CELEX: C2002/323/11
Language: de
Date: 2002-12-21 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Fünfte Kammer) vom 24. Oktober 2002 in der Rechtssache C-121/00 (Vorabentscheidungsersuchen des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien): Walter Hahn (Fischerei — Gesundheitspolizei — Richtlinie 91/493/EWG und Entscheidung 94/356/EG — Artikel 28 und 30 EG — Grundsatz der Verhältnismäßigkeit — Grenzwerte für Listeria monocytogenes in geräucherten Fischprodukten)

21.12.2002              DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 323/11
                URTEIL DES GERICHTSHOFES                                             URTEIL DES GERICHTSHOFES
                         (Fünfte Kammer)                                                      (Fünfte Kammer)
                                                                                          vom 14. November 2002
                     vom 24. Oktober 2002
                                                                       in der Rechtssache C-140/00: Kommission der Euro-
in der Rechtssache C-121/00 (Vorabentscheidungsersu-                   päischen Gemeinschaften gegen Vereinigtes Königreich
chen des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien): Walter                                 Großbritannien und Nordirland ( 1)
                              Hahn (1)
                                                                       (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Fischerei —
                                                                       Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischereiressourcen —
(Fischerei — Gesundheitspolizei — Richtlinie 91/493/EWG                      Maßnahmen zur Kontrolle der Fischereitätigkeit)
und Entscheidung 94/356/EG — Artikel 28 und 30 EG
— Grundsatz der Verhältnismäßigkeit — Grenzwerte für
    Listeria monocytogenes in geräucherten Fischprodukten)
                                                                                               (2002/C 323/12)
                          (2002/C 323/11)                                                 (Verfahrenssprache: Englisch)
                    (Verfahrenssprache: Deutsch)                       (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
                                                                                Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
In der Rechtssache C-121/00 betreffend ein dem Gerichtshof             In der Rechtssache C-140/00, Kommission der Europäischen
nach Artikel 234 EG vom Bezirksgericht Innere Stadt Wien               Gemeinschaften (Bevollmächtigte: T. van Rijn und K. Fitch)
(Österreich) in dem bei diesem anhängigen Strafverfahren               gegen Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
gegen Walter Hahn vorgelegtes Ersuchen um Vorabentschei-               (Bevollmächtigte: R. Magrill im Beistand von M. Hoskins,
dung über die Auslegung der Richtlinie 91/493/EWG des Rates            Barrister) wegen Feststellung, dass das Vereinigte Königreich
vom 22. Juli 1991 zur Festlegung von Hygienevorschriften für           Großbritannien und Nordirland in jedem der Jahre 1991 bis
die Erzeugung und die Vermarktung von Fischereierzeugnissen            1996 gegen seine Verpflichtungen aus Artikel 5 Absatz 2 der
(ABl. L 268, S. 15) hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter          Verordnung (EWG) Nr. 170/83 des Rates vom 25. Januar
Mitwirkung des Richters A. La Pergola in Wahrnehmung der               1983 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für
Aufgaben des Präsidenten der Fünften Kammer sowie der                  die Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischereiressourcen
Richter P. Jann und S. von Bahr (Berichterstatter) — Generalan-        (ABl. L 24, S. 1) oder vom 1. Januar 1993 an aus Artikel 9
walt: L. A. Geelhoed; Kanzler: H. von Holstein, Hilfskanzler —         Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 des Rates vom
am 24. Oktober 2002 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:           20. Dezember 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen
                                                                       Regelung für die Fischerei und die Aquakultur (ABl. L 389,
                                                                       S. 1) sowie aus Artikel 1 Absatz 1 der Verordnung (EWG)
                                                                       Nr. 2241/87 des Rates vom 23. Juli 1987 zur Festlegung
Weder die Richtlinie 91/493/EWG des Rates vom 22. Juli 1991
                                                                       bestimmter Maßnahmen zur Kontrolle der Fischereitätigkeit
zur Festlegung von Hygienevorschriften für die Erzeugung und die
                                                                       (ABl. L 207, S. 1) oder vom 1. Januar 1994 an aus Artikel 2
Vermarktung von Fischereierzeugnissen und die Entscheidung 94/
                                                                       der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Okto-
356/EG der Kommission vom 20. Mai 1994 mit Durchführungs-
                                                                       ber 1993 zur Einführung einer Kontrollregelung für die
vorschriften zu der Richtlinie 91/493/EWG betreffend die Eigen-
                                                                       gemeinsame Fischereipolitik (ABl. L 261, S. 1), aus Artikel 11
kontrollen bei Fischereierzeugnissen noch die Artikel 28 EG und 30
                                                                       Absatz 2 der Verordnung Nr. 2241/87 oder Artikel 21 der
EG stehen der Anwendung einer nationalen Regelung entgegen, die
                                                                       Verordnung Nr. 2847/93 und aus Artikel 1 Absatz 2 der
eine Null-Toleranz hinsichtlich des Vorhandenseins von Listeria
                                                                       Verordnung Nr. 2241/87 oder Artikel 31 der Verordnung
monocytogenes bei nicht chemisch konservierten Fischerzeugnissen
                                                                       Nr. 2847/93 verstoßen hat, indem es
festlegt.
                                                                       —    nicht die geeigneten Einzelheiten für die Nutzung der ihm
                                                                            zugeteilten Quoten festgelegt hat,
( 1) ABl. C 163 vom 10.6.2000.
                                                                       —    nicht die nach den einschlägigen Gemeinschaftsverord-
                                                                            nungen erforderlichen Inspektionen und anderen
                                                                            Kontrollen durchgeführt hat,