CELEX: 31993R2563
Language: de
Date: 1993-09-17 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EWG) Nr. 2563/93 DER KOMMISSION vom 17. September 1993 zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln zu genehmigen

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31993R2563

VERORDNUNG (EWG) Nr. 2563/93 DER KOMMISSION vom 17. September 1993 zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln zu genehmigen  

Amtsblatt Nr. L 235 vom 18/09/1993 S. 0020 - 0021

VERORDNUNG (EWG) Nr. 2563/93 DER KOMMISSION vom 17. September 1993 zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln zu genehmigen  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 638/93 (2), insbesondere auf Artikel 15a Absatz 2,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Die Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 der Kommission vom 26. Juli 1979 über vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln und Birnen (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2647/92 (4), regelt die Voraussetzungen, unter denen vorbeugende Rücknahmen  genehmigt werden dürfen.  Für das Wirtschaftsjahr 1993/94 wird die Apfelerzeugung auf 8 485 700 Tonnen geschätzt. Die voraussichtlichen Überschüsse gegenüber einer Erzeugung von 7 660 000 Tonnen betragen also 825 700 Tonnen. Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich höchstens auf  40 v. H. dieser Menge, also 330 280 Tonnen, beziehen.  Diese Menge ist für die Sorten, die Gegenstand dieser Rücknahmen sein können, auf die einzelnen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der voraussichtlichen Überschüsse in jedem Mitgliedstaat aufzuteilen.  Die gemäß Artikel 17 Absatz 1 erster Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 mitgeteilten Preise lagen auf mehreren repräsentativen Märkten der Gemeinschaft unter dem Grundpreis.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Die Mitgliedstaaten dürfen den auf ihrem Hoheitsgebiet niedergelassenen Erzeugerorganisationen erlauben, im Wirtschaftsjahr 1993/94 vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln durchzuführen.   Artikel 2  (1) Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich nur auf 330 280 Tonnen beziehen, die folgendermassen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt werden:  Belgien: 21 500 Tonnen,  Dänemark: 1 000 Tonnen,  Deutschland: 38 300 Tonnen,  Griechenland: 11 900 Tonnen,  Frankreich: 95 600 Tonnen,  Irland: 400 Tonnen,  Italien: 93 500 Tonnen,  Luxemburg: 80 Tonnen,  Niederlande: 13 500 Tonnen,  Vereinigtes Königreich: 8 900 Tonnen,  Spanien: 35 700 Tonnen,  Portugal: 9 900 Tonnen.  (2) Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich nur auf Äpfel der Handelsklasse II der im Anhang aufgeführten Sorten beziehen.   Artikel 3  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 17. September 1993 Für die Kommission René STEICHEN Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.  (2) ABl. Nr. L 69 vom 20. 3. 1993, S. 7.  (3) ABl. Nr. L 189 vom 27. 7. 1979, S. 47.  (4) ABl. Nr. L 266 vom 12. 9. 1992, S. 12.      ANHANG   Liste der Apfelsorten, die vorbeugend aus dem Markt genommen werden dürfen  Golden Delicious Imperatore Red Delicious und Mutationen Stark Delicious Stark Crimson Black Stayman Staymanred Stayman Winesap Richared Macintosh Red Schöner von Boskoop Delicious Pilafa Granny Smith Bramley's Seedling Ingrid Marie Glocken Apfel Jonagold und Mutationen Bravo de Esmolfe Casa nova de Alcobaça Riscadinha Gola und Mutationen.