CELEX: 51993PC0442
Language: de
Date: 1993-09-29
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                     K0MC93) 442 endg.
                                     Brüssel, den 29. September 1993
                         Vorschlag für eine
                     VERORDUNG (EWG) DES RATES
      zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 über die
              gemeinsame Marktorganisation für Zucker
                   (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                                   BEGRÜNDUNG.
I • Die Produktionsrege lung für Zucker, die Versorgungsrege lung für
    Gemeinschaftsraffineriebetriebe         und      die     Regelungen     für
    gemeinschaftliche bzw. einzelStaat liehe Beihilfen
    Nachdem im Jahr 1991 die mit der Grundverordnung (EWG) Nr. 1785/81
    eingeführte   Quotenregelung       für   die    Zuckererzeugung    um   die
    Wirtschaftsjahre 1991/92 und 1992/93 verlängert worden war, ist sie
    nun    erneut   verlängert      worden,     jedoch    lediglich    um   das
    Wirtschaftsjahr 1993/94. Nach Artikel 23 der Verordnung (EWG)
    Nr. 1785/81 ist diese Regelung im Hinblick auf die Festlegung der
    ab 1. Juli 1994 anwendbaren einschlägigen Regelung zu überprüfen.
    Bei dieser neuerlichen Prüfung sind insbesondere die Ergebnisse der
    Verhandlungen über den Welthandel zu berücksichtigen, die sich auch
    auf den Zuckersektor auswirken dürften. Außerdem befindet sich der
    Binnenmarkt in der ersten Phase seiner Vollendung. Mit Inulinsirup
    ist ein neues Süßungsmittel landwirtschaftlichen Ursprungs auf die
    Gemeinschaftsmärkte gebracht worden, das in direktem Wettbewerb mit
    Zucker und Isoglukose steht. Auf dem Weltmarkt ist die Lage
    weiterhin unbeständig und großen, unvorhersehbaren Schwankungen
    unterworfen, wobei die Erzeugung seit mehreren Jahren über dem Ver-
    brauch liegt und umfangreiche Lagerbestände zu verzeichnen sind. Da
    diesen eng-zusammenhängenden Fragen große Bedeutung zukommt und zum
    anderen der Beginn des neuen Zuckerwirtschaftsjahres unmittelbar
    bevorsteht, schlägt die Kommission dem Rat vor, die Produk-
    tionsregelung für Zucker, die Regelung für die Einfuhr von
    Präferenzrohzucker    aus Drittländern nach Portugal sowie die
    Regelungen der gemeinschaftlichen RaffinationsbeihiIfen und der
    einzelStaat Iichen Beihilfen        in Deutschland,      Italien und dem
    Vereinigten Königreich einstweilen nochmals unverändert für das
    Wirtschaftsjahr 1994/95 zu verlängern.
II. Die InuIinsiruperzeugung
     In den Anwendungsbereich der gemeinsamen Marktorganisation für
    Zucker, die von Anfang an auf einem System institutioneller Preise
    und Quoten beruhte, mußte neben Zucker, seinen Folgeerzeugnissen
    und den zu seiner Herstellung dienenden               landwirtschaftlichen
    Grunderzeugnissen ab 1981 auch ein als isoglukose bezeichneter
    Sirup mit hohem Fruktosegehalt miteinbezogen werden. Dieses
     landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnis wird im allgemeinen aus
    zu Glukose verarbeiteter Getreidestärke gewonnen und wird als "das
    aus Glukose und Glukosepolymeren gewonnene Erzeugnis mit einem
    Gehalt, bezogen auf den Trockenstoff, von mindesten 10 Gewichts-
    hundertteilen Fruktose" definiert. Sein Fruktosegehalt kann 98 Ge-
    wichtshundertteile und mehr erreichen und bis zur Kristallisation
    gehen.
    Wie Zucker     ist auch      Isoglukose den besonderen Regeln des
    Zuckersektors unterworfen, wie beispielsweise der Quotenregelung
    zur   Begrenzung    der    auf    dem   Gemeinschaftsmarkt      absetzbaren
    Zuckermengen, oder der Erhebung von Produktionsabgaben, mit denen
    sichergestellt    ist, daß die Erzeuger           im Rahmen der Eigen-
    finanzierung    die     durch     den   Absatz     der    EG-Zucker-    und
    Isoglukoseüberschüsse entstehenden Kosten selbst tragen.
 ---pagebreak---                                                                      m-
Bisher war Isoglukose der einzige Sirup mit hohem Fruktosegehalt,
der in der Gemeinschaft in großem Umfang erzeugt und vermarktet
wurde. Im Zuge der technologischen Entwicklung der Erzeugung von
natürlichen Süßungsmitteln ist nunmehr die industrielle Produktion
eines neuen Sirups mit hohem Fruktosegehalt angelaufen. Dieses neue
Erzeugnis kann als InulInsirup (Fruktosesirup) bezeichnet werden
und wird gegenwärtig in der Regel aus Zichorie, gelegentlich auch
aus Topinambur gewonnen. Das Herstellungsverfahren besteht in der
Extraktion des Inulins, einem Fruktose-OlIgopolymer, das der
Hauptbestandteil der Wurzeln von Zichorie und Topinambur ist;
Inulin selbst      ist kein Süßungsmittel, durch teilweise oder
vollständige Hydrolyse wird Jedoch daraus ein Sirup gewonnen,
dessen Fruktosegehalt mehr als 80 Gewichtshundertteile erreichen
kann. Dieses Erzeugnis kann allein verwendet oder mit Glukose
gemischt werden und hat praktisch die gleichen Eigenschaften wie
Isoglukose, fällt aber nicht unter die in der Gemeinschaftsregelung
enthaltene Rechtsdefinition dieses Erzeugnisses. Inulinsirup ist
somit e m direkter Ersatzstoff für Isoglukose und flüssigen Zucker
und steht mit diesen Erzeugnissen in direktem Wettbewerb.
Daher könnten bei einer uneingeschränkten Erzeugung dieses Sirups
mit hohem Fruktosegehalt Isoglukose und flüssige Zucker von den
gemeinschaftlichen Märkten mit ihrer Überschußsituation verdrängt
werden, was unweigerlich zu Marktstörungen führen würde. Die
entsprechenden EG-Zuckermengen müßten dann erstattungsbegünstigt in
Drittländer ausgeführt werden. Da diese Erzeugung nicht unter die
Regelung für den Zucker sektor fällt, sind für sie auch keine
Produktionsabgaben zu zahlen, mit denen im Rahmen des besonderen
Systems der Eigenfinanzierung die Kosten für die Erstattungen
gedeckt werden sollen; andererseits jedoch profitiert diese
Erzeugung indirekt von den Stutzungsmaßnahmen für diesen Markt.
Die Kommission schlägt daher dem Rat die Verlängerung der auf eine
Quotenregelung      und  auf  institutioneile   Preise    gestützten
Produkt ionsrege lung für den Zuckersektor vor. Die bevorzugte
wirtschaftliche Lage von Inulinsirup könnte zu einer           immer
stärkeren Ausweitung dieser Produktion führen und die zucker- und
 isoglukoseerzeugenden Unternehmen benachteiligen, die nicht nur
diskriminiert werden, sondern auch zusätzliche Kosten tragen
müssen, während die neue Erzeugung indirekt von den Garantien für
den Zuckermarkt profitiert, ohne die Regelung mitzutragen.
Gemäß Artikel 23 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 schlägt
die Kommission daher vor, zum einen Inulinsirup nach Maßgabe der
den dort genannten Auflagen und Bedingungen in die gemeinsame
Marktorganisation für Zucker einzubeziehen; das heißt vor allem,
daß die Quoten für Inulinsirup anhand der im Referenzzeitraum 1.
Juli 1992 bis 30. Juni 1993 erzeugten Mengen festgesetzt und in der
gleichen Weise berichtigt werden, wie dies bei Isoglukose geschehen
 ist (Höchstquote - mindestens 65 % und höchstens 85 % der am
1. Oktober 1992 vorhandenen technischen Produktionskapazität). Zur
genaueren Bestimmung der technischen Produktionskapazität schlägt
die Kommission außerdem vor, diese an das verwendete landwirt-
schaftliche Grunderzeugnis &u koppeln, das in einer ausschließlich
hierfür geeigneten und genutzten Anlage einem fortlaufenden und
vollständigen Verarbeitungsprozeß unterzogen werden muß, der vom
landwirtschaftlichen Grunderzeugnis bis zum Endprodukt Inulinsirup
reicht.
 ---pagebreak---                             Vorschlag für eine
                       VERORDNUNG (EWG) DES RATES
         zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 über die
                 gemeinsame Marktorganisation für Zucker
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft, insbesondere auf die Artikel 42 und 43,
            *
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 des R a t e s t ) , zuletzt geändert durch
die Verordnung (EWG) Nr. 1548/93<2>, bestimmt in Artikel 23, daß die
Produktionsquotenregelung    im Zuckersektor      für das Wirtschaftsjahr
1993/94 gilt und daß der Rat vor dem 1. Januar 1994 insbesondere die ab
1. Juli 1994 für Zucker und Isoglukose geltende Regelung festlegt.
Dank der Produkt ionsrege lung für Zucker in ihrer derzeitigen Form
besteht zum einen nicht die Gefahr, daß es zu plötzlichen Änderungen
der Anbaufläche kommt, und ist zum anderen gewährleistet, daß die
Erzeuger im Rahmen der Eigenfinanzierung die Kosten für den Absatz des
Überschüssigen EG-Zuckers selbst tragen. Deshalb kann diese Regelung
neben der Regelung für die anderen Ackerkulturen weiterbestehen.
Daher ist es wünschenswert, die bestehende Produkt ionsrege lung für
Zucker im Wirtschaftsjahr 1994/95 beizubehalten und die Regelungen fUr
die Einfuhr von Präferenzrohzucker aus Drittländern nach Portugal, die
Gewährung gemeinschaftlicher RaffinationsbeihiIfen sowie die Gewährung
einzelStaat I icher Beihilfen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten
Königreich zu verlängern.
Artikel 23 der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 bestimmt, daß der Rat eben-
falls vor dem 1. Januar 1994 die Produkt ionsrege lung für Inulinsirup
festlegt. Da die bestehende Quotenregelung für Zucker und Isoglukose um
das Wirtschaftsjahr 1994/95 verlängert wird, sollte eine analoge
Regelung für Inulinsirup gelten, da dieser als direkter Ersatzstoff für
Isoglukose und flüssigen Zucker anderenfalls mit diesen Erzeugnissen in
direktem Wettbewerb stehen würde, allerdings unter Bedingungen, die
 Isoglukose und flüssigen Zucker benachteiligen. Angesichts der Über-
schußsituation bei Zucker in der Gemeinschaft würde jegliche Produktion
von Inulinsirup unweigerlich bewirken, daß die entsprechende Zucker-
menge zu Lasten der Zucker- und Isoglukoseerzeuger ausgeführt werden
muß und der Markt erheblich gestört wird.
In die Handels-, Intervent Ions-, Preis- und Lagerhaitungregelungen sind
daher für Inulinsirup in Anbetracht der starken Ähnlichkeit der beiden
Erzeugnisse die gleichen Bestimmungen wie für Isoglukose aufzunehmen.
(1) ABI. Nr. L 177 vom 1.7.1981, S. 4.
(2) ABI. Nr. L 154 vom 25.6.1933, S. 10.
 ---pagebreak--- Abgesehen von einer relativ veralteten Produktionsanläge in einem Mit-
gliedstaat ist die InulinsIruperzeugung in der übrigen Gemeinschaft
erst in Jüngerer Zeit aufgenommen worden. Daher ist es angemessen, die
Quoten für die einzelnen Erzeuger anhand der Mengen festzulegen, die
während eines möglichst kurz zurückliegenden Bezugszeitraums erzeugt
wurden, und dazu den In Artikel 23 Absatz 4 der Verordnung (EWG)
Nr. 1785/81 genannten Zeitraum 1. Juli         1992 bis 30. Juni    1993
heranzuziehen. Es empfiehlt sich, die B-Quote auf der Basis der Bestim-
mungen für die Isoglukoseerzeugung festzusetzen. Aus Billigkeitsgründen
sollte die Festsetzung der Quoten für die Inulinerzeugung nach dem
gleichen Verfahren wie die Festsetzung der Quoten für Isoglukose
erfolgen, wobei die Quoten für die betreffenden Unternehmen unter
Berücksichtigung der am 1. Oktober 1992 vorhandenen technischen
Produktionskapazitäten berichtigt werden.
Im Hinblick auf eine gemeinschaftsweit einheitliche Anwendung dieser
Berichtigung werden Kapazitätsangaben von Unternehmen, die eine Quote
beantragt haben, nicht berücksichtigt, wenn Zweifel an deren Richtig-
keit bestehen. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, den Begriff der
Produktionskapazität unter Bezugnahme auf das zu Inulinsirup verar-
beitete    landwirtschaftliche Grunderzeugnis zu definieren und zu
bestimmen, daß Inulinsirup in einem fortlaufenden und vollständigen
Verarbeitungsprozeß hergestellt werden muß, der alle Verarbeitungs-
stufen von der Ernte des landwirtschaftlichen Erzeugnisses bis zur
Endverarbeitung umfaßt.
Es ist sicherzustellen, daß die Einführung dieser Verordnung reibungs-
 los erfolgt. Hierzu sind gegebenenfalls bestimmte Ubergangsmaßnahmen
erforderlich. Diese Maßnahmen sind nach dem Verfahren des Artikel 41
der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 zu erlassen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 wird wie folgt geändert:
1.   In Artikel 1 Absatz 1 wird folgendes Erzeugnis angefügt:
ii
         KN-Code                          Warenbeze i chnung
     h)  ex 17 02 60 90 10              )
         ex 17 02 90 90 10              ) InulInsirup
2.   Dem Artikel 1 Absatz 2 wird folgender Buchstabe d angefügt:
     "d) Inulinsirup: das unmittelbar durch Hydrolyse von Inulin oder
         Oligofruktosen gewonnene Erzeugnis mit einem Gehalt, bezogen
         auf den Trockenstoff, von mindestens 10 Gewichtshundert teilen
         Fruktose in ungebundener Form oder in Form von DlsaccharIden."
 ---pagebreak--- 3.  In Artikel 7 wird folgender Absatz 2a eingefügt:
    "2a.     Die Bedingungen für den Kauf der landwirtschaftlichen
             Grunderzeugnisse fUr die Inulinsiruperzeugung werden durch
             Branchenvereinbarungen zwischen den EG-Erzeugern dieser
             Grunderzeugnisse und den Inulinsiruperzeugern festgelegt."
4.  In Artikel 9 erhält Absatz 3 folgende Fassung:
    "3. Es kann beschlossen werden, für die in Artikel 1 Absatz 1 Buch-
         staben a, f und h genannten Erzeugnisse und fUr die in Artik-
         el 1 Absatz 1 Buchstabe d genannten Sirupe, die sich in einer
         der Situationen gemäß Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages befinden
         und die zur Herstellung bestimmter Erzeugnisse der chemischen
         Industrie verwendet werden, Erstattungen bei der Erzeugung zu
         gewähren."
5.  In Artikel 9 Absatz 4b werden die Worte "Im Wirtschaftsjahr
    1993/94" durch die Worte "Im Wirtschaftsjahr 1994/95" ersetzt.
6.  In Artikel 9 Absatz 4c werden die Worte "Im Wirtschaftsjahr
    1993/94" durch die Worte "Im Wirtschaftsjahr 1994/95" ersetzt.
7.  In Artikel 12 Absatz 2 erhält Unterabsatz 2 folgende Fassung:
    "Nach demselben Verfahren kann eine Pflicht, die der Pflicht zur
    Haltung einer Mindest lagermenge gleichkommt, für die in Artikel 1
    Absatz 1 Buchstaben f und h genannten Erzeugnisse vorgesehen
    werden."
8.  In Artikel 13 Absatz 1 erhält Unterabsatz 1 folgende Fassung:
    "Für alle Einfuhren der in Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a, b, c,
    d, f, g und h genannten Erzeugnisse in die Gemeinschaft sowie für
    alle Ausfuhren dieser Erzeugnisse aus der Gemeinschaft ist die
    Vorlage einer Einfuhr- bzw. einer Ausfuhrlizenz erforderlich, die
    von den Mitgliedstaaten Jedem Antragsteller unabhängig vom Ort
    seiner Niederlassung in der Gemeinschaft erteilt wird. "
9.  In Artikel 16 erhält Absatz 1 folgende Fassung:
    "1. Bei der Einfuhr der in Artikel 1 Absatz 1 Buchstaben a, b, c,
         d, f, g und h genannten Erzeugnisse wird eine Abschöpfung
         erhoben."
10. In Artikel 16 wird folgender Absatz 6a eingefügt:
    "6a.     Die Abschöpfung auf das in Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe h
             genannte Erzeugnis entspricht, Je 100 kg Trockenstoff, der
             gemäß Absatz 6 dieses Artikels festgesetzten Abschöpfung,
             multipliziert mit dem Koeffizienten 1,9."
11. In Artikel 16a Absatz 1 werden die Worte "Im Wirtschaftsjahr
    1993/94" durch die Worte "Im Wirtschaftsjahr 1994/95" ersetzt.
 ---pagebreak--- 17. In Artikel 24 Absatz 1 werden die Worte "Wirtschaftsjahr 1992/93"
    durch die Worte "Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
18. In Artikel 24 Absatz 1a werden die Worte "Wirtschaftsjahre 1991/92,
    1992/93 und 1993/94" durch die Worte "Wirtschaftsjahre 1991/92 bis
    1994/95" ersetzt.
19. In Artikel 24 Absatz 3 werden die Worte "Wirtschaftsjahr 1992/93"
    durch die Worte "Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
20. Folgender Artikel 24b wird eingefügt:
                                "Artikel 24b
    1.  Unbeschadet des Artikels 24 und der Anwendung von Absatz 3 ent-
        spricht die A-Quote jedes inulinsiruperzeugenden Unternehmens
        den im Zeitraum vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 in einer
        spezifischen, ausschließlich zur Inulinhydrolyse geeigneten
        und genutzten Anlage erzeugten Mengen, die aus einem die
        Verarbeitung     von  der   Lieferung  des   landwirtschaftlichen
        Grunderzeugnisses bis zur Erzeugung des Endprodukts Inulinsirup
        vollständig und lückenlos umfassenden Prozeß hervorgehen. Diese
        Mengen werden von dem betreffenden Mitgliedstaat nach noch zu
        bestimmenden Vorschriften festgestellt.
    2.  Die B-Quote jedes inulinsiruperzeugenden Unternehmens beträgt
        23,55 % seiner gemäß diesem Artikel festgesetzten A-Quote.
    3.  Die A-Quote gemäß Absatz 1 wird gegebenenfalls in der Weise
        berichtigt, daß die Summe aus A-Quote und B-Quote
              nicht mehr als 85 % und
              nicht weniger als 65 %
         der am 1. Oktober 1992 vorhandenen technischen Produktionskapa-
         zität des betreffenden Unternehmens für eine fortlaufende indu-
         strielle Erzeugung von Inulinsirup in einer ausschließlich zur
         Inulinhydrolyse geeigneten und genutzten Anlage gemäß Absatz 1
         beträgt.
         Diese Kapazität wird von dem betreffenden Mitgliedstaat anhand
         der während eines Zeitraums von höchstens drei Monaten pro Jahr
         täglich zu Inulinsirup verarbeiteten Tonnage des landwirt-
         schaftlichen Grunderzeugnisses bestimmt.
    4.   Für die Feststellung gemäß Absatz 1 muß jeder Inulinsiruperzeu-
         ger , der am 1. Juli 1992 Inulinsirup erzeugt hat, dem Mitglied-
         staat seiner Niederlassung unverzüglich jede Inulinhydrolyse-
         Anlage melden, die der in Absatz 1 genannten Herstellung des in
         Artikel 1 Absatz 2 definierten Erzeugnisses dient. Der Mit-
         gliedstaat kann von dem betreffenden Erzeuger die Übermittlung
         zusätzlicher Angaben fordern.
         Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Maßnahmen zur
         Überprüfung der Richtigkeit dieser Angaben.
         Die A- und B-Quoten werden bei der Zuteilung durch den Mit-
         gliedstaat nach Anwendung eines Koeffizienten von 1,9 auf die
         in Rohwert festgestellte Produktion in Tonnen Trockenstoff
         ausgedrückt.
 ---pagebreak--- 17. In Artikel 24 Absatz 1 werden die Worte "Wirtschaftsjahr 1992/93"
    durch die Worte "Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
18. In Artikel 24 Absatz 1a werden die Worte "Wirtschaftsjahre 1991/92,
    1992/93 und 1993/94" durch die Worte "Wirtschaftsjahre 1991/92 bis
    1994/95" ersetzt.
19. In Artikel 24 Absatz 3 werden die Worte "Wirtschaftsjahr 1992/93"
    durch die Worte "Wirtschaftsjahr 1993/94" ersetzt.
20. Folgender Artikel 24b wird eingefügt:
                               "Artikel 24b
    1.  Unbeschadet des Artikels 24 und der Anwendung von Absatz 3 ent-
        spricht die A-Quote jedes inulinsiruperzeugenden Unternehmens
        den im Zeitraum vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 in einer
        spezifischen, ausschließlich zur Inulinhydrolyse geeigneten
        und genutzten Anlage erzeugten Mengen, die aus einem die
        Verarbeitung    von  der   Lieferung  des    landwirtschaftlichen
        Grunderzeugnisses bis zur Erzeugung des Endprodukts Inulinsirup
        vollständig und lückenlos umfassenden Prozeß hervorgehen. Diese
        Mengen werden von dem betreffenden Mitgliedstaat nach noch zu
        bestimmenden Vorschriften festgestellt.
    2.  Die B-Quote Jedes inulinsiruperzeugenden Unternehmens beträgt
         23,55 X seiner gemäß diesem Artikel festgesetzten A-Quote.
    3.   Die A-Quote gemäß Absatz 1 wird gegebenenfalls in der Weise
         berichtigt, daß die Summe aus A-Quote und B-Quote
             nicht mehr als 85 % und
             nicht weniger als 65 %
         der am 1. Oktober 1992 vorhandenen technischen Produktionskapa-
         zität des betreffenden Unternehmens für eine fortlaufende indu-
         strielle Erzeugung von Inulinsirup in einer ausschließlich zur
         Inulinhydrolyse geeigneten und genutzten Anlage gemäß Absatz 1
         beträgt.
         Diese Kapazität wird von dem betreffenden Mitgliedstaat anhand
         der während eines Zeitraums von höchstens drei Monaten pro Jahr
         täglich zu Inulinsirup verarbeiteten Tonnage des landwirt-
         schaftlichen Grunderzeugnisses bestimmt.
     4.  Für die Feststellung gemäß Absatz 1 muß Jeder Inulinsiruperzeu-
         ger, der am 1. Juli 1992 Inulinsirup erzeugt hat, dem Mitglied-
         staat seiner Niederlassung unverzüglich jede Inulinhydrolyse-
         Anlage melden, die der in Absatz 1 genannten Herstellung des in
         Artikel 1 Absatz 2 definierten Erzeugnisses dient. Der Mit-
         gliedstaat kann von dem betreffenden Erzeuger die Übermittlung
         zusätzlicher Angaben fordern.
         Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Maßnahmen zur
         Überprüfung der Richtigkeit dieser Angaben.
         Die A- und B-Quoten werden bei der Zuteilung durch den Mit-
         gliedstaat nach Anwendung eines Koeffizienten von 1,9 auf die
         in Rohwert festgestellte Produktion in Tonnen Trockenstoff
         ausgedrückt.
 ---pagebreak---          Die betreffenden Mitgliedstaaten teilen der Komission die auf
         diese Weise zugeteilten Quoten und ihre Inhaber mit, wonach die
         Kommission die übrigen Mitgliedstaaten unterrichtet.
    5.    Im Sinne dieser Verordnung sind
         a)   A-Inulinsirup: alle Inulinsirupmengen, die unter Anrechnung
              auf ein bestimmtes Wirtschaftsjahr im Rahmen der A-Quote
              des betreffenden Unternehmens erzeugt werden;
         b)   B-Inulinsirup: alle Inulinsirupmengen, die unter Anrechnung
              auf ein bestimmtes Wirtschaftsjahr erzeugt werden und die
              A-Quote überschreiten, ohne die Summe der A- und der B-
              Quote des betreffenden Unternehmens zu überschreiten.
         c)   C-Inulinsirup: alle Inulinsirupmengen, die unter Anrechnung
              auf ein bestimmtes Wirtschaftsjahr erzeugt werden und ent-
              weder die Summe der A- und der B-Quote des betreffenden
              Unternehmens    überschreiten oder      in einem    Unternehmen
              erzeugt werden, das über keine Quoten verfügt.
    6.   Die Durchführungsvorschriften zu diesem Artikel, insbesondere
         die     in Absatz 1 genannten Bedingungen, werden nach dem
         Verfahren des Artikels 41 festgelegt."
21. In Artikel 26 erhält Absatz 1 folgende Fassung:
    "1. Unbeschadet des Absatzes 2 dürfen C-Zucker, der nicht gemäß
         Artikel 27 übertragen wurde, C-Isoglukose und C-Inulinsirup
         nicht auf dem Binnenmarkt der Gemeinschaft abgesetzt, sondern
         müssen in unverarbeiteter Form vor dem auf das Ende des be-
          treffenden Wirtschaftsjahres folgenden 1. Januar ausgeführt
         werden.
         Die Artikel 8, 9, 18 und 19 sind auf diesen Zucker und die
         Artikel 9, 18 und 19 auf diese isoglukose und auf diesen
          Inulinsirup nicht anwendbar. "
22. In Artikel 26      Absatz 3   erhält   der zweite   Unterabsatz  folgende
    Fassung:
    "Diese Vorschriften müssen insbesondere die Erhebung einer Abgabe
    für die in Absatz 1 genannten C-Zucker-, C-Isoglukose- und C-
     I nul ins irupmengen   vorsehen,    für die bis zu einem         noch zu
    bestimmenden Zeitpunkt die Ausfuhr in unverarbeiteter Form inner-
    halb der vorgeschriebenen Frist nicht nachgewiesen worden ist."
23. In Artikel 28 erhalten      die Absätze 1 bis 4 folgende Fassung:
     "1. Vor      dem  Ende    Jedes    Wirtschaftsjahres    wird   folgendes
          festgestelIt:
          a)   die voraussichtliche A- und B-Menge an Zucker, Isoglukose
              und Inulinsirup, die unter Anrechnung auf das laufende
              Wirtschaftsjahr hergestellt worden ist;
          b)   Die Zucker-, Isoglukose- und inulins!rupmenge, die während
               des laufenden Wirtschaftsjahres voraussichtlich für den
              Verbrauch in der Gemeinschaft abgesetzt wird;
 ---pagebreak---    c)   der exportierbare Überschuß, zu dessen Berechnung die unter
        Buchstabe a genannte Menge um die unter Buchstabe b
        genannte Menge verringert wird;
   d)   der voraussichtliche durchschnittliche Verlust bzw. der
        voraussichtliche durchschnittliche Erlös je Tonne Zucker im
        Hinblick    auf   die   im    laufenden    Wirtschaftsjahr    zu
        erfüllenden AusfuhrverpfIichtungen.
        Dieser durchschnittliche Verlust bzw. Erlös entspricht der
        Differenz zwischen dem Gesamterstattungsbetrag und dem
        Gesamtabschöpfungsbetrag bezogen auf die Gesamttonnage der
        betreffenden AusfuhrverpfIichtungen;
   e)   der voraussichtliche Gesamtverlust bzw. Gesamterlös, zu
        dessen Berechnung der unter Buchstabe c genannte Überschuß
        mit dem unter Buchstabe d genannten durchschnittlichen
        Verlust bzw. dem durchschnittlichen Erlös multipliziert
        wird.
2. Vor dem Ende des Wirtschaftsjahres           1994/95 wird    für die
   Wirtschaftsjahre     1991/92,    1992/93,    1993/94   und    1994/95
   kumulativ folgendes festgestellt:
   a)   der exportierbare Überschuß, der sich aus der endgültigen
        Erzeugung von A- und B-Zucker, A- und B-Isoglukose sowie A-
        und B-Inulinsirup einerseits und der zum Verbrauch in der
        Gemeinschaft endgültig abgesetzten Zucker-, Isoglukose- und
         Inulinsirupmenge andererseits errechnet;
   b)   der durchschnittliche Verlust bzw. Erlös je Tonne Zucker,
        der sich aus der nach dem Berechnungsverfahren des Ab-
        satzes 1 Buchstabe d Unterabsatz 2 ermittelten Summe der
        AusfuhrverpfIichtungen ergibt;
   c)   der    Gesamtverlust   bzw.    der   Gesamterlös,    zu   dessen
        Berechnung der unter Buchstabe a genannte Überschuß mit dem
        unter Buchstabe b genannten durchschnittlichen Verlust bzw.
        dem durchschnittlichen Erlös multipliziert wird;
   d)   der Gesamtbetrag der erhobenen Grundproduktionsabgaben und
        der B-Abgaben.
   Der in Absatz 1 Buchstabe e genannte voraussichtliche Gesamt-
   verlust bzw. der voraussichtliche Gesamterlös wird nach Maßgabe
   der Differenz zwischen den unter den Buchstaben c und d
   genannten Feststellungen angepaßt.
3.  Ergeben die in Absatz 1 genannten Feststellungen nach ihrer
   Anpassung gemäß Absatz 2 und unbeschadet des Artikels 29 Ab-
   satz 1 einen voraussichtlichen Gesamtverlust, so wird dieser
   durch die voraussichtliche Menge A- und B-Zucker, A- und B-Iso-
   glukose und A- und B-Inulinsirup, die unter Anrechnung auf das
    laufende Wirtschaftsjahr erzeugt worden ist, dividiert. Der
   sich so ergebende Betrag wird von den Herstellern als Grund-
   produktionsabgabe auf die von ihnen erzeugten A- und B-Zucker-
   mengen, A- und B-1 sog Iukosemengen und A- und B-Inulin-
   s i rupmengen er hoben.
                                10
 ---pagebreak---         Diese Abgabe darf jedoch folgende Beträge nicht überschreiten:
             bei dem betreffenden Zucker einen Höchstbetrag, der 2 v.H.
             des Interventionspreises für Weißzucker entspricht,
             bei dem betreffenden, durch Anwendung eines Koeffizienten
             von   1,9    in Zucker-/Isoglukoseäquivalent    ausgedrückten
             Inulinsirup den auf Weißzucker anwendbaren Höchstbetrag
             bei der betreffenden Isoglukose den Teil der Grundproduk-
             tionsabgabe, der zu Lasten der Zuckerhersteller geht.
    4.  Ist es wegen der Begrenzung der Grundproduktionsabgabe nicht
        möglich, den in Absatz 3 Unterabsatz 1 genannten Gesamtverlust
        vollständig zu decken, so wird der verbleibende Restbetrag
        durch die voraussichtliche Menge B-Zucker, B-Isoglukose und B-
        Inulinsirup,     die   unter  Anrechnung    auf  das   betreffende
        Wirtschaftsjahr erzeugt worden ist, dividiert. Der sich so
        ergebende Betrag wird von den Herstellern als B-Abgabe auf die
        von ihnen erzeugten B-Zucker, B-Isoglukose- und B-Inulin-
        sirupmengen erhoben.
        Diese Abgabe darf jedoch vorbehaltlich des Absatzes 5 folgende
        Beträge nicht überschreiten:
             bei B-Zucker einen Höchstbetrag, der 30 v. H. des Interven-
             tionspreises für Weißzucker entspricht,
             bei durch Anwendung eines Koeffizienten von 1,9 in Zucker-
             ZI soglukoseäquIva lent ausgedrücktem B-Inulinsirup den auf
             B-Weißzucker anwendbaren Höchstbetrag,
             bei B-Isoglukose den Teil der B-Abgabe, der zu Lasten der
             Zuckerhersteller geht."
24. In Artikel 28a erhält Absatz 2 folgende Fassung:
    "2. Die Ergänzungsabgabe wird für Jedes zuckererzeugende Unter-
        nehmen, für Jedes isoglukoseerzeugende Unternehmen und für
        jedes inulinsiruperzeugende Unternehmen ermittelt, indem auf
        den Gesamtbetrag der fälligen Produktionsabgaben des Unter-
        nehmens     für    das  betreffende   Wirtschaftsjahr   ein   noch
        festzulegender Koeffizient angewandt wird. Dieser Koeffizient
        entspricht     für   die Gemeinschaft    dem um    1 verringerten
        Verhältnis zwischen dem nach Artikel 28 Absätze 1 und 2
        festgestellten Gesamtverlust in dem betreffenden Wirtschafts-
        Jahr und den Einnahmen aus den für dasselbe Wirtschaftsjahr
        durch die Zuckerhersteller, die Isoglukosehersteller und die
         Inulinsirupherstel1er geschuldeten Grundproduktionsabgaben und
        B-Abgaben."
25. Folgender Artikel 28b wird eingefügt:
                                     11
 ---pagebreak---                                "Artikel 28b
    1.   Die Inulinsirupherstel1er können von den Verkäufern des land-
         wirtschaftlichen Grunderzeugnisses, aus dem der betreffende
         Inulinsirup hergestellt wurde, die Rückerstattung eines Teils
         der erhobenen Grundproduktionsabgabe, der B-Abgabe und der von
         den Herstellern erhobenen Ergänzungsabgabe verlangen. Dieser
         Teil kann nicht den Teil, mit dem die Rübenerzeuger für das be-
         treffende Wirtschaftsjahr belastet werden, überschreiten; er
         wird mittels Branchenvereinbarungen oder -vertrage anhand der
         Kaufpreise   der   zu   diesem    Zweck   in   dem   betreffenden
         Wirtschaftsjahr gelieferten landwirtschaftlichen Grunderzeug-
         nisse festgesetzt.
    2.   Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Absatz 1 werden gege-
         benenfalls nach dem Verfahren des Artikels 41 festgelegt."
26. In Artikel 46 Absatz 1 und in den Absätzen 5 und 6 werden die Worte
    "im Wirtschaftsjahr 1993/94" durch die Worte "im Wirtschaftsjahr
    1994/95" ersetzt; in Artikel 46 Absatz 3 Buchstabe b werden die
    Worte "für das Wirtschaftsjahr 1993/94" durch die Worte "für das
    Wirtschaftsjahr 1994/95" ersetzt.
27. In Artikel 46 Absatz 7 Unterabsatz 1 werden die Worte "in den
    Wirtschaftsjahren 1990/91, 1991/92, 1992/93 und 1993/94" duch die
    Worte "in den Wirtschaftsjahren 1990/91 bis 1994/95" ersetzt.
28. In Artikel 48 wird das      Datum   "30. Juni  1994" durch  das  Datum
    "30. Juni 1995" ersetzt.
                                 Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gl It ab 1. Juli 1994.
Diese Verordnung ist in allen ihren         Teilen  verbindlich  und  gilt
unmittelbar in Jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am                   Im Namen des Rates
                                          Der Präsident
                                     12
 ---pagebreak---     FINANZBOGEN
                                                         Datum
I. HAUSHALTSLINIE       Ausgaben      11                 MITTELANSATZ: (PB 9 3 ) : ECU 2.091
                        Eigene Mittel 1000 und 1100             Mio. ECU
                                                         1.263,7 + 716,1 Mio. ECU
2. BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
   Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Änderung der Verordnung       (EWG)
   Nr. 1785/81 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker
3. RECHTSGRUNDLAGE:    EWG-Vertrag, insbesondere Artikel 42 und 43
4. ZIELE DER MASSNAHME: Die gemeinsame Marktorganisation für Zucker um das Wirt-
   schaftsjahr 1994/9 5 zu verirängern und die Einführung von Erzeugungsquoten für InuL hn-
                                                                    sirupc
5. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:             12-MONATS-      LAUFENDES HAUS- KOMMENDES HAUS-
                                          PERIODE        HALTSJAHR ( 94;)   HALTSJAHR (95)
                                          Mio ECU           Mio ECU             Mio ECU
5.0.  AUSGABEN ZU LASTEN DES
      - EG-HAUSHALTSPLANS                  2.207.1             p.m.            2.096.7
        (ERSTATTUNGEN/INTERVENTIONEN)
5.1.   EINNAHMEN
      - EIGENE MITTEL DER EG               1.723.7                             1.723.7
         (ABSCHÖPFUNGEN/Z ÖLLE)
                                           199 6        1997          199 8          1999
5.0.1. VORAUSSCHAU AUSGABEN                110.4
5.1.1. VORAUSSCHAU EINNAHMEN              p.m.
5.2.   BERECHNUNGSWEISE:
       (Siehe Einzelheiten der Berechnung im Anhang).
      Die Ausgaben sind zu 95% auf den Haushalt 1995 und zu 5% auf den Haushalt
       199 6 umgelegt.
      Die Einnahmen sind zu 100% für den Haushalt 199 5 vorgesehen.
6.0.  FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH
       IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                     JA
6.1.   FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL
       ZU KAPITEL IM LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                         JA
6.2.  NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                         NEIN
6.3.  ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKÜNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN             JA
ANMERKUNGEN:
                                            - 13 -
 ---pagebreak---                                                                 A N H A N G      I
                              AUSGABEN IM ZUCKERSEKTOR
                                                                    Mio ECU (A)
       Erstattungen: 3.015.000 t (1)             x 420 ECU/t              1.266,3
                                        Mio
       Vergütung Lagerkosten: 86.°           t/Monat x 5,2 ECU/t             447,2
       Offentli che Lager-
       hai tung:                    (pauschal)                              1 .0
       Erstattung für die
       Verwendung in der
       chemischen Industrie:        200.000 t x (420 - 70) ECU/t           70,0
       Maßnahmen zur Förderung
       des Absatzes von Roh-
       zucker: DOM-EUR 11        290.000 t x 71 ECU/t                        20,6
                  (Rohr )
                  PORTUGAL         90.000 t x 71 ECU/t                         6,4
                  (ROM)
       Subvention bei der
       Einfuhr:                                                          p.m.
       Wertberichtigung der
       Bestände-.                                                        p.m.
       BeihiIfe für die An-
        passung der portugie-
        sischen Industrie:                                               p.m.
        GemeinschaftsbeiniIfe
        für Rohrzucker:             1.720.000 t X   5,80 ECU/t              10>0
10      Gerne i nschaf tsbe i t rag
        für die nationale Bei-
        hilfe UK:                   1.130.000 t X 4,5 ECU/t X 25 %           1,3
11.    Hilfe für die spanische           37,8 Mio ECU x 1/3 x 50 X =        6 3
       Zuckerindustrie                                                        '
                                                             INSGESAMT   1.829,1
AUSWIRKUNG DES DOPPELTEN KURSES 1.829,1 x 1,207 = 2.207,7 Mio ECU (B)
(1) davon 173.000 Tonnen in Zuckerwert aus der Inulir.produktion
                                  - 14 -
 ---pagebreak---                                                                      Anhang 2: Abgaben Zucker und Hypothesen nach MitgLiedstaat
            rthMverWeotewor«
          INÏEWCR PREIS
                              623.3ECU/T                                 UESL              OK                             OR           ESP       FR        metrop     dorn    IRL      IT       NL       PORT     UK       EUR12
                   T6W nte
                                                                              1.207          1.207          1.207           1.207        1.207      1.2071     1.207»   1.207   1.207    1.207    1.207    1.207   1,207
         A-CUOTE                    000 T                                       680            328        2637.7              290           960      2996      2530       466      182    1320      690     63,6    1040    11187,3
         B-OJOTE                    000 T                                       146           96.6          811.6               29           40    805.8      759.2      46,6     18,2   248.3      182       6,4     104    2487.9
         A + B-OUJTE                000 T                                       626         424,6         3449.3              319         1000    3801.8     3289.2     512.6   200.2  1568.3       872        70   1144    13875.2
       i   ZlOCER
           EKZEUGUC A
           EKZELGUNG B
                                    000 T
                                    000 T
                                                                                680
                                                                                146
                                                                                               326
                                                                                              96.6
                                                                                                           Berechnung; der Zuckerabgabe
                                                                                                           811.3
                                                                                                                              20b
                                                                                                                                29
                                                                                                                                            960
                                                                                                                                             40
                                                                                                                                                    286t)
                                                                                                                                                   759.2
                                                                                                                                                                2560
                                                                                                                                                              759.2
                                                                                                                                                                          300      162
                                                                                                                                                                                  18.2
                                                                                                                                                                                          1320
                                                                                                                                                                                         248,3
                                                                                                                                                                                                    690
                                                                                                                                                                                                    182
                                                                                                                                                                                                                    1040
                                                                                                                                                                                                                      104
                                                                                                                                                                                                                              10990
                                                                                                                                                                                                                             2434,6
           GESAMT A + T "           000 T                                       626         424.6         3449.3              319         1000    3619.2     3319,2       300   200.2  1568.3       872             1144    13424.6
                                                               ECU/T
             (HMVeCASE                         2%              10,466            8.6           4.4           36,1              3,3         10.5      37,9                          2.1     16.4      9.1      0.0    12.0      140.4
             B-ABCASE                       37.5%                                                                                                                                         48.7     35,7       0.0    20.4      477.8
                                                           196,238             28.7           19.0          159.2              5,7           7.6    149,0
              INSGESAMT             Mk) ECU(A)                                 37,3           23.4          195,3             9,0          18,3    186,9                           5,7    65,1     44.8       0,0   32.4       618,2
                                    Mio ECUfB)                                 45,0           28.2         235,7             10,9          22,1    225.6                           6.9    78.6     54.1       0.0    39.1      746.2
              ISCGUJCOSE
             ERZEU3UN3 A
                                                                                                          Berechnung der Isoglukoseabgabe
                                    000 T                                      56,7                          28,9            10,5          75.0       15,9                                 16.6      7,4      6.6    21,7      239,3
             EKZEUGUC 6             000 T                                      15.0                           6.6                                                                           3.9      1,7              5.7       45,8
                                                                                                                               1.8          6.0        4.0
             GESAUT A-*- B                                                                                                                                                                                          27,4       285,0
                                    000 T                                      71.7                          34.5            12,3          83.0       19.9                                20.4       9.2      6.6
                                                               ECU/T
             CRMyeGABE                                          4.389           0,3                           0,2             0.1           0.4        0.1                                  0.1      0.0      0.0      0.1       1.3
             B-ABGABE                                        82,392              1.2                          0,5             0.1           0.7        0.3                                  0.3      0,1      0.0     0.5        37
             INSGESAMT             Mk) ECU(A)                                    1.5                          0.7             0,2           1.1        0.4                                  0.4               0,0     0.6        5,0
                                   Mio ECUfB)                                    1,8                          0.8             0.2           1,3        0.5                                  0.5               0.0     0.7        5,9
               Inulin (1)                                                                                 Berechnung der In ulinabqabe
             EKZEUGUC A            000 T                                       98,8                                                                                                                   38                       155.8
              EKZEUGUC B           000 T                                       23,3                                                                    4.5                                           8.9                        36.7
             GESAMT A + 8          000 T                                     122,1                                                                   23.5                                          46.9                        192.5
V/1                                                           ECU/T
 I           CRUHHeGABE                                      10,466             1.3                                                                    0,2                                           0.5                         2.0
             B-ABGABE                                      196,238              4.6                                                                    0,9                                           1                           7.2
             INSGESAMT             Mio ECU(A)                                   5.9                                                                    1,1                                           2,2                         9.2
                                   Mio ECUfB)                                   7.1                                                                    1,3                                           2.7                        11.1
                 ZLSATZABGABE
                                                                                                          Berechnung der Zusatzabgabe                                                                                          632.4
                                                                              44.7           23.4          196,0                          19,4     188i4                           5.7    65.5     47,1       0,0   33,0
                                     2vi*ct*n*srrr« Abgaben
                                     Ko«ff.:(P/R>-1                          0.208          0.208          0,208           0,208        0,208      0,208                        0,208   0.208     0,208    0.208   0.208
                                     v«rlu»t P               t 7g4 2
                                     Eim.R
                                                               632,4
                                   Mio ECU(A)                                   9.3            4.9          40.8              1,9           4,0     39,3                           1.2    13.7       9,8     0.0      6.9      131.8
                                   Mk) ECUfB)                                 11.2             5.9          49.2              2,3           4.6     47.4                           1,4    16,5     11.8       0,0     8.3      158.8
            UCER<CSTEN*8>8E
                                     Sotz                          35
                                                                                                         ECU/            Ber et :hnung der Lagerkostenabgabf
            ABGESETZTE HOCE»                                                                                                                                                                                                  13600
                                   000 T                                       680            424          3392              234         1021      3763                           200    1570       942            1172
                                   Mto ECU(A)                                 30,6;          14.8          118,7             8,2          35.7     131.7                          7.0     55,0!    33,0      0.1    41.0      476,0
                                   Mk) ECUfB)                                 37.2           17,91         143,3             9,9          43.1     159,0                         1A       66,4     39.8      ojj    49,s|     574,6
        ZUSAMMENFASSUNG                                                                                                                                                                                                              I
        - ERZEUGUNG ZUCKER                         Mio ECU(B)                45.0           28.2          235,7             10,9         22.1     225,6                           6,9    78.6     64.1       0.0   39,1      746.2|
        - ERZEUGUNG INULIN                         Mio ECU(B)                                 0,0            0.0             0.0           0.0        1.3                         0.0      0.0      2.7      0.0     0.0       11,1
                                                                               7,1
        - ERZEUGUNG ISOGLUKOSE                     Mio ECU(B)                                 0,0            0.8             0.2           1.3       0,5                          0.0      0.5               0.0     0.7        5.9
                                                                               1.8                                                                                                                  0,1
        -      LAGERUNG
                                                   Mk) ECU(B)                37.2           17.9          143,3              9.9         43.1     159,0                           8.4    66,4     39.8       0,1   49,5      574.6
        -      ZUSATZABGABE
                                                   Mio ECU(B)                 11.2            5.9          49.2              2.3                   <7,4                           1.4    16,5     11.8       0,0     8.3     158,8
           \\Ui^M\                                 Mio ECUfB)               102.3           52.0          429.0            23,3          71.3     433,8                         16.7   162.0     108.5       0.11  97.6     1496,6!
    (1)     Schätzung der       Inulinerzeugung         in   Zuckeraquivalent            1992/93    ohne K o r r e k t u r  für    die  Produktionskapazität
           ABSCHÖPFUNGEN
           FW6 11
                     ÎAL                             300000t     X 420 Eeul     X    1.207        182,1 MoEcu(B)
                                                    200000t      X 310 Ecirt    X    1.207         74 8 Mo Eci(B)
                                  INSGESAMT
                                                                                                 22«,» Mo Fcum)
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                           KOM(93) 442 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             03
                                 Katalognummer : CB-CO-93-486-DE-C
                                                           ISBN 92-77-59416-0
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                           - 16 -