CELEX: 62016CA0577
Language: de
Date: 2018-02-28 00:00:00
Title: Rechtssache C-577/16: Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 28. Februar 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Verwaltungsgerichts Berlin — Deutschand) — Trinseo Deutschland Anlagengesellschaft mbH/Bundesrepublik Deutschland (Vorlage zur Vorabentscheidung — Umwelt — System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Europäischen Union — Richtlinie 2003/87/EG — Geltungsbereich — Art. 2 Abs. 1 — Anhang I — Emissionshandelspflichtige Tätigkeiten — Herstellung von Polymeren — Nutzung der von einer Drittanlage gelieferten Wärme — Antrag auf Zuteilung kostenloser Emissionszertifikate — Handelszeitraum 2013–2020)

23.4.2018   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 142/9
            
         Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 28. Februar 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Verwaltungsgerichts Berlin — Deutschand) — Trinseo Deutschland Anlagengesellschaft mbH/Bundesrepublik Deutschland
   (Rechtssache C-577/16) (1)
   
   ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Umwelt - System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Europäischen Union - Richtlinie 2003/87/EG - Geltungsbereich - Art. 2 Abs. 1 - Anhang I - Emissionshandelspflichtige Tätigkeiten - Herstellung von Polymeren - Nutzung der von einer Drittanlage gelieferten Wärme - Antrag auf Zuteilung kostenloser Emissionszertifikate - Handelszeitraum 2013–2020))
   (2018/C 142/13)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Verwaltungsgericht Berlin
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Trinseo Deutschland Anlagengesellschaft mbH
   
      Beklagte: Bundesrepublik Deutschland
   
      Tenor
   
   Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Gemeinschaft und zur Änderung der Richtlinie 96/61/EG des Rates in der durch die Richtlinie 2009/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass eine Anlage zur Herstellung von Polymeren und insbesondere des Polymers Polycarbonat wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, die die dafür erforderliche Wärme von einer Drittanlage bezieht, nicht unter das mit dieser Richtlinie eingeführte System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten fällt, da durch sie keine direkten CO2-Emissionen erzeugt werden.
   
      (1)  ABl. C 63 vom 27.2.2018.