CELEX: 51992PC0143
Language: de
Date: 1992-04-09
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES mit Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der Azoren und Madeiras

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                      K0M(92) 143 endg.
                                      Brüssel, den 21 . April 1992
                         Vorschlag für eine
                     VERORDNUNG (EWG) DES RATES
         mit Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche
             Erzeugnisse zugunsten der Azoren und Madeiras
                   (von der Kommission vorgelegt)
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                                 BEGRÜNDUNG
Am 26. Juni 1991 hat der Rat ein Programm zur Lösung der spezifisch auf die
AbgeIegenheit und Insel läge Madeiras und der Azoren zurückzuführenden Pro-
bleme (BeschluS 91/315/EWG POSEIMA) angenommen.
Der vorliegende Vorschlag stellt einen ersten Schritt zur Durchführung von
Poseima dar und soll als Rahmenverordnung für landwirtschaftliche Maßnahmen
dienen, die vom EAGFL, Abteilung Garantie, finanziert werden.
Mit Hilfe des Programms Poseima sollen die Versorgungskosten gesenkt sowie
die wirtschaftliche und soziale Situation der Azoren und Madeiras verbes-
sert werden. Diese Inseln weisen eine besondere geographische Lage auf und
sind im Vergleich zu den übrigen Regionen der Gemeinschaft strukturell sehr
 im Rückstand.
Unter Berücksichtigung der besonderen Probleme dieser Inseln sowie der
bevorstehenden Vollendung des Binnenmarkts enthält dieser Vorschlag eine
Reihe von Maßnahmen, die sich über mehrere Jahre erstrecken und mehrere
 Sektoren betreffen. Ziel ist es, die Versorgung der Inseln zu erleichtern
 sowie die Erzeugung und Vermarktung von Agrarprodukten dieser Regionen
weiterhin zu verbessern.
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                                  Vorschlag
                                   für eine
                             VERORDNUNG DES RATES
            mit Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche
                Erzeugnisse zugunsten der Azoren und Madeiras
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN   —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft, insbesondere auf die Artikel 43,
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbe-
sondere auf Artikel 234 Absatz 3,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 In dem Beschluß 91/315/EWG des Rates vom 26. Juni 1991 über ein Programm
 zur Lösung der spezifisch auf die Abgelegenheit und Insel läge Madeiras und
der Azoren zurückzuführenden Probleme (Poseima) 1 sind die allgemeinen
Grundsätze beschrieben, denen bei der Lösung der Probleme Rechnung zu
 tragen ist, die durch die besonderen Gegebenheiten und Sachzwänge dieser
ultraperipheren Regionen bedingt sind.
 1  ABI. L 171 vom 29.6.1991, S. 10
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Die außerordentliche Entfernung dieser Regionen von den Lieferquellen für
Waren, die zur Erzeugung bestimmter Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs
oder zur Verarbeitung auf den Inseln benötigt werden, bürdet diesen
Regionen Lasten auf, die für die entsprechenden Produktionsbereiche einen
großen Nachteil darstellen. Dieser naturgegebene Nachteil  läßt sich dadurch
überwinden, daß die betreffenden Erzeugnisse bei der Direkteinfuhr aus
Drittländern von Abschöpfungen und/oder Zöllen befreit werden.
Damit dieselben Erzeugnisse mit Ursprung in der Gemeinschaft auf diesen
Inseln wettbewerbsfähig bleiben und dabei einerseits —  wie im Poseima-
Programm vorgegeben —  die Preise durch den Wettbewerb der Lieferquellen
gesenkt werden und andererseits eine Störung der traditionellen
Handelsströme vermieden wird, sollte für diese Regionen die Lieferung
dieser Erzeugnisse mit Ursprung in der Gemeinschaft zu Absatzbedingungen
vorgesehen werden, die für den Endverbraucher einer Befreiung von der
Abschöpfung und/oder von Zöllen für Erzeugnisse aus Drittländern
gleichkommen und auf die auf der Grundlage der bei der Ausfuhr nach
Drittländern üblichen Preise zu bestimmen sind.
Die unter die besondere Versorgungsregelung fallenden Erzeugnismengen sind
in Form von Bedarfsvorausschätzungen festzulegen. Diese müssen in regel-
mäßigen Abständen erfolgen und können je nach den Grundbedürfnissen der
Märkte dieser Regionen sowie unter Berücksichtigung der örtlichen Erzeugung
und der traditionellen Handelsströme während des Wirtschaftsjahres geändert
werden.
Diese Regelung soll sich auf die Produktionskosten und die Preise bis
hinunter zum Endverbraucherpreis auswirken. Es sind geeignete Maßnahmen
vorzusehen, um zu überprüfen, ob eine solche Auswirkung auch tatsächlich
erzielt wird.
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Um Verkehrsverlagerungen zu verhindern, dUrfen Erzeugnisse, die unter die
besondere Versorgungsregelung fallen, nicht in die übrige Gemeinschaft
weiterversandt oder erneut in Drittländer ausgeführt werden. Dieser
Grundsatz sollte jedoch nicht für Erzeugnisse gelten, die auf diesen Inseln
verarbeitet werden und auf den traditionellen Wegen und im Rahmen der
üblichen Handelsströme weiterversandt oder erneut ausgeführt werden.
Es ist in besonderem Maße den speziellen Bedingungen der Agrarerzeugung auf
den Azoren und Madeira Rechnung zu tragen. Im Hinblick darauf sind Maß-
nahmen sowohl im Bereich der Tierhaltung und der tierischen Erzeugung als
auch der pflanzlichen Kulturen erforderlich.
Zur Förderung von Erzeugnissen aus der traditionellen Viehzucht dieser
 Inseln kommen einerseits ZUchtungssprogramme in Frage, die den Kauf von
 reinrassigen Zuchttieren vorsehen, sowie die Gewährung von zusätzlichen
Prämien für die Mast männlicher Rinder, eine Beihilfe für die Erhaltung von
Milchviehbeständen und eine Beihilfe fUr den Verbrauch frischer örtlicher
Milcherzeugnisse. Was die Azoren anbelangt, so ist der großen Bedeutung der
 Rinderhaltung und der Milcherzeugung für die Wirtschaft dieser  Inselgruppe
 Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck sind die vorgenannten Maßnahmen durch
 eine Beihilfe zur Erhaltung des Milchkuhbestands sowie durch eine Beihilfe
 zur privaten Lagerhaltung von Käse zu ergänzen, der der traditionellen
 Erzeugung entstammt.
 Bei Obst und Gemüse sowie Pflanzen und Blumen sollten Maßnahmen zur
 Produktionssteigerung, zur Verbesserung der Betriebsleistung und der
 Produktqualität sowie zur Absatzförderung für tropische Erzeugnisse dieser
 Regionen getroffen werden.
 Die Einführung und Verbreitung eines Bildzeichens kann die Vermarktung
 spezifischer Qualitätserzeugnisse ebenfalls erleichtern.
 Um die Inlandserzeugung zu unterstutzen und dabei den Verbrauchsgewohn-
 heiten der Inselbewohner Rechnung zu tragen, sind Beihilfen fUr bestimmte
 Kulturen und einige besondere Erzeugungen vorzusehen.
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Im Fall von Madeira sind diese Maßnahmen vor allem auf den Anbau von
Speisekartoffeln und Zuckerrohr sowie dessen Verarbeitung zu Zuckersirup
und landwirtschaftlichem Rum anzuwenden. Ferner ist der dort nach tradi-
tionellen Verfahren hergestellte Likörwein dadurch zu fördern, daß der Kauf
von konzentriertem Most und Weingeist in der übrigen Gemeinschaft erleich-
tert und eine Beihilfe für die Reifung dieser Weine gewährt wird.
Auf den Azoren müssen diese Maßnahmen insbesondere zur Verbesserung der
Erzeugungsbedingungen für Zuckerrüben und der Wettbewerbsbedingungen für
die örtliche Zuckerindustrie im Rahmen einer festgelegten Menge beitragen,
sie müssen auch für besondere Kulturen wie Pfianzkartoffein, Chicoree und
Ananas gelten.
Im Hinblick auf diese Ziele sollten die Interventionsmaßnahmen der Markt-
organisation für Wein sowie die Regelung über Rodungsprämien auf diese
Inseln nicht angewandt, dafür aber eine Beihilfe für Rebsorten gewährt
werden, die der Erzeugung von den gemeinschaftlichen Bestimmungen ent-
sprechenden Qualitätsweinen b.A. dienen.
Aufgrund der besonderen Klimaverhältnisse und der unzureichenden Mittel,
die bisher zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurden, ergeben sich fUr die
landwirtschaftliche Erzeugung dieser Inseln besondere Probleme in bezug auf
die Pflanzengesundheit. Die Durchführung von Programmen zur Bekämpfung von
Schadorganismen muß gefördert werden. Dabei Ist festzulegen, inweiweit sich
die Gemeinschaft finanziell an der Durchführung derartiger Programme
beteiI igt.
Die Strukturen der landwirtschaftlichen Betriebe auf den Azoren und auf
Madeira sind ausgesprochen unzureichend. Diese Betriebe haben mit
besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen, so daß Ausnahmen von den
Vorschriften zur Begrenzung oder zum Verbot bestimmter Strukturbeihilfen
gestattet werden sollten.
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Strukturmaßnahmen, die im wesentlichen zur Entwicklung der Landwirtschaft
dieser Regionen beitragen, werden im Rahmen der gemeinschaftlichen Förder-
konzepte zur Förderung der Entwicklung und strukturellen Anpassung der
Regionen mit EntwicklungsrUckstand (Ziel Nr. 1) gemäß Artikel 130a und 130c
des Vertrages finanziert. Darüber hinaus hat die Kommission eine Gemein-
schaftsinitiative zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der
ultraperipheren Regionen (REGIS) beschlossen, die insbesondere Maßnahmen
zur Auffächerung der Agrarproduktion und zur Aufwertung herkömmlicher
landwirtschaftlicher Produktionen sowie Vorsorgemaßnahmen gegen Naturkata-
strophen vorsieht.
Die Bananenerzeugung ist für die Wirtschaft Madeiras von entscheidender
Bedeutung. Die Problematik dieser Erzeugung wird auf Gemeinschaftsebene
eingehend untersucht. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung
sollen geeignete Maßnahmen getroffen werden   —
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                  Artikel 1
Diese Verordnung sieht fUr bestimmte Agrarerzeugnisse zugunsten der Azoren
und Madeiras Sondermaßnahmen zur Lösung der spezifisch auf deren
AbgeIegenheit und Insel läge zurückzuführenden Probleme vor.
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                                   TITEL I
                        BESONDERE VERSORGUNGSREGELUNG
                                  Artikel 2
FUr jedes Wirtschaftsjahr wird der Bedarf der Azoren an den in Anhang I und
der Bedarf Madeiras an den in Anhang II aufgeführten landwirtschaftlichen
Erzeugnissen vorausgeschätzt, die zum menschlichen Verbrauch und zur
Verarbeitung benötigt werden. Diese Vorausschätzungen können während des
Wirtschaftsjahres entsprechend dem Bedarf dieser Regionen geändert werden.
FUr den Bedarf der Verarbeitungs- und Verpackungsindustrie an Erzeugnissen,
die für den örtlichen Markt bestimmt sind oder auf traditionellem Wege in
die übrige Gemeinschaft ausgeführt werden, können getrennte
Vorausschätzungen erfolgen.
                                  Artikel 3
1. Es werden keine Abschöpfungen und/oder Zölle für die in den
   Bedarfsvorausschätzungen festgelegten Erzeugnisse erhoben, die der
   besonderen Versorgungsregeiung unterliegen und aus Drittländern direkt
    in die Azoren und nach Madeira eingeführt werden.
2. Um den in Artikel 2 festgelegten Bedarf sowohl mengenmäßig als auch nach
   Preis und Qualität zu decken sowie unter Wahrung des Anteils der Waren-
   versorgung aus der Gemeinschaft, werden die genannten Regionen auch
   durch Lieferung von gemeinschaftlichen Erzeugnissen aus öffentlichen
    Interventionsbeständen oder durch auf dem Gemeinschaftsmarkt befindliche
   Erzeugnisse versorgt. Dies geschieht zu Bedingungen, die für den
   Endverbraucher einer Befreiung von den bei der Einfuhr der Erzeugnisse
   aus Drittländern fälligen Abgaben gleichkommen.
   Die Lieferbedingungen werden unter Berücksichtigung der Kosten der
   einzelnen Lieferquellen sowie der bei der Ausfuhr nach Drittländern
   üblichen Preise festgesetzt.
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3. Bei der Durchführung der in diesem Artikel vorgesehenen Regelung wird
   unbeschadet der Anwendung von Absatz 4 vor allem folgendes
    berücksichtigt:
    -   die besonderen Bedürfnisse der betreffenden Regionen und die genauen
       Anforderungen an die Qualität von zur Verarbeitung bestimmten
        Erzeugnissen;
    -   die traditionellen Handelsströme zur übrigen Gemeinschaft.
4. Der Bedarf der Azoren an Rohzucker wird unter Berücksichtigung der
    Entwicklung der örtlichen Zuckerrübenerzeugung geschätzt. Die unter die
    besondere Versorgungsregelung fallenden Mengen sind so festzulegen, daß
    auf den Azoren insgesamt nicht mehr als 10.000 Tonnen raffinierter
    Zucker jährlich erzeugt werden.
    Für Rohzucker   ist Artikel 9 der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 nicht auf
    die Azoren anwendbar.
                                    Artikel 4
 1. Für die Belieferung der Azoren und Madeiras mit folgenden Erzeugnissen
    aus der Gemeinschaft werden Beihilfen gewährt:
    a) reinrassige Zuchtrinder des KN-Codes 0102 10 00,
     b) reinrassige Zuchtschweine des KN-Codes 0103 10 00,
     c) reinrassige Zuchtschafe und -zlegen des KN-Codes 0104 10 10 und 0104
         20 10,
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   d) Vermehrungs- oder ZuchtkUken des KN-Codes ex 0105 11 00,
   e) Bruteier, andere, für die Erzeugung von Vermehrungs- oder Zuchtküken
      des KN-Codes ex 0407 00 19.
2. Für die Gewährung der Beihilfen wird der auf den Azoren und auf Madeira
   in der Anlaufphase bestehende Bedarf der einzelnen Sektoren, insbe-
   sondere der Bedarf an Tierrassen berücksichtigt, die den Bedingungen
   dieser Regionen am besten angepaßt sind.
   Die Beihilfen werden für die Lieferung von Tieren gezahlt, die den
   Anforderungen der Gemeinschaftsvorschriften entsprechen.
3. Bei der Festsetzung der Beihilfen werden folgende Faktoren berück-
   sicht igt:
   a) die sich aus der geographischen Lage der Azoren und Madeiras
      ergebenden Versorgungsbed i ngungen;
   b) die Preise der Tiere oder Erzeugnisse auf dem Gemeinschaftsmarkt und
      dem Weltmarkt;
   c) gegebenenfalls die Nichtanwendung der Zollsätze und/oder die Nicht-
      erhebung der Abschöpfungen bei der Einfuhr aus Drittländern;
   d) die wirtschaftlichen Aspekte der geplanten Beihilfen.
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                                 Artikel 5
1. Für die Rindfleischwirtschaftsjahre 1992/93 bis 1995/96 gilt folgendes:
   a) Bei der Direkteinfuhr von Rindern, die aus Drittländern stammen, vor
      Ort gemästet werden sollen und zum Verbrauch auf Madeira bestimmt
      sind, werden die in Artikel 9 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des
      Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für
      Rindfleisch1 genannten Zölle und/oder Abschöpfungen nicht angewen-
      det.
   b) Es wird eine Beihilfe für die unter vergleichbaren Versorgungs-
      bedingungen erfolgende Lieferung von Tieren gemäß Absatz 1 aus der
      übrigen Gemeinschaft nach Madeira gewährt.
2. Die Zahl der Tiere, die für die in diesem Artikel genannten Maßnahmen in
   Betracht kommen, wird anhand einer regelmäßig zu erstellenden Bilanz im
   Rahmen einer degressiven Regelung festgelegt, die der Entwicklung der
   örtlichen Produktion Rechnung trägt.
3. Spätestens sechs Monate vor Ablauf des Rindfleisch-Wirtschaftsjahres
   1995/96 unterbreitet die Kommission dem Rat eine Beurteilung der
   Ergebnisse der aufgrund dieses Artikels durchgeführten Maßnahmen und
   gegebenenfalls entsprechende Vorschläge.
                                 Artikel 6
Die gemäß Artikel 240 der Beitrittsakte von 1985 vorgesehenen Ausgleichs-
beträge sind nicht auf Erzeugnisse aus der übrigen Gemeinschaft sowie auf
direkt aus Drittländern eingeführte Erzeugnisse anwendbar, die im Rahmen
der in diesem Titel festgelegten besonderen Versorgungsregelung geliefert
werden.
1  ABI. L 148 vom 28.6.1968, S. 24
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                                    Artikel 7
  Die besondere Versorgungsregelung gemäß den Absätzen 2 und 3 wird nur
  angewandt, wenn dem Endverbraucher tatsächlich die wirtschaftlichen
  Vorteile zugute kommen, die sich aus der Befreiung von der Abschöpfung
  und/oder dem Zoll bzw. aus der gemeinschaftlichen Beihilfe fUr Lieferungen
  aus der übrigen Gemeinschaft ergeben.
                                     Artikel 8
  Erzeugnisse, die unter die besondere Versorgungsregelung gemäß diesem Titel
  fallen, dürfen nicht erneut in Drittländer ausgeführt oder in die übrige
  Gemeinschaft weiterversandt werden.
   Im Fall einer Verarbeitung der betreffenden Erzeugnisse in den Regionen
  Azoren und Madeira gilt dieses Verbot weder für traditionelle Ausfuhren in
  Drittländer noch für traditionelle Lieferungen in die übrige Gemeinschaft.
                                     Artikel 9
  Für Erzeugnisse, die unter die besondere Versorgungsregelung gemäß diesem
  Titel fallen, sowie für aus ihnen hergestellte Verarbeitungserzeugnisse
  wird bei der Ausfuhr aus den Azoren und aus Madeira keine Ausfuhrerstattung
  gewährt.
                                    Artikel 10
  Die Kommission legt nach dem Verfahren des Artikels 26 der Verordnung (EWG)
  Nr. 2727/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Marktorga-
  nisation für Getreide1 oder der entsprechenden Artikel der Übrigen Verord-
  nungen über die gemeinsamen Marktorganisationen die Durchführungsbestim-
  mungen zu diesem Titel fest. Sie betreffen unter anderem
/
  1   ABl. L 281 vom 1.11.1975, S. 1
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   -  die regelmäßige Erstellung und gegebenenfalls die Überprüfung der
      Versorgungsbilanzen,
   -  die Beihilfen für Lieferungen aus der Übrigen Gemeinschaft,
   -  die Bestimmungen, die gegebenenfalls sicherstellen sollen, daß dio
      gewährten Vorteile dem Endverbraucher tatsächlich zugute kommen.
Für die Erzeugnisse, die unter die Verordnung (EWG) Nr. 827/68 des Rates
vom 28. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für bestimmte in
Anhang II des Vertrages aufgeführte Erzeugnisse2 fallen, worden diese
Maßnahmen nach dem Verfahrens des Artikels 27 der Verordnung (EWG) Nr.
805/68 festgelegt.
                                  TITEL ll
             Maßnahmen für Erzeugnisse der Azoren und Madeiras
                                Untertitel I
                        Maßnahmen für beide Regionen
                                 Artikel 11
1. Eine Hektarbeihilfe wird den Erzeugern und Erzeugergemeinschaften oder
   -Organisationen gewährt, die ein von den zuständigen Behörden
   genehmigtes Programm mit Maßnahmen zur Produktionssteigerung und
   -diversifizierung und/oder Qualitätsverbesserung von Obst, Gemüse,
   Blumen und lebenden Pflanzen der Kapitel 6, 7 und 8 sowie von Tee des
   Kapitels 9 der Kombinierten Nomenklatur durchführen. Diese Programme
   dienen vor allem der Förderung tropischer Erzeugnisse.
   Mit Hilfe der finanzierten Maßnahmen soll vor allem die Produktion und
   die Produktqualität, insbesondere durch Sortenumstellung und Verbes-
   serung der Anbaumethoden, gefördert werden. Diese Maßnahmen sind in
   Programme mit einer Mindest laufzeit von drei Jahren eingebunden.
2  ABI. L 151 vom 30.6.1968, S. 16
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   Die Beihilfe wird für Programme gewährt, die eine Mindestfläche von 0,3
   Hektar betreffen.
2. Die Beihilfe der Gemeinschaft beträgt höchstens 500 ECU/ha. Sie wird
   gezahlt, wenn die finanziellen Aufwendungen des Mitgliedstaats sich auf
   mindestens 300 ECU/ha und die Beteiligung der Erzeuger, Erzeugergemein-
   schaften oder -Vereinigungen auf mindestens 200 ECU/ha belaufen. Bei
   einer niedrigeren Beteiligung des Mitgliedstaats und der Erzeuger wird
   die gemeinschaftliche Beihilfe entsprechend gekürzt.
   Die Beihilfe wird jährlich, höchstens aber für drei Jahre, während der
   Durchführung des Programms gezahlt.
3. Der Beihilfebetrag erhöht sich um 100 ECU/ha, wenn das Maßnahmenprogramm
   von einer Erzeugergemeinschaft oder -Vereinigung vorgeschlagen und
   durchgeführt wird und wenn darin technische Hilfe vorgesehen ist. Der
   erhöhte Beihilfebetrag wird für Programme gewährt, die eine Mindest-
   fläche von 2 Hektar betreffen.
4. Diese Maßnahme gilt weder für die Erzeugung von Speisekartoffeln der KN-
   Codes 0701 90 51, 0701 90 59 und 0701 90 90 auf Madeira, noch für die
   Erzeugung von Pflanzkartoffeln des KN-Codes ex 0701 10 00 auf den
   Azoren, noch für Ananas. Ferner gilt diese Maßnahme nicht für die
   Erzeugung von Bananen auf Madeira, solange über die Lösung der Probleme
   dieser Erzeugung gemäß den Zielen in Punkt 13 der POSEIMA-Entscheidüng
   nicht entschieden ist.
5. Die Kommission erläßt erforderlichenfalls die Durchführungsbestimmungen
   zu diesem Artikel nach dem Verfahren des Artikels 33 der Verordnung
   (EWG) Nr. 1035/72.
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                                 Artikel 12
1. Eine Gemeinschaftsbeihilfe wird für Saisonvertrage gewährt, die die
   Vermarktung von in diesen beiden Regionen geernteten tropischen
   Erzeugnissen, die unter die Erzeugnisse gemäß Artikel 15 fallen, zum
   Gegenstand haben. Diese Beihilfe wird bis zu einem jährlichen
   Handelsvolumen von 3.000 Tonnen Je Erzeugnis und Region gewährt.
   Die Verträge werden zwischen Einzelerzeugern oder Erzeugorgemeinschaften
   bzw. -Vereinigungen einerseits und in der übrigen Gemeinschaft ansäs-
   sigen natürlichen oder juristischen Personen andererseits geschlossen.
2. Die Beihilfe bei auft sich auf 10 % des Wertes der frei BestfmmungsgeViet
   verkauften Erzeugung.
3. Die Beihilfe wird Käufern gewährt, die sich im Rahmen der in Absatz 1
   genannten Verträge verpflichten, die Erzeugnisse der Azoren und Madeiras
   zu vermarkten.
4. Werden die in Absatz 1 vorgesehenen Maßnahmen von Gemeinschaftsunter-
   nehmen durchgeführt, zu denen sich Erzeuger oder Erzeugergemeinschaften
   oder -Vereinigungen dieser Regionen und juristische oder natürliche
   Personen aus der übrigen Gemeinschaft  in der Absicht zusammengeschlossen
   haben, die Erzeugnisse dieser Regionen zu vermarkten, und verpflichten
   sich die Vertragspartner für eine Mindestdauer von drei Jahren,
   gemeinsam mit ihren Kenntnissen und ihrem Know-how zur Verwirklichung
   des Unternehmensziels beizutragen, so erhöht sich der Beihilfebetrag
   gemäß Absatz 2 auf 13 % des Wertes der jährlich von ihnen gemeinsam
   vermarkteten Erzeugung.
5. Die Kommission erläßt erforderlichenfalls die Durchführungsbestimmungen
   zu diesem Artikel nach dem Verfahren des Artikels 33 der Verordnung
   (EWG) Nr. 1035/72.
 ---pagebreak---                                    - 14
                                 Artikel 13
1. Die Gemeinschaft beteiligt sich bis zu einem Höchstbetrag von 100.000
   ECU an der Finanzierung einer Studie über die wirtschaftliche Lage und
   die Aussichten der Verarbeitung von Obst und Gemüse, insbesondere von
   tropischem Obst und Gemüse, in beiden Regionen.
   Die Studie gibt einen Überblick über die wirtschaftliche und technische
   Situation dieses Sektors, analysiert unter anderem die Daten über die
   Versorgungslage und die Verarbeitungskosten und untersucht die auf
   regionaler und internationaler Ebene bestehenden Entwicklungs- und
   Absatzbedingungen und -möglichkeiten, wobei sie der Wettbewerbslage auf
   dem Weltmarkt Rechnung trägt.
2. Die Kommission erläßt erforderlichenfalls die Durchführungsbestimmungen
   zu diesem Artikel nach dem Verfahren des Artikels 22 der Verordnung
   (EWG) Nr. 426/86, vom 24.2.1986, über die gemeinsame Marktorganisation
   für verarbeitetes Obst und Gemüse.
                                 Artikel 14
1. Um den Bekanntheitsgrad und den Absatz unbearbeiteter oder verarbei-
   teter, spezifischer  landwirtschaftlicher Qualitätserzeugnisse der Azoren
   und Madeiras, die zu den ultraperipheren Regionen gehören, zu steigern,
   wird ein Bildzeichen eingeführt.
2. Die Kommission vergibt die Ausführung dieses Bildzeichens im Wege einer
   Ausschreibung, die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
   veröffentlicht wird.
3. Die Berufsverbände schlagen vor, unter welchen Bedingungen das
   Bildzeichen geführt werden darf. Die zuständigen Behörden legen der
   Kommission diese mit ihrer Stellungnahme versehenen Vorschläge zur
   Genehmigung vor.
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   Die Verwendung des Bildzeichens wird von einer Behörde oder einer von
   den zuständigen Behörden zugelassenen Stelle überwacht.
4. Die Ausführung des Bildzeichens und die Werbung hierfür werden von der
   Gemeinschaft finanziert.
5. Die Kommission erläßt erforderlichenfalls die Durchführungsbestimmungen
   zu diesem Artikel nach dem Verfahren des Artikels 33 der Verordnung
   (EWG) Nr. 1035/72 oder der entsprechenden Artikel der übrigen
   Verordnungen über die gemeinsamen Marktorganisationen.
                               Untertitel II
                   Maßnahmen für Erzeugnisse aus Madeira
                                 Artikel 15
Im Rahmen des anhand einer regelmäßigen Bilanz ermittelten Verbraucher-
bedarfs der Inseln werden für den Fortbestand der traditionellen
Wirtschaftstätigkeiten und für eine qualitative Verbesserung  in der
Rindfleischproduktion Beihilfen gewährt. Bei dieser Bilanz werden auch
gemäß Artikel 4 gelieferte Zuchttiere sowie unter die besondere
Versorgungsregelung gemäß Artikel 5 fallende Tiere berücksichtigt.
1. Eine Mastbeihiife für männliche Rinder bedeutet einen Zuschlag von 40
   ECU je Tier zur Sonderprämie gemäß Artikei 4a der Verordnung (EWG) Nr.
   805/68. Dieser Zuschlag kann für Tiere mit einem nach dem Verfahren
   gemäß Nummer 3 festzulegenden Mindestgewicht gewährt werden.
2. Den Rindfleischerzeugern wird ein Zuschlag zu der in der Verordnung
   (EWG) Nr. 1357/80 des Rates1 vorgesehenen Prämie zur Erhaltung des
   Mutterkuhbestands gezahlt. Dieser Zuschlag beträgt 40 ECU für jede vom
   Erzeuger am Tag der Antragstellung gehaltene Mutterkuh.
1  ABI. L 140 vom 5.6.1980, S. 1
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3. Die etwaigen Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem
   Verfahren des Artikels 27 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 erlassen.
                                  Artikel 16
1. Im Rahmen des regelmäßig ermittelten Verbraucherbedarfs der Inseln wird
   für örtlich erzeugte, frische Kuhmilchprodukte eine Beihilfe gewährt.
   Diese Beihilfe beträgt 5 ECU Je 100 kg Vollmilch. Dieser Betrag wird
   nach dem Verfahren gemäß Absatz 2 angepaßt, um den regelmäßigen Absatz
   der genannten Erzeugnisse auf dem örtlichen Markt sicherzustellen.
   Die Beihilfe wird nur an die Molkereien gezahlt und davon abhängig
   gemacht, daß die gewährten Vergünstigungen auch tatsächlich dem
   Endverbraucher zugute kommen.
2. Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem Verfah-
   ren des Artikels 30 der Verordnung (EWG) Nr. 804/68 des Rates vom 27.
   Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation fUr Milch und Milch-
   erzeugnisse1 erlassen.
                                  Artikel 17
1. Es wird jährlich eine Hektarbeihilfe für den Anbau von Speisekartoffeln
   der KN-Codes 0701 90 51, 0701 90 59 und 0701 90 90 gewährt.
   Die Beihilfe wird fUr höchstens 2.000 Hektar bebauter und abgeernteter
   Fläche gezahlt.
2. Die jährliche Beihilfe beträgt 500 ECU/ha.
1   AB I. L 148 vom 28.6.1968, S. 13
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                                  { - 17 -
3. Die Durchführungsbestimmungen zu diese», Artikel werden nach dem Verfah-
   ren des Artikels 11 der Verordnung (EWG) Nr. 2358/71 des Rates vom 26.
   Oktober 1971 zur Errichtung einer gemeinsamen Marktorganisation für
   Saatgut1 erlassen.
                                 Artikel 18
1. Für den Zuckerrohranbau wird eine pauschale Hektarbeihilfe gewährt, so-
   fern die portugiesischen Behörden einen UmstrukturierungspJan vorlegen,
   der eine bessere Bewirtschaftung der Plantagen zum Ziel hat.
2. Die Beihilfe wird an Einzel erzeuger oder Erzeugergemeinschaften bzw.
   -Vereinigungen gezahlt. Ab dem sechsten Anwendungsjahr wird die Beihilfe
   nur noch an Erzeugergemeinschaften und -Vereinigungen gezahlt.
3. Die gemeinschaftliche Beteiligung bei auft sich auf 60 % der beihilfe-
   fähigen Ausgaben, sofern die öffentlichen Aufwendungen mindestens 15 %
   betragen. Bei einem niedrigeren Betrag wird die gemeinschaftliche
   Beihilfe entsprechend gekürzt.
                                 Artikel 19
1. Für die direkte Verarbeitung von Zuckerrohr zu Zuckersirup ("Mel de
   cana") oder landwirtschaftlichem Rum im Sinne des Artikels 1 Absatz 4
   Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 des Rates vom 29. Mai 1989
   zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung,
   Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen1 wird eine Beihilfe gewährt.
   Die Beihilfe wird entweder an den Hersteller des Zuckersirups oder die
   Brennerei gezahlt, sofern der Zuckerrohrerzeuger einen noch festzule-
   genden Mindestpreis erhalten hat.
1  ABI. L 246 vom 5.11.1971, S. 1
1  ABI. L 160 vom 12.6.1989, S. 1
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2. Die Beihilfe wird jährlich fUr höchstens 250 Tonnen Zuckersirup und 2500
   Hektoliter landwirtschaftlichen Alkohol mit einem Alkoholgehalt von
   71*.8 gewährt.
                                 Artikel 20
Die Beihilfebeträge gemäß Artikel 18 und 19, der an den Erzeuger zu
zahlende Mindestpreis und die Durchführungsbestimmungen zu vorgenannten
Artikel werden nach dem Verfahren des Artikels 41 der Verordnung (EWG) Nr.
1785/81 des Rates über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker1
festgesetzt.
                                 Artikel 21
Titel  III der Verordnung (EWG) Nr. 822/77 des Rates vom 16. März 1987 über
die gemeinsame Marktorganisation fUr Wein 1 sowie die Verordnung (EWG) Nr.
1442/88 des Rates vom 24. Mai 1988 über die Gewährung von Prämien zur
endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis
1995/96 2 finden keine Anwendung auf die Region Madeira.
                                  Artikel 22
Zur Unterstützung der Herstellung von Likörweinen aus Madeira wird eine
Beihilfe für die Mengen gewährt, welche für die traditionellen
Herstellungsverfahren dieser Region benötigt werden.
1. Es wird eine BeihiIfe für den Kauf von konzentriertem rektifiziertem
   Traubenmost gewährt, der aus der übrigen Gemeinschaft stammt und bei der
   Weinbereitung zur Süßung der genannten Likörweine verwendet wird.
   Bei der Festsetzung der Beihilfe werden folgende Faktoren
   berücksicht igt:
1  ABI. L 177 vom 1.7.1981, S. 4
1  ABI. L 84 vom 27.3.1987, S. 1
2  AB I. L 132 vom 28.5.1988, S. 3
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   a) die sich aus der geographischen Lage Madeiras ergebenden Versor-
      gungsbedingungen und -preise;
   b) die Preise der Erzeugnisse auf dem Gemeinschaftsmarkt und dem
      Wettmarkt;
   c) die wirtschaftlichen Aspekte der geplanten Beihilfe.
2. Es wird eine Beihilfe für den Kauf von Weingeist bei einer  Interven-
   tionsstele gewährt, sofern dieser durch Destillation gemäß Artikel 35
   ff. der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 gewonnen wurde.
   Der Beihilfebetrag wird im Wege einer Ausschreibung bestimmt.
   Die Bedingungen dieses Sonderabsatzes werden so festgelegt, daß der
   gemeinschaftliche Markt für Alkohol und alkoholische Getränke keine
   Störung erfährt.
3. Bei der Ausfuhr von Most und Weingeist aus Madeira werden keine
   Ausfuhrerstattungen gewährt.
4. Für die Reifung von Likörweinen aus Madeira wird eine Beihilfe bis zu
   einer jährlichen Höchstmenge von 20.000 Hektolitern gewährt. Diese
   Beihilfe wird für Likörweine gewährt, die mindestens fünf Jahre lang
   reifen. Sie wird für jede Partie während drei Wirtschaftsjahren gezahlt
   Die Beihilfe beträgt 0,009 ECU Je Hektoliter und Tag.
                                 Artikel 23
1. Um den Anbau von Rebsorten aufrecht zu erhalten, die der Erzeugung von
   Qualitätsweinen b.A. in den traditionellen Anbaugebieten dienen, wird
   eine PauschalbeihiIfe gewährt.
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   Für diese Beihilfe kommen Flächen in Frage,
   a) die mit Rebsorten bepflanzt sind, die zur Herstellung der
      verschiedenen Qualitätsweine b.A. geeignet und im Verzeichnis der
      empfohlenen oder zugelassenen Kategorien gemäß Artikel 13 der
      Verordnung (EWG) Nr. 822/87 aufgeführt sind;
   b) deren Hektarertrag unter einer vom Mitgliedstaat gemäß Artikel 11 der
      Verordnung (EWG) Nr. 823/87 des Rates vom 16. März 1987 zur
      Festlegung besonderer Vorschriften für Qualitätsweine bestimmter
      Anbaugebiete1 festgelegten Höchstmenge, ausgedrückt als Trauben-,
      Most- oder Weinmenge, liegt.
2. Die Beihilfe beträgt 400 ECU/ha.
   Ab Beginn des WirtschaftJahres 1997/98 wird die Beihilfe nur
   Erzeugergemeinschaften oder -Vereinigungen gewährt.
                                 Artikel 24
Die Durchführungsbestimmungen zu Artikel 22 und 23 werden nach dem
Verfahren des Artikels 83 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 erlassen.
                               Untertitel III
                  Maßnahmen für Erzeugnisse von den Azoren
                                 Artikel 25
Für den Fortbestand der fUr die Azoren besonders wichtigen, traditionellen
Wirtschaftstätigkeiten im Rindfleisch- und Milchsektor werden Beihilfen
gewährt.
1  ABI. L 84 vom 27.3.1987, S. 59
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1. Ein Zuschlag zur Sonderprämie gemäß Artikel 4a der Verordnung (EWG) Nr.
   805/68 wird für die Mast männlicher Rinder gewährt. Dieser Zuschlag kann
   für Tiere mit einem noch festzulegenden Mindestgewicht gewährt werden.
   Dieser Zuschlag beträgt 40 ECU pro Tier.
2. Den Rindfleischerzeugern wird ein Zuschlag zu der in der Verordnung
   (EWG) Nr. 1357/80 des Rates vorgesehenen Prämie zur Erhaltung des
   Mutterkuhbestands gezahlt.
   Dieser Zuschlag beträgt 40 ECU für Jede vom Erzeuger am Tag der
   Antragstellung gehaltene Mutterkuh.
3. Zur Erhaltung des Milchkuhbestands wird eine Sonderprämie für höchstens
   78.000 Tiere gewährt.
   Diese Prämie wird an den Tierhalter gezahlt und beträgt 80 ECU für jede
   vom Halter am Tag der Antragstellung gehaltene Kuh.
4. Für die private Lagerhaltung von folgenden nach traditionellen Verfahren
   hergestellten Käsesorten wird eine Beihilfe gewährt:
   -  St. Jorge, mindestens drei Monate alt,
   -  und IIha, mindestens 45 Tage alt.
   Der Beihilfebetrag wird nach dem in Absatz 5 genannten Verfahren
   festgelegt.
5. Die Durchfuhrungsbestimmungen zu diesem Artikel werden Je nach Fall nach
   dem Verfahren des Artikels 27 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 oder nach
   dem Verfahren des Artikels 30 der Verordnung (EWG) Nr. 804/68
   festgelegt.
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                                  Artikel 26
1. Es wird eine pauschale Hektarbeihilfe zur Entwicklung der Zucker-
   rUbenerzeugung für eine Fläche gewährt, die zur Erzeugung von 10.000
   Tonnen Weißzucker jährlich benötigt wird. Die Beihilfe beträgt 500
   ECU/ha eingesäter und abgeernteter Fläche.
2. Für die Verarbeitung von auf den Azoren geernteten Zuckerrrüben zu
   Weißzucker wird eine Beihilfe gewährt, die auf eine jährliche
   Gesamterzeugung von 10.000 Tonnen raffinierten Zucker beschränkt  ist.
   Die Beihilfe beträgt 10 ECU Je 100 Kilogramm raffinierten Zucker. Sie
   kann nach dem in Absatz 3 genannten Verfahren angepaßt werden.
3. Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem
   Verfahren des Artikels 41 der Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 des Rates
   er lassen.
                                  Artikel 27
1. Es wird eine zusätzliche Prämie zu der in Artikel 3 der Verordnung (EWG)
   Nr. 727/70 des Rates vom 21. April 1970 über die Errichtung einer
   gemeinsamen Marktorganisation für Rohtabak1 vorgesehenen Prämie fUr
   die Ernte von höchstens 250 Tonnen Tabakblätter der Sorte Burley P.
   gewährt. Diese Prämie wird an die Käufer nach Maßgabe der vorgenannten
   Verordnung gezahlt.
   Die zusätzliche Prämie beträgt 0,2 ECU je Kilogramm Tabakblätter.
   Vorbehaltlich spezifischer Abweichungen gelten die Durchführungsbe-
   stimmungen für die Prämienregelung der Verordnung (EWG) Nr. 727/70 auch
   für die zusätzliche Prämie.
1  AB I. L 94 vom 28.4.1970, S. 1
 ---pagebreak---                                     ,)                                    ~
                                    \
                                   -^3 -
2. Die etwaigen Durchführungbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem
   Verfahren des Artikels 17 der Verordnung (EWG) Nr. 727/70 erlassen.
                                 Artikel 28
1. Für die Erzeugung von Pflanzkartoffein des KN-Codes ex 0701 10 00 wird
   eine Beihilfe gewährt; sie gilt für eine Fläche von 200 ha.
   Die Beihilfe beträgt 500 ECU/ha.
2. Für die Erzeugung von Chicoree des KN-Codes 1212 99 10 wird eine
   Beihilfe gewährt; sie ist auf eine Fläche von 400 ha begrenzt.
   Die Beihilfe beträgt 500 ECU/ha.
3. Eine Gemeinschaftsbeihilfe wird für Saisonverträge gewährt, die die
   Vermarktung der in Absatz 1 genannten Kartoffeln zum Gegenstand haben.
   Es gelten die in Artikel 12 genannten Bedingungen.
4. Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem
   Verfahren des Artikels 11 der Verordnung (EWG) Nr. 2358/71 erlassen.
                                 Artikel 29
Titel  III der Verordnung (EWG) Nr. 822/77 und die Verordnung (EWG) Nr.
1442/88 sind nicht auf die Azoren anwendbar.
                                 Artikel 30
1. Um den Anbau von Rebsorten aufrecht zu erhalten, die der Erzeugung von
   Qualitätsweinen b.A. in den traditionellen Anbaugebieten dienen, wird
   eine Pauschalbeihilfe gewährt.
   Die Beihilfe wird für Flächen gewährt, welche die Bedingungen gemäß
   Artikel 23 Absatz 1 erfüllen.
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2. Die Beihilfe beträgt 400 ECU/ha.
   Ab Beginn des WirtschaftJahres 1997/98 wird die Beihilfe nur Erzeuger-
   gemeinschaften oder -Vereinigungen gewährt.
3. Die etwaigen Durchfuhrungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem
   Verfahren des Artikels 83 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 erlassen.
                                  Artikel 31
Es wird eine Beihilfe fUr die Erzeugung von Ananas des KN-Codes 0804 30 00,
höchstens aber für 2.000 Tonnen jährlich gewährt.
Die Beihilfe beträgt 1 ECU Je Kilogramm.
Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden nach dem Verfahren
des Artikels 33 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 erlassen.
                                   TITEL III
                             Sonderbest immungen
                                 Untertitel I
                     Ausnahmen im strukturellen Bereich
                                  Artikel 32
1. Abweichend von den Artikeln 5, 6, 7 und 12 der Verordnung (EWG) Nr.
   2328/91 des Rates vom 15. Juli 1991 zur Verbesserung der Effizienz der
   Agrarstruktur1 werden Investitions-beihiIfen für landwirtschaftliche
   Betriebe in den Regionen Azoren und Madeira unter folgenden Bedingungen
   gewährt:
1   ABI. L 218 vom 6.8.1991, S. 1
 ---pagebreak---                                    - 25 -
   a) Die Verpflichtung zur vereinfachten Buchführung gemäß Artikel 5
      Absatz 1 Buchstabe d) gilt über den 31. Dezember 1991 hinaus.
   b) Die Bedingungen des Artikels 6 Absatz 4 gelten nicht für die
      Schweineprodukt ion.
   c) Im Bereich der Eier- und GeflügeIproduktion gilt das Verbot gemäß
      Artikel 6 Absatz 6 nicht für landwirtschaftliche Familienbetriebe,
      wenn sie von ihrer Größe her zu einer ausgewogenen Entwicklung dieser
      Regionen beitragen.
   d) Abweichend von Artikel 7 Absatz 1 können die Aufwendungen fUr die
      Erstbeschaffung von lebenden Schweinen und Geflügel   im Rahmen der
      Beihilferegelung für Investitionen gemäß Artikel 6 Absatz 1
      berücksichtigt werden.
   e) Bei ImmobiIienerwerb kann die Beihilfe gemäß Artikel 7 Absatz 1 auch
      für die anderen Investitionsarten gewährt werden.
   f) Abweichend von Artikel 7 Absatz 2 Unterabsatz 5 wird der Höchstwert
      der InvestititonsbeihiIfe über den 31. Dezember 1991 hinaus um 10 %
      erhöht.
   Die Bestimmungen der vorstehenden Buchstaben b ) , c) und d) sind nur dann
   anwendbar, wenn die Tiere Jeweils artgerecht und nach Umweltschutz-
   kriterien gehalten werden und die Produktion für den heimischen Markt
   bestimmt  ist.
2. Abweichend von Artikel 17 der Verordnung (EWG) Nr. 2328/91 kann die
   Ausgleichszulage gemäß Artikel 19 derselben Verordnung   im Rahmen eines
   festzulegenden betrieblichen Höchsteinkommens auf den Azoren und auf
   Madeira für alle Kulturen gewährt werden, bei denen die Anbauverfahren
   den Anforderungen an die Umweltverträglichkeit genügen.
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   Darüber hinaus können Kühe, deren Milch für den heimischen Markt dieser
   Regionen bestimmt  ist, bis zu 20 Vieheinheiten in allen nach Artikel 3
   Absätze 4 und 5 der Richtlinie 75/268/EWG des Rates vom 28. April 1975
   über die Landwirtschaft in Berggebieten und in bestimmten benachtei-
   ligten Gebieten 2 festgelegten Gebieten dieser Regionen bei der Berech-
   nung der Ausgleichszulage berücksichtigt werden.
3. Abweichend von Artikel 18 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG)
   Nr. 2328/91 kann die Ausgleichszulage BetriebsInhabern gewährt werden,
   die in diesen Regionen weniger als einen Hektar   landwirtschaftliche
   Nutzfläche bewirtschaften.
4. Abweichend von Artikel 37 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2328/91
   werden die Regionen Azoren und Madeira ermächtigt, die Regelungen gemäß
   Absatz 1 derselben Verordnung über den 31. Dezember 1994 hinaus
   anzuwenden.
5. Nach dem Verfahren des Artikels 29 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 des
   Rates ist die Kommission zu folgendem befugt: Sie
   a) erläßt die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel,
   b) kann die Portugiesische Republik ermächtigen, bei der Festlegung des
       Referenzeinkommens im Sinne von Artikel 5 Absatz 3 der Verordnung
       (EWG) Nr. 2328/91 einen Korrekturfaktor auf das durchschnittliche
       Bruttoeinkommen der außerlandwirtschaftIichen Arbeitskräfte
       anzuwenden, der jedoch nicht über 1,7   liegen darf,
   c) kann die Portugiesische Republik ermächtigen, Artikel 9 Absatz 1 bis
       4 der Verordnung (EWG) Nr. 2328/91 auch dann auf Betriebszusam-
       menschlüsse anzuwenden, wenn nur zwei Drittel der Mitglieder die
       Bedingung gemäß Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a) dieser Verordnung
       erfüllen,
2  AB I. L 128 vom 19.5.1975, S. 1
 ---pagebreak---                                     - 27 -
   d) beschließt gegebenenfalls auf begründeten Antrag der portugiesischen
      Behörden
        -  von der in Artikel 8 der Verordnung (EWG) Nr. 2328/91
           vorgesehenen Investitionshöchstgrenze abzuweichen,
        -  von Artikel 12 Absatz 1 und Artikel 13 zweiter   Gedankenstrich
           der Verordnung (EWG) Nr. 866/90
        -  und den entsprechenden Bestimmungen der Verordnung   (EWG) Nr.
           867/90 des Rates vom 29.März 1990 zur Verbesserung der
           Verarbeitungs- und Vermarktungsbedingungen für
           forstwirtschaftliche Erzeugnisse1 abzuweichen, um diese
           Maßnahmen auf aus Drittländern eingeführte wichtige Erzeugnisse
           auszudehnen, sofern die verarbeiteten und/oder vermarkteten
           Erzeugnisse ausschließlich für den Binnenmarkt der Azoren und
           Madeiras bestimmt sind,
        -   von Artikel 12 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr.  866/90
           abzuweichen, um diese Maßnahmen auf landwirtschaftlichen Rum des
           KN-Codes 2208 40 und auf Liköre aus subtropischen Früchten des
           KN-Codes 2208 90 55 auf Madeira und die Azoren auszudehnen.
                                UNTERTITEL iI
                        Maßnahmen im Veterinärbereich
                                  Artikel 33
Dem Artikel 24 Absatz 1 letzter Satz der Entscheidung 90/424 des Rates vom
26. Juni 1990 über bestimmte Ausgaben im Veterinärbereich1 werden die
Worte "sowie in den portugiesischen Regionen Azoren und Madeira" angefügt.
1  ABI. L 91 vom 6.4.1990, S. 7
1  ABI. L 224 vom 18.8.1990, S. 19
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                                 Artikel 34
1. Die zuständigen Behörden Übermitteln der Kommission Programme zur
   Bekämpfung der Schadorganismen von Pflanzen und pflanzlichen
   Erzeugnissen. In den Programmen sind insbesondere Ziel vorgaben, die
   durchzuführenden Maßnahmen, ihre Laufzeit und ihre Kosten festgelegt.
   Die nach Maßgabe dieses Artikels vorgelegten Programme betreffen nicht
   den Schutz von Bananen.
2. Auf der Grundlage einer Sachanalyse der regionalen Lage beteiligt sich
   die Gemeinschaft an der Finanzierung dieser Programme.
3. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft und der Beihilfebetrag
   werden nach dem Verfahrens des Artikels 16a der Richtlinie 77/93/EWG1
   festgelegt. Nach demselben Verfahren wird bestimmt, welche Maßnahmen für
   eine Finanzierung durch die Gemeinschaft in Betracht kommen.
4. Die finanzielle Beteiligung kann bis zu 75 % der zuschußfähigen Ausgaben
   ausmachen. Die Zahlung erfolgt auf der Grundlage der von den zuständigen
   Behörden gelieferten Unterlagen. Falls nötig, kann die Kommission
   Untersuchungen veranlassen, die und von Sachverständigen im Sinne des
   Artikels 19a der Richtlinie 77/93/EWG für ihre Rechnung durchgeführt
   werden.
                                   TITEL IV
                           Allgemeine Bestimmungen
                                  Artikel 35
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen mit Ausnahme
der Artikel 32 bis 34 dem Begriff der Intervention zur Regulierung der
Agrarmärkte im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
729/701.
1  ABI. L 26 vom 31.1.1977, S. 20
1  ABI. L 94 vom 28.4.1970, S. 13
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                                 Artikel 36
1. Die Kommission legt dem Rat und dem Parlament einen Jährlichen Bericht
   über die Durchführung der in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen
   sowie gegebenenfalls Vorschläge für die Anpassungsmaßnahmen vor, die zur
   Verwirklichung der Programmziele erforderlich sind.
2. Am Ende des dritten Jahres der Anwendung der Maßnahmen legt die
   Kommission dem Rat und dem Parlament einen allgemeinen Bericht über die
   wirtschaftliche Lage der Regionen Azoren und Madeira vor, in dem die
   Wirksamkeit der auf der Grundlage dieser Verordnung durchgeführten
   Maßnahmen dargelegt wird.
   Im Lichte der Schlußfolgerungen dieses Berichts schlägt die Kommission
   gegebenenfalls erforderliche Anpassungen vor.
                                 Artikel 37
Diese Verordnung tritt am 1. Juii 1992 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
in Jedem Mitgliedstaat.
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                                                                           AZOREN
                                                       (PECO/DE/1021)
                                      ANHANG I
VERZEICHNIS DER ERZEUGNISSE, DIE UNTER DIE BESONDERE VERSORGUNGSREGELUNG NACH
ARTIKEL 3 FÜR DAS GEBIET DER AZOREN FALLEN.
BEZEICHNUNG DER ERZEUGNISSE                            KN-CODE
   GETREJDE.
      Weizen                                           1001
      Gerste                                           1003
   . Mais                                               1005
   .Malz                                               1107
   REIS                                                                    1006
   lUOCERROBENROHZUCKER                                1701 12 10
 ---pagebreak---                                               -$i-
                                                                         MADEIRA
                                                   (PECO/DE/1021)
                                      ANHANG II
BEZEICHNUNG DER ERZEUGNISSE                        KN-CODE
-   GETREIDE
       Weizen                                      1001
       Gerste                                      1003
       Ma i s                                        1005
    .Malz                                          1107
-   HOPFEN                                         1201
- ß£l£                                             1006
-   PFLANZENOLE                                    EX    (1507 bis 1516)
-   ZOCKER                                          1701
                                                    1702
-   EINGEDICKTER FRUCHTSAFT                         2007 99
    (Grunderzeugn i sse)                            2008
-   RINDFLEISCH
        frisch oder gekühlt                         0201
     .  gefroren                                    0202
-   SCHWEINEFLEISCH
        gefroren                                    0203 21, 22, 29
-    MILCHERZEUGNISSE
        FlüssigmiIch                                0401
        Mi Ichpulver                                ex 0402
        Butter                                      0405
     . Käse                                         0406
 FÜR DIE WIRTSCHAFTSJAHRE 1992/93 BIS 1995/96
 -   KARTOFFELPFLANZGUT                             0701 10 00
 ---pagebreak---                                            -ä?-
             FINANZBOGEN
                                                                              DATUM: 12.3.
     HAUSHALTSPOSTEN: 183, 251, 381                    MITTELANSATZ : 45, 21, 20 Mio. ECl
     BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
     Verordnung des Rates mit Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugn
     zugunsten der Azoren und Madeiras
     RECHTSGRUNDLAGE: Artikel 43 EWGV
      ZIELE DES VORHABENS: Durchführung des Ratsbeschlusses zur Einführung des POSEICAN-
     Programms im Agrarsektor.
5.    FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN      ZWÖLFMONATS-         LAUFENDES HAUS-      KOMMENDES HAI
                                    PERIODE              HALTSJAHR (92)       HALTS JAHR (9:
5.0   AUSGABEN ZU LASTEN
      - DES EG-HAUSHALTS
        (INTERVENTIONEN)                                         z.E             54,5 Mio
      - NATIONALER HAUSHALTE
      - ANDERER SEKTOREN
5.1   EINNAHMEN
      - EIGENE MITTEL DER EG (AB-
        SCHÖPFUNGEN/ZÖLLE )                                      Z.E            - 7,4 Mio
      - IM NATIONALEN BEREICH
                                          1994           1995            1996             1<
5.0.1    GESCHÄTZTE AUSGABEN         55,1 Mio. ECU 55,4 Mio. ECU 53,7 Mio. ECU 53,0 M
5.1.1    GESCHÄTZTE EINNAHMEN        - 7,4 Mio. ECU - 7,4 Mio. ECU - 7,4 Mio. ECU - 7,4 M
5.2 BERECHNUNGSWEISE:
      Die Einzelheiten der Berechnung für die Azoren und Madeira sind dem Anhang zu entn<
      Der angewendete doppelte Umrechnungskurs beträgt 1,145.
6.0   FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHA*
      MITTEL                                                                          JA
6.1   FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL ZU KAPITEL IM LAUFENDEN HAU!
 .                                                                                    JA
6.2   NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                             NE
6.3   ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKÜNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN              JA
ANMERKUNGEN
 ---pagebreak---                                                                                                                   (PECO/DE/10.0)
                                                            AZOREN-TEIL LANDWIRTSCHAFT: KOSTEN DES VORSCHLAGS
                                                                                                                                      (Mio ECU(A))
l A r t i k o ! *jur    Erzeugnis    Art der     HAUSHALTS-      1993      I    1994  I 1995     1996       1997      1998     1999    IINSGE-
I Vo xrdnung                         Beihilfe     POSTEN                                                                               ISAMT
                                   i
                                                                                                                                     .|
   2 & 3              StandIgo                      183          12.9      I 12.9     I 12.9    12.9      12.9      12.9      12.9    190.6
                      Versorgung                                                                                                      I
                                   I je Tonne                                                                                        »I
   3ft5               Zeitweil ige                  183           2.9      I 2.5      I 2.0      1.4       1.0       0.5       p.m.   110.2
                      Versorgung                                                                                                      I
                                   I je Tonne                             •I-                                                        .|
                      Reinrassige                   251           0.5      I 0.5      I 0.5      0.5       0.5       0.5       p.m.   I 2.7
                      Tiere                                                                                                           I
                                   I je Stock                                                                                        .|
     11                            I je ha          183           0.4          0.5       0.6     0.2       0.1       p.m.    0.0      I 1.8
     12               Obst und     I nach Wert      183           0.1          0.3       0.5     0.7       0.9      1.0      1.0      I 4.5
     13               GemOse       IPauschbetrag    183           0.1          0.0       0.0     0.0       0.0      0.0      0.0      I 0.1
                                                                                                                                     •I
     14               Bildzeichen  IPauschbetrog    381           0.3      I 0.5      I 0.5      0.3       p.m.                       I 1.6
                                                                          •I         •I                                              •I
  25 - 1 t 2          Rinder       I je Stock       251           1.7      I 1.7      I 1.7      1.7       1.7      1.7      1.7      111.8
  25-3                MllchkOhe    I je StOck       251           6.2      I 6.2      I 6.2      6.2       6.2      6.2      6.2      143.4
                                                                          •I                                                         •I
  25-4                Kate         I je StOck       251           0.8      I 0.8      I 0.8      0.8       0.8      0.8      0.8      I 5.5
                                                                          •I                                                         .|
  2S - 1              Zucker       I je ha          183           0.2          0.3       0.4     0.5       0.6      0.7      0.8      I 3.2
  26-2                                              183           0.2          0.3       0.5     0.6       0.7      0.9      1.0      I 4.2
                                   I je Tonne                             •I         •I                                              •I
     27               Tabak                         183           0.1      I 0.1      I 0.1      0.1       0.1      0.1      0.1      I 0.4
                                   I jo Tonne                             •I         •I                                              •I
  28 - 1              Kartoffel-                    183           0.1          0.1       0.1     0.1       0.1      0.1      0.1      I 0.6
  28-3                saatgut      ! je ha          183           0.0          0.1       0.1     0.1       0.1      0.1      0.1      I 0.5
                                   I je ha
                                                                          •I-
  28-2                Chicoree     I je ha          183           0.1      I 0.1      I 0.1      0.2       0.2      0.2      0.2      I 1.1
                                                                          •I
     30               Wein         I je ha          183           0.1      I 0.1      I 0.1      0.1       0.1      0.1      0.1      I 0.8
                                                                          •I
     31               Ananas       ! je Tonne       183           2.0      I 2.0      I 2.0      2.0       2.0      2.0      2.0      114.0
                                                                                                                                     .}
                                   1                                      •I
 INSGESAMT da-                                                  28.6          28.8      28.9    28.2      27.8      27.7     26.9      1196.8
 von Pflanzen                                       183           19.1         19.2      19.3    18.8      18.7       18.6     18.3    I 131.9
        Tier«                                       251            9.1           9.1      9.1     9.1        9.1       9.1       8.7   I 63.3
       Ander«                                       381            0.3           0.5      0.5     0.3        p.m.                      I    1.6
                                                                                                                                     •I
 INSGESAMT OHNE VERSORGUNG                                       12.7         13.4      14.0    13.8      13.9      14.2      14.0     I 96.0
 davon               Pflanzen                       183            3.3           3.8      4.4     4.4        4.8       5.1       5.3   I 31.1
                     Tiere                          251            9.1           9.1      9.1     0.1        9,1       9.1       8.7   I 63.3
                     Andere                         381            0.3           0.5      0.5     0.3        p.m.                       !   1.6
 ---pagebreak---                                              ~*4                           11. März 1992
                                                                           (PECO/DE/1015)
                                            AZOREN
                                 (Finanzbogen        zu POSEIUA)
  I. Verlust    bei  der    Abschöpfung
     Es gibt      keinen      Verlust      bei   der        Abschöpfung,      da    Im   Prinzip        alle
     Einfuhren    zur Versorung aus der EWG stammen.
II.       VersoraunasbelhlIfe
     Die    Berechnung        eines     Richtwerts          erfolgt      auf    der    Grundlage        der
     gegenwärtig     aus der Gemeinschaft             eingeführten        Mengen und muß          Jährlich
     gemäß Artikel      2, 3 und 10 überprüft              werden.
     Die Beihilfen      entsprechen         den zur Zelt        gültigen        Erstattungen.
     Ständige       Beihilfe
      GETREIDE         (Artikel     2 und Anhang         I)
                                    Menge      (t)       Belhi lfe                   Kos ten
                                                         (ECU/t)                  (Mlo ECU      (A))
        We/chwelzen                    34.000                   106                      3,604
        Futterweizen                   10.000                   104                      1,040
        Mals/Gerste                    62.000                   105                      6,510
        Hartwe/zen                       3.000                  167                      0,501
        Rels                             4.200                  275                      1,155
        Malz                             1.000              104 X 1,33                   0,138
        INSGESAMT                     114.200                     -                     12,948
     Zeltwelllae     Bel hi    in >
                       (Artikel     3 Absatz     4)
                                                                                                         -a.
                                       1993        1994         7995       7996       7997       7998
        Elnfuhren      (t)             8.000       6.800        5.400      4.000      2.700      7.400
      Belhllfe        (Erstattung)        425         425          425        425        425         425
      SonderbefhlIfe                   -    63     -    63      -    63    -   63     -    63    -    63
        Insgesamt                         362         362          362        362        362         362
      Kosten(Mfo.ECU         (A))      2,896       2,462        1,955      1,448      0,977      0,507
 ---pagebreak---                                                                             (PECO/DE/1015)
                                                  -99
      ZUCHTTIERE                (Artikel       4)
                                     Stuck/Jahr               Betrag                   Kosten
                                                             (ECU/Stuck)              (ECU (A))
        Rlnder     (m&nnl.)                  150               1.300                    195.000
        Schwelne(mHnnl.)                     100                  410                    41.000
        Schwelne(we/bl.)                     400                  380                   152.000
        Schafe,     Z/egen                2.500                   150                  375.000
        Kuken                         550.000                        0,25               137.500
        INSGESAMT                                                                       900.500
     Die Gemeinschaft         übernimmt      50 X, d.h.        450.000     ECU (A)
     Aufhebung        (Artikel      6)                z.E.     -    Ausgaben
                                                               -    Einnahmen,
III.       Erzeuanlsbelhllfen
      OBST UND GEMUSE
     1.    Frisches Obst und Gemüse               (Artikel      11)
           Maßnahmenprogramm (siehe                Anhang)
                                         1993        1994        1995        1996    1997       1998
        1.    Tranche                     0.4         0.4         0.4
        2.    Tranche                                 0.1         0.1         0.1
        3.    Tranche                                             0.1         0.1     0.1
        Gesamtausgaben
        (Mlo ECU)                         0.4         0.5         0.6         0.2     0.1       p.m.
     Z.    Frisches Obst und Gemüse (Artikel                    12)
           Vermarktung - Saisonvertrag                (siehe     Anhang)
                                         1993        1994        1995        1996    1997       7998
        Ausgaben    (Mlo ECU)             0.1         0.3         0,5         0.7     0.9         1,0
     3.    Verarbeitetes       Obst und Gemüse           (Artikel       13)
            100.000 ECU Im Jahr 1993.
      BiIdzeichen        (Artikel      14)
                                         1993        1994        1995        1996    1997
        Ausgaben    (Mlo    ECU)          0.3         0.5         0.5         0.3     z.E.
 ---pagebreak---                                                     -3(-                    (PECO/DE/1015)
        MI    LCHERZEUGNiSSE/RINDFLEISCH
      - Mënnllche        Rlnder        (Art/kel     25 Absatz        1)
         Zusatzprëmle
           40.000     Stuck    x 40 ECU/Stuck         -    7,6 Mlo ECU
      - Mutterkuhe          (Artlkel      25 Absatz       2)
          Zusatzpr&m/e
            2.000 StUck x 40 ECU/StUck - 0,08 Mlo ECU
      - MlIchkUhe           (Artlkel      25 Absatz       3)
          MlIchkuhpramle
           78.000 StUck x 80 ECU/StUck -                   6,2 Mlo ECU
      -Belhllfe       fUr die     prlvate      Laaerhaltuna      von Këse (Art/kel     25 Absatz   4)
      S Jorge      :    1.500 T      x    2,8 ECU/t/Tag          x    90 Tage    - 0,38 Mlo.ECU
       1LHA             1.600 T      x    2,8 ECU/t/Tag          x    90 Tage    - 0,40 Mlo. ECU.
      Ezasa
      Belhllfe       le Hektar       (Artlkel      26 Absatz     1)
                              1993        1994        7995       1996      7997      7998    7999
 AnbauflUche        (ha)         300         500         700        900    1.100     7.300     7.500
 Belh/lfe(ECU/ha)                500         500         500        500       500      500       500
Kosten(M/o.ECU(A))             0,15         0,25        0,35       0,45     0,55      0,65      0,75
      Belhllfe       le Tonne       (ArtIke     1 26   Absatz 2)
                              7993        1994        1995       7996      7997      1998    7999
 Menge     (Tonne)           2.000        3.200       4.600      6.000     7.300    8.600    10.000
 Be/h/lfe        (ECU/t)         100          100         100        100      100       100       100
Kosten(Mto.ECU(A))             0,2          0,3         0,5        0,6      0,7       0,9       1.0
                      Belhllfe      Je Tonne (Artlkel          27)
                              1993        1994        7995       1996      1997     1998     7999
 Menge     (Tonne)               250         250         250        250       250      250    250
 Be/h/lfe       (ECU/t)          200         200         200        200       200      200    200
Kosten(M/o.ECU(A))             0,05         0,05        0,05       0,05     0,05      0,05      0,05
 ---pagebreak---                                                                                    (PECOZDEZ1015)
                                                         -fl-
         KARTOFFELPFLANZGUT
        1.    Belhllfe        le    Hektar          (Artlkel      28 Absatz      1)
                                              7993       1994      7995       7996      7997       7998   7999
 Menge      (ha)                                100        120      750         780       200       200     200
 Belhllfe(ECUZha)                              500        500       500        500        500       500     500
 Kosten     (Mlo.ECU          (A))            0,05       0,06      0,08       0,09      0,10      0,10    0,10
       2.     Vermarktunasbe/hlIfe                    (Artlkel     28 Absatz       3)
              Belhllfe          Je Tonne
                                 7993         1994         7995       7996         7997       1998      7999
 AusgefUhrte        Menge           900       1.300        7.650      2.000       2.350       2.700      3.000
Wert       d.verkauften
Erzeugn1sse(ECUZt)                  288          288          288        288          288        288      288
Be/hilfe-13%         des
Werts        d.verk.Erz.           0,03        0,05          0,06       0,07        0,09       0,10      0,11
         CHICOREE                (Artlkel       28 Absatz       2)
       Belhllfe        le     Hektar
                                  7993        1994         1995       1996         7997       7998      1999
 Menge       (ha)                    200         230          270         300         330        370        400
 BelhlIfe(ECUZha)                   500          500          500         500         500        500       500
 Kosten                            0,10         0,12         0,14       0,15        0,17        0,19     0,20
                     (Artlkel         30)
       HektarbelhlIfe
        200 ha x 400 ECUZha                   -    0,72 MIo.ECU         (A)
         ANANAS          (Artlkel       31)
        Belhllfe       le    Tonne
        1.000     ECUZt       X    2.000    t    -    2 MIo.ECU       (A).
 ---pagebreak---                                                                                  (PE00/DE/1015J
                              AZOREN : TEIL PFLANZLICHE ERZEUGUNGEN (OBST UND G M J S E , BUMENZUCHT)
1 . INITIATIVPROGR&M
                                     JEIZIGE    !VERANSCHLAGIE  !HDCHSTBEIHILFE ! ANFANGS-        VERANSCHLACFIE
              ERZEUGNIS           !  FLÄCHE     ! FLÄCHE        !                     KDSTEN        KDSTB*
                                     (199l)(ha)     (ha)            (BOJ/ha)         (MIOBOJ)      (MIOBOJ)
                                         (1)            (2)          (3)               (4)-(3)      (5)-(3)
            AVOCADO                         4             60         500                 0.002        0.030
            ANNCNE                         55           100          500                 0.028        0.050
            PASSICNSFRUCHT                 20    !      120          500                 0.010        0.060
           MVNGO                   :        0    !      150      !   500                 0.000   !    0.075
            ZITOUSFKlJCHIE         !     260     !      260      !   500                 0.130   !     0.130
            SCNSTIGE FRtXHIE       ;     200     !      300      !   500          :      o.ioo        0.150
            GBvlJSE                !     205     :      262      !   500          !      0.103        0.131
            EXOTISCHE BLLN€N       :        o    :         ii    !   500          !      0.000   !    0.006
            ZIERPFLANZEN           :        o    !          9    i   500          !      0.000   I    0.005
            INSGKSAMT              !     744     !    1272                        !      0.372   !    0.636
1. SAISOWERTR&fE
                                   !   JEIZIGE   ! VBcANSCHAHE IVERKAUFSPREIS     ! ANFANGS-     iVERANSCHUOTE
                                   !  MENGE      ! MENGE                          ! KOSTEN       ! KOSTEN
             ERZEUGNIS             !  (1991XT)   !     (T)       !  (BCÜ/T)       ' (MIOBOJ)       (MIOBOJ)      C
                                   !      (1)    !       (2)     !    (3)         !     (4)-(3)     (5)-(3)
            AVDCADO                !       40    !      700      !  2257          !      0.090   !     1.580
            ANNCNE                 !     600     !    1500       !  1438                 0.863   !     2.157
            PASSICNSFRUCHT         !       80    :      500      !  1198          '      0.096        0.599
            M4NG0                  :        o    !      900      !  2257                 0.000        2.031
            ZITRUSFRDCHIE                                                                0.000        0.000
            SCNSTIGE F R t t M E                                                         0.000        0.000
            GBllSE                                                                       0.000        0.000
            EXOTISCHE HUMEN                 0             93        9314                 0.000        0.866
            ZIERPFLANZEN                    0           100         1152                 0.000        0.115
            INSGESAMT             i      720    !     3793      !                        1.05         7.35
           Der EAfiFL übernimmt 13 % des \*fertes der verkauften Erzeugnisse.
           Die Gemeinschaftsbeihilfe beläuft sich auf 0,1 Mio. BOJ im ersten und auf
            1,0 Mio. BOJ im letzten Jahr.
 ---pagebreak---                                                                                                                     (PECO/DE/1016)
                                                     MADEIRA - TEIL LANDWIRTSCHAFT : KOSTEN DES VORSCHLAGS
                                                                                                                              (Mio ECU(A))
  Art ike 1 der    Erzeugnis     Art der     HAUSHALTS-     1993         1994      1995   [   1996     1997    1998     1999   INSGESAMT
  Verordnung                     Beihilfe    POSTEN
   2 ft 3          Ständige      je Tonne       183          6.5         6.5       6.5       6.5      6.5      6.5      6.5     45.3
                   Versorgung                   251          8.1         8.1       8.1       8.1      8.1      8.1     8.1      56.9
   3 ft 5          Zeltwell ige  je Tonne       183          0.2         0.1       0.1       0.0      0.0      0.0     0.0       0.4
                   Versorgung                   251          0.4         0.3       0.2       0.1      0.0     0.0      0.0       1.1
     4             Reinrassige   je Stück       251          0.3         0.3       0.3       0.3      0.3     0.3      p.m.      1.8
                   Tiere
    11                          je ha           183          0.7         0.8       0.8       0.1      0.1    0.0      0.0        2.6
    12             Obst und     nach Wert       183          0.1         0.4       0.7       1.0      1.3    1.6      1.6        6.7
                                Pauschbe-
    13             Gemüse       trag            183          0.1         0.0       0.0       0.0      0.0    0.0      0.0        0.1
    14             BiIdzeichen  Pauschbetrag    381          0.3         0.5       0.5       0.3      p.m.    -        -         1.6
    15             Rinder       je Stück        251          0.1         0.1       0.1       0.1      0.1    0.1      0.1        0.8
    16             Milch         Je Tonne       251          0.4         0.4       0.4       0.4      0.4    0.4      0.4        2.5
    17             Kartoffeln    Je ha          183          1.0         1.0       1.0       1.0      1.0    1.0      1.0        7.0
    18             Zuckerrliben  je ha          183          (D          (D        (D        (D       (1)    (D       (D        (D
    19             Rum           je hl          183          0.2         0.2       0.2       0.2      0.2    0.2      0.2        1.2
  22 - 1           Wein          je X hl        183          (D          (D        (D        (D       (D     (D       (D         0.0
  22-4                           je hl          183          0.1         0.1       0.1       0.1      0.1    0.1      0.1        0.5
    23                           je ha          183          0.5         0.5       0.5       0.5      0.5    0.5      0.5        3.6
 INSGESAMT                                                  19.0        19.3      19.5      18.7     18.5    18.8     18.5     131.1
 dv Pflanzen                                    183           9.3         9.6       9.9       9.4       9.6     9.9      9.9     66.4
    TIere                                       251           9.3         9.2       9.1       9.0       8.9     8.9      8.6     63.1
    Andere                                      381           0.3         0.5       0.5       0.3       p.m.                       1.6
 INSGESAMT OHNE: VERSORGUNG                                  3.8         4.2       4.6       4.0      3.9     4.2      3.9      27.4
                (lavon Pflanzen                 183           2.7         3.0       3.3       2.9       3.2     3.4      3.4     20.7
                        Tiere                   251           0.8         0.8       0.8       0.8       0.8     0.8      0.5      5.1
                       Andere                   381           0.3         0.5       0.5       0.3       p.m.                       1.6
(1) OHNE ANGABEN
 ---pagebreak---                                             -ko-
                                                             1 1 . März 1992
                                                             (PECO/DE/1021)
                                   M A D E I R A
I.  Verlust bei den Eigenmitteln
    Nach den Richtwerten in Anhang I, die auf der Grundlage der vorhandenen
    Informationen berechnet worden sind, belaufen sich die Verluste bei den
    Abschöpfungen auf 6,5 Mio. ECU Jährlich .
    Gemäß den Artikeln 2, 3 und 10 ist dieser Betrag jedes Jahr anhand der
    jährlichen Versorgungsbilanz sowie der Höhe der Abschöpfungen und der gültigen
    Zollsätzen zu überprüfen.
II. Versoroungsbelnllfo
    Die Berechnung eines Richtwerts erfolgt auf der Grundlage der gegenwärtig aus
    der Gemeinschaft eingeführten Mengen und muß jährlich gemäß den Artikel 2, 3
    und 10 überprüft werden.
    Die Beihilfen werden anhand des Wertes der derzeit geltenden Erstattung
    berechnet.
    Ständige BeihiIfen
    Aus Anhang I geht hervor, daß sich die Versorgungsbeihilfen auf 14,6 Mio. ECU
     (A) belaufen.
    Vorübergehende Beihilfen
    Kartoffelpflanzgat            ( A r t i k e l 3 und Anhang I I )
                                     19 9 3          19 9 4       19 9 5    19 9 6
       Menge (Tonne)                   1 500          1 200          800       400
       BeihiIfe (ECU/t)                      100        100          100       100
       Kosten (Mio. ECU)                  0,15         0,12         0,08     0,04
     ymawjyj                      ( A r t i k e l 5)
                                     19 9 3          19 9 4       19 9 5    19 9 6
       Menge (Stack)                    3 000         2 250        1 500       750
       BeihiIfe (ECU/StUck)                  144        144          144       144
       Kosten (Mio. ECU)                   0,43        0,32         0,22      0,11
 ---pagebreak---                                            _4/_                        (PEC0/DE/1021)
     •'er sorgung m i t              (Artikel 4)
           Art                 Stack/Jahr         Betrag            Kosten
                                                (ECU/Stack)        (ECU/Jahr)
        Rlnder                      200             1 300            260 000
        Schweine,m3nnlich           100                410            41 000
        Schweine.weiblich           500                380           190 000
        Bruteier                160 000                0.05            8 000
        KUken                   360 000                0,25           90 000
        I N S G E S A M T                                            589 000
    Die Gemeinschaft übernimmt 50 %, d.h. 295 000 ECU (A).
    Aufhebung     (Artikel 6)                          z.E. - Ausgaben
                                                             - Einnahmen
IM. Erzeuonlsbelhllfen
     )bst und Gemu je
    1. Maßnahmenorogramm              (Artikel 11)    (siehe Anhang)
                                                             Mio. ECU (A)
         Ausgaben            1993      1994     1995     1996     1997     1998
        1.  Tranche            0,74     0,74     0,74
        2.  Tranche                     0,05     0,05      0,05
        3.  Tranche                              0,04      0,04    0,04
        4.  Tranche                                        0,04    0,04     0,04
        Insgesamt              0,74     0,79     0,83      0,13    0,08     0,04
    2. Vermarktung -      Saisonvertrag       (Artikel 12)
         (siehe Anhang)
         Ausgaben             1993     1994     1995      1996    1997     1998
                               0,1      0,4      0,7       0,8     1.3      1.6
    3. Verarbeitetes Obst und Gemüse         (Artikel 13)
         Für eine Studie im Jahre 1993 100.000 ECU (A).
 ---pagebreak---                                           •kl-
                                                       (PECO/DE/1021)
BiIdzeichen                       (Artikel 14)
                                                       Mio. ECU (A)
    Ausgaben               1993    1994     1995    1996    1997
                            0,3     0,5      0,5     0,3    Z.E.
R m d f le i seh                  (Artikel 15)
    MastbeihiIfe                  (Artikel 15 Absatz 1)
    ZusatzIiche BeihiIfe
    3 000 StUck x 40 ECU/Stück - 0,12 Mio. ECU (J)
    Mutterkuhbeihilfe             (Artikel 15 Absatz 2)
    ZusatzIiche BeihiIfe
     100 StUck X 40 ECU/StUck - 4 000 ECU (A)
A i I eherzeugnisse               (Artikel 16)
Beihilfe für den Milchverbrauch : 7 000 t x 50 ECU/t - 0,35 Mio. ECU (A)
lüJlMmiil                         (Artikel 17)
Hektarbeihilfe : 2 000 ha x 500 ECU/ha - 1,0 Mio. ECU (A)
I:MJ111MSIJJ                      (Artikel 18)
Hektarbeihilfe : 120 ha x            ECU/ha x 60 % -        Mio. ECU (A)
Die Gemeinschaft erstattet drei Jahre lang 60 % der Kosten.
Ae I de cana und Ri               (Artikel 19)
Beihilfe je Tonne oder je Hektoliter
Mel de cana :        250 t x 75 ECU/t - 18 750 ECU (A)
Rum              : 2 500 hl X 70 ECU/hl - 175 000 ECU (A)
                                  (Artikel 22 und 23)
    Beihilfe zum Kauf von konzentriertem Most (Artikel 22 Absatz 1)
    46 000 hl x (1) ECU/hl -               Mio. ECU (A)
    Beihilfe zum Kauf von Weinalkohol       (Artikel 22 Absatz 2)
     z.E.
    Beihilfe zur Reifung der Weine (Artikel 22 Absatz 3)
    auf drei Jahre beschränkt
    20 000 hl x 0,009 ECU/hl/Tag x 365 Tage - 65 700 ECU (A)
    Hektarbeihilfe (Artikel 23)
     1 300 ha x 400 ECU/ha - 0,52 Mio. ECU (A)
 ---pagebreak---                                             •k)-                        (PEC0/DE/1022)
                                                                         A N H A N
                                VERSORGUNO                MADEIRA
                                Ursprung EWG                       Ursprung DRITTLANDER
  ERZEUGNIS              Menge       Beihilfe     Kosten       Menge     Abschopfung Verlust b.d.
                                                                                       Abschopfung
                       (Tonnen)     (ECU(A)/t) (Mio ECU(A))   (Tonnen)    (ECU(A)/t) (Mio ECU(A)
  Getretde
  We i chwe1zen         11.000          106          1.17      11.000         145          1.60
  Futterweizen           4.000          104          0.42       4.000         145          0.58
  Hartweizen             3.000          167          0.50       3.000         195          0,58
  Mais                   2.000          105          0.21      18.000         130          2.34
  Gerste                 3.000          105          0.32       3.000         135          0.41
  Malz                   2.000      104 x 1.33       0.28                 135 x 1.33
  Reis                   3.500          275          0.98         500         370          0.19
  Zucker                 6.000          425          2.55            -        425          -
  Hopfen (Zapfen)            10                      0.00            -                     -
  MiIcherzeuanisse
  MagermiIchpulver          800         800          0.64
  VolImiIchpulver           600       1.120          0.67
  Butter                    500       1.760          0.88            -                     -
  Kdse                      600       1.110          0.66
  FrIsche rzeugnIsse     6.000          160          0.96
  RIndfleisch
  gekdhlt                 1.100       1.800          1.98         100      2.500           0.25
  gefroren                1.800       1.100          1.98         200       1.800          0.36
  Schweinefleisch         1.200         300          0.36         300         650           0.20
  Pflanzenole             1.800          33.5        0.06         200          33,5         0.01
                (1)                      (2)                                   (2)
  Fruchtsdfte
  Mus KN 20-07-99                                                  120         (3)           (3)
  Andere KN 20-08
  INSGESAMT                                         14.60                                   6,52
(1) Raps                         4 4 5
     Sonnenblumen  - isol/H            */*    - 335 ECU (A)/t
(2) Zollsatz         10 X
(3) Ohne Angaben
 ---pagebreak---                                                                                           (PBCD/DE/1016)
                     MADEIRA: TEIL PFLANZLICHE ERZEUGUNGEN (OBST LND G^UESE, BUMENZUCHT)
1. INITIATIVPRQGK&M
                               JEIZICBE    !VERANSCHLAX7IE  ! H3CHSTOEIHILFE ! ANFANGS-   !VERANSCHLACnE
           ERZEUGNIS       S FLÄCHE        !     FLÄCHE     !                   KOSTEN    ! KOSTEN
                               (I991)(ha)  !      (ha)      ;    (BCU/ha)    ! (MIOBCU) J (MIO BOJ)
                                     (1)   !        (2)     :      (3)       ! (4)-(3)    ! (5)-(3)
        AVXADO                        40             70            500            0.020         0.035
        ANNCNE                        60            150            500            0.030         0.075
        PAPAYA                         10             15           500            0.005         0.008
         SCNST. TRQPISOffi
        FRUBCHTE            :          12   !         50     !     500        !    0.006        0.025
        KERNOBST            :       3oo     !       300      !     500        !    0.150   !     0.150
         ZITOUSFRUBCHIE     !          75   !         85     :     500        !    0.038   !     0.043
        GMJESE                       932    !       975      ;     500        !    0.466   !     0.488
         ZIERPFLANZEN       :           4   ;         10     !     500        !    0.002   !     0.005
         EXDTISCHE BUMEN    !          52    !        80     !     500        !    0.026   !     0.040
         INSGESAMT          !       1485     !     1735                       !     0.74   !     0.87
   SAISCNVER1RABGE
                            •     JETZIGE    {VERANSCHLAGTE  ! VERKAUFSPREIS  IANFANGS-    IVERANSCHLflSTE
                            i    MENGE       !    MENGE                       ! KOSTEN     ! KDSTO*
          ERZEUGNIS         !    (I99l)(t)   :       (t)     !    (BOU/t)     ! (MIOBOJ)   ! (MIO BOG)
                            !         (1)    !       (2)     :      (3)       !   (4)-(3)  !   (5)-(3)
        AVOCADO             1          62   !      1000      !    1925        !    0.119   !     1.925
        ANNCNE              !          50          2000      !    2166        !    0.108   !     4.331
         PAPAYA             !           0   :       200      !    2166        !     0.000  !     0.433
         SCNST. TROPISCHE
         FRUBCHTE            :          0    !      900          1925         !    0.000   !     1.732
        KERNOBST                                                              !    0.000   !     0.000
        ZITRUSFRUBCHTE                                                        '    0.000   !     0.000
        GRAJESE                                                               '    0.000        0.000
        ZIERPFLANZEN                   10            50          4331              0.043        0.217
        EXDTISCHE BUAEN                10           150         14437             0.144         2.166
        EXDTISCHE BLLMEN   !         100   i        200     ;    7218             0.722         1.444
        iNscassMfr         :        232    :      4500                             1.14        12.25
        Der EAGFL überninmt 13 % des Wertes der verkauften Erzeugnisse.
        Die Gemeinschaftsbeihilfe beläuft sich auf 0.1 Mio ECU im ersten und auf 1.6 Mio BOG im letzten Jahr
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                                                            KOM(92)143endg.
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                                                        DOKUMENTE
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                                    Katalognummer: CB-CO-92-159-DE-C
                                                              ISBN 92-77-43018-4
   Amt für ämtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
   L-2985 Luxemburg