CELEX: 31981R2049
Language: de
Date: 1981-07-21 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2049/81 der Kommission vom 20. Juli 1981 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Chile

Nr. L 200 /40                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                21 . 7 . 81
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 2049/81 DER KOMMISSION
                                                    vom 20 . Juli 1981
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                    Ursprung in Chile
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                 (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                                den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                                und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               Märkten festgestellt werden .
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für Äpfel aus
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               Chile lagen an fünf aufeinanderfolgenden Markttagen
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­             abwechselnd unter und über dem Referenzpreis. Zwei
organisation für Obst und Gemüse ( 1), zuletzt geändert         dieser Einfuhrpreise liegen um wenigstens 0,6 ECU
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1116/ 81 (2), insbe­             unter dem Referenzpreis ; daher muß eine Ausgleichs­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,
                                                                abgabe für diese Sorten von Äpfel mit Ursprung in
                                                                Chile erhoben werden .
in Erwägung nachstehender Gründe :
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                   Gemäß Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
1035/72 schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei            Nr. 1035/72 wird diese Abgabe grundsätzlich 6 Tage
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           lang erhoben .
fünf bis sieben aufeinanderfolgenden Markttagen ab­
wechselnd unter und über dem Referenzpreis liegen,              Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
außer in Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe für               lauben, ist bei der Berechnung der Einfuhrpreise zu­
das betreffende Herkunftsland erhoben wird. Diese               grunde zu legen :
Abgabe wird erhoben , wenn drei Einfuhrpreise unter             — für die Währungen, die untereinander zu jedem
dem Referenzpreis lagen und einer dieser Einfuhr­                     Zeitpunkt einen Höchstabstand von 2,25 v. H. im
preise wenigstens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis                     Kassageschäft halten, ein Umrechnungssatz, der
liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unterschied zwi­                     sich auf ihre tatsächliche Parität stützt,
schen dem Referenzpreis und dem letzten, um wenig­
stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegenden Ein­            — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
fuhrpreis.                                                            der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
                                                                      kurse im Kassageschäft jeder dieser Währungen
In der Verordnung (EWG) Nr. 1711 /81 der Kommis­                      stützt und der während eines bestimmten Zeit­
sion vom 26. Juni 1981 zur Festsetzung der Referenz­                  raums gegenüber den im vorstehenden Gedanken­
preise für Äpfel bis zum Abschluß des Wirtschaftsjah­                 strich bezeichneten Währungen der Gemeinschaft
res 1981 /82 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­                festgestellt wird —
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat Juli 1981
auf 33,95 ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­                                  Artikel 1
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                Bei der Einfuhr von Äpfeln, andere als Mostäpfel (der
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             Tarifstelle ex 08.06 A II des Gemeinsamen Zolltarifs)
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                 mit Ursprung in Chile wird eine Ausgleichsabgabe in
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­            Höhe von 1,57 ECU je 100 kg Reingewicht erhoben .
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.                                                                              Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                Diese Verordnung tritt am 22. Juli 1981 in Kraft. Vor­
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung             behaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz 2
                                                                Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
(!) ABl . Nr. L  118 vom 20 . 5. 1972,  S. 1.
(2) ABl . Nr. L  118 vom 30.  4. 1981 , S. 1.                   gilt diese Verordnung bis 27. Juli 1981 .
(3) ABl . Nr. L  170 vom 27.  6. 1981 , S. 23 .
(4  ABl . Nr. L  220 vom 10 . 8. 1974,  S. 20 .                 (5 ) ABl . Nr. L 90 vom 5 . 4. 1978 , S. 5 .
 ---pagebreak--- 21 . 7 . 81                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                     Nr. L 200/ 41
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 20. Juli 1981
                                                                  Für die Kommission
                                                                    Der Präsident
                                                                    Gaston THORN