CELEX: 51987PC0303
Language: de
Date: 1987-07-02
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR AENDERUNG DER RICHTLINIE 70/220/EWG ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT DURCH ABGASE VON KRAFTFAHRZEUGMOTOREN MIT FREMDZUENDUNG

28. 9. 87                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 257/1
                                                                II
                                                  (Vorbereitende     Rechtsakte)
                                                 KOMMISSION
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 70/220/EWG zur
              Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen gegen die Verunrei-
                      nigung der Luft durch Abgase von Kraftfahrzeugmotoren mit Fremdzündung
                                                      KOM(87) 303 endg.
                                 (Von der Kommission      dem Rat vorgelegt am 7. Juli 1987)
                                                         (87/C 257/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                          In der Richtlinie 70/220/EWG (3) sind die Grenzwerte
                                                                   für Emissionen von Kohlenmonoxid und unverbrannten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung zur Europäi-                 Kohlenwasserstoffen aus solchen Kraftfahrzeugmoto-
schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-              ren festgelegt; diese Grenzwerte sind zum ersten Mal
kel 100 A,                                                         durch die Richtlinie 74/290/EWG (4) herabgesetzt und
                                                                   aufgrund der Richtlinie 77/102/EWG( 5 ) durch Grenz-
auf Vorschlag der Kommission,                                      werte für zulässige Stickoxidemissionen ergänzt wor-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (l),                den. Die Grenzwerte für diese drei Schadstoffe sind mit
                                                                   den Richtlinien 78/665/EWG (6) und 83/351/EWG (7)
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                 schrittweise herabgesetzt worden.
schusses (2),
                                                                   Die Arbeiten, die von der Kommission im Rahmen ihrer
in Erwägung nachstehender Gründe:                                  Politik für eine Globalstrategie zur Weiterentwicklung
                                                                   der Regelungen auf dem Kraftfahrzeugsektor durchge-
Es ist von Bedeutung, daß die Gemeinschaft die erfor-              führt werden, haben gezeigt, daß die europäische Indu-
derlichen Maßnahmen trifft, um bis zum 31. Dezember                strie über Motorentechnologien verfügt oder zur Zeit
1992 den Binnenmarkt schrittweise zu verwirklichen;                entwickelt, die eine neue Herabsetzung der Grenzwerte
der Binnenmarkt umfaßt einen Raum ohne Binnengren-                 ermöglichen. Die Zielsetzungen der Gemeinschaftspoli-
zen, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen,                 tik in anderen Bereichen, vor allem auf dem Gebiet der
Dienstleistungen und Kapital gewährleistet ist.                    rationellen Energienutzung, werden durch diese Herab-
                                                                   setzung während des Bezugszeitraums nicht gefährdet.
Im ersten Aktionsprogramm der Europäischen Gemein-
schaften für den Umweltschutz, das am 22. November                 Die Gemeinschaft muß Richtlinien für den Umwelt-
1973 vom Rat verabschiedet wurde, werden die Mit-                  schutz erlassen, mit denen sich auf dem Gebiet der
gliedstaaten bereits aufgefordert, den neuesten wissen-            Kraftfahrzeugemissionen den europäischen Bedingun-
schaftlichen Fortschritten bei der Bekämpfung der Luft-            gen entsprechende Werte erzielen lassen, wobei die glei-
verschmutzung durch Abgase aus Kraftfahrzeugmoto-                  chen Wirkungen auf die Umwelt erreicht werden sollen
ren Rechnung zu tragen und die bereits erlassenen                  wie diejenigen der in den Vereinigten Staaten für Kraft-
Richtlinien in diesem Sinne anzupassen. Im dritten Ak-             fahrzeugemissionen geltenden Normen. Ein weiterer Be-
tionsprogramm sind weitere Anstrengungen im Hin-                   darf besteht im Hinblick auf die Innovation und die
blick auf eine beträchtliche Verringerung des derzeitigen          industrielle Wettbewerbsfähigkeit; zur Verwirklichung
Schadstoffemissionsniveaus der Kraftfahrzeugmotoren                dieses Zieles ist für die einzelnen Hubraumklassen der
vorgesehen.
                                                                   (?) ABl. Nr. L 76 vom 6. 4. 1970, S. 1.
                                                                   (4) ABl. Nr. L 159 vom 15. 6. 1974, S. 61.
                                                                   (5) ABl. Nr. L 32 vom 3. 2. 1977, S. 32.
(•) ABl. Nr. C 12 vom 14. 1. 1985, S. 65.                          (6) ABl. Nr. L 223 vom 14. 8. 1978, S. 48.
(2) ABl. Nr. C 25 vom 28. 1. 1985, S. 46.                          (7) ABl. Nr. L 197 vom 20. 7. 1983, S. 1.
 ---pagebreak--- Nr. C 257/2                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    28. 9. 87
Fahrzeuge eine differenzierte Lösung vorzusehen, damit                                  Artikel 2
die Vorschriften der Gemeinschaft soweit wie möglich
zu vernünftigen Kosten und mit verschiedenen techni-         1.      Vom 1. Januar 1988 an dürfen die Mitgliedstaaten
schen Mitteln eingehalten werden können. Die Grenz-          aus Gründen, die sich auf die Verunreinigung der Luft
werte für die Fahrzeugklasse mit einem Hubraum von           durch Motorabgase oder die Anforderungen des Mo-
weniger als 1,4 1 entspricht der derzeitigen technisch-      tors in bezug auf die Kraftstoffe beziehen,
wirtschaftlichen Situation der europäischen Hersteller
in diesem Marktbereich; die Grenzwerte für 1992/1993         — für einen Kraftfahrzeugtyp die EWG-Betriebser-
sind 1987 festzulegen.                                            laubnis oder die Ausstellung der in Artikel 10 Ab-
                                                                  satz 1 letzter Gedankenstrich der Richtlinie 70/156/
                                                                  EWG vorgesehenen Bescheinigung oder die Be-
Die Grenzwerte dieser Richtlinie beruhen auf der in               triebserlaubnis mit nationaler Geltung nicht verwei-
der Richtlinie 70/220/EWG festgesetzten Prüfmethode,              gern,
doch bedarf diese einer weiteren Anpassung, damit sie
nicht nur den Bedingungen der Stadtzonen mit dichtem         — das erstmalige Inverkehrbringen von Fahrzeugen
Verkehr Rechnung trägt, sondern auch denjenigen                   nicht untersagen,
außerhalb dieser Zonen; diese Anpassung ist bis späte-       sofern die Emissionen luftverunreinigender Gase dieses
stens 1987 zu beschließen;                                   Kraftfahrzeugtyps oder dieser Fahrzeuge sowie die An-
                                                             forderungen des Motors in bezug auf die Kraftstoffe
Die Richtlinie 70/220/EWG bezieht sich in ihrem Arti-        den Bestimmungen der Richtlinie 70/220/EWG in der
kel 5 auf die Möglichkeit, die Bestimmungen der Anhän-       Fassung der vorliegenden Richtlinie entsprechen.
ge an den technischen Fortschritt anzupassen.
                                                             2.      Die Mitgliedstaaten dürfen vom 1. Oktober 1988
Die Benzinmotoren aller Fahrzeuge, die den Bestim-           an für Fahrzeugtypen (*) mit einem Hubraum von mehr
mungen dieser Richtlinie unterliegen, müssen für den         als 2 000 cm 3 oder vom 1. Oktober 1980 an für Fahr-
ausschließlichen Betrieb mit unverbleitem Benzin ausge-      zeugtypen mit einem Hubraum von weniger als 1 400
legt sein, damit die Verwendung von Additiven auf            cm 3 und vom 1. Oktober 1991 an für Fahrzeugtypen
Bleibasis in den Kraftstoffen eingestellt werden und          mit einem Hubraum zwischen 1 400 cm 3 und 2 000 cm 3
damit ein entscheidender Beitrag zur Verringerung der         und vom 1. Oktober 1994 an für Fahrzeugtypen gleichen
Umweltverschmutzung durch dieses Element geleistet            Hubraums mit einem Motor mit Kompressionszündung
werden kann.                                                  und Direkteinspritzung
                                                             — die in Artikel 10 Absatz 1 letzter Gedankenstrich der
 Die Vorschriften für Motoren mit Kompressionszün-                 Richtlinie 70/156/EWG vorgesehene Bescheinigung
dung der in den Geltungsbereich der Richtlinie fallen-             für Kraftfahrzeugtypen nicht mehr ausstellen,
den Fahrzeuge müssen angesichts des spezifischen Cha-        — die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung für
 rakters aller von diesen Motoren emittierten Schadstof-           Kraftfahrzeugtypen verweigern,
 fe mit der späteren Entwicklung der Vorschriften für die
 anderen Schadstoffe dieser Motoren nach der Richtlinie       wenn bei den betreffenden Fahrzeugtypen die Emissio-
72/306/EWG vereinbar bleiben.                                 nen luftverunreinigender Gase nicht den Bestimmungen
                                                              der Anhänge der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung
                                                              der vorliegenden Richtlinie entsprechen.
 Während der Zeit zwischen der Annahme der europäi-
 schen Normen und der Anwendung des überarbeiteten
                                                              3. Die Mitgliedstaaten dürfen vom 1. Oktober 1989
 Europafahrzyklus muß für die Fahrzeuge, die die
                                                              an für Kraftfahrzeuge mit einem Hubraum von mehr
 Betriebserlaubnis aufgrund gleichwertiger Normen auf
                                                              als 2 000 cm 3 , vom 1. Oktober 1991 an für Kraftfahrzeu-
 Ausfuhrmärkten der Gemeinschaft erhalten, auch die
                                                              ge mit einem Hubraum von weniger als 1 400 cm 3 und
 EWG-Betriebserlaubnis erteilt werden können.
                                                              vom 1. Oktober 1993 an für Kraftfahrzeuge mit einem
                                                              Hubraum zwischen 1 400 cm 3 und 2 000 cm 3 und vom
 Die Mitgliedstaaten, die dies wünschen, können die           1. Oktober 1996 an für Kraftfahrzeuge gleichen
 Einführung der in der Richtlinie festgelegten neuen          Hubraums mit einem Motor mit Kompressionszündung
 Werte unter Einhaltung der im Vertrag festgelegten           und Direkteinspritzung, das erstmalige Inverkehrbrin-
 Regeln beschleunigen. Selbstverständlich können die          gen dieser Kraftfahrzeuge verbieten, wenn ihre Abgas-
 Mitgliedstaaten, die dieses Recht in Anspruch nehmen,        emissionen und die Anforderungen des Motors in bezug
 weder den Verkauf noch die Benutzung der in ihrem            auf die Kraftstoffe den Bestimmungen der Anhänge der
 Land hergestellten oder aus dem Ausland eingeführten         Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der vorliegenden
 Fahrzeuge verbieten, wenn diese den Vorschriften der         Richtlinie nicht entsprechen.
 Gemeinschaft genügen —
                                                                                         Artikel 3
 HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                                              1.     Die Mitgliedstaaten können die Betriebserlaubnis
                                                              mit nationaler Geltung, die EWG-Betriebserlaubnis
                          Artikel 1                           oder das in Artikel 10 Absatz 1 zweiter Gedankenstrich
 Die Anhänge I, II, III, VI und VII der Richtlinie 70/220/
 EWG werden gemäß dem Anhang zu dieser Richtlinie             (') Die in Artikel 2 genannten Fahrzeugtypen decken die in
 geändert. Ein neuer Anhang III-A wird hinzugefügt.               Anhang I Punkt 8.1 festgelegten Fahrzeugtypen nicht ab.
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 257/3
der Richtlinie 70/156/EWG vorgesehene Dokument für                                                 Artikel 4
Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Fremdzündung
verweigern, bei denen die Anforderungen in bezug auf                 Spätestens zum 31. Dezember 1987 wird der Rat auf
die Kraftstoffe nicht den Bestimmungen der Anhänge                   Vorschlag der Kommission
der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der vorlie-
                                                                     — eine weitere Senkung der Grenzwerte für Fahrzeuge
genden Richtlinie entsprechen, und zwar
                                                                          mit einem Hubraum von weniger als 1 400 cm 3
— vom 1. Oktober 1988 an für Fahrzeugtypen mit                            beschließen, damit diese Werte nicht später als 1992
     einem Hubraum von mehr als 2 000 cm 3 , ausgenom-                    für die Ausstellung einer neuen Betriebserlaubnis
     men die in Nummer 8.1 definierten Fahrzeuge,                         mit nationaler Geltung und 1993 für das erstmalige
                                                                          Inverkehrbringen von Fahrzeugen Anwendung
— vom 1. Oktober 1989 an für die anderen Fahrzeug-                        finden,
     typen.                                                          — die Prüfung nach Anhang III der Richtlinie 70/
                                                                          220/EWG ändern, um sie den Verkehrsbedingungen
2.     Vom 1. Oktober 1990 an dürfen die Mitgliedstaa-                    insbesondere durch die Einbeziehung außerstäd-
ten das erstmalige Inverkehrbringen von Fahrzeugen                        tischer Fahrzyklen anzupassen (2),
mit einem Motor mit Fremdzündung untersagen, bei                     — die Modalitäten für das Inkrafttreten des in An-
denen die Anforderungen des Motors in bezug auf die                       hang III aufgeführten geänderten Versuchs sowie die
Kraftstoffe nicht den Bestimmungen der Anhänge der                        Bedingungen für die Aufhebung der im derzeitigen
Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der vorliegenden                     Anhang III und im Anhang III-A vorgesehenen Be-
Richtlinie entsprechen, es sei denn, der Hersteller stellt                stimmungen beschließen, einschließlich der Über-
eine Bescheinigung aus, die von dem technischen Dienst                    gangszeit.
akzeptiert wird, der die ursprüngliche Betriebserlaubnis
für die Abgaswerte erteilt hat, und in der erklärt wird,                                          Artikel 5
daß die Anpassung der Fahrzeuge an die neuen Kraft-
stoffanforderungen größere technische Änderungen er-                 Die Mitgliedstaaten erlassen vor dem ... die erforderli-
fordert, nämlich eine Änderung bei der Festlegung der                chen Vorschriften, um dieser Richtlinie nachzukom-
Materialien der Ein- bzw. Auslaßventilsitze oder eine                men, und setzen die Kommission hiervon unverzüglich
Verringerung des Kompressionssatzes oder eine Steige-                in Kenntnis.
rung der Fähigkeit des Motors, den Leistungsverlust zu
kompensieren; in einem solchen Fall kann dieses Verbot                                            Artikel 6
erst ab den in Artikel 2 Absatz 3 vorgesehenen Terminen
in Kraft treten.                                                     Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
                                                           ANHANG      I
                                  ÄNDERUNG DER ANHÄNGE ZUR RICHTLINIE 70/220/EWG
                                         IN DER FASSUNG DER RICHTLINIE 83/351/EWG
                             Ist wie folgt zu ändern:
                             „Mit Ausnahme der Fahrzeuge der Klasse N j , die nach der Richtlinie ... eine Betriebserlaubnis
                             erhalten haben."
             2.2.            Ist wie folgt zu ändern:
                             „Im Sinne des Anhangs III-A ist unter ,Bezugsmasse' die Masse des fahrbereiten Fahrzeugs
                             abzüglich des Pauschalgewichts des Fahrers von 75 kg zuzüglich einer Pauschalmasse von
                             136 kg zu verstehen."
             2.9.            „Hubraum" bedeutet
             2.9.1.          bei Hubkolben das Nenn-Volumen
            2.9.1.1.         bei Rotationskolbenmotoren (Wankel-Motoren) das doppelte Nenn-Durchlaufvolumen
             Folgender Punkt 3.2.4 ist hinzuzufügen
                  „3.2.4.    Beschreibung der Maßnahmen, mit denen sichergestellt werden soll, daß das Fahrzeug mit
                             einem Motor mit Fremdzündung aufgrund seiner Bauart nur mit unverbleitem Benzin nach
                             den Bestimmungen der Richtlinie 85/210/EWG versorgt werden kann.
 ---pagebreak--- Nr. C 257/4                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28. 9. 87
                            Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn nachgewiesen werden kann, daß der Einfüllstutzen
                            des Kraftstofftanks so ausgelegt ist, daß der Tank nicht mit einem Zapfventil gefüllt werden
                            kann, das einen äußeren Durchmesser von 23,6 mm oder mehr hat."
           Unter Punkt 5.1 erhält der bestehende Text die Nummer 5.1.1 und wird wie folgt ergänzt:
                            „Die vom Hersteller eingesetzten technischen Mittel müssen gewährleisten, daß die Fahrzeuge
                            während ihrer gesamten normalen Lebensdauer und bei normalen Verwendungsbedingungen
                            tatsächlich begrenzte Schadstoffemissionen aufweisen."
           Folgender Punkt 5.1.2 ist hinzuzufügen:
                „5.1.2.     Das Fahrzeug mit einem Motor mit Fremdzündung muß so ausgelegt sein, daß es mit
                            unverbleitem Benzin nach der Richtlinie 85/210/EWG betrieben werden kann."
           Punkt 5.2.1.1.4 erhält folgenden Wortlaut:
                „5.2.1.1.4. Vorbehaltlich der Bestimmungen nach 5.2.1.1.4.2 und 5.2.1.1.5 ist die Prüfung dreimal
                            durchzuführen. Die festgestellte Kohlenmonoxidmasse, die Summe der Massen der Kohlen-
                            wasserstoffe und Stickoxide und die Stickoxidmasse müssen für die entsprechenden Fahr-
                            zeugklassen unter den nachstehenden Werten liegen:
                                                                                 Summe der Massen
                                     Hubraum           Kohlenmonoxidmasse      der Kohlenwasserstoffe   Stickoxidmasse
                                                                                    und Stickoxide
                                          C                       LI                       L2                  L3
                                      (in cm3)              (g je Prüfung)           (g je Prüfung)      (g je Prüfung)
                                    C > 2 000                     25                       6,5                 3,5
                                1 400 SS C SS 2 000               30                       8
                                    C < 1 400                     45                      15                   6
                            Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr
                            als 2 000 cm 3 müssen den Grenzwerten der Hubraumklasse zwischen 1 400 cm 3 und 2 000 cm 3
                            genügen."
           In den Punkten 5.2.1.1.4.1, 5.2.1.1.4.2, 5.2.1.1.5.1 und 5.2.1.1.5.2 ist nach dem Ausdruck „Summe der Massen
            (Emissionen) der Kohlenwasserstoffe und Stickoxide" folgendes hinzuzufügen: „sowie die Masse (Emission)
           der Stickoxide".
           Folgender neuer Abschnitt 6.5 wird hinzugefügt:
                „6.5.        Kraftfahrzeugtypen mit einem Motor mit Fremdzündung mit unterschiedlichen Motoranfor-
                             derungen bezüglich des Kraftstoffs
                6.5.1.       Die Betriebserlaubnis ist auf Kraftfahrzeugtypen auszudehnen, die wegen der Motoranforde-
                             rungen bezüglich des Kraftstoffs geändert wurden, sofern die Bedingungen von Punkt 8.6
                             dieses Anhangs erfüllt sind."
            Folgender neuer Abschnitt 6.6 wird hinzugefügt:
                 „6.6.       Fahrzeugtypen mit automatischem oder stufenlos arbeitendem Getriebe
                6.6.1.       Die Betriebserlaubnis für Fahrzeugtypen mit Handschaltung kann unter folgenden Vorausset-
                             zungen auf Fahrzeugtypen mit automatischem oder stufenlos arbeitendem Getriebe ausge-
                             dehnt werden:
                 6.6.1.1.    Dieselben Grundformen von Bestandteilen und Systemen (außer dem Getriebe), die die
                             gasförmigen Schadstoffemissionen beeinträchtigen können, müssen vorhanden und funk-
                             tionsfähig sein, aber Detailunterschiede zur Berücksichtigung der unterschiedlichen
                             Betriebsmerkmale automatischer und stufenlos arbeitender Getriebe sind zulässig.
                 6.6.1.2.    Der Fahrzeugtyp muß eine Referenzmasse mit einer Abweichung von ± 5 % von der
                             Referenzmasse des Fahrzeugtyps mit Handschaltung haben.
                 6.6.1.3.    Der Fahrzeugtyp muß geprüft werden und den Anforderungen des wie folgt geänderten
                             Abschnitts 5 genügen:
                             „Die Grenzwerte für die Stickoxide ergeben sich aus der Multiplikation der L3-Werte in der
                             Tabelle in 5.2.1.1.4 mit dem Faktor 1,3 und die Grenzwerte für die Summe der Massen der
                             Kohlenwasserstoffe und der Stickoxide ergeben sich aus der Multiplikation der L2-Werte in
                             der Tabelle 5.2.1.1.4 mit dem Faktor 1,2."
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 257/5
          Die Tabelle unter 7.1.1.1 ist durch folgende Tabelle zu ersetzen:
                                                                               Summe der Massen
                          „Hubraum                Kohlenmonoxidmasse         der Kohlenwasserstoffe     Stickoxidmasse
                                                                                 und Stickoxide
                                C                           LI                          L2                     L3
                            (in cm5)                  (g je Prüfung)              (g je Prüfung)         (g je Prüfung)
                          C > 2 000                         30                          8,1                    4,4
                      1 400 5£ C s= 2 000                   36                         10
                          C < 1 400                         54                         19                      7,5
               Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr als 2 000 cm-
               müssen den Grenzwerten der Hubraumklasse zwischen 1 400 cm 3 und 2 000 cm 3 genügen."
          Der zweite Absatz von 7.1.1.2 muß lauten:
                „L: Grenzwert nach 7.1.1.1 für Kohlenmonoxidemissionen, die Summe der Emissionen von Kohlenwas-
                serstoffen und Stickoxiden sowie die Stickoxidemissionen."
          Folgender neuer Abschnitt 7.2 wird hinzugefügt:
               „7.2.           Wird die Betriebserlaubnis nach den Bestimmungen von Abschnitt 6.6 (automatische und
                               stufenlos arbeitende Getriebe) erteilt, so ergeben sich die Grenzwerte für die Stickoxide aus
                               der Multiplikation der L3-Werte in der Tabelle in 7.1.1.1 mit dem Faktor 1,3 und die
                               Grenzwerte für die Summe der Massen der Kohlenwasserstoffe und Stickoxide aus der
                               Multiplikation der L2-Werte in der Tabelle in 7.1.1.1 mit dem Faktor 1,2."
          Punkt 8.1 muß lauten:
               ,,8.1.          Für die Betriebserlaubnis und die Prüfung der Übereinstimmung
                               — bei anderen Fahrzeugen als solchen der Klasse Mj,
                               —- bei Fahrzeugen der Klasse Mj, die für die Beförderung von mehr als sechs Personen
                                   einschließlich des Fahrers ausgelegt sind oder eine Höchstmasse von mehr als 2 500 kg
                                   haben, sowie
                               — bei Fahrzeugen, die zum Befahren des Geländes außerhalb der Straßen bestimmt sind,
                               — bei den in Anhang I der Richtlinie 70/156/EWG in der Fassung der Richtlinie 87/.../
                                   EWG definierten nicht straßengebundenen Fahrzeugen
                               gelten vom 1. Oktober 1989 an für die Fahrzeugtypen und vom 1. Oktober 1990 an für die
                               Fahrzeuge, die erstmals in Verkehr gebracht werden, die in den Tabellen von Nummer
                               5.2.1.1.4 (Betriebserlaubnis) und 7.1.1.1 (Prüfung auf Übereinstimmung) der Richtlinie 70/
                               220/EWG in der Fassung der Richtlinie 83/351/EWG enthaltenen Grenzwerte."
          Der nachstehende neue Punkt 8.3 ist hinzuzufügen:
               ,,8.3.          Gleichzeitige Prüfung wie die Prüfung vom Typ I betreffend die Kontrolle der Emissionen
                               nach Anfahren mit kaltem Motor
               8.3.1.          Für die Betriebserlaubnis und die Prüfung der Übereinstimmung bei der Produktion von
                               Fahrzeugen der Klasse Mj mit einem Motor mit einem Hubraum von 1> 1 400 cm 3 kann
                               der technische Dienst auf Ersuchen eines Herstellers die gleichwertige Prüfung nach An-
                               hang III A („EPA-Zyklus") anstelle derjenigen nach 5.2.1.1 durchführen.
                               In diesem Fall:
              8.3.1.1.         Werden die Grenzwerte in der Tabelle unter 5.2.1.1.4 für die Betriebserlaubnis für einen
                               Fahrzeugtyp durch die nachstehenden Werte ersetzt:
                               — Kohlenmonoxidmasse (LI):                 2,11 g/km
                              — Kohlenwasserstoffmasse:                   0,25 g/km
                              — Stickoxidmasse (L3):                      0,62 g/km
                               Diese Grenzwerte gelten als eingehalten, wenn sie von den Prüfungsergebnissen für einen
                               Fahrzeugtyp bei Multiplizierung der einzelnen Schadstoffmassen mit dem entsprechenden
                               Verschlechterungsfaktor der nachstehenden Tabelle nicht überschritten werden:
 ---pagebreak--- Nr. C 257/6                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28. 9. 87
                                                                                          Verschlechterungsfaktor
                                               Abgasreinigungssystem
                                                                                        CO           HC         NOx
                       1. Fremdzündungsmotor mit Oxydationskatalysator                   1,2         1,3          1,0
                       2. Fremdzündungsmotor ohne Katalysator                            1,2         1,3         1,0
                       3. Fremdzündungsmotor mit Dreiwegekatalysator                     1,2         1,3         1,1
                       4. Motor mit Kompressionszündung                                  1,1         1,0          1,0
                       In den Fällen, in denen ein Hersteller den Nachweis für Verschlechterungsfaktoren erhalten
                       hat, welche für den Fahrzeugtyp spezifisch sind, bei dem die Bescheinigungsverfahren für
                       die gemeinschaftlichen Ausfuhrmarkte angewandt werden, können diese Faktoren immer
                       dann als Alternative verwendet werden, wenn mit den in diesem Abschnitt genannten
                       Grenzwerten Übereinstimmung hergestellt wird.
            8.3.1.2.   Können Fahrzeuge für die Prüfung der Übereinstimmung der Produktion der Herstellungs-
                       serie entnommen und dem Testverfahren nach Anhang III A unterzogen werden.
            8.3.1.2.1. Ein Fahrzeug hat den Test nicht bestanden, wenn die Testergebnisse nach Anpassung
                       gemäß den Verschlechterungsfaktoren, die für den nach 8.3.1.1 mit einer Betriebserlaubnis
                       versehenen Fahrzeugtyp festgelegt sind, darauf hinauslaufen, daß ein oder mehrere Grenzwer-
                       te nach 8.3.1.1 überschritten werden.
            8.3.1.2.2. Die Produktion der Serie gilt als in Übereinstimmung oder nicht in Übereinstimmung, wenn
                       sich bei Prüfung der Fahrzeuge einer Probeentnahme ein positiver Prüfungsentscheid für
                       sämtliche Grenzwerte oder ein negativer Prüfungsentscheid für einen Grenzwert ergibt. Ein
                       positiver Testbescheid ist gegeben, wenn die kumulierte Zahl der Fahrzeuge, die den Test
                       nach 8.3.1.2.1 nicht bestanden haben, für jeden Grenzwert nicht höher ist als die der
                       kumulierten Zahl der geprüften Fahrzeuge entsprechende Zahl positiver Prüfungsentscheide.
                       Ein negativer Prüfungsentscheid ist gegeben, wenn die kumulierte Zahl von Fahrzeugen, die
                       den Test nicht bestanden haben, für einen Grenzwert nicht niedriger ist als die der kumulier-
                       ten Zahl der geprüften Fahrzeuge entsprechende Zahl negativer Prüfungsentscheide.
                       Sobald ein positiver Prüfungsentscheid für einen besonderen Grenzwert vorliegt, wird die
                       Zahl der Fahrzeuge, deren endgültige Testergebnisse nach Anwendung des Verschlechte-
                       rungsfaktors diesen Grenzwert überschreiten, im Hinblick auf die Prüfung der Übereinstim-
                       mung der Produktion nicht weiter berücksichtigt.
                       Die jeweilige Zahl positiver bzw. negativer Prüfungsentscheide, die mit der kumulierten
                       Zahl geprüfter Fahrzeuge gekoppelt ist, ist in der nachstehenden Tabelle angegeben:
                             Cumulative number of                   Pass decision               Fail decision
                                 vehicles tested                 (number of failures)        (number of failures)
                                         1                               0)                           (2)
                                         2                               (*)                          (2)
                                         3                               (')                          (22)
                                         4                               0)0                          (2)
                                         5                                                            ()
                                         6                                 0                             6
                                         7                                 1                             7
                                         8                                 2                             8
                                         9                                 2                             8
                                       10                                  3                             9
                                        11                                 3                             9
                                       12                                  4                          10
                                       13                                  4                          10
                                       14                                  5                          11
                                       15                                  5                          11
                                        16                                 6                          12
                                        17                                 6                          12
                                        18                                 7                          13
                                        19                                 7                          13
                                       20                                  8                          14
                                       21                                  8                          14
                                       22                                  9                          15
                                       23                                  9                          15
                                       24                                 10                          16
                                       25                                 11                          16
                                       26                                 11                          17
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 257/7
                                 Cumulative number of                    Pass decision              Fail decision
                                      vehicles tested                 (number of failures)       (number of failures)
                                            27                                12                         17
                                            28                                12                         18
                                            29                                13                         19
                                            30                                13                         19
                                            31                                14                         20
                                            32                                14                         20
                                            33                                15                         21
                                            34                                15                         21
                                            35                                16                         22
                                            36                                16                         22
                                            37                                17                         23
                                            38                                17                         23
                                            39                                18                         24
                                            40                                18                         24
                                            41                                19                         25
                                            42                                19                         26
                                            43                                20                         26
                                            44                                21                         27
                                            45                                21                         27
                                            46                                22                         28
                                            47                                22                         28
                                            48                                23                         29
                                            49                                23                         29
                                            50                                24                         30
                                            51                                24                         30
                                            52                                25                         31
                                            53                                25                         31
                                            54                                26                         32
                                            55                                26                         32
                                            56                                27                         33
                                            57                                27                         33
                                            58                                28                         33
                                            59                                28                         33
                                            60                                32                         33
                           (') Series not able to pass at this stage
                           (2) Series not able to fail at this stage
              8.3.1.3.     Die Hersteller von Kraftfahrzeugen, die eine von Regierungsbehörden ausgestellte Bescheini-
                           gung für die gemeinschaftlichen Ausfuhrmärkte erhalten haben, die auch die Ergebnisse der
                           den Prüfungen nach dem Verfahren des Anhangs III A gleichwertigen Prüfungen enthalten,
                           können solche Ergebnisse vorlegen.
              8.4.         Für die Ausdehnung der EWG-Betriebserlaubnis auf Fahrzeuge, für die bereits eine Betriebser-
                           laubnis gemäß der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der Richtlinie 83/351/EWG erteilt
                           worden ist, die aber wegen der in der vorliegenden Richtlinie vorgesehenen Motoranforderun-
                           gen bezüglich des Kraftstoffs geändert worden sind, hat der Hersteller zu bescheinigen, daß
              8.4.1.       der Fahrzeugtyp den unter 5.1.2 dieses Anhangs vorgesehenen Motoranforderungen bezüglich
                           des Kraftstoffs entspricht und daß
              8.4.2.       das Fahrzeug weiterhin den Grenzwerten für die Übereinstimmung der Produktion gemäß
                           der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der Richtlinie 83/351/EWG entspricht."
                                                                  ANHANG   II
          Nach 1.4 und 1.5 ist „(4)" hinzuzufügen.
          Nach 1.7 ist „(5)" hinzuzufügen.
          Am Schluß der Seite sind folgende Fußnoten hinzuzufügen:
              „(4) Dieser Wert ist auf die nächste mm-Dezimalstelle auf- bzw. abzurunden.
                (5) Dieser Wert ist mit 7t = 3,1416 zu berechnen und auf den nächsten cm 3 auf- bzw. abzurunden."
 ---pagebreak--- Nr. C 257/8   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28. 9. 87
            SAMPLING PLAN FOR USE WITH ANNEX III-A TEST
                              TEST ANOTHER
                              LIMIT VAU!E("/o
                                (ARE) PASSEI)
 ---pagebreak--- 28. 9. 87 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 257/9 ---pagebreak--- Nr. C 257/10                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28. 9. 87
           Unter Punkt 7 ist folgender Unterpunkt hinzuzufügen:
                 „Für die in Anhang lll-A vorgesehenen Prüfungen anzugebende            Informationen
                 Schaltpunkte (vom 1. in den 2. Gang usw.).
                 Kaltstartmethode."
                                                                ANHANG 111
            3.1.7 ist zu streichen.
                                                                ANHANG       VI
                                                  (Technische Daten des Bezugskraftstoffes)
            Die Tabelle in 1 ist durch folgende Tabelle zu ersetzen:
                  „1.   TECHNISCHE DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFES FÜR DIE PRÜFUNG DER FAHRZEU-
                        GE MIT FREMDZÜNDUNGSMOTOR
                        Bezugskraftstoff CEC RF 08-A-85
                        Typ: Superbenzin, unverbleit
                                                                            Grenzwerte und Einheiten
                                                                                                         ASTM-Verfahren
                                                                             min.              max.
                        ROZ                                              95,0                               D 2699
                        MOZ                                              85,0                               D 2700
                        Dichte bei 15 °C                                  0,748              0,762          D 1298
                        Dampfdruck (nach Reid)                             0,56 bar          0,64 bar       D  323
                        Siedeverlauf
                        — Siedebeginn                                       24  °C            40   °C       D    86
                        — 10 Volumenprozent-Destillat                       42  °C            58   °C       D    86
                        — 50 Volumenprozent-Destillat                       90  °C           110   °C       D    86
                        — 90 Volumenprozent-Destillat                      155  °C           180   °C       D    86
                        — Siedeende                                        190  °C           215   °C       D    86
                        Rückstand                                                               2%          D    86
                        Analyse der Kohlenwasserstoffe
                        — Alkene                                                            20 Vol. %       D 1319
                        — Aromaten                                     (einschließlich                      D 1319
                                                                          5 Vol. %
                                                                      max. Benzol (}))      45 Vol. %  (!)D 3606/D 2267
                        — Alkane                                                               Rest         D 1319
                        Verhältnis Kohlenstoff/Wasserstoff                        Verh ältnis
                        Oxidationsbeständigkeit                           480 Min.                          D  525
                        Abdampf rückstand                                                  4 mg/100 ml      D   381
                        Schwefelgehalt                                                    0,04 Masse %  D 1266/D 2622/
                                                                                                            D 2785
                        Kupferkorrosion bei 50 °C                                                1          D   130
                        Bleigehalt                                                          0,005 g/1       D 3237
                        Phosphorgehalt                                                      0,0013 g/1      D 3231
                         (') Zusatz von sauerstoffhaltigen Komponenten verboten."
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 257/11
                                                          ANHANG V7/
          Ein neuer Punkt 6 ist hinzuzufügen und die Numerierung folgender Punkte zu ändern:
               „6. Hubraum ... cm3."'
          Unter Punkt 14 ist in der ersten Zeile folgendes hinzuzufügen:
               „nach Anhang 111/Anhang III-A."
          Unter Punkt 14.1 ist in der ersten Zeile hinzuzufügen:
               „nach Anhang III."
          Nach Punkt 14.1 ist der neue Punkt 14.2 hinzuzufügen:
               „14.2 Prüfung Typ I nach Anhang III-A
                     CO: ... g/km       HC: ... g/km      NO x : ... g/km."
          Der frühere Punkt 14.2 wird zu 14.3.
          Der frühere Punkt 14.3 wird zu 14.4.
                                                         ANHANG         lll-A
          GLEICHWERTIGE PRÜFUNG WIE DIE PRÜFUNG VOM TYP I BETREFFEND DIE KONTROLLE DER
                                 EMISSIONEN NACH ANFAHREN MIT KALTEM M O T O R
          1.             EINLEITUNG
                         ... wie Absatz 8.3 von Anhang I.
          2.             FAHRZYKLUS AUF DEM FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
          2.1.           Beschreibung des Zyklus
                         Betrieb ... gemäß Tabelle und Graph in Anlage 1. Aufgliederung ... Anlage.
          2.2.           Wie 2.2 in Anhang III.
          2.3.           Getriebe
          2.3.1.         Soweit keine anderslautenden Angaben vorliegen, gelten als Prüfbedingungen immer die
                         Empfehlungen des Herstellers.
          2.3.2.         Fahrzeuge mit Freilauf oder Schongang (Overdrive) sind ohne anderslautende Angaben bei
                         dem vom Hersteller empfohlenen Betrieb zu prüfen.
          2.3.3.         Leerlaufprüfungen sind mit der Automatic-Schaltung in „Fahr"-Stellung (Drive) und mit
                         gebremsten Rädern durchzuführen: Handschaltungen sind mit Ausnahme des ersten Leerlaufs
                         mit eingelegtem Gang und ausgerückter Kupplung durchzuführen.
                         Das Fahrzeug ist so zu fahren, daß das Gaspedal zur Einhaltung der gewünschten Geschwindig-
                         keit möglichst wenig bewegt wird.
          2.3.4.         Die Beschleunigungen sind sachte und nach repräsentativen Schaltgeschwindigkeiten und
                         -verfahren durchzuführen. Bei Gangschaltungen von Hand muß der Fahrer während jeder
                         Schaltung vom Gaspedal zurücktreten und die Schaltung möglichst rasch vollführen. Läßt
                         sich das Fahrzeug nicht wie vorgeschrieben beschleunigen, so ist es mit der verfügbaren
                         Höchstleistung zu fahren, bis es die im Fahrzyklus für den betreffenden Zeitpunkt vorgeschrie-
                         bene Geschwindigkeit erreicht hat.
          2.3.5.         Verzögerungen sind mit eingelegtem Gang durchzuführen, wobei je nach Bedarf die Bremse
                         oder das Gaspedal zu benutzen ist, um die gewünschte Geschwindigkeit einzuhalten. Fahrzeuge
                         mit Handschaltung sind eingekuppelt und ohne Schaltung des Ganges gegenüber der vorange-
                         henden Fahrweise zu fahren. Wird bis auf den Stillstand verlangsamt, so sind die Kupplungs-
                         pedale hinunterzudrücken, wenn die Geschwindigkeit unter 24,1 km/h fällt, wenn der Motor
                         offensichtlich nicht mehr genügend zieht oder stillzustehen droht.
 ---pagebreak--- Nr. C 257/12                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28. 9. 87
           2.3.6.         Handschaltung
           2.3.6.1.      Bei Prüffahrzeugen mit Handschaltung ist die Schaltung nach Verfahren zu betätigen, die vom
                         Hersteller empfohlen worden sind, und zwar vorbehaltlich der Zustimmung der mit der
                         Durchführung der Prüfungen beauftragten technischen Stelle.
           2.4.          Toleranzen
           2.4.1.        Der Prüfstand-Fahrzyklus ist in Anhang I festgelegt. Der Fahrzyklus ist als schwache Kurve
                         des Geschwindigkeits/Zeit-Verhältnisses ersichtlich. Er umfaßt eine nichtrepetitive Serie von
                         Leerlauf, Beschleunigung, normale Fahrt und Verzögerung in verschiedenen Zeitsequenzen
                         und Längen.
           2.4.2.        Es gelten folgende Geschwindigkeitstoleranzen:
                         — obere Grenze: 3,2 km/h über dem höchsten Punkt der Kurve während einer Sekunde der
                             gegebenen Zeitspanne;
                         — untere Grenze: 3,2 km/h unter dem untersten Punkt der Kurve während einer Sekunde
                             der gegebenen Zeitspanne;
                         — die Toleranzen überschreitende Geschwindigkeitsschwankungen (wie sie während der
                             Gangschaltung vorkommen können) sind annehmbar, sofern sie nie länger als 2 Sekunden
                             dauern;
                         — niedrigere Geschwindigkeiten als die angegebenen sind annehmbar, sofern das Fahrzeug
                             mit der während dieser Phase verfügbaren Höchstleistung gefahren wird;
                         — es gelten die oben festgelegten Geschwindigkeitstoleranzen, mit Ausnahme der Unter- und
                             Obergrenze, die 6,4 km/h beträgt;
                         — die nachstehenden Zahlen zeigen den Bereich der annehmbaren Geschwindigkeitstoleran-
                             zen für typische Punkte. Die Abbildung A zeigt typische zu- oder abnehmende Abschnitte
                             der Geschwindigkeitskurve während des Zeitintervals von 2 Sekunden. In Abbildung B
                              sind typische Abschnitte der Geschwindigkeitskurve mit Höchst- und Mindestwerten
                              wiedergegeben.
                                                                              11
                                                                              _*  "
                                                                                                                            {
                                                Zulässiger                                                             Zulässiger
                                                  Bereich
                                                                              11                                        Bereich
 O                                                                  O
                                                                              1 /               ls              \         1
                                                                                                           ls
                           I                                                                          I
                           I                                                                          I
                         Zeit
                                                                                                    Zeit
                    Abbildung A
                                                                                               Abbildung B
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 257/13
                       FAHRZEUG UND KRAFTSTOFF
          3.1.         Prüffahrzeuge
                       3.1.1.
                       3.1.2.
                       3.1.3.
                                  Wie 3.1.1 bis 3.1.6 von Anhang III.
                       3.1.4.
                       3.1.5.
                       3.1.6.
          3.2.         Kraftstoff
                       Für die Prüfungen ist der Bezugskraftstoff zu verwenden, dessen technische Daten in An-
                       hang VI aufgeführt sind, oder gleichwertige Bezugskraftstoffe, die von den zuständigen
                       Behörden in den Ausfuhrmärkten der Gemeinschaft verwendet werden.
                       PRÜFEINRICHTUNG
          4.1.         Prüfstand
          4.1.1.       Es ist hinzuzufügen:
                       „Prüfstände mit einstellbarer Lastkurve können als Prüfstände mit fester Lastkurve gelten,
                       wenn sie den Anforderungen für Prüfstände mit fester Lastkurve entsprechen und als Prüfstand
                       mit fester Lastkurve verwendet werden."
          4.1.2.
                    }  Wie 4.1.1, 4.1.2 und 4.1.3 von Anhang III.
          4.1.3.
          4.1.4.         Genauigkeit
          4.1.4.1.     Wie 4.1.4.1 von Anhang III.
          4.1.4.2.     Im Falle eines Prüfstandes mit fester Lastkurve muß der Prüfstand der auf der Straße aufgenom-
                       menen Leistung bei 80,5 km/h auf 5 % genau angeglichen werden können.
                       Im Falle eines Prüfstandes mit einstellbarer Lastkurve muß der Prüfstand der auf der Straße
                       aufgenommenen Leistung bei 80,5, 60 und 40 km/h auf 5 % und bei 20 km/h auf 10% genau
                       angeglichen werden können. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten muß der Wert der Einstellung
                       positiv sein.
          4.1.4.3.
                    j  Wie 4.1.4.3 und 4.1.4.4 von Anhang III.
          4.1.4.4.
           4.1.5.       Einstellung der Lastkurve des Prüfstandes sowie der Schwungmasse
           4.1.5.1.     Prüfstand mit fester Lastkurve: Die Bremse muß so eingestellt werden, daß die auf die
                        Antriebsräder ausgeübte Kraft bei einer konstanten Geschwindigkeit von 80,5 km/h aufgenom-
                        men wird. Die alternativen Verfahren zur Bestimmung und Einstellung der Bremse sind in
                        Anlage 2 Abschnitt 3 und Anlage 3 beschrieben.
          4.1.5.2.      Prüfstand mit einstellbarer Lastkurve: Die Bremse muß so eingestellt werden, daß die auf die
                        Antriebsräder ausgeübte Kraft bei konstanten Geschwindigkeiten von 20, 40, 60 und
                        80,5 km/h aufgenommen wird. Die zur Bestimmung und Einstellung dieser Belastung der
                        Bremse anzuwendenden Verfahren sind in Anlage 2 Nummer 3 und Anlage 3 beschrieben.
          4.1.5.3.     Wie 4.1.5.3 von Anhang III.
          4.2 bis 4.7. Wie 4.2 bis 4.7 von Anhang III.
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           5.             VORBEREITUNG DER PRÜFUNG
           5.1.           Anpassung der äquivalenten Schwungmassen
                                              Bezugsmasse des Fahrzeugs                      Äquivalente Schwungmasse
                                                         kg)                                            (kg)
                                                          Pr        480                                  450
                                                  480 <   Pr sS 540                                      510
                                                  540 <   PrsS 600                                       570
                                                  600 <   Pr sS 650                                      620
                                                  650 <   Pr sS 710                                      680
                                                  710 <   Pr *S 770                                      740
                                                  770 <   Pr s5 820                                      800
                                                  820 <   Pr sS 880                                      850
                                                  880 <   Pr sS 940                                      910
                                                  940 <   Pr sS 990                                      960
                                                  990 <   Pr SS 1 050                                  1020
                                                1050  <   P r s S l HO                                 1080
                                                1 110 <   Pr sS 1 160                                  1 130
                                                1 160 <   Pr sS 1 220                                  1 190
                                                1220  <   Pr sS 1 280                                  1250
                                                1280  <   Pr sS 1 330                                  1300
                                                1330  <   Pr sS 1 390                                  1360
                                                1390  <   Pr sS 1 450                                  1420
                                                1450  <   Pr sS 1 500                                  1470
                                                1500  <   Pr sS 1 560                                  1530
                                                1560  <   Pr sS 1 620                                  1590
                                                1 620  <  Pr sS 1 670                                  1640
                                                1670  <   Pr SS 1 730                                  1700
                                                1 730  <  Pr sS 1 790                                  1760
                                                1 790  <  Pr sS 1 870                                  1 810
                                                1870  <   Pr sS 1 980                                  1930
                                                1 980 <   Pr sS 2 100                                  2040
                                                2 100 <   Pr sS 2 210                                  2 150
                                                2 210 <   Pr sS 2 320                                  2 270
                                                2 320 <   Pr sS 2 440                                  2 380
                                                2 440  <  Pr sS 2 610                                  2 490
                                                2 610 <   Pr sS 2 830                                  2 720
                          Elektrische Schwungräder oder andere Mittel zur Simulation der Prüfgewichte gemäß den
                          Angaben in der Tabelle sind anzuwenden. Ist das angegebene äquivalente Prüfgewicht mit
                          dem angewandten Fahrleistungsprüfstand nicht anwendbar, so ist das nächsthöhere verfügbare
                          äquivalente Prüfgewicht anzuwenden (bis höchstens 115 kg).
                          Anmerkung:    Die Bezugsmasse des Fahrzeugs ist die Masse des Fahrzeugs in fahrbereitem
                                        Zustand abzüglich der Einheitsmasse des Fahrers und zuzüglich einer Ein-
                                        heitsmasse von 136 kg.
           5.2.           Einstellung der Bremse des Prüfstandes: Wie 5.2 von Anhang III.
           5.3.           Vorbereitung des Fahrzeugs
           5.3.1.         Vor der Prüfung ist das Fahrzeug in einem Raum einer annähernd konstanten Temperatur
                          zwischen 20 °C und 30 °C auszusetzen.
                          Die Vorbereitungsdauer muß mindestens sechs Stunden mit oder mindestens zwölf Stunden
                          ohne Messung der Temperatur des Motoröls betragen.
                          Auf Antrag des Herstellers ist die Prüfung innerhalb eines Zeitraums von höchstens 36 Stunden
                          nach Betrieb des Fahrzeugs bei normaler Temperatur durchzuführen.
           5.3.2,         Wie 5.3.2 von Anhang III.
           6.             PRÜFUNGEN AUF DEM PRÜFSTAND
           6.1 bis 6.1.4. Wie 6.1 bis 6.1.4 von Anhang III.
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          6.2.      Prüfung und Gasentnahme
          6.2.1.    Vor der Emissionsprüfung ist das Fahrzeug so unterzubringen, daß es vor Niederschlägen (z.B.
                    Regen oder Tau) geschützt ist. Die vollständige Prüfstandsprüfung umfaßt eine Fahrt mit
                    Kaltstart von 12,1 km und simuliert eine Fahrt mit Warmstart. Das Fahrzeug darf zwischen
                    der Kalt- und der Warmstartprüfung 10 Minuten auf dem Prüfstand stehengelassen werden.
                    Die Kaltstartprüfung wird in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil bildet die „transiente" Phase
                    des Kaltstarts und hört mit dem Ende der Verzögerung auf, die nach 505 Sekunden des
                    Fahrzyklus vorgesehen ist. Der zweite Teil, die „stabilisierte" Phase, umfaßt den Rest des
                    Fahrzyklus einschließlich des Ausschaltens des Motors. Dementsprechend umfaßt auch die
                    Warmstartprüfung zwei Teile. Der erste ist wiederum die „transiente" Phase und endet am
                    gleichen Punkt des Fahrzyklus wie der erste Teil der Kaltstartprüfung. Der zweite Teil der
                    Warmstartprüfung, die „stabilisierte" Phase, wird als identisch mit dem zweiten Teil der
                    Kaltstartprüfung betrachtet. Die Warmstartprüfung endet deshalb nach Abschluß des ersten
                    Teils (505 Sekunden).
          6.2.2.    Bei jeder Prüfung ist wie folgt zu verfahren:
          6.2.2.1.  Räder des Fahrzeugs auf den Fahrleistungsprüfstand setzen, ohne den Motor anzustellen.
                    Rollenumdrehungszähler auf Null stellen und entsperren.
          6.2.2.2.  Motorhaube des Fahrzeugs öffnen und Kühlventilator in die richtige Stellung bringen.
          6.2.2.3.  Probenahmeventile auf „Bereitschaft" (standby) einstellen, die Auffangbeutel für die Gaspro-
                    ben an die Systeme zur Entnahme der verdünnten Auspuffgas- und Luft-Proben anschließen.
          6.2.2.4.  Das Entnahmesystem mit konstantem Volumen (CVS) — falls noch nicht angestellt —, die
                    Entnahmepumpen, das Temperaturregistriergerät, den Kühlventilator des Fahrzeugs und das
                    vorerwärmte Registriergerät zur Analyse der Kohlenwasserstoffe (nur für Dieselmotoren)
                    einschalten. (Der Wärmeaustauscher des Entnahmegeräts mit konstantem Volumen sollte,
                    wenn er benutzt wird, auf seine Betriebstemperatur vorerwärmt werden.) Die kontinuierliche
                    Entnahmeeinrichtung des Dieselkraftstoff-Kohlenwasserstoff-Analysegeräts und der Filter
                    (wenn angewandt) sollten vor Beginn der Prüfung auf 190 °C ± 10 °C vorerwärmt werden.
          6.2.2.5.  Durchflußrate der Gasproben auf den gewünschten Wert einstellen (mindestens 0,28 m 3 /h)
                    und Gasdurchfluß-Meßgeräte auf Null stellen.
                    Anmerkung:     Die Durchflußrate der CFV-CVS-Gasproben ist durch das Venturi-Konzept
                                   festgelegt.
          6.2.2.6.  Auspuffschlauch an das (die) Auspuffrohr(e) des Fahrzeugs anschließen.
          6.2.2.7.  Gasstrom-Meßgerät in Gang setzen, Probenahmeventile so einstellen, daß die Probe in den
                    Auffangbeutel für „transientes" Auspuffgas und denjenigen für „transiente" Verdünnungsluft
                    fließt (Integrator des Diesel-Kohlenwasserstoff-Analysiersystems einstellen und gegebenenfalls
                    Registrierkarte anzeichnen), Schlüssel drehen und Motor ankurbeln.
          6.2.2.8.  Fünfzehn Sekunden nach Anlaufen des Motors Gang einlegen.
          6.2.2.9.  Zwanzig Sekunden nach dem Anlaufen des Motors beginne man die anfängliche Beschleuni-
                    gung des Fahrzyklus.
          6.2.2.10. Das Fahrzeug ist nach dem Fahrzyklus des Fahrleistungsprüfstandes zu fahren.
          6.2.2.11. Nach der nach 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung ist gleichzeitig der Gasprobenstrom
                    von den „transienten" Beuteln in die „stabilisierten" Beutel umzuleiten, das Gasflußmeßgerät
                    Nr. 1 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 1) zu schließen (Karte des Diesel-HC-Integrators
                    markieren) und das Gasflußmeßgerät Nr. 2 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) in Betrieb zu
                    setzen. Vor der auf 510 Sekunden festgelegten Beschleunigung registriere man die gemessenen
                    Umdrehungen der Rolle oder Welle, setze den Zähler wieder auf Null oder schalte auf einen
                    zweiten Zähler um. Sobald wie möglich überführe man die „transienten" Auspuff- und
                    Verdünnungsluftproben in das Analysesystem und verarbeite die Proben so, daß binnen 20
                    Minuten nach Beendigung der Gasprobeentnahme mit allen Analysegeräten stabilisierte Werte
                    der Auspuffgasprobe erhalten werden.
          6.2.2.12. Zwei Sekunden nach dem Ende der letzten Verzögerung (nach 1 369 Sekunden) stelle man den
                    Motor ab.
          6.2.2.13. Fünf Sekunden nach dem Ausschalten des Motors ist gleichzeitig das Gasfluß-Meßgerät Nr. 2
                    (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) zu sperren (gegebenenfalls auch die HC-Registrierkarte
                    ankreuzen) und die Gasprobenentnahmeventile auf „standby" einzustellen. Man registriere
                    die gemessenen Umdrehungen der Rolle oder Welle und stelle den Zähler wieder auf Null.
                    Die „stabilisierten" Auspuffgas- und Verdünnungsluftproben übermittle man so rasch wie
                    möglich an das Analysesystem und verarbeite die Gasproben so, daß binnen zwanzig Minuten
                    nach Abschluß der Probeentnahme stabilisierte Werte der Auspuffgasproben erhalten werden.
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           6.2.2.14. Sofort nach Abschluß der Probeentnahme ist der Kühlventilator abzustellen und die Motor-
                     haube zu schließen.
           6.2.2.15. Die Entnahme mit konstantem Volumen (CVS) abstellen oder Auspuffgasschlauch vom Aus-
                     puffrohr des Fahrzeugs wegnehmen.
           6.2.2.16. Die Vorgänge in 6.2.2.2 bis 6.2.2.10 sind für die Warmstart-Prüfung zu wiederholen, mit der
                     Ausnahme, daß nur ein Auffangbeutel als Auspuffgasprobe und einer für die Verdünnungsluft
                     erforderlich sind. Der in 6.2.2.7 beschriebene Vorgang soll neun bis elf Minuten nach dem
                     Abschluß der Gasprobenentnahmephase der Kaltstartprüfung stattfinden.
           6.2.2.17. Nach Abschluß der bei 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung ist gleichzeitig das Gasfluß-
                     meßgerät Nr. 1 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 1) abzustellen (gegebenenfalls Diesel-HC-
                     Registrierkarte ankreuzen), und das Gasprobeentnahme-Ventil ist auf „standby" einzustellen
                     (das Abschalten des Motors gehört nicht zur Probenahmephase der Warmstartprüfung). Die
                     gemessene Zahl der Umdrehungen der Rolle oder Welle ist zu registrieren.
           6.2.2.18. Die „transienten" Auspuffgas- und Verdünnungsluftproben der Warmstart-Prüfung sind so
                     rasch wie möglich dem Analysesystem zuzuführen, und die Proben sind so zu verarbeiten, daß
                     binnen zwanzig Minuten nach Abschluß der Phase der Gasprobenerfassung alle Analysegeräte
                     stabilisierte Werte der Auspuffgasproben anzeigen.
           6.3.      Anlassen und Wiederanlassen des Motors
           6.3.1.    Kraftfahrzeuge mit     Benzinmotor
                     Dieser Absatz gilt für Kraftfahrzeuge mit Benzinmotor.
           6.3.1.1.  Der Motor ist nach den Empfehlungen des Herstellers in der Betriebsanleitung für Serienfahr-
                     zeuge anzulassen. Der anfängliche Leerlauf von 20 Sekunden beginnt mit dem Anlassen des
                     Motors.
           6.3.1.2.  Betätigung der Starterklappe
                     Für Fahrzeuge mit automatischer Starterklappe gelten die Anweisungen des Herstellers in der
                     Betriebsanleitung für Serienfahrzeuge.
                     Für Fahrzeuge mit Hand-Starterklappe gelten die Anweisungen des Herstellers in der Betriebs-
                     anleitung für Serienfahrzeuge.
           6.3.1.3.  Fünfzehn Sekunden nach dem Anlassen des Motors ist ein Gang einzulegen. Gegebenenfalls
                     ist die Bremse zu betätigen, um die Antriebsräder am Drehen zu hindern.
           6.3.1.4.  Der Fahrer kann erforderlichenfalls die Starterklappe, das Gaspedal usw. betätigen, um den
                     Motor in Betrieb zu behalten.
           6.3.1.5.  Enthalten die Anweisungen des Herstellers in der Betriebsanleitung für Serienfahrzeuge keine
                     Angaben über den Warmstart, so ist der Motor (bei automatischer und Hand-Starterklappe)
                     durch Niederdrücken des Gaspedals auf die halbe Höhe und Ankurbeln des Motors bis zum
                      Anlassen in Gang zu setzen.
            6.3.2.      Dieselmotoren
                      Der Motor ist nach den Anweisungen des Herstellers in der Betriebsanleitung für Serienfahr-
                      zeuge in Gang zu setzen. Der anfängliche Leerlauf von 20 Sekunden beginnt mit dem
                      Anspringen des Motors. 15 Sekunden nach diesem Zeitpunkt ist ein Gang einzulegen. Gegebe-
                      nenfalls kann die Bremse betätigt werden, um die Räder des Fahrzeugs am Drehen zu hindern.
            6.3.3.    Springt der Motor des Fahrzeugs nach Ankurbeln während zehn Sekunden nicht an, so ist das
                      Ankurbeln einzustellen und die Ursache des Nichtanspringens zu ermitteln. Das Gasflußmeßge-
                      rät auf der Probeentnahmevorrichtung mit konstantem Volumen (in der Regel ein Umdre-
                      hungszähler) oder das Venturi-Rohr mit kritischer Strömung (und der HC-Integrator bei der
                      Prüfung von Kraftfahrzeugen mit Dieselmotor) sind abzustellen; die Probenahmeventile sind
                      während dieser Ermittlung auf „standby" zu stellen. Ferner ist während der gleichen Zeit
                      das Entnahmesystem mit konstantem Volumen abzustellen oder der Auspuffschlauch vom
                      Auspuffrohr abzunehmen. Ist der Motor wegen eines Bedienungsfehlers nicht angesprungen,
                      so ist das Fahrzeug für einen neuen Kaltstart bereitzustellen.
            6.3.3.1.  Springt der Motor während der kalten Phase der Prüfung nicht an und ist dies auf einen
                      Betriebsdefekt des Fahrzeugs zurückzuführen, so kann eine Reparatur von weniger als 30 min
                      Dauer durchgeführt und die Prüfung fortgesetzt werden. Alle Entnahmesysteme sind gleichzei-
                      tig mit dem Ankurbeln des Motors wieder in Gang zu setzen. Mit dem Anspringen des Motors
                      beginnt der zeitliche Ablauf des Fahrzyklus. Ist die Panne auf einen Betriebsdefekt des
                      Fahrzeugs zurückzuführen und kann der Motor nicht angelassen werden, so wird die Prüfung
                      für ungültig erklärt.
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          6.3.3.2.         Springt der Motor während der warmen Phase der Prüfung nicht an und ist die Panne auf
                           einen Betriebsdefekt des Fahrzeugs zurückzuführen, so muß das Fahrzeug binnen einer Minute
                           nach dem Drehen des Zündungsschlüssels angelassen werden. Alle Entnahmesysteme sind
                           gleichzeitig mit dem Ankurbeln des Motors wieder in Gang zu setzen. Mit dem Anspringen
                           des Motors beginnt der zeitliche Ablauf des Fahrzyklus. Springt der Motor binnen einer
                           Minute nach dem Drehen des Zündungsschlüssels nicht an, so ist die Prüfung als ungültig zu
                           erklären.
          6.3.4.           Im Falle eines „Fehlstarts" des Motors hat der Fahrer das Anlaßverfahren zu wiederholen
                           (Starterklappe neu einstellen usw.)
          6.3.5.           Abwürgen des     Motors(')
                           Wird der Motor während eines Leerlaufs abgewürgt, so ist der Motor unverzüglich wieder in
                           Gang zu setzen und die Prüfung fortzusetzen. Springt der Motor nicht rasch genug an,
                           um die nächste vorgeschriebene Beschleunigung vorzunehmen, so ist der Fahrzeit-Anzeiger
                           abzustellen und nach Wiederanlaufen des Fahrzeugs wieder in Gang zu setzen.
          7.               ANALYSEVERFAHREN
          7.1.             Wie  7.2.2.
          7.2.             Wie  7.2.3 von Anhang  III
          7.3.             Wie  7.2.4 von Anhang  III
          7.4.             Wie  7.2.5 von Anhang  III
          7.5.             Wie  7.2.6 von Anhang  III
          7.6.             Wie  7.2.7 von Anhang  III
          7.7.             Wie  7.2.8 von Anhang  III
          8.               BESTIMMUNG DER MENGE DER GASFÖRMIGEN SCHADSTOFFE
          l'l'   }         Wie 8.1 und 8.2 von Anhang III.
          (') — Wird der Motor während einer anderen Betriebsphase als der Leerlauf abgewürgt, so ist der Fahrzeit-
                   Anzeiger abzustellen, das Fahrzeug wieder in Gang zu setzen und auf die zum betreffenden Zeitpunkt
                   des Fahrzyklus erforderliche Geschwindigkeit zu beschleunigen und die Prüfung fortzusetzen.
               — Springt der Motor binnen einer Minute nicht wieder an, so ist die Prüfung als ungültig zu erklären.
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 ---pagebreak--- Nr. C 257/20                                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                28. 9. 87
                                                                                               ^ 'S. *H, ^ "O. 'H ° \ ^ *H, °V ^ **! 0 r, P* P* Pr, Pr, P, P P
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 ---pagebreak--- Nr. C 257/22                                                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                                     28. 9. 87
                                                                                              N                                       O N O^ \fi X^ rt rn \fi >o rn N >H (S X^ ^ rn ' t Oy N O r
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 ---pagebreak--- 28. 9. 87                                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                           Nr. C 257/23
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 ---pagebreak--- Nr. C 257/24                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28. 9. 87
                                                            Anlage 2
                                               FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
           1.        DEFINITION
           1.1.      Wie 1.1 von Anlage 2 zu Anhang III, jedoch ist „50 km/h" durch „80,5 km/h" zu ersetzen.
           2.        VERFAHREN DER KALIBRIERUNG DES FAHRLEISTUNGSPRÜFSTANDS
           2.1.      Wie 2.1 von Anlage 2 zu Anhang III.
           2.2.      Kalibrierung des Leistungsmessers bei 80,5 km/h.
           2.2.1.    Der Fahrleistungsprüfstand ist mindestens einmal monatlich zu kalibrieren, oder seine Wirksam-
                     keit ist mindestens einmal wöchentlich zu prüfen und die Kalibrierung wenn notwendig vorzuneh-
                     men. Die Kalibrierung erfolgt gemäß dem nachstehend beschriebenen Verfahren bei 80,5 km/h
                     die vom Prüfstand aufgenommene Leistung, die gemessen wird, setzt sich zusammen aus der
                     durch Reibung absorbierten und der durch die Bremse aufgenommenen Leistung. Der Prüfstand
                     wird auf eine oberhalb des Prüfungsbereichs liegende Geschwindigkeit beschleunigt. Sodann wird
                     die Antriebseinrichtung des Fahrleistungsprüfstands von diesem getrennt, und man läßt die
                     Rolle(n) auslaufen. Die kinetische Energie der Rollen wird von Bremse und Reibung aufgenommen.
                     Bei diesem Verfahren werden die Veränderungen der inneren Reibung der Rollen zwischen dem
                     Zustand bei Belastung und dem Zustand ohne Belastung vernachlässigt; ebensowenig wird die
                     Reibung der hinteren Rolle berücksichtigt, wenn diese frei ist.
           2.2.1.1.  Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Antriebsrolle ist zu messen, soweit dies noch nicht geschehen
                     ist. Ein fünftes Rad, ein Umdrehungsmesser oder andere geeignete Mittel können angewandt
                     werden.
           2.2.1.2.  Das Fahrzeug ist auf den Prüfstand zu bringen oder der Prüfstand wird auf andere Weise gefahren.
           2.2.1.3.  Das Schwungrad oder die sonstige Einrichtung zur Simulierung der Schwungmasse für die
                     üblichste Fahrzeugmassenkategorie, für die der Prüfstand eingesetzt wird, ist in Gang zu setzen.
                     Zusätzlich können noch andere Kategorien von Fahrzeugmassen kalibriert werden, wenn dies
                     gewünscht wird.
           2.2.1.4.  Fahrleistungsprüfstand auf eine Geschwindigkeit von 80,5 km/h bringen.
           2.2.1.5.  Die angegebene Straßenleistung aufzeichnen.
           2.2.1.6.  Fahrleistungsprüfstand auf 96,9 km/h bringen.
           2.2.1.7.  Die Einrichtung zum Antrieb des Fahrleistungsprüfstands auskuppeln.
           2.2.1.8.  Die Zeit, während der die Geschwindigkeit der Antriebsrolle des Fahrleistungsprüfstands von
                     88,5 km/h auf 72,4 km/h zurückgeht, ist aufzuzeichnen.
           2.2.1.9.  Bremse auf ein anderes Niveau der Leistungsaufnahme einstellen.
           2.2.1.10. Die Arbeitsgänge 2.2.1.1 bis 2.2.1.9 sind so lange zu wiederholen, bis der ganze Bereich der
                     benutzten aufgenommenen Leistung abgedeckt ist.
           2.2.1.11. Die aufgenommene Leistung ist zu berechnen. Siehe Nummer 2.2.3.
           2.2.1.12. Die angegebene Leistung bei 80,5 km/h ist gegen die aufgenommene Leistung abzutragen (vgl.
                     Abbildung A).
           2.2.2.    Die Wirksamkeitsprüfung besteht darin, daß man den Fahrleistungsprüfstand mit einer oder
                     mehreren Schwungmassen-Einstellungen (Pferdestärken) auslaufen läßt und die Auslaufszeit mit
                     der bei der letzten Kalibrierung gemessenen Auslaufszeit vergleicht. Weichen beide Zeiten um
                     mehr als 1 s voneinander ab, so ist eine neue Kalibrierung erforderlich.
           2.2.3.     Berechnungen
                     Die vom Fahrleistungsprüfstand tatsächlich aufgenommene Leistung wird nach folgender Glei-
                     chung berechnet:
                                V
                                  ?~ V 2
                     Pa = W —
                                 2 000 t
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 257/25
                 bei:
                 Pa      Leistung in kW.
                 W       äquivalente Schwungmasse, kg.
                  V,     Anfangsgeschwindigkeit (m/s).
                         endgültige Geschwindigkeit (m/s).
                         Dauer des Rückganges der Rollengeschwindigkeit von    U auf 72,4 km/h.
                                 E   30.0
                                     20.0
                                 Ö   10.0   -
                                                    10.0      20.0       30.0      40.0
                                          Angegebene Leistung bei 80,5 km/h
                                   Aufgenommene Leistung = f/angegebene Leistung
                                                      Abbildung A
          2.3.   Wie 2.3 von Anlage 2 zu Anhang 3.
          2.4.   Gestrichen.
          3.     EINSTELLUNG DES PRÜFSTANDS
          3.1.   Einstellung in Abhängigkeit vom Unterdruck
                 Wie 3.1 von Anlage 2 zu Anhang III, doch ist „bei 50 km/h" durch „bei 80,5 km/h" zu ersetzen.
          3.2.   Anderes Einstellungsverfahren
                 Wie 3.2 von Anlage 2 in Anhang III, jedoch ist „bei 50 km/h" durch „bei 80,5 km/h" zu ersetzen.
          3.3.    Alternativverfahren
          3.3.1. Die Bremse ist so einzustellen, daß die aufgenommene Leistung bei einer tatsächlichen Geschwin-
                 digkeit von 80,5 km/h wiedergegeben wird. Die Leistungsaufnahme des Fahrleistungsprüfstands
                 muß der Reibung Rechnung tragen.
                 Das nachstehende Verfahren ist für kleine Fahrleistungsprüfstände mit Doppelrollen mit einem
                 nominalen Rollendurchmesser von 220 mm und einem Rollenabstand von 432 mm sowie für
                 große Fahrleistungsprüfstände mit einer Rolle mit einem nominalen Durchmesser von 1219 mm
                 konzipiert worden. Es können auch Fahrleistungsprüfstände mit anderen technischen Merkmalen
                 für die Rollen verwendet werden wenn sie vom technischen Dienst abgenommen worden sind.
          3.3.2. Die Straßenbelastungs-Einstellung des Prüfstands wird aufgrund des äquivalenten Prüfgewichts,
                 des Bezugs-Frontraums, der Form des Fahrzeugs, dessen hervortretender Teile und des Reifentyps
                 nach den nachstehenden Gleichungen bestimmt.
 ---pagebreak--- Nr. C 257/26                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28. 9. 87
           3.3.2.1.   Leichtfahrzeuge, die auf einem Doppelrollen-Fahrleistungsprüfstand geprüft werden:
                      bei:
                      P A = Einstellung auf 80,5 km/h (kW).
                      A = Bezugsfrontraum des Fahrzeugs (m2; der Bezugsfrontraum des Fahrzeugs wird definiert als
                              die orthogonale Projektion des Fahrzeugs einschließlich der Reifen und Komponenten der
                              Aufhängung, jedoch ausschließlich der hervortretenden Teile, auf eine Ebene, die sowohl
                              zur Längsebene des Fahrzeugs als auch zur Fläche, auf der das Fahrzeug steht, quer
                              verläuft. Dieser Raum ist nach einem Verfahren, das von dem mit der Durchführung der
                              Prüfung beauftragten technischen Dienst im voraus zu genehmigen ist, auf 1/100 m 2 genau
                              zu messen.
                      P    = Leistungskorrekturfaktor für vorstehende Teile nach Tabelle 1 dieses Kapitels.
                      w = Prüfgewicht des Fahrzeugs (kg).
                      a    = 3,45 für „fastback"-Karosserien; 4,01 für alle anderen leichten Fahrzeuge.
                      t    = 0,0 für Fahrzeuge mit Radialreifen = 4,93 x 10 ~ 4 für alle übrigen Fahrzeuge.
                      Fahrzeugaufbauten werden als „fastback"-Karosserie betrachtet, wenn die Projektion desjenigen
                      Teils der Heckfläche (A2), die gegenüber der Horizontalen einen Winkel von weniger als 20 Grad
                      bildet, nach hinten mindestens 2 5 % des Bezugs-Frontraumes des Fahrzeugs ausmacht. Ferner
                      muß diese Fläche glatt, kontinuierlich und frei von örtlichen Unebenheiten von mehr als 4 Grad
                      sein. Ein Beispiel für eine „fastback"-Karosserie ist in Abbildung 1 wiedergegeben.
                                     Vue de cöte
                                                                                                 Vue arriere
                                                             Abbildung 1
                                                            TABELLE 1
           Leistungsaufnahme der hervorstehenden Teile (P) im vergleich zur gesamten vorstehenden Frontfläche, (A2)
                                          Ap (m2)                                             P
                                            Ap < 0,03                                       0,0
                                    0,03 s= Ap < 0,06                                       0,30
                                    0,06 s= Ap < 0,08                                       0,52
                                    0,08 s= Ap < 0,11                                       0,75
                                    0,11 =S Ap < 0,14                                       0,97
                                    0,14 s£ Ap < 0,17                                       1,19
                                    0,17 =^Ap < 0,19                                        1,42
                                    0,19 < Ap < 0,22                                        1,64
                                    0,22 =S Ap < 0,25                                       1,87
                                    0,25 s= Ap < 0,28                                       2,09
                                    0,28 s= Ap                                              2,31
 ---pagebreak--- 28. 9. 87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 257/27
                     Die vorstehende Frontfläche A wird analog zur Bezugsfrontfläche des Fahrzeugs definiert als die
                     Gesamtfläche der orthogonalen Projektionen der Rückspiegel des Fahrzeugs, Handgriffverzierun-
                     gen, Dachgepäckhalter und anderen vorstehenden Teile auf eine oder mehrere Ebenen, die sowohl
                     zur Längsebene des Fahrzeugs als auch zur Ebene, auf der das Fahrzeug steht, parallel verlaufen.
                     Ein vorstehendes Teil wird definiert als Vorrichtung jeder Art, die am Fahrzeug befestigt ist, um
                     mehr als 2,54 cm über die Fahrzeugoberfläche hervorragt und deren Projektion mehr als
                     0,00093 m 2 beträgt, wenn sie nach einer Methode berechnet wird, welche von dem mit der
                     Durchführung der Prüfungen beauftragten technischen Dienst genehmigt worden ist. Im vorstehen-
                     den Gesamtfrontraum inbegriffen sind alle Vorrichtungen, die als Standard-Ausrüstung geliefert
                     werden. Der Raum irgendwelcher wahlfreier Ausrüstungen ist ebenfalls inbegriffen, sofern anzu-
                     nehmen ist, daß mehr als 33 % der verkauften Wagen mit dieser Vorrichtung ausgerüstet werden.
          3.3.2.2.   Die Einstellung der Bremse des Prüfstandes für leichte Fahrzeuge ist auf 0,1 kW auf- bzw.
                     abzurunden.
          3.3.2.3.   Leichte Fahrzeuge, die auf einem Prüfstand mit einer einzigen, großen Rolle geprüft werden:
                     P A = aA + P + (8,22 x 10~ 4 + 0,33 t)w
                     Alle in dieser Formel vorkommenden Symbole sind in 3.3.2.1 oben definiert.
                                                            Anlage 3
                               FAHRWIDERSTAND EINES FAHRZEUGS, MESSVERFAHREN
                   AUF DER FAHRBAHN — SIMULATION AUF DEM FAHRLEISTUNGSPRÜFSTAND
                                                  (wie Anlage 3 zu Anhang III)
                                                            Anlage 4
                          ÜBERPRÜFUNG DER NICHT-MECHANISCHEN SCHWUNGMASSEN
                                                  (wie Anlage 4 zu Anhang III)
                                                            Anlage 5
                                       DEFINITION DER GASENTNAHMESYSTEME
          (wie Anlage 5 von Anhang III, doch sind für die Entnahme mit konstantem Volumen 6 anstatt 2 Beutel
                                                           notwendig)
                                                            Anlage 6
                                        KALIBRIER VERFAHREN FÜR DIE GERÄTE
                                                 (wie Anlage 6 von Anhang III)
                                                            Anlage 7
                                          ÜBERPRÜFUNG DES GESAMTSYSTEMS
                                                 (wie Anlage 7 von Anhang III)
 ---pagebreak--- Nr. C 257/28                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   28. 9. 87
                                                                 Anlage 8
                                   BERECHNUNG DER EMITTIERTEN SCHADSTOFFMENGEN
             Die emittierten Schadstoffmengen werden mit nachstehender Gleichung berechnet:
                          M. T M.           Ml iUT M:.
             Mi = 0,43 —1SJ IS. + 0,57 iHT
             dabei bedeuten:
             Mi    =  emittierte Schadstoffmenge in g/km.
             MjcT  =  emittierte Schadstoffmenge i in g während der ersten Phase (transient kalt).
             M iHT =  emittierte Schadstoff menge i in g in der letzten Phase (transient warm).
             Mis   =  emittierte Schadstoff menge i in g während der zweiten Phase (stabilisiert).
             ST    =   während der ersten Phase zurückgelegte Strecke (in km).
             SHT   =   während der letzten Phase zurückgelegte Strecke (in km).
             Ss    =   in der zweiten Phase zurückgelegte Strecke (in km).
             Die emittierten Schadstoffmengen werden nach folgender Formel berechnet:
             Mi " Vmix x Qi * kH x C, x 10-«
             dabei bedeuten:
             Mi    =  emittierte Schadstoffmenge i in g/Phase.
             Vmjx  =  verdünnte Abgasmenge in 1/Phase, korrigiert nach Standardbedingungen (273,2 K und 101,33 kPa).
             Qj    =  Dichte des Schadstoffes i in g/1 bei Normaltemperatur und -druck (273,2 K und 101,33 kPa).
             kH    =  Feuchtigkeitskorrekturfaktor für die Berechnung der emittierten Stickoxydmengen (bei HC und CO
                      gibt es keine Feuchtekorrektur).
             Cj    = Konzentration des Schadstoffes i in den verdünnten Abgasen, ausgedrückt in ppm und korrigiert
                      durch die Schadstoffkonzentration i in der Verdünnungsluft.
             Vorschlag für einen Beschluß des Rates über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur
             Förderung der beruflichen Rehabilitation und der wirtschaftlichen Eingliederung der Behin-
                                                                 derten
                                                         KOM(87) 342 final
                                 (Von der Kommission        dem Rat vorgelegt am 24. Juli 1987)
                                                            (87/C 257/02)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                               auf Vorschlag der Kommission,
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-                      nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere Artikel                     nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
128,                                                                    schusses,
gestützt auf den Beschluß 63/266/EWG des Rates vom                      in Erwägung nachstehender Gründe:
2. April 1963 über die Aufstellung allgemeiner Grund-
sätze für die Durchführung einer gemeinsamen Politik
der Berufsausbildung (*), insbesondere auf den zehnten                  Der zehnte Grundsatz des Beschlusses 63/266/EWG
Grundsatz;                                                              besagt, daß besondere Maßnahmen eingeleitet werden
                                                                        können, um die Sonderprobleme bestimmter Tätigkeits-
   ABl. Nr. 63 vom 20. 4. 1963, S. 1338/63.                             bereiche oder Personengruppen zu berücksichtigen.