CELEX: C2000/233/16
Language: de
Date: 2000-08-12 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes vom 23. Mai 2000 in der Rechtssache C-196/98 (Vorabentscheidungsersuchen des Social Security Commissioner): Regina Virginia Hepple u. a. gegen Adjudication Officer und Adjudication Officer gegen Anna Stec u. a. ("Richtlinie 79/7/EWG — Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit — Leistungen im Rahmen einer Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten — Einführung eines Zusammenhangs mit dem Rentenalter")

C 233/8                 DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12.8.2000
P. J. G. Kapteyn, C. Gulmann, J.-P. Puissochet, G. Hirsch,              Präsidenten G. C. Rodrı́guez Iglesias, der Kammerpräsidenten
P. Jann und H. Ragnemalm (Berichterstatter) Generalanwalt:              D. A. O. Edward, L. Sevón und R. Schintgen (Berichterstatter)
S. Alber; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin — am 23. Mai            sowie der Richter P. J. G. Kapteyn, C. Gulmann, J.-P. Puisso-
2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                           chet, G. Hirsch, P. Jann, H. Ragnemalm und M. Wathelet —
                                                                        Generalanwalt: D. Ruiz-Jarabo Colomer; Kanzler: H. von
Die Ausnahme in Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a der Richtlinie           Holstein, Hilfskanzler — am 23. Mai 2000 ein Urteil mit
79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen              folgendem Tenor erlassen:
Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern
und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit ist nicht auf eine        1.    Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
Leistung wie die vorzeitige Alterspension wegen Erwerbsunfähigkeit
                                                                        2.    Das Comité d’entreprise de la Société française de production,
anwendbar, für die im nationalen Recht nach Ablauf der Frist für die
                                                                              das Syndicat national de radiodiffusion et de télévision CGT
Umsetzung der Richtlinie ein für Männer und Frauen unterschiedli-
                                                                              (SNRT-CGT), das Syndicat unifié de radio et de télévision
ches Rentenalter festgesetzt wurde.
                                                                              CFDT (SURT-CFDT), das Syndicat national Force ouvrière de
                                                                              radiodiffusion et de télévision und das Syndicat national de
(1) ABl. C 209 vom 4.7.1998.                                                  l’encadrement audiovisuel CFE-CGC (SNEA-CFE-CGC) tragen
                                                                              die Kosten des Verfahrens.
                                                                        (1) ABl. C 209 vom 4.7.1998.
                URTEIL DES GERICHTSHOFES
                        vom 23. Mai 2000
                                                                                        URTEIL DES GERICHTSHOFES
in der Rechtssache C-106/98 P: Comité d’entreprise de la
Société française de production u. a. gegen Kommission                                          vom 23. Mai 2000
              der Europäischen Gemeinschaften (1)
                                                                        in der Rechtssache C-196/98 (Vorabentscheidungsersu-
(Rechtsmittel — Natürliche oder juristische Personen —                  chen des Social Security Commissioner): Regina Virginia
Handlung, die sie unmittelbar und individuell betrifft —                Hepple u. a. gegen Adjudication Officer und Adjudication
Staatliche Beihilfen — Entscheidung, mit der die Unverein-                              Officer gegen Anna Stec u. a. (1)
barkeit einer Beihilfe mit dem Gemeinsamen Markt festge-
        stellt wird — Gewerkschaften und Betriebsräte)                  („Richtlinie 79/7/EWG — Gleichbehandlung von Männern
                                                                        und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit — Leistungen
                          (2000/C 233/15)                               im Rahmen einer Versicherung gegen Arbeitsunfälle und
                                                                        Berufskrankheiten — Einführung eines Zusammenhangs
                                                                                              mit dem Rentenalter“)
                   (Verfahrenssprache: Französisch)
                                                                                                 (2000/C 233/16)
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)                                   (Verfahrenssprache: Englisch)
In der Rechtssache C-106/98 P, Comité d’entreprise de la
Société française de production mit Sitz in Bry-sur-Marne               (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
(Frankreich), Syndicat national de radiodiffusion et de télévi-                   Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
sion CGT (SNRT-CGT) mit Sitz in Paris (Frankreich), Syndicat
unifié de radio et de télévision CFDT (SURT-CFDT) mit Sitz in           In der Rechtssache C-196/98, betreffend ein dem Gerichtshof
Paris, Syndicat national Force ouvrière de radiodiffusion et de         nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom Social
télévision mit Sitz in Paris, Syndicat national de l’encadrement        Security Commissioner (Vereinigtes Königreich) in den bei
audiovisuel CFE-CGC (SNEA-CFE-CGC) mit Sitz in Paris,                   diesem anhängigen Rechtsstreitigkeiten Regina Virginia Hepple
Prozeßbevollmächtigte: Rechtsanwältin H. Masse-Dessen, zu-              gegen Adjudication Officer, Adjudication Officer gegen Anna
gelassen beim Conseil d’Etat und bei der Cour de cassation,             Stec, Patrick Vincent Lunn gegen Adjudication Officer, Adjudi-
Zustellungsanschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts G. Thomas,              cation Officer gegen Oliver Kimber und Adjudication Officer
77, boulevard Grande-Duchesse Charlotte, Luxemburg, betref-             gegen Sybil Spencer vorgelegtes Ersuchen um Vorabentschei-
fend ein Rechtsmittel gegen den Beschluß des Gerichts erster            dung über die Auslegung des Artikels 7 Absatz 1 Buchstabe a
Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Zweite erweiterte              der Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978
Kammer) vom 18. Februar 1998 in der Rechtssache T-189/97                zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleich-
(Comité d’entreprise de la Société française de production              behandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen
u. a./Kommission, Slg. 1998, II-335) wegen Aufhebung dieses             Sicherheit (ABl. 1979, L 6, S. 24) hat der Gerichtshof unter
Beschlusses, andere Verfahrensbeteiligte: Kommission der                Mitwirkung des Präsidenten G. C. Rodrı́guez Iglesias, der
Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: G. Rozet und              Kammerpräsidenten D. A. O. Edward, L. Sevón sowie der Rich-
D. Triantafyllou), hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des             ter P. J. G. Kapteyn, C. Gulmann, J.-P. Puissochet, G. Hirsch,
 ---pagebreak--- 12.8.2000              DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 233/9
P. Jann und H. Ragnemalm (Berichterstatter) — Generalanwalt:            R. Schintgen, in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten
A. Saggio; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin — am 23. Mai           der Sechsten Kammer sowie der Richter P. J. G. Kapteyn,
2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                           G. Hirsch (Berichterstatter), H. Ragnemalm und V. Skouris —
                                                                        Generalanwalt: P. Léger — Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungs-
Die Ausnahme in Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a der Richtlinie           rätin — am 25. Mai 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor
79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen              erlassen:
Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern
und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit ist auf eine nach         1.    Die Hellenische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflichtun-
Ablauf der Frist für die Umsetzung der Richtlinie in das nationale            gen aus Artikel 7 der Richtlinie 76/464/EWG des Rates
Recht eingeführte Leistung wie die im Ausgangsverfahren streitige             vom 4. Mai 1976 betreffend die Verschmutzung infolge der
Reduced Earnings Allowance anwendbar, für die eine für Männer                 Ableitung bestimmter gefährlicher Stoffe in die Gewässer
und Frauen unterschiedliche Altersgrenze gilt.                                der Gemeinschaft verstoßen, daß sie keine Programme zur
                                                                              Verringerung der Verschmutzung mit Qualitätszielen hinsicht-
                                                                              lich der gefährlichen Stoffe aus der Liste II, erster Gedanken-
(1) ABl. C 234 vom 25.7.1998.                                                 strich, des Anhangs dieser Richtlinie aufgestellt hat.
                                                                        2.    Die Hellenische Republik trägt die Kosten des Verfahrens.
                                                                        (1) ABl. C 26 vom 24.1.1998.
               URTEIL DES GERICHTSHOFES
                        (Sechste Kammer)
                        vom 25. Mai 2000
                                                                                         URTEIL DES GERICHTSHOFES
in der Rechtssache C-384/97: Kommission der Euro-
 päischen Gemeinschaften gegen Hellenische Republik (1)                                          (Zweite Kammer)
(„Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Wasserver-                                           vom 25. Mai 2000
schmutzung Verpflichtung zur Aufstellung von Programmen
zur Verringerung der Verschmutzung durch bestimmte                      in der Rechtssache C-273/98 (Vorabentscheidungsersu-
gefährliche Stoffe — Nichtumsetzung der Richtlinie                      chen des Bundesfinanzhofs): Hans-Josef Schlebusch gegen
                          76/464/EWG“)                                                        Hauptzollamt Trier (1)
                         (2000/C 233/17)                                (Zusatzabgabe auf Milch — Originäre und spezifische
                                                                        Referenzmenge — Kumulierung — Endgültige Zuteilung
                   (Verfahrenssprache: Griechisch)                      einer spezifischen Referenzmenge — Voraussetzungen —
                                                                        Teilweise und vorübergehende Überlassung einer originären
                                                                        Referenzmenge vor der endgültigen Zuteilung einer spezifi-
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der                         schen Referenzmenge)
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
                                                                                                  (2000/C 233/18)
In der Rechtssache C-384/97, Kommission der Europäischen
Gemeinschaften (Bevollmächtigte: M. Condou-Durande) gegen
Hellenische Republik (Bevollmächtigte: A. Samoni-Rantou und                                 (Verfahrenssprache: Deutsch)
E.-M. Mamouna) wegen Feststellung, daß die Hellenische Repu-
blik dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag              In der Rechtssache C-273/98 betreffend ein dem Gerichtshof
und aus Artikel 7 der Richtlinie 76/464/EWG des Rates                   nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom
vom 4. Mai 1976 betreffend die Verschmutzung infolge der                Bundesfinanzhof (Deutschland) in dem bei diesem anhängigen
Ableitung bestimmter gefährlicher Stoffe in die Gewässer der            Rechtsstreit, Hans-Josef Schlebusch gegen Hauptzollamt Trier,
Gemeinschaft (ABl. L 129, S. 23) verstoßen hat, daß sie                 vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Ausle-
keine Programme mit Qualitätszielen und Fristen für deren               gung von Artikel 3a Absatz 3 Satz 1 der Verordnung (EWG)
Verwirklichung zur Verringerung der Gewässerverschmutzung               Nr. 857/84 des Rates vom 31. März 1984 über Grundregeln
durch die 99 gefährlichen Stoffe aus der Liste II, erster               für die Anwendung der Abgabe gemäß Artikel 5c der Verord-
Gedankenstrich, des Anhangs der Richtlinie 76/464 aufgestellt           nung (EWG) Nr. 804/68 im Sektor Milch und Milcherzeugnisse
und daher die Ableitungen, die in Gewässer vorgenommen                  (ABl. L 90, S. 13) in der Fassung der Verordnung (EWG)
werden und die möglicherweise einen solchen Stoff enthalten,            Nr. 1639/91 des Rates vom 13. Juni 1991 (ABl. L 150, S. 35)
nicht einer vorherigen Genehmigung durch die zuständige                 hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des
Behörde, in der die Emissionsnormen nach Maßgabe der                    Kammerpräsidenten R. Schintgen sowie der Richter G. Hirsch
in diesen Programmen festgesetzten Qualitätsziele festgelegt            (Berichterstatter) und V. Skouris — Generalanwalt: G. Cosmas;
werden, unterworfen hat, hat der Gerichtshof (Sechste Kam-              Kanzler: R. Grass — am 25. Mai 2000 ein Urteil mit folgendem
mer) unter Mitwirkung des Präsidenten der Zweiten Kammer                Tenor erlassen: