CELEX: 51975PC0573
Language: de
Date: 1975-12-17
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend KONTROLLWAAGEN (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (75) 573
Vol. 1975/0216
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN:
                                               KOM(75)573 endg.
                                               Brüssel , den 17 » Dezember 1975
                                Vorschlag fur eine
                               RICHTLINIE DES RATES
                 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
                 Staaten betreffend KONTROLLWAAGEN
                     (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
    KCM(75 ) 573 endg.
 ---pagebreak---                                     BEGRÏÏNBUN G
Diese Richtlinie ergeht in Anwendung von Artikel 100 des Vertrages sowie der
Richtlinie des Rates vom 26 . Juli .1971 betreffend die Angleichung der Rechts-
vorschriften der Mitgliedstaaten über gemeinsame Bestimmungen für Hessgeräte und
Mess-und Prüfverfahren (l ).
Ihr Ziel ist die Beseitigung der innergemeinschaftlichen technischen Handelshemm-
nisse , die gegenwatig auf dem Sektor der Kontrollwaagen infolge der Unterschied­
lichkeit der in den Mitgliedstaaten geltenden internen Techtsvorschriften über
diese Geräte bestehen .
Die in den Mitgliedstaaten für Kontrollwaagen geltenden Kontrollregelungen sind
ziemlich unterschiedlich .    Diese Unterschiede beschränken sich nicht nur auf die
technischen Vorschriften über den Bau , sondern beziehen sich auch auf die erfor­
derliche Genauigkeit und auf die Modalitäten der Prüfung, denen diese Kontroll-
waage vor dem Inverkehrbringen unterworfen werden. Auf der Ebene des Warenverkehrs
wirkt sich diese Sachlage ferner, dadurch aus , dass die Hersteller gezwungen sind ,
um sich der jeweils in dem Mitgliedstaat geltenden Regelung anzupassen , .in dem die
Kontrollwaagen verwendet werden sollen , dass sie sich wiederholten Kontrollen unter
wechselnden Prüfbedingungen zu unterwerfen haben.                             .
Die derzeitigen einzelstaatlichen Rechtsvorschriften finden ihre Berechtigung in ,
der legitimen Sorge um den Schutz der Verbraucher und Benutzer , sodass eine Har­
monisierung dieser Rechtsvorschriften als das einzige mögliche Mittel erscheint ,
die aus der Unterschiedlichkeit dieser Vorschriften herrührenden Nachteile zu
beseitigen und damit die zur Errichtung des Gemeinsamen Marktes erforderlichen
Voraus zet zungen zu schaffen.
Unter Kontrollwaagen werden Einrichtungen verstanden , die ohne Eingreifen von
Bedienungspersonal eine Gesamtmasse von Gegenständen , auch "Stücke" genannt , auf­
teilen in mehrere Gewichtsklassen , abhängig von der jeweiligen Masse dieser Gegen­
 stände .
 (l ) ABL . der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 202 vom 6 . September 1971«
 ---pagebreak--- Die Kontrollwaagen werden vor allem in den Abfülleinrichtungen für Fertigpackun-
gen verwendet . Sie dienen am Bandende zur Überprüfung der Nennfüllmenge jeder
dieser Fertigpackungen und .gestatten im, gegenteiligen Fall , die im Vergleich zur
besagten Nennfüllmenge unzureichend gefüllten Fertigpackungen auszusortieren .
Man kann sich vorstellen , welchen beteutenden Platz dies© Einrichtung sowohl beirr.
Hersteller oder Abfüller , als auch beim Endverbraucher einnimmt ,
Tatsachlich hängt zu einem Teil die richtige Abfüllung der in den Verkehr gebrach­
ten Fertigpackungen von der Genauigkeit dieser Kontrollwaagen - ab .        ' • ...
Dieser Richtlinienvorschlag vervollständigt - somit die zuvor bereits vorgelegten
Richtlinien auf dem Gebiet der Fert-igpackungen und bildet mit ihnen zusammen ein
Ganzes , das dem Verbraucher nur dienlich sein kann .
Ferner wird hierdurch mittels Angleichung der verschiedenen einsel Staat liehen
Rechtvorschrifyen für diese . Geräte deren eigene freie Verkehrsfähigkeit innhalb
der Gemeinschaft herbeigeführt , was -, im Augenblick nicht der Fall ist «    ....•'
Durch die Bestimmung der Gemeinschaftsverfahren für die Bauartzulassung und die
Ersteichung dieser Kontrollwaagen , sowie die, gegenseitige .Aberkennung der . sich
daraus ergebenden Kontrollen , werden für Hersteller und Kunden die FoataalitSten
vereinfacht «, Mit der vorliegenden Richtlinie wird ein neuer Sektor von. Mesegeräten
auf Gemeinschaftsebene harmonisiert .
KONSULTATION PJjS PARLA?-IBNT5 UND 1^5 WIRT,? GRAFTS- UND SOZIALAn^CHIJS^ES
Die Stellungnahme dieser beiden Instanzen ist , gemäss Artikel . 100 ,. Absatz 2 ,
erforderlich, da die Inkraftsetzung der in der. Richtlinie enthaltenen .■ 3esti?jnu.u-
gen in einigen Mitgliedstaaten eine Änderung ihrer Rechtsvorschriften erfordert .
 ---pagebreak---                             VORSCHLAG FuR EINE RICHTLINIE DES RATS
                 zur Angleichung des Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                                      über Kontrollwaagen
                             (dem Rat von der Kommission vorgelegt )
Der Rat der Europaischen Gemeinschaften «.
gestütz auf den Vertrag zur Gründung der Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europaischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwctgung nachstehender Grunde s
In den Mitgliedstaatan gelten für den Bau und die Überprüfungsverfahren von Kon­
trollwaagen Mussvorschriften , die sich von einem Mitgliedstaat zum anderen unter­
scheiden und auf diese Weise den Handel mit diesen Instrumenten ' erschweren . Dia
einschlägigen Bestimmungen müssen daher angeglichen -»erden *
In der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung der Rechtsvorschrif-
ten der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vorschriften über Messgeräte sowie
Uber Mess- -und Prüfverfahren ( l ) sind die Verfahren für die EWG-Bauart Zulassung -
und die . lSWG-Ersteichung geregelt,      ßsmäss dieser Richtlinie müssen für Konr-
trollwaagen die technischen Bau- und Betriebsvorschriften erlassen wrden , denen
diese Instrumente, entsprechen müssen , um frei eingeführt , vermarktet und verwert­
etet wärd-öii ru können , nachdem sie den entsprechenden Prüfungen unterworfen und
mit den vorgesehenen Stempeln und Zeichen versehen wurden .
Die genannte Richtlinie besagt , dass , sofern die Umstände es zulassen , in Einzel–
richtlinien der Zeitpunkt festgelegt werden kann , zu dem jeder Mitgliedstaat
die nationalen Bestimmungen ausser Kraft setzen kann , die auf ahnliche Instru­
mente anwendbar sind wie die, die den gemeinschaftlichen Bestimmungen entsprechen,
im vorliegenden Fall ist es noch nicht möglich, diesen Zeitpunkt festzulegen «.
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN *
 ---pagebreak---                                    Artikel 1
Die vorliegende Richtlinie gilt für Kontrollwaagen. Diese Instrumente sind
unter Punkt 1 des Anhangs definiert , .
                                   Artikel 2
Die Kontrollwaagen , die die EWG–Stempel und Zeichen erhalten können , sind im
Anhang beschrieben, Sie sind Gegenstand einer EWG–Bauart Zulassung und unter­
liegen der EWG-Ersteichung ,
                                   Artikel 3
Die Mitglieds taaten dürfen den Vertrieb und die Inbetriebnahme von Kontrollwaar-
gen nicht verweigern , verbieten oder beschränken , wenn die betreffenden Geräte
mit der EWG-Bauart Zulassung und der EWG-Ersteichung betreffend ihre Messeigen-
schaften versehen sind,
                                   Artikel 4
1 , Die Mitgliedstaaten setzen' die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
    schriften in Kraft , um dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekann-
    gabe nachzukommen , und     setzen die Kommission hierüber unverzüglich      hierven
    tu Kenntnis ,
2 , Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge , dass der Kommission der Wortlaut
    der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mitgeteilt wird , die
    sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen »
                                   Artikel 5
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
                                                         Geschehen zu Brüssel am
                                                         Im Namen des Rates
                                                         Der Präsident
 ---pagebreak---                                  KAPITEL I
                                Allgemeines
 Allgemeine Definition
 Sortierwaagen fahren ohne Einfriff von Bedienungspersonal die Unterteilung
 einer Gesamtmasse von Gegenständen, auch "Lasten" genannt » in mehrere Unter­
 gruppen entsprechend dem Gewicht dieser Gegenstände aus . Sortierwaagen wer­
 den eingeteilt in Kontrollwaagen und Gewichtsklassenwaagen
 - Kontrollwaagen arbeiten mit Gegenständen , deren Gewichte um einen voraus­
    bestimmten Wert , den sogenannten Nennwert , schwanken. Aufgabe der Kon-
    trollwaage ist die Einteilung der Gegenstände in zwei oder mehrere Untergrup­
    pen , je naoh der Grösse der Differenz zwischen ihrem Gewicht und dem Nenn­
    wert j                                      '  '
 - Gewichtsklassen-Waagen arbeiten mit Gegenständen verschiedener Gewichte ,
    fTlr die kein Nennwert vorgeschrieben ist « Aufgabe der Gewichtsklassen-
    Waage ist die Unterteilung der Gegenstände in mehrere Untergruppen , die
    jeweils durch eine bestimmte Gewichtsspanne gekennzeichnet sind.
    Diese Richtlinie betrifft nur Kontrollwaagen.                . , . 1
   Terminologie
1.         Einteilung der Waagen
1.1 .      Nach der Arbeitsweise :
         • - stetig arbeitende Sortierwaagen : das Wägegut wird auf den Lastträ­
             ger kontinuierlich aufgesetzt , und die Gewichtsinformation wird wäh­
             rend einer stetigen Pifrdergutbewegung geliefert ;
                                                                  «• i
           – nach einem Taktsystem arbeitende Sortierwaagen : das Wagegut wird
             auf den Lastträger diskontinuierlich aufgesetzt , und die Gewichts-
             information wird während eines Stillstandes der Förderbewegung
             geliefert .                              .     .
1.2 .      Nach der Art des Sortiervorganges :
           die Sortierung kann zum Ausdrude gebracht werden, durch t
           – das Erscheinen physisch verschiedener Untergruppen am Waagenaustritt ?
           – die Feststellung des zahlenmässigen Umfanges jeder Untergruppe ohne
             ihre physische Trennung }
 ---pagebreak---                                      - 2 -
            – die Anbringung einer Kennmarke auf jeder Untergruppe , zu der sie
               gehört ;
            - mehrere der vorgenannten Operationen«
2*2 *       Aufbau der Waogen
2,2,1,      Messkette
2,2,1.1 ,   Wagezelle
            Vollständige Waage oder Teil einer nicht automatischen WSgeeinrioh-
            tung , die eine Information über das Gewicht der zu sortierenden
            Lasten liefert®
            Sie enthalt einen Lastträger , ein Auswägeeinrichtung , die automatisch
            oder nichtautomatisch arbeiten kann , und gegebenenfalls eine Anzoigo-
            einrichtung , die eine Information tiber die Grösse einer Last bzw.
            ttber die Abweichung derselben von einem Bozugswert in Gewichtseinhei-
            ten liefert ,
2,2,1,2 ,   Ausloseeinrichtung
            Einrichtung , die den Befahl zur Erteilung der Gewi cht sinformation
            liefert «
2,2,1,3 •   Transduktor-Prozessor t
            Einrichtung , die die Information der WSgezelle in ein elektrisches
            oder anders geartetes Signal umsetzt' und dieses Signal für die Aus­
            gabe eines Sortierbefehls verarbeitet .
2.2.1 , 4 « Anzeigeeinrichtung
            Einrichtung , die mindestens eine der folgenden Informationen liefert :
            - Anzeige des Gewichtswertes der sortierten Last ;
            - Abweichung derselben von einem Bezugswert ;
            - Anzeige der Untergruppe , zu der die sortierte Last gehört .
2,2,2 ,     Fordereinriohtung
            Einrichtung zur Beförderung der Lasten auf den Lastträger« Sie kann
            Bestandteil der WSgezelle sein.
 ---pagebreak--- Voreinstellwerk                                            •* ' '
Einrichtung zur Einstellung 'bestimmter Grenzwerte für die Gewichte
der einzelnen Untergruppen*
Sortiereinrichtung
Einrichtung zur Vorteilung der Lasten nach physich unterschiedlichen
Untergruppen®
Trendkorrektureinrichtung
Einrichtung zur automatischen Berichtigung der Einstellung der vor
der Waage befindlichen AbftCLleinrichtung in Abhängigkeit von den
Sortierergebnissen«
Zahler
Einrichtungen zur Angabe der Anzahl der Lasten? die den LassttrSger'
passiert haben (DurchlaufzShler ) oder zur Angabe der Anzahl der ein­
zelnen Gewichtsklassen ( VerteilungszShler)®
S ort i ernennwert e
Emstellmarke
In Gewichtseinheiten ausgedrückte , vom Bediener ttber das Voreinstell-
werk gewählte Grösse zur Pestsetzung der Grenzwerte zweier aufeinan­
derfolgender Untergruppen von Lasten®               ,
Justxerpunkt     -                                       *  '
Wert in Gewichtseinheiten einer Last , ftir die zwei Sortierentschei-
dungen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit getroffen werden * können®
Sortierbereich
Gewichtsbereich , innerhalb dessen die Ablesemarken für einen bestimm­
ten Nennwert der Lasten eingestellt werden können®
Sort 1er int ervall
In Gewichtseinheiten ausgedrücker Bereich zwischen zwei aufeinander­
folgenden Justierpunkten®
 ---pagebreak---                                    - 4 -
2.3.5 .  Sortierfehler
         Differenz zwischen dem Wert der Einstellmarke und dem Wert des
         Sortierpunkrtes .
2.3.6 .  Gewicht skiasse
         n Justierpunkte unterteilen, die Gesamtmasse der Lasten von 0 bis
         Unendlich in n + 1 Gewichtsklassen ) die von den Untergruppen der
         Gesamtmasse gebildet werden.
2c3.7 .  Abweichung
         Zeitliche Veränderung des Wertes des Sortierpunktes .
2.3.8.   Uiischarfebereich
         In Gewichtseinheiten ausgedruckertereiohj r innerhalb dessen die
         Waage für ein und dieselbe Last zwei verschiedene Entscheidungen
         treffen kann«
2.3.9 .  Konventioneller Unscharfobereich Bereich , in dem daß kleinste Ver­
         hältnis der Verteilung ein und derselben Last in zwei aufeinander­
         folgenden Untergruppen grosser oder gleich 0.1      ist .
2*3.10.  Sortierfolge
         Anzahl der in der Zeiteinheit sortierten Lasten.
2.3.11 . Länge der Last
         Abmessung der Last in Richtung der Förderbewegung«             > ■ ■
2.3.12.  Wagedauer
         Zeit zwischen dem Augenblick , in dem sich die Last vollständig auf
         dem Lastträger befindet , und dem Augenblick , in dem die Gewichts-
         information geliefert wird.
2.4 .    Metrolofflscho S igenschaften
2.4.1 .  Htfchstlast (Max )
         Konstrukt ionsmSss ig festgelegter Wert der grtfesten Lastj die unter
         normalen Verwendungsbedingungen sortiert werden kann.
 ---pagebreak---                                         - 5 -
2.4»2 »     Nenn-Uasicherheitsbereich (u )
            In Gewichtseinheiten ausgedruckter , vom Hersteller gewühlter und
            auf der Waage angegebener Kennwert der Waage .
2.4.3#      Ansprechdauer
            Die Zeit , die vom Augenblick des Aufsetzens der Last auf den Last­
            träger "bis zu dem Augenblick verstreicht , von dem ein die Augerv-
            blicksarxzeige der Waage von der endgültigen Anzeige um einen Wert
            abweicht , der ständig Vinter 0,5 U liegt .
2»4«4 »     Skalenwert der Wagezelle
            Besitz die Wagezelle eine Anzeigeeinrichtung, so wird ihrv wirklicher
            Skalenwert , ihr konventioneller Skalenwert und der Eichwert gemäss
            der Anlage zur Richtlinie T$/360fENG ftber nichtautomatische WSge*»
            einrichtungen definiert »
3 « Abgrenzung der Bereiche der verschiedenen Genauigkeit sklassen der Waagen
    Die Waagen werden nach der Htfchstlast und nach dem Nemv-Unsicherheitsbereich
    in 3 Klassen eingeteilt «
    Die Festlegung der Klassen erfolgt nach dem Verhältnis des Unsicherheitsbe-
    reichs- zur Höchstlast :
                            Klasse 0,05 . & /
                            Klasse .(>,2 »TnÖÖ          C.25Ü .
                                    , ■   .  1   / Л_ /1         1
                            Klasse 1      t"2^T Xfec X.50 .
 ---pagebreak---                                          •» 6 «•
                                      KAPITEL    IX
                  BESTIMMUNGEN UBER DIE ARBEITSWEISE DER WAAGEN
4 » Metrologische Vorschriften
               "                                                           * X . *
4.1 .        Mindestwert des Sortierintervalls
             Dieser Wert ist' gleich dem Doppelten des Wertes des Nenn-Unsicher-
             heitsbereichs U.
5 * Fehlergrenzen "bei der Ersteichung und im Betrieb
5.1.         Ersteichung
5·1·1·       Μ&^θζθΙΙΘ                 '     ν
             Besitzt die Wagezelle eine eigene Anzeigeeinrichtung , so gilt sie
             als nichtautomatische WSgeeinrichtung im Sinne der Richtlinie
        ..." 73/360/ EWG und muss die für sie- bei der statischen Prüfung mass-
             geblichen Vorschriften Eber die Fehlergrenzen erfüllen.
5.1.2 .      Unsicherheitsbereich
             Der bei Durchführung der Prüfungen gemäss diesem Aphang festgestellte
             Unsioherheitsbereich darf nicht grosser sein als das 0,8-fache des
             Nenn-Üns icherhe it sbereiohs .
5.1.3.       Sortierfehler
             Der Sortierfehler darf nicht grosser sein als das 0,8-fache des
             Nenn-Unsicherheitsbereichs «
5*2»         Verkehrsfehlergrenzen
5.2.1.       WSgezelle
             Besitzt die WSgezelle eine eigene Anzeigeeinrichtung, so gilt sie als
             nichtautomatische WSgeeinrichtung im Sinne der Richtlinie 73/360 EWG
             und muss die für sie bei der statischen Prüfung massgeblichen Vor­
             schriften über die Fehlergrenzen erfüllen.
 ---pagebreak---                                       - 7 -
5.2,2 .   Unsicherheitsbereich
          Der bei der Durchführung der Prüfungen gemäss diesem Anhang festge­
          stellte Unsicherheitsbereich darf nicht grosser sein als der Nennr-
          Üns i oherhe it sbere ich »
5.2 a3 .  Sortierfehler
          Der Sortier fehler darf nicht grosser sein als der Nenn-Ungicherheits-
          bereich,
6 , Anwendungsbedingungen ftir die Fehlergrenzen
6,1 «     Normale Betriebsbedingungen
6,1.1,    Grösse der Lasten
          Die Grösse der sortierten Lasten muss zwischen der Mindestlast und
          der Höchstlast liegen.
6,1,2 ,   Wagedauer
          Diese muss grösser oder gleich der Ansprechdauer bzw, kleiner oder
          gleich der Zeit sein, wahrend der die Last vollständig auf dem Last­
          träger ruht ,                                 -
          Für Lasten bestimmter Lange besteht; infolgedessen eine Höchstge­
          schwindigkeit der Fördereinrichtung und eine maximale Sortierfolge ,
          oberhalb deren die normalen Verwendungsbedingungen nicht mehr
          erfttLlt sind.
  .  .    Bei allen Geschwindigkeiten unterhalb der Maximalgeschwindigkeit
. .       müssen die Fehler und der Unsichorheitsbereich kleiner oder gleich
          sein den unter Absatz 5 festgesetzten Werten,
6,2 ,     Ëinflussgrffssen
          Energieversorgung
          Schwankungen der Spannung der Stromquelle von plus 10 'Ja bis minus
          15 io des Nennwertes sowie Schwankungen der Frequenz um plus minus
          2 fo des Nennwertes dütrfen keine grösseren Änderungen des Wertes der
          Justierpunkte zur Folge haben als das 0,5–fache des Nenrt-Uns icher–
          heitsbereichs .
 ---pagebreak--- Temperatur
Enthalten die Angaben des Leistungsschildes keine besonderen Vorschrif­
ten, so muss die Waage den Vorschriften von Absatz 5,1,2, und 5*2.2 »
im Temperaturbereich - 10°C + 40®0 » sowie den Vorschriften der Absätze
5.1.3 . und $.2.3 « im Temperaturbereich + 10°C jeder beliebigen Umge­
bungstemperatur entsprechen , die im Augenblick der Einstellung
z «7, schon . 0°C und 30°C beträgt ,,
Die Waagen , bei denen auf dem Leistungsschild ein Temperaturbereich
von mindestens 30°G angegeben ist , müssen den obengenannten Bedin­
gungen lediglich innerhalb dieses Temperaturbereichs genügen,
Ist jedoch auf dem Leistungsschild die Verwendung der Waage in
klimatisierter Atmosphäre vorgeschrieben , so kann der Temperatur­
bereich auf 10°G vermindert werden.
Diese Bedingungen gelten für Beharrungstemperaturen und für Tempera­
turschwankungen der umgebenden Luft , die nicht grösser sind als 5
pro Stunde .
Abweichungen aus der waagerechten Lage
Hiervon werden nur Waagen betroffen , die nicht fest eingebaut sind«
Die Waage muss die Bedingungen von Absatz 5• erfüllen , wenn sie gegen­
über der Lage , für die sie eingestellt ist , eine Längs- oder Quer­
neigung bis zu 2 I 1 0C0 erfJEhrt .
Andere Einflussgrossen
Soweit erforderlich müssen die Waagen zwecks Erfüllung der Bestimmun­
gen von Absatz 5 geschützt sein , wenn unter normalen Verwendungsbe-
dingungen andere Einfluss– oder StörgrÖssen auftreten , wie z.B. Magnet­
felder , elektrostatische Kräfte , Erschütterungen , atmosphärische Bedin­
gungen, mechanische Beanspruchungen , Umwelteinflüsse usw.
 ---pagebreak---                        . KAPITEL III
            BESTIMMUNGEN TfBER DEN BAU DER WMGEN
Eignung
Die Waagen müssen ihrer Zweckbestimmung entsprechend konstruiert
und sorgfältig und fest gebaut sein«
Funktionssicherheit
Die Waagen müssen so gebaut sein, dass normalerweise keine Verstel­
lung oder Funktionsstörung entreten kann, ohne dass die Wirkung der
Störung oder der Verstellung einwandfrei feststelbar ist.
SchwinfTLirsciampfer '
Schwingungsdsmpfer , deren Wirkung temperaturabhangig ist , müssen eine
automatische Regeleinrichtungs besitzen . Wird für die Regelung Energie
benötigt , so muss das Ansprechen der Energiequelle deutlioh angezeigt
werden» Die EinstellVorrichtung f1$r die Sohwingungsdämpfer darf für
den Benutzen nicht unmittelbar zugänglich sein»
Besitzt die Fördereinrichtung Bander oder Ketten, durch die diö Lasten
auf den Lastträger gelangen, und kann die Spannung dieser Bänder oder
Ketten die durch die Wägezelle gelieferte Gewichtsinformation beein­
flussen , so darf die Spannainrichtung dem Benutzer nicht unmittelbar
zugänglich sein.
Nivelliereinrichtung - Libelle
Die von Absatz 6.2.3 « betroffenen Waagen müssen eine Vorrichtung zur
Einstellung in die waagerechte Lage und eine Libelle besitzen , die
unabnehmbar an der Waage befestigt sind.                         ...
Betätigung der Einstellvorrichtung für den Lastausgleioh und des
vor jinstellwerkes
Die Betätigung der Einstellvorrichtung für den Lastausgleich sowie des
Voreinstellwerkes im unbelasteten oder belasteten Zustand , je nach
Beschaffenheit der Waage, muss r eine Einstellgenauigkeit von mindestens
einem Viertel des Nenn-Unsicherheitsbereichs entsprechen.
 ---pagebreak---                                     - 10 -
7» 7»    Einrichtungen zur Gewichteanaeige
         Anzeigeeinrichtungen mit Skalenteilung nach Gewichtseinheiten müssen
         die Vorschriften über die Anzeigeeinrichtungen von nichtautomatischen
         Wägeeinrichtungen gemSss Richtlinie 73/360 EWG erfüllen .
7»8 ,    Gewichte und " Ausgleichsgewichte "
         Die boi Kontrollwaagen benutzten abnehmbaren Gewichte müssen den EWG-
         Richtlinien 71/317 und 74/148 entsprechen ; ihre Genauigkeitsklasse
         muss der Genauigkeitsklasse der Kontrollwaage     angepasst sein.
                                                                        »
         Im Falle zwingender technischer Erfordernisse können diese Gewichte
         durch "Ausgleichsgewichte " ersetzt werden , die die folgenden Bedin­
         gungen erfüllen :
         - ihre Form muss von der Form     cbr Gewichte verschieden sein ;
         - sie müssen die Nummer der Kontrollwaage und die konventionelle Iden­
           tifizierung des Gewichts tragen .
7.9 .    Aufschriften und Bezeichnungen
         Die Waagen müssen in der angegebenen Reihenfolge folgende Angaben tra­
         gen :
7.9.1 ,  Angaben in Klarschrift :§
         - Identifizierung des Herstellers , gegebenenfalls Identifizierung dos
           Importeurs \
         - Herstellungs jähr und -nummer j
         - Kennmarke auf jedem Bauteil bei Waagen , die aus mehreren Elementen
           zusammengesetzt sind .
7.9 o2 , Angaben in Code-Bezeichnung :
         - EWG-Bauartzulässungszeichen ;
         - Angabe der Genauigkeitsklasse in der Form ;
                          ftir Klasse 0,05 : CL 0,05
                          ftir Klasse 0,2 : CL 0,2
                          fflr Klasse 1     : CL 1
 ---pagebreak---                                   - 11 -
        - Hbchstlast in der Form s            Max ..••••••
        - Nenn-Unsicherheitsbereich in der Form : U = ••••••••
        - Ansprechdauer in der Form : t = ••••••••
        - gegebenenfalls Genauigkeitslclasse und Skalenwert der Wagezellen
          in der in der Richtlinie Nr. 73/360 MG vorgesehenen Form f
        - gegebenenfalls Angabe des Temperaturbereichs gemäss Punkt 6.2.2 .
          in der Form *            c/..        C
        - Spannung und Frequenz des Anschlussnetzes in der Form : •••••• V
                                                                    ...... H
                                                                             ζ
7«9»3 » Andere Angaben
        Andere als die in diesem Anhang festgesetzten Angaben können im EWG-
        Zulassungsbescheid vorgeschrieben oder zugelassen werden.
7.9.4 « Darstellung der Aufschriften und Bezeichnungen
        Die Aufschriften und Bezeichnungen müssen unverwischbar sein und eine
        solche Grösse , Beschaffenheit und Deutlichkeit aufweisen , dass eine
        leichte Ablesung möglich ist »
        Die sind auf einem Leistungsschild zusammenzufassen , das deutlich
        sichtbar in der Nahe der Einstellorgane angebracht ist*
        Der Träger fSr die Aufschriften und Bezeichnungen muss plombierbar
        sein , ausser wenn er beim Abnehmen zerstört wird .
 ---pagebreak---                                            12 -
                                     KAPITEL. IV
                    • • * » . «      ■■ in
                                EWG-3AUARTZULASSUIIG
Die EWG–Bauart Zulassung für Kontrollwaagen erfolgt nach den Vorschriften der
Richtlinie des Rates Nr « 7l/3l6/EWG vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffende gemeinsame Bestimmungen
für Messgerate und Mess- und Prüfmethoden«
Einige dieser Vorschriften sind im folgenden Kapitel aufgeführt .
8 » Antrag auf EWG-Bauart Zulassung
    Dem Antrag auf EWG-Bauart aulassung sind folgende Angaben und Einzelunter-
    lagen beizufügen :
8,1 «      Messtechniache merkmale                                      •
           - Angaben gemäss Absatz 7«9 »»
           - bei stetig arbeitenden Sortierwaagens Tabelle mit Angaben über
             die Sortierfolge in Abhängigkeit von der KJrderbandgeschwindigkeit
             und der Lastlänge ,
           - elektrische Kennwerte der Messeinrichtungen«
8,2 ,      Begleitdokumente
           Diese enthalten insbesondere schematische Darstellungen zum leichte­
           ren Verständnis der Waagenfunktion sowie Pläne der elektrischen
           Schaltungen für die Speisung , die Messwertaufnahme und die Messung
           und aus-serdem Photographien.                       <
9 , Beschrankte EWG-Bauartzulassung
    EWG-Bauart Zulassungsbescheide mit beschränkter Wirkung können nach vorheri­
    ger Befragung der anderen Mitgliedstaaten gewährt werden, um die Durchführung
    von Versuchen unter üblichen Verwendungsbedingungen zu ermöglichen.
    Die Gültigkeit dieser Zulassungen wird auf maximal 5 Jahre begrenzt } die Auf-
    stellungsorte der Waagen müssen den zuständigen Behörden unbedingt bekanntge­
    geben werden.
 ---pagebreak--- 10, EW(VBauart Zulassungsprüfung
10.1-         Ort der Prufung
              Waagen , für die ein Bauart zulassungantrag gestellt worden ist , können
              aufgestellt werden :
              - entweder in den Räumen des metrologischen Dienstes , bei dem der
                Antrag eingereicht worden ist ;
              - oder an einem beliebigen geeigneten Ort , im Einvernehmen zwischen
                dem zuständigen metrologischen Dienst und dem Antragsteller#
10.2 .   .    Lieferung der Materiellen Mittel
              Die materiellen Mittel -, die der metrologische Dienst vom Antragstel­
              ler anfordern kann , sind folgende : die Prüflasten , die mechanischen
              Mittel ., sowie das erforderliche Personal zur Handhabung der Mittel
             und zur Durchfuhrung der Versuche , sowie die erforderlichen nicht-
              automatischen Wägeeinrichtungen«                                           '
10.3 *        Kontrolle der Übereinstimmung der Konstruktion mit den Vorschriften      .
              Die Waagen müssen die Vorschriften über den Bau nach Kapitel III
              erfüllen.
10.4 .        Versuche zur EWG-Bauart Zulassung
           ' Waagen , die mit mehreren Justierpunkten versehen werden kennen , müssen
              für die Versuche mit mindestens zwei Sortierpunkten vorgeführt werden.
              Die Waagen müssen von Nullast bis Höchstlast die Betriebsbedingungen
              nach Kapitel II erfüllen . Die Funktionsprüfungen müssen die für die
              zu prüfenden Waagen in Präge kommenden besonderen Bedingungen " berück­
              sichtigen .
10.4.1 .    ■ Statische Prüfungen
10.4«1»1 » Prüfungen bei exzentrischer Belastung
              Bei einer Belastung gleich einem Drittel der Höchstlast darf die maxi­
              male Abweichung zwischen den Werten der Normalgewichte in der Einspiel-
              laga nicht grosser sein als 0,5 U , wenn diese Gewichte an verschiede­
              nen , beliebigen Punkten des Lastträgers aufgesetzt werden.
 ---pagebreak---                                         - 14 -
10.4.1.2 . Besondere Prüfungen bei Waagen , deren Wagezelle aus einer
             Vollständigen nichtautomatischen Wägeeinrichtung besteht * ■
             Diö nichtautomatische Wägeeinrichtung muss die Prüfungen auf
             Empfindlichkeit , Beweglichkeit und Beständigkeit nach Richtlinie
             Nr, 73/360 EWG vom 19 » November 1973 durchlaufen.
             Die zulässigen Anzeigefehler sind die , die für nichtautomatische
             Wägeeinrichtungen in Abhängigkeit vom Skalenwert und der Genauig­
             keitsklasse vorgesehen sind ,
10.4 . 1.3 , Änderungen des Justierpunktes unter der Wirkung von Einflussgrtfssen
             Zweck dieser Prüfungen ist die Peststellung der Schwankung der sta­
             tisch ermittelten Justierpunkte für verschiedene Lasten , die maximal
             der Höchstlast entsprechen dürfen , unter der Einwirkung verschiedener
             Einflussgrossen nach Absatz 6,2 ,
             Die unter der Wirkung jeder Einflussgrb'sse auftretenden Schwankungen
             müssen mit den Vorschriften von Absatz 6,2 , übereinstimmen ,
10,4,2 ,     Messung der Ansprechdauer
             Die Ansprechdauer wird ohne Einflussgrossen festgestellt . Die gefun­
             denen Werte müssen kleiner oder gleich dem Wert sein , der auf dem
             Fabrikschild angegeben ist .
             Die in Absatz 8,1 , vorgesehenen Angaben über die maximale Sortierfolge
             in Abhängigkeit von der Förderbandgeschwindigkeit und der Last länge
             müssen mit den für die Ansprechdauer gefundenen Werten übereinstimmen,
10,4.3 »     Prüfungen unter normalen Verwendungsbedingungen
10,4,3 » 1 » Uneicherheitsbereich und Sortierfehler
             Die Prüflingen unter normalen Vorwendungsbedingungen sind gemäss der
             in Absatz 12,3,1 , beschriebenen Methode ( Bezugsmethode ) durchzuführen ;
             die Waage arbeitet in einer Produktionskette oder in einem Lastenkfeis-
             lauf , der eine Produktionskette simuliert ; die Prüflasten sind genü­
             gend zahlreich und ihre Gewichte müssen um einen Mittelwert schwanken .
 ---pagebreak---                                         - 15 -
10,4.3 » 2 . Abweichung dos Justierpunktes
             Die Versuche werden mit Lasten gleichen Nenngewichts und ohne Ände­
             rung der Einstellungen der Waage sowie ohne Änderung der Einfluss-
             grtfssen wahrend einer Periode von mindestens 8 Stunden mehrmals
             wiederholt , Die Sortierfehlor müssen den Bestimmungen von Absatz
             5.1.3 . genügen , wobei die Abweichung zwischen den Extremwerten
             0,5 U nicht übersteigen darf,
10.5 »       Prüfbericht für die EWG-Bauart Zulassung
             Der Prüfbericht für die EWG-Bauart Zulassung enthalt die Ergebnisse
             der in Absatz 10.4» aufgeführten Prüfungen sowie alle nützlichen
             Peststellungen, die sich aus den verschiedenen Versuchen ergeben ,
             insbesondere aus den Prüfungen der Einrichtungen für die Punktions-
             sicherheit .
             Der Prüfbericht enthält eine Befürwortung oder auf eine Ablehnung
         ,   der EWG-Bauart Zulassung,
10.6 ,       Sonderbedingungen für die EWG-Bauart Zulassung
             Unterliegen die Waagen bei der EWG-Bauart Zulassung besonderen . Bedin­
             gungen, so sind diese im EWG-Zulassungsschein aufzuführen»
 ---pagebreak---                                     - 16 -
                                  KAPITEL V
                               EWG-ERSTEICHUNG
Die EWG-Ersteichung von Sortierwaagen wird, in Übereinstimmung mit den Vorschrif­
ten der Richtlinie des Rates Nr . 73/316/EWG vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Bestimmungen
über Messgeräte und Mess- und Prüfverfahren vorgenommen .
Diese Vorschriften worden durch nachstehendo besondere Bestimmungen präzisiert
und ergänzt .
11 . Ort der EWG-Ifostoichung
     Die EWG-Hrsteichung erfolgt in zwei Stufen.
     Die erste Stufe wird nach Wahl des betroffenen metrologischen Dienstes :
     - auf dem Eichamt ;
     - beim Hersteller oder seinem Vertreter ;
     - am Aufstellungsort vorgenommen .
     Die zweite Stufe wird am Aufstellungsort durch den für den Aufstellungs-
     ort zuständigen metrologischen Dienst durchgeführt .
12 . Prufmodalitaten
12.1 .     Lieferung der materiellen Mittel
           Der metrologische Dienst kann vom Antragsteller die Lieferung folgen­
           der materieller Mittel verlangen : Die Prüflasten , die mechanischen
           Mittel und das erforderliche Personal zur Handhabung der Mittel und
           zur Durchführung der Prüfungen sowie die zur Prüfungen erforderlichen
           Einrichtungen .
12.2 .     Prüfungen der ersten Stufe
           Diese sind die statischen Prüfungen nach Absatz 10.4.1 »
12.3 .     Prüfungen der zweiten Stufe
           Diese können nach einer der nachstehend aufgeführten Methoden oder
           nach jeder anderen Methode durchgeführt werden, die die gleiche
           Sicherheit bietet .
 ---pagebreak---                                               - 17 -
12 . 3,1 .  Bezugsverfahren ( s . Punkt 14.2 .)
           Was die Justierpunkte ( set point ) betrifft , so werden die Versuche
            an der Kontrollwaage mit Pröfl -asten durchgeführt , die an mindestens
            7 Punkten über den Unsicherheitsbereich verteilt sind .
           Man geht d .von aus , dass die ungefähren Werte des Justierpunktes und
           des Unsicherheixsbereichs bereits bekannt sind oder durch Vorversuche
           festgestellt worden sind.
           Das Gewicht jeder Prüflast ist wie folgt zu berechnen :
           ml 7 = A ±              "6~ m2 6 = A i 1*282 -g- ^ =□ A + 0#842 -g- m^ = A
           oder :
           A, _= H. +' _L T3B = TT
                                H - TL
           Hierbei sind H und L die ungefähren Werte , die den Extremwerten des Un-
           sicherheitsboreichs entsprechen.
           Die Prüflast muss ungefähr die gleiche Form haben wie die Artikel ,
           deren Gewicht die Maschine Kontrollieren soll .
           Jede Prüflast muss 50 mcJL über die Maschine laufen , mit Ausnahme der
            i zwei ( 2 ) leichtesten und der zwei schwersten Lasten , die jeweils
           200 mal über die Maschine laufen müssen.
           Die Prüflasten müssen in Zufallordnung über die Maschine laufen , so
           dass die Prüflasten an den entgegengesetzten Extremen des Unsicherheits-
           bereichs fortlaufend aufeinanderfolgen , getrennt durch ein Zeitintervalli
           das der maximalen Kontrollgeschwindigkeit entspricht .
           Die Ergebnisse müssen in der unter Punkt 14.2 . erläuterten Form eingetragen
           werden ; daraus werden der Unsicherheitsbereich und der Justierpunkt
           wie vorgeschrieben berechnet .
12.3.2 .   Méthode A
           Es wird eine Last verwendet , deren Gewicht der gewünschten Mindestlast
           entspricht .
           Die Einstellmarke " Minimum" wird so eingestellt , dass während "n"
           Wägungen jedesmal das Signal "Minimum " erscheint .
            Durch VergrSsserung der Last um ©inen Wert von etwa einem Zehntel des
            Nenn-Unsicherheitsbereichs wird nachgeprüft , ob das Signal "Normal "
            mindestens einmal während n Wägungen erscheint .
            Die Prüfung wird fortgesetzt , indem die Prüflast jeweils um einen
            geringen Wert vergr^ssert wird , bis das Signal "Normal " während n
            Wägungen ständig erscheint .
            Die Differenz zwischen den gefundenen zwei Extremwerten gilt als Schätz­
            wert für den Unsicherheitsbereicht , die Differenz zwischen der Einstell-
            marko und der Mitte des Unßicherheitsbereichs als Schätzwert für den
             Sortierfehler .
 ---pagebreak---                                          13 -
12«3«3 «    Methode B ( siehe Punkt 14»3 «)
            Besitzt die Wage mindestens zwei Justierpunkte , so        •• r . -•
            werden diese beiden Justierpunkte so eingestellt , dass eine Vertei­
            lung der Lasten auf die drei Gewichtsklassen erreicht wird , wobei
            das Sortierint ervall genau zwischen dem 1,5- und dem 3-fachen des
            Nenn-Unsicherheitsbereichs liegen muss .
            Befindet sich die Waage in Normal betrieb , so werden von den anderen
            Lasten die sich in dem vorgenannten Sortierintervall befindenden
            ersten 200 Lasten getrennt und auf einer geeigneten nichtautomatisohen
            Wägeeinrichtung gewogen ; dabei werden die zwei Extremwerke ausge-
            schiede und die vorletzten Werte notiert .
            Der Abstand zwischen der Differenz der vorletzten Werte und dem Sor-
         "» tierintervall gilt als Schätzwert des Unsicherheitsbereichs ; die
            halbierte Summe der vorletzten Werte minus die halbierte Summe der
            Justierpunkte bildet den Schatzwert des Sortierfehlers .
            Besitzt die Waage nur einen Justierpunkt , so wird dieser so einge­
            stellt , dass jede Gewichtsklasse etwa die Hälfte der Lasten enthält .
            Man wägt die ersten 200 Lasten einer jeden Gewichtsklasse und notiert
            die vorletzten Gewichtswerte , die schwerste Last der leichteren
            Klasse und die leichteste Last der schwereren Klasse ; die Differenz
            zwischen diesen beiden Werten gilt als Schätzwert des Unsicherheits-
            bereichs ; der Justierpunkt gilt als Schätzwert der halbierten Summe
            beider Worte .
12.3.4«     Methode C ( siehe Punkt 14«4»)
            Diese ist von dor Methode A abgeleitet und erfordert eine Reihe von
            Berechnungen ; sie setzt jedoch voraus , dass die Verteilungen um
            einen Justierpunkt der NormalVerteilung entsprechen.
            Wird die Prüflast an einen Wert      angepasst , so erscheint das Signal
            "Minimum" fast ständig , während das Signal "Normal " nur le-mal
            erscheint , was gegenüber der Zahl "N" für die Durchläufe aer Prüflast
            unter den anderen Lasten der zu prüfenden Partie sehr wenig ist .
            Die Prüflast wird sodan an einen Wert      angepasst , so dass das Signal
            "Normal " k -mal erscheint , was der Zahl "N" für die Durchläufa der
            Prüflast sehr nahe kommt 0
 ---pagebreak---                           - 19 -
                    *1     .   2
Da die Verhältnisse      und      gleich P, % bzw. gleich P0 $ Bind-
                                  w        I  '    * w         'J
                     NN
entsprechen nach den NormalVerteilungstabellen den Werten         und P^
die reduzierten normalen Variablen u^ und u^«
Nun ist u a --–- , und die Kenntnis der Werte x^ f         u^ und Ug
ergeibt die Werte von m (Justierpunkt ) und     (Standardabweichung des
Unsicherheitsbereichs ), Ist N =* 100 , so sincUj"und ra hinreichend bes­
timmt .
 ---pagebreak---                                          20 –
                                     KAPITEL VI
                               EICHUNG IM BETRIEB
13 , Prufungen im Betri eb
     Die Eichungen nach der Inbetriebnahme erfolgen unter den gleichen Bedin­
     gungen wie die Prüfungen der zweiten Stufe der Ersteichung , die unter
     normalen Betriebsbedingungen stattfindet ; dabei gelten die zulässigen
     HtJchstfehler nach Absatz 5*2 .
 ---pagebreak---                                           - 21 -
                                       KAPITEL     VII
(
  14.X.   DER UNSICHERHEITSBEREICH
          Da die Lasten sich zufallsgesteuert um einen Justierpunkt vertei­
          len , ergibt das Experiment , dass der Unsicherheitsbereich nicht
          genau begrenzt ist ; man ist daher gezwungen, als Wert für diesen
          Bereioh die Differenz zwischen den beiden Lasten zu wählen deren
          kleinstes Verteilungsverhältnis in jeder Untergruppe unter einem
          bestimmten Prozentsatz liegt , der ftir jede der Lasten gleich ist.
          Daraus ergibt sich , dass der Unsicherheitsbereich wie folgt defi­
          niert werden kannte t
          Dor Unsicherheitsbereich ist der Bereich , in dem das kleinste Ver–
          teilungsVerhältnis einer gleichen Last in zwei aufeinanderfolgenden
          Untergruppen höher als oder gleich 0^002 ist.
                                                           2
  14. 2 . BEZUGSVERPAHREN
          Verfahren zur Eintragung d£r_JPruferg£bniss£ und zur Itere^hnungjles
          Unt ers icherheitsbere iohs und d£s_Jusjbi£r|>unlrte£
          M
            o
                  ist das Gewicht der Prüflast , zu der die zusatzlichen Lasten
          hinzugezählt werden. Läuft eine bestimmte Prfffmenge ( Mq + x^)
          n .–mal tfber die Maschine und wird r.-mal abgenommen , so ändert
                 /
                 /       A <1 «  « ■   •   • 1       « « «   «  M ^  I 4
          r. /n . von 0 bis 1 wie i 6ich von 1 bis k ändert .
            •i »
          k ist dementsprechend die Zahl der verschiedenen Prufmengen, die
          sich ttber den Unsicherheitsbereich erstrecken (d,h, von i =» 2 bis i »
          k-1 0 Cr^/n. <^1).
          Die Prttfergebniswerte von x . , r^ und n^ sind in der nachstehenden
          Tabelle aufgeführt. Die Werte von nw und nwy sind in Tabelle 2 und 3
          aufgeführt , und zwar fttr n » 50 bzw, n = 200,
                                               O
          Die Vierte von n.w.x      ., n.w.x.
                                il i *   111'
                                                 , n.w.x.y.
                                                    111-1
                                                               werden dann berechnet und die
          Spalten 5 » 6 , 7 » 8 und 9 werden zusammengefasst , so dass jeweils fol­
          gendes Ergebnis entsteht t
          ζ  > niV TViyi» y5!*!1!' "> Wi • \ ViVi1
           i=l            i=l
 ---pagebreak---                                                          - 22 -
                                                      TAHELLE 1
£?palte apalt,e Spalte apalte       Spàlte             Spalte     Spalte        Spalte           Spalte
   1      2      3       4                5               6           7 .           8               9
                                                                                      2
   X      n      Γ       X                nw             nwy         nwx <      nwx               nwxy
 *1                      1
                   1                  nlWl            Wl        УЛ            Wl              , Wiyi
   .      .
               I * '                        .
                                                                                                    •      I
                                                    I     •
 X.       η.     Γ.      i            n. w.                     n.w.x .       n.w.x x           n.w.x y .
   1        î      Χ                      x x         niYi        XXX          xx                 xx i x ■
                                                                                  »                 «
                 .                      .   •
                                                                                            I
                         k
 *k              rk                   Vk              Wk        ΥΛ            Wk                \\¥k
                                                       k          k
                                      k
                                                                               k        2       k
                                 ΣΪΛ                  5vi       ΣIX._χν.χ.
                                                                       χ χ
                                                                             Xn .w .x .
                                                                             /"x X        X
                                      1                1          1             1               1
Die nachstehenden Werte werden auf der Grundlage der in Taljelle 1 aufgeführten
Ergebnisse berechnet t                           •-
                                  n.w.x .
                                  . XXX
                       x     v 1 n.w .
                              >     X X
                                -n.w1 l*7 .y.
                                              !
                                " n.w .
                                - xi
     S(nwxx )             «s X    n.w.x .
                                                             SliVi.)-
                               – xxx
                                                             SlVi          ■
     S (nwxy )
                                                             (SVi>
                                  n.w.x . y .
                                  . x    x    x x
                                                                 ZlVi
      und                          >( nwxy )
                                   i(nwxx )
 ---pagebreak---                                                    - 23 -
Der geschätzte Wert M des Sortierpunktes M ist gleich t
                    A            A            A    ^      1 «"»
                    M s Ho + m        où     m =* x   - r   y
                                                          b "
                                                                                                 \
Der geschätzte Wert V(j7l ) der Varianz von              ist gleich t                              \
                    A  A       n
                                                                   - 2
                    Y (m
                      * '
                         ) » i:Б2
                               b<        c      n.w.
                                                                   У
                                         2        Ii        b S(nwxx )N
                                                            -.2 _/
                                                                            I
Der geschätzte Wert 2 des Unsicherheitsbereichs Z. ist gleich :
                           6
                    Ζ β "Γ"
Der gesohätzte Wert V(2 ) der Varianz Z ist gleich s
                                       36       •
                    V (Z )
                                 b S(nwxx )
                                         '      "  1
 Das Vertrauensint ervall bei 100 (l - -              ) $ , das beidseitig des wahren Wertes des
                                                   C2
 charakteristischen Punktes liegt , de h. das Intervall , für welches die Wahrscheinlich­
 keit , dass der wahre Wert erfasst wird» ist mindestens gleich (l - - ) ; man erhält es
                                                                                 C2
 durch Anwendung der Ungleichung von Tchebyoheff
           Prob. (E - c\lv                  <.E + c\/ v)^ 1 - ~           2
 Dabei wird C so gewählt , dass die erforderliche Mindestwahrscheinlichkeit gegeben ist
             E ist der geschätzte Wert des charakteristischen Punktes , der auf Grund
               der Versuchsergebnisse ermittelt wird
             T ist der wahre Wert des charakteristischen Punktes
             V ist die Variana des geschätzten Wertes E t der auf Grund der Versuchsergel)
               nisse ermittelt wird                                      '*                          j
                                            •                                         -               !
 Bei Anwendung dieser Formel können die Grenzen des Vertrauenßintervalls des Sortier-
 punktes M auf 95 i° errechnet werden :
                             M A/20 V(m) et M +V 20 V (m)
 und die Grenzen des Vertrauensintervalls des Unsioherheitsbereichs Z bei 95 $ *
                             A    . /      A A          A    \ /     A ^
                             Z-\/ 20V(2 ) et Z + V 20 V (z)
                                                                   l
                                                                   •             »
 Die Werte nw , nwy sind in den Tabellen 2 und 3 mit n » 50 bzw. n m 200 aufgeführt «                i
 ---pagebreak---                                     TABEILLE 2      а я 50                         . - 24 -
      r               nw               nvry
                                                      4
                                                          Γ     I      riv/      j        rwy I
            Г                    - 8,346                . 35'        28.784             15,094
      1         .   5,981        - 12.282                 36         28 . 10*           16,380
      2             9.669        - 16 928                 37         27,3*2    •        17.591-
      3           12.58O         - 19,559                 38         26.492 ..          18.711
      4           15,015         - 21.097                 39         25,546             19,726
                                                                                     fl   7
      S
      *
                  17.111         - 21,929                 40         2A.A9A             20.614
      6           13.947         - 22.263                            23/ 325 .          21,351
      7           20.574         - 22.226                 42         22.024             21.902
     8            22,024         - 21.902                 43         20,574             22.226
      9           23,325         - 21.351                 44         18.947             22.263
    10            24.494         - 20.614                 45         17.111             21.929
    11            25.546         - 19,726         I       46         15,015             21.097
    12i:          26,492         - 18.711                 47         12,580             19,559 .
    13            27,342         - 17,591                 48          9*669 .           16.928
    14            28, 104        - 16.380                 49          5,981             12.282
                                                                      3,588      ;       8.346
    15
                  28,784    j    - 15,094                 50
    16            29,386         - 13,744
    17            29,915         - 12.339
    18            30,374         - 10,888        I                 f
                                                 I
    19            30,767       . - 9,399
    20            31,096         - 7,878
    21            31,363         -  6,332                      ! ■■ ■■.       Ί
    22            31,569         -  4,766
    23            31,715         -  3,185
    24            31,802      1 -   1,595    •
    25            31,831             0
    26            31,802            1,595
    27 :          31,715            3,185
    28            31,569            4,766
    29            31,363            6.332      J
    30            31.096            7,878 ■
    31            30,767            9,399
    32            30,374           10,888
                  29,915           12,339                                                       h
    M             29,386           13,744                  __1                i
x Die Werte von nw und. nwy in dieser Zeile sollten nur für den Höchstwert von x
   verwendet werden , wenn r - o oder für den niedrigsten Wert von x . wenn r - 50
 ---pagebreak---                                                          n - 200                                 - 25 -
                                      TABELLE 3
        г                 nw             nwy                r                    nw                   nwy
Γ°Η                    4,831         - 13.560              40                  97,974           - 82.456
        1              8.406         - 21.650             41     '             99,086 V'        *– 81 • 620   I
       2              14,350         - 33,384              42                 100,132        *  - 80,750
       3              19,414    I    - 42,128              43                 101.170           - 79,842    ,
       4              23,922         - 49 , 128            44                 102.182           - 78,904
       5              28,028         - 54,932              45                 103,166      ;    - 77,932
       6         !    31,820         - 59,846       t     46 .                104,124 ,         - 76.932
       7              35,356         - 64,062             47                  105,058 .    I    - 75,902
       8              38,676         - 67,710       I
                                                    I
                                                          48                  105,968           - 74,844
       9             41,812          - 70.890             49                  106,852           - 73.762
      10             44.788  j       - 73,668              S0                 107,714           - 72,652
      11             47,618          - 76,102              51 ■ !  i
                                                                              108,552           - 71,518
      12              50.320 i       - 78,236              52                 109.368           - 70,362
                      52.906         - 80.104              53      i          110.162           - 69.182
      14             55,386          - 81,736             54       !          110.936    !      - 67,982
      15 ■; ..       57.768- |       - -83,158            55                  111.686           - 66,762
                     60,058          - 84.386             56                  112.416           - 65,520
                   . 62.268          - 85.444             57       ;       • 113,126               64.262
      18             64,398
                        '
                             !I
                                     - 86,342             58                  11^.814           - 62.984
     19              66,454         - 87,094    ;         59                  114,484           - 61.688
     20 :            68.444         - 87,714      I       60         I ' ; ' 115,134            - 60,376
   > 21 -M           70,368   !     - 88.212      !       61                  115,764           - 59,048
     22              72.232  !      - 88,594              62                 116, 376      ! - 57,704
     23        j     74.038  !    , - 88,872              63                  116.968      | - 56,346
     24              75,788  J      - 89.050              64                  117,5^2           - 54,974
     25              77,486   J        8P.138     j       65                 118,098            - 53,568
     26        j     79,136   |     - 89,138              66         j       118,636           - 52,190
     27        ;     80.738   ;     - 89,0 5 8            67                 119,156           - 50.778
     28        !I    82,294   I     - 88.902              68                 119,658           - 49,354
                 1     /      i
     29              83,806         - 88,676              69                 120.144           - 47.920
     30              85,276   !     - 88,382 •           70                  120,612           - 46.474
     31          j  86,706    ;     - 88,024             71     ,            121,062           - 45,018
     32             88.096 . ;      - 87.608             72                  121.496           - 43.552
    33              89,450   I      - 87,134             73                  121.914           - 42,076
    34              90,766             86 . 606          74                  122,316           - 40.590
'ι 35
    ^               92.050    :     - 86,028         !   75                  122,700           - 39,098
                                                     i
    36              93,298          - 85 4 02            76                  123,068           - 37,596
 î 37               94.514          - 84,728.            77    '             123.422           - 36,086
    38              95,698          - 84,012           • 78                 .123,758           - 34,568
 LiL_               96,850          - 83,254             79                  124,078           - 33,044
 ---pagebreak---                                    TABELLE 3 (Forts » )             200                 - 26 -
m–~  ■
                          i      nwv             Γ                   nw                  rwy
 80 I     124,394              - 31,512         120                124,384         I*
                                                                                       31,512
                                                                                           *      »
                                                121                124.078              33,044
 81       124,674              - 29,974
 82       124,948              - 28.432         122                123,758       * =    34,568
 83       125,206              - 26,882         123                123,422              36,086 j
                               - 25,328         124                123*068              37.596
 84       125,450
                               - 23,768         125                122.700              39,098
 85       125,678
                             i - 22 a 040       126                122.316     ι        40.590
 86       125,892
 87       126,090            ! - 20,636         127                121.914            . 42.076
                                                                . 121.496               43,552
 88       126,274              - 19)064       ι 128
 89       126,442              - 17,488         12Q .            . 121.062              45,018 .
                                                                   120.6Т2              46.474
 90     ; 126^596              « 15^908       j 130
                                                                                        47,920
 91       126; 734             - 14,326         131         I      120; 144
  92      126^858              - 12,740         132                119,658              49; 354
                               - 11,154          133               119*156   |          50.778
  93      126; 968
                                                                    118,636             52.190
  94      127.062
                t
                               - 9,564           134
          127,142              - 7,972           135                118.098  ;          53,588
  95
  96      127,208              - 6,380           136      I         H7? 542             54,974
                                                                   116.968              56.346
  97      127 » 258            - 4,786          137
                                                138                116.376              57*704
 98       127,294          j   - 3,192
  99      127,316              - 1,596          139           ■     115.764             59; 048
100       127,324                     0          140      j         115; 135            60,376
101       127; 316         |        1,596        141                114,484    J        61,688 J
102
          127; 294 |                3,192   !    142                113,814             62.934
                                                                    113,126              64 . 262
103       127,258          I       4.786    j    143
                                                                    112.416              65.520
104       127; 208                  6^330   |    144
                                                 145      ;         111.686              66.762
105       127,142                . 7,972    !
106                                 9*564        146                110.936              67,982
          12*7,0^2
          126,968                                147                110,162              69.182
107    !                          11,154
                                                                                         70.382
108       1 26, 858                 12,740       148                109; 368
109        126,734                  14.326       1 /10              108.552              71; 518
                                    15,908       150                107,714              72.652
110        12б? 596
111       126.442                   17,488       151                106.852              73,762
112        126,274 -    '           19*064       152                105.968              74,844
113        126.090                  20.636       153                105,058              75,902
114        12S.8Q2                  22,040       154                104.124              76.932
115        125,678                  23,768       155                103,166              77,932
 116                                25,328                          102,182              78.904
           125^450 .
 117       125; 206                 26,882       157    i           101.170              79)842
 118       1 ?/i , Q/.8             28.432       158                100.132              80.750
 119       124.674                  29; 974       159                 99?086             81^620 j
 ---pagebreak---                  TABELLE 3 ( Ports , ) n m 200                       - 27 -
     nw        nvy
   ?7/ 97*  82,456
   9^, Bso  83,254
   95,698   8/1.012
  94/ 514   84^728                  * Die Werte von nv und nwy in dieser
   93^ 298  8^/ 402                   Zeile sollten nur ftir den Höchstwert
                                      von x verwendet werden , wenn r = o
   $2,050   86^028                     oder für den niedrigsten Wert von x f
   90,766   86; 6o6                    wenn r =• 200,
  89^450    87/ 134
  88^096    87, 608
  86,706    88,024
  85,276    88,382
  83,80*    88,676
  82,294    88,902
  80,738    89,058
  79^136    89,138
  77^486    89,138
  75; 788   89,050
  74,038   88,872
  72^232   88.594
  70^368   88,212
. 68,444   37,714
  66,454   87/ 094
  64,398   86,342
  62 , 268 85,444
  60,058   84,386
  57/ 768  83,158
  55/ 386  81,736
 32,906    80^ 104
 30,320    78, 236
 4*^ 618   76, 102
 44,788    73,668
 41/ 812   70^890
 33/ 676   67; 710
 35, 356   64,062
 31; 320   59,846
 28,028    54,932
 23,922    49,128
 19/ 414   42,128
 14j 350   33,384
   8/ 406  21,560
   4*831   13,5^0
 ---pagebreak---                                           2ο -
- 14»3 » METHOD B
         Es wird somit als angenommen vorausgesetzt , dass ein Prozentsatz           ––
          ^ v°n L^sien, die ausserhalb der Grenzen eines zu bestimmenden
         LiiEioiierheitabereichs liegen , in diesen Bereich eingeordnet werden
         kann ; ausserdem sei (l         ) die bestehende Wahrscheinlichkeit zur
         Annahme dieser Hypothese , ohne dass mit der Wahrscheinlichkeit ßin
         bestimmter Prozentsatz q~ ( q^Xq« \ ~                             ^
                                     ^      2/    ) überstiegen werden konnte 0
         Von diesen Werten ( C>< 4 q^ ~ fit           ausgehend, ist es möglich ,
         - '■'n. Umfang n der zu wahlenden Stichprobe und die - annehmbare -
         Anzahl c der Lasten zu bestimmen , die ausgeschieden werden dürfen,
         um den Wert des Uaeichcrheitsbereicbs festzusetzen«
         Sind n und c bestimmt , so lässt sich der mittlere Prozentsatz <r » -
                                                                                   n
         mit einem Vertrauensintervall gleich 1 - (X + /S ) bestimmen» Es ist
         zu bemerken , dass es sich bei den Zahlen c und n um ganze Zahlen han­
         delt und dass daher die errechneten Zahlen als Näherungswerte anzu­
         sehen sind .
         Wird davon ausgegangen , dass der Prozentsatz anomaler Lasten im Unsich-
         erheitsbereich q^ beträgt, zo ergibt die Ausscheidung von c aus den
         Extremlasten, das dem mittleren Prozentsats q \q1        entspricht , nur
         ein approximatives Resultat mit Differenz , das heisst ein Ergebnis ,
         das höchstens gleich dem tatsachlichen Wert des Unsicherheitsbereiohs
         und somitgleich dem Nenn-Unsicherheitsbereioh ist , mit dem man es zu
         vergleichen wünscht .
         Da sich ausserdem der Sortierpunkt als der Wert der Lasten definiert ,
         die mit der gleichen Wahrscheinlichkeit von 0,5 in der einen oder der
         anderen Untergruppe eingeordnet werden können , die er voneinander trennt3
         stellt die halbierte Summe der gewählten Extremwerte einen um so besserem
         besseren Schätzwert dar , als der bzw. die Justierpunkte in der Nahe
         des mittleren Wertes der zu sortierenden Grundgesaratheit liegen und
         die Auswahl einen grossen Umfang hat .
         Wird q^ » 0,002 ,        » 0,05 bei n « 200 und c » 2 gewählt , so bestimmt
         sich der Unsicherheitsbereich mit einem Vertrauensintervall , das
         praktisch gleich 0,99 ist ( s , Tabelle 4 )»
         Diese Methode dürfte besonders für Ersteichnungen und periodische
         Eichungen geeignet sein, das heisst , wenn man sich vergewissern will ,
         dass der Nenn-Unsicherheitsbereich nicht kleiner ist als der
         Versuchs-Sicherheitsbereich , bei dessen Wert es sich nur um einen
          approximativen Wert mit Differenz handelt .
 ---pagebreak---                                   TABELLE 4     n - 200
  Nv q
            0,001     0.002      0,005    . 0,0083       0,01   0,0133           0,02   0.05
  c    x
          1
           0,9825     0,9386     0.7358        0,5     0,4044               0,0908    0,0004
                                                     l
            I
           0,9988     0,9921     0,9202              I
                                                     1 0,6766         0,5   0,2357    0,0023
         J                                           1
              1   .       .    .  ·.             .              .. ..         .... .
Wahrscheinlichkeil:, in einer Auswahl des Umfange "n" eine Hcfchstanzahl von "c "
mangelhafter Lasten zu finden, wenn der Prozentsatz mangelhafter Lasten in der
Gesamtpartie "q" betragt »
14.4 .     METHODE C
           Zur Bestimmung des Unsicherheitsbereichs erscheint diese Methode besser
           geeignet , da sie die Standardabweichung der Verteilung liefert «
           Ausserdem kann in bezug auf gross N angenommen werden , dass die Versuchs »
           Standardabweiohung "s n annähernd einer NormalVerteilung folgt , deren
           Mittel 6" und deren Standardabweiohung                     betragt , was bei Fest­
           setzung eines Vertrauensintervalls ermöglicht , die Unsicherheit der Mes­
           sung zu ermitteln .
           Bei einem Vertraueninstervall von etwa 0,99 betragen damit die Grenzen
           von      : s + 2,5 –===» , was bei N » 100 etwa folgendes , ergibt t
                              Y"2N
                                        -
                                        6     >" °^)Å
                                            b 1,   a-
                                                   w '/ 6
                                                         »    s
           Die Position des Justierpunktes wird bei dem gleiohen Vertrauensintervall
           mit einer analogen Unsicherheit bestimmt «