CELEX: 51989PC0355
Language: de
Date: 1989-08-10
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES UEBER EIN AKTIONSPROGRAMM DER GEMEINSCHAFT AUF DEM GEBIET DER BERUFLICHEN BILDUNG UND DES TECHNOLOGISCHEN WANDELS ( EUROTECNET II )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                            K0MC89) 355 endg.
                                            Brüssel, den 10. August 1989
                         Vorschlag för eine
                       ENTSCHEIDUNG DES RATES
        Ober ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft auf dem
              Gebiet der beruflichen Bildung und des
                      technologischen Wandels
                           (EUROTECNET II)
                  (Von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                      mil àm*M*t     àK b«ruflidhen Bildung
                        uni des technologischen Handel*
                                 BUBKaaCAT II
I - EINLEITUNG - SACHVERHALT
1 - Das nit der Ratsentschliessung V O Ä 2. Juni 1983 in die Wege geleitete
    und 1985 in Kraft getretene Aktionsprogramm der Gemeinschaft im Bereich
    der Berufsbildung und der neuen Informât ions technologien, genannt
    EUROTECNET, umfasste ein Netz von 130 Vorhaben, die untereinander
    Erfahrungen und bewMhrte Ausbildun^smethoden austauschten.
    Dank des Programms waren in allen Mitgliedstaaten Ausbildungsexperten
    in der Lage, bei der Entwicklung und Anpassung von Methoden und
    Materialien, mit denen die unterschiedlichen Zielgruppen (z.B. schlecht
    ausgebildete Jugendliche, Frauen, Arbeitslose und Arbeiter in
    Unternehmen mit einem veralteten Kenntnisstand), erreicht werden
    sollten, vorne zu sein. Darüber hinaus konnten die politischen
    Entseheidungsträger in den einzelnen Hitgliedstaaten beim Unterbreiten
    von Vorschlägen zur Änderung der nationalen Bildungssysteme von dem
    durch EUROTECNET gebotenen breiteren Spektrum von Möglichkeiten der
    Neuerung in dem Bereich der Ausbildung profitieren. Das Netz selbst
    sorgte dafür, dass Erfahrungen mit Neuerungen aus einem Mitgliedstaat
    auch in andere Mitgliedstaaten Übertragen werden konnten, so dass die
    Möglichkeit gegeben war, auch die Qualität der nationalen Systeme
    entschiedene zu beeinflussen. Durch die Nutzung des Netzes und der
    dazugehörigen Aktivitäten wurden auch die Sozialpartner mit Mitteln
    ausgestattet, mit denen sie den Sozialen Dialog Über Fragen aus dem
    Bereich der Ausbildung in den Disziplinen der Technologie (z.B. über
    die angefangene Zusammenarbeit im Baugewerbe) weiterentwickeln konnten.
2 - Es steht nun fest, dass zwei untereinander zusammenhängende Faktoren
    die Weiterentwicklung der Arbeitsmärkte in Europa entscheidend
    beeinflussen: der "technologische Wandel", der das Zusammenwachsen der
    Märkte wirtschaftlich und strukturell möglich macht, und die
    "Vollendung des Binnenmarktes", die die unerlässliche wirtschaftliche
    Voraussetzung für den technologischen Wandel und den erforderlichen
    wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt ist:
    A) Der technologische Wandel, der die Arbeitsaufgaben und die
       Arbeitsorganisation         beeinflusst,         bringt         neue
       Qualifikationsanforderungen mit sich und verändert nicht nur
       Berufsinhalte und -Klassifikationen, sondern in hohem Masse auch die
       Arbeitsbeziehungen sowie die beruflichen Laufbahn jedes einzelnen
       und die Funktionsweise grosser und kleiner Unternehmen.
 ---pagebreak---     B) im Zuge der Vollendung des Binnenmarktes bis 1993 werden sich nicht
        nur Art und Umfang der Mobilität am Arbeitsmarkt grundlegend
        änderen, sondern auch die Arbeitsbeziehungen und der relative Wert
        der     Qualifikationen      und     der      Humanressourcen     in
        gesamtwirtschaftlicher Hinsicht wandeln; um den wirtschaftlichen und
        sozialen Zusammenhalt als wichtigen Bestandteil des Binnenmarktes zu
        wahren.
    Die Weiterentwicklung des Ausbildungsangebots unter Berücksichtigung
    dieser untereinander Zusammenhängenden Faktoren ist der Eckpfeiler des
    EuTOTECNET-Programms.
  - Die grössere Bedeutung der Unternehmen im Bereich der Ausbildung führt
    zu neuen Bbrmen der Zusammmenarbeit zwischen Sozialpartnern und
    Ausbildungsträgern, die sich auf die Partnerschaft zwischen Staat und
    Unternehmen bzw. Gruppen von Unternehmen für den Technologietransfer
     (insbesondere für die KMU) positiv auswirken, sowie zur transnationalen
    Zusammenarbeit im Hinblick auf den Binnenmarkt.
4 - Es zeigt sich immer deutlicher, dass die erforderlichen Veränderungen
    im Bereich der Berufsbildung nicht nur zu einer Anpassung der
    Qualifikationen an neue technische Verfahren und damit einhergehende
    Umstrukturierungsmassnahmen in der Industrie führen, sondern auch
    künftige Entwicklungen vorwegnehmen müssen. So kann die Berufsbildung
    durch geeignete politische Massnahmen dazu beitragen, die Ergebnisse
    der Investitionen in die Informât ions technik optimal zu nutzen und
    damit den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern.
5 - Ein weiterer wichtiger Aspekt des technischen Fortschritts ist in
    letzter Zeit der verstärkte Einsatz der neuen Technologien im
    Bildungswesen, wodurch nicht nur die Effizienz gesteigert und die
    Ausbildungspraxis wirtschaftlich und pädagogisch wirksamer gestaltet
    werden konnten/ sondern auch die Aufgaben der Beteiligten grundlegend
    verändert wurden und neue Anforderungen an die Ausbilder entstanden,
    die neue Ausbildungsaufgaben erfüllen und von den Auszubildenden ein
    Umdenken (Fähigkeit zum Selbststudium) verlangen.
6 - EUROTECNET I hat breites Interesse in und eine grosse Nachfrage nach
    Aktivitäten geweckt, die eine neue Entscheidung verlangten, damit die
    Grundlage für die Festigung und Erweiterung des Programms gelegt werden
    konnte. Die positive Reaktion der Beteiligten, sowohl der politischen
    Entscheidungsträger in den Mitgliedstaaten als auch der Projektträger,
    haben gezeigt, dass die gemeinsamen Bemühungen um eine bessere
    Berufsbildung in der Gemeinschaft verstärkt werden müssen, um den
    technologischen    Wandel   mit   Hilfe des    EUROTECNET-Programms   zu
    bewältigen.
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  Während in EUROTECNET II die.Struktur, die dem Programm zugrunde liegen
  soll (das Netz der Demonstrationsprojekte), beibehalten bleiben soll,
  wird man sich verstärkt darum bemühen, Verbindungen zwischen den
  einzelnen Vorhaben der unterschiedlichen Mitgliedstaaten zu legen.
  Diese Verbindungen sollten dann zu gemeinsamen Ausbildungsprojekten
  führen, mit denen die Ausbildungsmethoden und -materialien verbessert
  werden können; ausserdem werden sie zu einem grösseren Potential für
  die Weitergabe von guten Ausbildungspraktiken an solche Regionen
  führen, in denen eine Modernisierung dringend erforderlich ist.
  Ausserdem wird die grössere Bedeutung, die der gemeinsam durchgeführten
  Neuerung der Ausbildungsmethoden in den einzelnen Bereichen beigemessen
  wird, eine bessere Zusammenarbeit der beteiligten Sozialpartner als
  Antwort auf den aus dem Sozialen Dialog offentsichtlich gewordenen
  Bedarf und darüber hinaus die vermehrte transnationale Fremdbestäubung
  bei der Neuerung der Ausbildung bewirken. Man wird sich auch vermehrt
  um die Feststellung der Zusammenhänge zwischen technologischer Neuerung
  und den Qualifikationen und Berufen der Zukunft bemühen, insbesondere
  im Zusammenhang mit der zu erwartenden Auswirkung der RTD-Programme der
  Gemeinschaft auf die Warenlieferungen und Dienstleistungen.
  Zu den veiter en aus der Anwendung von EUROTECNET I hervorgehenden und
  entscheidenden Aspekten, denen im neuen Programm besonders viel
  Aufmerksamkeit gewidmet werden soll, gehören die im Zuge des
  technologischen Wandels veränderte Rolle der Ausbilder, die Benutzung
  der neuen Technologien als sich rentierende Übertragungsmechanismen im
  Ausbildungsprozess selbst sowie die immer grösser werdende Komplexität,
  vor der sich kleinere Unternehmen gestellt sehen, wenn sie
  technologische Kenntnisse erwerben und auf den neuesten Stand halten
  wollen.
- Ein wichtiger Aspekt des überarbeiteten Programms ist - im Gegensatz zu
  EUROTECNET I, bei dem man sich ausschliesslich auf die neuen
  Informationstechnologien konzentrierte - die deutliche Betonung der
  neuen technologien bzw. des technologischen Wandels. Diese Verschiebung
  des Konzentrationsbereichs ist die Reaktion auf die entstandene
  Notwendigkeit, dass das Programm    sich   auch   mit    dem durch die
  fortschrittlichtsten Technologien hervorgerufenen Veränderungen sowie
  mit dem durch die "Ehe" der unterschiedlichen wissenschaftlichen
  Disziplinen    notwendig   gewordenen    Kombinieren    von   Kenntnissen
  ("Multiskilling") befassen sollte, welche Veränderungen über die
  Informationstechnologie hinausgehen und insbesondere bei der Auswirkung
  des technologischen Wandels auf die einzelnen Bereiche deutlich werden.
  Die besondere. Betonung des technologischen Wandels wird auch die mit
  den RTD-Programmen der Gemeinschaft zu entwickelnde Verbindung
  erleichtern, weil diese Programme eine breite Palette von Technologien
  sowie    die     potentielle    Auswirkung    auf     Kenntnisse    "Neue
  Informationstechnologien" selbst für die meisten Ausbilder nicht mehr
  genau genug formuliert, was zu Missverständnissen führen könnte.
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    Bei der Ausführung des Programms muss besondere Mühe darauf verwendet
    werden, dass sich die Bemühungen auf besondere Bereiche konzentrieren
    werden. Diese Aufgabe wird dadurch erleichtert, dass der sektorale
    Aspekt des      Programms deutlicher     hervorgehoben wird      (in der
    Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern) und dass solide Verbindungen zu
    den RTD-Programmen der Gemeinschaft geknüpft werden sollen. Die
    spezifischen Bereiche oder Technologien, auf die man sich in Verlauf
    von EUROTECNET II konzentrieren wird, sollen in Zusammenarbeit mit den
    Mitgliedstaaten festgelegt werden, damit das Programm jederzeit für die
    Prioritäten der jeweiligen Nationalstaaten relevant sein wird, während
    gleichzeitig      für    die     erforderliche     Zusammenarbeit      auf
    Gemeinschaftsebene gesorgt wird.
8 - Bei der Ausführung des Programms soll der Möglichkeit Aufmerksamkeit
    gewidmet werden, zu Instanzen in Drittländern Kontakte zu knüpfen, die
    ähnliche    Initiative   im   Bereich    der   Berufsbildung    und    des
    technologischen Wandels ergriffen und ausgeführt haben, wobei die
    spezifischen Bestimmungen und Bedingungen für die Nutzung des
    Europäischen Sozialfonds in angemessener Weise berücksichtigt werden
    sollen.
UNICE (Union der Industrien der Europäischen Gemeinschaft) und BGB
(Europäischer   Gewerkschaftsbund)    sprechen   sich deutlich     für eine
Weiterführung des EuTtöTECNET-Programms aus; der Beratende Ausschuss für die
Berufsausbildung gab auf einer Sitzung vom 8. Dezember 1988 einstimmig eine
befürwortende Stellungnahme ab. Eine Fortführung des EUROTECNET-Programms
war wohl auch der Kernpunkt der gemeinsamen Stellungnahmen der
Arbeitsgruppe "Sozialer Dialog und neue Technologien" zur Ausbildung und
Motivation vom 6. März 1987 (Val IXichesse), und der Geist der
Schlussfolgerungen der Lenkungsgruppe des Sozialen Dialogs vom 12. Januar
1989. Die Kommission schlägt in der nachstehenden Entscheidung vor, das
EUROTECNET -Programm fortzuführen und auszuweiten.
II- ZIELE UND MODALITATEN
1 - Das Programm EUROTECNET II wird hauptsächlich zwei Ziele verfolgen:
  - Verbesserung des Erstausbildungs- und Weiterbildungsangebots in der
    Europäischen Gemeinschaft, um dem technologischen Wandel          und
    seinen Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeit . und Qualifikationen
    Rechnung zu tragen;
 ---pagebreak---   - Mitwirkung an der Konzipierung und Entwicklung des künftigen
    Ausbildungsangebots, um den Auswirkungen der künftigen technologischen
    Entwicklungen auf die neuen und bestehenden Berufe Rechnung zu
    tragen und für die erforderlichen Kenntnisse und Qualifikationen zu sorgen,
Das erste Ziel gilt der Ausweitung und Verbesserung des Ausbildungsangebots
and   soll    auch    Informations- und      Ausbildungsmassnahmen    für   die
Hauptbeteiligten in diesem Bereich, die Förderung grenzüberschreitender
Kooperationsprojekte, den Transfer von Know-how           insbesondere in die
weniger entwickelten Regionen oder bestimmte Wirtschaftszweige, abgestimmte
Besuchsprogramme     und    Austauschmassnahmen,     eine    gemeinschaftsweite
Clearing-Stelle für austauschbare Lehr- und Lernmittel, Dokumentation- und
Informationsarbeit, insbesondere mit Hilfe der neuen Technologien, zum
Gegenstand haben.
Das   zweite    Ziel    gilt   der   Konzipierung     und   Entwicklung   eines
zukunftsorientierten Ausbildungsangebots; es sollen Kcoperationsprojekte,
die mit neuen Ausbildungskonzepten arbeiten, entwickelt, ein Dialog mit den
betreffenden    Partnern    über   die   künftigen     Ausbildungsanforderungen
eingeleitet     und     Zusammenhänge    mit     anderen     Forschungs-    und
Entwicklungsprogrammen der Gemeinschaft, die sich auf die Qualifikationen
und die Ausbildung auswirken, hergestellt werden.
Das Instrumentarium, das die Kommission zur Verwirklichung dieser Ziele
vorschlägt, gliedert sich in zwei Gruppen.
Erstere    umfasst    einen    gemeinsamen    Rahmen    von   Grundsätzen   zur
Weiterentwicklung und Verbesserung der Ausbi Idungsmassnahmen und -système
für die neuen Technologien in den Mitgliedstaaten.
Die zweite Gruppe umfaßt eine Reihe von Maßnahmen, die die von den Mitglied-
staaten getroffenen Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene unterstützen und ergän-
zen sollen.
III - MITTELAUSTATTUNG
Das Programm EUROTECNET II soll auf fünf Jahre bemessen sein und Anfang
1990 anlaufen. Bis 1992 sind innerhalb des Rahmens der momentanen
finanziellen Planung (1988 - 1992) 29      MECUs veranschlagt. Rund 21,5 MECUs
sollen   vom     Europäischen    Sozialfonds    bereitgestellt    werden.   Die
Mittelausstattung umfasst die Kosten der verschiedenen Begleitmassnahmen
wie Austausch, Betreuung, technische Unterstützung, Joint Ventures,
fachliche Beratung, Dokumentation und Evaluierung, die für die Durchführung
des Programms erforderlich sind. Für die grundlegende Mittelausstattung der
Vorhaben sollen die Mitgliedstaaten zuständig sein, wenngleich aus den
Europäischen Sozialfonds für Vorhaben, die im Rahmen der einzelstaatlichen
Programme förderungswürdig wären, zusätzliche Mittel bereitgestellt werden
können.
Die Mitgliedstaaten und die Kommission werden im Rahmen der Unterstützung
durch die Gemeinschaft die im Zuge des EUROTECNET-Programms auszuführenden
und aus dem Europäischen Sozialfonds mitzufinanzierenden Aktionen
präsentieren. Die mit dem Programm zusammenhängenden Aktionen werden von
den zuständigen nationalen Behörden präsentiert; diese sind auch für die
praktische Finanzierung im Sinne der Bestimmungen des Strukturfonds
zuständig. Auf diese Weise kann eine deutliche Brücke zwischen den vom
Strukturfonds unterstützten Operationen und der Entwicklung der gemeinsamen
Politik der Gemeinschaft im Bereich der Berufsausbildung geschlagen werden
- namentlich im Zusammenhang mit dem Bedarf an Arbeitskräften, mit denen
der technologischen Wandel gemeistert werden kann.
 ---pagebreak---                            Vorschlag für eine
                         ENTSCHEIDUNG DES RATES
                                OBER EIN
                     AKTIONSPROGRAMM DER GEMEINSCHAFT
                  AUF DEM GEBIET DER BERUFLICHEN BILDUNG
                     UND DES TECHNOLOGISCHEN WANDELS
                               (EUROTECNET II)
DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt    auf    den    Vertrag     zur    Gründung   der    Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 128,
gestützt auf den Beschluss 63/266/EWG des Rates vom 2. April 1963 Ober
die Aufstellung allgemeiner Grundsätze für die Durchführung einer gemein-
samen Politik der Berufsausbildung (1), insbesondere auf den zweiten ,
fünften, sechsten, siebten, neunten und zehnten Grundsatz,
auf Vorschlag der Kommission (2),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (3),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (4),
(1) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. 63 vom 20.4.1963,
    S. 1338/63
(2) ABI.Nr ... vom ...1989,S. ...
(3) ABI.Nr ... vom ...1989,S. ...
(4) ABI.Nr ... vom ...1989,S. ...
 ---pagebreak---                                                                                       %
                                           - 2 -
   In Erwägung nachstehender Gronde :
1 Der Rat hat am 2. Juni 1983 eine EntSchliessung über Massnahmen der
  Berufsbildung        im      Hinblick       auf    die     Einführung     der     neuen
  Informationstechnologien angenommen (5).
2 Die Kommission hat dem Rat am 18. April 1985 eine Mitteilung über
  Berufsbildung       und      neue             Informationstechnoloqien     mit    einem
  Arbeitsprogramm für die Jahre 1985 bis 1988 (6) {übermittelt: dieses Arbeits-
  programm wird gemeinhin EUROTEGNET genannt.
3 Die Staats- und Regierungschefs -haben auf der                     Tagung     des
  Europäischen        Rates      vom      Dezember      1986    die     Bedeutung     von
  Gemeinschaftsmassnahmen im Bereich der Beschäftigung unterstrichen, die darauf abzielen,
  eine bessere Ausbildung fdr Jugendliche                 und för Erwachsene zu
  fördern. Auf der Tagung des Europäischen Rates vom Juni 1989 haben die
  Staats- und Regierungschefs diese Auffassung bekräftigt und hervorgehoben, dass die
  Erschliessung       der     menschlichen       Ressourcen    durch   Ausbildung     ein
  grundlegender Gesichtspunkt der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung
  ist; ausserdem haben sie zur Kenntnis genommen, dass hinsichtlich der be-
  ruflichen Fort- und Weiterbildung Einigung erzielt wurde.
4 Der Rat hat durch Erweiterung des Rahmenprogramms im Bereich der Forschung
  und technologischen Entwicklung               (7) bereits Massnahmen getroffen, die die
  technologische und industrielle Zusammenarbeit gemeinschaftsweit verstärken sollen; dies
  ist insbesondere durch die Entscheidung 88/279/EWG zu ESPRIT (8), den Beschluss 85/196/EWG
  zu BRITE/EURAM (9),die Entscheidung 88/419/EWG zu SCIENCE (10) sowie die
  Entscheidung 88/417/EWG zu DELTA (11), einer Pilotaktion auf dem Gebiet der
  Lerntechnologie, geschehen.                    Die technologische und industrielle
  Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung muss durch
  entsprechende Bemühungen im Bereich der Berufsbildung unterstützt werden.
5  In der Entscheidung 89/286/EWG                (12)     Ober die
  Durchführung auf Gemeinschaftsebene der Hauptphase des strategischen
  Programms für Innovation und Technologietransfer (1989-1993)(Programm
  SPRINT) sind gewisse Massnahmen              für den Transfer von Know-how in den
  Bereichen Innovationsmanagement und Technologietransfer getroffen und
  besondere Vorhaben für den innergemeinschaftlichen Innovâtionstransfer
  unter Einbeziehung des Bildungsbereiches beschlossen worden.
  (5) ABI.Nr. C 166 vom 25.6.1983, S              Ï7
  (6) KDM (85) 167 endg.
  (7) ABI.Nr. L 302 vom 24.10.1987, S. 1.
  (8) ABI.NT. L 118 vom 6. 5.1988, S. 32.
  (9) ABI.Nr. L 83 vom 25. 3.1985, S. 8
  (lO)ABI.Nr. L 206 vom 30. 7.1988, S. 34.
  (ll)ABI.Nr. L 206 vom 30. 7.1988, S. 20.
  (12)ABI.Mr. L 112 vom 25. 4.1989, S. 12.
 ---pagebreak---                                          - 3 -
  6  Das Europäische Parlament hat      am 24. Mai 1983 eine EntSchliessung zur
    Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie (13) gefasst, in der es verstärkte
    Bemühungen    im Bereich der Berufsbildung            und der Ausbildung        von
    Unternehmensleitern forderte. Diese EntSchliessung ist durch            die
    Entschliessung über die betriebliche Weiterbildung der Arbeitnehmer (14)
    und weitere EntSchliessungen, insbesondere die Entschliessung über das
    Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung
     (15) und die Entschliessung zur Regionalentwickung sowie zur schulischen
    und beruflichen Bildung (16)/ ergänzt worden.
 7   Im Rahmen des Sozialen Dialogs sind am 6. März 1987 zwei gemeinsame
    Stellungnahmen abgegeben worden,             eine      davon zum
    Thema Ausbildung und Motivation, in der eine effiziente Ausbilung der
    Arbeitnehmer und Führungskräfte in den neuen Technologien als notwendig
    bezeichnet wurde.
 8  Die Nutzung der technischen Entwicklungen in der Industrie wird davon ab-
    hängen, wie sich Qualifikationen und Initiative der Arbeitnehmer ihnen
    anpassen. In diesem Zusammenhang ist es dringlicher denn je, gemeinschaftsweit
    in verstärktem Masse geeignete Initiativen zu ergreifen und Massnahmen zu
    treffen, die darauf abzielen, die Humanressourcen und die Ausbildungs-
    investitionen ergänzend zu einer globalen Gemeinschaftsstrategie für die
    Industrie-, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspolitik voll zu
    nutzen. In diesem Zusammenhang ist die Berufsbildung ein unerlässliches Instru-
    ment für die Vollendung des Binnenmarktes bis 1992.
 9   Inder Entschliessung      des Rates    vom      2 2 . Dezember 1986        über
    ein Aktionsprogramm     zur Förderung des Beschäftigungswachstums (17) ist
    unterstrichen worden, dass eine Verbesserung der beruflichen Bildung und
    Qualifizierung    sowie    eine   stärkere      Zusammenarbeit    zwischen      den
    Sozialpartnern wichtige Voraussetzungen für ein Beschäftigungswachstum
    sind.
10  Der Rat hat      mit Beschluss 87/569/EWG            (18) ein    Aktions-
    programm     för die Berufsbildung Jugendlicher und zur Vorbereitung
    der Jugendlichen auf das E r w a c h s e n e n - und Erwerbsleben gebilligt, in dem
    er sich dafür aussprach, die Kapazität der Berufsbildungssysteme zu
    vergrössern, um den raschen wirtschafliehen, technischen und sozialen
    Veränderungen Rechnung zu tragen.
    (13)ABI.Nr. C 135 vom 24. 5.1988, S. 27.
    (14)ABI Nr. C 156 vom 15. 6.1987, S.211.
    (15)ABI.Nr. C    7 vom 12. 1.1987, S. 19.
    (16)ABI.Nr. C 99 vom 13. 4.1987, S. 15
    (17) ABI.KB:. C 340 vom 31.12.1986. S. 2.
    (18) ABI.Nr. L 346 vom 10.12.1987, S. 31.
 ---pagebreak---                                                                             4 o
                                         - 4
•1 Mit      Beschluss     89/27/EWG     (19)    hat     der
   "at die zweite Phase des OTMETT-Prcgraifims über Zusammenarbeit zwiachen
   ricchsehule -and Wirtschaft im Bereich der Aus- und Weiterbildung auf dem
   Get ist --1-2X Technologie, insbesondere dar Spitzentechnologie verabschiedet.
1ü Disse I--!assnahmen müssen durch zusätzliche Massnahmen ergänzt werden, um die
   Anpassung        von Erstausbildungs- und Weiterbildungssystemen       in und
    v./iochen den Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung des technologischen
   Wandels zu gewährleisten.
13 In dem ersten EUPOTEXINET-Programm von 1985 bis 1988 ist hervorgehoben wor-
    den, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit     zwischen den Mitgliedstaaten bei
   der Anpassung der Berufsbildung an die neuen Informationstechnologien zu
   entwickeln und zu verstärken. In diesem Zusammenhang kommt es darauf an,
   Ausbildungsmassnahmen mit einer Gemeinschaftsdimension zu unterstützen und
   eine ausgewogene Entwicklung in der ganzen Gemeinschaft zu gewährleisten;
   zu diesem Zweck sollen so weit wie möglich bestehende Einrichtungen in den
   Mitgliedstaaten herangezogen werden.
14 In Erweiterung der EntSchliessung des Rates vom 3. November 1986 zum
   Aktionsprogramm für die kleinen und mittleren Unternehmen (20) ist es
   notwendig, solche Unternehmen an der Durchführung des EuTOTECNET-Programms
   und der Verbreitung der Ergebnisse dieses Programms zu beteiligen.
15 Die     für   das   EUROTECNET-Programm   erforderlichen   Mittel   werden   im
   Gesamthaushaltsplan der Gemeinschaft eingesetzt.
    Die Schtussfolgerungen des Vorsitzenden des Ständigen Aussschusses für Beschäf-
    tigungsfragen sind in der Sitzung vom 25. November 1988 angenommen worden.
    Der Rat hat am 5. Juni 1989     eine EntSchliessung Ober die berufliche Weiter-
    bildung angenommen (21).
    Der Beratende Ausschuss     för die Berufsausbildung hat seine Stellungnahme
    abgegeben -
   HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
   Artikel 1
   Hiermit wird ein zweites Programm im Bereich der Berufsbildung und des
   technologischen Wandels, im folgenden EUROTECNET II genannt, für einen am
   1. Januar 1990 beginnenden Zeitraum von fünf Jahren angenommen.
   (19) ABI.Nr. L 13 vom 17. 1.1989, S. 2 8
   (20) ABI.Nr. C 237 vom 14.11.1986, S. 1.
   (21) ABI.Nr. C.148 vom 15. 6.1989, S.l.
 ---pagebreak---                                                                                   44
                                             - 5 -
Artikel 2
Die beiden Hauptziele von EUROTECNET II sind:
-    Verbesserung des Erstausbildungs- und Weiterbildungsangebots in der
    Europäischen Gemeinschaft, um dem technologischen Wandel                     und
    seinen Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeit und Qualifikationen
    Rechnung zu tragen;
-    Mitwirkung     an der        Konzipierung      und    Entwicklung  des     künftigen
    Ausbildungsangebots, um den Auswirkungen der künftigen technoloqisehen
    Entwicklung auf die neuen und bestehenden Berufe Rechnung zu tragen und
    fdr die erforderlichen Kenntnisse und Qualifikation zu sorgen.
EUROTECNET II           soll     die in den          Mitgliedstaaten
eingeleiteten Massnahmen ergänzen und verstärken, indem
a) ihnovatorische        Ansätze      dadurch      gefördert      werden,       dass
    in     den      Mitgliedstaaten            eine      Anzahl
    relevanter Modellvorhaben im Ausbildungsbereich ermittelt und die
    erforderlichen Verbindungen hergestellt werden, damit die Modellvorhaben
    zur     Innovation und         Zusammenarbeit      in und zwischen        den
    Mitgliedstaaten beitragen können;
b) die Zusammenarbeit zwischen den Mitgleidstaaten beim Austausch und der
    Weitergabe von Ausbildungsmethoden, bei der gemeinsamen Entwicklung innova-
    torischer Ansätze und bei der Verbesserung der Kontakte zwischen Ausbildungs-
    spezialisten verstärkt wird;
c) es den Mitgliedstaaten ermöglicht wird, die Vorteile aus ihrer Beteiligung
    an dem Programm -durch Verbesserung der Infrastruktur in jedem Mitgliedstaat -
    fdr ihre eigenen Erstausbildungs- und Weiterbildungssysteme optimal zu nutzen,
    und indem Qualität und Niveau der Erstausbildung und Weiterbildung der Aus-
    bilder angehoben und die Programmergebnisse umfassend verbessert werden;
d) die Erfahrungen und das richtige Verhalten auf dem Gebiet der beruflichen
    Ausbildung im Hinblick auf den technologischen Wandel allgemein bekanntgemacht
    werden und gemeinschaftsweit aus ihnen Nutzen gezogen wird;
e) die erforderlichen Forschungsarbeiten und Untersuchungen Ober die neuen
    Fertigkeiten und Qualifikationen durchgeführt werden, damit das künftige Angebot an
    Erstausbildungs- und Weiterbildungsmassnahmen entsprechend anqeoasst wird;
    indem ferner die Ausbildungssysteme durch die Förderung offener und flexibler
    Lernmethoden und sonstiger innovatorischer Ansätze, die sich während der
    Durchführung des Programms ergeben, flexibler gestaltet werden;
f ) verschiedene unterstützende Informationsmassnahmen durchgeführt werden, un Initiativen
    im Bereich der Ausbildung und des technologischen Wandels einer
   breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, die Mitwirkung der Beteiligten
    an dem Programm zu fördern und die europäische Zusammenarbeit zwischen
    den Stellen zu verbessern, die Auskünfte Ober die berufliche Bildung er-
    teilen.
 ---pagebreak---                                                                                               ^-L
                                      - 6 -
Artikel 3
EUROTECNET      II umfasst
a) einen, gemeinsamen Rahmen von Grundsätzen zur Weiterentwicklung und
    Verbesserung der Ausbildungsmassnahmen und -système für die neuen
    Technologien in den Mitgliedstaaten im Sinne von Artikel 4,
b ) e i n e Reihe von Massnahmen - s i e s i n d im Anhang a u f g e f ü h r t - , d i e gemein-
    schaftsweit durchgeführt werden und die von den Mitgliedstaaten getroffenen Massnahmen ergänzen
    sollen.
Artikel 4
Die im Rahmen        von      EUROTECNET          II g e p l a n t e n M a s s n a h m e n , die g e -
mäss       Artikel 5 d u r c h z u f ü h r e n sind, sollen die Massnahmen der
Mitgliedstaaten ergänzen und verstärken, die im Einklang mit den allge-
meinen        Grundsätzen      für        die     Durchführung         einer         gemeinsamen
Berufsbildungspolitik stehen und darauf abzielen,
a) die Zusammenarbeit zwischen den Berufsbildungssystemen auf allen Ebenen zu
    verstärken. Diese Zusammenarbeit soll staatliche und private Massnahmen,
    die Beteiligung der S o z i a l p a r t n e r       und alle           Bereiche
    der Wirtschaft umfassen, um die Anpassung den Berufsbildungssysteme an
    den technologischen Wandel zu gewährleisten.
b) das Berufsbildungsniveau und die Qualifikation von beschäftigten und
    arbeitslosen       Arbeitskräften          unter   Berücksichtigung              der
    Auswirkungen          des       technologischen
    Wandels           auf die Umstrukturierung                der Industrie              und die
    Beschäftigung zu verbessern. Besonders zu berücksichtigen ist das
    Ausbildungsangebot von oder für Unternehmen - insbesondere kleinen und mitt-
    leren Betrieben- bei der Ausbildung von Föhrungskräften und Arbeitern;
c) die        Entwicklung        innovativer         Ansätze        durch         Experimen-
     t a l - oder Modellyorhaben im Bereich der Ausbildung zu fördern. Solche
    Vorhaben sollten          zur      Weiterentwicklung         und     Verbesserung         des
    Berufsbildungsangebots beitragen und weit verbreitet werden;
d) arbeitslosen Jugendlichen und vor allem solchen, die nur eine unzureichende
    oder ungeeignete Qualifikation vorweisen können, den Eintritt ins Berufsleben
    zu erleichtern, indem geeignete Massnahmen mit dem Ziel getroffen werden, dass
    die Jugendlichen eine Ausbildung in den neuen Techniken absolvieren können
    und den technologischen Veränderungen gewachsen sind;
e) die Chancengleichheit von Männern und Frauen zu fördern, insbesondere
    die Umschulung und Wiedereingliederung von Frauen zu erleichtern, deren
    berufliche Tätigkeit vom technologischen Wandel betroffen ist bzw. die
    zur Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit neue Fertigkeiten und
    Qualifikationen erwerben müssen;
 ---pagebreak---                                                                                     43
                                     - 7-
 f) die Ausbildung und Umschulung von Ausbildern mit dem Ziel zu fördern,
       ihre Kenntnisse und Fertigkeiten auf sozialem und fachlichem Gebiet auf
       dem laufenden zu halten, wobei auch multimediale Ausbildungsmethoden
       eingesetzt werden können.
Die Mitgliedstaaten leqen der Kommission bis zum 31. Dezember 1992 einen ersten
Bericht und bis zum 31. Dezember 199'4 einen zweiten Bericht darüber vor, was sie
zur Verwirklichung dieser Grundsätze und Massnahmen veranlasst haben.
Artikel 5
Um den Bemühungen der Mitgliedstaaten, die Qualität und das Niveau der
Berufsbildung und der beruflichen Qualifikationen im Hinblick auf den
technologischen Wandel zu verbessern, gemeinschaftsweit bedeutsame Impulse zu geben,
führt die Kommission eine Reihe unterstützender Massnahmen im Sinne des
Anhangs durch.
Bei der Durchführung dieser Massnahmen                        ist den unterschiedlichen
Erfordernissen und Gegebenheiten aller Mitgliedstaaten, vor allem dem
jeweiligen Stand der technischen Entwicklung und dem Berufsbildungsangebot,
besonders Rechnung zu tragen.
Artikel 6
Vom 1 . Januar 1990 an werden die jährlichen Kredite, die für die Deckung
des Beitrags der Gemeinschaft zu den im Programm vorgesehenen Massnahmen
nötig sind, im V e r f a h r e n   zur F e s t s t e l l u n g des   Jahreshaushalts
festgelegt, wobei d i e Ergebnisse des Programms genauso zu b e r ü c k -
s i c h t i g e n sind wie neue B e d ü r f n i s s e , d i e bei der Durchführung
des Programms entstehen könnten. Mit diesen Krediten sollen die im Anhang
genannten Massnahmen finanziert werden; darin sind auch Massnahmen inbegriffen,
mit denen "technischer Beistand auf Gemeinschaftsebene geleistet wird und das
Programm überwacht und ausgewertet wird.
Die für die ersten drei Jahre des Programms notwendig erachteten
M i t t e l werden - im Rahmen der im Juni 1988 von den drei Instituten
 gebilligten             finanziellen Perspektiven 1988-1992 und deren Weiter-
 entwicklung - Teil der künftigen Budgets sein.
Artikel 7
Die         Rommission  sorgt dafür,        dass        EUROTECNET    II  mit   anderen
Gemeinschaftsprogrammen und -massnahmen im Bereich der Berufsbildung und der
technischen Entwicklung im Einklang steht.
Die Kommission zieht zur Durchführung des Programms gegebenenfalls das
Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) hinzu.
 ---pagebreak--- Atikel 8
Die Kommission hält den Beratenden Ausschuss für die Berufsausbildung über
die Durchführung von EUROTECNET II     auf dem laufenden        und legt ihm
zu diesem Zweck regelmässig Berichte vor.
Artikel 9
Die Kommission unterbreitet dem Rat und dem Bjropäisehen Parlament im Jahr 1992
einen Zwischenbericht über die Durchführung von EUROTECNET II.
Die Kommission unterbreitet dem Rat und den Europäischen Parlament bis zum
30.Juni 1995 einen Schlussbericht über die Erfahrungen mit EUROTECNET II,und
die erzielten Ergebnisse unter Berücksichtigung der Ziele im Sinne von Artikel 2,
 in dem auch die Durchführung des Programms bewertet wird.
Beider Erstellung dieser Berichte wird die Kommission auch die in Artikel 4 ge-
nannten Berichte der Mitgliedstaaten berücksichtigen.
Artikel 10
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am ...
                                         Im Namen des Rates
                                         Der Präsident
 ---pagebreak---                                      ANHANG
Massnahmen auf Gemeinschaftsebene, um die Mitgliedstaaten in ihren
Bemühungen zu unterstützen, die Qualität und das Niveau der beruflichen
Bildung und der beruflichen Befähigungsnachweise im Hinblick auf den
technologischen Wandel anzuheben.
1.  Das Programm EUROTECNET II wird hauptsächlich zwei Ziele verfolgen:
    * Verbesserung des Erstausbildungs- und Weiterbildungsangebots in der
      Europäischen Gemeinschaft, um dem technologischen Wandel          und
       seinen Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeit und Qualifikationen
      Rechnung zu tragen?
    * Mitwirkung an der Konzipierung und Entwicklung des künftigen
      Ausbildungsangebots,       um    den   Auswirkungen     der     künftigen
      technologischen Entwicklungen auf die neuen und bestehenden Berufe
      Rechnung zu tragen und för die erforderlichen Kenntnisse und Qualifika-
      tionen zu sorgen.
2.  Die folgenden Massnahmen werden während der Durchführung von EUROTECNET
    II auf Gemeinschaftsebene eingeleitet, um die Massnahmen der
    Mitgliedstaaten abzustützen und zu ergänzen.
a)  Förderung innovator ischer Konzepte,       um  die   Ausbildung    auf  den
    technologischen Wandel abszustimmen:
    - Kernpunkt des EUROnPECNET-Programms ist ein gemeinschaftsweites Netz
       innovator ischer Modell vorhaben in den Mitgliedstaaten mit dem Ziel,
      Ausbildungsplanung und Ausbildungsangebot zu verbessern und den
      Erfordernissen des technologischen Wandels Rechnung zu tragen.
      Darüber hinaus wird das Netz alle Kboperat ions formen zwischen den
      Beteiligten auf den verschiedenen Ebenen unterstützen, um Lösungen
      für gemeinsame Anliegen zu suchen und die Motivation und Ausbildung
      der Arbeitnehmer zu fördern, die mit dem technologischen Wandel
      konfrontiert werden. Bei der Auswahl der Vorhaben, die in das Netz
      einbezogen werden sollen, werden vor allem die in Artikel 4 der
      Entscheidung festgelegten Ziele berücksichtigt, insbesondere die
      Beteiligung der Sozialpartner, die Einbeziehung jener Bereiche oder
      Teilbereiche der Wirtschaft, die vom technologischen Wandel betroffen
      sind, sowie die Vorbereitung der Frauen auf die erforderlichen
      technologischen Veränderungen und die Kapazität die Vorteile gute
      Berufsmässige Erfahrungen verfügbar zu machen.
    - Während die Modellvorhaben weiterhin von den Mitgliedstaaten
      eingeleitet      und    finanziert . werden     müssen,     werden    die
      gemeinschaftlichen Fördermassnahmen darauf ausgerichtet sein, die
      Verbindungen zwischen den einzelnen Vorhaben in einem Gemeinschafts-
      kontext zu verbessern, einschliesslich der erforderlichen Be-
      treuungs-, Köordinierungs- und Verbreitungstätigkeiten. Das Netz von
      Modellvorhaben und die gemeinschaftlichen Fördermassnahmen können
      Vorhaben, die aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert werden, und
      Vorhaben, die keinen Zuschuss aus dem Europäischen Sozialfonds
      erhalten, aber auf einzelstaatlicher Ebene als vorrangig eingestuft
      sind, umfassen.
 ---pagebreak---                                                                        -4i
   - Dis Informations- und Ausbildungsmassnahmen sollen dazu beitragen,
     dass die Hauptbeteiligten an der Berufsbildung die Veränderungen
     nutzen können, die sich aus dem technologischen Wandel und der neuen
     Ausbildungsmethodik   ergeben.    Hierzu   sollen   die   Übertragung,
     Ausweitung und Verbreitung erfolgreicher Ansätze zur Ausbildung für
     den   technologischen   Fortschritt    innerhalb und    zwischen den
     Mitgliedstaaten koordiniert werden.
   - Die Errichtung eines europäischen Konsortiums für Ausbildung und
     Technologie wird gefördert; daran sollen kleine und mittlere
     unternehmen (KMU), grössere unternehmen und Ausbildungseinrichtungen
     beteiligt werden, um die Ausbildung im Technologiebereich sowohl für
     die unternehmen als auch die Arbeitsuchenden zu verbessern.
b) Ausbau der Verbindungen zwischen den Mitgliedstaaten:
   - Die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Modellvorhaben sowie
     zwischen öffentlichen und privaten Ausbildungsträgern, die neue
     Ausbildungskonzepte   erarbeiten,    die   Entwicklung   übertragbarer
     Ausbildungsprogramme und -mittel werden gefördert und der Austausch
     mit Hilfe moderner Kommunikationstechniken wird erleichtert.
   - In enger Abstimmung mit dem Netz der Modellvorhaben wird eine
     Clearing-Stelle für die Bewertung und den Austausch von Lehr- und
     Lernmitteln zur Ausbildung im Technologiebereich errichtet.
   - Das CEDEFOP wird im Auftrag der Kommission grenzübergreifende
     Studienaufenthalte für die Beteiligten an den Modell vorhaben und
     sonstigen Tätigkeiten des Programms durchführen und das bereits
     bestehende Programm der Studienaufenthalte für Berufsbildungsfach-
     leute erweitern.
c) Optimale Nutzung der Vorteile aus der Beteiligung an EURQTECNET:
   - In jedem Mitgliedstaat werden geeignete Vorkehrungen für die
     Verbreitung und Betreuung getroffen, damit die Auswirkungen des
     Programms auf die Ausbildungspolitik und -praxis optimal ausgesch pft
     werden können.
   - Ausserdem werden Massnahmen eingeleitet, um den Austausch von
     Fachwissen zwischen den Mitgliedstaaten, zwischen Wirtschaftszweigen
     und zugunsten banachteiligter Bevölkerungsgruppen zu erleichtern.
     Dies soll in Form eines Beratungsdienstes für die Mitgliedstaaten
     (insbesondere die regional benachteiligten Länder) oder einzelner
     Vorhaben geschehen, um den Ausbildungsbedarf zu ermitteln und
     vorauszuplanen.
   - Es soll ein Modellprogramm für die Ausbildung der Ausbilder im
     Bereich des technologischen Wandels und seiner Auswirkungen auf die
     Befähigungsnachweise entwickelt werden. Um die Übertragbarkeit
     solcher Massnahmen zu fördern, werden geeignete Austauschinstrumente
     vorgesehen.
   - Es werden verschiedene Publikationen vorbereitet, um eine umfassende
     Information über das Programm und die vorgesehenen Tätigkeiten in
     allen Gemeinschaftssprachen zu gewährleisten.
 ---pagebreak---                                                                            13
d) Effektive Anpassung der künftigen Ausbildungsangebote und -système an
   die Auswirkungen des technologischen Wandels:
   - Ergänzend zu dem Netz von Modell vorhaben werden verschiedene
     Forschungsarbeiten und Untersuchungen eingeleitet, um das Programm
     wissenschaftlich abzustützen. Kooperationsvorhaben, an denen sich
     mehrere Mitgliedstaaten beteiligen, sollen neue Ausbildungskonzepte
     entwickeln, die den künftigen Qualifikationsanforderungen des
     Arbeitsmarktes entsprechen und zur Bewältigung des technologischen
     Wandels benötigt werden.
   - In diesem Zusammenhang werden folgende Bereiche vorranging behandelt:
     *  Erarbeitung     neuer   pädagogischer    Ansätze und Modelle zur
        Entwicklung von Ausbildungsplänen im Technologiebereich, die den
        verlangten neuen Kenntnissen und Qualifikationen Rechnung tragen
        und sich vor allem auf offene und flexible Lernsysteme stützen.
     *  Leichtere    Zugang    und   geeignete    Methodik   zur    Ausbildung
        benachteiligter oder Randgruppen in den neuen Technologien.
     *  Entwicklung von Ausbildungskonzepten, vor allem im Rahmen der
        gemeinschaftlichen Forschungs- und Technologieprogramme, die dem
        künftigen Bedarf vorgreifen, die Wirksamkeit der Investitionen im
        Technologiebereich stärken und deren Ergebnisse verbessern. Die
        entsprechenden Massnahmen sollen die bereits im CCMETT-Programm
        eingeleiteten Aktionen ergänzen und unterstützen.
e) Durchführung verschiedener Informationstätigkeiten:
   - Auf hoher Ebene werden in den Mitgliedstaaten oder im Gemeinschafts-
     rahmen verschiedene Konferenzen veranstaltet, um die grossen Themen
     auf dem Gebiet der Technologie und der Ausbildung einer breiteren
     Öffentlichkeit näher zu bringen.
   - Europäische Schulungsseminare, Fachkolloquien, gemeinsame Workshops
     der verschiedenen Vorhaben und Rundtischgespräche sind vorgesehen, um
     das vorhandene Sachwissen zu bündeln und die Verbindungen zwischen
     den Programmbeteiligten auszubauen.
   - Ausserdem wird die gemeinschaftsweite Zusammenarbeit zwischen den
     Informationsanbietern     gefördert,    um   den   Einsatz   der    neuen
     Informationstechnologien in der Ausbildung zu unterstützen.
3. Für EURDTBCNET II sind Bewertungssysteme vorgesehen, die zwei Teile
   umfassen:
   - fortlaufende Bewertung der vorrangigen Programmtätigkeiten,
   - zusammenfassende Bewertungsberichte zur Ergänzung des Zwischen- und
     Schlussberichts über das Programm im Sinne von Artikel 9 der
     Entscheidung.
4. Die fachliche Unterstützung wird auf Gemeinschaftsebene gewährt, damit
   die   Arbeiten    im    Rahmen   des    EURDTECNET-Programms   reibungslos
   durchgeführt werden können. Ausserdem wird die Kommission besondere
   Vorkehrungen    zur    Betreuung    und    fortlaufenden   Bewertung    des
   EUK3TECNET-Programms und zur Verbreitung der Programmergebnisse in den
   Gemeinschaftssprachen treffen.
 ---pagebreak---                           FINANZBOGEN
                                                                 n
1. Haushaltslinie und Bezeichnung
   -  B 6342 und Europäischer Sozialfonds (vgl. Ziff. 6)
   -  EUROTECNET II (Programm auf dem Gebiet der beruflichen
      Bildung und des technologischen Wandels)
2. Rechtsgrundlage
   -  Entschliessung des Rates vom 2.6.1983 (ABI. Nr. C 166 vom
      25.6.1983)
   - Entscheidung des Rates 89/ / /EWG vom über das Programm
      EUROTECNET II (ABI.Nr. ).
    - Artikel 128 des Vertrags
3. Einstufung der Ausgaben
   -  Nichtobligatorische Ausgaben
   -  Nichtgetrennte Mittel
4.  Beschreibung
   - Das Programm EUROTECNET II verfolgt hauptsächlich zwei Ziele:
      * Verbesserung des Erstausbildungs- und Weiterbildungsangebots
         in der Europäischen Gemeinschaft, um den technologischen
         Veränderungen und ihren Auswirkungen auf Beschäftigung,
         Arbeit und Qualifikationen Rechnung zu tragen;
      *  Mitwirkung an der Konzipierung und Entwicklung des künftigen
         Ausbildungsangebots, um den Auswirkungen der künftigen
         technologischen Entwicklungen auf die neuen und bestehenden
         Berufe und die erforderlichen Kenntnisse und Qualifikationen
         Rechnung zu tragen.
   Das Programm EUROTECNET II soll vor allem die in den Mirglied-
   staaten eingeleiteten Massnahmen ergänzen und verstärken, indem:
   a) innovatorisehe Ansätze in den Mitgliedstaaten eine Anzahl
      relevanter Modellvorhaben im Ausbildungsbereich ermittelt und
      die erforderlichen Verbindungen hergestellt werden, damit die
      Modellvorhaben zur Innovation und Zusammenarbeit innerhalb und
      zwischen den Mitgliedstaaten beitragen können;
   b) die Verbindungen zwischen den Mitgliedstaaten verstärkt werden,
      damit eine weitreichende Zusammenarbeit beim Austausch und der
      Übertragung   von Ausbildungsmethoden     und die gemeinsame
      Entwicklung innovator i scher Ansätze und die Besserung des
      Kontaktes zwischen Ausbildungsexperten in diesem Gebiet.
   c) den Mitgliedstaaten ermöglicht wird, die Vorteile aus ihrer
      Beteiligung an dem Programm für ihre eigenen Erstausbildungs-
      und Weiterbildungssysteme optimal zu nutzen; hierzu sollen die
 ---pagebreak---                                                                 "9
        erforderliche Infrastruktur in den einzelnen Mitgleidstaaten
        und Lieferung von Beiträge für eine bessere Kapazität der
        Uhrsprungliches und in-service Ausbildung der Ausbilder für den
        technologischen Wandel verbessert und die Programmergebnisse
        umfassend verbreitet werden ;
    d) die Vorteile von gute berufsmässige Erfahrungen bezüglich
        technologische Änderungen zu Verfügung stellen und anwendbar
       machen;
    e) die erforderlichen Forschungsarbeiten und Untersuchungen über
       die neuen Fähigkeiten und Qualifikationen in Verbindung mit dem
        technologischen Wandel durchgeführt werden, damit das künftige
       Angebot    an Erstausbildungs- und Weiterbildungsmassnahmen
        entsprechend angepasst und die Ausbildungssysteme durch eine
        Förderung offener und flexibler Lernmethoden und sonstiger
        innovatorischer Ansätze, die sich während der Durchführung des
       Programms ergeben, flexibler gestalten werden;
    f) verschiedene Informationstätigkeiten durchgeführt werden, um
       die grossen Themen im Bereich der Technologie und Ausbildung
       einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, das vorhandene
       Sachwissen gemeinsam zu nutzen und bei der Informationsver-
       breitung neue Techniken einzusetzen.
5.  Begründung
    Das Programm EUROTECNET trägt durch gezielte Massnahmen zur
    Heranbildung eines hochqualifizierten Humankapitals dazu bei, dass
    die berufliche Bildung im Zuge der Vollendung des Binnenmarktes an
    den technologischen Wandel angepasst wird. In dem Bericht über das
    erste Programm EUPDTECNET (1985-1988) wird herausgestellt, dass
    durch die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten grosse
    Fortschritte erzielt wurden, aber noch viel zu tun bleibt; so
    müssen insbesondere erfolgreiche Methoden zur Ausbildung im
    Technologiebereich ermittelt und an interesssierte Kreise in der
    ganzen Gemeinschaft weitergegeben werden.
6.  Finanzielle Auswirkungen auf die Interventionsmittel:
    - Art der Ausgaben und Berechnungsweise -
6.1 Die erforderlichen Aufwendungen werden im Rahmen der im Juni 1988
    von    den    drei   Instituten   übereingekommenen    finanziellen
    Perspektiven für die Jahre 1988^1992 Teil künftiger Budgets und
    der Weiterentwicklung dieser Perspektiven sein.
    Der geschätzte Bedarf bis 1992, der im Rahmen der aktuellen
    finanziellen Prognosen veranschlagt wird, beläuft sich (für 1990
    bis 1992) aufgrund von Position B-6342 des Budgets auf 7,5
    Millionen ECU, wobei ein zusätzlicher Betrag, der auf rund 21,5
    Millionen ECU veranschlagt wird, im relevanten gemeinschaftlichen
    Förderkonzept aus dem Europäischen Sozialfonds zu finanzieren sein
    wird. Die für die beiden nächsten Jahre für die Ausführung des
    Programms zur Verfügung zu stellenden Mittel werden im Lichte der
    Entwicklungen der finanziellen Prognosen zu besehen sein.
 ---pagebreak--- 6.2.      Der aus der Haushaltslinie B 6342 zu finanzierende Betrag wird
          weiter unten aufgeschlüsselt.
6.2.1.    Ausbau der Verbindungen zwischen den Mitgliedstaaten:
          -  Die zuschussfähigen Aufwendungen für die Erreichtung einer
             gemeinschaftsweiten Clearing-Stelle sollen in vollem umfang aus
             der Haushaltslinie B 6342 finanziert werden.
          -  CEDEFOP wird im Auftrag der Kommission grenzübergreifende
             Studienaufenthalte veranstalten; die erforderlichen Anwen-
             dungen werden im Baushaltsplan des CEDEFOP berücksichtigt.
          Fur die Laufzeit des Programms werden folgende Ausgaben veran-
          schlagt :
                             1990        1991        1992       Insgesamt
      B 6342 (Mio. ECU)       0,1         0,1         0,1          0,3
  .2.2.   Optimale Nützung der Vorteile, die sich für die Mitgliedstaaten
          aus der Beteiligung an EUTOTECNET ergeben:
          -  Die Gemeinschaft kann 50 % der Kosten zur Schaffung geeigneter
             Verbreitungs- und Betreuungsstrukturen in den einzelnen
             Mitgliedstaaten bis zu höchstens 60.000 ECU je Jahr und
             Mitgliedstaat übernehmen.
          -  Entwicklung von Modellprogrammen für die Ausbildung der
             Ausbilder in den Gemeinschaftssprachen.
          -  Veröffentlichungen über die Massnahmen und Ergebnisse des
             Programms in allen Gemeinschaftssprachen.
          Für die Laufzeit des Programms werden folgende Ausgaben veranschlägt;
                             1990        1991        1992       Insgesamt
      B 6342 (Mio. ECU)       0,8         0,9          1.0         2,7
6.2.3.    Ergänzende Informationstätigkeiten:
          -  In den Mitgliedstaaten oder auf Gemeinschaftsebene werden
             verschiedene Konferenzen auf hoher Ebene veranstaltet, um die
             grossen Xhemem im Bereich der Technologie und Ausbildung einer
             breiteren Öffentlichkeit nahezubringen.
          -  Es sind verschiedene europäische Ausbildungsseminare, Fach-
             kolloquien, gemeinsame Workshops der beteiligten Vorhaben und
             Rundtischgespräche vorgesehen, um das vorhandene Sachwissen
             auszuwerten und die Verbindungen zwischen den Programmbe-
             teiligten zu stärken.
 ---pagebreak---                                                                       L\
          -  Die gemeinschaftsweite Zusammenarbeit zwischen Informâtions-
            anbietern wird gefördert, um so den Einsatz neuer Informa-
            tionstechnologien in der Ausbildung zu erleichtern.
         Hierfür sind während der Laufzeit des Programms folgende Ausgaben
         veranschlant:
                             1990        1991        1992       Insgesamt
     B 6342 (Mio. ECU)        0,4         0,6         1,0          2,0
6.2.4.   Fortlaufende und abschliessende Bewertung des Programms:
         Hierfür sind während der Laufzeit des Programms folgende Ausgaben
         veranschlagt:
                             1990        1991        1992       Insgesamt
     B 6342 (Mio. ECU)       0,05         0,1         0,1          0,25
6.2.5.   Für die fachliche Unterstützung werden während der Laufzeit des
         Programms folgende Ausgaben veranschlagt:
                             1990        1991        1992       Insgesamt
     B 6342 (Mio. ECU)       0,65         0,8         0,8         2,25
6.3.     Erforderliche Mittel
         Während im ersten Jahr ein relativ geringer Betrag von 2,0
         Millionen ECU benötigt wird, ist davon auszugehen, dass die
         jährlichen Mittelbindungen in den darauffolgenden Jahren
         allmählich zunehmen und sich in 1992 auf 3,0 Millionen ECU
         belaufen werden, die in der Baushaltslinie B 6342 bereitzustellen
         sind.
         Aus der folgenden Aufschlüsselung geht hervor, welche Aufwendungen
         aus der Haushaltslinie B 6342 finanziert werden.
         Verpflichtungs- und Zahlungsmächtigungen B 6342
 ---pagebreak---                                                              zc
   Mio. ECU            1990        1991       1992       Zusammen
   6.2.1               0,1         0,1        0,1           0,3
   6.2.2.              0,8         0,9        1,0           2,7
   6.2.3.              0,4         0,6        1,0           2,0
   6.2.4.              0,05        0,1        0,1           0,25
   6.2.5.              0,65        0,8        0,8           2,25
   Insgesamt B 6342    2,0         2,5        3,0           7,5
1. Auswirkungen auf die Einnahmen
   Keine.
8. Art der Kontrolle
   1. Finanzkontrolle: Die Ordnungsmässigkeit der Ausgaben und die
      Ausführung des Haushaltsplans werden von den zuständigen
      Stellen der Kommission geprüft.
   2. Wissenschaftliche und fachliche Rontrolle: wird von den
      zuständigen Dienststellen der Kommission, insbesondere der Task
      Force Humanressourcen, allgemeine und berufliche Bildung und
      Jugend, gegebenfalls mit Unterstützung des Beratenden
      Ausschusses für die Berufsausbildung wahrgenommen.
9. Finanzielle Auswirkungen auf die Personalmittel (Teil A des
   Gesamthaushalts )
   Ab 1990 ergibt sich folgender Personalbedarf:
   *  2 A7/4: Koordinierung und Verfolgung des gesamten
               Aktionsprogramms, Durchführung und Begleitung der
               Bewertungsverfahren
   *   1 B
   *   2 C
   Für das gesamte oben aufgeführte Personal ergeben sich auf ein
   Jahr bezogen für die Gemeinschaft (Teil A, Einzelplan Kommission)
   Kosten in Höhe von 278.000 ECU.
   Zu den gleichen Bedingungen wie bei anderen Gemeinschaftspro-
   grammen können Fachkräfte der nationalen Behörden zur Unter-
   stützung herangezogen werden. Der Personalbedarf soll durch
   interne Versetzungen oder im Rahmen des Haushaltsverfahrens 1990
   gedeckt werden.
 ---pagebreak--- 10. Fachliche Unterstützung:
    Für die Durchführung des EURDTECNET-Programms wird Fachwissen auf
    dem Gebiet der Berufsbildung und des technologischen Wandels
    benötigt, um eine ausgewogene Abwicklung des Programms unter
    Einbeziehung aller Mitgliedstaaten sicherzustellen. Zu diesem
    Fachwissen gehören
    -  fachliche Koordinierung der Modellvorhaben und der Betreuung
       und Dokumentation innerhalb der Mitgliedstaaten;
    -  Erstellung von Informationsmaterial über das EURDTECNET-
       Programm für Veröffentlichungszwecke und Mitwirkung an der
       Informationsarbeit in allen Mitgliedstaaten einschliesslich
       Übersetzungsarbeiten für Massnahmen, bei denen neuen Gemein-
       schaf tssprachen erforderlich sind;
    -  Begleitung der Programme und damit verbundener Entwicklungen in
       den Mitgliedstaaten;
    -  Koordinierung und Ausführung von Forschungs- und Analyse-
       arbeiten im Rahmen des Programms;
    -  fachliche Unterstützung der Kommission bei den Vorarbeiten zu
       Sitzungen, Konferenzen, Studientagungen und Rundtischgesprächen
       auf Gemeinschaftsebene.
 ---pagebreak---                                                 #
                                                                          *i
                                                               r-äS.,-
Abschätzung dtr Ä>lg«n für ääm mm
Betrifft: AktionaprogrÄmm au£ d u Qebiet der beruflichen Bildung und des
          technologischen WÜlöeU (EORDTECHEr H )
1. Administrative Verpfliähtqng« f % die unternéhaen
   Mit der Beteiligung vcn KMU an EuIO&X3C3V^Aktionen sind keine
   administrativen    Verpflichtungen   verbunden,   da   die      vorgesehenen
   Durchführungsraassnahmen die Beteiligung von KMU fördern.
2. Vorteile für die unternehmen
   Aufbau und Ziele des EUTÜTECNET-Programms sind für KMU von besonderem
   Interesse. Durch eine unmittelbare Beteiligung an einem Modellvorhaben
   (Ausbildungskonsortium) oder eine mittelbare Beteiligung über den
   betreffenden Wirtschaftszweig ergeben sich klare Vorteile für die
   Unternehmen.    Auf    diese   Weise   haben    sie   Zugang        zu allen
   Programmerergebnissen (d.h. zu multimedialen Lehr- und Lernmitteln,
   Simulationsmodellen und offenen Lernsystemen) und werden sie ständig
   über die neuesten technologischen Entwicklungen, die für die KMU und den
   Ausbildungsbereich von Belang sind, unterrichtet. Die unternehmen sind
   somit in der Lage, die Ergebnisse des Programms für die künftige
   Ausbildung im Technologiebereich zu nutzen und werden so auf die
   vielfältigen Auswirkungen des Binnenmarktes besser vorbereitet.
3. Nachteile für die Unternehmern
   Für die unternehmen entstehen keine nennenswerten Nachteile; sie müssen
   vor allem Zeit investieren, doch wird die Gemeinschaft eine
   entsprechende finanzielle Unterstützung gewähren.
4. Auswirkungen auf die Beschäftigung
   Für die Beschäftigung können sich nur mittelbare Auswirkungen ergeben,
   insofern als die KMU aufgrund ihrer Teilnahme an EURDTECNET II-Vbrhaben
   in der Lage sein werden, das Qualifikationsniveau ihrer Beschäftigten in
   Bereichen anzuheben, die für ihre weitere Entwicklung ausschlaggebend
   sind.
 ---pagebreak---                                                                        is
5. Anhörung der Sozialpartner
   Der Europäische Gewerkschaftsbund (BGB) und die Union der Industrien der
   Europäischen Gemeinschaft     (UNICE) wurden zur Weiter führung von
   EURDTECNET angehört; beide Organisationen äusserten sich sehr positiv zu
   dem Programm.
   Die Mitteilung wird auch dem Wirtschafts- und Sozialausschuss vorgelegt,
   dessen Bewertung der vorhergehenden Phase wichtig war, da sie den
   Standpunkt der Sozialpartner und der einzelnen Wirtschaftszweige
   wiedergab.
6. Alternativen
   Bei der Durchführung von EUROTECNET II soll den gemeinschaftsweit
   eingeleiteten Massnahmen zugunsten der KMU, insbesondere im Rahmen der
   Folgemassnahmen zu der RatsentSchliessung vom 14.11.1986 Rechnung
   getragen werden. Dabei ist ein enges Zusammenwirken mit den
   verschiedenen Netzen wie DELTA, OOMETT, SPRINT und PETRA vorgesehen, die
   durch eine bessere Nutzung des Humankapitals den Informationsaustausch
   erleichtern    sowie   innovatorische   Ausbildungskonzepte    und   den
   Technologietransfer fördern sollen.
 ---pagebreak---                                                                      26
             Einmütige Stellungnahme des Seratenden Ausschusses für die
                     Berufsausbildung zu dem EUSOTECMST-Programm
1. Der Ausschuß hat den Bericht Ober die Tätigkeiten aufgrund der
   Entschließung vom 2.Juni 1983 und die Arbeiten im Zusammenhang mit
   den neuen Informationstechnologie« und der Berufsbildung im Rahmen
   des EUROTECNET-Programms mit Genugtuung zur Kenntnis genommen.
2. Der Ausschuß stimmte den Leitlinien der Kommissionsdienststellen für
   die Fortsetzung des Programms zu und Äußerte den Wunsch, daß nach
   EUROTECNET I ein EUROTECNET-Programm II durchgeführt werde.
3. Der Ausschuß wies darauf hin, daß die Zusammenarbeit, insbesondere
   zwischen den Mitgliedstaaten, bei allen Problemen im Zusammenhang mit
   der Berufsbildung und den neuen Technologien, der Beherrschung dieser
   Technologien und der Förderung der Berufsbildungsstrategien ausgebaut
   werden muß.
   Diesbezüglich solten für die kleinen und mittleren Unternehmen sowie
   für Gebiete, in denen vor allem für die neuen Technologien kaum
   Bildungs einrichtungen vorhanden sind, besondere Anstrengungen unternommen
   werden.
4. Der Ausschuß hob insbesondere hervor, daß die Leitlinien für das
   EUROTECNET-Programm II folgenden Prioritäten Rechnung tragen müssen :
   - Die im Rahmen des Programms bereits erzielten Ergebnisse sollten
     bestmöglichst genutz werden; bereits laufende Ausbildungsmaßnahmen
     sollten übernommen und verwertet werden, wobei insbesondere der
     Bedarf der kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Ausbildung
     der Ausbilder zu berücksichtigen sind.
   - EUROTECNET II sollte das Schwergewicht auf mehrere strategische
     Bereiche und Qualifikationen, und zwar auf die berufliche Weiterbildung,
     neue Tätigkeitsfelder und Vorkehrungen zur Bewältigung bevorstehender
     Änderungen, legen Folglich sollte sich EUROTECNET II stlarker auf den
     speziellen Bedarf dieser Bereiche an qualifizierenden Ausbildungen
     stützen und dabei insbesondere die erforderliche Verbesserung der
     Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen und die Bedürfnisse
     der relativ wenig qualifizierten Arbeitskräfte berücksichtigen, die
     Opfer oder potentielle Opfer der Veränderungen als Folge des
     technischen wandeis sind.
   - Eines der vorrangigen Ziele von EUROTECNET II sollte die Weiterent-
     wicklung und Weitergabe der Ausbildungsergebnisse sein. Innovatorische
     Ausbildungsvorhaben sollten sowohl zwischen allen Teilnehmern von
     EUROTECNET selbst als auch zwischen all denjenigen, die angesichts des
     technischen Wandels an Ausbildungsmaßnahmen und Problemen interessiert
     sind, ausgetausht und weitergeleitet werden.
 ---pagebreak---                                   - 2 -
                                                                          *  *
   - Im Rahmen von EJROTECNET 21 sollten die durch die neuen Informâtions-
     und Kommunikatianstechniken gebotenen Möglichkeiten, insbesondere die
     multimedialen Ausbildungssysteme, beachtet werden. Besondere Bedeutung
     sollte den Modul- Ausbildungsmaßnahmen, vor allem im Hinblick auf
     die Ausbildung der Ausbilder und die KMU, beigemessen werden.
   - Das Zusammenwirken von EUROTECNET II und den übrigen Gemeinschafts-
     programmen wie den gemeinschaftlichen FuE-Programmen (BRITE, ESPRIT,
     RACE usw.), den mit Technologietransfer verbundenen gemeinschaft-
     lichen Aktionen (z.B. SPRINT), den auf die KMU ausgerichteten gemein-
     schaftlichen Maßnahmen und den übrigen 6emeinschaftsprogrammen oder
     aktionen im Bereich der Berufsbildung (insbesondere PETRA und COMETT)
     sollte verstärkt werden. Wichtig wire es auch, die Koordinierung auf
     einzelstaatlicher Ebene zu verbessern, damit die Durchführung von
     EUROTECNET II den beruflichen Ausbildungsgingen und allen, die an
     Ausbildungsmaßnahmen der einzelnen Mitgliedstaaten beteiligt sind,
     starker zugute kommen könnte.
5.   Der Ausschuß war der Auffassung, daß entsprechend der gemeinsamen
     Stellungnahme der Sozialpartner im Rahmen des gemeinschaftlichen
     sozialen Dialogs von Val Duchesse vom Merz 1987 sicherzustellen ist,
     daß die Sozialpartner an der Durchführung des Programms sowohl in
     den Mitgliedstaaten als auch auf Gemeinschaftsebene aktiv beteiligt
     werden.
6.   Der Ausschuß wies darauf hin, daß die Verbindungen zwischen EUROTECNET
     II und den Leitlinien für die Strukturfonds, insbesondere im Hinblick
     auf die gemeinschaftliche Unterstützung für innovatorische Maßnahmen,
     die aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert werdens verstärkt werden müssen.
7.   Große Bedeutung maß der Ausschuß der forttaufgenden Bewertung und
     Begleitung des Programms und bei forderte die Kommission auf, bei der
     Durchführung des Programms die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
8.   Der Ausschuß war der Auffassung, daß das EUROTECNET-Programm II über
     Mittel verfügen muß, die dem Inhalt und den Zielen des Programms sowie
     den Aktionen, die die Kommission vorschlägt, gerecht werden.
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                     ISSK 0254-14*7
                                                           KOM(89) 355 endg.
                                                      DOKUMENTE
DE                                                                            05
                                 Katalognummer : CB-CO-89-348-DE-C
                                                           ISBN 92-77-52401-4
Ami für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg