CELEX: 51989PC0402
Language: de
Date: 1989-08-07
Title: ENTWURF ENTSCHLIESSUNG DES RATES ZUR ENTWICKLUNG DES ZULIEFERWESENS IN DER GEMEINSCHAFT

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                          K0MC89) 402 end.
                                          Brüssel, den 7. August 1989
            ENTWICKLUNG,DES_ZULIEf ERWESENS
                 I N DER GEMEINSCHAFT
              MITTEILUNG DER KOMMISSION
                          und
                        Entwurf
               ENTSCHLIESSUNG DES RATES
 ---pagebreak---                                                       f^CT-j lot    f.
MITTEILUNG DER KOMMISSION ZUR ENTWICKLUNG DES ZULIEFERWESENS IN
DER GEMEINSCHAFT
Inhaltsverzeichnis
EINFÜHRUNG                                                       1
I     DAS ZULIEFERWESEN : EINE STRATEGIE
     FÜR DAS UNTERNEHMEN IM BINNENMARKT 1992                     2
A    Wirtschaftliche Bedeutung des
     Zulieferwesens                                              2
B    Zulieferung und einheitlicher Binnenmarkt                   3
     1.    Wettbewerb und Spezialisierung                        3
     2.    Die Notwendigkeit partnerschaftlicher
           Beziehungen                                           4
C    Die Rolle der Europäischen Gemeinschaft                     5
II   SCHAFFUNG GÜNSTIGER RAHMENBEDINGUNGEN FUR DAS
     ZULIEFERWESEN IM HINBLICK AUF DEN BINNENMARKT               6
A    Zulieferwesen und gemeinschaftliches Wettbewerbsrecht       6
B    Vollendung des Binnenmarktes und Massnahmen
     zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der KMU             6
C    Normen und Zertifizierungen                                 6
D    Zahlungsfristen                                             8
E    Haftung                                                     8
III VERBESSERUNG DER INFORMATION UND DER KOMMUNIKATION
     ZWISCHEN AUFTRAGGEBERN UND ZULIEFERERN                     9
A    Mehrsprachige sektorbezogene Terminologien                 9
B    Hilfsmittel für die Partnersuche                           9
C . Elektronischer Datentransfer                                 10
D    Ein Europäisches Informationszentrum für das
     Zulieferwesen                                              10
                                             \
                                              \
 ---pagebreak--- IV   DIE FÖRDERUNG DES ZULIEFERWESENS UND
     PARTNERSCHAFTLICHER BEZIEHUNGEN                       11
A    Sensibilisierung für die Partnerschaft                11
B    Aufwertung des Status des Zulieferers                 12
     1.   Prakticher Leitfaden zu den rechtlichen Aspekten
          der Tätigkeit industrieller Zulieferer           12
     2.   Zulieferwesen und öffentliche Aufträge           12
     3.   Förderung der grenzüberschreitenden
          Zusammenarbeit zwischen Zulieferern              13
C    Unterstützung der Zulieferunternehmer bei ihren
     Modernisierungsbemühungen und ihren Streben
     nach technologischer Anpassung                        13
D    Förderung des europäischen Zulieferwesens für
     ausländische Direktinvestitionen und in Drittländer   14
SCHLUSSFOLGERUNG                                           14
 ---pagebreak---  EINFÜHRUNG
 Angesichts der Notwendigkeit,         ihre Wettbewerbsfähigkeit          zu
 verbessern,    greifen     immer    mehr      Unternehmen       in    ihrer
 Unternehmensstrategie     auf    das    Zulieferwesen        zurück.    Die
 Vollendung des Binnenmarkts 1992 wird diese Entwicklung eher
 noch    verstärken,     besonders      durch      eine      Zunahme     des
 grenzüberschreitenden Zulieferwesens. Darüberhinaus werden sich
 die   Beziehungen     zwischen     Zulieferern       und     Auftraggebern
 entscheidend gegenüber früher ändern, wo Zuliefererbeziehungen
vor allem zum Ausgleich von Absatzschwankungen dienten.
 Die meisten Zulieferunternehmen in der Gemeinschaft arbeiten in
erster Linie für lokale oder regionale Märkte und wissen nur
ansatzweise, welche Möglichkeiten die Märkte                  der anderen
Mitgliedstaaten     bieten.    Wenn    die     Zulieferunternehmen       die
 Initiative ergreifen und die Zugangsmöglichkeiten zu grösseren
Märkten der Gemeinschaft erkunden, sind ihre Bemühungen häufig
zum Scheitern verurteilt, weil sie die verschiedenen nationalen
Bescheinigungen, die Registrierungsverfahren, die verschiedenen
Gesetze     und     Handelspraktiken        sowie      das      öffentliche
Beschaffungswesen nicht kennen.
Nach Ansicht der Kommission wird die Wettbewerbsfähigkeit der
Gemeinschaftsunternehmen     in SchlüsselSektoren wie Luftfahrt,
Kraftfahrzeugbau,     Elektronik,    Verkehrseinrichtungen         und   den
Systemen    zur    Energieerzeugung      zu     einem     Teil    von    den
technologischen Kapazitäten und der Wettbewerbsfähigkeit der
europäischen Zulieferunternehmen abhängen, bei denen es sich
vorwiegend um kleine und mittlere Unternehmen handelt. Die
Massnahmen    der Kommission      zur Förderung der kleinen und
mittleren    Zulieferunternehmen      stellen     daher     ein   wichtiges
Element ihrer Politik zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und
zur Förderung der Entwicklung der Unternehmen dar (1).
Auf der Grundlage des dem Büro für Unternehmenskooperation im
Jahre    1976   erteilten    Auftrags     (2)     und    im    Rahmen    des
Aktionsprogramms für die KMU aus dem Jahre 1986 (3) wurden
verschiedene Initiativen entwickelt, die die Kommission dem Rat
und dem Europäischen Parlament darstellen möchte, um daraus
Schlüsse für zukünftige Aktionen zu ziehen und für eine
Koordinierung mit nationalen und regionalen Massnahmen zu
sorgen.
Darüber hinaus      ist es erforderlich, die derzeitigen und
zukünftigen Massnahmen in einen kohärenten Rahmen einzubinden,
der      Umfang      und       Grenzen        einer        diesbezüglichen
Gemeinschaftspolitik, in der sich die Rolle der Kommission als
Koordinator und Antriebskraft widerspiegelt,                festlegt, das
Subsidiaritätsprinzip beachtet und folgende Schwerpunkte setzt :
1 Korn (89) 102 endg.
2 Sek (76) 4397
3 Korn (86) 445 endg.
 ---pagebreak---        Schaffung      günstiger     Rahmenbedingungen      für    das
       Zulieferwesen,
       Verbesserung der Information und der Kommunikation zwischen
       Auftraggebern und Zulieferern und
       Förderung   des    Zulieferwesens   und    partnerschaftlicher
       Beziehungen.
 I.    DAS ZULIEFERWESEN : EINE STRATEGIE FÜR DAS UNTERNEHMEN IM
       BINNENMARKT 1992
 Für das Zulieferwesen gibt es bisher keine allgemeingültige
 Definition. Frankreich hat als einziges Land 1975 ein
 Subunternehmergesetz und 1987 eine Definitionsnorm für das
 industrielle Zulieferwesen verabschiedet.
 In den meisten Mitgliedsländern der Gemeinschaft wird das
 Zulieferwesen weder aus juristischer noch bilanzmäßiger Sicht
 gesondert behandelt und ist auch nicht Gegenstand einer
 spezifischen Rechtssprechung, die den spezifischen Charakter des
 Zulieferwesen deutlich werden liesse.
 Zwar sind etwa im Automobilsektor die Zulieferbetriebe erster
 Ordnung auch große Unternehmen, in den meisten Fällen handelt es
 sich jedoch um kleine und mittlere Unternehmen.
 Zulieferbeziehungen finden sich in einer Vielzahl von Sektoren.
 Die Zulieferung in ihrer traditionellen Form einer Beziehung
 zwischen    drei    Partnern   (Bauherr,   Generalunternehmer    und
Subunternehmer) ist bei öffentlichen Bauaufträgen und im
Bausektor allgemein anzutreffen. Im eigentlichen industriellen
Bereich, wo nur zwei Partner ins Spiel kommen (der Auftraggeber
und     der    Auftragnehmer)    spielt    sie    hauptsächlich    im
Kraftfahrzeugsektor, in der Luft- und Raumfahrt und in der
Textilindustrie eine Rolle. Auch im Diestleistungsbereich wird
das Zulieferewesen immer bedeutsamer.
Auch in der praktischen Ausprägungen des Zulieferwesens bestehen
erhebliche Unterschiede. In Japan z.B. ist das Zulieferwesen
pyramidenförmig mit Zulieferern verschiedener Ordnung angelegt,
während in Europa derzeit noch oft eine große Anzahl von
Zulieferern direkten Kontakt mit dem Hauptauftraggeber hat.
Eine Zulieferbeziehung ist ganz allgemein eine Beziehung
zwischen zwei Unternehmen und kann           immer dann angenommen
werden, wenn      sich ein Unternehmen        (häufig ein kleines
Unternehmen, das wir als "Zulieferer" bezeichnen wollen) im
Auftrag eines       anderen Unternehmens      (häufig   ein grosses
Unternehmen, das wir als "Auftraggeber" bezeichnen wollen) unter
Rückgriff auf vom Auftraggeber zur Verfügung gestellte Pläne und
technische Beschreibungen in den Prozess der Planung und
Realisierung eines spezifischen Produkts einschaltet, wobei der
Auftraggeber die wirtschaftlich Haftung für das Endprodukt
übernimmt.
A.    Wirtschaftliche Bedeutung des Zulieferwesens
Angesichts der beschriebenen Definitionsprobleme liegen auch
keine Statistiken zum Zulieferwesen in der Gemeinschaft vor und
 ---pagebreak--- man kann nur schwer an Zahlen herankommen, die eine verlässliche
wirtschaftliche Bewertung dieses Phänomens erlauben.
Nur Frankreich erfasst seit Beginn der 70er Jahre über die
einmal jährlich von dem Nationalen Institut für Statistik und
Wirtschaftsstudien, INSEE, durchgeführte Unternehmensbefragung
die Zulieferaufträge. Analysen auf sektoraler oder regionaler
Ebene lassen für die anderen Länder der Gemeinschaft einen
ähnlichen Trend wie in Frankreich annehmen.
Die      Luftfahrt-       und      Schiffbauindustrie       sowie     die
Automobilindustrie sind - gemäss den Statistiken von INSEE - die
beiden         wichtigsten          Zulieferaufträge          vergebenden
Wirtschaftszweige, aber auch in der Elektrotechnik und in der
Elektronik sowie im Textil- und Bekleidungssektor ist eine
ständige Zunahme der Zuliefertätigkeit zu beobachten.
Sechs    von    zehn     Industrieunternehmen     mit    mehr    als    20
Beschäftigten greifen gelegentlich oder dauerhaft auf Zulieferer
zurück. Aber den Grossunternehmen (mehr als 500 Beschäftigte)
kommt entscheidende Bedeutung zu; von ihnen werden zwei Drittel
der    Zulieferaufträge vergeben. Bei den weitaus meisten
Zulieferern handelt es sich um KMU, von denen - nach örtlich
begrenzten Erhebungen zu schliessen- die Hälfte ihrerseits
Aufträge weiter vergibt.
Einer     empirischen     Abschätzung     zufolge    dürfte    sich    der
europäische Markt der industriellen Zulieferung auf rund 100
Milliarden ECU belaufen. Während sich noch vor einigen Jahren
der Anteil der Vorleistungen (Einkäufe und Zulieferung) auf 40%
belief, wird er zukünftig in der Grössenordnung von 60% in
Europa liegen (in Japan dagegen 80%).
 B.   Zulieferung und einheitlicher Binnenmarkt
 Die       Vollendung        des       Binnenmarktes        wird       den
 innergemeinschaftlichen       Waren-    und   Dienstleistungsaustausch
 erhöhen und       zu einer       Zunahme des      grenzüberschreitenden
 Zulieferwesens      führen.     Beispielsweise    wird    die     Öffnung
 öffentlicher Aufträge vermehrte Marktchancen bieten - sowohl für
die Auftraggeber wie für die Zulieferer. Allerdings wird sich
 auch   der    Wettbewerbsdruck       verschärfen    und    seitens    der
Unternehmen       die     Anstrengungen      zur     Verbesserung      der
Wettbewerbsfähigkeit und zur Spezialisierung erhöhen.
 Dementsprechend      wird    der    Binnenmarkt     die    strukturellen
Veränderungen im Zulieferwesen, die sich aus einer verstärkten
Externalisierung der Produktion ergeben, beschleunigen und
bedeutende      Veränderungen      der    Verhaltensweisen      und    der
Bedürfnisse der Unternehmen im Zulieferwesen mit sich bringen.
1.    Strukturelle Veränderungen im Zulieferwesen
Die strukturellen Veränderungen im Zulieferwesen betreffen drei
Bereiche:
      einerseits eine Zunahme des Zulieferwesens
      zum anderen eine stärkere Spezialisierung der Zulieferer
      und schliesslich eine Veränderung in den Beziehungen
      zwischen Auftraggebern und Zulieferern.
 ---pagebreak---    Um ihre Anpassungsflexibilität zu vergrössern, greifen immer
   mehr Unternehmen in wachsendem Ausmass auf Zulieferer zu und
   verlagern zunehmende Teile der Produktion nach aussen. Damit
   eröffnen sie sich die Möglichkeiten, sich bei im Wettbewerb
   stehenden Zulieferern zu versorgen und somit ihre Kosten besser
   zu kontrollieren sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
   Zu diesem quantitativen Aspekt kommt ein qualitativer hinzu. Der
  Auftraggeber vergibt immer komplexere Aufgaben nach aussen und
   erwartet       vom      Zulieferer       die       Beherrschung        von
  Produktionsprozessen und -technologien, die er selbst (aus
  Rentabilitätsgründen) nicht besitzt, sowie die Erstellung von
  gesamten Produktkomponenten oder Funktionalitäten.
  Während früher das sog. Kapazitätszulieferwesen vor allem dazu
  diente, kapazitätsbedingte Schwankungen bei den Auftraggebern
  abzufangen, entwickelt sich das Zulieferwesen zunehmend in
  Richtung des sog. spezialisierten Zulieferwesens. In diesem
  Sinne müssen sich die Zulieferunternehmen zunehmend in ganz
  speziellen Sparten spezialisieren, um wettbewerbsfähig zu
 bleiben.
 Diese      neuen     Anforderungen     ziehen     Änderungen      in    den
 Zulieferbeziehungen nach sich. Der Auftraggeber, der ein Produkt
 bezieht, das er nicht mehr herstellt, oder ein Know-how, das er
 nicht mehr besitzt, hat ein ureigenes Interesse an stabileren
 und ausgeglicheneren Beziehungen mit seinen Zulieferern; in
 bestimmten Fällen wird er sie selbst an Forschungs- und
 Entwicklungsarbeiten für neue Produkte beteiligen. In diesem
 Sinne kann von Partnerschaft gesprochen werden.
Parallel hierzu verfolgen die Auftraggeber eine Politik der
Verringerung der Anzahl ihrer direkten Zulieferer, mit denen sie
solche      Beziehungen      unterhalten     und     denen     sie    ganze
Aufgabenkomplexe anvertrauen.
Dementsprechend kann man von einem kaskadenartigen Aufbau des
Zulieferwesens sprechen, in dem sich die Zulieferer erster
Ordnung an solche zweiter Ordnung und diese wieder an solche
dritter Ordnung zur Herstellung bestimmter Komponenten wenden.
Schliesslich achten die Auftraggeber darauf, daß ihre Zulieferer
ihren     Kundenkreis     diversifizieren     und    sogar    selbständige
Produkte      entwickeln,    um    im gegenseitigen        Interesse die
gegenseitige Abhängigkeit nicht zu groß werden zu lassen, da
sonst bei Schwierigkeiten ihre Existenz gefährdet sein könnte.
Diese neue Konzeption des Zulieferwesens beinhaltet auch die
Beachtung       der    arbeitsrechtlichen      Bestimmungen      und    der
tarifvertraglichen Regelungen.
2.     Neue Anforderungen für die Unternehmen im Zulieferwesen
Die      Notwendigkeit,      sich     zu    spezialisieren        und    zu
diversifizieren, bedeutet         für die Zulieferunternehmen oft
bedeutende Anpassungen. Diese oft kleinen Unternehmen, von nur
wenigen Auftraggebern in ihrer örtlichen Umgebung abhängig, sind
oft     nur    schlecht    auf    die    neuen    Wettbewerbsbedingungen
vorbereitet.
Sie stellen neue Anforderungen an die                  Verbesserung     der
Rahmenbedingungen,       bezüglich    verbesserter      Information     und
Strategieanpassung.
 ---pagebreak--- Die     stärkere     Verwendung     europäischer     Normen,     grössere
Transparenz bei den Zertifizierungsverfahren sowie eine Klärung
der Stellung des Zulieferers im Rahmen öffentlicher Aufträge
werden einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im
 Zulieferwesen leisten. Dies sind auch Vorbedingungen für eine
systematische         und       ausgeglichene        Ausweitung        des
grenzüberschreitenden Zulieferwesens.
Darüber       hinaus      müssen      bessere     Informationen        auf
Gemeinschaftsebene über Zulieferkapazitäten und -möglichkeiten
sowohl im Rahmen öffentlicher Aufträge als auch bei grossen
europäischen       Projekten       verfügbar     sein,      damit      die
Zulieferunternehmen ihren Kundenkreis diversifizieren können.
Bessere     Kenntnisse     der    technologischen     Entwicklung,     von
Innovationen      und    im    Normenbereich     wie     auch    in    der
Marktentwicklung allgemein sind notwendig, um sich besser
spezialisieren zu können.
Leichter zugängliche, einfache und aktuelle Informationen sind
also eine Vorbedingung, damit sich die Zulieferunternehmen auf
einen Markt gemeinschaftlicher Dimension vorbereiten können.
Darüberhinaus        müssen      sie     jedoch      eine      umfassende
Unternehmensstrategie         entwickeln.      Sensibilisierung        und
Fortbildung     auf    den   Gebieten     Innovation,     Marketing und
Management sind deshalb besonders wichtig.
Um    die    für die      Spezialisierung     notwendigen     innovativen
Investitionen tätigen zu können, sind die Zulieferunternehmen
auf stabile und ausgewogene Beziehungen mit ihren Auftraggebern
sowie auf einen regelmässigen und vorausschauenden Dialog mit
ihnen angewiesen.
Schliesslich         können        Kooperationen        mit        anderen
Zulieferunternehmen dazu beitragen, die "kritische Masse" auf
dem Gemeinschaftsmarkt zu erreichen, um sich aussichtsreiche
neue Märkte und neue Spezialisierungssegmente zu erschliessen.
C.    Die Rolle der Europäischen Gemeinschaft
Der institutionelle Rahmen des Zulieferwesens ist - in erster
Linie - aufgrund der Industriestruktur, des Entwicklungsstandes
der Zuliefertätigkeit sowie der traditionellen Rolle der
Wirtschaftsverbände und der öffentlichen Stellen - von Land zu
Land verschieden.
Angesichts der beschriebenen Anforderungen der Unternehmen, ist
es     Aufgabe      der     Gemeinsschaftsinstanzen,         zum     einen
sicherzustellen, dass im Rahmen des Binnenmarktes für das
Zulieferwesen ein günstiges rechtliches und wirtschaftliches
Umfeld geschaffen wird - insbesondere, was seine transnationale
Entwicklung betrifft - und zum anderen ist es notwendig, zur
Verbesserung der Information und der Kommunikation zwischen
Auftraggebern und Zulieferern aus verschiedenen Regionen Europas
sowie     zur      Förderung      des     Zulieferwesens       und     von
partnerschaftlichen Beziehungen beizutragen, damit das Potential
des grossen Marktes optimal ausgeschöpft wird.
Deshalb wird die Kommission der Europäischen Gemeinschaften
dahingehend tätig, dass sie in Ergänzung nationaler Massnahmen
                                                  \                        Î
                                                   \
 ---pagebreak---  eine Reihe von Initiativen entwickelt, die auf die Schaffung des
 für    eine    harmonische    Entwicklung    der     Beziehungen    im
 Zulieferwesen und die Förderung der transnationalen Dimension
 dieser Beziehungen notwendigen Bedingungen abzielen.
 II.   SCHAFFUNG GÜNSTIGER RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DAS ZULIEFERWESEN
       IM HINBLICK AUF DEN BINNENMARKT
 A.    Zulieferwesen und gemeinschaftliches Wettbewerbsrecht
 Im Jahre 1978 sah sich die Kommission veranlasst, die
 Zulieferverträge nach Artikel 85 Absatz 1 des Römischen Vertrags
 zu beurteilen (4).
 Diese Bekanntmachung stellte klar, welche Art von Verträgen
 nicht unter das Verbot des Artikels 85 Absatz 1 fallen ;
weiterhin wurden Zweifel darüber beseitigt, inwieweit diese Form
der Arbeitsteilung mit den Wettbewerbsregeln der Gemeinschaft
vereinbar ist. Damit ergänzte die Kommission im Bereich des
 Zulieferwesens     die   vorhergehenden     Bekanntmachungen     über
Vereinbarungen zur zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit und über
Vereinbarungen von geringer Bedeutung und leistete damit einen
Beitrag zur Erreichung ausgeglichener Beziehungen zwischen
Unternehmen und       zur Erweiterung der Möglichkeiten einer
fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen ihnen.
B»    Vollendung     des    Binnenmarktes    und     Massnahmen    zur
      Verbesserung der Rahmenbedingung der KMU
Die von der Kommission im Rahmen des Weissbuchs zur Vollendung
des Binnenmarktes unternommenen Arbeiten können die Beziehungen
im Zulieferwesen allgemein und speziell im grenzüberschreitenden
Zulieferwesen verbessern. Die verschiedenen Initiativen, die in
der Ratsentscheidung vom Juli 1989 zur Verbesserung der
Rahmenbedingungen der Unternehmen und zur Förderung der
Entwicklung von Unternehmen, insbesondere der KMU, in der
Gemeinschaft vorgeschlagen sind, tragen ebenfalls zu diesem Ziel
bei.
Da das Zulieferwesen zahlreiche Wirtschaftsbereiche berührt,
wird seine Entwicklung von den meisten Gemeinschaftspolitiken -
wie der Regionalpolitik, der Sozialpolitik, der Politik in bezug
auf Innovation und Technologietransfer usw. - beeinflusst. So
tragen auch einige im Rahmen des SPRINT-Programms entwickelte
Initiativen zur Förderung der grenzüberschreitenden Kooperation
zwischen Organisationen und Unternehmen im Zulieferwesen bei.
Darüber hinaus werden         im Rahmen     der    gemeinschaftlichen
industriellen     R     &   D   Programme,    .wie    BRITE,    EURAM,
Forschungsvorhaben, bezüglich des Zusammenspiels und gemeinsamer
Probleme von Zulieferern und Auftraggebern berücksichtigt.
C     Normen und Zertifizierungen
Die von der Kommission seit Annahme der Richtlinie 83/189/EWG
durch den Rat und der Entschliessung vom 7. Mai 1985 verfolgte
Politik trägt spürbar dazu bei, die technischen Handelshemmnisse
einzuschränken und die Bedingungen, denen die europäischen
Produkte     entsprechen    müssen,   klarzustellen,      insbesondere
4 ABl. C 1 3.1.79
 ---pagebreak--- bezüglich der wesentlichen         Sicherheits-,     Gesundheits-     usw.
anforderungen.
Die Ablösung interner Einkaufsspezifikationen oder Vorschriften
durch    Normen    hat    für    die     Zulieferer     eine    fundamentale
Konsequenz, da sie einen ausgewogeneren technischen Dialog
zwischen    Auftraggeber      und    Zulieferer     ermöglichen      und   zu
Kosteneinsparungen      im Produktions- sowie im Kontroll- und
Überwachungsbereich         führen.       Darüberhinaus       werden      die
harmonisierten      Normen      auf     der    Grundlage      fundamentaler
Normungsprinzipien         ausgearbeitet        :      Teilnahme        aller
interessierten      Parteien      über     die    Normungsorganisationen,
Transparenz, öffentliche Befragung, usw..
Die Kommission beabsichtigt, ihre Politik der Förderung der
europäischen       Normen,        insbesondere        in     Rahmen       der
Harmonisierungsrichtlinien und der Richtlinien zum öffentlichen
Auftragswesen, fortzusetzen.
Im übrigen ist eine angemessene Information über die Normung für
die Zulieferer, die grenzüberschreitende Beziehungen eingehen
möchten, besonders notwendig. In einer "Feasibility Study" wird
derzeit untersucht, wie die Informationsverbreitung                   und
transparenz über verabschiedete und geplante Normen verbessert
werden können.
Heute bestreitet niemand mehr, wie wichtig die Qualität für den
wirtschaftlichen Fortschritt und den Erfolg der Unternehmen ist;
damit sind die Verbesserung der Verdingungsunterlagen und die
Verschärfung der Konformitätsanforderungen, die das Unternehmen
an seine Lieferanten stellt, untrennbar verbunden.
Die Lieferanten müssen sich also Verfahren zur Bestätigung der
Konformität unterziehen, die ihnen - weil sie so zahlreich und
komplex sind - häufig unverhältnismässig hohe Kosten verursachen
und jedoch eine unabdingbare Voraussetzung sind, wenn sie ihre
Aktivitäten über die Grenzen hinweg ausdehnen wollen.
Die Massnahmen der Kommission zielen               auf die gegenseitige
Anerkennung der Zertifizierungs- und              Prüfverfahren ab und
beziehen sich auf drei Schwerpunkte:
     Aufstellung gemeinsamer Kriterien für die Transparenz bei
     der    Bewertung     der    Kompetenz     und    Funktionsweise      der
     Zertifizierungsstellen und der Prüfstellenakkreditierung;
     Durch    eine    Entscheidung       des   Rates     Einführung     einer
     Gesamtheit von Modulen für die verschiedenen Elemente der
     Zertifizierungsverfahren          zwecks     Verwendung       in     den
     gemeinschaftlichen Rechsvorschriften ;
     Schaffung einer europäischen Struktur zur Regelung der
     gegenseitigen       Anerkennung       der    Zertifizierungen        und
     Prüfungen       auf      der      Grundlage       von       gemeinsamen
     Transparenzkriterien.
                                                                              AO
 ---pagebreak---  Die Kommission hat kürzlich        dem Rat  dementsprechend eine
 politische     Erklärung     und     einen    Entscheidungsentwurf
 vorgelegt.(5)
 Im übrigen wird die Kommission untersuchen, welche Kosten und
 welcher Material- und Personalbedarf im Zusammenhang mit der
 Vielfalt der Zertifizierungsverfahren für die europäischen
 Zulieferunternehmen    entstehen,     sowie  die    erforderlichen
 Initiativen     ergreifen,      um      die    Unternehmen     und
 Zertifizierungsstellen auf diese Problematik aufmerksam zu
 machen.
 D.   Zahlungsfristen
 Ein weiteres wichtiges Problem für die Zulieferer sind die
 Zahlungsfristen. Auf diesem Gebiet bestehen noch sehr grosse
Unterschiede. So müssen italienische Zulieferer ein Zahlungsziel
von bis zu 120 Tagen hinnehmen, während die deutschen
Unternehmen ihre Zulieferer im allgemeinen innerhalb von 30
Tagen bezahlen.
 In acht von zwölf Ländern sind die Zahlungsbedingungen
gesetzlich geregelt, und in mindestens sieben dieser Länder
ergeben sich aus den einschlägigen Vertragspraktiken für die
Zulieferer sehr ernste Probleme.
Die Kosten des zwischenbetrieblichen Kredits, die sowohl durch
verspätete Zahlung als auch durch die unterschiedlichen Termine
der Bezahlung des Grundstofflieferanten und der Bezahlung durch
den Auftraggeber verursacht werden, können sich auf 2 bis 3 %
des Umsatzes des Unternehmens belaufen. Dadurch kann die
Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen bedroht werden.
Da das Problem der Zahlungsfristen nach Ansicht der Kommission
einen entscheidenden Faktor für die Lebensfähigkeit der kleinen
und mittleren Unternehmen darstellt und die derzeit bestehenden
Unterschiede zwischen den Rechtsvorschriften und Praktiken der
verschiedenen      Mitgliedstaaten      der   Gemeinschaft      dem
innergemeinschaftlichen Handel zum Nachteil gereichen können,
wird sie sich in Absprache mit den nationalen Behörden und den
Fachkreisen der verschiedenen Mitgliedstaaten eingehend mit
dieser Frage beschäftigen.
E.    Haftung
Das Inkrafttreten der Richtlinie 85/374/EWG (1) zur Angleichung
der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über
die Haftung für fehlerhafte Produkte, hat für das Zulieferwesen
insoweit unmittelbar Bedeutung, als diese Richtlinie den
Grundsatz der objektiven Verantwortung des Herstellers für
Schäden festlegt, die durch die Fehlerhaftigkeit seiner Produkte
verursacht worden sind; dabei bezeichnet das Wort "Hersteller"
im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 den "Hersteller des
Endprodukts, eines Grundstoffs oder eines Teilprodukts...".
Der Hersteller ist von dieser Haftung entbunden, wenn "...der
Fehler durch die Konstruktion des Produkts, in welches das
Teilprodukt eingearbeitet wurde, oder durch die Anleitungen des
5 KOM(89) 209 endg.
                                                                    ,M
 ---pagebreak---  Herstellers    des    Produkts   verursacht    worden  ist"     (Art.7
 Buchstabe f).
 Da die Beweislast beim Hersteller liegt, kommt der Abfassung des
 Vertrages, in dem die Spezifizierungen des Auftraggebers und die
 verlangten Kontrollen genau festgelegt sind, besondere Bedeutung
 zu. Auf diesen Vertrag kann man sich nämlich als "Anleitungen
 des Herstellers" berufen.
 Ferner sieht Artikel 5 der Richtlinie die gesamtschuldnerische
 Haftung der Hersteller vor, wenn mehrere Personen für denselben
 Schaden haften. In diesem Zusammenhang könnte demnach der
 Zulieferer haftbar gemacht werden.
 Angesichts der spezifischen Probleme für das Zulieferwesen wird
 die    Kommission    eine   Expertengruppe    einsetzen,    die    die
 Auswirkungen der Richtlinie im Bereich des Zulieferwesens
 untersuchen wird.
 III. VERBESSERUNG DER INFORMATION UND DER KOMMUNIKATION ZWISCHEN
      AUFTRAGGEBERN UND ZULIEFERERN
 Im Rahmen des Aktionsprogramms für kleine und mittlere
 Unternehmen hat die Kommission eine Reihe von Initiativen zur
 Verbesserung der Information und der Kommunikation zwischen
 Auftraggebern und Zulieferunternehmen auf Gemeinschaftsebne
 entwickelt.
A.    Mehrsprachige sektorbezogene Terminologien
 Da    es    sich    bei    den    Zulieferungprodukten    nicht     um
 Standarderzeugnisse handelt, sind sie in den herkömmlichen
Nomenklaturen nicht aufgeführt. Es war also eine der ersten
Aufgaben      der     Kommission,     mehrsprachige    sektorbezogene
Terminologien zu erstellen, um somit den Kontakt zwischen
Auftraggebern und Zulieferern aus verschiedenen Ländern zu
erleichtern. Sie dienen darüber hinaus als Grundlage für den
Aufbau von Datenbanken und "Zulieferbörsen" und können mittels
kompatibler Telematiksysteme einen grenzüberschreitenden Verbund
dieser Systeme ermöglichen.
Das Büro für Unternehmenskooperation ist seit 1976 in dieser
Richtung tätig, und Ende 1989 werden die zwei bestehenden Werke
durch sechs neue ergänzt, so dass die meisten Bereiche, in denen
Zulieferaufträge vergeben werden (Metall, Kunststoffe und Gummi,
Textilien, Holz, Elektronik, industrielle Dienstleistungen,
Keramik und       allgemeine Dienstleistungen       für Unternehmen)
abgedeckt sind.
B.    Hilfsmittel für die Partnersuche
Die Partnersuchsysteme des Büros für Unternehmenskooperation,
und zwar sowohl das herkömmliche System der Angebote für
Kooperationsmöglichkeiten als auch das neue informatisierte BC-
NET sowie Netze im SPRINT-Programm, stellen wichtige Hilfsmittel
zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Auftraggebern und
Zulieferern und zur Erleichterung der Partnersuche in anderen
Mitgliedstaaten der Gemeinschaft dar.
                                                                        JÎ,
 ---pagebreak---                                     10
 Die Kommission beschäftigt sich derzeit mit der Bewertung und
 Verbesserung dieser Instrumente im Hinblick auf ihre spezifische
 Nutzung im Zulieferwesen.
 C.   Elektronischer Datentransfer
 Der   elektronische    Datenaustausch    gewinnt    im Handel der
 Gemeinschaft rasch an Bedeutung. Seine Zunahme stellt eine
 besondere Herausforderung      für die kleinen und mittleren
 Unternehmen dar.
 Das mit Beschluss 87/499/EWG des Rates eingeführte Programm
 TEDIS zielt in diesem Zusammenhang auf die Förderung der
 koordinierten         Entwicklung         der          elektronischen
 Datentransfersysteme ab.
 Im Rahmen dieses Programms bestehen bereits Pilotprojekte für
 die kleinen und mittleren Unternehmen. Es scheint wünschenswert,
 diese Aktionen fortzusetzen, um Leitlinien für eine auf die
 Zulieferer ausgerichtete Sensibilisierungsaktion aufzustellen.
 D.   Ein Europäisches Informationszentrum für das Zulieferwesen
Die Vollendung des einheitlichen Binnenmarktes im Jahre 1992 und
die neuen Anforderungen an die Zulieferer hinsichtlich der
technologischen    Anpassung    und der      Diversifizierung     ihrer
Absatzmärkte sowie die wachsende Komplexität der rechtlichen und
technischen        Normen        bedeuten       ein         verstärktes
 Informationsbedürfnis der Unternehmen insbesondere bezüglich
grenzüberschreitenden Informationen.        Vor diesem Hintergrund
haben die Kommissionsdienststellen im Rahmen einer Studie die
Realisierbarkeit eines Europäischen Informationszentrums für das
Zulieferwesen     prüfen     lassen.    Diese     Studie     hat    die
Informationsbedürfnisse        der      Unternehmen        und      die
Erfolgsbedingungen eines solchen Zentrums deutlich werden
lassen. Um die Schlussfolgerungen der Studie zu überprüfen, hat
die    Kommission    die    wichtigsten    interessierten      Parteien
konsultiert    (Unternehmen,    Verbände,    lokale und       nationale
Behörden etc.). Im Rahmen der Durchführbarkeitsstudie und der
Arbeiten des Ausschusses der Regierungssachverständigen über das
Zulieferwesen wurde bereits eine Anhörung eingeleitet. Derzeit
ist den genannten Gesprächspartnern und möglichst vielen
potentiell        betroffenen         Gremien         (Handelskammern,
Entwicklungsagenturen usw. ...) ein Entwurf zugesandt worden.
Auf der Grundlage ihrer Reaktionen wird die Kommission ihre
Arbeiten an diesem Projekt fortsetzen. Gegebenenfalls könnte das
Zentrum im Laufe des Jahres 1990 seine Arbeit aufnehmen.
In jedem Fall würde dieses Europäische Informationszentrum für
das Zulieferwesen nicht an die Kommission angebunden sein ;
vielmehr würde es sich um ein unabhängiges Organ handeln, das
Verbindung und Schnittstelle zu lokalen, regionalen oder
nationalen         Vertretungs-,          Unterstützungs-           und
Beratungseinrichtungen     auf dem     Gebiet    des    Zulieferwesens
darstellen würde. Es         würde eine unkomplizierte Struktur
aufweisen und sich schon nach kurzer Zeit selbst tragen.
                                                                        J2>
 ---pagebreak---                                    11
Seine Aufgaben könnten etwa darin bestehen
     den     Informationsfluss     zwischen      Auftraggebern    und
     Zulieferern auf europäischer und internationaler Ebene zu
     verbessern,
     aktualisierte und leicht zugängliche Informationen über die
     rechtlichen,      wirtschaftlichen,      institutionellen    und
     technischen Rahmenbedingungen des Zulieferwesens in den
     zwölf Mitgliedstaaten sowie in anderen Ländern (Vereinigte
     Staaten, Kanada, Japan) zu liefern,
     den Zulieferern einen direkten Zugang zu den Datenbanken
     für Normen (ICONE) und Zertifizierungssysteme (PROMOLOG-
     CERTIFIKAT) zu ermöglichen,
     regelmässig und rechtzeitig über die Möglichkeiten der
     Zulieferung     im    Rahmen     öffentlicher     Aufträge   und
     europäischer Grossprojekte zu informieren,
     die Bildung von Konsortien, europäischen wirtschaftlichen
     Interessenvereinigungen      und      anderen      Formen    der
     Zusammenarbeit zu fördern, um gemeinsam auf Marktangebote
     zu antworten oder sich kommerziell und verwaltungstechnisch
     für die Erschliessung neuer Märkte, insbesondere von
     Exportmärkten, zu organisieren,
     an zentraler Stelle die Möglichkeit zu bieten, sich über
     die Kapazitäten der grenzüberschreitenden Zulieferung zu
     informieren,
     ein Forum zu schaffen, um einen Erfahrungsaustausch und
     Begegnungen zum Thema Zulieferwesen zu ermöglichen,
     die Erforschung und Analyse des Zulieferwesens zur fördern.
IV. DIE FÖRDERUNG     DES ZULIEFERWESENS     UND  PARTNERSCHAFTLICHER
BEZIEHUNGEN
Um die strukturellen Anpassungungen des Zulieferwesens in der
Gemeinschaft zu begleiten, hat die Kommission eine Reihe von
Massnahmen     entwickelt,    um    die     Leistungsfähigkeit    des
Zulieferwesens zu verbessern und partnerschaftliche Beziehungen
zwischen Auftraggebern und Zulieferunternehmen zu fördern.(6)
A.   Sensibilisierung für die Partnerschaft
In    Verbindung     mit    den    Vermittlungseinrichtungen      des
Zulieferwesens und den Käuferverbänden könnten eine Reihe         von
Pilotaktionen geplant werden, um die Unternehmen für              die
Notwendigkeit zu sensibilisieren, in ihren Planungen              und
Verhandlungen dem Begriff der Partnerschaft Raum zu geben         und
den Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene zu verbessern.
Diese Aktionen wären unter anderem auf die Förderung der
Verwendung    europäischer    und    nationaler     Normen   in   den
Verdingungsunterlagen, eine frühere Planung der Aufträge, das
Problem der Zahlungsfristen, die Zusammenarbeit von Auftraggeber
und Zulieferer bei der Wertanalyse, die technische Unterstützung
des Zulieferers usw. ausgerichtet.
6 Der Begriff "Partnerschaft" beinhaltet dabei eine
Kocperationsbeziehung zwischen Unternehmen, wie etwa im Rahmen
des Programms "Europartnerschaft" - "Europartenariat".
                                                                      JM
 ---pagebreak---                                     12
 Die Sammlung und Verbreitung von Berichten über erfolgreiche
Partnerschaften auf europäischer Ebene würde ebenfalls zur
Förderung dieser Beziehungen beitragen.
B.    Aufwertung des Status des Zulieferers
 1.   Praktischer Leitfaden zu den rechtlichen         Aspekten   der
      Tätigkeit industrielle Zulieferer
Im Hinblick auf die Vollendung des Binnenmarktes und die Zunahme
grenzüberschreitender Beziehungen hat die Kommission einen
praktischen Leitfaden zu den rechtlichen Aspekten der Tätigkeiu
 industrieller Zulieferer erarbeitet.
Dieser praktische Leitfaden, der aus zwei Teilen besteht, soll
den Zulieferern, die grenzüberschreitende Beziehungen eingehen
möchten, als Vademecum dienen. Der erste Teil behandelt den
schriftlichen Vertrag sowie die verschiedenen in diesen Vertrag
aufzunehmenden     Klauseln.     Der    zweite   Teil    ist    einer
vergleichenden    Analyse    des   Zulieferwesens    in den zwölf
Mitgliedstaaten unter rechtlichen Aspekten gewidmet.
2.    Zulieferwesen und öffentliche Aufträge
Die Zulieferung gewinnt bei öffentlichen Aufträgen zunehmend an
Bedeutung. Sie bietet KMU mit der Aufteilung in Lose eine
weitere Möglichkeit des Zugangs zu Grossprojekten.
In ihrer Mitteilung zu den regionalen und sozialen Aspekten des
Zulieferwesens, die eine Anpassung der regionalen Präferenzen an
das gemeinschaftliche Wettbewerbsrecht und damit den freien
Wettbewerb für diesen Bereich vorsieht, setzt sich die
Kommission für einen verbesserten Zugang der KMU für öffentliche
Aufträge ein.(7)
Nach    Ansicht   der    Kommission     sind   zur   Förderung    des
Zulieferwesens bei öffentlichen Aufträgen zwei Massnahmen zu
ergreifen :
      zum einen sind die Informationen über die potentiellen
      Möglichkeiten der Zulieferung zu verbessern,
      zum anderen ist die rechtliche Stellung des Zulieferers zu
      klären und zu präzisieren.
Bezüglich der Möglichkeiten für Zulieferer sieht die vor kurzem
vom Rat geänderte Richtlinie 71/305/EWG ("Bauaufträge") vor,
dass die vergebende Stelle in der Ausschreibung Informationen
des    Generalunternehmers    über     seine   Absichten   bezüglich
Unteraufträgen vorsehen kann. Da sich die Generalunternehmen in
diesem Stadium auf bestimmte Subunternehmen festgelegt haben
können, wäre es wünschenswert, wenn die vergebenden Stellen
bereit wären, interessierten Subunternehmen Listen potentieller
Generalunternehmen zur Verfügung zu stellen.
Diese Informationen müssten früh genug mitgeteilt werden, um den
Zulieferern die Möglichkeit zu geben, schon vor Einreichung der
Angebote, Kontakt zu den potentiellen Bietern aufzunehmen. Das
7 Sek(89) 400 endg.
                                                                      JS
 ---pagebreak---                                      13
der Datenbank TED angeschlossene Netz der Euro-Info-Centres
 sorgt bereits für die Bekanntgabe der Ausschreibungen und
unterstützt die KMU bei der Abgabe von Angeboten für die
 interessierenden Aufträge.
Die Festlegung eines klaren und ausgewogenen rechtlichen Rahmens
 für die Zulieferer würde die Voraussetzung dafür schaffen, mit
mehr Vertrauen und einem grösseren Mass an Sicherheit
öffentliche     Aufträge     aus     anderen     Mitgliedstaaten     der
Gemeinschaft zu übernehmen.
 Die Kommission wird im Rahmen einer Mitteilung und einer
Empfehlung zur Beteiligung der KMU an öffentlichen Aufträgen
diesbezügliche Vorschläge vorlegen.
3.    Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen
      Zulieferern
Ferner fördert die Kommission die Entwicklung spezifischer
Aktionen zwischen Regionen verschiedener Mitgliedstaaten der
Gemeinschaft,      die     von      Vermittlungseinrichtungen        des
Zulieferwesens durchgeführt werden und darauf abzielen, die
Annäherung von einander ergänzenden Unternehmen zu erleichtern
und zu fördern und diese dadurch in die Lage zu versetzen, sich
gemeinsam an grösseren Aufträgen zu beteiligen. Die EWIV ist für
die     gemeinsame      Beteiligung       kleiner      und     mittlerer
Zulieferunternehmen     an einem bestimmten          Vorhaben bestens
geeignet.
c.    Unterstützung     der      Zulieferunternehmen       bei     ihren
      Modernisierungsbemühungen       und     ihrem     Streben     nach
      technologischer Anpassung
Eine Pilotaktion für die Ausbildung von KMU-Leitern und -
Angestellten in fertigungssynchroner Materialwirtschaft ("Just-
in-Time") wurde in drei Unternehmen in Frankreich, Belgien und
Grossbritannien       durchgeführt.        Der       Auswertungsbericht
unterstreicht       die      Tatsache,       dass       eine      solche
betriebswirtschaftliche Methode eindeutige Verbesserungen bei
den Betriebsabläufen mit sich bringt, dass ihre erfolgreiche
Einführung jedoch durch eine Reihe von Faktoren in den
Zulieferunternehmen bedingt ist. Hier sind insbesondere die
Verfügbarkeit des Personals und die notwendige Planung bei der
Auftragserteilung durch den Auftraggeber zu nennen.
Im Bereich der Qualitätsverbesserung der Zulieferunternehmen,
führt    die   Kommission     derzeit     eine     grenzüberschreitende
Pilotaktion     zur     Einführung      von     Gutesicherungs-      und
Qualitätskontrollsystemen        in'     kleinen      und     mittleren
Zulieferunternehmen durch.
Ferner werden in den verschiedenen Mitgliedstaaten zur Zeit auf
Initiative der Auftraggeber, der Vermittlungseinrichtungen, der
öffentlichen Stellen oder der Zulieferer selbst eine Reihe von
Massnahmen durchgeführt, deren systematische Erfassung geplant
ist.
                                                                         >
 ---pagebreak---                                     14
 D.   Förderung des europäischen Zulieferwesens für ausländische
      Direktinvestitionen und in Drittländern
 Um ein genaueres und gründlicheres Bild über das Zulieferwesen
 in Japan zu verschaffen zu können, organisierte die Kommission
 Ende 1988 eine Studienreise nach Japan.
 38 Vertreter von Organisation des Zulieferwesens nahmen an
 dieser Studienreise teil mit dem Auftrag, bei ihrer Rückkehr den
 Unternehmen,    die   sie    vertreten,    die    dort    gesammelten
 Informationen weiterzugeben.
 Eine der ersten      daraus gezogenen      Lehren    war, dass die
 europäischen   Unternehmen    verstärkte    Anstrengungen    in   den
 Bereichen Produktivität und Produktqualität unternehmen müssen.
 Dies ist angesichts der japanischen Investitionen in Europa, die
 einen erheblichen potentiellen Zuliefermarkt darstellen, von
 besonderer Bedeutung.
 Die Kommission wird im Frühjahr 1990 einen Kongress zur Thematik
 organisieren, wie europäische Zulieferer die Chancen japanischer
 Investitionen in der Gemeinschaft aufnehmen können. In diesem
 Zusammenhang ist eine vorbereitende Studie über das strategische
Konzept der japanischen Investoren und die Auswirkungen dieser
 Investitionen auf die örtlichen Unternehmen geplant.
Im Rahmen ihres Programms zur Verbesserung der Rahmenbedingungen
und zur Förderung der Entwicklung von Unternehmen, insbesondere
der    KMU,   beabsichtigt     die    Kommission    darüber    hinaus,
Exportförderungsmassnahmen für kleine und mittlere Unternehmen
durchzuführen. Dabei soll gesondert auch auf das Zulieferwesen
eingegangen werden. Der Erfolg eines derartigen Programms hängt
teilweise von den gemeinschaftlichen Massnahmen zur Verbesserung
der Wettbewerbsfähigkeit der Zulieferer ab. Eine ausführlichere
Prüfung wird aufgrund der Erfahrungen mit dem Massnahmenpaket
für     das     Zulieferwesen      durchgeführt      werden.     Diese
Exportmöglichkeiten dürfen im Rahmen der laufenden Verhandlungen
zur Handelsliberalisierung nicht unberücksichtigt bleiben.
SCHLUSSFOLGERUNG
Das Zulieferwesen gewinnt als Antwort auf die technologische
Herausforderung und den internationalen Wettbewerb eine immer
stärkere Bedeutung.
Die Perspektive 1992 lässt die Herausforderung, der sich die
Zulieferer stellen müssen, in einem neuen Licht erscheinen. Die
Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für das Zulieferwesen,
unternehmensrelevante und leicht zugängliche Informationen sowie
die Entwicklung stabilerer und ausgewogenerer Beziehungen werden
dazu beitragen, dass die angestrebten Ziele in bezug auf
verbesserte Qualität und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit erreicht
werden.
Dieser Mitteilung ist ein Entschliessungsentwurf        angefügt, der
dem Rat zur Annahme empfohlen wird.
                                                                       Jtt
 ---pagebreak---  ENTWURF
 ENTSCHLIESSUNG DES RATES ZUR ENTWICKLUNG DES ZULIEFERWESENS IN
 DER GEMEINSCHAFT
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
 gestützt auf den Vertrag           zur    Gründung    der   Europäischen
 Wirtschaftsgemeinschaft,
 nach Kenntnisnahme des EntSchliessungsentwurfs der Kommission
 unter Berücksichtigung der EntSchliessung des Rates vom 3.
 November 1986 über das Aktionsprogramm der Gemeinschaft für
 kleine und mittlere Unternehmen, und der Entscheidung des Rates
vom Juli 1989 zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der
Unternehmen und zur Förderung der Entwicklung von Unternehmen,
 insbesondere der KMU, in der Gemeinschaft,
 in Kenntnis der Mitteilung der Kommission zur Entwicklung des
 Zulieferwesens    in   der     Gemeinschaft      und    vorausgegangener
Mitteilungen "Eine Unternehmenspolitik für die Gemeinschaft"
sowie "Die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen europäischen
Unternehmen.     Eine   Antwort      auf    die    Herausforderung    des
Binnenmarkts 1992.",
 in der Erwägung, dass die Inanspruchnahme von Zulieferern vor
dem Hintergrund der Politik der Externalisierung der Unternehmen
 für die Unternehmensstrategie immer bedeutender wird ,
in der Erwägung, dass die Vollendung des einheitlichen
Binnenmarktes von 1992 den Unternehmen grössere Marktchancen
bieten, den Rückgriff auf grenzüberschreitende Zulieferungen
systematisch    erweitern     und     durch     eine    Verstärkung   des
innergemeinschaftlichen        Wettbewerbs         die      strukturellen
Veränderungen im Zulieferwesen beschleunigen wird,
in     der    Erwägung,     dass       für    die      Entwicklung    des
grenzüberschreitenden     Zulieferwesens       eine    Verbesserung   der
Rahmenbedingungen notwendig ist,
in der Erwägung, dass dem Zugang zu sachdienlicher Information
sowie der      Förderung    der    Kommunikation       für den Aufbau
grenzüberschreitender Zulieferbeziehungen besondere Bedeutung
zukommt,
in     der    Erwägung,      dass       die     Anpassung      an    neue
Wettbewerbsbedingungen       sowie      an     Spezialisierungs-      und
Diversifizierungserfordernisse und der Trend zu stabileren und
ausgewogeneren     Zulieiferbe Ziehungen      besondere     Anstrengungen
seitens der Auftraggeber und der Zulieferunternehmen erfordern,
                    M
                                                                          M
 ---pagebreak--- NIMMT mit Interesse die bisherigen Massnahmen der Kommission,
insbesondere     auf      dem     Gebiet     der    Förderung    des
grenzüberschreitenden Zulieferwesen, ZUR KENNTNIS;
FORDERT die Kommission AUF, auch in Zukunft zur Anregung,
Initierung und Koordinierung von Massnahmen zur Schaffung
günstiger Rahmenbedingungen für das Zulieferwesen beizutragen;
UNTERSTÜTZT Initiativen zur Verbesserung der Information und der
Kommunikation     zwischen      Auftraggebern    und    Zulieferern,
insbesondere die Fortsetzung der Ausarbeitung mehrsprachiger
sektorieller Terminologien und die Verbesserung der Instrumente
zur Partnersuche,
BEGRÜSST die Initiative zur Schaffung eines Europäischen
Informationszentrums für das Zulieferwesen und fordert die
Kommission auf, in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen
Verbänden ihre Arbeiten fortzusetzen,
UNTERSTREICHT   die    Bedeutung     der  Förderung   stabiler und
ausgewogener Beziehungen zwischen Auftraggebern und Zulieferern
sowie   der   Möglichkeiten      ausländischer   Investitionen   für
europäische Zulieferer,
IST DER AUFFASSUNG, dass eine Verbesserung der rechtlichen
Rahmenbedingungen     des     Zulieferwesens,    insbesondere    bei
öffentlichen Aufträgen, sowie eine sorgfältige Untersuchung des
Problems der Zahlungsfristen erforderlich sind,
WÜNSCHT, über den Fortgang der Arbeitern der Kommission im
Hinblick auf die Entwicklung des Zulieferwesens in der
Gemeinschaft auf dem Laufenden gehalten zu werden.
                                                                     J1
 ---pagebreak---                               Anhang I
   ÜBERSICHT ÜBER DIE MASSNAHMEN DER KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
    GEMEINSCHAFTEN FÜR DIE ENTWICKLUNG DES ZULIEFERWESENS IN DER
                            GEMEINSCHAFT
 ABGESCHLOSSENE MASSNAHMEN
 Konferenz "Zulieferwesen in Europa" - Mai 1988
 Pilotmassnahme zur Einführung von "Just in Time" in
 Zulieferbetrieben.
 Studienreise über das Zulieferwesen in Japan - Nov./Dez. 1988
 Terminologien im Bereich Metallverarbeitung und Plastik/Gummi.
 Praktischer Führer über die rechtlichen Aspekte von
 Zulieferverträgen in der Gemeinschaft. Veröffentlichung des
 ersten Teils über den Zuliefervertrag.
 Durchführbarkeitsstudie über ein Europäisches
 Informationszentrum für das Zulieferwesen.
LAUFENDE MASSNAHMEN
Veröffentlichung einer Studie über das Zulieferwesen und die
Integration der industriellen Produktionsprozesse in Europa.
Praktischer Führer über die rechtlichen Aspekte von
Zulieferverträgen in der Gemeinschaft. Veröffentlichung des
zweiten Teils über die Rechtslage im Zulieferwesen in den zwölf
Mitgliedsstaaten.
Konsultierung der Verbände im Zulieferwesen über das Projekt
eines Europäischen Informationszentrums für das Zulieferwesen.
Pilotmassnahme zur Einführung von Qualitätskontrollsystemen bei
kleinen Zulieferbetrieben.
Veröffentlichung der folgenden Terminologien:
      Elektronik/Elektrotechnik
      Textil
      Holz
      industrielle Dienstleistungen
      Keramik
      allgemeine Unternehmensdienstleistungen
GEPLANTE MASSNAHMEN
Auswertung und Verbesserung der Instrumente zur Partnersuche im
Bereich des Zulieferwesens.
Aktualisierung der Terminologien Metallverarbeitung und
Plastik/Gummi. Komputerisierung der bestehenden Terminologien.
Studie über die Kosten, die durch die Vielfalt der
Zertifizierungsverfahren für die KMU entstehen.
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 ---pagebreak--- Einsetzen einer Sachverständigengruppe über die Auswirkungen der
Anwendungen der Richtlinie 85/374 (Haftung für fehlerhafte
Produkte) auf Zulieferer.
Überprüfung der Auswirkungen auf das Zulieferwesen von
Unterschieden in der Gesetzgebung und in den vertraglichen
Regelungen bezüglich Zahlungsfristen.
Fortsetzung der Arbeiten betr. ein Europäisches
Informationszentrum für das Zulieferwesen. Ggf. anfängliche
Unterstützung des Projekts.
Konferenz über die Möglichkeiten japanischer Direktinvestitionen
für europäische Zulieferfirmen.
Vorschläge zur Definition eines klaren und ausgewogenen
rechtlichen Rahmens für das Zulieferwesen im Rahmen öffentlicher
Ausschreibungen.
Initiativen zu Sensibilisierung zur Partnerschaft und zur
Kooperation von Zulieferfirmen.
Finanzierung
Alle diese Massnahmen sind im Rahmen der Ratsentscheidung zur
Verbesserung der Rahmenbedingungen der Unternehmen und zur
Förderung der Entwicklung von Unternehmen, insbesondere der KMU,
in der Gemeinschaft, angesiedelt, und werden dementsprechend
über den Haushaltstitel B 7770 "Fördermassnahmen für Unternehmen
(KMU)" finanziert. Deshalb werden sie keine zusätzlichen - zu
den in diesem Rahmen bereits vorgesehenen - Ausgaben nach sich
ziehen.
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                                                            KOM(89) 402 endg.
                                                         OKUMENTE
                                  Katalognummer : CB-CO-89-350-DE-C
                                                            ISBN 92-77-52419-7
Atnt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                                                                    ax