CELEX: 31980D0984
Language: de
Date: 1980-10-02 00:00:00
Title: 80/984/EWG: Entscheidung der Kommission vom 2. Oktober 1980 über Kontrollmethoden zur Aufrechterhaltung des amtlich anerkannt tuberkulosefreien Status der Rinderbestände in Dänemark (Nur der dänische Text ist verbindlich)

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31980D0984

80/984/EWG: Entscheidung der Kommission vom 2. Oktober 1980 über Kontrollmethoden zur Aufrechterhaltung des amtlich anerkannt tuberkulosefreien Status der Rinderbestände in Dänemark (Nur der dänische Text ist verbindlich)  

Amtsblatt Nr. L 281 vom 25/10/1980 S. 0031 - 0032

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION  vom 2. Oktober 1980  über Kontrollmethoden zur Aufrechterhaltung des amtlich anerkannt tuberkulosefreien Status der Rinderbestände in Dänemark  (Nur der dänische Text ist verbindlich)  (80/984/EWG)  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 zur Regelung viehseuchrenrechtlicher Fragen beim innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 80/219/EWG (2), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 14,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Im Königreich Dänemark sind über 99,9 % der Rinderbestände amtlich anerkannt tuberkulosefrei im Sinne des Artikels 2d der Richtlinie 64/432/EWG und erfuellen seit mindestens zehn Jahren die Voraussetzungen für diese Einstufung. Zumindest in den letzten sechs Jahren wurde Jahr für Jahr Rindertuberkulose in nicht mehr als einem von 10 000 Beständen nachgewiesen.  Alle im Königreich Dänemark geschlachteten Rinder werden, abgesehen von Hausschlachtungen für den Eigenverbrauch, einer Fleischbeschau durch einen Amtstierarzt unterzogen.  Zur Beibehaltung der Einstufung als amtlich anerkannt tuberkulosefrei müssen Kontrollmaßnahmen getroffen werden, die für Wirksamkeit sorgen und dem besonderen Gesundheitzustand der Rinderbestände in Dänemark angepasst sind.  Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -  HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:    Artikel 1 (1) Es wird ein System eingeführt mit dem sich die Ausgangs- und Durchgangsbestände, aus denen jedes Rind stammt, feststellen lassen.  (2) Alle geschlachteten Rinder, ausser den im Betrieb zum Eigenverbrauch geschlachteten, müssen einer Fleischbeschau durch einen amtlichen Tierarzt unterzogen werden.  (3) Jeder Verdacht auf Rindertuberkulose bei einem lebenden, toten oder geschlachteten Rind muß der zuständigen Behörde gemeldet werden.  (4) Die zuständige Behörde nimmt dann die erforderlichen Untersuchungen vor, um festzustellen, ob sich der Verdacht bestätigt, und geht hierbei bis zu den Ausgangs- und Durchgangsbeständen zurück. Werden bei der Tierleichenöffnung oder der Schlachtung tuberkuloseverdächtige Schäden festgestellt, so werden die Tierkörperteile, die diese Schäden aufweisen, von der zuständigen Behörde einer Laboruntersuchung unterzogen.  (5) Der Status der Ausgangs- und Durchgangsbestände als amtlich anerkannt tuberkulosefrei wird ausgesetzt. Die Aussetzung gilt so lange, bis durch klinische und Laboruntersuchungen oder Tuberkulintestes nachgewiesen wurde, daß keine Rindertuberkulose vorliegt.  (6) Bestätigt sich der Tuberkuloseverdacht durch Tuberkulintests, klinische oder Laboruntersuchungen, so wird den Ursprungs- und Transitherden der Status amtlich anerkannt tuberkulosefreier Bestände aberkannt.   Artikel 2 Der amtlich anerkannt tuberkulosefreie Status bleibt aberkannt, bis:    - alle ansteckungsverdächtigen Tiere aus der Herde entfernt sind;       - die Desinfektion von Gebäuden und Werkzeugen abgeschlossen ist;       - alle verbleibenden über sechs Wochen alten Tiere auf mindestens zwei intradermale Tuberkulinproben gemäß Anlage B der Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 negativ reagiert haben, wobei die erste mindestens sechs Monate nach der Entfernung des angesteckten Tieres aus dem Bestand und die zweite mindestens sechs Monate nach der ersten Probe vorgenommen werden müssen.          Artikel 3 Die Anzahl der rückfälligen Bestände wird der Kommission jährlich mitgeteilt. Als rückfälliger Bestand gilt ein Ausgangs- oder Durchgangsbestand, in dem ein Rind auf Mycobacterium bovis positiv reagiert hat.  (1)ABl. Nr. 121 vom 29.7.1964, S. 1977/64. (2)ABl. Nr. L 47 vom 21.2.1980, S. 25.   Die Kommission kann aufgrund dieser Mitteilung eine Entscheidung gemäß Artikel 3 Absatz 14 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 treffen.   Artikel 4 Diese Entscheidung ist an das Königreich Dänemark gerichtet.     Brüssel, den 2. Oktober 1980  Für die Kommission  Finn GUNDELACH  Vizepräsident