CELEX: 31992R1694
Language: de
Date: 1992-06-29 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EWG) Nr. 1694/92 DES RATES vom 29. Juni 1992 zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für bestimmte Qualitätsweine und Schaumweine mit Ursprung in Österreich #

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31992R1694

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1694/92 DES RATES vom 29. Juni 1992 zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für bestimmte Qualitätsweine und Schaumweine mit Ursprung in Österreich  -   

Amtsblatt Nr. L 176 vom 30/06/1992 S. 0054 - 0056

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1694/92 DES RATES  vom 29. Juni 1992  zur Eröffnung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für bestimmte Qualitätsweine und Schaumweine mit Ursprung in Österreich  DER RAT DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,  auf Vorschlag der Kommission,  in Erwägung nachstehender Gründe:  In dem Abkommen mit Österreich betreffend die gegenseitige Einrichtung von Zollkontingenten für bestimmte Qualitätsweine - verlängert durch einen Notenwechsel (1) für einen Zeitraum vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 - hat sich die Gemeinschaft  verpflichtet, die geltenden Zölle für Qualitätsweine und Schaumweine mit Ursprung in Österreich, die dem Weingesetz der Republik Österreich von 1985 entsprechen und in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger enthalten sind, im Rahmen von  jährlichen Zollkontingenten von 85 000 hl bzw. 2 000 hl vollständig auszusetzen. Dieses Abkommen sieht ferner vor, daß der Kontingentszeitraum sich alljährlich vom 1. Juli bis 30. Juni des folgenden Jahres erstreckt und daß die in Spanien und Portugal  im Rahmen dieser Kontingente geltenden Zölle denen entsprechen müssen, die von diesen Mitgliedstaaten gegenüber der Gemeinschaft in ihrer Zusammensetzung vom 31. Dezember 1985 angewendet werden. Die betreffenden Gemeinschaftszollkontingente sind deshalb  für den Zeitraum vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 zu eröffnen.  Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure in der Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesen Kontingenten haben und daß die vorgesehenen Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in allen  Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung der Kontingente angewandt werden. Es ist zweckmässig, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine gemeinschaftliche und wirksame Verwaltung dieser Zollkontingente dadurch zu gewährleisten, daß die Mitgliedstaaten  die den tatsächlichen Einfuhren entsprechenden Mengen aus den Kontingentsmengen ziehen. Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der  Ausnutzung der Kontingentsmengen zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten.  Da sich das Königreich Belgien, das Königreich der Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg zu der Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme im Zusammenhang mit der Verwaltung der von  dieser Wirtschaftsunion gezogenen Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen werden -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1) Unbeschadet des Absatzes 3 werden vom 1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 die für die Einfuhr der nachstehenden Waren mit Ursprung in Österreich geltenden Zollsätze im Rahmen der angegebenen Zollkontingente wie folgt ausgesetzt:         Laufende  Nummer  KN-Code (1)  Warenbezeichnung  Kontingents-  menge  (in hl)  Kontingents-  zollsatz  (in %)        09.0803  ex 2204 21 25  ex 2204 21 29  ex 2204 21 35  ex 2204 21 39  ex 2204 21 49  Qualitätsweine in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger  85 000  0  09.0805  ex 2204 10 19  ex 2204 10 90  Qualitätsschaumweine in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger  2 000  0       (1) Siehe Taric-Codes im Anhang.   (2) In den Grenzen der in Absatz 1 genannten Zollkontingente wenden das Königreich Spanien und die Portugiesische Republik die gleichen Zölle an, die sie für ähnliche Waren gegenüber der Gemeinschaft in ihrer Zusammensetzung vom 31. Dezember 1985  anwenden.  (3) Damit die Zollkontingente des Absatzes 1 in Anspruch genommen werden können, muß ein Dokument VI 1 oder Teildokument VI 2 entsprechend der Verordnung (EWG) Nr. 3590/85 der Kommission (2) beigefügt sein.  Das Dokument VI 1 muß im Feld Nr. 15 einen der folgenden Vermerke der zuständigen österreichischen Stelle enthalten:   "Es wird bescheinigt, daß der in diesem Dokument genannte Wein ein Qualitätswein (1)/Qualitätsschaumwein (1) mit Ursprung in Österreich ist und dem Weingesetz der Republik Österreich von 1985 entspricht.   (1) Nichtzutreffendes streichen."  Diese Weine sind der Einhaltung des Frei-Grenze-Referenzpreises unterworfen. Damit für diese Weine das Zollkontingent in Anspruch genommen werden kann, ist Artikel 54 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 (3) einzuhalten.  Artikel 2  Die Zollkontingente gemäß Artikel 1 werden von der Kommission verwaltet, die alle zur wirksamen Verwaltung erforderlichen Maßnahmen treffen kann.  Artikel 3  Legt ein Importeur in einem Mitgliedstaat eine Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr vor, die einen Antrag auf Gewährung der Zollbegünstigung für eine in dieser Verordnung genannte Ware enthält, und nehmen die  Zollbehörden diese Anmeldung an, so nimmt der betreffende Mitgliedstaat durch Meldung an die Kommission die Ziehung einer diesem Bedarf entsprechenden Menge auf die Kontingentsmenge vor.  Die Anträge auf Ziehung sind der Kommission zusammen mit der Angabe, wann den Anmeldungen stattgegeben wurde, unverzueglich zu übermitteln.  Bei der Gewährung der Ziehungen folgt die Kommission der zeitlichen Reihenfolge, in der die Zollbehörden des betreffenden Mitgliedstaats den Anmeldungen zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr stattgegeben haben, soweit der Restbetrag  ausreicht.  Nutzt ein Mitgliedstaat die gezogenen Mengen nicht aus, so hat er sie so bald wie möglich auf die Kontingentsmenge zurückzuübertragen.  Sind die beantragten Mengen höher als der verfügbare Restbetrag der Kontingentsmenge, so erfolgt die Zuteilung im Verhältnis der Anträge. Die Mitgliedstaaten werden von der Kommission über die vorgenommenen Ziehungen unterrichtet.  Artikel 4  Jeder Mitgliedstaat garantiert den Einführern der betreffenden Waren gleichen, kontinuierlichen Zugang zu den Kontingenten, soweit der Rest der jeweiligen Kontingentsmenge ausreicht.  Artikel 5  Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusammen.  Artikel 6  Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1992 in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Geschehen zu Luxemburg am 29. Juni 1992. Im Namen des Rates  Der Präsident  Jorge BRAGA DE MACEDO   (1) ABl. Nr. L 160 vom 13. 6. 1992, S. 25. (2) ABl. Nr. L 343 vom 20. 12. 1985, S. 20. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2039/88 der Kommission (ABl. Nr. L 179 vom 9. 7. 1988, S. 29). (3) ABl. Nr. L 84 vom 27. 3. 1987,  S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3577/90 (ABl. Nr. L 353 vom 17. 12. 1990, S. 23).    ANHANG  Taric-Codes       Laufende Nummer  KN-Code  Taric-Codes      09.0803  ex 2204 21 25  *95   ex 2204 21 29  *96   ex 2204 21 35  *95    *96   ex 2204 21 39  *95    *96   ex 2204 21 49  *29  09.0805  ex 2204 10 19  *91   ex 2204 10 90  *91