CELEX: C2006/143/21
Language: de
Date: 2006-06-17 00:00:00
Title: Rechtssache C-410/04: Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom  6. April 2006  (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per la Puglia [Italien]) — Associazione Nazionale Autotrasporto Viaggiatori (ANAV)/Comune di Bari, AMTAB Servizio SpA (Freier Dienstleistungsverkehr — Öffentlicher Nahverkehrsdienst — Vergabe ohne Ausschreibung — Vergabe durch eine öffentliche Körperschaft an ein Unternehmen, dessen Kapital sie hält)

17.6.2006   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 143/12
            
         Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 6. April 2006 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per la Puglia [Italien]) — Associazione Nazionale Autotrasporto Viaggiatori (ANAV)/Comune di Bari, AMTAB Servizio SpA
   (Rechtssache C-410/04) (1)
   
   (Freier Dienstleistungsverkehr - Öffentlicher Nahverkehrsdienst - Vergabe ohne Ausschreibung - Vergabe durch eine öffentliche Körperschaft an ein Unternehmen, dessen Kapital sie hält)
   (2006/C 143/21)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   Vorlegendes Gericht
   Tribunale amministrativo regionale per la Puglia
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Klägerin: Associazione Nazionale Autotrasporto Viaggiatori (ANAV)
   
      Beklagte: Comune di Bari, AMTAB Servizio SpA
   Gegenstand der Rechtssache
   Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per la Puglia — Vereinbarkeit einer nationalen Regelung mit den Artikeln 46 EG, 49 EG und 86 EG, nach der eine Gemeinde den Betrieb eines öffentlichen Nahverkehrsdienstes einer Aktiengesellschaft, deren Kapital vollständig in öffentlicher Hand ist, übertragen kann — Vergabe außerhalb der in der Richtlinie 92/50/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Dienstleistungsaufträge (ABl. L 209, S. 1) vorgesehenen Verfahren
   Tenor des Urteils
   Die Artikel 43 EG, 49 EG und 86 EG sowie der Grundsatz der Gleichbehandlung, das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit und der Grundsatz der Transparenz stehen einer nationalen Regelung nicht entgegen, die es einer öffentlichen Körperschaft erlaubt, eine öffentliche Dienstleistung freihändig an eine Gesellschaft zu vergeben, deren Kapital sie vollständig hält, sofern die öffentliche Körperschaft über diese Gesellschaft eine ähnliche Kontrolle ausübt wie über ihre eigenen Dienststellen und die Gesellschaft ihre Tätigkeit im Wesentlichen für die Körperschaft verrichtet, die ihre Anteile innehat.
   
      (1)  ABl. C 300 vom 4.12.2004.