CELEX: C1999/366/04
Language: de
Date: 1999-12-18 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 14. September 1999 in den verbundenen Rechtssachen C-171/98, C-201/98 und C-202/98: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Königreich Belgien und Großherzogtum Luxemburg («Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 - Freier dienstleistungsverkehr - Seeschiffahrt»)

18.12.1999             DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 366/3
               URTEIL DES GERICHTSHOFES                                      Mitgliedstaaten sowie zwischen Mitgliedstaaten und Drittlän-
                                                                             dern, insbesondere deren Artikel 3 und 4 Absatz 1 im Fall der
                                                                             Republik Senegal und der Republik Elfenbeinküste sowie deren
                          (Erste Kammer)                                     Artikel 5 im Fall der Republik Mali und der Republik Togo
                                                                             verstoßen, indem sie die Abkommen mit der Republik Togo
                    vom 14. September 1999                                   (C-171/98 und C-202/98) und mit der Republik Mali (C-
                                                                             201/98 und C-202/98), die Ladungsaufteilungsvereinbarungen
                                                                             enthalten, geschlossen und beibehalten und die Abkommen
in den verbundenen Rechtssachen C-171/98, C-201/98                           mit der Republik Senegal und der Republik Elfenbeinküste
und C-202/98: Kommission der Europäischen Gemein-                            (C-201/98 und C-202/98) weder so angepaßt haben, daß ein
schaften gegen Königreich Belgien und Großherzogtum                          angemessener, freier und nichtdiskriminierender Zugang der
                           Luxemburg (1)                                     Angehörigen der Gemeinschaft zu den Ladungsanteilen Belgiens
                                                                             und Luxemburg vorgesehen ist, noch diese Abkommen beendet
(„Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Verordnung                       haben.
(EWG) Nr. 4055/86 — Freier dienstleistungsverkehr —
                           Seeschiffahrt“)                              2. In den Rechtssachen C-171/98 und C-201/98 trägt das
                                                                             Königreich Belgien und in der Rechtssache C-202/98 trägt das
                                                                             Großherzogtum Luxemburg die Kosten des Verfahrens.
                          (1999/C 366/04)
                                                                        (1) ABl. C 258 vom 15.8.1998.
                  (Verfahrenssprache: Französisch)
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
In den verbundenen Rechtssachen C-171/98, C-201/98 und                                  URTEIL DES GERICHTSHOFES
C-202/98, Kommission der Europäischen Gemeinschaften
(Bevollmächtigte: Frank Benyon und Bernard Mongin) gegen
                                                                                                (Fünfte Kammer)
Königreich Belgien (C-171/98 und C-201/98) (Prozeßbe-
vollmächtigter: Jan Devadder) und Großherzogtum Luxemburg
(C-202/98) (Prozeßbevollmächtigter: Nicolas Schmit) wegen                                   vom 16. September 1999
Feststellung, daß das Königreich Belgien (C-171/98 und C-
201/98) und das Grobßherzogtum Luxemburg (C-202/98)
                                                                        in der Rechtssache C-392/97 (Vorabentscheidungsersu-
gegen ihre Verpflichtungen aus der Verordnung (EWG)
                                                                        chen des Bundesgerichtshofs): Rechtsbeschwerdeverfah-
Nr. 4055/86 des Rates vom 22. Dezember 1986 zur Anwen-
                                                                        ren betreffend ein ergänzendes Schutzzertifikat für Arz-
dung des Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs auf
                                                                        neimittel, angestrengt von der Farmitalia Carlo Erba Srl (1)
die Seeschiffahrt zwischen Mitgliedstaaten sowie zwischen
Mitgliedstaaten und Drittländern (ABl. L 378, S. 1), insbeson-
dere deren Artikel 3 und 4 Absatz 1 im Fall der Republik                    (Arzneispezialitäten — Ergänzendes Schutzzertifikat)
Senegal und der Republik Elfenbeinküste sowie deren Artikel 5
im Fall der Republik Mali und der Republik Togo verstoßen
                                                                                                 (1999/C 366/05)
haben, indem sie die Abkommen mit der Republik Togo
(C-171/98 und C-202/98) und mit der Republik Mali
(C-201/98 und C-202/98), die Ladungsaufteilungsvereinba-
rungen enthalten, geschlossen und beibehalten und die Ab-                                   (Verfahrenssprache: Deutsch)
kommen mit der Republik Senegal und der Republik Elfen-
beinküste (C-201/98 und C-202/98) weder so angepaßt haben,              In der Rechtssache C-392/97 betreffend ein dem Gerichtshof
daß ein angemessener, freier und nichtdiskriminierender Zu-             nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom
gang der Angehörigen der Gemeinschaft zu den Ladungsantei-              deutschen Bundesgerichtshof in dem bei diesem anhängigen
len Belgiens und Luxemburgs vorgesehen ist, noch diese                  Rechtsbeschwerdeverfahren betreffend ein ergänzendes
Abkommen beendet habet, hat der Gerichtshof unter Mitwir-               Schutzzertifikat für Arzneimittel, angestrengt von der Farmita-
kung des Kammerpräsidenten P. Jann sowie der Richter                    lia Carlo Erba Srl, vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung
D. A. O. Edward (Berichterstatter) und L. Sevón — Generalan-           über die Auslegung von Artikel 3 Buchstaben a und b der
walt: A. La Pergola; Kanzler: R. Grass — am 14. September               Verordnung (EWG) Nr. 1768/92 des Rates vom 18. Juni 1992
1999 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                           über die Schaffung eines ergänzenden Schutzzertifikats für
                                                                        Arzneimittel (ABl. L 182, S. 1) hat der Gerichtshof (Fünfte
1. Das Königreich Belgien (C-171/98 und C-201/98) und das               Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten J.-P. Puis-
    Großherzogtum Luxemburg (C-202/98) haben gegen ihre Ver-            sochet sowie der Richter P. Jann, C. Gulmann (Berichterstatter),
    pflichtungen aus der Verordnung (EWG) Nr. 4055/86 des               D. A. O. Edward und L. Sevón — Generalanwalt: N. Fennelly;
    Rates vom 22. Dezember 1986 zur Anwendung des Grundsatzes           Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin — am 16. September
    des freien Dienstleistungsverkehrs auf die Seeschiffahrt zwischen   1999 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen: