CELEX: C1998/055/16
Language: de
Date: 1998-02-20 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Fünfte Kammer) vom 18. Dezember 1997 in der Rechtssache C-361/95: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Königreich Spanien (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Nichtumsetzung der Richtlinie 92/49/EWG - Direktversicherung mit Ausnahme der Lebensversicherung)

20.2.98               DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 55/9
Verwaltungsvorschriften erlassen hat, um dieser Richtlinie       versicherung mit Ausnahme der Lebensversicherung (ABl.
nachzukommen, hilfsweise, indem sie die Kommission               L 205 vom 27.7.1991, S. 48) nachzukommen, oder, hilfs-
nicht unverzüglich von den zur Umsetzung dieser Richt-           weise, dadurch gegen seine Verpflichtungen aus dem EG-
linie getroffenen Maûnahmen unterrichtet hat, hat der            Vertrag verstoûen hat, daû es die Kommission nicht von
Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwirkung des Kam-           diesen Vorschriften in Kenntnis gesetzt hat, hat der
merpräsidenten H. Ragnemalm (Berichterstatter) sowie der         Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung des Kam-
Richter G. F. Mancini, P. J. G. Kapteyn, J. L. Murray und        merpräsidenten C. Gulmann sowie der Richter M. Wathe-
K. M. Ioannou Ð Generalanwalt: N. Fennelly; Kanzler: R.          let, J. C. Moitinho de Almeida (Berichterstatter), P. Jann
Grass Ð am 16. Dezember 1997 ein Urteil mit folgendem            und L. Sevón Ð Generalanwalt: A. La Pergola; Kanzler:
Tenor erlassen:                                                  L. Hewlett, Verwaltungsrätin Ð am 18. Dezember 1997
                                                                 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
1. Die Bundesrepublik Deutschland hat gegen ihre Ver-
     pflichtungen aus Artikel 34 Absatz 1 der Richtlinie 93/     1. Das Königreich Spanien hat dadurch gegen seine Ver-
     36/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über die Koor-                pflichtungen aus der Richtlinie 91/371/EWG des Rates
     dinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Lie-            vom 20. Juni 1991 über die Anwendung des Abkom-
     feraufträge verstoûen, indem sie nicht innerhalb der             mens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemein-
     vorgeschriebenen Frist alle erforderlichen Rechts- und           schaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft
     Verwaltungsvorschriften erlassen hat, um dieser Richt-           betreffend die Direktversicherung mit Ausnahme der
     linie nachzukommen.                                              Lebensversicherung verstoûen, daû es nicht fristgerecht
                                                                      alle erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschrif-
                                                                      ten erlassen hat, um dieser Richtlinie nachzukommen.
2. Die Bundesrepublik Deutschland trägt die Kosten des
     Verfahrens.
                                                                 2. Das Königreich Spanien trägt die Kosten des Verfah-
(1) ABl. C 370 vom 7.12.1996.                                         rens.
                                                                 (1) ABl. C 16 vom 20.1.1996.
               URTEIL DES GERICHTSHOFES
                       (Fünfte Kammer)
                                                                                URTEIL DES GERICHTSHOFES
                   vom 18. Dezember 1997
                                                                                        (Fünfte Kammer)
        in der Rechtssache C-360/95: Kommission der
                                                                                    vom 18. Dezember 1997
       Europäischen Gemeinschaften gegen Königreich
                          Spanien (1)                                    in der Rechtssache C-361/95: Kommission der
                                                                        Europäischen Gemeinschaften gegen Königreich
(Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats Ð Nichtumset-
                                                                                           Spanien (1)
zung der Richtlinie 91/371/EWG Ð Anwendung des
Abkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsge-               (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats Ð Nichtumset-
meinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft             zung der Richtlinie 92/49/EWG Ð Direktversicherung mit
betreffend die Direktversicherung mit Ausnahme der                             Ausnahme der Lebensversicherung)
                     Lebensversicherung)
                                                                                          (98/C 55/16)
                         (98/C 55/15)
                                                                                 (Verfahrenssprache: Spanisch)
                (Verfahrenssprache: Spanisch)
                                                                     (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung               erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des                                    Gerichtshofes)
                        Gerichtshofes)
                                                                 In der Rechtssache C-361/95, Kommission der Europäi-
In der Rechtssache C-360/95, Kommission der Europäi-             schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Dimitrios Gou-
schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Dimitrios Gou-            loussis und Blanca VilaÂ Costa) gegen Königreich Spanien
loussis und Blanca VilaÂ Costa) gegen Königreich Spanien         (Bevollmächtigte: Alberto JoseÂ Navarro GonzaÂlez und
(Bevollmächtigte: Alberto JoseÂ Navarro GonzaÂlez und            Rosario Silva de Lapuerta), wegen Feststellung, daû das
Rosario Silva de Lapuerta), wegen Feststellung, daû das          Königreich Spanien dadurch, daû es nicht fristgerecht alle
Königreich Spanien dadurch, daû es nicht fristgerecht alle       erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlas-
erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlas-        sen hat, um der Richtlinie 92/49/EWG des Rates vom
sen hat, um der Richtlinie 91/371/EWG des Rates vom              18. Juni 1992 zur Koordinierung der Rechts- und Verwal-
20. Juni 1991 über die Anwendung des Abkommens zwi-              tungsvorschriften für die Direktversicherung (mit Aus-
schen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der           nahme der Lebensversicherung) sowie zur ¾nderung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft betreffend die Direkt-         Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG (Dritte Richt-
 ---pagebreak--- C 55/10               DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  20.2.98
linie Schadenversicherung) (ABl. L 228 vom 11.8.1992,            durch die Anhänge der Verordnungen (EWG) Nr. 3174/88
S. 1) nachzukommen, oder, hilfsweise, dadurch gegen seine        der Kommission vom 21. September 1988 (ABl. L 298
Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag verstoûen hat, daû es         vom 31.10.1988, S. 1), (EWG) Nr. 2886/89 der Kommis-
die Kommission nicht von diesen Vorschriften unterrichtet        sion vom 2. August 1989 (ABl. L 282 vom 2.10.1989,
hat, hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwir-           S. 1) und (EWG) Nr. 2472/90 der Kommission vom
kung des Kammerpräsidenten C. Gulmann sowie der Rich-            31. Juli 1990 (ABl. L 247 vom 10.9.1990, S. 1) geänderten
ter M. Wathelet, J. C. Moitinho de Almeida (Berichterstat-       Fassung hat der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwir-
ter), P. Jann und L. Sevón Ð Generalanwalt: A. La Per-           kung des Kammerpräsidenten M. Wathelet sowie der Rich-
gola; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin Ð am                 ter D. A. O. Edward (Berichterstatter) und L. Sevón Ð
18. Dezember 1997 ein Urteil mit folgendem Tenor erlas-          Generalanwalt: C. O. Lenz; Kanzler: H. A. Rühl, Haupt-
sen:                                                             verwaltungsrat Ð am 18. Dezember 1997 ein Urteil mit
                                                                 folgendem Tenor erlassen:
1. Das Königreich Spanien hat dadurch gegen seine Ver-
     pflichtungen aus der Richtlinie 92/49/EWG des Rates         Bildverarbeitung, wie sie mit einer Einheit einer Datenver-
     vom 18. Juni 1992 zur Koordinierung der Rechts- und         arbeitungsmaschine vorgenommen werden kann, die insbe-
     Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung          sondere einen Analog-Digital-Wandler, einen Grafikpro-
     (mit Ausnahme der Lebensversicherung) sowie zur             zessor besserer Qualität und einen Digital-Analog-Wandler
     ¾nderung der Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/             umfaût, ist nicht als eigene Funktion im Sinne der
     EWG (Dritte Richtlinie Schadenversicherung) versto-         Anmerkung 5 B letzter Absatz zu Kapitel 84 der in
     ûen, daû es nicht fristgerecht alle erforderlichen          Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates
     Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen hat, um        vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische
     dieser Richtlinie nachzukommen.                             Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif enthalte-
                                                                 nen Kombinierten Nomenklatur zum Gemeinsamen Zoll-
                                                                 tarif in der durch die Anhänge der Verordnungen (EWG)
2. Das Königreich Spanien trägt die Kosten des Verfah-           Nr. 3174/88 der Kommission vom 21. September 1988,
     rens.                                                       (EWG) Nr. 2886/89 der Kommission vom 2. August 1989
                                                                 und (EWG) Nr. 2472/90 der Kommission vom 31. Juli
(1) ABl. C 16 vom 20.1.1996.                                     1990 geänderten Fassung anzusehen.
                                                                 (1) ABl. C 31 vom 3.2.1996.
              URTEIL DES GERICHTSHOFES
                        (Erste Kammer)
                                                                               URTEIL DES GERICHTSHOFES
                   vom 18. Dezember 1997
                                                                                       (Fünfte Kammer)
in der Rechtssache C-382/95 (Vorabentscheidungsersuchen
des Bundesfinanzhofs): Techex Computer + Grafik Vertriebs                          vom 18. Dezember 1997
           GmbH gegen Hauptzollamt München (1)
                                                                 in der Rechtssache C-384/95 (Vorabentscheidungsersuchen
(Gemeinsamer Zolltarif Ð Tarifpositionen Ð Tarifierung           des Finanzgerichts des Landes Brandenburg): Landboden-
eines elektronischen Bauteils ¹Vista Boardª das zur Bild-        Agrardienste GmbH & Co. KG gegen Finanzamt Calau (1)
verarbeitung dient und in einem Computer als ¹Grafik-
karteª verwendet werden kann Ð Einreihung in die Kom-            (Mehrwertsteuer Ð Begriff der Dienstleistung Ð Zuwen-
                    binierte Nomenklatur)                             dung zur Extensivierung der Kartoffelproduktion)
                          (98/C 55/17)                                                   (98/C 55/18)
                (Verfahrenssprache: Deutsch)                                     (Verfahrenssprache: Deutsch)
In der Rechtssache C-382/95 betreffend ein dem Gerichts-         In der Rechtssache C-384/95 betreffend ein dem Gerichts-
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Bundesfinanzhof in           hof gemäû Artikel 177 EG-Vertrag vom Finanzgericht des
dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit Techex Computer           Landes Brandenburg (Deutschland) in dem bei diesem
+ Grafik Vertriebs GmbH gegen Hauptzollamt München               anhängigen Rechtsstreit Landboden-Agrardienste GmbH
vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Aus-          & Co. KG gegen Finanzamt Calau vorgelegtes Ersuchen
legung der in Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/            um Vorabentscheidung über die Auslegung der Artikel 6
87 des Rates vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und       Absatz 1, 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe a) und 12 Absatz 3
statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zoll-             Buchstabe a) sowie des Anhangs H der Sechsten Richtlinie
tarif (ABl. L 256 vom 7.9.1987, S. 1) enthaltenen Kombi-         77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmoni-
nierten Nomenklatur zum Gemeinsamen Zolltarif in der             sierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über