CELEX: 32010R0611
Language: de
Date: 2010-07-12 00:00:00
Title: Verordnung (EU) Nr. 611/2010 der Kommission vom 12. Juli 2010 zur Genehmigung einer geringfügigen Änderung der Spezifikation einer im Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geografischen Angaben eingetragenen Bezeichnung [Basilico Genovese (g.U.)]

13.7.2010   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 178/5
            
         VERORDNUNG (EU) Nr. 611/2010 DER KOMMISSION
   vom 12. Juli 2010
   zur Genehmigung einer geringfügigen Änderung der Spezifikation einer im Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geografischen Angaben eingetragenen Bezeichnung [Basilico Genovese (g.U.)]
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates vom 20. März 2006 zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 2 Satz 2,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               Gemäß Artikel 9 Absatz 1 Unterabsatz 1 und Artikel 17 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 hat die Kommission den Antrag Italiens geprüft, Änderungen von Angaben in der Spezifikation der mit der Verordnung (EG) Nr. 2400/96 der Kommission (2) in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 1623/2005 (3) eingetragenen geschützten Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ zu genehmigen.
            
         
               (2)
            
            
               Zweck des Antrags ist die Änderung der Spezifikation durch Einfügung einer Bestimmung zur Anbringung des Logos der Bezeichnung „Basilico Genovese“, dessen grafische Spezifikation beschrieben wird, auf den Verpackungen des Erzeugnisses.
            
         
               (3)
            
            
               Die Kommission hat die Änderung geprüft und hält sie für gerechtfertigt. Da es sich um eine geringfügige Änderung im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 handelt, kann die Kommission sie genehmigen, ohne auf das Verfahren nach den Artikeln 5, 6 und 7 derselben Verordnung zurückzugreifen —
            
         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
   Artikel 1
   Die Spezifikation der geschützten Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ wird gemäß Anhang I dieser Verordnung geändert.
   Artikel 2
   Anhang II der vorliegenden Verordnung enthält das aktualisierte einzige Dokument.
   Artikel 3
   Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
   
      Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
      Brüssel, den 12. Juli 2010
      
         
            Für die Kommission
         
         
            Der Präsident
         
         José Manuel BARROSO
      
   
   
      (1)  ABl. L 93 vom 31.3.2006, S. 12.
   
      (2)  ABl. L 327 vom 18.12.1996, S. 11.
   
      (3)  ABl. L 259 vom 5.10.2005, S. 15.
   
      ANHANG I
      Folgende Änderung der Spezifikation der geschützten Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ wird genehmigt:
      Dem Artikel 8 „Verpackung“ wird folgender Wortlaut angefügt:
      „Verpackungen für einzelne Gebinde oder gegebenenfalls verwendete Beutel müssen aus Material bestehen, das den geltenden Vorschriften entspricht, und die Aufschrift ‚BASILICO GENOVESE D.O.P.‘ und das EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung sowie das vollständige Markenzeichen des Unternehmens und das nachstehend beschriebene Logo des Erzeugnisses tragen. Das Markenzeichen des Unternehmens muss groß genug und so positioniert sein, dass es sich ausreichend vom EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung und vom Logo des Erzeugnisses abhebt.
      Das Logo der geschützten Ursprungsbezeichnung ‚Basilico Genovese‘ besteht aus einem Kreis mit den gleichen Maßen wie das EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung, der die ausgeschriebene Bezeichnung ‚BASILICO GENOVESE‘ und in der Mitte das Akronym ‚D.O.P.‘ enthält.
      Kennzeichnend für das Erzeugnis sind die folgenden drei Elemente:
      
                  —
               
               
                  die Sonne (in Gelb), Symbol für Vitalität, von unmittelbarer Bedeutung und unverzichtbar für jede Kultur;
               
            
                  —
               
               
                  Ligurien (in Blau), das Erzeugungsgebiet, fruchtbar und am Meer gelegen;
               
            
                  —
               
               
                  Basilikum (in Grün), als Hinweis auf den natürlichen Charakter, die Authentizität und die Qualität des Erzeugnisses, für das die geschützte Ursprungsbezeichnung gilt.
               
            Die Abbildung kann auch einfarbig verwendet werden.
      Die Schriftart ist Arial Black, fett, in demselben Blau wie für den Umriss von Ligurien. Die Schriftgröße ist 6 pt für ‚Basilico Genovese‘ und 6,5 pt für die Angabe ‚D.O.P.‘.
      
         
      “
   
   
      ANHANG II
      
         EINZIGES DOKUMENT
      
      Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel
      
         „BASILICO GENOVESE“
      
      EG-Nr.: IT-PDO-0105-0194-30.6.2009
      
         g.g.A. ( ) g.U. ( X )
      
      1.   Name
      
      „Basilico Genovese“
      2.   Mitgliedstaat oder Drittland
      
      Italien
      3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder des Lebensmittels
      
      3.1.   Erzeugnisart
      
      
                  Klasse 1.6
               
               
                  Obst, Gemüse und Getreide, unverarbeitet und verarbeitet
               
            3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
      
      Die geschützte Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ bezieht sich auf die ganze, frische Pflanze, die aus Samen der Art Ocimum Basilicum L., Ökotypen oder autochthonen Selektionen gezogen wird. Die Pflanze muss folgende Merkmale aufweisen:
      
                  —
               
               
                  Höhe der Pflanze: mittelhoch bis sehr hoch, breiter oder zylindrischer Wuchs;
               
            
                  —
               
               
                  Blattdichte: mittel bis niedrig, mittel, mittel bis hoch;
               
            
                  —
               
               
                  Blattform: eiförmig;
               
            
                  —
               
               
                  wellige Blattoberfläche und gezackter Blattrand: schwach ausgeprägt oder nicht vorhanden;
               
            
                  —
               
               
                  flache oder konvexe Blätter;
               
            
                  —
               
               
                  völliges Fehlen von Minzaroma;
               
            
                  —
               
               
                  intensiver und charakteristischer Geschmack.
               
            3.3.   Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
      
      —
      3.4.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs)
      
      —
      3.5.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
      
      „Basilico Genovese“ darf sowohl im geschützten Anbau als auch im Freiland ausschließlich im geografischen Erzeugungsgebiet angebaut werden.
      3.6.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw.
      
      „Basilico Genovese“ muss im Erzeugungsgebiet verpackt werden, damit die Eigenschaften des außerordentlich fragilen und für Austrocknung anfälligen Erzeugnisses erhalten bleiben.
      Zum Frischverkauf bestimmtes Basilikum wird im Gebinde aus Pflanzen mit mindestens zwei und höchstens vier Blattpaaren in den Handel gebracht. Ein einfaches Gebinde besteht aus drei bis zehn Pflanzen einschließlich der Wurzeln und ist einzeln in mit dem Hinweis D.O.P. versehenem Lebensmittelpapier verpackt. Außerdem gibt es Großgebinde („Bündel“) mit der zehnfachen Menge.
      Für die handwerkliche und/oder industrielle Verarbeitung werden Packungen angeboten, die ganze Pflanzen mit höchstens vier Blattpaaren enthalten.
      Die Verpackung muss aus Material bestehen, das den geltenden Vorschriften entspricht, und den Hinweis D.O.P. in Verbindung mit der vollständigen Handelsmarke tragen.
      3.7.   Besondere Vorschriften für die Etikettierung
      
      Verpackungen für einzelne Gebinde oder gegebenenfalls verwendete Beutel müssen aus Material bestehen, das den geltenden Vorschriften entspricht, und die Aufschrift „BASILICO GENOVESE D.O.P.“ und das EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung sowie das vollständige Markenzeichen des Unternehmens und das nachstehend beschriebene Logo des Erzeugnisses tragen. Das Markenzeichen des Unternehmens muss groß genug und so positioniert sein, dass es sich ausreichend vom EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung und vom Logo des Erzeugnisses abhebt.
      Das Logo der geschützten Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ besteht aus einem Kreis mit den gleichen Maßen wie das EU-Symbol für die geschützte Ursprungsbezeichnung, der die ausgeschriebene Bezeichnung „BASILICO GENOVESE“ und in der Mitte das Akronym „D.O.P.“ enthält.
      Kennzeichnend für das Erzeugnis sind die folgenden drei Elemente:
      
                  —
               
               
                  die Sonne (in Gelb), Symbol für Vitalität, von unmittelbarer Bedeutung und unverzichtbar für jede Kultur;
               
            
                  —
               
               
                  Ligurien (in Blau), das Erzeugungsgebiet, fruchtbar und am Meer gelegen;
               
            
                  —
               
               
                  Basilikum (in Grün), als Hinweis auf den natürlichen Charakter, die Authentizität und die Qualität des Erzeugnisses, für das die geschützte Ursprungsbezeichnung gilt.
               
            Die Abbildung kann auch einfarbig verwendet werden.
      Die Schriftart ist Arial Black, fett, in demselben Blau wie für den Umriss von Ligurien. Die Schriftgröße ist 6 pt für „Basilico Genovese“ und 6,5 Punkt für die Angabe „D.O.P.“.
      
         
      4.   Abgrenzung des geografischen Gebiets
      
      Das Erzeugungsgebiet des „Basilico Genovese“ wird begrenzt von den tyrrhenischen Berghängen im Verwaltungsgebiet der Region Ligurien und der Wasserscheide.
      5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
      
      5.1.   Besonderheit des geografischen Gebiets
      
      Die pedoklimatischen Bedingungen in Ligurien zeichnen sich durch ein Mikroklima aus, das für den Anbau von Basilikum besonders günstig ist, da sie abiotische (Boden, Temperatur, Wasser, Licht, Wind) und biotische (tierische und pflanzliche Organismen) Faktoren in einer nur in diesem Gebiet zu findenden, einzigartigen Kombination und Wechselwirkung vereinen. Aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit lassen sich in dem Gebiet nur bestimmte Kulturpflanzen anbauen, und als Eingriff in die physikalischen Merkmale des Bodens ist nur das angewandte spezielle Ernteverfahren zulässig, bei dem die Pflanze nicht beschädigt werden darf. Etwaige Maßnahmen der Bodenmelioration sind ein wichtiger Faktor der Bewirtschaftung, weil sie begrenzte und leicht erkennbare Probleme der Dränage lösen, aber keinen Einfluss auf die typischen Merkmale des Endprodukts zu haben scheinen. Der Temperaturverlauf wirkt sich ebenso wie die Wasserqualität, die Licht- und die Windverhältnisse unmittelbar auf den Anbau aus. Die Lage des Gebiets in Ligurien ist ebenfalls günstig für den Anbau dieser Pflanze, da seine Hauptachse entlang der Breitengrade verläuft und die Anbaukulturen auf diese Weise über lange Zeit auch im Winter der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind; auch die Südlage, die dank des bogenförmigen Umrisses des Gebiets neben dem Schutz vor den kalten Nord-, Ost- und Westwinden auch eine temperaturausgleichende Meereslage bietet, wirkt sich positiv auf die Pflanzen aus.
      Die klimatischen Gegebenheiten Liguriens, die durch großzügiges Sonnenlicht auch im Winter, nur selten unter 10 °C absinkende Temperaturen und eine ständige gemäßigte Meeresbrise gekennzeichnet sind, vereinigen sich gerade hier in ganz ausgeprägter Weise mit den chemischen und physikalischen Merkmalen des Bodens sowie mit dem technischen Können und der gewachsenen Tradition der Landwirte, so dass das Enderzeugnis sich durch Aromen auszeichnet, die in eben diesem Verhältnis und dieser Dosierung bei in anderen Gebieten erzeugtem Basilikum nicht zu finden sind.
      Auch wenn Ligurien zur selben Klimazone wie das untere Latium und Kampanien gehört und die Böden für den Anbau von Basilikum denselben pedologischen Ursprung wie im unteren Piemont haben, so besitzt Piemont doch ein typisch kontinentales Klima, während die Böden in Mittelitalien einen anderen pedologischen Ursprung als in Ligurien haben. Das Zusammenspiel von Klima und Boden mit der Kulturtradition des ligurischen Landwirts ist somit einzig und unnachahmbar.
      Zeugnis von der Bedeutung dieser Anbaukultur für die Regionalwirtschaft legen noch heute die alten Jahrbücher der italienischen Landwirtschaft und andere Dokumente ab, in denen die Gegebenheiten jener Jahre mit Ausführlichkeit und lebhaftem Interesse beschrieben werden. Und auch heute ist der Anbau von Basilikum weiterhin ein bedeutender Faktor in der Landwirtschaft und Kulturtradition Liguriens. Den „Basilico Genovese“ verdanken wir einem einzigartigen und unnachahmlichen Zusammenwirken von Geografie, Klima und Kultur.
      5.2.   Besonderheit des Erzeugnisses
      
      Die Merkmale des „Basilico Genovese“, also das völlige Fehlen von Minzaroma, der intensive, sehr angenehme Geschmack und die besonders zarte Färbung der Blätter, sind durch die besonderen pedoklimatischen Bedingungen bedingt, die in dem Gebiet Liguriens herrschen.
      Basilikum ist zwar in nationalem und internationalem Maßstab eine „kleinere“ Anbaukultur, für viele landwirtschaftliche Betriebe der Region, die die Pflanze über das ganze Jahr in Gewächshäusern und in den Sommermonaten im Freiland anbauen, stellt sie jedoch eine wichtige Einnahmequelle dar. Bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fanden in Finale Ligure internationale Obst- und Gemüsebaumessen und -ausstellungen statt, bei denen die im Gewächshaus erzeugten Frühkulturen aus der ganzen Region, darunter speziell auch Basilikum, am häufigsten prämiert wurden.
      Im Vergleich zu Basilikum aus anderen italienischen Regionen ergeben Basilikumpflanzen, die den gesamten spezifischen Anbauzyklus in Ligurien durchlaufen haben, eine sehr viel höhere Ausbeute an Essenzöl, wie die Statistiken belegen.
      Die andersartige Zusammensetzung des Essenzöls und ein anderes Verhältnis zwischen den einzelnen Substanzen sorgen dabei für ein Aroma, das sich deutlich abhebt.
      Somit lassen sich Basilikumpflanzen, die dem spezifischen Anbauzyklus in Ligurien entstammen, ganz eindeutig von andernorts unter abweichenden Bedingungen erzeugtem Basilikum unterscheiden.
      Sowohl die in größeren Mengen vorhandenen als auch die bereits in geringen Dosen zum besonderen Aroma der Basilikumblätter beitragenden Substanzen sind charakteristisch für Basilikum aus Ligurien. Die aromatischen Merkmale von „Basilico Genovese“ ebenso wie seine qualitativen Eigenschaften lassen sich außerhalb des ligurischen Erzeugungsgebiets nicht erzielen. In Piemont oder anderen an Ligurien angrenzenden Regionen erzeugtes Basilikum weist ein Minzaroma auf, wohingegen in südlicheren Gebieten angebautes Basilikum wesentlich weniger fein ist.
      „Basilicum Genovese“ dagegen ist eine ganz besondere Kultur, die sich unmittelbar durch einen intensiven, kräftigen Geschmack, das völlige Fehlen von Minzaroma sowie die zarte Färbung der Blätter auszeichnet, die auch nach Verarbeitung des Erzeugnisses erhalten bleibt. Diese Merkmale sind typisch und treten bei dem gesamten Basilikum auf, das in dem unter die Spezifikation fallenden Erzeugungsgebiet angebaut wird.
      5.3.   Ursächlicher Zusammenhang zwischen dem geografischen Gebiet und der Güte oder den Merkmalen des Erzeugnisses (im Falle einer g.U.) oder einer bestimmten Qualität, dem Ansehen oder sonstigen Eigenschaften des Erzeugnisses (im Falle einer g.g.A.)
      
      Basilikum ist eine der typischsten Kulturpflanzen Liguriens und ein Symbol der traditionellen Küche, die das Ergebnis des einzigartigen Zusammenwirkens von Geografie, Klima und Kultur ist.
      Das bereits seit Jahrhunderten angebaute Basilikum erfreut sich in den letzten Jahren einer nie dagewesenen Beliebtheit, da nicht nur der italienische Verbraucher die Aromen, die zur geschmacklichen Bereicherung der Küche beitragen, immer mehr schätzt und der „Basilico Genovese“ für die Qualität, die Natürlichkeit und den typischen Charakter einer Region und ihrer Kultur steht.
      Das ursprüngliche Anbauzentrum war auf das geografische Gebiet von Genua begrenzt. Wegen der immer günstigeren Marktbedingungen für die Verwendung großer Mengen Basilikum bei der Zubereitung zahlreicher Gerichte sowie des berühmten Pesto hat sich das Anbaugebiet auf die gesamte ligurische Küste ausgedehnt.
      Ausgehend von der Umgebung von Genua, hat sich das Anbaugebiet sowohl nach Osten als auch nach Westen ausgedehnt, und die Region Ligurien hat sich zum idealen Gebiet für die Erzeugung eines besonders typischen Erzeugnisses entwickelt.
      Wegen der besonderen Umwelt- und Anbaubedingungen in Ligurien sowie der dort lebenden Menschen, die sowohl dem frischen als auch dem verarbeiteten Erzeugnis seinen einzigartigen bekannten und weltweit anerkannten Charakter verleihen, ist die gesamte Region dem Basilikumanbau gewidmet.
      Basilikum ist eine Pflanze, die sehr stark von der Anbauweise beeinflusst wird. Das erklärt, warum das in Ligurien angebaute Basilikum sich durch seine homogene Qualität auszeichnet, die von den Anbaubedingungen (Gewächshaus und Freiland), den Anbautechniken und der Verarbeitung am Ende des Produktionszyklus abhängt.
      Die Kombination von Bodenbeschaffenheit und Sonneneinstrahlung in Verbindung mit dem besonders milden Klima der Region, bei dem die Meeresbrise eine wichtige Rolle spielt, machen die Eigenart dieses Erzeugungsgebiets aus.
      In dieser außergewöhnlichen Region haben sich die besonderen Fähigkeiten herausgebildet, die die natürlichen Eigenschaften des Erzeugnisses maximieren und unabhängig von der Jahreszeit des Anbaus für seine gleichbleibend hohe Qualität sorgen.
      Das Know-how der örtlichen Basilikumerzeuger ist nicht allein auf die Anbautechnik begrenzt, sondern umfasst auch die anschließende Verpackung, so dass dank einer perfekten Verbindung von Tradition und Innovation (Anwendung von integriertem und biologischem Pflanzenschutz) jede Veränderung der Besonderheit des Erzeugnisses ausgeschlossen werden kann.
      
         Hinweis auf die Veröffentlichung der Spezifikation
      
      Die Verwaltungsbehörde hat das nationale Einspruchsverfahren eingeleitet und den Antrag auf Zuerkennung der geschützten Ursprungsbezeichnung „Basilico Genovese“ im Amtsblatt der Italienischen Republik (Gazzetta Ufficiale della Repubblica Italiana ) Nr. 108 vom 12. Mai 2009 veröffentlicht.
      Die konsolidierte Fassung der Produktionsspezifikation kann im Internet abgerufen werden: www.politicheagricole.it/DocumentiPubblicazioni/Search_Documenti_Elenco.htm?txtTipoDocumento=Disciplinare%20in%20esame%20UE&txtDocArgomento=Prodotti%20di%20Qualit%E0>Prodotti%20Dop,%20Igp%20e%20Stg
      oder direkt über die Homepage des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (www.politicheagricole.it), auf „Prodotti di Qualità“ [Qualitätsprodukte] (links auf dem Bildschirm) klicken, dann auf „Disciplinari di Produzione all’esame dell’UE (Reg CE 510/2006)“ [Spezifikationen von Produkten zur Prüfung durch die EU (VO 510/2006].