CELEX: 62010CJ0515
Language: de
Date: 2011-12-01
Title: Urteil des Gerichtshofes (Achte Kammer) vom 1. Dezember  2011. # Europäische Kommission gegen Französische Republik. # Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Richtlinie 1999/31/EG - Entscheidung 2003/33/EG - Nationale Regelung - Deponie für Inertabfälle - Annahme von Asbestzementabfällen. # Rechtssache C-515/10.

Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 1. Dezember 2011 –Kommission/Frankreich
      (Rechtssache C‑515/10)
      „Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats – Richtlinie 1999/31/EG – Entscheidung 2003/33/EG – Nationale Regelung – Deponie für Inertabfälle – Annahme von Asbestzementabfällen“
      Umwelt – Abfälle – Abfalldeponien – Richtlinie 1999/31 – Nationale Regelung, die die Verarbeitung von Asbestzementabfällen in Deponien für Inertabfälle vorsieht – Vertragsverletzung (Art. 258 AEUV; Art. 2 Buchst. e, 3 Abs. 1, 6 Buchst. d und 16, und Anhang II der Richtlinie 1999/31 des
         Rates, Anhang der Entscheidung 2003/33 des Rates) (vgl. Randnrn. 25-26, 28 und Tenor)
      
      Gegenstand 
      
         
               Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats – Unrichtige Umsetzung von Art. 2 (Buchst. e), Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 (Buchst. d)
                  der Richtlinie 1999/31/EG des Rates vom 26. April 1999 über Abfalldeponien (ABl. L 182, S. 1) und der Bestimmungen des Anhangs
                  der Entscheidung 2003/33/EG des Rates vom 19. Dezember 2002 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren für die Annahme von
                  Abfällen auf Abfalldeponien gemäß Artikel 16 und Anhang II der Richtlinie 1999/31/EG (ABl. L 11, S. 27) – Nationale Regelung,
                  die eine Kategorie „gefährliche Inertabfälle“ schafft, die nicht im Einklang mit der Richtlinie steht – Deponieablagerung
                  von Asbestzementabfällen
               
            Tenor 
      
         
                  1.
               
               
                  
               
               
                  	Die Französische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 2 Buchst. e, Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 Buchst. d
                     der Richtlinie 1999/31/EG des Rates vom 26. April 1999 über Abfalldeponien und aus den Bestimmungen des Anhangs der Entscheidung
                     2003/33/EG des Rates vom 19. Dezember 2002 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren für die Annahme von Abfällen auf Abfalldeponien
                     gemäß Artikel 16 und Anhang II der Richtlinie 1999/31 verstoßen, dass sie nicht die Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen
                     hat, die erforderlich sind, um zu gewährleisten, dass Asbestzementabfälle auf geeigneten Deponien verarbeitet werden.
                  
               
            
         
                  2.
               
               
                  
               
               
                  	Die Französische Republik trägt die Kosten.