CELEX: 32004D0410
Language: de
Date: 2004-04-28 00:00:00
Title: 2004/410/EG:Entscheidung der Kommission vom 28. April 2004 zur Festlegung besonderer Tiergesundheitsvorschriften für die Einfuhr bestimmter Tiere aus Saint Pierre und Miquelon und zur Änderung der Entscheidung 79/542/EWG des Rates

L 151/30                 DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                  30.4.2004
                               ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
                                           vom 28. April 2004
  zur Festlegung besonderer Tiergesundheitsvorschriften für die Einfuhr bestimmter Tiere
    aus Saint Pierre und Miquelon und zur Änderung der Entscheidung 79/542/EWG des
                                                    Rates
                          (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004) 1548)
                                (Text von Bedeutung für den EWR)
                                              (2004/410/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN –
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 72/462/EWG des Rates vom 12. Dezember 1972 zur Regelung
tierseuchenrechtlicher und gesundheitlicher Fragen bei der Einfuhr von Rindern, Schweinen,
Schafen und Ziegen, von frischem Fleisch oder von Fleischerzeugnissen aus Drittländern1,
insbesondere auf Artikel 6 Absatz 3,
gestützt auf die Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom 13. Juli 1992 über die
tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen
in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den
spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG
unterliegen2, insbesondere auf Artikel 17 Absatz 3, Artikel 18 Absatz 1 und Artikel 19,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)     Gemäß der Richtlinie 92/65/EWG wird die Einfuhr von Huftieren anderer als den in den
        Richtlinien 64/432/EWG, 90/426/EWG und 91/68/EWG genannten Arten nur aus
        Drittländern zugelassen, die auf einer gemäß Artikel 17 der genannte Richtlinien erstellten
        Liste stehen.
(2)     In der Entscheidung 79/542/EWG des Rates3 sind in einer entsprechenden Liste die
        Drittländer, aus denen die Mitgliedstaaten die Einfuhr bestimmter lebender Tiere
        zugelassen, sowie die Veterinärbedingungen und Veterinärbescheinigungen für die
        Einfuhr dieser Tiere festgelegt, und es ist ein Haltungszeitraum im Drittland von
        mindestens sechs Monaten vorgesehen.
1
        ABL. L 302 vom 31.12.1972, S. 36, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 807/2003 (ABL. L 122
        vom 16.5.2003, S. 36).
2
        ABl. L 268 vom 14.9.1992, S. 52. zuzletzt geändert durch die Entscheidung 2001/298/EG der Kommission
        vom 30. März 2001 (ABL. L 102 vom 12.4.2001, S. 63).
3
        ABL. L 146 vom 14.6.1979, S. 15, zuzletzt geändert durch die Entscheidung 2004/…./EG der Kommission
        [K(2003)5248].
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                L 151/31
(3)     Tierärztliche Sachverständige der Kommission haben bei einem Besuch auf Saint Pierre
        und Miquelon festgestellt, dass die Tiergesundheitslage von den amtlichen
        Veterinärdienststellen zufrieden stellend kontrolliert wird und dass die Inseln insbesondere
        über eine Quarantänestation verfügen, die die unbedenkliche Einfuhr bestimmter Tiere
        nach Saint Pierre und Miquelon gestattet.
(4)     Die Einrichtungen der Quarantänestation von Saint Pierre und Miquelon erlauben die
        Haltung bestimmter Arten von Huftieren, die in den Richtlinien 64/432/EWG,
        90/426/EWG und 91/68/EWG nicht vorgesehen sind.
(5)     Daher ist es angezeigt, die Liste der Tierarten und die besonderen Tiergesundheits- und
        Bescheinigungsanforderungen für die Einfuhr lebender Tiere der Tiergesundheitslage auf
        Saint Pierre und Miquelon anzupassen.
(6)     Die Entscheidung 79/542/EWG sollte entsprechend geändert werden, um künftig auch die
        Einfuhr von Tieren der in den Richtlinien 72/462/EWG und 92/65/EWG genannten Arten
        und insbesondere von Kameliden aus Saint Pierre und Miquelon zuzulassen und zu regeln.
(7)     Am 1. Mai 2004 werden die zehn beitretenden Länder Vollmitglieder der Europäischen
        Gemeinschaft, und geltende Gemeinschaftsvorschriften werden somit auch für sie
        verbindlich. Nach ihrem Beitritt sind diese Länder Teil des Binnenmarktes und sollten aus
        der Drittlandliste der Entscheidung 79/542/EWG der Kommission gestrichen werden.
(8)     Die für Bulgarien geltenden bluetongue-bedingten Einfuhrbeschränkungen für lebende
        Rinder und Ziegen wurden mit der Entscheidung 2003/845/EG der Kommission4
        aufgehoben.
(9)     Die mit der Entscheidung 79/542/EWG erstellte Liste von Drittländern und
        Drittlandgebieten sollte entsprechend geändert werden.
(10)    Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des
        Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit –
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                                Artikel 1
Anhang I der Entscheidung 79/542/EG wird wie folgt geändert:
1.        Die Drittlandliste in Teil 1 wird durch die Liste in Anhang I dieser Entscheidung ersetzt.
4
        ABl. L 321 vom 6.12.2003, S. 61.
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2.        Teil 2 wird wie folgt geändert:
          a)     Die Liste der “Muster” wird am Ende um folgenden Eintrag ergänzt:
                 “CAM: Muster eines besonderen Gesundheitsattests für die Einfuhr von Tieren aus
                 St Pierre et Miquelon unter den Bedingungen gemäß Anhang I Teil 4”.
          b)     Das Muster “RUM” wurd durch das Muster in Anhang II dieser Entscheidung
                 ersetzt.
          c)     Das Muster des besonderen Gesundheitsattests in Anhang III dieser Entscheidung
                 wird nach Muster “SUI” eingefügt.
3.        Der Text in Anhang IV dieser Entscheidung wird als Teil 4 angefügt.
                                               Artikel 2
Diese Entscheidung gilt ab 1. Mai 2004.
                                               Artikel 3
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 28. April 2004
                                                Für die Kommission
                                                David BYRNE
                                                Mitglied der Kommission
                                                ____
 ---pagebreak--- 30.4.2004            DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                       L 151/33
                                             ANHANG I
                                              ″ANHANG I
                                           LEBENDE TIERE
                                                 Teil 1
                           Liste von Drittländern und Drittlandgebieten (*)
                                                                             Veterinär-bescheinigung     Besondere
                  Gebiets-
         Land                                 Abgrenzung                                          ZG       Bedin-
                   Code                                                          Muster
                                                                                                          gungen
          1          2                             3                                 4             5          6
                   BG-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                                  -
                             Die Provinzen Varna, Dobrich, Silistra,
                             Choumen, Targovitchte, Razgrad, Rousse,
                             V.Tarnovo, Gabrovo, Pleven, Lovetch,             BOV-X, BOV-Y,
BG – Bulgarien                                                                                               VI
                   BG-1      Plovdic, Smolian, Pasardjik, Sofia distric,          RUM,             A
                             Sofia city, Pernik, Kustendil, Blagoevgrad,       OVI-X, OVI-Y
                             Sliven, Starazagora, Vratza, Montana und
                             Vidin
                   CA-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                               POR-X
                             Gesamtes Hoheitsgebiet mit Ausnahme des
                             wie folgt abgegrenzten Gebiets des
                             Okanagan Valley in British Columbia:
                             • von einem Punkt auf 120°15' Länge und
                                 49° Breite an der Grenze USA/Kanada
                                                                                                            IVb
CA – Kanada                  • nördlich bis zu einem Punkt auf 119°35'           BOV-X,
                   CA-1                                                                            A         IX
                                 Länge und 50°30' Breite                       OVI-X, OVI-Y
                             • nordöstlich bis zu einem Punkt auf 119°
                                 Länge und 50°45' Breite
                             südlich bis zu einem Punkt auf 118°15'
                             Länge und 49° Breite auf der Grenzlinie
                             USA/Kanada
                                                                              BOV-X, BOV-Y
                                                                               OVI-X, OVI-Y
CH – Schweiz       CH-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                                RUM
                                                                              POR-X, POR-Y
                                                                                                   B
                                                                                    SUI
                                                                               OVI-X, RUM
CL – Chile         CL-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                             POR-X, SUI         B
CY – Zypern(**)     CY-      Gesamtes Hoheitsgebiet                           POR-X, POR-Y         B
                                                                               BOV-X, BOV-
CZ – Tschechische                                                                Y,RUM,                     IVa
                   CZ-0      Gesamtes Hoheitsgebiet
      Republik(*)                                                              OVI-X, OVI-Y                   V
                                                                              POR-X, POR-Y
                                                                              BOV-X, BOV-Y,
EE – Estland(**)   EE-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                               RUM,
                                                                                  OVI-Y
GL – Grönland      GL-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                            OVI-X, RUM                     V
                                                                              BOV-X, BOV-Y,
HR – Kroatien      HR-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                               RUM,
                                                                               OVI-X, OVI-Y
                                                                              BOV-X, BOV-Y,
                                                                                  RUM,
HU – Ungarn(**)   HU-0       Gesamtes Hoheitsgebiet                            OVI-X, OVI-Y
                                                                                                              V
                                                                              POR-X, POR-Y         B
                                                                              BOV-X, BOV-Y
IS – Island        IS-0      Gesamtes Hoheitsgebiet                               RUM,                        I
                                                                               OVI-X, OVI-Y
 ---pagebreak--- L 151/34                        DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                               30.4.2004
                                                                                                      POR-X, POR-Y           B
                                                                                                      BOV-X, BOV-Y
LT – Litauen(**)             LT-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                       OVI-Y, RUM
                                                                                                      BOV-X, BOV-Y
LV – Lettland(**)            LV-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                       OVI-Y, RUM
MT – Malta(**)               MT-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                   RUM, OVI-X, OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
                                                                                                           RUM,
NZ – Neuseeland              NZ-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                      POR-X, POR-Y
                                                                                                                                         I
                                                                                                       OVI-X, OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
PL – Polen(**)               PL-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                           RUM,
                                                                                                       OVI-X, OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
PM – St Pierre
                             PM-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                           RUM,
     Miquelon                                                                                          OVI-X, OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
RO – Rumänen                 RO-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                           RUM,                         V
                                                                                                       OVI-X, OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
SI – Slowenien(**)            SI-0        Gesamtes Hoheitsgebiet                                           RUM,
                                                                                                          OVI-Y
                                                                                                     BOV-X, BOV-Y,
SK – Slowakei(**)            SK-0         Gesamtes Hoheitsgebiet                                           RUM,                         V
                                                                                                       OVI-X, OVI-Y
 ″
Bes(*)     Unbeschadet der in einschlägigen Abkommen der Gemeinschaft mit                         Drittländern  festgelegten   besonderen
           cheinigungsanforderungen.
(**)       Gilt nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem dieses Land Mitgliedstaat der Gemeinschaft wird.
Besondere Bedingungen (vgl. Fußnoten der einzelnen Bescheinigungen):
“I” :      Gebiet, in dem das Vorkommen von BSE bei einheimischen Rindern zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der
           Bescheinigungen nach Muster BOV-X und BOV-Y in die Europäische Gemeinschaft als höchst unwahrscheinlich
           eingeschätzt wurde.
“II” :     Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster BOV-X der Status "amtlich
           anerkannt tuberkulosefrei" zuerkannt wurde.
“III” :    Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster BOV-X in die Europäische
           Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt brucellosefrei" zuerkannt wurde.
“IVa”:     Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster BOV-X in die Europäische
           Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt leukosefrei" zuerkannt wurde.
“IVb”:     Gebiet mit zugelassenen Betrieben, denen zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster BOV-X
           in die Europäische Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt leukosefrei" zuerkannt wurde.
“V”:       Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster OVI-X in die Europäische
           Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt brucellosefrei" zuerkannt wurde.
“VI”:      Geografische Beschränkungen.
“VII”:     Gebiet, das zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster RUM in die Europäische Gemeinschaft
           der Status "amtlich anerkannt tuberkulosefrei" zuerkannt wurde.
“VIII”:    Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster RUM in die Europäische
           Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt brucellosefrei" zuerkannt wurde.
“IX”:       Gebiet, dem zwecks Ausfuhr auf der Grundlage der Bescheinigung nach Muster POR-X in die Europäische
           Gemeinschaft der Status "amtlich anerkannt frei von Aujeszky-Krankheit" zuerkannt wurde.
                                                                   ____
 ---pagebreak--- 30.4.2004                           DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                            L 151/35
                                                                      Anhang II
″Muster RUM
1.   Absender (Name und vollständige Anschrift)                                              VETERINÄRBESCHEINIGUNG
                                                                                                                                      (1)
     ………………………………………………………..….                                                    für die Einfuhr von nicht domestizierten Tieren ,
     ………………………………………………………..….                                                             ausgenommen Suidae, in die Europäische
     …………………………………………………………...                                                                            Gemeinschaft
     ………………………………………………………..….                                                      Nr.(2)                                     ORIGINAL
     ………………………………………………………..….                                               3.     Herkunft der Tiere(3)
2.   Empfänger (Name und vollständige Anschrift)                              3.1. Land:…………………………………….……………
     ………………………………………………………..….                                               3.2. Gebietscode: …………………………………………
     ………………………………………………………..….                                               4.     Zuständige Behörde
     ………………………………………………………..….                                               4.1. Ministerium:……………………….…………………
     ………………………………………………………..….                                               4.2. Dienststelle………………………….………………..
5.   Vorgesehene Bestimmung der Tiere                                               ………………………………………..………………
5.1. EU-Mitgliedstaat:……………………………………….                                       4.3. Örtliche/regionale Behörde.……………….………….
5.2. Name, Anschrift und Registernummer des Betriebs                                ………………………………………………………..
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………..…………………
     ………………………………………………………..….                                               6.     Betrieb, in dem die Tiere zur Ausfuhr verladen werden
     …………………………………………………………...
     ………………………………………………………..….                                                      Name und Anschrift des Betriebs:
7.   Transportmittel und Angaben zur Identifizierung der                            ……………………………………………………….
              (4)
     Sendung                                                                        ……………………………………………………….
7.1. (LKW, Eisenbahnwaggonwagon, Schiff oder                                        ……………………………………………………….
                  (5)
     Flugzeug)                                                                      ……………………………………………………….
7.2. Zulassungsnummer(n), Schiffsname oder                                          ……………………………………………………….
     Flugnummer:
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
7.3. Angaben zur Identifizierung der Sendung(6):                                    ……………………………………………………….
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
     ………………………………………………………..….                                                      ……………………………………………………….
8.   Angaben zur Identifizierung der Tiere und Tests:
8.1. Tierart: ............ (eine einzige Art) .....................………....……………………………………………….………………..
 ---pagebreak--- L 151/36                   DE                       Amtsblatt der Europäischen Union               30.4.2004
8.2. Individuelle Kennzeichnung der Tiere in der Sendung(7)
                                        (6)
                Amtliche Kennnummern                  |Alter und Geschlecht(7) |     Tests(5)(8) :
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
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                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
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                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
                                                 |                 |                     .
8.3. Gesamtzahl Tiere (in Zahl und Wort):………………………………………………………………..…………………..
 ---pagebreak--- 30.4.2004                       DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                           L 151/37
9.            Öffentliche Gesundheit
              Der unterzeichnete amtliche Tierarzt bestätigt, dass die in dieser Bescheinigung beschriebenen Tiere
              folgende Anforderungen erfüllen:
9.1.          Sie stammen aus Betrieben, die in den letzten 42 Tagen nicht wegen Brucellose, in den letzten 30 Tagen
              nicht wegen Milzbrand und in den letzten sechs Monaten nicht wegen Tollwut von Amts wegen gesperrt
              waren, und die nicht mit Tieren aus Betrieben in Berührung gekommen sind, die diese Bedingungen nicht
              erfüllten.
9.2.          Sie wurden nicht behandelt:
              -       mit Stilbenen oder thyreostatischen Stoffen,
              -       mit östrogenen, androgenen oder gestagenen Stoffen oder Beta-Agonisten zu anderen als
                      therapeutischen oder tierzüchterischen Zwecken (im Sinne der Richtlinie 96/22/EG des Rates).
10.           Tiergesundheit
              Der unterzeichnete amtliche Tierarzt bestätigt, dass die in dieser Bescheinigung beschriebenen Tiere
              folgende Anforderungen erfüllen:
10.1.         Sie stammen aus dem Gebiet mit dem Gebietscode …………………… (3), das zum Zeitpunkt der Ausstellung
              dieser Bescheinigung folgende Anforderungen erfüllte:
              a)      Es war in den letzten 24 Monaten frei von Maul- und Klauenseuche, in den letzten 12 Monaten frei
                      von Rinderpest, Bluetongue, Rifttalfieber, Lungenseuche des Rindes, Lumpy Skin Disease, Pest der
                      kleinen Wiederkäuer, Schaf- und Ziegenpocken, Lungenseuche der Ziege und Enzootischer
                      Hämorrhagie der Hirsche und in den letzten sechs Monaten frei von Vesikulärer Stomatitis, und
              b)      in den letzten 12 Monaten ist gegen keine der genannten Krankheiten geimpft worden, und die
                      Einfuhr von Klauentieren, die gegen diese Krankheiten geimpft wurden, ist verboten.
10.2.         Sie wurden gehalten
entweder      von Geburt an oder zumindest in den letzten sechs Monaten vor ihrer Versendung in die Europäische
              Gemeinschaft in dem Gebiet gemäß Ziffer 10.1 und sind nicht mit weniger als sechs Monate alten in dieses
              Gebiet eingeführten Klauentieren in Berührung gekommen;
oder          im Versandland nach der Einfuhr während mindestens 60 Tagen, wenn es sich um Tiere der in Anhang IV Teil 4
              der Entscheidung 79/542/EWG genannten Arten handelt, die auf direktem Wege und unter den für die einzelnen
              Tierarten in Anhang IV Teil 4 der Entscheidung 79/542/EWG festgelegten Bedingungen in einem Zeitraum von
              weniger als sechs Monaten vor dem Verladen zur Versendung in die Europäische Gemeinschaft aus einem
              Drittland eingeführt und die im Ausfuhrland nach ihrer Freigabe und vor der Ausfuhr in die EU vor in jedem Falle
                                                                                                 .(10)
              von anderen Tieren, die nicht denselben Gesundheitsstatus haben, abgesondert wurden .
10.3.         Sie wurden von Geburt an oder zumindest in den letzten 40 Tagen vor ihrer Versendung im
                                               (5)
              Haltungsbetrieb/Verladebetrieb gemäß Ziffer 6 gehalten,
              a)      in dem und in dessen Umkreis von 150 km in letzten 100 Tagen kein Fall/Ausbruch von Bluetongue
                      und Enzootischer Hämorrhagie der Hirsche aufgetreten ist und
              b)      in dem und in dessen Umkreis von 20 km in den letzten 40 Tagen kein Fall/Ausbruch einer der
                      anderen Krankheiten gemäß Ziffer 10.1 aufgetreten ist.
10.4.         Es handelt sich weder um Tiere, die im Rahmen eines nationalen Seuchentilgungsprogramms beseitigt
              werden müssen, noch wurden sie gegen die Krankheiten gemäß Ziffer 10.1 geimpft, und
(5)(11)
        entweder   [sie stammen aus einem amtlich anerkannt tuberkulosefreien Bestand, und]
(5)(12)
        oder       [sie wurden in den letzten 30 Tagen mit Negativbefund einer Tuberkulinprobe (Intrakutantest)
                   unterzogen, und]
                   sie wurden nicht gegen Brucellose geimpft, und
(5)(11)
        entweder   [sie stammen aus einem amtlich anerkannt tuberkulosefreien Bestand, ]
(5)(12)
        oder       [sie wurden in den letzten 30 Tagen einem Serumagglutinationstest mit einem Brucella-Ergebnis von
                   weniger als 30 IE Agglutination je ml unterzogen. ]
(5)
    oder           [es handelt sich um Kastraten jeden Alters. ]
 ---pagebreak--- L 151/38                             DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                        30.4.2004
10.5.          Nach bestem Wissen und entsprechend der schriftlichen Erklärung des Tiereigentümers sind folgende
               Anforderungen erfüllt:
               a)         Die Tiere stammen nicht aus Haltungsbetrieben/Verladebetrieben(5) und sind nicht mit Tieren aus
                          Betrieben in Berührung gekommen, in denen folgende Krankheiten klinisch nachgewiesen wurden:
                          i)       Infektiöse Agalaktie der Schafe und Ziegen (Mycoplasma agalactiae, Mycoplasma capricolum,
                                   Mycoplasma mycoides var. mycoides (große Kolonien) in den letzten sechs Monaten,
                          ii)      Paratuberkulose und Lymphadenitis caseosa in den letzten zwölf Monaten,
                          iii)     Lungenadenomatose in den letzten drei Jahren,
                          iv)      Maedi/Visna oder Virale Arthritis/Enzephalitis der Ziege
(5)
    entweder              [ in den letzten drei Jahren, ]
(5)
    oder                  [ in den letzten zwölf Monaten, und alle infizierten Tiere wurden getötet und die verbleibenden
                          Tiere anschließend zweimal im Abstand von mindestens sechs Monaten mit Negativbefund
                          untersucht, ]
               b)         sie fallen unter ein amtliches Seuchenmeldesystem,
               c)         sie waren in den drei Jahren vor der Ausfuhr frei von klinischen oder sonstigen Anzeichen von
                          Tuberkulose und Brucellose.
10.6.          Sie wurden von dem Betrieb gemäß Ziffer 6 auf direktem Wege in die Europäische Gemeinschaft versendet
               und sind bis zu ihrer Versendung
               a)         nicht mit anderen Klauentieren in Berührung gekommen,                   die    nicht  zumindest    die
                          Gesundheitsanforderungen dieser Bescheinigung erfüllen, und
               b)         nicht an Orten gehalten worden, in denen und in deren Umkreis von 20 km in den letzten 30 Tagen
                          ein Fall/Ausbruch der Krankheiten gemäß Ziffer 10.1 aufgetreten ist.
10.7.          Die Transportmittel und Container, in die sie verladen wurden, wurden vor dem Verladen mit einem
               amtlich zugelassenen Desinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert.
10.8.          Sie wurden innerhalb von 24 Stunden vor dem Verladen von einem amtlichen Tierarzt untersucht und für
               frei von klinischen Krankheitsanzeichen befunden.
10.9.          Sie wurden vor dem Verladen zur Versendung in die Europäische Gemeinschaft am ............(13) auf die
               Transportmittel gemäß Ziffer 7 verladen, die vor dem Verladen mit einem amtlich zugelassenen
               Desinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert wurden und die so gebaut sind, dass Kot, Urin, Einstreu und
               Futter während der Beförderung nicht aus dem Transportmittel oder Container ausfließen oder herausfallen
               können.
11.            Transportfähigkeit
               Der unterzeichnete amtliche Tierarzt bestätigt, dass die vorstehend beschriebenen Tiere vor dem und beim
               Verladen im Einklang mit den einschlägigen Bestimmungen der Richtlinie 91/628/EWG des Rates behandelt
               sowie insbesondere gefüttert und getränkt wurden und transportfähig sind.
(5) (14)
         [ 12. Besondere Anforderungen
               12.1. Nach amtlichen Angaben sind im Haltungsbetrieb/Verladebetrieb(5) gemäß Ziffer 6 in den letzten
                          12 Monaten weder klinische noch pathologische Anzeichen von infektiöser boviner Rhinotracheitis (IBR)
                          festgestellt worden.
               12.2. Die Tiere gemäß Ziffer 8 erfüllen folgende Anforderungen:
               a)         Sie wurden in den letzten 30 Tagen unmittelbar vor ihrem Versand in behördlich zugelassenen Stallungen
                          quarantänisiert, und
               b)         sie wurden, ebenso wie alle anderen Tiere in den Quarantänestallungen, frühestens 21 Tage nach ihrer
                          Quarantänisierung mit Negativbefund serologisch auf IBR untersucht, und
               c)         sie wurden nicht gegen IBR geimpft.
               (5)
                   [ 12.3 ……………………………………………….([                              12.2      …………………………………….(weitere
               Anforderungen und/oder Tests)……………………………………………….
                                                                           …………………………………………………………
          ……………………………………………………………………………. ] ]
 ---pagebreak--- 30.4.2004                    DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                     L 151/39
        Amtssiegel und Unterschrift
        Ausgestellt in……………………………………………….. am……………………………………………………….
                                                                    (Unterschrift des amtlichen Tierarztes)
        (Siegel)
                                                            (Name in Großbuchstaben, Qualifikation und
                                                                Amtsbezeichnung des Unterzeichneten)
Erläuterungen
(1)  Lebende Tiere der Ordnung der Rüsseltiere (Proboscidae) und Paarhufer (Artiodactyla) (ausgenommen Suidae, Bos
     taurus, Bison bison, Bubalus bubalis, Ovis aries und Capra hircus).
     Nach der Einfuhr müssen die Tiere unverzüglich zum Bestimmungsbetrieb befördert werden, in dem sie vor einer
     etwaigen Weiterbeförderung mindestens 30 Tagen gehalten werden müssen, es sei denn, sie werden zu einem
     Schlachthof befördert.
(2)  Von der zuständigen Behörde erteilt.
(3)  Land und Gebietscode gemäß Anhang I Teil 1 der Entscheidung 79/542/EWG des Rates (zuletzt geänderte Fassung).
(4)  Zulassungsnummer(n) des Eisenbahnwaggons oder LKWs bzw. den Schiffsnamen angeben. Soweit bekannt bei
     Lufttransport die Flugnummer angeben.
     Beim Transport in Containern oder Kisten unter Ziffer 7.3 die Gesamtzahl der Container oder Kisten, ihre
     Zulassungsnummern und, soweit vorhanden, Plombennummern angeben.
(5)  Nichtzutreffendes streichen.
(6)  Gegebenenfalls ausfüllen.
(7)  Die Tiere müssen wie folgt gekennzeichnet sein:
     a)     mit einer individuellen Kennnummer, anhand der sich der Herkunftsbetrieb feststellen lässt.
            Kennzeichnungssystem (d. h. Ohrmarke, Tätowierung, Brandmarke, Chip, Transponder) und Anbringungsstelle
            am Tier angeben;
     b)     mit einer Ohrmarke mit dem ISO-Code des Ausfuhrlandes.
(8)  Geburtsdatum ( TT/MM/JJ ). Geschlecht ( M = männlich, W = weiblich, K = kastriert).
(9)  Tests, denen das Tier in den 30 Tagen vor der Versendung zur Ausfuhr unterzogen wurde. Die Krankheiten, auf die
     nach den Protokollen gemäß Teil 3 Abschnitt C oder nach Methoden, die der Bestimmungsmitgliedstaat verlangt,
     getestet wurde, unter Verwendung der Codes gemäß Anhang I Teil 3 Abschnitt C angeben.
(10) In diesem Fall muss der Gesundheitsbescheinigung das amtliche Dokument betreffend die Quarantäne- und
     Testbedingungen gemäß Anhang I Teil 1 der Entscheidung 79/542/EWG des Rates beiliegen (Muster “CAM”).
(11) Amtlich anerkannt tuberkulose-/brucellosefreie Regionen oder Bestände, die als den Anforderungen von Anhang A
     der Richtlinie 64/432/EWG des Rates entsprechend anerkannt und mit Eintrag “ VII ”(Tuberkulose) bzw. “ VIII ” in
     Spalte 6 von Anhang I Teil 1 der Entscheidung 79/542/EWG (in zuletzt geänderter Fassung) angegeben sind.
(12) Tests, die nach den für die betreffende Krankheit in Anhang I Teil 3 Abschnitt C vorgesehenen Protokollen
     durchgeführt wurden; bei der Tuberkulinprobe gelten jedoch ein Anschwellen der Hautfaltendicke um 2mm oder
     mehr oder klinische Anzeichen wie Ödeme, seröse Ausschwitzungen, Schorf, Schmerzempfindlichkeit und/oder
     Entzündungen als positiv.
(13) Verladedatum. Die Einfuhr dieser Tiere ist nicht zulässig, wenn die Tiere entweder vor dem Datum der Genehmigung
     der Ausfuhr in die Europäische Gemeinschaft aus dem Gebiet gemäß Nummer 3 oder während einer Zeit verladen
     wurden, in der die Europäische Gemeinschaft die Einfuhr dieser Tiere aus dem betreffenden Gebiet gesperrt hat.
(14) Wenn vom Bestimmungsmitgliedstaat verlangt.
 ---pagebreak--- L 151/40                     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                     30.4.2004
                                                      Anhang III
                                                            “
     Besonderes Gesundheitsattest für Tiere, die vor ihrer Ausfuhr in die Europäische Gemeinschaft auf
                                    St. Pierre und Miquelon quarantänisiert wurden
   CAM
1.       Quarantänebestätigung
                                                                            (1)                                    (2)
         Der unterzeichnete amtliche Tierarzt bestätigt, dass die Tiere , für die die Veterinärbescheinigung
         Nr. …… ausgestellt wurde und die am …….. zur Ausfuhr freigegeben wurden, vor ihrer Freigabe zur
         Ausfuhr in die EU, namentlich ab dem ………… (Datum der Einstellung(3)), und unter den Bedingungen
         gemäß Anhang IV Teil 4 der Entscheidung 79/542/EWG für die Dauer von ….. Tagen in der
         Quarantänestation von St. Pierre und Miquelon gehalten und während dieser Zeit den nachstehenden
               (4)
         Tests unterzogen wurden, wobei die diesbezüglichen Proben in einem zugelassenen Labor in der
                                                                            (5)
         Europäischen Gemeinschaft mit Negativbefund analysiert wurden :
         1.2.      BRUCELLOSE
                   a)        B.abortus: SAT und RBT innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut nach
                             frühestens 42 Tagen
                   b)        B.ovis: KBR innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut nach frühestens 42
                             Tagen
                   c)        B.melitensis: SAT und RBT innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut
                             nach frühestens 42 Tagen
         1.3.      BLUETONGUE und ENZOOTISCHE HÄMORRHAGIE DER HIRSCHE
         entweder
                   zwei Tests auf Bluetongue (kompetitiver ELISA) innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und
                   erneut nach frühestens 21Tagen (6)
         oder
                   die Tiere waren über 100 Tage in Quarantäne und die Station war während dieser Zeit frei von Blue
                   Tongue-Vektoren (Culicoides), und es sind keine klinischen Krankheitsanzeichen festgestellt
                   worden(6)
         1.4.      TUBERKULOSE
                   zwei intradermale Tuberkulinproben gemäß Anhang B der Richtlinie 64/432/EG ´durch Applikation
                   von Rinder- und Geflügeltuberkulin innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut
                   frühestens 42 Tage nach dem ersten Test
         1.5.      MKS: ELISA zum Antikörpernachweis und Virusneutralisatonstest innerhalb von zwei Tagen nach
                   der Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
         1.6.      RINDERPEST: kompetitiver ELISA innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut nach
                   frühestens 42 Tagen
         1.7.      VESIKULÄRE STOMATITIS: ELISA oder Virusneutralisationstest innerhalb von zwei Tagen nach
                   der Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
         1.8.      RIFTTALFIEBER: ELISA oder Virusneutralisationstest innerhalb von zwei Tagen nach der
                   Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
         1.9.      LUMPY SKIN DISEASE: ELISA oder Virusneutralisationstest innerhalb von zwei Tagen nach der
                   Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
         1.10.     HÄMORRHAGISCHES KRIM-KONGO-FIEBER: ELISA oder Virusneutralisationstest innerhalb von
                   zwei Tagen nach der Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
         1.11.     SURRA: Blutmikroskopie innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und erneut nach
                   frühestens 42 Tagen
         1.12.     BÖSARTIGES KATARRHALFIEBER: Immunfluoreszenztest innerhalb von zwei Tagen nach der
                   Einstellung und erneut nach frühestens 42 Tagen
 ---pagebreak--- 30.4.2004                   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 151/41
2.        Zusätzliche Garantien
          2.1.    RINDERLEUKOSE: AGID-Test oder ELISA innerhalb von zwei Tagen nach der Einstellung und
                                                                                                       (6)
                  erneut nach frühestens 42 Tagen (soweit vom EU-Bestimmungsmitgliedstaat verlangt)
3.        BEHANDLUNGEN
          Die Tiere wurden folgenden Behandlungen unterzogen:
          3.1.    einer innerlichen und äußerlichen antiparasitären Behandlung während der Quarantäne
          3.2.    entweder
                  -         einer Streptomycin-Behandlung (25mg/kg)(6)
                  -         oder einer Antibiotikabehandlung gegen Leptospira spp (………mg/kg……..)(6)
          3.3.    einer Tollwutimpfung (soweit verlangt) am …………… (TT/MM/JJJJ) mit folgendem
                  Impfstoff:……………………………(Typ, Hersteller und Partie) und folgemden
                  Testbefund…………………(6)
     Amtssiegel und Unterschrift
        Ausgestellt in                         am
                                                                          (Unterschrift des amtlichen Tierarztes)
        (Siegel)
                                                              (Name    in   Großbuchstaben, Qualifikation und
                                                                          Amtsbezeichnung des Unterzeichneten)
ERLÄUTERUNGEN:
(1)  Lebende Tiere der Familie der Camelidae.
(2)  Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von nicht domestizierten Tieren, ausgenommen Suidae, in die Europäische
     Gemeinschaft (Muster “RUM”) gemäß Anhang I Teil 2 der Entscheidung 79/542/EWG.
(3) Datum, an dem das letzte Tiere einer Gruppe in die Quarantänestation eingestellt wurde.
(4) Testmethoden gemäß Anhang I Kapitel 2 Teil 4 Ziffer 1.1 der Entscheidung 79/542/EWG des Rates.
(5) Die Originalbefunde der durchgeführten Tests müssen diesem Gesundheitsattest beiliegen.
(6) Nichtzutreffendes streichen.
NB: Probenahmen und Tests müssen unter Beachtung der Mindestzeitabstände zwischen den einzelnen Untersuchungen
     soweit wie möglich gruppiert durchgeführt werden, um zu vermeiden, dass die Tiere unnötig manipuliert werden.“
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                                              Anhang IV
                                                ″Teil 4
                                               Tierart
                                                Taxon
   ORDNUNG             FAMILIE                               GATTUNG UND ART
 Artiodactila      Camelidae            Camelus ssp., Lama ssp., Vicugna ssp.
                                       Tiergesundheitsbedingungen
    Einfuhr- und Quarantänebedingungen für Tiere, die in den sechs Monaten vor ihrer
   Ausfuhr in die Europäische Gemeinschaft nach Saint Pierre und Miquelon eingeführt
                                               werden
                                             Kapitel 1
                                 Haltung und Quarantäne
1.       Tiere, die nach St. Pierre und Miquelon eingeführt werden, müssen vor der Ausfuhr in die
         Europäische Gemeinschaft während mindestens 60 Tagen in einer zugelassenen
         Quarantänestation gehalten werden. Dieser Zeitraum kann für bestimmte Tierarten je
         nach Testanforderungen verlängert werden. Darüber hinaus müssen die Tiere folgende
         Anforderungen erfüllen:
         a)     Verschiedene Tiersendungen können gleichzeitig in die Quarantänestation
                eingestellt werden. Bei der Einstellung sollten jedoch alle Tiere ein und derselben
                Art als eine zusammengehörige Gruppe angesehen und als solche behandelt
                werden. Die Quarantäne beginnt in diesem Falle für die gesamte Gruppe an dem
                Tag, an dem das letzte Tier eingestellt wurde.
         b)     Innerhalb der Quarantänestation sind die einzelnen Tiergruppen so abzusondern,
                dass sie weder direkt noch undirekt mit anderen Tieren in Berührung kommen,
                einschließlich etwa vorhandenen Tieren aus anderen Sendungen. Die einzelnen
                Tiersendungen dürfen die zugelassene Quarantänestation nicht verlassen, und
                müssen vor Vektorinsekten geschützt werden.
         c)     Wird die Absonderungsvorschrift während der Quarantäne für eine gegebenen
                Gruppe nicht eingehalten und kommt es zu Kontakten mit anderen Tieren, so gilt
                die Quarantäne als null und nichtig, und die betreffende Tiergruppe muss für
                dieselbe Dauer eine neue Quarantäne beginnen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                    Amtsblatt der Europäischen Union               L 151/43
          d)   In der Station eingestallte Tiere, die in die Europäische Gemeinschaft ausgeführt
               werden sollen, sind unter folgenden Bedingungen direkt zu verladen und zu
               versenden:
               i)     Sie dürfen nicht mit Tieren in Berührung gekommen sein, die die
                      Gesundheitsanforderungen für die Einfuhr der betreffenden Tierkategorie in
                      die Europäische Gemeinschaft nicht erfüllen;
               ii)    sie sind so in Sendungen einzuteilen, dass kein Kontakt mit Tieren, die für
                      die Einfuhr in die Europäische Gemeinschaft nicht in Frage kommen,
                      möglich ist;
               iii)   sie sind in Transportmitteln oder Containern zu befördern, die vor ihrer
                      Verwendung mit einem in St. Pierre und Miquelon amtlich zur Abtötung der
                      Krankheitserreger gemäß Kapitel II zugelassenen Desinfektionsmittel
                      gereinigt und desinfiziert wurden und die so gebaut sind, dass Kot, Urin,
                      Einstreu oder Trockenfutter während der Fahrt nicht aus dem
                      Transportmittel ausfließen oder herausfallen können.
2.        Die Quarantäneeinrichtungen müssen zumindest die Mindestanforderungen gemäß
          Anhang B der Richtlinie 91/496/EWG sowie die folgenden Bedingungen erfüllen:
          a)   Sie stehen unter der Überwachung eines amtlichen Tierarztes.
          b)   Sie liegen inmitten eines Gebiets von 20 km Durchmesser, in dem nach amtlicher
               Feststellung zumindest in den 30 Tagen vor ihrer Inanspruchnahme als
               Quarantänestation kein Fall von Maul- und Klauenseuche aufgetreten ist.
          c)   Sie werden vor ihrer Verwendung zur Quarantänisierung von Tieren mit einem in
               St. Pierre und Miquelon amtlich zur Abtötung der Krankheitserreger gemäß
               Kapitel II zugelassenen Desinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert.
          d)   Sie umfassen unter Berücksichtigung ihrer Aufnahmekapazität
               i)     Räumlichkeiten zur Quarantänisierung               von   Tieren, einschließlich
                      tiergerechte Stallungen;
               ii)    geeignete Räumlichkeiten, die
                       –     leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind,
                       –     einschließlich Anlagen zum sicheren Ver- und Entladen von Tieren,
                       –     Vorrichtungen zum vorschriftsgemäßen Füttern und Tränken der
                             Tiere,
                       –     alle notwendigen tierärztlichen Behandlungen gestatten;
               iii)   geeignete Untersuchungsräume und Isolierstationen;
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               iv)    geeignete Ausrüstungen zum Reinigen und Desinfizieren von Räumen und
                      Fahrzeugen;
                v)    eine angemessene Lagerfläche für Futter, Streu und Mist;
               vi)    ein geeignetes Abwasserableitungssystem;
               vii)   ein Büro für den amtlichen Tierarzt.
         e)    Ist die die Station in Betrieb, so sind genügend Tierärzte anwesend, um alle
               Aufgaben zu bewältigen.
         f)    Es werden nur Tiere aufgenommen, die individuell so gekennzeichnet sind, dass
               ihre Herkunft zweifelsfrei ermittelt werden kann. In diesem Sinne müssen sich
               Besitzer oder Betreiber der Quarantänestation bei der Aufnahme von Tieren
               vergewissern, dass diese ordnungsgemäß gekennzeichnet und von den für die
               betreffende Tierart und Tierkategorie erforderlichen Gesundheitspapieren oder
               Gesundheitsbescheinigungen begleitet sind. Der Besitzer oder Betreiber der Station
               ist außerdem verpflichtet, in entsprechenden Büchern oder einer Datenbank die
               Namen der Tierbesitzer sowie Herkunft, Einstallungs- und Ausstallungsdaten,
               Nummern und Kennzeichnungen der Tiere und ihre Bestimmung einzutragen,
               und diese Angaben mindestens drei Jahre lang aufzubewahren.
         g)    Die zuständige Behörde regelt die amtliche Überwachung der Quarantänestation
               und trägt dafür Sorge, dass diese Überwachung effektiv stattfindet; unter anderem
               ist regelmäßig zu kontrollieren, ob die Zulassungsbedingungen nach wie vor
               erfüllt sind. Bei Nichterfüllung der Zulassungsbedingungen und bei Aussetzung
               der Zulassung darf letztere erst wieder erteilt werden, wenn sich die zuständige
               Behörde vergewissert hat, dass die vorgenannten Bedingungen insgesamt erfüllt
               sind.
                                           Kapitel 2
                                    Nachweisverfahren
1.       ALLGEMEINE BEDINGUNGEN
         Die Tiere sind den nachstehend beschriebenen Tests zu unterziehen. Dazu werden,
         soweit anderweitig nicht anders geregelt, frühestens 21 Tage nach Beginn der
         Quarantäne Blutproben gezogen. Die Laboranalyse erfolgt in einem zugelassenen Labor
         in der Europäischen Gemeinschaft, und eine Beschreibung aller durchgeführten Tests,
         Testbefunde, Impfungen und Behandlungen sind der Gesundheitsbescheinigung
         beizufügen. Um Interventionen am Tier auf ein Minimum zu begrenzen, sind
         Probenahmen, Tests und etwaige Impfungen unter Beachtung der in den Testprotokollen
         vorgegebenen Mindestzeitabstände so weit möglich zusammenzufassen.
 ---pagebreak--- 30.4.2004                DE                  Amtsblatt der Europäischen Union             L 151/45
2.        BESONDERE BEDINGUNGEN
2.1       KAMELIDEN
2.1.1.    Tuberkulose
          a)    Testverfahren: komparative Intrakutanreaktion: Applikation von PPD-Rinder-
                und Geflügeltuberkulin in Einklang mit den Standards für die Herstellung von
                Rinder- und Geflügeltuberkulinen gemäß Anhang B der Richtlinie 64/432/EWG
                des Rates. Injiziert wird hinter der Schulterblattgräte (Achselgegend) nach dem
                Verfahren gemäß Anhang B der Richtlinie 64/432/EWG des Rates.
          b)    Zeitplan: Die Tiere sind zu testen innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung
                in die Quarantänestation sowie 42 Tage nach dem ersten Test.
          c)    Ergebnisauswertung:
                Die Reaktion gilt als
                –      negativ, wenn die Hautdickenzunahme weniger als 2 mm beträgt,
                –      positiv, wenn die Hautdickenzunahme über 4 mm beträgt,
                –      unschlüssig, wenn die Hautdickenzunahme bei Rinder-PPD zwischen 2 mm
                       und 4 mm oder aber über 4 mm beträgt, jedoch geringer ist als die
                       Hautdickenzunahme bei Geflügel-PPD.
          d)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test
                Reagiert ein Tier auf die Intrakutan-Injektion von Rinder-PPD positiv, so wird
                dieses Tier aus der Gruppe ausgeschlossen, und die anderen Tiere sind frühestens
                42 Tage nach dem ersten positiven Test einem neuen Test zu unterziehen, der als
                dann als erster Test gemäß Buchstabe b) anzusehen ist.
                Reagieren mehrere Tier der Gruppe positiv, so wird die gesamte Gruppe von der
                Ausfuhr in die EU ausgeschlossen.
                Zeigen ein oder mehrere Tiere unschlüssige Reaktionen, so ist die gesamte Gruppe
                nach 42 Tagen einem neuen Test zu unterziehen, der als dann als erster Test
                gemäß Buchstabe b) anzusehen ist.
2.1.2.    Brucellose
          a)    Testverfahren:
                –      B. Abortus: SAT und RBT gemäß Anhang C Nummer 2.6 bzw. 2.5 der
                       Richtlinie 64/432/EWG. Bei positiver Reaktion ist zur Bestätigung ein
                       Komplementbindungstest durchzuführen.
 ---pagebreak--- L 151/46                DE                   Amtsblatt der Europäischen Union            30.4.2004
               –      B. Melitensis: SAT und RBT gemäß Anhang C Nummer 2.6 bzw. 2.5 der
                      Richtlinie 64/432/EWG. Bei positiver Reaktion ist zur Bestätigung nach dem
                      Verfahren von Anhang C der Richtlinie 91/68/EG ein
                      Komplementbindungstest durchzuführen.
               –      B. Ovis: Komplementbindungstest gemäß Anhang D der Richtlinie
                      91/68/EG
         b)    Zeitplan: Die Tiere sind zu testen innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung
               in die Quarantänestation sowie 42 Tage nach dem ersten Test.
         c)    Ergebnisauswertung: Eine positive Testreaktion ist eine Reaktion im Sinne von
               Anhang C der Richtlinie 64/432/EWG.
         d)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier auf einen der Tests
               positiv, so wird dieses Tier aus der Gruppe ausgeschlossen, und die anderen Tiere
               sind frühestens 42 Tage nach dem ersten positiven Test einem neuen Test zu
               unterziehen, der als dann als erster Test gemäß Buchstabe b) anzusehen ist.
               Nur Tiere, die auf zwei aufeinander folgende Tests gemäß Buchstabe b) negativ
               reagiert haben, werden zur Ausfuhr in die EU zugelassen.
2.1.3.   Bluetongue und Enzootische Hämorrhagie der Hirsche (EHD)
         a)    Testverfahren: AGID-Test gemäß Anhang I Teil 3 Abschnitt C der Entscheidung
               79/542/EWG des Rates.
               Bei positiver Reaktion sind die Tiere gemäß Anhang I Teil 3 Abschnitt C der
               Entscheidung 79/542/EWG des Rates einem kompetitiven ELISA zu unterziehen,
               um zwischen den beiden Krankheiten zu differenzieren.
         b) Zeitplan: Die Tiere müssen auf zwei Tests negativ reagieren, wobei der erste Test
             innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
             zweite frühestens 21 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
         c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test:
               i)     Bluetongue
                      Reagieren ein oder mehrere Tiere beim ELISA gemäß Anhang I Teil 3
                      Abschnitt C der Entscheidung 79/542/EWG des Rates positiv, so sind
                      das(die) betreffende(n) Tier(e) aus der Grupe auszuschließen, und die
                      verbleibende Gruppe wird ab dem Tag, an dem die Proben für den
                      betreffenden Test gezogen wurden, für 100 Tage quarantänisiert. Die
                      Gruppe gilt erst dann als seuchenfrei, wenn bei regelmäßigen
                      amtstierärztlichen Kontrollen während der gesamten Dauer der Quarantäne
                      keine klinischen Krankheitssymptome nachgewiesen wurden und die
                      Quarantänestation frei von Bluetongue-Vektoren (Culicoides) geblieben ist.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                  Amtsblatt der Europäischen Union              L 151/47
                      Zeigen sich während der vorgenannten Quarantäne bei einem weiteren Tier
                      klinische Krankheitssymptome, so wird die gesamte Gruppe von der
                      Ausfuhr in die EU ausgeschlossen.
                 ii)  Enzootische Hämorrhagie der Hirsche (EHD)
                      Zeigen sich beim Bestätigungs-ELISA bei einem oder mehreren positiven
                      Tieren Antikörper gegen EHD-Virus, so gelten das (die) betreffende(n) Tier(e)
                      als positiv und werden aus der Gruppe ausgeschlossen. In diesem Falle muss
                      die gesamte Gruppe Wiederholungstests unterzogen werden, wobei der erste
                      Test frühestens 21 Tage nach dem erstem Positivbefund und der zweite
                      Wiederholungstest frühestens 21 Tage nach dem ersten Test durchgeführt
                      werden muss und beide Tests einen Negativbefund ergeben müssen. Zeigen
                      weitere Tiere beim den Wiederholungstests positive Reaktionen, so wird die
                      gesamte Gruppe von der Ausfuhr in die EU ausgeschlossen.
2.1.4.    Maul- und Klauenseuche
          a)    Testverfahren: Diagnosetests (Probang-Test und serologische Untersuchungen)
                mittels ELISA und NV-Techniken nach den Protokollen gemäß Anhang I Teil 3
                Abschnitt C der Entscheidung 79/542/EWG des Rates.
          b)    Zeitplan: Die Tiere müssen auf zwei Tests negativ reagieren, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
          c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier beim MKSV-
                Nachweisverfahren positiv, so kommt kein Tier in der Quarantänestation für eine
                Einfuhr in die EU in Frage.
                Anmerkung: Jeder Nachweis von Antikörpern gegen strukturelle oder nicht
                strukturelle Proteine des MKS-Virus werden unbeschadet des Impfstatus als
                Folge einer früheren MKS-Infektion angesehen.
           2.1.5.       Rinderpest
          a)    Testverfahren: Der kompetitive ELISA gemäß den Verfahrensvorschriften des
                OIE-Handbuchs ist obligatorisch für den internationalen Handel und ist der
                gängigste Test. Der Serumneutralisationstest oder andere anerkannte
                Testmethoden gemäß den in den einschlägigen Kapiteln des OIE-Handbuchs
                beschriebenen Protokollen können ebenfalls angewandt werden.
          b)    Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
          c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier im RPV-
                Nachweisverfahren positiv, so kommt kein Tier in der Quarantänestation für eine
                Einfuhr in die EU in Frage.
 ---pagebreak--- L 151/48                DE                  Amtsblatt der Europäischen Union           30.4.2004
2.1.6.   Vesikuläre Stomatitis
         a)     Testverfahren: Der ELISA, der Virusneutralisationstest oder andere anerkannte
                Testmethoden gemäß den in den einschlägigen Kapiteln des OIE-Handbuchs
                beschriebenen Protokollen.
         b)     Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
         c)     Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier beim VSV-
                Nachweisverfahren positiv, so kommt kein Tier in der Quarantänestation für eine
                Einfuhr in die EU in Frage.
2.1.7.   Rifttalfieber
         a)     Testverfahren: Der ELISA, der Virusneutralisationstest oder andere anerkannte
                Testmethoden gemäß den in den einschlägigen Kapiteln des OIE-Handbuchs
                beschriebenen Protokollen.
         b)     Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
         c)     Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier im RTFV-
                Nachweisverfahren positiv, so kommt kein Tier in der Quarantänestation für eine
                Einfuhr in die EU in Frage.
2.1.8.   Lumpy skin disease
         a)     Testverfahren: Serologische Nachweisverfahren (ELISA, Virusneutralisationstest
                oder andere anerkannte Testmethoden gemäß den in den einschlägigen Kapiteln
                des OIE-Handbuchs beschriebenen Protokollen).
         b) Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test innerhalb
             von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der zweite
             frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
         c)     Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Reagiert ein Tier im LSDV-
         Nachweisverfahren positiv, so kommt kein Tier in der Quarantänestation für eine
         Einfuhr in die EU in Frage.
2.1.9.   Hämorrhagisches Krim-Kongo-Fieber
         a)     Testverfahren: ELISA, Virusneutralisationstest, Immunofluoreszenztest oder
                andere anerkannte Testmethoden.
         b)     Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
 ---pagebreak--- 30.4.2004               DE                   Amtsblatt der Europäischen Union            L 151/49
          c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Zeigt ein Tier Anzeichen einer
                Exposition gegenüber dem Erreger des hämorrhagischen Krim-Kongo-Fiebers, so
                wird es aus der Gruppe ausgeschlossen.
2.1.10. Surra (Trypanosoma evansi)
          a)    Testverfahren: Der Parasit kann in konzentrierten Butproben gemäß den in den
                einschlägigen Kapiteln des OIE-Handbuchs beschriebenen Protokollen
                nachgewiesen werden.
          b)    Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
          c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Werden bei einem Tier Anzeichen von T.
                evansi festgestellt, so wird es aus der Gruppe ausgeschlossen. Die verbleibende
                Gruppe sollte innerlich und äußerlich mit geeigneten Mitteln antiparasitär
                behandelt werden.
2.1.11. Bösartiges Katarrhalfieber
          a)    Testverfahren: Der Nachweis viraler DNA zur Erregeridentifizierung durch
                Immunofluoreszenz oder Immunozytochemie nach den in den einschlägigen
                Abschnitten des OIE-Handbuchs beschriebenen Protokollen ist die gängigste
                Methode.
          b)    Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
          c)    Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Zeigt ein Tier Anzeichen einer
                Exposition gegenüber dem Katarrhalfiebererreger, so wird die gesamte Gruppe von
                der Ausfuhr in die EU ausgeschlossen.
2.1.12. Tollwut
          Impfung: In bestimmten Fällen kann gegen Tollwut geimpft werden, und es sollten
          Blutproben zur Durchführung eines Serumneutralisationstests gezogen werden.
           2.1.13.       Rinderleukose (nur, soweit die Tiere für eine leukosefreie Region
          bestimmt sind)
          a)    Testverfahren: AGID-Test oder Blocking-ELISA nach den im OIE-Handbuch
                beschriebenen Protokollen.
          b)    Zeitplan: Die Tiere müssen zwei Mal getestet werden, wobei der erste Test
                innerhalb von zwei Tagen nach ihrer Einstellung in die Quarantänestation und der
                zweite frühestens 42 Tage nach dem ersten Test stattfindet.
 ---pagebreak--- L 151/50               DE                    Amtsblatt der Europäischen Union        30.4.2004
         c)   Mögliche Maßnahmen nach dem Test: Tiere mit positiver Testreaktion werden
              aus der Gruppe ausgeschlossen, und die verbleibenden Tiere sind frühestens 21
              Tage nach dem ersten positiven Test einem Wiederholungstest zu unterziehen, der
              in diesem Falle als erster Test gemäß Buchstabe b) anzusehen ist.
         Nur Tiere, die bei zwei aufeinanderfolgenden Tests gemäß Buchstabe b) negativ reagiert
         haben, werden zur Ausfuhr in die EU zugelassen.
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