CELEX: 52010PC0545
Language: de
Date: 2010-10-06
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2011 und 2012)

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52010PC0545

Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2011 und 2012)  /* KOM/2010/0545 endg. - NLE 2010/0284 */  

	[pic] | EUROPÄISCHE KOMMISSION |Brüssel, den 6.10.2010KOM(2010) 545 endgültig2010/0284 (NLE)Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2011 und 2012)BEGRÜNDUNG1. HINTERGRUND DES VORSCHLAGS |Gründe und Ziele Bestände von Tiefseearten sind Bestände, die in Gewässern außerhalb der Hauptfanggründe der Festlandsockel gefangen werden. Sie leben an den Festlandsockeln oder im Bereich von unterseeischen Bergen. Diese Arten wachsen langsam und sind langlebig, weshalb sie durch Fangtätigkeiten besonders gefährdet sind. Die wissenschaftlichen Kenntnisse über Lebensdauer und Wachstum dieser Arten werden langsam besser und lassen erkennen, dass bestimmte Arten wie beispielsweise Blauleng und Schwarzer Degenfisch schneller wachsen und kürzer leben als andere Arten wie beispielsweise Granatbarsch, Tiefseehaie und Grenadierfisch und daher durch Fangtätigkeiten weniger gefährdet sind. Ob Arten durch die Fangtätigkeiten gefährdet sind, hängt auch davon ab, ob sie in lokalen Ansammlungen vorkommen, wie dies beispielsweise bei Granatbarsch, Blauleng und Kaiserbarsch der Fall ist. Wird die Tiefseefischerei nicht eingeschränkt, so führt dies wie bei allen Wildfischbeständen zum Wettbewerb zwischen den Fischereiunternehmen um die natürliche Ressource, ohne dass einer nachhaltigen Bewirtschaftung Rechnung getragen wird. Dies traf auf verschiedene Tiefseearten zu, bevor die Regelung der Europäischen Union im Jahr 2003 in Kraft trat. Beispielsweise gilt der Bestand des begehrten Granatbarschs in nordwestlichen Gewässern als ausgeschöpft, ebenso wie der Bestand der Roten Fleckbrasse im Golf von Biscaya. Daher ist eine Begrenzung der Fangtätigkeit unbedingt notwendig, damit Einkommensverluste der Fischereiunternehmen vermieden, die Bewirtschaftung auf höhere langfristige Erträge ausgerichtet und die Auswirkungen auf das Ökosystem und das Nahrungsnetz infolge der plötzlichen Abnahme bestimmter Fischpopulationen verringert werden. Schließlich wird dies auch dazu beitragen, eine sicherere Versorgung der Verbraucher mit hochwertigem Eiweiß zu gewährleisten, wenngleich dieser Aspekt bei Tiefseearten von geringerer Bedeutung ist, da auf sie nur ein geringer Teil der Fischanlandungen in der EU entfällt. Bei den Tiefseearten ist ein öffentliches Eingreifen von besonderer Bedeutung, da die Bestandserholung bei langsam wachsenden Beständen nach einer Dezimierung langwierig ist oder sogar fehlschlägt. Die Notwendigkeit einer Festsetzung der Fangmöglichkeiten basiert auf Artikel 43 Absatz 3 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), wonach der Rat die erforderlichen Maßnahmen erlässt. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) erstellt alle zwei Jahre ein umfassendes Gutachten über die biologische Lage der Bestände von Tiefseearten. Das jüngste Gutachten datiert vom Juni 2010. Der vorliegende Vorschlag zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten beruht auf einer eingehenden Prüfung durch den Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei (STECF) vom Juli 2010 im Anschluss an die Arbeiten des ICES. Folglich gründet sich der Entscheidungsprozess auf solide wissenschaftliche Gutachten, wie dies in Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 vorgesehen ist. Die wissenschaftlichen Gremien weisen immer wieder darauf hin, dass das beste Instrument zur Bewirtschaftung der Tiefseefischereien Aufwandsbeschränkungen sind. Dies wird damit begründet, dass Tiefseearten im Rahmen einer gemischten Fischerei gefangen werden, dass die Fangtätigkeit nicht selektiv ist und große Mengen Fisch aufgrund ihres unzureichenden Marktwertes wieder zurückgeworfen werden. Fangbeschränkungen gelten dennoch als nützliche ergänzende Maßnahme und können mit Bestimmungen über die Nutzung der Fangmöglichkeiten verbunden werden, wenn ohne solche Bestimmungen die Fangmengen nicht gerechtfertigt werden können. Die Kommission verfährt in der Praxis so, dass sie Vorschläge für Verordnungen über Fangmöglichkeiten vorlegt, sobald die entsprechenden wissenschaftlichen Gutachten verfügbar sind. Des Weiteren überprüft die Kommission 2010 den allgemeinen Zugang zu den Tiefseebeständen (Verordnung (EG) Nr. 2347/2002 des Rates) mit dem Ziel, die Aufwandsbeschränkungen und die technischen Maßnahmen, die den einzelnen Fischereizweigen entsprechen, zu erweitern. Derzeit gelten Aufwandsbeschränkungen für den Nordostatlantik unterschiedslos für die verschiedenen Fischereien (vgl. Artikel 9 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 53/2010 des Rates). |Allgemeiner Kontext Die Befischung von Tiefseearten ist von der Europäischen Union seit 2003 in Form von zulässigen Gesamtfangmengen (TAC) für die verschiedenen Arten und Gebiete und in Form des höchstzulässigen Fischereiaufwands im Nordostatlantik geregelt. Für 2009 und 2010 wurden die zulässigen Gesamtfangmengen für bestimmte Tiefseearten mit der Verordnung (EG) Nr. 1359/2008 des Rates vom 28. November 2008 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2009 und 2010)[1] festgesetzt. Die verfügbaren Informationen über die Bestände von Tiefseearten erlauben den Wissenschaftlern nicht, die Bestandslage umfassend zu bewerten, weder in Bezug auf die Populationsgröße noch in Bezug auf die fischereiliche Sterblichkeit. Hierfür gibt es verschiedene Gründe, die dauerhafte Fortschritte erschweren: Es handelt sich häufig um langlebige und langsam wachsende Arten, weshalb es unmöglich ist, den Bestand in Altersklassen einzuteilen und die Auswirkungen der Befischung auf den Bestand durch Veränderungen in der Länge oder der Altersstruktur der Fänge zu beurteilen. Wie stark die Erneuerung des Bestands durch Jungfische ist, ist nicht bekannt. Die Bestände sind weit verbreitet in Tiefen, die aus praktischen Gründen nur schwer zu untersuchen sind. Daten aus wissenschaftlichen Erhebungen sind wegen der geringen kommerziellen Bedeutung dieser Bestände häufig nicht verfügbar oder decken nicht das gesamte Verbreitungsgebiet ab. Die Fangtätigkeiten konzentrieren sich nur teilweise auf diese Arten und sind bisweilen relativ neu. Folglich verbessern sich die wissenschaftlichen Daten nur langsam. Sie gründen sich auf den Vorsorgeansatz im Fischereimanagement, der auf Trends bei den Abundanzindizes beruht. Die Festsetzung und die Aufteilung der Fangmöglichkeiten fallen in die ausschließliche Zuständigkeit der Europäischen Union. Die Verpflichtungen zur nachhaltigen Nutzung lebender aquatischer Ressourcen beruhen auf Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002. Die Fangmöglichkeiten sollten mit internationalen Übereinkommen in Einklang stehen, u.a. dem Übereinkommen der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1995 über die Erhaltung und Bewirtschaftung gebietsübergreifender Fischbestände und weit wandernder Fischbestände [nachstehend: UN-Übereinkommen von 1995 über Fischbestände]. Im Falle ungewisser, unzuverlässiger oder unzureichender Angaben muss die Regulierungsbehörde größere Vorsicht walten lassen. Gemäß Artikel 6 Absatz 2 des UN-Übereinkommens von 1995 über Fischbestände darf das Fehlen angemessener wissenschaftlicher Angaben nicht als Grund dafür dienen, den Erlass von Erhaltungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen aufzuschieben oder zu unterlassen. Die in diesem Vorschlag vorgesehenen Anpassungen der TAC entsprechen dem wissenschaftlichen Gutachten und befolgen die Bewirtschaftungsgrundsätze gemäß dem UN-Übereinkommen von 1995 über Fischbestände und den internationalen Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen von 2008 für die Bewirtschaftung der Tiefseefischerei auf Hoher See, die von der UN-Vollversammlung unlängst bestätigt wurden (Resolution 64/72 vom Dezember 2009). Wenngleich eine Reihe von Tiefseebeständen auch von anderen Fischereinationen, insbesondere Norwegen, Island, den Färöern und Russland, bewirtschaftet werden und eine Einigung über harmonisierte Bewirtschaftungsmaßnahmen mit diesen Fischereinationen oder – sofern die Bestände in internationalen Gewässern vorkommen – mit der Kommission für die Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) erzielt werden sollte, sind bis zu einer solchen Einigung einseitige Maßnahmen für die Fischereifahrzeuge der Europäischen Union erforderlich, damit die oben beschriebenen negativen Auswirkungen einer unregulierten Fischerei vermieden werden. |Bestehende Rechtsvorschriften auf diesem Gebiet Die einschlägigen Rechtsvorschriften finden sich in der Verordnung (EG) Nr. 1359/2008 des Rates und gelten bis zum 31. Dezember 2010. Sie stehen in Zusammenhang mit der Verordnung (EG) Nr. 2347/2002 des Rates vom 16. Dezember 2002 mit spezifischen Zugangsbedingungen und einschlägigen Bestimmungen für die Fischerei auf Tiefseebestände[2], in der die kommerziell wichtigsten Tiefseearten aufgelistet sind, für die die Kommission Fangbeschränkungen anstrebt (Anhang I der Verordnung). Die Fangmöglichkeiten für Tiefseearten werden alle zwei Jahre nach Maßgabe der wissenschaftlichen Bestandsabschätzungen, die auf fundierten Gutachten beruhen, festgesetzt. Für die Bestände von Goldlachs und Blauleng jedoch wird eine Ausnahme gemacht, da die Fangmöglichkeiten von dem Ergebnis der jährlichen Verhandlungen mit Norwegen abhängen. Die Fangmöglichkeiten für diese Bestände werden daher im Rahmen der Verordnung über die jährlichen Fangmöglichkeiten festgesetzt, die der Rat im Dezember erlässt. Die für diese Bestände geltende Verordnung für 2010 ist die Verordnung (EG) Nr. 53/2010 des Rates. |Vereinbarkeit mit anderen Politikbereichen und Zielen der Union Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden unter Berücksichtigung der Ziele und der Vorschriften der Gemeinsamen Fischereipolitik erarbeitet und stehen mit der EU-Politik für nachhaltige Entwicklung im Einklang. |2. Anhörung von interessierten Kreisen und Folgenabschätzung |Anhörung von interessierten Kreisen |Anhörungsmethoden, angesprochene Sektoren und allgemeines Profil der Befragten Der Vorschlag berücksichtigt die Ergebnisse der Konsultationen mit dem Beratenden Ausschuss für Fischerei und Aquakultur (der „BAFA“ setzt sich aus Vertretern der Berufsverbände des Fangsektors, der Verarbeitungsindustrie und des Handels mit Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen sowie anderer Verbände zusammen, die die Interessen von Verbrauchern, Umweltschutz und Entwicklung vertreten) und mit den zuständigen Regionalbeiräten für die Fischereien, die Gegenstand des Vorschlags sind. Grundlage für diese Konsultationen war die Mitteilung der Kommission über verbesserte Konsultationen über das Fischereimanagement der Gemeinschaft (KOM(2006)246 endgültig), in der die Grundsätze des so genannten „Front-loading“ beschrieben sind, sowie die Mitteilung der Kommission über die Konsultation zu den Fangmöglichkeiten 2011 (KOM(2010)241 engültig), in der die Positionen und Absichten der Kommission hinsichtlich ihrer Vorschläge für die Fangmöglichkeiten für 2011 dargestellt sind. |Zusammenfassung der Antworten und Art ihrer Berücksichtigung Die Regionalbeiräte heben hervor, dass Änderungen der jährlichen Fangmöglichkeiten schrittweise vorgenommen werden müssen, um kurzfristige Störungen des Wirtschaftsgeschehens möglichst gering zu halten. Sie zeigen sich besorgt über die Ungewissheit der wissenschaftlichen Gutachten und würden es begrüßen, wenn die Inormationsgrundlage verbessert und die Methoden der Datenerfassung harmonisiert würden. Zwar stimmen sie zu, dass von einer Bestandsdezimierung bedrohte Arten besonders geschützt werden müssen, aber sie sprechen sich nicht für reduziertere Fangbeschränkungen aus, wenn dies zu mehr Rückwürfen in der gemischten Fischerei führen würde. Sie erwarten vielmehr, dass die gemischte Fischerei nach einem umfassenden Konzept bewirtschaftet wird, das Genehmigungen für Beifänge für die am stärksten gefährdeten Arten umfasst, und räumen ein, dass die Festsetzung von Aufwandsbeschränkungen für die verschiedenen Fischereien eine angemessene Lösung sein könnte, kombiniert mit technischen Maßnahmen wie die Verbesserung der Selektivität. Die Regionalbeiräte unterstreichen, dass der fischereiliche Druck seit der Einführung von Bewirtschaftungsmaßnahmen im Jahr 2003 beträchtlich abgenommen hat, und betonen, dass die Nachbarstaaten entsprechende Bewirtschaftungskonzepte genehmigen sollten, damit gleiche Bedingungen für alle gewährleistet sind. Die Regionalbeiräte heben hervor, dass verstärkte Anstrengungen unternommen werden müssen, um gefährdete Tiefsee-Lebensräume zu schützen und Gebiete mit einem hohen Jungfischaufkommen zu meiden. Sie führen an, dass sich bestimmte traditionelle Fischereien, die seit Jahrhunderten bestehen, als nachhaltig erwiesen haben. Ein Teil der Regionalbeiräte spricht sich auch dafür aus, dass bei der Bewirtschaftung auf die positiven Signale reagiert wird, die von einigen Beständen ausgehen, insbesondere wenn gewerbliche Fischereifahrzeuge zur Verbesserung der wissenschaftlichen Datenlage beigetragen haben. Andere Regionalbeiräte sprechen sich dafür aus, keine Fangmöglichkeiten mehr festzusetzen, wenn nicht bald Bestandsabschätzungen vorliegen. Der Grundsatz, dass Anpassungen schrittweise zu erfolgen haben und die jährlichen Änderungen der Fangmöglichkeiten zu begrenzen sind, ist in dem Vorschlag berücksichtigt. Es werden keine Änderungen vorgeschlagen, die eine jährliche Erhöhung oder Verringerung der Fangmöglichkeiten um mehr als 15 % gegenüber dem Status quo von 2010 bedeuten. Die einzige Ausnahme gilt für Tiefseehaie. Zwar weicht die TAC offiziell nicht von der für 2010 festgesetzten Null-TAC ab, aber in der Realität führt das Verbot von Beifängen zu einem Rückgang der erlaubten Anlandungen um 100 %. Die Kommission verfolgt, wie in ihrer Mitteilung über einen Aktionsplan für die Erhaltung und Bewirtschaftung der Haibestände (KOM(2009)40 endgültig) angekündigt, eine Politik zum Schutz der Haie. Das Verbot von Beifängen soll Fischer dazu anhalten, bei der Ausweisung von Gebieten mit einem hohen Haivorkommen und bei der Verbesserung der Selektivität der Fanggeräte zusammenzuarbeiten. Sobald diese Maßnahmen getroffen sind, könnten Genehmigungen für die Anlandung unvermeidbarer Beifänge gewährt werden. Die Kommission arbeitet derzeit eine neue Rahmenverordnung über den Zugang zu den Tiefseefischereien im Jahr 2010 aus, durch die mittelfristig eine Aufwandsbeschränkung nach Fischereien/Metiers eingeführt werden soll. Die Kommission ist sich des Problems der Beifänge in gemischten Fischereien bewusst und unterstützt die Mitgliedstaaten und Fischereiunternehmen bei der Entwicklung von Fangpraktiken, die solche Beifänge reduzieren. Die Kommission prüft, ob finanzielle Mittel für Vorhaben bereitgestellt werden können, die auf eine Verringerung der Beifänge in der Tiefseefischerei im Jahr 2011 abzielen. Sobald die Niveaus der unvermeidlichen Beifänge besonders gefährdeter Arten in den verschiedenen Metiers ermittelt sind, könnten sie als Fangmöglichkeiten für Beifänge ausgedrückt werden. Mehrere TAC beinhalten bereits jetzt Beifangmengen. Die Kommission setzt – im Anschluss an wissenschaftliche Gutachten ihrer wichtigsten beratenden Gremien oder zur Unterstützung der Mitgliedsaaten bei der Bestimmung besonderer Schutzgebiete – ihre Bemühungen um eine Ausweisung von Gebieten für eine eingeschränkte Fischerei zum Schutze besonders vielfältiger Habitate fort. Die Kommission teilt die Ansicht, dass das in diesem Vorschlag beschlossene einseitige Konzept dazu dienen soll, die Nachbarstaaten von einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung der Tiefseefischereien zu überzeugen, und verfolgt diese Aufgabe in den jährlichen Verhandlungsrunden auf bilateraler Ebene und innerhalb der NEAFC. Es sei auch darauf hingewiesen, dass die Bewirtschaftung der Tiefseearten nur eine von vielen Fragen ist, die mit den nördlichen Fischereinationen erörtert werden müssen. Die Kommission hat einen Bewirtschaftungsrahmen, der den Trends der Bestandsindizes auch in Ermangelung stichhaltiger wissenschaftlicher Gutachten entspricht, entwickelt und testet diesen nun. Die Kommission hofft, mithilfe der Fortschritte des im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms finanzierten umfassenden Forschungsprojekts DEEPFISHMAN, diesen Bewirtschaftungsrahmen für Tiefseefischereien weiterentwickeln zu können. Die Kommission hat, u.a. durch die Finanzierung von Studien, die Zusammenarbeit von Fischern mit wissenschaftlichen Einrichtungen gefördert, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern und die Daten der gewerblichen Fischerei für wissenschaftliche Gutachten zu nutzen. Die Datenerfassung soll im Zuge der neuen Rahmenverordnung über den Zugang zu den Tiefseefischereien weiter verbessert werden. Einholung und Nutzung von Expertenwissen Fischereibiologie und Fischereiökonomie sind die relevanten Wissenschafts-/Fachbereiche. Die Kommission hat den ICES, ein internationales unabhängiges Wissenschaftsgremium, konsultiert und die Plenarsitzung des STECF organisiert. Die Gutachten des ICES beruhen auf einer innerhalb dieses Organs entwickelten Beratungsstruktur, die entsprechend den Wünschen der Kunden, zu denen auch die Kommission gehört, eingesetzt wird. Der STECF erstellt seine Gutachten nach Maßgabe des Mandats, das ihm die Kommission erteilt. Nach der förmlichen Genehmigung durch die Kommission werden alle Berichte des STECF auf dessen Webseite veröffentlicht. Alle ICES-Berichte stehen auf der ICES-Webseite zur Verfügung. Die vorliegenden Daten reichen bei keinem der unter diesen Vorschlag fallenden Bestände aus, um die Nachhaltigkeit der Fischereien zu belegen. Die wissenschaftlichen Gutachten von 2010 entsprechen weitgehend den Gutachten von 2008 und den Jahren davor. Da der Rahmen der Gutachten auf den höchstmöglichen Dauerertrag ausgerichtet ist und das Bewirtschaftungsniveau für Tiefseearten, das zu einem solchen Dauerertrag führt, unbekannt ist, empfehlen Wissenschaftler in der Regel, die Fänge im Vergleich zum aktuellen Niveau zu reduzieren, bis der Bestand deutliche Anzeichen einer Erholung aufweist. Sofern die Bewirtschaftungsniveaus für mehrere aufeinanderfolgende Jahre keine negativen Auswirkungen auf die Bestände haben, empfiehlt der ICES, die Fangtätigkeit auf einem stabilen Niveau zu halten. In anderen Fällen empfiehlt der ICES, dass die Fangtätigkeit nicht zunehmen sollte bzw. dass die Fangmengen auf das Niveau vor der Ausweitung der Fangtätigkeit zurückgeführt werden sollten. Der ICES betont, dass die Laichgründe vor einer ständigen Dezimierung geschützt werden müssen. Nachdem die Fangmöglichkeiten seit 2003 beträchtlich zurückgegangen sind, entsprechen die in diesem Vorschlag vorgesehenen Fangmöglichkeiten für das zweite Jahr (2012) weitgehend dem von Wissenschaftlern im Rahmen der vorsorglichen Begrenzung empfohlenen Fangniveau. Sind die Gutachten gegenüber 2008 unverändert geblieben, beruht dieser Vorschlag auf der Verordnung über die Fangmöglichkeiten für 2009 und 2010, die eine Staffelung der erforderlichen Einschränkungen der Fangmöglichkeiten über einen Zeitraum von vier Jahren vorsah. Sofern ein beträchtlicher Teil der empfohlenen Fangmengen auf Nicht-Mitgliedstaaten entfällt, wurde dies berücksichtigt und das Gutachten auf die EU-Fischereien nach Maßgabe ihrer Entwicklung angewendet. Aus einigen Datenreihen geht hervor, dass sich die Fischereien auf einem sehr niedrigen Niveau stabilisieren bzw. stabilisiert haben, und tatsächlich gibt es Anzeichen für eine Zunahme der Bestandsgrößen. Unter Berücksichtigung neuerer Informationen über die variablen Wachstumsmerkmale verschiedener Tiefseearten scheint es möglich, dass die Bestände, die nach wiederholten Einschränkungen der Fangmöglichkeiten keine Zielarten mehr darstellen, in Zukunft biologisch und wirtschaftlich nachhaltig bewirtschaftet werden könnten. Jedoch müssen die Probleme dieser Fischerei, nämlich Rückwürfe/Beifänge und Auswirkungen auf gefährdete marine Habitate, angegangen werden, um die Nachhaltigkeit dieser Fangtätigkeit auch ökologisch sicherzustellen. Das Management sollte künftig auf größtmögliche Stabilität der Fischereien ausgerichtet sein, und es könnten technische Maßnahmen ausgearbeitet und Fangstrategien gefördert werden, die die negativen Auswirkungen auf gefährdete marine Ökosysteme mildern und zu einer Reduzierung von Rückwürfen beitragen. Der gemischte Charakter zahlreicher Tiefseefischereien wird gleichfalls berücksichtigt. Niedrige Quoten, die dazu bestimmt sind, unvermeidbare Beifänge zu decken, werden beibehalten, damit keine Verpflichtung zum Rückwurf entsteht. Für Tiefseehaie und Granatbarsch verfolgt die Kommission eine Null-TAC-Politik. Bei Tiefseehaien wird bei der TAC noch nicht zwischen einzelnen Arten unterschieden. Das Fangverbot beruht auf dem Gutachten, dass die wichtigsten kommerziellen Arten dieser Familie dezimiert sein dürften. Für Granatbarsch empfehlen die wissenschaftlichen Gremien keinen Fischfang für alle TAC-Gebiete. Das mit der Verordnung (EG) Nr. 2270/2004 des Rates vom 22. Dezember 2004 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für 2005 und 2006 eingeführte und mit der Verordnung (EG) Nr. 1359/2008 erneut bestätigte Schutzgebiet für Granatbarsch in den ICES-Gebieten VI und VII ist als Fangbeschränkung für Granatbarsch nicht länger angezeigt, da Granatbarsch in keinem Gebiet mehr gefangen werden sollte. Folgenabschätzung Gemäß Artikel 43 Absatz 3 AEUV müssen Fangmöglichkeiten festgesetzt werden. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen bedeutet insgesamt eine Verringerung der Fangmöglichkeiten für EU-Schiffe. Dies wird teilweise zu einer Reduzierung der Fänge führen, und zwar in Fällen, in denen die neuen Fangbeschränkungen den zuletzt tatsächlich getätigten Fängen entsprechen oder darunter liegen. Der Vorschlag betrifft nicht nur kurzfristige Entscheidungen, sondern ist Teil einer langfristigen Strategie, bei der die Fischerei schrittweise auf ein langfristig nachhaltiges Niveau reduziert werden soll. Die vorgeschlagene Strategie wird kurzfristig geringere TAC bewirken, aber mit der Erholung der überfischten Bestände werden die Fangmöglichkeiten je nach Empfehlung im Rahmen des Vorsorgeansatzes stabil bleiben oder wieder steigen. Mittel- bis langfristig ist mit geringeren Umweltauswirkungen wegen des niedrigeren Fischereiaufwands, Verringerungen im Fangsektor in Form von weniger Schiffen bzw. geringerem durchschnittlichem Fischereiaufwand je Schiff sowie gleich bleibenden bzw. höheren Anlandemengen zu rechnen. Die seit 2003 erzielte Reduzierung des Fischereiaufwands und der Flottengröße bei den Tiefseefischereien macht deutlich, dass diese Politik tatsächlich greift. Erste positive Signale der Bestandsindizes bestätigen, dass die Erwartungen für die mittel- bis langfristigen Auswirkungen noch immer zutreffen. |3. Rechtliche Aspekte |Mit dem Vorschlag werden im Wege einer Verordnung für die Fangflotten der Europäischen Union Fangbeschränkungen für die kommerziell wichtigsten Tiefseearten in der EU und in den internationalen Gewässern des Nordost-Atlantiks festgesetzt, um das Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik einer ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltigen Fischerei zu verwirklichen. Rechtsgrundlage ist Artikel 43 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Der Vorschlag fällt gemäß Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe d AEUV unter die ausschließliche Zuständigkeit der Union. Daher findet das Subsidiaritätsprinzip keine Anwendung. Der Vorschlag entspricht aus folgendem Grund dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: Die Gemeinsame Fischereipolitik ist eine gemeinsame Politik. Gemäß Artikel 43 Absatz 3 AEUV obliegt es dem Rat, Maßnahmen zur Festsetzung und Aufteilung der Fangmöglichkeiten in der Fischerei zu erlassen. Mit der vorliegenden Verordnung des Rates werden den Mitgliedstaaten Fangmöglichkeiten zugewiesen. Gemäß Artikel 20 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 können die Mitgliedstaaten diese Fangmöglichkeiten nach eigenem Ermessen auf die Regionen oder Wirtschaftsteilnehmer aufteilen. Somit verfügt jeder Mitgliedstaat über einen weiten Spielraum bei der Entscheidung, wie er nach dem von ihm gewählten sozioökonomischen Modell die ihm zugewiesenen Fangmöglichkeiten ausschöpfen will. Der Vorschlag hat für die Mitgliedstaaten keine neuen finanziellen Auswirkungen. Der Rat verabschiedet diese Verordnung jedes Jahr, und die öffentlichen und privaten Mittel zu ihrer Durchführung liegen bereits vor. |4. Auswirkungen auf den Haushalt |Der Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den EU-Haushalt. |5. Weitere Angaben |Vereinfachung |Generell vereinfacht der Vorschlag weder die Verwaltung der TAC und Quoten noch macht er sie komplizierter. Die Neuordnung der TAC-Gebiete für Grenadierfisch allerdings dürfte die Bewirtschaftung dieser Fischerei vereinfachen, da die vorgeschlagene neue TAC den gesamten Bereich der Kernfischerei abdeckt. |Überprüfungs-/Revisions-/Verfallsklausel |Der Vorschlag betrifft eine Verordnung für die Jahre 2011 und 2012. Die Bewirtschaftungsinstrumente und der Umfang der Fangmöglichkeiten werden im Hinblick auf eine Nachfolgeverordnung spätestens 2012 überprüft. Eine Revisionsklausel in dieser Verordnungist nicht erforderlich. |Einzelerläuterung zum Vorschlag Nach dem AEUV müssen Fragen der GFP vom Parlament und vom Rat gemeinsam im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens geregelt werden. Eine Ausnahme bilden nach Artikel 43 Absatz 3 Maßnahmen „zur Festsetzung und Aufteilung der Fangmöglichkeiten in der Fischerei“. Diese Maßnahmen erlässt der Rat auf Vorschlag der Kommission, ohne Einbeziehung des Parlaments. Der vorliegende Vorschlag ist daher auf die Festsetzung und Aufteilung der Fangmöglichkeiten und auf die mit der Nutzung dieser Fangmöglichkeiten zusammenhängenden Bedingungen begrenzt. Bei den vorgeschlagenen Beschränkungen der Fangmengen wurde der so genannte Grundsatz des „Front-loading“ eingehalten, der in der Mitteilung der Kommission über „Verbesserte Konsultationen über das Fischereimanagement der Gemeinschaft“ (KOM(2006)246 endg.) und in der Mitteilung der Kommission „Konsultation zu den Fangmöglichkeiten 2011“ (KOM(2010)241 endg.) beschrieben ist, in der die Positionen und Absichten der Kommission - bis Vorliegen der wissenschaftlichen Gutachten zur Bestandslage - in Bezug auf ihre TAC- und Quotenvorschläge für 2011 dargestellt sind. Entsprechend der letztgenannten Mitteilung fallen die Tiefseebestände in die Gutachtenkategorien nicht ausreichend bekannter Bestandslage. Der Vorschlag folgt den betreffenden Regeln. Insbesondere bei unschlüssigen Gutachten sollten die TAC an die jüngsten tatsächlichen Fangmengen angepasst werden. Die entsprechenden neuen TAC werden anhand der Fangdaten berechnet, die die Mitgliedstaaten der Kommission zwischen 2007 und 2009 gemeldet haben. Wie im Rahmen des Front-loading vorgesehen, wurden alle Interessengruppen (Regionalbeiräte und BAFA) und die Mitgliedstaaten im Sommer 2010 konsultiert. Der Vorschlag folgt ferner der Mitteilung der Kommission über die Verwirklichung der Nachhaltigkeit im Fischereisektor der EU mit Hilfe des Konzepts des höchstmöglichen Dauerertrags (KOM(2006)360 endgültig). Dieses Konzept des höchstmöglichen Dauerertrags kann nicht unmittelbar auf Tiefseebestände angewendet werden, da nicht genügend Daten über Bestandsgrößen und Altersstrukturen vorliegen. Jedoch erlaubt die Anwendung des Vorsorgeprinzips bei der Bestandsbewirtschaftung unter diesen Umständen, auf den höchstmöglichen Dauerertrag ausgerichtete Bewirtschaftungsmaßnahmen zu entwickeln, sobald mehr Informationen vorliegen. Die Vorschläge zur Änderung der TAC-Gebiete für Grenadierfisch und Blauleng folgen der wissenschaftlichen Empfehlung, TAC-Gebiete an die erfassten Bereiche anzupassen, damit wissenschaftliche Empfehlungen leichter ihren Niederschlag in den Bewirtschaftungsbeschlüssen finden. Der Vorschlag sieht eine Aufhebung des Verbots der gezielten Fischerei auf Granatbarsch in bestimmten Gebieten vor, in denen sich Konzentrationen dieser Art finden. Da die für Granatbarsch vorgeschlagene TAC Null beträgt, darf Granatbarsch in keinem der Gebiete befischt werden, die in den Geltungsbereich dieser Verordnung fallen. |2010/0284 (NLE)Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2011 und 2012)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION –gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 43 Absatz 3,auf Vorschlag der Europäischen Kommission[3],in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Nach Artikel 43 Absatz 3 des Vertrags erlässt der Rat auf Vorschlag der Kommission die Maßnahmen zur Festsetzung und Aufteilung der Fangmöglichkeiten in der Fischerei.(2) Nach der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik[4] obliegt es dem Rat, unter Berücksichtigung der verfügbaren wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Gutachten und insbesondere der Berichte des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für Fischerei (STECF) die Maßnahmen festzulegen, die die Bedingungen für den Zugang zu den Gewässern und Ressourcen und die nachhaltige Ausübung des Fischfangs regeln.(3) Es ist Aufgabe des Rates, die zulässigen Gesamtfangmengen (TAC) für jede Fischerei oder Fischereigruppe festzulegen. Die Aufteilung der Fangmöglichkeiten auf die Mitgliedstaaten sollte für die Mitgliedstaaten die relative Stabilität ihrer Fischereitätigkeit für jeden Fischbestand bzw. jede Fischerei sicherstellen und die Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 gebührend berücksichtigen. Damit die Fangmöglichkeiten wirksam genutzt werden können, müssen einige operativ mit ihnen verbundene Bedingungen festgelegt werden.(4) Die TAC sollten auf der Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen Gutachten unter Berücksichtigung der ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen bei gleichzeitig fairer Behandlung aller Fischereisektoren festgesetzt werden. Diesbezüglich sind die bei den Konsultationen mit den Interessengruppen, insbesondere mit dem Beratenden Ausschuss für Fischerei und Aquakultur und den zuständigen Regionalbeiräten dargelegten Standpunkte zu berücksichtigen.(5) Die Fangmöglichkeiten sollten im Einklang mit internationalen Übereinkommen und Grundsätzen genutzt werden, insbesondere dem Übereinkommen der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1995 über die Erhaltung und Bewirtschaftung gebietsübergreifender und weit wandernder Fischbestände, sowie den detaillierten Bewirtschaftungsgrundsätzen, die in den internationalen Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen von 2008 für die Bewirtschaftung der Tiefseefischerei auf Hoher See festgelegt wurden und denen zufolge eine Regulierungsbehörde im Falle ungewisser, unzuverlässiger oder unzureichender Angaben Vorsicht walten lassen sollte. Das Fehlen angemessener wissenschaftlicher Informationen darf nicht Grund dafür sein, den Erlass von Erhaltungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen aufzuschieben oder zu unterlassen.(6) Das jüngste wissenschaftliche Gutachten des Internationalen Rates für Meeresforschung (Bericht des Beratenden Ausschusses des ICES über gebietsübergreifende und weit wandernde Bestände, Band 9, Juni 2010) und des STECF (Wissenschaftliche und Technische Berichte der GFS, Bericht über das wissenschaftliche Gutachten für 2011, Teil 2, Juli 2010) deutet darauf hin, dass die meisten Tiefseebestände nicht nachhaltig genutzt werden und die Fangmöglichkeiten für diese Bestände zwecks Sicherstellung der Nachhaltigkeit reduziert werden sollten, bis sich die Bestandsgrößen positiv entwickeln. Der ICES hat darüber hinaus empfohlen, keine gezielte Fischerei auf Granatbarsch zu gestatten.(7) Die wichtigsten kommerziellen Arten von Tiefseehaien gelten als dezimiert, weshalb es keine gezielten Fänge geben sollte. Bis die Mengen unvermeidbarer Beifänge mit Hilfe von Selektivitätsvorhaben oder anderen technischen Maßnahmen ermittelt sind, sollten keine Beifänge angelandet werden dürfen.(8) Die Fangmöglichkeiten für Tiefseearten gemäß Artikel 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 2347/2002 des Rates vom 16. Dezember 2002 mit spezifischen Zugangsbedingungen und einschlägigen Bestimmungen für die Fischerei auf Tiefseebestände[5], die in Anhang I derselben Verordnung aufgeführt sind, werden alle zwei Jahre festgesetzt. Für die Bestände von Goldlachs und Blauleng wird jedoch eine Ausnahme gemacht, da die Fangmöglichkeiten von dem Ergebnis der jährlichen Verhandlungen mit Norwegen abhängen. Die Fangmöglichkeiten für diese Bestände sollten in der jährlichen Verordnung zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in EU-Gewässern und für EU-Schiffe in bestimmten Nicht-EU-Gewässern festgesetzt werden.(9) Nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 des Rates vom 6. Mai 1996 zur Festlegung zusätzlicher Bedingungen für die jahresübergreifende Verwaltung der TAC und Quoten[6] ist zu bestimmen, für welche Bestände die dort festgelegten Maßnahmen gelten -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1GegenstandMit dieser Verordnung werden für die Jahre 2011 und 2012 die jährlichen Fangmöglichkeiten für EU-Schiffe für bestimmte Bestände von Tiefseearten in EU-Gewässern und in bestimmten Nicht-EU-Gewässern, in denen Fangbeschränkungen erforderlich sind, sowie die besonderen Bedingungen für die Nutzung dieser Fangmöglichkeiten festgelegt.Artikel 2BegriffsbestimmungenFür die Zwecke dieser Verordnung gelten folgende Begriffsbestimmungen:(a) „EU-Schiff“: ein Fischereifahrzeug, das die Flagge eines Mitgliedstaats der EU führt und in der EU registriert ist;(b) „EU-Gewässer“: die Gewässer unter der Hoheit oder der Gerichtsbarkeit der Mitgliedstaaten mit Ausnahme der Gewässer um die in Anhang II des Vertrags genannten Gebiete;(c) „zulässige Gesamtfangmenge“ (TAC): die Menge, die einem Bestand jedes Jahr entnommen und angelandet werden darf;(d) „Quote“: ein der Union, Mitgliedstaaten oder Drittländern zugeteilter fester Anteil an der TAC;(e) „internationale Gewässer“: die Gewässer, die außerhalb staatlicher Hoheit oder Gerichtsbarkeit liegen;(f) die Gebiete des ICES (Internationaler Rat für Meeresforschung) sind in der Verordnung (EG) Nr. 218/2009 festgelegt;(g) CECAF-Gebiete (mittlerer Ostatlantik oder FAO-Großfanggebiet 34) sind die Gebiete nach Maßgabe der Verordnung (EG) Nr. 216/2009.Artikel 3Zulässige Fangmengen und AufteilungDie Fangbeschränkungen für Tiefseearten, die von EU-Schiffen in EU-Gewässern und bestimmten Nicht-EU-Gewässern befischt werden, und die Aufteilung dieser Fangbeschränkungen auf die Mitgliedstaaten sind im Anhang aufgeführt.Artikel 4Besondere AufteilungsvorschriftenDie Aufteilung der Fangmöglichkeiten auf die Mitgliedstaaten nach dem Anhang lässt Folgendes unberührt:(a) den Tausch von zugewiesenen Fangmöglichkeiten gemäß Artikel 20 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002;(b) die Abzüge gemäß Artikel 37 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 bzw. die Neuaufteilung gemäß Artikel 10 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1006/2008;(c) zusätzliche Anlandemengen nach Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96;(d) zurückbehaltene Mengen nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96;(e) die Abzüge nach den Artikeln 105, 106 und 107 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009.Artikel 5Bezug zur Verordnung (EWG) Nr. 847/96Für die Zwecke der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gelten alle Quoten im Anhang der vorliegenden Verordnung als analytische Quoten.Artikel 6Anlandebestimmungen für Fänge und BeifängeFische aus Beständen, für die mit der vorliegenden Verordnung Fangmöglichkeiten festgesetzt werden, dürfen nur dann an Bord behalten oder angelandet werden, wenn sie von Schiffen eines Mitgliedstaats gefangen wurden, dessen Quote noch nicht ausgeschöpft ist.Artikel 7InkrafttretenDiese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Sie gilt ab dem 1. Januar 2011.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am […]Im Namen des RatesDer Präsident […]ANHANGDie Bezugnahmen auf Fanggebiete beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf ICES-Gebiete.TEIL 1Bestimmung von Arten und Artengruppen1. In der Liste in Teil 2 dieses Anhangs sind die Fischbestände nach der alphabetischen Reihenfolge der lateinischen Bezeichnungen aufgeführt. Angaben zu Tiefseehaien allerdings stehen am Anfang dieser Liste. Nachstehend wird eine Vergleichstabelle der gebräuchlichen Namen und der lateinischen Bezeichnungen gegeben:Gemeinsprachliche Bezeichnung | Wissenschaftliche Bezeichnung |Schwarzer Degenfisch | Aphanopus carbo |Schleimköpfe | Beryx spp. |Grenadierfisch | Coryphaenoides rupestris |Granatbarsch | Hoplostethus atlanticus |Blauleng | Molva dypterygia |Rote Fleckbrasse | Pagellus bogaraveo |Gabeldorsch | Phycis blennoides |2. Im Sinne dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck „Tiefseehaie“ folgende Haiarten:Gemeinsprachliche Bezeichnung | Wissenschaftliche Bezeichnung |Katzenhaie Kragenhai | Apristurus spp. Chlamydoselachus anguineus |Rauer Schlingerhai | Centrophorus granulosus |Blattschuppiger Schlingerhai | Centrophorus squamosus |Portugiesenhai | Centroscymnus coelolepis |Langnasen-Dornhai | Centroscymnus crepidater |Schwarzer Fabricius Dornhai | Centroscyllium fabricii |Schnabeldornhai | Deania calcea |Schokoladenhai | Dalatias licha |Großer Schwarzer Dornhai | Etmopterus princeps |Kleiner Schwarzer Dornhai | Etmopterus spinax |Fleckhai Maus-Katzenhai Grauhai Segelflossen-Meersau Messerzahnhai | Galeus melastomus Galeus murinus Hexandus griseus; Oxynotus paradoxus Scymnodon ringens |Eishai | Sonmnousus microcephalus |TEIL 2Jährliche Fangmöglichkeiten für EU-Schiffe in Gebieten mit Fangbeschränkungen, aufgeschlüsselt nach Arten und Gebieten (in Tonnen Lebendgewicht)Art: | Tiefseehaie | Gebiet: | I, V, VI, VII, VIII und IX (DWS/56789-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 0 | 0 |Estland | 0 | 0 |Irland | 0 | 0 |Spanien | 0 | 0 |Frankreich | 0 | 0 |Litauen | 0 | 0 |Polen | 0 | 0 |Portugal | 0 | 0 |Vereinigtes Königreich | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Tiefseehaie | Gebiet: | X (DWS/10-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Portugal | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Tiefseehai und Deania histricosa und Deania profondorum | Gebiet: | XII (DWS/12-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Irland | 0 | 0 |Spanien | 0 | 0 |Frankreich | 0 | 0 |Vereinigtes Königreich | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Schwarzer Degenfisch Aphanopus carbo | Gebiet: | I, II, III und IV (BSF/1234-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 4 | 3 |Frankreich | 4 | 3 |Vereinigtes Königreich | 4 | 3 |EU | 12 | 9 |TAC | 12 | 9 |Art: | Schwarzer Degenfisch Aphanopus carbo | Gebiet: | V, VI, VII und XII (BSF/56712-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 25 | 23 |Estland | 12 | 11 |Irland | 62 | 57 |Spanien | 123 | 114 |Frankreich | 1 732 | 1 599 |Lettland | 80 | 74 |Litauen | 1 | 1 |Polen | 1 | 1 |Vereinigtes Königreich | 123 | 114 |Sonstige (1) | 6 | 6 |EU | 2 165 | 2 000 |TAC | 2 165 | 2 000 |(1) Nur für Beifänge. Im Rahmen dieser Quote ist keine gezielte Fischerei erlaubt. |Art: | Schwarzer Degenfisch Aphanopus carbo | Gebiet: | VIII, IX und X (BSF/8910-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Spanien | 11 | 11 |Frankreich | 26 | 26 |Portugal | 3 311 | 3 311 |EU | 3 348 | 3 348 |TAC | 3 348 | 3 348 |Art: | Schwarzer Degenfisch Aphanopus carbo | Gebiet: | CECAF 34.1.2. (BSF/C3412-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Portugal | 3 643 | 3 643 |EU | 3 643 | 3 643 |TAC | 3 643 | 3 643 |Art: | Schleimköpfe | Gebiet: | III, IV, V, VI, VII, VIII, IX, X, XII und XIV (ALF/3X14-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Irland | 9 | 9 |Spanien | 70 | 70 |Frankreich | 19 | 19 |Portugal | 202 | 202 |Vereinigtes Königreich | 9 | 9 |EU | 309 | 309 |TAC | 309 | 309 |Art: | Grenadierfisch Coryphaenoides rupestris | Gebiet: | I, II und IV (RNG/124-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Dänemark | 2 | 1 |Deutschland | 2 | 1 |Frankreich | 9 | 10 |Vereinigtes Königreich | 2 | 1 |EU | 15 | 13 |TAC | 15 | 13 |Art: | Grenadierfisch Coryphaenoides rupestris | Gebiet: | III (RNG/03-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Dänemark | 804 | 804 |Deutschland | 5 | 5 |Schweden | 41 | 41 |EU | 850 | 850 |TAC | 850 | 850 |Art: | Grenadierfisch Coryphaenoides rupestris | Gebiet: | Vb, VI, VII, XIIb (RNG/5BX12B-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 19 | 16 |Estland | 41 | 36 |Irland | 189 | 163 |Spanien | 3 038 | 2 621 |Frankreich | 2 380 | 2 055 |Lettland | 51 | 44 |Litauen | 59 | 51 |Polen | 1 020 | 880 |Vereinigtes Königreich | 149 | 129 |Sonstige (1) | 5 | 5 |EU | 6 951 | 6 000 |TAC | 6 951 | 6 000 |(1) Nur für Beifänge. Im Rahmen dieser Quote ist keine gezielte Fischerei erlaubt. |Art: | Grenadierfisch Coryphaenoides rupestris | Gebiet: | VIII, IX, X, XIIa, XIIc und XIV (RNG/8-14-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 15 | 13 |Spanien | 184 | 159 |Frankreich | 94 | 81 |EU | 293 | 253 |TAC | 293 | 253 |Art: | Granatbarsch Hoplostethus atlanticus | Gebiet: | VI (ORY/06-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Irland | 0 | 0 |Spanien | 0 | 0 |Frankreich | 0 | 0 |Vereinigtes Königreich | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Granatbarsch Hoplostethus atlanticus | Gebiet: | VII (ORY/07-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Irland | 0 | 0 |Spanien | 0 | 0 |Frankreich | 0 | 0 |Vereinigtes Königreich | 0 | 0 |Sonstige | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Granatbarsch Hoplostethus atlanticus | Gebiet: | I, II, III, IV, V, VIII, IX, X, XII und XIV (ORY/1CX14C) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Irland | 0 | 0 |Spanien | 0 | 0 |Frankreich | 0 | 0 |Portugal | 0 | 0 |Vereinigtes Königreich | 0 | 0 |EU | 0 | 0 |TAC | 0 | 0 |Art: | Blauleng Molva dypterygia | Gebiet: | II und IV (BLI/24-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Dänemark | 4 | 4 |Deutschland | 4 | 4 |Irland | 4 | 4 |Frankreich | 25 | 25 |Vereinigtes Königreich | 15 | 15 |Sonstige (1) | 4 | 4 |EU | 56 | 56 |TAC | 56 | 56 |(1) Nur für Beifänge. Im Rahmen dieser Quote ist keine gezielte Fischerei erlaubt. |Art: | Blauleng Molva dypterygia | Gebiet: | III (BLI/03-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Dänemark | 4 | 3 |Deutschland | 2 | 2 |Schweden | 4 | 3 |EU | 10 | 8 |TAC | 10 | 8 |Art: | Rote Fleckbrasse Pagellus bogaraveo | Gebiet: | VI, VII und VIII (SBR/678-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011(1) | 2012(1) |Irland | 6 | 6 |Spanien | 172 | 172 |Frankreich | 9 | 9 |Vereinigtes Königreich | 22 | 22 |Sonstige (2) | 6 | 6 |EU | 215 | 215 |TAC | 215 | 215 |(1) Eine Mindestanlandegröße (Gesamtlänge) von 35 cm ist einzuhalten. 15 % der angelandeten Fische können jedoch eine Mindestanlandegröße von mindestens 30 cm (Gesamtlänge) haben. (2) Nur für Beifänge. Im Rahmen dieser Quote ist keine gezielte Fischerei erlaubt. |Art: | Rote Fleckbrasse Pagellus bogaraveo | Gebiet: | IX (SBR/09-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011(1) | 2012(1) |Spanien | 614 | 614 |Portugal | 166 | 166 |EU | 780 | 780 |TAC | 780 | 780 |(1) Eine Mindestanlandegröße (Gesamtlänge) von 35 cm ist einzuhalten 15 % der angelandeten Fische . können jedoch eine Mindestanlandegröße von mindestens 30 cm (Gesamtlänge) haben. |Art: | Rote Fleckbrasse Pagellus bogaraveo | Gebiet: | X (SBR/10-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Spanien | 10 | 10 |Portugal | 1 116 | 1 116 |Vereinigtes Königreich | 10 | 10 |EU | 1 136 | 1 136 |TAC | 1 136 | 1 136 |Art: | Gabeldorsch Phycis blennoides | Gebiet: | I, II, III und IV (GFB/1234-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 8 | 6 |Frankreich | 8 | 6 |Vereinigtes Königreich | 11 | 11 |EU | 27 | 23 |TAC | 27 | 23 |Art: | Gabeldorsch Phycis blennoides | Gebiet: | V, VI und VII (GFB/67-) (EU-Gewässer und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Deutschland | 10 | 10 |Irland | 260 | 260 |Spanien | 588 | 588 |Frankreich | 356 | 356 |Vereinigtes Königreich | 814 | 814 |EU | 2 028 | 2 028 |TAC | 2 028 | 2 028 |Art: | Gabeldorsch Phycis blennoides | Gebiet: | VIII und IX (GFB/89-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Spanien | 242 | 242 |Frankreich | 15 | 15 |Portugal | 10 | 10 |EU | 267 | 267 |TAC | 267 | 267 |Art: | Gabeldorsch Phycis blennoides | Gebiet: | X und XII (GFB/1012-) (EU- und internationale Gewässer) |Jahr | 2011 | 2012 |Frankreich | 7 | 6 |Portugal | 32 | 28 |Vereinigtes Königreich | 7 | 6 |EU | 46 | 40 |TAC | 46 | 40 |[1] ABl. L 352 vom 31.12.2008, S. 1.[2] ABl. L 351 vom 28.12.2002, S. 6.[3] ABl. C […] vom […], S. […].[4] ABl. 358 vom 31.12.2002, S. 59.[5] ABl. L 351 vom 28.12.2002, S. 6.[6] ABl. L 115 vom 9.5.1996, S. 3.