CELEX: 31978R0665
Language: de
Date: 1978-04-04
Title: Verordnung (EWG) Nr. 665/78 der Kommission vom 3. April 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Griechenland

Nr. L 89 / 22                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               4. 4. 78
                             VERORDNUNG ( EWG) Nr. 665/78 DER KOMMISSION
                                                    vom 3 . April 1978
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ur­
                                                 sprung in Griechenland
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                                211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
                                                                Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
                                                                tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                festgestellt werden und gegebenenfalls mit dem Koeffi­
                                                                zienten multipliziert werden, der in Artikel 1 Absatz 2
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               der Verordnung (EWG) Nr. 244/78 festgesetzt worden
                                                                ist .
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 034/77 (2), insbe­             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für griechi­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
                                                                gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                                dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
 in Erwägung nachstehender Gründe :                             gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden .
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                    Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei            lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           grunde zu legen :
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                 Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­                     chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird . Die Aus­                 Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                       rität dieser Währungen stützt,
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der
beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­
                                                                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 fügbaren Einfuhrpreise sein .
                                                                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                      der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 In der Verordnung (EWG) Nr. 244/78 der Kommis­                       Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
sion vom 6. Februar 1978 zur Festsetzung der Refe­                    hendem Absatz festgestellt wird —
 renzpreise für Gurken für die Monate Februar bis
April 1978 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­
 zeugnisse der Güteklasse I für den Monat März 1978
auf 62,63 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 festgesetzt.
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                   Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­            Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­          des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Grie­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­             chenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               5,16 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht an­
 land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die            gewandt.
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                  Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                                Diese Verordnung tritt am 5. April 1978 in Kraft.
(') ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5 . 1972, S. 1 .
0 ABl . Nr. L 125 vom 19 . 5 . 1977, S. 1 .                     (4) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
(3 ABl . Nr. L 37 vom 7 . 2 . 1978 , S. 11 .                    (5) ABl . Nr. L 44 vom 18 . 2. 1975, S. 8 .
 ---pagebreak--- 4 . 4 . 78                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                     Nr. L 89/23
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 3 . April 1978
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Der Vizepräsident
                                                                  Finn GUNDELACH