CELEX: 52000PC0579
Language: de
Date: 2000-09-21
Title: Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001-2005) (gemäss Artikel 250, Absatz 2 des EG-Vertrages von der Kommission vorgelegt)

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52000PC0579

Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001-2005) (gemäss Artikel 250, Absatz 2 des EG-Vertrages von der Kommission vorgelegt)  /* KOM/2000/0579 endg. - COD 99/0275 */  

Amtsblatt Nr. 029 E vom 30/01/2001 S. 0267 - 0280

Geänderter Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise  der europäischen audiovisuellen Programmindustrie  (MEDIA - Fortbildung) (2001-2005)  (gemäss Artikel 250, Absatz 2 des EG-Vertrages von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGA. AllgemeinesDie Kommission verabschiedete am 14. Dezember 1999 eine Mitteilung an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen bezüglich eines Vorschlags für ein Programm zur Unterstützung der europäischen audiovisuellen Industrie [1]. Die Mitteilung wurde den Institutionen am 30. Januar 2000 zugeleitet.[1]  KOM(1999) 658 endgültig.Das von 2001 bis 2005 laufende Programm setzt sich aus zwei separaten Instrumenten zusammen: einem Fortbildungsprogramm für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (Artikel 150 EG-Vertrag) [2] und einem Förderprogramm für Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke (Artikel 157 EG-Vertrag) [3].[2]  1999/0275 (COD).[3]  1999/0276 (CNS).Auf seiner Plenartagung vom 6. Juli 2000 [4] verabschiedete das Europäische Parlament in erster Lesung 43 Änderungsanträge zu diesem Vorschlag. Die Kommission erläuterte bei dieser Gelegenheit ihre Position zu den Änderungsanträgen und gab an, welchen Änderungen sie zustimmen und welchen sie nicht zustimmen könne. Insgesamt erklärte sich die Kommission bereit, 37 der 43 Änderungsanträge vollständig oder im Wesentlichen zu übernehmen.[4]  A5-0186/2000.Diese Änderungsanträge wurden von der Kommission im vorliegenden geänderten Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001-2005) berücksichtigt, insbesondere im Hinblick darauf, dass (nur) dieser Beschluss dem Mitentscheidungsverfahren unterliegt. Darüber hinaus wurden einige Punkte einbezogen, die in den Sondierungsgesprächen des Rates zur Sprache kamen.B. Erläuterung der wichtigsten ÄnderungenDie von der Kommission berücksichtigten Änderungsanträge des Parlaments betreffen:- den Programminhalt (18 Änderungen), insbesondere die Einbeziehung von Fortbildungsmaßnahmen über das Urheberrecht und den Schutz von geistigem Eigentum (Änderungsanträge 6 und 15) sowie über Techniken zur Entwicklung neuer audiovisueller Programmformen (Änderungsanträge 19, 31 und 37); ferner wurden einige Textstellen über Fortbildungen zum Thema Drehbuchgestaltung präzisiert;- die Programmverwaltung (10 Änderungen), insbesondere das Ausschusswesen (Änderungsanträge 26 und 39); in ihrem geänderten Vorschlag schlägt die Kommission die Bildung eines gemischten Ausschusses vor - Vorbild für diesen Ausschuss ist der im Beschluss des Parlaments über die Durchführung der zweiten Phase des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms im Bereich der allgemeinen Bildung ,Sokrates" [5] vorgesehene Ausschuss. Weitere Änderungen im Zusammenhang mit der Programmverwaltung sind beispielsweise die Nennung von Auswahlkriterien für Projekte im Beschlusstext (Änderungsantrag 21) und eine Präzisierung zur Transparenz bei der Umsetzung des Programms (Änderungsantrag 28);[5]  ABl. L 28/1 vom 3.2.2000.- Verbindungen zu anderen nationalen und gemeinschaftlichen Fördermechanismen (6 Änderungen) und insbesondere die Unterrichtung der Fachkreise über andere von den europäischen Institutionen angebotene Förderprogramme (Änderungsanträge 5, 42 und 43);- Fortbildungsmaßnahmen zum Thema neue Technologien (Präzisierung; Änderungsanträge 2 und 32);- die Teilnahme von Drittländern am Programm (Präzisierung; Änderungsantrag 27);- einen Verweis auf die Schlussfolgerungen des Rates von Lissabon (Änderungsanträge 3 und 10).Die Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag wurden wie folgt gekennzeichnet: gestrichene Passagen erscheinen durchgestrichen, neue oder geänderte Passagen im Fettdruck und unterstrichen.1999/0275 (COD)Geänderter Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise  der europäischen audiovisuellen Programmindustrie  (MEDIA - Fortbildung) (2001-2005)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 150 Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission [6],[6]  ABl. C vom ..., S. .nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses [7],[7]  ABl. C vom ..., S. .nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen [8],[8]  ABl. C vom ..., S. .gemäß dem Verfahren nach Artikel 251 EG-Vertrag,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Vom 6. bis 8. April 1998 hat die Kommission in Zusammenarbeit mit dem Ratsvorsitz des Vereinigten Königreichs eine Europäische Konferenz über audiovisuelle Medien, ,Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters" in Birmingham, ausgerichtet. Bei diesem Konsultationsverfahren wurde die Notwendigkeit hervorge hoben, ein verbessertes Fortbildungsprogramm für den audiovisuellen Bereich einzusetzen, das sich auf alle neuen Aspekte des digitalen Zeitalters konzentriert.(2) Der Rat ,Kultur und audiovisuelle Medien" vom 28. Mai 1998 hat die Zusammen fassung der Schlussfolgerungen der Europäischen Konferenz über audiovisuelle Medien ,Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters" zur Kenntnis genommen und den Wunsch nach Entwicklung neuer Modalitäten zur Förderung einer starken, wettbewerbsfähigen Programmindustrie geäußert.(3) Der Bericht der Hochrangigen Gruppe für Audiovisuelle Politik vom 26. Oktober 1998 mit dem Titel ,Das Digitale Zeitalter: Europäische audiovisuelle Politik" folgert, dass in dieser Gesamtsituation zweckdienlicherweise sowohl die Lehrlingsausbildung als auch die berufsbegleitende Fortbildung im audiovisuellen Sektor verstärkt werden müssen.(4) In der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Ministerrat mit dem Titel ,Die Politik der Gemeinschaft im audiovisuellen Bereich: Künftiges Vorgehen" [9] konstatiert die Kommission den tiefgreifenden Einfluss auf die Beschäftigung, den das digitale Zeitalter auf die audiovisuelle Industrie ausüben wird.[9]  KOM(1998) 446 endg., 14.7.1998.(5) Das Grünbuch ,Konvergenz der Branchen Telekommunikation, Medien und Informationstechnologie und ihre ordnungspolitischen Auswirkungen" [10] stellt fest, dass mit dem Entstehen neuer Dienstleistungen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zur Anpassung an diese neuen Märkte besteht Bedarf an Personal, das in der Anwendung neuer Technologien geschult ist.[10]  KOM(1997) 623 endg., 3.12.1997.(6) Die öffentliche Anhörung zum Grünbuch, die von der Kommission veranstaltet wurde, hat bestätigt, dass eine spezialisierte, an den Anforderungen des Marktes orientierte Berufsbildung gewünscht wird [11].[11]  SEC(1998) 1284 endg., 29.7.1998.(6a) Die digitale Revolution und die neuen Medien ermöglichen die Schaffung innovativer audiovisueller Werke und erfordern das sichere Beherrschen der neuen Technologien. Um die Fachkräfte hierzu in die Lage zu versetzen, muss die Vermittlung dieser Technologien einen Schwerpunkt bilden.(7) In seinen Schlussfolgerungen vom 27. September 1999 zu den Ergebnissen der öffentlichen Konsultation, die zu dem Grünbuch [12] stattfand, hat der Rat die Kommission aufgefordert, diese Anhörungsergebnisse bei der Ausarbeitung der Vorschläge für Maßnahmen zur Stärkung des europäischen audiovisuellen Sektors, Multimedia inbegriffen, zu berücksichtigen.[12]  ABl. C 283 vom 6.10.1999, S. 1.(8) Auf der Sondertagung des Europäischen Rates über Beschäftigung in Luxemburg vom 20. und 21. November 1997 wurde anerkannt, dass die lebensbegleitende allgemeine und die berufliche Bildung einen wichtigen Beitrag zur jeweiligen Beschäftigungs politik der Mitgliedstaaten leisten können, um die Beschäftigungs- und Anpassungs fähigkeit, die unternehmerische Initiative und die Chancengleichheit zu fördern. Die Bedeutung einer angemessenen Fortbildung wurde darüber hinaus in den Schlussfolgerungen des Gipfels von Lissabon vom 24. März 2000 insbesondere in Hinblick auf die neuen Technologien der Informationsgesellschaft hervorgehoben.(9) In ihrem Bericht an den Europäischen Rat über die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Informationsgesellschaft [13] stellt die Kommission fest, dass die neuen audiovisuellen Dienstleistungen ein hohes Arbeitsplatzpotential beinhalten.[13]  KOM(1998) 590 endg.(10) Die Kommission hat ein ,Aktionsprogramm zur Förderung der Entwicklung der europäischen audiovisuellen Industrie (MEDIA) (1991-1995)" durchgeführt, das durch den Beschluss 90/685/EWG des Rates [14] aufgestellt wurde und in dem insbesondere Unterstützungen zur beruflichen Fortbildung der Beschäftigten der europäischen audiovisuellen Programmindustrie vorgesehen sind.[14]  ABl. L 380 vom 31.12.1990, S. 37.(11) Die Gemeinschaftsstrategie zur Entwicklung und Stärkung der europäischen audiovisuellen Industrie wurde durch das Programm MEDIA II bestätigt, das durch den Beschluss 95/563/EG des Rates [15] und den Beschluss 95/564/EG des Rates [16] aufgestellt wurde. Gestützt auf die positiven Erfahrungen dieses Programms erscheint es angezeigt, letzteres unter Berücksichtigung der erreichten Ergebnisse zu verlängern.[15]  ABl. L 321 vom 30.12.1995, S. 25.[16]  ABl. L 321 vom 30.12.1995, S. 33.(12) In dem Bericht der Kommission über die im Rahmen des Programms MEDIA II (1996-2000) im Zeitraum vom 1. Januar 1996 bis zum 30. Juni 1998 erreichten Ergebnisse [17] wird die Auffassung vertreten, dass das Programm dem Prinzip der Subsidiarität der Gemeinschaftsmittel gegenüber den nationalen Mitteln gehorcht, da das Einsatzgebiet von MEDIA II die herkömmlicherweise von den nationalen Mechanismen gespielte vorrangige Rolle ergänzt.[17]  KOM(1999) 91 endgültig, 16.3.1999.(13) Die Kommission hat die positiven Auswirkungen des Programms MEDIA II auf die Beschäftigung im audiovisuellen Bereich in ihrer Mitteilung über Gemeinschafts politiken zur Förderung der Beschäftigung [18] anerkannt.[18]  KOM(1999) 167 endgültig.(13a) Um Anreize für europäische Projekte im audiovisuellen Bereich zu geben, wird die Kommission prüfen, inwieweit zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt werden können, und zwar im Rahmen weiterer Gemeinschaftsinstrumente, insbesondere der Initiative ,eEurope" und des fünften Rahmenprogramms der Gemeinschaft im Bereich der Forschung sowie im Zuge der Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und dem Europäischen Investitionsfonds. Die Fachkreise aus dem audiovisuellen Bereich werden über die verschiedenen Finanzierungshilfen der Europäischen Union informiert.(14) Der im Entstehen begriffene europäische Markt für audiovisuelle Medien erfordert Fachkenntnisse, die der neuen Marktdimension entsprechen, insbesondere in den Bereichen der betriebswirtschaftlichen, finanziellen und kommerziellen Lenkung und des Einsatzes neuer Technologien zur Konzeption, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Kommerzialisierung und Übertragung von Programmen.(15) Es erscheint angezeigt, den Fachkreisen die beruflichen Kenntnisse zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, die europäische und internationale Dimension des audiovisuellen Programmmarktes voll auszuschöpfen, und Anreize zur Entwicklung von Projekten zu schaffen, die der Nachfrage auf dem Markt gerecht werden.(15a) Insbesondere sind Fortbildungen zum Thema Urheberrecht einschließlich der einschlägigen Gemeinschaftsnormen sowie zum Thema Marketing für audiovisuelle Produkte zu fördern, wobei ein besonderer Schwerpunkt bei der Nutzung neuer Technologien als Instrumente zur Ausstrahlung und Vermarktung der Produkte liegen muss.(16) Chancengleichheit ist ein Grundprinzip der Politiken der Gemeinschaft, das bei der Umsetzung des vorliegenden Programms berücksichtigt werden muss.(17) Die Ausbildung der Fachkreise muss grundlegende wirtschaftliche, juristische, technische und unternehmerische Inhalte einbeziehen; aufgrund des raschen Wandels in diesem Bereich sind berufsbegleitende Fortbildungsangebote erforderlich.(18) Entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip ist die Vernetzung der Berufs bildungszentren im Hinblick auf den Austausch von Know-how und bewährten Verfahren in einem internationalen Umfeld zu fördern.(19) Bei der Unterstützung der Berufsbildung sind strukturelle Ziele wie die Entwicklung des kreativen, des Produktions-, Kommerzialisierungs- und Vertriebspotentials in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit kleinem Sprachgebiet zu berücksichtigen.(20) Entsprechend dem in Artikel 5 EG-Vertrag niedergelegten Subsidiaritäts- und Ver hältnismäßigkeitsprinzip können die Ziele dieses Beschlusses in der Berufsbildungspolitik auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden. Sie können daher, insbesondere in Anbetracht der transnationalen Partnerschaften, die zwischen Berufsbildungsstätten entstehen sollen, und wegen des grenzüberschreitenden Charakters der Gemeinschaftsaktionen und Maßnahmen besser auf Gemeinschaftsebene verwirklicht werden. Dieser Beschluss beschränkt sich auf das zur Erreichung dieser Ziele notwendige Mindestmaß und geht nicht über das dazu Erforderliche hinaus.(21) Alle im Rahmen dieses Programms geplanten Maßnahmen zielen auf eine grenzüber schreitende Zusammenarbeit ab, die den in den Mitgliedstaaten verwirklichten Maßnahmen unter Wahrung des oben genannten Subsidiaritätsprinzips einen zusätzlichen Wert verleihen soll.(22) Die Beteiligung der assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas, der EFTA-Staaten, die EWR-Mitgliedsländer sind, Zyperns, Maltas und der Türkei auf der Grundlage zusätzlicher Mittel und entsprechend von mit diesen Ländern zu vereinbarenden Ver fahren ist anerkanntermaßen wünschenswert. Die europäischen Unterzeichnerstaaten der Konvention des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen gehören dem europäischen audiovisuellen Raum an, demnach können diese Länder auf Wunsch unter Berücksichtigung von Haushalts- und sonstigen Prioritäten im Bereich ihrer audiovisuellen Industrie am Programm teilnehmen oder in den Genuss einer begrenzten Zusammenarbeit auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gelangen, gemäß den noch unter den betreffenden Teilnehmern durch Abkommen zu vereinbarenden Verfahren.(23) Die Erweiterung des Programms auf europäische Drittländer kann einer vorausgehen den Prüfung auf Vereinbarkeit ihrer nationalen Gesetzgebung mit dem gemeinschaft lichen Besitzstand und insbesondere mit Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit [19], geändert durch Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates [20], unterzogen werden.[19]  ABl. L 298 vom 17.10.1989, S. 23.[20]  ABl. L 202 vom 30.7.1997, S. 60.(24) Die Zusammenarbeit im Berufsbildungssektor zwischen den europäischen Einrichtun gen und denjenigen der Drittländer im gemeinsamen Interesse ist geeignet, einen Mehrwert in der europäischen audiovisuellen Industrie zu schaffen. Zudem stärkt die Öffnung für Drittländer das Bewusstsein für die kulturelle Vielfalt Europas und ermöglicht die Verbreitung gemeinsamer demokratischer Werte. Diese Zusammenarbeit wird auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gefördert, gemäß den mit diesen Ländern durch Abkommen zu vereinbarenden Verfahren.(25) Um die von der Gemeinschaftsmaßnahme erzeugte Wertsteigerung noch zu verstärken, muss auf allen Ebenen die Kohärenz und Komplementarität der im Rahmen dieses Beschlusses durchgeführten Maßnahmen mit denjenigen anderer einschlägiger Gemeinschaftsmaßnahmen sichergestellt werden. Eine Koordination der in diesem Programm festgeschriebenen Aktivitäten mit denjenigen anderer internationaler Organisationen wie dem Europarat ist wünschenswert.(25a) Entsprechend dem Beschluss des Rates von Lissabon sollen Rat und Kommission bis Ende 2000 über die laufende Überprüfung der Finanzinstrumente der EIB und des EIF berichten, mit dem Ziel, die Finanzierung für Unternehmensgründungen, Unternehmungen im Hightechbereich und Kleinstunternehmen sowie andere von der EIB vorgeschlagene Risikokapitalinitiativen neu auszurichten. Dabei ist in besonderer Weise auch der audiovisuelle Sektor, einschließlich der Fortbildungsprogramme, zu berücksichtigen.(26) In diesem Beschluss wird für die gesamte Laufzeit des Programms ein als vorrangiger Bezugsrahmen im Sinne von Nummer 1 der Erklärung des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission vom 6. März 1995 [21] dienender Betrag festgesetzt, zur Bewilligung durch die Haushaltsbehörde im Rahmen des jährlichen Haushaltsver fahrens.[21]  ABl. C 102 vom 4.4.1996, S. 4.(27) Die für die Durchführung dieses Beschlusses erforderlichen Maßnahmen werden gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse [22] erlassen -[22]  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.BESCHLIESSEN:Artikel 1Für den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2005 wird ein Programm zur beruflichen Fortbildung, nachstehend "Programm" genannt, aufgestellt.Das Programm zielt darauf ab, den Fachkreisen der audiovisuellen Industrie die erforder lichen Kenntnisse im Hinblick auf die volle Ausschöpfung der europäischen und inter nationalen Dimension des Marktes und die Verwendung neuer Technologien zu vermitteln.Artikel 21. Das Programm strebt folgende Ziele an:a) Es soll den Erfordernissen der audiovisuellen Industrie Rechnung getragen und deren Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, indem die berufsbegleitende Fortbildung der Fachkreise des audiovisuellen  Sektors verbessert wird, um diesen die zur Herstellung wettbewerbsfähiger Produkte erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die sie für die Nutzung des europäischen Marktes und der anderen Märkte benötigen, und zwar insbesondere in den Bereichen:- Einsatz neuer, insbesondere digitaler Technologien zur Produktion und Ausstrahlung audio visueller Programme mit hohem kommerziellen und künstlerischen Mehrwert,- betriebswirtschaftliche, finanzielle und kommerzielle Lenkung unter Einbeziehung der juristischen Aspekte und der Finanzierungstechniken für die Produktion und den Vertrieb audiovisueller Programme,- Drehbuchgestaltung und Erzähltechnik, einschließlich Techniken zur Entwicklung neuer audiovisueller Programmformen.Eine besondere Förderung erhalten Fernunterrichtsangebote und pädagogische Innovationen, die sich die Fortschritte der Online-Technologien zunutze machen.In Ausnahmefällen können gewisse Initiativen für die berufliche Grundausbildung mit direkter Beteiligung des industriellen Sektors, wie zum Beispiel Master-Diplome, auch unterstützt werden, wenn keinerlei andere Gemeinschaftsbeihilfe verfügbar ist, und in Bereichen, die keine einzelstaatlichen Fördermaßnahmen genießen.b) Die Zusammenarbeit und der Austausch von Know-how und bewährten Verfahren durch die Schaffung von Netzen zwischen im Fortbildungsbereich relevanten Partnern (Bildungseinrichtungen, Fachkreise und Unternehmen) und durch die Entwicklung der Fortbildung der Ausbilder soll gefördert werden.Insbesondere wird die schrittweise Einrichtung von Netzwerken im Bereich audiovisuelle Ausbildung und Fortbildung der Ausbilder gefördert.2. Zur Verwirklichung der in Absatz 1 Buchstabe a Unterabsatz 1 und Buchstabe b festgelegten Ziele ist den spezifischen Bedürfnissen der Länder oder Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder mit kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung sowie der Entwicklung eines unabhängigen europäischen Produktions- und Vertriebssektors, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), besondere Beachtung zu schenken.3. Die in Absatz 1 genannten Ziele werden gemäß den im Anhang festgelegten Modalitäten verwirklicht.Artikel 3Um einen möglichst hohen Koordinierungsgrad zu erreichen, trägt die Kommission dafür Sorge, dass sich zwischen den im Rahmen des Programms MEDIA PLUS geförderten Fortbildungstätigkeiten und der Projektentwicklung eine Zusammenarbeit entwickelt. In diesem Zusammenhang werden die Informationen über im Programm angebotene Förderungsmechanismen an die aus den Fachkreisen kommenden Teilnehmer an berufsbegleitenden Fortbildungen weitergeleitet. Die Kommission gewährleistet außerdem die Koordinierung zwischen dem Programm und den übrigen Gemeinschaftsprogrammen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie mit den Interventionen des Europäischen Sozialfonds (ESF) gemäß der ESF-Verordnung.Artikel 41. Die Empfänger einer Gemeinschaftshilfe, die sich an der Durchführung von im Anhang genannten Maßnahmen beteiligen, müssen einen wesentlichen Teil der Finanzierung übernehmen, und zwar, vorbehaltlich der im Anhang aufgeführten Sonderbestimmungen, mindestens 50 %.2. Die Empfänger der Gemeinschaftshilfe haben sicherzustellen, dass die Teilnehmer an einer Fortbildungsmaßnahme mehrheitlich eine andere Staatsangehörigkeit als die des Veranstaltungslandes besitzen.3. Die Kommission gewährleistet, dass aller Möglichkeit nach ein angemessener Teil der jährlich verfügbaren Mittel, der nach dem Verfahren des Artikels 5 festgelegt wird, neuen Tätigkeiten vorbehalten bleibt.4. Der Gemeinschaftszuschuss wird ausgehend von den Kosten und dem Profil jeder geplanten Maßnahme festgelegt.5. Der zur Ausführung dieses Programms vorgesehene Gesamtmittelumfang für den in Artikel 1 angegebenen Zeitraum beträgt 50 Millionen Euro.6. Die jährlichen Mittel werden von der Haushaltsbehörde im Rahmen der Finanziellen Vorausschau bewilligt.Artikel 5Die Kommission ist für die Durchführung des Programms zuständig.1. Zur Durchführung dieses Beschlusses erforderliche Maßnahmen werden nach dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verwaltungsverfahren erlassen, sofern sie die nachstehenden Punkte betreffen:a) allgemeine Leitlinien für sämtliche im Anhang beschriebenen Maßnahmen;b) Inhalt von Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen, Aufstellung von Kriterien und Verfahren für die Auswahl von Projekten;c) angemessener Teil der jährlich verfügbaren Mittel, der neuen Tätigkeiten vorbehalten bleibt;d) Verfahren für das Follow-up und die Bewertung von Maßnahmen;e) sämtliche vorgeschlagenen Gemeinschaftszuschüsse von mehr als 200 000 Euro pro Empfänger und Jahr. Dieser Betrag kann vom Ausschuss unter Berücksichtigung der gesammelten Erfahrungen neu festgelegt werden.2. Sämtliche anderen zur Durchführung dieses Beschlusses erforderlichen Maßnahmen werden nach dem in Artikel 6 Absatz 3 vorgesehenen Beratungsverfahren erlassen.3. Die technische Hilfe unterliegt den im Zusammenhang mit der Haushaltsordnung festgelegten Bestimmungen.Artikel 61. Die Kommission wird  von einem Ausschuss unterstützt.2. Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, sind die Artikel 4 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8 anzuwenden. Der in Artikel 4 Absatz 3 des Beschlusses 1999/468/EG vorgesehene Zeitraum wird auf zwei Monate festgelegt.3. Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, gelten die Artikel 3 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.4. Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.Artikel 71. Das Programm steht der Beteiligung der assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas gemäß den Voraussetzungen offen, die in den mit diesen Ländern über die Beteiligung an Gemeinschaftsprogrammen geschlossenen oder zu schließenden Assoziationsabkommen oder entsprechenden Zusatzprotokollen festgelegt sind.2. Das Programm steht der Beteiligung Zyperns, Maltas, der Türkei und der EFTA-Staaten, die Mitgliedsländer des EWR-Abkommens sind, auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gemäß den mit diesen Ländern zu vereinbarenden Verfahren offen.3. Das Programm steht einer Beteiligung der Unterzeichnerstaaten der Konvention des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen offen, die nicht unter Absatz 1 oder 2 fallen, und zwar auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gemäß den mit den betroffenen Parteien durch Abkommen zu vereinbarenden Modalitäten.4. Die Öffnung des Programms für die unter die Absätze 1, 2 und 3 fallenden europäischen Drittländer kann von einer vorherigen Untersuchung der Kompatibilität ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand, insbesondere Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Richtlinie 89/552/EWG, abhängig gemacht werden.5. Das Programm steht auch einer Zusammenarbeit mit anderen Drittländern, auf Grundlage zusätzlicher Mittel und entsprechend mit den Parteien durch Abkommen zu vereinbarenden besonderen Modalitäten, offen; dabei ist auch eine finanzielle Beteiligung entsprechend den von den Parteien zu vereinbarenden Verfahren möglich. In Absatz 3 genannte europäische Drittländer, die keine volle Beteiligung am Programm wünschen, können eine Zusammenarbeit gemäß den in diesem Absatz vorgesehenen Bedingungen erlangen.Artikel 81. Die Kommission stellt sicher, dass eine Ex-ante-Bewertung, eine Begleitung und eine Ex-post-Bewertung der in diesem Beschluss vorgesehenen Maßnahmen erfolgt, und sorgt für eine optimale Zugänglichkeit und eine transparente Umsetzung des Programms.2. Die ausgewählten Begünstigten legen der Kommission einen Jahresbericht vor.3. Nach der Ausführung der Projekte bewertet die Kommission die Art und Weise und die Auswirkungen ihrer Durchführung, um festzustellen, ob die anfangs gesteckten Ziele erreicht wurden.4. Auf Grundlage der erzielten Ergebnisse nach zweijähriger Laufzeit des Programms unterbreitet die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie dem Ausschuss der Regionen einen Bewertungsbericht bezüglich Auswirkungen und Effektivität des Programms.Im Bericht ist auf Leistungsindikatoren einzugehen, beispielsweise auf die Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation.Diesem Bericht werden gegebenenfalls Anpassungsvorschläge, einschließlich finanzielle, beigefügt.5. Nach Abschluss des Programms legt die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie dem Ausschuss der Regionen einen detaillierten Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse des Programms vor.In dem Bericht legt die Kommission insbesondere Rechenschaft ab über die durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft erzielte Wertschöpfung, mögliche Beschäftigungseffekte sowie über die Koordinierungsmaßnahmen nach Artikel 3.Artikel 9Dieser Beschluss tritt am 1. Januar 2001 in Kraft.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des Europäischen Parlaments Im Namen des RatesDie Präsidentin Der PräsidentANHANG1. DURCHZUFÜHRENDE MASSNAHMENDas Programm stellt unterstützend und ergänzend zu den Maßnahmen der Mitgliedstaaten darauf ab, die Fachkreise insbesondere auf die europäische Dimension des audiovisuellen Marktes vorzubereiten, und zwar durch eine Förderung der beruflichen Fortbildung im Bereich der betriebswirtschaftlichen, finanziellen und kommerziellen Lenkung, einschließlich rechtlicher Aspekte, Vertrieb und Marketing, sowie in den Bereichen neue Technologien (einschließlich des Schutzes und der Aufwertung des europäischen Kulturgutes in den Bereichen Film und audiovisuelle Medien), Drehbuchgestaltung und Entwicklung neuer Programmformen.Die Fortbildungsmaßnahmen haben u. a. den rechtlichen Rahmen zum Schutz des geistigen Eigentums und hierbei insbesondere auch die einschlägigen Gemeinschaftsnormen zum Thema.Die geförderten Fortbildungsmaßnahmen stehen den Fachkreisen der entsprechenden Bereiche der audiovisuellen Industrie und des Rundfunks offen.1.1. Fortbildungsbereich neue TechnologienDiese Fortbildung soll in den Fachkreisen die Fähigkeit entwickeln, fortschrittliche Produktions- und Ausstrahlungstechniken zu nutzen, insbesondere in den Bereichen Animation, Computergrafik, Multimedia und interaktive Dienste.Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Folgendes:* Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich neue audiovisuelle Technologien zur Ergänzung einschlägiger Maßnahmen der Mitgliedstaaten,* Vernetzung der Fortbildungsmaßnahmen, Erleichterung des Austausches von Ausbildern und Fachkräften durch Vergabe von Stipendien, Durchführung von Unternehmenspraktika in anderen Mitgliedstaaten und Unterstützung der Fortbildung von Ausbildern und insbesondere des Fernunterrichts, wobei Austausch und Partnerschaften mit Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung bevorzugt gefördert werden sollen.1.2. Fortbildungsbereich betriebswirtschaftliche, finanzielle und kommerzielle LenkungDiese Fortbildung soll in den Fachkreisen die Fähigkeit entwickeln, die europäische Dimension in den Sektoren Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb und Übertragung audiovisueller Programme zu erfassen und zu nutzen.Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Folgendes:* Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich Unternehmensführung zur Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten, unter Betonung der europäischen Dimension,* Vernetzung der Fortbildungsmaßnahmen, Erleichterung des Austausches von Fachkräften durch Vergabe von Stipendien, Durchführung von Unternehmenspraktika in anderen Mitgliedstaaten und Unterstützung der Fortbildung von Ausbildern und insbesondere des Fernunterrichts, wobei Austausch und Partnerschaften mit Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung bevorzugt gefördert werden sollen.1.3. DrehbuchgestaltungstechnikDiese Fortbildung wendet sich an erfahrene Drehbuchautoren und Regisseure, deren Fähigkeit verbessert werden soll, für jede Art von audiovisuellem Programm Techniken zu entwickeln, die sowohl auf traditionellen und als auch auf interaktiven Formen der Drehbuchgestaltung und des Erzählens basieren.Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Folgendes:* Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich Identifizierung des Zielpublikums; Herausgabe und Entwicklung von Drehbüchern, die sich an ein internationales Publikum wenden und für Qualitätsproduktionen bestimmt sind, Beziehungen zwischen Drehbuchautor, -verleger, Produzent und Verleiher,* Förderung von Austausch und Partnerschaften zwischen Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet und/oder geringer geographischer Ausdehnung.1.4. Netzwerke im FortbildungsbereichEs wird das Ziel angestrebt, den vorhandenen Einrichtungen und/oder Aktivitäten im Bereich der berufsbegleitenden Fortbildung Anreize für eine intensivere Koordinierung ihrer Aktivitäten zu bieten und auf diese Art europäische Netze einzurichten.1.5. Aktivitäten im GrundausbildungsbereichIn gewissen Bereichen der beruflichen Grundausbildung, für die keinerlei anderweitige gemeinschaftliche oder einzelstaatliche Finanzierung vorgesehen ist, können in Ausnahmefällen Unterstützungen gewährt werden. Es kann sich hierbei insbesondere um Master-Diplome handeln, bei denen eine direkte Verbindung zur Industrie in Form von Partnerschaften und/oder Praktika existiert.2. DURCHFÜHRUNGSVERFAHREN2.1. KonzeptBei der Verwirklichung des Programms arbeitet die Kommission eng mit den Mitgliedstaaten zusammen und wird hierbei vom in Artikel 6 genannten Ausschuss unterstützt. Sie hört ferner die betroffenen Partner. Sie trägt dafür Sorge, dass die Beteiligung der Fachkreise am Programm in ausgewogenem Verhältnis zur kulturellen Vielfalt Europas steht.Sie fördert die Zusammenarbeit der Konzeptverantwortlichen von Fortbildungsmodulen mit den Institutionen, den Fachkreisen und den Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Maßnahmen.Sie erleichtert den Empfang von Praktikanten, insbesondere aus Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung.2.2. GemeinschaftsbeitragDie Gemeinschaftszuschüsse zu den Fortbildungsgesamtkosten sind Bestandteil einer gemeinsamen Finanzierung mit öffentlichen und/oder privaten Partnern und sind im Regelfall auf 50 % begrenzt. Bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet kann dieser Anteil auf 60 % steigen.Das in Artikel 6 Absatz 2 genannte Verfahren wird angewendet, um allen unter Nummer 1 genannten Maßnahmenkategorien die jeweiligen finanziellen Mittel zuzuteilen.Gemäß den Vorschriften über Gemeinschaftsfinanzierungen und dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verfahren erstellt die Kommission ein Regelwerk für die Finanzierung, das die Bezuschussungsobergrenze für jede Maßnahme des Bereichs berufsbegleitende Fortbildung und pro fortgebildeter Person festlegt.Die Verantwortlichen für die Modulkonzeption und die Bildungseinrichtungen, in die sie integriert werden, werden durch Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt.Die Kommission gewährleistet, dass aller Möglichkeit nach ein angemessener Teil der jährlich verfügbaren Mittel neuen Tätigkeiten vorbehalten bleibt.2.3. Durchführung2.3.1. Die Kommission führt das Programm gemäß dem in Artikel 6 festgelegten Verfahren durch. Sie greift auf die Zusammenarbeit mit Beratern und Büros für technische Hilfe zurück, die nach Maßgabe ihres einschlägigen Fachwissens per Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden. Die technische Hilfestellung wird aus dem Budget des Programms finanziert. Die Kommission kann bei Ad-hoc-Tätigkeiten nach dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verfahren Partnerschaften mit Facheinrichtungen wie EUREKA-Audiovisuell abschließen, um gemäß den Zielsetzungen des Programms im Fortbildungswesen gemeinsame Aktionen durchzuführen.Die Kommission sorgt gemäß Artikel 5 für die endgültige Auswahl der Begünstigten des Programms und entscheidet, welche finanzielle Unterstützung gewährt wird.Sie begründet ihre Entscheidungen gegenüber den Antragstellern und sorgt für eine transparente Umsetzung des Programms.Die Begünstigten gewährleisten die Publizität der Gemeinschaftsförderung.Bei der Auswahl der geförderten Aktivitäten trägt die Kommission neben den unter Absatz 2 genannten Prioritäten insbesondere folgenden Kriterien Rechnung:- Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen, Fachkreisen und Unternehmen,- Innovativität der Maßnahme,- Multiplikatorwirkung der Maßnahme (einschließlich Vorhandensein verwertbarer Ergebnisse, etwa Handbücher),- Kosten-Nutzen-Verhältnis der Maßnahme,- Verfügbarkeit anderweitiger nationaler oder gemeinschaftlicher Förderungen.Bei der Verwirklichung des Programms, insbesondere der Bewertung von aus Programmmitteln geförderten Projekten und der Vernetzungsmaßnahmen, trägt die Kommission dafür Sorge, dass ihr anerkannte Sachverständige aus dem audiovisuellen Sektor für die Bereiche Fortbildung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung von Rechten unter besonderer Berücksichtigung der neuen digitalen Umgebung zur Seite stehen. Um die Unabhängigkeit der von ihr herangezogenen Berater und Sach verständigen zu gewährleisten, legt die Kommission Unvereinbarkeits bestimmungen bezüglich der Teilnahme dieser Personengruppen an den unter dem Programm vorgesehenen Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen fest.2.3.2 Die Kommission ergreift geeignete Maßnahmen, um Informationen über die im Programm gebotenen Möglichkeiten zu verbreiten und öffentlich bekannt zu machen.Darüber hinaus stellt die Kommission auch über das Internet integrierte Informationen zur Verfügung über alle Fördermodalitäten, die es im Rahmen der Politik der Europäischen Union gibt und die für den audiovisuellen Sektor relevant sind.Insbesondere treffen die Kommission und die Mitgliedstaaten die erforderlichen Schritte zum weiteren Betrieb des MEDIA-Desk- und -Antennen-Netzes, deren berufliche Kompetenzen verstärkt werden sollen, um:* die Fachleute aus dem audiovisuellen Sektor über alle Unterstützungsmodalitäten zu informieren, die es im Rahmen der Politik der Europäischen Union gibt,* Information und Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Programms zu übernehmen,* eine umfassende Beteiligung der Fachkreise an den Programmmaßnahmen zu fördern,* den Fachkreisen bei der Präsentation ihrer Projekte zur Antragstellung bei Aufrufen zu Vorschlägen behilflich zu sein,* grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Fachkreisen zu fördern,* die Vermittlung gegenüber den verschiedenen Fördereinrichtungen der Mitgliedstaaten zu übernehmen, um für die Komplementarität der Maßnahmen des Programms zu nationalen Fördermaßnahmen zu sorgen.FINANZBOGEN1. BEZEICHNUNG DER MASSNAHMEFortbildungsprogramm für Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA PLUS) (2001 - 2005).2. HAUSHALTSLINIE(N)B 3 2010.3. RECHTSGRUNDLAGEArtikel 150 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft.4. BESCHREIBUNG DER MASSNAHME4.1 Allgemeines Ziel der MaßnahmeDer Aufschwung digitaler Technologien zieht ein rasches Wachstum des audiovisuellen Programmangebots nach sich. Der erwartete Fortschritt der Programmindustrie kann aber keinen positiven Beschäftigungseffekt ausüben, solange die Fachkräfte der Branche keine an den Erfordernissen des Marktes orientierte Berufsqualifikation aufweisen. Desgleichen können auch die Förderinstrumente für die audiovisuelle Industrie nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie sich auf berufliche Fähigkeiten im Einklang mit den Herausforderungen der Zukunft stützen.Die Berufsbildung beschränkt sich heutzutage nicht mehr auf herkömmliches schulisches und akademisches Lernen. Das wirtschaftliche und technische Umfeld ändert sich so schnell, dass eine Verstärkung der berufsbegleitenden Fortbildung in jedem Abschnitt der beruflichen Karriere erforderlich wird.Die Bedeutung der Berufsbildungspolitik in der Europäischen Union wird als eine der Zielsetzungen des Vertrags (Artikel 150) anerkannt.4.2 Dauer der Maßnahme und Bestimmungen über eventuelle VerlängerungenDie Laufzeit des Programms MEDIA PLUS beginnt am 1. Januar 2001 und endet am 31. Dezember 2005. Gegebenenfalls wird gemäß den Bestimmungen des Vertrags ein neues Beschlussverfahren zu seiner Verlängerung eingeleitet.5. EINSTUFUNG DER AUSGABEN / EINNAHMEN5.1 Nichtobligatorische Ausgaben (NOA)5.2 Getrennte Mittel5.3 Entfällt6. ART DER AUSGABEN / EINNAHMEN- Zuschuss zwecks Kofinanzierung mit anderen öffentlichen und/oder privaten Geldgebern.- Es werden keine Rückzahlungen oder zusätzlichen Einnahmen erwartet.Die Gemeinschaft bezuschusst Fortbildungsmaßnahmen bis höchstens 50 % (60 % bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet) der tatsächlichen Projektkosten, bei einer Obergrenze von einer Million Euro pro Jahr und Fortbildungsstätte. Die Finanzhilfe wird im Rahmen von Verträgen mit einer Hoechstdauer von drei Jahren gewährt.7. FINANZIELLE BELASTUNG7.1 Berechnung der Gesamtkosten der MaßnahmeDie Beträge wurden ausgehend von zwei Informationsquellen festgelegt:(1) Daten über die Durchführung des Programms MEDIA II (bezifferte Angaben nach Aktivitätsbereichen und Maßnahmenlinien). Diese Zahlen fußen auf konkreten Vorgängen, die von den Antragstellern eingereicht wurden (repräsentativ für mindestens 50 % der Branchenfachkreise).(2) Daten aus folgenden Unterlagen: Akten der Konferenzen über audiovisuelle Medien (Europäische Konferenz über Audiovisuelle Medien von Birmingham, Forum der Politik im Audiovisuellen Bereich von Helsinki), Bericht der Hochrangigen Gruppe für Audiovisuelle Politik (Oreja-Gruppe), Halbzeitbewertung des Programms MEDIA II (BIPE), Dokumente der Kommission (Grünbuch zur Konvergenz, Mitteilung über das künftige Vorgehen im audiovisuellen Bereich) etc. Diese Dokumente - die makroökonomische Analysen beinhalten - enthalten Zahlenmaterial über den jeweiligen sektorspezifischen Handlungsbedarf in der europäischen audiovisuellen Industrie.Bei der Programmumsetzung über die geplanten 5 Jahre hinweg wird eine höhere Belastung im ersten und im vierten Jahr gewünscht, um Projekte mit einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren fördern zu können. Die für die drei anderen Jahre geplanten Belastungen sollen zur Finanzierung kurzfristigerer Projekte dienen.Die Höhe der Haushaltsmittel, die den jeweiligen Teilbereichen ,Betriebswirt schaft", ,neue Technologien" und ,Drehbuchgestaltung" zugewiesen werden, hängt für jeden Kostenbereich der Maßnahme von den Vorschlägen ab, die auf die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen hin eingehen. Die in diesem Finanzbogen angegebenen Beträge betreffen die Gesamtkosten der gemeinschaftlichen Tätigkeit, das heißt höchstens 60 % der tatsächlichen Kosten der Vorhaben.7.2 Aufschlüsselung nach KostenelementenVE in Mio. Euro (jeweilige Preise)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Um Fortbildungsinitiativen über eine Laufzeit von zwei oder drei Jahren unterstützen zu können, werden für die Haushaltsjahre 2001 und 2004 höhere Mittel zugewiesen als in den anderen Jahren, während der Projekte mit kürzerer Laufzeit ausgewählt werden.Sektorspezifische MaßnahmenVE in Mio. Euro (jeweilige Preise)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>7.3 Ausgaben für technische Hilfestellung im Rahmen von Teil B des HaushaltsplansVE in Mio. Euro (jeweilige Preise)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Für die Auswahl der Anträge, sowie eine Unterstützung in der Verfolgung der Akten erwägt die Kommission, eine außenstehende, technische und/oder administrative Hilfe zu Rate zu ziehen. Im Rahmen der MEDIA I und MEDIA II Programme hat die Kommission die Unterstützung von in den gedeckten Bereichen sachverständigen Büros für technische Hilfe erhalten. Welche Form diese externe technische und/oder administrative Hilfe bei der Durchführung des Programms haben sollte, wird nach den durch die Kommission definierten Richtlinien festgelegt werden. Sollte das Zurückgreifen auf die Büros für technische Hilfe in Betracht gezogen werden, so wird das Kolleg ordnungsgemäß, wie im Vademekum der Büros für technische Hilfe vorgesehen, informiert werden.7.4 Vorläufiger Fälligkeitsplan für Verpflichtungs- und ZahlungsermächtigungenVE in Mio. Euro>PLATZ FÜR EINE TABELLE>8. ZUR BETRUGSBEKÄMPFUNG VORGESEHENE MASSNAHMENDie Auswahl der vom Programm Begünstigten geschieht im Rahmen eines Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen mit mehrmaliger Veröffentlichung pro Jahr im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. Bevor die Kommission einen Antrag auf Gemeinschaftsunterstützung genehmigt, bewertet sie ihn sorgfältig im Hinblick auf seine Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Rates und den im Aufruf zu Vorschlägen aufgeführten Bedingungen.Die Anträge auf Gemeinschaftsbeihilfe müssen folgende Bestandteile aufweisen:- einen Finanzierungsplan mit Angabe aller Finanzierungsquellen des Projektes einschließlich der bei der Kommission beantragten finanziellen Unterstützung,- einen vorläufigen Zeitplan für die Arbeiten,- sämtliche weiteren sachdienlichen Angaben, die die Kommission im Pflichtenheft des Aufrufs zu Vorschlägen anfordert.Bei der Auswahl unter den eingereichten Vorschlägen greift die Kommission auf die Unterstützung von Büros für technische Hilfe (BAT) zurück, die die erforderliche Sachkenntnis im vom Programm abgedeckten Bereich aufweisen. Die als förderungswürdig anerkannten Projekte werden zunächst unabhängigen Sachverstän digen vorgelegt und anschließend dem MEDIA-Ausschuss übermittelt, der sich aus Vertretern der am Programm beteiligten Staaten zusammensetzt, bevor die Europäische Kommission eine endgültige Entscheidung fällt. Bei Überschreiten gewisser Schwellenwerte, die in den Durchführungsbeschlüssen für das Programm festgelegt werden, müssen die angenommenen Projekte dem Ausschuss zur Stellungnahme vorgelegt werden.Die Auszahlung der Beihilfen erfolgt erst nach Vorlage detaillierter Abrechnungen als Belege und erfordert die Einsendung von Aktivitätsberichten. Außerdem unterliegt sie Prüfungen an Ort und Stelle (Audits) und einer zentralen Überwachung.Darüber hinaus nehmen verschiedene Instanzen (Rechnungshof, Finanzkontrolle und Anweisungsbefugter) Prüfungen bei den mit der Maßnahmenverwaltung betrauten Stellen und den Begünstigten vor.9. KOSTENWIRKSAMKEITSANALYSE9.1 Quantifizierbare Einzelziele; ZielgruppenDas Grundziel besteht darin, die beruflichen Kenntnisse europäischer Fachkreise der audiovisuellen Industrie durch eine bessere Beherrschung der Betriebsführungs methoden zu stärken, die globalen Märkte und die europäische Dimension in den verschiedenen Berufszweigen intensiver zu berücksichtigen und für spezifische Fortbildungen im Einsatz neuer Technologien zu sorgen. Das angestrebte Ergebnis ist demnach eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Medienunternehmen.Insbesondere sollen die MEDIA-Maßnahmen folgenden Tendenzen entgegenwirken:- unzureichende kommerzielle und juristische Ausbildung der Manager und unzulängliche Berücksichtigung der Märkte, die lange für einen Teil der europäischen Industrie kennzeichnend waren,- ungenügende Berücksichtigung der europäischen Dimension bei der Projekt- und Unternehmensentwicklung,- Zersplitterung der Unternehmen, die keinen ausreichenden finanziellen Spielraum für Fortbildungsmaßnahmen besitzen,- unzulängliche Ausbildung in neuen digitalen Technologien.ZielgruppenDie Begünstigten der aufgelegten Maßnahmen gehören verschiedenen Kategorien an: Fachkräfte, Ausbilder und Unternehmen. Die von den angebotenen Fortbildungs maßnahmen betroffenen Themen sind die Betriebswirtschaft, die Gestaltung von Drehbüchern und neue Technologien. Auf dem europäischen Markt sollen die durchgeführten Maßnahmen zur Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze, dem Fortbestehen eines leistungsfähigen Unternehmertums in Europa und einer Systema tisierung der europäischen Dimension in den Grundausbildungslehrplänen beitragen.9.2 Begründung der MaßnahmeNotwendigkeit einer Heranziehung von Haushaltsmitteln der Gemeinschaft, insbesondere mit Bezug auf das Subsidiaritätsprinzip:Das vorgeschlagene Förderprogramm ist ein logischer Bestandteil der Politik der Europäischen Union im audiovisuellen Bereich.Unter Wahrung des Subsidiaritätsprinzips übt es eine komplementäre Wirkung zu den auf einzelstaatlicher Ebene laufenden Initiativen aus. Es stützt und vervoll ständigt auf nationaler Ebene getroffene Maßnahmen. Es erfuellt die Zielsetzungen des Vertrages, insbesondere des Artikels 150, da es folgende Absichten verfolgt:- die Anpassung an industrielle Umbrüche zu erleichtern,- die berufliche Grund- und Weiterbildung zu verbessern,- die Zusammenarbeit im Fortbildungswesen zwischen Lehr- beziehungsweise Berufsbildungsstätten und Unternehmen zu stimulieren.- Wahl der ModalitätenDie von der Gemeinschaft eingebrachten Mittel in Form von Beihilfen bis 50 % (60 % bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet) der Maßnahmenkosten verfolgen die Absicht, den nationalen/regionalen Partnern Anreize für einen Ausbau des vorhandenen Fortbildungsangebots zu bieten.Der Bericht der Kommission über die im Rahmen des Programms MEDIA II im Zeitraum vom 1. Januar 1996 - 30. Juni 1998 erreichten Ergebnisse unterstreicht, dass die mit dem MEDIA-Programm geförderten Fortbildungsmaßnahmen einem echten Bedarf in der europäischen audiovisuellen Industrie entsprechen, und zwar einmal durch ihren Inhalt und zum Zweiten durch ihren internationalen Charakter. Schließlich ermöglichten sie die Entstehung echter Netzwerke europäischer Fachkräfte, die Koproduktionen und Vertrieb erleichtern und aus denen sich in einigen Fällen dauerhafte Partnerschaften entwickeln.9.3 Follow-up und Bewertung der MaßnahmeLeistungsindikatoren:Berufliche Grundausbildung- Anzahl der Lehrgangsteilnehmer,- Anzahl ausländischer Teilnehmer,- Anzahl der in das Netzwerk einbezogenen Fortbildungseinrichtungen (pro Fortbildungsprojekt).Berufsbegleitende Fortbildung:- Anzahl der Lehrgangsteilnehmer,- Anzahl ausländischer Teilnehmer,- Anzahl der während der Fortbildung behandelten Projekte im Entwicklungs stadium,- Anzahl der nach der Fortbildung entwickelten Projekte (die sich während der Fortbildung in der Entwicklung befanden),- Anzahl der mobilen Lehrveranstaltungen.Die Kommission folgt während der Durchführung des Programms den sachdienlichsten Indikatoren. Durch die mit der Kommission geschlossenen Verträge werden die Begünstigten einer finanziellen Unterstützung angehalten, die nötigen Informationen als Zwischenbericht und Endbericht für eine durchgehende Bewertung zu liefern.Modalitäten und Periodizität der vorgesehenen Bewertung:Die Kommission erstellt zwei Bewertungsberichte über das Programm.Zwischenbericht: Der erste Bericht wird zwei Jahre nach dem Programmstart erstellt. Dieser Bericht soll eine erste Bewertung der nach der Hälfte der Laufzeit erlangten Ergebnisse vermitteln, um für die zweite Programmhälfte gegebenenfalls Änderungen und Anpassungen einzuarbeiten. Zu diesem Zweck kann die Kommission auf die Zusammenarbeit mit auswärtigen Beratern zurückgreifen, die nach Maßgabe ihres einschlägigen Fachwissens per Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden. Die Kommission legt ihren Bericht dem Europäischen Parlament, dem Rat sowie dem Wirtschafts- und Sozialausschuss vor.Schlussbericht: Der zweite Bericht wird nach Ablauf der fünfjährigen Programmlaufzeit erstellt. Dieser Bericht dient zur vergleichenden Bewertung der von den Fördersystemen erreichten Ergebnisse mit Bezug auf die Programmziele. Wie bereits bei der Halbzeitbewertung kann die Kommission auch hier auf die Zusammenarbeit mit auswärtigen Beratern zurückgreifen. Die Kommission legt diesen Schlussbericht dem Europäischen Parlament, dem Rat sowie dem Wirtschafts- und Sozialausschuss vor.Darüber hinaus beabsichtigt die Kommission mit Bezug auf die bei dem Programm MEDIA II gesammelten Erfahrungen, die Durchführung von Audits bei Begünstigten (circa 30 pro Jahr) weiterzuverfolgen, um die sachgerechte Nutzung der Gemeinschaftsmittel zu überprüfen. Diese Auditergebnisse werden in einem schriftlichen Bericht niedergelegt.Auswertung der erreichten Ergebnisse:Die Daten zur Messung von Leistungsfähigkeit, erreichten Ergebnissen und Auswirkungen des Programms werden ausgehend von folgenden Quellen erhoben:- statistische Angaben, zu denen Informationen aus den Bewerbungsunterlagen und der Begleitung der Verträge mit Begünstigten herangezogen werden,- Auditberichte über eine Stichprobe aus den Begünstigten des Programms (30 pro Jahr),- Gespräche mit den MEDIA Desks und MEDIA Antennen und auf nationalen Märkten,- Gespräche mit Sachverständigen und institutionellen Einrichtungen (einzelstaatliche und internationale Berufsverbände),- Gespräche mit audiovisuellen Fachkreisen und Fachbildungseinrichtungen.10. VERWALTUNGSAUSGABEN (TEIL A DES EINZELPLANS III DES GESAMTHAUSHALTSPLANSDieser Teil des Finanzbogens ist gleichzeitig der GD Haushalt und der GD Personal und Verwaltung zuzuleiten; letztere sendet ihn anschließend mit ihrer Stellungnahme an die GD Haushalt zurück.Die Bereitstellung der erforderlichen Verwaltungsmittel erfolgt nach Maßgabe des jährlichen Beschlusses der Kommission über die Zuteilung der Ressourcen unter Berücksichtigung der von der Haushaltsbehörde bewilligten zusätzlichen Planstellen und Haushaltsmittel.10.1 Auswirkung auf den Personalbestand>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Die Bereitstellung der erforderlichen Verwaltungsmittel kann nach Maßgabe des jährlichen Beschlusses der Kommission über die Zuteilung der Ressourcen unter Berücksichtigung der von der Haushaltsbehörde bewilligten zusätzlichen Planstellen und Haushaltsmittel erfolgen.Demnach muss die GD Bildung und Kultur einkalkulieren, dass die Haushaltsbehörde nach Annahme des vorliegenden Legislativvorschlages der Kommission unter Umständen nicht die nötigen zusätzlichen Mittel genehmigt. In diesem Fall, und wenn keine Übernahme von Ressourcen anderer Kommissionsdienststellen möglich ist, wird die GD Bildung und Kultur den zusätzlichen Bedarf an Arbeitskräften durch eine interne Umstellung decken müssen.10.2 Gesamtkosten für zusätzliches PersonalPro Jahr in Euro>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Die angegebenen Beträge entsprechen den für zusätzliches Personal anfallenden Kosten für die Gesamtlaufzeit von befristeten Maßnahmen; bei unbefristeten Maßnahmen werden diese Kosten jeweils für 12 Monate angegeben.10.3 Erhöhung anderer Ausgaben zur Verwaltung der Aktion, insbesondere aus den Sitzungen der Ausschüsse und den Sachverständigentreffen erwachsende Kosten (in Euro)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Die in Abschnitt 10 aufgeführten Ausgaben zu Titel A-7 werden durch die Gesamtmittelausstattung der GD Bildung und Kultur gedeckt.