CELEX: 51974PC1871
Language: de
Date: 1974-11-19
Title: Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Alkoholometer und Aräometer für Alkohol sowie über alkoholometrische Tafeln (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (74) 1871
Vol. 1974/0296
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT
                                              KOM(74)1871 endg.
                                              Brüssel , den 19 » November 4974
                              Vorschlag einer
                           RICHTLINIE DES RATES
             zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
             staaten über Alkoholometer und Aräometer für Alkohol
             sowie über alkoholometrische Tafeln
                  (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KCM74) 1371 endg.
 ---pagebreak---                                                                jJ / HL
                              ^ÉGEuHDUIïGr
Diese Richtlinie ergeht in Anwendung von Artikel 100 des Vertrages zur Gründung1
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft . Sie fügt sich ein in den Ralunen der
Massnahmen zur Bezeitigung der technischen Handelshemmnisse und rmns in enger '
Verbindung mit der Richtlinie des Rate3 vom 26» Juli 1971 zur Angi$ichung der
Rechtsvorschriften dar Ilitgliedstaaten "betreffend gemeinsame Vorschriften über
Messgeräte sowie über Hess- und Prüfverfahren gesehen werden.
Ziel der Richtlinie ist die Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschrifte:)
über die Definition des Alkoholtiters von Alkohol -Wasser-Gemischen sowie Alkohol .,
deren Anzeigen zur Bestimmung der fraglichen Titer dienen .
Obgleich eines der Ergebnisse dieser Richtlinie der freie Verkehr mit den genah-
ten Messgeräten ist , ist ihr Handel nicht dergestalt , dass er für sich allein
die Ausarbeitving .einer Richtlinie und die vom Rat in seiner Entschli essung vo'u
19 « Dezember 1973 über die Industriepolitik von der Kommission verlangte Priori
bei der Zuleitung des entsprechenden Vorschlages rechtfertigen kann . Die Ver­
abschiedung dieser Richtlinie soll es vor allen ermöglichen , alle Missverständ­
nisse auszuräumen , die sich im Handel mit Alkohol , - leinen , Spirituosen , usw .
bezüglich der Bestimmung des Alkoholtiters dieser Gemische ergeben kennen .
Die Ausarbeitung einer solchen Richtlinie wurde daher nicht nur in Dringlich-
keitsantr2gen mehrerer Hitgliedstaaten , sondern auch innerhalb der Kommissions--
dienststellen von der Generaldirakt ion Landwirtschaft und von der Generaldirek ¬
tion Finanninstitute und Steuerfragen gefordert .
 ---pagebreak---                                        - 2 -
Derzeit sind die einschlägigen Vorschriften von Land zu Land verschieden . Die
verwohnet en alkoholmetrischen Tafeln stützen sich selbst innerhalb der Gerne ir-
schaft auf Messungen verschiedener Autoren und auch auf eine unterschiedliche
Behandlung dieser Messung®!, was zu einer gewissen Verwirrung und zu einer deut ¬
lichen Gefahr von Streitigkeiten führt . So beziehen sich die französischen
Tafeln beispielsweise auf die Kessungen von Ga.y-Lussac ( 1324 ), obwohl eine
Uberarbeitete Ausgabe seit I884 gültig ist .
In Deutschland berechnete die Reichsanstalt für Masse und Gewichte nach den
Arbeiten von Handel eer und ihren eigenen Messungen eine Tafel ( die im übrigen
nicht mit den sowjetischen Tafeln übereinstimmt , die ebenfalls nach den Arbei­
ten von Mendeleer berechnet wurden). Das Bundesmonopoiamt der Bundesrepublik
                                                                           «A.
Deutschland erstellte nach der Tafel aer Reichsanstalt für Masse und Gewichte
praktische Tafeln , verwendet aberebnoben eine Tafel , die sich an die Arbeiten
von 0 . Reichard anlehnt . Die deutsche Sprituosenindustrie benutzt ausserdem
eine Volumenkonzentrationstafel , die auf die Arbeiten von Tralles zurückgeht
und von der Reichsanstalt für Masse und Gewichte überarbeitet wurde .
Im Vereinigten Königreich werden gewöhnlich Sikel-Alkoholometer verwendet , dis
sich bezüglich ihres Baus und ihrer Verwendung erheblich von den in den übri­
gen Ländern verwendeten Alkoholometern aus Glas unterscheiden.
Ferner unterscheiden sich viele Tafeln durch die gewählte Bezugstemperat^r
( l5 °c , 15,556°C , 17,5°C , 20°c ) und durch den erfassten Temperaturbereich .
                                       (
Ähnlich war die Verwirrung ausserhalb der Gemeinschaft , weshalb die Inter­
nationale Organisation für gesetzliches Messwesen (OIUL ) dar.it beauftragt wur­
de , die Messung des Alkoholtiters zu vereinheitlichen. Das Ergebnis dieser
Arbeiten (die hinsichtlich der Geräte praktisch schon beendet sind und hin­
sichtlich der Definition des Alkoholtiters im Jahre 1973 abgeschlossen , von
der OIML jedoch nicht nicht offiziell« bestätigt wurden) liegt diesem Richt-
li&ienvorschlag zugrunde .
Die von der Kommission zu einer Arbeitsgruppe zusammengerufenen
Sachverständigen waren einhellig der Ansicht , dass die Kommission die beste
Arbeitsgrundlage gewählt hatte . Ausserdem Messen sie fast den ganzen Text-
vorschlag , der sich vreit estmöglich an die entsprechenden Empfehlungen der OIML
hält , einstimmig gut .
 ---pagebreak---                                        - 3 -
Lediglich einige kleinere technische Fragen wurden von den anwesenden Sach­
verständigen nur mit sehr grosser Mehrheit gebilligt . Eine völlige Überein­
stimmung zwischen den Empfehlungen der CHiL und der Richtlinie des Rates war
indessen nicht mo'glich . Der ganze Teil über die Verwendung der Alkoholometer
und Aräometer , der sich auf die Laborpraxis besieht und im Text der OIML der
Gebrauchsanweisung für die Geräte entspricht , hatte in der Gemeinschaftsticht-
linie über den freien Verkehr mit diesen Geräten nichts zu suchenK Dagegen
konnte die Kennzeichnung der Geräte , mit dem Ziel , ihren freien Verkehr zu
ermöglichen , natürlich nur in der Geneinschafts rieht linie geregelt werden .
Abgesehen von diesen wenigen Fragen sowie der allgemeinen Gliederung und
sonstigen Einzelheiten von untergeordneter Bedeutung , entspricht der Text des
technischen Anhangs zur Richtlinie dem Te;:t d.er OIML-Empfehlungen .
Deshalb wird die Verabschied-.tng dieser Richtlinie zwar innerhalb der Gemein­
                         /
Schaft das Mindestmass an Ordnung herstellen , das unerla3slich ist , damit alko­
holhaltige Flüssigkeiten zum grö^möglichen ITutzen der Verbraucher frei verkeh­
ren können , ohne dass ihr Titer noch weiterhin zu Streitigkeiten oder Unklar­
heiten Anlass gibt , aber keine protektionistische Massnahme bilden , da sie mit
den Beschlüssen übereinstimmt , die in dem dafür am meisten geeigneten inter­
nationalen Rahmen gefasst wurden. Es ist nahesu - sicher , dass die betreffender.
Staaten früher oder später einer entsprechenden Regelung zustimmen werden. Err.
wäre wünschenswert , dass die Gemeinschaft , die vom inner- wie aussergemein-
schaftlicben Handel mit Erzeugnissen aus Alkohol stark berührt tfird , als einer
der ersten die diesbezüglichen internationalen Empfehlungen offiziell befolgt »
Anhörung des Europäischen Parlaments und des Wirt Schafts- und Sozial aus s chus s e r
Dio Stellungnahme dieser beiden Instanzen gemäss Artikel 100 Absatz 2 ist not­
wendig, da die Inkraftsetzung dar in der Richtlinie enthaltenen Bestimmungen in
einigen Mitgliedstaaten eine Änderung ihrer Rechtsvorschriften erfordert .
 ---pagebreak---                      VORSCHLAG EIMER RICHTLINIE DES RATES
               zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
               Staaten über Alkoholometer und Aräometer für Alkohol
               souie Uber alkoholometrische Tafeln
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Komiaission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahne des Nirtschafts- und Sosialäus3chu.sses ,
in Erwägung nachtstehender Gründe :
In mehreren Mitgiieustaaten gibt es Rechtsvorschriften zur Definition des
Alkoholtiters eines Alkohol-Wasser-Genisches.    Diese Rechtsvorschriften sind
von Mitgliedstaat zu Hitgliedstaat verschieden und schaffen damit Hemmnisse
für den Handelsverkehr . Deswegen ist hier eine zu einer- gemeinsamen Definiti :>
führende Harmonisierung auf Gemeinschaftsebene nötig.
Die Definition , der Bau und die Verfahren zur Prüfung von Alkoholometern und
Aräometern für Alkohol sind durch zwingende Vorschriften geregelt , die von
Mirgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden sind und daher bei diesen Geräten
zu Henmnisscn für den Verkehr und den Handel innerhalb der Gemeinschaft führen
Deshalb sind diese Vorschriften anzugleichen .
Die Harmonisierung der Rechts- und Verhaltungsvorschriften für diese Geräte
ist ferner unerlässlich , un die Massnahmen zur Harmonisierung der gemeinsamen
Methode für die Bestimmung des Alkoholtiters entsprechend dem Ergebnis der vor
genommenen Kessungen zu ergänzen und hinsichtlich des Ergebnisses der vorge­
nommenen Messungen jegliche Unklarheit und jegliche Gefahr eines Streites zu
beseitigen«
 ---pagebreak---                                             - 2 -
     Durch die Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur Angl ei drang der Rechts-
     vorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vorschriften über Meß-
     geräte sowie über Mess- und Prüfverfahren ( l ) wurden die Verfahren der EWG-
     Batiart Zulassung und EWG-Ersteichung festgelegt . Gemäss dieser Richtlinie sind
     für Alkoholometer und Aräometer für Alkohol die technischen Vorschriften für
     die Ausführung und die Arbeitsweise festzulegen , denen diese Geräte genügen
     müssen , um ungehindert eingeführt , vertrieben und veiwendet worden zu können ,
     nachdem sie geprüft und nit den vorgesehenen Stempeln und Zeichen versehen
     worden sind .
     Für den Fall , dass die Lage dies ermöglicht , bestirnt die vorgenannte Richt­
     linie ausserdem , dass in den einzelnen Richtlinien festgelegt werden kann , zu
     welchem Zeitpunkt die Kitgliedst aat en die nationalen Vorschriften für Geräte
     gleicher Art wie diejenigen , die den GemeinschaftsVorschriften entsprechen ,
     abschaffen. Im vorliegenden Fall est es noch nicht möglich , diesen Zeitpunkt
     festzusetzen -
     HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSES! s                                         '     -
                                         Artikel 1
     Ziel dieser Richtlxnie est es :
     - die Art der Darstellung des Ath.ylalkoholgehalts ( A+"i ?no1gehalt s ) eines Alkoh
       Wasser-Gemisches , das Messverfahren zu seiner Erfassung und eine Formel für
       Aufstellung von Tafeln zur Bestimmung des Athylalkoholgehalts (..thano1gehalt
       aus der llessgrösse festzulegen ;.
     - die Spezifikationen für Alkoholometer und Alkohol-Aräometer zur Bestimmung d
       Alkoholtiters von A'thanol-Wasser-Gemischen festzulegen .
( l ) AB1 . JTr. L 202 vora 6.9.1971 » 3
 ---pagebreak---                                   Artikel 2
Der Alkoholtiter eines Alkohol-Was s e r-G emis ehes wird durch Messungen mit EWG-
Alkoholcoetern oder EWG-ArTometern für Alkohol bestimmt , wobei die ai'iliaxii der
Formel in Anhang I aufgestellten alkoholomotrischen Tafeln verwendet werden.
                                  Artikel 3
Die Alkoholometer und Aräometer für Alkohol , Vielehe die EWG-Stempel und -Zeichen
erhalten können , sind in Anhnag II beschrieben .
Sie sind Gegenstand einer EWG-Bauart Zulassung und werden der EWC-Ersteichung
unterzogen .
                                  Artikel 4
Die Mitgliedstaaten können das Inverkehrbringen und die Inbetriebnahme von
Alkoholometern und Aräometern für Alkohol , die mit den EWG-Stenp£ln und -Zeichen
versehen sind , nicht verweigern , untersagen oder einschränken.
                                   A rtikel 5
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
    schriften in Kraft , um dieser Richtlinie binnen 18 LI0nat en nach ihrer
    Bekanntgabe nachzukommen , und unterrichten die Kommission unverzüglich hier-'T
2 . Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge , dass der Kommission der Wortlaut der
    innnerstaatlichen Rechtsvorsshriften übermittelt wird , die sie auf dem von
    dieser Richtlinie erfassten Gebiet erlassen .
                                   Artikel 5
Diese Richtlinie ist an alle Kitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                                              ANEBXE I
                                         ALKOHOLTITER
1 , DErTlTTTIOIT
    Der in einer v/v-Relation ausgedruckter Alkoholtiter eines Alkohol-Wasser-
    Gemisches ist das Verhältnis des in diesem Gemisch enthaltenen Alkoholvolumcnc
    "bei einer Temperatur von 20°C zum Gesamtvolumen dieses Gemisches bei dersei 'r.vr
    Temperatiir .
    Der in einer m/m-Relation ausgedrückte Allcoholtiter eines A1kcho1-Was ser-
    Gemiiches ist das Verhältnis der in diesem Gemisch enthaltenen Alkoholmasse
     zur Gesamtmasse dieses Genisches .
2 . AITGA3E DER ALKOHOLTITER
    Die Allcoholtiter werdeil in den Teilen Alkohol - bezogen auf 100 Teile Gemisch -
    ausgedrückt .
    Ihre S^mhole sind :
     "Volumenprozentwerte : v-/o" für die Volumenrelation
     "Hassenprozentwerte : m-fo" für die Massenrelation.
3 . BESTH'®roSTG DES ALKOHOLTI TERS
    Zur Ermittlung des Alkoholgehalts sind
    - die Anzeigen des Alkoholometers oder des Aräometers abzulesen oder das
       Pyknometer zu wägen und
    - die Temperatur des Gemisches zu messen .
    Die Ergebnisse Vierden aus den internationel alkoholometrischon Tafeln abge­
    lesen .
4 . FORKE L   für die Berechnung der alkoholometrischon Tafeln für Athylalkohol-
              I"Jas s e r-G emi s che
    Die in Kilogramm je Kubikmeter (lcg/m^) ausgedrückte spezifische Masse " ^ "
     eines Atiiylalkoho 1 -Was s e r-Gemi s ches bei der in Grad Celsius ausgedrückten
    Temperatur t erhält man durch folgende Formel aus :
    - der durch eine Dezinalzahl ausgedrückten Massenrelation p (*)
    - der in Grcd Celsius ausgedrückten Temperatur t (E.I.P S T. 68 )
    - den nachstehenden Koeffizienten .
    Die Formel gilt für Tenroeraturen zwischen - 20°C und + 40°C .
  (*) Beispiel :         Für einen Has sentit er von 12 %:  p » 0.12 .
 ---pagebreak---                                                                                                             Anhang I -            S. 2
                                           il , . •
                                                        '':N . v : ** '*' '              W. -". -'
                                                    12
              " ··' ' Α. *■ ΣÎ                             ....
                                                                Α . ί-"-1 + Σ ' Β .
                                                                     k       -       ■ • .                    ... – k
       ,. ' ν                »     .                   ....                 ,                                   ·       »»
           <    φ  ■·
                      ·*'·< -··.· ■. ·*.*
                                       ■ ·' . 1ί = 2        *
                                                                ■  ·    /■':'■'··
                                                                          ,*      *
                                                                                     .. . .ι ]ζ
                                                                                             *
                                                                                                   – 1■ · · · ..■ -       · , ■
                                                                                                                                ·
 ' f!;.V                                ;'V V.V n . ;                            : '.V '■■T'                 ^
                                    »;* · ' ? ' .
                                                                              (7                   pk (/ – 20°C)i.
                                                                           . -        i,k                   ■
              'r
                           i' .*;••{,> .* i – 1 . k = 1
Λ._
                                                                                                       η         β   • 5
                                                                                                       m.        = ■  11
                                                                                                                      10
                                                                                                         2 ^
                                                                                                       m,        «     9
                                                                                                       τη „      β     4
                                                                                                         4
                                                                                                       m_       b      2
                                                                                                         5
                                                                                                                  \
 ---pagebreak---                                                                               KOEFFIZIENTEN
                                                                                 DER FORMEL                                                                         Anhang I - S
                    . •          «■
                                            .                                                                                                  . Bk
                 ■.·..· ν·1             ■· 9,982 012 300 * ΙΟ1                    •. '                             – 2,061 851 3                • 10 "*  kg/fm'-'C)
                                2    ' - 1.929 769 495 - 101                      :                                      s.268 254 2            • io-j   kg/(mj • -c1)
                                3· '          3.891 238 958· ΙΟ1                      :                          : 3,613 001 3                  - IO" 5  kg/(m, - °C3)
• .                             4*      – 1,668     103 923 - ΙΟ1                             •;                         3,895 770 2            • 10 "T  kg/(mJ - °C4)
                                5          . 1,352  215 441 • 104                                                    . 7,169 354 0              - 10 - ' kg/Cm'-'C5)
                            ; 6         – 8,829     278 388 • 10*.                  :•'                            – 9.973 923 1 • 10*" kg/(mJ - 'C*)
                    ••• • 7                   3,062 874 042-10'
^•.^>^'•8 • – 6,138381 234 • 105
                                9             7,470 172 998 • 10J
                                                                                                                                                                    •;
                             10       – 5,478 461 354-10'
                       . 11                   2,234 460 334-10'
          ' Y - •' . 12                 – 3,903 285 426 • 104
               'V         f »• •                                                  ■                          tf' }♦ ft •                ■' «* *
                                                                                      1 '• * .t . V "* * •*' '' I '       •
                • 1; 7
               •
                         * •/
                        ν·      .
                                                    c,
                                                     ^ l.k                              •:     ;  »• .♦    •          •                    • ^ 2,k
                                                                                                                                                                  *    "v ** fc
    - •     *.-■ ■          » •   ;
                                       ;        . kg/Cm1 - e C)             "                                           v . . kg/(mJ - °C1)
                                          . 1,693 443 461 530 087 • 10' *                                          – 1,193 013 005 057 010 • 10 "*
                                       – 1,046 914 743 455 169 - 10'                                                     2,517 399 633 803 461 • 10 " 1
                                      ' 7,196 353 469 546 523 - 10' .                                   •         – 2,170 575 700 536 993
     ··' /• V.·· ·'.· 4                – 7,047 478 054 272 792 - 10*                                                . 1,353 034 988 843 029 - 10'
                          .-s               3^924 090 430 035 045-10'                                             – 5,029 988 758 547 014 • 10'
        •                  . 6        – 1.210 164 659 068 747 - 104                                            ' '       1,096 355 666 577 570 - 10'
                                       • 2,2.48 646 550 400 788 ' 104 ~                                           – 1,422 753 946 421 155 - 10'
            rri - • 8 '               – 2,605 562 982 188 164-1 o4                                                       1,080 435 942 856 230-10'
    ... •r< '                 9             1 ,852 373 922 069 467 • 104                                      • – 4,414 153 236 817 392-10'
          ï.' -.>-'10      10         – 7,420 201 433 430 137 • 10»                                                      7,442971530 188 783
   : •••• 'A:              11               1,285 617 841 998 974 • 10J
                                                                                                                            ..· , ·■> .
                                                                                                                            . *.  •' K •*
    k . 7 7 V3.k
                                     'C                       ■                                   ^ 4,i ■                             VZ'X.■y.' -; <- 5.k * -
                                                                                                                                                                                  \ ■
                                                                                                                                                                                        . ι   .·
   • • ;                            kg/Cm' - 'C3)                                          jkg/(m' -"C4)                                            "•> kg/(m> •• C')
    2 – 6,802-995 733 503 803 - 10'4                                          4,075 376 675 622 027*- IO'4                                    – 2^788 074 354 782 409 • 10"'
   2                   . 1,876 837 790 289 664 • IO"1 . - 8,763 058 573 471 110-10**                                                               1345612 883 493 354 - 10"'
   3 - – 2,002 561 813 734 156 - IO*1 ' 6,515 031 360 099 368 • IO"4                                                                                       . .
   4                   J ,022 992 966 719 220                            – 1.515
                                                                         –    1.515 784 784 836   836 987  987 2ΐο· 210 • ίο**   10** ' <« ·* . '· ' •: '! 7 : V:?""'' • ; V'7 * ·. .]
   5- .– 2,895696483 903 638 ' '                                                :.. •                       . *                   ■ " -7'                V.         ".:Vi ■.
   6                     4,810 060 584 300 675                  '
  7* • – 4,672 147 440 794 683
   8                     2,458 043 J 05 903 461
 9• .                    5,41 1 227 621 436 812 ■ ÏO"1* *                   *  •».. » <                    I.                                              . •                     * m'
                                                                                                                                                                                            ** *-*
                                                    > · '· >ίΛ· ·.*'.· ν ·ν                               ·, '■ '·· . ξ·' :. ι·4 · ·Λ . ·"                                   ;  '* ··;.·!        *
 ---pagebreak---                                        ABHAUa II
                          AIKPHOLOIiETER UITD AR&OMETBR FUR ALKOHOL
 DEFINITION DER GER/lTE
 1.1 . Alkoholometer sind. Gerate aus Glas , die den Alkoholtiter
         - entweder in einer rc/m-Relation, d.h . in m-fo,
         - cder in einer v/v-Relation, d.h. in v-°/o
         anheben .
         Je nach der verwendeten Messgrösse werden Massen- oder Volumen-Alkoholo-
         me t er unterschieden .
         Aräometer für Alkohol sind Geräte aus Glas , die d.azu bestimmt sind , die
         spezifische Masse in Kilogramm je Kubikmeter eines Alkohol-Na"ser-Gemiso'
         anzugehen .
 1.2 . Entsprechend den Werten in den von der Internationalen Organisation für
         gesetzliches Messwesen veröffentlichten internationalen alkoholonetrischt
         Tafeln ist die Skalenteilung der von dieser Richtlinie erfassten Geräte
         auf eine Temperatur von 20° G "bezogen .
 1.3 . Sie sind mit einer Skalenteilung für Ablesungen in der Ebene der freien
         Oberfläche der Flüssigkeit versehen .
■BESCHE5IFJN"G DEE GERaTE
 2.1 . Alkoholometer und Aräometer für Alkohol sind Geräte aus Glas mit :
         – einem zylindrischen Körper , der an seinem unteren Ende zur Abweisung v;
           Luftblasen konisch oder halbkugelig ausgebildet ist ;
         - einem zylindrischen Hohlstengel , der mit dem Oberteil des Körpers ver-
            schweisst ist . ' Das obere Ends des Stengels ist geschlossen .
 2.2 . Die Ausnenfläche des ganzen Geräts wird durch eine auf die Hauptachse
         bezogene Drehfläche dargestellt .                                      •
     ■ . Der Querschnitt darf keine Unstetigkeitsstellen aufweisen .
 2.3 . Der Unterteil des Körpers            alt das Beschwerungsniittel zur Einstellung
         der Masse des Aräometers .
 2.4 . Der Stengel enthält eine Skala auf einer zylindrischen Unterlage , die im
         Innern des Stengels unverrückbar befestigt ist .
 ---pagebreak---                                                - 2 -
3 . KEGELJT FUR DIE HERSTELLUFG
     3.1 « Das für die Herstellung der Ceräte verwendete Glas muss transparent urv?,
          frei von die Ablesung behindernden Fehlern sein .
          Der räumliche Wärmeausdehnungskoeffizient mus (25 i 2) 10~^°C""^ betragen
    3«2 , Das Beschwerungsmittel muss im Unterteil des Körpers festliegen.
          Wenn das Beschwerungsnittel ein Feststoff ist , muss sein Erweichungspunkt
          über 80°C liegen .
          Es dürfen keine freibeweglichen Stoffe in einem - anderen Teil des Geräts
          vorhanden sein .
    3.3 . Beim Schlämmen muss die Geräteachse nahezu senkrecht stehen .     Die hÖchs-'>
          zulässige Winkelabweichung zwischen der Geräteachse und einer Lotrechter,
          beträgt 1,5° .
4 . SKALA
    4.1 » Das Gerät enthält nur eine Skala .
    4.2 , Die Unterlage für die Skalenteilung und Beschriftung rauss eine glatte , n-
          glänzende Oberfläche aufweisen .
          Diese Unterlage muss im Stengel unverrückbar festliegen . Jede Verschieb'
          der Skala oder ihrer Unterlage in bezug auf den Stengel ist durch eine g<
          eignete Vorrichtung anzuzeigen .
          Die Unterlage , die Skalenteilung und die Beschriftung dürfen nach einer ,
          Haltezeit von 24 Stunden bei einer Temperatur von 70°C keine Distorsion .
           Entfärbung oder Kartonisierung aufweisen.
    4.3 « Die Hessmarken werden durch Striche dargestellt , die
          - in einer zur Gerfiteachse senkrechten Ebene liegen ;
          - schwarz ( 4'r ) , eindeutig und . unverwischbar markiert sind ;
          - dünn , deutlich und mit einer gleichförmigen Strichstärke , die 0,2 mm
            nicht übersteigt , aufgezeichnet sind .
    4.4 » Die kurzen Striche der Skala müssen sich über mindestens ein Fünftel , die
          mittellangen Striche über mindestens ein Drittel und die langen Striche
          über mindestens die Hälfte des Stengelumfangs erstrecken.
    (*) Ausserhalb des Messbereichs können die Striche von anderer Farbe sein .
 ---pagebreak--- 4.5 * Der Messbereich der Alkoholometer erfasst einen Alkoholtiter von höh-
       stens 10 LJo ( in m/m oder in v/v).
      Die Skala ist in 0,1 % unterteilt .
       Jede Skala umfasst 5 "bis 10 Strichteilungen über den oberen und unteren
      Endwert ihres Messbereichs .
4.6. Der Ilessbereich der Aräometer für Alkohol beträgt höchstens 20 ks/v?*
      Die Skala ist in 0,2 kg/ n"^ unterteilt .
       Jede Skala umfasst 5 his 10 Strichteilungen über dem oberen und unteren
      Endwert ihres Messbereichs .., Die Skala geht jedoch nicht unbedingt weits :
      als bis zum I'. ert 1.000 kg/m .
EDITETLT.TMG ÜKD BEZIFFERUNG DER SKALA
5.1 . Auf den Alkoholometern ist jevreils eine Gruppe von 10 Kesseinheiten
      - gerechnet von einem Endrert des Messbereichs an - durch einen langen
      Strich dargestellt .
      Zwischen zwei aufeinanderfolgenden langen Strichen gibt es einen mitte."
      langen Strich und zwischen einem langen Strich und einem mittellangen
      Strich vier kurze Striche .
      Nur die langen Striche sind beziffert .
5.2 . Auf den Aräometern für Alkoho ". -&ird jede Gruppe von drei Masseinheiten
      - gerechnet von einen Endwert des Messbereichs an -      lurch einen langen
      Strich dargestellt .
      Zwischen zwei aufeinanderfolgenden langen Strichen gibt es vier kurze
      Striche .
      Beziffert sind die langen Striche , die eine Gruppe von fünf oder zehn
      liasseinheiten darstellen .
5.3 . Die Striche , die den Endwerten dos Ilessbereichs entsprechen , sind ganz zrx
      beziffern .
      Auf Aräometern für Alkohol können die übrigen Zahlen abgekürzt werden .
EINORDNUNG DER GERÄTE IM) MUPTABMESSUNGEN
6.1 . Die Geräte gehören einer der folgenden Genauigkeitsklassen an :
      - Klasse I : Die durchschnittliche Mindestlänge der Strichteilung beträgt
                     1,5 nm. Geräte dieser Klasse haben kein eingebautes Thermo­
                     meter .
      - ICLasse II : Die durchschnittliche Ilinuestlänge der Strichteilung beträgt
                      1,05 mm . Geräte dieser Klasse können ein eingebautes Thermo­
                     meter haben .
 ---pagebreak---                                            -A -
   6.2 , Der Aussendurchmesser der Körper beträgt 19 "bis 40 mm.
         Der Aussendurchmesser des Stengels muss "bei Geräten der Klasse I mindestens
         3 mm und bei Geräten der Klasse II mindestens 2,5 mm betragen. Der Ster,\ 3
         muss mindestens 15 mm über die höchste Hessmarke hinausragen.
         Der Querschnitt des Stengels muss auf einer Mindestlänge von 5 mm unterha" t
         der niedrigsten Kessmarke der Skala gleichförmig bleiben .
7.V ; lE ^CHPJ FTUNG
   7,1 . Innerhalb der Gerate sind folgende Beschriftungen lesbar und unverwischbar
         anzubringen :
         - Klasse I oder Klasse II
         - kg/    oder v-fo oder m-yl
         - 20°C
         - Äthanol
         - Name und Herstellerzeichen des Herstellers
         - Fabriknumraer des Geräts .
   7.2 . Die in Milligramm ausgedruckte Hasse des Geräts kann auf dem Körper frei­
         willig angegeben werden .
8.   PRÜFUNG UND HOCHSTZULÄSSIGER FEHLER
   8.1 . Der höchst zulässige Fehler für Alkoholometer und Alkohol-Aräometer wird
          - bei Geräten der Klasse I au^' * eine halbe Skalenteilung für jeden
            Messwert und
          - bei Gerat .in der Klasse II auf £ eine Skalenteilung für jeden Hesswert
            festgesetzt .
   8.2 . Die Prüfung erfolgt für mindestens drei Werte , die aus dem gesamten Mess-
         bereich der Skala ausgewählt werden.
9 * THERMOMETER , DIE BEI DER MESSUNG DES ALK0H0LTITER3 VERWENDET WERDEN
   9.1 , Wenn ein zur Messung des Alkoholtiters dienendes Gerät zur Klasse I gehört p
         ist das verwendete Thermometer
         - ein Widerstands- oder Quecksilber-Glas-Themometer
         - mit einer Skalenteilung von 0.1°C oder 0,05°C zu versehen.
 ---pagebreak---                                                  - 5 -
         Der höchst zulässige Fehler "beträgt für alle Skalenwerte _ 0,05°C .
         Skalen von Que cks i Ibe r-ïher-rnomet e rn müssen den Hert 0°C enthalten.
    9.2 . Gehört das zur Messung des Alkoholtiters dienende Gerät zur Klasse II , so
          ist das verwendete Thermometer
          - ein Quecksilber-C las Thermometer mit einer von 0°G ausgehenden Skal ent ei lvjir{
          - mit einer Einteilung in C,1°G oder 0,2°C au versehen.
          Der hochstzulässige Fehler beträgt ;
          - bei Thermometern mit einer Eintcilimg in 0,1°C : + 0,1°C
          - bei Thermometern mit einer Einteilung in 0,2°C : + 0,15°C .
          Das Thermometer kann in das zur Messung des Alkoholtiters dienende Gerät
          eingebaut Bein .
10 . BMZEICHiîIMÏ
    Für den Stempel der EWG-Erstoichung ist auf der Ruckseite der Alkoholometer uno.
    Alkohol-Aräometer im oberen Drittel eine Stempelstelle freizulassen.
    Gemäss Punkt 3 »! . 1 . von Anhang II der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur
    Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinse Vor­
    schriften über Iiessgeräte souie über Mess- und Prüfverfahren ( 71/316/EWG ) und -:.•/• >-
    vreichend von der allgemeinen Regel unter Punkt 3 dieses Anhangs muss der ?tempo :
    der Ersteichung auf Grund der besonderen Auf Schriftserfordernisse für Glasgerat *s
    Reihe von Zeichen mit folgender Bedeutung umfassen :
    - ein kleines " e "
    - die beiden letzten Ziffern des Eichjahres
    - das Kennzeichen des Staates , in dem die Ersteichur-g vorgenommen wurde
    - erforderlichenfalls die Kennummer des Prüfamtes .
    Erfolgt die Aufschrift im Sandstrahlverfahren , so sind die Buchstaben und Ziffern
    so zu unterbrechen , dass ihre Lesbarkeit nicht beeinträchtigt wird »
    Beispiel :
      e 75 ^ 48 : Ersteichung im Jahre 1975 durch das Prüfamt Hr. 48 in Deutschland .