CELEX: 51979PC0697
Language: de
Date: 1979-12-06
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES, ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUM DER TARIFSTELLE 73.02 C DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS. (1980)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUMMANGAN DER TARIFSTELLE 73.02 D DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS (1980).#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROCHROM MIT EINEM GEHALT AN KOHLENSTOFF VON 0,10 GEWICHTSHUNDERTTEILEN ODER WENIGER UND AN CHROM VON MEHR ALS 30 BIS 90 GEWICHTSHUNDERTTEILEN (HOCHRAFFINIERTES FERROCHROM) DER TARIFSTELLE EX 73.02 E I DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS (1980) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (79) 697
Vol. 1979/0238
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---    KOMMISSIOMfDEF~EUROPÄISCHEN
              SSipN1 DER EyRC
                     ' *   I 1      mm* • ^    tarn* pw# 8 ^
                                                                    GEMEINSCHAFTEN
                     /C :>"
                                                                KOM(79)697 endg.
               / ; y            /           v
               !..             <,                          ..–  Brüssel , den 6 . Dezember 1979
                 . -
                        ■   ^ ν.,. &
                                v>          *■  :       i   . ,
                 \ ^ >• x\ V 'vV w /-y                 <4^7
                             r A.           X »      » V/
                            VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                          ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES
                     GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUM DER
              TARIFSTELLE 73.02 C DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS ( 1980 )
                            VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                          ZUR ERÖFFNUNG , AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES
             GEMEINSCHATSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUMMANGAN DER
              TARIFSTELLE 73.02 D DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS ( 1980 )
                            VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                          ZUR ERÖFFNUNG , AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES
          GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROCHROM , MIT EINEM GEHALT
          AN KOHLENSTOFF VON 0,10 GEWICHTSHUNDERTTEILEN ODER WENIGER UND
               AN CHROM VON MEHR ALS 30 BIS 90 GEWICHTSHUNDERTTEILEN
                                   ( HOCHRAFFINIERTES FERROCHROM ) DER
           TARIFSTELLE . EX 73.02 E I DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS                 ( 1980 )
                                 (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
(79 ) 697 endg .
 ---pagebreak---                                        BEGRÜNDUNG
  1 . Die Gemeinschaft hat sich in den multilateralen Handelsverhandlungen im
       GATT verpflichtet , jährlich zollfreie Gemeinschaftszollkontingente für
   * " die drei folgenden Ferrolegierungen zu eröffnen :
       73.02 C            Ferrosi lizium                     , 20.000 t
       73.02 D            Ferrosi liziummangan                 5ol000 t
       ex 73.02 E I       hochraff iniertes Ferrochrom          3.000 t
       Seit 1 . Juli 19.77 können jedoch diese Ferrolegierungen aus Portugal auf­
       grund des mit diesem Land geschlossenen Abkommens zollfrei eingeführt
,      werden . Ab 1 . Januar 1980 gilt auch dasgleiche für die übrigen EFTA-
       Länder . Die vorgenannten Kontingente müssen daher um die Mengen verrin­
       gert werden , die dem Anteil dieser Länder an den Gemeinschaftsanrechnun-
       gen entspricht . Die betreffenden Kontingentsmengen werden somit für das
       Jahr 1980 auf 5.500 Tonnen für, Ferrosi lizium , auf 15.000 Tonnen für
       Ferrosi liziummangan und auf 2.300 Tonnen für hochraffiniertes Ferrochrom .
       festgesetzt .                             *
  2 . Die Vorschläge der Kommission für diese drei Ferrolegierungen beruhen
       weitgehend auf den in den Vorjahren unterbreiteten Vorschlägen für diese
       Erzeugnisse / wobei insbesondere die Zuteilung der Quoten weiter nach den
     v üblichen Regeln vorgenommen wird (Berechnung aufgrund der früheren
       Einfuhren und der Aussichten für 1980 ). Die vorgeschlagenen Verwaltungs-
       modalitäten unterscheiden sich von den für 1979 festgelegten. Modalitäten
       darin , daß die der Gemeinschaftsreserve zugewiesene Menge für jede* der
       drei Ferrolegierungen auf 5 % der Kontingentsmenge erhöht wird .
  3 . Die beiliegenden Verordnungsvorschläge betreffen die Eröffnung , Auftei­
       lung und Verwaltung der folgenden Gemeinschaftszollkontingente für das
       Jahr 1980 .             ' ,         -
               Warenbezeichnung       Kontingents -  Kontin-    Höhe der Hohe der .
                                      menge          gents -    Reserve  ersten
                                                     Zollsatz'           Rate
 Anhang A      Ferrosi lizium          5.500 t       0 %         250 t    5.250 t
 Anhang B      Ferrosi liziumman
               gan                    15.000 t       0%          750 t   14.250 t
Anhang C       hochraffiniertes
               Ferrochrom              2.300 t       0 %         100 t    2.200 t
 ---pagebreak---                                             Vorschlag einer
                                      VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Ferrosili­
                zium des Gemeinschaftszollkontingents für Ferrosilizium def Tarifstelle 73.02 C des
                                              Gemeinsamen Zolltarifs ( 19', 80 )
 DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN –
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­
 kel 113 ,           .                   •
 auf Vorschlag der Kommission,
                                    \
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­
 pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkon-
 tingent für Ferrosilizium der Tarifstelle 73.02 C bis zu
 20 000 Tonnen zu eröffnen. Diese Menge muß jedoch                          ;,
 auf S.S°o Tonnen herabgesetzt werden, um die tradi- ■
 tionellen Einfuhren aus den EFTA-Ländern zu berücksichtigen ^
die aufgrund der mit diesen Ländern . ;
 geschlossenen Abkommens zollfrei durchgeführt werden
 können. Somit ist am 1 . Januar 1980 das betreffende
 Zollkontingent zu eröffnen und auf die Mitglicdstaaten
 aufzuteilen .
 Der Gemeinschaftscharakter des Gemeinschaftszollkon-
 tingents kann dadurch gewahrt werden, daß bei der
 Ausschöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung
 der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird.
 Damit die tatsächliche Marktentwicklung der betreffen­
 den Ware weitmöglichst berücksichtigt wird, muß diese
 Aufteilung entsprechend dem Bedarf vorgenommen
 werden, der einerseits anhand der statistischen Angaben
 über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums
 getätigten Einfuhren aus Drittländern und andererseits
 nach den Wirtschaftsaussichten für das betreffende
 Kontingentsjahr zu berechnen ist.
 Während der letzten drei Jahre, für die vollständige sta­
 tistische Angaben verfügbar sind, verteilen sich die ins­
gesamt getätigten Einfuhren dieser Ware prozentual auf
 die einzelnen Mitgliedstaaten wie folgt:
 ---pagebreak---                                                    - 2 -
                                         1976          1977 . 1978
 Bénélux                                 17,91-      16,35    13,31
 Dänemark                                 0,60          0,09   0,46
Deutschland                          . . 53,88      58,10     62,02
Frankreich                                1,58         2,85    1,94
 Irland                                   0,22'        0,08    0,11
Italien                                  13,83      14,21     14,89
Vereinigtes Königreich                   11,98         8,32.   7,27
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
sichtlichen Entwicklung der Marktlage für Ferrosilizium
im Jahr 1 980läßt sich die erste prozentuale Beteiligung
an der Kontingentsmenge wie folgt festsetzen:          '
      Bénélux                                  15,79
      Dänemark                                    0,38
      Deutschland                              58,11
      Frankreich                                  2,12
      Irland                                      0,14
      Italien                                  14,32
      Vereinigtes Königreich                    ■   14 ,
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der
genannten Waren Rechnung zu tragen, ist die Kontin­
gentsmenge in zwei Raten zu teilen, wobei die erste Rate
aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur spä­
teren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten
bestimmt ist, die ihre erste Quote ausgeschöpft haben.
Um den Einführern eine gewisse Sicherheit zu geben, ist
es angezeigt, die erste Rate des Gemeinschaftszollkon-
tingents hoch, d. h. im vorliegenden Fall auf 95( V. H.
der Kontingentsmenge, festzusetzen.                  !
 Die ersten Quoten können mehr oder weniger irasch
 ausgeschöpft werden. Um Unterbrechungen zu vermei­
 den, muß daher jeder Mitgliedstaat, der seine erste
 Quote fast ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer
zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen. Diese
                  r
 ---pagebreak---                                                    - 3 -
  Ziehung muß jeder Mitgiiedstaat vornehmen, wenn jede
  seiner zusätzlichen Quoten Fast ganz ausgeschöpft ist;
  diese Ziehung muß er so oft vornehmen , wie noch eine j
  Reserve vorhanden ist. Die ersten und die zusätzlichen
■ Quoten müssen bis zum Ende des Kontingetitszcitraums
  gelten. Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge
  Zusammenarbeit zwischen den MitKlicdstjatt.il und der
  Kommission , die vor allem die - Möglichkeit haben muß,
  den Stand de* Ausschöpfung der Kontingentsmenge zu
  verfolgen und die Mitgliedstaaten darüber zu unterrich­
  ten.' ' ■ ■            r
  Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit- .
  raums in einem Mitgliedstaat eine größere' Restmenge .
  vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil :
  davon auf die Reserve übertragen , um zu verhindern. •
  daß ein Teil des Gemeinschaftszollkontingents in einem.
■ Mitgiiedstaat nicht ausgeschöpft wird , während er in
  anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
  Da das Königreich Belgien , das Königreich der' Nieder­
  lande und das Großherzogrum Luxemburg sich 'zu der
  Vfirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben'
  und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
  im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
  schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
  glieder vorgenommen werden –                  ,            <
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN; . '
        -                   Artikel 1
   ( 1 ) Für die Zeit vom 1 . Januar bis '31 . Dezember 19,' 80
   wird in der Gemeinschaft ein Gemcinschaftszollkonnn- •
   gent von -5.500 Tonnen für Ferrosilizium der Tarif-
   stelle 73.02 C des Gemeinsamen Zolltarifs eröffnet.
   (2) Die Einfuhren dieser Wc.rc, die bereits im Rahmer\
   einer anderen Zollpräfcrenz.regelung Zollfreiheit' genie­
   ßen , werden nicht auf dieses Zollkontingent angerech­
   net .
    (3 ) Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im
    Rahmen dieses Zollkontingents vollständig ausgesetzt.
                            Artikel■ 2
   ( 1 ) Das in Artikel 1 genannte Gemcfnschaftszollkontin-
   gent wird in zwei Raten gefeilt.                „
   (2 ) Eine erste Rate in Höhe von' 5.25ÜTonncn wird
   auf die Mitglicdstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vor- •
   behilflich des Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezem­
   ber 1 9, 80gelten , belaufen sich für die Mitglicdstaaten
   auf folgende Mengen : .                             '
 ---pagebreak---        Benclux                       .            829' Tonnen,        .
     . Danemark                   '                - 20 Tonncn.,
       Deutschland                  1 .■       3.051 Tonnen,.       '
       Frank, reich                               111 Tonnen,
       Irland          .                              7 Tonnen,
       Italien _                                  752 Tonnen, '
       Vereinigtes Königreich 1            ...    480 Tonnen. .
 (3 ) Die zweite Rate in Höhe von 250Tonncn bildet die
Reserve. ' ' •                       '   ■                       ^
                              Artikel 3 - .                          ■ ,
( 1 ) Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäß
Artikel 2 Absatz 2 odfr, bei Anwendung des Artikels 5 ,
die gleich Quote abzüglich des auf die Reserve übertra­
genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so ninirnt er
unverzüglich , soweit die Reservemenge ausrexht ; die
Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 5 v. H. sei'ier.;
ersreft Quoten vor, die gegebenenfalls auf die holu-rc .
 Einheit autgerundet • wird ; die Ziehung erfolgt durch
Mitteilung an die Kommission. '                 , '       V        * >
 (2) Ist nach Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
von einenv Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
 oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mirglicdsta.it'
 unverzüglich gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten
 Quote in Höhe von 2,5 v..H.> seiner ersten Quote vor,
 die gegebenenfalls auf die höhere /Einheit aufgerundet
 wird .                  '
 (3 ) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 y. H.
oder mehr ausgeschöpft, .so nimmt dieser Mitglicdstaar
gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten Q;.ote in
Höhe der dritten Quote vor. .
Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
angewandt.
 (4) Abwcichonä von den Absätzen 1 bis '3 kann jeder
 Mitglicdstaat-nicdrigere als die in diesen ASiu/ jn vor­
gesehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der Annahme
 besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden können.
 Er unterrichtet die Kommission über die Grund?,. die
ihn veranlaßt haben , diesen Absatz anzuwenden.                 • -
                   . .   /
               '.          ) ' Artikel 4          ■■      •
Die iir Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
Quoten gelten bis zum 31 . Dezcmbcn "1 980
 .          ' „              Artikel S                 ,
Die Mitgliedstaaten übertragen am 1 . Oktober 1*'8G
von ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil juf
die Reserve, der am 15 . September 1 980 20 v. Fi . de ;;
ursprünglichen -Menge , übersteigt. Sie können eine gro-
 ---pagebreak---                                                  -5 ~
ßere Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme
besteht, daß die tj£trcffcndc Menge nicht ausgeschöpft
werden kann .
Die Mitglicdstaaten teilen der Kommission spätestens
ani 1 . Oktober 19 SOdie Gesamtmenge der Einfuhren " t
der betreffenden Ware mit, die bis zum 15 . September
19'80einschließlich getätigt und auf das Gemeinschafts-
zollkontingent angerechnet wurden, sowie gegebenen­
falls den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve    v
übertragen. ,
       \
                          Artikel 6
Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der An­
rechnung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
zwecke beschränken. In diesem Fall erfolgt die Kon-                        ^
trolle der jeweiligen bestimmungsgemäßen Verwendung
gemäß den entsprechenden Gemeinschaftsvorschriften.
                         Artikel 7
Die Kömmission verbucht die Beträge der von den Mit­
gliedstaaten nach den Artikeln 2 und 3 eröffneten
Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten
über den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald
ihr die Mitteilungen zugehen.
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5.       "        ,
Oktober 1980 über die Reserve, die nach den in An­
wendung von Artikel 5 erfolgten Übertragungen ver­
bleibt.
Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve •
ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be- ■
schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem, Mit-
                          Artikel 8   '■        .
                                                                             V
 ( 1 ) Die Mitgliedstaaten' treffen die erforderlichen
 Maßnahmen, um durch die Eröffnung der von ihnen ^
 nach Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fort­
  laufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil
  an dem Gemeinschaftskontingent zu ermöglichen.
  (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­
  biet ansässigen Einführern der betreffenden Ware freien       .
  Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
  (3 ) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
  gliedstaaten wird anhand der bei der Zollstelle mit einer
  Anmeldung zum                             ' , zol L recht (Li ch    freien Verkehr
  gestellten Einfuhren der betreffenden "Ware festgestellt.       ,«
                 V
                                                                               • •/ • •
 ---pagebreak---                                                                         Artikel 9                    ,
                                                Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
                                                mit, welche Einfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange-,
                                                rechnet wurden.
                                                                        Artikel 10
                                                Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                                                Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                zusammen .
                                                             •   ,      Artikel 11          >      .
                                                Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1!BQ in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mit-
gliedstaat. "
                               .. 1 »                              v
Geschehen zu                                                               •
                                                                     Im Namen des Rates
                                                                        Der Präsident
 ---pagebreak---                                                Vorschlag einer                                   •       »
                                                                    *
                                      VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                                                                                                     " s
                  über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gcmeinschaftszollkonringents für Ferro-
                          biliziummangan der Tartfstclle 73.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs (197J>)
   DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -r- .
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­
   ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­
   kel 113 ,"
   auf Vorschlag der Kommission,
   in Erwägung nachstehender Gründe: •
   Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­
   pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkon-
   tingent für ferrosiliziummangan der Tarifstelle 73.02 D
  in Höhe von 50.000 Tonnen zu eröffnen . Diese 'Menge muß jedoch auf .
  15.000 Tonnen herabgesetzt werden , um die traditionellen Einfuhren
  aus den EFTA-Ländern zu berücksichtigen - die aufgrund der mit diesen
                                                                                                   «
  Ländern geschlossenen Abkommen zollfrei durchgeführt werden könnep »
  Deshalb ist für den 1 . Januar 1980 ein entsprechendes Gemeinschafts-
  zol Ikontingent zu eröffnen und auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen .
                            -                                     <
   Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure den
   gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kon­
   tingent haben und daß der vorgesehene Kontingentszoll-
   satz fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffen­
   den " Ware bis zur völligen Ausschöpfung des Kontin- .
   gents angewandt wird. • Der Gemeinschaftscharakter
   dieses Kontingents kann unter Beachtung ^er oben
   aufgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden, daß                     x
   bei der Ausschöpfung des Gemeinschaftszollkontingents       ,
   von einer Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten
   ausgegangen wird. Damit die tatsächliche Marktent­
   wicklung dieser Ware weitmöglichst berücksichtigt
    wird, sollte diese Aufteilung entsprechend ^Jem Bedarf
    vorgenommen werden, der einerseits anhand der stati-
 ■ stischen Angaben über die während eines repräsentati-
i ven Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus dritten
   Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsaussich-
   ten für das betreffende Kontingentsjahr zu berechnen
   ist.    '   -                                                        -
 ---pagebreak---                                                         -2-
  Während der drei letzten Jahre, für die vollständige sta­
  tistische Angaben verfügbar sind, verteilen sich die ins­
  gesamt getätigten Einfuhren dieser Ware prozentual auf
  die einzelnen Mitglicdstaatcn wie folgt:
                                            976       1977     1978
  Bénélux                                  15,29     12,67    13,82
  Dänemark                    (             0         0        o
  Deutsch and                             66,16     63,40     60,91
  Frankreich                                1,68  '   1,88-    5,54
  Irland                                    0         0        o
  Italien '                               13,92     18,56   - 15,42
  Vereinigtes Königreich                    2,95      3,49     4,31
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
sichtlichen Entwicklung der Marktlage für Ferrosili-
ziummangan im Jahre 1 980ergibt sich annähernd fol­
gende prozentuale Beteiligung an. der Kontingentsmen- ^
 ge :                                         .
       Bénélux                                  13,89
       Dänemark                                  0,02
      JDeutschland                              63,10
       Frankreich                                3,39
       Irland                                    0,02
       Italien                          '       15,90
       Vereinigtes Königreich                    3,68 ;
                            i         .
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der be­
treffenden Ware Rechnung tragen zu können, ist die
Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen, vyobei die
erste Rate aufgeteilt wird und die zweite Rate als Re­
serve zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen
Mitgliedstaaten, die ihre erste Quote ausgeschöpft
haben, bestimmt ist. Um den Importeuren eine gewisse
Sicherheit zu geben, ist es angezeigt, die erste Rate des
 Gemeinschaftszollkontingents hoch, im vorliegenden
 Fall auf 95 v. H. der Kontingentsmenge, festzusetzen.
                                                                    •••/ m m m
 ---pagebreak--- Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch
ausgeschöpft werden. Deshalb und um Unterbrechun­
gen zu vermeiden, muß jeder Mitgliedstaat, der seine
erste Quote fast ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung
einer zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen.
Diese Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vornehmen,
wenn seine zusätzlichen Quoten fast ganz ausgeschöpft
sind und soweit noch eine Reservemenge vorhanden ist.
Die ersten und die zusätzlichen Quoten müssen bis zum
Ende des Kontingentszeitraums gelten. Diese Art der
Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwi­
schen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die vor
allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der Aus­
schöpfung der Kontingentsmenge zu verfolgen und die
Mitgüedsfeaten darüber zu unterrichten.
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
 raums in einem der Mitgliedstaaten eine größere Re'st-
 menge vorhanden, so muß dieser Staat einen erhebli­
chen Teil dav.on auf die Reserve übertragen, um zu ver­
 hindern, daß ein Teil des Gemeinschaftszollkontingents^
 in einem Mitgliedstaat nicht ausgeschöpft wird, wäh­
 rend er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden
 könnte.
                                                       ■ r
 Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
 lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
 Wirtsehaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
  und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
  im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
  schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
  glieder vorgenommen werden                         ,
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                         ' Artikel l
   (1) Für die Zeit vom 1. Janaar bis 31 . Dezember 1980
   wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollkontin-
   gent von 5 . 500 Tonnen , für Ferrosiliziummangan der
   Tarifstelle 73.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs eröff­
   net. -       i                          '
    (2) Die Einfuhren dieser Ware, die bereits im Rahmen
    einer anderen Zollpräferenzregelung Zollfr'eiheit genie­
    ßen, werden nicht atif dieses Zollkontingent angerech­
    net.
    (3) Im Rahmen dieses Zollkontingents wird der Zoll­
    satz des Gemeinsamen Zolltarifs; vollständig ausgesetzt.
 ---pagebreak---                          Artikel 2
( 1 ) Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird eine
erste Rate in Höhe voril 42 5 0 Tonnen auf die Mit­
gliedstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vorbehaltlich des
Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezemberl 980gelten,
belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf folgende
Mengen:
                                          - in Tonnen
      Bénélux                              1 . 979
      Dänemark                                     3
      Deutschland                          8.992
      Frankreich                               483
      Irland                                       3
      Italien                              2.266
      Vereinigtes Königreich                   524 .
(2) Die zweite Rate in Höhe von 75 0 Tonnen bildet
die Reserve.
                         Artikel 3
( 1 ) Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäß
Artikel 2 Absatz 1 oder – bei Anwendung des Artikels
5 – die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve
übertragenen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt
er unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission –
soweit die Reservemenge ausreicht – die Ziehung einer
 zweiten Quote in Höhe von .10 v. H. seiner ersten
 Quote Yor, die gegebenenfalls auf die höhere Einheit
 aufgerundet wird.
 (2) Ist nach. Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
nach Maßgabe des Absatzes 1 unverzüglich die Ziehung
einer dritten Quore in Höhe von 5 v. H. seiner ersten
Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Einheit
aufgerundet wird.
 (3) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
 von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H. .
 oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat ''
 unverzüglich unter den gleichen Bedingungen die Zie­
 hung einer Vierten Quote in Höhe der dritten Quote
 vor.
Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
angewandt.
(4) Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 können
die Mitgliedstaaten niedrigere als die in diesen Absätzen
vorgesehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der
Annahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden
können. Sie unterrichten die Kommission über die
Gründe, die sie veranlaßt haben,' diesen Absatz anzu^
wenden .
 ---pagebreak---                             Artikel 4
  Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
  Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 1980 .
                         1 Artikel S          < ' ■
  Die Mitglicdstaatcn übertragen am 1 . Oktober 1980
  von ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf
  die Reserve , der am 15 . September 1 980 -0 v. H. der
  ursprünglichen Menge übersteigt. Sie können eine grö­
 ßere Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme
 bestellt, daß die betrettende Menge nicht ausgeschöpft
 werden kann .
  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens
  am 1 . Oktober 1 980 die Gesamtmenge der Einfuhren
  der betreffenden Wafe mit, die bis zum 15 . September
1 980 einschließlich getätigt und auf das Gemeinschafts-
  zollkontingent angerechnet wurden, . sowie gegebenen­
  falls den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve
  übertragen.
                            Artikel 6
  Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der An­
  rechnung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
  zwecke beschränken. In diesem Fall erfolgt die Kon­
  trolle der jeweiligen bestimmungsgemäßen Verwendung
  gemäß den entsprechenden Gemeinschaftsvorschriften.
                            Artikel 7
 Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­
 gliedstaaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten
  Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten
 über den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald
 ihr die Mitteilungen zugehen.
                                                     I
 Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am
  5 . Oktober1980 über die Reserve, die nach den in
  Anwendung von Artikel 5 erfolgten Übertragungen
  verbleibt.
 ■Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
  ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­
  schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-
  gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Rest­
  menge an.                                         /
                          '            {
                            Artikel 8.   '•
                                            i   ,
  ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen 1 l;e erforderlichen
  Maßnahmen, um durch die Eröffnui\; der gemäß Artir
  kel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten itie fortlaufenden
  Anrechnungen auf ihren kumuliertet- Anteil an dem
  Gemeinschaftszollkontingent zu ermög>i:hen.
  (2) Die Mitgliedstaaten garantieren d^r in ihrem Ge­
  biet ansässigen Importeuren der bet;< /fenden 'Ware
  freien Zugang zu den ihnen zugeteilten i /uoten.
 ---pagebreak---                                                                       \
                                           - 6 -
                                                (3 ) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
                                                gliedstaaten wird anhand der bei der " ZO'Llstell
                                                mit einer Anmeldung zum-
                                       zollrechtlich freien Verkehr gestelltem Ein
                                 fuhren der betreffenden Ware festgestellt .
                                                                       Artikel 9 .
                                                Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
                                                mit, welche Einfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
                                                rechnet wurden.
                                                                      Artikel 10
                                                Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                                                Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                zusammen.                      :       -t
                                                                      Artikel 11                      \
                                 -   i          Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1 980in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mit- ,
gliedstaat.
                       '                         ' \                                        „
Geschehen   ZU                                                            *
                                   .                               Im Namen des Rates
                                                                      Der Präsident
 ---pagebreak---                                                       Vorschlag einer
                                               VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                  zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontmgcnts für Ferro­
                  chrom mit einem Gehalt an Kohlenstoff von 0,10 Gewichtshundemetlen oder wen.gerund
                  an Chrom von mehr als 30 bis 90 Gewichtshundertteilen (hochraffiniertes Ferrochrom) der
                                  Tarifstelle ex 73.02 E I des Gemeinsamen Zolltarifs    ^         <
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN –
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-                                       .      _
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­
 kel 113,                                                                  ■ l        '    ■
 auf Vorschlag der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
   1                       ,                                                                 '
 Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­
pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkon-                 '
 tingent für Ferrochrom, mit einem Gehalt an Kohlen­
 stoff von 0,10 Gewichtshundertteilen oder weniger und                                           „
 an Chrom von mehr als 30 bis 90 Gewichtshunderttei-              .   .■     \
 len (hochraffiniertes- Ferrochrom) der Tarifstelle ex
73.02 E I in Höhe Von 3 000 Tonnen zu eröffnen . Diese Menge
muß jedoch auf 2.300 Tonnen herabgesetzt werden, um die
 traditionellen Einfuhren aus den EFTA-Ländern zu berück­
 sichtigen, die aufgrund der mit diesen Ländern geschlossenen
 Abkommenszollfrei durchgeführt werden können . Somit
     ist am 1 . Januar 19S0das Gemeinschaftszollkontingent;'
     zu eröffnen und auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen.
     Der Gemeinschaftscharakter des GemSinsChaftszollkon-
      tingents kann dadurch gewahrt werden, daß bei der
      Ausschöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung
      der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird.
      Damit die tatsächliche Marktentwicklung der betreffen­
      den Ware weitmöglichst berücksichtigt wird, muß diese
       Aufteilung1 entsprechend dem Bedarf vorgenommen
       weiden, der einerseits anhand der'statistischen Angäben
       über die während eines repräsentativen Bezügszeitraums
       getätigten Einfuhren aus Drittländern und andererseits
       nach den Wirtschaftsaussichten für das betreffende
       Kontingentsjahr zu berechnen ist.
       Während der drei letzten Jahre, für die vollständige sta­
       tistische Angaben verfügbar sind, verteilen sich die ins­
       gesamt getätigten Einfuhren dieser Ware prozentual auf
       die einzelnen Mitgliedstaaten wie folgt:
 ---pagebreak---                                                         - 2 -
                                          1 f6       f""7        1978
  Bénélux                                  <MS      19,37       A 0 /2 4
  Dänemark                                 0,02      0,02          0,12
  Deutschland                            32,31 . 24,93          2 7 , 61
  Frankreich                               3,74      8,23          6,5 2
  Irland                                   0,00      0,02          0,05
  Italien                                31.17     40,75 .      1 2,51 -
  Vereinigtes Königreich                 23.18       6,68     ~ 12,95 .
  Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
  sichtlichen Entwicklung der Marktlage für Fe^ochrom
  im Jahr 1 980iäßt sich die erste prozentuale Beteiligung
  an der Kontingentsmenge wie folgt festsetzen:
       Bénélux                                 18,59
       Dänemark                                 0,04
       Deutschland                             28,84
       Frankreich •*                            5,83
       Irland                                   0,02
       Italien                                 31,22
       Vereinigtes Königreich                  15,45 .
 Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der ge-_
 nannten Waren Rechnung zu tragen, ist die Kontin­
 gentsmenge in zwei Raten zu teilen, wobei die erste Rate
 aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur spä-                '
 teren Deckung 'des Bedarfs 3erjenigen Mitgliedstaaten
 bestimmt ist, die ihre erste Quote ausgeschöpft haben.
Um den Einführern eine gewisse Sicherheit zu geben, ist              \
es angezeigt, die ?rste Rate des Gemeinschaftszollkon-
tingents hoch, d. h. im vorliegenden Fall auf 95v. H der
Kontingentsmenge, festzusetzen.                                                   \
Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch
 ausgeschöpft werden. Um, Unterbrechungen zu vermei­
 den, muß daher jeder Mitgliedstaat, der seine erste
 Quote fast ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer ■
 zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen. Diese
 Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn jede
 seiner zusätzlichen Quoten fast ganz ausgeschöpft ist;                .
  diese Ziehung muß er so oft vornehmen, wie noch eine
  Reserve vorhanden ist. Die ersten und die zusätzlichen
  Quoten müssen bis zum Ende des Kontingentszeitraums
 gelten. Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge
 Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der                            -
 Kommission, die vor allem die Möglichkeit haben muß,                         ,
 den Stand der Ausschöpfung der Kontingentsmenge zu              -
verfolgen und die Mitglied&taaten darüber zu unterrich­
ten .                -
                         T
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentzeit-
raums in einem der Mitgliedstaaten eine größere Rest- ,
menge vorhanden, so muß dieser Staat einen erhebli­
chen Teil davon auf die Reserve übertragen, um zu ver­
hindern, daß ein Teil des Gemeinschaftszollkontingents
in einem Mitgliedstaat nicht ausgeschöpft wird, wäh­
rend er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden
könnte.                                                                    • • •/• • •
 ---pagebreak---                                                     - 3 -
 Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
 lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
 Wirrschafrsunion Benelux zusammengeschlossen haben
und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
glieder vorgenommen werden ––
                    I
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                         Artikel 1
( 1 ) Für die Z^it vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1980
wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollkontin-
gent von 2.30 (Tonnen für Ferrochrom mit einem
Gehalt an Kohlenstoff von 0,10 Gewichtshundertteilen
oder weniger und an Chrom von mehr als 30 bis 90
Gewichtshundertteilen .(hochraffiniertes Ferrochrom)
der Tarifstelle ex 73.02 E I des Gemeinsamen Zolltarifs
eröffnet.
(2) Die Einfuhren dieser Ware, die bereits im Rahmen
einer anderen Zollpräferenzregelung Zollfreiheit genie-
sen, werden nicht auf dieses Zollkontingent angerech­
net.
(3 ) Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im
Rahmen dieses. Zollkontingents vollständig ausgesetzt.
                         Artikel 2             ' .
( 1 ) Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird eine
erste Rate in Höhe von 2 2 0 ÖTonnen auf die Mitglied­
staaten aufgeteilt; die Quoten, die . vorbehaltlich des
Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezemberl 980 gelten,
belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf folgende
Mengen :
       Bénélux                    409        Tonnen,
      'Dänemark                      1       Tonne .,
       Deutschland                634        Tonnen,
       Frankreich              . 128         Tonnen,
       Irland                        1       Tonne,
       Italien                   687         Tonnen,
       Vereinigtes Königreich    340         Tonnen.
(2) Die zweite Rate in Höhe von 1 0 Tonnen bildet die
Reserve.
 ---pagebreak---                            Artikel 3
   ( 1 ) Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäl»
   Artikel 2 Absatz 1 oder, bei Anwendung des Artikels 5 ,
   die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve übertra­
   genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er
   unverzüglich , soweit die Reservemenge ausreicht, die
   Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 10 v. H.
   seiner ersten Quote vor, die gegebenenfalls auf die
   höhere Einheit aufgerundet wird; die Ziehung erfolgt
   durch Mitteilung an die Kommission.
   (2) Ist nach Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
   von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
   oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
   gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten Quote in
   Höhe von 5 v. H. seiner ersten Quote vor, die gegebe­
   nenfalls auf die höhere Einheit aufgerundet wird.
   (3 ) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
  von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
  oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
  unter den gleichen Bedingungen die Ziehung einer vier­
  ten Quote in Höhe der dritten Quote vor. .
  Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
  angewandt.
  (4) Abweichend von den Absätzen 1 bis 3 kann jeder
  Mitgliedstaat niedrigere als die in diesen Absätzen vor­
  gesehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der Annahme
  besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden können.
  Er unterrichtet die Kommission über die Gründe, die
  ihn veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                           Artikel 4                  ' . '
  Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
. Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 1 980 .
                           Artikel S
  Die Mitgliedstaaten übertragen am 1 . Oktober -1980
  von ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf
  die Reserve, der am 15. September^ 980 20 v. H. der
  ursprünglichen Menge übersteigt. Sie können eine grö­
  ßere Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme
  besteht, daß' die betreffende Menge nicht ausgeschöpft
  werden kann.
  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens ■
  am 1 . Oktot>er1980 die Gesamtmenge der Einfuhren
  der betreffenden Ware mit, die bis zum 15. September ,
  1 980einschließlich getätigt und auf das Gerneinschafts-
  zollkontingent angerechnet wurden, sowie gegebenen­
 falls den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve
 übertragen. "
 ---pagebreak---                                                  - 5 -
                         Artikel 6 .
Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der An­
rechnung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
zwecke beschränken. In diesem Fall erfolgt die on
trolle der jeweiligen bestimmungsgemäßen Verwendung
gemäß den entsprechenden Gemeinschaftsbestimmun­
gen.                    > •     i                        -
    *                                .     ^
     i  '                 Artikel 7
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­
gliedstaaten nach den Artikeln 2 und 3 eröffneten
Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten
über den SmnH der Ausschöpfung der Reserve, sobald
ihr die Mitteilungen zugchen.            ,
 Sie unterrichtet die Ivjitgliedstaaten spätestens am
 5 . Oktober! 980 über die Reserve; die nach den in
 Anwendung von Artikel 5 erfolgten Übertragungen
 Verbleibt.
 Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
 ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­
 schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-
 gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Rest­
 menge an.    .
                    :   , Artikel 8
  (1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen
  Maßnahmen, um durch die Eröffnung der von ihnen
  nach Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fort­
  laufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil
  an dem Gerrfeinschaftskontingent zu ermöglichen.
  (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Gebiet
 ansässigen Einführern der betreffenden Ware freien
  Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
  (3 ) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
  gliedstaaten wird anhand der bei der Zollstelle mit einer
  Anmeldung zum                                    Z
  . rechtlich freien Verkehr gestellten ,
    Einfuhren der betreffenden Ware fest­
    gestellt .                         '
 ---pagebreak---                                                                         Artikel 9
                                                 Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaaten
                                                 mit, welche Einfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
                                                 rechnet wurden.
                                                                       Artikel 10
                                                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                                                 Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                 zusammen .
                                                                       Artikel 11 '
                                                                                            [
                                                 Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1980in Kraft.
Diese Verordnung ilst in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mit-
gliedstaat.                    -              "                                               * ^
Geschehen zu                                          "         .   ^
                                                                   Im Namen des Rates
                                                                       Der Präsident
                                                                                                •y
 ---pagebreak---              FICHE FINANCIERE                                                       Date :
             1 . Ligne budgétaire concernée : Chap . 12 art . 120
                            \
                                  Λ   Α -I        .    -  ν
                                                                      ·(' .                         .
             2 . Base juridique : " Article 113 du traité                       '   ^        '
             3 . Intitulé de la. mesure tarifaire :                           .
                  Propositions de règlements du Conseil portant ouverture , répart i t ion . et
                  mode de gestion des contingents tarifaires communautaires contractuels
                  pour les ferro-alliages ( année 1980 )                              , ,
                       - ferro-si licium du 73.02 C            •    -
                       - ferro-si li co-manganèse du 73.02 D
                     . - ferro-chrome , surraff iné du ex 73.02 E I.
             4 . Objectif : Respect des engagements contractés au GATT .
             5 . Mode de calcul :
                ■   N° du T.D.C. • ^            <        73.02 C ; D et ex El
                  - Volume du / des contingent ( s ) '   5.500 tonnes , 15.000 tonnes et 2.300 tonnei
              . – Droits à appliquer .                   0 %                      .       •        • ■ . '~
                  - Droits du T.D.C.                     10                 5,5 %       et 8 %
             6 . Perte de recettes :
                                    Ferro-si li cium          Ferro-silico                   Ferro-chrome
                                                              manganèse
 Valeur 1 t^onne ( en UCE )                  385,12               407,82                              807,41
Valeur totale ( en UCE )            2.118.160            6.117.300                          -1 . 857.043
Perte , ( en UŒ )                      • 211.816              336.452                            148.563
                                     I                                                                    I
                                                            . 696.831 UCE
Par rapport à 1979 , diminution des pertes de recettes de 1.103.169 UCE