CELEX: C1998/258/16
Language: de
Date: 1998-08-15 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES vom 16. Juni 1998 in der Rechtssache C-162/96 (Vorabentscheidungsersuchen des Bundesfinanzhofs): A. Racke GmbH & Co. gegen Hauptzollamt Mainz (Kooperationsabkommen EWG/Jugoslawien - Aussetzung der Handelszugeständnisse - Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge - Clausula rebus sic stantibus)

15.8.98               DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 C 258/9
               URTEIL DES GERICHTSHOFES                           Ð obwohl die Parteien die Möglichkeit haben, anschlie-
                      vom 16. Juni 1998                                ûend ein Verfahren zur Hauptsache einzuleiten, behan-
                                                                       deln sie diese Entscheidung im allgemeinen als end-
in der Rechtssache C-53/96 (Vorabentscheidungsersuchen                 gültig,
der Arrondissementsrechtbank Amsterdam): HermeÁs Inter-
         national gegen FHT Marketing Choice BV (1)
(Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisa-            ist eine einstweilige Maûnahme im Sinne des Artikels 50
tion Ð TRIPS Ð Artikel 177 EG-Vertrag Ð Zuständigkeit             des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der
des Gerichtshofes Ð Artikel 50 des TRIPS Ð Einstweilige           Rechte des geistigen Eigentums im Anhang I C des Über-
                         Maûnahmen)                               einkommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation,
                                                                  das im Namen der Gemeinschaft hinsichtlich der in ihre
                        (98/C 258/15)                             Zuständigkeiten fallenden Bereiche durch den Beschluû
                                                                  94/800/EG des Rates vom 22. Dezember 1994 genehmigt
                                                                  worden ist.
              (Verfahrenssprache: Niederländisch)
                                                                  (1) ABl. C 95 vom 30.3.1996.
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                        Gerichtshofes)
In der Rechtssache C-53/96 betreffend ein dem Gerichts-
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag von der Arrondisse-
mentsrechtbank Amsterdam in dem bei dieser anhängigen                           URTEIL DES GERICHTSHOFES
Rechtsstreit HermeÁs International (Kommanditgesellschaft                              vom 16. Juni 1998
auf Aktien) gegen FHT Marketing Choice BV vorgelegtes
Ersuchen um Vorabentscheidung über die Auslegung des              in der Rechtssache C-162/96 (Vorabentscheidungsersuchen
Artikels 50 Absatz 6 des Übereinkommens über handelsbe-           des Bundesfinanzhofs): A. Racke GmbH & Co. gegen
zogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums im                                 Hauptzollamt Mainz (1)
Anhang 1 C des Übereinkommens zur Errichtung der                  (Kooperationsabkommen EWG/Jugoslawien Ð Ausset-
Welthandelsorganisation, das im Namen der Gemeinschaft            zung der Handelszugeständnisse Ð Wiener Übereinkom-
hinsichtlich der in ihre Zuständigkeiten fallenden Bereiche       men über das Recht der Verträge Ð Clausula rebus sic
durch den Beschluû 94/800/EG des Rates vom 22. Dezem-                                       stantibus)
ber 1994 (ABl. L 336 vom 23.12.1994, S. 1) genehmigt
worden ist, hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des Prä-                                 (98/C 258/16)
sidenten G. C. Rodríguez Iglesias, der Kammerpräsidenten
C. Gulmann, H. Ragnemalm und M. Wathelet sowie der
Richter G. F. Mancini, J. C. Moitinho de Almeida, P. J. G.                        (Verfahrenssprache: Deutsch)
Kapteyn, J. L. Murray, D. A. O. Edward (Berichterstatter),
J.-P. Puissochet, G. Hirsch, P. Jann und L. Sevón Ð Gene-
ralanwalt: G. Tesauro; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungs-          In der Rechtssache C-162/96, betreffend ein dem Gerichts-
rätin Ð am 16. Juni 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor           hof nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Bundesfinanzhof in
erlassen:                                                         dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit A. Racke GmbH
                                                                  & Co. gegen Hauptzollamt Mainz vorgelegtes Ersuchen
                                                                  um Vorabentscheidung über die Gültigkeit der Verordnung
Eine Maûnahme, die bezweckt, angebliche Verletzungen
                                                                  (EWG) Nr. 3300/91 des Rates vom 11. November 1991
eines Markenrechts abzustellen, und die im Rahmen eines
                                                                  zur Aussetzung der Handelszugeständnisse nach dem
Verfahrens erlassen wird, das folgende Merkmale aufweist:
                                                                  Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Wirt-
                                                                  schaftsgemeinschaft und der Sozialistischen Föderativen
Ð die Maûnahme wird im innerstaatlichen Recht als                 Republik Jugoslawien (ABl. L 315 vom 19.11.1991, S. 1),
     ¹sofortige einstweilige Maûnahmeª bezeichnet; ihr            hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsidenten
     Erlaû muû ¹aus Gründen der Dringlichkeitª erforder-          G. C. Rodríguez Iglesias, der Kammerpräsidenten C. Gul-
     lich sein;                                                   mann, H. Ragnemalm und M. Wathelet sowie der Richter
                                                                  J. C. Moitinho de Almeida, P. J. G. Kapteyn (Berichterstat-
                                                                  ter), J. L. Murray, D. A. O. Edward, G. Hirsch, P. Jann
Ð die gegnerische Partei wird geladen, und, wenn sie              und L. Sevón Ð Generalanwalt: F. G. Jacobs; Kanzler: D.
     erscheint, gehört;                                           Louterman-Hubeau, Hauptverwaltungsrätin Ð am 16. Juni
                                                                  1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
Ð der Richter des vorläufigen Rechtsschutzes erläût nach
     Sachprüfung eine schriftliche, mit Gründen versehene
     Entscheidung;                                                Die Prüfung der vorgelegten Fragen hat nichts ergeben,
                                                                  was die Gültigkeit der Verordnung (EWG) Nr. 3300/91
                                                                  des Rates vom 11. November 1991 zur Aussetzung der
Ð diese Entscheidung kann mit der Berufung angefochten            Handelszugeständnisse nach dem Kooperationsabkommen
     werden; und                                                  zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
 ---pagebreak--- C 258/10              DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    15.8.98
der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien                           URTEIL DES GERICHTSHOFES
beeinträchtigen könnte.
                                                                                        (Sechste Kammer)
(1) ABl. C 197 vom 6.7.1996.                                                           vom 17. Juni 1998
                                                                 in der Rechtssache C-243/95 (Vorabentscheidungsersuchen
                                                                 des Labour Court): Kathleen Hill, Ann Stapleton gegen
                                                                   The Revenue Commissioners, Department of Finance (1)
                                                                 (Gleichbehandlung von Männern und Frauen Ð Beamte
                                                                 Ð Arbeitsplatzteilungsregelung Ð Aufstieg, der sich nach
              URTEIL DES GERICHTSHOFES                           dem Kriterium der tatsächlichen Arbeitszeit richtet Ð Mit-
                      vom 16. Juni 1998                                             telbare Diskriminierung)
in der Rechtssache C-226/97 (Vorabentscheidungsersuchen                                   (98/C 258/18)
der Arrondissementsrechtbank Maastricht): Strafverfahren
            gegen Johannes Martinus Lemmens (1)
                                                                                 (Verfahrenssprache: Englisch)
(Richtlinie 83/189/EWG Ð Informationsverfahren auf
dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften Ð
            Unmittelbare Wirkung der Richtlinie)
                                                                     (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
                        (98/C 258/17)                                 erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                          Gerichtshofes)
             (Verfahrenssprache: Niederländisch)
                                                                 In der Rechtssache C-243/95 betreffend ein dem Gerichts-
                                                                 hof gemäû Artikel 177 EG-Vertrag vom Labour Court
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung          (Irland) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit Kath-
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des            leen Hill, Ann Stapleton gegen The Revenue Commis-
                        Gerichtshofes)                           sioners, Department of Finance vorgelegtes Ersuchen um
                                                                 Vorabentscheidung über die Auslegung der Richtlinie 75/
                                                                 117/EWG des Rates vom 10. Februar 1975 zur Anglei-
In der Rechtssache C-226/97 betreffend ein dem Gerichts-         chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag von der Arrondisse-              Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für
mentsrechtbank Maastricht (Niederlande) in dem bei die-          Männer und Frauen (ABl. L 45 vom 19.2.1975, S. 19) hat
ser anhängigen Strafverfahren gegen Johannes Martinus            der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwirkung des
Lemmens vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung                Kammerpräsidenten H. Ragnemalm sowie der Richter R.
über die Auslegung der Richtlinie 83/189/EWG des Rates           Schintgen, G. F. Mancini, J. L. Murray (Berichterstatter)
vom 28. März 1983 über ein Informationsverfahren auf             und G. Hirsch Ð Generalanwalt: A. La Pergola; Kanzler:
dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften               L. Hewlett, Verwaltungsrätin Ð am 17. Juni 1998 ein
(ABl. L 109 vom 26.4.1983, S. 8) hat der Gerichtshof             Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
unter Mitwirkung des Präsidenten der Dritten und der
Fünften Kammer C. Gulmann (Berichterstatter) in Wahr-
nehmung der Aufgaben des Präsidenten, der Kammerpräsi-
                                                                 Artikel 119 EG-Vertrag sowie die Richtlinie 75/117/EWG
denten H. Ragnemalm, M. Wathelet, R. Schintgen sowie
                                                                 des Rates vom 10. Februar 1975 zur Angleichung der
der Richter G. F. Mancini, P. J. G. Kapteyn, J. L. Murray,
                                                                 Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Anwen-
D. A. O. Edward, J.-P. Puissochet, P. Jann und L. Sevón Ð
                                                                 dung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer
Generalanwalt: N. Fennelly; Kanzler: D. Louterman-
                                                                 und Frauen sind dahin auszulegen, daû sie, sofern prozen-
Hubeau, Hauptverwaltungsrätin Ð am 16. Juni 1998 ein
                                                                 tual sehr viel mehr weibliche als männliche Arbeitnehmer
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                 auf Teilarbeitsplätzen beschäftigt sind, einer Regelung ent-
                                                                 gegenstehen, nach der Arbeitnehmer auf Teilarbeitsplätzen
Die Miûachtung der in Artikel 8 der Richtlinie 83/189/           bei ihrem Wechsel auf einen Vollarbeitsplatz auf der
EWG des Rates vom 28. März 1983 über ein Informati-              Gehaltsskala für Vollzeitbeschäftigte niedriger eingestuft
onsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen           werden, als sie zuvor auf der Gehaltsskala für Beschäftigte
Vorschriften festgelegten Verpflichtung, eine technische         auf Teilarbeitsplätzen eingestuft waren, weil der Arbeit-
Vorschrift über Alkoholmeter mitzuteilen, hat nicht zur          geber das Kriterium des als tatsächliche Arbeitszeit defi-
Folge, daû einem Angeklagten, dem Trunkenheit am                 nierten Dienstes verwendet, es sei denn, daû diese Rege-
Steuer vorgeworfen wird, der mit einem nach dieser Vor-          lung durch objektive Kriterien gerechtfertigt ist, die nichts
schrift zugelassenen Alkoholmeter gewonnene Beweis               mit der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu tun
nicht entgegengehalten werden kann.                              haben.
(1) ABl. C 228 vom 26.7.1997.                                    (1) ABl. C 229 vom 2.9.1995.