CELEX: 51987PC0630
Language: de
Date: 1987-12-08
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Haselnüsse, frisch oder getrocknet, auch ohne äussere Schalen oder enthäutet, der Kodenummern 0802 21 00 und 0802 22 00 der kombinierten Nomenklatur, mit Ursprung in der Türkei (1988) (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 630
Vol. 1987/0299
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
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with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13. März 2015 über die Sicherheitsvorschriften für den Schutz von EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak---   KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                        KOM(87 ) 630 endg .
                                                        Brüssel , den 8 . Dezember 1987
                                            )
                                             \
                                     Vorschlag für eine
                              VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
   zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents
für Haselnüsse , frisch oder getrocknet , auch ohne äussere Schalen oder enthäutet ,
     der Kodenummern 0802 21 00 und 0802 22 00 der kombinierten Nomenklatur ,
                         mit Ursprung in der Türkei ( 1988 )
                           ( von der Kommission vorgelegt )
                        KO 9 ncr.
                               A.-,.
                                      511:-,.·, ,
                                                  ÏA
                                                  tS
 K0M(87 ) 630 endg .
 ---pagebreak---                                             α
                                      BEGRÜNDUNG
1.      Die Verordnung ( EWG ) Nr . 3721 /84 des Rates vom 18 . Dezember 1984 über
       die Einfuhr von Agrarerzeugnissen mit Ursprung in der Türkei in die
       Gemeinschaft ( 1 ) sieht die Eröffnung eines jährlichen zollfreien
       Gemeinschaftszollkontingents in Höhe von 25 000 t für Haselnüsse ,
       frisch oder getrocknet , auch ohne äussere Schalen oder enthäutet ,
       der Tarifstelle ex 08.05 G des Gemeinsamen Zolltarifs oder der
        Codenummern 0802 21 00 und 0802 22 00 der kombinierten Nomenklatur vor .
2.     Mit diesem Vorschlag soll das betreffende Kontingent für den Zeitraum
       vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1988 eröffnet werden .
3.     Das betreffende Zollkontingent kann noch im Hinblick auf das Ergebnis
       der laufenden Verhandlungen mit dem Partnerland zum Abschluß der
       Anpassungsprotokolle zum genannten Assoziations-Abkommen geändert
       werden , um dem Beitritt Griechenlands , Spaniens und Portugals
       Rechnung zu tragen .     Bis zu einem Ergebnis gestattet die vorgeschlagene
       Verordnung die Erfüllung der von der Gemeinschaft eingegangenen
       Verpf li chtung .
        Die Kommission behält sich also vor , ihren Vorschlag im Laufe des
        Verfahrens zu ändern , um ihn ggfs , den Anpassungsprotokollen anzu ¬
       gleichen .
        Die Kommission ist sich der Tatsache bewußt , daß die Einfächerung
       betimmter Zollzugeständnisse des Gemeinsamen Zolltarifs in die
        kombinierte Nomenklatur Probleme aufwerfen kann , die zwischen den
       beteiligten Parteien geklärt werden müssen .       Sie behält sich daher
       die Möglichkeit vor , ihren Vorschlag im Laufe des Verfahrens abzu ¬
        ändern , um ihn gegebenenfalls den jeweiligen Erfordernissen anzupassen .
4.      Was die wirtschaftlichen Daten betrifft , die zur Erstellung des vorge¬
        schlagenen Aufteilungsschlüssels dienen sollen , so ist zu bemerken ,
        daß ihnen insbesondere die von den Mitgliedstaaten getätigten früheren
        und voraussichtlichen Einfuhren von Waren mit Ursprung in oder Herkunft
        aus der Türkei zugrunde liegen müssen . Diese Angaben konnten von allen
        Mitgliedstaaten der Gemeinschaft der Neun für die Jahre 1984 bis 1986
        gemacht werden und sind in der nachstehenden Tabelle in Tonnen und
        Prozenten angegeben :
( 1 ) ABI . Nr . L 343 vom 31.12.1984 , S. 6
 ---pagebreak--- Mitgliedstaaten                1984                1985                1986
                          Tonnen      %       Tonnen       %    Tonnen        X
Bene lux
                            6 816    8,36     5 266       7,10  6 202        8,24
                              997    1,23       792       1,07    872        1,16
 Dänemark
 Deutschland               53 830   66,06    47 225     63,65  49 716       66,08
 Frankreich                 9 013   11,06     9 416     12,69   9 169       12,19
 Irland                         22   0,03         28      0,03       0       0
 Italien                    2 904    3,56     5 206       7,02  3 179        4,23
Vereinigtes Königreich      7 901    9,70     6 264       8,44  6 098        8,10
                           81 483            74 197            75 236
Aufgrund dieser Angaben , die die einzigen zur Zeit verfügbaren Daten dar¬
stellen , läßt sich die prozentuale Aufteilung der betreffenden Zollkontingente
auf die Mitgliedstaaten wie folgt festsetzen :
Benelux                     7,92
Danemark                    1,15
Deutschland                65,29
Frankreich                 11,95
Irland                      0,02
Italien                     4,89
Vereinigtes Königreich      8,78
                                                        *
5.      Hinsichtlich der Verwaltung des Zollkontingents wird vorgeschlagen
       einen erheblichen Teil der Kontingentsmenge als ursprüngliche Quoten
       auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen ; die restliche Menge bildet
       dann eine Reserve auf die von den Quoten , die sich als zu hoch
       erwiesen haben , Teilmengen übertragen werden und der die Mitgliedstaaten
       die noch einen Bedarf zu decken haben , zusätzliche Quoten entnehmen .
6.     Wie in der Vergangenheit sieht der beigefügte Verordnungsvorschlag als
       einheitliche Verwaltungsart für alle Mitgliedstaaten das "Windhund-
       verfahren " vor .  Um der Tatsache Rechnung zu tragen , daß es sich
       um jahreszeitlich bedingte Einfuhren handelt , wird vorgeschlagen , die
       Übertragungsgrenzen auf 40 v.H. der ursprünglichen Quote festzusetzen .
 ---pagebreak---                                                             ч
                                                Vorschlag für eine
                                       VERORDNUNG (EWG)                    DES RATES
                   zur Eröffnung,   Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Hasel-
                                  oder getrocknet, auch ohne äußere Schalen oder enthäutet, der
                                                                                              der Codenummern
                           r . «    «     _ i _ . _L     _       _ c-i_ i _ _ J _             HPP Tnripn
                    nüsse,
                    nüsse, frisch
                           frisch oder
                   0802 21 00 und 0802 22 00 der kombinierten Nomenklatur ,
                        mit Ursprung in der Türkei ( 1988 )
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
 Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113 ,
 auf Vorschlag der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 Im Anhang der Verordnung ( EWG ) Nr. 3721 / 84 des Rates
 vom 18 . Dezember 1984 über die Einfuhr von Agrar¬
 erzeugnissen mit Ursprung in der Türkei in die Gemein¬
 schaft ( ' ) ist vorgesehen, daß Haselnüsse, frisch oder
 getrocknet, auch ohne äußere Schalen oder enthäutet, der Codenummern 0802 21 00 und
  0802 22 00 der kombinierten Nomenklatur , mit
 Ursprung in der Türkei, im Rahmen eines Gemeinschafts¬
 zollkontingents von 25 000 Tonnen in die Gemeinschaft
 zollfrei eingeführt werden. Infolgedessen ist für 1 988das
 betreffende Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen.
 Der Rat hat gemäß Artikel 119 der Akte über den Beitritt
 Griechenlands die Verordnung (EWG ) Nr. 3355 / 80 zur
 Festlegung der Regelung für die Einfuhr von Waren mit
 Ursprung in Algerien, Israel, Malta, Marokko, Portugal,
 Syrien, Tunesien und der Türkei nach Griechenland (2 )
 erlassen . Der Rat hat ferner die Verordnung ( EWG ) Nr . 2573 /87 zur
Regelung des Handels Spaniens und Portugals mit Ägypten , Algerien ,
Jordanien , Libanon , Tunesien und der Türkei ( 3 ) erlassen .
Infolgedessen gilt das betreffende Zollkontingent für die Neunergemeinschaft .
Die Gemeinschaft hat mit Wirkung vom 1.1.1988 eine kombinierte Nomenklatur
für die Waren angenommen ; diese entspricht gleichermaßen den Erfordernissen
des Gemeinsamen Zolltarifs wie der Statstik des Außenhandels der Gemein ¬
schaft und des Handels zwischen ihren Mitgliedstaaten . Um gleichzeitig
besondere Gemeinschaftsvorschriften zu berücksichtigen , wurde die genannte
Nomenklatur durch die Schaffung eines integrierten Zolltarifs der
Europäischen Gemeinschaften ( TARIC ) erweitert .                          Ab diesem Zeitpunkt ist
es nunmehr angebracht , die kombinierte Nomenklatur und gegebenenfalls
TARIC-Codenummern zur Bezeichnung der in dieser Verordnung erfassten
Waren zu verwenden .
( 1 ) ABI . Nr . L 343 vom 31.12.1984 , S. 6
( 2 ) ABI . Nr . L 382 vom 31.12.1980 , S. 1
( 3 ) ABI . Nr . L 250 vom 1 . 9.1987, S. 1
 ---pagebreak---                                                        з-
                                                         Es ist vor allem zu gewährleisten , daß alle Importeure der
                                                         Mitgliedstaaten den gleichen und kontinuierlichen Zugang
                                                         zu diesem Kontingent haben und daß der vorgesehene
                                                         Kontingentzollsatz auf sämtliche Einfuhren der betreffen¬
                                                         den Waren in die Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung des
                                                         Kontingents fortlaufend angewendet wird . Dem Gemein¬
                                                         schaftscharakter dieses Kontingents kann unter Beachtung
                                                         der oben aufgestellten Grundsätze entsprochen werden ,
                                                         indem der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents
                                                         eine Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten zugrun¬
                                                         de gelegt wird . Damit die tatsächliche Marktentwicklung
                                                         bei diesen Waren möglichst weitgehend berücksichtigt
                                                         wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der
                                                         Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
                                                         statistischen Angaben über die während eines repräsentati ¬
                                                         ven Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus der Türkei
                                                         und andererseits nach den Wirschaftsaussichten für den
                                                         betreffenden Kontingentszeitraum zu berechnen ist .
                                                         Nach den verfügbaren Statistiken haben sich die Einfuhren
                                                         dieses Erzeugnisses mit Herkunft aus der Türkei in die
                                                         Mitgliedstaaten in den Jahren 1984, 1985 und 198 6 wie
                                                         folgt entwickelt und haben an den Gesamteinfuhren der
                                                         Gemeinschaft derselben Herkunft den nachstehend aufge¬
                                                         führten prozentualen Anteil :
                                             1984                     1935                 1986
          Mitgliedstaaten
                                      Tonnen       %         Tonnen          %      Tonnen        %
Benelux                               6 816       8,36     5 266           7,10     6 202       8,24
                                         997      1,23         792         1,07         872      1,16
Dänemark
                                     53 830      66,06 47 225            63,65     49 716      66,08
Deutschland
                                      9 013      11,06 9 416             12,69       9 169     12,19
Frankreich
                                           22     0,03            28       0,03            0     0
                                      2 904       3,56      5 206          7,02      3 179       4,23
                                      7 901       9,70      6 264          8,44      6 098       8,10
Vereinigtes Königreich
                                     81 483               74 197                   75 236
                      Zusammen
                      Unter Berücksichtigung dieser Daten und der voraussicht¬
                      lichen Marktentwicklung des Erzeugnisses im Jahr 1988
                      sowie insbesondere der Vorausschätzungen einiger Mit¬
                      gliedstaaten läßt sich der ursprüngliche prozentuale Anteil
                      der Kontingentsmenge annähernd wie folgt festsetzen :
                             Benelux                               7,92
                             Dänemark                               1,15
                             Deutschland
                             Frankreich                           1 \ f 7J
                             Irland
                                                                   0,02
                             Italien                                4,89
                             Vereinigtes Königreich                 8 , 78
 ---pagebreak---    Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren des betref¬
   fenden Erzeugnisses in die einzelnen Mitgliedstaaten Rech¬
  nung zu tragen , ist die Kontingentsmenge in zwei Raten zu
  teilen , wobei die erste zwischen den Mitgliedstaaten aufge¬
  teilt wird und die zweite als Reserve zur späteren Deckung
  des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten bestimmt ist , die
  ihre ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben . Um den
  Importeuren eines jeden Mitgliedstaats eine gewisse Sicher¬
  heit zu geben , ist es angezeigt , die erste Rate des Gemein¬
  schaftszollkontingents relativ hoch festzusetzen , die im
  vorliegenden Fall bei etwa 81 v . H. der Kontingentsmenge
  liegen könnte .
  Die ursprünglichen Quoten können mehr oder weniger
  rasch ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung
  zu tragen und um Unterbrechungen zu vermeiden , muß
  jeder Mitgliedstaat , der seine ursprüngliche Quote fast
  völlig ausgenutzt hat , die Ziehung einer zusätzlichen Quote
  auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muß vorgenom¬
  men werden , wenn die zusätzlichen Quoten fast völlig
  ausgenutzt sind und so oft es die Reserve zuläßt . Die
  ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum
  Ende des Kontingentszeitraums gelten . Diese Art der Ver¬
  waltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor allem die
Möglichkeit haben muß , den Stand der Ausnutzung der
Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten
davon zu unterrichten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit¬
raums in einem der Mitgliedstaaten eine größere Restmenge
vorhanden , so muß dieser Staat einen gewissen Teil davon
auf die Reserve übertragen , damit nicht ein Teil des
Gemeinschaftszollkontingents in einem Mitgliedstaat unge¬
nutzt bleibt , während er in anderen Mitgliedstaaten ver¬
wendet werden könnte . Da es sich um jahreszeitlich
bedingte Einfuhren handelt , dürfte es angebracht sein, die
Übertragungsgrenze auf 40 v . H. der ursprünglichen Quote
festzusetzen .
Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der Wirt¬
schaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben und
durch diese vertreten werden , kann jede Maßnahme im
Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirtschafts¬
union zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mitglieder
vorgenommen werden –
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                            Artikel 1
 ( 1 ) Vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1988 wird der
 Zollsatz                                   für die nachstehend
 bezeichneten in die Neuner-Gemeinschaft eingeführten
 Waren im Rahmen des nachstehenden Gemeinschaftszoll¬
 kontingents wie folgt ausgesetzt:
 ---pagebreak--- Lfd .   Code der kombi ¬                                                                             Kontingentsmenge Kontingentszollsatz
Nr .    nierten Nomenklatur                                   Warenbezeichnung                         ( in Tonnen )         (% )
09.0201   0802 21 00                    Haselnüsse frisch oder getrocknet , auch ohne äußere Schalen
          0802 22 00                    oder enthäutet, mit Ursprung in der Türkei                         25 000             0
              ( 2) Die Einfuhren dieser Waren, die bereits den gleichen
              Zollsatz nach einer anderen Zollpräferenzregelung genie¬
              ßen , werden nicht auf dieses Zollkontingent angerechnet.
               (3 ) Dieses Zollkontingent wird gemäß den nachstehenden
              Vorschriften aufgeteilt und verwaltet.
                                           Artikel 2
              ( 1 ) Das in Artikel 1 Absatz 1 genannte Zollkontingent
              wird in zwei Raten aufgeteilt.
                  (2) Die erste Rate von ^ ^^Tonnen wird auf die Mit¬
                  gliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die vorbehaltlich des
                  Artikels 5 bis 31 . Dezember 1988 gelten , belaufen sich auf
                  folgende Mengen :
                                                              (in Tonnen)
                         Benelux                                   1 327
                         Dänemark                                     193
                         Deutschland                             10 936
                         Frankreich                                2 002
                         Irland                                           3
                         Italien                                      819
                         Vereinigtes Königreich                    1 471
                ( 3 ) Die zweite Rate in Höhe von 8 250Tonnen bildet die
                Reserve .
                                            Artikel 3
                 ( 1 ) Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche in Artikel 2
                 Absatz 2 festgelegte Quote oder – bei Anwendung von
                Artikel 5 – die gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve
                übertragenen Menge zu 90 v . H. oder mehr ausgenutzt , so
                nimmt er unverzüglich durch Mitteilung an die Kommis¬
                sion die Ziehung einer gegebenenfalls aufgerundeten zwei¬
                ten Quote in Höhe von 10 v. H. seiner ursprünglichen
                Quote vor, soweit die Reservemenge ausreicht .
                 ( 2) Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die
                 zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
                 90 v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitglied¬
                 staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten Quote in
                 Höhe von 5 v. H. seiner ursprünglichen Quote vor.
 ---pagebreak--- (3 ) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H. oder
mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitgliedstaat gemäß
Artikel 1 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der
dritten Quote vor.
Dieses Verfahren wird bis- zur Ausschöpfung der Reserve
angewandt.
( 4 ) Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 können die
Mitgliedstaaten niedrigere Quoten ziehen als in diesen
Absätzen vorgesehen , wenn Grund zu der Annahme
besteht, daß diese unter Umständen nicht ausgeschöpft
werden können . Sie unterrichten die Kommission über die
Gründe, die sie zur Anwendung dieses Absatzes veranlaßt
haben .
                           Artikel 4
Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
bis 31 . Dezember 198^ .
                           Artikel 5
Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 1 . Oktober
198 8 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote
den Teil auf die Reserve, der am 15 . September 1988
40 v. H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt. Sie kön¬
nen eine größere Menge übertragen , wenn Grund zu der
Annahme besteht, daß die betreffende Menge unter
Umständen nicht ausgenutzt wird.
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
1 . Oktober 1988 die Gesamtmenge der Einfuhren der
betreffenden Waren mit , die bis 15 . September 198 8ein-
schließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszollkontin¬
gent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls den Teil
ihrer ursprünglichen Quote, den sie auf die Reserve über¬
tragen .
                              Artikel 6
     Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit¬
     gliedstaaten gemäß Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und
     unterrichtet diese nach Erhalt der Mitteilungen über den
     Stand der Ausschöpfung der Reserve.
     Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Okto¬
     ber 1988 über die Reservemengen, die nach den gemäß
     Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.
     Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
     ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be¬
     schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied¬
     staat, der diese letzte Ziehung vomimmt, die Restmenge
 ---pagebreak---                                             Artikel 7
                ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Vorkeh ¬
                rungen , damit nach Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die
                sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende
                Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil an dem Gemein¬
                schaftszollkontingent erfolgen kann .
                ( 2 ) Die Mitgliedstaaten garantieren den Importeuren der
                betreffenden Waren freien Zugang zu den Quoten , die
                ihnen zugeteilt wurden oder die sie aus der Reserve ent¬
                nommen haben .
                ( 3 ) Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betref¬
                fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen¬
                den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur
                Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre Quo¬
                ten an .
                 ( 4 ) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mitglied¬
                 staaten wird aufgrund der gemäß Absatz 3 angerechneten
                 Einfuhren festgestellt .
                                            A rtikel 8
                Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten mit ,
                welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich auf
                ihre Quoten angerechnet worden sind .
                                            Artikel 9
                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten, im Hin¬
                 blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam¬
                 men .
                                            Arttkel 10
                 Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 198 8in Kraft .
Mriedsta°artdnUn8 “ ”                     Te‘'en Verb‘"dllch und ** unm.ttelbar m jedem
Geschehen zu Brüssel am
                                                                 Im Namen des Rates
                                                                    Der Präsident
 ---pagebreak---                FICHE D' IMPACT SUR IA COMPETITIVITE ET L' EMPLOI
Cette proposition est formulée en conformité avec un engagement contractuel
de la Corrmunauté . L' impact découlant de cette concession a été pris en
considération lors de la prise de décision d' adoption de ce contingent et
il n' aura pas un caractère sérieux sur la compétitivité et l' emploi dans la
Communauté .