CELEX: 62011CN0167
Language: de
Date: 2011-04-05 00:00:00
Title: Rechtssache C-167/11 P: Rechtsmittel, eingelegt am 5. April 2011 von der Cantiere Navale De Poli SpA gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz (Achte Kammer) vom 3. Februar 2011 in der Rechtssache T-584/08, Cantiere Navale De Poli SpA/Kommission

11.6.2011   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 173/7
            
         Rechtsmittel, eingelegt am 5. April 2011 von der Cantiere Navale De Poli SpA gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz (Achte Kammer) vom 3. Februar 2011 in der Rechtssache T-584/08, Cantiere Navale De Poli SpA/Kommission
   (Rechtssache C-167/11 P)
   2011/C 173/15
   Verfahrenssprache: Italienisch
   
      Verfahrensbeteiligte
   
   
      Rechtsmittelführerin: Cantiere Navale De Poli SpA, in Liquidation und unter Vergleich gestellt, (Prozessbevollmächtigte: A. Abate und A. Franchi, avvocati)
   
      Andere Verfahrensbeteiligte: Europäische Kommission
   
      Anträge
   
   Die Rechtsmittelführerin beantragt,
   
               —
            
            
               das Urteil des Gerichts erster Instanz vom 3. Februar 2011 und die Entscheidung der Europäischen Kommission vom 21. Oktober 2008 aufzuheben und, soweit dies erforderlich und möglich ist, über den Rechtsstreit unmittelbar zu entscheiden;
            
         
               —
            
            
               hilfsweise, das Urteil aufzuheben und an das Gericht erster Instanz zurückzuverweisen;
            
         
               —
            
            
               der Kommission die Kosten aufzuerlegen.
            
         
      Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente
   
   Mit ihrem Rechtsmittel rügt die Rechtsmittelführerin das Urteil des Gerichts vom 3. Februar 2011, Cantiere Navale De Poli/Kommission (T-584/08), namentlich in folgender Hinsicht:
   
               a)
            
            
               Verfahrensfehler in Form eines Begründungsmangels in Bezug auf
               
                           —
                        
                        
                           die teleologische Auslegung der Verordnung (EG) Nr. 1177/2002 des Rates vom 27. Juni 2002 zur Einführung befristeter Schutzmaßnahmen für den Schiffbau (1) zur Ermittlung der Ziele, die der Rat zum Schutz der Interessen derjenigen Gemeinschaftswerften verfolgt, die durch unfaire Wettbewerbsbedingungen koreanischer Werften geschädigt werden;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           das Verhältnis (Normenhierarchie) zwischen der Verordnung Nr. 1177/2002 des Rates und der Verordnung (EG) Nr. 794/2004 der Kommission vom 21. April 2004 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel 88 EG (2);
                        
                     
                           —
                        
                        
                           die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips zur Bestimmung der Vorschriften über die Fristen für die Mitteilung von Beihilfen an die Kommission durch die Mitgliedstaaten.
                        
                     
         
               b)
            
            
               Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht im Hinblick auf
               
                           —
                        
                        
                           die vorübergehende Ausübung der Befugnis durch die Mitgliedstaaten, die Beihilfen der Kommission im Rahmen der Verordnung Nr. 1177/2002 mitzuteilen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           die Befugnis der Kommission, Beihilfen im Sinne dieser Verordnung auf ihre „Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt“ hin zu prüfen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           die Regelung der nach der Verordnung Nr. 1177/2002 begründeten Rechtsverhältnisse nach Außerkrafttreten dieser Verordnung (am 31. März 2005);
                        
                     
                           —
                        
                        
                           die Anwendung der Grundsätze der Gleichbehandlung und des Vertrauensschutzes.
                        
                     
         
      (1)  ABl. L 172, S. 1.
   
      (2)  ABl. L 140, S. 1.