CELEX: 62009CA0108
Language: de
Date: 2010-12-02 00:00:00
Title: Rechtssache C-108/09: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer Kammer) vom 2. Dezember 2010 (Vorabentscheidungsersuchen des Baranya Megyei Bíróság — Republik Ungarn) — Ker-Optika Bt./ÀNTSZ Dél-dunántúli Regionális Intézete (Freier Warenverkehr — Öffentliche Gesundheit — Vertrieb von Kontaktlinsen über das Internet — Nationale Regelung, wonach Kontaktlinsen nur in Fachgeschäften für medizinische Hilfsmittel vertrieben werden dürfen — Richtlinie 2000/31/EG — Informationsgesellschaft — Elektronischer Geschäftsverkehr)

29.1.2011   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 30/2
            
         Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer Kammer) vom 2. Dezember 2010 (Vorabentscheidungsersuchen des Baranya Megyei Bíróság — Republik Ungarn) — Ker-Optika Bt./ÀNTSZ Dél-dunántúli Regionális Intézete
   (Rechtssache C-108/09) (1)
   
   (Freier Warenverkehr - Öffentliche Gesundheit - Vertrieb von Kontaktlinsen über das Internet - Nationale Regelung, wonach Kontaktlinsen nur in Fachgeschäften für medizinische Hilfsmittel vertrieben werden dürfen - Richtlinie 2000/31/EG - Informationsgesellschaft - Elektronischer Geschäftsverkehr)
   2011/C 30/03
   Verfahrenssprache: Ungarisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Baranya Megyei Bíróság
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Ker-Optika Bt.
   
      Beklagter: ÀNTSZ Dél-dunántúli Regionális Intézete
   
      Gegenstand
   
   Vorabentscheidungsersuchen — Baranya Megyei Bíróság — Auslegung der Art. 28 EG und 30 EG sowie der Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt (ABl. L 178, S. 1) — Vermarktung von Kontaktlinsen über das Internet — Nationale Regelung, die den Verkauf von Kontaktlinsen Geschäften für medizinische Hilfsmittel vorbehält
   
      Tenor
   
   Nationale Vorschriften über den Vertrieb von Kontaktlinsen fallen in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt („Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr“), soweit sie den Vorgang des Verkaufs von Kontaktlinsen über das Internet betreffen. Dagegen fallen nationale Vorschriften über die Lieferung von Kontaktlinsen nicht in den Anwendungsbereich dieser Richtlinie.
   Die Art. 34 AEUV und 36 AEUV sowie die Richtlinie 2000/31 sind dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegenstehen, wonach Kontaktlinsen nur in Fachgeschäften für medizinische Hilfsmittel vertrieben werden dürfen.
   
      (1)  ABl. C 141 vom 20.6.2009.