CELEX: 51992PC0108
Language: de
Date: 1992-03-30
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES über mechanische Verbindungseinrichtungen von Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie ihre Anbringung an diesen Fahrzeugen

Nr. C 134 / 36                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      25 . 5 . 92
                      Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über mechanische Verbindungseinrichtungen von
                        Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie ihre Anbringung an diesen Fahrzeugen
                                                              ( 92 / C 134 / 02)
                                                     KOM(92) 108 endg. — SYN 408
                                            ( Von der Kommission vorgelegt am 31 . März 1992 )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                                  che Anforderungen an mechanische Verbindungseinrichtun­
                                                                           gen für Fahrzeugkombinationen enthält; diese Regelung ist
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                     ein Anhang zum „Übereinkommen vom 20. März 1958 über
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 100a ,                   die Annahme einheitlicher Bedingungen der Ausrüstungs­
                                                                           gegenstände und Teile von • Kraftfahrzeugen und über die
auf Vorschlag der Kommission ,                                             gegenseitige Anerkennung der Genehmigung".
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,                          Hierbei wurden hauptsächlich internationale ISO-Normen
                                                                           für die einheitlichen Abmessungen der mechanischen Verbin­
                                                                           dungseinrichtungen in Betracht gezogen , um die Austausch­
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus­                         barkeit der Einzelfahrzeuge , die einen Lastzug oder ein
schusses ,                                                                 Sattelkraftfahrzeug bilden , sicherzustellen und einen unge­
                                                                           hinderten Verkehr innerhalb der Mitgliedstaaten zu gewähr­
in Erwägung nachstehender Gründe:                                          leisten .
Es müssen Maßnahmen ergriffen werden , mit denen in einem                  In allen Fällen, in denen der Rat der Kommission Befugnisse
am 31 . Dezember 1992 endenden Zeitraum der Binnenmarkt                    zur Durchführung von Vorschriften auf dem Kraftfahrzeug­
schrittweise verwirklicht wird . Der Binnenmarkt ist ein                   sektor überträgt, empfiehlt es sich , ein Verfahren der
Raum ohne Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von                      vorherigen Konsultation zwischen der Kommission und
Waren, Personen , Dienstleistungen und Kapital gewähr­                     den Mitgliedstaaten in einem Beratenden Ausschuß vor­
leistet ist .                                                              zusehen —
Die technischen Anforderungen , die von Kraftfahrzeugen
und ihren Anhängern gemäß den einzelstaatlichen Rechts­                    HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
vorschriften erfüllt werden müssen , betreffen unter anderem
die mechanischen Verbindungseinrichtungen dieser Fahr­
zeuge .                                                                                               Artikel 1
Diese Anforderungen sind von einem Mitgliedstaat zum                       Im Sinne dieser Richtlinie bedeuten
anderen unterschiedlich; daraus ergibt sich die Notwendig­
keit , entweder als Ergänzung oder anstelle der gegenwärtigen             — „Fahrzeuge" — mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen
Regelungen in allen Mitgliedstaaten die gleichen Vorschrif­                    sowie landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschinen
                                                                               — alle zur Teilnahme am Straßenverkehr bestimmten
ten einzuführen, um insbesondere für jeden Fahrzeugtyp die
Anwendung des EWG-Betriebserlaubnisverfahrens zu er­                           Kraftfahrzeuge mit oder ohne Aufbau, mit mindestens
möglichen, das in der Richtlinie 70 / 156 / EWG des Rates                      vier Rädern und einer bauartbedingten Höchstgeschwin­
vom 6 . Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschrif­                      digkeit von mehr als 25 km / h , sowie ihre Anhänger;
ten der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für Kraft­              — „Typ einer mechanischen Verbindungseinrichtung" ein
fahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger ( 1 ), zuletzt geändert                    Verbindungsteil , für das die Bauartgenehmigung für
durch die Richtlinie 87 / 403 / EWG ( 2 ), geregelt ist .                      ein Bauteil im Sinne von Artikel 9a der Richtlinie
                                                                               70 / 156 / EWG erteilt werden kann .
Im Hinblick auf eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr
und bessere Austauschbarkeit zwischen Kraftfahrzeugen und
Anhängern im internationalen Verkehr ist es wichtig, daß                                              Artikel 2
alle Fahrzeuge , die einen Lastzug oder ein Sattelkraftfahr­
zeug bilden , mit genormten und harmonisierten Verbin­                     Die Mitgliedstaaten dürfen
dungseinrichtungen ausgerüstet sind .
                                                                          — weder die EWG-Betriebserlaubnis bzw . die Betriebser­
Es ist wünschenswert , die technischen Vorschriften der                        laubnis mit nationaler Geltung für ein Fahrzeug verwei­
Regelung Nr. 55 der ECE (Wirtschaftskommission für                             gern , noch den Verkauf, die Zulassung, die Inbetrieb­
Europa der Vereinten Nationen ) aufzugreifen , die einheitli­                  nahme oder die Benutzung eines Fahrzeugs aus Gründen
                                                                               untersagen oder verweigern , die seine optionelle Ausrü­
(>) ABl . Nr . L 42 vom 23 . 2 . 1970 , S. 1 .                                 stung mit mechanischen Verbindungseinrichtungen be­
(2 ) ABl . Nr . L 220 vom 8 . 8 . 1987, S. 44 .                                treffen ,
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr . C 134 / 37
— weder die EWG-Bauartgenehmigung für ein Bauteil oder          gibt eine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer
     die Bauteil- oder Bauartgenehmigung mit nationaler         Frist ab , die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der
     Geltung für eine mechanische Verbindungseinrichtung        Dringlichkeit der betreffenden Frage — erforderlichenfalls
     vervÄigern noch den Verkauf oder die Benutzung einer       durch eine Abstimmung — festsetzen kann .
     mechanischen Verbindungseinrichtung untersagen ,
                                                                Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen;
wenn die Vorschriften der Anhänge eingehalten werden.           darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlan­
                                                                gen , daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten wird .
                          Artikel 3
                                                                Die Kommission berücksichtigt soweit wie möglich die
                                                                Stellungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Aus­
Ab 1 . Oktober 1995 dürfen die Mitgliedstaaten das erstma­      schuß darüber , inwieweit sie seine Stellungnahme berück­
lige Inverkehrbringen der Fahrzeuge, deren mechanische          sichtigt hat .
Verbindungseinrichtungen nicht den Bestimmungen dieser
Richtlinie entsprechen , untersagen .
                                                                                          Artikel 6
                          Artikel 4
                                                                Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und
Die zur Anpassung der Vorschriften der Anhänge an den           Verwaltungsvorschriften , um dieser Richtlinie bis spätestens
technischen Fortschritt erforderlichen Änderungen werden        30. Juni 1993 nachzukommen . Sie setzen die Kommission
von der Kommission nach dem in Artikel 5 beschriebenen          unverzüglich davon in Kenntnis .
Verfahren vorgenommen .
                                                                Wenn die Mitgliedstaaten diese Vorschriften erlassen , neh­
                                                                men sie in diesen Vorschriften selbst oder durch einen
                          Artikel 5                             Hinweis bei deren amtlicher Veröffentlichung auf diese
                                                                Richtlinie Bezug. Sie regeln die Einzelheiten dieser Bezug­
Die Kommission wird von dem gemäß Artikel 12 der                nahme .
Richtlinie 70 / 156 / EWG eingesetzten Ausschuß unter­
stützt .
                                                                                          Artikel 7
Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß
einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen . Der Ausschuß        Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 38                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         25 . 5 . 92
                                                                   ANHANG I
              1.         ANWENDUNGSBEREICH
              1.1 .      Diese Richtlinie gilt für die mechanischen Verbindungseinrichtungen zwischen Kraftfahrzeugen und
                         Anhängern und die Anbringung dieser Einrichtungen an den im Artikel 1 beschriebenen Straßenfahr­
                         zeugen .
              1.2 .      Diese Richtlinie enthält die Anforderungen , die mechanische Verbindungseinrichtungen von mitein­
                         ander verbundenen Fahrzeugen erfüllen müssen , um
                         — die Kompatibilität bei der Kombination von Kraftfahrzeugen mit verschiedenen Anhängefahrzeu­
                             gen zu gewährleisten ;
                         — die sichere Verbindung der miteinander verbundenen Fahrzeuge unter allen Betriebsumständen zu
                            gewährleisten ;                              ,
                         — die sichere Handhabung beim Vorgang des An- und Abkuppeins zu gewährleisten .
              1.3 .      Die Verbindungseinrichtungen werden nach ihrer Art in Klassen eingeteilt . Hierbei wird unterschieden
                         zwischen
                         — Klassen von genormten Verbindungseinrichtungen ,
                         — Klassen von nicht genormten Verbindungseinrichtungen.
                         Es existieren folgende Klassen :
              1.3.1 .    Klasse A:                     Kupplungskugeln mit Halterung (siehe Anhang V , Punkt 1 )
              1.3.1.1 .  Klassen A50-1 bis A50-3 : Genormte Kupplungskugeln 50 mit Flansch
              1.3.1.2 .  Klasse A50-X :                Nicht genormte Kupplungskugeln 50 mit Halterung
              1.3.2.     Klasse B50-X :                Nicht genormte Zugkugelkupplungen 50 ( siehe Anhang V , Punkt 2)
              1.3.3 .    Klasse C :                    Selbsttätige Bolzenkupplungen
              1.3.3.1 .  Klasse C50 :                  Bolzenkupplungen 50
                         Klassen C50-1 bis C50-7: Genormte Bolzenkupplungen 50 ( siehe Anhang V , Punkt 3 , Tabellen 3
                                                       und 4 )
              1.3.3.2 .  Klasse C50-X
                         Klasse  C50-X ::              Nicht genormte Bolzenkupplungen 50
              1.3.4 .    Klasse D D ::                 Zugösen
              1.3.4.1 .  Klasse D50
                                 D50 ::                Zugösen 50
                                 D50-A::
                         Klasse D50-A                  Genormte Zugösen D50 mit Schweißende (siehe Anhang V , Abbildung 9 ,
                                                       Tabelle 5 )
                         Klasse D50-B :                Genormte Zugösen 50 mit Schraubende ( siehe Anhang V , Abbildung 10 ,
                                                       Tabelle 5 )
                                  D50-C::
                         Klasse D50-C                  Genormte Zugösen D50-C1 und D50-C2 mit Flansch (siehe Anhang V ,
                                                       Abbildungen 11 und 12 , Tabelle 5 )
              1.3.4.2..
              1.3.4.2            D50-X::
                         Klasse D50-X                  Nicht genormte Zugösen 50 (siehe Anhang V , Abbildung 9 )
              1.3.5 .    Klasse E E ::                 Nicht genormte Zugeinrichtungen
               1.3.6 .   Klasse F F::                  Nicht genormte Anhängeböcke
              1.3.7 .    Klasse GG ::                  Sattelkupplungen
               1.3.7.1 . Klasse G50 :                  Genormte Sattelkupplungen 50 ( siehe Anhang V , Abbildung 15 ,
                                                       Tabelle 7 )
              1.3.7.2 .  Klasse G50-X :                Nicht genormte Sattelkupplungen 50
               1.3.8 .   Klasse H :                    Zugsattelzapfen
               1.3.8.1 . Klasse H50-X :                Nicht genormte Zugsattelzapfen 50
               1.3.9 .   Klasse  J:                    Nicht genormte Montageplatten
               1.3.10 .  Klasse S :                    Nicht genormte sonstige Verbindungseinrichtungen
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             Nr. C 134 / 39
            2.           BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
            2.1 .        „Mechanische Verbindungseinrichtungen zwischen Kraftfahrzeugen und Anhängern" sind sämtliche
                         Teile und Einrichtungen an den Rahmen , den tragenden Karosserieteilen bzw . den Fahrwerken der
                         Fahrzeuge, mit denen Zug- und Anhängefahrzeuge verbunden werden.
                         Hierzu gehören auch Teile, welche zur Aufnahme bzw . Einstellung oder Betätigung der obengenannten
                         Verbindungseinrichtungen — lösbar oder fest — angebracht werden .
            2. 1 . 1 .   „Kupplungskugeln mit Halterung" nach Punkt 1.3.1 sind mechanische Verbindungseinrichtungen mit
                         kugelförmigem Aufnahmeteil und Halterungen am Zugfahrzeug, die in Verbindung mit Zugkugel­
                         kupplungen am Anhänger gekuppelt werden .
            2.1.2.       „Zugkugelkupplungen" nach Punkt 1.3.2 sind mechanische Verbindungseinrichtungen an der
                         Zugeinrichtung von Anhängern , die mit Kupplungskugeln an Kraftfahrzeugen verbunden werden.
            2.1.3 .      „Bolzenkupplungen" nach Punkt 1.3.3 sind mechanische Verbindungseinrichtungen mit einem
                         Fangmaul und einem sich beim Kuppeln selbsttätig schließenden und verriegelnden Bolzen am
                         Zugfahrzeug, die mit am Anhänger befindlichen Zugösen verbunden werden.
            2. 1 .4.     „Zugösen" nach Punkt 1 .3.4 sind mechanische Verbindungseinrichtungen an der Zugeinrichtung von
                         Anhängern mit einem zylindrischen Loch , die mit selbsttätigen Bolzenkupplungen verbunden
                         werden .
            2.1.5 .      „Zugeinrichtungen" nach Punkt 1.3.5 sind Zuggabeln, Zugdeichseln , Auflaufeinrichtungen oder
                         ähnliche Einrichtungen , die vorne an gezogenen Fahrzeugen oder am Fahrzeugrahmen angebracht
                         werden und zusammen mit Zugösen , Zugkugelkupplungen oder ähnlichen Verbindungseinrichtungen
                         zur Verbindung mit Zugfahrzeugen geeignet sind .
                         Zuggabeln, Zugdeichseln und Auflaufeinrichtungen können am Anhänger in senkrechter Richtung frei
                         beweglich sein und damit keine Stützlast übertragen ; sogenannte schwenkbare Zugeinrichtungen
                         können in senkrechter Richtung nicht frei beweglich und damit geeignet für die Übertragung von
                         Stützlasten sein , sogenannte starre Zugeinrichtungen . Die in senkrechter Richtung nicht frei
                         beweglichen Zugeinrichtungen können vollkommen starr oder gefedert sein.
                         Zugeinrichtungen können zur Einstellung der Zugöse bzw . Zugkugelkupplung auf die Höhe des
                         Fangmauls bzw. der Kupplungskugei mit einer Höheneinstelleinrichtung ausgerüstet sein. Zugeinrich­
                         tungen dürfen außerdem mehrteilig und verstellbar bzw. gekröpft sein .
                         Diese Richtlinie betrifft nur Zugeinrichtungen , die eine eigene Einheit darstellen , welche nicht Teil des
                         Rahmens des gezogenen Fahrzeuges ist.
            2. 1 .6.     „Anhängeböcke" nach Punkt 1 .3.6 sind alle Teile und Vorrichtungen , die zwischen den Verbindungs­
                         einrichtungen wie Kupplungskugeln, Bolzenkupplungen und Sattelkupplungen ( mit Montageplatten)
                         und dem Fahrzeugrahmen (z. B. hintere Querträger), den tragenden Karosserieteilen und den
                         Fahrwerken der Fahrzeuge angebracht werden .
            2. 1 .7.     „Sattelkupplungen" nach Punkt 1 .3.7 sind plattenförmige Verbindungseinrichtungen zur Verwendung
                         an Sattelzugmaschinen mit einem beim Kuppeln selbsttätig schließenden und verriegelnden Schloß , die
                         mit Zugsattelzapfen nach Punkt 1.3.8 verbunden werden.
            2.1.8 .      „Zugsattelzapfen" nach Punkt 1.3.8 sind zapfenförmige Verbindungseinrichtungen an Sattelanhän­
                         gern, die über Sattelkupplungen mit der Sattelzugmaschine verbunden werden.
            2.1.9 .      „Montageplatten" nach Punkt 1.3.9 sind alle Teile und Einrichtungen zur Verbindung von
                         Sattelkupplungen mit dem Rahmen der Sattelzugmaschine. Die Montageplatte darf in Längsrichtung
                         horizontal verschiebbar sein ( verschiebbare Sattelkupplung).
            2.1.10 .     „Lenkkeile" sind Teile , die zur zwangsweisen Lenkungeines Sattelanhängers dienen , am Sattelanhän­
                         ger eingebaut sind und zusammen mit der Sattelkupplung die Lenkung des Sattelanhängers
                         bewirken .
            2. 1 . 1 1 . „Genormte Verbindungseinrichtungen" sind in Punkt 1 .3 klassifiziert und stimmen mit den genormten
                         Abmessungen und Kennwerten dieser Richtlinie überein. Sie sind innerhalb ihrer Klasse, unabhängig
                         von Typ und Hersteller, austauschbar.
            2.1.12.      „Nicht genormte Verbindungseinrichtungen" sind Verbindungseinrichtungen der Klassen A bis J , die
                         nicht unter die Klassen der genormten Verbindungseinrichtungen fallen , die aber mit den genormten
                         Verbindungseinrichtungen der jeweiligen Klassen verbunden werden können.
            2.1.13 .     „Sonstige Verbindungseinrichtungen für übergangsweisen oder besonderen Gebrauch" nach Punkt
                          1.3.10 sind mechanische Verbindungseinrichtungen , die nicht zu einer der Klassen A bis J gehören
                         (z. B. Verbindungseinrichtungen bestehender nationaler Normen oder für Schwertransporte).
            2.1.14 .     „Fernbetätigungseinrichtungen" sind Einrichtungen , die es ermöglichen , bei unzugänglichen Verbin­
                         dungseinrichtungen das Öffnen der Kupplung von der Fahrzeugseite oder dem Führerhaus aus zu
                         bewirken .
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              2.1.15 .   „Fernanzeigen" sind Anzeigen , die dem Fahrzeugführer den abgeschlossenen EinkuppelVorgang und
                         das Eingreifen der Sicherungen sinnfällig im Führerhaus anzeigen .
              2.1.16.    Verschiedene Typen mechanischer Verbindungseinrichtungen sind Einrichtungen, die sich in so
                         wichtiger Hinsicht unterscheiden wie :
              2.1.16.1 . Klasse der Verbindungseinrichtung,
              2.1.16.2 . Fabrik- oder Handelsmarke ,
              2.1.16.3 . äußere Form oder Hauptabmessungen oder andere grundlegende Konstruktionsunterschiede,
              2.1.16.4 . Kennwerte D , S , V und U.
              2.1 . 17 . Selbsttätig ist ein Kuppelvorgang, wenn allein durch das Zurücksetzen des Zugfahrzeugs gegen den
                         Anhänger ohne weiteren äußeren Eingriff vollständig und selbsttätig eine ordnungsgemäße Verbin­
                         dung der gesamten Verbindungseinrichtung zustande kommt, selbsttätig gesichert wird und das
                         Eingreifen der Sicherung angezeigt wird. Ein selbsttätiger Kuppelvorgang erfordert selbsttätige
                         Kupplungen .
              2.1 . 18 . Als theoretische Vergleichskraft für die Deichselkraft zwischen Zugfahrzeug und Anhänger wird der
                         „D-Wert" definiert .
                         Der D-Wert wird als Grundlage für die horizontalen Prüfkräfte bei den dynamischen Prüfungen
                         herangezogen .
                         Für mechanische Verbindungseinrichtungen, die nicht geeignet sind, Stützlasten zu übertragen ,
                         gilt:
                                                                            r x R
                                                                  D = gx            (kN)
                                                                            T + R
                         Für mechanische Verbindungseinrichtungen , die geeignet sind, Stützlasten zu übertragen (z. B. für
                         Zentralachsanhänger) gilt:
                                                                            T x C
                                                                  D = gx            ( kN )
                                                                            T + C
                         Für Sattelkupplungen an Sattelzugmaschinen und mit diesen in ihrer Wirkung vergleichbaren
                         Fahrzeugen gilt :
                                                                         0,6 x T x R
                                                               D = gx                   kN )
                                                                          T + R -U
                         Darin bedeuten :
                         T = technisch zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges in Tonnen (auch Sattelzugmaschine) ggf.
                                einschließlich Stützlast eines Zentralachsanhängers;
                         R = technisch zulässige Gesamtmasse des Anhängers mit vertikal frei beweglicher Zugeinrichtung
                                oder des Sattelanhängers in Tonnen ;
                         C = Summe der Achslasten des mit der zulässigen Masse beladenen Zentralachsanhängers in Tonnen
                                ( siehe Punkt 2.1.20 );
                         U = Sattellast in Tonnen ;
                         S = statische Stützlast S in kg ist der Massenanteil des Zentralachsanhängers, der im statischen
                                Zustand am Kuppelpunkt durch die Zugeinrichtung des Anhängers auf die am Zugfahrzeug
                                angebrachte Anhängeeinrichtung übertragen wird;
                         g = Erdbeschleunigung (es werden 9,81 m / s2 angenommen ).
              2.1.19 .   Als theoretische Vergleichskraft für die Amplitude der vertikalen Kraft zwischen Zugfahrzeug und
                         Zentralachsanhänger wird der „V-Wert" definiert (siehe Punkt 2.1.20).
                         Der V-Wert wird als Grundlage für die vertikalen Prüfkräfte bei den dynamischen Prüfungen
                         herangezogen :
                                                                               x2 -C
                                                                      V = a­
                                                                                 l2
                          Dabei bedeuten:
                          a    = vertikale Vergleichsbeschleunigung im Kuppelpunkt, abhängig von der Hinterachsfederung
                                   des Zugfahrzeuges einschließlich eines konstanten Faktors
                                   a , = 1,8 m / s2 für Fahrzeuge mit Luftfederung oder vergleichbarer Federung
                                   a2 = 2,4 m / s2 für Fahrzeuge mit anderen Federungen
                          x    = Länge der Ladefläche des Anhängers in Meter (siehe Abbildung 1 )
                          1    = theoretische Zugdeichsellänge, z. B. der Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Zugösenauges
                                   und der Mitte des Achsaggregats, in Meter (siehe Abbildung 1 )
                          x2
                               > 1 ,0 in allen Fällen
                            l2
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 134 / 41
                                                                                     X
                       TSi
                        4
                                                                   Abbildung 1
                                                     Abmessungen des Zentralachsanhängers
            2.1.20 .  Ein „Zentralachsanhänger* ist ein gezogenes Fahrzeug mit einer Zugeinrichtung, die nicht senkrecht
                      (zum Anhänger) beweglich ist und dessen Achse(n) ( bei gleichmäßiger Beladung) so nahe am
                      Schwerpunkt des Fahrzeugs angeordnet ist (sind ), daß nur eine kleine vertikale Last von höchstens
                      10% der Gesamtmasse des Anhängers oder 1 000 kg (es gilt der kleinere Wert) auf das Zugfahrzeug
                      übertragen wird.
                      Die Gesamtmasse des Zentralachsanhängers ergibt sich aus der von der (den ) Achse(n ) des an das
                      Zugfahrzeug angekuppelten und mit maximaler Last beladenen Anhängers auf den Boden übertrage­
                      nen Last .
            2.1.21 .  Fahrzeuge , die nicht eindeutig einer der oben definierten Kategorien angehören , werden so behandelt
                      wie die Fahrzeugtypen , denen sie am ähnlichsten sind .
            2.1.22 .  „Fahrzeugtypen" sind Fahrzeuge, die sich nicht hinsichtlich folgender Hauptkennwerte unterscheiden:
                      Konstruktion, Abmessungen, Form und Werkstoffe des hinteren Teils des Zugfahrzeuges oder des
                      vorderen Teils eines Anhängers , sofern sie sich auf die Anforderungen des Anhangs VII beziehen .
            3.        EWG-BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINE EINRICHTUNG
            3.1 .     Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung
            3.1.1 .   Der Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung für einen Typ einer mechanischen
                      Verbindungseinrichtung ist vom Hersteller der Verbindungseinrichtung einzureichen.
            3.1.2 .   Dem Antrag für jeden Typ einer mechanischen Verbindungseinrichtung ist in dreifacher Ausfertigung
                      folgendes beizufügen :
            3.1.2.1 . eine technische Beschreibung der Verbindungseinrichtung , ihrer Bauart und Wirkungsweise;
            3.1.2.2 . Angaben über die Kennwerte, die Klasse und gegebenenfalls den Verwendungsbereich (nur bestimmte
                      Fahrzeugtypen );
            3.1.2.3 . maßstabgerechte Zeichnungen der wesentlichen Teile der Verbindungseinrichtung und eine Zusam­
                      menstellungszeichnung für jeden Typ, jede Klasse und Ausführung mit allen wesentlichen Abmessun­
                      gen , der Angabe des verwendeten Werkstoffs und der für das EWG-Genehmigungszeichen vorgese­
                      henen Stelle. Außerdem muß zu erkennen sein , wie die Verbindungseinrichtung am Fahrzeug montiert
                      wird und welche Befestigungsmittel verwendet werden .
            3.1.3 .   Dem Technischen Dienst , der die Prüfungen für die Bauartgenehmigung durchfuhrt , ist ein Muster der
                      Verbindungseinrichtung in der Regel ohne Farbanstrich vorzulegen . Der Technische Dienst und die
                      Genehmigungsbehörde sind berechtigt , zusätzliche Muster anzufordern .
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 42                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       25 . 5 . 92
             3.1.4 .   Der Technische Dienst, der die Prüfungen für die Bauartgenehmigung durchführt, kann außerdem
                       bestimmte Teile , zusätzliche Zeichnungen oder bestimmte Muster der verwendeten Werkstoffe
                       anfordern .
             3.1.5 .   Die zuständige Behörde muß sich vor Erteilung der Bauartgenehmigung von zufriedenstellenden
                       Vorkehrungen zur wirkungsvollen Sicherstellung einer gleichmäßigen und übereinstimmenden
                       Fertigung der Verbindungseinrichtung überzeugen .
             3.2.      Kennzeichnung des Prüfmusters
             3.2.1 .   Jedes Muster nach Punkt 3.1.3 einer Verbindungseinrichtung, die dem Typ entspricht, für den eine
                       EWG-Bauartgenehmigung beantragt wurde, muß mit folgendem versehen sein:
             3.2.2 .   Fabrik- oder Handelsmarke bzw . Name des Herstellers (ggf. Warenzeichen );
             3.2.3 .   Typ , ggf. Ausführung;
             3.2.4.    einem genügend großen Platz für das EWG-Genehmigungszeichen und die zusätzlichen Angaben nach
                       Punkt 3.3.4 .
             3.3 .     Erteilung einer Bauartgenehmigung
             3.3.1 .   Entspricht die zur Genehmigung gemäß dieser Richdinie eingereichte mechanische Verbindungsein­
                       richtung den Anforderungen des Abschnitts 5 , so ist die Genehmigung für diesen Typ einer
                       mechanischen Verbindungseinrichtung zu erteilen .
             3.3.2.    Jedem genehmigten Typ einer mechanischen Verbindungseinrichtung ist eine Genehmigungsnummer
                       zu erteilen. Der gleiche Mitgliedstaat darf die gleiche Nummer keinem anderen Typ einer mechanischen
                       Verbindungseinrichtung zuteilen .
             3.3.3 .   Jede Genehmigung oder Erweiterung oder Widerrufung einer Genehmigung eines Typs einer
                       mechanischen Verbindungseinrichtung gemäß dieser Richtlinie muß den Mitgliedstaaten mit einem
                       Vordruck nach Anhang IV dieser Richtlinie mitgeteilt werden .
             3.3.4.    Jede mechanische Verbindungseinrichtung, die einem nach dieser Richtlinie genehmigten Typ
                       entspricht, muß an einer gut sichtbaren und leicht zugänglichen Stelle, die in dem Genehmigungsfor­
                       mular angegeben ist, ein internationales Genehmigungszeichen tragen , das aus folgenden Teilen
                       besteht :
                       1       für Bundesrepublik Deutschland
                       2       für Frankreich
                       3       für Italien
                       4       für die Niederlande
                       6       für Belgien
                       9       für Spanien
                        11     für das Vereinigte Königreich
                       13      für Luxemburg
                        18     für Dänemark
                       21      für Portugal
                       IRL     für Irland
                       EL      für Griechenland ;
             3.3.4.1 . einem Rechteck, in dessen Innenfeld der Buchstabe „e" gefolgt von der Kennziffer bzw. den
                       Kennbuchstaben des Mitgliedstaats steht, der die Genehmigung erteilt hat;
             3.3.4.2 . der EWG-Genehmigungsnummer an einer beliebigen Stelle in der Nähe des Rechtecks, die der Nummer
                       des EWG-Bauartgenehmigungsbogens (siehe Anhang IV) für den betreffenden Typ einer Verbindungs­
                        einrichtung entspricht;
             3.3.4.3 . den nachstehend aufgeführten Zusatzzeichen an einer beliebigen Stelle in der Nähe des Rechtecks:
                        — Klasse der Verbindungseinrichtung und
                        — zulässige Werte für D , S, V bzw. U ( kann bei genormten Verbindungseinrichtungen entfallen).
             3.3.5 .   Das EWG-Genehmigungszeichen und die zusätzlichen Zeichen müssen auf der Verbindungseinrich­
                        tung so angebracht werden, daß sie dauerhaft und deutlich lesbar sind, auch wenn die Verbindungs­
                        einrichtung am Fahrzeug angebracht ist.
             3.3.6 .    Muster der EWG-Genehmigungszeichen sind in Anhang II enthalten .
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            3.4 .       Änderungen des Typs der mechanischen Verbindungseinrichtung und Erweiterung der EWG-Bauart­
                       genehmigung
            3.4.1 .    Jede Änderung des Typs einer mechanischen Verbindungseinrichtung muß der Genehmigungsbehörde
                        mitgeteilt werden, die die Genehmigung erteilt hat .
                        Die Behörde kann dann
            3.4.1.1 .   entweder sich vergewissern, daß die durchgeführten Änderungen keine merkbaren ungünstigen
                        Auswirkungen haben und daß die mechanische Verbindungseinrichtung in jedem Fall die Vorschriften
                        noch erfüllt ,
            3.4.1.2 .   oder einen weiteren Prüfbericht von dem Technischen Dienst verlangen , der für die Prüfungen
                        verantwortlich ist .
            3.4.2.      Die Bestätigung oder Verweigerung der Genehmigung, die Änderung betreffend, ist den Mitgliedstaa­
                        ten gemäß dem Verfahren nach Punkt 3.3 mitzuteilen .
            3.4.3 .     Die betreffende Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung ausfertigt, muß jedem Mitteilungsblatt
                        für eine solche Erweiterung eine fortlaufende Nummer zuteilen .
            4.          EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
            4.1 .      Antrag auf eine EWG-Betriebseriaubnis
            4.1.1 .    Bei einem Fahrzeug mit mechanischer Verbindungseinrichtung ist dem betreffenden Technischen
                        Dienst zur Erteilung der Betriebserlaubnis ein repräsentativer Fahrzeugtyp mit einer Verbindungsein­
                        richtung vorzuführen , für die eine Bauartgenehmigung vorliegt oder beantragt ist .
            4. 1 .2 .  Wird einem Fahrzeugtyp ohne eine mechanische Verbindungseinrichtung eine Betriebserlaubnis erteilt,
                       so muß der Fahrzeughersteller oder sein Beauftragter nur die in Anhang VII, Punkt 1.1 geforderten
                       Daten angeben .
            4.1.3 .    Der betreffende Technische Dienst prüft gemäß Anhang VII , ob der Typ der Verbindungseinrichtung,
                       für den eine Bauartgenehmigung vorliegt, für den Fahrzeugtyp geeignet ist, für den eine Betriebs­
                       erlaubnis beantragt wird. Er prüft insbesondere, ob die Befestigung der Verbindungseinrichtung
                       derjenigen entspricht , die bei der EWG-Bauartgenehmigung vorgestellt wurde .
            4.1.4.     Ehe die Betriebserlaubnis erteilt wird, hat die Genehmigungsbehörde zu prüfen , ob ein zufriedenstel­
                       lendes Verfahren für die Qualitätskontrolle der Fahrzeugherstellung besteht .
            4.2 .      Genehmigung der Betriebserlaubnis
            4.2.1 .    Die Genehmigung für einen Fahrzeugtyp wird erteilt, wenn der Fahrzeugtyp die Vorschriften des
                       nachstehenden Abschnitts 5 erfüllt .
            4.2.2.     Jeder genehmigte Fahrzeugtyp erhält eine Genehmigungsnummer. Derselbe Mitgliedstaat darf dieselbe
                       Nummer keinem anderen Fahrzeugtyp zuteilen.
            4.2.3 .    Die Mitteilung über die Betriebserlaubnis oder Erweiterung oder Verweigerung der Betriebserlaubnis
                       eines Fahrzeugtyps gemäß dieser Richtlinie ist den Mitgliedstaaten durch den Vordruck nach Anhang
                       IX dieser Richtlinie zu machen .
            4.3 .      Änderung des Fahrzeugtyps und Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis
            4.3.1 .    Jede Änderung des Fahrzeugtyps muß der Behörde, die den Fahrzeugtyp genehmigt hat, gemeldet
                       werden .
                       Die Behörde kann dann :
            4.3.1 .1 . entweder sich vergewissern, daß die Änderungen keine merkbaren ungünstigen Auswirkungen haben
                       und daß in jedem Fall der Fahrzeugtyp noch mit den Vorschriften übereinstimmt,
            4.3.1.2 .  oder einen weiteren Prüfbericht von dem Technischen Dienst verlangen, der für die Prüfungen
                       verantwortlich ist .
            4.3.2 .    Der Inhaber der EWG-Betriebserlaubnis kann beantragen , daß diese für andere Typen oder Klassen
                       von Verbindungseinrichtungen erweitert wird .
                       Die zuständigen Behörden gewähren diese Erweiterung unter folgenden Bedingungen:
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              4.3.2.1 . Für den neuen Typ einer Verbindungseinrichtung liegt eine EWG-Bauartgenehmigung vor;
              4.3.2.2.  sie ist für den Fahrzeugtyp geeignet, für den die Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis beantragt
                        wird;
              4.3.2.3 . die Befestigung der Verbindungseinrichtung an dem Fahrzeug entspricht derjenigen, die bei der
                        Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgestellt wurde.
              4.3.3 .   Bei genormten Verbindungseinrichtungen der Klassen A , C , D und G gilt die EWG-Betriebserlaubnis
                        auch für andere Verbindungseinrichtungen der gleichen Klasse, ohne daß eine weitere Anbauprüfung
                        und eine Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis erforderlich sind.
              4.3.4.    Die Bestätigung oder Verweigerung der Genehmigung, die von einer Änderung betroffen ist, muß nach
                        dem in Punkt 4.2.3 beschriebenen Verfahren mitgeteilt werden .
              4.3.5 .   Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung ausfertigt, muß jedem Mitgliedstaat für
                        eine solche Erweiterung eine fortlaufende Nummer zuteilen .
              5.        VORSCHRIFTEN
              5.1 .     Die mechanischen Verbindungseinrichtungen zwischen Kraftfahrzeugen und Anhängern müssen so
                        gebaut und befestigt sein, daß die nach dem Stand der Technik erreichbare Sicherheit — auch bei der
                        Bedienung der Einrichtung — gewährleistet ist.
              5.2.      Eine betriebssichere Verbindung der Fahrzeuge muß leicht und gefahrlos von einer Person herstellbar
                        und lösbar sein , ohne daß Werkzeuge benützt werden.
                        Für das Kuppeln von Anhängern mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen sind nur
                        selbsttätige Kupplungen zulässig, die einen selbsttätigen Kupplungsvorgang erlauben .
              5.3 .     Die mechanischen Verbindungseinrichtungen müssen so konstruiert und hergestellt sein , daß sie bei
                        normalem Gebrauch , sachgemäßer Wartung und rechtzeitigem Austausch von Verschleißteilen
                        ununterbrochen zufriedenstellend funktionieren .
              5.4.      Jeder Verbindungseinrichtung ist eine Montage- und Betriebsanleitung beizufügen, in der die
                        Informationen enthalten sein müssen , die zur Montage durch eine geeignete Person bzw. zum Betrieb
                        der Verbindungseinrichtung benötigt werden. Der Inhalt muß in der Sprache bzw. den Sprachen des
                        Mitgliedstaats abgefaßt sein, in dem die Verbindungseinrichtung zum Verkauf angeboten werden soll .
                        Bei Verbindungseinrichtungen , die zur reihenweisen Montage von Fahrzeug- oder Aufbauherstellern
                        vorgesehen sind, kann auf die Mitlieferung der Montage- und Betriebsanleitung verzichtet werden . Es
                        liegt dann in der Verantwortung des Fahrzeug- oder Aufbauherstellers, dafür zu sorgen, daß dem
                        Fahrzeughalter die für den Betrieb der Verbindungseinrichtung erforderlichen Informationen zugäng­
                        lich gemacht werden .
              5.5 .     Es dürfen nur solche Werkstoffe verwendet werden, bei denen die für den Verwendungszweck
                        relevanten Eigenschaften durch eine Norm festgelegt sind oder bei denen diese Eigenschaften in den
                        Unterlagen nach Punkt 3.1.2.3 dieses Anhangs angegeben werden .
              5.6 .     Alle Bauteile der mechanischen Verbindungseinrichtungen, deren Versagen eine Zugtrennung
                        bewirken kann , müssen aus Stahl oder Stahlguß hergestellt sein. Andere Werkstoffe können verwendet
                        werden, wenn ihre Gleichwertigkeit vom Hersteller dem Technischen Dienst nachgewiesen wurde.
              5.7 .     Alle Verbindungen müssen formschlüssig sein , und die geschlossene Stellung muß mindestens einfach
                        formschlüssig gesichert sein, sofern nicht in Anhang V zusätzliche Anforderungen gestellt werden .
              5.8 .     Die mechanischen Verbindungseinrichtungen müssen die Vorschriften des Anhangs V erfüllen .
              5.9 .     Belastungsanforderungen
              5.9.1 .   Die mechanischen Verbindungseinrichtungen sind den in Anhang VI beschriebenen Prüfungen zu
                        unterwerfen .
              5.9.2.    Diese Prüfungen dürfen keine Brüche, Risse oder sonstigen sichtbaren äußeren Schäden verursachen
                        oder übermäßige bleibende Verformungen, die sich nachteilig auf das zufriedenstellende Arbeiten der
                        Einrichtungen auswirken .
              5.10 .    Der Anbau der mechanischen Verbindungseinrichtungen an das Fahrzeug ist nach den Anforderungen
                        des Anhangs VII zu überprüfen .
              5.11 .    Für sonstige Verbindungseinrichtungen (Klasse S) gelten die vorgenannten Forderungen und die
                        Vorschriften der Anhänge V , VI und VII sinngemäß.
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            6.      UBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
            6.1 .   Jede nach dieser Richdinie geprüfte mechanische Verbindungseinrichtung muß so gebaut werden , daß
                    sie mit dem geprüften Typ übereinstimmt, der die Vorschriften dieser Richtlinie erfüllt.
            6.2 .   Zur Überprüfung, daß die Anforderungen nach Punkt 6.1 erfüllt werden, sind geeignete Produktions­
                    kontrollen durchzuführen .
            6.3 .   Der Innhaber der Genehmigung muß insbesondere
            6.3.1 . gewährleisten, daß Verfahren für eine wirksame Qualitätskontrolle der Erzeugnisse existieren;
            6.3.2.  Zugang zu den Kontrolleinrichtungen haben , die für die Nachprüfung der Übreinstimmung jedes
                    genehmigten Typs erforderlich sind;
            6.3.3 . gewährleisten, daß die Daten der Prüfergebnisse aufgezeichnet werden und daß die beigefügten
                    Unterlagen für einen mit den Genehmigungsbehörden abzustimmenden Zeitraum verfügbar blei­
                    ben ;
            6.3.4.  die Ergebnisse jeder An von Prüfung analysieren, um die Beständigkeit der Merkmale des Erzeugnisses
                    nachzuprüfen und zu gewährleisten , wobei jedoch den Serientoleranzen Rechnung zu tragen ist;
            6.3.5 . gewährleisten, daß für jeden Typ einer Verbindungseinrichtung die Prüfung gemäß Anhang VI dieser
                    Richtlinie ausgeführt werden ;
            6.3.6 . gewährleisten, daß alle sicherheitsrelevanten Teile jeder einzelnen mechanischen Verbindungseinrich­
                    tung mit nichtzerstörenden Methoden überprüft werden, um sicherzugehen , daß keine baulichen
                    Abweichungen vorliegen , wenn der Herstellungsprozeß Verfahren wie Gießen oder Wärmebehand­
                    lung oder andere Verfahren beinhaltet, bei denen Abweichungen nicht ausgeschlossen werden
                    können ;
            6.3.7.  gewährleisten, daß jede Stichprobe von Mustern oder Prüfstücken , die Hinweise auf eine Nichtüber­
                    einstimmung mit dem in Frage kommenden Prüfverfahren gibt, Anlaß für eine weitere Stichprobe und
                    Prüfung ist. Es müssen alle notwendigen Schritte unternommen werden , um die Übereinstimmung der
                    betreffenden Produktion wiederherzustellen .
            6.4 .   Die zuständige Genehmigungsbehörde , die die Bauartgenehmigung erteilt hat , darf zu jeder Zeit die
                    Verfahren überprüfen , die für die Nachprüfung der Übereinstimmung der Produktion verwendet
                    werden .
            6.4.1 . Bei jeder Überprüfung sind dem erschienenen Prüfer die Prüfbücher und die Unterlagen über die
                    Produktionsüberwachung vorzulegen .
            6.4.2 . Der Prüfer darf Stichproben entnehmen , die im Labor des Herstellers überprüft werden . Die
                    Mindestzahl der Muster kann entsprechend den Ergebnissen der vom Hersteller selbst durchgeführten
                    Überprüfungen festgelegt werden .
            6.4.3 . Erscheint das Qualitätsniveau unbefriedigend oder scheint es notwendig, die Gültigkeit der Prüfungen
                    zu überprüfen, die nach Punkt 6.4.2 durchgeführt wurden , so muß der Prüfer Muster entnehmen , die
                    an den Technischen Dienst zu senden sind , der die Prüfungen für die Bauartgenehmigung durchgeführt
                    hat .
            6.4.4.  Die zuständige Genehmigungsbehörde darf jede der in dieser Richdinie vorgeschriebenen Prüfungen
                    durchführen .
            6.4.5 . Die normale Häufigkeit der von der zuständigen Genehmigungsbehörde veranlaßten Überprüfungen
                    muß eine pro Jahr betragen. Werden während einer dieser Überprüfungen unbefriedigende Ergebnisse
                    erzielt, so muß die zuständige Behörde gewährleisten , daß alle notwendigen Schritte unternommen
                    werden, um unverzüglich die Übereinstimmung der Produktion wiederherzustellen.
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 46                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        25 . 5 . 92
                                                            ANHANG II
                                a) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Bolzenkupplung
             Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine nicht genormte
             Bolzenkupplung der Klasse C50-X mit einem zulässigen D-Wert vom 130 kN , einer zulässigen statischen Stützlast
             von 1 000 kg und einem zulässigen V-Wert von 35 kN , für die in der Bundesrepublik Deutschland (el ) unter der
             Nummer 92-1234 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
             Gegebenenfalls nicht vorhandene Kennwerte ( z . B. S und V) sind mit einem Querstrich zu markieren . Die
             Kennwerte D , S und V können bei genormten Kupplungen ganz entfallen .
                                    b ) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Zugöse
             Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine nicht genormte
             Zugöse 50 der Klasse D50-X mit Schweißende mit einem D-Wert von 1 30 kN, einer zulässigen statischen Stützlast
             von 1 000 kg und einem zulässigen V-Wert von 50 kN , für die in der Bundesrepublik Deutschland (el ) unter der
             Nummer 92-4711 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
             Gegebenenfalls nicht vorhandene Kennwerte (z. B. S und V bei beweglichen Zugeinrichtungen) sind mit einem
             Querstrich zu markieren . Die Kennwerte D , S und V können bei genormten Einrichtungen ganz entfallen .
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                                  c) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Sattelkupplung
            Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine nicht genormte
            Sattelkupplung der Klasse "G50-X mit einem zulässigen D-Wert von 180 kN und einer zulässigen Sattellast von
            26 Tonnen, für die in der Bundesrepublik Deutschland (el ) unter der Nummer 92-1241 eine EWG-Bauartge­
            nehmigung erteilt wurde.
            Die Kennwerte D und U können bei genormten Sattelkupplungen entfallen .
                                 d ) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für einen Zugsattelzapfen
            Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist ein nicht genormter
            Zugsattelzapfen der Klasse H50-X mit einem D-Wert von 162 kN , für den in der Bundesrepublik Deutschland (el )
            unter der Nummer 92-1242 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
                         e) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Kupplungskugel mit Halterung
            Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine nicht genormte
            Kupplungskugel mit Halterung der Klasse A50-X mit einem zulässigen D-Wert von 1 8 kN und einer zulässigen
            statischen Stützlast von 75 kg, für die in der Bundesrepublik Deutschland (el ) unter der Nummer 92-1243 eine
            EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 48                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      25 . 5 . 92
                                  f) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Zugkugelkupplung
              Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine nicht genormte
              Zugkugelkupplung der Klasse B50-X mit einem D-Wert von 18 kN und einer zulässigen statischen Stützlast von
              75 kg, für die in der Bundesrepublik Deutschland (el ) unter der Nummer 92- 1 244 eine EWG-Bauartgenehmigung
              erteilt wurde .
                                    g) Muster eines EWG-Genehmigungszeichens für eine Zugeinrichtung
              Die Verbindungseinrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist eine Zugdeichsel für
              einen Zentralachsanhänger der Klasse E mit einem zulässigen D-Wert von 109 kN , einer zulässigen statischen
              Stützlast von 1 000 kg und einem zulässigen V-Wert von 50 kN, für die in der Bundesrepublik Deutschland (el )
              unter der Nummer 92-1245 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
              Gegebenenfalls nicht vorhandene Kennwerte (z. B. S und V bei vertikal schwenkbaren Zugeinrichtungen) sind mit
              einem Querstrich zu markieren .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr . C 134 / 49
                                                                ANHANG III
                                                    MITTEILUNGSURKUNDE Nr
            bezüglich der EWG-Bauartgenehmigung einer mechanischen Verbindungseinrichtung für Kraftfahrzeuge und ihre
                                                    Anhänger (Richtlinie          ./ EWG)
            0.            ALLGEMEINES
            0.1 .         Marke (Firmenname):
            0.2.          Typ und Handelsbezeichnung (gegebenenfalls Ausführungen angeben):
            0.5 .         Name und Anschrift des Herstellers:
            0.7.          Lage und Befestigungsart des EWG-Genehmigungszeichens:
            1.            VERBINDUNG ZWISCHEN ZUGFAHRZEUG UND ANHÄNGER ODER
                          SATTELANHÄNGER
            1.1 .         Ausführliche technische Beschreibung (einschließlich Zeichnungen und Materialangaben) des Typs der
                          mechanischen Verbindungseinrichtung:
            1.2 .         Klasse und Typ der Verbindungseinrichtung(en):
            1.3 .         Zulässiger D-Wert (')         kN
            1.4.          Zulässige vertikale Stützlast S am Kuppelpunkt (') :        kg
            1.5 .         Zulässige Sattellast U an der Sattelkupplung (*):       t
            1.6.          Zulässiger V-Wert D-'          kN
            1.7 .         Einzelheiten über die Art der Anbringung am Fahrzeug und Fotos oder Zeichnungen der Befestigungs­
                          punkte durch den Hersteller und zusätzliche Angaben, wenn die Verwendung des Typs der
                          Verbindungseinrichtung auf besondere Fahrzeugtypen beschränkt ist:
            1.8 .         Angabe über die Verwendung von besonderen Halterungen oder Montageplatten ('):
            Datum , Akte .
            (') Falls zutreffend.
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 50                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                      25 . 5 . 92
                                                                       ANHANG IV
                                                                         MUSTER
                                                         (Höchstformat: A4 (210 x 297 mm ))
                                                      EWG-BAUARTGENE HMIGUNGSBOGEN
              Mitteilung über die
              — EWG-Bauartgenehmigung (')
              — Erweiterung der Bauartgenehmigung (')
              — Verweigerung der Bauartgenehmigung (')
              — Widerruf der Bauartgenehmigung (')
              eines Typs einer Einrichtung gemäß der Richtlinie                   ./ EWG,
              zuletzt geändert durch die Richtlinie .../.. ./ EWG
              EWG-Bauartgenehmigung Nr . ( 2 ):
              Grund für die Erweiterung:
                             Abschnitt I
              0.1 .           Marke (Firmenname):
              0.2.            Typ und Handelsbezeichnung (gegebenenfalls Ausführungen angeben):
              0.3 .           Art der Typ-Kennzeichnung, wenn auf der technischen Einheit angegeben (') ( J):
              0.3.1 .         Lage dieser Kennzeichnung:
              0.5 .          Name und Anschrift des Herstellers:
              0.7 .           Lage und Befestigungsart des EWG-Genehmigungszeichens:
                             Abschnitt II
              1.              Zusätzliche Angaben (soweit zutreffend): siehe Anlage I
              2.              Technischer Dienst, der für die Durchfuhrung der Prüfungen verantwortlich ist:
              3.              Datum des Prüfberichts:
              4.              Nummer des Prüfberichts:
              5.              Bemerkungen (gegebenenfalls): siehe Anlage I
              6.              Ort:
              7.              Datum :
              8.              Unterschrift:
              9.              Eine Liste der Unterlagen ist beigefügt, welche die bei der Behörde, die die Genehmigung erteilt hat,
                              hinterlegte Bauartgenehmigungsakte bildet; diese Unterlagen sind auf Anfrage erhältlich.
              (') Nichtzutreffendes streichen.
              (2 ) Die EWG-Bauartgenehmigungsnummer in dieser Urkunde muß alle Abschnitte enthalten, die in Anhang VII der Richdinie
                   70 / 156 / EWG , zuletzt geändert durch Richtlinie .../.. ./ EWG , aufgeführt sind. Die Einrichtung selbst muß so gekenn­
                   zeichnet werden, wie es in der betreffenden besonderen Richdinie beschrieben ist.
              ( 3) Falls die Typ-Kennzeichnung Merkmale enthält, die die Typen der technischen Einheit nicht zutreffend beschreiben , sind diese
                   Merkmale in der Urkunde durch das Symbol „?" zu kennzeichnen (z. B. ABC??123 ??).
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 134 / 51
                  Anlage I zur EWG-Bauartgenehmigung Nr. . . . bezüglich der Bauartgenehmigung einer mechanischen
                                         Verbindungseinrichtung gemäß der Richdinie .../.. ./ EWG
             1.          Zusätzliche Angaben
             1.1 .       Klasse des Typs der Verbindungseinrichtung:
             1.2.        Fahrzeugarten oder Typen, für die die Einrichtung bestimmt oder beschränkt ist:
             1.3 .       Zulässiger D-Wert 0 ):         kN
             1.4 .       Zulässige vertikale Stützlast S am Kuppelpunkt ('):       kg
             1.5 .       Zulässige Sattellast U an der Sattelkupplung ('):     t
             1.6 .       Zulässiger V-Wert ('):         kN
             1.7 .       Verwendung besonderer Halterungen oder Montageplatten: ja / nein
            5.           Bemerkungen :
            (') Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 52                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         25 . 5 . 92
                                                          ANHANG V
                        ANFORDERUNGEN AN MECHANISCHE VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN
             1.      KUPPLUNGSKUGELN MIT HALTERUNG
                     Die in den Punkten 1.1 bis 1.4 aufgeführten Anforderungen sind für alle Kupplungskugeln mit
                     Halterungen der Klasse A anwendbar. Punkt 1.5 gibt zusätzliche Anforderungen, die die genannten
                     Kupplungskugeln 50 und Halterungen in Flanschausführung erfüllen müssen.
             1.1 .   Kupplungskugeln der Klasse A müssen in Form und Abmessungen Abbildung 2 entsprechen.
             1.2.    Die Form und Abmessungen der Halterungen müssen die Anforderungen des Fahrzeugherstellers
                     bezüglich der Befestigungspunkte und zusätzlicher Montageteile, soweit erforderlich, erfüllen.
             1.3 .   Bei abnehmbaren Kupplungskugeln muß die Verbindungsstelle formschlüssig sein und formschlüssig
                     gesichert werden.
             1.4 .   Die Kupplungskugeln mit Halterung müssen die Prüfvorschriften des Anhangs VI, Punkt 4.1 ,
                     erfüllen .
                                                                Abbildung 2
                     1 ) Ditier Verbindungsradius hegt tangential am Hals und an der unteren horizontalen Fläche der
                         Kup ilungskugel-Kalotte.
                     2) Siehe . SO / R468 und ISO 1302; die Rauheitsziffer N9 bezieht sich aufeinen Mittelrauhwert Ra von
                         6,3 un. .
             1.5.    Besondere Anforderungen für genormte Kupplungskugeln mit Flansch der Klassen A50-1 , A50-2 und
                     A50-3
             1.5.1 . Die Abmessungen der Kupplungskugeln mit Flansch der Klasse A50-1 müssen der Abbildung 3 und
                     Tabelle 1 entsprechen .
             1.5.2.  Die Abmessunger.' der Kupplungskugel mit Flansch der Klassen A50-2 und A50-3 müssen der
                     Abbildung 4 und Tabelle 1 entsprechen.
             1.5.3 . Die Kupplungskugeln mit Flansch der Klassen A50-1 , A50-2 und A50-3 müssen für die in Tabelle 2
                     angegebenen Kennwerte geeignet und geprüft sein.
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 134/ 53
                                                   Abbildung 3
                 Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch der Klasse A50-1 (in mm)
                                                (siehe Tabelle 1 )
                                                   Abbildung 4
            Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch der Klassen A50-2 und A50-3 (in nun)
                                                ( siehe Tabelle 1 )
                                                   TABELLE 1
              Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch in mm (siehe Abbildungen 3 und 4)
                                A50-1               A50-2              A50-3            Bemerkung
            ei                    90                  83                120             ±0,5
            e2                    —                   56                 55             ±0,5
            d*                    17                  10,5               15             H13
            f                    130                 110                155             + 6,0 , — 0
            g                     50                  85                 90             + 6,0 , -0
            c                     15                  15                 15             max.
            1                     55                 110                120             ±5
            h                     70                  80                 80             ±5
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 54                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      25 . 5 . 92
                                                            TABELLE 2
                                           Kennwerte für genormte Kupplungskugeln mit Flansch
                   D = zulässiger D-Wert (kN ).
                   S = zulässige statische Stützlast ( kg).
                                                        A50-1                   A50-2                  A50-3
                   D                                     10                       20                     30
                   S                                     75                      100                    120
             2.    ZUGKUGELKUPPLUNGEN
             2.1 . Die Zugkugelkupplungen der Klasse B50 müssen so gestaltet sein , daß sie mit den Kupplungskugeln
                   nach Punkt 1 dieses Anhangs sicher gekuppelt werden können und dabei die vorgeschriebenen
                   Eigenschaften eingehalten werden können.
             2-2.  Die Zugkugelkupplungen müssen die Prüfvorschriften des Anhangs VI , Punkt 4.2, erfüllen.
             2.3 . Zusätzlich vorhandene Brems- bzw . Auflauf- oder Stabilisierungseinrichtungen dürfen die mechani­
                   sche Verbindung und die daran gestellten Anforderungen nicht beeinträchtigen .
             2.4.  Das horizontale Schwenken der Zugkugelkupplung von mindestens 90° beiderseits der Mittellinie der
                   am Fahrzeug nicht angebauten Kupplungskugel mit Halterung nach Punkt 1 dieses Anhangs muß
                   gewährleistet sein. Gleichzeitig ist eine Beweglichkeit von je 20° vertikal nach oben und unten
                   erforderlich . Außerdem ist zusammen mit dem horizontalen Schwenkwinkel von 90° eine Beweglich­
                   keit von 25° beiderseits um ihre horizontale Achse notwendig . Zusätzlich müssen folgende
                   kombinierte Bewegungen erbracht werden :
                   — vertikale Schwenkung ± 15° bei axialer Verdrehung ±25°
                   — axiale Verdrehung ± 10° bei vertikaler Schwenkung ± 20°
                   bei allen horizontalen Schwenkwinkeln .
             3.    BOLZENKUPPLUNGEN
                   Die Anforderungen in den Punkten 3.1 bis 3.8 gelten für alle Bolzenkupplungen der Klasse C50.
                   Unter Punkt 3.9 sind diejenigen Anforderungen aufgeführt, die über die allgemeinen Anforderungen
                   hinaus von Bolzenkupplungen der Klassen C50-1 bis C50-7 erfüllt werden müssen.
             3.1 . Belastungsanforderungen
                   Alle Bolzenkupplungen müssen die Prüfvorschriften des Anhangs VI, Punkt 4.3 , erfüllen.
             3.2 . Kuppelbare Zugösen
                   Die Bolzenkupplungen der Klasse C50 müssen so gebaut sein, daß sie die Zugösen der Klasse D50
                   kuppeln können und mit diesen die vorgeschriebenen Eigenschaften aufweisen .
             3.3 . Selbsttätigkeit
                   Bolzenkupplungen müssen selbsttätig sein (siehe Anhang I, Punkt 2.1.17).
             3.4 . Fangmaul
                   Bolzenkupplungen der Klasse C50 müssen mit einem Fangmaul versehen sein. Dieses muß so gebaut
                   sein, daß die jeweils zugehörigen Zugösen beim Einkuppeln sicher in die Kupplung gleiten .
                   Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die Hochachse drehbar gelagert, so muß es
                   sich selbsttätig in seine Normallage einstellen und bei geöffnetem Kupplungsbolzen formschlüssig in
                   dieser Lage gehalten werden .
                   Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die Querachse drehbar gelagert, so muß das
                   die Drehbarkeit bewirkende Gelenk durch ein Feststellmoment in seiner Normallage gehalten werden .
                   Dieses muß so bemessen sein , daß eine in senkrechte Richtung an der Unterkante des Fangmauls nach
                   unten wirkende bzw . an der Oberkante des Fangmauls nach oben wirkende Kraft von 200 N keine
                   Auslenkung des Gelenks aus seiner Normallage bewirkt. Das Fangmaul muß von Hand in seine
                   Normallage gebracht werden können. Ein um die Querachse drehbares Fangmaul ist nur zulässig für
                   Stützlasten bis maximal 50 kg und einem V-Wert bis maximal 5 kN .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 134 / 55
                    Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die Längsachse drehbar gelagert, so muß die
                    Drehbewegung durch ein Festhaltemoment von mindestens 100 Nm gebremst werden .
                    Die mindestens erforderliche Größe des Fangmauls richtet sich nach dem D-Wert der Kupplung:
                               D-Wert < 18 kN: Breite 150 mm , Höhe 100 mm ,
                     18 kN < D-Wert < 25 kN : Breite 280 mm , Höhe 170 mm ,
                    25 kN < D-Wert :               Breite 360 mm , Höhe 200 mm .
                    Die äußeren Ecken des Fangmauls können abgerundet werden .
                    Fangmäuler mit geringeren Abmessungen sind an Bolzenkupplungen der Klasse C50-X zulässig, wenn
                    die Verwendung auf Zentralachsanhänger bis 3,5 Tonnen Gesamtmasse beschränkt wird oder wenn
                    die Verwendung eines Fangmauls nach der oben angegebenen Tabelle aus technischen Gründen nicht
                    möglich ist und wenn ferner durch besondere Gegebenheiten (z . B. Sichthilfen) die sichere Durchfüh­
                    rung des selbsttätigen Kupplungsvorgangs gewährleistet ist und wenn der Verwendungsbereich in der
                    Genehmigung nach Anhang III entsprechend beschränkt wird .
            3.5 .   Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse
                    Die gekuppelte Zugöse muß horizontal ±90° um die Hochachse zur Längsachse des Fahrzeugs
                    schwenken können ( siehe Abbildung 5 ).
                    Die gekuppelte Zugöse muß vertikal ± 20° um die Querachse zur Horizontalachse des Fahrzeugs
                    schwenken können ( siehe Abbildung 6 ). Wird diese Schwenkbewegung durch ein besonderes Gelenk
                    erreicht (nur an Bolzenkupplungen der Klasse C50-X), so muß der Verwendungsbereich in der
                    Genehmigung nach Anhang III auf die in Anhang VII , Punkt 2.3.7 , genannten Fälle beschränkt
                    werden .
                    Die gekuppelte Zugöse muß axial ± 25° um die Längsachse zur Horizontalebene des Fahrzeugs
                    schwenken können ( siehe Abbildung 7).
                    Die genannten Schwenkwinkel gelten für die nicht am Fahrzeug angebrachten Bolzenkupplungen .
            3.6 .   Mindestwinkel beim Ein- und Auskuppeln
                    Das Ein- und Auskuppeln der Zugöse muß auch möglich sein , wenn die Längsachse der Zugöse zur
                    Mittellinie des Fangmauls
            3.6.1 . horizontal 50° nach rechts oder links geschwenkt ist;
            3.6.2 . vertikal 10° nach oben oder unten geschwenkt ist ;
            3.6.3 . axial 10° nach rechts oder links verdreht ist .
            3.7.    Sicherungen gegen unbeabsichtigtes öffnen
                    In der Schließstellung muß der Kupplungsbolzen gegen Öffnen durch zwei formschlüssige Sicherungen
                    gesichert werden , von denen jeweils eine auch noch wirksam ist, wenn die jeweils andere versagt.
                    Die geschlossene und gesicherte Stellung der Kupplung muß nach außen durch eine mechanische
                    Einrichtung augenfällig angezeigt werden . Die Stellung dieses Anzeigers muß sich im Dunkeln durch
                    Tasten feststellen lassen .
                    Die mechanische Einrichtung muß das Eingreifen beider Sicherungen ( UND-Bedingung) anzeigen .
                    Jedoch ist es ausreichend, wenn das Eingreifen nur einer Sicherung angezeigt wird, wenn in diesem
                    Zustand das Eingreifen der zweiten Sicherung konstruktiv sichergestellt ist .
            3.8 .   Handhebel
                    Handhebel müssen handgerecht ausgeführt sein . Das Handhebelende muß abgerundet sein. Die
                    Kupplung darf im Bereich des Handhebels keine Quetschstellen oder scharfkantigen Teile aufweisen ,
                    die bei der Betätigung zu Hand Verletzungen fuhren könnten. Die Betätigungskraft zum Öffnen darf —
                    gemessen an der Zugöse — senkrecht zum Handhebel in der Betätigungsrichtung 250 N nicht
                    überschreiten .
            3.9 .   Besondere Anforderungen an genormte Bolzenkupplungen der Klassen C50-1 bis C50-7
            3.9.1 . Die Schwenkbewegung der Zugöse um die Querachse muß durch die ballige Form des Kupplungs­
                    bolzens erreicht werden ( und nicht durch ein besonderes Gelenk , siehe Abbildung 6 ).
            3.9.2.  Durch das Spiel zwischen Kupplungsbolzen und Zugöse auftretende Stöße in Zug- und Druckrichtung
                    der Längsachse müssen durch Einrichtungen zur Federung und/ oder Dämpfung gemilden werden
                    ( ausgenommen Klasse C50-1 ).
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 56                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    25 . 5 . 92
             3.9.3 . Die in Abbildung 8 und Tabelle 3 dargestellten Maße müssen eingehalten werden.
             3.9.4.  Die Kupplungen müssen für die in Tabelle 4 genannten Belastungswerte geeignet und geprüft sein.
             3.9.5 . Das Öffnen der Kupplung muß durch einen direkt an der Kupplung befindlichen Handhebel erfolgen
                     ( keine Fernbetätigung).
                                                               Abbildung S
                     Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse, horizontal ±90° um die Hochachse zur Längsachse
                                                             des Fahrzeuges
                                           Horizontalebene                            Besonderes Gelenk
                                                               Abbildung 6
                     Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse, vertikal ± 20° um die Querachse zur Horizontalebene
                                                             des Fahrzeuges
                                                                        Horizontalebene
                                                               Abbildung 7
                     Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse, axial ±25° um die Längsachse zur Horizontalebene
                                                             des Fahrzeuges
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr . C 134 / 57
                                              Abbildung 8
                   Abmessungen der genormten Bolzenkupplungen (in mm) (siehe Tabelle 3 )
                                              TABELLE 3
                  Abmessungen der genormten Bolzenkupplungen in mm (siehe Abbildung 8 )
                 C50-1      C50-2    C50-3     C50-4      C50-5       C50-6    C50-7     Bemerkung
               \
            e1 8         Ì3           120       140             1 (>0           200         ±0,5
            e2          56             55        80             100             120         ±0,5
            dt     -          54       74        84               94            124         max.
            di          10,5           15        17               21             25         H13
            f          110            155       180             200             250        + 6,-0
            g           85             90       120             140             170         ±3
            a     100        170      200       200             200             200      + 20,-0
            b     150        280      360       360             360             360       + 20,-0
            c           20             24        30               30             40         max.
            h     150        190      265       265             265             265         max.
            1.     —         150      250       300             300             300         max.
            la    150        300      330       330             330             330         max.
            1»    100        160      180       180             180             180         ±20
            T      —          15       20        25         25          30       30         max.
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 58                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           25 . 5 . 92
                                                                      TABELLE 4
                                                 Belastungswerte der genormten Bolzenkupplungen
                        D = zulässiger D-Wert ( kN )
                        S = zulässige statische Stützlast ( kg)
                        C = zulässiger V-Wert ( kN )
                                    C50-1        C50-2          C50-3      C50-4         C5Θ-5         C50-6         C50-7
                        D             18           25             70        100            130           190           250
                        S            200          250            650        900          1 000         1 000         1 000
                        V             12           10             18         25             35            50             85
              4.        ZUGÖSEN
                        Die Anforderungen in Punkt 4.1 gelten für alle Zugösen der Klasse D50 .
                        Unter den Punkten 4.2 bis 4.5 sind diejenigen Anforderungen aufgeführt, die über die allgemeinen
                        Anforderungen hinaus bei genormten Zugösen erfüllt werden müssen .
              4. 1 .    Allgemeine Anforderungen an Zugösen
                        Alle Zugösen müssen die Prüfvorschriften des Anhangs VI , Punkt 4.4, erfüllen .
                        Die Zugösen der Klasse D50 sind vorgesehen zur Verwendung für die Bolzenkupplungen C50.
                        Zugösen dürfen axial nicht drehbar sein, da sich die zugehörige Kupplung drehen kann.
                        Wenn Zugösen der Klasse D50 mit Zugösenbuchsen ausgerüstet werden , müssen sie mit den
                        Abmessungen nach Abbildung 13 ( ausgenommen Klasse D50-C) oder Abbildung 14 überein­
                        stimmen .
                        Die Zugösenbuchsen dürfen nicht eingeschweißt werden.
                        Zugösen der Klasse D50 müssen den in Abbildung 9 dargestellten Abmessungen entsprechen (falls in
                        Punkt 4.2 , 4.3 oder 4.4 nicht anders angegeben).
                        Die Form des Schaftes für Zugösen der Klasse D50-X ist nicht vorgeschrieben , aber in einer Entfernung
                        von 210 mm von der Ösenmitte müssen die Höhe „h" und die Breite „bu innerhalb der in Tabelle 6
                        angegebenen Grenzen liegen.
                     ■%
              4.2.      Besondere Anforderungen an Zugösen der Klasse D50-A
                        Die Zugösen der Klasse DSO-A müssen in ihren Abmessungen Abbildung 9 entsprechen.
              4.3 .     Besondere Anforderungen an Zugösen der Klasse DSO-B
                        Die Zugösen der Klasse D50-B müssen den in Abbildung 10 dargestellten Abmessungen ent­
                        sprechen .
              4.4.      Besondere Anforderungen an Zugösen der Klasse DSO-C
                        Die Zugösen der Klasse D50-C1 müssen den in Abbildung 11 dargestellten Abmessungen ent­
                        sprechen .
                        Die Zugösen der Klasse D50-C2 müssen den in Abbildung 12 dargestellten Abmessungen ent­
                        sprechen .
                        Die Zugösen der Klasse D50-C müssen mit Zugösenbuchsen nach Abbildung 14 ausgerüstet
                        werden .
              4.5 .     Belastungswerte der genormten Zugösen
                        Die genormten Zugösen und ihre Befestigungsmittel müssen für die in Tabelle 5 genannten
                        Belastungswerte geeignet und geprüft sein .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr . C 134 / 59
                                                     TABELLE 5
                                        Belastungswerte der genormten Zugösen
            D = «massiger D-Wert ( kN).
            S = zulässige statische Stützlast (kg).
            C = zulässiger V-Wert ( kN ).
                     Klasse                     D                     S                     V
            D50-A                              130                  1 000                   30
            D50-B                              130                  1 000                   25
            D50-C1                             190                  1 000                   50
            D50-C2                             250                  1 000                   85
                                                     TABELLE 6
                   Schaftabmessungen für Zugösen der Klassen DSO-A und DSO-X (siehe Abbildung 9 )
                         Klasse                         h (mm)                       b (mm)
            D50-A                                        65*1                        60 +_]
            D50-X                                      67 max .                     62 max .
                      A-A
             (ohne Buchse dargestellt )
                                                    Abbildung 9
                      Abmessungen der Zugösen der Klassen D50-A und D50-X ( siehe Tabelle 6 )
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 60             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              25 . 5 . 92
                                                  Abbildung 10
                Abmessungen der Zugösen der Klasse D50-B (fehlende Abmessungen siehe Abbildung 9 )
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr . C 134 / 61
                                               Abbildung 11
            Abmessungen der Zugösen der Klasse D50-C1 (fehlende Abmessungen siehe Abbildung 9)
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 62             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              25 . 5 . 92
                                                   Abbildung 12
                Abmessungen der Zugösen der Klasse D50-C2 (fehlende Abmessungen siehe Abbildung 9)
                                                   Abbildung 1 3
                                  Geschlitzte Buchsen für Zugösen der Klasse DSO
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr . C 134 / 63
                                                                Abbildung 14
                                           Nicht geschlitzte Buchse für, Zugösen der Klasse D50-C
            5.      ZUGEINRICHTUNGEN
            5.1 .   Zugeinrichtungen der Klasse E müssen die Prüfanforderungen nach Anhang VI , Punkt 4.5 ,
                    erfüllen .
            5.2.    An die Zugeinrichtungen können zur Verbindung mit dem Zugfahrzeug entweder Zugkupplungen
                    nach Abschnitt 2 oder Zugösen nach Abschnitt 4 dieses Anhangs angebaut werden. Die Zugkupplun­
                    gen und Zugösen können eingeschraubt, angeschraubt oder angeschweißt werden .
            5.3 .   Vertikal schwenkbare Zugeinrichtungen müssen bodenfrei sein ; die Bodenfreiheit muß auch beim
                    Herabfallen der Zugeinrichtungen aus horizontaler Lage mindestens 200 mm betragen .
            5.4 .   Höheneinstelleinrichtungen für schwenkbare Zugeinrichtungen
            5.4.1 . Vertikal schwenkbare Zugeinrichtungen müssen mit Einrichtungen ausgestattet werden, die es
                    ermöglichen , die Zugeinrichtung auf die Höhe der Kupplungseinrichtung oder des Fangmauls
                    einzustellen. Diese Einrichtungen müssen so gebaut sein , daß die Zugeinrichtung von einer Person ohne
                    Zuhilfenahme von Werkzeug oder anderen Hilfsmitteln eingestellt werden kann .
            5.4.2.  Mit den Höheneinstelleinrichtungen müssen die Zugösen bzw. Zugkugelkupplungen aus horizontaler
                    Lage über der Fahrbahn mindestens 300 mm nach oben und nach unten einstellbar sein . In diesem
                    Bereich muß die Zugeinrichtung stufenlos oder in Stufen von höchstens 50 mm , gemessen an der
                    Zugöse bzw . Zugkupplung, verstellbar sein .
            5.4.3 . Die Höheneinstelleinrichtung darf die leichte Beweglichkeit der Zugeinrichtung nach dem erfolgten
                    Kupplungsvorgang nicht beeinträchtigen .
            5.4.4.  Die Wirkung einer Auflaufbremse darf durch die Höheneinstelleinrichtungen nicht beeinträchtigt
                    werden .
            5.5 .   Bei Zugeinrichtungen in Verbindung mit Auflaufbremsanlagen darf zwischen der Zugösenmitte und
                    dem Ende des freien Zugösenschaftes ein Abstand von 200 mm bei Bremslösestellung nicht
                    unterschritten werden. Bei voll eingeschobenem Zugösenschaft darf dieser Abstand 150 mm nicht
                    unterschreiten .
            5.6 .   Zugeinrichtungen zur Verwendung an Zentralachsanhängern müssen gegen Querkräfte mindestens
                    das halbe Widerstandsmoment aufweisen wie gegen Vertikalkräfte.
            6.      ANHÄNGEBÖCKE
            6.1 .   Anhängeböcke müssen für die Anbringung der betreffenden Kupplungseinrichtung an dem(n)
                    zugehörigen Fahrzeug(en ) geeignet sein .
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 64                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         25 . 5 . 92
              6.2.    Anhängeböcke dürfen nicht an den Fahrzeugrahmen , den Aufbau oder an anderen Fahrzeugteilen
                      angeschweißt werden.
              6.3 .   Anhängeböcke müssen die Prüfanforderungen nach Anhang VI , Punkt 4.3 , erfüllen .
              7.      SATTELKUPPLUNGEN UND LENKKEILE
                      Die Anforderungen der Punkte 7.1 bis 7.9 gelten für alle Sattelkupplungen der Klasse G50.
                      Unter Punkt 7.10 sind diejenigen Anforderungen aufgeführt, die über die allgemeinen Anforderungen
                      hinaus von den genannten Sattelkupplungen erfüllt werden müssen .
                      Lenkkeile müssen die Anforderungen des Punktes 7.9 erfüllen .
              7.1 .   Kuppelbare Zugsattelzapfen
                      Die Sattelkupplungen der Klasse G50 müssen so gebaut sein , daß sie die Zugsattelzapfen der
                      Klasse H50 kuppeln können und mit diesen die vorgeschriebenen Eigenschaften aufweisen.
              7.2 .   Selbsttätigkeit
                      Sattelkupplungen müssen selbsttätig sein.
              7.3 .   Leiteinrichtungen
                      Sattelkupplungen müssen mit einer Leiteinrichtung ausgerüstet sein , die ein sicheres und gefahrloses
                      Kuppeln der Zugsattelzapfen ermöglicht. Die Einfahrbreite der Leiteinrichtung muß mindestens
                      350 mm betragen .
              7.4 .   Mindestbeweglichkeit der Sattelkupplung mit eingekuppeltem Zugsattelzapfen (aber ohne Anbau der
                      Sattelkupplung an einer Montageplatte oder am Fahrzeug)
                      Sattelkupplungen müssen in der Schließstellung Schwenkbewegungen des Zugsattelzapfens in
                      Fahrstellung von mindestens
              7.4.1 .  ± 90° um ihre vertikale Achse (gilt nicht für Sattelkupplungen mit Zwangslenkung) sowie gleich­
                      zeitig
              7.4.2.   ± 12° um ihre horizontale Achse quer zur Fahrtrichtung ermöglichen . ( Dieser Winkel ist nicht
                      unbedingt ausreichend für Betrieb im Gelände .)
              7.4.3 . Eine Schwenkbewegung um ihre Längsachse von bis zu ± 3° ist zulässig . Von einer schwenkbaren
                      Sattelkupplung darf dieser Winkel überschritten werden , wenn eine Sperre es ermöglicht , die
                      Winkelbeweglichkeit auf ± 3° zu begrenzen .
              7.5 .   Sicherungen gegen das Öffnen der Sattelkupplung
                      Der Verschlußmechanismus der Sattelkupplung muß den Zugsattelzapfen zweifach formschlüssig
                      sichern, wobei die zweite Sicherung auf die erste wirken darf. Die erste Sicherung muß beim Einkuppeln
                       selbsttätig wirksam werden . Falls die zweite Sicherung von Hand eingelegt werden muß, darf sie sich
                      nur dann einlegen lassen , wenn die erste Sicherung wirksam ist. Wird die zweite Sicherung selbsttätig
                      wirksam , muß das Eingreifen beider Sicherungen augenfällig gekennzeichnet sein .
              7.6 .   Betätigungseinrichtungen
                      Betätigungseinrichtungen müssen in der Schließstellung gegen unbeabsichtigtes Betätigen gesichert
                      sein .
               7.7 .  Oberflächengestaltung
                      Die Oberflächen der Sattelkupplungsplatte und des Kupplungsschlosses müssen einwandfrei und
                       funktionell gestaltet und sorgfältig maschinell bearbeitet, geschmiedet, gegossen oder gepreßt sein .
               7.8 .   Belastungsanforderungen
                       Alle Sattelkupplungen müssen die Prüfanforderungen nach Anhang VI , Punkt 4.6 , erfüllen .
               7.9 .   Lenkkeile
                       Sattelkupplungen , der Klasse G50-X , die nicht für die Zwangslenkung geeignet sind , müssen
                       entsprechend gekennzeichnet sein .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 134 / 65
            7.9.1 .  Lenkkeile für Zwangslenkung an Sattelanhängern müssen in ihren Abmessungen der Abbildung 16
                     entsprechen.
            7.9.2 .  Der Lenkkeil muß ein sicheres und gefahrloses Kuppeln ermöglichen. Der Lenkkeil muiß gefedert sein.
                     Die Kraft der Feder ist so zu wählen, dpß das Kuppeln des unbeladenen Sattelanhängers möglich und
                     bei voller Beladung des Sattelanhängers das Anliegen des Lenkkeils an den Flanken der Sattelkupplung
                     im Fahrbetrieb sichergestellt ist. Das Öffnen der Sattelkupplung muß sowohl bei beladenem, als auch
                     bei unbeladenem Sattelanhänger möglich sein.
            7.10 .   Besondere Anforderungen an genormte Sattelkupplungen
            7.10.1 . Genormte Sattelkupplungen der Klassen G50-1 , G50-2, G50-3 und G50-4 müssen die in Abbildung 15
                     und Tabelle 7 dargestellten Abmessungen einhalten.
            7.10.2 . Genormte Sattelkupplungen müssen für einen D-Wert von 150 kN und eine Sattellast U von
                     20 Tonnen geeignet und geprüft sein.
            7.10.3 . Das Öffnen der Kupplung muß durch einen direkt an der Sattelkupplung befindlichen Handhebel
                     erfolgen.
            7.10.4 . Genormte Sattelkupplungen müssen für die Zwangslenkung von Sattelanhängern über Lenkkeile
                     geeignet sein (siehe Punkt 7.9).
                                                                                   .J
                                    A-B
                     (vergrößert und um 90° gedreht,
                      mit Zugsattelzapfen dargestellt)
                     Der Raumbedarf des
                     Lenkkeils ist sicherzustellen
                                                                                                                       Anlagefläche
                                                                                                                       für den Lenkkeil
                                                                  Abbildung 15
                                        Abmessungen der genormten Sattelkupplungen (siehe Tabelle 7)
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 66                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  25 . 5 . 92
                                                           TABELLE 7
                           Abmessungen der genormten Sattelkupplungen in mm (siehe Abbildung 15 )
                                       G50-1               G50-2              G50-3                 G50-4
                H                    150 ±10              175 ± 10           200 ± 10             250 ± 10
                h                                             52
                α                                       mindestens ± 12°
                                                           Abbildung 16
                                               Abmessungen für gefederte Lenkkeile
                1 ) Gilt nur für eine Lenkkeildicke über 60 mm .
                2) Dieses Maß bezieht sich nur auf die Funktionsfläche, der Lenkkeil selbst kann länger sein .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 134 / 67
            8.       ZUGSATTELZAPFEN
            8.1 .    Die Zugsattelzapfen der Klasse H50 (entspricht ISO 337) müssen die in Abbildung 17 dargestellten
                     Abmessungen einhalten .
            8.2 .    Die Zugsattelzapfen müssen die Prüfanforderungen nach Anhang VI, Punkt 4.8 , erfüllen.
                                                                Abbildung 17
                                             Abmessungen des- Zugsattelzapfens der Klasse H50
                     *) Wahlweise Fase 2 i x 45 c
            9.       MONTAGEPLATTEN
            9.1 .    Montageplatten der Klasse J für Sattelkupplungen müssen mit ihrem Lochbild den Klassen G50-1 ,
                     G50-2, G50-3 und G50-4 entsprechen, sofern sie für genormte Sattelkupplungen vorgesehen sind.
            9.2.     Montageplatten für genormte Sattelkupplungen müssen für die Zwangslenkung (Lenkkeile) von
                     Sattelanhängern geeignet sein. Montageplatten für nicht genormte Sattelkupplungen, die nicht für
                     Zwangslenkung geeignet sind, müssen entsprechend gekennzeichnet sein.
            9.3 .    Montageplatten für Sattelkupplungen müssen die Prüfanforderungen nach Anhang VI, Punkt 4.7,
                     erfüllen .
            10 .     EINRICHTUNGEN ZUR FERNANZEIGE UND FERNBETÄTIGUNG
            10.1 .   Allgemeine Anforderungen
                     Einrichtungen zur Fernanzeige und Fernbetätigung sind zulässig an selbsttätigen Verbindungseinrich­
                     tungen der Klassen C50-X und G50-X.
                     Einrichtungen zur Fernanzeige und Fernbetätigung dürfen die zur Erreichung der Mindestbeweglich­
                     keit der gekuppelten Zugöse bzw. des gekuppelten Sattelanhängers erforderlichen Bewegungen nicht
                     beeinträchtigen. Sie müssen fest mit dem Fahrzeug verbunden sein.
                     Die gesamten Einrichtungen zur Fernanzeige oder Fernbetätigung gehören mit allen Teilen der
                     Betätigungseinrichtung und der Übertragungseinrichtung zum Prüf- und Genehmigungsumfang der
                     Kupplung.
            10.2.    Fernanzeige
            10.2.1 . Einrichtungen zur Fernanzeige müssen das Erreichen der geschlossenen und zweifach gesicherten
                     Stellung der Kupplung beim selbsttätigen Kupplungsvorgang im Führerhaus durch ein optisches Signal
                     entsprechend Punkt 10.2.2 und/oder 10.2.3 anzeigen.
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 68                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          25 . 5 . 92
             10.2.2 . Der Übergang vom geöffneten zum geschlossenen und zweifach gesicherten Zustand muß durch eine
                      grüne Kontrolleuchte angezeigt werden«
             10.2.3 . Wird auch die geöffnete und / oder ungesicherte Stellung angezeigt , so ist eine rote Kontrolleuchte zu
                      verwenden .
             10.2.4 . Bei Anzeige des Endes des selbsttätigen Kuppelvorgangs darf die Fernanzeige den geschlossenen
                      Zustand nur anzeigen, wenn die Kupplungseinrichtungen tatsächlich verbunden sind (z . B. daß der
                      Bolzen tatsächlich in die Zugöse eingekuppelt hat).
             10.2.5 . Kein Fehler im Fernanzeigesystem darf eine geschlossene und gesicherte Stellung während des
                      KuppelVorgangs anzeigen, solange die Endstellung noch nicht erreicht wurde.
             10.2.6 . Bereits das Ausrücken einer der beiden Sicherungen muß zum Erlöschen der grünen Kontrolleuchte
                      führen und / oder die rote Kontrolleuchte aufleuchten lassen .
             10.2.7 . Die mechanische Anzeige direkt an der Kupplung muß erhalten bleiben . Die Fernanzeige muß
                      selbsttätig während des Kuppelvorgangs in Gang gesetzt werden .
             10.2.8 . Die Einrichtung zur Fernanzeige darf abschaltbar sein oder sich selbsttätig abschalten, um Ablenkun­
                      gen des Fahrers während der Fahrt zu vermeiden .
             10.2.9 . Die zur Fernanzeige gehörigen Bedienungs- und Anzeigeelemente müssen im Sichtbereich des Fahrers
                      untergebracht und unverwechselbar und dauerhaft gekennzeichnet sein.
             10.3 .   Fernbetätigung
             10.3.1 . Bei Vorhandensein einer Fernbetätigung ist eine Einrichtung zur Fernanzeige nach Punkt 10.2
                      erforderlich , die auch die Anzeige des geöffneten Zustandes umfaßt.
             10.3.2.  Das Öffnen der Kupplung mittels der Fernbetätigung muß über einen eigenen Schalter freigegeben bzw.
                      verhindert werden können (Hauptschalterfunktion). Falls dieser Hauptschalter nicht im Führerhaus
                      sitzt, darf der Schalter für Unbefugte nicht frei zugänglich sein bzw. muß absperrbar sein. Die
                      Betätigung der Kupplung selbst darf vom Führerhaus aus nur dann möglich sein , wenn unbeabsich­
                      tigtes Betätigen ausgeschlossen ist. Es muß erkennbar sein , ob das Öffnen der Kupplung mittels der
                      Fernbetätigung freigegeben ist oder nicht .
             10.3.3 . Erfolgt bei der Fernbetätigung das Öffnen der Kupplung durch Fremdkraft, so muß der Zustand , in
                      dem die Fremdkraft auf die Kupplung wirkt , dem Fahrer sinnfällig angezeigt werden . Dies ist nicht
                      erforderlich , wenn die Fremdkraft nur während des Betätigens der Fernbetätigung wirksam ist.
             10.3.4.  Wenn die Betätigungseinrichtung für das Öffnen der Kupplung mittels der Fernbetätigung außen am
                      Fahrzeug angebracht ist, muß der Bereich zwischen den gekuppelten Fahrzeugen zu übersehen sein; es
                      darf jedoch nicht erforderlich sein , zu ihrer Betätigung in diesen Bereich zu treten .
             10.3.5 . Ein einzelner Bedienungsfehler oder das Auftreten eines einzelnen beliebigen Fehlers in der Einrichtung
                      darf nicht zum ungewollten Öffnen der Kupplung bei Straßenfahrt führen. Ein Fehler in der
                      Einrichtung muß von der Einrichtung unmittelbar angezeigt werden, oder er muß spätestens bei der
                      nächsten Betätigung (z . B. durch eine Fehlfunktion ) erkennbar sein.
             10.3.6 . Im Fall des Versagens der Fernbetätigung muß es möglich sein, die Kupplung im Notfall auf mindestens
                      eine andere Art zu öffnen . Falls hierzu Werkzeug erforderlich ist, muß dieses im Bordwerkzeug
                      enthalten sein. Für Handhebel , die ausschließlich dem Öffnen der Kupplung im Notfall dienen , gelten
                      die Anforderungen aus Anhang V, Punkt 3.8 , nicht.
             10.3.7 . Die zur Einrichtung für Fernbetätigung gehörenden Bedienungs- und Anzeigeelemente müssen
                      unverwechselbar und dauerhaft gekennzeichnet sein .
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                                                           ANHANG VI
                         PRÜFUNG VON MECHANISCHEN VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN
            1.     ALLGEMEINE PRÜFVORSCHRIFTEN
            1.1 .  Bei Verbindungseinrichtungen sind Muster zu prüfen . Es sind Festigkeits- und Funktionsprüfungen
                   durchzuführen . Der Technische Dienst kann jedoch auf Festigkeitsprüfungen verzichten , wenn die
                   einzelne Bauweise einer Einrichtung eine theoretische Überprüfung zuläßt.
            1.2.   Bei Verbindungseinrichtungen ist die Festigkeit durch eine dynamische Prüfung (Dauerschwingver­
                   such ) nachzuweisen . In besonderen Fällen können zusätzlich statische Prüfungen erforderlich sein
                   (siehe Abschnitt 4 ). Bei einfach gestalteten und erfahrungsgemäß ohne Dauerschwingversuch sicher
                   erfaßbaren Einrichtungen der Klasse E genügt die statische Prüfung oder ein rechnerischer Nachweis.
                   Im Zweifelsfall ist das Ergebnis einer dynamischen Prüfung maßgebend. Über das anzuwendende
                   Prüfverfahren entscheidet der zuständige Technische Dienst .
            1.3 .  Nachrechnungen müssen eine Gleichwertigkeit der Ergebnisse mit denen von dynamischen bzw .
                   statischen Prüfungen gewährleisten .
            1.4.   Der Dauerschwingversuch ist mit möglichst sinusförmiger Beanspruchung (wechselnd und / oder
                   schwellend ) mit einer vom Werkstoff abhängigen Lastspielzahl durchzuführen . Hierbei dürfen keine
                   Anrisse bzw. Brüche auftreten .
            1.5 .  Bei den vorgeschriebenen statischen Prüfungen sind nur geringfügige bleibende Verformungen
                   zulässig. Die plastischen Verformungen nach der Entlastung dürfen nicht mehr als 1 0 % der maximalen
                   Verformung betragen .
            1.6 .  Die Grundlage für die Lastannahmen bilden die horizontale Kraftkomponente in der Fahrzeuglängs­
                   achse und die vertikale Kraftkomponente. Horizontale Kraftkomponenten quer zur Fahrzeuglängs­
                   achse sowie Momente bleiben, solange sie von untergeordneter Bedeutung sind , unberücksichtigt.
                   Wenn durch die Konstruktion der Verbindungseinrichtung oder ihre Anbringung am Fahrzeug oder
                   durch den Anbau von zusätzlichen Einrichtungen (wie Stabilisierungseinrichtungen , Kurzkuppel­
                   systeme usw.) zusätzliche Kräfte oder Momente erzeugt werden , so können weitere Prüfungen vom
                   Technischen Dienst gefordert werden .
                   Die horizontale Kraftkomponente in der Fahrzeuglängsachse wird durch eine rechnerisch ermittelte
                   Vergleichskraft , den D-Wert entsprechend der Definition nach Anhang I, Punkt 2.1.18 , dargestellt .
                   Die vertikale Kraftkomponente wird , soweit zutreffend , durch die statische Stützlast S am Kup­
                   pelpunkt und eine angenommene Vertikalkraft V, entsprechend der Definition in Anhang I ,
                   Punkt 2.1.19 , oder durch die Sattellast U bei Sattelkupplungen gebildet .
            1 .7 . Die den Prüfungen zugrunde zu legenden Kennwerte D , S, V bzw. U sind dem Antrag des Antragstellers
                   auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung zu entnehmen .
            2.     DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNGEN
            2.1 .  Bei den dynamischen Prüfungen (Dauerschwingversuchen) und statischen Prüfungen ist durch
                   geeigneten Aufbau des Prüfmusters und Wahl der Krafteinleitungsvorrichtung dafür zu sorgen , daß
                   außer der vorgesehenen Prüfkraft keine zusätzlichen Momente oder Kräfte eingeleitet werden . Bei
                   wechselnder Prüfung darf die Richtung der Krafteinleitung nicht mehr als ± 1 0 von der vorgesehenen
                   Richtung abweichen . Bei schwellender und statischer Prüfung ist der Winkel bei Oberkraft
                   einzustellen. In der Regel ist es hierzu erforderlich , an der Krafteinleitungsstelle ( = Kuppelpunkt) ein
                   Gelenk und in ausreichendem Abstand davon ein zweites Gelenk vorzusehen .
            2.2.   Die Prüffrequenz darf 35 Hz nicht überschreiten . Die ausgewählte Prüffrequenz muß ausreichenden
                   Abstand von den Resonanzfrequenzen der Prüfeinrichtung einschließlich des Prüfmusters haben. Bei
                   asynchroner Prüfung müssen die Frequenzen der beiden Kraftkomponenten ca. 1 bis max. 3%
                   voneinander abweichen. Für Verbindungseinrichtungen aus Stahl und Stahlguß beträgt die Lastspiel­
                   zahl 2 x 106 . Für Verbindungseinrichtungen aus anderen Werkstoffen als Stahl kann eine höhere
                   Lastspielzahl erforderlich sein .
                   Die Rißprüfung erfolgt grundsätzlich mit dem Farbeindringverfahren; gleichwertige andere Verfahren
                   sind zulässig .
            2.3 .  Bei wechselnder Prüfkraft (-komponente) ist die Mittelkraft Null . Bei schwellender Prüfung ist die
                   Prüfkraft gleich der Oberkraft, die Unterkraft darf bis 5% der Oberkraft betragen , wenn in den
                   besonderen Prüfvorschriften nichts anderes angegeben ist .
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              2.4 . Bei statischen Prüfungen ist die Prüfkraft ruhig und zügig aufzubringen und mindestens 60 Sekunden zu
                    halten .
              2.5 . Die zu prüfenden Verbindungseinrichtungen sind in der Regel möglichst starr auf einem Prüfgestell in
                     der geometrischen Lage zu befestigen , in der sie auch in das dafür vorgesehene Fahrzeug eingebaut
                     werden . Es sind diejenigen Befestigungselemente zu verwenden , die vom Hersteller bzw. Antragsteller
                     dafür vorgeschrieben sind; sie müssen für die Befestigung am Fahrzeug vorgesehen und geeignet sein
                     oder gleiche mechanische Kennwerte aufweisen .
              2.6 .  Verbindungseinrichtungen sind vorzugsweise im Originalzustand, wie sie für den Straßengebrauch
                     vorgesehen sind , zu prüfen . Elastische Glieder dürfen nach Ermessen des Herstellers und in
                     Übereinstimmung mit dem Technischen Dienst ausgeschaltet werden , wenn es für das Prüfverfahren
                    erforderlich ist und das Prüfergebnis dadurch nicht verfälscht wird .
                     Elastische Glieder, die offensichtlich durch das komprimierte Prüfverfahren überhitzt werden , dürfen
                     während der Prüfung ausgetauscht werden .
                     Die Prüfkräfte dürfen über besondere spielfreie Einrichtungen aufgebracht werden .
              3.     ZEICHEN UND DEFINITIONEN IN ANHANG VI
                    Av       = zulässige Achslast der gelenkten Achse in Tonnen
                    C        = technische Gesamtmasse des Zentralachsanhängers in Tonnen (nach Anhang I ,
                                Punkt 2.1.18 )
                    D        = D-Wert in kN ( nach Anhang I , Punkt 2.1.18 )
                    R        = technische Gesamtmasse des Anhängers in Tonnen ( nach Anhang I , Punkt 2.1.18 )
                    T        = technische Gesamtmasse des Zugfahrzeugs in Tonnen ( nach Anhang I , Punkt 2.1.18 )
                    Fa       = statische Abhebekraft in kN
                    Fj,      = horizontale Komponente der Prüfkraft in der Fahrzeuglängsachse in kN
                    Fs       = vertikale Komponente der Prüfkraft in kN
                    Fq       = horizontale Komponente der Prüfkraft quer zur Fahrzeuglängsachse in kN
                    Fhsres = resultierende Prüfkraft aus Fh und Fs in kN
                    Fhqr« = resultierende Prüfkraft aus Fh und Fq in kN
                    S        = zulässige statische Stützlast in kg
                    U        = zulässige statische Sattellast in Tonnen
                    V        = V-Wert in kN ( nach Anhang I , Punkt 2.1.19 )
                    a        = vertikale Vergleichsbeschleunigung im Kuppelpunkt von Zentralachsanhängern , abhängig
                                von der Federungsart der Hinterachse des Zugfahrzeugs
                    e        = horizontaler Abstand zwischen dem Kuppelpunkt von abnehmbaren Kupplungskugeln und
                                der vertikalen Ebene durch die Befestigungspunkte (siehe Abbildungen 23 bis 26 ) in mm
                    f        = vertikaler Abstand zwischen dem Kuppelpunkt von abnehmbaren Kupplungskugeln und der
                                horizontalen Ebene durch die Befestigungspunkte ( siehe Abbildungen 22 bis 26 ) in mm
                    g        = Erdbeschleunigung, hier: 9,81 m / s2
                    1        = wirksame Deichsellänge vom Kuppelpunkt bis zur Achsmitte in m
                    n        = Abstand zwischen Kuppelpunkt und der Mittellinie der Lenkachse in mm
                    r        = Lenkrollradius in mm
                    s        = Spurweite in mm
                    x        = Länge der Ladefläche eines Zentralachsanhängers in m
                    Indizes :
                    O = für Oberkraft
                    U = für Unterkraft
                    w = wechselnd
                    h   = horizontal
                    s   = vertikal
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            4.       BESONDERE PRUFVORSCHRIFTEN
            4.1 .    Kupplungskugeln mit Halterung
            4.1.1 .  Man unterscheidet zwischen folgenden mechanischen Verbindungseinrichtungen von Kupplungs­
                     kugeln :
                     — einteilige Kupplungskugeln einschließlich der nicht austauschbaren abnehmbaren Kugeln (siehe
                         Abbildung 21 ),
                     — Kupplungskugeln, die aus einer Anzahl abbaubarer Teile bestehen (siehe Abbildungen 22, 23
                         und 24 ),
                     — Halterungen ( siehe Abbildung 25 ).
            4.1.2.   Grundsätzlich ist eine dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch) mit wechselnder Prüfkraft
                     durchzufuhren. Das Prüfobjekt besteht aus der Kupplungskugel, dem Kugelhals und den notwendigen
                     Halterungen zur Befestigung am Fahrzeug. Die Kupplungskugel mit Halterung wird auf einer
                     Prüfeinrichtung, die in der Lage ist, wechselnde Kräfte zu erzeugen, in der geometrischen Lage starr
                     befestigt, wie es auch für die vorgesehene Verwendung beabsichtigt ist.
            4.1 .3 . Die Lage der Verankerungspunkte für die Befestigung der Kupplungskugel mit Halterung wird durch
                     den Fahrzeughersteller vorgegeben (siehe Anhang VII, Punkt 1.3 ).
            4.1 .4 . Die Einrichtungen, die einer Prüfung unterzogen werden , müssen mit allen konstruktiven Einzelheiten
                     versehen sein, die einen Einfluß auf die Festigkeit haben (z. B. elektrische Grundplatte, Kennzeichnung
                     usw.). Die Prüfung endet an den Verankerungs- oder Befestigungspunkten. Die geometrische Lage der
                     Kupplungskugel und der Befestigungspunkte der Verbindungseinrichtung in bezug auf die Bezugslinie
                     müssen vom Fahrzeughersteller angegeben und im Prüfbericht festgehalten werden.
                     Alle Lagen der Befestigungspunkte im Verhältnis zur Bezugslinie, die vom Fahrzeughersteller dem
                     Hersteller der Verbindungseinrichtung angegeben werden , müssen auf dem Prüfstand wiederholt
                     werden .
            4.1.5 .  Die auf dem Prüfstand aufjgebaute Einrichtung muß einer Prüfung mit einer Dauerfestigkeitsprüf­
                     maschine ( z. B. Resonanzpulser) unterworfen werden.
                     Die Prüfkraft ist eine Wechselkraft und muß unter einem Winkel von 15° ± 1 ° , wie es in Abbildung 1 8
                     und/oder 19 gezeigt wird, auf die Kupplungskugel aufgebracht werden. Liegt die Mitte der
                     Kupplungskugel höher als die Parallele zur Bezugslinie, die durch den höchsten der nächstliegenden
                     Befestigungspunkte geht, so ist die Prüfrichtung I ( - a) zu wählen (siehe Abbildung 18 ). Liegt die Mitte
                     der Kupplungskugel tiefer als die Parallele der Bezugslinie, die durch den höchsten der nächstliegenden
                     Befestigungspunkte geht, so ist die Prüfrichtung II ( + a) zu wählen (siehe Abbildung 19).
                     Dieser Winkel wurde gewählt, um den vertikalen statischen und dynamischen Lasten Rechnung zu
                     tragen. Dieses Prüfverfahren ist nur bis zu einer zulässigen statischen Stützlast
                                                                         120 -D
                                                                   S =
                                                                            g
                     zulässig.
                     Bei einer Stützlast S von mehr als
                                                                      120    D
                                                                          g
                     muß der Prüfwinkel auf 20° erhöht werden.
                     Die dynamische Prüfung muß mit folgender Prüfkraft durchgefühlt werden:               = ± 0,6 • D.
                                                                   Abbildung 18
                                                                   Prüfrichtung I
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                                                                                                   horizontale Bezugslinie
                                                                    Abbildung 19
                                                                    Prüfrichtung n
                                                   höchster Befestigungspunkt
                                                                    Abbildung 20
                                                         Auswahlkriterien für die Prüfwinkel
                                                                     Abbildung 21
                                                             Einteilige Kupplungskugeln
              4.1 .6.   Das Prüfverfahren lrann bei den verschiedenen Arten von Kupplungseinrichtungen (siehe Punkt 4.1.1 )
                        wie folgt angewendet werden:
              4.1.6.1 . Einteilige Kupplungskugeln einschließlich Einrichtungen mit nicht austausch­
                        baren abnehmbaren Kugeln ( siehe Abbildung 21 )
                        Die Festigkeitsprüfung für Einrichtungen nach Abbildung 21 werden entsprechend den Anforderungen
                        des Punktes 4.1.5 durchgeführt;
              4.1.6.2.  Kupplungskugeln , die Teile umfassen , die abgebaut werden können
                        Folgende Arten werden unterschieden:
                        — Halterung mit Kugel (siehe Abbildung 22),
                        — Halterung mit Kugel mit integriertem Halter (siehe Abbildung 23),
                        — Halterung mit Kugel (siehe Abbildung 24),
                        — Halterung ohne Kugel (siehe Abbildung 25).
 ---pagebreak--- *25 . 5 . 92      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften             Nr. C 134 / 73
                                      Abbildung 22
                                   Halterung mit Kugel
                                                                      \
                                      Abbildung 23
                        Halterung mit Kugel mit integriertem Halter
                                                                    /Ts
                                                          M-h
                                      Abbildung 24
                                   Halterung mit Kugel
             4 /-4
                                      Abbildung 25
                                        Halterung
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 74                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            25 . 5 . 92
                           Die Festigkeitsprüfung für die Einrichtungen nach den Abbildungen 22 bis 24 ist entsprechend den
                           Anforderungen des Punktes 4.1.5 durchzuführen.
                           Die Abmessungen von e und f sind mit einer Fertigungstoleranz von ± 5 mm im Prüfbericht
                           anzugeben.
                           Die Prüfimg der Halterung allein (siehe Abbildung 25) muß mit einer angebauten Kugel (mit Halter)
                           durchgeführt werden. Dabei wird nur das Ergebnis berücksichtigt, das sich an der Halterung selbst
                           zwischen den Befestigungspunkten und der Anbringungsstelle des Kugelhalters zeigt.
                           Die Abmessungen von e und f werden durch den Hersteller der Verbindungseinrichtung vorge­
                           geben.
              4.1.6.3 .    Kupplungseinrichtungen mit veränderlichen Abmessungen von e und f für
                           abbaubare und austauschbare Kupplungskugeln
              4.1 .6.3.1 . Die Festigkeitsprüfungen für solche Halterungen (siehe auch Abbildung 26) müssen entsprechend den
                           Anforderungen von Punkt 4.1.5 durchgeführt werden.
              4.1.6.3.2. Falls ein Fall gefunden werden kann, der die ungünstigste Zusammenstellung berücksichtigt, ist eine
                           Prüfung ausreichend. Dieser Fall ist vom Hersteller und dem Technischen Dienst gemeinsam
                           festzulegen.
                           Andernfalls sind verschiedene Kugellagen in einem vereinfachten Prüfprogramm entsprechend
                           Punkt 4.1.6.3.3 durchzufuhren.
              4.1.6.3.3 . In einem vereinfachten Prüfablauf ist der Wert für f zwischen einem kleinsten fmin und einem größten
                           fmax festzulegen. Der Unterschied darf nicht mehr als 100 mm betragen. Die Kugelmitte darf maximal
                           in einem horizontalen Abstand von 130 mm {cmax) vom Halter sein.
                           Um alle möglichen Lagen der Kugel in einem vorgegebenen Feld, das aus dem horizontalen Abstand
                           von der Befestigungsfläche und dem vertikalen Bereich von f (f,^ bis L.J besteht, abzudecken, müssen
                           zwei Einrichtungen geprüft werden:
                           — eine mit der Kugel in der obersten Lage (fmax) und
                           — eine mit der Kugel in der niedrigsten Lage (fmi„ ).
                           Wenn das Feld der möglichen Kugellagen durch die Parallele zur Bezugslinie geteilt wird (siehe
                           Abbildung 26c), so sind folgende Prüfwinkel maßgebend:
                            — a für die Kugel über der Bezugslinie und
                            + a für die Kugel unter der Bezugslinie (siehe Abbildung 20).
                           a) fmax unter der Parallele zur Bezugslinie
                               Prüfwinkel : +a
                                                        Parallele zur Bezugslinie
                                                                                                                             Kugel unterhalb
                                                                       Abbildung 26a
                                                   Halterung mit Halter für unterschiedliche Kugellagen
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr . C 134 / 75
                    b)       über der Parallele zur Bezugsünie
                        Prüfwinkel : -o
                                                               Abbildung 26b
                                            Halterung mit Halter für unterschiedliche Kugellagen
                    c) f„ar über der Parallele zur Bezugslinie, f,^ unter der Parallele zur Bezugslinie
                        Prüfwinkel: + a und - a
                                                               Abbildung 26c
                                            Halterung mit Halter für unterschiedliche Kugellagen
            4.2.    Zugkugelkupphingca
            4.2.1 . Grundsätzlich sind eine dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch) mit wechselnder Prüfkraft und
                    eine statische Prüfung (Abhebeversuch) an je einem Prüfmuster durchzuführen.
            4.2.2.  Die dynamische Prüfung wird mit einer Kupplungskugel der Klasse A entsprechender Festigkeit
                    ausgeführt. Die Zugkugelkupplung und die Kupplungskugel werden nach 'Herstelleranweisung
                    entsprechend ihrer Befestigung am Fahrzeug auf der Prüfanlage aufgebaut. Es ist zu verhindern, daß
                    zusätzlich zu der Prüfkraft andere Kräfte einwirken können.
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 76                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          25 . 5 . 92
                     Die Prüfkran: wird in einer Kraftwirkungslinie, die durch die Kugelmitte geht und um 15° nach hinten
                     unten geneigt ist, aufgebracht (siehe Abbildung 27).                             v
                     Es wird ein Dauerschwingversuch an einem Prüfmuster mit folgender Prüfkraft durchgeführt:
                                                               Fhs res w = ±      D
                                                                  Abbildung 27
                                                              Dauerschwingversuch
             4.2.3 . Zusätzlich wird ein statischer Abhebeversuch durchgeführt. Die bei dem Versuch verwendete
                     Kupplungskugel muß einen Durchmesser von
                                                                    ,in + 0.13
                                                                    49_o       mm
                     aufweisen, um eine abgenutzte Kupplungskugel darzustellen. Die Abhebekraft FA wird zügig auf einen
                     Wert von C + S gesteigert und für 10 Sekunden gehalten (siehe Abbildung 28). Dabei darf sich die
                     Kugel nicht ablösen, und die Zugkupplung darf keine bleibenden Verformungen aufweisen, die ihre
                     Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
                                                                      M
                                                                  Abbildung 28
                                                                 Abhebeversuch
             4.3 .   Bolzenkupphingen und Anhängeböcke
             4.3.1 . Es ist grundsätzlich eine dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch ) an einem Prüfmuster durchzu­
                     führen. Die Bolzenkupplung ist mit allen Befestigungsteilen zu versehen, die erforderlich sind, um sie
                     am Fahrzeugrahmen anzubringen .
                     Zwischenelemente, die zwischen Bolzenkupplung und Fahrzeugrahmen eingebaut werden (Anhänge ­
                     böcke), sind mit den gleichen Prüfkräften wie die Bolzenkupplungen zu prüfen.
             4.3.2.  Bolzenkupplungen, die zur Verwendung mit vertikal schwenkbaren Zugeinrichtungen vorgesehen sind
                     (S = O)
                     Die dynamische Prüfung ist mit einer wechselnden Prüfkraft von Fhw _ ± 0,6 D in einer Kraftwir­
                     kungslinie, die parallel zur Fahrbahn in Längsmittelebene des Zugfahrzeugs durch den Mittelpunkt des
                     Kupplungsbolzens geht, durchzuführen .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr . C 134 / 77
            4.3.3 .   Bolzenkupplungen, die zur Verwendung mit vertikal nicht schwenkbaren Zugeinrichtungen (Zentral­
                      achsanhänger) vorgesehen sind (S > O)
            4.3.3.1 . Masse des Zentralachsanhängers bis einschließlich 3,5 Tonnen
                      Bolzenkupplungen, die zur Verwendung an Anhängern mk vertikal nicht schwenkbarer Zugeinrich­
                      tung bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen vorgesehen sind, werden wie Kupplungskugeln mit
                      Halterung nach Punkt 4.1 dieses Anhangs geprüft.
            4.3.3.2.  Masse des Zentralachsanhängers von mehr als 3,5 Tonnen
                      Die Prüflasten werden in einem Asynchron-Dauerschwingversuch in horizontaler und vertikaler
                      Richtung auf das Prüfmuster aufgebracht. Die horizontale Kraftwirkungslinie wirkt parallel zur
                      Fahrbahn in Längsmittelebene des Zugfahrzeugs durch den Mittelpunkt des Kupplungsbolzens; die
                      vertikale Kraftwirkungslinie steht senkrecht auf der Fahrbahn und geht in der Längsmittelebene des
                      Zugfahrzeugs durch den Mittelpunkt des Kupplungsbolzens (siehe Abbildung 29 ).
                      Die Befestigungselemente für die Bolzenkupplung und die Zugöse an der Prüfeinrichtung müssen den
                      Befestigungselementen entsprechen, die der Hersteller für die Befestigung am Fahrzeug in seiner
                      Anbauanweisung vorgibt.
                      Folgende Prüflasten sind am Kuppelpunkt aufzubringen:
                                   Prüfkraft                      Mittelwert (kN)                  Amplitude (kN)
                      Horizontale Kraft                                   0                           ± 0,6   D
                                                                        g · S
                      Vertikale Kraft                                  1 000                         ± 0,6    V
                      Die Prüfkraft setzt sich aus der geometrischen Addition der vertikalen und horizontalen Komponente
                      zusammen. Dies kann durch die Prüfanordnung entsprechend Abbildung 29 erreicht werden. Die
                      vertikalen und horizontalen Komponenten müssen simsförmig sein und asynchron aufgebracht
                      werden, wobei der Unterschied ihrer Frequenzen zwischen 1 und 3% betragen muß, damit die
                      resultierende Prüfkraft in allen Richtungen wirken kann .
            4.3.4.    Statische Prüfung des Verschlusses des Kupplungsbolzens
                      Bei den Bolzenkupplungen sind außerdem der Verschluß und jede Sicherung mit einer in Öffnungs­
                      richtung wirkenden statischen Kraft von 0,25 D zu prüfen. Dabei darf der Verschluß nicht öffnen, und
                      es dürfen keine Beschädigungen auftreten. Bei zylindrischen Kuppelbolzen genügt eine Prüfkraft
                      von 0,1 D.
                                                                  Abbildung 29
                                                    Prüfaufbau für Bolzenkupplungen (Beispiel)
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 78                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             25 . 5 . 92
              4.4 .     Zugösen
              4.4. 1 .  Zugösen werden der gleichen dynamischen Prüfung unterzogen wie die Bolzenkupplungen. Zugösen ,
                        die nur zur Verwendung an Anhängern mit vertikal schwenkbarer Zugeinrichtung vorgesehen sind,
                        werden nach Punkt 4.3.2 einer Wechselbelastung unterworfen. Zugösen , die auch zur Verwendung an
                        Zentralachsanhängern mit vertikal nicht schwenkbarer Zugeinrichtung vorgesehen sind, werden bis zu
                        einer Anhängermasse C von 3,5 Tonnen wie Zugkugelkupplungen nach Punkt 4.2 bzw. bei
                        Zentralachsanhängern mit einer Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen wie Bolzenkupplungen nach
                        Punkt 4.3.3.2 geprüft.
              4.4.2.    Die Prüfung der Zugösen ist in der Weise durchzuführen , daß die Wechsellast auch auf die
                        Verbindungsteile wirkt, die für die Befestigung der Zugöse an der Zugdeichsel bzw . Zuggabel
                        erforderlich sind. Alle flexiblen Zwischenstücke sind zu blockieren .
              4.5 .     Zugeinrichtungen
              4.5.1 .   Zugeinrichtungen sind grundsätzlich wie Zugösen zu prüfen (siehe Punkt 4.4 ).
                        Falls wegen der einfachen Gestaltung des Bauteils ein rechnerischer Nachweis der Festigkeit möglich
                        ist, kann der Technische Dienst auf einen Dauerschwingversuch verzichten .
                        Die Lastannahmen für den Dauerschwingversuch oder die Nachrechnung der Zugeinrichtung von
                        Anhängern mit vertikal nicht schwenkbarer Zugeinrichtung mit einer Gesamtmasse bis einschließlich
                        3,5 Tonnen sind der ISO-Norm 7641 / 1 ( 1983 ) zu entnehmen .
                        Die Lastannahmen für die Nachrechnung von Zugeinrichtungen für Zentralachsanhänger mit einer
                        Gesamtmasse C von mehr als 3,5 Tonnen sind folgendem Ansatz zu entnehmen :
                                                                                (S-e
                                                             F
                                                             * SW = ±    0,6            + V ),
                                                                                1 000
                        wobei die Kraftamphtude V derjenigen von Anhang I , Punkt 2.1.19 , entspricht .
                        Dabei ist dem asynchronen Verlauf der horizontalen und vertikalen Komponenten der Kräfte dadurch
                        Rechnung zu tragen , daß die Summe der Biegemomente mit dem Faktor 0,75 multipliziert wird. Das so
                        reduzierte gesamte Biegemoment darf nicht geringer sein als das größte Einzelbiegemoment.
              4.5.2 .   Zusätzlich zum Dauerschwingversuch bzw. der Nachrechnung auf Festigkeit ist die Knicksicherheit
                        mit 3 D entweder mit einem Knickversuch oder durch Nachrechnung mit einer Lastannahme von 1 ,8 D
                        nachzuweisen .
              4.5.3 .   Außerdem ist bei gelenkten Achsen eine Nachrechnung auf die zulässigen Biegespannungen durch
                        Querkräfte erforderlich .
                        Lastannahme :
                                                                          r
                                                  Faw = g • 0,18 • Av •      (bei Achsschenkellenkung)
                                                                          n
                                                                           s
                                                  Fqw = 8 * °' 18 * Av *  2n
                                                                              ( bei Drehschemellenkung)
              4.6 .     Sattelkupplungen
              4.6.1 .   Es sind grundsätzlich eine dynamische und eine statische Prüfung (Abhebeprüfung) an einem
                        Prüfmuster durchzuführen . An Sattelkupplungen, die für Zwangslenkung des Sattelanhängers
                        vorgesehen sind, muß zusätzlich eine statische Biegeprüfung durchgeführt werden .
                        Für die Prüfungen ist die Sattelkupplung mit den Befestigungsteilen zu versehen , die erforderlich sind ,
                        um sie am Fahrzeugrahmen anzubringen . Der Aufbau hat so zu erfolgen , wie die Sattelkupplung später
                        im Fahrzeug angebracht werden soll .
              4.6.2 .   Statische Prüfungen
              4.6.2.1 . Sattelkupplungen , die einen Lenkkeil oder eine ähnliche Einrichtung für die Zwangslenkung von
                        Sattelanhängern aufnehmen sollen (siehe Anhang V, Punkt 7.9 ), müssen auf ihre ausreichende
                        Festigkeit durch einen starischen Biegeversuch im Wirkungsbereich der Lenkeinrichtung unter
                        gleichzeitiger Aufbringung der Sattellast geprüft werden .
                        Auf die Sattelkupplung in ihrer Betriebsstellung ist die zulässige Sattellast U senkrecht mittels einer
                        starren Platte von solcher Größe, daß die Sattelkupplung vollständig abgedeckt wird, aufzubringen .
                        Die Resultierende der aufgebrachten Last muß durch den Mittelpunkt der horizontalen Gelenkver­
                        bindung der Sattelkupplung gehen .
                        Gleichzeitig ist eine horizontale Querkraft, die die Kraft darstellt, die für die Zwangslenkung des
                        Sattelanhängers erforderlich ist, auf die Seiten der Führung des Kupplungszapfens aufzubringen . Die
                        Größe dieser Kraft und die Richtung, in die sie wirkt , sind so zu wählen , daß ein Moment von
                        0,75 m x D um den Mittelpunkt des Zugsattelzapfens eingeleitet wird .
                        Das Moment wird durch eine Kraft an einem Hebelarm von 0,5 m aufgebracht. Eine bleibende
                        (plastische) Verformung von 0,5% aller Nennmaße ist zulässig. Anrisse dürfen nicht auftreten .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr . C 134 / 79
            4.6.2.2 . Bei allen Sattelkupplungen ist ein statischer Abhebeversuch durchzuführen . Bis zu einer Abhebekraft
                      von FA = g • U darf keine größere bleibende Aufbiegung der Kupplungsplatte als 0,2 % ihrer Breite
                      auftreten .
                      Bei genormten Sattelkupplungen der Klasse G50 und vergleichbaren Sattelkupplungen für gleichen
                      Zapfendurchmesser darf bei einer Abhebekraft von FA = g • 2,5 • U keine Trennung des Zugsattel­
                      zapfens von der Sattelkupplung erfolgen .
                      Die Kraft wird über einen Hebel aufgebracht, der sich auf der einen Seite auf der Kupplungsplatte
                      abstützt und auf der anderen Seite im Abstand von 1 ,0 bis 1 ,5 m von der Zugsattelzapfenmitte
                      angehoben wird (siehe Abbildung 30 ). Der Hebelarm ist dabei um 90° zur Einfahrrichtung des
                      Zugsattelzapfens in die Sattelkupplung verdreht angeordnet. Es sind zwei Versuche mit um je 180°
                      verdrehtem Hebelarm am selben Muster durchzuführen . Für die zweite Prüfung darf ein neues Muster
                      verwendet werden .
            Ansicht von hinten
                                                                                      t ...
                                                                     Abbildung 30
                                     Statischer Abhebeversuch für Sattelkupplungen (Skizze des Prüfaufbaus)
            4.6.3 .   Dynamische Prüfung
                      Die Sattelkupplung ist Wechselbeanspruchungen auf einem Prüfstand zu unterwerfen (Asyn­
                      chron-Dauerschwingversuch ), bei denen gleichzeitig horizontale Wechsel- und vertikale Schwellkräfte
                      auf die Sattelkupplung einwirken .
            4.6.3.1 . Bei Sattelkupplungen , die nicht für die Zwangslenkung von Sattelanhängern vorgesehen sind , müssen
                      folgende Kräfte wirken :
                      — horizontal: Fhw = ± 0,6 • D
                      — vertikal:      Fs0 = g • 1 ,2 • U
                                       FsU = g * 0,4 • U
                      Diese beiden Kräfte müssen auf die Längsmittelebene des Fahrzeugs aufgebracht werden , wobei Fs0 y
                      durch den Mittelpunkt der Gelenkverbindung der Sattelkupplung geht.
                      Die Vertikalkraft FsO U wechselt zwischen den Grenzen
                                                              + 1,2 • U und + 0,4 • U
                      und die Horizontalkraft zwischen
                                                              + 0,6 • D und - 0,6 • D
            4.6.3.2 . Bei Sattelkupplungen , die für die Zwangslenkung von Sattelanhängern vorgesehen sind, müssen
                      folgende Kräfte aufgebracht werden :
                      — horizontal : Fhw = ± 0,675 • D
                      — vertikal :     Fs0 y wie in Punkt 4.6.3.1
                      Die "Kraftwirklinien entsprechen denen des Punktes 4.6.3.1 .
            4.6.3.3 . Beim Dauerschwingversuch von Sattelkupplungen muß zwischen Kupplungsplatte und Aufliegerplatte
                      eine geeignete Gleitfolie vorhanden sein , die in Verbindung mit der vorzunehmenden Schmierung einen
                      Reibbeiwert von maximal        = 0,15 gewährleistet .
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 80                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           25 . 5 . 92
             4.7.    Moiitageplatten für Sattelkupplungen
                     Die dynamische Prüfung für Sattelkupplungen nach Punkt 4.6.3 und die starischen Prüfungen nach
                     Punkt 4.6.2 sind für Montageplatten sinngemäß anzuwenden. Für Montageplatten genügt es, den
                     Abhebeversuch nur auf einer Seite durchzuführen. Bei den Prüfungen muß die größte zugeordnete
                     Bauhöhe von Sattelkupplungen, die größte vorgesehene Breite und die kleinste vorgesehene Länge der
                     Konstruktion der Montageplatte zugrunde gelegt werden. Auf eine erneute Prüfung kann verzichtet
                     werden, wenn die Montageplatte schmäler und/oder länger und die Gesamthöhe niedriger ist, aber
                     sonst gleich gebaut ist wie eine bereits geprüfte Montageplatte .
             4.8 .   Zugsattelzapfen von Sattelanhängern
             4.8.1 . Es wird grundsätzlich eine dynamische Prüfung mit Wechselbeanspruchung auf einem Prüfstand mit
                     einem Prüfmuster durchgeführt. Die Prüfung für den Zugsattelzapfen darf nicht zusammen mit der
                     Prüfung für die Sattelkupplung erfolgen. Die Prüfung ist in der Weise durchzuführen , daß die Last auch
                     auf die Befestigungsteile wirkt, die für die Befestigung des Zugsattelzapfens am Sattelanhänger
                     erforderlich sind .
             4.8.2.  An dem Zugsattelzapfen ist in Betriebsstellung ein Dauerschwingversuch mit einer horizontalen
                     Prüflast von Fh = ± 0,6 • D aufzubringen.
                     Die Kraftwirklinie muß durch den Mittelpunkt des zylindrischen Teils (geringster Durchmesser) des
                     Zugsattelzapfens mit einem Durchmesser von 50,8 mm bei Klasse H50 gehen (siehe Anhang V,
                     Abbildung 17 ).
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            Nr. C 134 / 81
                                                              ANHANG VI
            VORSCHRIFTEN ÜBER DIE BETRIEBSERLAUBNIS EINES FAHRZEUGTYPS IM HINBLICK AUF DEN
                    WAHLWEISEN ANBAU VON MECHANISCHEN VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN
            1.       ALLGEMEINE ANBAUVORSCHRIFTEN
            1.1 .    Der Fahrzeughersteller legt fest , welche Typen und Klassen von Verbindungseinrichtungen an den
                     Fahrzeugtyp angebaut werden können , indem er die Werte D , V , S oder U ( falls zutreffend ), die auf der
                     Konstruktion des Fahrzeugtyps und dem Typ der Verbindungseinrichtungen beruhen , vorgibt. Die
                     Kennwerte D , V , S oder U der nach dieser Richtlinie geprüften Verbindungseinrichtungen müssen
                     gleich oder größer sein als diejenigen , die für den betreffenden Fahrzeugtyp vorgegeben sind.
            1 .2.    Die Verbindungseinrichtungen müssen an dem Fahrzeugtyp entsprechend den vom Fahrzeughersteller
                     in Übereinstimmung mit dem Hersteller der Verbindungseinrichtung und dem Technischen Dienst
                     vorgegebenen Montageanleitungen angebaut werden .
                     Der Fahrzeughersteller legt die zulässigen Befestigungspunkte der Verbindungseinrichung für den
                     Fahrzeugtyp und , falls erforderlich , die Anhängeböcke, Halterungen, Montageplatten usw . fest , die an
                     diesem bestimmten Fahrzeugtyp angebaut werden müssen .
            1.3 .    Zum Kuppeln von Anhängern mit einer Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen an Kraftfahrzeugen
                     dürfen nur selbsttätige Kupplungen , die einen selbsttätigen Kupplungsvorgang ermöglichen , verwen­
                     det werden .
            1.4 .    Beim Anbau von Verbindungseinrichtungen der Klassen B , D, E und H an Anhängern ist grundsätzlich
                     als Gesamtmasse T des Zugfahrzeugs ein Wert von 32 Tonnen für die Berechnung des D-Wertes zu
                     berücksichtigen . Falls der D-Wert nicht für ein T von 32 Tonnen ausreicht, muß die darausfolgende
                     Einschränkung bezüglich der Masse T des Zugfahrzeugs bzw . der Masse der Fahrzeugkombinationen
                     (Zug) in der Betriebserlaubnis des Anhängers (Anhang IX ) angegeben werden .
            2.       BESONDERE ANBAUVORSCHRIFTEN
            2.1 .    Anbau von Kupplungskugeln mit Halterung
            2.1.1 .  Kupplungskugeln mit Halterung müssen bei ihrem Anbau an einem Fahrzeug den Freiraum und die
                     Höhenmaße der Abbildung 31 einhalten .
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 82                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          25 . 5 . 92
                                                               Abbildung 31
                                                        Freiraum der Kupplungskugel
                     Nicht angegebene Einzelheiten sind zweckentsprechend zu wählen. Die Prüfung der Maße und Winkel
                     muß mit geeigneten Längen- bzw. Winkelmeßinstrumenten vorgenommen werden .
             2.1 .2. Für Kupplungskugeln mit Halterung ist vom Fahrzeughersteller eine Anbauanweisung zu liefern , in der
                     anzugeben ist, ob Verstärkungen des Befestigungsbereichs bei Anbau der Kupplungskugel mit
                     Halterung an den in der Anbauweisung angegebenen Fahrzeugtypen erforderlich sind.
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 134 / 83
            2.1.3 . Das An- und Abkuppeln der Zugkugelkupplungen muß auch möglich sein, wenn die Längsachse der
                    Zugkugelkupplung zur Mittellinie der Kupplungskugel mit Halterung
                    a ) horizontal ß = 60° nach rechts oder links geschwenkt ist ( siehe Abbildung 31 );
                    b) vertikal a = 10° nach oben oder unten geschwenkt ist (siehe Abbildung 31 );
                    c ) axial 10° nach rechts oder links verdreht ist.
            2.1.4 . Die angebaute Kupplungskugel darf das hintere Kennzeichen bzw. den dafür vorgesehenen Platz nicht
                    verdecken; andernfalls muß eine abnehmbare Kugel verwendet werden.
            2.2 .   Anbau von Zugkugelkupplungen
            2.2.1 . Zugkugelkupplungen der Klasse B sind zulässig bis zu einer Anhängergesamtmasse von einschließlich
                    3,5 Tonnen . Zugkugelkupplungen sind bei horizontal stehendem Anhängerauftau und bei zulässiger
                    Achslast so anzubauen, daß der Kuppelpunkt des Anhängers 430 ± 35 mm über der horizontalen
                    Radaufstandebene liegt ( siehe Abbildung 32).
                    Als horizontale Stellung ist bei Wohnanhängern und Lastanhängern die Stellung anzusehen, bei der der
                    Fußboden bzw. die Ladefläche horizontal ist. Bei Anhängern ohne derartige Bezugsfläche (z. B.
                    Bootsanhänger oder ähnliches) ist vom Hersteller eine dementsprechende Bezugslinie zur Definition der
                    Horizontalstellung anzugeben .
            2.2.2.  Zugkugelkupplungen müssen innerhalb des Freiraumes der Kupplungskugel nach Abbildung 31 sicher
                    betätigt werden können. Dabei muß der Handhebel so gestaltet sein, daß in seinem gesamten
                    Betätigungsbereich , einschließlich dem Abheben der Zugkugelkupplung von der Kupplungskugel,
                    ausreichende Handfreiräume vorhanden sind .
                                                               Abbildung 32
                                                      Anbauhöhe der Zugkugelkupplung
            2.3 .   Anbau von Bolzenkupplungen und Anhängeböcken
            2.3.1 . Anschlußmaße von genormten Bolzenkupplungen
                    Wenn sich die Angabe der verwendbaren Kupplungen auf Klassen von genormten Bolzenkupplungen
                    bezieht, so sind die in Abbildung 33 und Tabelle 8 dargestellten Anschlußmaße am Fahrzeug
                    einzuhalten .
 ---pagebreak--- Nr. C 134 / 84                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          25 . 5 . 92
                                                                 Abbildung 33
                                        Anschlußmaße für genormte Bolzenkupplungen (siehe Tabelle 8 )
             2.3.2 . Notwendigkeit einer Kupplung mit Fernbetätigung
                     Falls sich eine oder mehrere Vorschriften bezüglich der leichten und sicheren Betätigung (Punkt 2.3.3 )
                     der Erreichbarkeit (Punkt 2.3.4 ) oder des Handhebelfreirautns ( Punkt 2.3.5 ) nicht einhalten lassen ,
                     muß eine Kupplung mit einer Einrichtung zur Fernbetätigung nach Anhang V , Punkt 10.3 , dieser
                     Richtlinie verwendet werden .
             2.3.3 . Leichte und sichere Betätigung
                     Bolzenkupplungen müssen am Fahrzeug so angebaut werden, daß sie sich leicht und sicher betätigen
                     lassen. Hierzu zählt neben den Funktionen des Öffnens (und ggf. des Schließens) auch die Prüfung des
                     Zustandes des Anzeigers für die geschlossene und gesicherte Stellung des Kupplungsbolzens ( durch
                     Blick und durch Tasten ).
                     In dem Bereich, in dem sich der Betätigende aufhalten muß, müssen Gefahrenstellen , wie Kanten ,
                     Ecken usw. konstruktiv vermieden bzw. so gesichert sein , daß Verletzungen nicht zu erwarten
                     sind .
                     Der Fluchtweg aus diesem Bereich darf auf beiden Seiten durch Aufbauteile weder eingeengt noch
                     versperrt werden .
                     Der Unterfahrschutz darf keine Behinderung für die Einnahme der zur Betätigung der Kupplung
                     erforderlichen Körperhaltung darstellen .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr . C 134 / 85
            2.3.4 . Erreichbarkeit der Kupplung
                    Der Abstand zwischen Mitte Kupplungsbolzen und Hinterkante Fahrzeugaufbau darf 420 mm nicht
                    überschreiten .
                    Bei nachweislicher technischer Notwendigkeit kann der Abstand von 420 mm jedoch überschritten
                     werden :
                     1 . bis zu einem Abstand von 650 mm bei Fahrzeugen mit kippbaren Aufbauten oder Heckanbau­
                         geräten ;
                    2 . bis zu einem Abstand von 1 320 mm , wenn die lichte Höhe wenigstens 1 150 mm beträgt ;
                    3 . bei Autotransportern mit zwei Ladeebenen , bei denen das Anhängefahrzeug betriebsmäßig nicht
                         vom Zugfahrzeug getrennt wird , wenn die leichte und sichere Betätigung der Anhängekupplung
                         nicht beeinträchtigt wird.
            2.3.5 . Handhebelfreiraum der Bolzenkupplung
                    Zur gefahrlosen Betätigung von Bolzenkupplungen müssen ausreichende Freiräume um den Handhebel
                    zu anderen Fahrzeugteilen vorhanden sein. Als ausreichend werden die in Abbildung 34 dargestellten
                    Freiraummaße betrachtet.
                    Wenn sich die Angabe der verwendbaren Kupplungen auf Klassen von genormten Bolzenkupplungen
                    bezieht, so sind die Freiräume so zu bemessen , daß die Bedingungen auch für die nach Anhang V,
                    Abschnitt 3 , größtmögliche Kupplung der betreffenden Klasse erfüllt werden .
                    Für Bolzenkupplungen mit nach abwärts gerichtetem Handhebel oder anderen Hebelformen gelten die
                    Maße sinngemäß.
                    Die Freiraummaße müssen innerhalb der nach Anhang V, Punkt 3.6 , geforderten Mindestwinkel beim
                    Ein- und Auskuppeln gewährleistet sein .
            2.3.6.  Freiraum für Dreh- und Schwenkbewegung der Kupplung
                    Die am Fahrzeug angebrachte Bolzenkupplung muß — auch bei Berücksichtigung aller geometrisch
                    möglichen Stellungen — zu jeglichen anderen Fahrzeugteilen einen Mindestabstand von 10 mm
                    haben .
                    Wenn sich die Angabe der verwendbaren Kupplungen auf Klassen von genormten Bolzenkupplungen
                    bezieht, so sind die Freiräume so zu bemessen, daß die Bedingungen auch für die nach Anhang V,
                    Abschnitt 3 , größtmögliche Kupplung der betreffenden Klasse erfüllt werden .
            2.3.7 . Zulässigkeit von Kupplungen mit besonderem Vertikalgelenk (siehe Abbildung 6 )
                    Kupplungen mit zylindrischem Kupplungsbolzen, bei denen die Vertikalbeweglichkeit der gekuppelten
                    Zugöse durch ein besonderes Vertikalgelenk erreicht wird, sind nur zulässig in Fällen , in denen hierzu
                    eine technische Notwendigkeit besteht. Dies kann z. B. der Fall sein an Heckkippern , bei denen der
                    Kupplungskopf abklappbar sein muß, oder aber bei Kupplungen an Schwerlasttransportern , bei denen
                    aus Festigkeitsgründen ein zylindrischer Kupplungsbolzen verwendet wird .
                                                               TABELLE 8
                                                Anschlußmaße für genormte Bolzenkupplungen
                               C50-1       C50-2      C50-3    C50-4      C50-5         C50-6      C50-7       Bemerkung
                             l
                    et                  Ì3             120       140              1 <>0             200           ±0,5
                    e2                 56               55        80             100                120          ± 0,5
                    di           -           54         75        85                95              125        + 1 , - 0,5
                    dz                 10,5             15        17                21               25           H13
                    T            —           15         20        25        25                30                 max.
                    F                 120              165       190             210                260           min.
                    G                  95              100       130             150                180           min.
                    L,           —
                                           200        300                        400                              min.
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 86                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          25 . 5 . 92
                                                                  Abbildung 34
                                                               Handhebelfreiraum
              2.4 .   Anbau von Zugösen und Zugeinrichtungen am Anhänger
              2.4.1 . In vertikaler Richtung nicht schwenkbare Zugeinrichtungen für Zentralachsanhänger müssen eine in
                      der Höhe einstellbare Stützeinrichtung haben, wenn die Stützlast bei gleichmäßiger Lastverteilung
                      (zulässige Gesamtmasse ) mehr als 50 kg beträgt.
              2.4.2 . Beim Anbau von Zugösen und Zugeinrichtungen an Zentralachsanhängern mit einer Gesamtmasse C
                      von mehr als 3,5 Tonnen und mehr als einer Achse müssen diese mit einer Einrichtung zum
                      Achslastausgleich ausgerüstet sein, die mindestens folgende Wirkung hat: Beim Anheben einer Achse
                      um 6 cm darf die Achslast dieser Achse sich nicht um mehr als 25 % erhöhen . Das Fahrzeug ist dabei in
                      voll beladenem Zustand und bei gleichmäßiger Lastverteilung zu messen .
              2.5 .   Anbau von Satteikupplungen, Montageplatten und Zugsattelzapfen
              2.5.1 . Die Sattelkupplungen der Klasse G50 dürfen nicht direkt auf dem Fahrzeugrahmen montiert werden ,
                      außer es wird vom Fahrzeughersteller ausdrücklich zugelassen . Sie müssen über eine Montageplatte mit
                      dem Fahrzeugrahmen verbunden werden. Die Montageanleitungen der Fahrzeug- bzw . Teilehersteller
                      sind zu beachten .
              2.5.2.  An Sattelanhängern muß eine Stützeinrichtung vorhanden sein oder angebracht werden können , die
                      das Abkuppeln und Abstellen des Sattelanhängers zuläßt. Wenn Sattelanhänger so ausgerüstet sind,
                      daß die Verbindung der Kupplungsteile sowie der elektrischen und der bremstechnischen Anschlüsse
                      selbsttätig erfolgen kann , müssen die Anhänger eine Stützeinrichtung haben , die sich nach dem
                      Ankuppeln des Anhängers selbsttätig vom Boden abhebt .
              2.5.3 . Die Befestigung des Zugsattelzapfens in der Aufliegerplatte muß nach Angaben des Teile- bzw.
                      Fahrzeugherstellers erfolgen .
              2.5.4 . Ist ein Sattelanhänger mit einem Lenkkeil ausgerüstet, muß dieser Anhang V , Punkte 7.9.1 und 7.9.2 ,
                      entsprechen .
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr . C 134 / 87
                                                            ANHANG VIII
                                                 MITTEILUNGSURKUNDE Nr
            in Übereinstimmung mit Anhang I der Richtlinie 70 / 156/ EWG über die EWG-Betriebserlaubnis eines
                 Fahrzeugtyps für den Anbau von mechanischen Verbindungseinrichtungen (Richtlinie              ./ EWG)
            0.          ALLGEMEINES
            0.1 .       Marke (Firmenname):
            0.2.        Typ und Handelsbezeichnung (gegebenenfalls Ausführungen angeben):
            0.3 .       Art der Typ-Kennzeichnung, falls am Fahrzeug angegeben:
            0.3.1 .     Ort dieser Kennzeichnung:
            0.4 .       Klasse des Fahrzeugs (siehe Anhang II der Richtlinie 70 / 156 / EWG ):
            0.5 .       Name und Anschrift des Herstellers:
            1.          ALLGEMEINE BAUMERKMALE DES FAHRZEUGS
            1.1 .       Fotos und / oder Zeichnungen eines repräsentativen Fahrzeugs :
            1.4.        Fahrgestell (soweit vorhanden), ( Übersichtszeichnung):
            1.5 .       Werkstoff der Längsträger :
            2.          MASSE UND ABMESSUNGEN ( in kg und mm ) ( auf Zeichnung bezogen , falls zutreffend)
            2.2.        Bei Straßenzugmaschinen
            2.2.1 .     Vormaß der Sattelkupplung (größtes und kleinstes):
            2.2.2.      Größte Höhe der (genormten) Sattelkupplung:
            2.4.2 .     Für Fahrgestell und Aufbau
            2.4.2.5 .   Überhang hinten:
            2.6 .       Gesamtmasse des Fahrzeugs mit Aufbau in fahrbereitem Zustand oder Gesamtmasse des Fahrzeugs mit
                        Führerhaus, wenn der Aufbau nicht vom Hersteller geliefert wird (einschließlich Kühlflüssigkeit,
                        Schmiermittel, Kraftstoff, Werkzeug, Ersatzrad und Führer) (größte und kleinste für jede Aus­
                        führung):
            2.6.1 .     Verteilung dieser Masse auf die Achsen und bei Sattelanhängern Last auf den Zugsattelzapfen (größte
                        und kleinste für jede Ausführung):
            2.8 .       Technisch zulässige Gesamtmasse nach Angabe des Herstellers (größte und kleinste für jede
                        Ausführung):
            2.8.1 .     Verteilung dieser Masse auf die Achsen und bei Sattelanhängern Last auf den Zugsattelzapfen (größte
                        und kleinste für jede Ausführung):
            2.9 .       Technisch zulässige Achslast je Achse und bei Sattelanhängern Last auf den Zugsattelzapfen , nach
                        Angabe des Herstellers:
            2.10.       Zulässige Masse eines kuppelbaren Anhängers
            2.10.1 .   Anhänger:
            2.10.2 .    Sattelanhänger:
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 88                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  25 . 5 . 92
              2.10.3 .      Zentralachsanhänger:
              2.10.3.1 . Zulässiges Verhältnis des Kupplungsüberhangs zum Radstand angeben :
              2.10.3.2 . Zulässiger V-Wert ( kN):
              2.10.4 .      Zulässige Gesamtmasse des Zuges:
              2.10.6 .      Zulässige Masse eines ungebremsten Anhängers :
              2.11 .        Zulässige vertikale Stützlast
              2.11.1 .      Ani Kuppelpunkt für einen Anhänger:
              2.11.2 .      An der Zugdeichsel eines Anhängers:
              9.            AUFBAU
              9.1 .         Art des Aufbaus :
              9.2.          Werkstoffe und Bauart:
              11 .          VERBINDUNG ZWISCHEN ZUGFAHRZEUGEN UND ANHÄNGER ODER SATTELAN­
                            HÄNGER
              11.1 .        Klasse und Typ der Verbindungseinrichtung(en ):
              11.2.         Zulässiger D-Wert:           kN (*)
              11.3 .        Anbauanleitung des Typs der Verbindungseinrichtung am Fahrzeug und Fotos oder Zeichnungen der
                            Befestigungspunkte am Fahrzeug, die vom Hersteller angegeben werden; zusätzliche Angaben, wenn
                            die Verwendung des Typs der Verbindungseinrichtung auf besondere Fahrzeugtypen beschränkt ist:
              11.4 .        Angabe über die Verwendung von besonderen Halterungen oder Montageplatten ('):
              Datum , Akte .
              (') Falls zutreffend.
 ---pagebreak--- 25 . 5 . 92                                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                     Nr . C 134 / 89
                                                                         ANHANG IX
                                                                           MUSTER
                                                           ( Höchstformat: A4 ( 210 x 131 mm))
                                                               EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
            Mitteilung über die
            — Betriebserlaubnis (*)
            — Erweiterung der Betriebserlaubnis (')
            — Verweigerung der Betriebserlaubnis (')
            — Widerruf der Betriebserlaubnis (')
            eines Fahrzeugtyps gemäß der Richtlinie                      ./ EWG
            EWG-Betriebserlaubnis Nr . ( 2 ):
            Grund der Erweiterung:
                            Abschnitt I
            0.1 .           Marke ( Firmenname ):
            0.2.            Typ und Handelsbezeichnung (gegebenenfalls Ausführungen angeben):
            0.3 .           Art der Typ-Kennzeichnung, wenn auf dem Fahrzeug angegeben ( 3 ):
            0.3.1 .         Lage dieser Kennzeichnung:
            0.4 .           Klasse des Fahrzeugs :
            0.5 .           Name und Anschrift des Herstellers:
                            Abschnitt II
            1.              Zusätzliche Angaben ( falls zutreffend): siehe Anlage I
            2.              Technischer Dienst , der für die Durchfuhrung der Prüfungen verantwortlich ist:
            3.              Datum des Prüfberichts:
            4.              Nummer des Prüfberichts :
            5.              Bemerkungen (gegebenenfalls): siehe Anlage I
            6.              Ort :
            7.              Datum :
            8.              Unterschrift:
            9.              Eine Liste der Unterlagen ist beigefügt, welche die bei der Behörde, die die Genehmigung erteilt hat,
                            hinterlegte Bauartgenehmigungsakte bildet; diese Unterlagen sind auf Anfrage erhältlich.
            (') Nichtzutreffendes streichen .
            (2 ) Bei Einrichtungen muß die EWG-Genehmigungsnummer dieser Urkunde alle Abschnitte enthalten, die in Anhang VII der
                  Richtlinie 70 / 156 / EWG , zuletzt geändert durch die Richtlinie        ./ EWG , aufgeführt sind . Die Einrichtung selbst muß so
                  gekennzeichnet werden, wie es in der betreffenden besonderen Richtlinie beschrieben ist.
            ( J ) Falls die Typ-Kennzeichnung Merkmale enthält, die das Fahrzeug, die Einrichtung oder den Typ der Technischen Einheit nicht
                  zutreffend durch diese Mitteilung/ Betriebserlaubnis beschreiben , so sind diese Merkmale in der Urkunde durch das Symbol „?"
                  zu kennzeichnen ( z . B. ABC??123 ??).
 ---pagebreak--- Nr . C 134 / 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         25 . 5 . 92
              Anlage I zur EWG-Betriebserlaubnis Nr. . . . bezüglich der Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs gemäß der
                                                            Richtlinie .../.. ./ EWG
              1.           Zusätzliche Angaben
              1.1 .        Bauart des Fahrzeugs (Aufbau / Fahrgestell ):
              1.1.1 .      Werkstoffe:
              1 .2.        Klasse der Verbindungseinrichtung , EWG-Bauartgenehmigungsnummer:
              1.3 .        Verwendung von besonderen Halterungen oder Montageplatten; Anbauanweisung für den Typ der
                           Verbindungseinrichtung:
              1.4.         Die EWG-Betriebserlaubnis wird auf folgende Typen und Klassen von Verbindungseinrichtungen
                           erweitert :
              1.5 .        Zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs T oder R ('), an dem die Verbindungseinrichtung angebracht
                           wird :        t
              1.6 .        Zulässige vertikale Stützlast S oder Sattellast U (') des Fahrzeugtyps, an dem die Verbihdungseinrich­
                           tung angebaut wird:          kg bzw . t
              1.7 .        Zulässiger V-Wert eines Zentralachsanhängers :             kN
              1.8 .        Zulässige Anhängelast des Kraftfahrzeugs ('):            t
              5.           Bemerkungen:
              {') Nichtzutreffendes streichen .