CELEX: 31991R3287
Language: de
Date: 1991-11-11 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EWG) Nr. 3287/91 DER KOMMISSION vom 11. November 1991 zur Bestimmung, für die Mitgliedstaaten, des geschätzten Einkommensausfalls und Betrages der je Mutterschaf und Ziege zu zahlenden Prämie sowie des zweiten Halbjahresvorschusses für das Wirtschaftsjahr 1991 #

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31991R3287

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3287/91 DER KOMMISSION vom 11. November 1991 zur Bestimmung, für die Mitgliedstaaten, des geschätzten Einkommensausfalls und Betrages der je Mutterschaf und Ziege zu zahlenden Prämie sowie des zweiten Halbjahresvorschusses für das Wirtschaftsjahr 1991  -   

Amtsblatt Nr. L 310 vom 12/11/1991 S. 0012 - 0014

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3287/91 DER KOMMISSION  vom 11. November 1991  zur Bestimmung, für die Mitgliedstaaten, des geschätzten Einkommensausfalls und Betrages der je Mutterschaf und Ziege zu zahlenden Prämie sowie des zweiten Halbjahresvorschusses  für das Wirtschaftsjahr 1991  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 des Rates vom 25. September 1989 über die gemeinsame Marktorganisation für Schaf- und Ziegenfleisch (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1741/91 (2), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 6,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Artikel 5 Absätze 1 und 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 sieht die Gewährung einer Prämie vor, damit der etwaige Einkommensausfall der Schaffleisch- und, in einigen Gebieten, der Ziegenfleischerzeuger ausgeglichen werden kann. Diese Gebiete sind in  Anhang I derselben Verordnung und in Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1065/86 der Kommission vom 11. April 1986 zur Bestimmung der Berggebiete, in denen die Prämie zugunsten der Ziegenfleischerzeuger gewährt wird (3), geändert durch die Verordnung  (EWG) Nr. 3519/86 (4), festgelegt.  Nach Artikel 5 Absatz 8 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 können Prämien für die Erzeuger weiblicher Schafe bestimmter Bergrassen, andere als prämienfähige Mutterschafe, in bestimmten Gebieten gewährt werden. Diese Schafe und diese Gebiete sind im Anhang  der Verordnung (EWG) Nr. 872/84 des Rates (5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1970/87 (6), zur Festlegung der Grundregeln für die Gewährung der Prämie zugunsten der Schaffleischerzeuger definiert.  Nach Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 ist der zu erwartende Einkommensverlust unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung der Marktpreise zu schätzen, um den Erzeugern von Schaf- und Ziegenfleisch Vorschüsse zahlen zu  können.  Gemäß Artikel 23 Absatz 4 der genannten Verordnung wird die im Wirtschaftsjahr 1991 an die Erzeuger schwerer Lämmer zu gewährende Mutterschafprämie je Gebiet vorläufig berechnet, indem der Einkommensausfall nach Absatz 3 desselben Artikels mit einem  Koeffizienten multipliziert wird, der je Gebiet und schwere Lämmer erzeugendes Mutterschaf der jährlichen Durchschnittserzeugung an Fleisch von solchen Lämmern, ausgedrückt in 100 kg SG, entspricht. Der Koeffizient für 1991 konnte, da vollständige  Statistiken für die Gemeinschaft fehlten, noch nicht bestimmt werden. Bis dieser Koeffizient feststeht, sollte ein vorläufiger Wert verwendet werden. Für das Gebiet 1 ist dieser Einkommensausfall um den gewichteten Durchschnitt der tatsächlich gewährten  variablen Prämien und der für den Rest des Wirtschaftsjahres 1991 zu erwartenden Prämien zu verringern. Dieser Durchschnitt wird gemäß Artikel 24 Absatz 4 derselben Verordnung errechnet. In Artikel 23 Absatz 4 der Verordnung wurde ausserdem für das  Wirtschaftsjahr 1991 die je Mutterschaf an die Erzeuger leichter Lämmer, je Ziege und je anderes als prämienfähiges Mutterschaf zu gewährende Prämie auf 70 % der an die Erzeuger schwerer Lämmer zu gewährenden Mutterschafprämie festgesetzt.  Gemäß Artikel 24 Absatz 8 derselben Verordnung werden Einkommensausfälle in Großbritannien (ohne Abzug der Auswirkung der variablen Prämie) und im Gebiet Irland-Nordirland sowie die Koeffizienten, welche den Jahresdurchschnitt der Erzeugung von Fleisch  schwerer Lämmer für jedes solche Lämmer erzeugende Mutterschaf wiedergeben, schrittweise, entsprechend dem tatsächlichen Abbau der variablen Schlachtprämie während eines Wirtschaftsjahres, durch einen einheitlichen Einkommensausfall bzw. durch  einheitliche Koeffizienten ersetzt.  Nach Artikel 23 Absatz 5 der Verordnung wurde Griechenland für das Wirtschaftsjahr 1991 ermächtigt, die Regelung nach Artikel 22 Absatz 6 derselben Verordnung anzuwenden. Den Interessenten sollte deshalb auf Antrag eine Mutterschafprämie gleich der  gewährt werden können, die in Gebiet 2 den Erzeugern schwerer Lämmer gewährt wird, wenn sie der zuständigen Behörde nachgewiesen haben, daß die von den in ihrem Besitz befindlichen Mutterschafen stammenden Lämmer geschlachtet wurden, als sie mindestens  zwei Monate alt waren. Nach demselben Absatz kann im Wirtschaftsjahr 1991 in dem genannten Mitgliedstaat unter denselben Bedingungen eine Ziegenprämie gewährt werden, die 80 % der in Gebiet 2 den Erzeugern schwerer Lämmer gewährten Prämie entspricht.  Gemäß Artikel 8 der Verordnung ist die Prämie um den Bestandteil zu verringern, der sich durch Multiplikation des Grundpreises mit dem Koeffizienten gemäß Absatz 2 desselben Artikels ergibt. Dieser Koeffizient wurde vorläufig mit der Verordnung (EWG)  Nr. 3546/90 der Kommission (7) über die im Wirtschaftsjahr 1991 im Sektor Schaf- und Ziegenfleisch gültige Garantiebeschränkung festgesetzt.  Gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 beläuft sich der Halbjahresvorschuß auf 30 % der vorgesehenen Prämie. Nach Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr. 3007/84 der Kommission (8), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr.  3107/91 (9), wird dieser Vorschuß nur gewährt, wenn er mindestens 1 ECU beträgt.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Schafe und Ziegen -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  Zwischen dem Grundpreis, der um die Auswirkung des Koeffizienten gemäß Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 zu verringern ist, und dem im Wirtschaftsjahr 1991 voraussichtlich erzielten Marktpreis ergibt sich bezueglich der  nachstehenden Gebiete folgender geschätzter Unterschied:  (in ECU/100 kg)      Gebiet  Unterschied     1  182,774  2  129,280  - Irland - Nord-Irland  163,319  - Griechenland  8,995     Artikel 2  (1) Die Mutterschaf und je Gebiet zu zahlende Prämie beträgt geschätzt:  (in ECU)      Gebiet  Geschätzte Prämie je    schwere   leichte   Lämmer erzeugendes Mutterschaf    1  15,592  10,914  2 - Irland - Nord-Irland  26,131  18,292  - restliches Gebiet 2  20,685  14,480  - Griechenland (Artikel 23 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89)  20,685  20,685  - Griechenland (andere Mutterschafe)  0,899  0,629      (2) Der Vorschuß, den die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 gewähren können, beträgt:  (in ECU)      Gebiet  Geschätzte Prämie je    schwere   leichte   Lämmer erzeugendes Mutterschaf    1  4,678  3,274  2 - Irland - Nord-Irland  7,839  5,488  - restliches Gebiet 2  6,206  4,344  - Griechenland (Artikel 23 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89)  6,206  6,206  - Griechenland (andere Mutterschafe)  -  -      Artikel 3  (1) Die je Ziege und Gebiet gemäß Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 und Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1065/86 zu zahlende Prämie beträgt geschätzt:  (in ECU)      Gebiet  Je Ziege geschätzte Prämie     2 Restliches Gebiet 2  14,480  - Griechenland (Artikel 23 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89)  16,548  - Griechenland (andere weibliche Tiere)  0,719    (2) Der Vorschuß, den die  Mitgliedstaaten den Ziegenfleischerzeugern in den in Absatz 1 genannten Gebieten gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 zahlen dürfen, beträgt:  (in ECU)      Gebiet  Vorschuß auf die je Ziege zu zahlende Prämie     2 Restliches Gebiet 2  4,344  - Griechenland (Artikel 23 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89)  4,964  - Griechenland (andere weibliche Tiere)  -     Artikel 4  (1) Die je weibliches Schaf, anderes als prämienfähiges Mutterschaf, je Gebiet gemäß Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 872/84 zu zahlende Prämie beträgt geschätzt:  (in ECU)      Gebiet  Je weibliches Schaf, anderes als prämienfähiges Mutterschaf geschätzte Prämie     1  10,914    (2) Der Vorschuß, den die Mitgliedstaaten nach Artikel 5 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 den Erzeugern weiblicher Schafe,  anderen als prämienfähigen Mutterschafen, in den in Absatz 1 genannten Gebieten zahlen dürfen, beträgt:  (in ECU)      Gebiet  Vorschuß auf die je weibliches Schaf, anderes als prämienfähiges Mutterschaf, zu zahlende Prämie     1  3,274     Artikel 5  Diese Verordnung tritt am dritten Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 11. November 1991 Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission   (1) ABl. Nr. L 289 vom 7. 10. 1989, S. 1. (2) ABl. Nr. L 163 vom 26. 6. 1991, S. 41. (3) ABl. Nr. L 97 vom 12. 4. 1986, S. 25. (4) ABl. Nr. L 325 vom 20. 11. 1986, S. 17. (5) ABl. Nr. L 90 vom 1. 4. 1984, S. 40. (6) ABl. Nr. L 184 vom 3. 7.  1987, S. 23. (7) ABl. Nr. L 344 vom 8. 12. 1990, S. 23. (8) ABl. Nr. L 283 vom 10. 10. 1984, S. 28. (9) ABl. Nr. L 294 vom 25. 10. 1991, S. 16.