CELEX: 31978R0906
Language: de
Date: 1978-04-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 906/78 der Kommission vom 28. April 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 117/78                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              29 . 4. 78
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 906/78 DER KOMMISSION
                                                  vom 28 . April 1978
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit
                                                Ursprung in Rumänien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                                den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                                und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
                                                                Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 1 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 585/78 festge­
                                                                setzt worden ist.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für rumäni­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert          sche Tomaten an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­              gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
                                                                gleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden .
in Erwägung nachstehender Gründe :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                    Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei            lauben , ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           grunde zu legen :
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                Zeitpunkt innerhalb einer maximalen . Abwei­
 dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                     chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­                 Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                      rität dieser Währungen stützt,
 dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der
 beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­
 fügbaren Einfuhrpreise sein .                                  — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                     der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 585/78 der Kommis­                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
 sion vom 22. März 1978 zur Festsetzung der Referenz­                der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 preise für Tomaten für den Monat April 1978 (3)                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
 wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Gü­               hendem Absatz festgestellt wird —
 teklasse I auf 103,07 Rechnungseinheiten je 100 kg
 Eigengewicht festgesetzt.
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
 gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­
 ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen , ver­                                    Artikel 1
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­
 land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle ex 07.01
 in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung ( EWG) Nr.                M des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Ru­
  1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­            mänien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
 den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­         11,68 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht
  kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72               angewandt.
  festgelegt.
  Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
                                                                                         Artikel 2
  21 18 /74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
  (') ABl . Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
  (2) ABl.  Nr. L 125 vom 19. 5 . 1977, S. 1 .                   Diese Verordnung tritt am 3 . Mai 1978 in Kraft.
  (3) ABl.  Nr. L 79 vom 23. 3. 1978 , S. 28 .
   4) ABl . Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.                   (5) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
 ---pagebreak--- 29 . 4 . 78                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                     Nr. L 117/79
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 28 . April 1978
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Der Vizepräsident
                                                                   Finn GUNDELACH