CELEX: 52012PC0108
Language: de
Date: 2012-03-15
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluss eines Abkommens zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte

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		52012PC0108
		
			Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluss eines Abkommens zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte /* COM/2012/0108 final - 2012/0048 (NLE) */
			
				
		
		
			
			   	BEGRÜNDUNG
1.           HINTERGRUND DES VORSCHLAGS
Laut Artikel 194 AEUV ist eines der Ziele
der Energiepolitik der EU die effiziente Energienutzung. Bürogeräte haben einen
wesentlichen Anteil am Stromverbrauch in der EU.
Bislang war das Energy-Star-Programm der EU
das wichtigste Instrument zur Verbesserung des Energieverbrauchs von
Bürogeräten. Es wurde vom Umweltbundesamt der USA (US-EPA) konzipiert und wird
in der EU auf der Grundlage eines Abkommens zwischen den USA und der EU
durchgeführt, das 2006 um fünf Jahre verlängert wurde[1]. Ab 2008 wurde das Programm
durch die Verordnung (EG) Nr. 106/2008 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 15. Januar 2008 über ein gemeinschaftliches
Kennzeichnungsprogramm für Strom sparende Bürogeräte[2] weiter gestärkt.
Auf der Grundlage einer Empfehlung der
Kommission[3]
ermächtigte der Rat die Kommission am 12. Juli 2011 zur Aushandlung
eines neuen Abkommens. Die aufgrund dieses Mandats geführten Verhandlungen
wurden am 28. November 2011 abgeschlossen. In Übereinstimmung mit dem
Ratsbeschluss wurde die Arbeitsgruppe „Energie“ des Rates konsultiert und
unterstützte die Kommission bei den Verhandlungen. Das vorgeschlagene Abkommen
steht in vollem Einklang mit den Verhandlungsrichtlinien des Rates.
2.           ERGEBNISSE DER ANHÖRUNGEN INTERESSIERTER
KREISE UND DER FOLGENABSCHÄTZUNGEN
In den zusammen
vorgelegten Vorschlägen für das neue Abkommen und für die Neufassung der
Verordnung (EG) Nr. 106/2008 werden die in den ersten beiden
Durchführungszeiträumen des Energy-Star-Programms in der EU von 2001–2010
gesammelten Erfahrungen sowie die Anhörungen des Energy-Star-Büros der
Europäischen Union berücksichtigt.
Die Gründe für den Abschluss eines neuen
Abkommens zur Fortführung des Energy-Star-Programms für einen dritten Zeitraum
von fünf Jahren auf der Grundlage des im Anhang enthaltenen Abkommens werden in
der Empfehlung der Kommission zur Aufnahme von Verhandlungen über das dritte
Energy-Star-Abkommen und in der Mitteilung der Kommission über die Durchführung
des Energy-Star-Programms im Zeitraum 2006–2010[4]
ausführlich dargelegt. Die wichtigsten Punkte werden im Folgenden
zusammengefasst:
–                        
Das Energy-Star-Programm hat
sich als sehr wirksam bei der Steuerung des Bürogerätemarkts hin zu einer
größeren Energieeffizienz bewährt. Es führte zu Einsparungen
beim Stromverbrauch der in den letzten drei Jahren verkauften Bürogeräte in
Höhe von etwa 11 TWh, was ungefähr 16 % ausmacht. Dadurch wurden
Einsparungen in Höhe von mehr als 1,8 Mrd. EUR auf den
Stromrechnungen erzielt und 3,7 Mio. t CO2-Emissionen vermieden.
–                        
Es bietet einen flexiblen und dynamischen Rahmen,
der sich besonders gut für Produkte eignet, die sich so rasch weiterentwickeln
wie die IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien).
–                        
Die EU und die USA sollten weiterhin bei der
Entwicklung von Produktspezifikationen zusammenarbeiten, damit das gleiche
Anforderungsniveau etwa zum gleichen Zeitpunkt von beiden Seiten eingeführt
werden kann.
–                        
Da die USA beabsichtigen, eine Zertifizierung durch
Dritte in das Programm einzuführen, sollte das Abkommen mit zwei gesonderten
Produktregistrierungssystemen weiterlaufen, und zwar mit einer
Selbstbescheinigung in der EU und einer Zertifizierung durch Dritte in den USA.
Das Ende der gegenseitigen Anerkennung dürfte sich nicht negativ auf die am
EU-Programm teilnehmenden Hersteller auswirken, da diese hauptsächlich auf dem
EU-Markt tätig sind.
–                        
Nach Angaben der Hersteller bildet die
Verpflichtung zentraler Regierungsbehörden, nur solche Bürogeräte anzuschaffen,
die zumindest den Energie-Star-Anforderungen entsprechen, den hauptsächlichen
Anreiz für ihre Teilnahme an dem Programm. Da zudem ein erheblicher Teil der
Hersteller an öffentlichen Ausschreibungen in anderen Mitgliedstaaten als ihrem
Niederlassungsmitgliedstaat teilnimmt, sollte eine Stärkung der Bestimmungen
über die öffentliche Auftragsvergabe erwogen werden. Weitere Argumente für die
Stärkung der Bestimmungen über die öffentliche Auftragsvergabe werden in der
Folgenabschätzung[5]
dargelegt, die dem Vorschlag für eine Energieeffizienzrichtlinie beigefügt ist[6].
–                        
Obgleich die verfügbaren Daten auf eine gute
Einhaltung der Vorgaben hindeuten, sollten die Kommission und die
Mitgliedstaaten im Hinblick auf die ordnungsgemäße Durchführung des Programms
eng zusammenarbeiten und die Wirksamkeit dieser Durchführung spätestens 18
Monate nach Abschluss des Abkommens überprüfen. In
dieser Hinsicht sollten die jeweiligen Pflichten der Kommission und der
Mitgliedstaaten bezüglich der Durchführung des Programms klargestellt werden.
–                        
Die Kommission wird die Auswirkungen der von den
USA vorgeschlagenen Änderungen sowie des Energy-Star-Programms auf die
Energieeinsparungen, die Hersteller und die Einhaltung der Anforderungen
fortlaufend beobachten. Zumindest ein Jahr vor dem Auslaufen des neuen
Abkommens wird sie künftige Optionen in Bezug auf den Energieverbrauch von
Bürogeräten prüfen, wozu auch die Ablösung des Energy-Star-Programms durch
andere Politikinstrumente gehört.
3.           RECHTLICHE ASPEKTE DES VORSCHLAGS
Entsprechend den Verhandlungsrichtlinien des
Rates an die Kommission sieht der Artikel VI des neuen Abkommens für die
Hersteller die Möglichkeit vor, ihre Geräte in der EU selbst zu bescheinigen.
Im Rahmen des neuen Abkommens wird das Programm daher mit zwei gesonderten
Produktregistrierungssystemen fortgeführt: Selbstbescheinigung in der EU und
Zertifizierung durch Dritte in den USA.
Der Artikel IX des neuen Abkommens
präzisiert die jeweiligen Zuständigkeiten der Kommission und der
Mitgliedstaaten bezüglich der Durchführung des Energy-Star-Programms der EU,
ohne jedoch gegenüber dem derzeitigen Abkommen und der derzeitigen Verordnung
(EG) Nr. 106/2008 neue Pflichten zu schaffen.
Ansonsten enthält das neue Abkommen keine
weiteren inhaltlichen Änderungen gegenüber dem derzeitigen Wortlaut. Der
Anhang C enthält die gemeinsamen technischen Spezifikationen
(Energieeffizienzanforderungen, die für die Energy-Star-Einstufung und ‑Kennzeichnung
zu erfüllen sind) in der durch die Kommissionsbeschlüsse 2009/789/EG[7], 2009/489/EG[8] und 2009/347/EG[9] geänderten Fassung. Seine
Änderung wird gemäß dem Verfahren in Artikel XII des neuen Abkommens
erfolgen, wenn neue oder überarbeitete Spezifikationen vom Umweltbundesamt der
USA oder von der Europäischen Kommission vorgelegt werden.
Ein Vorschlag zur Änderung der Verordnung (EG)
Nr. 106/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über ein
gemeinschaftliches Kennzeichnungsprogramm für Strom sparende Bürogeräte wird
parallel zu diesem Entwurf eines Beschlusses vorgelegt.
4.           AUSWIRKUNGEN AUF DEN HAUSHALT
Der Vorschlag dient der Fortführung eines
bestehenden Programms und hat daher keine Auswirkungen auf operative Mittel,
Verwaltungsmittel und Personal.
2012/0048 (NLE)
Vorschlag für einen
BESCHLUSS DES RATES
über den Abschluss eines Abkommens zwischen
der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union
über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende
Bürogeräte
(Text von Bedeutung für den EWR)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION –
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise
der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 207 in Verbindung mit
Artikel 218 Absatz 6 Buchstabe a Ziffer iii,
auf Vorschlag der Europäischen Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen
Parlaments,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)              
Am 12. Juli 2011 ermächtigte der Rat die
Kommission, ein Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von
Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von
Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte auszuhandeln.
(2)              
In Übereinstimmung mit dem Ratsbeschluss wurde die
Arbeitsgruppe „Energie“ des Rates konsultiert und unterstützte die Kommission
bei den Verhandlungen.
(3)              
Nach dem Abschluss der Verhandlungen wurde das
Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der
Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für
Strom sparende Bürogeräte (nachstehend „das Abkommen“) von beiden
Vertragsparteien am 29. November 2011 paraphiert.
(4)              
Es sollten geeignete interne Verfahren der Union
festgelegt werden, um ein ordnungsgemäßes Funktionieren des Abkommens zu
gewährleisten.
(5)              
Der Anteil der Bürogeräte am Energieverbrauch wird
dank neuer Anwendungen und Funktionen künftig zunehmen. Damit das vom
Europäischen Rat auf seiner Frühjahrstagung 2007 befürwortete Ziel der
Union, bis 2020 den Primärenergieverbrauch gegenüber den Prognosen um 20 %
zu senken, erreicht werden kann, muss der Energieverbrauch von Bürogeräten
weiter optimiert werden.
(6)              
Der Bürogerätemarkt entwickelt sich rasch weiter.
Daher ist es wichtig, das Potenzial für die Erzielung eines Höchstmaßes an
Energieeinsparung und Umweltschutz, das sich aus der Förderung des Angebots an
Strom sparenden Geräten und der Steigerung der entsprechenden Nachfrage ergibt,
häufig neu abzuschätzen. Aus diesem Grund sollte die Kommission ermächtigt werden,
mit Unterstützung eines Beratungsgremiums der Union, das aus nationalen
Vertretern und Vertretern aller interessierten Kreise besteht, die gemeinsamen
Spezifikationen für Bürogeräte in Anhang C des Abkommens regelmäßig zu
überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen.
(7)              
Da es sich bei den meisten Herstellern, die am
Energy-Star-Programm der EU teilnehmen, um kleine und mittlere Unternehmen
handelt, sollte die Produktregistrierung in der Union weiterhin einfach sein
und auf einer Selbstbescheinigung beruhen. Dies sollte mit einer verstärkten
Durchsetzung des Programms durch die Kommission und die Mitgliedstaaten
verknüpft werden.
(8)              
Mit der Überprüfung der Durchführung wurde der mit
dem Abkommen eingesetzte Technische Ausschuss betraut.
(9)              
Jede Vertragspartei hat ein Verwaltungsorgan
bestellt. Die Europäische Union hat die Kommission zu ihrem Verwaltungsorgan
bestellt –
HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:
Artikel 1
Das Abkommen zwischen der Regierung der
Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die
Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte wird
einschließlich seiner Anhänge im Namen der Europäischen Union genehmigt.
Der Wortlaut des Abkommens und seiner Anhänge
ist diesem Beschluss beigefügt.
Artikel 2
Der Präsident des Rates wird ermächtigt, die
Person zu bestellen, die befugt ist, das Abkommen rechtsverbindlich für die
Union zu unterzeichnen.
Artikel 3
Der Präsident des Rates nimmt die in
Artikel XIV Absatz 1 des Abkommens vorgesehene Notifikation im Namen
der Union vor.
Artikel 4
(1)                   
Die Kommission vertritt die Union in dem in
Artikel VII des Abkommens vorgesehenen technischen Ausschuss, nachdem sie
die Ansichten der Mitglieder des in Artikel 8 der Verordnung (EG)
Nr. 106/2008[10]
genannten Energy-Star-Büros der Europäischen Union angehört hat. Die Kommission
sorgt nach Anhörung des Energy-Star-Büros der Europäischen Union für die
Mitteilungen, die Zusammenarbeit, die Überprüfung der Durchführung und die
Notifikationen gemäß Artikel V Absatz 4, Artikel VII
Absätze 1 und 2 und Artikel IX Absatz 4 des Abkommens.
(2)                   
Bei der Ausarbeitung des Standpunkts der Union zu
Änderungen des Verzeichnisses der Bürogeräte in Anhang C des Abkommens
trägt die Kommission etwaigen Stellungnahmen des Energy-Star-Büros der
Europäischen Union Rechnung.
(3)                   
Der Standpunkt der Union bezüglich der von den
Verwaltungsorganen zu fassenden Beschlüsse über Änderungen in Anhang A
(Name „Energy Star“ und gemeinsames Emblem), Anhang B (Leitlinien für
die ordnungsgemäße Nutzung des Namens „Energy Star“ und des gemeinsamen
Emblems) und Anhang C (gemeinsame Spezifikationen) wird von der Kommission
nach Anhörung des Energy-Star-Büros der Europäischen Union festgelegt.
(4)                   
In allen anderen Fällen wird der Standpunkt der
Union in Bezug auf die von den Vertragsparteien zu fassenden Beschlüsse vom Rat
auf Vorschlag der Kommission nach Zustimmung des Europäischen Parlaments gemäß
Artikel 218 des Vertrags festgelegt.
Artikel 5
Dieser Beschluss tritt am zwanzigsten Tag nach
seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Geschehen zu Brüssel am 
                                                                       Im
Namen des Rates
                                                                       Der
Präsident
ANHANG
ABKOMMEN
zwischen der Regierung der Vereinigten
Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von
Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte
Die Regierung der Vereinigten Staaten von
Amerika und die Europäische Union, nachstehend „die Vertragsparteien“ –
in dem Wunsch, durch Förderung des Angebots an
Strom sparenden Geräten und der entsprechenden Nachfrage ein Höchstmaß an
Energieeinsparung und Umweltschutz zu verwirklichen,
unter Berücksichtigung des am
20. Dezember 2006 geschlossenen Abkommens zwischen der Regierung der
Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Gemeinschaft über die
Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte und
seiner Anhänge (nachstehend „das Abkommen von 2006“),
zufrieden über die mit dem Abkommen von 2006
erreichten Fortschritte,
in der Überzeugung, dass mit andauernden
gemeinsamen Bemühungen um das ENERGY STAR-Programm ein noch größerer
Nutzen erzielt wird –
HABEN FOLGENDES ABKOMMEN GESCHLOSSEN:
Artikel I
Allgemeine Grundsätze
1.                      
Zur Festlegung einheitlicher Zielvorgaben für die
Hersteller verwenden die Vertragsparteien eine Reihe gemeinsamer
Stromsparspezifikationen und ein gemeinsames Emblem, um so die Wirkung ihrer
individuellen Bemühungen um eine Steigerung des Angebots an Geräten dieser Art
und der entsprechenden Nachfrage zu verstärken.
2.                      
Die Vertragsparteien verwenden das gemeinsame
Emblem für die Kennzeichnung anforderungsgerechter Strom sparender Geräte der
in Anhang C aufgeführten Kategorien.
3.                      
Die Vertragsparteien stellen sicher, dass durch die
gemeinsamen Spezifikationen eine ständige Verbesserung der Energieeffizienz
unter Berücksichtigung der jeweils besten technischen Methoden auf dem Markt
gefördert wird.
4.                      
Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wird
angestrebt, dass die gemeinsamen Spezifikationen höchstens von den besten
25 % der Strom sparenden Modelle, für die zur Zeit der Festlegung der
Spezifikationen Daten vorliegen, erfüllt werden.
5.                      
Die Vertragsparteien sind bestrebt, dafür zu
sorgen, dass die Verbraucher Strom sparende Geräte auf dem Markt am Emblem
erkennen können.
Artikel II
Verhältnis zum Abkommen von 2006
Dieses Abkommen ersetzt das Abkommen von 2006
in seiner Gesamtheit.
Artikel III
Begriffsbestimmungen
Für die Zwecke dieses Abkommens gelten
folgende Begriffsbestimmungen:
a)           „ENERGY STAR“
ist die in Anhang A bezeichnete Dienstleistungsmarke, deren Inhaber das
Umweltbundesamt der USA (United States Environmental Protection Agency,
„US-EPA“) ist.
b)           „Gemeinsames
Emblem“ ist das in Anhang A bezeichnete Gütezeichen, dessen Inhaber das
US-EPA ist.
c)           „ENERGY STAR-Zeichen“
sind die Dienstleistungsmarke „ENERGY STAR“ und das zugehörige gemeinsame
Emblem sowie jegliche Varianten dieser Zeichen, wie sie von den nachstehend
festgelegten Verwaltungsorganen oder den Programmteilnehmern entwickelt oder
geändert werden, einschließlich der in Anhang A dieses Abkommens
enthaltenen Zeichen oder Kennzeichnungen.
d)           „ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm“
ist ein von einem Verwaltungsorgan verwaltetes Programm, das die Verwendung
gemeinsamer Stromsparspezifikationen, ‑zeichen und ‑leitlinien für
bestimmte Gerätekategorien vorsieht.
e)           „Programmteilnehmer“
sind Hersteller, Verkäufer oder Wiederverkäufer anforderungsgerechter Strom
sparender Geräte, die sich kraft Registrierung oder Abschluss einer
Vereinbarung mit dem Verwaltungsorgan der jeweiligen Vertragspartei am
ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm beteiligen.
f)            „Gemeinsame
Spezifikationen“ sind die in Anhang C festgelegten Stromspar- und
Leistungsanforderungen sowie Prüfmethoden, anhand derer die Verwaltungsorgane
und Programmteilnehmer feststellen, ob Strom sparenden Geräten das gemeinsame
Emblem zuerkannt werden kann.
g)           „Zertifizierung
durch Dritte“ ist eine Reihe von Verfahren, die im Rahmen des
ENERGY STAR-Programms der USA von einer unabhängigen Stelle verwaltet
werden, um sicherzustellen, dass die Geräte den ENERGY STAR-Anforderungen
entsprechen. Zu diesen Verfahren gehört die Durchführung von Tests in einem
Laboratorium, das in Bezug auf Qualität und Fachkompetenz internationalen
Standards genügt. Diese Verfahren umfassen außerdem eine Prüfung der
Dokumentation, um festzustellen, ob ein Gerät für ENERGY STAR in Frage kommt,
und laufende Nachprüfungen, um die ständige Einhaltung der Anforderungen
sicherzustellen.
h)           „Selbstbescheinigung“
ist eine Reihe von Verfahren für die Einstufung von Geräten im Rahmen des
ENERGY STAR-Programms der EU, durch die der Teilnehmer gewährleistet und
erklärt, dass das registrierte Gerät allen einschlägigen Bestimmungen der
jeweils geltenden gemeinsamen Spezifikationen entspricht.
Artikel IV
Verwaltungsorgane
Jede Vertragspartei bestellt hiermit ein für
die Durchführung dieses Abkommens zuständiges Verwaltungsorgan (nachstehend
„Verwaltungsorgane“). Die Europäische Union bestellt die Kommission der
Europäischen Union (nachstehend „Kommission“) zu ihrem Verwaltungsorgan. Die
Vereinigten Staaten von Amerika bestellen das US-EPA zu ihrem Verwaltungsorgan.
Artikel V
Verwaltung des
ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms
1.           Jedes Verwaltungsorgan
verwaltet das ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm für die in Anhang C
aufgeführten Kategorien Strom sparender Geräte nach Maßgabe der Bestimmungen
und Bedingungen dieses Abkommens. Zur Programmverwaltung gehört auch die
freiwillige Registrierung der Programmteilnehmer, die Führung eines
Verzeichnisses der Programmteilnehmer und der anforderungsgerechten Geräte
sowie die Durchsetzung der Leitlinien für die ordnungsgemäße Verwendung des
Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems gemäß Anhang B.
2.           Das ENERGY
STAR-Kennzeichnungsprogramm beruht auf den gemeinsamen Spezifikationen in
Anhang C.
3.           Jedes Verwaltungsorgan kann
wirksame Maßnahmen zur Aufklärung der Verbraucher über die
ENERGY STAR-Zeichen ergreifen und beachtet dabei die in Anhang B
festgelegten Leitlinien für die ordnungsgemäße Verwendung des Namens ENERGY
STAR und des gemeinsamen Emblems.
4.           Jedes Verwaltungsorgan trägt
die Kosten aller seiner Tätigkeiten im Zusammenhang mit diesem Abkommen.
Artikel VI
Teilnahme am ENERGY
STAR-Kennzeichnungsprogramm
1.           Die Verwaltungsorgane
gestatten allen Herstellern, Verkäufern oder Wiederverkäufern die Beteiligung
am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm durch Registrierung als
Programmteilnehmer.
2.           Die Verwaltungsorgane
gestatten den Programmteilnehmern die Verwendung des gemeinsamen Emblems zur
Kennzeichnung anforderungsgerechter Geräte, die werksintern oder durch ein
unabhängiges Testlabor geprüft wurden und die gemeinsamen Spezifikationen in
Anhang C erfüllen. Für Geräte, die nur in der EU in Verkehr gebracht
werden, gestattet das Verwaltungsorgan den Programmteilnehmern eine
Selbstbescheinigung der anforderungsgerechten Geräte. Für Geräte, die in den
USA in Verkehr gebracht werden, verlangt das Verwaltungsorgan von den
Programmteilnehmern die Erfüllung der Zertifizierungsanforderungen eines
Dritten entsprechend den überarbeiteten USA-Partnerverpflichtungen (U.S.
Partner Commitments).
3.           Jedes Verwaltungsorgan führt
Listen aller Programmteilnehmer und Geräte, die das gemeinsame Emblem in seinem
jeweiligen Gebiet tragen dürfen, und stellt diese Listen dem anderen
Verwaltungsorgan zur Verfügung.
4.           Ungeachtet der in
Absatz 2 genannten Verfahren (Selbstbescheinigung für in der EU in Verkehr
gebrachte Geräte und Zertifizierung durch Dritte für in den USA in Verkehr
gebrachte Geräte) behält sich jedes Verwaltungsorgan vor, Geräte, die in seinem
Hoheitsgebiet (im Falle der Kommission im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union) verkauft werden oder wurden, daraufhin zu untersuchen oder
anderweitig zu prüfen, ob sie gemäß den gemeinsamen Spezifikationen in
Anhang C bescheinigt wurden. Die Verwaltungsorgane unterrichten und
unterstützen einander nach besten Kräften, um sicherzustellen, dass alle
Geräte, die das gemeinsame Emblem tragen, die gemeinsamen Spezifikationen in
Anhang C erfüllen.
Artikel VII
Programmkoordinierung zwischen den
Vertragsparteien
1.           Die Vertragsparteien setzen
zur Überprüfung der Durchführung dieses Abkommens einen technischen Ausschuss
ein, der sich aus Vertretern ihrer Verwaltungsorgane zusammensetzt.
2.           Soweit möglich tritt der
technische Ausschuss jährlich zusammen und führt auf Antrag eines der
Verwaltungsorgane Konsultationen durch, um die Durchführung und Verwaltung des
ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms, die gemeinsamen Spezifikationen in
Anhang C, die darunter fallenden Geräte und den Fortschritt bei der
Verwirklichung der Ziele dieses Abkommens zu überprüfen.
3.           Dritte (einschließlich anderer
Regierungen und Industrievertreter) können den Sitzungen des technischen
Ausschusses als Beobachter beiwohnen, soweit die beiden Verwaltungsorgane
nichts Gegenteiliges beschließen.
Artikel VIII
Eintragung der ENERGY STAR-Zeichen
1.           Das US-EPA hat die
ENERGY STAR-Zeichen als deren Markeninhaber in der Europäischen Union als
Gemeinschaftsmarken eingetragen. Die Kommission verzichtet darauf, die
Eintragung der ENERGY STAR-Zeichen, auch in abgewandelter Form, in welchem
Land auch immer zu betreiben oder zu erlangen.
2.           Das US-EPA verpflichtet sich,
die Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen durch die Kommission oder die
zulässige Verwendung durch einen von der Kommission registrierten
Programmteilnehmer im Einklang mit den Bestimmungen dieses Abkommens nicht als
Verletzung dieser Zeichen anzusehen.
Artikel IX
Durchsetzung und Nichteinhaltung
1.           Zum Schutz der
ENERGY STAR-Zeichen gewährleistet jedes Verwaltungsorgan die
ordnungsgemäße Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen in seinem Hoheitsgebiet
(die Kommission im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union).
Jedes Verwaltungsorgan stellt sicher, dass die ENERGY STAR-Zeichen
ausschließlich in dem in Anhang A wiedergegebenen Format und nur an
anforderungsgerechten Geräten verwandt werden. Jedes Verwaltungsorgan stellt
sicher, dass die ENERGY STAR-Zeichen ausschließlich so verwandt werden,
wie in den Leitlinien für die ordnungsgemäße Verwendung des Namens
ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems in Anhang B vorgesehen.
2.           Erlangt ein Verwaltungsorgan
davon Kenntnis, dass ein Programmteilnehmer ein nicht ordnungsgemäßes Zeichen
verwendet hat oder ein ENERGY STAR-Zeichen an einem Gerät, das nicht den
gemeinsamen Spezifikationen in Anhang C entspricht, angebracht hat, stellt
es sicher, dass unverzüglich und in geeigneter Form gegen den betreffenden
Programmteilnehmer vorgegangen wird. Hierzu können unter anderem folgende
Maßnahmen getroffen werden:
a)      Der
Programmteilnehmer wird schriftlich davon unterrichtet, dass er gegen die
Bestimmungen des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms verstoßen hat.
b)      Es werden Beratungen
zur Ausarbeitung eines Plans zur Erfüllung der Anforderungen aufgenommen.
c)      Kann die Erfüllung
der Anforderungen nicht erreicht werden, ist die Registrierung des
Programmteilnehmers gegebenenfalls aus dem Verzeichnis zu löschen.
3.           Jedes Verwaltungsorgan trifft
alle sachdienlichen Vorkehrungen zur Beendigung der unzulässigen Verwendung der
ENERGY STAR-Zeichen oder der Verwendung eines nicht ordnungsgemäßen
Zeichens durch Unbefugte. Hierzu können unter anderem folgende Maßnahmen
getroffen werden:
a)      Der unbefugte
Verwender der ENERGY STAR-Zeichen wird schriftlich über die Anforderungen
des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms und die Leitlinien für die
ordnungsgemäße Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen
Emblems unterrichtet.
b)      Der Betreffende wird
aufgefordert, an dem Programm teilzunehmen und gegebenenfalls seine
anforderungsgerechten Geräte registrieren zu lassen.
4.           Jedes Verwaltungsorgan
unterrichtet das Verwaltungsorgan der anderen Vertragspartei unverzüglich von
jeder missbräuchlichen Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen im Gebiet der
anderen Vertragspartei, sowie von den gegebenenfalls getroffenen ersten
Gegenmaßnahmen zu deren Beendigung.
5.           Kann die Einhaltung der
Anforderungen mit den in Absatz 2 und 3 aufgeführten Maßnahmen nicht
erreicht werden, fordert die EU ihre Mitgliedstaaten zur uneingeschränkten
Mithilfe auf, konsultiert das Verwaltungsorgan und ergreift alle erforderlichen
Maßnahmen, einschließlich rechtlicher Schritte, um eine nicht ordnungsgemäße
und daher unzulässige Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen zu beenden.
Artikel X
Verfahren zur Änderung des Abkommens und zur
Aufnahme weiterer Anhänge
1.           Jedes Verwaltungsorgan kann
Änderungen dieses Abkommens und die Aufnahme neuer Anhänge in das Abkommen
vorschlagen.
2.           Änderungsvorschläge sind
schriftlich zu unterbreiten und werden in der darauf folgenden Sitzung des
technischen Ausschusses erörtert, sofern sie dem anderen Verwaltungsorgan
mindestens sechzig Tage vor dem Sitzungstermin übermittelt wurden.
3.           Änderungen dieses Abkommens
und die Aufnahme neuer Anhänge werden im gegenseitigen Einvernehmen der
Vertragsparteien beschlossen. Änderungen der Anhänge A, B und C erfolgen
gemäß Artikel XI und XII.
Artikel XI
Verfahren zur Änderung der Anhänge A und
B
1.           Das Verwaltungsorgan, das
eine Änderung des Anhangs A oder des Anhangs B anstrebt, verfährt
nach Artikel X Absätze 1 und 2.
2.           Änderungen der Anhänge A
und B erfolgen im gegenseitigen Einvernehmen der Verwaltungsorgane.
Artikel XII
Verfahren zur Änderung des Anhangs C
1.           Das Verwaltungsorgan, das
eine Änderung des Anhangs C zwecks Überarbeitung der geltenden gemeinsamen
Spezifikationen oder Aufnahme einer neuen Gerätekategorie anstrebt (nachstehend
„vorschlagendes Verwaltungsorgan“), verfährt nach Artikel X Absätze 1
und 2 und nimmt in seinen Vorschlag Folgendes auf:
a)      einen Beleg dafür,
dass die Überarbeitung der Spezifikationen oder die Aufnahme der neuen
Gerätekategorie spürbare Energieeinsparungen bewirken würde;
b)      gegebenenfalls
Stromverbrauchsanforderungen für verschiedene Betriebszustände;
c)      Informationen über
die genormten Prüfprotokolle, die bei der Bewertung des Geräts zu verwenden
sind;
d)      den Nachweis, dass
eine nicht herstellereigene Technik existiert, die kostengünstige
Energieeinsparungen ohne Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Geräte
ermöglichen würde; Angaben über die geschätzte Anzahl der Gerätemodelle, die
den vorgeschlagenen Spezifikationen gerecht würden, und deren ungefähre
Marktanteile;
e)      Informationen über
die Haltung der Hersteller, die von der vorgeschlagenen Änderung möglicherweise
betroffen wären;
f)       einen
Terminvorschlag für das Inkrafttreten der neuen Spezifikationen unter
Berücksichtigung der Gerätelebensdauer und der Produktionszyklen.
2.           Die von beiden
Verwaltungsorganen angenommenen Vorschläge zur Änderung des Anhangs C
treten zu einem von beiden Verwaltungsorganen einvernehmlich festgesetzten
Zeitpunkt in Kraft.
3.           Ist nach Eingang eines gemäß
Artikel X Absätze 1 und 2 gemachten Vorschlags das andere
Verwaltungsorgan (nachstehend „widersprechendes Verwaltungsorgan“) der
Auffassung, dass der Vorschlag die in Absatz 1 genannten Anforderungen
nicht erfüllt, oder erhebt es andere Einwände gegen den Vorschlag, so teilt es
dem vorschlagenden Verwaltungsorgan unverzüglich (in der Regel in der folgenden
Sitzung des technischen Ausschusses) schriftlich seine Einwände unter Beifügung
aller vorliegenden Informationen mit, auf die es seine Einwände stützt, zum
Beispiel des Nachweises, dass der Vorschlag im Fall seiner Annahme Folgendes
bewirken würde:
a)      eine
unverhältnismäßige, wettbewerbswidrige Stärkung der Marktstellung eines
Unternehmens oder einer Unternehmensgruppe,
b)      die Untergrabung der
umfassenden Beteiligung der Unternehmen am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm,
c)      eine Kollision mit
seinen Rechts- und Verwaltungsvorschriften oder
d)      die Auferlegung
technischer Anforderungen, die mit großem Aufwand verbunden sind.
4.           Die Verwaltungsorgane bemühen
sich nach Kräften, um in der ersten auf den Vorschlag folgenden Sitzung des
technischen Ausschusses Einigung über die vorgeschlagene Änderung zu erzielen.
Gelingt es den Verwaltungsorganen nicht, sich in dieser Sitzung über den
Änderungsvorschlag zu einigen, so sind sie gehalten, sich noch vor der darauf
folgenden Sitzung des technischen Ausschusses schriftlich zu einigen.
5.           Ist es den Vertragsparteien
bis zum Ende der darauf folgenden Sitzung des technischen Ausschusses nicht
gelungen, eine Einigung zu erzielen, so zieht das vorschlagende Verwaltungsorgan
seinen Vorschlag zurück; was die Vorschläge zur Überarbeitung der geltenden
Spezifikationen anbelangt, so wird die betreffende Gerätekategorie zu dem von
den Verwaltungsbehörden schriftlich vereinbarten Zeitpunkt aus dem
Anhang C gestrichen. Allen Programmteilnehmern werden diese Änderung und
die Verfahren zur Durchführung dieser Änderung mitgeteilt.
6.           Bei der Aufstellung neuer
Spezifikationen oder der Überarbeitung bestehender Spezifikationen sorgen die
Verwaltungsorgane insbesondere hinsichtlich des Inhalts der Arbeitsunterlagen
und der Zeitpläne für eine wirksame Koordinierung und Abstimmung untereinander
und mit den jeweiligen Interessengruppen.
Artikel XIII
Allgemeine Bestimmungen
1.           Andere Programme zur
Förderung von Umweltzeichen fallen nicht unter dieses Abkommen und können von
beiden Vertragsparteien aufgelegt und angenommen werden.
2.           Alle Tätigkeiten im
Zusammenhang mit diesem Abkommen unterliegen den geltenden Rechts- und
Verwaltungsvorschriften jeder Vertragspartei und sind an die Verfügbarkeit
angemessener Gelder und Mittel gebunden.
3.           Dieses Abkommen lässt die
Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus bilateralen, regionalen oder
multilateralen Übereinkünften, die vor dem Inkrafttreten dieses Abkommens
geschlossen wurden, unberührt.
4.           Unbeschadet der anderen
Bestimmungen dieses Abkommens ist jedes Verwaltungsorgan befugt, neben
ENERGY STAR andere Kennzeichnungsprogramme für nicht in Anhang C
aufgeführte Gerätekategorien durchzuführen, und keine Vertragspartei behindert
die Einfuhr, die Ausfuhr, den Verkauf oder den Vertrieb eines Geräts innerhalb
eines solchen Programms, weil es die Stromsparzeichen des Verwaltungsorgans der
anderen Vertragspartei trägt.
Artikel XIV
Inkrafttreten und Laufzeit
1.           Dieses Abkommen tritt zu dem
Zeitpunkt in Kraft, an dem jede Vertragspartei der anderen auf diplomatischem
Wege schriftlich mitgeteilt hat, dass ihre für das Inkrafttreten erforderlichen
internen Verfahren abgeschlossen sind.
2.           Dieses Abkommen wird für
einen Zeitraum von fünf Jahren geschlossen. Spätestens ein Jahr vor Ablauf
dieses Zeitraums treten die Vertragsparteien zusammen, um die Verlängerung
dieses Abkommens zu erörtern.
Artikel XV
Kündigung
1.           Dieses Abkommen kann von
jeder Vertragspartei mit einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt
werden.
2.           Im Falle der Kündigung oder
Nichtverlängerung dieses Abkommens unterrichten die Verwaltungsorgane alle von
ihnen registrierten Programmteilnehmer über die Beendigung des gemeinsamen
Programms. Darüber hinaus teilen die Verwaltungsorgane den von ihnen
registrierten Programmteilnehmern mit, dass die Verwaltungsorgane die
Kennzeichnung getrennt im Rahmen zweier eigener Programme fortsetzen können. In
diesem Fall werden im Kennzeichnungsprogramm der Europäischen Union die ENERGY STAR-Zeichen
nicht mehr verwendet. Die Kommission stellt sicher, dass sie selbst, die
Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die von ihr registrierten
Programmteilnehmer die Verwendung der ENERGY STAR-Zeichen zu dem von den
Verwaltungsorganen schriftlich vereinbarten Zeitpunkt einstellen. Die in diesem
Artikel XV Absatz 2 verankerten Verpflichtungen erlöschen nicht mit
der Beendigung des Abkommens.
Geschehen zu Washington D.C. an diesem Tag des
Jahres 2011 in zwei Urschriften.
Gemäß EU-Recht wird dieses Abkommen von der EU
ebenfalls in bulgarischer, dänischer, deutscher, estnischer, finnischer,
französischer, griechischer, italienischer, lettischer, litauischer,
maltesischer, niederländischer, polnischer, portugiesischer, rumänischer,
schwedischer, slowakischer, slowenischer, spanischer, tschechischer und
ungarischer Sprache abgefasst.
ANHANG A
Name ENERGY STAR und gemeinsames
Emblem
Name: ENERGY STAR
ANHANG B
Leitlinien für die ordnungsgemäße Verwendung des
Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems
Der Name
ENERGY STAR und das gemeinsame Emblem sind Marken des Umweltbundesamts der
USA (US-EPA). Als solche dürfen dieser Name und das gemeinsame Emblem nur
entsprechend den folgenden Leitlinien und der Partnerschaftsvereinbarung oder
dem von den Teilnehmern des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms
unterzeichneten Anmeldeformular der Europäischen Kommission verwendet werden.
Diese Leitlinien sind denjenigen mitzuteilen, die ENERGY STAR-Unterlagen
in Ihrem Namen ausarbeiten.
Das US-EPA und die Europäische Kommission (im
Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union) wachen über die
ordnungsgemäße Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen
Emblems. Dazu gehört die Überwachung der Verwendung dieser Zeichen auf dem
Markt und das direkte Tätigwerden gegenüber jedweder Organisation, die diese
vorschriftswidrig oder unbefugt verwendet. Eine missbräuchliche Verwendung der
Zeichen kann u. a. den Ausschluss des Teilnehmers vom
ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm sowie im Falle der Einfuhr vorschriftswidrig
gekennzeichneter Geräte in die USA deren Beschlagnahme durch die
US-Zollbehörden nach sich ziehen.
Allgemeine Leitlinien
Das
ENERGY STAR-Programm ist eine Partnerschaft zwischen Unternehmen und
Organisationen einerseits und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika
und der Europäischen Union andererseits. Im Rahmen dieser Partnerschaft dürfen
Unternehmen und Organisationen den Namen ENERGY STAR und das gemeinsame
Emblem als Teil ihrer Stromspar- und Umweltschutzbemühungen verwenden.
Die Organisationen
müssen mit einem der Verwaltungsorgane – dem Umweltbundesamt der USA für die
USA oder der Europäischen Kommission für die EU – eine Vereinbarung über die
Verwendung der Zeichen entsprechend diesen Leitlinien treffen. Diese Zeichen
dürfen nicht verändert werden, weil dies zur Verwirrung der Unternehmen und
Verbraucher in Bezug auf den Ursprung des ENERGY STAR-Programms führen und
somit den Gesamtnutzen des Programms schmälern würde.
Organisationen, die diese Zeichen verwenden,
müssen die folgenden allgemeinen Leitlinien einhalten:
1.           Der Name ENERGY STAR und
das gemeinsame Emblem dürfen auf keinen Fall in einer Weise verwendet werden,
die den Schluss zuließe, dass für ein Unternehmen, seine Produkte oder
Dienstleistungen gebürgt würde. Weder das gemeinsame Emblem noch der Name
ENERGY STAR dürfen in anderen Unternehmensbezeichnungen oder Emblemen,
Produktnamen, Dienstleistungsnamen, Domänennamen oder Website-Titeln
erscheinen; das gemeinsame Emblem, der Name ENERGY STAR sowie etwaige ähnliche
Zeichen dürfen ferner ausschließlich vom US-EPA als Handelsmarke oder als Teil
einer Handelsmarke eingetragen werden.
2.           Der Name ENERGY STAR und
das gemeinsame Emblem dürfen auf keinen Fall in einer Weise verwendet werden,
durch die ENERGY STAR, das US-EPA, das Energieministerium der USA, die
Europäische Union, die Europäische Kommission oder eine andere Behörde
herabgesetzt wird.
3.           Das gemeinsame Emblem darf
auf keinen Fall mit Produkten in Verbindung gebracht werden, die den
ENERGY STAR-Anforderungen nicht genügen.
4.           Die Partner und anderen
befugten Organisationen tragen die Verantwortung für die Verwendung des Namens
ENERGY STAR und des gemeinsamen Emblems durch sie selbst wie auch durch
ihre Vertreter wie Werbeagenturen und ausführende Auftragnehmer.
Verwendung des Namens ENERGY STAR
–                        
Der Name ENERGY STAR wird stets in
Großbuchstaben dargestellt.
–                        
Das Eintragungssymbol ® muss gesetzt werden, wenn
der Name „ENERGY STAR“ zum ersten Mal in Unterlagen erscheint, die für den
USA-Markt bestimmt sind, dabei gilt:
–              
das Symbol ® erscheint immer in hochgestellter
Schrift;
–              
zwischen dem Namen „ENERGY STAR“ und dem
Symbol ® wird kein Leerzeichen gesetzt;
–              
das Symbol ® wird in einer Unterlage in jedem
Kapitel oder auf jeder Webseite wiederholt.
Verwendung des gemeinsamen Emblems
Das gemeinsame Emblem ist ein Zeichen, mit dem
nur Geräte gekennzeichnet werden dürfen, die den
ENERGY STAR-Leistungsanforderungen genügen oder diese übertreffen.
Das gemeinsame Emblem darf verwendet werden:
–                        
zur Anbringung auf einem anforderungsgerechten und
registrierten Gerät;
–                        
in den Begleitunterlagen zu einem
anforderungsgerechten Gerät;
–                        
im Web zur Kennzeichnung eines
anforderungsgerechten Geräts;
–                        
in der Werbung, sofern es neben oder an einem
anforderungsgerechten Gerät erscheint;
–                        
in den am Verkaufsort eingesetzten Materialien;
–                        
auf den Verpackungen anforderungsgerechter Geräte.
Darstellung des gemeinsamen Emblems
Das US-EPA hat dieses Zeichen im Hinblick auf
einen größtmöglichen visuellen Eindruck, einen hohen Kontrast und eine gute
Lesbarkeit entworfen. Das Zeichen besteht aus dem ENERGY STAR-Symbol in
einen Block, unter dem zur besseren Lesbarkeit des Symbols in einem zweiten
Block der Name ENERGY STAR erscheint. Beide Blöcke werden durch eine weiße
Linie getrennt, die genauso stark ist wie der Bogen innerhalb des Symbols. Das
Zeichen hat einen weiße Umrandung, die genauso stark ist die der Bogen
innerhalb des Symbols.
Leerraum
Das US-EPA und die Europäische Kommission
verlangen, dass jederzeit um das Zeichen herum ein Leeraum in der Größe von
einem Drittel des Grafikblocks eingehalten wird. In diesem Bereich dürfen keine
anderen grafischen Elemente wie Text oder Bilder erscheinen. Diesen Leerraum
verlangen das US-EPA und die Europäische Kommission, weil das gemeinsame Emblem
häufig in Unterlagen mit komplexer bildlicher Gestaltung zusammen mit anderen
Zeichen, grafischen Geräten und Text erscheint.
Mindestgröße
Das Emblem darf in seiner Größe verändert
werden, sofern die Seitenverhältnisse erhalten bleiben. Im Interesse der
Lesbarkeit wird empfohlen, das Zeichen im Druck nicht kleiner als mit einer
Breite von 9,5 mm (0,375 Zoll oder 3/8") darzustellen. Die
Buchstaben innerhalb des Zeichens müssen auch bei der Web-Darstellung lesbar
bleiben.
Bevorzugte Farbe
Die bevorzugte Farbe des Zeichens ist
100 % Zyan. Alternativ dazu sind auch die Darstellung in Schwarz oder eine
umgekehrte Darstellung in Weiß gestattet. Die Webfarbe, die 100 % Zyan
entspricht, lautet „Hex #0099FF“. Beim mehrfarbigen Druck von Werbematerial,
Begleitunterlagen oder der am Verkaufsort eingesetzten Materialien soll das
Zeichen in 100 % Zyan gedruckt werden. Steht diese Farbe nicht zur
Verfügung, so kann sie durch Schwarz ersetzt werden.
Falsche Verwendung des Zeichens
Bitte beachten Sie:
–                        
Auf nicht anforderungsgerechten Geräten darf das Zeichen
nicht verwendet werden.
–                        
Das Zeichen darf nicht dahin gehend verändert
werden, dass das ENERGY STAR-Symbol ohne den Block mit dem Namen
„ENERGY STAR“ verwendet wird.
Bitte beachten Sie bei der Wiedergabe des
Zeichens:
–                        
Das Zeichen darf nicht in einen Umriss verwandelt
werden.
–                        
Ein weißes Zeichen darf nicht auf weißem
Hintergrund dargestellt werden.
–                        
Die Farben des Zeichens dürfen nicht verändert
werden.
–                        
Das Zeichen darf in keiner Weise verzerrt oder
gestaucht werden.
–                        
Der Zeichenaufbau (Anordnung der Elemente) darf
nicht verändert werden.
–                        
Das Zeichen darf nicht auf einem bewegten Bild
platziert werden.
–                        
Das Zeichen darf nicht gedreht werden.
–                        
Kein Bestandteil des Zeichens darf abgetrennt
werden.
–                        
Kein Teil des Zeichens darf ersetzt werden.
–                        
Kein Teil des Zeichens darf mit einer anderen
Schriftart ersetzt werden.
–                        
Der Leerraum um das Zeichen darf nicht besetzt
werden.
–                        
Das Zeichen darf nicht schräg gestellt werden.
–                        
Die Größe des Zeichenaufbaus darf nicht verändert
werden.
–                        
Der festgelegte Wortlaut darf nicht ersetzt werden.
–                        
Das gemeinsame Emblem darf nicht in einer nicht
genehmigten Farbe verwendet werden.
–                        
Kein Text darf in das Zeichen laufen.
–                        
Der Symbolblock darf nicht allein verwendet werden.
Der Name ENERGY STAR muss ebenfalls erscheinen.
–                        
Der Symbolblock darf nicht aus dem Zeichen entfernt
werden.
Schriftliche und mündliche Äußerungen
über ENERGY STAR
Im Interesse der Aufrechterhaltung und
Verbesserung des Nutzwertes des ENERGY STAR-Programms empfehlen das US-EPA
und die Europäische Kommission, beim Schreiben und Sprechen über Bestandteile
des Programms folgende Terminologie zu verwenden.
 RICHTIG || FALSCH 
 ENERGY STAR-gerechter Computer || ENERGY STAR-konformer Computer ENERGY STAR-bescheinigter Computer ENERGY STAR-genormter Computer ENERGY STAR-zugelassener Computer 
 der Computer erfüllt die ENERGY STAR-Anforderungen ||   
 Geräte, die den ENERGY STAR-Anforderungen gerecht werden || ENERGY STAR-Produkt / ENERGY STAR-Gerät ENERGY STAR-Produkte (in Bezug auf ein Produktpaket) ENERGY STAR-Ausrüstung Unterstützt vom Umweltbundesamt der USA / mit Unterstützung des US-EPA erfüllt ENERGY STAR-Standards erfüllt ENERGY STAR-Normen 
 PARTNER / PROGRAMMTEILNEHMER 
 ein ENERGY STAR-Partner || ein ENERGY STAR-Unternehmen 
 Firma X, ein ENERGY STAR-Partner || Firma X, ein vom Umweltbundesamt der USA unterstütztes Unternehmen 
 ein Unternehmen, das am ENERGY STAR-Programm teilnimmt || ein vom Umweltbundesamt der USA zugelassener Verkäufer von ENERGY STAR-Ausrüstungen 
 ein Unternehmen, dass ENERGY STAR unterstützt || unterstützt vom Umweltbundesamt der USA / mit Unterstützung des US-EPA 
 ENERGY STAR-gerechter Bildschirm || ENERGY STAR-Bildschirm-Programm 
 AMTLICHER URSPRUNG 
 Produkte mit ENERGY STAR-Zeichen genügen den strengen, vom US-EPA und der Europäischen Kommission festgesetzten Stromsparanforderungen und tragen dadurch zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei. ||   
 ENERGY STAR und das ENERGY STAR-Zeichen sind in den USA eingetragene Marken. ||   
 ENERGY STAR ist eine eingetragene Marke der Regierung der USA ||   
 LEISTUNGSANFORDERUNGEN ||   
 ENERGY STAR-Anforderungen || ENERGY STAR-Normen ENERGY STAR-Standards 
 ENERGY STAR-Spezifikationen || vom Umweltbundesamt der USA zugelassen vom US-EPA zugelassen 
 ENERGY STAR-Leistungsvorgaben || vom Umweltbundesamt der USA genehmigt vom US-EPA genehmigt 
 freiwillige Programme || vom Umweltbundesamt der USA unterstützt vom US-EPA unterstützt 
Weitere
Auskünfte zur Verwendung des Namens ENERGY STAR und des gemeinsamen
Emblems
ENERGY
STAR-Hotline
In den USA
gebührenfrei: 1-888-STAR-YES (1-888-782-7937)
Außerhalb der USA:
202-775–6650
Fax: 202-775–6680
www.energystar.gov
EUROPÄISCHE
KOMMISSION
Generaldirektion
Energie
Telefon: +32 2
2972136
www.eu-energystar.org
ANHANG C
Gemeinsame
Spezifikationen
I.
SPEZIFIKATIONEN FÜR COMPUTER
1.                      
Begriffsbestimmungen
A.           Computer: Ein
Gerät, das Logikoperationen ausführt und Daten verarbeitet. Ein Computer
umfasst mindestens die folgenden Bestandteile: 1. eine Zentraleinheit, die die
Operationen ausführt (Prozessor), 2. Benutzereingabegeräte wie Tastatur, Maus,
Digitalisierer oder Game-Controller und 3. ein Anzeigegerät zur Ausgabe von
Informationen. Im Sinne dieser Spezifikationen umfasst der Begriff Computer
sowohl stationäre als auch tragbare Geräte, einschließlich Tischcomputer,
integrierte Tischcomputer, Notebook-Computer, Small-Scale-Server, Thin-Clients
und Arbeitsplatzrechner. Computer müssen zwar in der Lage sein, Eingabe- und
Anzeigegeräte im Sinne der Nummern 2 und 3 zu nutzen, diese Geräte brauchen
jedoch nicht im Lieferumfang des Computersystems enthalten zu sein, um dieser
Definition zu entsprechen.
Komponenten
B.           Anzeigegerät:
Ein in einem eigenen Gehäuse oder innerhalb des Computergehäuses (z. B.
Notebook-Computer oder integrierte Tischcomputer) untergebrachter Anzeigeschirm
und die zugehörige Elektronik, der die von einem Computer ausgegebenen
Informationen über eine oder mehrere Eingabeschnittstellen wie VGA, DVI,
DisplayPort und/oder IEEE 1394 darstellen kann. Beispiele von
Anzeigetechnologien sind die Kathodenstrahlröhre (CRT) und die
Flüssigkristallanzeige (LCD).
C.           Diskreter
Grafikprozessor (GPU): Ein Grafikprozessor mit einer Steuerschnittstelle für
den lokalen Speicher und einem lokalen grafikspezifischen Speicher.
D.           Externes
Netzteil: Eine Komponente, die in einem separaten Gehäuse außerhalb des
Computergehäuses untergebracht ist und dazu dient, die
Wechselstrom-Eingangsspannung des Stromnetzes in niedrigere
Gleichstromspannung(en) für die Stromversorgung des Computers umzuwandeln. Ein
externes Netzteil muss über einen abnehmbaren oder fest verdrahteten
elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder
eine sonstige Verdrahtung mit dem Computer verbunden sein.
E.           Internes
Netzteil: Eine Komponente, die im Computergehäuse untergebracht ist und dazu
dient, die Wechselstrom-Netzspannung in Gleichstromspannung(en) für die
Stromversorgung der Komponenten des Computers umzuwandeln. Im Sinne dieser
Spezifikation muss ein internes Netzteil innerhalb des Computergehäuses, aber
getrennt von der Hauptplatine des Computers angebracht sein. Das Netzteil muss
über ein einzelnes Kabel ohne Zwischenschaltkreise zwischen dem Netzteil und
dem Stromnetz mit dem Netz verbunden sein. Ferner müssen alle Stromanschlüsse
vom Netzteil zu den Komponenten des Computers, mit Ausnahme eines
Gleichstromanschlusses zu einem Anzeigegerät bei einem integrierten
Tischcomputer, innerhalb des Computergehäuses untergebracht sein (d. h. es
darf keine externen Kabel vom Netzteil zum Computer oder zu einzelnen Komponenten
des Computers geben). Interne Gleichstrom/Gleichstrom-Wandler, die zur
Umwandlung einer einzelnen Gleichstromspannung eines externen Netzteils in
Mehrfachspannungen für den Computer dienen, gelten nicht als interne Netzteile.
Computerkategorien
F.           Tischcomputer:
Ein Computer, dessen Haupteinheit an einem festen Standort – in der Regel auf
einem Schreibtisch oder am Fußboden – aufgestellt wird. Tischcomputer sind
nicht als tragbare Geräte konzipiert und nutzen Anzeigegerät, Tastatur und Maus
als externe Komponenten. Tischcomputer dienen einer breiten Palette von Heim-
und Büroanwendungen.
G.           Small-Scale-Server:
Ein Computer, der in der Regel Tischcomputer-Komponenten im Tischgerätformat
verwendet, jedoch ausdrücklich als Speicherhost für andere Computer bestimmt ist.
Ein Computer muss die folgenden Eigenschaften aufweisen, um als
Small-Scale-Server zu gelten:
a)      Er ist als
Standgerät, Turmgerät oder in einem sonstigen Format konzipiert, das dem Format
von Tischcomputern ähnelt, so dass alle Verarbeitungs-, Speicher- und
Netzschnittstellenkomponenten in einem Gehäuse/Produkt untergebracht sind.
b)      Er ist zu täglichem
Betrieb rund um die Uhr bestimmt und weist extrem geringe außerplanmäßige
Ausfallzeiten (in der Größenordnung von Stunden pro Jahr) auf.
c)      Er ist für den
Simultanbetrieb in einer Mehrbenutzer-Umgebung ausgelegt, in der mehrere
Benutzer an vernetzten Client-Geräten arbeiten können.
d)      Er ist konzipiert
zum Betrieb mit einem Industriestandard-Server-Betriebssystem für
Heimanwendungen oder den unteren Leistungsbereich (z. B.
Windows Home Server, Mac OS X Server, Linux, UNIX,
Solaris).
e)      Small-Scale-Server
sind für Funktionen wie Bereitstellung von Netzinfrastrukturdiensten
(z. B. Archivierung), Daten- und/oder Medienhosting konzipiert. Sie sind
nicht hauptsächlich auf die Datenverarbeitung für andere Systeme oder den
Betrieb als Webserver ausgelegt.
f)       Diese Spezifikation
gilt nicht für Computer-Server nach der Begriffsbestimmung in der
ENERGY STAR-Spezifikation für Computer-Server, Version 1.0.
Small-Scale-Server im Sinne dieser Spezifikation sind lediglich Computer, die
für andere Zwecke als den Betrieb von Rechenzentren in Verkehr gebracht werden
(z. B. die Nutzung zu Hause oder in kleinen Büros).
H.           Integrierte
Tischcomputer: Ein Tischcomputersystem, bei dem der Computer und das
Anzeigegerät als Einheit funktionieren, deren Wechselstromversorgung über ein
einziges Kabel erfolgt. Es gibt zwei Arten von integrierten Tischcomputern: 1.
ein System, bei dem der Computer und das Anzeigegerät konstruktiv zu einer
Einheit verbunden sind, oder 2. ein als Einzelsystem montiertes System, bei dem
das Anzeigegerät zwar eine separate Einheit ist, aber über ein Gleichstromkabel
mit dem Hauptgerät verbunden ist und sowohl Computer als auch Anzeigegerät
durch ein einziges Netzteil gespeist werden. Integrierte Tischcomputer bilden
eine Unterart der Tischcomputer und sind in der Regel für ähnliche
Funktionalitäten wie Tischcomputersysteme ausgelegt.
I.            Thin-Client:
Ein Computer mit eigener Stromversorgung, der mit einem Fernrechner verbunden
ist, auf dem die hauptsächliche Datenverarbeitung (Programmausführung,
Datenspeicherung, Interaktion mit anderen Internetressourcen usw.) erfolgt.
Thin-Clients im Sinne dieser Spezifikation sind lediglich Computer ohne
eingebaute Rotations-Speichermedien. Die Haupteinheit eines Thin-Client im
Sinne dieser Spezifikation muss zur Nutzung an einem festen Standort
(z. B. auf einem Schreibtisch) und nicht als tragbares Gerät bestimmt
sein.
J.            Notebook-Computer:
Ein Computer, der speziell für Tragbarkeit und den längeren Betrieb mit oder
ohne direkten Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist.
Notebook-Computer verfügen über ein integriertes Anzeigegerät und können mit
einer integrierten Batterie oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben
werden. Darüber hinaus verfügen die meisten Notebook-Computer über ein externes
Netzteil sowie eine integrierte Tastatur und ein integriertes Zeigegerät.
Notebook-Computer sind in der Regel dafür ausgelegt, ähnliche Funktionen
bereitzustellen wie Tischcomputer und funktionell ähnliche Software zu nutzen
wie diese. Im Sinne dieser Spezifikation gelten Docking-Stationen als Zubehör
und fallen daher nicht unter die Leistungsvorgaben für Notebook-Computer in
Abschnitt 3. Tablet-Computer, die neben anderen Eingabegeräten oder an
deren Stelle einen berührungsempfindlichen Bildschirm haben können, gelten in
dieser Spezifikation als Notebook-Computer.
K.          Arbeitsplatzrechner:
Ein Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven
Aufgaben typischerweise für Grafikanwendungen, CAD, Softwareentwicklung sowie
finanzwirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen genutzt wird. Ein
Computer muss den folgenden Anforderungen genügen, um als Arbeitsplatzrechner
zu gelten:
a)      Er wird als Arbeitsplatzrechner
in Verkehr gebracht.
b)      Er verfügt über
einen mittleren Ausfallabstand (MTBF) von mindestens 15 000 Stunden auf
der Grundlage von entweder Bellcore TR-NWT-000332, Ausgabe 6 von 12/97,
oder von in der Praxis erhobenen Daten.
c)      Er unterstützt Fehlerkorrekturcode
(ECC) und/oder Pufferspeicher.
d)      Außerdem muss ein
Arbeitsplatzrechner drei der folgenden sechs fakultativen Eigenschaften
besitzen:
e)      eine zusätzliche
Stromversorgung für Hochleistungs-Grafikkarten (d. h. zusätzlicher
Stromanschluss PCI-E 6-polig 12V);
f)       zusätzlich zu
Grafiksteckplätzen und/oder PCI-X-Unterstützung mehr als 4 PCI-E-Steckplätze
auf der Hauptplatine;
g)      Uniform Memory
Access-Grafik (UMA) wird nicht unterstützt;
h)      mindestens fünf
PCI-, PCIe- oder PCI-X-Steckplätze;
i)       Multiprozessorfähigkeit
für zwei oder mehr Prozessoren (der Rechner muss konstruktiv getrennte
Prozessorgruppen/-sockel unterstützen, d. h. nicht nur einen einzelnen
Mehrkernprozessor) und/oder
j)       Zulassung im Rahmen
der Produktzertifizierungen von mindestens zwei unabhängigen
Softwareherstellern; diese Zertifizierungen können im Gange sein, müssen jedoch
innerhalb von drei Monaten nach der Zulassung abgeschlossen sein.
Betriebsmodi
L.           Aus-Zustand:
Zustand mit der geringsten, vom Nutzer nicht ausschaltbaren (beeinflussbaren)
Leistungsaufnahme, der unbegrenzt fortbesteht, solange das Gerät mit dem
Stromnetz verbunden ist und entsprechend der Bedienungsanleitung des
Herstellers genutzt wird. Bei Systemen, für die ACPI-Normen gelten, entspricht
der Aus-Zustand dem ACPI-Zustand S5.
M.          Ruhemodus: Ein
Niedrigverbrauchsmodus, in den der Computer nach einer bestimmten
Inaktivitätszeit automatisch übergehen oder manuell versetzt werden kann. Ein
Computer mit Ruhemodusfunktion kann durch Netzverbindungen oder Benutzerschnittstellengeräte
schnell „geweckt“ werden und erreicht innerhalb von maximal 5 Sekunden nach
Beginn des Weck-Ereignisses vollständige Betriebsbereitschaft, einschließlich
Anzeigefunktion. Bei Systemen, für die ACPI-Normen gelten, entspricht der
Ruhemodus in der Regel dem ACPI-Zustand S3 (Suspend to RAM).
N.          Idle-Modus: Der
Zustand, in dem das Betriebssystem und die sonstige Software vollständig
geladen sind, ein Nutzerprofil erstellt wurde, das Gerät nicht im Ruhemodus ist
und die Aktivität auf diejenigen grundlegenden Anwendungen beschränkt ist, die
das System automatisch startet.
O.          Aktivzustand:
Der Zustand, in dem der Computer a) infolge einer vorherigen oder zeitgleichen
Nutzereingabe oder b) infolge eines vorherigen oder zeitgleichen Befehls über
das Netz Nutzarbeit verrichtet. Dieser Zustand umfasst die aktive Verarbeitung,
das Aufsuchen von Daten im Massen-, Arbeits- oder Cache-Speicher,
einschließlich der Zeit im Idle-Modus in Erwartung weiterer Nutzereingaben und
bis zum Übergang zu Niedrigverbrauchsmodi.
P.           TEC-Ansatz („Typical
Energy Consumption“): Ein Verfahren für die Prüfung und den Vergleich der
Energieeffizienz von Computern, das den typischen Energieverbrauch eines Geräts
im Normalbetrieb über einen repräsentativen Zeitraum bewertet. Für Tisch- und
Notebook-Computer ist das beim TEC-Ansatz verwendete Schlüsselkriterium ein in
Kilowattstunden (kWh) gemessener Wert für den typischen jährlichen
Stromverbrauch eines Computers, wobei Messungen durchschnittlicher
Betriebsmodus-Leistungsaufnahmeniveaus zugrunde gelegt werden, die an ein
angenommenes typisches Nutzungsmuster (Betriebszeit) angepasst werden. Bei
Arbeitsplatzrechnern beruhen die Anforderungen auf einem TEC-Wert, der aus
Betriebsmodus-Leistungsaufnahmeniveaus, maximaler Leistungsaufnahme und einer
angenommenen Betriebszeit errechnet wird.
Netzfunktionalität und
Stromsparfunktionen
Q.          Netzschnittstelle:
Die Komponenten (Hardware und Software), deren Hauptfunktion darin besteht, den
Computer in die Lage zu versetzen, mittels einer oder mehrerer Netztechniken zu
kommunizieren. Beispiele für Netzschnittstellen sind IEEE 802.3 (Ethernet)
und IEEE 802.11 (Wi-Fi).
R.           Weck-Ereignis:
Vom Benutzer ausgelöste, planmäßige oder externe Ereignisse oder Impulse, die
bewirken, dass der Computer vom Ruhemodus oder Aus-Zustand in den Aktivzustand
übergeht. Solche Weck-Ereignisse sind unter anderem Mausbewegungen,
Tastatureingaben, Controllereingaben, Echtzeituhrereignisse oder die Bedienung
einer Taste am Gehäuse und im Fall externer Ereignisse Impulse, die per
Fernbedienung, Netz, Modem usw. übertragen werden.
S.           Wake On LAN
(WOL): Funktion, durch die ein Computer mittels einer per Ethernet übertragenen
Netzanweisung aus dem Ruhemodus oder Aus-Zustand geweckt werden kann.
T.           Vollständige
Netzschaltung: Fähigkeit eines Computers zur Wahrung der Netzpräsenz im
Ruhemodus sowie zum intelligenten Erwachen bei Notwendigkeit weiterer
Datenverarbeitung (einschließlich der zur Wahrung der Netzpräsenz gelegentlich
erforderlichen Operationen). Die Wahrung der Netzpräsenz kann das Erlangen
und/oder die Aufrechterhaltung einer zugewiesenen Schnittstellen- oder
Netzadresse, die Reaktion auf Anfragen aus anderen Netzknoten oder die
Aufrechterhaltung bestehender Netzverbindungen — all dies im Ruhemodus —
einschließen. Auf diese Weise werden die Präsenz des Computers, seiner
Netzdienste und Anwendungen sogar dann aufrechterhalten, wenn dieser sich im
Ruhemodus befindet. Aus der Netzperspektive ist ein Computer, der im Ruhemodus
vollständige Netzschaltung aufrecht erhält, im Hinblick auf gemeinsame
Anwendungen und Nutzungsmuster einem Computer im Idle-Modus funktionell
gleichwertig. Vollständige Netzschaltung im Ruhemodus beschränkt sich nicht auf
eine bestimmte Reihe von Protokollen, sondern kann sich auf nach der
Erstinstallation installierte Anwendungen erstrecken.
Absatz- und Vertriebskanäle
U.           Firmenkundenvertrieb:
Vertriebswege, die in der Regel von großen und mittleren Unternehmen,
staatlichen Stellen, Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen genutzt
werden, die Computer erwerben, welche in verwalteten Client/Server-Umgebungen
eingesetzt werden.
V.           Modellnummer:
Eine eigene Handelsbezeichnung für eine spezifische
Hardware/Software-Konfiguration (d. h. Betriebssystem, Typen oder
Prozessoren, Speicher, GPU usw.), die entweder im Voraus festgelegt oder vom
Kunden gewählt wird.
W.          Modellbezeichnung:
Eine Handelsbezeichnung, die die Nummer der PC-Modellfamilie, eine kurze
Beschreibung des Produkts oder Warenzeichenhinweise umfasst.
X.           Produktfamilie:
Eine übergeordnete Bezeichnung für eine Reihe von Computern, die typischerweise
die gleiche Gehäuse/Hauptplatine-Kombination haben, welche oftmals Hunderte von
möglichen Hardware/Software-Konfigurationen enthält.
2.                      
Anforderungsgerechte Geräte
Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten,
müssen Computer der Definition von Computer und der Definition einer der
Gerätekategorien in Abschnitt 1 entsprechen. In der nachfolgenden Tabelle
sind die Computerkategorien aufgeführt, die für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommen bzw. nicht in Frage kommen.
 Von dieser Version 5.0 der Spezifikationen erfasste Geräte || Von dieser Version 5.0 der Spezifikationen nicht erfasste Geräte 
 ·      Tischcomputer ·      Integrierte Tischcomputer ·      Notebook-Computer ·      Arbeitsplatzrechner ·      Small-Scale-Server ·      Thin-Clients || ·      Computer-Server (gemäß der Begriffsbestimmung in der Spezifikation für Computer-Server, Version 1.0) ·      Handheld-Computer, PDAs und Smartphones 
3.                      
Kriterien für Energieeffizienz und
Energieeinsparung
Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten,
müssen Computer den nachfolgenden Anforderungen genügen. Der Termin für das
Inkrafttreten der Version 5.0 wird in Abschnitt 5 dieser
Spezifikation festgelegt.
A.           Anforderungen
an die Effizienz von Netzteilen
Um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten,
müssen Computer den nachstehenden Anforderungen genügen. Der Termin für das
Inkrafttreten der Version 5.0 wird in Abschnitt 5 dieser
Spezifikation festgelegt.
a)      Computer mit
internem Netzteil: 85 % Mindesteffizienz bei 50 % der Nennleistung
und 82 % Mindesteffizienz bei 20 % und 100 % der Nennleistung
mit Leistungsfaktor ≥ 0,9 bei 100 % der Nennleistung.
b)      Computer mit
externem Netzteil: Externe Netzteile, die mit ENERGY STAR-gerechten
Computern vertrieben werden, müssen ENERGY STAR-gerecht sein oder die
Effizienzwerte für den Nulllastbetrieb und den Aktivzustand erreichen, die in
den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für externe
Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile und
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile, Version 2.0, vorgegeben sind. Die
ENERGY STAR-Spezifikationen und die Liste der ENERGY STAR-gerechten
Geräte sind unter www.energystar.gov/powersupplies
einzusehen. Hinweis: Diese Leistungsanforderung gilt auch für externe
Mehrspannungsnetzteile, die nach der in Abschnitt 4 genannten Prüfmethode für
interne Netzteile geprüft werden.
B.           Anforderungen
an Effizienz und Leistung
1)           Werte von Tischcomputern,
integrierten Tischcomputern und Notebook-Computern
Tischcomputer-Kategorien für die TEC-Kriterien
Zur Bestimmung der TEC-Werte müssen
Tischcomputer und integrierte Tischcomputer einer der nachfolgend genannten
Kategorien A, B, C oder D zugeordnet werden:
a)      Kategorie A:
Alle Tischcomputer, die nicht der Definition der Kategorie B, der
Kategorie C oder der Kategorie D entsprechen, kommen unter Kategorie A
für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
b)      Kategorie B:
Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Tischcomputer über folgende
Merkmale verfügen:
–              
zwei physische Prozessorkerne und
–              
2 Gigabyte (GB) Systemspeicher.
c)      Kategorie C:
Für die Einstufung unter Kategorie C müssen Tischcomputer über folgende
Merkmale verfügen:
–              
mehr als zwei physische Prozessorkerne.
Zusätzlich zu der oben genannten Anforderung
müssen Geräte für die Einstufung unter Kategorie C über mindestens eines
der beiden folgenden Merkmale verfügen:
–              
mindestens 2 Gigabyte (GB) Systemspeicher
und/oder
–              
ein diskreter Grafikprozessor (GPU).
d)      Kategorie D:
Für die Einstufung unter Kategorie D müssen Tischcomputer über folgende
Merkmale verfügen:
–              
mindestens vier physische Prozessorkerne.
Zusätzlich zu der oben genannten Anforderung
müssen Geräte für die Einstufung unter Kategorie D über mindestens eines
der beiden folgenden Merkmale verfügen:
–              
mindestens 4 Gigabyte (GB) Systemspeicher
und/oder
–              
ein diskreter Grafikprozessor (GPU) mit einer Framebufferbreite
über 128 Bit.
Notebook-Computer-Kategorien für die
TEC-Kriterien
Zur Bestimmung der TEC-Werte müssen
Notebook-Computer einer der nachfolgend genannten Kategorien A, B oder C
zugeordnet werden:
a)      Kategorie A:
Alle Notebook-Computer, die nicht der Definition der Kategorie B oder der
Kategorie C entsprechen, kommen unter Kategorie A für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
b)      Kategorie B:
Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Notebook-Computer über
folgendes Merkmal verfügen:
–              
ein diskreter Grafikprozessor (GPU).
c)      Kategorie C:
Für die Einstufung unter Kategorie C müssen Notebook-Computer über
folgende Merkmale verfügen:
–              
mindestens zwei physische Prozessorkerne;
–              
mindestens 2 Gigabyte (GB) Systemspeicher und
–              
ein diskreter Grafikprozessor (GPU) mit einer
Framebufferbreite über 128 Bit.
TEC (Tischcomputer- und
Notebook-Computer-Gerätekategorien)
Die nachstehenden Tabellen geben die
geforderten TEC-Werte für die Spezifikation 5.0 an. Die nachstehende
Tabelle 1 gibt die TEC-Grundanforderungen für Version 5.0 an, während
Tabelle 2 Gewichtungen für die einzelnen Betriebsmodi nach
Gerätekategorien enthält. Der TEC wird nach folgender Formel ermittelt:
ETEC = (8760/1000) ∙ (PAus
∙ TAus + PRuhe ∙ TRuhe + PIdle
∙ TIdle), dabei bezeichnen Px jeweils Leistungswerte
in Watt, Tx Zeitwerte in % von Jahren und ETEC den
typischen jährlichen Energieverbrauch auf der Grundlage der Gewichtungen nach
Tabelle 2 in kWh.
 Tabelle 1: ETEC-Anforderung – Tischcomputer und Notebook-Computer || 
   || Tischcomputer und integrierte Tischcomputer (kWh) || Notebook-Computer (kWh) || 
 TEC (kWh) || Kategorie A: ≤ 148,0 Kategorie B: ≤ 175,0 Kategorie C: ≤ 209,0 Kategorie D: ≤ 234,0 || Kategorie A: ≤ 40,0 Kategorie B: ≤ 53,0 Kategorie C: ≤ 88,5 || 
 Funktionsspezifische Anpassungen || 
 Speicher || 1 kWh (je GB über Grundspeicher) Grundspeicher: Kategorien A, B und C: 2 GB Kategorie D: 4 GB || 0,4 kWh (je GB über 4) || 
 Premium-Grafikkarte (für diskrete GPUs mit bestimmter Framebufferbreite) || Kategorien A und B: 35 kWh (Framebufferbreite ≤ 128 Bit) 50 kWh (Framebufferbreite > 128 Bit) Kategorien C, D: 50 kWh (Framebufferbreite > 128 Bit) || Kategorie B: 3 kWh (Framebufferbreite > 64 Bit) || 
 Zusätzlicher interner Speicher || 25 kWh || 3 kWh || 
 || Tabelle 2: Gewichtung der Betriebsmodi – Tischcomputer und Notebook-Computer 
 ||   || Tischcomputer || Notebook-Computer 
 ||   || Konventionell || Proxying* || Konventionell || Proxying* 
 || TAus || 55 % || 40 % || 60 % || 45 % 
 || TRuhe || 5 % || 30 % || 10 % || 30 % 
 || TIdle || 40 % || 30 % || 30 % || 25 % 
 || Hinweis: Proxying bezieht sich auf einen Computer, der vollständige Netzschaltung im Sinne von Abschnitt 1 dieser Spezifikation wahrt. Um nach den obigen Proxying-Gewichtungen als ENERGY STAR-gerecht zu gelten, muss ein System einer nicht herstellereigenen Proxying-Norm entsprechen, die vom US-EPA und von der Europäischen Kommission als mit den ENERGY STAR-Zielen übereinstimmend anerkannt wurde. Diese Anerkennung muss vor der Einreichung von Produktdaten zur Einstufung erfolgt sein. Weitere Informationen und Prüfanforderungen siehe Abschnitt 3.C, „Prüfung von Computern mit Stromsparfunktionen“. 
2)           Leistungsaufnahmewerte von
Arbeitsplatzrechnern
PTEC
(Gerätekategorie Arbeitsplatzrechner):
Die nachfolgenden Tabellen geben die
geforderten PTEC-Werte für die Spezifikation 5.0 an. Die
nachstehende Tabelle 3 gibt die PTEC-Grundanforderungen für
Version 5.0 an, während Tabelle 4 Gewichtungen für die einzelnen
Betriebsmodi enthält. Der PTEC wird nach folgender Formel ermittelt:
PTEC = 0,35 ∙ PAus
+ 0,10 ∙ PRuhe + 0,55 ∙ PIdle
Dabei bezeichnet Px jeweils
Leistungswerte in Watt.
 Tabelle 3: PTEC-Anforderung – Arbeitsplatzrechner 
 PTEC ≤ 0,28 ∙ [Pmax + (Zahl der Festplatten ∙ 5)] 
 Tabelle 4: Gewichtung der Betriebsmodi – Arbeitsplatzrechner 
 TAus || 35 % 
 TRuhe || 10 % 
 TIdle || 55 % 
 Hinweis: Die Gewichtungen sind in die obige PTEC-Formel integriert. 
Mehrere Grafikgeräte (Arbeitsplatzrechner)
Arbeitsplatzrechner, die die
ENERGY STAR-Anforderungen mit einem einzelnen Grafikgerät erfüllen, können
auch in einer Konfiguration mit mehr als einem Grafikgerät als
ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden, sofern die Konfiguration der
zusätzlichen Hardware abgesehen von dem/den zusätzlichen Grafikgerät(en) gleich
ist. Die Verwendung mehrerer Grafikgeräte schließt u. a. den Betrieb
mehrerer Anzeigegeräte und den Zusammenschluss zur Leistungssteigerung sowie
Konfigurationen mit mehreren GPU ein (z. B. ATI Crossfire,
NVIDIA SLI). In diesen Fällen und solange, bis
SPECviewperf®-Konfigurationen mit mehreren Grafikgeräten unterstützt, können
Hersteller die Prüfdaten für den Arbeitsplatzrechner mit einem Grafikgerät für
beide Konfigurationen ohne erneute Prüfung des Systems einreichen.
3)           Werte für Small-Scale-Server
Für die Bestimmung der Idle-Modus-Werte müssen
Small-Scale-Server einer der nachfolgend genannten Kategorien A oder B
zugeordnet werden:
a)      Kategorie A:
Alle Small-Scale-Server, die nicht der Definition der Kategorie B
entsprechen, kommen unter Kategorie A für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
b)      Kategorie B:
Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Small-Scale-Server über
folgende Merkmale verfügen:
–              
Prozessor(en) mit mehr als einem physischen
Prozessorkern oder mehr als einem Einzelprozessor und
–              
mindestens 1 Gigabyte Systemspeicher.
 Tabelle 6: Anforderungen an die Effizienz von Small-Scale-Servern 
 Anforderungen an die Effizienz von Small-Scale-Servern nach Betriebsmodus 
 Aus-Zustand: ≤ 2,0 W 
 Idle-Modus: Kategorie A: ≤ 50,0 W Kategorie B: ≤ 65,0 W 
 Funktion || Zusätzliche Leistungstoleranz 
 Wake On LAN (WOL) (gilt nur für mit aktivierter WOL-Funktion ausgelieferte Computer) || + 0,7 W für Aus-Zustand 
4)           Werte für Thin-Clients
Thin-Client-Kategorien für die
Idle-Modus-Kriterien: Für die Bestimmung der Idle-Modus-Werte müssen
Thin-Clients einer der nachfolgend genannten Kategorien A oder B
zugeordnet werden:
a)      Kategorie A:
Alle Thin-Clients, die nicht der Definition der Kategorie B entsprechen,
kommen unter Kategorie A für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage.
b)      Kategorie B:
Für die Einstufung unter Kategorie B müssen Thin-Clients:
–              
lokale Multimedia-Kodierung/Dekodierung
unterstützen.
 Tabelle 7: Anforderungen an die Effizienz von Thin-Clients 
 Anforderungen an die Effizienz von Thin-Clients nach Betriebsmodus 
 Aus-Zustand : ≤ 2 W 
 Ruhemodus (ggf.): ≤ 2 W 
 Idle-Modus: Kategorie A: ≤ 12,0 W Kategorie B: ≤ 15,0 W 
 Funktion || Zusätzliche Leistungstoleranz 
 Wake On LAN (WOL) (gilt nur für mit aktivierter WOL-Funktion ausgelieferte Computer) || + 0,7 W für Ruhemodus + 0,7 W für Aus-Zustand 
C.           Anforderungen
für die Stromsparfunktionen
Die Geräte müssen die in der nachstehenden
Tabelle 8 aufgeführten Anforderungen für die Stromsparfunktionen erfüllen
und in dem Zustand geprüft werden, in dem sie ausgeliefert wurden.
 Tabelle 8: Anforderungen an die Stromsparfunktionen 
 Spezifikations-Anforderung ||   || Gültig für 
 Anforderung für die Auslieferung 
 Ruhemodus || Der Ruhemodus muss bei der Auslieferung so eingestellt sein, dass er nach 30 Minuten Inaktivität des Nutzers aktiviert wird. Die Computer müssen beim Übergang in den Ruhemodus oder Aus-Zustand die Geschwindigkeit aller aktiven 1‑Gbit/s-Ethernet-Netzverbindungen reduzieren. || Tischcomputer || √ 
 Integrierte Tischcomputer || √ 
 Notebook-Computer || √ 
 Arbeitsplatzrechner || √ 
   ||   
 Small-Scale-Server ||   
 Thin-Clients ||   
 Ruhemodus Anzeigegerät || Der Ruhemodus des Anzeigegeräts muss bei der Auslieferung so eingestellt sein, dass er nach 15 Minuten Inaktivität des Nutzers aktiviert wird. || Tischcomputer || √ 
 Integrierte Tischcomputer || √ 
 Notebook-Computer || √ 
 Arbeitsplatzrechner || √ 
   ||   
 Small-Scale-Server (falls Anzeigegerät vorhanden) || √ 
 Thin-Clients || √ 
 Netzanforderungen für die Stromsparfunktionen 
 Wake on LAN (WOL) || Ethernetfähige Computer müssen über die Möglichkeit verfügen, die WOL-Funktion für den Ruhemodus zu aktivieren und zu deaktivieren. || Tischcomputer || √ 
 Integrierte Tischcomputer || √ 
 Notebook-Computer || √ 
 Arbeitsplatzrechner || √ 
   ||   
 Small-Scale-Server || √ 
 Thin-Clients (nur falls Software-Updates aus dem zentral verwalteten Netz erfolgen, während das Gerät sich im Ruhemodus oder Aus-Zustand befindet. Thin-Clients, bei denen standardmäßig keine Clientsoftware-Upgrades außerhalb der Arbeitszeiten nötig sind, sind von dieser Anforderung ausgenommen.) || √ 
 Nur für im Firmenkundenvertrieb ausgelieferte Computer: Ethernetfähige Computer müssen eine der folgenden Anforderungen erfüllen: ·      Die WOL-Funktion muss für den Ruhemodus aktiviert sein, wenn das System mit Wechselstrom betrieben wird (d. h. Notebook-Computer können die WOL-Funktion automatisch deaktivieren, wenn sie vom Versorgungsnetz getrennt sind). oder ·      Bereitstellung einer Bedienfunktion zum Aktivieren der WOL-Funktion, die sowohl von der Benutzeroberfläche des Client-Betriebssystems als auch über das Netz hinreichend zugänglich ist, wenn der Computer mit deaktivierter WOL-Funktion ausgeliefert wird. || Tischcomputer || √ 
 Integrierte Tischcomputer || √ 
 Notebook-Computer || √ 
 Arbeitsplatzrechner || √ 
   ||   
 Small-Scale-Server || √ 
 Thin-Clients (nur falls Software-Updates aus dem zentral verwalteten Netz erfolgen, während das Gerät sich im Ruhemodus oder Aus-Zustand befindet. Thin-Clients, bei denen standardmäßig keine Clientsoftware-Upgrades außerhalb der Arbeitszeiten nötig sind, sind von dieser Anforderung ausgenommen.) || √ 
 Weck-Management || Nur für im Firmenkundenvertrieb ausgelieferte Computer: Ethernetfähige Computer müssen sowohl (über das Netz) ferngesteuerte als auch planmäßige (z. B. per Echtzeituhr) Weck-Ereignisse aus dem Ruhemodus unterstützen. Der Hersteller muss – sofern er die Kontrolle darüber hat (d. h. wenn die Konfiguration über Hardware-Einstellungen und nicht über Software-Einstellungen erfolgt) – gewährleisten, dass diese Einstellungen vom Kunden nach Wunsch zentral verwaltet werden können; der Hersteller muss die entsprechenden Tools dazu zur Verfügung stellen. || Tischcomputer || √ 
 Integrierte Tischcomputer || √ 
 Notebook-Computer || √ 
 Arbeitsplatzrechner || √ 
   ||   
 Small-Scale-Server || √ 
 Thin-Clients || √ 
Bei allen Computern mit aktivierter
WOL-Funktion müssen alle vorhandenen gezielten Paketfilter aktiviert und auf
eine dem Industriestandard entsprechende Werkskonfiguration eingestellt sein.
Bis ein oder mehrere Standards vereinbart sind, werden die Programmpartner
ersucht, ihre Konfigurationen gezielter Paketfilter dem US-EPA und der
Europäischen Kommission mitzuteilen, damit diese die Angaben auf der
entsprechenden Website veröffentlichen können, um die Erörterung und die
Entwicklung von Standardkonfigurationen anzuregen.
Prüfung von Computern mit
Stromsparfunktionen
a)      Aus-Zustand: Die
Computer werden mit den Aus-Einstellungen wie ausgeliefert geprüft und
bewertet. Modelle, die mit aktivierter WOL-Funktion für den Aus-Zustand
ausgeliefert werden, werden mit aktivierter WOL-Funktion geprüft. Analog dazu
werden Modelle, die mit deaktivierter WOL-Funktion für den Aus-Zustand
ausgeliefert werden, mit deaktivierter WOL-Funktion geprüft.
b)      Ruhemodus: Die
Computer werden mit den Ruhemodus-Einstellungen wie ausgeliefert geprüft und
bewertet. Modelle, die im Sinne der Begriffsbestimmung V in
Abschnitt 1 im Firmenkundenvertrieb verkauft werden, müssen mit
aktivierter/deaktivierter WOL-Funktion auf Grundlage der in Tabelle 8
aufgeführten Anforderungen geprüft, bewertet und ausgeliefert werden. Geräte,
die nur über den normalen Einzelhandel direkt an Verbraucher gehen, müssen
nicht mit aktivierter WOL-Funktion für den Ruhemodus ausgeliefert werden; sie
können mit aktivierter oder deaktivierter WOL-Funktion geprüft, bewertet und
ausgeliefert werden.
c)      Proxying:
Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer werden mit den
Idle-, Ruhemodus- und Aus-Einstellungen mit aktivierten oder deaktivierten
Proxyingfunktionen wie ausgeliefert geprüft und bewertet. Um unter Verwendung
der TEC-Gewichtungen für das Proxying als ENERGY STAR-gerecht zu gelten,
muss ein System einer Proxying-Norm entsprechen, die vom US-EPA und von der
Europäischen Kommission als mit den ENERGY STAR-Zielen übereinstimmend
anerkannt wurde. Diese Anerkennung muss vor der Einreichung von Produktdaten
zur Einstufung erfolgt sein.
Vorinstallation von Kundensoftware und
Bereitstellung von Managementdiensten
Die Programmpartner tragen die Verantwortung
dafür, dass die Geräte in dem Zustand geprüft und eingestuft werden, in dem sie
auch ausgeliefert werden. Falls das Gerät die ENERGY STAR-Anforderungen
erfüllt und als ENERGY STAR-gerecht gilt, kann es entsprechend
gekennzeichnet werden.
Wurde ein Programmpartner vom Kunden mit dem
Laden eines kundendefinierten Speicherabbildes beauftragt, so unternimmt der
Programmpartner folgende Schritte:
–              
Er weist den Kunden darauf hin, dass dessen Gerät
nach dem Laden des kundendefinierten Speicherabbildes möglicherweise nicht
ENERGY STAR-gerecht ist (hierzu ist auf der ENERGY STAR-Internetseite
ein Musterschreiben an die Kunden verfügbar).
–              
Er ruft den Kunden dazu auf, das Gerät auf
Einhaltung der ENERGY STAR-Spezifikationen zu prüfen.
Anforderung bezüglich der
Benutzerinformation
Damit die Käufer/Nutzer angemessen über die
Vorteile der Stromsparfunktionen informiert werden, muss der Hersteller jedem
Computer eines der beiden folgenden Elemente beifügen:
–              
Informationen über ENERGY STAR und die
Vorteile der Stromsparfunktionen in einer Papierfassung oder einer
elektronischen Fassung des Benutzerhandbuchs. Diese Informationen sollten im
vorderen Teil des Benutzerhandbuchs enthalten sein; oder
–              
eine Paket- oder Verpackungsbeilage über ENERGY
STAR und die Vorteile der Stromsparfunktionen.
In beiden Fällen sind mindestens die folgenden
Angaben zu machen:
–              
ein Hinweis, dass der Computer mit aktivierten
Stromsparfunktionen ausgeliefert wurde, und die Angabe der entsprechenden
Zeiteinstellungen (entweder Standard-Systemeinstellungen oder ein Hinweis, dass
die Standard-Systemeinstellungen des Computers den
ENERGY STAR-Anforderungen für weniger als 15 Minuten Inaktivität des
Nutzers für das Anzeigegerät und weniger als 30 Minuten Inaktivität des
Nutzers für den Rechner entspricht, wie vom ENERGY STAR-Programm für
optimale Energieeinsparung empfohlen) sowie
–              
eine Beschreibung, wie der Computer korrekt aus dem
Ruhemodus geweckt wird.
D.          Freiwillige
Anforderungen
Benutzerschnittstelle
Obwohl dies nicht vorgeschrieben ist, wird den
Herstellern dringend empfohlen, ihre Geräte in Übereinstimmung mit der
IEEE-Norm 1621 bezüglich der Bedienungselemente für die Leistungssteuerung
(vollständige Bezeichnung „Norm für Bedienungselemente für die
Leistungssteuerung elektronischer Büro- und Unterhaltungsgeräte“) zu gestalten.
Diese Norm dient dazu, die Leistungssteuerung bei allen Elektronikgeräten
einheitlicher und intuitiv bedienbar zu machen. Weitere Informationen über
diese Norm sind unter http://eetd.LBL.gov/Controls
zu finden.
4.                      
Prüfverfahren
Die Hersteller führen die Prüfungen in eigener
Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den ENERGY STAR-Anforderungen
genügen.
–                        
Hinsichtlich der Durchführung dieser Prüfungen
stimmen die Programmpartner der Anwendung der in der nachstehenden
Tabelle 9 angegebenen Prüfverfahren zu.
–                        
Die Prüfergebnisse werden dem US-EPA bzw. der
Europäischen Kommission mitgeteilt.
Zusätzliche Anforderungen an Prüfung und
vorzulegende Daten sind unten angegeben.
1.           Anzahl der auf TEC oder im
Idle-Modus zu prüfenden Geräte
Die Hersteller können anfänglich ein einziges
Gerät auf Einhaltung der Anforderungen prüfen. Wird bei diesem Gerät eine
maximale Leistungsaufnahme ermittelt, die die Vorgabe für den TEC oder den
Idle-Modus unterschreitet oder einhält, aber bis zu 10 % unter dem maximal
zulässigen Wert liegt, so muss ein zusätzliches Gerät des gleichen Modells mit
identischer Konfiguration geprüft werden. Vom Hersteller sind die
Prüfergebnisse für beide Geräte einzureichen. Um als ENERGY STAR-gerecht
zu gelten, müssen beide Einzelgeräte die Vorgabe für den TEC oder den
Idle-Modus für dieses Gerät und für diese Gerätekategorie erfüllen.
Hinweis: Diese zusätzliche Prüfung ist nur für
die Einstufung nach dem TEC (Tischcomputer, integrierte Tischcomputer,
Notebook-Computer, Arbeitsplatzrechner) und den Idle-Modus (Small-Scale-Server,
Thin-Clients) erforderlich – für den Ruhemodus und den Aus-Zustand muss nur ein
Gerät geprüft werden, falls eine entsprechende Anforderung gilt. Beispiele zur
Erläuterung dieses Verfahrens:
Beispiel 1: Für Tischcomputer der
Kategorie A gilt ein TEC-Wert von maximal 148,0 kWh – somit liegt die
10-Prozent-Grenze für die zusätzliche Prüfung bei 133,2 kWh.
–              
Werden beim ersten Gerät 130 kWh gemessen, so
gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
130 kWh beträgt die Leistungsaufnahme 12 % weniger als der zulässige
Höchstwert und liegt damit jenseits der 10-Prozent-Grenze).
–              
Werden beim ersten Gerät 133,2 kWh gemessen,
so gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
133,2 kWh beträgt die Leistungsaufnahme genau 10 % weniger als der
zulässige Höchstwert).
–              
Werden beim ersten Gerät 135 kWh gemessen, so
muss ein weiteres Gerät geprüft werden (denn mit 135 kWh beträgt die
Leistungsaufnahme nur 9 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt
damit innerhalb der 10-Prozent-Grenze).
–              
Werden bei den zwei Geräten 135 und 151 kWh
gemessen, so gilt das Modell nicht als ENERGY STAR-gerecht, obwohl der
Mittelwert 143 kWh beträgt, weil einer der Messwerte den zulässigen
Höchstwert der ENERGY STAR-Spezifikation überschreitet.
–              
Werden bei den zwei Geräten 135 und 147 kWh gemessen,
so gilt das Modell als ENERGY STAR-gerecht, weil beide Messwerte die
ENERGY STAR-Spezifikation von 148,0 kWh erfüllen.
Beispiel 2: Für Small-Scale-Server der
Kategorie A gilt eine maximale Leistungsaufnahme im Idle-Modus von
50 Watt – somit liegt die 10-Prozent-Grenze für die zusätzliche Prüfung
bei 45 Watt. Bei der Prüfung eines Modells auf Einhaltung der
ENERGY STAR-Anforderungen können sich demnach folgende Situationen
ergeben:
–              
Werden beim ersten Gerät 44 Watt gemessen, so
gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
44 Watt beträgt die Leistungsaufnahme 12 % weniger als der zulässige
Höchstwert und liegt damit jenseits der 10-Prozent-Grenze).
–              
Werden beim ersten Gerät 45 Watt gemessen, so
gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
45 Watt beträgt die Leistungsaufnahme genau 10 % weniger als der
zulässige Höchstwert).
–              
Werden beim ersten Gerät 47 Watt gemessen, so
muss ein weiteres Gerät geprüft werden (denn mit 47 Watt beträgt die
Leistungsaufnahme nur 6 % weniger als der zulässige Höchstwert und liegt
damit innerhalb der 10-Prozent-Grenze).
–              
Werden bei den zwei Geräten 47 und 51 Watt
gemessen, so gilt das Modell nicht als ENERGY STAR-gerecht, obwohl der
Mittelwert 49 Watt beträgt, weil einer der Messwerte (51) den zulässigen
Höchstwert der ENERGY STAR-Spezifikation überschreitet.
–              
Werden bei den zwei Geräten 47 und 49 Watt
gemessen, so gilt das Modell als ENERGY STAR-gerecht, weil beide Messwerte
die ENERGY STAR-Spezifikation von 50 Watt erfüllen.
2.           Modelle, die in mehreren
Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
Die Prüfung der Geräte durch die Hersteller
erfolgt stets in Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das Gerät
verkauft und als ENERGY STAR-gerecht beworben wird.
Bei Geräten, die international auf mehreren
Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher für mehrere
Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller die geforderten
Messwerte für Energieverbrauch und Energieeffizienz für alle relevanten
Netzspannungs-Frequenz-Kombinationen ermitteln und angeben. Verkauft ein
Hersteller beispielsweise das gleiche Modell in den USA und in Europa, so muss
er die Verbrauchswerte sowohl bei 115 Volt / 60 Hz als auch
bei 230 Volt / 50 Hz messen und angeben und die
entsprechenden Spezifikationen einhalten, damit das Modell auf beiden Märkten
als ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die
ENERGY STAR-Spezifikationen nur bei einer
Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei
115 Volt / 60 Hz), so darf es auch nur in den Regionen, in
denen diese Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B.
Nordamerika und Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und
beworben werden.
 Tabelle 9: Prüfverfahren 
 Geräte­kategorie || Spezifikations-Anforderung || Prüfprotokoll || Quelle 
 Sämtliche Computer || Leistungs­aufnahme Netzteil || Interne Netzteile: Generalized Internal Power Supply Efficiency Test Protocol Rev. 6.4.2 (allgemeine Leistungsaufnahme-Prüfprotokoll für interne Netzteile Rev. 6.4.2) Externe Netzteile: ENERGY-STAR-Prüfmethode für externe Netzteile Hinweis: Sind zur Prüfung eines internen Netzteils neben den im einschlägigen Prüfprotokoll beschriebenen weitere Informationen /Verfahren notwendig, so geben die Programmpartner dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission auf Ersuchen den Versuchsaufbau zur Ermittlung der Netzteildaten im Rahmen einer Geräteanmeldung an. || Interne Netzteile: www.efficientpowersupplies.org       Externe Netzteile: www.energystar.gov/powersupplies 
 Tischcomputer, integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer || ETEC (aus Messungen des Verbrauchs im Aus-Zustand-, Ruhe- und Idle-Modus) || Prüfmethode für ENERGY STAR-gerechte Computer (Version 5.0), Anhang I Abschnitt III || Anlage A 
 Arbeitsplatz­rechner || PTEC (aus Messungen des Verbrauchs im Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus sowie bei maximaler Leistungsaufnahme) || Prüfmethode für ENERGY STAR-gerechte Computer (Version 5.0), Anhang I, Abschnitte III–IV ||   
 Small-Scale-Server || Aus-Zustand und Idle-Modus || Prüfmethode für ENERGY STAR-gerechte Computer (Version 5.0), Anhang I Abschnitt III ||   
 Thin-Clients || Aus-Zustand, Ruhemodus und Idle-Modus || Prüfmethode für ENERGY STAR-gerechte Computer (Version 5.0), Anhang I Abschnitt III ||   
3.           Anforderungsgerechte Produktfamilien
Modelle, die unverändert geblieben sind oder
sich nur in der Endverarbeitung von den im Vorjahr vertriebenen Modellen
unterscheiden, können ohne Einreichung neuer Prüfergebnisse die Kennzeichnung
beibehalten, wenn die Spezifikationen unverändert geblieben sind. Wird ein
Gerätemodell in unterschiedlichen Konfigurationen oder Ausführungen als
„Produktfamilie“ oder Produktserie in Verkehr gebracht, so kann der
Programmpartner das Gerät unter einer einzigen Modellnummer anmelden und
prüfen, sofern alle Modelle dieser Familie oder Serie einer der folgenden
Anforderungen genügen:
–              
Für Computer, die auf der gleichen Plattform
aufgebaut und abgesehen von Gehäuse und Farbe in jeder Hinsicht identisch sind,
genügt die Einreichung der Prüfergebnisse eines einzigen repräsentativen
Modells.
–              
Wird ein Gerätemodell in unterschiedlichen
Konfigurationen in Verkehr gebracht, so kann der Programmpartner statt der
einzelnen Modelle der Familie das Gerät unter einer einzigen
Modellidentifikationsnummer, die die Konfiguration der Produktfamilie mit dem
höchsten Energieverbrauch darstellt, anmelden und prüfen. Konfigurationen
dieses Gerätemodells mit einer höheren Leistungsaufnahme als die repräsentative
Konfiguration dürfen nicht bestehen. In diesem Fall wäre die
Höchstverbrauchskonfiguration wie folgt: leistungsstärkster Prozessor, maximale
Speicherkonfiguration, leistungsstärkster Grafikprozessor usw. Für
Tischcomputer, die je nach Konfiguration die Definitionen für mehrere
Kategorien von Tischcomputern (nach Abschnitt 3.B) erfüllen, müssen die
Hersteller die Höchstverbrauchskonfiguration für jede Kategorie einreichen, für
die das System als anforderungsgerecht gelten soll. So müsste beispielsweise ein
System, das als Tischcomputer entweder der Kategorie A oder der
Kategorie B konfiguriert werden kann, mit der
Höchstverbrauchskonfiguration für beide Kategorien angemeldet werden, um als
ENERGY STAR-gerecht zu gelten. Kann ein Gerät für alle drei Kategorien konfiguriert
werden, so müssen die Daten für die Höchstverbrauchskonfiguration in allen
Kategorien eingereicht werden. Die Hersteller haften für die
Energieeffizienzangaben zu allen anderen Modellen der Familie, auch wenn die
Geräte nicht geprüft bzw. die Daten nicht eingereicht wurden.
Sämtliche mit einer Modellbezeichnung
verbundenen Geräte/Konfigurationen, für die ein Programmpartner die
ENERGY STAR-Kennzeichnung beantragt, müssen die
ENERGY STAR-Anforderungen erfüllen. Wünscht ein Programmpartner die ENERGY STAR-Kennzeichnung
von Konfigurationen eines Modells, für das Alternativkonfigurationen bestehen,
welche für eine Kennzeichnung nicht in Frage kommen, muss er die
anforderungsgerechten Konfigurationen anhand der Modellbezeichnung/-nummer mit
einem Identifikationscode kennzeichnen, der ausschließlich
ENERGY STAR-gerechten Konfigurationen vorbehalten ist. Dieser
Identifikationscode muss in Werbematerial/Verkaufsprospekten und der Liste
ENERGY STAR-gerechter Geräte stets in Verbindung mit den anforderungsgerechten
Konfigurationen verwendet werden (z. B. Modell-Nr. A1234 für
Grundkonfigurationen und A1234-ES für ENERGY STAR-gerechte
Konfigurationen).
5.                      
Inkrafttreten
Der Tag, an dem die Hersteller beginnen
dürfen, ihre Geräte der Spezifikationen als ENERGY STAR-gerecht
einzustufen, wird im Abkommen als Datum des Inkrafttretens festgelegt.
Tischcomputer, integrierte Tischcomputer,
Arbeitsplatzrechner und Small-Scale-Server
Für Tischcomputer, integrierte Tischcomputer,
Arbeitsplatzrechner, Small-Scale-Server und Thin-Clients treten die
Spezifikationen ENERGY STAR Version 5.0 am 1. Juli 2009 in
Kraft. Alle Geräte, einschließlich der ursprünglich unter Version 4.0 als
anforderungsgerecht eingestuften Modelle, mit einem Herstellungsdatum ab dem
1. Juli 2009 müssen die Anforderungen dieser Version 5.0
erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten. Spielkonsolen mit einem
Herstellungsdatum ab dem 1. Juli 2010 müssen die Anforderungen dieser
Version 5.0 erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht zu gelten. Alle
vorherigen Abkommen über ENERGY STAR-gerechte Computer treten am
30. Juni 2009 außer Kraft.
6.                      
Künftige Änderung der Spezifikationen
Das US-EPA und die Europäische Kommission
behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu ändern, falls
technologische Entwicklungen oder veränderte Marktbedingungen sich auf deren
Nützlichkeit für die Verbraucher oder die Wirtschaft oder auf deren
Umweltnutzen auswirken. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikationen stets
mit den Beteiligten erörtert. Für den Fall einer Änderung der Spezifikationen
wird darauf hingewiesen, dass die ENERGY STAR-Einstufung nicht automatisch
für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells gilt. Um als
ENERGY STAR-gerecht zu gelten, muss ein Gerätemodell die zum
Herstellungsdatum des Modells geltenden ENERGY STAR-Spezifikationen
erfüllen.
ANLAGE A
ENERGY STAR-Prüfverfahren zur
Bestimmung des Stromverbrauchs von Computern im Aus-Zustand, Ruhe- und
Idle-Modus
Bei der Messung des Energieverbrauchs von
Computern im Hinblick auf die Einhaltung der in dieser Version 5.0 der
ENERGY STAR-Spezifikationen für Computer vorgegebenen Verbrauchswerte für
den Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus sollte das nachstehende Protokoll
zugrunde gelegt werden. Die Programmpartner müssen die Messung an einer
repräsentativen Auswahl der Konfiguration durchführen, wie sie an den Kunden
ausgeliefert wird. Der Programmpartner braucht Änderungen im Energieverbrauch,
die sich möglicherweise aus dem Einbau weiterer Bauteile sowie aus BIOS-
und/oder Softwareeinstellungen ergeben, die der Computernutzer nach dem Verkauf
des Geräts vornimmt, nicht zu berücksichtigen. Das Verfahren sollte in der
vorgegebenen Reihenfolge durchgeführt werden; der jeweils geprüfte Modus wird
gegebenenfalls in der Kennzeichnung angegeben.
Sofern im Prüfverfahren nach diesem Anlage A
nicht anders angegeben, müssen die Computer in der Konfiguration und mit den
Einstellungen wie ausgeliefert geprüft werden. Schritte, die einen anderen
Aufbau erfordern, sind mit einem Stern („*“) gekennzeichnet.
I.            Begriffsbestimmungen
Sofern nicht anders angegeben, stimmen alle in
diesem Dokument verwendeten Begriffe mit den in den
ENERGY STAR-Einstufungskriterien für Computer Version 5.0 angegebenen
Begriffsbestimmungen überein.
1.           UUT: UUT ist eine Abkürzung für das
zu prüfende Gerät („Unit Under Test“) und bezeichnet im vorliegenden
Fall den zu prüfenden Computer.
2.           USV: USV ist eine Abkürzung für
unterbrechungsfreie Stromversorgung und bezeichnet die Kombination von
Stromrichtern, Schaltern und Energiespeichern wie beispielsweise Batterien, die
bei Ausfall der Stromversorgung als Stromquelle zur Aufrechterhaltung eines
unterbrechungsfreien Laststroms dient.
II.          Prüfvorschriften
1.           Zugelassene Messgeräte:
Zugelassene Messgeräte müssen die folgenden
Eigenschaften aufweisen[11]:
–              
Leistungsauflösung von 1 mW oder besser,
–              
verfügbarer Stromscheitelfaktor von 3 oder mehr in
ihrem Nennmessbereich und
–              
Untergrenze des Strombereichs von 10 mA oder
niedriger.
Darüber hinaus werden folgende Eigenschaften
empfohlen:
–              
Frequenzgang von mindestens 3 kHz und
–              
Kalibrierung nach einer Norm, die sich auf das
US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST)
zurückführen lässt.
Es ist ferner wünschenswert, dass die
Messgeräte in der Lage sind, die durchschnittliche Leistungsaufnahme über jedes
vom Nutzer gewählte Zeitintervall genau zu berechnen (dies erfolgt in der Regel
über eine interne mathematische Berechnung, bei der die kumulierte Energie im
Messgerät durch die Zeit dividiert wird; dies ist das präziseste Verfahren).
Alternativ hierzu müsste das Messgerät in der Lage sein, die Energie über jedes
vom Nutzer gewählte Zeitintervall mit einer Auflösung von 0,1 mWh oder
weniger und die angezeigte Zeit mit einer Auflösung von 1 Sekunde oder
weniger zu integrieren.
2.           Genauigkeit
Bei Leistungsmessungen im Bereich ab
0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von
95 % höchstens 2 % betragen. Bei Leistungsmessungen im Bereich unter
0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von
95 % höchstens 0,01 Watt betragen. Das Leistungsmessgerät muss
folgende Auflösung besitzen:
–              
0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich ≤ 10 W,
–              
0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich > 10 W bis 100 W und
–              
1 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich > 100 W.
Alle Leistungsangaben sollten in Watt erfolgen
und auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet werden. Für Stromladungen ab
10 W sollten drei Kennzahlen aufgezeichnet werden.
3.           Prüfbedingungen
 Versorgungsspannung || Nordamerika/Taiwan             Europa/Australien/Neuseeland             Japan || 115 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 60 Hz (± 1 %) 230 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %) 100 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %)/60 Hz (± 1 %) Hinweis: Bei Geräten mit einer maximalen Nennleistung > 1,5 kW entspricht der Spannungsbereich ± 4 %. 
 Klirrfaktor (THD) (Spannung) || < 2 % THD (< 5 % für Geräte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW) 
 Umgebungstemperatur || 23 °C ± 5 °C 
 Relative Luftfeuchtigkeit || 10–80 % 
(Siehe
IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der
Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4)
4.           Prüfkonfiguration
Der Stromverbrauch eines Computers wird
zwischen einer Wechselstromquelle und dem UUT gemessen und geprüft.
Falls das UUT Ethernet unterstützt, muss es an
einen Ethernet-Switch angeschlossen sein, der die höchste und die niedrigste
Netzgeschwindigkeit des UUT verarbeiten kann. Die Netzverbindung muss während
sämtlicher Prüfungen aktiv sein.
III.         Prüfverfahren
für Aus-Zustand, Ruhe- und Idle-Modus für alle Computerprodukte
Der Wechselstromverbrauch eines Computers
sollte wie folgt gemessen werden:
Vorbereitung des UUT
1.           Hersteller und Modellbezeichnung des
UUT aufzeichnen.
2.           Sicherstellen, dass das UUT wie
nachfolgend ausgeführt an das Netz angeschlossen ist und diese Verbindung für
die gesamte Prüfdauer aktiv bleibt, wobei jedoch kurze Unterbrechungen beim
Übergang zwischen verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten außer Acht
bleiben können.
a)      Tischcomputer,
integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer müssen an einen aktiven
Ethernet-Switch (IEEE 802.3) gemäß der Spezifikation in Abschnitt II
„Prüfkonfiguration“ angeschlossen sein. Die Verbindung zwischen dem Computer
und dem Switch muss für die gesamte Prüfdauer aktiv bleiben, wobei jedoch kurze
Unterbrechungen beim Übergang zwischen verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten
außer Acht bleiben können. Bei nicht ethernetfähigen Computern muss für die
gesamte Prüfdauer eine Funkverbindung zu einem Drahtlos-Router oder ‑Netzzugangspunkt
aktiv bleiben.
b)      Small-Scale-Server
müssen an einen aktiven Ethernet-Switch (IEEE 802.3) gemäß der
Spezifikation in Abschnitt II „Prüfkonfiguration“ angeschlossen sein, und
die Verbindung muss aktiv sein.
c)      Thin-Clients müssen
über einen aktiven Ethernet-Switch (IEEE 802.3) an einen aktiven Server
angeschlossen sein und mit der bestimmungsgemäßen
Terminal-/Fernverbindungssoftware betrieben werden.
3.           Ein zur Messung der tatsächlichen
Leistungsaufnahme geeignetes zugelassenes Messgerät, das für die Prüfung auf
die passende Spannungs-Frequenz-Kombination eingestellt ist, an eine
Wechselstromquelle anschließen.
4.           Das UUT an den Messstromausgang des
Messgeräts anschließen. Es sollten keine Steckdosenleisten oder USV-Geräte
zwischen das Messgerät und das UUT geschaltet sein. Damit die Prüfung gültig
ist, sollte das Messgerät angeschlossen bleiben, bis alle den Aus-Zustand,
Ruhe- und Idle-Modus betreffenden Daten aufgezeichnet sind.
5.           Wechselstromspannung und ‑frequenz
aufzeichnen.
6.           Computer hochfahren und warten, bis
das Betriebssystem vollständig geladen ist. Erforderlichenfalls die
Anfangseinstellungen des Betriebssystems vornehmen und alle
Dateiindexierungsprozesse und sonstigen einmaligen/regelmäßigen Prozesse, die
bei Betriebssystemstart ablaufen, zum Abschluss kommen lassen.
7.           Die grundlegenden Angaben zur
Konfiguration des Computers aufzeichnen: Art des Computers, Name und Version
des Betriebssystems, Art und Geschwindigkeit des Prozessors,
Gesamtarbeitsspeicher und verfügbarer Arbeitsspeicher usw.
8.           Die grundlegenden Angaben zur
Grafikkarte oder ggf. dem Grafik-Chipsatz aufzeichnen: Bezeichnung der
Grafikkarte bzw. des Grafik-Chipsatzes, Framebufferbreite, Auflösung,
Grafikkartenspeicher und Bits pro Pixel.
9.           * Sicherstellen, dass das UUT so
konfiguriert ist wie bei der Auslieferung, einschließlich aller Zubehörteile,
der WOL-Aktivierung und mitgelieferter Software. Das UUT sollte ferner für alle
Prüfungen unter Einhaltung der folgenden Anforderungen konfiguriert sein:
a)      Ohne Zubehör
ausgelieferte Tischcomputersysteme sollten mit Standardmaus, ‑tastatur
und externem Monitor konfiguriert sein.
b)      Bei
Notebook-Computern sollten alle mit dem System ausgelieferten Zubehörteile
einbegriffen sein; eine gesonderte Tastatur oder Maus ist nicht erforderlich,
wenn die Geräte mit einem integrierten Zeigegerät oder Digitalisierer
ausgerüstet sind.
c)      Bei
Notebook-Computern sollten sämtliche vorhandenen Batteriepacks für alle
Prüfungen entfernt werden. Im Fall von Systemen, bei denen der Betrieb ohne
eingelegtes Batteriepack keine unterstützte Konfiguration ist, kann die Prüfung
mit eingesetzten, voll aufgeladenen Batteriepacks durchgeführt werden, wobei
sicherzustellen ist, dass die betreffende Konfiguration bei den
Prüfungsergebnissen festgehalten wird.
d)      Ohne Zubehör
ausgelieferte Small-Scale-Server und Thin-Clients sollten mit Standardmaus, ‑tastatur
und externem Monitor konfiguriert sein (falls der Server einen Displayausgang
hat).
e)      Bei ethernetfähigen
Computern sollte die Stromversorgung von Funkzubehörteilen für alle Prüfungen
ausgeschaltet sein. Dies gilt für drahtlose Computernetzadapter (z. B.
IEEE 802.11) oder für Funkprotokolle für die Kommunikation zwischen
funkbetriebenen Geräten. Bei nicht ethernetfähigen Computern sollte die
Versorgung eines Funk-LAN (z. B. IEEE 802.11) während der Prüfung aufrechterhalten
werden, ebenso wie eine Funkverbindung zu einem Drahtlos-Router oder ‑Netzzugangspunkt,
die die höchste und die niedrigste Datenübertragungsgeschwindigkeit des
Client-Funksystems unterstützt.
f)       Die Herabregelung
der Drehzahl primärer Festplattenlaufwerke („Spin Down“) zu
Stromsparzwecken ist bei der Prüfung im Idle-Modus nicht zulässig, sofern diese
nicht einen in das Laufwerk integrierten nicht-flüchtigen Speicher (z. B.
„hybride“ Festplattenlaufwerke) aufweisen. Ist bei der Auslieferung mehr als
ein internes Festplattenlaufwerk installiert, so kann (können) das (die) nicht
primäre(n), interne(n) Festplattenlaufwerk(e) mit im Auslieferungszustand
aktivierter Festplatten-Stromsparkfunktion geprüft werden. Ist für diese
zusätzlichen Laufwerke bei Auslieferung an die Kunden keine Stromsparfunktion
vorgesehen, müssen sie geprüft werden, ohne dass derartige Funktionen aktiviert
sind.
10.         Bei der Regelung der
Stromspareinstellungen für Bildschirme (ohne Anpassung anderer
Stromspareinstellungen) sollten die folgenden Leitlinien beachtet werden:
a)      Im Falle von
Computern mit externen Anzeigegeräten (die meisten Tischcomputer): Die
Stromspareinstellungen des Anzeigegeräts so regeln, dass das Anzeigegerät sich
nicht ausschaltet, damit es während der Gesamtdauer der nachfolgend
beschriebenen Prüfung im Idle-Modus eingeschaltet bleibt.
b)      Im Falle von
Computern mit integrierten Anzeigegeräten (Notebook-Computer und integrierte
Systeme): Die Stromspareinstellungen des Anzeigegeräts so regeln, dass dieses
sich nach einer Minute ausschaltet.
11.         Das UUT herunterfahren.
Prüfung im Aus-Zustand
12.         Bei heruntergefahrenem und in den
Aus-Zustand versetztem UUT das Messgerät so einstellen, dass es mit der
Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in Intervallen
von weniger als oder gleich einer Sekunde beginnt. Leistungswerte während fünf
weiterer Minuten aufzeichnen und den Durchschnittswert (arithmetisches Mittel)
für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum ermitteln[12].
Prüfung im Idle-Modus
13.         Den Computer einschalten und die
Zeitmessung starten, entweder beim Einschalten des Computers oder unmittelbar
nach einem für das vollständige Hochfahren des Systems erforderlichen
Login-Vorgang. Nach dem Einloggen und wenn das Betriebssystem vollständig
geladen und betriebsbereit ist, alle geöffneten Fenster schließen, so dass auf
dem Bildschirm die Standardoberfläche des Betriebssystems oder eine
gleichwertige Betriebsbereitschaftsanzeige zu sehen ist. Zwischen 5 und 15
Minuten nach dem Hochfahren oder Einloggen das Messgerät so einstellen, dass es
mit der Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in
Intervallen von mindestens einer Messung pro Sekunde beginnt. Leistungswerte
während fünf weiterer Minuten aufzeichnen und den Durchschnittswert
(arithmetisches Mittel) für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum ermitteln.
Prüfung im Ruhemodus
14.         Nach Abschluss der Messung im
Idle-Modus den Computer in den Ruhemodus versetzen. Das Messgerät zurücksetzen
(falls erforderlich) und mit der Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen
Leistungsaufnahme in Intervallen von mindestens einer Messung pro Sekunde
beginnen. Leistungswerte während fünf weiterer Minuten aufzeichnen und den
Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) für diesen Fünf-Minuten-Zeitraum
ermitteln.
15.         Wird die Prüfung im Ruhemodus sowohl
mit aktivierter als auch mit deaktivierter WOL-Funktion vorgenommen, den
Computer wecken und die WOL-Einstellung für den Ruhemodus über die
Betriebssystemeinstellungen oder mit anderen Mitteln ändern. Den Computer
zurück in den Ruhemodus versetzen und Schritt 14 zur Aufzeichnung der
Ruhemodus-Leistungsaufnahme für diese andere Konfiguration wiederholen.
Mitteilung der Prüfergebnisse
16.         Die Prüfergebnisse sind dem US-EPA
bzw. der Europäischen Kommission mitzuteilen, wobei darauf zu achten ist, dass
alle erforderlichen Informationen, einschließlich der modalen Leistungswerte
und zulässigen funktionsspezifischen Anpassungen für Tischcomputer, integrierte
Tischcomputer und Notebook-Computer, übermittelt werden.
IV.         Prüfung der
maximalen Leistungsaufnahme von Arbeitsplatzrechnern
Die maximale Leistungsaufnahme von
Arbeitsplatzrechnern wird durch die gleichzeitige Anwendung von zwei
Industriestandard-Benchmarks ermittelt: Linpack zur Belastung des Kernsystems
(z. B. Prozessor, Speicher usw.) und SPECviewperf® (letzte verfügbare
Version für das UUT) zur Belastung des Grafikprozessors. Weitere Informationen
zu diesen Benchmarks, einschließlich kostenloser Downloads, sind im Internet
unter den folgenden Adressen zu finden:
 Linpack || http://www.netlib.org/linpack/ 
 SPECviewperf® || http://www.spec.org/benchmarks.html#gpc 
Diese Prüfung muss dreimal an derselben UUT
durchgeführt werden, und alle drei Messungen müssen sich innerhalb einer
Toleranz von ± 2 % zum Durchschnittswert der drei gemessenen
Maximalleistungswerte bewegen.
Die Messung des maximalen
Wechselstromverbrauchs eines Arbeitsplatzrechners sollte folgendermaßen
durchgeführt werden:
Vorbereitung des UUT
1.           Ein zur Messung der tatsächlichen
Leistungsaufnahme geeignetes zugelassenes Messgerät, das für die Prüfung auf
die passende Spannungs-Frequenz-Kombination eingestellt ist, an eine
Wechselstromquelle anschließen. Das Messgerät sollte in der Lage sein, die
während der Prüfung gemessene maximale Leistungsaufnahme zu speichern und
auszugeben oder die maximale Leistungsaufnahme auf andere Art und Weise zu
ermitteln.
2.           Das UUT an den Messstromausgang des
Messgeräts anschließen. Es sollten keine Steckdosenleisten oder USV-Geräte
zwischen das Messgerät und das UUT geschaltet sein.
3.           Wechselstromspannung aufzeichnen.
4.           * Den Computer hochfahren und
Linpack und SPECviewperf erforderlichenfalls wie auf den oben genannten
Webseiten angegeben installieren.
5.           Bei Linpack alle
Standardeinstellungen für die jeweilige Architektur des UUT vornehmen und die
geeignete Array-Größe „n“ für maximale Leistungsaufnahme während der Prüfung
einstellen.
6.           Sicherstellen, dass alle
SPEC-Leitlinien für den Betrieb von SPECviewperf beachtet werden.
Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme
7.           Das Messgerät so einstellen, dass es
mit der Aufzeichnung von Messwerten der tatsächlichen Leistungsaufnahme in
Intervallen einer Höchstlänge von einer Sekunde beginnt, und die Messung starten.
SPECviewperf öffnen, daneben Linpack so oft gleichzeitig öffnen wie
erforderlich, um das System vollständig zu belasten.
8.           Leistungswerte aufzeichnen, bis
SPECviewperf und alle geöffneten Linpack-Anwendungen abgeschlossen sind. Die
während der Prüfung erzielte maximale Leistungsaufnahme aufzeichnen.
Mitteilung der Prüfergebnisse
9.           Die Prüfergebnisse müssen dem US-EPA
bzw. der Europäischen Kommission mitgeteilt werden, wobei darauf zu achten ist,
dass alle erforderlichen Informationen übermittelt werden.
10.         Bei der Übermittlung der Daten müssen
die Hersteller auch die folgenden Angaben beifügen:
a)      Wert der für Linpack
verwendeten Array-Größe „n“,
b)      Anzahl der während
der Prüfung gleichzeitig geöffneten Linpack-Anwendungen,
c)      für die Prüfung verwendete
Version von SPECviewperf,
d)      alle für Linpack und
SPECviewperf verwendeten Compiler-Optimierungen und
e)      eine vorkompilierte
Binärfassung von SPECviewperf und Linpack, die die Benutzer herunterladen und
anwenden können. Diese können entweder durch eine zentrale Normungsstelle wie
SPEC, den Originalausrüster oder einen verbundenen Dritten vertrieben werden.
V.           Ständige
Verifizierung
Dieses Prüfverfahren beschreibt die Methode,
nach der ein einzelnes Gerät auf Einhaltung der Anforderungen geprüft wird. Es
wird dringend empfohlen, ein fortlaufendes Prüfverfahren einzurichten, um zu
gewährleisten, dass Geräte aus verschiedenen Fertigungsläufen den
ENERGY STAR-Anforderungen entsprechen.
ANLAGE B
Beispielberechnungen
I.            Tischcomputer,
integrierte Tischcomputer und Notebook-Computer: Es folgt eine beispielhafte
Berechnung des TEC, um zu verdeutlichen, wie anhand von Funktionszusätzen und
Betriebszustandsmessungen ermittelt wird, in welchem Umfang die Vorgaben
eingehalten werden; hier handelt es sich um die Ermittlung des ETEC
eines Notebook-Computers der Kategorie A (integrierter Grafikprozessor,
8 GB Arbeitsspeicher, 1 Festplattenlaufwerk).
1.      Messwerte unter Verwendung des
Prüfverfahrens nach Anlage A:
–              
Aus-Zustand = 1 W
–              
Ruhemodus = 1,7 W
–              
Idle-Modus = 10 W
2.      Ermittlung der geltenden
funktionsspezifischen Anpassungen:
–              
Integrierte Grafiklösung? Gilt nicht für
Premium-Grafikkarte.
–              
8 GB Arbeitsspeicher. Anpassungsniveau für
Speicher erreicht: 8 ergibt eine Anpassung von 1,6 kWh (4 ∙
0,4 kWh).
3.      Gewichtung nach Tabelle 2 zur
Berechnung von TEC:
–              
Tabelle 2 (für konventionelle
Notebook-Computer):
 TAus || 60 % 
 TRuhe || 10 % 
 TIdle || 30 % 
–              
ETEC = (8760/1000) ∙ (PAus
∙ TAus + PRuhe ∙ TRuhe + PIdle
∙ TIdle)
–              
= (8760/1000) ∙ (PAus ∙
0,60 + PRuhe ∙ 0,10 + PIdle ∙ 0,30)
–              
= (8760/1000) ∙ (1 ∙ 0,60 + 1,7
∙ 0,10 + 10 ∙ 0,30)
–              
= 33,03 kWh
4.      Ermittlung der TEC-Anforderung für den
betreffenden Computer durch Addition etwaiger funktionsspezifischer Anpassungen
(Schritt 2) zur TEC-Grundanforderung (Tabelle 1).
–              
Tabelle 1 (für Notebook-Computer):
 Notebook-Computer (kWh) 
 Kategorie A || 40 
 Kategorie B || 53 
 Kategorie C || 88,5 
–              
ENERGY STAR-TEC-Anforderung = 40 kWh +
1,6 kWh = 41,6 kWh
5.      Vergleich von ETEC und der
ENERGY STAR TEC-Anforderung (Schritt 4), um festzustellen, ob
das Modell anforderungsgerecht ist.
–              
TEC-Anforderung Kategorie A: 41,6 kWh
–              
ETEC: 33,03 kWh
–              
33,03 kWh < 41,6 kWh
         Der Notebook-Computer erfüllt die
ENERGY STAR-Anforderungen.
II.           Arbeitsplatzrechner:
Es folgt eine beispielhafte Berechnung des TEC für einen Arbeitsplatzrechner
mit zwei Festplattenlaufwerken.
1.      Messwerte unter Verwendung des
Prüfverfahrens nach Anlage A:
–              
Aus-Zustand = 2 W
–              
Ruhemodus = 4 W
–              
Idle-Modus = 80 W
–              
Max. Leistungsaufnahme = 180 W
2.      Feststellung der Anzahl der installierten
Festplattenlaufwerke.
–              
Bei der Prüfung waren zwei Festplattenlaufwerke
installiert.
3.      Gewichtung nach Tabelle 4 zur
Berechnung von PTEC:
–              
Tabelle 4:
 TAus || 35 % 
 TRuhe || 10 % 
 TIdle || 55 % 
–              
PTEC = (0,35 ∙ PAus
+ 0,10 ∙ PRuhe + 0,55 ∙ PIdle)
–              
= (0,35 ∙ 2 + 0,10 ∙ 4 + 0,55
∙ 80)
–              
= 45,10 W
4.      Berechnung der PTEC-Anforderung
nach der Formel in Tabelle 3.
–              
PTEC = 0,28 ∙ [Pmax
+ (Zahl der Festplatten ∙ 5)]
–              
PTEC = 0,28 ∙ [180 + (2 ∙
5)]
–              
PTEC = 53,2
5.      Vergleich der angepassten PTEC
und der ENERGY STAR-Niveaus, um festzustellen, ob das Modell
anforderungsgerecht ist.
–              
45,10 < 53,2
         Der Arbeitsplatzrechner erfüllt die
ENERGY STAR-Anforderungen.
II. DISPLAY-SPEZIFIKATIONEN
1.           Begriffsbestimmungen
A.           Elektronisches
Display (auch „Display“ genannt): ein handelsübliches Gerät, dessen
Anzeigeschirm und zugehörige Elektronik häufig in einem Gehäuse untergebracht
sind und dessen Hauptfunktion in der Anzeige visueller Informationen besteht,
die i) von einem Computer, einem Arbeitsplatzrechner oder einem Server über
eine oder mehrere Eingabeschnittstellen wie VGA, DVI, HDMI oder IEEE 1394
oder ii) von einem USB-Speicher-Stick, einer Speicherkarte oder einer
drahtlosen Internetverbindung ausgegeben werden. Zu den Display-Technologien
gehören die Flüssigkristallanzeige (LCD), die Leuchtdiode (LED), die
Kathodenstrahlröhre (CRT) und der Plasmabildschirm (PDP).
B.           Externes
Netzteil: eine Komponente, die in einem separaten Gehäuse außerhalb des
Displaygehäuses untergebracht ist und dazu dient, die
Wechselstrom-Eingangsspannung des Stromnetzes in niedrigere
Gleichstromspannung(en) für die Stromversorgung des Displays umzuwandeln. Ein
externes Netzteil (EPS) muss über einen abnehmbaren oder fest verdrahteten
elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder
eine sonstige Verdrahtung mit dem Display verbunden sein.
C.           Ein-Zustand (On-Mode):
der Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen
ist, ii) dessen sämtliche mechanische (echte) Netzschalter eingeschaltet sind
und iii) das seine Hauptfunktion, die Bilddarstellung, ausführt.
D.           Ruhemodus: der
Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen ist,
ii) dessen sämtliche mechanische (echte) Netzschalter eingeschaltet sind und
iii) das durch ein Signal von einem angeschlossenen Gerät (z. B. Computer,
Spielekonsole oder Set-Top-Box) oder durch eine interne Funktion wie einen
Sleeptimer oder einen Anwesenheitssensor in einen Stromsparmodus versetzt
wurde. Der Ruhemodus gilt als „unechter“ Stromsparzustand, da der Ruhezustand
des Displays durch das Signal eines angeschlossenen Geräts oder durch eine
interne Funktion beendet werden kann.
E.           Aus-Zustand (Off-Mode):
der Betriebszustand eines Displays, i) das an eine Stromquelle angeschlossen
ist, ii) das per Netzschalter eingeschaltet ist und iii) keine Funktion
ausführt. Der Benutzer muss einen mechanischen Schalter betätigen, um den
Aus-Zustand des Geräts zu beenden. Gibt es mehr als einen solchen Schalter, so
ist vom Prüfer der am leichtesten erreichbare Schalter zu betätigen.
F.           Leuchtdichte:
das fotometrische Maß für die Lichtstärke eines in eine bestimmte Richtung
abgestrahlten Lichtstroms pro Flächeneinheit. Die Lichtmenge, die eine
bestimmte Fläche in einem bestimmten Raumwinkel verlässt oder sie durchquert.
Die Maßeinheit für die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m²)
angegeben.
G.           Automatische
Helligkeitsregelung: Die automatische Helligkeitsregelung von Displays ist ein
automatischer Mechanismus, der die Helligkeit des Displays in Abhängigkeit vom
Umgebungslicht regelt.
2.           Anforderungsgerechte Geräte
Ein
ENERGY STAR-gerechtes Display muss die folgenden Kriterien erfüllen:
A.           Maximale sichtbare
Bildschirmdiagonale: Das Display muss über eine sichtbare Bildschirmdiagonale
von bis zu (≤) 60 Zoll verfügen.
B.           Stromquelle:
Das Display muss über eine separate Wechselstrom-Netzsteckdose oder ein mit
Netzteil ausgeliefertes Batteriemodul oder eine Daten- oder Netzverbindung mit
Strom versorgt werden.
C.           TV-Tuner:
Verfügt das Display über einen integrierten TV-Tuner, kommt es nach diesen
Spezifikationen für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Betracht, wenn es
hauptsächlich als Display oder als Display mit doppelter Funktion als Display
und Fernsehgerät vertrieben wird. Alle Displays mit TV-Tuner, die
ausschließlich als Fernsehgerät vertrieben werden, können nach dieser
Spezifikation nicht die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten. Nach
Stufe 2 dieser Spezifikationen können nur Displays ohne Tuner die
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten; Displays mit Tuner können nach
Stufe 2 der Version 3.0 der ENERGY STAR-TV-Spezifikation die
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten.
D.           Automatische
Helligkeitsregelung (ABC): Um für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in
Betracht zu kommen, bei der die Gleichung zur Berechnung des Stromverbrauchs im
Ein-Zustand herangezogen wird, muss bei dem Display standardmäßig die
automatische Helligkeitsregelung aktiviert sein.
E.           Externes
Netzteil: Wird das Display mit einem externen Netzteil ausgeliefert, muss dies
die ENERGY STAR-Anforderungen erfüllen oder die Effizienzwerte für den
Nulllastbetrieb und den Aktivzustand erreichen, die in den Anforderungen des
ENERGY STAR-Programms für externe
Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile und
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile vorgegeben sind. Die
ENERGY STAR-Spezifikationen und die Liste ENERGY STAR-gerechter
Geräte sind unter www.energystar.gov/powersupplies
einzusehen.
F.           Anforderungen
an die Stromsparfunktionen: Bei dem Display muss standardmäßig mindestens ein
Mechanismus aktiviert sein, der den automatischen Übergang in den Ruhezustand
oder den Aus-Zustand ermöglicht. So müssen Daten- oder Netzverbindungen das
Abschalten des Displays nach Standardmechanismen, wie z. B. dem Display
Power Management Signalling, unterstützen. Bei Displays, die eigene Inhalte
erzeugen können, muss standardmäßig ein Sensor oder Timer aktiviert sein, damit
der Ruhezustand oder der Aus-Zustand automatisch eingeschaltet werden kann.
3.           Energieeffizienzkriterien
A.           Anforderungen
an den Ein-Zustand
1)           Stufe 1
Für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung darf das Display die anhand der nachstehenden
Gleichungen berechnete maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand (PO oder PO1)
nicht überschreiten. Die maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand wird in Watt
ausgedrückt und auf das nächste Zehntelwatt gerundet.
Tabelle 1:
Stufe 1 – Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand
 Display-Kategorie || Maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand (W) 
 Bildschirmdiagonale < 30 Zoll Bildschirmauflösung ≤ 1,1 MP || PO = 6*(MP) + 0,05*(A) + 3 
 Bildschirmdiagonale < 30 Zoll Bildschirmauflösung > 1,1 MP || PO = 9*(MP) + 0,05*(A) + 3 
 Bildschirmdiagonale 30–60 Zoll Beliebige Bildschirmauflösung || PO = 0,27*(A) + 8 
Dabei sind:       
MP = Bildauflösung (Megapixel)
A = Sichtbarer Bildschirm (Quadratzoll)
Beispiel: Bei
einem Display mit einer Auflösung von 1440 × 900 bzw.
1 296 000 Pixeln, einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von
19 Zoll und einem sichtbaren Bildschirm von 162 Quadratzoll würde die
maximale Leistungsaufnahme im Ein-Zustand, gerundet auf das nächste
Zehntelwatt, ((9 × 1,296) + (0,05 × 162)) + 3 = 22,8 Watt betragen.
Tabelle 2:
Beispiel Stufe 1 – Anforderungen an die maximale Leistungsaufnahme im
Ein-Zustand[13]
 Bild–schirm­diagonale (Zoll) || Auflösung || Megapixel || Bildschirm­abmessungen (Zoll) || Bildschirm­fläche (Quadratzoll) || Maximale Leistungs­aufnahme im Ein-Zustand (Watt) 
 7 || 800 × 480 || 0,384 || 5,9 × 3,5 || 21 || 6,4 
 19 || 1440 × 900 || 1,296 || 16,07 × 10,05 || 162 || 22,8 
 26 || 1920 × 1200 || 2,304 || 21,7 × 13,5 || 293 || 38,4 
 42 || 1360 × 768 || 1,044 || 36 × 20 || 720 || 202,4 
 50 || 1920 × 1080 || 2,074 || 44 × 24 || 1056 || 293,1 
2.           Stufe 2
ENERGY STAR-gerechte
Displays dürfen die nach folgender Formel ermittelte maximale Leistungsaufnahme
im Ein-Zustand nicht übersteigen: noch nicht festgelegt.
3.           Displays mit automatischer
Helligkeitsregelung (ABC)
Für Displays, die mit standardmäßig
aktivierter ABC-Funktion ausgeliefert werden, wird die maximale
Leistungsaufnahme im Ein-Zustand nach einer anderen Formel berechnet:
PO1 = (0,8 * Ph)
+ (0,2 * Pl)
Hierbei ist PO1
die durchschnittliche Leistungsaufnahme in Watt, gerundet auf das nächste
Zehntelwatt, Ph die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei starkem Umgebungslicht
und Pl die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei schwachem Umgebungslicht. Bei
der Formel wird davon ausgegangen, dass das Display 20 % der Zeit bei
schwachem Umgebungslicht betrieben wird.
B.           Anforderungen
an den Ruhezustand und den Aus-Zustand
1.           Stufen 1 und 2
Um eine
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten zu können, darf das Display die in der
nachstehenden Tabelle 3 aufgeführten Werte für die maximale
Leistungsaufnahme im Ruhe- und Aus-Zustand nicht überschreiten. Displays mit
mehreren Ruhezuständen (z. B. „Ruhe“ und „Tiefschlaf“) müssen in allen
diesen Ruhezuständen den Anforderungen für den Ruhezustand genügen.
Beispiel: Ein
Testergebnis von 3 Watt im Ruhezustand und 2 Watt im
Tiefschlafzustand würde den Energy Star-Anforderungen nicht genügen, weil
bei einem Ruhezustand der Grenzwert der Stufe 1 von 2 Watt
überschritten wird.
Tabelle 3:
Für alle Displays geltende Anforderungen an die Leistungsaufnahme im
Ruhezustand und im Aus-Zustand
 Zustand || Stufe 1 || Stufe 2 
 Maximale Leistungsaufnahme im Ruhezustand (W) || ≤ 2 || ≤ 1 
 Maximale Leistungsaufnahme im Aus-Zustand (W) || ≤ 1 || ≤ 1 
4.           Prüfanforderungen
Hinweise
zur Anwendung dieses Abschnitts
Das US-EPA und
die Europäische Kommission greifen so weit wie möglich auf branchenweit
anerkannte Methoden zur Messung der Leistung und Leistungsaufnahme von Geräten
unter typischen Betriebsbedingungen zurück. Die Prüfmethoden in dieser
Spezifikation beruhen auf Normen des Display Metrology Committee der Video
Electronics Standards Association (VESA) und der Internationalen Elektrotechnischen
Kommission (IEC). Soweit die VESA- und IEC-Normen für die Zwecke des
ENERGY STAR-Programms nicht ausreichten, wurden in Zusammenarbeit mit
Branchenvertretern zusätzliche Prüf- und Messmethoden entwickelt.
Um eine
einheitliche Messung der Leistungsaufnahme von Elektronikprodukten und die
Reproduzierbarkeit der Testergebnisse zu gewährleisten, ohne dass diese durch
äußere Faktoren beeinträchtigt werden, muss nach dem folgenden Prüfprotokoll
verfahren werden. Es besteht aus vier Teilen:
–     
Prüfbedingungen und ‑geräte,
–     
Prüfanordnung,
–     
Prüfverfahren,
–     
Dokumentation.
Hinweis:
Näheres zum Prüfverfahren siehe Anlagen 1 und 2. In Anlage 1 ist das
Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger
als (<) 30 Zoll beschrieben. In Anlage 2 ist das Prüfverfahren für
Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll
(jeweils einschließlich) beschrieben.
Die Partner
können die Prüfung werksintern durchführen oder ein unabhängiges Prüflabor
damit beauftragen.
Qualitätskontrolle
der Prüfeinrichtungen
Die Partner
führen die Prüfung durch und bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den
ENERGY STAR-Spezifikationen genügen. Um eine ENERGY STAR-gerechte
Prüfung durchzuführen, muss das Gerät in einer Einrichtung getestet werden, die
zur Überwachung der Validität der Prüfungen und der Eichung
Qualitätskontrollverfahren unterzogen wird. ENERGY STAR empfiehlt, diese
Prüfungen in einer Einrichtung vorzunehmen, die den allgemeinen Anforderungen
an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien entspricht, die in der
internationalen Norm ISO/IEC 17025 beschrieben sind.
Prüfbedingungen
und ‑geräte
A.           Leistungsmessprotokolle
Die
durchschnittliche Leistungsaufnahme des Displays wird im Ein-Zustand, im
Ruhezustand und im Aus-Zustand gemessen. Bei der Durchführung der Messungen für
die Selbstbescheinigung eines Gerätemodells muss sich das zu prüfende Gerät in
demselben Zustand befinden (z. B. Konfiguration und Einstellungen) wie bei
der Auslieferung an den Kunden, mit Ausnahme von Einstellungen, die nach den
folgenden Anweisungen vorzunehmen sind.
1.           Leistungsmessungen sind an einem
Punkt zwischen Netzsteckdose oder Stromquelle und dem zu prüfenden Gerät
vorzunehmen.
2.           Erfolgt die Stromversorgung eines
Geräts über das Stromnetz, USB, IEEE 1394, Power-over-Ethernet, das
Telefonsystem oder eine andere Stromquelle oder Kombinationen davon, so ist zur
ENERGY STAR-Einstufung der Netto-Wechselstromverbrauch des Geräts
heranzuziehen (dabei sind Wechselstrom/Gleichstrom-Umwandlungsverluste zu berücksichtigen).
3.           Geräte mit einer normalen
Gleichstrom-Niederspannungsversorgung (z. B. USB, USB PlusPower,
IEEE 1394 oder Power-Over-Ethernet) müssen eine geeignete
wechselstromgespeiste Gleichstromquelle verwenden. Der Stromverbrauch dieser
wechselstromgespeisten Quelle wird als Leistungsaufnahme des zu prüfenden
Geräts gemessen und aufgezeichnet.
4.           Bei USB-gespeisten Displays ist ein
gespeister Hub zu verwenden, der nur das zu prüfende Display versorgt. Bei
Displays, die über Power-Over-Ethernet oder USB PlusPower mit Strom
versorgt werden, ist es zulässig, den Verbrauch des Stromverteilers mit und
ohne das angeschlossene Display zu messen und die Differenz zwischen den beiden
Messwerten als Stromverbrauch des Geräts aufzuzeichnen. Der Prüfer sollte jedoch
bestätigen, dass diese Vorgehensweise den Gleichstromverbrauch des Geräts
zuzüglich Toleranz für Netzgerät und Verteilungsverluste angemessen darstellt.
5.           Alle Geräte mit der Möglichkeit
einer Wechselstromversorgung und einer normalen Gleichstrom-Niederspannungsversorgung
werden unter Wechselstromversorgung geprüft.
B.           Anforderungen
an den Eingangs-Wechselstrom
 Versorgungsspannung || Nordamerika/Taiwan Europa/Australien/Neuseeland Japan || 115 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 60 Hz (± 1 %) 230 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %) 100 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %) / 60 Hz (± 1 %) Hinweis: Bei Geräten mit einer maximalen Nennleistung > 1,5 kW entspricht der Spannungsbereich ± 4 %. 
 Klirrfaktor (THD) (Spannung) || < 2 % THD (< 5 % für Geräte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW) 
 Umgebungstemperatur || 23 °C ± 5 °C 
 Relative Luftfeuchtigkeit || 10–80 % 
(Siehe IEC 62301, Ed. 1.0: Elektrische
Geräte für den Hausgebrauch – Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 4.2
und 4.3)
C.           Zugelassene
Messgeräte
Zugelassene
Messgeräte müssen die folgenden Eigenschaften aufweisen[14]:
–     
verfügbarer Stromscheitelfaktor von 3 oder mehr in
ihrem Nennmessbereich und
–     
Untergrenze des Strombereichs von 10 mA oder
niedriger.
Das
Leistungsmessgerät muss folgende Auflösung besitzen:
–     
0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich ≤ 10 W;
–     
0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich > 10 W bis 100 W und
–     
1 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich > 100 W.
Darüber hinaus
werden folgende Eigenschaften empfohlen:
–     
Frequenzgang von mindestens 3 kHz und
–     
Kalibrierung nach einer Norm, die sich auf das
US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST)
zurückführen lässt.
Es ist ferner
wünschenswert, dass mit den Messgeräten die durchschnittliche Leistungsaufnahme
über jedes vom Nutzer gewählte Zeitintervall ermittelt werden kann (bei den
genauesten Geräten erfolgt dies in der Regel über eine interne Berechnung, bei
der der angefallene Stromverbrauch durch die vergangene Zeit dividiert wird).
Alternativ hierzu müsste das Messgerät in der Lage sein, die Energie über jedes
vom Nutzer gewählte Zeitintervall mit einer Auflösung von 0,1 mWh oder
weniger und die angezeigte Zeit mit einer Auflösung von 1 Sekunde oder weniger
zu integrieren.
D.          Genauigkeit
Bei
Leistungsmessungen im Bereich ab 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei
einem Vertrauensbereich von 95 % höchstens 2 % betragen. Bei
Leistungsmessungen im Bereich unter 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei
einem Vertrauensbereich von 95 % höchstens 0,01 Watt betragen[15].
Alle Messwerte
sind in Watt aufzuzeichnen und auf das nächste Zehntelwatt aufzurunden.
E.           Dunkelkammerbedingungen
Alle
Leuchtdichtemessungen werden unter Dunkelkammerbedingungen vorgenommen. Im
Aus-Zustand darf die gemessene Beleuchtungsstärke (E) des Bildschirms den Wert
von 1,0 Lux nicht übersteigen. Die Messung erfolgt rechtwinklig zum
Bildschirmmittelpunkt mit einem Lichtmessgerät, während sich das Display im
Aus-Zustand befindet (siehe VESA FPDM Standard 2.0,
Abschnitt 301-2F).
F.           Lichtmessprotokolle
Die Messung von
Lichtwerten wie Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte erfolgt mit einem
Lichtmessgerät, wobei sich das Display unter Dunkelkammerbedingungen befindet.
Das Lichtmessgerät wird so aufgestellt, dass die Messung im rechten Winkel zum
Display und in der Bildschirmmitte erfolgt (siehe VESA FPDM
Standard 2.0, Appendix A115). Die vermessene Bildschirmfläche muss
mindestens 500 Bildpunkte umfassen, es sei denn, dies übersteigt den Inhalt
eines Rechtecks, dessen Seitenlänge 10 % der sichtbaren Bildschirmhöhe und
‑breite ausmachen. (In diesem Fall wird diese Fläche vermessen.) Die
Leuchtfläche darf jedoch auf keinen Fall kleiner sein als die vom
Lichtmessgerät vermessene Fläche (siehe VESA FPDM Standard 2.0,
Abschnitt 301-2H).
Prüfanordnung
A.           Peripheriegeräte
An den
USB-Anschlüssen oder ‑Verteilern (Universal Serial Bus) sind keine
externen Geräte angeschlossen. Etwaige eingebaute Lautsprecher,
Fernsehempfangsteile usw. können in den niedrigsten vom Nutzer einstellbaren
Stromverbrauchszustand versetzt werden, um die vom Bildschirm nicht selbst
verursachte Leistungsaufnahme zu verringern.
B.           Änderungen
Das Entfernen von
Bauteilen oder andere im Allgemeinen nicht vom Nutzer durchzuführende Maßnahmen
sind nicht gestattet.
C.           Analog- vs.
Digitaleingang
Die Messungen am
Display erfolgen stets unter Verwendung des analogen Anschlusses, es sei denn,
es ist kein analoger Anschluss vorhanden (d. h. bei Digitaldisplays,
worunter für die Zwecke dieses Prüfverfahrens Displays verstanden werden, die
nur mit einem Digitaleingang ausgestattet sind). Zu Spannungswerten bei
Digitaldisplays mit Digitaleingang siehe Fußnote 1 in Anlage 1. Die
Prüfung erfolgt dann je nach der sichtbaren Bildschirmdiagonale des zu
prüfenden Geräts nach dem in Anlage 1 und/oder 2 genannten Verfahren mit
einem digitalen Signalgenerator.
D.          Modelle, die
in mehreren Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
Die Partner
prüfen, bestimmen und dokumentieren Voraussetzungen, die auf den einzelnen
Märkten gelten, auf denen ihre Geräte mit ENERGY STAR-Kennzeichnung
vertrieben werden sollen.
Beispiel: Soll
ein Gerät sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa die
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten, muss es sowohl an
115 V / 60 Hz als auch 230 V / 50 Hz
betrieben werden können. Erfüllt ein Gerät die ENERGY STAR-Spezifikationen
nur bei einer der Netzspannungs-/Frequenz-Kombination (z. B. bei
115 V / 60 Hz), so darf es auch nur in den Regionen, in denen diese
Netzspannungs-/Frequenz-Kombination üblich ist (z. B. Nordamerika und
Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
E.           Externes
Netzteil
Bei Displays, die
mit einem externen Netzteil ausgeliefert werden, muss dieses bei allen
Prüfungen verwendet werden. Es darf nicht durch ein anderes Netzteil ersetzt
werden.
F.           Farbeinstellungen
Alle
Farbeinstellungen (Farbton, Farbsättigung, Gamma usw.) werden auf die
werkseitigen Standardwerte gesetzt.
G.          Bildauflösung
und Bildwiederholfrequenz
Bildauflösung und
Bildwiederholfrequenz können je nach Technologie wie folgt variieren:
1)      Bei LCD-Bildschirmen und anderen Anzeigetechniken
mit festen Bildpunkten wird das native Bildformat eingestellt. Die
LCD-Bildwiederholrate wird auf 60 Hz gesetzt, es sei denn, der Partner
empfiehlt ausdrücklich eine andere Wiederholrate, die dann zu verwenden ist.
2)      Bei Bildschirmen mit Kathodenstrahlröhre
(CRT) wird das Bildformat auf die bevorzugte Standardeinstellung mit der
höchsten empfohlenen Auflösung für eine Wiederholrate von 75 Hz gesetzt.
Dabei ist eine Bildelement-Aufbauzeit gemäß VESA Discrete Monitor Timing
(DMT) Standard oder einem neueren Industriestandard zu verwenden. Der
CRT-Bildschirm muss in dem geprüften Bildformat alle vom Partner angegebenen
Qualitätsspezifikationen einhalten.
H.          Aufwärmphase
Etwaigen
Prüfmessungen muss eine Aufwärmphase des zu prüfenden Geräts von mindestens 20
Minuten vorausgehen (siehe VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 301-2D
oder 305-3 für den Aufwärmtest).
I.            Stabilität
Alle Messungen
der Leistungsaufnahme sind erst aufzuzeichnen, wenn die Messwerte über drei
Minuten nicht mehr als 1 % Abweichung aufweisen (siehe IEC 4.3.1).
Prüfverfahren
Hinsichtlich der
Durchführung dieser Prüfungen vereinbaren die Programmpartner die Anwendung des
jeweiligen Prüfverfahrens gemäß Anlage 1 und/oder 2 (je nach der
sichtbaren Bildschirmdiagonale des zu prüfenden Geräts):
Bei Displays mit
einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30 Zoll ist
Anlage 1 anzuwenden.
Bei Displays mit
einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll ist
Anlage 2 anzuwenden.
Dokumentation
A.           Einreichung
der maßgeblichen Produktdaten beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission
Die Partner
bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den ENERGY STAR-Spezifikationen
entsprechen und reichen diese Informationen beim US-EPA unter Verwendung des
Tools „Online Product Submittal“ bzw. bei der Europäischen Kommission
ein. Die Partner reichen jährlich, oder auf eigenen Wunsch auch häufiger, die
Daten zu ihren ENERGY STAR-gerechten Geräten mit Angaben über neue Modelle
ein.
B.           Anforderungsgerechte
Produktfamilien
Für Familien von
Displaymodellen, die auf dem gleichen Baugruppenträger beruhen und abgesehen
von Gehäuse und Farbe in jeder Hinsicht identisch sind, genügt die Einreichung
der Prüfergebnisse eines repräsentativen Modells. Desgleichen können Modelle,
die unverändert geblieben sind oder sich nur in der Endverarbeitung von den im
Vorjahr vertriebenen Modellen unterscheiden, ohne Einreichung neuer
Prüfergebnisse die Kennzeichnung beibehalten.
C.           Anzahl zu
prüfender Geräte
In Anlehnung an
die Europäische Norm 50301 (siehe BSI 03-2001, EN 50301:2001,
Messverfahren für den Energieverbrauch von Audio-, Video- und verwandten
Geräten, Anhang A) haben das US-EPA und die Europäische Kommission ein
Prüfverfahren festgelegt, bei dem die Anzahl der zu prüfenden Einzelgeräte vom
Prüfergebnis des ersten Geräts abhängt.
1)      Liegt die Dauerleistungsaufnahme des zu
prüfenden Geräts über 85 % des Grenzwerts für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in einem der drei Betriebszustände, so sind zwei
weitere Geräte desselben Modells zu prüfen.
2)      Die Leistungsaufnahme jedes der drei
geprüften Geräte wird dem US-EPA über das Tool „Online Product Submittal“
bzw. der Europäischen Kommission zusammen mit den Werten der drei Prüfungen für
die durchschnittliche Leistungsaufnahme in den Betriebszuständen Ein-, Ruhe-
und Aus-Zustand gemeldet.
3)      Wenn die Dauerleistungsaufnahme des
ersten geprüften Geräts in keinem der drei Betriebszustände 85 % des
Grenzwerts für die ENERGY STAR-Kennzeichnung überschreitet, wird kein
zusätzliches Gerät für die Prüfungen herangezogen.
4)      Um als ENERGY STAR-gerecht
eingestuft werden zu können, dürfen sich bei keinem der geprüften Geräte
Messwerte ergeben, die über den ENERGY STAR-Spezifikationen für das
betreffende Modell liegen.
5)      Beispiel zur Erläuterung dieses
Verfahrens:
Beispiel: Zur Vereinfachung wird
angenommen, dass die Spezifikation höchstens 100 Watt vorsieht und nur für
einen Betriebszustand gilt. Der Grenzwert (15 %) beträgt in diesem Fall
85 Watt.
·       
Werden beim ersten Gerät 80 Watt gemessen, so
gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
80 Watt liegt die Leistungsaufnahme unter dem zulässigen Höchstwert).
·       
Werden beim ersten Gerät 85 Watt gemessen, so
gilt das Modell ohne weitere Prüfung als anforderungsgerecht (denn mit
85 Watt entspricht die Leistungsaufnahme genau dem zulässigen Höchstwert).
·       
Werden beim ersten Gerät 85,1 Watt gemessen, so
müssen zur Feststellung der ENERGY STAR-Gerechtheit weitere Geräte geprüft
werden (denn mit 85,1 Watt liegt die Leistungsaufnahme über dem zulässigen
Höchstwert).
·       
Werden bei drei Geräten 90, 98 bzw. 105 Watt
gemessen, so gilt das Modell – obwohl der Mittelwert 98 Watt beträgt – als
nicht ENERGY STAR-gerecht, weil einer der Messwerte (105) die
ENERGY STAR-Spezifikationen überschreitet.
5.           Benutzerschnittstelle
Den Partnern wird
dringend empfohlen, ihre Geräte in Übereinstimmung mit der
Benutzerschnittstellennorm IEEE P1621 „User Interface Elements in Power
Control of Electronic Devices Employed in Office/Consumer Environments“
(Bedienungselemente für die Leistungssteuerung elektronischer Büro- und
Unterhaltungsgeräte) zu gestalten. Diese Norm wurde im Rahmen des Projekts „Power
Management Controls“ ausgearbeitet, um die Leistungssteuerung bei allen
Elektronikgeräten einheitlicher und intuitiv bedienbar zu machen. Näheres dazu
unter http://eetd.LBL.gov/Controls.
6.           Inkrafttreten
Der Tag, an dem
die Partner beginnen dürfen, ihre Geräte nach der Version 5.0 der
Spezifikationen als ENERGY STAR-gerecht einzustufen, wird im Abkommen als
Datum des Inkrafttretens festgelegt. Alle vorherigen Abkommen über
ENERGY STAR-gerechte Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von
weniger als 30 Zoll treten am 29. Oktober 2009 außer Kraft.
Frühere Abkommen über ENERGY STAR-gerechte Displays mit einer sichtbaren
Bildschirmdiagonale zwischen 30 und 60 Zoll (jeweils einschließlich)
treten am 29. Januar 2010 außer Kraft.
A.           Anforderungsgerechte
Geräte nach Stufe 1 der Version 5.0 der Spezifikationen
Wie aus
nachstehender Tabelle ersichtlich wird, hängt das Datum, ab dem Stufe 1
der Version 5.0 der Spezifikation in Kraft tritt, von den
Bildschirmabmessungen des Displays ab. Alle Geräte, auch Modelle, die
ursprünglich anhand der Version 4.1 als anforderungsgerecht eingestuft wurden,
mit diesem oder einem späteren Datum als Herstellungsdatum, müssen für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung den Anforderungen der Version 5.0 genügen
(einschließlich Nachlieferungen von ursprünglich nach der Version 4.1 als
anforderungsgerecht eingestuften Modellen). Das Herstellungsdatum bezieht sich
stets auf das jeweilige Einzelgerät und ist der Zeitpunkt (d. h. Monat und
Jahr), zu dem das Gerät als vollständig zusammengebaut gilt.
 Display-Kategorie || Inkrafttreten Stufe 1 
 Bildschirmdiagonale < 30 Zoll || 30. Oktober 2009 
 Bildschirmdiagonale 30–60 Zoll || 30. Januar 2010 
B.           Anforderungsgerechte
Geräte nach Stufe 2 der Version 5.0 der Spezifikationen
Die zweite Phase
dieser Spezifikation, Stufe 2, tritt am 30. Oktober 2011 in
Kraft und gilt für Geräte mit Herstellungsdatum 30. Oktober 2011 oder
danach. So muss ein Gerät mit dem Herstellungsdatum 30. Oktober 2011 die
Spezifikationen der Stufe 2 erfüllen, um als ENERGY STAR-gerecht
eingestuft zu werden.
C.           Aufhebung
der Bestandsschutzregelung
Im Rahmen dieser
Version 5.0 der ENERGY STAR-Spezifikationen lassen das US-EPA und die
Europäische Kommission keine Bestandsschutzregelung mehr zu.
ENERGY STAR-Einstufungen nach der Version 4.1 gelten nicht mehr
automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells. Jedes vom
Hersteller als ENERGY STAR-gerecht beworbene, verkaufte oder
gekennzeichnete Gerät muss daher die zum Herstellungsdatum dieses Geräts
jeweils geltenden Spezifikationen erfüllen.
7.           Künftige Änderung der Spezifikationen
Das US-EPA und
die Europäische Kommission behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu
ändern, wenn deren Nützlichkeit für die Verbraucher, die Industrie oder die
Umwelt aufgrund der technologischen Entwicklung oder veränderter
Marktbedingungen beeinträchtigt werden sollte. Wie bisher werden Änderungen der
Spezifikationen stets im Gespräch mit den Interessengruppen ausgearbeitet.
Dazu werden das
US-EPA und die Europäische Kommission die Marktentwicklung im Hinblick auf die
Energieeffizienz und neue Technologien regelmäßig beobachten. Wie immer werden
die Interessengruppen Gelegenheit haben, ihre Daten mitzuteilen, Vorschläge zu
unterbreiten und ihre Bedenken zu äußern. Das US-EPA und die Europäische
Kommission sind bestrebt, die Spezifikationen nach Stufe 1 und
Stufe 2 so festzulegen, dass die am meisten Strom sparenden Modelle auf
dem Markt und die Partner, die sich um die weitere Erhöhung der
Energieeffizienz bemühen, Anerkennung finden.
ANLAGE 1
Prüfverfahren
für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von weniger als (<)
30 Zoll
Hinweise
zur Verwendung dieser Unterlage
In dieser
Unterlage sind die Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren
Bildschirmdiagonale von weniger als (<) 30 Zoll beschrieben, die nach
den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für Displays,
Version 5.0, als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden sollen. Diese
Verfahren sind anzuwenden, um die Leistungsaufnahme des zu prüfenden Geräts im
Ein-, Ruhe- und Aus-Zustand zu ermitteln. In dieser Anlage sind gesonderte
Verfahren für die folgenden Gerätekategorien aufgeführt:
–     
CRT-Displays;
–     
Displays mit festen Bildpunkten ohne standardmäßig
aktivierte automatische Helligkeitsregelung (ABC) und
–     
Displays mit festen Bildpunkten mit standardmäßig
aktivierter automatischer Helligkeitsregelung (ABC).
1.           Prüfverfahren für CRT-Displays
A.           Prüfbedingungen,
Prüfgeräte und Prüfanordnung
Bevor ein Gerät
geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, ‑geräte, und ‑anordnung
den Anforderungen der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und ‑geräte“
und „Prüfanordnung“ genügen.
B.           Ein-Zustand
1)           Verbinden Sie das zu prüfende Gerät
mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
2)           Schalten Sie das Prüfgerät ein und
regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
3)           Überprüfen Sie den normalen Betrieb
des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf die
Werkseinstellungen zurück.
4)           Versetzen Sie das zu prüfende Gerät
entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse des
Geräts in den Ein-Zustand.
5)           Warten Sie, bis das zu prüfende
Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
6)           Stellen Sie den richtigen
Anzeigemodus ein. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und
Bildwiederholfrequenz“.)
7)           Stellen Sie Dunkelkammerbedingungen
her. (Siehe „Prüfbedingungen und ‑geräte“, Abschnitt F,
„Lichtmessprotokolle“ und Abschnitt E, „Dunkelkammerbedingungen“.)
8)           Stellen Sie die Bildgröße und
Leuchtdichte wie folgt ein:
a)      Zunächst wird das
Display anhand des Testbilds AT01P für die Bildschirmgröße (Alignment Target
01 Positive Mode, gemäß VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, AT01P) auf
die vom Partner empfohlene Displaygröße eingestellt, die normalerweise etwas
unter der maximal sichtbaren Bildschirmgröße liegt.
b)      Dann wird ein
Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, SET01K) angezeigt, das
acht Graustufen von Schwarz (0 Volt) bis Weiß (0,7 Volt) darstellt[16]. Das Eingangssignal muss dem VESA
Video Signal Standard (VSIS), Version 1.0, Rev. 2.0, von
Dezember 2002 entsprechen.
c)      Danach wird (falls
möglich) die Helligkeit des Displays ausgehend vom Höchstwert so weit
verringert, dass der schwarze Balken mit der geringsten Helligkeit gerade noch
erkennbar ist (VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 301-3K).
d)      Anschließend wird
ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2H, L80) angezeigt, das
auf 80 % der Bildfläche ein weiß (0,7 Volt) ausgefülltes Rechteck
darstellt.
e)      Nun wird der
Kontrast der weißen Bildfläche auf die folgende Leuchtdichte eingestellt:
100 cd/m².
f)       Die Messung erfolgt
gemäß VESA FPDM Standard 2.0, Abschnitt 302-1. (Hat ein
Display eine niedrigere maximale Leuchtdichte als die oben vorgegebene
Leuchtdichte, so wird die maximale Leuchtdichte verwendet und der Wert zusammen
mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der
Europäischen Kommission eingereicht. Hat ein Display eine höhere
Mindestleuchtdichte als die oben vorgegebene Leuchtdichte, so wird diese
Mindestleuchtdichte verwendet und dieser Wert zusammen mit den anderen
notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der Europäischen Kommission
eingereicht.)
g)      Der Wert für die
Leuchtdichte wird zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim
US-EPA bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.
9)           Nach der Einstellung der
Leuchtdichte werden keine Dunkelkammerbedingungen mehr benötigt.
10)         Stellen Sie den Messbereich des
Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs
multipliziert mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der
auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
11)         Warten Sie, bis sich die Messwerte
des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom
Leistungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme in Watt ab. Die Messung
gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten
nicht um mehr als 1 % verändert. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I,
„Stabilität“.)
12)         Mit der Leistungsaufnahme wird auch
das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden
kann.
C.           Ruhezustand
(Netzschalter ein, kein Bild)
1)           Nach Abschluss der Prüfung des
Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte
ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Ruhezustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über mehrere, manuell wählbare
Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten
Energieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den
Ruhezuständen, so muss die Messdauer ausreichend lang sein, damit der
tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
D.          Aus-Zustand
(Netzschalter aus)
1)           Nach Beendigung der Prüfung des
Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und
die dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle
Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Aus-Zustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte).
E.           Mitteilung
der Prüfergebnisse
Nach Abschluss
des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt
„Unterlagen über die Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die
Europäische Kommission übermittelt.
2.           Prüfverfahren für Displays mit festen
Bildpunkten ohne standardmäßig aktivierte automatische
Helligkeitsregelung (ABC)
A.           Prüfbedingungen,
Prüfgeräte und Prüfanordnung
Bevor ein Gerät
geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, ‑geräte, und ‑anordnung
den Anforderungen der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und ‑geräte“
und „Prüfanordnung“ genügen.
B.           Ein-Zustand
1)           Verbinden Sie das zu prüfende Gerät
mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
2)           Schalten Sie das Prüfgerät ein und
regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
3)           Überprüfen Sie den normalen Betrieb
des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf die
Werkseinstellungen zurück.
4)           Versetzen Sie das zu prüfende Gerät
entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse des
Geräts in den Ein-Zustand.
5)           Warten Sie, bis das zu prüfende
Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
6)           Stellen Sie den richtigen
Anzeigemodus ein. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und
Bildwiederholfrequenz“.)
7)           Stellen Sie Dunkelkammerbedingungen
her (siehe „Prüfbedingungen und ‑geräte“, Abschnitt F,
„Lichtmessprotokolle“ und Abschnitt E, „Dunkelkammerbedingungen“).
8)           Stellen Sie die Bildgröße und
Leuchtdichte wie folgt ein:
a)      Es wird ein Testbild
(VESA FPDM Standard 2.0, A112-2F, SET01K) angezeigt, das acht
Graustufen von Schwarz (0 Volt) bis Weiß (0,7 Volt) darstellt. Das
Eingangssignal muss dem VESA Video Signal Standard (VSIS),
Version 1.0, Rev. 2.0, von Dezember 2002 entsprechen.
b)      Es wird geprüft, ob
bei der höchsten Helligkeits- und Kontrasteinstellung wenigstens der weiße
Balken und die angrenzenden Graustufen unterschieden werden können. Können der
weiße Balken und die angrenzenden Graustufen nicht unterschieden werden, so
wird der Kontrast so lange verringert, bis diese Unterscheidung möglich ist.
c)      Anschließend wird
ein Testbild (VESA FPDM Standard 2.0, A112-2H, L80) angezeigt, das
auf 80 % der Bildfläche ein weiß (0,7 Volt) ausgefülltes Rechteck
darstellt.
d)      Nun wird die
Helligkeit der weißen Bildfläche auf die folgende Leuchtdichte eingestellt:
 Gerät || Cd/m² 
 Bildschirmauflösung: 1,1 MP oder darunter || 175 
 Bildschirmauflösung: mehr als 1,1 MP || 200 
         Die Messung erfolgt gemäß VESA FPDM
Standard 2.0, Abschnitt 302-1. (Hat ein Display eine niedrigere
maximale Leuchtdichte als die in obiger Tabelle vorgegebene Leuchtdichte, so
wird diese maximale Leuchtdichte verwendet und der Wert zusammen mit den
anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA bzw. bei der Europäischen
Kommission eingereicht. Hat ein Display eine höhere Mindestleuchtdichte als die
oben vorgegebene Leuchtdichte, so wird diese Mindestleuchtdichte verwendet und
dieser Wert zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim US-EPA
bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.)
e)      Der Wert für die
Leuchtdichte wird zusammen mit den anderen notwendigen Prüfunterlagen beim
US-EPA bzw. bei der Europäischen Kommission eingereicht.
9)           Nach der Einstellung der
Leuchtdichte werden keine Dunkelkammerbedingungen mehr benötigt.
10)         Stellen Sie den Messbereich des
Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs
multipliziert mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der
auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
11)         Warten Sie, bis sich die Messwerte
des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom
Leistungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme in Watt ab. Die Messung
gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten
nicht um mehr als 1 % verändert. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I,
„Stabilität“.)
12)         Mit der Leistungsaufnahme wird auch
das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden
kann.
C.           Ruhezustand
(Netzschalter ein, kein Bild)
1)           Nach Abschluss der Prüfung des
Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte
ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Ruhezustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über mehrere, manuell wählbare
Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten
Energieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den
Ruhezuständen, so muss die Messdauer ausreichend lang sein, damit der
tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
D.          Aus-Zustand
(Netzschalter aus)
1)           Nach Beendigung der Prüfung des
Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und
die dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle
Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Aus-Zustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte).
E.           Mitteilung
der Prüfergebnisse
Nach Abschluss
des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt „Unterlagen
über die Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die Europäische
Kommission übermittelt.
3.           Prüfverfahren für Displays mit festen
Bildpunkten mit standardmäßig aktivierter automatischer
Helligkeitsregelung (ABC)
A.           Prüfbedingungen,
Prüfgeräte und Prüfanordnung
Bevor ein Gerät
geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, ‑geräte, und ‑anordnung
den Anforderungen der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und ‑geräte“
und „Prüfanordnung“ genügen.
B.           Ein-Zustand
1)           Verbinden Sie das zu prüfende Gerät
mit der Netzsteckdose oder Stromquelle und dem Prüfgerät.
2)           Schalten Sie das Prüfgerät ein und
regeln Sie die Netzspannung und Netzfrequenz der Stromquelle.
3)           Überprüfen Sie den normalen Betrieb
des zu prüfenden Geräts und setzen Sie sämtliche einstellbaren Werte auf die
Werkseinstellungen zurück.
4)           Versetzen Sie das zu prüfende Gerät
entweder mit der Fernbedienung oder mit dem Ein/Aus-Schalter am Gehäuse des
Geräts in den Ein-Zustand.
5)           Warten Sie, bis das zu prüfende
Gerät seine Betriebstemperatur erreicht hat (etwa 20 Minuten).
6)           Stellen Sie den richtigen
Anzeigemodus ein (siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt G, „Bildauflösung und
Bildwiederholfrequenz“).
7)           Stellen Sie den Messbereich des
Leistungsmessgeräts ein. Der obere Wert des gewählten Messbereichs
multipliziert mit dem Scheitelfaktor des Messgeräts muss größer sein als der
auf dem Oszilloskop angezeigte Höchstwert.
8)           Das nachstehend beschriebene
alternative Prüfverfahren zur Ermittlung der maximalen Leistungsaufnahme im
Ein-Zustand wird bei Displays angewendet, die mit standardmäßig aktivierter
automatischer Helligkeitsregelung ausgeliefert werden. Dafür wird starkes
Umgebungslicht auf 300 lux und schwaches Umgebungslicht auf 0 lux
festgelegt:
a)      Regeln Sie das
Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 300 lux
(frontal gemessen).
b)      Warten Sie, bis sich
die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom
Leistungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme bei starkem
Umgebungslicht (Ph) in Watt ab. Die Messung gilt als stabil, wenn sich der
Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten nicht um mehr als 1 %
verändert. (Siehe „Prüfanordnung“, Abschnitt I, „Stabilität“.)
c)      Regeln Sie das
Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 0 lux
(frontal gemessen).
d)      Warten Sie, bis sich
die Messwerte des Leistungsmessgeräts stabilisiert haben und lesen Sie dann vom
Leistungsmessgerät die tatsächliche Leistungsaufnahme bei schwachem
Umgebungslicht (Pl) in Watt ab.
e)      Berechnen Sie die
durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand anhand der Gleichung in
Abschnitt 3.A.3 „Displays mit automatischer Helligkeitsregelung“ auf
Seite 7 der Spezifikation.
9)           Mit der Leistungsaufnahme wird auch
das Gesamtbildformat (angezeigte waagerechte Bildpunkte × senkrechte
Bildpunkte) protokolliert, damit das Pixel/Watt-Verhältnis berechnet werden
kann.
C.           Ruhezustand
(Netzschalter ein, kein Bild)
1)           Nach Abschluss der Prüfung des
Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte
ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Ruhezustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über mehrere, manuell wählbare
Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten
Energieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den
Ruhezuständen, so muss die Messdauer ausreichend lang sein, damit der
tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
D.          Aus-Zustand
(Netzschalter aus)
1)           Nach Beendigung der Prüfung des
Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und
die dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle
Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Aus-Zustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die Prüfbedingungen
und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein, damit der korrekte
Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen- oder Momentwerte).
E.           Mitteilung
der Prüfergebnisse
Nach Abschluss
des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem Abschnitt
„Unterlagen über die Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA bzw. an die
Europäische Kommission übermittelt.
ANLAGE 2
Prüfverfahren
für Displays mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale zwischen 30 und
60 Zoll (jeweils einschließlich)
Hinweise
zur Verwendung dieser Unterlage
In dieser
Unterlage sind die Prüfverfahren für Displays mit einer sichtbaren
Bildschirmdiagonale von 30 bis 60 Zoll (einschließlich „großer Displays“)
beschrieben, die nach den Anforderungen des ENERGY STAR-Programms für
Displays, Version 5.0, als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden
sollen. Diese Verfahren sind anzuwenden, um die Leistungsaufnahme des zu
prüfenden Geräts im Ein-, Ruhe- und Aus-Zustand zu ermitteln.
Tabelle 1:
Prüfverfahren für die Messung der Betriebsmodi
 Spezifikations­anforderung || Prüfprotokoll || Quelle 
 Ein-Zustand || IEC 62087, Ed. 2.0: Messverfahren für den Energieverbrauch von Audio-, Video- und verwandten Geräten, Abschnitt 11, „Messbedingungen für Fernsehgeräte im Ein-Zustand (Durchschnitt)“ || www.iec.ch 
1.           Prüfbedingungen, Prüfgeräte und
Prüfanordnung
Bevor ein Gerät
geprüft wird, ist sicherzustellen, dass Prüfbedingungen, ‑geräte, und ‑anordnung
den Anforderungen der Abschnitte Display-Spezifikation „Prüfbedingungen und ‑geräte“
und „Prüfanordnung“ genügen.
2.           Messung der Leistungsaufnahme im
Ein-Zustand, Ruhezustand und Aus-Zustand
A.           Ein-Zustand
(Leitfaden zur Anwendung von IEC 62087)
Dies ist eine
Anleitung zur Anwendung der Norm IEC 62087, Ed. 2.0, zur
Leistungsmessung bei großen Displays im Ein-Zustand. Um festzustellen, ob ein
Gerät die ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, gelten nachstehende
Ausnahmen und Erläuterungen.
1)           Genauigkeit des Eingangssignals: In
Abschnitt 11.4.12 „Genauigkeit des Eingangssignals“ wird darauf
hingewiesen, dass sich die bei der Prüfung verwendeten Videoanschlüsse
innerhalb von ± 2 % der Referenzwerte für Schwarz-Weiß-Pegel bewegen
sollten. In Abschnitt B.2 des Anhangs B „Erwägungen über Leistungsmessungen
von Fernsehgeräten im Ein-Zustand (Durchschnitt)“ wird näher auf die Bedeutung
der Genauigkeit des Eingangssignals eingegangen. Nach Auffassung der US-EPA und
der Europäischen Kommission ist es besonders wichtig, für die Prüfung des
Ein-Zustands genaue/kalibrierte Videoeingänge – wenn möglich, HDMI-Eingänge –
zu verwenden.
2)           Leistungsfaktor: Angesichts der
immer stärkeren Sensibilisierung für die Bedeutung der Spannungsqualität
sollten die Partner bei der Messung den tatsächlichen Leistungsfaktor ihrer
Displays im Ein-Zustand angeben.
3)           Testmaterial: Zur Ermittlung der
durchschnittlichen Leistungsaufnahme im Ein-Zustand ist „Po_broadcast“ gemäß
Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit dynamischem
Sendeinhalt-Videosignal“) zu messen.
4)           Prüfen mit Werkseinstellungen: Bei
der Messung der Leistungsaufnahme großer Displays im Ein-Zustand halten das
US-EPA und die Europäische Kommission es für wünschenswert, die
Leistungsaufnahme von Geräten in erster Linie mit den werkseitigen
Einstellungen zu prüfen. Etwaige Anpassungen des Videopegels, die vor der
Prüfung der Leistungsaufnahme im Ein-Zustand erforderlich sind, sollten im
Einklang mit Abschnitt 11.4.8 „Anpassung des Videopegels“ vorgenommen
werden.
In Abschnitt 11.4.8 heißt es: „Bei Kontrast
und Helligkeit des Fernsehgeräts und bei dem Pegel der Hintergrundbeleuchtung
(sofern vorhanden) sind die Werkseinstellungen des Herstellers für Endbenutzer
zu wählen. Muss bei der ersten Inbetriebnahme ein Einstellungsmodus gewählt
werden, so ist der Modus ‚Standard‘ oder ein entsprechender Modus zu wählen.
Existiert kein Standard- oder entsprechender Modus, ist der erste am Bildschirm
aufgeführte Modus zu wählen. Der während der Prüfung gewählte Modus ist im
Bericht zu beschreiben. Als ,Standardmodus‘ gilt der ,vom Hersteller für den
normalen Heimgebrauch empfohlene Modus‘.“
Zu Geräten, die mit einem obligatorischen Menü
ausgeliefert werden, bei dem der Benutzer bei der ersten Inbetriebnahme den
Modus auswählen muss, in dem das Gerät betrieben werden soll, heißt es in
Abschnitt 11.4.8, dass diese im „Standardmodus“ zu prüfen sind.
Angaben, aus denen hervorgeht, dass das Gerät bei
einer bestimmten Einstellung den ENERGY STAR-Anforderungen entspricht und
dass bei dieser Einstellung der Stromverbrauch reduziert werden kann, werden
der Produktverpackung beigefügt und auf der Website des betreffenden Partners
zusammen mit der Produktbeschreibung veröffentlicht.
5)           Prüfen von Displays mit
automatischer Helligkeitsregelung: Dafür wird starkes Umgebungslicht auf
300 lux und schwaches Umgebungslicht auf 0 lux festgelegt:
a)      Regeln Sie das
Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 300 lux
(frontal gemessen).
b)      Messen Sie die
durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei starkem Umgebungslicht (Ph)
gemäß Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit
dynamischem Sendeinhalt-Videosignal“).
c)      Regeln Sie das
Umgebungslicht unter Verwendung eines Umgebungslichtsensors auf 0 lux
(frontal gemessen).
d)      Messen Sie die
durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand bei schwachem Umgebungslicht
(Ph) gemäß Abschnitt 11.6.1 („Prüfen des Ein-Zustands (Durchschnitt) mit
dynamischem Sendeinhalt-Videosignal“).
e)      Berechnen Sie die
durchschnittliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand anhand der Gleichung in
Abschnitt 3.A.3 „Displays mit automatischer Helligkeitsregelung“ auf
Seite 7 der Spezifikation.
B.           Ruhezustand
(Netzschalter ein, kein Bild)
1)           Nach Abschluss der Prüfung des
Ein-Zustands wird der Ruhezustand des Displays aktiviert. Das Vorgehen und die
dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle Prüfgeräte
ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Ruhezustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die Messung
gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei Minuten
nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Ruhezustand bleibt das
Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte). Verfügt das Gerät über mehrere, manuell wählbare
Ruhezustände, so erfolgt die Messung in dem Ruhezustand mit dem höchsten
Energieverbrauch. Erfolgt eine automatische Umschaltung zwischen den
Ruhezuständen, so muss die Messdauer ausreichend lang sein, damit der
tatsächliche Mittelwert für alle Ruhezustände bestimmt werden kann.
C.           Aus-Zustand
(Netzschalter aus)
1)           Nach Beendigung der Prüfung des
Ruhezustands wird der Aus-Zustand des Displays durch Betätigung des für den
Nutzer am leichtesten erreichbaren Netzschalters aktiviert. Das Vorgehen und
die dazu notwendige Schrittfolge werden dokumentiert. Schalten Sie alle
Prüfgeräte ein und stellen Sie deren Betriebsparameter richtig ein.
2)           Belassen Sie das Display im
Aus-Zustand, bis sich die gemessene Leistungsaufnahme stabilisiert hat. Die
Messung gilt als stabil, wenn sich der Wattwert über einen Zeitraum von drei
Minuten nicht um mehr als 1 % verändert. Bei der Messung im Aus-Zustand
bleibt das Eingangs-Synchronisierungssignal (input sync signal check cycle)
unberücksichtigt.
3)           Protokollieren Sie die
Prüfbedingungen und die Messdaten. Die Messdauer muss ausreichend lang sein,
damit der korrekte Mittelwert bestimmt werden kann (d. h. keine Spitzen-
oder Momentwerte).
4)           Mitteilung der Prüfergebnisse: Nach
Abschluss des Prüfverfahrens werden die Prüfergebnisse in Einklang mit dem
Abschnitt „Unterlagen über die Geräteprüfung“ der Spezifikation an das US-EPA
bzw. an die Europäische Kommission übermittelt.
3.           Messung der Leuchtdichte
Nachdem der
IEC-Testvideoclip abgespielt und die Leistungsaufnahme aufgezeichnet wurde,
wird die Leuchtdichte des Geräts anhand der nachstehend beschriebenen Methode
gemessen. Die bei der Prüfung der Leistungsaufnahme gewählten Einstellungen
dürfen für diese Prüfung nicht verändert werden.
1)           Messen Sie anhand des in
Abschnitt 11.5 der IEC-62087-Norm genannten Testbildes mit dem
3-Balken-Videosignal (Lt) die axiale Leuchtdichte des Displays am Mittelpunkt
gemäß dem Standard Flat Panel Display Measurements Standard (FPDM)
Version 2.0, Abschnitt 301-2H, der Video Electronics Standards
Association (VESA).
2)           Geben Sie im OPS den auf die nächste
ganze Zahl gerundeten Messwert für die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter
(cd/m²) an.
3)           Alle Messungen der Leuchtdichte sind
unter Einhaltung der oben beschriebenen Prüfbedingungen für große Bildschirme
durchzuführen. Insbesondere die Messung der Leuchtdichte ist mit den
Werkseinstellungen des Displays vorzunehmen. Bei Geräten mit obligatorischem
Menü sind die Messungen im Standardmodus oder im Modus für den Heimgebrauch
durchzuführen.
III. SPEZIFIKATIONEN FÜR BILDGEBENDE GERÄTE
A. Begriffsbestimmungen
Geräte
1.           Kopierer: ein handelsübliches
bildgebendes Gerät, dessen einzige Funktion die Herstellung von
Papierduplikaten einer grafischen Papiervorlage ist. Das Gerät muss über einen
Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden
können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die als Kopierer oder
aufrüstbare Digitalkopierer in Verkehr gebracht werden.
2.           Digitalvervielfältiger: ein
handelsübliches bildgebendes Gerät, das als vollautomatisches
Vervielfältigungssystem in Verkehr gebracht wird und mit Hilfe von Matrizen
digitale Reproduktionen erstellt. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder
eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese
Definition soll Geräte erfassen, die als Digitalvervielfältiger in Verkehr
gebracht werden.
3.           Fernkopierer (Faxgerät): ein
handelsübliches bildgebendes Gerät, dessen Hauptfunktionen das Einscannen von
Papiervorlagen zur elektronischen Übertragung an entfernte Geräte sowie das
Empfangen solcher elektronischen Übertragungen und deren Ausgabe in Papierform
sind. Die elektronische Übertragung geschieht hauptsächlich über ein
öffentliches Telefonsystem, kann aber auch über ein Computernetz oder das
Internet erfolgen. Das Gerät kann auch zur Herstellung von Papierkopien
geeignet sein. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder
Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte
erfassen, die als Faxgeräte in Verkehr gebracht werden.
4.           Frankiermaschine: ein
handelsübliches bildgebendes Gerät zum Aufdrucken des Portos auf Postsendungen.
Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung
mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die
als Frankiermaschinen in Verkehr gebracht werden.
5.           Mehrzweckgerät (MZG): ein
handelsübliches bildgebendes Gerät, bei dem es sich um ein physisch
integriertes Gerät oder eine Kombination funktional integrierter Komponenten
handelt, das über zwei oder mehr der Hauptfunktionen Kopieren, Drucken, Scannen
oder Faxen verfügt. Die in dieser Definition beschriebene Kopierfunktion
unterscheidet sich von den Einzelblatt-Bedarfskopien, die mit Faxgeräten
erstellt werden können. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine
Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition
soll Geräte erfassen, die als Mehrzweckgeräte oder Mehrzweckprodukte in Verkehr
gebracht werden.
Hinweis: Ist das Mehrzweckgerät kein integriertes
Einzelgerät, sondern ein Satz funktional integrierter Komponenten, so muss der
Hersteller für die ENERGY STAR-Einstufung bescheinigen, dass alle
MZG-Komponenten zusammen, einschließlich des Grundgeräts, bei richtiger
Installation die in Abschnitt C angegebenen Werte für Stromverbrauch bzw.
Leistungsaufnahme einhalten.
6.           Drucker: ein handelsübliches
bildgebendes Gerät, das als Druckausgabegerät dient und Daten von
Einzelplatzcomputern oder vernetzten Computern oder sonstigen Geräten
(z. B. Digitalkameras) empfangen kann. Das Gerät muss über einen
Stromanschluss oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden
können. Diese Definition soll Geräte erfassen, die als Drucker in Verkehr
gebracht werden, einschließlich Druckern, die vor Ort zu einem Mehrzweckgerät
aufgerüstet werden können.
7.           Scanner: ein handelsübliches
bildgebendes Gerät, das als elektro-optisches Gerät zum Konvertieren von
grafisch vorliegenden Informationen in elektronische Bilder dient, die vor
allem am Computer gespeichert, bearbeitet, konvertiert oder übertragen werden
können. Das Gerät muss über einen Stromanschluss oder eine Daten- oder
Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Geräte
erfassen, die als Scanner in Verkehr gebracht werden.
Druckverfahren
8.           Thermodirektdruck (TD): ein
Druckverfahren, bei dem ein Thermodruckkopf ein Bild überträgt, indem er Punkte
auf ein speziell beschichtetes Druckmedium aufbrennt. TD-Geräte benötigen keine
Farbbänder.
9.           Sublimationsdruck (SD): ein
Druckverfahren, bei dem Bilder durch das Aufbringen (Sublimieren) von Farbstoff
auf das Druckmedium dargestellt werden, wobei das Druckbild von der Wärme
abhängt, die von den Heizelementen erzeugt wird.
10.         Elektrofotografie (EF): ein
Druckverfahren, bei dem ein Fotoleiter über eine Lichtquelle mit dem
gewünschten Bild belichtet wird. Das Bild wird dann mit Tonerpartikeln
entwickelt. Dabei definiert das unsichtbare Bild auf dem Fotoleiter, wo sich
Toner ablagert und wo nicht. Schließlich wird der Toner auf das Druckmedium
übertragen und durch Erhitzen fixiert, damit das Bild haltbar wird. Es gibt
Laser-, LED- und LCD-EF. Farb-EF unterscheidet sich von einfarbiger
Elektrofotografie (EF) dadurch, dass in einem Gerät gleichzeitig Toner in
mindestens drei verschiedenen Farben verarbeitet wird. Nachstehend sind zwei
Farb-EF-Technologien definiert:
11.         Parallele Farb-EF: ein
Druckverfahren, bei dem mehrere Lichtquellen und mehrere Fotoleiter verwendet
werden, um die maximale Geschwindigkeit des Farbdrucks zu erhöhen.
12.         Serielle Farb-EF: ein Druckverfahren,
bei dem ein einzelner Fotoleiter mehrfach nacheinander und eine oder mehrere
Lichtquellen verwendet werden, um einen mehrfarbigen Ausdruck zu erzeugen.
13.         Anschlagdruck (Impact-Druck): ein
Druckverfahren, bei dem das gewünschte Bild dadurch erzeugt wird, dass
Farbstoff durch ein mechanisches Anschlagverfahren von einem „Farbband“ auf das
Druckmedium übertragen wird. Zwei wichtige Anschlagdruckverfahren sind der
Nadeldruck und der Typendruck.
14.         Tintenstrahldruck (TS): ein
Druckverfahren, bei dem durch matrizenartiges Aufbringen kleiner
Farbstofftropfen unmittelbar auf das Druckmedium Bilder erzeugt werden. Farb-TS
unterscheidet sich von einfarbigem TS dadurch, dass in einem Gerät gleichzeitig
mehr als ein Farbstoff verarbeitet wird. Gängige Arten von TS sind
piezoelektrischer (PE) TS, TS-Sublimation und Thermo-TS.
15.         Hochleistungs-TS: ein
TS-Druckverfahren für industrielle Hochleistungsanwendungen, bei denen
normalerweise elektrofotografische Druckverfahren verwendet werden.
Hochleistungs-TS unterscheidet sich vom herkömmlichen TS dadurch, dass dabei
Düsen-Arrays zum Überspannen einer Seitenbreite verwendet werden und/oder die
Tinte auf dem Medium durch zusätzliche Heizvorrichtungen getrocknet wird.
16.         Festtinte (FT): ein Druckverfahren,
bei dem die Tinte bei Zimmertemperatur fest ist und sich durch Erwärmen auf
Auftragstemperatur verflüssigt. Die Übertragung auf das Druckmedium kann direkt
erfolgen, geschieht aber meist über eine Trommel oder ein Band. Das Medium wird
dabei im Offsetverfahren bedruckt.
17.         Matrizendruck: ein Druckverfahren,
bei dem Bilder über eine Matrize, die sich auf einer mit Tinte versehenen
Trommel befindet, auf das Druckmedium übertragen werden.
18.         Thermotransferdruck (TT): ein
Druckverfahren, bei dem der gewünschte Ausdruck erstellt wird, indem kleine
Tropfen festen Farbstoffs (üblicherweise gefärbtes Wachs) in
geschmolzenem/flüssigem Zustand matrizenartig direkt auf das zu bedruckende
Material aufgebracht werden. TT unterscheidet sich von TS dadurch, dass der
Farbstoff bei Zimmertemperatur fest ist und durch Erwärmen verflüssigt wird.
Betriebsmodi, Aktivitäten und
Stromversorgungszustände
19.         Aktiv: der Stromversorgungszustand,
in dem das Gerät an eine Stromquelle angeschlossen ist und aktiv produziert
oder andere Hauptfunktionen erfüllt.
20.         Autoduplex-Modus: die Fähigkeit eines
Kopierers, Faxgerätes, Mehrzweckgerätes oder Druckers, automatisch Bilder auf
beide Seiten eines Blattes zu drucken, ohne dass der Ausdruck in einem
manuellen Zwischenschritt umgedreht werden muss. Ein Beispiel dafür ist das
beidseitige Kopieren einseitiger und doppelseitiger Originalvorlagen. Ein Gerät
hat nur dann einen Autoduplex-Modus, wenn das Modell alles Zubehör umfasst, das
erforderlich ist, um die genannten Bedingungen zu erfüllen.
21.         Voreingestellte Wartezeit: die vom
Hersteller voreingestellte Zeit, nach der das Gerät nach dem Abschluss seiner
Hauptfunktion in einen Stromsparzustand (z. B. Ruhezustand, Aus-Zustand)
übergeht.
22.         Aus-Zustand: der
Stromversorgungszustand, in den das Gerät übergeht, wenn es manuell oder
automatisch ausgeschaltet wurde, aber noch an das Stromnetz angeschlossen ist.
Dieser Zustand wird durch ein Signal, z. B. des Netzschalters oder einer
Schaltuhr, beendet, durch den das Gerät in Betriebsbereitschaft versetzt wird.
Wird dieser Zustand manuell durch den Benutzer herbeigeführt, wird er häufig
als manueller Aus-Zustand bezeichnet. Ist er auf ein automatisches oder
voreingestelltes Signal zurückzuführen (z. B. eine Wartezeit oder
Schaltuhr), wird er oft automatischer Aus-Zustand genannt.
23.         Betriebsbereit: der Zustand, in dem
das Gerät keine Ausdrucke erstellt, jedoch die Betriebsbedingungen erreicht hat
und noch nicht in einen Stromsparzustand übergegangen ist. In diesem Zustand
kann das Gerät mit minimaler Verzögerung in den aktiven Betriebszustand
wechseln. Alle Gerätefunktionen können in diesem Zustand aktiviert werden und
das Gerät muss durch Reaktion auf integrierte Eingabeoptionen in den aktiven
Betriebszustand zurück wechseln können. Mögliche Eingabeoptionen sind externe
elektrische Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder Fernsteuerung) und
unmittelbare physikalische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters
oder Knopfs).
24.         Ruhezustand: der Zustand verminderter
Leistungsaufnahme, in den das Gerät nach einer Zeit der Inaktivität eintritt.
Zusätzlich zum automatischen Übergang in den Ruhezustand kann das Gerät auch in
diesen Zustand übergehen:1) zu einer vom Benutzer eingestellten Tageszeit, 2)
als direkte Reaktion auf einen manuellen Eingriff des Benutzers, ohne wirklich
abzuschalten, oder 3) durch andere, automatische Vorgänge, die vom Verhalten
des Benutzers abhängen. Alle Gerätefunktionen können in diesem Zustand
aktiviert werden und das Gerät muss durch Reaktion auf integrierte
Eingabeoptionen in den aktiven Betriebszustand wechseln können, wobei es zu
Verzögerungen kommen kann. Mögliche Eingabeoptionen sind externe elektrische
Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder Fernsteuerung) und unmittelbare
physische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters oder Knopfs). Die
Netzanbindung des Geräts muss im Ruhezustand aufrecht erhalten bleiben, so dass
das Gerät bei Bedarf aufwacht.
Hinweis: Bei der Angabe von Daten und
anforderungsgerechten Geräten, die auf mehrere Arten in den Ruhezustand
versetzt werden können, sollten sich die Partner auf einen Ruhezustand
beziehen, der automatisch erreicht werden kann. Wenn das Gerät über mehrere
aufeinander folgende Ruhezustände verfügt, entscheidet der Hersteller, welche
dieser Stufen er für die Einstufung des Geräts verwendet. Die angegebene
voreingestellte Wartezeit muss jedoch der gewählten Ruhezustandsstufe
entsprechen.
25.         Standby-Zustand: Zustand mit der
geringsten, vom Nutzer nicht ausschaltbaren (beeinflussbaren)
Leistungsaufnahme, der unbegrenzt fortbesteht, solange das Gerät mit dem
Stromnetz verbunden ist und entsprechend der Bedienungsanleitung des
Herstellers genutzt wird[17].
Der Standby-Zustand ist der Betriebszustand mit der niedrigsten
Leistungsaufnahme.
Hinweis: Für bildgebende Geräte im Sinne der
vorliegenden Spezifikationen tritt die Standby-Leistungsaufnahme oder der
Betriebszustand mit der niedrigsten Leistungsaufnahme gewöhnlich im Aus-Zustand
auf, ist jedoch auch in Betriebsbereitschaft oder im Ruhezustand möglich. Ein
Gerät kann den Standby-Zustand nicht verlassen und in einen Zustand noch
niedrigerer Leistungsaufnahme wechseln, es sei denn, dass es manuell von der
Stromversorgung getrennt wird.
Größenformate der Geräte
26.         Großformat: Zu den als Großformat
eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien im Format A2 und größer
ausgelegt sind, einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite von
mindestens 406 mm. Großformat-Geräte können sich auch zum Bedrucken von
Standard- oder Kleinformaten eignen.
27.         Kleinformat: Zu den als Kleinformat
eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien ausgelegt sind, die kleiner
als die Standardformate sind (z. B. A6, 4" × 6",
Mikrofilm), einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite von
weniger als 210 mm.
28.         Standardformat: Zu den als Standardformat
eingestuften Geräten zählen Geräte, die auf Medien mit Standardgrößen ausgelegt
sind (z. B. Letter, Legal, Ledger, A3, A4 und B4), einschließlich Geräten
für Endlosmedien mit Breiten zwischen 210 mm und 406 mm.
Standardformat-Geräte können sich auch zum Bedrucken von Kleinformaten eignen.
Zusätzliche Begriffe
29.         Zubehör: ein optionales Zusatzteil,
das für den Betrieb des Grundgeräts nicht notwendig ist, aber vor oder nach der
Auslieferung hinzugefügt werden kann, um den Funktionsumfang zu erhöhen. Ein
Zubehörteil kann getrennt, mit eigener Modellnummer, oder zusammen mit einem
Grundgerät als Teil eines Pakets oder einer Konfiguration verkauft werden.
30.         Grundgerät: Bei einem Grundgerät
handelt es sich um ein vom Hersteller ausgeliefertes Standardmodell. Werden
Gerätemodelle in unterschiedlichen Konfigurationen angeboten, stellt das
Grundgerät jene elementare Konfiguration des Modells dar, die über die
Mindestanzahl von verfügbaren Funktionszusätzen verfügt. Nicht standardmäßig,
sondern als Option angebotene Funktionskomponenten und Zubehör sind nicht
Bestandteil des Grundgeräts.
31.         Endlosformat: Zu den als Endlosformat
eingestuften Geräten zählen Geräte, die als Druckmedium keine zugeschnittenen
Blätter verarbeiten und für grundlegende Anwendungen, z. B. den Druck von
Strichcodes, Etiketten, Belegen, Frachtbriefen, Rechnungen, Flugtickets oder
Preisschildern, eingesetzt werden.
32.         Digitales Front-End (DFE): ein
funktional integrierter Server, der als Host für andere Computer und
Anwendungen und als Schnittstelle zu bildgebenden Geräten dient. Durch ein DFE
werden die Funktionen des bildgebenden Geräts erweitert. Ein DFE ist wie folgt
definiert:
DFE Typ 1: ein DFE, das sich aus einer
eigenen (internen oder externen) Wechselspannungsquelle mit Gleichstrom
versorgt. Die Wechselspannungsquelle ist von der Stromversorgung des
bildgebenden Geräts getrennt. Die Wechselstromversorgung des DFE kann dabei
unmittelbar über eine Netzsteckdose oder ein internes Netzteil des bildgebenden
Geräts erfolgen.
DFE Typ 2: ein DFE, das sich aus dem Netzteil
des bildgebenden Geräts, mit dem es betrieben wird, mit Gleichstrom versorgt.
DFE vom Typ 2 müssen über eine Platine oder eine Baugruppe mit einer
separaten Verarbeitungseinheit verfügen, die über das Netz Aktivitäten einleiten
und mittels üblicher technischer Methoden physisch entfernt, isoliert oder
deaktiviert werden kann, um Leistungsmessungen vornehmen zu können.
Außerdem bietet ein DFE mindestens drei der
folgenden zusätzlichen Eigenschaften:
a)      Netzanbindung in unterschiedlichen
Umgebungen,
b)      Mailbox-Funktion,
c)      Auftragswarteschlange,
d)      Geräteverwaltung
(z. B. Aufwecken des bildgebenden Geräts aus einem Zustand verminderter
Leistungsaufnahme),
e)      erweiterte grafische
Benutzerschnittstelle,
f)       Fähigkeit zur
Aufnahme der Kommunikation mit anderen Hostservern und Clientcomputern
(z. B. Scannen in eine E-Mail, Abfragen von Druckaufträgen von entfernten
Mailboxen) oder
g)      Fähigkeit zur
Nachbearbeitung von Seiten (z. B. Umformatierung vor dem Ausdruck).
33.         Funktionszusatz: Ein Funktionszusatz
ist ein Standard-Gerätemerkmal, das die Grundfunktionen des Druckmoduls eines
bildgebenden Geräts erweitert. Der in diesen Spezifikationen enthaltene
Abschnitt über den Betriebsmodus enthält zusätzliche Leistungsaufnahmen für bestimmte
Funktionszusätze. Beispiele für Funktionszusätze sind Drahtlos-Schnittstellen
oder Scan-Funktionen.
34.         Betriebsmodus-Ansatz (BM-Ansatz): ein
Verfahren zum Überprüfen und Vergleichen der Leistungsaufnahme von bildgebenden
Geräten, das den Stromverbrauch des Geräts in unterschiedlichen
Stromsparzuständen bewertet. Die vom BM-Ansatz verwendeten Schlüsselkriterien
sind in Watt (W) gemessene Werte für Stromspar-Betriebsmodi. Genauere
Informationen enthält das Prüfverfahren für den Betriebsmodus anforderungsgerechter
bildgebender Geräte (ENERGY STAR Qualified Imaging Equipment
Operational Mode Test Procedure) im Internet unter www.energystar.gov/products.
35.         Druckmodul: die grundlegende
Funktionseinheit eines Geräts, die für die Bildererzeugung zuständig ist. Ohne
zusätzliche Funktionskomponenten können keine Bilddaten zur Verarbeitung an das
Druckmodul übertragen werden. Sie ist daher nicht funktionsfähig und benötigt
für Kommunikation und Bildverarbeitung Funktionszusätze.
36.         Modell: ein bildgebendes Gerät, das
unter eigener Modellnummer oder eigenem Handelsnamen beworben und verkauft
wird. Ein Modell kann aus einem Grundgerät oder einem Grundgerät mit Zubehör
bestehen.
37.         Gerätegeschwindigkeit: Bei Geräten
für Standardformate entspricht generell das einseitige
Bedrucken/Kopieren/Scannen eines A4- oder
8,5" × 11"-Blattes innerhalb einer Minute einem Bild pro
Minute (ipm). Benötigt das Erstellen eines Bilds auf A4- bzw. 8,5" × 11"-Papier
unterschiedlich viel Zeit, wird die längere Zeitdauer zugrunde gelegt.
·      Bei Frankiermaschinen entspricht die Verarbeitung einer Postsendung
innerhalb einer Minute einer Postsendung pro Minute (mppm).
·      Bei Geräten für Kleinformate entspricht das einseitige
Bedrucken/Kopieren/Scannen eines A6- oder 4" × 6"-Blattes
innerhalb einer Minute 0,25 ipm.
·      Bei Geräten für Großformate entspricht ein A2-Blatt 4 ipm und ein
A0-Blatt 16 ipm.
·      Bei als Endlosformat-Gerät eingestuften Kleinformat-, Großformat- und
Standardformat-Geräten wird die Druckgeschwindigkeit in ipm aufgrund der
angegebenen Druckgeschwindigkeit in Meter pro Minute anhand der folgenden
Umrechnungsformel ermittelt:
X ipm = 16 × [maximale Medienbreite (Meter) ×
maximale Druckgeschwindigkeit (Länge-Meter/Minute)].
In allen Fällen ist die in Bildern pro Minute
(ipm) umgerechnete Geschwindigkeit auf die nächste ganze Zahl zu runden
(z. B. werden 14,4 ipm auf 14,0 ipm abgerundet und 14,5 ipm
auf 15,0 ipm aufgerundet).
Zur Einstufung eines Geräts ist vom Hersteller die
Gerätegeschwindigkeit in der unten angegebenen Reihenfolge der Funktionen
anzugeben:
·      Druckgeschwindigkeit, es sei denn, das Gerät verfügt über keine
Druckfunktion, in diesem Fall:
·      Kopiergeschwindigkeit, es sei denn, das Gerät verfügt über keine Druck-
oder Kopierfunktion, in diesem Fall:
·      Scan-Geschwindigkeit.
38.         TSV-Ansatz („Typischer
Stromverbrauch“): Ein Verfahren für die Prüfung und den Vergleich des
Stromverbrauchs bildgebender Geräte, das den typischen Stromverbrauch eines
Geräts im Normalbetrieb über einen repräsentativen Zeitraum bewertet. Das vom
TSV-Ansatz verwendete Schlüsselkriterium ist ein in Kilowattstunden (kWh)
gemessener Wert für den typischen wöchentlichen Stromverbrauch eines
bildgebenden Geräts. Genauere Informationen über das Prüfverfahren für den typischen
Stromverbrauch finden sich in Abschnitt D.2.
B. Anforderungsgerechte Geräte
Die vorliegenden
ENERGY STAR-Spezifikationen sollen bildgebende Geräte erfassen, die
privat, in Unternehmen und zu kommerziellen Zwecken genutzt werden, nicht
jedoch Geräte für Industrieanwendungen (z. B. Geräte mit
Drehstromversorgung). Die Geräte müssen über einen Stromanschluss oder eine
Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können, wobei für die
Versorgungsspannung die internationalen Normwerte gemäß Abschnitt D.4
gelten. Ein bildgebendes Gerät kommt für die ENERGY STAR-Kennzeichnung in
Frage, wenn es der Definition in Abschnitt A und einer der in
Tabelle 1 oder 2 unten angeführten Produktbeschreibungen entspricht.
 Tabelle 1 
 Anforderungsgerechte Geräte: TSV-Ansatz 
 Geräteart || Druckverfahren || Format || Farbfähigkeit || TSV-Tabelle 
 Kopierer || Thermodirektdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Farbsublimationsdruck || Standard || Farbe || TSV 2 
 Farbsublimationsdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || Farbe || TSV 2 
 Festtinte || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Digitalvervielfältiger || Matrize || Standard || Farbe || TSV 2 
 Matrize || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Faxgeräte || Thermodirektdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Farbsublimationsdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || Farbe || TSV 2 
 Festtinte || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Mehrzweckgeräte || Hochleistungs-TS || Standard || einfarbig || TSV 3 
 Hochleistungs-TS || Standard || Farbe || TSV 4 
 Thermodirektdruck || Standard || einfarbig || TSV 3 
 Farbsublimationsdruck || Standard || Farbe || TSV 4 
 Farbsublimationsdruck || Standard || einfarbig || TSV 3 
 Elektrofotografie || Standard || einfarbig || TSV 3 
 Elektrofotografie || Standard || Farbe || TSV 4 
 Festtinte || Standard || Farbe || TSV 4 
 Thermotransferdruck || Standard || Farbe || TSV 4 
 Thermotransferdruck || Standard || einfarbig || TSV 3 
 Drucker || Hochleistungs-TS || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Hochleistungs-TS || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermodirektdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Farbsublimationsdruck || Standard || Farbe || TSV 2 
 Farbsublimationsdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Elektrofotografie || Standard || Farbe || TSV 2 
 Festtinte || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || Farbe || TSV 2 
 Thermotransferdruck || Standard || einfarbig || TSV 1 
 Tabelle 2 
 Anforderungsgerechte Geräte: Betriebsmodus-Ansatz 
 Geräteart || Druckverfahren || Format || Farbfähigkeit || BM-Tabelle 
 Kopierer || Thermodirektdruck || groß || einfarbig || BM 1 
 Farbsublimationsdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Elektrofotografie || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Festtinte || groß || Farbe || BM 1 
 Thermotransferdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Faxgeräte || Tintenstrahldruck || Standard || farbig und einfarbig || BM 2 
 Frankiermaschinen || Thermodirektdruck || entfällt || einfarbig || BM 4 
 Elektrofotografie || entfällt || einfarbig || BM 4 
 Tintenstrahldruck || entfällt || einfarbig || BM 4 
 Thermotransferdruck || entfällt || einfarbig || BM 4 
 Mehrzweckgeräte || Thermodirektdruck || groß || einfarbig || BM 1 
 Farbsublimationsdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Elektrofotografie || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Tintenstrahldruck || Standard || farbig und einfarbig || BM 2 
 Tintenstrahldruck || groß || farbig und einfarbig || BM 3 
 Festtinte || groß || Farbe || BM 1 
 Thermotransferdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 1 
 Drucker || Thermodirektdruck || groß || einfarbig || BM 8 
 Thermodirektdruck || klein || einfarbig || BM 5 
 Farbsublimationsdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 8 
 Farbsublimationsdruck || klein || farbig und einfarbig || BM 5 
 Elektrofotografie || groß || farbig und einfarbig || BM 8 
 Elektrofotografie || klein || Farbe || BM 5 
 Anschlagdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 8 
 Anschlagdruck || klein || farbig und einfarbig || BM 5 
 Anschlagdruck || Standard || farbig und einfarbig || BM 6 
 Tintenstrahldruck || groß || farbig und einfarbig || BM 3 
 Tintenstrahldruck || klein || farbig und einfarbig || BM 5 
 Tintenstrahldruck || Standard || farbig und einfarbig || BM 2 
 Festtinte || groß || Farbe || BM 8 
 Festtinte || klein || Farbe || BM 5 
 Thermotransferdruck || groß || farbig und einfarbig || BM 8 
 Thermotransferdruck || klein || farbig und einfarbig || BM 5 
 Scanner || entfällt || groß, klein und Standard || entfällt || BM 7 
C. Energieeffizienz-Spezifikationen für
anforderungsgerechte Geräte
Nur die in Abschnitt B aufgeführten
Geräte, die folgende Kriterien erfüllen, kommen für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage. Die Termine für das Inkrafttreten
werden in Abschnitt F behandelt.
Geräte, die mit externem Netzteil verkauft
werden: Um nach den vorliegenden Spezifikationen
(Version 1.1) als ENERGY STAR-gerecht eingestuft zu werden, benötigen
bildgebende Geräte, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und mit einem
externen Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteil oder
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteil betrieben werden, entweder ein
ENERGY STAR-gerechtes externes Netzteil oder ein anderes Netzteil, das die
ENERGY STAR-Spezifikation für externe Netzteile (Version 2.0)
erfüllt, wenn eine Überprüfung anhand des ENERGY STAR-Prüfverfahrens
erfolgt. Die ENERGY STAR-Spezifikation und das Prüfverfahren für externe
Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom- und
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile finden Sie unter der Adresse www.energystar.gov/products.
Geräte für den Betrieb mit einem DFE
Typ 1: Um nach den vorliegenden Spezifikationen
(Version 1.1) als ENERGY STAR-gerecht eingestuft zu werden, benötigen
bildgebende Geräte, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und mit einem DFE
Typ 1 verkauft werden, ein DFE, das die in Abschnitt C.3 aufgeführten
ENERGY STAR-Anforderungen an die Energieeffizienz von Netzteilen digitaler
Front-Ends für bildgebende Geräte erfüllt.
Geräte für den Betrieb mit einem DFE
Typ 2: Damit bildgebende Geräte, die ab
1. Juli 2009 hergestellt und mit einem DFE Typ 2 verkauft
werden, nach den vorliegenden Spezifikationen (Version 1.1) als
ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden, muss der Hersteller bei TSV-Geräten
den Stromverbrauch des DFE in Betriebsbereitschaft abziehen bzw. die
Leistungsaufnahme im Fall von BM-Geräten bei der Messung des Ruhe- und des
Standby-Modus außer Acht lassen. Abschnitt C.1 enthält nähere Angaben zur
Anpassung der TSV-Werte von DFE für TSV-Geräte, und in Abschnitt C.2 wird
dargelegt, wie bei der Messung des Ruhe- und des Standby-Modus von BM-Geräten
DFE außer Acht zu lassen sind.
Das US-EPA und die Europäische Kommission
streben an, dass der Stromverbrauch bzw. die Leistungsaufnahme von DFE
(Typ 1 oder Typ 2) bei der Messung des Stromverbrauchs von
TSV-Geräten bzw. der Leistungsaufnahme von BM-Geräten nach Möglichkeit
abgezogen oder außer Acht gelassen wird.
Geräte, die mit zusätzlichem
Schnurlostelefon verkauft werden: Faxgeräte oder
Mehrzweckgeräte mit Faxfunktion, die ab 1. Juli 2009 hergestellt und
mit zusätzlichem Schnurlostelefon verkauft werden, benötigen entweder ein
ENERGY STAR-gerechtes Schnurlostelefon oder ein Schnurlostelefon, das die
ENERGY STAR-Spezifikation für Telefoniegeräte erfüllt, wenn zu dem
Zeitpunkt, zu dem das bildgebende Gerät als ENERGY STAR-gerecht eingestuft
wird, eine Überprüfung anhand des ENERGY STAR-Prüfverfahrens erfolgt. Die
ENERGY STAR-Spezifikation und das Prüfverfahren für Telefoniegeräte finden
Sie unter der Adresse www.energystar.gov/products.
Duplex-Geräte:
Kopierer, Mehrzweckgeräte und Drucker für Standardformate, die mit
Elektrofotografie, Festtinte und Hochleistungs-TS-Druckverfahren arbeiten und
für die der TSV-Ansatz laut Abschnitt C.1 gilt, müssen je nach
Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck folgende Duplex-Anforderungen
erfüllen:
 Farbkopierer, ‑Mehrzweckgeräte und ‑drucker 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck || Duplex-Anforderung 
 ≤ 19 ipm || entfällt 
 20–39 ipm || Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion oder als optionales Zubehör verfügbar sein. 
 ≥ 40 ipm || Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion verfügbar sein. 
 Einfarbige Kopierer, Mehrzweckgeräte und Drucker 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck || Duplex-Anforderung 
 ≤ 24 ipm || entfällt 
 25–44 ipm || Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion oder als optionales Zubehör verfügbar sein. 
 ≥ 45 ipm || Ein Autoduplex-Modus muss zum Kaufzeitpunkt als Standardfunktion verfügbar sein. 
1.           ENERGY STAR-Einstufungskriterien
– Typischer Stromverbrauch (TSV)
Damit ein Gerät die
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, darf der in Abschnitt B
Tabelle 1 angegebene TSV-Wert für bildgebende Geräte die unten angegebenen
Grenzwerte nicht überschreiten.
Bei bildgebenden Geräten mit DFE Typ 2
ist der gemäß unten stehendem Beispiel berechnete Stromverbrauch des DFE
abzuziehen, bevor der gemessene TSV-Wert des Geräts mit den unten aufgeführten
Grenzwerten verglichen wird. Das DFE darf die Fähigkeit des bildgebenden Geräts
nicht beeinträchtigen, in den oder aus dem Stromsparzustand zu wechseln. Um den
oben beschriebenen Abzug vornehmen zu können, muss das DFE der Definition in
Abschnitt A.32 entsprechen und es muss sich um eine separate
Verarbeitungseinheit handeln, die über das Netz Aktivitäten einleiten kann.
Beispiel: Der
TSV-Gesamtwert eines Druckers beträgt 24,5 kWh/Woche und sein internes DFE
benötigt bei Betriebsbereitschaft 50 Watt.
50 W × 168 Stunden/Woche = 8,4 kWh/Woche. Diese Zahl
wird nun vom gemessenen TSV-Wert abgezogen: 24,5 kWh/Woche –
8,4 kWh/Woche = 16,1 kWh/Woche. Die so errechneten
16,1 kWh/Woche werden dann mit den nachstehenden Kriterien verglichen.
Hinweis: Für alle nachstehenden Gleichungen gilt: x = Gerätegeschwindigkeit
(ipm).
 TSV-Tabelle 1 
 Geräte: Kopierer, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Drucker 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-Matrize, Einfarb-TT, Hochleistungs-Einfarb-TS 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Maximaler TSV (kWh/Woche) 
 ≤ 15 || 1,0 kWh 
 15 < x ≤ 40 || (0,10 kWh/ipm)x - 0,5 kWh 
 40 < x ≤ 82 || (0,35 kWh/ipm)x - 10,3 kWh 
 > 82 || (0,70 kWh/ipm)x - 39,0 kWh 
 TSV-Tabelle 2 
 Geräte: Kopierer, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Drucker 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: Farb-SD, Farb-Matrize, Farb-TT, Farb-EF, FT, Hochleistungs-Farb-TS 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Maximaler TSV (kWh/Woche) 
 ≤ 32 || (0,10 kWh/ipm)x + 2,8 kWh 
 32 < x ≤ 58 || (0,35 kWh/ipm)x - 5,2 kWh 
 > 58 || (0,70 kWh/ipm)x - 26,0 kWh 
 TSV-Tabelle 3 
 Geräte: Mehrzweckgeräte 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TT, Hochleistungs-Einfarb-TS 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Maximaler TSV (kWh/Woche) 
 ≤ 10 || 1,5 kWh 
 10 < x ≤ 26 || (0,10 kWh/ipm)x + 0,5 kWh 
 26 < x ≤ 68 || (0,35 kWh/ipm)x - 6,0 kWh 
 > 68 || (0,70 kWh/ipm)x - 30,0 kWh 
 TSV-Tabelle 4 
 Geräte: Mehrzweckgeräte 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: Farb-SD, Farb-TT, Farb-EF, FT, Hochleistungs-Farb-TS 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Maximaler TSV (kWh/Woche) 
 ≤ 26 || (0,10 kWh/ipm)x + 3,5 kWh 
 26 < x ≤ 62 || (0,35 kWh/ipm)x - 3,0 kWh 
 > 62 || (0,70 kWh/ipm)x - 25,0 kWh 
2.           ENERGY STAR-Einstufungskriterien
– Betriebsmodus (BM)
Damit ein Gerät die
ENERGY STAR-Kennzeichnung erhalten kann, dürfen die in Abschnitt C
Tabelle 2 angegebenen Stromverbrauchswerte für bildgebende Geräte die
unten angegebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Bei Geräten, die bereits im
Zustand der Betriebsbereitschaft die Anforderungen für den Ruhezustand
erfüllen, ist zur Einhaltung des Ruhezustands-Grenzwerts keine weitere
automatische Verringerung des Stromverbrauchs notwendig. Zudem ist für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung von Geräten, die die Standby-Anforderungen in
Betriebsbereitschaft oder im Ruhezustand erfüllen, keine weitere automatische
Verringerung des Stromverbrauchs erforderlich.
Bei bildgebenden Geräten, deren funktional
integriertes DFE die Stromversorgung des bildgebenden Geräts benutzt, ist der
Stromverbrauch des DFE abzuziehen, bevor der im Ruhezustand gemessene Verbrauch
mit den addierten Werten für das Druckmodul und die Funktionszusätze und die
gemessenen Standby-Werte mit den entsprechenden Grenzwerten (siehe unten)
verglichen werden. Das DFE darf die Fähigkeit des bildgebenden Geräts nicht
beeinträchtigen, in den oder aus dem Stromsparzustand zu wechseln. Um den oben
beschriebenen Abzug vornehmen zu können, muss das DFE der Definition in
Abschnitt A.32 entsprechen und es muss sich um eine separate
Verarbeitungseinheit handeln, die über das Netz Aktivitäten einleiten kann.
Anforderungen an voreingestellte Wartezeiten:
Um die Kriterien für die ENERGY STAR-Kennzeichnung zu erfüllen, müssen
BM-Geräte den Anforderungen an die voreingestellten Wartezeiten gemäß den
Tabellen A bis C entsprechen. Diese Einstellungen müssen bei der
Lieferung aktiviert sein. Darüber hinaus sind alle BM-Geräte mit einer
maximalen Geräte-Wartezeit auszuliefern, die vier Stunden nicht überschreitet
und nur vom Hersteller verändert werden kann. Diese maximale Geräte-Wartezeit
darf nicht vom Benutzer selbst und üblicherweise nicht ohne interne, invasive
Änderungen des Geräts angepasst werden können. Die Einstellungen der
voreingestellten Wartezeiten gemäß den Tabellen A bis C können vom
Benutzer geändert werden.
 Tabelle A 
 Maximale voreingestellte Wartezeiten von BM-Geräten für Klein- und Standardformate (außer Frankiermaschinen) bis zum Übergang in den Ruhezustand (in Minuten) 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Faxgeräte || Mehrzweckgeräte || Drucker || Scanner 
 0–10 || 5 || 15 || 5 || 15 
 11–20 || 5 || 30 || 15 || 15 
 21–30 || 5 || 60 || 30 || 15 
 31–50 || 5 || 60 || 60 || 15 
 51 + || 5 || 60 || 60 || 15 
 Tabelle B 
 Maximale voreingestellte Wartezeiten von BM-Geräten für Großformate (außer Frankiermaschinen) bis zum Übergang in den Ruhezustand (in Minuten) 
 Gerätegeschwindigkeit für den einfarbigen Druck (ipm) || Kopierer || Mehrzweckgeräte || Drucker || Scanner 
 0–10 || 30 || 30 || 30 || 15 
 11–20 || 30 || 30 || 30 || 15 
 21–30 || 30 || 30 || 30 || 15 
 31–50 || 60 || 60 || 60 || 15 
 51 + || 60 || 60 || 60 || 15 
 Tabelle C 
 Maximale voreingestellte Wartezeiten von Frankiermaschinen bis zum Übergang in den Ruhezustand (in Minuten) 
 Gerätegeschwindigkeit Postsendungen pro Minute (mppm) || Frankiermaschinen 
 0–50 || 20 
 51–100 || 30 
 101–150 || 40 
 151 + || 60 
Standby-Anforderungen: Um die Kriterien für
die ENERGY STAR-Kennzeichnung zu erfüllen, müssen BM-Geräte die
Anforderungen an den Stromverbrauch im Standby-Modus gemäß Tabelle D
erfüllen.
 Tabelle D 
 Maximale Leistungsaufnahme für BM-Geräte (in Watt) 
 Geräteart || Standby (W) 
 Alle BM-Geräte || 1 
Die Kriterien für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung laut BM-Tabellen 1 bis 8 unten gelten für
das Druckmodul des Geräts. Da davon auszugehen ist, dass Geräte mit einer oder
mehreren Funktionen geliefert werden, die über die eines reines Druckmoduls
hinausgehen, sind die entsprechenden Werte für den Ruhezustand zu den
Druckmodul-Kriterien zu addieren. Zur Ermittlung, ob das Gerät für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommt, ist der Gesamtwert des
Grundgeräts samt den Funktionszusätzen heranzuziehen. Der Hersteller darf für
jedes Gerätemodell nicht mehr als drei primäre, jedoch so viele sekundäre
Funktionszusätze geltend machen, wie vorhanden sind (dabei können primäre
Funktionszusätze, wenn mehr als drei vorhanden sind, als sekundäre angerechnet
werden). Es folgt ein Beispiel für das beschriebene Berechnungsverfahren:
Beispiel: Wir
gehen von einem TS-Drucker für Standardformate mit USB 2.0 und
Speicherkarten-Eingang aus. Wenn der USB-Anschluss bei der Prüfung als
Primärschnittstelle dient, darf das Druckermodell zusätzlich 0,5 W für die
USB-Schnittstelle und 0,1 W für den Speicherkartenleser verbrauchen. Das
ergibt insgesamt 0,6 W, die für die Funktionszusätze zusätzlich erlaubt
sind. Da die BM-Tabelle 2 für den Ruhezustand des Druckmoduls 1,4 W
als Grenzwert festlegt, muss der Hersteller bei der Feststellung der
ENERGY STAR-Gerechtheit zu diesem Wert den aufgrund der Funktionszusätze
zusätzlich erlaubten Wert hinzu addieren, um die für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung maximal zulässige Leistungsaufnahme des
Grundgeräts zu ermitteln: 1,4 W + 0,6 W. Wenn die Messung des
Energieverbrauchs des Druckers im Ruhezustand 2,0 W oder weniger ergibt,
erfüllt der Drucker die ENERGY STAR-Anforderung für den Ruhezustand.
 Tabelle 3 
 Anforderungsgerechte Geräte: BM-Funktionszusätze 
 Art || Einzelheiten || Werte für Funktionszusätze (W) 
   ||   || Primär || Sekundär 
 Schnitt­stellen || A. mit Kabelanschluss < 20 MHz || 0,3 || 0,2 
 Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate < 20 MHz. Gilt u. a. für USB 1.x, IEEE 488, IEEE 1284/Parallel/Centronics, RS232 und/oder Faxmodem. 
 B. mit Kabelanschluss ≥ 20 MHz und < 500 MHz || 0,5 || 0,2 
 Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate ≥ 20 MHz und < 500 MHz. Gilt u. a. für USB 2.x, IEEE 1394/FireWire/i.LINK und 100-Mb-Ethernet. 
 C. mit Kabelanschluss ≥ 500 MHz || 1,5 || 0,5 
 Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät mit einer Transferrate ≥ 500 MHz. Gilt u. a. für 1-Gb-Ethernet. 
 D. Drahtlos || 3,0 || 0,7 
 Eine Daten- oder Netzschnittstelle am bildgebenden Gerät, die zum drahtlosen Hochfrequenz-Datentransfer dient. Gilt u. a. für Bluetooth und 802.11. 
 E. Speicherkarte/Kamera/Speichermedium mit Verbindungsleitungen || 0,5 || 0,1 
 Ein physischer Daten- oder Netzanschluss am bildgebenden Gerät, der den Anschluss externer Geräte, z. B. Flash-Speicherkarten-Lesegeräte, Chipkarten-Lesegeräte oder Kameraschnittstellen (einschließlich PictBridge) erlaubt. 
 G. Infrarot || 0,2 || 0,2 
 Eine Daten- oder Netzschnittstelle am bildgebenden Gerät, die zur Übertragung von Daten via Infrarot-Technologie dient. Gilt u. a. für IrDA. 
 Sonstige || Speichermedien || - || 0,2 
   || Interne Speicherlaufwerke des bildgebenden Geräts. Gilt nur für interne Laufwerke (z. B. Diskettenlaufwerke, DVD-Laufwerke, Zip-Laufwerke) und ist auf jedes Laufwerk einzeln anzuwenden. Gilt nicht für Schnittstellen zu externen Laufwerken (z. B. SCSI) oder internen Speichern. 
   || Scanner mit Kaltkathodenröhren und anderen Röhren || - || 0,5 
   || Vorhandensein eines Scanners, der mit Kaltkathodenröhren-Technologie (CCFL) oder einer anderen Technologie arbeitet, z. B. Leuchtdioden (LED), Halogen, Glühkathodenröhren (HCFT), Xenon oder Leuchtstoffröhren (TL). Dieser Zusatz darf nur einmal geltend gemacht werden, unabhängig von der Röhrengröße und der Anzahl verwendeter Röhren/Lampen. 
   || PC-gestütztes System (kann ohne die Nutzung erheblicher PC-Ressourcen nicht drucken/kopieren/scannen) || - || -0,5 
   || Dieser Zusatz bezieht sich auf bildgebende Geräte, die erhebliche Ressourcen, z. B. Speicher- und Datenverarbeitungskapazität, von einem externen Computer beziehen, um Grundfunktionen auszuführen, die von bildgebenden Geräten im Allgemeinen unabhängig ausgeführt werden, z. B. Seiten-Rendering. Dieser Zusatz ist nicht auf Geräte anzuwenden, die einen Computer nur als Quell- oder Zielort für die Ablage der Bilddaten verwenden. 
   || Schnurlostelefon || - || 0,8 
   || Die Fähigkeit des bildgebenden Geräts, über ein Schnurlostelefon zu kommunizieren. Dieser Zusatz kann nur einmal geltend gemacht werden, unabhängig davon, mit wie vielen Schnurlostelefonen das Gerät genutzt werden kann. Dieser Zusatz bezieht sich nicht auf die Leistungsaufnahme des Schnurlostelefons selbst. 
   || Datenspeicher || - || 1,0 W pro 1 GB 
   || Die interne Kapazität des bildgebenden Geräts zur Speicherung von Daten. Dieser Zusatz bezieht sich auf alle Größen von internem Speicher und ist entsprechend anzupassen. Beispielsweise können für eine Speichereinheit mit 2,5 GB 2,5 W geltend gemacht werden, für eine Speichereinheit mit 0,5 GB analog 0,5 W. 
   || Netzteil, basierend auf der Nennleistung (Pn)   Hinweis: Dieser Zusatz gilt NUR für Geräte der BM-Tabellen 2 und 6. || - || Bei Pn > 10 W, 0,02 × (Pn -10 W) 
   || Dieser Zusatz gilt nur für die bildgebenden Geräte der BM-Tabellen 2 und 6. Der Wert wird aufgrund der Gleichstrom-Nennleistung des internen oder externen Netzteils laut Angaben des Netzteil-Herstellers berechnet. (Es handelt sich nicht um eine gemessene Größe.) Ein Gerät mit 3 A bei 12 V besitzt eine Nennleistung von 36 W. Aufgrund dessen ergibt sich ein Wert von 0,02 × (36-10) = 0,02 × 26 = 0,52 W, der für das Netzteil geltend gemacht werden kann. Für Netzteile, die über mehr als eine Spannung verfügen, wird die Summe der Leistung aller verwendeten Spannungen verwendet, es sei denn, dass die Spezifikationen eine niedrigere Nennleistung enthalten. Ein Netzteil, das 3 A bei 24 V oder 1,5 A bei 5 V leisten kann, besitzt eine Gesamtleistung von (3 × 24) + (1,5 × 5) = 79,5 W. Aufgrund dessen kann ein Wert von 1,39 W geltend gemacht werden. 
Bei den für die Funktionszusätze zulässigen
Werten in Tabelle 3 wird zwischen „primären“ und „sekundären“
Funktionszusätzen unterschieden. Diese Einteilung bezieht sich auf den Status
der Schnittstelle, während das Gerät im Ruhezustand ist. Verbindungen, die beim
BM-Prüfverfahren aktiv bleiben, während sich das bildgebende Gerät im
Ruhezustand befindet, gelten als primär, während Verbindungen, die inaktiv sein
können, während sich das bildgebende Gerät im Ruhezustand befindet, als
sekundär gelten. Die meisten Funktionszusätze sind sekundär.
Die Hersteller berücksichtigen nur jene
Funktionszusätze, die im Lieferzustand eines Geräts vorhanden sind. Optionen,
die dem Käufer nach der Lieferung zur Verfügung stehen, oder Schnittstellen des
extern gespeisten digitalen Front-Ends (DFE) des Geräts dürfen bei der
Anwendung der zulässigen Werte auf das bildgebende Gerät nicht berücksichtigt
werden.
Bei Geräten mit mehreren Schnittstellen werden
diese Schnittstellen als einzeln und unabhängig betrachtet. Schnittstellen, die
mehrere Funktionen erfüllen, werden jedoch nur einmal berücksichtigt. So darf
ein USB-Anschluss, der als 1.x und 2.x nutzbar ist, nur einmal angerechnet
werden. Zählt eine bestimmte Schnittstelle laut Tabelle 3 zu mehr als
einer Art, wählt der Hersteller zur Ermittlung des zulässigen Werts deren
Hauptfunktion aus. Ein USB-Anschluss an der Vorderseite des bildgebenden
Geräts, der in den Produktunterlagen als „PictBridge-Schnittstelle“ oder
„Kameraschnittstelle“ beschrieben wird, gilt daher als Schnittstelle vom
Typ E, nicht Typ B. Dementsprechend dürfen auch
Speicherkarten-Lesegeräte, die mehr als ein Format unterstützen, nur einmal
angerechnet werden. Auch ein System, das mehr als einen 802.11-Typ unterstützt,
zählt nur als eine einzige Drahtlos-Schnittstelle.
 BM-Tabelle 1 
 Geräte: Kopierer, Mehrzweckgeräte 
 Format: Großformat 
 Druckverfahren: Farb-SD, Farb-TT, TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TT, Farb-EF, FT 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 30 
 BM-Tabelle 2 
 Geräte: Faxgeräte, Mehrzweckgeräte, Drucker 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: Farb-TS, Einfarb-TS 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 1,4 
 BM-Tabelle 3 
 Geräte: Mehrzweckgeräte, Drucker 
 Format: Großformat 
 Druckverfahren: Farb-TS, Einfarb-TS 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 15 
 BM-Tabelle 4 
 Geräte: Frankiermaschinen 
 Format: entfällt 
 Druckverfahren: TD, Einfarb-EF, Einfarb-TS, Einfarb-TT 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 7 
 BM-Tabelle 5 
 Geräte: Drucker 
 Format: Kleinformat 
 Druckverfahren: Farb-SD, TD, Farb-TS, Farb-Anschlag, Farb-TT, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-TS, Einfarb-Anschlag, Einfarb-TT, Farb-EF, FT 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 9 
 BM-Tabelle 6 
 Geräte: Drucker 
 Format: Standardformat 
 Druckverfahren: Farb-Anschlag, Einfarb-Anschlag 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 4,6 
 BM-Tabelle 7 
 Geräte: Scanner 
 Format: Großformat, Kleinformat, Standardformat 
 Druckverfahren: entfällt 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 4,3 
 BM-Tabelle 8 
 Geräte: Drucker 
 Format: Großformat 
 Druckverfahren: Farb-SD, Farb-Anschlag, Farb-TT, TD, Einfarb-SD, Einfarb-EF, Einfarb-Anschlag, Einfarb-TT, Farb-EF, FT 
   || Ruhezustand (W) 
 Druckmodul || 14 
3.           Anforderungen an die Effizienz
von DFE
Digitale Front-Ends, wie sie in
Abschnitt A dieser Spezifikationen beschrieben werden, müssen die
nachstehenden Effizienzanforderungen erfüllen.
Anforderungen an die Effizienz von
Netzteilen
DFE Typ 1 mit internem
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteil: Ein DFE, das sich aus einer eigenen internen
Wechselspannungsquelle mit Gleichstrom versorgt, muss die folgenden
Effizienzanforderungen erfüllen: 80 % Mindesteffizienz bei 20 %,
50 % und 100 % der Nennleistung und Leistungsfaktor ≥ 0,9
bei 100 % der Nennleistung.
DFE Typ 1 mit externem Netzteil: DFE, die
sich über ein eigenes externes Netzteil (wie in den Anforderungen des
ENERGY STAR-Programms für
Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile und externe
Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile (Version 2.0) definiert) mit
Gleichstrom versorgen, müssen ENERGY STAR-gerecht sein oder die
Effizienzwerte für Nulllast- und Aktivmodus erreichen, die in den Anforderungen
des ENERGY STAR-Programms für Einzelspannungs-Wechselstrom/Wechselstrom-Netzteile
und externe Wechselstrom/Gleichstrom-Netzteile (Version 2.0) vorgegeben
sind. Die ENERGY STAR-Spezifikationen und die Liste
ENERGY STAR-gerechter Geräte sind unter www.energystar.gov/powersupplies
einzusehen.
Prüfverfahren
Die Hersteller führen die Prüfungen in eigener
Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den
ENERGY STAR-Anforderungen genügen.
·       
Hinsichtlich der Durchführung dieser Prüfungen
stimmen die Programmpartner der Anwendung des jeweiligen Prüfverfahrens gemäß
Tabelle 4 zu.
·       
Die Prüfergebnisse der anforderungsgerechten Geräte
werden dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission mitgeteilt.
Zusätzliche Anforderungen an Prüfung und
vorzulegende Daten sind unten angegeben.
Modelle, die in mehreren
Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können: Die Prüfung der
Geräte erfolgt stets in Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das
Gerät verkauft und als ENERGY STAR-gerecht beworben wird. Das US-EPA und
seine ENERGY STAR-Partnerländer haben sich für die Geräteprüfung auf eine
Tabelle mit drei Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen geeinigt. Einzelheiten
über die internationalen Netzspannungen und Frequenzen für jeden Markt sind in
Abschnitt D.4 enthalten.
Bei Geräten, die international auf mehreren
Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher für mehrere
Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller den Stromverbrauch oder
die Energieeffizienz für alle relevanten Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen
messen und angeben. Verkauft ein Hersteller beispielsweise das gleiche Modell
in den USA und in Europa, so muss er die Verbrauchswerte sowohl bei
115 Volt / 60 Hz als auch bei 230 Volt / 50 Hz messen und
angeben und die entsprechenden Spezifikationen einhalten, damit das Modell auf
beiden Märkten als ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die
ENERGY STAR-Spezifikationen nur bei einer
Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei 115 Volt / 60 Hz),
so darf es auch nur in den Regionen, in denen diese
Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B. Nordamerika und
Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und beworben werden.
 Tabelle 4 
 Prüfverfahren für DFE Typ 1 
 Spezifikationsanforderung || Prüfprotokoll || Quelle 
 Wirkungsgrad des Netzteils || Internes Netzteil (IPS) || IPS: http://efficientpowersupplies.epri.com/ 
 ENERGY STAR-Prüfung für externe Netzteile (EPS) || EPS: www.energystar.gov/powersupplies/ 
D.          Prüfleitlinien
Die Anweisungen zur Prüfung der
Energieeffizienz bildgebender Geräte sind in den folgenden Abschnitten
enthalten:
–     
Prüfverfahren für den typischen Stromverbrauch
(TSV),
–     
Prüfverfahren für den Betriebsmodus (BM) und
–     
Prüfbedingungen und ‑geräte für
ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte.
Die anhand dieser Verfahren erzielten
Prüfergebnisse dienen als primäre Grundlage zur Feststellung, ob ein Gerät für
die ENERGY STAR-Kennzeichnung in Frage kommt.
Die Hersteller führen die Prüfung in eigener
Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Gerätemodelle den
ENERGY STAR-Spezifikationen entsprechen. Für Modellfamilien von
bildgebenden Geräten, die auf dem gleichen Baugruppenträger beruhen und abgesehen
von Gehäuse und Farbe in jeder Hinsicht identisch sind, genügt die Einreichung
der Prüfergebnisse eines einzigen repräsentativen Modells. Desgleichen können
Modelle, die unverändert geblieben sind oder sich nur in der Endverarbeitung
von den im Vorjahr vertriebenen Modellen unterscheiden, ohne Einreichung neuer
Prüfergebnisse die Kennzeichnung beibehalten, wenn die Spezifikationen
unverändert geblieben sind.
Wird ein Gerätemodell auf dem Markt in
unterschiedlichen Konfigurationen als „Produktfamilie“ oder Produktserie
angeboten, kann der Programmpartner statt der einzelnen Modelle die höchste
verfügbare Konfiguration der Produktfamilie prüfen und die entsprechenden
Ergebnisse einreichen. Bei der Einreichung von Modellfamilien haften die
Hersteller für die über ihre bildgebenden Geräte angegebene Energieeffizienz,
auch wenn die Geräte nicht geprüft bzw. die Daten nicht eingereicht wurden.
Beispiel:
Modell A und B sind identisch. Die einzige Ausnahme hiervon bildet der
Umstand, dass Modell A mit einer Kabelschnittstelle > 500 MHz
und Modell B mit einer Kabelschnittstelle < 500 MHz geliefert
wird. Wenn Modell A geprüft wird und die ENERGY STAR-Spezifikation
erfüllt, kann der Programmpartner die Prüfdaten für Modell A einreichen,
die dann sowohl für Modell A als auch für Modell B gelten.
Erfolgt die Stromversorgung eines Geräts über
das Stromnetz, USB, IEEE 1394, Power-over-Ethernet, das Telefonsystem oder
eine andere Stromquelle oder Kombinationen davon, so ist zur
ENERGY STAR-Einstufung der Netto-Wechselstromverbrauch des Geräts
heranzuziehen (dabei sind die Wechselstrom/Gleichstrom-Umwandlungsverluste laut
BM-Prüfverfahren zu berücksichtigen).
1.           Zusätzliche Anforderungen an
Prüfung und vorzulegende Daten sind unten angegeben.
Anzahl zu prüfender Geräte
Die Prüfung ist vom Hersteller oder seinem
bevollmächtigten Vertreter anhand eines einzigen Geräts eines Modells
vorzunehmen.
a)           Für Geräte laut
Abschnitt B Tabelle 1 der vorliegenden Spezifikationen ist ein
zusätzliches Gerät des Modells zu prüfen, wenn das TSV-Prüfergebnis des ersten
Geräts die entsprechenden Kriterien erfüllt, aber im Bereich von 10 % der
Grenzwerte liegt. Vom Hersteller sind die Prüfergebnisse für beide Geräte
einzureichen. Für die Kennzeichnung als ENERGY STAR-gerecht müssen beide Geräte
die ENERGY STAR-Spezifikation erfüllen.
b)           Für Geräte laut
Abschnitt B Tabelle 2 der vorliegenden Spezifikationen sind zwei
zusätzliche Geräte des Modells zu prüfen, wenn das BM-Prüfergebnis des ersten
Geräts die entsprechenden Kriterien erfüllt, aber im Bereich von 15 % der
Grenzwerte liegt. Für die Kennzeichnung als ENERGY STAR-gerecht müssen
alle drei Geräte die ENERGY STAR-Spezifikation erfüllen.
Einreichung der maßgeblichen Produktdaten beim
US-EPA bzw. der Europäischen Kommission
Die Partner bescheinigen selbst, welche
Gerätemodelle den ENERGY STAR-Spezifikationen entsprechen und reichen
diese Informationen beim US-EPA bzw. der Europäischen Kommission ein. Die
erforderlichen Angaben werden nach der Veröffentlichung der endgültigen
Spezifikationen demnächst dargelegt. Darüber hinaus reichen die Partner beim
US-EPA bzw. der Europäischen Kommission Auszüge aus den Produktunterlagen ein,
in denen den Verbrauchern die empfohlenen voreingestellten Wartezeiten für die
Stromsparfunktionen erläutert werden. Dadurch soll erreicht werden, dass die
Geräte in einem Zustand geprüft werden, der ihrer Auslieferung und
bestimmungsgemäßen Verwendung entspricht.
Modelle, die in mehreren
Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen betrieben werden können
Die Prüfung der Geräte erfolgt stets in
Abhängigkeit von den jeweiligen Märkten, auf denen das Gerät verkauft und als
ENERGY STAR-gerecht beworben wird. Das US-EPA, die Europäische Kommission
und ihre ENERGY STAR-Partnerländer haben sich für die Geräteprüfung auf
eine Tabelle mit drei Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen geeinigt. Die
Prüfbedingungen für bildgebende Geräte enthalten Einzelheiten über die
internationalen Netzspannungen und Frequenzen sowie die Papierformate für jeden
Markt.
Bei Geräten, die international auf mehreren
Märkten als ENERGY STAR-gerecht verkauft werden und die daher für mehrere
Eingangsspannungen ausgelegt sind, muss der Hersteller den Stromverbrauch oder
die Energieeffizienz für alle relevanten Netzspannungs-/Frequenz-Kombinationen
messen und angeben. Verkauft ein Hersteller beispielsweise das gleiche Modell
in den USA und in Europa, so muss er die Verbrauchswerte sowohl bei
115 Volt / 60 Hz als auch bei
230 Volt / 50 Hz messen und angeben und die entsprechenden
Spezifikationen einhalten, damit das Modell auf beiden Märkten als
ENERGY STAR-gerecht gelten kann. Erfüllt ein Modell die
ENERGY STAR-Spezifikationen nur bei einer
Netzspannungs-Frequenz-Kombination (z. B. bei
115 Volt / 60 Hz), so darf es auch nur in den Regionen, in
denen diese Netzspannungs-Frequenz-Kombination üblich ist (z. B.
Nordamerika und Taiwan) als ENERGY STAR-gerecht gekennzeichnet und
beworben werden.
2.           Prüfverfahren für den typischen
Stromverbrauch (TSV)
a)           Erfasste
Gerätearten: Die TSV-Prüfverfahren für die Messung von Standardformat-Geräten
sind in Abschnitt B Tabelle 1 angegeben.
b)           Prüfparameter
Dieser Abschnitt beschreibt die Prüfparameter
zur Messung eines Geräts laut TSV-Prüfverfahren. Der Abschnitt enthält jedoch
keine Angaben über die Prüfbedingungen, die in Abschnitt D.4 angeführt
sind.
Prüfung im Simplex-Modus
Die Prüfung der Geräte erfolgt im
Simplex-Modus. Bei den zu kopierenden Originalvorlagen muss es sich um
einseitige Bilder handeln.
Prüfbild
Das Prüfbild ist das Testbild A aus der
ISO-/IEC-Norm 10561:1999. Die Abbildung muss in der Punktgröße 10 in
einem Courier-Zeichensatz mit fester Laufweite (oder dessen nächster
Entsprechung) erfolgen. Der deutschen Sprache eigene Zeichen müssen nicht
reproduziert werden, wenn das Gerät dazu nicht in der Lage ist. Das Bild ist – je
nach beabsichtigtem Markt – auf einem 8,5" × 11"- oder
A4-Papierblatt auszugeben. Für Drucker und Mehrzweckgeräte, die eine
Seitenbeschreibungssprache (z. B. PCL, Postscript) unterstützen, sind die
Bilder in einer Seitenbeschreibungssprache an das Gerät zu übermitteln.
Prüfung bei Erstellung einfarbiger Bilder
Farbfähige Geräte sind bei der Erstellung
einfarbiger Bilder zu prüfen, es sei denn, sie können keine einfarbigen Bilder
erstellen.
Selbstabschaltung und Netzfähigkeit
Das Gerät muss so konfiguriert sein, wie es
ausgeliefert und zum Gebrauch empfohlen wird. Dies gilt insbesondere für
wichtige Parameter wie die voreingestellten Wartezeiten für die
Stromsparzustände und die Auflösung (mit den unten angeführten Ausnahmen). Alle
Informationen des Herstellers zu den empfohlenen Wartezeiten – z. B. in
Betriebsanleitungen, auf Webseiten und vom Installationspersonal zur Verfügung
gestellt – müssen dem Lieferzustand des Geräts entsprechen. Wenn ein Drucker,
Digitalvervielfältiger oder Mehrzweckgerät mit Druckfunktion oder ein Faxgerät
über eine Selbstabschaltungsfunktion verfügt, die im Lieferzustand aktiviert
ist, muss diese vor der Prüfung deaktiviert werden. Drucker und
Mehrzweckgeräte, die im Lieferzustand netzfähig[18] sind, müssen an ein Netz
angeschlossen werden. Die Art der Netzverbindung (oder der anderweitigen
Datenverbindung, wenn das Gerät nicht netzfähig ist) kann vom Hersteller
gewählt werden. Sie ist jedoch anzugeben. Für die Prüfung können Druckaufträge
bei Geräten mit Netzverbindung auch über sonstige Schnittstellen (z. B.
USB) an das Gerät gesandt werden.
Gerätekonfiguration
Papierquellen und Einrichtungen für die
Papierendbearbeitung müssen wie im Lieferzustand angebracht und konfiguriert
sein; ihre Verwendung bei der Prüfung bleibt jedoch dem Hersteller überlassen
(z. B. kann jede Papierquelle verwendet werden).
Feuchtigkeitsschutzfunktionen können, wenn dies durch den Benutzer möglich ist,
abgeschaltet werden. Hardware, die einen Teil des Modells bildet und zur
Installation oder Anbringung durch den Benutzer gedacht ist (z. B. ein
Papiereinzug), muss vor der Prüfung installiert werden.
Digitalvervielfältiger
Digitalvervielfältiger sind gemäß ihrer
Auslegung und ihren Fähigkeiten einzurichten und zu verwenden. Beispielsweise
sollte jeder Auftrag nur ein Originalbild enthalten. Digitalvervielfältiger
sind mit ihrer angegebenen Maximalgeschwindigkeit zu prüfen. Außerdem sollte
anhand der Maximalgeschwindigkeit auch die Auftragsgröße zur Durchführung der
Prüfung ermittelt werden (wenn sich Maximalgeschwindigkeit und die bei der
Lieferung voreingestellte Standardgeschwindigkeit unterscheiden). Ansonsten
sind Digitalvervielfältiger – abhängig von ihren Fähigkeiten im Lieferzustand –
als Drucker, Kopierer oder Mehrzweckgeräte zu behandeln.
c)           Struktur des
Druck-/Kopier-/Scan-Auftrags
In diesem Abschnitt ist beschrieben, wie die
Anzahl der Bilder pro Auftrag für die Messung eines Geräts gemäß
TSV-Prüfverfahren und die Anzahl der Aufträge pro Tag für die
TSV-Berechnung ermittelt wird.
Für die Zwecke dieses Prüfverfahrens wird jene
Gerätegeschwindigkeit zur Ermittlung der Auftragsgröße herangezogen, die der
Hersteller für die Erstellung von einfarbigen Bildern im Simplex-Modus auf
Papier im Standardformat (8,5″ × 11″ oder A4) als
Maximalgeschwindigkeit angibt. Dabei wird dieser Wert auf die nächste ganze
Zahl gerundet. Diese Geschwindigkeit ist auch als Gerätegeschwindigkeit des
Modells bekannt zu geben. Die Standard-Ausgabegeschwindigkeit des Geräts, die
beim Prüfvorgang tatsächlich verwendet wird, wird nicht gemessen. Sie kann sich
aufgrund von Faktoren wie Auflösung, Bildqualität, Druckmodus, Scanzeit des
Dokuments, Größe und Struktur des Druckauftrags sowie Papiergröße und ‑gewicht
von der angegebenen Maximalgeschwindigkeit unterscheiden.
Faxgeräte sollten immer mit einem Bild pro
Auftrag geprüft werden. Die Anzahl von Bildern pro Auftrag, die für alle
anderen bildgebenden Geräte zu verwenden ist, wird anhand der folgenden drei
Schritte berechnet. Tabelle 8 enthält eine Auflistung der sich aus jeder
ganzzahligen Gerätegeschwindigkeit von 1 bis 100 Bildern pro Minute (ipm)
ergebenden Anzahl von Bildern pro Auftrag.
i)            Berechnung der
Anzahl der Aufträge pro Tag. Die Anzahl der Druckaufträge pro Tag ist
abhängig von der Gerätegeschwindigkeit:
–              
Für Geräte mit einer Geschwindigkeit von 8 ipm
oder weniger werden 8 Aufträge pro Tag angenommen.
–              
Für Geräte mit einer Geschwindigkeit zwischen 8 und
32 ipm entspricht die Anzahl der Aufträge pro Tag der Geschwindigkeit.
Beispiel: Für ein Gerät mit 14 ipm sind 14 Aufträge pro Tag
anzunehmen.
–              
Für Geräte mit einer Geschwindigkeit von
32 ipm und mehr werden 32 Aufträge pro Tag angenommen.
ii)            Berechnung
der Anzahl der Bilder pro Tag[19]
laut Tabelle 5. Bei einem Gerät mit 14 ipm ist dementsprechend von
0,50 × 142 bzw. 98 Bildern
pro Tag auszugehen.
 Tabelle 5 
 Auftragstabelle für bildgebende Geräte 
 Geräteart || Zu verwendende Geschwindigkeit || Formel (Bilder pro Tag) 
 Einfarbig (außer Faxgeräte) || Geschwindigkeit bei einfarbigem Druck || 0,50 × ipm2 
 Farbig (außer Faxgeräte) || Geschwindigkeit bei einfarbigem Druck || 0,50 × ipm2 
iii)           Berechnung
der Anzahl der Bilder pro Auftrag durch Division der Anzahl der Bilder
pro Tag durch die Anzahl der Aufträge pro Tag. Das Ergebnis ist auf die nächste
ganze Zahl abzurunden. Bei einem Ergebnis von 15,8 ist somit davon auszugehen,
dass pro Druckauftrag nicht 16, sondern 15 Bilder zu erstellen sind.
Für Kopierer mit weniger als 20 ipm ist ein
Original pro gewünschtem Bild zu verwenden. Für Druckaufträge mit vielen
Bildern, z. B. bei Geräten mit mehr als 20 ipm, wird die Anzahl der
erforderlichen Bilder möglicherweise nicht erreicht. Dies gilt insbesondere in
Bezug auf die Kapazität der Vorlageneinzüge. Aus diesem Grund können bei
Kopierern mit 20 ipm und darüber mehrere Kopien von jedem Original erstellt
werden, sofern mindestens zehn Originale verwendet werden. Dadurch werden
gegebenenfalls mehr Bilder erstellt als erforderlich. Beispielsweise kann die
Prüfung eines Geräts mit 50 ipm, von dem 39 Bilder pro Auftrag zu
erstellen sind, anhand von vier Kopien von 10 Originalen oder anhand von
3 Kopien von 13 Originalen erfolgen.
d)           Messverfahren
Zur Zeitmessung genügt eine gewöhnliche
Stoppuhr. Die Angabe der Zeit hat auf eine Sekunde genau zu erfolgen. Alle
Stromwerte sind in Wattstunden (Wh) anzugeben. Alle Zeiten sind in Sekunden
oder Minuten anzugeben. Die Anweisung „Messgerät auf Null setzen“ bezieht sich
auf die „Wh“-Anzeige des Messgeräts. Die Tabellen 6 und 7 erläutern die
Vorgangsweise bei der TSV-Prüfung.
Service-/Wartungsmodi (einschließlich
Farbkalibrierung) sollten generell bei der TSV-Messung nicht berücksichtigt
werden. Tritt ein derartiger Modus während der Prüfung auf, ist dies
festzuhalten. Wenn während eines Auftrags, bei dem es sich nicht um den ersten
handelt, ein Servicemodus auftritt, kann dieser Auftrag verworfen und für die
Prüfung stattdessen ein weiterer Auftrag gegeben werden. Ist ein solcher
zusätzlicher Auftrag erforderlich, sind die Stromwerte für den verworfenen
Auftrag nicht aufzuzeichnen. Der Zusatzauftrag ist dann unmittelbar nach
Auftrag 4 hinzuzufügen. Das 15-minütige Intervall zwischen den Aufträgen
ist immer einzuhalten, auch für den verworfenen Auftrag.
Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion sind für
alle Zwecke dieses Prüfverfahrens als Kopierer zu behandeln.
i)            Verfahren für
Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie
Faxgeräte
 Tabelle 6 
 TSV-Prüfverfahren – Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte 
 Schritt || Ausgangs­zustand || Vorgang || Aufzeichnen (nach Abschluss des Schritts) || Mögliche gemessene Zustände 
 1 || Aus || Messgerät am bildgebenden Gerät anschließen. Messgerät auf Null setzen. Prüfzeitraum abwarten (mindestens fünf Minuten). || Stromver­brauch Aus-Zustand || Aus 
 Zeit Prüfintervall 
 2 || Aus || Gerät einschalten. Anzeige der Betriebsbereitschaft abwarten. || — || — 
 3 || Betriebs­bereit || Auftrag mit mindestens einem Ausgabebild, aber nicht mehr als einen Auftrag laut Auftragstabelle ausdrucken. Zeit stoppen, bis das erste Blatt das Gerät verlässt. Abwarten, bis das Messgerät anzeigt, dass das bildgebende Gerät in den endgültigen Ruhezustand gegangen ist. || Zeit Aktiv0 || — 
 4 || Ruhe­zustand || Messgerät auf Null setzen. Eine Stunde warten. || Stromver­brauch Ruhezustand || Ruhezustand 
 5 || Ruhe­zustand || Messgerät und Stoppuhr auf Null setzen. Einen Auftrag laut Auftragstabelle drucken. Zeit stoppen, bis das erste Blatt das Gerät verlässt. Warten, bis die Stoppuhr anzeigt, dass 15 Minuten vergangen sind. || Stromverbrauch Auftrag1 || Aufwach-, Aktiv-, Betriebs­bereit­schafts-, Ruhezustand 
 Zeit Aktiv1 
 6 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen. || Stromver­brauch Auftrag2 || wie oben 
 Zeit Aktiv2 
 7 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). || Stromver­brauch Auftrag3 || wie oben 
 8 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). || Stromver­brauch Auftrag4 || wie oben 
 9 || Betriebs­bereit || Messgerät und Stoppuhr auf Null setzen. Abwarten, bis das Messgerät bzw. das bildgebende Gerät anzeigt, dass es in den endgültigen Ruhezustand gegangen ist. || Zeit Schluss || Betriebs­bereitschaft, Ruhezustand 
 Stromverbrauch Schluss || — 
Erläuterungen:
–     
Vor dem Beginn der Prüfung sollten die
voreingestellten Wartezeiten der Stromsparfunktionen überprüft werden, damit
sichergestellt ist, dass diese im Lieferzustand sind. Außerdem ist
sicherzustellen, dass im Gerät ausreichend Papier vorhanden ist.
–     
Ein „Nullsetzen des Messgeräts“ kann auch erreicht
werden, indem der bis zu diesem Zeitpunkt angefallene Stromverbrauch
festgehalten wird, anstatt das Messgerät tatsächlich auf Null zu setzen.
–     
Schritt 1: Der Zeitraum im Aus-Zustand kann
auch länger sein, wenn eine Verringerung des Messfehlers gewünscht wird. Der
Stromverbrauch im Aus-Zustand wird für die Berechnungen nicht benötigt.
–     
Schritt 2: Wenn das Gerät über keine
Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt herangezogen, zu dem
sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert.
–     
Schritt 3: Nach Aufzeichnung der Zeit Aktiv0
kann der verbleibende Auftrag abgebrochen werden.
–     
Schritt 5: Der 15-Minuten-Zeitraum beginnt bei
der Erteilung des Auftrags. Das Gerät muss innerhalb von 5 Sekunden,
nachdem Messgerät und Stoppuhr auf Null gesetzt worden sind, eine erhöhte
Leistungsaufnahme zeigen. Um dies zu gewährleisten, kann es erforderlich sein,
den Druckauftrag einzuleiten, bevor Messgerät und Stoppuhr auf Null gesetzt
worden sind.
–     
Schritt 6: Ein Gerät, das mit kurzen
voreingestellten Wartezeiten geliefert wird, kann aus dem Ruhezustand mit den
Schritten 6–8 beginnen.
–     
Schritt 9: Ein Gerät kann mehrere Ruhezustände
haben. In diesem Fall werden alle Ruhezustände mit Ausnahme des letzten in den
Abschlusszeitraum aufgenommen.
Jedes Bild ist einzeln zu senden. Alle Bilder
können Teil desselben Dokuments sein, dürfen jedoch im Dokument nicht als
mehrere Kopien eines einzigen Originals auftreten (es sei denn, es handelt sich
bei dem Gerät um einen Digitalvervielfältiger laut Abschnitt D.2
Buchstabe b).
Bei Faxgeräten, die pro Druckauftrag nur ein
Bild verarbeiten, ist die Seite in den Vorlageneinzug des Geräts für
Einzelblatt-Bedarfskopien einzulegen. Dies kann bereits vor dem Beginn der
Prüfung erfolgen. Das Gerät muss nicht an eine Telefonleitung angeschlossen
sein, es sei denn, dass für die Durchführung der Prüfung eine Telefonleitung
erforderlich ist. Wenn ein Faxgerät beispielsweise keine
Einzelblatt-Bedarfskopien erstellen kann, ist der laut Schritt 2
auszuführende Auftrag über eine Telefonleitung an das Gerät zu senden. Bei
Faxgeräten ohne Vorlageneinzug ist die Seite auf die Scanplatte zu legen.
ii)            Verfahren für
Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion
 Tabelle 7 
 TSV-Prüfverfahren – Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion 
 Schritt || Ausgangs­zustand || Vorgang || Aufzeichnen (nach Abschluss des Schritts) || Mögliche gemessene Zustände 
 1 || Aus || Messgerät am bildgebenden Gerät anschließen. Messgerät auf Null setzen. Prüfzeitraum abwarten (mindestens fünf Minuten). || Stromver­brauch Aus-Zustand || Aus 
 Zeit Prüfintervall 
 2 || Aus || Gerät einschalten. Anzeige der Betriebsbereitschaft abwarten. || — || — 
 3 || Betriebs­bereit || Kopierauftrag mit mindestens einem Ausgabebild, aber nicht mehr als einen Auftrag laut Auftragstabelle kopieren. Zeit stoppen, bis das erste Blatt das Gerät verlässt. Abwarten, bis das Messgerät anzeigt, dass das bildgebende Gerät in den endgültigen Ruhezustand gegangen ist. || Zeit Aktiv0 || — 
 4 || Ruhe­zustand || Messgerät auf Null setzen. Eine Stunde warten. Wenn sich das Gerät in weniger als einer Stunde abschaltet, Zeit und Stromverbrauch im Ruhezustand aufzeichnen. Vor dem Beginn von Schritt 5 jedoch in jedem Fall eine volle Stunde warten. || Stromver­brauch Ruhezustand || Ruhezustand 
 Zeit Prüfintervall 
 5 || Ruhe­zustand || Messgerät und Stoppuhr auf Null setzen. Einen Auftrag laut Auftragstabelle kopieren. Zeit stoppen, bis das erste Blatt das Gerät verlässt. Warten, bis die Stoppuhr anzeigt, dass 15 Minuten vergangen sind. || Stromver­brauch Auftrag1 || Aufwach-, Aktiv-, Betriebs­bereitschafts-, Ruhezustand, Selbst­abschaltung 
 Zeit Aktiv1 
 6 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen. || Stromver­brauch Auftrag2 || wie oben 
 Zeit Aktiv2 
 7 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). || Stromver­brauch Auftrag3 || wie oben 
 8 || Betriebs­bereit || Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). || Stromver­brauch Auftrag4 || wie oben 
 9 || Betriebs­bereit || Messgerät und Stoppuhr auf Null setzen. Abwarten, bis das Messgerät bzw. das bildgebende Gerät anzeigt, dass es in den Selbstabschaltungsmodus gegangen ist. || Stromver­brauch Schluss || Betriebs­bereitschaft, Ruhezustand 
 Zeit Schluss 
 10 || Selbst­abschaltung || Messgerät auf Null setzen. Prüfzeitraum abwarten (mindestens fünf Minuten). || Stromver­brauch Selbst­abschaltung || Selbst­abschaltung 
Erläuterungen:
–     
Vor dem Beginn der Prüfung sollten die voreingestellten
Wartezeiten der Stromsparfunktionen überprüft werden, damit sichergestellt ist,
dass diese im Lieferzustand sind. Außerdem ist sicherzustellen, dass im Gerät
ausreichend Papier vorhanden ist.
–     
Ein „Nullsetzen des Messgeräts“ kann auch erreicht
werden, indem der bis zu diesem Zeitpunkt angefallene Stromverbrauch
festgehalten wird, anstatt das Messgerät tatsächlich auf Null zu setzen.
–     
Schritt 1: Der Zeitraum im Aus-Zustand kann
auch länger sein, wenn eine Verringerung des Messfehlers gewünscht wird. Der
Stromverbrauch im Aus-Zustand wird für die Berechnungen nicht benötigt.
–     
Schritt 2: Wenn das Gerät über keine
Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt herangezogen, zu dem
sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert.
–     
Schritt 3: Nach Aufzeichnung der Zeit Aktiv0
kann der verbleibende Auftrag abgebrochen werden.
–     
Schritt 4: Wenn das Gerät innerhalb dieser
Stunde abschaltet, Stromverbrauch im Ruhezustand und Zeit zu diesem Zeitpunkt
aufzeichnen. Mit Schritt 5 jedoch erst beginnen, wenn nach dem Eintritt in
den endgültigen Ruhezustand eine volle Stunde vergangen ist. Der Stromverbrauch
im Ruhezustand wird für die Berechnung nicht benötigt. Das Gerät darf innerhalb
der vollen Stunde in den Selbstabschaltungsmodus übergehen.
–     
Schritt 5: Der 15-Minuten-Zeitraum beginnt bei
der Erteilung des Auftrags. Um anhand dieses Prüfverfahrens bewertet zu werden,
müssen die Geräte den gewünschten Auftrag laut Auftragstabelle innerhalb des
15-minütigen Intervalls abschließen können.
–     
Schritt 6: Ein Gerät, das mit kurzen
voreingestellten Wartezeiten geliefert wird, kann aus dem Ruhe- oder
Selbstabschaltungsmodus mit den Schritten 6–8 beginnen.
–     
Schritt 9: Wenn das Gerät schon vor dem Beginn
von Schritt 9 in die Selbstabschaltung übergegangen ist, betragen die
Werte für „Stromverbrauch Schluss“ und „Zeit Schluss“ Null.
–     
Schritt 10: Um die Genauigkeit zu erhöhen,
kann ein längeres Prüfintervall für die Selbstabschaltung gewählt werden.
Die Originalvorlagen können vor Beginn des
Prüfvorgangs in den Vorlageneinzug gelegt werden. Geräte ohne Vorlageneinzug
können alle Bilder anhand eines auf die Scanplatte gelegten Originals
erstellen.
iii)           Zusätzliche
Messung bei Geräten mit digitalem Front-End (DFE)
Dieser Schritt ist nur auf Geräte mit DFE laut
Abschnitt A.32 anzuwenden.
Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel
verfügt, ist – unabhängig davon, ob sich Stromkabel und ‑regler innerhalb
oder außerhalb des bildgebenden Geräts befinden – eine fünfminütige
Leistungsmessung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende
Gerät in Betriebsbereitschaft befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu
verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird.
Wenn das DFE über kein eigenes Stromnetzkabel
verfügt, muss der Hersteller die Wechselstrom-Leistung dokumentieren, die das
DFE benötigt, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet.
Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am
Gleichstromeingang des DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste
im Netzteil erhöht wird.
e)           Berechnungsmethoden
Der TSV-Wert gibt Annahmen darüber wieder, wie
viele Stunden pro Tag und nach welchen Mustern das Gerät in etwa verwendet wird
und wie die voreingestellten Wartezeiten des Geräts vor dem Übergang in die
Stromsparzustände genutzt werden. Der aufgelaufene Stromverbrauch wird über die
Zeit gemessen und mittels Division durch die Zeitdauer wird die Leistung
berechnet.
Die Berechnungen basieren auf Aufträgen, die
pro Tag in zwei Gruppen abgewickelt werden. Dazwischen geht das Gerät wie in
Abbildung 2 dargestellt in den niedrigsten Stromverbrauchszustand über
(wie z. B. während einer Mittagspause). Es wird davon ausgegangen, dass
die Geräte am Wochenende nicht in Betrieb sind und nicht manuell ausgeschaltet
werden.
Die Schlusszeit ist der Zeitraum zwischen dem
letzten erteilten Auftrag und dem Eintreten in den niedrigsten
Verbrauchszustand (Selbstabschaltung bei Kopierern, Digitalvervielfältigern und
Mehrzweckgeräten ohne Druckfunktion bzw. Ruhezustand bei Druckern, Digitalvervielfältigern
und Mehrzweckgeräten mit Druckfunktion sowie Faxgeräten) abzüglich des
15-minütigen Auftragsintervalls.
Die beiden folgenden Formeln gelten für alle
Gerätearten:
Durchschnittlicher Stromverbrauch Auftrag =
(Auftrag2 + Auftrag3 + Auftrag4) / 3
Täglicher Stromverbrauch Aufträge =
(Auftrag1 × 2) + [(Aufträge pro Tag – 2) × Durchschnittlicher
Stromverbrauch Auftrag)]
Die Berechnung für Drucker,
Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte
erfolgt außerdem nach folgenden drei Formeln:
Täglicher Stromverbrauch Ruhezustand = [24
Stunden – ((Aufträge pro Tag / 4 ) + (Zeit Schluss × 2))] × Stromverbrauch
Ruhezustand
Täglicher Stromverbrauch = Täglicher
Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher
Stromverbrauch Ruhezustand
TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) +
(Stromverbrauch Ruhezustand × 48)
Die Berechnung für Kopierer,
Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion erfolgt außerdem
nach folgenden drei Formeln:
Täglicher Stromverbrauch Selbstabschaltung
= [24 Stunden – ((Aufträge pro Tag / 4) + (Zeit Schluss × 2))] × Stromverbrauch
Selbstabschaltung
Täglicher Stromverbrauch = Täglicher
Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher
Stromverbrauch Selbstabschaltung
TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) +
(Stromverbrauch Selbstabschaltung × 48)
Die Spezifikationen der verwendeten Messgeräte
und die für die Messungen verwendeten Bereiche sind anzugeben. Die Messungen
sind so durchzuführen, dass sich ein potenzieller Gesamtfehler des TSV-Werts
von maximal 5 % ergibt. In Fällen, in denen der potenzielle Fehler weniger
als 5 % Prozent beträgt, braucht die Genauigkeit nicht festgehalten zu
werden. Liegt der potenzielle Gesamtmessfehler nahe 5 %, ist es Aufgabe
des Herstellers, Maßnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass dieser Wert
nicht überschritten wird.
f)            Verweise
ISO/IEC 10561:1999: Informationstechnik –
Büro- und Datentechnik – Drucker – Messung der Druckleistung für Drucker der
Klasse 1 und Klasse 2.
 Tabelle 8 
 Vorberechnete Auftragstabelle 
 Geschwindigkeit || Aufträge/Tag || Zwischenbilder/ Tag || Zwischenbilder/ Auftrag || Bilder/Auftrag || Bilder/Tag 
 1 || 8 || 1 || 0,06 || 1 || 8 
 2 || 8 || 2 || 0,25 || 1 || 8 
 3 || 8 || 5 || 0,56 || 1 || 8 
 4 || 8 || 8 || 1,00 || 1 || 8 
 5 || 8 || 13 || 1,56 || 1 || 8 
 6 || 8 || 18 || 2,25 || 2 || 16 
 7 || 8 || 25 || 3,06 || 3 || 24 
 8 || 8 || 32 || 4,00 || 4 || 32 
 9 || 9 || 41 || 4,50 || 4 || 36 
 10 || 10 || 50 || 5,00 || 5 || 50 
 11 || 11 || 61 || 5,50 || 5 || 55 
 12 || 12 || 72 || 6,00 || 6 || 72 
 13 || 13 || 85 || 6,50 || 6 || 78 
 14 || 14 || 98 || 7,00 || 7 || 98 
 15 || 15 || 113 || 7,50 || 7 || 105 
 16 || 16 || 128 || 8,00 || 8 || 128 
 17 || 17 || 145 || 8,50 || 8 || 136 
 18 || 18 || 162 || 9,00 || 9 || 162 
 19 || 19 || 181 || 9,50 || 9 || 171 
 20 || 20 || 200 || 10,00 || 10 || 200 
 21 || 21 || 221 || 10,50 || 10 || 210 
 22 || 22 || 242 || 11,00 || 11 || 242 
 23 || 23 || 265 || 11,50 || 11 || 253 
 24 || 24 || 288 || 12,00 || 12 || 288 
 25 || 25 || 313 || 12,50 || 12 || 300 
 26 || 26 || 338 || 13,00 || 13 || 338 
 27 || 27 || 365 || 13,50 || 13 || 351 
 28 || 28 || 392 || 14,00 || 14 || 392 
 29 || 29 || 421 || 14,50 || 14 || 406 
 30 || 30 || 450 || 15,00 || 15 || 450 
 31 || 31 || 481 || 15,50 || 15 || 465 
 32 || 32 || 512 || 16,00 || 16 || 512 
 33 || 32 || 545 || 17,02 || 17 || 544 
 34 || 32 || 578 || 18,06 || 18 || 576 
 35 || 32 || 613 || 19,14 || 19 || 608 
 36 || 32 || 648 || 20,25 || 20 || 640 
 37 || 32 || 685 || 21,39 || 21 || 672 
 38 || 32 || 722 || 22,56 || 22 || 704 
 39 || 32 || 761 || 23,77 || 23 || 736 
 40 || 32 || 800 || 25,00 || 25 || 800 
 41 || 32 || 841 || 26,27 || 26 || 832 
 42 || 32 || 882 || 27,56 || 27 || 864 
 43 || 32 || 925 || 28,89 || 28 || 896 
 44 || 32 || 968 || 30,25 || 30 || 960 
 45 || 32 || 1013 || 31,64 || 31 || 992 
 46 || 32 || 1058 || 33,06 || 33 || 1056 
 47 || 32 || 1105 || 34,52 || 34 || 1088 
 48 || 32 || 1152 || 36,00 || 36 || 1152 
 49 || 32 || 1201 || 37,52 || 37 || 1184 
 50 || 32 || 1250 || 39,06 || 39 || 1248 
 51 || 32 || 1301 || 40,64 || 40 || 1280 
 52 || 32 || 1352 || 42,25 || 42 || 1344 
 53 || 32 || 1405 || 43,89 || 43 || 1376 
 54 || 32 || 1458 || 45,56 || 45 || 1440 
 55 || 32 || 1513 || 47,27 || 47 || 1504 
 56 || 32 || 1568 || 49,00 || 49 || 1568 
 57 || 32 || 1625 || 50,77 || 50 || 1600 
 58 || 32 || 1682 || 52,56 || 52 || 1664 
 59 || 32 || 1741 || 54,39 || 54 || 1728 
 60 || 32 || 1800 || 56,25 || 56 || 1792 
 61 || 32 || 1861 || 58,14 || 58 || 1856 
 62 || 32 || 1922 || 60,06 || 60 || 1920 
 63 || 32 || 1985 || 62,02 || 62 || 1984 
 64 || 32 || 2048 || 64,00 || 64 || 2048 
 65 || 32 || 2113 || 66,02 || 66 || 2112 
 66 || 32 || 2178 || 68,06 || 68 || 2176 
 67 || 32 || 2245 || 70,14 || 70 || 2240 
 68 || 32 || 2312 || 72,25 || 72 || 2304 
 69 || 32 || 2381 || 74,39 || 74 || 2368 
 70 || 32 || 2450 || 76,56 || 76 || 2432 
 71 || 32 || 2521 || 78,77 || 78 || 2496 
 72 || 32 || 2592 || 81,00 || 81 || 2592 
 73 || 32 || 2665 || 83,27 || 83 || 2656 
 74 || 32 || 2738 || 85,56 || 85 || 2720 
 75 || 32 || 2813 || 87,89 || 87 || 2784 
 76 || 32 || 2888 || 90,25 || 90 || 2880 
 77 || 32 || 2965 || 92,64 || 92 || 2944 
 78 || 32 || 3042 || 95,06 || 95 || 3040 
 79 || 32 || 3121 || 97,52 || 97 || 3104 
 80 || 32 || 3200 || 100,00 || 100 || 3200 
 81 || 32 || 3281 || 102,52 || 102 || 3264 
 82 || 32 || 3362 || 105,06 || 105 || 3360 
 83 || 32 || 3445 || 107,64 || 107 || 3424 
 84 || 32 || 3528 || 110,25 || 110 || 3520 
 85 || 32 || 3613 || 112,89 || 112 || 3584 
 86 || 32 || 3698 || 115,56 || 115 || 3680 
 87 || 32 || 3785 || 118,27 || 118 || 3776 
 88 || 32 || 3872 || 121,00 || 121 || 3872 
 89 || 32 || 3961 || 123,77 || 123 || 3936 
 90 || 32 || 4050 || 126,56 || 126 || 4032 
 91 || 32 || 4141 || 129,39 || 129 || 4128 
 92 || 32 || 4232 || 132,25 || 132 || 4224 
 93 || 32 || 4325 || 135,14 || 135 || 4320 
 94 || 32 || 4418 || 138,06 || 138 || 4416 
 95 || 32 || 4513 || 141,02 || 141 || 4512 
 96 || 32 || 4608 || 144,00 || 144 || 4608 
 97 || 32 || 4705 || 147,02 || 157 || 4704 
 98 || 32 || 4802 || 150,06 || 150 || 4800 
 99 || 32 || 4901 || 153,14 || 153 || 4896 
 100 || 32 || 5000 || 156,25 || 156 || 4992 
Abbildung 2
TSV-Messverfahren
Abbildung 2 enthält eine grafische
Darstellung des Messverfahrens. Bei Geräten mit kurzen voreingestellten
Wartezeiten können innerhalb der vier Auftragsmessungen Ruhezustand-Phasen bzw.
innerhalb der Ruhezustands-Messungen in Schritt 4 Selbstabschaltungsphasen
auftreten. Außerdem werden Geräte mit Druckfunktion, die über nur einen
Ruhezustand verfügen, in der Schlussphase nicht in den Ruhezustand gehen.
Schritt 10 ist nur auf Kopierer, Digitalvervielfältiger und
Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion anzuwenden.
Abbildung 3
Ein
typischer Tagesverlauf
Abbildung 3 zeigt ein schematisches
Beispiel eines Kopierers mit 8 ipm, der am Vormittag und am Nachmittag je
vier Aufträge erledigt, zwei Schlussphasen und einen für den Rest des
Arbeitstages und das gesamte Wochenende andauernden Selbstabschaltungszustand
durchläuft. Eine „Mittagspause“ wird angedeutet, jedoch nicht eindeutig
dargestellt. Die Abbildung ist nicht maßstabsgerecht. Wie dargestellt,
besteht zwischen den Aufträgen ein Abstand von 15 Minuten und es handelt sich
um zwei Gruppen. Unabhängig von der Dauer dieser Zeiträume gibt es immer zwei
komplette Schlussphasen. Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte
mit Druckfunktion sowie Faxgeräte nutzen nicht den Selbstabschaltungszustand,
sondern den Ruhezustand als Ausgangsmodus, sind ansonsten aber so zu behandeln
wie Kopierer.
3.           Betriebsmodus-Prüfverfahren
(BM-Prüfverfahren)
a)           Erfasste
Gerätearten: Das BM-Prüfverfahren für die Messung von Standardformat-Geräten
ist in Abschnitt B Tabelle 2 ausgeführt.
b)           Prüfparameter
Dieser Abschnitt beschreibt die Prüfparameter
zur Messung der Leistungsaufnahme eines Geräts laut BM-Prüfverfahren.
Netzanbindung
Geräte, die im Lieferzustand netzfähig[20] sind, müssen während des
Prüfvorgangs an mindestens ein Netz angeschlossen werden. Die Art der aktiven
Netzverbindung kann vom Hersteller gewählt werden. Sie ist jedoch anzugeben.
Das Gerät darf keinen Betriebsstrom über die
Netzverbindung erhalten (z. B. über Power-over-Ethernet, USB,
USB PlusPower oder IEEE 1394), es sei denn, dass dies die einzige
Energiequelle für das Gerät ist (d. h. es ist keine Wechselstromquelle
vorhanden).
Gerätekonfiguration
Das Gerät muss so konfiguriert sein, wie es geliefert
und zum Gebrauch empfohlen wird. Dies gilt insbesondere für wichtige Parameter
wie voreingestellte Wartezeiten, Druckqualität und Auflösung. Ferner ist
Folgendes zu beachten:
Papierquellen und Vorrichtungen für die
Papierendbearbeitung müssen wie im Lieferzustand angebracht und konfiguriert
sein; ihre Verwendung bei der Prüfung bleibt jedoch dem Hersteller überlassen
(z. B. kann eine beliebige Papierquelle verwendet werden). Hardware, die
einen Teil des Modells bildet und zur Installation oder Anbringung durch den
Benutzer gedacht ist (z. B. ein Papiereinzug), muss vor der Prüfung
installiert werden.
Feuchtigkeitsschutzfunktionen können, wenn
dies durch den Benutzer möglich ist, abgeschaltet werden.
Bei Faxgeräten ist eine Seite in den
Vorlageneinzug des Geräts für Einzelblatt-Bedarfskopien einzulegen. Dies kann
bereits vor dem Beginn der Prüfung erfolgen. Das Gerät muss nicht an eine
Telefonleitung angeschlossen sein, es sei denn, dass für die Durchführung der
Prüfung eine Telefonleitung erforderlich ist. Wenn ein Faxgerät beispielsweise
keine Einzelblatt-Bedarfskopien erstellen kann, ist der laut Schritt 2
auszuführende Auftrag über eine Telefonleitung an das Gerät zu senden. Bei
Faxgeräten ohne Vorlageneinzug ist die Seite auf die Scanplatte zu legen.
Wenn ein Gerät mit aktiviertem
Selbstabschaltungszustand geliefert wird, ist dieser vor der Prüfung zu
aktivieren.
Geschwindigkeit
Bei der Messung der Leistungsaufnahme im
Rahmen dieses Prüfverfahrens muss das Gerät mit der im Lieferzustand
voreingestellten Geschwindigkeit Bilder erzeugen. Bekannt zu geben ist jedoch
die vom Hersteller angegebene Maximalgeschwindigkeit für die Erstellung von
einfarbigen Bildern im Simplex-Modus auf Papier im Standardformat.
c)           Methode zur
Messung der Leistungsaufnahme
Alle Messungen der Leistungsaufnahmen sind
gemäß IEC 62301 durchzuführen. Es gelten jedoch folgende Ausnahmen:
Zur Ermittlung der bei der Prüfung zu
verwendenden Spannungs-/Frequenzkombinationen siehe Prüfbedingungen und ‑geräte
für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte in Abschnitt D.4.
Die Anforderungen in Bezug auf
Oberschwingungen während der Prüfung sind strenger als jene gemäß
IEC 62301.
Die für dieses BM-Prüfverfahren erforderliche
Genauigkeit beträgt für alle Messungen mit Ausnahme der Leistungsaufnahme in
Betriebsbereitschaft 2 %. Für die Messung der Leistungsaufnahme in
Betriebsbereitschaft ist eine Genauigkeit von 5 % erforderlich, wie in
Abschnitt D.4 vorgesehen. Der Wert von 2 % entspricht IEC 62301,
wobei die IEC-Norm dies als Vertrauensniveau bezeichnet.
Bei Geräten, die Batterien verwenden, wenn sie
nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, verbleibt die Batterie während der
Prüfung im Gerät. Bei der Messung sollte jedoch keine aktive Aufladung der
Batterie erfolgen, die über die Wartungsladung hinaus geht (d. h. die
Batterie sollte vor dem Beginn der Prüfung voll aufgeladen werden).
Geräte mit externem Netzteil sind zu prüfen,
während das Gerät an das externe Netzteil angeschlossen ist.
Geräte mit einer normalen
Gleichstrom-Niederspannungsversorgung (z. B. USB, USB PlusPower,
IEEE 1394 oder Power-over-Ethernet) müssen eine geeignete
wechselstromgespeiste Gleichstromversorgung verwenden. Für das zu prüfende
Gerät wird die Leistungsaufnahme dieser Gleichstromversorgung gemessen und angegeben.
Bei USB-gespeisten bildgebenden Geräten ist ein gespeister Hub zu verwenden,
der nur das zu prüfende bildgebende Gerät versorgt. Bei bildgebenden Geräten,
die über Power-over-Ethernet oder USB PlusPower mit Strom versorgt werden,
ist es zulässig, die Leistungsaufnahme des Stromverteilers mit und ohne das
angeschlossene bildgebende Gerät zu messen und die Differenz als
Leistungsaufnahme des Geräts anzunehmen. Der Hersteller sollte jedoch
bestätigen, dass diese Vorgehensweise den Gleichstromverbrauch des Geräts
zuzüglich Toleranz für Netzgerät und Verteilungsverluste angemessen darstellt.
d)           Messverfahren
Zur Zeitmessung genügt eine gewöhnliche
Stoppuhr. Die Angabe der Zeit hat auf eine Sekunde genau zu erfolgen. Für die
Leistungsangaben sind Watt (W) zu verwenden. Tabelle 9 gibt einen
Überblick über die einzelnen Schritte des BM-Verfahrens.
Service-/Wartungsmodi (einschließlich
Farbkalibrierung) sollten generell bei der Messung nicht berücksichtigt werden.
Änderungen des Verfahrens zum Ausschluss derartiger während der Prüfung
auftretender Modi sind festzuhalten.
Wie oben angegeben, sind alle
Leistungsmessungen gemäß IEC 62301 durchzuführen. Je nach Betriebsmodus
sieht IEC 62301 folgende Arten von Messungen vor:
Momentanleistungsmessungen, Messungen des innerhalb von fünf Minuten
aufgelaufenen Stromverbrauchs oder Messungen des aufgelaufenen Stromverbrauchs
über einen Zeitraum, der lang genug für eine ordnungsgemäße Bewertung des
zyklischen Verbrauchsmusters ist. Unabhängig von der Art der Messung sollten
nur die Werte der Leistungsaufnahmen angegeben werden.
 Tabelle 9 
 BM-Prüfverfahren 
 Schritt || Ausgangszustand || Vorgang || Aufzeichnen 
 1 || Aus || Messgerät am bildgebenden Gerät anschließen. Gerät einschalten. Anzeige der Betriebsbereitschaft abwarten. || — 
 2 || Betriebs­bereit || Ein Bild drucken, kopieren oder scannen || — 
 3 || Betriebs­bereit || Leistungsaufnahme in Betriebsbereitschaft messen. || Leistungsaufnahme Betriebsbereitschaft 
 4 || Betriebs­bereit || Voreingestellte Wartezeit bis Ruhezustand abwarten. || Zeit bis Ruhezustand 
 5 || Ruhe­zustand || Leistungsaufnahme im Ruhezustand messen. || Leistungsaufnahme Ruhezustand 
 6 || Ruhezustand || Voreingestellte Wartezeit bis Selbstabschaltung abwarten. || Zeit bis Selbstabschaltung 
 7 || Selbst­abschaltung || Leistungsaufnahme im Selbstabschaltungsmodus messen. || Leistungsaufnahme Selbstabschaltung 
 8 || Aus || Gerät manuell ausschalten. Abwarten, bis das Gerät ausgeschaltet ist. || — 
 9 || Aus || Leistungsaufnahme im Aus-Zustand messen. || Leistungsaufnahme Aus 
Erläuterungen:
–     
Vor Beginn der Prüfung die voreingestellten
Wartezeiten der Stromsparzustände überprüfen, um sicherzustellen, dass sich
diese im Lieferzustand befinden.
–     
Schritt 1: Wenn das Gerät über keine
Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt herangezogen, zu dem
sich die Leistungsaufnahme bei Betriebsbereitschaft stabilisiert. Dieser
Umstand ist festzuhalten.
–     
Schritte 4 und 5: Bei Geräten mit mehr als
einem Ruhezustand werden die Schritte so oft wie nötig wiederholt, um sämtliche
aufeinander folgende Ruhezustände zu durchlaufen und zu dokumentieren.
Üblicherweise verfügen Großformat-Kopierer und Mehrzweckgeräte mit
hitzeintensiven Druckverfahren über zwei Ruhezustände. Für derartige Geräte
sind die Schritte 4 und 5 zu überspringen.
–     
Schritte 4 und 6: Messungen der
voreingestellten Wartezeiten sind parallel und kumulativ ab Beginn von
Schritt 4 vorzunehmen. Beispielsweise hat ein Gerät, das nach
15 Minuten in den ersten und nach weiteren 30 Minuten in den zweiten
Ruhezustand wechselt, eine 15-minütige voreingestellte Wartezeit für den ersten
und eine 45-minütige voreingestellte Wartezeit für den zweiten Ruhezustand.
–     
Schritte 6 und 7: Die meisten BM-Geräte
verfügen über keinen eindeutigen Selbstabschaltungsmodus. Für derartige Geräte
sind die Schritte 6 und 7 zu überspringen.
–     
Schritt 8: Wenn das Gerät keinen Netzschalter
besitzt, abwarten, bis es in seinen niedrigsten Verbrauchsmodus wechselt und
dies bei der Einreichung der Prüfdaten angeben.
i)            Zusätzliche
Messung bei Geräten mit digitalem Front-End (DFE)
Dieser Schritt ist nur auf Geräte mit DFE laut
Abschnitt A.32 anzuwenden.
Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel
verfügt, ist – unabhängig davon, ob sich Stromkabel und ‑regler innerhalb
oder außerhalb des bildgebenden Geräts befinden – eine fünfminütige
Leistungsmessung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende
Gerät in Betriebsbereitschaft befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu
verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird.
Wenn das DFE über kein eigenes Stromnetzkabel
verfügt, muss der Hersteller die Wechselstrom-Leistung dokumentieren, die das
DFE benötigt, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet.
Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am
Gleichstromeingang des DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste
im Netzteil erhöht wird.
e)           Verweise
IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte –
Messung der Standby-Leistungsaufnahme.
4.           Prüfbedingungen und ‑geräte
für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte
Die folgenden Prüfbedingungen sind für BM- und
TSV-Prüfverfahren anzuwenden. Sie gelten für Kopierer, Digitalvervielfältiger,
Faxgeräte, Frankiermaschinen, Mehrzweckgeräte, Drucker und Scanner.
Nachfolgend sind die Umgebungsbedingungen
aufgeführt, die für die Stromverbrauchs- oder Leistungsmessungen zu schaffen
sind. Dadurch wird gewährleistet, dass sich unterschiedliche
Umgebungsbedingungen nicht auf die Prüfergebnisse auswirken und die
Prüfergebnisse wiederholbar sind. Die Spezifikationen für die Prüfgeräte
entsprechen den Prüfbedingungen.
a)         Prüfbedingungen
Allgemeine Kriterien:
 Versorgungsspannung[21]   || Nordamerika/Taiwan || 115 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 60 Hz (± 1 %) 
 Europa/Australien/Neuseeland || 230 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %) 
 Japan || 100 Volt (± 1 %) Wechselstrom, 50 Hz (± 1 %)/60 Hz (± 1 %) 
   || Hinweis: Bei Geräten mit einer maximalen Nennleistung > 1,5 kW entspricht der Spannungsbereich ± 4 %. 
 Klirrfaktor (THD) (Spannung) || < 2 % (< 5% für Geräte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW) 
 Umgebungstemperatur || 23 °C ± 5 °C 
 Relative Luftfeuchtigkeit || 10–80 % 
(Siehe
IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der
Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitte 3.2 und 3.3)
Papierspezifikationen:
Für alle TSV- und BM-Prüfungen, bei denen
Papier benötigt wird, müssen Papierformat und Basisgewicht dem entsprechenden
Markt angemessen sein. Siehe dazu die untenstehende Tabelle.
 Papierformat und ‑gewicht 
 Markt || Format || Basisgewicht 
 Nordamerika/Taiwan: || 8,5″ × 11″ || 75 g/m² 
 Europa/Australien/Neuseeland: || A4 || 80 g/m² 
 Japan: || A4 || 64 g/m² 
b)           Prüfgerät
Ziel des Prüfverfahrens ist die Messung der
tatsächlichen Leistungsaufnahme („Wirkleistung“)[22] des Geräts. Dies erfordert die
Verwendung eines Wattmeters, das Echt-Effektivwerte (TRMS) misst. Aus dem
großen Angebot an Leistungsmessgeräten müssen die Hersteller sorgfältig ein
geeignetes Modell auswählen. Folgende Faktoren sind bei der Wahl des Prüfgeräts
und der Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen:
Frequenzgang: Elektronische Geräte mit
Schaltnetzteilen verursachen Oberschwingungen (ungerade Oberschwingungen, in
der Regel bis zur 21sten Ordnung). Wenn diese Oberschwingungen bei der Messung
der Leistungsaufnahme nicht berücksichtigt werden, ist das Ergebnis ungenau.
Das US-EPA spricht sich für die Verwendung von Prüfgeräten mit einem
Frequenzgang von mindestens 3 kHz aus. Diese berücksichtigen Oberschwingungen
bis zur 50-sten Ordnung und werden in IEC 555 empfohlen.
Messauflösung: Für direkte Leistungsmessungen
muss das Prüfgerät folgenden Anforderungen laut IEC 62301 entsprechen:
„Das Leistungsmessgerät muss folgende
Auflösung besitzen:
–     
0,01 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich ≤ 10 W;
–     
0,1 W oder besser für Leistungsmessungen im Bereich
> 10 W bis zu 100 W;
–     
1 W oder besser für Leistungsmessungen im
Bereich > 100 W.“[23]
Für Werte über 1,5 kW muss das Messgerät
eine Messauflösung von mindestens 10 W haben. Bei Messungen der
aufgelaufenen Energie sollte eine Messauflösung gegeben sein, die diesen Werten
bei der Umrechnung in die Durchschnittsleistung entspricht. Für Messungen der
aufgelaufenen Energie wird die erforderliche Genauigkeit aufgrund des maximalen
und nicht des durchschnittlichen Stromverbrauchs während des Messzeitraums
ermittelt, da der Maximalwert das benötigte Prüfgerät und die Vorgangsweise
bestimmt.
Genauigkeit
Messungen anhand dieser Verfahren müssen in
jedem Fall eine Genauigkeit von mindestens 5 % erreichen. Generell werden
von den Herstellern höherer Genauigkeiten erzielt. Für einige Messungen
verlangen die Prüfverfahren eine höhere Genauigkeit als 5 %. Sind die
Leistungsstufe des bildgebenden Geräts und die vorhandenen Prüfgeräte bekannt,
kann der Maximalfehler basierend auf dem Messwert und dem Messwertbereich
ermittelt werden. Für Messungen von 0,50 W oder weniger beträgt die
erforderliche Genauigkeit 0,02 W.
Kalibrierung
Zur Gewährleistung der erforderlichen
Genauigkeit müssen die verwendeten Messgeräte innerhalb der vergangenen 12
Monate kalibriert worden sein.
E. Benutzerschnittstelle
Den Herstellern wird dringend empfohlen, ihre
Geräte in Übereinstimmung der IEEE-Norm 1621 „User Interface Elements
in Power Control of Electronic Devices Employed in Office/Consumer Environments“
(Bedienungselemente für die Leistungssteuerung elektronischer Büro- und
Unterhaltungsgeräte) zu gestalten. Diese Norm wurde ausgearbeitet, um die
Leistungssteuerung bei allen Elektronikgeräten einheitlicher und intuitiv
bedienbar zu machen. Einzelheiten über die Entwicklung dieses Projekts: http://eetd.lbl.gov/controls.
F. Inkrafttreten
Der Tag, an dem die Hersteller beginnen
dürfen, ihre Geräte nach dieser Version 1.1 der Spezifikationen als
ENERGY STAR-gerecht einzustufen, wird im Abkommen als Datum des
Inkrafttretens festgelegt. Alle vorherigen Abkommen über
ENERGY STAR-gerechte bildgebende Geräte treten am 30. Juni 2009
außer Kraft.
Einstufung und Kennzeichnung von Geräten nach
Version 1.1: Die Spezifikationen der Version 1.1 werden am
1. Juli 2009 wirksam. Alle Geräte, auch Modelle, die ursprünglich
nach früheren Spezifikationen für bildgebende Geräte eingestuft wurden, mit
einem Herstellungsdatum ab 1. Juli 2009, müssen für die
ENERGY STAR-Kennzeichnung den neuen Anforderungen der Version 1.1
genügen (einschließlich Nachlieferungen von ursprünglich nach der vorherigen
Spezifikation eingestuften Modellen). Das Herstellungsdatum bezieht sich stets
auf das jeweilige Einzelgerät und ist der Zeitpunkt (z. B. Monat und
Jahr), zu dem das Gerät vollständig zusammengebaut worden ist.
Aufhebung der Bestandsschutzregelung: Im
Rahmen dieser Version 1.1 der ENERY STAR-Spezifikationen lassen das
US-EPA und die Europäische Kommission keine Bestandsschutzregelung mehr zu.
ENERGY STAR-Einstufungen nach vorherigen Versionen gelten nicht mehr
automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Gerätemodells. Jedes vom
Hersteller als ENERGY STAR-gerecht beworbene, verkaufte oder gekennzeichnete
Gerät muss daher die zum Herstellungsdatum dieses Geräts jeweils geltenden
Spezifikationen erfüllen.
G. Künftige Änderung der Spezifikationen
Das US-EPA und die Europäische Kommission
behalten sich das Recht vor, die Spezifikationen zu ändern, wenn deren
Nützlichkeit für die Verbraucher, die Industrie oder die Umwelt aufgrund der
technologischen Entwicklung oder veränderter Marktbedingungen beeinträchtigt
werden sollte. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikationen stets im
Gespräch mit den Interessengruppen ausgearbeitet und dürften etwa
2–3 Jahre nach Inkrafttreten der Version 1.1 vorgenommen werden. Dazu
werden das US-EPA und die Europäische Kommission die Marktentwicklung im
Hinblick auf die Energieeffizienz und neue Technologien regelmäßig beobachten.
Wie immer werden die Interessengruppen Gelegenheit haben, ihre Daten
mitzuteilen, Vorschläge zu unterbreiten und ihre Bedenken zu äußern. Das US-EPA
und die Europäische Kommission sind bestrebt, die Spezifikationen so
festzulegen, dass die am meisten Strom sparenden Modelle auf dem Markt und die
Hersteller, die sich um die weitere Erhöhung der Energieeffizienz bemühen,
Anerkennung finden. In den künftigen Spezifikationen sind u. a. folgende
Aspekte zu berücksichtigen:
a)           Prüfung von
Farbgeräten: Aufgrund der eingereichten Messdaten, künftiger Verbraucherwünsche
und des technischen Fortschritts können das US-EPA und die Europäische
Kommission künftig auch mehrfarbige bildgebende Geräte in die Prüfverfahren
einbeziehen.
b)           Wiederanlaufzeit:
Das US-EPA und die Europäische Kommission werden die summierten und absoluten
Wiederanlaufzeiten, die von den nach TSV-Verfahren prüfenden Partnern gemeldet
werden, sowie die von den Partnern eingereichten Unterlagen im Hinblick auf die
empfohlenen voreingestellten Wartezeiten genau beobachten. Das US-EPA und die
Europäische Kommission werden eine Änderung dieser Spezifikation in Bezug auf
die Wiederanlaufzeit erwägen, falls sich herausstellt, dass das Vorgehen der
Hersteller zur Abschaltung der Stromsparfunktionen durch die Anwender führt.
c)           Behandlung von
BM-Geräten im Rahmen des typischen Stromverbrauchs: Auf der Grundlage der
eingereichten Messdaten, der sich bietenden Chancen für größere
Energieeinsparungen und des technischen Fortschritts können das US-EPA und die
Europäische Kommission künftig diese Spezifikation ändern, um auch Geräte
einzubeziehen, die gegenwärtig nach dem BM-Ansatz im Rahmen des TSV-Verfahrens
geprüft werden, sowie Geräte, die mit Tintenstrahltechnik arbeiten.
d)           Weitere
Auswirkungen im Energiebereich: Das US-EPA und die Europäische Kommission sind
daran interessiert, den Verbrauchern Entscheidungshilfen für Alternativen zu
geben, die im Vergleich zu herkömmlichen Optionen erheblich weniger
Treibhausgasemissionen verursachen. Sie werden die Beteiligten um Beiträge in
Bezug auf Methoden ersuchen, durch die sich die Umweltauswirkungen bei der
Herstellung, dem Transport, der Produktgestaltung und dem Einsatz von
Betriebsstoffen dokumentieren und quantifizieren lassen und die zu Produkten führen,
deren Beitrag zum Treibhauseffekt derselbe oder sogar geringer ist als bei
Geräten, die nur aufgrund ihres Energieverbrauchs als ENERGY STAR-gerecht
eingestuft werden. Um diese Herausforderungen wirksam anzugehen, werden derzeit
Möglichkeiten untersucht, wozu auch die Änderung dieser Spezifikationen gehören
kann, sobald hinreichende Gründe dafür vorliegen. Bei etwaigen Änderungen
werden das US-EPA und die Europäische Kommission eng mit den Interessengruppen
zusammenarbeiten und sicherstellen, dass die Änderungen mit den Leitlinien des
ENERGY STAR-Programms im Einklang stehen.
e)           Mitteilung von
230-V-Daten: Bei Geräten, die auf verschiedenen Märkten verkauft werden, von
denen einer 230 V verwendet, können das US-EPA und die Europäische
Kommission die im 230-V-Betrieb ermittelten Prüfdaten als ausreichend für den
Vertrieb auf unterschiedlichen Märkten erachten. Diesem Vorschlag liegt die
Beobachtung zugrunde, dass Geräte, die die Spezifikationen für 230 V
erfüllen, auch die Normen für niedrigere Spannungen erfüllen.
f)            Erweiterung
der Duplex-Anforderungen: Das US-EPA und die Europäische Kommission können den
Duplex-Modus der aktuellen Produktpalette neu bewerten und untersuchen, wie die
optionalen Anforderungen verschärft werden können. Eine stärkere Berücksichtigung
des Duplex-Modus und eine Überprüfung der diesbezüglichen Anforderungen könnten
zu geringerem Papierverbrauch führen, der die wichtigste Einflussgröße auf den
Lebenszyklus von Druckern darstellt.
g)           Änderung des
TSV-Prüfverfahrens: Das US-EPA und die Europäische Kommission können das
TSV-Prüfverfahren überarbeiten, um die bezüglich der Geräteverwendung zugrunde
gelegten Annahmen transparenter zu gestalten oder die Spezifikation durch
Anforderungen zu ergänzen, wonach der Stromverbrauch in verschiedenen
Betriebsmodi, die den tatsächlichen Verwendungsgewohnheiten entsprechende Werte
liefern, zu messen und anzugeben ist.
h)           Stromversorgungszustände:
Das US-EPA und die Europäische Kommission können die Neudefinition bestimmter
Stromversorgungszustände (z. B. Standby) oder die Hinzufügung neuer
Stromsparfunktionen (z. B. Ruhezustand am Wochenende) erwägen, um die
Kohärenz mit internationalen Kriterien aufrechtzuerhalten und ein Höchstmaß an
Energieeinsparung bei bildgebenden Geräten zu erreichen.
[1]               ABl. L 172 vom 26.6.2001, S. 3.
[2]               ABl. L 39 vom 13.2.2008, S. 1.
[3]               SEK(2011) 707 endg.
[4]               KOM(2011) 337 endg.
[5]               SEK(2011) 779 endg.
[6]               KOM(2011) 370 endg.
[7]               ABl. L 282 vom 29.10.2009, S. 23.
[8]               ABl. L 161 vom 24.6.2009, S. 16.
[9]               ABl. L 106 vom 28.4.2009, S. 25.
[10]             ABl. L 39 vom 13.2.2008, S. 1.
[11]                    Die Merkmale der
zugelassenen Messgeräte wurden aus IEC 62301 Ed 1.0 (Messung der
Leistungsaufnahme im Standby-Modus) übernommen.
[12]             Vollfunktions-Labormessgeräte können Werte über einen
bestimmten Zeitraum integrieren und automatisch den Durchschnittswert
ermitteln. Bei anderen Messgeräten muss der Benutzer während fünf Minuten alle
fünf Sekunden eine Reihe veränderlicher Werte aufzeichnen und dann den
Durchschnitt manuell berechnen.
[13]             Bei 30- bis 60-Zoll-Displays muss die Auflösung bei der Beantragung der
ENERGY STAR-Kennzeichnung angegeben werden; bei der Ermittlung der
Leistungsaufnahme dieser Displays im Ein-Zustand bleibt die Auflösung dagegen
unberücksichtigt.
[14]             Die Merkmale der zugelassenen Messgeräte wurden aus IEC 62301
Ed. 1.0 (Elektrische Geräte für den Hausgebrauch –
Standby-Leistungsaufnahme) übernommen.
[15]             Ebenda.
[16]             Bei nur mit digitalem Anschluss ausgestatteten Displays gelten für die
Spannungswerte in Bezug auf die Helligkeit des Bildes (0–0,7 Volt)
folgende Entsprechungen: 0 Volt (schwarz) = Einstellung „0“, 0,1 Volt
(dunkelster analoger Grauwert) = digitaler Grauwert 36, 0,7 Volt (analoger
Weißwert) = digitaler Grauwert 255. Künftige
Digitalschnittstellenspezifikationen können einen größeren Wertebereich vorsehen,
aber in jedem Fall gilt: 0 Volt entspricht Schwarz, der Höchstwert
entspricht Weiß und 0,1 Volt entspricht einem Siebentel des Höchstwerts.
[17]             IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der
Standby-Leistungsaufnahme, 2005.
[18]             Die Art der verwendeten Netzverbindung ist anzugeben.
Gängige Typen sind Ethernet, WiFi (802.11) und Bluetooth. Gängige
Datenverbindungen, bei denen es sich nicht um Netztechnologien handelt, sind
USB-, serieller und paralleler Anschluss.
[19]             Zwischenbilder/Tag in Tabelle 37.
[20]             Die Art der verwendeten Netzverbindung ist anzugeben.
Gängige Typen sind Ethernet, WiFi (802.11) und Bluetooth. Gängige
Datenverbindungen, bei denen es sich nicht um Netztechnologien handelt, sind
USB-, serieller und paralleler Anschluss.
[21]             Versorgungsspannung: Hersteller haben ihre Produkte für
den Markt zu prüfen, für den die ENERGY STAR-gerechten Produkte bestimmt
sind. Bei Geräten, die auf verschiedenen internationalen Märkten verkauft
werden und daher über mehrere Eingangsspannungen verfügen, hat der Hersteller
alle relevanten Spannungen und Stromverbrauchswerte zu prüfen und anzugeben.
Verkauft ein Hersteller beispielsweise das gleiche Druckermodell in den USA und
in Europa, so muss er die TSV- bzw. BM-Werte sowohl bei 115 Volt /
60 Hz als auch bei 230 Volt / 50 Hz messen und angeben. Wenn ein
Produkt für den Betrieb mit einer Spannungs-/Frequenzkombination auf einem
Markt gedacht ist, bei der es sich nicht um die für diesen Markt übliche
Kombination handelt (z. B. 230 Volt / 60 Hz in Nordamerika), ist
das Produkt vom Hersteller mit der regional üblichen Kombination zu prüfen, die
den Fähigkeiten des Produkts am ehesten entspricht. Dieser Umstand ist auf dem
Prüfbericht zu vermerken.
[22]             Die tatsächliche Leistungsaufnahme oder Wirkleistung ist
definiert als (Volt) × (Ampère) × (Leistungsfaktor) und wird in der Regel in
Watt angegeben. Die Scheinleistung ist definiert als (Volt) × (Ampère) und wird
gewöhnlich in VA bzw. Voltampère ausgedrückt. Der Leistungsfaktor für Geräte
mit Schaltnetzteilen liegt stets unter 1,0, weshalb die tatsächliche Leistung
stets niedriger als die Scheinleistung ist. Bei der Messung des
Gesamtverbrauchs wird der Stromverbrauch über einen Zeitraum addiert. Diese
Messungen müssen daher ebenfalls auf der tatsächlichen Leistung basieren.
[23]             IEC 62301: Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der
Standby-Leistungsaufnahme, 2005.