CELEX: 31989R2558
Language: de
Date: 1989-08-24 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2558/89 der Kommission vom 23. August 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Argentinien

24. 8 . 89                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 248/ 13
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 2558/89 DER KOMMISSION
                                                    vom 23. August 1989
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                  Ursprung in Argentinien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                   berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
GEMEINSCHAFTEN —                                                  Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
                                                                  anderen Märkten festgestellt werden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,                                          Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für Äpfel aus
                                                                  Argentinien lagen an fünf aufeinanderfolgenden Markt­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und              tagen abwechselnd unter und über dem Referenzpreis.
Portugals,
                                                                  Drei dieser Einfuhrpreise liegen um wenigstens 0,6 ECU
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates           unter dem Referenzpreis ; daher muß eine Ausgleichsgabe
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­             für diese Äpfel mit Ursprung in Argentinien erhoben
                                                                  werden.
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2)> insbesondere auf
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                          Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                                  erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
in firwägung nachstehender Gründe :                               zugrunde zu legen :
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72             — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei der Einfuhr               punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an fünf bis sieben              Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
aufeinanderfolgenden Markttagen abwechselnd unter und                  nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
über dem Referenzpreis liegen, außer in Ausnahmefällen,                Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eine Ausgleichsabgabe für das betreffende Herkunftsland                gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
erhoben wird. Diese Abgabe wird erhoben, wenn drei                     Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
Einfuhrpreise unter dem Referenzpreis lagen und einer                  Rates (% zuletzt geändert durch die Verordnung
dieser Einfuhrpreise wenigstens 0,6 ECU unter dem Refe­                (EWG) Nr. 1636/87 0,
renzpreis liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unterschied
zwischen dem Referenzpreis und dem letzten, um wenig­             — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
                                                                       sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegenden
Einfuhrpreis.                                                          kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                       während    des    bestimmten    Zeitraums    für die
In der Verordnung (EWG) Nr. 1736/89 der Kommission                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
vom 19. Juni 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für               hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1989/90 (3) wurde der Refe­              vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
Monat August 1989 auf 40,86 ECU je 100 kg Eigenge­
wicht festgesetzt.
                                                                  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                      Artikel 1
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten           Auf Einfuhren von Äpfeln (KN-Code 0808 10 91 ,
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese            0808 10 93 und 0808 10 99) mit Ursprung in Argentinien
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz            wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 4,93 ECU je 100
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle                kg Eigengewicht angewandt.
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.                                                               Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                  Diese Verordnung tritt am 25. August 1989 in Kraft.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (*), müssen die zu                 Vorbehaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz 2
                                                                  Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 gilt
(') ABl. Nr. L 118 vom  20.  5. 1972, S. 1 .                      diese Verordnung bis 30. August 1989.
O   ABl. Nr. L 118 vom  29.  4. 1989, S. 12.
O   ABl. Nr. L 171 vom  20.  6. 1989, S. 28.
(4) ABl. Nr. L 220 vom  10.  8 . 1974, S. 20.                     («) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O   ABl. Nr. L 368 vom  31 . 12. 1985, S. 1 .                     O ABl. Nr. L 153 vom 13 . 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 248/ 14                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        24. 8 . 89
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 23. August 1989
                                                                    Für die Kommission
                                                                     Ray MAC SHARRY
                                                                 Mitglied der Kommission