CELEX: 62020CA0219
Language: de
Date: 2022-02-10 00:00:00
Title: Rechtssache C-219/20: Urteil des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 10. Februar 2022 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Steiermark — Österreich) — LM/ Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld (Vorlage zur Vorabentscheidung – Freier Dienstleistungsverkehr – Entsendung von Arbeitnehmern – Richtlinie 96/71/EG – Art. 3 Abs. 1 Buchst. c – Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen – Entlohnung – Art. 5 – Sanktionen – Verjährungsfrist – Charta der Grundrechte der Europäischen Union – Art. 41 – Recht auf eine gute Verwaltung – Art. 47 – Effektiver gerichtlicher Rechtsschutz)

4.4.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 148/3
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 10. Februar 2022 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Steiermark — Österreich) — LM/ Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld
      (Rechtssache C-219/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Freier Dienstleistungsverkehr - Entsendung von Arbeitnehmern - Richtlinie 96/71/EG - Art. 3 Abs. 1 Buchst. c - Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen - Entlohnung - Art. 5 - Sanktionen - Verjährungsfrist - Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Art. 41 - Recht auf eine gute Verwaltung - Art. 47 - Effektiver gerichtlicher Rechtsschutz)
      (2022/C 148/03)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Landesverwaltungsgericht Steiermark
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: LM
      
         Beklagte: Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld
      Beteiligte: Österreichische Gesundheitskasse
      
         Tenor
      
      Art. 5 der Richtlinie 96/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen in Verbindung mit Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und im Licht des allgemeinen unionsrechtlichen Grundsatzes des Rechts auf eine gute Verwaltung ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung nicht entgegensteht, die für Verstöße gegen Verpflichtungen in Bezug auf die Entlohnung entsandter Arbeitnehmer eine Verjährungsfrist von fünf Jahren vorsieht.
      
         (1)  ABl. C 304 vom 14.9.2020.