CELEX: 31982R0323
Language: de
Date: 1982-02-11 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 323/82 der Kommission vom 10. Februar 1982 zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse

11 . 2. 82                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. L 39/23
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 323/82 DER KOMMISSION
                                                   vom 10 . Februar 1982
                          zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und
                                                Reisverarbeitungserzeugnisse
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                  — für die Währungen, die untereinander zu jedem
GEMEINSCHAFTEN —                                                      Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
                                                                      in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                     Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                       Währung stützt,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame
Marktorganisation für Getreide ('), zuletzt geändert                  kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
durch die Verordnung (EWG) Nr. 3808/81 (2), insbe­                    für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
sondere auf Artikel 14 Absatz 4,                                      chend vorstehendem Gedankenstrich festgestellt
                                                                      wird.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 des                Diese Wechselkurse sind die am 9. Februar 1982 fest­
Rates vom 21 . Juni 1976 über die gemeinsame Markt­
                                                                 gestellten Kurse.
organisation für Reis (3), zuletzt geändert durch die
Akte über den Beitritt Griechenlands (4), insbesondere           Die zuletzt festgesetzte Abschöpfung der Grund­
auf Artikel 12 Absatz 4,                                         erzeugnisse weicht von den mittleren Abschöpfungen
                                                                 um mehr als 3,02 ECU je Tonne des Grunderzeug­
gestützt auf die Verordnung Nr. 129 des Rates über               nisses ab. Daher müssen aufgrund von Artikel 1 der
den Wert der Rechnungseinheit und die im Rahmen                  Verordnung (EWG) Nr. 1 579/74 (9) die zur Zeit
der gemeinsamen Agrarpolitik anzuwendenden                       geltenden Abschöpfungen entsprechend dem Anhang
Umrechnungskurse (*), zuletzt geändert durch die                 zu dieser Verordnung geändert werden —
Verordnung (EWG) Nr. 2543/73 (*), insbesondere auf
Artikel 3,
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gestützt auf die Stellungnahme des Währungsaus­
schusses,                                                                                Artikel 1
in Erwägung nachstehender Gründe :                               Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­              tungserzeugnissen, die der Verordnung (EWG) Nr.
tungserzeugnissen zu erhebenden Abschöpfungen sind
                                                                 2744/75 (10), zuletzt geändert durch die Verordnung
durch die Verordnung (EWG) Nr. 165/82 Q, geändert
                                                                 (EWG) Nr. 1783/81 (u), unterliegen und im Anhang
durch die Verordnung (EWG) Nr. 309/82 (8), festge­
                                                                 der geänderten Verordnung (EWG) Nr. 165/82 festge­
setzt worden.                                                    setzt sind, zu erhebenden Abschöpfungen werden wie
                                                                 im Anhang angegeben geändert.
Um ein normales Funktionieren der Abschöpfungsre­                                        Artikel 2
gelung zu ermöglichen ist bei der Berechnung der
Abschöpfungen zugrunde zu legen :                                Diese Verordnung tritt am 11 . Februar 1982 in Kraft.
               Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
               Brüssel, den 10. Februar 1982
                                                                            Für die Kommission
                                                                              Poul DALSAGER
                                                                         Mitglied der Kommission
(') ABl. Nr. L  281 vom  1 . 11 . 1975, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L  382 vom  31 . 12. 1981 , S. 37.
(3) ABl. Nr. L  166 vom  25. 6. 1976, S. 1 .
O   ABl. Nr. L  291 vom  19. 11 . 1979, S. 17.
O ABl. Nr. 106 vom 30. 10. 1962, S. 2553/62.
(«) ABl. Nr. L 263 vom 19. 9. 1973, S. 1 .                       (') ABl. Nr. L 168 vom 25. 6. 1974, S. 7.
O ABl. Nr. L 19 vom 27. 1 . 1982, S. 13.                         (10) ABl. Nr. L 281 vom 1 . U. 1975, S. 65.
(«) ABl. Nr. L 37 vom 10 . 2. 1982, S. 25.                       (") ABl. Nr. L 176 vom , 1 . 7. 1981 , S. 10.
 ---pagebreak--- Nr. L 39/24                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  11 . 2. 82
                                                         ANHANG
            zur Verordnung der Kommission vom 10. Februar 1982 zur Änderung der Einfuhrabschöp
                                  fungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse
                                                                                                    (ECU/Tonne)
                                                                         Abschöpfungen
                              Nummer
                                                            Drittländer
                   des Gemeinsamen Zolltarifs
                                                          (ausgenommen                  AKP oder ÜLG)
                                                         AKP oder ÜLG)
            1 1.02 B II a) (2)                                117,80                         114,78
            1 1.02 C I (2)                                    141,10                         138,08
            11.02 D I (2)                                      91,05                          88,03
            1 1.02 E II a) (2)                                161,38                         155,34
            11.02 F I f)                                      161,38                         155,34
            11.02 G I                                          70,77                          64,73
            1 1 .07 A I a)                                    164,49                         153,61
            1 1.07 A I b)                                     125,66                         114,78
            11.08 AHI                                         156,14                         135,59
            11.09                                             427,86                         246,52
            (2) Für die Abgrenzung der Erzeugnisse der Tarifnummern 1 1.01 und 1 1.02 von denen der Tarifstelle
                 23.02 A gelten als Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 Erzeugnisse, die — in
                 Gewichtshundertteilen ausgedrückt und auf den Trockenstoff bezogen — gleichzeitig folgendes
                 aufweisen :
                 — einen Stärkegehalt (bestimmt nach dem abgewandelten polarimetrischen Ewers-Verfahren), der
                     höher ist als 45 v. H. ;
                 — einen Aschegehalt (abzüglich etwa eingesetzter Mineralstoffe), der bei Reis 1,6 v. H. oder
                     weniger, bei Weizen und Roggen 2,5 v. H. oder weniger, bei Gerste 3 v. H. oder weniger, bei
                     Buchweizen 4 v. H. oder weniger, bei Hafer 5 v. H. oder weniger und bei anderen Getreide­
                     arten 2 v. H. oder weniger beträgt.
                 Jedoch gehören Getreidekeime, ganz, gequetscht, als Flocken oder gemahlen, zur Tarifnummer
                 11.02 .