CELEX: C2004/156/17
Language: de
Date: 2004-06-12 00:00:00
Title: Rechtssache C-192/04: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Urteil der französischen Cour de cassation, erster Zivilsenat, vom 17. Februar 2004 in der Rechtssache Lagardère Active Broadcast, Rechtsnachfolgerin von Europe 1 communication SA, gegen Société pour la perception de la rémunération équitable (SPRE) und Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL), Beteiligte: Compagnie européenne de radiodiffusion et de télévision (CERT) Europe 1 SA

12.6.2004   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 156/8
            
         Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Urteil der französischen Cour de cassation, erster Zivilsenat, vom 17. Februar 2004 in der Rechtssache Lagardère Active Broadcast, Rechtsnachfolgerin von Europe 1 communication SA, gegen Société pour la perception de la rémunération équitable (SPRE) und Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL), Beteiligte: Compagnie européenne de radiodiffusion et de télévision (CERT) Europe 1 SA
   (Rechtssache C-192/04)
   (2004/C 156/17)
   Die französische Cour de cassation, erster Zivilsenat, ersucht den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch Urteil vom 17. Februar 2004, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 26. April 2004, in der Rechtssache Lagardère Active Broadcast, Rechtsnachfolgerin von Europe 1 communication SA, gegen Société pour la perception de la rémunération équitable (SPRE) und Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL), Beteiligte: Compagnie européenne de radiodiffusion et de télévision (CERT) Europe 1 SA, um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
   
               1.
            
            
               Wenn ein vom Gebiet eines Mitgliedsstaats aus sendendes Rundfunkunternehmen, um einen Teil seiner inländischen Hörer zu erreichen, einen in Grenznähe im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats gelegenen Sender verwendet, für den eine Tochtergesellschaft des Rundfunkunternehmens, an der dieses mehrheitlich beteiligt ist, die Lizenz besitzt, gilt dann für die einzige angemessene Vergütung im Sinne von Artikel 8 Absatz 2 der Richtlinie 92/100/EWG vom 19. November 1992 (1) und Artikel 4 der Richtlinie 93/83/EWG vom 27. September 1993 (2), die für die Nutzung von zu Handelszwecken veröffentlichten Tonträgern in den übertragenen Programmen zu zahlen ist, das Recht dieses anderen Mitgliedstaats?
            
         
               2.
            
            
               Bejahendenfalls: Darf das sendende Rundfunkunternehmen die von ihrer Tochtergesellschaft gezahlten Beträge von der Gebühr, die sie für den gesamten Empfang im Inland zu entrichten hat, abziehen?
            
         
      (1)  Richtlinie 92/100/EWG des Rates vom 19. November 1992 zum Vermietrecht und Verleihrecht sowie zu bestimmten dem Urheberrecht verwandten Schutzrechten im Bereich des geistigen Eigentums (ABl. L 346 vom 27. November 1992, S. 61).
   
      (2)  Richtlinie 93/83/EWG des Rates vom 27. September 1993 zur Koordinierung bestimmter urheber- und leistungsschutzrechtlicher Vorschriften betreffend Satellitenrundfunk und Kabelweiterverbreitung (ABl. L 248 vom 6. Oktober 1993, S. 15).