CELEX: 62006CA0526
Language: de
Date: 2007-12-13 00:00:00
Title: Rechtssache C-526/06: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 13. Dezember 2007 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Staatssecretaris van Financiën/Road Air Logistics Customs BV (Zollkodex der Gemeinschaften und Durchführungsverordnung — Gemeinschaftliches Versandverfahren — Zuwiderhandlung — Nachweis der Ordnungsgemäßheit der Durchführung des Versandverfahrens oder des Ortes der Zuwiderhandlung — Keine Gewährung der Frist von drei Monaten für das Erbringen dieses Beweises — Erstattung der Abgaben — Begriff gesetzlich geschuldet )

23.2.2008   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 51/24
            
         Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 13. Dezember 2007 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden — Niederlande) — Staatssecretaris van Financiën/Road Air Logistics Customs BV
   (Rechtssache C-526/06) (1)
   
   (Zollkodex der Gemeinschaften und Durchführungsverordnung - Gemeinschaftliches Versandverfahren - Zuwiderhandlung - Nachweis der Ordnungsgemäßheit der Durchführung des Versandverfahrens oder des Ortes der Zuwiderhandlung - Keine Gewährung der Frist von drei Monaten für das Erbringen dieses Beweises - Erstattung der Abgaben - Begriff „gesetzlich geschuldet“)
   (2008/C 51/39)
   Verfahrenssprache: Niederländisch
   Vorlegendes Gericht
   Hoge Raad der Nederlanden
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Kläger: Staatssecretaris van Financiën
   
      Beklagte: Road Air Logistics Customs BV
   Gegenstand
   Vorabentscheidungsersuchen — Hoge Raad der Nederlanden — Auslegung des Art. 236 der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften (ABl. L 302, S. 1) und des Art. 379 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften (ABl. L 253, S. 1) — Erstattung oder Erlass von Zöllen — Gesetzlich nicht geschuldeter Betrag — Bestimmung des Orts des Entstehens der Zollschuld
   Tenor
   Art. 236 Abs. 1 Unterabs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften ist dahin auszulegen, dass die Tatsache, dass die nationalen Zollbehörden nicht gemäß Art. 379 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung Nr. 2913/92 den Ort der Entstehung der Zollschuld bestimmt haben, nicht zur Folge hat, dass der Betrag der Abgaben nicht gesetzlich geschuldet ist.
   Der Mitgliedstaat der Abgangsstelle kann die Einfuhrabgaben jedoch nur erheben, wenn er dem Hauptverpflichteten gemäß Art. 379 Abs. 2 der Verordnung Nr. 2454/93 mitgeteilt hat, dass dieser über eine Frist von drei Monaten für den Nachweis des Ortes der Zuwiderhandlung verfügt, und wenn dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht worden ist.
   
      (1)  ABl. C 42 vom 24.2.2007.