CELEX: 51980PC0647
Language: de
Date: 1980-11-04
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für nordamerikanische Seehechte (Merluccius bilinearis) der Tarifstelle ex 03.01 B I Q des gemeinsamen Zolltarifs (1981)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für gefrorene Filets vom Kabeljau der Tarifstelle 03.01 B II B) 1 des gemeinsamen Zolltarifs (1981) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 647
Vol. 1980/0206
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                      !
                                            KOM(80)647 endg.
                                            Brüssel , den 4 . November 1980
               VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
             zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines
           Gemeinschaftszollkontingents für nordamerikanische
           Seehechte    ( Merluccius bilinearis ) der Tarifstelle
            ex 03.01 B I Q des gemeinsamen Zolltarifs       ( 1981 )
               VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
             zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines
           Gemeinschaftszollkontingents für gefrorene Filets
              vom Kabeljau der Tarifstelle 03.01 B II B ? 1
                      des gemeinsamen Zolltarifs ( 1981 )
                 (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(80 ) 647 endg .
 ---pagebreak---                                   BEGRÜNDUNG
1 . Im Rahmen der multilateralen Handelsverhandlungen des GATT hat sich die
    Gemeinschaft verpflichtet , jährlich Gemeinschaftszollkontingente zum
    Zollsatz von 8% für folgende Waren zu eröffnen :            .
    ex 03.01 B I q )        Seehechte ( Merluccius bilinearis )        2.000 Tonnen
            03.01 6 II b ) 1 Gefrorene Filets vom Kabeljau           10.000 Tonnen
2 . Mit diesem Vorschlag will die Gemeinschaft ihren Verpflichtungen nach­
    kommen und die genannten Gemeinschaftszollkontingente für die Zeit vom
    1 . Januar bis 31 . Dezember 1981 eröffnen , wobei die Beteiligung Griechenlands
    an der Aufteilung auf die Mitgliedstaaten vorgesehen wird .
3 . Die Vorschläge der Kommission lernen sich weitgehend an die von ihr
    üblicherweise für Zollkontingente gemachten Vorschlägen an , und zwar
          die Kontingentsmengen werden in zwei Raten aufgeteilt ; die erste
          relativ grosse Rate wird auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die zweite
          Rate bildet die Reserve , aus der ein gegebenerfa l Is entstehender zu­
          sätzlicher Bedarf gedeckt werden soll ;                       .    ,  •
    - ; : die Aufteilung der ersten Quoten auf die Mitgliedstaaten fusst auf
          ihren früheren Einfuhren aus Drittländern in den vergangehen drei
          Jahren und den Aussichten für das betreffende Kontingents jähr .
    Die Einfuhren der Gemeinschaft aus Drittländern haben sich in den in
    Frage stehenden letzten drei Jahren wie folgt entwickelt :
 ---pagebreak---                                           - 2
 -    Seehecht
      Mitaliedstaat                        1977                        1978                        1979
                                       ( in Tonnen )              ( in Tonnen )               ( in   Tonnen )
 Bénélux                                   750                         775                         250
Dänemark     •                                                         610                         684
 Deutschland .                             360                         433                         155,5
Griechenland                                           ( keine Angaben verfügbar )
 Frankr<?i ch                          4.000      '                 5.600 ( 1 )                    200
Irland                                       7,9                         4,6                         42
 Italiën                                                               841                             0,4
Vereinigtes Königreich                 4.3755 ( 1 )                 3.119 ( 1 )                      52
 ( 1 ) Zahlenangaben über die Einfuhr aller Seehechte
                                                                                        i,
 -    Gefrorene Filets vom  Kabel j au                                            ' v
          •
                                           1977                        1978                         1979
Mitgliedstaat             *
                                   int           in %          in t       in y.         in t          in '/.
Bénélux                            793              2,09         1.190        2,31 ,           966      1,93
Dänemark                           523              1,38         1 . 050      2,04             105      0,21
Deutschland                    2.530                6,68         1 . 260      2,45         2.139        4,28
                                                           I
Griechenland                                          ( keine Angaben verfügbar )                 0     0
Frankreich                     1 . 181              3,12         1 . 102      2,14         1 . 566      3,13
Irland                           0                  0            0            0       .        0        0
             *
Italien                        1 . 346              3,55             582      1,13             953      1,90
Vereinigtes Königreich        31.512             83,18          46.326     • 89,93 44.300              88,55
                              37.885                            51.510          ,       50.029
                            )
 ---pagebreak--- Der ersten Tabelle betreffend Seehecht ist zu entnehmen , dass die Einfuhren ,
die statistisch nicht getrennt aufgeführt werden , nicht ganz erfasst werden
konnten und der Anteil , den die Einfuhren der einzelnen Mitgliedstaaten an
den Gesamteinfuhren     der Gemeinschaft ausmachen , nicht berechnet werden
konnte . Folglich sind diese Angaben . für die Entwicklung der Einfuhren in
den einzelnen Mitgliedstaaten womöglich nicht repräsentativ . Unter Berück­
sichtigung der Bedar fvorausschätzungen der Mitgliedstaaten können für
ihre erste Quote ni chtsdestoweniger folgende Vomhundertsätze angesetzt
werden - der Anteil Griechenlands am Gemeinschaftszollkontingent für
Seehechte kann in einem ersten Stadium darauf beschränkt bleiben , dass
dieses Land bei Bedarf Ziehungen aus der Gemeinschaftsreserve vornimmt :
                                            Seehecht      Gefrorene Filets vom
                                                          Kabeljau
           Bénélux                           21,99            1 , 79
           Danemark                          19,06         ν  0,94
           Deutschland                       13,20            4,16
           Griechenland                                       0,01 .
           Frankrei ch                        5,87            6,13
           Irland ,                           0,29            0.,01
         , Italien                           24,93 ,          1,71
                                «
           Vereinigtes Königreich            14,66           85,25
Die Vorschläge für diese Verordnungen sehen als einziges von den Mitglied-
Staaten anzuwendedes Verwaltungsverfahren das sogenannte Windhundverfahren
vor .            ,
 ---pagebreak---                                             .. Vorschlag einer
                      . ♦                                         Ï .      •
                                     VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
             ■ zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für nordumc-.
               rikanische Seehechte (Merluccius bilinearis) der JTarifstelle ex 03.01 B I q) des GemeinsSojen
                                    - :              Zolltarifs C1981 )            ■                   \' '
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                                                       „ i,   .
 Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113 ,
 auf Vorschlag der Kommission, -
                                                 ' 1                                                            "
 in Erwägung nachstehender Gründe:                                                                .
 Die Gemeinschaft hat sich verpflichtet, jährlich ein Ge-                                           • • '   .
 mcinschaftszollkontingcnt für nordamerikanische See-           '
 hcchte (Mcrluccius bilincaris) derTarifstclle ex 03.0 i B I
 q) des Gemeinsamen Zolltarifs in Höhe von 2 000 Ton-                           •/
 nen zum Zollsatz von 8 %        zu eröffnen. Das betref-                                                          '
 fende Zollkontingcnt ist am 1 . Januar 1981 zu eröffnen
 und auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen.
  Artikel 64 der Beitrittsakte < 1 ) enthält die Vorschrift , dass Griechenland
ab 1 . Januar 1981 den Gemeinsamen Zolltarif in völlem Umfang für die in
  Frage vstehenden Erzeugnisse anwendet . Von da ab ist Griechenlands x
  Bedarf aus Drittländern während des Kontingentzeitraums aus diesem Zoll-
  kontingent zu decken .                                            .
Allen Einführern ist insbesondere gleicher , regelmässiger Zugang zu dem
Kontingent zu sichern . Ferner muss die ununterbrochene Anwendung des
vorgesehenen Zollsatzes auf alle Einfuhren im Rahmen des Kontingents bis
zu seiner Ausschöpfung gewährleistet werden . Der Gemeinschaftscharakter                                               .
  des 'Kontingents im Hinblick auf diese Grundsätze kann dadurch gewahrt
  werden , däss bei der Ausschöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung
 der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegegangen wird . Damit die tatsäch­
 liche Marktentwicklung der betreffenden Ware weitmöglichst berücksichtigt .
wird , muss diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf vorgenommen werden , der
 einerseits anhand der statistischen Angaben über die während eines reprä­
sentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus Drittländern und anderer
 seits nach den Wirtschaftsaussichten für das betreffende Kontingent jähr
 zu berechnen ist .
 ( 1 ) ABU Nr . L 291 vom 19.11.1979 . S. 17
 ---pagebreak---                     Ρ
                            - 2 -
  Da es sich um Fische handelt, die in den statistischen Wa­
  renverzeichnissen der Mitgliedstaatcn nicht besonders
  aufgeführt sind , könnten die von einzelnen von ihnen ge­
  lieferten Angaben über Einfuhren nicht ausreichend ge­
  nau und repräsentativ genug für die Aufteilung dieses
  Kontingents auf die Mitgliedstaaten sein.
  Mit den einzelnen verfügbaren Angaben sowie den
  Schätzungen der Mitgliedstaaten läßt sich der Einfuhr­
  bedarf jedes einzelnen von ihnen aus Drittländern im
 vorgesehenen Kontingentszeitraum auf folgende prozen­
  tuale Beteiligung veranschlagen:
            Bcnc ux                          21,99
            Dänemark                         19,06
            Deutschland                      13,20
            Frankreich                        5,87
            Irland                            0,29
            Italien                          24,93
            Vereinigtes Königreich           14,66 ; -
Da für Griechenland keine statistischen Angaben über frühere
Einfuhren und Wirtschaftsaussichten für den Kontingentszeit-
raum verfügbar sind , ist zur Wahrung des Gemeinschafts-
charakters des Kontingents vorzusehen , dass Griechenland
bei einem gegebenenfalls entstehenden Bedarf Ziehungen
aus der Reservemenge nach dem Verfahren von Artikel 3
vornehmen kann .
 Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der ge­
 nannten Fische Rechnung zu tragen, ist die Kontin- .        . (       ^
 gentsmenge in zwei Raten zu teilen, wobei die erste Rate
 auf die Mitglicdstaaten aufgeteilt wird und die zweite'
 Rate als Reserve zur späteren Deckung des Bedarfs der­
jenigen Mitgliedstaaten , die ihre erste Quote ' '
ausgeschöpft haben , sowie des gegebenenfalls
in Griechenland entstehenden Bedarfs bestimmt ist .
                        Um den Einführern eine gewisse
Sicherheit zu geben, ist es angezeigt, die erste Rate des
Gemeinschaftskontingents hoch, d. h. im vorliegenden               '
Fall auf 80 v. H. der Kontingentsmenge, festzusetzen.
Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch aus­
geschöpft werden. Um Unterbrechungen zu vermeiden,
muß daher jeder Mitgliedstaat, der seine erste Quote fast
ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer zusätzlichen            .   '
Quote auf die Reserve vornehmen. Diese Ziehung muß
jeder Mitglicdstaat vornehmen, wenn jede seiner zusätz­
lichen Quoten fast ganz ausgeschöpft ist; diese Ziehung
muß er so oft vornehmen, wie noch eine Reserve vorhan­
den ist. Die ersten und die zusätzlichen Quoten müssen
bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten. Diese Art
der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit
zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission , die
vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der
Ausschöpfung der, Kontingentsmenge zu verfolgen und
die Mitgliedstaatcn darüber zu unterrichten.
 ---pagebreak---                                 ν­
                               - 3 -
   Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
   raums in einem Mitgliedstaat eine größere Restmenge
   vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil
   davon auf die Reserve übertragen, um zu verhindern , daß
   ein Teil des Gcmeinschaftszollkontingents in einem Mit- :
   gliedstaat nicht ausgeschöpft wird, während er in ande­
   ren Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
   Da das Königreich Belgien , das Königreich der Nieder­
   lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
   Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
   und durch diese vertreten werden, kann jede.Maßnahme
   im Zusammenhang mit der Verwaltung deridieser Wift-
 ' schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
   glieder vorgenommen werden –                           .
                                                          •     ?
    HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:                   '
                             Artikel 1                  •
    (1)    Für die Zeit vom 1. Januar bis 31 . Dezember 1981
    wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollkontin-
    gent von 2 000 Tonnen für nordamerikanische Seehechte
    (Merluccius bilinearis) der Tarifstelle ex 03.01 B I q) des
    Gemeinsamen Zolltarifs eröffnet.
      (2)    Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im. :   •
 . Rahmen dieses Zollkontingents auf 8 %            ausgesetzt.
   -                       ' Artikel 2
      (1 ) Das in Artikel 1 genannte Gemeinschaftszollkoji-
      tingent wird in zwei Rpten geteilt.
      (2)   Eine erste Rate in Höhe von 1 700 Tonnen wird auf       '
einige Mitgliedstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vor­
     behaltlich des Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezember
      198 gelten, belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf
     folgende Mengen:
            Benelux        V              , 352 Tonnen,
            Dänemark                        305 Tonnen,
       ■    Deutschland                     211 Tonnen,
            Frankreich                      194 Tonnen,
            Irland                            5 Tonneri,
            Italien                      ' 399 Tonnen,
            Vereinigtes Königreich          234 Tonnen.
     (3 )   Die zweite Rare in Höhe von 300 Tonnen bildet
     die Reserve.
                           Artikel 3
Entsteht in Griechenland Bedarf an diesen Fischen ,
so entnimmt dieser Mitgliedstaat der Reserve eine
angemessene Quote , soweit die Reservemerige ausreicht .
 ---pagebreak---                         - 4 -
                         Artikel 4
( 1 ) Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäß
Artikel 2 Absatz 2 oder, bei Anwendung des Artikels 5,
die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve übertra­
genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er un­
verzüglich , soweit die Reservemenge ausreicht, die Zie­
hung einer zweiten Quote in Höhe von 10 v. H. seiner er- -
sten Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Ein­
heit aufgerundet wird; die Ziehung erfolgt durch Mittei­
lung an die Kommission.
(2)     Ist nach Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
unverzüglich gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten
Quote in Höhe von 5 v. H. seiner ersten Quote vor, die
gegebenenfalls auf die höhere Einheit aufgerundet wird.
(3)     Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die
dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
90 v. H. oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mit-
gliedstaat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten
Quote in Höhe der dritten Quote vor.^
Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
angewandt.
(4)     Abweichend von den Absätzen l,-2 und 3 kann je--
der Mitgliedstaat niedrigere als die in diesen Absätzen
vorgesehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der An­
nahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden
können . Er unterrichtet die Kommission über die Grün­
de, die ihn veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                          Artikel 5
  Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
  Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 1981
                         Artikel 6
 Die Mitgliedstaaten übertragen am 1. Oktober 198^ von
 ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf die
 Reserve, der am 15 . September 1981 20 v. H. der ur­
sprünglichen Menge übersteigt. Sie können eine größere "
 Menge übertragen , wenn Grund zur Annahme besteht,
daß die betreffende Menge nicht ausgeschöpft werden
kann.
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 1 . Oktober 198*1 die Gesamtmenge der Einfuhren der be­
treffenden Ware mit, die bis zum 15 . September 19P1
einschließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszoll-
kontingent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls
den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve über­
tragen.
 ---pagebreak---                                                Artikel    7
                    Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­
                    gliedstaaten nach den Artikeln 2 e                  ^ eröffneten QUO "
                    ten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über
                    den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die
                    Mitteilungen zugehen.
                    Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Ok­
                    tober 1 981 über die Reserve, die nach den in Anwendung
                    von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.                       1
                    Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve               '
                    ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge
                    beschränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-
                    gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Rest­
                    menge an.                                           '
                                                Artikel g
                    ( 1 ) Die Mitglicdstaaten treffen die erforderlichen
                    Maßnahmen, um durch die Eröffnung der gemäß Arti­
                    kel 4 gezogenen zusätzlichen Quoten die fortlaufenden                 > -
                    Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil an dem Ge-
                 . meinschaftskontingent zu ermöglichen.
                    (2)    Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­
                    biet ansässigen Importeuren der betreffenden Ware
                    freien Zugang -zu den ihnen zugeteilten Quoten. •
                    (3)    Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der be­
                    treffenden Ware nach Maßgabe der Gestellung der be­
                    treffenden Ware bei der Zollstelle mit einer Anmeldung
                    zur Uberführung in den zollrechtlich freien Verkehr auf
                    ihre Quoten an .
                   (4)     Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
                  gliedstaaten wird anhand der gemäß Absatz 3 angerech­
                  neten Einfuhren festgestellt.              4 ■ ■ ■
          -    ,                            . Artikel 9
                  Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
                  mit, welche Einfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
                  rechnet wurden.
                                              • Artikel 10         .
                     Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                     Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zu­
                     sammen .
                                                Artikel <1 <1                                 '
                                                                 1981
                     Diese Verordnung tritt am 1 . Januar              in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitglied
Staat .
Geschehen zu Brüssel
                                                                     Im Namen des Rates'
                                                . >       -               Der Präsident
 ---pagebreak---                                         Vorschlag einer
                                VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
              zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollk^ntingents für ge­
              frorene Filets vom Kabeljau der Tarifstelle 03.01 B II b) 1 des Gemeinsamen Zolltarifs (19 81 )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,
 auf Vorschlag der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
                                        '                                                                     *
Die Gemeinschaft hat sich verpflichtet, jährlich ein Ge-
 meinschaftszollkontingent für gefrorene Filets vom Ka­
 beljau der Tarifstellc 03.01 B II b) 1 des Gemeinsamen ,       _     ■
Zolltarifs in Höhe von 10 000 Tonnen zum Zollsatz von
8 % zu eröffnen. Das betreffende Zollkontingent ist
am 1 . januar 198 1 zu eröffnen und auf die Mitgliedstaa-     .                            -
ten aufzuteilcn.
Artikel 64 der Beitrittsakte C1 ) enthalt die Vorschrift , dass Griechenland
ab 1 . Januar 1981 den Gemeinsamen Zolltarif in vollem Umfang für die in
Frage stehenden Erzeugnisse anwendet . Von da ab ist Griechenlands
Bedarf aus Drittländern während des Kontingentzeitraums aus diesem Zoll-
kontingents zu decken .
Allen Einführern ist insbesondere gleicher , regelmässiger Zugang zu dem
Kontingent zu sichern . Ferner muss die ununterbrochene Anwendung des vor­
gesehenen Zol Isatzes^ auf alle Einfuhren im Rahmen des Kontingents bis
zu seiner Ausschöpfung gewährleistet werden . Der Gemeinschaftscharakter
des Kontingents im Hinblick auf diese Grundsätze kann dadurch gewährt
werden , dass bei der Ausschöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung
der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird . Damit die tatsächliche
Mar.ktentwi cklung der betreffenden Ware weitmöglichst berücksichtigt wird ,
muss diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf vorgenommen werden , die
einerseits anhand der statistischen Angaben über die während eines reprä­
sentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus Drittländern und andere
seits nach den Wirtschaftsaussichten für , das betreffende Kontingent jähr
zu berechnen ist .
 ( 1 ) ABl . Nr . L 291 vom 19.11.1979, S. 17
 ---pagebreak---                                 - 2 -
einzelnen Mitgliedstaaten wie folgt:
                    r1977 Tl978 ._|_j978
 Bénélux              2,09 . 2^31                  1,93
 Danemark             1,38          2,04           0,21
 Deutschland          6,68          2,45           ^/28
 Griechenland              0
 Frankreich           3,12          2,14           3,13
 ïrland
                           00           0               0
                      3 >5 5        1,13            1 /9°
 Γ1.™
 Vereinigtes
                     85,18
                        '
                                  89,93           88,55
  Königreich
   Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
   sichtlichen Entwicklung der Markige für diese Ware im
   Jahr 19&1 läßt sich die erste prozentuale Beteiligung an
   der Kontingentsmenge wie folgt festsetzen :
                                          1   70
           Bénélux                *        ' /'
           Dänemark
           Deutschland                    4,16
           Griechenland                   0,01
           Frankreich                     6,13
           Irland .                        0,01
           Italien                         1 '71
           Vereinigtes Königreich       ^ '
   Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der ge­
   nannten Waren Rechnung zu tragen, ist die Kontin­
   gentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste Rate
   aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur späte­
   ren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten be­
   stimmt ist, die ihre erste Quote ausgeschöpft haben. Um
   den Einführern eine gewisse Sicherheit zu geben, ist es
   angezeigt, die erste Rate des Gemeinschaftszollkontin-
   gents hoch, d. h. im vorliegenden Fall auf 80 v. H. der
   Kontingentsmenge, festzusetzen.
   Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch aus­
   geschöpft werden. Um Unterbrechungen zu vermeiden,
   muß daher jeder Mitgliedstaät, der seine erste Quote fast
   ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer zusätzlichen
   Quote auf die Reserve vornehmen. Diese Ziehung muß
   jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn jede seiner zusätz­
   lichen Quoten fast ganz ausgeschöpft ist; diese Ziehung
   muß er so oft vornehmen , wie noch eine Reserve vorhan­
   den ist. Die ersten und die zusätzlichen Quoten müssen
   bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten. Diese Art
   der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit
   zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die
   vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der
 . Ausschöpfung der Kontingentsmenge zu verfolgen und .
   die Mitgliedstaaten darüber zu unterrichten.
 ---pagebreak--- Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
raums in einem Mitgliedstaat eine größere Restmenge
vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil
davon auf die Reserve übertragen, um zu verhindern , daß
ein Teil des Gemeinschaftszollkontingcnts in einem Mit-
gliedstaat nicht ausgeschöpft wird , während er in ande­
ren Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
glieder vorgenommen werden –
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                          Artikel 1
 (1)   Für die Zeit vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 198 1
 wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollk'ontin-
gent von 10 000 Tonnen für gefrorene Filets vom Kabel­
jau der Tarifstelle 03.01 B II b) 1 des Gemeinsamen
Zolltarifs eröffnet.
 (2 )  Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im
Rahmen dieses Zollkontingents auf 8        % ausgesetzt.
                         Artikel 2
( 1 ) Das in Artikel 1 genannte Gemeinschaftszollkon-
tingent wird in zwei Raten geteilt.
(2)    Eine erste Rate in Höhe von 8 300 Tonnen wird
auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt; die Quoten , die vor­
behaltlich des Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezember
1981 gelten, belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf
folgende Mengen:                        *
       Benelux         '                     148 Tonnen
       Dänemark •                             76 Tonnen
       Deutschland                          348 Tonnen
       Gnechenland                             1 Tonne
        Frankreich                          508 Tonnen
        Irland                                 1   Tonne
        Italien                             141 Tonnen
                                            075 Tonnen
        Vereinigtes Königreich
  (3 )  Die zweite Rate in Höhe von 1 700 Tonnen bildet
 die Reserve.
 ---pagebreak---                       - 4 -
                         Artikel 3
            .                              i
(1 )    Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäß-
Artikcl 2 Absatz 2 oder, bei Anwendung des Artikels 5 ,
die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve übertra­
genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er un­
verzüglich, soweit die Reservemenge ausreicht, die Zie­
hung einer zweiten Quote in Höhe von 10 v. H. seiner er­
sten Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Ein­
heit aufgerundet wird ; die Ziehung erfolgt durch Mittei­
lung an die Kommission.
(2) Ist nach Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
unverzüglich gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten
Quote in Höhe von 5 v. H. seiner ersten Quote vor, die
gegebenenfalls auf die höhere Einheit aufgerundet wird .
(3)     Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die
dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
90 v. H. oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mit-
 gliedstaat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten
 Quote in Höhe' der dritten Quote vor.
Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
angewandt.
 (4) Abweichend vonden Absätzen 1 , 2 und 3 kann je­
der Mitgliedstaat niedrigere als die in diesen Absätzen
vorgesehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der An­
nahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden
können. Er unterrichtet die Kommission über die Grün­
de, die ihn veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                          Artikel 4
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
Quoten gelten bis zum 31 . Dezerfiber 1981.
                          Artikels
Die Mitgliedstaaten übertragen am 1 . Oktober 1981 von
ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf die
Reserve, der am 15. September 1981 20 v. H. der ur­
sprünglichen Menge übersteigt. Sie können eine größere
Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme besteht,
daß die betreffende Menge nicht ausgeschöpft werden
kann .                                              '
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 1 . Oktober 198] die Gesamtmenge der Einfuhren der be­
treffenden Ware mit, die bis zum 15. September 198^
einschließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszollkon-
tingent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls den
Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve übertragen.
 ---pagebreak---                                                    - 5 -
                                             Artikel 6
                   Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­
                  gliedstaaten nach den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quo­
                  ten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über
                  den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die
                  Mitteilungen zugehen.
                  Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5. Ok­
                  tober 1981 über die Reserve, die nach den in Anwendung
                  von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.
                  Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
                  ausgeschöpft wird , auf die verfügbare Restmenge be­
                  schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied-
                  staat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Restmenge
                  an .
                                             Artikel 7
                  ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen
                  Maßnahmen, um durch die Eröffnung der von ihnen
                  nach Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fort­
                  laufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil an
                  dem Gemeinschaftskontingent zu ermöglichen.
                  (2)     Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­
                  biet ansässigen Einführern der betreffenden Ware freien
                  Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
                  (3) Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der be­
                  treffenden Ware nach Maßgabe der Gestellung der be­
                  treffenden Ware bei der Zollstelle mit einer Anmeldung
                  zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr auf
                  ihre Quoten an .
                  (4) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
                  gliedstaaten wird anhand der gemäß Absatz 3 angerech­
                  neten Einfuhren festgestellt.
                                            Artikel 8                         .
                 Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
                 mit, welche Einfuhren tätsächlich auf ihre Quoten ange- ,
                 rechfter wurden.
                                            Artikel 9
                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                 Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zu­
                 sammen.
                                          : Artikel 10
                 Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1981 >n Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitglied-
staat .
                                                             ! .
Gesehenen zu Brüssel
                                                                 Im Namen des Rates
                                                           »
                                                                    Der Präsident