CELEX: 51993PC0698
Language: de
Date: 1994-01-07
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES zur Änderung und Aktualisierung der Richtlinie 64/432/EWG zur Regelung viehseuchenrechtlicher Fragen beim innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             K0M(93) 698 endg.
                                             Brüssel, den 7. Januar 1994
                            Vorschlag für eine
                           RICHTLINIE DES RATES
          zur Änderung und Aktualisierung der Richtlinie 64/432/EWG
               zur Regelung viehseuchenrechtlicher Fragen beim
       InnergemeinschaftIichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen
                      (von der Kommission vorgelegt)
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                                    BEGRÜNDUNG
In der letzten Zeit sind Gemeinschaftsvorschriften zur Bekämpfung der Maul- und
Klauenseuche, exotischer Tierkrankheiten und der Afrikanischen Schweinepest er-
lassen   worden.  Die   in  der  Richtlinie   64/432/EWG  über   den  innergemein-
schaftlichen Handel mit Rindern und Schweinen vorgesehenen Bestimmungen zur
Bekämpfung dieser Krankheiten sind demnach überflüssig geworden. Es ist ange-
zeigt, die entsprechenden Bestimmungen zu streichen und an ihrer Stelle auf die
einschlägigen neuen Richtlinien hinzuweisen.
Aufgrund der Vollendung des Binnenmarktes ist auch die Vorschrift zu streichen,
wonach Tiere vor jeder Verbringung für mindestens sechs Monate in dem betref-
fenden Mitgliedstaat gehalten werden müssen. Außerdem sollten unter 15 Tage
alte Kälber in den Anwendungsbereich der Richtlinie aufgenommen und alle Hin-
weise auf Grenzkontrollstellen gestrichen werden.
Als weiterer Schritt zur Vollendung des Binnenmarktes ist ferner die Vorschrift
zu streichen, wonach Tiere vor ihrer Verbringung aus Ländern oder Regionen, die
als frei von Tuberkulose, Brucellose und enzootischer Rinder leukose anerkannt
sind, getestet und Milchkühe auf Mastitis untersucht werden müssen.
Seit   1964 wurde   die  Richtlinie  über   vierzig  Mal  geändert,  so  daß  ihre
Kodifizierung angezeigt ist. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Richtlinien-
inhalt vereinfacht und präzisiert.
Dies ist das Ziel des beiliegenden Rieht I inienvorseh lags.
Die neue Richtlinie hat keine finanziellen Auswirkungen für den Gemeinschafts-
haushaIt.
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                        Vorschlag für eine Richtlinie des Rates
                                             vom
              zur*Änderung und Aktualisierung der Richtline 64/432/EWG
            zur Regelung viehseuchenrechtI icher Fragen beim innergemein-
                schaftlichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen
DER RAT DER EUROPÄISCHEM UNION -
gestützt     auf    den   Vertrag    zur    Gründung   der    Europäischen
gerneinschaft, insbesondere auf Artikel 43,
auf Vorschlag der Kommission* 1 ),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments* 2 ),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses*3),
 in Erwägung nachstehender Gründe:
Bei der Harmonisierung des Veterinärrechts sind erhebliche Fortschritte gemacht
worden. Der Rat hat        insbesondere folgende Richtlinien erlassen: Richtlinie
90/425/EWG     vom   26.  Juni   1990    zur  Regelung   der   veterinärrecht Iichen    und
tierzüchterIschen Kontrollen        im   innergerneinschaftlichen Handel     mit   lebenden
Tieren    und   Erzeugnissen    im   Hinblick    auf  den   Binnenmarkt* 4 );   Richtlinie
91/496/EWG     vom    15. Juli   1991    zur   Festlegung    von   Grundregeln    für   die
Veterinärkontrollen von aus Drittländern in die Gemeinschaft eingeführten Tie-
ren* 5 ); Richtlinie 85/511/EWG vom 18. November         1985 zur Einführung von Maß-
nahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche* 6 ); Richt-
linie 92/119/EWG vom 17. Dezember 1992 mit allgemeinen Gemeinschaftsmaßnahmen
zur Bekämpfung bestimmter Tierseuchen sowie besonderer Maßnahmen bezüglich der
vesikuIären Schweinekrankheit*7).
(1)     ABI. Nr.  C
(2)     ABI. Nr.  C
(3)     ABI. Nr.  C
(4)     ABI. Nr.  L 224 vom 18.08.1990, S. 29.
(5)     ABI. Nr.  L 268 vom 24.09.1991, S. 56.
(6)     ABI. Nr.  L 315 vom 26.11.1985. S. 11.
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Daher ist es erforderlich, die Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni
1964 zur Regelung viehseuchenrechtlicher Fragen beim     innergemeinschaftlichen
                                              8
Handelsverkehr  mit  Rindern  und  Schweinen* ),  zuletzt   geändert  durch  die
Richtlinie 92/102/EWG des Rates vom 5. Dezember 1992*9), zu ändern, und zwar
insbesondere hinsichtlich des Zeitraums, in dem die Tiere vor ihrer Verbringung
in einen Mitgliedstaat gehalten werden müssen, hinsichtlich der Handelsvor-
schriften für weniger als 15 Tage alte Tiere und hinsichtlich der Vorschriften
zur Bekämpfung bestimmter Tierseuchen.
Die Richtlinie 64/432/EWG ist mehrfach grundlegend geändert worden. Aus Gründen
der Klarheit ist es angezeigt, diese Richtlinie zu aktualisieren.
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                   Artikel 1
Die Richtlinie 64/432/EWG wird durch den Text im Anhang I zu dieser Richtlinie
ersetzt.
                                   Artikel 2
Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
schriften, um dieser Richtlinie bis spätestens 1. Juli 1994 nachzukommen. Sie
unterrichten die Kommission unverzüglich davon.
Wenn die Mitgliedstaaten die Vorschriften nach Absatz 1 erlassen, nehmen sie in
diesen Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröf-
fentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzel-
heiten dieser Bezugnahme.
                                   Artikel 3
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet
(8)   ABI. Nr. L 121 vom 29.07.1964, 1977/64.
(9)   ABI. Nr. L 355 vom 05.12.1992, S. 32.
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                                         ANHANG I
                                         ArtIKel 1
Diese Richtlinie regelt den         InnergemeinschaftIichen Handel mit    Rindern und
Schwe i nen.
                                         ArtlKQl Z
Im Sinne dieser Richtlinie gelten folgende Definitionen:
a)     Betrieb:         ein  Betrieb    im  Sinne  des   Artikels 2   der   Richtlinie
                        9Q/435/EW6 de? Rates.
b)     Seh Iachttiere:
            Rinder (einschließlich Büffel) bzw. Schweine, die für einen Schlacht-
            betrieb oder einen Markt bestimmt sind, den sie nur zur Schlachtung
            verlassen dürfen:
c)     Zucht- und Nutztiere:
            Rinder   (einschließlich Büffel) und Schweine, einschließlich Tiere,
            die zur Zucht, zur Milch- oder Fleischererzeugung oder zur Verwen-
            dung als Zugtiere bestimmt sind, Jedoch ausgenommen Tiere gemäß Buch-
            stabe b ) ;
d)     antlich anerkannt tuberkulosefreier Rinderhaltungsbetrieb:
            ein Rinderhaltungsbetrieb, der die Anforderungen gemäß Anhang A Zif-
            fer I Nrn. 1. 2 und 3 erfüllt:
«)     «Bt Heft   anerkannt     tuberkuloaafreier  MltQl Igfotwt    püex  Iftil  eines
       Mitailedataata:
            ein Mitgliedstaat oder ein Teil eines Mitgliedstaats, der die An-
            forderungen gemäß Anhang A Ziffer I Nrn. 4. 5 und 6 erfüllt.
f)     amtlich anerkannt brucellosefreier Rinderhaltungsbetrieb:
            ein Rinderhaltungsbetrieb, der die Anforderungen gemäß Anhang A Zif-
            fer II Nrn. 1. 2 und 3 erfüllt:
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g) amtlich anerkannt bruceI losefreie Region:
        ein Teil eines Mitgliedstaats, der die Anforderungen gemäß Anhang A
        Ziffer II Nrn. 7. 8 und 9 erfüllt:
h) amtlich anerkannt bruceIIosefre1er Mitgliedstaat:
        ein Mitgliedstaat, der die Anforderungen gemäß Anhang A Ziffer II
        Nrn. 10. 11 und 12 erfüllt:
i) bruceIlosefreier Rinderhaltungsbetrieb:
        ein Rinderhaltungsbetrieb, der die Anforderungen gemäß Anhang A Zif-
        fer II Nrn. 4. 5 und 6 erfüllt:
j)  leukosefreier Betrieb:
        ein Betrieb, der   die Anforderungen   gemäß Anhang D Kapitel I Ab-
        schnitt A und B erfüllt;
k)  leukosefreier Mitgliedstaat/leukosefreie Region:
        eine Region oder ein Mitgliedstaat, die (der) die Anforderungen gemäß
        Anhang D Kapitel I. Abschnitt E. F und G erfüllt;
I) amtlicher Tierarzt:
        der von der zuständigen Zentralbehörde des betreffenden Mitglied-
        staats benannte Tierarzt.
                                 Artikel g
1. Jeder Mitgliedstaat gewährleistet, daß aus seinem Hoheitsgebiet in das
   Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates nur Tiere versandt werden,
   die die einschlägigen Anforderungen dieser Richtlinie erfüllen.
2. Die unter diese Richtlinie fallenden Rinder und Schweine müssen folgende
   Anforderungen erfüllen:
   a)   Die Tiere wurden von einem amtlichen Tierarzt einer Gesundheits-
        kontrolle und einer Nämlichkeitsprüfung unterzogen und sind frei von
        klinischen Krankheitsanzeichen:
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   b) die Tiere stammen weder aus einem Betrieb noch aus einem Gebiet, die
       hinsi'chtI ich der betreffenden Tierart nach Maßgabe des gemeinschaft-
       lichen oder einzelstaatlichen Tierseuchenrechts gesperrt sind;
   c) die Tiere sind nach Maßgabe der Richtlinie 92/102/EWG gekennzeichnet;
   d) es handelt sich nicht um Tiere, die im Rahmen eines einzelstaat-
        lichen  Programms   zur  Tilgung  von  ansteckenden   Krankheiten oder
        Infektionskrankheiten getötet werden müssen;
   e) die Tiere erfüllen die Anforderungen der Artikel 4 und 5.
                                  Artikel 4
1. Die unter diese Richtlinie fallenden Rinder und Schweine dürfen nach dem
   Verlassen des Herkunftsbetriebs bis zur Ankunft am Bestimmungsort in ei-
   nem anderen Mitqliedstaat zu keiner Zeit mit Klauentieren in Berührung
   kommen, die die Anforderungen      für den   innergemeinschaftlichen Handel
   nicht erfüllen.
2. Die unter diese Richtlinie fallenden Rinder und Schweine sind in Trans-
   portmitteln zu befördern, die zuvor mit einem im Herkunftsmitgliedstaat
   behördlich zugelassenen Desinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert
   worden sind. Die Transportmittel müssen so beschaffen sein, daß Kot, Ein-
   streu und Futter während der Beförderung nicht aus dem Fahrzeug heraus-
   fließen oder herausfallen können.
3. Die Vorschriften für die Zulassung von Desinfektionsstätten und die Ver-
   fahren zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften gemäß Absatz 2 wer-
   den nach dem Verfahren des Artikels 12 festgelegt.
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                                     Artikel 5
1. Jade Sendung von unter diese Richtlinie fallenden Rindern und Schweinen
   wird von einem TleroesundhaItazeugnis oemMB Anhang F begleitet. Dieses
   Zeugnis besteht aus einem ainzelnan Blatt und trägt eine laufende Num-
   mer. Es ist am Tao dar Gesundheitskontrolle In mindestens einer der Amts-
   sprachen    des Bestimmungslandes      auszustellen    und  gilt   ab  dem  Tag der
   Gesundheitskontrolle      für  die   Dauer   von  10 Tagen.    Findet   die  Gesund-
   heitskontrolle nach Maßgabe von Absatz 2 Jedoch erst statt, nachdem die
   Tiere   den   Herkunftsbetrieb verlassen       haben, so gilt     das Gesundheits-
   zeugnis ab dem Tag des Verlassene des Herkunftsbetriebs für die Dauer von
   10 Tagen.
2. Die Gesundheitskontrolle und die Ausstellung des Gesundheitszeugnisses,
   das die Tiersendung begleiten muß, können            im Herkunftsbetrieb oder am
   Verladeort erfolgen. Im zweiten Falle muß der für den Herkunftsbetrieb
   zuständige    amtliche   Tierarzt    dem   das Gesundheitszeugnis ausstellenden
   amtlichen Tierarzt den Gesundheitsnachweis erbracht haben, und zwar ent-
   weder in Form eines alle einschlägigen Angaben enthaltenden amtlichen Do-
   kuments oder     In Form des ordnungsgemäß ausgefüllten und bescheinigten
   Zeugnisses gemäß Anhang F Abschnitt A und B. Darüber hinaus gibt der für
   den Herkunftsbetrieb zuständige amtliche Tierarzt In Abschnitt C die An-
   schrift aller anderen zeitweiligen Aufenthaltsorte wie zugelassene Märkte
   oder zugelassene Sammelstellen an.
3. Der   für   den  zeitweiligen    Aufentha Itaort    zuständige amtliche     Tierarzt
   bescheinigt     die   Ankunft   der   Tiere   an   diesem   Ort   und   trügt  gege-
   benenfalls die entsprechenden Angaben in das Gesundheitszeugnis (Anhang F
   Abschnitt D - innergerneinschaftllcher Handel) ein. Wird kein zeitweiliger
   Aufenthaltsort      In  Anspruch    genommen,    so   ist  der    letzte   Ten   des
   Gesundheitszeuonisses       (Anhang F    Abschnitt D    -  innergemeinschaftllehar
   Händen von dem für den Herkunftsbetrieb zuständigen amtlichen Tierarzt
   auszufüllen.
4. Der Anhang F Absschnitt D ausfüllende amtliche Tierarzt Ist zuständig für
   die Erfassung der Tierverbringung im ANIMO-Verbundnetz.
5. Zeitweilige Aufenthaltsorte im Innergemeinschaftlichen Handel wie Markte
   oder Sammelstellen müssen folgende Anforderungen erfüllen:
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   a)   Sie werden von einem amtlichen Tierarzt überwacht, der dafür Sorge
        trägt', daß insbesondere die Bestimmungen von Artikel 4 Absätze 1 und
        2 eingehalten werden, und der die vorgenannten Bescheinigungen er-
        teilt. Die Aufgaben des amtlichen Tierarztes können durch einen nach
        dem Verfahren des Artikels 12 gefaßten Beschluß genauer festgelegt
        werden.
   b)   Sie   liegen   in einem Gebiet, das nicht      nach Maßgabe    des Gemein-
        schaftsrechts gesperrt ist.
   c)   Sie werden    im Auftrag des für den Aufenthaltsort zuständigen amt-
         lichen Tierarztes vor Jeder Aufnahme von Tieren gereinigt und des-
         infiziert.
   d)   Sie   sind   vom   Herkunftsmitgliedstaat   als  zugelassene    Märkte  und
        Sammelstellen    auszuweisen. Die   Zulassung   kann   auf eine   bestimmte
        Tierart, auf ZuchWNutztlere oder auf Schlachttiere begrenzt werden.
        Der betreffende Mitgliedstaat teilt den zuständigen Zentralbehörden
        der anderen Mitgliedstaaten und der Kommission mit, welche Märkte und
        Sammelstellen zugelassen sind.
6. Als zeitweilige Aufenthaltsorte kommen auch amtlich zugelassene Märkte in
   einem Mitgliedstaat in Frage, der nicht der Bestimmungsmitgliedstaat ist.
    In diesem    Falle   ist  das  Zeugnis gemäß Anhang F     (einschließlich   Ab-
   schnitt D) von dem zuständigen amtlichen Tierarzt          des Mitgliedstaates
   auszufüllen, aus dem die Tiere stammen. Der für den Markt             zuständige
   amtliche Tierarzt bescheinigt die Bestimmung der Tiere in einem zweiten
   Zeugnis gemäß Anhang F. das er mit         der   laufenden Nummer    des Origi-
   nal Zeugnisses    versieht   und  dem  Qrifl»na»Zeugnis   oder  der   Kopie  des
   Original Zeugnisses beifügt.
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                                 Artikel  6
1. über die Anforderungen gemäß Artikel 3. 4 und 5 hinaus müssen Zucht- und
   Nutztiere folgende Anforderungen erfüllen:
        Die Tiere sind in den letzten 30 Tagen vor ihrem Verladen 4>zw. - im
        Falle  von weniger   als 30 Tage alten Tieren    - von Geburt    an  im
        Herkunftsbetrieb gehalten worden. Auf der Grundlage der amtlichen
        Kannzeichnung gemäß Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe c) und       amtlicher
        Aufzeichnungen vergewissert sich der amtliche Tierarzt, daß die Tiere
        die vorgenannte Anforderung erfüllen und daß sie aus der Gemein-
        schaft stammen oder aus einem Drittland eingeführt worden sind, das
        die veterinärrechtlichen Anforderungen der Gemeinschaft erfüllt.
   -    Tiere, die aus einem Drittland in einen Mitgliedstaat eingeführt wer-
        den, welcher nicht der endgültige Bestimmungsmitgliedstaat ist, sind
        so schnell wie möglich und In Begleitung der Bescheinigung gemäß Ar-
        tikel 7   der   Richtlinie    91/496/EWG   des   Rates    zum   Bestlm-
        mungsmitgliedstaat zu befördern. Bei der Ankunft am Bestimmungsort
        müssen diese Tiere hinsichtlich    leder weiteren Verbringung den An-
        forderungen dieser Richtlinie und Insbesondere der unter dem ersten
        SedankenstriÇh   genannten   Anforderung   an  die   Haltungsdauer   Im
        Herkunftsland genügen.
2. über die Anforderungen gemäß Artikel 3. 4 und 5 hinaus müssen Zucht- und
    Nutzrinder folgende Anforderungen erfüllen:
    a)  Die Tiere stammen aus einem amtlich anerkannt tuberkulosefreien Rin-
        derhaltungsbetrieb und haben - Im Falle von über sechs Wochen alten
        Tieren - auf eine binnen 30 Tagen vor dem Verlassen des Herkunfts-
        bestands nach Maßgabe der Bestimmungen des Anhangs B Nr. 32 Buchsta-
        be d) durchgeführte intradermale Tuberkulinprobe negativ reagiert.
        Von der tntradermalen Tuberkulinprobe ausgenommen sind Tiere aus ei-
         nem Mitgliedstaat oder Teil eines Mitgliedstaats, der amtlich an-
        erkannt tuberkulosefrei Ist.
 ---pagebreak---       b)   Nicht kastrierte Tiere stammen aus einem amtlich anerkannt bruceI-
           losefreien Rinderhaltungsbetrieb und weisen - falls sie über 12 Mona-
           te alt sind - beim Serumagglutinationstest, der binnen 30 Tagen vor
           Verlassen des Herkunftsbestands      und nach Maßgabe der Bestimmungen
           gemäß Anhang C Abschnitt A durchgeführt wird, ein Bruce Ila-Ergebnis
           von weniger als 30 IE Agglutination/Milliliter auf.
           Von der Serumagglutination ausgenommen sind Tiere aus einem Mitglied-
           staat   oder   Teil    eines   Mitalledstaats.  der   amtlich   anerkannt
           bruce Mosefrei Ist.
      c)   Sie stammen aus einem leukosefreien Betrieb im Sinne von Artikel 2
           Buchstabe j).
      d)   Sie sind ab Verlassen des Herkunftsbetriebs bis zu ihrer Ankunft am
           Bestimmungsort zu keiner Zeit mit Tieren in Berührung gekommen, die
            lediglich die Anforderungen gemäß Artikel 6 Absatz 3 erfüllen.
3.    über die Anforderungen gemäß den Artikeln 3. 4 und 5 hinaus müssen
      Schlachtrinder    aus amtlich anerkannt     tuberkulosefreien, amtlich aner-
      kannt leukosefreien und - Im Falle nicht kastrierter Rinder - aus amt-
       lich anerkannt bruceI losefreien Beständen stammen.
                                       Artikel 7
Schlachttiere, die unmittelbar nach ihrer Ankunft im Bestimmungsland zu einem
Schlachthof verbracht worden sind, müssen dort den tierseuchenrechtlichen An-
forderungen entsprechend schnellstmöglich geschlachtet werden.
SehIachttiere, die unmittelbar nach ihrer Ankunft im Bestimmungsmitgliedstaat
auf einen Markt gebracht worden sind, dessen Vorschriften dem Abtrieb sämtli-
cher  Tiere nur    zu einem    von der   Zentralbehörde eigens dafür    zugelassenen
Schlachthof gestatten, müssen binnen fünf Tagen nach         ihrer Ankunft auf dem
Markt in diesem Schlachthof geschlachtet werden.
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                                      ArtlKel 8
Jeder Verdacht auf Vorliegen einer der Tierseuchen gemäß Anhang E Teil I ist
der zuständigen Behörde und gegebenenfalls dem Besitzer oder Halter der Tiere
schneiIstmflglieh ZAI melden.
Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission bis zum 31. Mai Jedes Jahres
über die in ihrem Hoheitsgebiet       im vorangegangenen Kalenderjahr beobachtete
Tierseuchen läge   hinsichtlich   der     Tuberkulose,   der    Brucellose und   der
enzootIschen    Rinder leukose  sowie    über   die  Zahl   der    in  die einzelnen
Gesundheitsstatus-Kategorien für die Jeweiligen Seuche fallenden Tierbestände.
einschließlich Informationen über die in Jeder Region laufenden Überwachungs-
und TlIgungsprooramme. Die Kommission entscheidet über Inhalt und Form der ge-
forderten Informationen. Die Kommission erörtert diese Informationen mit den
Mitgliedstaaten im Rahmen des Ständigen Veterinärausschusses und kann sie ins-
besondere für etwaige Beschlüsse gemäß Anhang A und Anhang D verwenden.
                                      Artikel 9
1.     Hat ein Mitgliedstaat für eine der Tierseuchen gemäß Anhang E TeiI II ein
      Bekämpfungsprogramm erstellt, das für sein gesamtes Hoheitsgebiet oder
      einen Teil seines Hoheitsgebietes obligatorisch ist, so kann er dieses
      Programm der Kommission unter Angabe folgender Einzelheiten vorlegen:
           die Verteilung der Seuche im Mitgliedstaat,
           die Gründe für das Programm unter Berücksichtigung der Bedeutung der
           Seuche und des wahrscheinlichen Kosten-/Nutzenverhältnisses;
           das geographische Gebiet, in dem das Programm durchgeführt werden
           sol I,
           die Gesundheitsstatus-Kategorien für Haltungsbetriebe, die Anforde-
           rungen für die Einstufung in die einzelnen Kategorien sowie die an-
           zuwendenden Testverfahren,
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       die Verfahren    zur  Programmüberwachung, deren Ergebnisse der Kom-
       missfon zumindest einmal Jährlich mitzuteilen sind.
        die Maßnahmen, die getroffen werden, falls ein Betrieb, aus welchen
        Gründen auch immer, seinen Status verliert,
        die Maßnahmen, die getroffen werden, falls Ergebnisse der Unter-
        suchungen, die im Rahmen des Programms durchgeführt werden, positiv
        ausfallen.
2. Die Kommission prüft die von den Mitgliedstaaten vorgelegten Programme.
   Die Programme gemäß Absatz 1 können, sofern die Kriterien gemäß Absatz 1
   erfüllt   sind,   nach  dem  Verfahren  des Artikels 12 genehmigt  werden.
   Gleichzeitig, spätestens jedoch 3 Monate nach Genehmigung der Programme,
   werden nach dem gleichen Verfahren die für den innergemeinschaftlichen
   Handel etwa erforderlichen - allgemeinen oder begrenzten - zusätzlichen
   Garantien festgelegt. Diese Garantien dürfen nicht über die Garantie-
   forderung hinausgehen, die der Mitgliedstaat für das eigene Land stellt.
3. Die von den Mitgliedstaaten vorgelegten Programme können nach dem Verfah-
   ren des Artikels 12 geändert oder ergänzt werden. Änderungen oder Ergän-
   zungen von bereits genehmigten Programmen oder von Garantieanforderungen
   gemäß Absatz 2 können nach dem gleichen Verfahren genehmigt werden.
                                  Artikel 1Q
1. Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, daß sein Hoheitsgebiet oder ein
   Teil   seines Hoheitsgebiets von einer     der Tierseuchen gemäß Anhang E
   Te11 II frei    ist, so legt er der Kommission das entsprechende Beweis-
   material vor, insbesondere unter Angabe folgender Einzelheiten:
        die Art der Krankheit und ihre Entwicklung in seinem Hoheitsgebiet,
 ---pagebreak---                                        - 12 -
          die  Ergebnisse    der  Untersuchungen   im Rahmen   der   Krankheitsüber-
          wachung, insbesondere auf der Grundlage mikrobiologischer, patholo-
          gischer   oder   epidemiologischer    Untersuchungen   und   der  Anzeige-
          pflicht igke it der Seuche;
          die Dauer der Seuchenüberwachung,
          gegebenenfalls der Zeitpunkt, seit dem die Impfung gegen die betref-
          fende Krankheit verboten ist, und das vom Impfverbot betroffene geo-
          graphische Gebiet,
          die Verfahren, nach denen überprüft wird, ob das Gebiet           effektiv
          seuchenfrei ist.
2.    Die Kommission prüft das von den Mitgliedstaaten vorgelegte Beweismate-
      rial. Die für den innergemeinschaftlichen Handel etwa erforderlichen -
      allgemeinen oder spezifischen - zusätzlichen Garantien können nach dem
      Verfahren des Artikels 12 festgelegt werden. Diese Garantie dürfen nicht
      über die Garantieanforderungen hinausgehen, die der Mitgliedstaat für das
      eigene Land stelIt.
3.    Der betreffende Mitgliedstaat      teilt  der Kommission   Jede Änderung der
      seuchenspezifischen Daten gemäß Absatz 1, insbesondere hinsichtlich neuer
      Seuchenausbrüche, mit. Die etwaigen Garantieanforderungen gemäß Absatz 2
      können aufgrund einer solchen Mitteilung nach dem Verfahren des Arti-
      kels 12 geändert oder aufgehoben werden.
                                     Artikel 11
Die Anhänge dieser Richtlinie können nach dem Verfahren des Artikels 12 geän-
dert werden.
Abweichend von den Bestimmungen dieser Richtlinie können nach dem Verfahren des
Artikels 12 Sonderbedingungen für Tiere festgelegt werden, die zu besonderen
Zwecken und insbesondere für Tierschauen gehandelt werden.
 ---pagebreak---                                       - 13 -
                                   Artikel 12
1.    Wird auf das Verfahren dieses Artikels Bezug genommen, so befaßt der Vor-
      sitzende des mit Beschluß des Rates vom 15. Oktober     1968 eingesetzten
      Ständigen Veterinärausschusses, im folgenden "Ausschuß" genannt, diesen
      von sich aus oder auf Antrag des Vertreters eines Mitgliedstaats.
2.    Bei   der Abstimmung  im Ausschuß werden die Stimmen   der Vertreter   der
      Mitgliedstaaten gemäß Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags gewogen. Der Vor-
      sitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
3.    Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der
      zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß nimmt zu diesem Entwurf    innerhalb
      einer Frist, die der Vorsitzende entsprechend der Dringlichkeit der Frage
      festsetzen kann, Stellung. Die Stellungnahme kommt mit einer Mehrheit von
      54 Stimmen zustande.
4.    Die Kommission trifft die in Aussicht genommenen Maßnahmen, wenn sie der
      Stellungnahme des Ausschusses entsprechen. Entsprechen die    in Aussicht
      genommenen Maßnahmen nicht der Stellungnahme des Ausschusses oder      ist
      keine Stellungnahme ergangen, so schlägt die Kommission dem Rat unverzüg-
       lich die zu treffenden Maßnahmen vor.
Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.
Hat nach Ablauf einer Frist von drei Monaten, nachdem ihm der Vorschlag über-
mittelt worden ist, keine Maßnahmen beschlossen, so erläßt die Kommission die
vorgeschlagenen Maßnahmen und bringt sie sofort zur Anwendung.
                                    Artikel 13
1.    Wird auf das Verfahren dieses Artikels Bezug genommen, so befaßt der Vor-
      sitzende des mit Beschluß des Rates vom 15. Oktober 1968 eingesetzten
      Ständigen Veterinärausschusses, im folgenden "Ausschuß" genannt, diesen
      von sich aus oder auf Antrag des Vertreters eines Mitgliedstaats.
 ---pagebreak---                                       - 14 -
2.    Bei der Abstimmung    im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der
      Mitgliedstaaten gemäß Artikel 146 Absatz 2 des Vertrags gewogen. Der Vor-
      sitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
                                                 I
3.    Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der
      zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß nimmt zu diesem Entwurf innerhalb
      einer Frist, die der Vorsitzende entsprechend der Dringlichkeit der Frage
      festsetzen kann, Stellung. Die Stellungnahme kommt mit einer Mehrheit von
      54 Stimmen zustande.
4.    Die Kommission trifft die in Aussicht genommenen Maßnahmen» wenn sie der
      Stellungnahme des Ausschusses entsprechen»; Entsprechen die in Aussicht
                                                 i
      genommenen Maßnahmen nicht- der Stellungnahme des Ausschusses oder ist
      keine Stellungnahme ergangen, so schlägt die Kommission dem Rat unverzüg-
       lich die zu treffenden Maßnahmen vor.
Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit. Hat der Rat binnen 15 Tagen,
nachdem ihm der Vorschlag übermittelt worden ist, keine Maßnahmen beschlossen,
so erläßt die Kommission die vorgeschlagenen Maßnahmen und bringt sie sofort
zur Anwendung.
                                    ArtIKel  M
Die Richtlinie 90/425/EWG vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinär-
rechtlichen und tierZüchterisehen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel
mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt, zuletzt
geändert durch die Richtlinie 92/60/EWG vom 30. Juni 1992*10). r e g e it insbe-
sondere die Kontrollen am Herkunftsort, die Durchführung der Kontrollen im
Bestimmungsland und die etwaigen Folgemaßnahmen sowie die entsprechenden
Schutzmaßnahmen.
                                   Artikel 15
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak---                                      -AS
                                 ANHANG A
   AMTLICH ANERKANNT TUBERKULOSEFREIER RINDERHALTUNGSBETRIEB
1. Ein Rinderhaltungsbetrieb 1st amtlich anerkannt frei von Tuberkulose, so-
   fern folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a
     ) Alle Tiere des Bestands sind       frei   von klinischen Anzeichen der
       Tuberkulose:
   b)  alle über sechs Wochen alten Tiere haben auf mindestens zwei amtliche
        intrakutane Tuberkulinproben gemäß Anhang B negativ reagiert; der
       erste Test wurde sechs Monate nach Tilgung der           Infektion aus dem
       Betrieb und der    zweite Test   sechs Monate       nach  dem ersten Test
       durchgeführt: falls der Bestand       Jedoch ausschließlich aus Tieren
       gebildet wurde, die aus amtlich anerkannt tuberkulosefreien Beständen
       stammen, so wurde der erste Test frühestens 60 Tage nach Bildung des
       Bestands durchgeführt: der zweite Test erübrigt sich in diesem Falle:
   c)  nach dem ersten Test gemäß Buchstabe b) wurden keine über sechs
       Wochen alten Rinder   in den Betrieb eingestellt, es sei denn, die
       Tiere haben auf eine intrakutane Tuberkulinprobe, die gemäß Anhang B
       entweder   binnen 30 Tagen  vor   oder   binnen    30    Tagen  nach  ihrer
       Einstellung   in den  Betrieb   durchgeführt      und  ausgewertet   wurde,
       negativ reagiert.
       Für Mitgliedstaaten mit    weniger    als 0 . 2 %   tuberkuloseinfizierter
       Rinderhaltungsbetriebe.    deren     Tiere    aus      amtlich    anerkannt
       tuberkulosefreien Betrieben stammen.      ist diese Untersuchung nicht
       erforderlich.
2. Der Status der amtlich anerkannten Tuberkulosefreiheit eines Rinderhal-
   tungsbetriebs bleibt   erhalten, sofern     folgende Anforderungen      erfüllt
   sind-
   a)  Die Anforderungen gemäß Nr. 1 Buchstaben a) und c) sind weiterhin
       erfüllt;
 ---pagebreak---                                          Ab-
   b)  alle  in den Betrieb eingestellten Tiere stammen aus Betrieben mit
       gleichem Gesundheitsstatus:
   c)  alle Tiere des Betriebs - ausgenommen im Betrieb geborene weniger als
       sechs    Wochen    alte    Kälber    -    werden   jährlich   gemäß   Anhang D
       routinemäßigen Tuberkulinproben unterzogen.
       Die Kommission kann Jedoch nach dem Verfahren des Artikels 12 die
       Häufigkeit    der   Routineuntersuchungen      für  einen Mitgliedstaat   oder
       einen Teil eines Mitgiiedstaats. dessen Rinderhaltungsbetriebe insge-
       samt amtlichen Tuberkulosebekämpfungsmaßnahmen unterliegen, folgen-
       dermaßen ändern:
       War   in   den   beiden    letzten   Jährlichen    Überwachungszeiträumen   im
       Schnitt    höchstens    1 %   der  Rinderhaltungsbetriebe    mit   Tuberkulose
        infiziert, so kann der Abstand zwischen den Routineuntersuchungen der
       Betriebe auf zwei Jahre verlängert werden.
       War   in    den   beiden    letzten    Zwei Jahres-überwachunaszeiträumen   im
       Schnitt   höchstens 0.2 % der Rinderhaltungsbetriebe mit           Tuberkulose
        infiziert, so kann der Abstand zwischen den Routineuntersuchungen auf
       drei Jahre verlängert werden.
       War   in   den    beiden    letzten   DreiJahres-Überwachungszeiträumen     im
       Schnitt   höchstens 0.1 % der Rinderhaltungsbetriebe mit           Tuberkulose
       infiziert, so kann der Abstand zwischen den Routineuntersuchungen auf
       vier Jahre verlängert und/oder das Alter der untersuchungspflichtigen
       Tiere auf 24 Monate heraufgesetzt werden.
       Darüber hinaus kann die Kommission nach dem Verfahren des Artikels 13
       beschließen, die Abstände zwischen den routinemäßigen Tuberkulinpro-
       ben zu verkürzen, wenn die Infektionsrate eindeutig zugenommen hat.
3. Der Status der amtlich anerkannten Tuberkulosefreiheit eines Rlnderhal-
   tungsbetrlebs wird ausgesetzt, wenn folgender Tatbestand vorliegt:
   a)  Die Anforderungen gemäß Nr. 2 sind nicht mehr erfüllt:
   b)  bei  einer    routinemäßigen Tuberkulinprobe wurde ein positives Tier
       ermittelt bzw. bei der routinemäßigen Fleischuntersuchung wurde ein
       Tuberkulosebefund festgestellt.
 ---pagebreak---                                              A*-
        ln diesen Fällen wird der Status ausgesetzt, bis alle über, sechs
       Wochen      alten    verbleibenden      Tiere    auf    mindestens    zwei    amtliche
        intrakutane Tuberkulinproben gemäß Anhang B negativ reagiert haben,
       wobei    der erste Test frühestens zwei Monate nach Beseitigung des
       Reaaenten aus dem Betrieb und der zweite Test frühestens 42 Tage nach
       dem ersten Test durchgeführt wurde.
       Wurde      die   routinemäßige      Untersuchung      des    Betriebs    gemäß   Nr. 2
       Buchstabe c) nicht rechtzeitig durchgeführt, so hat dies Jedoch nicht
       unmittelbar       die Aussetzung des Gesundheitsstatus des Betriebs zur
       Folge, vorausgesetzt, die Untersuchung wird binnen 60 Tagen nach dem
       ursprünglichen Termin durchgeführt und alle folgenden Untersuchungen
        laufen im Rahmen des ursprünglichen Zeitplans ab;
   c)  der Betrieb hält Tiere von fraglichem Gesundheitsstatus gemäß An-
       hang B Nr. 32. In diesem Falle wird der Gesundheitsstatus des Be-
       triebs ausgesetzt, bis der Gesundheitsstatus der Tiere geklärt ist.
4. Ein   Mitgliedstaat oder ein Teil eines Mitgliedstaats kann nach                  dem Ver-
   fahren   des Artikels       12 zu einem        amtlich    anerkannt    tuberkulosefreien
   Mitgliedstaat       bzw. Teil     eines Mitgliedstaats erklärt           werden,    sofern
   folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)   In   sechs     aufeinanderfolgenden        Jahren    war    höchstens    0.01 %   der
       Rinderhaltungsbetriebe          mit   Tuberkulose      infiziert,    und   mindestens
       99.9 X      der   Rinderhaltungsbetriebe        sind   seit    zehn  Jahren    amtlich
       anerkannt tuberkulosefrei:
   b)  es besteht ein Kennzeichnungssystem, welches die Identifizierung der
       Ursprungs- und Herkunftsbestände eines Jeden Tieres ermöglicht:
   c)  alle    Seh I achtrinder      werden    einer   Fleischuntersuchung       durch   einen
       amtlichen Tierarzt unterzogen:
   d)  alle    Tuberkulose-Verdachtsfälle werden            umfassend     untersucht, ein-
       schließlich       Ermittlung     und   Untersuchung      der   Ursprungs- bzw. der
       Herkunftsbestände         und    Durchführung      aller     erforderlichen     Labor-
       unter suchunaen.       In   diesem    Falle    wird    der    Status  der   amtlichen
       Tuberkulosefreiheit des Ursprungs- oder Herkunftsbestands ausgesetzt,
       bis die Ergebnisse der genannten Untersuchungen vorliegen und die
       Rindertuberkulose        durch     klinische     oder    Laboruntersuchungen      oder
       TiiKArl/n I
 ---pagebreak---                                       A$-
5. Der  Status der    amtlich  anerkannten   Tuberkulosefreiheit   eines    Mit-
   gliedstaats oder eines Teils eines Mitgliedstaats bleibt erhalten, sofern
   folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)  Die Anforderungen gemäß Nr. 4 Buchstaben a) und d sind weiterhin
       erfüllt:
   b)  bei Bestätigung der Tuberkulose dem Ursprungs- und Herkunftsbetriebs
       wird der Status der amtlich anerkannten Tuberkulosefreiheit entzogen:
   c)  der Status bleibt entzogen, bis folgende Anforderungen erfüllt sind:
           alle für krankheitsverdächtigen Tiere wurden getötet:
           das Betriebsgelände und die Betriebsanlagen wurden desinfiziert;
           alle über    sechs Wochen   alten  verbleibenden  Rinder   haben auf
           mindestens    zwei  amtliche   intrakutane  Tuberkulinproben    gemäß
           Anhang B negativ reagiert, wobei der erste Test frühestens sechs
           Monate nach Beseitigung der infizierten Tiere und der zweite Test
           sechs Monate nach dem ersten Test durchgeführt wurde.
6. Hat sich die Seuchenlage     in einem amtlich anerkannt    tuberkulosefreien
   Mitgliedstaat oder Teil eines Mitgliedstaats nachweislich und wesentlich
   verändert, so kann die Kommission nach dem Verfahren des Artikels 13
   beschließen,   den   Gesundheitsstatus   dieses  Mitgliedstaats   oder   Teil
   dieses Mitgliedstaats auszusetzen oder zu entziehen und routinemäßige
   Tuberkulinproben nach einem der unter Nr. 2 Buchstabe c) aufgeführten
   Zeitpläne anordnen.
 ---pagebreak---                                            \<\ '
II.   AMTLICH    ANERKANNT    BRUCELLOSEFRE1ER      UND    BRUCELLOSEFRE1ER       RINDER-
      HALTUNGSBETRIEB
Im Sinne dieses Anhangs A.ll sind "Rinder" alle Rinder mit Ausnahme unter vier
Monate alter kastrierter Tiere.
1.    Ein Rinderhaltungsbetrieb     Ist amtlich     anerkannt   frei   von Brucellose.
      sofern fQHwrnto Anfordorvinflgn TTflHt sind:
      (a)    Er enthält keine Tiere, die gegen Brucellose geimpft worden sind,
             ausgenommen   weibliche   Tiere,    die mindestens     drei    Jahre   zuvor
             geimpft worden sind:
      (b)    alle Tiere sind seit mindestens sechs Monaten frei von klinischen
             Anzeichen der Brucellose:
      (c)    alle über 12 Monate alten Tiere sind nach Maßgabe der Bestimmungen
             des   Anhangs C   mit   negativem     Ergebnis    einer     der   folgenden
             Untersuchungen unterzogen worden.-
             (i)     zwei Serumagglutinationstests im Abstand von mindestens drei
                    und höchstens 12 Monaten:
             (ii)      drei Ringtests   Im Abstand von Jeweils drei Monaten, frü-
                    hestens   sechs Wochen     später   ergänzt   durch    einen   Serum-
                    agglutionationstest:
             (iii)  zwei gepufferte BruceIlaantigen-Tests        im Abstand von min-
                    destens drei und höchstens 12 Monaten;
             (iv)   zwei MikroaaalutinatIonstests im Abstand von mindestens drei
                    und höchstens 12 Monaten.
2.    Der   Status  der amtlich    anerkannten     Bruce I losefrei he it   eines   Rinder
      haltunosbetrlebs bleibt erhalten, sofern folgende Anforderungen erfüllt
      sind:
      (a)    Nach Maßgabe    der Bestimmungen     des Anhangs C wird       jährlich mit
             negativem Ergebnis eine der folgenden Untersuchungen durchgeführt:
             (•)      drei Ringtests in Abständen von mindestens drei Monaten:
 ---pagebreak---                                   a CV-
    OI)     drei   ELISA-MI Ichtests    In Abständen    von   mindestens    drei
            Monaten;
    (iii)   zwei   Ringtests   im Abstand    von   mindestens    drei   Monaten,
            frühestens sechs Wochen später        durch einen serologischen
            Test ergänzt;
    (iv)    zwei   ELISA-MI Ichtests   im Abstand   von mindestens drei Mo-
            naten,    frühestens sechs Wochen später durch einen serolo-
            gischen Test ergänzt;
    (v)     zwei serologische Tests im Abstand von mindestens drei und
            höchstens sechs Monaten.
    Die Kommission kann le doch nach dem Verfahren des Artikels 12 die
    Abstände zwischen den Routineuntersuchungen für einen Mitgliedstaat
    oder einen Teil eines Mitgliedstaats, der zwar nicht amtlich aner-
    kannt bruceI losefrei ist, in dem Jedoch alle Rinderhaltungsbetriebe
    amtlichen BruceIiosebekämpfungsmaßnahmen        unterliegen,     folgermaßen
    ändern:
    - Ist höchstens 1 % der Rinderhaltungsbetriebe infiziert, so dürfte
      es ausreichen, wenn       Jährlich zwei    Ringtests oder     zwei  ELISA-
      MI Ichtests    im Abstand    von  mindestens   drei   Monaten    oder  ein
      serologischer Test durchgeführt werden;
    - wurden mindestens 99.8 X der Rinderhaltungsbetriebe amtlich als
      seit mindestens vier Jahren frei von Brucellose anerkannt, so
      kann der Untersuchunosabstand auf zwei Jahre verlängert werden,
      wobei die Untersuchungen nach einem der serologischen Verfahren
      gemäß Nr. 7 Buchstabe (a) durchzuführen sind.
(b) Alle   in  den    Betrieb  eingestellten    Rinder  stammen    aus   amtlich
    anerkannt    bruceI losefreien Betrieben, wobei      alle über     12 Monate
    alten   Tiere    im  Serumagglutinationstest,     der   nach   Maßgabe   der
    Bestimmungen    des Anhangs C binnen      30 Tagen   vor   Einstellung der
    Tiere in den Betrieb durchgeführt wurde, ein Bruce Iia-Ergebnis von
    weniger als 30 IE Agglutination/ml erzielt haben.
 ---pagebreak---          Der  vorgenannte     Serumagoiutinationstest     ist  Jedoch nicht     erfor-
         derlich für Mitgiiedstaaten oder Regionen von Mitgliedstaaten, in
         denen zumindest     in den letzten zwei Jahren weniger als 0.2 % der
         Rinderhaltungsbetriebe      mit    Brucellose    infiziert    waren,    deren
         Tierbestand      aus    einem    amtlich     anerkannt     bruceI losefreien
         Rinderhaltungsbetrieb      desselben    Mitgliedstaates     oder   derselben
         Region stammt und bei der Beförderung nicht mit Tieren mit ge-
         ringerem Gesundheitsstatus in Berührung gekommen ist.
   (c)   Unbeschadet    der    Bestimmungen   gemäß   Nr. 2   Buchstabe (b)     können
         Rinder aus einem bruceI losefreien Rinderhaltungsbetrieb            in einen
         amtlich    anerkannt    brucetlosefreien    Betrieb   eingestellt     werden,
         sofern sie mindestens 16 Monate alt und gegen Brucellose geimpft
         sind, wobei die Impfung über ein Jahr zurückliegen muß.
         Diese Tiere müssen binnen 30 Tagen vor ihrer Einsteilung in den Be-
         trieb im Serumagglutinationstest ein Bruce Ila-Ergebnis von weniger
         als 30 IE Agglutination/ml erzielt haben und mit negativem Ergebnis
         einem Komplementbindungstest unterzogen worden sein; beide Tests
         sind nach Maßgabe der Bestimmungen des Anhang C durchzuführen.
         Wird   Jedoch ein Tier unter diesen Bedingungen aus einem bruceI-
          losefreien    Rinderhaltungsbetrieb      in   einen    amtlich    anerkannt
         bruceilosefreien       Rinderhaltungsbetrieb      eingestellt.     so    gilt
          letzterer ab dem Tag der Einstellung des Tieres für die Dauer von
         zwei Jahren als bruceI losefreier Betrieb.
3. Der Status der amtlich anerkannten Bruce I losefrei he it eines Rinderhal-
   tungsbetriebs wird ausgesetzt oder entzogen,          wenn folgender Tatbestand
   vorliegt:
   (a)   Die Anforderungen gemäß Nr. 1 und Nr. 2 sind nicht mehr erfüllt
         oder
   (b)   aufgrund von Labortests oder klinischer Anzeichen besteht bei einem
         oder mehreren Tieren Verdacht auf Brucellose.
   Sind ein oder mehrere Tiere in einem amtlich anerkannt bruceI losefreien
   Rinderhaltungsbetrieb seuchenverdächtig, so kann der Gesundheitsstatus
   des Betriebs - anstatt entzogen - vorerst ausgesetzt werden, sofern die
   betreffenden Tiere unverzüglich unschädlich beseitigt oder             abgesondert
   werden.
 ---pagebreak---    Sofern die betreffenden Tiere unschädlich beseitigt worden sind, kann die
   Aussetzung des Gesundheitsstatus wieder aufgehoben werden, vorausgesetzt,
   alle über 12 Monate alten Rinder des Betriebs wurden nach Maßgabe der
   Bestimmungen    des   Anhangs C    zwei    Seroagglutinationstests       mit  einem
   Bruceila-Eroebnis    von   weniger   als    30 IE-Agglütination/ml      unterzogen.
   Dabei ist der erste Test frühestens 30 Tage nach Beseitigung des Tieres
   und der zweite Test frühestens 60 Tage danach durchzuführen.
   Abgesonderte Tiere können wieder        in den Bestand aufgenommen werden und
   der Gesundheitsstatus des Betriebs kann wieder hergestellt werden, sofern
   die Tiere anschließend nach Maßgabe der Bestimmungen des Anhangs C einem
   Serumagglutinationstest mit einem Bruce Ila-Ergebnis von weniger als 30 IE
   Agglutination/ml und mit negativem Ergebnis einem Komplimentbindunastest
   unterzogen wurden.
   Wurde    die Brucellose   aufgrund    von   Labortests    oder   epidemiologischer
   Untersuchungen    in einem Betrieb bestätigt, so kann der Betriebsstatus
   erst    wiedererlangen,   wenn   alle    zum    Zeitpunkt   des   Seuchenausbruchs
   trächtigen Tiere In den vorgenannten Tests negativ reagiert haben, wobei
   der letzte Test frühestens 21 Tage nach dem Abkalben durchzuführen ist.
4. Ein Rinderhaltungsbetrieb      ol It als bruce1 losefrei. sofern die Anfor-
   derungen gemäß Nr. 1 Buchstaben a ) .          b) und c) erfüllt       sind, wobei
   fQlflOn<fe Ausnahmen gewährt werden:
   (i)    Weibliche Tiere dürfen geimpft werden
          - vor   Erreichen    des   sechsten    Lebensmonats:     mit   lmpfstamm-19-
             Lebendvakzine oder anderen nach dem Verfahren des Artikels 12
             zugelassenen Vakzinen, oder
          - vor Erreichen des 15. Lebensmonats: mit amtlich kontrollierter
             und anerkannter 45/20 AdJuvans-Totvakzine:
   (iI) unter 30 Monate alte Rinder, die mit Impfstamm 19 Lebendvakzine
          geimpft    worden   sind,    dürfen     im   Serumagglutinationstest     ein
          BruceIla-Ergebnis von 30 IE bis SO IE Agglutination/ml erzielen,
          sofern sich    im Kompl1mentblndungstest bei weiblichen Tieren, die
          weniger als 12 Monate zuvor geimpft worden sind, weniger als 30 EG-
          Einheiten bzw. bei allen anderen Tieren weniger als 20 EG-Einheiten
          ergeben:
 ---pagebreak---    flin über die Tests gemäß Nr. 1 Buchstabe c) hinaus sind zum Erlangen
         des* Status     der   Bruce I losefrei he it  auch   folgende    Untersuchungen
         zulässig:
         a.     zwei gepufferte Bruce!laantioen-Tests. die nach Maßgabe der
                Bestimmungen des Anhangs C im Abstand von mindestens drei und
                höchstens 12 Monaten durchgeführt werden:
         b.     zwei   Mikroagglutlnationstests.        die   nach   Maßgabe    der   Be-
                stimmungen des Anhangs C im Abstand von mindestens drei und
                höchstens 12 Monaten durchgeführt werden.
5. Der Status der Tuberkulosefreiheit eines Rinderhaltungsbetriebs bleibt
   erhalten, sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
   (i)   Der     Betrieb    führt   eine   der    Untersuchungsreihen      gemäß    Nr. 2
         Buchstabe a) durch;
   (iI)   in den Betrieb eingestellte Rinder erfüllen die Anforderungen gemäß
         Nr. 2 Buchstabe b ) . oder
         - sie stammen aus Betrieben mit Status der Bruce!lose-Frei heit. und
            alle über 12 Monate alten Tiere wurden binnen 30 Tagen vor ihrer
            Einstellung     in den Betrieb einem Serumagglutinationstest gemäß
            Anhang C    mit   einem   Bruce!la-Ergebnis      von   weniger   als   30  IE
            Agglutination/ml        und      mit      negativem       Ergebnis      einem
            Komplementbindungstest gemäß Anhang C unterzogen, oder
         - sie stammen aus Betrieben mit Status der Bruce!losefrei heit. sind
            weniger als 30 Monate alt und sind mit lmpfstamm-19-Lebensvakzine
            geimpft worden; in diesem Falle darf im Serumaggiutinationstest
            ein    BruceI la-Ergebn 1 s   von    30 IE   bis   80 IE    Agglutination/ml
            erzielt werden, vorausgesetzt, der Komplementbindungstest ergibt
            weniger als 30 EG-Einheiten bei weiblichen Tieren, die weniger
            als 12 Monate zuvor geimpft worden sind, bzw. weniger als 20 EG-
            EI nhel ten bel allen anderen Tieren.
 ---pagebreak---                                       - 3U\-
6. Der Status der Bruce I losefrei he It eines Betriebs wird ausgesetzt oder
   entzogen.'wenn folgender Tatbestand vorliegt:
   (a)    Die Anforderungen gemäß Nr. 4 und Nr. 5 sind nicht erfüllt, oder
   (b)    aufgrund von Labortests oder klinischer Anzeichen besteht bei einem
          oder mehreren über 30 Monate alten Rindern Verdacht auf Brucellose.
   Sind ein oder mehrere über 30 Monate alte Tiere in einem bruceI losefreien
   Rinderhaltungsbetrieb seuchenverdächtig, so kann der Gesundheitsstatus
   des Betriebs vorerst - anstatt entzogen - ausgesetzt werden, sofern die
   betreffenden Tiere unverzüglich unschädlich beseitigt oder           abgesondert
   werden.
   Sofern die betreffenden Tiere unschädlich          beseitigt  wurden, kann die
   Aussetzung des Gesundheitsstatus wieder aufgehoben werden, vorausgesetzt,
   alle über 12 Monate alten Rinder des Betriebs wurden nach Maßgabe der
   Bestimmungen    des   Anhangs C    zwei   Seroagglutinationstests     mit  einem
   Bruce Ila-Ergebnis   von   weniger   als   30 IE-Agglutination/ml    unterzogen.
   Dabei ist der erste Test frühestens 30 Tage nach Beseitigung des Tieres
   und der zweite Test frühestens 60 Tage danach durchzuführen.
   Abgesonderte Tiere können wieder       in den Bestand aufgenommen werden und
   der Gesundheitsstatus des Betriebs kann wieder hergestelItwerden. sofern
   die Tiere anschließend nach Maßgabe der Bestimmungen des Anhangs C einem
   Serumagglutinationstest mit einem Bruce!la-Ergebnis von weniger als 30 IE
   Agglutination/ml und mit negativem Ergebnis einem Komplementbindungstest
   unterzogen wurden.
   Wurde   die  Brucellose   aufgrund    von  Labortests   oder  epidemiologischer
   Untersuchungen   In einem Betrieb bestätigt, so kann der Betriebsstatus
   erst   wiedererlangen,    wenn   alle   zum   Zeitpunkt   des   Seuchenausbruchs
   trächtigen Tiere in den vorgenannten Tests negativ reagiert haben, wobei
   der letzte Test frühestens 21 Tage nach dem Abkalben durchzuführen ist.
 ---pagebreak---                                       - *^ -
7.  Eine Ragion eines Mitgliedstaats kann nach dem Verfahren des Artikels 12
    zu einer amtlich anerkannt bruceMosafreien Region erklärt werden, sofern
    folgende Anforderungen erfüllt sind:
    a.    Zumindest in den letzten drei Jahren sind keine bruceI losebedingten
          Fehl- und Frühgeburten gemeldet worden, und mindestens 99.8 % der
          Rinderhaltungsbetriebe    waren   in  den    letzten    10 Jahren  amtlich
          anerkannt bruceI losefrei :
    b.    die Tiere werden einzeln gekennzeichnet, damit die Ursprungs- und
          Herkunftsbestände identifiziert werden können.
8.  Vorbehaltlich   der  Bestimmungen gemäß     Nr. 9   bleibt    der  Status  einer
    amtlich   anerkannt  brucellosefreien Region erhalten, sofern alle über
    24 Monate alten Rinder alle drei Jahre entweder zwei Ringtests oder einem
    serplpfligehen  Test   unterzogen   werden.   BeJ   POSi t i ven  Testergebnissen
    gelten die Bestimmungen gemäß Nr. 6.
9.  Eine  amtlich   anerkannt   brucellosefreie    Region   ist   verpflichtet, der
    Kommission Jeden Fall von Brucellose zu melden. Die Kommission kann nach
    dem Verfahren des Artikels 13 vorschlagen, daß der             Gesundheitsstatus
    dieser Region ausgesetzt oder entzogen wird, und kann anordnen, daß nach
    einem der Zeitpläne gemäß Nr. 2 routinemäßig auf Brucellose getestet
    wird.
10. Ein Mitaliedstaat kann nach de« Verfahren des Artikels 12 zu einai
    amtlich anerkannt bruceI losefreien Mitgliedstaat erklärt werden, sofern
    folgende Anforderungen erfüllt sind:
    a.     Zumindest in den letzten drei Jahren sind keine bruce1 losebedingten
           Fehl- und Frühgeburten gemeidet worden, und mindestens 99.8 % der
          Rinderhaitungsbetriebe    waren    in  den   letzten    10 Jahren  amtlich
          anerkannt bruceI losefrei :
    b.    die Tiere werden einzeln gekennzeichnet, damit die Ursprungs- und
          Herkunftsbestände identifiziert werden können.
 ---pagebreak--- 11.  Der Status der amtlich anerkannten Bruce I losefrei heit eines Mitglied-
     Staats bleibt erhalten, sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
           Alle bruceI loseverdächtigen Rinder werden der zuständigen Behörde
           gemeldet und einer amtlichen Untersuchung unterzogen, die zumindest
           zwei  serologische Blutproben, einschließlich Komplementbindungs-
           test. sowie eine mikrobiologische Untersuchung geeigneten Proben-
           materials im Falle von Fehl- oder Frühgeburten umfaßt:
           während der Verdachtsperiode, die erst als abgeklärt gilt, wenn die
           unter dem ersten Gedankenstrich genannten Tests negativ ausgefallen
           sind, wird der Status des amtlich anerkannten Bruce I losefrei he it
           des   Ursprungs-  oder   Herkunftsbetriebs  des  seuchenverdächtigen
           Tieres ausgesetzt;
           bei positiven Testergebnissen gelten die Bestimmungen gemäß Nr. 6.
1
  2. Ein amtlich anerkannt bruceI losefreier Mitgliedstaat     ist verpflichtet,
     der Kommission Jeden Fall von Brucellose zu melden. Die Kommission kann
     nach den Verfahren des Artikels 13 vorschlagen, daß der Gesundheitsstatus
     dieses Mitgliedstaats ausgesetzt oder entzogen wird, und kann anordnen,
     daß nach einem der Zeitpläne gemäß Nr. 2 routinemäßig auf Brucellose
     getestet wird.
13.  (a)    Im Sinne dieses Anhangs A. 11 gilt als serologischer Test entweder
           der Serumagglutinationstest, der gepufferte BruceIlaantigen-Test.
           der Komplementbindungstest, der Blutplasma-Agglutinationstest. der
           Blutplasma-Ringtest   und  der  Mikro-Agglutinationstest   oder   eine
           Einzelblutprobe im EL ISA-Verfahren, sofern diese Tests nach Maßgabe
           der Bestimmungen des Anhangs C durchgeführt werden.
     (b)   Werden Tankmilchproben durchgeführt, so ist die in diesem Anhang
           vorgesehenen   Testanzahi  zu  verdoppeln  und  der   Testabstand   zu
           halbieren.
 ---pagebreak---                                      ANHANG B
              ' (Standards für die Herstellung und Verwendung
                      von Rinder- und Geflügeltuberkulin)
1. Amtlich überwachte Tuberkulinprüfungen sind mit PPD- oder HCSM-Tuberkulin
   durchzuführen.
2. Die Hersteller-Arbeitsstandards für die Prüfung der Rindertuberkuline PPD
   und    HCSM    sind    nach   vorheriger     biologischer      Prüfung     gegen   das
   entsprechende      EG-Standard-Tuberkulin       in    Gerneinschafts-TuberkuI ine in-
   né i ten (CTU) zu eichen.
3. Die Hersteller-Arbeitsstandards für die Prüfung von Geflügeltuberkulin
   sind   nach   vorheriger    biologischer   Prüfung     gegen das     EG-Standard-PPD-
   Geflügeltuberkulin in Internationalen Einheiten (IE) zu eichen.
4. Das      EG-Standard-PPD-Rindertuberkulin           ist      das      vom     Centraal
   Diergeneeskundig      Instituut,   Afde ling   Rotterdam,     Niederlande,     bereit-
   gestelIte Tuberkulin.
5. Das   EG-Standard-HCSM-Rindertuberkulin        ist    das   vom    Institut   Pasteur,
   Paris, Frankreich, bereitgestellte Tuberkulin.
6. Das    EG-Standard-Geflügeltuberkulin       ist    das    vom    Central    Veterinary
   Laboratory, Weybridge, Surrey, England, bereitgestellte Tuberkulin.
7. Rindertuberkuline sind aus einem der nachstehenden Mycobacterium bovis-
   Stämme herzustellen:
   (a)    AN5,
   (b)    Vallée.
8. Geflügeltuberkuline sind aus einem der nachstehenden Mycobacterium-avium-
   Stämme herzustellen:
   (a)     D4ER,
   (b)    TB56.
 ---pagebreak---                                      -ÄS-
9.  Der pH-Wert von Tuberkulinen muß zwischen 6,5 und 7,5 liegen.
10. Konservierungsmittel,    die  Tuberkulinen    gegen   Mikroben   und   sonstige
    Verderbniserreger zugesetzt werden können, dürfen - zur Zufriedenheit des
    für die amtliche Tuberkulinprüfung zuständigen staatlichen Instituts -
    die Sicherheit und Wirksamkeit des Erzeugnisses nicht beeinträchtigen.
    Phenol und Glyzerin sind in folgenden Höchstkonzentrationen zulässig:
    (a)   Phenol :   0,5 % m/v;
    (b)   Glyzerin: 10 % v/v.
11. Vorausgesetzt, die Tuberkuline werden bei Temperaturen zwischen 2'C und
    8'C und vor Licht geschützt gelagert, so können sie nach der            letzten
    zufriedenstellenden Wirksamkeitsprüfung      bis  zum   Ablauf  der  folgenden
    Fristen verwendet werden:
    (a)   PPD-Tuberkulin flüssig:         zwei Jahre
          PPD-Tuberkulin lyophilisiert: acht Jahre
    (b)   HCSM-Tuberkulin verdünnt:       zwei Jahre.
12. Folgende staatliche    Institute sind für die amtliche Tuberkulinprüfung
    zuständig:
    (a)   Deutschland:       Paul-EhrIich-lnstitut, Frankfurt/M.;
    (b)   Belgien:           Instituut voor hygiene en epidemiologie, J. Wyts-
                            manstraat 14, B-1050 Brüssel;
    (c)   Frankreich:        Laboratoire   nationale    des    médicaments    vété-
                             rinaires, Fougères;
    (d)   Großherzogtum      Institut des Lieferlandes;
          Luxemburg:
    (e)    Italien:          Istituto super lore di sanità, Rom;
 ---pagebreak---                                        *s-
    (f)   Niederlande:      Centraal    diergeneeskundig     Instituut,   Afde ling
                            Rotterdam;
    (g)   Dänemark:         Statens    Veterinaere   Serumlaboratorium,     Kopen-
                            hagen V;
    (h)    Irland:           nstitut des Lieferlandes;
    (i)   Vereinigtes       Central Veterinary Laboratory, Weybridge,
          Königreich:       Surrey;
    (j)   Griechenland      KTnVIOTplKÔV IVOTITOÙTOV AOIUUJÔWV KOI napaoiTiKwv
                            NoonuäTttv. lepà oô6ç, 75. A 8 ri va 301.
    (k)   Spanien:          Laboratorio   de  Sanidad  y produceion     Animal   de
                            Granada;
    (I)   Portugal          Laboratorio Nacional de Investigacao Veeterinâria,
                            Lissabon.
13. Jede Partie gebrauchsfertig in Fläschchen abgefüllten Tuberkulins ist der
    amtlichen Prüfung zu unterziehen.
14. Die Tuberkulinprüfung erfolgt nach biologischen und chemischen Verfahren.
15. Tuberkuline müssen   steril   sein. Sterilitätsprüfungen werden      nach   den
    Spezifikationen der Europäischen Pharmakopoe durchgeführt.
16. Nach den Spezifikationen der      Europäischen Pharmakopoe wird auf Abwe-
    senheit von toxischen Stoffen und Reizstoffen geprüft.
17. Tuberkuline   sind chemisch   zu analysieren, um     den Glyzerin- und/oder
    Phenolgehalt und den Gehalt      an etwaig zugesetzten anderen Konservie-
    rungsmitteln zu bestimmen.
18. Nach den Spezifikationen der Europäischen Pharmakopoe ist zu prüfen, ob
    keine Sensibilität gegenüber Tuberkulin vorliegt.
 ---pagebreak---                                            3>0
19.   Die Wirksamkeit      von Tuberkulinen    ist nach biologischen       Verfahren    zu
      ermitteln*. Die Verfahren sind auf HCSM- und PPD-Tuberkuline anzuwenden
      und   beruhen    auf   dem   Vergleich   der    Prüftuberkuline    mit    Standard-
      tuber kul inen.
20.   Der Proteingehalt von PPD-Tuberkulin         ist nach der KJeidahl-Methode zu
      bestimmen.     Der   Stickstoff   wird   durch    Multiplikation    mit    6,25   in
      Tuberkuloproteingehalt umgerechnet.
21.   Das EG-Standard-HCSM-RIndertuberkulIn hat eine Wirksamkeit              von 65.000
      Gerneinschaftstuberkulineinheiten (CTU) Je mi und wird           in 5ml-Ampullen
      abgegeben.
22.   Das   EG-Standard-PPD-Rindertuberkulin      hat   eine   Wirksamkeit   von    50.000
      Gerneinschaftstuberkulineinheiten (CTU) Je mg PPD und wird lyophilisiert
       in    1,8    mg-Ampullen     abgegeben,     d.h.     0,0002 mg PPD      entspricht
       1 Gemeinschaftstuberkulineinheit.
23.   Das EG-Standard-PPD-GeflügeItuberkulin hat eine Wirksamkeit             von 50.000
       Internationalen Einheiten (IE) Je mg Trockenmasse PPD und wird lyophi-
       lisiert   in Ampullen abgegeben, die 10 mg PPD plus 26,3mg Salze ent-
      halten, d.h. 0,0000726 mg Standardtuberkulin entspricht 1 Internationalen
      Einheit.
24.   Tuberkuline, die vom Hersteller den unter Nr. 12 aufgelisteten staat-
       lichen   Instituten zwecks Prüfung zugeleitet        werden, müssen biologisch
      gegen die entsprechenden Standardtuberkuline gemäß Nrn. 2 und 3 getestet
      worden sein.
25.(a)       Wirksamkeitsprüfung an Meerschweinchen
              Die Prüfung    ist an 400 bis 600 g schweren Albinomeerschweinchen
              durchzuführen. Die Meerschweinchen müssen sich zum Zeitpunkt der
              Tuberkulin Injektion   in gutem Allgemeinzustand befinden. Für Jede
              Prüfung sind mindestens 8 Meerschweinchen zu verwenden. Die Prüfung
              sollte frühestens einen Monat nach der Sensibilisierung erfolgen.
 ---pagebreak--- (aa) Um die    immunogene Wirksamkeit    von Rindertuberkulinen zu prüfen,
     sind die Meerschweinchen zunächst nach einem der folgenden Ver-
     fahren zu sensibilisieren:
     1.    Injektion   von durch Hitze abgetötetem        Mycobacterium bovis,
           Stamm AN5, in Öl-Adjuvans;
     2.    Injektion   von  lebendem Mycobacterium       bovis, Stamm     AN5,  in
           physiologischer Kochsalzlösung;
     3.    Injektion von BCG-Vakzine.
(bb) Zur Wirksamkeitsprüfung von Geflügeltuberkulinen sind             die Meer-
     schweinchen zunächst durch      Injektion von 2 m g      durch Hitze abge-
     töteter Tuberkelbakterien des Geflügeltyps, suspendiert            in 0,5 ml
     sterilen Flüssigparaffins, oder        durch    Injektion   lebender   Tuber-
     kel bakterien des Geflügeltypes       in physiologischer Kochsalzlösung
     zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck ist der geflügeltypische Stamm
     D4 zu verwenden.
(cc) Die   einzelnen   PrüftuberkulIne    sind    an ordnungsgemäß     sensibili-
     sierten     Meerschweinchengruppen      im    Intrakutan-Test    gegen    das
     entsprechende Standardtuberkulin zu prüfen.
     Die Meerschweinchen werden auf beiden Seiten geschoren. Die Prüfung
     erfolgt    durch Vergleich   der   Reaktionen     in verschiedener, nicht
     über 0,2 ml hinausgehender Dosierung einer Verdünnung des Stan-
     dardtuberkul ins in Tween 80 enthaltender 0,0005%iger isotonisch ge-
     pufferter Kochsalzlösung mit einer         entsprechenden Reihe Injektio-
     nen des PrüftuberkulIns. Die Verdünnungen           sind   in geometrischen
     Reihen herzustellen und den Meerschweinchen randomisiert nach dem
      lateinischen Quadrat zu injizieren (4 Injektionsstellen auf Jeder
     Seite nach einem 8-Punkte-Muster). Die Durchmesser der Reaktionen
     sind nach 24 bis 28 Stunden an jeder Injektionsstelle zu messen und
     aufzuzeichnen.
      Für Jede Probe Prüftuberkulin sind nach statistischen Methoden die
      relative Wirksamkeit    gegen   das Standardtuberkulin und         die ent-
     sprechenden Konfidenzgrenzen zu schätzen, wobei als Metameter die
     Durchmesser der Reaktionen und die Logarithmen der Dosierungen zu-
     grunde zu legen sind. Die immunogene Wirksamkeit des Rinderprüf-
      tuberkul ins ist akzeptabel, wenn die geschätzte Wirksamkeit             bei
      Rindern je bovine Dosis 2.000 CTU (± 25 %) gewährleistet.
 ---pagebreak---                                            Vi -
          Die   Wirksamkeit     der  einzelnen     Prüftuberkuline   wird   in Gemein-
          schaft st über kul ine inhei ten (CTU) bzw. in Internationalen Einheiten
          (IE) Je ml ausgedrückt.
    (b)   Wirksamkeitsprüfung bei Rindern
          Die immunogene Wirksamkeit von Rindertuberkulinen kann periodisch
          an    natürlich    oder   künstlich      infizierten   tuberkulösen   Rindern
          geprüft werden. Durch 4- oder 6-ste11 ige intrakutane Injektion des
          Prüftuberkulins bei Gruppen tuberkulöser Tiere wird die Wirksamkeit
          gegen das entsprechende Standardtuberkulin getestet und wie beim
          Meerschweinchenversuch nach statistischen Methoden geschätzt.
26. Für die Etikettierung von Tuberkulin-Behältnissen und -Packstücken gelten
    foIgende Best i mmungen:
    Das Etikett auf Behältnissen und Packstücken enthält folgende Angaben:
          den Namen des Präparats,
          bei Flüssigpräparaten: das Gesamtvolumen im Behältnis,
          die Anzahl der Gemeinschafts- bzw. der Internationalen Einheiten je
          ml bzw. je mg,
          den Namen des Herstellers,
          die Nummer der Partie,
          Art    und  Menge    der   Rekonstituierungsflüssigkeit       bei  gefrierge-
           trockneten Präparaten.
    Das Etikett auf Behältnissen oder das Etikett              auf dem Packstück    muß
    darüber hinaus folgende Angaben enthalten:
          das Verfallsdatum,
          die Lagerungsbedingungen,
          die Bezeichnung und nach Möglichkeit             die Verhältnismenge etwaig
          zugesetzter Stoffe,
          den Bakterienstamm, aus dem das Tuberkulin gewonnen wurde.
27. Mit  der   zusätzlichen    Prüfung    von   in den Mitgliedstaaten      verwendeten
    routinemäßig hergestellten Feldtuberkulinen sind GerneinschaftsIaborato-
    rien zu beauftragen, die nach dem Verfahren des Artikels 12 benannt wer-
    den, damit gewährleistet ist, daß die Wirksamkeit der einzelnen Tuberku-
    line dem entsprechenden gemeinschaftlichen Standardtuberkulin entspricht.
    Im Falle     tuberkulöser    Rinder    sind   diese   Prüfungen  an   ordnungsgemäß
    sensibilisierten Meerschweinchen mittels geeigneter chemischer Verfahren
    durchzuführen.
 ---pagebreak---                                             w
28. Als amtliche      interkutane Tuberkulinproben sind         folgende Verfahren an-
    zuerkennen:
    (a)    Der   intrakutane     Monotest:    eine    einzige   Injektion   von   Rinder-
           tuber kul in;
    (b)    der   intrakutane Simultantest:        zwei   simultan   verabreichte    Injek-
           tionen von Rindertuberkulin bzw. von Geflügeltuberkutin.
29. Tuberkulindosierungen für die Injektion:
    1.     mindestens 2.000 CTU Rindertuberkulin;
    2.     mindestens 2.000 IE Geflügeltuberkulin.
    Die jeweils injizierte Dosis darf 0,2 ml nicht überschreiten.
30. Tuberkulinproben      erfolgen    durch   Injektion    von   Tuberkulin(en)    in die
    Nackenhaut. Die Injektionssteilen liegen dabei an der Grenzlinie zwischen
    dem vorderen und dem mittleren Drittel des Nackenbereichs. Werden ein und
    demselben Tier sowohl Geflügel- als auch Rindertuberkulin injiziert, so
     liegt die Injektionsstelle für das Gef lügel tuberkul in etwa 10 cm neben
    dem    Scheitelpunkt       des     Nackens     und    die     Injektionsstelle     für
    Rindertuberkulin etwa        12,5cm    tiefer   auf einer     in etwa   parallel   zur
    Schulter I inie verlaufenden Linie oder auf der anderen Seite des Nackens.
    Bei   jungen     Tieren,   bei    denen    die    Injektionen    platzbedingt    nicht
    ausreichend     voneinander   getrennt    auf einer Nackenseite gesetzt         werden
    können,    ist   das Tuberkulin auf       Jeder    Nackenseite    an gleichgelegenen
    Stellen in der Mitte des mittleren Drittels des Nackens zu applizieren.
31. Durchführung der Tuberkulin isierung und Beurteilung der Tuberkulinreak-
    11 onen :
     (a)   Tuberkulinisierungsverfahren:
            Injektionsstellen scheren und reinigen. Innerhalb der geschorenen
           Bereiche zwischen Zeigefinger und Daumen eine senkrechte Hautfalte
           bilden und      deren   Dicke mit    Schublehre messen       und  aufzeichnen.
           Eine    kurze sterile     Nadel, an    der   eine   tuberkulingefülIte     Meß-
 ---pagebreak---                                      -  H
          spritze befestigt ist, Schrägkante nach außen, schiefwinklig in die
          tieferen Hautschichten einführen. Die Tuberkulindosis           injizieren.
          Die Injektion wurde korrekt durchgeführt, wenn sich beim Abtasten
          eine   kleine,    linsengroße    Quaddel   an     jeder    injektionssteile
          feststellen   läßt. Die Hautfaltendicke       an   jeder   Injektionsstelle
          72 Stunden nach der Injektion wieder messen und aufzeichnen.
    (b)   Beurteilung der Tuberkulinreaktionen:
          Tuberkulinréaktionen     werden    beurteilt     anhand    der   klinischen
          Symptome und der aufgezeichneten Zunahme(n) der Hautfaltendicke an
          den Injektionsstellen 72 Stunden nach Injektion der Tuberkuline.
    (ba)  Negative Reaktion: begrenzte Schwellung mit höchstens 2 m m           Haut-
          dickenzunahme   und   ohne   klinische    Symptome     wie   diffuses  oder
          extensives ödem, Austritt       von Ödemflüssigkeit, Nekrose,       Schmerz
          oder Entzündung der Lymphgänge im Injektionsbereich oder Entzündung
          der Lymphknoten.
    (bb)  Fragliche   Reaktion: bei Abwesenheit      der    vorgenannten   klinischen
          Symptome und einer Hautdickenzunahme zwischen 2 und 4 mm.
    (bc)  Positive   Reaktion:   bei   Vorliegen    der    vorgenannten    klinischen
          Symptome oder bei Hautdickenzunahme an der            Injektionsstelle von
          4 mm oder mehr.
32. Die amtlich anerkannten intrakutanen Tuberkulinproben sind wie folgt zu
    beurteiIen:
    (a)    Intrakutaner Monotest:
          Positiv:           Positivreaktion gemäß Nummer 31 Buchstabe (bc);
          Fraglich:          Fragliche Reaktion gemäß Nummer 31 Buchstabe (bb);
          Negativ:           Negativreaktion gemäß Nummer 31 Buchstabe (ba).
 ---pagebreak--- Tiere,   die    im  intrakutanen     Monotest   fraglich   reagiert   haben,   sind
frühestens nach 42 Tagen erneut zu testen.
Tiere, die auch in diesem zweiten Test nicht negativ reagieren, gelten
als positiv.
Tiere, die im intrakutanen Monotest positiv reagiert haben, können einem
 intrakutanen Simultantest unterzogen werden.
 (b)   Intrakutaner    Simultantest     zur Feststellung und Aufrechterhaltung
       des    Status    der    amtlich    anerkannten    Tuberkulosefreiheit    von
       Betrieben:
       Positiv:             bovine Reaktion um mehr als 4 mm dicker als die
                            aviäre     Reaktion    oder    Vorliegen    klinischer
                            Symptome;
       Fragt ich:           positive oder fragliche bovine Reaktion um 1 bis
                            4mm    dicker als die aviäre Reaktion bei        Fehlen
                            klinischer Symptome;
       Negativ:             negative    bovine   Reaktion    oder   positive   bzw.
                            fragliche bovine Reaktion, aber gleich dick oder
                            weniger    dick  als  die   positive   bzw.   fragliche
                            aviäre Reaktion, bei Fehlen klinischer Symptome in
                            be i den Fä11en.
Tiere, die     im intrakutanen Simultantest       fraglich reagieren, sind frü-
hestens nach 42 Tagen erneut zu testen. Tiere, die auch im zweiten Test
nicht negativ reagieren, gelten als positiv.
 (c)   Der   Status    der    amtlich    anerkannten   Tuberkulosefreiheit    eines
       Betriebs kann ausgesetzt werden und Tiere aus diesem Betrieb dürfen
       nicht innergemeinschaftlich gehandelt werden, bis der Gesundheits-
       status folgender Tierkategorien geklärt ist:
       1.    Tiere, die aufgrund des intrakutanen Monotests als "fraglich"
             eingestuft wurden;
 ---pagebreak---     2.   Tiere, die aufgrund des intrakutanen Monotests als positiv
       • eingestuft wurden und die einem intrakutanen Simultantest zu
         unterziehen sind;
    3.   Tiere,   die  aufgrund    des   intrakutanen   Simultantests   als
         "fraglich" eingestuft wurden.
(d) Sofern Tiere den Gemeinschaftsvorschriften entsprechend vor ihrer
    Verbringung einer    intrakutanen Tuberkulinprobe unterzogen werden
    müssen, sind die Testergebnisse so auszulegen, daß kein Tier,
    dessen  Hautdickenzunahme mehr     als 2 mm    beträgt   oder  bei  dem
    klinische   Symptome    vorliegen.   innergerneInschaftiich   gehandelt
    werden darf.
 ---pagebreak---                                    ANHANG C
                                  BRUCELLOSE
A. Serumagglut inationsreakt ion
   1.    Das Standardagglutinationsserum muß dem vom Veterinary Laboratory
         Weybridge,     Surrey,    England,     bereitgestellten      Standardserum
         entsprechen.
         Die Ampulle muß 1.000 IE Agglutinât, gewonnen durch Lyophilisation
         von 1 ml Rinderserum, enthalten.
   2.    Das Standardserum     ist das vom Bundesgesundheitsamt, Berlin, be-
         reitgestellte Serum.
   3.    Die BruceIla-AgglutinatIon im Serum ist in IE/ml (d.h. Serum x - 80
          IE/ml) auszudrücken.
   4.    Die Langsamagglutination in Röhrchen        ist bei 5 0 % oder bei    75%
         Agglutination    abzulesen,    wobei    das   verwendete   Antigen   unter
          identischen Bedingungen    gegen das Standardserum       titriert  worden
          ist.
   5.    Der Agglutinationswert der verschiedenen Antigene im Verhältnis zum
         Standardserum muß innerhalb folgender Grenzwerte liegen:
         - Ablesung bei 50 % Agglutination: zwischen 1/600 und 1/1000,
         - Ablesung bei 75 % Agglutination: "              1/500 und 1/ 750.
   6.     Zur  Herstellung    des   Antigens    für   die   Röhrchen-AgglutinatIon
          (Langsam-agglutinatIon) sind der Weybridge-Stamm Nr. 99 und der
         USDA-Stamm    1119  oder   Stämme    von   gleicher   Empfindlichkeit   zu
          verwenden.
   7.    Die Kulturmedien, die zur Aufbewahrung des ErregerStammes im Labor
         und    zur   Antigenherstellung      verwendet     wird,    dürfen   einer
         Bakteriendissoziation (s minus r) nicht Vorschub leisten; es ist
         vorzugsweise Kartoffel-Agar zu verwenden.
 ---pagebreak---                                    ^8-
8.  Die  Bakterienemulsion     muß   bestehen       aus     physiologischer         Koch-
    salzlösung (NaCI 8,5 % ) ,   mit 5 % Phenol versetzt. Die Verwendung
    von Formol ist nicht zulässig.
9.  Folgende amtliche Institute sind für die amtliche Antigenprüfung
    zuständig:
    (a) Deutschland: Bundesgesundheitsamt, Berlin;
    (b) Belgien:      Institut     national     de      recherches         vétérinaires,
                     Brüssel ;
    (c) Frankreich:  Laboratoire      central     de     recherches        vétérinaires,
                     Alfort;
    (d) Großherzogtum Luxemburg: Institut des Lieferlandes;
    (e) Italien:      Istituto superiore dl sanità, Rom;
    (f) Niederlande: Centraal      Diergeneeskundig            Instituut,      Afde ling,
                     Rotterdam;
    (g) Dänemark:    Statens Veterinaere Serumlaboratorium, Kopenhagen;
    (h) Irland:      Veterinary      Research       Laboratory,           Department   of
                     Agriculture and Food, Dublin;
    (i) Vereinigtes Königreich:
        - Großbritannien: Central Veterinary Laboratory,
                           Weybridge, Surrey, England;
        - Nordirland:      Veterinary Research Laboratory, Stormont,
                           Belfast.
    (j) Griechenland: KinviaTpiKÔv I V O T I T O Û T O V A O I M W Ô Û V KOI flapaoiTiKwv
                       NoonuûTuv. lepâ oôôç, 75. A8ri.vo 301.
    (k) Spanien:     Centro Nacionai de brucelos is, Murcia;
    (j) Portugal:    Laboratorla Nacionai de Investigacäo Veterinär la,
                     Lissabon.
10. Die Antigene können als Konzentrat          geliefert werden, sofern der
    Verdünnungsfaktor auf dem Flaschenetikett angegeben ist.
 ---pagebreak---                                       -•V5
   11.   Für die Serumagglutination sind für           Jedes Serum mindestens drei
         Verdünnungen     herzustellen.     Dabei    sind    die   Verdünnungen    des
         bruceI loseverdächtigen Serums so anzulegen, daß das Ergebnis der
         Reaktion, die noch eine         Infektion    auslösen   kann,  im mittleren
         Röhrchen abgelesen wird. Bei positiver Reaktion in diesem Röhrchen
         enthält das verdächtige Serum mindestens 30 IE Agglutinat/ml.
B. Komplementbindungsreaktion
   1.    Das Standardserum entspricht dem unter Abschnitt A.1 dieses Anhangs
         genannten Serum. Zusätzlich zu seinem IE-Agglutinat-Gehalt muß 1 ml
         dieses   lyophilisierten Rinderserums zwecks Fixierung des Komple-
         ments   1.000 sensibiIisierende Einheiten, EG-SensibiI isierungsein-
         hei ten genannt, enthalten.
   2.    Das Standardserum       ist vom Bundesgesundheitsamt, Berlin, zu be-
         ziehen.
   3.    Der komplementbindende Antikörpergehalt eines Serums             ist   in EG-
         Sensibi I is ierungse inhei ten auszudrücken (z.B. Serum x - 60 EG-Sen-
         sibi I i s i erungse i nheIten/mI).
   4.    Ein Serum mit      20 oder mehr     EG-Sensibi I is ierungse inhei ten   je ml
          (d.h. mit    einer   Aktivität   entsprechend     20 % der   Aktivität    des
         Standardserums) gilt als positiv.
   5.    Die Seren sind wie folgt zu inaktivieren:
          (a) Rinderserum:        bei 56 bis 60'C für 30 bis 50 Minuten;
          (b)  Schweineserum:     bei 60*C für 30 bis 50 Minuten.
   6.    Für die Antigenherstellung ist der Weybridge-Stamm Nr. 99 oder der
         USDA-Stamm 1119      zu    verwenden.    Das    Antigen   entspricht    einer
         Bakteriensuspension in 0,85 % physiologischer Kochsalzlösung oder
          in einer Veronal stammlösung.
   7.    Zur    Durchführung     des   Reaktionstests      sollte   zusätzlich    eine
         Dosierung verwendet werden, die höher ist als die zur kompletten
         HämoIyse erforderliche Mindestdosis.
 ---pagebreak---    8.'   Vor   jedem Ablesen     der  Ergebnisse   der  Komplementbindungsreaktion
         sind folgende FuunktionskontrolIen durchzuführen:
         (a) Kontrolle der antikomplementären Wirkung des Serums;
         (b) Antigenkontrolle;
         (c)   Kontrolle des hämo lys 1erenden Systems;
         (d)   Komplementkontrolle;
         (e)   Empfindlichkeitskontrolle zu Beginn der Reaktion anhand eines
               Pos i t i vserums;
         (f) Kontrolle der Spezifität der Reaktion anhand eines negativen
               Serums.
   9.    Für   die Überwachung      und  amtliche   Kontrolle  der  Standseren   und
         Antigene sind      die unter    Abschnitt A.9 dieses Anhangs     genannten
          Institute zuständig.
   10.   Antigene    können    als   Konzentrat   geliefert   werden,   sofern   der
         Verdünnungsfaktor auf dem Flaschenetikett angegeben ist.
C. Milchringtest
   1.    Sowohl Kannen- als auch Tankmilch des betreffenden Betriebs sind
         dem Ringtest zu unterziehen.
   2.    Das zu verwendende Standardantigen muß von einem der unter Ab-
         schnitt A    Nummer 9    Buchstaben (a)    bis  (j)  genannten   Institute
         stammen. Es wird empfohlen, die Antigene entsprechend den WHO/FAO-
         Empfehlungen zu standardisieren.
   3.    Das Antigen darf      lediglich mit Hämatoxylin oder Tetrazolium an-
         gefärbt werden. Dabei ist vorzugsweise Hämatoxylin zu verwenden.
   4.    Wird kein Konservierungsmittel verwendet, so ist der Reaktionstest
         binnen 18 bis 24 Stunden nach Ziehen der Milchprobe von der Kuh
         durchzuführen. Soll      die Milch später als 24 Stunden nach         ihrer
         Entnahme getestet werden, so         ist ein Konservierungsmittel, z.B.
         Formalin oder Quecksilberchlorid, zuzusetzen. Wird eines dieser
         Konservierungsmittel      verwendet, so    ist der Test binnen 14 Tagen
         nach dem Tag der Probenziehung durchzuführen.
 ---pagebreak---                                 -tM-
   Formalin   kann    bis  zu   einer   Konzentration      von   0,2%     in  der
   Milthprobe    zugesetzt   werden-,   in   diesem   Falle    muß   das   Milch-
   Formal in-Verhäl tn is  mindestens     10 : 1    betragen.     Anstelle    von
   Formalin kann eine QuecksiIberchloridlösung in einer Konzentration
   von 0,2 % in der Milchprobe verwendet werden. In diesem Falle muß
   das Verhältnis zwischen Milch und QuecksiIberchIoridlösung 10 : 1
   betragen.
5. Der Ringtest ist nach einem der folgenden Verfahren durchzuführen:
   -an    einer   mindestens   25mm   hohen Milchsäule       mit   einem   Milch-
     volumen von 1 ml, dem 0,03 ml eines der standardisierten ange-
     färbten Antigene zugesetzt worden ist,
   - an einer     mindestens   25mm    hohen   Milchsäule mit      einem   Milch-
     volumen    von  1 ml, dem 0,05ml       eines der    standardisierten     an-
     gefärbten Antigene zugesetzt worden ist,
   - an einem Milchvolumen von 8 ml, dem 0,08 ml eines der standar-
     disierten angefärbten Antigene zugesetzt worden ist,
   - an einer mindestens 25 mm hohen Mi Ichsäule mit einem Milchvolumen
     von   2ml,    dem  0,05ml    eines der     standardisierten     angefärbten
     Antigene zugesetzt worden ist.
6. Die MiIch-Antigen-Mischung      ist bei 37'C für mindesten 45 Minuten
   und höchstens 60 Minuten zu inkubieren. Das Testergebnis ist binnen
   15 Minuten    nach   Entfernung   der   Mischung    aus   dem   Inkubator   zu
   beurteilen.
7. Das Ergebnis der Reaktion       ist nach folgenden Kriterien zu beur-
   teilen:
   (a)   negative Reaktion:         gerfärbte     Milch,    farbloser    (weißer)
                                    Rahm;
   (b)   positive Reaktion:         Milch und Rahm gleichermaßen gerfärbt
                                    oder     farblose    (weiße)     Milch    und
                                    gefärbter Rahm
 ---pagebreak---                                         L
                                      -    \t-
D. Gepufferter Bruce IIaantioen-Test
   Der gepufferte Bruce IIaantigen-Test kann nach einem der folgenden Ver-
   fahren durchgeführt werden:
   a.    manue11
   1.    Standardserum ist das Zweite Internationale Anti-BruceI la abortus-
         Standardserum, bereitgestellt          vom Central     Veterinary    Laboratory,
         Weybridge, Surrey, England.
   2.    Das    Antigen   ist    ohne     Berücksichtigung      der   ZelIkonzentration
         herzustellen; seine Empfindlichkeit ist jedoch gemessen am Zweiten
          Internationalen      Anti-Brucella        abortus-Standardserum          so    zu
         standardisieren, daß das Antigen            bei   einer   Serumverdünnung      von
         1 : 47,5    eine   positive     Reaktion    und   bei   einer   Verdünnung     von
          1 : 55 eine negative Reaktion ergibt.
   3.    Das    Antigen    ist    in    Puffer     bei    einem    pH-Wert     von    3,65,
          (plus/minus 0,5)      mit    einer      Schwankungsbreite      von     0,5,    zu
         suspendieren und darf mit Bengal rosa angefärbt sein.
   4.    Zur Herstellung des Antigens ist der Weybr idge-Stamm Nr. 99 oder
         der    USDA-Stamm     1119    oder     ein    anderer    Stamm    von    gleicher
         Empfindlichkeit zu verwenden.
   5.    Die Kulturmedien, die zur Aufbewahrung des Erregerstammes im Labor
         und zur Herstellung des Antigens verwendet werden, dürfen einer
         Bakteriendissozation       (s-r)    nicht   Vorschub     leisten;    als   Medium
         sollte    Kartoffel-Agar     oder     ein  Verfahren     der   kontinuierlichen
         Kultur verwendet werden.
   6.    Das Antigen ist gegen acht gefriergetrocknete bekannte Positiv- und
         Negativseren zu testen.
   7.    Für   die amtliche Überwachung          und Prüfung    von Standardserum       und
         Antigen sind die amtlichen           Institute gemäß Abschnitt A.9 dieses
         Anhangs zuständig.
   8.    Das Antigen ist gebrauchsfertig abzugeben.
 ---pagebreak---                                    ~k'b-
   9.    Der Test ist wie folgt durchzuführen:
         (a)  Auf einer weißen Testplatte einen Tropfen (0,03 ml) Antigen zu
              einem Tropfen (0,03 ml) Serum geben;
         (b)  mit  einem   Applikatorstäbchen   zunächst  in  geradlinig  dann
              kreisförmig (10 bis 12 mm Durchmesser) mischen;
         (c)  Testplatte   für 4 Minuten  leicht  vorwärts und   rückwärts ro-
              tierend (etwa 30 mal je Minute) bewegen;
         (d)  bei gutem Licht ablesen-, bei Fehlen eines Agglutinats gilt der
              Test als negativ; bei Vorliegen eines Agglutinats gilt der
              Test als positiv, es sei denn, die Ränder sind übermäßig stark
              angetrocknet.
   b.    automatisiert
   Das  automatisierte   Verfahren  muß  mindestens   ebenso  empfindlich  und
   zuverlässig sein wie das manuelle Verfahren.
E. Plasma-Ringtest
   a)    Plasmaextraktion
   Röhrchen mit Blut, durch Zusatz von EDTA ungerinnbar gemacht, 3 mal bei
   3.000 r/min zentrifugieren; anschließend für 12 bis 24 Stunden bei 37'C
   verwahren.
   b)    Beurteilung
   0,2 ml stabilisiertes Plasma in ein Röhrchen mit 1 ml unbehandelter Milch
   geben. Mischen, einen Tropfen (0,05 ml) ABR-Antigen zugeben und erneut
   mischen. Das Antigen gemessen am zum Standard-Antigen, welches von dem
   unter Abschnitt A.9 (a) dieses Anhangs genannten      Institut  zu beziehen
   ist, standardisieren.
 ---pagebreak---                                      -HH
   Für 45 Minuten bei 37'C inkubieren, und Ergebnis der Reaktion binnen
   15 Minuten ablesen. Das Testergebnis gilt als positiv, wenn sich ein Ring
   bildet, dessen Farbe der Farbe der       Milchsäule entspricht oder dunkler
   ist.
F- PlasmaagglutInat Ion
   Das gemäß Abschnitt E.a extrahierte Plasma kann unmittelbar nach dem
   Zentrifugieren verwendet      werden; eine    Hitzestabilisierung   ist nicht
   erforderlich. Für eine 50%ige Serumagglutination 0,05 ml Plasma mit 1 ml
   Antigen   mischen,   was   einer    Verdünnung   von  1:20   entspricht.  Das
   Testergebnis nach 18 bis 24 Stunden Inkubation bei 37'C ablesen. Eine
   Agglutination von 50 % oder mehr gilt als positiv.
G. Mikroagglut inat ipnsreaKt iQn
   1.    Verdünnungsmittel ist 0,85%ige        physiologischer   Kochsalzlösung,
         versetzt mit 0,5 % Phenol.
   2.    Gemäß Abschnitt A Nrn. 6, 7 und 8 dieses Anhangs Antigen herstellen
         und gemäß Abschnitt A Nr. 5 titrieren. Sobald das Antigen ver-
         wendet wird, 0,02 % Safran in zusetzen (Endverdünnung).
   3.    Das Standardserum entspricht dem Serum gemäß Abschnitt A Nr. 4
         dieses Anhangs.
   4.    Das Standardserum     ist vom Bundesgesundheitsamt, Berlin, zu be-
         ziehen.
   5.    Der Test wird auf Testplatten mit konischen Mulden eines Fas-
         sungsvermögens von 0,250 ml nach folgendem Verfahren durchgeführt:
         (a) Vorverdünnung des Serums: 0,050 ml jeder Serumprobe in die
              einzelnen Mulden geben, die jeweils 0,075 ml Verdünnungsmittel
              enthalten. Die Mischungen für 30 Sekunden schütteln.
 ---pagebreak---          (b)   Herstellung   der   Verdünnungsreihe: Mindestens       3 Verdünnungen
            ' für    jede Serumprobe     bereiten.   Dazu   von   den  vorverdünnten
               Serumproben   (1:2,5) Jeweils 0,025ml        entnehmen und    in eine
               Mulde mit jeweiIs 0,025 ml Verdünnungsmittel geben. Die abfal-
               lenden   Konzentratlonsstufen     werden   -   beginnend   mit   einem
               Verdünnungsgrad von 1:5 - durch Verdoppelung durchgeführt.
          (c) Antigenzugabe: 0,025 ml Antigen in die Mulden mit den unter-
               schiedlichen    Serumverdünnungen     enthalten.    Für   30 Sekunden
               schütteln,   die   Testplatten   mit   den   entsprechenden    Deckeln
               verschl lessen und für 20 bis 24 Stunden bei 37'C in feuchter
               Atmosphäre verwahren.
          (d) Ablesen der Ergebnisse: Durch Prüfung des Muldenbodens, in
               einem   konkaven   Spiegel   reflektiert, das Antigen-Agglutinat
               beurteilen. Die Reaktion ist negativ, wenn sich das Antigen
               als zusammengeklumpte intensiv rote Masse mit deutlichen Rän-
               dern absetzt. Bei positiver Reaktion dagegen bildet sich ein
               gleichmäßig verteilter rosa Schleier ohne scharfe Begrenzung.
                Die verschiedenen Agglutinationswerte werden im Vergleich mit
               Ant igenprüfungen bestimmt und als 0, 25, 50, 75 und              100%
               Agglutination angegeben. Die einzelnen Serumtiter sind in In-
                ternationalen Einheiten Agglutination je ml auszudrücken. Der
                Test sollte negative und positive Serumkontrollen umfassen,
                auf einen Gehalt von 30 IE Agglutination/ml verdünnt.
H. Enzym Immunoassay (ELISA) zum Nachwels der RInderbruceI lose
   1.     Reagenzien und Geräte:
          (a)   Festphasen-Mikroplatten, Küvetten oder sonstige Festphasen;
          (b)   das  Antigen,   mit   oder   ohne   Hilfe   von   polyklonalen    oder
                monoklonalen zelIwandständigen Antikörpern an die feste Phase
                gebunden;
          (c)   die zu untersuchende Körperflüssigkeit;
          (d)   entsprechende positive und negative Kontrollen;
 ---pagebreak---    (e)   das Konjugat;
   (f) ein dem verwendeten Enzym entsprechendes Substrat;
   (g) erforderlichenfalls eine Stopplösung;
   (h)    Lösungen zur Verdünnung der Testproben zur Herstellung der
          Reagenzien und zum Waschen;
   (i) ein für das gewählte Substrat geeignetes Ablesegerät.
2. Standardisierung und Empfindlichkeit des Tests
   1.     Tankmilchproben gelten als negativ, wenn sie eine Reaktion
          zeigen,   die   um   50 %  geringer    ist  als   die   Reaktion   des
          10.000fachen   verdünnten    Zweiten   Internationalen Brucellose-
          Standardserums in negativer Milch.
   2.     Einzelne Serumproben gelten als negativ, wenn sie eine Re-
          aktion zeigen, die um 10 % geringer ist als die Reaktion des
          200fach    verdünnten     Zweiten     Internationalen     Brucellose-
          st andardse rums   in Salzlösung    oder   einer   anderen   nach  dem
         Verfahren des Artikels 12 und nach Stellungnahme des Wis-
          senschaftlichen Veterinärausschusses anerkannten Verdünnung.
      Die    Bruce Ilose-ELISA-Standardseren     (in   den   auf   dem   Etikett
      angegebenen Verdünnungen) sind die Seren gemäß Abschnitt A Nrn. 1
     und 2 dieses Anhangs.
   3.    Voraussetzungen       für   den   EL ISA-Test    zum    Nachweis    der
          RInderbruceI lose
      Das EL ISA-Verfahren kann auf eine Milch- oder bei einer Molke-
     probe angewandt werden, die aus der in einem Betrieb mit minde-
      stens 3 0 %    laktierender Milchrinder gesammelten Milch gezogen
     wird.
     Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, so sind Maßnahmen
      zu treffen, damit die entnommenen Proben den Tieren, von denen
      die Testm lieh oder die Testseren stammen, eindeutig zugeordnet
     werden können.
 ---pagebreak---                                     ANHANG D
                                    KAPITEL
            LEUKOSEFREIE BETRIEBE. MITGLIEDSTAATEN UND REGIONEN
A. Ein Betrieb gilt als frei von enzootischer Rinder leukose, sofern folgende
   Anforderungen erfüllt sind:
   (I)   Es liegen weder klinische Befunde noch Laborergebnisse vor, die auf
         enzootisehe Rinder leukose Im Betrieb schließen lassen, und in den
          letzten zwei Jahren ist kein Fall von enzootischer Rinder leukose
         bestätigt worden, und
   (ii)  alle über 24 Monate alte Tiere haben auf zwei Tests, die innerhalb
         der letzten 12 Monate im Abstand von mindestens vier Monaten nach
         Maßgabe    der    Bestimmungen   dieses  Anhangs   durchgeführt   wurden,
         negativ reagiert oder
   (lii) der Betrieb erfüllt die unter Ziffer (i) genannten Anforderungen
         und    liegt    in   einem   leukosefreien   Mitgliedstaat   bzw.   einer
          leukosefreien Region.
B. Der Status der Leukosefreiheit eines Betriebs bleibt erhalten, sofern
   folgende Anforderungen erfüllt sind:
   (i)   Die Anforderung gemäß Buchstabe A Ziffer (i) Ist weiterhin erfüllt:
   (Ii)  alle    in   den   Betrieb   eingestellten   Tiere   stammen  aus   einem
          leukosefreien Betrieb:
   (lii) alle über 24 Monate alten Tiere haben im Test, der nach Maßgabe der
         Bestimmungen     des Kapitels II alle drei      Jahre durchgeführt   wird
         weiterhin negativ reagiert.
C. Der Status der Leukosefreiheit eines Betriebs wird ausgesetzt, wenn die
   Anforderungen gemäß Buchstabe B nicht erfüllt sind.
D. Der Status bleibt ausgesetzt, bis folgende Anforderungen erfüllt sind:
   1.    Sofern nur ein einziges Tier eines leukosefreien Betriebs auf einen
         der Tests gemäß Kapitel       II positiv reagiert hat, gelten folgende
         Bestimmungen:
 ---pagebreak---                                         H.6-
   (i)   Der Reagent und - falls es sich um eine Kuh handelt - Jedes ge-
         borene   Kalb    wurde    unter     veterinärbehördlicher      Aufsicht   zur
         Schlachtung geführt;
   (ii) alle verbleibenden Tiere haben auf einen serologischen Test, der
         frühestens drei Monate nach Entfernen des Reagenten und etwaiger
         Nachkommen    nach     Maßgabe     der    Bestimmungen     des    Kapitels II
         durchgeführt worden ist, negativ reagiert;
   (iii) es ist eine epidemiologische Untersuchung durchzuführen, und alle
         Kontaktbetriebe      sind    den     Maßnahmen     gemäß    Ziffer (ii)    zu
         unterziehen.
   Die zuständige Behörde kann Jedoch eine Ausnahme von der Verpflichtung,
   das Kalb einer    infizierten Kuh zu schlachten, gewähren, wenn das Kalb
   unmittelbar  nach seiner Geburt       von der Mutter       abgesondert   wurde. In
   diesem Falle ist das Kalb an die Anforderungen gemäß Nr. 2 Ziffer (iii)
   gebunden.
2. Sofern mehrere Tiere eines leukosefreien Betriebs positiv reagiert haben
   oder  die Krankheit     im Betrieb bestätigt worden         ist, gelten    folgende
   Bestimmungen:
   (1)   Alle Reagenten und - falls es sich um Kühe handelt - ihre Kälber
         sind   unter   veterinärbehördlicher       Aufsicht    zur   Schlachtung   zu
         führen;
   (ii)  alle über    24 Monate alten Tiere müssen auf zwei Tests, die im
         Abstand   von   mindestens    vier    und  höchstens    zwölf   Monaten  nach
         Maßgabe   der    Bestimmungen    des    Kapitels II    durchzuführen    sind,
         negativ reagieren;
   (iii) alle anderen Tiere des Bestands sind zu identifizieren und dürfen
         den Betrieb erst verlassen, wenn sie den 24. Lebensmonat erreicht
         und die Testanforderungen gemäß Ziffer (ii) erfüllt haben;
   (iv) es    ist  epidemiologische      Untersuchung     durchzuführen,     und  alle
         Kontaktbetriebe sind den Maßnahmen           gemäß   Ziffer (ii) zu unter-
         ziehen.
 ---pagebreak---                                            va-
          Die zuständige Behörde kann          jedoch eine Ausnahme     von der Ver-
          pfrichtung, das Kalb einer infizierten Kuh zu töten, gewähren, wenn
          das Kalb unmittelbar nach seiner Geburt von der Mutter abgesondert
          wurde.   In diesem Falle       ist das Kalb an die Anforderungen gemäß
          Nr.  2 Ziffer (iii) gebunden.
   3.     Wurde der Status der Leukosefreiheit eines Betriebs aus anderen
          Gründen ausgesetzt, so müssen alle über 24 Monate alten Tiere des
          Betriebs    in einem nach Maßgabe der Bestimmungen des Kapitels II
          durchgeführten serologischen Test negativ reagieren.
E. Die Kommission kann nach dem Verfahren des Artikels 12 vorschlagen, das
   ein Mitgliedstaat oder eine Region eines Mitgliedstaates als frei von
   enzootischer Rinder leukose anerkannt wird, sofern folgende Anforderungen
   erfüllt sind:
    (a)   Mindestens     99,8 %    der   Rinderhaltungsbetriebe    sind   leukosefreie
          Betriebe im Sinne der Bestimmung gemäß Abschnitt A,
       oder
   (b)     in dem betreffenden Mitgliedstaat bzw. der betreffenden Region ist
           in den letzten drei Jahren kein Fall von enzootischer Rinder leukose
          bestätigt worden, und
          im Falle eines Mitgliedstaats: alle über 24 Monate alten Tiere in
          mindestens 1 0 % der Bestände, nach dem Zufallsprinzip ausgewählt,
          sind in den letzten 24 Monaten nach Maßgabe der Bestimmungen des
          Kapitels II mit negativem Ergebnis getestet worden, oder
          im   Falle    einer    Region   oder   eines  Mitgliedstaats:    alle   über
          24 Monate    alten    Tiere   sind   nach  Maßgabe  der   Bestimmungen   des
          Kapitels II mit negativem Ergebnis getestet worden.
F. Der Status der Leukosefreiheit eines Mitgliedstaats oder einer Region
   eines   Mitgliedstaats      bleibt   erhalten,   sofern   folgende   Anforderungen
   erfüllt sind:
   (i)       Alljährlich    wird   durch   Zufallsstichprobe   mit   einer   Nachweis-
             sicherheit    von   99%   festgestellt, daß weniger      als 0 , 2 %  der
             Betriebe   infiziert sind, oder mindestens 20 % aller über zwei
             Jahre alten Rinder sind nach Maßgabe der Bestimmungen des Ka-
             pitels II mit negativem Ergebnis getestet worden
      oder
 ---pagebreak---                                      -•bo-
   o n  für den Fall, daß in dem betreffenden Mitgliedstaat bzw. in der
        betreffenden Region seit mindestens drei Jahren in höchstens 1 von
        10.000 Betrieben ein Fall von enzootischer RinderIeukose gemeldet
        worden   ist, kann nach dem Verfahren des Artikels 12 beschlossen
        werden, die routinemäßige serologische Untersuchung einzustellen,
        sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
        -Alle    im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats bzw. der
          betreffenden Region geschlachteten Rinder werden von einem amt-
           lichen Tierarzt, einer Fleischuntersuchung unterzogen, damit bei
          Feststellung    eines   Tumors    eine   Laboruntersuchung     stattfinden
          kann, und
        - die Mitgliedstaaten teilen jedes Auftreten der enzootisehen Rin-
          der leukose   in dem von der Kommissionsentscheidung           betroffenen
          Gebiet    mit,   wobei   die    Kommission    nach   dem  Verfahren    des
          Artikels 12 vorschlagen kann, den Beschluß zur Einstellung der
          routinemäßigen     serologischen     Untersuchung    vorübergehend    oder
          endgültig rückgängig zu machen, und
        -alle    im Immundiffusionstest positiv reagierenden Rinder werden
          getötet, und der betreffende Betrieb wird bis zum Wiedererlangen
          seines    Status   nach   Maßgabe    der   Bestimmungen    des   Anhangs D
          Kapitel I Abschnitt D gesperrt.
G. (i)    Der Status der Leukosefreiheit eines Mitgliedstaats bzw. einer
          Region eines Mitgliedstaats wird nach dem Verfahren des Artikels
           12 ausgesetzt, wenn     in mehr als 0 . 2 % der Betriebe der Region
          oder   des Mitgliedstaats enzootisehe Rinder leukose festgestellt
          und bestätigt wird.
   (ii) Der Status der Leukosefreiheit kann nach dem Verfahren des Ar-
        tikels 12    wiedererlangt    werden,    sofern    folgende   Anforderungen
        erfülIt sind:
        a)    über die Maßnahmen gemäß Abschnitt D Nrn. 1 und 2 hinaus sind
              mindestens    20%     aller    anderen   Betriebe,    nach    dem  Zu-
              fallsprinzip ausgewählt, in der betreffenden Region oder dem
              betreffenden Mitgliedstaat binnen 12 Monaten einem Test gemäß
              Kapitel II unterzogen worden;
        b)    der Test hat mit einer Nachweissicherheit von 99 % ergeben.
              daß höchstens 0.2 % der Betriebe Infiziert sind.
 ---pagebreak---                                      ANHANG D
                                    KAPITEL II
                TESTS ZUM NACHWEIS DER ENZOOTISCHEN RINDERLEUKOSE
Die Enzootisehe Rinder leukose (ERL) wird nachgewiesen      im Immundiffusionstest
nach Maßgabe der Bestimmungen gemäß Buchstaben A und B oder im Enzym immunoassay
(ELISA)    nach     Maßgabe    der     Bestimmung    gemäß     Buchstabe C.    Die
Immundiffusionstechnik   kann nur   im Einzeltest  angewandt   werden. Werden die
Testergebnisse gerechtfertigterweise in Frage gestellt, so wird als zusätzliche
Kontrolle ein Immundiffusionstest durchgeführt.
A.    Aoargel-Immundiffuslon
      1.    Das Testant igen muß Glykoproteine des ERL-Virus enthalten.        Das
            Antigen   ist gegen ein vom Statens Veterinaere Serumlaboratorium,
            Kopenhagen, bereitgestelltes Standardserum     (El-Serum) zu standar-
            disieren.
      2.    Folgende amtliche    Institute sind zuständig    für die Eichung der
            Standard-Arbeitsantigene der einzelnen Laboratorien gegen das vom
            Statens Veterinaere Serumlaboratorium, Kopenhagen, bereitgestellte
            amtliche EG-Standardserum (El-Serum).
      (a)   Deutschland:      Bundesforschungsanstalt   für Viruskrankheiten der
                              Tiere, Tübingen
      (b)   Belgien:          Institut   national  de   recherches   vétérinaires,
                              Brüssel
      (c)   Frankreich:       Laboratoire national de pathologie bovine, Lyon
      (d)   Großherzogtum
            Luxemburg:
 ---pagebreak---                                      ^'yL -
(e)   Italien:            Istituto ZooprofiI attico Sperimentale, Perugia
(f)   Niederlande:       Centraal    Diergeneeskundig     Instituut,   Afde ling
                         Rotterdam
(g)   Dänemark:          Statens Veterinaere Serum Laboratorium, Kopenhagen
(h)    Irland:           Veterinary Research Laboratory, Abbotstown, Dublin
(i)   Vereinigtes Königreich:
      1.     Großbritannien:           Central     Veterinary       Laboratory,
                                       Weybridge, England
      2.     Nordirland:               Veterinary     Research      Laboratory,
                                       Stormont, Belfast
(J)   Spanien:            Subdirecciôn general de sanidad animal.
                          Laboratorio de sanidad y produceion animal ALGETE,
                         Madrid
(k)   Portugal:           Laboratorio Nacionai de Investigacäo Veterinària,
                          LIssabon
(I)   Griechenland:         —
Die im Labor verwendeten Standardantigene sind mindestens einmal jährlich
den  unter     Nr. 2 genannten   Referenzlaboratorien    der  Gemeinschaft    zu
unterbreiten, damit     sie gegen   das amtliche   EG-Standardserum    getestet
werden können. Von dieser Standardisierung abgesehen kann das verwendete
Antigen gemäß Buchstabe B geeicht werden.
Reagenzien:
(a)   Antigen: Das Antigen muß ERL-Virus-spezifische Glykoproteine ent-
      halten, und muß gegen das amtliche EG-Serum standardisiert worden
      se i n ;
(b)   das Testserum;
(c)   ein bekanntes positives KontrolI serum;
 ---pagebreak---                                     ^S'*>
   (d)   Agargel,
         0,8 % Agar;
         8,5 % NaCI;
         0,05 M Tris-Puffer pH 7,2;
         15 ml dieses Agar werden In eine Petrischale von 85 mm Durchmesser
         gegeben, was eine Agar-Tiefe von 2,6 mm ergibt.
5. Nach dem Testschema sieben bis zum Boden der Schale reichende Vertie-
   fungen, die frei von Feuchtigkeit sein müssen, in den Agar stanzen; das
   Schema besteht aus einer zentralen Vertiefung, um die kreisförmig sechs
   weitere Vertiefungen angeordnet sind.
   Durchmesser der zentralen Vertiefung: 4 mm
   Durchmesser der Randvertiefungen:      6 mm
   Abstand zwischen zentraler Vertiefung und Randvertiefungen: 3 mm
6. Die zentrale Vertiefung mit Standardantigen, die Randvertiefungen 1 und 4
   (s. Diagramm) mit dem bekannten Positivserum und die Vertiefungen 2, 3, 5
   und 6 mit den Testseren soweit aufzufüllen, bis der Schalenboden nicht
   mehr zu sehen ist.
                                  i
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                                  4
 ---pagebreak---                                        -5q-
7.  Daraus ergeben sich folgende Mengen:
    Antigen:          32 fi\
    Kontrol I serum:   73 ft\
    Test serum:       73 fi\
8.  Für 72 Stunden bei Raumtemperatur (20 bis 27'C) in geschlossener feuchter
    Atmosphäre inkubieren.
9.  Das Testergebnis kann nach 24 und nach 48 Stunden abgelesen werden, ein
    endgültiges Ergebnis liegt jedoch erst nach 72 Stunden vor:
    (a)    Ein  Testserum     ist positiv,   wenn  es  mit    dem  ERL-Antigen  eine
           deutlich   sichtbare    Präzipitationslinie    bildet,   die  Präzipitate
           ineinander übergehen und vollständig verschmelzen, das Antiserum
           also mit der KontrolIprobe identisch ist;
     (b)   ein  Test serum    ist negativ, wenn   es mit     dem  ERL-Antigen  keine
           deutlich sichtbare Präzipitationslinie bildet und die Linie des
           KontrolI serums nicht biegt;
    (c)    die Reaktion ist fraglich,
           (i)  wenn das Testserum die Linie des Kontrol I serums zur das ERL-
                Antigen enthaltenden Vertiefung hin biegt, ohne jedoch eine
                 sichtbare Präzipitationslinie mit dem Antigen zu bilden
    oder
           (ii) wenn das Testserum weder als negativ noch als positiv ab-
                 gelesen werden kann.
    Bei fraglichen Ergebnissen kann der Test mit Konzentratserum wiederholt
    werden.
10. Es   können   andere   Vertiefungsanordnungen    oder   Testschemata   verwendet
    werden, vorausgesetzt, das E4-Serum. 1 : 10 in negativem Serum verdünnt,
    kann als positiv nachgewiesen werden.
 ---pagebreak--- B. Verfahren der Antiaenstandardislerung
   Reagenzien und Geräte:
   1.      10 ml  1,6%iger   Agarose   in 0 , 0 5 %  M Tris/HCI-Puffer, pH 7,2 mit
           8,5 % NaCI;
   2.      15 ml  eines Rinderleukoseserums, das         lediglich Antikörper      gegen
           ERL-Virus-Glykoproteine     enthält,       1 : 10   verdünnt     in    0,05 M
           Tris/HCI-Puffer, pH 7,2 mit 8,5 % NaCI;
   3.      15ml   eines Rinderleukoseserums, das nur Antikörper            gegen    ERL-
           Virus-Glykoproteine enthält,     1 : 5 verdünnt       in 0,05 M Tris/HCI-
           Puffer, pH 7,2 mit 8,5 % NaCI;
   4.      vier Kunststoff-Petrischalen von 85 mm Durchmesser;
   5.      eine Lochstanze mit 4 bis 6 mm Durchmesser;
   6.      ein Referenzantigen;
   7.      das zu standardisierende Antigen;
   8.      ein Wasserbad (56'C)
   Verfahrensweise:
   1,6%ige Agarose in Tris/HCI-Puffer durch vorsichtiges Erhitzen auf 100*C
    lösen.   Lösung   und  die  Rinderleukoseserum-Verdünnungen        für   etwa   eine
   Stunde ins Wasserbad (56'C) stellen.
   15 ml     der    auf   56'C    erhitzten     Agarose-Lösung      mit    den     15 ml
   Rinderleukoseserum,      1 : 10   verdünnt,      mischen,   kurz   schütteln,     und
   jeweils 15 ml in zwei Petrischalen füllen.
   Das   gleiche    Verfahren   mit   dem  1 : 5      verdünnten   Rinderleukoseserum
   wiederholen.
   Agarose erstarren lassen, und wie folgt Löcher in das Agarosegel stanzen:
 ---pagebreak---                                                     ^e-
Petrischale Nr. 1                               Petrischale Nr. 2
Serum 1:10                                      Serum 1:10
Petrischale Nr. 3                                Petrischale Nr. 4
Serum 1:5                                        Serum 1:5
                  Zugabe von Antigen:
                  (i)   Petrischalen 1 und 3
                        Vertiefung A - unverdünntes Referenzantigen
                        Vertiefung B - 1 : 2 verdünntes Referenzantigen
                        Vertiefung C und E - Referenzantigen
                        Vertiefung D - unverdünntes Testantigen
                  (ii)  Petrischalen 2 und 4
                        Vertiefung A - unverdünntes Testantigen
                        Vert iefung B - 1  2 verdünntes Testant igen
                        Vert iefung C - 1  4 verdünntes Testantigen
                        Vert iefung D - 1  8 verdünntes Testant igen
 ---pagebreak---                                              H?
           Zusätzliche Anweisungen:
            1.    Den Versuch mit zwei Serumverdünnungen (1:5 und 1:10) durchführen,
                  um die bestmögliche Präzipitation zu erzielen.
           2.     Ist der Präzipitationsdurchmesser mit beiden Verdünnungen zu klein,
                  das Serum weiter verdünnen.
            3.    Ist der Präzipitationsdurchmesser mit beiden Verdünnungen zu groß
                  und zu schwach, eine schwächere Serumverdünnung verwenden.
            4.    Die Endkonzentration der Agarose muß 0,8 %, die der Seren 5 % bzw.
                  10 % betragen.
            5.    Die gemessenen Durchmesser in das folgende Koordinatensystem
                  einzeichnen. Die Verdünnung des Testantigens, die den gleichen
                  Durchmesser hat wie das Bezugsantigen, ist die Arbeitsverdünnung.
    Durchmesser
   13    -
   12    -
   n -
  10 -
   9    -
   8    -
    •J
  6    -
  5    -
  4   -
:
                1:1                           1:3       '   1*   1:6  1:7     I
                                    1:2                1:4
                                                                            1:8
                                                                         Antigen-Verdünnung
 ---pagebreak--- C. Enzvmimmunoassay (ELISA) zum Nachweis der enzootIschen Rinder leukose
   1.    Reagenzien und Geräte:
         (a)  Festphasen-Mikroplatten, KUvetten oder sonstige Festphasen;
         (b)  das  Antigen,  mit   oder  ohne   Hilfe  von  polyklonalen  oder
              monoklonalen bindungsstarken Antikörpern an die feste Phase
              gebunden. Ist das Antigen direkt an den Festphasenantikörper
              gebunden, so sind im Falle der enzootIschen Rinder leukose alle
              Testproben   mit   positiven    Reaktionen   erneut  gegen   das
              KontrolIantigen zu testen. Das KontrolIantigen sollte mit dem
              Antigen  identisch sein, außer bei ERL-Virus-Antigenen. Sind
              bindungsstarke Antikörper    an die   feste  Phase gebunden, so
              dürfen die Antikörper nur auf Antigene gegen Rinderleukose-
              viren reagieren;
         (c)  die zu untersuchende Körperflüssigkeit;
         (d)  eine entsprechende positive und negative Kontrolle;
         (e)  Konjugat;
         (f)  ein dem verwendeten Enzym entsprechendes Substrat;
         (g)  erforderlichenfalls eine Stopplösung;
         (h)  Lösungen zur Verdünnung der Testproben für die Herstellung der
              Reagenzien und zum Waschen;
         (i)  ein für das gewählte Substrat geeignetes Ablesegerät.
 ---pagebreak--- 2. Standardisierung und Empfindlichkeit des Tests
   Der EL ISA-Test muß so empfindlich sein, daß das E4-Serum positiv
   reagiert, wenn es 10 mal (Serumproben) bzw. 250 mal (Milchproben)
   stärker verdünnt wird als die Lösung, die sich aus der Zusammen-
   fassung von Einzel proben in Pools ergibt. Bei Versuchen, in denen
   Proben (Serum und Milch) einzeln getestet werden, muß das im Ver-
   hältnis   1 : 10 (im Negativserum) oder    1 : 250 (in Negativmilch)
   verdünnte E4-Serum positiv reagieren, wenn es in derselben Verdün-
   nung wie die Einzel proben getestet    wird. Die unter Buchstabe A
   Nr. 2 angeführten amtlichen Institute sind für die Qualitätskon-
   trolle des EL ISA-Verfahrens zuständig, und bestimmen    insbesondere,
   wieviele Einzel proben aus jeder Produkt ionspartie auf der Grundlage
   des für das E4-Serum erhaltenen Titers in Pools       zusammenzufassen
   sind.
   Das E4-Serum wird vom National Veterinary Laboratory, Kopenhagen,
   bereitgestellt.
3. Voraussetzungen für die Verwendung des EL ISA-Tests zum Nachweis der
   enzoot i sehen R inderleukose
   Das EL ISA-Verfahren kann bei einer Milch- oder einer       Molkeprobe
   angewandt werden, die aus der in einem Betrieb mit mindestens 30 %
    laktierenden Milchrindern gesammelten Milch gezogen wird.
   Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, so sind Maßnahmen zu
   treffen, damit die gezogenen Proben den Tieren, von denen die Test-
   milch   oder  die   Testseren stammen,  eindeutig  zugeordnet   werden
   können.
 ---pagebreak---                              ANHANG E M )
(a) Rinderseuchen:
      - ToiIwut.
      - Tuberkujçse,
      - Brucellose,
      - Infektiöse bovine Pleuropneumonie (Lungenseuche)
      - EnzootIsehe Rinder leukose
(b) Schweineseuchen
      - ToiIwut.
      - Bruceiiose
                             ANHAN6 E ( H )
        AuleszkW Krankheit
        Infekt lose bovine Rhlnotracheitis
        Schweinebruceilose (Brucella suis)
 ---pagebreak---                                                                            6 \- .
        BESCHEINIGUNG NR.                                      TIERKATEGORIE Seh lach W Z u c h W N u t z r ind
                                                                                           Schlacht-/Zucht-/Nutzschwein
         HERKUNFTSMITGLIEDSTAAT                                            HERKUNFTSREGION
  WWJfTSBElRIEB
                                                           Mtchrlft
  NOM
  Dsiuujsi miner
  Dtr Hwlcunfttsbetrieb i t t                               Di« nochstehend angeführten Tiere wurden getestet nach
                                                            fttfgabs der Richtlinie «/«2/tWB:
  amtlich anerkannt tuberkuloeefrei            ja/win                                                                             TESTDATJM
  antI Ich anerkannt brucel loeefrei           Ja/ieln      Tuberkulinprobe                         ja/nicht erforderlich
  brucel loMf r t i                            ja/nein      Brucel lote SOT                         ja/nicht erforderlich
   leukosefrel                                 ja/heln      Leukoee-Teet                            ja/nicht erforderlich
  VERSWCDATUI.
  Uhttrachrlft:                                             AntIicher T i e r a r z t . Herkunftsbetrieb
   TIERIDENTIFIZIERKÏ                                       Gesamtzahl der Tiere
  Raeee                    Typ             Alter            Antliches Kinnzeichen
C.
 2JQELASSEN3R MIRCT                                                 VOUCE-/S*0£LSrai£
  Ort                                                               Ort
  AnechrffT                                                         AnechrTft
  Datun               Bezugsnr.                                     Datun                  Bezugsnr.
  Unterschrift/Siegel
0.
  BÉTXNXR                                                           MCRBCIMCHMlLiaCR mOEL
  Anschrift
                                                                    Tranesortmitttel
                                                                    Kennzeichnung
                                                                    Der unterzeichnete bescheinigt nach ordhungegemojSer üh-
                                                                    tereuehung, dqS 1) al le einochlagigen Anforderungen der
                                                                    Richtlinie 6A/432/B/C des Ratee e r f a l l t «Ind, 2 ) die ge-
                                                                    plante Tlerverbringung im Rahmen dee ANIkO-Verbundnetzee
                                                                    eingetragen wurden und 3 ) dae ( d i e ) vorgenannte(n)
  T l e r ( e ) die zueOtzl Ichen Garantieanforderung hinsiehtI ich der                  ^ _ ^ (Name der Krankheit) bei
   (Tierart/Typ)« die für                         beetimnt eind (Ehtecheidung .../.../SIC         der Kcmmieeian), e r f ü l l e n .
                                                       Unterschrift:                                          Datum
  Datum der Geeundheiutekantrol le                  .   .
  Dieee Bescheinigung wird ungültig an              .   .     Name in GrojBbuchetaben
 ---pagebreak---                               ANHANG II
                      OBERE INSTIMMUNGSJTABELLE
Aktuallsierte  Richtlinie          Richtlinie 64/432/EWG
Artikel 1                              Artikel 1
Artikel 2.(a)
Artikel 2.(b)                          Artikel 2.(b)
Artikel 2.(c)                          Artikel 2.(c)
Artikel 2.(d)                          Artikel 2.(d)
Artikel 2.(e)
Artikel 2.(f)                          Artikel 2.(e)
Artikel 2.(g)
Artikel 2.(h)
Artikel 2.(i)                          Artikel  2.(f)
Artikel 2.(J)                          Artikel  2.(s)
Artikel 2.(k)                          Artikel  2.(t)
Artikel 2.(1)                          Artikel  2.(1)
Artikel 3.1.                           Artikel  3.1.
Artikel 3.2.(a)                        Artikel  3.2.(a)
Artikel 3.2.(b)                        Artikel  3.2.(b)
Artikel 3.2.(c)                        Artikel  3.2.(e)
Artikel 3.2.(d)                        Artikel  3.5.
Artikel 3.2.(e)
Artikel 4.1.                           Artikel 3.2.(f)(i)
Artikel 4.2.                           Artikel 3.2.(g)
Artikel 4.3.
Artikel 5
Artikel 6.1, erster              ,     Artikel 3.2.(d)
Gedankenstrich
Artikel 6.1, zweiter             j
GedankenstrIch                  i
Artikel 6.2.(a), erster                Artikel 3.3.(a)
Unterabsatz                     I
Artikel 6.2.(a), zweiter         |
Unterabsatz                      j
Artikel 6.2.(b), erster          !     Artikel 3.3.(b)
Unterabsatz                      !
Artikel 6.2.(b), zweiter        1
Unterabsatz                     i
Artikel 6.2.(c)                 !      Artikel 3.3.(d)
Artikel 6.2.(d)                  !     Artikel 3.2.(f)(ü)
Artikel 6.3.                     !
Artikel 7                        !     Artikel 6
Artikel 8                        !
Artikel 9                        !     Artikel 9
Artikel 10                      i      Artikel 10
Artikel 11                      {
Artikel 12.1.                    !     Artikel 12.1.
Artikel 12.2.                   I      Artikel 12.2.
Artikel 12.3.                   I      Artikel 12.3.
 ---pagebreak---                               — e- -b-
Aktualisierte    Richtlinie       Richtlinie 64/432/EWG
Artikel 12'.4, erster                 Artikel 12.4, erster
Unterabsatz                           Unterabsatz
Artikel 12.4, zweiter                 Artikel 12.4, zweiter
Unterabsatz                           Unterabsatz
Artikel 12.4, dritter
Unterabsatz
Artikel 13.1.                         Artikel 13.1.
Artikel 13.2.                         Artikel 13.2.
Artikel 13.3.                         Artikel 13.3.
Artikel 13.4, erster                  Artikel 13.4, erster
Unterabsatz                           Unterabsatz
Artikel 13.4, zweiter
Unterabsatz
Artikel 14                            Artikel 14
Artikel 15                            Artikel 16
Anhang A
Anhang B.1. - B.26.                   Anhang B.1. - B.26.
Anhang B.27.                          Anhang B.27.
Anhang B.2S. - B.31.                  Anhang B.2S. - B.31.
Anhang B.32.                          Anhang B.32.
Anhang C A .                          Anhang  CA.
Anhang C.B.                           Anhang C.B.
Anhang C.C.                           Anhang C.C.
Anhang C D .                          Anhang CD.
Anhang C E .                          Anhang CE.
Anhang C F .                          Anhang CF.
Anhang C G .                          Anhang CG.
Anhang C H .                          Anhang G. 11 . C
Anhang D.I.                           Anhang G.I.
Anhang D.lI.A.1. - D.I I.A.9,         Anhang G.II.A.1. - G.I I.A.9
Anhang D.11.A.10.
Anhang D.11.B.                        Anhang G.11.B.
Anhang D. 11 . C                      Anhang G. 11 . C
Anhang E.I.
Anhang E. 11.
Anhang F.
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                                                          KOM(93) 698 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                         10 03
                                 Katalognummer : CB-GO-93-750-DE-C
                                                          ISBN 92-77-63139-2
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg