CELEX: 51981PC0823
Language: de
Date: 1981-12-22
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES (EWG) zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf Phenol mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (81) 823
Vol. 1981/0231
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                 KOM(81 ) 825 endg .
                                                 Brüssel , den 22 . Dezember 19o1
                             Vorschlag für eine
                       VERORDNUNG DES RATES ( EWG )
                 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls
                 auf Phenol mit Ursprung in den Vereinigten Staaten
                                     von Amerika
                    (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
             /^/    \y
              d         -  •    \>
                                    -"A
                                    t <*>
             a
K0M(81 ) 823 endg .
 ---pagebreak---                                  BEGRÜNDUNG
Im Juli 1981 verordnete die Kommission einen vorläufigen Antidumpingzoll von
19,9 % auf Einfuhren von Phenol aus den USA C1 ). Für einige Gesellschaften
wurde ein niedrigerer Zoll festgesetzt , andere wurden von der Massnahme aus­
geschlossen . Die Geltungsdauer dieses vorläufigen Zolls wurde durch Ratsver-
ordnung vom 9 . November 1981 ( 2 ) bis zum 18 . Januar 1982 verlängert .
Die endgültigen Feststellungen ergeben eine Dumpingspanne von 14,1 % für alle
Ausfuhren von Phenol nach der Gemeinschaft mit Ausnahme folgender Gesellschaften :
Allied Corporation              12,2 %
ICC Industries Inc              10,5 %
Monsanto Company                 6,5 /,
Shell Chemical Company            0    /•
Die Schädigung der Gemeinschaftsindustrie besteht hauptsächlich in einem Anstieg
des Marktanteils von U.S. Phenol zum Nachteil der Erzeuger der Gemeinschaft
und einem erheblichen Preisverfall , besonders in der zweiten Jahreshälfte 1980 ,
in der die Erzeuger der Gemeinschaft stark verringerte Gewinne oder schwere
Verluste hinnehmen mussten .
Zum Schutz der Interessen der Gemeinschaft wird daher empfohlen , einen endgül­
tigen Antidumpingzoll von 14,1 % auf Phenol aus den USA festzusetzen . Ausschluss
von der Massnahme wird empfohlen für Georgia Pacific Corporation und Shell
Chemical Company, für die kein Dumping festgestellt wurde, und United States
Steel Corporation , Dow Chemical Company und General Electric Company , die
Prei sverp'f Lichtungen für künftige Exporte angeboten haben , die von der Kommis­
sion als annehmbar angesehen werden .
Weiterhin wird empfohlen , die aufgrund des vorläufigen Zolls geleisteten Sicher­
heiten bis zur Höhe der endgültig festgesetzten Zollsätze endgültig zu verein­
nahmen .
 ( 1 ) Verordnung ( EWG ) Nr . 2017 / 81 , ABl . Nr . L 195 vom 18.7.1981 , S. 22
 ( 2 ) ABl . Nr . L 322 vom 9.11.1981 , S. 1
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                   vom
zur Einfuhrung eines endgültigen Antidumpingzolls auf Phenol
mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika
DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europ'äischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr . 3017/ 79 des Rates vom 20 . Dezember 1979
über den Schutz gegen gedumpte oder subventionierte Einfuhren aus nicht zur
Europ'äischen Wirtschaftsgemeinschaft gehörenden Ländern ( 1 ), insbesondere auf
Artikel 12 ,
auf Vorschlag der Kommission nach Konsultation des durch Artikel 6 der Ver­
ordnung ( EWG ) Nr . 3017/ 79 eingesetzten Beratenden Ausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Mit der Verordnung ( EWG ) Nr . 2017/ 81 ( 2 ) führte die Kommission einen vorläufigen
Antidumpingzoll in Höhe von 19,9 % auf Einfuhren von Phenol mit Ursprung in den
Vereinigten Staaten von Amerika ein . Von dieser Massnahme blieben jedoch die
Phenolausfuhren folgender Firmen ausgenommen , für die folgende Zollsätze fest­
gesetzt wurden :
- Allied Corporation , Morristown , New Jersey :                         12,2 %
- ICC Industries Inc ., New York , NY :                                 10,5 %
- Monsanto Company , St Louis , Missouri :                                9,7 %
- Shell Chemical Company , Houston , Texas :                              8,8 %
Die Ausfuhren der Dow Chemical Company und der Georgia Pacific Corporation
wurden von dem vorläufigen Antidumpingzoll ausgenommen .
Die Gültigkeitsdauer dieses vorläufigen Zolls wurde mit der Ratsverordnung
( EWG ) Nr . 3197 / 81 ( 3 ) für einen Zeitraum von nicht mehr als zwei Monaten
ver längert .
( 1 ) ABl . Nr . L 339 vom 31.12.1979 , S. 1
( 2 ) ABl . Nr . L 195 vom 18 . 7.1981 , S. 22
( 3 ) ABl . Nr . L 322 vom 9.11.1981 , S. 1
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Im Verlauf der weiteren        Sachauf k Larung hatten die betroffenen Parteien Gele­
genheit , ihre Ansichten schriftlich darzulegen , von der Kommission angehört
zu werden und       dieser ihren Standpunkt     mündlich    vorzutragen , nichtvertrau-
liche    Informationen , die für die Vertretung ihrer Interessen erheblich waren ,
zu erhalten und über die wesentlichen Tatsachen und Erwägungen , aufgrund derer
die endgültige Entscheidung ergehen sollte , unterrichtet zu werden . Die Antrag­
steller     und die meisten der betroffenen Ausführer und Einführer machten von
dieser Möglichkeit Gebrauch , indem sie ihre Ansichten schriftlich oder mündlich
darlegten . Die Kommission beschloss nach sorgfältiger Analyse der vorliegenden
Informationen , in den Betrieben der Allied Corporation ( New Jersey ), Shell
Chemical Company ( Texas ), US Steel Corporation ( Pennsylvania ), Monsanto
Europe SA      ( Brüssel , Belgien ) und Shell International Chemical Company
( London , VK ) Überprüfungen vorzunehmen .
Die Georgia Pacific Corporation , die von dem vorläufigen Antidumpingzoll aus­
genommen worden war , da ihre Ausfuhren zu Preisen über dem Normalwert verkauft
wurden , legte Informationen vor , aus denen         hervorging , dass seit Einführung
des vorläufigen Zolls keine Ausfuhren          in die Gemeinschaft mehr getätigt wurden .
Unter diesen       Umständen bestätigt die Kommission die erste Ermittlung und die
Ausnahme dieser Firma von der Anwendung des Zolls .
Die Dow Chemical Company , die von der Kommission wegen ihrer Preisverpflichtun-
gen ebenfalls von der Erhebung des vorläufigen Zolls ausgenommen worden war ,
bleibt zwar bei diesem Versprechen , bestreitet aber die Gültigkeit der von der
Kommission vorgenommenen ersten Dumpingermittlung mit der Begründung , dass das
in die Gemeinschaft ausgeführte Phenol aus Cumol mit Ursprung in der Gemein­
schaft hergestellt wird , das angesichts der geringen in den Vereinigten Staaten
erzielten Wertsteigerung seinen Gemeinschaftsursprung behält . Die Kommission
dagegen ist der Auffassung , dass in Übereinstimmung mit Artikel 5 der Verord­
nung ( EWG ) Nr . 802/ 68 ( 1 ) über die gemeinsame Begriffsbestimmung für den Waren-
ursprung das von der Firma ausgeführte Phenol US-Ursprung hat , da die letzte
wesentliche Verarbeitung , durch die es eine neue Ware wird , in den USA statt­
findet . Ausserdem gibt die Gesellschaft selbst die Ware bei der Anmeldung
zum freien Verkehr in der Gemeinschaft als amerikanische Ursprungsware an .
Unter diesen Umständen gilt die erste Dumpingermittlung für die Kommission
jetzt als definitiv .
( 1 ) ABl . Nr . L 148 vom 28.6.1968 , S. 2
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Um festzustellen , ob ein Dumping im Falle der anderen Firmen besteht , deren
Ausfuhren nicht ausgeschlossen worden waren , verglich die Kommission die
Ausfuhrpreise nach der Gemeinschaft mit dem Normalwert der betreffenden Waren .
Die Kommission ermittelte den Normalwert auf der Grundlage der Inlandspreise ,
wobei jedoch bestimmte Verkäufe aus der Berechnung des Normalwertes ausgenom­
men wurden , weil man davon ausging , dass die Verkäufe aufgrund besonderer
Umrechnungsvereinbarungen oder aufgrund der besonderen Wettbewerbslage eines
Kunden nicht im normalen Handelsverkehr zustande gekommen waren . Bei Ausfüh-
rern , die nicht auf dem Inlandsmarkt verkauften , wurde der Normalwert anhand
der gewogenen durchschnittlichen Verkaufspreise ihrer Zulieferer ermittelt .
Die Ausfuhrpreise wurden auf der Grundlage    der tatsächlich für derartige
in die Gemeinschaft ausgeführte Waren gezahlten Preise festgesetzt , ausser
im Falle der Dow Chemical Company und der Monsanto Company , deren Ausfuhren
an ihre Tochtergesellschaften in der Gemeinschaft gingen . Die Ausfuhrpreise
der letztgenannten Gesellschaften wurden unter Zugrundelegung der Preise
berechnet , zu denen die eingeführte Ware erstmals an einen unabhängigen
Käufer veräussert wurde , wobei diese Preise entsprechend angepasst wurden ,
um die anlässlich der Prüfung festgestellten effektiv entstandenen Kosten
und eine von der Kommission für angemessen gehaltene Gewinnspanne von 5 %
vor Besteuerung zu berücksichtigen .
Die Monsanto Company hat indessen die von der Kommission zugrundegelegte
Gewinnspanne angefochten und acht verschiedene Informationsquellen genannt ,
denen zufolge der normale Gewinn bei Phenolverkäufen angeblich weniger als
5 % beträgt . Fünf dieser Quellen handeln   nicht mit Phenol , während es sich
bei einer sechsten um einen Gemeinschaftshersteller handelt , der der Kommis­
sion völlig entgegengesetzte Auskünfte erteilt hat . Die beiden restlichen
Firmen , die Auskünfte gaben , sind Kunden der Monsanto Company , die abgesehen
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von ihren Erklärungen zu den Gewinnspannen der Monsanto Company jegliche
Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft in diesem Verfahren verweigerten . Die
Kommission hat selbst unabhängige Einführer und andere Quellen um Auskünfte
gebeten und diese auch erhalten , aus denen hervorgeht , dass die normalen
Gewinnspannen für Phenoleinführer oder - händler in der Gemeinschaft zwischen
1 % und 10 % schwanken können . Angesichts der weit auseinandergehenden
Standpunkte kam die Kommission daher zu dem Schluss , dass es unmöglich ist ,
die Gewinnspannen allgemein zu veranschlagen , da ihre Höhe von spezifischen
Umständen abhängt . In diesem Zusammenhang müssen der Umfang und die Struktur
der Geschäftstätigkeit der Monsanto Company in der Gemeinschaft , der Umfang
der Kapitalinvestitionen und die von ihr geleisteten Dienste berücksichtigt
und mit den weniger differenzierten und eher rudimentären Organisationen
kleinerer Makler oder Händler verglichen werden . Unter Berücksichtigung
vorstehender Ausführungen war die Kommission der Ansicht , dass es vertret­
bar ist , als Mindestgewinnspanne den Mittelwert der sich aus ihren Nach­
forschungen   ergebenden Gewinnspannen zu wählen .
Im Falle der Hersteller , die nicht direkt an die Gemeinschaft verkauften ,
wurde als Ausfuhrpreis der Preis gewählt , zu dem sie die Ware an die
Händler oder Makler zum Weiterexport in die Gemeinschaft verkauften .
Die für das Jahr 1980 vorgenommenen Vergleiche zeigten , dass es in beiden
                                                         \
Halbjahren zu einem Dumping kam . Da die bedeutendste Schädigung jedoch
im zweiten Halbjahr 1980 festgestellt wurde , war man der Ansicht , dass die
für diesen Zeitraum festgestellten Dumpingspannen für die Berechnung des
Antidumpingzolls gegenüber den Firmen , die während dieses Zeitraums in die
Gemeinschaft ausführten , ausschlaggebend sein sollten . Im Falle der Firmen ,
die nur im ersten   Halbjahr 1980 in die Gemeinschaft ausgeführt hatten ,
wurde letzterer Zeitraum als Untersuchungszeitraum angesehen . Wo es zweck-
mässig schien , wurden die die Vergleichbarkeit der Preise beeinträchtigenden
Unterschiede - wie insbesondere auf Transport und Zahlungsbedingungen sowie
Vertriebskosten zurückzuführende Unterschiede in den Verkaufsbedingungen
und Handelsstufen - in Rechnung gestellt .
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Für die Firmen , die nur wahrend der ersten sechs Monate von 1980 in die
Gemeinschaft ausführten , wurden schliesslich nachstehende gewogene durch­
schnittliche Dumpingspannen festgelegt :
Allied Corporation               12,2 %
ICC Industries Inc .             10,5 %
Monsanto Company                  6,5 %
Für die Gesellschaften die in beiden Halbjahren von 1980 ausführten , wurden
schliesslich folgende gewogene durchschnittliche Dumpingspannen festgelegt :
                                          1 . Halfte         2 . Halfte
                                              1980               1980
Shell Chemical Company                        4,2 X                0
US Steel Corporation                          6,2 %              14,1 %
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Bei Ausführern , die weder eine Antwort auf den Fragebogen der Kommission
erteilten noch sich selbst auf andere Weise im Verlauf der ersten Untersuchung
zu Wort meldeten , wurde Dumping auf der Grundlage der verfügbaren Daten fest­
gestellt . In diesem Zusammenhang war zu beachten , dass die Antragsteller Dum-
pingspannen von 25 bis 32 %      a nf.ührten . Die Kommission war jedoch der An­
sicht , dass die Ergebnisse dieser Untersuchung eine genauere Bestimmung der
Höhe des Dumping ermöglichten ; bei ihrer Entscheidung für eine der verschie­
denen festgestellten Dumpingspannen ging die Kommission davon aus , dass es
einer Aufforderung zur Verweigerung der Zusammenarbeit gleichkäme , wenn man
die Dumpingspanne bei diesen Ausführern tiefer ansetzen wollte als den höch­
sten Dumpingsatz von 14,1 % ,   der bei einem uneingeschränkt zur Zusammenarbeit
bereiten Ausführer festgestellt wurde .
Hinsichtlich der Schädigung , die diesem Wirtschaftszweig der Gemeinschaft
durch die gedumpten Einfuhren zugefügt wurde , hat die Kommission die für 1980
relevanten Angaben nochmals überprüft und , wo notwendig , berichtigt .
Die Einfuhren von Phenol mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika
erhöhten sich von 50.683 t im Jahre 1979 auf 72.173 t im Jahre 1980 . Es wurde
nachgewiesen , dass die meisten 1980 getätigten Einfuhren zu Dumpingpreisen
erfolgten . Der Anteil der freien Einfuhren aus den Vereinigten Staaten , d.h .
der nicht für den Eigenbedarf von Firmengruppen bestimmten Verkäufe belief
sich 1978 auf 20,5 % , 1979 auf 16,4 % und 1980 auf 24,0 % .     Der gesamte Markt­
anteil dieser Einfuhren insgesamt stieg von 6,7 % im       Jahre 1978 auf 8,8 %
im Jahre 1980 .
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum von 1979 erhöhte sich diese Einfuhren im
ersten Halbjahr 1980 um rund 47     % und im zweiten Halbjahr um 34 % . Der Anteil
der gemeinschaftlichen Hersteller am freien Markt fiel wegen der erhöhten
Einfuhren von 78,1 % im Jahre 1979 auf 52,5 % im ersten       Halbjahr von 1980
zurück .  Diese Zunahme der hauptsächlich zu gedumpten Preisen getätigten
Einfuhren    hatte starke Preiseinbrüche auf dem Gesmeinschaftsmarkt zur
Folge . Trotz gegenteiliger Behauptungen der US Steel hat die Kommission
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festgestellt , dass die Erzeuger in den Vereinigten Staaten die EWG-Erzeuger
in allen Monaten des Jahres 1980 mit ihren Verkaufspreisen unterboten haben
und dass diese Preisunterbietung in der zweiten Hälfte von 1980 am stärksten
war . Trotz der Versuche der Gemeinschaftsindustrie , mit den Billigpreisen
der Lieferanten aus den USA in der zweiten Hälfte von    1980 gleichzuziehen ,
konnte sie lediglich den in den ersten sechs Monaten des Jahres verlorenen
Marktanteil wiedergewinnen und schloss das Jahr 1980 mit einem Marktanteil
von nur 69,4 % . Die Folge davon war , dass vorgenannte Gemeinschaftserzeuger
sehr schwere Verluste oder grosse Gewinneinbussen erlitten . Die Kommission
stellte fest , dass im Falle der meisten Gemeinschaftserzeuger aus dem
durchschnittlichen unversteuerten Umsatzgewinn von 15 % im Geschäftsjahr
1979 im Jahre 1980 ein Umsatzverlust von 10 % wurde .
Die Phenolerzeugung in der Gemeinschaft ist von 944.639 t im Jahre 1978
auf 816.781 t im Jahre 1980 zurückgegangen , die Kapazitätsauslastung fiel
im gleichen Zeitraum von 72 % auf 59 % .
Die Kommission hat die Schädigungen untersucht , die durch andere Faktoren ,
die einzeln oder zusammengenommen den betreffenden Wirtschaftszweig der
Gemeinschaft ebenfalls beeinträchtigen können , verursacht wird . Sie stellte
fest , dass der Gesamtverbrauch in der Gemeinschaft zwar von 913.904 t im
Jahre 1978 auf 820.020 t im Jahre 1980 zurückging , die Produktion jedoch
stärker abnahm   als der Verbrauchsrückgang erklären könnte . Der Verbrauch
des freien Marktes erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 298.000 t auf
301.000 t . Während ausserdem die Einfuhren aus anderen als den im Antrag
genannten Land von 3.512 t im Jahre 1978 auf 19.950 t im Jahre 1980 zu­
nahmen , lagen sie quantitativ erheblich unter den Einfuhren aus den Vereinig­
ten Staaten von Amerika und erzielten ein ähnliches Preisniveau wie die
Industrie der Gemeinschaft . Die nicht gedumpten Einfuhren machten nur 31 %
der 1980 insgesamt getätigten   Phenoleinfuhren aus .
Die Auswirkungen der nicht gedumpten Einfuhren auf den Phenolmarkt der Ge­
meinschaft und   die Folgen des Nachfragerückgangs wurden getrennt von den
Auswirkungen der gedumpten Einfuhren betrachtet . Der wesentliche und    starke
Anstieg der Einfuhren von gedumptem Phenol seit 1978 - vor allem im Jahre
1980 - und die äusserst niedrigen Preise , zu denen die Ware im zweiten Halb-:
jähr 1980 von amerikanischen Ausführern in der Gemeinschaft zum Verkauf an­
geboten wurden , veranlassten die Kommission zu dem Schluss , dass die Schädi­
gung , die der betreffenden Gemeinschaftsindustrie durch die gedumpten Ein­
fuhren entstanden ist , als erheblich bezeichnet werden muss
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Unter diesen Umstanden erfordern die Interessen der Gemeinschaft , dass ein
endgültiger Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Phenol mit Ursprung in den
Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt wird , der wegen des Umfangs der
verursachten Schädigung den festgestellten Dumpingspannen entspricht und dass
die als Antidumpingzölle vorläufig einbehaltenen Beträge endgültig vereinnahmt
werden .
Vor der Einführung des vorläufigen Antidumpingzolls nahm die Gemeinschaft eine
von der Dow Chemical Company eingegangene Verpflichtung an . Es ist demnach an­
gebracht , die Einfuhren der von dieser Firma hergestellten und ausgeführten
Waren weiterhin von der Erhebung des Antidumpingzolls auszunehmen .
Die United States Steel Corporation hat sich inzwischen verpflichtet , ihre Aus­
fuhren nach der Gemeinschaft einzustellen . Die Kommission hält diese Verpflich­
tung für annehmbar . Es ist deshalb angemessen , die Einfuhren der von diesem
Unternehmen hergestellten und ausgeführten Waren von der Anwendung des Zolls
auszunehmen . Ein anderer amerikanischer Hersteller , die General Electric Co
( Massachussets ) , die niemals in die EWG ausführte , hat sich verpflichtet , in
Zukunft nicht zu einem Preis auszuführen, der unter dem zum Zeitpunkt der Aus­
fuhr geltenden Normalwert liegt . Die Kommission hält diese Verpflichtung für
annehmbar . Es ist demnach angebracht , die von dieser Firma hergestellten und
ausgeführten Waren in Zukunft von der Anwendung dieses Zolls auszunehmen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                  Artikel 1
1.    Auf Phenol der Tarifstelle ex 29.06 A I des Gemeinsamen Zolltarifs , die
der NIMEXE-Kennzi ffer ex 29.06-11 entspricht , mit Ursprung in den Vereinigten
Staaten von Amerika , wird ein endgültiger Antidumpingzoll erhoben .
2.    Dieser Zoll wird nicht erhoben auf Phenol , das von nachstehenden Firmen
hergestellt und ausgefuhrt wird : Dow Chemical Company , General Electric Company ,
Georgia Pacific Corporation, Shell Chemical Company und United States Steel
Corporation .
 ---pagebreak--- 3.    Der Zollsatz betragt unter Zugrundelegung des Zollwerts , der gemäss der
Verordnung ( EWG ) Nr . 1224 / 80 des Rates vom 28i Mai 1980 über den Zollwert der
Waren ( 1 ) festgesetzt wird , 14,1 % , ausgenommen für Ausfuhren der nachstehenden
Gesellschaften , für die folgender Zollsatz gilt :
- Allied Corporation              12,2 %
- ICC Industries Inc              10,5 />
- Monsanto Company                 6,5 A
4.    Für die Anwendung dieses Zolls sind die geltenden Zollbestimmungen mass-
geblich .
                                  Artikel 2
Die Beträge, die als vorläufiger Antidumpingzoll gemäss der Verordnung ( EWG )
Nr . 2017/ 81 einbehalten wurden , werden in Höhe der in Artikel 1 Ziffer 3 genann­
ten Sätze endgültig vereinnahmt .
                                  Artikel 3
Diese Verordnung tritt am Tage ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
in jedem Mitgliedstaat .
Brüssel , den                                   Fur der Rat