CELEX: 22008A0731(01)
Language: de
Date: 2008-08-04 00:00:00
Title: Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem partnerschaftlichen Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien für die Zeit vom 1. August 2008 bis zum 31. Juli 2012

L 203/4                   DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         31.7.2008
                                                                      PROTOKOLL
                   zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem
                   partnerschaftlichen Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der
                        Islamischen Republik Mauretanien für die Zeit vom 1. August 2008 bis zum 31. Juli 2012
                                 Artikel 1                                  (4)     Die Zahlung der finanziellen Gegenleistung wird für das
                                                                            erste Jahr spätestens am 31. August 2008 und für die Folgejahre
                    Laufzeit und Fangmöglichkeiten                          spätestens am 1. August geleistet.
(1) Mit Wirkung vom 1. August 2008 werden die den Artikeln                  (5) Die finanzielle Gegenleistung wird auf ein einziges Konto
5 und 6 des Abkommens vorgesehenen Fangmöglichkeiten für                    des Schatzamtes der Islamischen Republik Mauretanien bei der
einen Zeitraum von vier Jahren gemäß der diesem Protokoll bei-              Mauretanischen Zentralbank überwiesen. Die Bankverbindung
gefügten Tabelle festgelegt. Diese Fangmöglichkeiten sind Teil des          wird vom Ministerium mitgeteilt.
Gesamtfischereiaufwands gemäß Anhang III, den die mauretani-
schen Behörden anhand der verfügbaren wissenschaftlichen Gut-
                                                                            (6)     Die Verwendung der finanziellen Gegenleistung und der
achten festgelegt haben und regelmäßig aktualisieren.
                                                                            Mittel zur Förderung des PNBA wird unter Berücksichtigung der
                                                                            Bestimmungen des Artikels 6 dieses Protokolls im Rahmen des
(2) Absatz 1 gilt vorbehaltlich der Bestimmungen der Artikel 4              mauretanischen Finanzgesetzes festgelegt und unterliegt der aus-
und 5 dieses Protokolls.                                                    schließlichen Zuständigkeit Mauretaniens.
(3)      Gemäß Artikel 6 des Abkommens dürfen die Schiffe unter
der Flagge eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft                                            Artikel 3
nur dann in den mauretanischen Fischereizonen Fischfang betrei-                           Wissenschaftliche Zusammenarbeit
ben, wenn sie im Besitz einer Lizenz sind, die im Rahmen des vor-
liegenden Protokolls nach den in den Anhängen beschriebenen
                                                                            (1) Die beiden Vertragsparteien verpflichten sich, in den mau-
Verfahren erteilt wurde.
                                                                            retanischen Fischereizonen eine verantwortungsvolle Fischerei
                                                                            nach den Grundsätzen der nachhaltigen Bestandsbewirtschaftung
                                                                            zu fördern.
                                 Artikel 2
            Finanzielle Gegenleistung — Zahlungsweise                       (2) Die beiden Vertragsparteien setzen sich während der Lauf-
                                                                            zeit dieses Protokolls gemeinsam gründlich mit bestimmten
(1)      Die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 7 des Abkom-           Aspekten der Entwicklung der Bestandslage in den mauretani-
mens wird auf 86 Mio. EUR im ersten Jahr, 76 Mio. EUR im zwei-              schen Gewässern auseinander; zu diesem Zweck tagt der gemein-
ten Jahr, 73 Mio. EUR im dritten Jahr und 70 Mio. EUR im vierten            same wissenschaftliche Ausschuss gemäß Artikel 4 Absatz 1 des
Jahr festgesetzt (1). Hiervon werden 11 Mio. EUR im ersten Jahr,            Abkommens wenigstens einmal jährlich. Auf Antrag einer der
16 Mio. EUR im zweiten Jahr, 18 Mio. EUR im dritten Jahr                    Vertragsparteien oder sofern sich im Rahmen dieses Protokolls
und 20 Mio. EUR im vierten Jahr von Mauretanien gemäß Arti-                 eine Notwendigkeit ergibt, können weitere Sitzungen des gemein-
kel 7 Absatz 1b des Abkommens für die Unterstützung der mau-                samen wissenschaftlichen Ausschusses einberufen werden.
retanischen Fischereipolitik bereitgestellt; so wird mit dem
Teilbetrag von 1 Mio. EUR pro Jahr der Parc National du Banc                (3) Auf der Grundlage der Ergebnisse der Arbeiten des gemein-
d’Arguin (PNBA) unterstützt.                                                samen wissenschaftlichen Ausschusses und der besten verfügba-
                                                                            ren wissenschaftlichen Gutachten konsultieren die beiden
                                                                            Vertragsparteien einander im Rahmen des in Artikel 10 des
(2)      Bei Überschreitung der Referenzmenge von 250 000 Ton-              Abkommens vorgesehenen Gemischten Ausschusses, um gegebe-
nen pro Jahr in der Kategorie 9, „Pelagische Fischerei“, leistet die        nenfalls einvernehmlich Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirt-
Gemeinschaft einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 40 EUR pro              schaftung der Fischereiressourcen anzunehmen.
Tonne gefangenen Fisch.
                                                                            (4)     Der gemeinsame wissenschaftliche Ausschuss hat insbe-
(3)      Absatz 1 gilt vorbehaltlich der Bestimmungen der Arti-             sondere folgende Aufgaben:
kel 4, 5, 6, 7, 9, 10 und 13 dieses Protokolls.
                                                                            a)   Erstellung eines wissenschaftlichen Jahresberichts über die
(1) Hinzu kommen die Gebühren, die die Reeder gemäß Anhang 1 Kapi-               Fischereien, die Gegenstand des Abkommens sind;
    tel III direkt an Mauretanien durch Überweisung auf das in Anhang 1
    Kapitel IV angegebene Konto zu zahlen haben. Diese Gebühren belau-
    fen sich auf schätzungsweise 15 Mio. EUR pro Jahr.                      b)   Festlegung und Durchführung eines speziellen wissenschaft-
    Außerdem sind im Länderstrategiepapier sowie im nationalen Richt-            lichen Problemstellungen gewidmeten Jahresprogramms, um
    programm des 10. EEF für Mauretanien vorbehaltlich seiner Unter-             zu einem besseren Verständnis der Bestandslage und der Ent-
    zeichnung unter anderem Haushaltsansätze für Budgethilfen in Höhe            wicklung der Ökosysteme beizutragen;
    von 40 Mio. EUR über einen Zeitraum von drei Jahren ab 2009 vorge-
    sehen, sofern die einschlägigen Voraussetzungen erfüllt sind. In Anbe-
    tracht einer positiven Gesamtleistung zum Zeitpunkt der für 2010        c)   Behandlung der sich im Zuge der Durchführung des Abkom-
    vorgesehenen Halbzeitbewertung des 10. EEF, einschließlich der               mens ergebenden wissenschaftlichen Fragestellungen nach
    Fischereipolitik, kann eine eventuelle Aufstockung der programmier-          einem im Ausschuss einvernehmlich angenommenen
    baren Mittel angestrebt werden.                                              Verfahren;
 ---pagebreak--- 31.7.2008              DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 203/5
d)   bei Bedarf unter anderem Durchführung von Versuchs-              (3)    Kommen die Vertragsparteien zu dem Ergebnis, dass die
     fischerei zwecks Bestimmung der Fangmöglichkeiten sowie          Versuchsfischereikampagnen zu positiven Ergebnissen geführt
     derjenigen Optionen für die Bestandsnutzung, die die Erhal-      haben, was die Erhaltung der Ökosysteme und der biologischen
     tung der Bestände und ihrer Ökosysteme ermöglichen.              Ressourcen des Meeres beinhaltet, können den Gemeinschafts-
                                                                      schiffen nach dem Konzertierungsverfahren gemäß Artikel 4 die-
                                                                      ses Protokolls für dessen Restlaufzeit nach Maßgabe des zulässigen
                              Artikel 4                               Fischereiaufwands neue Fangmöglichkeiten eingeräumt werden.
                                                                      Die finanzielle Gegenleistung wird nach den Bestimmungen von
               Anpassung der Fangmöglichkeiten                        Artikel 4 entsprechend erhöht.
(1)     Die Fangmöglichkeiten nach Artikel 1 dieses Protokolls        (4)    Die Versuchsfischerei wird in enger Zusammenarbeit mit
können einvernehmlich erweitert werden, soweit hierdurch              dem Mauretanischen Institut für Ozeanografie und Fischerei (Ins-
gemäß den Schlussfolgerungen des in Artikel 4 Absatz 1 des            titut Mauritanien de Recherches Océanographiques et des Pêches,
Abkommens genannten gemeinsamen wissenschaftlichen Aus-               IMROP) durchgeführt. So entscheidet das IMROP, welche For-
schusses die nachhaltige Bewirtschaftung der mauretanischen           scher und welche Beobachter an Bord zu nehmen sind; die Kos-
Meeresschätze nicht beeinträchtigt wird. In diesem Fall wird die      ten für den Aufenthalt der Forscher und der Beobachter an Bord
finanzielle Gegenleistung nach Artikel 2 Absatz 1 dieses Proto-       gehen zu Lasten des Reeders. Die Ergebnisse der Versuchsfischerei
kolls zeitanteilig entsprechend erhöht. Der Gesamtbetrag der von      werden in einem Bericht des IMROP zusammengefasst, der dem
der Gemeinschaft gezahlten finanziellen Gegenleistung darf            Ministerium übermittelt wird.
jedoch das Doppelte des in Artikel 2 Absatz 1 dieses Protokolls
genannten Betrages nicht übersteigen; die Anhebung des Betrags
erfolgt proportional zur Ausweitung der Fangmöglichkeiten.            (5) Die bei der Versuchsfischerei erzielten Fänge sind Eigentum
                                                                      des Reeders. Der Fang von Arten, bei denen die Größe der Tiere
                                                                      nicht den Vorschriften entspricht, sowie von Arten, deren Fang,
(2)     Einigen sich die Parteien dagegen auf Maßnahmen gemäß         Aufbewahrung an Bord und Vermarktung nach mauretanischem
Artikel 3 Absatz 3 dieses Protokolls, mit denen die in Artikel 1      Recht nicht zulässig sind, ist verboten.
dieses Protokolls festgelegten Fangmöglichkeiten verringert wer-
den, so wird die finanzielle Gegenleistung proportional und zeit-
anteilig entsprechend gekürzt. Die finanzielle Gegenleistung          (6)    Vorbehaltlich anders lautender, von den beiden Vertrags-
könnte von der Europäischen Gemeinschaft unbeschadet der              parteien einvernehmlich festgelegter Bestimmungen landen die
Bestimmungen von Artikel 6 dieses Protokolls ausgesetzt werden,       Schiffe, die Versuchsfischerei betreiben, ihre gesamten Fänge in
wenn keine der in diesem Protokoll festgelegten Fang-                 Mauretanien an.
möglichkeiten ausgeschöpft werden kann.
                                                                                                    Artikel 6
(3) Die Vertragsparteien können auch die Aufteilung der Fang-
möglichkeiten auf die unterschiedlichen Kategorien von Fischerei-      Beitrag des Partnerschaftsabkommens zur mauretanischen
fahrzeugen einvernehmlich anpassen, wobei sie etwaige                                          Fischereipolitik
Empfehlungen des gemeinsamen wissenschaftlichen Ausschusses
hinsichtlich der Bewirtschaftung der Bestände, die von dieser         (1) Die Fördermittel gemäß Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe b des
Umverteilung betroffen sein könnten, berücksichtigen. Die             Abkommens werden gemäß Artikel 2 Absatz 1 dieses Protokolls
Vertragsparteien vereinbaren eine entsprechende Anpassung der         auf 11 Mio. EUR im ersten Jahr, 16 Mio. EUR im zweiten Jahr,
finanziellen Gegenleistung, sofern die Umverteilung der Fang-         18 Mio. EUR im dritten Jahr und 20 Mio. EUR im vierten Jahr
möglichkeiten dies rechtfertigt.                                      festgesetzt. Diese Fördermittel leisten einen Beitrag zur Ausarbei-
                                                                      tung und Umsetzung der Nationalen Strategie für nachhaltige Ent-
(4)     Die Anpassung der Fangmöglichkeiten gemäß den Absät-          wicklung im Fischereisektor Mauretaniens zwecks Unterstützung
zen 1, 2 und 3 wird von den Vertragsparteien im Rahmen des            einer nachhaltigen, verantwortungsvollen Fischerei in den mau-
Gemischten Ausschusses nach Artikel 10 des Abkommens ein-             retanischen Gewässern im Einklang mit den strategischen Zielen
vernehmlich beschlossen.                                              der Erhaltung der Fischbestände und der verbesserten Integration
                                                                      des Fischereisektors in die mauretanische Wirtschaft sowie insbe-
                                                                      sondere der in Absatz 3 genannten und in Anhang IV ausführli-
                              Artikel 5                               cher dargelegten Interventionsbereiche sowie des PNBA.
                         Versuchsfischerei
                                                                      (2)    Als Grundlage für die Verwaltung des Betrags nach
                                                                      Absatz 1 durch Mauretanien legen die beiden Vertragsparteien
(1)     Die Vertragsparteien können in den mauretanischen             einvernehmlich die Ziele, die zu deren Verwirklichung erforderli-
Fischereizonen nach Stellungnahme des in Artikel 4 des Abkom-         che Planung sowie die Indikatoren, anhand derer die Verwirkli-
mens vorgesehenen gemeinsamen wissenschaftlichen Ausschus-            chung bewertet werden kann, fest.
ses Versuchsfischereikampagnen durchführen. Zu diesem Zweck
führen sie auf Antrag einer der Vertragsparteien Konsultationen
                                                                      (3) Unbeschadet der Festlegung dieser Ziele durch die beiden
durch und sie bestimmen im Einzelfall die neuen Bestände und
                                                                      Vertragsparteien und entsprechend den Prioritäten der Nationa-
legen die Bedingungen und sonstigen Parameter fest.
                                                                      len Strategie für nachhaltige Entwicklung im Fischereisektor Mau-
                                                                      retaniens sowie zur Schaffung einer nachhaltigen und
(2)     Die Genehmigungen für die Versuchsfischerei werden zu         verantwortungsvollen Bestandsbewirtschaftung sowie zur Förde-
Versuchszwecken für einen Zeitraum von höchstens sechs Mona-          rung der Entwicklung des Fischereisektors vereinbaren die beiden
ten nach den Bestimmungen von Artikel 6 Absatz 2 des Abkom-           Vertragsparteien, sich auf folgende Interventionsbereiche zu
mens erteilt. Sie sind gebührenpflichtig.                             konzentrieren:
 ---pagebreak--- L 203/6               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                           31.7.2008
Im Rahmen der Bewirtschaftung der Fischereien und der Optimie-          das Ministerium in dem in Artikel 10 des Abkommens vorgese-
rung der Erträge konzentrieren sie sich auf folgende Ziele:             henen Gemischten Ausschuss anhand der in Anhang IV festge-
                                                                        setzten Leitlinien unmittelbar nach dem Inkrafttreten dieses
— Durchführung von Bestandsbewirtschaftungsplänen (Kraken,              Protokolls Folgendes:
     Garnelen usw.),
                                                                        a)   die in Artikel 6 genannten jährlichen und mehrjährigen Leit-
— Ausbau der Meeresforschung,                                                linien für die Umsetzung der Prioritäten der mauretanischen
                                                                             Fischereipolitik zur Schaffung einer nachhaltigen und verant-
— Stärkung der Überwachungsmechanismen,                                      wortungsvollen Fischerei, insbesondere der in Artikel 6
                                                                             Absatz 3 dieses Protokolls genannten Prioritäten;
— Kapazitätskontrolle und –anpassung,
                                                                        b)   die jährlichen und mehrjährigen Ziele sowie die Kriterien und
— Entwicklung neuer Fischereien (Sardinen, Sardellen usw.).                  Indikatoren, anhand derer die jährliche Ergebnisanalyse erfol-
                                                                             gen soll.
Zwecks Steigerung der positiven wirtschaftlichen und sozialen
Auswirkungen für Mauretanien konzentrieren sie sich auf fol-
gende Ziele:                                                            (2) Jede Änderung dieser Leitlinien, Ziele, Bewertungskriterien
                                                                        und –indikatoren muss von beiden Parteien im Gemischten Aus-
                                                                        schuss genehmigt werden.
— Entwicklung der            Infrastruktur    einschließlich   der
     Hafeninfrastruktur,
                                                                        (3) Im Einklang mit den im bis zum 31. Juli 2008 geltenden
— Einhaltung der Vorschriften und Verbesserung der Qualität,            Protokoll 2006/2008 festgesetzten und gemäß jenem Protokoll
     insbesondere Verbesserung der hygienischen Bedingungen             umgesetzten Zielen und Leitlinien wird der Europäischen Gemein-
     bei der Herstellung von Fischereierzeugnissen sowie Ausbau         schaft jedes Jahr bis spätestens 1. März die mehrjährige Planung
     der Kontrollkapazitäten der zuständigen mauretanischen             der gemäß diesem Protokoll vorgesehenen Maßnahmen zur
     Behörden,                                                          Unterstützung des Fischereisektors übermittelt.
— Förderung privater Investitionen im Fischereisektor, insbe-
                                                                        Für das erste Jahr der Anwendung des Protokolls wird der Euro-
     sondere durch Modernisierung des Produktionsapparats,
     sowie Förderung der für die globale Wettbewerbsfähigkeit           päischen Gemeinschaft zu dem Zeitpunkt, zu dem der Gemischte
     relevanten Faktoren und der relativen Vorteile Mauretaniens,       Ausschuss die Leitlinien, Ziele, Bewertungskriterien und
                                                                        -indikatoren genehmigt, spätestens jedoch bis zum 1. März, die
                                                                        mehrjährige Planung übermittelt und nach Jahren aufgeschlüsselt
— Entwicklung der nichtindustriellen Seefischerei, der Binnen-          mitgeteilt, wie Mauretanien die Fördermittel für den Fischerei-
     fischerei und der Aquakultur.                                      sektor nach Artikel 6 Absatz 1 dieses Protokolls zu verwenden
                                                                        beabsichtigt.
Zum Schutz der Meeresumwelt, der Lebensräume und der Küsten
konzentrieren sie sich auf folgende Ziele:
                                                                        Die Verwendung der Fördermittel für den Fischereisektor wird im
                                                                        Juni einer gemeinsamen Halbzeitbewertung der Verwirklichung
— Erhaltung der          Meeresumwelt     und    der   aquatischen
                                                                        der Ergebnisindikatoren für das laufende Kalenderjahr und im
     Lebensräume,
                                                                        Januar des Folgejahres einer gemeinsamen Abschlussbewertung
                                                                        der Verwirklichung derselben Ergebnisindikatoren unterzogen.
— Ausbau der Kapazitäten zur Feststellung und Bekämpfung                Außerdem teilt Mauretanien bis spätestens 30. Oktober eines
     der Meeresverschmutzung.                                           jeden Jahres mit, wie diese Fördermittel gemäß dem mauretani-
                                                                        schen Finanzgesetz im Folgejahr verwendet werden sollen.
Im Bereich der Reform der rechtlichen und institutionellen
Rahmenbedingungen konzentrieren sie sich auf folgende Ziele:
                                                                        (4)     Zur Vorbereitung dieser gemeinsamen Überprüfungen
                                                                        übermittelt das Ministerium der Kommission bis spätestens einen
— Ausbau der Verwaltungskapazität des Ministeriums für                  Monat vor Durchführung der gemeinsamen Halbzeitbewertung
     Fischerei und der ihm unterstehenden Stellen,                      bzw. der gemeinsamen Abschlussbewertung einen Zwischen-
                                                                        bericht bzw. einen Abschlussbericht über die Durchführung der
— Verbesserung des rechtlichen Rahmens für die Ausübung von             Maßnahmen, die erzielten Ergebnisse und etwaige Schwierigkei-
     Fischereitätigkeiten sowie des institutionellen Umfeldes.          ten sowie über die vorgeschlagenen Berichtigungs- und
                                                                        Aufholmaßnahmen.
                              Artikel 7
                                                                        Die Kommission behält sich das Recht vor, bei den mauretani-
   Durchführung der Maßnahmen zur Unterstützung der                     schen Behörden ergänzende Auskünfte über diese Ergebnisse
                mauretanischen Fischereipolitik                         anzufordern, damit sie im Rahmen des Gemischten Ausschusses
                                                                        nach Artikel 10 des Abkommens Beratungen im Hinblick auf kor-
(1)     Unbeschadet der Bestimmungen von Artikel 6 Absatz 3             rigierende Maßnahmen abhalten kann, mit deren Hilfe die ange-
dieses Protokolls vereinbaren die Europäische Gemeinschaft und          strebten Ziele Verwirklicht werden können.
 ---pagebreak--- 31.7.2008             DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                            L 203/7
                              Artikel 8                                (2) Die Anwendung des Protokolls kann auf Initiative einer der
                                                                       Vertragsparteien ausgesetzt werden, wenn die Meinungsverschie-
         Integration der Wirtschaftsbeteiligten aus der                denheiten zwischen den beiden Parteien als schwerwiegend ange-
       Gemeinschaft in die Abläufe der mauretanischen                  sehen werden und in den gemäß Absatz 1 geführten
                          Fischwirtschaft                              Konsultationen im Gemischten Ausschuss nicht gütlich beigelegt
                                                                       werden konnten.
(1)     Die beiden Vertragsparteien verpflichten sich, die Integra-
tion der Wirtschaftsbeteiligten aus der Gemeinschaft in die            (3)      Die Anwendung des Protokolls kann ausgesetzt werden,
Abläufe der mauretanischen Fischwirtschaft zu fördern. In diesem       indem die betreffende Vertragspartei ihre Absicht mindestens drei
Rahmen nehmen die beiden Vertragsparteien im Laufe des Jahres          Monate vor dem Zeitpunkt, ab dem die Aussetzung wirksam sein
2008 gemeinsam objektive Bewertungen der Zwänge vor, die pri-          soll, schriftlich mitteilt.
vaten Investitionen in den mauretanischen Fischereisektor im
Wege stehen, um Leitlinien zu entwickeln, die solche Investitio-       (4) Die Gemeinschaft behält sich das Recht vor, die Anwen-
nen künftig begünstigen, wobei der Ausbau der Anlande-                 dung des Protokolls abweichend von dem in den Absätzen 1, 2
Infrastruktur, die Modernisierung der Produktionswerkzeuge,            und 3 vorgesehenen Verfahren mit sofortiger Wirkung auszuset-
damit diese mit den Vorschriften im Einklang stehen, und der           zen, wenn Mauretanien seinen Verpflichtungen hinsichtlich der
Ausbau der Vermarktungsketten für Fischereierzeugnisse ebenso          Durchführung der mauretanischen Fischereipolitik nicht nach-
wie Maßnahmen zur Verbesserung des rechtlichen und instituti-          kommt. Diese Aussetzung ist den mauretanischen Behörden
onellen Umfeldes des Fischereisektors sowie seiner Wettbewerbs-        unverzüglich mitzuteilen.
fähigkeit Berücksichtigung finden werden.
                                                                       (5)      Im Fall der Aussetzung konsultieren die Vertragsparteien
(2)     Die beiden Vertragsparteien richten eine Gemeinsame            einander und bemühen sich um eine gütliche Beilegung der Mei-
Reflexionsgruppe ein, die sich regelmäßig mit Fragen der Förde-        nungsverschiedenheiten. Wird eine solche Beilegung erreicht, so
rung privater Investitionen in den mauretanischen Fischereisektor,     wird die Anwendung des Protokolls wiederaufgenommen und der
insbesondere der Erleichterung der Niederlassung europäischer          Betrag des finanziellen Ausgleichs wird je nach Dauer der Ausset-
Privatunternehmen, der Einrichtung gemischter Gesellschaften           zung des Protokolls zeitanteilig entsprechend gekürzt.
mit mauretanischer und europäischer Beteiligung sowie geeigne-
ten Lösungen für Partnerschaften zwischen öffentlichem Sektor
und Privatwirtschaft auseinandersetzen soll. Diese Reflexions-                                       Artikel 10
gruppe kann einen spezifischen jährlichen Aktionsplan festlegen
und dessen Durchführung einvernehmlich begleiten, was insbe-                 Aussetzung der Anwendung des Protokolls wegen
sondere im Rahmen des Beitrags des partnerschaftlichen                                             Nichtzahlung
Fischereiabkommens zur Durchführung der mauretanischen
Fischereipolitik geschehen soll.                                       Vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 4 dieses Protokolls
                                                                       kann die Anwendung dieses Protokolls unter folgenden Bedin-
                                                                       gungen ausgesetzt werden, wenn die Europäische Gemeinschaft
(3)     Die beiden Vertragsparteien vereinbaren außerdem eine          die in Artikel 2 dieses Protokolls vorgesehenen Zahlungen nicht
jährliche Zusammenkunft im Rahmen eines Forums zur Förde-              leistet:
rung privater Partnerschaften im mauretanischen Fischereisektor.
Dieses jährliche Forum, zu dem Wirtschaftsbeteiligte aus Europa
und Mauretanien eingeladen werden, soll in Mauretanien                 a)    Das Ministerium teilt der Europäischen Kommission das Aus-
stattfinden.                                                                 bleiben der Zahlung mit. Die Europäische Kommission prüft
                                                                             die Angelegenheit und veranlasst die betreffende Zahlung
                                                                             erforderlichenfalls binnen 30 Arbeitstagen nach dem Zeit-
(4)     Damit insbesondere der Bereich „Frischware“ ausgebaut                punkt des Eingangs der Benachrichtigung.
werden kann, gewährt Mauretanien den Reedern der Gemein-
schaft, die ihre Fänge in den mauretanischen Häfen anlanden, (als      b)    Geht innerhalb der unter Buchstabe a genannten Frist weder
Anreiz insbesondere für den Verkauf an die lokale Fischwirtschaft,           die Zahlung noch eine angemessene Begründung für das
für die Vermarktung in Mauretanien durch die Wirtschafts-                    Ausbleiben der Zahlung ein, sind die zuständigen maureta-
beteiligten aus der Gemeinschaft oder für den Weitertransport der            nischen Behörden berechtigt, die Anwendung dieses Proto-
in der mauretanischen Fischereizone erzielten Fänge auf dem                  kolls auszusetzen. Sie setzen die Europäische Kommission
Landweg) eine Gebührenermäßigung gemäß den Bestimmungen                      hierüber unverzüglich in Kenntnis.
des Anhangs I dieses Protokolls und den einschlägigen maureta-
nischen Rechtsvorschriften.
                                                                       c)    Die Anwendung dieses Protokolls wird wieder aufgenom-
                                                                             men, sobald die betreffenden Zahlungen geleistet sind.
                              Artikel 9
        Meinungsverschiedenheiten — Aussetzung der                                                   Artikel 11
                   Anwendung des Protokolls                                              Anwendbares nationales Recht
(1)     Bei Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Auslegung          Unbeschadet der Bestimmungen des Abkommens unterliegen die
oder Anwendung dieses Protokolls und seiner Anhänge finden             Tätigkeiten von Schiffen im Rahmen dieses Protokolls und seiner
Konsultationen zwischen den Vertragsparteien im Rahmen des             Anhänge, insbesondere Anlandungen, Umladungen, die Nutzung
Gemischten Ausschusses gemäß Artikel 10 des Abkommens statt,           von Hafeneinrichtungen, der Kauf von Vorräten sowie alle übri-
der erforderlichenfalls zu einer außerordentlichen Sitzung einbe-      gen Tätigkeiten, den geltenden nationalen Gesetzen und sonsti-
rufen wird.                                                            gen Vorschriften Mauretaniens.
 ---pagebreak--- L 203/8               DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                         31.7.2008
                             Artikel 12                                 (2) Die Benachrichtigung gemäß Absatz 1 führt zur Aufnahme
                                                                        von Konsultationen der Vertragsparteien.
                              Laufzeit
Dieses Protokoll und seine Anhänge gelten für einen Zeitraum
von vier Jahren ab dem 1. August 2008, wenn es nicht gemäß                                         Artikel 14
Artikel 13 gekündigt wird.                                                                       Inkrafttreten
                             Artikel 13                                 (1)    Dieses Protokoll und seine Anhänge treten zu dem Zeit-
                                                                        punkt in Kraft, zu dem die Vertragsparteien einander den
                            Kündigung
                                                                        Abschluss der hierzu erforderlichen Verfahren notifizieren.
(1)    Im Falle einer Kündigung des Protokolls benachrichtigt die
kündigende Vertragspartei die andere Vertragspartei schriftlich         (2) Sie gelten ab 1. August 2008 und ersetzen das für den Zeit-
wenigstens sechs Monate vor dem Tag, an dem die Kündigung in            raum vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Juli 2008 geltende Protokoll
Kraft treten soll, von ihrer Absicht, das Protokoll zu kündigen.        einschließlich seiner Anhänge.
 ---pagebreak---                                                                                                 Aufstellung der Fangmöglichkeiten
                                                                 Art der Fischerei
                                                                                                                                                                                                                                    31.7.2008
                                        KREBSTIERE                                   FISCHEREI AUF DEMERSALE ARTEN                   KOPFFÜSSER                          FISCHEREI AUF PELAGISCHE ARTEN
                                                                                                  Kategorie 3:                                                             Kategorie 8:
                                                                                                                    Kategorie 4:
                     Kategorie 1:                                             Kategorie 2:     Demersale Arten                                                           Thunfischfänger    Kategorie 9:
                                                                                                                 Trawler/demersale                      Kategorie 7:                                            Kategorie 11:
                   Krebstiere außer    Kategorie 10:       Kategorie 6:       Trawler und       außer Senegales.                      Kategorie 5:                       mit Angeln und    Trawler/Froster                          DE
                                                                                                                    Arten außer                          Thunfisch-                                          Pelagische Fischerei
                    Langusten und      Taschenkrebse        Langusten       Langleiner Sen-       Seehecht mit                         Kopffüßer                          Oberflächen-       pelagische
                                                                                                                   Senegales. See-                      Wadenfänger                                            ohne Froster (1)
                   Taschenkrebsen                                           egales. Seehecht    anderen Geräten                                                            Langleinen-        Arten (1)
                                                                                                                        hecht
                                                                                               als Schleppnetzen                                                             fischer
Max. BRZ pro         9 570 BRZ           300 BRZ            300 BRZ          3 240 BRZ           1 162 BRZ           375 BRZ         13 950 BRZ          22 Schiffe        22 Schiffe      17 Lizenzen         15 000 BRT/
Lizenzperiode                                                                                                                         32 Schiffe                                                                 Monat im
                                                                                                                                                                                                               Jahresdurch-
                                                                                                                                                                                                                  schnitt
(1) Nicht ausgeschöpfte Fangmöglichkeiten der Kategorie 11 können im Umfang von bis zu 20 Lizenzen pro Monat von Schiffen der Kategorie 9 in Anspruch genommen werden.
                                                                                                                                                                                                                                    Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                                                                                                                                    L 203/9
 ---pagebreak--- L 203/10         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                            31.7.2008
                   KATEGORIE 1: FANG VON KREBSTIEREN AUSSER LANGUSTEN UND TASCHENKREBSEN
                                                          1. Fanggebiet
         i) nördlich von 19° 21,00’ N und außerhalb des Gebiets, das durch folgende Koordinaten begrenzt wird:
                              20° 46,30 N                                             17° 03,00 W
                              20° 40,00 N                                             17° 07,50 W
                              20° 05,00 N                                             17° 07,50 W
                              19° 35,50 N                                             16° 47,00 W
                              19° 28,00 N                                             16° 45,00 W
                              19° 21,00 N                                             16° 45,00 W
         ii) Südlich von 19° 21,00’ N und westlich einer Linie 6 Meilen (vgl. die Liste der Koordinaten in Anhang II
             Anlage 6).
         Wenn der Bewirtschaftungsplan für Garnelen vorliegt, können die Vertragsparteien diese Gebietseinteilung ein-
         vernehmlich überprüfen.
                                                   2. Zugelassenes Fanggerät
         Garnelen-Grundschleppnetz und sonstiges selektives Fanggerät
         Die beiden Vertragsparteien werden technische Versuche durchführen, um die Eigenschaften des selektiven
         Fanggeräts und insbesondere Folgendes Festzulegen: (i) Trenngitter für Stellnetze, (ii) sonstiges selektives Fang-
         gerät außer Stellnetzen. Die Festlegung der Bestimmungen für dieses selektive Fanggerät muss nach wissen-
         schaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Auswertung der Versuchsergebnisse vor dem 31.12.2009
         erfolgen.
         Die Verwendung von Hievsteerten ist verboten. Die Verwendung von Doppelzwirn im Steert ist verboten.
         Scheuerschutze sind gemäß Artikel 24 des mauretanischen Fischereigesetzes zulässig.
                                         3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
         50 mm
                                                         4. Schonzeiten
         Zwei (2) Schonzeiten von jeweils zwei (2) Monaten: Mai-Juni und September-Oktober.
         Die beiden Vertragsparteien können im Rahmen des Gemischten Ausschusses einvernehmlich beschließen, die
         Schonzeiten anzupassen, zu verlängern oder zu verkürzen sowie für bestimmte Zeiträume Sperrgebiete aus-
         zuweisen, um die Laichgebiete und die Gebiete mit hoher Jungtierkonzentration zu schützen.
                                                5. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                            6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren
                                                           2008/2009     2009/2010         2010/2011           2011/2012
         Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode        9 570 BRZ      9 570 BRZ        9 570 BRZ           9 570 BRZ
         Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       291           303                315                315
                                                        7. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
 ---pagebreak--- 31.7.2008        DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 203/11
            KATEGORIE 2: TRAWLER (1) UND GRUNDLEINENFISCHER FÜR DEN FANG VON SENEGALESISCHEM
                                                           SEEHECHT
                                                         1. Fanggebiet
          1.1.   i) Nördlich von 19° 15,6’ N und westlich der Linie durch folgende Koordinaten:
                                    20° 46,30 N                                       17° 03,00 W
                                    20° 36,00 N                                       17° 11,00 W
                                    20° 36,00 N                                       17° 36,00 W
                                    20° 03,00 N                                       17° 36,00 W
                                    19° 45,70 N                                       17° 03,00 W
                                    19° 29,00 N                                       16° 51,50 W
                                    19° 15,60 N                                       16° 51,50 W
                                    19° 15,60 N                                       16° 49,60 W
                 ii)  Südlich von 19° 15,60’ N und bis 17° 50,00’ N, westlich der 18-Meilen-Linie, deren Koordinaten
                      ausgehend von der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind,
                      berechnet werden.
                 iii) Südlich von 17° 50,00’ N, westlich der 12-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der
                      6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
          1.2.   Die Gebietseinteilung während der Schonzeit für Kopffüßer ist wie folgt:
                 i)   Zwischen Cap Blanc und Cap Timiris ist das Sperrgebiet durch folgende Koordinaten begrenzt:
                                    20° 46,00 N                                       17° 03,00 W
                                    20° 46,00 N                                       17° 47,00 W
                                    20° 03,00 N                                       17° 47,00 W
                                    19° 47,00 N                                       17° 14,00 W
                                    19° 21,00 N                                       16° 55,00 W
                                    19° 15,60 N                                       16° 51,50 W
                                    19° 15,60 N                                       16° 49,60 W
                 ii)  Südlich von Cap Timiris (südlich von 19° 15,60’ N) und bis Nouakchott (17° 50,00’ N) ist das
                      Sperrgebiet durch die 18-Meilen-Linie begrenzt, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-
                      Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                 iii) Südlich von Nouakchott (südlich von 17° 50,00’N) ist das Sperrgebiet durch die 12-Meilen-Linie
                      begrenzt, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II
                      Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                                                  2. Zugelassenes Fanggerät
          — Grundleine
          — Grundschleppnetz für den Seehechtfang
          Die Verwendung von Hievsteerten ist verboten.
          Die Verwendung von Doppelzwirn im Steert ist verboten.
                                         3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
          70 mm im Steert
                                                       4. Schonzeiten
          Die beiden Vertragsparteien legen im Rahmen des Gemischten Ausschusses auf der Grundlage der vom
          gemischten wissenschaftlichen Ausschuss genehmigten besten verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten die
          Schonzeit fest.
 ---pagebreak--- L 203/12          DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                         31.7.2008
                                                5. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                            6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
                                                           2008/2009      2009/2010      2010/2011         2011/2012
         Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode        3 240 BRZ       3 240 BRZ      3 240 BRZ        3 240 BRZ
         Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       148            153            159               159
                                                        7. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         (1) Keine Frostertrawler.
         Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
         KATEGORIE 3: FANG ANDERER GRUNDFISCHARTEN ALS SENEGALESISCHEN SEEHECHT MIT ANDEREN
                                                 GERÄTEN ALS SCHLEPPNETZEN
                                                          1. Fanggebiet
         1.1. i)     Nördlich von 19° 48,50’ N, 3 Meilen ab der Basislinie Cap Blanc — Cap Timiris
                ii)  Südlich von 19° 48,50’ N bis 19° 21,00’ N, westlich von 16° 45,00’ W
                iii) Südlich von 19° 21,00’ N, ab der 3-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-
                     Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
         1.2. Die Gebietseinteilung während der Schonzeit für Kopffüßer ist wie folgt:
                i)   Zwischen Cap Blanc und Cap Timiris:
                                   20° 46,00 N                                        17° 03,00 W
                                   20° 46,00 N                                        17° 47,00 W
                                   20° 03,00 N                                        17° 47,00 W
                                   19° 47,00 N                                        17° 14,00 W
                                   19° 21,00 N                                        16° 55,00 W
                                   19° 15,60 N                                        16° 51,50 W
                                   19° 15,60 N                                        16° 49,60 W
                ii)  Südlich von Cap Timiris (südlich von 19° 15,60’ N) und bis Nouakchott (17° 50,00’ N) ist das Sperr-
                     gebiet durch die 3-Meilen-Linie begrenzt, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie,
                     deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                iii) Südlich von Nouakchott (südlich von 17° 50,00’ N) ist das Sperrgebiet durch die 3-Meilen-Linie
                     begrenzt, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II
                     Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                                                   2. Zugelassenes Fanggerät
         — Langleinen;
         — einwandiges Kiemennetz mit einer Netzhöhe von maximal 7 m und einer Länge von maximal 100 m.
             Kiemennetze aus Polyamid-Monofil sind nach mauretanischem Recht verboten.
         — Handleine;
         — Korbreusen;
         — Wade für den Köderfang.
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 203/13
                                           3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
          120 mm für Kiemennetze
          20 mm für Netze zum Fang von Lebendködern;
                                                 4. Beifänge und Mindestgrößen
          Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
          fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
          Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
          bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
          ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                                      5. Zulässige Tonnage
                                                            2008/2009      2009/2010       2010/2011        2011/2012
          Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode        1 162 BRZ      1 162 BRZ       1 162 BRZ        1 162 BRZ
          Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       254            264             274              274
                                                         6. Bemerkungen
          Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
          Bei Beantragung der Lizenz ist das Fanggerät anzugeben.
          Waden werden nur zum Fang von Köder eingesetzt, der bei der Leinenfischerei oder in Korbreusen verwendet
          wird.
          Korbreusen dürfen von höchstens sieben Schiffen mit einer Tonnage von jeweils unter 135 BRZ eingesetzt
          werden.
          Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
          Die beiden Vertragsparteien legen im Rahmen des Gemischten Ausschusses auf der Grundlage der vom
          gemischten wissenschaftlichen Ausschuss genehmigten besten verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten die
          Schonzeit fest.
                           KATEGORIE 4: FROSTERTRAWLER FÜR DEN FANG VON GRUNDFISCHARTEN
                                                          1. Fanggebiet:
          1.1. (i)     Nördlich von 19° 15,60’ N und westlich der Linie durch folgende Koordinaten:
                                    20° 46,30 N                                        17° 03,00 W
                                    20° 36,00 N                                        17° 11,00 W
                                    20° 36,00 N                                        17° 36,00 W
                                    20° 03,00 N                                        17° 36,00 W
                                    19° 45,70 N                                        17° 03,00 W
                                    19° 29,00 N                                        16° 51,50 W
                                    19° 15,60 N                                        16° 51,50 W
                                    19° 15,60 N                                        16° 49,60 W
                 (ii) Südlich von 19° 15,60’ N und bis 17° 50,00’ N, westlich der 18-Meilen-Linie, deren Koordinaten
                       ausgehend von der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berech-
                       net werden.
                 (iii) Südlich von 17° 50,00’ N, westlich der 12-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der
                       6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
 ---pagebreak--- L 203/14         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                     31.7.2008
                                                   2. Zugelassenes Fanggerät:
         — Schleppnetz;
         Die Verwendung von Hievsteerten ist verboten.
         Die Verwendung von Doppelzwirn im Steert ist verboten.
                                         3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
         70 mm
                                                         4. Schonzeiten
         Zwei (2) Schonzeiten von jeweils zwei (2) Monaten: Mai-Juni und September-Oktober.
         Die beiden Vertragsparteien können im Rahmen des Gemischten Ausschusses einvernehmlich beschließen, die
         Schonzeiten anzupassen, zu verlängern oder zu verkürzen sowie für bestimmte Zeiträume Sperrgebiete aus-
         zuweisen, um die Laichgebiete und die Gebiete mit hoher Jungtierkonzentration zu schützen.
                                                5. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                            6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
                                                           2008/2009     2009/2010        2010/2011      2011/2012
         Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode         375 BRZ        375 BRZ         375 BRZ         375 BRZ
         Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       156           163              169            169
                                                        7. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                                                   KATEGORIE 5: KOPFFÜSSER
                                                         1. Fanggebiet:
         Nördlich von 19° 15,60’ N und außerhalb des Gebiets, das durch folgende Koordinaten begrenzt wird:
                              20° 46,30 N                                            17° 03,00 W
                              20° 40,00 N                                            17° 07,50 W
                              19° 57,00 N                                            17° 07,50 W
                              19° 28,20 N                                            16° 48,00 W
                              19° 18,50 N                                            16° 48,00 W
                              19° 18,50 N                                            16° 40,50 W
                              19° 15,60 N                                            16° 38,00 W
         Südlich von 19° 15,60’ N und bis 17° 50,00’ N, westlich der 9-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von
         der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
         Südlich von 17° 50,00’ N, westlich der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie,
         deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                   L 203/15
                                                    2. Zugelassenes Fanggerät:
          Grundschleppnetz
          Die Verwendung von Hievsteerten ist verboten.
          Die Verwendung von Doppelzwirn im Steert ist verboten.
                                          3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
          70 mm
                                                          4. Schonzeiten
          Zwei (2) Schonzeiten von jeweils zwei (2) Monaten: Mai-Juni und September-Oktober.
          Die beiden Vertragsparteien können im Rahmen des Gemischten Ausschusses auf der Grundlage der besten
          verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten einvernehmlich beschließen, die Schonzeiten anzupassen, zu ver-
          längern oder zu verkürzen sowie für bestimmte Zeiträume Sperrgebiete auszuweisen, um die Laichgebiete und
          die Gebiete mit hoher Jungtierkonzentration zu schützen.
                                                 5. Beifänge und Mindestgrößen
          Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
          fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
          Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
          bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
          ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                             6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
                                                            2008/2009     2009/2010       2010/2011     2011/2012
          Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode        13 950 BRZ    13 950 BRZ      13 950 BRZ    13 950 BRZ
          Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       349           363             377           377
                                                         7. Bemerkungen
          Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
          Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                                                    KATEGORIE 6: LANGUSTEN
                                                          1. Fanggebiet:
          1.1 nördlich von 19° 21,00’ N: 20 Meilen ab der Basislinie Kap Blanc — Kap Timiris
          1.2 Südlich von 19° 21,00’ N: ab der 15-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie,
               deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                                                    2. Zugelassenes Fanggerät:
          Korbreuse
                                          3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
          Netztuch: 60 mm.
 ---pagebreak--- L 203/16         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                   31.7.2008
                                                         4. Schonzeiten
         Zwei (2) Schonzeiten von jeweils zwei (2) Monaten: Mai-Juni und September-Oktober.
         Die Schonzeiten können im Einvernehmen zwischen beiden Vertragsparteien im Rahmen des Gemischten Aus-
         schusses angepasst, verlängert oder verkürzt werden.
                                                5. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                            6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
                                                           2008/2009     2009/2010      2010/2011      2011/2012
         Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode         300 BRZ        300 BRZ        300 BRZ       300 BRZ
         Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                       283           294            305            305
                                                        7. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         Anlandungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                                    KATEGORIE 7: THUNFISCH-WADENFÄNGER/FROSTER
                                                         1. Fanggebiet:
         1.1 nördlich von 19° 21,00’ N: 30 Meilen ab der Basislinie Cap Blanc — Cap Timiris;
         1.2 Südlich von 19° 21,00’ N: 30 Meilen ab der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6
              dargelegt sind.
                                                   2. Zugelassenes Fanggerät:
         Wade
                                         3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
         Empfehlungen der ICCAT
                                                4. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                    L 203/17
                                              5. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
          Gebühr je gefangene Tonne                          35 €
          Zahl der fangberechtigten Schiffe                    22
          Vorauszahlung pro Schiff und Jahr in EUR         1 750 €
                                                         6. Bemerkungen
          Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
          Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                 KATEGORIE 8: THUNFISCHFÄNGER MIT ANGELN UND OBERFLÄCHEN-LANGLEINENFISCHER
                                                           1. Fanggebiet:
          Für Oberflächen-Langleinenfischer gelten dieselben Fanggebietsabgrenzungen wie für die Thunfisch-
          Wadenfänger der Kategorie 7.
          Für Thunfischfänger mit Angeln gilt folgende Gebietsabgrenzung:
          1.1. nördlich von 19° 21,00’ N: 15 Meilen ab der Basislinie Cap Blanc — Cap Timiris;
          1.2. Südlich von 19° 21,00’ N: ab der 12-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie,
                deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
          Fanggebiet, in dem der Fang von Köderfischen erlaubt ist:
          — Nördlich von 19° 48,50’ N, 3 Meilen ab der Basislinie Cap Blanc — Cap Timiris
          — Südlich von 19° 48,50’ N bis 19° 21,00’ N, westlich von 16° 45,00’ W
          — Südlich von 19° 21,00’ N, ab der 3-Meilen-Linie, deren Koordinaten ausgehend von der 6-Meilen-Linie,
              deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, berechnet werden.
                                                    2. Zugelassenes Fanggerät:
          Angeln und Oberflächenlangleinen
                                                 3. Beifänge und Mindestgrößen
          Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
          fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
          Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
          bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
          ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                              4. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
          Zahl der fangberechtigten Schiffe                    22
          Angelfänger — Gebühr je gefangene Tonne            25 €
          Langleinenfischer — Gebühr je gefangene            35 €
          Tonne
          Vorauszahlung pro Schiff und Jahr in EUR       2 500 € für
                                                        Angelfänger
                                                         3 500 € für
                                                         Langleinen-
                                                            fischer
 ---pagebreak--- L 203/18          DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                          31.7.2008
                                                         5. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         (1) Mindestmaschenöffnung für den Fang von Köderfischen: 16 mm. Der Fang von Köderfischen ist auf eine
               bestimmte, durch den Gemischten Ausschuss festzusetzende Zahl von Tagen pro Monat beschränkt. Die
               Aufnahme und die Beendigung dieser Tätigkeit sind der Fischereiüberwachungsbehörde zu melden.
         (2) Unter Berücksichtigung der einschlägigen Empfehlungen der ICCAT und der FAO ist die Fischerei auf
               Riesenhai (Cetorhinus maximus), Weißhai (Carcharodon carcharias), Sandhai (Carcharias taurus) und Hundshai
               (Galeorhinus galeus) verboten.
         (3) Unter Berücksichtigung der ICCAT-Empfehlungen 04-10 und 05-05 zur Erhaltung von Haien, die in Ver-
               bindung mit Fischereien gefangen werden, die von der ICCAT gemanagt werden.
         (4) Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 geför-
               dert.
         (5) Die beiden Vertragsparteien legen einvernehmlich die Durchführungsbestimmungen fest, damit die für die
               Fangtätigkeiten dieser Schiffe notwendigen Lebendköder gefangen oder eingesammelt werden können.
               Sofern diese Fangtätigkeiten in gefährdeten Gebieten oder mit unüblichem Fanggerät ausgeübt werden,
               erfolgt die Festlegung der Durchführungsbestimmungen auf der Grundlage der Empfehlungen des IMROP
               und nach Rücksprache mit der Fischereiüberwachung.
                                 KATEGORIE 9: PELAGISCHE FISCHEREI MIT FROSTERTRAWLERN
                                                          1. Fanggebiet:
         (i)   Nördlich von 19° 21,00’ N: außerhalb des Gebiets, das durch folgende Koordinaten begrenzt wird:
                                 20° 46,30 N                                           17° 03,00 W
                                 20° 36,00 N                                           17° 11,00 W
                                 20° 36,00 N                                           17° 24,10 W
                                 19° 57,00 N                                           17° 24,10 W
                                 19° 45,70 N                                           17° 03,00 W
                                 19° 29,00 N                                           16° 51,50 W
                                 19° 21,00 N                                           16° 45,00 W
         (ii) Südlich von 19° 21,00’ N bis 17° 50,00’ N, 13 Meilen ab der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in
               Anhang II Anlage 6 dargelegt sind.
         (iii) Südlich von 17° 50,00’ N bis 16° 04,00’ N, 12 Meilen ab der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in
               Anhang II Anlage 6 dargelegt sind.
                                                   2. Zugelassenes Fanggerät:
         Pelagisches Schleppnetz
         Der Steert des pelagischen oder halbpelagischen Schleppnetzes kann durch ein Stück Netztuch mit einem
         Mindestmaschenöffnungsgrad von 400 mm in gestrecktem Zustand und durch Teilstropps, die wenigstens
         1,5 Meter voneinander entfernt sind, verstärkt werden. Eine Ausnahme bildet der Teilstropp am hinteren Ende
         des Schleppnetzes, der wenigstens 2 Meter vom Steertfenster entfernt sein muss. Die Versteifung der Steert-
         maschen und die Verwendung von Hievsteerten zu anderen Zwecken ist verboten. Mit dem Schleppnetz darf
         auf keinen Fall gezielte Fischerei auf andere als die zugelassenen kleinen pelagischen Arten betrieben werden.
                                          3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
         40 mm
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 203/19
                                                     4. Beifänge und Mindestgrößen
          Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
          fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
          Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
          bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
          ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
          Vgl. Kapitel V Nummer 5 und Anhang I Anlage 7 hinsichtlich der Umrechnungsfaktoren für kleine pelagische
          Arten.
                                                  5. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
          Zahl der Schiffe, die gleichzeitig Fisch-   17
          fang betreiben dürfen
          Gebühr pro BRZ und Monat in EUR                2008/2009          2009/2010            2010/2011            2011/2012
          Schiffe mit einer Tonnage von                     8,2                8,3                  8,4                   8,5
          5 000 BRZ oder weniger
          Schiffe mit einer Tonnage von mindes-             7,2                7,3                  7,4                   7,5
          tens 5 000 BRZ, aber unter 7 000 BRZ
          Schiffe mit einer Tonnage von mindes-             6,2                6,3                  6,4                   6,5
          tens 7 000 BRZ, aber unter 9 500 BRZ
          Die zugelassene Höchstfangmenge, die von allen Frostertrawlern zusammen im Rahmen der Lizenzregelung erzielt werden
          darf, beträgt 250 000 Tonnen pro Jahr. Eine Überschreitung dieser Quote ist allerdings unter Einhaltung der Bestimmungen
          des Protokolls und seiner Anhänge möglich.
                                                             6. Bemerkungen
          Nicht ausgeschöpfte Fangmöglichkeiten der Kategorie 11 können im Umfang von bis zu 20 Lizenzen pro
          Monat von Schiffen der Kategorie 9 in Anspruch genommen werden.
          Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
          Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                                                     KATEGORIE 10: TASCHENKREBSE
                                                                1. Fanggebiet
          i)    Nördlich von 19° 15,6’ N und westlich der Linie durch folgende Koordinaten:
                                   20° 46,30 N                                                  17° 03,00 W
                                   20° 36,00 N                                                  17° 11,00 W
                                   20° 36,00 N                                                  17° 36,00 W
                                   20° 03,00 N                                                  17° 36,00 W
                                   19° 45,70 N                                                  17° 03,00 W
                                   19° 29,00 N                                                  16° 51,50 W
                                   19° 15,60 N                                                  16° 51,50 W
                                   19° 15,60 N                                                  16° 49,60 W
          ii)   Südlich von 19° 15,60’ N und bis 17° 50 N, westlich der 18-Meilen-Linie, die ausgehend von der 6-Meilen-
                Linie, deren Koordinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, bemessen ist.
          iii) Südlich von 17° 50’ N, westlich der 12-Meilen-Linie, die ausgehend von der 6-Meilen-Linie, deren Koor-
                dinaten in Anhang II Anlage 6 dargelegt sind, bemessen ist.
                                                        2. Zugelassenes Fanggerät:
          Korbreuse für Taschenkrebs
 ---pagebreak--- L 203/20         DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                   31.7.2008
                                         3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
         Netztuch: 60 mm.
                                                         4. Schonzeiten
         Zwei (2) Schonzeiten von jeweils zwei (2) Monaten: Mai-Juni und September-Oktober.
         Die beiden Vertragsparteien können im Rahmen des Gemischten Ausschusses auf der Grundlage der besten
         verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten einvernehmlich beschließen, die Schonzeiten anzupassen, zu ver-
         längern oder zu verkürzen sowie für bestimmte Zeiträume Sperrgebiete auszuweisen, um die Laichgebiete und
         die Gebiete mit hoher Jungtierkonzentration zu schützen.
                                                5. Beifänge und Mindestgrößen
         Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
         fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
         Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
         bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
         ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
                                            6. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
                                                        2008/2009       2009/2010       2010/2011      2011/2012
         Zulässige Tonnage (BRZ) pro Lizenzperiode       300 BRZ        300 BRZ          300 BRZ       300 BRZ
         Gebühr pro BRZ und Jahr in EUR                    283             294             305            305
                                                        7. Bemerkungen
         Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
         Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
                                   KATEGORIE 11: PELAGISCHE FISCHEREI OHNE FROSTER
                                                         1. Fanggebiet:
         (i)   Nördlich von 19° 21,00’ N: außerhalb des Gebiets, das durch folgende Koordinaten begrenzt wird:
                              20° 46,30 N                                            17° 03,00 W
                              20° 36,00 N                                            17° 11,00 W
                              20° 36,00 N                                            17° 24,10 W
                              19° 57,00 N                                            17° 24,10 W
                              19° 45,70 N                                            17° 03,00 W
                              19° 29,00 N                                            16° 51,50 W
                              19° 21,00 N                                            16° 45,00 W
         (ii) Südlich von 19° 21,00’ N bis 17° 50,00’ N, 13 Meilen ab der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in
               Anhang II Anlage 6 dargelegt sind.
         (iii) Südlich von 17° 50,00’ N bis 16° 04,00’ N, 12 Meilen ab der 6-Meilen-Linie, deren Koordinaten in
               Anhang II Anlage 6 dargelegt sind.
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                                                     2. Zugelassenes Fanggerät:
          Pelagisches Schleppnetz und Ringwade für industrielle Fischerei
          Der Steert des pelagischen oder halbpelagischen Schleppnetzes kann durch ein Stück Netztuch mit einem
          Mindestmaschenöffnungsgrad von 400 mm in gestrecktem Zustand und durch Teilstropps, die wenigstens
          1,5 Meter voneinander entfernt sind, verstärkt werden. Eine Ausnahme bildet der Teilstropp am hinteren Ende
          des Schleppnetzes, der wenigstens 2 Meter vom Steertfenster entfernt sein muss. Die Versteifung der Steert-
          maschen und die Verwendung von Hievsteerten zu anderen Zwecken ist verboten. Mit dem Schleppnetz darf
          auf keinen Fall gezielte Fischerei auf andere als die zugelassenen kleinen pelagischen Arten betrieben werden.
                                          3. Vorgeschriebene Mindestmaschenöffnung
          40 mm für Trawler und 20 mm für Thunfisch-Wadenfänger
                                                  4. Beifänge und Mindestgrößen
          Gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften, vgl. Kapitel VI und Anhang I Anlage 5 hinsichtlich der Bei-
          fänge und Kapitel V Nummer 5 sowie Anhang I Anlage 6 hinsichtlich der Mindestgrößen.
          Sofern in den mauretanischen Rechtsvorschriften keine Regelung über die Beifänge und die Mindestgrößen
          bestimmter Arten vorgesehen ist, konsultieren die beiden Vertragsparteien einander im Rahmen des Gemisch-
          ten Ausschusses, um die zulässige Quote festzulegen.
          Vgl. Kapitel V Nummer 5 und Anhang I Anlage 7 hinsichtlich der Umrechnungsfaktoren für kleine pelagische
          Arten.
                                              5. Zulässige Tonnage/Lizenzgebühren:
          Zulässige Tonnage                15 000 BRZ pro Monat im Jahresdurchschnitt, entsprechend 3 Lizenzen pro
                                           Monat für pelagische Frostertrawler der Kategorie 9.
                                           Die Abrechnung nach Monaten im Jahresdurchschnitt bedeutet, dass die durch-
                                           schnittliche monatliche Ausschöpfung nach Ablauf eines Protokolljahres dem
                                           obigen Wert entspricht, während nicht ausgeschöpfte Fangmöglichkeiten von
                                           einem Monat auf den nächsten übertragen werden können.
                                               2008/2009           2009/2010           2010/2011           2011/2012
          Gebühr pro BRZ und Monat in              7,2                 7,3                7,4                 7,5
          EUR
                                                          6. Bemerkungen
          Nicht ausgeschöpfte Fangmöglichkeiten der Kategorie 11 können im Umfang von bis zu 20 Lizenzen pro
          Monat von Schiffen der Kategorie 9 in Anspruch genommen werden.
          Die Gebühren werden für den vierjährigen Geltungszeitraum des Protokolls festgesetzt.
          Für die Fangmengen der Schiffe dieser Kategorie (pelagische Fischerei ohne Froster) wird keine Obergrenze fest-
          gesetzt.
          Die Übergangsregelung über die Anheuerung von Seeleuten findet sich in Anhang 1 (Kapitel XV Nummer 6).
          Anlandungen und Umladungen werden nach den Bestimmungen des Protokolls und des Anhangs 1 gefördert.
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                                                                  ANHANG I
           BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG DER FISCHEREITÄTIGKEIT DURCH GEMEINSCHAFTSSCHIFFE IN
                                                  DEN FISCHEREIZONEN MAURETANIENS
                                                                  KAPITEL I
                                               Für den Lizenzantrag erforderliche Unterlagen
         (1) Bei jeder Erstbeantragung einer Lizenz für ein Schiff unterbreitet die Kommission dem Ministerium über die Delegation
              für jedes eine Lizenz beantragende Schiff ein ausgefülltes Formular nach dem Muster in Anlage 1 zu diesem Anhang.
              Der angegebene Name des Schiffes, seine Tonnage in BRZ, seine äußere Kennnummer, sein Rufzeichen, seine
              Maschinenleistung, seine Länge über alles und sein Heimathafen decken sich mit den Angaben in der Gemeinschafts-
              kartei der Fischereifahrzeuge.
         (2) Der Reeder muss seinem ersten Lizenzantrag folgende Unterlagen beifügen:
              —     eine vom Mitgliedstaat beglaubigte Kopie des internationalen Messbriefs, in dem die Tonnage des Schiffes in BRZ
                    festgesetzt ist;
              —     ein neueres, von den zuständigen Behörden des Mitgliedstaates beglaubigtes Farbfoto, welches das Schiff in sei-
                    nem aktuellen Zustand in Seitenansicht zeigt. Die Mindestabmessungen dieser Fotografie sind 15 cm × 10 cm;
              —     die für die Eintragung in das mauretanische Schiffsregister erforderlichen Unterlagen. Für diese Eintragung fallen
                    keine Gebühren an. Die im Rahmen der Eintragung in das mauretanische Schiffsregister vorgesehene Inspektion
                    ist rein administrativer Art.
         (3) Bei jeder Änderung der Tonnage eines Schiffes muss der Reeder des betreffenden Schiffes eine vom Mitgliedstaat beglau-
              bigte Kopie des neuen Messbriefs übermitteln sowie die Unterlagen, die diese Änderung begründen, namentlich die
              Kopie des Antrags, den der Reeder bei seinen zuständigen Behörden gestellt hat, die Bewilligung dieser Behörden und
              die genaue Aufstellung der durchgeführten Umbauten.
              Außerdem ist, wenn die Aufbauten oder das Äußere des Schiffes geändert wurden, ein neues von den zuständigen
              Behörden des Mitgliedstaates beglaubigtes Foto vorzulegen.
         (4) Anträge auf Fanglizenzen werden nur für Schiffe eingereicht, für welche die nach den Nummern 1, 2 und 3 erforder-
              lichen Unterlagen vorliegen.
                                                                  KAPITEL II
                                     Lizenzanträge, Lizenzerteilung und Geltungszeiträume der Lizenzen
         1.    Zulassung zum Fischfang
         1.1. Jedes Schiff, das eine Fischereitätigkeit im Rahmen dieses Abkommens ausüben möchte, muss in den Fischereizonen
               Mauretaniens zum Fischfang zugelassen werden können.
         1.2. Zum Fischfang zugelassen wird nur ein Schiff, über das bzw. dessen Reeder oder Kapitän kein Verbot der Fischerei-
               tätigkeit in Mauretanien verhängt worden ist. Es dürfen keine Ansprüche oder Forderungen der mauretanischen Behör-
               den offen stehen, d. h. Reeder und Kapitän müssen allen früheren Verpflichtungen in Mauretanien aus
               Fischereitätigkeiten nachgekommen sein.
         2.    Lizenzanträge
         2.1. Die Lizenzanträge für pelagische Fischereifahrzeuge übermittelt die Kommission dem Ministerium über die Delegation
               mindestens zehn Werktage vor Beginn der Fangeinsätze zusammen mit den Unterlagen über die technischen
               Merkmale.
               Für die übrigen Fischereifahrzeuge übermittelt die Kommission dem Ministerium über die Delegation vierteljährlich
               mindestens einen Monat vor Beginn der Gültigkeitsdauer der beantragten Lizenzen die Verzeichnisse der Schiffe, die
               ihre Fangtätigkeiten innerhalb der für die einzelnen Kategorien in den technischen Anhängen des Protokolls festge-
               setzten Grenzen ausüben wollen. Diesen Verzeichnissen sind die Zahlungsbelege beizufügen. Lizenzanträge, die nicht
               innerhalb der genannten Fristen eingereicht werden, bleiben unbearbeitet.
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                   L 203/23
          2.2. In diesen Verzeichnissen werden für die einzelnen Kategorien die Anzahl der Schiffe sowie für jedes Schiff dessen wich-
               tigste Merkmale einschließlich des Fanggeräts gemäß den Angaben in der Gemeinschaftskartei der Fischereifahrzeuge,
               die Höhe der zu leistenden Zahlungen, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Rubriken, sowie die Anzahl mauretani-
               scher Seeleute deutlich angegeben.
          2.3. Dem Lizenzantrag beigefügt wird ferner eine Datei mit allen für die Ausstellung der Fanglizenzen erforderlichen Anga-
               ben — einschließlich etwaiger Änderungen der Schiffsdaten — in einem mit der vom Ministerium verwendeten Soft-
               ware kompatiblen Format.
          2.4. Bearbeitet werden nur Lizenzanträge für Schiffe, die zum Fischfang zugelassen werden können und für die alle Förm-
               lichkeiten gemäß den Nummern 2.1, 2.2 und 2.3 erfüllt wurden.
          2.5. Schiffe, die im Besitz von Lizenzen anderer Länder dieser Subregion sind, können auf ihrem Lizenzantrag das Land,
               die Art(en) und die Gültigkeitsdauer ihrer Lizenzen angeben, um sich die mehrfache Einfahrt in die mauretanischen
               Fischereizonen bzw. die Ausfahrt aus diesen Fischereizonen zu erleichtern.
          2.6. Persönliche Daten, die bei der Stellung der Lizenzanträge — und ganz allgemein im Rahmen dieses Abkommens —
               übermittelt werden, dürfen nur im Rahmen dieses Abkommens verarbeitet werden.
          3.   Lizenzerteilung
          3.1. Das Ministerium stellt die Lizenzen aus, nachdem der Vertreter des Reeders wenigstens 10 Tage vor Beginn der Gül-
               tigkeitsdauer der beantragten Lizenzen die Zahlungsbelege für die einzelnen Schiffe (vom mauretanischen Schatzamt
               ausgestellte Quittungen) gemäß Kapitel IV vorgelegt hat. Diese Frist wird im Fall pelagischer Schiffe auf fünf Tage ver-
               kürzt. Die Lizenzen werden von den Dienststellen des Ministeriums in Nouadhibou oder Nouakchott ausgehändigt.
          3.2. Auf den Lizenzen sind unter anderem die Gültigkeitsdauer, die technischen Merkmale des Schiffes, die Anzahl mau-
               retanischer Seeleute und Angaben zur erfolgten Zahlung der Gebühren sowie die in den jeweiligen technischen Daten-
               blättern festgelegten Bedingungen für die Ausübung der Fangtätigkeiten verzeichnet.
          3.3. Fanglizenzen werden nur für Schiffe ausgehändigt, für die alle zur Lizenzerteilung erforderlichen Verwaltungs-
               formalitäten erfüllt wurden. Schiffe, denen eine Lizenz erteilt wird, werden auf die die Liste der zum Fischfang berech-
               tigten Schiffe gesetzt, die zur selben Zeit der Fischereiüberwachung und, über die Delegation, der Kommission
               übermittelt wird.
          3.4. Die Kommission wird vom Ministerium über die Delegation über alle Fälle unterrichtet, in denen Lizenzanträgen nicht
               stattgegeben wurde. Das Ministerium übermittelt gegebenenfalls — nach Abzug aller eventuell ausstehenden Bußgel-
               der — eine Gutschrift über die geleisteten Zahlungen.
          3.5. Die Vertragsparteien kommen überein, die Einrichtung eines Systems von elektronischen Lizenzen zu fördern.
          4.   Gültigkeit und Nutzung der Lizenzen
          4.1. Die Lizenz gilt nur für den Zeitraum, für den die Lizenzgebühr gezahlt wurde, unter den im technischen Datenblatt
               angegebenen und auf der Lizenz präzisierten Bedingungen.
               Die Lizenzen werden für einen Zeitraum von 3, 6 oder 12 Monaten ausgestellt. Sie können verlängert werden.
               Für pelagische Schiffe (Kategorien 9 und 11) können monatliche Lizenzen ausgestellt werden. Für Trawler, die Fisch-
               fang auf pelagische Arten betreiben (nur Kategorie 9) wird zu Informationszwecken die voraussichtliche Quote für den
               Geltungszeitraum der Lizenz angegeben. Die während der Lizenzperiode nicht ausgeschöpfte Fangmenge kann auf eine
               neue Lizenz für dasselbe Schiff oder auf ein anderes Schiff derselben Kategorie übertragen werden.
               Für die Gültigkeitsdauer der Lizenzen wird auf folgende Jahreszeiträume Bezug genommen:
               erster Zeitraum:         vom 1. August 2008 bis zum 31. Dezember 2008
               zweiter Zeitraum:        vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009
               dritter Zeitraum:        vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010
               vierter Zeitraum:        vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011
               fünfter Zeitraum:        vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Juli 2012
               Es werden keine Lizenzen für einen Zeitraum ausgestellt, der im Laufe eines Jahres beginnt und im Laufe des nächsten
               Jahres endet.
 ---pagebreak--- L 203/24          DE                                     Amtsblatt der Europäischen Union                                                           31.7.2008
         4.2. Die Lizenz wird auf den Namen eines bestimmten Schiffes ausgestellt und ist nicht übertragbar. Allerdings kann auf
               Antrag der Kommission im Fall höherer Gewalt, dessen Vorliegen von den zuständigen Behörden des Mitgliedstaates
               bestätigt werden muss, die Lizenz eines Schiffes baldmöglichst durch eine Lizenz für ein anderes Schiff derselben
               Fischereikategorie ersetzt werden, dessen Tonnage aber die in der Lizenz angegebene Tonnage nicht überschreiten darf.
         4.3. Die zu ersetzende Lizenz wird von der Kommission über die Delegation an das Ministerium zurückgesandt, das die
               neue Lizenz ausstellt.
         4.4. Anpassungen von gezahlten Beträgen, die im Falle des Ersetzens einer Lizenz erforderlich sein können, werden vor der
               Ausstellung der Ersatzlizenz vorgenommen.
         4.5. Die Lizenz muss jederzeit an Bord mitgeführt werden und ist bei jeder Kontrolle den hierzu ermächtigten Behörden
               vorzuzeigen.
                                                                           KAPITEL III
                                                                       Lizenzgebühren
         1. Die Lizenzgebühren werden für jedes Schiff nach den in den technischen Anhängen des Protokolls festgesetzten Jahres-
             sätzen berechnet. Für Dreimonats- bzw. Sechsmonatslizenzen werden die Gebühren außer bei pelagischen Fischerei-
             fahrzeugen pro rata temporis mit einem Aufschlag von 3 % bzw. 2 % zur Deckung der mit der Lizenzausstellung
             verbundenen Kosten festgesetzt. Die Lizenzgebühren umfassen alle sonstigen Steuern und Abgaben mit Ausnahme der
             steuerähnlichen Abgabe (1), der Hafengebühren und der Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen. Unbeschadet
             der Bestimmungen von Artikel 12 des Protokolls wurde ein Haushaltsposten zur Finanzierung vereidigter, unabhängi-
             ger wissenschaftlicher Beobachter und Kontrolleure in das Finanzgesetz aufgenommen, wodurch die im bisherigen Pro-
             tokoll vorgesehene anteilige Zahlung entfällt.
             Außer für die Kategorien 7 und 8 (Thunfischfänger — vgl. Kap. XIV) sowie die Kategorien 9 und 11 (monatliche Zah-
             lungen) ist die steuerähnliche Abgabe für jedes vollständige Vierteljahr bzw. jedes Vielfache eines vollständigen Viertel-
             jahres fällig. Dies gilt auch, wenn in das betreffende Vierteljahr eine Schonzeit fällt.
             Der für die Zahlung der steuerähnlichen Abgabe anzuwendende Umrechnungskurs (MRO/€) für das jeweilige Kalender-
             jahr ist der durchschnittliche Umrechnungskurs des Vorjahres, der von der Banque Centrale de Mauritanie ermittelt und
             durch das Ministerium bis spätestens 1. Dezember des Jahres, das dem Jahr der Anwendung vorausgeht, übermittelt wird.
         2. Die Gebühren sind für Vierteljahreszeiträume zu entrichten, sofern nicht im Abkommen selbst kürzere Zeiträume vor-
             gesehen sind oder sich aus seiner Anwendung ergeben; in diesem Fall sind die Lizenzgebühren entsprechend der tat-
             sächlichen Gültigkeitsdauer der Lizenz anteilig zu zahlen.
         3. Die betreffenden Vierteljahreszeiträume beginnen am 1. Oktober, am 1. Januar, am 1. April oder am 1. Juli mit Aus-
             nahme des ersten und des letzten Zeitraums des Protokolls, die vom 1. August 2008 bis zum 30. September 2008 bzw.
             vom 1. März 2012 bis zum 31. Juli 2012 dauern.
         (1) Die Sätze für Fischereifahrzeuge, die industrielle Fischerei betreiben, sind gemäß dem Dekret zur Einführung der steuerähnlichen Abga-
             ben wie folgt (1 ujb = 1 BRZ). Die Abgabe ist in Devisen zu entrichten.
             Kategorie Krebstiere, Kopffüßer und demersale Fischerei:
             Tonnengewicht                Betrag pro Quartal (MRO)
             < 99 ujb                     50 000
             100-200 ujb                  100 000
             200-400 ujb                  200 000
             400-600 ujb                  400 000
             > 600 ujb                    600 000
             Kategorie pelagische Arten (groß und klein)
             Tonnengewicht                Betrag pro Monat (MRO)
             < 2 000 ujb                  50 000
             2-3 000 ujb                  150 000
             3-5 000 ujb                  500 000
             5-7 000 ujb                  750 000
             7-9 000 ujb                  1 000 000
             > 9 000 ujb                  1 300 000
 ---pagebreak--- 31.7.2008           DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 203/25
                                                                    KAPITEL IV
                                                               Zahlungsmodalitäten
          1. Die Zahlungen erfolgen in Euro wie folgt:
              a)     Lizenzgebühren:
                     —     Überweisung auf eines der Auslandskonten der Banque Centrale de Mauritanie zugunsten des mauretanischen
                           Schatzamtes;
              b)     Kosten im Zusammenhang mit der steuerähnlichen Abgabe:
                     —     Überweisung auf eines der Auslandskonten der Banque Centrale de Mauritanie zugunsten der
                           Fischereiüberwachung;
              c)     Geldstrafen:
                     —     Überweisung auf eines der Auslandskonten der Banque Centrale de Mauritanie zugunsten des mauretanischen
                           Schatzamtes;
              d)     Zusatzgebühren für die Ausweitung der Fangmöglichkeiten:
                     —     Überweisung auf eines der Auslandskonten der Banque Centrale de Mauritanie zugunsten des Ministeriums.
          2. Die Beträge gemäß Nummer 1 gelten als gezahlt, wenn das Schatzamt oder das Ministerium aufgrund einer entspre-
              chenden Mitteilung der Banque Centrale de Mauritanie den Eingang bestätigt.
          3. Vor Inkrafttreten des Protokolls übermitteln die mauretanischen Behörden der Kommission das Verzeichnis der Aus-
              landskonten der Banque Centrale de Mauritanie einschließlich der für Auslandsüberweisungen erforderlichen Angaben
              (BIC und IBAN).
                                                                     KAPITEL V
                                                            Mitteilung von Fangdaten
          1.     Die Dauer der Fangreise eines Gemeinschaftsschiffes ist wie folgt festgelegt:
                 —     die Zeit zwischen einer Einfahrt in die und Ausfahrt aus der Fischereizone Mauretaniens oder
                 —     die Zeit zwischen einer Einfahrt in die Fischereizone Mauretaniens und einer Umladung oder
                 —     die Zeit zwischen einer Einfahrt in die Fischereizone Mauretaniens und einer Anlandung in Mauretanien.
          2.     Fischereilogbuch
          2.1. Die Schiffskapitäne nehmen täglich Eintragungen in das Fischereilogbuch nach dem Muster in Anlage 2 zu diesem
                 Anhang vor. Änderungen des Musters nach Maßgabe der mauretanischen Rechtsvorschriften sind möglich. Dieses
                 Dokument ist ordnungsgemäß und leserlich auszufüllen und vom Schiffskapitän zu unterzeichnen. Für Schiffe, die auf
                 weit wandernde Arten fischen, gelten die Bestimmungen in Kapitel XIV dieses Anhangs.
                 Die Toleranzmarge für die Diskrepanz zwischen den im Logbuch angegebenen Fangmengen und dem Inspektions-
                 ergebnis wird wie folgt festgesetzt:
                 —     7 % für den Frischfischfang
                 —     4 % für Gefrierfisch nicht-pelagischer Arten
                 —     2 % für Gefrierfisch pelagischer Arten.
          2.2. Ein Logbuch, in dem Eintragungen fehlen oder das unvorschriftsmäßige Angaben enthält, gilt als nicht geführt.
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         2.3. Am Ende jeder Fangreise ist das Logbuchoriginal der Fischereiaufsicht vom Schiffskapitän zu übermitteln. Der Reeder
               ist verpflichtet, den Behörden des jeweiligen Mitgliedstaates sowie der Kommission über die Delegation binnen 15
               Arbeitstagen eine Durchschrift des Logbuchs zu übermitteln.
         2.4. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen gemäß Nummer 2.1, 2.2 und 2.3 führt unbeschadet sonstiger Strafen nach
               den einschlägigen Rechtsvorschriften Mauretaniens zur automatischen Aussetzung der Fanglizenz, bis der Reeder sei-
               nen Verpflichtungen nachgekommen ist.
         2.5. Die beiden Vertragsparteien kommen überein, die Einrichtung eines Systems von elektronischen Fischereilogbüchern
               zu fördern.
         2.6. Für pelagische Schiffe (Kategorien 9 und 11) erfolgt die Kontrolle der Fänge bei der Anlandung, bei der Umladung oder
               am Ende der Fangreise.
         3.    Zweitlogbuch (Anmeldung von An- und Umladungen)
         3.1. Bei jeder An- oder Umladung sind die Schiffskapitäne verpflichtet, das Zweitlogbuch nach dem Muster in Anlage 3 zu
               diesem Anhang ordnungsgemäß und leserlich auszufüllen und zu unterzeichnen.
         3.2. Der Reeder sendet nach jeder Anlandung binnen höchstens 30 Tagen das Original des Zweitlogbuchs an die Fischerei-
               aufsicht und eine Kopie an das Ministerium. Innerhalb derselben Frist sendet er je eine Kopie an die einzelstaatlichen
               Behörden des Mitgliedstaates und über die Delegation an die Kommission. Für pelagische Schiffe beträgt die Frist 15
               Tage.
         3.3. Nach jeder genehmigten Umladung händigt der Kapitän das Original des Zweitlogbuchs der Fischereiaufsicht direkt
               aus. Zugleich übermittelt er dem Ministerium eine Kopie. Binnen 15 Arbeitstagen sendet er je eine Kopie an die einzel-
               staatlichen Behörden des Mitgliedstaates und über die Delegation an die Kommission.
         3.4. Die Nichteinhaltung einer der Bestimmungen gemäß Nummer 3.1., 3.2. und 3.3. führt zur automatischen Aussetzung
               der Fanglizenz, bis der Reeder seinen Verpflichtungen nachgekommen ist.
         4.    Vierteljährliche Fangmeldungen
         4.1. Die Kommission teilt dem Ministerium über die Delegation vor Ablauf des dritten Monats eines jeden Quartals die im
               vorausgegangenen Quartal gefangenen Mengen sämtlicher Gemeinschaftsschiffe mit. Für pelagische Schiffe der Kate-
               gorien 9 und 11 erfolgen diese Meldungen monatlich bis spätestens 30 Tage nach Monatsende.
         4.2. Die mitgeteilten Daten beziehen sich jeweils auf die Fänge eines Monats und sind nach Fangmethoden, Schiffen und
               Arten aufzuschlüsseln.
         4.3. Die Daten werden dem Ministerium auch elektronisch in einem mit der im Ministerium eingesetzten Software kom-
               patiblen Format übermittelt.
         5.    Zuverlässigkeit der Daten
               Die Angaben, die in den unter Nummer 1, 2, 3 und 4 genannten Dokumenten enthalten sind, müssen die Fangtätigkeit
               korrekt widerspiegeln, damit sie als Grundlage für die Überwachung der Bestandsentwicklung herangezogen werden
               können.
               Es gelten die mauretanischen Vorschriften über die Mindestgrößen der Fänge, die an Bord gelagert werden dürfen; diese
               Vorschriften finden sich in Anlage 6.
               Eine Liste der Umrechnungsfaktoren für geköpfte/ganze und/oder ausgenommene/ganze Fische findet sich in Anlage 7.
                                                                 KAPITEL VI
                                                                  Beifänge
         1. Die Beifangsätze werden gemäß den mauretanischen Rechtsvorschriften zu jedem Zeitpunkt der Fischerei im Verhältnis
             zum Gesamt-Lebendgewicht der an Bord behaltenen Fänge bestimmt. Diese Beifangsätze sind in Anlage 5 dieses Anhangs
             für die einzelnen Fischereikategorien festgesetzt.
             Die Vorschriften hinsichtlich der Beifänge werden auf den ausgestellten Lizenzen angegeben.
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                   L 203/27
          2. Jedes Überschreiten der zulässigen Beifangsätze wird nach Maßgabe der mauretanischen Rechtsvorschriften geahndet und
             kann für die Verantwortlichen, die Kapitäne ebenso wie die Schiffe, das endgültige Verbot jeglicher Fischereitätigkeit in
             Mauretanien zur Folge haben.
          3. Das An-Bord-Behalten nicht zugelassener Arten ist verboten und wird nach den mauretanischen Rechtsvorschriften
             geahndet.
                                                                 KAPITEL VII
                                                       Anlandungen in Mauretanien
             Die Vertragsparteien haben im Bewusstsein der Bedeutung einer verstärkten Integration im Hinblick auf die gemeinsame
             Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Fischereisektoren vereinbart, freiwillige Anlandungen zu fördern und folgende Maß-
             nahmen betreffend die Anlandung in mauretanischen Häfen festzulegen.
                                     ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND FINANZIELLER ANREIZ
          1. Die Anlandungen erfolgen im mauretanischen Hafen von Nouadhibou. Der Reeder bestimmt das Datum der Anlan-
             dung. Er unterrichtet die Fischereiaufsichtsbehörde und die mauretanischen Hafenbehörden hiervon per Fax oder per
             E-Mail zweiundsiebzig Stunden vor der voraussichtlichen Ankunft im Hafen und unter Angabe der geschätzten Gesamt-
             anlandemenge. Die Hafenbehörden bestätigen dem Konsignatar oder dem Reeder per Fax oder per E-Mail binnen vier-
             undzwanzig Stunden, dass die Anlandung innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach Ankunft des Schiffs im Hafen
             abgewickelt wird.
          2. Die Anlandung wird binnen vierundzwanzig Stunden nach Ankunft des Schiffes im Hafen abgeschlossen.
          3. Nach Abschluss der Anlandevorgänge übergeben die zuständigen Hafenbehörden dem Kapitän eine
             Anlandebescheinigung.
          4. Während sich das Schiff im Hafen aufhält, gilt für seine Fischer mit „Seepass“ eine Regelung des freien Transits.
          5. Den Gemeinschaftsschiffen, die ihre Fänge in Mauretanien anlanden oder umladen, wird für die Dauer der Anlandung
             oder Umladung eine Ermäßigung der Lizenzgebühr gewährt. Diese Ermäßigung beläuft sich bei Anlandungen auf 25 %
             der Kosten für die geltende Lizenz und bei Umladungen auf 15 % dieser Kosten. Es gilt allerdings Folgendes:
             —     Die Ermäßigung der Lizenzgebühr wird nicht gewährt, wenn das Schiff weniger als 15 % der im Logbuch für die
                   betreffende Lizenzperiode eingetragenen Fänge anlandet bzw. umlädt.
             —     Die Ermäßigung der Lizenzgebühr wird anteilig gewährt, wenn das Schiff zwischen 16 % und 65 % der im Log-
                   buch für die betreffende Lizenzperiode eingetragenen Fänge anlandet bzw. umlädt (Beispiel: Werden 30 % der ein-
                   getragenen Fänge angelandet, so wird eine Ermäßigung in Höhe von 30 % des Betrags, der sich auf 25 % der
                   Lizenzgebühr beläuft, gewährt).
             —     Die Ermäßigung der Lizenzgebühr wird in voller Höhe gewährt, wenn das Schiff mehr als 65 % der im Logbuch für
                   die betreffende Lizenzperiode eingetragenen Fänge anlandet bzw. umlädt.
          6. Durchführungsmodalitäten: Kopien der Anlandebescheinigungen werden der Kommission über die Delegation übermit-
             telt. Bei Beantragung einer neuen Lizenz für das betreffende Schiff übermittelt die Kommission dem Ministerium die
             Kopien der Bescheinigungen zusammen mit einem Antrag auf Ermäßigung der Gebühren für die neue Lizenz.
          7. Vor Ablauf des ersten Anwendungshalbjahrs des vorliegenden Protokolls übermittelt das Ministerium der Kommission
             über die Delegation folgende Angaben:
             —     allgemeine Anlandebedingungen einschließlich Hafengebühren;
             —     nach den einschlägigen Gemeinschaftsbestimmungen zugelassene Unternehmen;
             —     Zolllager;
             —     maximale Größe und Zahl der Schiffe, die einlaufen können;
             —     Lagerkapazitäten und -bedingungen für gefrorene (– 22° C), gekühlte und frische Erzeugnisse;
             —     Transportmittel und -frequenz für die Verbringung der Fischereierzeugnisse auf den Außenmarkt;
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             —      Versorgungsbedingungen und durchschnittliche Preise (Kraftstoff, Lebensmittel usw.);
             —      Rufzeichen, Telefon-, Telex- und Faxnummern sowie Öffnungszeiten der Hafenbehörden;
             —      alle anderen sachdienlichen Angaben zur Erleichterung der Anlandungen.
                                           STEUERLICHE UND FINANZIELLE BESTIMMUNGEN
         Die Gemeinschaftsschiffe, die in Nouadhibou anlanden, sind von allen Steuern und Abgaben gleicher Wirkung befreit, mit
         Ausnahme der Abgaben und Hafengebühren, die unter gleichen Bedingungen auch auf mauretanische Schiffe Anwendung
         finden.
         Für die angelandeten Erzeugnisse gilt die mauretanische Zollregelung. Demnach sind diese Erzeugnisse bei der Einfuhr und
         bei der Ausfuhr von allen Zöllen und Abgaben gleicher Wirkung befreit und werden als „Durchfuhrware“ betrachtet („vor-
         übergehende Verwahrung“).
         Der Reeder bestimmt, was mit den Fängen seines Schiffes geschieht. Sie können verarbeitet, im Zolllager gelagert, in Mau-
         retanien verkauft oder ausgeführt werden (Zahlung in Devisen).
         Werden Erzeugnisse für den mauretanischen Markt verkauft, so fallen die gleichen Steuern und Abgaben an wie für mau-
         retanische Fischereierzeugnisse.
         Die Gewinne können ohne weitere Auflagen ausgeführt werden (ohne Ausfuhrabgaben oder Abgaben gleicher Wirkung).
         Die Hafengebühren für in den gemäß Anlage 5 des Protokolls zugelassenen und ausgewiesenen Zonen erfolgende Umla-
         dungen werden auf 1,25 $ pro Tonne umgeladenen Fisch festgesetzt. Jede Änderung dieser Gebühren bedarf der Zustim-
         mung des gemäß dem Abkommen eingerichteten Gemischten Ausschusses.
         Die Hafenbehörden erheben außerdem von Transport- und Versorgungsschiffen beim Einlaufen in die und beim Auslaufen
         aus den Häfen eine Gebühr.
         Diese Maßnahmen, die am 1. Dezember 2007 in Kraft getreten sind, sollen ein Jahr nach ihrer Einführung einer Bewertung
         unterzogen werden.
                                                                   KAPITEL VIII
                                                 Anheuerung von mauretanischen Seeleuten
         1.    Mit Ausnahme der Thunfisch-Wadenfänger, die sich bemühen, mindestens einen mauretanischen Seemann je Schiff
               anzuheuern, der Thunfischfänger mit Angeln, die verpflichtet sind, drei mauretanische Seeleute anzuheuern, sowie der
               pelagischen Fischereifahrzeuge der Kategorie 11, für die in Kapitel XV Nummer 6 eine Übergangsregelung festgelegt
               ist, ist jedes Gemeinschaftsschiff verpflichtet, während der Dauer seiner Fangreise mauretanische Seeleute in folgender
               Anzahl an Bord zu nehmen:
               —      2 Seeleute zuzüglich 1 Offizier oder 1 Beobachter für Schiffe mit einer Tonnage unter 200 BRZ;
               —      3 Seeleute zuzüglich 1 Offizier oder 1 Beobachter für Schiffe mit einer Tonnage von mindestens 200 BRZ, aber
                      unter 250 BRZ;
               —      4 Seeleute zuzüglich 1 Offizier oder 1 Beobachter für Schiffe mit einer Tonnage von mindestens 250 BRZ, aber
                      unter 300 BRZ;
               —      6 Seeleute und 1 Offizier für Schiffe mit einer Tonnage von mindestens 300 BRZ, aber unter 350 BRZ;
               —      7 Seeleute und 1 Offizier auf Schiffen mit einer Tonnage von mindestens 350 BRZ, aber unter 500 BRZ;
               —      8 Seeleute und 1 Offizier auf Schiffen mit einer Tonnage von mindestens 500 BRZ, aber unter 800 BRZ;
               —      auf Schiffen mit einer Tonnage von mindestens 800 BRZ, aber unter 2 000 BRZ entspricht die Zahl mauretani-
                      scher Seeleute 37 % der Besatzung und sie beläuft sich auf nicht weniger als 8 Seeleute zuzüglich 2 Offizieren;
               —      auf Schiffen mit einer Tonnage von mindestens 2 000 BRZ entspricht die Zahl mauretanischer Seeleute 37 % der
                      Besatzung und sie beläuft sich auf nicht weniger als 12 Seeleute zuzüglich 2 Offizieren.
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                 L 203/29
          1.2. Auf Schiffen mit einer Tonnage von mindestens 800 BRZ verringert sich die Mindestzahl der anzuheuernden Seeleute
                für jeden zusätzlich an Bord genommenen Offizier um 2.
          1.3. Die Reeder haben gemäß den Bestimmungen der Rechtsvorschriften über die Handelsmarine freie Wahl bei der Anheu-
                erung der mauretanischen Seeleute einschließlich der Offiziere an Bord ihrer Schiffe.
          2.    Der Reeder oder sein Vertreter teilt dem Ministerium die Namen der an Bord des betreffenden Fischereifahrzeugs ange-
                heuerten mauretanischen Seeleute unter Angabe ihrer Dienststellung mit.
          3.    Die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu den grundlegenden Prinzipien und Rechten bei der
                Arbeit gilt uneingeschränkt für die auf Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft tätigen Seeleute. Bei den Rechten han-
                delt es sich insbesondere um die Versammlungsfreiheit sowie um die effektive Anerkennung des Rechts der Arbeit-
                nehmer auf Tarifverhandlungen und auf die Beseitigung von Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf.
          4.    Die Arbeitsverträge der mauretanischen Seeleute, die ebenso wie die anderen Unterzeichner eine Kopie des Vertrags
                erhalten, werden zwischen dem (den) Vertreter(n) der Reederei und dem (denen) der Seeleute und/oder ihren Gewerk-
                schaften bzw. Vertretern im Einvernehmen mit der zuständigen Behörde Mauretaniens ausgehandelt. Durch diese Ver-
                träge sind die Seeleute an das auf sie anwendbare Sozialversicherungssystem angeschlossen (also u. a. lebens-, kranken-
                und unfallversichert).
          5.    Der Reeder oder sein Vertreter schickt innerhalb von zwei Monaten nach Ausstellung der Lizenz eine Kopie des von
                den zuständigen Behörden seines Mitgliedstaates paraphierten Arbeitsvertrags unmittelbar an das Ministerium.
          6.    Die Heuer der mauretanischen Seeleute geht zulasten der Reeder. Sie ist vor Ausstellung der Lizenzen von den Ree-
                dern oder ihren Vertretern und den mauretanischen Seeleuten oder ihren Vertretern einvernehmlich festzusetzen. Die
                Entlohnung der mauretanischen Seeleute darf jedoch nicht schlechter sein als die der mauretanischen Besatzung und
                sie muss den IAO-Normen entsprechen und darf auf keinen Fall unter diesen Normen liegen.
          7.    Erscheint einer/erscheinen mehrere der angeheuerten Seeleute nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt zur Einschiffung,
                darf das Schiff trotzdem auslaufen, nachdem es den zuständigen Hafenbehörden mitgeteilt hat, dass die vorgeschrie-
                bene Zahl der Seeleute nicht erreicht wurde, und es seine Besatzungsliste auf den neuesten Stand gebracht hat. Die
                Hafenbehörden benachrichtigen die Fischereiaufsicht.
                Der Reeder ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, damit sein Schiff spätestens für die folgende
                Fangreise die gemäß dem Abkommen vorgeschriebene Zahl von Seeleuten an Bord nimmt.
          8.    Werden aus einem anderen als dem unter Nummer 7 genannten Grund keine mauretanischen Seeleute angeheuert,
                haben die Reeder der betreffenden Gemeinschaftsschiffe innerhalb von 3 Monaten für jeden Tag der Fangreise in der
                mauretanischen Fischereizone einen Pauschalbetrag von 20 EUR pro Seemann und Fangtag zu zahlen.
                Die Höhe des wegen der Nicht-Anheuerung der Seeleute zu zahlenden Betrags richtet sich nach der tatsächlichen Zahl
                der Fangtage und nicht nach der Geltungsdauer der Lizenz.
                Die Summe wird für die Ausbildung von mauretanischen Seefischern verwendet; sie ist auf das in Kapitel IV Num-
                mer 1 Buchstabe b dieses Anhangs angegebene Konto zu zahlen.
          9.    Die Kommission übermittelt dem Ministerium über die Delegation halbjährlich jeweils zum 1. Januar und zum 1. Juli
                die Liste der an Bord der Gemeinschaftsschiffe angeheuerten mauretanischen Seeleute. Aus der Liste geht hervor, dass
                die Seeleute in die Besatzungslisten eingetragen sind, und auf welchen Schiffen sie angeheuert wurden.
          10. Unbeschadet der unter Nummer 7 angeführten Bestimmungen wird bei wiederholter Nichteinhaltung der dem Reeder
                auferlegten Verpflichtung zur Anheuerung der vorgesehenen Zahl mauretanischer Seeleute die Fanglizenz automa-
                tisch ausgesetzt, bis der Reeder seinen Verpflichtungen nachgekommen ist.
                                                                   KAPITEL IX
                                                             Technische Kontrollen
          1. Jedes Gemeinschaftsschiff muss sich einmal jährlich sowie nach jeder Änderung der Tonnage und jedem Wechsel des
              Fischereizweigs mit entsprechender Umstellung des Fanggeräts im Hafen von Nouadhibou oder im Hafen von Nouak-
              chott einfinden, um sich den nach den geltenden Rechtsvorschriften geforderten Inspektionen zu unterziehen. Diese Ins-
              pektionen müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Ankunft im Hafen durchgeführt werden.
              Die Einzelheiten für die technischen Kontrollen von Thunfischfängern, Oberflächen-Langleinenfischern und pelagischen
              Fischereifahrzeugen sind in den Kapiteln XIV und XV dieses Anhangs festgelegt.
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         2. Wird bei der Inspektion die Konformität des Fischereifahrzeugs festgestellt, so wird dem Kapitän eine Bescheinigung aus-
             gestellt, deren Geltungsdauer der Geltungsdauer der Fanglizenz entspricht, und die für Schiffe, die ihre Fanglizenzen
             innerhalb jenes Jahres verlängern, unentgeltlich de facto verlängert wird. Diese Bescheinigung muss jederzeit an Bord
             mitgeführt werden.
         3. Zweck der Inspektion ist es, die Vorschriftsmäßigkeit der technischen Merkmale und der Fanggeräte an Bord zu über-
             prüfen und sicherzustellen, dass die Bestimmungen über mauretanische Seeleute eingehalten werden.
         4. Die Kosten dieser Inspektion nach den in den mauretanischen Rechtsvorschriften festgesetzten Tarifen gehen zu Lasten
             des Reeders. Die Höhe dieser Kosten wird der Gemeinschaft mitgeteilt. Die Kosten dürfen nicht höher ausfallen als die
             Beträge, die normalerweise von sonstigen Schiffen für dieselben Dienstleistungen gezahlt werden.
         5. Die Nichteinhaltung einer der Bestimmungen gemäß Nummer 1 oder 2 führt zur automatischen Aussetzung der Fang-
             lizenz, bis der Reeder seinen Verpflichtungen nachgekommen ist.
                                                                 KAPITEL X
                                                            Schiffskennzeichen
         1. Sämtliche Gemeinschaftsschiffe müssen nach den einschlägigen Rechtsvorschriften der Gemeinschaft gekennzeichnet
             sein. Diese Rechtsvorschriften werden dem Ministerium vor Inkraftsetzen dieses Protokolls mitgeteilt. Jede Änderung die-
             ser Rechtsvorschriften muss dem Ministerium mindestens einen Monat vor ihrem Inkrafttreten mitgeteilt werden.
         2. Jedes Schiff, das seinen Namen oder seine äußeren Kennbuchstaben oder -ziffern verdeckt, setzt sich den in den gelten-
             den mauretanischen Rechtsvorschriften vorgesehenen Strafen aus.
                                                                 KAPITEL XI
                                                  Aussetzung oder Entzug von Lizenzen
         Beschließen die mauretanischen Behörden, in Anwendung dieses Protokolls und der mauretanischen Rechtsvorschriften die
         Lizenz für ein Gemeinschaftsschiff auszusetzen oder diesem endgültig zu entziehen, so muss der Kapitän dieses Schiffes seine
         Fangtätigkeiten sofort einstellen und unverzüglich den Hafen von Nouadhibou anlaufen, um die Originallizenz an die
         Fischereiaufsicht zurückzugeben. Sobald die geforderten Förmlichkeiten erfüllt sind, unterrichtet das Ministerium die Kom-
         mission über die Delegation von der Aufhebung der Aussetzung, und die Lizenz wird zurückgegeben.
                                                                KAPITEL XII
                                                                  Verstöße
         1. Alle Verstöße werden nach Maßgabe der mauretanischen Rechtsvorschriften geahndet.
         2. Bei schwerwiegenden und äußerst schwerwiegenden Fischereiverstößen im Sinne der mauretanischen Rechtsvorschriften
             behält sich das Ministerium das Recht vor, jegliche Fischereitätigkeit der an diesen Verstößen beteiligten Schiffe, Kapi-
             täne und gegebenenfalls Reeder in Mauretanien vorübergehend oder endgültig zu untersagen.
                                                                KAPITEL XIII
                                                                Geldstrafen
         Die Höhe der Geldstrafe, die einem Gemeinschaftsschiff gegenüber verhängt wird, bestimmt sich nach mauretanischem Recht
         innerhalb einer Spanne zwischen dem nach mauretanischen Rechtsvorschriften vorgesehenen Mindest- und Höchstsatz. Der
         Betrag wird nach dem Verfahren von Anhang II Kapitel VI Nummer 3 festgesetzt. Der Betrag der Geldstrafe wird von der
         Fischereiaufsicht zu dem gemäß Kapitel III dieses Anhangs festgesetzten Umrechnungskurs in Euro umgerechnet. Beide
         Beträge werden zugleich dem Reeder und, über die Delegation, der Kommission mitgeteilt.
         Die mauretanischen Rechtsvorschriften einschließlich späterer Änderungen werden der Gemeinschaft übermittelt.
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                                                                   KAPITEL XIV
                        Bestimmungen für Schiffe, die weit wandernde Arten befischen (Thunfischfänger und
                                                         Oberflächen-Langleinenfischer)
          1. Die Lizenzen für Thunfisch-Wadenfänger, Thunfischfänger mit Angeln und Oberflächen-Langleinenfischer werden außer
             im ersten und im letzten Geltungsjahr des Protokolls für das jeweilige Kalenderjahr ausgestellt.
             Das Original der Lizenz muss ständig an Bord mitgeführt und auf Verlangen der Fischereiaufsicht vorgezeigt werden.
             Die Kommission hält einen Entwurf der Liste der Fischereifahrzeuge, denen eine Lizenz gemäß den Bestimmungen des
             vorliegenden Protokolls ausgestellt wurde, auf dem neuesten Stand. Dieser Entwurf wird dem Ministerium umgehend
             nach der Erstellung sowie nach jeder Aktualisierung übermittelt. Unmittelbar nach Eingang des Listenentwurfs sowie der
             Mitteilung der Kommission an das Ministerium, dass die Vorauszahlung geleistet wurde, wird das Schiff von der zustän-
             digen mauretanischen Behörde auf eine Liste der zum Fischfang berechtigten Schiffe gesetzt, die der Fischerei-
             überwachung übermittelt wird. In diesem Fall erhält der Reeder eine beglaubigte Kopie dieser Liste, die bis zur Erteilung
             der Fanglizenz an Bord mitzuführen ist.
             Sobald der Nachweis der Zahlung des Vorschusses bei ihm eingegangen ist, stellt das Ministerium die Lizenz aus und
             setzt das betreffende Schiff auf die Liste der zum Fischfang berechtigten Schiffe, die den Fischereiüberwachungsbehörden
             und, über die Delegation, der Kommission übermittelt wird.
          2. Bevor die Lizenz ausgehändigt wird, lässt jedes Schiff die in den geltenden Rechtsvorschriften vorgesehenen Kontrollen
             durchführen. Diese Kontrollen können in einem zu vereinbarenden Auslandshafen durchgeführt werden. Sämtliche Kos-
             ten im Zusammenhang mit dieser Inspektion gehen zulasten des Reeders.
          3. Die Lizenzen werden erteilt, nachdem auf das Konto gemäß Kapitel IV Nummer 1 Buchstabe a eine Pauschalsumme in
             Höhe des in den technischen Anhängen zum Protokoll genannten Vorschussbetrags überwiesen wurde. Im ersten und
             im letzten Geltungsjahr des Abkommens werden die Gebühren zeitanteilig entsprechend der Geltungsdauer der Fang-
             lizenz berechnet.
             Die steuerähnliche Abgabe ist zeitanteilig entsprechend der in der Fischereizone Mauretaniens verbrachten Zeit zu ent-
             richten. Als Bezugszeitraum, für den ein Monatssatz zu zahlen ist, gilt jeweils ein Zeitraum von 30 Tagen tatsächlicher
             Fangtätigkeit. Alle Monatssätze sind in voller Höhe zu entrichten; für jeden angefangenen Bezugszeitraum ist somit ein
             voller Monatssatz zu zahlen.
             Der erste Monatssatz ist bei Einreichung des Lizenzantrags fällig; die Gesamtsumme der Zahl der Fangtage wird in
             Betracht gezogen.
             Ein Schiff, das in einem Jahr zwischen 1 und 30 Tagen gefischt hat, zahlt einen Monatssatz. Der zweite Monatssatz ist
             nach Ablauf der ersten 30 Fangtage fällig und so weiter.
             Die weiteren Monatssätze sind jeweils spätestens 10 Tage nach dem 1. Tag des neu angefangenen Bezugszeitraums zu
             entrichten.
          4. Die Kapitäne der Schiffe müssen für jeden in den Gewässern Mauretaniens verbrachten Fangeinsatz ein Logbuch nach
             dem ICCAT-Muster führen, das diesem Anhang als Anlage 4 beigefügt ist. Das Formular ist auch auszufüllen, wenn keine
             Fänge getätigt werden.
             Für die Zeiten, in denen sich ein im vorangegangenen Unterabsatz genanntes Schiff nicht in den Gewässern Mauretani-
             ens aufgehalten hat, ist in das bezeichnete Logbuch der Vermerk „außerhalb AWZ Mauretaniens“ einzutragen.
             Die in dieser Nummer genannten Logbücher werden dem Ministerium und den nationalen Behörden des Mitgliedstaates
             binnen 15 Arbeitstagen nach Ankunft des Schiffes im Anlandehafen übermittelt.
             Die Nichteinhaltung einer der obigen Bestimmungen führt unbeschadet sonstiger Strafen nach den einschlägigen Rechts-
             vorschriften Mauretaniens zur automatischen Aussetzung der Fanglizenz, bis der Reeder seinen Verpflichtungen nach-
             gekommen ist.
          5. Vorbehaltlich der Überprüfungen, die Mauretanien möglicherweise vorzunehmen wünscht, übermittelt die Kommission
             dem Ministerium über die Delegation jährlich jeweils vor dem 15. Juni eine Abrechnung der für das abgelaufene Fisch-
             wirtschaftsjahr fälligen Gebühren, die auf der Grundlage der von den Reedern abgegeben Fangmeldungen erstellt und
             von den für die Überprüfung der Fangangaben zuständigen wissenschaftlichen Instituten in den Mitgliedstaaten, etwa
             dem IRD (Institut de Recherche pour le Développement, Frankreich), dem IEO (Instituto Español de Oceanografia, Spa-
             nien), dem INIAP (Instituto Nacional de Investigaçao Agricola y de Pesca, Portugal) und dem IMROP (Institut Maurita-
             nien de Recherches Océanographiques et des Pêches) bestätigt wurde.
          6. Für das letzte Jahr der Anwendung des Abkommens wird die Abrechnung der für das abgelaufene Fischwirtschaftsjahr
             fälligen Gebühren innerhalb von vier Monaten nach Ablauf des Abkommens notifiziert.
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         7. Die Endabrechnung wird den Reedern übermittelt. Diese müssen ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber ihren
            zuständigen Behörden innerhalb von 30 Tagen ab dem Tag, an dem das Ministerium die Genehmigung der Beträge
            bekanntgegeben hat, nachkommen. Die Zahlungen, die in EUR zu leisten sind, erfolgen spätestens anderthalb Monate
            nach der oben erwähnten Bekanntgabe durch Überweisung auf das in Kapitel IV Nummer 1 Buchstabe a genannte Konto
            des mauretanischen Schatzamtes.
            Fällt die endgültige Abrechnung allerdings niedriger aus als der unter Nummer 4 genannte Vorschussbetrag, so wird die
            Differenz dem Reeder nicht erstattet.
         8. Die Schiffe sind abweichend von den Bestimmungen von Anhang II Kapitel I verpflichtet, den mauretanischen Behörden
            innerhalb von drei Stunden vor jeder Einfahrt in die Fischereizone und jeder Ausfahrt aus dieser Zone vorzugsweise über
            Fax und andernfalls über Funk ihre Position und die an Bord befindlichen Fänge direkt mitzuteilen.
            Die Fax-Nummer und Funkfrequenz werden von der Fischereiaufsicht mitgeteilt.
            Die mauretanischen Behörden und die Reeder heben je eine Kopie der Faxmeldungen bzw. der Funkaufzeichnungen auf,
            bis beide Parteien die endgültige Gebührenabrechnung gemäß Absatz 5 gebilligt haben.
         9. Die Thunfisch-Wadenfänger nehmen Verlangen der mauretanischen Behörden und im Einvernehmen mit den betref-
            fenden Reedern für einen vereinbarten Zeitraum einen wissenschaftlichen Beobachter pro Schiff an Bord.
                                                                 KAPITEL XV
                                             Vorschriften für pelagische Fischereifahrzeuge
         1. Das Original der Lizenz muss ständig an Bord mitgeführt und auf Verlangen der zuständigen mauretanischen Behörden
            vorgezeigt werden. Konnte das Original der Lizenz aus praktischen Gründen nicht unmittelbar nach Ausstellung durch
            das Ministerium bis zum Schiff weitergeleitet werden, so genügt es während eines Zeitraums von bis zu zehn Tagen, an
            Bord eine Kopie oder ein Fax aufzubewahren.
         2. Die technischen Inspektionen der Schiffe können in Europa vorgenommen werden. In diesem Fall gehen die Reisekos-
            ten und Tagegelder der beiden Personen, die vom Ministerium zur Durchführung dieser Inspektionen bestellt werden,
            zu Lasten der Reeder.
         3. Die Lizenzgebühren umfassen alle sonstigen Steuern und Abgaben mit Ausnahme der steuerähnlichen Abgabe, der
            Hafengebühren und der Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen.
            Sofern die Gemeinschaft in der Kategorie 9 eine zusätzliche Quote im Umfang von 50 000 Tonnen in Anspruch neh-
            men will, teilt sie dies Mauretanien bis spätestens 15. Februar des betreffenden Jahres mit. Die beiden Vertragsparteien
            können einvernehmlich beschließen, diesen Höchstwert jährlich im Einklang mit den verfügbaren wissenschaftlichen
            Gutachten oder nach Stellungnahme des gemeinsamen wissenschaftlichen Ausschusses anzuheben.
            Auf der Grundlage der von der Gemeinschaft bereitgestellten Informationen erfolgt vor dem 15. September eines jeden
            Jahres die Endabrechnung der Fänge des Vorjahres.
            Auf der Grundlage dieser von beiden Vertragsparteien genehmigten Endabrechnung der Fänge zahlt die Gemeinschaft
            bei Überschreitung der Referenzmenge von 250 000 Tonnen den Betrag von 40 EUR pro Tonne gefangenen Fisch als
            zusätzlichen Finanzbeitrag an das mauretanische Schatzamt.
            Der Grundsatz der höchstzulässigen Fangmenge gilt nicht für die pelagische Fischerei ohne Froster (Kategorie 11).
            Die Gebühren sowie etwaige Zusatzbeträge sind auf das Konto des mauretanischen Schatzamtes gemäß Kapitel IV Num-
            mer 1 Buchstabe a zu zahlen.
         4. Die pelagischen Fischereifahrzeuge teilen der Fischereiüberwachung ihre Absicht mit, in die mauretanischen Fischerei-
            zonen einzufahren bzw. aus diesen auszufahren. Diese Mitteilungen müssen bei Einfahrten 12 Stunden im Voraus und
            bei Verlassen der Zonen 36 Stunden im Voraus erfolgen. Bei der Mitteilung seiner Ausfahrt teilt jedes Schiff außerdem
            die Mengen und Arten der an Bord befindlichen Fänge mit.
         5. Die Reeder treffen geeignete Vorkehrungen für die Beförderung der mauretanischen Seeleute und wissenschaftlichen Beo-
            bachter auf ihre Kosten.
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                  L 203/33
          6. Für pelagische Fischereifahrzeuge der Kategorie 11 gelten hinsichtlich des Anheuerns mauretanischer Seeleute folgende
             Bestimmungen:
             —     in den ersten sechs Monaten ihrer Fangtätigkeiten in den mauretanischen Fischereizonen sind diese Schiffe von der
                   Verpflichtung zum Anheuern mauretanischer Seeleute befreit;
             —     in den folgenden sechs Fangmonaten heuern diese Schiffe 50 % der Zahl der in Kapitel VIII Absatz 1 genannten
                   Zahl von Seeleuten an.
             Nach Ablauf dieser beiden Sechsmonatszeiträume gelten für Schiffe der Kategorie 11 die Bestimmungen gemäß Kapi-
             tel VIII Absatz 1.
 ---pagebreak--- L 203/34 DE                Amtsblatt der Europäischen Union          31.7.2008
                                        Anlage 1
            FISCHEREIABKOMMEN MAURETANIEN — EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT
                        ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER FANGLIZENZ
 ---pagebreak--- 31.7.2008    DE   Amtsblatt der Europäischen Union   L 203/35
  Anlage 2
 ---pagebreak--- L 203/36     DE   Amtsblatt der Europäischen Union   31.7.2008
  Anlage 3
 ---pagebreak--- 31.7.2008                                  DE   Amtsblatt der Europäischen Union   L 203/37
             ICCAT-LOGBUCH THUNFISCHFANG
  Anlage 4
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                                                          L 203/38
                                                                                            Anlage 5
                                                         GELTENDE MAURETANISCHE RECHTSVORSCHRIFTEN ÜBER BEIFÄNGE
                                                                                 Verordnung RIM — 2002/073
                                                                                                                                                                                                         DE
                     Kategorie                                                            Zulässige Beifänge                                                      Verbotene Beifänge
1    Schiffe, die Krebstiere außer Langusten und       20 % Fische und 15 % Kopffüßer                                                            Langusten
     Taschenkrebsen fangen                             7,5 % Taschenkrebse
2    Trawler und Grundleinenfänger, die Senegalesi-    Trawler: 25 % Fische,                                                                     Kopffüßer und Krebstiere
     schen Seehecht befischen                          Grundleinenfänger: 50 % Fische
3    Fischereifahrzeuge, die andere Grundfischarten    10 % der für die Zielart oder -artengruppe zulässigen Gesamtmenge (nach Lebendgewicht),   Kraken
     als Senegalesischen Seehecht mit anderen Gerä-    davon höchstens 5 % Garnelen, 5 % Kalmar und Tintenfisch                                  Senegalesischer Seehecht (zulässiger Höchstanteil ist
                                                                                                                                                                                                         Amtsblatt der Europäischen Union
     ten als Schleppnetzen befischen                                                                                                             durch den Gemischten Ausschuss festzusetzen)
4    Frostertrawler für den Fang von Grundfischarten   10 % der für die Zielart oder -artengruppe zulässigen Gesamtmenge (nach Lebendgewicht),   Kraken
                                                       davon höchstens 5 % Garnelen, 5 % Kalmar und Tintenfisch
5    Fischerei auf Kopffüßer                           5 % Garnelen
6    Fischerei auf Langusten                                                                                                                     Fische, Kopffüßer, Garnelen, Königslangusten und
                                                                                                                                                 Taschenkrebse
7    Thunfisch-Wadenfänger/Froster                                                                                                               Andere Arten als die Zielart bzw. Gruppe von Ziel-
                                                                                                                                                 arten
8    Thunfischfänger mit Angeln und Oberflächen-                                                                                                 Andere Arten als die Zielart bzw. Gruppe von Ziel-
     Langleinenfischer                                                                                                                           arten
9    pelagische Fischerei mit Frostertrawlern          3 % der für die Zielart oder -artengruppe zulässigen Gesamtmenge (nach Lebendgewicht)     Krebstiere oder Kopffüßer mit Ausnahme von Kal-
                                                                                                                                                 mar
10   Taschenkrebse                                                                                                                               Fische, Kopffüßer und Krebstiere anderer Arten als
                                                                                                                                                 der Zielart
11   pelagische Fischerei ohne Froster                 3 % der für die Zielart oder -artengruppe zulässigen Gesamtmenge (nach Lebendgewicht)     Krebstiere oder Kopffüßer mit Ausnahme von Kal-
                                                                                                                                                 mar
                                                                                                                                                                                                         31.7.2008
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 203/39
                                                                     Anlage 6
                 GELTENDE RECHTSVORSCHRIFTEN ÜBER DIE MINDESTGRÖSSEN DER FÄNGE, DIE AN BORD
                                                        GELAGERT WERDEN DÜRFEN
          „Abschnitt III: Mindestgröße und Mindestgewicht für die einzelnen Arten
          Artikel 2: Das Abmessen zwecks Feststellung der Einhaltung der Mindestgrößen ist wie folgt vorzunehmen:
          —     bei Fischen: von der Spitze des Maules bis zum Ende der Schwanzflosse (Gesamtlänge);
          —     bei Kopffüßern: nur die Länge des Rumpfes (Mantels) ohne die Fangarme;
          —     bei Krebstieren: von der Spitze des Rostrums bis zum Ende des Schwanzes.
          Die Spitze des Rostrums ist die Verlängerung des Carapax, der sich im vorderen mittleren Teil des Cephalothorax befindet.
          Bei der Mauretanischen Languste ist die Mitte des konkaven Teils des Carapax, zwischen den beiden Stirnhörnern, als Bezugs-
          punkt zu verwenden.
          Artikel 3: Die Mindestgrößen und Mindestgewichte für Seefische, Kopffüßer und Krebstiere, deren Fang zulässig ist, sind wie
          folgt:
          a)    Für Seefische:
                Sardelle (Sardinella aurita und Sardinella maderensis)                                                         18 cm
                Sardine (Sardina pilchardus)                                                                                   16 cm
                Stöcker und Cunene-Bastardmakrele (Trachurus Spp)                                                              19 cm
                Stachelmakrelen (Decapturus rhonchus)                                                                          19 cm
                Spanische Makrele (Scomber japonicus)                                                                          25 cm
                Meerbrasse, Goldbrasse (Sparus auratus)                                                                        20 cm
                Blaugefleckte Meerbrasse (Sparus coeruleostictus),                                                             23 cm
                Rotgebänderte Meerbrasse (Sparus auriga), Gewöhnliche Sackbrasse (Sparus pagrus)                               23 cm
                Zahnbrassen (Dentex Spp)                                                                                       15 cm
                Rote Pandora, Achselbrasse (Pagellus bellottii, Pagellus acarne)                                               19 cm
                Dicklippiger Grunzer (Plectorhynchus mediterraneus)                                                            25 cm
                Brauner Lippfisch                                                                                              25 cm
                Umberfische (Sciana umbra)                                                                                     25 cm
                Adlerfisch (Argirosomus regius) und Senegal-Umberfisch (Pseudotholithus senegalensis)                          70 cm
                Zackenbarsche (Epinephelus Spp)                                                                                40 cm
                Blaufisch (Pomatomus saltator)                                                                                 30 cm
                Westafrikanische Meerbarbe (Pseudupeneus prayensis)                                                            17 cm
                So-iny-Meeräsche, (Mugil Spp)                                                                                  20 cm
                Südlicher Glatthai, Bartel-Hundshai (Mustellus mustellus, Leptocharias smithi)                                 60 cm
                Gefleckter Streifenbarsch (Dicentrarchus punctatus)                                                            20 cm
                Hundszungen (Cynoglossus canariensis, Cynoglossus monodi)                                                      20 cm
                Hundszungen (Cynoglossus cadenati, Cynoglossus senegalensis)                                                   30 cm
                Seehechte (Merliccius Spp)                                                                                     30 cm
                Gelbflossenthun (Thunnus albacares) mit einem Gewicht von weniger als                                          3,2 kg
                Großaugenthun (Thunnus albacares) mit einem Gewicht von weniger als                                            3,2 kg
          b)    Für Kopffüßer:
                Gewöhnlicher Krake, Gemeiner Tintenfisch (Octopus vulgaris)                                  500 gr (ausgenommen)
                Kalmar (Loligo vulgaris)                                                                                       13 cm
                Gemeiner Tintenfisch (Sepia officinalis)                                                                       13 cm
                Tintenfisch (Sepia bertheloti)                                                                                 07 cm
 ---pagebreak--- L 203/40          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                          31.7.2008
         c)    Für Krebstiere:
               Königslanguste (Panulirus regius)                                                                       21 cm
               Mauretanische Languste (Palinurus mauritanicus)                                                         23 cm
               Geißelgarnelen (Parapeneus longriostrus)                                                                06 cm
               Tiefseekrabben (Geyryon maritae)                                                                        06 cm
               Südliche Rosa Geißelgarnele oder Furchengarnele (Penaeus notialis, Penaeus kerathurus)      200 Exemplare/kg“
                                                                 Anlage 7
                                                 LISTE DER UMRECHNUNGSFAKTOREN
                UMRECHNUNGSFAKTOREN FÜR FERTIGPRODUKTE AUS AN BORD VERARBEITETEN FISCHEN KLEINER
                                                          PELAGISCHER ARTEN
                                   Erzeugnis                                Art der Verarbeitung       Umrechnungsfaktor
         Sardelle
            Geköpft                                                        Manuelle Zerlegung                 1,416
            Geköpft, ausgenommen                                           Manuelle Zerlegung                 1,675
            Geköpft, ausgenommen                                          Maschinelle Zerlegung               1,795
         Makrele
            Geköpft                                                        Manuelle Zerlegung                 1,406
            Geköpft, ausgenommen                                           Manuelle Zerlegung                 1,582
            Geköpft                                                       Maschinelle Zerlegung               1,445
            Geköpft, ausgenommen                                          Maschinelle Zerlegung               1,661
         Degenfisch
            Geköpft, ausgenommen                                           Manuelle Zerlegung                 1,323
            in Scheiben                                                    Manuelle Zerlegung                 1,340
            Geköpft, ausgenommen (spezielles Zerlegungsverfahren)          Manuelle Zerlegung                 1,473
         Sardine
            Geköpft                                                        Manuelle Zerlegung                 1,416
            Geköpft, ausgenommen                                           Manuelle Zerlegung                 1,704
            Geköpft, ausgenommen                                          Maschinelle Zerlegung               1,828
         Stöcker
            Geköpft                                                        Manuelle Zerlegung                 1,570
            Geköpft                                                       Maschinelle Zerlegung               1,634
            Geköpft, ausgenommen                                           Manuelle Zerlegung                 1,862
            Geköpft, ausgenommen                                          Maschinelle Zerlegung               1,953
         NB: Für die Verarbeitung von Fisch zu Fischmehl gilt folgender Umrechnungsfaktor: 5,5 Tonnen Frischfisch entsprechen
               1 Tonne Fischmehl.
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                                                                   ANHANG II
          ZUSAMMENARBEIT BEI DER ÜBERWACHUNG DER FANGTÄTIGKEITEN VON GEMEINSCHAFTSSCHIFFEN
                             IN DEN FISCHEREIZONEN DER ISLAMISCHEN REPUBLIK MAURETANIEN
                                                                    KAPITEL I
                                         Einfahrt in die Fischereizone Mauretaniens und Ausfahrt
          1. Mit Ausnahme der Thunfischfänger, Oberflächen-Langleinenfischer und pelagischen Fischereifahrzeuge (deren Termine
             in Anhang I Kapitel XIV et XV festgelegt sind) müssen alle Gemeinschaftsschiffe, die im Rahmen dieses Abkommens
             Fischfang betreiben, folgende Angaben übermitteln:
             a)    Einfahrten:
                   Diese sind mindestens 36 Stunden im Voraus zu melden und hierbei sind folgende Angaben zu machen:
                   —    Schiffsposition zum Zeitpunkt der Meldung;
                   —    Tag, Datum und voraussichtliche Uhrzeit der Einfahrt in die mauretanische AWZ;
                   —    zum Zeitpunkt der Meldung an Bord befindliche Fänge, wenn es sich um Schiffe handelt, die im Besitz einer
                        weiteren Fanglizenz für eine andere Fischereizone in der Subregion sind. In diesem Fall ist die Fischereiauf-
                        sicht berechtigt, das Logbuch für diese andere Fischereizone einzusehen, aber die eventuelle Kontrolle darf
                        nicht länger dauern, als in Nummer 4 dieses Kapitels vorgesehen.
             b)    Ausfahrten
                   Diese sind mindestens 48 Stunden im Voraus zu melden und hierbei sind folgende Angaben zu machen:
                   —    Schiffsposition zum Zeitpunkt der Meldung;
                   —    Tag, Datum und Uhrzeit der Ausfahrt aus der mauretanischen AWZ;
                   —    zum Zeitpunkt der Meldung an Bord befindliche Fänge, aufgeschlüsselt nach Arten.
          2. Die Reeder teilen der Fischereiaufsicht jede Einfahrt ihrer Schiffe in die AWZ Mauretaniens und jede Ausfahrt per Tele-
             fax, E-Mail oder Post an die in Anlage 1 zu diesem Anhang genannten Faxnummern bzw. die dort genannte Adresse
             mit. Im Falle von Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme dieser Kommunikationswege können die Angaben in Aus-
             nahmefällen über die Gemeinschaft übermittelt werden.
             Jede Änderung der zu wählenden Nummern oder der Adressen wird der Kommission über die Delegation 15 Tage vor
             der Umstellung mitgeteilt.
          3. Während ihres Aufenthalts in der mauretanischen AWZ müssen die Gemeinschaftsschiffe ständig die internationalen
             Ruffrequenzen (UKW-Kanal 16 oder KW 2 182 Khz) abhören.
          4. Die mauretanischen Behörden behalten sich das Recht vor, beim Empfang der Mitteilung, dass das Schiff die Fischerei-
             zone verlassen will, vor dessen Ausfahrt auf der Reede im Hafen von Nouadhibou bzw. von Nouakchott eine stichproben-
             artige Kontrolle vorzunehmen.
             Diese Kontrollen dürfen für die Fischerei auf pelagische Arten (Kategorie 9) nicht mehr als 6 Stunden und für die übri-
             gen Arten nicht mehr als 3 Stunden in Anspruch nehmen.
          5. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen gemäß Ziffer 1 bis 3 wird wie folgt geahndet:
             a)    beim ersten Mal:
                   —    das Schiff wird, sofern dies möglich ist, umgeleitet;
                   —    die Ladung an Bord wird entladen und im Namen des Schatzamtes beschlagnahmt;
                   —    das Schiff zahlt den Mindestsatz der in den mauretanischen Rechtsvorschriften vorgesehenen Geldstrafen;
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            b)   beim zweiten Mal:
                 —     das Schiff wird, sofern dies möglich ist, umgeleitet;
                 —     die Ladung an Bord wird entladen und im Namen des Schatzamtes beschlagnahmt;
                 —     das Schiff zahlt den Höchstsatz der in den mauretanischen Rechtsvorschriften vorgesehenen Geldstrafen;
                 —     die Lizenz wird für die restliche Gültigkeitsdauer aufgehoben;
            c)   beim dritten Mal:
                 —     das Schiff wird, sofern dies möglich ist, umgeleitet;
                 —     die Ladung an Bord wird entladen und im Namen des Schatzamtes beschlagnahmt;
                 —     die Lizenz wird endgültig entzogen;
                 —     dem Kapitän und dem Schiff wird jede weitere Tätigkeit in Mauretanien untersagt.
         6. Im Falle einer Flucht des Schiffes benachrichtigt das Ministerium die Kommission und den Flaggenmitgliedstaat, damit
            die Sanktionen nach Nummer 5 durchgesetzt werden können.
                                                                   KAPITEL II
                                                            Friedliche Durchfahrt
         Nehmen die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft ihr Recht der friedlichen Durchfahrt und der Schifffahrt in den Fischerei-
         zonen Mauretaniens nach den Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen sowie den einschlägi-
         gen nationalen und internationalen Rechtsvorschriften in Anspruch, so müssen sämtliche Fanggeräte an Bord
         ordnungsgemäß so verstaut sein, dass sie nicht unmittelbar eingesetzt werden können.
                                                                  KAPITEL III
                                                                 Umladungen
         1. Die Fänge der Gemeinschaftsschiffe werden ausschließlich auf der Reede in mauretanischen Häfen bzw. in den in diesem
            Anhang Anlage 5 vorgesehenen Gebieten umgeladen.
         2. Jedes Gemeinschaftsschiff, das Fänge umladen möchte, befolgt das nachstehend unter Nummer 3 und 4 beschriebene
            Verfahren.
         3. Die Reeder dieser Schiffe teilen der Fischereiaufsicht mindestens 36 Stunden im Voraus über die in Kapitel I Ziffer 2 die-
            ses Anhangs genannten Kommunikationsmittel Folgendes mit:
            —    die Namen der Fischereifahrzeuge, die umladen wollen;
            —    den Namen des übernehmenden Frachtschiffes;
            —    die umzuladenden Mengen (in Tonnen) je Art;
            —    Tag, Datum und Uhrzeit der Umladung.
            Die Fischereiaufsicht antwortet innerhalb von 24 Stunden.
         4. Das Umladen gilt als Verlassen der Fischereizonen Mauretaniens. Die Schiffe müssen der Fischereiaufsicht folglich die
            Originale der Logbücher und Zweitlogbücher aushändigen und mitteilen, ob sie beabsichtigen, den Fischfang fortzuset-
            zen oder die Fischereizone Mauretaniens zu verlassen.
         5. Alle unter Nummer 1. bis 4. nicht aufgeführten Umladevorgänge sind in der AWZ Mauretaniens verboten. Verstöße
            gegen diese Bestimmung werden nach Maßgabe der geltenden mauretanischen Rechtsvorschriften geahndet.
         6. Mauretanien behält sich das Recht vor, die Umladung zu verbieten, wenn das Transportschiff innerhalb oder außerhalb
            der AWZ Mauretaniens illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei betrieben hat.
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                                                                  KAPITEL IV
                                                        Kontrollen und Überwachung
          1. Die Kapitäne der Gemeinschaftsschiffe gestatten jedem mit Kontrollen und der Überwachung der Fischereitätigkeiten
             beauftragten Beamten Mauretaniens, an Bord zu kommen, und unterstützen ihn bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben.
             Die Anwesenheit dieser Beamten an Bord darf die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderliche Zeit nicht überschreiten.
             Nach Abschluss der Kontrolle wird dem Schiffskapitän ein Kontrollbericht ausgehändigt.
          2. Die Gemeinschaft verpflichtet sich, das besondere Kontrollprogramm in den Gemeinschaftshäfen beizubehalten. Dieses
             Programm wird dem Ministerium mitgeteilt, das sich das Recht vorbehält, die Teilnahme an diesen Kontrollen nach den
             Bestimmungen von Kapitel V zu beantragen. Dem Ministerium werden regelmäßig Zusammenfassungen der jeweiligen
             Kontrollberichte übermittelt.
                                                                   KAPITEL V
                                        Regelung der gegenseitigen Präsenz bei Kontrollen an Land
             Die Vertragsparteien beschließen, zur wirksameren Durchführung der Überwachung eine Regelung der gegenseitigen Prä-
             senz bei Kontrollen an Land einzuführen. Zu diesem Zweck bestellen sie Vertreter, die den Kontroll- und Überwachungs-
             maßnahmen, die von den Kontrollbehörden der jeweils anderen Vertragspartei durchgeführt werden, beiwohnen; sie
             haben die Möglichkeit, Anmerkungen zur Durchführung dieses Abkommens zu machen.
             Diese Vertreter müssen über Folgendes verfügen:
             —     berufliche Qualifikationen,
             —     angemessene Erfahrungen in der Fischerei und
             —     eingehende Kenntnisse der Bestimmungen des Abkommens und dieses Protokolls.
             Auch wenn diese Vertreter bei Kontrollbesuchen anwesend sind, werden diese von den nationalen Kontrolldiensten
             durchgeführt, und die Vertreter dürfen nicht auf eigene Initiative die den nationalen Beamten übertragenen Kontrollbe-
             fugnisse ausüben.
             Wenn diese Vertreter die nationalen Beamten begleiten, haben sie Zugang zu den Schiffen, Räumlichkeiten und Unter-
             lagen, die Gegenstand der von den nationalen Beamten durchgeführten Kontrolle sind, damit sie die zur Wahrnehmung
             ihrer Aufgaben erforderlichen, nicht personengebundenen Daten erheben können.
             Die Vertreter begleiten die nationalen Kontrolldienste bei ihren Kontrollbesuchen in den Häfen, an Bord der festgemach-
             ten Schiffe, den Fischauktionshallen, den Läden der Fischhändler, den Kühllagern und anderen Räumlichkeiten für die
             Anlandung und Lagerung von Fisch vor dem Erstverkauf im Gebiet der Erstvermarktung.
             Die Vertreter erstellen und übermitteln alle vier Monate einen Bericht über die Kontrollen, an denen sie teilgenommen
             haben. Dieser Bericht ist den zuständigen Behörden zuzuleiten. Diese Behörden lassen der anderen Vertragspartei eine
             Kopie zukommen.
          1. Durchführung
             Die zuständige Kontrollbehörde einer Vertragspartei teilt der anderen Vertragspartei von Fall zu Fall zehn Tage im Vor-
             aus mit, welche Kontrollen sie in ihrem Hafen durchzuführen gedenkt.
             Die andere Vertragspartei teilt mit einer Vorankündigung von fünf Tagen ihre Absicht mit, einen Vertreter zu entsenden.
             Der Einsatz des Vertreters sollte nicht länger als 15 Tage dauern.
          2. Vertraulichkeit
             Der zu den gemeinsamen Kontrollmaßnahmen entsandte Vertreter geht mit den Gütern und Ausrüstungen an Bord der
             Schiffe sowie sonstigen Anlagen sorgsam um und behandelt alle Unterlagen, zu denen er Zugang hat, vertraulich.
             Der Vertreter teilt die Ergebnisse seiner Arbeit ausschließlich seinen zuständigen Behörden mit.
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         3. Durchführungsort
             Dieses Programm findet in den Anlandehäfen der Gemeinschaft und Mauretaniens Anwendung.
         4. Finanzierung
             Die Vertragsparteien übernehmen jeweils sämtliche Kosten der von ihnen zur Teilnahme an den gemeinsamen Kontroll-
             maßnahmen entsandten Vertreter einschließlich Reisekosten und Tagegelder.
                                                                     KAPITEL VI
                                   Verfahren im Falle einer Aufbringung mit Verhängung von Strafen
         1.   Aufbringungsprotokoll
              Das Aufbringungsprotokoll wird von der Fischereiaufsicht erstellt. Es nimmt Bezug auf eventuelle Verstöße, die bei der
              Kontrolle des Schiffes festgestellt und im Kontrollbericht festgehalten wurden. Der Kontrollbericht, in dem die
              Umstände und Gründe dargelegt sind, die zu der Aufbringung geführt haben, ist vom Schiffskapitän zu unterzeich-
              nen. Dieser kann dort seinen Vorbehalten Ausdruck verleihen. Die Fischereiüberwachung händigt ihm eine Kopie des
              Berichts aus.
              Die Unterschrift präjudiziert nicht die Rechte und die Mittel der Verteidigung, die der Kapitän gegen den ihm zur Last
              gelegten Verstoß geltend machen kann.
         2.   Meldung der Aufbringung
              Im Falle einer Aufbringung übermittelt die Fischereiüberwachung dem Vertreter des Schiffes das Aufbringungs-
              protokoll, aus dem die Art des Verstoßes hervorgeht; der Kontrollbericht wird dem Aufbringungsprotokoll beigefügt.
              Die Fischereiaufsicht benachrichtigt die Delegation baldmöglichst, auf jeden Fall aber binnen 48 Stunden, wenn ein
              Gemeinschaftsschiff in den Fischereizonen Mauretaniens aufgebracht und eine Strafe verhängt worden ist.
              Handelt es sich um vorschriftswidriges Verhalten, das nicht auf See eingestellt werden kann, muss der Kapitän sein
              Schiff, sofern die Fischereiaufsicht dies verlangt, in den Hafen von Nouadhibou bringen. Handelt es sich um vorschrifts-
              widriges Verhalten, das auf See eingestellt werden kann, und gibt der Kapitän die Vorschriftswidrigkeit zu, so kann das
              Schiff seine Fangtätigkeit fortsetzen.
              In beiden Fällen kann das Schiff nach Einstellung des vorschriftswidrigen Verhaltens seine Fangtätigkeiten fortsetzen.
         3.   Regelung der Aufbringung
         3.1. Nach den Bestimmungen dieses Protokolls und den mauretanischen Rechtsvorschriften kann der Verstoß außerge-
              richtlich oder gerichtlich beigelegt werden.
         3.2. Bei einem außergerichtlichen Verfahren wird die Höhe des Bußgeldes innerhalb der hierfür in den mauretanischen
              Rechtsvorschriften vorgesehenen Spanne mit einem Mindest- und einem Höchstbetrag festgelegt.
              Der Konsignatar des Schiffes setzt sich unverzüglich mit der Fischereiaufsicht in Verbindung, um in Bezug auf das Ver-
              gehen zu einer Lösung zu gelangen.
              Der Schlichtungsausschuss wird von der Fischereiaufsicht nur werktags 24 Stunden nach dem Einlaufen des Schiffes
              in den Hafen einberufen. Ebenso verhält es sich bei im Zuge der Auslaufkontrollen vorgenommenen Aufbringungen.
              Das Bußgeld ist spätestens 30 Tage nach der Schlichtung per Banküberweisung zu entrichten. Sofern das Schiff die
              AWZ Mauretaniens verlässt, muss die Zahlung vor dem Verlassen dieser Zone erfolgen. Die Übermittlung der Ein-
              gangsbestätigung des Schatzamtes und/oder die von der BCM (Nouadhibou oder Nouakchott) gegenüber der Fischerei-
              überwachung beglaubigte Kopie des Swift-Einzahlungsbelegs gilt als Nachweis, dass das Bußgeld gezahlt wurde und
              das Schiff freigegeben werden kann. Sofern eine beglaubigte Kopie des Swift-Einzahlungsbelegs vorgelegt wird, ist der
              Konsignatar verpflichtet, der Fischereiaufsicht innerhalb von 72 Stunden nach Freigabe des Schiffes das Original der
              Eingangsbestätigung des Schatzamtes zu übermitteln.
         3.3. Kommt es im Schlichtungsverfahren nicht zu einer Einigung, so übermittelt das Ministerium den Vorgang unverzüg-
              lich der Staatsanwaltschaft. Nach den geltenden Rechtsvorschriften hinterlegt der Reeder zur Deckung etwaiger Geld-
              strafen eine Sicherheit bei einer Bank. Die Freigabe des Schiffes erfolgt innerhalb von 72 Stunden nach Hinterlegung
              der Sicherheit.
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          3.4. Die Banksicherheit kann vor Abschluss des Gerichtsverfahrens nicht aufgehoben werden. Sie wird vom Ministerium
                im Falle der Beendigung des Verfahrens ohne Verurteilung freigegeben. Bei einer Verurteilung mit Verhängen einer
                Geldstrafe erfolgt die Zahlung der Geldstrafe nach den geltenden Rechtsvorschriften, die insbesondere vorsehen, dass
                die Banksicherheit nach erfolgter Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach der Urteilsverkündung freigegeben wird.
          3.5. Das Schiff wird freigegeben und der Besatzung gestattet, den Hafen zu verlassen, sobald
                —    den Verpflichtungen im Rahmen des außergerichtlichen Verfahrens nachgekommen wurde oder
                —    bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens die Bankkaution gemäß Nummer 3.3 hinterlegt und vom Ministerium
                     angenommen worden ist.
          4.    Folgemaßnahmen
                Alle Angaben zum Ablauf des infolge von Verstößen durch Gemeinschaftsschiffe eingeleiteten Schlichtungs- bzw.
                Gerichtsverfahrens werden binnen 48 Stunden der Kommission über die Delegation übermittelt.
                                                                  KAPITEL VII
                                                Satellitenüberwachung der Fischereifahrzeuge
          1.   Alle Fischereifahrzeuge, die im Rahmen dieses Abkommens Fischfang betreiben, werden während ihres Aufenthalts in
               der mauretanischen AWZ per Satellit überwacht.
          2.   Die Koordinaten (Breiten- und Längengrade) der AWZ Mauretaniens sind für die Satellitenüberwachung in Anlage 4
               aufgeführt.
          3.   Die Vertragsparteien tauschen Informationen über die Adressen und die Spezifikationen für die elektronische Kom-
               munikation zwischen ihren Kontrollzentren gemäß den unter den Nummern 5 und 7 festgelegten Bedingungen aus.
               Diese Angaben umfassen, soweit möglich, die Namen, Telefon- und Faxnummern und die elektronischen Adressen
               (Internet oder https), die für die allgemeinen Mitteilungen zwischen den Kontrollzentren verwendet werden können.
               Die Angaben zum mauretanischen Kontrollzentrum finden sich in Anlage 1 dieses Anhangs.
          4.   Die Position der Fischereifahrzeuge wird auf 500 m genau und mit einem Vertrauensintervall von 99 % bestimmt.
          5.   Wenn ein Fischereifahrzeug, das im Rahmen des Abkommens Fischfang betreibt und nach den gemeinschaftlichen
               Rechtsvorschriften satellitengestützt überwacht wird, in die mauretanische AWZ einläuft, übermittelt das Kontrollzen-
               trum des Flaggenstaats die anschließenden Positionsmeldungen (Schiffsidentifizierung, Längen- und Breitengrad, Kurs
               und Geschwindigkeit) unverzüglich und mindestens einmal stündlich an die Fischereiaufsicht (FMC). Diese Mitteilun-
               gen werden als Positionsmeldungen gekennzeichnet.
          6.   Die unter Nummer 5 genannten Mitteilungen werden elektronisch im Format https oder in einem anderen gesicherten
               Protokoll (X25 …) übermittelt. Die Übermittlung dieser Mitteilungen erfolgt in Echtzeit gemäß dem Format der
               Anlage 3.
          7.   Bei technischen Störungen oder dauerhaftem Ausfall des satellitengestützten Überwachungsgeräts an Bord des Fischerei-
               fahrzeugs übermittelt der Kapitän dieses Schiffes die unter Nummer 5 vorgesehenen Angaben baldmöglichst an das
               Kontrollzentrum des Flaggenstaats und an die mauretanische Fischereiaufsicht (FMC). In diesem Fall ist alle 4 Stunden
               eine Positionsmeldung zu übermitteln. Diese umfasst auch die vom Kapitän aufgezeichneten stündlichen Positions-
               meldungen gemäß Nummer 5. Den Reedern wird empfohlen, vorsichtshalber eine zweite Sendeboje an Bord
               mitzuführen.
               Das Kontrollzentrum des Flaggenstaats leitet die Meldungen unverzüglich an die mauretanische Fischereiaufsicht (FMC)
               weiter. Defektes Gerät ist spätestens innerhalb von 5 Tagen zu reparieren oder auszutauschen. Nach Ablauf dieser Frist
               muss das Schiff die mauretanische AWZ verlassen oder in einen mauretanischen Hafen einlaufen.
               Im Falle ernsthafter technischer Probleme, die eine Fristverlängerung erforderlich machen, kann auf Antrag des Kapi-
               täns eine Verlängerung von höchstens 15 Tagen gewährt werden. In diesem Fall gelten weiterhin die Bestimmungen
               unter Nummer 7 und alle Schiffe mit Ausnahme der Thunfischfänger müssen einen Hafen anlaufen, um einen mau-
               retanischen wissenschaftlichen Beobachter an Bord zu nehmen.
          8.   Die Kontrollzentren der Flaggenstaaten überwachen die Bewegungen ihrer Fischereifahrzeuge in der mauretanischen
               AWZ in Abständen von einer Stunde. Werden die Fischereifahrzeuge nicht wie vorgeschrieben überwacht, so ist die
               mauretanische Fischereiaufsicht (FMC) unverzüglich zu unterrichten, und das Verfahren gemäß Nummer 7. findet
               Anwendung.
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         9.   Stellt die mauretanische Fischereiaufsicht fest, dass der Flaggenstaat die unter Nummer 5 vorgesehenen Angaben nicht
              übermittelt, wird die Kommission über die Delegation unverzüglich unterrichtet.
         10. Die gemäß den vorliegenden Bestimmungen an die Vertragspartei übermittelten Überwachungsangaben sind aus-
              schließlich zur Kontrolle und Überwachung der Gemeinschaftsschiffe, die im Rahmen dieses Abkommens Fischfang
              betreiben, durch die mauretanischen Behörden bestimmt. Die Angaben dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
         11. Die Hardware- und Softwarekomponenten des satellitengestützten Schiffsüberwachungssystems müssen gegen Mani-
              pulationen geschützt sein, d. h. es darf nicht möglich sein, falsche Positionen ein- oder auszugeben oder das System
              manuell zu umgehen.
              Das System muss vollautomatisch und unabhängig von den Umgebungs- bzw. Witterungsbedingungen jederzeit in
              Betrieb sein. Das Satellitenüberwachungsgerät darf nicht zerstört, beschädigt, außer Betrieb gesetzt oder auf andere
              Weise beeinträchtigt werden.
              Die Schiffskapitäne sorgen dafür, dass
              —      die Daten nicht manipuliert werden,
              —      die Antenne(n) für die Verbindung mit den Satellitenüberwachungsgeräten nicht beeinträchtigt wird/werden,
              —      die Stromversorgung der Satellitenüberwachungsgeräte nicht unterbrochen wird und
              —      die zur Satellitenüberwachung erforderlichen Geräte nicht abmontiert werden.
         12. Die Vertragsparteien tauschen auf Antrag Informationen über die zur Satellitenüberwachung verwendeten Geräte aus,
              um sicherzustellen, dass alle Geräte für die Zwecke der vorliegenden Bestimmungen in vollem Umfang mit den Anfor-
              derungen der anderen Vertragspartei kompatibel sind.
         13. Bei Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Auslegung oder Anwendung der vorliegenden Bestimmungen finden
              Konsultationen zwischen den Parteien im Rahmen des Gemischten Ausschusses gemäß Artikel 10 des Abkommens
              statt.
         14. Bei Zweifeln in Bezug auf ein bestimmtes Schiff wendet sich die mauretanische Fischereiaufsicht an die Fischereiauf-
              sichtsbehörde des Flaggenmitgliedstaates, die ihr unverzüglich die Position des Schiffes (Polling) während des im Antrag
              angegebenen Zeitraums mitteilt.
              Steht die Tätigkeit bestimmter Schiffe unter Verdacht, so informiert Mauretanien offiziell den Flaggenstaat und die
              Gemeinschaft. Die Gemeinschaft verpflichtet sich zur Anwendung der Bestimmungen hinsichtlich des
              Gemeinschaftsrechts.
         15. Die beiden Vertragsparteien verpflichten sich, im Rahmen des in Artikel 10 des Abkommens vorgesehenen Gemisch-
              ten Ausschusses die geeignetsten Lösungen zu finden, um
              a)     noch vor dem Inkrafttreten dieses Protokolls alle technischen Probleme, die die Wirksamkeit des VMS in den m
                     zu prüfen,
              b)     welche Mittel und Wege geeignet sind, um die Zusammenarbeit im Interesse einer verbesserten Umsetzung der
                     VMS-Bestimmungen zu verbessern und insbesondere die gleichzeitige Datenübermittlung von den europäischen
                     Schiffen an die Fischereiaufsichtsbehörde des Flaggenmitgliedstaates sowie an die mauretanische Fischereiaufsicht
                     zu fördern.
                                                                   KAPITEL VIII
                              Wissenschaftliche Beobachter Mauretaniens an Bord der Gemeinschaftsschiffe
         Es wird eine Regelung der Übernahme von Beobachtern an Bord der Gemeinschaftsschiffe erlassen.
         1.   Jedes Gemeinschaftsschiff, das im Besitz einer Lizenz für den Fischfang in den mauretanischen Fischereizonen ist,
              nimmt einen wissenschaftlichen Beobachter Mauretaniens an Bord. Ausgenommen sind die Thunfischwadenfänger, bei
              denen das An-Bord-Nehmen von Beobachtern auf Antrag des Ministeriums erfolgt. Pro Schiff darf in allen Fällen nur
              ein wissenschaftlicher Beobachter an Bord genommen werden.
              Das Ministerium übermittelt der Kommission über die Delegation jedes Quartal vor Ausstellung der Lizenzen die Liste
              aller Schiffe, die aufgefordert sind, wissenschaftliche Beobachter an Bord zu nehmen.
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          2.  Ein wissenschaftlicher Beobachter wird für die gesamte Dauer einer Fangreise an Bord genommen. Allerdings kann das
              Ministerium je nach Dauer der Fangreisen, die für ein bestimmtes Schiff durchschnittlich angesetzt ist, ausdrücklich ver-
              langen, dass sich die Anwesenheit des Beobachters über mehrere Fangreisen erstreckt. Das Ministerium beantragt dies
              bei der Mitteilung des Namens des wissenschaftlichen Beobachters, den das betreffende Schiff an Bord nehmen soll.
              Ebenso kann sich der wissenschaftliche Beobachter bei einer verkürzten Fangreise gehalten sehen, eine weitere Fang-
              reise desselben Schiffes zu begleiten.
          3.  Das Ministerium teilt der Kommission über die Delegation die Namen der bestellten wissenschaftlichen Beobachter, die
              über alle erforderlichen Unterlagen verfügen, mindestens sieben Werktage vor dem geplanten Zeitpunkt ihrer Einschif-
              fung mit.
          4.  Alle Kosten für den Einsatz der wissenschaftlichen Beobachter inklusive Gehältern, Vergütungen und Zulagen des wis-
              senschaftlichen Beobachters gehen zu Lasten des Ministeriums. Wird der wissenschaftliche Beobachter in einem aus-
              ländischen Hafen ein- oder ausgeschifft, so gehen die Reisekosten und Tagegelder bis zur Ankunft des Beobachters an
              Bord des Schiffes oder im mauretanischen Hafen zu Lasten des Reeders.
          5.  Die Kapitäne der Schiffe, die aufgefordert sind, einen wissenschaftlichen Beobachter an Bord zu nehmen, treffen alle
              erforderlichen Vorkehrungen, damit der wissenschaftliche Beobachter an und von Bord gehen kann.
              Für den Aufenthalt des wissenschaftlichen Beobachters an Bord gelten dieselben Bedingungen wie für die
              Schiffsoffiziere.
              Dem wissenschaftlichen Beobachter wird die Wahrnehmung seiner Aufgaben in jeder Hinsicht erleichtert. Der Kapitän
              gewährt ihm Zugang zu den für die Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Mitteln der Nachrichtenübertra-
              gung, zu den Unterlagen in direktem Zusammenhang mit der Fangtätigkeit des Schiffes, d.h. dem Logbuch, dem Zweit-
              logbuch und dem Schiffszertifikat, sowie zu den Teilen des Schiffes, zu denen er zur Wahrnehmung seiner
              Beobachteraufgaben Zugang haben muss.
          6.  Der wissenschaftliche Beobachter wird im Allgemeinen zu Beginn der ersten Fangreise nach der Übermittlung der Liste
              der ausgewählten Schiffe, die 20 Tage vor Beginn der Fangreise erfolgen muss, in einem mauretanischen Hafen an Bord
              genommen.
              Die Reeder teilen der Fischereiaufsicht über ihre Vertreter vor Ort unter Einsatz der in Kapitel I dieses Anhangs genann-
              ten Kommunikationsmittel binnen fünfzehn Tagen nach Übermittlung dieser Liste die für die Übernahme der wissen-
              schaftlichen Beobachter vorgesehenen Daten und Häfen mit.
          7.  Der wissenschaftliche Beobachter muss sich einen Tag vor dem für seine Einschiffung festgesetzten Zeitpunkt beim
              Kapitän des betreffenden Schiffes melden. Sofern sich der wissenschaftliche Beobachter nicht meldet, benachrichtigt
              der Kapitän die Fischereiaufsicht, die innerhalb von zwei Stunden ab dem Zeitpunkt der Benachrichtigung einen Ersatz-
              beobachter benennt. Anderenfalls lässt sich das Schiff die Abwesenheit des wissenschaftlichen Beobachters bescheini-
              gen und kann hierauf den Hafen verlassen. Das Ministerium ist jedoch berechtigt, auf seine Kosten einen neuen
              wissenschaftlichen Beobachter an Bord zu bringen, ohne dass die Fangtätigkeiten des Schiffes dadurch gestört werden.
          8.  Die Nichteinhaltung einer der obigen Bestimmungen über wissenschaftliche Beobachter führt zur automatischen Aus-
              setzung der Fanglizenz, bis der Reeder seinen Verpflichtungen nachgekommen ist.
          9.  Der wissenschaftliche Beobachter muss über Folgendes verfügen:
              —     berufliche Qualifikationen,
              —     angemessene Erfahrungen in der Fischerei und
              —     eingehende Kenntnisse der Bestimmungen dieses Abkommens und der geltenden mauretanischen
                    Rechtsvorschriften.
          10. Der wissenschaftliche Beobachter überprüft, ob die Bestimmungen dieses Protokolls durch die Gemeinschaftsschiffe,
              die in den Fischereizonen Mauretaniens tätig sind, eingehalten werden.
              Er erstellt hierüber einen Bericht. Er hat vor allem folgende Aufgaben:
              —     Beobachtung der Fangtätigkeiten der Schiffe;
              —     Überprüfung der Position der Schiffe beim Fischfang;
              —     Durchführung biologischer Probenahmen im Rahmen wissenschaftlicher Programme;
              —     Erfassung der verwendeten Fanggeräte und Maschenöffnungen.
 ---pagebreak--- L 203/48          DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                                31.7.2008
         11. Die Aufgaben des Beobachters beschränken sich auf die durch dieses Protokoll geregelte Ausübung der Fischerei und
               damit verbundene Tätigkeiten.
         12. Der wissenschaftliche Beobachter
               —     trifft alle geeigneten Vorkehrungen, damit seine Einschiffung und seine Anwesenheit an Bord die Fangtätigkeiten
                     weder unterbrechen noch behindern,
               —     verwendet für die Überprüfung der Maschenöffnungen der im Rahmen dieses Abkommens verwendeten Netze
                     zugelassene Messinstrumente und -verfahren,
               —     geht mit den Gütern und Ausrüstungen an Bord sorgsam um und behandelt alle Unterlagen des besagten Schiffes
                     vertraulich.
         13. Am Ende des Beobachtungszeitraums und vor Verlassen des Schiffes erstellt der wissenschaftliche Beobachter einen
               Bericht nach dem Muster in Anlage 2 zu diesem Anhang. Er unterzeichnet ihn in Gegenwart des Kapitäns, der seiner-
               seits alle als notwendig erachteten Bemerkungen hinzufügen oder hinzufügen lassen kann und diese anschließend
               unterzeichnet. Eine Kopie des Berichts wird dem Kapitän des Schiffes ausgehändigt, wenn der wissenschaftliche Beo-
               bachter von Bord geht.
               Das Ministerium übermittelt der Kommission zu Informationszwecken monatlich über die Delegation die Berichte des
               Vormonats.
                                                                   KAPITEL IX
                                                    Rückwürfe und Meeresverschmutzung
         Die Vertragsparteien setzen sich mit dem Problem der Fänge, die von den Fischereifahrzeugen ins Meer zurückgeworfen wer-
         den, auseinander und prüfen Mittel und Wege einer Abhilfe.
         Die beiden Vertragsparteien legen ab Inkrafttreten dieses Protokolls Kontrollmaßnahmen zur Verhütung des Ablassens von
         Ablassöl durch Fischereifahrzeuge ins Meer fest.
                                                                   KAPITEL X
                                                   Bekämpfung des unerlaubten Fischfangs
         Im Interesse der Bekämpfung unerlaubter Fangtätigkeiten in der Fischereizone Mauretaniens, die der Bewirtschaftung der
         Fischereiressourcen Schaden zufügen, sind die Vertragsparteien übereingekommen, regelmäßig Informationen über diese
         Tätigkeiten auszutauschen.
         Abgesehen von den Maßnahmen, die sie auf der Grundlage ihrer geltenden Rechtsvorschriften ergreifen, konsultieren sich
         die Vertragsparteien auch über zusätzliche Aktionen, die getrennt oder gemeinsam unternommen werden können. Sie ver-
         tiefen zu diesem Zweck ihre Zusammenarbeit mit dem klaren Ziel, unerlaubte Fangtätigkeiten zu bekämpfen.
 ---pagebreak--- 31.7.2008          DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union    L 203/49
                                                                        Anlage 1
                             FISCHEREIABKOMMEN MAURETANIEN — EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT
                                                       FISCHEREIAUFSICHT MAURETANIENS
          Délégation à la Surveillance des Pêches et au Contrôle en Mer
          (Delegation für Fischereiüberwachung und Kontrolle auf See)
          (DSPCM)
          Anschrift:                   Boîte Postale (BP) 260 Nouadhibou
                                       Mauretanien
          Telefon:                     (222) 574 57 01
          Telefax:                     (222) 574 63 12
          E-Mail:                      dspcm@toptechnology.mr
                                         ANGABEN ZUR MAURETANISCHEN FISCHEREIAUFSICHT (FMC)
          Name der Einrichtung:         DSPCM SSN
          Tel. SSN:                     (222) 574 67 43/574 56 26
          Fax SSN:                      (222) 574 67 43
          E-Mail SSN:                   dspcm@toptechnology.mr
          Adresse X25:                  20803403006315
 ---pagebreak--- L 203/50 DE         Amtsblatt der Europäischen Union   31.7.2008
                                 Anlage 2
            BERICHT DES WISSENSCHAFTLICHEN BEOBACHTERS
 ---pagebreak--- 31.7.2008 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 203/51 ---pagebreak--- L 203/52         DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                               31.7.2008
                                                                   Anlage 3
                                     ÜBERMITTLUNG VON VMS-MELDUNGEN AN MAURETANIEN
         POSITIONSMELDUNG
                                                    Obligatorisch/
                 Datenfeld             Kennziffer                                             Bemerkungen
                                                      fakultativ
         Aufzeichnungsbeginn              SR              O        Systemangabe — gibt den Beginn der Aufzeichnung an
         Empfänger                        AD              O        Angabe Meldung — Empfänger. ISO-Alpha-3-Code des Landes
         Absender                         FR              O        Angabe Meldung — Absender. ISO-Alpha-3-Code des Landes
         Flaggenstaat                      FS             O
         Art der Meldung                  TM              O        Angabe Meldung — Art der Meldung „POS“
         Rufzeichen                       RC              O        Angabe zum Schiff — internationales Rufzeichen des Schiffes
         Interne Referenz-                 IR             O        Angabe zum Schiff — Nummer der Vertragspartei (ISO-3-Code
         nummer der Vertrags-                                      des Flaggenstaats gefolgt von einer Nummer)
         partei
         Äußere Kennziffern               XR              O        Angabe Schiffsregistrierung — die außen angebrachte Nummer
                                                                   des Schiffes
         Breitengrad                      LA              O        Angabe zur Position des Schiffs — Position in Grad, Minuten und
                                                                   Zehntelminuten N/S GGMM.m (WGS-84)
                                                                   Beispiel: N2046.3
         Längengrad                       LO              O        Angabe zur Position des Schiffs — Position in Grad, Minuten und
                                                                   Zehntelminuten O/W GGMM.m (WGS-84)
                                                                   Beispiel: W01647.6
         Kurs                             CO              O        Schiffskurs, 360°-Skala
         Geschwindigkeit                  SP              O        Schiffsgeschwindigkeit in Zehntelknoten
         Datum                            DA              O        Angabe zur Position des Schiffes — Datum der Aufzeichnung
                                                                   UTC (JJJJMMTT)
         Uhrzeit                           TI             O        Angabe zur Position des Schiffes — Uhrzeit der Aufzeichnung
                                                                   UTC (HHMM)
         Aufzeichnungsende                ER              O        Systemangabe — gibt das Ende der Aufzeichnung an
         Zeichensatz: ISO 8859.1
         Eine Datenübertragung ist folgendermaßen aufgebaut:
         —    Ein doppelter Schrägstrich (//) und ein Feldcode bedeuten den Beginn eines Datenfeldes;
         —    ein Schrägstrich (/) trennt den Feldcode und die Daten.
         Fakultative Datenfelder sind zwischen Aufzeichnungsbeginn und Aufzeichnungsende einzufügen.
 ---pagebreak--- 31.7.2008        DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                       L 203/53
                                                                Anlage 4
                                            ABGRENZUNG DER MAURETANISCHEN AWZ
          Koordinaten (Breitengrade und Längengrade) der AWZ/Protokoll
          VMS EU
            1   Südliche Abgrenzung                Breite 16° 04’ N             Länge 19° 58’ W
            2   Koordinaten                        Breite 16° 30’ N             Länge 19° 54’ W
            3   Koordinaten                        Breite 17° 00’ N             Länge 19° 47’ W
            4   Koordinaten                        Breite 17° 30’ N             Länge 19° 33’ W
            5   Koordinaten                        Breite 18° 00’ N             Länge 19° 29’ W
            6   Koordinaten                        Breite 18° 30’ N             Länge 19° 28’ W
            7   Koordinaten                        Breite 19° 00’ N             Länge 19° 43’ W
            8   Koordinaten                        Breite 19° 23’ N             Länge 20° 01’ W
            9   Koordinaten                        Breite 19° 30’ N             Länge 20° 04’ W
           10   Koordinaten                        Breite 20° 00’ N             Länge 20° 14,5’ W
           11   Koordinaten                        Breite 20° 30’ N             Länge 20° 25,5’ W
           12   Nördliche Abgrenzung               Breite 20° 46’ N             Länge 20° 04,5’ W
                                                                Anlage 5
          Koordinaten der Zone, in der Umladungen auf der Reede des Hafens von Nouadhibou zulässig sind
          (BUOY 2= N 20.43,6 W 17.01,8)
           1    Koordinaten                        Breite 20° 43,6’ N           Länge 17° 01,4’ W
           2    Koordinaten                        Breite 20° 43,6’ N           Länge 16° 58,5’ W
           3    Koordinaten                        Breite 20° 46,6’ N           Länge 16° 58,5’ W
           4    Koordinaten                        Breite 20° 46,7’ N           Länge 17° 00,4’ W
           5    Koordinaten                        Breite 20° 45,3’ N           Länge 17° 00,4’ W
           6    Koordinaten                        Breite 20° 45,3’ N           Länge 17° 01,5’ W
          Koordinaten der Zone, in der Umladungen auf der Reede des Hafens von Nouakchott zulässig sind
           1    Koordinaten                        Breite 18° 01,5’ N           Länge 16° 07’ W
           2    Koordinaten                        Breite 18° 01,5’ N           Länge 16° 03,8’ W
           3    Koordinaten                        Breite 17° 59’ N             Länge 16° 07’ W
           4    Koordinaten                        Breite 17° 59’ N             Länge 16° 03,8’ W
 ---pagebreak--- L 203/54 DE Amtsblatt der Europäischen Union 31.7.2008
                         Anlage 6
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                                                                  31.7.2008
                                                                                                    ANHANG III
FISCHEREIMINISTERIUM                                            DIREKTION INDUSTRIELLE FISCHEREI
ANGABEN ZU DEN TÄTIGKEITEN DER FISCHEREIFAHRZEUGE IM JAHR 2005
                                                                                                                                                                                                                 DE
                                    MAURETANIEN                                      EU                                          SONSTIGE                                        INSGESAMT
KATEGORIE         AS        KW        BRZ         AF     FÄNGE      AS      KW      BRZ      AF       FÄNGE      AS      KW        BRZ         AF     FÄNGE      AS       KW        BRZ        AF      FÄNGE
       1          22       10 484    5 413     2 390     1 538      35    18 408   9 889    4 682      7 663     9     7 151      2 135       697      468       66     36 043    17 437     7 769     9 669
       2           8       7 042     3 171      398       386       14     4 794   3 089    1 956      7 210     1      307       161          18       6        23     12 143     6 421     2 372     7 602
       3           6       2 049     1 040      904      1 294      13     2 387   1 244    1 418      4 036     4     1 939      799         418      503       23     6 375      3 083     2 740     5 833
                                                                                                                                                                                                                 Amtsblatt der Europäischen Union
       4           0         0         0             0     0        9      4 946   2 470    834        858       0        0         0          0        0         9     4 946      2 470      834          858
           C      100      63 316 29 876       19 795    22 333     50    34 554   20 922   9 758     16 833     0        0         0          0        0       150     97 870    50 798     29 553    39 166
  5        G      88       26 699 20 081       11 714    10 137     0        0       0       0          0        0        0         0          0        0        88     26 699    20 081     11 714    10 137
           ST     188      90 015 49 957       31 509    32 470     50    34 554   20 922   9 758     16 833     0        0         0          0        0       238    124 569 70 879        41 267    49 303
       6           0         0         0             0     0        0        0       0       0          0        0        0         0          0        0         0        0         0         0            0
       7           0         0         0             0     0        23    46 265   28 983              1 708     0        0         0          0        0        23     46 265    28 983       0       1 708
       8           0         0         0             0     0        27     9 797   6 137               7 633     4     1 451      909                            31     11 248     7 046       0       7 633
       9           3       10 350 17 136        594      28 587     12    75 460   59 699   1 044     112 347    51   145 449 316 158         7 848   416 212    66    231 259 392 993       9 486    557 146
      10           0         0         0             0     0        0        0       0       0          0        4     1 236      839          44       80        4     1 236       839        44          80
 INSGESAMT        227 119 940 76 717           35 796    64 275    183    196 611 132 433 19 691 158 288         73   157 533 321 001         9 025   417 269   483    474 084 530 151 64 512         639 833
                                                                    KATEGORIEN:
AS:             Anzahl Schiffe                                      1    — KREBSTIERE AUSSER LANGUSTEN                                    7   — THUNFISCH-WADENFÄNGER
KW:             Leistung                                            2    — SENEGALES. SEEHECHT                                            8   — THUNFISCHF. ANGELN + OBERFLÄCHEN-
                                                                                                                                                LANGLEINENFISCHER
BRZ:            Brutto-Raumzahl                                     3    — GRUNDFISCHARTEN MIT ANDEREN GERÄTEN ALS                        9   — PELAGISCH
                                                                           SCHLEPPNETZEN
AF:             Anzahl der Fangtage                                 4    — GRUNDTRAWLER AUSSER SENEGALES. SEEHECHT                       10   — TASCHEN-KREBSE
FÄNGE:          Gesamtfangmengen der Schiffe,                       5    — KOPFFÜSSER                                                    11   — PELAGISCHE ARTEN OHNE FROSTER
                Zielarten und „falsche“ Fischerei.                  6    — LANGUSTEN
NB: Für 2005 sind die Daten zu den Tätigkeiten von Schiffen aus baltischen Staaten (Litauen und Lettland) einschließlich der Fangdaten (133 053 Tonnen) unter „Sonstige“ und nicht unter „EU“ angegeben.         L 203/55
(*) Bei den Daten zu den „Thunfisch-Kategorien“ 7 und 8 für die EU-Flotte handelt es sich um die Daten der EU.
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                                                               L 203/56
FISCHEREIMINISTERIUM                                                 DIREKTION INDUSTRIELLE FISCHEREI
ANGABEN ZU DEN TÄTIGKEITEN DER FISCHEREIFAHRZEUGE IM JAHR 2006
                                          MAURETANIEN                                       EU                                      SONSTIGE                                    INSGESAMT
KATEGORIE               AS        KW         BRZ        AF    FÄNGE      AS       KW       BRZ      AF     FÄNGE     AS      KW      BRZ        AF     FÄNGE     AS      KW      BRZ         AF     FÄNGE     DE
         1              20       13 616     4 715   3 039     1 474      34      14 926   9 601    6 910    7 042    3      1 501    936       293      308      57    30 043   15 252   10 242      8 824
         2               2        589        224        88     476       13      3 915    3 414    2 526    7 874    0       0        0         0        0       15     4 504    3 638      2 614    8 350
         3               6       2 779      1 010       594   4 661       7      1 110     552     637      2 173    0       0        0         0        0       13     3 889    1 562      1 231    6 834
         4               0         0          0         0       0         0        0        0       0        0       0       0        0         0        0        0      0        0          0        0
                 C      84                          18 947    11 212     43      30 086   17 983   7 665   13 995    0       0        0         0        0       127                     26 612     25 207
                                 67 290    26 176                                                                                                                      97 376   44 159
    5            G      42                          7 546     4 838       0        0        0       0        0       0       0        0         0        0       42                         7 546    4 838
                 ST    126                          26 493    16 050     43                        7 665   13 995                                                169                     34 158     30 045
                                                                                                                                                                                                              Amtsblatt der Europäischen Union
         6               0         0          0          0      0         1       570      219      98       11      0       0        0         0        0        1     570      219         98       11
        7 ( *)           0         0          0          0      0        10      20 062   8 547             978      11    22 068   5 650                        21    42 130   14 197
        8 ( *)           0         0          0          0      0        20      8 383    3 207             7 812    16     4 611   4 914                        36    12 994    8 121
         9               0         0          0          0      0        15      56 269   73 441   1 939   264 645   22    90 385 113 506      3 705   271 480   37    146 654 186 947      5 644   536 125
        10               1        692        132        90     160        1       441      252      61      180      0       0        0         0        0        2     1 133    384        151      340
        11               0         0          0         0       0         0        0        0       0        0       0       0        0         0        0        0      0        0          0        0
INSGESAMT              155       84 966    32 257   30 304    22 821     144    135 762 117 216 19 836 304 709       52    118 565 125 006     3 998   271 788   351   339 293 274 479 54 138       590 528
                                                                         KATEGORIEN:
AS:                   Anzahl Schiffe                                     1     — KREBSTIERE AUSSER LANGUSTEN                               7   — THUNFISCH-WADENFÄNGER
KW:                   Leistung                                           2     — SENEGALES. SEEHECHT                                       8   — THUNFISCHF. ANGELN + OBERFLÄCHEN-
                                                                                                                                                 LANGLEINENFISCHER
BRZ:                  Brutto-Raumzahl                                    3     — GRUNDFISCHARTEN MIT ANDEREN GERÄTEN ALS                   9   — PELAGISCH
                                                                                 SCHLEPPNETZEN
AF:                   Anzahl der Fangtage                                4     — GRUNDTRAWLER AUSSER SENEGALES. SEEHECHT                  10   — TASCHEN-KREBSE
FÄNGE:                Gesamtfangmengen der Schiffe,                      5     — KOPFFÜSSER                                               11   — PELAGISCHE ARTEN OHNE FROSTER
( ) Bei den Daten zu den „Thunfisch-Kategorien“ 7 und 8 für die EU-Flotte handelt es sich um die Daten der EU.
*
Die beiden Vertragsparteien vereinbaren, diesen Fischereiaufwand bis spätestens 1. Mai des Folgejahres zu aktualisieren.
                                                                                                                                                                                                              31.7.2008
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                               L 203/57
                                                                 ANHANG IV
                 Leitlinien im Hinblick auf die Erstellung einer Matrix von Zielen und Leistungsindikatoren für die
            Überwachung der Durchführung der Strategie für die nachhaltige Entwicklung im Fischereisektor Mauretaniens
                           Strategische Achsen und Ziele                               Indikatoren (informatorische Liste)
          1.    Bewirtschaftung der Fischereien und Optimierung
                der Erträge
          1.1. Nachhaltige Bewirtschaftung der Fischereien             Zahl der erstellten, durchgeführten und bewerteten
                                                                       Bewirtschaftungspläne
                                                                       Zahl der registrierten Fischereifahrzeuge der handwerklichen
                                                                       Fischerei und der Küstenfischerei (in absoluten Zahlen und
                                                                       in Prozent)
                                                                       Führen eines Schiffsregisters in der AWT Mauretaniens
          1.2. Ausbau der Meeresforschung                              Anzahl der durchgeführten Bestandsermittlungen
                                                                       Anzahl der durchgeführten Forschungsprogramme
                                                                       Zahl der vorgelegten und umgesetzten Empfehlungen zum
                                                                       Zustand der wichtigsten Bestände (insbesondere Einfrieren
                                                                       und Erhaltung bei überfischten Beständen)
          1.3. Ausbau der Fischereiüberwachung                         [Anzahl der vereidigten, unabhängigen Kontrolleure und
                                                                       Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel im Rahmen
                                                                       des mauretanischen Finanzgesetzes]
                                                                       Qualität und Vielfalt der durchgeführten Inspektionen
                                                                       (Anzahl der Überwachungstage auf See, Zahl der Inspektio-
                                                                       nen im Hafen und auf See, Zahl der Inspektionen aus der
                                                                       Luft, Zahl der veröffentlichten statistischen Berichte)
                                                                       Anteil der mit Radar erfassten Fläche in der AWZ Maureta-
                                                                       niens
                                                                       Anteil der mit VMS ausgerüsteten Schiffe innerhalb der
                                                                       Fischereiflotte
                                                                       Nutzungsgrad elektronischer Fischereilogbücher/gesamte
                                                                       Fischereiflotte (industrielle Fischerei und Küstenfischerei)
          1.4. Kapazitätskontrolle und –anpassung                      Umsetzung des Kapazitätsanpassungsprogramms
                                                                       Anzahl der stillgelegten Schiffe in der Fischerei auf demer-
                                                                       sale Arten, insbesondere Kraken
          1.5. Entwicklung neuer Fischereien                           Durchführung von Projekten zur Entwicklung neuer Fische-
                                                                       reien
          2.    Steigerung der positiven wirtschaftlichen und
                sozialen Auswirkungen für Mauretanien
          2.1. Entwicklung der Infrastruktur einschließlich der Hafen- Stand der Arbeiten zur Modernisierung des Hafens von Nou-
               infrastruktur                                           adhibou
                                                                       Stand der Arbeiten zur Modernisierung und Erweiterung des
                                                                       Fischereihafens von Nouadhibou
                                                                       Anzahl der durchgeführten Maßnahmen zur Einhaltung der
                                                                       Vorschriften im Bereich des Fischmarktes
                                                                       Stand der Arbeiten beim Bau von Anlegeplätzen für Schiffe
                                                                       der handwerklichen Fischerei
                                                                       Anzahl der von der Reede von Nouadhibou entfernten
                                                                       Schiffswracks
 ---pagebreak--- L 203/58         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                  31.7.2008
                          Strategische Achsen und Ziele                                     Indikatoren (informatorische Liste)
         2.2. Neustrukturierung der mauretanischen industriellen Fang-      Anzahl der durchgeführten Neustrukturierungsmaßnahmen
              flotte, Modernisierung der handwerklichen Fischereiflotte und
              Anpassung an die Hygienestandards                             Qualität der vorgeschlagenen Finanzinstrumente
                                                                            Zahl der Einbäume mit Kühlanlagen an Bord
                                                                            Festsetzung und Umsetzung von Vorschriften über Mindest-
                                                                            vorschriften in den Bereichen Hygiene und Gesundheit für
                                                                            Einbäume und ihre Erzeugnisse
         2.3. Verbesserung der Qualität der Fischereierzeugnisse (Verbes-   Zweckgerechtes operationelles System zur Inspektion von
              serung der hygienischen Bedingungen bei der Anlandung         Fischereierzeugnissen
              und Verarbeitung der Fänge).
                                                                            Anzahl der Kampagnen zur Sensibilisierung der Akteure für
                                                                            die Hygienebestimmungen (Zahl der organisierten
                                                                            Schulungsmaßnahmen und Zahl der geschulten Personen)
                                                                            Betriebsbereites Analyselabor in Nouakchott
                                                                            Der Fischmarkt von Nouakchott wird den Hygienevor-
                                                                            schriften gerecht.
                                                                            Zahl der Einbäume mit Eisbehältern an Bord
                                                                            Zahl der Standorte, an denen Erzeugnisse der handwerkli-
                                                                            chen Fischerei angelandet und verarbeitet werden
         2.4. Entwicklung der nichtindustriellen Fischerei, der Binnenfi-   Fangmengen der nichtindustriellen Fischerei
              scherei und der Aquakultur
                                                                            Anzahl der durchgeführten Aquakultur-Projekte
                                                                            Höhe der für Projekte im Bereich der Binnenfischerei mobi-
                                                                            lisierten Finanzmittel
         2.5. Förderung privater Investitionen in den mauretanischen        Anzahl der durchgeführten Reformen der Institutionen
              Fischereisektor
                                                                            Anzahl der erfolgten Verbesserungen des rechtlichen Umfel-
                                                                            des für Investitionen
                                                                            Einführung geeigneter Finanzinstrumente (Förderung der
                                                                            nichtindustriellen Fischerei, Förderung der industriellen
                                                                            Fischerei)
                                                                            Anzahl der organisierten Foren zur Förderung kommerziel-
                                                                            ler Partnerschaften
                                                                            Umfang der erfolgten privaten Investitionen
                                                                            Anzahl der eingeleiteten Partnerschaften zwischen öffentli-
                                                                            chem Sektor und der Privatwirtschaft bzw. der Partnerschaf-
                                                                            ten zwischen Privatunternehmen
         3.    Schutz der Meeresumwelt, der Lebensräume und
               der Küsten
         3.1. Erhaltung der Meeresumwelt und der aquatischen Lebens-        Anzahl der erstellten diagnostischen Studien zur Meeresum-
              räume                                                         welt (Erststudien und Studien zur Überprüfung der Entwick-
                                                                            lung von Umweltparametern)
                                                                            Anzahl und Qualität der durchgeführten Erhaltungs-
                                                                            maßnahmen
                                                                            Verbesserung der Kapazität zur Behandlung von Schadstof-
                                                                            fen (Auffangbehälter für Ablassöl usw.), Abwasser-
                                                                            Behandlungsanlage
                                                                            Angenommene und umgesetzte Rechtsvorschriften über die
                                                                            Behandlung von Schadstoffen
         3.2. Ausbau der Kapazitäten zur Feststellung und Bekämpfung        Stand der Arbeiten zur Errichtung des Zentrums zur
              der Meeresverschmutzung.                                      Bekämpfung der Meeresverschmutzung
                                                                            Qualität und Menge des angeschafften Materials
 ---pagebreak--- 31.7.2008         DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                   L 203/59
                           Strategische Achsen und Ziele                                  Indikatoren (informatorische Liste)
          4.   Reform der rechtlichen und institutionellen
               Rahmenbedingungen
          4.1. Verbesserte Ausbildung des Personals                        Erstellung und Durchführung des Ausbildungsplans
                                                                           Anzahl der durchgeführten Lehrgänge für leitende Mitarbei-
                                                                           ter
                                                                           Anzahl der durchgeführten Lehrgänge für technische Mitar-
                                                                           beiter
          4.2. Verbesserung der Effizienz der im Bereich der Fischerei-    Anstieg der verfügbaren Haushaltsmittel
               verwaltung tätigen technischen Dienste des Ministeriums für
               Fischerei und der an der Fischereiverwaltung beteiligten    In Betrieb befindliche Datenbanken
               Dienste                                                     Verbesserte Verwaltung der Lizenzen für die nichtindustrielle
                                                                           sowie die industrielle Fischerei
          4.3. Verbesserte Bewertung der Umsetzung der Strategie           Funktionierendes Begleitsystem
               (Systemsteuerung)
                                                                           Verfügbares Instrumentarium einschlägiger Indikatoren, das
                                                                           regelmäßig überprüft wird
                                                                           Anzahl der durchgeführten regelmäßigen Bewertungen