CELEX: 52002PC0482
Language: de
Date: 2002-09-03
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates über eine gemeinschaftliche Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern

Avis juridique important

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52002PC0482

Vorschlag für eine Verordnung des Rates über eine gemeinschaftliche Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern  /* KOM/2002/0482 endg. */  

Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES über eine gemeinschaftliche Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGDer Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS-Vertrag) lief am 23. Juli 2002 ab. Nach Artikel 3 des EGKS-Vertrags hatten die Organe der Gemeinschaft im Rahmen der jedem von ihnen zugewiesenen Befugnisse und im gemeinsamen Interesse «auf eine geordnete Versorgung des gemeinsamen Marktes unter Berücksichtigung des Bedarfs dritter Länder zu achten».In diesem Zusammenhang hatte die Kommission nach Artikel 46 EGKS-Vertrag, um allen Beteiligten Hinweise für ihre Tätigkeit zu geben und um ihr eigenes Handeln zu bestimmen, Marktentwicklung und Preistendenzen fortlaufend zu untersuchen.Nach den Ölkrisen der siebziger Jahre beschlossen die Mitgliedstaaten eine gemeinschaftliche Überwachung der für die Versorgung der Kraftwerke in der Gemeinschaft bestimmten Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern. Die im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl verabschiedeten zu diesem Zweck den Beschluss 77/707/EGKS vom 7. November 1977 [1], der durch den Beschluss 85/161/EGKS vom 26. Februar 1985 [2] geändert wurde. Wichtigstes Ziel dieser Regelung waren die Überwachung der Steinkohleeinfuhren nach Ursprungsländern sowie die Veröffentlichung eines durchschnittlichen Richtpreises (cif) der Importkohle. Auf der Grundlage dieser beiden Beschlüsse veröffentlicht die Kommission in jedem Quartal den Preis der Importkohle, die für die Versorgung der Kraftwerke in der Gemeinschaft bestimmt ist.[1]  ABl. L 292 vom 16.11.1977, S. 11.[2]  ABl. L 63 vom 2.3.1985, S. 20.Ferner konnte die Kommission auf der Grundlage der Entscheidung Nr. 341/94/EGKS der Kommission vom 8. Februar 1994 [3] zur Durchführung der Entscheidung Nr. 3632/93/EGKS über die Gemeinschaftsregelung für Maßnahmen der Mitgliedstaaten zugunsten des Steinkohlenbergbaus den Preis von Importkohle zur Versorgung der Hochöfen in der Gemeinschaft festsetzen. Nach den Bestimmungen dieser Entscheidung liefert die Bergbauindustrie die Informationen, auf deren Grundlage die Kommission einen Richtpreis (cif) für die Importkohle festlegen kann, die für die Verkokung bestimmt ist. Die Entscheidung Nr. 341/94/EGKS ist die letzte einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die es der Kommission ermöglicht haben, seit 1970 Informationen über die Preise der für den Stahlsektor bestimmten Kohle zu sammeln.[3]  ABl. L 49 vom 19.2.1994, S. 1.Diese Informationen haben sich bei der Überwachung der staatlichen Beihilfen für den Steinkohlenbergbau als unverzichtbar erwiesen. Gemäß der Entscheidung Nr. 3632/93/EGKS [4] über die Gemeinschaftsregelung für Maßnahmen der Mitgliedstaaten zugunsten des Steinkohlenbergbaus waren die Betriebsbeihilfen und die Beihilfen zur Rücknahme der Fördertätigkeit dazu bestimmt, den Unterschied zwischen den Produktionskosten und dem von den Vertragsparteien «angesichts der Weltmarkt bedingungen» frei vereinbarten Verkaufspreis auszugleichen. Ferner durfte nach den Bestimmungen der Entscheidung Nr. 3632/93/EGKS die Höhe der Beihilfe je Tonne «nicht dazu führen, dass für Kohle aus der Gemeinschaft niedrigere Preise gezahlt werden als für Kohle ähnlicher Qualität aus Drittländern».[4]  ABl. L 329 vom 30.12.1993, S. 12.Die Informationen über die von den Mitgliedstaaten in Drittländern eingekauften Mengen Kohle, Kokskohle oder Koks, die zur Versorgung der Hochöfen und der Kraftwerke in der Gemeinschaft bestimmt sind, haben eine wirkungsvolle Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen ermöglicht.Die Veröffentlichung von «Richtpreisen für Kokskohle» und von «Richtpreisen für importierte Kesselkohle» im Rahmen der EGKS-Rechtsvorschriften war wesentlich für die Verbesserung der Transparenz bei den staatlichen Beihilfen für den Steinkohlenbergbau. Auf dieser Grundlage konnte die Kommission darüber wachen, dass diese Beihilfen auf dem Markt für Stahlprodukte und auf dem Elektrizitätsmarkt nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führten, indem subventionierte heimische Kohle zu einem niedrigeren Preis verkauft wurde als Importkohle.Dieser Rechtsrahmen ist mit dem Ende des EGKS-Vertrags weggefallen. Ein gemeinschaftliches Verfahren zur Überwachung der Einfuhren von Steinkohle aus Drittländern ist jedoch notwendig, damit der Kommission für die Durchführung der neuen Regelung über staatliche Beihilfen für den Steinkohlenbergbau, die nach dem Ende des EGKS-Vertrags gelten wird, Daten zur Verfügung stehen. Diese Daten sind auch im Kontext der Energieversorgungssicherheit der Europäischen Union von zentraler Bedeutung.Die Europäische Union ist bei ihrer Primärenergieversorgung in zunehmendem Maße von Einfuhren abhängig geworden. Nach dem Grünbuch «Hin zu einer europäischen Strategie für die Energieversorgungssicherheit» [5], das die Kommission am 29. November 2000 verabschiedete, wird der Energiebedarf der Europäischen Union zur Zeit bereits zu 50% durch Einfuhren gedeckt; wenn dieser Trend anhält, wird sich dieser Wert bis 2030 sogar auf fast 70% erhöhen.[5]  KOM(2000) 769 endg.Bei der Steinkohle wächst die Abhängigkeit der Europäischen Union von Einfuhren aus Drittländern. Sie stieg von 33,3 % im Jahr 1985 auf 39,5 % im Jahr 1990, dann auf 70,2 % im Jahr 2001 und könnte bis zum Jahr 2020 für das Europa der 15 sogar 100 % erreichen. Durch den Beitritt der Länder Mittel- und Osteuropas wird diese Abhängigkeitstendenz nur vorübergehend verringert.Die Europäsche Union hat Verfahren zur Unterrichtung und Konsultation über die Kosten der Versorgung mit Rohöl und die Verbraucherpreise für Mineralölerzeugnisse [6] eingerichtet und eine Verordnung zur Schaffung eines Registrierungssystems für Rohöleinfuhren und -lieferungen in der Gemeinschaft verabschiedet [7]. Sie hat ferner Verfahren zur Gewährleistung der Transparenz der vom industriellen Endverbraucher zu zahlenden Gas- und Strompreise [8] eingeführt.[6]  Entscheidung 1999/280/EG des Rates vom 22. April 1999 - ABl. L 110 vom 28.4.1999, S. 8.[7]  Verordnung (EG) 2964/95/EG des Rates vom 20. Dezember 1995 - ABl. L 310 vom 22.12.1995, S. 16.[8]  Richtlinie 90/377/EWG des Rates vom 29. Juni 1990 - ABl. L 185 vom 17.7.1990, S. 16.Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und ihrer Neutralität wurde die Veröffentlichung dieser «Richtpreise» für Kohle von der Industrie sehr geschätzt. Die Kommission erhielt im übrigen zahlreiche Schreiben, in denen die weitere quartalsweise Veröffentlichung dieser Daten gefordert wurde.Die Kommission veröffentlichte außerdem jedes Jahr den Bericht «Der Markt für feste Brennstoffe in der Gemeinschaft [Jahr X] und Aussichten für [Jahr X+1] ». Dieser Bericht diente den interessierten Kreisen als Orientierung und lieferte eine verlässliche Darstellung des Geschehens auf dem Markt für Steinkohle, aber auch auf dem Markt für andere feste Brennstoffe wie Braunkohle und Torf.Dieser Vorschlag für eine Verordnung des Rates ergänzt die bestehenden gemeinschaftlichen Verfahren zur Überwachung der verschiedenen Primärenergieträger, die für die Energieversorgung der Europäischen Union eine Rolle spielen. Durch die Verordnung wird ferner die Fortsetzung der im Rahmen des EGKS-Vertrags entwickelten Tätigkeiten gewährleistet. Diese Kontinuität ist um so wichtiger, als der Union im Rahmen des derzeitigen Erweiterungsprozesses große Produzenten fester Brennstoffe beitreten werden. So sind Polen und die Tschechische Republik wichtige Steinkohleförderländer, Estland produziert bituminöse Gesteine, und fast alle Beitrittsländer verfügen über eine Braunkohleförderung.Auf seiner Sitzung vom 12. März 2002 gab der «Ausschuss der Kohlesachverständigen», dem Vertreter der Mitgliedstaaten angehören, eine befürwortende Stellungnahme zur Einrichtung eines gemeinschaftlichen Systems zur Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern ab.Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES über eine gemeinschaftliche Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern(Text von Bedeutung für den EWR)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION-gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere Artikel 284,auf Vorschlag der Europäischen Kommission [9],[9]  ABl. C ... vom ..., S. ...in Erwägung nachstehender Gründe :(1) Die Gemeinschaft ist bei ihrer Primärenergieversorgung in zunehmendem Maße von Einfuhren abhängig geworden. Nach dem Grünbuch «Hin zu einer europäischen Strategie für die Energieversorgungssicherheit» [10], das die Kommission am 29. November 2000 verabschiedete, wird der Energiebedarf der Gemeinschaft zur Zeit bereits zu 50% durch Einfuhren gedeckt; wenn dieser Trend anhält, wird sich dieser Wert bis 2030 sogar auf fast 70% erhöhen.[10]  KOM(2000) 769 endg.(2) Die Diversifizierung der Lieferer und Energiequellen ist ein wesentlicher Faktor für die Energieversorgungssicherheit. In diesem Zusammenhang ist es entscheidend, dass die Gemeinschaft über ein System zur Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern verfügt.(3) Der EGKS-Vertrag und die Bestimmungen für seine Anwendung, insbesondere der Beschluss 77/707/EGKS der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vom 7. November 1977 über eine gemeinschaftliche Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern [11], geändert durch den Beschluss 85/161/EGKS [12], liefen am 23. Juli 2002 aus.[11]  ABl. L 292 vom 16.11.1977, S. 11.[12]  ABl. L 63 vom 2.3.1985, S. 20.(4) Die Entscheidung Nr. 341/94/EGKS der Kommission vom 8. Februar 1994 zur Durchführung der Entscheidung Nr. 3632/93/EGKS über die Gemeinschaftsregelung für Maßnahmen der Mitgliedstaaten zugunsten des Steinkohlenbergbaus [13], die es der Kommission gestattet, den Preis von Kohle aus Drittländern zur Versorgung der Hochöfen in der Gemeinschaft festzusetzen und in diesem Rahmen die einschlägigen Daten über Käufe von Kohle, Kokskohle oder Koks in Drittländern zu erheben, ist ebenfalls am 23. Juli 2002 ausgelaufen.[13]  ABl. L 49 vom 19.2.1994, S. 1.(5) Die Information über die Richtpreise der aus Drittländern stammenden Steinkohle für die Strom- und Koksproduktion sowie für die Stahlindustrie ist für das gute Funktionieren des Binnenmarktes notwendig, insbesondere zur Überwachung der staatlichen Beihilfen für den gemeinschaftlichen Steinkohlenbergbau.(6) Daher sollte ein gemeinschaftliches Verfahren zur Unterrichtung und Konsultation über die Kosten der externen Versorgung mit Kohle und über die Richtpreise der Importkohle für die Stromproduktion sowie von Koks und Kohle für die Stahlindustrie eingerichtet werden.(7) Bei diesem Verfahren müssen regelmäßig bestimmte Informationen aus den Mitgliedstaaten über die Kosten der externen Versorgung mit Kohle und die Preise der Kohle aus Drittländern für Stromproduktion und Stahlindustrie in aggregierter Form erfasst werden. Die erfassten Informationen müssen es ermöglichen, die Entwicklung von Kosten und Preisen der Importkohle in der Gemeinschaft zu vergleichen.(8) Wie nach der bisherigen Praxis sollten die Mitgliedstaaten der Kommission weiterhin in jedem Quartal die Preise der Kohle aus Drittländern mitteilen. Die Mitgliedstaaten können zu diesem Zweck entweder ihr derzeitiges System beibehalten oder neue Verfahren für die Datenerhebung einführen.(9) Die erfassten Informationen und die Ergebnisse der Analysen der Kommission müssen auf Gemeinschaftsebene veröffentlicht werden, um die Transparenz des Marktes zu gewährleisten, ohne dass dabei jedoch Angaben über einzelne Einfuhren oder Unternehmen rekonstruiert werden können, und die Konsultation zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission sicherzustellen.(10) Stellt die Kommission fest, dass die ihr übermittelten Zahlen Unregelmäßigkeiten oder mangelnde Kohärenz aufweisen, muss sie von dem betreffenden Mitgliedstaat weitere Informationen anfordern können.(11) Um im Rahmen der Bestimmungen des Vertrags und entsprechend den der Gemeinschaft zugewiesenen Befugnissen allen Beteiligten Hinweise für ihre Tätigkeit zu geben und um ihr eigenes Handeln zu bestimmen, untersucht die Kommission Marktentwicklung und Preistendenzen bei den festen Brennstoffen fortlaufend.(12) Die Kommission veröffentlicht die in Anwendung dieser Verordnung gesammelten Untersuchungsergebnisse und Informationen, stellt dabei jedoch sicher, dass Angaben über einzelne Einfuhren oder Unternehmen nicht rekonstruiert werden können. Sie muss festlegen, wie die vorgeschriebenen Mitteilungen im Einzelnen zu erfolgen haben -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Durch diese Verordnung wird ein Verfahren für die Überwachung der Einfuhren von Steinkohle mit Ursprung in Drittländern festgelegt.Artikel 2Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission Daten zu den Einfuhren von Steinkohle und den Preisen (cif) der Einfuhren von Kohleprodukten, die zur Verwendung in der Stromproduktion sowie in der Stahlindustrie der Gemeinschaft bestimmt sind.Die Informationen aus der Aggregation der nach Artikel 4 gesammelten Daten werden so präsentiert, dass sie ein möglichst realistisches Bild des Steinkohlemarktes der Gemeinschaft ergeben.Artikel 3Für die Zwecke dieser Verordnung bedeutet:(a) «Steinkohleeinfuhren»: alle Mengen von Steinkohleprodukten und Koks mit Ursprung in Drittländern, die zu anderen als Transitzwecken in das Zollgebiet der Gemeinschaft gelangen und zur Verstromung sowie zur Versorgung der Koks- und Hochöfen eines Mitgliedstaates bestimmt sind;(b) «Einfuhrpreise»: der Preis frei Grenze (cif) von Steinkohleprodukten und Koks, die in das Zollgebiet der Gemeinschaft gelangen, bezogen auf Tonne Steinkohleneinheit (t SKE) für die zur Verstromung bestimmte Kohle und eine bestimmte Standardqualität der Kohle für Koksöfen.Artikel 4Alle Privatpersonen und Betriebe, die eines der in Artikel 5 genannten Kohleprodukte mit Ursprung in Drittländern einführen, teilen dem Mitgliedstaat, in dem sie niedergelassen sind, für jeden Zeitraum von nicht mehr als einem Monat Einzelangaben zu diesen Einfuhren mit.Jede aus Transportgründen in mehrere Lose aufgeteilte Einfuhr ist als eine Einfuhr zu betrachten, wenn sie auf der Grundlage eines einzigen Preises erfolgt.Wird bei der Einfuhr eines Produktes angegeben, dass es in mehrere Lose zu unterschiedlichen Preisen aufgeteilt ist, ist für jedes Los eine separate Anmeldung erforderlich.Artikel 51. Bei jeder Einfuhr von Steinkohleprodukten in einen Mitgliedstaat sind folgende Angaben zu machen:(a) Bezeichnung des Steinkohleproduktes,(b) Zollabfertigungsstelle,(c) Einfuhrdatum,(d) Ursprung oder Herkunft,(e) Menge,(f) Schwefelgehalt,(g) tatsächlich gezahlter cif-Preis,(h) Art der Transaktion, d.h. Lieferverpflichtung im Rahmen eines Vertrags von über oder unter einem Jahr.2. Für folgende Steinkohleprodukte ist eine Mitteilung zu machen:(a) Kohle zur Verstromung oder zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme,(b) Kohle für die Erzeugung von Koks zur Versorgung der Hochöfen der Stahlindustrie,(c) Einblaskohle für die Hochöfen der Stahlindustrie,(d) Koks zur Versorgung der Hochöfen der Stahlindustrie.3. Die Mitgliedstaaten können sich bei ihren Zollbehörden informieren, welche Auflagen im Zusammenhang mit dieser Verordnung zu erfuellen sind.Artikel 6Die Daten, die die Mitgliedstaaten der Kommission gemäß Artikel 2 mitzuteilen haben, werden innerhalb eines Monats ab dem Ende jedes Zeitraums von höchstens drei Monaten übermittelt. Diese Angaben ergeben sich für jedes Steinkohleprodukt aus der Aggregation der Daten, die den Mitgliedstaaten von Privatpersonen oder Betrieben übermittelt werden. Für jedes Steinkohleprodukt sind folgende Angaben zu machen :(a) die Mengen, in dem Monat, der auf das fragliche Quartal folgt ;(b) die Einfuhrpreise, ohne Abgaben und Steuern, in dem Monat, der auf das fragliche Quartal folgt,(c) die erforderlichen Daten für die Veröffentlichung eines jährlichen Berichts über den Markt für feste Brennstoffe in der Gemeinschaft. Ein Sachverständigenausschuss, dem Vertreter der Mitgliedstaaten angehören, legt die Einzelheiten für die Erstellung eines solchen Berichts fest.Artikel 7Die Kommission veröffentlicht auf der Grundlage der gemäß dieser Verordnung gesammelten Daten in geeigneter Form:(a) jedes Quartal die auf Gemeinschaftsebene aggregierten Preise (cif) sämtlicher Einfuhren von zur Verstromung oder zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme bestimmter Steinkohle, ohne Abgaben und Steuern,(b) jedes Quartal die auf Gemeinschaftsebene aggregierten Preise (cif) sämtlicher Einfuhren der für die Erzeugung von Hochofenkoks bestimmten Steinkohle, ohne Abgaben und Steuern,(c) im Laufe des ersten Quartals jeden Jahres einen Bericht über den Markt für feste Brennstoffe in der Gemeinschaft im Vorjahr und die Aussichten für das laufende Jahr.Artikel 8Die Mitgliedstaaten und die Kommission konsultieren sich in regelmäßigen Abständen auf Antrag eines Mitgliedstaats oder auf Initiative der Kommission. Diese Konsultationen betreffen vor allem die Mitteilungen an die Kommission gemäß Artikel 7.Es können auch Konsultationen mit internationalen Organisationen und mit Drittländern abgehalten werden, die über ähnliche Informationsmechanismen verfügen.Artikel 9Alle in Anwendung dieser Verordnung übermittelten Angaben sind vertraulich.Diese Bestimmung steht jedoch nicht der Weitergabe von allgemeinen oder zusammenfassenden Informationen an die Mitgliedstaaten entgegen, wenn die Weitergabe in einer Form erfolgt, die eine Rekonstruierung von Angaben über einzelne Lieferungen unmöglich macht, d.h. die Informationen müssen mindestens drei Unternehmen betreffen.Die Kommission und die Mitgliedstaaten tauschen Informationen, die sich auf einzelne Unternehmen beziehen oder aus denen Angaben über einzelne Einfuhren rekonstruiert werden können, nur untereinander aus.Artikel 10Stellt die Kommission fest, dass die ihr von den Mitgliedstaaten übermittelten Angaben Unregelmäßigkeiten oder mangelnde Kohärenz aufweisen, kann sie die betreffenden Mitgliedstaaten auffordern, ihr Einsichtnahme in die Berechnungs- oder Bewertungsverfahren zu gestatten, auf denen die aggregierten Daten beruhen.Artikel 11Die Kommission legt die Durchführungsvorschriften für diese Verordnung betreffend Form, Inhalt und sonstige Merkmale der in Artikel 1 genannten Mitteilungen fest.Artikel 12Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Sie gilt ab 24. Juli 2002.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am .Im Namen des RatesDer PräsidentANHANG1. Erforderliche Daten für die Veröffentlichung eines «Richtpreises» der Einfuhren von Kohle mit Ursprung in Drittländern für traditionelle Wärmekraftwerke und Kombikraftwerke zur Erzeugung von Dampf und Elektrizität (Tabelle I)Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission für jedes Quartal des Kalenderjahres folgende Angaben:- die Menge der Steinkohleneinfuhren in Tonnen (Masseneinheit, t = t) nach Möglichkeit mit genauer Angabe des Ursprungs, des unteren Heizwerts, roh (Hu i. roh) in Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg), nach Mengen getrennt für:- Schwefelgehalt: (a) unter oder gleich 1% oder (b) über 1%,- Art der Transaktion, d.h. Lieferverpflichtung im Rahmen eines Vertrags von (a) über oder (b) unter einem Jahr,- den auf der Grundlage der cif-Preise frei Grenze berechneten vierteljährlichen Durchschnittspreis der Gesamtheit dieser Einfuhren je Tonne (t = t).2. Erforderliche Daten für die Veröffentlichung eines «Richtpreises» der Einfuhren von Kohle mit Ursprung in Drittländern für die Koksöfen der Stahlindustrie (Tabelle II)- die Menge der Kokskohleeinfuhren in Tonnen (Masseneinheit, t = t) nach Möglichkeit mit genauer Angabe des Ursprungs, des Gehalts an Wasser, Asche, fluechtigen Bestandteilen und Schwefel,- den auf der Grundlage der cif-Preise frei Grenze berechneten vierteljährlichen Durchschnittspreis der Gesamtheit dieser Einfuhren je Tonne (t = t).Der «Einfuhrpreis» der Kokskohle wird konvertiert, um den Durchschnittswert für den Mitgliedstaat und den gemeinschaftlichen Richtpreis für folgende Referenzqualität zu berechnen:- Wasser: 8% - der Preis wird je 1 % Abweichung um 1% korrigiert- Aschegehalt: 7,5 - der Preis wird je 1 % Abweichung um 2% korrigiert- fluechtige Bestandteile: 26 - der Preis wird je 1 % Abweichung um 0,3% korrigiert- Schwefelgehalt: 0,8 - der Preis wird je 1 % Abweichung um 5% korrigiert- Granolumeter: 0-30 mmDie Europäische Kommission übermittelt den Mitgliedstaaten die Berechnungsmethode für den Richtpreis (cif) der Kokskohle, der im Rahmen des EGKS-Vertrags verwendet wurde, um die Einheitlichkeit der Statistiken zu gewährleisten.TABELLE I : Bericht über die vierteljährlichen Einfuhren von Kohle mit Ursprung in Drittländern für traditionelle Wärmekraftwerke und Kombikraftwerke zur Erzeugung von Dampf und ElektrizitätEinfuhrland :Lieferzeitraum :Langfristige Verträge (1 Jahr oder länger) :&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Kurzfristige Verträge (weniger als 1 Jahr) :&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;TABELLE II : Bericht über die vierteljährlichen Einfuhren von Kohle mit Ursprung in Drittländern für die Koksöfen der StahlindustrieEinfuhrland :Lieferzeitraum :&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;* Preis en USD** Durchschnittswerte