ( wahlfrei )
 ---pagebreak---                                 - 1 -                   ANHANG 1/3
                      GSMEINSAME QUALITÄTSNORMEN FÜR
                              BLEICHSELLERIS  .
 I. BEGRIFFSBESTIMMUNG
                                                                                I
     Diese Norm hetrifft Bleichsellerxe der aus "Apium graveolens L. var «
     dulce Kill ." gezüchteten Sorten , zur Lieferung in frischem Zustand an <
     den Verbraucher . Bleichsellerie für die Verarbeitung fällt nicht
     darunter .
II . GuTEEI GENS C HA FTEN
     A. Allgemeines
        Die Norm soll die Anforderungen bestimmen , denen das Erzeugnis ,
        nach Aufbereitung und Verpackung , beim Versand entsprechen muß .
     B. Mindest eiflenschaften
        Der Sellerie muß sein :
        - ganz , der obere Teil kann bei der Säuberung abgeschnitten sein ,
        - von frischem Aussehen ,
        - gesund , insbesondere frei von Schädlingsbefall und von Krankheitb-
          spuren ( unbeschadet der Sonderbestimmungen für Klasse II )»
        - frei von Insekten und anderen Schädlingen ,
        - frei von Frostschäden ,
        - frei von hohlen Stellen , Wurzeltrieben und nicht geschossen ,
        - sauber , vor allem frei von Erde und sichtbaren Rückständen von
          Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln .
                                                                   • • •/ • ♦ •
 ---pagebreak---    «* frei von fremdem Geruch oder Geschmack ,
   - frei von übermäßiger äußerer Feuchtigkeit , d.h . nach etwaigem
      Waschen ausreichend " abgetrocknet".
   Die Hauptwurzel muß gut gereinigt sein und darf nicht länger als
   5 cm sein «
   Der Sellerie muß der jeweiligen Jahreszeit entsprechend normal ent­
   wickelt sein .
   Der Zustand des Erzeugnisses mußi derart sein , daß es Transport und
   Hantierung aushalten und den Erfordernissen des Marktes am Bestimmungs­
   ort entsprechen kann .
C. Klasseneinteilune
   i) Klasse_^
       Sellerie dieser Klasse muß von guter Qualität sein,' eine regelmäßi­
       ge Form haben und darf keine Krankheitsspuren aufweisen « Die Haupt-
       nerven dürfen weder gebrochen , faserig , gequetscht noch gespalten
       sein . Bei gebleichtem Sellerie müssen die Blätter mindestens zur
       Hälfte ihrer Länge eine weiße bis gelbliche oder grünlich-weiße
       Färbung aufweisen .
  ii) Klasse_^irj
       Sellerie dieser Klasse muß von marktfähiger Qualität sein und den
       Mindestmerkmalen entsprechen .
       Er darf leichte Spuren der Blattfleckenkrankheit aufweisen .
       Ferner darf er eine leichte Verformung , leichte Quetschungen und
       im Höchstfalle zwei gebrochene , gequetschte oder gespaltene Haupt-
       nerven aufweisen .
       Bei gebleichtem Sellerie müssen die Blätter auf mindestens einem
       Drittel ihrer Länge eine weiße bis gelbliche oder grünlich-weiße
       Färbung aufweisen .
 ---pagebreak--- III . GROSSENSORTIERUNG
       Das Mindestgewicht des Selleries betragt 130 g .
       Der Sellerie wird in drei Größenklassen eingeteilt :
           i) Dick :   mehr als 800 g .
         ii ) Mittel : 500 bis 80Ö g
       iii ) Klein :   150 bis 500 g
       Der Größenunterschied darf innerhalb eines Packstückes jeweils 200 , 15r
       und 100 g nicht überschreiten . .                '!             *
       Diese Klasseneinteilung ist nur für die Klasse I verbindlich .
 IV . TOLERANZEN
       In jedem Packstück sind Güte- und Größentoleranzeh für nicht der Klasse
                                                                                       f
       entsprechende Erzeugnisse zugelassen :
       A. Gûtetoleranzen
            i ) Klasse_^I »            ,   ■
                10 v.H. nach Anzahl des Selleries , der den Anforderungen dieser ;
                Klasse nicht genügt , aber denen der Klasse II entspricht .
           ii) Klasse_^II»
                10 v.H. nach Anzahl des Selleries , der den Anforderungen dieser
                Klasse nicht -genügt , aber zum Verzehr geeignet ist .
       £ .: Groflentoleranzen
            10 v.H. nach Anzahl des Selleries , der nicht den Anforderungen der
            Größensortierung entspricht .
  V. VERPACKUNG UND AUFMACHUNG
     ' A. Gleichmäßigkeit                                                ;'   . '
                                                                                       f
            Jedes Packstück darf nur Sellerie der gleichen Güteklasse und Fär­
            bung enthalten , das gleiche gilt für die Größen , sofern eine
            Größensortierung vorgeschrieben ist .
                                                                          • * ♦/ « • •
 ---pagebreak---                                     - if -
     B. Verpackung
           Sellerie muß verpackt geliefert werden und entweder gebündelt oder in
           Schichten geordnet sein . Wird er in Bündeln geliefert , so müssen alle
           Bündel innerhalb eines gleichen Packstücks die gleiche Stückzahl ent­
           halten «
           Die Verpackung muß dergestalt sein , daß ein angemessener Schutz der
        / 'Ware gewährleistet ist#
           Papier oder anderes Material , das im Inneren des Packstücks verwendet
           wird , muß neu und für den Menschen unschädlich sein . Etwaige Aufdrucke
           dürfen nur außen erscheinen , so daß sie nicht mit dem Erzeugnis in
          Berührung kommen .
          Der Inhalt jedes Packstückes- muß" frei von allen- Fremdkörpern sein .
VI . KENNZEICHNUNG
     Jedes Packstück muß von außen sichtbar in gut lesbaren und unverwisch-
     baren Buchstaben folgende Angaben tragen :
     A. Identifizierung                    l
          Packer       )
                           Name und Anschrift oder Geschäftssymbol
          Absender     )
     B » Art des Erzeugnisses
          "Bloichsellerie", mit dem Zusatz " gebleicht " oder einer .
          Angabe der Färbung (falls der Inhalt des Packstücks von außen nicht
          erkennbar ist).
     C. Ursprung des Erzeugnisses
 i        Anbaugebiet oder nationale , gebietliche oder örtliche Bezeichnung .
     D. Handelseigenschaf ten
          - Klasse
          _ Größe ( wenn das Erzeugnis sortiert ist ) durch die Angabe   " dick",
             " mittel" oder " klein" bezeichnet , ;
          - Stückzahl oder gegebenenfalls Anzahl der Bündel-.
     E. Amtlicher Kontrollstempel ( wahlfrei )