CELEX: 32006R1967
Language: de
Date: 2006-12-21 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 1967/2006 des rates vom 21. Dezember 2006 betreffend die Maßnahmen für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischereiressourcen im Mittelmeer und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1626/94

30.12.2006        DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                  L 409/11
                            VERORDNUNG (EG) Nr. 1967/2006 DES RATES
                                          vom 21. Dezember 2006
                     betreffend die Maßnahmen für die nachhaltige Bewirtschaftung
                                  der Fischereiressourcen im Mittelmeer
                         und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93
                         sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1626/94
    DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
    gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf
    Artikel 37,
    auf Vorschlag der Kommission,
    nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
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   in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)     Die Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember
           2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der
                                         1
           Gemeinsamen Fischereipolitik gelten für das Mittelmeer.
                                    2
   (2)     Mit Beschluss 98/392/EG hat der Rat das Seerechtsübereinkommen der Vereinten
           Nationen geschlossen, das Grundsätze und Vorschriften für die Erhaltung und
           Bewirtschaftung der lebenden Ressourcen der Hohen See enthält. Im Einklang mit den
           Bestimmungen dieses Übereinkommens bemüht sich die Gemeinschaft um eine
           Koordinierung der Bewirtschaftung und Erhaltung der lebenden aquatischen Ressourcen
           mit anderen Küstenstaaten.
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   (3)     Gemäß dem Beschluss 98/416/EG ist die Gemeinschaft Vertragspartei des Überein-
           kommens über die Allgemeine Kommission für die Fischerei im Mittelmeer (nachstehend
           "die GFCM"). Das Übereinkommen zur Errichtung der GFCM bildet den Rahmen für die
           regionale Zusammenarbeit zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Mittelmeerressourcen
           über Empfehlungen für das Gebiet, das unter das GFCM-Übereinkommen fällt; diese
           Empfehlungen sind für die Vertragsparteien verbindlich.
   (4)     Die biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Mittelmeerfischerei
           machen es für die Gemeinschaft erforderlich, eine spezifische Bewirtschaftungsregelung
           einzuführen.
   1
          ABl. 358 vom 31.12.2002, S. 59.
   2
          ABl. 179 vom 23.6.1998, S. 1.
   3
          ABl. 190 vom 4.7.1998, S. 34.
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    (5)     Die Gemeinschaft hat sich verpflichtet, den Vorsorgeansatz bei Maßnahmen zum Schutz
            und zur Erhaltung der lebenden aquatischen Ressourcen und Meeresökosysteme
            anzuwenden und für die nachhaltige Nutzung dieser Ressourcen zu sorgen.
    (6)     Das mit der vorliegenden Verordnung eingeführte Bewirtschaftungssystem gilt für die
            Befischung der Bestände des Mittelmeers durch Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft in
            Gemeinschaftsgewässern und internationalen Gewässern, durch Drittlandschiffe in den
            Fischereizonen der Mitgliedstaaten oder durch Staatsbürger der Mitgliedstaaten in
            internationalen Gewässern des Mittelmeers.
    (7)     Um die wissenschaftliche Forschung nicht zu behindern, sollte diese Verordnung nicht für
            Tätigkeiten gelten, die im Rahmen notwendiger Forschungsarbeiten durchgeführt werden.
    (8)     Bei der Einführung eines effizienten Bewirtschaftungsrahmens müssen die Zuständigkeiten
            angemessen zwischen der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten aufgeteilt werden.
    (9)     Der für bestimmte Meeresarten mit der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992
                                                                                                  1
            zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen
            eingeräumte strenge Schutz, der für Meeresgewässer unter der Gerichtsbarkeit der
            Mitgliedstaaten gilt, sollte auch für die Hohe See des Mittelmeers gelten.
    1
           ABl. 206 vom 22.7.1992, S. 7. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003
           des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).
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   (10)   Zu verweisen ist ferner auf den Beschluss des Rates 1999/800/EC über den Abschluss des
          Protokolls über die besonderen Schutzgebiete und die biologische Vielfalt des Mittelmeers
          sowie die Annahme der Anhänge des Protokolls (Übereinkommen von Barcelona), das
          neben den Bestimmungen über die Erhaltung der für das Mittelmeer bedeutenden Gebiete
          auch die Erstellung von Verzeichnissen der Arten vorsieht, die gefährdet oder bedroht sind
          oder deren Nutzung geregelt ist.
   (11)   In Anbetracht neuerer wissenschaftlicher Gutachten ist es erforderlich, neue technische
          Maßnahmen für die Fischerei zu erlassen und die Verordnung (EG) Nr. 1626/94 des Rates
          vom 27. Juni 1994 über technische Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände im
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          Mittelmeer zu ersetzen. Dabei sind auch die wichtigsten Elemente des Aktionsplans für
          die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Mittelmeer im Rahmen
          der Gemeinsamen Fischereipolitik zu berücksichtigen.
   (12)   Die Verordnung (EG) Nr. 1626/94 sollte deshalb aufgehoben werden.
   (13)   Der massive Fang von untermaßigen Tieren sollte vermieden werden. Zu diesem Zweck ist
          es erforderlich, bestimmte Gebiete, in denen Jungfische vermehrt vorkommen, unter
          Berücksichtigung der dort herrschenden spezifischen biologischen Bedingungen zu
          schützen.
   1
         ABl. 322 vom 14.12.1999, S. 1.
   2
         ABl. 171 vom 6.7.1994, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 813/2004
         (ABl. L 185 vom 24.5.2004, S. 1).
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    (14)   Die Verwendung von Fanggeräten, die sich auf die Meeresumwelt besonders schädlich
           auswirken oder zur Dezimierung bestimmter Bestände führen, sollte verboten oder aber
           strenger geregelt werden.
    (15)   Zur Vermeidung eines weiteren Anstiegs der Sterblichkeitsraten bei Jungfischen und zur
           erheblichen Reduzierung des Rückwurfs toter Meereslebewesen durch Fischereifahrzeuge
           empfiehlt es sich, die Maschenöffnung und die Größe der Haken bei Schleppnetzen,
           Bodennetzen und Langleinen für die Fischerei auf bestimmte Arten anzuheben und die
           Verwendung von Netzen mit quadratischen Maschen vorzuschreiben.
    (16)   Um bis zur Anhebung der Maschenöffnung bei Grundschleppnetzen einen Übergangszeit-
           raum einräumen zu können, ist es angezeigt, Merkmale der Netzkonstruktion festzulegen,
           die eine größere Selektivität der Netze mit der derzeit geltenden Maschenöffnung
           gewährleisten.
    (17)   Die nachhaltige Fischerei im Mittelmeer sollte in erster Linie über eine Steuerung des
           Fischereiaufwands erzielt werden. Zu diesem Zweck ist es angebracht, die Gesamtlänge
           und -größe der wichtigsten stationären Fanggeräte festzulegen, um so einen wichtigen
           Faktor für den Fischereiaufwand zu beschränken.
    (18)   Ein Teil der Küstengewässer sollte den selektiven Fanggeräten der kleinen Küstenfischerei
           vorbehalten werden, um Aufwuchsgebiete und empfindliche Lebensräume zu schützen und
           für größere soziale Nachhaltigkeit der Mittelmeerfischerei zu sorgen.
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   (19)  Es empfiehlt sich, die Mindestanlandegrößen für bestimmte Meeresorganismen fest-
         zulegen, um deren Nutzung zu verbessern und gleichzeitig Maßstäbe vorzugeben, an denen
         die Mitgliedstaaten ihre Bewirtschaftungsregelung für die Küstenfischerei ausrichten
         können. Zu diesem Zweck sollte die Selektivität bestimmter Fanggeräte möglichst genau
         auf die Mindestanlandegröße der jeweiligen Zielart bzw. Zielartengruppe abgestimmt sein.
   (20)  Um die künstliche Wiederauffüllung oder Umsetzung von Fischbeständen und anderen
         Meeresorganismen nicht zu behindern, sollten die hierfür erforderlichen Maßnahmen
         erlaubt sein, vorausgesetzt, sie sind mit dem Fortbestand der betreffenden Arten vereinbar.
   (21)  Da die Sportfischerei im Mittelmeer sehr wichtig ist, muss gewährleistet werden, dass ihre
         Ausübung die gewerbliche Fischerei nicht behindert, mit der nachhaltigen Nutzung
         lebender aquatischer Ressourcen vereinbar ist und den Verpflichtungen der Gemeinschaft
         im Rahmen internationaler Fischereiorganisationen Rechnung trägt.
   (22)  Angesichts der spezifischen Merkmale zahlreicher Fischereien im Mittelmeer, die auf
         bestimmte geografische Teilgebiete begrenzt sind, empfiehlt es sich, unter Berück-
         sichtigung der hier üblichen Aufwandssteuerung nach Teilregionen die Einführung
         gemeinschaftlicher und nationaler Bewirtschaftungspläne vorzusehen, bei denen die
         Steuerung des Fischereiaufwands mit besonderen technischen Maßnahmen einhergeht.
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    (23)    Im Interesse einer wirksamen Überwachung der Fischereitätigkeiten sollten spezifische
            Maßnahmen getroffen werden, die eine Ergänzung zu den Maßnahmen der Verordnung
            (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 zur Einführung einer Kontroll-
                                                               1
            regelung für die gemeinsame Fischereipolitik darstellen oder über diese hinausgehen. Vor
            allem sollte die derzeitige Schwelle von 50 kg Lebendgewichtäquivalent, ab der die Fänge
            anderer als weit wandernder Arten sowie kleiner pelagischer Arten aus dem Mittelmeer ins
            Logbuch eingetragen werden müssen, abgesenkt werden.
    (24)    Da im Mittelmeer über 75 % der Schwertfischfänge in Gemeinschaftsfischereien getätigt
            werden, empfiehlt es sich, Bewirtschaftungsmaßnahmen einzuführen. Damit diese Maß-
            nahmen Wirkung zeigen, sollten die technischen Maßnahmen zur Erhaltung bestimmter
            Bestände weit wandernder Arten von den zuständigen regionalen Fischereiorganisationen
            erlassen werden. Daher sollte die Kommission der GFCM bzw. der Internationalen
            Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) geeignete
            Vorschläge vorlegen. Kommt es innerhalb einer bestimmten Frist nicht zu einer Einigung,
            so kann die EU bis zum Abschluss einer endgültigen multilateralen Vereinbarung
            entsprechende Maßnahmen erlassen.
    1
           ABl. 261 vom 20.10.1993, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 768/2005
           (ABl. L 128 vom 21.5.2005, S. 1).
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   (25)   Entsprechend der Beitrittsakte und insbesondere deren Artikel 21 und Anhang III sind für
          die Fischerei in den Gewässern um Malta mit der Verordnung (EG) Nr. 813/2004 des
          Rates spezifische Bestimmungen eingeführt worden. Diese Bestimmungen sind
          beizubehalten.
   (26)   Die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß
          Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für
                                                                                  1
          die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse erlassen
          werden.
   (27)   Änderungen zu den Anhängen der vorliegenden Verordnung sollten ebenfalls in
          Übereinstimmung mit dem Beschluss 1999/468/EG erlassen werden –
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
   1
         ABl. 184 vom 17.7.1999, S. 23. Zuletzt geändert durch den Beschluss 2006/512/EG
         (ABl. L 200 vom 12.7.2006, S. 11).
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                                               Kapitel I
                     Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
                                                 Artikel 1
                                            Geltungsbereich
    1.     Diese Verordnung gilt
           a)   für die Erhaltung, Bewirtschaftung und Nutzung lebender aquatischer Ressourcen,
                soweit diese Tätigkeiten
                i)    in den Gewässern des Mittelmeers östlich 5°36’ westlicher Länge (im
                      Folgenden "Mittelmeer" genannt), die der Hoheit oder der Gerichtsbarkeit der
                      Mitgliedstaaten unterstehen,
                ii)   durch Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft im Mittelmeer außerhalb der
                      Gewässer nach Ziffer i,
                iii)  unbeschadet der Tatsache, dass in erster Linie der Flaggenstaat zuständig ist,
                      von Staatsbürgern der Mitgliedstaaten im Mittelmeer außerhalb der Gewässer
                      nach Ziffer i ausgeübt werden, und
           b)   für die Vermarktung von Fischereierzeugnissen, die im Mittelmeer gefangen wurden.
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   2.      Diese Verordnung gilt nicht für Fischereieinsätze, die ausschließlich zum Zweck wissen-
           schaftlicher Forschung unternommen und mit Genehmigung und unter der Aufsicht der
           betroffenen Mitgliedstaaten ausgeübt werden.
                                                  Artikel 2
                                         Begriffsbestimmungen
   Im Sinne dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck
   1)      "gezogenes Gerät" jedes Fanggerät mit Ausnahme von Schleppangeln, das entweder unter
           Einsatz der Maschine des Fischereifahrzeugs gezogen oder über Schleppwinden vom ver-
           ankerten oder langsam fahrenden Schiff eingeholt wird, insbesondere gezogene Netze und
           Dredgen;
           a)    "gezogene Netze" Schleppnetze, Bootswaden und Strandwaden;
                 i)    "Schleppnetz" ein Netz, das mithilfe der Hauptschiffsmaschine aktiv gezogen
                       wird und aus einem trichter- oder pyramidenförmigen Netzkörper besteht, der
                       durch einen Steert abgeschlossen ist und durch Netzflügel oder einen starren
                       Rahmen gespreizt werden kann. Die horizontale Spreizung des Schleppnetzes
                       wird entweder mit Scherbrettern oder durch einen Kurrbaum oder Rahmen
                       unterschiedlicher Form und Größe bewirkt. Solche Netze werden entweder
                       über den Meeresboden gezogen (Grundschleppnetz) oder in einer bestimmten
                       Tiefe durch das Wasser gezogen (pelagisches Schleppnetz);
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                ii)   "Bootswaden" Umschließungsnetze und gezogene Waden, die über Seile und
                      Winden von einem fahrenden oder verankerten Boot aus bedient werden und
                      nicht mithilfe der Hauptmaschine des Schiffs gezogen werden, bestehend aus
                      zwei seitlichen Flügeln mit einem zentralen Bauch, der entweder löffelförmig
                      ist oder im hinteren Teil einen Netzsack aufweist, und die je nach Zielart in
                      unterschiedlicher Tiefe eingesetzt werden;
                (iii) "Strandwaden" Umschließungsnetze und gezogene Waden, die mit einem Boot
                      ausgefahren und vom Strand aus bedient werden.
           b)   "Dredgen" Gerät für den Fang von Muscheln, Meeresschnecken oder Schwämmen,
                das entweder mit Hilfe der Hauptmaschine des Bootes mitgezogen (Bootdredgen)
                oder mit Hilfe einer Motorwinde von einem vor Anker liegenden Schiff heran-
                gezogen (mechanisierte Dredgen) wird und das aus einem auf einen Rahmen oder
                einen Stab montierten Netzsack oder Metallkorb unterschiedlicher Form und Breite
                besteht, dessen unterer Teil mit einer pflugscharartig ausgebildeten, mitunter
                gezahnten, abgerundeten oder scharfen Stahlkante ausgerüstet sein und Kufen sowie
                Tauchbretter aufweisen kann. Es gibt auch mit einem hydraulischen System
                ausgerüstete Dredgen (hydraulische Dredgen). Dredgen, die mit oder ohne Boot in
                seichtem Gewässer von Hand oder mit Hilfe einer Handwinde gezogen und zum
                Fang von Muscheln, Meeresschnecken oder Schwämmen eingesetzt werden
                (Handdredgen), zählen nicht zu den gezogenen Netzen im Sinne dieser Verordnung.
    2)     "Fangschutzzone" ein geografisch abgegrenztes Meeresgebiet, in dem alle oder bestimmte
           Fangtätigkeiten vorübergehend oder ständig untersagt oder eingeschränkt sind, um so die
           Bewirtschaftung und Erhaltung lebender aquatischer Ressourcen oder den Schutz der
           marinen Lebensräume zu verbessern.
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   3)    "Bodennetz": ein Spiegelnetz, ein Stellnetz oder ein kombiniertes Bodennetz;
         a)   "Spiegelnetz" ein Netz, das am Meeresboden befestigt ist oder befestigt werden
              kann, bestehend aus zwei oder mehreren Netzwänden, die nebeneinander an einem
              einzigen Kopftau hängen;
         b)   "Stellnetz" ein aus einer einzigen Netzwand bestehendes, durch Schwimmer und
              Senker senkrecht im Wasser gehaltenes Netz, das am Meeresboden verankert ist oder
              verankert werden kann und dicht über dem Grund gehalten wird oder im Pelagial
              schwebt;
         c)   "kombiniertes Bodennetz " Stellnetz, dessen unterer Teil durch ein Spiegelnetz
              ersetzt ist.
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    4)     "Umschließungsnetz" ein allseitig und am Boden geschlossenes Netz, mit dem Fisch
           eingekreist wird; es kann mit einer Schließleine versehen sein;
           a)    "Ringwade" ein Umschließungsnetz, das durch eine in Ringen verlaufende
                 Schließleine unten zusammengezogen und geschlossen werden kann. Die Ringwade
                 kann für den Fang kleiner pelagischer Arten, großer pelagischer Arten oder
                 Grundfischarten eingesetzt werden;
    5)     "Falle" ein Fanggerät, das am Meeresboden befestigt oder ausgebracht wird und als Falle
           für den Fang von Meeresarten dient. Sie ist korb-, korbreusen-, zylinder- oder kasten-
           förmig ausgebaut und besteht in den meisten Fällen aus einem starren oder halbstarren, aus
           unterschiedlichen Materialien (Holz, Korbgeflecht, Metallstäben, Drahtgitter usw.)
           bestehendem Gestell, auf das ein Netz aufgespannt sein kann. Sie weist einen oder mehrere
           Trichter oder Öffnungen mit glatten Enden auf, durch die die betreffenden Arten in die
           Innenkammer gelangen können. Fallen können einzeln oder als Gruppe von mehreren
           Geräten eingesetzt werden. Werden sie als Gruppe von mehreren Geräten eingesetzt, so
           hängen mehrere Fallen an einer Hauptleine, mit der sie je nach befischter Zielart durch
           Mundschnüre unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichen Abständen verbunden
           sind;
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   6)    "Langleine" ein Fanggerät, das aus einer Hauptleine besteht, an der viele mit Haken
         versehene Mundschnüre hängen, die je nach der befischten Zielart unterschiedlich lang und
         in unterschiedlichen Abständen angebracht sind. Sie kann vertikal oder horizontal zur
         Meeresoberfläche ausgebracht werden und am oder in der Nähe des Meeresgrunds
         (Grundleine) ausgelegt werden oder im Pelagial oder in der Nähe der Oberfläche
         (Oberflächen-Langleine) treiben;
   7)    "Haken" ein gekrümmtes, geschärftes Stück Stahldraht, das meistens mit Widerhaken ver-
         sehen ist. Die Spitze eines Hakens kann gerade oder auch umgebogen und gekrümmt sein;
         der Schaft kann von unterschiedlicher Länge und Form und sein Querschnitt kann rund
         (regelmäßig) oder abgeflacht (geschmiedet) sein. Die Gesamtlänge der Haken wird
         gemessen als die maximale Länge des Schafts vom oberen Ende des Hakens, an dem die
         Leine befestigt wird, bis zum Scheitel der Krümmung. Die Breite des Hakens wird
         gemessen als der größte horizontale Abstand zwischen dem äußeren Teil des Schafts bis
         zur äußeren Spitze des Widerhakens;
   8)    "Sportfischerei" die Fangtätigkeit, bei der lebende aquatische Ressourcen gefangen werden
         und die als Freizeitgestaltung oder Sport betrieben wird;
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    9)     "Fischsammelvorrichtungen" auf der Meeresoberfläche schwimmende Objekte, unter
           denen sich Jungfische oder adulte Tiere weit wandernder Arten versammeln;
    10)    "Andreaskreuz" ein Gerät, mit dem der Meeresgrund durchpflügt wird, um entweder
           Steckmuscheln (Pinna nobilis) oder Rote Korallen zu ernten;
    11)    "Seegraswiese" eine Fläche am Meeresgrund, die durch den vorherrschenden Bewuchs mit
           Meeresblütenpflanzen gekennzeichnet ist, oder wo dieser Bewuchs vorhanden war und nun
           geeignete Wiederansiedlungsmaßnahmen erforderlich sind. Seegras ist ein Sammelbegriff
           für die Arten Posidonia oceanica, Cymodocea nodosa, Zoostera marina und Zoostera
           nolti.
    12)    “korallogenes Habitat” eine Fläche am Meeresgrund, die durch das überwiegende
           Vorkommen einer als "korallogen" bezeichneten besonderen Lebensgemeinschaft
           gekennzeichnet ist oder wo diese Lebensgemeinschaft bestanden hat und nun geeignete
           Wiederansiedlungsmaßnahmen erforderlich sind. "Korallogen" ist ein Sammelbegriff für
           eine sehr komplexe biogene Struktur, die durch den fortdauernden Aufbau von einander
           überlagernden Kalkschichten auf einem vorher existierenden felsigen oder harten
           Untergrund entsteht, wobei diese Schichten hauptsächlich aus Kalkabsonderungen
           kalkreicher Rotalgen und tierischer Organismen wie Schwämmen, Seescheiden,
           Nesseltieren (Hornkorallen, Seefächern usw.), Moostierchen, Kalkröhrenwürmern und
           Ringelwürmern zusammen mit anderen kalkablagernden Organismen entstehen;
 ---pagebreak--- L 409/26      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
   13)   "Kalkalgenbank" eine Fläche auf dem Meeresgrund, wo überwiegend eine als "Kalkalgen"
         bezeichnete besondere Lebensgemeinschaft vorkommt oder diese Lebensgemeinschaft
         bestanden hat und nun geeignete Wiederansiedelungsmaßnahmen erforderlich sind.
         "Kalkalgen" ist ein Sammelbegriff für eine biogene Struktur, die von mehreren Arten der
         Kalkrotalgen (Corallinaceae) gebildet wird, die harte Kalkskelette haben und als wurzellos
         lebende, zweig-, ast- oder knotenförmige Korallenalgen auf dem Meeresgrund schweben
         und in den Riffelkämmen im Schlamm oder Sand des Meeresgrundes Ansammlungen
         bilden. Kalkalgenbänke bestehen gewöhnlich aus einer Rotalgenart oder einer veränder-
         lichen Kombination von Rotalgenarten, insbesondere aus Lithothamnion coralloides und
         Phymatolithon calcareum;
   14)   "künstliche Bestandsaufstockung" das Aussetzen wild lebender Tiere bestimmter Arten in
         Gewässern, in denen diese natürlich vorkommen, um die natürliche Regeneration der
         aquatischen Umwelt zur Vergrößerung der Zahl der befischbaren Tiere und/oder zur
         Verstärkung der natürlichen Bestandsauffrischung zu nutzen;
   15)   "Bestandsumsetzung" ein Verfahren, durch das eine Art absichtlich durch den Menschen
         innerhalb von Gebieten ihres natürlichen Vorkommens, in denen bereits feste Populationen
         und ein kontinuierlicher genetischer Fluss vorhanden sind, umgesetzt oder ausgesetzt wird;
   16)   "nicht einheimische Art" eine Art, deren historisch bekannter natürlicher Lebensraum
         außerhalb des betroffenen Gebietes liegt;
   17)   "Einsetzung" ein Verfahren, durch das eine nicht einheimische Art absichtlich durch den
         Menschen in ein Gebiet, das sich nicht in deren historisch bekanntem natürlichen Lebens-
         raum befindet, gebracht und dort ausgesetzt wird.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 409/27
                                              Kapitel II
                           Geschützte Arten und Lebensräume
                                                  Artikel 3
                                            Geschützte Arten
    1.     Es ist verboten, die in Anhang IV der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführten Arten zu
           befischen, an Bord zu behalten, umzuladen oder anzulanden, es sei denn, dass nach
           Artikel 16 der Richtlinie 92/43/EWG eine Abweichung genehmigt worden ist.
    2.     Unbeschadet Absatz 1 ist das Anbordbehalten, Umladen oder Anlanden von Exemplaren
           der in Absatz 1 genannten Arten als Beifang zulässig, sofern diese Tätigkeit als
           Unterstützung für die Erholung einzelner Bestände notwendig ist, und vorausgesetzt, die
           zuständigen nationalen Behörden wurden im Voraus angemessen informiert.
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                                                Artikel 4
                                      Geschützte Lebensräume
   1.    Über Seegraswiesen (insbesondere Wiesen von Posidonia oceanica) oder anderen
         Phanerogamen ist die Fischerei mit Schleppnetzen, Dredgen, Ringwaden, Bootswaden,
         Strandwaden oder ähnlichen Netzen verboten.
         Abweichend von Unterabsatz 1 kann im Rahmen von Bewirtschaftungsplänen nach
         Artikel 18 oder Artikel 19 der Einsatz von Ringwaden, Bootswaden oder ähnlichen
         Netzen, bei denen aufgrund ihrer Gesamttiefe und ihres globalen Einsatzverhaltens bei
         Fangtätigkeiten die Schließleine, die Lotleine oder die Schleppleinen die Seegraswiese
         nicht berühren, erlaubt werden.
   2.    Über korallogenen Habitaten und Kalkalgenbänken ist die Fischerei mit Schleppnetzen,
         Dredgen, Strandwaden oder ähnlichen Netzen verboten.
   3.    Die Fischerei mit gezogenen Dredgen und Schleppnetzen in mehr als 1 000 m Tiefe ist
         verboten.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/29
    4.     Das in Absatz 1 und Absatz 2 festgelegte Verbot gilt ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens
           dieser Verordnung in allen Gebieten des Netzes "Natura 2000", in allen Sonderschutz-
           gebieten und in allen besonderen Schutzgebieten des Mittelmeers, die zum Zweck der
           Erhaltung dieser Habitate gemäß der Richtlinie 92/43/EWG oder dem Beschluss
           1999/800/EG ausgewiesen worden sind.
    5.     Abweichend von Absatz 1 Unterabsatz 1 kann die Fischerei mit Fahrzeugen mit einer
           Gesamtlänge von bis zu 12 Metern und einer Motorleistung von bis zu 85 kW mit
           Bodenschleppnetzen, wie sie traditionellerweise auf Seegraswiesen erfolgt, von der
           Kommission im Verfahren nach Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung 2371/2002 unter
           folgenden Bedingungen genehmigt werden:
           i)    Die betreffenden Fangtätigkeiten werden im Rahmen eines Bewirtschaftungsplans
                 nach Artikel 19 dieser Verordnung reguliert.
           ii)   Die Fangtätigkeiten betreffen nicht mehr als 33 % der mit Seegraswiesen von
                 Posidonia oceanica bedeckten Fläche innerhalb des Gebiets, für das der
                 Bewirtschaftungsplan gilt.
           iii)  Die Fangtätigkeiten betreffen nicht mehr als 10 % der Seegraswiesen in den
                 Hoheitsgewässern des betreffenden Mitgliedstaats.
 ---pagebreak--- L 409/30     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         30.12.2006
         Für die nach diesem Absatz genehmigten Fangtätigkeiten gilt Folgendes:
         a)    Sie müssen den Anforderungen des Artikels 8 Absatz 1 Buchstabe h, des Artikels 9
               Absatz 3 Nummer 2 und des Artikels 23 genügen.
         b)    Sie müssen reguliert werden, um sicherzustellen, dass die Fangmengen bei den in
               Anhang III genannten Arten minimal sind. Artikel 9 Absatz 3 Nummer 1 gilt jedoch
               nicht.
         Wird ein Fischereifahrzeug, das im Rahmen dieses Absatzes eine Fangtätigkeit ausübt, mit
         öffentlichen Mitteln aus der Flotte genommen, so wird die spezielle Fangerlaubnis zur
         Ausübung dieser Fangtätigkeit zurückgezogen und nicht mehr erneuert.
         Die betreffenden Mitgliedstaaten erstellen einen Überwachungsplan und erstatten der
         Kommission alle drei Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung Bericht über den Zustand
         der Seegraswiesen von Posidonia oceanica, die von der Bodenschleppnetzfischerei
         betroffen sind, und legen eine Liste der zugelassenen Fischereifahrzeuge vor. Der erste
         Bericht dieser Art ist der Kommission vor dem 31. Juli 2009 zu übermitteln.
   6.    Die Mitgliedstaaten treffen geeignete Maßnahmen zur Sammlung wissenschaftlicher Daten
         im Hinblick auf die Festlegung und Kartierung der nach diesem Artikel zu schützenden
         Lebensräume.
 ---pagebreak--- 30.12.2006       DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/31
                                               Kapitel III
                                         Fangschutzzonen
                                                   Artikel 5
                    Informationsverfahren für die Einrichtung von Fischereischutzzonen
    Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission erstmals vor dem 31. Dezember 2007 Infor-
    mationen, die für die Einrichtung von Fangschutzzonen – und für mögliche dort anzuwendende
    Bewirtschaftungsmaßnahmen – innerhalb ihrer Hoheitsgewässer und in außerhalb der Hoheits-
    gewässer liegenden Gebieten von Belang sind, in denen der Schutz von Aufwuchsgebieten, von
    Laichgründen oder des marinen Ökosystems vor den schädlichen Auswirkungen der Fischerei
    besondere Maßnahmen erfordert.
                                                   Artikel 6
                                    Gemeinschaftliche Fangschutzzonen
    1.      Auf der Grundlage der nach Artikel 5 dieser Verordnung übermittelten und anderer
            einschlägiger Informationen bezeichnet der Rat innerhalb von zwei Jahren nach der
            Annahme dieser Verordnung Fangschutzzonen, im Wesentlichen solche, die außerhalb der
            Hoheitsgewässer der Mitgliedstaaten liegen, sowie die Fangtätigkeiten, die in diesen Zonen
            verboten oder erlaubt sind.
 ---pagebreak--- L 409/32      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
   2.    Auf der Grundlage neuer einschlägiger wissenschaftlicher Daten kann der Rat später
         weitere Fangschutzzonen bezeichnen oder die für die Schutzzonen festgelegten
         Abgrenzungen und Bewirtschaftungsvorschriften ändern.
   3.    Die Mitgliedstaaten und die Kommission treffen die erforderlichen Maßnahmen, um für
         eine geeignete Sammlung von wissenschaftlichen Daten zu sorgen, damit die
         wissenschaftliche Identifizierung und Kartografierung der nach diesem Artikel zu
         schützenden Gebiete erfolgen kann.
                                                Artikel 7
                                     Nationale Fangschutzzonen
   1.    Die Mitgliedstaaten bezeichnen innerhalb von zwei Jahren nach der Annahme dieser
         Verordnung auf der Grundlage der nach Artikel 5 übermittelten Informationen zusätzlich
         zu den zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung bereits festgelegten Fang-
         schutzzonen weitere Fangschutzzonen innerhalb ihrer Hoheitsgewässer, in denen
         Fischereitätigkeiten verboten oder eingeschränkt werden können, um lebende aquatische
         Ressourcen zu schützen und zu bewirtschaften oder den Erhaltungszustand mariner
         Ökosysteme zu verbessern. Die zuständigen Behörden der betreffenden Mitgliedstaaten
         bestimmen die in den Schutzzonen zulässigen Fanggeräte und legen die entsprechenden
         technischen Bestimmungen fest, die nicht weniger streng sein dürfen als die
         Gemeinschaftsvorschriften.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/33
    2.     Die Mitgliedstaaten können auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Daten weitere
           Fangschutzzonen bezeichnen oder die gemäß Absatz 1 festgelegten Zonenabgrenzungen
           und Bewirtschaftungsvorschriften ändern. Die Mitgliedstaaten und die Kommission treffen
           die erforderlichen Maßnahmen, um für eine geeignete Sammlung von wissenschaftlichen
           Daten zu sorgen, damit die wissenschaftliche Identifizierung und Kartografierung der nach
           diesem Artikel zu schützenden Gebiete erfolgen kann.
    3.     Die Maßnahmen der Absätze 1 und 2 werden der Kommission gemeldet. Bei der
           Anwendung der Absätze 1 und 2 unterrichten die Mitgliedstaaten die Kommission über die
           wissenschaftlichen, technischen und rechtlichen Gründe für die Notwendigkeit besonderer
           Maßnahmen.
    4.     Hat eine vorgeschlagene Fangschutzzone in den Hoheitsgewässern eines Mitgliedstaats
           Auswirkungen auf Schiffe eines anderen Mitgliedstaats, so erfolgt die Bezeichnung erst,
           nachdem die Kommission, der Mitgliedstaat und der zuständige regionale Beirat nach dem
           Verfahren des Artikels 8 Absätze 3 bis 6 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 konsultiert
           wurden.
    5.     Ist die Kommission der Auffassung, dass die gemäß Absatz 3 gemeldeten Bewirt-
           schaftungsmaßnahmen kein ausreichendes Schutzniveau für die Ressourcen und die
           Umwelt gewährleisten, so kann sie den Mitgliedstaat anhören und zur Änderung der
           Maßnahme auffordern oder dem Rat vorschlagen, eine Fangschutzzone zu bezeichnen oder
           Bewirtschaftungsmaßnahmen für die betreffenden Gewässer zu erlassen.
 ---pagebreak--- L 409/34     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
                                           Kapitel IV
                            Beschränkungen für Fanggeräte
                                                Artikel 8
                                Verbotene Fanggeräte und Methoden
   1.    Nachstehende Stoffe und Geräte dürfen nicht an Bord mitgeführt oder zur Fischerei
         eingesetzt werden:
         a)    giftige, betäubende oder ätzende Stoffe,
         b)    Geräte zur Erzeugung von Elektroschocks,
         c)    Sprengstoff,
         d)    Stoffe, deren Mischung explodieren kann,
         e)    gezogenes Gerät für die Ernte roter Korallen oder anderer Arten von Korallen oder
               korallenähnlichen Organismen,
         f)    Presslufthämmer oder andere Schlaginstrumente, die insbesondere für den Fang von
               Muscheln in Felsenhöhlen eingesetzt werden,
         g)    Andreaskreuze und ähnliche Geräte, die insbesondere für die Ernte roter Korallen
               oder anderer Arten von Korallen oder korallenähnlichen Organismen eingesetzt
               werden,
         h)    Netzblätter mit einer Maschenweite von weniger als 40 mm für Grundschleppnetze.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/35
    2.     Bodennetze sind für den Fang folgender Arten verboten: Weißer Thun (Thunnus alalunga),
           Roter Thun (Thunnus thynnus), Schwertfisch (Xiphias gladius), Brachsenmakrele (Brama
           brama), Haifische (Hexanchus griseus; Cetorhinus maximus; Alopiidae; Carcharhinidae;
           Sphyrnidae; Isuridae und Lamnidae).
           Abweichend hiervon dürfen zufällige Beifänge von höchstens drei der in Unterabsatz 1
           genannten Haifischarten an Bord behalten oder angelandet werden, sofern es sich nicht
           um nach dem Gemeinschaftsrecht geschützte Arten handelt.
    3.     Seedatteln (Lithophaga lithophaga) und Gemeine Bohrmuscheln (Pholas dactylus) dürfen
           nicht gefangen, an Bord mitgeführt, umgeladen, angelandet, gelagert, verkauft oder feil-
           gehalten bzw. zum Verkauf angeboten werden.
    4.     Der Einsatz von Harpunengewehren in Verbindung mit Unterwasser-Atemgeräten
           (Aqualungen) oder nachts in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ist
           verboten.
    5.     Tragende weibliche Langusten (Palinuridae spp.) und tragende weibliche Hummer
           (Homarus gammarus) dürfen nicht gefangen, an Bord mitgeführt, umgeladen, angelandet,
           gelagert, verkauft oder feilgehalten bzw. zum Verkauf angeboten werden. Als zufällige
           Beifänge sind sie unverzüglich ins Meer zurückzuwerfen, oder sie können im Rahmen der
           nach Artikel 18 oder Artikel 19 erstellten Bewirtschaftungspläne für eine direkte
           Bestandsaufstockung und -umsetzung verwendet werden.
 ---pagebreak--- L 409/36      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                       30.12.2006
                                                 Artikel 9
                                      Mindestmaschenöffnungen
   1.     Gezogene Netze, Umschließungsnetze oder Kiemennetze dürfen nicht zur Fischerei
          eingesetzt oder an Bord mitgeführt werden, es sei denn, die Maschenöffnung im Netzteil
          mit den kleinsten Maschen entspricht den Absätzen 3 bis 6 dieses Artikels.
   2.     Die Maschenöffnung wird nach den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 129/2003
                           1
          der Kommission festgestellt.
   3.     Für andere als die in Absatz 4 genannten gezogenen Netze gilt bezüglich der Mindest-
          maschenöffnung Folgendes:
          1)    bis 30. Juni 2008: 40 mm.
          2)    Ab 1. Juli 2008 wird das in Absatz 1 genannte Netz durch ein Netz mit Quadrat-
                maschen von 40 mm am Steert oder auf ordnungsgemäß begründeten Antrag des
                Schiffseigners durch ein Netz mit rautenförmigen Maschen von 50 mm ersetzt.
                Von den beiden im vorhergehenden Unterabsatz genannten Netzen dürfen die
                Fischereifahrzeuge jeweils nur eines verwenden und an Bord mitführen;
          3)    Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat bis spätestens
                30. Juni 2012 einen Bericht über die Durchführung dieses Absatzes vor und schlägt
                anhand dessen sowie anhand von Informationen, die vor dem 31. Dezember 2011
                von den Mitgliedstaaten übermittelt werden, gegebenenfalls geeignete Anpassungen
                vor.
   1
         ABl. 22 vom 25.1.2003, S. 5.
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    4.       Für Schleppnetze zum Fang von Sardinen und Sardellen, sofern diese Arten mindestens
             80 % des Fangs (in Lebendgewicht) nach Sortieren ausmachen, beträgt die Mindest-
             maschenöffnung 20 mm.
    5.       Für Umschließungsnetze beträgt die Mindestmaschenöffnung 14 mm.
    6.       a)    Bei Stellnetzen darf die Maschenöffnung nicht kleiner als 16 mm sein.
             b)    Für Stellnetze zum Fang von Meerbrassen beträgt die Mindestmaschenöffnung
                   100 mm, sofern diese Art mindestens 20 % des Fangs (in Lebendgewicht) ausmacht.
    7.       Die Mitgliedstaaten können für Bootswaden und Strandwaden, für die ein Bewirt-
             schaftungsplan gemäß Artikel 19 gilt, Ausnahmen von den Absätzen 3, 4 und 5 gewähren,
             vorausgesetzt, die betreffende Fischerei ist äußerst selektiv und wirkt sich kaum auf die
             Meeresumwelt aus und fällt nicht unter Artikel 4 Absatz 5.
    8.       Die Mitgliedstaaten legen aktuelle wissenschaftliche und technische Daten vor, um eine
             solche Ausnahmegenehmigung zu begründen.
                                                    Artikel 10
                                             Mindesthakengröße
    Fischereifahrzeuge, die Langleinen einsetzen und Meerbrassen (Pagellus bogaraveo) anlanden oder
    an Bord mitführen, die mehr als 20 % des Fangs (in Lebendgewicht) nach Sortieren ausmachen,
    dürfen keine Langleinen mit Haken einer Gesamtlänge von weniger als 3,95 cm und einer Breite
    von weniger als 1,65 cm zur Fischerei einsetzen oder an Bord mitführen.
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                                                 Artikel 11
                              Schleppnetzvorrichtungen und -konstruktionen
   1.       In keinem Teil des Netzes dürfen die Maschen verstopft oder ihre Öffnung auf andere
            Weise verringert werden; zulässig sind nur die in der Verordnung (EWG) Nr. 3440/84 der
                         1
            Kommission oder nach Anhang I Buchstabe a der vorliegenden Verordnung genannten
            Vorrichtungen.
   2.       Die Konstruktion von Schleppnetzen entspricht den Vorschriften in Anhang I Buchstabe b
            der vorliegenden Verordnung.
                                                 Artikel 12
                                     Abmessungen von Fanggeräten
   Es ist verboten, Fanggerät an Bord mitzuführen oder auszubringen, das nicht den Abmessungen
   gemäß Anhang II entspricht.
                                                 Artikel 13
                         Mindestabstand und -tiefe für den Einsatz von Fanggerät
   1.       Gezogenes Gerät darf nicht innerhalb von 3 Seemeilen vor den Küsten oder diesseits der
            50-Meter-Isobathe, wenn diese Wassertiefe in einer geringeren Entfernung erreicht ist,
            eingesetzt werden.
   1
           ABl. L 318 vom 7.12.1984, S. 23. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2122/89
           (ABl. L 203 vom 15.7.1989, S. 21).
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                            L 409/39
           Abweichend von Unterabsatz 1 dürfen Dredgen innerhalb von 3 Seemeilen unabhängig
           von der Wassertiefe eingesetzt werden, vorausgesetzt, der Fang anderer Arten als Krebs-
           und Weichtiere übersteigt nicht 10 % des Gesamtfangs (in Lebendgewicht).
    2.     Schleppnetze dürfen nicht innerhalb von 1,5 Seemeilen vor den Küsten und Bootdredgen
           und hydraulische Dredgen dürfen nicht innerhalb von 0,3 Seemeilen vor den Küsten
           eingesetzt werden.
    3.     Ringwaden dürfen nicht innerhalb von 300 Metern vor den Küsten oder diesseits der
           50-Meter-Isobathe, wenn diese Wassertiefe in einer geringeren Entfernung erreicht ist,
           eingesetzt werden.
           Ringwaden dürfen nicht in Wassertiefen eingesetzt werden, die geringer sind als 70 % der
           nach Anhang II dieser Verordnung gemessenen Gesamttiefe der Ringwade selbst.
    4.     Dredgen zur Schwammfischerei dürfen weder diesseits der 50-Meter-Isobathe noch
           innerhalb von 0,5 Seemeilen vor den Küsten eingesetzt werden.
 ---pagebreak--- L 409/40      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          30.12.2006
   5.    Auf Antrag eines Mitgliedstaats erteilt die Kommission nach dem Verfahren gemäß
         Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 eine von den Absätzen 1, 2 und 3
         abweichende Genehmigung, wenn dies durch besondere geografische Zwänge, z.B. die
         geringe Ausdehnung des Küstenschelfs entlang der gesamten Küste eines Mitgliedstaats
         oder die geringe Ausdehnung der Fanggründe für die Schleppnetzfischerei, gerechtfertigt
         ist und sofern die Fischerei keine signifikante Auswirkung auf die Meeresumwelt hat und
         nur eine begrenzte Zahl von Schiffen betrifft, und vorausgesetzt, dass diese Fischerei mit
         anderem Gerät nicht betrieben werden kann und Gegenstand eines Bewirtschaftungsplans
         gemäß Artikel 18 oder Artikel 19 ist. Die Mitgliedstaaten legen aktuelle wissenschaftliche
         und technische Daten vor, um eine solche Ausnahmegenehmigung zu begründen.
   6.    Abweichend von Absatz 2 dürfen Schleppnetze vorübergehend, bis zum 31. Dezember
         2007, auch innerhalb von 1,5 Seemeilen vor den Küsten eingesetzt werden, allerdings nur
         bei einer Wassertiefe jenseits der 50-Meter-Isobathe.
   7.    Abweichend von Absatz 2 dürfen Ringwaden vorübergehend bis zum 31. Dezember 2007
         auch innerhalb von 300 Metern vor den Küsten oder bei einer Wassertiefe diesseits der
         50-Meter-Isobathe, aber nicht diesseits der 30-Meter-Isobathe eingesetzt werden.
         Ringwaden dürfen vorübergehend bis zum 31. Dezember 2007 in Wassertiefen eingesetzt
         werden, die geringer sind als 70 % der nach Anhang II dieser Verordnung gemessenen
         Gesamttiefe der Ringwade selbst.
   8.    Abweichend von Absatz 2 dürfen Bootdredgen und hydraulische Dredgen vorübergehend
         bis zum 31. Dezember 2007 auch innerhalb von 0,3 Seemeilen vor den Küsten eingesetzt
         werden.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/41
    9.     Die Ausnahme gemäß Absatz 5 gilt nur für Fangtätigkeiten, die die Mitgliedstaaten bereits
           genehmigt haben, und für Schiffe, die seit über fünf Jahren in der betreffenden Fischerei
           tätig sind; diese Fangtätigkeiten dürfen keine künftige Steigerung des Fischereiaufwands
           bewirken.
           Der Kommission ist vor dem 30. April 2007 eine Liste der zugelassenen Schiffe und ihrer
           Kenndaten vorzulegen; diese Liste muss auch einen Vergleich mit dem Flottenstand vom
           1. Januar 2000 ermöglichen.
           Darüber hinaus sind diese Fangtätigkeiten an die folgenden Voraussetzungen geknüpft:
           a)     Sie müssen den Anforderungen des Artikels 4, des Artikels 8 Absatz 1 Buchstabe h,
                  des Artikels 9 Absatz 3 Nummer 2 und des Artikels 23 genügen.
           b)     Sie dürfen die Tätigkeiten von Schiffen nicht behindern, die andere Fanggeräte als
                  Schleppnetze, Ringwaden oder ähnliche gezogene Netze verwenden.
           c)     Sie müssen reguliert werden, um sicherzustellen, dass die Fangmengen bei den in
                  Anhang III genannten Arten mit Ausnahme der Muscheln minimal sind.
           d)     Sie dürfen nicht auf Kopffüßer gerichtet sein.
           Die betreffenden Mitgliedstaaten erstellen einen Überwachungsplan und erstatten der
           Kommission alle drei Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung Bericht. Der erste Bericht
           dieser Art ist der Kommission vor dem 31. Juli 2009 zu übermitteln. Auf der Grundlage
           dieser Berichte kann die Kommission Maßnahmen nach Artikel 18 oder Artikel 19
           Absatz 9 dieser Verordnung ergreifen.
 ---pagebreak--- L 409/42      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
   10.   Für Fischereien, für die nach Artikel 4 Absatz 5 dieser Verordnung eine Ausnahme-
         regelung gilt, sind Ausnahmen von den Absätzen 1 und 2 im Einklang mit dem Verfahren
         im Sinne des Artikels 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 zulässig.
   11.   Abweichend von Absatz 2 dürfen Schleppnetze unter folgenden Bedingungen zwischen
         0,7 und 1,5 Seemeilen vor den Küsten eingesetzt werden:
         –     Die Wassertiefe beträgt mindestens 50 Meter;
         –     es bestehen besondere geografische Zwänge, z.B. die geringe Ausdehnung des
               Küstenschelfs entlang der gesamten Küste eines Mitgliedstaats oder die geringe
               Ausdehnung der Fanggründe für die Schleppnetzfischerei;
         –     die Fischerei hat keine signifikante Auswirkung auf die Meeresumwelt;
         –     die Bestimmungen des Absatzes 9 Unterabsatz 3 Buchstaben a und b werden
               eingehalten;
         –     die Fischerei bewirkt keine Steigerung des von den Mitgliedstaaten bereits
               genehmigten Fischereiaufwands.
         Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission bis zum 30. September 2007 die Einzelheiten
         der Anwendung dieser Ausnahme mit. Mit dieser Mitteilung wird auch eine Liste der
         zugelassenen Schiffe und der zugelassenen Gebiete, die durch geografische Koordinaten
         an Land und auf See ausgewiesen sind, übermittelt.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/43
           Die betreffenden Mitgliedstaaten überwachen die Fischereitätigkeiten in den betreffenden
           Gebieten und sorgen für eine wissenschaftliche Bewertung. Die Ergebnisse der wissen-
           schaftlichen Bewertung werden der Kommission alle drei Jahre nach Inkrafttreten dieser
           Verordnung übermittelt. Der erste Bericht dieser Art ist der Kommission bis zum 31. Juli
           2009 zu übermitteln.
           Ist die Kommission auf der Grundlage der Mitteilungen der Mitgliedstaaten gemäß den
           Unterabsätzen 2 und 3 oder neuerer wissenschaftlicher Gutachten der Auffassung, dass die
           Bedingungen für eine Ausnahme nicht erfüllt sind, so kann sie den betreffenden
           Mitgliedstaat konsultieren und zur Änderung der Ausnahme auffordern oder dem Rat
           angemessene Maßnahmen zum Schutz der Ressourcen und der Umwelt vorschlagen.
                                                  Artikel 14
                  Übergangsweise zulässige Ausnahmen von der Mindestmaschengröße
                              und der Mindestentfernung von den Küsten
                                 bei der Verwendung von Fanggeräten
    1.     Alle Fanggeräte im Sinne des Artikels 9 Absätze 3, 4 und 5 mit einer kleineren als in
           diesen Absätzen festgelegten Mindestmaschengröße, deren Verwendung mit einzelstaat-
           lichem, am 1. Januar 1994 geltenden Recht in Einklang steht, dürfen bis zum 31. Mai 2010
           weiterverwendet werden, auch wenn sie den Anforderungen des Artikels 13 Absatz 9 nicht
           genügen.
 ---pagebreak--- L 409/44      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         30.12.2006
   2.    Alle Fanggeräte im Sinne des Artikels 13 Absätze 1, 2 und 3, die in einer geringeren als
         der in diesen Absätzen festgelegten Entfernung von der Küste eingesetzt werden und deren
         Verwendung mit einzelstaatlichem, am 1. Januar 1994 geltenden Recht in Einklang steht,
         dürfen bis zum 31. Mai 2010 weiterverwendet werden, auch wenn sie den Anforderungen
         des Artikels 13 Absatz 9 nicht genügen.
   3.    Die Absätze 1 und 2 finden Anwendung, sofern der Rat nicht auf Vorschlag der
         Kommission und auf der Grundlage von wissenschaftlichen Daten mit qualifizierter
         Mehrheit etwas anderes beschließt.
                                            Kapitel V
                           Mindestgrößen von Meerestieren
                                               Artikel 15
                                  Mindestgrößen von Meerestieren
   1.    Meerestiere, deren Größe unterhalb der Mindestgröße nach Anhang III liegt (nachstehend
         "untermaßige Meerestiere"), dürfen nicht gefangen, an Bord behalten, umgeladen,
         angelandet, übertragen, gelagert, verkauft, feilgehalten oder zum Verkauf angeboten
         werden.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/45
    2.     Die Größe der Meerestiere wird gemäß Anhang IV gemessen. Gibt es mehr als eine
           Methode zur Messung der Größe, so gilt die Mindestgröße als erreicht, wenn wenigstens
           eine dieser Messmethoden eine Größe ergibt, die der Mindestgröße entspricht oder darüber
           liegt.
    3.     Absatz 1 gilt nicht für junge Sardinen, die für den menschlichen Konsum angelandet
           werden, wenn sie mit Boots- oder Strandwaden und in Übereinstimmung mit nationalen
           Vorschriften im Rahmen eines Bewirtschaftungsplans gemäß Artikel 19 gefangen werden,
           vorausgesetzt, der betreffende Sardinenbestand befindet sich innerhalb sicherer
           biologischer Grenzen.
                                                  Artikel 16
                          Direkte Bestandsaufstockung und Bestandsumsetzung
    1.     Abweichend von Artikel 15 dürfen untermaßige Meerestiere zum Zweck der direkten
           Bestandsaufstockung und Bestandsumsetzung mit Erlaubnis und unter der Verantwortung
           des Mitgliedstaats, in dem diese Tätigkeiten erfolgen, in lebendem Zustand gefangen, an
           Bord behalten, umgeladen, angelandet, übertragen, gelagert, verkauft, feilgehalten oder
           zum Verkauf angeboten werden.
 ---pagebreak--- L 409/46      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
   2.    Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass der Fang untermaßiger Meerestiere für die Zwecke
         nach Absatz 1 in Übereinstimmung mit etwaigen gemeinschaftlichen Bewirtschaftungs-
         maßnahmen für die betreffenden Arten erfolgt.
   3.    Für die Zwecke nach Absatz 1 gefangene Meerestiere werden entweder ins Meer
         zurückgesetzt oder für die extensive Aquakultur genutzt. Werden sie anschließend wieder
         gefangen, so können sie verkauft, gelagert, feilgehalten oder zum Verkauf angeboten
         werden, sofern sie den Bestimmungen des Artikels 15 genügen.
   4.    Die Ein- und Umsetzung nicht einheimischer Arten und die direkte Bestandsaufstockung
         mit solchen Arten sind verboten, es sei denn, sie werden nach Artikel 22 Buchstabe b der
         Richtlinie 92/43/EWG des Rates durchgeführt.
                                            Kapitel VI
                        Nicht gewerblich ausgeübte Fischerei
                                                Artikel 17
                                             Sportfischerei
   1.    Für die Sportfischerei ist der Einsatz von gezogenen Netzen, Umschließungsnetzen,
         Ringwaden, Bootdredgen und mechanisierten Dredgen, Kiemennetzen, Spiegelnetzen
         sowie kombinierten Bodennetzen untersagt. Dieses Verbot gilt auch auf den Einsatz von
         Langleinen für weit wandernde Arten.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/47
    2.      Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Sportfischerei in Übereinstimmung mit den
            Zielsetzungen und Vorschriften der vorliegenden Verordnung ausgeübt wird.
    3.      Ferner stellen sie sicher, dass der Fang von Meerestieren aus der Sportfischerei nicht
            vermarktet wird. Die Vermarktung von bei Sportfischerei-Wettbewerben gefangenen Arten
            kann jedoch ausnahmsweise zugelassen werden, wenn die Verkaufserlöse für wohltätige
            Zwecke bestimmt sind.
    4.      Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass Fangdaten zur Sportfischerei auf weit
                                                                                    1
            wandernde Arten gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 973/2001 , die im Mittelmeer
            vorkommen, aufgezeichnet und getrennt gesammelt werden.
    5.      Die Mitgliedstaaten regeln den Unterwasserfischfang mit Harpunengewehren, um ihren
            Verpflichtungen nach Artikel 8 Absatz 4 nachzukommen.
    6.      Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission über alle in Anwendung dieses Artikels
            getroffenen Maßnahmen.
    1
           ABl. L 137 vom 19.5.2001, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 831/2004
           (ABl. L 127 vom 29.4.2004, S. 33).
 ---pagebreak--- L 409/48     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          30.12.2006
                                            Kapitel VII
                                    Bewirtschaftungspläne
                                                Artikel 18
                            Bewirtschaftungspläne auf Gemeinschaftsebene
   1.    Der Rat kann Bewirtschaftungspläne für bestimmte Mittelmeerfischereien festlegen, vor
         allem in Gebieten, die ganz oder teilweise außerhalb der Hoheitsgewässer der
         Mitgliedstaaten liegen. Diese Pläne können Folgendes umfassen:
         a)    Maßnahmen zur Steuerung des Fischereiaufwands;
         b)    spezifische technische Maßnahmen sowie gegebenenfalls vorübergehende
               Ausnahmeregelungen zu den Vorschriften der vorliegenden Verordnung, sofern
               diese für die Fischerei erforderlich sind, vorausgesetzt, der Bewirtschaftungsplan
               stellt die nachhaltige Nutzung der betreffenden Ressourcen sicher;
         c)    die Ausweitung der vorgeschriebenen Schiffsüberwachungssysteme oder ähnlicher
               Systeme auf Schiffe mit einer Länge über alles zwischen 10 und 15 m;
         d)    vorübergehende oder ständige Beschränkungen nach Gebieten, die bestimmten
               Fanggeräten vorbehalten sind, oder Schiffen, die Verpflichtungen im Rahmen des
               Bewirtschaftungsplans eingehen.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 409/49
            In den Bewirtschaftungsplänen wird die Ausgabe von speziellen Fangerlaubnissen gemäß
                                              1
            der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 vorgesehen.
            Unbeschadet Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 kann eine spezielle
            Fangerlaubnis auch für Schiffe mit einer Gesamtlänge von weniger als 10 m
            vorgeschrieben werden.
    2.      Die Mitgliedstaaten und/oder der regionale Beirat für das Mittelmeer können der
            Kommission Empfehlungen über die Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen vorlegen.
            Die Kommission beantwortet solche Anträge binnen drei Monaten nach ihrem Eingang.
    3.      Die Mitgliedstaaten und die Kommission stellen eine angemessene wissenschaftliche
            Überwachung der Bewirtschaftungspläne sicher. Insbesondere bestimmte
            Bewirtschaftungsmaßnahmen für die Fischerei auf kurzlebige Arten werden jährlich
            überprüft, um Änderungen bei den Nachwuchsjahrgängen zu berücksichtigen.
                                                  Artikel 19
                             Bewirtschaftungspläne für bestimmte Fischereien
                                           in Hoheitsgewässern
    1.      Die Mitgliedstaaten beschließen bis zum 31. Dezember 2007 Bewirtschaftungspläne für
            die Fischerei mit Schleppnetzen, Bootswaden, Strandwaden, Umschließungsnetzen und
            Dredgen in ihren Hoheitsgewässern. Diese Bewirtschaftungspläne unterliegen Artikel 6
            Absätze 2 und 3 und Absatz 4 Unterabsatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002.
    1
           ABl. L 171 vom 6.7.1994, S. 7.
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   2.    Die Mitgliedstaaten können auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Daten weitere
         Bewirtschaftungspläne beschließen.
   3.    Die Mitgliedstaaten stellen eine angemessene wissenschaftliche Überwachung der
         Bewirtschaftungspläne sicher. Insbesondere bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahmen für
         die Fischerei auf kurzlebige Arten werden jährlich überprüft, um Änderungen bei den
         Nachwuchsjahrgängen zu berücksichtigen.
   4.    Die Bewirtschaftungspläne können über die Bestimmungen der vorliegenden Verordnung
         hinausgehende Maßnahmen für folgende Zwecke enthalten:
         a)    Verbesserung der Selektivität von Fanggerät;
         b)    Reduzierung der Rückwürfe;
         c)    Begrenzung des Fischereiaufwands.
   5.    Die Maßnahmen im Rahmen der Bewirtschaftungspläne stehen in einem angemessenen
         Verhältnis zu den Zielsetzungen, den Vorgaben und der voraussichtlichen Anwendungs-
         dauer und betreffen folgende Aspekte:
         a)    den Erhaltungsstatus des Bestands oder der Bestände;
         b)    die biologischen Merkmale des Bestands oder der Bestände;
         c)    die Merkmale der Fischerei auf diese Bestände;
         d)    die wirtschaftliche Auswirkung der Maßnahmen auf die betreffende Fischerei.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/51
    6.     In den Bewirtschaftungsplänen wird die Ausgabe von speziellen Fangerlaubnissen gemäß
           der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 vorgesehen.
           Unbeschadet Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 kann eine spezielle
           Fangerlaubnis auch für Schiffe mit einer Gesamtlänge von weniger als 10 m vorge-
           schrieben werden.
    7.     Die Bewirtschaftungspläne nach Absatz 1 werden der Kommission bis zum 30. September
           2007 übermittelt, so dass sie ihre Bemerkungen vor Annahme des Plans vorlegen kann.
           Die Bewirtschaftungspläne nach Absatz 2 werden der Kommission sechs Monate vor dem
           vorgesehenen Zeitpunkt des Inkrafttretens übermittelt. Die Kommission leitet die Pläne an
           die übrigen Mitgliedstaaten weiter.
    8.     Wirkt sich ein Bewirtschaftungsplan voraussichtlich auf die Schiffe eines anderen Mit-
           gliedstaats aus, so kann er erst nach Konsultation der Kommission, des Mitgliedstaats und
           des zuständigen regionalen Beirates nach dem Verfahren in Artikel 8 Absätze 3 bis 6 der
           Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 angenommen werden.
    9.     Ist die Kommission auf der Grundlage der Mitteilung gemäß Absatz 7 oder neuerer
           wissenschaftlicher Gutachten der Auffassung, dass ein gemäß Absatz 1 oder gemäß
           Absatz 2 angenommener Bewirtschaftungsplan nicht ausreicht, um ein hohes Maß an
           Schutz für die Ressourcen und die Umwelt sicherzustellen, so kann sie den Mitgliedstaat
           konsultieren und zur Änderung des Plans auffordern oder dem Rat angemessene
           Maßnahmen zum Schutz der Ressourcen und der Umwelt vorschlagen.
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                                           Kapitel VIII
                                     Kontrollmaßnahmen
                                                Artikel 20
                                          Fang von Zielarten
   1.      Die Prozentsätze gemäß Artikel 9 Absätze 4 und 6, Artikel 10 Absatz 1 und Artikel 13
           Absatz 1 werden als Anteil am Lebendgewicht aller nach dem Sortieren oder bei der
           Anlandung an Bord befindlichen Meerestiere berechnet. Die Berechnung kann auf der
           Grundlage einer oder mehrerer repräsentativer Proben erfolgen.
   2.      Wurden lebende aquatische Ressourcen von Fischereifahrzeugen umgeladen, so werden
           die umgeladenen Mengen bei der Berechnung der Anteile nach Absatz 1 berücksichtigt.
                                                Artikel 21
                                                Umladung
   Nur die Kapitäne von Fischereifahrzeugen, die ein Logbuch gemäß Artikel 6 der Verord-
   nung (EWG) Nr. 2847/93 führen, dürfen lebende aquatische Ressourcen auf andere Schiffe
   umladen oder von anderen Schiffen übernehmen.
                                                Artikel 22
                                           Bezeichnete Häfen
   1.      Fänge, die mit Grundschleppnetzen, pelagischen Schleppnetzen, Ringwaden, Oberflächen-
           Langleinen, Bootdredgen und hydraulischen Dredgen getätigt wurden, werden ausschließ-
           lich in einem der von den Mitgliedstaaten bezeichneten Häfen angelandet und der Erst-
           vermarktung zugeführt.
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    2.       Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission bis zum 30. April 2007 eine Liste der
             bezeichneten Häfen. Diese Kommission leitet diese Liste an die übrigen Mitgliedstaaten
             weiter.
                                                    Artikel 23
                                          Überwachung der Fänge
    In Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 wird der zweite Satz durch folgende
    Unterabsätze ersetzt:
    "Bei der Fischerei im Mittelmeer sind im Logbuch alle an Bord behaltenen Fänge der Arten einer
    gemäß Absatz 8 festgelegten Liste einzutragen, sobald sie mehr als 15 kg Lebendgewichtäquivalent
    erreichen.
    Fangmengen weit wandernder Arten und kleiner pelagischer Arten sind ab 50 kg Lebendgewicht-
    äquivalent ins Logbuch einzutragen."
                                                    Artikel 24
                        Register der zur Fischerei im GFCM-Übereinkommensgebiet
                                             zugelassenen Schiffe
    1.       Jeder Mitgliedstaat übermittelt der Kommission vor dem 1. Juni 2007 auf dem üblichen
             Datenträger die Liste der Schiffe mit einer Länge über alles von über 15 m, die seine
             Flagge führen, in seinem Hoheitsgebiet registriert sind und aufgrund einer Fangerlaubnis
             berechtigt sind, im GFCM-Gebiete zu fischen.
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   2.     Die in Absatz 1 genannte Liste enthält folgende Angaben:
          a)    Gemeinschaftsflaggen-Registernummer des Schiffes (CFR) und äußere
                                                                                  1
                Kennzeichnung gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 26/2004 ,
          b)    zulässiger Zeitraum für den Fischfang und/oder das Umladen,
          c)    verwendetes Fanggerät.
   3.     Die Kommission leitet die Liste vor dem 1. Juli 2007 an das Exekutivsekretariat der
          GFCM weiter, damit die betreffenden Gemeinschaftsschiffe in das GFCM-Register der
          Schiffe mit einer Länge über alles von über 15 m, die im GFCM-Übereinkommensgebiet
          fischen dürfen, (nachstehend "GFCM-Register" genannt) eingetragen werden.
   4.     Jede Änderung der in Absatz 1 genannten Liste ist der Kommission zur Weiterleitung an
          das Exekutivsekretariat der GFCM nach demselben Verfahren mindestens zehn
          Arbeitstage vor dem Datum mitzuteilen, an dem die Schiffe ihre Fangtätigkeit im GFCM-
          Gebiet aufnehmen.
   1
         ABl. L 5 vom 9.1.2004, S. 25.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/55
    5.     Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft mit einer Länge über alles von über 15 m, die nicht
           auf der in Absatz 1 genannten Liste stehen, ist es untersagt, im GFCM-Übereinkommens-
           gebiet Fische und Schalentiere zu fischen, an Bord zu behalten, umzuladen und anzu-
           landen.
    6.     Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass
           a)    nur Schiffen unter ihrer Flagge, die auf der in Absatz 1 genannten Liste stehen und
                 die an Bord eine vom Flaggenmitgliedstaat ausgestellte Fangerlaubnis mitführen, die
                 Genehmigung erteilt wird, unter den in der Erlaubnis genannten Bedingungen im
                 GFCM-Gebiet Fischfang zu betreiben;
           b)    Schiffen, die im GFCM-Gebiet oder anderenorts illegale, nicht gemeldete und nicht
                 regulierte Fischerei (nachstehend "IUU-Fischerei" genannt) ausgeübt haben, keine
                 Fangerlaubnis erteilt wird, es sei denn, die neuen Reeder haben ausreichend nach-
                 gewiesen, dass die vorherigen Reeder und Betreiber kein Rechts-, Gewinn- oder
                 Finanzinteresse mehr an diesen Schiffen besitzen und keinerlei Kontrolle über die
                 Schiffe ausüben und dass ihre Schiffe weder direkt noch indirekt an IUU-Fischerei
                 beteiligt sind;
           c)    die Reeder und Betreiber der Schiffe unter ihrer Flagge, die auf der in Absatz 1
                 genannten Liste stehen, soweit im Rahmen ihrer nationalen Rechtsvorschriften
                 möglich, weder direkt noch indirekt an der Fischerei beteiligt sind, die im GFCM-
                 Gebiet von Schiffen ausgeübt wird, die nicht im GFCM-Register erfasst sind;
 ---pagebreak--- L 409/56       DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                         30.12.2006
           d)    die Reeder der Schiffe unter ihrer Flagge, die auf der in Absatz 1 genannten Liste
                 stehen, soweit im Rahmen ihrer nationalen Rechtsvorschriften möglich, die
                 Staatsbürgerschaft des Flaggenmitgliedstaats besitzen oder juristische Personen im
                 Flaggenmitgliedstaat sind;
           e)    ihre Schiffe alle einschlägigen Erhaltungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen der
                 GFCM einhalten.
   7.      Die Mitgliedstaaten sorgen für ein Verbot des Fangs, des Mitführens an Bord, des
           Umladens und des Anlandens von Fisch und Schalentieren aus dem GFCM-Gebiet durch
           Schiffe mit einer Länge über alles von über 15 m, die nicht GFCM-Register erfasst sind.
   8.      Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission umgehend mit, wenn ein begründeter Verdacht
           besteht, dass Schiffe mit einer Länge über alles von über 15 m, die nicht im GFCM-
           Register erfasst sind, im GFCM-Gebiet Fisch und Schalentiere befischen und/oder
           umladen.
                                              Kapitel IX
                         Maßnahmen für weit wandernde Arten
                                                  Artikel 25
                                          Schwertfisch-Fischerei
   Der Rat beschließt vor dem 31. Dezember 2007 technische Maßnahmen zum Schutz von jungen
   Schwertfischen im Mittelmeer.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         L 409/57
                                                Kapitel X
                        Maßnahmen für die Gewässer um Malta
                                                   Artikel 26
                                         25-Meilen-Zone um Malta
    1.     Der Zugang von Gemeinschaftsschiffen zu den Gewässern und Ressourcen des Meeres-
           gebiets, das sich bis zu einer Entfernung von 25 Seemeilen von den Basislinien um Malta
           erstreckt (nachstehend "Bewirtschaftungszone"), wird wie folgt geregelt:
           a)    In der Bewirtschaftungszone dürfen nur Fischereifahrzeuge mit einer Länge über
                 alles von weniger als 12 m fischen, die anderes als gezogenes Gerät einsetzen.
           b)    Der Gesamtfischereiaufwand dieser Fahrzeuge, ausgedrückt als Gesamtfang-
                 kapazität, überschreitet nicht die Durchschnittwerte für den Zeitraum 2000-2001, das
                 heißt 1 950 Fahrzeuge mit einer Gesamtmaschinenleistung von 83 000 kW und einer
                 Gesamttonnage von 4 035 BRZ.
    2.     Abweichend von Absatz 1 Buchstabe a dürfen Trawler mit einer Länge über alles von
           24 m oder weniger unter den nachstehenden Bedingungen in den in Anhang V Buchstabe a
           aufgeführten Gebieten der Bewirtschaftungszone fischen:
           a)    Die Gesamtfangkapazität der zur Fischerei in der Bewirtschaftungszone
                 zugelassenen Trawler übersteigt nicht 4 800 kW;
 ---pagebreak--- L 409/58       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
          b)    die Fangkapazität eines zur Fischerei bis 200 m Tiefe zugelassenen Trawlers
                übersteigt nicht 185 kW; die 200-Meter-Isobathe wird durch eine unterbrochene
                Linie markiert, die die in Anhang V Buchstabe b angegebenen Punkte verbindet.
          c)    Die Trawler, die in der Bewirtschaftungszone fischen, sind im Besitz einer speziellen
                Fangerlaubnis gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 zur Festlegung
                                                                               1
                allgemeiner Bestimmungen über die speziellen Fangerlaubnisse und stehen auf einer
                Liste, die der Kommission jedes Jahr von den betroffenen Mitgliedstaaten vorgelegt
                wird und die ihre äußere Kennzeichnung und die Gemeinschaftsflotten-Register-
                nummer des Schiffes (CFR) gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 26/2004
                enthält.
          d)    Die unter den Buchstaben a und b festgelegten Kapazitätsobergrenzen werden unter
                Berücksichtigung der Gutachten maßgeblicher wissenschaftlicher Gremien
                regelmäßig auf ihre Auswirkungen auf die Bestandserhaltung überprüft.
   3.     Liegt die Gesamtfangkapazität nach Absatz 2 Buchstabe a über der Gesamtfangkapazität
          der Trawler mit einer Länge über alles von 24 m oder weniger, die im Referenzzeitraum
          2000-2001 in der Bewirtschaftungszone gefischt haben (nachstehend die "Referenz-
          fangkapazität" genannt), so teilt die Kommission nach dem Verfahren gemäß Artikel 29
          die zusätzliche Fangkapazität zwischen den Mitgliedstaaten auf, wobei dem Interesse der
          antragstellenden Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen ist.
          Die Referenzfangkapazität beträgt 3 600 kW.
   1
         ABl. L 171 vom 6.7.1994, S. 7.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                      L 409/59
    4.     Spezielle Fangerlaubnisse für die zusätzliche Fangkapazität gemäß Absatz 3 werden nur
           für Schiffe erteilt, die bei Inkrafttreten dieses Artikels in der gemeinschaftlichen
           Flottenkartei geführt sind.
    5.     Übersteigt die Gesamtfangkapazität der gemäß Absatz 2 Buchstabe c zur Fischerei in der
           Bewirtschaftungszone zugelassenen Trawler die Obergrenze nach Absatz 2 Buchstabe a,
           weil diese nach der Überprüfung gemäß Absatz 2 Buchstabe d herabgesetzt wurde, teilt die
           Kommission die Fangkapazität wie folgt zwischen den Mitgliedstaaten auf:
           a)    Vorrangig berücksichtigt wird die in Kilowatt ausgedrückte Fangkapazität der
                 Schiffe, die im Zeitraum 2000-2001 in der Zone gefischt haben.
           b)    Sodann wird die in Kilowatt ausgedrückte Fangkapazität der Schiffe berücksichtigt,
                 die zu einem anderen Zeitpunkt in der Zone gefischt haben.
           c)    Die für andere Schiffe verbleibende Fangkapazität wird zwischen den Mitglied-
                 staaten aufgeteilt, wobei den Interessen der antragstellenden Mitgliedstaaten
                 Rechnung zu tragen ist.
 ---pagebreak--- L 409/60      DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                         30.12.2006
   6.    Abweichend von Absatz 1 Buchstabe a sind Fahrzeuge, die mit Ringwaden oder
         Langleinen fischen, sowie Fahrzeuge, die gemäß Artikel 27 Goldmakrele befischen, zur
         Fischerei in der Bewirtschaftungszone zugelassen. Sie erhalten eine spezielle
         Fangerlaubnis gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 und stehen auf einer
         Liste, die der Kommission von den Mitgliedstaaten vorgelegt wird und die ihre äußere
         Kennzeichnung und die Gemeinschaftsflotten-Registernummer des Schiffes (CFR) gemäß
         Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 26/2004 enthält. Unabhängig davon ist der
         Fischereiaufwand zu überwachen, damit die Nachhaltigkeit dieser Fischereien in dem
         Gebiet gewahrt wird.
   7.    Der Kapitän eines Trawlers, der gemäß Absatz 2 zur Fischerei in der Bewirtschaftungs-
         zone zugelassen und nicht mit VMS ausgerüstet ist, meldet seinen Behörden und den
         Behörden des Küstenstaats jede Einfahrt in die Bewirtschaftungszone und jede Ausfahrt.
                                              Artikel 27
                                     Fischerei auf Goldmakrele
   1.    In der Bewirtschaftungszone ist es vom 1. Januar bis zum 5. August jeden Jahres verboten,
         mit Fischsammelvorrichtungen Goldmakrele (Coryphaena spp.) zu befischen.
   2.    In der Bewirtschaftungszone dürfen nicht mehr als 130 Fahrzeuge Goldmakrele befischen.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/61
    3.     Die maltesischen Behörden werden Kurslinien für Fischsammelvorrichtungen erstellen und
           den Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft bis zum 30. Juni jeden Jahres zuweisen.
           Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft unter der Flagge eines anderen Staats als Malta
           dürfen solche Kurslinien innerhalb der 12-Meilen-Zone nicht in Anspruch nehmen.
           Die Kommission legt nach dem Verfahren gemäß Artikel 29 die Kriterien für die
           Erstellung und Zuweisung von Kurslinien für Fischsammelvorrichtungen fest.
    4.     Fischereifahrzeuge, die zur Goldmakrelenfischerei zugelassen sind, erhalten eine spezielle
           Fangerlaubnis gemäß Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 und werden in eine Liste
           eingetragen, die ihre äußere Kennzeichnung und die Gemeinschaftsflotten-Register-
           nummer des Schiffes (CFR) gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 26/2004 enthält
           und der Kommission von den betroffenen Mitgliedstaaten übermittelt wird. Unbeschadet
           von Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1627/94 müssen Fahrzeuge mit einer
           Länge über alles von weniger als 10 m eine spezielle Fangerlaubnis haben.
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                                             Kapitel XI
                                    Schlussbestimmungen
                                                 Artikel 28
                                        Entscheidungsverfahren
   Sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist, entscheidet der Rat nach dem Verfahren
   des Artikels 37 des Vertrags.
                                                 Artikel 29
                                     Durchführungsbestimmungen
   Die Durchführungsbestimmungen zu den Artikeln 26 und 27 der vorliegenden Verordnung werden
   nach dem Verfahren des Artikels 30 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 erlassen.
                                                 Artikel 30
                                                Änderungen
   Änderungen zu den Anhängen werden nach dem Verfahren des Artikels 3 Absatz 3 der
   Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 angenommen.
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                            L 409/63
                                                   Artikel 31
                                                   Aufhebung
    Die Verordnung (EG) Nr. 1626/94 wird aufgehoben.
    Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende
    Verordnung entsprechend der Übereinstimmungstabelle in Anhang VI.
                                                   Artikel 32
                                                 Inkrafttreten
    Diese Verordnung tritt am dreißigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
    Europäischen Union in Kraft.
    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
    Geschehen zu Brüssel am 21. Dezember 2006.
                                                  Im Namen des Rates
                                                  Der Präsident
                                                  J. KORKEAOJA
                                                      ____
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                                                ANHANG I
                Technische Vorschriften für Schleppnetzvorrichtungen und -konstruktionen
   Begriffsbestimmungen
   Im Sinne dieses Anhangs bezeichnet der Ausdruck
   a)       "Mehrfachzwirnnetztuch" ein aus zwei oder mehr Zwirnen hergestelltes Netztuch, bei dem
            die Zwirne zwischen den Knoten ohne Schaden an der Zwirnstruktur voneinander getrennt
            werden können;
   b)       "knotenloses Netztuch" ein Netztuch aus Maschen mit vier annähernd gleichen Schenkeln,
            deren Ecken durch die Verflechtung der Zwirne zweier nebeneinander liegender Maschen-
            seiten entstehen;
   c)       "Netztuch mit Quadratmaschen" eine Netzstruktur, die so angeschlagen ist, dass die
            parallelen Linien, welche die Seiten der aneinander grenzenden Maschen bilden, in der
            einen Richtung parallel zur Längsachse des Netzes und in der anderen Richtung im rechten
            Winkel zu dieser Längsachse verlaufen;
   d)       "Netzkörper" den sich verjüngenden vorderen Teil eines Schleppnetzes;
   e)       "Tunnel" den aus einem oder mehreren Netzblättern bestehenden nicht enger werdenden
            Abschnitt zwischen dem Netzkörper und dem Steert;
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    f)     "Steert" den hintersten Teil eines Schleppnetzes mit Netztuch derselben Maschenöffnung,
           der entweder zylinderförmig ist oder der sich verjüngt und dessen transversale
           Querschnitte annähernd Kreise mit gleichen oder kürzer werdenden Radien sind;
    g)     "Ballon-Steert" ein Steert aus einem oder mehreren Netzblättern aus Netztuch derselben
           Maschenöffnung, der nach hinten zunehmend mehr Maschen hat, so dass die Querschnitt-
           länge im Verhältnis zur Längsachse des Netzes und der Umfang des Steerts zunehmen;
    h)     "taschenähnlicher Steert" einen Steert, dessen vertikale Höhe zum hintersten Teil hin
           abnimmt und dessen transversale Querschnitte nahezu Ellipsen mit gleich langen oder
           kürzer werdenden Hauptachsen sind. Der hinterste Teil des Steerts besteht entweder aus
           einem einzigen gefalteten Netzblatt oder entsteht durch das im Verhältnis zur Längsachse
           des Netzes transversale Zusammenlaschen des oberen und des unteren hinteren
           Netzblattes;
    i)     "transversale Laschverstärkung" ein äußeres oder inneres Tau, das im hintersten Teil des
           Steerts transversal zur Längsachse des Netzes entweder entlang der Verbindung zwischen
           zwei Netzblättern oder entlang der Falte bei einem einzigen Netzblatt verläuft. Es kann
           sich um eine Verlängerung der seitlichen Laschleine oder um ein getrenntes Tau handeln;
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   j)    "Umfang" einen Querschnitt der Rautenmaschen eines Schleppnetzes, berechnet als Zahl
         der Maschen in dem betreffenden Querschnitt multipliziert mit der gestreckten
         Maschenöffnung;
   k)    "Umfang" einen Querschnitt der Quadratmaschen eines Schleppnetzes, berechnet als Zahl
         der Maschen in dem betreffenden Querschnitt multipliziert mit der Seitenlänge der
         Maschen.
   a)    Zulässige Vorrichtungen an Schleppnetzen
         1.   Unbeschadet der Bestimmungen von Artikel 8 der Verordnung (EWG) Nr. 3440/84
              darf eine transversal zur Längsachse des Netzes oder längs angebrachte, reiß-
              verschlussähnliche Vorrichtung verwendet werden, um die Öffnung zum Entleeren
              des taschenähnlichen Steerts zu schließen.
         2.   Die transversale Verschlussvorrichtung ist in einer Entfernung von maximal einem
              Meter von den hintersten Steertmaschen anzubringen.
 ---pagebreak--- 30.12.2006    DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/67
    b)     Konstruktionsvorschriften
           1.   Ein Ballon-Steert ist in Schleppnetzen verboten. Der Umfang eines Steerts aus einer
                bestimmten Anzahl Maschen gleicher Größe darf von vorn nach hinten nicht
                zunehmen.
           2.   Der Umfang des hinteren Netzkörpers (enger werdender Teil) oder des Tunnels
                (nicht enger werdender Teil) darf nicht kleiner sein als der Umfang des vorderen
                eigentlichen Steerts. Insbesondere bei einem Quadratmaschensteert ist der Umfang
                des hinteren Netzkörpers oder des Tunnels zwei bis vier Mal größer als der Umfang
                des vorderen eigentlichen Steerts.
           3.   Netzblätter mit Quadratmaschen können in jedes gezogene Netz vor dem Tunnel
                oder an jeder Stelle zwischen dem vorderen Tunnel und dem hinteren Steert
                eingezogen werden. Die Quadratmaschen dürfen nicht durch innen oder außen
                angebrachte Vorrichtungen verstopft werden. Quadratmaschenblätter bestehen aus
                knotenlosem Netztuch oder Netztuch mit rutschfesten Knoten und werden so
                angeschlagen, dass die Maschen während des Fischfangs jederzeit vollständig
                geöffnet bleiben. Durchführungsbestimmungen mit weiteren technischen Spezifi-
                kationen für Quadratmaschenblätter werden nach dem Verfahren des Artikels 29
                erlassen.
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         4.  Entsprechend können andere als unter Buchstabe b Nummer 3 genannte technische
             Vorrichtungen zur Verbesserung der Selektivität von Schleppnetzen nach dem
             Verfahren gemäß Artikel 29 zugelassen werden.
         5.  Gezogene Netze, deren Steert ganz oder teilweise aus Netzwerk mit anderen
             Maschen als Quadratmaschen oder Rautenmaschen besteht, dürfen nicht an Bord
             mitgeführt oder eingesetzt werden, es sei denn, sie sind im Einklang mit dem
             Verfahren gemäß Artikel 29 dieser Verordnung zugelassen.
         6.  Die Nummern 4 und 5 gelten nicht für Bootswaden, deren Steert eine Maschen-
             öffnung von weniger als 10 mm aufweist.
         7.  Abweichend von Artikel 6 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 3440/84 muss die
             Maschenöffnung des Hievsteerts bei Grundschleppnetzen mit einer Steertmaschen-
             öffnung von weniger als 60 mm mindestens 120 mm betragen. Diese Vorschrift gilt
             nur für das Mittelmeer und lässt andere Gemeinschaftsgewässer unberührt. Beträgt
             die Maschenöffnung des Steerts 60 mm oder mehr, so findet Artikel 6 Absatz 4 der
             Verordnung (EWG) Nr. 3440/84 Anwendung.
         8.  Ein taschenähnlicher Steert darf nur eine Öffnung zum Entleeren haben.
         9.  Die Länge der transversalen Laschverstärkung beträgt mindestens 20 % des
             Steertumfangs.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                         L 409/69
           10.  Der Umfang des Hievsteerts gemäß Artikel 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3440/84
                beträgt bei Grundschleppnetzen mindestens das 1,3-fache des Steertumfangs.
           11.  Gezogene Netze, deren Steert aus Netztuch aus Einfachzwirn mit einer Zwirnstärke
                von mehr als 3,0 mm besteht, dürfen nicht an Bord mitgeführt oder eingesetzt
                werden.
           12.  Gezogene Netze, deren Steert aus Netztuch aus Mehrfachzwirn besteht, dürfen nicht
                an Bord mitgeführt oder eingesetzt werden.
           13.  Kein Teil eines Grundschleppnetzes darf Netztuch mit einer Zwirnstärke von mehr
                als 6 mm aufweisen.
 ---pagebreak--- L 409/70         DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                        30.12.2006
                                              ANHANG II
                                 Technische Anforderungen an Fanggerät
   Begriffsbestimmungen
   Im Sinne dieses Anhangs bezeichnet der Ausdruck
   1)       "Netzlänge" die Länge der Korkleine. Die Länge von Boden- und Treibnetzen kann auch
            anhand des Gewichts oder Volumens ihrer Masse bestimmt werden;
   2)       "Netztiefe" die addierte Höhe der nassen und senkrecht zur Korkleine gestreckten Maschen
            (einschließlich Knoten).
   1.       Dredgen
            Die maximale Breite für Dredgen beträgt 3 m, außer für Dredgen zur Schwammfischerei.
   2.       Umschließungsnetze (Ringwaden und Waden ohne Schließleine)
            Außer für Wadennetze zum Thunfischfang ist die Länge des Netztuches auf 800 m und die
            Netztiefe auf 120 m beschränkt.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/71
    3.     Bodennetze
           3.1  Spiegel- und Stellnetze
                1)    Spiegelnetze haben eine maximale Netztiefe von 4 m.
                2)    Stellnetze haben eine maximale Netztiefe von 10 m.
                3)    Je Schiff dürfen nicht mehr als 6 000 m Spiegel- und Stellnetze an Bord
                      mitgeführt oder ausgesetzt werden, wobei ab Januar 2008 im Falle eines
                      einzigen Fischers die Länge der Netze nicht mehr als 4 000 m betragen darf;
                      bei zwei Fischern dürfen weitere 1 000 m und bei drei Fischern weitere
                      1 000 m hinzukommen. Bis zum 31. Dezember 2007 darf die Länge solcher
                      Netze im Falle eines einzigen Fischers oder bei zwei Fischern nicht mehr als
                      5 000 m und bei drei Fischern nicht mehr als 6 000 m betragen.
                4)    Stellnetze haben einen Monogarn- oder Zwirndurchmesser von maximal
                      0,5 mm.
                5)    Abweichend von Absatz 2 dürfen Stellnetze mit einer Gesamtlänge von
                      weniger als 500 m eine maximale Netztiefe von 30 m haben. Es ist verboten,
                      mehr als 500 m Stellnetze an Bord mitzuführen oder auszusetzen, wenn sie
                      mehr als die in Absatz 2 festgelegte Netztiefe von 10 m aufweisen.
 ---pagebreak--- L 409/72      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          30.12.2006
         3.2    Kombinierte Bodennetze (Spiegelnetze + Kiemennetze)
                1)   Die Netztiefe eines kombinierten Bodennetzes beträgt maximal 10 m.
                2)   Je Schiff dürfen nicht mehr als 2 500 m kombinierter Netze an Bord mitgeführt
                     oder ausgesetzt werden.
                3)   Der Monogarn- oder Zwirndurchmesser eines Kiemennetzes beträgt maximal
                     0,5 mm.
                4)   Abweichend von Absatz 1 dürfen kombinierte Bodennetze mit einer Gesamt-
                     länge von höchstens 500 m eine maximale Netztiefe von bis zu 30 m haben. Es
                     ist verboten, mehr als 500 m kombinierte Bodennetze an Bord mitzuführen
                     oder auszusetzen, wenn sie mehr als die in Absatz 1 festgelegte Netztiefe von
                     10 m aufweisen.
   4.    Grundleinen
         1)     Es dürfen nicht mehr als 1 000 Haken je an Bord befindlicher Person, höchstens
                jedoch 5 000 Haken je Schiff an Bord mitgeführt oder ausgesetzt werden.
         2)     Abweichend von Absatz 1 dürfen Schiffe bei Fangreisen von mehr als 3 Tagen
                maximal 7 000 Haken an Bord mitführen.
   5.    Fallen für den Fang von Krebstieren in großen Wassertiefen
         Es ist verboten, mehr als 250 Fallen je Schiff an Bord mitzuführen oder auszusetzen.
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 409/73
    6.     Oberflächenlangleinen (treibend)
           Es ist verboten, mehr als die nachstehende Anzahl von Haken an Bord mitzuführen oder
           auszusetzen:
           1)     2 000 Haken je Schiff bei Schiffen, die Thunfisch (Thunnus thynnus) gezielt
                  befischen, sofern diese Art mindestens 70 % des Fangs (in Lebendgewicht) nach
                  Sortieren ausmacht,
           2)     3 500 Haken bei Schiffen, die Schwertfisch (Xyphias gladius) gezielt befischen,
                  sofern diese Art mindestens 70 % des Fangs (in Lebendgewicht) nach Sortieren
                  ausmacht,
           3)     5 000 Haken je Schiff bei Schiffen, die Weißen Thun (Thunnus alalunga) gezielt
                  befischen, sofern diese Art mindestens 70 % des Fangs (in Lebendgewicht) nach
                  Sortieren ausmacht,
           4)     Abweichend von den Absätzen 1, 2 und 3 dürfen Schiffe bei Fangreisen von mehr als
                  2 Tagen eine entsprechende Anzahl von Ersatzhaken an Bord mitführen.
    7.     Schleppnetze
           Bis Oktober 2007 werden gemäß dem Verfahren nach Artikel 30 dieser Verordnung
           technische Spezifikationen zur Begrenzung der maximalen Abmessung der Korkleine, der
           Schließleine und des Umfangs der Schleppnetze sowie der Höchstzahl von Netzen in
           Mehrfachgeschirr-Schleppnetzen angenommen.
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                                         ANHANG III
                                Mindestgrößen von Meerestieren
         WISSENSCHAFTLICHER               NAME                     Mindestgröße
         NAME
         1. Fische
         Dicentrarchus labrax             Wolfsbarsch                   25 cm
         Diplodus annularis               Ringelbrasse                  12 cm
         Diplodus puntazzo                Spitzbrasse                   18 cm
         Diplodus sargus                  große Geißbrasse              23 cm
         Diplodus vulgaris                Zweibindenbrasse              18 cm
         Engraulis encrasicolus *         Sardelle                       9 cm
         Epinephelus spp.                 Zackenbarsche                 45 cm
         Lithognathus mormyrus            Marmorbrassen                 20 cm
         Merluccius merluccius ***        Seehecht                      20 cm
         Mullus spp.                      Meerbarben                    11 cm
         Pagellus acarne                  Spanische Meerbrasse          17 cm
         Pagellus bogaraveo               Meerbrasse                    33 cm
         Pagellus erythrinus              kleine Rotbrasse              15 cm
         Pagrus pagrus                    gemeine Sackbrasse            18 cm
         Polyprion americanus             Wrackfisch                    45 cm
         Sardina pilchardus **            Sardine                       11 cm
         Scomber spp.                     Makrele                       18 cm
         Solea vulgaris                   Seezunge                      20 cm
         Sparus aurata                    Goldbrasse                    20 cm
         Trachurus spp.                   Stöcker                       15 cm
 ---pagebreak--- 30.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 409/75
             2. Krebstiere
             Homarus gammarus                  Hummer                        300 mm GL
                                                                             105 mm PL
             Nephrops norvegicus                Kaisergranat                  20 mm PL
                                                                              70 mm GL
             Palinuridae                       Langusten                      90 mm PL
             Parapenaeus longirostris          Rosa Garnele                   20 mm PL
             3. Muscheln
                                               Pilgermuschel;                    10 cm
             Pecten jacobeus
                                               Jakobsmuschel
             Venerupis spp.                    Teppichmuschel                   25 mm
             Venus spp.                        Venusmuschel                     25 mm
    GL Gesamtlänge; PL Panzerlänge;
    (*)    Sardellen: Die Mitgliedstaaten können die Mindestgröße umrechnen in eine Stückzahl von
           110 Sardinen je Kilogramm.
    (**)   Sardinen: Die Mitgliedstaaten können die Mindestgröße umrechnen in eine Stückzahl von
           55 Sardinen je Kilogramm.
    (***)  Seehecht: Bis zum 31. Dezember 2008 ist jedoch bei Seehecht mit einer Größe zwischen
           15 und 20 cm eine Toleranzspanne von 15 % des Gewichts zulässig. Diese Toleranzgrenze
           ist sowohl von den einzelnen Schiffen – auf See oder am Anlandeort – als auch auf dem
           Erstverkaufsmarkt nach der Anlandung einzuhalten. Sie ist auch bei allen weiteren Handel-
           stransaktionen auf nationaler oder internationaler Ebene einzuhalten.
 ---pagebreak--- L 409/76      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          30.12.2006
                                            ANHANG IV
                             Bestimmung der Größe von Meerestieren
   1.    Die Größe eines Fisches wird, wie in Schaubild 1 gezeigt, von der Spitze des Mauls bis
         zum Ende der Schwanzflosse gemessen.
   2.    Die Größe von Kaisergranat (Nephrops norvegicus) wird, wie in Schaubild 2 gezeigt,
         gemessen
         –     als Panzerlänge parallel zur Mittellinie von der Basis eines Augenstiels bis zum
               mittleren Punkt am äußeren Rand des Rückenpanzers oder
         –     als Gesamtlänge von der Spitze des Rostrums bis zum hinteren Ende des Telsons,
               ohne die Seten.
   3.    Die Größe von Hummer (Homarus gammarus) wird, wie in Schaubild 3 gezeigt, gemessen
         als Panzerlänge parallel zur Mittellinie von der Basis eines Augenstiels bis zum mittleren
         Punkt am äußeren Rand des Rückenpanzers oder
         –     von der Spitze des Rostrums bis zum hinteren Ende des Telsons, ohne die Seten
               (Gesamtlänge).
 ---pagebreak--- 30.12.2006     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/77
    4.     Die Größe von Langusten (Palinuridae) wird, wie in Schaubild 4 gezeigt, gemessen als
           Panzerlänge parallel zur Mittellinie von der Spitze des Rostrums bis zum mittleren Punkt
           am äußeren Rand des Rückenpanzers.
    5.     Die Größe von Muscheln wird, wie in Schaubild 5 gezeigt, an der Stelle des größten
           Durchmessers gemessen.
                                              Schaubild 1
 ---pagebreak--- L 409/78 DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                30.12.2006
                           Schaubild 3 Schaubild 2
                 (Homarus)                                     (Nephrops)
            a) Panzerlänge                                   b) Gesamtlänge
 ---pagebreak--- 30.12.2006    DE Amtsblatt der Europäischen Union L 409/79
    Schaubild 4
 ---pagebreak--- L 409/80 DE Amtsblatt der Europäischen Union 30.12.2006
                   Schaubild 5
 ---pagebreak--- 30.12.2006        DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                        L 409/81
                                                ANHANG V
                               25-Meilen-Bewirtschaftungszone um Malta
    a)      Zugelassene Gebiete für die Schleppnetzfischerei um Malta: geografische Koordinaten
    Zone A                                             Zone H
    A1 – 36.0172°N, 14.1442°E                          H1 – 35.6739°N, 14.6742°E
    A2 – 36.0289°N, 14.1792°E                          H2 – 35.4656°N, 14.8459°E
    A3 – 35.9822°N, 14.2742°E                          H3 – 35.4272°N, 14.7609°E
    A4 – 35.8489°N, 14.3242°E                          H4 – 35.5106°N, 14.6325°E
    A5 – 35.8106°N, 14.2542°E                          H5 – 35.6406°N, 14.6025°E
    A6 – 35.9706°N, 14.2459°E
    Zone B                                             Zone I
    B1 – 35.7906°N, 14.4409°E                          I1 – 36.1489°N, 14.3909°E
    B2 – 35.8039°N, 14.4909°E                          I2 – 36.2523°N, 14.5092°E
    B3 – 35.7939°N, 14.4959°E                          I3 – 36.2373°N, 14.5259°E
    B4 – 35.7522°N, 14.4242°E                          I4 – 36.1372°N, 14.4225°E
    B5 – 35.7606°N, 14.4159°E
    B6 – 35.7706°N, 14.4325°E
    Zone C                                             Zone J
    C1 – 35.8406°N, 14.6192°E                          J1 – 36.2189°N, 13.9108°E
    C2 – 35.8556°N, 14.6692°E                          J2 – 36.2689°N, 14.0708°E
    C3 – 35.8322°N, 14.6542°E                          J3 – 36.2472°N, 14.0708°E
    C4 – 35.8022°N, 14.5775°E                          J4 – 36.1972°N, 13.9225°E
 ---pagebreak--- L 409/82         DE          Amtsblatt der Europäischen Union           30.12.2006
   Zone D                                  Zone K
   D1 – 36.0422°N, 14.3459°E               K1 – 35.9739°N, 14.0242°E
   D2 – 36.0289°N, 14.4625°E               K2 – 36.0022°N, 14.0408°E
   D3 – 35.9989°N, 14.4559°E               K3 – 36.0656°N, 13.9692°E
   D4 – 36.0289°N, 14.3409°E               K4 – 36.1356°N, 13.8575°E
                                           K5 – 36.0456°N, 13.9242°E
   Zone E                                  Zone L
   E1 – 35.9789°N, 14.7159°E               L1 – 35.9856°N, 14.1075°E
   E2 – 36.0072°N, 14.8159°E               L2 – 35.9956°N, 14.1158°E
   E3 – 35.9389°N, 14.7575°E               L3 – 35.9572°N, 14.0325°E
   E4 – 35.8939°N, 14.6075°E               L4 – 35.9622°N, 13.9408°E
   E5 – 35.9056°N, 14.5992°E
   Zone F                                  Zone M
   F1 – 36.1423°N, 14.6725°E               M1 – 36.4856°N,14.3292°E
   F2 – 36.1439°N, 14.7892°E               M2 – 36.4639°N,14.4342°E
   F3 – 36.0139°N, 14.7892°E               M3 – 36.3606°N,14.4875°E
   F4 – 36.0039°N, 14.6142°E               M4 – 36.3423°N,14.4242°E
                                           M5 – 36.4156°N,14.4208°E
   Zone G                                  Zone N
   G1 – 36.0706°N, 14.9375°E               N1 – 36.1155°N, 14.1217°E
   G2 – 35.9372°N, 15.0000°E               N2 – 36.1079°N, 14.0779°E
   G3 – 35.7956°N, 14.9825°E               N3 – 36.0717°N, 14.0264°E
   G4 – 35.7156°N, 14.8792°E               N4 – 36.0458°N, 14.0376°E
   G5 – 35.8489°N, 14.6825°E               N5 – 36.0516°N, 14.0896°E
                                           N6 – 36.0989°N, 14.1355°E b)
 ---pagebreak--- 30.12.2006       DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                        L 409/83
    b)      Geografische Koordinaten einiger Punkte auf der 200-Meter-Isobathe innerhalb der
            25-Meilen-Bewirtschaftungszone:
    ID     Breitengrad   Längengrad
    1      36.3673°N     14.5540°E
    2      36.3159°N     14.5567°E
    3      36.2735°N     14.5379°E
    4      36.2357°N     14.4785°E
    5      36.1699°N     14.4316°E
    6      36.1307°N     14.3534°E
    7      36.1117°N     14.2127°E
    8      36.1003°N     14.1658°E
    9      36.0859°N     14.152°E
    10     36.0547°N     14.143°E
    11     35.9921°N     14.1584°E
    12     35.9744°N     14.1815°E
    13     35.9608°N     14.2235°E
    14     35.9296°N     14.2164°E
    15     35.8983°N     14.2328°E
    16     35.867°N      14.4929°E
    17     35.8358°N     14.2845°E
    18     35.8191°N     14.2753°E
    19     35.7863°N     14.3534°E
    20     35.7542°N     14.4316°E
    21     35.7355°N     14.4473°E
    22     35.7225°N     14.5098°E
    23     35.6951°N     14.5365°E
    24     35.6325°N     14.536°E
 ---pagebreak--- L 409/84       DE            Amtsblatt der Europäischen Union 30.12.2006
   25    35.57°N   14.5221°E
   26    35.5348°N 14.588°E
   27    35.5037°N 14.6192°E
   28    35.5128°N 14.6349°E
   29    35.57°N   14.6717°E
   30    35.5975°N 14.647°E
   31    35.5903°N 14.6036°E
   32    35.6034°N 14.574°E
   33    35.6532°N 14.5535°E
   34    35.6726°N 14.5723°E
   35    35.6668°N 14.5937°E
   36    35.6618°N 14.6424°E
   37    35.653°N  14.6661°E
   38    35.57°N   14.6853°E
   39    35.5294°N 14.713°E
   40    35.5071°N 14.7443°E
   41    35.4878°N 14.7834°E
   42    35.4929°N 14.8247°E
   43    35.4762°N 14.8246°E
   44    36.2077°N 13.947°E
   45    36.1954°N 13.96°E
   46    36.1773°N 13.947°E
   47    36.1848°N 13.9313°E
   48    36.1954°N 13.925°E
   49    35.4592°N 14.1815°E
   50    35.4762°N 14.1895°E
   51    35.4755°N 14.2127°E
   52    35.4605°N 14.2199°E
   53    35.4453°N 14.1971°E
 ---pagebreak--- 30.12.2006       DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                           L 409/85
                                               ANHANG VI
                                         Übereinstimmungstabelle
           Verordnung (EG) Nr. 1626/94                           Vorliegende Verordnung
    Artikel 1 Absatz 1                          Artikel 1 Absatz 1
    Artikel 1 Absatz 2 Unterabsatz 1            Artikel 7, Artikel 17 und Artikel 19
    Artikel 1 Absatz 2 Unterabsatz 2            Artikel 3
    Artikel 2 Absätze 1 und 2                   Artikel 8
    Artikel 2 Absatz 3                          Artikel 13 Absatz 5, Artikel 17 und Artikel 19
    Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 1            Artikel 13 Absatz 1 Unterabsatz 1 und Absatz 5
    Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 2            Artikel 13 Absatz 5, Artikel 14 Absatz 2 und 3,
                                                Artikel 19
    Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 3 (1a)       Artikel 4, Artikel 13 Absätze 9 und 10, Artikel 19
    Artikel 3 Absatz 2                          Artikel 13 Absatz 1 Unterabsatz 2 und Absatz 8,
                                                Artikel 19
    Artikel 3 Absatz 3                          Artikel 4, Artikel 13 Absatz 10 und Artikel 19
    Artikel 3 Absatz 4                          Artikel 13 Absatz 3 und Absatz 7, Artikel 19
    Artikel 4                                   Artikel 7
    Artikel 5                                   Artikel 12 und Anhang II
    Artikel 6 Absatz 1, Unterabsatz 1 und       Artikel 9 Absatz 1 und 2
    Artikel 6 Absatz 2
    Artikel 6 Absatz 1, Unterabsatz 2           Artikel 9 Absatz 7, Artikel 14 Absatz 1 und 3
    Artikel 6 Absatz 3                          Anhang II Definitionen
    Artikel 7                                   Artikel 22
    Artikel 8 Absätze 1 und 3                   Artikel 15, Anhang III und Anhang IV
    Artikel 8 a                                 Artikel 26
    Artikel 8 b                                 Artikel 27
    Artikel 9                                   Artikel 1 Absatz 2
    Artikel 10 a                                Artikel 29
    Artikel 11                                  Artikel 32
    Anhang I                                    Artikel 3 und Artikel 4
    Anhang II                                   Artikel 11, Anhang I und Anhang II
    Anhang III                                  Artikel 9 Absätze 3, 4 und 5
    Anhang IV                                   Anhang III
    Anhang V Buchstabe b                        Anhang V