CELEX: 52001PC0760
Language: de
Date: 2001-12-10
Title: Vorschlag für einen Beschluß des Rates über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit Spirituosen

Avis juridique important

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52001PC0760

Vorschlag für einen Beschluß des Rates über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit Spirituosen  /* KOM/2001/0760 endg. - ACC 2001/0292 */  

Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit Spirituosen(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGA. Allgemeines1. Im Rahmen der vom Rat am 19. Juni 1995 und am 25. März 1996 verabschiedeten Verhandlungsrichtlinien für das Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und der Republik Südafrika (im folgenden ,TDC-Abkommen" genannt), hat die Kommission zwei Sektorabkommen für Wein und für Spirituosen ausgehandelt mit dem Ziel, den Handel mit Wein und Spirituosen zwischen den beiden Vertragsparteien zu erleichtern und zu fördern. Die Kommission hat diese Verhandlungen seit 1995 in enger Zusammenarbeit mit dem Rat und im Einklang mit Artikel 133 EG-Vertrag geführt.2. Das mit dem Briefwechsel vom 15. und 16. Februar 2000 zwischen den Präsidenten von Rat und Kommission, Herrn J. Gama und Herrn R. Prodi, einerseits, und dem Präsidenten der Republik Südafrika, Herrn T. Mbeki, andererseits geschlossene politische Abkommen über die besonderen Bezeichnungen im Spirituosenbereich (Grappa, Ouzo usw.) ist Teil der Bestimmungen des vorliegenden Abkommens.3. Die Kommission und Südafrika haben die Verhandlungen am 25. Juli 2001 in Pretoria abgeschlossen. Dort hat die Gruppe hochrangiger Vertreter der Kommission und Südafrikas in einer ,Gemeinsamen Absichtserklärung über Weine und Spirituosen" eine Einigung ad referendum über alle wichtigen Fragen erzielt, und zwar- die schrittweise Abschaffung strittiger Handelsmarken gemäß dem im Juni 2000 ausgehandelten Kompromiss (vgl. Nummer 9);- die Verwendung des für die Umstrukturierung des südafrikanischen Wein- und Spirituosensektors bereitgestellten Betrags von 15 Mio. EUR auf der Grund lage eines vereinbarten Programms;- die Festsetzung des 1. Januar 2002 als Datum für das Inkrafttreten des Wein- und des Spirituosenabkommens.4. Die Texte wurden von den Verhandlungsparteien am 30. November 2001 paraphiert. Die Kommission legt dem Rat diesen Vorschlag schnellstmöglich vor, um ein Inkrafttreten der beiden Abkommen - wie in der Gemeinsamen Absichtserklärung vorgesehen - am 1. Januar 2002 zu ermöglichen.5. Der Abschluss des Abkommens über Wein ist Gegenstand eines getrennten Vorschlags, den die Kommission dem Rat parallel zu dem vorliegenden Vorschlag unterbreitet.B. Inhalt des Abkommens über Spirituosen6. Das Abkommen deckt alle Spirituosen der Position 2208 des Harmonisierten Systems ab. Es enthält insbesondere Bestimmungen über den gegenseitigen Schutz geografischer Angaben und bestimmter besonderer Bezeichnungen, die gegenseitige Unterstützung zwischen Kontrollbehörden sowie die Regelung von Streitfällen.7. Der Schutz geografischer Angaben hat für die Gemeinschaft eine besondere Bedeutung. Die Bestimmungen des Abkommens bieten einen besseren Schutz für die geografischen Angaben in der Gemeinschaft, einschließlich der Ursprungsbezeich nungen, als dies im Rahmen von Abschnitt III des multilateralen TRIPs-Übereinkommens der Fall ist. So enthält das Abkommen ein ,bilaterales Verzeichnis" aller im Rahmen des Abkommens geschützten geografischen Angaben, was die Rechtssicherheit deutlich erhöht. Darüber hinaus wird der Schutz von Amts wegen durchgesetzt.8. Die Aufnahme der Elemente des politischen Abkommens von Februar 2000 über den Schutz der besondere Bezeichnungen ,Grappa", ,Ouzo/Oýæï", ,Korn", ,Kornbrand", ,Jägertee/Jagertee/Jagatee" und ,Pacharan" (siehe Nummer 2) in das vorliegende Abkommen führt zu einem ausschließlichen Schutz dieser Gemeinschaftserzeugnisse nach Ablauf einer Übergangszeit von fünf Jahren.9. Um den Schutz der unter dieses Abkommen fallenden geografischen Angaben oder besonderen Bezeichnungen gegenüber identischen oder ähnlichen Handelsmarken zu gewährleisten, die bereits vor dem Inkrafttreten des TRIPs-Übereinkommes für Spirituosen ,ohne Ursprung" eingetragen oder durch Benutzung erworben worden waren und die hinsichtlich des wahren Ursprungs als irreführend gelten, sieht das Abkommen die Abschaffung solcher strittiger Handelsmarken nach einer vernünftigen Übergangszeit vor. Die Parteien werden alle Streitfälle bis spätestens 30. September 2002 regeln.10. Was den Schutz der traditionellen Bezeichnungen mit Ausnahme der besonderen Bezeichnungen betrifft, die durch das Abkommen geschützt sind, so wird darauf hingewiesen, dass gemäß der Gemeinsamen Erklärung Gemeinschaft/Südafrika über das Wein- und das Spirituosenabkommen, die vom Rat am 11. Oktober 1999 anlässlich der Unterzeichnung des TDC-Abkommens angenommen wurde, der Wortlaut der Erklärung über die traditionellen Bezeichnungen in den Text des vorliegenden Abkommens aufgenommen wird. Dadurch wird für diese Bezeichnungen kein sofortiger Schutz gewährleistet, die Vertragsparteien werden jedoch aufgefordert, das Ziel und die Grundlagen einer Regelung zum Schutz traditioneller Bezeichnungen zu prüfen, um diese auf spezifische Fälle anzuwenden, die später in das Abkommen aufgenommen werden sollen.11. Das Abkommen sieht eine gegenseitige Unterstützung zwischen den Kontrollbe hörden beider Seiten vor, wodurch die direkte Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden unabhängig von diplomatischen Bemühungen erleichtert wird.C. Verwaltung des Abkommens12. Es wird ein Gemischter Ausschuss eingerichtet, der sich aus Vertretern der Kommis sion und Vertretern Südafrikas zusammensetzt. Seine Aufgabe ist es vor allem, für eine reibungslose Umsetzung des Abkommens zu sorgen und gegebenenfalls Empfehlungen auszusprechen. Der Ausschuss trifft keine Entscheidungen. Die Kommission schlägt dem Rat vor, sie zu ermächtigen, nach dem Durchführungsaus schussverfahren des Artikels 15 der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen [1] die technischen Änderungen und Anpassungen vorzunehmen, die für die Umsetzung und Verwaltung des Abkommens erforderlich sind (z.B. Anpas sung des Anhangs oder des Protokolls). Dieses Verfahren ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission. Andere geltende bilaterale Abkommen für Spirituosen sehen dieses Verfahren bereits vor.[1]  ABl. L 160 vom 12.6.1989, S. 1.D. Finanzielle Unterstützung13. Es wird darauf hingewiesen, dass die Gemeinschaft der Republik Südafrika parallel zum Inkrafttreten des Wein- und des Spirituosenabkommens gemäß Anhang X des TDC-Abkommens eine finanzielle Unterstützung von 15 Mio. EUR zur Um strukturierung ihrer Wein- und Spirituosenindustrie gewährt. Für die Gemeinschaft wird die Entscheidung unabhängig von der Annahme des vorliegenden Vorschlags nach den entsprechenden Haushaltsverfahren getroffen.E. Schlussfolgerungen14. Die Kommission ist der Auffassung, dass die Verhandlungsergebnisse für die Gemeinschaft akzeptabel sind, da das Abkommen effektive Handelsvorteile für ihre Marktteilnehmer mit sich bringt. Die Kommission schlägt dem Rat daher vor den beigefügten Beschluss über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit Spirituosen zu erlassen.2001/0292 (ACC)Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit SpirituosenDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 133 in Verbindung mit Artikel 300 Absatz 2 Unterabsatz 1 erster Satz,auf Vorschlag der Kommission,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Der Rat hat mit dem Beschluss 1999/753/EG [2] beschlossen, dass das Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Südafrika andererseits, nachstehend ,das Abkommen" genannt, ab 1. Januar 2000 vorläufig angewendet wird.[2]  ABl. L 311 vom 4.12.1999, S. 1.(2) Dieses am 30. November 2001 paraphierte Abkommen sollte angenommen werden.(3) Um die Anwendung bestimmter Vereinbarungen des Abkommens zu vereinfachen, sollte die Kommission die notwendigen technischen Anpassungen nach dem Durchführungsausschussverfahren des Artikels 15 der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 des Rates vom 29. Mai 1989 zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen [3], zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3378/94 [4], vornehmen können -[3]  ABl. L 160 vom 12.6.1989, S. 1.[4]  ABl. L 366 vom 31.12.1994, S. 1.BESCHLIESST:Artikel 1Das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika über den Handel mit Spirituosen sowie die gemeinsamen Erklärungen der Parteien und die dazuge hörigen Erklärungen der Gemeinschaft werden im Namen der Gemeinschaft genehmigt.Die in Unterabsatz 1 genannten Dokumente sind der vorliegenden Entscheidung beigefügt.Artikel 2Der Präsident des Rates wird ermächtigt, die Person zu bestellen, die befugt ist, das Abkommen rechtsverbindlich für die Gemeinschaft zu unterzeichnen.Artikel 3Zur Anwendung von Artikel 5 Absatz 8 und Artikel 16 Absatz 2 des Abkommens wird die Kommission ermächtigt, die zur Änderung des Abkommens notwendigen Maßnahmen nach dem Verfahren des Artikels 15 der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 zu erlassen.Artikel 4Die Kommission vertritt die Gemeinschaft in dem Gemischten Ausschuss gemäß Artikel 17 des Abkommens.Artikel 5Dieser Beschluss wird im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des RatesDer PräsidentABKOMMENzwischen der Europäischen Gemeinschaft und der RepublikSüdafrika über den Handel mit SpirituosenABKOMMENzwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Südafrika  über den Handel mit SpirituosenDie Europäische Gemeinschaft, nachstehend ,die Gemeinschaft" genannt,unddie Republik Südafrika, nachstehend ,Südafrika" genannt,nachstehend ,die Vertragsparteien" genannt,IN DER ERWAEGUNG; dass das Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Südafrika andererseits, nachstehend ,TDC-Abkommen" genannt, am 11. Oktober 1999 unterzeichnet wurde und am 1. Januar 2000 vorläufig in Kraft getreten ist,IN DEM WUNSCH, günstige Voraussetzungen für die harmonische Entwicklung des Handels und die Förderung der Handelszusammenarbeit im Spirituosensektor auf der Grundlage der Gleichheit, der Nichtdiskriminierung, des beiderseitigen Vorteils und der Gegenseitigkeit zu schaffen,IN ANERKENNUNG DER TATSACHE, dass die Vertragsparteien engere Beziehungen in diesem Sektor herstellen wollen, die eine spätere Weiterentwicklung ermöglichen werden,IN ANERKENNUNG DER TATSACHE, dass Südafrika und die Gemeinschaft infolge der lange bestehenden historischen Beziehungen zwischen Südafrika und einer Reihe der Mitgliedstaaten zur Bezeichnung ihrer Spirituosen, landwirtschaftlichen Betriebe und Verfahren bestimmte Begriffe, Namen, geografische Bezeichnungen und Handelsmarken verwenden, von denen sich viele ähneln,IN ANERKENNUNG DER TATSACHE, dass die Vertragsparteien unterschiedliche interne Anforderungen und Begriffsbestimmungen für Spirituosen haben, die durch dieses Abkommen unberührt bleiben sollten,IN DER ERINNERUNG an ihre Verpflichtungen als Vertragsparteien des Übereinkommens über die Errichtung der Welthandelsorganisation, nachstehend das ,WTO-Übereinkommen" genannt, und insbesondere der Vorschriften des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum (nachstehend das ,TRIPs-Übereinkommen" genannt) -SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:ARTIKEL 1 ZIELE1. Die Vertragsparteien werden den Handel mit in Südafrika und in der Gemeinschaft hergestellten Spirituosen auf der Grundlage der Nichtdiskriminierung und der Gegenseitigkeit nach den Vorschriften dieses Abkommens erleichtern und fördern.2. Die Vertragsparteien treffen alle erforderlichen allgemeinen und besonderen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die Vorschriften dieses Abkommens eingehalten und die Ziele dieses Abkommens verwirklicht werden.ARTIKEL 2 ANWENDUNGS- UND GELTUNGSBEREICHDieses Abkommen gilt für Spirituosen der Position 22.08 des in Brüssel am 14. Juni 1983 geschlossenen Internationalen Übereinkommens über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren (,Harmonisiertes System"), die auf solche Weise hergestellt werden, dass sie den geltenden Rechtsvorschriften für die Herstellung einer bestimmten Spirituosenart im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei entsprechen.ARTIKEL 3 BEGRIFFSBESTIMMUNGENIm Sinne dieses Abkommens bedeuten vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen dieses Abkommens:a) ,mit Ursprung in", gefolgt vom Namen einer der Vertragsparteien: eine Spirituose, die vollständig im Hoheitsgebiet der genannten Vertragspartei hergestellt wurde;b) ,geografische Angabe": eine Angabe, einschließlich einer ,Ursprungsbezeichnung", gemäß der Begriffsbestimmung von Artikel 22 Absatz 1 des TRIPs-Überein kommens, die in den Rechts- und Verwaltungsvorschriften einer Vertragspartei zum Zweck der Identifizierung einer Spirituose mit Ursprung im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei anerkannt ist;c) ,gleichlautend": dieselbe geografische Angabe oder eine Angabe, die so ähnlich ist, dass sie zu Verwechslungen Anlas geben kann, die sich jedoch auf verschiedene Orte, Verfahren oder Dinge bezieht;d) ,Bezeichnung": die Worte, die auf der Etikettierung, in den Begleitpapieren für den Transport der Spirituose, in den Geschäftspapieren, insbesondere den Rechnungen und Lieferscheinen, sowie in der Werbung zur Beschreibung der Spirituose verwendet werden; das Verb ,bezeichnen" hat eine entsprechende Bedeutung;e) ,Etikettierung": alle Bezeichnungen und anderen Bezugnahmen, Zeichen, Muster oder Handelsmarken, die der Unterscheidung der Spirituose dienen und die auf demselben Behältnis, einschließlich seiner Siegelkappe, des Schildchens am Behältnis oder des Überzugs des Flaschenhalses, erscheinen;f) ,Mitgliedstaat": ein Mitgliedstaat der Gemeinschaft;g) ,Aufmachung": die Worte oder Zeichen, die auf den Behältnissen, einschließlich ihres Verschlusses, auf der Etikettierung und auf der Verpackung verwendet werden;h) ,Verpackung": die schützenden Umhüllungen, wie Einschlagpapier, Strohhülsen aller Art, Kartons und Kisten, die zum Transport eines oder mehrerer Behältnisse oder zu ihrer Feilbietung im Hinblick auf den Verkauf an den Endverbraucher verwendet werden;i) ,hergestellt": den vollständigen Destillations- und Reifungsvorgang bei Spirituosen;j) ,Handelsmarke":i) eine im Rahmen der Rechtsvorschriften einer Vertragspartei oder eines Mitgliedstaats eingetragene Handelsmarke,ii) eine Handelsmarke des Gewohnheitsrechts, die nach dem Gesetz einer Vertragspartei oder eines Mitgliedstaats anerkannt ist, oderiii) eine bekannte Handelsmarke gemäß Artikel 6a der Pariser Übereinkunft (1967);k) ,Identifizierung" im Zusammenhang mit geografischen Angaben: die Verwendung geografischer Angaben zur Beschreibung oder Aufmachung von Spirituosen.ARTIKEL 4 ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN ÜBER EINFUHR UND INVERKEHRBRINGENVorbehaltlich anderslautender Bestimmungen dieses Abkommens erfolgen die Einfuhr und das Inverkehrbringen im Einklang mit den im Hoheitsgebiet der betreffenden Vertragspartei geltenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften.TITEL I  GEGENSEITIGER SCHUTZ DER SPIRITUOSENNAMEN UND  DAMIT ZUSAMMENHÄNGENDE VORSCHRIFTEN  ÜBER DIE BEZEICHNUNG UND AUFMACHUNGARTIKEL 5 GRUNDSÄTZE1. Die Vertragsparteien gewährleisten gemäß diesem Abkommen den gegenseitigen Schutz der in Artikel 6 genannten Namen, die zur Identifizierung von Spirituosen mit Ursprung im Hoheitsgebiet der Vertragsparteien verwendet werden. Zu diesem Zweck stellt jede Vertragspartei geeignete Rechtsmittel zur Verfügung, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.2. Für die geschützten Namen gilt folgendes:a) Namen der Gemeinschafti) sind in Südafrika ausschließlich den Spirituosen mit Ursprung in der Gemeinschaft vorbehalten, auf die sie sich beziehen, undii) dürfen nur gemäß den Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Gemeinschaft verwendet werden;b) Namen Südafrikas:i) sind in der Gemeinschaft ausschließlich den Spirituosen mit Ursprung in Südafrika vorbehalten, auf die sie sich beziehen, undii) dürfen nur gemäß den Rechts- und Verwaltungsvorschriften Südafrikas verwendet werden.3. Der Schutz gemäß diesem Abkommen verbietet insbesondere die Verwendung von gemäß diesem Abkommen geschützten Angaben für Spirituosen, die nicht aus dem angegebenen geografischen Gebiet stammen, auch wenna) der tatsächliche Ursprung der Spirituose angegeben ist;b) die geografische Angabe in Übersetzung verwendet wird;c) die Angaben in Verbindung mit Begriffen wie ,Art", ,Typ", ,Stil", ,Nachahmung", ,Methode" oder ähnlichen verwendet wird.4. Im Falle gleichlautender geografischer Angaben gilt folgendes:a) Sind solche gemäß diesem Abkommen geschützte Angaben gleichlautend, so wird jede Angabe geschützt, sofern ihre Verwendung herkömmlich und üblich ist und der Verbraucher hinsichtlich des tatsächlichen Ursprungs der Spirituose nicht irregeführt wird.b) Sind solche gemäß diesem Abkommen geschützte Angaben mit dem Namen eines außerhalb des Hoheitsgebiets der Vertragsparteien gelegenen geografischen Gebiets gleichlautend, so darf letzterer Name zur Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen verwendet werden, die in dem geografischen Gebiet, auf das sich der Name bezieht, hergestellt werden, sofern die Verwendung des Namens herkömmlich und üblich ist, sie vom Ursprungsland geregelt ist und der Verbraucher nicht dahingehend irregeführt wird, dass die Spirituose aus dem Gebiet der betreffenden Vertragspartei stammt.5. Die Vertragsparteien können die praktischen Bedingungen für die Unterscheidung zwischen den gleichlautenden Angaben gemäß Absatz 4 festlegen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die betreffenden Erzeuger gleich zu behandeln sind und die Verbraucher nicht irregeführt werden dürfen.6. Dieses Abkommen beeinträchtigt in keiner Weise das Recht einer Person, im Handel ihren Namen oder den Namen ihres Geschäftsvorgängers zu verwenden, es sei denn, der Name wird so verwendet, dass die Verbraucher irregeführt werden.7. Dieses Abkommen verpflichtet keine der Vertragsparteien, einen Namen der anderen Vertragspartei zu schützen, der in seinem Ursprungsland nicht oder nicht mehr geschützt ist oder dort ungebräuchlich geworden ist.8. Auf Antrag einer der beiden Parteien prüft der Gemischte Ausschuss die zu regelnden Fälle anhand der Register, die Südafrika mit der Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten austauscht.Auf der Grundlage dieser Prüfung kommen die Parteien spätestens am 30. September 2002 überein, dassa) eine Regelung für einen Fall beschlossen werden muss, wenn:i) eine Handelsmarke eines Erzeugnisses einer Partei einer geografischen Angabe oder einem anderen im Rahmen dieses Abkommens geschützten Namen der anderen Partei entspricht oder ähnelt undii) die Verwendung solcher Handelsmarken eines Erzeugnisses die Öffentlichkeit hinsichtlich des tatsächlichen Ursprungsortes eines Erzeugnisses irreführen kannoderb) der Fall als nichtstrittig betrachtet wird.Finder vorstehender Buchstabe a) Anwendung, so einigen sich die Parteien über die Abschaffung und sehen eine angemessene Übergangszeit vor, wenn das Weiterbestehen beider Marken möglich ist.ARTIKEL 6 GESCHÜTZTE NAMENFolgende Namen von Spirituosen werden geschützt:a) mit Ursprung in der Gemeinschaft:i) Bezugnahmen auf den Namen des Mitgliedstaats, aus dem die Spirituose stammt,ii) die im Anhang aufgeführten geografischen Angaben,iii) die besonderen Bezeichnungen ,Grappa", ,Ouzo/Oýæï", ,Korn", ,Kornbrand", ,Jägertee", ,Jagertee", ,Jagatee" und ,Pacharan";b) mit Ursprung in Südafrika:i) der Name ,Südafrika" oder andere Namen zur Bezeichnung dieses Landes,ii) die im Anhang aufgeführten geografischen Angaben.ARTIKEL 7 ÜBERGANGSMASSNAHMEN BETREFFEND  BESTIMMTE BESONDERE BEZEICHNUNGENUnbeschadet des Schutzes gemäß den Artikeln 5 und 6 kommen die Vertragsparteien überein, dass die in Artikel 6 Buchstabe a) Ziffer iii) genannten Bezeichnungen nach Ablauf einer Übergangszeit von fünf Jahren nicht mehr zur Bezeichnung von in Südafrika hergestellten Spirituosen verwendet werden und nur noch Gemeinschaftserzeugnisse unter diesen Bezeichnungen in Südafrika in den Verkehr gebracht werden dürfen. Diese Verpflichtung einschließlich der sich daraus ergebenden Überprüfung von Drittlandseinfuhren wird in dem gegenseitigen Einvernehmen umgesetzt, dass der Schutz dieser Spirituosenbezeichnungen grundsätzlich mit den TRIPs-Regeln im Einklang stehen muss.ARTIKEL 8 AUSFUHRENWerden Spirituosen mit Ursprung in den Gebieten der Vertragsparteien ausgeführt und außerhalb dieser Gebiete vermarktet, so ergreifen die Vertragsparteien alle erforderlichen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die in Artikel 6 aufgeführten geschützten Namen einer Vertragspartei nicht verwendet werden, um Spirituosen mit Ursprung in der anderen Vertragspartei zu bezeichnen.ARTIKEL 9 AUSDEHNUNG DES SCHUTZESSoweit es die einschlägigen Rechtsvorschriften der Vertragsparteien zulassen, wird der Schutz aufgrund dieses Abkommens auch natürlichen und juristischen Personen sowie Verbänden, Vereinigungen und Zusammenschlüssen von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern gewährt, die ihren Sitz im Gebiet der anderen Vertragspartei haben.ARTIKEL 10 DURCHSETZUNG1. Stellt die gemäß Artikel 14 bezeichnete zuständige Behörde fest, dass die Bezeichnung oder Aufmachung einer Spirituose, insbesondere auf dem Etikett, in amtlichen Dokumenten, in Geschäftspapieren oder in der Werbung im Widerspruch zu diesem Abkommen steht, so leiten die Vertragsparteien die erforderlichen Verwaltungsmaßnahmen oder Gerichtsverfahren ein, um insbesondere den unlauteren Wettbewerb zu bekämpfen oder die missbräuchliche Verwendung des geschützten Namens auf jede andere Weise zu verbieten.2. Die in Absatz 1 genannten Maßnahmen und Verfahren werden insbesondere eingeleitet, wenna) die Übersetzung von Bezeichnungen, die in den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft oder Südafrikas vorgesehen sind, in einer der Sprachen der anderen Vertragspartei ein Wort ergibt, das eine Irreführung über den Ursprung der so bezeichneten oder aufgemachten Spirituose hervorrufen kann;b) Bezeichnungen, Handelsmarken, Namen, Aufschriften oder Abbildungen, die mittelbar oder unmittelbar falsche oder irreführende Angaben über Herkunft, Ursprung, Art, Rebsorte oder wesentliche Eigenschaften der Spirituose enthalten, auf den Behältnissen oder der Verpackung, in der Werbung oder in den amtlichen Dokumenten oder den Geschäftspapieren für Spirituosen verwendet werden, deren Namen aufgrund dieses Abkommens geschützt sind;c) Behältnisse oder Verpackungen verwendet werden, die eine Irreführung über den Ursprung der Spirituose hervorrufen können.3. Die Anwendung der Ansätze 1 und 2 schließt nicht aus, dass die in Artikel 9 genannten Personen und Organisationen angemessene Maßnahmen in den Vertragsparteien einschließlich eines gerichtlichen Vorgehens ergreifen können.ARTIKEL 11 ANDERE INNERSTAATLICHE RECHTSVORSCHRIFTEN  UND INTERNATIONALE ÜBEREINKÜNFTEFalls die Vertragsparteien nichts anderes vereinbar haben, schließt dieses Abkommen nicht aus, dass die Vertragsparteien den aufgrund dieses Abkommens geschützten Namen in ihren innerstaatlichen Rechtsvorschriften oder in internationalen Übereinkünften jetzt oder künftig einen weitergehenden Schutz gewähren.TITEL II  VORGESCHRIEBENE EINFUHRBESCHEINIGUNGENARTIKEL 12 BESCHEINIGUNGEN UND ANALYSEBULLETINSSüdafrika genehmigt die Einfuhr von Spirituosen in sein Hoheitsgebiet gemäß den in seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften enthaltenen Vorschriften über die Einfuhrbescheini gungen und die Analysebulletins.ARTIKEL 13 SCHUTZBESTIMMUNGEN1. Die Vertragsparteien behalten sich das Recht vor, aufgrund berechtigter öffentlicher Anliegen wie Gesundheits- oder Verbraucherschutz oder zur Betrugsbekämpfung vorübergehend zusätzliche Anforderungen hinsichtlich der Einfuhrbescheinigungen einzuführen. In diesem Fall wird die andere Vertragspartei rechtzeitig angemessen unterrichtet, um die Erfuellung der zusätzlichen Bedingungen zu erlauben.2. Die Vertragsparteien kommen überein, dass solche Anforderungen nur während des Zeitraums angewendet werden, der erforderlich ist, um dem besonderen öffentlichen Anliegen zu entsprechen, aufgrund dessen sie eingeführt wurden.TITEL III  GEGENSEITIGE UNTERSTÜTZUNG DER KONTROLLBEHÖRDENARTIKEL 14 FÜR DIE DURCHSETZUNG ZUSTÄNDIGE BEHÖRDEN1. Jede Vertragspartei benennt die Stellen, die für die Anwendung dieses Abkommens zuständig sind. Benennt eine Vertragspartei mehr als eine zuständige Stelle, so muss sie für eine Koordinierung der Arbeiten dieser Stellen sorgen. Zu diesem Zweck wird eine einzige Kontaktstelle benannt.2. Die Vertragsparteien teilen einander spätestens zwei Monate nach Inkrafttreten dieses Abkommens Namen und Anschriften der in Absatz 1 genannten Stellen mit. Zwischen diesen Stellen findet eine enge, unmittelbare Zusammenarbeit statt.3. Die in Absatz 1 genannten Stellen suchen nach Möglichkeiten, um die gegenseitige Unterstützung im Rahmen der Anwendung dieses Abkommens zu verbessern und somit betrügerische Praktiken zu bekämpfen.ARTIKEL 15 VERSTÖSSE1. Hat eine der gemäß Artikel 14 benannten Stellen den begründeten Verdacht, dassa) bei einer Spirituose, die Gegenstand des Handels zwischen Südafrika und der Gemeinschaft ist oder war, dieses Abkommen oder die Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Vertragsparteien nicht eingehalten werden undb) diese Nichteinhaltung für die andere Partei von besonderem Interesse ist und Verwaltungsmaßnahmen oder Gerichtsverfahren nach sich ziehen dürfte,so unterrichtet diese Stelle unverzüglich die Kommission und die Kontaktstelle der anderen Vertragspartei.2. Den gemäß Absatz 1 zu übermittelnden Informationen sind amtliche Dokumente, Geschäftspapiere oder andere geeignete Unterlagen beizufügen; ferner ist anzugeben, welche Verwaltungsmaßnahmen oder Gerichtsverfahren erforderlichenfalls eingeleitet werden können. Diese Informationen müssen für die betreffende Spirituose insbesondere folgende Angaben umfassen:a) Hersteller sowie Besitzer der Spirituose;b) Zusammensetzung der Spirituose;c) Bezeichnung und Aufmachung der Spirituose sowied) Art des Verstoßes gegen die Regeln über die Herstellung und das Inverkehrbringen.TITEL IV  VERWALTUNG DES ABKOMMENSARTIKEL 16 AUFGABEN DER VERTRAGSPARTEIEN1. Die Vertragsparteien bleiben entweder unmittelbar oder über den gemäß Artikel 17 eingesetzten Gemischten Ausschuss in allen Fragen der Anwendung und des Funktionierens dieses Abkommens in Verbindung.2. Dies bedeutet insbesondere, dass die Vertragsparteiena) im gegenseitigen Einvernehmen Anpassungen des Anhangs und des Protokolls zu diesem Abkommen vornehmen, um etwaigen Änderungen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Vertragsparteien Rechnung zu tragen;b) im gegenseitigen Einvernehmen die in Artikel 5 Absatz 5 genannten praktischen Bedingungen festlegen;c) einander über ihre Absicht unterrichten, neue Verordnungen oder Änderungen bestehender Verordnungen öffentlichen Anliegens wie Gesundheits- oder Verbraucherschutz zu beschließen, die Auswirkungen auf den Spirituosensektor haben;d) einander die Rechts- und Verwaltungsmaßnahmen und die gerichtlichen Entscheidungen mitteilen, die die Anwendung dieses Abkommens betreffen, und einander über die Maßnahmen unterrichten, die im Anschluss an diese Entscheidungen getroffen worden sind.ARTIKEL 17 GEMISCHTER AUSSCHUSS1. Es wird ein Gemischter Ausschuss eingesetzt, dem Vertreter der Gemeinschaft und Südafrikas angehören. Er tagt auf Wunsch einer der Vertragsparteien und entsprechend den Erfordernissen der Anwendung des Abkommens abwechseln in der Gemeinschaft und in Südafrika zu einem Zeitpunkt und einem Ort, der von den Vertragsparteien im gegenseitigen Einvernehmen bestimmt wird.2. Der Gemischte Ausschuss wacht über das ordnungsgemäße Funktionieren dieses Abkommens und prüft alle Fragen, die sich bei seiner Anwendung ergeben können.Der Gemischte Ausschuss kann insbesondere Empfehlungen erarbeiten, die zur Verwirklichung der Ziele dieses Abkommens beitragen können.3. Er fördert Kontakte und Informationsaustausch zum bestmöglichen Funktionieren dieses Abkommens.4. Er macht Vorschläge zu Fragen von gemeinsamem Interesse im Spirituosensektor.TITEL V  ALLGEMEINE BESTIMMUNGENARTIKEL 18 DURCHFUHR - KLEINE MENGENDie Titel I und II dieses Abkommens gelten nicht für Spirituosen, diea) sich auf der Durchfuhr durch das Gebiet einer Vertragspartei befinden oderb) ihren Ursprung im Gebiet einer Vertragspartei haben und unter den Bedingungen und nach den Verfahren des Protokolls in kleinen Mengen zwischen den Vertragsparteien versandt werden.ARTIKEL 19 ANWENDUNGSGEBIETEDieses Abkommen gilt für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft angewendet wird, und nach Maßgabe jenes Vertrages einerseits und für die Gebiete Südafrikas, die in der südafrikanischen Verfassung festgelegt sind.ARTIKEL 20 NICHTEINHALTUNG1. Ist eine Vertragspartei der Ansicht, dass die andere Vertragspartei einer Verpflichtung aus diesem Abkommen nicht nachgekommen ist, so teilt sie dies der anderen Partei schriftlich mit. Mit dieser Mitteilung kann sie die andere Partei auffordern, innerhalb einer bestimmten Frist Konsultationen aufzunehmen.2. Die Vertragspartei, die die Konsultationen beantragt, übermittelt der anderen Vertragspartei alle erforderlichen Angaben für eine eingehende Prüfung des betreffenden Falls.3. Falls eine Verzögerung eine Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeuten oder die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung beeinträchtigen könnte, können ohne vorherige Konsultationen geeignete vorläufige Schutzmaßnahmen getroffen werden, sofern Konsultationen unmittelbar nach Ergreifen dieser Maßnahmen stattfinden.4. Haben die Vertragsparteien nach Ablauf der Konsultationen gemäß den Absätzen 1 und 3 keine Einigung erzielt, soa) kann die Vertragspartei, die die Konsultationen beantragt oder die in Absatz 3 genannten Maßnahmen getroffen hat, geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen, um die ordnungsgemäße Anwendung dieses Abkommens zu ermöglichen;b) kann jede Partei das Schlichtungsverfahren gemäß Artikel 21 einleiten.ARTIKEL 21 SCHLICHTUNGSVERFAHREN1. Bei Streitigkeiten bezüglich der Anwendung oder Auslegung dieses Abkommens kann jede Vertragspartei ein Gremium anrufen, das im Einvernehmen mit der anderen Vertragspartei zusammentritt.2. Das in Absatz 1 genannte Gremium kann die Streitigkeit durch eine Entscheidung beilegen.3. Die Vertragsparteien sind verpflichtet, die für die Durchführung der in Absatz 2 genannten Entscheidung erforderlichen Maßnahmen zu treffen.4. Kann die Streitigkeit nicht gemäß Absatz 2 beigelegt werden, so kann jede der Vertragsparteien einen Schlichter bestellen und dies der anderen Vertragspartei notifizieren; die andere Vertragspartei ist dann verpflichtet, binnen zwei Monaten nach Erhalt dieser Notifizierung einen zweiten Schlichter zu bestellen.5. Die gemäß Absatz 4 bestellten Schlichter bestellen einen dritten Schlichter, der sich gemeinsam mit den anderen beiden Schlichtern mit der Streitigkeit befasst.6. Die drei Schlichter entscheiden mehrheitlich innerhalb von höchstens zwölf Monaten.7. Die Vertragsparteien sind verpflichtet, die für die Durchführung der in Absatz 6 genannten Entscheidung erforderlichen Maßnahmen zu treffen.ARTIKEL 22 KÜNFTIGE ENTWICKLUNG1. Die Vertragsparteien können dieses Abkommen jederzeit ändern, um die Zusammenarbeit im Spirituosensektor zu verstärken.2. Im Rahmen dieses Abkommens kann jede der Vertragsparteien gestützt auf die bei der Anwendung des Abkommens gesammelten Erfahrungen Vorschläge zur Erweiterung ihrer Zusammenarbeit formulieren.3. Südafrika erkennt an, welche Bedeutung die Gemeinschaft ihrer Regelung zum Schutz der ,traditionellen Ausdrücke" beimisst. Die Gemeinschaft erkennt an, dass Südafrika tiefgreifende Zweifel an der Art, Reichweite und Anwendbarkeit dieser Regelung hat. Die Vertragsparteien kommen überein, diese Frage im Hinblick auf die künftigen Ergebnisse der multilateralen Verhandlungen in diesem Bereich weiterhin zusammen im Rahmen der Abkommen über Wein und Spirituosen zu behandeln. Die Vertragsparteien kommen überein, das Ziel, die Grundsätze und die Anwendung einer für beide Parteien geltenden Regelung auf bestimmte besondere Fälle zu prüfen. Jedes durch Anwendung dieser Vorschrift gegebenenfalls erzielte Übereinkommen wird in dieses Abkommen aufgenommen.ARTIKEL 23 INVERKEHRBRINGEN BEREITS VORHANDENER BESTÄNDE1. Spirituosen, die bei oder vor Inkrafttreten dieses Abkommens gemäß den innergemeinschaftlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften der jeweiligen Vertragspartei in einer Weise hergestellt, bezeichnet und aufgemacht wurden, die nach diesem Abkommen unzulässig ist, dürfen unter folgenden Bedingungen in den Verkehr gebracht werden:Erzeugnisse, die unter Verwendung von gemäß diesem Abkommen geschützten geografischen Angaben bezeichnet oder aufgemacht sind, dürfen weiterhin in den Verkehr gebracht werden:i) von Großhändlern oder Herstellern während eines Zeitraums von drei Jahren,ii) von Kleinhändlern bis zur Erschöpfung der Bestände.2. Spirituosen, die gemäß diesem Abkommen hergestellt, bezeichnet und aufgemacht wurden, deren Bezeichnung oder Aufmachung jedoch nach einer Änderung dieses Abkommens dessen Bestimmungen nicht mehr entspricht, dürfen bis zur Erschöpfung der Bestände in den Verkehr gebracht werden, sofern die Vertragsparteien nicht etwas anderes vereinbaren.ARTIKEL 24 ANHANG UND PROTOKOLLDer Anhang und das Protokoll dieses Abkommens sind dessen Bestandteil.ARTIKEL 25 VERBINDLICHER WORTLAUTDieses Abkommen ist in zwei Urschriften in dänischer, deutscher, englischer, finnischer, französischer, griechischer, italienischer, niederländischer, portugiesischer, schwedischer und spanischer Sprache und den anderen Amtssprachen Südafrikas außer Englisch, d.h. Sepedi, Sesotho, Setswana, siSwati, Tshivenda, Xitsonga, Afrikaans, isiNdebele, isiXhosa und isiZulu abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.ARTIKEL 26 INKRAFTTRETEN - KÜNDIGUNG1. Dieses Abkommen tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.2. Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist gegenüber der anderen Vertragspartei schriftlich kündigen.Geschehen zu ..................Für die Europäische Gemeinschaft Für die Regierung SüdafrikasANHANG  gemäß Artikel 6A. Verzeichnis der geschützten Namen für Spirituosen mit Ursprung in der Gemeinschaft:1. RumRhum de la MartiniqueRhum de la GuadeloupeRhum de la RéunionRhum de la Guyane(Dieser Name kann durch die Angabe ,traditionell" ergänzt werden.)Ron de MálagaRon de GranadaRum da Madeira2. a) WhiskyScotch WhiskyIrish WhiskyWhisky español(Dieser Name kann durch die Angabe ,malt" oder ,grain" ergänzt werden.)b) WhiskeyIrish WhiskeyUisce Beatha Eireannach/Irish Whiskey(Dieser Name kann durch die Angabe ,Pot Still" ergänzt werden.)3. GetreidespirituosenEau-de-vie de seigle de marque nationale luxembourgeoise4. WeinbrandEau-de-vie de CognacEau-de-vie des CharentesCognac(Dieser Name kann durch eine der folgenden Angaben ergänzt werden:- Fine,- Grande Fine Champagne,- Grande Champagne,- Petite Champagne,- Petite Fine Champagne,- Fine Champagne,- Borderies,- Fins Bois,- Bons Bois.)Fine BordeauxArmagnacBas-ArmagnacHaut-ArmagnacTénarèseEau-de-vie de vin de la MarneEau-de-vie de vin originaire d'AquitaineEau-de-vie de vin de BourgogneEau-de-vie de vin originaire du Centre-EstEau-de-vie de vin originaire de Franche-ComtéEau-de-vie de vin originaire du BugeyEau-de-vie de vin de SavoieEau-de-vie de vin originaire des Coteaux de la LoireEau-de-vie de vin des Côtes-du-RhôneEau-de-vie de vin originaire de ProvenceFaugères / eau-de-vie de FaugèresEau-de-vie de vin originaire du LanguedocAguardente do MinhoAguardente do DouroAguardente da Beira InteriorAguardente da BairradaAguardente do OesteAguardente do RibatejoAguardente do AlentejoAguardente do AlgarveAguardente de Vinho da Região dos Vinhos VerdesAguardente da Região dos Vinhos Verdes AlvarinhoLourinhã5. BrandyBrandy de JerezBrandy del PenedésBrandy italianoBrandy ÁôôéêÞò /Brandy of AtticaBrandy ÐåëïðïííÞóïõ/Brandy of the PeloponneseBrandy ÊåíôñéêÞò ÅëëÜäáò /Brandy of Central GreeceDeutscher WeinbrandWachauer Weinbrand, Weinbrand Dürnstein6. TresterbrandEau-de-vie de marc de Champagne/marc de ChampagneEau-de-vie de marc originaire d'AquitaineEau-de-vie de marc de BourgogneEau-de-vie de marc originaire du Centre-EstEau-de-vie de marc originaire de Franche-ComtéEau-de-vie de marc originaire de BugeyEau-de-vie de marc originaire de SavoieMarc de BourgogneMarc de SavoieMarc d'AuvergneEau-de-vie de marc originaire des Coteaux de la LoireEau-de-vie de marc des Côtes du RhôneEau-de-vie de marc originaire de ProvenceEau-de-vie de marc originaire du LanguedocMarc d'Alsace GewürztraminerMarc de LorraineBagaceira do MinhoBagaceira do DouroBagaceira da Beira InteriorBagaceira da BairradaBagaceira do OesteBagaceira do RibatejoBagaceiro do AlentejoBagaceira do AlgarveAguardente Bagaceira da Região dos Vinhos VerdesBagaceira da Região dos Vinhos Verdes AlvarinhoOrujo gallegoGrappa di BaroloGrappa piemontese/Grappa del PiemonteGrappa lombarda/Grappa di LombardiaGrappa trentina/Grappa del TrentinoGrappa friulana/Grappa del FriuliGrappa veneta/Grappa del VenetoSüdtiroler Grappa/Grappa dell'Alto AdigeÔóéêïõäéÜ ÊñÞôçò /Tsikoudia of CreteÔóßðïõñï Ìáêåäïíßáò /Tsipouro of MacedoniaÔóßðïõñï Èåóóáëßáò /Tsipouro of ThessalyÔóßðïõñï ÔõñíÜâïõ/Tsipouro of TyrnavosEau-de-vie de marc de marque nationale luxembourgeoise7. ObstbrandSchwarzwälder KirschwasserSchwarzwälder HimbeergeistSchwarzwälder MirabellenwasserSchwarzwälder WilliamsbirneSchwarzwälder ZwetschgenwasserFränkisches ZwetschgenwasserFränkisches KirschwasserFränkischer ObstlerMirabelle de LorraineKirsch d'AlsaceQuetsch d'AlsaceFramboise d'AlsaceMirabelle d'AlsaceKirsch de FougerollesSüdtiroler Williams/Williams dell'Alto AdigeSüdtiroler Aprikot / SüdtirolerMarille/Aprikot dell'Alto Adige / Marille dell'Alto AdigeSüdtiroler Kirsch/Kirsch dell'Alto AdigeSüdtiroler Zwetschgeler/Zwetschgeler dell'Alto AdigeSüdtiroler Obstler/Obstler dell'Alto AdigeSüdtiroler Gravensteiner/Gravensteiner dell'Alto AdigeSüdtiroler Golden Delicious/Golden Delicious dell'Alto AdigeWilliams friulano / Williams del FriuliSliwovitz del VenetoSliwovitz del Friuli-Venezia GiuliaSliwovitz del Trentino-Alto AdigeDistillato di mele trentino / Distillato di mele del TrentinoWilliams trentino / Williams del TrentinoSliwovitz trentino / Sliwovitz del TrentinoAprikot trentino / Aprikot del TrentinoMedronheira do AlgarveMedronheira do BuçacoKirsch / Kirschwasser FriulanoKirsch / Kirschwasser TrentinoKirsch / Kirschwasser VenetoAguardente de pêra da LousãEau-de-vie de pommes de marque nationale luxembourgeoiseEau-de-vie de poires de marque nationale luxembourgeoiseEau-de-vie de kirsch de marque nationale luxembourgeoiseEau-de-vie de quetsch de marque nationale luxembourgeoiseEau-de-vie de mirabelle de marque nationale luxembourgeoiseEau-de-vie de prunelles de marque nationale luxembourgeoiseWachauer Marillenbrand8. Apfel- oder BirnenbrandCalvados du Pays d'AugeCalvadosEau-de-vie de cidre de BretagneEau-de-vie de poiré de BretagneEau-de-vie de cidre de NormandieEau-de-vie de poiré de NormandieEau-de-vie de cidre du MaineAguardiente de sidra de AsturiasEau-de-vie de poiré du Maine9. EnzianBayerischer GebirgsenzianSüdtiroler Enzian/Genzians dell'Alto AdigeGenziana trentina /Genziana del Trentino10. ObstspirituosenPacharán navarro11. Spirituosen mit WacholderOstfriesischer KorngeneverGenièvre Flandre ArtoisHasseltse jeneverBalegemse jeneverPéket de WallonieSteinhägerPlymouth GinGin de Mahón12. Spirituosen mit KümmelDansk Akvavit/Dansk AquavitSvensk Aquavit/Svensk Akvavit/Swedish Aquavit13. Spirituosen mit AnisAnis españolÉvora anisadaCazallaChinchónOjénRute14. LikörBerliner KümmelHamburger KümmelMünchener KümmelChiemseer KlosterlikörBayerischer KräuterlikörCassis de DijonCassis de BeaufortIrish CreamPalo de MallorcaGinjinha portuguesaLicor de SingevergaBenediktbeurer KlosterlikörEttaler KlosterlikörRatafia de ChampagneRatafia catalanaAnis portuguêsFinnish berry/fruit liqueurGrossglockner AlpenbitterMariazzeller MagenlikörMariazeller JagasaftlPuchheimer BitterPuchheimer SchlossgeistSteinfelder MagenbitterWachauer Marillenlikör15. Gemischte SpirituosenPommeau de BretagnePommeau du MainePommeau de NormandieSvensk Punsch/Swedish Punsch16. WodkaSvensk Vodka/Swedish VodkaSuomalainen Vodka/Finsk Vodka/Vodka of FinlandB. Verzeichnis der geschützten Namen für Spirituosen mit Ursprung in SüdafrikaBrandy / BrandewynAvontuurBacksbergLaborieMons RuberUitkykP R O T O K O L LDIE VERTRAGSPARTEIEN VEREINBAREN FOLGENDES:I. Bei der Anwendung der Titel II und III des Abkommens kommen die Vertrags parteien überein, dass die Analysemethoden, die vom Internationalen Weinamt (OIV) als Referenzmethoden anerkannt und von ihm veröffentlicht worden sind, oder, wenn diese Veröffentlichung keine angemessene Methode enthält, eine Analysemethode, die den von der Internationalen Normenorganisation (ISO) empfohlenen Normen entspricht, als Referenzmethoden für die Bestimmung der analytischen Zusammenstellung der Spirituose im Rahmen von Kontrollmaßnahmen zu wählen sind.II. Gemäß Artikel 18 Buchstabe b) des Abkommens gelten als kleine Mengen:1. Spirituosen in etikettierten Behältnissen von 5 Litern oder weniger, versehen mit einem nicht wiederverwendbaren Verschluss, sofern die in einer einzigen oder mehreren getrennten Sendungen transportierte Gesamtmenge 100 Liter nicht übersteigt;2. a) Erzeugnismengen, die im persönlichen Reisegepäck mitgeführt werden, bis zu höchstens 30 Litern je Reisenden;b) Erzeugnismengen, die zwischen Privatpersonen versandt werden, bis zu höchstens 30 Litern;c) Erzeugnismengen, die zum Umzugsgut von Personen gehören;d) Erzeugnismengen, die für wissenschaftliche oder technische Versuchs zwecke eingeführt werden, bis zu höchstens 1 hl;e) für diplomatische, konsularische oder ähnliche Einrichtungen bestimmte Erzeugnisse, die als Teil der ihnen eingeräumten Freimengen eingeführt werden;f) Erzeugnisse, die sich im Bordvorrat internationaler Transportmittel befinden.Der Freistellungsfall nach Nummer 1 kann nicht zugleich mit einem oder mehreren der Freistellungsfälle nach Nummer 2 in Anspruch genommen werden.Gemeinsame Erklärungüber die Begriffsbestimmungen gemäß Artikel 3Die Vertragsparteien erklären, dass sich die Begriffe ,vollständig hergestellt" und ,vollständiger Destillations- und Reifungsvorgang" in den Begriffsbestimmungen von Artikel 3 Buchstabe a) bzw. i) des Abkommens nicht auf den Ursprung der Ausgangserzeugnisse beziehen, die zur Herstellung von Spirituosen verwendet werden.Erklärung Südafrikasüber den Schutz der in Artikel 6 erwähnten LändernamenSüdafrika erklärt, dass es grundsätzlich bei seiner Position bleibt, dass die meisten Namen der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft nicht als geografische Angaben im Sinne des TRIPs-Übereinkommens geschützt werden können.Gemeinsame Erklärungüber die Bescheinigung und Analyse gemäß Artikel 12Die Vertragsparteien erklären, dass folgende Parameter Gegenstand der Analyse im Rahmen der Vorschriften Südafrikas über die Verfahren zur Einfuhrbescheinigung von Spirituosen sein würden:1. Andere als die in den Nummern 2 und 3 genannten Spirituosen:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Menge fluechtiger Bestandteile je Hektoliter Alkohol von 100% vol.2. Blended Whisky:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Menge fluechtiger Bestandteile je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Gehalt an höheren Alkoholen: Amylalkohol je Hektoliter reinen Alkohol.3. Getränke auf der Grundlage von Spirituosen:3.1. Likör, Spirituosencocktail:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Restzucker in g/l;3.2. Spirituosen-Cooler:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Gesamtschwefeldioxidgehalt,- fluechtige Säure, ausgedrückt als Essigsäure;3.3. Cremelikör:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol,- Restzucker,- Milchfett;3.4. andere:- Alkoholgehalt in Volumenprozent,- Methylalkoholgehalt je Hektoliter Alkohol von 100% vol.Gemeinsame Erklärung  über die Flaschengröße und über den Alkoholgehalt von SpirituosenDie Vertragsparteien erklären, dass die Flaschengröße und der Mindestalkoholgehalt beim Inverkehrbringen von Spirituosen zum menschlichen Verbrauch die Ausführer in beiden Vertragsparteien nicht unnötig belasten sollten. Außerdem erklären sie, dass sie eine weitere Harmonisierung fördern werden.&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;