CELEX: 31977R1940
Language: de
Date: 1977-08-30
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1940/77 der Kommission vom 29. August 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tafeltrauben mit Ursprung in Griechenland

30. 8 . 77                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 221 / 13
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 1940/77 DER KOMMISSION
                                                vom 29. August 1977
              zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tafeltrauben mit
                                             Ursprung in Griechenland
 DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                              Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 GEMEINSCHAFTEN —                                             211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                              tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                              bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des             festgestellt werden.
 Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
 organisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert        Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für die aus
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­           Griechenland eingeführten Tafeltrauben an zwei auf­
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,         einanderfolgenden Markttagen um mindestens 0,5
 in Erwägung nachstehender Gründe :                           Rechnungseinheiten unter dem Referenzpreis gele­
                                                              gen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für Tafeltrau­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                  ben aus Griechenland erhoben werden .
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an        Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­               lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­             grunde zu legen :
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus         — für die Währungen, die untereinander zu jedem
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                   Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­               chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                    Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                rität dieser Währungen stützt,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­
 fügbaren Einfuhrpreise sein.                                 — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                   der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1215/77 der Kommis­                   kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
sion vom 7. Juni 1977 zur Festsetzung der Referenz­                der während des fortgesetzten Zeitraums für die
preise für Tafeltrauben für das Wirtschaftsjahr 1977 (3)           Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Gü­              hendem Absatz festgestellt wird —
teklasse I für den Monat August 1977 auf 29,20 Rech­
nungseinheiten pro Doppelzentner Eigengewicht fest­
gesetzt.                                                      HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                 Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­        Auf Einfuhren von Tafeltrauben (Zolltarifstelle 08.04
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­           A I des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­              Griechenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die           von 3,93 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.               angewandt.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.                                                   Diese Verordnung tritt am 31 . August 1977 in Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 29 . August 1977
                                                                         Für die Kommission
                                                                          Der Vizepräsident
                                                                          Finn GUNDELACH
0) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 1 .                    («) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.
(3) ABl. Nr. L 140 vom 8 . 6. 1977, S. 14.                    M ABl. Nr. L 44 vom 18. 2. 1975, S. 8.