CELEX: 51991PC0234
Language: de
Date: 1991-06-24
Title: GEAENDERTER VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES UEBER EIN SPEZIFISCHES PROGRAMM FUER FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG IM BEREICH HUMANKAPITAL UND MOBILITAET ( 1991 - 1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                       K0MC91) 234 endg. - SYN 270
                                       Brüssel, den 24. Juni 1991
                 Geänderter Vorschlag für einen
                       BESCHLUSS DES RATES
        über ein spezifisches Programm für Forschung und
              technologische Entwicklung im Bereich
                   Humankapital und Mobilität
                          (1991 - 1994)
          (gemäB Artikel 149 Absatz 3 des EWG-Vertrags
                  von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---   Begründung
  Die Kommission hat dem Rat am 28. Mai 1990 den "Vorschlag für eine
  Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung und
  technologische Entwicklung im Bereich Humankapital und Mobilität (1990
  - 1994)" vorgelegt.
  Im wesentlichen zielen die vom Europäischen Parlament vorgenommenen
 Änderungsvorschläge über den Inhalt des Programms darauf ab, diesen
  Inhalt besser anzubinden an die der Konsolidierung des Humankapitals
 gegebenen Priorität, über das die Gemeinschaft auf dem Gebiet der
 Wissenschaft und Technologie verfügt.
 Das Parlament hat desgleichen die vorläufige Aufschlüsselung der
 Ausgaben präzisiert, indem es, wo erforderlich, den Prozentsatz der für
 die Forscher selbst besummten Ausgaben benannte.
 Schließlich hat das Parlament gewisse Punkte berücksichtigt, die sich
 aus der Übereinkunft zwischen Rat, Parlament und Kommission am
 vergangenen 17. April ("Dreiergespräch") ergeben hatten.
 Im Rahmen des Dreiergesprächs am 17. April hat die Kommission dem
 Änderungsantrag Nr. 3 (bei dem eine sprachliche Neufassung erforderlich
 war, um ihn mit dem Dreiergespräch am 17. April 1991 exakt in
 Übereinstimmung zu bringen), Nr. 11, 14 (zweiter Teil) und 16
 zugestimmt.
Unter Berücksichtigung der Übereinkunft vom 17. April 1991 hat die
Kommission sich jedoch nicht für die Änderungsanträge Nr. 1, 12, 13, 14
 (erster Teil), 15, 18 (Absatz über das Personal) entscheiden können,
desgleichen nicht für den Absatz über die Verbreitung der Erkenntnisse
 im Änderungsantrag Nr. 19.
Was die spezifischen Änderungsanträge in bezug auf den
wissenschaftlichen und technischen Inhalt des Programms angeht, so hat
die Kommission den Änderungsanträgen Nr. 2, 4 bis 10, dem Antrag Nr. 17
(bei dem eine sprachliche Neufassung des Absatzes über die Länder des
Ostens erforderlich war wie auch der Absätze über den Aufbau und die
Art der Netze), Nr. 18 (außer des horizontalen Teils, wie schon
erwähnt) zugestimmt. Die Kommission kann jedoch dem Teil des
Änderungsantrags Nr. 19 bezüglich des Auswahl Verfahrens der
Stipendiaten nicht folgen, da dieses Verfahren mit Sicherheit
undurchführbar und schwierig zu verwalten ist.
Um den Änderungsanträgen des Europäischen Parlaments Rechnung zu
tragen, legt die Kommission dem Rat auf der Grundlage von Artikel 149
Absatz 3 des EWG-Vertrages einen geänderten Vorschlag vor, der
alle Elemente der Übereinkunft vom 17. April berücksichtigt.
 ---pagebreak---                                           •1-
                            Geänderter Vorschlag für eine
                                ENTSCHEIDUNG DES RATES
                    über ein spezifisches Programm für Forschung
                      und technologische Entwicklung im Bereich
                             Humankapital und Mobilität
                                    (1991 - 1994)
   DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
  Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130 q Absatz 2,
  auf Vorschlag der Kommission^ 1 ),
   in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Par lament^2),
  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses^3),
   in Erwägung nachstehender Gründe:
 Mit Beschluß 90/221/Euratom, EWG< 4) hat der Rat ein drittes
 gemeinschaftliches Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und
  technologischen Entwicklung (1990 - 1994) angenommen, das u.a. Maßnahmen
 vorsieht, die für die Valorisierung der geistigen Ressourcen (Humankapital
 und Mobilität), durchzuführen sind. Die vorliegende Entscheidung muß im
 Lichte der Begründung in der Präambel zu dem genannten Beschluß ergehen.
 Gemäß Artikel 130 k des Vertrages erfolgt die Durchführung des
 Rahmenprogramms Im Wege spezifischer Programme, die innerhalb einer jeden
 Aktion entwickelt werden.
 Die gemeinsame Forschungsstelle trägt mit ihrem eigenen Programm zur
 Durchführung der genannten Aktionen bei.
(1)     ABI. Nr. C
(2)     ABI. Nr. C
(3)     ABI. Nr. C 332 vom 31.12.1990, S. 45
"\      ADI  wr  i 117 vom 8. 5.1990, S. 28
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    Gemäß Artikel 4 und Anhang 1 des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG enthält
    der für das gesamte Rahmenprogramm als notwendig erachtete Betrag eine
    Summe von 57 Mio. ECU für die zentralisierten Maßnahmen zur Verbreitung und
    Verwertung der Ergebnisse, die proportional zu dem 1ür jedes spezifische
    Programm vorgesehenen Betrag aufzuteilen ist.
    Im Rahmen dieses Programms sollte eine Bewertung der wirtschaftlichen und
    sozialen Auswirkungen sowie der möglichen technologischen Risiken
    vorgenommen werden.
   Die Ausbildung junger europäischer Wissenschaftler stellt, zusammen mit der
   Mobilität des Forschungspersonals und der Schaffung eines Netzwerks der
   wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit, eine der Prioritäten
   des Dritten Rahmenprogramms dar.
   Jede Maßnahme, die auf die Valorisierung der geistigen Ressourcen der
   Gemeinschaft gerichtet ist, muß in erster Linie den Wissenschaftlern und
   Forschern selbst zugute kommen.
  Ziel dieses Programms soll auch sein, ein "Europa der Forscher" zu
  schaffen, indem die fortgeschrittene Ausbildung der Forscher auf
   internationaler Ebene, d. h. außerhalb ihres jeweiligen Heimatlands,
  erfolgt.
  Eine geeignete Anwendung des Prinzips der Subsidiarität in diesem Bereich
  führt dazu, die Ausbildung, die junge Forscher in ihrem Herkunftsland
 genossen haben, auszudehnen, indem ihnen ermöglicht wird, durch Stipendien
  der Gemeinschaft eine Forschungsaktivität \n einem hochqualifizierten Team
 oder Laboratorium in einem anderen Mitgliedstaat durchzuführen.
 Um die Aufnahmemöglichkeit zu vergrößern und zu verbessern, erweist es sich
 als nützlich, auch Netze von hochqualifizierten Teams oder Laboratorien
 sowie den Zugang zu Großanlagen in Betracht zu ziehen.
 Die GFS mit ihren Laboratorien und Einrichtungen kann sich \n effizienter
 Weise einfügen In die Themen, die in der Ausbildung Junger Forscher eine
 wichtige Rolle spielen können.
 Es erscheint zweckmäßig, dezentralisierte Methoden bei der Auswahl der
Kandidaten anzuwenden, indem die hochqualifizierten Teams oder Laboratorien
eng an der Durchführung dieser Aktion beteiligt werden.
Die Bildung der Netz infrastruktur ist insofern von entscheidender Bedeutung
1'ur die Verwirklichung der Ziele der Gemeinschaftspolitik auf dem Gebiet
der Forschung und der technologischen Entwicklung, als sie die
strukturbildenden Auswirkungen der thematischen Programme verstärkt und
ergänzt.
Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung
(CREST) ist gehört worden -
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     HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN
    Artikel 1
    Ein spezifisches Programm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1er
    Forschung und technologische Entwicklung im Bereich Humankapital und
    Mobilität gemäß Anhang I wird für den Zeitraum vom ... (Datum der
   Verabschiedung durch den Rat) bis zum 31. Dezember 1994 beschlossen.
   Artikel 2
   1.      Der geschätzte Gesamtbetrag für die Durchführung des Programms
           beträgt 488,07 Mio. ECU. Dieser Betrag enthält 15 Mio. ECU als
           Ausgaben für Personal und Verwaltung.
   2.      Die vorläufige Aufschlüsselung der Mittel ist in Anhang II
           festgelegt.
  3.       Faßt der Rat einen Beschluß in Anwendung von Artikel 1 Absatz 4 des
           Beschlusses 90/221/Euratom, EWG, so wird die vorliegende Entscheidung
           angepaßt, um Jenem Beschluß Rechnung zu tragen.
 Artikel 3
  1.      Die Einzelheiten der Durchführung des Programms sind in Anhang III
          festgelegt.
 2.       Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft wird gemäß Anhang IV des
          Beschlusses 90/221/Euratom, EWG festgelegt.
Artikel 4
 1.       Im Verlauf des zweiten Jahres überprüft die Kommission das Programm
         und legt dem Rat und dem Europäischen Parlament einen Bericht über
         die Ergebnisse dieser Prüfung vor, dem gegebenenfalls
         Änderungsvorschläge beigefügt sind.
2.       Nach Abschluß des Programms läßt die Kommission die Ergebnisse durch
         eine Gruppe unabhängiger Sachverständiger bewerten. Sie übermittelt
         dem Rat und dem Europäischen Parlament den Bericht dieser Gruppe,
         versehen mit Anmerkungen der Kommission.
3.      Die Berichte aus Absatz 1 und 2 werden unter Berücksichtigung der in
        Anhang I der vorliegenden Entscheidung festgelegten Ziele und gemäß
        Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG erstellt.
 ---pagebreak---   Artikel 5
         Die Kommission stellt die Durchführung des Programms sicher. Sie wird
         dabei von einem Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der
         Mitgliedstaaten zusammensetzt und dessen Vorsitz der Vertreter der
         Kommission übernimmt.
         Die von der Kommission geschlossenen Verträge regeln die Rechte und
         Pflichten aller Parteien, einschließlich der Einzelheiten der
         Verbreitung, des Schutzes und der Nutzung der Forschungsergebnisse
         gemäß den nach Artikel 130 k Absatz 2 des Vertrages erlassenen
         Vorschr i ften.
         Es wird ein Arbeitsprogramm gemäß den Zielen in Anhang I festgelegt
         und gegebenenfalls aktualisiert. Darin werden die genauen Ziele, die
         Art der durchzuführenden Vorhaben sowie die entsprechenden
         finanziellen Bestimmungen festgelegt. Anhand des Arbeitsprogramms
         erstellt die Kommission die Aufforderung zur Einreichung von
         Projektvorseh lägen.
 Artikel 6
 1.     Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß eirren Entwurf
        der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu
        diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter
        Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen
        kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit angegeben, die in
        Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf
        Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei
        der Abstimmung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der
        Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der
        Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
 2.     Die Kommission erläßt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der
        Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.
3.      Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des
       Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so
       unterbreitet die Kommission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag für
       die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit qualifizierter
       Mehrheit.
4.     Hat der Rat nach Ablauf einer Frist, die keinesfalls drei Monate von
       der Befassung des Rates an überschreiten darf, keinen Beschluß
       gefaßt, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission
       er lassen.
Artikel 7
       Das Verfahren des Artikels 6 gilt für
       - die Erstellung und die Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 3
          genannten Arbeitsprogramms;
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         - den Inhalt der Ausschreibungen;
         - die Bewertung der in Anhang III vorgesehenen Vorhaben sowie des
           veranschlagten Betrags für die Beteiligung der Gemeinschaft an
           diesen Vorhaben, wenn dieser Betrag 0,3 Millionen ECU übersteigt;
         - Abweichungen von den im Anhang III enthaltenen allgemeinen
           Vorschr i f ten-,
        - die Beteiligung der in Artikel 8 Absätze 1 und 2 bezeichneten
           Organisationen und Unternehmen mit Sitz außerhalb der Gemeinschaft
           an einem Vorhaben;
        - Anpassungen der in Anhang II vorgesehenen vorläufigen
           Aufschlüsselung der Mittel;
        - die für die Bewertung des Programms zu treffenden Maßnahmen;
        - Einzelheiten der Verbreitung, des Schutzes und der Nutzung der im
           Rahmen des Programms erzielten Forschungsergebnisse.
        Beläuft sich der Gemeinschaftsbeitrag gemäß Absatz 1 dritter
        Gedankenstrich auf höchstens 0,3 Millionen ECU, so unterrtphtet die
        Kommission den Ausschuß über die Vorhaben sowie über das Ergebnis
        ihrer Bewertung.
       Die Kommission unterrichtet den Ausschuß ferner über die Durchführung
       der flankierenden Maßnahmen und konzertierten Aktionen gemäß Anhang
        IM.
 Artikel 8
 Die Kommission wird ermächtigt, gemäß Artikel 130 n des Vertrages mit
Drittländern, die der COST angehören, insbesondere den Mitgliedstaaten der
 EFTA und den Ländern Mittel- und Osteuropas, Abkommen auszuhandeln, um sie
ganz oder teilweise am Programm zu beteiligen.
Die Entscheidung über den Abschluß dieser internationalen Abkommen wird
getroffen gemäß des in Artikel 130 q Absatz 2 des Vertrages vorgesehenen
Verfahrens.
Artikel 9
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am ..
                                                        Im Namen des Rates
                                                           Der Präsident
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                                                                 ANHANG I
   WISSENSCHAFTLICHE ZIELE UND INHALT
   Die Richtlinien des dritten Rahmenprogramms, seine wissenschaftlich-
   technische Zielsetzung und Begründung sind integraler Bestandteil des
   vorliegenden spezifischen Programms.
  Paragraph 6 von Anhang II des Rahmenprogramms ist integraler Bestandtei
  des vorliegenden spezifischen Programms.
   I  Ziele
  Das Hauptziel dieses Programms besteht darin, die menschlichen Ressourcen
  in Forschung und technologischer Entwicklung, welche die Mitgliedstaaten in
  den kommenden Jahren benötigen, zu verbreitern und damit zur Errichtung
  einer europäischen Gemeinschaft der Wissenschaft und Technik beizutragen.
  Diese Aktion soll die Schaffung eines gemeinschaftlichen Mehrwerts zum
 Nutzen aller Mitgliedstaaten bewirken.
 Um einen Beitrag zur Stärkung der Humanressourcen in den mittel- und
 osteuropäischen Ländern zu leisten, können diese Länder bei diesem Programm
 mitarbeiten. Die Kosten für die Teilnahme der Wissenschaftler aus diesen
 Ländern an dem Programm werden durch die Mittel für Maßnahmen der
 Zusammenarbeit mit den mittel- und osteuropäischen Ländern gedeckt.
 Bei dieser Aktion stehen übergreifend nach einem "bottom-up"-Konzept zwei
 Fakt-oren im Mittelpunkt: Zum einen die Ausbildung und Mobilität des
 Forschungspersonals und zum anderen die Errichtung entsprechender Netze.
 Zur Verwirklichung dieser Ziele werden die im Rahmen der laufenden
Programme SCIENCE, SPES und Großanlagen gewonnenen Erfahrungen
berücksichtigt. Die im Rahmen dieser Programme durchgeführten Tätigkeiten
werden im Sinne des vorliegenden Programms neu ausgerichtet und
durchgeführt und auf dessen Hauptziel abgestimmt.
Diese Tätigkeiten werden daher dahingehend angepaßt, daß sie bei der
Ausbildung und Spezialisierung der jungen europäischen Wissenschaftler aus
Laboratorien von Hochschulen und öffentlichen oder privaten
Forschungsinstituten größere Bedeutung erhalten.
Das vorliegende spezifische Programm wird durch folgende Tätigkeiten
ausgeführt:
       die Schaffung eines gemeinschaftlichen Systems von
       Forschungsst i pend i en
       die Schaffung und den Ausbau von Netzen der wissenschaftlichen und
       technischen Zusammenarbeit
       die Förderung des Zugangs der Forscher zu den wissenschaftlichen und
       technischen GroßeInrichtungen
       die Einführung eines gemeinschaftlichen Systems von europäischen
       Kongressen Im F+E-Bereich.
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     Diese verschiedenen Aktivitäten werden zur Erhöhung der Mobilität der
     Wissenschaftler der Gemeinschaft, insbesondere der jungen promovierten
     Forscher, durchgeführt. Es kommen solche Wissenschaftler in Frage, die
     entweder mindestens eine sechsjährige Hochschulausbildung absolviert haben
     und einen gültigen Abschluß (Doktortitel oder Äquivalent) erworben haben
     oder eine zweijährige Forschuncstätigkeit nach einem Hochschulabschluß
     (Diplom oder Äquivalent) nachweisen können.
     Die im Rahmen dieses Programms durchgeführten Gemeinschaftsaktionen können
     auch jungen promovierenden Forschern in neuen wissenschaftlichen
    Disziplinen zugute kommen, in denen es an promovierten Wissenschaftlern
    mangelt.
    Ferner können im Rahmen dieses Programms anerkannte Forscher gefördert
    werden, die eine Spezialausbildung in einem anderen Fachbereich benötigen,
    sei es aufgrund der erforderlichen Umstellungen im Zuge der raschen
    Entwicklung im Bereich der Wissenschaft und Technologie oder um ihre
    wissenschaftlichen Kenntnisse in neuen Bereichen einzusetzen, in denen ihre
    Mitarbeit benötigt wird.
    Die mit dieser Aktion angestrebte Bildung einer Netzinfrastruktur ist
    insofern von grundlegender Bedeutung für die Verwirklichung der Ziele der
   Gemeinschaftspolitik auf dem Gebiet der Forschung und der technologischen
   Entwicklung, als sie die strukturbildenden Auswirkungen der thematischen
   Programme konsolidiert und ergänzt.
   Die Gesamtheit dieser Netze muß sich über alle Regionen der
   Gemeinschaftsländer erstrecken, wobei insbesondere dem speziellen Bedarf
   der Randgebiete und der derzeit benachteiligten Gebiete Rechnung getragen
  wird. Auf diese Weise wird in diesen Regionen die Herausbildung eines
   hochqualifizierten wissenschaftlich-technischen Potentials begünstigt. Zu
  diesem Zweck wird in diesen Regionen die Bildung neuer Forschungsteams von
   jungen, im Ausland ausgebildeten Wissenschaftlern gefördert.
  Die Tätigkeiten im Bereich Humankapital müssen die Ausbildungsmaßnahmen,
  die im Rahmen der spezifischen Programme oder sonstigen gemeinschaftlichen
  Ausbildungstätigkeiten, wie COMETT, EUROTECNET usw. durchgeführt werden,
  ergänzen und dürfen sie nicht ersetzen.
  Der Hauptteil der bereitgestellten finanziellen Mittel ist für die
  Entwicklung der menschlichen Ressourcen bestimmt. In diesem Sinne werden
  die Gemeinschaftsbeihilfen in erster Linie für die Forscher selbst
  bereitgestellt. Es werden spezielle Beihilfen für die Durchführung von
 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gewährt, die von den Forschern, die
 Gemeinschaftsbeihilfen erhalten, in den Gastzentren, den AusbiIdungsnetzen
 bzw. Netzen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit oder in
 einer Großeinrichtung durchgeführt werden.
 II      Gemeinschaftstätigkeiten und ihre Finanzierung
1.       Schaffung eines Gemeinschaftssystems von Forschungsstipendien
Die Forschungs- bzw. Entwicklungsteams, -laboratorien oder -Organismen, die
 in bezug auf die Ausbildung oder Speialisierung von Forschern von
anerkannter Qualität sind, können einzeln oder (im Falle eines Netzes)
gemeinsam junge Wissenschaftler gemäß den in Anhang IM genannten Verfahren
aufnehmen.
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    Zu diesem Zweck gewährt die Gemeinschaft einzelnen Forschungs- bzw.
    Entwicklungsteams oder -laboratorien oder Ausbildungsnetzen, die von
   mehreren Forschungs- bzw. Entwicklungsteams oder -laboratorien gebildet
   werden und sich über mehrere Länder der Gemeinschaft erstrecken, eine
    finanzielle Unterstützung für die Vergabe von Forschungsstipendien an
   Forscher, die bei ihnen eine Ausbildung oder Spezialisierung im Wege der
   Teilnahme an Forschungs- bzw. Entwicklungsarbeiten erhalten sollen. Diese
   ?.uf den Namen eines Mannes oder einer Frau, der/die einen wichtigen Beitrag
   zur Entwicklung der europäischen Kultur geleistet hat, lautenden
   Stipendien werden in der Regel für einen Zeitraum von 2 Jahren an
   promovierende oder promovierte Forscher vergeben.
   Zur Gewährleistung einer ausgewogenen geographischen Verteilung der
  menschlichen Ressourcen können die zweijährigen Stipendien in bestimmten
  Fällen um ein Jahr verlängert werden, um den betreffenden Forschern aus
  einer benachteiligten Region die Rückkehr in ihr Heimatland und die dortige
  Anwendung und Nutzung der erworbenen Kenntnisse zu ermöglichen.
  Die Stipendien 1ür anerkannte Forscher werden für   einen Zeitraum von
  einigen Monaten (unter 1 Jahr) vergeben.
  Die Ausbildung der Forscher erfolgt durch ihre Mitarbeit an konkreten
  Forschungsvorhaben, die in den Gastteams oder -laboratorien durchgeführt
  werden.
 Um dem "Brain-Drain" aus den benachteiligten Regionen der Gemeinschaft
 entgegenzuwirken und um die Wirkung der Ausbildungsmaßnahme zu verstärken,
 kann auch einem anerkannten Forscher (unabhängig davon, ob er an einer
 Hochschule oder anderswo tätig ist) eine finanzielle Unterstützung der
 Gemeinschaft gewährt werden, die ihm die Durchführung von Forschungs- bzw.
 Entwicklungsprojekten in einem in diesen Regionen befindlichen Zentrum
 ermöglicht, damit die Ausbildung einer Reihe junger Wissenschaftler vor Ort
 gewährleistet wird. Dieser Gastforscher stammt aus einem anderen
 Gemeinschaftsland als dem, in dem die Gastregion liegt.
 Das Ziel dieses gemeinschaftlichen Systems von Forschungsstipendien besteht
 darin, die im Rahmen der anderen spezifischen Programme durchgeführten
 Ausbildungsaktivitäten zu ergänzen und zu verstärken, um damit die
 Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft der Wissenschaft und der Technik
 zu ermöglichen.
Das Stipendium soll es dem betreffenden Forscher ermöglichen, seinen
Lebensunterhalt zu bestreiten und die durch die Mobilität des Forschers
bedingten Kosten zu finanzieren. Dem betreffenden Forscher bei der
Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse entstehende Sonderausgaben
können erstattet werden. Das Stipendium schließt einen Beitrag zu den
Forschungskosten \n dem Gastlaboratorium und den Kosten, die diesem durch
die Verwaltung des Stipendiums entstehen, mit ein. Sofern es sich bei dem
Stipendiaten um einen Wissenschaftler handelt, der von einem
Industrieunternehmen zu einem öffentlichen Forschungslaboratorium in einem
anderen Land der Gemeinschaft abgestellt wird, ist das Stipendium auf die
Finanzierung der mit dieser Abordnung verbundenen Zusatzkosten sowie auf
einen Beitrag zu den Forschungskosten des Gastlaboratoriums beschränkt.
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     2.    Unterstützung der Bildung und des Ausbaus von Netzen der
           wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit
    Die Netze der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit umfassen im
    allgemeinen mindestens fünf Forschungslaboratorien oder -teams aus
    mindestens drei Ländern der Gemeinschaft, die gemeinsam ein oder me'r-ere
    Forschungs- bzw. Entwicklungsprojekte durchführen.
    Die Netze umfassen sowohl die öffentIichen a I s auch die privaten
    Laboratorien und Forschungsteams der Mitgliedstaaten, so daß jeweils von
    den besten dieser Einrichtungen eine umfassende Sogwirkung auf die
   Gesamtheit ausgeht. Begünstigt werden hierdurch insbesondere
    interdisziplinäre Ansätze, Kombinationen verschiedener Techniken une
   bere i chsübergre i fende Anwendungen.
   Wenn die Neuheit oder Komplexität eines wissenschaftlichen Gebiets dies
   erfordert, wird auch die Bildung neuer Netze von Forschungsteams oder
   Laboratorien mit einander ergänzender Kapazität gefördert.
   Zur Unterstützung der Konsolidierung und des Ausbaus von Netzen der
   wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit erstreckt sich die
   gemeinschaftliche Finanzierung auf die Ausgaben für die Einstellung
   externer Forscher, die von einem Netz für die Durchführung eines
   Forschungsprojekts benötigt werden, die durch die international^
  Zusammenarbeit entstehenden Zusatzkosten (Reisen, Aufenthalte, gemeinsame
  Sitzungen), einen Beitrag zu den Forschungsausgaben (Versuchsprodukte,
  nicht inventarisierbares Material, erforderlichenfalls Benutzung von
  Großanlagen) sowie auf die Verwaltungskosten.
   In dem besonderen Fall, daß ein im Rahmen dieser Aktion ausgebildeter
  Forscher ein neues Forschungsteam in einer benachteiligten Region der
  Gemeinschaft bildet, kann die gemeinschaftliche Beihilfe auch die
  Finanzierung der Ausrüstung dieses Teams mit einschließen, wenn sich dieses
  Team einem von der Gemeinschaft unterstützten Netz der wissenschaftlichen
  und technischen Zusammenarbeit anschließt.
  Das vorliegende spezifische Programm beinhaltet die Fortführung und
 Abwicklung der gegenwärtig im Rahmen der SCIENCE- und SPES-Programme
 durchgeführten Tätigkeiten. Die auf SPES folgende Aktion wird auf die
 Geistes- und Sozialwissenschaften ausgedehnt.
 3.      Verstärkung des Zugangs zu den wissenschaftlichen und technischen
         Große i nr i chtungen
 Ziel dieser Tätigkeit ist es, den Zugang der gemeinschaftlichen Forscher zu
 den wichtigen, in der Gemeinschaft bestehenden wissenschaftlichen und/oder
 technischen Großeinrichtungen zu fördern. Diese Tätigkeit ist insbesondere
 darauf gerichtet, die den europäischen Forschern gebotenen
Ausbildungsmöglichkeiten dadurch zu verstärken, daß s\e die Gelegenheit
erhalten, sich mit der Benutzung solcher Einrichtungen bei der Durchführung
von Forschungsprojekten vertraut zu machen.
Als "Großeinrichtung" gilt eine Einrichtung, die umfangreiche
Erst invest it ion erfordert, oder ein Verbund von kleineren Einrichtungen mit
einander ergänzender Kapazität.
Die den ausgewählten Einrichtungen gewährte finanzielle Hilfe der
Gemeinschaft! ist zur Deckung der durch den Zugang neuer Wissenschaftler zu
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    dieser Einrichtung entstehenden Kosten (Reisen, Aufenthalte,
   Benutzungskosten) bestimmt.
   Diese Beihilfen werden nicht für den Erwerb nicht inventarisierbaren
   Materials oder für die Schaffung von Infrastrukturen gewährt.
   4.     Europäische Kongresse
   Diese Tätigkeit soll die Teilnahme junger Wissenschaftler an solchen
  hochrangigen Kongressen von besonderem Interesse ermöglichen. Es handelt
  sich um wissenschaftliche Kongresse, auf denen noch unerforschte Gebiete
  der Wissenschaft und Technik behandelt werden und Spezialisten ihre
  Arbeiten und Ideen zur Diskussion stellen.
  Die Teilnahme an diesen Kongressen ermöglicht es jungen, talentierten
  Wissenschaftlern, sich zu informieren und das neueste Wissen auf einem
  Gebiet zu erwerben.
  Die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft erstreckt sich auf die
  Finanzierung der Kosten für die Teilnahme der jungen Wissenschaftler an
  diesen Kongressen (Einschreibung, Reise- und Aufenthaltskosten), wobei
  denjenigen aus den benachteiligten Gebieten ein besonderer Platz eingeräumt
  wird.
  Ill     Wissenschaftliche und technische Bereiche
 Das vorliegende Programm erstreckt sich aufgrund seines horizontalen
 Charakters auf sämtliche wissenschaftliche und technologische Bereiche. So
 kann es insbesondere strategische Projekte sowie Projekte betreffen, die
 sich auf Forschungsbereiche erstrecken, die in den fünf ersten Maßnahmen
 vorgesehen sind, wie sie in Artikel 1 des Dritten Rahmenprogramms
 aufgeführt und in dessen Anhang II dargelegt sind.
 Dennoch dürfen die im Rahmen dieses Programms durchgeführten
 Ausbildungsmaßnahmen nicht unmittelbar nach Maßgabe der Ziele der anderen
 spezifischen Programme festgelegt werden. Dies bedeutet, daß in den
 Bereichen, die von den anderen spezifischen Programmen abgedeckt werden,
 zwar Maßnahmen im Rahmen des vorliegenden Programms durchgeführt werden
 dürfen, diese Maßnahmen Jedoch die spezifische (gezielte) Ausbildung, die
 im Rahmen der spezifischen Programme selbst durchgeführt wird, ergänzen
müssen und Jede Überschneidung vermieden werden muß.
Was die Grundlagenforschung in den exakten und Naturwissenschaften
einschließlich der Mathematik betrifft, so werden in Übereinstimmung mit
der offenen Natur dieses Programms die Themen, die abgedeckt werden, nicht
a priori definiert.
Was die Geistes- und Sozialwissenschaften betrifft, so wird sich diese
Aktivität im wesentlichen auf die Ausbildung bei Projekten von Interesse
zur Verbesserung bzw. Erhöhung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und
zur Erzielung einer anhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung erstrecken,
wie z. B. Wirtschaftswissenschaften und umweltgerechtes Management wie auch
die Interaktion zwischen Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. Ferner
werden die Probleme berücksichtigt, die das Verständnis für und die
Akzeptanz von Wissenschaft und Technologie in der Öffentlichkeit betreffen.
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                                                                 ANHANG
                   VORLAUF IGE AUFSCHLÜSSELUNG DER AUSGABEN,
  IN DER IN DEN ERFORDERLICHEN FALLEN DER PROZENTUALE ANTEIL ANGEGEBEN WIRD,
           DER FÜR DIE AUSGABEN FUR DIE FORSCHER SELBST BESTIMMT IST
                                        Prozentualer Anteil     Ausgaben
                                        an den Gesamtkosten     für die
                                                                Forscher
 1.   Ausbildung                                58                 90
2.    Netze                                     30
2.1. Ausbau der Netze                           24                 75
2.2. Teams von jungen Wissenschaftlern           6
3.    Zugang zu Großeinrichtungen               10
4.    Europäische Kongresse                      2
Bemerkung: Die Personalkosten belaufen sich im übrigen auf 9,5 Mio. ECU und
die Verwaltungskosten auf 5,5 Mio. ECU. Ein Betrag von 4,93 Mio. ECU, der
nicht in den 488,07 Mio. ECU des Programms enthalten ist, ist als Beitag
des spezifischen Programms "Humankapital und Mobilität" für die
zentralisierte Aktion zur Verbreitung und Bewertung der Ergebnisse
vorgesehen.
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                                                                    ANHANG
                  BESTIMMUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS UND
                       MASSNAHMEN ZUR VERBREITUNG UND AUSWERTUNG
                                     DER ERGEBNISSE
   1.     Die Kommission führt das Programm auf der Gundlage des in Anhang I
          beschriebenen Inhalts durch.
  2.      Die Bestimmungen für die Durchführung des Programms, auf die in
          Artikel 3 Bezug genommen wird, umfassen Ausbildungsaktionen und
          Begleitmaßnahmen.
          Die Kommission ist für die Durchführung der im Rahmen des Programms
          erfolgenden Tätigkeiten verantwortlich und wird von dem in Artikel 5
          genannten Ausschuß unterstützt.
  I   SCHAFFUNG EINES GEMEINSCHAFTSSYSTEMS VON FORSCHUNGSSTIPENDIEN:
  Die Teilnehmer an dieser Aktion bestehen aus zwei Kategorien:
  (i)     Individuelle Empfänger von Ausbildungsbeihilfen
  (ii) Laboratorien oder Forschungsteams als Aufnahmeeinrichtungen.
 Der individuelle Empfänger, der in (i) aufgeführt ist, muß eine natürliche
 Person mit Wohnsitz in der Gemeinschaft sein. Die in (ii) definierten
 Laboratorien oder Forschungsteams selbst müssen Rechtspersonen mit Sitz in
 der Gerneinschaft^*^, wie Forschungszentren, Hochschul instituten,
 wissenschaftlichen Stiftungen mit eigenen Forschungsaktivitäten oder
  Industriefirmen, angegliedert sein.
 Natürliche oder Juristische Personen mit (Wohn-)Sitz in den Ländern, die
 mit der Gemeinschaft Kooperationsabkommen in Wissenschaft und technischer
 Forschung abgeschlossen haben, können, auf der Grundlage des gegenseitigen
 Interesses, sich an den Aktionen, die im Rahmen dieses Programms
 durchgeführt werden, beteiligen. Solche beteiligten Partner erhalten keine
 Gemeinschaftsfinanzierung. Sie tragen zu den allgemeinen Verwaltungskosten
 bei.
 Die Teilnehmer an den Ausbildungsaktionen werden auf der Grundlage eines
 jährlichen Verfahrens ausgewählt, das gewährleistet, daß die aufnehmenden
Einrichtungen und die beantragenden Wissenschaftler einander entsprechen.
Dieses Verfahren umfaßt zwei aufeinanderfolgende Aufforderungen zu
Vorschlägen, die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
veröffentlicht werden.
(*)     Für dieses Programm kann die Europaische Organisation für
        Kernforschung (CERN) mit Sitz In Genf, deren Anlagen sich zum größten
       T !|
         -    »»•*rtfimHoheitsgebiet der Gemeinschaft befinden, Vertragspartner
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   Die erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen erfolgt gemäß dem in
   Artikel 5 Absatz 3 genannten Arbeitsprogramm. Sie gibt die als vorrangig
   geltenden wissenschaftlichen Bereiche an und betrifft drei Kategorien von
   Aufnahmee inr ichtungen:
   (i)   einzelne Forschungsteams oder Laboratorien
   (ii)  die in (i) genannten Forschungsteams oder Laboratorien, die sich zu
         einem innereuropäischen Netz zusammengefunden haben mit dem Ziel, ein
         wissenschaftliches oder technisches Thema zu behandeln bzw. ein
         wissenschaftliches oder technisches Projekt durchzuführen; ein
         solches Netz umfaßt mindestens fünf Forschungsteams oder Laboratorien
         in mindestens drei Mitgliedstaaten der Gemeinschaft;
   (iii) Institutionen, die umfangreiche und einzigartige
         Forschungsmöglichkeiten bieten.
  Die eingegangenen Vorschläge der Aufnahmeeinrichtungen, die Stipendiaten
  aufnehmen können, werden von der Kommission unter Berücksichtigung der
  Bestimmungen in Artikel 6 und 7 ausgewählt und im Amtsblatt der
  Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht.
  Die zweite Aufforderung zu Vorschlägen richtet sich in erster Linie an
  junge Wissenschaftler auf Promotionsebene, um Stellen zu besetzen, die in
  der ersten Ausschreibung angeboten werden.
  Die Auswahlkriterien für die Vorschläge schließen ein: Den Lebenslauf des
  Bewerbers, die wissenschaftliche oder technologische Qualität des
  beabsichtigten Projekts mit Blick auf die Forschungspolitik der EG, die
  Bedeutung für die Kohäsion und die Eignung und Qualität des
  Aufnahmeforschungsteams. Die Auswahl erfolgt dezentralisiert und wird von
  den betreffenden Forschungsteams oder Laboratorien vorgenommen. Die
 Kommission überwacht die gemeinschaftlichen Auswahlkriterien, insbesondere
 hinsichtlich der Kohäsion der Gemeinschaft.
 Die Mittel für die Empfänger von GemeinschaftsausbiIdungszuschüssen sind
 für alle gleich (Beihilfen, Ausgaben für die Mobilität,
 Sozialversicherung), unabhängig von der Kategorie der Aufnahmeorganisation,
 wobei die Lebenshaltungskosten in den Gastländern berücksichtigt werden.
 II   NETZE DER WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN ZUSAMMENARBEIT
 Teilnehmer an Aktionen zur wissenschaftlichen und technischen Entwicklung
 sind Netze von Forschungslaboratorien, die eine gemeinsame Forschungs- und
 Entwicklungsarbeit durchführen. Die Zahl der an jedem Netz beteiligten
Mitgliedstaaten sollte so hoch wie möglich sein. Im allgemeinen sollte ein
Netz nicht weniger als fünf öffentliche oder private Laboratorien aus
mindestens drei Mitgliedstaaten umfassen. Es wird insbesondere die
Beteiligung anerkannter hochqualifizierter Laboratorien und
vielversprechender Laboratorien in den benachteiligten Regionen der
Gemeinschaft angestrebt. Sie soll Forschern, die auf einem
fortgeschrittenen Gebiet einzeln tätig sind, die Möglichkeit zu einer
gemeinsamen Arbeit geben.
Die Auswahl der Vorschläge erfolgt in Form einer Aufforderung zu
Vorschlägen, die unbefristet gilt. Sie ergeht seitens der Kommission unter
Berücksichtigung der Bestimmungen in Artikel 6 und 7.
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  I I I  ZUGANG ZU DEN GROSSANLAGEN
 Teilnehmer an den geplanten Aktionen zur Förderung des Zugangs der Forscher
  zu den Großanlagen in der Gemeinschaft sind diejenigen Organisationen,
  denen solche Anlagen zur Verfügung stehen, oder eine Gruppe kleinerer
 Anlagen, die zusammen die Kapazität einer Großeinrichtung besitzen.
 Die Gemeinschaftsbeihilfe wird für zwei Gruppen von Empfängern
 bere i tgestel It:
        Forscher, die Zugang zu den Anlagen erhalten möchten und für die die
        Reise- und Aufenthaltskosten sowie die Kosten für die Benutzung der
        Anlagen finanziert werden.
        Organisationen, die über solche Anlagen verfügen.
 Das Auswahl verfahren für die Empfängerorganisationen umfaßt zwei
 aufeinanderfolgende Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, die im
 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden.
 Die erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen richtet sich an
 Zentren, die über wissenschaftliche und technische Großeinrichtungen
 verfügen. Den eingegangenen Vorschlägen werden die Anträge interessierter
 potentieller Benutzer beigefügt.
 Die Auswahl der Vorschläge wird von der Kommission unter Berücksichtigung
 der Bestimmungen in Artikel 6 und 7 vorgenommen.
Die zweite Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wird zusammen mit
 der Liste der nach dem vorgenannten Verfahren in die engere Wahl gezogenen
Organisationen veröffentlicht; sie zielt auf die Einreichung von
Vorschlägen für die gemeinsame Benutzung der Anlagen ab.
Die endgültige Auswahl wird von der Kommission unter Berücksichtigung der
Bestimmungen In Artikel 6 und 7 getroffen.
Der Umfang der Unterstützung der Gemeinschaft richtet sich nach der
Qualität und Besonderheit der Anlage, dem Interesse seitens der
potentiellen Benutzer, dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der gemeinschaftlichen
Unterstützung und dem Nutzen für die Gemeinschaft unter dem Gesichtspunkt
der Bedeutung der Anlage für das wissenschaftliche und technische
Gesamtpotential der Gemeinschaft.
 IV  EUROPAISCHE KONGRESSE
Teilnehmer an der Aktion für die Einführung europäischer Kongresse sind
Organisationen, wissenschaftliche Verbände oder wissenschaftliche
Gesellschaften, die eine Reihe hochrangiger Zusammenkünfte abhalten, um die
neuesten Arbeiten auf fortgeschrittenen wissenschaftlichen oder technischen
Gebieten zu erörtern. Ferner wird eine spezifische AusbiIduro talentierter
junger Wissentschaft1er durchgeführt, die es ihnen ermöglicht, sich mit den
neuesten Entwicklungen in diesem Sektor vertraut zu machen.
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 Das Verfahren umfaßt eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, in
 der die vorrangigen wissenschaftlichen Gebiete angegeben werden, die für
das in Artikel 5 Absatz 3 genannte Arbeitsprogramm ausgewählt wurden.
Die Auswahl der Vorschläge wird von der Kommission unter Berücksichtigung
der Bestimmungen in Artikel 6 und 7 vorgenommen.
V   DIE VERBREITUNG DER ERGEBNISSE
Die Verbreitung der Ergebnisse der Ausbildungsaktionen erfolgt innerhalb
des spezifischen Programms sowie durch eine zentralisierte Aktion zur
Verbreitung und Auswertung gemäß dem Beschluß zur Durchführung des Artikels
4 Absatz 3 des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG.
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                                                            KOM(91)234endg.
                                                      DOKUMENTE
DE                                                                         15 04
                                  Katalognummer : CB-CO-91-281-DE-C
                                                            ISBN 92-77-73736-0
Amt fiir amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg