CELEX: 51978PC0363
Language: de
Date: 1978-07-26
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES über die Meßmethoden sowie über die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in bezug auf die Parameter für die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 363
Vol. 1978/0137
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                 KOM(78)363 endg.
                                                 Brüssel , den 26.7.1978
                        Vorschlag für eine
                       RICHTLINIE DES RATES
          über die Meßmethoden sowie über die Zeitfolge der
          Probenahmen und der Analysen in bezug auf die Para­
         meter für die Qualitätsanforderungen an Oberflächen­
          wasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitglied­
          staaten
             ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
                                                                         β
   K0MC78 ) 363 endg .
                                                                           0
 ---pagebreak--- I. BEGRÜNDUNG
Einleitung
Dieser Vorschlag für eine Richtlinie wird zur Durchführung von Artikel 5
Absatz 2 der Richtlinie des Rates vom 16 . Juni 1975 (75/440/EWG) über die
Qual it St sanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnimg
in den Mitgliedstaaten ( l ) vorgelegt .
Dm Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaften für den Umweltschutz
für die Jahre 1977/1981 ( 2) weist in Titel II Kapitel 2 Absatz 35 darauf
hin , dass die Kommission die sie selbst betreffenden Aktionen durchführen
wird , die im Rahmen der vom Rat erlassenen Richtlinien vorgesehen sind .
Diese Aktionen umfassen u.a. insbesondere einen Vorschlag für eine Richt­
linie über die Messmethoden sowie die Zeitfolge der Probenahmen und der
Analysen in bezug auf die in der Richtlinie 75/440/EWG festgelegten
Parameter .
II . ZIELSETZUNG
Dieser Vorschlag für eine Richtlinie betrifft :
- die Referenzmethoden für die Messung der Parameter zur Kontrolle der
   Qualität des für die Trinkwassergewinnung bestimmten Oberflächenwassers j
- die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in bezug auf die einzel­
   nen Parameter ; um für die Kontrolle der Qualitätsanforderungen eine
   sichere Wirksamkeit zu gewährleisten, wurde im Hinblick auf die statis­
   tische Zuverlässigkeit ein Mindestmass an regelmässigen Entnahmen von
   Oberflächenwasserproben festgelegt .
   Im Sinne der in Artikel 5 Absatz 2 der Richtlinie 75/440/EWG genannten
   Zielsetzung sind für die Festlegung der Zeitfolge der Probenahmen ver­
   schiedene Kriterien zu berücksichtigen, insbesondere die Menge des ent­
   nommenen Wassers , die zu versorgende Bevölkerung, der Grad der Gefähr­
   dung aufgrund der Wasserqualität und die jahreszeitlich bedingten
   Schwankungen der Wasserqualität .
   Die in diesem Vorschlag für eine Richtlinie vorgesehene Zeitfolge der
   Probenahmen berücksichtigt auch die Kosten der Probenahmen und der Ana­
   lysen der entnommenen Proben.
III . DERZEITIGE SITUATION IN DEN MITGLIEDSTAATEN
Bundesrepublik Deutschland
In der Bundesrepublik bestehen einheitliche Normen für die Analyse von
Wasser , Abwasser und Schlamm ("Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-,
( 1 ) Abl . Nr L 194 vom 25 .7 . 1975
( 2 ) Abl . Nr C 139 vom 13.5.1977
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Abwasser- und Sehl aramunt ersuchung") , herausgegeben vom Verband der
deutschen Chemika* Diese Normen haben zwar keine zwingende Kraft , werden
aber gewöhnlich angewendet . Die Festlegung von Messmethoden sowie der
Zeitfolge der Probenahmen und der obligatorischen Analysen fällt unter die
Zuständigkeit der Länder . In den Gemehmigungen , die den Wasserwerken für
die Entnahme von Rohwasser zur Bereitstellung von Trinkwasser erteilt
werden , können die Länder Messmethoden sowie die Zeitfolge der Probenahmen
und der Analysen in bezug auf bestimmte Parameter vorschreiben .
Belgien
In Belgien bestehen keine Rechtsvorschriften Uber einheitliche Messmethoden
und die Zeitfolge der Probenahmen . Die Mess- und Überwachungsstationen
verfahren folglich nach unterschiedlichen Regeln . Das Institut für Hygiene
une Epidemiologie des Gesundheits- und Familienministeriums empfiehlt jedoch
die Anwendung bestimmter Methoden , diese Empfehlungen haben jedoch keinen
zwingenden Charakter .
Dänemark
Der dem Handelsministerium zugeordnete dänische Normungsrat empfiehlt die
Anwendung von Messmethoden und Methoden für die Analyse der Wasserparame-
ter . Die Empfehlungen haben zwar nur hinweisenden Charakter , werden aber
doch im gesamten Land befolgt ; sie sind jedoch nicht zwingend , es sei
denn , dass besondere Erlasse dies bewirken .
Die meisten dieser Normen sind Gegenstand von Harmonisierungsmassnahmen
gemeinsam mit den skandinavischen Nachbarstaaten : Norwegen , Schweden und
Finnland . Sie werden regelmässig auf den neuesten Stand gebracht und an
den technischen Fortschritt angepasst .
Frankreich
Das Gesetz vom 16 . Dezember 1964 betreffend die Wasserbewirtschaftung und
den Kampf gegen die Wasserverschmutzung sieht in Artikel 3 die Erstellving
eines nationalen Inventars der Verschmutzungsgrade der Oberflächengewässer
vor . Es legt u.a . fest , dass "durch Erlasse die technischen Spezifikatio­
nen lind die physikalischen , chemischen , biologischen und bakteriologischen
Kriterien festgelegt werden , denen die Wasserläufe , Abschnitte von Wasser­
läufen, Kanäle , Seen und Teiche entsprechen müssen , insbesondere im Hin­
blick auf die Entnahme von Wasser zur Wasserversorgung der Bevölkerung".
In Durchführung dieses Gesetzes wurde in einem Dekret vom 10 . Januar 1969
das Verfahren für die Ausarbeitung dieses Inventars festgelegt .
Zwei Erlasse- vom 2 . September 1969        vom ^6 . November 1975 - schreiben
das Verfahren vor , insbesondere die Regeln für die Probenahmen und die
Untersuchung der Proben , so z.B. die Zeitfolge der Messungen und die Art
der Analysen .
Irland
Nach Artikel 22 des Gesetzes von 1977 über die Zuständigkeiten der örtlichen
Behörden in bezug auf den Kampf gegen die Wasserverschmutzung obliegt es
diesen sowie den Gesundhaitsbehörden, die Regeln für die Überwachung der
Gewässer einzuführen . Zu diesem Zweck sollen sie die Regeln festlegen ,
die in bezug auf die Probenahmen , die Messmethoden und die Analyse der
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Quellwässer und der aufnehmenden Gewässer zu beachten sind .
Das Gesetz ermächtigt die örtliche zuständige Verwaltung , alle zweckmässi-
gen Informationen zu sammeln und für die Vorhaltung der erforderlichen
Geräte und Apparate zu sorgen. Die Messmethoden und die Zeitfolge der
Probenahmen fallen somit unter die Zuständigkeit der Grafschaften .
Italien
Das Gesetz Nr . 319 vom 14 • Mai 1976 zum Schutz der Gewässer gegen Ver­
schmutzung sieht die Erstellung eines nationalen Inventars über die Quali­
tät aller Gewässer - Oberflächengewässer wie Grundwasser - sowie über ihre
Nutzung , insbesondere als Trinkwasser , vor .
Dasselbe Gesetz legt fest , dass allgemeingültige Kriterien und Methoden
für die Bestimmung der Wassereigenschaften vom Staat festgelegt werden .
In Diirchführung dieses Gesetzes legt ein Erlass des Ministers für öffent­
liche Arbeiten vom 21.2 . 1977 die Zeitfolge der Probenahmen und die für
jede Wasserkategorie zu messenden Parameter fest . Ausserdem bestimmt er
die anzuwendenden Messmethoden, wobei er sich in den meisten Fällen auf
den Leitfaden des Wasserforschungsinstituts ( iRSA) des Nationalen For-
schungsrats stützt .
Luxemburg
Es besteht keinerlei Regelung in bezug auf die Messmethoden und die Zeit-
folge von Probenahmen . In allgemeinen verfahren die Laboratorien nach
amerikanischen oder deutschen Normen . Die Analysenhäufigkeit hängt von
den jeweiligen Erfordernissen ab . Für V/asser , das zur Trinkwasserversor­
gung bestimmt ist , sind die Analysen ziemlich häufig , mit Unterschieden
je nach den Laboratorien und den Umständen .
Niederlande
Die Vereinheitlichung erfolgte auf Initiative des staatlichen Wasserinsti-
tuts , das seit 1973 Viertel jahresübersichten über die Qualität der natio­
nalen Gewässer , die zur Wasserversorgung der Gemeinden bestimmt sind , ver­
öffentlicht . Zu diesem Zweck wenden die verschiedenen für die Überwachung
der Gewässer zuständigen nationalen Institute , darunter das Nationale
Institut für die Trinkwasserversorgung , die Messmethoden sowie die
Bestimmungen für die Zeitfolge der Probenahmen und die Methoden für die
Analyse der Parameter einheitlich und regelmässig an.
Vereinigtes Königreich
Der Analytikerausschuss des dem Umweltministerium zugehörigen Nationalen
Rates veröffentlichte eine Regierungsbekanntmachung mit dem Titel : "Analyse
des Rohwassers , des Trinkwassers und der Abwässer", in der Analysenmethoden
empfohlen werden .
Dieser Text wird überprüft und durch Angaben zur messgenauigkeit , Metho-
dengenauigkeit und die Erfassungsgrenzen ergänzt .
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Die Empfehlungen werden im gesamten britischen Hoheitsbereich befolgt ; sie
haben jedoch keinen obligatorischen Charakter .
                                      O
                                  0     0
Aufgrund der rechtlichen Situation in den Mitgliedstaaten und des Umstandes ,
dass der Vertrag nicht die erforderlichen Zuständigkeiten zur Verwirklichung
dieser Ziele vorsieht , ist ein Rückgriff auf die Artikel 100 und 235 des
Vertrages als Rechtsgrundlagen des Richtlinienvorschlags erforderlich .
Nach den Bestimmungen dieser Artikel ist die Anhörung des Europäischen
Parlaments und des Wirtschafts- und Sozialausschusses erforderlich .
IV . BEMERKUNGEN ZUR AUSARBEITUNG DES RICHTLINIENVORSCHLAGS
IV . 1 Allgemeine Bemerkungen
Die Kommission hat gemäss Artikel 5 Absatz 2 der Richtlinie des Rates
75/440/EWG eine Gruppe nationaler Sachverständiger zur gemeinsamen Erar­
beitung des technischen Teils dieses Richtlinienvorschlags einberufen .
Diese Gruppe , die insgesamt viermal tagte , hat die technischen Informatio­
nen über die in den Mitgliedstaaten angewandten Messmethoden sowie über die
im Rahmen der internationalen Organisationen wie der Internationalen Nor-
mungsorganisation ( ISO ) und der Internationalen Union für reine und ange­
wandte Chemie ( i.U.P.A.C. ) laufenden Arbeiten geliefert .
Sie hat die Kommission bei der Pestsetzung der Erfassungsgrenzen , der
Methodengenauigkeit und der Messgenauigkeit sowie der Zeitfolge für die
Probenahmen und der Analysen in bezug auf die einzelnen Parameter unter­
stützt .
IV . 2 Anwendungsbereich
Dieser Rieht linienvorschlag erfasst alles Oberflächenwasser im Sinne der
Richtlinie 75/440/EWG .
Er betrifft :
- die Referenzmessmethoden sowie ihre Erfassungsgrenzen, ihre Messgenauig-
                                                                 Messgenaui
  keit und Methodengenauigkeit für die Werte G und I der in Anhang II derde
  Richtlinie 75/440/EWG aufgeführten Parameter ;
– die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen für die einzelnen
                                                            einzelnen Para
                                                                      Para-­
  meter desselben Anhangs .
IV . 3 Messmethoden
Die Richtlinie 75/440/EWG glieders die Oberflächenwässer in die drei
Kategorien A, , A? und A,, für die zwingende und/oder Leitwerte festgesetzt
wurden, die         den    unterschliedlichen Qualitäten der Wässer entsprechen.
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Wegen der hohen Kosten der Referenzmessmethoden und der ziemlich strengen
zwingenden Vorschriften in bezug auf die Bestimmung der Werte I und/oder G
der Wässer der Kategorie      schien es erforderlich , für bestimmte Parame­
ter zwei Messmethoden vorzuschlagen .
Für die Kategorien A^ und A, ist es nicht unerlässlich, dieselben zwingen­
den Vorschriften vorzusehen , wenn die zu bestimmenden Werte weniger zwingen­
de Massnahmen erfordern .
Die Referenzmessmethoden, ihre Erfassungsgrenzen , ihre Messgenauigkeit und
ihre Methodengenauigkeit sind in Anhang I dieses Rieht linienvorschlags
angegeben. Die Mitgliedstaaten können andere Methoden wählen, wenn sicher­
gestellt ist , dass die Erfassungsgrenzen, die Messgenauigkeit den Werten
des Anhangs I des vorliegenden Rieht linienvorschlags entsprechen .
Die Probenähmen und die Messmethoden müssen erlauben, ein Ergebnis zu
erhalten, das als richtige Schätzung der mittleren tatsächlichen Qualität
des analysierten Oberflächenwassers gelten kann . Die verschiedenen Verfah-
rensschritte , tun dieses Ergebnis zu erhalten, können Fehler mit sich
bringen, die einer Klärung bedürfen, um sie ausszuräumen oder vermindern
zu können .
Artikel 3 des vorliegenden Rieht linienvorschlags nennt die Bedingungen,
unter welchen die Messungen bestimmter Parameter wegen der Gefahr einer
Veränderung ihres Werts während des Transports oder eines mehr oder weni­
ger langen Verbleibens der Wasserproben in den Behältern erfolgen müssen .
Dies trifft z.B. für die Temperatur und den pH-Wert zu .
IV . 4 Probenahmen
Die Probenahmebedingungen sind in Artikel 4 dieses Richtlinienvorschlags
festgelegt . Die Probenahme von Oberflächenwasser , die als Vorphase der
eigentlichen Analyse zu betrachten ist , hat mit grösster Sorgfalt zu
erfolgen .
Die Probenahmemethoden müssen die Reproduzierbarkeit der Bedingungen
gewährleisten, unter denen die Messungen durchgeführt werden ; sie müssen
für die Umweltbedingungen repräsentativ sein . Hierzu legt Artikel 4 Absatz
3 die allgemeinen Regeln für die Probenahme fest .
Eine Ausnahme ist für die Probenahme der gelösten oder emulgierten Kohlen­
wasserstoffe vorgesehen, die an der Wasseroberfläche zu erfolgen hat .
IV . 5 Aufbewahrung und Transport der Proben
Wie in Artikel 5 erwähnt , darf die Art des Behältermaterials und der
Verpackung nicht die Analysenergebnisse beeinflussen.
Die Probenmengen müssen erlauben, die geforderten Messungen unter optimalen
Reproduzierbarkeit sbedingungen durchzuführen .
Oberflächenwasser neigt seiner Natur nach dazu, sich mehr oder weniger
rasch unter der Einwirkung verschiedener darin enthaltener Organismen zu
verändern . Um die eventuelle Entwicklung solcher Organismen zwischen
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Probenahme und Analyse moglichs-fc zu vermeiden, ist es deshalb angezeigt ,
die Analysen innerhalb kürzester Frist durchzuführen .
 Es wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt , um Methoden zu ermitteln ,
die die Aufbewahrung von Wasserproben ohne Veränderung ihrer Zusammen­
 setzung erlauben . Es ist jedoch nicht möglich , diesbezüglich absolute
Regeln zu geben , die alle Fälle und alle Situationen decken und für die
es keine Ausnahmen gäbe .
Die zu messenden Substanzen können durch Zugabe chemischer Verbindungen -
unmittelbar zur Probe nach der Probenahme oder vorzugsweise vorher in den
noch leeren Behältern - stabilisiert werden .
Vorzugsweise sollte die Zugabe dieser Schutzagenzien in Form ziemlich
konzentrierter Lösungen erfolgen, so dass nur kleine Volumen erforderlich
sind ; hierdurch könnte in den meisten Fällen die entsprechende Verdünnung-
vernachlässigbar gehalten werden .
Die zur Bestimmung der Parameter erforderlichen Proben werden zum Labora^-
torium zur möglichst kurzfristigen Analyse geschickt . Wenn eine sofortigen
Analyse nicht möglich ist , sind sie unter Bedingungen, bei denen jede
Kontamination des Behälteräusseren und jede Veränderung des Inhalts ver­
mieden wird , aufzubewahren .
IV . 6 Zeitfolge der Probenahmen und der Parameteranalysen
Die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen ist die Anzahl Probenahmen
lind Analysen pro Jahr . Die Probenahmen müssen an der Schöpfstelle gemäss
Artikel 5 Absatz 4 der Richtlinie 75/440/EWG erfolgen.
Die Kommission schlägt in Übereinstimmung mit den Stellungnahmen der
nationalen Sachverständigen vor , dass die Mitgliedstaaten entsprechend
Anhang II dieses Richtlinienvorschlags die Zeitfolge der Probenahmen und
der Analysen in bezug auf die Parameter jedes Jahr festgelegen. Diese
Zeitfolge berücksichtigt die Einwohnerversorgungszahl und das Wasser-
entnahmevolumen .
In dem Fall , dass die Qualität des Oberflächenwassers für die Trinkwasser-
gewinnung erheblich über der geforderten Qualität liegt , kann die Zeitfolge
der Probenahmen und Analysen durch den zuständigen Mitgliedstaat nach
Zustimmung der Kommission herabgesetzt werden» Hierzu übermitteln die
Mitgliedstaaten der Kommission die Ergebnisse der entsprechenden
Untersuchung und teilen ihr mit , welche Zeitfolge sie anwenden wollen«
                                 O      O
 ---pagebreak--- Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über die Messmethoden sowie die
Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in bezug auf die Parameter
für die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser , für die
        Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , inbesondere auf die Artikel 100 und 235 ;
auf Vorschlag der Kommission ;
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ;
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ;
in Erwägung nachstehender Gründe s
Die Aktionsprogramme der Europäischen Gemeinschaften für den Umweltschutz
( 1 ) sehen die gemeinsame Festlegung , die Harmonisierung und die Standardi­
sierung der Analysenmethoden und der Methoden zur Messung der Verschmutzungs-
stoffe vor , mit deren Hilfe die Entwicklung der Verschmutzung in der Umwelt
bestimmt werden kann .
In Artikel 5 Absatz 2 der Richtlinie 75 / 440 / EWG des Rates vom 16 . Juni 1975
über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwasserge-
winnung in den Mitgliedstaaten ( 2 ) und in deren achten Begründungserwägung
ist der Erlass einer Richtlinie über die Verfahren der Probenahme und der
Analyse in bezug auf die Parameter für die physikalischen , chemischen und
mikrobiologischen Merkmale des zur Trinkwassergewinnung bestimmten Oberflä-
chenwassers vorgesehen .
Unterschiede zwischen den Rechtsvorschriften über die Messmethoden sowie
über die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in bezug auf die
Parameter zur Bestimmung der Qualität des Oberflächenwassers , die in den
verschiedenen Mitgliedstaaten bereits anwendbar oder in Vorbereitung sind ,
können zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen führen und somit unmittelbare
Auswirkungen auf das Funktionieren des Gemeinsamen Marktes haben . Daher ist
für dieses Gebiet die Angleichung der Rechtsvorschriften gemäss Artikel
100 des Vertrags vorzunehmen .
 ( 1 ) ABl . Nr . C 112 vom 20.12.1973 und Nr . C 139 vom 13.6.1977
 ( 2 ) ABl . Nr . L 194 vom 25 . 7.1978 , S. 34
 ---pagebreak---                                      - 2 -
Es erscheint notwendig , diese Angleichung der Rechtsvorschriften durch ein
Tätigwerden der Gemeinschaft zu ergänzen, um durch eine umfassendere Rege­
 lung eines der Ziele der Gemeinschaft im Bereich des Umweltschutzes und
der Verbesserung der Lebensqualität zu verwirklichen . Deshalb sind dafür
einige besondere Bestimmungen vorzusehen . Da die hierfür erforderlichen
Befugnisse im Vertrag nicht vorgesehen sind , ist auf Artikel 235 des
Vertrages zurückzugreifen.
Es erscheint erforderlich , bei den in den Mitgliedstaaten durchgeführten
Analysen gemeinsame Referenzmethoden zur Bestimmung der Parameterwerte in
bezug auf die physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Eigen­
schaften des zur Trinkwassergewinnung bestimmten Oberflächenwassers anzu­
wenden .
Um die erforderliche Qualitätskontrolle zu gewährleisten, bedarf es einer
Mindestzahl regelmässiger Probenahmen aus dem Oberflächenwasser , um die
Messungen der im Anhang II der Richtlinie 75/440/EWG aufgeführten Parameter
durchführen zu können .
Für die Mindestzeitfolge der Probenahmen und die Analysen der einzelnen
Parameter sind um so strengere Bestimmungen festzulegen, als grössere
Mengen Wasser entnommen und bedeutendere Einwohnerbereiche versorgt werden
müssen . Ferner müssen diese Bestimmungen der Qualität des Wassers und den
eventuell damit verbundenen höheren Risiken Rechnung tragen .
Der technische Fortschritt macht eine rasche Anpassung der in Anhang I
dieser Richtlinie aufgeführten technischen Vorschriften erforderlich . Tin
die Durchführung der hierfür erforderlichen Massnahmen zu erleichtern,
muss ein Verfahren eingeführt werden, das eine enge Zusammenarbeit zwischen
den Mitgliedstaaten und der Kommission im Rahmen des durch die Richtlinie
des Rates 76/160/EWG vom 8 . Dezember 1975 über die Qualität der Bade-
gewässer ( l ) eingesetzten Ausschusses für die Anpassung an den technischen
Fortschritt sicherstellt -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
( 1 ) ABl . Nr . L 31 vom 5.2.1976 . S. 1
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                                    Artikel 1
Diese Richtlinie betrifft die Referenzmessmethoden sowie die Zeitfolge der
Probenahme und der Analysen in bezug auf die in Anlage II der Richtlinie
75 / 440 / EWG festgelegten Parameter .
                                    Artikel 2
Im Sinne dieser Richtlinie versteht man unter :
- "Referenzmessmethode " : die Kurzbe Schreibung des Arbeitsverfahrens zur
   Bestimmung der im Anhang aufgeführten Parameter ;
- "Erfassungsgrenze ", den niedrigsten Wert des geprüften Parameters , der
   durch eine Methode erfasst werden kann ;
- "Messgenauigkeit ", den Unterschied zwischen dem tatsächlichen Wert des
   geprüften Parameters und dem durch die Anwendung einer Methode erhalte­
   nen Versuchswert ;
- "Methodengenauigkeit ", den Unterschied der einzelnen erhaltenen Ergeb­
   nisse im Verhältnis zum Mittelwert aus einer Reihe von Messungen an ein
   und derselben Probe und unter Anwendung derselben Methode ;
- "Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen", die Anzahl der jährlich
   durchzuführenden Probenahmen aus dem Oberflächenwasser und Analysen ,
   die zur Bestimmung der physikalischen, chemischen und mikrobiologischen
   Eigenschaften des zur Trinkwassergewinnung bestimmten Oberflächenwassers
   erforderlich ist .
                                    Artikel 3
1 . Die Referenzmessmethoden und ihre Erfassungsgrenzen, ihre Messgenauig-
    keit und ihre Methodengenauigkeit , sind in Anhang I dieser Richtlinie
    aufgeführt •
2 . Die Analysen der entnommenen Oberflächenwasserproben zur Bestimmung
    der Werte I und/oder G der Parameter der Richtlinie 75/440/EWG werden
     entsprechend den Werten der Erfassungsgrenze , der Methodengenauigkeit
    und der Messgenauigkeit gemäss Anhang I durchgeführt .
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 3 . Die Mitglieds-taaten treffen die erforderlichen Massnahmen , um sicher­
      zustellen, dass die Laboratorien, die andere Messmethoden als die in
     Anhang I bezeichneten anwenden, die Anforderungen in bezug auf die Er-
     fassungsgrenze , die Methodengenauigkeit une die Messgenauigkeit für
     die Bestimmung der einzelnen Parameter des obengenannten Anhangs
     einhalten .
4 . Die Bestimmung der Wassertemperatur des pH-Werts ist unmittelbar an der
     Schöpfstelle , an der die Probenahme des Oberflächenwassers erfolgt ,
     und vor der Reinigungsbehandlung vorzunehmen .
                                   Artikel 4
1 . Die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in bezug auf die ein­
     zelner Parameter ist in Anhang II dieser Richtlinie festgelegt .
2 . Die Entnahme der Oberflächenwasserproben ist an jeder Schopfstelle
     gemäss Artikel 5 Absatz 4 der Richtlinie 75/440/EWG vorzunehmen.
3 . Jede Probenahme von Oberflächenwasser an der Schöpfstelle hat in einer
     Tiefe von mindestens 50cm unter der Wasseroberfläche und mindestens
     50cm über dem Grund des Gewässers zu erfolgen . Sofern dies nicht
     möglich ist , ist die Probe in mittlerer Tiefe zu entnehmen . Bei der
     Probenahme ist jede Veränderung der Umgebungsbedingungen zu vermeiden ;
     die entnommene Probe muss für die Wasserqualität an der Schöpfstelle
     repräsentativ sein .
4 » Die Wasserproben zur Bestimmung der gelösten oder emulgierten Köhlen^
     Wasserstoffe sind an der Wasseroberfläche zu entnehmen .
5 . Die in den Spalten G des Anhangs II der Richtlinie 75/440/EWG festge­
     legten Probenahmen von Oberflächenwasser zur Bestimmung der physika^-
     lischen, chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften können zum
     selben Zeitpunkt wie die Probennahmen für die Bestimmung der in den
     Spalten I desselben Anhangs aufgeführte Werte erfolgen .
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                                   Artikel 5
1 . Zur Erhaltung der Qualität der entnommenen Proben bemühen sich die Mit­
     gliedstaaten darum , dass Behälter der im Anhang I angegebenen Art ver­
     wendet werden .
2 . Die Laboratorien der Mitgliedstaaten , die Schutzagenzien für die Konser­
    vierung der Oberflächenwasserproben verwenden, müssen sicherstellen,
    dass hierdurch die chemische Natur des Wassers nicht verändert und die
    analytische Bestimmung nicht gestört wird .
3 . Der Transport der Proben von der Schopfstelle zum Analyselaboratorium
    muss unter Bedingungen - Dunkelheit , Schnelligkeit und Temperatur -
    erfolgen, die eine gute Erhaltung der chemischen, physikalischen und
    mikrobiologischen Eigenschaften sicherstellen .
                                   Artikel 6
1 . Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten legen jedes Jahr ent­
    sprechend Anhang II dieser Richtlinie die Zeitfolge der Probenahmen
    und der Analysen in bezug auf die einzelnen Parameter für jede Schöpf-
    stelle fest .
2 . Die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen zur Bestimmung der in
    den Spalten I und/oder G des Anhangs II der Richtlinie 75/440/EWG an­
    gegebenen Parameterwerte darf nicht niedriger als die Mindestzeitfolge
    gemäss Anhang II dieser Richtlinie angesetzt werden .
                                   Artikel 7
Wenn eine von den zuständigen Behörden durchgeführte Untersuchung von zur
Trinkwassergewinnung bestimmten Oberflächenwasser eine Qualität erweist ,
die erkenntlich höher ist als die in Spalte A^ des Anhangs II der Richtli­
nie 75/440/EWG angegebene , und wenn keine Gefahr einer Verminderung dieser
Qualität besteht , kann die Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen von
dem betreffenden Mitgliedstaat mit Einwilligung der Kommission herabgesetzt
werden .
Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission hierzu die Ergebnisse der
betreffenden Untersuchung und teilen ihr mit , welche Zeitfolge sie anwenden
wollen : die Kommission kann ihre Einwilligung von Bedingungen abhängig
 ---pagebreak---                                       - 6 -
machen, insbesondere in bezug auf die Dauer dieser abweichenden Regelung .
 Falls eine Verminderung der Qualität des betreffenden Wassers zu besorgen
 ist , treffen die Mitgliedstaaten die geeigneten Massnahmen .
                                    Artikel 8
1 . Zur Anwendung dieser Richtlinie übermitteln die Mitglie Staaten der
     Kommission alle Angaben in bezug auf :
    - die Beschreibung der angewandten Probenahmemethoden
    - die Liste der in Anwesenheit von Schutzagenzien gemessenen Parameter .
2 . Die Kommission erstellt innerhalb einer Frist von höchstens vier Jahren
     einen zusammenfassenden Bericht aufgrund der in Durchfuhrung dieses
     Artikels gesammelten Angaben .
3 . Die Kommission beurteilt die Wirksamkeit der angewandten Probenahme-
    methoden und der Anwesenheit von Schutzagenzien bei der Messung der
    Parameter und legt     dem Rat gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesse­
    rung des Verfahrens zur Messung der in Anhang II der Richtlinie 75/440/
    EWG festgelegten Parameter vor .
                                    Artikel 9
Die zur Anpassung an den technischen Portschritt erforderlichen Änderungen
in bezug auf :
- die Referenzmessmethoden gemäss Anhang I dieser Richtlinie ,
- die Erfassungsgrenze , die Messgenauigkeit und die Methodengenauigkeit
werden von dem gemäss Artikel 10 der Richtlinie 76 / 160/ EWG eingesetzten
Ausschuss ausgearbeitet .
                                    Artikel 10
1 . Die Richtlinie 75/440/EWG wird wie folgt geändert :
   a ) Artikel 5 Absatz 2 wird aufgehoben
   b ) In Artikel 5 Absatz 3 werden die Worte " in Absatz 2 genannte Werte "
       durch die Worte "Parameterwerte für die betreffende Wasserqualität "
       ersetzt .
 ---pagebreak---                                    - 7 -
2 . Absatz 1 tritt zwei Jahre nach der Bekanntgabe dieser Richtlinie in
    Kraft .
                                 Artikel 11
Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
schriften in Kraft , um dieser Richtlinie und ihren Anhängen binnen zwei
Jahren nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen . Sie setzen die Kommission
hiervon unverzüglich in Kenntnis .
                                 Artikel 12
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
                                   Geschehen zu
                                    am
                                            Im Namen des Rates
                                               Der Präsident
 ---pagebreak---                                                                     - 8 -                                                 EBV .5 21/77
                                                                 ASH ANO         I
                                                 REFERENatESSMETHODEN ZUR BESTIMMUNG DER
                                            PARAMETER-WERTE I UNü/ODER G GEMÄSS RICHTILINIE 75/440/EHG
  ( A)               B                        ( C)          ( D)          ( E)                            (?)                               G
                 PARAMETER               Erfas8ungB-    Methoden-     Messgenauig-             Referenzmessmethoden   (x)              Flasohen-
                                           grenze       genauigkeit         keit                                                       material
                                                            + -          + -
       I                    |
    1    pH                Einheit pu                       0.1            0,2      - Elektrometrie
                                                                                      Die Messung erfolgt an Ort und Stelle
                                                                                      bei der Probenahme
    2    F&rbung ( nach    mg/l     Pt -                   10 %           20 %      - Photometrioohe Methode nach den Eichwerten
         einfachen            Skala
                                                                                      der Platin-Kobalt-Skala
               Filtern)
                                                                                      Vor der Messung Filtrieren durch Clas-
                                                                                        fibermembrane                                    Glas
    3     Suspendierte Stoffe                                                       - Filtrieren durch Filtermembrane 0,45 /um
          inegesamt        mg /1 MES                        5 %           10
                                                                                      oder Zentrifugieren ( mindestens 5 min,
ι
                                                                                      mittlere Beschleunigung 2800 bis 3200 g)           Glas
                                                                                    - Trocknen bei 105° C und Uiegen
 ---pagebreak---                                                    9                                                    EBV .521/77 DE
( A             (Β)                     C)    D)      ( B)                        (Ρ)                               G
  4  Temperatur        •c
                                            0,5° c    1° c – Temperaturmessung
                                                             Messung an Ort und Stelle bei der Probe-
                                                                                      nahme
  5  Leitfähigkeit    ^uS/om°~              5 %      10 %  - Elektrometrie                                     Kunststoff
                           20°C                              Korrekturen in Funktion der Temperatur              oder
                                                                                                                Glas
  6  Geruch           Verdunnungs >-
                    faktor bei 25°C                        - Feststellung durch Verdunnungsreihe
                                                                                                               Olas
                                                             Bestimmung bei 25° C
  7 Nitrate           mg/l HO ,      1     10 %      20 %  - Molekül arabsorpt ionsspektrophotometrie ,        Kunststofr
                                                             eventuell mit vorausgehender Reduktion              oder
                                                             der Nitrate in Nitrite
                                                           - Spezifische Elektroden                              Glas
  8 Fluoride          mg/l F         0,05  10        20 %  - Molekularabsorptionsspektrophotometrie ,
                                                             nach Destination
                                                                                                               Kunststoff
                                                           • Spezifische Elektroden
 ---pagebreak---                                                   ι
                                                    , ft                                     EHV.521/77
   Α)                 Β          ( C)        ( D)         ( Ε)                        (Ρ)                          ( α)
 9    Gesamtes extrahierbares
      organisches Chlor
                        mg/l Cl
                                                                                                                 I
10    EiBen(gelb'at )   mg/l Fe 0,02       10 %          20 %  - Atomåbsorptionsspektrometrie nach Filtrieren
                                                                 der Probe uber Filtermembrane 0,45yu®
                                                               - Molekularabsorptionsspektrometrie naoh
                                                                 Filtrieren der Probe Uber Filtermembrane
                                                                 0,45 /um                                     Olas
11    Mangan            mg/l Mn 0,01 ( 2)  10 %          20    - Atomabsorptionsspektrometrie
                                                                                                              Glas
                                0,02 ( 3)                      - Holekularabsorptionsspektrophotometrie
                                                               - Atomabsorptionsspektrometrie                 Glas
12    Kupfer            mg/l Cu 0,005      10 %          20 %
                                0,02 ( 4 )                     – Molekularabsorptionsspektrophotometrie
13    Zink              mg/l Zn 0,02 ( 2 ) 10 %          20 %  - AtomabsorptionBspektrometrie
                                                                                                              Ulan
                                0,01                           - Nolekularabsorptionsspektrophotometrie
 ---pagebreak---                                   - 11 -                                         ENV.521/77
 A)           Β          (C    (D        ( E)                       (Ρ)                         0
14  Bor         mg/l B  0.05 10 %        20 % - Atomabsorp-tionsspektrome-trie              Kins-ts-toff
                                              - Molekularabsorptionsepektrophotometrie
15  Béryllium   mg/l Be
16  Kobalt      mg/l Co
17  Nickel      mg/l M
18  Vanadium    mg/l V
                                                                                          I
                                                                                          I
 ---pagebreak---                                              12                                             MV .521/77
(A               Β)            (C        (D        ( E)                       (F)                          ( 0)
 19 Arsen           mg/l As 0,002 ( 2 ) 10 %    20 %    - Atomabsorptionsspektrometrie                 Glas
                            0.Λ ( 5 )                   - Molekularabsorptionsspektrophotometrie
                            0,0002      15 %    30 %
 20 Kadmium         mg/l Cd                             - Àtomab8orptionsspektrometri6                 Olas
                            0,001 ( 5 )
 21 Chrom gesamt    œg/l Cr 0,01        15 %    20 %    - Atomabsorp-tlonsspektrometrle
                                                        - Holekularabsorpt ionsspektrophot ometrie     Glas
 22 Biel            mg/l Pb 0,01        15 %    30 %    - Atomabsorptionsepelctrometrie                Glas
 23 Selen           mg/l Se 0,005       15 %    30 %    - Atomabsorptlonsspelctrometrle                Olas
 ---pagebreak---                                                       - 13                                            ENV .521/77
  ( A)             (Β)                 C)        ( D)         ( E)                       (?)                        ( 0)
    24 Queoksilber     mg/l Hg    0,0001       15 %         30 «   - Atomabsorptionsspektrometrie ( ohne Flamme )  Glas
                                  0.0002 ( 5 )
   25  Barium          mg/l Ba    0.02         15 %        20 %    - AtomabBorptionsspektrometrie                  Olas
                                                                   - Molekularabsorptionsspektrophotometrie
   26  Zyanide         mg/l Cn    0,01         15 %        30 %      mit spezifischem Reagenz nach Destillation   Kunststoff
   27  Sulfate         mg/l SO . 10             5 %        10 %    - Gravimetrie , Komplexometrie mit
                                                                     ÅthylendiamintetraessigsSure                 Glas
   28  Chloride        mg/l Cl    10            5 %        10 %    - Titrimetrie . Hohrsche Methode               Glas
J
 ---pagebreak---                                                           14 -                                         Env.521/77
I ( A)              (Β                   ( C)          D)       ( E)                  (?)                            ( 0)
                               mg/l
  29    Grenzflächenaktive (Lauryl-      0.05        20 %      20 %  - Molekularabsorptionsspektrophotometrie        Glas
        Stoffe                  sulfat )
        ( methyleriblauaktiv )
                                                                                                                   j
  30    Phosphate            mg/l        0,02        10 %      20 %  - Molekularabsorptionsspektrophotometrie nach
                             P2°5                                      Reduktion des Phosphormolybdenkomplexes       Olas
                                                                                                                     Olas
        Phenols              mg/l        0,0002      15 %      50 S  - Hol ekularabsorpt ionsspektrophot ometrie
  31    ( Phenolzahl)       C^H^OH
       p-Hitroanilin,4 Ami-              0,001 ( 6 )
       noantipyrin
        Oeloste oder emul­                                           - Gravimetrie                                   Glas
                                         0,01        20 %      30 «
  32    gierte Kohlenwasser­
        stoffe ( nach Extraktion
        durch Petrolather )              0,04 ( 3)
                                                                     - Messung der Fluoreszenz Intensität im
                                                                       UV–Licht nach Dünnschichtchromatographie      Glas
  33    Polyzyklisohe Aromate mg/l       0,00004     30 «      50 %
                                                                     - Vergleichsmessung zu einer Mischung von
                                                                       6 Standardsubstanzen mit derselben
                                                                       Konzentration ( 8)
 ---pagebreak---                                                   \
                                                      - 15 -                                             ENV.521/77
 A)                  B)             (C           (D)          ( E)                   (P)                              (G
34  Pestizide - gestunt     mg/l.   0.0001      30 %         50 %  - Gaschromatographie zum Nachweis des
    ( Parathion, HCH ,                                               Elektronaneinfangs , nach Extraktion             Glas
    dieldrin)                                                        mit geeignetem Lösungsmittel und Reinigung
                                                                   - Identifizierung der Mischungsbestandteile ,    i
                                                                     quantitative Bestimmung ( 9)
35  Chemischer
    et offbedarf
                  Sauer- mg/l 0g     5          20 %         20 %  – Kaliumbichromatmethode                           01 as
       ( CSB)
                                   5 % ige   5 %ig«       10 %ige  - Hinklerische Methode
36  Sättigung mit
    verdünntem Sauerstoff
                           ^ ^2
                                  Sättigung Sättigung    SKttigung - Spezifische Elektrode ( elektrochemische         Glas
                                                                                      Methode)
37
    Biochemischer          mg/l      2          20 %         20 %  - Bestimmung des gelosten 0 . nach Nr . 36 vor
    Sauerstoffbedarf                                                 und nach fünftägiger Bebrutung bei 20°C
              - bei 20°C    "2                                       + 1°C im Dunkeln                                 Olas
    ohne Nitrierung                                                - Qlasbehälter , vollständing gefüllt , ohne
    (BSP )                                                                                          Luft
                                                                   – Bestimmung des organischen und des Ammoniak-
38  Kj eldahl-St ickstoff  mg/l N   0,5         10 %         20 %    stickstoffs nach Mineralisierung und             Glas
    ( ausser NO ,)                                                   Destillation , einschliesslich Molekular-
                                                                     absorptionsspektrophotometrie oder Titri-
                                                                                         metrie
 ---pagebreak---                                                    - 16 -                                       ENV.521/77
( A)              (Β)                  ( C)     D)        (E)                       Ρ                          (α)
39   Ammoniak           mg/l NH .   0,01 ( 2) 10 %      20 %  - Molekularabsorptionsspektrophotometrie mlt
                                                                                                           ulas
                                                                Indophenolblau
                                    0.05 ( 3)
                                                                                                             I
40   Chloroformextra>-  mg/l        0,02 ( 2)                 - Extraktion mit pH-neutralem Chloroform ,
     hierbare Stoffe         S.E.C.                             wegen des Rückstands                       Olas
                                    0,1 (7 )
                        mg/l C
41   Organischer Kohlen­
     stoff gesamt
     Organischer Kohlen­
42   stoff nach Flockung und
     Membranfiltration (5 /..\
      T.O.C.            mg/l C
 ---pagebreak---                                        - 17 -                                  ENV .521/77
Γ(Α)             (Β            (C        ( D) ( E)                    ( Ρ)                         (0
  43 Gesamt-Coli               5 ( 2)  35 %        - Kultur auf oder in geeignetem spezifi­     sterili-
      37 °C                                          schen Nährboden (Milchzucker-Tergitol-     siertea
                    / ÎOO ml 500 ( 7 )               Agar , Endo-Agar , 0,4 $ige Teepol-Nähr-     Olas
                                                     bouillon) mit ( 2 ) oder ohne ( 7 ) Fil­
                                                     trieren, Auszählen der Kolonien
                                                                                              i
                                                                        oder
                               5 ( 2)  80 %        - Fermentation im Hehrfachansatz ; bei
                                                     positivem Ausfall überführen in Nach-
                             500 ( 7)                weismilieu . Auszählen auf wahrschein­
                                                     lichste Zahl
                                                   – Bebrïïtungstemperatur : 37    C + 1
                                                   - Kultur auf oder in geeignetem spezifi­
  44 Col if MO .               2 ( 2)                schen Nährboden (Milchzucker-Tergitol-
                                                                                                sterili-
                    / 100 ml            35 %         Agar , Endo-Agar , 0,4 %ige Teepol-NShr-
                                                                                                siertes
                                                                                                  Glas
                             200 ( 7 )               bouillon) mit ( 2 ) oder ohne ( 7 ) Fil­
                                                     trieren, Auszählen der Kolonien
                                                                         oder
                               2 ( 2)  80 %
                             200 ( 7 )              -Fermentation im Mehrfeichansatz j bei
                                                     positivem Ausfall überführen in Nach-
                                                     weismilieu . Auszählen auf wahrschein­
                                                     lichste Zahl
                                                   - Bebrutungstemperatur 44°C + 0,5
 ---pagebreak---                                                    - 18 -                                         ENV .521/77
H                ( Β)               ( C)        ( D)      ( E)                      (F)                          0)
45 Streptooooous                    2 ( 2)     35 %            - Kultur auf oder in Festem Nährboden,         Sterili-
       faec .         /lOO ml                                    geeignet für Natriumazid , mit ( 2 ) oder    aiertes
                                  200 (7 )                       ohne ( 7 ) Filterung , Auszählen der           Glas
                                                                 Kolonien
                                                                                 oder
                                    2 ( 2) " ' 80 %            - Fermentation im Hehrfaohansatz ;
                                  200 ( 7 )                      Auszählen auf wahrscheinlichste
                                                                         Zahl
                                nicht
46 Salmonellen                nachweisbar
                              in 5000ml                        - Konzentration durch Filtrieren über
                                                                 Membrane j Impfung auf vorangereiohterter     Steri-
                                nicht
                                                                 Nährboden | Anreicherung, Überführen          lisiertec
                                                                 auf Isolierungs-Agar-Agar,                     Glas
                              nachweisbar
                              in 1000ml
                                                                 Identifizierung
 ---pagebreak---                                                 - 19 -                                        ENV.521/77
( l ) Die Proben aus an der Schöpfstelle entnommenem Oberflächenwasser werden nach einfachem Filtrieren
      (Maschennetz ) zur Entfernung darin schwimmender Rückstände wie Holz , Kunststoff, Glas usw* analysiert
      und gemessen .
( 2) Pur Wasser der Kategorie Al , Wert G
( 3) Für Wasser der Kategorien A2 und A3
( 4 ) Für Waaser der Kategorie A3
( 5 ) Wasser der Kategorien Al , A2 , A3 Wert I
( 6 ) Für Wasser der Kategorien A2 Wert I und A3
( 7 ) Für Wasser der Kategorien A2 und A3 Wert G
( 8) Mischung von sechs Standardsubstanzen mit derselben Konzentration : Fluoranthen ; 3-4-Benzofluoranthen ;
      11,12 Benzofluoranthen ; 3,4-Benzopyren; 1,12 Benzoperylen; (1,2,3 od) -Indenopyren.
 ( 9) Mischung von drei Substanzen mit derselben Konzentration : Parathion, HCH, Dieldrin.
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                            ANHANG        II
  Zeitfolge der Probenahmen und der Analysen in Bezug auf die einzelnen
                  Parameter gemäss Richtlinie 75/440/EWG
                          Jährliche Mindestzeitfolge
I Einwohnerversorgungszahl
|           (D                             <. 100.000     > 100.000
   Wasser der Kategorie A^                       1             3
I Wasser der Kategorie A„                        2             6
   Wasser der Kategorie A,                       4            12
   ( l ) Wasserentnahmevolumen : 20.000 m /Tag
         ( Berechnungsgrundlage : 200 1/Tag/Einwohner )