CELEX: C2005/217/29
Language: de
Date: 2005-09-03 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 21. Juli 2005 in der Rechtssache C-30/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale Bozen [Italien]): Ursel Koschitzki gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) (Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer — Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 — Altersrente — Berechnung des theoretischen Betrages der Leistung — Berücksichtigung des Betrages, der zur Erreichung des nach dem nationalen Recht vorgesehenen Mindestruhegehalts erforderlich ist)

3.9.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 217/15
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Erste Kammer)
   vom 21. Juli 2005
   in der Rechtssache C-30/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale Bozen [Italien]): Ursel Koschitzki gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) (1)
   
   (Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer - Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 - Altersrente - Berechnung des theoretischen Betrages der Leistung - Berücksichtigung des Betrages, der zur Erreichung des nach dem nationalen Recht vorgesehenen Mindestruhegehalts erforderlich ist)
   (2005/C 217/29)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   In der Rechtssache C-30/04 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Tribunale Bozen (Italien) mit Entscheidung vom 9. Januar 2004, beim Gerichtshof eingegangen am 28. Januar 2004, in dem Verfahren Ursel Koschitzki gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) hat der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten der Vierten Kammer K. Lenaerts in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten der Ersten Kammer, der Richterin N. Colneric (Berichterstatterin) sowie der Richter K. Schiemann, E. Juhász und M. Ilešič — Generalanwalt: F. G. Jacobs; Kanzler: L. Hewlett, Hauptverwaltungsrätin — am 21. Juli 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu und abwandern, in der durch die Verordnung (EWG) Nr. 2001/83 des Rates vom 2. Juni 1983 geänderten und aktualisierten Fassung, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3096/95 des Rates vom 22. Dezember 1995, ist dahin auszulegen, dass der zuständige Träger bei der Bestimmung des theoretischen Betrages der Rente, der als Berechnungsgrundlage für die proratisierte Rente dient, nicht verpflichtet ist, eine im nationalen Recht vorgesehene Ergänzungsleistung zur Erreichung der Mindestrente zu berücksichtigen, wenn ein Versicherter, der seine gesamte Berufstätigkeit in dem betreffenden Mitgliedstaat ausgeübt hat, aufgrund der Überschreitung der durch die nationalen Vorschriften über diese Ergänzungsleistung festgelegten Einkommensgrenzen keinen Anspruch auf eine solche Ergänzungsleistung hätte.
   
      (1)  ABl. C 85 vom 3.4.2004.