CELEX: 62019CA0629
Language: de
Date: 2020-10-14 00:00:00
Title: Rechtssache C-629/19: Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 14. Oktober 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Steiermark — Österreich) — Sappi Austria Produktions-GmbH & Co KG, Wasserverband „Region Gratkorn-Gratwein“/Landeshauptmann von Steiermark (Vorlage zur Vorabentscheidung – Umwelt – Abfälle – Richtlinie 2008/98/EG – Art. 2 Abs. 2 Buchst. a, Art. 3 Nr. 1 und Art. 6 Abs. 1 – Abwasser – Klärschlamm – Anwendungsbereich – Begriff „Abfall“ – Ende der Abfalleigenschaft – Verwertungs- oder Recyclingverfahren)

7.12.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 423/12
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 14. Oktober 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Landesverwaltungsgerichts Steiermark — Österreich) — Sappi Austria Produktions-GmbH & Co KG, Wasserverband „Region Gratkorn-Gratwein“/Landeshauptmann von Steiermark
      (Rechtssache C-629/19) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Umwelt - Abfälle - Richtlinie 2008/98/EG - Art. 2 Abs. 2 Buchst. a, Art. 3 Nr. 1 und Art. 6 Abs. 1 - Abwasser - Klärschlamm - Anwendungsbereich - Begriff „Abfall“ - Ende der Abfalleigenschaft - Verwertungs- oder Recyclingverfahren)
      (2020/C 423/18)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Landesverwaltungsgericht Steiermark
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: Sappi Austria Produktions-GmbH & Co. KG, Wasserverband „Region Gratkorn-Gratwein“
      
         Beklagter: Landeshauptmann von Steiermark
      
         Tenor
      
      Art. 2 Abs. 2 Buchst. a, Art. 3 Nr. 1 und Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien sind dahin auszulegen, dass Klärschlamm, der bei der gemeinsamen Behandlung von betrieblichem und häuslichem oder kommunalem Abwasser in einer Kläranlage anfällt und in einer Reststoffverbrennungsanlage zur Energierückgewinnung durch Dampferzeugung verbrannt wird, nicht als Abfall einzustufen ist, wenn die Voraussetzungen von Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 2008/98 bereits vor seiner Verbrennung erfüllt sind. Es ist Sache des vorlegenden Gerichts, zu prüfen, ob dies im Ausgangsverfahren der Fall ist.
      
         (1)  ABl. C 399 vom 25.11.2019.