CELEX: 62017CA0694
Language: de
Date: 2019-05-02 00:00:00
Title: Rechtssache C-694/17: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 2. Mai 2019 (Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg — Luxemburg) — Pillar Securitisation Sàrl/Hildur Arnadottir (Vorlage zur Vorabentscheidung — Gerichtliche Zuständigkeit und Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen — Lugano-II-Übereinkommen — Art. 15 — Verbrauchervertrag — Zusammenhang mit der Richtlinie 2008/48/EG — Verbraucherkreditvertrag — Art. 2 und 3 — Begriffe „Verbraucher“ und „Geschäfte, auf die die Richtlinie Anwendung findet“ — Höchstbetrag des Kredits — Unerheblichkeit in Bezug auf Art. 15 des Lugano-II-Übereinkommens)

1.7.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 220/5
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 2. Mai 2019 (Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg — Luxemburg) — Pillar Securitisation Sàrl/Hildur Arnadottir
      (Rechtssache C-694/17) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Gerichtliche Zuständigkeit und Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen - Lugano-II-Übereinkommen - Art. 15 - Verbrauchervertrag - Zusammenhang mit der Richtlinie 2008/48/EG - Verbraucherkreditvertrag - Art. 2 und 3 - Begriffe „Verbraucher“ und „Geschäfte, auf die die Richtlinie Anwendung findet“ - Höchstbetrag des Kredits - Unerheblichkeit in Bezug auf Art. 15 des Lugano-II-Übereinkommens)
      (2019/C 220/06)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Pillar Securitisation Sàrl
      
         Beklagte: Hildur Arnadottir
      
         Tenor
      
      Art. 15 des am 30. Oktober 2007 unterzeichneten Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, das im Namen der Gemeinschaft durch den Beschluss 2009/430/EG des Rates vom 27. November 2008 genehmigt wurde, ist dahin auszulegen, dass für die Bestimmung, ob ein Kreditvertrag ein Kreditvertrag ist, der vor einem Verbraucher im Sinne dieses Art. 15 geschlossen wurde, nicht zu prüfen ist, ob er in dem Sinne in den Geltungsbereich der Richtlinie 2008/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2008 über Verbraucherkreditverträge und zur Aufhebung der Richtlinie 87/102/EWG des Rates fällt, dass der Gesamtbetrag des in Rede stehenden Kredits die in Art. 2 Abs. 2 Buchst. c dieser Richtlinie festgelegte Obergrenze nicht überschreitet, und dass es insoweit nicht von Bedeutung ist, dass die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften zur Umsetzung dieser Richtlinie keine höhere Obergrenze vorsehen.
      
         (1)  ABl. C 63 vom 19.2.2018.