CELEX: 31996M0692
Language: de
Date: 1996-02-12 00:00:00
Title: ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 12/02/1996 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.692 - Elektrowatt / Landis & GYR) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der Deutsche Text ist verbindlich)

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31996M0692

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 12/02/1996 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.692 - Elektrowatt / Landis & GYR) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der Deutsche Text ist verbindlich)  

Amtsblatt Nr. C 069 vom 07/03/1996 S. 0003

 ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 12/02/1996 zur Vereinbarkeit eines  Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.692 - Elektrowatt /  Landis & GYR) gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates  (Nur der Deutsche Text ist verbindlich). Die gedruckte Fassung der Entscheidung ist bei den Verkaufsstellen des Amtes für  Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften. ÖFFENTLICHE VERSION FUSIONSVERFAHREN ARTIKEL 6 (1)(b) ENTSCHEIDUNG Einschreiben mit Empfangsbestätigung An die anmeldenden Partein Betrifft:<ind>  Fall Nr. IV/M. 692 Elektrowatt/Landis & Gyr <ind>  <ind>  Ihre Anmeldung gemäß Artikel 4 der Ratsverordnung (EG) Nr.  4064/89 (Fusionsverordnung) Sehr geehrte Damen und Herren,  I.<ind>  DAS VORHABEN 1.<ind>  Die Elektrowatt AG (Elektrowatt) meldete bei der Kommission am 10.  Januar 1996 ein Zusammenschlußvorhaben an. Elektrowatt beabsichtigt im Zuge des  öffentlichen Übernahmeangebots vom 21. Dezember 1995 die Kontrolle über das  Unternehmen Landis & Gyr AG (L&G) zu erwerben. 2.<ind>  Nach Prüfung der Anmeldung hat die Kommission festgestellt, daß das  angemeldete Vorhaben in den Anwendungsbereich der Ratsverordung (EWG) Nr.  4064/89 fällt und keinen Anlaß zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich seiner  Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt gibt. II.<ind>  DIE PARTEIEN 3.<ind>  Elektrowatt ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Sie ist über  ihre Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Deutschland in der  Elektrizitätserzeugung und -versorgung und europaweit im Elektrizitätshandel tätig.  Sie bietet weltweit Ingenieur-Dienstleistungen in den Gebieten Energie, Verkehr,  Transport und Ökologie an, stellt elektronische Sicherheitsanlagen her und plant und  installiert Gebäudeleitsysteme und Regelungen für Heizungs-, Lüftungs- und  Klimaanlagen. Elektrowatt wird durch das schweizerische Unternehmen CS Holding,  das vor allem Bankenbeteiligungen hält, kontrolliert. Elektrowatt hält eine 30%- Beteiligung an der Unitech plc., Reading (UK). 4.<ind>  Auch L&G ist ein schweizerisches Unternehmen, welches  Gebäudeleitsysteme plant und installiert. Des weiteren stellt L&G Produkte für  Unternehmen der Elektrizitätsversorgung her, produziert und vertreibt weltweit  Karten- und Münzfernsprechanlagen sowie Sicherheitskennzeichen für Banknoten,  Identitätsdokumente, Urkunden und Edelmetalle. L&G ist mit 36% (ohne  Stimmrechte) an der Fr. Sauter AG, Basel (CH), beteiligt. III.<ind>  DER ZUSAMMENSCHLUSS 5.<ind>  Das Vorhaben stellt einen Zusammenschluß im Sinne von Artikel 3(1)(b) der  Fusionsverordnung dar. Am 21. Dezember 1995 hat Elektrowatt allen Aktionären ein  öffentliches Angebot zum Kauf ihrer Aktien unterbreitet. Vorgängig hatte die  Elektrowatt vom grössten Einzelaktionär der L&G, der Unotec Holding AG, ca. 36 %  des Aktienkapitals erworben. Nach Ablauf der Angebotsfrist am 19. Januar 1996  verfügte Elektrowatt inklusive der ihr zum Kauf angebotenen Aktien insgesamt über  mehr als 70% des Kapitals und der Stimmrechte der L&G und wird damit zumindest  nach Ablauf des Vollzugszeitpunkts vom 20. Februar 1996 in der Lage sein, die  alleinige Kontrolle über die L&G auszuüben.  <ind>   IV<ind>  GEMEINSCHAFTSWEITE BEDEUTUNG 6.<ind>  Die  CS Holding hält 44,2% des Kapitals und der Stimmrechte an der  Elektrowatt. Das restliche Aktienkapital ist weit gestreut. Die Holding verfügt aus  diesem Grund über mehr als die Hälfte der Stimmrechte in der Generalversammlung   der Elektrowatt. Der Umsatz der CS Holding ist daher gemäß Art. 5(4)(c) der  Fusionsverordnung zur Umsatzberechnung einzubeziehen.  7.<ind>  Der weltweite Gesamtumsatz aller beteiligten Unternehmen zusammen  beträgt mehr als 5 Milliarden ECU (Elektrowatt ca 3,2 Milliarden ECU, CS Holding  ca 24,2 Milliarden ECU, L&G ca 1,9 Milliarden ECU). Alle beteiligten Unternehmen  erzielen gemeinschaftsweite Gesamtumsätze von jeweils mehr als 250 Millionen ECU  (Elektrowatt 1,6 Milliarden ECU, L&G 950 Millionen ECU). Die am  Zusammenschluß beteiligten Unternehmen erzielen nicht jeweils mehr als 2/3 ihres  gemeinschaftsweiten Gesamtumsatzes in einem und demselben Mitgliedstaat. Das  angemeldete Vorhaben ist daher von gemeinschaftsweiter Bedeutung. V<ind>  VEREINBARKEIT MIT DEM GEMEINSAMEN MARKT A<ind>  Relevanter Produktmarkt 8.<ind>  Der Zusammenschluß wird sich auf den Märkten für Geräte und  Komponenten für Gebäudeleitsysteme, dem Markt für Gebäudeleittechnik  ("Commercial building control"), auf dem nachgelagerten Markt für die  Instandhaltung der entsprechenden Systeme, auf dem Markt der  Gebäudesicherheitstechnik und auf dem Markt für Utilities für Unternehmen der  Energieversorgung auswirken. 9.<ind>  Bei den Utilities für Unternehmen der Energieversorgung handelt es sich um  elektronische und elektromechanische Zähler sowie Systemlösungen zur Messung,  Steuerung und Verrechnung des Energieverbrauchs. Für die Zwecke dieses Falls kann  offen gelassen werden, ob elektronische und elektromechanische Zähler sowie  Systemlösungen zum selben sachlich relevanten Markt gehören, denn auch bei der  engsten Marktdefinition wird keine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt  (vgl. Ziffer 19f.). 10.<ind>  Im Markt für Gebäudesicherheitstechnik werden insbesondere Brandmelde-  und Einbruchmeldesysteme angeboten, installiert und unterhalten. Für die Zwecke  dieses Falls kann offen gelassen werden, ob Brandmelde- und Einbruchmeldesysteme  zum selben sachlich relevanten Markt gehören, denn auch bei der engsten  Marktdefinition wird keine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt (vgl.  Ziffer 21ff.). 11.<ind>  Der Markt für Gebäudeleittechnik umfasst Systeme und deren  Komponenten für die Steuerung und Regelung der Heizung, Lüftung und  Klimatisierung (ohne Heizungs-, Lüftungs- und Klimageräte selbst) in gewerblich  genutzten Gebäuden sowie die Erstellung und die Inbetriebnahme dieser  Gebäudeleitsysteme und die Einweisung der Betreiber. Die Hardware (Geräte und  Komponenten zur Messung, Steuerung, Regelung und Leitung) ist zwar dem Markt  für die Erstellung und Inbetriebnahme vorgelagert, denn sie ist für die das  Gebäudeleitsystem installierende Unternehmung Vorprodukt. Für die Endnachfrager  ist diese Hardware aber integrierender Bestandteil eines Gebäudeleitsystems. 12.<ind>  Der Markt für Gebäudeleittechnik betrifft Heizungs-, Klima- und  Lüftungssyteme für Gewerbe- und Industrieimmobilien. Es werden folgende  Kundensegmente unterschieden: Bürogebäude, Krankenhäuser, Universitäten und  Schulen, spezielle Industrien und Hotels. In Wohnhäusern dagegen werden fast  ausschließlich Geräte zur Heizungssteuerung nachgefragt, keine gesamten  Gebäudeleitsysteme. Entsprechend könnte vom Markt für Gebäudeleittechnik  ("Commercial Building control") ein Markt für Heizungssteuerung ("Residential  Building Control") unterschieden werden. Auf diesem Markt überschneiden sich die  Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen jedoch nicht, weil hier nur L&G tätig ist. Für  die Zwecke dieses Falles kann auch offen gelassen werden, ob die Heizungssteuerung  in Wohnhäusern zum Markt für Gebäudeleittechnik gehört, denn bei dieser weiteren  Marktabgrenzung wird keine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt (vgl.  Ziffer 25ff.). 13.<ind>  Die Hardware für Gebäudeleitsysteme lässt sich in verschiedene relevante  Produktmärkte unterteilen. Zu differenzieren sind diese Märkte nach den einzelnen,  untereinander nicht austauschbaren Geräte- und Komponentengruppen. Z.B. Ventile,  Klappenantriebe, Leitungen. 14.<ind>  Der Markt für die Instandhaltung der Gebäudeleitsysteme ist ein dem  Markt für Gebäudeleittechnik nachgelagerter Markt. Er umfasst Wartung,  Reparaturen, Austausch, Modernisierung, Betriebsüberwachung und  Störungsbehebung der gebäudetechnischen Anlagen. Die Nachfrager schließen mit  den Anbietern Verträge über die Gesamtheit dieser Leistungen ab. Der Markt für die  Instandhaltung der Gebäudeleitsysteme beinhaltet folglich all die genannten  Leistungen. B<ind>  Geographisch relevanter Markt 15.<ind>  Alle angesprochenen Produktmärkte sind nach Auffassung der Parteien  europaweite oder zumindest EU-weite Märkte. In der Gebäudeleittechnik sind die in  diesem Markt nachgefragten Produkte und Dienstleistungen überall im EWR  grundsätzlich identisch. Differenzierungen sind auftrags-, nicht länderspezifisch. Der  grenzueberschreitende Warenverkehr wird weder durch national unterschiedliche  Rechts- und Verwaltungsvorschriften noch durch verschiedene Zulassungsverfahren  für die notwendigen Geräte behindert. Die in Kürze in Kraft tretenden Normen für  den Bereich CEN/TC 247 "Control for mechanical building services" werden eine  weitere Harmonisierung bringen. Transportkosten fallen nicht ins Gewicht (0,3% des  Warenwertes bei L&G). Im Markt für Gebäudeleittechnik gibt es einige  Wettbewerber, die in allen Mitgliedstaaten anzutreffen sind. Zudem schreiben die  Nachfrager von Gebäudeleitsystemen ihre Aufträge europaweit aus. 16.<ind>  Die Märkte für die Geräte und Komponenten von Gebäudeleitsystemen  (vgl. Ziffer 13) sind nach Auffassung der Kommission tatsächlich zumindest  europaweit abzugrenzen. Zusätzlich zu den oben erwähnten Gründen sind zu nennen:  Unterschiede in den Geräten und Komponenten sind herstellerspezifisch, nicht  länderspezifisch. Die Herstellung erfolgt in einem zentralen Produktionswerk, von wo  der Bedarf der eigenen Niederlassungen in den einzelnen Mitgliedstaaten und Dritten  gedeckt wird. 17.<ind>  Was die anderen Produktmärkte betrifft, gibt es Anhaltspunkte, die für eine  engere, nationale Marktabgrenzung sprechen: In südeuropäischen Mitgliedstaaten  werden in der Regel weniger hochentwickelte und komplexe Gebäudeleitsysteme  nachgefragt; dies insbesondere aus klimatischen Gründen. Um bei Ausschreibungen  Erfolgschancen zu haben, müssen die Anbieter lokal präsent sein. Auftragsakquisition  und Auftragsdurchführung erfolgen bei international tätigen Wettbewerbern von den  Niederlassungen in den jeweiligen Mitgliedstaaten. Kundennähe sind sowohl im  Markt für Gebäudeleittechnik als auch im Markt für die Instandhaltung dieser  Systeme von wesentlicher Bedeutung. Preisvergleiche - obwohl schwierig zu  bewerkstelligen - zwischen Mitgliedstaaten zeigen deutliche Preisunterschiede.  Preisvergleiche sind in diesem Fall aber von minderer Aussagekraft, weil die  Dienstleistungen (Installation der Anlagen, Instandhaltungsarbeiten) am Ort erfolgen  und die Preise daher stark von den national unterschiedlichen Arbeitskosten  beeinflusst werden; auch ist die Preisbildung immer auftragsbezogen und  Vergleichsobjekte sind daher schwierig zu finden. Die Verteilung der Marktanteile ist  in den Mitgliedstaaten recht unterschiedlich und spricht eher für unterschiedliche  Wettbewerbsbedingungen in den einzelnen Mitgliedstaaten. 18.<ind>  Für die Beurteilung dieses Falls kann offen bleiben, ob es sich bei den  Märkten für Gebäudeleittechnik, für die Instandhaltung der Systeme, für  Gebäudesicherheitstechnik und für Utilities für Unternehmen der Energieversorgung  um nationale oder europaweite Märkte handelt, denn auch bei der engsten  Marktdefinition wird keine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt (vgl.  Ziffer 19ff.). C<ind>  Wettbewerbliche Beurteilung a.<ind>  Markt für Utilities für Unternehmen der Elektrizitätsversorgung 19.<ind>  In diesem Markt besteht eine vertikale Beziehung zwischen L&G und  Elektrowatt, da Elektrowatt als im Bereich der Elektrizitätsversorgung tätiges  Unternehmen Abnehmer von Elektrizitätszählern ist, die unter anderem von L&G  hergestellt und vertrieben werden. 20.<ind>  Die Elektrowatt-Tochtergesellschaften Kraftwerk Laufenburg und  Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG sind Stromletztversorger im Süden von  Baden-Württemberg (D). Das Versorgungsgebiet des Kraftwerks Laufenburg in  Südbaden hat eine Fläche von 1.525 qkm und rund 296.000 Einwohner; das  Versorgungsgebiet der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG 1.013 qkm und  242.000 Einwohner. Die vertikale Beziehung zwischen L&G und Elektrowatt im  Markt für Utilities für Unternehmen der Elektrizitätsversorgung wirkt sich daher nicht  in einem wesentlichen Teil des Gemeinsamen Marktes aus.  b.<ind>  Markt für Gebäudesicherheitstechnik 21.<ind>  Während die Elektrowatt-Tochtergesellschaft Cerberus in diesem Markt  auf der Basis einer nationalen Marktabgrenzung teilweise Anteile von über 20 %, in  der Regel aber weniger als 10 % erreicht, bietet L&G die Produkte und  Dienstleistungen der Gebäudesicherheitstechnik nicht gesondert an. L&G unterhält  für die Gebäudesicherheitstechnik keine besondere Organisation oder Produktion  oder darauf spezialisiertes Personal. Erhält L&G im Rahmen der Installation eines  Gebäudeleitsystems einen Auftrag im Bereich der Gebäudesicherheitstechnik, werden  die entsprechenden Produkte zugekauft und die Dienstleistungen im Unterauftrag von  L&G durch andere Unternehmen ausgeführt. 22.<ind>  Das Marktvolumen der Gebäudesicherheitstechnik liegt im EWR-Gebiet  bei 5 Milliarden ECU. Der weltweite Umsatz von L&G in diesem Markt betrug 1994  ca. [In der veröffentlichten Fassung  dieser  Entscheidung wurden gemäß Art. 17 Abs.  2 der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 bezueglich der Wahrung von  Geschäftsgeheimnissen nachfolgend einige Angaben ausgelassen.] Millionen ECU und  wurde hauptsächlich in der Schweiz, Deutschland und Belgien erzielt. Die  Marktanteile von L&G sind daher verschwindend klein. Die Addition des  Gesamtumsatzes von L&G in diesem Bereich mit derjenigen von Cerberus in Belgien  oder in Deutschland würde zu Gesamtmarktanteilen von ca. [zwischen 10 - 20%] %   (Belgien) respektive ca. [unter 10%] % (Deutschland) führen. 23.<ind>  Der Markt der Gebäudesicherheitstechnik ist ein benachbarter Markt der  Gebäudeleittechnik. Für die Zukunft ist ein Trend zur Koppelung von  Gebäudeleitsystemen einerseits und Gebäudesicherheitsanlagen andererseits zu  vermuten. L&G scheidet durch den Zusammenschluß als potentieller Wettbewerber  von Elektrowatt im Markt für Gebäudesicherheitstechnik aus. 24.<ind>  Angesichts der Marktanteile von Cerberus von in jedem Fall weniger als 25  %, einer vernachlässigbar geringen horizontalen Überschneidung mit L&G und der  Vielzahl aktueller und potentieller Wettbewerber (Honeywell, Johnson Controls,  Siemens und andere) wird das Ausscheiden von L&G als potentieller Wettbewerber  den Parteien keine Möglichkeit eröffnen, sich unabhängig von den anderen  Marktteilnehmern zu verhalten. Aus den genannten Gründen gibt der  Zusammenschluß insoweit keinen Anlaß zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich seiner  Vereinbarkeit mit dem gemeinsamen Markt. c.<ind>  Der Markt für Gebäudeleittechnik 25.<ind>  Elektrowatt und L&G sind beide im Markt für Gebäudeleittechnik tätig; es  ergeben sich folglich Marktanteilsüberschneidungen. Das Marktvolumen liegt im  EWR insgesamt bei 1600 MECU, woran die Parteien mit insgesamt etwa [zwischen  25 - 35%]% beteiligt sind. Wird davon ausgegangen, daß auch der Bereich der  Heizungssteuerung in Wohnhäusern zum Markt für Gebäudeleittechnik gehört (vgl.  Ziffer 12), sind die kumulierten Marktanteile der Parteien niedriger als wenn der  genannte Bereich vom relevanten Produktmarkt getrennt betrachtet würde. Bei der  weiten Marktdefinition ist ebenfalls zu berücksichtigen, daß alle Anbieter im Bereich  der Heizungssysteme für Wohnhäuser als aktuelle Konkurrenten zu betrachten sind,  während sie bei der engeren Marktdefinition "nur" als potentielle Wettbewerber  gelten können. Ist der Zusammenschluß bei der engeren Marktdefinition mit dem  Gemeinsamen Markt vereinbar, ist er es somit auch im Falle einer weiteren  Produktmarktabgrenzung. Der wettbewerblichen Beurteilung liegt deshalb die engere  Marktabgrenzung zugrunde, d.h. im Markt für Gebäudeleittechnik bleibt der Bereich  Heizungssysteme in Wohnhäusern unberücksichtigt. 26.<ind>  Sowohl Elektrowatt als auch L&G sind in allen Mitgliedstaaten im Markt  für Gebäudeleittechnik tätig. Die gemeinsamen Marktanteile der beteiligten  Unternehmen betrugen 1994 in folgenden Mitgliedstaaten <ind>  - über 25%:<ind>  Schweden ([zwischen 40 - 50%]%; L&G [zwischen 30 -  40%]%, Elektrowatt [zwischen 10 - 20%]%), Österreich ([zwischen 35 - 45%]%;  L&G [zwischen 20 - 30%]%, E [zwischen 10 - 20%]%), Frankreich ([zwischen 30 -  40%]%; L&G [zwischen 10 - 20%]%, E [zwischen 20 - 30%]%), Niederlande  ([zwischen 30 - 40%]%; L&G [zwischen 10 - 20%]%, E [zwischen 10 - 20%]%) und  Belgien/Luxemburg ([zwischen 25 - 35%]%; L&G [zwischen 10 - 20%]%, E  [zwischen 10 - 20%]%). <ind>  - zwischen 15%-25%:<ind>  Deutschland, Dänemark, Italien, Vereinigtes  König-reich/Irland  und iberische Halbinsel. <ind>  - unter 15%:<ind>  <ind>  Finnland und Griechenland. <ind>  Allgemeines 27.<ind>  In allen Mitgliedstaaten sind die Wettbewerber Honeywell Inc., USA,  (Honeywell) und Johnson Controls Inc., USA, (Johnson) anzutreffen. Daneben gibt  es eine grössere Zahl von national, zum Teil auch international tätigen  Wettbewerbern, die in einigen Mitgliedstaaten starke Marktpositionen innehaben. Zu  ihnen zählen Siemens (D), Tour & Andersson (S), Danfoß (DK), Controlli (I),  Satchwell (GB), Priva (NL) und Teice (E/P). Die Finanzkraft von zumindest  Honeywell, Johnson und Siemens ist mit derjenigen der Parteien vergleichbar. Auch  kleinere Wettbewerber sind jedoch in diesem Markt ernstzunehmende Konkurrenten.  Zwar bestehen Grössenvorteile bei der Herstellung der Geräte, da aber der  Hardwareanteil (Geräte und Komponenten zum Regeln und Steuern) am  Gesamtauftragswert gering ist, fällt Grösse als Wettbewerbsvorteil in dieser Hinsicht  nicht ins Gewicht, während nationaler Präsenz und wettbewerblicher Flexibilität im  markttypischen Ausschreibungswettbewerb grosses Gewicht zukommt. 28.<ind>  Die Marktzutrittsschranken sind niedrig, was tendenziell durch eine  Vielzahl von Marktzutritten bestätigt wird. Der Markt der Gebäudeleittechnik liegt im  Überschneidungsbereich (Randsubstitution) mehrerer benachbarter Märkte, des  Heizungs-, Lüftungs- und Klimagerätebaus, der allgemeinen Regelungs- und  Steuertechnik, der Gebäudesicherheitstechnik, der Elektroinstallationstechnik, der  Computer- und Softwaretechnik und der Prozeßleittechnik. Der Markteintritt wird  weder von rechtlichen noch behördlichen Schranken noch durch Patente behindert.  Zusätzlich haben Anbieter von Gebäudeleitsystemen, die schon in einem oder  mehreren Mitgliedstaaten tätig sind, Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten  aufgebaut. Die Parteien und die befragten Marktteilnehmer nennen denn auch eine  ganze Reihe von Unternehmen, die in letzter Zeit in den Markt für Gebäudeleittechnik  eingetreten sind (vgl. Ziffern 37, 40, 42ff.). 29.<ind>  Der Markt der Gebäudeleittechnik wächst in den Mitgliedstaaten  durchschnittlich mit 2%-3% pro Jahr. Im Segment Neubau ist mit einem Rückgang zu  rechnen, was durch eine steigende Nachfrage im Renovierungs-, Modernisierungs-  und Umrüstungsbereich aufgefangen werden kann. 30.<ind>  Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Wettbewerber  betragen zwischen 6 - 7 Umsatzprozente, die Lebensdauer der Meß-, Steuer-, Regel-  und Lenkgeräte ca. 4 - 5 Jahre und diejenige ganzer Gebäudeleitsysteme ca. 10 Jahre.  Da die Gebäudeleittechnik von den Entwicklungen in der Prozeßleit-, Computer- und  Kommunikationstechnik beeinflusst wird, ist davon auszugehen, daß kurz- bis  mittelfristig weitere Produkt- bzw. Systeminnovationen erfolgen. Während das  geringe Marktwachstum kaum Anreiz zum Markteintritt ist, erhöhen die zu  erwartenden technischen Neuerungen die Wahrscheinlichkeit und die  Erfolgsaussichten von Markteintritten aus benachbarten Märkten und sprechen gegen  eine Zementierung der heutigen Marktpositionen. 31.<ind>  Im Markt für Gebäudeleittechnikist die Nachfragerkonzentration gering.  Die Nachfrager könnten damit kein Gegengewicht zu einer erhöhten Konzentration  auf der Angebotsseite bilden. Die von der Kommission befragten Nachfrager sprachen  jedoch alle von einem intensiven Wettbewerb im Markt für Gebäudeleittechnik. Die  Aufträge werden von den Nachfragern überwiegend erst nach einem  Ausschreibungswettbewerb vergeben. Grössere Gebäudeeigentümer und -benutzer  schreiben Beschaffungs- und <tab> Dienstleistungsaufträge auch international aus. 32.<ind>  Dieses markttypische Wettbewerbsmerkmal führt zu vergleichsweise  starken Schwankungen der Marktanteile im Zeitablauf. Sie betreffen auch einzelne  starke Marktstellungen in Heimatmärkten, verändern in kleinen Märkten die  Verteilung der Marktanteile durch wenige Auftragserfolge (z.B. Siemens in  Luxemburg über Aufträge verschiedener Banken) und begründen wirksamen  Preiswettbewerb, der auch den Verhaltensspielraum des jeweiligen nach dem  Marktanteil führenden Unternehmens hinreichend beschränkt. <ind>  Die einzelnen Mitgliedstaaten 33.<ind>  Die Wettbewerbsverhältnisse in den einzelnen Mitgliedstaaten werden wie  folgt beurteilt: 34.<ind>  In Österreich entwickelte sich der gemeinsame Marktanteil der Parteien  von [zwischen 35 - 45%]% in 1992, über [zwischen 35 - 45%]% in 1993, auf knapp  [zwischen 35 - 45%]% in 1994. Für die Parteien ist Österreich ein traditionell  wichtiges Exportland. Es gibt keine Sprachbarrieren, liegt nahe und der Markteintritt  wurde in diesem Fall auch dadurch begünstigt, daß es keinen starken nationalen  Anbieter gab. 35.<ind>  Nächster Wettbewerber mit einem Marktanteil von [zwischen 15 - 25%]%  (1994) ist die Sauter Meß- und Regeltechnik Ges.m.b.H., eine Tochtergesellschaft  der Fr. Sauter AG, Basel, (Sauter), an welcher L&G mit 36% des Kapitals, aber ohne  Stimmrechte, beteiligt ist. Das restliche Aktienkapital und sämtliche Stimmrechte an  Sauter befinden sich im Besitz der Fr. Sauter Holding AG, Basel, welche wiederum  mehrheitlich der Familie Brückner gehört. Die Kontrolle durch L&G ist folglich  ausgeschlossen. Die Kommission hat keine konkreten Anhaltspunkte über ein  eventuelles abgesprochenes Marktverhalten zwischen den Parteien und Sauter.  Trotzdem ist davon auszugehen, daß zwischen Sauter und den Parteien kein gleich  intensives Wettbewerbsverhältnis besteht wie z.B. zwischen den Parteien und  Honeywell, denn es würde den finanziellen Interessen der Parteien zuwiderlaufen, mit  Sauter in einen intensiven Preiswettbewerb zu treten. Andererseits scheint nicht  gerechtfertigt, den Marktanteil von Sauter zu demjenigen der Parteien  hinzuzuaddieren, denn Sauter kann die Parteien konkurrenzieren, ohne den eigenen  finanziellen Interessen gleichzeitig zu schaden. Zudem verweigerte der  Verwaltungsrat von Sauter bis heute die Eintragung der Aktien von L&G ins  Aktienbuch, was zum Ausdruck bringt, daß Sauter die Unabhängigkeit wahren will.  L&G kann deshalb das Verhalten von Sauter nicht beeinflussen. Dies findet  Bestätigung dadurch, daß Nachfrager von Gebäudeleitsystemen Sauter als  Wettbewerber der Parteien bezeichneten. Für die Zwecke dieses Falls ist nicht  notwendig, zu entscheiden, ob Sauter und die Parteien als Einheit oder als  Wettbewerber zu betrachten sind, denn auch bei einer Zurechnung von Sauter zu den  Parteien wird durch den Zusammenschluß keine beherrschende Stellung begründet  oder verstärkt (vgl. folgende Ziffern). 36.<ind>  Mit Marktanteilen von [zwischen 10 - 20%]% respektive [zwischen 5 -  15%]% folgen die Wettbewerber Honeywell und Johnson. Die verbleibenden 18%  des Markts für Gebäudeleittechnik in Österreich teilt sich eine Vielzahl von Anbietern,  unter ihnen Siemens und Tour & Andersson. Auch wenn der gemeinsame Marktanteil  der Parteien um einiges grösser ist als die jeweiligen Marktanteile von Honeywell und  Johnson, bestehen keine Zweifel an der Fähigkeit dieser Wettbewerber, grössere  Marktanteile zu erringen. Sie verfügen sowohl über die dazu notwendigen finanziellen  Mittel als auch das Know-how. 37.<ind>  Österreich ist ein offener Markt mit einer Vielzahl von in den letzten Jahren  erfolgten Markteintritten. Unter den Neuzutretenden sind leistungsfähige  Unternehmen wie ABB (Markteintritt 1991) anzutreffen, aber auch kleinere Anbieter  (z.B. GFR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung Ges.m.b.H., die  1991 in diesen Markt eintrat) sind - wie weiter oben erwähnt - Alternativen für die  Nachfrager von Gebäudeleitsystemen. Es handelt sich hierbei in der Regel um  sogenannte "ausführende Ingenieurbüros", die die notwendigen Geräte und  Komponenten zukaufen. 38.<ind>  Zusammenfassend lässt sich feststellen, daß in Österreich die  Wettbewerber Honeywell, Johnson, Siemens und ABB, aber auch kleinere  Konkurrenten sowie die oben erwähnten, im gesamten EWR geltenen Umstände wie  niedrige Marktzutrittsschranken, Ausschreibungspraxis und Innovationsdruck (vgl.  Ziffer 27ff.) verhindern, daß sich die Parteien unabhängig von anderen  Marktteilnehmern verhalten können. Der Zusammenschluß wird in Österreich daher  keine beherrschende Stellung begründen oder verstärken. 39.<ind>  In Schweden betrugen die wiederum deutlich schwankenden gemeinsamen  Marktanteile der Parteien 1994 [zwischen 40 - 50%]%, ein Rückgang von mehr als  [weniger als 5%]% gegenüber 1993, aber ein gehaltener Marktanteil gemessen am  Jahr 1992. Die starke Marktstellung der Parteien beruht auf der Übernahme des  Unternehmens Billmann im Jahr 1971 durch L&G. Billmann war damals Marktführer;  L&G konnte diese Position halten und ausbauen. 40.<ind>  Als nächstgrösserer Wettbewerber folgt die Unternehmung Tour &  Andersson mit einem Marktanteil von [zwischen 25 - 35%]% (1994), ihrerseits  gefolgt von Honeywell ([zwischen 5 - 15%]%). Der Marktanteil von Johnson betrug  1994 ca.[zwischen 1 - 5%]%. Weitere, zum Teil international tätige Wettbewerber  sind unter anderem die Unternehmen Satchwell, Alfa Laval Automation AB und  INUcontrol AB. Letzteres ist erst vor kurzem in diesen Markt eingetreten. 41.<ind>  Auch in Schweden ist Sauter vertreten, hier durch AB Zander & Ingström.  Ihr Marktanteil beträgt ca. [zwischen 1 - 10%]%. Die Beteiligung von L&G an Sauter  ist hier gleich wie in Ziffer 35 beschrieben zu beurteilen. Die Wettbewerber  Honeywell, Johnson, Tour & Andersson, Satchwell, Alfa Laval Automation AB und  INUcontrol AB sowie weitere mögliche Markteintritte und die weiter oben  genannten, im ganzen EWR geltenden Gründe beschränken den Handlungsspielraum  der Parteien wirksam. Der Zusammenschluß wird auch in Schweden keine  beherrschende Stellung begründen oder verstärken. 42.<ind>  In Frankreich betrug der gemeinsame Marktanteil der Parteien 1994 ca.  [zwischen 30 - 40%]% und blieb damit in etwa stabil. Wichtigste weitere  Wettbewerber sind Johnson ([zwischen 10 - 20%]%) und Honeywell ([zwischen 10 -  20%]%). Als wichtige Neuzutritte in den letzten Jahren sind zu nennen Mérlin Gérin,  eine Tochtergesellschaft der Groupe Schneider, Satchwell und Kieback & Peter. 43.<ind>  In den Niederlanden betrug der gemeinsame Marktanteil der Parteien 1994  ca. [zwischen 30 - 40%]%, ein Rückgang von [weniger als 5%]% gegenüber 1993  und von [weniger als 5%]% gegenüber 1992. Die Parteien werden gefolgt von  Johnson ([zwischen 15 - 25%]%), Honeywell ([zwischen 15 - 25%]%) und Priva  ([zwischen 5 - 15%]%). Auch hier sind Marktzutritte erfolgt, so z.B. durch Kieback  & Peter. 44.<ind>  In Belgien/Luxemburg betrugen die gemeinsamen Marktanteile der Parteien  1993 und 1994 ca. [zwischen 25 - 35%]%, ein Zuwachs von ca. [weniger als 5%]%  gegenüber 1992. Den grössten Marktanteil hält Honeywell mit [zwischen 25 -  35%]%; weiterer wichtiger Wettbewerber ist Johnson mit einem Anteil von [zwischen  20 - 30%]%. Auch hier sind Neuzutritte erfolgt (z.B. Siemens, vgl. Ziffer 30). 45.<ind>  In den anderen Mitgliedstaaten liegen die gemeinsamen Marktanteile der  Parteien unter 25%. In den letzten drei Jahren zeigten die Marktanteile der Parteien in  diesen Staaten - mit Ausnahme von Deutschland -  fallende Tendenz. In all diesen  Märkten treffen die Parteien auf die Konkurrenten Honeywell und Johnson sowie auf  zum Teil national starke Wettbewerber wie Siemens (D), Danfoß (DK), Satchwell  (UK) und Teice (E/P). Marktzutritte waren auch in diesen Mitgliedstaaten zu  verzeichnen. 46.<ind>  Elektrowatt ist mit 30% an der Unitech plc., Reading (UK), beteiligt.  Unitech ist in Großbritannien, Belgien, Deutschland, USA und Kanada im Markt für  Gebäudeleittechnik tätig. Ihre Marktanteile liegen jeweils deutlich unter 10%. Die  Auswirkungen dieser Beteiligung auf die Wettbewerbsverhältnisse ist gleich zu  beurteilen wie im Fall Sauter (vgl. Ziffer 35). 47.<ind>  Zusammenfassend ergibt sich, daß in den nationalen Märkten für  Gebäudeleittechnik <ind>  -<ind>  die Auftragsvergabe im Ausschreibungswettbewerb erfolgt, <ind>  -<ind>  die Marktanteile im Zeitablauf vergleichsweise stark schwanken, <ind>  -<ind>  leistungsfähige Wettbewerber neben den Parteien anzutreffen sind, <ind>  -<ind>  die Marktschranken niedrig und tatsächlich Marktzutritte erfolgt  sind, <ind>  -<ind>  das Marktwachstum niedrig, aber die Innovationswahrscheinlichkeit  hoch ist und daher keine Zementierung der Marktstrukturen zu erwarten ist. <ind>  Aus diesen Gründen ist es den Parteien in keinem der nationalen Märkte  möglich, sich unabhängig von den anderen Marktteilnehmern zu verhalten. Der  Zusammenschluß wird daher im Markt für Gebäudeleittechnik keine beherrschende  Stellung begründen oder verstärken, durch die wirksamer Wettbewerb im  Gemeinsamen Markt oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindert  würde. d.<ind>  Markt für die Instandhaltung der Gebäudeleitsysteme 48.<ind>  Sowohl L&G als auch Elektrowatt sind in allen Mitgliedstaaten in diesem  Markt tätig. Ihre gemeinsamen Marktanteile betrugen 1994 in folgenden  Mitgliedstaaten <ind>  - über 25%:<ind>  <ind>  Schweden ([zwischen 40 - 50%]%; L&G [zwischen  40 - 50%]%, Elektrowatt 2%), Dänemark ([zwischen 40 - 50%]%; L&G [zwischen  25 - 35%]%, E [zwischen 5 - 15%]%), Finnland ([zwischen 25 - 35%]%; L&G  [zwischen 25 - 35%]%, E 1%) und Deutschland ([zwischen 25 - 35%]%; L&G  [zwischen 25 - 35%]%, E 2%). <ind>  - zwischen 15%-25%:<ind>  Spanien/Portugal, Frankreich, Österreich und  Belgien/ Luxemburg. 49.<ind>  Die Marktanteile der Parteien in diesem Markt und im vorgelagerten Markt  der Gebäudeleittechnik sind nicht identisch, sondern unterscheiden sich grösstenteils  erheblich. So lagen die gemeinsamen Marktanteile der Parteien 1994 <ind>  - <ind>  in Dänemark [zwischen 15 - 25%] Prozentpunkte, in Finnland  [zwischen 15 - 25%] Prozentpunkte und in Deutschland [weniger als 5]  Prozentpunkte über denjenigen im Markt der Gebäudeleittechnik. <ind>  -<ind>  in Schweden und Spanien/Portugal ungefähr gleich wie im Markt der  Gebäudeleittechnik. <ind>  -<ind>  in allen anderen Mitgliedstaaten bis zu [zwischen 15 - 25%]  Prozentpunkte unter denjenigen im Markt der Gebäudeleittechnik. 50.<ind>  In Spanien/Portugal, Frankreich, Österreich und Belgien/Luxemburg  betragen die Marktanteile von Elektrowatt zwischen [zwischen 1 - 10%]% und  [zwischen 1 - 10%]%. Die gemeinsamen Marktanteile der Parteien liegen in diesen  Mitgliedstaaten jedoch deutlich unter 25%. In Schweden, Finnland und Deutschland  führt der Zusammenschluß nur zu einem geringen Zuwachs des gemeinsamen  Marktanteils der Parteien, da der Marktanteil von Elektrowatt in diesen  Mitgliedstaaten 2% nicht übersteigt. Einzig in Dänemark sind die Marktanteile von  beiden beteiligten Unternehmen beträchtlich, so daß der Zusammenschluß zu einer  spürbaren Verstärkung der Marktposition der Parteien führen wird. 51.<ind>  Der Ausführung eines Auftrags im Markt der Gebäudeleittechnik folgt in  der Regel ein Auftrag zur Instandhaltung des installierten Gebäudeleitsystems, jedoch  nur für die Gewährleistungsperiode. In vielen Fällen wechselt der Auftraggeber später  zu einem anderen Anbieter von Instandhaltungsleistungen. Auch in den Märkten für  die Instandhaltung der Gebäudeleitsysteme ist festzustellen, daß die Marktanteile der  Wettbewerber im Zeitablauf vergleichsweise stark schwanken. 52.<ind>  Die Instandhaltung wird im allgemeinen von den Niederlassungen der  Systemanbieter durchgeführt und nur ausnahmsweise von eigenständigen  Wartungsunternehmen. Die zwischen den Service-Unternehmen und ihren Kunden  abgeschlossenen Wartungsverträge können in der Regel auf Ende eines  Vertragsjahres gekündigt werden, erneuern sich ansonsten automatisch. Dem  Vertragsabschluß geht in der Regel ebenfalls eine Ausschreibung voraus. 53.<ind>  Die Parteien treffen in diesem Markt allgemein auf dieselben Konkurrenten  wie im Markt für Gebäudeleittechnik (vgl. Ziffern 27f.). Starke Marktpositionen  halten Honeywell und Johnson; in Schweden und Dänemark, wo die Marktanteile der  Parteien am höchsten sind, aber auch Tour & Andersson. 54.<ind>  Weil die Instandhaltungsarbeiten von den Systemanbietern durchgeführt  werden, sind die Ausführungen zu den Marktzutrittsschranken betreffend den Markt  für Gebäudeleittechnik (vgl; Ziffer 28) auf den Markt für die Instandhaltung  übertragbar. Die Marktzutrittsschranken sind niedrig. Marktzutritte sind in allen  Mitgliedstaaten in den letzten Jahren tatsächlich erfolgt und auch in den nächsten  Jahren zu erwarten. 55.<ind>  Zusammenfassend ergibt sich damit, daß auch im Markt für die  Instandhaltung von Gebäudeleitsystemen <ind>  -<ind>  die Auftragsvergabe im Ausschreibungswettbewerb erfolgt, <ind>  -<ind>  die Marktanteile im Zeitablauf vergleichsweise stark schwanken, <ind>  -<ind>  leistungsfähige Wettbewerber neben den Parteien anzutreffen sind, <ind>  -<ind>  die Marktschranken niedrig und tatsächlich Marktzutritte erfolgt  sind, <ind>  -<ind>  die Innovationswahrscheinlichkeit hoch und deshalb keine  Zementierung der Marktstrukturen zu erwarten ist. <ind>  Aus diesen Gründen ist es den Parteien auch nach dem Zusammenschluß nicht  möglich, sich unabhängig von den anderen Marktteilnehmern zu verhalten. Durch den  Zusammenschluß wird auch im Markt für die Instandhaltung der Gebäudeleitsysteme  keine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt, durch die wirksamer  Wettbewerb im Gemeinsamen Markt oder in einem wesentlichen Teil desselben  erheblich behindert würde. e.<ind>  Märkte für Geräte und Komponenten für Gebäudeleitsysteme 56.<ind>  Der gemeinsamen Marktanteile der Parteien werden auf den Märkten für  Geräte und Komponenten für Gebäudeleitsysteme auch nach dem Zusammenschluß  deutlich unter 15% liegen. Es handelt sich folglich nicht um betroffene Märkte im  Sinne des Formblatts CO. Als Lieferanten in diesen europaweiten Märkten treten  nicht nur diejenigen Hersteller auf, die in der Gebäudeleittechnik tätig sind, sondern  auch Hersteller von Produkten der Prozeßleittechnik und Hersteller einzelner Geräte  und Komponenten. Als Wettbewerber zu nennen sind hier wiederum Honeywell,  Johnson, Satchwell, Tour & Andersson, Siemens, ABB, aber auch Trend, Foxporo  und viele andere. 57.<ind>  Die geringen gemeinsamen Marktanteile und die Vielzahl der  Wettbewerber auf all diesen Märkten werden den Parteien auch nach dem  Zusammenschluß nicht erlauben, sich unabhängig von den anderen Marktteilnehmern  zu verhalten. Durch den Zusammenschluß wird auch in den Märkten für Geräte und  Komponenten für Gebäudeleitsysteme keine beherrschende Stellung begründet oder  verstärkt, durch die wirksamer Wettbewerb im Gemeinsamen Markt oder in einem  wesentlichen Teil desselben erheblich behindert würde. VII<tab> GESAMTBEURTEILUNG 58.<ind>  Aufgrund der oben getroffenen Feststellungen ist die Kommission zu dem  Ergebnis gelangt, daß das Zusammenschlußvorhaben keinen Anlaß zu ernsthaften  Bedenken hinsichtlich seiner Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt gibt. <ind>  Aus diesen Gründen hat die Kommission entschieden, den Zusammenschluß  für vereinbar mit dem Gemeinsamen Markt und mit der Funktionsfähigkeit des EWR- Abkommens zu erklären. Diese Entscheidung beruht auf Art. 6(1)(b) der  Fusionsverordnung. Für die Kommission