CELEX: 32009L0010
Language: de
Date: 2009-02-13 00:00:00
Title: Richtlinie 2009/10/EG der Kommission vom 13. Februar 2009 zur Änderung der Richtlinie 2008/84/EG zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (Text von Bedeutung für den EWR)

14.2.2009   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 44/62
            
         
      RICHTLINIE 2009/10/EG DER KOMMISSION
   
   vom 13. Februar 2009
   zur Änderung der Richtlinie 2008/84/EG zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel
   (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
   gestützt auf die Richtlinie 89/107/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen (1), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 3 Buchstabe a,
   nach Anhörung des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA),
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               In der Richtlinie 2008/84/EG der Kommission vom 27. August 2008 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (2) sind Reinheitskriterien für die in der Richtlinie 95/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Februar 1995 über andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel (3) genannten Zusatzstoffe festgelegt.
            
         
               (2)
            
            
               Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (im Folgenden: „Behörde“) ist in ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2006 (4) zu dem Schluss gelangt, dass Nisin, das in einem anderen Herstellungsprozess unter Verwendung eines Mediums auf Zuckerbasis gewonnen wird, hinsichtlich des Gesundheitsschutzes demjenigen entspricht, das im herkömmlichen Verfahren auf Milchbasis herstellt wird. Aufgrund dieser Stellungnahme sollten die geltenden Spezifikationen für Nisin (E 234) zwecks Anpassung der Definition und der Reinheitskriterien für diesen Zusatzstoff geändert werden.
            
         
               (3)
            
            
               Formaldehyd wird bei der Herstellung von Alginsäure, Alginatsalzen und Alginsäureestern als Konservierungsstoff verwendet. Es wurde darüber berichtet, dass in Gelierzusatzmitteln Rückstände von bis zu 50 mg/kg Restformaldehyd enthalten sein können. Auf Ersuchen der Kommission hat die Behörde die Sicherheit der Verwendung von Formaldehyd als Konservierungsstoff bei der Herstellung und Zubereitung von Lebensmittelzusatzstoffen beurteilt (5). In ihrem Gutachten vom 30. November 2006 ist die Behörde zu dem Schluss gelangt, dass eine geschätzte Exposition gegenüber Gelierhilfsmitteln, die Formaldehydrückstände in Konzentrationen von 50 mg/kg Zusatzstoff enthalten, keinen Anlass zu Sicherheitsbedenken gibt. Deshalb sollten die geltenden Reinheitskriterien für E 400 Alginsäure, E 401 Natriumalginat, E 402 Kaliumalginat, E 403 Ammoniumalginat, E 404 Calciumalginat und E 405 Propylenglykol-Alginat dahin geändert werden, dass der Höchstwert für Formaldehydrückstände auf 50 mg/kg festgesetzt wird.
            
         
               (4)
            
            
               Formaldehyd findet derzeit keine Verwendung in der Verarbeitung von Algen zur Herstellung von E 407 Carrageen und E 407a behandelten Euchema-Algen. Es kann jedoch natürlich in Meeresalgen und somit als Unreinheit im fertigen Erzeugnis vorkommen. Deshalb ist es angebracht, eine Höchstmenge für das zufällige Vorhandensein dieses Stoffes in den betreffenden Lebensmittelzusatzstoffen festzulegen.
            
         
               (5)
            
            
               Guarkernmehl ist aufgrund der Richtlinie 95/2/EG als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es wird insbesondere als Verdickungsmittel, Emulgator und Stabilisator verwendet. Bei der Kommission wurde der Antrag auf Verwendung eines teilweise depolymerisierten Guarkernmehls als Lebensmittelzusatzstoff gestellt, das durch eines der drei Herstellungsverfahren Wärmebehandlung, Säurehydrolyse oder alkalische Oxidation aus nativem Guarkernmehl hergestellt wird. Die Behörde hat die Sicherheit der Verwendung dieses Zusatzstoffes beurteilt und in ihrem Gutachten vom 4. Juli 2007 (6) die Auffassung vertreten, dass teilweise depolymerisiertes Guarkernmehl hinsichtlich der Zusammensetzung des Enderzeugnisses dem nativen Guarkernmehl nachweislich sehr ähnelt. Sie ist ferner zu dem Ergebnis gelangt, die Verwendung von teilweise depolymerisiertem Guarkernmehl als Verdickungsmittel, Emulgator und Stabilisator sei nicht bedenklich. In demselben Gutachten hat die Behörde aber auch empfohlen, die Spezifikationen für E 412 Guarkernmehl anzupassen, um dem höheren Salzgehalt und der möglichen Entstehung unerwünschter Nebenprodukte im Herstellungsverfahren Rechnung zu tragen. Aufgrund der Empfehlungen der Behörde sollten die Spezifikationen für Guarkernmehl angepasst werden.
            
         
               (6)
            
            
               Es werden Spezifikationen für E 504(i) Magnesiumcarbonat benötigt, das aufgrund der Richtlinie 95/2/EG als Lebensmittelzusatzstoff zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen ist.
            
         
               (7)
            
            
               Aus Daten, die von der European Lime Association zur Verfügung gestellt wurden, geht hervor, dass es bei der Herstellung von Kalkprodukten aus verfügbaren Rohstoffen nicht möglich ist, hinsichtlich der Mengen von Magnesium- und Alkalisalzen die geltenden Reinheitskriterien für E 526 Calciumhydroxid und E 529 Calciumoxid einzuhalten. In Anbetracht des Umstands, dass Magnesiumsalze kein Sicherheitsrisiko darstellen, und angesichts der Spezifikationen des vom Gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) ausgearbeiteten Codex Alimentarius ist es zweckmäßig, die Mengen für Magnesium- und Alkalisalze für E 526 Calciumhydroxid und E 529 Calciumoxid an die niedrigsten erreichbaren Werte anzupassen, die immer noch nicht über den vom JECFA festgelegten Werten liegen.
            
         
               (8)
            
            
               Außerdem ist es erforderlich, die Spezifikationen zu berücksichtigen, die der vom JECFA verfasste Codex Alimentarius in Bezug auf E 526 Calciumhydroxid und E 529 Calciumoxid enthält. Da das in einigen Mitgliedstaaten gewonnene Rohmaterial (Calciumcarbonat), aus dem diese Zusatzstoffe hergestellt werden, von Natur aus einen hohen Grundgehalt an Blei aufweist, ist es schwierig, den Bleigehalt dieser Lebensmittelzusatzstoffe der vom JECFA festgelegten Obergrenze anzugleichen. Deshalb sollte der derzeit geltende Bleigehalt auf den niedrigsten erreichbaren Grenzwert gesenkt werden.
            
         
               (9)
            
            
               E 901 Bienenwachs ist aufgrund der Richtlinie 95/2/EG als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Die Behörde hat in ihrem Gutachten vom 27. November 2007 (7) die Sicherheit der Verwendung dieses Lebensmittelzusatzstoffes bestätigt. Sie hat jedoch auch ausgeführt, dass Blei nur in möglichst geringen Mengen vorhanden sein sollte. In Anbetracht der überarbeiteten Spezifikationen für Bienenwachs in dem vom JECFA verfassten Codex Alimentarius ist es zweckmäßig, die geltenden Reinheitskriterien für E 901 Bienenwachs zu ändern und den zulässigen Höchstgehalt an Blei abzusenken.
            
         
               (10)
            
            
               Stark raffinierte Wachse, die aus synthetischen Kohlenwasserstoff-Vorprodukten (synthetische Wachse) und aus Mineralöl-Vorprodukten gewonnen werden, wurden vom Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss (im Folgenden: „Ausschuss“) (8) beurteilt; am 22. September 1995 wurde eine Stellungnahme zu mineralischen und synthetischen Kohlenwasserstoffen abgegeben. Nach Ansicht des Ausschusses lagen hinreichende Daten zur Festlegung eines Gruppen-ADI-Werts (acceptable daily intake, zulässige Tagesdosis) für beide Wachsarten – also aus Mineralöl-Vorprodukten und aus synthetischen Kohlenwasserstoff-Vorprodukten gewonnene Wachse – vor. Zum Zeitpunkt der Festlegung der Reinheitskriterien für E 905 mikrokristallines Wachs wurden die synthetischen Kohlenwasserstoffwachse nicht berücksichtigt und nicht in die Spezifikationen aufgenommen. Die Kommission hält es daher für notwendig, die Reinheitskriterien für E 905 mikrokristallines Wachs zu ändern, damit auch aus synthetischen Kohlenwasserstoff-Vorprodukten gewonnene Wachse mit erfasst werden.
            
         
               (11)
            
            
               E 230 (Biphenyl) und E 233 (Thiabendazol) sind nach EU-Recht nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Diese Wirkstoffe wurden mit den Richtlinien 2003/114/EG bzw. 98/72/EG aus dem Verkehr gezogen. Daher sollte Anhang I der Richtlinie 2008/84/EG entsprechend aktualisiert und die Spezifikationen für E 230 und E 233 gestrichen werden.
            
         
               (12)
            
            
               Es ist notwendig, die Spezifikationen und Analysetechniken für Lebensmittelzusatzstoffe zu berücksichtigen, die der vom JECFA ausgearbeitete Codex Alimentarius vorsieht. Insbesondere ist eine Anpassung der spezifischen Reinheitskriterien erforderlich, um den Grenzwerten für bestimmte Schwermetalle Rechnung zu tragen.
            
         
               (13)
            
            
               Die Richtlinie 2008/84/EG sollte entsprechend geändert werden.
            
         
               (14)
            
            
               Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —
            
         HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
   Artikel 1
   Anhang I der Richtlinie 2008/84/EG wird gemäß dem Anhang dieser Richtlinie geändert.
   Artikel 2
   (1)   Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, um dieser Richtlinie spätestens am 13. Februar 2010 nachzukommen. Sie teilen der Kommission unverzüglich den Wortlaut dieser Rechtsvorschriften mit.
   Bei Erlass dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.
   (2)   Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
   Artikel 3
   Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
   Artikel 4
   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   
      Brüssel, den 13. Februar 2009
      
         
            Für die Kommission
         
         Androulla VASSILIOU
         
         
            Mitglied der Kommission
         
      
   
   
      (1)  ABl. L 40 vom 11.2.1989, S. 27.
   
      (2)  ABl. L 253 vom 20.9.2008, S. 1.
   
      (3)  ABl. L 61 vom 18.3.1995, S. 1.
   
      (4)  http://www.efsa.europa.eu/en/science/afc/afc_opinions/ej314b_nisin.html
   
      (5)  Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, abgegeben auf Anfrage der Kommission zur Verwendung von Formaldehyd als Konservierungsstoff bei der Herstellung und Zubereitung von Lebensmittelzusatzstoffen; Anfrage Nr. EFSA Q-2005-032.
   http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753812_1178620766610.htm
   
      (6)  Stellungnahme des Wissenschaftlichen Gremiums für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, abgegeben auf Anfrage der Kommission im Zusammenhang mit einem Antrag auf Verwendung eines depolymerisierten Guarkernmehls als Lebensmittelzusatzstoff; Anfrage Nr. EFSA-Q-2006-122.
   http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753812_1178638739757.htm
   
      (7)  Bienenwachs (E 901) als Überzugsmittel und Trägerstoff für Aromen; Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen; Anfrage Nr. EFSA-Q-2006-021.
   http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753812_1178672652158.htm
   
      (8)  http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/reports/scf_reports_37.pdf
   
      ANHANG
      Anhang I der Richtlinie 2008/84/EG wird wie folgt geändert:
      
                  1.
               
               
                  Der Text zu E 234 Nisin erhält folgende Fassung:
                  „E 234 NISIN
                  
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Nisin besteht aus verschiedenen eng verwandten Polypeptiden, die während der Fermentierung eines Mediums auf Milch- oder Zuckerbasis durch bestimmte natürliche Arten von Lactococcus lactis subsp.lactis erzeugt werden.
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              215-807-5
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              C143H230N42O37S7
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              3 354,12
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nisinkonzentrat enthält nicht weniger als 900 Einheiten pro mg in einer Mischung aus fettfreien Milchproteinen oder fermentierten festen Bestandteilen mit einem Natriumchloridgehalt von mindestens 50 %.
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Weißes Pulver
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 3 %, wenn bei 102 °C bis 103 °C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“
                           
                        
            
                  2.
               
               
                  Der Text zu E 400 Alginsäure erhält folgende Fassung:
                  „E 400 ALGINSÄURE
                  
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Lineares Glukuronoglykan, das hauptsächlich aus beta-(1-4)-verbundenen D-Mannuronsäure- und alpha-(1-4)-verbundenen L-Guluronsäureeinheiten in Pyranosering-Form besteht. Hydrophiles kolloidales Kohlehydrat, das unter Verwendung von verdünntem Alkali aus verschiedenen Braunalgenarten (Phaeophyceae) extrahiert wird
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              232-680-1
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H8O6)n
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000 bis 600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 20 % und nicht mehr als 23 % Kohlendioxid (CO2), entsprechend 91 % bis 104,5 % Alginsäure (C6H8O6)n (Äquivalentgewicht 200), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Alginsäure kommt in faseriger, grob- und feinkörniger und in pulveriger Form vor. Weißes bis gelblich-braunes, praktisch geruchloses Pulver.
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser und organischen Lösungsmitteln unlöslich, in Natriumcarbonat-, Natriumhydroxid- und Trinatriumphosphat-Lösungen schwer löslich
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Calciumchlorid-Fällungstest
                                       
                                    
                           
                              Einer 0,5%igen Lösung der Probe in 1 M Natriumhydroxidlösung ein Fünftel ihres Volumens einer 2,5%igen Calciumchloridlösung hinzufügen. Es bildet sich ein umfangreicher, gallertartiger Niederschlag. Durch diese Prüfung kann Alginsäure unterschieden werden von Gummi arabicum, Natriumcarboxymethylcellulose, Carboxymethylstärke, Carrageen, Gelatine, Ghattigummi, Karayagummi, Johannisbrotkernmehl, Methylcellulose und Tragantgummi.
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Ammoniumsulfat-Fällungstest
                                       
                                    
                           
                              Einer 0,5%igen Lösung der Probe in 1 M Natriumhydroxidlösung die Hälfte ihres Volumens einer gesättigten Ammoniumsulfatlösung hinzufügen. Es bildet sich kein Niederschlag. Durch diese Prüfung kann Alginsäure unterschieden werden von Agar-Agar, Natriumcarboxymethylcellulose, Carrageen, verseiftem Pektin, Gelatine, Johannisbrotkernmehl, Methylcellulose und Stärke.
                           
                        
                              
                                          D.
                                       
                                       
                                          Farbreaktion
                                       
                                    
                           
                              0,01 g der Probe durch Schütteln mit 0,15 ml 0,1 n Natriumhydroxid möglichst vollständig lösen, 1 ml saure Eisen(III)-Sulfat-Lösung hinzufügen. Innerhalb von 5 min entwickelt sich eine kirschrote Färbung, die sich schließlich in intensives Purpurrot verändert.
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              pH-Wert einer 3%igen Suspension
                           
                           
                              Zwischen 2,0 und 3,5
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 8 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              1 M Natriumhydroxidlösung
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockenmasse, wasserunlösliche Bestandteile
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  3.
               
               
                  Der Text zu E 401 Natriumalginat erhält folgende Fassung:
                  „E 401 NATRIUMALGINAT
                  
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Natriumsalz der Alginsäure
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H7NaO6)n
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000-600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 18 % und nicht mehr als 21 % Kohlendioxid, entsprechend 90,8 % bis 106,0 % Natriumalginat (Äquivalentgewicht 222), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Positivtest auf Natrium und Alginsäure
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Wasserunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  4.
               
               
                  Der Text zu E 402 Kaliumalginat erhält folgende Fassung:
                  „E 402 KALIUMALGINAT
                  
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Kaliumsalz der Alginsäure
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H7KO6)n
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000 bis 600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 16,5 % und nicht mehr als 19,5 % Kohlendioxid, entsprechend 89,2 % bis 105,5 % Kaliumalginat (Äquivalentgewicht 238), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Positivtest auf Kalium und Alginsäure
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Wasserunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  5.
               
               
                  Der Text zu E 403 Ammoniumalginat erhält folgende Fassung:
                  „E 403 AMMONIUMALGINAT
                  
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Ammoniumsalz der Alginsäure
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H11NO6)n
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000 bis 600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 18 % und nicht mehr als 21 % Kohlendioxid, entsprechend 88,7 % bis 103,6 % Ammoniumalginat (Äquivalentgewicht 217), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Positivtest für Ammonium und Alginsäure
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Sulfatasche
                           
                           
                              Höchstens 7 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Wasserunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockensubstanz
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  6.
               
               
                  Der Text zu E 404 Calciumalginat erhält folgende Fassung:
                  „E 404 CALCIUMALGINAT
                  
                              Synonym
                           
                           
                              Alginat-Calciumsalz
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Calciumsalz der Alginsäure
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C6H7Ca1/2O6)n
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000 bis 600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 18 % und nicht mehr als 21 % Kohlendioxid, entsprechend 89,6 % bis 104,5 % Calciumalginat (Äquivalentgewicht 219), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Positivtest auf Calcium und Alginsäure
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15,0 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  7.
               
               
                  Der Text zu E 405 Propylenglykol-Alginat erhält folgende Fassung:
                  „E 405 PROPYLENGLYKOL-ALGINAT
                  
                              Synonyme
                           
                           
                              Hydroxypropyl-Alginat
                              Propylenglykolester der Alginsäure
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Propylenglykolester der Alginsäure; die Zusammensetzung schwankt je nach Veresterungsgrad und Anteil der freien und neutralisierten Carboxylgruppen im Molekül.
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              (C9H14O7)n (verestert)
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              10 000 bis 600 000 (typischer Durchschnittswert)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 16 % und nicht mehr als 20 % Kohlendioxid (CO2), bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Nahezu geruchloses, weißes bis gelblich-braunes faseriges oder körniges Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Nach der Hydrolyse Positivtest für Propylenglykol und Alginsäure
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 20 % (105 °C, 4 Stunden)
                           
                        
                              Gesamt-Propylenglykolgehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 15 % und nicht mehr als 45 %
                           
                        
                              Gehalt an freiem Propylenglykol
                           
                           
                              Höchstens 15 %
                           
                        
                              Wasserunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockenmasse
                           
                        
                              Formaldehyd
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 500 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  8.
               
               
                  Der Text zu E 407 Carrageen erhält folgende Fassung:
                  „E 407 CARRAGEEN
                  
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Im Handel erhältliche Produkte werden unter unterschiedlichen Namen verkauft, z. B. als:
                              Agar aus irischem Moos
                              Eucheuman (von Eucheuma spp.)
                              Iridophycan (von Iridaea spp.)
                              Hypnean (von Hypnea spp.)
                              Furcellaran oder dänisches Agar-Agar (von Furcellaria fastigiata)
                              Carrageen (von Chondrus und Gigartina spp.)
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Carrageen wird durch wässrige Extraktion aus Algen der Familien Gigartinaceae, Solieriaceae, Hypneaceae und Furcellariaceae der Klasse Rhodophyceae (Rotalgen) gewonnen. Bei der Ausfällung werden ausschließlich Methanol, Ethanol oder Isopropanol als Fällmittel verwandt. Carrageen besteht hauptsächlich aus den Kalium-, Natrium-, Magnesium- und Calciumsalzen der Polysaccharid-Sulfatester, deren Hydrolyse Galaktose und 3,6-Anhydrogalaktose ergibt. Carrageen darf nicht der Hydrolyse unterzogen noch sonst wie chemisch abgebaut werden. Zufällige Verunreinigungen mit Formaldehyd sind bis zu einem Höchstgehalt von 5 mg/kg zulässig.
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              232-524-2
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Gelbliches bis farbloses grobkörniges bis feines Pulver, praktisch geruchlos
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              Positivtests auf Galaktose, Anhydrogalaktose und Sulfat
                           
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Gehalt an Methanol, Ethanol und 2-Propanol
                           
                           
                              Einzeln oder zusammen höchstens 0,1 %
                           
                        
                              Viskosität einer 1,5%igen Lösung bei 75 °C
                           
                           
                              Mindestens 5 mPa.s
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 12 % (105 °C, vier Stunden)
                           
                        
                              Sulfat
                           
                           
                              Nicht weniger als 15 % und nicht mehr als 40 %, bezogen auf die Trockensubstanz (als SO4)
                           
                        
                              Asche
                           
                           
                              Nicht weniger als 15 % und nicht mehr als 40 %, bezogen auf die Trockensubstanz, bei 550 °C
                           
                        
                              Säureunlösliche Asche
                           
                           
                              Höchstens 1 %, bezogen auf die Trockensubstanz (unlöslich in 10%iger Salzsäure)
                           
                        
                              Säureunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 2 %, bezogen auf die Trockensubstanz (unlöslich in Schwefelsäure von 1 Vol.-%)
                           
                        
                              Carrageen mit niedrigem Molekulargewicht
                              (Molekulargewichtsfraktion unter 50 kDa)
                           
                           
                              Höchstens 5 %
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 300 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  9.
               
               
                  Der Text zu E 407a behandelten Eucheuma-Algen erhält folgende Fassung:
                  „E 407a VERARBEITETE EUCHEUMA-ALGEN
                  
                              
                                 Synonym
                              
                           
                           
                              PES (Akronym für processed eucheuma seaweed)
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Verarbeitete Eucheuma-Algen werden durch Kaliumhydroxid-Behandlung der natürlich vorkommenden Algensorten Eucheuma cottonii und Eucheuma spinosum aus der Klasse der Rhodophyceae (Rotalgen) gewonnen, um die Verunreinigungen zu beseitigen; das Endprodukt wird durch Waschen mit Süßwasser und Trocknen hergestellt. Eine weitere Reinigung kann durch Waschen mit Methanol, Ethanol oder 2-Propanol und anschließendes Trocknen vorgenommen werden. Das Produkt besteht im Wesentlichen aus den Kaliumsalzen von Polysaccharidsulfatestern, aus denen durch Hydrolyse Galactose und 3,6-Anhydrogalactose gewonnen werden. Natrium-, Kalzium- und Magnesiumsalze von Polysaccharidsulfatestern fallen in geringeren Mengen an. Das Produkt enthält ferner bis zu 15 % Algenzellulose. Das Carrageen in verarbeiteten Eucheuma-Algen darf nicht hydrolisiert oder in anderer Form chemisch abgebaut werden. Zufällige Verunreinigungen mit Formaldehyd sind bis zu einem Höchstgehalt von 5 mg/kg zulässig.
                           
                        
                              
                                 Beschreibung
                              
                           
                           
                              Gelbbraunes bis gelbliches, grobes bis feines, praktisch geruchloses Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Positive Prüfungen auf Galactose, Anhydrogalactose und Sulfat
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser entsteht eine trübe, zähe Suspension. Unlöslich in Ethanol.
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Gehalt an Methanol, Ethanol, 2-Propanol
                           
                           
                              Einzeln oder zusammen höchstens 0,1 %
                           
                        
                              Viskosität einer 1,5%igen Lösung bei 75 °C
                           
                           
                              Mindestens 5 mPa.s
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 12 % (105 °C, vier Stunden)
                           
                        
                              Sulfat
                           
                           
                              Nicht weniger als 15 % und nicht mehr als 40 % (als SO4), bezogen auf die Trockensubstanz
                           
                        
                              Asche
                           
                           
                              Nicht weniger als 15 % und nicht mehr als 40 %, bezogen auf die Trockensubstanz bei 550 °C
                           
                        
                              Säureunlösliche Asche
                           
                           
                              Höchstens 1 %, bezogen auf die Trockensubstanz (unlöslich in 10%iger Salzsäure)
                           
                        
                              Säureunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Nicht weniger als 8 % und nicht mehr als 15 %, bezogen auf die Trockensubstanz (unlöslich in 1 Vol.-% Schwefelsäure)
                           
                        
                              Carrageen mit niedrigem Molekulargewicht
                              (Molekulargewichtsfraktion unter 50 kDa)
                           
                           
                              Höchstens 5 %
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 5 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Gesamtkeimzahl
                           
                           
                              Höchstens 5 000 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              Hefen und Schimmelpilze
                           
                           
                              Höchstens 300 Kolonien pro Gramm
                           
                        
                              
                                 E. coli
                              
                           
                           
                              In 5 g nicht nachweisbar
                           
                        
                              
                                 Salmonella spp.
                           
                           
                              In 10 g nicht nachweisbar“
                           
                        
            
                  10.
               
               
                  Der Text zu E 412 Guarkernmehl erhält folgende Fassung:
                  „E 412 GUARKERNMEHL
                  
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Cyamopsis-Gummi
                              Guar-Mehl
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Guarkernmehl ist das gemahlene Endosperm von Samen der Guarbohne, Cyamopsis tetragonolobus (L.) Taub. (Fam. Leguminosae). Besteht hauptsächlich aus hydrokolloidalem Polysaccharid mit hohem Molekulargewicht, hauptsächlich zusammengesetzt aus Galaktopyranose- und Mannopyranoseeinheiten in glykosidischer Bindung, die chemisch als Galaktomannan beschrieben werden können. Zur Anpassung der Viskosität kann Guarkernmehl teilweise hydrolisiert werden, und zwar durch Wärmebehandlung, milde Säurehydrolyse oder alkalische Oxidation.
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              232-536-0
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              Besteht hauptsächlich aus hydrokolloidalem Polysaccharid mit hohem Molekulargewicht (50 000-8 000 000)
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Galactomannan-Gehalt mindestens 75 %
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Weißes bis gelblich-weißes, praktisch geruchloses Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Positivtests auf Galaktose und Mannose
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Löslich in kaltem Wasser
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Trocknungsverlust
                           
                           
                              Höchstens 15 % (105 °C, 5 Stunden)
                           
                        
                              Asche
                           
                           
                              Höchstens 5,5 %, bestimmt bei 800 °C
                           
                        
                              Säureunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 7 %
                           
                        
                              Proteine (N × 6,25)
                           
                           
                              Höchstens 10 %
                           
                        
                              Stärke
                           
                           
                              Nicht nachweisbar durch folgendes Verfahren: Einer 1:10-Lösung der Probe einige Tropfen Iodlösung hinzufügen. (Es tritt keine Blaufärbung auf.)
                           
                        
                              Organische Peroxide
                           
                           
                              Höchstens 0,7 meq Aktivsauerstoff je kg Probe
                           
                        
                              Furfural
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg
                           
                        
                              Cadmium
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“
                           
                        
            
                  11.
               
               
                  Nach dem Eintrag E 503(ii) wird folgender Text zu E 504i angefügt:
                  „E 504i MAGNESIUMCARBONAT
                  
                              
                                 Synonym
                              
                           
                           
                              Hydromagnesit
                           
                        
                              
                                 Definition
                              
                           
                           
                              Magnesiumcarbonat ist ein basisch oder monohydriertes Magnesiumcarbonat oder eine Mischung aus beidem.
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Magnesiumcarbonat
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              MgCO3.nH2O
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              208-915-9
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Nicht weniger als 24 % und nicht mehr als 26,4 % Mg
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Geruchlose, leichte, weiße bröcklige Masse oder grobes weißes Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Sowohl in Wasser als auch Ethanol praktisch unlöslich
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Positivtest auf Magnesium und Carbonat
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Säureunlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 0,05 %
                           
                        
                              Wasserlösliche Bestandteile
                           
                           
                              Höchstens 1 %
                           
                        
                              Calcium
                           
                           
                              Höchstens 0,4 %
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 4 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“
                           
                        
            
                  12.
               
               
                  Der Text zu E 526 Calciumhydroxid erhält folgende Fassung:
                  „E 526 CALCIUMHYDROXID
                  
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Gelöschter Kalk, hydratisierter Kalk
                           
                        
                              Definition
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Calciumhydroxid
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              215-137-3
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              Ca(OH)2
                              
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              74,09
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 92 %
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Weißes Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Positive Prüfung auf Alkali und Calcium
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Leicht löslich in Wasser. Unlöslich in Ethanol. Löslich in Glycerin.
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Säureunlösliche Asche
                           
                           
                              Höchstens 1,0 %
                           
                        
                              Magnesium- und Alkalisalze
                           
                           
                              Höchstens 2,7 %
                           
                        
                              Barium
                           
                           
                              Höchstens 300 mg/kg
                           
                        
                              Fluorid
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 6 mg/kg“
                           
                        
            
                  13.
               
               
                  Der Text zu E 529 Calciumoxid erhält folgende Fassung:
                  „E 529 CALCIUMOXID
                  
                              
                                 Synonym
                              
                           
                           
                              Gebrannter Kalk
                           
                        
                              Definition
                           
                           
                               
                           
                        
                              Chemische Bezeichnung
                           
                           
                              Calciumoxid
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              215-138-9
                           
                        
                              Chemische Formel
                           
                           
                              CaO
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              56,08
                           
                        
                              Gehalt
                           
                           
                              Mindestens 95 % nach dem Glühen
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Geruchlose, harte, weiße oder gräulich-weiße Körnermasse oder weißes bis gräuliches Pulver
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Reagiert positiv auf den Alkali- und den Calciumtest
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Bei der Befeuchtung einer Probe mit Wasser wird Wärme erzeugt
                                       
                                    
                           
                               
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              Gering wasserlöslich. Unlöslich in Ethanol. Löslich in Glycerin.
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Glühverlust
                           
                           
                              Höchstens 10 % (rund 800 °C bis zu konstantem Gewicht)
                           
                        
                              In Säure unlösliche Fraktion
                           
                           
                              Höchstens 1 %
                           
                        
                              Barium
                           
                           
                              Höchstens 300 mg/kg
                           
                        
                              Magnesium- und Alkalisalze
                           
                           
                              Höchstens 3,6 %
                           
                        
                              Fluorid
                           
                           
                              Höchstens 50 mg/kg
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 7 mg/kg“
                           
                        
            
                  14.
               
               
                  Der Text zu E 901 Bienenwachs erhält folgende Fassung:
                  „E 901 BIENENWACHS
                  
                              
                                 Synonym
                              
                           
                           
                              Weißes oder gelbes Wachs
                           
                        
                              Definition
                           
                           
                              Gelbes Bienenwachs ist Wachs, das durch Einschmelzen von Waben der Honigbiene Apis melifera L. in heißem Wasser und Entfernung von Fremdstoffen gewonnen wird.
                              Weißes Bienenwachs wird durch Bleichen des gelben Bienenwachses erhalten.
                           
                        
                              
                                 Einecs
                              
                           
                           
                              232-383-7 (Bienenwachs)
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Gelblich-weiße (weiße Form) oder graubraune (gelbe Form) Stücke oder Platten von feinkörniger und nichtkristalliner Struktur mit angenehm honigartigem Geruch
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Schmelzbereich
                                       
                                    
                           
                              62 bis 65 °C
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Spezifische Gravität
                                       
                                    
                           
                              Rund 0,96
                           
                        
                              
                                          C.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser unlöslich
                              In Alkohol gering löslich
                              Sehr gut löslich in Chloroform und Ether
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Säurezahl
                           
                           
                              Mindestens 17 und höchstens 24
                           
                        
                              Verseifungszahl
                           
                           
                              87-104
                           
                        
                              Peroxidzahl
                           
                           
                              Höchstens 5
                           
                        
                              Glycerin und andere Polyalkohole
                           
                           
                              Höchstens 0,5 % (als Glycerin)
                           
                        
                              Ceresin, Paraffine und andere Wachse
                           
                           
                              Keine
                           
                        
                              Fette, „Japan wax“, Kolophonium und Seifen
                           
                           
                              Keine
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 2 mg/kg
                           
                        
                              Quecksilber
                           
                           
                              Höchstens 1 mg/kg“
                           
                        
            
                  15.
               
               
                  Der Text zu E 905 mikrokristallines Wachs erhält folgende Fassung:
                  „E 905 MIKROKRISTALLINES WACHS
                  
                              
                                 Synonyme
                              
                           
                           
                              Petroleumwachs, Kohlenwasserstoffwachs, Fischer-Tropsch-Wachs, synthetisches Wachs, synthetisches Paraffin
                           
                        
                              Definition
                           
                           
                              Raffinierte Gemische aus festen, gesättigten Kohlenwasserstoffen, die aus Petroleum oder synthetischen Grundstoffen gewonnen werden
                           
                        
                              Beschreibung
                           
                           
                              Weißes bis bernsteinfarbenes geruchloses Wachs
                           
                        
                              Merkmale
                           
                        
                              
                                          A.
                                       
                                       
                                          Löslichkeit
                                       
                                    
                           
                              In Wasser unlöslich; sehr schwach löslich in Ethanol
                           
                        
                              
                                          B.
                                       
                                       
                                          Refraktionsindex
                                       
                                    
                           
                              nD
                                 100 1,434-1,448
                              Alternativ: nD
                                 120 1,426-1,440
                           
                        
                              Reinheit
                           
                        
                              Molekulargewicht
                           
                           
                              Im Mittel mindestens 500
                           
                        
                              Viskosität
                           
                           
                              Mindestens 1,1 × 10-5 m2 s-1 bei 100 °C
                              Alternativ: mindestens 0,8 × 10-5 m2 s-1 bei 120 °C, wenn bei 100 °C fest
                           
                        
                              Glührückstand
                           
                           
                              Höchstens 0,1 Gewichtsprozent
                           
                        
                              Kohlenstoffzahl bei 5 % Destillationspunkt
                           
                           
                              Höchstens 5 % der Moleküle mit Kohlenstoffzahl unter 25
                           
                        
                              Farbe
                           
                           
                              Test wird bestanden
                           
                        
                              Schwefel
                           
                           
                              Höchstens 0,4 Gewichtsprozent
                           
                        
                              Arsen
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Blei
                           
                           
                              Höchstens 3 mg/kg
                           
                        
                              Polycyclische aromatische Verbindungen
                           
                           
                              Bei den durch Dimethylsulfoxidextraktion gewonnenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen sind folgende Höchstwerten der Ultraviolettabsorption einzuhalten:
                              
                                          nm
                                       
                                       
                                          maximale Absorption pro cm Pfadlänge
                                       
                                    
                                          280-289
                                       
                                       
                                          0,15
                                       
                                    
                                          290-299
                                       
                                       
                                          0,12
                                       
                                    
                                          300-359
                                       
                                       
                                          0,08
                                       
                                    
                                          360-400
                                       
                                       
                                          0,02
                                       
                                    Alternativ, wenn bei 100 °C fest
                              PAC-Methode laut 21 CFR& 175.250;
                              Absorption bei 290 nm in Decahydronaphthalin bei 88 °C: nicht über 0,01“
                           
                        
            
                  16.
               
               
                  Der Text zu E 230 und E 233 wird gestrichen.