CELEX: 31989R2318
Language: de
Date: 1989-07-28 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2318/89 der Kommission vom 28. Juli 1989 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1764/86 über Mindestqualitätsanforderungen an Verarbeitungserzeugnisse aus Tomaten, die für eine Produktionsbeihilfe in Betracht kommen

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31989R2318

Verordnung (EWG) Nr. 2318/89 der Kommission vom 28. Juli 1989 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1764/86 über Mindestqualitätsanforderungen an Verarbeitungserzeugnisse aus Tomaten, die für eine Produktionsbeihilfe in Betracht kommen  

Amtsblatt Nr. L 220 vom 29/07/1989 S. 0049 - 0050 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 30 S. 0028  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 30 S. 0028 

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2318/89 DER KOMMISSION  vom 28. Juli 1989  zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1764/86 über Mindestqualitätsanforderungen an Verarbeitungserzeugnisse aus Tomaten, die für eine Produktionsbeihilfe in Betracht kommen  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 426/86 des Rates vom 24. Februar 1986 über die gemeinsame Marktorganisation für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1125/89 (2), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 4,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1125/89 des Rates wurden ungeschälte Tomaten, ganz oder nicht ganz (crush oder Pizza-Sosse), des KN-Code ex 2002 10 00 in die Liste der Erzeugnisse aufgenommen, die für eine Produktionsbeihilfe gemäß Anhang I Teil A der Verordnung (EWG) Nr. 426/86 in Frage kommen. Daher müssen Mindestqualitätsanforderungen, die sich auf traditionelle, lautere Herstellungsverfahren stützen, auch für diese Erzeugnisse festgelegt werden. Die in dieser Verordnung festgelegten Qualitätsanforderungen sind Durchführungsbestimmungen zur Produktionsbeihilferegelung und ergänzen die Bestimmungen, die mit der Verordnung (EWG) Nr. 1599/84 der Kommission vom 5. Juni 1984 mit Durchführungsbestimmungen zur Produktionsbeihilferegelung für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2260/89 (4), festgelegt wurden.  Die Verordnung (EWG) Nr. 1764/86 der Kommission (5) ist dementsprechend zu ändern.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  Die Verordnung (EWG) Nr. 1764/86 wird wie folgt geändert:  1. Titel I erhält folgende Fassung:  »TITEL I  Anforderungen an geschälte und ungeschälte Tomaten  Artikel 3  Im Sinne dieser Verordnung sind:  - ,geschälte Tomaten':  - geschälte Tomaten, gefroren, ganz oder nicht ganz,  und  - geschälte Tomaten, haltbar gemacht, ganz oder nicht ganz,  gemäß Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1599/84;  - ,ungeschälte Tomaten':  ungeschälte Tomaten, haltbar gemacht, ganz oder nicht ganz, gemäß Artikel 1 der vorgenannten Verordnung.  Artikel 4  (1) Geschälten und ungeschälten Tomaten dürfen nur folgende Zutaten zugesetzt werden:  - Wasser,  - Tomatensaft,  - Tomatenkonzentrat,  - Speisesalz (Natriumchlorid),  - natürliche Gewürze, Gewürzkräuter und ihre Extrakte, natürliche Aromen.  Bei der Herstellung von geschälten und ungeschälten Tomaten dürfen als Zusatzstoffe nur Zitronensäure (E 330) und Calciumchlorid (509) verwendet werden.  (2) Die Menge des zugesetzten Speisesalzes darf 3 % des Eigengewichts nicht überschreiten. Wird Calciumchlorid zugesetzt, so darf der Calcium-Ionen-Gehalt insgesamt bei ganzen und bei nicht ganzen Tomaten höchstens 0,045 % bzw. 0,080 % betragen. Bei der Bestimmung der Menge des zugesetzten Speisesalzes ist der natürliche Chloridgehalt mit 2 % des Trockenstoffgehalts zu berücksichtigen.  (3) Zugesetzter Tomatensaft und zugesetztes Tomatenkonzentrat müssen den Mindestanforderungen von Titel II entsprechen.  Artikel 5  (1) Geschälte und ungeschälte Tomaten müssen frei von erzeugnisfremdem Geschmack und Geruch sein; ihre Farbe muß für die verwendete Sorte und für ordnungsgemäß verarbeitete Tomaten kennzeichnend sein.  (2) Geschälte Tomaten müssen praktisch frei sein von Schalen. Ungeschälte Tomaten müssen praktisch vollständige Schalen aufweisen. Ferner müssen geschälte und ungeschälte Tomaten praktisch fehlerfrei sein.  (3) Der Schimmeltest darf bei Tomatenkonserven (Tomaten und Aufgußfluessigkeit) höchstens 50 % positive Felder und einen pH-Wert von höchstens 4,5 ergeben.  Artikel 6  (1) Artikel 5 Absatz 2 gilt für die Erzeugnisse als erfuellt, wenn die Fehler folgende Toleranzwerte nicht überschreiten:  - Fehler: 35 cm2 Gesamtfläche;  - Schale (geschälte Tomaten):  - ganze Tomaten: 300 cm2 Gesamtfläche,  - nicht ganze Tomaten: 1 250 cm2 Gesamtfläche;  - fehlende Schale (ungeschälte Tomten):  - ganze Tomaten: 300 cm2 Gesamtfläche,  - nicht ganze Tomaten: 1 250 cm2 Gesamtfläche.  Die Toleranzwerte verstehen sich je 10 Kilogramm Eigengewicht.  (2) Im Sinne von Absatz 1 sind:  a) ,Fehler': Stellen, an denen Oberflächenschäden bis ins Fruchtfleisch reichen und sich von der normalen Beschaffenheit der Tomate hinsichtlich Farbe oder Gewebe stark unterscheiden; diese Stellen hätten an sich bei der Verarbeitung entfernt werden müssen;  b) ,Schale': sowohl die unmittelbar am Tomatenfleisch haftende als auch die lose im Behältnis vorgefundene Schale.  Artikel 7  (1) Bei geschälten und ungeschälten Konserventomaten dürfen Tomaten und Aufgußfluessigkeit in einem Behältnis nicht weniger als 90 % der Wasserkapazität des Behältnisses ausfuellen.  (2) Das Abtropfgewicht der geschälten und ungeschälten haltbar gemachten Tomaten muß durchschnittlich mindestens 56 % der in Gramm ausgedrücken Wasserkapazität des Behältnisses entsprechen.  (3) Werden geschälte und ungeschälte haltbar gemachte Tomaten in Glasbehältnisse abgefuellt, so wird die Wasserkapazität vor der Berechnung der in den Absätzen 1 und 2 genannten Prozentsätze um 20 ml verringert."  2. In Titel IV Artikel 13 Absatz 1 werden die Worte »geschälte Tomaten" durch »geschälte oder ungeschälte Tomaten" ersetzt.  Artikel 2  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Sie gilt mit Wirkung vom 1. Juli 1989.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 28. Juli 1989  Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 49 vom 27. 2. 1986, S. 1.  (2) ABl. Nr. L 118 vom 29. 4. 1989, S. 29.  (3) ABl. Nr. L 152 vom 8. 6. 1984, S. 16.  (4) ABl. Nr. L 216 vom 27. 7. 1989, S. 46.  (5) ABl. Nr. L 153 vom 7. 6. 1986, S. 1.