CELEX: 62005TJ0168
Language: de
Date: 2009-09-30
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz (Siebte Kammer) vom 30. September 2009. # Arkema SA gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften. # Wettbewerb - Kartelle - Markt für Monochloressigsäure - Entscheidung, mit der eine Zuwiderhandlung gegen Art. 81 EG festgestellt wird - Marktaufteilung und Festsetzung der Preise - Zurechenbarkeit der Zuwiderhandlung - Grundsatz der individuellen Festsetzung von Strafen und Sanktionen - Begründungspflicht - Geldbußen - Verhältnismäßigkeit - Schwere und Dauer der Zuwiderhandlung - Abschreckungswirkung - Konkrete Auswirkungen auf den Markt - Mildernde Umstände - Mitläuferrolle - Erschwerende Umstände - Wiederholungsfall. # Rechtssache T-168/05.

Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 30. September 2009 – Arkema/Kommission
      (Rechtssache T‑168/05)
      „Wettbewerb – Kartelle – Markt für Monochloressigsäure – Entscheidung, mit der eine Zuwiderhandlung gegen Art. 81 EG festgestellt wird – Marktaufteilung und Festsetzung der Preise – Zurechenbarkeit der Zuwiderhandlung – Grundsatz der individuellen Festsetzung von Strafen und Sanktionen – Begründungspflicht – Geldbußen – Verhältnismäßigkeit – Schwere und Dauer der Zuwiderhandlung – Abschreckungswirkung – Konkrete Auswirkungen auf den Markt – Mildernde Umstände – Mitläuferrolle – Erschwerende Umstände – Wiederholungsfall“
      1.                     Wettbewerb – Kartelle – Unternehmen – Begriff – Wirtschaftliche Einheit – Zurechnung der Zuwiderhandlungen – Muttergesellschaft
            und Tochterunternehmen – Gemeinsame und gesamtschuldnerische Haftung der betroffenen Gesellschaften – Verstoß gegen den Grundsatz
            der individuellen Festsetzung von Sanktionen – Fehlen (Art. 81 Abs. 1 EG) (vgl. Randnrn. 65-66, 80, 97-99, 105-108, 129)
      2.                     Wettbewerb – Gemeinschaftsvorschriften – Zuwiderhandlungen – Zurechnung – Muttergesellschaft und Tochtergesellschaften – Wirtschaftliche
            Einheit – Beurteilungskriterien – Vermutung der Ausübung eines entscheidenden Einflusses durch die Muttergesellschaft auf
            die Tochterunternehmen, deren Anteile sie zu 100 % hält – Pflicht der Muttergesellschaft, die Vermutung der tatsächlichen
            Ausübung von Leitungsmacht über ihr Tochterunternehmen zu widerlegen – Geltung der Vermutung, wenn die Muttergesellschaft
            fast zur Gänze die Kapitalanteile am Tochterunternehmen hält (Art. 81 EG und 82 EG) (vgl. Randnrn. 67-70, 74-77, 81-82, 100)
      3.                     Wettbewerb – Gemeinschaftsvorschriften – Zuwiderhandlungen – Zurechnung – Muttergesellschaft und Tochterunternehmen – Wirtschaftliche
            Einheit – Beurteilungskriterien – Vermutung der Ausübung eines entscheidenden Einflusses durch die Muttergesellschaft auf
            die Tochterunternehmen, deren Anteile sie zur Gänze oder fast zur Gänze hält (Art. 81 EG und 82 EG) (vgl. Randnrn. 89-92,
            115)
      4.                     Handlungen der Organe – Begründung – Pflicht – Umfang – Entscheidung über die Anwendung der Wettbewerbsregeln (Art. 81 EG,
            82 EG und 253 EG) (vgl. Randnrn. 121, 127)
      5.                     Wettbewerb – Geldbußen – Höhe – Festsetzung – Kriterien – Schwere der Zuwiderhandlung – Mildernde Umstände – Passive Mitwirkung
            oder Mitläufertum des Unternehmens (Verordnungen des Rates Nr. 17, Art. 15 Abs.  2, und Nr. 1/2003, Art. 23 Abs. 3; Mitteilung
            98/C 9/03 der Kommission, Nr. 3) (vgl. Randnrn. 148-149, 153)
      6.                     Wettbewerb – Geldbußen – Höhe – Festsetzung – Kriterien – Konkrete Auswirkungen auf den Markt – Beurteilungskriterien (Verordnungen
            des Rates Nr. 17, Art. 15 Abs.  2, und Nr. 1/2003, Art. 23 Abs. 2; Mitteilung 98/C 9/03 der Kommission, Nr. 1 A Absatz 1)
            (vgl. Randnrn. 162-165)
      7.                     Wettbewerb – Geldbußen – Höhe – Festsetzung – Abschreckungswirkung – Berücksichtigung der Größe und der Gesamtressourcen des
            mit der Sanktion belegten Unternehmens  – Relevanz – Anwendung eines Multiplikators auf den Ausgangsbetrag – Verstoß gegen
            den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit – Fehlen (Verordnungen des Rates Nr. 17, Art. 15, und Nr. 1/2003, Art. 23; Mitteilung
            98/C 9/03 der Kommission, Nr. 1 A) (vgl. Randnrn. 178-183, 206-207)
      8.                     Wettbewerb – Geldbußen – Höhe – Festsetzung – Kriterien – Dauer der Zuwiderhandlung – Erhöhung des Ausgangsbetrags der Geldbuße
            – Berücksichtigung der schwankenden Intensität der Zuwiderhandlung – Ausschluss (Verordnungen des Rates Nr. 17, Art. 15 Abs. 2,
            und Nr. 1/2003, Art. 23 Abs. 3; Mitteilung 98/C 9/03 der Kommission, Nr. 1 B) (vgl. Randnrn. 187-189)
      9.                     Wettbewerb – Geldbußen – Höhe – Festsetzung – Kriterien – Schwere der Zuwiderhandlung – Erschwerende Umstände – Wiederholungsfall
            – Wechsel der Kontrolle über eine wiederholt zuwiderhandelnde Gesellschaft, der zwischen den beiden Zuwiderhandlungen eingetreten
            ist – Anwendung der Erhöhung des Bußgeldbetrags wegen wiederholter Zuwiderhandlung nur  beim Tochterunternehmen und nicht
            bei der Gesellschaft, von der es im Zeitpunkt des Erlasses der Entscheidung der Kommission kontrolliert wird – Zulässigkeit
            (Verordnungen des Rates Nr. 17, Art. 15 Abs.  2, und Nr. 1/2003, Art. 23 Abs. 3; Mitteilung 98/C 9/03 der Kommission) (vgl.
            Randnrn. 200-205)
      Gegenstand
      
         
               Klage auf Nichtigerklärung von Art. 1 Buchst. d, Art. 2 Buchst. c und Art. 4 Abs. 9 der Entscheidung C(2004) 4876 final der
                  Kommission vom 19. Januar 2005 in einem Verfahren nach Artikel 81 [EG] und Artikel 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/E‑1/37.773
                  – MCAA) und, hilfsweise, auf Abänderung von Art. 2 Buchst. c und d dieser Entscheidung
               
            Tenor 
      
         
                  1.
               
               
                  
               
               
                  	Die Klage wird abgewiesen.
               
            
         
                  2.
               
               
                  
               
               
                  	Die Arkema SA trägt die Kosten.