CELEX: 51971PC1450
Language: de
Date: 1971-12-21
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES zur Gestaltung des Innenraums von Kraftfahrzeugen betreffend die im Fahrgastraum befindlichen inneren Teile außer dem (den) Innenrückspiegel (n), die Anordnung der Betätigungsteile das Bach oder das Schiebedach, die Sitzteile und den rückseitigen Teil des Sitzes (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (71) 1450
Vol. 1971/0229
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                            KOM(71)1450 endg.
                                                            Brussel . den 21. Dezember 1971
                 ; VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES
                         zur Gestaltung des Innenraums
                   von Kraftfahrzeugen betreffend die im
                   Fahrgastraum befindlichen inneren Teile
                      außer dem ( den ) Innenrückspiegel (n),
              die Anordnung der Betätigungsteile f das Bach oder
             das Schiebedach , die Sitzteile und den rückseitigen
                               Teil des Sitzes
                      (Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KOK( 71 ) 1450 endg
 ---pagebreak---                                       BEORIFDUNG
 Die vorliegende Richtlinie gliedert sich in den Rahmen des gemeinschaftlichen
 Betrietserlaubni sverfaliren ein, das in der Richtlinie 70/156/EUG des Rats vom
 6 . Februar 1970 ( l ) enthalten ist ,
 Deutschland hat an 27 . Februar 1971 auf Grund der Vereirbarung über die Still-
 halteregelung vom 28oMai 19^9 einen Verordnungsentwurf zur "Änderung der Stras-
 senverkehrs zulassungsOrdnung übermittelt , der unter anderen den Insassen-
 schutz betrifft ,.
 Frankreich hat ebenfalls am 15 . September 1971 einen Entvurf eines Erlasses
 ( projet d'arrete ) betreffend den Schutz der Insassen bei Zusammenstössen über­
mittelt .
Die Kommission hat diese beiden Mitgliedstaaten aufgefordert , die Anwendung
dieser Einwurfe einstweilen zurückzustellen .-- Die Übermittlung eines Rieht-
linienvcr schlags an den Rat ist also notwendig .
Es handelt sich um technische Vorschriften für den Bau und den Versuch der
Gestaltung des Innenraums zum Schutz der Insassen der Kraftfahrzeuge betref­
fend die im Fahrgast? -aum befindlichen inneren Teile ausser dem ( den ) Innen-
rückspiegel(n ) , die Anordnung der Betätigungsteile , das Dach oder das Schiebe­
dach ,, die Sitzlehne und den rückseitigen Teil des Sitzes ,
Bei der Ausarbeitung dieses Vorschlags hat die Kommission die von der Wirt-
schaftskonmission für Buropa von Genf gefünrten Arbeiten(2 ) berücksichtigt ;
wr„s für den Handelsverkehr ein weiterer Vorteil bedeutet , da eine sehr grosse
Anzalil von Landern in dieser Organisation vertreten sind .
Der Geltungsbereich wurde auf Kraftfahrzeuge der Klasse          ( Pzrsononkraftwa-
gen ) mit mindestens vier Rädern beschi-e'nkt , deren bauartbedingt-e Höchstge­
schwindigkeit 25 km/h übersteigt ( Artikel 1 ).
Mit Artikel 2 werden die Vorschriften für die Gestaltung des Innenraums in
das Verfahren für die EWG--Betriebserlaubnis eingegliedert .
( 1 ; ABL Nr . L k2 vcm 23 . Februar 1970 .
\ 2) Reglement Nr . 21 " Einheiliche Vorschriften betreffend die Zulassung von
      Falirzeugen für die Gestaltung des Innenraumes" ( Dok . E/ECE /32^ vom
      04.06,1971 ).
 ---pagebreak--- Er fügt sich weiterhin in die Alternat ivlosung der Harmonisierung insofern
ein , als darin vorgesehen wird , dass die im Anhang zur Richtlinie festgeleg­
ten Gemeinschaftsvorschriften den gleichen Wert besitzen wie die einzel­
staatlichen Vorschriften . So ist es nicht möglich , dass ein Mi cgliedstaat
die nationale Betriebs erlaub nis eines Fahrzeugs unter dem Vorwand verweigert ,
dass die von dieser Richtlinie erfassten Ausrüstungen und Merkmale nicht
den nationalen Vorschriften entsprechen , während sie aber die Gemeinschafts­
vorschriften erfüllen .
Artikel 3    eht das Verfahren zur Anpassung der Vorschriften um Anhang an
den technischen Fortschritt vor ; dieses Verfahren ist in Artikel 13 der
Richtlinie des Rats vom 6 . Februar über die Betriebserlaubnis enthalten .
Die Frist für die Infrakt Setzung der Richtlinie ist auf 10 Monaten nach
ihrer Bekanntgabe festgesetzt worden , um den Mitgliedstaaten und sonsti­
gen Betroffenen zu ermöglichen, der Richtlinie nachzukommen ( Artikel
Absatz l ) .
Die Kommission ist innerhalb annehmbarer Fristen von jedem Vorschriften-
entwurf zu unterrichten , der von den Mitgliedstaaten auf dem von der Richt­
linie erfassten Gebiet ausgearbeitet wird , damit diese sich gegebenfall s
hierzu äussern kann ( Art . k . Absatz 2 ).
KONSULTATION DER BETTRITTSWILLIGEN LANDER
Bei der Ausarbeitung des Entwurfs dieses Richtlinienvcrschlags haben die
Dienststellen der Kommission auch technische Kontakte zu den Sachverständi­
gen der Beitrittskaxdidaten aufgenommen . Lediglich die Sachverständigen des
Vereinigten Köningreichs haben Bemerkungen vorgebracht , die auf die Klarung
einiger Abschnitte abzielen . Diese vorgeschlagenen Änderungen wurden in den
Wortlaut der Richtlinie aufgenommen .
Hinsichtlich der Prüfmethoden für vorspringende Teile ( Knöpfe und Hebel am
Armaturenbrett ) teilt die Kommission die Auffassung des Vereinigten König­
reichs : Es wird zweckdienlich sein , in die Richtlinie , die bei der ISO
gegenwartig ausgearbeitete Prüfmethode zu übernehmen , sobald diese fertig­
gestellt und von der ISO verabschiedet ist . Diese Übernahme müsste sich
mit Hilfe des Verfahrens nach Art . 3 ( Aus^chuss zur Anpassung an den
technischen Forschritt ) leicht durchführen lassen .
KONSULTATION DES PARLAMENTS UND DES WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAÜSSCHUS3ES
Die Stellungnahme dieser beiden Instanzen gemäss Artikel 100 Absatz
erscheint erforderlich .
 ---pagebreak---                                         -3-
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
 schaft , insbesondere auf Artikel 100,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts - und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Die technischen Vorschriften , denen die Kraftfahrzeuge nach den einzelstaat­
lichen Rechstvor Schriften genügen müssen , betreffen unter anderen auch die
Gestaltung des Innenraumes für den Insassenschutz .
Diese Vorschriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden .
Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit , dass von allen Mitgliedstaaten - entwe­
der zusätzlich oder an Stelle ihrer derzeitigen Regelung - gleiche Vorschrif­
ten erlassen werden , damit vor allem das EWG-Betriebserlaubnisverfahren
gemäss d.er Richtlinie des Rates vom 6 . Februar 1970 zur Angleichung der Rechts-
vorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge
und Kraftfahrzeuganhänger ( s ) auf jeden Fahrzeugtyp angewandt werden kann .
Die gemeinschaftlichen Vorschriften für die Innenspiegel sind in der Richtlinie
des Rates vom 1 . flarz 1971 (**) enthalten . Es ist zweckmässig , auch für die im
Fahrgastraum befindlichen inneren Teile , die Anordnung der Betätigungsteile , das
Dach , die Sitzlehne und den rückseitigen Teil des Sitzes Vorschriften festzuleger, ;
Weitere Vorschriften über die Innenaustattung betreffend die Verankerungen der
Sicherheitsgurte , die Verankerung der Sitze , die Kopfstütze , den Schutz des
Fahrers gegen die Lenkanlage , die Identifizierung der Betätigungseinrichtungen
werden später folgen .
Die harmonisierten Vorschriften sollen die Gefahr und die Schwere der Ver­
letzungen der Insassen der Kraftfahrzeuge vermindern und dadurch die Verkehrssicher eit
im gesammten Gebiet der Gemeinschaft erhöhen .
W) ABL , Nr . L k2 vom 23.2.1970 , S.l .
(**) ABL . Nr . L 68 vom 22.3.1971 , S.l .
 ---pagebreak--- Es empfiehlt sich , die technischen Vorschriften zu übernehmen, die die UN-
Wirtschaftskommission für Europa in der Regelung Kr . 21 (" Einheitliche Vor­
schriften für die Genehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich der Gestal-      •
tung ihres Innenraums" )(*) erlassen hat . Diese Regelung ist dem Übereinkommen j
über die Annahme einheitlicher Bedingungen für die Genehmigung der Ausrüstungs-f
gegenstände und Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige Anerkennung
der Genehmigung vom 20 . Marz 1965 als Anhang beigefügt .                       },
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                  Artikel 1
Als Fahrzeuge im Sinne dieser Richtlinie gelten alle zur Teilnahme am
Strassenverkehr "bestimmten Kraftfahrzeuge der Klasse M]_ mit oder ohne
Aufbau , mit mindestens vier Rädern und einer 'bauartbedingen Höchstgeschwin­
digkeit von mehr als 25 km/h . •
                                  Artikel 2
Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebserlaubnis oder die Betriebser-
laubnis mit nationaler Geltung für ein Fahrzeug nicht wegen
- der im Fahrgastraum befindlichen inneren Teile ausser dem(n ) Innenrück-
  spiegel(n ) ;
- der Anordnung der Betätigungsteile ;
- des Dachs oder des Schiebedachs ;
- der Sitzlehne und des rückseitigen Teils des Sitzes ;
verweigern , wenn diese den Vorschriften des Anhangs entsprechen . ICH!
                                  Artikel 3
Änderungen, die zur Anpassung der Vorschriften des Anhangs an den techni­
schen Fortschritt notwendig sind, werden nach dem Verfahren des Artikels 13
der Richtlinie des Rates vom 6 . Februar 1970 über die Betriebserlaubnis für
Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger erlassen .
(*7 Dokument E.C.E. aus Genf E/ECE/324 vom U. Juni 1971 .
 ---pagebreak---                   /
                                   Artikel 4
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften in Kraft, um
    dieser Riichtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzukom­
    men, und setzen die Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis .
2 . Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie tragen die Mitgliedstaaten ferner
    dafür Sorge , dass die Kommission von allen weiteren Entwürfen wichtiger
    Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die sie auf dem von dieser Richtli­
    nie erfassten Gebiet zu erlassen beabsichtigen, so rechtzeitig unterrich­
    tet wird, dass sie dazu Stellung nehmen kann .
                                   Artikel 5
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---         /                   LISTE DER ANKffNGE (*)
                       \
Anhang I   - Begriffsbestimmungen, Antrag auf Betriebserlaubnis und
             Vorschriften .
Anhang II - Bestimmung des Aufschlagbereichs des Kopfes .
Anhang III - Verfahren für die Prüfung von energieaufnehmendem Werkstoff .
Anhang IV - Verfahren zur Bestimmung des H-Punktes und zur Prüfung der
             relativen Lage der Punkte H und R.
    Der Wortlaut der Anhänge entspricht dem der Regelung Nr . 21, insbe­
    sondere ist die Gliederung in Absätze die gleiche ; entspricht einem
    Absatz der Regelung Nr . 21 kein solcher in der vorliegenden Richtlinie ,
    so wird seine Zahl in KLanmern zum Vermerk aufgeführt .
 ---pagebreak---                                      ANHANG I
                       S
   BEGRIFFSBESTIMMUNGEN , ANTRAG AUF BETRIEBSERLAUBNIS UND VORSCHRIFTEN
( 1 .)
2.           BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
             Im Sinne dieser Richtlinie bedeutet :
( 2.1 .)
2.2 ,         Fahrzeugtyp hinsichtlich der im Fahrgastraum "befindlichen
             inneren Teile ausser dem ( den ) Innenrückspiegel(n) der Anordnung
             der Betätigungsteile, dem Dach und dem Schiededach, der Sitz-
             lehne und des rückseitigen Teiles der Sitze" Kraftfahrzeuge ,
             die . untereinander keine wesentlichen Unterschiede aufweisen ;
             solche Unterschiede können insbesondere die folgenden sein :
2.2.1 ,      Form oder Werkstoffe des Teils der Karosserie , der den Fahrgas­
             traum bildet ,
2.2.2 ,      Anordnung der Betätigungsteile ,
2.3 .        "Bezugsbereich" der Auf Schlagbereich des Kopfes nach Anhang II,
             ausser :                 ..                                 ■ •
2.3.1 .      dem Bereich , der begrenzt wird von der Horizontalprojektion
             eines Kreises nach vorne, der die äussere Begrenzung der Lenk-
             einrichtung umschreibt , erweitert durch ein peripherisches Band
             von 127 ram Breite ; dieser Bereich ist nach unten durch die
             horizontale Ebene begrenzt , die tangential zur unteren Kante der
             Lenkeinrichtimg liegt, wenn die letztere sich in der Stellung
             für Geradeausfahrt befindet ;
2.3.2.       den Teil der Fläche des Armaturenbrettes, der zwischen dem Rand
             des in Absatz 2.3.1 , spezifizierten Bereichs und der am nächsten
             gelegenen inneren Seitenwand des Fahrzeugs enthalten ist ; dieser
             Teil der Oberfläche ist nach unten begrenzt durch eine horizontale
           . Fläche, die tangential . zur Unterkante der Lenkeinrichtung liegt,
2.3.3 .      den "Seitenstreben" der Windschutzscheibe,
 ---pagebreak---                                   - 2-                  Anhang I
2.4 .   " Ebene des Armaturenbretts die Linie , die durch die Berührungs­
        punkte vertikaler Tangenten mit dem Armaturenbrett definiert wird, . .
2.5 .   "Dach" der obere Teil des Fahrzeugs , der sich von der Oberkante
        der Windschutzscheibe zur Oberkante des Rückfensters erstreckt      »<
        und an den Seiten durch den oberen Rahmen der Seitenwände "begrenzt
        wird }
2.6 .   " Gürtellinie" die von dem sichtbaren unteren Umriss der Seiten-
        fenster des Fahrzeugs definierte Linie j
2.7 .   " Roadster" ein Fahrzeug , das in "bestimmten Fallen kein struktu­
        relles Widerstandselement oberhalb der Gürtellinie aufweist ausser
        dem Streben, der Windschutzscheibe oder den Sicherheitsbügeln ;      j!
2.8 .   ' Cabriolet" ein Fahrzeug, bei dem nur das Dach oder ein Teil des­
        selben gefaltet oder abgenommen werden kann , wobei strukturelle
        Bauteile des Fahrzeugs oberhalb der Gürtellinie verbleiben .
3.      ANTRAG AIJF BETRIEBSERLAUBNIS
3.1 .   Der Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für einen Fahr-
        zeugtyp ist vom Fahrzeughersteller oder seinem Bevollmächtigten
        einzureichen .
3.2 .   Dem Antrag sind in dreifacher Ausfertigung folgende Unterlagen
        und Angaben beisufügen :
        eine Beschreibung des Fahrzeugtyps nach Absatz 2.2 . mit einer
        Fotografie oder eine Darstellung in auseinandergezogener Anord-
        nimg des Fahrgastraums . Die den Fahrzeugtyp kennzeichnenden
        Zahlen und/r,der Symbole sind anzugeben .
3.3 .   Dem technischen Dienst , der die Typgenehmigung durchführt , ist
        vorzuführen :
3.3.1 . nach Ermessen des Herstellers ein Fahrzeug , das für den zu
        genehmigenden Fahrzeugtyp repräsentativ ist , oder der Teil oder
        die Teile des Fahrzeugs , die für die durch diese Richtlinie vor­
        gesehenen Prüfungen und Versuche als wesentlich angesehen werden ;
3.3.2 . auf Anforderung des vorgenannten technischen Dienstes bestimmte
        Teile oder Muster der verwendeten Werkstoffe .
(M
 ---pagebreak---                             -3                    Anhang I
 VORSCHRIFTEN
 Vorne im Fahrgastraum befin<31iche Telle
 Der in Absatz 2.3 . definierte Bezugsbereich darf keinerlei
 gefahrliche Unebenheiten oder scharfe Kanten aufweisen, die die
 Gefahr oder die Schwere von Verletzungen der Insassen erhöhen
können . "
 Die im Bezugsbereich gelegenen Teile des Fahrzeugs ausgenommen
 Jene , die weniger als 10 cm vor Glasflächen liegen und nicht zum
Armaturenbrett gehören, müssen energieaufnehmend gemäss Anhang III
 sein ; die Metallbeschläge , die der Äbstützung dienen, dürfen
keine vorspringenden Kanten haben .
Die Uhterkante des Armaturenbrette s ist , sofern es nicht den
Vorschriften des Absatzes 5.1.2 . entspricht , abzurunden , wobei
der Krümmungshalbmesser nicht mehr als 19 mm betragen darf .
Knöpfe , Hebel usw . aus festem Werkstoff , die zwischen 3,2 mm
und 9,5 ran am Armaturenbrett vorstehen, sollen eine Oberfläche
mit einem Querschnitt von mindestens 2 cm2, 2,5 mm von dem am
weitesten vorstehenden Teil gemessen , aufweisen und abgerundete
Kanten mit einem Krümmungsradius von mindestens 2,5 mm haben .
Wenn diese Teile um mehr als 9,5 mm über die Fläche des Armaturen­
brettes herausragen, so müssen sie so beschaffen und gefertigt
sein , dass sie bei Aufbringung einer nach vorn gerichteten hori­
zontalen Längskraft von 37,8 daN in die Oberfläche des Armaturen­
brettes zurückgedrückt werden, bis sie nicht mehr als 9,5 mm
vorstehen oder aber abspringen ; in dem letzteren Fall dürfen
keinerlei gefäiirliche Vorsprünge übrig bleiben ; ein Querschnitt
im Abstand von höchstens 6,5 mm vom Punkt des grössten Vorsprungs
aus soll eine Fläche von mindestens 6,5 cm2 aufweisen .
Für Jeden Vorsprung , dessen einer Teil aus einem weichen Werk­
stoff mit einer Härte von nicht mehr als 50 shore A besteht , der
auf eine starre . Stütze angebracht ist ," gelten die Vorschriften
nach 5.1.14-. und 5.1.5 « nur für die starre Stütze .
 ---pagebreak---                                                Anhang I
 Uhter den Arriatureribrett gelegene Teile                         1
Die Vorschriften dieses Absatzes gelten nicht für unterhalb des
Armaturenbretts gelegene Teile wie z.B. Schalter, Zündschlüssel I
und andere Betätigungsteile , an denen man sich aufgrund der vor- j
handenen Lenksäule des Lenkrades oder der vorstehenden Teile des S
Armaturenbretts nicht stossen kann. In den Fällen, in denen ein 1
Aufschlagen gegen die vorgenannten Teile möglich ist , müssen dies«
Eigenschaften aufweisen, die wenigstens den in Absatz
genannten entsprechen .
Ausserdem
müssen die genannten Teile , wenn sie auf einer Tafel angebracht
sind , so beschaffen und gefertigt sein, dass sie bei Aufbringung
einer nach vorn gerichteten horizontalen Kraft von 37 , & daN in
die unter dem Armaturenbrett gelegene Fläche zuruckgedrückt wer­
den können oder abfallen oder sich verbiegen ; in den beiden
letzteren Fällen dürfen keine gefährlichen Vorsprünge zurück­
bleiben ;
müssen die genannten Zubehörteile , wenn sie anderweitig ange­
bracht sind , so beschaffen und gefertigt sein , dass sie bei Auf-
bringung einer nach vorne gerichteten Längskraft von 37*8 daN
sich umbiegen , abfallen oder brechen kennen, ohne dass gefähr­
liche Vorsprünge entstehen . Die vorgenannten Verschriften gel­
ten nicht für Pedale und ihre Befestigungen .
Der Handbremshebel muss , wenn er am oder unter dem Armaturen­
brett angebracht ist , so angeordnet sein, dass bei einem Frontal-
zusaramenstoss keine Möglichkeit besteht , sich daran su stossen,
wenn er in Ruhestellung ist .    Wird diese Vorschrift nicht
erfüllt , muss die Oberfläche des Hebels den Vorschriften nach
Absatz 5.3.2.3 . genügen .
Ablagefächer und andere ähnliche Gegenstände sollen so beschaf­
fen und gefertigt sein, dass die Halterung auf keinen Fall vor­
stehende Kanten aufweist ; sie müssen ferner der einen oder ande­
ren der nachstehenden Bedingungen entsprechen :
 ---pagebreak---                             -5-                  Anhang I
   Die in das FahrzeugInnere gerichtete Kante soll eine Flache mit
   einer ' Höhe von mindestens 25 mm aufweisen, deren Kanten mit
    einem Krümmungsradius von mindestens 3 .»2 mm abgerundet sind ;
   diese Fläche muss ferner mit einem energieaufnehmenden Werk­
" 'stoff nach Anhang III überzogen sein ;
   Ablagefächer und andere ähnliche Gegenstände müssen bei Aufbrin-
   gung einer nach vorne gerichteten horizontalen Längskraft von
   37,8 daN sich umbiegen , abfallen oder brechen, ohne Gefahren
   heraufzubeschwören und ohne dass an der Kante des Ablagefaches
 • gefährliche Vorsprünge entstehen . ...
   Andere innere Teile des Fahrgastraumes ■
   Anwendungsbereich
   Die Vorschriften des Absatzes 5*3 » 2 . gelten für Griffe , Hebel
   und Knöpfe der- Betätigungsteile sowie für alle die in den
   Absätzen 5.1 . und. 5.2 , nicht erwähnten sonstigen Gegenstande ,
   die hervorspringen . '
   Vorschriften
   Wenn die in Absatz 5*3.1 . genannten Teile so angeordnet sind,
   dass die Insassen des Fahrzeuges sich daran stossen können,
   müssen sie folgenden Bedingungen entsprechen :
   sie müssen möglichst stromlinienförmig gestaltet sein, und ihre
   Oberfläche soll in abgerundeten Kanten enden, wobei die Krümmungs-
   halbmesser nicht weniger als 3,2 mm betragen sollen ;
V'   ■                                                               V
   Hebel und Knopfe von Betätigungsteilen sollen so beschaffen und
   gefertigt sein, dass bei Aufbringung einer nach vorne gerichte­
   ten horizontalen Längskraft von 37,8 daN der Vorsprung in der
   ungünstigsten Stellung auf höchstens 25 mm von der Oberfläche
   des Armaturenbrettes aus zusammengedrückt werden oder aber abfal­
   len oder umgebogen werden ; im letzteren Fall dürfen keine gefähr­
   lichen Vorsprünge zurückbleiben :
 ---pagebreak---                           -6-                   Anhang I
 Befindet sich der Gangshalthebel "bei . Einruckung einer der Vor-
 wärtsgänge nicht in dem Bereich nach Absatz 2.3.1 ., so raiiss er -
 ebenso wie der Griff der Handbremse - eine Fläche haben, der im
 rechten Winkel zur horizontalen Längsrichtung und 6,5 mm von dem
 am weitesten hervorstehenden Teil gemessen mindestens 6,50 cra2
 beträgt ; die Krümmungshalbmesser dürfen nicht weniger als 3,2 mm
 betragen .
 Die Vorschriften nach Absatz 5.3.2.3 . gelten nicht für am Boden
 angebrachte Hardbremshebel , wenn die Höhe des Griffs in Ruhestel­
 lung unterhalb einer durch den H-Punkt verlaufenden waagerechten
 Ebene liegt ( siehe Anhang IV).
 Sonstige in den vorstehenden Absätzen nicht genannte Ausrüstung-
 stelle des Fahrzeugs wie Sitzgleitschienen , Einsteilvorrichtungen
 des Sitzes oder der Sitzlehne , Aufspulverrichtungen für Sicher­
 heitsgurte usw . unterliegen keiner Vorschrift , wenn sie unter­
 halb einer horizontalen Ebene liegen , die durch den H-Punkt eines
 jeden Sitzplatzes verläuft , dessen Inhaber die fraglichen Teile
 berühren kann .
 Dach
Anwendungsbereich
Die Vorschriften des Absatzes 5.b.2 , gelten für die Innenseite
des Daches .
Sie gelten jedoch nicht für die Teile des Daches , die von einer
Kugel mit einem Durchmesser von 165 mm nicht berührt werden kön­
nen .
Vorschriften
Die Innenseite des Daches darf in dem über oder vor den Insas­
sen gelegenen Teil , keine gefährlichen Unebenheiten oder scharfe
Kanten aufweisen , die nach hinten oder nach unten gerichtet sind .
Die Breite der vorspringenden Teile darf nicht unter dem Wert
des nach unten gerichteten Vorsprungs sein und die Kanten dürfen
keinen Krümmungshalbmesser von weniger als 5 mm haben . Die
Dachwölbungen oder die starren Hippen dürfen insbesondere nach
unten keinen Vorsprung von mehr als 19 mm aufweisen .
 ---pagebreak---                                          -7-                  Anhang I
 5.4.2.2 .     Wenn die Dachwölbungen oder Rippen die Bedingungen des Absatzes
               5.4.2.1 . nicht erfüllen , müssen sie mit einem energieaufnehmenden
               Werkstoff nach Anhang III überzogen sein .
 5.5 «         Schiebedach
 5.5.1 »       Vorschriften
 5.5.1.1 .    Die folgenden Vorschriften sowie jene des Absatzes 5.3 . hinsicht­
              lich des Daches gelten für das Schiebedach in geschlossener
              Stellung .
5.5.1.2 .     Ausserdem sollen die Öffnungs- und Betätigungsvorrichtungen :
5.5.1.2.1 .   so beschaffen und gefertigt sein , dass die Möglichkeit einer
              zufalligen oder unzeitigen Betätigung veitgehend ausgeschlossen
              ist ;
5.5.1.2.2 .   wenn möglich , stromlinienförmig ausgebildet sein , und ihre Ober­
              fläche soll in abgerundeten Kanten enden , deren Krümmungsradius
              nicht weniger als 5 nn betragen ;
5.5.1.2.3 .   so angebracht sein , dass sie in Ruhestellung von einer Kugel mit
            . einöm Durchmesser von 165 mm nicht berührt werden können . Wenn
              diese Forderung nicht erfüllt werden kann , sollen die Öffnungs-
              und Betätigungsvorrichtungen in Ruhestellung entweder völlig ver­
              senkt oder so beschaffen und gefertigt sein , dass unter Aufbrin-
              gung einer Kraft von 37,8 drN , in der AufSchlagrichtung nach
              Anhang III durch die Tangente zur Bandkurve der Kopfform , der
              Vorsprung nicht mehr als 25 mn über die Fläche herausragt , auf
              der die Vorrichtungen angebracht sind , -oder aber diese Vorrich­
              tungen abfallen ; im letzteren Fall dürfen keine gefährlichen Vor­
              sprünge zurückbleiben .
5-. 6 .       Rcadster und Cabriolets
5.6.1 .       Die Vorschriften nach Absatz 5.4. gelten bei 'Roadster nur für die
              oberen Teile der Uberrollbiigel ,
5.6.2 .       für Cabriolets finden die Vorschriften nach Absatz 5.5 * Anwen­
              dung , die für Fahrzeuge mit Schiebedach gelten .
 ---pagebreak---                                                -8-,                  Anhar.g I
5.7.                 Rückwärtiger Teil der Sitze
5.7.1 .              Vorschriften
5.7.1.1 .            Die rückwärtige Fläche der Sitze darf keine gefänglichen Uneben­
                     heiten oder scharfen Kanten aufweisen , die - die Geiah» oder die
                     Schwere der Verletzung der Insassen vergrössern .
5.7.1.2 .            Vorbehaltlich der Vorschriften nach den Absätzen 5°7.1<>2.1 «,
                     5.7.1.2.2 . und 5.7.1.2.3 . muss der Teil der Rüclvmlehne des Vor­
                     dersitzes , der innerhalb des Kopfaufschla^bereichs nach Atciang II
                     liegt , energieaufnehmend sein, wie in Anhang III zu dieser Rege­
                     lung vorgeschrieben . Für die Bestimmung des Kopfaufschlagt) srei chs
                     müssen sich die Vordersitze , falls sie verstellbar sirui^ in der
                     hintersten Fahrstellung befinden , vobei sich die verstellbaren
                     Rückenlehnen dieser Sitze in normaler Fahrstellung befinden sollen .
5.7.1.2.1 .          Bei vorderen Einzelsitzen erstreckt sich der Aufschlagsb^re'I ch
                     des Kopfes der hinteren Insassen über 10 cm auf jeder Seite der
                     Mittellinie des Sitzes über den hinteren Oberteil der Rückenleh­
                     nen .
5 . 7 «1.2 .I.A. Bei mit Kopfstützen ausgerüsteten Sitzen müssen die Prüfungen
               (*) mit auf die tiefste Stellung eingestellten Kopfstütze und an
                     einem Punkt durchgeführt werden , der auf der senkrechten Mittel­
                     linie der Kopfstütze liegt .
5 . 7 . 1.2 . 1.B. Bei Sitzen, die in mehreren Karosserietypen zum Einbau kommen ,
               ( ä ) sind unbeschadet der Vorschriften in Absatz 5«7<.1.2 . , di<=. in der
                     vordersten und hintersten Fahrstellung der gesamten Karosserie-
                     typenreine durchgeführten Prüfungen für alle möglichen dazwischen­
                     liegenden Stellungen als gültig anzusehen .
5.7.1.2.2 .          Bei vorderen Sitzbänken erstreckt sich der Kopfaufschlagsbereich
                     zwischen den senkrechten Längsebenen , die in e?ner Erti'extar>g von
                     10 cm nach aussen von der Achse eines jeden der . vcrgesehcsien. Aus­
                   " senplätze gelegen sind .
5.7.1.2.3 .          Im ausserhalb der in den Absätzen 5.7.1.2.1 . und 5e7--.1.2 0 2 , vor­
                  ' gesehenen Grenzen liegenden Kbpfaufpral.1 bereich müssen die Teile
                     des Sitzrahmens gefüttert sein, um die unmittelbare Berd'jrung
                     des Kopfes mit den Teilen des Rahmens , der in diesen Bereichen
                     einen Krümmungsradius von mindestens 5 nun aufweisen muss , zu ver­
                     meiden .
{ 'Jt ) Dieser Abschnitt ist in der Genfer Regelung Nr . 21 nicht enthalten .
 ---pagebreak---                                           -9-                  Anhang I
 5.7.2 .         Diese Vorschriften gelten nicht für die hintersten Rucksitze , die
                 seitwärts nach hinten oder Rücken an Rücken angeordneten Sitze
                 sowie für Klapp- oder Notsitze ,
 5.7.A.      (*) Sonnenblenden
 5.7.A.I.        Es müssen zwei Sonnenblenden angebracht werden, die aus energie-
                 aufnehiaendera Werkstoff bestehen oder mit solchem überzogen sind .
5.7.A.2 ,        Die Kanten der Sonnenblende , die von einer Kugel mit einem
                 Durchmesser von 16 5 mm berührt werden Können, müssen mit einem
                 Radius von mindestens 3,2 mm abgerundet sein .
5*8 .            Verschiedene Vorschriften
                 Die Vorschriften des Absatzes 5 . gelten mutatis mutandis auch für
                 solche nicht besonders erwähnten Ausrüstungsteile , die vom Herstel­
                 ler am Fahrzeug angebracht und mit ihm geliefert werden, die von
                 einer Kugel mit einem Durchmesser von 165 mm getreffen werden
                 könnten .
( 60
( 7.)
( 8 .)
( 9.)
                                                                 ν.
       Dieser Abschnitt ist in der Genfer Regelung Nr . 21 nicht enthalten
 ---pagebreak---                       ANHANG II
  BESTIMMUNG DES AUFSCHLAGSBEREICHS DES KDPFES
Der Aufschlagbereich des Kopfes umfasst alle nicht verglasten
Flächen des Fahrzeuginnern, die in statischem Kontakt mit einem
kugelförmigen Kopf mit einem Durchmesser von 16 5 mm kommen kön­
nen, der eine Bestandteil einer Messapparatur bildet , deren
Abmessung vom Anlenkungspunkt der Hüfte bis zum Scheitelpunkt
des Kopfes zwischen 736 mm und 8U0 mm stufenlos einstelbar ist .
Der genannte Bereich ist zu bestimmen durch das folgende Ver­
fahren oder eine gleichwertige graphische Darstellung :
Der Anlenkungspunkt der Messapparatur ist für Jede vom Herstel­
ler vorgesehene Sitzstellung wie folgt angeordnet :
bei längsverstellbaren Sitzen
am H-Punkt ( siehe Anhang IV) und
an einem Punkt , der 127 mm nach vorne vor dem H- Punkt und In
einer Höhe liegt , die sich aus der Schwankung in der Höhe des
H-Punktes ergibt , die durch eine Verlagerung von 127    oder von
19 mm nach vorne verursacht wird ; und
bei nicht längsverstellbaren Sitzen am H-Punkt des betreffenden
Sitzes ( siehe Anhang IV ).
Für jeden Wert Abmessung vom Anlenkungspunkt bis zum Scheitel- ,
punkt des Kopfes , den die Prüfapparatur und die Innenmasse des
Fahrzeugs gemeinsam zulassen, sind alle über der unteren Kante
der Windschutzscheibe und vor dem H-Punkt gelegenen Berührungs­
punkte zu bestinmen .
Gibt es bei einer Einstellung innerhalb der obengenannten Gren­
zen keinen Berührungspunkt bei senkrecht stehender Prüfvorrich-
tung, sind mögliche Berührungspunkte zu bestimmen, Indem man die
Messapparatur nach vorne und nach unten durch alle Bogen in senk­
rechten Ebenen bis zu einer senkrechten Ebene schwenkt , die lot-
recht durch die senkrechte Längsebene, des Fahrzeugs und durch den
H-Punkt verläuft .
"Berührungspunkte" sind Punkte , in denen der Kopf der Apparatur
einen Teil des Fahrzeuginneren berührt . Die Bewegung nach unten
ist begrenzt durch eine Stellung , in der der Kopf tangential zu
einer waagerechten Ebene Ist , die 25,b im über dem H-Punkt liegt .
 ---pagebreak---                                      .ANHANG III
         VERFAHREN FÜR DIE PRÜFUNG VON ENERGIEAUFNEHMENDEM WERKSTOFF
1.            Aufbau ; Friifgerat ; Verfahren
1.1 .         Aufbau
1.1.1 .       Das aus einem energieaufnehmenden Werkstoff gefertigte Teil
              ist auf dem tragenden Bauteil anzubringien und zu prüfen, auf
              dem es im Fahrzeug einzubauen ist . Die Prüfung ist nach Mög­
              lichkeit direkt am Aufbau durchzuführen .      Dieser Bauteil oder
              der Aufbau ist fest am Prüfstand anzubringen, so dass er unter
              der Wirkung eines Aufpralls nicht nachgibt .
1.1.2 ,       Auf Ersuchen des Herstellers kann das, Teil jedoch auf einer Hal­
              terung angebracht sein, die den Einbau in das Fahrzeug simuliert ,
              vorausgesetzt , dass die Baugruppe , die aus dem Teil und der Hal­
              terung zusammengesetz ist , die gleiche geometrische Anordnung
              wie die Baugruppe besitzt , die sich aus dem Teil und dem tragen­
              den Bauteil zusammensetzt , und dass sie einen nicht geringeren
              Biegefestigkeitsgrad und eine nicht höhere Energieaufnahmekapa-
              zität als die letztgenannte Baugruppe besitzt .
1.2 .        Prüfappgratur ''
1,2.1 .       Dieses Gerät besteht aus einem Pendel , dessen Zapfen auf Kugel-
             lagern gelagert ist und dessen reduzierte fc&sse x ) in ihrem Auf­
              schlagzentrum 6,8 kg beträgt . Das unterste Ende des Pendels
             besteht aus einer starren Kopfform mit einem Durchmesser von
             165 mm, deren Zentrum mit dem Aufschlagszentrum des Pendels
             übereinstimmt .
1.2.2 *      Die Kopfform ist mit zwei Beschleunigungsmessern und einem Ge-
             schwindigkeitsüberträger ausgerüstet, die Werte in der Richtung
             des Aufpralls messen können .
   Anmerkung    Das Verhältnis der reduzierten Masse "mj." des Pendels zur
                 Gesamtmasse des Pendels "m51 in "einem Abstand 11a" zwischen
                 d$m - AufSchlagszentrum und der ' Drehachse und in einem Abstand
                 111" zwischen dem Schwerpunkt -und 'der Drehachse wird durch
                 die Formel               .
                                  m s m 4 'dargestellt .
 ---pagebreak---                           -2-                  Anhang IÏI
 Aufzeichnungsinstrurente
 Die zu benutzenden Aufzeichnungsinstrumente Müssen so beschaf­
 fen sein , dass Messtingen mit folgenden Genauigkeitsgraden durch­
 geführt werden können :
Beschleunigung :
- Genauigkeit = + 5 % des tatsächlichen Wertes ;
- Frequenzgang = bis zu 1.000 Hz ;
- Empfindlichkeit der Querachse =-.^ 5 1° des niedrigsten Punk­
    tes auf der Skala .
Geschwiridigkeit :
- Genauigkeit = + 2.5 % des tatsachlichen Wertes :
- Eapfindlichkeit = 0,5 km/h.
Eindruckung des zu prüfenden Teils durch die Kopfform :
- Genauigkeit = + 5 $ des tatsächlichen Wertes ;
- Empfindlichkeit = 1 mm .
Zeitmessung :
- das Gerät muss so beschaffen sein , dans der gesamte Vorrgang
    aufgenommen Verden kann und eine tausendstel Sekunde abzu-
  ' lesen ist
- der Beginn des Aufpralls im Augenblick des ersten Kontaktes
    zwischen der Kopfform, und dem zu prüfenden Teil muss auf den
    für die Prüfungsanalyse benutzten Aufzeichnungen erfasst wer­
    den können .
Prûfverfahren
Für jeden Berührungspunkt auf der zu prüfenden Oberflache "soll
die Aufprallrichtung diejenige Richtung sein, die definiert
wird durch die Tangente zum Bahnverlauf der kugelförmigen Kopf-
form der Messapparatur nach Anhang II .    .
Beträgt der Winkel zwischen der Aufschlagrichtung und der Senk­
rechten zur Fläche im Aufschlagpunkt weniger als 5° > ist die
Prüfung so durchzuführen, dass die Tangente zum Bahnverlauf des
Stosszentrums des Pendels mit der Aufschlagrichtung zusammen­
fällt . Die Kopfform muss auf das zu prüfende Teil mit einer Ge­
schwindigkeit von 24,1 km/h aufschlagen ; diese Geschwindigkeit
lässt sich durch reine Antriebsenergie oder durch Benutzung
einer zusätzlichen Treibvorrichtung erzielen .
 ---pagebreak---                            -3                 Anhang III
 Beträgt der Winkel zwischen der Aufschlagrichtung und der Senk­
 rechten zur Fläche im Aufschlagpunkt mehr als 5 , kann die Prü­
fung in der Weise durchgeführt werden, dass die Tangente zum
Bahnverlauf des Stosszentrums des Pendels mit der Senkrechten
 zum Aufschlagpunkt zusammenfällt . Die Prüfgeschwindigkeit ist
dann auf den Wert der in 1.^.2 . spezifizierten normalen
Ges chwindigke it skonponente zu verringern .
Ergebnisse
Bei den Prüfungen, die nach den vorgenannten Verfahren durch­
geführt werden, darf die Verzögerung der Kopfform 80 g
ununterbrochen während mehr als 3 Millisekunden nicht überschrei­
ten , Der zurückzubehaltende Verzögerungswert ergibt sich aus
dem Durchschnitt der Ablesungen der beiden Verzögerungsmesser ,
Gleichwertige Verfahren
Gleichwertige Prüfverfahren sind zulässig unter der Bedingung,
dass die in Absatz 2 . geforderten Ergebnisse gewonnen werden
können .
Der Nachweis der Gleichwertigkeit eines anderen als dem in Ab­
satz 1 beschriebenen Verfahrens obliegt demjenigen, der das Ver­
fahren anwendet .
                                                    Γ
 ---pagebreak---                                    ANHANG IV
 VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES H-PUNKTES UND ZUR PRÜFUNG DER RELATIVEN LAGE
                              DER PUNKTS H UND R
1,             Begriffsbestimmung
1.1 . .        Der H-Punkt, der Im Fahrzeuginnenraum die Stellung einer sitzen­
               den Person "bezeichnet , ist der Punkt in einer vertikalen längs-
               ebene , durch den die theoretische Drehachse zwischen dem Bein
              und dem Rumpf eines durch eine Nornpuppe dargestellten mensch­
               lichen Köpers verläuft .
1.2 .          Der Punkt "R" stellt den Bezugspunkt des Sitzes . dar und ist der
              vom Hersteller bezeichnete Kons truktionsbezugspunkt , der
1.2.1 .       der vom Hersteller normalerweise vorgesehen hintersten Stellung
              des Sitzes im Fahrzeug entspricht ,
1.2.2 .       eine genau bestimmte Lage im Verhältnis zum Aufbau des geprüften
              Fahrzeuges hat ,
1.2.3 .       die Lage des Drehpunktes zwischen Rumpf und Schenkeln eines
              Insassen darstellt (H-Punkt ).
2.            Bestimmung der H-Pur,kte
2.1 ,         Ein H-Punkt ist für jeden vom Hersteller vorgesehenen Sitz zu
              bestimmen . Wenn die Sitze in derselben Reihe als ähnlich ange-
  •         : sehen werden können ( Sitzbänke , J übereinstimmende Sitze usw.), ist
              nut ein H-Punkt für jede Sitzreihe zu bestimmen, wobei die im
              nachstehenden Absatz 3 beschriebene Normpuppe auf einen Platz zu
              bringen ist , der als typisch für die Reihe anzusehen ist . Die­
              ser Platz ist
2,1.1 .       der Fuhrersitz für die vordere Reihe .                 ^
2.1.2 .       ein äusserer Sitz für die hinteren Reihen .
2.2.          Für die Bestimmung des H-Punktes ist der betreffende Sitz stets
              in die hinterste vom Hersteller vorgesehene Stellung zu bringen,
              wobei die Rückenlehne, falls sie verstellbar ist , in einer Stel­
              lung zu verriegeln ist, die einer Neigung der Bezugslinie des
              Rumpfes der in Absatz 3 beschriebenen Normpuppe um möglichst 25°
              a.us der Senkrechten nach hinten entspricht , falls nicht vom
              Hersteller anders vorgeschrieben .
 ---pagebreak---                          -2-                   Anhang IV
Beschreibung âer Nompuppe
Es ist eine dreidimensionale Nompuppe zu "benutzen ; deren Gewicht
und Form einer männlichen erwachsenen Person von mittlerer Grösse
entspricht .   Die Normpuppe ist in den Abbildungen 1 und 2 der
Anlage zu diesem Anhang dargestellt .
Die Norrnpuppe besteht aus
zwei Teilen , vcn denen der eine den Rücken und der andere die
Sitzfläche des Körpers darstellt , die durch eine Achse gelenkig
miteinander verbunden sind, die die Drehachse zwischen Rixnpf
und Schenkel bildet . Die Projektion dieser Achsen auf die Flanke
der Norrnpuppe ist ihr H-Punkt j
zwei Teilen ,- die die Beine bilden und die mit den Teilen, die die
Sitzfläche darstellen, gelenkig verbunden sind ;
zwei Teilen , die die Füsse bilden und die mit den Beinen durch
Gelenke verbunden sind, die die Knöchel darstellen ;
ausserdem ist der Teil, der die Sitzfläche darstellt, mit einer
Libelle für die Einstellung der Querneigung versehen .
Die Belastungsgewichte , die dem Gewicht jedes Körperteiles ent­
sprechen, sind an. den Stellen , die die jeweiligen Schwerpunkte
bilden, anzubringen , so dass das Gesamtgewicht der Norrnpuppe
etwa 7b, k daN beträgt . Ausführliche Angaben über die Gewichte
sind in der Tabelle der Abbildung 2 der Anlage enthalten .
Aufsetzen der Nompuppe
Die dreidimensionale Normpuppe wird in der folgenden V/eise aufge­
setzt :
Das Fahrzeug ist horizontal auszurichten, die Sitze sind nach
Absatz 2.2 . einzustellen .                                 . .
Die zu prüfenden Sitze sind mit einem Stück Stoff zu bedecken,
um das richtige Aufsetzen der Normpuppe zu erleichtern .
Die Normpuppe ist auf den betreffenden Sitz zu setzen, wobei
die Gelenkachse senkrecht zur Längsmittelebene des Fahrzeuges
steht .
Die Füsse der Normpuppe sind in der folgenden Weise anzuordnen :
Handelt es sich um die Vordersitze , derart , dass die Libelle für
die Einstellung der Querneigung ( der Sitzfläche ) wieder waage­
recht ist .
 ---pagebreak---                          -3-                   Anhang IV
 Handelt es sich um die hinteren Sitze , so müssen die Fusse , soweit
 möglich , die Vordersitze berühren .  Wenn die Füsse daxin auf ver­
 schieden hohen Teilen des Bodens stehen , so dient der Fuss , der
 den Vordersitz zuerst berührt , als Bezugspunkt und der andere
 Fuss ist so anzuordnen , dass die Libelle für die Einstellung der
 Querneigung ( der Sitzfläche ) wieder waagerecht ist .
Wird der H-Punkt für einen mittleren Sitz bestimmt , ist je ein
 Fuss rechts und links vom Tunnel anzuordnen .
Nach den Aufbringen der Belastungsgewichte auf die Schenkel ist
die Libelle für die Einstellung der Querneigung der Sitzfläche
waagerecht zu stellen , sodann sind die Belastungsgewichte auf den
Teil aufzubringen , der die Sitzfläche darstellt .
Die Ncrnpuppe ist mittels der Achse der Kniegelenke von der Rücken­
lehne zu entfernen , der Rucken ist vorwärts zu neigen . Die Norm-
prppe ist wieder in ihre Stellung auf dem Sitz zu bringen , indem
man ihre Sitzfläche so weit nach hinten verschiebt , bis sie auf
Widerstand stcsst , sodann ist der Rücken der Normpuppe wieder ge­
gen die Rückenlehne zu kippen .
Eine Iiraft von 10 daN ist zweimal in horizontaler Richtung auf
die Puppe aufzubringen . Richtung und Angriffpunkt der Kraft sind
durch einen schwarzen Pfeil in der Abbildung 2 dargestellt .
Nach dem Anbringen der Belastungsgewichte an der rechten und der
linken Seite sind die Belastungsgewichte für den Rumpf anzubrin­
gen . Die Libelle für die Querneigung der Normpuppe rnuss waage­
recht bleiben .
Während die Libelle für die Querneigung der Normpuppe waagerecht
gehalten wird , ist der Rücken nach vorne zu neigen bis die Bela-
stungsgewichte des Rumpfes über dem H-Punkt liegen , um jegliche
Reibung mit der Rückenlehne zu beseitigen .
Der Rücken der Normpuppe ist vorsichtig in seine ursprüngliche
Stellung zurückzubringen , um das Aufsetzen zu vollenden . Die
Libelle für die Querneigung der Normpuppe muss waagerecht sein .
Ist dies nicht der Fall , muss das oben beschriebene Verfahren
wiederholt werden .
Ergebnisse
Der H-Punkt eines Sitzes ist der an einer Normpuppe angegebene
H-Punkt , wenn die Nompuppe gemäss Absatz U aufgesetzt worden ist .
 ---pagebreak---                                                Anhang IV
Jede der kartesischen Koordinaten des H-Punktes ist mit der '
grösstmb'glichen Genauigkeit zu messen . Das gilt auch für die
Koordinaten bestimmter Punkte des Fahrzeuginnenraumes ,     Die Pro­
jektionen dieser Punkte auf eine senkrechte Längsebene sind auf
ein Merkblatt zu übertragen .
Prufung der relativen Lage der Punkte R und H
Die Ergebnisse der in Absatz 5.2 . vorgesehenen Messungen für den
H-Punkt müssen mit den vom Kraftfahrzeughersteller angegebenen
Koordinaten des Punktes R verglichen Verden .
Die Prüfung der Beziehung zwischen den beiden Punkten wird als
befriedigend angesehen, wenn die Koordinaten des H-Punktes in
ein in der Längsebene liegendendes Rechteck fallen , dessen
waagrechte und senkrechte Seiten 30 mm bzw . 20 mm betragen und
dessen Diagonalen sich im Punkt R schneiden . In diesem Fall wird
Punkt R für den Versuch verwendet und, falls notwendig, die Norm-
puppe so ausgerichtet , dass der H-Punkt mit dem Punkt R übereins­
timmt .
Fällt der H-Punkt nicht In das in Absatz 6 . 2 . definierte
Rechteck, so werden zwei weitere Bestimmungen des H-Punktes
vorgenommen (drei Bestimmungen ingesamt ). Das Ergebnis wird
ausreichend angesehen, wenn zwei der drei so bestimenten Punkte
in das Rechteck fallen .
Das Ergebnis wird als nicht ausweichend angesehen,wenn mindestens
zwei der drei bestimmten Punkte aus dem Rechteck fallen .
Tritt der in Absatz 6 . h . beschriebene Fall ein oder kann die Prü­
fung wegen fehlender Angaben des Hersteller über die Lage des
Punktes R nicht durchgeführt werden, so kann der Mittelwert der
drei Bestimmungen des H-Punktes in allen Fällen verwendet werden,
in denen diese Richtlinie den Punkt R erwähnt .
Für die Prüfung der relativen Lage der Punkte R und H eines Fahr­
zeuges aus der laufenden Produktion wird das in Absatz 6 . 2 .
erwähnte Rechteck durch ein Quadrat mit einer Seitenlänge von
50 mm erseht .
 ---pagebreak---                              Annan £    IV
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 ---pagebreak---                                           Anhang IV
                                          Anlage
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      Einstellbar zwischeiV*.
       10,8 cm
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                                                                    ^(ί(ί^/
      und 42,4 cm                           \        \
                                                                                                                    43 »^ си
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                                                                                   41,7 стп
                                             •
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                                                  A An. /
                                                                    /
                                        I .j Abb . 2 ;