CELEX: 31991D0679
Language: de
Date: 1991-12-19 00:00:00
Title: 91/679/EWG: Beschluß des Rates vom 19. Dezember 1991 zur Annahme des Arbeitsprogramms für die Durchführung des spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich industrielle und Werkstofftechnologien ( 1991-1994 )

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31991D0679

91/679/EWG: Beschluß des Rates vom 19. Dezember 1991 zur Annahme des Arbeitsprogramms für die Durchführung des spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich industrielle und Werkstofftechnologien ( 1991-1994 )  

Amtsblatt Nr. L 375 vom 31/12/1991 S. 0018 - 0032

BESCHLUSS DES  RATES vom 19. Dezember 1991 zur Annahme des Arbeitsprogramms für die Durchführung des spezifischen  Programms für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich industrielle und  Werkstofftechnologien (1991-1994) (91/679/EWG) DER RAT DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, gestützt auf die Entscheidung 91/506/EWG des Rates vom 9. September 1991 über ein spezifisches  Programm für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich industrielle und  Werkstofftechnologien (1991-1994) (1), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 4, auf Vorschlag der Kommission, in Erwägung nachstehender Gründe: Artikel 5 Absatz 2 der genannten Entscheidung sieht die Erstellung eines Arbeitsprogramms vor, in  welchem die genauen Ziele, die Art der durchzuführenden Vorhaben sowie die entsprechenden  finanziellen Bestimmungen festgelegt werden. Nach Artikel 7 Absatz 1 der genannten Entscheidung erfolgt die Erstellung und die Aktualisierung  des Arbeitsprogramms nach dem Verfahren des Artikels 6. In Übereinstimmung mit diesem Verfahren ist dem der Kommission beigeordneten Ausschuß ein Entwurf  des Arbeitsprogramms vorgelegt worden; dieser hat in der vom Vorsitzenden des Ausschusses  bestimmten Zeitspanne keine befürwortende Stellungnahme abgegeben. Im Rahmen desselben Verfahrens  obliegt es der Kommission, dem Rat einen Entwurf über die zu treffenden Maßnahmen vorzulegen - BESCHLIESST: Einziger Artikel Das Arbeitsprogramm im Anhang wird angenommen. Geschehen zu Brüssel am 19. Dezember 1991. Im Namen des RatesDer PräsidentP. DANKERT       (1)ABl. Nr. L 269 vom 25. 9. 1991, S. 30.   ANHANG I. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Dieses Programm schließt direkt an die vorherigen  Programme "BRITE/EURAM" und "Rohstoffe und Wiederverwertung" an. Das allgemeine Ziel besteht darin,  zur Belebung der europäischen Fertigungsindustrie beizutragen, indem ihre wissenschaftliche  Grundlage durch Arbeiten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung verstärkt  wird. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und technologische Entwicklung zielen auf die  Integration aller Aspekte des Lebenszyklus von Werkstoffen und Produkten ab und werden auch den  schärferen Auflagen hinsichtlich der Akzeptanz von technologischen Entwicklungen Rechnung tragen.  Diese Entwicklungen betreffen den Umweltschutz, Arbeitsbedingungen, die ständige Anpassung der  Fähigkeiten des Personals an die technologischen Neuerungen sowie neue Management- und  Organisationsmethoden zur Gewährleistung eines ausgeglichenen und effektiven Verhältnisses zwischen  Technologie und Arbeitswelt. Das vorliegende Arbeitsprogramm ist in Übereinstimmung mit Artikel 5 Absatz 2 der Entscheidung  91/506/EWG erstellt worden. Es beinhaltet die folgenden Themen: - Zielsetzungen und Forschungsaufgaben; - Durchführung: Aufrufe, Projektarten, finanzielle Regelungen. Obwohl ein einzelner Forschungsvorschlag nur einen Abschnitt des Lebenszyklus zu behandeln braucht,  ist davon auszugehen, daß Vorschläge bevorzugt werden, die Ergebnisse durch einen  multidisziplinierten Ansatz und mit weitgestreutem Anwendungsbereich anstreben. Besondere  Berücksichtigung werden solche Initiativen finden, die den potentiellen Nutzern und Anwendern die  Ergebnisse am besten zugänglich machen, wobei die legitimen Ansprüche auf Schutz von geistigem und  industriellem Eigentum zu beachten sind. II. ZIELSETZUNGEN UND FORSCHUNGSAUFGABEN BEREICH 1: WERKSTOFFE - ROHSTOFFE  Das Ziel besteht in der kostengünstigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit von neuen und  herkömmlichen Werkstoffen, um deren wettbewerbsfähige industrielle Nutzung in einem breiten  Anwendungsbereich zu erreichen. Dies beinhaltet auch die Verbesserung der Technologien zur  Sicherstellung der Rohstoffversorgung sowie für Wiederverwertung, wodurch ein integriertes Konzept  für den gesamten Lebenszyklus von Werkstoffen gefördert wird. Ferner wird die kostengünstige  Verwendung neuer Werkstoffe bei zahlreichen Produkten und Anwendungen sowie in neuen  Anwendungsbereichen angestrebt. ROHSTOFFE UND WIEDERVERWERTUNG  1.1. ROHSTOFFE  1.1.1. Explorationstechnik Zielsetzungen  Bereitstellung neuer oder verbesserter kostengünstiger Werkzeuge und Entwicklung besserer  geologischer Konzepte für die Exploration im Bergbau. Verbesserung von Know-how und Hardware in  diesem Bereich. Weiterentwicklung von Meß- und Beobachtungsverfahren sowie der Kartierung  schadstoffbelasteter Abbaugebiete. Forschungsaufgaben  1.1.1.1. Entwicklung und Erprobung neuer Methoden zur Exploration und Entdeckung von Lagerstätten  sowie zur Beurteilung bekannter Vorkommen. 1.1.1.2. Weiterentwicklung von Lagerstättenmodellen und Explorationskonzepten. 1.1.1.3. Weiterentwicklung von Methoden und Techniken zur Vorratsberechnung. 1.1.1.4. Entwicklung und Verbesserung von integrierten Systemen auf der Grundlage der  MultidatenAnalyse. 1.1.1.5. Entwicklung und Erprobung neuer und verbesserter kostengünstiger geophysikalischer und  geochemischer Explorationsverfahren wie z.B. transient-elektromagnetische Messungen (TEM), optische  Spektrometrie und Analyse von Elementen der Platingruppe. 1.1.1.6. Anwendung und Bewertung neuentwickelter Explorationstechniken wie bodengeophysikalischer  Methoden (z.B. Georadar oder seismische Verfahren) und Airborne-Systeme sowie die Beurteilung der  Möglichkeit ihrer breiteren Anwendung. 1.1.1.7. Entwicklung neuer Explorationsgeräte (z.B. Miniaturisierung von Instrumenten wie  Spektrometern und Bohrungsmeßgeräten) und Entwicklung von kostengünstigeren Bohrtechniken. 1.1.1.8. Entwicklung und Erprobung von Explorationstechniken zur Umweltüberwachung, Bestimmung und  Kartierung von belasteten Gebieten im Umfeld von Bergwerken und Steinbrüchen (siehe auch 1.1.2.7  und 1.1.2.8). 1.1.2. Bergbautechnik  Zielsetzungen  Entwicklung von Techniken, die Produktivitätssteigerungen durch Verminderung der Betriebskosten für  Abbauarbeiten ermöglichen und Aspekte der Umweltbelastung und Sicherheit sowie die Bestimmung der  sozialen und wirtschaftlichen Einfluesse von Bergbau- und Steinbruchbetrieben betreffen. Forschungsaufgaben  1.1.2.1. Entwicklung von Techniken und Systemen zur Gesteinsabtragung sowie für kontinuierlichen  Abbau und Steinbruchbetrieb. 1.1.2.2. Entwicklung spezieller Techniken zur Erhöhung der Sicherheit und des Umweltschutzes sowie  zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. 1.1.2.3. Entwicklung selektiver Abbaumethoden zur Verringerung des Abraumvolumens (siehe auch  1.1.3.6). 1.1.2.4. Entwicklung neuer Konzepte für den Tagbau sowie zur Optimierung und Integration von  Grubenarbeiten wie Verfuellen, Bohren, Sprengen und Abtransport. 1.1.2.5. Verbesserung von Simulationstechniken und deren praktische Umsetzung in bezug auf  Ausbausysteme, Gesteinsabstützung und Standfestigkeit. 1.1.2.6. Entwicklung neuer Multidatenanalyse- und Rechnersimulationstechniken für computergestützte  Organisation und Planung von Abbauarbeiten. 1.1.2.7. Entwicklung von Simulations-, Modellierungs- und Versuchsverfahren zur Optimierung der  Sanierung von aufgelassenen Abbaustätten einschließlich ihrer Verwendung als Abfallagerstätten  (siehe auch 1.1.1.8). 1.1.2.8. Entwicklung von Techniken zur Bewertung der sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen des  Erlasses von Umweltschutzbestimmungen für Bergwerke und Steinbrüche (siehe auch 1.1.1.8.) 1.1.3. Erzaufbereitung  Zielsetzungen  Verbesserung bestehender Verfahren und Entwicklung innovativer Technologien im Labormaßstab für die  industrielle Anwendung. Optimierung der verschiedenen Methoden und Techniken für die Behandlung von  Erzkonzentraten, Abfallerzen und Verarbeitungsrückständen von Lagerstätten und metallurgischen  Betrieben zur Reduzierung der Produktionskosten bei neuen und bestehenden Anlagen und zur Milderung  von Umweltproblemen. Forschungsaufgaben  1.1.3.1. Charakterisierung von Industrie-Mineralien und Steinen zur Verbesserung der  Verarbeitungstechnologien und ihrer Eignung für alternative Verwendungszwecke. 1.1.3.2. Verbesserung der physikalischen und chemischen Trennungsverfahren für Erze. 1.1.3.3. Verbesserung der Techniken zur Erzaufbereitung, Metallgewinnung und Metallscheidung wie  hydro- und biohydrometallurgische Verfahren sowie Elektro- und Pyrometallurgie (einschließlich  Schlackenchemie). 1.1.3.4. Entwicklung von Technologien zur Reduzierung von Emissionen und Energieverbrauch sowie zur  Erhöhung der Akzeptanzbreite von Beschickungsmaterialien in Werken zur Erz- und  Gesteinsaufbereitung. 1.1.3.5. Entwicklung von Methoden und Techniken zur Fixierung und Stabilisierung von Metallen und  toxischen Verbindungen in Verarbeitungsrückständen, Abprodukten, Schlacken und Abfallerzen. 1.1.3.6. Entwicklung neuer Aufbereitungsverfahren und -geräte zur Qualitäts- und  Ertragsverbesserung sowie zur Verringerung des Abfallaufkommens (siehe auch 1.1.2.3). 1.1.3.7. Entwicklung von Instrumenten, insbesondere Sensoren, zur Überwachung von Prozessen,  Werkstoffen und Produktqualität. 1.1.3.8. Entwicklung von mathematischen Modellen und Simulationen der einzelnen Schritte bei der  Erzbereitung, Metallgewinnung und Metallscheidung sowie ihre Integration in bereits arbeitende  Betriebe. Entwicklung von Expertensystemen und automatisierten Systemen. 1.2. WIEDERVERWERTUNG  1.2.1. Wiederverwertung und Rückgewinnung von Industrieabfällen einschließlich Nichteisenmetallen  Zielsetzungen  Entwicklung neuer Technologien zur physikalischen und/oder chemischen Aufbereitung von Rückständen,  Schrotten und Industrieabfällen zur Verbesserung der Rückgewinnungsrate und Reduzierung der  Umweltprobleme. Die Forschung in diesem Bereich umfasst pyrometallurgische, hydrometallurgische und  Raffinationstechniken, die bei der Verarbeitung von komplexen Rückständen, Legierungen und aus  vielen Elementen bestehendem Schrott angewendet werden. Forschungsaufgaben  1.2.1.1. Charakterisierung, Identifizierung, Klassifizierung und quantitative Bestimmung von  Sekundärwerkstoffen und Nichteisenaltmetallen aus der industriellen Fertigung. Entwicklung von  Qualitätskontrollmethoden für Sekundärwerkstoffe vor der Wiederverwertung, Verwendung oder  Entsorgung. 1.2.1.2. Optimierung bestehender Trennungs-, Anreicherungs- und Wiederverwertungsverfahren auf  Industrieniveau im Hinblick auf Energieeinsparung, Beschickungsflexibilität, Konzentration und  Emissionsreduzierung. 1.2.1.3. Entwicklung neuer Trennungs-, Anreicherungs- und Wiederverwertungsverfahren zur  effizienteren Rückgewinnung von wertvollen Werkstoffen aus Schrott und Industrieabfällen,  einschließlich der Auskleidung bei feuerfesten Werkstoffen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung. 1.2.1.4. Entwicklung von kostengünstigen pyrometallurgischen Verfahren (z.B. Plasma- und  Laserverfahren), die Schwankungen in der Beschickungskonzentration erlauben, zur Rückgewinnung von  Grundmetallen, Sonder- und Edelmetallen aus der industriellen Fertigung, Abfällen der  metallverarbeitenden Industrie, komplexen Rückständen, verbrauchten Katalysatoren sowie  Gebrauchtwaren und -geräten. 1.2.1.5. Entwicklung von kostengünstigen biometallurgischen, photokatalytischen und  hydrometallurgischen Verfahren zur Behandlung von Schlacken, Rückständen, Industrieabwässern und  -abfällen, zur Rückgewinnung von Metallen, Salzen und wertvollen Werkstoffen sowie Reinigung, um  die Umweltverschmutzung zu minimieren. 1.2.1.6. Entwicklung von fortgeschrittenen Technologien zur Reduzierung und Raffination von  Sekundärprodukten und Abfällen, z.B. durch Wirbelschichttechnik, Elektrolyse in wäßriger Lösung,  Vakuumdestillation, Plasmatechnologie, Salzschmelzenelektrolyse und Chloridtechnologie. 1.2.1.7. Entwicklung von Technologien zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von Werkstoffen mit  organischen und Metall-Plastik Verbundstrukturen zur Verringerung der Umweltbelastung. 1.2.1.8. Entwicklung von Rechnermodellen zur Bewertung der Eigenwirtschaftlichkeit und  Verfügbarkeit von Sekundärwerkstoffen für die Wiederverwertung sowie zur Bewertung von  metallurgischen Modellen, um die Auswirkungen von mehrfacher Wiederverwertung auf die Eigenschaften  und Verarbeitbarkeit von Rohstoffen vorhersagen zu können. 1.2.2. Wiederverwertung, Rückgewinnung und Wiederverwendung neuer Werkstoffe  Zielsetzungen  Verbesserung von Wiederverwertungstechnologien, die die Wiederverwendung der Abfälle von  fortgeschrittenen Werkstoffen anstreben, um die Qualität neuer Produkte oder Verbundwerkstoffe mit  hoher Qualität und grosser wirtschaftlicher Bedeutung zu verbessern. Forschungsaufgaben  1.2.2.1. Charakterisierung, Klassifizierung und quantitative Bestimmung von Abfällen  fortgeschrittener Werkstoffe sowie Entwicklung von Qualitätskontrollmethoden für Sekundärwerkstoffe  vor der Wiederverwertung, Wiederverwendung oder Entsorgung. 1.2.2.2. Entwicklung von Analyse- und Markierungstechniken zur Identifizierung, Entwicklung  sicherer, kostengünstiger Technologien zur Wiederverwertung von Rückständen und Schrott aus  organischen und anorganischen Verbund- und anderen fortgeschrittenen Werkstoffen. 1.2.2.3. Entwicklung von Modellen zur Bestimmung der Eigenwirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit von  fortgeschrittenen Werkstoffen für die Wiederverwertung sowie zur Vorhersage der Auswirkungen  wiederholter Wiederverwertung auf die physikalischen Eigenschaften und die Verarbeitbarkeit der  ursprünglichen Werkstoffe. NEUE UND VERBESSERTE WERKSTOFFE UND IHRE VERARBEITUNG  1.3.  KONSTRUKTIONSWERKSTOFFE  1.3.1. Metalle und Metallmatrix-Verbundwerkstoffe  Zielsetzungen  Sicherstellung der zur vollständigen Nutzung der Leistungsfähigkeit von neuen Legierungen,  Verbundwerkstoffen und deren Verarbeitung notwendigen Verbesserungen, insbesondere Technologien,  die der Lösung der mit der Serienproduktion verbundenen Probleme dienen. Ausserdem Entwicklung von  hochtemperaturfesten Superlegierungen, intermetallischen Verbindungen, Metallpulvern, metallischen  Gläsern, Hartmetallen, verschleißfesten Legierungen und Beschichtungsstoffen, die für spezielle  Anwendungen mit komplexen Auslegungsspezifikationen erforderlich sind. Forschungsaufgaben  1.3.1.1. Entwicklung kostengünstiger Technologien für die Synthese und Produktion von metallischen  Werkstoffen und Legierungen für eine grössere Bandbreite von Endprodukten hoher Qualität und  Leistungsfähigkeit. 1.3.1.2. Entwicklung von Legierungen, intermetallischen Konstruktionswerkstoffen und  Metallmatrix-Verbundwerkstoffen mit spezifischen Leistungseigenschaften: z.B. verbesserte  Steifigkeit, erhöhtes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis, hohe Temperaturbeständigkeit und hohe  Beständigkeit gegenüber Umwelteinfluessen. 1.3.1.3. Verbesserung der Leistungskennwerte durch die Steuerung der Pulvermorphologie und der  Eigenschaften der Grenzflächen von Metallmatrix-Verbundwerkstoffen. 1.3.1.4. Entwicklung von Dünn- oder Dickschichtbeschichtungssystemen mit verbesserten funktionellen  Eigenschaften für metallische Trägersubstanzen. 1.3.1.5. Verwendung von Computersimulationstechniken, die mit Mikro- und Makrostrukturmodellierung  miteinander verbinden. 1.3.1.6. Entwicklung von Techniken zur Bewertung der Langzeitstabilität und des Langzeitverhaltens  von Metallwerkstoffen. 1.3.2. Keramik, Keramikmatrix-Verbundwerkstoffe und fortgeschrittene Gläser  Zielsetzungen  Verbesserung des Verständnisses und Weiterentwicklung der Technologien für kritische Bereiche wie  Qualität, Herstellung und Zuverlässigkeit mit dem Schwerpunkt wirtschaftliche Herstellung und  fehlerfreie Produkte mit ausreichenden Zähigkeitseigenschaften. Forschungsaufgaben  1.3.2.1. Entwicklung von Hochtemperaturwerkstoffen mit erhöhter Festigkeit, Zähigkeit, Duktilität,  Korrosions- und Erosionsbeständigkeit. 1.3.2.2. Optimierung von Pulvern als Ausgangsmaterialien. 1.3.2.3. Entwicklung von kostengünstigen Verarbeitungstechniken mit hoher Ausbringung für  qualitativ hochwertige Werkstoffe, die gleichzeitig die Verbreitung in neue Anwendungsgebiete  erlauben. 1.3.2.4. Verbesserung der Beständigkeit und Zuverlässigkeit von Bauteilen einschließlich der  Langzeitstabilität im Einsatz. 1.3.2.5. Verbesserung von Thermoschockwiderstand, Zeitstandfestigkeit, Wärmeisolierung,  Hochtemperaturoxidation und Korrosionsverhalten. 1.3.2.6. Entwicklung von probabilistischen Auslegungsmethoden für technische  Hochleistungsbauteile. 1.3.2.7. Entwicklung von Technologien zur Oberflächenbehandlung zur Unterstützung der Fertigung und  Anwendung im Betrieb. 1.3.2.8. Verwendung von Computersimulationstechniken, die die Mikro- und Makrostrukturmodellierung  miteinander verbinden. 1.3.2.9. Entwicklung von Techniken zur Bewertung der Langzeitstabilität und des Langzeitverhaltens  von Keramikwerkstoffen. 1.3.3. Polymere und Polymermatrix-Verbundwerkstoffe  Zielsetzungen  Besseres Verständnis der Leistungs- und Struktureigenschaften dieser Werkstoffe sowie ein besseres  Verstehen der Abhängigkeit der Werkstoffeigenschaften von den Herstellverfahren. Gewisse  Fortschritte könnten durch innovative Auslegungs- und Verarbeitungspraktiken erzielt werden.  Berücksichtigung der Umweltverträglichkeitsbedenken durch neue technische Thermoplaste, die ihre  mechanischen Eigenschaften auch bei höheren Temperaturen behalten und mit kostengünstigeren  thermischen Verfahren hergestellt werden können. Forschungsaufgaben  1.3.3.1. Entwicklung von kostengünstigen Polymeren, Polymerverbundwerkstoffen, Fasermaterialien und  Klebestoffen mit verbesserten Werkstoffeigenschaften wie Beständigkeit gegen aggressive Medien,  Temperatur, Druck, Stoßbelastung und Lösungsmittel für einen breiteren Anwendungsbereich. 1.3.3.2. Entwicklung von Polymeren mit spezifischen Eigenschaften wie biologische Abbaubarkeit,  Wiederverwertbarkeit und Wiederverwendbarkeit zur Verringerung negativer Auswirkungen auf die  Umwelt. 1.3.3.3. Entwicklung von kostengünstigen Herstellverfahren mit hoher Ausbringung für qualitativ  hochwertige Werkstoffe. 1.3.3.4. Erforschung neuer Arten von Verbundwerkstoffen wie molekulare und selbstverstärkende  Polymerverbundwerkstoffe. 1.3.3.5. Bewertung von Faser-Matrix-Grenzflächen in Verbundwerkstoffen durch die Entwicklung von  nicht-intrusiven Verfahren. 1.3.3.6. Entwicklung von vorimprägnierten Hochleistungshalbzeugen für Verbundbauteile für  Anwendungen, bei denen hohe Festigkeit und Zähigkeit erforderlich sind. 1.3.3.7. Entwicklung von intelligenten Prozessplanungs- und Prozeßsteuerungstechniken für Polymere  und Polymer-Verbundwerkstoffe. 1.3.3.8. Anwendung spezieller Verfahren zur Verbesserung von kostengünstigen Polymeren zu  maßgeschneiderten Hochleistungsbauteilen. 1.3.3.9. Anwendung von mathematischen Modellen zur Werkstoffprodukt- und Prozessoptimierung. 1.3.3.10. Entwicklung von kombinierten und vollintegrierten Verarbeitungsverfahren wie  Spritzgießen, Laminieren, Drei- und Mehrschichtbildung für innovative  Hochleistungskonstruktionswerkstoffe. 1.4. FUNKTIONSWERKSTOFFE FÜR MAGNETISCHE, SUPRALEITENDE, OPTISCHE, ELEKTRISCHE UND MEDIZINISCHE  ANWENDUNGEN  1.4.1. Magnetische Werkstoffe  Zielsetzungen  Erfuellung der Anforderungen an neue Werkstoffe mit verbesserten magnetischen Eigenschaften, die  leicht verarbeitet werden können, z.B. fortgeschrittene magnetische Werkstoffe mit hart-,  mittelhart- oder weichmagnetischen Eigenschaften sowie deren Anwendung in Bauteilen und Systemen. Forschungsaufgaben  1.4.1.1. Entwicklung von fortgeschrittenen magnetischen Werkstoffen, z.B. auf der Basis von neuen  Seltenerdmetallegierungen, mit kostengünstigeren Verarbeitungsverfahren. 1.4.1.2. Entwicklung von Werkstoffen mit verbesserten magnetischen Leistungskennwerten bei hohen  Temperaturen einschließlich der Entwicklung von verbesserten dauermagnetischen Werkstoffen mit  erhöhtem Energieprodukt und verbesserter Leistungsdichte für spezielle Anwendungen (z.B.  Elektromotoren und andere elektrische Geräte) sowie die Entwicklung entsprechender  Herstellerverfahren. 1.4.1.3. Verbesserung von magnetischen Werkstoffen durch innovative Entwicklung ihrer Synthese,  Verarbeitung und Kontrolle ihrer Zusammensetzung im Hinblick auf ihre Einsatzfähigkeit als  Strukturmaterial. 1.4.1.4. Verbesserung von magnetischen Werkstoffen durch Mehrschichtbildung im Hinblick auf ihre  Einsatzfähigkeit als Funktionsmaterial. 1.4.2. Hochtemperatur-Supraleiter  Zielsetzungen  Entwicklung von Supraleitern mit hoher kritischer Temperatur, hoher Strom- und Flußdichte für den  Einsatz im Starkstrombereich, die mit anderen Werkstoffen bei niedrigen Verarbeitungstemperaturen  verbunden werden können. Verstehen der neuen supraleitenden Werkstoffe und ihrer wesentlichen  Eigenschaften. Forschungsaufgaben  1.4.2.1. Entwicklung von zuverlässigen und kostengünstigen Verfahren zur Herstellung von  supraleitenden Starkstrombauteilen wie Drähten, Kabeln und Schichten. 1.4.2.2. Erstellen einer Auslegungsmethodik für erhöhte Bauteilzuverlässigkeit, speziell für die  Herstellung von Drähten und Kabeln sowie dünnen und dicken Schichten. 1.4.2.3. Entwicklung von Verfahren (z.B. Sol-Gel-Verfahren, Mischen, Sintern, Sprühtechniken) zur  Herstellung von Pulvern für Supraleiter mit genau definierten Eigenschaften. 1.4.2.4. Erhöhung des Verständnisses für die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Eigenschaften,  Gefüge und Stöchiometrie, einschließlich elektrischer und magnetischer Eigenschaften, als Funktion  der Auswirkungen von Phasenausscheidung, Anisotropie und Korngrenzen. 1.4.3. Elektrisch und ionenleitende Werkstoffe  Zielsetzungen  Weiterentwicklung der Synthese-/Verarbeitungstechnologien für elektrisch leitende Werkstoffe und  Matrixwerkstoffe, die erst in der Anfangsphase der technologischen Entwicklung stehen. Erschließung  von Anwendungsgebieten wie elektrisch leitende Drähte, Energiespeicher und akustische Geräte.  Entwicklung der für die saubere Elektrizitätserzeugung notwendigen Werkstoffe für Brennstoffzellen.  Bessere Einschätzung der Grenzen gegenwärtiger Technologien sowie der Art und Weise, wie diese  Grenzen durch neue Verarbeitungsverfahren aufgehoben werden können. Forschungsaufgaben  1.4.3.1. Entwicklung von elektrischen Werkstoffen mit besserer Leitfähigkeit, höherer Festigkeit  und besseren Ermüdungsfestigkeitseigenschaften, höherer Korrosions- und Wärmebeständigkeit und  besserem Funkenerosionsverhalten. 1.4.3.2. Entwicklung von festen ionenleitenden Werkstoffen für Festelektrolyte in  Energieumwandlungsgeräten. 1.4.3.3. Entwicklung von leitenden Polymerwerkstoffsystemen mit anorganischen Füllstoffen für  Verarbeitung in grossen Mengen oder Anwendung bei Einkapseln und Verbinden. 1.4.3.4. Bestimmung des Zusammenhangs zwischen Polymerwerkstoffgefüge und elektrischen und  akustischen Eigenschaften. 1.4.3.5. Entwicklung von aushärtenden Legierungen und Mehrschicht-Verbundwerkstoffen, die eine hohe  elektrische und thermische Leitfähigkeit oder ein hohes Elektronenemissionsvermögen mit  verbesserten mechanischen Eigenschaften und höherer Korrosionsbeständigkeit verbinden. 1.4.4. Optische Werkstoffe  Zielsetzungen Angehen der ungelösten Probleme, die die Verfügbarkeit von Reinstwerkstoffen mit niedrigen  optischen Verlusten für Übertragungssysteme beinhalten sowie Werkstoffverarbeitung einschließlich  der Herstellung von Werkstoffen durch zwei- oder dreidimensionales chemisches Aufdampfen. Forschungsaufgaben 1.4.4.1. Entwicklung neuer Glasarten mit veränderlicher Lichtdurchlässigkeit, verbunden mit  kostengünstigen Technologien für ihre Anwendung. 1.4.4.2. Entwicklung und Charakterisierung von nichtlinearen optischen Werkstoffen einschließlich  organische Werkstoffe und Zwischenprodukte. 1.4.4.3. Entwicklung von aktiven Beschichtungen wie magnetische, piezölektrische und chemische  Farbstoffoberflächenschichten für Sensoren. 1.4.4.4. Optimierung von elektrolumineszenten, elektro-, photo- und thermochromischen Eigenschaften  für die Herstellung von optischen Werkstoffen mit steuerbarer Lichtdurchlässigkeit und -erzeugung. 1.4.5. Biowerkstoffe Zielsetzungen  Deckung des Bedarfs an neuen Biowerkstoffen einschließlich metallische Legierungen, Keramik,  Verbundwerkstoffe, Glas, Polymere und Klebstoffe zur Anwendung bei orthopädischen und dentalen  Implantaten, Ersatz von Weichgewebe und Körperfluessigkeiten, intra- oder extrakorporale Geräte für  dauerhafte oder vorübergehende Anwendungen, Entwicklung von Technologien für kostengünstige  Verfahren zur Teileherstellung, für klinische Verfahren und Rehabilitationssysteme. Forschungsaufgaben  1.4.5.1. Entwicklung von speziellen medizinischen Qualitätswerkstoffen mit biokompatiblen und  biofunktionellen Eigenschaften für Geräte und lasttragende Implantate. 1.4.5.2. Entwicklung von Techniken für die innovative Auslegung, Rechnersimulation und klinische  Überprüfung neuer Strukturen und komplexer Bauteile und Geräte, die alle Aspekte zuverlässiger,  bio-operationeller Fähigkeiten verbinden: Kompatibilität menschlichen Gewebes mit Implantaten. 1.4.5.3. Entwicklung von Oberflächenbehandlungstechniken für medizinische Geräte zur Vermeidung von  Erosion und Korrosion sowie Entwicklung von verbesserten Bio-Integrationseigenschaften. 1.5. WERKSTOFFE FÜR MASSENGÜTER  1.5.1. Verpackungsmaterialien  Zielsetzungen  Verbesserung der Technologien für kostengünstige Verarbeitung sowie Automatisierung und  On-line-Steuerung, einschließlich der Einführung natürlicher Werkstoffe, Ersatz von toxischen  Werkstoffen und verbesserte Wiederverwertung von Werkstoffsystemen. Forschungsaufgaben  1.5.1.1. Entwicklung von umweltfreundlichen Verpackungsmaterialien, die wiederverwendbar,  wiederverwertbar oder abbaubar und weder bei der Verwendung noch bei der Entsorgung toxisch sind. 1.5.1.2. Verbesserung der gegenwärtigen Verarbeitungsverfahren zur Erhöhung der Produktivität und  Wertsteigerung der Verpackungsprodukte. 1.5.2. Neue Werkstoffe für die Bauindustrie  Zielsetzungen  Verbesserung der gegenwärtig im Bauwesen verwendeten Werkstoffe sowie Entwicklung neuer Werkstoffe,  einschließlich Verbundwerkstoffe, die funktionelle und strukturelle Eigenschaften miteinander  verbinden. Forschungsaufgaben  1.5.2.1. Entwicklung neuer Werkstofftechnologien mit dem Ziel verbesserter Wärmeisolierung,  Schalldämmung und mechanischer Integrität. 1.5.2.2. Einführung von neuen Produktions- und Montagemethoden, die einen höheren Grad an  Automatisierung erlauben. 1.5.2.3. Erforschung der Güteminderung von Bauwerkstoffen und -systemen durch Luft, Wasser,  Verschmutzung, ultraviolette Strahlung, Temperatureinwirkung und Feuchtigkeit. 1.5.2.4. Entwicklung von Klebstoffen für Bauteile, die als Bindemittel und Verstärkung hybrider  Fertigbausysteme dienen. 1.5.2.5. Entwicklung von Techniken zur Verwendung von metallischen oder organischen Werkstoffen als  Verstärkung für Beton, Glas und Keramik, zur Bildung von Systemen mit hoher  Korrosionsbeständigkeit, guter Wärme- und Schalldämmung und erhöhtem Brandschutz. BEREICH 2: ENTWURF UND FERTIGUNG  Das Ziel besteht darin, die Fähigkeit der Industrie zu verbessern, Erzeugnisse zu entwerfen und  herzustellen, die sowohl qualitativ hochwertig, wartungsarm und äusserst wettbewerbsfähig als auch  umweltfreundlich und sozial akzeptabel sind. 2.1. PRODUKT- UND VERFAHRENSENTWICKLUNG  2.1.1. Innovative Hilfsmittel und Techniken  Zielsetzungen  Entwicklung von Konstruktionshilfsmitteln wie Entscheidungshilfesysteme zur Förderung von  effektiveren Auslegungsmethoden, wirtschaftlicherer Fertigung, Montage und Demontage sowie  zuverlässigen und ergonomischen Produkten. Forschungsaufgaben  2.1.1.1. Entwicklung von Entscheidungshilfesystemen für die Auslegung im Hinblick auf Werkstoffe  und standardisierte Bauteile, die die mathematische Modellerstellung, Fertigungscharakteristika,  Produkteigenschaften und anthropometrische Daten beinhalten. 2.1.1.2. Erarbeitung von Methoden zur Validierung und Zulassung von Verfahren zur Unterstützung der  Konstruktion, Modellerstellung und Analyse. 2.1.1.3. Entwicklung von Techniken zur Reduzierung der Zeitspanne zwischen "Idee" und "Erzeugnis"  auf der Grundlage von Wertanalyse, Modellerstellung, Simulation und schnellen Verfahren zur  Prototypherstellung. 2.1.1.4. Entwicklung einer Methodik zur Modellerstellung für den gesamten Auslegungsprozeß vom  Konzept bis zum detaillierten Entwurf, einschließlich Darstellung der funktionellen  Toleranzfestlegung und Validierung des Lösungsansatzes. 2.1.2. Methoden für komplexe Bauteile  Zielsetzungen  Entwicklung von Konzepten zur Einbeziehung von multifunktionalen Bauteilen in die  Produktentwicklung, Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Hochpräzisions- und  Mikröngineeringsystemen zusammen mit Entwicklungsarbeiten hinsichtlich Mikrominiaturisierung. Forschungsaufgaben  2.1.2.1. Erarbeitung neuer Konzepte und Anwendungen für den Entwurf von multifunktionellen  Bauteilen. 2.1.2.2. Entwicklung von multidisziplinären Konzepten zur Entwicklung von integrierten Systemen wie  Mechatronik, Optomatronik und Multi-Komponenten-Systemen. 2.1.2.3. Entwicklung von Entwurfsmethoden für Hochpräzisions- und Mikröngineeringsysteme bezueglich  Mechanik und Werkstoffverhalten auf Mikrogefüge-Ebene. 2.1.3. Instandhaltung und Zuverlässigkeit  Zielsetzungen  Entwicklung von Hilfsmitteln, einschließlich Sensorsystemen, zur Verbesserung der  Produktleistungsfähigkeit, -zuverlässigkeit und -wartbarkeit. Verbesserung der Leistungsfähigkeit  und Anwendbarkeit von mathematischen Modellen zur Unterstützung der Konstruktion, einschließlich  Integration der Modellerstellungstechniken mit Fehler- und Ausfallartenanalyse, die für die  Zuverlässigkeit und Instandhaltungsvorhersage notwendig sind. Forschungsaufgaben  2.1.3.1. Verbesserung der Entwurfsmethoden und Modellerstellungsmöglichkeiten für Produkte und  Fertigungsverfahren im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, Instandhaltung und  Sicherheit. 2.1.3.2. Entwicklung von Systemen zur Zuverlässigkeitsvorhersage, die Informationen über das  Bauteilverhalten geben und auf der Grundlage von Schadens- und Ausfallanalysen basieren. 2.1.3.3. Entwicklung von Techniken zur Instandhaltungsvorhersage, einschließlich  Zustandsüberwachung und Vibrationsanalyse. 2.1.3.4. Entwicklung einer integrierten Systemauslegung unter Verwendung von Sensoren mit erhöhter  Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. 2.1.3.5. Entwicklung von Techniken zur Minimierung von Lärm und Schwingungen, die durch Produkte  und Fertigungsmaschinen hervorgerufen werden. 2.2. FERTIGUNG  2.2.1. Werkzeuge, Techniken und Systeme für hohe Qualitätsgüte in der Fertigung  Zielsetzungen  Entwicklung von Technologien zur Förderung der Ausbildung mit dem Ziel, menschliche Fähigkeiten und  das Beurteilungsvermögen im Fertigungsprozeß effizienter zu machen. Entwicklung von innovativen  Werkzeugen und Techniken für qualitativ hochwertige und kostengünstige Herstellungssysteme zur  Verbesserung der Prozeßsteuerung und Erhöhung der Präzision und Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie  Integration von neuen Verarbeitungstechnologien mit bewährten Fertigungsverfahren. Forschungsaufgaben  2.2.1.1. Entwicklung von verbesserten Modellen zur Nutzung von "Knowledge based"-Systemen für  Fertigungsverfahren. 2.2.1.2. Verbesserung der Systeme (einschließlich Robotertechnik) zum Einspannen, Transportieren  und sicheren Handhaben von Werkstücken in der Fertigung. 2.2.1.3. Entwicklung von kostengünstigen Fertigungsverfahren wie Schneiden, spanende Bearbeitung,  Schleifen, Umformen, Fügen und Kleben zur Steigerung der Produktivität, Qualität und Präzision. 2.2.1.4. Entwicklung von kostengünstigen Hochenergiestrahlverfahren, Lichtwellenleitern für  Strahlerzeugungssysteme und der damit zusammenhängenden akustischen und optischen Prüfverfahren. 2.2.1.5. Entwicklung und Integration von Technologien, die im Fertigungsprozeß eine qualitativ  hochwertige Oberflächenbehandlung liefern. 2.2.1.6. Entwicklung flexibler und wirtschaftlicher Systeme zur Herstellung kleiner Stückzahlen  zahlreicher Varianten. 2.2.2. Fertigungstechniken für den industriellen Einsatz von neuen Werkstoffen  Zielsetzungen  Entwicklung von kostengünstigen und effizienten Fertigungsverfahren für neue Werkstoffe zur  Ausnutzung ihres gesamten Potentials. Forschungsaufgaben  2.2.2.1. Verbesserung und Erweiterung der Leistungsfähigkeit von Formgebungsverfahren - Endform  oder endformnah - für neue Werkstoffe, einschließlich der Automatisierung von  Vorformungsverfahren. 2.2.2.2. Entwicklung von kostengünstigen spanenden Bearbeitungstechniken für schwierige und  fortgeschrittene Werkstoffe, vorzugsweise in Verbindung mit Prozeßmodellierung. 2.2.2.3. Entwicklung und Automatisierung von Maschinen für die wirtschaftliche Fertigung von  Verbundwerkstoffen und Keramik. 2.2.2.4. Verbesserung von Montage- und Fügetechnologien für neue Werkstoffe und Bauteile. 2.2.2.5. Entwicklung von zerstörungsfreien Prüfverfahren und Qualitätssicherungsmethoden für  Klebeverbindungen und Verbundwerkstoffe. 2.2.2.6. Entwicklung und Erweiterung von Verfahren zur Oberflächenbehandlung und Verbesserung der  Oberflächengüte für fortgeschrittene Werkstoffe sowie Weiterentwicklung entsprechender  Prüfverfahren. 2.2.3. Integriertes Konzept für Chemie- und Verfahrenstechnik  Zielsetzungen  Anpassung der Fertigungstechnologie an die Bedürfnisse der chemischen Industrie unter Einbeziehung  von Konstruktion und Prozeßsteuerung. Erweiterung des Verständnisses, das für die Auslegung und die  Steuerung von chemischen Prozessen mit steigender Komplexität zur Vermeidung und Verhütung von  Umweltverschmutzung erforderlich ist. Forschungsaufgaben  2.2.3.1. Verbesserung der Auslegung und der Überwachung von chemischen und biochemischen Reaktoren  zur Erhöhung der Flexibilität, Produktivität und Produktqualität. 2.2.3.2. Entwicklung von Techniken zur Verbindung von einzelnen chemischen Bearbeitungsschritten  bei der Werkstoffsynthese, Werkstoffbearbeitung und Teilchentechnologie durch ein besseres  Verständnis der allgemeinen chemischen und physikalischen Phänomene. 2.2.3.3. Entwicklung von innovativen Trenntechniken (siehe auch 1.1.3.2). 2.2.3.4. Modellierung von chemischen Reaktionen, die für den Fertigungsprozeß wichtig sind, wie  Reaktionsspritzgießen, Ätzen, Auftragung und Plattierung. 2.2.3.5. Entwicklung von Modellen bezueglich mehrphasiger Systeme und Grenzflächenphänomene für  Verfahrensentwicklung und -steuerung. 2.2.3.6. Entwicklung eines besseren Verständnisses für Verfahren, bei denen Reaktionen, Katalyse-  und Transportphänomene eng miteinander verbunden sind und die Produktqualität stark von dieser  Kopplung abhängig ist.  2.2.3.7. Optimierung von chemischen Verfahrenstechniken durch ein integriertes Konzept zur  Weiterentwicklung von Auslegung, Modellherstellung und Überwachung für Wiederverwertung,  Umweltschutz und Verfahrenssicherheit. 2.3. ENGINEERING- UND MANAGEMENTSTRATEGIEN FÜR DEN GESAMTEN LEBENSZYKLUS DES PRODUKTS  2.3.1. Integrierte Lösungsstrategien bei der Konstruktion, Auslegung und Planung  Zielsetzungen  Entwicklung von neuen und ganzheitlichen Konzepten zur Erweiterung der Engineeringaufgaben auf den  gesamten Lebenszyklus des Produkts durch Konzepte und Herstellung wie z.B. Parallel-Engineering,  das Auslegung, Engineering und Herstellung umfasst. Forschungsaufgaben  2.3.1.1. Entwicklung von Entwurfsoptimierungsstrategien und Techniken zur Modellierung von  Einflußgrössen für den gesamten Lebenszyklus des Produkts einschließlich Wiederverwertung und  Entsorgung. 2.3.1.2. Entwicklung von Systemkonzepten im Zusammenhang mit umfassenden Anstrengungen zur  Verringerung der Vorlaufzeit und Erhöhung der Fertigungsflexibilität. 2.3.1.3. Erweiterung multidisziplinärer Konzepte wie Parallel-Engineering für integrierte  Engineering-Aufgaben und Aufgaben des Engineering-Managements. 2.3.1.4. Erweiterung neuer Entwurfs-, Umgestaltungs- und Kalkulationspraktiken unter  Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus des Produkts einschließlich Wiederverwertung oder  Entsorgung. 2.3.2. Engineering  Zielsetzungen  Bereitstellung eines integrierten Konzepts zur vollständigen Nutzung von neuen Werkstoffen,  Entwurfs- und Fertigungstechnologien sowie Verarbeitungs- und Produktüberwachungssystemen für  traditionelle Fertigungsindustrien unter besonderer Berücksichtigung der neuen Anforderungen  bezueglich Umweltschutz und verbesserten Arbeitsbedingungen. Forschungsaufgaben  2.3.2.1. Erweiterung des Anwendungsbereichs flexibler Fertigungstechniken zur umfassenden Nutzung  von neuen Werkstoffen und Technologien. 2.3.2.2. Entwicklung von neuen Entwurfs- und Engineeringmethoden zur Erleichterung der Fertigung,  Montage, Verwendung und Demontage von Produkten, einschließlich Ergonomie (z.B. innovative Konzepte  in bezug auf Fertigbau und modularen Aufbau). 2.3.2.3. Entwicklung von interaktiven Techniken zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und  Ergonomie. 2.3.2.4. Entwicklung von Methoden zur Anwendungserweiterung des Qualitätskonzepts auf den gesamten  Produktzyklus. 2.3.3. Der Faktor Mensch in Engineering und Fertigungsmanagement  Zielsetzungen  Beschleunigung der Übernahme neuer Technologien durch Entwicklung neuer Managementstrategien, die  eine Identifizierung und Lösung möglicher Konflikte zwischen neuen Technologien und Personal  erlauben. Verbesserung der Methoden zur Bewertung der Leistungskennwerte von Produkten und  Verfahren sowie deren Einbindung in den gesamten Betrieb. Forschungsaufgaben  2.3.3.1. Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Planung und Organisation von Entwurf,  Fertigung und Montage, um so den bestmöglichen Nutzen aus den vorhandenen Einsatzmitteln und neuen  Technologien zu ziehen. 2.3.3.2. Entwicklung von Managementunterstützungssystemen für die Bewertung, Überwachung,  Vorausplanung und Bestimmung von Produktionsanforderungen und Einsatzmitteln innerhalb des  Betriebs. 2.3.3.3. Entwicklung von Techniken zur quantitativen Bestimmung, Abschätzung und Anpassung  menschlicher Fähigkeiten und Erfahrungen an spezielle Arbeitsbedingungen. BEREICH 3: LUFTFAHRT  Zielsetzung ist die Stärkung der technologischen Grundlage der europäischen Luftfahrtindustrie  sowie ein Beitrag zu den Kenntnissen, die die Grundlage für Maßnahmen zur Minimierung der  Auswirkungen auf die Umwelt und die Verbesserung der Betriebssicherheit und -effizienz von  Luftfahrzeugen bilden. 3.1. UMWELTBEZOGENE TECHNOLOGIEN  Zielsetzungen  Bereitstellung neuer oder verbesserter Hilfsmittel und Techniken für die Analyse, Vorhersage und  Überwachung des Aussen- und Innenlärms sowie Abgasemissionen von Luftfahrzeugen. Forschungsaufgaben  3.1.1. Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln und Techniken für die Vorhersage und Überwachung  des Aussenlärms fortgeschrittener Propeller, Propfans und Hubschraubermotoren. 3.1.2. Entwicklung und Bewertung von kostengünstigen Techniken zur Reduzierung des Innenlärms von  Luftfahrzeugen. 3.1.3. Entwicklung von Technologien für schadstoffarme Verbrennung. 3.2. TECHNOLOGIEN DES LUFTFAHRZEUGBETRIEBS  Zielsetzungen  Bereitstellung neuer oder verbesserter Hilfsmittel und Techniken zur Überwachung des Zustands von  Luftfahrzeugsystemen, zur Auslegung von Strukturen, die ermüdungs-, crash- und feuerbeständig sind,  sowie zur Integration von Luftfahrzeugen in Luftverkehrskontrollsystemen der Zukunft. Forschungsaufgaben  3.2.1. Entwicklung und Validation von verbesserten Entwurfswerkzeugen zum Umgang mit  Schallermüdung. 3.2.2. Entwicklung von verbesserten Techniken zur Zustands- und Nutzungsüberwachung. 3.2.3. Entwicklung von verbesserten Techniken zur Analyse des Crash-Verhaltens. 3.2.4. Entwicklung von verbesserten Techniken zur Analyse des Brandrisikos und für die  Brandentdeckung. 3.2.5. Entwicklung von verbesserten Techniken zur Kommunikation zwischen Cockpit und  Flugsicherung. 3.3. ÄRODYNAMIK UND ÄROTHERMODYNAMIK  Zielsetzungen  Verbesserung der Techniken zur rechnergestützten Strömungsdynamik (CFD), der  Laminarströmungstechnologie, der Entwurfswerkzeuge zur Analyse der Antriebsintegration sowie der  Techniken zur Analyse der Ärothermodynamik von Turbomaschinen. Forschungsaufgaben  3.3.1. Entwicklung und Validation von neuen und verbesserten Hilfsmitteln zur rechnungsgestützten  Strömungsdynamik (CFD) für Lösungsverfahren, Ergebnisnachbearbeitung und ärodynamische  Entwurfsoptimierung. 3.3.2. Entwicklung von verbesserten Techniken für die natürliche Laminarströmung sowie die  Kontrolle hybrider Laminarströmung. 3.3.3. Entwicklung von verbesserten experimentellen Mitteln zur Erforschung der Integration der  Antriebssysteme. 3.3.4. Entwicklung von verbesserten Techniken zur Analyse von ummantelten Antriebssystemen an  Tragflächen. 3.3.5. Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Wechselwirkungen zwischen  Hubschrauberrotor und -rumpf. 3.3.6. Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Ärothermodynamik von Axial- und  Diagonal-Verdichtern. 3.3.7. Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Turbinenthermodynamik. 3.3.8. Entwicklung von verbesserten Turbulenzmodellen (nur zielorientierte Grundlagenforschung). 3.4. LUFTFAHRTSTRUKTUREN UND FERTIGUNGSTECHNOLOGIEN  Zielsetzungen  Verbesserung der Techniken für die Realisierung von grossen, druckbeaufschlagten Rumpfstrukturen aus  Verbundwerkstoff. Forschungsaufgaben  3.4.1. Entwicklung von Entwurfskonzepten für druckbeaufschlagte Rumpfstrukturen aus  Verbundwerkstoff und/oder Metall-Laminaten. 3.5. LUFTFAHRTELEKTRONIK  Zielsetzungen  Bereitstellung neuer oder verbesserter Techniken für den Entwurf von modularen, hoch zuverlässigen  Bordinformations- und -sensorsystemen sowie Analyse und Auslegung der Mensch-MaschineSchnittstellen  im Cockpit. Forschungsaufgaben  3.5.1. Entwicklung von Techniken und Hilfsmitteln zur Integration und Bewertung von komplexer,  flugkritischer, fehlertoleranter Avionikausrüstung und Bordsystemen. 3.5.2. Entwicklung und Bewertung neuer und verbesserter Techniken zur elektronischen und/oder  optischen Informationserfassung und Datenverarbeitung, einschließlich Standardisierung. 3.5.3. Entwicklung verbesserter Techniken und Architekturen für flugkritische Signalverarbeitung  und Datenverknüpfung. 3.5.4. Entwicklung neuer Cockpitkonzepte und damit verbundener Techniken zur Optimierung der  Mensch-Maschine-Interaktion. 3.5.5. Entwicklung verbesserter Techniken für den Entwurf und die Analyse von Hubschraubercockpits  und deren Funktion. 3.6. TECHNOLOGIEN MECHANISCHER EINRICHTUNGEN, HILFSGERÄTE, BORD- UND STELLSYSTEME  Zielsetzungen  Bereitstellung neuer oder verbesserter Techniken zum Entwurf der Hauptausrüstungskomponenten im  Luftfahrzeugsystem. Forschungsaufgaben  3.6.1. Entwicklung und Validation neuer Konzepte und Modellierungstechniken in bezug auf die  Fahrwerksfunktion. 3.6.2. Entwicklung von Techniken zur Enteisung und/oder Kabinenklimatisierung, die nicht mit  Warmluft arbeiten, die aus den Triebwerken abgezapft wird. 3.6.3. Entwicklung und Validation fortgeschrittener Techniken für integrierte  Treibstoff-Managementsysteme. 3.6.4. Entwicklung verbesserter Techniken für elektrisch betriebene Stellsysteme mit integrierter  elektronischer Informationsverarbeitung. 4. AUF SPEZIFISCHE ZIELE AUSGERICHTETE FORSCHUNGSTÄTIGKEITEN  Das Konzept der zielorientierten Forschungstätigkeiten besteht darin, einen grösseren Nutzeffekt  dadurch zu erzielen, daß Teilnehmern an sich ergänzenden Projekten, die sich auf verschiedene  Technologien des Programms erstrecken, Hilfestellung bei der Koordinierung ihrer Aktivitäten auf  ein spezifisches Ziel hin geleistet wird. Dies ist in einer Reihe von Industriezweigen für Anwender  und Hersteller, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), von grosser Bedeutung. Der wissenschaftlich-technologische Inhalt der Projekte beruht auf den Forschungsaufgaben, die in  den Bereichen 1 und 2 des Programms genannt sind; mögliche Themen werden im Rahmen der üblichen  Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht. Je nach Qualität der eingegangenen  Vorschläge ist davon auszugehen, daß etwa vier Zielbereiche für den ersten Durchgang ausgewählt  werden. Die zielorientierten Forschungstätigkeiten sollen sich auf einen möglichst breiten Bereich  industrieller Aktivitäten erstrecken, der mit der Erreichung der spezifischen Ziele vereinbar ist.  Die Forschungstätigkeiten sind in der Regel den folgenden Kategorien zuzuordnen, obgleich die  Kommission anhand der eingegangenen Vorschläge auch andere Themen für diesen Programmteil  vorschlagen kann: 4.1. Umweltfreundliche Technologien  a) Fertigungs- und Werkstofftechnologien, die für Maschinen (einschließlich Strassen- und  Schienenfahrzeuge sowie Schiffe) notwendig sind, die die Umwelt insbesondere hinsichtlich  Luftverunreinigung, Abfallentstehung, Sicherheit, Lärm und Werkstoffverbrauch bei gleichzeitiger  Sicherheit und Akzeptanz seitens der Benutzer weniger belasten. Dementsprechend könnten die  Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten folgende Bereiche umfassen: - fortgeschrittene Entwurfstechnologien, die zu "sparsamer" Bedarfsdeckung führen; - Montagetechnologien; - Recycling-Technologien; - Werkstofftechnologien, die Verbundwerkstoffsysteme mit potentiell verbesserter Leistungsfähigkeit  und Formgebungsflexibilität abdecken; - Fertigungstechnologien für Massenproduktion bzw. Losfertigung mit möglichst geringem Einsatz der  erforderlichen Mittel, um den jeweiligen Rahmenbedingungen hinsichtlich Qualität, Flexibilität und  Kosten gerecht zu werden; - mechanische und elektrische Systeme sowie fortgeschrittene Bremssysteme und  - interner und externer Lärm- und Schwingungsschutz. b) Bautechnologien, die den Anforderungen der Anwender im Hinblick auf eine steuerbare  Arbeitsumgebung und -flexibilität besser genügen und mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt  sicher und wirtschaftlich entworfen, gebaut, unterhalten und wiederverwendet werden können. Die  Forschungsarbeiten könnten folgende Bereiche betreffen:  - Entwurf, Werkstoffe, Fertigungsverfahren und Bautechniken; - Entwicklung von Spezifikationen für Leistungsanforderungen; - Simulations- und Berechnungsmodelle für die strukturelle Auslegung, den Anwendungsbereich und die  Haltbarkeit von neuen Werkstoffen; - flexible Fertigungs- und Montagesysteme sowie Instandsetzungstechnologien. 4.2. Flexible und saubere Fertigung  Technologien mit geringerer Umweltbelastung, höhere Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Präzision  bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität und Produktivität sowie rasche Anpassung an die  Entwicklung in jeder Produktionsstufe, beispielsweise in der Textil-, Bekleidungs- und  Vertriebskette. Die Forschungsarbeiten könnten folgende Bereiche umfassen: - Verfahrenstechnologien, einschließlich Präzisionsmaschinen; - Materialentwicklung; - Automatisierung; - Materialhandhabung, einschließlich Trenn- und Verbindungstechniken; - Qualitätskontrolle und  - Verfahrensorganisation. Ferner können Technologien zur Integrierung dieser Stufen in Betracht gezogen werden, so daß die  Fertigungskette mit sicheren, umweltfreundlicheren und rationelleren Verfahren rasch und effizient  auf Marktbedürfnisse und umweltspezifische Erfordernisse reagieren kann. III. DURCHFÜHRUNG Das Programm wird mit Hilfe von Forschungsprojekten, konzertierten  Aktionen und flankierenden Maßnahmen durchgeführt. 1. F & E-PROJEKTE UND KONZERTIERTE AKTIONEN Mit Ausnahme der flankierenden Maßnahmen  werden die Forschungsaufgaben durch Verträge auf Kostenteilungsbasis und konzertierte Aktionen  realisiert. Der für diese Vorhaben vorläufig veranschlagte Haushalt für den Zeitraum des Programms  beträgt: Rohstoffe und Wiederverwertung - 80 Millionen ECU; Werkstoffe - 228,8 Millionen ECU;  Entwurf und Fertigung - 301,5 Millionen ECU; Luftfahrt (über 3 Jahre) - 53 Millionen ECU. Für Projekte mit Kostenteilung beträgt die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft in der Regel  nicht mehr als 50 % der Gesamtkosten. Universitäten und andere Forschungszentren, die sich an  Projekten auf Kostenteilungsbasis beteiligen, können für jedes Vorhaben eine Finanzierung von 50 %  der Gesamtausgaben oder von 100 % der zusätzlichen Grenzkosten beantragen. Projekte auf  Kostenteilungsbasis beinhalten die folgenden Aktivitäten:- Industrielle Forschungsprojekte haben einen Mindestumfang von zehn Mannjahren und eine Laufzeit  von ungefähr drei Jahren. Mindestens zwei Industriepartner aus verschiedenen Mitgliedstaaten nehmen  an ihnen teil. Die Gesamtkosten müssen sich in den Bereichen 1 und 2 zwischen 1 und 5 Millionen ECU  bewegen (im Bereich 3 sollten sie im Normalfall zwischen 3 und 5 Millionen ECU liegen). - Projekte der zielorientierten Grundlagenforschung, die im Vorfeld der industriellen Forschung  stattfinden und industrielle Befürwortung benötigen, haben einen Mindestumfang von zehn Mannjahren  und 0,5 bis 1 Million ECU, eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren und schließen mindestens zwei  Organisationen aus verschiedenen Mitgliedstaaten ein. Bei Vorschlägen, die aufgrund ihrer Art, Durchführungsmittel oder Dringlichkeit einen wichtigen  Beitrag zur Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der europäischen  Industrie und dadurch der Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit leisten, behält  sich die Kommission die Möglichkeit vor, diese im Wege des Ausnahmeverfahrens gemäß Artikel 7 der  Entscheidung 91/506/EWG zu berücksichtigen. - Kooperative Forschungsvorhaben wenden sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die  nicht über eigene Forschungseinrichtungen verfügen, um gemeinsame technische Probleme lösen zu  können. Zur Durchführung der Forschungsvorhaben werden eine oder mehrere externe Organisationen  (Forschungsgemeinschaften, Universitäten oder Unternehmen) benannt. Bis zu 50 % der  Forschungskosten dieser Vorhaben - Gesamtkosten bis zu 1 Million ECU - werden für einen Zeitraum  von normalerweise höchstens zwei Jahren abgedeckt. Die Vorschläge müssen von Unternehmen gemacht  werden, die sich an der Planung und Leitung der Forschung sowie an der Umsetzung der Ergebnisse  beteiligen. - Konzertierte Aktionen sind Gegenstand einer Koordinierung der einzelnen, in den Mitgliedstaaten  durchgeführten Forschungsarbeiten in bestimmten Bereichen durch die Kommission. Die  Kostenbeteiligung kann bis zu 100 % der Koordinierungskosten betragen (Reisen, Workshops,  Veröffentlichungen), übersteigt jedoch normalerweise nicht den Betrag von 0,4 Millionen ECU über  einen Zeitraum von bis zu vier Jahren. 2. FLANKIERENDE MASSNAHMEN  Die flankierenden Maßnahmen sollen die Effektivität  des Programms insbesondere durch die Verbesserung von dessen Zugänglichkeit und Auswirkungen  steigern. Sie bauen auf den innerhalb der Projekte "Brute/Euram" und "Rohstoffe und  Wiederverwertung" gewonnenen Erfahrungen auf. Es wird erwartet, daß innerhalb des Programms neue  Ideen entstehen. Die flankierenden Maßnahmen sollen während der gesamten Dauer des Programms  durchgeführt werden. Die Arbeit wird ausgeführt in Form von: - Durchführbarkeitsprämien für KMU, deren Schwerpunkt in der Fertigung und Verarbeitung liegt, in  Höhe von bis zu 30 000 ECU oder 75 % der Kosten für Forschungsarbeiten von neunmonatiger Dauer zur  Feststellung der Realisierbarkeit einer neuen Vorrichtung bzw. eines innovativen Konzepts oder  Verfahrens. Das allgemeine Ziel liegt darin, den KMU bei kooperativen Forschungsvorhaben die  Teilnahme zu erleichtern; - spezifischen, multidisziplinären Schulungen, die die Bedeutung der Fortbildung innerhalb des  Projekts berücksichtigen und insbesondere die Forschungsaktivitäten mit anderen industriellen  Funktionen hinsichtlich Verwertung, Weitergabe von Ergebnissen, Regelwerken und Normen,  industriellen Eigentumsrechten usw. verbinden; speziellen Lehrgängen, die für die effektive  Anwendung der entwickelten Technologien erforderlich sind, sowie Forschungsstipendien mit  Schwerpunkt auf den technischen Gebieten des Programms; - Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Konferenzen; - Tagungen von Ad-hoc-Expertengruppen (z.B. zur Vorbereitung von Richtlinien und Normen, sowie zu  Themen wie Werkstoffdatenbanken, neue Technologien und Definition von Forschungsprioritäten); - Studienverträgen; - einem System zum Informationsaustausch; - Förderung der Nutzung von Ergebnissen; - unabhängiger Bewertung der wissenschaftlichen und strategischen Aspekte des Programms. Der veranschlagte Bedarf an Mitteln für diese flankierenden Maßnahmen beträgt 20 Millionen ECU,  wobei 2 % des Gesamtbudgets den Fortbildungsmaßnahmen zugeordnet werden. Zeitplan Der Zeitplan für die Aktivitäten ist zusammen mit dem vorläufigen Etat für Verträge in der  folgenden Tabelle dargestellt. >PLATZ FÜR EINE TABELLE>