CELEX: 31992R2519
Language: de
Date: 1992-08-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2519/92 der Kommission vom 28. August 1992 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflaumensorten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 250/30                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               29 . 8 . 92
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 2519/92 DER KOMMISSION
                                                    vom 28. August 1992
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten
                                       Pflaumensorten mit Ursprung in Rumänien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                   berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
GEMEINSCHAFTEN —                                                  Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
                                                                  anderen Märkten festgestellt werden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,                                          Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Pflaumen der
                                                                  Gruppe I mit Ursprung in Rumänien an zwei aufeinan­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und              derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter
Portugals,                                                        dem Referenzpreis gelegen. Daher muß eine Ausgleichs­
                                                                  abgabe für diese Pflaumen erhoben werden.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates
vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­              Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die          erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Verordnung (EWG) Nr. 1754/92 (2), insbesondere auf                zugrunde zu legen :
Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,
                                                                  — für die Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
in Erwägung nachstehender Gründe :                                     punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                       Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                   nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr               Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­               gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                    Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­                Rates (6), zuletzt geändert durch die Verordnung
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in                     (EWG) Nr. 2205/90 0,
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs,
                                                                       der sich auf den Durchschnitt der im Amtsblatt der
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­              Europäischen Gemeinschaften, Reihe C, in einem
                                                                       bestimmten Zeitraum veröffentlichten Ecu-Umrech­
baren Einfuhrpreise sein.
                                                                       nungskurse stützt und auf den der im voraufgehenden
In der Verordnung (EWG) Nr. 1463/92 der Kommission                     Gedankenstrich genannte Koeffizient angewandt
                                                                       wird —
vom 4. Juni 1992 zur Festsetzung der Referenzpreise für
Pflaumen für das Wirtschaftsjahr 1992 (3) wird der Refe­
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I von
Gruppe I für August 1992 auf 69,39 ECU pro Doppel­
zentner Eigengewicht festgesetzt.                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                      Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung für
mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen Märkten,        Es wird auf Einfuhren von Pflaumen (KN-Codes
für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten Mengen             0809 40 11 und 0809 40 19) von anderen als folgenden
aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese Notie­            Sorten : Hauszwetschge (Quetsche commune, Altesse
rung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der           simple), Reine-Claude d'Oullins (Oullins Gage), Sveske­
Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und                  blommer, Ruth Gerstetter, Ontario, Wangenheimer
Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsentative             (Quetsche precoce de Wangenheim), Pershore (Yellow
 Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung              egg), Mirabelle, Bosnische, mit Ursprung in Rumänien
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.                                     eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 28,14 ECU je 100 kg
                                                                  Eigengewicht angewandt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 38 1 1 /85 (^ müssen die zu                                           Artikel 2
(') ABl. Nr. L 118 vom  20. 5. 1972, S. 1 .                       Diese Verordnung tritt am 1 . September 1992 in Kraft.
O   ABl. Nr. L 180 vom  1 . 7. 1992, S. 23 .
(3) ABl. Nr. L 153 vom  5. 6. 1992, S. 12.
(4) ABl. Nr. L 220 vom  10 . 8 . 1974, S. 20.                     (6) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O   ABl. Nr. L 368 vom  31 . 12. 1985, S. 1 .                     0 ABl. Nr. L 201 vom 31 . 7. 1990, S. 9.
 ---pagebreak--- 29 . 8 . 92                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. L 250/31
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 28. August 1992
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Ray MAC SHARRY
                                                               Mitglied der Kommission