CELEX: 21983A0319(01)
Language: de
Date: 1983-03-15 00:00:00
Title: Übereinkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Norwegen und Schweden über die Regelung der Fischerei im Skagerrak und Kattegat für 1983

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21983A0319(01)

Übereinkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Norwegen und Schweden über die Regelung der Fischerei im Skagerrak und Kattegat für 1983  

Amtsblatt Nr. L 073 vom 19/03/1983 S. 0004

*****  VEREINBARTE NIEDERSCHRIFT  der Ergebnisse der Fischereiberatungen zwischen Norwegen, Schweden und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 14. Januar 1983 in Brüssel  1. Am 14. Januar 1983 trafen in Brüssel eine norwegische Delegation unter der Leitung von Herrn F. Bergesen, eine schwedische Delegation unter der Leitung von Herrn S. De Mare und eine Delegation der Gemeinschaft unter der Leitung von Herrn R. Simonnet zusammen, um über die Regelung der Fischerei im Skagerrak und Kattegat im Jahr 1983 zu beraten.  Die Sitzung in Brüssel, war die Fortsetzung der Zusammenkünfte in Göteborg und Brüssel.  2. Die Delegationsleiter unterzeichneten den beigefügten Entwurf eines Übereinkommens über die Regelung der Fischerei im Skagerrak und Kattegat für das Jahr 1983.  3. Die Delegationen kamen überein, bei den Beratungen über ein Übereinkommen für 1984 die Empfehlung des Beratenden Ausschusses für die Bewirtschaftung der Fischbestände (ACFM), die Mindestmaschenöffnung bei Schleppgeräten für den gezielten Heringsfang im ICES-Bereich IIIa auf 40 mm zu erhöhen, erneut zu prüfen. Im Laufe des Jahres 1983 werden Fischereifahrzeuge der drei Vertragsparteien Versuche über den Heringsfang mit Netzen mit einer Mindestmaschenöffnung von 40 mm durchführen. Bei den unter Nummer 4 genannten Beratungen können die vorläufigen Ergebnisse der Maschengrössen-Versuche und, sofern neue wissenschaftliche Empfehlungen des ICES vorliegen, auch der TAC für Hering erörtert werden.  4. Die Delegationen kamen überein, den ICES zu bitten, bis spätestens zum 31. Mai 1983 eine Empfehlung zu dem Sprottenbestand in den betreffenden Gebieten abzugeben. Falls neue Bestandserfassungen nach dem Echolotverfahren durchgeführt werden, wird der ICES aufgefordert, die Art und Weise, wie der Sprottenfang in dem betreffenden Gebiet in der Praxis geregelt wird, zu berücksichtigen.  Auf der Grundlage der wissenschaftlichen Empfehlung werden die Vertragsparteien spätestens am 15. Juni 1983 über die Festsetzung eines TAC für Sprotten für das gesamte Jahr 1983 beraten.  In Erwartung dieses Beschlusses kamen die Delegationen überein, für ihre Fischereitätigkeit bis zum 15. Juni 1983 folgende Hoechstmengen festzusetzen:  - 15 500 Tonnen für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft,  - 5 500 Tonnen für Schweden.  Die norwegische Fischereitätigkeit während des gleichen Zeitraums bleibt auf den herkömmlichen Umfang beschränkt. Die Fänge der einzelnen Vertragsparteien während dieses Zeitraums sind jeweils von ihrem Anteil am TAC 1983 in Abzug zu bringen.  5. Zusätzlich zu dem Fangmeldungssystem für Sprotten und Heringe gemäß Artikel 5 kamen die Delegationen überein, einander zweimonatlich die Heringsbeifänge bei der Sprottenfischerei zu übermitteln.  6. Die Delegationen vereinbarten, den ICES um eine Stellungnahme zu der Frage zu ersuchen, ob Schweden über einen getrennten Küstenbestand an Kabeljau verfügt, und bejahendenfalls darum zu bitten, eine Empfehlung für die Bewirtschaftung dieses Bestandes abzugeben. Die Delegationen kamen ferner überein, den ICES um eine Stellungnahme zur Lage des Garnelenbestands im Kattegat zu bitten.  7. Die Delegationen waren sich darin einig, daß die ausgehandelten Quotenvereinbarungen eine Ad-hoc-Lösung darstellen und künftige Fischereivereinbarungen zwischen den Vertragsparteien unberührt lassen.  8. Die Delegationen stimmten darin überein, daß das Übereinkommen, um voll wirksam zu sein, von allen Vertragsparteien spätestens ab 31. März 1983 anzuwenden ist.  Brüssel, den 14. Januar 1983  R. SIMONNET F. BERGESEN S. DE MARE  ÜBEREINKOMMEN  zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Norwegen und Schweden über die Regelung der Fischerei im Skagerrak und Kattegat für 1983  DIE EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT (im folgenden »Gemeinschaft" genannt),  DIE REGIERUNG NORWEGENS,  DIE REGIERUNG SCHWEDENS,  IM HINBLICK auf das Übereinkommen zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden vom 19. Dezember 1966 über den gegenseitigen Zugang zum Fischfang im Skagerrak und Kattegat,  IM HINBLICK auf das Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Norwegen vom 27. Februar 1980,  IM HINBLICK auf das Fischereibabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Schweden vom 21. März 1977,  IN ANBETRACHT ihres gemeinsamen Wunsches, die Erhaltung und rationelle Bewirtschaftung der Fischbestände im Skagerrak und Kattegat zu gewährleisten -  SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:  Artikel 1  Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 1983 wird der Fang der nachstehenden Arten im Skagerrak und Kattegat wie folgt beschränkt (metrische Tonnen Frischgewicht, unausgenommen):  1.2.3.4.5.6 //   //   //   //   //   //   // Art  // Gebiet (1)  // TAC 1983 (in Tonnen)  // Zuteilung an Norwegen (in Tonnen)  // Zuteilung an Schweden (in Tonnen)  // Zuteilung an die EWG (in Tonnen)  //   //   //   //   //   //   // Kabeljau  // S  // 25 000  // 810 (2)  // 3 570  // 20 620  // Schellfisch  // S + K  // 9 500  // 400  // 900  // 8 200  // Wittling  // S + K  // 22 150  // 400  // 2 100  // 19 650  // Scholle  // S  // 10 000  // 200  // 400  // 9 400  // Hering  // S + K  // 58 800  // 7 250  // 24 990  // 26 290 (5)  // Makrele  // S + K  // -  // - (3)  // - (4)  // -  // Sprotte  // S + K  // -  // -  // -  // -  //   //   //  //   //   //  (1) Skagerrak (S): das in Artikel 1 des Übereinkommens vom 19. Dezember 1966 definierte Gebiet. Skagerrak und Kattegat (S + K): das in Artikel 1 des Übereinkommens vom 19. Dezember 1966 definierte Gebiet, ausgedehnt auf die südliche Grenze des Kattegat, die als gerade Linie von Hasenöre bis Gnibens spids, von Korshage bis Spodsbjerg und von Gilbjerg Hoved bis Kullen verlaufen soll.  (2) Diese Menge umfasst nicht die Fänge mit passiven Fanggeräten innerhalb der Basislinien.  (3) Ein Teil der norwegischen Quote in der Nordsee kann im Skagerrak durch Fahrzeuge bis zu 90 Fuß gefischt werden.  (4) Die schwedische Küstenfischerei nach Makrelen kann im gleichen Umfang wie 1981 fortgesetzt werden.  (5) Einschließlich Transfers von Norwegen und Schweden. Artikel 2  (1) Der gezielte Heringsfang im Skagerrak und Kattegat zu anderen Zwecken als für den Nahrungsverbrauch ist untersagt.  (2) Der gezielte Heringsfang im Skagerrak ist 1983 untersagt, ausgenommen während zwölf Wochen in der Zeit vom 1. Juni bis zum 24. September.  (3) Der gezielte Heringsfang im Kattegat ist in der Zeit vom 1. Mai bis zum 24. September 1983 untersagt, ausgenommen, während zwölf Wochen innerhalb dieser Zeit.  (4) Der gezielte Heringsfang während der in den Absätzen 2 und 3 genannten Zeiträume wird für eine Zeit von mindestens acht Woche im Skagerrak und Kattegat gleichzeitig betrieben.  (5) Der gezielte Heringsfang im Skagerrak und Kattekat innerhalb von zwei Seemeilen von den Basislinien durch Fahrzeuge bis zu 90 Fuß, die andere Fanggeräte als Schleppnetze verwenden, ist im gleichen Umfang wie in den voraufgehenden Jahren gestattet, um die herkömmliche Fischereistruktur aufrechtzuerhalten.  (6) Die Vertragsparteien unterrichten einander bis zum 15. Mai 1983 über die Durchführung der Absätze 2, 3 und 4.  Artikel 3  Die Verwendung von Schleppnetzen und Ringwaden für den Fang pelagischer Arten im Skagerrak ist von Samstag 24 Uhr bis Sonntag 24 Uhr untersagt.  Artikel 4  (1) Der gezielte Sprottenfang in Gespannetzfischerei mit Maschenöffnungen von weniger als 32 mm im Skagerrak und Kattegat ist vom 13. Juni bis zum 24. September 1983 für Fahrzeuge mit einer Gesamtlänge von 80 Fuß oder mehr untersagt.  (2) In der Zeit vom 13. Juni bis zum 24. September 1983 ist der gezielte Sprottenfang für Fahrzeuge mit einer Gesamtlänge von 80 Fuß oder mehr während sieben Wochen und für Fahrzeuge von weniger als 80 Fuß während vier Wochen untersagt.  (3) Unbeschadet des Absatzes 2 dürfen norwegische Ringwadenfahrzeuge Sprotten für den Nahrungsverbrauch innerhalb der norwegischen Basislinien bis zu einer Hoechstmenge von 2 000 Tonnen fischen.  (4) Die Parteien unterrichten einander vor dem 15. Mai 1983 über die Durchführung des Absatzes 2.  Artikel 5  Die Parteien übermitteln einander die Fangstatistiken über die Fänge durch ihre eigenen Fahrzeuge:  - für Sprotten und Hering wöchentlich,  - für die übrigen in Artikel 1 genannten Arten monatlich.  Die Angaben für die einzelnen Wochen müssen spätestens drei Tage nach Beendigung der betreffenden Woche und die Angaben für die Monate jeweils spätestens bis zum Ende des darauffolgenden Monats übermittelt werden.  Artikel 6  Sollte eine der in Artikel 1 genannten Quoten ausgeschöpft sein, so entscheiden die Parteien durch Beratungen über Maßnahmen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts.  Artikel 7  Die Parteien können dieses Übereinkommen mit einer zweiwöchigen Frist kündigen.  Artikel 8  Dieses Übereinkommen tritt mit dem Zeitpunkt seiner Unterzeichnung in Kraft.