CELEX: C2005/217/35
Language: de
Date: 2005-09-03 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Vierte Kammer) vom 14. Juli 2005 in der Rechtssache C-142/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Symvoulio tis Epikrateias [Griechenland]): Maria Aslanidou gegen Ypourgos Ygeias & Pronoias (Richtlinie 92/51/EWG — Arbeitnehmer — Anerkennung von Diplomen — Ergotherapeut)

3.9.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 217/18
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Vierte Kammer)
   vom 14. Juli 2005
   in der Rechtssache C-142/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Symvoulio tis Epikrateias [Griechenland]): Maria Aslanidou gegen Ypourgos Ygeias & Pronoias (1)
   
   (Richtlinie 92/51/EWG - Arbeitnehmer - Anerkennung von Diplomen - Ergotherapeut)
   (2005/C 217/35)
   Verfahrenssprache: Griechisch
   In der Rechtssache C-142/04 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Symvoulio tis Epikrateias (Griechenland) mit Entscheidung vom 30. Dezember 2003, beim Gerichtshof eingegangen am 17. März 2004, in dem Verfahren Maria Aslanidou gegen Ypourgos Ygeias & Pronoias hat der Gerichtshof (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten K. Lenaerts sowie der Richterin N. Colneric und des Richters K. Schiemann (Berichterstatter) — Generalanwalt: L. A. Geelhoed; Kanzler: R. Grass — am 14. Juli 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   In Ermangelung von Umsetzungsmaßnahmen, die innerhalb der in Artikel 17 der Richtlinie 92/51/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 über eine zweite allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise in Ergänzung zur Richtlinie 89/48/EWG vorgeschriebenen Frist erlassen worden sind, kann sich ein Staatsangehöriger eines Mitgliedstaats auf Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a dieser Richtlinie berufen, um im Aufnahmemitgliedstaat die Erlaubnis zur Ausübung eines reglementierten Berufes wie etwa desjenigen einer Ergotherapeutin zu erhalten.
   Diese Möglichkeit kann nicht von der Homologierung der Studienabschlüsse des Betroffenen durch die zuständigen nationalen Behörden abhängig gemacht werden.
   Die Ergänzungsmaßnahmen im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 der Richtlinie 92/51 können dem Betroffenen nur dann auferlegt werden, wenn sie in der bei der Behandlung des in Rede stehenden Antrags geltenden nationalen Regelung vorgesehen sind.
   
      (1)  ABl. C 106 vom 30.4.2004.