CELEX: 51991PC0001
Language: de
Date: 1991-01-21
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG ( EWG ) DES RATES UEBER DAS FUNKNAVIGATIONSSYSTEM LORAN-C

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                     K0M(91) 1 endg.
                                     Brüssel, den 21. Januar 1991
                    Vorschlag für eine
               ENTSCHEIDUNG (EWG) DES RATES
          über das Funknavigationssystem Loran-C
              (von der Kommission vorgelegt)
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     i. Einführung
    Die Gemeinschaft ist bestrebt, den Sicherheitsstandard im Seeverkehr im
    allgemeinen und in europäischen Gewässern im besonderen zu verbessern.
    Bei der Aufstellung weltweit gültiger Sicherheitsvorschriften wird die
    bedeutsame Rolle der internationalen Organisationen, z.B. der
     Internationalen Seeschiffahrtsorganisation, zwar durchaus anerkannt,
    doch kann im Tätigkeitsbereich des europäischen Seeverkehrsgewerbes am
    günstigsten die Europäische Gemeinschaft selbst gezielte Maßnahmen
    ergreifen. Zur Gewährleistung der Navigationssicherheit in Europa und
    in den angrenzenden Gebieten befassen wir uns zur Zeit u.a. mit der
    Entwicklung und Verbesserung der Navigationshilfen.
    Obwohl die Kommission ihre Ansichten zur Sicherheit im Seeverkehr erst
    später umfassend darlegen möchte, erfordern es Jüngste Entwicklungen.
    bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf die Frage der Funknavigationshilfen
    einzugehen.
(2)
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 I I. FunknavloatlonshI I fen
 Im Internationalen Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf
See (SOLAS 1974) heißt es im Kapaitel V "Sicherung der Seefahrt" in
Regel 14 über Navigationshilfen, daß sich die Vertragsregierungen
verpflichten, die Einrichtung und Unterhaltung derjenigen
Navigationshilfen sicherzustellen, die nach ihrer Ansicht durch den
Umfang des Verkehrs und das Ausmaß der Gefahren gerechtfertigt sind. In
europäischen Gewässern, insbesondere in küstennahen Bereichen, gelten
Funknavigationshilfen seit langem als ein wichtiger Bestandteil der
Vorkehrungen, die in Erfüllung der obengenannten Verpflichtung zur
Gewährleistung der Sicherheit im Seeverkehr getroffen werden.
Ergänzt werden die Funknavigationshilfen durch visuelle Hilfen in Form
von Leuchtfeuern und Bojen, die vor Ort zur Kennzeichnung von
Gefahrenstellen und Fahrrinnen sowie zur visuellen Bestätigung der
Position eines Schiffs auch weiterhin erforderlich sein werden, in dem
Maße, wie die technologische Entwicklung voranschreitet, wird jedoch
auch die Auswahl an elektronischen Navigationshilfen größer.
Die bestehenden Funkortungssysteme lassen sich in Satelliten- und in
 landgestützte Systeme gliedern. Eine weitere Unterteilung ist aufgrund
der Reichweiten, vom rein lokalen bis zum weltweiten Bedeckungsbereich.
möglich.
Die zwei weltumspannenden Satellitensysteme, für deren zivile Anwendung
eine Genauigkeit von 100 m angestrebt wird und die Mitte der neunziger
Jahre einsatzbereit sein dürften, sind das Global Positioning System
(GPS) der USA und das Global Navigation Satellite System (GLONASS) der
UdSSR.
Da sich die beiden Systeme ähneln, ist es theoretisch möglich, mit
einem Empfangsgerät beide Systeme zu benutzen. Beides sind leider
militärische Systeme. Viele Gremien innerhalb der Internationalen
Seeschiffahrtsorganisation haben Bedenken, eines davon zum weltweiten
zivilen Navigationssystem zu machen. Im Federal Radionavigation Plan
der USA heißt es, daß die GPS-Signale jederzeit zum Nutzen der
Navigationssicherheit zur Verfügung stehen werden; ausgenommen sind
nationale Notsituationen, in denen nur die Funknavigationssignale von
nationalem Interesse verfügbar sein werden. Die Jüngste Vergangenheit
hat gezeigt, daß trotz der weltpolitischen Entspannung regionale
Konflikte nicht ausgeschlossen sind. Die Abhängigkeit von einem
einzigen System könnte deshalb bedeuten, daß die Benutzer zu bestimmten
Zeiten ohne Funknavigation auskommen müssen. Außerdem ist ungewiß, ob
die Satellitensysteme nicht in Zukunft gebührenpflichtig werden.
An zivilen weltumspannenden Satellitensystemen, die von der
europäischen Industrie entwickelt und von der Europäischen
Weltraumorganisation finanziert werden, sind das GRANAS (Global
Radionavigation System) und das NAVSAT zu nennen, deren Einsatzziele
ähnlich denen des GPS sind. Sie befinden sich noch in der
Planungsphase.
Technische Einzelheiten siehe Anhang B 1.
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Die Satellitensysteme werden eine dreidimensionale Positionsbestimmung
ermöglichen. Je nachdem, ob der Benutzer sich bewegt oder nicht, bieten
sie eine Genauigkeit von 2,40 m bis 24 m, im zivilen Einsatz liegt die
Genauigkeit jedoch bei etwa 100 m.
Von den landgestützten Funknavigationssystemen eignen sich das OMEGA-,
das DECCA-Navigator- und das LORAN-C-System für die allgemeine
NavigatIon.
Mit dem OMEGA-Verfahren läßt sich die Position mit begrenzter
Genauigkeit ermitteln. Es eignet sich nur für die allgemeine Navigation
auf Schiffsrouten auf hoher See und für Luftfahrzeuge. Im Luftverkehr
dürfte es durch das GPS abgelöst, im Seeverkehr hingegen noch bis zur
Jahrhundertwende beibehalten werden.
Technische Einzelheiten des DECCA-Systems, siehe Anhang B1. Der
Uberdeckungsgrad des DECCA-Systems ist um die britischen Inseln
befriedigend und in Westeuropa zwischen Norwegen und dem Ärmelkanal
sowie einem Teil der Ostsee hoch. Das System steht außerdem für die
Gewässer rund um die Iberische Halbinsel, Australien, Japan. Südafrika.
 Indien und im Persischen Golf zur Verfügung. Es wird von 140.000
Benutzern weltweit ausgegangen, die meisten davon in Europa. Etwa
80.000, bis Ende 1989 sogar 90.000 Empfänger befinden sich an Bord von
Schiffen, die drei Ketten des Vereinigten Königreichs benutzen.
Auch das L0RAN-C-System ist ein landgestütztes Hyperbelfunk-
ortungssystem. Es beruht auf der Messung der Phasendifferenz von
synchron ausgestrahlten Frequenzen, wobei die Sender mehrere 100 km
voneinander entfernt stehen. Weitere Einzelheiten, siehe Anhänge B1 und
B2.
Das System war ursprünglich für die Erfordernisse der US-amerikanischen
Verteidigung ausgelegt, kann inzwischen aber in weiten Teilen der
nördlichen Halbkugel auch von zivilen Nautikern mit einem handels-
üblichen Empfänger benutzt werden. Neben den 14 L0RAN-C-Ketten, die in
der ganzen Welt von der US-Coastguard betrieben werden, gibt es L0RAN-
C-Ketten auch in Frankreich, Ägypten, Saudi-Arabien, China, Indien und
Korea. Die Sowjetunion hat ein ähnliches Funknavigationssystem mit der
Bezeichnung Chayka.
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 m.    internationale Entwicklungen
 Die US-Coastguard hat angekündigt, daß sie Ende 1994 die Finanzierung
 und Besetzung sämtlicher LORAN-C-StatIonen außerhalb der USA einstellen
 wolle. Sie hat zugleich angeboten, die Ausrüstung der LORAN-C-StatIonen
 ganz oder teilweise an die Gastnationen zu übergeben, sofern für diese
 Anlagen kein Eigenbedarf mehr besteht.
 Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Dänemark, der Bundesrepublik
 Deutschland, Frankreich, Irland, Island, Kanada, Norwegen und den USA
 sowie der IALA (Internationaler Verband der Seezeichenverwaltungen) hat
 1983 Beratungen über die Zukunft von LORAN-C aufgenommen.
 1985 hat Frankreich auf eigene Kosten eine LORAN-C-Kette mit zwei
Stationen aufgebaut.
Seit 1. Januar 1987 hat die RACAL DECCA Company die Zuständigkeit für
die DECCA-Navlgator-Ketten In Großbritannien und Irland an die
SeezeIchenverwaItungen abgegeben.
Eine Funknavigationskonferenz der IALA Im März 1987 endete mit sieben
Beschlüssen zu LORAN-C. Der wichtigste davon war zweifellos die
Verständigung zwischen Dänemark, der Bundesrepublik Deutschland,
Frankreich, Irland, den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten
Königreich, in direkte Verhandlungen miteinander zu treten und darin
die Möglichkeit einer Ausdehnung der LORAN-C-ReIchweite in
Nordwesteuropa zu prüfen. Die Konferenz gelangte ferner zu der
Schlußfolgerung, daß landgestützte Funknavigationssysteme in bestimmten
nationalen und regionalen Bereichen vorläufig auch nach der Einführung
neuer satellitengestützter Navigationssysteme aufrechterhalten werden
sol I ten.
Ein weiteres Ergebnis der Konferenz bestand darin, daß die IALA die
Möglichkeit we Iterver folgen wird, die LORAN-C-Reichweite entlang der
 Iberischen Halbinsel und im Mittelmeer auszudehnen, bis die
betreffenden Regierungen selbst direkte Verhandlungen miteinander
aufnehmen können.
Die Gespräche zwischen den Mittelmeerländern im Rahmen der IALA und mit
Beteiligung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften begannen
1989; dabei wurde die Notwendigkeit untersucht, LORAN-C im
Mittelmeergebiet beizubehalten oder gar auszudehnen.
1989 unterzeichneten die USA und die UdSSR ein Abkommen für ein
gemeinsames LORAN-C/CHAYKA-Funknavigatlonssystem zur Verbesserung der
Schiffs- und Flugnavigation im nördlichen Pazifik und im Bering-Meer.
Aus technischen und Kostengründen hat das Vereinigte Königreich im
April 1990 grundsätzlich beschlossen, dem internationalen zivilen
LORAN-C-System beizutreten, das gegenwärtig für Nordwesteuropa und den
nördlichen Atlantik vorgeschlagen wird. Die Umsetzung dieser
Entscheidung hängt davon ab, ob mit den anderen beteiligten Staaten bis
Anfang bzw. Mitte 1991 eine befriedigende internationale Vereinbarung
erreicht werden kann und ob das neue LORAN-C-System bis Ende 1993
installiert und betriebsbereit ist. Der bestehende Vertrag für das
britische DECCA-Navigatlonssystem läuft noch bis Februar 1997.
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Im Mai 1990 haben die französische, die portugiesische und die
spanische Regierung Expertengespräche über die Einrichtung einer L0RAN-
C-Kette für den Atlantik mit genügender Reichweite zur Verbindung der
Mittelmeer- und der Nordatlantikkette aufgenommen.
Im September 1990 führte die IALA in Tokio den Vorsitz in einer Sitzung
zwischen Japan, der UdSSR, China und der Republik Korea, um zwischen
diesen Ländern eine Zusammenarbeit beim Betrieb von LORAN-C
anzustreben.
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 IV. VORTEILE UND MÖGLICHKEITEN VON LORAN-C
Die Genauigkeit von Loran-C genügt den Erfordernissen des Nautikers und
den Auflagen des IMO-Beschlusses A 529 (13); seine Genauigkeit ist
mindestens ebenso hoch, häufig sogar höher als die des bestehenden
DECCA-Systems.
Die vorhandenen und die geplanten neuen Loran-C-Stationen vereinfachen
den kurzfristigen Aufbau eines europäischen Netzes.
Die kostenlose Übernahme bestehender Anlagen bietet eindeutige
Kostenvorte I le ; darüber hinaus gilt Loran-C Im Vergleich zum jetzigen
DECCA-System als erheblich kostengünstiger.
Die Reichweite von Loran-C kann ohne größere Schwierigkelten auf ganz
Europa und die angrenzenden Gewässer ausgedehnt werden. Mittels
bestehender Vorhaben werden sich auch "blinde" Funknavigationsbereiche
(insbesondere in den Gewässern rund um Irland und im Golf von Biscaya)
abdecken lassen, was mit dem heutigen DECCA-System nicht möglich ist.
Zudem wird eine Zusammenarbeit mit den sowjetischen Chayka-Ketten
mögt ich sein.
Die bestehenden Loran-C-Seekarten würden weiterhin gelten, so daß den
Nautikern Aufwand und Kosten kaum entstünden.
Das Loran-C-System hat sich Im Betrieb als ausreichend zuverlässig
erwiesen, was für den Nautiker von entscheidender Bedeutung ist.
Die Loran-C-Technologie Ist bereits ausgereift, die Sende-Empfangs-
Geräte sind im Handel erhältlich. Das Angebot umfaßt eine Vielzahl von
Empfängertypen ohne restriktive Systempatente. Bei einer Ausdehnung des
Systems besteht dadurch erheblicher Spielraum für eine Senkung der
Stückkosten und damit auch der Verkaufspreise der Empfänger.
Es bestehen Zweifel an der dauerhaften Verfügbarkeit mit der im
wesentlichen militärischen Satellitensysteme; Loran-C wäre da eine
 landgestützte zivile Alternative unter der Kontrolle der an einem
Vertrag beteiligten Regierungen.
Die Kettenkonfiguration von Loran-C erleichtert die schrittweise
Implementierung, je nach erwarteter Verkehrszunahme und je nach Nutzen
im Bedeckungsbereich.
Da unbegrenzt viele Empfänger das Loran-C-System gleichzeitig benutzen
können, werden auch künftig keine Kapazitätsprobleme auftreten.
Die Anwendungen von Loran-C sind nicht auf den Seeverkehr beschränkt;
es kann auch im Land- und im Luftverkehr eingesetzt werden. In den USA
hat sich die Zahl der Anwender aus der Zivilluftfahrt in den
vergangenen Jahren deutlich erhöht. Dort sind neue Stationen errichtet
worden, um das Festland komplett abzudecken.
Der kombinierte Einsatz von Satelliten- und Loran-C-Navigation wird für
den höchstmöglichen Grad an Systemkontrolle und an Kontinuität der
Funknavigationsbedeckung zum Nutzen der Sicherheit im Seeverkehr und
des Umweltschutzes bieten.
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 V.  Stand der Beratungen auf Internationaler Ebene
 1.  Nordwesteuropakette
 Die Reglerungsvertreter von Dänemark, der Bundesrepublik Deutschland,
 Frankreich, Irland, Island, Kanada, Norwegen und dem Vereinigten
Königreich, Mitglieder der Loran-C Policy Group, werden bis Jahresende
eine Vereinbarung ausarbeiten, die auf dem Bericht der Policy Group
beruht. Seit Juli 1990 hat die EG-Kommisslon als Beobachter an den
Treffen dieser Gruppe teilgenommen.
Die In der Loran-C Policy Group vertretenen Regierungen sollen
aufgefordert werden, für Nordwesteuropa und den Nordatlantik ein Loran-
C-System aufzubauen, über die Systemkonfiguration (Anhang B2) und die
technischen Anforderungen an das System (Anhang B3) ist bereits
Einigkeit erzielt worden.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Benelux-Länder nach dem derzeitigen
Stand der Gespräche nicht an der Übereinkunft beteiligt sein werden.
Die Niederlande arbeiteten anfänglich in der Policy Group mit,
beschlossen dann aber, sich nicht an der Übereinkunft zu beteiligen.
Grund hierfür ist, daß die zwei DECCA-Navlgator-Ketten, die von den
niederländischen Verwaltungen kontrolliert werden, den Erfordernissen
des Seeverkehrs in den niederländischen Küstengewässern noch genügen.
Anders als alle übrigen beteiligten Mitgliedstaaten sind die
Niederlande der Ansicht, daß die Einführung von Loran-C für die
niederländischen Küstengewässer ein überflüssiger Zwischenschritt vor
dem weitweiten Übergang von landgestützten auf satellitengestützte
Navigationssysteme wäre.
Dänemark hat bereits zugestimmt, die Loran-C-StatIonen in Ejde und
Anglssoq aufrechtzuerhalten, kann eine definitive Entscheidung über
seine Teilnahme an der endgültigen Übereinkunft Jedoch nicht vor
Jahresende treffen. Die Policy Group ist entschlossen, die Übereinkunft
bis Jahresende unter Dach und Fach zu bringen, selbst wenn die
Niederlande oder Dänemark nicht daran teilnehmen.
Die Bundesrepublik Deutschland befürwortet die Nordwesteuropakette.
Deutlich wird dies an der Einbeziehung der Station auf Sylt in die
Kette. Die Bundesrepublik ist außerdem bereit, eine Verbesserung des
Loran-C-Systems in der Ostsee mit möglichen neuen Stationen im Ostteil
des Landes oder in Polen zu unterstützen. Die Internationale
Fernmeldeunion ist bereits ersucht worden, einer Osteuropakette
Frequenzen zuzuteilen. Die Sowjetunion ist zur Zusammenarbeit bereit.
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     Irland, Island und das Vereinigte Königreich befürworten eine
    Übereinkunft mit einem möglichst großen Bedeckungsbereich. Das
    Vereinigte Königreich hat betont, daß eine akzeptable Internationale
    Übereinkunft über Loran-C Voraussetzung für den Übergang vom DECCA- zum
    Loran-C-System in Großbritannien wäre.
    Frankreich ist bereit, seine beiden aus eigenen Mitteln gebauten
    Stationen in das System einzubringen. Auch Frankreich befürwortet eine
    Kette mit möglichst großer Reichweite, damit die Verbindung zur
    geplanten Atlantikkette gewährleistet ist.
    Kanada beteiligt sich an der Kette wegen seines Interesses an der
    Loran-C-StatIon in Angissoq, die zugleich Teil der Labrador-Kette ist.
    Es sei nochmals unterstrichen, daß die Entscheidung der Niederlande
    oder Dänemarks, nicht an einer Übereinkunft teilzunehmen, Konfiguration
    und Bedeckungsbereich der geplanten Nordwesteuropakette wahrscheinlich
    nicht beeinflussen würden. Die Überprüfung der
    Kostenaufteilungsvereinbarung könnte allerdings Änderungen bei
    bestimmten technischen Merkmalen, etwa der Sendeleistung der Stationen,
    mit sich bringen.
    Die Übereinkunft soll in der Januarsitzung der Policy-Group endgültig
    ausgearbeitet werden.
    Ple MittelTneerKette
    Auf Veranlassung IALA sind seit Januar 1989 Vertreter der
    Mittelmeerländer Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Portugal,
    Algerien und Ägypten sowie der US-Coast Guard und der EG-Kommission
    zusammengekommen, um eine ähnliche Übereinkunft wie die Nordwesteuropa-
    übereinkunft auszuarbeiten.
     In dieser Mittelmeer-Arbeltsgruppe herrscht allgemein Einigkeit
    darüber, die bestehenden Loran-C-Stationen in Italien und Spanien sowie
    die bestehende Funkbedeckung Im Mittelmeer auch nach dem Rückzug der
    US-Coast Guard im Jahre 1994 zum Nutzen von Handelsschiffen,
    Fischereifahrzeugen, Wassersportfahrzeugen und hydrographischen
    Erhebungen aufrechtzuerhalten. In der letzten Sitzung in Paris wurde
    bekräftigt, daß ein landgestütztes Navigationssystem für das Mittelmeer
    erforderlich und das einzige geeignete System sei, das ein Maximum an
    Betriebsanforderungen mit einem Minimum an Kostenaufwand erfüllt.
    Ein von Italien koordinierter Unterausschuß wird die technischen und
    administrativen Fragen Im Zusammenhang mit den bestehenden Loran-C-
    Stat ionen untersuchen.
    Um einen Überdeckungsgrad zu erzielen, der ebensogut wie oder sogar
    besser als der der Jetzigen Kette ist, muß unbedingt ein neuer Standort
    für die Station in Kargaburun gefunden werden, wenn die türkische
    Regierung bei ihrer Weigerung bleibt, diese Station der US-Coast Guard
    zu übernehmen. Eine Lösung wäre der Neubau einer Station auf
    griechischem Hoheitsgebiet. Ziel der Gruppe ist es, so bald wie möglich
    eine gemeinsame Absichtserklärung über eine Loran-C-Mitteimeerkette zu
    ermöglichen, wobei 1994 als Datum für die Einsatzbereitschaft
    anzustreben wäre.
(3)
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Die Iberische (Atlantik-) Kette
Die französischen, spanischen und portugiesischen Vertreter in der
Loran-C-Mittelmeergruppe bekräftigten ihre Absicht, die Loran-C-
Bedeckung in den Atlantischen Ozean, einschließlich der Azoren und der
Kanarischen Inseln, auszudehnen und im südwestlichen Mittelmeer zu
verbessern.
Hierzu haben Sachverständige dieser Länder im Mai 1990 erste Gespräche
in Madrid aufgenommen. Angestrebt wird eine Übereinkunft über die
Konfiguration und die technischen Spezifikationen der Kette, damit eine
Verbindung zwischen der Nordwesteuropa- und der Mittelmeerkette
gewährleistet Ist.
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VI. Das Interesse der Gemeinschaft an der Loran-C-Kette
Die an den Loran-C-PolIcy Groups für Nordwesteuropa und das Mittelmeer
beteiligten Länder halten es für ratsam, ein einziges landgestütztes
Funknavigationssystem für Nordeuropa, den Atlantik und das Mittelmeer
anzustreben.
Unbeschadet der Weiterentwicklung der satellitengestützten
Navigationssysteme unterstützt die Kommission den Aufbau eines
europäischen aus drei regionalen Ketten bestehenden Loran-C-Systems.
Anhang B4 zeigt, wie eine solche europäische Kette aussehen könnte.
Angesichts der Ergebnisse der Gespräche über eine Nordwesteuropa-Kette
und den Plänen der Mittelmeerländer bezüglich einer Mittelmeer- und
einer iberischen Kette befürwortet die Kommission den Aufbau regionaler
Ketten mit größtmöglichen Reichweiten.
Da die Sicherheit fester Bestandteil der gemeinsamen Verkehrspolitik
 ist, hat die Gemeinschaft die Aufgabe, auch auf dem Gebiet der
Sicherheit Im Seeverkehr Initiativen zu ergreifen, um insbesondere den
hohen Sicherheitsstandard zu wahren. Nach den im Vertrag vorgegebenen
Zielen muß die Kommission bei Ihren Vorschlägen an den Rat von einem
hohen Schutzniveau ausgehen.
Funknavigationsanlagen dienen der Sicherheit im Seeverkehr. Der
ersatz lose Wegfall zuverlässiger und genauer Systeme würde das
Sicherheitsniveau im Seeverkehr in gemeinschaftlichen Gewässern
beeinträchtigen. Der Aufbau regionaler Loran-C-Ketten ist, nur für die
nahe Zukunft, eine geeignete Alternative zu den bestehenden
 landgestützten Systemen, die allmählich auslaufen. Hierdurch läßt sich
die Genauigkeit der Funkortung verbessern. In der Zu<unft wird Loran-C
als ein wichtiges und wirtschaftliches Verifikationssystem zu den
satellitengestützten Navigationshilfen in großem Umfang zur
Verbesserung der Sicherheit im europäischen Seeverkehr beitragen.
Da Loran-C ein genau arbeitendes Funkortungssystem ist, das in der
allernächsten Zukunft auf europäischer Ebene entwickelt werden kann,
schlägt die Kommission dem Rat zwecks Aufrechterhaltung und weiterer
Verbesserung des hohen Sicherheitsstandards Im europäischen Seeverkehr
vor, daß dieser den Aufbau regionaler Loran-C-Ketten in Europa
unterstützt. Deren Betrieb wird entscheidend zur Erhaltung und zum
Schutz der Meeresumwelt beitragen.
Damit die in Europa auf regionaler Ebene geplanten oder bereits
eingeführten Navigationshilfen miteinander kompatibel sind, ist es
wichtig, daß die Kommission entsprechende Schritte unternimmt.
Tritt eine der beteiligten Parteien von der angestrebten Übereinkunft
zurück, so gefährdet dies die Entwicklung des europäischen Netzes
erheblich.
Nachdem sich die USA und die UdSSR über Loran-C bereits verständigt
haben, wäre die nördliche Halbkugel durch den Aufbau einer europäischen
Lora;-i-C-Kette vollständig abgedeckt.
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Sobald das europäische Interesse an den Loran-C-Ketten anerkannt worden
 ist, wird es darum gehen müssen, die Genauigkeit des Systems zu
verbessern und mit Blick auf künftige Entwicklungen bei
satellitengestützten Systemen die geeignetsten Empfänger zu entwickeln.
Damit die diesbezüglichen Untersuchungen anlaufen können, müßte der
Kommission ein Mandat erteilt werden.
Angesichts der Entscheidung einiger Mitgliedstaaten, den Betrieb des
DECCA-Systems einzustellen, müssen geeignete Lösungen gefunden werden,
um den Übergang zu einem anderen Funknavigationssystem zu möglichst
geringen Kosten für die Benutzer sicherzustellen.
Mit Unterstützung des Rates ist die Kommission bereit, diesbezügliche
Untersuchungen einzuleiten.
Aus all diesen Gründen besteht jetzt die einmalige Chance, ein
kostengünstiges Funknavigationssystem für die europäischen Gewässer
einzuführen und damit die Sicherheit im Seeverkehr sowie den Schutz der
Meeresumwelt zu verbessern. Diese Gelegenheit sollte nicht ungenutzt
vorübergehen. Die Kommission schlägt dem Rat die baldestmögliche
Annahme der Entschließung in Anhang A vor.
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                            VORSCHLAG FÜR EINE
                          ENTSCHEIDUNG DES RATES
                 ÜBER DAS FUNKNAVIGATIONSSYSTEM LORAN-C
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsge-
meinschaft, insbesondere auf Artikel 84 Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
in Erwägung nachstehender Gründe:
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 Die   Internationale Seeschiffahrtsorganisation     (IMO) fordert    von den
 Vertragsparteien des SOLAS-Ubereinkommens, die Einrichtung und Unter-
 haltung derjenigen    Navigationshilfen sicherzustellen, die durch       den
 Umfang des Verkehrs und das Ausmaß der Gefahren gerechtfertigt sind.
 Die Gemeinschaft    ist bestrebt, ein Höchstmaß an Sicherheit        im See-
 verkehr und an Schutz der Meeresumwelt zu gewährleisten.
 Die Coastguard der Vereinigten Staaten von Amerika         hat beschlossen,
 ihren LORAN-C-Verpf I ichtungen außerhalb der USA nur noch bis Ende 1993
 nachzukommen, und außerdem angekündigt, die LORAN-C-AnIagen den Jewei-
 ligen Gastländern überlassen zu wollen.
Der Internationale Verband der Seezeichenverwaltungen (IALA) vertritt
die   Ansicht,   daß  ein   landgestütztes  Funknavigationssystem    für  die
Zwecke der Navigation im Seeverkehr erforderlich ist.
Einige    Mitgliedstaaten   beabsichtigen,  sich  an   einer   oder  mehreren
regionalen Übereinkünften zur Errichtung von LORAN-C-Ketten für Nord-
westeuropa und den nördlichen Atlantik, das Mittelmeer, die Iberische
Halbinsel und die Ostsee zu beteiligen.
Das LORAN-C-System genügt den internationalen Anforderungen, und sein
vermehrter    Einsatz   ist   der  Weiterentwicklung    satellitengestützter
Navigationshilfen nicht     abträglich. Die Kombination      aus  satelliten-
gestütztem und LORAN-C-System wird ein Höchstmaß an Systemkontrolle und
Kontinuität bei der Funknavigationsbedeckung zum Nutzen der Sicherheit
 im Seeverkehr und des Umweltschutzes bieten.
Die Errichtung regionaler LORAN-C-Systeme muß eine zusammenhängende und
vollständige Bedeckung des europäischen Seegebietes gewährleisten und
sollte den Benutzern vorhandener landgestützter Funknavigationssysteme
möglichst wenig zusätzliche Kosten verursachen -
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                               Artikel 3
 In ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Internationalen Verbandes der
Seezeichenverwaltungen oder als Beobachter bei diesem Verband werden
die Mitgliedstaaten und die Kommission auf die Beteiligung möglichst
vieler   Länder an  regionalen europäischen  LORAN-C-Ketten  hinwirken,
damit der Bedeckungsbereich von LORAN-C weltweit ausgedehnt wird und
hierdurch die Sicherheit im Seeverkehr und der Schutz der Meeresumwelt
verbessert werden.
                               Artikel 4
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet
Geschehen zu BrüsseI am ...
                                                 Im Namen des Rates
                                                   Der Präsident
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HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                  Artikel 1
(1) Die Mitgliedstaaten beteiligen sich an regionalen Übereinkünften
    über   LORAN-C  oder   schließen    sich  ihnen an,  soweit   dies zur
    Erreichung der internationalen Ziele erforderlich ist.
(2) Bei   einer  Beteiligung   an   regionalen Übereinkünften   werden die
    Mitgliedstaaten    die   LORAN-C-Konfigurationen    mit   den   größten
    Reichweiten in Europa und angrenzenden Gewässern anstreben.
                                  Artikel 2
        Die Kommission -          wird für eine Koordinierung zwischen
                                  den an regionalen Übereinkünften
                                  beteiI igten Mitgi iedstaaten sorgen,
                                  damit die KompatibiIität der auf
                                  regionaler Ebene zu errichtenden LORAN-
                                  C-Ketten gewähr Ie i stet i st,
                                  fördert die Entwicklung von LORAN-C-
                                  Empfängern unter Berücksichtigung der
                                  weiteren Entwicklungen bei den
                                  Sateli itensystemen und den
                                  Verbesserungen des jetzigen LORAN-C-
                                  Systems
       und schlägt dem Rat gegebenenfalls die notwendigen
       Ma6nahmen vor.
 ---pagebreak---                                      - 17 -
                                                          AÜHEÄ_B_L/
          TECHNICAL SPECIFICATION QF AIDS TQ NAVIGATION SYSTEMS
                    1. GLOBAL POSITIONING SYSTEM (GPS)
GENERAL
The   Global   Positioning   System   (GPS)  is a space-based,       radio
positioning, navigation and time-transfer system having free major
segments: space, control and user. The GPS space segment, when fully
operational, will be composed of 21 satellites, plus three operational
spares in six orbital planes. The satellites will operate In circular
20,200 km orbits at an inclination angle of 55' and with a 12-hour
period. The spacing of satellites in orbit will be precisely arranged
so that a minimum of four satellites will be in view to any user,
thereby ensuring world-wide coverage. Each satellite will transmit L1
and L2 signals. L1 will         carry   a precise   (P) signal     and a
coarse/acquisition (C/A) signal. L2 will carry a P signal only.
Superimposed on these signals will be navigation and atmospheric-
propagation correction data, and satellite clock-bias information.
The control segment will include a number of monitor stations and
ground antennas located throughout the world. The monitor stations will
use GPS receivers to track passively all satellites in view, and
thereby accumulate ranging data from the satellite signals. The
information from the monitor stations will be processed at the master
control station (MCS) to determine the satellite orbits, and to update
the navigation message of each satellite. This updated information will
be transmitted to the satellites via the ground antennas, which will
also be used for transmitting and receiving satellite control
informat Ion.
The user segment will consist of antennas and recel verprocessors that
will provide positioning and navigation data to the user.
PURPOSE
GPS is a position-fixing system which will be used for general
navigation on land, sea and air. It will also have survey and timing
appIicat ions.
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                                                          ANNEX B1/
SIGNAL CHARACTERISTICS
The GPS concept depends upon having accurate and contlnous knowledge of
 the spatial position of any satellite in the system, In terms of the
 time and distance of the satellite from the user. Each satellite
 transmits its own ephemeris data. This data Is periodically updated by
 the control station, and is based upon information obtained from five
widely dispersed monitor stations.
The GPS receiver automatically selects appropriate signals from three
or four of the satellites that give the best view as based on the
optimum satellite-to-user geometry. It then solves tlme-of-arrival
difference quantities to obtain the distances between the user and the
satellites. This information establishes the user's position with
respect to the satellite system. A tImecorrectIon factor then relates
the satellite system to earth co-ordinates. Each satellite continuously
transmits a composite spread-spectrum signal at 12227.6 (L2) and
1575.42(L1) MHz that contains a precise navigational signal, a coarse
navigational signal, satellite ephemeris data, atmospheric-propagation
correction data and clock-bias information. The user equipment measures
four independent pseudo-ranges and range rates, and translates these to
a three-dimensional position, a velocity and a system time.
ACCURACY
Reference System. The geodetic reference system selected for use by the
Global Positioning System (GPS) is the World Geodetic System (WGS). The
GPS currently uses the 1984 version, which is designated as WGS 84.
Datum transformation will permit coordinates to be transformed between
WGS 84 and most of the major and local datums In the world.
The GPS provides two services for position determination.
The Precise Positioning Service       (PPS) will provide predictable
positioning accuracy of 17.8 m (2dRMS) horizontally and 27.7 m (2
sigma) vertically, velocity accuracy of 0.2 m/sec (2 sigma) In each of
the three dimensions, and timing accuracy. The PPS will be limited to
the US and allied military and federal government users. Limited civil
use may be authorised to those who can demonstrate a need for the
accuracy that cannot be obtained by other means, Is in the US national
 interest and can satisfy US national security requirements.
The Standard Positioning Service (SPS) will provide a lower level of
accuracy than the PPS. The SPS will be made available to civil,
commercial and other users at the highest level of accuracy that is
consistent with the national interests of the USA. The current policy
of the American Department of Defense (DOD) is to provide the SPS at an
accuracy of 100 m (2 dRMS).
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                                                         AüNLUBi/
                            2. GRANAS/NAVSAT
GENERAL
The GRANAS (Global Radio Navigation System) is a planned civil,
satellite-based radio navigation system with        the capability of
additional communication services. NAVSAT is a planned global civil
navigation satellite system which has similar operational objectives to
the GPS.
GRANAS has been investigated by Standard Elektrik Lorenz, (SEL) funded
by the German Ministry of Research and Technology. NAVSAT has been
developed by European industries, funded by the European Space Agency
(ESA).
Both systems reveal more similarities than differences. In order to
enhance the prospect of a future system realization, ESA decided to
release a study which aims at the harmonization of the GRANAS and
NAVSAT systems. It was the objective of the study to identify the best
features of the original concepts and to merge them into a single
consolidated system.
For the method of satellite position determination the principles of
GRANAS and NAVSAT are taken as two parallel options. One of these will
be selected at a later stage, when some realization aspects are
considered in more detail, e. g. by means of an experimental validation
system.
The new system   Is characterized by the composition of the following
features :
SPACE SEGMENT
The configuration of the space segment is characterized by 6 equally
spaced geostationary satellites (GEO) supplied by 12 satellites in 6
 Inclined highly-elliptic orbits (HEO) with 12-hour periods. These
orbits are arranged within 3 orbital planes mutually separated by 120 %
in right ascension of ascending nodes and incline by 63.4 with regard
to the equator. Each plane includes two orbits, one with its apogee In
the Northern, the other with its apogee In the Southern hemisphere.
During 5/6 of a HEO period the ground track Is concentrated on a
relative small area providing good visibility conditions and making
this type of orbit comparable to GEO satellites. Only the altitude of a
HEO satellite is changing considerably increasing up to 39,000 km. To
avoid problems of high Doppler frequencies each HEO satellite becomes
operational only above an altitude of about 10,000 km. Nevertheless,
this constellation guarantees, that during 96,2 % of the time at least
4 satellites (GEO as well as HEO) are visible.
The communication function (e.g. for the purpose of position reporting
In case of SAR) may be realized according to INMARSAT standards.
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                                                         AuHEJL-ûl/• • •
GROUND SEGMENT
 in the case of autonomous satellite position determination 16 ground
stations are proposed which are equipped with simple transponders to
respond to the interrogation signal. The monitor function Is performed
s imultaneously.
For the ground based position determination 6 Regional Centres are
needed, one of which provides the service of the Mission Centre.
However, about 10 additional monitor and tracking stations are
required. For these the same locations as above can be used.
USER SEGMENT
The harmonized navigation system offers two navigation modes : dual
frequency and single frequency. The dual frequency mode permits
correction for ionospheric delays to be made and hence provides higher
accuracy than the single frequency mode of operation.
PURPOSE
GRANAS/NAVSAT would be a general navigation system for position-fixing
by air, land and sea users.
SIGNAL CHARACTERISTICS
The determination of the user position Is similar to that of GPS In
making pseudorange measurements to at least 4 satellites. However, the
new system bases on a time-devision multiplex (TDMA) approach using 15
time slots within a frame length of 2.4 s. Each navigation burst
consists of a synchronization preamble (24 ms), 5 data words (100 ms
and a postamble 16 ms). The latter is transmitted at another frequency
(1228 MHz compared to 1575 MHz) in order to compensate for Ionospheric
delays.
The data part of the burst includes system time, satellite position
coordinates as well as an additional word Indicating the health status
of the system.
ACCURACY
Due to the chip rate of 4 MHz and the dual-frequency method,          the
accuracy of user position is comparable to that of the GPS P-code.
According to whether a user is stationary or moving an accuracy of 2.4
or 24 m (2dRMS) respectively is achievable.
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                                                           Atf£X_Bl/...
                     3. GLOBAL NAVIGATION SATELLITE
                             SYSTEM (GLONASS)
GENERAL
The Global Navigation Satellite System (GLONASS) is a space-based,
radio positioning system that is being introduced in the USSR for
world-wide use by aircraft, but it could also be used at sea level. The
system will start operation with between 10 and 12 satellites, of which
5 or 6 will be positioned in each of two orbital planes having an
 inclination of 65*. The satellites will operate in nearly circular
orbits at an approximate height of 19,100 km, and with a period of
11.25 hours. The system Is finally Intended to contain 24 satellites,
of which 3 will normally serve in a standby mode, three orbit planes
120' apart will each contain seven to eight satellites.
The user will establish his position by receiving signals from three
satellites and thereby calculating the distances to the satellites. A
signal that will give a very precise fix of position will be provided
to users who are allowed the means to decode it, while a different
signal that will give a less accurate fix will be generally available.
The former signal will be carried by two frequencies in the L band (L1
and L2), while the latter will be carried by only one of these
frequencies. This arrangement Is similar to the P and C/A signals of
the GPS. it might be possible, because of similarities .between the
GLONASS and GPS, for users to have receivers that could work with
either system.
PURPOSE
Glonass is a position-fixing system which will      be used  for general
navigation by aircraft and ships.
SIGNAL CHARACTERISTICS
A master station monitors the satellites in order to keep the
ephemeris, or positional, data of each one up to date. The satellites
transmit their data over separate channels using a spread-spectrum
technique. The L1 and L2 frequencies are respectively 1597-1617 MHz and
1240-1260 MHz.
ACCURACY
100 m horizontal,   150 m   vertical  and  15 cm/s  velocity   (all 95  %
probabiIity).
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                                                         AJUttEJLBjy
                                4. DECCA
GENERAL
The Decca Navigator System, generally known as Decca, is a hyperbolic
radio navigation system, operating in the 70-130 kHz frequency band,
using groups of at least three ground transmitter stations, each group
making a system unit known as a chain. A Decca chain consists of one
Master, and two or three Slave stations, 80-110 km from the Master,
designated as Red, Green and Purple. The signals can be received by
surface craft and by aircraft at all altitudes down to ground level at
distances of several hundred kilometres from the transmitters. The
characteristic high accuracy of Decca results from its combination of
hyperbolic geometry, and the phase comparison method of time-difference
measurement.
PURPOSE
The Decca Navigator System is used for position-fixing principally by
maritime and aviation users.
SIGNAL CHARACTERISTICS
Transmitter signals are continuous unmodulated radio waves, the Slave
signal    is phase-locked to the Master. The frequencies of the
unmodulated continuous radio waves transmitted from the Master and
Slaves are harmonically related to a fundamental value "f" which is not
transmitted but which is roughly 14 kHz, the exact value varying from
cha in to cha in.
Phase synchronisation of Master and Slave transmissions creates a
pattern of hyperbolic position lines along which the phase difference
between Master and Slave is constant. Position fixing carried out by
the Decca receiver consists basically of identifying position lines by
phase comparison carried out with a multiple frequency.
 In receivers, the transmitted frequencies are multiplied In order to
produce comparison frequencies of 24f (Red), 18f (Green) and 30f
(Purple).
Taking the Red comparison frequency as an example, 24f equals
approximately 340 kHz corresponding to a wavelength of about 880
metres. By travelling 440 metres (half a wavelength) along the Master-
to-Slave baseline a phase change of 360* Is produced, and this distance
is designated as a lane and indicated by a complete revolution of the
phasemeter pointer of Deccometer receivers and by counting up or down
100 divisions of one lane, at the displays of receivers with a digital
performance.
However, on the latest receivers the position is usually displayed in
geographical coordinates.
 ---pagebreak---                                     - 23 -
                                                         AlUEJULL/.-
Off the inter-station baseline, the lane widths expand in accordance
with the hyperbolic geometry but the instrinsic accuracy of the system
 is indicated by the fact that phase is measured to within one or two
hundredths of a lane, corresponding to a few metres in distance.
Lanes and zones (groups of 24 Red, 18 Green and 30 Purple lanes) are
counted by either a geared pointer on the Deccometer or on a digital
display of a modern microprocessor based receiver.
Once every 20 seconds lane identification signals known as muitlpulse,
are transmitted from each station in turn. Their prime purpose is to
provide a check on the lane settings, however, because these signals
are formed from a 1 f pulse syntheslsed from all four radiated
frequencies, they are much less susceptible to skywave errors at night
than those that may be experienced using the normal patterns, it can be
shown that variable errors, particularly at longer ranges from the
chain, are significantly smaller at night using muitlpulse - and can be
up to 2:1 better. In the current generation of Decca receivers, the
muitlpulse signals can provide the primary fixing Information, being
rate-aided between transmissions by the normal or continuous patterns.
ACCURACY
The accuracy of Decca is specified in some metres at positions on or
near the baselines between two stations, but this accuracy decreases as
the distance from the baseline increases. Due to sky-wave interference
Decca is susceptible to night effect which generally reduces the
accuracy by a factor of 6 to 8.
 in daylight at a  distance of 240 km the accuracy will be better than
440 metres; this  figure deteriorates to approximately 2.4 km at night.
Within 80 km of   the Master station the accuracy is approximately 25
metres by day and  190 metres at night.
All accuracies quoted are at 2 dRMS.
 in areas of fringe cover, a single line Is used for homing purposes by
mariners. The high order of repeatability of the Decca system is also
particularly significant. For example, If the Decca co-ordinates of a
particularly good fishing area are known, a vessel can subsequently
return to the position by referring solely to the Decca readings.
Similarly, any user can be directed to a precise location by using
Decca coordinates.
in certain areas the hyperbolic patterns are distorted, mainly owing to
the signals passing over ground of low electrical conductivity. These
distortions, known as fixed errors, should be taken Into consideration
when fixing the ship's position. This information Is published in the
form of Pattern Correction Charts in the Chain Data Sheets.
 ---pagebreak---                                      - 24 -
                                                          ANNEX B1/.
                                5. LQRM=£.
PURPOSE
LORAN-C is a general navigation system for air, land and sea users. In
addition to its position fixing capability it can be used for timing
purposes.
SIGNAL CHARACTERISTICS
LORAN-c is a hyperbolic system operating In the 90-110 kHz frequency
band. Each station of a chain is separated by several hundred miles
with each transmitting a series of eight precisely timed RF pulses.
Chain differentiation is provided by Group Repetition Interval (GRI).
Selection of specific GRI may be coordinated with the US Coast Guard to
avoid interference.
The system is based on the measurement of the differences in the time
of arrival of signals from the stations in a chain. The measurements of
the Time Difference (TD) are made in a receiver which achieves high
accuracy by comparing a specified cycle zero-crossing within the
transmitted pulses of the master and secondary stations of a chain. The
comparison is made at the 30 us zero crossing to avoid sky-wave
 interference. Additionally, the phase of the pulses is alternated in a
predetermined pattern over two groups of eight pulses to limit the
effects of long delayed sky waves. Precise control over the pulse shape
ensures the proper comparison at the 30 us zerocrossing.
ACCURACY
Within the defined coverage area, Loran-C provides the user using an
adequate receiver with a predictable accuracy of 0.25 m (2dRMS) or
better. The repeatable and relative accuracies range between 18 and 90
m. Accuracy is dependent upon the Geometric Dilution of Precision
(GD0P) at the user's location, the measurement error (signai-to-noise
ratio) and chart or local area calibration. The Loran-C ground wave Is
primarily used for navigation; precise time measurement and time
 Interval dissemination are also derived from the Loran-C signal.
Sky-wave navigation is feasible, but with a significant loss In
accuracy. Like ground waves, sky-waves to some extent may also be used
for time dissemination. Loran-C was originally designed to be primarily
a hyperbolic navigation system. However, with the advent of the highly
stable frequency standards, Loran-C can also be used In the range-range
(rho-rho) mode of navigation. This is accomplished by a comparison of
the received signal phase with a known time reference to determine
propagation time and, therefore, range from the stations. It can be
used in situations where the user is within reception range of
Individual stations, but beyond the hyperbolic coverage area. The rho-
rho method using Loran-C requires that the user has a very precise and
stable time reference. The high cost of equipment limits the use of
this mode.
 ---pagebreak---                                    - 25 -
                                                         AUHBLBi/...
The accuracy of the Loran-C system makes it a suitable candidate for
many land radiolocation applications. Loran-C can be received in
mountainous areas where VHF and UHF systems are terrain limited. Some
distortion of the hyperbolic grid is to be expected since the 100 kHz
signal's time of arrival and strength are affected by the soil
conductivity and terrain. Propagation anomalies may be encountered in
urban areas where the proximity of large man-made structures affect the
signal. The existence of these anomalies is predictable and can be
compensated for, usually by surveying the area. The long range of the
Loran-C system makes it particularly desirable for application to
remote areas, or where the user population Is too low to Justify the
cost of a large number of short-range facilities.
 ---pagebreak---                           - 26 -
                                                   ANNEX B2
Proposed configuration NW-Europe and Atlantic
                                              omvf
 ---pagebreak---                                    - 27 -
                                                         AUHEJLJa/
                           SYSTEM DESCRIPTION
Genera I
1. The North West European Loran C system shall comprise the eight
existing stations of the Icelandic, Norwegian and French chains, with
the addition of two new stations in Norway and one each in Ireland and
the United Kingdom.
2.The coverage of the new system is shown in annex 2. The area shaded
 is limited either by accuracy (maximum error .25 n. mile 2drms) or by
signal strength (minimum SNR - 10db noise 61dB above luV/m).
Transmitted Signal
3. The signal     from all the transmitters shall conform to the
requirements of the "Specification of the transmitted Loran C signal"
(USCG-USDOT COMDTINST M 16562. 4 July 1981).
Transmitting Equipment
4.The transmitters shall be of modular construction and shall consist
of a prime power unit, timing and control units, pulse generating
assemblies, a coupling network, output cabinets, switch network and
antenna fenders.
5.New transmitting equipment shall be required at all sites except
those in France. Gamvik, Fedje, South West Ireland and North East
England are new sites. The existing stations in Norway (Boe and Jan
Mayen) shall be dual-rated In the new system, but the existing
transmitting equipment is unsuitable. The present valve transmitters on
the other four sites (Angissoq, Sandur, EJde and Sylt) shall be
replaced with solid-state equipment.
6. Power reqirements vary depending on the ranges and types of terrain
to be covered. Transmitters of different peak radiated power (p.r.p.)
can be provided using the same components but increasing the number of
pulse generating assemblies.
Antenna
7. The antenna is a top-loaded, guyed, steel lattice tower, fully
insulated from the guys and foundation with the exception of the feed
from the antenna coupler. The antenna may be 200 m to 400 m high.
 ---pagebreak---                                        - 28 -
                                                           ANNEX B3
Monitoring ana ccrtroi
S. T,me o' f a ~ s n . ss on (TOT) control will probably be used for the
complète s/sterr, eventually, although existing USCG stations will be
controlled v;a System Area Monitors at least until the proposed
handover date ("934).
S. Under TOT, times of transmission are fixed relative to an external
standard sucn as Universal Co-ordinated Time (UTC). Propagation time
aiong the baselines is measured by monitor receivers located at or near
the transmitter sites. Data from these monitors is automatically sent
to a control centre from which commands such as timing adjustments are
sent, again D> data link.
10. The stancara deviation of TOT, with respect to UTC, for each
transmitter s n a u be kept below a pre-determined value, probably 50-100
nanosec. The stancard deviation of time differences between masters and
secondary shall be less than 30 nanosec.
11. The system shall be controlled from two centres : Boe in Norway for
the Iceland and Norwegian Sea chains and Brest in France for the North
Sea and B iscay chains.
12. The principal maintenance centres and stores shall also be at these
control centre locations, together with a maintenance centre at Sandur.
 ---pagebreak---       .- 29 -
                              ANNEX B 4
                  EXISTING LORAN C COVERAGE
                 PROPOSED COVERAGE
                 N-W EUROPEAN LORAN C
p /v
          JV
     Ä,       il ENVISAGED LORAN C
              v
                 COVERAGE IBERIAN PENINSULA
                 AND MEDITERRANEAN SEA
 ---pagebreak---                                     - 30 -
            COMPETITIVENESS AND EMPLOYMENT IMPACT STATEMENT
1. What Is the main reason for Introducing the measure ?
   The simultaneous withdrawal of the DECCA RACAL company and the US
   Coastguard from the provision of radlonavlgatIon signals In Europe
   and the on-going development of new radlonavlgation systems In the
    Iberian Peninsula and the Mediterranean poses the potential major
   problem of piecemeal, uncoordinated, and hence uneconomic
   development of radlonavlgation signal systems in Europe. The
   proposal alms to secure the commitment of the Member States and
    inter alia third countries to the Introduction of the LORAN-C
   radlonavlgatIon system as the European standard for the medium
   term.
2. Features of the business In question
   All enterprises which use radlonavlgatIon signal systems.
3. What obligations does this measure Impose directly on business ?
   No additional obligations.
4. What Indirect obligations are national, regional or local
   authorities likely to Impose on business ?
   Authorities are likely In-due course to require vessel owners to
   adapt or replace existing receiving equipment to ensure the
   maintenance of high safety standards.
5. Are there anv special provisions In respect of SME's ?
   None.
 ---pagebreak---                                             - 31 -
6. What   Is tha M k a l v e f f e c t on :
   a)   Tha competitiveness of the business
        The competitiveness of Community vessel operators will be
        enhanced through the avoidance of the necessity to equip
        vessels with multiple receivers to Interface with different
        radlonavlgatIon signal systems.
   b)   Employment
        PosItIve.
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                                                              K0MI91) 1 endg.
                                                    DOKUMENTE
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                                 Katalognummer : CB-CO-91-022-DE-C
                                                           ISBN 92-77-68907-2
VERKAUFSPREIS            bis 30 Seiten: 3,50 ECU      pro 10 weitere Seiten: 1,25 ECU
Amt für amüiche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg