CELEX: 51989PC0388
Language: de
Date: 1989-07-27
Title: VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES UEBER DEN ABSCHLUSS EINES KOOPERATIONSABKOMMENS ZWISCHEN DER EUROPAEISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT UND DEM KOENIGREICH NORWEGEN IM BEREICH DER FORSCHUNG IN MEDIZIN UND GESUNDHEITSWESEN

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                   K0MC89) 388endg.- SYN 215
                                                   Brüssel, den 27  . Juli 1989
                           Vorschlag für einen
                           BESCHLUSS DES RATES
      über den Abschluss eines Kooperationsabkommens zwischen der
  Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Norwegen im
         Bereich der Forschung in Medizin und Gesundheitswesen
                      (von der Kommission vorgelegt)
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                                       BEGRÜNDUNG
Betrifft: Vorschlag für einen Beschluß des Rates über den Abschluß eines
           Kooperationsabkommens       zwischen    der    Europäischen    Wirtschafts-
           gemeinschaft und dem Königreich Norwegen im Bereich der Forschung
           in Medizin und Gesundheitswesen.
1. Mit Beschluß vom 17. November 1987 hat der Rat ein Forschungs- und
   Entwicklungsprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung in Medizin
   und Gesundheitswesen (1987 bis 1991) festgelegt.                Artikel 7 dieses
   Beschlußes    ernächtigt     die     Kommission,     Abkommen    mit   Drittstaaten
   auszuhandeln, die an der europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
   wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST) beteiligt sind, damit
   diese voll oder zum Teil an diesem Programm mitwirken können.
2. Im    Zusammenhang    mit     der     Durchführung    des   Rahmenabkowens     über
   wissenschaftlich-technische        Zusammenarbeit    zwischen den      Europäischen
   Gemeinschaften und dem Königreich Norwegen, dessen Abschluß der Rat mit
   Beschluß vom 9. Februar 1987 im Namen der Gemeinschaft genehmigt hat, hat
   Norwegen    Interesse     an    einer     Zusammenarbeit     im   Bereich   einiger
   Forschungsziele des oben genannten Programms bekundet.
3. In Norwegen werden umfassende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf
   dem Gebiet der Medizin und des Gesundheitswesens durchgeführt. Angesichts
   der wissenschaftlichen und technischen Bedeutung dieser Tätigkeiten sowie
   der Tatsache, daß die Zusammenarbeit mit Norwegen im Bereich der Forschung
   in Medizin und Gesundheitswesen voraussichtlich wirksam zur Erreichung
   eines optimalen Niveaus der individuellen und der Volksgesundheit
   beitragen wird, hat die Kommission den Entwurf eines Kooperationsabkommens
   mit Norwegen ausgehandelt.
4. Der im Anhang zu de« beigefügten Vorschlag für einen Beschluß des Rates
   enthaltene Entwurf eines Abkommens sieht folgendes vor:
   - Zusammenarbeit     für     einen     Zeitraum   vom    1. Januar 1989    bis   zum
      31. Dezember 1991 im Bereich folgender Forschungsschwerpunkte                des
      Gemeinschaftsprogramms:
      - AIDS (Schwerpunkt 1.2);
      - altersbedingte Gesundheitsprobleme (Schwerpunkt 1.3);
      - durch    Umwelt     und      Lebensweise      bedingte     Gesundheitsprobleme
        (Schwerpunkt 1.4);
      - Strukturforschung im Gesundheitswesen (Schwerpunkt II.2)
      Die Zusammenarbeit besteht in der Koordinierung der Tätigkeiten,              die
      Teil der Forschungsprogramme Norwegens und der Gemeinschaft sind.
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  - Ein    finanzieller    Beitrag     Norwegen    zur    Durchführung    der
    Koordinierungstätigkeiten. Dieser finanzielle Beitrag steht im Verhältnis
    zum Bruttoinlandsprodukt Norwegens und deckt die Koordinierungskosten,
    die Management- und Verwaltungsausgaben sowie Stipendien ab.
  - Die Erweiterung des Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschusses
    für Forschung    in Medizin    und  Gesundheitswesen   (BVKA) sowie der
    entsprechenden Ausschüsse für die konzertierte Aktion (COMAC) durch die
    Aufnahme norwegischer Vertreter.
5. Angesichts der Art der Zusammenarbeit werden alle zusätzlichen Ausgaben
   aus dem Gemeinschaftshaushalt (zugehörige Haushaltslinie 7311), die sich
   aus der Durchführung dieses Entwurfs eines Abkommens ergeben, durch den
   finanziellen Beitrags Norwegens abgedeckt.
   Die von Norwegen bereitgestellten Mittel werden im Haushaltsplan       der
   Gemeinschaft verbucht (zugehöriger Artikel 602 des Haushaltsplans).
6. Die Kommission schlägt dem Rat vor,   den beiliegenden Vorschlag für einen
   Beschluß anzunehmen.
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                                Vorschlag für einen
                                BESCHLUSS DES RATES
über   den   Abschluß   eines  Kooperationsabkommens    zwischen  der   Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Norwegen im Bereich der Forschung
in Medizin und Gesundheitswesen.
DER RAT DER EUROPÄSICHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt    auf    den  Vertrag   zur   Gründung   der   Europäischen   Wirtschafts-
gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130 q (2),
auf Vorschlag der Kommission (1),
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament (2),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit dem Beschluß 87/551/EWG      (4) hat der Rat ein Programm der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft     zur Koordinierung von Forschung und Entwicklung im
Bereich    der   Forschung  in  Medizin    und  Gesundheitswesen   (1987  bis  1991)
festgelegt.     Artikel 7 dieses Beschlusses ermächtigt die Kommission, Abkommen
mit Drittstaaten auszuhandeln, die an der europäischen Zusammenarbeit auf dem
Gebiet   der   wissenschaftlichen   und   technischen  Forschung   (COST)  beteiligt
sind, damit diese voll oder zum Teil an diesem Programm mitwirken können.
(1) ABl. C
(2) ABl. C
 (3) ABl. C
(4) ABl. L 334 vom 24.11.1987, S. 20
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Mit dem Beschluß 87/177/EWG (1) hat der Rat den Abschluß des Rahmenabkommens
über  wissenschaftlich-technische   Zusammenarbeit   zwischen  den   Europäischen
Gemeinschaften und - unter anderem - dem Königreich Norwegen        im Namen der
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft genehmigt.
Das Kooperationsabkommen   zwischen  der  Europäischen   Wirtschaftsgemeinschaft
und  dem  Königreich  Norwegen   im  Bereich    der  Forschung  in   Medizin  und
Gesundheitswesen ist zu genehmigen -
BESCHLIESST:
Artikel 1
Das Kooperationsabkommen   zwischen  der   Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft
und  dem  Königreich  Norwegen   im   Bereich   der  Forschung   in  Medizin  und
Gesundheitswesen wird im Namen der Gemeinschaft genehmigt.
Der Wortlaut des Abkommens ist diesem Beschluß beigefügt.
Artikel 2
Die Notifizierung gemäß Artikel 7 des Abkommens erfolgt durch den Präsidenten
des Rates.
Artikel 3
Dieser Beschluß tritt am Tag nach dessen Veröffentlichung       im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Geschehen zu ...
                                                Im Namen des Rates
                                                Der Präsident
(1) ABl. L 71 vom 14.3.1987, S. 29
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           KOOPERATIONSABKOMMEN
                 ZUISCHEN
DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                    UND
         DEN KÖNIGREICH NORWEGEN
         IM BEREICH DER FORSCHUNG
     IN MEDIZIN UND GESUNDHEITSWESEN
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                              KOOPERATIONSABKOMMEN
                                     ZWISCHEN
                   DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                                       UND
                            DEN KÖNIGREICH NORWEGEN
                            IM BEREICH DER FORSCHUNG
                        IN MEDIZIN UND GESUNDHEITSWESEN
DIE EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT, nachstehend "Gemeinschaft" genannt
und
DAS KÖNIGREICH NORWEGEN, nachstehend "Norwegen" genannt,
nachstehend "Vertragsparteien" genannt,
IN ERWÄGUNG NACHSTEHENDER GRÜNDE:
Die       Vertragsparteien        haben       ein     Rahmenabkommen       über
wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit abgeschlossen, das am 17.       Juli
1987 in Kraft getreten ist.
Mit   Beschluß   vom   17. November 1987     hat  der  Rat   der   Europäischen
Gemeinschaften, nachstehend "Rat" genannt, ein Programm der Gemeinschaft zur
Koordinierung der Forschung und Entwicklung im Bereich der Forschung in
Medizin und Gesundheitswesen (1987 bis 1991) festgelegt, das - unter anderen
- Forschungsschwerpunkte in AIDS, altersbedingte Gesundheitsprobleme, durch
Umwelt und Lebensweise bedingte Gesundheitsprobleme und Strukturforschung im
Gesundheitswesen einschließt.
In Norwegen werden umfassende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten        im
Bereich der Forschung in Medizin und Gesundheitswesen durchgeführt.
Die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung in Medizin und Gesundheitswesen
wird voraussichtlich wirksam zur Erreichung eines optimalen Niveaus der
individuellen und der Volksgesundheit beitragen.
Die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft und Norwegen beabsichtigen,             in
Übereinstimmung mit den für ihre nationalen Programme gültigen Bestimmungen
und Verfahren die in Anhang A beschriebene Forschung durchzuführen und sind
bereit, diese Forschung in einen Koordinierungsprozeß einzubeziehen, von dem
sie einen beiderseitigen Nutzen erwarten -
SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:
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Artikel 1
Die Vertragsparteien arbeiten für einen Zeitraum vom 1. Januar 1989 bis zum
31. Dezember 1991      im    Bereich    folgender    Forschungsschwerpunkte     des
Gemeinschaftsprogramms:
- AIDS (Schwerpunkt 1.2);
- altersbedingte Gesundheitsprobleme (Schwerpunkt 1.3);
- durch Umwelt und Lebensweise bedingte Gesundheitsprobleme
   (Schwerpunkt 1.4)
- Strukturforschung im Gesundheitswesen (Schwerpunkt II.2).
Von dem Abkommen abgedeckte Forschungsbereiche sind in Anhang A aufgezeigt.
Die Zusammenarbeit besteht in der Koordinierung der Tätigkeiten, die Teil der
Forschungsprogramme Norwegens und der Gemeinschaft sind.
Norwegen und die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft bleiben für die von ihren
nationalen Einrichtungen oder Gremien durchgeführten Forschungsarbeiten voll
verantwortlich.
Artikel 2
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften,          nachfolgend "Kommission"
genannt,      ist    für    die    Durchführung   der    Koordinierungstätigkeiten
verantwortlich.
Sie    wird     bei    ihren    Aufgaben    vom   Beratenden    Verwaltungs-    und
Koordinierungsausschuß für Forschung auf den Gebieten Medizin und Gesundheit,
nachstehend "BVKA" genannt, unterstützt, der durch den Beschluß des Rates
84/338 (1) eingesetzt worden ist. Dieser BVKA kann durch Ausschüsse für die
konzertierte Aktion (COMAC) unterstützt werden,            die sich aus von den
zuständigen     Behörden    der   Mitgliedstaaten   der    Gemeinschaft   benannten
Sachverständigen zusammensetzen.
Der BVKA zusammen mit den COMACs, die für die in Artikel 1 angegebenen
 Forschungsschwerpunkte und -bereiche von Bedeutung sind, wird durch zwei von
Norwegen ernannte       Vertreter    erweitert,    die   von   einem   norwegischen
Sachverständigen unterstützt oder vertreten werden können. Diese Vertreter
und/oder Sachverständigen nehmen an den Sitzungen des BVKA und der COMACs im
Zusammenhang mit den für die Forschungsschwerpunkte und Bereiche wichtigen
Punkten teil.
 (1) ABl. L 177 vom 4.7.1984, S.25
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Artikel 3
Der veranschlagte finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zur Durchführung der
von diesem Abkommen abgedeckten Koordinierungstätigkeiten wird entsprechend
dem Betrag     festgesetzt,     der alljährlich     im Gesamthaushaltsplan der
Europäischen Gemeinschaften für Verpflichtungsermächtigungen zur Verfügung
steht und zur Deckung der Mittelbindungen für finanzielle Verpflichtungen der
Kommission   im Zusammenhang      mit Koordinierungskosten,     Management- und
Verwaltungsausgaben sowie Stipendien vorgesehen ist.
Der veranschlagte finanzielle Beitrag Norwegens zu diesen Kosten und Ausgaben
steht im Verhältnis zum Beitrag der Gemeinschaft. Der Proportionalitätsfaktor
ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu
Marktpreisen Norwegens einerseits und der Summe der Bruttoinlandsprodukte zu
Marktpreisen der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft und Norwegen andererseits.
Dieses Verhältnis wird auf der Grundlage der aktuellsten statistischen Daten
der OECD berechnet.
Die gesamten finanziellen Beiträge der Vertragsparteien für den in Artikel 1
genannten Zeitraum werden veranschlagt auf:
- 24 190 000 ECU von der Gemeinschaft
     470 979 ECU von Norwegen
Der ECU wird in der Verordnung            (EWG) Nr.     3180/78 des Rates vom
18. Dezember 1978 zur Änderung des Wertes der vom Europäischen Fonds für
währungspolitische Zusammenarbeit verwendeten Rechnungseinheit (1), geändert
durch Verordnung (EWG) Nr. 2626/84 (2), definiert.
Die für den finanziellen Beitrag Norwegens       geltenden Vorschriften   sind in
Anhang B niedergelegt.
Artikel 4
Im Verlauf des dritten Jahres bewertet die Kommission das Programm unter
Berücksichtigung der in Artikel 1 genannten Ziele der Forschungsschwerpunkte.
Als Ergebnis dieser Bewertung kann die Kommission nach Anhörung des BVKA dem
Rat   einen    Vorschlag    für    eine   Revision    einiger  oder    sämtlicher
Forschungsschwerpunkte unterbreiten. Norwegen wird über die Ergebnisse dieser
Bewertung sowie über eine mögliche Revision unterrichtet.
(1) ABl. L 379 vom 30.12.1978, S. 1
(2) ABl. L 247 vom 16.9.1984, S. 1
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Artikel 5
Die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft, Norwegen und die Kommission tauschen
regelmäßig alle nützlichen Informationen über die Durchführung der von diesem
Abkommen abgedeckten     Forschungsaktionen aus.    Die Mitgliedstaaten der
Gemeinschaft   und   Norwegen   übermitteln    der Kommission    sämtliche für
Koordinierungszwecke erforderlichen Informationen. Sie bemühen sich ferner,
der Kommission Informationen über ähnliche Forschungsarbeiten zu übermitteln,
die von Institutionen, die ihnen nicht unterstehen, geplant oder durchgeführt
werden. Die Informationen werden auf Wunsch des Beteiligten, von dem sie
stammen, vertraulich behandelt.
Nach Vollendung der von diesem Abkommen abgedeckten Koordinierungstätigkeiten
übermittelt die Kommission im Einvernehmen mit dem BVKA den Mitgliedstaaten
der Gemeinschaft, dem Europäischen Parlament und Norwegen einen Kurzbericht
über die Durchführung und die Ergebnisse der Forschungsarbeiten.
Artikel 6
Dieses Abkommen gilt für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der
Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft angewendet wird,     nach Maßgabe dieses
Vertrags   einerseits   sowie   für das     Gebiet des   Königreichs Norwegen
andererseits.
Artikel 7
Dieses Abkommen wird von den Vertragsparteien nach deren eigenen Verfahren
genehmigt. Es tritt in Kraft, sobald die Vertragsparteien einander mitgeteilt
haben, daß das hierzu erforderliche Verfahren durchgeführt worden ist.
Artikel 8
1. Dieses Abkommen gilt für den in Artikel 1 genannten Zeitraum.
   Wird der Stimulierungsplan von der Gemeinschaft überarbeitet, kann das
   Abkommen entsprechend den vereinbarten Bedingungen neu ausgehandelt oder
   gekündigt werden. Norwegen wird über den genauen Inhalt des überarbeiteten
   Plans binnen einer Woche nach dessen Annahme durch die Gemeinschaft
   unterrichtet. Ist eine Kündigung des Abkommens geplant, teilen sich dies
   die Vertragsparteien innerhalb drei Monate nach Annahme des Beschlusses
   der Gemeinschaft mit.
2. Faßt die Gemeinschaft einen Beschluß über ein Gemeinschaftsprogramm werden
   die Anhänge A und B in Übereinstimmung mit dem Beschluß der Gemeinschaft
   geändert, sofern die Vertragsparteien nichts anderes vereinbaren.
3. Abgesehen von den Bestimmungen nach Absatz 1 dieses Artikels kann jede
   Vertragspartei   das Abkommen     jederzeit schriftlich    unter Einhaltung
   einer Frist von 6 Monaten kündigen.
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Artikel 9
Die Anhänge A und B zu diesem Abkommen sind Bestandteil des Abkommens.
Artikel 10
Dieses Abkommen ist in 2 Urschriften in dänischer,          niederländischer,
englischer,    französischer,    deutscher,   griechischer,    italienischer,
portugiesischer, spanischer    und norwegischer Sprache abgefaßt wobei jeder
Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.
Geschehen zu ...
                                             Für den Rat
                                             der Europäischen Gemeinschaften
                                             Für das Königreich Norwegen
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                                   ANHANG A
               VON DEM ABKOMMEN ABGEDECKTE FORSCHUNGSBEREICHE
Schwerpunkt 1.2 - AIDS;
Bereich 1.2.1: Krankheitsüberwachung und -Verhütung
Bereich 1.2.2: Viro-immunologische Forschung
Bereich 1.2.3: Klinische Forschung
Schwerpunkt 1.3 - ALTERSBEDIN6TE 6ESUNDHEITSPR0BELEME:
Bereich 1.3.1: Fortpflanzung
Bereich 1.3.2: Altern und Kranheiten
Bereich 1.3.3: Behinderungen
Schwerpunkt 1.4 - DURCH UMWELT UND LEBENSWEISE BEDINGTE 6ESUNDHEITSPR0BLEME:
Bereich 1.4.1: Versagen der Anpassungsfähigkeit des Menschen
Bereich 1.4.2: Ernährung
Bereich 1.4.3: Drogenmißbrauch
Bereich 1.4.4: Infektionen
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Schwerpunkt II.2 - STRUKTURFORSCHUNG IM GESUNDHEITSWESEN*1*:
Bereich II.2.1: Forschung auf dem Gebiet der Vorbeugung
Bereich II.2.2: Forschung über Versorgungssysteme im Gesundheitswesen
Bereich II.2.3: Forschung über die Organisation des Gesundheitswesens
Bereich II.2.4: Bewertung von Gesundheitstechnologien
(1) Die    folgenden   Aktionen   werden   durch   Seminare,    Studien und
    Personalaustausch zu Ausbildungszwecken durchgeführt:
    - Bewertung integrierter Verhütungs- und Überwachungsprogramme für
      nichtübertragbare Krankheiten (im Bereich II.2.1 vorgesehen),
    - umfassende Pflege geistig Kranker in der Gemeinschaft (im Bereich
       11.2.2 vorgesehen),
    - Planung und Verwaltung der Gesundheitsversorgung (im Bereich II.2.3
      vorgesehen),
    - Bewertung üblicher klinischer Verfahren in Krankenhäusern (im Bereich
       11.2.3 vorgesehen).
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                                   ANHAN6 B
                VORSCHRIFTEN FOR DIE FINANZIELLE DURCHFÜHRUNG
Artikel 1
Dieser Anhang legt die Vorschriften für die finanzielle Beteiligung Norwegens
gemäß Artikel 3 des Abkommens fest.
Artikel 2
Zu Beginn jedes Jahres oder - gemäß Artikel 8 des Abkommens - immer dann,
wenn sich durch eine Überarbeitung des Gemeinschaftsprogramms die für die
Durchführung voraussichtlich    erforderlichen Mittel erhöhen,        ruft die
Kommission bei Norwegen die Mittel entsprechend seinem Beitrag zu den
jährlichen Kosten des Abkommens ab.
Dieser Beitrag wird sowohl in ECU als auch in der Währung Norwegens
ausgedrückt. Der Wert in norwegischer Währung des Beitrags in ECU wird am Tag
des Abrufs festgelegt.
Die Reisekosten, die den norwegischen Vertretern und Sachverständigen durch
die Beteiligung an den Arbeiten des in Artikel 2 des Abkommens erwähnten BVKA
und der COMACs entstehen, werden von der Kommission in Übereinstimmung mit
den gültigen Bestimmungen für die Vertreter und Sachverständigen der
Mitgliedstaaten der Gemeinschaft und insbesondere mit dem Beschluß des Rates
Nr. 84/338 erstattet.
Norwegen überweist seinen Beitrag zu den jährlichen Kosten im Rahmen des
Abkommens jeweils zu Beginn des Jahres, spätestens jedoch 3 Monate nach dem
der Abruf ergangen ist. Bei verspäteter Beitragszahlung hat Norwegen Zinsen
zu zahlen,    deren Satz gleich dem höchsten am Fälligkeitstag in den
Mitgliedstaaten der Gemeinschaft geltenden Diskontsatz ist.       Der Zinssatz
erhöht sich um 0,25 Prozentpunkte für jeden Verzugsmonat.
Der erhöhte Zinssatz wird auf den gesamten Verzugszeitraum angewendet. Dieser
Zinssatz ist jedoch nur zu entrichten, wenn der Beitrag mehr als drei Monate
nach einem Mittelabruf der Kommission gezahlt wird.
Artikel 3
Die    Mittel    aus    öen    Beiträgen    Norwegens     kommen    den    vier
Forschungsschwerpunkten zugute und werden in den Einnahmeansätzen des
Gesamthaushaltsplans der Europäischen Gemeinschaften als Einnahmen im Sinne
des entsprechenden Einnahmepostens verbucht.
Artikel 4
In der nachstehenden Tabelle ist der vorläufige       Fälligkeitsplan   für die
Kosten gemäß Artikel 3 des Abkommens dargestellt.
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Artikel 5
Die Verwaltung der Mittel erfolgt nach den geltenden Finanzvorschriften für
den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften.
Artikel 6
Nach Ablauf jedes Jahres wird ein Bericht über den Stand der Mittel für die
vier   Forschungsschwerpunkte  erstellt    und  Norwegen zur  Unterrichtung
übermittelt.
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                  VORLÄUFIGER FÄLLIGKEITSPLAN FÜR DIE KOSTEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTEN (ECU)
                    Haushaltslinie 7311 "Forschung in Medizin und Gesundheitswesen" (Verpflichtungsermächtigungen)
                                      I    1987           1988           1989     I      1990    |      1991    |    INSGESAMT   |
I I .Ursprünglicher   Voranschlag
      für die Ausgaben
      - Schwerpunkt  1.2                 2 160 000      3 500 000      4 000 000      3 340  000     1 000 000     14 000  000* |
      - Schwerpunkt  1.3                   580 000      1 670 000      2 200 000      2 400  000     2 150 000      9 000  000  |
      - Schwerpunkt  1.4                   250 000      1 350 000      1 650 000      1 400  000       850 000      5 500  000  |
      - Schwerpunkt  II.2                  225 000      1 575 000      2 550 000      1 650  000     1 000 000      7 000  000  |
                        Insgesamt        3 215 000      8 095 000     10 400 000      8 790 000      5 000 000     35 500 000   |
III. Überarbeiteter Haushaltsvoran-*
      schlag für die Ausgaben unter
      Berücksichtigung des Koopera-
      tionsabkommen mit Norwegen
      - Schwerpunkt  1.2                 2 160 000      3 500 000      4 077 880      3 405  030     1 019 470     14 162 380*  |
      - Schwerpunkt  1.3                   580 000      1 670 000      2 242 834      2 446  728     2 191 860      9 131 422   |
      - Schwerpunkt  1.4                   250 000      1 350 000      1 682 126      1 427  257       866 550      5 575 933   |
      - Schwerpunkt  II.2                  225 000      1 575 000      2 599 649      1 682  125    1 019 470       7 101 244   |
                        Insgesamt        3 215 000      8 095 000     10 602 489      8 961 140     5 097 350      35 970 979   |
11II . Differenz zwischen II und I
       die durch Norwegens Beitrag               0              0 I      202 489 |      171 140 |       97 350 |      470 979*  |
       abzudecken ist
I
*  Einschließlich der Unterstützung "zentraler Einrichtungen" für Primaten.
 ---pagebreak---                FICHE D'IMPACT SUR LA COMPETITIVITE ET L'EMPLOI
Ce projet a trait à une décision du Conseil concernant la conclusion d'un
accord de coopération entre la CEE et la Norvège dans le domaine de la
recherche médicale et sanitaire.
En tant que tel, ce projet peut avoir un impact positif sur les PME, dans la
mesure où il constitue un instrument facilitant l'accès à la connaissance et
à l'échange d'expériences.
                                                                             41
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                          KOM(89) 388 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                        11 16
                                                                      27.7.1989
                                 Katalognummer : CB-CO-89-351-DE-C
                                                           ISBN 92-77-52428-6
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg