CELEX: 62012CN0111
Language: de
Date: 2012-02-29 00:00:00
Title: Rechtssache C-111/12: Vorabentscheidungsersuchen des Consiglio di Stato (Italien), eingereicht am 29. Februar 2012 — Ministero per i beni e le attività culturali u. a./Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia u. a.

26.5.2012   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 151/17
            
         Vorabentscheidungsersuchen des Consiglio di Stato (Italien), eingereicht am 29. Februar 2012 — Ministero per i beni e le attività culturali u. a./Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia u. a.
   (Rechtssache C-111/12)
   2012/C 151/30
   Verfahrenssprache: Italienisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Consiglio di Stato
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Rechtsmittelführer: Ministero per i beni e le attività culturali, Ordine degli Ingegneri della Provincia di Venezia, di Padova, di Treviso, di Vicenza, di Verona e Provincia, di Rovigo und di Belluno
   
      Rechtsmittelgegner: Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia, Consiglio Nazionale degli Ingegneri, Consiglio Nazionale degli Architetti, Pianificatori, Paesaggisti e Conservatori, Alessandro Mosconi, Comune di S. Martino Buon Albergo, Ordine degli Architetti Pianificatori Paesaggisti e Conservatori della Provincia di Verona, Istituzione di Ricovero e di Educazione di Venezia, Ordine degli Architetti di Venezia
   
      Vorlagefragen
   
   
               1.
            
            
               Steht die Richtlinie 85/434 (1), soweit sie (in Art. 10 und 11) übergangsweise zur Ausübung der Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur Freiberufler aus anderen Mitgliedstaaten zulässt, die die im Einzelnen aufgeführten Befähigungsnachweise vorweisen, dem entgegen, dass in Italien eine Verwaltungspraxis für rechtmäßig gehalten wird, deren Rechtsgrundlage Art. 52 Abs. 2 Teil 1 des r.d. 2537/1925 ist und die bestimmte Arbeiten an Gebäuden von künstlerischem Wert speziell und allein Bewerbern mit dem Befähigungsnachweis des „Architekten“ oder aber Bewerbern vorbehält, die nachweisen, dass sie besondere, für den Bereich der Kulturgüter spezifische Fähigkeiten haben, die diejenigen ergänzen, die gewöhnlicherweise den Zugang zu den Tätigkeiten eröffnen, die zur Architektur im Sinne der Richtlinie zählen?
            
         
               2.
            
            
               Kann eine solche Praxis insbesondere darin bestehen, auch Freiberufler aus anderen Mitgliedstaaten als Italien, selbst wenn sie einen Befähigungsnachweis vorweisen, der abstrakt geeignet ist, Tätigkeiten auszuüben, die in den Bereich der Architektur fallen, einer besonderen Prüfung ihrer beruflichen Eignung zu unterwerfen (was auch mit italienischen Freiberuflern geschieht, die die Befähigungsprüfung für Architekten ablegen), um ihnen den Zugang zu den in Art. 52 Abs. 2 Teil 1 des Regio decreto Nr. 2357/1925 vorgesehenen beruflichen Tätigkeiten zu ermöglichen?
            
         
      (1)  ABl. L 223, S. 15.