CELEX: 51985PC0288
Language: de
Date: 1985-06-19
Title: VORSCHLAGS FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR AENDERUNG DER RICHTLINIE 70/220/EWG ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT DURCH ABGASE VON KRAFTFAHRZEUGMOTOREN MIT FREMDZUENDUNG

26.9.85                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 245/1
                                                               II
                                                  (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 70/220/EWG zur Anglei-
              chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen gegen die Verunreinigung
                           der Luft durch Abgase von Kraftfahrzeugmotoren mit Fremdzündung
                                                      KOM(85) 288 endg.
                 (Gemäß Artikel 149 Absatz 2 des EWG- Vertrags von der Kommission dem Rat vorgelegt am
                                                         21. Juni 1985)
                                                        (85/C 245/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                           den Richtlinien 78/665/EWG (4) und 83/351 /EWG (5)
GEMEINSCHAFTEN —                                                   schrittweise herabgesetzt worden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung zur Europä-
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-             Die Arbeiten, die von der Kommission im Rahmen
kel 100,                                                           ihrer Politik für eine Globalstrategie zur Weiterentwick-
auf Vorschlag der Kommission,                                      lung der Regelungen auf dem Kraftfahrzeugsektor
                                                                   durchgeführt werden, haben gezeigt, daß die europä-
 nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                   ische Industrie über Motorentechnologien verfügt oder
 nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                zur Zeit entwickelt, die eine neue Herabsetzung der
 schusses,                                                         Grenzwerte ermöglichen. Die Zielsetzungen der
                                                                   Gemeinschaftspolitik in anderen Bereichen, vor allem
 in Erwägung nachstehender Gründe:                                 auf dem Gebiet der rationellen Energienutzung, wer-
 Im ersten Aktionsprogramm der Europäischen                        den durch diese Herabsetzung während des Bezugszeit-
Gemeinschaften für den Umweltschutz, das am                        raums nicht gefährdet.
22. November 1973 vom Rat verabschiedet wurde, wer-
den die Mitgliedstaaten bereits aufgefordert, den neue-            Die Gemeinschaft muß Richtlinien für den Umwelt-
 sten wissenschaftlichen Fortschritten bei der Bekämp-             schutz erlassen, mit denen sich auf dem Gebiet der
 fung der Luftverschmutzung durch Abgase aus Kraft-                Kraftfahrzeugemissionen den europäischen Bedingun-
 fahrzeugmotoren Rechnung zu tragen und die bereits                gen entsprechende Werte erzielen lassen, wobei die
 erlassenen Richtlinien in diesem Sinne anzupassen. Im             gleichen Wirkungen auf die Umwelt erreicht werden
 dritten Aktionsprogramm sind weitere Anstrengungen                sollen wie diejenigen der in den Vereinigten Staaten für
 im Hinblick auf eine beträchtliche Verringerung des                Kraftfahrzeugemissionen geltenden Normen. Ein wei-
 derzeitigen Schadstoffemissionsniveaus der Kraftfahr-             terer Bedarf besteht im Hinblick auf die Innovation
 zeugmotoren vorgesehen.                                           und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit; zur Verwirk-
 In der Richtlinie 70/220/EWG (') sind die Grenzwerte              lichung dieses Zieles ist für die einzelnen Hubraum-
 für Emissionen von Kohlenmonoxid und unverbrann-                  klassen der Fahrzeuge eine differenzierte Lösung vor-
 ten Kohlenwasserstoffen aus solchen Kraftfahrzeugmo-              zusehen, damit die Vorschriften der Gemeinschaft
 toren festgelegt; diese Grenzwerte sind zum ersten Mal            soweit wie möglich zu vernünftigen Kosten und mit
 durch die Richtlinie 74/290/EWG (2) herabgesetzt und              verschiedenen technischen Mitteln eingehalten werden
 aufgrund der Richtlinie 77/102/EWG (3) durch Grenz-               können. Die Grenzwerte für die Fahrzeugklasse mit
 werte für zulässige Stickoxidemissionen ergänzt wor-               einem Hubraum von weniger als 1,41 entspricht den
 den. Die Grenzwerte für diese drei Schadstoffe sind mit            derzeitigen technisch-wirtschaftlichen Bedingungen der
 (') ABl. Nr. L 76 vom 6. 4. 1970, S. 1.
 (23) ABl. Nr. L 159 vom 15. 6. 1974, S. 61.                        (4) ABl. Nr. L 223 vom 14. 8. 1978, S. 48.
 ( ) ABl. Nr. L 32 vom 3. 2. 1977, S. 32.                           O   ABl. Nr. L 197 vom 20. 7. 1983, S. 1.
 ---pagebreak--- Nr. C 245/2                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               26. 9. 85
europäischen Hersteller dieses Marktbereichs; die                                    Artikel 2
Grenzwerte für 1993/94 sind 1987 festzulegen.
                                                             (1) Vom 1. Januar 1986 an dürfen die Mitgliedstaaten
Die Grenzwerte dieser Richtlinie beruhen auf der in der      aus Gründen, die sich auf die Verunreinigung der Luft
Richtlinie 70/220/EWG festgesetzten Methode, doch            durch Motorabgase oder die Anforderungen des
bedarf diese einer weiteren Anpassung, damit sie nicht       Motors in bezug auf die Kraftstoffe beziehen
nur den Bedingungen der Stadtzentren mit dichtem
Verkehr Rechnung trägt, sondern auch denjenigen              — für einen Kraftfahrzeugtyp die EWG-Betriebser-
außerhalb dieser Zentren; diese Anpassung ist bis spä-            laubnis oder die Ausstellung der in Artikel 10
testens 1987 zu beschließen.                                      Absatz 1 letzter Gedankenstrich der Richtlinie 70/
                                                                  156/EWG vorgesehenen Bescheinigung oder die
Die Richtlinie 70/220/EWG bezieht sich in ihrem Arti-             Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung nicht ver-
kel 5 auf die Möglichkeit, die Bestimmungen der                   weigern,
Anhänge an den technischen Fortschritt anzupassen.
                                                             — das erstmalige Inverkehrbringen von Fahrzeugen
Die Benzinmotoren aller Fahrzeuge, die den Bestim-                nicht untersagen,
mungen dieser Richtlinie unterliegen, müssen für den
ausschließlichen Betrieb mit unverbleitem Benzin aus-        sofern die Emissionen luftverunreinigender Gase die-
gelegt sein, damit die Verwendung von Additiven auf          ses Kraftfahrzeugtyps oder dieser Fahrzeuge sowie die
Bleibasis in den Kraftstoffen eingestellt werden.und         Anforderungen des Motors in bezug auf die Kraftstoffe
damit ein entscheidender Beitrag zur Verringerung der        den Bestimmungen der Richtlinie 70/220/EWG in der
Umweltverschmutzung durch dieses Element geleistet           Fassung der vorliegenden Richtlinie entsprechen.
werden kann.
                                                             (2) Vom 1. Oktober 1988 an dürfen die Mitgliedstaa-
Die Vorschriften für Motoren mit Kompressionszün-            ten für Fahrzeugtypen mit mehr als 2 000 cm3 oder,
dung der in den Geltungsbereich der Richtlinie fallen-
den Fahrzeuge müssen angesichts des spezifischen             vom 1. Oktober 1990 an für Fahrzeugtypen mit weniger
Charakters aller von diesen Motoren emittierten Schad-       als 1 400 cm3 und
stoffe mit der späteren Entwicklung der Vorschriften
für die anderen Schadstoffe dieser Motoren nach der
Richtlinie 72/306/EWG vereinbar bleiben.                     vom 1. Oktober 1991 an für Kraftfahrzeugtypen mit
                                                             einem Hubraum zwischen 1 400 und 2 000 cm3
Während der Zeit zwischen der Annahme der europä-
                                                             — die in Artikel 10 Absatz 1 letzter Gedankenstrich
ischen Normen und der Anwendung des überarbeiteten
                                                                  der Richtlinie 70/156/EWG vorgesehene Beschei-
Europafahrzyklus muß für die Fahrzeuge, die die
                                                                  nigung für Kraftfahrzeugtypen nicht mehr ausstel-
Betriebserlaubnis aufgrund gleichwertiger Normen auf
                                                                  len,
Ausfuhrmärkten der Gemeinschaft erhalten, auch die
EWG-Betriebserlaubnis erteilt werden können.
                                                             — die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung für
                                                                  Kraftfahrzeugtypen verweigern,
Die Mitgliedstaaten, die dies wünschen, können die
Einführung der in der Richtlinie festgelegten neuen
Werte unter Einhaltung der im Vertrag festgelegten           bei denen die Emissionen luftverunreinigender Gase
Regeln beschleunigen. Selbstverständlich können die          und die Anforderungen des Motors in bezug auf die
Mitgliedstaaten, die dieses Recht in Anspruch nehmen,        Kraftstoffe nicht den Bestimmungen der Anhänge der
weder den Verkauf noch die Benutzung der in ihrem            Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der vorliegen-
Land hergestellten oder aus dem Ausland eingeführten         den Richtlinie entsprechen.
Fahrzeuge verbieten, wenn diese den Vorschriften der
Gemeinschaft genügen —                                       (3) Vom 1. Oktober 1989 an dürfen die Mitgliedstaa-
                                                             ten für Kraftfahrzeuge mit mehr als 2 000 cm3,
                                                             vom 1. Oktober 1991 an für Kraftfahrzeuge mit weniger
                                                             als 1 400 cm3 und
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                            vom 1. Oktober 1993 an für Kraftfahrzeuge mit 1 401
                                                             bis 2 000 cm3
                        Artikel 1                            das erstmalige Inverkehrbringen dieser Kraftfahrzeuge
                                                             verbieten, wenn ihre Abgasemissionen und die Anfor-
Die Anhänge I, II, III, VI und VII der Richtlinie 70/        derung des Motors in bezug auf die Kraftstoffe den
220/EWG werden gemäß dem Anhang zu dieser Richt-             Vorschriften der Anhänge der Richtlinie 70/220/EWG
linie geändert. Ein neuer Anhang III A wird hinzuge-         in der Fassung der vorliegenden Richtlinie nicht ent-
fügt.                                                        sprechen.
 ---pagebreak--- 26. 9. 85                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 245/3
                         Artikel 3                                                      Artikel 4
Spätestens zum 31. Dezember 1987                              Die Mitgliedstaaten erlassen vor dem 1. Januar 1986
                                                              die erforderlichen Vorschriften, um dieser Richtlinie
— werden die ab 1993/94 für Kraftfahrzeuge mit                nachzukommen, und setzen die Kommission hiervon
     weniger als 1 400 cm3 geltenden Grenzwerte nach          unverzüglich in Kenntnis.
     Artikel 100 des Vertrages festgelegt;
— ändert der Rat mit qualifizierter Mehrheit auf Vor-
     schlag der Kommission die Prüfung nach
     Anhang III der Richtlinie 70/220/EWG, um sie                                       Artikel 5
     insbesondere den Verkehrsbedingungen außerhalb
     der Stadtzonen mit dichtem Verkehr anzupassen.            Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 245/4                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 26. 9. 85
                                                              ANHANG
                                       Änderung der Anhänge zur Richtlinie 70/220/EWG
            ANHANG I
            Folgender Punkt 3.2.4 ist hinzuzufügen:
            „3.2.4.     Beschreibung der Maßnahmen, mit denen sichergestellt werden soll, daß das Fahrzeug nur
                        mit unverbleitem Benzin nach den Bestimmungen der Richtlinie 85/21 O/EWG (') versorgt
                        werden kann. Diese Bestimmung kann beispielsweise als erfüllt betrachtet werden, wenn
                        nachgewiesen wird, daß der Einfüllstutzen des Tanks so beschaffen ist, daß er das Auffüllen
                        mit einem Benzinzapfventil unmöglich macht, dessen Einführstutzen einen Außendurch-
                        messer von < 2,1 cm und einen geraden Teil von mindestens 6,3 cm Länge hat."
            Unter Punkt 5.1 erhält der bestehende Text die Nummer 5.1.1.
            Der folgende neue Punkt 5.1.2 ist hinzuzufügen:
            „5.1.2.     Das Fahrzeug muß so ausgelegt sein, daß es mit unverbleitem Benzin nach der Richtlinie
                        85/210/EWG betrieben werden kann."
            Punkt 5.2.1.1.4. erhält folgenden Wortlaut:
           „5.2.1.1.4. Vorbehaltlich der Bestimmungen nach 5.2.1.1.4.2 und 5.2.1.1.5 unten ist die Prüfung dreimal
                        durchzuführen. Die festgestellte Kohlenmonoxidmasse, die Summe der Massen der Kohlen-
                        wasserstoffe und Stickoxide und die Stickoxidmasse müssen für die entsprechenden Fahr-
                        zeugklassen unter den hachstehenden Werten liegen:
                                Hubraum             Kohlenmonoxid-         Summe der Massen       Stickoxidmasse
                                                           masse               der Kohlen-
                                                                            wasserstoffe und
                                                                                Stickoxide
                                     C                      L,                       L2
                                 (in cm3)             (g je Prüfung)          (g je Prüfung)       (g je Prüfung)
                               C > 2 000                    25                       6,5                 3,5
                          1 400 < C < 2 000                 30                       8                   4
                               C < 1 400                    45                      15                   6
                        Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr
                        als 1 401 cm3 müssen den Grenzwerten der Hubraumklasse zwischen 1 401 cm3 und 2 000
                        cm3 genügen."
            In den Punkten 5.2.1.1.4.1, 5.2.1.1.4.2, 5.2.1.1.5.1 und 5.2.1.1.5.2 ist nach dem Ausdruck „Summe der
            Massen (Emissionen) der Kohlenwasserstoffe und Stickoxide" folgendes hinzuzufügen: „sowie die
            Masse (Emission) der Stickoxide".
            Unter 7.1.1.1 ist die Tabelle durch folgende zu ersetzen:
                               „Hubraum             Kohlenmonoxid-         Summe der Massen       Stickoxidmasse
                                                           masse               der Kohlen-
                                                                            wasserstoffe und
                                                                                Stickoxide
                                     C                      L,                       L2                   L3
                                 (in cm3)             (g je Prüfung)          (g je Prüfung)       (g je Prüfung)
                               C > 2 000                    30                       8,1                 4,4
                           1 400 < C < 2 000                36                      10                   5
                               C < 1 400                    54                      19                   7,5
             (')  ABl. Nr. L 96 vom 3. 4. 1985, blz. 25.
 ---pagebreak--- 26. 9. 85                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 245/5
                        Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr
                        als 1401 cm3 müssen den Grenzwerten der Hubraumklasse zwischen 1401 cm3 und
                        2 000 cm3 genügen."
          Der zweite Absatz von 7.1.1.2 muß lauten:
                        „L: Grenzwert nach 7.1.1.1 für Kohlenmonoxidemissionen, die Summe der Emissionen
                              von Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden sowie die Stickoxidemissionen;".
          Punkt 8.1 muß lauten:
          „81.          Für die Betriebserlaubnis und die Prüfung der Übereinstimmung
                        — bei anderen Fahrzeugen als solchen der Klasse M,,
                        — bei Fahrzeugen der Klasse M t , die für die Beförderung von mehr als sechs Personen ein-
                             schließlich des Fahrers ausgelegt sind und/oder eine Höchstmasse von mehr als
                             2 500 kg haben sowie
                        — bei Fahrzeugen, die zum Befahren des Geländes außerhalb der Straßen bestimmt sind,
                        gelten die Grenzwerte der Tabellen 5.2.1.1.4 und 7.1.1.1 der Richtlinie 70/220/EWG in der
                        Fassung der Richtlinie 83/351/EWG."
          Der nachstehende neue Punkt 8.3 ist hinzuzufügen:
          „8.3.         Gleichwertige Prüfung wie die Prüfung vom Typ I betreffend die Kontrolle der Emissionen
                        nach Anfahren mit kaltem Motor.
          8.3.1.        Bis zum Datum der Anwendung einer Änderung der in 5.2.1.1 festgelegten Prüfung („Euro-
                        pafahrzyklus") und für die Betriebserlaubnis und die Prüfung der Übereinstimmung bei der
                        Produktion von Fahrzeugen der Klasse M| mit einem Motorhubraum von mehr als
                        1 400 cm3, die zur Beförderung von mehr als sechs Personen einschließlich des Fahrers aus-
                        gelegt sind und/oder eine Höchstmasse von < 2 500 kg haben, kann der technische Dienst
                        auf Ersuchen eines Herstellers die gleichwertige Prüfung nach Anhang III A („EPA-
                        Zyklus") anstelle derjenigen nach 5.2.1.1 durchführen. In diesem Fall:
          8.3.1.1.       werden die Grenzwerte in der Tabelle unter 5.2.1.1.4 für die Betriebserlaubnis für einen Fahr-
                        zeugtyp durch die nachstehenden Werte ersetzt:
                        — Kohlenmonoxidmasse (Li)                                                             2,1 g/km
                        — Summe der Massen von Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden (L2)                       0,9 g/km
                        — Stickoxidmasse (L3)                                                                 0,6 g/km.
                         Diese Grenzwerte gelten als eingehalten, wenn sie von den Prüfergebnissen für einen Fahr-
                        zeugtyp, multipliziert mit dem Faktor 1,3, nicht überschritten werden.
          8.3.1.2.      Zur Konformitätskontrolle werden die in 8.3.1.1 festgelegten Grenzwerte anstelle der Werte
                        in der Tabelle in 7.1.1.1 verwendet. Sie werden als eingehalten betrachtet, wenn die in
                         Punkt 7 festgelegten Bedingungen erfüllt sind."
           ANHANG II
           Nach 1.4 und 1.5 ist ,,(4)" hinzuzufügen.
           Nach 1.7 ist ,,(5)" hinzuzufügen.
           Am Schluß der Seite sind folgende Fußnoten hinzuzufügen:
          „(4) Dieser Wert ist auf die nächste mm-Dezimalstelle auf- bzw. abzurunden."
           „(5)   Dieser Wert ist mit n = 3,1416 zu berechnen und auf den nächsten cm3 auf- bzw. abzurunden."
           ANHANG III
           3.1.7 ist zu streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 245/6                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  26. 9. 85
            ANHANG VI
            (Spezifikationen für die Bezugskraftstoffe)
            Die Tabelle in Punkt 1 ist durch folgende zu ersetzen:
             1.  TECHNISCHE KENNDATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFS FÜR DIE PRÜFUNG DER
                 FAHRZEUGE MIT EINEM MOTOR MIT FREMDZÜNDUNG
                 Bezugskraftstoff CEC RF 08-T-85
                 Typ: „Super"-Benzin, unverbleit
                                                                Grenzwerte u nd Einheiten
                                                                                                Methode
                                                                                                 ASTM
                                                               min.                   max.
                 ROZ                                    95,0                                    D2699
                 MOZ                                    85,0                                    D2700
                 Empfindlichkeit                                                             D 2699/D 2700
                 Delta R. 100 °C                                                             IP325/D2699
                 Dichte 15 °C                           0,745                 0,765             D1298
                 Dampfdruck (Reid-Methode)              0,56 bar              0,64 bar          D 323
                 Destillation
                 — ursprünglicher Siedepunkt             24 °C                  40 °C           D      86
                 — 10%Vol.-Punkt                         42 °C                  58 °C           D      86
                 — 50 %Vol.-Punkt                        90 °C                 110°C            D      86
                 — 90 %Vol.-Punkt                       155 °C                 180 °C           D      86
                 — endgültiger Siedepunkt               190 °C                215 °C             D     86
                  Rückstand                                                   2%                 D     86
                 Analyse der Kohlenwasserstoffe
                 — Alkene                                                     20 % Vol.         D1319
                 — Aromaten                             (einschließlich                          D1319
                                                        5 % Vol.
                                                        max. Benzol*)         45 % Vol.     •D3606/D2267
                 — Alkane                                                      Ergänzung         D 1319
                 Verhältnis Kohlenstoff/Wasser-
                  stoff                                 Verhältnis
                  Oxidationswiderstand                  480 min.                                 D 525
                  Gummi                                                        4 mg/100 ml       D 381
                  Potentieller Gummi                                          —                  D 873
                  Schwefelgehalt                                               0,04 % Masse D1266/D2622/
                                                                                                 D2785
                  Kupferkorrosion bei 50 ° C                                   1                 D 130
                  Bleigehalt                                                   0,005 g/1         D3237
                  Scavenger
                  Organobleiverbindungen
                  Phosphorgehalt                                               0,0013 g/1        D3231
                  Zusätze
             ANHANG VII
             In Punkt 14 ist auf der ersten Zeile folgendes hinzuzufügen:
                 „Nach Anhang HI/Anhang III A (')."
             In 14.1 ist auf der ersten Zeile hinzuzufügen:
                 „Nach Anhang III (')."
             Nach 14.1 ist der neue Punkt 14.2 hinzuzufügen:
                 „14.2. Prüfung vom Typ I nach Anhang III A (')
                          CO:...g/km                             kW:...g/km                    N O x : . . . g/km."
             Der frühere Punkt 14.2 wird zu 14.3.
             Der frühere Punkt 14.3 wird zu 14.4.
 ---pagebreak--- 26. 9. 85                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 245/7
                                                       ANHANG IIIA
            Gleichwertige Prüfung wie die Prüfung vom Typ I betreffend die Kontrolle der Emissionen nach Anfahren
                                                      mit kaltem Motor
          1.        EINLEITUNG
                    . . . Wie Punkt 8.3 von Anhang I.
          2.        FAHRZYKLUS AUF DEM FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
          2.1.      Beschreibung des Zyklus
                    Betrieb          gemäß Tabelle und Graphik in Anlage 1.
                   Aufgliederung           Anlage.
          2.2.     (Wie Punkt 2.2 in Anhang III).
          2.3.     Getriebe
          2.3.1.   Soweit keine anderslautenden Angaben vorliegen, gelten als Prüfbedingungen immer die Emp-
                   fehlungen des Herstellers an den endgültigen Käufer, sofern sie für die Verwendung unter den
                   tatsächlichen Gebrauchsbedingungen repräsentativ sind.
          2.3.2.   Fahrzeuge mit Freilauf oder Schongang (Overdrive) sind ohne anderslautende Angaben bei
                   dem vom Hersteller dem Endanwender für diese Elemente empfohlenen Betrieb zu prüfen.
          2.3.3.   Leerlaufprüfungen sind mit der Automatic-Schaltung in „Fahr"-Stellung (Drive) und mit
                   gebremsten Rädern durchzuführen: Handschaltungen sind mit Ausnahme des ersten Leerlaufs
                   mit eingelegtem Gang und ausgerückter Kupplung durchzuführen.
                   Das Fahrzeug ist so zu fahren, daß das Gaspedal zur Einhaltung der gewünschten Geschwin-
                   digkeit möglichst wenig bewegt wird.
          2.3.4.   Die Beschleunigungen sind sachte und nach repräsentativen Schaltgeschwindigkeiten und
                   -verfahren durchzuführen. Bei Gangschaltungen von Hand muß der Fahrer während jeder
                   Schaltung vom Gaspedal zurücktreten und die Schaltung möglichst rasch vollführen. Läßt sich
                   das Fahrzeug nicht wie vorgeschrieben beschleunigen, so ist es mit der verfügbaren Höchstlei-
                   stung zu fahren, bis es die im Fahrzyklus für den betreffenden Zeitpunkt vorgeschriebene
                   Geschwindigkeit erreicht hat.
          2.3.5.   Verzögerungen sind mit eingelegtem Gang durchzuführen, wobei je nach Bedarf die Bremse
                   oder das Gaspedal zu benutzen ist, um die gewünschte Geschwindigkeit einzuhalten. Fahr-
                   zeuge mit Handschaltung sind eingekuppelt und ohne Schaltung des Ganges gegenüber der
                   vorangehenden Fahrweise zu fahren. Wird bis auf den Stillstand verlangsamt, so sind die
                   Kupplungspedale hinunterzudrücken, wenn die Geschwindigkeit unter 24,1 km/h fällt, wenn
                   der Motor offensichtlich nicht mehr genügend zieht oder abzustellen droht.
          2.3.6.   Handschaltung
          2.3.6.1. Bei Prüffahrzeugen mit Handschaltung ist die Schaltung nach Verfahren zu betätigen, die für
                   das Schalten beim praktischen Gebrauch der Fahrzeuge repräsentativ sind, wobei variable wie
                   die Fahrzeuggeschwindigkeit und die prozentuale Nenndrehzahl zu berücksichtigen sind. Je
                   nach Ermessen der Amtsstelle kann ein Prüffahrzeug auch nach den vom Hersteller dem End-
                   käufer empfohlenen Schaltverfahren geschaltet werden, wenn diese sich von jenen unterschei-
                   den, die für den normalen Betrieb des Fahrzeugs zu erwarten sind.
          2.3.6.2. Ein Hersteller kann dem endgültigen Käufer andere Schaltverfahren empfehlen als diejenigen,
                   die vom technischen Dienst bei der Prüfung angewandt werden, sofern sich der Antrag des
                   Herstellers auf eine behördliche Bescheinigung auf alle Schaltverfahren (einschließlich der
                   „multiple shift"- Geschwindigkeiten), die der Hersteller dem Endkäufer anbietet, erstreckt.
          2.3.7.   Das Schalten in einen niedrigeren Gang ist entsprechend dem Schaltverfahren nach Absatz
                   2.3.6.1. dieses Abschnittes zu Beginn oder während eines Leistungsmodus erlaubt.
          2.4.     Toleranzen
          2.4.1.   Der Prüfstand-Fahrzyklus ist in Anlage 1 festgelegt. Der Fahrzyklus ist als schwache Kurve des
                   Geschwindigkeits/Zeit-Verhältnisses ersichtlich. Er umfaßt eine nichtrepräsentative Serie von
                   Leerlauf, Beschleunigung, normale Fahrt und Verzögerung in verschiedenen Zeitsequenzen
                   und Längen.
          2.4.2.   Der Prüfstand-Fahrzyklus ist in Anlage 1 vorgeschrieben. Für einen beliebigen Zeitpunkt die-
                   ses Zyklus oder als behördlich gebilligte Anleitungen an den Fahrer gelten hinsichtlich der
                   Bestimmungen von 6.2 folgende Geschwindigkeitstoleranzen:
                   — obere Grenze: 3,2 km/h über dem höchsten Punkt der Kurve während einer Sekunde der
                          gegebenen Zeitspanne;
                   — untere Grenze: 3,2 km/h unter dem untersten Punkt der Kurve während einer Sekunde der
                          gegebenen Zeitspanne;
 ---pagebreak--- Nr. C 245/8                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   26. 9. 85
                          die Toleranzen überschreitende Geschwindigkeitsschwankungen (wie sie während der
                          Gangschaltung vorkommen können) sind annehmbar, sofern sie nie länger als 2 Sekunden
                          dauern;
                          niedrigere Geschwindigkeiten als die angegebenen sind annehmbar, sofern das Fahrzeug
                          mit der während dieser Phase verfügbaren Höchstleistung gefahren wird;
                          es gelten die oben festgelegten Geschwindigkeitstoleranzen, mit Ausnahme der Unter-
                          und Obergrenze, die 6,4 km/h beträgt;
                          die nachstehenden Zahlen zeigen den Bereich der annehmbaren Geschwindigkeitstoleran-
                          zen für typische Punkte. Die Abbildung A zeigt typische zu- oder abnehmende Abschnitte
                          der Geschwindigkeitskurve während des Zeitintervalls von 2 Sekunden. In Abbildung B
                          sind typische Abschnitte der Geschwindigkeitskurve mit Höchst- und Mindestwerten wie-
                          dergegeben.
                                                  Zulässiger
                                                    Bereich
Ü
                                                                   Ü
                          Zeit
                     Abbildung A                                                               Abbildung B
            3.       FAHRZEUG UND KRAFTSTOFF
            3.1.      Prüffahrzeug
            3.1.1.   ]
            3.1.2.
            3.1.3.     • Wie 3.1.1 bis 3.1.6 von Anhang 111.
            3.1.4.
            3.1.5.
            3.1.6
            3.2.     1Craftstoff
                     Wie 3.2 in Anhang III
                     (+ unverbleiter Kraftstoff).
            4.       PRÜFEINRICHTUNG
            4.1.     Rahmen
            4.1.1.
            4.1.2.       Wie 4.1.1,4.1.2 und 4.1.3 von Anhang III.
            4.1.3.
            4.1.4.    Genauigkeit
            4.1.4.1. Wie 4.1.4.1 von Anhang III.
            4.1.4.2. Im Falle eines Prüfstands, mit fester Lastkurve muß die Belastung bei 60,5 km/h auf 5 % genau
                     eingestellt werden. Im Falle eines Prüfstands mit einstellbarer Lastkurve muß der Prüfstand der
                     auf der Straße aufgenommenen Leistung bei 50,5, 60 und 40 km/h auf 5 % und bei 20 km/h
                     auf 10% genau angeglichen werden können. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten muß der Wert
                     der Einstellung positiv sein.
 ---pagebreak--- 26. 9. 85                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 245/9
          4.1.4.3.
                      Wie 4.1.4.3 und 4.1.4.4 von Anhang III.
          4.1.4.4.
          4.1.5.   Einstellung der Lastkurve des Prüfstandes sowie der Schwungmasse
          4.1.5.1. Prüfstand mit fester Lastkurve: Die Bremse muß so eingestellt werden, daß die auf die
                   Antriebsräder ausgeübte Kraft bei einer konstanten Geschwindigkeit von 80,5 km/h aufge-
                   nommen wird. Die zur Bestimmung und Einstellung der Bremse anzuwendenden Verfahren
                   sind in Anlage 3 beschrieben.
          4.1.5.2. Prüfstand mit einstellbarer Lastkurve: Die Bremse muß so eingestellt werden, daß die auf die
                   Antriebsräder ausgeübte Kraft bei konstanten Geschwindigkeiten von 20,40,80 und 80,5 km/h
                   aufgenommen wird. Die zur Bestimmung und Einstellung dieser Belastung der Bremse anzu-
                   wendenden Verfahren sind in Anlage 3 beschrieben.
          4.1.5.3. Wie 4.1.5.3 von Anhang III.
          4.2.
          4.3.
          4.4.
          4.5.        Wie 4.2 bis 4.7 von Anhang III.
          4.6.
          4.7.
          5.       VORBEREITUNG DER PRÜFUNG
          5.1.     Anpassung der äquivalenten Schwungmassen
                                Bezugsmasse des Fahrzeugs                   Äquivalente Schwungmasse
                               Pr      <     480                                        450
                     480   <   Pr      <      540                                       510
                     450   <   Pr      <     600                                        570
                     600   <   Pr      <     650                                        625
                     650   <   Pr      <      700                                       680
                     700   <   Pr      <      780                                       740
                     780   <   Pr      <      820                                       800
                     820   <   Pr      <      880                                       850
                     880   <   Pr      <     940                                        910
                     940   <   Pr      <      990                                       960
                     990   <   Pr      <    1050                                      1020
                   1050    <   Pr      <    1 110                                     1080
                   1 110   <   Pr      <    1 160                                     1 130
                   1 160   <    Pr     <    1220                                      1 190
                   1 220   <   Pr      <    1280                                      1250
                   1280    <    Pr     <    1330                                      1300
                   1 330   <    Pr     <    1390                                      1360,
                   1 390   <    Pr     <    1450                                      1 420
                   1450    <    Pr     <    1 500                                     1470
                   1 500   <    Pr     <    1 560                                     1530
                   1 560   <    Pr     <    1620                                      1590
                   1620    <    Pr     <    1670                                      1640
                   1670    <    Pr     <    1 730                                     1700
                   1 730   <    Pr     <    1790                                      1760
                   1 790   <    Pr     <    1870                                      1810
                   1 870   <    Pr     <    1980                                       1930
                   1980    <    Pr     <    2 100                                     2 040
                   2 100   <    Pr     <    2210                                      2 150
                   2 210   <    Pr     <    2 320                                     2 270
                   2 320   <    Pr     <   2 440                                      2 380
                   2 440   <    Pr     <    2610                                      2 490
                   2 610   <    Pr     <    2 830                                     2 720
                   2 830   <    Pr     <                                              2 940
                   Elektrische Schwungräder oder andere Mittel zur Simulation der Prüfgewichte gemäß den
                   Angaben in der Tabelle sind anzuwenden. Ist das angegebene äquivalente Prüfgewicht mit
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                     dem angewandten Fahrleistungsprüfstand nicht anwendbar, so ist das nächsthöhere verfügbare
                     äquivalente Prüfgewicht anzuwenden (bis höchstens 125 kg).
                     Anmerkung: Die Bezugsmasse des Fahrzeugs ist die Masse des Fahrzeugs in fahrbereitem
                                   Zustand abzüglich der Einheitsmasse des Fahrers und zuzüglich einer Einheits-
                                    masse von 136 kg.
           5.2.      Einstellung der Bremse des Prüfstandes: Wie 5.2 von Anhang III.
           5.3.      Vorbereitung des Fahrzeugs
           5.3.1.    Vor der Prüfung ist das Fahrzeug in einem Raum einer relativ konstanten Temperatur zwischen
                     20 Grad C und 30 Grad C auszusetzen. Diese Konditionierung muß mindestens sechs Stunden
                     betragen und so lange dauern, bis die Temperatur des Motoröls und der Kühlflüssigkeit (falls
                     vorhanden) auf + — 2 Grad C der Raumtemperatur entspricht.
                     Auf Antrag des Herstellers ist die Prüfung innerhalb eines Zeitraums von höchstens 36 Stun-
                     den nach Betrieb des Fahrzeugs bei normaler Temperatur durchzuführen.
            5.3.2.   Wie 5.3.2 von Anhang III.
           6.        PRÜFUNGEN AUF DEM PRÜFSTAND
           6.1.    |
           bis     f Wie 6.1 bis 6.1.4 von Anhang III.
           6.1.4 I
           6.2.      Prüfung und Gasentnahme
           6.2.1.    Vor der Emissionsprüfung ist das Fahrzeug so unterzubringen, daß es vor Niederschlägen (z. B.
                     Regen oder Tau) geschützt ist. Die vollständige Prüfstandsprüfung umfaßt eine Fahrt mit Kalt-
                     start von 12,1 km und simuliert eine Fahrt mit Warmstart von 12,1 km. Das Fahrzeug darf zwi-
                     schen der Kalt- und der Warmstartprüfung zehn Minuten auf dem Prüfstand stehengelassen
                     werden. Die Kaltstartprüfung wird in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil bildet die „transiente"
                     Phase des Kaltstarts und hört mit dem Ende der Verzögerung auf, die nach 505 Sekunden des
                     Fahrzyklus vorgesehen ist. Der zweite Teil, die „stabilisierte" Phase, umfaßt den Rest des Fahr-
                     zyklus einschließlich des Ausschaltens des Motors. Dementsprechend umfaßt auch die Warm-
                     startprüfung zwei Teile. Der erste ist wiederum die „transiente" Phase und endet am gleichen
                     Punkt des Fahrzyklus wie der erste Teil der Kaltstartprüfung. Der zweite Teil der Warmstart-
                     prüfung, die „stabilisierte" Phase, wird als identisch mit dem zweiten Teil der Kaltstartprüfung
                     betrachtet. Die Warmstartprüfung endet deshalb nach Abschluß des ersten Teils (505 Sekun-
                     den).
           6.2.2.    Bei jeder Prüfung ist wie folgt zu verfahren:
           6.2.2.1. Räder des Fahrzeugs auf den Fahrleistungsprüfstand setzen, ohne den Motor anzustellen. Rol-
                     lenumdrehungszähler auf Null stellen und entsperren.
            6.2.2.2. Motorhaube des Fahrzeugs öffnen und Kühlventilator in die richtige Stellung bringen.
            6.2.2.3. Probenahmeventile auf „Bereitschaft" (standby) einstellen, die Auffangbeutel für die Gaspro-
                     ben an die Systeme zur Entnahme der verdünnten Auspuffgas- und Luft-Proben anschließen.
           6.2.2.4. Das Entnahmesystem mit konstantem Volumen (CVS) — falls noch nicht angestellt —, die
                     Entnahmepumpen, das Temperaturregistriergerät, den Kühlventilator des Fahrzeugs und das
                     vorerwärmte Registriergerät zur Analyse der Kohlenwasserstoffe (nur für Dieselmotoren) ein-
                     schalten. (Der Wärmeaustauscher des Entnahmegeräts mit konstantem Volumen und die konti-
                     nuierliche Entnahmeeinrichtung des Dieselkraftstoff-Kohlenwasserstoff-Analysegeräts und der
                     Filter (wenn angewandt) sollten vor Beginn der Prüfung auf ihre Betriebstemperatur vorer-
                     wärmt werden).
            6.2.2.5. Durchflußrate der Gasproben auf den gewünschten Wert einstellen (mindestens 0,28 mVh)
                     und Gasdurchfluß-Meßgeräte auf Null stellen.
                     Anmerkung: Die Durchflußrate der CFV-CVS-Gasproben ist durch das Venturi-Konzept fest-
                                    gelegt.
            6.2.2.6. Auspuffschlauch an das (die) Auspuffrohre) des Fahrzeugs anschließen.
           6.2.2.7. Gasstrom-Meßgerät in Gang setzen, Probenahmeventile so einstellen, daß die Probe in den
                     Auffangbeutel für „transientes" Auspuffgas und denjenigen für „transiente" Verdünnungsluft
                     fließt (Integrator des Diesel-Kohlenwasserstoff-Analysiersystems einstellen und gegebenenfalls
                     Registrierkarte anzeichnen), Schlüssel drehen und Motor ankurbeln.
           6.2.2.8. Fünfzehn Sekunden nach Anlaufen des Motors Gang einlegen.
           6.2.2.9. Zwanzig Sekunden nach dem Anlaufen des Motors beginne man die anfängliche Beschleuni-
                     gung des Fahrzyklus.
           6.2.2.10. Das Fahrzeug ist nach dem Fahrzyklus des Fahrleistungsprüfstandes zu fahren.
           6.2.2.11. Nach der nach 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung ist gleichzeitig der Gasprobenstrom
                     von den „transienten" Beuteln in die „stabilisierten" Beutel umzuleiten, das Gasflußmeßgerät
                     Nr. 1 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 1) zu schließen (Karte des Diesel-HC-Integrators mar-
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                    kieren) und das Gasflußmeßgerät Nr. 2 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) in Betrieb zu set-
                    zen. Vor der auf 510 Sekunden festgelegten Beschleunigung registriere man die gemessenen
                    Umdrehungen der Rolle oder Welle, setze den Zähler wieder auf Null oder schalte auf einen
                    zweiten Zähler um. Sobald wie möglich überführe man die „transienten" Auspuff- und Ver-
                    dünnungsluftproben in das Analysesystem und verarbeite die Proben so, daß binnen 20 Minu-
                    ten nach Beendigung der Gasprobeentnahme mit allen Analysegeräten stabilisierte Werte der
                    Auspuffgasprobe erhalten werden.
          6.2.2.12. Zwei Sekunden nach dem Ende der letzten Verzögerung (nach 1,369 Sekunden) stelle man den
                    Motor ab.
          6.2.2.13. Fünf Sekunden nach dem Ausschalten des Motors ist gleichzeitig das Gasfluß-Meßgerät Nr. 2
                    (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) zu sperren (gegebenenfalls auch die HC-Registrierkarte
                    ankreuzen) und die Gssprobenentnahmeventile auf „standby" einzustellen. Man registriere die
                    gemessenen Umdrehungen der Rolle oder Welle und stelle den Zähler wieder auf Null. Die
                    „stabilisierten" Auspuffgas- und Verdünnungsluftproben übermittle man so rasch wie möglich
                    an das Analysesystem und verarbeite die Gasproben so, daß binnen zwanzig Minuten nach
                    Abschluß der Probeentnahme stabilisierte Werte der Auspuffgasproben erhalten werden.
          6.2.2.14. Sofort nach Abschluß der Probeentnahme ist der Kühlventilator abzustellen und die Motor-
                    haube zu schließen.
          6.2.2.15. Die Entnahme mit konstantem Volumen (CVS) abstellen oder Auspuffgasschlauch vom Aus-
                    puffrohr des Fahrzeugs wegnehmen.
          6.2.2.16. Die Vorgänge in 6.2.2.2 bis 6.2.2.10 dieses Abschnitts sind für die Warmstart-Prüfung zu wie-
                    derholen, mit der Ausnahme, daß nur ein Auffangbeutel als Auspuffgasprobe und einer für die
                    Verdünnungsluft erforderlich sind. Das in 6.2.2.7 dieses Abschnitts beschriebene Drehen des
                     Schlüssels soll neun bis elf Minuten nach dem Abschluß der Gasprobenentnahmephase der
                     Kaltstartprüfung stattfinden.
          6.2.2.17. Nach Abschluß der bei 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung ist gleichzeitig das Gasfluß-
                    meßgerät Nr. 1 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 1) abzustellen (gegebenenfalls Diesel-HC-
                     Registrierkarte ankreuzen), und das Gasprobeentnahme-Ventil ist auf „standby" einzustellen
                    (das Abschalten des Motors gehört nicht zur Probenahmephase der Warmstartprüfung). Die
                    gemessene Zahl der Umdrehungen der Rolle oder Welle ist zu registrieren.
          6.2.2.18. Die „transienten" Auspuffgas- und Verdünnungsluftproben der Warmstart-Prüfung sind so
                    rasch wie möglich dem Analysesystem zuzuführen, und die Proben sind so zu verarbeiten, daß
                    binnen zwanzig Minuten nach Abschluß der Gasprobenerfassung alle Analysegeräte stabili-
                    sierte Werte der Auspuffgasproben anzeigen.
          6.3.       Anlassen und Wiederanlassen des Motors
          6.3.1.     Kraftfahrzeuge mit Benzinmotor: Dieser Absatz gilt für Kraftfahrzeuge mit Benzinmotor.
          6.3.1.1. Der Motor ist nach den Empfehlungen des Herstellers in der Betriebsanleitung für Serienfahr-
                    zeuge anzulassen. Der anfängliche Leerlauf von 20 Sekunden beginnt mit dem Anlassen des
                     Motors.
          6.3.1.2.   Betätigung der Starterklappe: (*) Für Fahrzeuge mit automatischer Starterklappe gelten die
                     Anweisungen des Herstellers in der Betriebsanleitung; dies gilt auch für das „kick-down" vom
                     schnellen Kalt-Leerlauf.
                    (*) Für Fahrzeuge mit Hand-Starterklappe gelten die Anweisungen des Herstellers in der
                     Betriebsanleitung.
          6.3.1.3. Fünfzehn Sekunden nach dem Anlassen des Motors ist ein Gang einzulegen. Gegebenenfalls
                     ist die Bremse zu betätigen, um die Antriebsräder am Drehen zu hindern.
          6.3.1.4.   Der Fahrer kann erforderlichenfalls die Starterklappe, das Gaspedal usw. betätigen, um den
                     Motor in Betrieb zu behalten.
          6.3.1.5. Enthält die Betriebsanleitung des Herstellers keine Angaben über den Warmstart, so ist der
                     Motor (bei automatischer und Hand-Starterklappe) durch Niederdrücken des Gaspedals auf
                     die halbe Höhe und Ankurbeln des Motors bis zum Anlassen in Gang zu setzen.
          6.3.2.     Dieselmotoren: Der Motor ist nach den vom Hersteller in der Betriebsanleitung empfohlenen
                     Anlaßverfahren in Gang zu setzen. Der anfängliche Leerlauf von 20 Sekunden beginnt mit
                     dem Anspringen des Motors. 15 Sekunden nach diesem Zeitpunkt ist ein Gang einzulegen.
                     Gegebenenfalls kann die Bremse betätigt werden, um die Räder des Fahrzeugs am Drehen zu
                     hindern.
          6.3.3.     Springt der Motor des Fahrzeugs nach Ankurbeln während zehn Sekunden nicht an, so ist das
                     Ankurbeln einzustellen und die Ursache des Nichtanspringens zu ermitteln. Das Gasflußmeß-
                     gerät auf der Probeentnahmevorrichtung mit konstantem Volumen (in der Regel ein Umdre-
                     hungszähler) oder das Venturi-Rohr mit kritischer Strömung (und der HC-Integrator bei der
                     Prüfung von Kraftfahrzeugen mit Dieselmotor) sind abzustellen; die Probenahmeventile sind
                     während dieser Ermittlung auf „standby" zu stellen. Ferner ist während der gleichen Zeit das
                     Entnahmesystem mit konstantem Volumen abzustellen oder der Auspuffschlauch vom Aus-
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                    puFfrohr abzunehmen. Ist der Motor wegen eines Bedienungsfehlers nicht angesprungen, so ist
                    das Fahrzeug für einen neuen Kaltstart bereitzustellen.
           6.3.3.1. Springt der Motor während der kalten Phase der Prüfung nicht an und ist dies auf einen
                    Betriebsdefekt des Fahrzeugs zurückzuführen, so kann eine Reparatur von weniger als
                    30 Minuten Dauer durchgeführt und die Prüfung fortgesetzt werden. Alle Entnahmesysteme
                    sind gleichzeitig mit dem Ankurbeln des Motors wieder in Gang zu setzen. Mit dem Ansprin-
                    gen des Motors beginnt der zeitliche Ablauf des Fahrzyklus. Ist die Panne auf einen Betriebs-
                    defekt des Fahrzeugs zurückzuführen und kann der Motor nicht angelassen werden, so wird
                    die Prüfung für ungültig erklärt.
           6.3.3.2. Springt der Motor während der warmen Phase der Prüfung nicht an und ist die Panne auf
                    einen Betriebsdefekt des Fahrzeugs zurückzuführen, so muß das Fahrzeug binnen einer Minute
                    nach dem Drehen des Zündungsschlüssels angelassen werden. Alle Entnahmesysteme sind
                    gleichzeitig mit dem Ankurbeln des Motors wieder in Gang zu setzen. Mit dem Anspringen des
                    Motors beginnt der zeitliche Ablauf des Fahrzyklus. Springt der Motor binnen einer Minute
                    nach dem Drehen des Zündungsschlüssels nicht an, so ist die Prüfung als ungültig zu erklären.
           6.3.4.   Im Falle eines „Fehlstarts" des Motors hat der Fahrer das Anlaßverfahren zu wiederholen
                    (Starterklappe neu einstellen usw.).
           6.3.5.   Abwürgen des Motors: (*)Wird der Motor während eines Leerlaufs abgewürgt, so ist der
                    Motor unverzüglich wieder in Gang zu setzen und die Prüfung fortzusetzen. Springt der Motor
                    nicht rasch genug an, um die nächste vorgeschriebene Beschleunigung vorzunehmen, so ist der
                    Fahrzeit-Anzeiger abzustellen und nach Wiederanlaufen des Fahrzeugs wieder in Gang zu set-
                    zen.
                    (*) Wird der Motor während einer anderen Betriebsphase als der Leerlauf abgewürgt, so ist der
                    Fahrzeit-Anzeiger abzustellen, das Fahrzeug wieder in Gang zu setzen und auf die zum betref-
                    fenden Zeitpunkt des Fahrzyklus erforderliche Geschwindigkeit zu beschleunigen und die Prü-
                    fung fortzusetzen.
                    (*) Springt der Motor binnen einer Minute nicht wieder an, so ist die Prüfung als ungültig zu
                    erklären.
           7.        ANALYSEVERFAHREN
           7.1.     Wie 7.2.2 von Anhang III.
           7.2      Wie 7.2.3 von Anhang III.
           7.3."    Wie 7.2.4 von Anhang III.
           7.4.     Wie 7.2.5 von Anhang III.
           7.5.     Wie 7.2.6 von Anhang III.
           7.6.     Wie 7.2.7 von Anhang III.
           7.7.     Wie 7.2.8 von Anhang III.
           8.       BESTIMMUNG DER M E N G E DER G A S F Ö R M I G E N SCHADSTOFFE
           8*2*     Wie 8.1 und 8.2 von Anhang III.
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 ---pagebreak--- 26. 9. 85                                                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                 Nr. C 245/17
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 ---pagebreak--- Nr. C 245/18                                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                     26.9.85
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 ---pagebreak--- 26. 9. 85                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 245/19
                                                           ANLAGE    2
                                                 FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
          1.        DEFINITION
          1.1.      Wie 1.1 von Anlage 2 zu Anhang III, jedoch ist „10 km/h und 50 km/h" durch „10 km/h und
                    80,5 km/h" zu ersetzen.
          2.        VERFAHREN ZUR KALIBRIERUNG DES FAHRLEISTUNGSPRÜFSTANDES
          2.1.      Wie 2.1 von Anlage 2 zu Anhang III.
          2.2.      Kalibrierung des Leistungsmessers bei 80,5 km/h.
          2.2.1.    Der Fahrleistungsprüfstand ist mindestens einmal monatlich zu kalibrieren, oder seine Wirk-
                    samkeit ist mindestens einmal wöchentlich zu prüfen und die Kalibrierung wenn notwendig
                    vorzunehmen. Die Kalibrierung soll das vom Hersteller empfohlene Kalibrierungsverfahren
                    sowie die Bestimmung der bei 80,5 k m / h vom Fahrleistungsprüfstand aufgenommenen Rei-
                    bungsleistung umfassen. Ein Verfahren zur Bestimmung der vom Fahrleistungsprüfstand bei
                    80,5 km/h aufgenommen Reibungsleistung ist nachstehend beschrieben, andere Verfahren sind
                    anwendbar, wenn sie nachweislich gleichwertige Ergebnisse liefern. Die gemessene, auf der
                    Straße aufgenommene Leistung umfaßt die Reibung des Fahrleistungsprüfstands sowie die
                    von der Leistungsaufnahmeeinheit aufgenommene Leistung. Der Fahrleistungsprüfstand wird
                    auf eine oberhalb des Prüfungsbereichs liegende Geschwindigkeit beschleunigt. Sodann wird
                    die Antriebseinrichtung des Fahrleistungsprüfstands von diesem getrennt, und man läßt die
                    Rolle(n) auslaufen. Die kinetische Energie des Systems wird vom Prüfstand aufgenommen. Bei
                    diesem Verfahren werden die Veränderungen der Kugellagerreibung infolge der Achslast des
                    Fahrzeugs vernachlässigt. Die Schwungmasse der freien (hinteren) Rollen kann bei Fahrlei-
                    stungsprüfständen mit gepaarten Rollen vernachlässigt werden.
          2.2.1.1.  Ist die Geschwindigkeit der Antriebsrolle noch nicht gemessen worden, so ist sie nach einem
                    beliebigen Verfahren zu bestimmen. Ein fünftes Rad, ein Umdrehungsmesser oder andere
                    geeignete Mittel können angewandt werden.
          2.2.1.2.  Das Fahrzeug ist auf den Prüfstand zu bringen oder der Prüfstand wird auf andere Weise
                    gefahren.
          2.2.1.3.  Das Schwungrad oder die sonstige Einrichtung zur Simulierung der Schwungmasse für die
                    üblichste Fahrzeugmassenkategorie, für die der Prüfstand eingesetzt wird, ist in Gang zu set-
                    zen. Zusätzlich können noch andere Kategorien von Fahrzeugmassen kalibriert werden, wenn
                    dies gewünscht wird.
          2.2.1.4.  Fahrleistungsprüfstand auf eine Geschwindigkeit von 80,5 k m / h bringen.
          2.2.1.5.  Die angegebene Straßenleistung aufzeichnen.
          2.2.1.6.  Fahrleistungsprüfstand auf 96,9 k m / h bringen.
          2.2.1.7.  Die Einrichtung zum Antrieb des Fahrleistungsprüfstands auskuppeln.
          2.2.1.8.  Die Zeit, während der die Geschwindigkeit der Antriebsrolle des Fahrleistungsprüfstandes von
                    88,5 k m / h auf 72,4 km/h zurückgeht, ist aufzuzeichnen.
          2.2.1.9.  Leistungsaufnahmeeinheit auf ein anderes Niveau einstellen.
          2.2.1.10. Die Arbeitsgänge 2.2.1 bis 2.2.1.9. sind so lange zu wiederholen, bis der ganze Bereich der
                    benutzten Straßenleistung abgedeckt ist.
          2.2.1.11. Die auf der Straße aufgenommene Leistung ist zu berechnen. Siehe 2.2.3 dieses Abschnitts.
          2.2.1.12. Die angegebene Straßenbelastungsleistung bei 80,5 k m / h ist gegen die in Abbildung A angege-
                    bene Straßenbelastungsleistung abzutragen.
          2.2.2.    Die Wirksamkeitsprüfung besteht darin, daß man den Fahrleistungsprüfstand mit einer oder
                    mehreren Schwungmassen-Einstellungen (Pferdestärken) auslaufen läßt und die Auslaufzeit
                    mit der bei der letzten Kalibrierung gemessenen Auslaufszeit vergleicht. Weichen beide Zeiten
                    um mehr als 1 s voneinander ab, so ist eine neue Kalibrierung erforderlich.
          2.2.3.    Berechnungen: Die vom Fahrleistungsprüfstand tatsächlich aufgenommene              Straßenbela-
                    stungsleistung wird nach folgender Gleichung berechnet:
                                V? - V^
                    p a = W —!           -
                                 2 000 t
                    Pa   =    Leistung in kW
                    W    =    äquivalente Schwungmasse, kg
                    V]   =    Anfangsgeschwindigkeit (m/s)
                    V2   =    endgültige Geschwindigkeit (m/s)
                    1     =    Dauer des Rückgangs der Rollengeschwindigkeit von 88,5 auf 72,4 k m / h
 ---pagebreak--- Nr. C 245/20                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     26. 9. 85
                              io.ü
                                                      1                 1                 1
                              20.0                                                                      —
                     JS
                     £> x:
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                         ^
                              10.0    -                                                                 -
                     (35 o"
                                                      y                 !
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                                 0                                                        1
                                                     10.0             20.0               30.0           40.0
                                     Tatsächliche Straßenbelastung bei 80,5 km/h
                          Abbildung     A: Tatsächliche im Vergleich zur angegebenen Straßenbelastung
            2.3.     Wie 2.3 von Anlage 2 zu Anhang III.
            2.4.     Gestrichen.
            3.       EINSTELLUNG DES PRÜFSTANDS
            3.1.     Einstellung in Abhängigkeit vom Unterdruck: Wie 3.1 von Anlage 2 zu Anhang III, doch ist
                     „bei 50 km/h" durch „bei 80,5 km/h" zu ersetzen.
            3.2.     Anderes Einstellungsverfahren: Wie 3.2 von Anlage 2 in Anhang III, jedoch ist „bei 50 km/h"
                     durch „bei 80,5 km/h" zu ersetzen.
            3.3.      Alternatiwerfahren
            3.3.1.   Die Leistungsaufnahmeeinheit ist so anzupassen, daß die Straßenbelastungsleistung bei einer
                     tatsächlichen Geschwindigkeit von 80,5 km/h wiedergegeben wird. Die Leistungsaufnahme
                     des Fahrleistungsprüfstands muß der Reibung des Prüfstands Rechnung tragen.
            3.3.2.   Die Straßenbelastungs-Einstellung des Prüfstands wird aufgrund des äquivalenten Prüfge-
                     wichts, des Bezugs-Frontraums, der Form des Fahrzeugs, dessen hervortretender Teile und des
                     Reifentyps nach den nachstehenden Gleichungen bestimmt.
            3.3.2.1. Leichtfahrzeuge, die auf einem Doppelrollen-Fahrleistungsprüfstand geprüft werden:
                                                           tW
                     pA (kW) - 0,746           aA + P - 0,454 J
                     Bei PA =      Einstellung der Leistungsaufnahmeeinrichtung des Prüfstands auf 80,5 km/h
                                   (Pferdestärke).
                     A        =    Bezugsfrontraum des Fahrzeugs (m2); der Bezugsfrontraum des Fahrzeugs wird
                                   definiert als die orthogonale Projektion des Fahrzeugs einschließlich der Reifen
                                   und Komponenten der Aufhängung, jedoch ausschließlich der hervortretenden
                                   Teile, auf eine Ebene, die sowohl zur Längsebene des Fahrzeugs als auch zur Flä-
                                   che, auf der das Fahrzeug steht, quer verläuft. Dieser Raum ist nach einem von der
                                   Amtsstelle in voraus zu genehmigenden Verfahren auf 1/100 m2 genau zu messen.
                     P        =    Leistungskorrekturfaktor für vorstehende Teile nach Tabelle 1 dieses Kapitels
                                   (Pferdestärken).
                     W        =    Prüfgewicht des Fahrzeugs (kg).
                     a        =    0,43 für „fastback"-Karosserien; 0,50 für alle anderen leichten Fahrzeuge.
 ---pagebreak--- 26.9.85                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 245/21
                         =     0,0 für Fahrzeuge mit Radialreifen = 3 x 10 für alle übrigen Fahrzeuge.
                         Fahrzeugaufbauten werden als „fastback"-Karosserie betrachtet, wenn die Projektion
                         desjenigen Teils der Heckfläche (A2), die gegenüber der Horizontalen einen Winkel
                         von weniger als 20 Grad bildet, nach hinten mindestens 25 % des Bezugs-Frontraums
                         des Fahrzeugs ausmacht. Ferner muß diese Fläche glatt, kontinuierlich und frei von
                         örtlichen Unebenheiten von mehr als 4 Grad sein. Ein Beispiel für eine „fastback"-
                         Karosserie ist in Abbildung 1 wiedergegeben
                                           Seitenansicht                  a < 20°                 Abbildung hinten
                                                                        A2 > 0,25A
                                                              Abbildung 1
                                                         TABELLE 1
           Leistungsaufnahme der hervorstehenden Teile im Vergleich zur gesamten vorstehenden Frontfläche, A2
                                           A                                                  P
                                                                                      (Pferdestärken)
                 A 0.30                                                                    0.0
                 0.30 A    0.60                                                              .40
                 0.60 A    0.90                                                              .70
                 0.90 A     1.20                                                            1.00
                 1.20 A     1.50                                                            1.30
                  1.50 A    1.80                                                            1.50
                  1.80 A   2.10                                                             1.90
                 2.10A     2.40                                                             2.20
                 2.40 A     2.70                                                            2.50
                 2.70 A     3.00                                                            2.80
                 3.00 A                                                                     3.10
                  Die vorstehende Frontfläche A2 wird analog zur Bezugsfrontfläche des Fahrzeugs definiert als
                 die Gesamtfläche der orthogonalen Projektionen der Rückspiegel des Fahrzeugs, Handgriffver-
                 zierungen, Dachgepäckhalter und anderen vorstehenden Teile auf eine oder mehrere Ebenen,
                 die sowohl zur Längsebene des Fahrzeugs als auch zur Ebene, auf der das Fahrzeug steht, par-
                 allel verlaufen. Ein vorstehendes Teil wird definiert als Vorrichtung jeder Art, die am Fahrzeug
                 befestigt ist, um mehr als 2,54 cm über die Fahrzeugoberfläche hervorragt und deren Projektion
                 mehr als 0,00093 m2 beträgt, wenn sie nach einer von der Amtsstelle im voraus genehmigten
                 Methode berechnet wird. Im vorstehenden Gesamtfrontraum inbegriffen sind alle Vorrichtun-
                 gen, die als Standardausrüstung geliefert werden. Der Raum irgendwelcher wahlfreier Ausrü-
                 stungen ist ebenfalls inbegriffen, sofern anzunehmen ist, daß mehr als 33 % der verkauften
                 Wagen mit dieser Vorrichtung ausgerüstet werden.
        3.3.2.2. Die Einstellung des Leistungsaufnahmegeräts des Prüfstands für leichte Fahrzeuge ist auf
                 0,1 kW auf- bzw. abzurunden.
        3.3.2.3. Leichte Fahrzeuge, die auf einem Prüfstand mit einer einzigen, großen Rolle geprüft werden:
                                                                    W
                 PA  (kW) =       aA + P + (5.0 x 10-4 + 0.33 t              0.746
                                                                  0.454
                 Alle in dieser Formel vorkommenden Symbole sind in 3.3.2.1 oben definiert.
 ---pagebreak---                                                                                        /
Nr. C 245/22                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                26. 9. 85
                                                        ANLAGE 3
              FAHRWIDERSTAND EINES FAHRZEUGS — MESSVERFAHREN AUF DER FAHRBAHN —
                               SIMULATION AUF DEM FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
                                               Wie Anlage 3 zu Anhang III.
                                                        ANLAGE 4
                         ÜBERPRÜFUNG DER NICHT-MECHANISCHEN SCHWUNGMASSEN
                                               Wie Anlage 4 zu Anhang III.
                                                        ANLAGE 5
                                     DEFINITION DER GASENTNAHMESYSTEME
             Wie Anlage 5 von Anhang III, doch sind für die Entnahme mit konstanten Volumen 6 anstatt 2 Beutel
                                                        notwendig.
                                                        ANLAGE 6
                                      KALIBRIERVERFAHREN FÜR DIE GERÄTE
                                              Wie Anlage 6 von Anhang III.
                                                        ANLAGE 7
                                       ÜBERPRÜFUNG DES GESAMTSYSTEMS
                                              Wie Anlage 7 von Anhang III.
                                                        ANLAGE 8
                             BERECHNUNG DER EMITTIERTEN SCHADSTOFFMENGEN
           Die emittierten Schadstoffmengen werden mit nachstehender Gleichung berechnet:
                                          M, - 0.43 %*£         + 0.57       f^
            dabei bedeuten:
            M|     = emittierte Schadstoffmenge in g/Prüfung,
            MicT   = emittierte Schadstoffmenge i in g während der ersten Phase (transient kalt),
            MjHT = emittierte Schadstoffmenge i in g in der letzten Phase (transient warm),
            Mis    = emittierte Schadstoffmenge i in g während der zweiten Phase (stabilisiert),
            ScT    = während der ersten Phase zurückgelegte Strecke (in km),
 ---pagebreak--- 26. 9. 85                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 245/23
              SHT    = während der letzten Phase zurückgelegte Strecke (in km),
              Ss     = in der zweiten Phase zurückgelegte Strecke (in km).
              Die emittierten Schadstoffmengen werden nach folgender Formel berechnet:
                                                 Mi = Vmix x Qi x kH x Cj x lO-o
              dabei bedeuten:
              Mi     = emittierte Schadstoffmenge i in g/Phase,
              Vmix = verdünnte Abgasmenge in 1/Phase, korrigiert nach Standardbedingungen (273.2 K und
                         101.33 kPa),
              Qi     = Dichte des Schadstoffes i in g/1 bei Normaltemperatur und -druck (273.2 K und 101,33 kPa),
              kH     = Feuchtigkeitskorrekturfaktor für die Berechnung der emittierten Stickoxydmengen (bei HC
                         und CO gibt es keine Feuchtekorrektur),
              Ci     = Konzentration des Schadstoffes i in den verdünnten Abgasen, ausgedrückt in ppm und korri-
                         giert durch die Schadstoffkonzentration i in der Verdünnungsluft.
              1.    VOLUMENBESTIMMUNG
              1.2.  Wie 1.1 bis 1.3 in Anlage 8 von Anhang III (jedoch ist „Prüfung" durch „Phase" zu ersetzen).
              1.3.
              2.    BERECHNUNG DER KORRIGIERTEN KONZENTRATION VON SCHADSTOFFEN
                    IM AUFFANGBEUTEL
                    Wie 2 in Anlage 8 zu Anhang III.
                    BESTIMMUNG DES FEUCHTEKORREKTURFAKTORS FÜR NO
                    Wie 3 in Anlage 8 zu Anhang III.
              4.    HC-MESSUNGEN FÜR DIESELMOTOREN
              4.1.  Wie 4.3 in Anlage 8 zu Anhang III.
                     Vorschlag für eine Richlinie des Rates über das Einbringen von Abfällen ins Meer
                                                       KOM(85) 373 endg.
                                  (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 13. August 1985)
                                                          (85/C 245/02)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                               In diesem Programm wird insbesondere hervorgeho-
GEMEINSCHAFTEN —                                                       ben, daß in Anbetracht der wichtigen Rolle des Meeres
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-                      für den Prozeß der Erhaltung und Weiterentwicklung
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf die                   der Arten sowie angesichts der Bedeutung der See-
Artikel 100 und 235,                                                   schifffahrt und des Seetransports für die harmonische
                                                                       wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinschaft das Pro-
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                       blem der Meeresverschmutzung die Gemeinschaft
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                        angeht.
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                     Das Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaf-
schusses,                                                              ten für den Umweltschutz sieht eine Aktion vor, um
in Erwägung nachstehender Gründe:                                      das absichtliche Einbringen von Abfällen ins Meer zu
                                                                       kontrollieren.
Der Rat der Europäischen Gemeinschaften und die im
Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitglied-                Der Europäische Rat hat auf seiner Tagung vom 7.
staaten haben am 22. November 1973 (>) eine Erklä-                     und 8. April 1978 in Kopenhagen die Auffassung ver-
rung abgegeben, in der die Durchführung eines                          treten, daß die Gemeinschaft die Verhütung und
Aktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaften                       Bekämpfung der Meeresverschmutzung zu einem wich-
für den Umweltschutz vorgesehen ist.                                   tigen Ziel machen sollte; er ersuchte den Rat und die
In den Entschließungen des Rates und der im Rat ver-                   Mitgliedstaaten, auf Vorschlag der Kommission im
einigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten                 Rahmen der Gemeinschaft geeignete Maßnahmen zu
vom 17. Mai 1977 (2) und vom 7. Februar 1983 (3)                       treffen und in den internationalen Gremien, die für die
wurde dieses Aktionsprogramm für die Jahre 1977 bis                    Durchführung wirksamer Maßnahmen zur Bekämp-
1981 und 1982 bis 1986 verlängert und ergänzt.                         fung der Verschmutzung zuständig sind, jeweils einen
                                                                       gemeinsamen Standpunkt zu vertreten.
(')  ABl. Nr. C 112 vom 20. 12. 1973, S. 1.                            Der Schutz der Umwelt macht die Verhütung und die
O    ABl. Nr. C 139 vom 13. 6. 1977, S. 1.                             Verminderung der Meeresverschmutzung und Sicher-
O    ABl. Nr. C 46 vom 17. 2. 1983, S. 1.                              heitsmaßnahmen für die Umwelt gegen das absichtli-