CELEX: 31985R0161
Language: de
Date: 1985-01-23 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 161/85 der Kommission vom 22. Januar 1985 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Polen

Nr. L 19 / 14                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            23 . 1 . 85
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 161 /85 DER KOMMISSION
                                                vom 22 . Januar 1985
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                 Ursprung in Polen
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN
                                                              (EWG) Nr. 31 10/83 Q, müssen die zu berücksichti­
 GEMEINSCHAFTEN —
                                                              genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                              und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­            Märkten festgestellt werden .
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für polnische
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des            Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­          mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis gelegen .
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert       Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Äpfel
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1332/84 (2), insbe­           erhoben werden .
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                              Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
 in Erwägung nachstehender Gründe :                           erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                              zugrunde zu legen :
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei          — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an            punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens               Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein Umrech­
 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                   nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
 Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                 Währungen stützt, multipliziert mit dem Koeffi­
 Herkunftsland      außer   in   Ausnahmefällen     eine          zienten gemäß Artikel 2b Absatz 2 der Verordnung
Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe               (EWG) Nr. 974/71 (6), zuletzt geändert durch die
 muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis              Verordnung (EWG) Nr. 855/84 Q,
und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten , für        — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­                der sich auf das arithmetische Mittel der Kassa­
 preise sein.                                                     Wechselkurse in Höhe jeder dieser Währungen
                                                                  stützt und der während des bestimmten Zeitraums
In der Verordnung (EWG) Nr. 1879/84 der Kommis­                   für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
sion vom 2. Juli 1984 zur Festsetzung der Referenz­               chend vorhergehendem Gedankenstrich und nach
preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1984/85 (3)              Maßgabe des vorgenannten Koeffizienten festge­
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der                 stellt wird —
Güteklasse I für den Monat Januar 1985 auf 44,70
ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­
rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­
tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen ,                                 Artikel 1
vermarkteten Mengen aus dem betreffenden
Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­              Auf Einfuhren von Äpfeln (Zolltarifstelle 08.06 A II
rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung           des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Polen
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben                wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 9,96 ECU je
verringert werden. Der Begriff repräsentative Notie­          100 kg Eigengewicht angewandt.
rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                    Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
211 8 /74 (4\, zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                              Diese Verordnung tritt am 24. Januar 1985 in Kraft.
(>) ABl. Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 130 vom 16. 5. 1984, S. 1 .                   f) ABl . Nr. L 303 vom 5. 11 . 1983, S. 5.
(') ABl. Nr. L 176 vom 3 . 7. 1984, S. 19 .                  («i ABl. Nr. L 106 vom 12. 5. 1971 , S. 1 .
M ABl. Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20.                   O ABl . Nr. L 90 vom 1 . 4. 1984, S. 1 .
 ---pagebreak--- 23 . 1 . 85                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. L 19/ 15
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 22. Januar 198S
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Frans ANDRIESSEN
                                                              Mitglied der Kommission