CELEX: 31984R2770
Language: de
Date: 1984-09-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2770/84 der Kommission vom 28. September 1984 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Spanien

29 . 9 . 84                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. L 260/77
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 2770/84 DER KOMMISSION
                                               vom 28 . September 1984
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                 Ursprung in Spanien
 DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                               (EWG) Nr. 31 10/83       müssen die zu berücksichti­
 GEMEINSCHAFTEN —                                              genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                               und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­             Märkten festgestellt werden .
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                               Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für spanische
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des             Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­           mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis gelegen.
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert        Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Äpfel
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 332/84 (2), insbe­           erhoben werden .
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                               Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
 in Erwägung nachstehender Gründe :
                                                               erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                               zugrunde zu legen :
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei           — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an             punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens                Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein Umrech­
 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                    nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
 Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                  Währungen stützt, multipliziert mit dem Koeffi­
 Herkunftsland      außer    in    Ausnahmefällen    eine
                                                                   zienten gemäß Artikel 2b Absatz 2 der Verordnung
 Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe               (EWG) Nr. 974/71 , zuletzt geändert durch die
 muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis               Verordnung (EWG) Nr. 855/84,
 und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für
 das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­            — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                   der sich auf das arithmetische Mittel der Kassa­
 preise sein .
                                                                   Wechselkurse in Höhe jeder dieser Währungen
                                                                   stützt und der während des bestimmten Zeitraums
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1879/84 der Kommis­
 sion vom 2. Juli 1984 zur Festsetzung der Referenz­               für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
 preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1 984/85 (3)             chend vorhergehendem Gedankenstrich und nach
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der                  Maßgabe des vorgenannten Koeffizienten festge­
                                                                   stellt wird —
Güteklasse I für den Monat September 1984 auf 40,08
 ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­
 rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­
 tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen,
vermarkteten Mengen aus dem betreffenden                                             Artikel 1
 Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­
rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung            Auf Einfuhren von Äpfeln (Zolltarifstelle 0.8.06 A II
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben                  des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Spanien
verringert werden . Der Begriff repräsentative Notie­          wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 7,72 ECU je
rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)           100 kg Eigengewicht angewandt.
Nr. 1035/72 festgelegt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung                                  Artikel 2
(') ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5 . 1972, S. 1 .                  Diese Verordnung tritt am 2. Oktober 1984 in Kraft.
(2) ABl . Nr. L 130 vom 16 . 5 . 1984, S. 1 .
(3) ABl . Nr. L 176 vom 3 . 7. 1984, S. 19 .
H ABl. Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20.                     O ABl . Nr. L 303 vom 5. 11 . 1983, S. 5.
 ---pagebreak--- Nr. L 260 /78                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      29 . 9 . 84
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 28 . September 1984
                                                                  Für die Kommission
                                                                    Poul DANSAGER
                                                               Mitglied der Kommission