CELEX: 52000PC0758
Language: de
Date: 2000-11-24
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten, die mit Wirkung vom 1. Juli 2000 auf die Dienstbezüge der Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern anwendbar sind

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52000PC0758

Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten, die mit Wirkung vom 1. Juli 2000 auf die Dienstbezüge der Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern anwendbar sind  /* KOM/2000/0758 endg. */  

Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten, die mit Wirkung vom 1. Juli 2000 auf die Dienstbezüge der Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern anwendbar sind(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGI. Mit Verordnung Nr. 3019/87 vom 5. Oktober 1987 wurde das Statut durch Hinzufügung eines Anhangs X mit Sondervorschriften für die Beamten der Europäischen Gemeinschaften, die in einem Drittland Dienst tun, geändert. Insbesondere wurde ein spezifisches Besoldungssystem eingeführt; die Artikel 11, 12 und 13 des neuen Anhangs enthalten Bestimmungen über die Dienstbezüge der in diesen Ländern diensttuenden Beamten. Danach werden die Dienstbezüge in belgischen Franken in Belgien ausgezahlt, können aber auch - ganz oder teilweise - in der Währung des Landes der dienstlichen Verwendung ausgezahlt werden.In diesem Fall wird ein Berichtigungskoeffizient auf den in Landeswährung ausgezahlten Teil der Dienstbezüge angewandt. Gemäß Artikel 13 des Anhangs X hat der Rat der Europäischen Union alle sechs Monate die in Drittländern geltenden Berichtigungskoeffizienten festzusetzen.Gegenstand des vorliegenden Vorschlags ist die Festsetzung der mit Wirkung vom 1. Juli 2000 in Drittländern geltenden Berichtigungskoeffizienten. Die haushaltsmäßigen Auswirkungen fallen gegenüber dem globalen Verwaltungsetat der Delegationen praktisch nicht ins Gewicht.II. Mit Verordnung (EWG, Euratom, EGKS) Nr. 2175/88 vom 18. Juli 1988 hat der Rat der Europäischen Union erstmals Berichtigungskoeffizienten festgesetzt, die ab dem 10. Oktober 1987 anwendbar waren. Anschließend wurden die Berichtigungskoeffizienten vom Rat der Europäischen Union alle sechs Monate festgesetzt, zuletzt mit Verordnung Nr. 1967/2000 vom 15. September 2000, die am 1. Januar 2000 in Kraft getreten ist.Das Besoldungssystem für die Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern beruht auf dem Grundsatz der Kaufkraftäquivalenz der den bei den Delegationen diensttuenden Beamten in Landeswährung ausgezahlten Dienstbezüge gegenüber Brüssel.Die Anwendung dieses Grundsatzes erfolgt unter Zugrundelegung der vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (SAEG) ermittelten Kaufkraftparitäten. Der Berichtigungskoeffizient ist der Faktor, der sich aus der Division der Kaufkraftparität durch den Wechselkurs ergibt. Die Hauptarbeit bei der Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten besteht also darin, Kaufkraftparitäten zwischen den einzelnen Dienstorten und Brüssel zu berechnen.Zugrunde gelegt wurden die Buchführungs-Wechselkurse vom Juni 2000.Tabelle A enthält für jedes Land der dienstlichen Verwendung jeweils die vom SAEG für den Monat Juli 2000 berechnete Kaufkraftparität, den zugrundegelegten Wechselkurs und den sich daraus ergebenden, zum 1. Juli 2000 anwendbaren Berichtigungskoeffizienten.Tabelle B ist für jedes Land der dienstlichen Verwendung die prozentuale Entwicklung der in Tabelle A wiedergegebenen Zahlen gegenüber dem vorhergehenden Halbjahr zu entnehmen.ANHANGTABELLE A>PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANGTABELLE B>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten,  die mit Wirkung vom 1. Juli 2000 auf die Dienstbezüge der Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern anwendbar sindDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf das Statut der Beamten der Europäischen Gemeinschaften und die Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten dieser Gemeinschaften, festgelegt durch die Verordnung (EWG, Euratom, EGKS) Nr. 259/68 [1], zuletzt geändert durch die Verordnung (EG, Euratom, EGKS) Nr. 2700/1999 [2], insbesondere auf Artikel 13 Absatz 1 des Anhangs X,[1]  ABl.  L 56 vom 4.3.1968, S. 1.[2]  ABl.  L 327 vom 21.12.1999, S. 1.auf Vorschlag der Kommission,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Es ist angezeigt, der Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Drittländern Rechnung zu tragen und folglich die Berichtigungskoeffizienten, die auf die in der Währung des Landes der dienstlichen Verwendung ausgezahlten Dienstbezüge der in Drittländern diensttuenden Beamten anwendbar sind, mit Wirkung vom 1. Juli 2000 festzusetzen.(2) Gemäß Anhang X zum Statut setzt der Rat alle sechs Monate die Berichtigungskoeffizienten fest; er hat folglich für die nächsten Halbjahre neue Berichtigungskoeffizienten festzusetzen.(3) Die Berichtigungskoeffizienten für den Zeitraum ab 1. Juli 2000, die auf der Grundlage einer vorhergehenden Verordnung gezahlt worden sind, könnten rückwirkende Anpassungen der Dienstbezüge (nach oben oder unten) zur Folge haben.(4) Im Falle einer Erhöhung der Dienstbezüge aufgrund der Berichtigungskoeffizienten ist eine Nachzahlung vorzusehen.(5)  Im Falle einer Senkung der Dienstbezüge aufgrund der Berichtigungskoeffizienten ist eine Rückforderung des zuviel gezahlten Betrages für den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2000 und dem Zeitpunkt des Beschlusses des Rates über die Festsetzung der ab 1. Juli 2000 anwendbaren Berichtigungskoeffizienten vorzusehen.(6) Im Interesse der Übereinstimmung mit der Anwendung der innerhalb der Gemeinschaft für die Dienst- und Versorgungsbezüge der Beamten und sonstigen Bediensteten der Europäischen Gemeinschaften geltenden Berichtigungskoeffizienten ist jedoch vorzusehen, daß eine etwaige Rückforderung sich nur auf einen Zeitraum von höchstens sechs Monaten vor dem Beschluß über die Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten beziehen und die Wiedereinziehung in einem Zeitraum von höchstens zwölf Monaten nach dem Zeitpunkt dieses Beschlusses erfolgen kann -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Mit Wirkung vom 1. Juli 2000 gelten für die in der Währung des Landes der dienstlichen Verwendung ausgezahlten Dienstbezüge die im Anhang festgesetzten Berichtigungskoeffizienten.Für die Berechnung der Dienstbezüge werden die für die Ausführung des Gesamthaushaltsplans der Europäischen Union verwendeten Wechselkurse des Monats, der dem in Absatz 1 genannten Zeitpunkt vorausgeht, zugrunde gelegt.Artikel 2Gemäß Artikel 13 Absatz 1 des Anhangs X des Statut setzt der Rat alle sechs Monate die Berichtigungskoeffizienten fest. Er wird folglich neue Berichtigungskoeffizienten mit Wirkung vom 1. Januar 2001 festzusetzen.Im Falle einer Erhöhung der Dienstbezüge aufgrund der Berichtigungskoeffizienten nehmen die Organe rückwirkende Zahlungen vor.Im Falle einer Senkung der Dienstbezüge aufgrund der Berichtigungskoeffizienten nehmen die Organe rückwirkende Anpassungen der Dienstbezüge nach unten für den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2000 und dem Zeitpunkt des Beschlusses des Rates über die Festsetzung der ab 1. Juli 2000 anwendbaren Berichtigungskoeffizienten vor.Diese rückwirkenden Anpassungen, die eine Rückforderung des zuviel gezahlten Betrags mit sich bringen, können sich jedoch nur auf einen Zeitraum von höchstens sechs Monaten vor dem Beschluß über die Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten beziehen; die Wiedereinziehung kann in einem Zeitraum von höchstens zwölf Monaten nach dem Zeitpunkt dieses Beschlusses erfolgen.Artikel 3Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am [...]Im Namen des RatesDer Präsident[...]ANHANG>PLATZ FÜR EINE TABELLE>FINANZBOGEN1. BEZEICHNUNG DER MASSNAHMEVorschlag für eine Verordnung des Rates zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten, die mit Wirkung vom 1. Juli 2000 auf die Dienstbezüge der Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern anwendbar sind2. HAUSHALTSLINIEA 60003. RECHTSGRUNDLAGEArtikel 12 und 13 des Anhangs X zum Statut4. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN4.1 Vorläufiger Betrag der Ist-Ausgaben EUR 84 143 000  für 2000 (EUR 7 011 917 per Monat) (1)4.2 Geschätzte Auswirkungen der Berichtigungs-  koeffizienten vom Juli 2000 + EUR 26 757 (2)4.3 Geschätzte Halbjahresausgaben [(2) x 6] + EUR 160 5414.4 Auswirkungen gegenüber dem vorläufigen  Betrag der Ist-Ausgaben [(2) : 1] + 0,38159%Die finanziellen Auswirkungen der allmonatlich von der Europäischen Kommission festgesetzten zwischenzeitlichen Berichtigungskoeffizienten sind hierbei nicht berücksichtigt.