CELEX: 51989PC0307(02)
Language: de
Date: 1989-06-19
Title: VORSCHLAG FUER EINE VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES UEBER DEN ABSCHLUSS DES PROTOKOLLS ZUR FESTLEGUNG DER FISCHEREIRECHTE UND DES FINANZIELLEN AUSGLEICHS NACH DEM ABKOMMEN ZWISCHEN DER EUROPAEISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT UND DER REGIERUNG DER VOLKSREPUBLIK ANGOLA UEBER DIE FISCHEREI VOR DER KUESTE ANGOLAS FUER DIE ZEIT VOM 3. MAI 1989 BIS ZUM 2. MAI 1990

21. 8. 89                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 214/9
              Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates über den Abschluß des Protokolls zur Festlegung
              der Fischereirechte und des finanziellen Ausgleichs nach dem Abkommen zwischen der
              Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Volksrepublik Angola über die
                    Fischerei vor der Küste Angolas für die Zeit vom 3. Mai 1989 bis zum 2. Mai 1990
                                                     KOM(89) 307 endg.
                                       (Von der Kommission   vorgelegt am 19. Juni 1989)
                                                         (89/C 214/02)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43,                                       Artikel 1
auf Vorschlag der Kommission,                                      Das Protokoll zur Festlegung der Fischereirechte und des
                                                                   finanziellen Ausgleichs nach dem Abkommen zwischen der
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                    Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung
in Erwägung nachstehender Gründe:                                  der Volksrepublik Angola über die Fischerei vor der Küste
                                                                   Angolas für die Zeit vom 3. Mai 1989 bis zum 2. Mai 1990
Wie in dem am 1. Februar 1989 in Luanda unterzeichneten            wird im Namen der Gemeinschaft genehmigt.
Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft und der Regierung der Volksrepublik Angola            Der Wortlaut des Protokolls ist dieser Verordnung
über die Fischerei vor der Küste Angolas (*) vorgesehen,           beigefügt.
haben die beiden Parteien darüber verhandelt, welche
Änderungen oder Zusätze am Ende des Anwendungszeit-                                         Artikel 2
raums des ersten Protokolls in dieses Abkommen aufge-
nommen werden sollen.                                              Der Präsident des Rates ist ermächtigt, die Personen zu
                                                                   benennen, die befugt sind, das Protokoll im Namen der
Im Anschluß an diese Verhandlungen wurde am 10. Mai                Gemeinschaft zu unterzeichnen.
1989 ein neues Protokoll zur Festlegung der Fischereirechte
und des finanziellen Ausgleichs nach dem genannten
Abkommen für die Zeit vom 3. Mai 1989 bis zum 2. Mai                                        Artikel 3
1990 paraphiert.
                                                                   Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer
Die Genehmigung dieses Protokolls liegt im Interesse der           Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemein-
Gemeinschaft —                                                     schaften in Kraft.
                                                                   Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und
(!) ABl. Nr. L 341 vom 3. 12. 1987, S. 1.                          gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
 ---pagebreak--- Nr. C 214/10                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            21. 8. 89
                                                     PROTOKOLL
                zur Festlegung der Fischereirechte und des finanziellen Ausgleichs nach dem Abkommen
               zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Volksrepublik
                Angola über die Fischerei vor der Küste Angolas für die Zeit vom 3. Mai 1989 bis zum
                                                      2. Mai 1990
            DIE PARTEIEN ZU DIESEM PROTOKOLL —
            gestützt auf das am 1. Februar 1989 unterzeichnete Abkommen zwischen der Europäischen
            Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Volksrepublik Angola über die Fischerei vor der
            Küste Angolas —
            SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN
                                                        Artikel 1
           Vom 3. Mai 1989 an kann die Fischereitätigkeit gemäß Artikel 2 des Abkommens für einen
           Zeitraum von einem Jahr im folgenden Rahmen ausgeübt werden:
            1. Garnelenfänger:
               — im Monat Mai 1989: 39 Schiffe ( ± 12 000 BRT)
               — für die Zeit vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 1989: 29 Schiffe ( ± 8 950 BRT)
               — für die Zeit vom 1. Januar bis zum 2. Mai 1990: 22 Schiffe ( ± 6 800 BRT)
               Die von den Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft gefangenen Mengen dürfen jährlich 5 000
               tonnen Garnelen, davon 30 % rote Garnelen und 70 % graue Garnelen, nicht überschreiten.
           2. Hochsee-Thunfischfroster: 28 Schiffe
           3. Versuchsfischerei:
               a) Grundschleppnetzfischer: 1 200 BRT im Monat mit höchstens drei Schiffen
               b) Oberflächen-Langleinenfischer: zwei Schiffe mit höchstens 400 BRT im Monat
                                                       Artikel 2
           (1) Der in Artikel 7 des Abkommens genannte finanzielle Ausgleich wird für den in Artikel 1
           genannten Zeitraum auf 7 925 000 Ecu festgesetzt.
           (2)   Die Verwendung dieser Mittel unterliegt der ausschließlichen Zuständigkeit Angolas.
           (3) Eine Ausgleichszahlung in Höhe von 6 945 000 Ecu wird auf ein bei einem Finanzinstitut oder
          jeder anderen von Angola bezeichneten Stelle eröffnetes Konto überwiesen. Der Restbetrag von
           980 000 Ecu wird auf das Konto des Ministeriums für Fischerei überwiesen.
                                                       Artikel 3
          Die Gemeinschaft beteiligt sich ferner während des in Artikel 1 genannten Zeitraums mit einem
          Betrag von 400 000 Ecu an der Finanzierung von wissenschaftlichen und technischen Programmen
          Angolas (Ausrüstung, Infrastruktur, Seminare, Studien usw.). Dieser Betrag wird dem
          Forschungszentrum des Ministeriums für Fischerei bis spätestens 30. September 1989 zur
          Verfügung gestellt.
                                                       Artikel 4
          (1) Während des in Artikel 1 genannten Zeitraums beteiligt sich die Gemeinschaft mit einem
          Betrag in Höhe von 270 000 Ecu an der Ausbildung von Führungskräften in Angola. Verwendet
          wird dieser Betrag für die Finanzierung der Gehälter des ausländischen Lehrkörpers an der
          Seefahrtsschule Helder Neto in der Provinz Namibe.
          (2) Einen weiteren Betrag in Höhe von 390 000 Ecu stellt die Gemeinschaft Angola für Studien-
          und Ausbildungsstipendien in den verschiedenen wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftli-
 ---pagebreak--- 21. 8. 89                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 214/11
          chen Fachrichtungen, die den Fischereisektor betreffen, in Einrichtungen der Mitgliedstaaten der
          Gemeinschaft oder der AKP-Staaten zur Verfügung. 15 % dieses Betrags können auf Antrag der
          Behörden Angolas dazu verwendet werden, die Kosten für die Teilnahme an internationalen
          Konferenzen oder fischereibezogenen Praktika oder Lehrgängen zu decken. Die Zahlung dieses
          Betrags erfolgt je nach Verwendung.
          (3) Die Gemeinschaft übersendet der angolanischen Partei binnen drei Monaten nach
          Unterzeichnung dieses Protokolls ein Verzeichnis der höheren Schulen und Hochschulen aller
          Mitgliedstaaten im Bereich der Fischerei sowie deren Zulassungsbedingungen.
                                                           Artikel 5
          Nimmt die Gemeinschaft die in Artikel 2 und 3 vorgesehenen Zahlungen nicht innerhalb der
          vorgeschriebenen Fristen vor, so kann dies zur Aussetzung des Abkommens führen.
                                                           Artikel 6
          Der Anhang des Abkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der
          Regierung der Volksrepublik Angola über die Fischerei vor der Küste Angolas wird aufgehoben
          und durch den vorliegenden Anhang ersetzt.
                                                           Artikel 7
          Dieses Protokoll tritt am Tage seiner Unterzeichnung in Kraft. Es gilt mit Wirkung vom 3. Mai
          1989.
                                                           ANHANG
            Bedingungen für die Ausübung der Fischereitätigkeit durch Schiffe der Gemeinschaft in den Gewässern
                                                            Angolas
                                 A. BEANTRAGUNG UND AUSSTELLUNG DER LIZENZEN
          Für die Beantragung und Ausstellung der Lizenzen, die die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft zur Ausübung
          des Fischfangs in den Gewässern Angolas berechtigen, gilt folgendes Verfahren:
          a) Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften reicht über ihren Vertreter in Angola mindestens
              15 Tage vor Beginn der beantragten Geltungsdauer einen Antrag des Reeders für jedes Schiff, dessen
              Fischereitätigkeit unter diesem Abkommen geplant ist, bei der Fischereibehörde Angolas ein. Der Antrag
              erfolgt auf den von Angola für diesen Zweck bereitgestellten Formblättern, von denen in den Anlagen 1 und
              2 jeweils ein Muster beigefügt ist. Jedem Lizenzantrag ist ein Zahlungsbeleg beizufügen.
          b) Die Lizenz wird dem Reeder jeweils für ein bestimmtes Fischereifahrzeug erteilt. Auf Antrag der
              Kommission der Europäischen Gemeinschaften wird die Lizenz eines Fischereifahrzeugs im Falle
              nachgewiesener höherer Gewalt durch eine Lizenz für ein anderes Fischereifahrzeug der Gemeinschaft
              ersetzt.
          c) Die Lizenzen werden von den Behörden Angolas dem Kapitän des Fischereifahrzeugs im Hafen Luanda
              nach Inspektion des Fahrzeugs durch die zuständige Behörde ausgehändigt. Bei Thunfischfängern und
              Oberflächen-Langleinenfischern jedoch werden die Lizenzen dem Reeder oder dessen Vertretung bzw.
              Agentur ausgehändigt.
          d) Der Vertreter der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Angola erhält von der Fischereibehörde
              Angola Meldung der erteilten Lizenzen.
          e) Die Lizens muß jederzeit an Bord mitgeführt werden.
          f) Mit Ausnahme von 7 Lizenzen für Garnelenfänger mit einer Laufzeit von 8 Monaten gelten die Lizenzen für
              die Dauer eines Jahres.
          g) Jedes Fischereifahrzeug ist durch einen vom Ministerium für Fischerei zugelassenen Agenten zu vertreten.
 ---pagebreak--- Nr. C 214/12                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       21. 8. 89
            h) Die Behörden Angolas teilen vor Inkrafttreten des Abkommens die Einzelheiten für die Zahlung der
                 Lizenzgebühren mit, insbesondere die gewünschten Konten und Währungen.
                                                       B. LIZENZGEBÜHREN
           I. Bestimmungen für      Garnelenfänger
           Die monatlichen Lizenzgebühren sind auf 24 Ecu je Bruttoregistertonne festgesetzt.
           II. Bestimmungen für Thunfischfänger      und     Oberflächen-Langleinenfischer
           Die Lizenzgebühren sind auf 20 Ecu je in der Fischereizone Angolas gefangene Tonne festgesetzt.
           Die Lizenzen werden ausgestellt, nachdem an Angola als Vorschuß pro Jahr für jeden Hochsee-
           Thunfischfroster eine Pauschalsumme von 4 000 Ecu (dies entspricht den Gebühren für 200 Tonnen pro Jahr in
           den Gewässern Angolas gefangenen Thunfisch) und für jeden Oberflächen-Langleinenfischer eine
           Pauschalsumme von 2 000 Ecu (dies entspricht den Gebühren für den Fang von 100 Tonnen Schwertfisch pro
           Jahr in den Gewässern Angolas) gezahlt worden ist.
           Am Ende eines jeden Kalenderjahres erfolgt seitens der Kommission der Europäischen Gemeinschaften auf der
           Grundlage der Fangmeldungen der Reeder, die diese gleichzeitig den Behörden Angolas und der Kommission
           der Europäischen Gemeinschaften übermitteln, eine vorläufige Abrechnung über die in dem Fischwirtschafts-
           jahr fälligen Gebühren. Den entsprechenden Betrag entrichten die Reeder bis spätestens 31. März des
           darauffolgenden Jahres an Angola.
           Die Kommission erstellt die endgültige Abrechnung über die fälligen Gebühren nach Überprüfung der Menge
           eines jeden Fanges durch eine in dem Gebiet ansässige, spezialisierte wissenschaftliche Stelle. Die
           Endabrechnung wird den Behörden Angolas und den Reedern mitgeteilt, welche über eine Frist von 30 Tagen
           verfügen, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
           Liegt die endgültige Gebührenabrechnung unter dem als Vorschuß geleisteten Betrag, so wird der
           entsprechende Differenzbetrag nicht erstattet.
           III. Bestimmungen für      Grundschleppnetzfischer
           Die jährlichen Fanggebühren sind auf 165 Ecu je Bruttoregistertonne festgesetzt.
                                                             C. BEIFÄNGE
           Durch Anhebung des finanziellen Ausgleichs sind die Beifänge beim Garnelenfang vom Besitz der Behörden
           Angolas in den Besitz der Reeder übergegangen.
           Die Garnelenfänger sind berechigt, Krabben bis zu einer Menge von 500 Tonnen zu fangen.
           Den Langleinenfischern ist es untersagt, Fänge wieder über Bord zu geben. Der Kapitän vermerkt jeden Beifang
           borgfältig auf dem Angabenblatt zur Meldung der Fänge.
                                                           D. UMLADUNG
           Alle Umladungen werden den zuständigen Fischereibehörden Angolas 8 Tage im voraus mitgeteilt, um es diesen
           Behörden zu ermöglichen, den Vorgang zu kontrollieren.
           Die Umladungen finden in Anwesenheit der Steuerbehörden Angolas in einer der Buchten von Luanda/Lobito
           statt.
           Eine Abschrift der Umladungsunterlagen wird der Abteilung für Kontrollen und Überwachung des
           Ministeriums für Fischerei 15 Tage vor Ende eines jeden Monats für den Vormonat übermittelt.
                                                    E. MELDUNG DER FÄNGE
           1. Garnelenfänger und       Grundschleppnetzfischer
           a) Diese Fischereifahrzeuge sind verpflichtet, der Abteilung für Kontrollen und Überwachung des
                Ministeriums für Fischerei am Ende einer jeden Fangreise über die Delegation der Europäischen
                Gemeinschaften in Luanda eine Zusammenstellung der täglichen Fänge zu übermitteln, die der Kapitän
                nach dem Muster in Anlage 3 vornimmt.
                Ferner ist dem Ministerium für Fischerei für jedes Fahrzeug eine monatliche Meldung über die im Laufe des
                Monats getätigten Fänge und die am letzten Tag des Monats an Bord befindlichen Mengen zu machen.
                Diese Meldung ist spätestens am 25. Tag nach Ablauf des betreffenden Monats vorzulegen. Angola behält
                sich das Recht vor, bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung die Sanktionen gemäß Artikel 12 des Dekrets
                Nr. 12-A/80 vom 6. Februar 1980 anzuwenden.
 ---pagebreak--- 21. 8. 89                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 214/13
          b) Die Fischereifahrzeuge sind zum anderen verpflichtet, der Funkstation der Abteilung für Kontrollen und
              Überwachung des Ministeriums für Fischerei oder im Verhinderungsfalle über Radio Luanda täglich ihre
              Position und die Fangmengen des Vortages mitzuteilen.
              Das Rufzeichen wird den Reedern bei der Erteilung der Fanglizenz mitgeteilt. Diese Fahrzeuge dürfen die
              Fischereizone Angolas nur mit vorheriger Genehmigung der Abteilung für Kontrollen und Überwachung
              des Ministeriums für Fischerei und nach Überprüfung der an Bord befindlichen Fänge verlassen.
          2. Thunfischfänger   und     Oberflächen-Langleinenfischer
          Während ihrer Fangtätigkeit in der Fischereizone Angolas teilen diese Fahrzeuge der Funkstation der Abteilung
          für Kontrollen und Überwachung des Ministeriums für Fischerei oder im Verhinderungsfall über Radio Luanda
          alle drei Tage ihre Position und ihre Fangmengen mit. Auch bei Einlaufen in die Gewässer Angolas oder
          Auslaufen aus diesen Gewässern teilen die Thunfischerfänger der Funkstation der Abteilung für Kontrollen und
          Überwachung des Ministeriums für Fischerei oder im Verhinderungsfall über Radio Luanda ihre Position und
          die an Bord befindlichen Fangmengen mit.
          Ferner führt der Kapitän für jeden Fangaufenthalt in der Fischereizone Angolas ein Fischerei-Logbuch gemäß
          Anlage 4.
          Das Formblatt ist leserlich auszufüllen, vom Kapitän des Fischereifahrzeugs zu unterzeichnen und der Abteilung
          für Kontrollen und Überwachung des Ministeriums für Fischerei über die Delegationen der Europäischen
          Gemeinschaften in Luanda binnen 45 Tagen nach Beendigung der Fangtätigkeit in der Fischereizone Angolas
          zuzustellen. Angola behält sich das Recht vor, bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung die Sanktionen gemäß
          Artikel 12 des Dekrets Nr. 12-A/80 vom 6. Februar 1980 anzuwenden.
                                                      F. FISCHEREIZONEN
          a) Die den Garnelenfischern zugänglichen Fischereizonen umfassen sämtliche Gewässer unter der Hoheit oder
              Gerichtsbarkeit der Volksrepublik Angola nördlich von 12° 20' und außerhalb der 12-Seemeilen-Zone,
              gemessen von den Basislinien.
          b) Die den Thunfischfängern und Grundschleppnetzfischern zugänglichen Fischereizonen umfassen alle
              Gewässer unter der Hoheit oder der Gerichtsbarkeit der Volksrepublik Angola außerhalb der 12-Seemeilen-
              Zone, gemessen von den Basislinien.
          c) Die den Oberflächen-Langleinenfischern zugänglichen Fischereizonen umfassen alle Gewässer unter der
              Hoheit oder der Gerichtsbarkeit der Volksrepublik Angola außerhalb der 50-Seemeilen-Zone, gemessen
              von den Basislinien.
                                              G. ANHEUERUNG VON SEELEUTEN
          Jeder Reeder, dem im Rahmen dieses Abkommens eine Fanglizenz erteilt worden ist, unterstützt die praktische
          Berufsausbildung von zwei angolanischen Seeleuten an Bord eines jeden Fischereifahrzeugs, mit Ausnahme von
          Hochsee-Thunfischfrostern.
          Die nach angolesischen Tarifen festgesetzten Löhne dieser Seeleute und jede andere Form der Vergütung
          werden vom Reeder getragen und auf ein bei einem vom Ministerium für Fischerei bezeichneten Finanzinstitut
          eröffnetes Konto überwiesen.
          Falls die Reeder weitere Besatzungsmitglieder mit angolesischer Staatsangehörigkeit anheuern möchten, so
          können sie dies über das Ministerium für Fischerei tun.
                                            H. WISSENSCHAFTLICHE BEOBACHTER
          Jedes Fischereifahrzeug kann aufgefordert werden, einen vom Ministerium für Fischerei bestellten und
          bezahlten Wissenschaftler an Bord aufzunehmen.
          Während seines Aufenthalts an Bord ist dieser wissenschaftlicher Beobachter den Schiffsoffizieren
          gleichgestellt; dies gilt, soweit wie möglich, auch für seine Unterbringung. Der Beobachter kann jede zur
          Erfüllung seiner Aufgaben erforderliche Mitwirkung erwarten. Das Anbordnehmen des Beobachters und
          dessen Arbeit dürfen die Fangeinsätze weder unterbrechen noch behindern.
 ---pagebreak--- Nr. C 214/14                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          21. 8. 89
           Zur Erstattung der Unkosten, die Angola durch die Anwesenheit von Beobachtern an Bord der
           Fischereifahrzeuge entstehen, ist für jedes Schiff, das seine Fangtätigkeit in den Gewässern Angolas ausübt, ein
           Betrag von 4 Ecu/BRT/Jahr in die Gebühren zu Lasten der Reeder aufgenommen.
                                            I. KONTROLLEN UND ÜBERWACHUNG
           Auf Anfrage der angolesischen Behörden gestatten die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft jedem mit
           Kontrollen und mit der Überwachung der Fischereitätigkeit beauftragten Beamten Angolas, an Bord zu
           kommen, und unterstützen ihn bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben.
           Diese Beamten halten sich nicht länger an Bord auf, als zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist.
                   J. TREIBSTOFFVERSORGUNG, REPARATUREN UND ANDERE DIENSTLEISTUNGEN
           Alle Fischereifahrzeuge, Thunfischfänger ausgenommen, die im Rahmen dieses Abkommens in den Gewässern
           Angolas Fischfang betreiben, müssen ihre Treibstoff- und Wasservorräte in Angola an Bord nehmen sowie
           Schiffsreparaturen und -Wartungsarbeiten in Angola durchführen lassen, falls dies möglich ist und Angola über
           die für diese Dienstleistungen erforderlichen Kapazitäten verfügt.
           Vorbehaltlich derselben Voraussetzungen muß die Beförderung der Besatzung mit der nationalen
           Luftfahrtgesellschaft Angolas erfolgen.
           Ohne eine Genehmigung der Abteilung für Kontrollen und Überwachung des Ministeriums für Fischerei ist die
           Versorgung mit Treibstoff außerhalb der Reeden von Luanda oder Lobito untersagt.
                                                      K. MASCHENÖFFNUNG
           Die zu verwendende Mindestmaschenöffnung beträgt:
           a) Garnelenfang: 40 mm
           b) Grundfischfang: 60 mm
           Die Einführung einer neuen Maschenöffnung gilt für die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft erst ab dem
           sechsten Monat nach entsprechender Unterrichtung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften.
                                     L. VERFAHREN IM FALLE EINER DURCHSUCHUNG
           Die Delegation der Kommission in Luanda wird innerhalb von 48 Stunden benachrichtigt, wenn ein
           Fischereifahrzeug unter der Flagge eines Mitgliedstaats der Gemeinschaft innerhalb der ausschließlichen
           Wirtschaftszone Angolas angehalten und durchsucht wird, und erhält gleichzeitig einen kurzen Bericht über die
           Umstände und Gründe für diese Durchsuchung.
 ---pagebreak--- 2 1 . 8. 89                               A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften           Nr. C 214/15
                                                                      Anlage 1
                 Antrag auf Erteilung einer Fanglizenz für Garnelen und Grundfischarten in den Gewässern Angolas
                                                                       TEILA
              1. Name des Eigners/Reeders:
             2. Staatsangehörigkeit des Eigners Reeders:
             3. Firmenanschrift des Eigners/Reeders: ....
             4. Chemische Zusatzstoffe, die verwendet werden dürfen (Markenname und Zusammensetzung):
                                                                       TEILB
                                                 Für jedes Fischereifabrzeug             auszufüllen
             1. Gültigkeitsdauer:
             2. Name des Schiffes:
             3. Bauj ahr:
             4. Ursprünglicher Flaggenstaat:
             5. Derzeit geführte Flagge:
             6. Zeitpunkt der Übernahme der derzeitigen Flagge:
             7. Jahr des Erwerbs:
             8. Hafen und Registriernummer:
             9. Fangart:
            10. Bruttoregistertonnen:
            11. Funkrufzeichen:
            12. Länge über alles (m):
            13. Bug (m):
            14. Tiefe (m):
            15. Schiffskörperbaustoff:
            16. Motorleistung:
            17. Geschwindigkeit (Knoten):
            18. Kühlraumkapazität:
            19. Rauminhalt der Treibstofftanks (m 3 ):
            20. Rauminhalt der Fischladeräume (m 3 ):
            21. Farbe des Schiffskörpers:
            22. Farbe des Aufbaus:
 ---pagebreak--- Nr. C 214/16                              A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                                  2 1 . 8. 89
           23. Fernmeldeanlage an Bord:
                                                              Leistung                                             Frequenzen
                       Typ              Marke                                           Baujahr
                                                               (Watt)                                     Empfang           Übertragung
           24. Navigations- und Ortungsanlage:
                      Typ              Marke                   Modell                  Reichweite
           25. Name des Kapitäns:
           26. Staatsangehörigkeit des Kapitäns:
           Anlage:
           —    Drei Farbaufnahmen des Schiffes (Seitenansicht),
           —    Schematische Darstellung und genaue Beschreibung der verwendeten Fanggeräte,
           —    Schriftliche Vollmacht an den Vertreter des Eigners/Reeders zur Unterzeichnung dieses Antrags.
               (Datum der Antragstellung)                                       (Unterschrift des Vertreters des Eigners/Reeders)
 ---pagebreak--- 2 1 . 8. 89                              A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften        Nr. C 214/17
                                                                     Anlage 2
                    Antrag auf Erteilung einer Fanglizenz für Thun und Schwertfisch in den Gewässern Angolas
                                                                      TEIL A
             1. Name des Eigners/Reeders:
             2. Staatsangehörigheit des Eigners/Reeders:
             3. Firmenanschrift des Eigners/Reeders:
                                                                      TEILB
                                                Für jedes Fischereifahrzeug             auszufüllen
             1. Gültigkeitsdauer:
             2. Name des Schiffes:
             3. Bauj ahr:
             4. Ursprünglicher Flaggenstaat:
             5. Derzeit geführte Flagge:                                                           ,
             6. Zeitpunkt der Übernahme der derzeitigen Flagge:
             7. Jahr des Erwerbs:
             8. Hafen und Registriernummer:
             9. Fangart:
            10. Bruttoregistertonnen:
            11. Funkrufzeichen:
            12. Länge über alles (m):
            13. Bug (m):
            14. Tiefe (m): ...;
            15. Schiffskörperbaustoff:
            16. Motorleistung:
            17. Geschwindigkeit (Knoten):
            18. Kabinenkapazität:                                                                  ,
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            19. Rauminhalt der Treibstofftanks (m ):
            20. Rauminhalt der Fischladeräume (m 3 ):
            21. Gefrierleistung (Tonnen/24 Stunden) und verwendetes Gefriersystem:
            22. Farbe des Schiffskörpers:
            23. Farbe des Aufbaus:
 ---pagebreak--- Nr. C 214/18                              A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                                    2 1 . 8. 89
           24.   Fernmeldeanlage an Bord:
                                                                       Leistung                                      Frequenzen
                       Typ          Marke             Modell                               Baujahr
                                                                        (Watt)                               Empfang          Übertragung
           25.   Navigations- und Ortungsanlage:
                           Typ                    Marke                          Modell
           26.   Verwendete Hilfsschiffe (für jedes Fischereifahrzeug):
           26.1. Bruttoregistertonnen:
           26.2. Länge über alles (m):
           26.3. Bug (m):
           26.4. Tiefe (m):
           26.5. Schiffskörperbaustoff:
           26.6. Motorleistung:
           26.7. Geschwindigkeit (Knoten):
           27.   Antennenzusatzgeräte für die Fischortung (auch die nicht an Bord befindlichen):
           28.   Heimathafen:
           29.   Name des Kapitäns:
           30.   Staatsangehörigkeit des Kapitäns:
           Anlage:
          —     Drei Farbaufnahmen des Schiffes (Seitenansicht), der Hilfsfischereifahrzeuge und der Antennenzusatzge-
                räte für die Fischortung,
          —     Schematische Darstellung und genaue Beschreibung der verwendeten Fanggeräte,
          —     Schriftliche Vollmacht an den Vertreter des Eigners/Reeders zur Unterzeichnung dieses Antrags.
               (Datum der Antragstellung)                                       (Unterschrift des Vertreters des Eigners/Reeders)
 ---pagebreak---   21. 8. 89      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 214/19
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                                                                          (sa3Hio) s o a i n o
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