CELEX: 31989R1574
Language: de
Date: 1989-06-07 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1574/89 der Kommission vom 6. Juni 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Chile

7. 6. 89                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 154/ 15
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 1574/89 DER KOMMISSION
                                                      vom 6. Juni 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                     Ursprung in Chile
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                   Verordnung (EWG) Nr. 3811 /85 (*), müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                                  berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                                  Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen            anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                  Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Äpfel mit
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und              Ursprung in Chile an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
Portugals,                                                        tagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis
                                                                  gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates
                                                                  Äpfel erhoben werden.
vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
Verordnung (EWG) Nr. 1119/89 (2), insbesondere auf                erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                           zugrunde zu legen :
in Erwägung nachstehender Gründe :                                — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
                                                                        punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                        Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                    nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr                 Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
 eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­               gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
 derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                    Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
 dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­                Rates (*), zuletzt geändert durch die Verordnung
 nisses aus dem betreffenden Herkunftslands außer in                    (EWG) Nr. 1636/87 0,
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
 dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der               — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz der
                                                                        sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
 beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­
 baren Einfuhrpreise sein.                                              kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                        während     des   bestimmten     Zeitraums   für   die
                                                                        Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1789/88 der Kommission                     hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
 vom 24. Juni 1988 zur Festsetzung der Referenzpreise für               vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
 Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1988/89 (3) wurde der Refe­
 renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
 Monat Juni 1989 auf 57,08 ECU je 100 kg Eigengewicht
 festgesetzt.
                                                                   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
 gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen
                                                                                             Artikel 1
 für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
 Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten
 Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese            Auf Einfuhren von Äpfeln (KN-Code 0808 10 91 ,
 Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz            0808 10 93 und 0808 10 99) mit Ursprung in Chile wird
 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle                eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 0,74 ECU je 100 kg
 und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­             Eigengewicht angewandt.
 tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
 (EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                             Artikel 2
 Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
                                                                    Diese Verordnung tritt am 8 . Juni 1989 in Kraft.
 (1) ABl.  Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1.
 (2) ABl . Nr. L 118 vom 29.  4. 1989, S. 12.                       i5) ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1
 (3) ABl.  Nr. L 158 vom 25.  6. 1988, S. 18 .                      («) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
  4) ABl.  Nr. L 220 vom 10 . 8. 1974, S. 20 .                      O ABl. Nr. L 153 vom 13 . 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L I 54/ 1 6                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       7. 6. 89
                Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                Mitgliedstaat.
                Brüssel, den 6. Juni 1989
                                                                      Für die Kommission
                                                                       Ray MAC SHARRY
                                                                   Mitglied der Kommission