CELEX: 42006X1227(08)
Language: de
Date: 2006-12-27 00:00:00
Title: Regelung Nr. 124 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Rädern für Personenkraftwagen und ihre Anhänger

27.12.2006       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/735
       Regelung Nr. 124 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa
                  (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Rädern für
                                       Personenkraftwagen und ihre Anhänger
    1              Anwendungsbereich
                   Diese Regelung gilt für neue Nachrüsträder für Fahrzeuge der Klassen M1,
                   M1G, O1 und O21.
                   Sie gilt nicht für Räder für die Erstausrüstung oder für Nachrüsträder des
                   Fahrzeugherstellers nach den Absätzen 2.3 und 2.4.1. Sie gilt nicht für „Son-
                   derräder“ nach Absatz 2.5, für die weiterhin eine nationale Genehmigung
                   vorgesehen ist.
                   Diese Regelung enthält Vorschriften für die Herstellung und den Anbau von
                   Rädern.
    2              Begriffsbestimmungen
                   Im Sinne dieser Regelung ist (sind)
    2.1            „Rad“ ein lasttragendes rotierendes Teil zwischen dem Reifen und der Ach-
                   se. Es besteht gewöhnlich aus zwei Hauptteilen:
                   a) der Felge,
                   b) der Radscheibe.
                   Die Felge und die Radscheibe können aus einem Stück bestehen oder fest
                   oder lösbar miteinander verbunden sein.
    2.1.1          „Scheibenrad“ eine dauernde Verbindung einer Felge mit einer Radschei-
                   be.
    1
      Klassen M und O entsprechend den Definitionen in der Anlage 7 zur Gesamtresolution über
      Fahrzeugtechnik (R.E.3) (Dokument TRANS/WP.29/78/Rev.1/Amend.2)
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   2.1.2   „Rad mit abnehmbarer Felge“ ein Rad, das so gebaut ist, dass die ab-
           nehmbare Felge an der Radscheibe befestigt ist.
   2.1.3   „Felge“ der Teil des Rades, auf der der Reifen aufgezogen wird und der ihn
           trägt.
   2.1.4   „Radscheibe“ der Teil des Rades, der den tragenden Teil zwischen der
           Achse und der Felge bildet.
   2.2     „Radtyp“ eine Kategorie von Rädern, die sich in folgenden wesentlichen
           Merkmalen nicht voneinander unterscheiden:
   2.2.1   Radhersteller,
   2.2.2   Bezeichnung der Rad- oder Felgengröße (nach ISO 3911:1998),
   2.2.3   verwendete Werkstoffe bei der Herstellung,
   2.2.4   Radbefestigungslöcher,
   2.2.5   maximale Radlast,
   2.2.6   empfohlener maximaler Reifendruck,
   2.2.7   Herstellungsverfahren (geschweißt, geschmiedet, gegossen, …).
   2.3     „Räder für die Erstausrüstung (OE-Räder)“ Räder, die vom Fahrzeugher-
           steller bei der Fertigung des Fahrzeugs an dem betreffenden Fahrzeug an-
           gebracht werden dürfen.
   2.4     „Nachrüsträder“ Räder, die während der Nutzungsdauer des Fahrzeugs die
           OE-Räder ersetzen sollen. Nachrüsträder können zu einer der folgenden Ka-
           tegorien gehören:
   2.4.1   „Nachrüsträder des Fahrzeugherstellers“, Räder, die vom Fahrzeugher-
           steller geliefert werden,
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    2.4.2    „identische Nachrüsträder“, Räder, die mit denselben Fertigungseinrich-
             tungen und denselben Werkstoffen wie die vom Fahrzeughersteller geliefer-
             ten Nachrüsträder hergestellt werden. Sie unterscheiden sich von den Nach-
             rüsträdern des Fahrzeugherstellers nur durch das fehlende Markenzeichen
             und die fehlende Teilenummer des Fahrzeugherstellers.
    2.4.3    „nachgebaute Nachrüsträder“, Räder, die den Nachrüsträdern des Fahr-
             zeugherstellers nachgebaut sind, aber von einem Hersteller gefertigt werden,
             der den Fahrzeughersteller nicht mit diesen Rädern beliefert. Hinsichtlich der
             Ausführung (Hauptkontur, Abmessungen, Einpresstiefe, Werkstoffart und -
             qualität usw.) und der Lebensdauer entsprechen sie vollständig den Nach-
             rüsträdern des Fahrzeugherstellers.
    2.4.4    „ähnlich gebaute Nachrüsträder“, Räder, die von einem Hersteller gefertigt
             werden, der den Fahrzeughersteller nicht mit diesen Rädern beliefert. Hin-
             sichtlich der Ausführung, der Einpresstiefe, der Felgenbezeichnung, der
             Radbefestigung, des Lochkreisdurchmessers und des Durchmessers der Be-
             festigungsbohrungen entsprechen sie einem OE-Rad, allerdings können sich
             die Radkontur, der Werkstoff usw. unterscheiden.
    2.5      „Sonderräder“ Räder, die keine OE-Räder sind und den Kriterien für Räder
             nach Absatz 2.4 nicht entsprechen (z. B. Räder mit anderer Felgenmaulweite
             oder anderem Felgendurchmesser).
    2.6      „Einpresstiefe“ der Abstand von der Anschlussfläche der Radscheibe zur
             Mittellinie der Felge (kann positiv wie in der Abbildung 1, Null oder negativ
              sein ).
                                           Mittellinie der Felge
                      Felge
                                   Einpresstiefe                     Radscheibe
                                   Anschlussfläche
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                                                                                Sitz der Radmutter
                    Durchmesser der Anschlussfläche
                           Durchmesser des Mittenlochs
                                  Lochkreisdurchmesser
                                                Abbildung 1
   2.7              „dynamischer Radius“ der dynamische Rollradius, der als der durch 2 π
                    dividierte theoretische Abrollumfang des größten Reifens definiert ist, der
                    nach den Angaben des Radherstellers an dem Rad zu verwenden ist.
   2.8              „internationale Reifen- und Felgennormen“ Unterlagen zur Normung von
                    Rädern, die von folgenden Organisationen herausgegeben werden:
                    a) International Organization for Standardization (ISO)2,
                    b) European Tyre and Rim Technical Organization (ETRTO)3: „Standards
                        Manual“,
                    c) European Tyre and Rim Technical Organization (ETRTO)3: „Engineering
                        Design Information - obsolete data“,
                    d) Tyre and Rim Association Inc. (TRA)4: „Year Book“,
                    e) Japan Automobile Tyre Manufacturers Association (JATMA)5: „Year
                        Book“,
                    f) Tyre and Rim Association of Australia (TRAA)6: „Standard Manual“,
   Die Reifennormen sind unter den folgenden Anschriften erhältlich:
   2
     ISO, 1, rue de Varembé, Case postale 56, CH-1211 Genève 20 - Schweiz
   3
     ETRTO, 32 Av. Brugmann - Bte 2, B-1060 Brüssel, Belgien
   4
     TRA, 175 Montrose West Avenue, Suite 150, Copley, Ohio, 44321, USA
   5
     JATMA, No. 33 MORI BLDG. 8th Floor 3-8-21, Toranomon Minato-Ku, Tokio 105-0001, Japan
   6
     TRAA, Suite 1, Hawthorn House, 795 Glenferrie Road, Hawthorn, Victoria, 3122, Australien
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                   g) Associação Latino Americana de Pneus e Aros (ALAPA)7: „Manual de
                       Normal Technicas“,
                   h) Scandinavian Tyre and Rim Organisation (STRO)8: „Data Book“.
    2.9            „technischer Anriss“ eine Materialtrennung mit einer Ausdehnung von
                   mehr als 1 mm, die bei einer dynamischen Prüfung auftritt (Defekte, die
                   durch das Fertigungsverfahren verursacht werden, sind nicht zu berücksich-
                   tigen).
    2.10           „Rotationsprofil des Rades“ die Form des Rotationsprofils, die durch die
                   Innenkontur des Rades gebildet wird (siehe Anhang 10 Abbildung 1).
    2.11           „Bezeichnung der Reifengröße“ eine Bezeichnung, die die Nenn-Quer-
                   schnittsbreite, das Höhen-Breiten-Verhältnis und die Kennzahl umfasst, die
                   den Nenndurchmesser der Felge angibt (nähere Angaben zu diesen Be-
                   zeichnungen sind in der Regelung Nr. 30 enthalten).
    7
      ALAPA, Avenida Paulista 244-12° Andar, CEP, 01310 Sao Paulo, SP, Brasilien
    8
      STRO, Älggatan 48 A, Nb, S-216 15 Malmö, Schweden
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   3         Antrag auf Genehmigung
   3.1       Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für einen Radtyp ist von dem
             Hersteller oder seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzureichen.
             Dem Antrag ist folgendes beizufügen:
   3.1.1     Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die so detailliert sein müssen, dass
             der Typ zu erkennen ist. Außerdem muss in ihnen die Stelle zur Anbringung
             des Genehmigungszeichens und der Radkennzeichnungen angegeben sein.
   3.1.2     eine technische Beschreibung, die mindestens die nachstehenden Angaben
             enthält:
   3.1.2.1   die Kategorie der Nachrüsträder - siehe die Absätze 2.4.2, 2.4.3 und 2.4.4,
   3.1.2.2   die Kennung der Felgenkontur, die Einpresstiefe und Angaben zur Radbefes-
             tigung,
   3.1.2.3   das Anzugsdrehmoment für Bolzen und Muttern,
   3.1.2.4   die Art der Befestigung von Auswuchtgewichten,
   3.1.2.5   die erforderlichen Zubehörteile (d. h. zusätzliche Befestigungsteile),
   3.1.2.6   die internationale Bezugsnorm,
   3.1.2.7   die Eignung, Reifen schlauchlos zu montieren,
   3.1.2.8   die geeigneten Ventiltypen,
   3.1.2.9   die maximale Radlast,
   3.1.2.10  den maximalen Reifendruck,
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    3.1.2.11   genaue Angaben zu dem Werkstoff und seiner chemischen Zusammenset-
               zung (siehe Anhang 4),
    3.1.2.12   Bezeichnungen der Reifengrößen entsprechend den Angaben des Fahr-
               zeugherstellers für die Erstausrüstung.
    3.1.3      Dokumentation nach Absatz 1 Anhang 10 dieser Regelung mit folgenden
               Angaben:
                   -  Fahrzeugmerkmale (Anhang 10 Absatz 1.2),
                   -  zusätzliche Merkmale (Anhang 10 Absatz 1.3),
                   -  nähere Angaben zur Anbauanleitung (Anhang 10 Absatz 1.4) und
                   -  zusätzliche Vorschriften (Anhang 10 Absatz 2).
    3.1.4      Muster von Rädern, die dem Radtyp entsprechen und die für die Durchfüh-
               rung von Prüfungen im Labor oder für die Ausstellung von Gutachten durch
               die Genehmigungsbehörde erforderlich sind.
    3.2        Bei einem Antrag auf Genehmigung eines identischen Nachrüstrades muss
               der Antragsteller gegenüber der Genehmigungsbehörde nachweisen, dass
               das Rad tatsächlich ein „identisches Nachrüstrad“ nach Absatz 2.4.2 ist.
    4          Genehmigung
    4.1        Entspricht das nach den Bedingungen des Absatzes 3 zur Genehmigung
               vorgeführte Rad den Vorschriften, dann ist die Genehmigung für diesen Rad-
               typ zu erteilen.
    4.2        Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Die
               ersten beiden Ziffern (derzeit 00 für die Regelung in ihrer ursprünglichen
               Fassung) bezeichnen die Änderungsserie mit den neuesten, wichtigsten
               technischen Änderungen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung
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                    in die Regelung aufgenommen sind. Dieselbe Vertragspartei darf diese Ge-
                    nehmigungsnummer keinem anderen Radtyp mehr zuteilen.
   4.3              Über die Erteilung oder Versagung oder Erweiterung einer Genehmigung für
                    einen Radtyp nach dieser Regelung sind die Vertragsparteien des Überein-
                    kommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungs-
                    blatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung ent-
                    spricht.
   4.4              An jedem Rad, das einem nach dieser Regelung genehmigten Typ ent-
                    spricht, ist außer den Radkennzeichnungen nach Absatz 5 ein deutlich lesba-
                    res, dauerhaftes internationales Genehmigungszeichen anzubringen, beste-
                    hend aus:
   4.4.1            einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes
                    befinden, das die Genehmigung erteilt hat (siehe Anhang 2);9
   4.4.2            der Nummer dieser Regelung mit dem nachgestellten Buchstaben „R“, einem
                    Bindestrich und der Genehmigungsnummer nach Absatz 4.2.
   4.5              Das Genehmigungszeichen muss dauerhaft, sichtbar und deutlich lesbar
                    sein, wenn der Reifen auf das Rad aufgezogen ist.
   4.6              Anhang 2 dieser Regelung enthält ein Beispiel der Anordnung des Genehmi-
                    gungszeichens.
   9
     1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5 für Schweden, 6 für Belgien, 7 für
   Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9 für Spanien, 10 für Jugoslawien, 11 für das Vereinigte König-
   reich, 12 für Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 (-), 16 für Norwegen, 17 für Finnland, 18
   für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal, 22 für die Russische Föderation, 23 für Grie-
   chenland, 24 für Irland, 25 für Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für die Slowakei, 28 für Weißrussland, 29 für
   Estland, 30 (-), 31 für Bosnien und Herzegowina, 32 für Lettland, 33 (-), 34 für Bulgarien, 35 (-), 36 für Litau-
   en, 37 für die Türkei, 38 (-), 39 für Aserbaidschan, 40 für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien,
   41 (-), 42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren Mitgliedstaaten unter Ver-
   wendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 (-), 45 für Australien, 46 für die Ukraine, 47
   für Südafrika, 48 für Neuseeland, 49 für Zypern, 50 für Malta und 51 für die Republik Korea. Die folgenden
   Zahlen werden den anderen Ländern, die dem Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer
   Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut
   und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmi-
   gungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden, beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer
   Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen werden den Vertragsparteien des
   Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt.
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    4.7       In den Fertigungsanlagen des Radherstellers dürfen Prüfungen durchgeführt
              werden, sofern die Genehmigungsbehörde oder ein benannter Vertreter da-
              bei anwesend ist.
    5         Radkennzeichnungen
    5.1       Das Rad muss an einer vom Hersteller gewählten Stelle, die sichtbar sein
              muss, wenn der Reifen auf das Rad aufgezogen ist, mit folgenden dauerhaf-
              ten, deutlich lesbaren Radkennzeichnungen versehen sein:
    5.1.1     Name oder Warenzeichen des Herstellers,
    5.1.2     Kennung der Rad- oder Felgenkontur,
    5.1.2.1   Diese Kennung muss den Vorschriften einer internationalen Reifen- und Fel-
              gennorm entsprechen und mindestens folgende Angaben umfassen:
              Bezeichnung der Felgengröße mit folgenden Angaben:
                     Kennung der Felgenkontur und Felgennenndurchmesser,
                     dem Zeichen „x“ bei einer einteiligen Felge,
                     dem Zeichen „-„ bei einer mehrteiligen Felge,
                     dem Buchstaben „A“ bei asymmetrischer Anordnung des Felgenbetts
                     (wahlweise),
                     dem Buchstaben „S“ bei symmetrischer Anordnung des Felgenbetts
                     (wahlweise);
    5.1.3     Einpresstiefe,
    5.1.4     Herstellungsdatum (mindestens Monat und Jahr),
    5.1.5     Teilenummer des Rades/der Felge.
    5.2       Anhang 3 dieser Regelung enthält ein Beispiel der Anordnung der Radkenn-
              zeichnungen.
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   6        Allgemeine Vorschriften
   6.1      Die Felgenkontur muss der vom Radhersteller angegebenen internationalen
            Norm entsprechen.
   6.2      Die Felgenkontur muss die richtige Montage von Reifen und Ventilen ge-
            währleisten.
   6.2.1    Bei Rädern, die mit schlauchlosen Reifen verwendet werden sollen, muss die
            Luftdichtheit gewährleistet sein.
   6.3      Die bei der Herstellung des Rades verwendeten Werkstoffe sind nach den
            Vorschriften des Anhangs 4 zu analysieren.
   6.4      Bei einem identischen Nachrüstrad nach Absatz 2.4.2 brauchen die Prüfun-
            gen nach Absatz 6.5 oder die Prüfungen für den Anbau am Fahrzeug nach
            Anhang 10 Absatz 2 dieser Regelung nicht durchgeführt zu werden.
   6.5      Nachgebaute und ähnlich gebaute Nachrüsträder sind folgenden Prüfungen
            zu unterziehen:
   6.5.1    Stahlräder
   6.5.1.1  Scheibenräder
            a) Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6,
            b) Abrollprüfung nach Anhang 7.
   6.5.2    Räder aus Aluminiumlegierungen:
   6.5.2.1  Einteilige Räder
            a) Korrosionsprüfung nach Anhang 5. Wenn innerhalb einer Fertigungslinie
               immer dasselbe Verfahren angewandt wird, braucht nur eine repräsenta-
               tive Prüfung durchgeführt zu werden.
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             b) Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6,
             c) Abrollprüfung nach Anhang 7,
             d) Schlagprüfung nach Anhang 8.
    6.5.2.2   Räder mit abnehmbarer Felge
             a) Korrosionsprüfung nach Anhang 5,
             b) Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6,
             c) Abrollprüfung nach Anhang 7,
             d) Schlagprüfung nach Anhang 8,
             e) Wechseltorsionsprüfung nach Anhang 9.
    6.5.3     Räder aus Magnesiumlegierungen:
    6.5.3.1   Einteilige Räder
             a) Korrosionsprüfung nach Anhang 5,
             b) Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6,
             c) Abrollprüfung nach Anhang 7,
             d) Schlagprüfung nach Anhang 8.
    6.5.3.2   Räder mit abnehmbarer Felge
             a) Korrosionsprüfung nach Anhang 5,
             b) Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6,
             c) Abrollprüfung nach Anhang 7,
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L 375/746 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
           d) Schlagprüfung nach Anhang 8,
           e) Wechseltorsionsprüfung nach Anhang 9.
   6.6     Wenn ein Radhersteller einen Antrag auf Typgenehmigung für eine Modell-
           reihe von Rädern einreicht, brauchen nicht für jeden Radtyp innerhalb der
           Modellreihe alle Prüfungen durchgeführt zu werden. Die Genehmigungsbe-
           hörde oder der benannte Technische Dienst kann für den ungünstigsten Fall
           eine Auswahl treffen (siehe Anhang 6 Absatz 4 dieser Regelung).
   6.7     Bei ähnlich gebauten Nachrüsträdern müssen die nachstehenden Vorschrif-
           ten eingehalten sein, damit der richtige Anbau am Fahrzeug gewährleistet ist:
   6.7.1   Die Sollwerte des Felgendurchmessers, der Felgenmaulweite und der Ein-
           presstiefe müssen bei ECE-genehmigten Rädern denen des Nachrüstrads
           des Herstellers entsprechen.
   6.7.2   Die Räder müssen für Reifen der Reifengrößenbezeichnung geeignet sein,
           die der Fahrzeughersteller ursprünglich für das betreffende Modell angege-
           ben hat.
   6.7.3   Die Anbauprüfungen und die Dokumentation für die Montage des Rades an
           das Fahrzeug sind in Anhang 10 beschrieben.
   7       Änderungen des Radtyps und Erweiterung der Genehmigung
   7.1     Jede Änderung des Radtyps ist der Behörde mitzuteilen, die die Typgeneh-
           migung erteilt hat. Die Behörde kann dann
   7.1.1   entweder die Auffassung vertreten, dass die vorgenommenen Änderungen
           keine nennenswerte nachteilige Auswirkung haben und der Radtyp in jedem
           Fall noch den Vorschriften entspricht,
   7.1.2   oder ein weiteres Gutachten anfordern.
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    7.2      Die Bestätigung oder Versagung der Genehmigung ist den Vertragsparteien
             des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, unter Angabe der Än-
             derungen nach dem Verfahren nach Absatz 4.3 mitzuteilen.
    7.3      Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung bescheinigt,
             teilt jedem Mitteilungsblatt, das bei einer solchen Erweiterung ausgestellt
             wird, eine laufende Nummer zu.
    8        Übereinstimmung der Produktion
    8.1      Die Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion müssen
             den in der Anlage 2 zum Übereinkommen (E/ECE/324-E/ECE/TRANS/505/
             Rev.2) beschriebenen Verfahren entsprechen.
    8.2      Die Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, kann jederzeit die in jeder
             Fertigungsanlage angewandten Verfahren zur Kontrolle der Übereinstim-
             mung überprüfen. Diese Überprüfungen werden normalerweise einmal alle
             zwei Jahre durchgeführt.
    9        Maßnahmen bei Abweichungen in der Produktion
    9.1      Die für einen Radtyp nach dieser Regelung erteilte Genehmigung kann zu-
             rückgenommen werden, wenn die oben genannten Vorschriften nicht ein-
             gehalten sind oder ein mit dem Genehmigungszeichen versehenes Rad dem
             genehmigten Typ nicht entspricht.
    9.2      Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens, die diese Regelung an-
             wendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie unverzüglich
             die anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, hierüber mit
             einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser
             Regelung entspricht.
    10       Endgültige Einstellung der Produktion
             Stellt der Inhaber einer Genehmigung die Produktion eines nach dieser Re-
             gelung genehmigten Rades endgültig ein, so hat er hierüber die Behörde, die
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           die Genehmigung erteilt hat, zu unterrichten. Nach Erhalt der entsprechen-
           den Mitteilung hat diese Behörde die anderen Vertragsparteien des Überein-
           kommens, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem Mitteilungsblatt
           zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
   11      Namen und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für
           die Genehmigung durchführen, und der Behörden
           Die Vertragsparteien des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden,
           übermitteln dem Sekretariat der Vereinten Nationen die Namen und Anschrif-
           ten der Technischen Dienste, die die Prüfungen für die Genehmigung durch-
           führen, und der Behörden, die die Genehmigung erteilen und denen die in
           anderen Ländern ausgestellten Mitteilungsblätter für die Erteilung oder Er-
           weiterung oder Versagung oder Zurücknahme der Genehmigung oder die
           endgültige Einstellung der Produktion zu übersenden sind.
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                                                Anhang 1
                                               Mitteilung
                              [größtes Format: A4 (210 mm x 297 mm)]
                                       ausgestellt von:          Bezeichnung der Behörde:
                                                                       …………….
    über die2      Erteilung der Genehmigung
                   Erweiterung der Genehmigung
                   Versagung der Genehmigung
                   Zurücknahme der Genehmigung
                   endgültige Einstellung der Produktion
    für einen Radtyp nach der Regelung Nr. XY
    Nummer der Genehmigung: …….                Nummer der Erweiterung der Genehmigung: …..
    1      Radhersteller: ……………………….
    2      Typbezeichnung des Rades: ……..
    2.1    Kategorie der Nachrüsträder: …………………
    2.2    Werkstoff: ……………………..
    2.3    Fertigungsverfahren: …………………
    2.4    Kennung der Felgenkontur: …………………………..
    2.5    Einpresstiefe des Rades: ………………………..
    2.6    Radbefestigung: ……………………………….
    2.7    Maximale Radlast: …………………….
    3      Anschrift des Herstellers: ………………….
    4      Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers: ………….
    5      Datum, an dem das Rad für die Genehmigungsprüfungen vorgeführt wurde: ……
    6      Technischer Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt: ……
    7      Datum des Gutachtens des Technischen Dienstes: …………………
    8      Nummer des Gutachtens des Technischen Dienstes: …………………
    9      Bemerkungen: ……………….
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   10     Die Genehmigung wird erteilt/versagt/erweitert/zurückgenommen2.
   11     Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung (falls zutreffend): ………
   12     Ort: ……………..
   13     Datum: …………………
   14     Unterschrift/Name: ………………….
   15     Beigefügt ist eine Liste der Genehmigungsunterlagen, die bei der zuständigen Ge-
          nehmigungsbehörde hinterlegt sind und von denen eine Kopie auf Anfrage erhält-
          lich ist.
   _______________________________
   1      Kennzahl des Landes, das die Genehmigung erteilt hat.
   2      Nichtzutreffendes streichen.
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27.12.2006      DE                  Amtsblatt der Europäischen Union               L 375/751
                                              Anhang 2
                          Anordnung des Genehmigungszeichens
    Das Rad mit dem oben dargestellten Genehmigungszeichen ist ein Rad, das in Italien
    (E 3) unter der Genehmigungsnummer 001148 genehmigt worden ist.
    Aus den ersten beiden Ziffern der Genehmigungsnummer geht hervor, dass die Genehmi-
    gung nach den Vorschriften der Regelung Nr. XY in ihrer ursprünglichen Fassung erteilt
    worden ist.
    Das Genehmigungszeichen, die Nummer der Regelung und die Genehmigungsnummer
    müssen in der vorgeschriebenen Reihenfolge angegeben sein und können einen gewis-
    sen Abstand voneinander haben.
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                                                 Anhang 3
                              Anordnung der Radkennzeichnungen
   Beispiel für Radkennzeichnungen, die nach den Vorschriften dieser Regelung an einem
   Rad anzubringen sind:
          ABCDE          5 ½ J x 14 FH           36       01 99          ab123
   Diese als Beispiel angegebene Radkennzeichnung definiert ein Rad:
          das von ABCDE hergestellt wurde,
          mit einer Kennung der Felgenkontur (5 ½ J),
          das einteilig gebaut ist (x),
          mit einem Felgennenndurchmesser-Kode (14),
          mit asymmetrisch angeordnetem Felgenbett (keine Angabe),
          mit Flachhump an der Felgenschulter nur auf einer Seite (FH) - wahlweise Angabe,
          mit einer Einpresstiefe des Rades von 36 mm,
          das im Januar 1999 hergestellt wurde (0199),
          mit der Teilenummer des Herstellers (ab123).
   Die Felgenbezeichnung setzt sich aus den nachstehenden Angaben in folgender Reihen-
   folge zusammen: Kennung der Felgenkontur, Bauweise, Kennzahl für den Nenndurch-
   messer der Felge, Anordnung des Felgenbetts und Ausführung der Felgenschulter, wie in
   dem Beispiel 5 ½ J x 14 FH. Bei den ersten drei Angaben kann die Reihenfolge auch um-
   gekehrt werden, wie in dem Beispiel 14 x 5 ½ J FH.
   Die Einpresstiefe des Rades, das Herstellungsdatum und der Name des Herstellers kön-
   nen in einem gewissen Abstand zur Felgenbezeichnung angegeben werden.
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                                                Anhang 4
                                         Werkstoffprüfung
    Die folgende metallurgische Analyse ist durchzuführen und zu dokumentieren:
                         Werkstoff                                   Prüfungen
                         Aluminiumlegierung                            a, c, e
                         Magnesiumlegierung                            a, c, e
                         Stahl                                         a, b, d
    a) Chemische Analyse des Rohmaterials
    b) Prüfung der mechanischen Eigenschaften (Rp0,2, Rm und A) der Werkstoffe:
        -  Bruchdehnung (A): bleibende Verlängerung der Messlänge nach erfolgtem Bruch
           (Lu - Lo), ausgedrückt in Prozent der Ausgangslänge (Lo).
           Dabei ist (sind)
           die Ausgangsmesslänge (Lo): die Messlänge vor der Aufbringung der Kraft,
           die Endmesslänge (Lu): die Messlänge nach dem Bruch des Prüfstücks.
        -  Dehngrenze, nichtproportionale Dehnung (Rp): die Beanspruchung, bei der eine
           nichtproportionale Dehnung einem bestimmten Prozentsatz der Messlänge des
           Dehnungsmessers (Le) gleich ist. Dem verwendeten Symbol wird ein Suffix ange-
           fügt, das den vorgeschriebenen Prozentsatz der Messlänge des Dehnungsmessers
           angibt, z. B. Rp0,2.
        -  Zugfestigkeit (Rm): die Beanspruchung, die der maximalen Kraft (Fm) entspricht.
    c) Prüfung der mechanischen Eigenschaften (Rp0,2, Rm und A) von Prüfstücken von der
        Nabenanschlussfläche und aus dem Übergangsbereich zwischen Radscheibe und
        Felge oder gegebenenfalls aus einer Bruchzone.
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   d) Analyse von metallurgischen Mängeln und der Struktur des Rohmaterials.
   e) Analyse von metallurgischen Mängeln und der Struktur der Prüfstücke von der Naben-
       auflagefläche und aus dem Übergangsbereich zwischen Radscheibe und Felge oder
       gegebenenfalls aus einer Bruchzone.
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                                           Anhang 5
                                   Korrosionsprüfung
    1        Es ist eine Salzsprühnebelprüfung nach ISO 9227 mit einer Dauer von
             384 Stunden durchzuführen.
    1.1      Vorbereitung des Prüfmusters
             Ein der Serienfertigung entnommenes oberflächenbehandeltes Prüfmuster
             wird durch Gitterschnitte und simulierten Steinschlag (ISO 565) beschädigt,
             um Schäden hervorzurufen, die im Fahrbetrieb auftreten (die Schäden müs-
             sen sich im Bereich des Felgenhorns und auf der Radinnenseite befinden).
    1.2      Prüfablauf
             Das oberflächenbehandelte Prüfmuster wird mit allen Teilen, mit denen es
             üblicherweise in Kontakt ist, in aufrechter Stellung der Salzsprühnebelprü-
             fung unterzogen. Das Rad wird alle 48 Stunden um 90° gedreht.
    1.3      Beurteilung
             Die einzelnen Maßnahmen, die die Korrosion beeinflussen können (Be-
             schichtungen, Schrauben, verzinkte oder cadmierte Buchsen, Isolierschich-
             ten usw.), sind zu beurteilen.
             Die Prüfdokumentation muss Fotos enthalten, die die Hauptkorrosionsstellen
             zeigen, die mechanisch abgewaschen wurden, um die Werkstofffehler offen
             zu legen.
             Nach einer Prüfzeit von 192 Stunden dürfen keine nennenswerten Korrosi-
             onserscheinungen auftreten. Nach einer Dauer von 384 Stunden dürfen die
             Funktionstüchtigkeit des Rades, die Befestigungsteile und die Felgenschulter
             nicht durch Korrosion beeinträchtigt sein. Dies ist je nach Lage der Korrosi-
             onserscheinungen durch eine Umlaufbiegeprüfung nach Anhang 6 oder eine
             Abrollprüfung nach Anhang 7 nachzuweisen.
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L 375/756 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
                                         Anhang 6
                                 Umlaufbiegeprüfung
   1       Prüfungsbeschreibung
           Bei der Umlaufbiegeprüfung werden die Seitenkräfte simuliert, die bei Kur-
           venfahrt auf das Rad einwirken. Es sind vier Räder zu prüfen, und zwar zwei
           bei 50 % und zwei bei 75 % der maximalen Seitenkraft. Die Radfelge wird
           auf dem Prüfstand starr aufgespannt und über die Nabenanschlussfläche mit
           einem Biegemoment Mb belastet (z. B. über einen Lastarm mit einem
           Flansch, der denselben Lochkreisdurchmesser wie das Fahrzeug hat, für das
           das Rad bestimmt ist). Leichtmetallräder werden mit zwei halbkreisförmigen
           Flanschen am inneren Felgenhorn aufgespannt.
           Wenn andere Spannvorrichtungen verwendet werden, ist ihre Gleichwertig-
           keit nachzuweisen.
           Schrauben oder Befestigungsmuttern werden mit dem vom Fahrzeugherstel-
           ler angegebenen Drehmoment angezogen und nach ca. 10 000 Lastspielen
           nachgezogen.
   2       Formel für die Berechnung des Biegemoments
           Personenkraftwagen und Geländewagen: M b max = S ⋅ FV (µ ⋅ rdyn + d )
           Dabei ist (sind):
             Mbmax      = maximales Bezugsbiegemoment [Nm]
             FV         = maximale Radlast [N]
             rdyn       = dynamischer Radius des größten für das Rad empfohlenen
                        Reifens [m]
             d          = Einpresstiefe [m]
             µ          = Reibwert
             S          = Sicherheitsfaktor
 ---pagebreak---                                                         23
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    3               Die Prüfung wird bei zwei Prozentwerten (50 % und 75 %) des maximalen
                    Moments anhand der folgenden Kriterien durchgeführt:
                   Reibwert                          0,9
                   Sicherheitsfaktor                 2,0
                   Soll-Lastspiele pro Minute        Die Lastspielzahl pro Minute kann so hoch wie
                                                     möglich sein, jedoch außerhalb der Resonanz-
                                                     frequenz des Prüfstands.
                           Aluminium/Magnesium                          Stahl
    Fahrzeugklasse           M1 und M1G             O1 und O2             M1 und M1G        O1 und O2
    Mindestlastspiele           2,0·10 5             0,66·10   5            6,0·104           2,0·104
    bei 75 % Mbmax
    Mindestlastspiele           1,8·106              0,69·106               6,0·105           2,3·105
    bei 50 % Mbmax
    Annahmekriterien eine um weniger als 10 % erhöhte Wellenverlagerung gegenüber der
                           nach ca. 10 000 Lastspielen ermittelten Verlagerung
                           ohne technischen Anriss
    Zulässige Verrin-                                           max. 30 %
    gerung des auf
    die Radbefesti-
    gungsbolzen und
    -muttern aufge-
    brachten An-
    zugsmoments1
    4               Prüfprogramm für Modellreihen von Rädern
                    Räder desselben Typs (Absatz 2.2), aber mit anderen Einpresstiefen können
                    zusammengefasst werden, wobei das höchste Prüfbiegemoment entspre-
                    chend dem nachstehenden Prüfprogramm anzuwenden ist. Radausführun-
                    gen mit einem größeren Mittenloch sind in die Prüfung einzubeziehen. Im
                    Falle einer negativen Prüfung sind weitere Muster zu prüfen.
    1
      Die Verringerung des Anzugsmoments bei den Radbefestigungsteilen ist zu überprüfen, indem die Befesti-
    gungsteile nachgezogen werden und nicht, indem das Drehmoment beim Lösen dieser Teile gemessen wird.
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   Erforderliche Prüfungen:
   Zahl der zu prüfenden Räder                                    Umlaufbiegeprüfung
                                                  Kurzzeitprüfung               Langzeitprüfung
   Kleinster Lochkreisdurchmesser                          1                           1
   Größter Lochkreisdurchmesser                            1                           1
   nur ein Lochkreisdurchmesser                            2                           2
   Einpresstiefe weicht ab:
        bis 2 mm                                           --                          --
        von 2 mm bis 5 mm                                  1                           --
          > 5 mm                                           1                           1
   Prüfungen, die bei nachträglicher Erhöhung der höchstzulässigen Radlast durchzuführen
   sind:
   Bei einer Erhöhung des Prüfbiege-                        1                          1
   moments um maximal 10 %
               Kurzzeitprüfung     =   Umlaufbiegeprüfung bei 75 % Mbmax
                                       (für die maximale Radlast berechnet)
               Langzeitprüfung     =   Umlaufbiegeprüfung bei 50 % Mbmax
                 Bei einer Erhöhung des Prüfmoments um mehr als 10 % gegenüber der
                 Erstbegutachtung ist das vollständige Prüfprogramm erneut durchzuführen.
                                                                 statisches Rad
                                                                        nicht drehbarerTisch
                                                                 Unwucht
                     Beispiel für einen Prüfstand für die Umlaufbiegeprüfung
 ---pagebreak---                                                       25
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                                                 Anhang 7
                                             Abrollprüfung
    1             Prüfungsbeschreibung
                  Bei der Abrollprüfung wird die Beanspruchung des Rades bei Geradeaus-
                  fahrt simuliert, indem ein Rad auf einer Trommel mit einem Außendurchmes-
                  ser von mindestens 1,7 m (bei einer Außenabrollprüfung) oder einem Innen-
                  durchmesser abgerollt wird, der mindestens dem durch 0,4 dividierten dyna-
                  mischen Reifenradius entspricht (bei einer Innenabrollprüfung). Es sind zwei
                  Räder zu prüfen.
    2             Formel für die Berechnung der Prüflast
    alle Fahrzeugarten                                   F p = S ⋅ FV
                   Dabei ist (sind):
                   Fp          = Prüflast [N]
                   FV          = maximale Radlast [N]
                   S           = Sicherheitsfaktor
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   3               Prüfverfahren und Vorschriften
                   Die Prüfungen werden anhand der folgenden Kriterien durchgeführt:
                                                 M1 und M1G                           O1 und O2
   Abrollrichtung                                                    geradeaus
   Sicherheitsfaktor S                                  2,5                               2,0
                                                      2,251
   Reifen                              Serienreifen möglichst mit der größten für das Rad
                                       empfohlenen Nennquerschnittsbreite
   Prüfgeschwindigkeit in km/h         die für den Reifen höchstzulässige Geschwindigkeit ent-
                                       sprechend dem Geschwindigkeitsindex, normalerweise
                                       60 km/h - 100 km/h
   äquivalente Abrollstrecke                        2 000 km                           2 000 km
                                                   1 000 km1                          1 000 km1
   Reifendruck zu Beginn der           normaler Fahrbetrieb:                 Abrollprüfung:
   Prüfung (wird während der           bis 160 kPa                           280 kPa
   Prüfung nicht überprüft oder        über 160 kPa                          mindestens 400 kPa
   geregelt)
   Annahmekriterien                    Technischer Anriss und/oder Luftverlust werden nicht ak-
                                       zeptiert.
   Zulässige Verringerung des                                            < 30 %
   auf die Radbefestigungsbol-
   zen und -muttern aufge-
   brachten Anzugsmoments2
                   angetriebene Trommel                                                  Reifen
                                                                                         Rad
                                                                                  Radiallast
   angetriebene Trommel
                                                                                  Radiallast
   Reifen
   Rad
                              Beispiele für Prüfstände für die Abrollprüfung
   1
     bei Stahlscheibenrädern für Personenkraftwagen
   2
     Die Verringerung des Anzugsmoments bei den Radbefestigungsteilen ist zu überprüfen, indem die Befesti-
   gungsteile nachgezogen werden und nicht, indem das Drehmoment beim Lösen dieser Teile gemessen wird.
 ---pagebreak---                                                   27
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                                             Anhang 8
                                         Schlagprüfung
    1        Prüfungsbeschreibung
             Die Festigkeit des Rades hinsichtlich der Brüche, die an Kanten und anderen
             kritischen Stellen auftreten können, wenn das Rad auf ein Hindernis trifft, ist
             zu prüfen. Zum Nachweis einer ausreichenden Bruchfestigkeit ist eine
             Schlagprüfung nach Anhang 8 Anlage 1 durchzuführen.
    2        Formel für die Berechnung der Prüflast
             D = 0,6 ⋅ FV / g + 180 [kg]
              Dabei ist (sind):
              D           = Fallmasse [kg]
              FV          = maximale Radlast [N]
              g           = Fallbeschleunigung 9,81 m/s²
 ---pagebreak---                                                   28
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   3            Prüfverfahren und Vorschriften
                                                    M1 und M1G
   Verfahren und Vorschriften                       siehe Anhang 8 Anlage 1
   Reifendruck                                      der vom Reifenhersteller entsprechend dem
                                                    Tragfähigkeitsindex und der Fahrzeug-
                                                    höchstgeschwindigkeit empfohlene Reifen-
                                                    druck, mindestens jedoch 200 kPa
   Reifen                                           Serienreifen mit der kleinsten Nennquer-
                                                    schnittsbreite und dem kleinsten Abrollum-
                                                    fang bei der für das betreffende Rad emp-
                                                    fohlenen Reifenbaureihe
   Annahmekriterien                                 Die Prüfung gilt als bestanden, wenn an der
                                                    Radoberfläche kein sichtbarer Bruch auftritt
                                                    und innerhalb einer Minute nach Abschluss
                                                    der Prüfung kein Druckverlust feststellbar
                                                    ist. Brüche und Verformungen, die durch
                                                    den direkten Kontakt mit dem Fallgewicht
                                                    verursacht werden, sind zulässig.
                                                    Wenn bei Rädern mit abnehmbarer Felge
                                                    oder anderen abnehmbaren Teilen Befesti-
                                                    gungsteile mit Gewinde in der Nähe der
                                                    Speichen- oder Belüftungslöcher versagen,
                                                    gilt die Prüfung des Rades als nicht be-
                                                    standen.
   Zahl der Prüfmuster                              eines je Aufschlagstelle
   Aufschlagstellen                                 eine im Bereich der Anbindung der Spei-
                                                    chen an die Felge und eine weitere in dem
                                                    Bereich zwischen zwei Speichen, sehr na-
                                                    he am Ventilloch.
                                                    Die Aufschlagrichtung soll möglichst nicht
                                                    mit der Radiallinie zwischen einem Befesti-
                                                    gungsloch und der Radmitte zusammenfal-
                                                    len.
 ---pagebreak---                                                         29
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    4             Prüfprogramm für Radfamilien
                  Erforderliche Prüfungen:
    Zu prüfende Räder                                     Schlagprüfung
    kleinster Lochkreis der Befestigungslöcher            eine je Aufschlagstelle
    größter Lochkreis der Befestigungslöcher              eine je Aufschlagstelle
    *Einpresstiefe weicht ab:
        bis 15 mm                                              --
        über 15 mm                                        eine je Aufschlagstelle
                     *( s. französischen Text, der Text fehlt in der englischen Fassung)
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                                    Anhang 8 - Anlage 1
             Personenkraftwagen - Leichtmetallräder - Schlagprüfung
   1       Anwendungsbereich
           In diesem Anhang ist ein Laborprüfverfahren zur Beurteilung der Eigenschaf-
           ten eines ganz oder teilweise aus einer Leichtmetalllegierung bestehenden
           Rades beim seitlichen Anprall gegen eine Bordsteinkante beschrieben. Es
           wird für Personenkraftwagen angewandt, wobei eine Auswahlprüfung
           und/oder eine Prüfung zur Qualitätssicherung des Rades durchgeführt wird.
   2       Prüfeinrichtung
   2.1     Neue, fertig hergestellte Räder, die für Räder für Personenkraftwagen reprä-
           sentativ sind, mit Reifen.
   2.2     Schlagprüfgerät mit einem vertikal geführten Schlagkörper mit einer mindes-
           tens 125 mm breiten und mindestens 375 mm langen Schlagfläche, dessen
           scharfe Kanten abgerundet oder abgeschrägt sind (siehe die Abbildung 1).
           Die in Kilogramm ausgedrückte Fallmasse D wird nach folgender Formel mit
           einer Toleranz von + 2 % bestimmt:
            D = 0,6 ⋅ FV / g + 180 [kg].
           Dabei ist FV/g die in Kilogramm ausgedrückte, vom Rad- und/oder Fahrzeug-
           hersteller angegebene maximale statische Radlast.
   2.3     Masse von 1 000 kg.
   3       Kalibrierung
           Mit Hilfe eines Kalibrieradapters ist sicherzustellen, dass die Masse von
           1 000 kg (Absatz 2.3), die auf die Mitte der Radbefestigung vertikal wirkt
           (siehe die Abbildung 2), eine in der Mitte des Trägers gemessene Auslen-
           kung von 7,5 mm + 0,75 mm verursacht.
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    4        Prüfverfahren
    4.1      Das Prüfrad (Absatz 2.1) mit dem Prüfreifen ist so an dem Prüfgerät (Absatz
             2.2) zu befestigen, dass der Schlagkörper auf das Felgenhorn des Rades
             aufschlägt. Das Rad ist so zu befestigen, dass seine Achse einen Winkel von
             13° + 1° mit der Vertikalen bildet und seine höchste Stelle unter dem Schlag-
             körper liegt.
             Der auf das Prüfrad aufgezogene Reifen muss ein für dieses Rad vorgese-
             hener schlauchloser Radial-Gürtelreifen mit der kleinsten Nennquerschnitts-
             breite sein. Der Reifendruck muss dem vom Fahrzeughersteller angegebe-
             nen Druck entsprechen; ist kein Wert angegeben, dann muss er 200 kPa
             betragen.
             Während der gesamten Prüfzeit muss die Temperatur der Testumgebung
             zwischen 10 °C und 30 °C betragen.
    4.2      Es ist sicherzustellen, dass das Rad an der Nabenhalterung mit Befesti-
             gungsteilen angebracht ist, die von ihren Abmessungen her den an einem
             Fahrzeug verwendeten entsprechen. Die Befestigungsteile werden von Hand
             mit einem vom Fahrzeug- oder Radhersteller empfohlenen Drehmoment oder
             nach einem von diesem empfohlenen Verfahren angezogen.
             Da die Konstruktion des Radsterns unterschiedlich sein kann, ist die Prüfung
             an einer ausreichenden Zahl von Stellen auf dem Felgenhorn durchzuführen,
             um zu gewährleisten, dass sämtliche Radsternteile beurteilt werden können.
             Bei jeder Einzelprüfung ist ein neues Rad zu verwenden.
             Wird die Prüfung an der Speiche durchgeführt, dann ist die Speiche zu wäh-
             len, die dem Bolzenloch am nächsten liegt.
    4.3      Es ist sicherzustellen, dass der Schlagkörper sich über dem Reifen befindet
             und das Felgenhorn um 25 mm + 1 mm überdeckt. Der Schlagkörper wird
             auf eine Höhe von 230 mm + 2 mm über dem höchsten Teil des Felgenhorns
             angehoben und fallengelassen.
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   5           Fehlerkriterien
               Das Rad hat die Prüfung nicht bestanden, wenn eines der nachstehenden
               Kriterien zutrifft:
               a) sichtbarer Bruch (sichtbare Brüche) in einem Bereich des Radsterns des
                   Radverbundes,
               b) der Radstern hat sich von der Felge gelöst,
               c) vollständiger Druckverlust innerhalb einer Minute.
               Wenn am Radverbund eine Verformung aufgetreten ist oder im Bereich des
               Felgenteils, der von der Schlagfläche des Schlagkörpers getroffen wurde,
               Brüche festgestellt werden, bedeutet dies nicht, dass das Rad die Prüfung
               nicht bestanden hat.
   _____________________________
   Anmerkung: Die bei den Prüfungen verwendeten Reifen und Räder dürfen danach nicht
   an einem Fahrzeug verwendet werden.
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                                  Abbildung 1 - Schlagprüfgerät
                                                    A
                                                               Schlagkörper
                                                               scharfe Kante
                                                               abgerundet oder abgeschrägt
                                Abbildung 1 - Detailzeichnung A
    Abmessungen in Millimeter
                                     Kalibrierlast 1 000 kg
                                                                     Kalibrieradapter
                                                                     Radnabenadapter
    Stahlträger
    200 x 25
                       7,5 mm + 0,75 mm
                       vertikale Auslenkung
                       (von der Unterseite aus gemessen)
    auf 13° einstellen
                                                               13° vor der Kalibrierung
                                                      4 Lager aus Naturkautschuk (oder
                                                      gleichwertigem Werkstoff)
                                                      Härte: 50 Shore
                                                      Durchmesser: 51 mm
                                                      Höhe in unbelastetem Zustand: 27 mm
               Abbildung 2 - Aufbringung der Last auf die Mitte der Radbefestigung
    Abmessungen in Millimeter
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                                                 Anhang 9
                                       Wechseltorsionsprüfung
   1               Prüfungsbeschreibung
                   Bei einer Wechseltorsionsprüfung wird das beim Bremsen und Beschleuni-
                   gen auf das Rad wirkende Drehmoment simuliert. Die Prüfräder sind bei zwei
                   Prozentwerten (50 % und 75 %) des höchsten berechneten Drehmoments zu
                   prüfen. Jedes Rad wird auf dem Prüfstand an einem Felgenhorn starr aufge-
                   spannt und über die Nabenanschlussfläche z. B. über eine Bremsscheibe
                   oder andere Bauteile mit einem Wechseltorsionsmoment von ± MT belastet.
   2               Formel für die Berechnung des Prüfmoments
                                              M T = S ⋅ FV ⋅ rdyn
                   Dabei ist (sind):
                    MT =        das Prüfmoment [Nm],
                    S    =      der Sicherheitsfaktor,
                    FV =        die maximale Radlast [N],
                    rdyn =      der dynamische Radius [m].
                   Die Prüfungen werden anhand der folgenden Kriterien durchgeführt:
   Sicherheitsfaktor S                                                        1,0
   Mindestlastspiele bei + 90 % MT                                           2·105
   Mindestlastspiele bei + 45 % MT                                           2·106
   Annahmekriterien                                            Technischer Anriss nicht akzeptiert.
   Zulässige Verringerung des auf die Radbe-                                 30 %
   festigungsbolzen und -muttern aufgebrach-
   ten Anzugsmoments1
   1
     Die Verringerung des Anzugsmoments bei den Radbefestigungsteilen ist zu überprüfen, indem die Befesti-
   gungsteile nachgezogen werden und nicht, indem das Drehmoment beim Lösen dieser Teile gemessen wird.
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                                           Anhang 10
                           Anbauprüfungen und Dokumentation
    1        Angaben zu Verwendung und Anbau
             Der Typgenehmigungsbehörde ist eine Dokumentation mit den nachstehen-
             den Angaben vorzulegen, die auch der Verbraucher zusammen mit dem Rad
             erhält.
    1.1      Radmerkmale
             ECE-Genehmigungsnummer, Radtyp und -variante, internationale Felgenbe-
             zeichnung (z. B. 15 H2 x 5 ½ J) und Einpresstiefe.
    1.2      Fahrzeugmerkmale:
             Fahrzeughersteller, Modellbezeichnung und -beschreibung, Fahrzeugleis-
             tung und Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN), die zumindest die WMI-
             Nummer (Weltherstellernummer), die VDS-Nummer (vehicle description sec-
             tion) und die erste Ziffer der VIS-Nummer (vehicle identification section), aus
             der das Baujahr hervorgeht (siehe ISO 3779-1983), umfasst.
    1.3      Zusätzliche Merkmale: besondere Vorschriften, spezielle Anbauteile usw.,
             die angegeben werden, wenn die Nachrüsträder des Herstellers verwendet
             werden, oder spezielle Vorschriften für das ECE-genehmigte Rad.
    1.4      Nähere Angaben zur Anbauanleitung: Empfehlungen und Sicherheitsmaß-
             nahmen für den Anbau des Rades;
             Verwendung zusätzlicher oder ersatzweise vorgesehener Radbefestigungs-
             teile, wie z. B. längere Radschrauben oder -bolzen bei Leichtmetallrädern;
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                Anzugsdrehmoment für die Radbefestigung; es ist darauf hinzuweisen, dass
                diese Angabe sehr wichtig ist und dass vorzugsweise ein kalibrierter Dreh-
                momentschlüssel zu verwenden ist; Hinweis darauf, dass die Radbefesti-
                gungsteile nach Zurücklegen einer Fahrstrecke von 50 km nachgezogen
                werden müssen; gegebenenfalls Angaben zu Verwendung und Anbringung
                von Nabenabdeckungen.
   1.5          Beispiel für die mögliche Gestaltung einer Tabelle mit Angaben zu Verwen-
                dung und Anbau
   Radmerkmale (vorgeschriebene Felder in Fettdruck)
   ECE-Ge-        Radtyp        Größe          Einpresstie-       Lochkreis-   Befestigungs-
   nehmigungs-                                 fe                 durchmes-    löcher1
   nummer                                                         ser
   XY R -I        6014          6Jx14H2        38 mm              98 mm        4
   0001148
   Radvariante Zentrier-        Radkenn-       Mittelring-        Durchmes-    max. Radlast
                  zapfen        zeichnung      kennzeich-         ser des Mit- in N
                                               nung               tenlochs
   A              ja            98-38          120-98             58,1 mm      5500
   Fahrzeugmerkmale
   Fahrzeug-    Modell-        Fahrzeugtyp Leistung             Fahrzeugidentifizierungsnummer
   hersteller   bezeichnung                     in kW            (VIN)
                des Fahr-
                zeugs
   FIAT         ALFA           ALFA             66 - 95         WMI-Nr.      VDS-Nr.    Baujahr(e)
                ROMEO          ROMEO
                                                                1C9          Y817H3     4
                145/146        930
   Zusätzliche Merkmale
   Anmerkungszeichen Merkmal
   1                      Kugelkopfschrauben
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    2                Zusätzliche Vorschriften
    2.1              Überprüfung des Rotationsprofils des Rades
                     Die Innenkontur des Rades (Rotationsprofil des Rades siehe die Abbil-
                     dung 1) muss so bemessen sein, dass ausreichend Platz für die Bremsen-,
                     Aufhängungs- und Lenkungsbauteile vorhanden ist.
                     Befindet sich die Kontur des Rotationsprofils des Rades außerhalb der für
                     das Nachrüstrad des Fahrzeugherstellers vorgesehenen Kontur, dann ist kei-
                     ne Überprüfung erforderlich.
                     Befindet sich die Kontur des Rotationsprofils des Rades innerhalb der für das
                     Nachrüstrad des Fahrzeugherstellers vorgesehenen Kontur, dann ist die
                     Freigängigkeit des Rades in Bezug auf die Bremsen-, Aufhängungs- und
                     Lenkungsbauteile und die allgemeinen Unterbodenbauteile zu überprüfen,
                     wobei die Wirkung der Auswuchtgewichte des Rades zu berücksichtigen ist.
                     In der Regel müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
                     Mindestfreigängigkeit für Bremsenbauteile (ungünstigster Fall z. B. bei neuen
                     Bremsbelägen): 3 mm1,
                     Mindestfreigängigkeit für Aufhängungsbauteile (z. B. untere und obere Auf-
                     hängungsstrebe): 4 mm,
                     Mindestfreigängigkeit für Lenkungsbauteile (z. B. Lenkspurstange und Ge-
                     lenke): 4 mm und
                     Mindestfreigängigkeit zwischen Auswuchtgewichten und Fahrzeugbauteilen:
                     2 mm.
    1
      Es wird empfohlen, die Profile der Bremsenbauteile und das Rotationsprofil des Rades des Fahrzeugher-
    stellers zu verwenden. Die Überprüfung bereits im Verkehr befindlicher Fahrzeuge ist wegen einer mögli-
    chen Veränderung von Bremsenteilen und/oder des Rotationsprofils von OE-Rädern während der Fertigung
    der Serie allerdings erforderlich.
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           Die Überprüfung kann statisch oder dynamisch erfolgen. Wenn die verschie-
           denen Freigängigkeiten an dem Nachrüstrad des Fahrzeugherstellers gerin-
           ger als die oben genannten sind, können sie akzeptiert werden.
   2.2     Überprüfung der Belüftungslöcher
           Ein genehmigtes Rad darf nicht so beschaffen sein, dass im Vergleich zu
           einem Nachrüstrad des Herstellers eine Verschlechterung der Bremswirkung
           festzustellen ist. Es wird davon ausgegangen, dass die Wärmeübertragung
           von den Bremsen auf die Räder bei Stahlrädern höher als bei Leichtmetallrä-
           dern ist. Wenn das Nachrüstrad des Fahrzeugherstellers für eine bestimmte
           Luftzirkulation von der Bremse durch die Belüftungslöcher des Rades (z. B.
           durch Schaufelradeffekt) ausgelegt ist und der Bereich der Belüftungslöcher
           bei einem ähnlich gebauten Nachrüstrad kleiner als bei dem entsprechenden
           Nachrüstrad des Fahrzeugherstellers ist, muss eine Vergleichsprüfung zur
           Beurteilung der Bremswirkung durchgeführt werden.
           Die Prüfung ist nach den Vorschriften der Regelung Nr. 13, Anhang 4, Ab-
           satz 1.5 - Bremsprüfung Typ I (Prüfung des Nachlassens der Bremswirkung)
           durchzuführen. Das Kriterium ist die Bremsentemperatur. Die höchste Tem-
           peratur (Scheiben, Trommel), die gemessen wird, wenn das Nachrüstrad des
           Fahrzeugherstellers verwendet wird, darf bei dem zu genehmigenden Rad
           nicht überschritten werden.
           Normalerweise angebrachte Radkappen sind zu berücksichtigen.
   2.3     Radbefestigung
           Es wird empfohlen, die Befestigungsteile des Nachrüstrads des Fahrzeug-
           herstellers zu verwenden. Das ähnlich gebaute Nachrüstrad muss mit spe-
           ziellen Radbefestigungsteilen angebaut werden können, ohne dass eine zu-
           sätzliche Veränderung erforderlich ist. Die vorgesehene Zahl der Radbefesti-
           gungen (z. B. vier Löcher, fünf Löcher usw.) darf nicht verändert werden. Die
           Radbefestigungen dürfen die Funktion anderer Bauteile, z. B. Bremsenbau-
           teile, nicht beeinträchtigen. Bei den Radbolzen, -muttern und -schrauben
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27.12.2006       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/773
                   muss die Einschraublänge dieselbe wie bei dem Nachrüstrad und den Rad-
                   befestigungen des Fahrzeugherstellers sein. Die Form der Bolzen/Muttern
                   muss der Form des Zentrierlochs in dem genehmigten Rad entsprechen. Der
                   Werkstoff, aus dem die Radbefestigungsteile bestehen, muss dem Werkstoff
                   der Befestigungsteile des Nachrüstrads des Fahrzeugherstellers mindestens
                   gleichwertig sein.
                   Wenn Radzubehör mitgeliefert wird, müssen die für den Anbau und den Ab-
                   bau des Rades erforderlichen Spezialwerkzeuge ebenfalls mitgeliefert wer-
                   den.
                   Wenn unterschiedliche Radbefestigungsteile geliefert werden, müssen dazu
                   genaue Angaben in der nach Absatz 1.2* vorgeschriebenen Dokumentation
                   gemacht werden, außerdem sind die erforderlichen Spezialwerkzeuge zur
                   Verfügung zu stellen.
    2.4            Vorstehende Außenkanten
                   Von dem genehmigten Rad, das zusammen mit dem erforderlichen Radzu-
                   behör am Fahrzeug angebracht ist, darf keine Gefahr ausgehen. Die Vor-
                   schriften der ECE-Regelung Nr. 26 müssen eingehalten sein.
    2.5            Verschiedenes
                   Im Gutachten müssen die Einzelheiten und Ergebnisse der durchgeführten
                   Prüfungen angegeben sein. Es muss bestätigt werden, dass das geprüfte
                   Rad den Vorschriften entspricht.
                   Kontur des Rotationsprofils des Rades
                                  Linie außerhalb der Kontur des Rotationsprofils des Rades
    *
      Anmerkung der Übersetzer: Die Nummer des Absatzes ist nicht korrekt.
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L 375/774  DE                   Amtsblatt der Europäischen Union               27.12.2006
            Linie innerhalb der Kontur des Rotationsprofils des Rades
          Abbildung 1: Innenkontur des Rades mit Beispielen für eine innerhalb
                    und eine außerhalb der Kontur verlaufende Linie
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