CELEX: 52001PC0498
Language: de
Date: 2001-09-04
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1587/98 vom 17. Juli 1998 über eine Regelung zum Ausgleich der durch die äußerste Randlage bedingten Mehrkosten bei der Verarbeitung bestimmter Fischereierzeugnisse der Azoren, Madeiras, der Kanarischen Inseln und der französischen Departements Guayana und Réunion

C 332 E/242           DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     27.11.2001
               Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur ˜nderung der Richtlinie 1999/29/EG des Rates über
                                    unerwünschte Stoffe und Erzeugnisse in der Tierernährung
                                                          (2001/C 332 E/06)
                                                         KOM(2001) 493 endg.
                                          (Von der Kommission vorgelegt am 28. August 2001)
DER RAT DER EUROP˜ISCHEN UNION                                             dungen aufsummieren zu können, wurde der Begriff der
                                                                            Toxizitätsäquivalenzfaktoren (ÐTEF) eingeführt, sodass Ri-
                                                                            sikobewertungen und Kontrollen erleichtert werden. Dies
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Ge-                  bedeutet, dass die Analyseergebnisse für alle 17 einzelnen
meinschaft,                                                                 Dioxinverbindungen und für die 12 dioxinähnlichen PCB
                                                                            mit Hilfe einer einzigen quantifizierbaren Einheit aus-
                                                                            gedrückt werden, die als ÐTCDD-Toxizitäts-˜quivalenzkon-
gestützt auf die Richtlinie 1999/29/EG des Rates vom 22. April              zentration oder ÐTEQ bezeichnet wird.
1999 über unerwünschte Stoffe und Erzeugnisse in der Tier-
ernährung (1), insbesondere auf Artikel 10 Buchstabe a),
                                                                        (5) Dioxine und PCB sind äußerst resistent gegen chemischen
auf Vorschlag der Kommission,                                               und biologischen Abbau; daher persistieren sie in der
                                                                            Umwelt und akkumulieren in der Futtermittel- und Le-
                                                                            bensmittelherstellungskette.
in Erwägung nachstehender Gründe:
  (1) Die Richtlinie 1999/29/EG schreibt vor, dass Futtermittel-        (6) Das ubiquitäre Vorhandensein von Dioxinen, PCB und
      Ausgangserzeugnisse nur dann in der Gemeinschaft in                   dioxinähnlichen PCB in der Umwelt verursacht eine Back-
      Verkehr gebracht werden dürfen, wenn sie von einwand-                 ground-Kontamination, von der sowohl alle Bodenpflan-
      freier und handelsüblicher Qualität sind.                             zen, die unmittelbar abgegrast oder als Futtermittel-Aus-
                                                                            gangsstoffe in der Tierernährung verwendet werden, be-
                                                                            troffen sind wie auch die aquatische Nahrungskette. Das
  (2) Unter dem Begriff ÐDioxine versteht man eine Gruppe                  gleiche gilt für den Boden, der die Futtermittel-Ausgangs-
      von 75 polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen (ÐPCDD)                    erzeugnisse kontaminieren oder unmittelbar von Tieren
      und 135 polychlorierten Dibenzofuranen (ÐPCDF), von                  aufgenommen werden kann. Abgesehen von der Back-
      denen 17 Congenere toxikologisch bedenklich sind. Am                  ground-Kontamination kann auch noch eine unmittelbare
      stärksten toxisch ist 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin              akzidentelle Verunreinigung von Futtermittel-Ausgangs-
      (TCDD), welches von der Internationalen Agentur für die               erzeugnissen erfolgen aufgrund einer örtlich umschriebe-
      Krebsforschung und anderen angesehenen internationalen                nen Freisetzung von Dioxinen aus Industrieunternehmen,
      Organisationen als bekanntes Humankarzinogen eingestuft               einer Kontaminierung während der Herstellung, Verarbei-
      wurde. Der Wissenschaftliche Ausschuss ÐLebensmittel                 tung und Beförderung oder aufgrund illegaler Praktiken
      (ÐSCF) kam in Übereinstimmung mit der Weltgesund-                    oder von Managementfehlern bei der Futtermittelherstel-
      heitsorganisation (ÐWHO) zu dem Schluss, dass die kar-               lung.
      zinogene Wirkung von Dioxinen nicht eintritt, solange
      ihre Menge unterhalb einer bestimmten Schwelle liegt.
      Sonstige schädliche Wirkungen, wie beispielsweise Endo-
      metriose, neurologische Verhaltensstörungen und immun-            (7) Über 90 % der Dioxinexposition des Menschen geht auf
      suppressive Effekte treten bei wesentlich geringeren Men-             Lebensmittel zurück. Lebensmittel tierischen Ursprungs
      gen auf und werden demzufolge als relevant für die Fest-              sind in der Regel für etwa 80 % der Gesamtexposition
      legung eines Wertes für die zulässige Aufnahme erachtet.              verantwortlich. Die Dioxinbelastung von Tieren ist vor
                                                                            allem auf Futtermittel zurückzuführen. Daher sind Futter-
                                                                            mittel  und in einigen Fällen der Boden  als poten-
  (3) Polychlorierte Biphenyle (ÐPCB) sind eine Gruppe von                 tielle Dioxinquellen besorgniserregend.
      209 unterschiedlichen Verbindungen, die sich nach ihren
      toxikologischen Eigenschaften in zwei Gruppen untertei-
      len lassen: 12 Verbindungen besitzen toxikologische Eigen-        (8) Der SCF hat am 30. Mai 2001 eine Stellungnahme zur
      schaften, die denen der Dioxine ähneln, weswegen sie oft              Risikobewertung von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB
      als Ðdioxinähnliche PCB bezeichnet werden. Die übrigen               in Lebensmitteln abgegeben; hierbei handelt es sich um
      PCB weisen ein anderes toxikologisches Profil auf, welches            eine Aktualisierung auf der Grundlage neuer wissenschaft-
      demjenigen der Dioxine nicht ähnelt.                                  licher Informationen, die bei der Annahme der SCF-Stel-
                                                                            lungnahme am 22. November 2000 noch nicht vorlagen.
                                                                            Der SCF setzte für Dioxine und dioxinähnliche PCB eine
  (4) Jede Verbindung aus der Gruppe der Dioxine und der                    zulässige wöchentliche Aufnahme (TWI) von 14 pg WHO-
      dioxinähnlichen PCB ist in unterschiedlichem Maße to-                 TEQ/kg KG fest. Expositionsschätzungen lassen darauf
      xisch. Um die Toxizität dieser unterschiedlichen Verbin-              schließen, dass ein beträchtlicher Anteil der Gemein-
                                                                            schaftsbevölkerung mit den Lebensmitteln Mengen zu
(1) ABl. L 115 vom 4.5.1999, S. 32.                                         sich nimmt, die über der zulässigen Aufnahme liegen.
 ---pagebreak--- 27.11.2001           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 332 E/243
 (9) Daher ist es wichtig und für den Verbraucherschutz un-                 ven Vorgehen anregen; hierzu zählt die Festsetzung von
     erlässlich, die lebensmittelbedingte Dioxinexposition des              Auslösewerten und Zielwerten für Futtermittel im Verein
     Menschen zu senken. Da die Lebensmittelkontamination                   mit Maßnahmen zur Emissionssenkung. Zielwerte geben
     in direktem Zusammenhang mit der Kontamination von                     an, welche Kontaminationshöhen erreicht werden müss-
     Futtermitteln steht, ist ein integriertes Konzept zur Sen-             ten, um im Endeffekt die Exposition der Bevölkerungs-
     kung des Dioxinanteils über die gesamte Lebensmittelher-               mehrheit auf den vom Wissenschaftlichen Ausschuss ÐLe-
     stellungskette erforderlich, d. h. von den Futtermittel-Aus-           bensmittel festgesetzten TWI-Wert zu senken. Aus-
     gangserzeugnissen über die Lebensmittel liefernden Tiere               lösewerte sind ein Instrument für die zuständigen Behör-
     bis hin zum Menschen. Daher sind Maßnahmen in Bezug                    den und die Unternehmen, mit dem sie diejenigen Fälle
     auf Futtermittel-Ausgangsstoffe und Futtermittel ein ent-              ausfindig machen können, in denen es angezeigt ist, eine
     scheidender Schritt zur Senkung der Dioxinaufnahme des                 Kontaminationsquelle zu ermitteln und Maßnahmen zur
     Menschen.                                                              Eindämmung oder Beseitigung der Kontamination zu er-
                                                                            greifen, und zwar nicht nur im Falle von Verstößen gegen
                                                                            die vorliegende Richtlinie, sondern auch dort, wo Dioxin-
(10) Der Wissenschaftliche Ausschuss ÐFuttermittel (ÐSCAN)                werte festgestellt werden, die signifikant über den norma-
     wurde ersucht, die Kommission zu beraten in der Frage                  len Background-Werten liegen. Dies wird zu einer schritt-
     der Quellen der Kontamination von Futtermitteln mit Di-                weisen Verringerung des Dioxinanteils in Futtermitteln
     oxinen und PCB einschließlich dioxinähnlicher PCB, der                 führen, wodurch die Zielwerte letztendlich erreicht wer-
     Exposition Lebensmittel liefernder Tiere gegenüber Dioxi-              den. Die Kommission arbeitet gegenwärtig an einer dies-
     nen und PCB, der Übertragung dieser Verbindungen auf                   bezüglichen Empfehlung für die Mitgliedstaaten.
     Lebensmittel tierischen Ursprungs und etwaiger Auswir-
     kungen von Dioxin und PCB in Futtermitteln auf die Tier-
     gesundheit. Der SCAN gab am 6. November 2000 eine                 (14) Zwar sollte vom toxikologischen Standpunkt aus jeder
     Stellungnahme ab. Er benannte Fischmehl und -öl als die                Wert für Dioxine, Furane und dioxinähnliche PCB gelten,
     am stärksten kontaminierten Futtermittel-Ausgangserzeug-               jedoch werden vorläufig nur Höchstwerte für Dioxine und
     nisse, wobei Erzeugnisse europäischen Ursprungs beson-                 Furane festgesetzt, nicht jedoch für dioxinähnliche PCB, da
     ders betroffen sind. Als nächstes folgt tierisches Fett. Alle          über deren Vorkommen nur sehr begrenzte Daten vorlie-
     übrigen Futtermittel-Ausgangserzeugnisse tierischen und                gen. Das Monitoring wird jedoch fortgesetzt, insbesondere
     pflanzlichen Ursprungs enthalten nach Ansicht des                      im Hinblick auf das Vorhandensein von dioxinähnlichen
     SCAN relativ geringe Dioxinmengen. Rauhfutter weise                    PCB in Futtermitteln und deren spätere Einbeziehung in
     ein breites Spektrum an Dioxinkontaminierung auf, wel-                 die Höchstwerte.
     che vom Ort, vom Ausmaß der Bodenkontaminierung
     und von der Exposition gegenüber dioxinverschmutzter
     Luft abhänge.                                                     (15) Die Beurteilung, ob der Dioxinanteil in Futtermitteln un-
                                                                            zumutbar ist, sollte anhand der üblichen Background-Kon-
                                                                            taminationswerte vorgenommen werden, die je nach Fut-
(11) Es sollten Maßnahmen ergriffen werden zur Reduzierung                  termittel-Ausgangserzeugnis variiert. Die Höchstwerte
     des Vorkommens und der Freisetzung von Dioxinen in der                 sollten unter Berücksichtigung der Background-Kontami-
     Umwelt, um die Auswirkungen der Umweltverschmut-                       nation niedrig angesetzt werden, jedoch so, dass sie ein-
     zung auf die Kontamination von Futtermitteln zu min-                   haltbar sind.
     dern. Der SCAN empfahl unter anderem, sich vermehrt
     der Eindämmung der Auswirkungen der am stärksten
     kontaminierten Futtermittel-Ausgangserzeugnisse auf die           (16) Um sicherzustellen, dass alle Unternehmer der Lebensmit-
     gesamte Lebensmittelkontamination zu widmen.                           tel- und Futtermittelherstellungskette auch weiterhin alle
                                                                            denkbaren Anstrengungen unternehmen und sämtliche er-
                                                                            forderlichen Maßnahmen ergreifen, um das Vorhandensein
(12) Höchstwerte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in Fut-                 von Dioxinen in Futtermitteln und Lebensmitteln zu be-
     termitteln dürften ein probates Mittel zur Verhütung einer             grenzen, sollen die geltenden Höchstwerte innerhalb einer
     unannehmbar hohen Exposition von Tieren und des Ver-                   festgelegten Frist überprüft werden mit dem Ziel, sie zu
     triebs unannehmbar stark kontaminierter Futtermittel sein,             senken. Eine Gesamtsenkung der Dioxinexposition des
     z. B. in Fällen akzidenteller Verunreinigung und Expositi-             Menschen um mindestens 25 % sollte bis zum Jahr
     on. Darüber hinaus ist die Festsetzung von Höchstwerten                2006 erreicht werden.
     unerlässlich für die Einführung eines Kontrollsystems und
     die Gewährleistung seiner einheitlichen Anwendung.
                                                                       (17) Mischfuttermittel und Futtermittel-Ausgangserzeugnisse
                                                                            pflanzlichen Ursprungs enthalten in der Regel keine
(13) Lediglich auf der Festsetzung von Höchstwerten für Di-                 großen Dioxinmengen. Da Futtermittel-Ausgangserzeug-
     oxine und dioxinähnliche PCB in Futtermitteln basierende               nisse pflanzlichen Ursprungs bei weitem den größten An-
     Maßnahmen würden aber die Dioxinexposition des Men-                    teil an der Ernährung zahlreicher Tierspezies ausmachen,
     schen nicht ausreichend reduzieren, es sei denn, die Werte             ist es angezeigt, Höchstwerte auch für sie festzusetzen. Je
     würden so niedrig angesetzt, dass ein großer Teil des Fut-             empfindlicher das Analyseverfahren ist, desto kosten- und
     termittelangebots als ungeeignet für die Verfütterung an               zeitaufwändiger ist die Dioxinanalyse. Da es wichtig ist, so
     Tiere zu gelten hätte. Es herrscht Einvernehmen darüber,               viele Proben wie möglich zu analysieren, werden Höchst-
     dass zur aktiven Verringerung des Dioxinanteils in Futter-             werte vorgeschlagen, die die übliche Background-Kontami-
     mitteln nicht nur Höchstwerte festgelegt, sondern auch                 nation etwas übersteigen, da es sich bei Höchstwerten um
     Maßnahmen ergriffen werden sollten, die zu einem akti-                 Obergrenzen handelt.
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(18) In bestimmten als Bindemittel, Fließhilfsstoffe und Gerin-       Diese Bestimmungen werden erstmals bis spätestens zum 31.
     nungshilfsstoffe zugelassenen Tonen wurden Dioxine ge-           Dezember 2004 anhand neuer Daten über das Vorhandensein
     funden; jedenfalls kann eine Dioxinkontamination bei ih-         von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB überprüft, insbeson-
     nen nicht ausgeschlossen werden. Auch bei Spurenele-             dere im Hinblick auf die Einbeziehung der dioxinähnlichen
     menten wie Zinkoxid und Kupferoxid wurde eine Dioxin-            PCB in die festzusetzenden Werte.
     kontamination festgestellt. Es empfiehlt sich, für diese Zu-
     satzstoffe Höchstwerte festzulegen, die denjenigen für Mi-
     neralien entsprechen. Da jedoch Höchstwerte für uner-            Des weiteren werden die Bestimmungen vor dem 31. Dezember
     wünschte Stoffe in Zusatzstoffen nicht in den Geltungs-          2006 überprüft mit dem Ziel, die Höchstwerte deutlich abzu-
     bereich der Richtlinie 1999/29/EG des Rates fallen, sollte       senken.
     ein entsprechender Höchstwert im Rahmen der Richtlinie
     70/524/EWG vom 23. November 1970 über Zusatzstoffe
     in der Tierernährung (1) festgelegt werden.                                                   Artikel 2
                                                                      (1)    Die Mitgliedstaaten erlassen und veröffentlichen vor dem
(19) Es ist von größter Wichtigkeit, die Gesamt-Dioxinkontami-        1. Januar 2002 die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-
     nation von Futtermitteln zu reduzieren. Daher ist es unbe-       schriften, um dieser Richtlinie nachzukommen. Sie setzen die
     dingt erforderlich, die Vermischung von Futtermittel-Aus-        Kommission unverzüglich davon in Kenntnis. Sie wenden die
     gangserzeugnissen und Futtermitteln, bei denen die               Bestimmungen ab dem 1. Januar 2002 an.
     Höchstwerte eingehalten werden, mit solchen, die diese
     Höchstwerte überschreiten, zu verbieten.
                                                                      (2)    Wenn die Mitgliedstaaten Vorschriften erlassen, nehmen
                                                                      sie in den Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der
(20) Die Richtlinie 1999/29/EG sollte dementsprechend geän-           amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mit-
     dert werden.                                                     gliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.
(21) Der Ständige Futtermittelausschuss hat keine befürwor-           (3)    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission die innerstaat-
     tende Stellungnahme abgegeben. Deshalb kann die Kom-             lichen Bestimmungen mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie
     mission die geplanten Vorschriften nicht nach dem Ver-           fallenden Gebiet erlassen.
     fahren des Artikels 13 der Richtlinie 1999/29/EG des Ra-
     tes vom 22. April 1999 annehmen 
                                                                                                   Artikel 3
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                                     Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffent-
                                                                      lichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
                            Artikel 1
                                                                                                   Artikel 4
Anhang I und Anhang II der Richtlinie 1999/29/EG werden
gemäß dem Anhang zur vorliegenden Richtlinie geändert.                Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
(1) ABl. L 270 vom 14.12.1970, S. 1.
 ---pagebreak--- 27.11.2001           DE                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                    C 332 E/245
                                                                          ANHANG
           Die Anhänge I und II der Richtlinie 1999/29/EG werden wie folgt geändert:
           1. In Anhang I Teil ÐB. Erzeugnisse erhält Ziffer 21 folgenden Wortlaut:
                                                                                                             Höchstgehalt, bezogen auf ein
                            ÐStoffe, Erzeugnisse                           Futtermittel                Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt
                                                                                                                        von 12 %
              21. Dioxin (Summe aus polychlorier-             Sämtliche Futtermittel-Ausgangs-           0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                    ten          Dibenzo-para-dioxinen        erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs         kg (5) (6)
                    (PCDD) und polychlorierten Di-            einschließlich pflanzliche Öle und
                    benzofuranen         (PCDF),      aus-    Nebenerzeugnisse
                    gedrückt in Toxizitätsäquivalen-
                    ten der WHO unter Verwendung
                    der WHO-TEF (Toxizitätsäquiva-            Mineralien                                 1,0 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                    lenzfaktoren, 1997)) PCDD/F                                                          kg (5) (6)
                                                              Tierisches Fett einschließlich Milch-      2,0 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                              fett und Eifett                            kg (5) (6)
                                                              Sonstige Erzeugnisse von Landtie-          0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                              ren einschließlich Milch und Milch-        kg (5) (6)
                                                              erzeugnisse sowie Eier und Ei-
                                                              erzeugnisse
                                                              Fischöl                                    6 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                                                         kg (5) (6)
                                                              Fisch, sonstige Wassertiere, ihre Er-      1,25 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                              zeugnisse und Nebenerzeugnisse,            kg (5) (6)
                                                              ausgenommen Fischöl (7)
                                                              Mischfuttermittel,     ausgenommen         0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                              Futtermittel für Pelztiere und Fut-        kg (5) (6)
                                                              termittel für Fische
                                                              Futtermittel für Fische                    2,25 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                                                         kg (5) (6)
              (5) Konzentrations-Obergrenzen; Konzentrations-Obergrenzen werden unter der Annahme berechnet, dass sämtliche Werte der
                  einzelnen Congenere, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, gleich der Bestimmungsgrenze sind.
              (6) Diese Höchstwerte werden vor dem 31. Dezember 2004 anhand neuer Daten über das Vorhandensein von Dioxinen und
                  dioxinähnlichen PCB erstmals überprüft, insbesondere im Hinblick auf die Einbeziehung der dioxinähnlichen PCB in die fest-
                  zusetzenden Werte; sie werden vor dem 31. Dezember 2006 erneut überprüft mit dem Ziel, die Höchstwerte deutlich zu senken.
              (7) Für Frischfisch, der direkt angeliefert und ohne Zwischenverarbeitung zur Erzeugung von Futtermitteln für Pelztiere verwendet
                  wird, gilt der Höchstwert nicht. Die Erzeugnisse, verarbeitete tierische Proteine, die aus diesen Pelztieren gewonnen werden,
                  können nicht in die Lebensmittelkette gelangen, und die Verfütterung derselben an Nutztiere, die zur Nahrungsmittelproduktion
                  gehalten, gemästet oder gezüchtet werden, ist verboten.
 ---pagebreak--- C 332 E/246           DE                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                   27.11.2001
            2. In Anhang II Teil A erhält Ziffer 4 folgenden Wortlaut:
                                                                                                              Höchstgehalt, bezogen auf ein
                             ÐStoffe, Erzeugnisse                            Futtermittel               Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt
                                                                                                                         von 12 %
               4. Dioxin (Summe aus polychlorier-               Sämtliche Futtermittel-Ausgangs-          0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                   ten            Dibenzo-para-dioxinen         erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs        kg (2) (3)
                   (PCDD) und polychlorierten Di-               einschließlich pflanzliche Öle und
                   benzofuranen (PCDF), ausgedrückt             Nebenerzeugnisse
                   in Toxizitätsäquivalenten             der
                   WHO unter Verwendung der
                   WHO-TEF (Toxizitätsäquivalenz-               Mineralien                                1,0 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                   faktoren, 1997)) PCDD/F                                                                kg (2) (3)
                                                                Tierisches Fett einschließlich Milch-     2,0 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                fett und Eifett                           kg (2) (3)
                                                                Sonstige Erzeugnisse von Landtie-         0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                ren einschließlich Milch und Milch-       kg (2) (3)
                                                                erzeugnisse sowie Eier und Ei-
                                                                erzeugnisse
                                                                Fischöl                                   6 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                                                          kg (2) (3)
                                                                Fisch, sonstige Wassertiere, ihre Er-     1,25 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                zeugnisse und Nebenerzeugnisse,           kg (2) (3)
                                                                ausgenommen Fischöl (4)
                                                                Mischfuttermittel,     ausgenommen        0,75 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                Futtermittel für Pelztiere und Fut-       kg (2) (3)
                                                                termittel für Fische
                                                                Futtermittel für Fische                   2,25 ng WHO-PCDD/F-TEQ/
                                                                                                          kg (2) (3)
               (2) Konzentrations-Obergrenzen; Konzentrations-Obergrenzen werden unter der Annahme berechnet, dass sämtliche Werte der
                   einzelnen Congenere, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, gleich der Bestimmungsgrenze sind.
               (3) Diese Höchstwerte werden spätestens bis zum 31. Dezember 2004 anhand neuer Daten über das Vorhandensein von Dioxinen
                   und dioxinähnlichen PCB erstmals überprüft, insbesondere im Hinblick auf die Einbeziehung der dioxinähnlichen PCB in die
                   festzusetzenden Werte; sie werden spätestens bis zum 31. Dezember 2006 erneut überprüft mit dem Ziel, die Höchstwerte
                   deutlich zu senken.
               (4) Für Frischfisch, der direkt angeliefert und ohne Zwischenverarbeitung zur Erzeugung von Futtermitteln von Pelztieren verwendet
                   wird, gilt der Höchstwert nicht. Die Erzeugnisse, verarbeitete tierische Proteine, die aus diesen Pelztieren gewonnen werden,
                   können nicht in die Lebensmittelkette gelangen, und die Verfütterung derselben an Nutztiere, die zur Nahrungsmittelproduktion
                   gehalten, gemästet oder gezüchtet werden, ist verboten.