CELEX: 32001R0715
Language: de
Date: 2001-04-10 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 715/2001 der Kommission vom 10. April 2001 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 456/2001 mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Kabeljaubestands westlich von Schottland (ICES-Gebiet VIa) und Vorschriften zur Überwachung der dort tätigen Fischereifahrzeuge

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32001R0715

Verordnung (EG) Nr. 715/2001 der Kommission vom 10. April 2001 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 456/2001 mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Kabeljaubestands westlich von Schottland (ICES-Gebiet VIa) und Vorschriften zur Überwachung der dort tätigen Fischereifahrzeuge  

Amtsblatt Nr. L 100 vom 11/04/2001 S. 0007 - 0008

Verordnung (EG) Nr. 715/2001 der Kommissionvom 10. April 2001zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 456/2001 mit Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands westlich von Schottland (ICES-Gebiet VIa) und Vorschriften zur Überwachung der dort tätigen FischereifahrzeugeDIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 des Rates vom 20. Dezember 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Fischerei und die Aquakultur(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1181/98(2), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 1,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 456/2001(3) hat die Kommission Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands westlich von Schottland (ICES-Gebiet VIa) und Vorschriften zur Überwachung der dort tätigen Fischereifahrzeuge erlassen.(2) Um die Durchführung der Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands zu gewährleisten, müssen an Bord der Fischereifahrzeuge, die abweichend vom allgemeinen Verbot in dem errichteten Schongebiet Fischfang betreiben, für eine Mindestanzahl von Fangreisen Beobachter gestellt werden.(3) Zur Vergewisserung, dass die Fischerei auf pelagische Arten und Sandaal den Kabeljaubestand nicht gefährdet, sollten Beobachter nicht nur an Bord von Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft gestellt werden, sondern auch an Bord von Drittlandschiffen, die diese Arten innerhalb des Schongebiets in Gemeinschaftsgewässern befischen -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Die Verordnung (EG) Nr. 456/2001 wird wie folgt geändert:1. Nach Artikel 3 wird folgender Artikel 3a eingefügt: "Artikel 3a(1) An Bord von Drittlandschiffen werden auf bis zu 20 Fangreisen, die unter den Bedingungen von Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a) Ziffer ii) in Gemeinschaftsgewässern in dem in Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a) genannten Gebiet unternommen werden, Beobachter der Gemeinschaft gestellt. Die Gemeinschaftsbeobachter sammeln die in Artikel 3 Absatz 2 genannten Informationen.(2) Die Kommission bestimmt, welche Drittlandschiffe, die Fangtätigkeiten unter den Bedingungen von Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a) Ziffer ii) ausüben wollen, einen Gemeinschaftsbeobachter an Bord nehmen sollen. Die Kapitäne von Drittlandschiffen oder ihre Vertreter setzen die Kommission zu diesem Zweck mindestens fünf Arbeitstage vor dem Tag, an dem die geplanten Tätigkeiten aufgenommen werden sollen, von dieser Absicht in Kenntnis. Anzugeben sind hierbei der Schiffsname, das Rufzeichen und gegebenenfalls Telefon- und Faxnummer des Schiffes, der Name des Kapitäns, seine Anschrift und Telefon- und Faxnummer oder Name und Anschrift, Telefon- und Faxnummer seines Vertreters sowie das geschätzte Datum, an dem die Fangtätigkeiten aufgenommen werden.(3) Wurde ein Drittlandschiff ausgewählt, einen Beobachter an Bord zu nehmen, so teilt die Kommission dem Kapitän dieses Schiffes oder seinem Vertreter mindestens 72 Stunden nach Eingang der Angaben gemäß Absatz 2 den Hafen und die Uhrzeit mit, wo und wann der Gemeinschaftsbeobachter an Bord zu nehmen ist.(4) Es ist verboten, in dem in Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a) festgelegten Gebiet Fischfang zu betreiben, wenn der Kapitän eines Drittlandschiffs oder sein Vertreter den Auflagen nach den Absätzen 2 und 3 nicht nachkommt.(5) Kapitäne von Drittlandschiffen mit Gemeinschaftsbeobachtern an Bord teilen der Kommission mindestens einen Arbeitstag im Voraus den Tag mit, an dem das Schiff seine Fangtätigkeiten gemäß Absatz 1 einstellt. Anzugeben sind hierbei der Name und das Rufzeichen des Schiffes, der Name des Kapitäns, die geografische Position des Schiffes und der Hafen, in dem die Anlandung erfolgen soll.(6) Die Kommission teilt dem Kapitän unverzüglich mit, wo und wie der Gemeinschaftsbeobachter von Bord gehen wird.(7) Der Kapitän eines Drittlandschiffs, das einen Gemeinschaftsbeobachter an Bord nehmen soll, bemüht sich nachhaltig darum, das An- und Vonbordgehen des Beobachters zu erleichtern und dem Beobachter eine angemessene Unterbringung und angemessene Arbeitsbedingungen zu garantieren.(8) Die Kommission leitet die Angaben gemäß den Absätzen 1 und 2 unverzüglich an die Mitgliedstaaten weiter."2. In Artikel 5 wird folgender Absatz angefügt: "(2) Die Kommission erstellt bis spätestens 1. Juni einen umfassenden Bericht über die Tätigkeiten und Feststellungen der auf Drittlandschiffe gestellten Gemeinschaftsbeobachter."3. In Artikel 6 Absatz 2 wird nach dem ersten Unterabsatz folgender Unterabsatz angefügt: "Kapitäne von Drittlandschiffen dagegen übermitteln besagte Meldung per Fax, Funk oder Fernschreiben an die Kommission."Artikel 2Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Brüssel, den 10. April 2001Für die KommissionFranz FischlerMitglied der Kommission(1) ABl. L 389 vom 31.12.1992, S. 1.(2) ABl. L 164 vom 9.6.1998, S. 1.(3) ABl. L 65 vom 7.3.2001, S. 13.