CELEX: 32006L0129
Language: de
Date: 2006-12-08 00:00:00
Title: Richtlinie 2006/129/EG der Kommission vom 8. Dezember 2006 zur Änderung und Berichtigung der Richtlinie 96/77/EG zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel   (Text von Bedeutung für den EWR)

9.12.2006   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 346/15
            
         
      RICHTLINIE 2006/129/EG DER KOMMISSION
   
   vom 8. Dezember 2006
   zur Änderung und Berichtigung der Richtlinie 96/77/EG zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel
   (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
   gestützt auf die Richtlinie 89/107/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen (1), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 3 Buchstabe a,
   nach Anhörung des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               Die Richtlinie 96/77/EG der Kommission vom 2. Dezember 1996 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (2) enthält die Reinheitskriterien für die in der Richtlinie 95/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Februar 1995 über andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (3) genannten Zusatzstoffe.
            
         
               (2)
            
            
               Die Reinheitskriterien für die Stoffe E 216 Propyl-p-hydroxybenzoat und E 217 Natriumpropyl-p-hydroxybenzoat, die nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoffe verwendet werden dürfen, sind zu streichen.
            
         
               (3)
            
            
               Mehrere Sprachfassungen der Richtlinie 96/77/EG enthalten Fehler bei folgenden Stoffen: E 307 alpha-Tocopherol, E 315 Isoascorbinsäure, E 415 Xanthan. Diese Fehler müssen berichtigt werden. Außerdem müssen die im Codex Alimentarius aufgeführten, vom Gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) festgelegten Spezifikationen und Analysemethoden für Zusatzstoffe berücksichtigt werden. Die Reinheitskriterien wurden insbesondere angepasst, um gegebenenfalls den Grenzwerten für bestimmte Schwermetalle Rechnung zu tragen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der gesamte Eintrag zu diesen Stoffen zu ersetzen.
            
         
               (4)
            
            
               Bei den Reinheitskriterien für E 472 c Zitronensäureester der Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren sollte der Gehalt an Sulfatasche angepasst werden, um teilweise oder vollständig neutralisierten Produkten Rechnung zu tragen.
            
         
               (5)
            
            
               Es muss sichergestellt werden, dass E 559 Aluminiumsilikat aus rohem Kaolinit-Ton gewonnen wird, der frei von nicht vertretbarer Dioxinkontamination ist. Daher ist der Dioxingehalt in rohem Kaolinit-Ton so niedrig wie möglich festzusetzen.
            
         
               (6)
            
            
               Für die folgenden neuen Zusatzstoffe, die mit der Richtlinie 2006/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Änderung der Richtlinie 95/2/EG über andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel sowie der Richtlinie 94/35/EG über Süßungsmittel, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen, zugelassen wurden, sind Spezifikationen festzulegen: E 319 Tertiär-Butylhydrochinon (TBHQ), E 426 Sojabohnen-Polyose, E 462 Ethylcellulose, E 586 4-Hexylresorcin, E 1204 Pullulan und E 1452 Stärkealuminiumoctenylsuccinat.
            
         
               (7)
            
            
               Die Richtlinie 96/77/EG sollte entsprechend geändert und berichtigt werden.
            
         
               (8)
            
            
               Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —
            
         HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
   Artikel 1
   Der Anhang der Richtlinie 96/77/EG wird gemäß dem Anhang der vorliegenden Richtlinie geändert und berichtigt.
   Artikel 2
   (1)   Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, um dieser Richtlinie spätestens am 15. Februar 2008 nachzukommen. Sie teilen der Kommission unverzüglich den Wortlaut dieser Rechtsvorschriften mit und fügen eine Tabelle der Entsprechungen zwischen der Richtlinie und diesen innerstaatlichen Rechtsvorschriften bei.
   Bei Erlass dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.
   (2)   Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
   Artikel 3
   Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
   Artikel 4
   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   
      Brüssel, den 8. Dezember 2006
      
         
            Für die Kommission
         
         Markos KYPRIANOU
         
         
            Mitglied der Kommission
         
      
   
   
      (1)  ABl. L 40 vom 11.2.1989, S. 27. Richtlinie zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).
   
      (2)  ABl. L 339 vom 30.12.1996, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/45/EG (ABl. L 113 vom 20.4.2004, S. 19).
   
      (3)  ABl. L 61 vom 18.3.1995, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/52/EG (ABl. L 204 vom 26.7.2006, S. 10).
   
      ANHANG
      Der Anhang der Richtlinie 96/77/EG wird wie folgt geändert und berichtigt:
      
                  1.
               
               
                  Die Einträge zu E 216 Propyl-p-hydroxybenzoat und E 217 Natriumpropyl-p-hydroxybenzoat werden gestrichen.
               
            
                  2.
               
               
                  Der Eintrag zu E 307 alpha-Tocopherol erhält folgende Fassung:
                  
                              „E 307 ALPHA-TOCOPHEROL
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              DL-α-Tocopherol
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              DL-5,7,8-Trimethyltocol
                              DL-2,5,7,8-tetramethyl-2-(4′,8′,12′-trimethyltridecyl)-6-chromanol
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              233-466-0
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              C29H50O2
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              430,71
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 96 %
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Gelblich bis gelbbraunes, nahezu geruchloses, klares, zähflüssiges Öl, das unter Luft- oder Lichteinwirkung oxidiert bzw. sich dunkel färbt
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeitstests
                                       
                                    
                           
                              Nicht wasserlöslich; leicht löslich in Ethanol; mischbar mit Ether
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Spektrophotometrie
                                       
                                    
                           
                              Das Absorptionsmaximum in reinem Ethanol liegt bei 292 nm
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Brechungsindex
                           
                           
                              nD20
                                  1,503 bis 1,507
                           
                        
                              Spezifische Absorption E 1 %
                                 1 cm in Ethanol
                           
                           
                              E 1 %
                                 1 cm (292 nm) 72 bis 76
                              (0,01 g in 200 ml reinem Ethanol)
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 0,1 %
                           
                        
                              Spezifische Drehung
                           
                           
                              [α]25
                                 D0° ± 0,05° (10 %ige Lösung in Chloroform)
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg“.
                           
                        
            
                  3.
               
               
                  Der Eintrag zu E 315 Isoascorbinsäure erhält folgende Fassung:
                  
                              „E 315 ISOASCORBINSÄURE
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Erythorbinsäure
                              D-Araboascorbinsäure
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              D-Erythro-2-hexencarbonsäure-γ-lacton
                              Isoascorbinsäure
                              D-Isoascorbinsäure
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              201-928-0
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              C6H8O6
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              176,13
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 98 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Weißes oder gelbliches kristallines Pulver, dass unter Lichteinwirkung allmählich dunkler wird
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Schmelzbereich
                                       
                                    
                           
                              Zwischen 164 °C und 172 °C mit Zersetzung
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Positivtest für Ascorbinsäure/Farbreaktion
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 0,4 % nach dreistündigem Trocknen unter verringertem Druck auf Kieselsäuregel
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 0,3 %
                           
                        
                              Spezifische Drehung
                           
                           
                              [α]25
                                 D – 16,5° bis – 18,0° (10 % (w/v) wässrige Lösung)
                           
                        
                              Oxalate
                           
                           
                              Bei Hinzufügung von zwei Tropfen Eisessig und 5 ml einer 10 %igen Calciumacetatlösung zu einer Lösung von 1 g in 10 ml Wasser sollte die Lösung klar bleiben
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg“.
                           
                        
            
                  4.
               
               
                  Nach E 316 Natriumisoascorbat wird folgender Eintrag zu E 319 Tertiär-Butylhydrochinon (TBHQ) eingefügt:
                  
                              „E 319 TERTIÄR-BUTYLHYDROCHINON (TBHQ)
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              TBHQ
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              tert.-Butyl-1,4-benzenediol
                              2-(1,1-Dimethylethyl)-1,4-benzenediol
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              217-752-2
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              C10H14O2
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              166,22
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 99 % C10H14O2
                              
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Weißer, kristalliner Feststoff mit charakteristischem Geruch
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Praktisch unlöslich in Wasser; löslich in Ethanol
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Schmelzpunkt
                                       
                                    
                           
                              Mindestens 126,5 °C
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Phenole
                                       
                                    
                           
                              Etwa 5 mg der Probe werden in 10 ml Methanol gelöst; dann werden 10,5 ml Dimethylaminlösung (1:4) zugegeben. Die Lösung färbt sich rot bis rosa.
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              
                                 Tertiär-Butyl-p-benzochinon
                           
                           
                              Höchstens 0,2 %
                           
                        
                              2,5-Di-tertiär-butyl-hydrochinon
                           
                           
                              Höchstens 0,2 %
                           
                        
                              Hydroxychinon
                           
                           
                              Höchstens 0,1 %
                           
                        
                              Toluol
                           
                           
                              Höchstens 25 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg“.
                           
                        
            
                  5.
               
               
                  Der Eintrag zu E 415 Xanthan erhält folgende Fassung:
                  
                              „E 415 XANTHAN
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Polysaccharid-Gummi mit hohem Molekulargewicht, gewonnen durch Fermentation von Kohlenhydraten mit einer Reinkultur von Xanthomonas campestris, gereinigt mit Ethanol oder Isopropanol, getrocknet und gemahlen. Xanthan enthält D-Glucose und D-Mannose als vorherrschende Hexoseeinheiten zusammen mit D-Glukuronsäure und Brenztraubensäure. Wird als Natrium-, Kalium- oder Calciumsalz erstellt. Seine Lösungen sind neutral
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              Etwa 1 000 000
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              234-394-2
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 4,2 % und nicht mehr als 5 % CO2, entsprechend 91 % bis 108 % Xanthan, bezogen auf die Trockensubstanz
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Cremefarbiges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser löslich. In Ethanol unlöslich
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (bei 105 °C, 21/2 Std.)
                           
                        
                              Asche (insgesamt)
                           
                           
                              Höchstens 16 % (bezogen auf die Trockensubstanz) nach vierstündigem Trocknen bei 105 °C und Glühen bei 650 °C
                           
                        
                              Brenztraubensäure
                           
                           
                              Mindestens 1,5 %
                           
                        
                              Stickstoff
                           
                           
                              Höchstens 1,5 %
                           
                        
                              Ethanol und Isopropanol
                           
                           
                              Einzeln oder zusammen höchstens 500 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 300 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              Keine in 5 g
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              Keine in 10 g
                           
                        
                              
                                 Xanthomonas campestris
                              
                           
                           
                              Keine lebensfähigen Zellen in 1 g“.
                           
                        
            
                  6.
               
               
                  Nach E 425(ii) Konjak Glukomannan wird folgender Eintrag zu E 426 Sojabohnen-Polyose eingefügt:
                  
                              „E 426 SOJABOHNEN-POLYOSE
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                               
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Sojabohnen-Polyose ist ein raffiniertes wasserlösliches Polysaccharid, das mit heißem Wasser aus natürlichen Sojafasern extrahiert wird.
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Wasserlösliche Sojabohnenpolysaccharide
                              Wasserlösliche Sojabohnenfaser
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 74 % Kohlenhydrate
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Leichtes, sprühgetrocknetes weißes Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Ohne Gelbildung in heißem und kaltem Wasser löslich
                           
                        
                              pH-Wert einer 1 %igen Lösung
                           
                           
                              5,5 ± 1,5
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Viskosität einer 10 %igen Lösung
                                       
                                    
                           
                              Höchstens 200 mPa.s
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 7 % (105 °C, 4 Std.)
                           
                        
                              Protein
                           
                           
                              Höchstens 14 %
                           
                        
                              Asche (insgesamt)
                           
                           
                              Höchstens 9,5 % (600 °C, 4 Std.)
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Standardkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 3 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 100 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. Coli
                              
                           
                           
                              Keine in 10 g“.
                           
                        
            
                  7.
               
               
                  Nach E 461 Methylcellulose wird folgender Eintrag zu E 462 Ethylcellulose eingefügt:
                  
                              „E 462 ETHYLCELLULOSE
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Celluloseethylether
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Ethylcellulose ist eine direkt aus pflanzlichen Fasern gewonnene Cellulose, die teilweise mit Ethylgruppen verethert ist
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Ethylether der Cellulose
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel
                              C6H7O2(OR1) (OR2) wobei R1 und R2 sein können:
                              
                                          —
                                       
                                       
                                          H
                                       
                                    
                                          —
                                       
                                       
                                          CH2CH3
                                          
                                       
                                    
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 44 % und höchstens 50 % Ethoxylgruppen (-OC2H5), bezogen auf die Trockensubstanz (entspricht höchstens 2,6 Ethoxylgruppen je Anhydroglucoseeinheit)
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Leicht hygroskopisch, weißes bis gebrochen weißes, geruchs- und geschmackloses Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Praktisch unlöslich in Wasser, Glycerin und Propylenglykol, aber je nach Ethoxylgehalt zu unterschiedlichen Anteilen in bestimmten organischen Lösungsmitteln löslich. Ethylcellulose mit weniger als 46-48 % Ethoxylgruppen ist leicht löslich in Tetrahydrofuran, Methylacetat, Chloroform und in Mischungen von aromatischen Kohlenwasserstoffen und Ethanol. Ethylcellulose mit einem Anteil an Ethoxylgruppen von 46-48 % oder mehr ist leicht löslich in Ethanol, Methanol, Toluol, Chloroform und Ethylacetat
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Filmbildungstest
                                       
                                    
                           
                              5 g der Probe in 95 g eines 80:20-Toluol-Ethanol-Gemischs (w/w) auflösen. Es bildet sich eine klare, stabile, hellgelbe Lösung. Einige ml der Lösung auf eine Glasplatte gießen und das Lösungsmittel evaporieren lassen. Es bleibt ein dicker, fester, kontinuierlicher, klarer Film, der entzündlich ist
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 3 % (105 °C, 2 Std.)
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 0,4 %
                           
                        
                              pH-Wert einer 1 %igen kolloidalen Lösung
                           
                           
                              Neutral bei Lackmustest
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“.
                           
                        
            
                  8.
               
               
                  Der Eintrag zu E 472 c Zitronensäureester der Mono- und Diglyceride von Speisesäurefettsäuren erhält folgende Fassung:
                  
                              „E 472 c ZITRONENSÄUREESTER DER MONO- UND DIGLYCERIDE VON SPEISEFETTSÄUREN
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Citrem
                              Zitronensäureester von Mono- und Diglyceriden
                              Citroglyceride
                              Mit Zitronensäure veresterte Mono- und Diglyceride von Fettsäuren
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Ester des Glycerins mit Zitronensäure und Speisefettsäuren. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Fettsäuren, freie Zitronensäure und freie Glyceride enthalten. Sie können ganz oder teilweise mit Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid neutralisiert sein
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Gelbliche oder leicht bräunliche Flüssigkeiten bzw. wachsartige oder halbfeste Massen
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Positivtests für Glycerin, Fettsäuren und Zitronensäure
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Unlöslich in kaltem Wasser
                              Dispergierbar in heißem Wasser
                              Löslich in Ölen und Fetten
                              Unlöslich in kaltem Ethanol
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Andere Säuren als Zitronen- und Fettsäuren
                           
                           
                              Nicht nachweisbar
                           
                        
                              Freies Glycerin
                           
                           
                              Höchstens 2 %
                           
                        
                              Gesamtglycerin
                           
                           
                              Zwischen 8 % und 33 %
                           
                        
                              Gesamtzitronensäure
                           
                           
                              Zwischen 13 % und 50 %
                           
                        
                              Sulfatasche (bestimmt bei 800 ± 25 °C)
                           
                           
                              Nicht neutralisierte Produkte: höchstens 0,5 %
                              Teileweise oder vollständig neutralisierte Produkte: höchstens 10 %
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Freie Fettsäuren
                           
                           
                              Höchstens 3 %, ausgedrückt als Ölsäure
                           
                        
                              
                                 Die Reinheitskriterien gelten für den Lebensmittelzusatzstoff ohne Natrium-, Kalium- und Calciumsalze von Fettsäuren; diese Stoffe dürfen jedoch bis zu einer Höchstmenge von 6 % (ausgedrückt als Natriumoleat) enthalten sein.“.
                           
                        
            
                  9.
               
               
                  Der Eintrag zu E 559 Aluminiumsilicat (Kaolin) erhält folgende Fassung:
                  
                              „E 559 ALUMINIUMSILICAT (KAOLIN)
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Kaolin, leicht oder schwer
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Wasserhaltiges Aluminiumsilicat (Kaolin) ist ein gereinigter weißer, plastischer Ton aus Kaolinit, Kaliumaluminiumsilicat, Feldspat und Quarz. Die Verarbeitung darf keine Veraschung beinhalten. Der rohe Kaolinit-Ton, aus dem das Aluminiumsilicat gewonnen wird, darf keinen Dioxingehalt aufweisen, der ihn gesundheitsschädlich oder für den menschlichen Verzehr ungeeignet macht
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              215-286-4 (Kaolinit)
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              Al2Si2O5(OH)4 (Kaolinit)
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              264
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Enthält mindestens 90 % (Summe aus Quarz und Aluminiumoxid nach Glühen)
                              Quarz (SiO2) zwischen 45 % und 55 %
                              Aluminiumoxid (Al2O3) zwischen 30 % und 39 %
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Feines weißes oder grauweißes, fettiges Pulver. Kaolin besteht aus losen Ansammlungen unregelmäßig angeordneter Haufen von Kaolinflocken oder einzelner hexagonaler Flocken
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Positive Prüfung auf Aluminiumoxid und Silicat
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Röntgendiffraktion
                                       
                                    
                           
                              Charakteristische Peaks bei 7,18/3,58/2,38/1,78 Å
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          IR-Absorption
                                       
                                    
                           
                              Peaks bei 3 700 und 3 620 cm–1
                              
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Glühverlust
                           
                           
                              Zwischen 10 und 14 % (1 000 °C, konstantes Gewicht)
                           
                        
                              Wasserlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 0,3 %
                           
                        
                              Säurelösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %
                           
                        
                              Eisen
                           
                           
                              Höchstens 5 %
                           
                        
                              Kaliumoxid (K2O)
                           
                           
                              Höchstens 5 %
                           
                        
                              Kohlenstoff
                           
                           
                              Höchstens 0,5 %
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“.
                           
                        
            
                  10.
               
               
                  Nach E 578 Calciumgluconat wird folgender Eintrag zu E 586 4-Hexylresorcinol eingefügt:
                  
                              „E 586 4-HEXYLRESORCIN
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              4-Hexyl-1,3-benzenediol
                              Hexylresorcin
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              4-Hexylresorcin
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              205-257-4
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              C12H18O2
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              197,24
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 98,0 % bezogen auf die Trockensubstanz
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Weißes Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Leicht löslich in Ether und Aceton; sehr schwach löslich in Wasser
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Salpetersäuretest
                                       
                                    
                           
                              1 ml einer gesättigten Lösung der Probe wird mit 1 ml Salpetersäure versetzt. Die Lösung färbt sich hellrot
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Bromtest
                                       
                                    
                           
                              1 ml einer gesättigten Lösung der Probe wird mit 1 ml Brom Testlösung versetzt. Ein gelbes, flockiges Präzipitat bildet eine gelbe Lösung
                           
                        
                              
                                          D.
                                       
                                       
                                          Schmelzbereich
                                       
                                    
                           
                              62-67 °C
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Acidität
                           
                           
                              Höchstens 0,05 %
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 0,1 %
                           
                        
                              Resorcin und andere Phenole
                           
                           
                              Etwa 1 g der Probe werden einige Minuten lang mit 50 ml Wasser geschüttelt und filtriert. Das Filtrat wird mit 3 Tropfen Eisenchlorid Testlösung versetzt. Es bildet sich keine rote oder blaue Farbe
                           
                        
                              Nickel
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg“.
                           
                        
            
                  11.
               
               
                  Nach E 1200 Polydextrose wird folgender Eintrag zu E 1204 Pullulan eingefügt:
                  
                              „E 1204 PULLULAN
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Linearer, neutraler Glukan, vorwiegend aus Maltotrioseeinheiten, die durch glycosidische Bindungen (1,6) verknüpft sind. Er wird durch Fermentation mit Hilfe eines keine Toxine bildenden Stamms von Aureobasidium pullulans aus genusstauglicher hydrolisierter Stärke gewonnen. Nach Abschluss der Fermentation werden die Pilzzellen durch Mikrofiltration entfernt, das Filtrat wird hitzesterilisiert, und Pigmente und anderer Verunreinigungen werden durch Adsorption und Ionenaustauschchromatographie entfernt
                           
                        
                              Einecs
                           
                           
                              232-945-1
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H10O5)x
                              
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 90 % Glukan, bezogen auf die Trockensubstanz
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Geruchloses Pulver, weiß bis gebrochen weiß
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser löslich, in Ethanol praktisch unlöslich
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          pH-Wert einer 10 %igen Lösung
                                       
                                    
                           
                              5,0-7,0
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Ausfällung mit Polyethylenglykol 600
                                       
                                    
                           
                              10 ml einer 2 %igen wässrigen Lösung von Pullulan werden mit 2 ml Polyethylenglykol 600 versetzt. Es bildet sich ein weißes Präzipitat
                           
                        
                              
                                          D.
                                       
                                       
                                          Depolymerisation mit Pullulanase
                                       
                                    
                           
                              Depolymerisation mit Pullulanase. In zwei Reagenzgläser werden je 10 ml einer 10 %igen Pullulanlösung gegeben. Einem Reagenzglas wird 0,1 ml Pullulanaselösung mit Acidität von 10 Einheiten/g, dem anderen 0,1 ml Wasser hinzugefügt. Nach 20minütiger Inkubation bei etwa 25 °C ist die Viskosität der mit Pullulanase behandelten Lösung deutlich niedriger als die der unbehandelten Lösung
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 6 % (90 °C, Druck höchstens 50 mm Hg, 6 Std.)
                           
                        
                              Mono-, Di- und Oligosaccharide
                           
                           
                              Höchstens 10 %, ausgedrückt als Glucose
                           
                        
                              Viskosität
                           
                           
                              100-180 mm2/s (10 % w/w wässrige Lösung bei 30 °C)
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 100 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Coliforme Keime
                           
                           
                              Keine in 25 g
                           
                        
                              Salmonellen
                           
                           
                              Keine in 25 g“.
                           
                        
            
                  12.
               
               
                  Nach E 1451 Acetylierte oxidierte Stärke wird folgender Eintrag zu E 1452 Stärkealuminiumoctenylsuccinat eingefügt:
                  
                              „E 1452 STÄRKEALUMINIUMOCTENYLSUCCINAT
                           
                        
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              SAOS
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Stärkealuminiumoctenylsuccinat ist mit Octenylbernsteinsäureanhydrid veresterte und mit Aluminiumsulfat behandelte Stärke
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Weißes oder fast weißes Pulver oder Körner oder (in vorgelatinierter Form) Flocken, amorphes Pulver oder grobe Partikel
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Nicht vorgelatinierte Form: Beobachtung unter dem Mikroskop
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Iodfärbung positiv (dunkelblau bis hellrot)
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              (alle Werte außer Trocknungsverlust bezogen auf die Trockensubstanz)
                           
                           
                               
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 21 %
                           
                        
                              Octenylsuccinylgruppen
                           
                           
                              Höchstens 3 %
                           
                        
                              Octenylbernsteinsäurerückstand
                           
                           
                              Höchstens 0,3 %
                           
                        
                              Schwefeldioxid
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken
                              Sofern nicht anders spezifiziert höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 0,1 mg/kg
                           
                        
                              Aluminium
                           
                           
                              Höchstens 0,3 %“.