CELEX: 62009CA0485
Language: de
Date: 2011-06-30 00:00:00
Title: Rechtssache C-485/09: Urteil des Gerichtshofs (Sechsten Kammer) vom 30. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Hamburg — Deutschland) — Viamex Agrar Handels GmbH/Hauptzollamt Hamburg-Jonas (Richtlinie 91/628/EWG — Kapitel VII Nr. 48.5 des Anhangs — Verordnung (EG) Nr. 615/98 — Art. 5 Abs. 3 — Ausfuhrerstattungen — Schutz von Rindern beim Eisenbahntransport — Voraussetzungen der Zahlung von Ausfuhrerstattungen für Rinder — Einhaltung der Bestimmungen der Richtlinie 91/628/EWG — Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)

27.8.2011   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 252/5
            
         Urteil des Gerichtshofs (Sechsten Kammer) vom 30. Juni 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Hamburg — Deutschland) — Viamex Agrar Handels GmbH/Hauptzollamt Hamburg-Jonas
   (Rechtssache C-485/09) (1)
   
   (Richtlinie 91/628/EWG - Kapitel VII Nr. 48.5 des Anhangs - Verordnung (EG) Nr. 615/98 - Art. 5 Abs. 3 - Ausfuhrerstattungen - Schutz von Rindern beim Eisenbahntransport - Voraussetzungen der Zahlung von Ausfuhrerstattungen für Rinder - Einhaltung der Bestimmungen der Richtlinie 91/628/EWG - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)
   2011/C 252/06
   Verfahrenssprache: Deutsch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Finanzgericht Hamburg
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Viamex Agrar Handels GmbH
   
      Beklagter: Hauptzollamt Hamburg-Jonas
   
      Gegenstand
   
   Vorabentscheidungsersuchen — Finanzgericht Hamburg — Auslegung der Richtlinie 91/628/EWG des Rates vom 19. November 1991 über den Schutz von Tieren beim Transport sowie zur Änderung der Richtlinien 90/425/EWG und 91/496/EWG in der durch die Richtlinie 95/29 des Rates vom 29. Juni 1995 (ABl. L 148, S. 52) geänderten Fassung und insbesondere Kapitel VII Nr. 48 Ziff. 5 ihres Anhangs sowie des Art. 5 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 615/98 der Kommission vom 18. März 1998 mit Durchführungsbestimmungen zur Ausfuhrerstattungsregelung in Bezug auf den Schutz lebender Rinder beim Transport (ABl. L 82, S. 19) — Eisenbahntransport von Rindern — Anwendbarkeit der Tierschutzvorschriften über die Zeitabstände für das Tränken und Füttern sowie Fahrt- und Ruhezeiten
   
      Tenor
   
   
               1.
            
            
               Kapitel VII Nr. 48.5 des Anhangs der Richtlinie 91/628/EWG des Rates vom 19. November 1991 über den Schutz von Tieren beim Transport sowie zur Änderung der Richtlinien 90/425/EWG und 91/496/EWG in der durch die Richtlinie 95/29/EG des Rates vom 29. Juni 1995 geänderten Fassung ist u. a. auf Eisenbahntransporte anwendbar.
            
         
               2.
            
            
               Für den Fall, dass der Verstoß gegen die Richtlinie 91/628 in der durch die Richtlinie 95/29 geänderten Fassung nicht zum Verenden der transportierten Tiere geführt hat, sind die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten und deren Gerichte bei der Ausübung ihrer Kontrolle verpflichtet, Art. 5 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 615/98 der Kommission vom 18. März 1998 mit Durchführungsbestimmungen zur Ausfuhrerstattungsregelung in Bezug auf den Schutz lebender Rinder beim Transport in einer Weise anzuwenden, die im Einklang mit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz steht, indem sie die Zahlung der Ausfuhrerstattung für die Tiere ablehnen, bei denen die ihr Wohlbefinden betreffenden Bestimmungen der Richtlinie nicht eingehalten worden sind.
            
         
      (1)  ABl. C 37 vom 13.2.2010.