CELEX: 51992PC0430
Language: de
Date: 1992-11-11
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES über die von den Mitgliedstaaten zu liefernden statistischen Informationen über die pflanzlichen Erzeugnisse außer Getreide

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                       KOM(92) 430 endg.
                                        Brüssel, den 11 . November 1992
                        Vorschlag für eine
                    VERORDNUNG (EWG) DES RATES
         über die von den Mitgliedstaaten zu liefernden
        statistischen Informationen über die pflanzlichen
                    Erzeugnisse außer Getreide
                  (von der Kommission vorgelegt)
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                                         BEGRÜWDUNG
Betr.: Entwurf der Verordnung fEWG) des Rates über die Statistik der übrigen
pflanzlichen Erzeugnisse faußer Getreide).
Folgende wesentliche Gründe sprechen dafür, die Statistik der übrigen pflanzlichen
Erzeugnisse der Gemeinschaft auf eine formelle Grundlage zu stellen:
         der allgemeine Vorteil des Ersetzens von "Gentlemen's Agreements" durch
eine Rechtsvorschrift,          d.h. klare Verpflichtungen,      Gewährleistung     einer
angemessenen         Mittelausstattung,      Erleichterung   der  Planung,    rechtliche
Absicherung in den Mitgliedstaaten. Diese Vorteile gewinnen an Bedeutung, weil
andere Länder (EFTA, mittel- und osteuropäische Länder) sich dem EG-System
annähern oder dieses übernehmen wollen;
        der Schwerpunkt der aktuellen Landwirtschaftsstatistik liegt auf dem
Viehbestand. Durch die Süderweiterung der EG ist der Anteil der pflanzlichen
Erzeugung an der Gesamtproduktion gestiegen. Die 1990 verabschiedete
Verordnung des Rates über die Statistik der Getreideerzeugung 1) und dieser neue
Entwurf stellen das Gleichgewicht wieder her;
        der Einsatz von Statistiken der pflanzlichen Erzeugnisse beispielweise im
Rahmen der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die öffentliche
Besorgnis über betrügerische Inanspruchnahme des EAGFL machen es notwendiger
denn je, die Objektivität der EG-Statistiken zu steigern, die verwendeten Methodiken
transparenter       darzustellen       und   eine Mindestgenauigkeit    der    Resultate
sicherzustellen;
         die Einführung von Beihilfen je Hektar im Rahmen der GAP-Reform wird die
Bedeutung         von      zuverlässigen      Daten     über   Anbauflächen     (einschl.
Flächenstillegungen) weiter erhöhen.
Am 26. März 1990 erließ der Rat eine Verordnung über die Statistik der
Getreideerzeugung. Die vorgeschlagene neue Verordnung über die Statistik der
übrigen pflanzlichen Erzeugnisse wird ergänzend dazu Flächendaten für die übrigen
landwirtschaftlich genutzten Flächen und Zahlen zu den wichtigsten pflanzlichen
Erzeugnissen liefern. In der Regel müssen die Mitgliedstaaten keine neuen
Statistiken erstellen, sondern die vorhandenen Datenströme harmonisieren und
verbessern.Im Verordnungsentwurf werden die zu liefernden Daten definiert, Fristen
für die Datenübermittlung festgelegt und bestimmt, wie präzise die Daten zu sein
haben, damit Objektivität und Repräsentativität der Angaben sichergestellt werden
können.
Der Verordnungsentwurf genügt vollkommen den Prinzipien, nach denen das
europäische statistische System organisiert wurde; Für Datensammlung und
Datenaufbereitung sowie Organisation der Erhebung auf nationaler Ebene sind die
statistischen Dienste der Mitgliedstaaten zuständig; die Kommission stellt die
Sammlung, Koordination und Harmonisierung statistischer Informationen auf
europäischer Ebene sicher und sorgt für die harmonisierten Methodologien, die für
die Durchführung der Gemeinschaftspolitiken notwendig sind.
Die relative Bedeutung der pflanzlichen Erzeugnisse in den einzelnen Ländern wird
im Entwurf berücksichtigt, um so sicherzustellen, daß sich die Bemühungen auf
wichtige Bereiche konzentrieren, die Arbeiten sowohl von nationalem als auch
gemeinschaftlichem Interesse sind und damit die knappen Mittel sowohl der
Mitgliedstaaten als auch der Kommission optimal eingesetzt werden.
1)   Abi. Nr. L88 vom 3.4.1990, S. 1
 ---pagebreak--- V e r o r d n u n g (EWG) Nr        / 9 2 des R a t e s v o m . . . 1 9 9 2
über die von den Mitgliedstaaten zu liefernden statistischen Informationen über die
pflanzlichen Erzeugnisse außer Getreide^*'
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur G r ü n d u n g der E u r o p ä i s c h e n         Wirtschaftsgemeinschaft,
insbesondere Artikel 4 3 .
auf Vorschlag der Kommission &'
n a c h Stellungnahme des Europäischen Parlaments ^)
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Kommission benötigt zur Erfüllung der Aufgaben, die ihr durch den Vertrag und die
Verordnungen zur gemeinsamen Agrarpolitik                               übertragen   sind,        zuverlässige,
vergleichbare und aktuelle Angaben ü b e r Anbauflächen. Erträge und Produktion
pflanzlicher Erzeugnisse außer Getreide, die mittels objektiver Methoden gewonnen
werden.
E s ist sinnvoll, der Bedeutung des Bereichs der pflanzlichen Erzeugung außer Getreide
für die Organisation und Verwaltung der Agrarmärkte d a d u r c h Rechnung zu tragen,
d a ß die in diesem Bereich erforderlichen statistischen E r h e b u n g e n in z u n e h m e n d e m
Maße a n h a n d einer gemeinschaftlichen Regelung durchgeführt werden.
E s k a n n auf langjährige Erfahrungen der statistischen Dienste bei den Erhebungen
zurückgegriffen werden.
In der vorliegenden Verordnung sollen die zu liefernden statistischen Daten definiert,
die bei den Flächenangaben einzuhaltende Genauigkeit angegeben und für die
Bereitstellung zusätzlicher für die Bewertung von Produktionsdaten benötigter
technischer Informationen gesorgt werden: ferner sollen die Objektivität u n d
Repräsentativität der Erhebungen ü b e r Anbauflächen u n d Erzeugung durch
Einführung eines umfassenden E r f a h r u n g s a u s t a u s c h e s in Form von Sitzungen u n d
Berichten sichergestellt und die einzuhaltenden Fristen bestimmt werden.
F ü r pflanzliche Erzeugnisse a u ß e r Getreide ist a u c h die Übermittlung jährlicher
regionaler Angaben erforderlich.
E s scheint sinnvoll, daß die Kommission n a c h drei J a h r e n Erfahrung bei der
Anwendung dieser Verordnung einen Bericht vorlegt, der erforderlichenfalls Vorschläge
für die Verbesserung der staUstischen E r h e b u n g e n enthält.
Da während einer Übergangsperiode zusätzliche Arbeiten bei den Mitgliedstaaten
anfallen, die durch Änderungen der statistischen Methoden bedingt sind, ist ein
Finanzbeitrag der Gemeinschaft notwendig.
Während die Datensammlung und Datenaufbereitung sowie die Organisation der
 E r h e b u n g auf nationaler Ebene in der Zuständigkeit der statistischen Dienste der
Mitgliedstaaten verbleiben sollte, hat die Kommission die S a m m l u n g . Koordination u n d
Harmonisierung statistischer Informationen auf europäischer Ebene sicherzustellen
 u n d für die harmonisierten Methodologien zu sorgen, die für die Durchführung der
 Gemeinschaftspolitiken notwendig sind
             Daten über Getreide und Reis wurden bereits tn der Verordnung (EWG) Nr. 8 3 7 / 9 0 des Fiâtes vom
             26. März 1990 behandelt
 (21
 (31
 ---pagebreak--- Um die Durchführung dieser Verordnung zu erleichtern, ist weiterhin eine enge
Z u s a m m e n a r b e i t zwischen den Mitgliedstaaten u n d der Kommission erforderlich, die
insbesondere über den d u r c h den B e s c h l u s s 7 2 / 2 7 9 / E W G ( 1 > eingesetzten Ständigen
Agrarstatistischen Ausschluss erfolgen sollte -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
TEIL 1: Ziele
Artikel 1
Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften,
n a c h s t e h e n d Kommission g e n a n n t , e n t s p r e c h e n d d e n Artikeln 2 u n d 6 jährliche Daten
ü b e r die Erzeugung und die Anbaufläche pflanzlicher Erzeugnisse a u ß e r Getreide
TEIL II: Auf nationaler Ebene zu liefernde D a t e n
Artikel 2
1.           Ackerland: G e m ä ß den Definitionen von A n h a n g I w e r d e n jährliche Daten über
             Hauptanbauflächen und Nebenanbauflächen für alle in A n h a n g II aufgeführten
             Arten der Nutzung von Ackerland geliefert. Nur die in A n h a n g IX g e n a n n t e n
             Mitgliedstaaten sind verpflichtet. Nebenanbauflächen in einer jährlichen
             Erhebung zu erfassen und die entsprechenden Daten zu übermitteln.
2.           Sonstige Anbauflächen: Zusätzlich liefern die Mitgliedstaaten g e m ä ß Anhang II
             Abschnitt K. L. M bzw. N Daten über Hauptanbauflächen für Dauergrünland.
             Dauerkulturen und sonstige Anbauflächen. Diese Angaben k ö n n e n vollständig
             oder zum Teil a u s Fernerkundung oder anderen Quellen als den in Artikel 3.
             Absatz 1 genannten statistischen Erhebungen stammen, wobei diese Quellen
             nicht unbedingt jährliche Erhebungen sein m ü s s e n .
3.           Erzeugung/Ertrag: Jeder Mitgliedstaat liefert außerdem Jährliche Daten über
                                  den durchschnittlichen Ertrag (lOOkg/ha) und
                                  die geemtete Erzeugung (1000t)
             für Jedes der in Anhang III aufgeführten pflanzlichen Erzeugnisse.
4.           Flächen von geringer Bedeutung: Angaben über die in Anhang VIII genannten
             Flächen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten nur von geringer Bedeutung sind,
             können auch a u s Datenquellen s t a m m e n , die den Anforderungen dieser
             Verordnung nur teilweise entsprechen.
TEIL III: Methoden und technische Einzelheiten
Artikel 3
1.           Für die in Anhang II aufgeführten Arten der Nutzung des Ackerlandes werden in
             allen Mitgliedstaaten Daten über die Hauptanbaufläche anhand Jährlicher
             statistischer Erhebungen ermittelt, die als Vollerhebungen oder repräsentative
             Teilerhebungen durchgeführt werden. Diese Erhebung kann außer dem
             Ackerland auch die anderen landwirtschaftlichen Nutzflächen erfassen.
2.           Nach Zustimmung durch die Kommission können die Mitgliedstaaten jedoch
             zum Teil administrative Quellen als Ersatz für die im Rahmen der
             obengenannten Jährlichen statistischen Erhebungen (Artikel 3 . Absatz 1)
             erhaltenen Daten über Ackerland verwenden.
3             In den Fällen, in denen für ein bestimmtes Jahr weder statistische Erhebungen
              über       Dauerkulturen.      Dauergrünland                  und    andere      landwirtschaftliche
<>>     A B L Nr. L I 79 vom 7 8 1972. S I
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        Nutzflächen (gernäß Anhang II Abschnitte K. L. M und N) noch Jährliche
        Schätzungen        a u s gemeinschaftlichen            Quellen         über    Änderungen      der
        Bodennutzung in diesen Kategorien vorliegen, s t e h t es den Mitgliedstaaten frei,
        für d a s betreffende J a h r Schätzwerte zu d e n g e n a n n t e n Kategorien zu liefern.
4.      Die in Artikel 3. Absatz 1 g e n a n n t e E r h e b u n g ist mit statistisch a n e r k a n n t e n
        Methoden durchzuführen, die d e n in diesem Teil festgelegten Anforderungen an
        Qualität. Objektivität und Zuverlässigkeit g e n ü g e n .
5.      Die Mitgliedstaalen k ö n n e n u n t e r B e r ü c k s i c h t i g u n g der in Anhang I
        aufgeführten Definitionen zwischen zwei verschiedenen methodischen Ansätzen
        für die Bodennutzungserhebung wählen:
        Entweder
        sie verwenden den "Echtzeit'-Ansatz mit Bezug auf die Hauptanbaufläche zum
        Zeitpunkt der Erhebung u n d s p ä t e r folgenden zusätzlichen Angaben über
        Nebenanbauflächen.
        oder
        sie f führen am Ende der Anbauperiode eine "ex-post"-Analyse der Bodennutzung
        (unter Berücksichtigung von H a u p t - u n d Nebenanbauflächen in ein und
        derselben Erhebung) d u r c h .
6.      Für die Erfüllung der in diesem Teil v o r g e s e h e n e n Anforderungen können gemäß
        Artikel 8 Absatz 3 Übergangsregelungen vereinbart werden.
Artikel 4
1.      Stichprobenerhebungen der H a u p t a n b a u f l ä c h e n sind so anzulegen, d a ß sie für
        mindestens 9 5 % des g e s a m t e n für d e n A n b a u pflanzlicher Erzeugnisse a u ß e r
        Getreide genutzen Ackerlands repräsentativ sind.
        Die Zahlen über die H a u p t a n b a u f l ä c h e n s i n d d u r c h eine Schätzung für die
        verbleibende Anbaufläche von Ackerland pflanzlicher Erzeugnisse a u ß e r
        Getreide zu ergänzen, die auf der G r u n d l a g e von D a t e n a u s anderen Quellen
        vorzunehmen ist.
2.      Erhebungen        über     Dauerkulturen.           Dauergrünland           und   andere     Teile
        landwirtschaftlicher Nutzflächen a u ß e r Ackerland sollten so repräsentativ wie
        möglich sein. Unter D a u e r g r ü n l a n d fallen a u c h die Teile der landwirtschafltiche
        Nutzfläche außerhalb landwirtschaftlicher Betriebe.
3.      Die Stichprobenerhebungen ü b e r d a s H a u p t a n b a u f l ä c h e n a n Ackerland sind so
        anzulegen, daß in allen Mitgliedstaaten und für die einzelnen Gruppen der in
        Anhang IV aufgeführten H a u p t a n b a u f l ä c h e n z u m i n d e s t eines der beiden
        folgenden Kriterien erfüllt wird:
        i)        Der in Anhang IV               angegebene        Variationskoeffizient     darf    nicht
                  überschritten werden.
        ii)       Der in Anhang IV angegebene Standardfehler darf nicht überschritten
                  werden.
4.      Die Genauigkeitsanforderungen für die S c h ä t z u n g e n bezüglich der Flächen mit
        Dauerkulturen. Dauergrünland u n d a n d e r e n Teilen                       landwirtschaftlicher
        Nutzflächen außer Ackerland werden n a c h d e m Verfahren des Artikels 11
        festgelegt, nachdem die Mitgliedstaaten die in Artikel 8 Absatz 1 dieser
        Verordnung genannten Berichte a n die Kommision übermittelt haben.
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Artikel f>
1        Es werden Produktjons- oder E r t r a g s e r h e b u n g e n durchgeführt,         bei denen
         hinsichtlich       der Qualität. Objektivität               und    Zuverlässigkeit   statistisch
         anerkannte Methoden a n z u w e n d e n sind.
2.       Nach Zustimmung durch die Kommission k ö n n e n die Mitgliedstaaten jedoch
         zum Teil administrative Quellen als E r s a t z für die im Rahmen der
         obengenannten Produktions- oder E r t r a g s e r h e b u n g e n (Artikel 5. Absatz 1)
         erhaltenen Daten verwenden.
3.       Die Genauigkeitsanforderungen für die E r z e u g u n g s s c h ä t z u n g bezüglich der
         einzelnen in Anhang III aufgeführten pflanzlichen Erzeugnisse wird nach dem
         Verfahren des Artikels 12 festgelegt, n a c h d e m die Mitgliedstaaten die in Artikel 8
         Absatz 1 dieser Verordnung g e n a n n t e n Berichte a n die Kommission übermittelt
         haben.
4.       Über zusätzliche Daten, die für                       die weitere Standardisierung           von
         Erzeugungsschätzungen erforderlich sind, wird n a c h d e m Verfahren des Artikels
         12 entschieden, nachdem die Mitgliedstaaten die in Artikel 5 Absatz 2
         genannten Berichte an die Kommission übermittelt h a b e n .
TEIL rV: Auf regionaler Ebene zu liefernde Daten
Artikel 6
1.       Jährliche Daten über die Anbaufläche. Erträge u n d g e e m t e t e Erzeugung werden
         der Kommission auf den in A n h a n g VI festgelegten regionalen Ebenen fur die in
         Anhang V aufgeführten Erzeugnisse übermittelt.
         In den Fällen, in denen für ein b e s t i m m t e s J a h r keine regionalen Daten ü b e r
         Dauerkulturen. Dauergrünland u n d a n d e r e landwirtschaftliche Nutzflächen
         (gemäß Anhang II Abschnitte K. L. M u n d N) e r h o b e n werden, steht e s den
         Mitgliedstaaten frei, für d a s betreffende J a h r g e m ä ß A n h a n g V Schätzwerte zu
         diesen Kategorien der B o d e n n u t z u n g zu liefern.
2.       Regionale Daten über die in A n h a n g VIII festgelegten Flächen oder Kulturen von
         geringer Bedeutung m ü s s e n die Mitgliedstaaten nicht liefern.
3.       Die Mitgliedstaaten m ü s s e n für die einzelnen K u l t u r e n n u r Daten ü b e r die
         Anbauflächen und die g e e m t e t e P r o d u k t i o n d e r wichtigsten Regionen liefern.
         Daten m ü s s e n n u r für die g r ö ß t e n Regionen (nach Anbaufläche geordnet)
         übermittelt werden, die z u s a m m e n w e n i g s t e n s 8 0 % d e r gesamten Anbaufläche
         dieser Kultur a u s m a c h e n .
TEIL V: Übermittlungsfristen. E r f a h r u n g s a u s t a u s c h u n d Übergangsregelungen
Artikel 7
1.       Das Kalenderjahr, in dem mit der E r n t e b e g o n n e n wird, wird n a c h s t e h e n d
         "Emtejahr" genannt.
2.       Für die in Anhang II g e n a n n t e n Kategorien der B o d e n n u t z u n g liefern die
         Mitgliedstaaten der Kommission bis s p ä t e s t e n s 1. Oktober des E m t e j a h r e s
         vorläufige nationale Daten ü b e r die Anbauflächen. Endgültige Daten ü b e r diese
         Anbauflächen werden bis s p ä t e s t e n s 1. April d e s auf d a s Erntejahr folgenden
         J a h r e s mitgeteilt.
3.       Erste Schätzungen der nationalen Erträge u n d der nationalen Erzeugung für die
         in Anhang VII genannten Produkte w e r d e n i n n e r h a l b der in diesem A n h a n g
         festgelegten Fristen übermittelt. Vorläufige D a t e n ü b e r Erträge u n d Erzeugung
         der in Anhang III g e n a n n t e n Produkte w e r d e n bis s p ä t e s t e n s 15. April u n d
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        endgültige Zahlen bis spätestens     1. Oktober, jeweils im auf das Erntcjahr
        folgcndcn Jahr, mitgeteilt.
4       Bezichen sich die Daten über Erträge und Erzeugung               auf  revidierte
        Flächenangaben, so sind letztere ebenfalls zu übermitteln.
5.      Die in Artikel 6 genannten regionalen Daten werden zeitgleich mit den
        endgültigen Daten auf nationaler Ebene geliefert und müssen mit diesen
        vereinbar sein.
Artikel 8
1       Die Mitgliedstaaten legen der Kommission innerhalb von zwölf Monaten nach
        Inkrafttreten dieser Verordnung einen ausführlichen Bericht vor. der Aufschluß
        darüber gibt, auf welche Weise die Daten über die genutzte Fläche, das
        Ackerland und die Anbaufläche für die einzelnen Kulturen erstellt werden.
        Darüber hinaus erläutern die Mitgliedstaaten, wie Ertrag und Erzeugung in
        ihren Ländern und gegebenenfalls ihren Regionen ermittelt werden. Der Bericht
        muß Repräsentativität und Zuverlässigkeit der vorstehend genannten Daten
        enthalten. Um eine weitere Standardisierung dieser Produktionsmengen zu
        erreichen, sind femer, soweit vorhanden, zusätzliche Informationen über die
        Beschaffenheitsmerkmale der pflanzlichen Produkte erforderlich, die den
        Meldungen zugrunde gelegt wurden. Die Kommission erstellt mit Unterstützung
        der Mitgliedstaaten eine Zusammenfassung dieser Berichte.
2.      Die Mitgliedstaaten informieren die Kommission innerhalb von drei Monaten
        über Änderungen, die an den in Absatz 1 genannten Informationen
        vorgenommen wurden.
3.      Geht aus einem der Berichte über die Methodik hervor, daß ein Mitgliedstaat
        den in dieser Verordnung enthaltenen Anforderungen nicht baldmöglichst
        gerecht werden kann und daß Änderungen an Verfahren und Methodik der
        Erhebungen vorgenommen werden müssen, kann die _ Kommission in
        Zusammenarbeit mit dem betreffenden Mitgliedstaat eine Übergangszeit von
        maximal zwei Jahren genehmigen, während derer ein dieser Verordnung
        entsprechendes Erhebungsprogramm verwirklicht wird.
4.      Die Berichte über die Methodik, die Übergangsregelungen, die Verfügbarkeit und
        die Zuverlässigkeit der Daten sowie andere mit der Durchführung dieser
        Verordnung zusammenhängende Themen werden zweimal jährlich in der
        zuständigen Arbeitsgruppe des ArgrarstatisUschen Ausschusses erörtert.
Artikel 9
Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat spätestens Ende 1995
vor:
        einen Bericht über die Erfahrungen mit den im Rahmen dieser Verordnung
        durchgeführten Erhebungen una Schätzungen und
        falls notwendig. Vorschläge zur weiteren Angleichung und Verbesserung der in
        den Mitgliedstaaten geltenden Bestimmungen.
Artikel 10
Die Anhänge I bis LX können nach dem Verfahren des Artikels 12 geändert werden.
 ---pagebreak--- TEIL VI: Finanzbestimmungen
Artikel 1 1
1.      Die Gemeinschaft gewährt den Mitgliedstaaten im Zeitraum 1993-1995 Jährlich
        einen Beitrag zu den Ausgaben, die d u r c h Arbeiten a n der Verbesserung der
        methodischen Grundlagen und der Vergleichbarkeit der in den Artikeln 2 und 6
        genannten Daten entstehen.
2.      Auf der Basis der Anträge von selten der Mitgliedstaaten wird über die Höhe
        dieser Finanzbeiträge gemäss dem in Artikel 12 beschriebenen Verfahren
        entschieden.
TEIL VII: SchlußbesUmmungen
Artikel 12
1.      Die Kommission wird vom Ständigen Agrarstatistischen                   Ausschuss.
        nachstehend "Ausschuss" g e n a n n t , bei ihrer              Arbeit unterstützt.
2.      Wird auf d a s Verfahren dieses Artikels Bezug genommen, so befaßt der
        Vorsitzende den A u s s c h u ß von sich a u s oder auf Antrag des Vertreters eines
        Mitgliedstaats.
3.      Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem A u s s c h u ß einen Entwurf der zu
        treffenden     Maßnahmen.       Der A u s s c h u ß       n i m m t zu diesem       Entwurf,
        erforderlichenfalls durch Abstimmung, i n n e r h a l b einer Frist Stellung, die der
        Vorsitzende nach der Dringlichkeit der betreffenden Frage bestimmen k a n n .
4.      Die Stellungnahme wird im Protokoll festgehalten. Z u d e m hat jeder Mitgliedstaat
        d a s Recht, die Aufnahme seines S t a n d p u n k t e s in d a s Protokoll zu beantragen.
5.      Die Kommission berücksichtigt so weit wie möglich die vom A u s s c h u ß
        abgegebene Stellungnahme u n d setzt den A u s s c h u ß d a r ü b e r in Kenntnis,
        inwieweit seiner Stellungnahme R e c h n u n g getragen worden ist.
Artikel 13
Diese Verordnung tritt a m dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich u n d gilt unmittelbar in Jedem
Mitgliedstaat.
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  ANHANG I: DEFINITIONEN
  I Erhebungseinheit
  Als Erhebungseinheit gilt entweder das Ackerland (siehe Anhang II) eines
  landwirtschaftlichen Betriebs11* oder wahlweise eine der Flächen, die als Einheiten in
  statistischen Erhebungen über das Ackerland eines Mitgliedstaats verwendet werden.
  IIA "Ex-Posf-Analyse der Bodennutzung
  Die Haupt-      und   Nebenanbauflächen      einer   Erhebungseinheit   werden    wie  folgt
  klassifiziert:
  1.       Fläche einer Erhebungseinheit
  1.1     Allgemein
           In der Regel ist die Hauptanbaufläche einer gegebenen Parzelle einer
          Erhebungseinheit, wenn sie innerhalb des Anbau) ah res nur einer Nutzung
          unterliegt, durch diese Nutzung eindeutig definiert.
          (In diesem Fall ist die Nebenanbaufläche dieser Parzelle gleich Null.)
1.2     Sonderfalle
1.2.1    Fruchtwechselwirtschaft
        Hauptanbaufläche: Wird die Parzelle des Ackerlands innerhalb eines gegebenen
        Anbaujahres mehr als einmal und Jeweils nur für eine Kultur genutzt
        (Fruchtwechselwirtschaft), so gilt als Hauptanbaufläche die Kultur mit dem
        höchsten Wert. Wenn aus dem Produktionswert nicht hervorgeht, welches die
        Hauptkultur ist. wird diejenige Kultur als Hauptkultur gerechnet, für die die
        Fläche am längsten genutzt wird.
        Nebenanbaufläche: Alle übrigen Nutzungen gelten dann als Nebenanbauflächen.
1.2.2 Vergesellschaftete Kulturen
        Hauptanbaufläche: Wird die Parzelle des Ackerlands zu einem beliebigen
        Zeitpunkt innerhalb der Vegetationszeit eines gegebenen Anbaujahres für die
        gleiche    festgelegte     Vergesellschaftung     zwischen    Kulturen      genutzt
        (vergesellschaftete Kulturen), so wird die Hauptanbaufläche anteilmäßig nach
        den Detreffenden Kulturen unterteilt.
        Nebenanbaufläche: In diesem Fall liegt keine Nebenanbaufläche vor.
1.2.3   Kombinierte    Nutzung     für  Fruchtwechselwirtschaft    und   vergesellschaftete
        Kulturen
        Hauptanbaufläche: Wird die Parzelle des Ackerlands innerhalb eines gegebenen
        Anbaujahres      mehr      als   einmal      und    außerdem     gleichzeitig   für
        Fruchtwechselwirtschaft und für vergesellschaftete Kulturen genutzt, so wird
        Jede einzelne Kultur, die das Land innerhalb derselben Zeit in Anspruch nimmt,
        getrennt bewertet und die Kombination bzw. die Kultur mit dem höchsten Wert
        als Hauptanbaufläche angesehen. F*alls diese Fläche für vergesellschaftete
        Kulturen benutzt wird, wird die Hauptanbaufläche anteilsmäßig unter den
        einzelnen Kulturen aufgeteilt.
        Nebenanbaufläche: Alle übrigen Nutzungen gelten dann als Nebenanbauflächen.
ÜB "Echtzeit'-Analyse der Bodennutzung
Die Hauptanbaufläche oder im Erhebungszeitpunkt erfaßte Fläche einer gegebenen
Parzelle einer Erhebungseinheit ist durch die Nutzung des Ackerlands zu dem
Zeitpunkt innerhalb eines gegebenen Anbaujahres. der als Bezugszeitpunkt für die
Bodennutzungserhebung vereinbart wurde, definiert.
Bei Vergesellschafteten Kulturen" (siehe Punkt IIA. 1.2.2) wird die Hauptanbauflächc
oder im Erhebungszeitpunkt erfaßte Fläche anteilsmäßig unter den betreffenden
Kulturen aufgeteilt.
Die Nebenanbaufläche oder zusätzliche Fläche ist durch aHe weitd; i NuLomgen
bzw. nach dem Bezugszeitpi.nkt innerhalb des gegebenen Anbaujah.es uti^ùr-i
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ANHANG II
Art der Bodennutzungen gotnü.ss Artikel 2.1. und 2.2.
               ART DER BODENNUTZUNG              CRONOS      HAUPTANBAU   NEBENANBAU
                                                  CODE          oder          Oder
                                                            registrierte  zusatzliche
                                                               Fläche        Flache
                                                               Ha 5)        Ha 5)
A) Getreide insgesamt 1)                          1050
   - Reis 1)                                      1250
B) Hulsenfrilchte                         *       1300
   - Futtererbsen                         *       1320
   - Ubrige Erbsen                                1311
   - Puff- und Ackerbohnen                * 1335 (einschl.
                                                  1338)
   - Speisebohnen                         *       1331
   - Lupinen                              *        1343
   - Ubrige Hulsenfruchte                   1341,1342,1349
c) Hackfrttchte                           *       1350
   - Kartoffeln                           *       1360
   - ZuckerrUben                          *       1370
   - Futterruben                          *       1381
   - Ubrige HackfrUchte                            1382
     (z. B. Futterkohl, Kohlraben)
D) Handelsgew&chse                        *       1400
   - Raps und RObsen                      *       1420
   - Sonnenblumenkerne                    *       1450
   - Sojabohnen                           •       1470
   - Flachs (Fasern oder 01)              *     1520+1460
   - Baumwolle (Fasern oder 01)           *     1540+1490
   - Ubrige Olsaaten                        1480(ohne 1490)
     (z. B. Mohn, Senf, Sesam usw.)
   - Hanf                                 *        1530
   - Tabak                                *        1550
   - Hopfen                               *        1560
   - Ubrige Handelsgewachse                     1570+1571
     (z. B. Textil-, Heil- Duft- und
     Gewurzpflanzen
E) Futter insaesamt (von Ackerland)                2600
   - Feldrauhfutterbau                             2610
        Grunmals                          *        2625
   -   Obriger Feldrauhfutterbau             2612,2671,2672
                                                und 2673
   - Ackerwiesen und -weiden                       2680
     Diese Positionen sind sowohl in Anlage II als auch in Anlage III enthalten
     Datenübermittlung fakultativ
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ANHANG II
Art der Bodennutzungen gemäss Artikel 2.1. und 2.2
               ART DER BODENNUTZUNG              CRONOS       HAUPTANBAU     NEBENANBAU
                                                  CODE           oder            oder
                                                             registrierte    zusätzliche
                                                                Fläche          Fläche
                                                                Ha 5)           Ha 5)
F) Frischgemilse (einschl. Erdbeeren)          1600+2260                           _
    im Freiland oder unter flachen (nicht
    betretbaren) Schutzabdeckungen 3)
G) Blumen. und Zierpfianzen                       3001                             -
    im Freiland oder unter flachen (nicht
    betretbaren) Schutzabdeckungen 3)
H) Gewinnuna von Saat- und Pflanzgut 2)           3310                             -
i) Brache   und. Grtindtinguno;                   2696                             -
J) Ackerland 3)       (A - 1)                     0001                             -
K) Dauerarilnland                                 0002                             -
L) Dauerkulturen (ausschl. Erdbeeren)         (0003-2260)                          -
      darunter
      Obstbaume                                   2040                             -
      Rebflachen                                  2410                             -
      Olivenanlagen                               2450                             -
M) Der Anbau unter Glas 4)                        1111                             -
      darunter
      Frischgemilse                               1112             -               -
      Blumen und Zierpflanzen                     1113             -               -
      Dauerkulturen                               1114             -               -
N) Ubrige Flachen                                 0004                             -
      (in der landwirtschaftlich genutzten
      Flache a.n.g.
      (einschl. Hausgarten) 6)
0) Landwirtschaftlich aenutzte Flache             0005                             -
    (A - 1) + (K - N)
1)    Angaben über Getreide und Reis werden bereits im Rahmen der    Verordnung
      des Rates Nr. 837/90, vom 26 März 1990 berücksichtigt.
2)    Siehe Entscheidung der Kommission vom 26.10.1989, Anhang I: Code D/19
3)    Ausgeschlossen ist der Anbau unter Glas oder anderen hohen
       (betretbaren) Schutzeinrichtungen (Strukturerhebung: Codes D/15, D/17
      G/07), und Haus- und Nutzgärten.
4),   Der Anbau unter Glas oder andere hohen (betretbaren) Schutzeinrichtungen
      enthält Frischgemüse, Blumen und Zierpflanzen und Dauerkulturell.
5)    Siehe Definition in Anhang I.
6)    Die Datenübermittlung der Fläche für Hausgarten ist fakultativ für
      DK, NL, und UK.
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 ANHANG III
 Liste der pflanzlichen Erzeugnisse gemäss Artikel 2.3.
               ART DER BODENNUTZUNO              CRONOS          HEKTAR- ERZEUGUNG
                                                  CODE            ERTRAG   1000 t
 B) Hülsenfrüchte                                  1300
1
    - Futtererbsen                                 1320
    -  Puff- und Ackerbohnen               133S(einschl.l338)
    -  Speisebohnen                                1331
    -  Lupinen                                     1343
                                                   1350
    -  Kartoffeln                                  1360
    -  Zuckerrüben                                 1370
    -  Futterrüben                                 1381
 D) Händelsqewächse                                1400
    - Raps und Rübsen                              1420
    - Sonnenblumenkerne                            1450
    - Sojabohnen                                   1470
    - Ölflachs                                     1460
    - Baumwollsaat (Öl)                            1490
    -  Baumwolle (Fasern)                          1540
    -  Flachs                                      1520
    -  Hanf                                        1530
    -  Tabak                                       1550
    -  Hopfen                                      1560
 E) Ausgewählter Futterbau
    davon :
    - Grünmals                                     2625
    - Ackerwiesen und -weiden                      2680
 + Freigestellt
[>y   Ertragsangaben werden nicht erhoben
 ANMERKUNG: Angaben über Getreide und Reis werden bereits im Rahmen der
 Verordnung de« Rates Nr. 837/90, vom 26 März 1990 berücksichtigt.
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ANHANG IV
Absolute und relative Genauigkeit der Flächenangaben je
Mitgliedsstaat gemäss Artikel 4.3.
  CRONOS                BODENNUTZUNG                MAXIMAL      MAXIMAL
   CODE                                            ZULÄSSIGER   ZULASSIGE
                                                  VARIATIONS-   STANDARD-
                                                  KOEPFIZIENT     FEHLER
   1300    B) Hülsenfrüchte                            3%        5000 ha
   1350    C) Hackfrüchte                              3%        5000 ha
   1400    D) Handelsgewächse                          3%        5000 ha
   2600    E) Futter insgesamt (von Ackerland) 1)      2%        5000 ha
1600+2260 F) Frischgemüse (einschl. Erdbeeren)         3%        5000 ha
   2696    I) Brache und Gründüngung                   3%        5000 ha
ANMERKUNG: Die Genauigkeit für Getreide und Reis ist bereits in
der Verordnung des Rates Nr. 837/90 vom 26 März 1990 festgelegt.
Die großen Buchstaben B, C, D, E, F und I beziehen sich auf die Absätze
im Anhang II.
1) Futter insgesamt (von Ackerland) umfasst:
      a) Feldrauhfutterbau (Cronos Code 2610)
      b) Ackerwiesen und -weiden (Cronos Code 2680)
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ANHANG V
Arten der Bodennutzung und Produktion gemäss Artikel 6
                ART DER BODENNUTZUNG               CRONOS         ANBAUFLÄCHE  PRODUKTION
                                                     CODE                2)
                                                                     1000 ha     1000 t
 B) Htilsenfrächte (insgesamt)                       1300
 c) Unter C
      Zuckerrüben                                    1370
 D) Unter D
                                                     1410
      Ölsaaten (Insgesamt)     1)
      Raps und Rübsen                                1420
      Sonnenblumenkerne                              1450
      Sojabohnen                                     1470
      Flachs (Fasern oder Öl)                     1460+1520
      Baumwolle für Öl und Faser                  1490+1540
      Tabak                                          1550
  I) Brache- und Gründüngung                         2696
 J) Ackerland (Insgesamt)                         0001+2260
 K) Dauergrünland      (Insgesamt)                   0002
  L) Dauerkulturen (Insgesamt)                    0003-2260
         Obstbäume                                   2040
         Rebflachen                                  2410
         Olivenanlagen                               2450
| O) Landwirtschaftlich genutzte                     0005
|      Fläche (Insgesamt)
          Keine Datenanforderung
   +      Angaben sind zu übermitteln
 nie großen Buchstaben B, c, D, I, J, K, L und 0 beziehen sich auf die Absätze
 im Anharr JI .
 1>   Ausschl. Flachen mit Öl-Flachs und Baumwollsaaten
 •-:) Di^ Ant aflachen sind definiert als Summe der Flachen im Hauptanbau und
      Nebenanbau oder als Summe der registrierten und zusätzlichen Flächen
      l<)i die im Anhang IX genanten Mitgliedsstaaten; für alle anderen
      Mia ,j • ix-d^eaat^n beziera a- -ae sich auf den Hauptanbau.
 ---pagebreak---                                          _ u_
                                     ANHANG V I
                         REGIONALE EBENEN NACH ARTIKEL 6
         "itoiledstaaten                           Regionale Aufgliederung
          0»nm»rk
          BR DcuochUiKl
          DUAfa
         LtpaAi
         France                       t(|W>i 4r \/trt%imiumr
         Irriand
         IOIM
         Luxembourg
         N«fcttand
                                      NUTS D 0
         United Kiafdoa
(1) Regionale Angaben müssen spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten dieser
Verordnung übermittelt werden.
 ---pagebreak---                                             IS
ANHANG VII
Überm iltlungs!r ist on fur Schätzungen der Hektarerträge und der Erzeugung
auf gewählt er Produkte aul nationaler Ebene (Artikel 7.3).
                ERZEUGNIS            CRONOS      UBERMITT-    ERTRAG    GESCHATZTE
                                                   LUNGS-                GEERNTETE
                                      CODE        FRISTEN                BRZEUGUNG
                                                            100 kg/ha      1000 t
 B)   - Futterorbsen                  1320     01 Oktober
      - Puff- und Ackerbohnen     1335 einschl 01 Oktober
                                      1338
 C)   - Kartot fein                   1360     01 Dezember
      - Zuckerrüben                   1370     01 Dezember
      - Futterrüben                   1381     01 Dezember
 D)   - Raps und Rübsen               1420     01  November
      - Sonnenblumenkerne             1450     01  November
      - Sojabohnen                    1470     01  Dezember
      - Flachs für 01                 1460     01  Dezember
      - Baumwollsaat für Öl           1490     01  Dezember
      - Tabak                         1550     01 Oktober
          Keine Datenanforderung
      Anmerkung: Angaben über Getreide und Reis werden bereits im Rahmen
      der Verordnung des Rates Nr 837/90 vom 26. März 1990 berücksichtigt
 ---pagebreak---    HANG VIII
- 'chen von geringer Bedeutung sowie Flächen, die auf der Basis von Erhebungen ermittelt werc'an, in den einzelnen Mitgliedsstaaten.
  CRONOS                         HAUPTANBAU
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                                      ODER                            B      DK               EL g E
                            REGISTRIERTE FLÄCHE
                                                                                                  I.-
                                                                                                   H
             Hülsenfrüchte                                            m                                       m
             Futtererbsen                                                                     m      m        m
             Übrige Erbsen                                            m      m                m
             Puff- und Ackerbohnen (einschl. 1338)                    m              ©               9        nra
             Speisebohnen                                             m              m                    m                          I
             Lupinen                                                                 m        m           m
             Übrige Hülsenfrüchte                                                    m                    m
    1350 C) Hackfrüchte                                                           .' ®     •  @ \    © ;' ®   ©                 8
     1360    Kartoffeln                                                       es *: ©         o      o    o   o                 9
     1370    Zuckerrüben                                                             @ I      •    ; ©    $ I © :              10
                                                                                  j ® '        -     m    @ ; flfy             11
     1381    Futterrüben
     1382    Übrige Hackfrüchte                                       m      m       m      ; h*5  ; O    o   ©    :           12
    1400 D) Handelsgewächse                                                       ! O       \ O    • ©    O | o                13
     1420    Raps- und Rübsen                                                 ©      <-••>
                                                                                                                               14
     1450    Sonnenblumenkerne                                                       O        G                                15
             Die Buchstaben B, C, D, E, F, G, H und I beziehen sich auf die Absätze im Anhang iL
          • in regelmässige statistische Erhebungen einzubeziehen gemäss Artikel 3.1.
          m Flächen geringer Bedeutung (d.h. mit weniger als 5 000 ha und 1% der Ackerfläche in einsm Mitgliedsland)
           - Pflanze wird nicht angebaut
 ---pagebreak---  ANHANG VIII
 Flächen von geringer Bedeutung sowie Flächen, die auf der Basis von Erhebungen ermittert wtrden, in den einzelnen Mitgliedsstaaten.
   CRONOS                            HAUPTANBAU
     CODE
                                          ODER                              B     DK     D    EL     E F   IRL    1 L  NL P  UK
                                 REGISTRIERTE FLÄCHE
      1470        Sojabohnen                                                 _     —    m     •     •  •     m
                                                                                                                 •   .  _ •   . 16
  1460 + 1520 Flachs (Fasern oder Ol)                                       •     m     m      -    m  •    m    m   - m  •  •  17
  1490 + 1540 Baumwolle (Fasern oder Öl)                                     -     -     -    •     •  m     -   m   -  - •   - 18
1480 (excl.1490) Übrige Ölsaaten (z.b. Mohn, Senf, Sesam usw.)             m      m     m     •     •  m     -   m  •  m  m  •  19
      1530        Hanf                                                       -     -     -     -    m  m     -   m  •   -  - •  20   -J
      1550        Tabak                                                    m       -    m     •     #  •     -   #   -  - m   - 21   I
      1560        Hopfen                                                   m       -    •     m     m  m    m    m  •   - m  m  22
   1570+1571      Übrige Handelsgewächse                                   m       -    m     •     #  m     -   m  m  m  m  •  23
     2600 E) Futter insgesamt (von Ackerland)
      2610        Feldrauhfutterbau                                                                                             25
      2625        GrünmaTs                                                  •     •     •     m     •  •    m    •  •  •  •  •  26
      2680        Ackerwiesen und Weiden                                                                                        27
      2612^
      2671    > • Übriges Grünfutter                                                                                            28
      2672 J
      2673 J
1600+2260 F) Frischgemüse                                                   •     •     •     •      • •    m    •  m  •  •  •  29
     3001 G) Blumen und Zierpflanzen                                       m      m     •     •     m  •    m    •  m  •  m  •  30
     3310 H) Gewinnung von Saat- und Pflanzgut                             m      •     •     •      • •    m    •  m  •  m  •  31
     2696 I) Brache und Gründüngung                                         •     •     •     •     •  •    •    •  m  •  •  •  32
                  Die Buchstaben B, C, D, E, F, G, H und I beziehen sich auf die Absätze im Anhang II.
              • in regelmässige statistische Erhebungen einzubeziehen gemäss Artikel 3.1.
             m Rächen geringer Bedeutung (d.h. mit weniger als 5 000 ha und 1 % der Ackerfläche m einem MftgMttand)
               - Pflanze wird nicht angebaut
 ---pagebreak---                                        18-
ANHANG IX
Folgende Mitgliedsstaaten sollten, die Flächen im Nebenanbau (X) in die
jährliche Erhebung einbeziehen:
                        Griechenland
                        Spanien
                        Italien
                        Portugal
(X) vlg die Definitionen im Anhang I.
 ---pagebreak---                                  FINANZBOGEN
eines Programms zur Verbesserung der Statistiken der pflanzlichen Erzeugnisse außer
Getreide.
1.      Bezeichnung der Maßnahme
Mehrjährige Maßnahmen (1993-95) zur Verbesserung und Harmonisierung der Statistiken
der pflanzlichen Erzeugnisse außer Getreide
2.      Betroffener Haushaltsposten
Gemeinsame Finanzierung (50%/50%) durch Eurostat (DG34) und die GD VI
(Landwirtschaft) :
        - B5/6000 (Eurostat/GD34): Politik der statistischen Information
        - B2/513 (Landwirtschaft/GDVI): Restrukturierung der            landwirtschaftlichen
            Erhebungs verfahren.
3.      Rechtliche Grundlage
        - Artikel 43 des Vertrages
Das Programm führt bestimmte Maßnahmen fort, über die der Rat schon in der
Vergangenheit entschieden hatte. Die beiden wichtigsten sind die folgenden :
        - Ratsverordnung (EWG) Nr. 837/90 vom 26. März 1990 über die von den
            Mitgliedstaaten zu liefernden statistischen Informationen über die
            Getreideerzeugung (Abi. Nr. L 88 vom 3.4.1990, S.l);
        - Ratsverordnung (EWG) Nr. 571/88 vom 29. Februar 1988 über die Organisation
            von Gemeinschaftserhebungen über die Struktur der landwirtschaftlichen
            Betriebe im Zeitraum 1988-19997 (Abl.L 56 vom 2. März 1988, S.l)
 ---pagebreak--- 4.       Beschreibung der Maßnahme
4.1.     Spezielle Ziele der Maßnahmen
Die im vorliegenden Verordnungsentwurf vorgesehenen Maßnahmen zielen auf eine
Harmonisierung und Verbesserung von Datenströmen ab, die in der Mehrzahl der Fälle
bereits existieren. Im Verordnungsentwurf werden die zu liefernden Daten definiert, Fristen
fur die Datenübermittlung festgelegt und bestimmt, wie präzise die Daten zu sein haben,
damit Objektivität und Repräsentativität der Angaben sichergestellt werden können. Im
übrigen werden die von den Mitgliedstaaten vorzubereitenden methodischen Berichte
obligatorisch.
4.2     Dauer
Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme, mit der im Zeitraum von 1993-95 vor
allem Arbeiten der nationalen statistischen Dienste unterstützt werden sollen.
4.3      Von der Maßnahme anvisierte Zielgruppe
Wem kommen die Informationen zugute?
         - Institutionen der Gemeinschaft: Kommission (vor allem die GD VI), Rat,
            Europäisches Parlament, Rechnungshof usw.;
         - Mitgliedsstaaten;
         - die interessierte Öffentlichkeit (Unternehmen, Universitäten, Bauernverbände,
            usw.)
5.       Klassifizierung der Ausgaben und der Einnahmen
5.1.     DNO - nicht obligatorische Ausgaben
5.2.     CD
5.3      Art der vorgesehenen Einnahmen
Verkauf statistischer Information, der nur sehr beschränkt die Produktionskosten der
Veröffentlichungen trägt.
 ---pagebreak--- 6.      Wie lassen sich Ausgaben und Einnahmen beschreiben?
6.1.    Subvention zu 100%
Nein: Die statistischen Aktivitäten der Gemeinschaft unterliegen bereits weitgehend dem
Prinzip der Subsidiarität, d.h. der größte Teil der Kosten der Erhebungen wird von den
Mitgliedstaaten getragen. Der Finanzbeitrag der Gemeinschaft liegt deutlich unter 20% der
Gesamtausgaben. Trotzdem ist ein gemeinschaftlicher Finanzbeitrag notwending, um die
methodischen Arbeiten für eine bessere Harmonisierung der Daten in Gang zu bringen.
O.      Subvention und Mitfinanzierung aus anderen Quellen des öffentlichen und/oder
        private« Sektors
Ja: Mitfinanzierung des öffentlichen Sektors (Haushalte der nationalen statistischen Dienste)
und auch des privaten Sektors (Einnahmen aus dem Verkauf der statistischen
Informationen).
6.3.    Zinsvergünstigung
Nein
6.4.    Anderes
Nein
6.5.     Ist im Fall eines wirtschaftlichen Erfolges der Maßnahme vorgesehen, den
         Finanzbeitrag teilweise oder ganz zurückzuzahlen?
Nein
7.      Finanzielle Auswirkungen
7.1.     Berechungsmethode der Gesamtkosten der Aktion
Finanzierung der Gemeinschaft für die Entwicklung und Verbesserung der Erhebungen in
den Mitgliedstaaten und für die Bereitstellung von Dienstleistungen durch
Forschungsinstitute und private Firmen der Mitgliedstaaten
 ---pagebreak---                                       in Millionen ECU
  Operationelle Kredite 1993-95        B5/60             0.5 MECU jährlich (Eurostat)
                                         B2/513           0.5 MECU jährlich (GDVI)
Mindestens 85% der Mittel werden den Mitgliedstaaten zufließen, mit dem Ziel der
Verbesserung ihrer Erhebungen. Der weitaus größte Teil (0,8 MECU jährlich) dieses
Finanzbeitrages wird an die statistischen Dienste der Mitgliedstaaten auf der Basis des
Kriteriums der Hauptanbauflächen zuzüglich eines Pauschalbeitrages verteilt, der Rest von
0.05 MECU jährlich geht an die vier Mitgliedstaaten (Spanien, Portugal, Griechenland und
Italien), die über bedeutendere Nebenanbauflächen verfügen.
Der Rest von 15% der operationnellen Kredite, der nicht notwendigerweise an die
Mitgliedstaaten geht, ist für Studienarbeiten, für Methodologie sowie für Verbesserung der
Datenverwaltung innerhalb von Eurostat vorgesehen.
7.2.     Welchen Anteil hat das "Mini-Budget" an den Gesamtkosten?
Trifft nicht zu.
7.3.     Ungefährer Zeitplan der Kreditzusagen und der Auszahlungen
Die Kreditbeträge, die ab 1994 vorgesehen sind, werden gegenüber den Krediten von 1993
nicht ansteigen.
Die jährliche Festlegung der Kreditbeträge für diese Maßnahme ab 1994 wird im Rahmen
des jährlichen Haushaltsverfahrens vorgenommen, und zwar im Lichte der erzielten
Ergebnisse unter Berücksichtigung einer Kosten-Nutzen-Betrachtung.
8.       Welche Vorkehrungen gegen Betrug sind in der vorgeschlagenen Maßnahme
         getroffen?
a)       Die von der Kommission durchgeführten Verträge und Konventionen werden auf
         der Basis der erzielten Ergebnisse bezahlt.
b)       Statistische Informationen werden als objektive Kriterien zur Bewertung
         gemeinschaftlicher Aktionsprogramme herangezogen und tragen so wesentlichen zur
         Absicherung der Anti-Betrugsmaßnahmen bei.
 ---pagebreak--- 9.       Elemente einer Kosten-Nutzen-Analyse
9.1.     Ziel(e)
Die im vorliegenden Verordnungsentwurf vorgesehenen Maßnahmen zielen auf eine
Harmonisierung und Verbesserung von Datenströmen ab, die in der Mehrzahl der Fälle
bereits existieren. Im Verordnungsentwurf werden die zu liefernden Daten definiert, Fristen
für die Datenübermittlung festgelegt und bestimmt, wie präzise die Daten zu sein haben,
damit Objektivität und Repräsentativität der Angaben sichergestellt werden können. Im
übrigen werden die von den Mitgliedstaaten vorzubereitenden methodischen Berichte
obligatorisch.
9.2.     Begründung der Maßnahme
Folgende wesentliche Gründe sprechen dafür, die Statistik der übrigen pflanzlichen
Erzeugnisse der Gemeinschaft auf eine formelle Grundlage zu stellen:
         - der allgemeine Vorteil des Ersetzens von "Gentlemen's Agreements" durch eine
            Rechtsvorschrift,    d.h.    klare Verpflichtungen,    Gewährleistung einer
            angemessenen Mittelausstattung, Erleichterung der Planung, rechtliche
            Absicherung in den Mitgliedstaaten. Diese Vorteile gewinnen an Bedeutung,
            weil andere Länder (EFTA, mittel- und osteuropäische Länder) sich dem EG-
            System annähern oder dieses übernehmen wollen;
         - der Schwerpunkt der aktuellen Landwirtschaftsstatistik liegt auf dem
            Viehbestand. Durch die Süderweiterung der EG ist der Anteil der pflanzlichen
            Erzeugung an der Gesamtproduktion gestiegen. Die 1990 verabschiedete
            Verordnung des Rates über die Statistik der Getreideerzeugung und dieser neue
            Entwurf stellen das Gleichgewicht wieder her;
         - der Einsatz von Statistiken der pflanzlichen Erzeugnisse beispielweise im
            Rahmen der Reform der gemeinsamen Agrarpolitk (GAP) und die öffentliche
            Besorgnis über betrügerische Inanspruchnahme des EAGFL machen es
            notwendiger denn je, die Objektivität der EG-Statistken zu steigern, die
            verwendeten Methodiken transparenter darzustellen und eine Mindestgenauigkeit
            der Resultate sicherzustellen;
         - die Einführung von Beihilfen je Hektar im Rahmen der GAP-Reform wird die
            Bedeutung von zuverlässigen Daten über Anbauflächen                   (einschl.
            Flächenstillegungen) weiter erhöhen.
 ---pagebreak--- Am 26. März 1990 erließ der Rat eine Verordnung über die Statistik der
Getreideerzeugung. Die vorgeschlagene neue Verordnung über die Statistik der übrigen
pflanzlichen Erzeugnisse wird ergänzend dazu Flächendaten für die übrigen
landwirtschaftlich genutzten Flächen und Zahlen zu den wichtigsten pflanzlichen
Erzeugnissen liefern. In der Regel müssen die Mitgliedstaaten keine neuen Statistiken
erstellen.
Im Rahmen der Organisation des europäischen statistischen Systems, die bereits weitgehend
dem Prinzip der Subsidiarität entspricht (siehe auch die ergänzenden Bemerkungen unter
9.2.2), werden Sammlung und erste Aufbereitung der Daten der Landwirtschaftsstatistik
von den nationalen statistischen Diensten vorgenommen und (auch) finanziert.
Trotzdem ist ein Finanzbeitrag der Gemeinschaft in dem Fall absolut notwendig, in dem
Arbeiten für eine bessere Harmonisierung und Koordination der Statistiken auf
Gemeinschaftsebene durchzuführen sind, wie bei den hier vorgeschlagenen Maßnahmen.
     9.2.1        Kosten
         Die Finanzierung dieser Maßnahme wird überwiegend von den Mitgliedstaaten
         (siehe oben, Punkt 6.1) garantiert, die über erprobte Organisationsstrukturen zur
         Sammlung und Aufbereitung der Daten verfügen. Müßte die Kommission das
         gesamte Programm allein finanzieren, so wäre dies mit außerordentlich hohen
         Kosten verbunden bei einem sicherlich weniger zuverlässigen Resultat.
     9.2.2        Indirekte Effekte
         - Zum einen werden die Sammlung und die erste Aufbereitung der Daten gemäß
             dem Prinzip der Subsidiarität von den statistischen Diensten der Mitgliedstaaten
             durchgeführt.
             Zum anderen kümmert sich Eurostat um die Zusammenstellung, die
             Koordination und die Harmonisierung der statistischen Informationen auf
             europäischer Ebene. In diesem Sinne einer europäischen Koordination wird das
             Statistische Programm der Gemeinschaft also zu einem integralen Bestandteil der
             nationalen statistischen Programme.
         - Die Ergebnisse der Maßnahme tragen zur Verbesserung der statistischen
             Informationen bei, die im Rahmen der Arbeiten der Mitgliedstaaten benutzt
             werden.
 ---pagebreak---                                              - 2.S"-
     9.2.3        Multiplikatoreneffekte
        - Ausbildungseffekte mit Blick auf das europäische statistische System und damit
           in Richtung einer größeren Integration der nationalen statistischen Systeme auf
           Gemeinschaftsebene.
        - Mit einer Rechtsgrundlage der Gemeinschaft über die Statistik der übrigen
           pflanzlichen Erzeugnisse lassen sich die entsprechenden Haushaltsmittel für die
           nationalen statistischen Arbeiten wesentlich besser begründen und eventuell
           erhöhen, die Haushaltsmittel also, die ganz wesentlich zur Realisierung der
           statistischen Arbeiten beitragen.
        - Für den Bereich der Wissenschaft und der Universitäten wird ein einzigartiges
           Material für Studien und Analysen zu diesem Bereich der Landwirtschaft
           erschlossen.
9.3.    Kontrolle der Durchführung und Bewertung der Maßnahmen
     9.3.1       Ausgewählte Erfolgsindikatoren
        Die Erfolgsindikatoren, mit denen der Fortschritt der Arbeiten bewertet wird,
        beziehen sich auf drei Bereiche :
                 Haushalt : Vergleich des jährlichen Plans mit der Durchführung des
                 Haushalts; der Planansatz muß zu 100% durchgeführt worden sein.
                 Programmierung : Vergleich des statistischen "Outputs" mit dem zuvor
                 definierten Programm sowie mit den zu seiner Durchfuhrung geschätzten
                 Haushaltsmitteln.
                 Einsatz der Ressourcen : Vergleichende Analysen sind vorgesehen, um die
                 notwendigen Finanzmittel für ähnliche Vorhaben zu bestimmen und so die
                 Vorausschätzungen zu korrigieren.
        A. Durchführung der Maßnahmen
                 - Mit Blick auf die guten Erfahrungen bei der Anwendung der Verordnung
                     Nr. 837/90 über die Getreidestatistik wird diese neue Verordnung über
                     die Statistik der übrigen pflanzlichen Erzeugnisse in zwei Phasen
                     durchgeführt: einer ersten Orientierungsphase im ersten Jahr mit der
                     Vorbereitung und der Analyse der methodischen Berichte (1993) folgt in
                     einer zweiten Phase die eventuelle Restrukturierung der statistischen
                     Erhebungen in den Mitgliedstaaten (1994-95):
 ---pagebreak---                                           - Xê -
               die Verwaltung der Finanzmittel, die im Rahmen der Verordnung
               vorgesehen sind, wird direkt von der Einheit F2 zu ständiger
               Zusammenarbeit mit den statistischen Diensten der Mitgliedstaaten
               überwacht.
   B. Einsatz der menschlichen und finanziellen Ressourcen
           - Analyse und Bewertung der notwendigen Ressourcen für die
               Standardoperationen     auf    der   Basis    der     Module       8530
               ("Landwirtschaftliche Bodennutzung - wichtige pflanzliche Erzeugnisse
               außer Getreide") und 8550 ("Pflanzliche Erzeugnisse - Produktion der
              wichtigen pflanzlichen Erzeugnisse außer Getreide") von Eurostat (siehe
              9.3.2);
           -   (Wieder)bewertung des Ressourceneinsatzes auf der Basis der Ergebnisse
              der methodischen Analysen (vgl. die verbindlichen, methodischen
              Berichte, die in der Verordnung vorgesehen sind);
           -   Noch stärkere Verwendung der Informatik in den Dienststellen, um die
              vorgesehenen Arbeiten mit einem geringeren Aufwand an Ressourcen
              durchführen zu können;
           - Durchführung zahlreicher berufsbildender Kurse fur das Personal von
              Eurostat, als Instrument zur Verbesserung der Leistung und der
              Produktivität.
9.3.2      Art und Häufigkeit der vorgesehenen Bewertungen
   Die Anwendung dieser Verordnung wird permanent auf der Basis von
   Steuertabellen (TBPS) überwacht, in denen für alle Vorhaben (215) des Statistischen
   Programms im Zuge der Rahmenplanung die operationalen Ziele und die zu ihrem
   Erreichen notwendigen Ressourcen definiert sind. Diese Verordnung bezieht sich
   auf folgende Module (TBPS): Nr 8530 ("Landwirtschaftliche Bodennutzung -
   wichtige pflanzliche Erzeugnisse außer Getreide") und und 8550 ("Pflanzliche
   Erzeugnisse - Produktion der wichtigen pflanzlichen Erzeugnisse außer Getreide").
   Zu Beginn eines jeden Jahres bereitet Eurostat einen Bericht über den Fortschritt
   der Arbeiten am Statistischen Programm während des vergangenen Jahres vor.
   Dieser Bericht besteht aus drei Teilen :
   -  erstens werden für die verschiedenen Politikbereiche die durchgeführten
      Arbeiten beschrieben;
   -  zweitens werden für jedes einzelne Vorhaben das festgesetzte Ziel und die
      erzielten Ergebnisse dargelegt;
 ---pagebreak---                                              -2f-
        - drittens liefert der Bericht Statistiken über Ressourceneinsatz im vergangenen
           Jahr: Personal, Haushalt, Informatik und Verwaltung.
        Die Kontrolle der in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen erfolgt darüber
        hinaus in folgenden Ausschüssen und Arbeitsgruppen, die sich mindestens einmal
        (manchmal öfter) im Jahr treffen:
        - Agrarstatistischer Ausschuß (ASA);
        - Arbeitsgruppe "Statistik der pflanzlichen Erzeugnisse" des ASA;
        - Ausschuß des Statistischen Programms.
        Nach drei Jahren (Ende 1995) wird die Kommission dem Rat einen Bericht über die
        Anwendung dieser Verordnung vorlegen und darin - falls notwendig - auch
        Änderungsvorschläge machen.
9.4.    Übereinstimmung mit der Finanzplanung
     9.4.1      Ist die Maßnahme in der Finanzplanung der GD für den entsprechenden
                Zeitraum vorgesehen?
        Ja: Finanzplanung 1993-95 der GD 34
     9.4.2      Welchem allgemeinen Ziel in der Finanzplanung der GD entspricht die
                Zielsetzung der vorgeschlagenen Maßnahme?
        Der      Zielsetzung      der     Verbesserung      und     Harmonisierun     der
        Landwirtschaftsstatistiken der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft.
     9.4.3      Welche Unsicherheitsfaktoren können die spezifischen Ergebnisse des
                Vorhabens beeinträchtigen?
        Verfügbare menschliche Ressourcen (Personal) bei Eurostat und in den
        Mitgliedstaaten.
 ---pagebreak---                                   - #8
10.   Verwaltungsausgaben (Teil A des Haushaltes)
      Trifft nicht zu.
10.1. Führt die vorgeschlagenen Maßnahme zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl der
      Kommission?
      Nein.
10.2. Geben Sie die Höhe der Ausgaben für laufende Verwaltung und Personal an,
      die die vorgeschlagene Maßnahme impliziert?
      Trifft nicht zu.
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                           KOM(92) 430 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             17
                                 Katalognummer : CB-CO-92-448-DE-C
                                                           ISBN 92-77-48121-8
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg