CELEX: C2002/156/23
Language: de
Date: 2002-06-29 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 24. April 2002 in der Rechtssache T-220/96: Elliniki Viomichania Oplon AE (EVO) gegen Rat der Europäischen Union und Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Außervertragliche Haftung für rechtswidriges Handeln — Verordnung [EWG] Nr. 2340/90 — Handelsembargo gegen den Irak — Enteignender Eingriff — Kausalzusammenhang)

29.6.2002              DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 156/13
                                                       GERICHT ERSTER INSTANZ
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                                      URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
                                                                                               vom 20. März 2002
                       vom 24. April 2002
                                                                        in der Rechtssache T-9/99: HFB Holding für Fernwärme-
                                                                        technik Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG u. a. gegen
in der Rechtssache T-220/96: Elliniki Viomichania Oplon                      Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
AE (EVO) gegen Rat der Europäischen Union und Kom-
        mission der Europäischen Gemeinschaften (1)
                                                                        (Wettbewerb — Kartell — Fernwärmerohre — Artikel 85
                                                                        EG-Vertrag [jetzt Artikel 81 EG] — Boykott — Geldbuße
                                                                        — Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbu-
(Außervertragliche Haftung für rechtswidriges Handeln —                 ßen — Einrede der Rechtswidrigkeit — Rückwirkungsverbot
Verordnung [EWG] Nr. 2340/90 — Handelsembargo gegen                     — Verteidigungsrechte — Mitteilung über Zusammenarbeit)
den Irak — Enteignender Eingriff — Kausalzusammenhang)
                                                                                                  (2002/C 156/24)
                         (2002/C 156/23)
                                                                                             (Verfahrenssprache: Deutsch)
                   (Verfahrenssprache: Griechisch)
                                                                        In der Rechtssache T-9/99, HFB Holding für Fernwärmetechnik
                                                                        Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Rosenheim
                                                                        (Deutschland), HFB Holding für Fernwärmetechnik Beteili-
                                                                        gungsgesellschaft mbH, Verwaltungsgesellschaft, mit Sitz in
In der Rechtssache T-220/96, Elliniki Viomichania Oplon AE              Rosenheim, Isoplus Fernwärmetechnik Vertriebsgesellschaft
(EVO) mit Sitz in Athen (Griechenland), Prozessbevollmächtig-           mbH mit Sitz in Rosenheim, Isoplus Fernwärmetechnik Gesell-
ter: Rechtsanwalt T. Fortsakis, Zustellungsanschrift in Luxem-          schaft mbH mit Sitz in Hohenberg (Österreich), Isoplus
burg, gegen Rat der Europäischen Union (Bevollmächtigte:                Fernwärmetechnik GmbH mit Sitz in Sondershausen (Deutsch-
S. Kyriakopoulou) und Kommission der Europäischen Gemein-               land), Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte P. Krömer und
schaften (Bevollmächtigte: M. Condou-Durande) wegen Ersat-              F. Nusterer, Zustellungsanschrift in Luxemburg, gegen Kom-
zes des Schadens, den die Klägerin infolge des Erlasses der             mission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte:
Verordnung (EWG) Nr. 2340/90 des Rates vom 8. August                    W. Mölls und E. Gippini Fournier) wegen Nichtigerklärung der
1990 zur Verhinderung des Irak und Kuwait betreffenden                  Entscheidung 1999/60/EG der Kommission vom 21. Oktober
Handelsverkehrs der Gemeinschaft (ABl. L 213, S. 1) angeblich           1998 in einem Verfahren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache
erlitten hat, hat das Gericht (Vierte Kammer) unter Mitwirkung          IV/35.691/E-4: Fernwärmetechnik-Kartell) (ABl. 1999, L 24,
des Präsidenten P. Mengozzi, sowie der Richterin V. Tiili und           S. 1), hilfsweise wegen Herabsetzung der mit dieser Entschei-
des Richters R. M. Moura Ramos — Kanzler: J. Palacio Gonzá-            dung gegen die Klägerinnen festgesetzten Geldbuße, hat das
lez, Verwaltungsrat — am 24. April 2002 ein Urteil mit                  Gericht (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten
folgendem Tenor erlassen:                                               P. Mengozzi sowie der Richterin V. Tiili und des Richters
                                                                        R. M. Moura Ramos — Kanzler: J. Palacio González, Verwal-
                                                                        tungsrat — am 20. März 2002 ein Urteil mit folgendem Tenor
1.    Die Klage wird abgewiesen.                                        erlassen:
                                                                        1.    Die Artikel 3 Buchstabe d) und 5 Buchstabe d) der Entschei-
2.    Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.                           dung 1999/60/EG der Kommission vom 21. Oktober 1998
                                                                              in einem Verfahren gemäß Artikel 85 EG-Vertrag (Sache IV/
                                                                              35.691/E-4: Fernwärmetechnik-Kartell) werden in Bezug auf
                                                                              die HFB Holding für Fernwärmetechnik Beteiligungsgesellschaft
                                                                              mbH & Co. KG und die HFB Holding für Fernwärmetechnik
(1) ABl. C 54 vom 22.2.1997.                                                  Beteiligungsgesellschaft mbH, Verwaltungsgesellschaft, für
                                                                              nichtig erklärt.
                                                                        2.    Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
                                                                        3.    Die Klägerinnen tragen als Gesamtschuldner ihre eigenen
                                                                              Kosten einschließlich der Kosten des Verfahrens der einstweiligen
                                                                              Anordnung und 80 % der Kosten der Kommission, die Kosten
                                                                              des Verfahrens der einstweiligen Anordnung eingeschlossen.