CELEX: 52004PC0646
Language: de
Date: 2004-10-06
Title: Vorschlag für einen Beschluß des Rates über die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung sowie einer Schlussakte

Avis juridique important

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52004PC0646

Vorschlag für einen Beschluß des Rates über die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung sowie einer Schlussakte  /* KOM/2004/0646 endg. */  

Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung sowie einer Schlussakte(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGDie Beteiligung an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung kann gemäß den sie begründenden Rechtsvorschriften den EFTA-Staaten geöffnet werden, die Mitgliedstaaten des EWR sind, sowie den europäischen Drittländern, die Unterzeichner des Übereinkommens des Europarats über das grenzüberschreitende Fernsehen sind. Die Öffnung des Programms für diese europäischen Drittländer setzt eine Prüfung der Vereinbarkeit ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand in seiner internen und externen Dimension voraus.Nach dem Referendum von 1992, in dem die Schweizer Bürger eine Beteiligung am EWR-Abkommen abgelehnt hatten, zeigte sich die Schweiz weiterhin interessiert an einer verstärkten Kooperation mit der EU im audiovisuellen Bereich. In einer der gemeinsamen Erklärungen von 1999 erklärten beide Seiten, sie würden diese Angelegenheit in einer künftigen Verhandlungsrunde in Angriff nehmen.Während der Vorbereitung der so genannten bilateralen II-Verhandlungen bat die Schweiz, ihre Beteiligung an den Programmen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung mit auf die Tagesordnung zu setzen.Die Kommission führte die Verhandlungen mit der Schweiz auf der Grundlage der vom Rat am 17. Juni 2002 erlassenen Richtlinien und im Benehmen mit dem vom Rat eingesetzten entsprechenden Ausschuss.Der Entwurf des Abkommens und ein Entwurf der Schlussakte wurden am 25. Juni 2004 paraphiert. Beide Dokumente sind dem nachstehenden Entwurf eines Ratsbeschlusses beigefügt.Bei der Schweiz handelt es sich um das erste europäische Land, das an diesen Programmen teilnimmt, ohne Mitglied des EWR oder Beitrittskandidat zu sein.Die wichtigsten Themenstellungen des vorgeschlagenen Abkommens sind:* Gemäß den Vorbedingungen für eine Beteiligung, die in den die Programme begründenden Rechtsvorschriften niedergelegt sind, legt das Abkommen in Anhang 1 die Bedingungen, denen der Rechtsrahmen für den Schweizer Rundfunk entsprechen muss, sowie sonstige einschlägige Vorkehrungen fest, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Abkommens getroffen sein müssen.* Für Projekte und Initiativen von Teilnehmern aus der Schweiz gelten im Rahmen der Programme dieselben Bedingungen, Regeln und Verfahren wie für Teilnehmer aus den Mitgliedstaaten, insbesondere was die Einreichung, Bewertung und Auswahl von Anträgen und Projekten, die Zuständigkeiten der nationalen Stellen bei der Durchführung der Programme sowie die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Überwachung der Teilnahme an den Programmen betrifft.* Die Schweiz leistet gemäß Anhang 3 des Abkommens jedes Jahr einen finanziellen Beitrag zu den Programmen.* Hinsichtlich Finanzkontroll- und Überprüfungsmaßnahmen hält sich die Schweiz an die Gemeinschaftsbestimmungen, einschließlich von Kontrollen durch Gemeinschaftsorgane, wie in Anhang 4 festgelegt.* Das Abkommen gilt solange, bis die Programme auslaufen oder bis eine der Seiten die andere davon in Kenntnis setzt, dass sie das Abkommen zu beenden wünscht.* Das Abkommen wird durch einen gemeinsamen Ausschuss verwaltet, dem Vertreter beider Vertragsparteien angehören.Bei der Paraphierungszeremonie hat die schweizerische Seite (Bundesrat Couchepin) der Kommission (Kommissarin Reding) ein Schreiben übermittelt, das die Übereinstimmung der schweizerischen Positionen zur externen Dimension der Politik im audiovisuellen Bereich mit denen der Europäischen Union, insbesondere im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO), bekräftigt.Im Sinne dieses Schreibens und um die reibungslose Durchführung des Abkommens sicherzustellen und den Geist der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Politik im audiovisuellen Bereich zu stärken ist eine Gemeinsame Erklärung zur Begründung eines entsprechenden im beiderseitigen Interesse liegenden Dialogs in die Schlussakte aufgenommen worden.Es wird davon ausgegangen, dass analog zu den Vereinbarungen beim Abschluss der bilateralen I-Verhandlungen eine Erklärung des Rates Fragen behandelt, die die Mitarbeit von Vertretern der Schweiz in Programmausschüssen als Beobachter bei den Punkten anbelangt, die die Schweiz betreffen.Die Kommission erachtet die Ergebnisse der Verhandlungen als zufrieden stellend und ersucht den Rat, die Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung sowie einer Schlussakte im Namen der EG zu genehmigen.Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung sowie einer SchlussakteDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 150 Absatz 4 und 157 Absatz 3, in Verbindung mit Artikel 300 Absatz 2 erster Satz,auf Vorschlag der Kommission,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Beschluss Nr. 2000/821/EG des Rates [1] vom 20. Dezember 2000 zur Durchführung eines Programms zur Förderung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke (MEDIA Plus - Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit) (2001-2005), insbesondere Artikel 11, und Beschluss Nr. 163/2001/EG [2] des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Januar 2001 zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA-Fortbildung) (2001-2005), insbesondere Artikel 8, sehen vor, dass diese Programme der Beteiligung der Unterzeichnerstaaten des Übereinkommens des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen offen stehen, die nicht EFTA-Staaten und Mitgliedstaaten des EWR oder Kandidaten für den Beitritt zur Europäischen Union sind, und zwar auf der Grundlage zusätzlicher Mittel, nach den von den Parteien durch Abkommen zu vereinbarenden Bedingungen.[1]  ABl. L 13 vom 17.1.2001, S. 35, zuletzt geändert durch Beschluss Nr. 846/2004/EG des Europäischen Parlements und des Rates vom 29. April 2004 (ABl. L 157 vom 30.4.2004, S. 4).[2]  ABl. L 26 vom 27.1.2001, S. 1, zuletzt geändert durch Beschluss Nr. 845/2004/EG des Europäischen Parlements und des Rates vom 29. April 2004 (ABl. L 157 vom 30.4.2004, S.1).(2) Die Kommission hat im Namen der Europäischen Gemeinschaft ein Abkommen für eine Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an diesen Programmen und eine Schlussakte zu diesem Abkommen ausgehandelt.(3) Dieses Abkommen und die Schlussakte sind zu unterzeichnen.BESCHLIESST:Einziger ArtikelVorbehaltlich des Abschlusses zu einem späteren Zeitpunkt wird der Präsident des Rates hiermit ermächtigt, die Person/en zu bestellen, die befugt ist/sind, das Abkommen rechtsverbindlich für die Gemeinschaft zu unterzeichnen sowie die Schlussakte zu unterzeichnen.Der Wortlaut des Abkommens und der Schlussakte ist diesem Beschluss beigefügt.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des RatesDer PräsidentABKOMMENzwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft anden Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-FortbildungDIE EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT, im Folgenden ,die Gemeinschaft" genannt, undDIE SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSENSCHAFT, im Folgenden ,die Schweiz" genannt,im Folgenden beide zusammen ,die Vertragsparteien" genannt -Die Gemeinschaft hat gemäß den Beschlüssen Nr. 2000/821/EG vom 20. Dezember 2000 und Nr. 163/2001/EG vom 19. Januar 2001, zuletzt geändert durch Beschluss Nr. 846/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 und Beschluss Nr. 845/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004, ein Programm zur Förderung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke und ein Fortbildungsprogramm für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (im Folgenden beide zusammen ,MEDIA-Programm" genannt) aufgelegt.Das MEDIA-Programm sieht unter bestimmten Bedingungen die Beteiligung von Drittländern vor, die Unterzeichnerstaaten des Übereinkommens des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen, aber nicht EFTA-Staaten und Mitgliedstaaten des EWR oder Kandidaten für den Beitritt zur Europäischen Union sind, und zwar auf der Grundlage zusätzlicher Mittel, nach den von den betreffenden Parteien durch Abkommen zu vereinbarenden Bedingungen.Gemäß den oben erwähnten Bestimmungen setzt die Öffnung der Programme für diese Drittländer eine Prüfung der Vereinbarkeit ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand voraus.Die Schweiz und die Gemeinschaft haben in der Gemeinsamen Erklärung über zukünftige zusätzliche Verhandlungen in der Schlussakte der sieben Abkommen vom 21. Juni 1999 den Wunsch zum Ausdruck gebracht, über die Beteiligung der Schweiz an diesen Programmen zu verhandeln.Die Schweiz unternimmt Schritte zur Vervollständigung ihres Rechtsrahmens, um das erforderliche Ausmaß der Vereinbarkeit mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand zu gewährleisten, und sie erfuellt daher zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Abkommens die in den oben erwähnten Beschlüssen festgelegten Bedingungen für eine Beteiligung.Insbesondere verstärkt die Zusammenarbeit der Gemeinschaft und der Schweiz im Hinblick auf die Verwirklichung der Ziele des Programms MEDIA im Rahmen grenzübergreifender Maßnahmen der Zusammenarbeit, an denen die Gemeinschaft und die Schweiz beteiligt sind, naturgemäß die Wirksamkeit der verschiedenen Aktionen im Rahmen dieses Programms und erhöht das Qualifikationsniveau der Fachkräfte in der Gemeinschaft und in der Schweiz.Die Vertragsparteien haben ein gemeinsames Interesse an der Entwicklung der europäischen audiovisuellen Programmindustrie als Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit.Die Vertragsparteien erwarten daher einen beiderseitigen Nutzen von der Beteiligung der Schweiz am MEDIA-Programm.SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:Artikel 1Gegenstand der VereinbarungDie durch dieses Abkommen begründete Zusammenarbeit der Gemeinschaft und der Schweiz bezweckt die Beteiligung der Schweiz an allen Aktionen im Rahmen des MEDIA-Programms, und zwar unter Beachtung der in den in Anhang 1 aufgeführten, die Programme betreffenden Rechtsakten festgelegten Ziele, Kriterien, Verfahren und Fristen, es sei denn, dass die Bestimmungen dieses Abkommens etwas Gegenteiliges vorsehen.Artikel 2Vereinbarkeit der RechtsrahmenUm die durch die oben erwähnten Beschlüsse festgelegten Bedingungen für eine Beteiligung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Abkommens erfuellen zu können, unternimmt die Schweiz die in Anhang 2 aufgeführten Schritte zur Vervollständigung ihres Rechtsrahmens durch, um das erforderliche Ausmaß der Vereinbarkeit mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand zu gewährleisten.Artikel 3FörderfähigkeitSoweit in diesem Abkommen nicht etwas anderes bestimmt ist, gilt Folgendes:1. Für die Beteiligung von Organisationen oder Einzelpersonen aus der Schweiz an den Aktionen gelten die gleichen Bedingungen wie für Organisationen oder Einzelpersonen aus den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft.2. Die Förderungswürdigkeit von Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen aus der Schweiz ergibt sich aus den in Anhang 1 aufgeführten, die Programme betreffenden Rechtsakten.3. Damit die Gemeinschaftsdimension der Programme gewährleistet wird, muss an den Projekten und Aktivitäten, die eine europäische Partnerschaft erfordern, mindestens ein Partner aus einem der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft mitarbeiten, damit sie für eine finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft in Frage kommen. Die übrigen Projekte und Aktionen müssen eine eindeutige europäische und gemeinschaftliche Dimension aufweisen.Artikel 4Verfahren1. Die Bestimmungen und Bedingungen für die Einreichung, Prüfung und Auswahl von Anträgen gelten für Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen aus der Schweiz in gleicher Weise wie für förderfähige Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen aus Mitgliedstaaten der Gemeinschaft.2. Gemäß den einschlägigen Bestimmungen der in Anhang 1 aufgeführten Beschlüsse kann die Kommission der Europäischen Gemeinschaften (im Folgenden ,die Kommission" genannt) schweizerische Sachverständige berücksichtigen, wenn sie unabhängige Sachverständige benennt, die sie bei der Prüfung von Projekten unterstützen sollen.3. Sämtliche Kontakte mit der Kommission im Zusammenhang mit der Antragstellung, der Auftragsvergabe, der Vorlage von Berichten und sonstigen Verwaltungsvereinbarungen im Rahmen des Programms erfolgen in einer Amtssprache der Gemeinschaft.Artikel 5Nationale Strukturen1. In Übereinstimmung mit den einschlägigen Bestimmungen der in Anhang 1 aufgeführten Rechtsakte richtet die Schweiz geeignete Strukturen und Mechanismen auf nationaler Ebene ein und trifft alle weiteren notwendigen Maßnahmen, um die innerstaatliche Koordinierung und Organisation der Durchführung des MEDIA-Programms zu gewährleisten. Insbesondere verpflichtet sich die Schweiz, in Zusammenarbeit mit der Kommission ein MEDIA-Büro einzurichten.2. Die maximale finanzielle Unterstützung für die Aktivitäten des MEDIA-Büros durch die Programme darf 50% der Gesamtmittel für diese Aktivitäten nicht überschreiten.Artikel 6FinanzbestimmungenZur Deckung der Kosten ihrer Beteiligung am MEDIA-Programm leistet die Schweiz jährlich einen Beitrag zum Gesamthaushalt der Europäischen Gemeinschaften gemäß den Bestimmungen und Bedingungen von Anhang 3.Artikel 7FinanzkontrolleDie Regeln für die Finanzkontrolle bei schweizerischen Teilnehmern am MEDIA-Programm sind in Anhang 4 dargestellt.Artikel 8Gemeinsamer Ausschuss1. Es wird ein Gemeinsamer Ausschuss eingesetzt.2. Dem Gemeinsamen Ausschuss gehören einerseits Vertreter der Gemeinschaft und andererseits Vertreter der Schweiz an. Der Ausschuss äußert sich einvernehmlich3. Der Gemeinsame Ausschuss hat die Aufgabe, dieses Abkommen zu verwalten und seine ordnungsgemäße Anwendung sicherzustellen.4. Auf Verlangen einer der Vertragsparteien tauschen die Vertragsparteien Informationen zu Maßnahmen im Rahmen dieses Abkommens und zu den sie betreffenden finanziellen Aspekten aus und konsultieren sich dazu innerhalb des Gemeinsamen Ausschusses.5. Um die ordnungsgemäße Durchführung dieses Abkommens zu erörtern, tritt der Gemeinsame Ausschuss auf Antrag einer der Vertragsparteien zusammen. Er gibt sich eine Geschäftsordnung und kann Arbeitsgruppen einsetzen, die ihn bei seiner Aufgabe unterstützen.6. Die Vertragsparteien können den Gemeinsamen Ausschuss mit allen Streitigkeiten über die Auslegung oder die Anwendung dieses Abkommens befassen. Der Gemeinsame Ausschuss kann die Streitigkeiten beilegen. Dem Gemeinsamen Ausschuss werden alle zweckdienlichen Informationen für eine eingehende Prüfung der Angelegenheit im Hinblick auf eine annehmbare Lösung zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zweck prüft der Gemeinsame Ausschuss alle Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Funktionierens dieses Abkommens.7. Der Gemeinsame Ausschuss überprüft regelmäßig die Anhänge dieses Abkommens. Auf Vorschlag einer der Vertragsparteien kann der Ausschuss beschließen, die Anhänge dieses Abkommens abzuändern.Artikel 9Überwachung, Bewertung und BerichteUnbeschadet der Verantwortlichkeit der Gemeinschaft für die Überwachung und Bewertung des Programms gemäß den Bestimmungen der in Anhang 1 aufgeführten Beschlüsse über die Programme ist die Beteiligung der Schweiz an dem MEDIA-Programm Gegenstand einer ständigen Überwachung im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Gemeinschaft und der Schweiz. Die Schweiz unterstützt die Kommission bei der Erstellung von Berichten über die Erfahrungen mit dem Programm und stellt ihr dazu einen Beitrag zur Verfügung, in dem die von ihr getroffenen einschlägigen innerstaatlichen Maßnahmen beschrieben werden. Die Schweiz beteiligt sich an allen sonstigen, von der Gemeinschaft in diesem Zusammenhang geplanten spezifischen Maßnahmen.Artikel 10AnhängeDie Anhänge dieses Abkommens sind dessen Bestandteil.Artikel 11Räumlicher GeltungsbereichDieses Abkommen gilt einerseits für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft Geltung hat, und nach Maßgabe jenes Vertrags sowie andererseits für das Hoheitsgebiet der Schweiz.Artikel 12Änderung und Kündigung1. Dieses Abkommen wird für die Laufzeit des MEDIA-Programms geschlossen.2. Wenn die Gemeinschaft neue Mehrjahresprogramme im Bereich Förderung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke sowie im Bereich Fortbildung für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie annimmt, kann dieses Abkommen gemäß den einvernehmlich festgelegten Bedingungen verlängert oder neu ausgehandelt werden.3. Die Gemeinschaft oder die Schweiz kann dieses Abkommen kündigen, indem sie der anderen Vertragspartei eine entsprechende Mitteilung macht. Das Abkommen tritt 12 Monate nach dem Tag dieser Mitteilung außer Kraft. Zum Zeitpunkt der Beendigung laufende Projekte und Maßnahmen werden bis zu ihrem Abschluss nach den Bedingungen dieses Abkommens fortgesetzt. Die Vertragsparteien regeln im Einvernehmen die übrigen eventuellen Folgen der Kündigung.Artikel 13InkrafttretenDieses Abkommen tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf den Monat folgt, in dem die Vertragsparteien notifiziert haben, dass sie ihre jeweiligen Verfahren abgeschlossen haben.Artikel 14SprachenDieses Abkommen ist in zwei Urschriften in dänischer, deutscher, englischer, estnischer, finnischer, französischer, griechischer, italienischer, lettischer, litauischer, niederländischer, polnischer, portugiesischer, schwedischer, slowakischer, slowenischer, spanischer, tschechischer und ungarischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.Geschehen zu ........................... am.............................Für die Europäische Gemeinschaft  //  Für die Schweizerische EidgenossenschaftANHANG 1Verzeichnis der das MEDIA-Programm betreffenden RechtsakteBeschluss Nr. 2000/821/EG des Rates vom 20. Dezember 2000 zur Durchführung eines Programms zur Förderung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke (MEDIA Plus - Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit) (2001-2005) (ABl. L 336 vom 31.12.2000, S. 82)Beschluss Nr. 163/2001/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA-Fortbildung) (2001-2005) (ABl. L 26 vom 27.1.2001, S. 1)Verordnung (EG) Nr. 885/2004 des Rates vom 26. April 2004 zur Anpassung der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates, der Verordnungen (EG) Nr. 1334/2000, (EG) Nr. 2157/2001, (EG) Nr. 152/2002, (EG) Nr. 1499/2002, (EG) Nr. 1500/2003 und (EG) Nr. 1798/2003 des Rates, der Beschlüsse Nr. 1719/1999/EG, Nr. 1720/1999/EG, Nr. 253/2000/EG, Nr. 508/2000/EG, Nr. 1031/2000/EG, Nr. 163/2001/EG, Nr. 2235/2002/EG und Nr. 291/2003/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, und der Beschlüsse Nr. 1999/382/EG, Nr. 2000/821/EG, Nr. 2003/17/EG und 2003/893/EG des Rates, in den Bereichen freier Warenverkehr, Gesellschaftsrecht, Landwirtschaft, Steuern, allgemeine und berufliche Bildung, Kultur sowie Politik im audiovisuellen Bereich und auswärtige Beziehungen wegen des Beitritts der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens, Sloweniens und der Slowakei (ABl. L 168 vom 1.5.2004, S. 1)Beschluss Nr. 845/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Änderung des Beschlusses Nr. 163/2001/EG zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA-Fortbildung) (2001-2005) (ABl. L 157 vom 30.4.2004, S. 1)Beschluss Nr. 846/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Änderung des Beschlusses 2000/821/EG des Rates zur Durchführung eines Programms zur Förderung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke (MEDIA PLUS - Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit) (2001-2005) (ABl. L 157 vom 30.4.2004, S. 4)ANHANG 2Artikel AFreier Empfang und ungehinderte Weiterverbreitung von Fernsehsendungen1. Ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union Unterzeichner des Übereinkommens des Europarats über das grenzüberschreitende Fernsehen, gewährleistet die Schweiz gemäß den Bestimmungen dieses Übereinkommens auf ihrem Hoheitsgebiet den freien Empfang und die ungehinderte Weiterverbreitung von Fernsehsendungen, die der Rechtshoheit dieses Mitgliedstaats unterworfen sind.2. In allen nicht unter Absatz 1 vorgesehenen Fällen gewährleistet die Schweiz auf ihrem Hoheitsgebiet den freien Empfang und die ungehinderte Weiterverbreitung von Fernsehsendungen, die der Rechtshoheit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union unterworfen sind (gemäß der Richtlinie ,Fernsehen ohne Grenzen", Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit, geändert durch die Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates), und zwar folgendermaßen :Die Schweiz behält das Recht,a) die Weiterverbreitung von Sendungen eines der Rechtshoheit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union unterworfenen Fernsehveranstalters auszusetzen, der in offensichtlicher, ernster und schwerwiegender Weise gegen die in den Artikeln 22 und 22 a der Richtlinie ,Fernsehen ohne Grenzen" aufgeführten Regeln zum Schutz von Minderjährigen und der menschlichen Würde verstoßen hat;b) gegen einen Fernsehveranstalter, der sich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union niederlässt, dessen Tätigkeit aber ganz oder vorwiegend auf das Hoheitsgebiet der Schweiz ausgerichtet ist, Maßnahmen zu ergreifen, wenn der Fernsehveranstalter sich in der Absicht niedergelassen hat, sich den Regelungen zu entziehen, die auf ihn anwendbar wären, wenn er im Gebiet der Schweiz niedergelassen wäre. Diese Bedingung wird im Lichte der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften ausgelegt (Rechtssache 33/74, Van Binsbergen gegen Bestuur van de Bedrijfsvereniging, Sammlung 1974, S. 1299, und Rechtssache C-23/93, TV10 SA gegen Commissariaat voor de Media, Sammlung 1994, S. I-4795).3. In den in Absatz 2 dieses Artikels aufgeführten Fällen werden die Maßnahmen nach einem Meinungsaustausch im Rahmen des durch dieses Abkommen eingesetzten Gemeinsamen Ausschusses getroffen.Artikel BFörderung der Verbreitung und Herstellung von Fernsehprogrammen1. Die Schweiz wendet die Artikel 4 und 5 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit, geändert durch die Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, entsprechend an und trägt dafür Sorge, dass die der Rechtshoheit ihrer Behörden unterworfenen Fernsehveranstalter sie durchführen.2. Hinsichtlich der Umsetzung des voranstehenden Absatzes gilt die Definition des europäischen Werks gemäß Artikel 6 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit, geändert durch die Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates.3. Die Schweiz trägt dafür Sorge, dass im Rahmen der Anwendung dieses Abkommens und während seiner Geltungsdauer keine diskriminierenden Maßnahmen gegen Werke aus den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft bestehen.4. Die Modalitäten der Wahrnehmung dieser Verpflichtungen sind in dem schweizerischen Rechtsrahmen für den Fernsehbereich mit Rechtswirkung ab dem Datum des Inkrafttretens dieses Abkommens festgelegt. Dieser Rechtsrahmen sieht vor, dass die Fernsehveranstalter dafür Sorge tragen, dass die in der Richtlinie 89/552/EWG vorgesehenen Anteile, gemäß Absatz 1 und 2 dieses Artikels, erreicht werden und dass sie jährlich der schweizerischen Regulierungsbehörde einen Bericht über die erreichten Anteile vorlegen, gegebenenfalls unter Angabe der Gründe dafür, dass die Anteile nicht erreicht worden sind. Sind diese Anteile nur teilweise erreicht worden und erweisen sich die angeführten Gründe als unzureichend, erlässt die zuständige Behörde entsprechende Bestimmungen. Auf jeden Fall achten die Fernsehveranstalter darauf, sich den in der Richtlinie vorgesehenen Anteilen schrittweise anzunähern.ANHANG 3Finanzieller Beitrag der Schweizzu ,MEDIA Plus" und ,MEDIA-Fortbildung"1. Der finanzielle Beitrag, den die Schweiz zum Haushaltsplan der Europäischen Union für die Teilnahme an den Programmen ,MEDIA Plus" und ,MEDIA-Fortbildung" leisten muss und der den jeweiligen Budgets der Programme anteilmäßig zugewiesen wird, beläuft sich auf die folgende Summe (in Millionen EUR):Jahr 2005  //  Jahr 20064,2  //  4,22. Die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union gilt auch für die Verwaltung des Beitrags der Schweiz.3. Die Reise- und Aufenthaltskosten der Vertreter und Sachverständigen der Schweiz im Rahmen ihrer Teilnahme an Sitzungen, die die Kommission in Verbindung mit der Durchführung der Programme veranstaltet, werden von der Kommission auf der selben Grundlage wie bei den Sachverständigen der Mitgliedstaaten der EU und gemäß den für diese geltenden Verfahren erstattet.4. Nach Inkrafttreten dieses Abkommens und zu Beginn jeden Jahres übermittelt die Kommission der Schweiz eine Zahlungsaufforderung für den nach diesem Abkommen fälligen Beitrag zu dem Budget der Programme.Dieser Beitrag wird in Euro ausgedrückt und ist auf ein Euro-Bankkonto der Kommission einzuzahlen.Die Schweiz zahlt ihren Beitrag bis zum 1. April ein, wenn die Zahlungsaufforderung von der Kommission vor dem 1. März übermittelt wird, und spätestens einen Monat nach Eingang der Zahlungsaufforderung, wenn diese von der Kommission zu einem späteren Zeitpunkt übermittelt wird.Bei verspäteter Zahlung des Beitrags werden der Schweiz ab dem Fälligkeitstag Zinsen für den offen stehenden Betrag berechnet. Als Zinssatz wird der um 3,5 % erhöhte am Fälligkeitstag geltende Zinssatz der Europäischen Zentralbank für Geschäfte in Euro angewandt.ANHANG 4Finanzkontrolle bei schweizerischen Teilnehmern am MEDIA-ProgrammArtikel ADirektkommunikationDie Kommission steht in direktem Kontakt mit den Teilnehmern des Programms in der Schweiz sowie mit deren Unterauftragnehmern. Diese Personen können der Kommission direkt alle Informationen und einschlägigen Unterlagen übermitteln, die sie ihr gemäß den Rechtsakten, auf die sich dieses Abkommen bezieht, und den in Anwendung derselben geschlossenen Verträgen zu liefern haben.Artikel BÜberprüfungen1. Gemäß den Verordnungen (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 vom 25. Juni 2002 und (EG, Euratom) Nr. 2342/2002 vom 23. Dezember 2002 und den anderen Vorschriften, auf die in diesem Abkommen Bezug genommen wird, kann in den Verträgen mit in der Schweiz niedergelassenen Teilnehmern an dem Programm vorgesehen werden, dass Bedienstete der Kommission oder andere von der Kommission beauftragte Personen jederzeit wissenschaftliche, finanzielle, technologische oder sonstige Überprüfungen in den Räumlichkeiten der Programmteilnehmer oder ihrer Unterauftragnehmer vornehmen können.2. Die Bediensteten der Kommission und die übrigen von ihr beauftragte Personen erhalten angemessenen Zugang zu den Stätten, Arbeiten und Unterlagen sowie zu allen - auch elektronischen - Informationen, die zur Durchführung dieser Überprüfungen erforderlich sind. Dieses Zugangsrecht wird ausdrücklich in den Verträgen verankert, die in Anwendung der Rechtsakte, auf die sich dieses Abkommen bezieht, geschlossen werden.3. Der Rechnungshof der Europäischen Gemeinschaften hat die gleichen Rechte wie die Kommission.4. Die Überprüfungen können auch nach Auslaufen des Programms oder dieses Abkommens nach Maßgabe der jeweiligen Verträge stattfinden.5. Die schweizerische Bundesfinanzkontrolle wird von den auf schweizerischem Hoheitsgebiet durchgeführten Überprüfungen zuvor unterrichtet. Diese Unterrichtung ist keine rechtliche Bedingung für die Durchführung dieser Überprüfungen.Artikel CVor-Ort-Kontrollen1. Im Rahmen dieses Abkommens ist die Kommission (OLAF) berechtigt, auf schweizerischem Hoheitsgebiet Kontrollen und Überprüfungen vor Ort nach Maßgabe der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2185/96 des Rates vom 11. November 1996 durchzuführen.2. Die Kommission bereitet die vor Ort durchzuführenden Kontrollen und Überprüfungen in enger Zusammenarbeit mit der schweizerischen Bundesfinanzkontrolle oder mit den anderen zuständigen, von der schweizerischen Bundesfinanzkontrolle bestimmten Behörden vor, die zu gegebener Zeit über den Gegenstand, den Zweck und die Rechtsgrundlage der Kontrollen und Überprüfungen unterrichtet werden, so dass sie die notwendige Unterstützung gewähren können. Zu diesem Zweck können die Bediensteten der zuständigen schweizerischen Behörden an den Kontrollen und Überprüfungen teilnehmen.3. Auf Wunsch der betreffenden schweizerischen Behörden werden die Kontrollen und Überprüfungen vor Ort gemeinsam von der Kommission und ihnen durchgeführt.4. Lehnen die Teilnehmer am MEDIA-Programm Kontrollen oder Überprüfungen vor Ort ab, so leisten die Schweizer Behörden im Einklang mit den nationalen Vorschriften den Kontrolleuren der Kommission die erforderliche Unterstützung, so dass diese ihre Aufgabe der Durchführung der Kontrollen und Überprüfungen vor Ort wahrnehmen können.5. Die Kommission teilt der schweizerischen Bundesfinanzkontrolle so schnell wie möglich alle Fakten und jeden Verdacht im Zusammenhang mit einer Unregelmäßigkeit mit, von der sie bei der Kontrolle oder Überprüfung vor Ort Kenntnis erhalten hat. Die Kommission hat die genannte Behörde in jedem Fall über das Ergebnis dieser Kontrollen und Überprüfungen zu unterrichten.Artikel DInformation und Konsultation1. Zur ordnungsgemäßen Durchführung dieses Anhangs tauschen die zuständigen Behörden der Schweiz und der Gemeinschaften regelmäßig Informationen aus und treten auf Wunsch einer der Vertragsparteien zu Konsultationen zusammen.2. Die zuständigen schweizerischen Behörden informieren die Kommission unverzüglich über alle Umstände, von denen sie Kenntnis erhalten haben und die eine Unregelmäßigkeit im Zusammenhang mit dem Abschluss und der Durchführung der Verträge oder Vereinbarungen vermuten lassen, die in Anwendung der Rechtsakte geschlossen wurden, auf die sich dieses Abkommen bezieht.Artikel EVertraulichkeitDie aufgrund dieses Anhangs übermittelten oder erhaltenen Informationen unterliegen, unabhängig von ihrer Form, dem Amtsgeheimnis und genießen den Schutz, der vergleichbaren Informationen nach schweizerischem Recht und nach den entsprechenden Vorschriften für die Organe der Gemeinschaft zukommt. Diese Informationen dürfen nur an Personen weitergegeben werden, die in den Gemeinschaftsorganen, den Mitgliedstaaten oder der Schweiz aufgrund ihrer amtlichen Eigenschaft davon Kenntnis erhalten dürfen, und zu keinem anderen Zweck als zur Gewährleistung eines wirksamen Schutzes der finanziellen Interessen der Vertragsparteien verwendet werden.Artikel FVerwaltungsrechtliche Maßnahmen und SanktionenUnbeschadet der Anwendung des schweizerischen Strafrechts kann die Kommission gemäß den Verordnungen (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 vom 25. Juni 2002 und (EG, Euratom) Nr. 2342/2002 vom 23. Dezember 2002 sowie (EG, Euratom) Nr. 2988/95 des Rates vom 18. Dezember 1995 über den Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaften zu verwaltungsrechtlichen Maßnahmen und Sanktionen greifen.Artikel GEINFORDERUNG UND VOLLSTRECKUNGDie Entscheidungen, welche die Kommission aufgrund des MEDIA-Programms innerhalb des Geltungsbereichs dieses Abkommens trifft und die eine Zahlung auferlegen, sind in der Schweiz vollstreckbare Titel; dies gilt nicht gegenüber Staaten. Die Vollstreckungsklausel wird nach einer Prüfung, die sich lediglich auf die Echtheit des Titels erstrecken darf, von der Behörde erteilt, welche die schweizerische Regierung zu diesem Zweck bestimmt und der Kommission benennt. Die Zwangsvollstreckung erfolgt nach den Vorschriften des schweizerischen Prozessrechts. Die Rechtmäßigkeit der Entscheidung, die den vollstreckbaren Titel darstellt, unterliegt der Kontrolle des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften.Die Urteile, die der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften aufgrund einer Schiedsklausel fällt, sind unter den gleichen Bedingungen vollstreckbare Titel.Schlussakte des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-FortbildungDie Bevollmächtigtender Europäischen Gemeinschaftundder Schweizerischen Eidgenossenschaftdie in ......... am .......... des Jahres zweitausendvier zur Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bereich audiovisuelle Medien über die Festlegung der Voraussetzungen und Bedingungen für die Beteiligung der Schweizerischen Eidgenossenschaft an den Gemeinschaftsprogrammen MEDIA Plus und MEDIA-Fortbildung zusammengetreten sind, haben die nachstehend erwähnte und dieser Schlussakte beigefügte Erklärung angenommen :Gemeinsame Erklärung der Vertragsparteien zur Begründung eines im beiderseitigen Interesse liegenden Dialogs auf dem Gebiet der Politik im audiovisuellen BereichSie haben ebenfalls die nachstehend erwähnte und dieser Schlussakte beigefügte Erklärung zur Kenntnis genommen:Erklärung des Rates zur Mitarbeit der Schweiz in den AusschüssenGeschehen zu ... amFür die Schweizerische Eidgenossenschaft:  //  Für die Europäische GemeinschaftGemeinsame Erklärung der Vertragsparteien zur Begründung eines im beiderseitigen Interesse liegenden Dialogs auf dem Gebiet der Politik im audiovisuellen BereichDie beiden Vertragsparteien erklären, dass, um die reibungslose Durchführung des Abkommens sicherzustellen und den Geist der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Politik im audiovisuellen Bereich zu stärken, die Begründung eines entsprechenden Dialogs von beiderseitigem Interesse ist.Die beiden Vertragsparteien erklären, dass dieser Dialog sowohl im Rahmen des durch das Abkommen eingesetzten Gemeinsamen Ausschusses stattfinden soll als auch, sofern angebracht und nach Bedarf, in anderen Foren. Die beiden Vertragsparteien erklären, dass im Geist dieser Erklärung Vertreter der Schweiz zu Sitzungen am Rande der Sitzungen des durch die Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 1997 zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG eingerichteten ,Kontaktausschusses" eingeladen werden können.Erklärung zur Mitarbeit der Schweiz in den AusschüssenDer Rat kommt überein, dass die Vertreter der Schweiz bei den sie betreffenden Fragen als Beobachter an den Sitzungen der Ausschüsseund Sachverständigengruppen der MEDIA-Programme teilnehmen. Diese Ausschüsse und Sachverständigengruppen stimmen jedoch in Abwesenheit der Vertreterder Schweiz ab.FINANCIAL STATEMENTPolicy area(s): Education and CultureActivity(ies): Audiovisual Policy and Sports, (15 05)Administrative Expenditure of Policy Area Education and Culture (15 01)Title of action: Participation of Switzerland in the Media Plus and Media Training Community programmes1. BUDGET LINE(S) + HEADING(S)15 05 01 01 Media Plus15 05 01 02 Media Training15 01 04 08 Media - Expenditure on administrative Management2. OVERALL FIGURES2.1. Total allocation for action: 8.4 EUR million for commitment2.2. Period of application: 2005-20062.3. Overall multiannual estimate on expenditure:a) Schedule of commitment appropriations/payment appropriations (financial intervention) (see point 6.1.1)EUR million (to 3rd decimal place)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;b) Technical and administrative assistance and support expenditure&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;The 'p.m.' refers to possible needs to be assessed at a later stage. Any reinforcement would reduce the appropriations for the operational part.&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;c) Overall financial impact of human resources and other administrative expenditure(see points 7.2 and 7.3)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;2.4. Compatibility with the financial programming and the financial perspectivex Proposal compatible with the existing financial programming 2000-20062.5. Financial impact on revenue:x Financial impact - the effect on revenue is as follows:Subsidy for joint financing with other sources in the public and/or private sector:Switzerland will pay a contribution for participating in the programmes. Switzerland's contribution takes into account two elements:-  the foreseeable operational costs, which have been calculated on the basis of the programme budgets, the country's estimated take-up capacity,-  the foreseeable administrative costs, corresponding to the meetings, missions and one temporary A staff. These estimated administrative costs amount yearly to 158 000 EUR.The foreseeable annual receipts are as follows (in million EUR):&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;These revenues will be entered as earmarked revenues into the Community budget.(1) La structure budgétaire dans la partie des recettes du Budget Communautaire sera proposée pour adaptation avant fin 2004.3. BUDGET CHARACTERISTICS&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;4. LEGAL BASISTreaty establishing the European Community, and in particular Articles 150 and 157, in conjunction with Article 300 thereof;Council Decision (2000/821/EC) [3] of 20 December 2000 on the implementation of a programme to encourage the development, distribution and promotion of European audiovisual works (MEDIA Plus -Development, Distribution and Promotion), and in particular Article 11 thereof;[3]  OJ L 13, 17.1.2001, p. 35.Decision (163/2001/EC) [4] of 19 January 2001 of the European Parliament and the Council on the implementation of a training programme for professionals in the European audiovisual programme industry (MEDIA Training), and in particular Article 8 thereof;[4]  OJ L 26, 27.1.2001, p. 1.Council Regulation (EC) No 885/2004 [5] of 26 April 2004 adapting Regulation (EC) No 2003/2003 of the European Parliament and of the Council, Council Regulations (EC) No 1334/2000, (EC) No 2157/2001, (EC) No 152/2002, (EC) No 1499/2002, (EC) No 1500/2003 and (EC) No 1798/2003, Decisions No 1719/1999/EC, No 1720/1999/EC, No 253/2000/EC, No 508/2000/EC, No 1031/2000/EC, No 163/2001/EC, No 2235/2002/EC and No 291/2003/EC of the European Parliament and of the Council, and Council Decisions 1999/382/EC, 2000/821/EC, 2003/17/EC and 2003/893/EC in the fields of free movement of goods, company law, agriculture, taxation, education and training, culture and audiovisual policy and external relations, by reason of the accession of the Czech Republic, Estonia, Cyprus, Latvia, Lithuania, Hungary, Malta, Poland, Slovenia and Slovakia.[5]  OJ L 168, 1.5.2004, p. 1.Decision n° 845 /2004/EC [6] of the European Parliament and of the Council of 29 April 2004 amending decision n° 163/2001/EC on the implementation of a training programme for professionals in the European audiovisual programme industry (MEDIA-TRAINING) (2001-2005);[6]  OJ L 157, 30.4.2004, p. 1.Decision n° 846/2004/EC [7] of the European Parliament and of the Council of 29 April 2004 amending Council decision 2000/821/EC on the implementation of a programme to encourage the development, distribution and promotion of European audiovisual works (MEDIA PLUS - DEVELOPMENT, DISTRIBUTION AND PROMOTION) (2001-2005);[7]  OJ L 157, 30.4.2004, p. 4.5. DESCRIPTION AND GROUNDS5.1. Need for Community intervention5.1.1. Objectives pursuedIn line with the provisions in the decisions establishing the programmes, this Agreement lays down conditions, notably as concerns Switzerland's financial contribution, adaptations to be made to Switzerland's broadcasting regulatory framework, and other practical arrangements for participating in these programmes.5.2. Actions envisaged and arrangements for budget interventionThe aim of opening up the programmes MEDIA Plus and MEDIA Training to Switzerland is to bring about synergies and mutual benefit to partners in Switzerland, Member States of the Community, as well as other participating countries, with a view to expand and multiply the chances for successful achievement of the aims and objectives set in the decisions establishing the programmes. Accordingly, objectives and target population are the same as those of the programmes.5.3. Methods of implementation- Choice of ways and means Switzerland's participation has been modelled on the tried and tested terms and conditions used previously for EFTA/EEA countries and candidate countries. Specific provisions have been made to adapt them to the particular conditions of Switzerland, since it constitutes the first case of European country neither member of the EEA nor having a pre-accession strategy that will take part in these programmesProjects and initiatives submitted by participants from Switzerland shall be subject to the same conditions, rules and procedures pertaining to these programmes as are applied to Member States, regarding in particular the submission, assessment, and selection of applications and projects, the responsibilities of the national structures in the implementation of the programmes, and the activities related to the monitoring of their participation in the programmes.- The Agreement will be managed by a joint committee, composed of representatives of Switzerland and the Community.- Main factors of uncertainty which could affect the specific results of the operation- Since projects will be selected according to quality criteria, it will only be possible to measure the real impact on the basis of Swiss firms' and institutions' capacity to respond to the calls for proposal launched by the Commission under the programmes.6. FINANCIAL IMPACT6.1. Total financial impact (over the entire programming period)6.1.1. Financial intervention&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;7. IMPACT ON STAFF AND ADMINISTRATIVE EXPENDITURE7.1. Impact on human resourcesThe needs for human and administrative resources shall be covered within the allocation granted to the managing DG in the framework of the annual allocation procedure.&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;7.2. Overall financial impact of human resources&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;(*) By using existing resources required to manage the operation7.3. Other administrative expenditure deriving from the actionEUR&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;The above expenditure will be met from the receipts (article 4 par.2, third indent of the financial regulation) received from Switzerland (see point 2.5 of the financial statement).8. FOLLOW-UP AND EVALUATION8.1. Arrangements and schedule for the planned evaluationThe monitoring and evaluation procedures included in the programmes (notably in respect of evaluation, as included in the decisions establishing the programmes) will also cover operations financed for Swiss beneficiaries.9. ANTI-FRAUD MEASURESAll the Commission's contracts, agreements and other legal commitments provide for on-the-spot checks by the Commission and Court of Auditors. Among other things, the beneficiaries of the operations are obliged to file reports and financial statements. These are analysed from the point of view of their content and the eligibility of the expenditure in line with the objective of Community financing.The anti-fraud provisions of the basic budget headings apply to this heading too when adapted to the case of Switzerland.