CELEX: 51988PC0830
Language: de
Date: 1988-12-09
Title: Modifikation eines Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES zur Annahme eines spezifischen Programms Forschung und technologische Entwicklung in den Bereichen industrielle Fertigungstechnologien und Verwendung fortgeschrittener Werkstoffe (BRITE/EURAM) (1989-1992) (Von der Kommission vorgelegt, folgend Artikel 149, alinea 3 des EWG-Vertrages)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 830
Vol. 1988/0272
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                      KOM(88 )   830 endg . - SYN 142
                                                      Brüssel , den    9 . Dezember 1988
                                  Modifikation eines
                                  Vorschlag für eine
                                ENTSCHEIDUNG DES RATES
      zur Annahme eines spezifischen Programms Forschung und technologische
         Entwicklung in den Bereichen industrielle Fertigungstechnologien
                    und Verwendung fortgeschrittener Werkstoffe
                             ( BRITE / EURAM ) ( 1989-1992 )
 ( Von der Kommission     vorgelegt ,      folgend   Artikel    149 ,  alinea    3  des
 EWG-Vertrages )
 ---pagebreak---                                                          1.
                                      Modifikation (*) eines
                                        Vorschlag für eine
                                     ENTSCHEIDUNG DES RATES
        ZUR ANNAHME EINES SPEZIFISCHEN PROGRAMMS FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE
            ENTWICKLUNG IN DEN OEREICHEN INDUSTRIELLE FERTIGUNGSTECHNOLOGIEN
                UND VERWENDUNG FORTGESCHRITTENER WERKSTOFFE ( BRITE/ EURAM)
                                               ( 1989-1992 )
   DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf den Vertrag                zur Gründung der           Europäischen Wirtschafts¬
  gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 130 q Absatz 2 ,
                                      1
  auf Vorschlag der Kommission
   in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament ^,
  nach Stellungnahme des Wirtschafts“ und Sozialausschusses^
   in Erwägung nachstehender Gründe :
   Artikel 130 k des Vertrags legt fest , dass die Durchführung des Rahmenpnogranras im
  Wege spezifischer Programme erfolgt , die innerhalb einer jeden Aktion
  entwickelt werden .
  Mit     seinem     Beschluss     87 / 5 1 6 / EUR ATOM / EWG ( 4 )        hat   der     Rat    ein
  gemeinschaftliches Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und technologischen
   Entwicklung ( 1987-1991 ) angenommen , das Tätigkeiten auf dem Gebiet der
  Wissenschaft und . Technologie in den Bereichen Fertigungsindustrie und fort ¬
  geschrittene Werkstoffe vorsieht .
   Dieser Beschluss sieht vor, dass mit den Forsehungstätigkeiten der Gemeinschaft im besonderen .
  bezweckt wird ,        die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der
  europäischen Industrie zu stärken und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit
  zu fördern ; nach dem genannten Beschluss lassen sich Gemeinschaf tsaktionen
  dann     rechtfertigen ,        wenn     sie     unter     anderem    dazu    beitragen ,     den
  wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft zu stärken , ihre
  harmonische Entwicklung in allen Bereichen zu fördern und zugleich um
  wissenschaftliche und technische Qualität bemüht sind .                    Das Programm BRITE /
   EURAM soll zur Verwirklichung dieser Ziele beitragen .
  Mit dem Beschluss 85/ 196/ EWG des Rates^ wurde ein erstes Mehrjahres-
   Forschungs - und Entwicklungsprogramm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
  auf dem Gebiet der technologischen Grundlagenforschung und der Anwendung neuer
  Technologien ( BRITE ) ( 1985-1988 ) beschlossen .
     ABI . Nr .
     ABI . Nr .              , ABI . Nr .
     ABI . Nr .
     ABI . Nr . L 302 vom 24.10.1987 , S. 1 .
     ABI . Nr . L 83 vom 25.3.1985 , S. 8
(*) Original K0M(88)385 ENDG-SYN 142 / 2 von 23.08.1988
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   fHt dem Beschluss 36/235/EW6 des Rates^ wurde ein Forschungsprogramm über
   Materialien ( Rohstoffe und moderne Werkstoffe ) ( 1986-1989) beschlossen .
  In denjenigen Berei chen / in denen der industrielle Fortschritt durch
  unzulängliches        Grundlsee
                        Grundlagenwissen gehemmt ilIV» «:i «r* kt /
                                                               ri
                                                                      muss&r.    Vorhaben   der
  net orientierten Grundlagenforschung unterstützt werden;
  Es sollte in angemessener Weise auf das Interesse reagiert werden ,                 das die
  Industrie an der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit zeigt .
  F.s ist notwendig ,     soweit wie möglich kleine und mittlere Unternehmen an der
  Entwicklung der industriellen Technologien zu beteiligen ,                      wobei ihre
  spezifischen Erfordernisse unter Wahrung der angestrebten wissenschaftlichen
  und technischen Qualität des Programms zu berücksichtigen sind .
  Es ist notwendig ,      den industriellen und grenzüberschreitenden Charakter des
 Programms zu betonen und Vorhaben der angewandten Forschung mit mindestens
 zwei      industriellen      Partnern    aus    zwei   verschiedenen         Mitgliedstaaten
 durchzuführen .
 Es ist notwendig , den industriellen Charakter des Programms zu gewährleisten ,
  indem Vorhaben der zielorientierten Grundlagenforschung mit industrieller
 Unterstützung von        mindestens    zwei   unabhängigen . Unternehmen durchgeführt
 werden .
 Die Teilnahme von Organisationen aus EFTA-Landern an industriel l 'Orient ierten
 FuE-Vorhaben unter angemessenen Bedingungen kann zur Wettbewerbsfähigkeit der
 Fertigungsir.dustrie insgesamt beitragen .
 Es liegt im Interesse der Gemeinschaft ,          die wissenschaftliche und technische
 Basis der europäischen Forschung durch eine grössere Beteiligung der EFTA-
 Lander an bestimmten Gemeinschaf tsprogrammen zu erweitern ,                insbesondere an
 Programmen ,      welche die Zusammenarbeit ’ in Forschung und Entwicklung über
 grundlegende       industrielle   Technologien ,    einschliesslich       fortgeschrittener
 Werkstoffe betreffen .
 Die Durchführung konzertierter Aktionen im Rahmen der * COST ist                         ein
wesentlicher Faktor bei der Ergänzung industrieorientierter FuE-Vorhaben .
 Der Ausschuss für wissenschaftliche und technische Forschung ( CREST ) ist zu
den nachstehenden Massnahmen angehört worden -
8ESCHLIESST :
                                          Artikel 1
Mit Wirkung vom 1 . Januar 1989 wird für einen Zeitraum von vier Jahren ein
spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung in den
Bereichen industrielle Fertigungstechnologien und Verwendung fortgeschrittener
Werkstoffe gemäss Anhang I verabschiedet .
                                          Artikel 2
Die für die Durchführung des Programms für erforderlich gehaltenen Mittel
belaufen sich , einschliesslich der Ausgaben für einen Personalbestand , dessen
Kosten 4,5% des Beitrags der Gemeinschaft nicht übersteigen dürfen, auf 439,5
raio ECU .
                                                dieser Betrag       indikativisch aufteilt .
In Anlage IV ist beschrieben , wie sich
 6
     ABI . Nr . L 159, vom 14.6.1986, S. 36
 ---pagebreak---                                                  3.
                                         Artikel 3
   Ausführliche Regeln für die Durchführung des Programms und der Beteiligungs-
  Satz sind in Anhang 21 festgelegt .
                                         Artikel 4
         Die Koiafisissicn wird die Informationspakete zu den Ausschreibungen in
         - llen Sprachen der Gem einschaft verschicken , um gleiche Bedingungen für
        die bete i l ung von Unternehmen , Uni versitaten und Forschungszentren in den
        FFftcTi edst säten zu gewährleisten .
                                         Artikel S
    i.    IM     dritten Jahr der Durchführung wird das Programm von der Koiomi ssion
          überprüft .     Das Ergebnis dieser Überprüfung wird dein Rat und dem
          Europäischen Parlament , gegebenenfalls zusammen mit etwaigen Vorschlägen
          für eine Änderung oder Verlängerung mitgeteilt .
          Die          Kommission wird vor dem Ende des Programms eine Bewertung der
         Ergebnisse vornehmen und dem Rat und dem Europäischen Parlament darüber
         Bericht erstatten .
     3 - Die vorstehend genannten Berichte werden unter Berücksichtigung der Ziel ¬
         setzungen gemäss Anhang III dieser Entscheidung und in Übereinstimmung
         mit Artikel 2 Absatz 2 oes Rahmenprogramms festgelegt .
                                        Artikel <5
 1 . Die Kommission ist für die Durchführung des Programms verantwortlich und
     wird von des durch den Beschluss 84/338/ EURATOH/EGKS/ EWG (?) eingesetzten
     Beratenden Vervaltungs- und Koordinierungsausschuss ( BVKA) Industrielle
      Technologien unterstützt .
2 . Die von der Kommission abgeschlossenen Verträge legen die Rechte und
     Pflichten der Parteien fest sowie die Methoden der Verbreitung, des
     Schutzes und der Auswertung der Forschungsergebnisse .
(7) ABl . Mr. L 177 vom 4.7.1V84, S. 25
 ---pagebreak---                                            4.
                                        Artikel /
 1.  Sind zwischen nicht der Gemeinschaft angehörenden europäischen Ländern und
      der Europäischen Gemeinschaft Rahmenabkommen über die wissenschaftliche
      und    technische     Zusammenarbeit       geschlossen     worden ,   so   können
      Organisationen und Unternehmen aus diesen Ländern unter von der
      Kommission festzulegenden angemessenen Bedingung sich als Partner an
      einem Vorhabens beteiligen , das im Rahmen des Programms durchgeführt
      wird . Der in Artikel 5 genannte Ausschuss unterstützt die Kommission bei
      der Festlegung dieser Bedingungen für jedes dieser Vorhaben .
2.    Ausserhalb     der Gemeinschaft ansässige Vertragnehmer , die als Partner an
      Programmvorhaben tei Inehmen , haben keinen Anspruch auf eine im Rahmen des
      Programms vorgesehene       Finanzierung durch       die Gemeinschaft .       Oer
      Vertragr.ehmer     leistet      einen       Beitrag     zu     den    allgemeinen
      Verwaltungsausgaben .
                                        Artikel Ô
Die Kommission sorgt durch Gewährleistung eines regelmässigen Informations ¬
austauschs zwischen dem in Artikel 5 genannten Ausschuss und den betreffenden
COST-Vsrwaltungsausschüssen dafür , dass Verfahren geschaffen werden , die eine
geeignete Zusammenarbeit mit COST-Aktionen in den durch das Programm
abgsdeckten Forschungsberei chen ermöglichen .
                                       Art i kel 9
Diese Entscheidung ist an die Hitgliedstaaten gerichtet .
Geschehen zu
                                                              lm Namen des Rates
                                                              Der Président .
 ---pagebreak---                                                       5.
                                                                                       ANHANG   I
                                       TECHNISCHER ANHANG
1 . FORTGESCHRITTENE WERKS TO FF TECHNOLOG I EN
     Oie Arbeiten in diesem Bereich konzentrieren               sich auf die Entwicklung
     verbesserter oder neuer Werkstoffe sowie die Materialverarbeitung für ein
     breites Spektrum möglicher Anwendungen , mit Ausnahme derjenigen, die in
     direkter Beziehung zu den von ESPRIT 1 abgedeckten IT-Anwendungen stehen .
    Hierzu gehören insbesondere :
     1.1     Metallische Werkstoffe und Metal Imatri x-Verbundwerkstof f e
             Ziele
             - Verlängerung der Lebensdauer von Komponenten
             - höhere     Betriebstemperaturen     im    Hinblick    auf     einen     besseren
                thermischen Wirkungsgrad
             - bessere und wirksamere Verarbeitungsverfahren für Werkstoffe
    1.2 . Werkstoffe für magnetische ,          optische ,   elektrische und Supraleiter -
             Anwendungen
             Ziel
             - Verbesserte     Werkstoffe   und   Werkstof f Verarbeitung     für    optische ,
               magnetische , elektrische und Supraleiter-Anwendungen .
    1.3 . Nichtmetallische Hochtemperaturwerkstoffe
            Ziele
            - Auslequngsmethodclogien       für   Erzeugnisse    auf   der    Grundlage von
               Keramiken , Glasern und amorphen Materialen
            - Verbesserte     monolithische   und   keramische    Verbundwerkstoffe       sowie
               MetalL - /Keramik-Schnittstellen für industrielle Anwendungen
            - bessere Verarbeitungstechniken und Qualitätskontrol Istrategien
    1.4 . Polymere und organische Matrix-Verbundwerkstoffe
            Ziele
            - Entwicklung von Polymeren für spezifische Anwendungen
            - kostenwirksamere Verfahrenstechniken für das Herstellen von Teilen
               aus Polymeren und Polymermatrix-Verbundwerkstof fpu
            - Vuslegungsreceln für die Spezifikation und Herstntlu'g '.e.nniscne
               Polymere und Verbundwerkstof f e
            - neue Polymere mit verbesserten Recycling-Eigenschaften
   cntv Klungen von Werkstoffen , die bereits durch ESPRIT afacadeckt werden ,
  b<?.u - ? T an oeiscielsweise magnetische ,          mageneto-opt i s -n :          optisch .
  Tümr.lv.e für Sensoren , Au f z e i c hnung smed i en und - köpfe , : p . iscT - . chichten
  vr.u spezifische Materialien für Opto-Elektronik ,           Keramiker.       Polymer .• rür
  oio Verkapselung vor. integrierten Schaltkreisen und sp?zi f i ?.-. •            Jubstr * ten
  sowie suprslei tende Dünnfilme für Scnwachstromanwenbungen uns ; ? l . nsnze .
 ---pagebreak---                                            6.
               - verbesserte Techniken für die Produktsicherung
        1.5 . Werkstoffe für Sonderanwendungen
               Ziel
               - verbesserte Werkstoffe und deren Verarbeitung für Sonderanwendungen
  2 . AU3LEGUNGSMETH0D0L0GIE UNO SICHERUNG VON ERZEUGNISSEN UNO VERFAHREN
       Entwicklung von Techniken zur Verbesserung der Produktqualität , der
       Zuverlässigkeit und der Wartbarkeit von Konstruktionen und Fertigungs ¬
       systemen durch Klarstellung der Auslegungsziele für Erzeugnisse und
       Verfahren sowie Verfeinerung der Kriterien ,        an denen die Eigenschaften
       gemessen werden . Die Benutzung von Werkstoffen für Anwendungen in Sensoren
      und die Verringerung der Kosten von Sensoren für die Lebensdauer sind
      ebenfalls      in diesem Abschnitt enthalten .    Damit werden Arbeiten in den
       IT-Programmen der Gemeinschaft ergänzt ,      in denen die On- line-Steuerung,
      einschliesslich Überwachung und Diagnose ,            vorbeugender   Wartung  und
      Qualitätsicherung behandelt werden .
      Hierzu gehören insbesondere :
      2.1 . Qualität , Zuverlässigkeit und Wartbarkeit in der Industrie
              Ziele
              - verbesserte Messung der Leistungskennwerte für Fertigungsabläufe in
                 einem breiten Spektrum von Industriezweigen
              - verbessertes     und   besser   vorhersehbares     physikalisches   und
                umweltverträgliches Verhalten der Erzeugnisse
             - verbesserte Strategien fur die Qualitatskontrolle
             - Entwurfsregeln in bezug auf Zuverlässigkeit und - Wartbarkei t von
                Komponenten , Konstruktionen und Systemen , einschliesslich Maschinen,
                die unter wechselnden Betriebsbedingungen arbeiten
      2.2 . Prozess - und Produktsicherung
             Ziele
             - Verringerung der gesamten Lebensdauerkosten von Sensorsystemen für
                die   Prozesssteuerung
             - Nutzung von Materialeigenschaften für Anwendungen in Sensoren
             - Einsatz fortschritt lieber Messtechniken im Hinblick auf eine kosten ¬
                wirksamere Prüfung der Topologie
             - verbesserte energetische Regelung industrieller Anwendungen
             - verbesserte zerstörungsfreie Prüfverfahren für die Produktsicherung
3 . EINSATZ VON FER TI GUNGS TECHNOLOGIEN
     Aufgabe dieses Bereichs ist die Feststellung und Behandlung der Erforder ¬
     nisse dc-r Fertigungs Industrie , vor allem der weniger fortgeschrittenen
     Sektoren , die vielfach zum grossen Teil aus KMU bestehen .                Es ist
     anzunehmen ,       dass das Modellieren physikalischer Eigenschaften ein
     wertvolles Instrument des Fortschritts sein wird .          Eingegangen wird auch
     auf die Herausforderung für die jeriigen Industriezweige ,           die auf dem
     Einsatz flexibler Materialen basieren .       Insgesamt gesehen werden sich die
     Arbeiten im wesentlichen auf die Entwicklung von Erzeugnissen und Verfahren
 ---pagebreak---                                                     7.
     konzentrieren ,      durch    die  in anderen   Sektoren    bereits   eingesetzte
     Technologien übertragen und angepasst werden . Damit sollen die Arbeiten im
     nahmen won ESPRIT ergänzt werden , wo IT-Systeme für die fortschrittliche
     Fertigung und die rechner integrierte Fertigung ( CIM) entwickelt werden .
    Hierzu gehören insbesondere :
    3.1 . Fortschrittliche Fertigungspraktiken
           Ziele
          - Identifizierung von .Mitteln zur Verbesserung der Fertigungspraktiken
             in spezifischen Sektoren
          - Transfer und Anpassung von Technologien ,        die bereits in anderen
             Sektoren genutzt werden
    3.2 . Fertigur.gsverf ähren für flexible Materialien
          Ziele
          - grössere Flexibilität des Verfahrens
          - Verringerung des Ausschusses
          - Verbesserung der Verfahrens - und Erzeugnisqualität
4 . TECHNCtOGItN Fü» FERTIGUN6SVERFAHREN
    Verbesserte Techniken für Formgebung ,           Verbinden und Zusammenfügen ,
    Oberflächenbehandlung , chemische Verfahrenstechnik und Partikeltechnologie
    sind grundlegende       Erfordernisse der  Industrie .     Oie   Forderung dieser
    Verfahren ist von entscheidender Bedeutung ,       um die Wettbewerbesfähigkeit
    der Fert igungsindwstr ie zu gewährleisten .
    Hierzu gehören insbesondere :
    4.1 . Obc-rf lâchent echni ken
          Ziele
          - kostenwirksame Oberflächenbehandlungen für industrielle Anwendungen
          - Techniken für die Qualitätssicherung und Steuerung des Behandlungs ¬
             verfahrens
    4.2 . Formgebung , Zusammenfügen und Verbinden
          Ziele
          - verbesserte Methodologien für Formgebungsverfahren und Zusammenf ügen
          - verbesserte Verbindungstechni ken zur Erhöhung der Zuverlässigkeit
             und zur Verringerung der Fehlerebene
          - Verfahren zum Testen nesehvei sster und geklebter Verbindungen , um
             die Zuverlässigkeit der Erzeugnisse und die Vorhersehbarkeit des
             Betriebsverhaltens zu verbessern
          - Entwurfsmethodologie für Verbindungen
          - besseres Verständnis der Wechselbeziehungen Strahl / Werkstück für
             Verfahren mit industriellen Leistungsstrahlverfahren
 ---pagebreak---                                   8.
4.3 . Chemische Verfahren
      Ziele
      - verbesserte Vorhersehbarkeit und verbesserter Ertrag bei chemischen
        Verfahren
      - Mernbranwerkstof fe mit verbesserten Merkmalen
      - verbesserte Leistungskennwerte von Membranprozessen
      - neue Trennsysteme für gefährliche Umgebungen
4.4 . Partikel - und Pulververfahren
      Ziele
      - verbesserte Techniken für die Partikelerzeugung zur Optimierung von
        Form , Struktur und Stabilität
      - kostenwirksame Techniken in bezug auf die Klassifizierung von
        Partikeln und die Leistungskennwerte von Verfahren
      - bessere Konzepte für Handhabung und Trennung
      - kostenwirksame Verfahren für kleine Lose qualitativ hochwertiger
        Pulver
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                                                                                     ANHANG II
                                        DURCHFÜHRUNGSHODALI ÏXTEN
 Teilnehmer können in der Gemeinschaft ansässige Industrieverbände , Forschungs¬
 institute und Hochschulen sein .                Der Beitrag der Gemeinschaft wird in der
 Regel 50% der Gesamtausgaben nicht überschreiten; der Rest ist im Prinzip von
 den Teilnehmern aus der Industrie aufzubringen .                     Zu den Teilnehmern der
 Industrie gehören Forschungsinstitute,                 die vollständig oder hauptsächlich
 durch Industrieverbände finanziert werden .
 Angewandte industrielle Forschung
 Die Haupt form der Unterstützung für die angewandte industrielle Forschung mit
Vorwettbewerbscharakter ist die Aktion                    auf Kostenteilungsbasis .
 An jedem Vorhaben müssen mindestens                       zwei voneinander unabhängige
 Industri eunternehmen aus verschiedenen Mitgliedsländern teilnehmen .               Es wird
erwa r tet ,        da ss_ ieder Vertragspartner einen si gnifikanten Beitrag zu den
Vorhaben leistet . Die Vertragspartner übernehmen einen w esentlichen Teil der
Kosten , die i n der Re gel zu 50% von de r Gemeinschaf t getragen werden . Bei
ün iy ers ita t eo und Forschungsinstituten , die an Vorhaben beteiligt sind , kann
d i s G enie 'i ns .: ha f t bis zu 100% der damit verbundenen Ausgaben tragen .
Angesichts der wichtigen Rolle der KMU bei der Entwicklung der fertigungs ¬
technischen Grundstruktur der                Gemeinschaft und     ihrer Verdienste bei     der
Mitarbeit an dem Programm überlegt die Kommission in Verbindung mit dem IRDAC ,
auf welche Weise die Forschungsorganisationen im Rahmen des Programms am
besten als Brennpunkt für die Deckung des Bedarfs der KMU an FuE dienen
können .          Die Vorhaben sollten sich über eine Tätigkeit von mindestens zehn
Mann Jahre erstrecken , was für ein wirksames gemeinsam durchgeführtes Vorhaben
eine realistische Mindestzeit ist ; die Gesamtkosten des Vorhabens sollten in
einer Grössenordr.ung von 1 bis 3 Mio ECU liegen .                  Tochtergesellschaften von
multinationalen Firmen , die ausserhalb der Gemeinschaft ansässige sind , können
sich beteiligen , wenn FuE und Nutzung innerhalb der Gemeinschaft erfolgen .
Zielorient ierîe Grundlagenforschung
An Vorhaben der zietor ientierten Grundlagenforschung müssen mindestens zwei
Partner teilnehmen , die in verschiedenen Mitgliedstaaten ansässig sind . Wenn
es sich bei den Partnern um Hochschulen oder Forschungsinstitute handelt ,
sollte das                  Vorhaben von      mindestens     zwei    rechtlich unabhängigen
Industri eunternehmen unterstützt werden .                     In diesem Fall könnte die
Gemeinschaft bis zu 100% der Grenzkosten solcher Partner übernehmen . Die
Vorhaben müssen eine Tätigkeit von mindestens zehn Mannjahre umfassen und in
der Grossenordung zwischen 0,4 und 1 Mio ECU Gesamtkosten liegen .
Durchführfcarkeitsprasie fur die KM(J
Die Kommission will ein Pilotsystem für Durchfuhrbarkei tspramien einfuhren , um
die KMU bei der Feststellung der Realisierbarkeit einer Einrichtung , eines
Verfahrens oder eines Konzeptes zu unterstützen , um leichter einen Partner für
eine spätere Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der Aktion
auf Kostentei lungsbas i s zu finden . Die Kommission wird bis zu 75% ( höchstens
25.000 ECU ) der Kosten für Forschungsarbeiten übernehmen , die bis zu sechs
Monaten dauern dürfen .               Hochgesteckte Bewertungsnormen sollen sicherstellen ,
dass die Preise in hohem Masse wettbewerbsorient iert                    sind und sich einer
ausgezeichneten Wertschätzung erfreuen .               Dieses System wird von der Task Force
 KMU mitf inanziert .
 ---pagebreak---                                    10 .
Koordinierte Tätigkeiten
In Fällen ,  in denen Arbeiten die einzelstaatliche Beihilfen erhalten oder
ausschliesslich von privater Hand finanziert werden,   bereits angelaufen sind ,
kann  sich  die  Rolle   der  Kommission   auf die   Koordinierung  der  Arbeit
beschränken und der Finanzbeitrag der Gemeinschaft lediglich die Kosten für
eine solche Koordinierung decken .       In einigen Fällen jedoch , in denen
strategisch wichtige Arbeiten eindeutig mehr als eine einfache Koordinierung
erfordern , kann die Kommission nach Konsultation des BVKA einen höheren
finanziellen Beitrag der Gemeinschaft in Erwägung ziehen .
 ---pagebreak---                                                   11 .
                                                                           ANHANG lïl
                     KRITERIEN FOR DIE BEWERTUNG DES PROGRAMSES
Oie Ergebrsisse, an denen das Program gamessen werden sollte , mussen seine
 Ziele und die weitergesteckten Ziele des Rahmenprogramms widerspiegeln .
’ . Da das Hauptziel darin besteht , die Wettbewerbsposition der Fertigungs-
     Industrie zu verbessern , sollte bei der Bewertung tolgendes f estgestel «.t
    werden :
    - inwieweit Vorhaben in bezug auf glaubwürdige und messbare industrielle
       Kriterien ausgewählt wurden ;
    - inwieweit    signifikante    Produkt - oder   Prozessentwicklungen     aus   den
       geförderten Arbeiten hervorgegangen sind .
2 . Ein weiteres Ziel ist die Förderung der grenzüberschreitenden
    Zusammenarbeit im Bereich der strategischen industriellen Forschung . Die
    Bewertung sollte feststellen :
    - inwieweit vor oder nach dem Abschluss des Vorhabens weiterhin Beziehungen
       zwischen den Partnern in bezug auf Forschung ,      Entwicklung ,   Fertigung ,
       Marketing oder Ausbildung des Personals bestanden .
3 . Ein weiteres Programmziel ist die Forderung des Technologietransfers über
    die Grenzen der Gemeinschaft hinweg und zwischen Sektoren ,            vor allem
    solchen mit einem hohen Anteil an KMU .    Die Bewertung soltte feststellen :
    - inwieweit KMU Technologien und Werkstoffe genutzt haben ,              die aus
       erfolgreich abgeschlossenen Vorhaben hervorgehen ;
    - inwieweit Ergebnisse durch Patente geschützt oder verbreitet werden , um
       das   Bewusstein   für   die   Europäische   Forscnungs -  und    Technologie-
       gemeinschaft zu scharfen .
4 . Im umfassenderen Zusammenhang des Rahmenprogramms sollte die Bewertung
    feststellen :
    - inwieweit die Vorhaben zur Harmonisierung der Gemeinschaft durch Abbau
       der technischen Handelshemmnisse beigetrageo haben .
    - inw ieweit die Vorhaben zur Verstärkun g des wirt schaftlichen und sozialen
       Zusammen halts   der   Gemein schaft  und  zur   Forderung    ihrer    harmonischen
       Entwicklung insgesamt beigetragen haben .
 Die Bewertung wird durch unabhängige Gutachter durchgeführt .
 ---pagebreak---                                             12 .
                                                          Anhang IV
 INTERNE AUFTEILUNG OER MITTEL MIT HINWEISCHARAKTER
 I. Sektoren F + E
 Technologien für fortgeschrittene Werkstoffe        30
Auslegungsmethodologie und Sicherung von
 Erzeugnissen und Verfahren                          21
Einsatz von Fertigungsverfahren                      21
Technologien für Fertigungsverfahren                21
II . Personal - und Verwaltungsausgaben
Personal                                              4,5
Verwaltung                                            2,5
                                                   100,0
Mindestens      7%   der    Haushaltsmittel      werden   für    die       gezielte
Grundlagenforschung      in    deri   Bereich en      der  Werks tof f ent wi ck lung
bereitgestellt , in denen der industrielle Fortschritt durch unzulängliches
Grundlagenwissen gehemmt wird .