CELEX: 62019CA0650
Language: de
Date: 2021-10-28 00:00:00
Title: Rechtssache C-650/19 P: Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 28. Oktober 2021 — Vialto Consulting Kft./Europäische Kommission (Rechtsmittel – Schadensersatzklage – Außervertragliche Haftung – Instrument für Heranführungshilfe – Dezentrale Mittelverwaltung – Untersuchung des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung [OLAF] – Kontrollen vor Ort – Verordnung [Euratom, EG] Nr. 2185/96 – Art. 7 – Zugang zu EDV-Daten – Digitalforensische Maßnahme – Grundsatz des Vertrauensschutzes – Anhörungsrecht – Immaterieller Schaden)

3.1.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 2/3
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 28. Oktober 2021 — Vialto Consulting Kft./Europäische Kommission
      (Rechtssache C-650/19 P) (1)
      
      (Rechtsmittel - Schadensersatzklage - Außervertragliche Haftung - Instrument für Heranführungshilfe - Dezentrale Mittelverwaltung - Untersuchung des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung [OLAF] - Kontrollen vor Ort - Verordnung [Euratom, EG] Nr. 2185/96 - Art. 7 - Zugang zu EDV-Daten - Digitalforensische Maßnahme - Grundsatz des Vertrauensschutzes - Anhörungsrecht - Immaterieller Schaden)
      (2022/C 2/04)
      Verfahrenssprache: Griechisch
      
         Parteien
      
      
         Klägerin: Vialto Consulting Kft. (Prozessbevollmächtigte: D. Sigalas und S. Paliou, dikigoroi)
      
         Andere Partei des Verfahrens: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: D. Triantafyllou, J. Baquero Cruz und A. Katsimerou)
      
         Tenor
      
      
                  1.
               
               
                  Das Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 26. Juni 2019, Vialto Consulting/Kommission (T-617/17, nicht veröffentlicht, EU:T:2019:446), wird aufgehoben, soweit die von der Vialto Consulting Kft. erhobene Rüge, die Europäische Kommission habe das Anhörungsrecht verletzt, als unbegründet zurückgewiesen wurde.
               
            
                  2.
               
               
                  Im Übrigen wird das Rechtsmittel zurückgewiesen.
               
            
                  3.
               
               
                  Der Rechtsstreit wird an das Gericht der Europäischen Union zurückverwiesen, damit es über die Voraussetzungen der außervertraglichen Haftung der Europäischen Union entscheidet, die das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen der Verletzung des Anhörungsrechts durch die Europäische Kommission und dem geltend gemachten Schaden sowie das tatsächliche Bestehen eines Schadens betreffen.
               
            
                  4.
               
               
                  Die Kostenentscheidung bleibt vorbehalten.
               
            
         (1)  ABl. C 372 vom 4.11.2019.