CELEX: 51991PC0361
Language: de
Date: 1991-10-21
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über das Arbeitsprogramm für die Durchführung des spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich industrielle und Werkstofftechnologien ( 1991-1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                              KOM(91)36ï  endg.
                                              Brüssel, den 21. Oktober 1991
                            Vorschlag für einen
                            BESChlUSS PES RATES
      über das Arbeltsprogramm für die Durchführung des spezifischen
      Programms für Forschung und technologische Entwicklung im
      Bereich Industrielle und Werkstofftechnologien (1991-1994)
                       (von der Kommission vorgelegt)
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                                   BEGRÜNDUNG
Die Entscheidung des Rates vom 9. September 1991 (91/506/EWG), durch die
ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung Im
Bereich    Industrielle    und   Werkstofftechnoioglen      angenommen    wurde,
verpflichtet In Artikel 7, Abschnitt 1, erster Absatz dazu, den Entwurf
des Arbeitsprogramms, wie In Artikel 5, Abschnitt 2 vorgesehen, dem
Ausschuß der Vertreter der Mitgliedsstaaten, der der Kommission In
Übereinstimmung mit dem in Artikel 6 beschriebenen Verfahren bei der
Durchführung des Programms beisteht, vorzulegen und dessen Meinung
einzuholen.
In Einklang damit wurde der Entwurf des Arbeitsprogramms am
12. September 1991 dem Ausschuß vorgelegt, der Jedoch keine Meinung
abgeben konnte. Tatsächlich konnte dieser Entwurf des Arbeltsprogramms
keine qualifizierte Mehrheit erzielen. Die Schwierigkeiten konzentrierten
sich ausschließlich auf die Einbeziehung einer Liste von zielgerichteten
Projekten (Kapitel II.4 des Entwurfes). Zielgerichtete Projekte stellen
ein strategisches Element der F&E-Polltlk der Gemeinschaft dar, das, wie
in Artikel     130F   des    EWG-Vertrages    gefordert,   zur    Stärkung   der
Wettbewerbsfähigkeit     der    europäischen     Industrie     notwendig    ist.
Insbesondere    das  "umweltfreundliche     Fahrzeug"    Ist   ein   Thema   von
wirtschaftlicher, sozialer und umweitbezogener Wichtigkeit              für die
Gemeinschaft,das zudem die sich aus dem Aufbau des großen internen
Marktes ergebenden Bedürfnisse widerspiegelt, wie es besonders in der
Entscheidung des Rates (90/221/Euratom,EEC) über das Rahmenprogramm
1990-1994 hervorgehoben wird.
 In Einklang mit Artikel 6, Abschnitt 4 der oben genannten Entscheidung
des Rates vom 9. September 1991 obliegt es der Kommission, dem Rat einen
Vorschlag über die zu treffenden Maßnahmen zu unterbreiten.
Um den Start von Projekten für Forschung und technologische Entwicklung,
die zur Verstärkung der wissenschaftlichen Basis der europäischen
Fabrikationsindustrle nötig sind, nicht zu verzögern, ist es zeitlich
dringlich, den Entwurf des Arbeitsprogramms anzunehmen, der die Grundlage
für die     in Artikel    5, Abschnitt     2 vorgesehene Aufforderung zur
Einreichung von Vorschlägen bildet. Ohne die Annahme des Arbeltsprogramms
kann die Kommission keine Aufforderungen formell veröffentlichen.
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                           Vorschlag für einen
                            Beschluß des Ratas
                 vom
     über das Arbeltsprogramm für die Durchführung des spezifischen
     Programms für Forschung und technologische Entwicklung Im
     Bereich Industrielle und Werkstofftechnologlen (1991-1994)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf die Entscheidung des Rates 91/506/EWG vom 9. September 1991,
durch die ein spezifisches Programm für Forschung und technologische
Entwicklung im Bereich Industrielle und Werkstofftechnologlen
(1991-1994) 1) angenommen wurde, und insbesondere auf seinen Artikel 6,
Abschnitt 4;
auf Vorschlag der Kommission 2 ) ;
In Erwägung nachstehender Gründe:
Artikel 5, Abschnitt 2 der oben genannten Entscheidung des Rates
91/506/EWG sieht die Erstellung eines Arbeitsprogramms vor, in welchem
die genauen Ziele, die durchzuführenden Projektarten und die für diese zu
treffenden finanziellen Vorkehrungen beschrieben werden.
Artikel 7, Abschnitt 1, erster Absatz der oben genannten Entscheidung des
Rates bestimmt, daß das Arbeltsprogramm gemäß dem            In Artikel   6
vorgesehenen Verfahren angenommen wird.
 In Übereinstimmung mit    diesem Verfahren      Ist dem    der  Kommission
beistehenden Ausschuß ein Entwurf des Arbeltsprogramms vorgelegt worden.
Dieser hat In der vom Vorsitzenden des Ausschußes vorgegebenen Zeitspanne
keine zustimmende Meinung abgegeben. Im Rahmen desselben Verfahrens
obliegt es der Kommission, dem Rat einen Entwurf über die zu treffenden
Maßnahmen vorzulegen.
BESCHLIESST:
                             Elnz iger ArtIkel
Das Arbeltsprogramm In Anhang I Ist angenommen.
Geschehen zu Brüssel am
                                               Im Namen des Rates
                                                 Der Präsident
1) ABI. Nr. L 269/30, 25.9.1991
2) ABI. Nr. C (noch nicht veröffentlicht)
 ---pagebreak---                irr
INDUSTRIELLE UND WERKSTOFFTECHNOLOGIE
              (1991 - 1994)
             (Brite/EuRam II)
    Entwurf eines Arbeitsprogramms
 ---pagebreak---  ---pagebreak---   I.    H INTERGRUND INFORMAT IONEN
  Dieses Programm schließt direkt an die vorhergehenden Programme "BRITE/EURAM" und
  "Rohstoffe und Wiedervertwerung" an. Das allgemeine Ziel besteht darin, zur Belebung
 der europäischen Fertigungsindustrie beizutragen, indem Ihre wissenschaftlichen
 Grundlage durch Arbeiten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwick-
 lung (FTE) verstärkt wird. Die Aktivitäten im Bereich FTE zielen auf die Integration
 aller Aspekte des Lebenszyklus von Werkstoffen und Produkten ab und werden auch den
 schärferen Auflagen hinsichtlich der Akzeptanz von technologischen Entwicklungen
 Rechnung tragen. Diese Entwicklungen betreffen den Umweltschutz, Arbeltsbe-
 dingungen, die ständige Anpassung der Fähigkeiten des Personals an die technologischen
 Neuerungen sowie neue Management- und Organisationsmethoden zur Gewährleistung
 eines ausgeglichenen und effektiven Verhältnisses zwischen Techno-
 logie und Arbeitswelt.
 Das vorliegende Arbeitsprogramm ist in Übereinstimmung mit Artikel 5 Absatz 2 der
 Entscheidung des Rates über das Programm erstellt worden. Es beinhaltet die folgenden
 Themen:
       Zielsetzungen und Forschungsaufgaben;
       Durchführung: Aufrufe, Pnojektarten, finanzielle Regelungen:
 Obwohl ein einzelner Forschungsvorschlag nur einen Abschnitt des Lebenszyklus zu be-
 handeln braucht, sollte man davon ausgehen, daß solche Vorschläge bevorzugt werden,
 die Ergebnisse durch einen multidisziplinierten Ansatz und mit weitgestreutem Anwen-
 dungsbereich anstreben. Besondere Berücksichtigung werden solche Initiativen finden,
die den potentiellen Nutzern und Anwendern die Ergebnisse am besten zugänglich ma-
chen, wobei die legitimen Ansprüche auf Schutz von geistigem und industriellem
Eigentum zu beachten sind.
 II.   ZIELSETZUNGEN UND F ORS CHUN GS AUFGAB EN
BEREICH 1 : WERKSTOFF - ROHSTOFFE
Das Ziel besteht in der kostengünstigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit von neuen
und herkömmlichen Werkstoffen, um deren wettbewerbsfähige industrielle Nutzung in
einem breiten Anwendungsbereich zu erreichen. Dies beinhaltet auch die Verbesserung
der Technologien zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung sowie für Wiederverwer-
tung, wodurch ein integriertes Konzept für den gesamten Lebenszyklus von Werkstoffen
gefördert wird. Ferner wird die kostengünstige Verwendung neuer Werkstoffe bei zahl-
reichen Produkten und Anwendungen sowie in neuen Anwendungsbereichen angestrebt.
ROHSTOFFE UND WIEDER VERWERTUNG
1.1       ROHSTOFFE
1.1.1      Exploroti ons technik
Zielsetzungen
 ---pagebreak---  Bereitstellung neuer oder verbesserter kostengünstiger Werkzeuge und Entwicklung
 besserer geologischer Konzepte für die Exploration im Bergbau. Verbesserung von Know-
 how und Hardware in diesem Bereich. Weiterentwicklung von Meß- und Beobachtungs-
 verfahren sowie der Kartierung Schadstoff bei asteter Abbaugebiete.
 Forschungsaufgaben
  1.1.1.1 Entwicklung und Erprobung neuer Methoden zur Exploration und Entdeckung von
            Lagerstätten sowie zur Beurteilung bekannter Vorkommen.
 1.1.1.2 Weiterentwicklung von Lagerstättenmodellen und Explorationskonzepten.
 1.1.1.3 Weiterentwicklung von Methoden und Techniken zur Vorratsberechnung.
 1.1.1.4 Entwicklung und Verbesserung von integrierten Systemen auf der Grundl age
          der Multidaten-Analyse.
 1.1.1.5 Entwicklung und Erprobung neuer und verbesserter kostengünstiger geophysika-
          lischer und geochemischer Explorationsverfahren wie z.B. transi ent-elektro-
          magnetische Messungen CTEM), optische Spektrometrie und Analyse von Elemen-
          ten der Platingruppe.
 1.1.1.6 Anwendung und Bewertung neuentwickelter Explorationstechniken wie boden-
          geophysikalischer Methoden (z.B. Georadar oder seismische Verfahren) und
          Airborne-Systeme sowie die Beurteilung der Möglichkeit ihrer breiteren
          Anwendung.
 1.1.1.7 Entwicklung neuer Explorationsgeräte (z.B. Miniaturisierung von Instrumenten
          wie Spektrometern und Bohrungsmeßgeräten) und Entwicklung von kostengün-
          stigeren Bohrtechniken.
 1.1.1.8 Entwicklung und Erprobung von Explorationstechniken zur Umweltüberwachung,
          Bestimmung und Kartierung von belasteten Gebieten im Umfeld von Bergwerken
          und Steinbrüchen (siehe auch 1.1.2.7 und 1.1.2.8).
 1.1.2     Bergbautechnik
Zielsetzungen
Entwicklung von Techniken die Produktivitätssteigerungen durch Verminderung der Be-
triebskosten für Abbauarbeiten ermöglichen und Aspekte der Umweltbelastung und Si-
cherheit sowie die Bestimmung der sozialen und wirtschaftlichen Einflüsse von Berg-
bau- und Steinbruchbetrieben betreffen.
Forschungsaufgaben
1.1.2.1 Entwicklung von Techniken und Systemen zur Gesteinsabtragung sowie für kon-
         tinuierlichen Abbau und Steinbruchbetrieb.
 ---pagebreak---                                                   3
    1.1.2.2 Entwicklung spezieller Techniken zur Erhöhung der Sicherheit und des Umwelt-
             schutzes sowie zur Verbesserung der Arbeltsbedingungen.
    1.1.2.3 Entwicklung selektiver Abbaumethoden zur Verringerung des Abraumvolumens
             (siehe auch 1.1.3.6).
    1.1.2.4 Entwicklung neuer Konzepte für den Tagbau sowie zur Optimierung und Integra-
             tion von Grubenarbeiten wie Verfüllen, Bohren, Sprengen und Abtransport.
    1.1.2.5 Verbesserung von Simulationstechniken und deren praktische Umsetzung in
              bezug auf Ausbausysteme, Gesteinsabstützung und Standfestigkeit.
    1.1.2.6 Entwicklung neuer Multidatenanalyse- und Rechnersimulationstechniken für
             computergestützte Organisation und Planung von Abbauarbeiten.
    1.1.2.7 Ent wi ckl ung von Simul ati ons-, Model 1 ierungs- und Versuchsverfahren zur Opti-
             mierung der Sanierung von aufgelassenen Abbaustötten einschließlich ihrer
             Verwendung als Abfallagerstätten (siehe auch 1.1.1.8).
    1.1.2.8 Entwicklung von Techniken zur Bewertung der sozialen und wirtschaftlichen
              Konsequenzen des Erlasses von Umweltschutzbestimmungen für Bergwerke und
              Steinbrüche (siehe auch 1.1.1.8).
    1.1.3     Erzaufbereitung
   Zielsetzungen
   Verbesserung bestehender Verfahren und Entwicklung innovativer Technologien im
   Labormaßstab für die industrielle Anwendung. Optimierung der verschiedenen Methoden
   und Techniken für die Behandlung von Erzkonzentraten, Abfallerzen und Verarbeitungs-
   rückständen von Lagerstätten und metallurgischen Betrieben zur Reduzierung der Pro-
   duktionskosten bei neuen und bestehenden Anlagen und zur Milderung von
   Umweltproblemen.
   Forschungsaufgaben
   1.1.3.1 Charakterisierung von Industrie-Mineralien und Steinen zur Verbesserung der
             Verarbeitungstechnologien und ihrer Eignung für alternative Verwendungs-
            zwecke.
   1.1.3.2 Verbesserung der physikalischen und chemischen Trennungsverfahren für Erze.
   1.1.3.3 Verbesserung der Techniken zur Erzaufberei tung, Metal 1 gewinnung und Metal 1 -
            Scheidung wie hydro- und biohydrometallurgische Verfahren sowie Elektro-
            und Pyrometallurgie (einschließlich Schlackenchemie).
   1.1.3.4 Entwicklung von Technologien zur Reduzierung von Emissionen und Energiever-
            brauch sowie zur Erhöhung der Akzeptanzbreite von Beschickungsmaterialien
            in Werken zur Erz- und Gesteinsaufbereitung.
2)
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1.1.3.5 Entwicklung von Methoden und Techniken zur Fixierung und Stabilisierung von
         Metallen und toxischen Verbindungen in Verarbeitungsrückständen, Abproduk-
          ten, Schlacken und Abfallerzen.
1.1.3.6 Entwicklung neuer Auf bereitungsverfahren und -gerate zur Qual itäts- und Er-
          tragsverbesserung sowie zur Verringerung des Abfallaufkommens (siehe auch
         1.1.2.3).
1.1.3.7 Entwicklung von Instrumenten, insbesondere Sensoren, zur Überwachung von
         Prozessen, Werkstoffen und Produktqualität.
1.1.3.8 Entwicklung von mathematischen Modellen und Simulationen der einzelnen
         Schritte bei der Erzbereitung, Metallgewinnung und Metallscheidung sowie ihre
         Integration in bereits arbeitende Betriebe. Entwicklung von Expertensystemen
         und automatisierten Systemen.
    1.2.      WIEDERVERWERTUNG
    1.2.1     Wiederverwertung   und   Rückgewinnung    von   Industrieabfällen
              einsehtleßlIch NichteIsenmetaIlen
    Zielsetzungen
    Entwicklung neuer Technologien zur physikalischen und/oder chemischen
    Aufbereitung von Rückständen, Schrotten und Industrieabfällen zur
    Verbesserung der Rückgewinnungsrate und Reduzierung der Umweltprobleme.
    Die     Forschung    In   diesem   Bereich    umfaßt    pyrometallurgIsche,
    hydrometallurgische und RaffInatlonstechnlken, die bei der Verarbeitung
    von komplexen Rückständen, Legierungen und aus vielen Elementen
    bestehendem Schrott angewendet werden.
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F0RSCHUN6SRUFGRBEN
1.2.1.1 Charakterisierung, Identifizierung, Klassifizierung und quantitative Bestim-
          mung Sekundärwerkstoffen und Nichteisenaltmetallen aus der industriellen
         Fertigung. Entwicklung von Qualitätskontrollmethoden für Sekundärwerkstoffe
         vor der Wiederverwertung, Verwendung oder Entsorgung.
12.1.2 Optimierung bestehender Trennungs-, Anreicherungs- und Wiederverwertungs-
         verfahren auf Industrieniveau im Hinblick auf Energieeinsparung, Beschickungs-
         flexibilität, Konzentration und Emissionsreduzierung.
1.2.1.3   Entwicklung neuer Trennungs-, Anreicherungs- und Wiederverwertungsverfah-
          ren zur effizienteren Rückgewinnung von wertvollen Werkstoffen aus Schrott
          und Industrieabfällen, einschließlich der Auskleidung bei feuerfesten Werk-
          stoffen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung.
1.2.1.4 Entwicklung von kostengünstigen pyrometallurgi sehen Verfahren (z.B. Plasma-
         und Laserverfahren), die Schwankungen in der Beschickungskonzentration er-
         lauben, zur Rückgewinnung von Grundmetallen, Sonder- und Edelmetallen aus
         der industriellen Fertigung, Abfällen der metallverarbeitenden Industrie,
        komplexen Rückständen, verbrauchten Katalysatoren sowie Gebrauchtwaren und
         -geraten.
1.2.1.5 Entwicklung von kostengünstigen biometallurgischen, photokatalytischen und
        hydrometallurgischen Verfahren zur Behandlung von Schlacken, Rückständen,
         Industrieabwässern und -abfallen, zur Rückgewinnung von Metallen, Salzen und
        wertvollen Werkstoffen sowie Reinigung, um die Umweltverschmutzung zu
        minimieren.
1.2.1.6 Entwicklung von fortgeschrittenen Technologien zur Reduzierung und Raffina-
        tion von Sekundärprodukten und Abfällen, z.B. durch Wirbel Schichttechnik,
        Elektrolyse in wäßriger Lösung, Vakuumdestillation, Plasmatechnologie,
        Salzschmelzenelektrolyse und Chloridtechnologie.
 ---pagebreak---    1.2.1.7 Entwicklung von Technologien zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von
            Werkstoffen mit organischen und Metall-Plastik Verbundstrukturen zur Ver-
           ringerung der Umweltbelastung.
  1.2.1.8 Entwicklung von Rechnermodellen zur Bewertung der Eigenwirtschaflichkeit
            und Verfügbarkeit von Sekundärwerkstoffen für die Wiederverwertung sowie
            zur Bewertung von metallurgischen Modellen, um die Auswirkungen von mehr-
            facher Wiederverwertung auf die Eigenschaften und Verarbeitgbarkeit von
           Rohstoffen vorhersagen zu können.
  1.2.2      Wieder ver wert ung, Rückgewinnung und Wiederverwendung neuer
             Werkstoffe
 Zielsetzungen
 Verbesserung von Wiederverwertungstechnologien, die die Wiederverwendung der
 Abfälle von fortgeschrittenen Werkstoffen anstreben, um die Qualität neuer Produkte
 oder Verbundverkstoffe mit hoher Qualität und großer wirtschaftlicher Bedeutung zu
 ver-
 bessern.
 Forschungsaufgaben
  1.2.2.1 Charakterisierung, Klassifizierung und quantitative Bestimmung von Abfällen
           fortgeschrittener Werkstoffe sowie Entwicklung von Qualitätskontroll-
            methoden für Sekundärwerkstoffe vor der Wiederverwertung, Wiederver-
            wendung oder Entsorgung.
  1.2.2.2 Entwicklung von Analyse- und Markierungstechniken zur Identifizierung, Ent-
          wicklung sicherer, kostengünstigerTechnologien zur Wiederverwertung von
           Rückständen und Schrott aus organischen und anorganischen Verbund- und
           anderer fortgeschrittenen Werkstoffen.
 1.2.2.3 Entwicklung von Modellen zur Bestimmung der Eigenwirtschaftlichkeit und
           Verfügbarkeit von fortgeschrittenen Werkstoffen für die Wiederverwertung
           sowie zur Vorhersage der Auswirkungen wiederholter Wiederverwertung
          auf die physikaklischen Eigenschaften und die Verarbeitbarkeit der
          ursprünglichen Werkstoffe.
 NEUE UND VERBESSERTE WERKSTOFFE UND IHRE VERARBEITUNG
 1.3          KONTRUKT IONS WERKSTOFFE
 1.1.3        Metalle und M eta 1 ï m at rix-V erb und Werkstoffe
Zielsetzungen
Sicherstellung der zur vollständigen Nutzung der Leistungsfähigkeit von neuen Legie-
rungen, Verbundwerkstoffen und deren Verarbeitung notwendigen Verbesserungen;
insbesondere Technologien, die der Lösung der mit der Serienproduktion verbundenen
 ---pagebreak---                                               1-
 Probleme dienen. Außerdem Entwicklung von hochtemperaturfesten Superlegierungen,
 intermetallischen Verbindungen, Metall pulvern, metallischen Gläsern, Hartmetallen,
 verschleißfesten Legierungen und Beschichtungsstoffen, die für spezielle Anwendungen
 mit komplexen Auslegungsspezifikationen erforderlich sind.
 Forschungsaufgaben
 1.3.11    Entwicklung kostengünstiger Technologien für die Synthese und Produktion von
           metallischen Werkstoffen und Legierungen für eine größere Bandbreite von
           Endprodukten hoher Qualität und Leistungsfähigkeit.
 1.3.1.2   Entwicklung von Legierungen, intermetallischen Konstruktionswerkstoffen und
           Metallmatrix-Verbundwerkstoffen mit spezifischen Leistungseigenschaften:
           z.B. verbesserte Steifigkeit, erhöhtes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis, hohe
           Temperaturbeständigkeit und hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen.
 1.3.1.3  Verbesserung der Leistungskennwerte durch die Steuerung der
          Pulvermorphologie und der Eigenschaften der Grenzflächen von Metallmatrix-
           Verbundwerkstoffen.
 1.3.1.4  Entwicklung von Dünn- oder Dickschichtbeschichtungssystemen mit
          verbesserten funktionellen Eigenschaften für metallische Trägersubstanzen.
 1.3.1.5  Verwendung von Computersimulationstechniken, die die Mikro- und Makro-
           strukturmodellierung miteinander verbinden.
 1.3.1.6  Ent wi ckl ung von Techni ken zur Bewertung der Langzei tstabi 11 tat und des
          Langzeitverhaltens von Metallwerkstoffen.
1.3.2      Keramik, Keramikmatrix-Ver bund werk Stoffe und fortgeschrittene
            Gläser
Zielsetzungen
Verbesserung des Verständnisses und Weiterentwicklung derTechnologien für kritische
Bereiche wie Qualität, Herstellung und Zuverlässigkeit mit dem Schwerpunkt w i r t -
schaftliche Herstellung und fehlerfreie Produkte mit ausreichender Zähigkeitseigen-
schaften.
Forschungsaufgaben
1.3.2.1 Entwicklung von Hochtemperaturwerkstoffen mit erhöhter Festigkeit,
         Zähigkeit, Duktilität, Korrosions- und Erosionsbeständigkeit.
1.3.2.2 Optimierung von Pulvern als Ausgangsmaterialien.
1.3.2.3 Entwicklung von kostengünstigen Verarbeitungstechniken mit hoher
         Ausbringung für qualitativ hochwertige Werkstoffe, die gleichzeitig die Ver-
         breitung in neue Anwendungsgebiete erlauben.
 ---pagebreak---   1.3.2.4 Verbesserung der Beständigkeit und Zuverlässigkeit von Bauteilen ein-
           schließlich der Langzeitstabilität im Einsatz.
 1.3.2.5 Verbesserung von Thermoschockwiderstand, Zeitstandfestigkeit, Wärmeiso-
           lierung, Hochtemperaturoxidati on und Korrosionsverhalten.
 1.3.2.6 Entwicklung von probabi listischen Auslegungsmethoden für technische Hoch-
           leistungsbauteile.
 1.3.2.7 Entwicklung von Technologien zur Oberflächenbehandlung zur Unterstützung
           der Fertigung und Anwendung im Betrieb.
 1.3.2.8 Verwendung von Computersimulationstechniken, die die Mikro- und Makro-
           strukturmodellierung miteinander verbinden.
 1.3.2.9 Entwicklung von Techniken zur Bewertung der Langzeitstabilität und des
          Langzeitverhaltens von Keramikwerkstoffen.
 1.3.3    Polymere und Polymermatrix-Verbundwerkstoffe
Zielsetzungen
Besseres Verständnis der Leistungs- und Struktureigenschaften dieser Werkstoffe
sowie ein besseres Verstehen der Abhängigkeit der Werkstoff eigenschaf ten von den
Herstellverfahrea Gewisse Fortschritte könnten durch innovative Auslegungs- und
Verarbeitungspraktiken erzielt werden. Berücksichtigung der Umweltverträglich-
keitsbedenken durch neue technische Thermoplaste, die ihre mechanischen Eigen-
schaften auch bei höheren Temperaturen behalten und mit kostengünstigeren
thermischen Verfahren hergestellt werden können.
Forschungsaufgaben
 1.3.3.1 Entwicklung von kostengünstigen Polymeren, Polymerverbundwerkstoffen,
          Fasermaterialien und Klebestoffen mit verbesserten Werkstoffeigenschaf-
          ten wie Beständigkeit gegen aggressive Medien, Temperatur, Druck,
          Stoßbelastung und Lösungsmittel für einen breiteren Anwendungsbereich.
1.3.3.2 Entwicklung von Polymeren mit spezifischen Eigenschaften wie biologische
          Abbaubarkeit, Wiederverwertbarkeit und Wiederverwendbarkeit zur Verrin-
          gerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt.
1.3.3.3 Entwicklung von kostengünstigen Herstellverfahren mit hoher Ausbringung für
         qualitativ hochwertige Werkstoffe.
1.3.3.4 Erforschung neuer Arten von Verbundwerkstoffen wie molekulare und selbst-
         verstärkende Polymerverbundwerkstoffe.
1.3.3.5 Bewertung von Faser-Matrix-Grenzflächen in Verbundwerkstoffen durch die
         Entwicklung von nicht-intrusiven Verfahren.
 ---pagebreak---                                               5
 1.3.3.6 Entwicklung von vorimprägnierten Hochleistungshalbzeugen für Verbundbau-
           teile für Anwendungen, bei denen hohe Festigkeit und Zähigkeit erforderlich
           sind.
 1.3.3.7 Entwicklung von intelligenten Prozeßplanungs- und Prozeßsteuerungstechniken
           für Polymere und Polymer-Verbundwerkstoffe.
 1.3.3.8 Anwendung spezi eil er Verfahren zur Verbesserung von kostengünsti gen
           Polymeren zu maßgeschneiderten Hochleistungsbauteilen.
 1.3.3.9 Anwendung von mathematischen Modellen zur Werkstoffprodukt- und Prozeß-
          optimierung.
 1.3.3.10 Entwicklung von kombinierten und voll integrierten Verarbeitungsverfahren
          wie Spritzgießen, Laminieren , Drei- und Mehrschichtbildung für innovative
          Hochleistungskonstruktionswerkstoffe.
 1.4      FUNKTIONSWERKSTOFFE FÜR MAGNETISCHE, SUPRALEITENDE,
          OPTISCHE, ELEKTRISCHE UND MEDIZINISCHE ANWENDUNGEN
 1.4.1    Magnetische Werkstoffe
Zielsetzungen
Erfüllung der Anforderungen an neue Werkstoffe mit verbesserten magnetischen Eigen-
schaften, die leicht verarbeitet werden können - z.B. fortgeschrittene magnetische
Werkstoffe mit hart-, mittelhart- oder weichmagnetischen Eigenschaften sowie de-
ren Anwendung in Bauteilen und Systemen.
Forschungsaufgaben
1.4.1.1 Entwicklung von fortgeschrittenen magnetischen Werkstoffen, z.B. auf der
          Basis von neuen Seltenerdmetallegierungen, mit kostengünstigeren
          Verarbei tungsverf ahren.
1.4.1.2 Entwicklung von Werkstoffen mit verbesserten magnetischen Leistungskenn-
          werten bei hohen Temperaturen einschließlich der Entwicklung von
          verbesserten dauermagnetischen Werkstoffen mit erhöhtem Energieprodukt und
          verbesserter Leistungsdichte für spezielle Anwendungen (z.B. Elektromotoren
         und andere elektrische Geräte) sowie die Entwicklung entsprechender
         Herstell verfahren.
1.4.1.3 Verbesserung von magnetischen Werkstoffen durch innovative Entwicklung ih-
         rer Synthese, Verarbeitung und Kontrolle ihrer Zusammensetzung im Hinblick
         auf ihre Einsatzfähigkeit als Strukturmaterial.
1.4.1.4 Verbesserung von magnetischen Werkstoffen durch Mehrschichtbildung im Hin-
         blick auf ihre Einsatzfähigkeit als Funktionsmaterial.
1.4.2    Hochtemperotur-Supraleiter
 ---pagebreak---  Zielsetzungen
 Entwicklung von Supraleitern mit hoher kritischer Temperatur, hoher Strom- und Fluß-
 dichte für den Einsatz im Starkstrombereich, die mit anderen Werkstoffen bei niedri-
 gen Verarbeitungstemperaturen verbunden werden können. Verstehen der neuen supra-
 leitenden Werkstoffe und Ihrer wesentlichen Eigenschaften.
 Forschungsaufgaben
  1.4.2.1 Entwicklung von zuverlässigen und kostenkünstigen Verfahren zur Herstellung
           von supraleitenden Starkstrombauteilen wie Drähten, Kabeln und Schichten.
 1.4.2.2 Erstellen einer Auslegungsmethodik für erhöhte Bauteilzuverlössigkeit,
speziell
           für die Herstellung von Drähten und Kabeln sowie dünnen und dicken Schichten.
 1.4.2.3 Entwicklung von Verfahren (z.B. Sol-Gel-Verfahren, Mischen, Sintern, Sprüh-
           techniken) zur Herstellung von Pulvern für Supraleiter mit genau definierten
           Eigenschaften.
 1.4.2.4 Erhöhung des Verständnisses für die grundlegenden Zusammenhänge zwischen
           Eigenschaften, Gefüge und Stöchiometrie, einschließlich elektrischer und
           magnetischer Eigenschaften, als Funktion der Auswirkungen von Phasenaus-
           scheidung, Anisotropie und Korngrenzen.
1.4.3     Elektrisch und ionenleitende Werkstoffe
Zielsetzungen
Weiterentwicklung der Synthese-/Verarbeitungstechnologien für elektrisch leitende
Werkstoffe und Matrixwerkstoffe, die erst in der Anfangsphase der technologischen
Entwicklung stehen. Erschließung von Anwendungsgebieten wie elektrisch leitende
Drähte, Energiespeicher und akustische Geräte. Entwicklung der für die saubere Elektri-
zitätserzeugung notwendigen Werkstoffe für Brennstoffzellen. Bessere Einschätzung
der Grenzen gegenwärtiger Technologien sowie der Art und Weise, wie diese Grenzen
durch neue Verarbeitungsverfahren aufgehoben werden können.
Forschungsaufgaben
1.4.3.1 Entwicklung von elektrischen Werkstoffen mit besserer Leitfähigkeit,
          höherer Festigkeit und besseren Ermüdungsfestigkeitseigenschaften, höhere
          Korrosions- und Wörmebeständigkeit und besserem Funkenerosionsverhalten.
1.4.3.2 Entwicklung von festen ionenleitenden Werkstoffen für Festelektrolyte in
          Energieumwandlungsgeräten.
1.4.3.3 Entwicklung von leitenden Polymerwerkstoff Systemen mit anorganischen
          Füllstoffen für Verarbeitung in großen Mengen oder Anwendung bei Einkap-
          seln und Verbinden.
1.4.3.4 Bestimmung des Zusammenhangs zwischen Polymerwerkstoff gefüge und elek-
 ---pagebreak---            trischen und akustischen Eigenschaften.
  1.4.3.5 Entwicklung von aushärtenden Legierungen und Mehrschicht-Verbundwerkstof-
           fen, die eine hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit oder ein hohes
           Elektronenemissionsvermögen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften
           und höherer Korrosionsbeständigkeit verbinden.
 1.4.4     Optische Werkstoffe
 Zielsetzungen
 Angehen der ungelösten Probleme, die die Verfügbarkeit von Reinstwerkstoffen mit
 niedrigen optischen Verlusten für Übertragungssysteme beinhalten sowie Werkstoff-
 verarbeitung einschließlich der Herstellung von Werkstoffen durch zwei- oder drei-
 dimensionales chemisches Aufdampfen.
 Forschungsaufgaben
 1.4.4.1 Entwicklung neuer Glasarten mit veränderlicher Lichtdurchlässigkeit,
          verbunden mit kostengünstigen Technologien für ihre Anwendung.
 1.4.4.2 Entwicklung und Charakterisierung von nichtlinearen optischen Werkstoffen
          einschließlich organische Werkstoffe und Zwischenprodukte.
 1.4.4.3 Entwicklung von aktiven Beschichtungen wie magnetische, piezoelektrische und
          chemische Farbstoff Oberflächenschichten für Sensoren.
 1.4.4.4 Optimierung von elektrolumineszenten, elektro-, photo- und thermochromi-
          schen Eigenschaften für die Herstellung von optischen Werkstoffen mit
          steuerbarer Lichtdurchlässigkeit und -erzeugung.
 1.4.5    Biowerkstoffe
Zielsetzungen
Deckung des Bedarfs an neuen Biowerkstoffen einschließlich metallische Legierungen,
Keramik, Verbundwerkstoffe, Glas, Polymere und Klebstoffe zur Anwendung bei ortho-
pädischen und dentalen Implantaten, Ersatz von Weichgewebe und Körperflüssigkei-
ten, intra- oder extrakorporale Geräte für dauerhafte oder vorübergehende Anwen-
dungen, Entwicklung von Technologien für kostengünstige Verfahren zur Teileherstel-
lung, für klinische Verfahren und Rehabilitationssysteme.
Forschungsaufgaben
1.4.5.1 Entwicklung von speziellen medizinischen Qualitätswerkstoffen mit biokompa-
         tiblen und biofunktionellen Eigenschaften für Geräte und lasttragende
         Implantate.
1.4.5.2 Entwicklung von Techniken für die innovative Auslegung, Rechnersimulation
         und klinische Überprüfung neuer Strukturen und komplexer Bauteile und Geräte,
 ---pagebreak---            die alle Aspekte zuverlässiger, bio-operatloneller Fähigkeiten verbinden:
           Kompatibilität menschlichen Gewebes mit Implantaten.
  1.4.5.3 Entwicklung von Oberflächenbehandlungstechniken für medizinische Geräte zur
           Vermeidung von Erosion und Korrosion sowie Entwicklung von verbesserten Bio-
           Integrationseigenschaften.
  1.5       WERKSTOFFE FÜR MASSGENGÜTER
  1.5.1    Verpackungsmateri al i en
 Zielsetzungen
 Verbesserung derTechnologien für kostengünstige Verarbeitung sowie Automatisierung
 und Online-Steuerung, einschließlich der Einführung natürlicher Werkstoffe, Ersatz von
 toxischen Werkstoffen und verbesserte Wiederverwertung von Werkst off Systemen.
 Forschungsaufgaben
 1.5.1.1 Entwicklung von umweltfreundlichen Verpackungsmaterialien, die wiederver-
           wendbar, wiederverwertbar oder abbaubar und weder bei der Verwendung noch
           noch bei der Entsorgung toxisch sind.
 1.5.1.2 Verbesserung der gegenwärtigen Verarbeitungsverfahren zur Erhöhung der
          Produktivität und Wertsteigerung der Verpackungsprodukte.
 1.5.2    Neue Werkstoffe für die Bauindustrie
Zielsetzungen
Verbesserung der gegenwärtig im Bauwesen verwendeten Werkstoffe sowie Entwick-
lung neuer Werkstoffe, einschließlich Verbundwerkstoffe, die funktionelle und struk-
turelle Eigenschaften miteinander verbinden.
Forschungsaufgaben
 1.5.2.1 Entwicklung neuer Werkstofftechnologien mit dem Ziel verbesserter Wärme-
          isolierung, Schalldämmung und mechanischer Integrität.
1.5.2.2 Einführung von neuen Produktions- und Montagemethoden, die einen höheren
          Grad an Automatisierung erlauben.
1.5.2.3 Erforschung der Güteminderung von Bau Werkstoff en und -Systemen durch Luft,
          Wasser, Verschmutzung, ultraviolette Strahlung, Temperaturein Wirkung und
          Feuchtigkeit.
1.5.2.4 Entwicklung von Klebstoffen für Bauteile, die als Bindemittel und Verstärkung
          hybrider Fertigbausysteme dienen.
1.5.2.5 Entwicklung von Techniken zur Verwendung von metallischen oder organischen
         Werkstoffen als Verstärkung für Beton, Glas und Keramik, zur Bildung von
 ---pagebreak---                                              13
           Systemen mit hoher Korrosionsbeständigkeit, guter Wärme- und Schalldäm-
           mung und erhöhtem Brandschutz.
  n,:cmch 2 : ENTWURF UND FERTIGUNG
 Das Ziel besteht darin, die Fähigkeit der Industrie zu verbessern, Erzeugnisse zu ent-
 werfen und herzustellen, die sowohl qualitativ hochwertig, wartungsarm und äußerst
 wettbewerbsfähig als auch umweltfreundlich und sozial akzeptabel sind.
 2.1.      PRODUKT- UND VERFAHRENSENTWICKLUNG
 2.1.1     Innovative Hilfsmittel und Techniken
 Zielsetzungen
 Entwicklung von Konstruktionshilfsmitteln wie Entscheidungshilfesysteme zur Förde-
 rung von effektiveren Auslegungsmethoden, wirtschaftlicherer Fertigung, Montage und
 Demontage sowie zuverlässigen und ergonomischen Produkten.
 Forschungsaufgaben
 2.1.1.1 Entwicklung von Entscheidungshilfesystemen für die Auslegung im Hinblick auf
          Werkstoffe und standardisierte Bauteile, die die mathematische Modellerstel-
          lung, Fertigungscharakteristika, Produkteigenschaften und anthropometrische
          Daten beinhalten.
2.1.1.2 Erarbeitung von Methoden zur Validierung und Zulassung von Verfahren zur
          Unterstützung der Konstruktion, Modellerstellung und Analyse.
2.1.1.3 Entwicklung von Techniken zur Reduzierung der Zeitspanne zwischen "Idee" und
          "Erzeugnis" auf der Grundlage von Wertanalyse, Modellerstellung, Simulation
          und schnellen Verfahren zur Prototypherstellung.
2.1.1.4 Entwicklung einer Methodik zur Modellerstellung für den gesamten Auslegungs-
          prozeß vom Konzept bis zum detaillierten Entwurf, einschließlich Darstellung
          der funktionell en Toleranzfestlegung und Validierung des Lösungsansatzes.
2.1.2       Methoden für komplexe Bauteile
Zielsetzungen
Entwicklung von Konzepten zur Einbeziehung von multifunktionalen Bauteilen in die
Produktentwicklung, Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Hochpräzisions- und
Mikroengineeringsystemen zusammen mit Entwicklungsarbeiten hinsichtlich Mikro-
mini aturisierung.
Forschungsaufgaben
2.1.2.1 Erarbeitung neuer Konzepte und Anwendungen für den Entwurf von mul ti funk-
           tionellen Bauteilen.
 ---pagebreak---                                               14
  2.1.2.2   Entwicklung von multidiszlplinären Konzepten zur Entwicklung von integrier-
            ten Systemen wie Mechatronik, Optomatronik und Multi-Komponenten-Syste-
            men.
  2.1.2.3   Entwicklung von Entwurfsmethoden für Hochpräzisions- und Mikroengineering-
            systeme bezüglich Mechanik und Werkstoff verbal ten auf Mikrogefüge-Ebene.
 2.1.3      Instandhaltung und Zuverlässigkeit
 Zielsetzungen
 Entwicklung von Hilfsmitteln, einschließlich Sensorsysteme, zur Verbesserung der Pro-
 duktleistungsfähigkeit, -Zuverlässigkeit und -wartbarkeit. Verbesserung der Leistungs-
 fähigkeit und Anwendbarkeit von mathematischen Modellen zur Unterstützung der Kon-
 struktion, einschließlich Integration der Modellerstellungstechniken mit Fehler- und
 Ausfall artenanal yse, die für die Zuverlässigkeit und Instandhai tungs vorhersage not-
 wendig sind.
 Forschungsaufgaben
 2.1.3.1   Verbesserung der Entwurfsmethoden und Modellerstellungsmöglichkeiten für
           Produkte und Fertigungsverfahren im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit,
           Langlebigkeit, Instandhaltung und Sicherheit.
 2.1.3.2   Entwicklung von Systemen zur Zuverlässigkeitsvorhersage, die Informationen
           über das Bauteil verhalten            und auf der Grundlage von Schadens- und
           Ausfallanalysen basieren.
 2.1.3.3   Entwicklung von Techniken zur Instandhaltungsvorhersage, einschließlich Zu-
           standsüberwachung und Vibrationsanalyse.
2.1.3.4   Entwicklung einer integrierten Systemauslegung unter Verwendung von Senso-
          ren mit erhöhter Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit.
2.1.3.5   Entwicklung von Techniken zur Minimierung von Lärm und Schwingungen, die
          durch Produkte und Fertigungsmaschinen hervorgerufen werden.
22        FERTIGUNG
2.2.1     Werkzeuge, Techniken und Sgsteme für             hohe Qualitätsgüte in der
          Fertigung
Zielsetzungen
Entwicklung von Technologien zur Förderung der Ausbildung mit dem Ziel, menschliche
Fähigkeiten und das Beurteilungsvermögen im Fertigungsprozeß effizienter zu machen.
Entwicklung von innovativen Werkzeugen und Techniken für qualitativ hochwertige und
kostengünstige Herstellungssysteme zur Verbesserung der Prozeßsteuerung und Erhö-
hung der Präzision und Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie Integration von neuen Ver-
arbeitungstechnologien mit bewährten Fertigungsverfahren.
 ---pagebreak---                                             IS'
 frrchungsaufgaben
 22. l l   Entwicklung von verbesserten Modellen zur Nutzung von "knowledge based"
           Systemen für Fertigungsverfahren.
 2.2.1.2  Verbesserung der Systeme (einschließlich Robotertechnik) zum Einspannen,
          Transportieren und sicheren Handhaben von Werkstücken in der Fertigung.
 2.2.1.3  Entwicklung von kostengünstigen Fertigungsverfahren wie Schneiden,
          spanende Bearbeitung, Schleifen, Umformen, Fügen und Kleben zur Steigerung
          der Produktivität, Qualität und Präzision.
 2.2.1.4  Ent wi ckl ung von kostengünstigen Hochenergi estrahl verfahren, Licht wel 1 en-
          leitem für Strahlerzeugungssysteme und der damit zusammenhängenden
          akustischen und optischen Prüfverfahren.
 2.2.1.5  Entwicklung und Integration von Technologien, die im Fertigungsprozeß eine
          qualitativ hochwertige Oberflächenbehandlung liefern.
 2.2.1.6  Entwicklung flexibler und wirtschaftlicher Systeme zur Herstellung kleiner
          Stückzahlen zahlreicher Varianten.
 2.2.2    Fertigungstechniken für den industriellen Einsatz von neuen
          Werkstoffen
Zielsetzungen
Entwicklung von kostengünstigen und effizienten Fertigungsverfahren für neue
Werkstoffe zur Ausnutzung ihres gesamten Potentials.
Forschungsaufgaben
2.2.2.1  Verbesserung und Erweiterung der Leistungsfähigkeit von Formgebungsverfah-
         ren - Endform oder endformnah - für neue Werkstoffe, einschließlich der Auto-
         matisierung von Vorformungsverfahren.
2.2.2.2  Entwicklung von kostengünstigen spanenden Bearbeitungstechniken für
         schwierige und fortgeschrittene Werkstoffe, vorzugsweise in Verbindung mit
         Prozeßmodellierung.
2.2.2.3  Entwicklung und Automatisierung von Maschinen für die wirtschaftliche Fer-
         tigung von Verbundwerkstoffen und Keramik.
2.2.2.4  Verbesserung von Montage- und Fügetechnologien für neue Werkstoffe und
         Bauteile.
22.2.5   Entwicklung von zerstörungsfreien Prüfverfahren und Qualitätssicherungs-
         methoden für Klebverbindungen und Verbundwerkstoffe.
2.2.2.6  Entwicklung und Erweiterung von Verfahren zur Oberflächenbehandlung und
 ---pagebreak---             Verbesserung der Oberflächengüte für fortgeschrittene Werkstoffe sowie
            Weiterentwicklung entsprechender Prüfverfahren.
  2.2.3     Integriertes Konzept für Chemie- und Verfahrenstechnik
 Zielsetzungen
 Anpassung der Fertigungstechnologie an die Bedürfnisse der chemischen Industrie unter
 Einbeziehung von Konstruktion und Prozeßsteuerung. Erweiterung des Verständnisses,
 das für die Auslegung und die Steuerung von chemischen Prozessen mit steigender
 Komplexität zur Vermeidung und Verhütung von Umweltverschmutzung erforderlich ist.
 Forschungsaufgaben
 2.2.3.1   Verbesserung der Auslegung und der Überwachung von chemischen und bioche-
           mischen Reaktoren zur Erhöhung der Flexibilität, Produktivität und Produkt-
           qualität.
 2.2.3.2   Entwicklung von Techniken zur Verbindung von einzelnen chemischen Bearbei-
           tungsschritten bei der Werkstoff synthèse, Werkstoff bearbeitung und Teil-
           chentechnologie durch ein besseres Verständnis der allgemeinen chemischen
           und physikalischen Phänomene.
 2.2.3.3  Entwicklung von innovativen Trenntechniken (siehe auch 1.1.3.2).
 2.2.3.4  Modellierung von chemischen Raktionen, die für den Fertigungsprozeß wichtig
          sind, wie Reaktionsspritzgießen, Ätzen, Auftragung und Plattierung.
 2.2.3.5  Entwicklung von Modellen bezüglich mehrphasiger Systeme und Grenzflächen-
          phänomene für Verfahrensentwicklung und -Steuerung.
2.2.3.6   Entwicklung eines besseren Verständnisses für Verfahren, bei denen
          Reaktionen, Katalyse- und Transportphänomene eng miteinander verbunden sind
          und die Produktqualität stark von dieser Kopplung abhängig ist.
2.2.3.7   Optimierung von chemischen Verfahrenstechniken durch ein integriertes
          Konzept zur Weiterentwicklung von Auslegung, Modellerstellung und
          Überwachung für Wiederverwertung, Umweltschutz und Verfahrenssicherheit.
2.3.      ENGINEERING- UNO M ANA GEM ENT STRATEGIEN FÜR DEN GESAMTEN
          LEBENSZYKLUS DES PRODUKTS
2.3.1     Integrierte Lösungsstrategien bei der Konstruktion, Auslegung und
          Planung
Zielsetzungen
Entwicklung von neuen und ganzheitlichen Konzepten zur Erweiterung der Engineering-
aufgaben auf den gesamten Lebenszyklus des Produkts durch Konzepte und Herstellung
wie z.B. Parallel-Engineering, das Auslegung, Engineering und Herstellung umfaßt.
 ---pagebreak---  Forschungsaufgaben
 2.3.1.1   Entwicklung von Entwurfsoptimierungsstrategien und Techniken zur Modellie-
           rung von Einflußgrößen für den gesamten Lebenszyklus des Produkts ein-
           schließlich Wiederverwertung und Entsorgung.
 2.3.1.2   Entwicklung von Systemkonzepten im Zusammenhang mit umfassenden An-
           strengungen zur Verringerung der Vorlaufzeit und Erhöhung der Fertigungs-
           flexibilität.
 2.3.1.3   Erweiterung mit multidisziplinärer Konzepte wie Parallel-Engineering für
           integrierte Engineering-Aufgaben und Aufgaben des Engineering-Manage-
           ments.
2.3.1.4    Erweiterung neuer Entwurfs-, Umgestaltungs- und Kalkulationspraktiken
          unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus des Produkts einschließ-
           lich Wiederverwertung oder Entsorgung.
2.3.2      Engineering
Zielsetzungen
Bereitstellung eines integrierten Konzepts zur vollständigen Nutzung von neuen Werk-
stoffen, Entwurfs- und Fertigungstechnologien sowie Verarbeitungs- und Produktüber-
wachungssystemen für traditionelle Fertigungsindustrien unter besonderer Berück-
sichtigung der neuen Anforderungen bezüglich Umweltschutz und verbesserten Arbeits-
bedingungen.
Forschungsaufgaben
2.3.2.1   Erweiterung des Anwendungsbereichs flexibler Fertigungstechniken zur um-
          fassenden Nutzung von neuen Werkstoffen und Technologien.
2.3.2.2   Entwicklung von neuen Entwurfs- und Engineeringmethoden zur Erleichterung
          der Fertigung, Montage, Verwendung und Demontage von Produkten, einschließ-
          lich Ergonomie (z.B. innovative Konzepte in bezug auf Fertigbau und modularen
          Aufbau).
2.3.2.3   Entwicklung von interaktiven Techniken zur Verbesserung von Arbeitsbe-
          dingungen und Ergonomie.
2.3.2.4   Entwicklung von Methoden zur Anwendungserweiterung des Qualitätskonzepts
          auf den gesamten Produktzyklus.
2.3.3     Der Faktor Mensch in Engineering und Fertigungsmanagement
Zielsetzungen
Beschleunigung der Übernahme neuer Technologien durch Entwicklung neuer Manage-
 ---pagebreak---                                              \î
 mentstrategien, die eine Identifizierung und Lösung möglicher Konflikte zwischen neuen
 Technologien und Personal erlauben. Verbesserung der Methoden zur Bewertung der
 Leistungskennwerte von Produkten und Verfahren sowie deren Einbindung in den gesam-
 ten Betrieb.
 Forschungsaufgaben
 2.3.3.1   Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Planung und Organisation von
           Entwurf, Fertigung und Montage, um so den bestmöglichen Nutzen aus den
           vorhandenen Einsatzmitteln und neuen Technologien zu ziehen.
 2.3.3.2   Entwicklung von Managementunterstützungssystemen für die Bewertung,
           Überwachung, Vorausplanung und Bestimmung von Produktionsanforderungen
           und Einsatzmittlen innerhalb des Betriebs.
 2.3.3.3   Entwicklung von Techniken zur quantitativen Bestimmung, Abschätzung und
           Anpassung menschlicher Fähigkeiten und Erfahrungen an spezielle
           Arbei tsanf orderungen.
Bereich 3 : LUFTFAHRT
Zielsetzung ist die Stärkung der technologischen Grundlage der europäischen Luftfahrt-
industrie sowie ein Beitrag zu den Kenntnissen, die die Grundlage für Maßnahmen zur
Minimierung der Auswirkungen auf die Umwelt und die Verbesserung der Betriebssi-
cherheit und -effizienz von Luftfahrzeugen bilden.
3.1.      UMWELTBEZOGENE TECHNOLOGIEN
Zielsetzungen
Bereitstellung neuer oder verbesserter Hilfsmittel und Techniken für die Analyse, Vor-
hersage und Überwachung des Außen- und Innenlärms sowie           Abgasemissionen i von
Luftfahrzeugen.
Forschungsaufgaben
3.1.1     Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln und Techniken für die Vorhersage
          und Überwachung des Außenlärms fortgeschrittener Propeller, Propfans und
          Hubschraubermotoren.
3.1.2     Entwicklung und Bewertung von kostengünstigen Techniken zur Reduzierung des
          Innenlärms von Luftfahrzeugen.
3.1.3     Entwicklung von Technologien für schadstoffarme Verbrennung.
3.2      TECHNOLOGIEN DES LUFTFAHRZEUGBETRIEBS
Zielsetzungen
 ---pagebreak---                                                »g
 Bereitstellung neuer oder verbesserter Hilfsmittel und Techniken zur Überwachung des
 Zustands von Luftfahrzeugsystemen, zur Auslegung von Strukturen, die ermüdungs-,
 crash- und feuerbeständig sind, sowie zur Integration von Luftfahrzeugen in Luftver-
 kehrskontrollsysteme der Zukunft.
 Forschungsaufgaben
 3.2.1      Entwicklung und Validation von verbesserten Entwurfswerkzeugen zum
            Umgang mit Schallermüdung.
 3.2.2     Entwicklung von verbesserten Techniken zur Zustands- und Nutzungüber-
            wachung.
 3.2.3      Entwicklung von verbesserten Techniken zur Analyse des Crash-Verhaltens.
 3.2.4      Entwicklung von verbesserten Techniken zur Anlayse des Brandrisikos und
            für die Brandentdeckung.
 3.2.        Ent wi ckl ung von verbesserten Techni ken zur Kommunikati on zwischen Cock-
            pit und Flugsicherung.
 3.3          AERODYNAMIK UND AEROTHERMODYNAMIK
 Zielsetzungen
Verbesserung der Techni ken zur rechnergestützten Strömungsdynamik (CFD), der
Laminarströmungstechnologie, der Entwurf swerkzeuge zur Analyse der Antriebsin-
tegration sowie der Techniken zur Analyse der Aerothermodynamik von Turboma-
schinen.
Forschungsaufgaben
3.3.1     Entwicklung und Validation von neuen und verbesserten Hilfsmitteln zur
          rechnungsgestützten Strömungsdynamik (CFD) für Lösungsverfahren,
          Ergebnisnachbearbeitung und aerodynamische Entwurfssoptimierung.
3.3.2     Entwicklung von verbesserten Techniken für die natürliche Laminarströ-
          mung sowie die Kontrolle hybrider Laminarströmung.
3.3.3     Entwicklung von verbesserten experimentellen Mitteln zur Erforschung der
          Integration der Antriebssysteme.
3.3.4     Entwicklung von verbesserten Techniken zur Analyse von ummantelten An-
          triebssystemen an Tragflächen.
3.3.5     Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Wechsel-
          wirkungen zwischen Hubschrauberrotor und -rümpf.
3.3.6     Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Aerothermo-
          dynamik von Axial- und Di agonal-Verdichtern
 ---pagebreak---  3.3.7     Entwicklung von verbesserten Hilfsmitteln zur Analyse der Turbinenthermo-
           dynamik.
 3.3.8     Entwicklung von verbesserten Turbulenzmodellen (nur ziel orientierte Grund-
           lagenforschung).
 3.4.     LUFTFAHRTSTRUKTUREN UND FERTIGUNGSTECHNOLOGIEN
 Zielsetzungen
 Verbesserung der Techniken für die Realisierung von großen, druckbeaufschlagten
 Rumpf strukturen aus Verbundwerkstoff.
 Forschungsaufgaben
 3.4.1    Entwicklung von Entwurfskonzepten für druckbeaufschlagte Rumpfstruktu-
          ren aus Verbundwerkstoff und/oder Metall-Laminaten.
 3.5.       LUFTFAHRTELEKTRONIK
 Zielsetzungen
Bereitstellung neuer oder verbesserter Techniken für den Entwurf von modularen, hoch
zuverlässigen Bordinformations- und -sensorsystemen sowie Analyse und Auslegung
der Mensch-Maschine-Schnittstellen im Cockpit.
Forschungsaufgaben
3.5.1        Entwicklung von Techniken und Hilfsmitteln zur Integration und Bewertung
             von komplexer, flugkritischer, fehlertoleranter Avionikausrüstung und
             Bordsystemen.
3.5.2        Entwicklung und Bewertung neuerund verbesserter Techniken zur elektroni-
            schen und/oder optischen Informationserfassung und Datenverarbeitung,
            einschließlich Standardisierung.
3.5.3       Entwicklung verbesserter Techniken und Architekturen für flugkritische Sig-
            nalverarbeitung und Datenverknüpfung.
3.5.4       Entwicklung neuer Cockpitkonzepte und damit verbundener Techniken zur Op-
            timierung der Mensch-Maschine-Interaktion.
3.5.5       Entwicklung verbesserter Techniken für den Entwurf und die Analyse von Hub-
            schraubercockpits und deren Funktion.
3.6         TECHNOLOGIEN MECHANISCHER EINRICHTUNGEN, HILFSGERATE, BORD
            UND STELLSYSTEME
Zielsetzungen
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      Bereitstellung neuer oder verbesserter Techniken zum Entwurf der Hauptausrüstungs-
      kornponenten im Luftfahrzeugsystem.
      :..   Übungsaufgaben
      3.6.1      Entwicklung und Validation neuer Konzepte und Modellierungstechniken in
                 bezug der Fahrwerksfunktion.
      3.6.2      Entwicklung von Techniken zur Enteisung und/oder Kabinenklimatisierung,
                 die nicht m i t Warmluft arbeiten, die aus den Triebwerken abgezapft wird.
      3.6.3      Entwicklung und Validation fortgeschrittener Techniken für integrierte
                Treibstoff-Managementsysteme.
     3.6.4       Entwicklung verbesserter Techniken für elektrisch betriebene Stellsysteme
                 mit integrierter elektronischer Informationsverarbeitung.
     4           AUF SPEZIFISCHE ZIELE AUSGERICKTETE PROJEKTE
     Das Konzept der geplanten Projekte besteht darin, einen ganzheit'.ichen Nutzen daraus
     zu ziehen, daß sich ergänzende Projekte, die verschiedene Technologien des Programms
     abdecken, zu einer Gruppe zusammengefaßt werden. Dies ist in bestimmten
     Industriezweigen für Anwender, Lieferanten und Hersteller, einschließlich kleinen und
     mittleren Unternehmen (KMU), von großer Bedeutung. Der wissenschaftliche und
     technologische Inhalt dieser Projekte beruht auf den Forschungsaufgaben, die in Bereich
      1 und 2 des Programms genannt sind, und wird zusammen m i t den üblichen
     Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht. Die ersten vier der im
     folgenden genannten Projekte werden in der ersten Aufforderung zur Einreichung von
     Vorschlägen enthalten sein. Die Themen der zweiten Aufforderung werden später aus
     einer Liste ausgewählt, in der die neuesten Entwicklungen in den Bereichen "Textilien -
     Bekleidung - Vertrieb" und "saubere Fertigung" berücksichtigt werden. Auf spezifische
     Projektziele ausgerichtete Projekte werden gegebenenfalls mit ergänzenden
     Aktivitäten in anderen spezifischen Programmen koordiniert.
     Eventuell könnten folgende Technologien Gegenstand von auf spezifische Ziele
    ausgerichten Projekten sein:
     4.1      Umweltfreundliche Technologien
o_. Herstellungs- und Werkstofftechnologien, die für Fahrzeuge mit verringerter Belastung
    der Umwelt, insbesondere hinsichtlich Luftverschmutzung, Sicherheit, Lärm und
    Werkstoffverbrauch, notwendig sind. Dementsprechend könnte die Forschung und
    technologische Entwicklung die Verbesserung von Entwurf, Werkstoffen, Fertigungs-
    und Wiederverwertungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung des Lebenszyklus
    des Produkts und des Antriebssystems umfassen. Von Bedeutung werden wahrscheinlich
    Entwurfsmethoden sein, die zu "sparsamer" Versorgung sowie Montage- und Werkstoff-
    technologien führen, die Verbundwerkstoff système mit einem Potential für erhöhte
    Leistungsfähigkeit und Formgebungsflexibilität sowie Fertigungsverfahren f ü r Massen-
    produktion bzw. Losfertigung mit möglichst geringem Einsatz der erforderlichen Mittel
    abdecken, um die Bedingungen hinsichtlich Qualität, Flexibilität und Kosten zu erfüllen.
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  b„ Bautechnologien, die den Anforderungen des Anwenders im Hinblick auf eine steuerbare
       Arbeitsumgebung und -flexibilität besser genügen und mit geringen Auswirkungen auf
       die Umwelt sicher und wirtschaftlich entworfen, gebaut, unterhalten und
       wiederverwendet werden können. Die Forschungsarbeiten könnten folgende Bereiche
       betreffen: Entwurf, Werkstoffe, Fertigungsverfahren und Bautechniken, insbesondere die
       Entwicklung von Spezifikationen für Leistungsanforderungen, Simulations- und
      Berechnungsmodelle für die strukturelle Auslegung, den Anwendungsbereich und die
      Haltbarkeit von neuen Werkstoffen, flexible Fertigungs- und Montagesysteme sowie
       I ns tandsetzungstechnol ogi en.
       4.2      Technologien für Infrastruktur und Netzwerke
  a. Herstellungs- und Werkstofftechnologien für das Eisenbahnnetz, um so einen
      bedeutenden Beitrag zur Transportinfrastruktur der Gemeinschaft zu leisten.
      Hochgeschwindigkeitszüge im Güterverkehr und im städtischen Bereich können
      einbezogen werden, wodurch Verkehrsstaus und Lärm reduziert und die Transport-
      leistungen erhöht werden sollen. Die zu behandelnden technischen Hauptbereiche
      könnten Aerodynamik, mechanische und elektrische Systeme, Innen- und Außenlärm-
      sowie Schwingungsdämpfung, verbesserte Bremssysteme sowie Passagierkomfort und
      -Sicherheit umfassen.
  b. Technologien, die der europäischen Schiffbauindustrie - sowohl bei Schiffen als auch
      der entsprechenden Infrastruktur - helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den
      Weltmärkten zu behaupten. Der Schwerpunkt liegt auf zuverlässigen, effizienten, auto-
     matisierten und sauberen Systemen. Von besonderer Bedeutung sollte die Vermeidung
      von Umweltrisiken, insbesondere beim Transport von umweltbelastenden und gefährli-
     chen Gütern, die Betriebskostenminimierung durch automatisierte Verfahren, w i r t -
     schaftlichen und sicheren Schnelltransport auf See mit kleiner Besatzung, reduzierte
     Bauzeit und -kosten sein.
      4.3       Flexible und saubere Fertigung
d    Technologien für eine höhere Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Präzision, die Verbes-
     serung der Qualität und Produktivität, die rasche Anpassung an die Entwicklung in jeder
     Stufe derTextil-, Bekleidungs- und Vertriebskette sowie deren Integration, so daß eine
     rasche und wirkungsvolle Reaktion auf sich ändernde Marktbedürfnisse möglich ist. Die
     Forschung könnte Verfahrenstechnologien, Materialentwicklung, Automatisierung, Zu-
     schneiden und Verbinden sowie Materialhandhabung, Qualitätssicherung und Verfahrens-
     organisation umfassen.
    Technologien, die den ständig steigenden Anforderungen des Umweltschutzes durch si-
    chere, weniger Schadstoffe und Abfälle verursachende Verfahren genügen. Auf der
    Verarbeitungsseite könnten dazu Prozeß- und Befehlssteuerung, Sensoren, Werkstoff-
    technik, Geräteentwurf und -fertigung sowie Umweltüberwachung gehören. Die Ver-
    besserung von Präzisionsmaschinen, flexiblen Fertigungssytemen, Werkstoffverarbei-
 ---pagebreak---   t.unn und Masxhinen für neue Werkstoffe und neue Anwendungen ist neben der
  Weiterentwicklung der Fertigungsplanung und -organisation ebenfalls von Bedeutung.
             DURCHFÜHRUNG
  Das Programm w i r d mit Hilfe von Forschungsprojekten, konzentrierten Aktionen und
  flankierenden Maßnahmen durchgeführt.
  1.         FuE-Projekte und konzentrierte         Aktionen
  Mit Ausnahme der flankierenden Maßnahmen werden die Forschungsaufgaben durch
  Verträge auf Kostenteilungsbasis und konzentrierte Aktionen realisiert. Der für diese
 Vorhaben vorläufig veranschlagte Haushalt für den Zeitraum des Programms beträgt:
 Rohstoffe und Wiederverwertung - 80 Mio. ECU; Werkstoffe - 228,8 Mio. ECU; Entwurf
 und Fertigung - 301,5 Mio. ECU; Luftfahrt (über 3 Jahre) - 53 Mio. ECU.
 Für Projekte mit Kostenteilung beträgt die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft in
 der Regel nicht mehr als 50 % der Gesamtkosten. Universitäten und andere Forschungs-
 zentren, die sich an Projekten auf Kostenteilungsbasis beteiligen, können für jedes
 Vorhaben eine Finanzierung von 50 % der Gesamtausgaben oder von 100 % der
 zusätzlichen Grenzkosten beantragen. Projekte auf Kostenteilüngsbasis beinhalten die
 folgenden Aktivitäten:
 Industrielle Forschungsprojekte haben einen Mindestumfang von zehn Mannjahren und
 eine Laufzeit von ungefähr drei Jahren. Mindestens zwei Industriepartner aus verschie-
 denen Mitgliedstaaten nehmen an ihnen teil. Die Gesamtkosten müssen sich in den
 Bereichen 1 und 2 zwischen 1 und 5 Mio. ECU bewegen (im Bereich 3 sollten sie im
 Normalfall zwischen 3 und 5 Mio. ECU liegen).
 Projekte der zielorientierten Grundlagenforschung, die im Vorfeld der industriellen
Forschung stattfinden und industrielle Befürwortung benötigen, haben einen
Mindestumfang von zehn Mannjahren und 0,5 bis 1 Mio. ECU, eine Laufzeit von zwei bis
vier Jahren und schließen mindestens zwei Organisationen aus verschiedenen Mitglied-
staaten ein.
Bei Vorschlägen, die aufgrund ihrer A r t , Durchführungsmittel oder Dringlichkeit einen
wichtigen Beitrag zur Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundla-
gen der europäischen Industrie und dadurch der Entwicklung ihrer internationalen
Wettbewerbsfähigkeit leisten, behält sich die Kommission die Möglichkeit vor, diese
vorbehaltlich des Ausnahmeverfahrens gemäß Artikel 7 des Beschlusses des Rates zu
berücksichtigen.
Kooperative Forschungsvorhaben wenden sich insbesondere an kleine und mittlere
Unternehmen, die nicht über eigene Forschungseinrichtungen verfügen, um gemeinsame
technische Probleme lösen zu können. Zur Durchführung der Forschungsvorhaben werden
eine oder mehrere externe Organisationen (Forschungsgemeinschaften, Universitäten
oder Unternehmen) benannt. Bis zu 50 % der Forschungskosten dieser Vorhaben -
Gesamtkosten bis zu 1 Mio. ECU - werden für einen Zeitraum von normalerweise
höchstens zwei Jahren abgedeckt. Die Vorschläge müssen von Unternehmen gemacht
werden, die sich an der Planung und Leitung der Forschung sowie an der Umsetzung der
Ergebnisse beteiligen.
 ---pagebreak---   Gegenstand der konzertierten Aktionen ist die Koordinierung der einzelnen, in den Mit-
  gliedstaaten durchgeführten Forschungsarbeiten in bestimmten Bereichen durch die
  Kommission. Die Kostenbeteiligung kann bis zu 100 % der Koordinierungskosten
  betragen (Reisen, Workshops, Veröffentlichungen), übersteigt jedoch normalerweise
  nicht den Betrag von 0,4 Mio. ECU über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren.
 2.          Flankierende Maßnahmen
 Die flankierenden Maßnahmen sollen die Effektivität des Programms insbesondere durch
 die Verbesserung von dessen Zugänglichkeit und Auswirkungen steigern. Sie bauen auf
 den innerhalb der Projekte "BRITE/EUR AM" und "Rohstoffe und Wiederverwertung"
 gewonnenen Erfahrungen auf. Es wird erwartet, daß Innerhalb des Programms neue Ideen
 entstehen. Die flankierenden Maßnahmen sollen während der gesamten Dauer des
 Programms durchgeführt werden.
 Die Arbeit wird ausgeführt in Form von:
 - Durchführbarkeitsstudien für KMU, deren Schwerpunkt in der Fertigung und
 Verarbeitung liegt, in Höhe von bis zu 30 000 ECU oder 75 % der Kosten für
 Forschungsarbeiten von neunmonatiger Dauer zur Feststellung der Realisierbarkeit
einerneuen Vorrichtung bzw. eines innovativen Konzepts oder Verfahrens. Das
allgemeine Ziel liegt darin, den KMU bei kooperativen Forschungsvorhaben die Teil-
nahme zu erleichtern.
- Spezifischen, multidisziplinären Schulungen, die die Bedeutung der Fortbildung
innerhalb des Projekts berücksichtigen und insbesondere die Forschungsaktivitäten mit
anderen industriellen Funktionen hinsichtlich Verwertung, Weitergabe von Ergebnissen,
Regelwerke und Normen, industriellen Eigentumsrechten etc. verbinden;
- speziellen Lehrgängen, die für die effektive Anwendung der entwickelten Technologien
erforderlich sind sowie Forschungsstipendien mit Schwerpunkt auf den technischen
Gebieten des Programms.
- Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Konferenzen;
-Tagungen von Ad-hoc-Expertengruppen (z.B. zur Vorbereitung von Richtlinien und
Normen, sowie zu Themen wie Werkstoffdatenbanken, neue Technologien und Definition
von Forschungsprioritäten)
- Studienverträgen;
- einem System zum Informationsaustausch sowie durch
- Förderung der Nutzung von Ergebnissen und
- unabhängiger Bewertung der wissenschaftlichen und strategischen Aspekte des Pro-
gramms.
Der veranschlagte Bedarf an Mitteln für diese flankierenden Maßnahmen beträgt 20 Mio,
ECU, wobei 2 % des Gesamtbudgets den Fortbildungsmaßnahmen zugeordnet werden.
Zeitplan
Der Zeitplan für die Aktivitäten ist zusammen mit dem vorläufigen Etat für Verträge in
der folgenden Tabelle dargestellt.
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Aktivität            Vorläufiger Etat in    Bereiche    Aufruf              Frist       Prüfung und Auswahl   Voraussichtlicher
                      Mio. Ecu für Verträge                                             der Vorschlage        Vertrags beginn
Industrielle
                                                1,2,3*  Juli 9 1 *      Mitte Febr 92*    März/April 9 2 *     0kt92<
Forschungsaufgaben            266
                                                 1,2,3*
Grundlagenforschung           33,5
                                                 1,2,3*
Konzertierte Aktionen           3
                                                                                                                                No
Industrielle
                                                 1,2     Juli 92*        Mitte Febr 93*      März/April 9 3 *   Nov. 93
Forschungsaufgabe             221
                                                 1,2
Grundlagenforschung           28,5
                                                 1,2
Konzertierte Aktionen          3
Kooperative
Forschungsaufgaben            57                 1,2     Kontinuierlich                       ab Dez 91          ab Sept 92
 Durchführbarkeitsprämien      5                 1,2    bis Febr 93 mit                        ab Dez 91         ab Febr 92
 Geplante Schulung             11               1,2,3    2maligem Auswahl-
                                                          verfahren
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                          KOM(91)361 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                        15 04
                                 Katalognummer : CB-CO-91-441-DE-C
                                                           ISBN 92-77-76372-8
Amt for amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
Lr29S5 Luxemburg