CELEX: 52004PC0486(02)
Language: de
Date: 2004-07-14
Title: Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten (Neufassung) {SEK (2004) 921}

DE
DE    DE
 ---pagebreak---                    KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                   Brüssel, den 14.7.2004
                                                   KOM(2004) 486 endg.
                                                   2004/0155 (COD)
                                                   2004/0159 (COD)
                                                   Teil II
                                       Vorschlag für
        RICHTLINIEN DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
   zur Neufassung der Richtlinie 2000/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
   vom 20. März 2000 über die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der Kreditinstitute
     und der Richtlinie 93/6/EWG des Rates vom 15. März 1993 über die angemessene
           Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten
                              (vorgelegt von der Kommission)
                                     {SEK (2004) 921}
DE                                                                                    DE
 ---pagebreak---                                                                            93/6/EWG (angepasst)
                                                                           neu
                                                                2004/0159 (COD)
                                              Vorschlag für eine
        RICHTLINIE DES RATES ⌦ EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES
                                                   RATES ⌫
           über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und
                                               Kreditinstituten
                                                 (Neufassung)
   ⌦ DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION
   -⌫
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsg ⌦ G ⌫ emeinschaft,
   insbesondere auf Artikel 57 ⌦ 47 Absatz 2 ⌫ Absatz 2 Satz 1 und Satz 3,
   auf Vorschlag der Kommission1,
   in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament2,
   nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses3,
   ⌦ nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen4, ⌫
   ⌦ gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des EG-Vertrages5, ⌫
   in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                           neu
   (1)    Die Richtlinie 93/6/EWG des Rates vom 15. März 1993 über die angemessene
          Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten6 wurde mehrfach
          grundlegend geändert. Da weitere Änderungen anzubringen sind, sollte sie im Sinne
          der Klarheit neu abgefasst werden.
   1
           ABl. C […], […], S. […].
   2
           ABl. C
   3
           ABl. C […], […], S. […].
   4
           ABl. C […], […], S. […].
   5
           ABl. C […], […], S. […].
   6
           ABl. L 141 vom 11.6.1993 , S.1, zuletzt geändert durch Richtlinie 2004/xx/EG, ABl. […]
DE                                                      2                                         DE
 ---pagebreak---                                                                        93/6/EWG Erwägungsgrund 1
                                                                  (angepasst)
   (2) ⌦Eines der ⌫ Ziele der Richtlinie 93/22/EWG des Rates vom 10. Mai 1993 über
       Wertpapierdienstleistungen7 Richtlinie 2004/39/EC des Europäischen Parlaments und
       des Rates vom 21. April 2004 über Märkte für Finanzinstrumente, zur Änderung der
       Richtlinien 85/611/EWG und 93/6/EWG des Rates und der Richtlinie 2000/12/EG
       vom 20. März 2000 über die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der
       Kreditinstitute8 und zur Aufhebung der Richtlinie 93/22/EWG des Rates9 ⌫ ist es,
       da⌦ss ⌫ß Wertpapierfirmen, die von den zuständigen Behörden ihres
       Herkunftsmitgliedstaats zugelassen wurden und von diesen beaufsichtigt werden, in
       anderen Mitgliedstaaten uneingeschränkt Zweigniederlassungen gründen und
       Dienstleistungen erbringen können. Die genannte Richtlinie sieht daher die
       Koordinierung der Rechtsvorschriften über die Zulassung und die Ausübung der
       Tätigkeit von Wertpapierfirmen vor.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 2
                                                                  (angepasst)
   (3) In der genannten Richtlinie sind jedoch weder gemeinsame Normen für die
       Eigenmittel von Wertpapierfirmen vorgesehen noch wird die Höhe des
       Anfangskapitals dieser Firmen festgelegt. ⌦ noch ⌫ Es wird kein gemeinsamer
       Rahmen für die Kontrolle der Risiken, denen diese Firmen ausgesetzt sind, festgelegt;
       .an mehreren Stellen wird auf eine andere Initiative der Gemeinschaft hingewiesen,
       die dem Ziel dient, in ebendiesen Bereichen koordinierte Maßnahmen zu ergreifen.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 3
                                                                  (angepasst)
   (4) Dabei wurde das Konzept zugrunde gelegt, daß ⌦ Es ist zweckmäßig, ⌫ eine
       Harmonisierung nur insoweit angestrebt wird⌦ vorzunehmen, ⌫, wie dies zur
       Gewährleistung der gegenseitigen Anerkennung der Zulassung und der
       Aufsichtssysteme unbedingt erforderlich und hinreichend ist. ⌦ Um die gegenseitige
       Anerkennung innerhalb des Rahmens des Finanzbinnenmarktes zu bewerkstelligen,
       sollten ⌫ Die Verabschiedung von Maßnahmen ⌦ ergriffen werden, mit
       denen ⌫zur Koordinierung, wie die Definition der Eigenmittel von
       Wertpapierfirmen, die Festlegung der Höhe des Anfangskapitals und die Festlegung
       eines gemeinsamen Rahmens für die Kontrolle der Risiken, denen Wertpapierfirmen
       ausgesetzt sind, ⌦ koordiniert werden. ⌫ stellt einen wesentlichen Aspekt der
       Harmonisierung dar, die für die gegenseitige Anerkennung im Rahmen des
       Binnenmarkts im Finanzsektor erforderlich ist.
   7
       ABl. L 141 vom 11.6.1993, S.27, zuletzt geändert durch Richtlinie [2004/…/EG (ABl …)]
   8
       ABl. L 126 vom 26.5.2000, S.1
   9
       Abl. L 145 vom 30.04.2004, S. 1
DE                                                  3                                            DE
 ---pagebreak---                                                                  neu
   (5)    Da die Ziele der beabsichtigten Maßnahme auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht
          ausreichend erreicht werden können und wegen des Umfangs und der Wirkungen der
          Maßnahme daher besser auf Gemeinschaftsebene zu erreichen sind, kann die
          Gemeinschaft im Einklang mit dem in Artikel 5 EG-Vertrag festgelegten
          Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel genannten
          Verhältnismäßigkeitsprinzip geht diese Richtlinie nicht über das für die Erreichung
          dieser Ziele erforderliche Maß hinaus.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 4
   (6)    Für das Anfangskapital sollte je nach der Bandbreite der den Wertpapierfirmen
          gestatteten Tätigkeiten eine unterschiedliche Höhe festgesetzt werden.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 5
                                                              (angepasst)
   (7)    Bereits bestehende Wertpapierfirmen sollten ihre Geschäftstätigkeit unter bestimmten
          Voraussetzungen fortsetzen können, auch wenn sie nicht den Mindestbetrag
          nachweisen können, der für neugegründete ⌦Wertpapierf ⌫ Firmen vorgeschrieben
          ist.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 6
                                                              (angepasst)
   (8)    Die Mitgliedstaaten ⌦ sollten ⌫ können darüber hinaus strengere Vorschriften als in
          dieser Richtlinie vorgesehen erlassen ⌦ können ⌫.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 7
                                                              (angepasst)
   Diese Richtlinie ist Teil der allgemeinen internationalen Anstrengungen zur Angleichung der
   geltenden Vorschriften hinsichtlich der Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen und
   Kreditinstituten (im folgenden mit dem Sammelbegriff «Institute» bezeichnet).
                                                                 neu
   (9)    Das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes erfordert nicht nur
          Rechtsvorschriften, sondern auch eine enge und regelmäßige Zusammenarbeit sowie
          eine erheblich verstärkte Konvergenz der Regulierungs- und Aufsichtspraktiken der
          zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 8
                                                              (angepasst)
   Gemeinsame grundlegende Normen für die Eigenmittel von Instituten sind ein
   Schlüsselelement des gemeinsamen Binnenmarktes für Wertpapierdienstleistungen, da die
DE                                                4                                            DE
 ---pagebreak---    Eigenmittel dazu dienen, den Fortbestand der Institute zu sichern und die Anleger zu
   schützen.
                                                                 neu
   (10)   Da die Wertpapierfirmen in Bezug auf ihrer Handelsbuch-Tätigkeit den gleichen
          Risiken ausgesetzt sind wie die Kreditinstitute, sollten die relevanten Bestimmungen
          der Richtlinie 2000/12/EG auch entsprechend auf Wertpapierfirmen angewandt
          werden.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 9
                                                             (angepasst)
                                                                 neu
   (11)   In einem gemeinsamen Binnenmarkt im Finanzsektor treten Institute, ob sie nun
             Die Eigenmittel von  Wertpapierfirmen oder Kreditinstituten           (nachfolgend
          unter dem Oberbegriff «Institute» zusammengefasst) können der Absorbierung von
          Verlusten dienen, die nicht durch ausreichende Gewinnvolumina unterlegt sind, um so
          die Kontinuität der Geschäftstätigkeit der Institute sowie den Anlegerschutz zu
          gewährleisten. Die Eigenmittel dienen den zuständigen Behörden auch als ein
          wichtiger Maßstab, insbesondere wenn es um die Bewertung der Solvenz der Institute
          geht, aber auch für andere Aufsichtszwecke. Darüber hinaus treten Institute im
          Binnenmarkt, ob sie nun Wertpapierfirmen oder Kreditinstitute sind, in direkten
          Wettbewerb miteinander. Um das Finanzsystem der Gemeinschaft zu stärken und
          Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, ist es zweckmäßig, gemeinsame
          Basisstandards für Eigenmittel festzulegen.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 10
                                                             (angepasst)
   Es ist daher wünschenswert,           die   Gleichbehandlung      von   Kreditinstituten  und
   Wertpapierfirmen zu erreichen.
                                                                 neu
   (12)   In diesem Sinne ist es zweckmäßig, die Definition der Eigenmittel in der Richtlinie
          2000/12/EG als Grundlage zu nehmen und zusätzliche spezifische Regeln einzuführen,
          mit denen dem unterschiedlichen Anwendungsbereich der marktrisikobezogenen
          Eigenkapitalanforderungen Rechnung getragen wird.
                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 11
                                                             (angepasst)
   (13)   Gemeinsame Regeln für die Beaufsichtigung und Kontrolle der ⌦ unterschiedlichen
          Arten von R ⌫ Kreditrisiken von Kreditinstituten wurden bereits in der Richtlinie
DE                                               5                                               DE
 ---pagebreak---         89/647/EWG des Rates vom 18. Dezember 1989 über einen Solvabilitätskoeffizienten
        für Kreditinstitute10 festgelegt ⌦ 2000/12/EG ⌫ festgelegt.
                                                                       neu
   (14) Diesbezüglich sollten die Bestimmungen zu den Mindesteigenkapitalanforderungen
        im Zusammenhang mit anderen spezifischen Instrumenten gesehen werden, die
        ebenfalls der Harmonisierung der grundlegenden Techniken für die Beaufsichtigung
        der Institute dienen.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 12
   (15) Es ist erforderlich, gemeinsame Regeln für die Marktrisiken von Kreditinstituten zu
        entwickeln und einen ergänzenden Rahmen für die Beaufsichtigung der Risiken zu
        schaffen, denen Institute ausgesetzt sind, und zwar insbesondere der Marktrisiken
        einschließlich der Positionsrisiken, der Abwicklungs- und Lieferrisiken und der
        Fremdwährungsrisiken.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 13
                                                                    (angepasst)
   (16) Es ist erforderlich, ⌦ über ⌫ den Begriff Wertpapierhandel ⌦ “Handelsbuch” ⌫
        ⌦ zu verfügen ⌫ einzuführen, der Wertpapierpositionen und Positionen in anderen
        Finanzinstrumenten umfasst, die zum Zweck des Wiederverkaufs ⌦ Handels ⌫
        gehalten werden und bei denen in erster Linie Marktrisiken und Risiken im
        Zusammenhang mit bestimmten Finanzdienstleistungen für Kunden bestehen.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 14
                                                                    (angepasst)
   (17) Es ist wünschenswert, daß ⌦ Im Hinblick auf die Reduzierung des
        verwaltungsmäßigen Aufwandes für ⌫ Institute, bei denen der Wertpapierhandel
        ⌦ Handelsbuchgeschäfte ⌫ sowohl absolut als auch relativ nur einen geringen
        Umfang hat, ⌦ sollten derlei Institute ⌫ statt der Anforderungen der Anhänge I und
        II dieser Richtlinie die Richtlinie 89/647/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ anwenden
        können.
                                                                       93/6/EWG Erwägungsgrund 15
                                                                    (angepasst)
   (18) Es ist wichtig, daß ⌦ ss ⌫ bei der Kontrolle des Abwicklungs- und Lieferrisikos die
        bestehenden Systeme berücksichtigt werden, die einen angemessenen Schutz und
        damit eine Minderung dieses Risikos bieten.
   10
        ABl. Nr. L 386 vom 30. 12. 1989, S. 14. Richtlinie geändert durch die Richtlinie 92/30/EWG (ABl. Nr.
        L 110 vom 28. 4. 1992, S. 52).
DE                                                   6                                                       DE
 ---pagebreak---                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 16
                                                             (angepasst)
   (19)  In jedem Fall müssen ⌦ sollten ⌫ die Institute die Bestimmungen dieser Richtlinie
         hinsichtlich der Deckung des Fremdwährungsrisikos aller ihrer Umsätze erfüllen. Für
         die Deckung von Positionen in engverbundenen Währungen sollten niedrigere
         Kapitalanforderungen gelten, wobei die enge Verbundenheit entweder statistisch
         erwiesen sein oder sich aus bindenden zwischenstaatlichen Vereinbarungen,
         insbesondere im Hinblick auf die Schaffung der Europäischen Währungsunion,
         ergeben muß ⌦ ss ⌫.
                                                                93/6/EWG Erwägungsgrund 17
                                                             (angepasst)
   (20)  Die Tatsache, daß ⌦ ss ⌫ alle Institute interne Systeme zur Überwachung und
         Kontrolle der Zinsrisiken aller ihrer Umsätze ⌦ der Institute ⌫ haben
         ⌦ bestehen ⌫, ist besonders wichtig für die Minimierung dieser Risiken. Diese
         Systeme müssen ⌦ sollten ⌫ daher von den zuständigen Behörden überwacht
         werden.
                                                                93/6/EWG Erwägungsgrund 18
                                                             (angepasst)
   (21)  Die Richtlinie 92/121/EWG des Rates vom 21. Dezember 1992 über die Überwachung
         und Kontrolle der Großkredite von11 ⌦ Da die Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ hat nicht
         die Aufstellung ⌦ nicht ⌫ gemeinsamer Regeln für die Überwachung ⌦ und
         Kontrolle ⌫ von Großrisiken bei Geschäften zum Ziel ⌦ aufstellt ⌫, bei denen in
         erster Linie Marktrisiken bestehen. ⌦ , ist es zweckmäßig, derlei Regeln
         vorzusehen. ⌫ In der genannten Richtlinie wird auf eine andere
         Gemeinschaftsinitiative Bezug genommen, mit der die erforderliche Koordinierung
         der Verfahren auf diesem Gebiet erfolgen soll.
                                                                93/6/EWG Erwägungsgrund 19
                                                             (angepasst)
   Es müssen gemeinsame Regeln für die Überwachung und Kontrolle der Großrisiken von
   Wertpapierfirmen aufgestellt werden.
                                                                neu
   (22)  Institute tragen ein erhebliches operationelles Risiko, das durch Eigenmittel unterlegt
         werden muss. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, der Verschiedenheit der
         Institute in der EU Rechnung zu tragen, indem alternative Ansätze vorgesehen
         werden.
   11
         ABl. Nr. L 29 vom 5. 2. 1993, S. 1.
DE                                               7                                               DE
 ---pagebreak---                                                                              93/6/EWG Erwägungsgründe
                                                                         20 bis 22 (angepasst)
   Die Richtlinie 89/299/EWG des Rates vom 17. April 1989 über die Eigenmittel von
   Kreditinstituten12enthält bereits die Definition der Eigenmittel von Kreditinstituten.
   Diese Definition sollte die Grundlage für die Definition der Eigenmittel von Instituten sein.
   Es gibt jedoch gute Gründe dafür, daß für die ZwEGke dieser Richtlinie die Definition der
   Eigenmittel von Instituten von der der vorgenannten Richtlinie abweichen kann, damit sie den
   besonderen Merkmalen der Geschäftstätigkeiten der Institute REGhnung trägt, bei denen in
   erster Linie Marktrisiken bestehen.
                                                                             93/6/EWG Erwägungsgrund 23
                                                                         (angepasst)
   (23)    In der Richtlinie 92/30/EWG des Rates vom 6. April 1992 über die Beaufsichtigung
           von Kreditinstituten auf konsolidierter Basis13⌦ In der Richtlinie [2000/12/EG] wird
           ⌫ in der der Grundsatz der Konsolidierung aufgestellt wird, ⌦ . ⌫ ⌦ Es ⌫
           werden keine gemeinsamen Regeln für die Konsolidierung bei Finanzinstituten
           festgelegt, bei deren Geschäftstätigkeit in erster Linie Marktrisiken bestehen. In dieser
           Richtlinie wird auf eine andere Gemeinschaftsinitiative Bezug genommen, mit der die
           Verabschiedung koordinierter Maßnahmen in diesem Bereich angestrebt wird.
                                                                            neu
   (24)    Um für die Institute einer Gruppe ein angemessenes Maß an Solvenz zu gewährleisten,
           müssen die Mindesteigenkapitalanforderungen auf konsolidierter Basis gelten. Um
           sicherzustellen, dass die Eigenmittel angemessen innerhalb der Gruppe verteilt werden
           und bei Bedarf zum Schutz der Einlagen über sie verfügt werden kann, sollten die
           Mindesteigenkapitalanforderungen für die einzelnen Institute einer Gruppe gelten, es
           sei denn, dieses Ziel kann auch auf anderem Wege erreicht werden.
                                                                             93/6/EWG Erwägungsgrund 24
                                                                         (angepasst)
   (25)    Die Richtlinie 92/30/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ gilt nicht für Gruppen, die eine
           Wertpapierfirma/Wertpapierfirmen, jedoch kein Kreditinstitut umfassen. Es wurde
           jedoch für wünschenswert erachtet, daß f ⌦ F ⌫ ür die Einführung der
           Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen auf konsolidierter Basis ⌦ sollte deshalb ⌫
           ein gemeinsamer Rahmen geschaffen wird. ⌦ werden. ⌫
   12
           ABl. Nr. L 124 vom 5. 5. 1989, S. 16. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 92/30/EWG (ABl.
           Nr. L 110 vom 24. 9. 1992, S. 52).
   13
           ABl. Nr. L 110 vom 28. 4. 1992, S. 52.
DE                                                       8                                                        DE
 ---pagebreak---                                                                neu
   (26) Die Institute sollten gewährleisten, dass sie über ausreichendes internes Eigenkapital
        verfügen, das den Risiken, denen sie ausgesetzt sind oder ausgesetzt sein könnten, im
        Hinblick auf die Quantität, Qualität und Streuung angemessen ist. Aus diesem Grund
        sollten die Institute über Strategien und Verfahren verfügen, mit denen sie die
        Angemessenheit ihrer Eigenkapitalausstattung bewerten und diese auf einem
        ausreichend hohen Stand halten können.
   (27) Die zuständigen Behörden sollten die Adäquanz der Eigenmittel der Institute unter
        Zugrundelegung der Risiken, denen diese Institute ausgesetzt sind, bewerten.
   (28) Für die reibungslose Funktionsweise des Binnenmarktes ist es unabdingbar, dass eine
        deutlich höhere Konvergenz bei der Umsetzung und der Anwendung der
        Bestimmungen des harmonisierten Gemeinschaftsrechts gegeben ist.
   (29) Aus dem gleichen Grund und um zu gewährleisten, dass in mehreren Mitgliedstaaten
        tätige    Institute    aus       der Gemeinschaft     durch     die   weiterhin    auf
        Einzelmitgliedstaatsebene bestehenden Zulassungs- und Aufsichtspflichten der
        Behörden nicht unverhältnismäßig stark belastet werden, muss die Zusammenarbeit
        zwischen den zuständigen Behörden deutlich verbessert werden. In diesem
        Zusammenhang sollte die Rolle der konsolidierenden Aufsichtsbehörde gestärkt
        werden.
   (30) Um die Effizienz des Bankbinnenmarkts zu steigern und für die Bürger der
        Gemeinschaft ein angemessenes Maß an Transparenz zu gewährleisten, müssen die
        zuständigen Behörden öffentlich bekannt machen, wie sie diese Richtlinie umgesetzt
        haben und dabei so verfahren, dass ein aussagekräftiger Vergleich möglich ist.
   (31) Um die Marktdisziplin zu stärken und die Institute zu veranlassen, ihre Marktstrategie,
        ihre Risikosteuerung und ihr internes Management zu verbessern, sollten auch für sie
        angemessene Informationspflichten vorgesehen werden.
                                                               93/6/EWG Erwägungsgrund 25
                                                            (angepasst)
                                                               neu
   (32) Technische Anpassungen einzelner Bestimmungen dieser Richtlinie können von Zeit
        zu Zeit erforderlich sein, um neuen Entwicklungen im Bereich der
        Wertpapierdienstleistungen Rechnung zu tragen. Die Kommission wird daher
        erforderlichenfalls diese Anpassungen vorschlagen.       Die für die Umsetzung dieser
        Richtlinie erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Beschluss 1999/468/EC des
        Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der
        Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse14 angenommen werden. 
   14
        ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.
DE                                             9                                                DE
 ---pagebreak---                                                                 93/6/EWG Erwägungsgrund 26
                                                             (angepasst)
   Der Rat sollte zu einem späteren Zeitpunkt Vorschriften für die Anpassung dieser Richtlinie
   an den technischen Fortschritt gemäß dem Beschluß 87/373/EWG des Rates vom 13. Juli
   1987 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen
   Durchführungsbefugnisse15 erlassen; zwischenzeitlich sollte der Rat derartige Anpassungen
   auf Vorschlag der Kommission selbst vornehmen.
                                                                93/6/EWG Erwägungsgrund 27
                                                             (angepasst)
   Es sollte vorgesehen werden, daß diese Richtlinie innerhalb von drei Jahren nach ihrem
   Inkrafttreten im Licht der Erfahrungen, der Entwicklungen auf den Finanzmärkten und der
   Arbeit in den internationalen Gremien, in denen die Aufsichtsbehörden mitwirken, überprüft
   wird. Bei dieser Überprüfung sollte auch die Überarbeitung der Liste der für technische
   Anpassungen in Frage kommenden Bereiche erwogen werden.
                                                                93/6/EWG Erwägungsgrund 28
   Diese Richtlinie und die Richtlinie 93/22/EWG stehen in so enger Verbindung miteinander,
   daß sich Wettbewerbsverzerrungen ergeben könnten, wenn sie zu unterschiedlichen
   Zeitpunkten in Kraft trägen
                                                                neu
   (33)    Um eine Störung der Märkte zu verhindern und das globale Eigenkapitalniveau zu
           wahren, ist es zweckmäßig, spezifische Übergangsbestimmungen vorzusehen.
   (34)    Diese Richtlinie steht im Einklang mit den Grundrechten und Grundsätzen, die
           insbesondere mit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union anerkannt
           wurden.
   (35)    Die Pflicht zur Umsetzung dieser Richtlinie in einzelstaatliches Recht sollte sich auf
           die Bestimmungen beschränken, die eine wesentliche Änderung gegenüber den
           bisherigen Richtlinien darstellen. Die Pflicht zur Umsetzung der unveränderten
           Bestimmungen ergibt sich bereits aus den bisherigen Richtlinien.
   (36)    Von dieser Richtlinie unberührt bleiben sollte die Pflicht der Mitgliedstaaten zur
           fristgerechten Umsetzung der in Anhang VIII Teil B genannten Richtlinie -
   15
           ABl. Nr. L 197 vom 18. 7. 1987, S. 33
DE                                               10                                               DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   HAT HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                     ⌦ KAPITEL I ⌫
           ⌦ GEGENSTAND, ANWENDUNGSBEREICH UND
                          BEGRIFFSBESTIMMUNGEN ⌫
                                      ⌦ ABSCHNITT 1 ⌫
                      ⌦ GEGENSTAND UND ANWENDUNGSBEREICH ⌫
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
                                              Artikel 1
   1. ⌦ Diese Richtlinie legt die Kapitaladäquanz-Anforderungen für Wertpapierfirmen und
   Kreditinstitute fest sowie die Vorschriften für ihre Berechnung und ihre Beaufsichtigung. ⌫
   Die Mitgliedstaaten wenden die in dieser Richtlinie enthaltenen Vorschriften auf
   Wertpapierfirmen und Kreditinstitute im Sinne des Artikels 2 an.
   2.      Die Mitgliedstaaten können für Wertpapierfirmen und Kreditinstitute, die von ihnen
   zugelassen wurden, zusätzliche oder strengere Vorschriften vorsehen.
                                                                neu
                                              Artikel 2
   1.      Vorbehaltlich der Artikel 18, 20, 28 bis 32, 34 und 39 dieser Richtlinie gelten die
   Artikel 68 bis 73 der Richlinie [2000/12/EG] mutatis mutandis für Wertpapierfirmen.
            Darüber hinaus gelten die Artikel 71 bis 73 der Richtlinie [2000/12/EG] in den
            folgenden Situationen:
            (a)   eine Wertpapierfirma hat ein Mutterkreditinstitut in einem Mitgliedstaat als
                  Mutter;
            (b)   ein Kreditinstitut hat eine Mutterwertpapierfirma in einem Mitgliedstaat als
                  Mutter.
DE                                                11                                           DE
 ---pagebreak---              Hat eine Finanzholdinggesellschaft sowohl ein Kreditinstitut als auch eine
             Wertpapierfirma als Tochter, gelten für das Kreditinstitut die Anforderungen auf der
             Grundlage der konsolidierten Finanzsituation der Finanzholdinggesellschaft.
                                                                 93/6/EWG Art. 7 Absatz 1 und
                                                              2 (angepasst)
                                              Artikel 7
                                       Allgemeine Grundsätze
   (1) Die Eigenkapitalanforderungen nach den Artikeln 4 und 5 an Institute, die weder
   Mutterunternehmen noch Tochterunternehmen dieser Unternehmen sind, werden auf
   individueller Basis angewendet.
   (2) Die Anforderungen nach den Artikeln 4 und 5 an
   Institute, die Mutterunternehmen eines Kreditinstituts im Sinne der Richtlinie 92/30/EWG,
   einer Wertpapierfirma oder eines anderen Finanzinstituts sind oder eine Beteiligung an
   solchen Unternehmen halten, und
   Institute, deren Mutterunternehmen eine Finanz-Holdinggesellschaft ist,
   werden auf konsolidierter Basis nach den Verfahren der genannten Richtlinie und den
   Absätzen 7 bis 14 dieses Artikels angewendet.
                                                                 93/6/EWG Art. 7 Absatz 3
                                                              (angepasst)
                                                                 1 2004/xx/EG Art. 1
                                                                 neu
   2.      Gehört einer Gruppe gemäß Absatz 2 ⌦ gemäß Absatz 1 ⌫ kein Kreditinstitut an,
   so wird die Richtlinie 92/30/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ mit den folgenden Anpassungen
   ⌦ wie folgt ⌫ angewandt:
   – Eine «Finanz-Holdinggesellschaft»ist ein Finanzinstitut, das keine gemischte Finanz-
      Holdinggesellschaft im Sinne der Richtlinie 2002/87/EC des Europäischen Parlaments und
      des Rates vom 16. Dezember 2002 über die zusätzliche Beaufsichtigung der
      Kreditinstitute,      Versicherungsunternehmen        und       Wertpapierfirmen      eines
      Finanzkonglomerats16 ist, und dessen Tochterunternehmen ausschließlich oder
      hauptsächlich Wertpapierfirmen oder andere Finanzinstitute sind, wobei mindestens eines
      dieser Tochterunternehmen eine Wertpapierfirma ist.
   16
           ABl. L 35 vom 11.2.2003.
DE                                               12                                               DE
 ---pagebreak---    – Ein «gemischtes Unternehmen» ist ein Mutterunternehmen, das keine Finanz-
        Holdinggesellschaft, keine Wertpapierfirma und keine gemischte Finanz-
        Holdinggesellschaft im Sinne der Richtlinie 2002/87/EG ist und zu dessen
        Tochterunternehmen mindestens eine Wertpapierfirma gehört.
   – «zuständige Behörden»sind die einzelstaatlichen Behörden, die aufgrund von Rechts- oder
        Verwaltungsvorschriften die Aufsicht über Wertpapierfirmen innehaben.
   – Artikel 3 Absatz 5 Unterabsatz 2 der Richtlinie 92/30/EWG findet keine Anwendung.
                a) bei jeder Bezugnahme auf Kreditinstitute wird auch auf Wertpapierfirmen
                   Bezug genommen; 
             b)    In Artikel 4 ⌦ 125 ⌫ Absätze 1 und 2 und Artikel 7 ⌦ 140 Absatz 2 ⌫
                   Absatz 5 der Richtlinie 92/30/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ werden alle
                   Bezugnahmen auf ⌦ andere Artikel der ⌫die Richtlinie 77/780/EWG
                   ⌦ [2000/12/EG] ⌫ durch ⌦ als ⌫ eine Bezugnahme auf die Richtlinie
                   93/22/EWG ersetzt. ⌦ 2004/39/EG konstruiert. ⌫
             c)    In Artikel 3 Absatz 9 und Artikel 8 Absatz 3 ⌦ 39 Absatz 3 ⌫ der Richtlinie
                   92/30/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫werden die Bezugnahmen auf den
                   Beratenden Bankenausschuß           1 Europäischen Bankenausschuss durch
                   ⌦ als ⌫ Bezugnahmen auf den Rat und die Kommission ersetzt.
                   ⌦ konstruiert. ⌫
             d)    ⌦Abweichend von Artikel 140 Absatz 1 der Richtlinie [2000/12/EG] erhält
                   für den Fall, dass eine Gruppe kein Kreditinstitut umfasst, der erste Satz dieses
                   ⌫ Artikel ⌦s ⌫ 7 Absatz 4 Satz 1 der Richtlinie 92/30/EWG erhält
                   folgende       Fassung:      «Wenn        eine       Wertpapierfirma,        eine
                   Finanzholdinggesellschaft oder ein gemischtes Unternehmen ein oder mehrere
                   Tochterunternehmen        kontrolliert,   bei      denen     es      sich     um
                   Versicherungsunternehmen handelt, arbeiten die zuständigen Behörden und die
                   mit der amtlichen Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen betrauten
                   Behörden eng zusammen.»
                                                                  93/6/EWG Art. 7 Absatz 4
   (4) Bis zu einer späteren Koordinierung der Beaufsichtigung der unter Absatz 3 fallenden
   Unternehmensgruppen auf konsolidierter Basis können die zu dieser Beaufsichtigung
   verpflichteten oder damit beauftragten Behörden, wenn die Umstände es rechtfertigen, von
   dieser Verpflichtung absehen, sofern jede Wertpapierfirma einer solchen Gruppe
   i)       die Definition der Eigenmittel in Anhang V Nummer 9 verwendet;
   ii)      die Anforderungen der Artikel 4 und 5 auf individueller Basis erfüllt;
   iii)     über Systeme zur Überwachung und Kontrolle der Kapital- und Finanzierungsquellen
   aller übrigen Finanzinstitute der Gruppe verfügt.
DE                                                13                                                 DE
 ---pagebreak---                                                                                                              93/6/EWG Art. 7 Absatz 5 und
                                                                                                          6 (angepasst)
   (5) Die zuständigen Behörden verlangen von den Wertpapierfirmen einer nach Absatz 4
   freigestellten Gruppe, daß sie sie von den Risiken unterrichten, welche ihre Finanzlage
   gefährden könnten, einschließlich der Risiken aufgrund der Zusammensetzung und der
   Herkunft ihres Kapitals und ihrer Finanzausstattung. Gelangen die zuständigen Behörden
   daraufhin zu der Auffassung, daß die Finanzlage dieser Wertpapierfirmen ungenügend
   abgesichert ist, so machen sie diesen Auflagen und schreiben ihnen erforderlichenfalls auch
   Beschränkungen des Kapitaltransfers zu anderen Gruppenteilen vor.
   (6) Verzichten die zuständigen Behörden auf die Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis im
   Sinne des Absatzes 4, so ergreifen sie andere geeignete Maßnahmen zur Überwachung der
   Risiken, insbesondere der Großrisiken, in der gesamten Gruppe, einschließlich der
   Unternehmen, die nicht in einem Mitgliedstaat ansässig sind.
                                                                                                             93/6/EWG (angepasst)
                                                             ⌦ ABSCHNITT 2⌫
                                               BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
                                                                                                             93/6/EWG Art. 2 Absatz 1
                                                                                                          (angepasst)
                                                                                                             neu
                                                                            Artikel 3
   1. Für diese Richtlinie gelten folgende                               Begriffsbestimmungen:
   a)1. Kreditinstitute sind ⌦ Kreditinstitute im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 der Richtlinie
   [2000/12/EG];. ⌫alle Unternehmen, die der Definition in Artikel 1 erster Gedankenstrich der
   Ersten Richtlinie 77/780/EWG des Rates vom 12. Dezember 1977 zur Koordinierung der
   REGhtsund Verwaltungsvorschriften über die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der
   Kreditinstitute17 entsprEGhen und den Bestimmungen der Richtlinie 89/647/EWG
   unterliegen.
                                                                                                             2004/39/EG Art. 67 Absatz 2
                                                                                                          (angepasst)
                                                                                                             neu
   b) Wertpapierfirmen sind alle Unternehmen, die der Definition von ⌦ so wie sie in Artikel 4
   Absatz 1 Nummer 1 der Richtlinie 2004/39/EG⌫ des Europäischen Parlaments und des
   Rates vom 21. April 2004 über Märkte für Finanzinstrumente entsprEGhen ⌦ definiert
   17      ABl. Nr. L 322 vom 17. 12. 1977, S. 30. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 89/646/EWG (ABl. Nr. L 386 vom 30. 12. 1989, S. 1).
                                                                                                                                                       .
DE                                                                                14                                                                     DE
 ---pagebreak---    sind ⌫ und ⌦ die ⌫ den Vorschriften der genannten ⌦ dieser ⌫ Richtlinie unterliegen,
   mit Ausnahme
           (a)(i) der Kreditinstitute,
           (b)(ii) der unter Nummer 20 ⌦ Buchstabe p in Absatz 1 dieses Artikels; ⌫
           definierten lokalen Firmen und
           c)(iii)der Firmen, die ausschließlich ⌦ lediglich ⌫                   befugt sind, die
           Dienstleistung der Anlageberatung zu erbringen und/oder  Aufträge von Anlegern
           entgegen ⌦ zu ⌫ nehmen und weiter ⌦ zu ⌫ leiten, ohne daß ⌦ ss ⌫ sie Geld
           und/oder Wertpapiere ihrer Kunden halten, und die aufgrund dessen zu keiner Zeit zu
           Schuldnern dieser Kunden werden können;
                                                                    93/6/EWG Art. 2 Absatz 3 und
                                                                 4 (angepasst)
           3. c) Institute sind Kreditinstitute und Wertpapierfirmen;
           4. d) anerkannte Wertpapierfirmen dritter Länder sind Firmen, ⌦die die folgenden
                  Bedingungen erfüllen: ⌫
                  ⌦ (i) Firmen, ⌫ die unter die Definition der Wertpapierfirmen gemäß
                         Nummer 2 fallen würden, wenn sie ihren Sitz in der Gemeinschaft
                         hätten;
                  ⌦ (ii) Firmen, ⌫ die in einem dritten Land zugelassen sind;
                  ⌦ (iii) Firmen, die ⌫ sowie Aufsichtsregeln unterliegen und diese einhalten,
                         welche nach Auffassung der zuständigen Behörden mindestens genauso
                         streng sind wie die in dieser Richtlinie festgelegten Aufsichtsregeln;
                                                                    93/6/EWG (angepasst)
                                                                    new
           5. e) Finanzinstrumente shall mean ⌦sind ⌫ Instrumente im Sinne des Abschnitts
                  B des Anhangs der Richtlinie 93/22/EWG Verträge, die für eine der
                  beteiligten Seiten einen finanziellen Vermögenswert und für die andere Seite
                  eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument schaffen; ;
                                                                    93/6/EWG Art. 2 Absatz 6 und
                                                                 7
   6. «Wertpapierhandel eines Instituts»ist der Wertpapierhandel, bestehend aus
   a)      dessen Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, Waren und warenunterlegten Derivaten,
           die von dem Institut zum Zweck des Wiederverkaufs gehalten und/oder von dem
           Institut übernommen werden, um bestehende und/oder erwartete Unterschiede
           zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis oder andere Preis- oder Zinsschwankungen
           kurzfristig zu nutzen, sowie Positionen in Finanzinstrumenten, Waren und
           warenunterlegten Derivaten, die im eigenen Namen für Rechnung Dritter zur
DE                                                 15                                             DE
 ---pagebreak---         Zusammenführung sich deckender Kauf- und Verkaufsaufträge gehalten werden, und
        Positionen, mit denen andere Teile des Wertpapierhandels abgesichert werden;
   b)   den Risiken aus noch nicht abgewickelten Geschäften, aus Vorleistungen und aus
        abgeleiteten Instrumenten des Freiverkehrs im Sinne des Anhangs II Nummern 1, 2,
        3 und 5, den Risiken aus Pensionsgeschäften und Wertpapier- und
        Warenverleihgeschäften mit den unter Buchstabe a) aufgeführten, zum
        Wertpapierhandel gehörenden Wertpapieren oder Waren im Sinne des Anhangs II
        Nummer 4 und — vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden —den
        Risiken aus den umgekehrten Pensionsgeschäften und Wertpapier- und
        Warenleihgeschäften im Sinne des Anhangs II Nummer 4, die von den nachstehend
        aufgeführten Bedingungen entweder die Bedingungen der Ziffern i), ii), iii) und v)
        oder der Ziffern iv) und v) erfüllen:
   i)   die Risikopositionen werden täglich gemäß den Verfahren des Anhangs II zum
        Marktpreis berechnet;
   ii)  die Sicherheitsleistung wird angepaßt, um wesentliche Wertänderungen bei den
        Wertpapieren oder Waren, die Gegenstand der betreffenden Geschäfte oder
        Vereinbarungen sind, zu berücksichtigen; diese Anpassung erfolgt nach einer
        Regelung, welche die Zustimmung der zuständigen Behörden findet;
   iii) bei dem Geschäft oder der Vereinbarung ist vorgesehen, daß die Forderungen des
        Instituts automatisch und unmittelbar gegen die Forderungen der anderen Partei
        aufgerEGhnet werden, falls diese ihren Verpflichtungen nicht nachkommt;
   iv)  das betreffende Geschäft oder die betreffende Vereinbarung wurde zwischen
        Unternehmen des Finanzsektors geschlossen;
   v)   diese Geschäfte oder Vereinbarungen bewegen sich im Rahmen der anerkannten und
        sachgerechten Verfahren, wobei Scheingeschäfte, insbesondere solche mit nicht
        kurzfristigem Charakter, ausgeschlossen sind;
   c)   jenen Forderungen in Form von Gebühren, Provisionen, Zinsen, Dividenden und
        Einschüssen auf börsengängige abgeleitete Instrumente, die in unmittelbarem
        Zusammenhang mit den Posten des Wertpapierhandels im Sinne des Anhangs II
        Nummer 6 stehen.
        Die Einbeziehung von besonderen Posten in den Wertpapierhandel bzw. deren
        Ausschluß davon hat nach objektiven Verfahren zu erfolgen, wobei gegebenenfalls
        auch die für das Institut maßgebenden Bilanzierungsvorschriften zu beachten sind;
        die betreffenden Verfahren und deren systematische Anwendung werden von den
        zuständigen Behörden überwacht.
                                                            93/6/EWG Art. 2 Absatz 7
                                                         (angepasst)
   7.   «Mutterunternehmen»            «Tochterunternehmen»und        «Finanzinstitute»sind
        Unternehmen im Sinne des Artikels 1 der Richtlinie 92/30/EWG.
DE                                            16                                            DE
 ---pagebreak---                                                             93/6/EWG Art. 2 Absatz 8
                                                         (angepasst)
   8. Eine «Finanz-Holdinggesellschaft»ist ein Finanzinstitut, dessen Tochterunternehmen
      ausschließlich oder hauptsächlich Kreditinstitute, Wertpapierfirmen oder andere
      Finanzinstitute sind und zu dessen Tochterunternehmen mindestens ein Kreditinstitut
      oder eine Wertpapierfirma gehört.
                                                            neu
      f)    eine Mutterwertpapierfirma in einem Mitgliedstaat ist eine Wertpapierfirma,
            die ein Institut oder ein anderes Finanzinstitut zur Tochter hat oder die eine
            Beteiligung an solchen Instituten hält und die selbst keine Tochter eines in dem
            gleichen     Mitgliedstaat    zugelassenen       Instituts  ist   bzw.      einer
            Finanzholdinggesellschaft, die in dem gleichen Mitgliedstaat errichtet wurde,
            und an der kein anderes in dem gleichen Mitgliedstaat zugelassenes Institut
            eine Beteiligung hält;
      g)    eine EU-Mutterwertpapierfirma ist eine Mutterwertpapierfirma in einem
            Mitgliedstaat, die nicht die Tochter eines anderen in einem Mitgliedstaat
            zugelassenen Instituts ist bzw. einer Finanzholdinggesellschaft, die in dem
            gleichen Mitgliedstaat errichtet wurde, und an der kein anderes in dem gleichen
            Mitgliedstaat zugelassenes Institut eine Beteiligung hält;
                                                            93/6/EWG Art 2 (9) (adapted)
   9. Die «Risikogewichte»bezeichnen den nach der Richtlinie 89/647/EWG für die
      jeweilige Gegenpartei geltenden Grad des Kreditrisikos. Aktiva in Form von
      Forderungen und anderen Risikopositionen gegenüber Wertpapierfirmen öder
      anerkannten Wertpapierfirmen dritter Länder sowie Risikopositionen gegenüber
      anerkannten Clearingstellen und Börsen wird jedoch das gleiche Gewicht wie in dem
      Fall gegeben, in dem die jeweilige Gegenpartei ein Kreditinstitut ist.
                                                            98/33/EC Art. 3 Absatz 1
                                                         (angepasst)
      10h) Abgeleitete Instrumente des Freiverkehrs ⌦ Nicht börsengehandelte Derivate
            ⌫ (OTC) sind außerbilanzmäßige Geschäfte, ⌦ die in der Liste im Anhang
            IV der Richtlinie [2000/12/EG] aufgelistet sind und bei denen es sich nicht um
            jene Geschäfte handelt, die im Sinne von Absatz 2 des Anhangs III dieser
            Richtlinie mit einem Forderungswert von Null bewertet werden; ⌫ auf die
            gemäß Artikel 6 Absatz 3 Unterabsatz 1 der Richtlinie 89/647/EWG die in
            Anhang II der genannten Richtlinie erläuterten Methoden Anwendung finden.
                                                            93/6/EWG (angepasst)
      11.i) Ein geregelter Markt ist ein Markt, der der Begriffsbestimmung des Artikels 1
            Nummer 13 der Richtlinie 93/22/EWG entspricht. ⌦ im Sinne von Artikel 4
            Absatz 14 der Richtlinie 2004/39/EG ⌫;
DE                                          17                                                DE
 ---pagebreak---                                                             93/6/EWG (angepasst)
   12. «qualifizierte Aktiva»sind Kauf- und Verkaufspositionen in den in Artikel 6 Absatz 1
       Buchstabe b) der Richtlinie 89/647/EWG genannten Aktiva sowie den von
       Wertpapierfirmen oder von anerkannten Wertpapierfirmen dritter Länder begebenen
       Schuldtiteln. Außerdem bezeichnet dieser Begriff die Kauf- und Verkaufspositionen
       in Schuldverschreibungen, wenn diese folgende Bedingungen erfüllen: Die
       Schuldverschreibungen werden einerseits auf mindestens einem geregelten Markt
       eines Mitgliedstaats oder an einer von den zuständigen Behörden des betreffenden
       Mitgliedstaats anerkannten Börse eines Drittlands gehandelt; andererseits werden sie
       von dem Institut als hinreichend liquide angesehen und wegen der Solvenz des
       Emittenten mit einem Ausfallrisiko eingestuft, das dem der in Artikel 6 Absatz 1
       Buchstabe b) der Richtlinie 89/647/EWG genannten Aktiva vergleichbar oder
       niedriger als dieses ist; die Kriterien für diese Einstufung unterliegen der Prüfung
       durch die zuständigen Behörden, die sich über die Bewertung durch das Institut
       hinwegsetzen, wenn sie der Auffassung sind, daß die betreffenden Wertpapiere mit
       einem zu hohen Ausfallrisiko behaftet sind, um als qualifizierte Aktiva eingestuft zu
       werden.
       Unbeschadet des vorstehenden Absatzes und bis zu einer weiteren Koordinierung
       steht es im Ermessen der zuständigen Behörden, solche Wertpapiere als qualifizierte
       Aktiva anzuerkennen, die hinreichend liquide sind und wegen der Solvenz des
       Emittenten mit einem Ausfallrisiko behaftet sind, das dem der Aktiva in Artikel 6
       Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 89/647/EWG vergleichbar oder niedriger als
       dieses ist. Die Einstufung des Ausfallrisikos der betreffenden Wertpapiere muß von
       mindestens zwei von den zuständigen Behörden anerkannten Rating-Agenturen
       vorgenommen worden sein oder von nur einer Rating-Agentur, sofern die
       Wertpapiere nicht von einer anderen von den zuständigen Behörden anerkannten
       Rating-Agentur niedriger eingestuft werden.
       Die zuständigen Behörden können jedoch von der im vorangehenden Satz genannten
       Bedingung absehen, wenn sie diese —beispielsweise wegen der Besonderheiten des
       Marktes oder des Emittenten oder der Emission oder aufgrund einer Kombination
       dieser Gründe —für unangemessen halten.
       Darüber hinaus machen die zuständigen Behörden es den Instituten zur Auflage, das
       höchste Gewicht in Tabelle 1 unter Nummer 14 des Anhangs I bei solchen
       Wertpapieren anzuwenden, die aufgrund der ungenügenden Solvenz des Emittenten
       und/oder aus Gründen der Liquidität ein besonderes Risiko aufweisen.
       Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten übermitteln dem Rat und
       der Kommission regelmäßig Informationen über die Methoden zur Bewertung der
       qualifizierten Aktiva, insbesondere zu den Methoden für die Bewertung der
       Liquidität der Emission und der Solvenz des Emittenten.
   13. «Emissionen von Zentralstaaten »sind Kauf- und Verkaufspositionen in den in
       Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a) der Richtlinie 89/647/EWG genannten Aktiva sowie
       den Aktiva sowie den Aktiva, die gemäß Artikel 7 der genannten Richtlinie mit
       einem Gewicht von Null versehen werden können.
DE                                           18                                              DE
 ---pagebreak---                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 14
                                                             (angepasst)
           14.j) Wandelanleihen sind Wertpapiere, die dem Inhaber das Recht einräumen, diese
                 gegen ein anderes Wertpapier, in der Regel ein Anteilspapier des Ausstellers,
                 umzutauschen;
                                                                98/31/EG Art. 1 Absatz 1
                                                             Buchstabe b (angepasst)
           15.k) Ein Optionsschein ist ein Wertpapier, das dem Inhaber das Recht verleiht,
                 einen Basiswert bis zum Ablauf der Optionsfrist oder am Fälligkeitstag des
                 Optionsscheins zu einem festen Preis zu erwerben. Die Transaktion kann durch
                 die Lieferung des Basiswertes selbst oder durch Barzahlung abgewickelt
                 werden;
           16. l) Bestandsfinanzierung sind Positionen, bei denen Warenbestände auf Termin
                 verkauft und die Finanzierungskosten bis zum Zeitpunkt des Terminverkaufs
                 festgeschrieben wurden;
                                                                98/31/EG Art. 1 Absatz 1
                                                             Buchstabe c (angepasst)
           17.m) Pensionsgeschäfte und umgekehrte Pensionsgeschäfte sind Vereinbarungen,
                 durch die ein Institut oder seine Gegenpartei Wertpapiere oder Waren oder
                 garantierte Rechtsansprüche auf Wertpapiere oder Waren überträgt, wenn diese
                 Garantie von einer anerkannten Börse, welche die Rechte auf die Wertpapiere
                 oder Waren innehat, gegeben wird und die Vereinbarung es einem Institut nicht
                 erlaubt, ein bestimmtes Wertpapier oder eine bestimmte Ware mehr als einer
                 Gegenpartei auf einmal zu übertragen und oder zu versprechen; die
                 Übertragung erfolgt in Verbindung mit der Verpflichtung zur Rücknahme
                 dieser Wertpapiere oder Waren - (oder von Wertpapieren oder Waren der
                 gleichen Art) - zu einem festen Preis zu einem vom Pensionsgeber
                 festgesetzten - oder noch festzusetzenden - späteren Zeitpunkt; für ein Institut,
                 das die Wertpapiere oder Waren veräußert, ist dies ein 'Pensionsgeschäft' und
                 für ein Institut, das die Wertpapiere oder Waren erwirbt, ein 'umgekehrtes
                 Pensionsgeschäft';
                                                                93/6/EWG Art. 2 Absatz 17
                                                             zweiter Absatz (angepasst)
   Ein umgekehrtes Pensionsgeschäft gilt als von Unernehmen des Finanzsektors getätigt, wenn
   die Gegenpartei einer auf Gemeinschaftsebene koordinierten Aufsicht unterliegt oder es sich
   dabei um ein Kreditinstitut der Zone A gemäß der Richtlinie 89/647/EWG oder um eine
   anerkannte Wertpapierfirma eines dritten Landes handelt oder das Geschäft mit einer
   anerkannten Clearingstelle oder Börse abgeschlossen wurde.
DE                                              19                                                 DE
 ---pagebreak---                                                                  98/31/EG Art. 1 Absatz 1
                                                              Buchstabe d (angepasst)
           18.n)       Wertpapierverleihgeschäfte      oder      Warenverleihgeschäfte      und
                 Wertpapierleihgeschäfte oder Warenleihgeschäfte sind Geschäfte, durch die
                 ein Institut oder seine Gegenpartei Wertpapiere bzw. Waren gegen
                 entsprechende Sicherheiten überträgt; diese Übertragung erfolgt in Verbindung
                 mit der Verpflichtung, daß ⌦ ss ⌫ die die Papiere bzw. Waren entleihende
                 Partei zu einem späteren Zeitpunkt oder auf Ersuchen der übertragenden Stelle
                 gleichwertige Papiere bzw. Waren zurückgibt; für ein Institut, das Wertpapiere
                 oder Waren überträgt, ist dies ein Wertpapierverleihgeschäft oder ein
                 Warenverleihgeschäft und für ein Institut, dem sie übertragen werden, ein
                 Wertpapierleihgeschäft oder ein Warenleihgeschäft;
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 1
                                                              Buchstabe d (angepasst)
   Ein Wertpapierleihgeschäft oder ein Warenleihgeschäft gilt als von Unternehmen des
   Finanzsektors getätigt, wenn die Gegenpartei einer auf Gemeinschaftsebene koordinierten
   Aufsicht unterliegt oder es sich dabei um ein Kreditinstitut der Zone A gemäß der Richtlinie
   89/647/EWG oder um eine anerkannte Wertpapierfirma eines dritten Landes handelt oder das
   Geschäft mit einer anerkannten Clearing-Stelle oder Börse abgeschlossen wurde.
                                                                 93/6/EWG Art 2 Absatz 19
                                                              (angepasst)
           19.o)Ein amtlicher Makler ist ein Mitglied der Börse und/oder der Clearingstelle und
                 steht in einer direkten vertraglichen Beziehung zur zentralen Gegenpartei
                 (Träger der Einrichtung); Nichtmitglieder der Börse und/oder der
                 Clearingstelle müssen ihre Geschäfte über einen amtlichen Makler abwickeln.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 20
                                                              (angepasst)
                                                                 neu
           20.p)Eine lokale Firma ist eine Firma, die an einer        auf  Finanztermin- oder
                 Options-börse         bzw. anderen Derivatemärkten  nur             oder auf
                 Kassamärkten  für eigene Rechnung tätig ist             , und zwar mit dem
                 alleinigen Ziel der Absicherung von Positionen auf den Derivatemärkten oder
                 die  oder für Rechnung anderer Mitglieder         derselben Märkte handelt, 
                 der gleichen Börse oder für diese einen Preis festsetzt und die über eine
                 Garantie seitens eines amtlichen Maklers der gleichen Börse verfügt.       der
                 Clearingmitglieder der genannten Märkte verfügen, wobei d  Die
                 Verantwortung für die Erfüllung der von einer solchen Firma ⌦ en ⌫
                 abgeschlossenen Geschäfte muß von einem amtlichen Makler
                    Clearingmitgliedern  der gleichen Börse            Märkte  übernommen
                 werden      wird; diese Geschäfte müssen bei der Berechnung der gesamten
                 Kapitalanforderungen an diesen amtlichen Makler berücksichtigt werden unter
DE                                              20                                              DE
 ---pagebreak---                   der Annahme, daß die Positionen der lokalen Firma von den Positionen des
                  amtlichen Maklers vollständig getrennt sind.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 21
                                                              (angepasst)
           21.q) Der Delta-Faktor zeigt die voraussichtliche Änderung des Optionspreises im
                  Verhältnis zu einer geringen Preisschwankung des zugrundeliegenden
                  Instruments an;
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 22
                                                              (angepasst)
   22.     Im Sinne des Anhangs I Nummer 4 ist eine «Kaufposition»eine Position, für die ein
           Institut einen Zinssatz festgesetzt hat, den es zu einem bestimmten Zeitpunkt in der
           Zukunft erhalten wird, und eine «Verkaufsposition»eine Position, für die es den
           Zinssatz festgesetzt hat, den es zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zahlen
           wird.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 23
                                                              (angepasst)
           23.r) Mit Eigenmittel werden die Eigenmittel im Sinne der Richtlinie 89/299/EWG
                  ⌦ [2000/12/EG] ⌫bezeichnet; Diese Definition kann jedoch unter den in
                  Anhang V genannten Umständen geändert werden.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 24 und
                                                              25 (angepasst)
   24. Als «Anfangskapital»gilt das in Artikel 2 Absatz 1 Nummern 1 und 2 der Richtlinie
   89/299/EWG definierte Kapital.
   25.    Als «ursprüngliche Eigenmittel»gelten die in Artikel 2 Absatz 1 der Richtlinie
   89/299/EWG unter den Nummern 1, 2 und 4 aufgeführten Mittel, abzüglich der unter den
   Nummern 9, 10 und 11 aufgeführten Mittel.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 26
           26.s) Als Kapital gelten die Eigenmittel ;.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 27
                                                              (angepasst)
           27. Die «modifizierte Duration »wird nach der Formel des Anhangs I Nummer 26
DE                                                21                                            DE
 ---pagebreak---                                                                   neu
            Im Sinne der Anwendung der Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis umfasst der
            Begriff Wertpapierfirma anerkannte Drittland-Wertpapierfirmen.
            Im Sinne von Buchstabe e) des ersten Unterabsatzes umfassen Finanzinstrumente
            sowohl Primär-Finanzinstrumente als auch Kassainstrumente sowie derivative
            Finanzinstrumente, deren Wert sich aus dem Kurs eines zu Grunde liegenden
            Finanzinstruments berechnet bzw. eines Satzes oder eines Indexes oder aber des
            Kurses eines anderen Basiswertes und zumindest die Instrumente umfasst, die in
            Abschnitt C von Anhang I der Richtlinie 2004/39/EG spezifiziert sind.
                                                                  93/6/EWG Art. 2 Absatz 7 und
                                                               8 (angepasst)
   2.      ⌦ Die           Begriffe ⌫         „Mutterunternehmen”,         “Tochterunternehmen”
   ,⌦ Vermögensverwaltungsgesellschaft ⌫ und “Finanzinstitut” sind ⌦ decken ⌫
   Unternehmen⌦ im Sinne des Artikel 4⌫ im Sinne des Artikels 1 der Richtlinie
   92/30/EWG. ⌦[2000/12/EG] ⌫ab.
   8.     ⌦ Die                Begriffe ⌫             Eine            “Finanzholdinggesellschaft”,
   ⌦ “Mutterfinanzholdinggesellschaft           in        einem        Mitgliedstaat”,       “EU-
   Mutterfinanzholdinggesellschaft” und “Nebendienstleistungsunternehmen” ⌫ »ist ein
   Finanzinstitut, dessen Tochterunternehmen ausschließlich oder hauptsächlich Kreditinstitute,
   Wertpapierfirmen oder andere Finanzinstitute sind und zu dessen Tochterunternehmen
   mindestens ein Kreditinstitut oder eine Wertpapierfirma gehört.⌦ decken Unternehmen im
   Sinne von Artikel 4 der Richtlinie [2000/12/EG] ab, wobei jede Bezugnahme auf
   Kreditinstitute als Bezugnahme auf Institute zu verstehen ist. ⌫
                                                                  neu
   3. Im Sinne der Anwendung der Richtlinie [2000/12/EG] auf Gruppen, die unter den Artikel 2
   Absatz 1 fallen und denen kein Kreditinstitut angehört, gelten die folgenden
   Begriffsbestimmungen:
                                                                  2002/87/EG Art. 26 (angepasst)
            1.a) Eine Finanzholdinggesellschaft ist ein Finanzinstitut, das keine gemischte
                   Finanzholdinggesellschaft im Sinne der Richtlinie 2002/87/EG18 des
                   Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2002 über die
                   zusätzliche Beaufsichtigung der Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen
                   und Wertpapierfirmen eines Finanzkonglomerats ist, und dessen
                   Tochterunternehmen ausschließlich oder hauptsächlich Wertpapierfirmen oder
                   andere     Finanzinstitute   sind,     wobei     mindestens     eines    dieser
                   Tochterunternehmen eine Wertpapierfirma ist.;
   18
          Abl. L 35 vom 11.2.2003, S.1
DE                                                22                                               DE
 ---pagebreak---             2. b) Ein gemischtes Unternehmen ist ein Mutterunternehmen, das keine
                  Finanzholdinggesellschaft, keine Wertpapierfirma und keine gemischte
                  Finanzholdinggesellschaft im Sinne der Richtlinie 2002/87/EG ist und zu
                  dessen Tochterunternehmen mindestens eine Wertpapierfirma gehört;
            3. c) zuständige Behörden sind die nationalen Behörden, die gesetzlich oder von
                  Regulierungsseite zur Beaufsichtigung der Wertpapierfirmen befugt sind.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
                                    ⌦ KAPITEL II ⌫
                                  ANFANGSKAPITAL
                                                               93/6/EWG Art. 2 Absatz 24
                                                            (angepasst)
                                             Artikel 4
   1. Als Anfangskapital gilt das in Artikel 2 ⌦ 57 ⌫ Absatz 1 Nummern 1 und 2 der
   Richtlinie 89/299/EWG ⌦Buchstabe a und b der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫definierte
   Kapital.
                                                               93/6/EWG Art. 3 Absatz 1 und
                                                            2 (angepasst)
                                             Artikel 5
   1.      ⌦ Wertpapierfirmen, die nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln
   oder feste Übernahmeverpflichtungen in bezug auf Finanzinstrumente eingehen, wohl aber
   ⌫ Ein Anfangskapital von mindestens 125 000 EGU müssen Wertpapierfirmen aufweisen,
   die im Kundenauftrag Gelder und/oder Wertpapiere verwalten und eine oder mehrere der
   folgenden Dienstleistungen anbieten: ⌦ , haben ein Anfangskapital von mindestens 125.000
   EUR aufzuweisen: ⌫
            a)    Entgegennahme und Weiterleitung der von Anlegern erteilten Aufträge über
            Finanzinstrumente,
            b)    Ausführung der von Anlegern erteilten Aufträge über Finanzinstrumente,
            c)    Verwaltung      individueller     Anlage-Portefeuilles,   bestehend     aus
            Finanzinstrumenten. ,
            sofern sie nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln oder feste
            Übernahmeverpflichtungen in bezug auf Finanzinstrumente eingehen.
DE                                              23                                            DE
 ---pagebreak---    Nicht als Handel im Sinne des Unterabsatzes 1 oder im Zusammenhang mit Absatz 2 gilt der
   Besitz von Positionen in Finanzinstrumenten außerhalb des Wertpapierhandels zum ZwEGk
   der Anlage von Eigenmitteln.
   2. Die zuständigen Behörden können Wertpapierfirmen, die Aufträge von Anlegern über
   Finanzinstrumente ausführen, jedoch gestatten, diese auf eigene Rechnung zu halten, sofern
   ⌦ die folgenden Bedingungen erfüllt sind: ⌫
            a)     diese Positionen ⌦ werden ⌫ nur übernommen werden, weil die
            Wertpapierfirma nicht in der Lage ist, den erhaltenen Auftrag genau abzudecken; ,
            und
            b)     der Gesamtmarktwert aller solcher Positionen ⌦ beträgt ⌫ höchstens 15 %
            des Anfangskapitals der Firma; beträgt und
            c)     diese die Anforderungen nach den Artikeln 4 und 5 ⌦18, 20 und 28 sind ⌫
            erfüllt; und
            d)     die Übernahme solcher Positionen ⌦ erfolgt ⌫ nur ausnahmsweise und
            vorübergehend und keinesfalls für länger erfolgt, als dies für die Durchführung der
            betreffenden Transaktion unbedingt erforderlich ist.
            Das Halten von Nichthandelspositionen in Finanzinstrumenten zwecks Anlage von
            Eigenmitteln gilt nicht als Handel im Sinne von Absatz 1 oder im Sinne von Absatz
            3.
   3.2 Die Mitgliedstaaten können den in Absatz 1 genannten Betrag auf 50 000 EGU
   ⌦ EUR ⌫ senken, wenn eine Firma weder dafür zugelassen ist, für Kunden Geld oder
   Wertpapiere zu halten, noch auf eigene Rechnung handeln oder feste
   Übernahmeverpflichtungen eingehen darf.
                                                                 93/6/EWG Art. 3 Absatz 3
                                                              (angepasst)
   (3) Die übrigen Wertpapierfirmen müssen ein Anfangskapital von mindestens 730 000 EGU
   aufweisen.
                                                                 2004/39/EG Art. 67 Absatz 2
                                                              (angepasst)
                                              Artikel 6
   Die in Artikel 2 Nummer 2 Buchstabe b genannten Firmen ⌦ Lokale Wertpapierfirmen ⌫
   müssen ein Anfangskapital von 50.000 EUR aufweisen, sofern sie die Niederlassungsfreiheit
   in Anspruch nehmen oder Dienstleistungen gemäß den Artikeln 31 oder 32 der Richtlinie
   2004/39/EG erbringen.
DE                                               24                                             DE
 ---pagebreak---                                                                 2004/39/EG Art. 67 Absatz 3
                                                             (angepasst)
                                               Artikel 7
   Bis zur Revision der Richtlinie 93/6/EWG müssen Wertpapierfirmen im Sinne von Artikel 2
   ⌦ 3 ⌫ Absatz 2 ⌦ 1 ⌫ Buchstabe c ⌦ b Unterbuchstabe iii müssen ⌫
            a)     ein Anfangskapital von 50.000 EUR haben oder
            b)     über      eine       für das     gesamte    Gemeinschaftsgebiet     geltende
            Berufshaftpflichtversicherung oder eine vergleichbare Garantie für Haftungsfälle aus
            berufsmäßigem Verschulden verfügen, die eine Haftungssumme von mindestens
            1.000.000 EUR für jeden einzelnen Schadensfall und eine Gesamtsumme von
            mindestens 1.500.000 EUR für sämtliche Schadensfälle eines Kalenderjahrs vorsieht,
            oder
            c) eine Kombination aus Anfangskapital und Berufshaftpflichtversicherung
            aufweisen, die ein Deckungsniveau ermöglicht, welches dem der unter dem
            Buchstaben a oder b genannten gleichwertig ist.
   Die in diesem Absatz genannten Beträge werden regelmäßig von der Kommission überprüft,
   um den Veränderungen im Europäischen Verbraucherpreisindex Rechnung zu tragen, der von
   EUROSTAT zusammen mit und zum gleichen Zeitpunkt wie die aufgrund von Artikel 4
   Absatz 7 der Richtlinie 2002/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9.
   Dezember 2002 über Versicherungsvermittlung19 vorgenommenen Anpassungen und in
   Übereinstimmung mit diesen veröffentlicht wird(*).
                                            ⌦ Artikel 8 ⌫
   Ist eine Wertpapierfirma im Sinne von Artikel 2 ⌦ 3 ⌫ Absatz 2 ⌦ 1 ⌫ Buchstabe c
   ⌦ b Unterbuchstabe iii ⌫ Buchstabe c auch unter der Richtlinie 2002/92/EG eingetragen,
   so muss sie den Anforderungen des Artikels 4 Absatz 3 jener Richtlinie genügen und
   außerdem
   a) ein Anfangskapital von 25.000 EUR haben oder
   b) über eine für das gesamte Gemeinschaftsgebiet geltende Berufshaftpflichtversicherung
   oder eine vergleichbare Garantie für Haftungsausfälle aus berufsmäßigem Verschulden
   verfügen, die eine Haftungssumme von mindestens 500.000 EUR für jeden einzelnen
   Schadensfall und eine Gesamtsumme von mindestens 750.000 EUR für sämtliche
   Schadensfälle eines Kalenderjahrs vorsieht, oder
   19
           ABl. L 9 vom 15.1.2003, S. 3.
DE                                                25                                             DE
 ---pagebreak---    c) eine Kombination aus Anfangskapital und Berufshaftpflichtversicherung aufweisen, die ein
   Deckungsniveau ermöglicht, welches dem der unter den Buchstaben a oder b genannten
   gleichwertig ist.
                                                                93/6/EWG Art. 3 Absatz 3
                                                             (angepasst)
                                             Artikel 9
   Die übrigen Wertpapierfirmen müssen ein Anfangskapital von mindestens 730.000 EGU
   ⌦ EUR ⌫ aufweisen.
                                                                93/6/EWG Art. 3 Absatz 5 bis 8
                                                             (angepasst)
                                             Artikel 10
   1.      ⌦ Abweichend von Artikel 5 Absatz 1 und 3, Artikel 6 und Artikel 9, ⌫ Ungeachtet
   der Absätze 1 bis 4 können die Mitgliedstaaten die Zulassung von Wertpapierfirmen und
   unter ⌦ Artikel 6 ⌫ Absatz 4 fallenden Firmen, die bereits vor ⌦ dem 31. Dezember
   1995 ⌫ dem Beginn der Anwendung dieser Richtlinie bestanden haben, verlängern, wenn
   die Eigenmittel dieser Firmen geringer sind als das für sie in ⌦ Artikel 5 Absatz 1 und 3,
   Artikel 6 und Artikel 9 ⌫ den Absätzen 1 bis 4 vorgeschriebene Anfangskapital.
   Die Eigenmittel dieser Firmen dürfen nicht unter den nach der Bekanntgabe dieser ⌦ der ⌫
   Richtlinie ⌦ 1993/6/EWG ⌫berechneten höchsten Bezugswert absinken. Bei dem
   Bezugswert handelt es sich um den durchschnittlichen täglichen Betrag der Eigenmittel
   während eines Zeitraums von sechs Monaten vor dem Berechnungsstichtag. Er wird alle
   sechs Monate für den vorausgegangenen Sechsmonatszeitraum berechnet.
   2.      Wenn eine Firma, die unter Absatz 5 ⌦ 1 ⌫ fällt, von einer anderen natürlichen
   oder juristischen Person als der, die diese Firma zuvor kontrolliert hat, übernommen wird,
   müssen die Eigenmittel dieser Firma mindestens die in den Absätzen 1 bis 4 ⌦ Artikel 5
   Absatz 1 und 3, Artikel 6 und Artikel 9 ⌫für sie vorgeschriebene Höhe erreichen; dies gilt
   nicht für folgende Fälle: i) ⌦ , außer ⌫ bei einer mit Zustimmung der zuständigen
   Behörden erfolgten ersten Übernahme im Wege der Erbfolge nach Beginn der Anwendung
   dieser Richtlinie ⌦ dem 31. Dezember 1995 ⌫ , jedoch nur für die Dauer von höchstens
   zehn Jahren nach dieser Übernahme;
   ii)     im Fall eines GesellschafterwEGhsels in einer «artnership» solange mindestens einer
   der Gesellschafter bei Beginn der Anwendung der Richtlinie in der «artnership» verbleibt,
   jedoch nur für höchstens zehn Jahre nach dem Beginn der Anwendung dieser Richtlinie.
   3. Wenn jedoch unter bestimmten Umständen und mit Zustimmung der zuständigen Behörden
   ein Zusammenschluß von zwei oder mehr Wertpapierfirmen und/oder unter Absatz 4
   ⌦ Artikel 6⌫ fallenden Firmen erfolgt, müssen die Eigenmittel der durch den
   Zusammenschluß entstandenen Firma nicht die in den Absätzen 1 bis 4⌦ Artikel 5 Absatz 1
   und 3, Artikel 6 und Artikel 9 ⌫ für sie vorgeschriebene Höhe erreichen. Solange die in den
DE                                               26                                            DE
 ---pagebreak---    Absätzen 1 bis 4 ⌦ Artikel 5 Absatz 1 und 3, Artikel 6 und Artikel 9 ⌫genannten
   Mindestbeträge nicht erreicht sind, dürfen die Eigenmittel der neuen Firma jedoch nicht
   niedriger sein als die Summe der Eigenmittel der zusammengeschlossenen Firmen zum
   Zeitpunkt des Zusammenschlusses.
   4.      Die Eigenmittel von Wertpapierfirmen und unter Absatz 4 ⌦ Artikel 6⌫ fallenden
   Firmen dürfen nicht unter den gemäß den Absätzen 1 bis 5 und Absatz 7 ⌦ Artikel 5 Absatz
   1 und 3, Artikel 6 und Artikel 9 ⌫vorgeschriebenen Betrag absinken.
   Geschieht dies dennoch, so können die zuständigen Behörden, sofern die Umstände dies
   rechtfertigen, diesen Firmen eine begrenzte Frist einräumen, innerhalb derer diese ihren
   Pflichten nachkommen oder ihre Tätigkeit einstellen müssen.
                                                               neu (angepasst)
                                        KAPITEL III
                                     HANDELSBUCH
                                             Artikel 11
   1.      Das Handelsbuch eines Instituts besteht aus sämtlichen Positionen in
   Finanzinstrumenten und Waren, die entweder mit Handelsabsicht oder aber zur Absicherung
   bestimmter Bestandteile des Handelsbuches gehalten werden; letztere dürfen wiederum
   keinen restriktiven Bestimmungen in Bezug auf ihre Marktfähigkeit unterliegen oder sie
   müssen absicherbar sein.
   2.      Bei Positionen, die mit Handelsabsicht gehalten werden, handelt es sich um jene, die
   absichtlich zum kurzfristigen Wiederverkauf gehalten werden oder bei denen die Absicht
   besteht, aus derzeitigen oder in Kürze erwarteten Kursunterschieden zwischen dem Ankaufs-
   und dem Verkaufskurs oder aus anderen Kurs- oder Zinsschwankungen Profit zu ziehen. Der
   Begriff „Positionen“ umfasst Eigenhandelspositionen, Positionen, die sich aus der
   Kundenbetreuung ergeben sowie „market making“-Positionen.
   3.      Die Handelsabsicht ist anhand der Strategien, Vorschriften und Verfahren
   nachzuweisen, die vom Institut initiiert wurden, um die Position oder das Portfolio im Sinne
   von Anhang VII Teil A zu handhaben.
   4.      Die Institute haben Systeme und Kontrollen einzuführen, die der Verwaltung ihres
   Handelsbuches im Sinne von Anhang VII Teil B dienen..
   5.      In das Handelsbuch können interne Absicherungen aufgenommen werden; in diesem
   Fall gelangt Anhang VII Teil C zur Anwendung.
DE                                               27                                             DE
 ---pagebreak---                                                               neu
                                        KAPITEL IV
                                      EIGENMITTEL
                                                              93/6/EWG Art. 2 Absatz 25
                                                           (angepasst)
                                            Artikel 12
   Als ursprüngliche Eigenmittel gelten die in Artikel 2 Absatz 1 der Richtlinie 89/299/EWG
   unter den Nummern 1, 2 und 4 ⌦ Buchstabe a bis c ⌫ aufgeführten Mittel, abzüglich der
   unter den Nummern 9, 10 und 11 ⌦ Buchstabe i bis k in Artikel 57 der Richtlinie
   [2000/12/EG] ⌫ aufgeführten Mittel.
                                                              neu
   Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat spätestens bis zum 1. Januar
   2009 einen geeigneten Vorschlag zur Änderung dieses Kapitels vor.
                                                              93/6/EWG Anhang V erster und
                                                           zweiter Unterabsatz (angepasst)
                                                              neu
                                            Artikel 13
   1.         Unbeschadet der Absätze 2 bis 5 dieses Artikels und der Artikel 14 bis 17,
   ⌦ werden ⌫ die Eigenmittel von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten gemäß der
   Richtlinie 89/299/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ definiert ⌦ bestimmt ⌫ .
   Bei Wertpapierfirmen, die nicht eine der Rechtsformen nach Artikel 1 Absatz 1 der Vierten
   Richtlinie 78/660/EWG ⌦ … ⌫ besitzen, findet der erste Unterabsatz auf die
   Wertpapierfirmen Anwendung.
                                                              93/6/EWG Anhang V Absatz 1
                                                           zweiter Unterabsatz Nummern 2
                                                           bis 5 (angepasst)
                                                              1 98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                           Anhang 4 Buchstabe a und b
                                                              neu
   2. 1Ungeachtet der ⌦ Abweichend von ⌫ Nummer 1 können die zuständigen Behörden
   den Instituten, die den Eigenmittela ⌦ Kapitala ⌫ nforderungen gemäß ⌦ Artikel 21 und
   28 bis 32 und ⌫ den Anhängen I, II, III, ⌦ und III bis VI ⌫ IV, VI, VII und VIII
DE                                              28                                           DE
 ---pagebreak---    unterliegen, die Verwendung einer alternativen Definition der Eigenmittel gestatten, wenn nur
   diese Anforderungen erfüllt ⌦ Bestimmung der Eigenmittel gestatten. ⌫ werden.  Kein
   Bestandteil der auf diese Weise erhaltenen Eigenmittel darf gleichzeitig zur Erfüllung anderer
   Eigenmittela ⌦ Kapitala ⌫ nforderungen verwendet werden.
   Diese alternative Definition ⌦ Bestimmung ⌫ umfaßt die nachstehend unter den
   Buchstaben a, b und c aufgeführten Werte, abzüglich des unter Buchstabe d aufgeführten
   Werts, wobei dieser Abzug in das Ermessen der zuständigen Behörde gestellt ist:
   a) die Eigenmittel gemäß der Definition der Richtlinie 89/299/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫
   unter Ausschluß der Bestandteile gemäß Artikel 2 Absatz 1 Ziffern 12 und 13 ⌦ Buchstabe l
   bis p ⌫ von Artikel 2 (1) ⌦ 57 ⌫ dieser Richtlinie bei den Wertpapierfirmen, die den
   nachstehend unter Buchstabe d aufgeführten Wert von dem Gesamtbetrag der Werte unter den
   Buchstaben a, b und c abzuziehen haben;
   b) die Nettogewinne des Instituts aus dem Handelsbuch nach Abzug aller vorhersehbaren
   Abgaben und ⌦ oder ⌫ der Dividenden, abzüglich der Nettoverluste aus seinen anderen
   Geschäften, sofern keiner dieser Beträge bereits unter Buchstabe a gemäß Artikel ⌦ 57
   Buchstabe b oder k der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ 2 Absatz 1 Nummer 2 oder 11 der
   Richtlinie 89/299/EWG berücksichtigt wurde;
   c) das nachrangige Darlehenskapital und/oder die unter Nummer ⌦ Absatz ⌫ 5 genannten
   Kapitalelemente nach Maßgabe der unter den Nummern ⌦ Absätzen ⌫ 3 bis 7 ⌦ und 4
   und Artikel 14 ⌫ genannten Bedingungen;
   d) die schwer realisierbaren Aktiva im Sinne von Nummer 8 ⌦ Artikel 15 ⌫ .
   3. Das unter Nummer ⌦ Absatz ⌫ 2 Buchstabe c genannte nachrangige Darlehenskapital
   muß ⌦ ss ⌫ eine ursprüngliche Laufzeit von mindestens zwei Jahren haben. Es muß
   ⌦ ss ⌫ vollständig eingezahlt sein, und der Darlehensvertrag darf keine Klausel enthalten,
   nach der das Darlehen unter bestimmten anderen Umständen als der Liquidation des Instituts
   vor dem vereinbarten Rückzahlungstermin rückzahlbar ist, sofern nicht die zuständigen
   Behörden die Rückzahlung genehmigen. Auf dieses nachrangige Darlehenskapital dürfen
   weder Tilgungs- noch Zinszahlungen geleistet werden, wenn dies zur Folge hätte, daß
   ⌦ ss ⌫ die Eigenmittel des Instituts unter 100 % des Gesamtbetrags seiner
   Eigenkapitalanforderungen absinken würden.
   Außerdem unterrichtet jedes Institut die zuständigen Behörden von allen Rückzahlungen auf
   dieses nachrangige Darlehenskapital, aufgrund deren die Eigenmittel des Instituts unter 120 %
   des Gesamtbetrags seiner ⌦ Eigenkapital ⌫ anforderungen absinken.
   4.       Das vorstehend unter Nummer ⌦ Absatz ⌫ 2 Buchstabe c genannte nachrangige
   Darlehenskapital darf einen Höchstbetrag von 150 % der zur Erfüllung der Anforderungen
   noch verbleibenden ursprünglichen Eigenmittel nicht überschreiten ⌦ , wobei die
   Anforderungen gemäß Artikel 21 und Artikel 28 bis 32 sowie ⌫ gemäß den Anhängen I, II,
   III, IV, VI, VII und VIII ⌦ bis VI berechnet werden, ⌫ und sollte sich diesem Höchstbetrag
   nur dann nähern, wenn dies nach Auffassung der zuständigen Behörden aufgrund besonderer
   Umstände gerechtfertigt ist.
   5. Die zuständigen Behörden können den Instituten erlauben, das unter den Nummern 3 und 4
   ⌦ Absatz 2 Buchstabe c ⌫ genannte nachrangige Darlehenskapital durch die in Artikel 2
DE                                               29                                               DE
 ---pagebreak---    Absatz 1 Ziffern 3, 5, 6, 7 und 8 der Richtlinie 89/299/EWG ⌦ 57 Buchstabe d bis h der
   Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten Kapitalbestandteile zu ersetzen.
                                                                  98/31/EG Anhang 4 Buchstabe
                                                               c (angepasst)
                                               Artikel 14
   1.      Die zuständigen Behörden können den Wertpapierfirmen erlauben, den unter Nummer
   4 ⌦ in Artikel 13 Absatz 4 festgelegten ⌫ genannten Höchstbetrag des nachrangigen
   Darlehenskapitals zu überschreiten, wenn sie es unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten
   für angemessen halten und der Gesamtbetrag des nachrangigen Darlehenskapitals und der
   unter Nummer 5 ⌦ in Artikel 13 Absatz 5 ⌫ genannten Kapitalbestandteile nicht über
   200% der zur Erfüllung der Anforderungen gemäß ⌦ Artikel 21 und 28 bis 32 sowie ⌫ den
   Anhängen I, II, III, IV, VI, VII und VIII ⌦ und III bis VI ⌫ noch verbleibenden
   ursprünglichen Eigenmittel liegt oder nicht über 250 % desselben Betrags in dem Fall, in dem
   die Wertpapierfirmen bei der Berechnung ihrer Eigenmittel den unter Nummer 2 Buchstabe d
   ⌦ in Artikel 13 Absatz 2 ⌫ aufgeführten Wert in Abzug bringen.
   2. Die zuständigen Behörden können eine Überschreitung des Höchstbetrags für nachrangiges
   Darlehenskapital gemäß Nummer 4 ⌦ Artikel 13 Absatz 4 ⌫ durch ein Kreditinstitut
   gestatten, wenn sie es unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten für angemessen halten und
   der Gesamtbetrag des nachrangigen Darlehenskapitals und der unter Nummer 5 ⌦ Buchstabe
   d bis h in Artikel 57 der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten Kapitalbestandteile nicht über
   250 % der zur Erfüllung der Anforderungen gemäß ⌦ Artikel 28 bis 32 sowie ⌫ den
   Anhängen I, II, III, VI, VII und VIII ⌦ und III bis VI ⌫ noch verbleibenden ursprünglichen
   Eigenmittel liegt.
                                                                  93/6/EWG Anhang V Absatz 8
                                                               (angepasst)
                                               Artikel 15
   Zu den schwer realisierbaren Aktiva ⌦ im Sinne von Artikel 12 Absatz 2 Buchstabe d zählen
   die folgenden Posten ⌫ zählen:
   a) Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude können jedoch gegen die damit gesicherten
   Darlehen aufgerechnet werden);
   b) Beteiligungen, einschließlich nachrangigen Darlehenskapitals, an Kredit- oder
   Finanzinstituten, die Teil des Eigenkapitals dieser Institute sein können, sofern sie nicht
   bereits gemäß Artikel 2 Absatz 1 Ziffern 12 und 13 der Richtlinie 89/299/EWG oder gemäß
   Nummer 9 Ziffer iv) ⌦ Artikel 57 Buchstabe l bis p der Richtlinie [2000/12/EG] oder gemäß
   Artikel 15 Buchstabe d dieser Richtlinie ⌫ dieses Anhangs in Abzug gebracht worden sind.
   c) nicht leicht realisierbare Beteiligungen an und sonstige Anlagen in Unternehmen, die keine
   Kredit- oder andere Finanzinstitute sind;
DE                                                 30                                            DE
 ---pagebreak---    d) Fehlbeträge in Tochtergesellschaften;
   e) Einlagen mit Ausnahme von Einlagen, die innerhalb von 90 Tagen eingefordert werden
   können; ausgenommen sind ferner Zahlungen auf Terminkontrakte mit Einschüssen oder
   Optionskontrakte;
   f) Darlehen und sonstige fällige Beträge, die nicht innerhalb von 90 Tagen rückzahlbar sind;
   (g)    Warenbestände,       soweit    diese      nicht    ⌦ bereits ⌫      Gegenstand      der
   Eigenkapitalanforderungen gemäß Artikel 4 Absatz 2 sind und sofern diese Anforderungen
   nicht weniger streng sind als die Anforderungen des Artikels 4 Absatz 1 Ziffer iii). ⌦ sind
   und diese zumindest so streng wie die in Artikel 18 bis 20 genannten sind. ⌫
                                                                  93/6/EWG Anhang V Absatz 8
                                                               zweiter Gedankenstrich zweiter
                                                               Unterabsatz (angepasst)
            Wird ⌦im Sinne von Buchstabe b ⌫ eine befristete Beteiligung an einem Kredit-
            oder Finanzinstitut im Rahmen einer finanziellen Stützungsaktion zur Sanierung und
            Rettung dieses Instituts gehalten, so können die zuständigen Behörden von dieser
            Verpflichtung absehen. Ebenso können sie von dieser Verpflichtung bei
            Kapitalanteilen absehen, die Teil des Handelsbuchs der betreffenden
            Wertpapierfirma sind,.
                                                                  93/6/EWG Anhang V Absatz 9
                                                               (angepasst)
                                              Artikel 16
   9. Bei Wertpapierfirmen, die einer Unternehmensgruppe angehören, für die der Verzicht
   gemäß Artikel 7 Absatz 4 ⌦ 22 ⌫ gilt, erfolgt die Berechnung der Eigenmittel nach den
   Nummern 1 bis 8 ⌦ Artikeln 13 bis 15 ⌫ mit folgenden Änderungen ⌦ wie folgt ⌫ :
            a) i) Die unter Nummer 2 Buchstabe d) ⌦ von Artikel 13 Absatz 2 ⌫ genannten
            schwer realisierbaren Aktiva werden abgezogen.
            b) ii) Der unter Nummer 2 Buchstabe a) ⌦ von Artikel 12 Absatz 2 ⌫ genannte
            Ausschluß ⌦ ss ⌫ umfaßt nicht Kapitalbestandteile nach Artikel 2 Absatz 1
            Ziffern 12 und 13 der Richtlinie 89/299/EWG ⌦ 57 Buchstabe l bis p der Richtlinie
            [2000/12/EG] ⌫ , welche eine Wertpapierfirma in Unternehmen besitzt, die unter
            die Konsolidierung gemäß Artikel 7 Absatz 2 ⌦ 2 Absatz 1 ⌫ dieser Richtlinie
            fallen.
            c) iii) Die in Artikel 6 ⌦ 66 ⌫ Absatz 1 Buchstaben a) und b) der Richtlinie
            89/299/ EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫genannten Beschränkungen werden berechnet,
            indem von den ursprünglichen Eigenmitteln die vorstehend unter Ziffer ii) ⌦ in
            Artikel 57 Buchstabe l bis p der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten
            Kapitalbestandteile nach Artikel 2 Absatz 1 Ziffern 12 und 13 der Richtlinie
            89/299/EWG ⌦ im Sinne von Buchstabe b ⌫ abgezogen werden, die zu den
            ursprünglichen Eigenmitteln der betreffenden Unternehmen gehören.
DE                                                31                                              DE
 ---pagebreak---            d) iv) Die vorstehend unter Ziffer iii) ⌦ in Artikel 57 Buchstabe l bis p der
           Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten Kapitalbestandteile nach Artikel 2 Absatz 1
           Ziffern 12 und 13 der Richtlinie 89/299/EWG ⌦ im Sinne von Buchstabe c ⌫
           werdenvon den ursprünglichen Eigenmitteln abgezogen und nicht von der Summe
           aller Bestandteile, wie in Artikel 6 ⌦ 66 ⌫ Absatz 1 Buchstabe c) der erwähnten
           Richtlinie vorgeschrieben, vor allem bei Anwendung der Nummern 4 bis 7 dieses
           Anhangs ⌦ Artikel 13 Absatz 4 und 5 sowie Artikel 14 dieser Richtlinie ⌫ .
                                                               neu
                                             Artikel 17
   1.     Berechnet ein Institut risikogewichtete Forderungsbeträge im Sinne von Anhang II
   gemäß den Bestimmungen von Artikel 84 bis 89 der Richtlinie [2000/12/EG], gilt für die
   Berechnung gemäß Anhang VII Teil 1 Unterteil 4 der Richtlinie [2000/12/EG] Folgendes:
           a)    Wertberichtigungen, die vorgenommen wurden, um der Kreditqualität der
                 Gegenpartei Rechnung zu tragen, können in die Summe der
                 Wertberichtigungen und Rückstellungen einbezogen werden, die für die in
                 Anhang II genannten Risiken gebildet wurden;
           b)    vorbehaltlich der Zustimmung seitens der zuständigen Behörden wird - sofern
                 das Kreditrisiko der Gegenpartei bei der Bewertung einer Position des
                 Handelsbuches angemessen berücksichtigt wurde – der erwartete Verlustbetrag
                 für das Gegenparteiausfallrisiko mit Null bewertet.
           Im Sinne von Buchstabe a) werden für derlei Institute derartige Wertberichtigungen
           nicht anderen Eigenmitteln zugerechnet als in diesem Unterabsatz festgelegt.
   2.     Im Sinne dieses Artikels finden Artikel 153 und Artikel 154 der Richtlinie
   [2000/12/EG] Anwendung.
DE                                               32                                           DE
 ---pagebreak---                                                               93/6/EWG (angepasst)
                                  ⌦ KAPITEL V ⌫
                                    ⌦ ABSCHNITT 1 ⌫
                               DEGKUNG DER RISIKEN
                                                              93/6/EWG Art. 4 Absatz 1
                                                           erster Unterabsatz (angepasst)
                                                              neu
                                          Artikel 18
   1. Die zuständigen Behörden schreiben den ⌦ Die ⌫ Instituten ⌦ halten ⌫ ständige
   Eigenmittel in einem Umfang vor ⌦ einer Höhe ⌫ , der ⌦ die ⌫ mindestens die
   ⌦ der ⌫ Summe der folgenden Elemente erreicht ⌦ entspricht ⌫ :
                                                              98/31/EG Art. 1 Absatz 2
                                                           (angepasst)
           i) a) die gemäß den ⌦ Methoden und Optionen von Artikel 28 bis 32 sowie gemäß
                 den ⌫ Anhängen I, II und VI sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII
                 errechneten Eigenkapitalanforderungen für ihren Wertpapierhandel
                 ⌦ Handelsbuch ⌫,
           ii) b) die gemäß den ⌦ Methoden und Optionen der ⌫ Anhängen III und VII
                 ⌦ IV ⌫ sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII errechneten
                 Eigenkapitalanforderungen für ihre gesamten Geschäfte.,
                                                              93/6/EWG Art. 4 Absatz 1
                                                           Buchstabe iii und iv (angepasst)
   iii)    die Kapitalanforderungen gemäß der Richtlinie 89/647/EWG einschließlich der
           Risikogewichtung für ihre gesamten Geschäfte mit Ausnahme des
           Wertpapierhandels sowie der gemäß Anhang V Nummer 2 Buchstabe d) von den
           Eigenmitteln abgezogenen schwer realisierbaren Aktiva,
   iv)     die Kapitalanforderung gemäß Absatz 2.
DE                                             33                                           DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG Art. 4 Absatz 1
                                                              Buchstabe iii bis iv, zweiter
                                                              Unterabsatz
   Ungeachtet der sich nach den Ziffern i) bis iv) ergebenden Beträge dürfen die von
   Wertpapierfirmen zu erfüllenden Eigenmittelanforderungen niemals niedriger sein als die
   Anforderungen gemäß Anhang IV.
                                                                 93/6/EWG Art. 4 Absatz 2 bis 5
   (2) Die zuständigen Behörden verlangen von den Instituten angemessene Eigenmittel für die
   Deckung solcher Risiken, die sich aus Geschäften ergeben, die außerhalb des
   Geltungsbereichs sowohl dieser Richtlinie als auch der Richtlinie 89/647/EWG liegen, und
   die als Risiken angesehen werden, welche den von den genannten Richtlinien erfaßten
   Risiken vergleichbar sind.
   (3) Sinken die Eigenmittel eines Instituts unter den gemäß Absatz 1 errechneten Betrag an
   erforderlichen Eigenmitteln ab, so tragen die zuständigen Behörden dafür Sorge, daß das
   betreffende Institut so rasch wie möglich geeignete Abhilfemaßnahmen ergreift.
   (4) Die zuständigen Behörden verlangen von den Instituten die Einführung von Regelungen
   zur Überwachung und Kontrolle des Zinsrisikos sämtlicher Geschäfte; diese Regelungen
   unterliegen der Beobachtung durch die zuständigen Behörden.
   (5) Die Institute haben den zuständigen Behörden nachzuweisen, daß sie über angemessene
   Regelungen verfügen, anhand deren sich die finanzielle Lage des Instituts jederzeit mit
   hinreichender Genauigkeit rechnerisch bestimmen läßt.
                                                                 93/6/EWG Art. 4 Absatz 6
                                                              (angepasst)
   2. Ungeachtet des ⌦ Abweichend von ⌫ Absatzes 1 können die zuständigen Behörden den
   Instituten      gestatten,   die   Kapitalanforderungen     für    ihren     Wertpapierhandel
   ⌦ Handelsbuch ⌫gemäß der Richtlinie 89/647/EWG ⌦ gemäß Artikel 75 Buchstabe a der
   Richtlinie [2000/12/EG] sowie den Absätzen 6, 7, 8 und 10 von Anhang II dieser
   Richtlinie ⌫ statt nach den Anhängen I und II dieser Richtlinie zu berechnen, sofern ⌦ der
   Umfang der Handelsbuchgeschäfte die folgenden Bedingungen erfüllt: ⌫
             i) a) der Anteil des Wertpapierhandels ⌦ der Handelsbuchgeschäfte ⌫ dieser
             Institute ⌦überschreitet ⌫ in der Regel ⌦ nicht ⌫ 5 % ihres gesamten
             Geschäftsvolumens nicht und
             ii) b) die Gesamtsumme der Positionen des Handelsbuchs ⌦ übersteigt ⌫ in der
             Regel ⌦ nicht ⌫ 15 Millionen EGU nicht übersteigt ⌦ EUR ⌫ und
             iii) c) der Anteil des Wertpapierhandels ⌦ der Handelsbuchgeschäfte ⌫ dieser
             Institute ⌦ überschreitet ⌫ zu keiner Zeit 6 % ihres gesamten Geschäftsvolumens
             und ⌦ zu keiner Zeit ⌫ die Gesamtsumme der Positionen ihres Handelsbuchs zu
             keiner Zeit ⌦ in Höhe von ⌫ 20 Millionen EGU überschreitet ⌦ EUR. ⌫
DE                                               34                                              DE
 ---pagebreak---                                                                    93/6/EWG Art. 4 Absatz 7
                                                                (angepasst)
   3. Zur Berechnung des Anteils des Wertpapierhandels ⌦ der Handelsbuchgeschäfte ⌫ am
   gesamten Geschäftsvolumen gemäß Absatz 6 Ziffern i) und iii) ⌦ 2 Buchstabe a und c ⌫
   können die zuständigen Behörden die Gesamtsumme der bilanz- und außerbilanzmäßigen
   Geschäfte oder die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Eigenmittel der betreffenden
   Institute einzeln oder in Verbindung miteinander heranziehen. Bei der Berechnung der
   Gesamtsumme der bilanz- und außerbilanzmäßigen Geschäfte wird für Schuldtitel deren
   Marktpreis oder Nennwert und für Aktien der Marktpreis angesetzt; abgeleitete
   Instrumente⌦ Derivate ⌫ werden entsprechend dem Nominalwert oder dem Marktpreis der
   ihnen zugrunde liegenden Instrumente bewertet. Kauf- und Verkaufspositionen werden
   ungeachtet ihres Vorzeichens addiert.
                                                                   93/6/EWG Art. 4 Absatz 8
                                                                (angepasst)
   4.      Überschreitet ein Institut längere Zeit eine oder beide der in Absatz 6 Ziffern i) und ii)
   ⌦ Absatz 2 Buchstabe a und b ⌫ genannten Obergrenzen oder eine oder beide der in
   Absatz 6 Ziffer iii) ⌦ 2 Buchstabe c ⌫ genannten Obergrenzen, so hat es hinsichtlich seines
   Wertpapierhandels ⌦ Handelsbuchs ⌫ anstelle der Anforderungen ⌦ von Artikel 75
   Buchstabe a ⌫ der Richtlinie 89/647/EWG⌦ [2000/12/EG] ⌫ den Anforderungen nach
   Artikel 4 Absatz 1 Ziffer i) ⌦ Absatz 1 Buchstabe a ⌫ nachzukommen und dies der
   zuständigen Behörde zu melden.
                                                                   neu
                                               Artikel 19
   1.      Im Sinne von Anhang I Absatz 14 können Schuldtitel, die von den gleichen Stellen
   ausgegeben werden und auf die einheimische Währung lauten und aus dieser finanziert
   werden, vorbehaltlich des Ermessens der Mitgliedstaaten mit 0% gewichtet werden.
                                                                   93/6/EWG Art 11 Absatz 2
                                                                (angepasst)
   2.      Unbeschadet der ⌦Abweichend von Absatz ⌫ Nummer ⌦ 13 und ⌫ 14 des
   Anhangs I können die Mitgliedstaaten für Schuldverschreibungen, für die in Artikel 11
   Absatz 2 der Richtlinie 89/647/EWG ein Gewicht von 10 % festgelegt wurde, ⌦ die unter
   Anhang VI Teil 1 Absätze 65 bis 67 der Richtlinie [2000/12/EG] fallen, ⌫ eine
   Eigenkapitalunterlegung für das spezifische Risiko vorschreiben, die der Hälfte der
   Eigenkapitalunterlegung für qualifizierte Aktiva mit der gleichen Restlaufzeit wie die
   genannten Schuldverschreibungen entspricht. ⌦ , allerdings vermindert gemäß der in
   Anhang VI Teil 1 Absatz 68 der Richtlinie [2000/12/EG] genannten Prozentsätze. ⌫
DE                                                 35                                                 DE
 ---pagebreak---                                                                   neu
   3.      Wenn wie in Absatz 52 von Anhang I ausgeführt ist, eine zuständige Behörde einen
   Drittland-Organismus für gemeinsame Anlagen als in Betracht kommend ansieht, kann sich
   die zuständige Behörde eines anderen Mitgliedstaats diese Anerkennung zu Nutze machen,
   ohne eine eigene Bewertung vornehmen zu müssen.
                                              Artikel 20
   1.      Vorbehaltlich der Absätze 2, 3 und 4 dieses Artikels und Artikel 34 dieser Richtlinie
   gelten die Anforderungen von Artikel 75 der Richtlinie [2000/12/EG] für Wertpapierfirmen.
   2.      Abweichend von Absatz 1 können die zuständigen Behörden den Wertpapierfirmen,
   die nicht zur Erbringung der Wertpapierdienstleistungen im Sinne von Ziffer 3 und 6 des
   Anhangs I Abschnitt A der Richtlinie 2004/39/EG befugt sind, gestatten, Eigenmittel
   auszuweisen, die zumindest dem Höheren der nachfolgend genannten Beträge entsprechen
   oder über diesem liegen:
            (a)   der Summe der Eigenkapitalanforderungen, die den Buchstaben a) bis c) in
                  Artikel 75 der Richtlinie [2000/12/EG ] entsprechen;
            (b)   des in Artikel 21 dieser Richtlinie genannten Betrages.
   3.      Abweichend von Absatz 1 können die zuständigen Behörden Wertpapierfirmen, die
   zwar ein Anfangskapital im Sinne von Artikel 9 halten, aber unter eine der nachfolgend
   genannten Kategorien fallen, gestatten, Eigenmittel auszuweisen, die zumindest den
   Eigenkapitalanforderungen entsprechen (oder höher liegen), die gemäß den Anforderungen
   von Buchstabe a) bis c) in Artikel 75 der Richtlinie [2000/12/EG] berechnet werden,
   zuzüglich des Betrags, der in Artikel 21 dieser Richtlinie genannt wird:
            (a)   Wertpapierfirmen, die für eigene Rechnung zum Zwecke der Erfüllung oder
                  Ausführung eines Kundenauftrags oder des möglichen Zutritts zu einem
                  Clearing - und Abwicklungssystem oder einer anerkannten Börse handeln,
                  sofern sie kommissionsweise tätig sind oder einen Kundenauftrag ausführen:
            (b)   Wertpapierfirmen, die
                  (i)   keine Kundengelder oder –wertpapiere halten;
                  (ii)  nur Handel für eigene Rechnung treiben;
                  (iii) die keine externen Kunden haben;
                  (iv) ihre Geschäfte unter der Verantwortung eines Clearinginstituts ausführen
                        und abwickeln lassen, wobei letzteres die Garantie dafür übernimmt.
   4.      Die in den Absätzen 2 und 3 genannten Wertpapierfirmen unterliegen nach wie vor
   allen anderen Bestimmungen auf dem Gebiet des operationellen Risikos, die in Anhang V der
   Richtlinie [2000/12/EG] genannt werden.
DE                                                36                                             DE
 ---pagebreak---                                                                   93/6/EWG Anhang IV
                                              Artikel 21
   Wertpapierfirmen müssen eine Eigenkapitalunterlegung aufweisen, die einem Viertel ihrer
   fixen Gemeinkosten während des Vorjahres entspricht.
   Die zuständigen Behörden können diese Anforderung bei einer gegenüber dem Vorjahr
   erheblich veränderten Geschäftstätigkeit einer Firma berichtigen.
   Firmen, die ihre Geschäftstätigkeit seit weniger als einem Jahr (einschließlich des Tages der
   Aufnahme der Geschäftstätigkeit) ausüben, müssen eine Eigenkapitalanforderung in Höhe
   von einem Viertel der im Unternehmensplan vorgesehenen fixen Gemeinkosten erfüllen,
   sofern nicht die Behörden eine Anpassung dieser Planung verlangen.
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
                                          ⌦ ABSCHNITT 2
         ANWENDUNG DER ANFORDERUNGEN AUF KONSOLIDIERTER BASIS ⌫
                                                                 neu
                                              Artikel 22
   1.     Die zuständigen Behörden, die mit der Wahrnehmung der Überwachung von unter
   Artikel 2 fallenden Gruppen auf konsolidierter Basis betraut bzw. dazu ermächtigt sind,
   können auf Einzelfallbasis von der Anwendung der Eigenkapitalanforderungen auf
   konsolidierter Basis abweichen, wenn
            a)    jede einer solchen Gruppe angehörende Wertpapierfirma die in Artikel 16
                  festgeschriebene Eigenmitteldefinition verwendet;
            b)    alle einer solchen Gruppe angehörenden Wertpapierfirmen in die Kategorien
                  fallen, die in Artikel 20 Absatz 2 und 3 genannt werden;
            c)    jede einer solchen Gruppe angehörende Wertpapierfirma den in den Artikeln
                  18 und 20 genannten Anforderungen auf Einzelbasis nachkommt und
                  gleichzeitig von ihren Eigenmitteln sämtliche Eventualverbindlichkeiten
                  gegenüber                   Wertpapierfirmen,                  Finanzinstituten,
                  Vermögensverwaltungsgesellschaften           und      Gesellschaften,        die
                  Nebendienstleistungen erbringen, in Abzug bringt, die ansonsten konsolidiert
                  würden;
            d)    jede     Finanzholdinggesellschaft,     die   die    Muttergesellschaft    einer
                  Wertpapierfirma in einer solchen Gruppe ist, zumindestet soviel Eigenkapital
DE                                                37                                               DE
 ---pagebreak---                   hält, das hier als die Summe aus Buchstabe a) bis h) in Artikel 57 der Richtlinie
                  [2000/12/EG] verstanden wird, wie die Summe des vollen Buchwertes aus
                  Beteiligungen, nachrangigen Forderungen und Instrumenten im Sinne von
                  Artikel 57 der Richtlinie [2000/12/EG] an bzw. gegenüber Wertpapierfirmen,
                  Finanzinstituten, Vermögensverwaltungsgesellschaften und Gesellschaften, die
                  Nebendienstleistungen erbringen, die ansonsten konsolidiert würden, und der
                  Gesamtsumme aus sämtlichen Eventualverbindlichkeiten gegenüber
                  Wertpapierfirmen, Finanzinstituten, Vermögensverwaltungsgesellschaften und
                  Gesellschaften, die Nebendienstleistungen erbringen, die ansonsten
                  konsolidiert würden.
            Wenn die Kriterien im ersten Unterabsatz erfüllt sind, müssen die Wertpapierfirmen
            über Systeme zur Überwachung und Kontrolle der Herkunft des Kapitals und der
            Finanzausstattung verfügen, die sich die Finanzholdinggesellschaften,
            Wertpapierfirmen, Finanzinstitute, Vermögensverwaltungsgesellschaften und
            Gesellschaften, die Nebendienstleistungen erbringen, innerhalb der Gruppe zu Nutze
            machen.
   2.     Abweichend von Absatz 1 können die zuständigen Behörden einer
   Finanzholdinggesellschaft, die die Muttergesellschaft einer Wertpapierfirma in einer solchen
   Gruppe ist, gestatten, einen niedrigen Wert anzusetzen als den, der in Buchstabe d) von
   Absatz 1 genannt ist. Allerdings darf er nicht unter der Summe der Anforderungen liegen, die
   in Artikel 18 und 20 auf Einzelbasis für Wertpapierfirmen, Finanzinstitute,
   Vermögensverwaltungsgesellschaften und Gesellschaften, die Nebendienstleistungen
   erbringen, festgeschrieben sind und die ansonsten konsolidiert würden, und der
   Gesamtsumme aus sämtlichen Eventualverbindlichkeiten gegenüber Wertpapierfirmen,
   Finanzinstituten,     Vermögensverwaltungsgesellschaften       und      Gesellschaften,      die
   Nebendienstleistungen erbringen, die ansonsten konsolidiert würden. Im Sinne dieses
   Absatzes handelt es sich bei der Eigenkapitalanforderung für Finanzinstitute,
   Vermögensverwaltungsgesellschaften und Gesellschaften, die Nebendienstleistungen
   erbringen, um eine fiktive Eigenkapitalanforderung.
                                                                 93/6/EWG Art. 7 Absatz 5 und
                                                              6 (angepasst)
                                                                 neu
                                              Artikel 23
   Die zuständigen Behörden verlangen von den Wertpapierfirmen einer nach Absatz 4
   ⌦ Artikel 22 ⌫ freigestellten Gruppe, daß ⌦ ss ⌫ sie sie von den Risiken unterrichten,
   welche ihre Finanzlage gefährden könnten, einschließlich der Risiken aufgrund der
   Zusammensetzung und der Herkunft ihres Kapitals und ihrer Finanzausstattung. Gelangen die
   zuständigen Behörden daraufhin zu der Auffassung, daß⌦ ss ⌫ die Finanzlage dieser
   Wertpapierfirmen ungenügend abgesichert ist, so machen sie diesen Auflagen und schreiben
   ihnen erforderlichenfalls auch Beschränkungen des Kapitaltransfers zu anderen Gruppenteilen
   vor.
   Verzichten die zuständigen Behörden auf die Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis im
   Sinne des Absatzes 4 ⌦ von Artikel 22 ⌫ , so ergreifen sie andere geeignete Maßnahmen
DE                                                38                                                DE
 ---pagebreak---    zur Überwachung der Risiken, insbesondere der Großrisiken, in der gesamten Gruppe,
   einschließlich der Unternehmen, die nicht in einem Mitgliedstaat ansässig sind.
                                                                  neu
   Weichen die zuständigen Behörden von der Verpflichtung zur Beaufsichtigung auf
   konsolidierter Basis im Sinne von Artikel 22 ab, gelten nach wie vor die Anforderungen von
   Titel V Kapitel 5 der Richtlinie [2000/12/EG] auf Einzelbasis sowie die Anforderungen von
   Artikel 124 der Richtlinie [2000/12/EG] für die Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen auf
   Einzelbasis.
                                                                  93/6/EWG Art. 7 Absatz 7 bis 9
   7. Die Mitgliedstaaten brauchen auf Institute, die Mutterunternehmen sind und einer
   Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis unterliegen, sowie auf alle Tochterunternehmen
   dieser Institute, die ihrer Zulassung und Beaufsichtigung unterliegen und in die
   Beaufsichtigung ihres Mutterunternehmens auf konsolidierter Basis einbezogen sind, die
   Anforderungen gemäß den Artikeln 4 und 5 und nicht auf individueller oder
   unterkonsolidierter Basis anzuwenden.
   Diese Möglichkeit besteht auch, wenn das Mutterunternehmen eine Finanz-
   Holdinggesellschaft mit Sitz in demselben Mitgliedstaat wie das Institut ist, sofern diese
   derselben Beaufsichtigung wie die Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und insbesondere
   den Anforderungen gemäß den Artikeln 4 und 5 unterliegt.
   In beiden Fällen sind, sofern von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, Maßnahmen zu
   ergreifen,    um     eine     zufriedenstellende      Eigenmittelaufteilung   innerhalb    der
   Unternehmensgruppe sicherzustellen.
   (8) Wenn ein Institut ein Tochterunternehmen eines anderen Instituts ist und in einem anderen
   Mitgliedstaat zugelassen ist und seinen Sitz hat, so wenden die zuständigen Behörden, die
   diese Zulassung erteilt haben, auf dieses Institut die Vorschriften gemäß den Artikeln 4 und 5
   auf individueller oder, soweit angezeigt, unterkonsolidierter Basis an.
   (9) Ungeachtet des Absatzes 8 können die für die Zulassung eines Tochterunternehmens eines
   Mutterunternehmens, das ein Institut ist, verantwortlichen zuständigen Behörden im Wege
   einer bilateralen Übereinkunft ihre Verantwortung für die Überwachung der angemessenen
   Eigenkapitalausstattung und der Großrisiken des Tochterunternehmens auf die zuständigen
   Behörden, die das Mutterunternehmen zugelassen haben und beaufsichtigen, übertragen. Die
   Kommission ist über das Bestehen und den Inhalt derartiger Übereinkünfte zu unterrichten.
   Sie übermittelt diese Information den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten
   sowie dem Beratenden Bankenausschuß und dem Rat, es sei denn, es handelt sich um
   Unternehmensgruppen gemäß Absatz 3.
DE                                                39                                              DE
 ---pagebreak---                                                                  neu
                                              Artikel 24
   Abweichend von Artikel 2 Absatz 2 können die zuständigen Behörden die Wertpapierfirmen
   von der dort festgeschriebenen konsolidierten Eigenkapitalanforderung ausnehmen, sofern
   alle Wertpapierfirmen in der Gruppe der Kategorie von Wertpapierfirmen angehören, auf die
   in Artikel 20 Absatz 2 Bezug genommen wird und die Gruppe keine Kreditinstitute umfasst.
   Sofern die Anforderungen des ersten Unterabsatzes erfüllt sind, ist die Mutterwertpapierfirma
   gehalten Eigenmittel auszuweisen, die stets der höheren der beiden nachfolgend genannten
   konsolidierten Anforderungen im Sinne der Berechnung in Abschnitt 3 dieses Kapitels
   entsprechen oder über dieser liegen:
           (a)    der Summe der Eigenkapitalanforderungen, die in Buchstabe a) bis c) des
                  Artikels 75 der Richtlinie [2000/12/EG] genannt werden;
           (b)    dem in Artikel 21 genannten Betrag.
                                              Artikel 25
   Abweichend von Artikel 2 Absatz 2 können die zuständigen Behörden die Wertpapierfirmen
   von der dort festgeschriebenen konsolidierten Eigenkapitalanforderung ausnehmen, sofern
   alle Wertpapierfirmen in der Gruppe der Kategorie von Wertpapierfirmen angehören, auf die
   in Artikel 20 Absatz 2 und 3 Bezug genommen wird und die Gruppe keine Kreditinstitute
   umfasst.
   Sofern die Anforderungen des ersten Unterabsatzes erfüllt sind, ist die Mutterwertpapierfirma
   gehalten, Eigenmittel auszuweisen, die stets der höheren der beiden nachfolgend genannten
   konsolidierten Eigenkapitalanforderungen im Sinne der Berechnung in Abschnitt 3 dieses
   Kapitels entsprechen oder über dieser liegen: der Summe der Anforderungen, die in
   Buchstabe a) bis c) des Artikels 75 der Richtlinie [2000/12/EG] genannt werden bzw. dem in
   Artikel 21 genannten Betrag.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
                                      ⌦ ABSCHNITT 3 ⌫
           BERECHNUNG DER ANFORDERUNGEN AUF KONSOLIDIERTER BASIS
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 4
                                                              (angepasst)
                                              Artikel 26
   1.      Sofern die Möglichkeit gemäß den Absätzen 7 und 9 ⌦ Artikel 22 ⌫ nicht in
   Anspruch genommen wird, können die zuständigen Behörden für die Berechnung der
DE                                                40                                             DE
 ---pagebreak---    Eigenkapitalanforderungen gemäß den Anhängen I und VIII und der Kundenrisiken gemäß
   ⌦ Artikel 28 bis 32 und ⌫ Anhang VI auf konsolidierter Basis zulassen, daß ⌦ ss ⌫
   Positionen im Wertpapierhandel ⌦ Handelsbuch ⌫ eines Instituts gegen Positionen im
   Wertpapierhandel        ⌦ Handelsbuch ⌫          eines    anderen     Instituts    nach   den
   Vorschriften⌦ gemäß Artikel 28 bis 32 und ⌫ der Anhänge I, VI und VIII aufgerechnet
   werden.
   Ferner können sie zulassen, daß ⌦ ss ⌫ Devisenpositionen eines Instituts gegen
   Devisenpositionen eines anderen Instituts nach den Vorschriften des Anhangs III und/oder
   des Anhangs VIII aufgerecnet werden. Des weiteren können sie zulassen, daß ⌦ ss ⌫
   Warenpositionen eines Instituts gegen Warenpositionen eines anderen Instituts nach den
   Vorschriften des Anhangs VII ⌦ IV ⌫ und/oder des Anhangs VIII aufgerechnet werden.
                                                                  93/6/EWG Art. 7 Absatz 11
                                                               (angepasst)
   2.      Die zuständigen Behörden können auch das Aufrechnen von Positionen des
   Wertpapierhandels ⌦ Handelsbuchs ⌫ und von Devisen- oder Warenpositionen von in
   Drittländern niedergelassenen Unternehmen zulassen, sofern folgende Bedingungen
   gleichzeitig erfüllt sind:
            i) a) Diese Unternehmen sind in einem Drittland zugelassen und entsprechen
            entweder der in Artikel 1 erster Gedankenstrich der Richtlinie 77/780/EWG ⌦ 4
            Absatz 1 der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten Definition für Kreditinstitute
            oder sind anerkannte Wertpapierfirmen eines Drittlands;
            ii) b) diese      Unternehmen          erfüllen      auf      individueller    Basis
            Eigenkapitalanforderungen, die den in dieser Richtlinie genannten gleichwertig sind;
            iii) c) in den betreffenden Ländern bestehen keine Vorschriften, durch die der
            Mitteltransfer innerhalb der Gruppe erheblich beeinträchtigt werden könnte.
                                                                  93/6/EWG Art 7. Absatz 12
                                                               (angepasst)
   3. Die zuständigen Behörden können die Aufrechnung nach Absatz 10 ⌦ 1 ⌫ zwischen in
   dem betreffenden Mitgliedstaat zugelassenen Instituten einer Unternehmensgruppe ebenfalls
   gestatten, sofern
            i) a) das Kapital innerhalb der Gruppe angemessen aufgeteilt ist;
            ii) b) der regulatorische, gesetzliche und/oder vertragliche Rahmen für die Tätigkeit
            der Institute so beschaffen ist, daß ⌦ ss ⌫ der gegenseitige finanzielle Beistand
            innerhalb der Gruppe gesichert ist.
                                                                  93/6/EWG Art. 7 Absatz 13
                                                               (angepasst)
   4. Ferner können die zuständigen Behörden die Aufrechnung nach Absatz 10 ⌦ 1 ⌫
   zwischen Instituten einer Unternehmensgruppe, die die Voraussetzungen nach Absatz 12
DE                                                41                                              DE
 ---pagebreak---    ⌦ 3 ⌫ erfüllen, und einem anderen, der gleichen Gruppe angehörenden Institut, das in
   einem anderen Mitgliedstaat zugelassen worden ist, gestatten, sofern dieses Institut gehalten
   ist, seine Kapitalanforderungen nach den Artikeln 4 und 5⌦ 18, 20 und 28 ⌫ auf
   individueller B ⌦ Einzelb ⌫ asis zu erfüllen.
                                                                 93/6/EWG Art. 7 Absatz 14 und
                                                              15 (angepasst)
                                             Artikel 27
   1.      Bei der Berechnung der Eigenmittel auf konsolidierter Basis ist Artikel 5 ⌦ 65 ⌫
   der Richtlinie 89/299/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ anzuwenden.
   2.      Die für die Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis zuständigen Behörden können die
   Gültigkeit der nach Anhang V ⌦ Kapitel IV ⌫ auf die betreffenden Institute anwendbaren
   speziellen Eigenmitteldefinitionen bei der Berechnung der konsolidierten Eigenmittel
   anerkennen.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
                                      ⌦ ABSCHNITT 4 ⌫
              ⌦ ÜBERWACHUNG UND KONTROLLE VON GROSSKREDITEN ⌫
                                                                 93/6/EWG Art. 5 Absatz 1
                                                              (angepasst)
                                             Artikel 28
   1.      Die Institute überwachen und kontrollieren ihre Groß ⌦ ss ⌫ kredite gemäß der
   Richtlinie 92/121/EWG ⌦ Artikel 106 bis 118 der Richtlinie [2000/12/EG].⌫
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 3
                                                              (angepasst)
   2.      Ungeachtet des ⌦ Abweichend von ⌫ Absatzes 1 überwachen und kontrollieren
   Institute, die die Eigenkapitalanforderungen für ihren Wertpapierhandel⌦ Handelsbuch ⌫
   gemäß den Anhängen I und II sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII berechnen, ihre
   Groß ⌦ ss ⌫ kredite gemäß der Richtlinie 92/121/EWG des Rates ⌦ den Artikeln 106 bis
   118 der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫vorbehaltlich der Änderungen nach Anhang VI
   ⌦ gemäß der Artikel 29 bis 32 ⌫ dieser Richtlinie.
DE                                               42                                              DE
 ---pagebreak---                                                                   neu (angepasst)
   3.      Bis zum 31. Dezember 2007 legt die Kommission dem Europäischen Parlament und
   dem Rat einen Bericht über die Anwendung dieses Abschnitts vor und unterbreitet
   gegebenenfalls Vorschläge.
                                                                  93/6/EWG Anhang VI Absatz 2
                                                               (angepasst)
                                                                  neu
                                                Artikel 29
   1.      Die aus dem Wertpapierhandel ⌦ Handelsbuch ⌫ herrührenden Risiken gegenüber
   Einzelkunden werden durch Addition der unter den nachstehenden Ziffern i), ii) und iii)
   ⌦ nachstehend ⌫ aufgeführten Werte berechnet:
             i) a) der etwaige Überschuß ⌦ ss ⌫ — falls positiv — der Kaufpositionen des
             Instituts über seine Verkaufspositionen in allen von dem betreffenden Kunden
             begebenen Finanzinstrumenten ⌦ gegenüber der ⌫ (die Nettoposition in jedem
             dieser Instrumente wird nach den Verfahren des Anhangs I ermittelt);
             ii) b) im Fall der Übernahmegarantie für Schuldtitel oder Aktien ist das Risiko des
             Instituts sein Nettorisiko; (das berechnet wird, indem die mit einer
             Übernahmegarantie versehenen, von Dritten gezeichneten oder von Dritten auf der
             Grundlage einer förmlichen Vereinbarung mitgarantierten Positionen abgezogen
             werden), vermindert um die in Anhang I Nummer 39 genannten Faktoren.
             iii) c) die Risiken, die aus den in Anhang II genannten Geschäften, Vereinbarungen
             und Kontrakten mit den betreffenden Kunden herrühren, wobei diese Risiken nach
             dem in demselben Anhang festgelegten Verfahren, jedoch ohne die Anwendung der
             Gewichtungen für das Gegenparteirisiko ⌦ für die Berechnung der
             Forderungswerte ⌫ berechnet werden.
   ⌦Im Sinne von Buchstabe b wird das Nettorisiko berechnet, indem die mit einer
   Übernahmegarantie versehenen, von Dritten gezeichneten oder von Dritten auf der Grundlage
   einer förmlichen Vereinbarung mitgarantierten Positionen abgezogen werden, vermindert um
   die in Anhang I Nummer 41 genannten Faktoren. ⌫
   Bis zu einer weitergehenden Koordinierung machen die zuständigen Behörden es den
   Instituten ⌦ im Sinne von Buchstabe b ⌫ zur Auflage, Systeme zur Überwachung und
   Kontrolle ihrer Übernahmerisiken von dem Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung übernommen
   wird, bis zum ersten Arbeitstag einzurichten, wobei der Art der auf den betreffenden Märkten
   eingegangenen Risiken Rechnung zu tragen ist; .
                Im Sinne von Buchstabe c) werden die Artikel 84 bis 89 der Richtlinie
             [2000/12/EG] von dem Verweis in Absatz 5 in Anhang II dieser Richtlinie
             ausgenommen.
DE                                                  43                                           DE
 ---pagebreak---                                                              93/6/EWG Anhang VI Absatz 3
                                                          (angepasst)
   2.      Sodann werden d ⌦ D ⌫ ie Risiken aus dem Wertpapierhandel ⌦ Handelsbuch ⌫
   gegenüber Gruppen verbundener Kunden ⌦ werden ⌫ durch Addition der gemäß Nummer
   2 ⌦ Absatz 1 ⌫ berechneten Risiken gegenüber den Einzelkunden der Gruppe ermittelt.
                                                             93/6/EWG Anhang VI Absatz 4
                                                          (angepasst)
                                           Artikel 30
   1.      Die Gesamtrisiken gegenüber Einzelkunden oder Gruppen verbundener Kunden
   werden berechnet, indem die Risiken aus dem Wertpapierhandel ⌦ Handelsbuch ⌫ und die
   aus anderen Geschäftsbereichen herrührenden Risiken addiert werden; dabei findet Artikel 4
   Absätze 6 bis 12 der Richtlinie 92/121/EWG ⌦ n die Artikel 112 bis 117 der Richtlinie
   [2000/12/EG] ⌫ Anwendung.
   Zur Berechnung des Risikos aus anderen Bereichen als dem Wertpapierhandel ⌦ aus dem
   Nicht-Handelsbuch ⌫ veranschlagen die Institute die Risiken, die sich aus Aktiva ergeben,
   die nach Anhang V Nummer 2 Buchstabe d) ⌦ Artikel 13 Absatz 2 Buchstabe d ⌫ von
   ihren Eigenmitteln abgezogen wurden, mit Null.
                                                             93/6/EWG Anhang VI Absatz 5
                                                          (angepasst)
                                                             neu
   2.      Das nach Nummer ⌦ Absatz 4 ⌫ 4 berechnete Gesamtrisiko der Institute gegenüber
   Einzelkunden und Gruppen verbundener Kunden ist gemäß Artikel 3 der Richtlinie
   92/121/EWG ⌦ 110 der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ zu melden.
      Sofern keine Beziehung zu Pensionsgeschäften, Wertpapier- oder Warenleihgeschäften
   oder Wertpapier- oder Warenverleihgeschäften besteht, beinhaltet die Berechnung der
   Grosskredite an Kunden und Gruppen verbundener Kunden für Meldezwecke nicht die
   Anerkennung der Kreditrisikominderung.
                                                             93/6/EWG Anhang VI Absatz 6
                                                          (angepasst)
   3.      Die Summe der Risiken gegenüber einem Einzelkunden oder einer Gruppe
   verbundener Kunden ⌦ im Sinne von Absatz 1 ⌫ unterliegt vorbehaltlich der
   Übergangsbestimmungen des Artikels 6 der Richtlinie 92/121/EWG den Obergrenzen
   ⌦ gemäß Artikel 111 bis 117 der Richtlinie [2000/12/EG]. ⌫
DE                                             44                                             DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG Anhang VI Absatz 7
                                                              (angepasst)
   4.      Unbeschadet der Nummer 6 ⌦ Abweichend von Absatz 3 ⌫ können die zuständigen
   Behörden zulassen, daß ⌦ ss ⌫ Vermögenswerte, die Forderungen und sonstige Risiken
   gegenüber Wertpapierfirmen, anerkannten Wertpapierfirmen dritter Länder sowie
   anerkannten Clearingstellen und Börsen für Finanzinstrumente darstellen, genauso behandelt
   werden, wie dies für Risiken gegenüber Krediti ⌦ I ⌫ nstituten in Artikel 4 Absatz 7
   Buchstabe i) und Artikel 4 Absätze 9 und 10 der Richtlinie 92/121/EWG ⌦ im Sinne von
   Artikel 113 Absatz 2 Buchstabe i, Artikel 115 Absatz 2 und Artikel 116 der
   Richtlinie 2000/12/EG] ⌫ vorgesehen ist.
                                                                 93/6/EWG Anhang VI Absatz 8
                                                              (angepasst)
                                              Artikel 31
   Die zuständigen Behörden können zulassen, daß ⌦ ss ⌫ die in Artikel 4 der Richtlinie
   92/121/EWG ⌦ 111 bis 117 der Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten Obergrenzen
   überschritten werden, sofern ⌦ wenn ⌫ die folgenden Bedingungen gleichzeitig erfüllt
   sind:
            1. a) Das nicht auf den Wertpapierhandel ⌦ auf das Nicht-Handelsbuch ⌫
            entfallende Risiko gegenüber dem Einzelkunden oder der Kundengruppe
            überschreitet nicht die in der Richtlinie 92/121/EWG ⌦ Artikel 111 bis 117 der
            Richtlinie [2000/12/EG] ⌫ genannten und unter Berücksichtigung der Eigenmittel
            im Sinne der Richtlinie 89/299/EWG [2000/12/EG] berechneten Obergrenzen, so
            daß ⌦ ss ⌫ sich die Überschreitung allein aus dem Wertpapierhandel
            ⌦ Handelsbuch ⌫ ergibt.
            2. b) Das Institut erfüllt wegen Überschreitung der Obergrenzen nach Artikel
            4 ⌦ 111 ⌫ Absätze 1 und 2 der Richtlinie 92/121/EWG ⌦[2000/12/EG]⌫ eine
            zusätzliche Kapitalanforderung. ⌦ , die gemäß Anhang VI dieser Richtlinie
            berechnet wird. ⌫
            3. c) Dauert die Überschreitung höchstens zehn Tage an, so darf das
            Wertpapierhandels ⌦ Handelsbuch ⌫ risiko gegenüber dem Kunden oder der
            Kundengruppe 500 % der Eigenmittel des Instituts nicht überschreiten.
            4. d) Alle Überschreitungen, die länger als zehn Tage andauern, dürfen zusammen
            600 % der Eigenmittel des Instituts nicht überschreiten.
            5 . e) Die Institute melden den zuständigen Behörden vierteljährlich alle Fälle, in
            denen die in Artikel 4 ⌦ 111 ⌫Absatz 1 und 2 der Richtlinie 92/121/EWG
            ⌦[2000/12/EG]⌫ festgelegten Obergrenzen in den vorangegangenen drei Monaten
            überschritten worden sind.
DE                                                45                                            DE
 ---pagebreak---             In jedem der ⌦ in e) genannten ⌫ Fälle, in denen die Obergrenzen überschritten
            worden sind, sind die Höhe der Überschreitung und der Name des betreffenden
            Kunden mitzuteilen.
                                                                93/6/EWG Anhang VI Absatz 9
                                                             und 10 (angepasst)
                                             Artikel 32
   1.      Die zuständigen Behörden entwickeln dem Rat und der Kommission mitzuteilende
   Verfahren, damit die Institute die zusätzlichen Kapitalanforderungen, die sie normalerweise
   für Risiken jenseits der in Artikel 4 ⌦ 111 ⌫ Absätze 1 und 2 der Richtlinie
   92/121/EWG ⌦[2000/12/EG]⌫ festgelegten Obergrenzen bei einer Risikodauer von mehr
   als zehn Tagen erfüllen müß ⌦ ss ⌫ ten, nicht vorsätzlich umgehen können, indem sie die
   betreffenden Risiken vorübergehend auf eine andere Gesellschaft innerhalb oder außerhalb
   der gleichen Gruppe übertragen und/oder Scheingeschäfte tätigen, um das Risiko innerhalb
   der Zehn-Tages-Frist abzulösen und ein neues Risiko einzugehen. Die Institute müssen
   weiterhin mit Systemen arbeiten, die sicherstellen, daß alle Übertragungen mit derartiger
   Wirkung unverzüglich den zuständigen Behörden mitgeteilt werden.
            Die zuständigen Behörden teilen ⌦ dem Rat und ⌫ der Kommission diese
            Verfahren mit.
            Die Institute müssen weiterhin mit Systemen arbeiten, die sicherstellen, daß
            ⌦ ss ⌫ alle Übertragungen mit derartiger Wirkung unverzüglich den zuständigen
            Behörden mitgeteilt werden.
   2.      Die zuständigen Behörden können den Instituten, die die alternative Definition
   ⌦ Festlegung ⌫ der Eigenmittel nach Anhang V Nummer 2 ⌦ Artikel 13 Absatz 2 ⌫
   verwenden dürfen, gestatten, diese Definition ⌦ Festlegung ⌫ auch bei der Anwendung der
   Nummern 5, 6 und 8 dieses Anhangs ⌦ von Artikel 30 Absatz 2 und 3 sowie Artikel 31 ⌫
   zu verwenden, sofern die betroffenen Institute zusätzlich gehalten sind, den Verpflichtungen
   gemäß den Artikeln 3 und 4 ⌦ 110 bis 117 ⌫ der Richtlinie 92/121/EWG ⌦ [2000/12/EG]
   ⌫ hinsichtlich der Risiken, die sich nicht aus dem Wertpapierhandel ⌦ Handelsbuch ⌫
   ergeben, durch Verwendung der Eigenmittel im Sinne der Richtlinie 89/299/EWG
   ⌦ [2000/12/EG] ⌫ nachzukommen.
DE                                               46                                             DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG (angepasst)
                                       ⌦ ABSCHNITT 5 ⌫
             BEWERTUNG DER POSITIONEN ZU MELDEZWEGKEN
                                               Artikel 33
                                                                 neu
   1.      Alle Handelsbuchpositionen unterliegen Bewertungsregeln nach dem Grundsatz der
   Vorsicht, so wie sie in Anhang VII Teil B spezifiziert sind. Im Sinne dieser Regeln haben die
   Institute sicherzustellen, dass jeder für eine Handelsbuchposition ausgewiesene Wert
   angemessen den derzeitigen Marktwert berücksichtigt. Dieser Wert muss einen angemessenen
   Grad an Sicherheit widerspiegeln, der der dynamischen Wesensart der
   Handelsbuchpositionen, den Anforderungen der aufsichtlichen Solidität und der
   Funktionsweise und dem Zweck der Eigenkapitalanforderungen im Hinblick auf die
   Handelsbuchpositionen Rechnung trägt.
   2.      Die Positionen werden zumindest einmal täglich neu bewertet.
                                                                 93/6/EWG Art. 6 (angepasst)
   (1) Die Institute bewerten die Positionen ihres Wertpapierhandels täglich zum Marktpreis,
   sofern sie nicht Artikel 4 Absatz 6 unterliegen.
   (2) Sind die Marktpreise nicht ohne weiteres zu ermitteln, z. B. beim Handel mit
   Neuemissionen auf den Primärmärkten, so können die zuständigen Behörden davon absehen,
   die Einhaltung des ⌦ r ⌫ Absatzes ⌦ Absätze ⌫ 1 ⌦ und 2 ⌫ zu verlangen, und den
   Instituten die Verwendung alternativer Bewertungsverfahren vorschreiben, sofern diese
   Verfahren dem Kriterium der gebotenen Sorgfalt ⌦ Vorsicht ⌫ gerecht werden und von
   den zuständigen Behörden genehmigt wurden.
DE                                                 47                                            DE
 ---pagebreak---                                                                 93/6/EWG
              BEAUFSICHTIGUNG AUF KONSOLIDIERTER BASIS
                                                                neu
                                ANWENDUNGSBEREICH
                                                                96/3/EWG
                                             Artikel 7
                                      Allgemeine Grundsätze
                                                                98/31EG Art. 7 Absatz 10
                                                             (angepasst )
   (10) Sofern die Möglichkeit gemäß den Absätzen 7 und 9 nicht in Anspruch genommen wird,
   können die zuständigen Behörden für die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen gemäß
   den Anhängen I und VIII und der Kundenrisiken gemäß Anhang VI auf konsolidierter Basis
   zulassen, daß Positionen im Wertpapierhandel eines Instituts gegen Positionen im
   Wertpapierhandel eines anderen Instituts nach den Vorschriften der Anhänge I, VI und VIII
   aufgerechnet werden.
   Ferner können sie zulassen, daß Devisenpositionen eines Instituts gegen Devisenpositionen
   eines anderen Instituts nach den Vorschriften des Anhangs III und/oder des Anhangs VIII
   aufgerechnet werden. Des weiteren können sie zulassen, daß Warenpositionen eines Instituts
   gegen Warenpositionen eines anderen Instituts nach den Vorschriften des Anhangs VII
   und/oder des Anhangs VIII aufgerechnet werden.
                                                                neu
                                          ABSCHNITT 6
                    RISIKOMANAGEMENT UND KAPITALBEWERTUNG
                                            Artikel 34
   Die zuständigen Behörden schreiben vor, dass jede Wertpapierfirma sowohl die
   Anforderungen in Artikel 13 der Richtlinie 2004/39/EG als auch die Anforderungen in den
   Artikeln 22 und 123 der Richtlinie [2000/12/EG] zu erfüllen hat.
DE                                              48                                            DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG (angepasst)
                                      ⌦ ABSCHNITT 7 ⌫
                                     MELDEPFLICHTEN
                                                                 93/6/EWG Art. 8 (angepasst)
                                             Artikel 35
   1.      Die Mitgliedstaaten machen es den Wertpapierfirmen und Kreditinstituten zur
   Auflage, den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats alle erforderlichen
   Informationen zur Verfügung zu stellen, damit beurteilt werden kann, ob die in
   Übereinstimmung mit dieser Richtlinie erlassenen Vorschriften eingehalten werden. Die
   Mitgliedstaaten stellen außerdem sicher, daß ⌦ ss ⌫ die internen Kontrollverfahren sowie
   die Verwaltung und das REGhnungswesen der Institute es gestatten, die Einhaltung der
   genannten Vorschriften jederzeit zu überprüfen.
   2.      Wertpapierfirmen haben ⌦ erstatten ⌫ den zuständigen Behörden in der von diesen
   festgelegten Form im Fall der in Artikel 3 Absatz 3 ⌦ 9 ⌫ genannten Firmen mindestens
   einmal im Monat, im Fall der in Artikel 3 ⌦ 5 ⌫ Absatz 1 genannten Firmen mindestens
   alle drei Monate und im Fall der in Artikel 3⌦ 5 ⌫ Absatz 2 genannten Firmen mindestens
   alle sechs Monate Bericht zu erstatten.
   3.      Unbeschadet des Absatzes 2 ist vorzusehen, daß ⌦ ss ⌫ die in Artikel 3 Absätze
   ⌦ 5 Absatz ⌫ 1 und 3 ⌦ in Artikel 9 ⌫ genannten Wertpapierfirmen die Meldungen auf
   konsolidierter oder unterkonsolidierter Basis nur alle sechs Monate vorzunehmen haben.
   4.      Kreditinstitute haben den zuständigen Behörden in der von diesen festgelegten Form
   in den Zeitabständen Bericht zu erstatten, die in der Richtlinie 89/647/EWG
   ⌦ [2000/12/EG] ⌫ vorgesehen sind.
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 5
   5.      Die zuständigen Behörden verpflichten die Institute, unverzüglich jeden Fall zu
   melden, in dem deren Gegenparteien bei Pensionsgeschäften und umgekehrten
   Pensionsgeschäften oder Wertpapier- und Warenverleih- und -leihgeschäften ihren
   Verpflichtungen nicht nachgekommen sind. Die Kommission berichtet dem Rat spätestens
   drei Jahre nach dem in Artikel 12 genannten Zeitpunkt über diese Fälle sowie über deren
   Auswirkungen auf die Behandlung der genannten Geschäfte im Rahmen dieser Richtlinie. In
   dem Bericht ist auch darzulegen, wie die Institute jede einzelne der für sie geltenden
   Bedingungen gemäß Artikel 2 Nummer 6 Buchstabe b) Ziffern i) bis v) und insbesondere die
   Bedingung nach Ziffer v) erfüllen. Ferner ist darin jede Veränderung des relativen Umfangs
   der bisherigen Kreditgeschäfte der Institute und ihre Kreditvergabe im Rahmen von
   umgekehrten Pensionsgeschäften und von Wertpapier- und Warenleihgeschäften anzugeben.
   Stellt die Kommission anhand dieses Berichts sowie anderer Informationen fest, daß
   weitergehende Schutzvorkehrungen erforderlich sind, um Mißbräuchen vorzubeugen, so
   unterbreitet sie geeignete Vorschläge.
DE                                                49                                          DE
 ---pagebreak---                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                     ⌦ Kapitel VI ⌫
                                      ⌦ABSCHNITT 1 ⌫
                                ZUSTÄNDIGE BEHÖRDEN
                                                               93/6/EWG Art. 9 (angepasst)
                                             Artikel 36
   1.     Die Mitgliedstaaten benennen die Behörden, welche ⌦ für ⌫ die in dieser Richtlinie
   vorgesehenen Aufgaben zu erfüllen haben ⌦ zuständig sind ⌫ . Sie setzen die Kommission
   unter Angabe etwaiger Aufgabenteilungen davon in Kenntnis.
   2.     Bei den in Absatz 1 genannten ⌦ zuständigen ⌫ Behörden muß ⌦ ss ⌫ es sich
   um Behörden oder um Stellen handeln, die nach nationalem Recht oder von den Behörden als
   Teil des im betreffenden Mitgliedstaat bestehenden Aufsichtssystems offiziell anerkannt sind.
   3.     Die betreffenden ⌦ zuständigen ⌫ Behörden sind mit allen zur Erfüllung ihrer
   Aufgaben notwendigen Befugnissen auszustatten; sie müssen insbesondere überwachen
   können, wie sich der Wertpapierhandel ⌦ das jeweilige Handelsbuch ⌫ zusammensetzt.
   1.       4Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten arbeiten bei der Erfüllung
            der in dieser Richtlinie vorgesehenen Aufgaben eng zusammen; dies gilt
            insbesondere dann, wenn Wertpapierdienstleistungen im grenzüberschreitenden
            Dienstleistungsverkehr oder durch Errichtung von Zweigniederlassungen in einem
            oder in mehreren Mitgliedstaaten erbracht werden. Sie liefern einander auf Anfrage
            sämtliche Informationen, die geeignet sind, die Überwachung der angemessenen
            Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten und insbesondere
            der Einhaltung der in dieser Richtlinie genannten Vorschriften zu erleichtern. Der in
            dieser Richtlinie vorgesehene Informationsaustausch zwischen den zuständigen
            Behörden unterliegt hinsichtlich der Wertpapierfirmen dem Berufsgeheimnis gemäß
            Artikel 25 der Richtlinie 93/22/EWG und hinsichtlich der Kreditinstitute dem
            Berufsgeheimnis gemäß Artikel 12 der Richtlinie 77/780/EWG in der Fassung der
            Richtlinie 89/646/EWG.
DE                                               50                                               DE
 ---pagebreak---                                                                     neu
                                            ABSCHNITT 2
                                     BEAUFSICHTIGUNG
                                               Artikel 37
   1.      Die Artikel 124 bis 132, 136 und 144 der Richtlinie [2000/12/EG] gelten mutatis
   mutandis für die Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen in Übereinstimmung mit dem
   nachfolgend Gesagten:
             a)    Verweise auf Artikel 6 der Richtlinie [2000/12/EG] werden als Verweise auf
                   Artikel 5 der Richtlinie 2004/39/EG verstanden;
             b)    Verweise auf Artikel 22 und Artikel 123 der Richtlinie [2000/12/EG] werden
                   als Verweise auf Artikel 34 dieser Richtlinie verstanden;
             (c)   Verweise auf Artikel 44 bis 52 der Richtlinie [2000/12/EG] werden als
                   Verweise auf die Artikel 54 und 58 der Richtlinie 2004/39/EG verstanden.
             Hat eine EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft sowohl ein Kreditinstitut als auch eine
             Wertpapierfirma zur Tochter, so wird eine für die Überwachung des Kreditinstituts
             zuständige Behörde als für die Beaufsichtigung auf konsolidierter Basis der von
             dieser Muttergesellschaft kontrollierten Institute zuständig benannt.
   2.      Die in Artikel 129 Absatz 2 der Richtlinie [2000/12/EG] genannten Anforderungen
   gelten auch für die Anerkennung der internen Modelle der Institute im Rahmen von Anhang
   V dieser Richtlinie.
             Der Zeitraum für die im ersten Unterabsatz genannte Anerkennung beträgt sechs
             Monate.
                                                                    93/6/EWG Art. 9 Absatz 4
                                                                 (angepasst)
                                               Artikel 38
   1.      Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten arbeiten bei der Erfüllung der
   in dieser Richtlinie vorgesehenen Aufgaben eng zusammen; dies gilt insbesondere dann,
   wenn Wertpapierdienstleistungen im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr oder
   durch Errichtung von Zweigniederlassungen in einem oder in mehreren Mitgliedstaaten
   erbracht werden.
   Sie liefern einander auf Anfrage sämtliche Informationen, die geeignet sind, die Überwachung
   der angemessenen Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten
DE                                                 51                                            DE
 ---pagebreak---    ⌦ Instituten ⌫ und insbesondere der Einhaltung der in dieser Richtlinie genannten
   Vorschriften zu erleichtern.
   2.      Der in dieser Richtlinie vorgesehene Informationsaustausch zwischen den zuständigen
   Behörden unterliegt hinsichtlich der Wertpapierfirmen dem ⌦ den folgenden
   Verpflicht²ungen in Bezug auf das ⌫ Berufsgeheimnis⌦ : ⌫
            a)    ⌦ für Wertpapierfirmen gelten die Bestimmungen von ⌫ gemäß Artikel 25
            ⌦ 54 und 58 ⌫ der Richtlinie 93/22/EWG⌦ 2004/39/EG; ⌫
            b)    und hinsichtlich der ⌦ für ⌫ Kreditinstitute ⌦ gelten die Bestimmungen
            von ⌫ dem Berufsgeheimnis gemäß Artikel 12 ⌦ 44 bis 52 ⌫ der Richtlinie
            77/780/EWG in der Fassung der Richtlinie 89/646/EWG ⌦ [2000/12/EG] ⌫ .
                                                                neu
                                           Kapitel VII
                                          Offenlegung
                                             Artikel 39
   Die Anforderungen von Titel V, Kapitel 5 der Richtlinie [2000/12/EG] gelten auch für
   Wertpapierfirmen.
                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                     ⌦ Kapitel VIII ⌫
                                       ⌦ ABSCHNITT 1 ⌫
                                                                neu
                                             Artikel 40
   Im Hinblick auf die Berechnung der Mindesteigenkapitalanforderungen für das
   Gegenparteiausfallrisiko im Rahmen dieser Richtlinie und für das Kreditrisiko im Rahmen
   der Richtlinie [2000/12/EG] sowie unbeschadet der Bestimmungen des zweiten bis sechsten
   Absatzes von Anhang III der Richtlinie [2000/12/EG] werden Risiken gegenüber anerkannten
   Drittland-Wertpapierfirmen und Risiken gegenüber anerkannten Clearinghäusern und Börsen
   wie Risiken gegenüber den Instituten behandelt.
DE                                               52                                            DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 41
   Bis zum 31. Dezember 2008 wird die Kommission die in Anhang II dargelegte Behandlung
   des Gegenparteiausfallsrisikos überprüfen und gegebenenfalls modifizieren.
                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                     ⌦ ABSCHNITT 2 ⌫
                        ⌦DURCHFÜHRUNGSBEFUGNISSE⌫
                                                                93/6/EWG Art. 10 (angepasst)
                                                                neu
                                              Artikel 42
   1.      Bis zur Annahme einer weiteren Richtlinie mit Bestimmungen zur Anpassung dieser
   Richtlinie an den technischen Fortschritt in bestimmten Bereichen erläßt der Rat entsprechend
   dem Beschluß 87/373/EWG auf Vorschlag der Kommission mit qualifizierter Mehrheit die
   gegebenenfalls erforderlichen Anpassungen; bei diesen Bereichen handelt es sich um ⌦ Im
   Einvernehmen mit dem in Artikel 43 Absatz 2 genannten Verfahren kann die Kommission
   über Änderungen in den folgenden Bereichen befinden: ⌫
            a)     die Klärung der Begriffsbestimmungen in Artikel 2 ⌦ 3 ⌫ zwecks
            einheitlicher Anwendung dieser Richtlinie in der Gemeinschaft;
            b)     die Klärung der Begriffsbestimmungen in Artikel 2⌦ 3 ⌫, um der
            Entwicklung auf den Finanzmärkten Rechnung zu tragen;
            c)     die Änderung des nach Artikel 3 ⌦ 5 bis 9 ⌫ erforderlichen Anfangskapitals
            sowie des in Artikel 4 Absatz 6 ⌦18 Absatz 2⌫ festgelegten Betrags zur
            Berücksichtigung wirtschaftlicher und währungspolitischer Entwicklungen;
               d) die Änderung der Kategorien von Wertpapierfirmen in Artikel 20 Absatz 2 und
            3, um den Entwicklungen auf den Finanzmärkten Rechnung zu tragen; 
               e) die Klärung der Anforderung in Artikel 21, um die einheitliche Anwendung
            der Richtlinie in der Gemeinschaft zu gewährleisten; 
            f)     die Abstimmung der Terminologie und der Begriffsbestimmungen mit späteren
            Rechtsvorschriften über Institute und damit zusammenhängende Bereiche;.
               (g) Änderung der technischen Bestimmungen in den Anhängen I bis VII , um den
            Entwicklungen       auf   den     Finanzmärkten,     der   Risikobewertung,      den
            Rechnungslegungsstandards bzw. Anforderungen im Gemeinschaftsrecht Rechnung
            zu tragen.
DE                                                53                                             DE
 ---pagebreak---                                                                neu
                                             Artikel 43
   1.      Die Kommission wird von einem Ausschuss unterstützt.
   2.      Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gilt Artikel 5 des Beschlusses
   1999/468/EG unter Beachtung seines Artikels 7 Absatz 3 sowie seines Artikels 8.
            Der Zeitraum nach Artikel 5 Absatz 6 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf drei
            Monate festgesetzt.
                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                      ⌦ ABSCHNITT 3 ⌫
                              ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN
                                                                93/6/EWG Art. 11
                                             Artikel 11
   (1) Die Mitgliedstaaten können den unter Artikel 30 Absatz 1 der Richtlinie 93/22/EWG
   fallenden Wertpapierfirmen, deren Eigenmittel bei Beginn der Anwendung dieser Richtlinie
   nicht die für sie in Artikel 3 Absätze 1 bis 3 vorgesehenen Beträge erreichen, die Zulassung
   erteilen. Die Eigenmittel dieser Wertpapierfirmen müssen jedoch sodann mit den
   Bedingungen des Artikels 3 Absätze 5 bis 8 in Einklang gebracht werden.
   (2) Unbeschadet der Nummer 14 des Anhangs I können die Mitgliedstaaten für
   Schuldverschreibungen, für die in Artikel 11 Absatz 2 der Richtlinie 89/647/EWG ein
   Gewicht von 10 % festgelegt wurde, eine Eigenkapitalunterlegung für das spezifische Risiko
   vorschreiben, die der Hälfte der Eigenkapitalunterlegung für qualifizierte Aktiva mit der
   gleichen Restlaufzeit wie die genannten Schuldverschreibungen entspricht.
DE                                               54                                             DE
 ---pagebreak---                                                                98/31/EG Art. 1 Absatz 6
                                                               (angepasst)
                                              Artikel 11a
    Die Mitgliedstaaten können bis zum 31. Dezember 2006 ihren Instituten gestatten, anstelle
    der in Anhang VII Nummern 13, 14, 17 und 18 genannten Sätze die Mindestsätze für den
    «spread»Satz, den «carry»Satz und den «outright»Satz der nachstehenden Tabelle zu
    verwenden, sofern die Institute nach Ansicht ihrer zuständigen Behörden
    i)     Warentermingeschäfte in erheblichem Umfang tätigen,
    ii)    ein diversifiziertes Portfolio von Warenpositionen halten und
    iii)   noch nicht in der Lage sind, interne Modelle für die Berechnung der
    Eigenkapitalunterlegung des Warenpositionsrisikos im Einklang mit Anhang VIII
    einzusetzen.
                                                Tabelle
                    Edelmetalle           Andere       Agrarerzeugnisse      Sonstige
                    (ausgenommen          Metalle      (Weichwaren)          Erzeugnisse,
                    Gold)                                                    einschließlich
                                                                             Energieprodukte
   «spread»Satz     1,0                   1,2           1,5                  1,5
   (in %)
   «carry»Satz      0,3                   0,5          0,6                   0,6
   (in %)
   «outright»Satz   8                     10           12                    15
   (in %)
    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission mit, in welcher Weise sie von diesem Artikel
    Gebrauch machen.
    .
DE                                                55                                          DE
 ---pagebreak---                                                                    neu
                                               Artikel 44
   Artikel 152 Absatz 1 bis 6 der Richtlinie [2000/12/EG] gilt im Einvernehmen mit Artikel 2
   und Kapitel V Abschnitte 2 und 3 dieser Richtlinie für Wertpapierfirmen, die risikogewichtete
   Forderungsbeträge im Sinne von Anhang II dieser Richtlinie berechnen. Dies erfolgt in
   Übereinstimmung mit den Artikeln 84 bis 89 der Richtlinie [2000/12/EG]. Das Gleiche gilt
   auch für Wertpapierfirmen, die den fortgeschrittenen Messansatz ("Advanced Measurement
   Approach“) gemäß Artikel 105 dieser Richtlinie für die Berechnung ihrer
   Eigenkapitalanforderungen für das operationelle Risiko zu Grunde legen.
                                               Artikel 45
   Bis zum 31. Dezember 2012 können die Mitgliedstaaten für Wertpapierfirmen, deren
   relevanter Indikator für das Geschäftsfeld Handel- und Verkauf zumindest 50% der gesamten
   einschlägigen Indikatoren für sämtliche Geschäftsfelder ausmacht, die gemäß Artikel 20
   dieser Richtlinie und Anhang X Teil 2 Absatz 1 bis 8 der Richtlinie [2000/12/EG] berechnet
   werden, einen Satz von 15% für das Geschäftsfeld „Handel und Verkauf“ anwenden.
                                                                   93/6/EWG Art. 12 (angepasst)
                                                                   neu
                                       ⌦ ABSCHNITT 4 ⌫
                                SCHLUSSBESTIMMUNGEN
                                               Artikel 46
   (1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um
   dieser Richtlinie spätestens zu dem in Artikel 31 Absatz 2 der Richtlinie 93/22/EWG
   genannten Zeitpunkt nachzukommen. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon in
   Kenntnis.
   1.     Spätestens bis zum 31. Dezember 2006 erlassen und veröffentlichen die
   Mitgliedstaaten die Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die erforderlich sind, um den
   Artikeln 2, 3, 11, 13, 17, 18, 19, 20, 22, 23, 24, 25, 29, 30, 33, 34, 35, 37, 39, 40, 42, 44, 45
   und 47 sowie den Anhängen I, II, III, V und VII nachzukommen. Sie teilen der Kommission
   den Wortlaut dieser Vorschriften unverzüglich mit und übermitteln ihr zugleich eine
   Übereinstimmungstabelle zwischen den genannten Vorschriften und dieser Richtlinie.
            Sie wenden die Vorschriften ab dem 31. Dezember 2006 an.
            Wenn die Mitgliedstaaten diese Vorschriften erlassen, nehmen sie in diesen
            Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf
            diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten dieser
DE                                                 56                                                DE
 ---pagebreak---             Bezugnahme. ⌦Auch nehmen sie einen Hinweis dahingehend auf, dass Verweise in
            bestehenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften auf diese Richtlinien, die mittels
            der vorliegenden Richtlinie aufgehoben werden, als Verweise auf diese Richtlinie zu
            konstruieren sind. ⌫
   2.      Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission      den Wortlaut der  die wichtigsten
   innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden
   Gebiet erlassen.
                                                               neu
                                             Artikel 47
   1.      Artikel 152 Absatz 7 bis 12 der Richtlinie [2000/12/EG] findet mutatis mutandis im
   Sinne dieser Richtlinie Anwendung, sofern die folgenden Bestimmungen erfüllt sind, die zu
   Grunde gelegt werden, wenn der in Artikel 152 Absatz 7 der Richtlinie [2000/12/EG]
   genannte Ermessensspielraum in Anspruch genommen wird:
            (a)   Verweise in Anhang II Absatz 6 der Richtlinie [2000/12/EG] sind als Verweise
                  auf die Richtlinie 2000/12/EG zu verstehen, wie diese Richtlinie vor dem in
                  Artikel 46 genannten Termin bestand;
            (b)   Anhang II Absatz 4.1 findet Anwendung, wie vor dem in Artikel 46 genannten
                  Termin bestand.
   2.      Artikel 157 Absatz 2 der Richtlinie [2000/12/EG] findet mutatis mutandis im Sinne
   der Artikel 18 und 20 Anwendung.
                                                                93/6/EWG Art. 13
                                             Artikel 13
   Die Kommission unterbreitet dem Rat so rasch wie möglich Vorschläge für die
   Kapitalanforderungen an den Rohstoffhandel, den Handel mit davon abgeleiteten
   Instrumenten und die Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren.
   Der Rat muß über die Vorschläge der Kommission spätestens sechs Monate vor Beginn der
   Anwendung dieser Richtlinie beschließen
                                                               neu
                                             Artikel 48
   Die Richtlinie 93/6/EWG, geändert durch die Richtlinien, die in Anhang VIII Teil A
   aufgelistet sind, wird unbeschadet der Verpflichtungen der Mitgliedstaaten bezüglich der
   fristgerechten Umsetzung der in Anhang VIII Teil B genannten Richtlinien in nationales
   Recht aufgehoben.
DE                                               57                                             DE
 ---pagebreak---    Die Verweise auf die aufgehobenen Richtlinien werden als Verweise auf diese Richtlinie
   konstruiert und sind im Sinne der Übereinstimmungstabelle in Anhang IX zu verstehen.
                                              Artikel 49
   Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
   Europäischen Union in Kraft.
                                                               93/6/EWG Art. 14
                                    REVISIONSKLAUSEL
                                             ARTIKEL 14
   Innerhalb von drei Jahren nach dem in Artikel 12 bezeichneten Zeitpunkt wird diese
   Richtlinie vom Rat auf Vorschlag der Kommission im Licht der bei ihrer Durchführung
   gewonnenen Erfahrungen unter Berücksichtigung der Marktinnovationen sowie insbesondere
   der Entwicklungen in den internationalen Gremien, in denen die Aufsichtsbehörden
   mitwirken, überprüft und erforderlichenfalls geändert.
                                                               93/6/EWG Art. 15
                                              Artikel 50
   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
   Geschehen zu Brüssel am […]
   Für das Europäische Pariament                Für den Rat
   Der Präsident                                Der Präsident
   […]                                          […]
                                                               93/6/EWG (angepasst)
                                                               neu
                                             ANHANG I
           BERECHNUNG DER EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR DAS 
                                        POSITIONSRISIKO
DE                                                58                                      DE
 ---pagebreak---    EINLEITUNG ⌦ ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN ⌫
   Aufrechnung
   1. Der Überschuß ⌦ ss ⌫ der Kauf-(Verkaufs-)positionen des Instituts über seine Verkaufs-
   (Kauf-)positionen in den gleichen Aktien, Schuldverschreibungen und Wandelanleihen sowie
   in      identischen     Finanzterminkontrakten,      Optionen,      Optionsscheinen      und
   Fremdoptionsscheinen ist seine Nettoposition in bezug auf jedes dieser Instrumente. Die
   zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ bei der Berechnung
   der Nettoposition die Positionen in Derivaten - in der unter den Nummern 4 bis 7
   ausgeführten Weise - als Positionen der (des) zugrundeliegenden (oder fiktiven)
   Wertpapiere(s) behandelt werden. Der von Instituten gehaltene Bestand an eigenen
   Schuldtiteln wird bei der Berechnung des spezifischen Risikos (vgl. Nummer 14) nicht
   berücksichtigt.
   2. Eine Aufrechnung der Positionen in Wandelanleihen gegen Positionen in den
   zugrundeliegenden Instrumenten ist nicht zulässig, es sei denn, daß ⌦ ss ⌫ die zuständigen
   Behörden ein Verfahren wählen, bei dem die Wahrscheinlichkeit berücksichtigt wird, daß
   ⌦ ss ⌫ eine bestimmte Wandelanleihe umgewandelt wird, oder daß ⌦ ss ⌫
   Eigenkapitalanforderungen zur Deckung möglicher Verluste, die bei der Umwandlung
   entstehen könnten, bestehen.
   3. Alle Nettopositionen müssen unabhängig von ihrem Vorzeichen vor der Summierung auf
   Tagesbasis zum jeweiligen Devisenkassakurs in die Währung der Rechnungslegung des
   Instituts umgerechnet werden.
   Spezifische Instrumente
                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                                                1 98/31/EG Art. 1 Absatz 7 nd
                                                              Anhang 1 Buchstabe a
                                                                neu
   4. Zinsterminkontrakte, Zinsausgleichsvereinbarungen («Forward Rate Agreements»—FRA)
   und Terminpositionen bezüglich des Kaufs oder Verkaufs von Schuldtiteln werden als
   Kombination von Kauf- und Verkaufspositionen behandelt. Eine Kaufposition in
   Zinsterminkontrakten wird demnach als Kombination einer Kreditaufnahme, die zum
   Liefertag des Terminkontrakts fällig wird, und einer Haltung eines Vermögenswerts mit
   einem Fälligkeitstermin, der dem des Basisinstruments oder dem betreffenden Terminkontrakt
   zugrunde liegenden fiktiven Position entspricht, behandelt. Ebenso wird eine verkaufte
   Zinsausgleichsvereinbarung als eine Kaufposition mit einem Fälligkeitstermin behandelt, der
   dem Abwicklungstermin zuzüglich des Vertragszeitraums entspricht, und eine
   Verkaufsposition mit einem Fälligkeitstermin, der dem Abwicklungstermin entspricht.
   Sowohl die Aufnahme von Fremdmitteln als auch der Besitz von Aktivposten wird in Tabelle
   1 (Nummer 14) bei der Berechnung der Eigenkapitalunterlage für die spezifischen Risiken der
   Zinsterminkontrakte und der Zinsausgleichsvereinbarungen in die Zentralstaat-Spalte
   ⌦ erste Kategorie dieser Tabelle ⌫ eingeordnet. Eine Terminposition für den Kauf eines
   Schuldtitels wird als Kombination einer Kreditaufnahme, die zum Liefertag fällig wird, und
   einer (Kassa-) Kaufposition in dem Schuldtitel selbst behandelt. Die Kreditaufnahme wird in
   die Zentralstaat-Spalte ⌦ erste Kategorie ⌫ in Tabelle 1 ⌦ unter Nummer 14 ⌫ für das
DE                                              59                                              DE
 ---pagebreak---    spezifische Risiko und der Schuldtitel in die jeweilige Spalte derselben Tabelle eingeordnet.
       1 ---
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                             Anhang 1 Buchstabe a (angepasst)
   Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die
   Eigenkapitalanforderung für einen börsengehandelten Terminkontrakt dem von der Börse
   geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen
   worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫ dem mit dem Terminkontrakt verbundenen
   Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist wie die Eigenkapitalanforderung für einen
   Terminkontrakt, die sich bei Zugrundelegung der nachstehend in diesem Anhang
   beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung der in Anhang VIII beschriebenen
   internen Modelle ergeben würde.
   Die zuständigen Behörden können bis zum 31. Dezember 2006 ferner die Möglichkeit
   vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung für ein Geschäft mit abgeleiteten
   Instrumenten des Freiverkehrs ⌦ nicht börsengehandelten Derivaten ⌫ im Sinne dieser
   Nummer, das über eine von ihnen anerkannte Clearingstelle abgewickelt wird, dem von der
   Clearingstelle geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß
   nachgewiesen worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫ dem mit diesem Geschäft
   verbundenen Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist wie die
   Eigenkapitalanforderung für das betreffende Geschäft, die sich bei Zugrundelegung der
   nachstehend in diesem Anhang beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung der
   in Anhang VIII beschriebenen internen Modelle ergeben würde.
                                                                 93/6/EWG Art. 2 Absatz 22
                                                             (angepasst)
   Im Sinne des ⌦ ieses ⌫ Anhangs I Nummer 4 ist eine Kaufposition eine Position, für die
   ein Institut einen Zinssatz festgesetzt hat, den es zu einem bestimmten Zeitpunkt in der
   Zukunft erhalten wird, und eine Verkaufsposition eine Position, für die es den Zinssatz
   festgesetzt hat, den es zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zahlen wird.
                                                                 93/6/EWG Anhang I
                                                             (angepasst)
   5.     Zinsoptionen      sowie    Optionen    auf    Schuldtitel,   Aktien,    Aktienindizes,
   Finanzterminkontrakte, Swaps und Fremdwährungen werden wie Positionen behandelt, deren
   Wert dem Wert des zugrundeliegenden Instruments entspricht, nachdem dieser für die
   Zwecke dieses Anhangs mit dessen Delta-Faktor multipliziert wurde. Die letztgenannten
   Positionen können gegen jede entgegengesetzte Position in dem gleichen zugrundeliegenden
   Wertpapier oder Derivat aufgerechnet werden. Dabei ist der Delta-Faktor der betreffenden
   Börse oder der von den zuständigen Behörden berechnete Delta-Faktor zugrunde zu legen;
   falls ein solcher nicht vorhanden ist - und bei Freiverkehrsoptionen ⌦ nicht
   börsengehandelten Optionen ⌫ - wird der von dem Institut selbst berechnete Delta-Faktor
   zugrunde gelegt, sofern das von dem Institut verwendete Modell den Anforderungen der
   zuständigen Behörden entspricht.
DE                                               60                                              DE
 ---pagebreak---    Die zuständigen Behörden können jedoch auch vorschreiben, daß ⌦ ss ⌫ die Institute den
   Delta-Faktor nach einem von den Behörden angegebenen Verfahren berechnen.
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                              Anhang 1 Buchstabe b (angepasst)
   Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß d ⌦ D ⌫ ie sonstigen mit Optionen
   verbundenen Risiken —abgesehen vom Delta-Faktor-Risiko — ⌦ sind ⌫ abzusichern sind.
   Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die
   Eigenkapitalanforderung für einen börsengehandelten Terminkontrakt dem von der Börse
   geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen
   worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫ dem mit dem Terminkontrakt verbundenen
   Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist wie die Eigenkapitalanforderung für einen
   Terminkontrakt, die sich bei Zugrundelegung der nachstehend in diesem Anhang
   beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung der in Anhang VIII beschriebenen
   internen Modelle ergeben würde. Die zuständigen Behörden können bis zum 31. Dezember
   2006 ferner die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung für ein
   Geschäft mit abgeleiteten Instrumenten des Freiverkehrs ⌦ nicht börsengehandelten
   Derivaten ⌫ im Sinne dieser Nummer, das über eine von ihnen anerkannte Clearingstelle
   abgewickelt wird, dem von der Clearingstelle geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht,
   sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫
   dem mit diesem Geschäft verbundenen Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist
   wie die Eigenkapitalanforderung für das betreffende Geschäft, die sich bei Zugrundelegung
   der nachstehend in diesem Anhang beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung
   der in Anhang VIII beschriebenen internen Modelle ergeben würde. Zusätzlich können sie die
   Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung für eine erworbene
   börsengehandelte oder Freiverkehrsoption ⌦ nicht börsengehandelte Option ⌫ der
   Anforderung für das zugrundeliegende Instrument entspricht, sofern die daraus resultierende
   Eigenkapitalanforderung den Marktwert der Option nicht übersteigt. Die
   Eigenkapitalanforderung für eine geschriebene Freiverkehrsoption ⌦ nicht börsengehandelte
   Option ⌫ wird im Verhältnis zum zugrundeliegenden Instrument festgelegt.
                                                                 98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                              Anhang 1 Buchstabe c
   6. Optionsscheine auf Schuldtitel und Aktien werden ebenso behandelt wie die unter Absatz 5
   genannten Optionen.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   7. Swaps werden hinsichtlich des Zinsrisikos ebenso behandelt wie bilanzwirksame
   Instrumente. Ein Zins-Swap, bei dem ein Institut variable Zinsen erhält und feste Zinsen zahlt,
   wird daher behandelt wie eine Kaufposition in einem zinsvariablen Instrument mit der
   gleichen Laufzeit wie die Frist bis zur nächsten Zinsfestsetzung und eine Verkaufsposition in
   einem festverzinslichen Instrument mit der gleichen Laufzeit wie der Swap selbst.
DE                                               61                                                DE
 ---pagebreak---                                                                 neu
   8. Soweit nicht anders spezifiziert ist für Kreditderivate der Nominalwert des
   Kreditderivatekontrakts zu Grunde zu legen. Bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderung
   für das Marktrisiko derjenigen Partei, die das Kreditrisiko übernimmt (der
   "Sicherungsgeber"), werden die Positionen wie folgt bestimmt:
   Ein Total Return Swap schafft eine Kaufposition in Bezug auf das allgemeine Marktrisiko der
   Referenzposition und eine Verkaufsposition in Bezug auf das allgemeine Marktrisiko einer
   Staatsanleihe, die im Rahmen von Anhang VI der Richtlinie [2000/12/EG] mit einem
   Risikogewicht von 0% zu bewerten ist. Zudem wird eine Kaufposition in Bezug auf das
   spezifische Risiko der Referenzposition geschaffen.
   Ein Credit Default Swap schafft keine Position in Bezug auf das allgemeine Marktrisiko. Im
   Hinblick auf das spezifische Risiko muss das Institut eine synthetische Kaufposition in einer
   Verbindlichkeit der Referenzeinheit ausweisen. Fallen im Rahmen des Produkts Prämien-
   oder Zinszahlungen an, sind diese Cashflows als fiktive Positionen in einer Staatsanleihe
   darzustellen, und zwar mit dem entsprechenden Festzinssatz oder variablen Zinssatz.
   Eine Credit Linked Note schafft eine Kaufposition in Bezug auf das allgemeine Marktrisiko
   der „Note“ selbst, und zwar in Form eines Zinsprodukts. Im Hinblick auf das spezifische
   Risiko wird eine synthetische Kaufposition in einer Verbindlichkeit der Referenzeinheit
   geschaffen. Darüber hinaus wird eine Kaufposition in Bezug auf das spezifische Risiko des
   Emittenten der „Note“ geschaffen.
   Bei einem First-Asset-to-Default-Korb wird eine Position in einer Verbindlichkeit gegenüber
   einer jeden Referenzeinheit in Höhe des Nominalwertes geschaffen. Ist das Volumen der
   maximalen Kreditereigniszahlung niedriger als die Eigenkapitalanforderung im Sinne der im
   ersten Satz dieses Unterabsatzes genannten Methode, kann der maximale Zahlungsbetrag als
   Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko angesehen werden.
   Bei einem Second-Asset-to-Default-Korb wird eine Position in einer Verbindlichkeit
   gegenüber einer jeden Referenzeinheit in Höhe des Nominalwertes minus einer geschaffen
   (d.h. derjenigen mit der niedrigsten Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko). Ist
   das Volumen der maximalen Kreditereigniszahlung niedriger als die Eigenkapitalanforderung
   im Sinne der im ersten Satz dieses Unterabsatzes genannten Methode, kann der maximale
   Zahlungsbetrag als Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko angesehen werden.
   Hat ein Credit Linked Note-Korbprodukt ein externes Rating und erfüllt die Bedingungen für
   einen qualifizierten Schuldtitel, so kann eine einzige Kaufposition mit dem spezifischen
   Risiko des Emittenten der „Note“ anstelle der spezifischen Risikopositionen für alle
   Referenzeinheiten ausgewiesen werden.
   Bei einem Korbprodukt, das eine proportionale Sicherheit bietet, wird eine Position in jeder
   Referenzeinheit in Bezug auf das spezifische Risiko geschaffen, wobei der Nominalwert des
   Kontraktes den einzelnen Positionen gemäß ihrem Anteil am Nominalwert des Korbes
   zugewiesen wird, den jedes Risiko in Bezug auf eine Referenzeinheit repräsentiert. Kann
   mehr als eine Verbindlichkeit einer Referenzeinheit ausgewählt werden, bestimmt die
   Verbindlichkeit mit der höchsten Risikogewichtung das spezifische Risiko. In diesem Fall
DE                                              62                                               DE
 ---pagebreak---    wird die Laufzeit des Kreditderivatekontrakts und nicht die Laufzeit der Verbindlichkeit zu
   Grunde gelegt.
   Für die Partei, die das Kreditrisiko überträgt (der „Sicherungsnehmer“) werden die Positionen
   spiegelbildlich zu denen des Sicherungsgebers bestimmt, allerdings mit Ausnahme der Credit
   Linked Note (die in Bezug auf den Emittenten keine Verkaufsposition schafft). Existiert zu
   einem bestimmten Zeitpunkt ein Kündigungsrecht (Kaufoption) in Verbindung mit einer
   Kostenanstiegsklausel, so wird dieser Zeitpunkt als die Fälligkeit der Sicherung angesehen.
   Im Falle des n-ten Ausfalls von Kreditderivaten ist es den Sicherungsnehmern gestattet, das
   spezifische Risiko für n-1 der Basiswerte zu verrechnen (d.h. die n-1 Aktiva mit der
   geringsten Belastung für das spezifische Risiko).
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   89. Institute, die ihre Positionen täglich zum Marktpreis neu bewerten und das Zinsrisiko der
   Derivate der Absätze 4 bis 7 nach einer Diskontierungsmethode steuern, können jedoch zur
   Berechnung der vorgenannten Positionen Sensitivitätsmodelle anwenden; sie wenden ein
   solches Modell auf Schuldverschreibungen an, die über die Restlaufzeit und nicht durch eine
   einzige Rückzahlung am Ende der Laufzeit getilgt werden. Das Modell und dessen
   Anwendung durch die Institute bedürfen der Zustimmung der zuständigen Behörden. Diese
   Modelle sollten zu Positionen führen, welche auf Zinsänderungen mit derselben Sensitivität
   wie die zugrundeliegenden Geldströme reagieren. Bei der Bewertung dieser Sensitivität ist die
   unabhängige Entwicklung ausgewählter Zinssätze entlang der Zinsertragskurve zugrunde zu
   legen, wobei in jedes der Laufzeitbänder der Tabelle 2 in Nummer 18 ⌦ Absatz 20 ⌫
   zumindest ein Sensitivitätspunkt fallen muß ⌦ ss ⌫ . Die Positionen sind bei der
   Berechnung der Kapitalanforderungen im Einklang mit den Nummern 15 bis 30 ⌦ Absätzen
   17 bis 32 ⌫ zu berücksichtigen.
   910. Institute, die Modelle gemäß Nummer 8 ⌦ Absatz 9 ⌫ nicht verwenden, können statt
   dessen mit Zustimmung der zuständigen Behörden alle Positionen in Derivaten im Sinne der
   Nummern ⌦ Absätze ⌫ 4 bis 7 vollständig gegeneinander aufrechnen, wenn sie zumindest
   folgende Bedingungen erfüllen:
   ia)       Die Positionen haben denselben Wert und lauten auf dieselbe Währung;
   iib)      die Referenzzinssätze (bei Positionen in zinsvariablen Instrumenten) oder Coupons
             (bei Positionen in festverzinslichen Instrumenten) decken sich weitgehend;
   iiic)     die nächsten Zinsfestsetzungstermine oder -bei Positionen mit festem Coupon -die
             Restlaufzeiten entsprechen einander innerhalb folgender Grenzen:
                   i)     bei Fristen von weniger als einem Monat: gleicher Tag,;
                   ii)    bei Fristen zwischen einem Monat und einem Jahr: sieben Tage,;
                   iii)   bei mehr als einem Jahr: 30 Tage.
   1011. Die Wertpapiere oder garantierte Rechtsansprüche auf Wertpapiere übertragende Partei
   im Rahmen eines Pensionsgeschäfts und die verleihende Partei in einem
   Wertpapierverleihgeschäft beziehen die betreffenden Wertpapiere in die Berechnung ihrer
DE                                                 63                                            DE
 ---pagebreak---    Eigenkapitalanforderungen gemäß diesem Anhang ein, sofern diese Wertpapiere den
   Anforderungen des Artikels 2 Nummer 6 Buchstabe a) ⌦ 11 ⌫ genügen.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   11. Positionen in Anteilen an einem Organismus für gemeinsame Anlagen unterliegen den
   Eigenkapitalanforderungen der Richtlinie 89/647/EWG und nicht den in diesem Anhang
   enthaltenen Anforderungen für das Positionsrisiko.
   Spezifische und allgemeine Risiken
   12. Das Positionsrisiko börsengehandelter Schuldtitel oder Aktien (oder davon abgeleiteter
   Derivate) ist zur Errechnung der Eigenkapitalanforderungen in zwei Komponenten zu
   zerlegen. Die erste ist die spezifische Risikokomponente —dies ist das Risiko einer
   Preisänderung bei dem betreffenden Wertpapier aufgrund von Faktoren, die auf seinen
   Emittenten oder (im Fall eines Derivats) auf den Emittenten des zugrundeliegenden
   Instruments zurückzuführen sind. Die zweite Komponente erfaßt das allgemeine Risiko —
   also das Risiko einer Preisänderung bei dem betreffenden Wertpapier, die (im Fall
   börsengehandelter Schuldtitel oder davon abgeleiteter Derivate) einer Änderung des
   Zinsniveaus oder (im Fall von Aktien oder davon abgeleiteten Derivaten) einer allgemeinen
   Bewegung am Aktienmarkt zuzuschreiben ist, die in keinem Zusammenhang mit den
   spezifischen Merkmalen einzelner Wertpapiere steht.
   GEHANDELTE SCHULDTITEL
   13. Das Institut bewertet seine Nettopositionen ⌦ werden ⌫ jeweils in der Währung, auf
   die sie lauten, ⌦ bewertet ⌫ und berEGhnet die Eigenkapitalanforderungen ⌦ werden ⌫
   für das allgemeine und das spezifische Risiko für jede Währung getrennt ⌦ berechnet ⌫ .
   Spezifisches Risiko
                                                               93/6/EWG (angepasst)
                                                               neu
   14. Das Institut ordnet seine gemäß Nummer 1 berechneten Nettopositionen in die jeweilige
   Kategorie der ersten Zeile von Tabelle 1 entsprechend ihren Restlaufzeiten ein und
   multipliziert sie anschließend mit den angegebenen Gewichten. Es addiert seine gewichteten
   Positionen (unabhängig davon, ob es sich um Kauf- oder Verkaufspositionen handelt), um
   seine Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko zu errechnen.    im Handelsbuch,
   die gemäß Absatz 1 berechnet werden, in die entsprechende Kategorien in Tabelle 1 ein, und
   zwar auf der Grundlage des Emittenten/ Schuldners, der externen oder internen
   Kreditbewertung und der Restlaufzeit. Anschließend werden sie mit den besagten
   Gewichtungen multipliziert. Die gewichteten Positionen werden sodann addiert (unabhängig
   davon, ob es sich um eine Kauf- oder um eine Verkaufsposition handelt), um sodann die
   Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko berechnen zu können. 
DE                                              64                                            DE
 ---pagebreak---                                                                    93/6/EWG
    Tabelle 1
   Emissionen              von Qualifizierte Aktiva                                   Sonstige
            Zentralstaaten
                                0 bis 6 Monate über      6 bis 24 über 24 Monate
                                                          Monate
   0,00 %                       0,25 %           1,00 %                1,60 %         8,00 %
                                                                   neu
    Tabelle 1
    Positionen                                       Kapitalanforderungen für das spezifische
                                                     Risiko
    Schuldtitel,    die    von      Zentralstaaten 0%
    ausgegeben oder garantiert werden bzw. von
    Zentralbanken,                 internationalen
    Organisationen,                  multilateralen
    Entwicklungsbanken                         oder
    Gebietskörperschaften der Mitgliedstaaten
    ausgegeben werden, die im Rahmen des
    RSA- bzw. des IRB-Ansatzes mit 0%
    gewichtet würden
    Schuldtitel,    die    von      Zentralstaaten   0,25% (Restlaufzeit bis zur endgültigen
    ausgegeben oder garantiert werden bzw. von       Fälligkeit sechs Monate oder <)
    Zentralbanken,                 internationalen
    Organisationen,                  multilateralen  1,00% (Restlaufzeit bis zur endgültigen
    Entwicklungsbanken                         oder  Fälligkeit > sechs Monate bis einschließlich
    Gebietskörperschaften der Mitgliedstaaten        24 Monate)
    ausgegeben werden, die im Rahmen des
    RSA-Ansatzes mit 20% oder 50% gewichtet
    würden                                           1,60% (Restlaufzeit bis zur Fälligkeit > 24
                                                     Monate)
    Andere qualifizierte Positionen im Sinne des
    nachfolgenden Absatzes 15
    Alle sonstigen Posten                            8,00%
    15.    Im Sinne von Absatz 14 umfassen qualifizierte Positionen:
             a)    Kauf- und Verkaufspositionen in Positionen, die zumindest der Bonitätsstufe
                   Investment-Grade zuzuordnen sind, die in Titel V Kapitel 2 Abschnitt 3
                   Unterabschnitt 1 der Richtlinie [2000/12/EG] beschrieben wird;
DE                                                 65                                             DE
 ---pagebreak---              b)    Kauf- und Verkaufspositionen in Positionen, die auf Grund der Solvenz des
                   Emittenten eine Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) haben, die nicht höher liegt als
                   die der unter Buchstabe a) genannten Positionen, und zwar im Rahmen des in
                   Titel V Kapitel 2 Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 der Richtlinie [2000/12/EG]
                   genannten Ansatzes;
             c)    Kauf- und Verkaufspositionen in Positionen, für die eine Kreditbewertung
                   durch eine anerkannte externe Ratingagentur nicht verfügbar ist und die die
                   folgenden Bedingungen erfüllen:
                   (i)    sie werden von den betreffenden Instituten als ausreichend liquide
                          angesehen;
                   (ii)   ihre Anlagequalität ist nach eigener Einschätzung des Instituts zumindest
                          der für die unter Buchstabe a) genannten Positionen gleichwertig;
                   (iii) sie werden zumindest auf einem regulierten Markt in einem Mitgliedstaat
                          oder an der Börse eines Drittlandes gehandelt, sofern diese Börse von
                          den zuständigen Behörden des entsprechenden Mitgliedstaats anerkannt
                          wird;
             (d)   sie sind – nach dem Ermessen der zuständigen Behörden – Kauf- und
                   Verkaufspositionen in Positionen, die von den Instituten vorbehaltlich der
                   Kapitaladäquanzanforderungen im Sinne der Richtlinie [2000/12/EG]
                   ausgegeben wurden.
   Die Art und Weise, wie die Schuldtitel bewertet werden, unterliegt der Prüfung durch die
   zuständigen Behörden, die ggf. das Urteil des Instituts verwerfen, wenn sie der Auffassung
   sind, dass die betreffenden Instrumente mit einem zu hohen spezifischen Risiko behaftet sind,
   als dass sie als qualifizierte Positionen in Frage kommen
   16. Die zuständigen Behörden schreiben dem Institut vor, die höchste in Tabelle 1 genannte
   Risiskogewichtung auf Titel anzuwenden, die auf Grund der unzureichenden Solvenz des
   Liquiditätsemittenten mit einem besonderen Risiko behaftet sind.
                                                                   93/6/EWG
   Allgemeines Risiko
   a) laufzeitbezogen
                                                                   93/6/EWG (angepasst)
   1517. Das Verfahren zur Errechnung der Eigenkapitalanforderungen für allgemeine Risiken
   umfaßt zwei Grundschritte. Zuerst sind alle Positionen gemäß ihrer Laufzeit zu gewichten
   (wie unter Nummer 16 ⌦ Absatz 18 ⌫ erläutert), um den erforderlichen Eigenkapitalbetrag
   zu ermitteln. Im zweiten Schritt kann dieser Eigenkapitalbetrag verringert werden, wenn sich
   innerhalb des gleichen Laufzeitbands gewichtete Positionen mit entgegengesetzten
   Vorzeichen gegenüberstehen. Die Eigenkapitalanforderung darf auch gesenkt werden, wenn
   die gewichteten Positionen mit entgegengesetzten Vorzeichen in unterschiedliche
   Laufzeitbänder fallen, wobei der Umfang dieser Senkung einerseits davon abhängt, ob die
   beiden Positionen in die gleiche Zone fallen, und andererseits von den jeweiligen Zonen
   abhängig ist, in die sie fallen. Insgesamt gibt es drei Zonen (Gruppen von Laufzeitbändern).
DE                                                  66                                              DE
 ---pagebreak---    1618. Das Institut ordnet seine Nettopositionen in die entsprechenden Laufzeitbänder in der
   zweiten bzw. dritten Spalte von Tabelle 2 in Nummer 18 ⌦ in Absatz 20 ⌫ ein. Dabei legt
   es im Fall festverzinslicher Wertpapiere die Restlaufzeit zugrunde und im Fall von
   Wertpapieren, deren Zinssatz bis zur Tilgung variabel ist, den Zeitraum bis zur nächsten
   Zinsfestsetzung. Außerdem unterscheidet es zwischen Schuldtiteln mit einem Coupon von
   3 % oder mehr und solchen mit einem Coupon von weniger als 3 % und ordnet diese
   entsprechend in die zweite oder dritte Spalte von Tabelle 2 ein. Dann multipliziert es jedes
   Wertpapier mit dem in der vierten Spalte von Tabelle 2 für das betreffende Laufzeitband
   angegebenen Gewicht.
                                                                93/6/EWG
   1719. Anschließend ermittelt es für jedes Laufzeitband die Summe der gewichteten
   Kaufpositionen sowie die Summe der gewichteten Verkaufspositionen. Der Betrag ersterer,
   der innerhalb eines gegebenen Laufzeitbands durch letztere ausgeglichen wird, ist in jenem
   Band die ausgeglichene gewichtete Position, während die verbleibende Kauf- oder
   Verkaufsposition die nicht ausgeglichene gewichtete Position für das gleiche Laufzeitband
   darstellt. Anschließend wird die Gesamtsumme der ausgeglichenen gewichteten Positionen
   sämtlicher Bänder errechnet.
   1820. Das Institut errechnet die Gesamtbeträge der nicht ausgeglichenen gewichteten
   Kaufpositionen für die Bänder in jeder der Zonen von Tabelle 2, um die nicht ausgeglichene
   gewichtete Kaufposition für jede Zone zu ermitteln. Entsprechend wird die Summe der nicht
   ausgeglichenen gewichteten Verkaufspositionen für jedes Laufzeitband einer bestimmten
   Zone ermittelt, um die nicht ausgeglichene gewichtete Verkaufsposition für diese Zone zu
   erhalten. Der Teil der nicht ausgeglichenen gewichteten Kaufpositionen für eine bestimmte
   Zone, der durch die nicht ausgeglichene gewichtete Verkaufsposition für dieselbe Zone
   ausgeglichen wird, ist die ausgeglichene gewichtete Position für die besagte Zone. Der Teil
   der nicht ausgeglichenen gewichteten Kaufposition bzw. nicht ausgeglichenen gewichteten
   Verkaufsposition für eine Zone, der nicht in dieser Weise ausgeglichen werden kann, stellt die
   nicht ausgeglichene gewichtete Position für die betreffende Zone dar.
   Tabelle 2
    Zone                  Laufzeitbänder               Gewicht (in         Angenommene
                                                            %)         Zinssatzänderung (in %)
              Coupon von 3 % Coupon von weniger
                  oder mehr             als 3 %
   Eins       0 ≤ 1 Monat         0 ≤ 1 Monat                    0,00                         —
              > 1 ≤ 3 Monate      > 1 ≤ 3 Monate                 0,20                       1,00
              > 3 ≤ 6 Monate      > 3 ≤ 6 Monate                 0,40                       1,00
              > 6 ≤ 12 Monate     > 6 ≤ 12 Monate                0,70                       1,00
   Zwei       > 1 ≤ 2 Jahre       > 1,0 ≤ 1,9 Jahre              1,25                       0,90
              > 2 ≤ 3 Jahre       > 1,9 ≤ 2,8 Jahre              1,75                       0,80
DE                                                67                                              DE
 ---pagebreak---              > 3 ≤ 4 Jahre      > 2,8 ≤ 3,6 Jahre               2,25                    0,75
   Drei      > 4 ≤ 5 Jahre      > 3,6 ≤ 4,3 Jahre               2,75                    0,75
             > 5 ≤ 7 Jahre      > 4,3 ≤ 5,7 Jahre               3,25                    0,70
             > 7 ≤ 10 Jahre     > 5,7 ≤ 7,3 Jahre               3,75                    0,65
             > 10 ≤ 15 Jahre    > 7,3 ≤ 9,3 Jahre               4,50                    0,60
             > 15 ≤ 20 Jahre    > 9,3 ≤ 10,6 Jahre              5,25                    0,60
             > 20 Jahre         > 10,6 ≤ 12,0                   6,00                    0,60
                                Jahre
                                > 12,0 ≤ 20,0                   8,00                    0,60
                                Jahre
                                > 20 Jahre                     12,50                    0,60
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   1921. Anschließend wird der Betrag der nicht ausgeglichenen gewichteten Kauf-
   (Verkaufs-)position in Zone Eins, der durch die nicht ausgeglichene gewichtete Verkaufs-
   (Kauf-)position in Zone Zwei ausgeglichen wird, errechnet. Dieser wird unter Nummer 23
   ⌦ in Absatz 25 ⌫ als die ausgeglichene gewichtete Position zwischen den Zonen Eins und
   Zwei bezeichnet. Dann wird die gleiche Rechenoperation für jenen Teil der nicht
   ausgeglichenen gewichteten Position in Zone Zwei, der übriggeblieben ist, und die nicht
   ausgeglichene gewichtete Position in Zone Drei durchgeführt, um die ausgeglichene
   gewichtete Position zwischen den Zonen Zwei und Drei zu erhalten.
   2022. Das Institut kann gegebenenfalls die Reihenfolge unter Nummer 19 ⌦ in Absatz
   21 ⌫ umkehren und zunächst die ausgeglichene gewichtete Position zwischen Zone Zwei
   und Drei berechnen, bevor es die entsprechende Position für die Zonen Eins und Zwei
   berechnet.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   2123. Der Restbetrag der nicht ausgeglichenen gewichteten Position in Zone Eins wird dann
   mit dem Restbetrag für Zone Drei ausgeglichen, nachdem letztere Zone mit Zone Zwei
   ausgeglichen wurde, um die ausgeglichene gewichtete Position zwischen den Zonen Eins und
   Drei zu ermitteln.
   2224. Die Restpositionen aus den drei gesonderten Ausgleichsrechnungen unter den
   Nummern 19, 20 und 21 ⌦ in den Absätzen 21, 22 und 23 ⌫ werden addiert.
   2325. Die Eigenkapitalanforderungen an das Institut errechnen sich als die Summe von
   a)       10 % der Summe der ausgeglichenen gewichteten Positionen in sämtlichen
            Laufzeitbändern,
DE                                              68                                           DE
 ---pagebreak---    b)        40 % der ausgeglichenen gewichteten Position in Zone Eins,
   c)        30 % der ausgeglichenen gewichteten Position in Zone Zwei,
   d)        30 % der ausgeglichenen gewichteten Position in Zone Drei,
   e)        40 % der ausgeglichenen gewichteten Position zwischen den Zonen Eins und Zwei
             und zwischen den Zonen Zwei und Drei (siehe Nummer 19 ⌦ Absatz 21 ⌫ ),
   f)        150 % der ausgeglichenen gewichteten Position zwischen den Zonen Eins und Drei,
   g)        100 % des Restbetrags der nicht ausgeglichenen gewichteten Positionen.
   b) nach der Duration
   2426. Die zuständigen Behörden eines Mitgliedstaats können den Instituten generell oder in
   Einzelfällen gestatten, zur Errechnung der Eigenkapitalanforderungen für das allgemeine
   Risiko börsengehandelter Schuldtitel anstelle des unter den Nummern 15 bis 23 ⌦ in den
   Absätzen 17 bis 25 ⌫ dargestellten Systems ein auf der Duration aufbauendes System zu
   verwenden, sofern das Institut durchgehend so verfährt.
                                                                       93/6/EWG (angepasst)
   2527. Wenn ein solches ⌦ in Absatz 26 genanntes ⌫ System verwendet wird, berechnet das
   Institut unter Zugrundelegung des Marktwerts der einzelnen festverzinslichen Schuldtitel
   deren Endfälligkeitsrendite, die zugleich dem internen Zinsfluß des Schuldtitels entspricht.
   Bei Wertpapieren mit variabler Verzinsung berechnet das Institut unter Zugrundelegung des
   Marktwerts jedes Wertpapiers dessen Rendite unter der Annahme, daß ⌦ ss ⌫ das Kapital
   fällig wird, sobald der Zinssatz (für den darauffolgenden Zeitraum) geändert werden darf.
                                                                       93/6/EWG
   2628. Im Anschluss daran berechnet das Institut für jeden Schuldtitel die modifizierte
   Duration nach folgender Formel:
   modifizierte Duration = ((duration (D))/(1 + r)), wobei:
                             D     =      ((∑t = 1m((t Ct)/((1 + r)t)))/(∑t =
                                           m               t
                                          1 ((Ct)/((1 + r) ))))
                          und:
                          R      =     Endfälligkeitsrendite (s. Absatz 25),
                          Ct     =     Barzahlungen im Zeitraum t,
                          M      =     Gesamtlaufzeit (s. Absatz 25).
DE                                                  69                                          DE
 ---pagebreak---    2729. Das Institut ordnet diese Schuldtitel jeweils der entsprechenden Zone der Tabelle 3 zu.
   Dabei legt es die modifizierte Duration der Schuldtitel zu Grunde.
   Tabelle 3
               Zone        Modifizierte Duration                Angenommene
                                  (in Jahren)                  Zinssatzänderung
                                                                     (in %)
             1         > 0 ≤ 1,0                                                   1,0
             2         > 1,0 ≤ 3,6                                                0,85
             3         > 3,6                                                       0,7
   2830. Anschließend ermittelt das Institut die durationsgewichtete Position jedes Wertpapiers
   durch Multiplikation seines Marktwertes mit der modifizierten Duration sowie mit der
   angenommenen Zinssatzänderung bei einem Instrument mit der betreffenden modifizierten
   Duration (siehe Spalte 3 der Tabelle 3).
   2931. Das Institut ermittelt seine durationsgewichteten Kaufpositionen und seine
   durationsgewichteten Verkaufspositionen innerhalb jeder Zone. Der Betrag der erstgenannten
   Positionen, die gegen die letztgenannten innerhalb jeder Zone aufgerechnet werden, entspricht
   der ausgeglichenen durationsgewichtetenPosition für diese Zone.
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   Das Institut berechnet sodann die nicht ausgeglichenen durationsgewichteten Positionen für
   jede Zone. Anschließend wird das Verfahren für nicht ausgeglichene gewichtete Positionen in
   den Nummern 19 bis 22 ⌦ Absätzen 21 bis 24 ⌫ angewandt.
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   3032. Die Eigenkapitalanforderungen an das Institut werden daraufhin als Summe folgender
   Elemente berechnet:
   a)       2 % der ausgeglichenen durationsgewichteten Position für jede Zone,
   b)       40 % der ausgeglichenen durationsgewichteten Positionen zwischen Zone Eins und
            Zone Zwei sowie zwischen Zone Zwei und Zone Drei,
   c)       150 % der ausgeglichenen durationsgewichteten Position zwischen Zone Eins und
            Drei,
   d)       100 % des Restbetrags der nicht ausgeglichenen durationsgewichteten Positionen.
   AKTIEN
   3133. Das Institut addiert seine sämtlichen — gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 1 ermittelten —
   Nettokaufpositionen und seine sämtlichen Nettoverkaufspositionen. Die Summe dieser beiden
DE                                               70                                              DE
 ---pagebreak---    Zahlen ergibt seine Bruttogesamtposition. Der Überschuß der einen über die andere Zahl ist
   seine Nettogesamtposition.
   Spezifisches Risiko
                                                                  93/6/EWG
                                                                  neu
   32.34. Das Institut addiert seine sämtlichen — gemäß Absatz 1 ermittelten —
   Nettokaufpositionen und seine sämtlichen Nettoverkaufspositionen. Das Institut
   multipliziert seine Bruttogesamtposition mit 4 % zwecks Errechnung seiner
   Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko.
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   3335. Ungeachtet der Nummer 32 ⌦ Abweichend von Absatz 34 ⌫ können die zuständigen
   Behörden zulassen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung für das spezifisches Risiko 2
   % — und nicht 4 % — bei jenen Aktien-Portefeuilles eines Instituts beträgt, die die
   nachstehenden Voraussetzungen erfüllen:
                                                                  98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                              Anhang 1 Buchstabe d (angepasst)
   ia)      Die Aktien dürfen nicht von Emittenten stammen, die nur börsengehandelte
            Schuldtitel ausgegeben haben, für welche gemäß der Tabelle I unter Nummer 14 eine
            Eigenkapitalanforderung von 8 % besteht oder für die eine geringere Anforderung
            nur deshalb gilt, weil sie Gegenstand einer Garantie oder Sicherheit sind;
                                                                  93/6/EWG
   iib)     sie müssen von den zuständigen Behörden nach objektiven Kriterien als hochliquide
            beurteilt werden;
                                                                  93/6/EWG (angepasst)
   iiic)    keine Einzelposition darf mehr als 5 % des Wertes des gesamten Aktien-Portefeuilles
            des Instituts betragen.
            ⌦ Im Sinne von Buchstabe c) können d ⌫ Die zuständigen Behörden können
            jedoch Einzelpositionen mit einem Wert von bis zu 10 % zulassen, sofern der
            Gesamtwert dieser Positionen 50 % des Gesamtportefeuilles nicht übersteigt.
                                                                  93/6/EWG
   Allgemeines Risiko
   3436. Die Eigenkapitalanforderung an ein Institut für das allgemeine Risiko ist seine mit 8 %
   multiplizierte Nettogesamtposition.
DE                                               71                                              DE
 ---pagebreak---    Aktienindex-Terminkontrakte
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   3537. Aktienindex-Terminkontrakte und der deltagewichtete Gegenwert von Aktienindex-
   Terminkontraktoptionen und Aktienindex-Optionen, die sämtlich im Folgenden als
   „Aktienindex-Terminkontrakte“ bezeichnet werden, können nach den Positionen in den
   einzelnen Aktien aufgeschlüsselt werden. Diese Positionen können als zugrundeliegende
   Positionen in den betreffenden Aktien behandelt werden; ⌦ und ⌫ dementsprEGhend
   können sie vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden gegen die
   entgegengesetzten Positionen in den zugrundeliegenden Aktien selbst aufgerechnet werden.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   3638. Die zuständigen Behörden sorgen dafür, daß ⌦ ss ⌫ alle Institute, die ihre Positionen
   in einer oder mehreren der Aktien eines Aktienindex- Terminkontrakts gegen eine oder
   mehrere entgegengesetzte Positionen desselben aufgerechnet haben, über genügend
   Eigenkapital zur Deckung des Risikos von Verlusten für den Fall verfügen, daß ⌦ ss ⌫ der
   Wert des Terminkontrakts sich nicht völlig gleichläufig mit dem der zugrunde liegenden
   Aktien entwickelt; dasselbe gilt, wenn ein Institut entgegengesetzte Positionen in
   Aktienindex-Terminkontrakten hält, deren Laufzeit und/oder Zusammensetzung nicht
   übereinstimmen.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   3739. Soweit die Nummern 35 und 36 nicht anwendbar sind, ⌦ Abweichend von den
   Absätzen 37 und 38 ⌫ ist bei Aktienindex-Terminkontrakten, die an der Börse gehandelt
   werden und sich nach Ansicht der zuständigen Behörden auf Indizes mit einem hohen
   Diversifizierungsgrad beziehen, eine Eigenkapitalanforderung für das allgemeine Risiko in
   Höhe von 8 % vorgesehen, während für das spezifische Risiko keine Anforderungen gestellt
   werden. Diese Aktienindex-Terminkontrakte gehen in die Berechnung der
   Nettogesamtposition gemäß Nummer 31 ⌦ Absatz 33 ⌫ ein, während sie bei der dort
   ebenfalls genannten Bruttogesamtposition nicht berücksichtigt werden.
                                                                 93/6/EWG
   3840. Wird ein Aktienindex-Terminkontrakt nicht in seine zugrundeliegenden Positionen
   aufgeschlüsselt, so wird er wie eine einzelne Aktie behandelt. Das spezifische Risiko für diese
   einzelne Aktie kann jedoch außer Betracht bleiben, wenn der betreffende Aktienindex-
   Terminkontrakt an der Börse gehandelt wird und sich nach Auffassung der zuständigen
   Behörden auf einen Index mit einem hohen Diversifizierungsgrad bezieht.
   ÜBERNAHMEGARANTIEN
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   3941. Bei Übernahmegarantien für Schuldtitel und Aktien können die zuständigen Behörden
   einem Institut gestatten, das folgende Verfahren für die Berechnung seiner
DE                                               72                                                DE
 ---pagebreak---    Eigenkapitalanforderungen anzuwenden: Zunächst berechnet es die Nettopositionen, indem
   die mit einer Übernahmegarantie versehenen Positionen, die von Dritten auf der Grundlage
   einer förmlichen Vereinbarung gezeichnet oder mitgarantiert werden, in Abzug gebracht
   werden; anschließend. Anschließend verringert es die Nettopositionen durch Anwendung der
   folgenden Faktoren ⌦ in Tabelle 4 ⌫ :
   Tabelle 4
                                 — Arbeitstag Null:      100 %
                                 — erster Arbeitstag:    90 %
                                 — zweiter und dritter   75 %
                                 Arbeitstag:
                                 — vierter Arbeitstag:   50 %
                                 — fünfter Arbeitstag:   25 %
                                 — nach dem fünften      0%
                                 Arbeitstag:
                                                              93/6/EWG (angepasst)
   Der „Arbeitstag Null“ ist der Arbeitstag, an dem das Institut die uneingeschränkte
   Verpflichtung eingegangen ist, eine bestimmte Menge von Wertpapieren zu einem
   vereinbarten Preis zu übernehmen.
   Dann berechnet es seine Eigenkapitalanforderungen anhand der durch Anwendung der
   genannten Faktoren verringerten Übernahmepositionen.
   Die zuständigen Behörden stellen sicher, daß ⌦ ss ⌫ das Institut über genügend
   Eigenkapital für das Verlustrisiko verfügt, das zwischen dem Zeitpunkt der anfänglichen
   Verpflichtung und dem ersten Arbeitstag besteht.
                                                              neu
   EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR DAS SPEZIFISCHE RISIKO VON
   HANDELSBUCHPOSITIONEN, DIE DURCH KREDITDERIVATIE ABGESICHERT
   SIND
DE                                             73                                           DE
 ---pagebreak---    42. Gemäß den in den Absätzen 43 bis 46 genannten Grundsätzen ist eine durch
   Kreditderivate unterlegte Sicherung statthaft.
   43. Eine vollständige Genehmigung wird dann erteilt, wenn sich der Wert der beiden
   Positionsseiten stets in die entgegengesetzte Richtung entwickelt, und dies in der Regel im
   gleichen Umfang. Dies wird bei jeder der beiden nachfolgend genannten Situationen der Fall
   sein:
            a)    die beiden Seiten bestehen aus völlig identischen Instrumenten;
            b)    eine Kassa-Kaufposition wird durch einen Total Rate of Return Swap (oder
                  vice versa) abgesichert und es besteht eine exakte Übereinstimmung zwischen
                  der Referenzposition und den zugrundeliegenden Forderungen (d.h. die
                  Kassaposition). Die Fälligkeit des Swap selbst kann eine andere sein als die der
                  zugrundeliegenden Forderung
   In diesen Fällen sollten keine Seite der Position Eigenkapitalanforderungen für das
   spezifische Risiko angewandt werden.
   44. Eine 80%ige Reduzierung wird dann angewandt, wenn sich der Wert der beiden
   Positionsseiten stets in die entgegengesetzte Richtung entwickelt und eine exakte
   Übereinstimmung zwischen der Referenzposition, der Fälligkeit sowohl der Referenzposition
   als auch des Kreditderivats und der Währung der zugrundeliegenden Forderung besteht.
   Darüber hinaus sollten Schlüsselmerkmale des Kreditderivatekontrakts nicht darauf
   hinauslaufen, dass die Kursbewegung des Kreditderivats wesentlich von den
   Kursbewegungen der Kassaposition abweicht. In dem Maße, wie mit der Transaktion Risiko
   übertragen wird, wird eine 80%ige Reduzierung der Eigenkapitalanforderungen für das
   spezifische Risikoauf die Seite der Transaktion angewandt, die mit den höheren
   Eigenkapitalanforderungen behaftet ist, wohingegen die Eigenkapitalanforderungen für das
   spezifische Risiko auf der Gegenseite mit Null angesetzt werden.
   45. Eine teilweise Genehmigung wird dann erteilt, wenn sich der Wert der beiden
   Positionsseiten in der Regel in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Dies dürfte in den
   folgenden Situationen der Fall sein:
            a)    die Position wird von Absatz 43 Buchstabe b) abgedeckt; allerdings besteht
                  eine Inkongruenz zwischen der Referenzposition und der zugrundeliegenden
                  Forderung. Nichtsdestoweniger erfüllen die Positionen die folgenden
                  Anforderungen:
                  (i)   die Referenzposition hat einen „pari passu“-Rang gegenüber der
                        zugrundeliegenden Zahlungsverpflichtung oder ist dieser nachgeordnet;
                  (ii)  die zugrundeliegende Zahlungsverpflichtung und die Referenzposition
                        haben ein und denselben Schuldner und haben rechtlich durchsetzbare
                        wechselseitige         Ausfallklauseln         bzw.       wechselseitige
                        Vorfälligkeitsklauseln;
            b)    die Position wird von Absatz 43 Buchstabe a) bzw. von Absatz 44 abgedeckt;
                  allerdings besteht eine Währungsinkongruenz oder eine Laufzeitinkongruenz
                  zwischen der Kreditbesicherung und der zugrundeliegenden Referenzposition
DE                                                74                                               DE
 ---pagebreak---                  (Währungsinkongruenzen sollten unter dem normalen                Ausweis     des
                 Fremdwährungsrisikos unter Anhang III erfasst werden);
            c)   die Position wird von Absatz 44 abgedeckt; allerdings besteht eine
                 Inkongruenz zwischen der Kassaposition und dem Kreditderivat. Die
                 zugrundeliegende Forderung ist Bestandteil der (lieferbaren) Verpflichtungen
                 in der Kreditderivate-Dokumentation.
   In jedem dieser Fälle sollte anstelle der Addierung der Eigenkapitalanforderungen für das
   spezifische Risiko für jede Seite der Transaktion lediglich die jeweils höhere der beiden
   Kapitalanforderungen angewandt werden.
   46. In all denjenigen Fällen, die nicht unter Absatz 45 fallen, werden
   Eigenkapitalanforderungen für das spezifische Risiko für beide Seiten der Position ermittelt.
   EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR ORGANISMEN FÜR GEMEINSAME ANLAGEN (OGAW)
   IM HANDELSBUCH
   47. Die Kapitalanforderungen für Positionen in Organismen für gemeinsame Anlagen
   (OGAW), die die Bedingungen im Sinne von Artikel 11 für eine Handelsbuch-
   Kapitalbehandlung erfüllen, werden gemäß den in den Absätzen 48 bis 56 spezifizierten
   Methoden berechnet.
   48. Unbeschadet anderer Bestimmungen dieses Abschnitts wird auf OGAW-Positionen eine
   Eigenkapitalanforderung für das Positionsrisiko (spezifisch und allgemein) von 32%
   angewandt. Unbeschadet der Bestimmungen von Anhang III Absatz 3 Buchstabe i) bzw. von
   Anhang V Absatz 13 Buchstabe v), denen zufolge die in diesen Absätzen dargelegte
   modifizierte Gold-Behandlung angewandt wird, unterliegen OGAW-Positionen einer
   Eigenkapitalanforderung für das Positionsrisiko (spezifisch und allgemein) und das
   Wechselkursrisiko von höchstens 40%.
   49. Die Institute können die Eigenkapitalanforderung für OGAW-Positionen, die die in
   Absatz 51 genannten Kriterien erfüllen, gemäß der in den Absätzen 53 bis 56 genannten
   Methoden ermitteln.
   50. Sofern nicht anderweitig geregelt, ist keine Verrechnung zwischen den zugrundeliegenden
   Anlagen eines OGAW und anderen vom Institut gehaltenenen Positionen statthaft.
   ALLGEMEINE KRITERIEN
   51. Die allgemeinen Zulassungskriterien für die Verwendung der in den Absätzen 53 bis 56
   genannten Methoden für OGAWs, die von Gesellschaften emittiert werden, die wiederum
   innerhalb der Gemeinschaft beaufsichtigt werden oder dort gegründet wurden, sehen wie folgt
   aus:
            a)   der Prospekt des OGAWs oder ein gleichwertiges Dokument umfassen:
                 (i)   die Kategorien der Vermögenswerte, in die der OGAW investieren darf;
                 (ii)  im Falle der Existenz von Anlagebeschränkungen die entsprechenden
                       Beschränkungen und Methoden zu ihrer Berechnung;
DE                                                75                                              DE
 ---pagebreak---                   (iii) im Falle der Zulässigkeit eines Hebels die Höchstgrenze dieses Hebels;
                  (iv) im Falle der Zulässigkeit von Anlagen in OTC-Finanzderivate oder
                        Repo-ähnliche Geschäfte eine Strategie zur Begrenzung des
                        Gegenparteiausfallrisikos, das sich aus diesen Geschäften ergibt;
             b)   über die Geschäftstätigkeit des OGAWs wird in einem Haljahresbericht und in
                  einem Jahresbericht informiert, die eine Bewertung der Aktiva und Passiva
                  sowie der Gewinne und Geschäfte während des Berichtzeitraums ermöglichen;
             c)   die Anteile des OGAWs sind in bar rückzahlbar, und zwar aus den
                  Vermögenswerten des OGAWs auf täglicher Basis und auf Anfrage des
                  Anteilsinhabers;
             d)   die Anlagen der OGAWs sind von den Vermögenswerten der OGAW-
                  Verwaltungsgesellschaft zu trennen;
             e)   das investierende Institut stellt eine angemessene Risikobewertung des
                  OGAWs sicher.
   52. Drittland-OGAW sind zulässig, sofern die Anforderungen unter Buchstabe a) bis e) von
   Absatz 51 erfüllt sind und die für das Institut zuständige Behörde ihre Zustimmung erteilt hat.
   SPEZIFISCHE METHODEN
   53. Sofern dem Institut die zugrundeliegenden Anlagen des OGAW auf Tagesbasis bekannt
   sind, kann das Institut auf die zugrundeliegenden Anlagen durchschauen, um die
   Eigenkapitalanforderungen für das Positionsrisiko (allgemein und spezifisch) für diese
   Positionen im Einklang mit den in diesem Anhang genannten Methoden zu berechnen bzw. -
   sofern statthaft - im Einklang mit den in Anhang V genannten Methoden. Aufgrund dieses
   Ansatzes werden Positionen in OGAWs wie Positionen in den zugrundeliegenden Anlagen
   des OGAWs behandelt. Eine Aufrechnung ist zwischen Positionen in den zugrundeliegenden
   Anlagen des OGAWs und anderen vom Institut gehaltenen Positionen gestattet, sofern das
   Institut eine ausreichende Zahl an Anteilen hält, um eine Einlösung/ im Austausch für die
   zugrundeliegenden Anlagen zu ermöglichen.
   54. Die Institute können die Eigenkapitalanforderungen für das Positionsrisisko (allgemein
   und spezifisch) für Positionen in OGAWs gemäß den in diesem Anhang genannten Methoden
   berechnen bzw. -sofern statthaft - im Einklang mit den in Anhang V genannten Methoden,
   und zwar für angenommene Positionen, die jene repräsentieren, die erforderlich wären, um
   die Zusammensetzung und die Wertentwicklung eines extern geschaffenen Indexes oder eines
   festen Korbs von Aktien oder Schuldtiteln nachzubilden, auf den in Buchstabe a) eingegangen
   wird, sofern die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
             a)   Ziel des OGAW-Mandats ist es, die Zusammensetzung und die
                  Wertentwicklung eines extern geschaffenen Indexes oder eines festen Korbs
                  von Aktien oder Schuldtiteln nachzubilden;
             b)   es kann eindeutig eine Mindestkorrelation von 0,9 zwischen den täglichen
                  Kursbewegungen des OGAWs und des Indexes oder des Korbs von Aktien
                  oder Schuldtiteln, den er nachbildet, über einen Mindestzeitraum von sechs
                  Monaten nachgewiesen werden. Unter Korrelation versteht man in diesem
DE                                                 76                                              DE
 ---pagebreak---                    Zusammenhang den Korrelationskoeffizienten zwischen den Tagesrenditen auf
                   den börsengehandelten Fonds und dem Index bzw. Korb von Aktien oder
                   Schuldtiteln, den er nachbildet.
   55. Sind dem Institut die zugrundeliegenden Anlagen des OGAWs auf Tagesbasis nicht
   bekannt, kann das Institut die Eigenkapitalanforderungen für das Positionsrisisko (allgemein
   und spezifisch) gemäß den in diesem Anhang genannten Methoden berechnen, sofern
   folgende Bedingungen erfüllt sind:
            a)     es wird davon ausgegangen, dass der OGAW zunächst bis zur unter seinem
                   Mandat zulässigen Höchstgrenze in die Kategorien von Vermögenswerten
                   investiert, die die höchste Eigenkapitalanforderung für das Positionsrisiko
                   (allgemein und spezifisch) erhalten und sodann Anlagen in absteigender
                   Reihenfolge tätigt, bis dass die maximale Gesamtanlagengrenze erreicht ist.
                   Die Position im OGAW wird als direkte Anlage in der angenommen Position
                   behandelt;
            b)     die Institute berücksichtigen bei der Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderung
                   für das Positionsrisiko das maximale indirekte Risiko, das sie eingehen
                   könnten, wenn sie über den OGAW Positionen mit Hebelwirkung aufnehmen,
                   indem die Position im OGAW proportional bis zum maximalen Risiko in
                   Bezug auf die zu Grunde liegenden Anlagebestandteile, das sich gemäß dem
                   Anlagemandat ergeben könnte, angehoben wird;
            c)     sollte die Eigenkapitalanforderung für das Positionsrisiko (allgemein und
                   spezifisch) im Rahmen dieses Ansatzes die in Absatz 48 genannte übersteigen,
                   wird die Eigenkapitalanforderung auf dieses Niveau festgelegt.
   56. Die Institute können Berechnungen der Eigenkapitalanforderungen für das Positionsrisiko
   (allgemein und spezifisch) für OGAW-Positionen, die unter die Absätze 53 und 55 fallen,
   vonDritten verwenden, sofern die Berechnungen gemäß der in diesem Anhang genannten
   Methoden erfolgt sind und die Korrektheit der Berechnung und der Meldung angemessen
   sichergestellt ist.
DE                                                  77                                            DE
 ---pagebreak---                                                                93/6/EWG (angepasst)
                                           ANHANG II
        ⌦ BERECHNUNG DER EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR DAS ⌫
          ABWICKLUNGSRISIKO UND ⌦ DAS ⌫ RISIKO DES AUSFALLS DER
                                        GEGENPARTEI
   ABWICKLUNGS-/ LIEFERRISIKO
                                                               98/31/EG Art. 1 Absatz 7 und
                                                            Anhang 2 Buchstabe a (angepasst)
   1. Im Fall von Geschäften, bei denen Schuldtitel, Aktien und Waren (mit Ausnahme von
   Pensionsgeschäften und umgekehrten Pensionsgeschäften sowie Wertpapier- und
   Warenverleih- und -leihgeschäften) nach dem festgesetzten Liefertag noch nicht abgewickelt
   wurden, muß ⌦ ss ⌫ das Institut die Preisdifferenz berechnen, die sich daraus zu seinen
   Ungunsten ergeben könnte. Es handelt sich dabei um die Differenz zwischen dem
   vereinbarten Abrechnungspreis für die betreffenden Schuldtitel, Aktien oder Waren und ihrem
   aktuellen Marktwert, wenn diese Differenz mit einem Verlust für das Institut verbunden sein
   könnte. Zur Berechnung seiner Eigenkapitalanforderung ist dieser Differenzbetrag mit dem
   entsprechenden Faktor in Spalte A der Tabelle unter Nummer 2 zu multiplizieren.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   2. Ungeachtet der Bestimmungen der Nummer ⌦ Abweichend von Absatz ⌫ 1 kann ein
   Institut, wenn die zuständigen Behörden keine Einwände dagegen haben, seine
   Eigenkapitalanforderungen berechnen, indem es den vereinbarten Abrechnungspreis für jede
   Transaktion, die zwischen 5 und 45 Arbeitstagen nach dem festgesetzten Termin noch nicht
   abgerechnet wurde, mit dem entsprechenden Faktor in Spalte B der gleichen ⌦ von ⌫
   Tabelle ⌦ 1 ⌫ multipliziert. Ab 46 Arbeitstagen nach dem festgesetzten Termin hat es eine
   Eigenkapitalanforderung von 100 % der sich für das Institut ergebenden Preisdifferenz
   entsprechend Spalte A ⌦ in Tabelle 1 ⌫ zu erfüllen.
   ⌦ Tabelle 1 ⌫
         Anzahl der Arbeitstage nach dem festgesetzten       Spalte A           Spalte B
                     Abrechnungstermin                         (in %)            (in %)
      5 — 15                                                             8               0,5
      16 — 30                                                           50               4,0
      31 — 45                                                           75               9,0
      46 und mehr                                                      100 s. Absatz 2
DE                                              78                                             DE
 ---pagebreak---    RISIKO DES AUSFALLS DER GEGENPARTEI
                                                                neu
   3. Ein Institut ist gehalten, das Risiko des Ausfalls der Gegenpartei mit Eigenkapital zu
   unterlegen, wenn sich dieses Risiko aus Risikopositionen ergibt, die auf Grund folgender
   Elemente entstanden sind:
             a)    Vorleistungen;
             b)   nicht börsengehandelte Derivate und Kreditderivative;
             c)    Pensionsgeschäfte, umgekehrte Pensionsgeschäfte; Wertpapierleih- oder
                   verleihgeschäfte bzw. Warenleih- oder verleihgeschäfte mit Wertpapieren oder
                   Waren, die Gegenstand des Handelsbuches sind;
             d)   Forderungen in Form von Gebühren, Provisionen, Zinsen, Dividenden und
                   Einschüssen auf börsengehandelte Derivatekontrakte, die weder in diesem
                   Anhang noch in Anhang I erfaßt sind oder von den Eigenmitteln gemäß Artikel
                   13 Absatz 2 Buchstabe d abgezogen werden und die unmittelbar mit den
                   Positionen des Handelsbuchs zusammenhängen.
   4. In diesem Sinne wird davon ausgegangen, dass eine Vorleistung erfolgt ist, wenn das
   Instititut die Wertpapiere und Waren vor ihrer Lieferung bezahlt hat bzw. wenn es
   Wertpapiere oder Waren vor Erhalt ihrer Bezahlung geliefert hat bzw. im Falle von
   grenzüberschreitenden Geschäften, wenn seit der Zahlung oder Lieferung mindestens ein Tag
   vergangen ist.
   5. Vorbehaltlich der Absätze 6 bis 9 werden Forderungswerte und risikogewichtete
   Forderungsbeträge für derlei Forderungen gemäß den Bestimmungen der Richtlinie
   [2000/12/EG] Abschnitt 3 Kapitel 2 Titel V berechnet, wobei Verweise auf ‚Kreditinstitute’
   in diesem Abschnitt als Verweise auf ‚Institute’, Verweise auf 'Mutterkreditinstitute' als
   Verweise auf ‚Mutterinstitute’ verstanden und damit einhergehende Begriffe entsprchhend
   ausgelegt werden.
   6. Im Sinne von Absatz 5 gilt Folgendes:
   Anhang IV der Richtlinie [2000/12/EG] wird als geändert angesehen, indem nach Punkt 3
   Buchstabe d) die Worte ‘und Kreditderivative’ eingefügt werden;
   Anhang III der Richtlinie [2000/12/EG] wird als geändert angesehen, indem nach Tabelle 1
   Buchstabe a) Folgendes eingefügt wird:
             „Um eine Zahl für ein potenzielles künftiges Kreditrisiko im Falle von Total Return
             Swap-Kreditderivaten und von Credit Default Swap-Kreditderivativen zu erhalten,
             wird der Nominalwert dieses Instruments mit den folgenden Prozentsätzen
             multipliziert:
DE                                               79                                              DE
 ---pagebreak---             Wenn eine Referenzposition dergestalt ist, dass sie für den Fall, dass sie eine direkte
            Forderung für das Institut darstellen würde, eine qualifizierte Position im Sinne von
            Anhang I wäre: - 5%;
            Wenn eine Referenzposition dergestalt ist, dass sie für den Fall, dass sie eine direkte
            Forderung für das Institut darstellen würde, keine qualifizierte Position im Sinne von
            Anhang I wäre: - 10%;
            Im Falle eines Credit Default Swap ist es einem Institut, dessen Risikoposition aus
            dem Swap eine Kaufposition in Bezug auf die zugrundeliegenden Positionen ist,
            gestattet, eine Zahl von 0% für das potenzielle künftige Kreditrisiko anzusetzen, es
            sei denn der Credit Default Swap unterliegt einer Glattstellung infolge der Insolvenz
            der Gegenpartei, deren Risiko aus dem Swap eine Verkaufsposition in Bezug auf den
            zugrundeliegenden Positionen ist, auch wenn die zugrundeliegende Position nicht
            ausgefallen ist.“
   Schafft das Kreditderivat eine Sicherung in Bezug auf den n-ten Ausfall unter einer Reihe von
   zugrundeliegenden Zahlungsverpflichtungen, wird der Prozentsatz, der von den zuvor
   Genannten anzuwenden ist, durch die Verpflichtung mit der n-ten niedrigsten Kreditqualität
   bestimmt, die wiederum dadurch ermittelt wird, dass festgestellt wird ob es sich,
   angenommenes wäre eine direkte Position des Instituts , um eine qualifizierte Position im
   Sinne von Anhang I handeln würde.
   7. Im Sinne von Absatz 5 wird es den Instituten bei der Berechnung ihrer risikogewichteten
   Forderungsbeträge nicht gestattet, für die Anerkennung der Auswirkungen von
   Finanzsicherheiten die Einfache Methode für Finanzsicherheiten zu verwenden, die
   Gegenstand von Anhang VIII Teil 3 Absätze 25 bis 30 der Richtlinie [2000/12/EG].
   8. Im Sinne von Absatz 5 können im Falle von Pensionsgeschäften sowie Wertpapierleih- und
   verleihgeschäften und Warenleih- und verleihgeschäften alle Finanzinstrumente und Waren,
   die geeignet sind, um in das Handelsbuch aufgenommen zu werden, als taugliche Sicherheit
   anerkannt werden. Bei Forderungen aufgrund von nicht börsengehandelten Derivaten, die im
   Handelsbuch verbucht sind, können Waren, die geeignet sind, um in das Handelsbuch
   aufgenommen zu werden, ebenfalls als taugliche Sicherheiten anerkannt werden. Im Hinblick
   auf die Berechnung von Volatilitätsanpassungen in Fällen, in denen solche Finanzinstrumente
   oder Waren verliehen, veräußert oder bereitgestellt bzw. mittels einer Sicherheit oder auf
   andere Art und Weise geliehen, angekauft oder aufgenommen werden, werden diese
   Instrumente und Waren auf die gleiche Art und Weise behandelt wie die Aktien eines
   Nebenindexes, die an einer anerkannten Börse gehandelt werden.
   9. Im Sinne von Absatz 5 wird im Zusammenhang mit der Anerkennung von
   Rahmenaufrechnungsvereinbarungen, die Pensionsgeschäfte und/ oder Wertpapierleih- und -
   verleihgeschäfte und Warenleih- und –verleihgeschäfte und/ oder andere
   kapitalmarktgetriebene Geschäfte betreffen, die Aufrechnung zwischen Positionen des
   Handelsbuches und des Nichthandelsbuches nur dann anerkannt, wenn die aufgerechneten
   Geschäfte die folgenden Bedingungen erfüllen:
            a)    alle Geschäfte werden täglich zuMarktkursen bewertet;
            b)    alle Positionen, die im Rahmen der Transaktionen verliehen, veräußert oder
                  bereitgestellt bzw. geliehen, angekauft oder aufgenommen werden, können
DE                                                80                                                DE
 ---pagebreak---                    gemäß Titel V Kapitel 2 Abschnitt 3 Unterabschnitt 3 der Richtlinie
                   [2000/12/EG] als taugliche finanzielle Sicherheit anerkannt werden, ohne dass
                   Abschnitt 8 dieses Anhangs zur Anwendung gelangt.
   10. Ist ein im Handelsbuch ausgewiesenes Kreditderivat Bestandteil eines internen
   Absicherungsgeschäfts und ist die Kreditbesicherung gemäß der Richtlinie [2000/12/EG]
   anerkannt, wird davon ausgegangen, dass die Position im Kreditderivat kein
   Gegenparteienausfallrisiko verursacht.
   11. Die Eigenkapitalanforderung beläuft sich auf 8% sämtlicher risikogewichteten
   Forderungsbeträge.
                                                                 93/6/EWG
   Vorleistungen
                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 2 Buchstabe b
   3.1. Ein Institut muß Eigenkapital zur Deckung des Gegenpartei-Risikos halten, wenn
   i) es Wertpapiere oder Waren vor deren Eingang bezahlt oder Wertpapiere oder Waren vor
   Eingang der Bezahlung geliefert hat und
   ii) bei grenzüberschreitenden Transaktionen ein oder mehrere Tage seit dieser Zahlung oder
   Lieferung vergangen sind.
   3.2. Die Eigenkapitalanforderung beträgt 8 % des Werts der Wertpapiere bzw. Waren oder
   des dem Institut geschuldeten Geldbetrags, multipliziert mit dem für die Gegenpartei
   geltenden Risikogewicht.
                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 2 Buchstabe c
                                                              (angepasst)
   Pensionsgeschäfte und umgekehrte Pensionsgeschäfte sowie Wertpapierleih und -
   verleihgeschäfte und Warenleih- und -verleihgeschäfte
   4.1. Im Fall von Pensionsgeschäften und Wertpapier- oder Warenverleihgeschäften mit
   Wertpapieren oder Waren, welche Bestandteil des Wertpapierhandels sind, berechnet das
   Institut die Differenz zwischen dem Marktwert der Wertpapiere oder Waren und dem vom
   Institut aufgenommenen Betrag oder dem Marktwert der Sicherheiten, wenn die Differenz
   positiv ist. Im Fall von umgekehrten Pensionsgeschäften und Wertpapier oder
   Warenleihgeschäften berechnet das Institut die Differenz zwischen dem von ihm verliehenen
   Betrag oder dem Marktwert der geleisteten Sicherheiten und dem Marktwert der erhaltenen
   Wertpapiere oder Waren, wenn diese Differenz positiv ist.
DE                                               81                                              DE
 ---pagebreak---                                                                 93/6/EWG
   Die zuständigen Behörden treffen Maßnahmen, um sicherzustellen, daß der Überschußbetrag
   der Sicherheit hinreichend hoch ist.
   Ferner dürfen die zuständigen Behörden es den Instituten gestatten, daß sie den
   Überschußbetrag der Sicherheit nicht in die Berechnung gemäß dem ersten Unterabsatz dieser
   Nummer einbeziehen, wenn der Überschußbetrag der Sicherheit derart garantiert ist, daß die
   die Wertpapiere übertragende Partei stets sicher sein kann, daß der Überschußbetrag der
   Sicherheit bei Leistungsausfällen der Gegenpartei zurückgegeben wird.
   Die aufgelaufenen Zinsen sind in die Berechnung des Marktwerts der verliehenen oder
   aufgenommenen Beträge und der Sicherheiten einzubeziehen.
   4.2. Die Eigenkapitalanforderung beläuft sich auf 8 % des sich aus Nummer 4.1 ergebenden
   Werts, multipliziert mit dem auf die betreffende Gegenpartei anwendbaren Risikogewicht.
   Abgeleitete Instrumente des Freiverkehrs
                                                                98/33/EC Artikel 3 Absatz 2
   5. Bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderung für abgeleitete Instrumente des
   Freiverkehrs legt das Institut Anhang II der Richtlinie 89/647/ EWG zugrunde. Die
   Risikogewichte der Gegenpartei werden gemäß Artikel 2 Nummer 9 der vorliegenden
   Richtlinie festgelegt.
   Bis zum 31. Dezember 2006 können die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten die durch
   eine Clearingstelle abgewickelten Geschäfte des Freiverkehrs, bei denen die Clearingstelle als
   Gegenpartei fungiert und alle Beteiligten die Risikopositionen, die sie für die Clearingstelle
   darstellen, täglich in vollem Umfang durch eine Sicherheitsleistung absichern, wobei die
   Absicherung sich sowohl auf die laufende Risikoposition als auch auf die potentielle künftige
   Risikoposition erstreckt, von der Anwendung der in Anhang II beschriebenen Methoden
   ausnehmen. Die zuständigen Behörden müssen der Auffassung sein, daß die geleistete
   Sicherheit den gleichen Schutz bietet wie die Sicherheit gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe
   a) Nummer 7 der Richtlinie 89/647/EWG und daß ausgeschlossen ist, daß die
   Risikopositionen der Clearingstelle den Marktwert der geleisteten Sicherheit übersteigen. Die
   Mitgliedstaaten teilen der Kommission mit, in welcher Weise sie von dieser Möglichkeit
   Gebrauchmachen.
                                                                93/6/EWG
   SONSTIGES
   6. Die Eigenkapitalanforderungen der Richtlinie 89/647/EWG finden auf Forderungen in
   Form von Gebühren, Provisionen, Zinsen, Dividenden und Einschüssen auf börsengängige
   Termin- oder Optionskontrakte Anwendung, die weder in diesem Anhang noch in Anhang I
   erfaßt sind oder von den Eigenmitteln gemäß Anhang V Nummer 2 Buchstabe d) abgezogen
   werden und die unmittelbar mit den Posten des Wertpapierhandels zusammenhängen.
DE                                               82                                               DE
 ---pagebreak---    Die Risikogewichte der Gegenpartei werden gemäß Artikel 2 Nummer 9 dieser Richtlinie
   festgelegt.
DE                                          83                                          DE
 ---pagebreak---                                                                  93/6/EWG (angepasst)
                                           ANHANG III
       ⌦ BERECHNUNG DER EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR DAS ⌫
                                   FREMDWÄHRUNGSRISIKO
                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 3 Buchstabe a
                                                              (angepasst)
   1. Übersteigt die nach dem nachstehenden ⌦ in Absatz 2 genannten ⌫ Verfahren
   berechnete Summe des Nettogesamtbetrags der Devisenpositionen und der Nettogoldposition
   eines Instituts 2 % des Gesamtbetrags seiner Eigenmittel, wird die Summe seiner
   Nettodevisenposition und seiner Nettogoldposition bei der Berechnung der
   Eigenkapitalanforderung für das Fremdwährungsrisiko mit 8 % multipliziert.
   Bis zum 31. Dezember 2004 können die zuständigen Behörden einem Institut gestatten, seine
   Eigenkapitalanforderung zu berechnen, indem es den Betrag, um den die Summe des
   Nettogesamtbetrags der Devisenpositionen und der Nettogoldposition 2 % des Gesamtbetrags
   seiner Eigenmittel übersteigt, mit 8 % multipliziert.
                                                                 93/6/EWG (angepasst)
   2. Die Berechnung ⌦ der Eigenkapitalanforderungen für das Fremdwährungsrisiko ⌫
   erfolgt in zwei Stufen.
                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 3 Buchstabe b
                                                              (angepasst)
   32.1. Zunächst wird der Nettobetrag der offenen Positionen des Instituts in den einzelnen
   Währungen (einschließlich der Währung der Rechnungslegung) und in Gold berechnet.
   Diese ⌦ offenen ⌫ Positionen ergeben sich durch Summierung der folgenden Elemente
   (positiv oder negativ):
             -a) Netto-Kassaposition (d. h. alle Aktiva bezüglich aller Passiva einschließlich
             der aufgelaufenen und noch nicht fälligen Zinsen in der betreffenden Währung oder,
             im Fall von Gold, die Nettokassaposition in Gold);
             -b) Netto-Terminposition (d. h. alle ausstehenden Beträge abzüglich aller zu
             zahlenden Beträge im Rahmen von Devisen- und Goldtermingeschäften
             einschließlich der Devisen- und Gold-Terminkontrakte und des Kapitalbetrags der
             Währungs-Swaps, die nicht in der Kassaposition enthalten sind);
             -c) unwiderrufliche Garantien (und vergleichbare Instrumente), die mit Sicherheit
             in Anspruch genommen werden und aller Voraussicht nach uneinbringlich sind;
DE                                               84                                             DE
 ---pagebreak---    -d) Nettobetrag der künftigen, noch nicht angefallenen, aber bereits voll
   abgesicherten Einnahmen und Ausgaben (nach dem Ermessen der meldenden
   Institute und mit vorheriger Zustimmung der zuständigen Behörden können jene
   Nettobeträge der künftigen Einnahmen und Ausgaben, die in den Büchern noch nicht
   erfaßt, jedoch durch Devisentermingeschäfte bereits voll abgesichert sind, hier
   einbezogen werden). Ein solcher Ermessensspielraum ist durchgängig in der gleichen
   Weise zu nutzen;
   -e) mit Hilfe des Delta-Faktors (bzw. auf Basis des Delta-Faktors) ermittelter
   Netto-Gegenwert des gesamten Bestands an Devisen- und Gold-Optionen;
   -f) Marktwert der sonstigen (d. h. nicht auf Devisen oder Gold bezogen) Optionen;
   - aAlle Positionen, die ein Institut bewußt eingegangen ist, um sich gegen die
   nachteilige      Auswirkung        einer      Wechselkursänderung      auf     seinen
   Eigenkapitalkoeffizienten abzusichern, können bei der Errechnung der offenen
   Netto-Fremdwährungspositionen ausgeschlossen werden. Solche Positionen sollten
   nichts mit dem Handel zu tun haben oder struktureller Art sein, und ihr Ausschluß —
   und jegliche Änderung der Bedingungen für ihren Ausschluß — erfordert die
   Zustimmung der zuständigen Behörden. Positionen eines Instituts im Zusammenhang
   mit Posten, die bereits bei der Berechnung der Eigenmittel in Abzug gebracht
   wurden, können unter den gleichen Bedingungen genauso behandelt werden.
                                                        neu
   Im Hinblick auf die im ersten Unterabsatz genannte Berechhnung werden für
   Organismen         für    gemeinsame        Anlagen    (OGAW)       die     aktuellen
   Fremdwährungspositionen der OGAWs berücksichtigt. Die Institute können den
   Ausweis von Fremdwährungspositionen in OGAWs heranziehen, der von seiten
   Dritter vorgenommen wurde, sofern die Korrektheit dieses Ausweises ausreichend
   sichergestellt ist. Kennt ein Institut die Fremdwährungspositionen in einem OGAW
   nicht, wird davon ausgegangen, dass in den OGAW bis zur im Rahmen seines
   Mandats möglichen Höchstgrenze in Fremdwährungspositionen investiert wurde.
   Die Institute tragen hierbei bei der Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderung für
   Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf ihre Handelsbuchpositionen dem maximalen
   indirekten Risiko Rechnung, dass sie erreichen könnten, wenn sie mittels des
   OGAWs Positionen mit Hebelwirkung aufnehmen würden. Dies erfolgt, indem die
   Position im OGAW proportional bis zum Höchstrisiko angehoben wird, das in Bezug
   auf die zugrundeliegenden Positionen eingegangen werden kann, die sich aus dem
   Anlagemandat ergeben. Die angenommene Position des OGAWs in
   Fremdwährungen wird wie eine gesonderte Währung behandelt, d.h. wie die
   Behandlung der Anlagen in Gold. Abändernd gilt allerdings, dass – sofern die
   Ausrichtung der OGAW-Anlage bekannt ist - die Gesamtkaufposition zur offenen
   Gesamtfremdwährungskaufposition hinzuaddiert und die Gesamtverkaufsposition
   zur offenen Gesamtfremdwährungsverkaufsposition addiert werden kann. Eine
   Aufrechnung derartiger Positionen vor der Berechnung wäre nicht zulässig.
DE                                        85                                             DE
 ---pagebreak---                                                                98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                            und Anhang 3 Buchstabe b
   3.2 Es wird in das Ermessen der zuständigen Behörden gestellt, den Instituten zu gestatten,
   bei der Berechnung der offenen Nettopositionen in den einzelnen Währungen und in Gold den
   jeweiligen Nettomarktwert heranzuziehen.
                                                               93/6/EWG
                                                               1 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                            und Anhang.3 Buchstabe c
      1 42.2. Anschließend werden die Nettobeträge der Kauf- und Verkaufspositionen in den
   einzelnen Währungen mit Ausnahme der Währung der Rechnungslegung und die Nettokauf-
   und Verkaufsposition in Gold zum Kassakurs in die Währung der Rechnungslegung
   umgerechnet.  Schließlich werden diese getrennt summiert, um den Nettogesamtbetrag der
   Kaufpositionen und den Nettogesamtbetrag der Verkaufspositionen zu ermitteln. Der höhere
   dieser beiden Gesamtbeträge entspricht dem Nettogesamtbetrag der Devisenpositionen des
   Instituts.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   53. Unbeschadet der Nummern 1 bis 4 ⌦ Abweichend von Absatz 1 und 2 ⌫ können die
   zuständigen Behörden bis zu einer späteren Koordinierung vorschreiben oder gestatten, daß
   ⌦ ss ⌫ die Institute für die Zwecke dieses Anhangs andere ⌦ die folgenden ⌫ Verfahren
   anwenden.
                                                               93/6/EWG (angepasst)
   63.1. Erstens können d ⌦ D ⌫ ie zuständigen Behörden ⌦ können⌫ gestatten, daß
   ⌦ ss ⌫ die Institute bei Positionen in eng verbundenen Währungen niedrigeren
   Eigenkapitalanforderungen als denen genügen, die sich aus der Anwendung der Nummern 1
   bis 4 ⌦ Absätze 1 und 2 ⌫ ergeben würden. Eine enge Verbindung zwischen zwei
   Währungen darf von den zuständigen Behörden nur unterstellt werden, wenn bei
   Zugrundelegung der täglichen Wechselkurse für die letzten drei Jahre eine
   Wahrscheinlichkeit von mindestens 99 % — oder für die letzten fünf Jahre eine solche von
   95 % — besteht, daß ⌦ ss ⌫ aus gleich hohen und entgegengesetzten Positionen in diesen
   Währungen über die nächsten zehn Arbeitstage ein Verlust entsteht, der höchstens 4 % des
   Werts der betreffenden ausgeglichenen Position (in der Währung der Rechnungslegung)
   beträgt. Für die ausgeglichene Position in zwei eng verbundenen Währungen beträgt die
   Eigenmittelanforderung 4 % des Werts der ausgeglichenen Position. Für nicht ausgeglichene
   Positionen in eng verbundenen Währungen und für alle Positionen in anderen Währungen gilt
   eine Eigenkapitalanforderungvon 8 %, multipliziert mit der höheren der beiden Summen für
   die Nettokauf- bzw. -verkaufspositionen in diesen Währungen, nachdem die ausgeglichenen
   Positionen in eng verbundenen Währungen in Abzug gebracht wurden.
DE                                             86                                              DE
 ---pagebreak---                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 3 Buchstabe d
                                                             (angepasst)
   Zweitens können die zuständigen Behörden bis zum 31. Dezember 2004 einem Institut
   gestatten, für die Zwecke dieses Anhangs statt eines der unter den Nummern 1 bis 6
   beschriebenen Verfahren ein alternatives Verfahren anzuwenden. Die nach diesem Verfahren
   berechnete Eigenkapitalanforderung muß so hoch sein, daß sie 2 % der gemäß Nummer 4
   berechneten offenen Nettoposition übersteigt und bei Zugrundelegung der
   Wechselkursschwankungen während sämtlicher gleitenden 10-Arbeitstage-Zeiträume in den
   letzten drei Jahren den wahrscheinlichen Verlust für mindestens 99 % der Zeit übersteigt. Das
   alternative Verfahren nach Absatz 1 darf nur unter folgenden Voraussetzungen verwendet
   werden:
   i) Die Berechnungsformel und die Korrelationsschätzungen werden von den zuständigen
   Behörden unter Zugrundelegung der Wechselkursschwankungen festgelegt.
   ii) die Korrelationsschätzungen werden von den zuständigen Behörden im Lichte der
   Entwicklung auf den Devisenmärkten regelmäßig überprüft.
                                                                93/6/EWG (angepasst)
   83.2. Drittens können die zuständigen Behörden den Instituten gestatten, die Positionen in
   Währungen, für die eine rechtlich bindende zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, der
   zufolge ihre Schwankung gegenüber anderen in dieser Vereinbarung erfaßten Währungen
   begrenzt wird, bei dem von ihnen angewandten Verfahren nach den Nummern 1 bis 7
   ⌦ Absätzen 1, 2 und 3.1 ⌫ zu vernachlässigen. Die Institute haben ihre ausgeglichenen
   Positionen in diesen Währungen zu berechnen und dafür eine Eigenkapitalanforderung zu
   erfüllen, die mindestens der Hälfte der in der zwischenstaatlichen Vereinbarung für die
   betreffenden Währungen festgelegten höchstzulässigen Schwankung entspricht. Nicht
   ausgeglichene Positionen in diesen Währungen sind wie andere Währungen zu behandeln.
   Unbeschadet ⌦ Abweichend von ⌫ der Regelung nach dem ersten Unterabsatz können die
   zuständigen Behörden gestatten, daß ⌦ ss ⌫ die Kapitalanforderung für die ausgeglichenen
   Positionen in Währungen der Mitgliedstaaten, die an der zweiten Stufe der Europäischen
   Währungsunion teilnehmen, 1,6 % des Werts dieser ausgeglichenen Positionen betragen darf.
                                                                93/6/EWG (angepasst)
   9. Die zuständigen Behörden unterrichten den Rat und die Kommission gegebenenfalls von
   den Verfahren, die sie nach den Nummern 6 bis 8 vorschreiben oder gestatten.
   10. Die Kommission erstattet dem Rat Bericht über die unter Nummer 9 genannten Verfahren
   und schlägt erforderlichenfalls unter gebührender Berücksichtigung internationaler
   Entwicklungen eine einheitliche Behandlung des Fremdwährungsrisikos vor.
DE                                              87                                               DE
 ---pagebreak---                                                            93/6/EWG
   114. Nettopositionen in Korbwährungen können gemäß den geltenden Quoten in die
   verschiedenen Währungen, aus denen sich diese zusammensetzen, aufgeschlüsselt werden.
DE                                            88                                         DE
 ---pagebreak---                                                                98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
                                     ANHANG VIII ⌦ IV ⌫
       ⌦ BERECHNUNG DER EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR DAS ⌫
                                  WARENPOSITIONSRISIKO
                                                               98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5
   1.      Jede Position in Waren oder warenunterlegten Derivaten wird in
   Standardmaßeinheiten ausgedrückt. Der Kassakurs der einzelnen Waren wird in der Währung
   der Rechnungslegung angegeben.
                                                               98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   2. Positionen in Gold oder goldunterlegten Derivaten gelten als dem Fremdwährungsrisiko
   unterliegend und werden im Hinblick auf die Berechnung des Marktrisikos gemäß Anhang III
   oder gegebenenfalls Anhang VIII behandelt.
   3. Positionen, die lediglich der Bestandsfinanzierung dienen, können für die Zwecke dieses
   Anhangs von der Berechnung des Warenpositionsrisikos ausgeschlossen werden.
   4. Die Zins- und Fremdwährungsrisiken, die nicht von anderen Bestimmungen dieses
   Anhangs abgedeckt werden, werden bei der Berechnung des allgemeinen Risikos gehandelter
   Schuldtitel und bei der Berechnung des Fremdwährungsrisikos berücksichtigt.
   5. Wird die Verkaufsposition eher fällig als die Kaufposition, so hat das Institut auch
   Vorkehrungen gegen das Risiko eines Liquiditätsengpasses zu treffen, das auf einigen
   Märkten bestehen kann.
   6. Der Überschuß der Kauf-(Verkaufs-)positionen eines Instituts über seine Verkaufs-
   (Kauf-)positionen in derselben Ware und in identischen Warenterminkontrakten, Optionen
   und Optionsscheinen ist seine Nettoposition im Sinne von Nummer ⌦ Absatz ⌫ 19 in
   bezug auf diese Ware.
   Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ Positionen in
   Derivaten — wie unter den Nummern ⌦ Absätzen ⌫ 8, 9 und 10 beschrieben — als
   Positionen in der zugrundeliegenden Ware behandelt werden.
                                                               98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5
   7. Die zuständigen Behörden können die nachstehenden Positionen als Positionen in
   derselben Ware ansehen:
DE                                              89                                            DE
 ---pagebreak---    -a) Positionen in verschiedenen Unterkategorien derselben Ware, wenn diese Unterkategorien
   bei der Lieferung untereinander austauschbar
   sind, sowie
   -b) Positionen in ähnlichen Waren, wenn sie nahe Substitute sind und ihre Preisentwicklung
   für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr eine eindeutige Mindestkorrelation von 0,9
   aufweist.
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5
   SPEZIFISCHE INSTRUMENTE
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   8. Warenterminkontrakte und Terminpositionen bezüglich des Kaufs oder Verkaufs
   bestimmter Waren sind als fiktive, in einer Standardmaßeinheit ausgedrückte Beträge in das
   Risikomeß ⌦ ss ⌫ system aufzunehmen und gemäßihrem Fälligkeitstermin in das
   entsprechende Laufzeitband einzustellen.
   Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die
   Eigenkapitalanforderung für einen börsengehandelten Terminkontrakt dem von der Börse
   geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen
   worden ist, daß ⌦ ss ⌫ dieser dem mit dem Terminkontrakt verbundenen Risiko genau
   entspricht und mindestens so hoch ist wie die Eigenkapitalanforderung für einen
   Terminkontrakt, die sich bei Zugrundelegung der nachstehend in diesem Anhang
   beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung der in Anhang VIII beschriebenen
   internen Modelle ergeben würde.
   Die zuständigen Behörden können bis zum 31. Dezember 2006 ferner die Möglichkeit
   vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung für ein in Freiverkehr ⌦ nicht über eine
   Börse ⌫ getätigtes Geschäft mit warenunterlegten Derivaten im Sinne dieser Nummer
   ⌦ dieses Absatzes ⌫ , das über eine von ihnen anerkannte Clearing-Stelle abgewickelt
   wird, dem von der Clearing- Stelle geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen
   ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫ dem mit
   diesem Geschäft verbundenen Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist wie die
   Eigenkapitalanforderung für das betreffende Geschäft, die sich bei Zugrundelegung der
   nachstehend in diesem Anhang beschriebenen Berechnungsmethode oder bei Anwendung der
   in Anhang VIII beschriebenen internen Modelle ergeben würde.
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   9. Warenswaps, bei denen eine Seite der Transaktion ein fester Preis und die andere der
   jeweilige Marktpreis ist, sind beim ⌦ in den Absätzen 13 bis 18 beschriebenen ⌫
   Laufzeitband-Verfahren als eine Reihe von dem Nominalwert des Geschäfts entsprechenden
   Positionen zu behandeln, wobei eine Position jeweils einer Zahlung aus dem Swap entspricht
DE                                              90                                            DE
 ---pagebreak---    und in das entsprechende Laufzeitband der Tabelle in Nummer 13 ⌦ 1 ⌫ eingestellt wird.
   Dabei handelt es sich um Kaufpositionen, wenn das Institut einen festen Preis zahlt und einen
   variablen Preis erhält, und um Verkaufspositionen, wenn das Institut einen festen Preis erhält
   und einen variablen Preis zahlt.
   Warenswaps, bei denen die beiden Seiten der Transaktion verschiedene Waren betreffen, sind
   für beide Waren getrennt in den jeweiligen Laufzeitbandfächer einzustellen
                                                                98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   10. Optionen auf Waren oder auf warenunterlegte Derivate sind für die Zwecke dieses
   Anhangs wie Positionen zu behandeln, deren Wert dem mit dem Delta-Faktor multiplizierten
   Basiswert entspricht. Die letztgenannten Positionen können gegen entgegengesetzte
   Positionen in identischen zugrundeliegenden Waren oder warenunterlegten Derivaten
   aufgerechnet werden. Dabei ist der Delta-Faktor der betreffenden Börse oder der von den
   zuständigen Behörden berechnete Delta-Faktor zugrunde zu legen; falls ein solcher nicht
   vorhanden ist — und bei Freiverkehrsoptionen ⌦ nicht börsengehandelten Optionen ⌫ —
   wird der von dem Institut selbst berechnete Delta-Faktor zugrunde gelegt, sofern das von dem
   Institut verwendete Modell den Anforderungen der zuständigen Behörden entspricht.
   Die zuständigen Behörden können jedoch auch vorschreiben, daß ⌦ ss ⌫ die Institute den
   Delta-Faktor nach einem von den Behörden angegebenen Verfahren berechnen.
   Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß e ⌦ E ⌫ ine Absicherung der sonstigen mit
   Warenoptionen verbundenen Risiken ⌦ ist ⌫ — abgesehen vom Delta-Faktor-Risiko — zu
   gewährleisten ist.
   Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die
   Eigenkapitalanforderung für eine geschriebene börsengehandelte Warenoption dem von der
   Börse geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen
   worden ist, daß ⌦ ss ⌫ dieser dem mit der Option verbundenen Risiko genau entspricht und
   mindestens so hoch ist wie die Eigenkapitalanforderung für eine Option, die sich bei
   Zugrundelegung der nachstehend in diesem Anhang beschriebenen Berechnungsmethode oder
   bei Anwendung der in Anhang VIII beschriebenen internen Modelle ergeben würde.
   Die zuständigen Behörden können bis zum 31. Dezember 2006 ferner die Möglichkeit
   vorsehen, daß ⌦ ss ⌫die Eigenkapitalanforderung für eine Freiverkehr-⌦ nicht
   börsengehandelte ⌫ Warenoption, die über eine von ihnen anerkannte Clearingstelle
   abgewickelt wird, dem von der Clearingstelle geforderten Einschuß ⌦ ss ⌫ entspricht,
   sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß ⌦ ss ⌫ der Einschuß ⌦ ss ⌫
   dem mit der Option verbundenen Risiko genau entspricht und mindestens so hoch ist wie die
   Eigenkapitalanforderung für eine Freiverkehrsoption⌦ nicht börsengehandelte Option ⌫,
   die sich bei Zugrundelegung der nachstehend in diesem Anhang beschriebenen
   Berechnungsmethode oder bei Anwendung der in Anhang VIII beschriebenen internen
   Modelle ergeben würde.
   Zusätzlich können sie die Möglichkeit vorsehen, daß ⌦ ss ⌫ die Eigenkapitalanforderung
   für eine erworbene börsengehandelte oder Freiverkehrs-⌦ nicht börsengehandelte ⌫
   Warenoption der für die zugrundeliegende Ware entspricht, sofern die resultierende
   Eigenkapitalanforderung nicht den Marktwert               der Option übersteigt.          Die
DE                                              91                                                DE
 ---pagebreak---    Eigenkapitalanforderung für eine geschriebene Freiverkehrsoption⌦ nicht börsengehandelte
   Option ⌫ wird im Verhältnis zu der zugrundeliegenden Ware festgelegt.
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   11. Optionsscheine auf Waren werden ebenso behandelt wie ⌦ die in Absatz 10
   erwähnten ⌫ Warenoptionen (siehe Nummer 10).
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5
   12. Die Partei, die Waren oder garantierte Rechtsansprüche auf Waren im Rahmen eines
   Pensionsgeschäfts überträgt, und die verleihende Partei bei einem Warenverleihgeschäft
   beziehen die betreffenden Waren und Instrumente in die Berechnung ihrer
   Eigenkapitalanforderung gemäß diesem Anhang ein.
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   a) Laufzeitband-Verfahren
   13. Das Institut legt für jede Ware einen gesonderten Laufzeitbandfächer entsprechend der
   nachstehenden Tabelle ⌦ 1 ⌫ zugrunde. Alle Positionen in der betreffenden Ware sowie
   alle Positionen, die gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 7 als Positionen in derselben Ware
   angesehen werden, werden in die entsprechenden Laufzeitbänder eingestellt. Warenbestände
   sind in das erste Laufzeitband einzuordnen.
   ⌦ Tabelle 1 ⌫
                                Laufzeitband       „spread“-Satz
                                      (1)              (in %)
                                                         (2)
                              0 ≤ 1 Monat                        1,50
                              > 1 ≤ 3 Monate                     1,50
                              > 3 ≤ 6 Monate                     1,50
                              > 6 ≤ 12 Monate                    1,50
                              > 1 ≤ 2 Jahre                      1,50
                              > 2 ≤ 3 Jahre                      1,50
                              > 3 Jahre                          1,50
DE                                             92                                            DE
 ---pagebreak---    14. Die zuständigen Behörden können zulassen, daß ⌦ ss ⌫ Positionen in derselben Ware
   oder Positionen, die gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 7 als Positionen in derselben Ware
   angesehen werden, gegeneinander aufgerechnet und als Nettoposition in das entsprechende
   Laufzeitband eingestellt werden, wenn
   - a)     die entsprechenden Geschäfte denselben Fälligkeitstermin haben; oder
   - b)     die entsprechenden Geschäfte innerhalb desselben Zehn-Tages-Zeitraums fällig
   werden und auf Märkten mit täglichen Lieferterminen gehandelt werden.
                                                                 98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 5 (angepasst)
   15. Anschließend ermittelt das Institut für jedes Laufzeitband die Summe der Kaufpositionen
   sowie die Summe der Verkaufspositionen. Der Betrag der ersteren (letzteren) Summe, der
   innerhalb eines gegebenen Laufzeitbands durch den der letzteren (ersteren) Summe
   ausgeglichen wird, ist in jenem Band die ausgeglichene Position, während die verbleibende
   Kauf- oder Verkaufsposition die nicht ausgeglichene Position für dasselbe Laufzeitband
   darstellt.
   16. Der Teil der nicht ausgeglichenen Kauf-(Verkaufs-)position für ein gegebenes
   Laufzeitband, der durch die nicht ausgeglichene Verkaufs-(Kauf-)position für ein
   Laufzeitband mit längerer Fristigkeit ausgeglichen wird, stellt die ausgeglichene Position
   zwischen zwei Laufzeitbändern dar. Der Teil der nicht ausgeglichenen Kaufposition oder der
   nicht ausgeglichenen Verkaufsposition, der nicht auf diese Weise ausgeglichen werden kann,
   stellt die nicht ausgeglichene Position dar.
   17. Die Eigenkapitalanforderung eines Instituts für jede Ware errechnet sich auf der
   Grundlage des entsprechenden Laufzeitbandfächers als die Summe aus
   ia)      der Summe der ausgeglichenen Kauf- und Verkaufspositionen, die mit dem „spread“-
   Satz für jedes Laufzeitband (siehe Spalte 2 der Tabelle in Nummer ⌦ Absatz ⌫ 13) und
   dem Kassakurs der Ware multipliziert wird;
   iib)     der ausgeglichenen Position zwischen zwei Laufzeitbändern für jedes Laufzeitband, in
   das eine nicht ausgeglichene Position vorgetragen wird, multipliziert mit einem „carry“-Satz
   von 0,6 % und mit dem Kassakurs der Ware;
   (iiic) den restlichen, nicht ausgeglichenen Positionen, multipliziert mit einem „outright“-
   Satz von 15 % und mit dem Kassakurs der Ware.
   18. Die Gesamteigenkapitalanforderung eines Instituts zur Unterlegung des
   Warenpositionsrisikos errechnet sich als die Summe der gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 17
   errechneten Eigenkapitalanforderungen für jede Ware.
   b) Vereinfachtes Verfahren
   19. Die Eigenkapitalanforderung eines Instituts errechnet sich für jede Ware als die Summe
   aus
DE                                                93                                             DE
 ---pagebreak---    ia)     15 % der Nettoposition, unabhängig davon, ob es sich um eine Kauf oder
   Verkaufsposition handelt, multipliziert mit dem Kassakurs der Ware;
   iib)    3 % der Bruttoposition (Kaufposition plus Verkaufsposition), multipliziert mit dem
   Kassakurs der Ware.
   20. Die Gesamteigenkapitalanforderung eines Instituts zur Unterlegung des
   Warenpositionsrisikos errechnet sich als die Summe der gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 19
   errechneten Eigenkapitalanforderungen für jede Ware.
                                                                  93/6/EWG Artikel 11 a
                                                               (angepasst)
   ⌦ c) Erweitertes Laufzeitbandverfahren ⌫
   Die Mitgliedstaaten können bis zum 31. Dezember 2006 ihren Instituten ⌦ Die zuständigen
   Behörden können den ⌫ Instituten gestatten, anstelle der in Anhang VII Nummern
   ⌦ Absatz ⌫ 13, 14, 17 und 18 genannten Sätze die Mindestsätze für den “spread”-Satz, den
   "carry”-Satz und den “outright”-Satz der nachstehenden Tabelle zu verwenden, sofern die
   Institute nach Ansicht ihrer zuständigen Behörden
   a)      Warentermingeschäfte in erheblichem Umfang tätigen,
   b)      ein diversifiziertes Portfolio von Warenpositionen halten; und
   c)      noch nicht in der Lage sind, interne Modelle für die Berechnung der
   Eigenkapitalunterlegung des Warenpositionsrisikos im Einklang mit Anhang VIII ⌦ V ⌫
   einzusetzen.
   Tabelle 2
                         Edelmetalle         Andere     Agrarerzeugnisse          Sonstige
                       (ausgenommen          Metalle      (Weichwaren)          Erzeugnisse,
                            Gold)                                              einschließlich
                                                                             Energieprodukte
        „spread“- 1,0                       1,2       1,5                  1,5
       Satz (in %)
          „carry“- 0,3                      0,5       0,6                  0,6
       Satz (in %)
       „outright“- 8                        10        12                   15
         Satz (%)
DE                                                 94                                         DE
 ---pagebreak---                                                                    98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5 (angepasst)
                                                                   1 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5, geändert durch
                                                                Korrigendum ABl. L 248 vom
                                                                8.9.1998, S. 20
                                           ANHANG VIII
           VERWENDUNG INTERNER MODELLE ⌦ ZUR BERECHNUNG DER
                           EIGENKAPITALANFORDERUNGEN ⌫
   1. Sofern die Voraussetzungen dieses Anhangs erfüllt sind, können die zuständigen Behörden
   einem Institut gestatten, anstelle der Verfahren der Anhänge I, III und VII ⌦IV⌫ oder in
   Verbindung mit diesen zur Berechnung seiner Eigenkapitalanforderung für das
   Positionsrisiko, das Fremdwährungsrisiko und/oder das Warenpositionsrisiko sein eigenes
   internes Risikomanagementmodell zu verwenden. In jedem einzelnen Fall ist die
   ausdrückliche Anerkennung der Verwendung eines solchen Modells zur Überwachung der
   Eigenkapitalanforderungen durch die zuständigen Behörden erforderlich.
   2. Die Anerkennung erfolgt nur dann, wenn die zuständigen Behörden sich davon überzeugt
   haben, daß ⌦ ss ⌫ das Risikomanagementmodell des Instituts auf einem soliden Konzept
   beruht und korrekt angewandt wird und daß ⌦ ss ⌫ insbesondere folgende Qualitätsnormen
   eingehalten werden:
   ia) Das interne Risikomeß ⌦ ss ⌫ modell ist eng in das tägliche Risikomanagement des
   Instituts eingebunden und dient als Grundlage für die Meldung von Risikopositionen an die
   Geschäftsleitung des Instituts;
   iib) das Institut verfügt über eine vom Handelsbereich unabhängige Abteilung zur
   Risikosteuerung und -überwachung, die direkt der Geschäftsleitung unterstellt ist. Diese
   Abteilung muß ⌦ ss ⌫ für die Gestaltung und Anwendung des Risikomanagementsystems
   des Instituts verantwortlich sein. Sie erstellt und analysiert täglich Berichte über die
   Ergebnisse des Risikomeß ⌦ ss ⌫ modells des Instituts und über die geeigneten
   Maßnahmen zur Begrenzung der Handelsgeschäfte;
   iiic) der Vorstand und die Geschäftsleitung des Instituts sind aktiv an der Risikosteuerung und
   -überwachung beteiligt, und die Geschäftsleitungsebene, auf der die täglichen Berichte der
   Abteilung zur Risikosteuerung und -überwachung geprüft werden, muß ⌦ ss ⌫ über
   hinreichende Befugnisse verfügen, um sowohl die Reduzierung von Positionen einzelner
   Händler als auch die Senkung des von dem Institut eingegangenen Gesamtrisikos durchsetzen
   zu können;
   ivd) das Institut verfügt über eine ausreichende Zahl von Mitarbeitern, die mit komplexen
   Modellen im Handelsbereich, bei der Risikosteuerung und -überwachung, der Revision und
   der Abwicklung umgehen können;
   ve) das Institut verfügt über feststehende Verfahren zur Überwachung und Gewährleistung
   der Einhaltung schriftlich festgelegter interner Strategien und Kontrollen hinsichtlich der
   Funktionsweise des Risikomeß ⌦ ss ⌫ systems insgesamt;
DE                                               95                                                DE
 ---pagebreak---    vif) die Modelle des Instituts haben sich nachweislich durch Risikomessungen von
   akzeptabler Genauigkeit bewährt;
   viig) das Institut führt häufig ein systematisches Krisentestprogramm durch, dessen
   Ergebnisse von der Geschäftsleitung geprüft werden und ihren Niederschlag in den von ihr
   festgelegten Strategien und Begrenzungen finden;
   viiih) das Institut muß ⌦ ss ⌫ als Teil seiner regelmäßigen internen Revision eine
   unabhängige Überprüfung seines Risikomeß ⌦ ss ⌫ systems vornehmen.
   In diese ⌦ unter Buchstabe h des ersten Unterabsatzes genannte ⌫ Überprüfung sind
   sowohl die Tätigkeiten der Handelsabteilungen als auch die der unabhängigen Abteilung zur
   Risikosteuerung und -überwachung einzubeziehen. Mindestens einmal im Jahr muß ⌦ ss ⌫
   das Institut eine Überprüfung seines gesamten Risikomanagementsystems vornehmen. In
   diese Überprüfung ist f ⌦ F ⌫ olgendes einzubeziehen:
   - a) die Angemessenheit der schriftlichen Unterlagen über das Risikomanagementsystem und
   seine Verfahren und über die Organisation der Abteilung zur Risikosteuerung und -
   überwachung;
   - b) die Einbindung der Messungen des Marktrisikos in das tägliche Risikomanagement und
   die Zuverlässigkeit des Management-Informationssystems;
   - c) die Genehmigungsverfahren des Instituts für die von den Mitarbeitern der Handels- und
   der Abwicklungsabteilungen verwendeten Preismodelle für Risiken und Bewertungssysteme;
   - d) die Bandbreite der von dem Risikomeß ⌦ ss ⌫ modell erfaßten Marktrisiken und die
   Validierung etwaiger signifikanter Änderungen des Risikomeß ⌦ ss ⌫ verfahrens;
   - e) die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten betreffend die Positionen, die Richtigkeit
   und Angemessenheit der Volatilitäts- und Korrelationsannahmen und die Richtigkeit der
   Bewertungs- und Risikosensitivitätsberechnungen;
   - (f) die Verifizierungsverfahren des Instituts zur Bewertung der Einheitlichkeit, der Zeitnähe
   und der Zuverlässigkeit sowie der Unabhängigkeit der in den internen Modellen verwendeten
   Datenquellen und
   - g) die Verifizierungsverfahren des Instituts zur Bewertung der Rückvergleiche, mit denen
   die Genauigkeit des Modells getestet wird.
   3. Das Institut überwacht die Genauigkeit und Leistungsfähigkeit seines Modells mit Hilfe
   regelmäßiger Rückvergleiche. Bei diesen Rückvergleichen müssen für jeden Geschäftstag der
   für diesen Tag 1 unter Zugrundelegung des institutseigenen Modells errechnete Wert des
   Risikopotent ⌦ z ⌫ ials der Tagesendpositionen des Portfolios und die Änderung des
   Portfoliowertes im Vergleich zum Tagesendwert des darauffolgenden Geschäftstages
   einander gegenübergestellt werden.
   Die zuständigen Behörden prüfen, ob ein Institut in der Lage ist, Rückvergleiche sowohl für
   tatsächliche als auch für hypothetische Änderungen des Portfoliowertes durchzuführen. Ein
   Rückvergleich für hypothetische Änderungen des Portfoliowerts beruht auf dem Vergleich
   zwischen dem Tagesendwert des Portfolios und seinem Wert am Ende des darauffolgenden
   Tages unter der Annahme unveränderter Tagesendpositionen. Die zuständigen Behörden
   schreiben vor, daß ⌦ ss ⌫ ein Institut geeignete Maßnahmen zur Verbesserung seiner
   Rückvergleiche zu ergreifen hat, wenn diese für unzureichend gehalten werden.
DE                                                 96                                              DE
 ---pagebreak---    4. Die zuständigen Behörden können die Verwendung des internen Modells eines Instituts zur
   Berechnung der Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko von gehandelten
   Schuldinstrumenten und Aktien anerkennen, wenn dieses neben den nachstehend in diesem
   Anhang genannten Voraussetzungen zusätzlich folgende Bedingungen erfüllt:
   - a) Es erklärt die Preisänderungen der Portfolio-Positionen im Zeitablauf;
   - b) es erfaßt Konzentrationen im Portfolio hinsichtlich der Größenordnung und der
   Änderungen der Portfolio-Zusammensetzung;
   - c) es funktioniert korrekt auch in ungünstigem Umfeld;
   - d) es wird durch Rückvergleiche überprüft, anhand deren beurteilt wird, ob das spezifische
   Risiko korrekt erfaßt wird. Wenn die zuständigen Behörden derartige Rückvergleiche auf der
   Grundlage aussagekräftiger Teil-Portfolios zulassen, so müssen diese Teil-Portfolios
   durchgängig in der gleichen Weise ausgewählt werden.
                                                                  98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                               und Anhang 5 (angepasst)
   5. Für Institute, die interne Modelle verwenden, die nicht gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 4
   anerkannt sind, wird eine besondere, nach Anhang I berechnete Eigenkapitalanforderung für
   das spezifische Risiko vorgeschrieben.
   6. Für die Zwecke von Nummer ⌦ Absatz ⌫ 10 Ziffer ii) werden die Ergebnisse der
   eigenen Berechnungen des Instituts mit einem Faktor von mindestens 3 multipliziert.
                                                                  98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                               und Anhang 5 (angepasst)
   7. Dieser Multiplikationsfaktor wird um einen Zuschlagsfaktor zwischen 0 und 1 gemäß der
   nachstehenden Tabelle ⌦ 1 ⌫ erhöht, der sich nach der Zahl der Überschreitungen richtet,
   die sich aus den Rückvergleichen des Instituts für die unmittelbar vorausgegangenen 250
   Geschäftstage ergeben haben. Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß ⌦ ss ⌫ ein
   Institut bei der Berechnung der Überschreitungen durch Rückvergleiche durchgängig
   entweder die tatsächlichen oder die hypothetischen Änderungen des Portfoliowertes zugrunde
   legen muß ⌦ ss ⌫ . Eine Überschreitung liegt vor, wenn eine eintägige Änderung des
   Portfoliowertes den mit Hilfe des institutseigenen Modells errechneten Wert des Risikopotent
   ⌦ z ⌫ ials für denselben Eintageszeitraum überschreitet. Zur Ermittlung des
   Zuschlagsfaktors wird die Zahl der Überschreitungen zumindest einmal pro Quartal
   berechnet.
   ⌦ Tabelle 1 ⌫
                               Zahl der Überschreitungen     Zuschlags-
                                                               faktor
                               Weniger als 5                        0,00
                               5                                    0,40
DE                                                97                                            DE
 ---pagebreak---                               6                                    0,50
                              7                                    0,65
                              8                                    0,75
                              9                                    0,85
                              10 oder mehr                         1,00
   Die zuständigen Behörden können in Einzelfällen und unter außergewöhnlichen Umständen
   davon absehen, den Multiplikationsfaktor um den Zuschlagsfaktor gemäß der vorstehenden
   Tabelle ⌦ 1 ⌫ zu erhöhen, wenn das Institut den zuständigen Behörden nachweist, daß
   ⌦ ss ⌫ eine derartige Erhöhung nicht gerechtfertigt wäre und das Modell grundsätzlich
   solide ist.
   Legt eine große Zahl von Überschreitungen nahe, daß ⌦ ss ⌫ das Modell nicht ausreichend
   genau ist, so widerrufen die zuständigen Behörden die Anerkennung des Modells oder
   machen die unverzügliche Verbesserung des Modells durch geeignete Maßnahmen zur
   Auflage.
   Um die zuständigen Behörden in die Lage zu versetzen, die Angemessenheit des
   Zuschlagsfaktors laufend zu überwachen, teilen die Institute ihnen unverzüglich und in jedem
   Fall binnen fünf Arbeitstagen mit, wenn aufgrund ihrer Rückvergleiche Überschreitungen
   ausgewiesen werden, die gemäß der vorstehenden Tabelle einen höheren Zuschlagsfaktor
   nach sich ziehen würden.
   8. Haben die zuständigen Behörden das interne Modell des Instituts gemäß Nummer
   ⌦ Absatz ⌫ 4 zur Berechnung der Eigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko
   anerkannt, so erhöht das Institut seine gemäß den Nummern ⌦ Absätzen ⌫ 6 , 7 und 10
   errechnete Eigenkapitalanforderung um einen Zuschlag, der entweder
   a) i) dem Anteil des spezifischen Risikos am Wert des Risikopotent ⌦ z ⌫ ials, der gemäß
   aufsichtsrechtlichen Leitlinien abzutrennen ist, oder — nach
   Wahl des Instituts —
   b) ii) dem Wert des Risikopot ⌦ z ⌫ entials der Teil-Portfolios an Schuldinstrumenten und
   Aktien, die mit einem spezifischen Risiko behaftet sind, entspricht.
   Institute, die von der Möglichkeit unter Ziffer ii) ⌦ Buchstabe b) ⌫ Gebrauch machen,
   müssen die Aufteilung in Teil-Portfolios vorab festlegen und dürfen diese ohne Zustimmung
   der zuständigen Behörden nicht ändern.
                                                                 98/31/EG Artikel 1 Absatz 7
                                                              und Anhang 5 (angepasst)
   9. Die zuständigen Behörden können davon absehen, den Zuschlag zur
   Eigenkapitalunterlegung gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 8 vorzuschreiben, wenn das Institut
DE                                                98                                            DE
 ---pagebreak---    nachweist, daß ⌦ ss ⌫ sein internes Modell auch das Ereignisrisiko und das Ausfallrisiko
   seiner Positionen in gehandelten Schuldinstrumenten und Aktien gemäß anerkannten
   internationalen Standards korrekt erfaßt.
                                                                  98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5 (angepasst)
   10.Für das Institut gilt eine Eigenkapitalanforderung, die dem höheren der beiden
   nachstehenden Werte entspricht:
   ia) Vortageswert des Risikopot ⌦ z ⌫ entials, der gemäß den in diesem Anhang
   beschriebenen Parametern errechnet wurde,
   iib) Durchschnitt der in den vorausgegangenen 60 Geschäftstagen ermittelten Tageswerte des
   Risikopotent ⌦ z ⌫ ials, der mit dem unter Nummer ⌦ Absatz ⌫ 6 genannten Faktor,
   berichtigt um den Faktor gemäß Nummer ⌦ Absatz ⌫ 7, multipliziert wird.
                                                                  98/31/ EC Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5 (angepasst)
   11.      Für die Berechnung         des   Risikopotent     ⌦z⌫         ials  gelten   folgende
   Mindestanforderungen:
   ia) zumindest tägliche Berechnung des Risikopotent ⌦ z ⌫ ials;
   iib) ein einseitiges Konfidenzniveau von 99 %;
   iiic) eine Haltedauer von 10 Tagen;
   ivd) ein tatsächlicher historischer Beobachtungszeitraum von mindestens einem Jahr,
   ausgenommen in den Fällen, in denen ein kürzerer Beobachtungszeitraum aufgrund einer
   erheblichen Zunahme der Preisvolatilität gerechtfertigt ist;
   ve) vierteljährliche Aktualisierung der Datenreihen.
   12. Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß ⌦ ss ⌫ das Modell alle wesentlichen
   Kursrisiken von Optionen und optionsähnlichen Positionen genau erfaßt und daß ⌦ ss ⌫
   für alle anderen Risiken, die von dem Modell nicht erfaßt werden, eine angemessene
   Eigenkapitalunterlegung besteht.
                                                                  98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5 (angepasst)
   13. Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß das ⌦ Das ⌫ Risikomeß ⌦ ss ⌫ modell
   ⌦ erfaßt ⌫ je nach dem Umfang der Tätigkeit des Instituts auf dem jeweiligen Markt eine
   ausreichende Zahl von Risikofaktoren erfaßt. ⌦ , insbesondere aber die Folgenden: ⌫
   Es sind zumindest die folgenden Voraussetzungen zu erfüllen:
   ⌦ Zinsrisiko ⌫
DE                                               99                                               DE
 ---pagebreak---    i) Beim Zinsrisiko muß d ⌦ D ⌫ as Risikomeß ⌦ ss ⌫ system ⌦ enthält ⌫
   Risikofaktoren für die Zinssätze in jeder Währung, in der das Institut zinsreagible
   bilanzwirksame und außerbilanzmäßige Positionen hält, enthalten. Das Institut hat die
   Zinsstrukturkurven nach einem allgemein anerkannten Verfahren zu berechnen. Bei großen,
   mit einem Zinsänderungsrisiko behafteten Risikopositionen in den wichtigsten Währungen
   und Märkten ist die Zinsstrukturkurve in mindestens sechs Laufzeitsegmente zu unterteilen,
   um der unterschiedlichen Volatilität der Zinssätze für die verschiedenen Laufzeiten Rechnung
   zu tragen. Das Risikomeß ⌦ ss ⌫ system muß ferner das Risiko nicht vollkommen
   korrelierter Entwicklungen der verschiedenen Zinsstrukturkurven erfassen; .
   ⌦ Fremdwährungsrisiko ⌫
   ii) beim Fremdwährungsrisiko muß d ⌦ D ⌫ as Risikomeß ⌦ ss ⌫ system enthält
   Risikofaktoren für Gold und für die einzelnen Fremdwährungen, auf die die Positionen des
   Instituts lauten, enthalten;.
                                                                  neu
             Für Organismen für gemeinsame Anlagen (OGAW) werden die aktuellen
             Fremdwährungspositionen der OGAWs berücksichtigt. Die Institute können den
             Ausweis von Fremdwährungspositionen in OGAWs heranziehen, der von seiten
             Dritter vorgenommen wurde, sofern die Korrektheit dieses Ausweises ausreichend
             sichergestellt ist. Kennt ein Institut die Fremdwährungspositionen in einem OGAW
             nicht, wird davon ausgegangen, dass in den OGAW bis zur im Rahmen seines
             Mandats möglichen Höchstgrenze in Fremdwährungspositionen investiert wurde.
             Die Institute tragen hierbei bei der Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderung für
             Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf ihre Handelsbuchpositionen dem maximalen
             indirekten Risiko Rechnung, dass sie erreichen könnten, wenn sie mittels des
             OGAWs Positionen mit Hebelwirkung aufnehmen würden. Dies erfolgt, indem die
             Position im OGAW proportional bis zum Höchstrisiko angehoben wird, das in Bezug
             auf die zugrundeliegenden Positionen eingegangen werden kann, die sich aus dem
             Anlagemandat ergeben. Die angenommene Position des OGAWs in
             Fremdwährungen wird wie eine gesonderte Währung behandelt, d.h. wie die
             Behandlung der Anlagen in Gold. Sofern die Ausrichtung der OGAW-Anlage jedoch
             bekannt       ist,     können        die      Gesamtkaufposition     zur     offenen
             Gesamtfremdwährungskaufposition hinzuaddiert und die Gesamtverkaufsposition
             zur offenen Gesamtfremdwährungsverkaufsposition addiert werden. Eine
             Aufrechnung derartiger Positionen vor der Berechnung wäre nicht zulässig.
                                                                   98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                                und Anhang 5 (angepasst)
   ⌦ Aktienpositionsrisiko ⌫
   iii) beim Aktienpositionsrisiko muß d ⌦ D ⌫ as Risikomeß ⌦ ss ⌫ system ⌦ muss ⌫
   mindestens für jeden Aktienmarkt, in dem das Institut Positionen in erheblichem Umfang hält,
   einen besonderen Risikofaktor enthalten. ;
   ⌦ Warenpositionsrisiko ⌫
DE                                                  100                                           DE
 ---pagebreak---    iv) beim Warenpositionsrisiko muß d ⌦ D ⌫ as Risikomeß ⌦ ss ⌫ system ⌦ muss ⌫
   mindestens für jede Ware, in der das Institut Positionen in erheblichem Umfang hält, einen
   besonderen Risikofaktor enthalten. Das Risikomeß ⌦ ss ⌫ system muß ⌦ ss ⌫ daneben
   auch das Risiko unvollständig korrelierter Entwicklungen ähnlicher, aber nicht identischer
   Waren und das Risiko einer Änderung der Terminkurse aufgrund von Fristeninkongruenzen
   erfassen. Überdies ist den Markteigenheiten, insbesondere den Lieferterminen und den
   Möglichkeiten der Händler zum Glattstellen von Positionen, Rechnung zu tragen.
                                                               98/31/ EG Artikel 1 Absatz 7
                                                             und Anhang 5 (angepasst)
   14. Die zuständigen Behörden können einem Institut gestatten, empirische Korrelationen
   innerhalb und zwischen den einzelnen Risikokategorien anzuwenden, wenn sie der
   Auffassung sind, daß ⌦ ss ⌫ das Korrelationsmeß ⌦ ss ⌫ system des Instituts solide ist
   und korrekt angewandt wird.
DE                                             101                                            DE
 ---pagebreak---                                                                93/6/EWG Anhang VI Absatz 8
                                                            Unterabsatz 2 zweiter Satz
                                                            (angepasst)
                                           ANHANG VI
           ⌦BERECHNUNG DER EIGENKAPITALANFORDERUNGEN FÜR ⌫
                                         GROSSRISIKEN
   1. Die Berechnung ⌦ der in Artikel 31 genannten Überschreitung ⌫ erfolgt anhand der
   Elemente des gesamten Wertpapierhandel⌦ Handelsbuchsrisikos ⌫ gegenüber dem
   Kunden oder der Kundengruppe, auf welche die höchsten spezifischen Risikoanforderungen
   gemäß Anhang I und/oder die Anforderungen gemäß Anhang II zutreffen und deren Summe
   dem Betrag der Überschreitung gemäß Nummer 1 ⌦ Artikel 31 Buchstabe a ⌫ entspricht. ;
   ⌦ 2. I ⌫ ist die Obergrenze nicht länger als zehn Tage überschritten worden, entspricht die
   zusätzliche Kapitalanforderung 200 % der vorgenannten ⌦ in Absatz 1 genannten ⌫
   Anforderungen für diese Elemente.
   ⌦ 3. ⌫ Nach Ablauf von zehn Tagen nach Eintreten der Überschreitung werden die nach
   den vorgenannten ⌦ Absatz 1 genannten ⌫ Kriterien bestimmten Elemente der
   Überschreitung der entsprechenden Zeile in Spalte 1 der Tabelle 1 in aufsteigender
   Reihenfolge der spezifischen Risikoanforderungen gemäß Anhang I und/oder der
   Anforderungen gemäß Anhang II zugeordnet. Das Institut muß ⌦ ss ⌫ daraufhin einer
   zusätzlichen Kapitalanforderung genügen, die der Summe der spezifischen
   Risikoanforderungen gemäß Anhang I und/oder den Anforderungen gemäß Anhang II für
   diese Elemente, multipliziert mit dem entsprechenden Faktor in Spalte 2, entspricht.
   ⌦ Tabelle 1 ⌫
                            Überschreitung der Obergrenzen                      Faktor
                                 (in % des Eigenkapitals)
            Teilbetrag bis 40 %                                                200 %
            Teilbetrag zwischen 40 % und 60 %                                  300 %
            Teilbetrag zwischen 60 % und 80 %                                  400 %
            Teilbetrag zwischen 80 % und 100 %                                 500 %
            Teilbetrag zwischen 100 % und 250 %                                600 %
            Teilbetrag über 250 %                                              900 %
DE                                              102                                            DE
 ---pagebreak---                                                                    neu (angepasst)
                                             ANHANG VII
                                               HANDEL
                                    TEIL A - HANDELSABSICHT
   1. Positionen/ Portfolios, die zu Handelszwecken gehalten werden, sind solche, die die
   folgenden Anforderungen erfüllen:
   a)        Es muss eine klar dokumentierte Handelsstrategie für die Position/das Instrument
             oder die Portfolios geben, die von der Geschäftsleitung genehmigt ist bzw. sind (und
             die eine erwartete Halteperiode beinhalten sollte/n);
   b)        Es muss klar und eindeutig definierte Vorschriften und Verfahrensweisen für die
             aktive Steuerung der Position geben, die Folgendes umfassen müssen:
             i)    die Positionen werden an einem Handelstisch gesteuert;
             ii)   Positionslimitierungen sind festgelegt und ihre Angemessenheit wird
                   überwacht;
             iii)  Händler können im Rahmen der festgelegten Limitierungen und der
                   festgelegten Strategie eigenständig Positionen eingehen/steuern;
             iv)   die Berichterstattung über die Positionen an die höhere Managmentebene stellt
                   einen integralen Bestandteil des Risikosteuerungsverfahrens des Instituts dar;
             v)    Positionen werden unter Hinzuziehung von Informationsquellen aus dem
                   Marktumfeld aktiv überwacht (zu beurteilen sind die Marktfähigkeit, die
                   Möglichkeiten, die Positionen zu hedgen oder das Risikoprofil der gesamten
                   Position). Dies beinhaltet eine Bewertung der Qualität und Verfügbarkeit von
                   Marktinformationen für das Bewertungsverfahren, der Umsatzvolumina im
                   Markt, der Größe der im Markt handelbaren Positionen, usw.;
   c)        Es muss klar und eindeutig definierte Verhaltensregeln und Verfahrensweisen zur
             Überwachung der Positionen auf Übereinstimmung mit der Handelsstrategie
             einschließlich der Überwachung des Umsatzes und der vorhandenen Positionen im
             Handelsbuch des Instituts geben.
                              TEIL B - SYSTEME UND KONTROLLEN
   1. Die Institute müssen angemessene Systeme und Kontrollen einführen und beibehalten, um
   vorsichtige und zuverlässige Schätzwerte zu liefern.
   2. Diese Systeme und Kontrollen müssen zumindest folgende Elemente beinhalten:
   a) Schriftlich niedergelegte Vorschriften und Verfahren für den Bewertungsprozess. Dazu
             zählen klar definierte Verantwortlichkeiten für die verschiedenen an der Bewertung
DE                                                103                                             DE
 ---pagebreak---              beteiligten Bereiche, Quellen für die Marktinformationen und die Überprüfung von
             deren Eignung, die Häufigkeit der unabhängigen Bewertung, der Zeitpunkt für die
             Erhebung der Tagesschlusspreise, das Vorgehen bei Bewertungsanpassungen,
             Monatsend- und fallweise Abstimmungsverfahren; und;
   b) klare und unabhängige (d. h. unabhängig vom Handelsbereich/Front Office) Berichtslinien
             für die Abteilung, die für die Bewertung verantwortlich ist..
   Die Berichterstattung sollte bis zu dem zuständigen Geschäftsleitungsmitglied erfolgen.
   Vorsichtige Bewertungsmethoden
   3. Die Bewertung zu Marktpreisen ist die mindestens täglich vorzunehmende
   Positionsbewertung auf der Grundlage einfach feststellbarer Glattstellungspreise, die aus
   neutralen Quellen bezogen werden. Beispiele hierfür sind Börsenkurse, über Handelsysteme
   angezeigte Preise oder Quotierungen von verschiedenen unabhängigen, angesehenen Brokern.
   4. Bei der Bewertung zu Marktpreisen muss die vorsichtigere Seite der Angebot-/Nachfrage-
   Preise (Bid/Offer) verwendet werden, es sei denn, das Institut ist ein bedeutender Market
   Maker in einer bestimmten Art von Finanzinstrument oder Ware und es kann zu Mittelkursen
   (Mid-Market) glattstellen.
   5. In den Fällen, in denen eine Bewertung zu Marktpreisen nicht möglich ist, müssen die
   Institute eine Bewertung ihrer Positionen/ Portfolios zu Modellpreisen vornehmen, bevor sie
   eine Eigenkapitalbehandlung nach dem Handelsbuch vornehmen. Als Bewertung zu
   Modellpreisen wird jede Bewertung definiert, die aus einem Marktwert abgeleitet, extrapoliert
   oder auf andere Weise errechnet werden muss.
   6. Bei der Bewertung zu Modellpreisen müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein:
   a)        Die höhere Managementebene sollte wissen, für welche Elemente des
             Handelsbuches eine Modellbewertung vorgenommen wird und sollte die Bedeutung
             der Unsicherheit kennen, die dadurch in die Berichterstattung über die
             Risiken/Erfolgsbeiträge des Geschäftsfeldes einfließt;
   b)        Marktdaten sollten, soweit möglich, aus denselben Quellen bezogen werden wie die
             Marktpreise. Die Eignung der Marktwerte für die Bewertung einer speziellen
             Position und die Parameter des Modells sollten täglich überprüft werden;
   c)        soweit verfügbar, sollten allgemein anerkannte Bewertungsmethoden für bestimmte
             Finanzinstrumente und Waren verwendet werden;
   d)        wenn das Modell vom Institut selbst entwickelt wurde, sollte es auf geeigneten
             nnahmen basieren, die von angemessen qualifizierten Dritten, die nicht in den
             Entwicklungsprozess eingebunden waren, beurteilt und kritisch überprüft worden
             sein;
   e)        es sollte formale Verfahren für die Kontrolle von Änderungen geben und eine
             Sicherheitskopie des Modells sollte aufbewahrt und regelmäßig verwendet werden,
             um die Bewertungen nachzuprüfen;
DE                                                104                                            DE
 ---pagebreak---    f)       die Risikosteuerungsabteilung sollte die Schwächen des verwendeten Modells
            kennen und wissen, wie sie diese am Besten in den Bewertungsergebnissen
            widerspiegelt.
   g)       Das Modell sollte regelmäßig überprüft werden, um die Genauigkeit seiner
            Ergebnisse festzustellen (d. h. Beurteilung, ob die Annahmen weiterhin angemessen
            sind, Analyse der G&V gegenüber den Risikofaktoren, Vergleich der tatsächlichen
            Glattstellungspreise mit den Modellergebnissen).
   Im Sinne von Buchstabe d) sollte das Modell unabhängig von der Handelsabteilung (Front
   Office) entwickelt oder abgenommen werden. Es sollte unabhängig geprüft werden. Dazu
   zählt die Bestätigung der mathematischen Formeln, der Annahmen und der Programmierung.
   7. Eine unabhängige Preisüberprüfung sollte zusätzlich zur täglichen Marktbewertung oder
   Modellbewertung vorgenommen werden. Dies ist der Prozess, durch den Marktpreise und
   Modellparameter regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft werden. Während eine
   tägliche Marktbewertung durch Händler vorgenommen werden kann, sollte eine Überprüfung
   der Marktpreise oder der Modellparameter durch eine handelsunabhängige Einheit
   mindestens monatlich (oder, in Abhängigkeit von der Art des Handelsgeschäftes, häufiger)
   durchgeführt werden. Für unabhängige Preisüberprüfungen, bei denen die Quellen für die
   Preisermittlung eher subjektiv sind, sind u. U. vorsichtige Schätzungen wie zum Beispiel
   Bewertungsanpassungen angemessen.
   Bewertungsanpassungen oder Reserven
   8. Die Institute müssen Regelungen einführen und beibehalten, wie Bewertungsanpassungen
   oder -reserven zu berücksichtigen sind.
   Allgemeine Standards
   9. Die zuständigen Behörden verlangen, dass mindestens die folgenden
   Bewertungsanpassungen/-reserven formell berücksichtigt werden: noch nicht verdiente
   Kreditspreads, Glattstellungskosten, operationelle Risiken, vorzeitige Fälligkeiten,
   Geldanlage- und Finanzierungskosten sowie zukünftige Verwaltungskosten und
   gegebenenfalls Modellrisiken.
   Standards für weniger liquide Positionen
   10. Weniger liquide Positionen können von Marktstörungen und institutsbedingten
   Situationen wie z.B. großen Positionen und/oder Altbeständen herrühren.
   11. Die Institute müssen verschiedene Faktoren in Betracht ziehen, wenn sie festlegen, ob
   eine Bewertungsreserve für weniger liquide Positionen notwendig ist. Zu diesen Faktoren
   zählt die Zeit, die notwendig wäre, um die Positionen/Positionsrisiken abzusichern, die
   Volatilität und der Durchschnitt der Geld-/Briefspannen, die Verfügbarkeit von
   Marktquotierungen (Anzahl und Identität der Market Maker) und die durchschnittliche Größe
   sowie die Volatilität der Handelsvolumina.
   12. Beim Rückgriff auf die Bewertungen Dritter bzw. auf Modellbewertungen müssen sich
   die Institute überlegen, ob sie eine Bewertungsanpassung vornehmen oder nicht. Zudem
   müssen die Institute abwägen, ob sie Reserven für weniger liquide Positionen bilden und
   deren Zweckmäßigkeit regelmäßig überprüfen.
DE                                               105                                          DE
 ---pagebreak---    13. Führen Bewertungsanpassungen/ Reserven zu erheblichen Verlusten im laufenden
   Geschäftsjahr, so sind diese von den ursprünglichen Eigenmitteln des Instituts gemäß Artikel
   57 Buchstabe k der Richtlinie [2000/12/EG] abzuziehen.
   14. Andere Gewinne/ Verluste, die sich aus den Bewertungsanpassungen/ Reserven ergeben,
   sind in die Berechnung der "Netto-Handelsbuchgewinne" einzubeziehen, die unter Artikel 13
   Absatz 2 Buchstabe b) erwähnt wird und zu den ergänzenden Eigenmitteln hinzuzuaddieren
   oder von diesen abzuziehen, die im Sinne dieser Bestimmungen die
   Eigenkapitalanforderungen für Marktrisiken unterlegen sollen.
                         TEIL C – INTERNE SICHERUNGSGESCHÄFTE
   1. Bei einem internen Sicherungsgeschäft handelt es sich um eine Position, die den
   Komponentenrisiko-Bestandteil einer Nicht-Handelsbuchposition oder einer Reihe von
   Positionen wesentlich oder vollständig ausgleicht. Positionen, die sich aus den internen
   Sicherungsgeschäften ergeben, kommen für die Handelsbuch-Kapitalbehandlung in Frage,
   sofern sie mit Handelsabsicht gehalten werden und die allgemeinen Kriterien in Bezug auf die
   Handelsabsicht und die vorsichtige Bewertung, die in den Teilen A und B genannt werden,
   eingehalten werden. Dabei gilt insbesondere Folgendes:
            a)    interne Sicherungsgeschäfte sollten nicht in erster Linie dazu verwendet
                  werden, die Eigenkapitalanforderungen zu umgehen oder zu mindern;
            b)    interne Sicherungsgeschäfte sind angemessen zu dokumentieren und müssen
                  einer speziellen internen Genehmigung und Auditverfahren unterliegen;
            (c)   das interne Geschäft wird zu Marktbedingungen durchgeführt;
            (d)   das Ausmass des Marktrisikos, das durch interne Absicherungen hervorgerufen
                  wird, wird dynamisch im Handelsbuch innerhalb der zulässigen Grenzen
                  gemanagt;
            (e)   interne Geschäfte sind sorgfältig zu überwachen.
   Die Überwachung ist anhand angemessener Verfahren sicherzustellen.
   2. Die in Absatz 1 genannte Behandlung läßt die Eigenkapitalanforderungen unberührt, die
   auf die "Nicht-Handelsbuch-Seite" des internen Sicherungsgeschäfts anwendbar sind.
DE                                               106                                            DE
 ---pagebreak---                                          ANHANG VIII
                               AUFGEHOBENE RICHTLINIEN
   TEIL A
   AUFGEHOBENE RICHTLINIEN UND IHRE NACHFOLGENDEN ÄNDERUNGEN
            (gemäß Artikel 48)
   Richtlinie 93/6/EWG des Rates vom 15. März 1993 über                        die  angemessene
   Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten
   Richtlinie 98/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 zur
   Änderung der Richtlinie 93/6/EWG des Rates über die angemessene Eigenkapitalausstattung
   von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten
   Richtlinie 98/33/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 zur
   Änderung des Artikels 12 der Richtlinie 77/780/EWG des Rates über die Aufnahme und
   Ausübung der Tätigkeit der Kreditinstitute, Artikel 2, 5, 6, 7 und 8 sowie der Anhänge II und
   III der Richtlinie 89/647/EWG des Rates über einen Solvabilitätskoeffizienten für
   Kreditinstitute und des Artikels 2 sowie des Anhangs II der Richtlinie 93/6/EWG über die
   angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten
   Richtlinie 2002/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2002
   über die zusätzliche Beaufsichtigung der Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und
   Wertpapierfirmen eines Finanzkonglomerats und zur Änderung der Richtlinien 73/239/EWG,
   79/267/EWG, 92/49/EWG, 92/96/EWG, 93/6/EWG und 93/22/EWG des Rates und der
   Richtlinien 98/78/EG und 2000/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
            Nur Art. 26
   Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004 über
   Märkte für Finanzinstrumente zur Änderung der Richtlinien 85/611/EWG und 93/6/EWG und
   Richtlinie 2000/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der
   Richtlinie 93/22/EWG
            Nur Art. 67
   TEIL B
   UMSETZUNGSFRISTEN
   (gemäß Artikel 48)
                   Richtlinie                                       Endgültiger Termin für die
                                                                           Umsetzung
     Richtlinie 93/6/EWG                                                    1.7.1995
DE                                              107                                              DE
 ---pagebreak---    Richtlinie 98/31/EG           21.7.2000
   Richtlinie 98/33/EG           21.7.2000
   Richtlinie 2002/87/EG         11.8.2004
   Richtlinie 2004/39/EG     Noch nicht verfügbar
   Richtlinie 2004/xx/EG     Noch nicht verfügbar
DE                       108                      DE
 ---pagebreak---                                                                                   neu
                                                       ANHANG IX
                                            ENTSPRECHUNGSTABELLE
    Diese Richtlinie         Richtlinie            Richtlinie          Richtlinie          Richtlinie    Richtlinie
                             93/6/EWG              98/31/EG            98/33/EG          2002/87/EG     2004/39/EG
   Artikel 1(1) erster
   Satz
   Artikel         1(1) Artikel 1
   zweiter Satz und
   (2)
   Artikel 2(1)
   Artikel 2(2)         Artikel 7(3)
   Artikel 3(1)(a)      Artikel 2(1)
   Artikel 3(1)(b)      Artikel 2(2)                                                                  Artikel 67(1)
   Artikel 3(1)(c) bis  Artikel 2(3) bis (5)
   (e)
   Artikel     3(1)(f)
   und (g)
   Artikel 3(1)(h)      Artikel 2(10)
   Artikel 3(1)(i)      Artikel 2(11)                             Artikel 3(1)
   Artikel 3(1)(j)      Artikel 2(14)
   Artikel    3(1)(k)   Artikel 2(15) und     Artikel 1(1)(b)
   und (l)              (16)
   Artikel 3(1)(m)      Artikel 2(17)         Artikel 1(1)(c)
   Artikel 3(1)(n)      Artikel 2(18)         Artikel 1(1)(d)
   Artikel 3(1)(o) to   Artikel   2(19)    to
   (q)                  (21)
   Artikel 3(1)(r)      Artikel 2(23)
   Artikel 3(1)(s)      Artikel 2(26)
   Artikel 3(2)         Artikel 2(7) und
                        (8)
   Artikel     3(3)(a)  Artikel 7(3)                                                  Artikel 26
   und (b)
DE                                                            109                                                   DE
 ---pagebreak---     Diese Richtlinie         Richtlinie           Richtlinie     Richtlinie  Richtlinie    Richtlinie
                             93/6/EWG             98/31/EG       98/33/EG   2002/87/EG    2004/39/EG
   Artikel 3(3)(c)      Artikel 7(3)
   Artikel 4            Artikel 2(24)
   Artikel 5            Artikel 3(1) und
                        (2)
   Artikel 6            Artikel 3(4)                                                    Artikel 67(2)
   Artikel 7            Artikel 3(4a)                                                   Artikel 67(3)
   Artikel 8            Artikel 3(4b)                                                   Artikel 67(3)
   Artikel 9            Artikel 3(3)
   Artikel 10           Artikel 3(5) to (8)
   Artikel 11           Artikel 2(6)
   Artikel 12 erster    Artikel 2(25)
   Unterabsatz
   Artikel 12 zweiter
   Unterabsatz
   Artikel       13(1)  Anhang V(1) erster
   erster Unterabsatz   Unterabsatz
   Artikel       13(1)  Anhang          V(1) Artikel 1(7) und
   zweiter              zweiter              Anhang 4(a)(b)
   Unterabsatz und      Unterabsatz      und
   (2) bis (5)          (2) bis (5)
   Artikel 14           Anhang V(6) und      Anhang 4(c)
                        (7)
   Artikel 15           Anhang V(8)
   Artikel 16           Anhang V(9)
   Artikel 17
   Artikel       18(1)  Artikel 4(1) erster
   erster Unterabsatz   Unterabsatz
   Artikel     18(1)(a) Artikel 4(1)(i) und  Artikel 1(2)
   und (b)              (ii)
   Artikel 18(2) bis    Artikel 4(6) bis (8)
   (4)
   Artikel 19(1)
   Artikel 19(2)        Artikel 11(2)
   Artikel 19(3)
DE                                                           110                                      DE
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                            93/6/EWG             98/31/EG       98/33/EG   2002/87/EG  2004/39/EG
   Artikel 20
   Artikel 21          Anhang IV
   Artikel 22
   Artikel 23 erster   Artikel 7(5) und
   und         zweiter (6)
   Unterabsatz
   Artikel 23 dritter
   Unterabsatz
   Artikel 24
   Artikel 25
   Artikel 26(1)       Artikel 7(10)        Artikel 1(4)
   Artikel 26(2) bis   Artikel 7(11) bis
   (4)                 (13)
   Artikel 27          Artikel 7(14) und
                       (15)
   Artikel 28(1)       Artikel 5(1)
   Artikel 28(2)       Artikel 5(2)         Artikel 1(3)
   Artikel 28(3)
   Artikel 29(1)(a)    Anhang VI(2)
   bis     (c)    und
   nächsten      zwei
   Unterabsätze
   Artikel      29(1)
   letzter
   Unterabsatz
   Artikel 29(2)       Anhang VI(3)
   Artikel 30(1) und   Anhang VI(4) und
   (2)          erster (5)
   Unterabsatz
   Artikel      30(2)
   zweiter
   Unterabsatz
   Artikel 30(3) und   Anhang VI(6) und
   (4)                 (7)
   Artikel 31          Anhang VI(8)(1),
                       (2) erster Satz, (3)
                       bis (5)
DE                                                          111                                    DE
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                            93/6/EWG             98/31/EG       98/33/EG   2002/87/EG  2004/39/EG
   Artikel 32          Anhang VI(9) und
                       (10)
   Artikel 33(1) und
   (2)
   Artikel 33(3)       Artikel 6(2)
   Artikel 34
   Artikel 35(1) bis   Artikel 8(1) bis (4)
   (4)
   Artikel 35(5)       Artikel 8(5) erster  Artikel 1(5)
                       Satz
   Artikel 36          Artikel 9(1) bis (3)
   Artikel 37
   Artikel 38          Artikel 9(4)
   Artikel 39
   Artikel 40          Artikel 2(9)
   Artikel 41
   Artikel    42(1)(a) Artikel 10 erster,
   bis (c)             zweiter und dritter
                       Gedankenstrich
   Artikel   42(1)(d)
   und (e)
   Artikel 42(1)(f)    Artikel 10 vierter
                       Gedankenstrich
   Artikel 42(1)(g)
   Artikel 43
   Artikel 44
   Artikel 45
   Artikel 46          Artikel 12
   Artikel 47
   Artikel 48
   Artikel 49
   Artikel 50          Artikel 15
DE                                                          112                                    DE
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                           93/6/EWG             98/31/EG       98/33/EG   2002/87/EG  2004/39/EG
   Anhang I(1) bis    Anhang I(1) bis (4)
   (4)
   Anhang        I(4) Artikel 2(22)
   letzter
   Unterabsatz
   Anhang I(5) bis    Anhang I(5) bis (7)
   (7)
   Anhang I(8)
   Anhang I(9) bis    Anhang I(8) bis
   (11)               (10)
   Anhang I(12) bis   Anhang I(12) bis
   (14)               (14)
   Anhang I(15) und   Artikel 2(12)
   (16)
   Anhang I(17) bis   Anhang I(15) bis
   (41)               (39)
   Anhang I(42) bis
   (56)
   Anhang II(1) und   Anhang II(1) und
   (2)                (2)
   Anhang II(3) bis
   (11)
   Anhang III(1)      Anhang        III(1) Artikel 1(7) und
                      erster Unterabsatz   Anhang 3(a)
   Anhang III(2)      Anhang III(2)
   Anhang III(2.1)    Anhang III(3.1)      Artikel 1(7) und
   erster bis dritter                      Anhang 3(b)
   Unterabsatz
   Anhang III(2.1)
   vierter
   Unterabsatz
   Anhang III(2.1)    Anhang III(3.2)      Artikel 1(7) und
   fünfter                                 Anhang 3(b)
   Unterabsatz
   Anhang III(2.2),   Anhang III(4) bis    Artikel 1(7) und
   (3), (3.1)         (6)                  Anhang 3(c)
   Anhang III(3.2)    Anhang III(8)
DE                                                         113                                    DE
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                            93/6/EWG            98/31/EG       98/33/EG   2002/87/EG  2004/39/EG
   Anhang III(4)       Anhang III(11)
   Anhang IV(1) bis    Anhang VII(1) bis   Artikel 1(7) und
   (20)                (20)                Anhang 5
   Anhang IV(21)       Artikel 11a         Artikel 1(6)
   Anhang V(1) bis     Anhang VIII(1) bis  Artikel 1(7) und
   (13)        dritter (13)(ii)            Anhang 5
   Unterabsatz
   Anhang      V(13)
   vierter
   Unterabsatz
   Anhang      V(13)   Anhang              Artikel 1(7) und
   fünfter             VIII(13)(iii)   bis Anhang 5
   Unterabsatz bis     (14)
   (14)
   Anhang VI           Anhang VI(8)(2)
                       nach dem ersten
                       Satz
   Anhang VII
   Anhang VIII
   Anhang IX
DE                                                         114                                    DE