CELEX: 51995PC0138
Language: de
Date: 1995-04-18
Title: Geänderter Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Gesundheitsförderung, -aufklärung, -erziehung und -ausbildung im Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                        Brüssel, den 18 04.1995
                                        KOM(95) 138 endg.
                                        94/0130 (COD)
                 Geänderter Vorschlag für einen
BESCHLUSS DES EUROPAISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
      über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur
       Gesundheitsförderung, -aufklärung, -erziehung
       und -ausbildung im Zuge des Aktionsrahmens
           im Bereich der öffentlichen Gesundheit
         (gemäß Artikel 189 a, Absatz 2 des EG-Vertrages
                 von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                                      BEGRÜNDUNG
Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rats
der Europäischen Union über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur
Gesundheitsforderung, -aufklärung, -erziehung und -ausbildung im Zuge des
Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit
Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission betreffend einen Beschluß des Europäischen
Parlaments und des Rats über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur
Gesundheitsförderung, -aufklärung, -erziehung und -ausbildung im Zuge des
Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit war von der Kommission am
1. Juni 1994 angenommen worden.
Zum ursprünglichen Vorschlag der Kommission haben der Ausschuß der Regionen1 und
der Wirtschafts- und Sozialausschuß2 eine befürwortende Stellungnahme abgegeben.
Nach der Stellungnahme des Europäischen Parlaments in erster Lesung vom
15. März 1995 legt die Kommission gemäß Artikel 189a des EG-Vertrags einen
geänderten Vorschlag für einen Beschluß vor. Der neue Wortlaut enthält im wesentlichen
zwei Arten von Änderungen:
-       die eine Gruppe von Änderungen gestaltet den ursprünglichen Vorschlag deutlicher
        und klarer,
-       die andere Gruppe von Änderungen erweitert inhaltlich ein wenig die Aktionen
        im Rahmen des Programms bezüglich einiger spezifischer Aspekte der
        Gesundheitsförderung.
Struktur und Zielsetzungen des ursprünglichen Vorschlags bleiben im geänderten
Vorschlag der Kommission erhalten, manche Bestimmungen und manche Aktionen des
Programms werden jedoch deutlicher dargestellt oder erweitert.
Von den 43 Änderungen des Europäischen Parlaments werden 18 unverändert (4, 9, 28,
30, 31, 37, 39, 47, 48) bzw. mit redaktionellen Änderungen inhaltlich übernommen (2,
6, 8, 14, 16, 18, 19, 21, 25).
Hinsichtlich der drei Änderungen (10, 12, 13), die sich auf das Ausschußverfahren und
die jährliche Festsetzung der Höhe der finanziellen Mittel beziehen, wird die Kommission
zu einem späteren Zeitpunkt die auf interinstitutioneller Ebene vereinbarten
Bestimmungen übernehmen.
Für die Änderungen 11, 34, 35,36 und 38, die jeweils teilweise annehmbar sind, teilweise
nicht, schlägt die Kommission einen anderen Wortlaut vor.
 1
        Tagung vom 15. und 16. November 1994.
2
        Tagung vom 25. und 26. Januar 1995.
                                                                                   CD
 ---pagebreak--- Die Kommission hat 4 Änderungen (1,5, 23, 41) nicht übernommen, weil sie sich auf
Tätigkeitsbereiche beziehen (Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit,
medizinische Behandlung und Pflege, spezifische Krankheiten), die nicht unter das
Programm bzw. unter Artikel 129 fallen.
Die Änderungen 7, 15, 17, 20, 24, 26 und 44 konnte die Kommission nicht übernehmen.
Sie haben zwar allgemein anerkannte Grundsätze zum Gegenstand oder entsprechen
Verpflichtungen, die die Kommission eingegangen ist, ihre ausdrückliche Erwähnung in
dem besonderen Kontext, in dem sie vorgeschlagen werden, ist jedoch nicht gerechtfertigt.
Weitere 6 Änderungen (22, 27, 29, 33, 40, 43) wurden von der Kommission nicht
übernommen, da sie sich auf Bevölkerungsgruppen (ältere Menschen, benachteiligte
Gruppen) oder Tätigkeiten (Information über Medikamente) beziehen, die bereits
ausdrücklich Gegenstand der Aktionen im Rahmen des Programms sind.
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                 Geänderter Vorschlag®
(COM (94) 202 endg.)
Das Europäische Parlament und der
Rat der Europäischen Union -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung
der Europäischen          Gemeinschaft,
insbesondere auf Artikel 129,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und
Sozialausschusses,
nach Stellungnahme des Ausschusses der
Regionen,
in Erwägung nachstehender Gründe:
 1. Gemäß Artikel 3 Buchstabe o des
Vertrags über die Europäische Union
muß die Tätigkeit der Gemeinschaft
einen Beitrag zur Erreichung eines hohen
Gesundheitsschutzniveaus umfassen.
Artikel 129 sieht ausdrücklich vor, daß
die Gemeinschaft in diesem Bereich die
Zusammenarbeit         zwischen      den
Mitgliedstaaten         fördert      und
erforderlichenfalls deren Tätigkeit
unterstützt.
2. In ihrer Mitteilung zur öffentlichen
Gesundheit vom 24. November 1993
erläutert die Kommission, daß die
bislang aus den Maßnahmen für die
öffentliche Gesundheit gewonnenen
Erfahrungen die Durchfuhrung eines
Programms für         Gemeinschaftsmaß-
nahmen in den vier prioritären Bereichen
Gesundheitsförderung, -aufklärung,
-erziehung und -ausbildung rechtfertigen.
3. In der Entschließung des Rates vom
23. November 1988 zur Gesundheitser-
ziehung in Schulen wurde nachdrücklich,
darauf hingewiesen, daß bestimmte
 Ernährungsgewohnheiten, die unkon-
trollierte Einnahme einiger chemischer
 Wirksubstanzen und Arzneimittel, der
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                Geänderter Vorschlag®
(COM (94) 202 endg.)
Drogenmißbrauch, das Rauchen und die
Umweltverschmutzung gesundheitsschäd-
lich sind. Auch Probleme der Sicherheit
und Unfälle können nachteilige Folgen
für die Gesundheit haben.
4. In der Entschließung des Rates und
der im Rat vereinigten Vertreter der
Regierungen der Mitgliedstaaten vom
3. Dezember 1990 über ein Aktions-
programm, der Gemeinschaft betreffend
Ernährung und Gesundheit wurde betont,
daß die Förderung einer gesunden
Lebensweise im Hinblick auf Ernährung
und Gesundheit von grundlegender
Bedeutung ist, damit die Menschen in
ihrer Lebensführung die notwendigen
Entscheidungen für eine angemessene
und bedarfsgerechte Ernährung treffen
können.
5. In den Schlußfolgerungen des Rates    5. In den Schlußfolgerungen des Rates
und der im Rat vereinigten               und der im Rat vereinigten
Gesundheitsminister der Mitgliedstaaten  Gesundheitsminister der Mitgliedstaaten
vom 13. November 1992 auf der Grund-     vom 13. November 1992 betreffend die
lage der Mitteilung der Kommission an    Gesundheitserziehung auf der Grundlage
den Rat betreffend die Gesundheits-      der Mitteilung der kommission an den
erziehung in Schulen wurde die Schule    Rat vom 11. Mai 1992 über die
als besonders geeigneter Rahmen          Gesundheitserziehung in Schulen wurde
bezeichnet, um systematisch eine         die Schule als besonders geeigneter
gesunde Lebensweise zu vermitteln,       Rahmen bezeichnet, um systematisch
damit Krankheiten und Unfälle verringert eine gesunde Lebensweise zu vermitteln,
werden können. Außerdem wurde die        damit Krankheiten und Unfälle verringert
Ansicht vertreten, daß auch in anderen   werden können. Außerdem wurde die
Bereichen, beispielsweise in Heimen,     Ansicht vertreten, daß auch in anderen
Krankenhäusern, in Gemeinden und am      Bereichen - beispielsweise in Heimen,
Arbeitsplatz, Gesundheitsforderung und   Krankenhäusern, in Gemeinden und am
Gesundheitserziehung eine zentrale Rolle Arbeitsplatz - Gesundheitsförderung und
 spielen können. Ferner wurde die        Gesundheitserziehung eine zentrale Rolle
 Kommission          ersucht,       die  spielen können. Ferner wurde die
Zusammenarbeit zwischen             den  Kommission           ersucht,       die
 Mitgliedstaaten bei der Durchfuhrung    Zusammenarbeit zwischen             den
 wirksamer Maßnahmen zur Gesundheits-    Mitgliedstaaten bei der Durchführung
 förderung und Gesundheitserziehung in   wirksamer Maßnahmen zur Gesundheits-
 den verschiedenen Bereichen auszubauen.
 ---pagebreak---  ^Ursprünglicher Vorschlag               Geänderter Vorschlag®
(COM (94) 202 endg.)
                                         förderung und Gesundheitserziehung in
                                         den verschiedenen Bereichen auszubauen.
6. Diese Maßnahmen müssen im Zuge
des Aktionsrahmens der Kommission im
Bereich der öffentlichen Gesundheit
durchgeführt werden und, wie der Rat in
seiner Entschließung vom 27.5.1993
verlangt hat, andere Maßnahmen
berücksichtigen, die von der Gemein-
schaft im Bereich der öffentlichen Ge-
sundheit oder mit Auswirkungen auf die
öffentliche Gesundheit durchgeführt
werden.
7. In seiner Entschließung über
Gesundheitspolitik, Gesundheitsforderung
und Gesundheitserziehung formulierte
das Europäische Parlament eine Reihe
von Vorschlägen für Maßnahmen der
Gemeinschaft        im Bereich der
Unfallverhütung und der Prävention von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die nicht
Gegenstand der derzeit laufenden
Gemeinschaftsprogramme sind.
                                         7a. Für die Zielgruppe der älteren
                                         Menschen sind Maßnahmen zur Gesund-
                                         heitsförderung und Gesundheitserziehung
                                         angezeigt.
8. Die Ergebnisse des integrierten
Ansatzes sind, wie das gemeinsame
Projekt der Weltgesundheitsorganisation,
des Europarates und der Europäischen
Gemeinschaft       "Europäisches Netz
gesundheitsfördernder Schulen" zeigt, im
Hinblick auf Möglichkeiten der
Durchführung      von    Gesundheitsför-
derungsmaßnahmen in besonderen
Bereichen ermutigend.
9. Es steht fest, daß sozioökonomische
Bedingungen wie Wohnverhältnisse,
Arbeitslosigkeit, Verstädterung und
 soziale Ausgrenzung          bei der
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                 Geänderter Vorschlag®
(COM (94) 202 endg.)
Gesundheitsförderung, insbesondere für
die in benachteiligten Gebieten lebenden
Personengruppen, berücksichtigt werden
sollten.
                                          9a. Es bestehen Wechselwirkungen
                                          zwischen einzelnen Zielen der
                                          Sozialpolitik und den im Bereich der
                                          öffentlichen   Gesundheit   verfolgten
                                          Zielsetzungen, da das Wohlbefinden am
                                          Arbeitsplatz zur Entfaltung und zum
                                          Gleichgewicht jedes Menschen beiträgt.
 10. Gesundheitserziehung und Gesund-
heitsinformation werden in den Bestim-
mungen des Vertrages zur Gründung der
Europäischen Gemeinschaft, die sich mit
dem Gesundheitswesen befassen,
ausdrücklich erwähnt und stellen einen
der vorrangigen Aktionsbereiche der
Gemeinschaft im Bereich der öffent-
 lichen Gesundheit dar.
 11. Aufgrund des Subsidiaritätsprinzips
 wird die Gemeinschaft in den Bereichen,
 die nicht in ihre ausschließliche
 Zuständigkeit fallen, wie beispielsweise
 die Gesundheitsförderung, nur tätig,
 wenn die in Betracht gezogenen
 Maßnahmen nach Umfang und Wirkung
 besser auf        Gemeinschaftsebene
 verwirklicht werden können.
  12. Die Zusammenarbeit mit den
 zuständigen internationalen Organisa-
 tionen sowie mit Drittländern sollte
 ausgebaut werden.
  13. Es ist notwendig, ein mehrjähriges
 Programm mit klaren Zielen für ein
 Tätig werden der Gemeinschaft aufzu-
 legen und prioritäre Maßnahmen zur
 Verbesserung des Gesundheitszustands
 aller Bürger der Gemeinschaft sowie
  geeignete Mechanismen für die
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                Geänderter Vorschlag©
(COM (94) 202 endg.)
Bewertung dieser Maßnahmen auszu-
wählen.
                                         13.a Zwar ist generell im Alter eine
                                         möglichst lange Erhaltung der
                                         Gesundheit wünschenswert, doch
                                         gleichzeitig muß der Tatsache, daß
                                         Frauen generell eine            längere
                                         Lebenserwartung als Männer haben,
                                         besonders Rechnung getragen werden.
 14. Das Programm muß zur stärkeren
Sensibilisierung für die Determinanten
oder Risikofakoren für die Gesundheit,
zur Früherkennung           nachteiliger
Auswirkungen, zur Beratung und
Unterstützung sowie zur gesundheitlichen
und sozialen Betreuung beitragen.
 15. In operationeller Hinsicht sind die
bereits getätigten Investitionen sowohl
bei der Schaffung der gemeinschaftlichen
Netze von nichtstaatlichen Organisa-
tionen als auch bei der Mobilisierung
aller an der Gesundheitsförderung und -
erziehung beteiligten Akteure beizube-
halten und auszubauen.
 16. Zur Vermeidung von Doppelarbeit
ist es erforderlich, den Erfahrungs-
austausch zu fördern und gemeinsam
Basismodule zur Aufklärung der
Öffentlichkeit, zur Gesundheitserziehung
und zur Ausbildung des Gesundheits-
personals zu erarbeiten.
                                         16a. Den verschiedenen beschlossenen
                                         oder laufenden Maßnahmen in den
                                         Mitgliedstaaten, die von den zuständigen
                                         Behörden bzw. von anderen Trägern der
                                         Gesundheitspolitik durchgeführt werden,
                                         muß Rechnung getragen werden.
 17. Das Programm benötigt eine
 Laufzeit von fünf Jahren, damit genug
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                   Geänderter Vorschlag©
(COM (94) 202 endg.)
Zeit für die Durchführung der
Maßnahmen zur Verfügung steht und die
gesteckten Ziele erreicht werden
können -
beschließen:
                Artikel 1                                  Artikel 1
Es wird ein Aktionsprogramm der             Es wird ein Aktionsprogramm der
Gemeinschaft für Gesundheitsförderung,      Gemeinschaft für Gesundheitsförderung,
Aufklärung, Erziehung und Ausbildung        Aufklärung, Erziehung und Ausbildung
mit einer Laufzeit von fünf Jahren,         mit einer Laufzeit von fünf Jahren,
beginnend mit dem 1. Januar 1995 und        beginnend mit dem 1. Januar 1996 und
endend mit dem 31. Dezember 1999,           endend mit dem 31. Dezember 2000.
aufgestellt.                                aufgestellt.
                Artikel 2                                  Artikel 2
Die Kommission gewährleistet die            Die Kommission gewährleistet die
Durchführung       der im Anhang            Durchführung       der im Anhang
dargelegten Aktionen nach Maßgabe von       dargelegten Aktionen nach Maßgabe von
Artikel 5 dieses Beschlusses und in enger   Artikel 5. Sie handelt ferner in enger
Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten      Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten
und     den      im B e r e i c h    der    und den im Bereich der Gesundheits-
Gesundheitsförderung tätigen Einrich-       förderung tätigen Einrichtungen und
tungen und Organisationen.                  Organisationen.
                Artikel 3
Die Haushaltsbehörde bestimmt die Höhe
der finanziellen Mittel für jedes
Haushaltsjahr.
                Artikel 4                                   Artikel 4
Die Kommission sorgt für Kontinuität        Die Kommission sorgt für Kontinuität
und Komplementarität zwischen den im        und Komplementarität zwischen den im
Rahmen dieses Programms durchzufüh-         Rahmen dieses Programms durchzufüh-
renden gemeinschaftlichen Maßnahmen         renden gemeinschaftlichen Maßnahmen
                                            und den anderen Gemeinschaftsaktionen
                                          6
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(COM (94) 202 endg.)
und den anderen einschlägigen Gemein-       mit Rückwirkung auf die Gesundheit,
schaftsprogrammen und -initiativen.         insbesondere in den Bereichen Erziehung
                                            und Ausbildung sowie Sicherheit und
                                            Gesundheit am Arbeitsplatz.
                Artikel 5
 1.    Bei   der    Durchführung        des
Programms wird die Kommission von
einem Beratenden Ausschuß unterstützt,
im folgenden "Ausschuß" genannt, der
sich aus zwei Vertretern je Mitgliedstaat
zusammensetzt und in dem der Vertreter
der Kommission den Vorsitz führt.
2.     Der Vertreter der Kommission
unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf
der zu treffenden Maßnahmen. Der
Ausschuß gibt - gegebenenfalls durch
Abstimmung - seine Stellungnahme zu
diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab,
 die     der   Vorsitzende          unter
 Berücksichtigung der Dringlichkeit der
 betreffenden Frage festsetzen kann.
 Die Stellungnahme wird in das Protokoll
 aufgenommen; darüber hinaus hat jeder
 Mitgliedstaat das Recht zu verlangen,
 daß sein Standpunkt im Protokoll
 festgehalten wird.
 Die Kommission berücksichtigt soweit
 wie möglich die Stellungnahme des
 Ausschusses. Sie unterrichtet den
 Ausschuß darüber, inwieweit sie seine
 Stellungnahme berücksichtigt hat.
                 Artikel 6
  1.    Die Gemeinschaft fördert die         1.   Die Gemeinschaft fördert die
 Zusammenarbeit mit Drittländern und         Zusammenarbeit mit Drittländern und
 mit im Bereich der            öffentlichen  mit im Bereich der           öffentlichen
 Gesundheit     tätigen    internationalen   Gesundheit     tätigen   internationalen
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                Geänderter Vorschlag©
(COM (94) 202 endg.)
Organisationen     einschließlich    der Organisationen     einschließlich   der
Weltgesundheitsorganisation.             Weltgesundheitsorganisation.
                                         Aus dem Programm werden die
                                         Vorschläge der Mitgliedstaaten sowie die
                                         Initiativen von Organisationen und
                                         Trägern unterstützt, die im Bereich der
                                         Gesundheitsförderung tätig sind.
2.     Die EFTA-Staaten können sich, im
Rahmen des EWR-Abkommens, ebenso
wie die mittel- und osteuropäischen
Länder, mit denen die Gemeinschaft
Assoziierungsabkommen unterzeichnet
hat, an den im Anhang beschriebenen
Maßnahmen beteiligen.
                Artikel 7
 1. Die Kommission veröffentlicht
 regelmäßig Informationen über die
 durchgeführten Maßnahmen und über die
 Möglichkeiten einer Gemeinschaftsfinan-
 zierung in den verschiedenen Aktions-
 bereichen.
 2.    Die Kommission wird dem
 Europäischen Parlament, dem Rat, dem
 Wirtschafts- und Sozialausschuß sowie
 dem Ausschuß der Regionen einen
 Halbzeitbericht über die durchgeführten
 Aktionen und einen Gesamtbericht zum
 Ende des Programms unterbreiten.
 Anhang
 Aktionsprogramm                          Aktionsprogramm
  der Gemeinschaft zur      Gesundheits-  der Gemeinschaft zur       Gesundheits-
  förderung (1995-1999)                   förderung (1996-2000)
  A.    Gesundheitsaufklärung
 ---pagebreak--- ©Ursprünglicher Vorschlag                 Geänderter Vorschlag©
(COM (94) 202 endg.)
1. Bemühungen um die Verbesserung         1. Unterstützung und Koordinierung
des Wissensstands über die zum Tragen     der in den Mitgliedstaaten durchge-
kommenden psychosozialen Mechanis-        führten Arbeiten zur Verbesserung des
men sowie über die Methoden und           Wissensstands über die zum Tragen
Techniken der Gesundheitsaufklärung,      kommenden psychosozialen Mechanis-
außerdem Förderung der Ergebnisaus-       men sowie über die Methoden und
wertung.                                  Techniken der Gesundheitsaufklärung.
                                          Förderung der Ergebnisauswertung und
                                          -Verbreitung.
2. Meinungsumfragen zu verschie-
denen Aspekten der Gesundheitsförde-
rung (Eurobarometer-Umfrage) und
Unterstützung bei der Vorbereitung und
Bewertung von gezielten Aufklärungs-
kampagnen, die auf Gemeinschaftsebene
oder von mehreren Mitgliedstaaten
koordiniert werden.
                                          2a. Unterstützung von Arbeiten, die auf
                                          bessere Kenntnisse der sozioöko-
                                          nomischen und kulturellen Differen-
                                          zierungen im Zusammenhang mit der
                                          Gesundheitsförderung und Gesundheits-
                                          erziehung ausgerichtet sind.
 3. Unterstützung einer europäischen      3. Unterstützung für die Entwicklung
 Infrastruktur für die Aufklärung und     einer europäischen Infrastruktur, insbe-
 Dokumentation über die öffentliche        sondere in Form von transnationalen
 Gesundheit und die Gesundheitsförde-     Nezen von Referenz- und Dokumen-
 rung, die Fachpersonal, Verwaltungs-     tati ons^entr^n_^m_Je^eicJi__der
 personal und Entscheidungsträgern im      öffentlichen Gesundheit und Gesund-
 Bereich der öffentlichen Gesundheit zur  heitsförderung, die Fachpersonal, Ver-
 Verfügung stehen soll, sowie             waltungspersonal und Entscheidungs-
 Bereitstellung von Informationen über     trägern im Bereich der öffentlichen
 die Tätigkeit der Gemeinschaft in diesem  Gesundheit zur Verfügung stehen sollen,
 Bereich für interessierte Kreise.         sowie Bereitstellung von Informationen
                                           über die Tätigkeit der Gemeinschaft in
                                           diesem Bereich für interessierte Kreise.
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B.    GESUNDHEITSERZIEHUNG
4.    Förderung der Einbeziehung der        4. Förderung einer             besseren
Gesundheitserziehung in die Schullehr-      Einbeziehung in die Schullehrpläne in
pläne durch Konsultation auf der Ebene      Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten
der Mitgliedstaaten sowie Unterstützung     sowie Entwicklung des Austauschs von
der Ausarbeitung und Verbreitung            Erfahrungen. Lehrmaterial und Ausbil-
geeigneter Gesundheitserziehungspro-        dern insbesondere durch Pilotproiekte zur
gramme, Lehrmittel und Module.              Förderung einer gesunden Lebensweise
Förderung von Demonstrationsprojekten       und eines        gesundheitsbewußten
und innovativen Maßnahmen mit dem           Verhaltens.
Ziel der Förderung einer gesunden
Lebensweise und eines gesundheits-          Unterstützung des europäischen Netzes
bewußten Verhaltens, einschließlich der     gesundheitsfördernder      Schulen     in
Unterstützung des europäischen Netzes       Zusammenarbeit mit WHO und
gesundheitsfördernder      Schulen in       Europarat.
Zusammenarbeit mit WHO und
Europarat.
5. Unterstützung von Maßnahmen zur
Gesundheitserziehung am Arbeitsplatz,
insbesondere in bezug die Verhütung von
Alkohol- und Tabakmißbrauch sowie im
Hinblick auf die Ernährung.
6. Unterstützung von Gesundheits-           6. Unterstützung, Koordinierung und
erziehungsprojekten für Jugendliche und     Bewertung von Gesundheitserziehungs-
Heranwachsende, die nicht mehr zur          projekten für Jugendliche und Heran-
Schule gehen, z. B. beim Sport, in der      wachsende, die nicht mehr zur Schule
Freizeit, in Jugend- und Kulturzentren;     gehen, z. B. beim Sport, in der Freizeit,
Einbeziehung innovativer Möglichkeiten      in Jugend- und Kulturzentren, die
zur Bereitstellung einschlägiger Weiter-    entweder von amtlicher Seite oder von
bildungsmaßnahmen.                          privaten Vereinigungen und Nichtre-
                                            gierungsorganisationen ausgearbeitet und
                                            durchgeführt werden: Einbeziehung
                                            innovativer Möglichkeiten zur Bereit-
                                            stellung einschlägiger Weiterbildungs-
                                            maßnahmen.
                                            6a. Unterstützung innovativer Modell-
                                            vorhaben zur Bereitstellung einschlägiger
                                            Weiterbildungsmaßnahmen für           Er-
                                            wachsene.
                                         10
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C. Berufsbildung im Bereich der
öffentlichen     Gesundheit und der
Gesundheitsförderung
7. Bestandsaufnahme und Bewertung
der bestehenden Ausbildungseinrich-
tungen und Ausbildungsgänge im
Bereich der öffentlichen Gesundheit und
der Gesundheitsförderung sowie
Erstellung eines entsprechenden europa-
weiten Verzeichnisses. Förderung der
Zusammenarbeit unter Einbeziehung von
Schulen für öffentliche Gesundheit,
Universitäten und sonstigen Ausbil-
dungseinrichtungen in diesem Bereich
zwecks Konzipierung gemeinsamer
Ausbildungskurse sowie zwecks
Studenten- und Lehrkräfteaustausch.
8. Förderung der Zusammenarbeit              8. Förderung des Austausches von
zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich    Ausbildungsmodulen und Ausbildungs-
der Inhalte der Ausbildungskurse und -       erfahrungen in den Bereichen der
aktivitäten in den Bereichen der             öffentlichen     Gesundheit und der
öffentlichen      Gesundheit und der         Gesundheitsförderung für Fachpersonal,
Gesundheitsförderuhg für Fachpersonal,       VerwaItungspersonal,Führungskräfteund
Verwaltungspersonal,Führungskräfteund        Entscheidungsträger unter Bevorzugung
Entscheidungsträger unter Bevorzugung        interdisziplinärer Ansätze.
 interdisziplinärer Ansätze.
 9. Unterstützung von Ausbildungs-           9. Unterstützung von Ausbildungs-
 maßnahmen im Bereich der Gesundheits-       maßnahmen im Bereich der Gesund-
 erziehung in Schulen, für die Zielgruppe    heitserziehung in Schulen, für die Ziel-
 der Lehrer, Erzieher und des sonstigen      gruppe der Lehrer, Erzieher und des
 betroffenen Personals. Entwicklung von      sonstigen betroffenen        Personals.
 Modulen und Lehrmaterial. Unter-            Entwicklung von Modulen und
 stützung der Ausbildung von Fachkräften     Lehrmaterial.
 in Fragen der Verhütung von
 Krankheiten, der Früherkennung von
 Alkoholmißbrauch und der Aufklärung
 der Öffentlichkeit über die Selbst-
 medikation.
                                             9.a Unterstützung der Aus- und
                                             Weiterbildung von Fachkräften in Fragen
                                             der Gesundheitsförderung, der Verhütung
                                          11
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                                             und Früherkennung von Krankheiten und
                                             der Aufklärung der Öffentlichkeit über
                                             einen vernünftigen Umgang mit
                                             Arzneimitteln. insbesondere         was
                                             Generika und Selbstmedikation betrifft.
D. Spezifische Maßnahmen zur
Gesundheitsförderung und zur Prävention
 10. Unterstützung integrierter Maß-         10. Unterstützung integrierter Maß-
nahmen und Projekte zur Gesundheits-         nahmen und Projekte zur Gesundheits-
förderung für die Zielgruppe der             förderung insbesondere für Zielgruppen,
benachteiligten oder besonders anfalligen    die wegen ihrer Anfälligkeit oder ihrer
Personen und bestimmte geographische         sozialen Ausgrenzung - beispielsweise
Gebiete, dabei Berücksichtigung der          ältere Menschen - . aufgrund sozio-
sektorübergreifenden Dimension der           kultureller Unterschiede (Migranten),
Gesundheitsförderung.                        wegen ihres Umfelds in ungünstigen
                                             Gegenden oder Lebensumständen be-
                                             nachteiligt sind, wobei die sektorüber-
                                             greifende Dimension der Gesundheits-
                                             förderung zu berücksichtigen ist.
 11. Untersuchung der Rolle einer            11. Untersuchung der Rolle der
 ausgewogenen Ernährung als gesund-          Ernährung und der übrigen Faktoren im
 heitsschützende Maßnahme sowie der          Zusammenhang mit der Lebensweise bei
 Ernährung bei der Ätiologie von             der Ätiologie von Krankheiten und
Krankheiten, insbesondere Herz-              Aufklärung der breiten Öffentlichkeit im
Kreislauf-Erkrankungen. Förderung von        Hinblick auf ein besseres Verständnis
Analyse, Bewertung und Erfahrungs-           grundlegender      Ernährungsprinzipien
austausch in bezug auf innovative            sowie neuer Techniken und Methoden
 Maßnahmen zur Prävention von                der Darreichung und Zubereitung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und              Lebensmitteln.
 ähnlichen Krankheiten.
                                              IIa. Förderung des Austausches von
                                             Erfahrungen und Informationen und
                                             Unterstützung von Maßnahmen zur
                                             Prävention von Herz-Kreislauferkran-
                                             kungen und ähnlichen Krankheiten.
                                          12
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                                            IIb. Förderung des Austauschs von
                                            Erfahrungen und Informationen und
                                            Unterstützung von Maßnahmen und
                                            Kampagnen zur Bekämpfung von
                                            Alkoholmißbrauch sowie dessen
                                            gesundheitlicher und sozialer Auswir-
                                            kungen.
                                            11c. Unterstützung von Maßnahmen zur
                                            Förderung der regelmäßigen körperlichen
                                            Betätigung und zur Verbreitung
                                            vernünftiger Praktiken für die
                                            körperliche und psychische Hygiene.
                                            1 Id. Unterstützung von Studien über die
                                            zunehme
                                            nde Überalterung der Bevölkerung der
                                            Europäischen Union, sowie Förderung
                                            des Austauschs von Erfahrungen und
                                            Informationen über die altersbedingten
                                            Krankheiten, koordiniert mit den übrigen
                                            spezifischen Programmen.
 12. Unterstützung der Tätigkeit auf        12. Unterstützung der Tätigkeit zur
dem Gebiet der Anwendung von                Förderung einer vernühtigen Anwendung
Arzneimitteln und der Selbstmedikation,     von Arzneimitteln, insbesondere, was
 in Zusammenarbeit mit Allgemeinme-         Generika und Selbstmedikation betrifft,
 dizinern und Apothekern; Bemühungen        sowie der Arbeiten zur Überwachung der
 zur Überwachung der Entwicklung der        Entwicklung und ihrer Auswirkungen in
 einschlägigen Vorgehensweisen und zur      Zusammenarbeit mit Allgemeinmedi-
 Bewertung ihrer Auswirkungen.              zinern und Apotheken.
 E. Strategien und Strukturen der
 Gesundheitsförderung
  13. Studien und        vergleichende
 Analysen über Strukturen und Strategien
 sowie Bewertung dieser Politiken;
 Maßnahmen zur Förderung und zum
 Ausbau der Zusammenarbeit zwischen
 den Mitgliedstaaten bei verschiedenen
 strategischen Aspekten der öffentlichen
                                         13
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(COM (94) 202 endg.)
Gesundheit    und    der    Gesundheits-
förderung.
14. Unterstützung von Netzen natio-
naler oder regionaler Einrichtungen, die
für Gesundheitsförderung zuständig sind,
unter Anwendung eines integrierten
Ansatzes (d. h. eines Ansatzes, der
verschiedene Determinanten, Umfelder
undBevölkerungsgruppenberücksichtigt)
sowie Förderung gemeinsamer Aktivi-
täten und Projekte.
                                         14
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0256-2383
                                                       KOM(95) 138 endg.
                                         DOKUMENTE
DE                                                                              05
                                     Katalognummer : CB-CO-95-150-DE-C
                                                            ISBN 92-77-87756-1
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg