CELEX: 32016R1046
Language: de
Date: 2016-06-28 00:00:00
Title: Durchführungsverordnung (EU) 2016/1046 der Kommission vom 28. Juni 2016 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China im Anschluss an eine Auslaufüberprüfung nach Artikel 11 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 des Rates

29.6.2016   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  L 170/19
               
            DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2016/1046 DER KOMMISSION
      vom 28. Juni 2016
      zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China im Anschluss an eine Auslaufüberprüfung nach Artikel 11 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 des Rates
      DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
      gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
      gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 des Rates vom 30. November 2009 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern (1) (im Folgenden „Grundverordnung“), insbesondere auf Artikel 11 Absatz 2,
      in Erwägung nachstehender Gründe:
      A.   VERFAHREN
      1.   Geltende Maßnahmen
      
      
                  (1)
               
               
                  Im Anschluss an eine Antidumpinguntersuchung (im Folgenden „Ausgangsuntersuchung“) nach Artikel 5 der Grundverordnung führte der Rat mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 511/2010 des Rates (2) einen endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China (im Folgenden „VR China“ oder „betroffenes Land“) ein (im Folgenden „ursprüngliche Maßnahmen“).
               
            
                  (2)
               
               
                  Bei den ursprünglichen Maßnahmen handelte es sich um einen Wertzoll in Höhe von 64,3 %.
               
            
                  (3)
               
               
                  Nach zwei Umgehungsuntersuchungen wurden die ursprünglichen Maßnahmen 2012 und 2013 zunächst auf aus Malaysia (3) versandte Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm (4), und später auf entsprechende Einfuhren aus der VR China ausgeweitet. Am 30. Oktober 2015 wurden die Maßnahmen im Anschluss an eine dritte Umgehungsuntersuchung auf Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm, jedoch nicht mehr als 11,0 mm, ausgeweitet (5).
               
            2.   Einleitung einer Auslaufüberprüfung
      
      
                  (4)
               
               
                  Nach Veröffentlichung einer Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens (6) der geltenden Antidumpingmaßnahmen erhielt die Kommission einen Antrag auf Einleitung einer Auslaufüberprüfung nach Artikel 11 Absatz 2 der Grundverordnung.
               
            
                  (5)
               
               
                  Der Antrag wurde von Plansee SE (im Folgenden „Antragsteller“) eingereicht, dem größten Unionshersteller von Molybdändraht, auf den mehr als 90 % der gesamten Unionsproduktion entfallen.
               
            
                  (6)
               
               
                  Der Antrag wurde damit begründet, dass bei einem Auslaufen der Maßnahmen mit einem erneuten Auftreten des Dumpings und der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union zu rechnen sei.
               
            
                  (7)
               
               
                  Am 12. Juni 2015 leitete die Kommission eine Auslaufüberprüfung nach Artikel 11 Absatz 2 der Grundverordnung ein, um festzustellen, ob im Falle des Außerkrafttretens der Maßnahmen ein Anhalten oder erneutes Auftreten des Dumpings und der Schädigung wahrscheinlich wäre. Sie veröffentlichte eine entsprechende Bekanntmachung (im Folgenden „Einleitungsbekanntmachung“) im Amtsblatt der Europäischen Union
                      (7).
               
            3.   Interessierte Parteien
      
      
                  (8)
               
               
                  In der Einleitungsbekanntmachung wurden interessierte Parteien aufgefordert, mit der Kommission Kontakt aufzunehmen, um bei der Untersuchung mitarbeiten zu können. Außerdem unterrichtete die Kommission insbesondere den Antragsteller, andere ihr bekannte Unionshersteller, ausführende Hersteller, Einführer und Verwender in der Union, die bekanntermaßen betroffen sind, sowie die chinesischen Behörden über die Einleitung der Auslaufüberprüfung und lud sie zur Mitarbeit ein.
               
            
                  (9)
               
               
                  Alle interessierten Parteien hatten die Möglichkeit, zur Einleitung der Überprüfung Stellung zu nehmen und eine Anhörung durch die Kommission und/oder den Anhörungsbeauftragten in Handelsverfahren zu beantragen.
               
            3.1.   Stichprobenverfahren
      
      
                  (10)
               
               
                  In der Einleitungsbekanntmachung wies die Kommission darauf hin, dass sie möglicherweise nach Artikel 17 der Grundverordnung eine Stichprobe der interessierten Parteien bilden werde.
               
            a)   Bildung einer Stichprobe der Einführer
      
                  (11)
               
               
                  Damit die Kommission über die Notwendigkeit eines Stichprobenverfahrens entscheiden und gegebenenfalls eine Stichprobe bilden konnte, forderte sie alle unabhängigen Einführer zur Übermittlung der in der Einleitungsbekanntmachung spezifizierten Informationen auf.
               
            
                  (12)
               
               
                  Es meldeten sich keine Einführer, und somit wurden die in der Einleitungsbekanntmachung geforderten Informationen von ihrer Seite nicht vorgelegt.
               
            b)   Bildung einer Stichprobe der ausführenden Hersteller in der VR China
      
                  (13)
               
               
                  Angesichts der offensichtlich großen Zahl ausführender Hersteller in der VR China war in der Einleitungsbekanntmachung ein Stichprobenverfahren vorgesehen.
               
            
                  (14)
               
               
                  Damit die Kommission über die Notwendigkeit eines Stichprobenverfahrens entscheiden und gegebenenfalls eine Stichprobe bilden konnte, bat sie alle ausführenden Hersteller in der VR China um Übermittlung der in der Einleitungsbekanntmachung aufgeführten Informationen. Ferner ersuchte sie die Vertretung der VR China bei der Europäischen Union, gegebenenfalls andere ausführende Hersteller zu ermitteln und/oder zu kontaktieren, die an einer Mitarbeit an der Untersuchung interessiert sein könnten.
               
            
                  (15)
               
               
                  Nur ein Unternehmen in der VR China legte am 29. Juni 2015 einen ausgefüllten Stichprobenfragebogen vor. Den von diesem Unternehmen vorgelegten Informationen zufolge wurde die in Erwägungsgrund 23 definierte betroffene Ware jedoch nicht in die Union ausgeführt, vielmehr betrafen die Ausfuhren nur andere Arten von Molybdändraht mit einem größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm. Das Unternehmen wurde daraufhin am 25. August 2015 aufgefordert, zur Auslaufüberprüfung Stellung zu nehmen oder Informationen zu übermitteln. Das Unternehmen reagierte jedoch nicht auf diese Aufforderung. Darüber hinaus war das betreffende Unternehmen zum Zeitpunkt der Untersuchung an der Umgehungsuntersuchung beteiligt, die zur Verabschiedung der Verordnung (EU) 2015/1952 führte. Auf der Grundlage vorstehender Erwägungen kam die Kommission zu dem Schluss, das Unternehmen nicht in die Stichprobe aufzunehmen.
               
            
                  (16)
               
               
                  Da sich keine weiteren chinesischen Einführer meldeten, war kein Stichprobenverfahren nötig.
               
            3.2.   Fragebogen und Kontrollbesuche
      
      
                  (17)
               
               
                  Die Kommission holte alle Informationen ein, die sie für die Ermittlung der Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens oder erneuten Auftretens des Dumpings und einer dadurch verursachten Schädigung sowie für die Ermittlung des Unionsinteresses benötigte, und prüfte sie nach.
               
            
                  (18)
               
               
                  Die Kommission sandte Fragebogen an die beiden bekannten Unionshersteller. Ein Unionshersteller (Plansee SE), auf den rund 90 % der gesamten Verkaufsmenge des Wirtschaftszweigs der Union entfallen, beantwortete den Fragebogen. Der andere Unionshersteller äußerte am 11. Mai 2015 den Wunsch, in der Untersuchung neutral zu bleiben, und beantwortete den am 12. Juni 2015 bei ihm eingegangenen Fragebogen nicht.
               
            
                  (19)
               
               
                  An chinesische ausführende Hersteller wurden keine Fragebogen verschickt, weil sich keine chinesischen Ausführer gemeldet hatten, wie in den Erwägungsgründen 13 und 16 erläutert.
               
            
                  (20)
               
               
                  Die Kommission sandte Fragebogen an die neun Verwender, die sich nach der Aufforderung gemeldet hatten, und erhielt fünf Antworten von den Verwendern der von der Überprüfung betroffenen Ware.
               
            
                  (21)
               
               
                  Ein Kontrollbesuch nach Artikel 16 der Grundverordnung wurde beim Unionshersteller Plansee SE in Österreich durchgeführt.
               
            4.   Untersuchungszeitraum der Überprüfung und Bezugszeitraum
      
      
                  (22)
               
               
                  Die Untersuchung der Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens oder erneuten Auftretens des Dumpings betraf den Zeitraum vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015 (im Folgenden „Untersuchungszeitraum der Überprüfung“). Die Untersuchung der Entwicklungen, die für die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens oder erneuten Auftretens der Schädigung relevant sind, betraf den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum Ende des Untersuchungszeitraums der Überprüfung (im Folgenden „Bezugszeitraum“).
               
            B.   BETROFFENE WARE UND GLEICHARTIGE WARE
      1.   Betroffene Ware
      
      
                  (23)
               
               
                  Bei der betroffenen Ware handelt es sich um Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 99,95 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China, der derzeit unter dem KN-Code ex 8102 96 00 eingereiht wird.
               
            2.   Gleichartige Ware
      
      
                  (24)
               
               
                  Die Untersuchung ergab, dass die folgenden Waren dieselben grundlegenden materiellen und chemischen Eigenschaften und dieselben grundlegenden Verwendungen aufweisen:
                  
                              —
                           
                           
                              die betroffene Ware;
                           
                        
                              —
                           
                           
                              die in der Union vom Wirtschaftszweig der Union hergestellte und auf dem Unionsmarkt verkaufte Ware.
                           
                        
            
                  (25)
               
               
                  Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass es sich bei diesen Waren um gleichartige Waren im Sinne des Artikels 1 Absatz 4 der Grundverordnung handelt.
               
            C.   WAHRSCHEINLICHKEIT EINES ANHALTENS ODER ERNEUTEN AUFTRETENS DES DUMPINGS
      1.   Vorbemerkungen
      
      
                  (26)
               
               
                  Nach Artikel 11 Absatz 2 der Grundverordnung wurde geprüft, ob Dumping vorlag und ob das Dumping bei einem Auslaufen der geltenden Maßnahmen wahrscheinlich anhalten oder erneut auftreten würde.
               
            
                  (27)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 16 dargelegt, arbeitete keiner der chinesischen ausführenden Hersteller an dieser Untersuchung mit, sodass im Einklang mit Artikel 18 der Grundverordnung verfügbare Fakten als Grundlage herangezogen werden mussten.
               
            
                  (28)
               
               
                  Diesbezüglich wurden die chinesischen Behörden ordnungsgemäß darüber unterrichtet, dass die Kommission infolge der mangelnden Bereitschaft der chinesischen ausführenden Hersteller zur Zusammenarbeit Artikel 18 der Grundverordnung in Bezug auf die Feststellungen zur VR China anwenden kann. Es gingen keine diesbezüglichen Stellungnahmen ein.
               
            
                  (29)
               
               
                  Deshalb beruhten nach Artikel 18 Absatz 1 der Grundverordnung die nachstehend aufgeführten Feststellungen bezüglich der Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens oder erneuten Auftretens des Dumpings auf den verfügbaren Fakten. Zu diesem Zweck wurden der Antrag auf eine Auslaufüberprüfung, Statistiken von Eurostat, die von den Mitgliedstaaten nach Artikel 14 Absatz 6 der Grundverordnung erhobenen Daten (im Folgenden „Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6“) und die in früheren Fällen zu derselben betroffenen Ware erhobenen Daten (siehe Erwägungsgrund 3) verwendet. Auch die Datenbank der chinesischen Ausfuhrstatistik wurde analysiert. Die Analyse ergab jedoch, dass die Codierungsstruktur für die betroffene Ware zu ungenau war, um brauchbare Informationen zu liefern. Daher konnte diese Informationsquelle nicht genutzt werden.
               
            2.   Dumping im Untersuchungszeitraum der Überprüfung
      
      2.1.   Vergleichsland
      
      
                  (30)
               
               
                  Nach Artikel 2 Absatz 7 Buchstabe a der Grundverordnung wird der Normalwert auf der Grundlage des Preises oder des rechnerisch ermittelten Wertes in einem Drittland mit Marktwirtschaft ermittelt. Zu diesem Zweck musste ein Drittland mit Marktwirtschaft (im Folgenden „Vergleichsland“) ausgewählt werden.
               
            
                  (31)
               
               
                  Die USA waren bereits in der Ausgangsuntersuchung als Vergleichsland ausgewählt worden. In der Bekanntmachung über die Einleitung der gegenwärtigen Untersuchung schlug die Kommission vor, Indien als Vergleichsland heranzuziehen, da der Hersteller in den USA die Herstellung von Molybdändraht seit dem Untersuchungszeitraum der Ausgangsuntersuchung eingestellt hat. Die Kommission forderte die Parteien auf, zur Angemessenheit dieser Wahl Stellung zu nehmen, jedoch legte keine der Parteien eine Stellungnahme vor.
               
            
                  (32)
               
               
                  Die Kommission holte Informationen zu Herstellern von Molybdändraht in anderen potenziellen Vergleichsländern ein, kontaktierte Indien, Japan, Mexiko, die Ukraine und die USA und forderte alle bekannten Hersteller von Molybdändraht in diesen Ländern auf, die erforderlichen Informationen zu übermitteln.
               
            
                  (33)
               
               
                  Keines der kontaktierten Unternehmen in diesen Ländern erklärte sich bereit, bei der Untersuchung mitzuarbeiten. Darüber hinaus gab es keine Hinweise auf andere Länder, in denen möglicherweise Molybdändrähte hergestellt werden. Daher musste die Kommission als einzige mögliche Option zur Ermittlung des Normalwerts nach Artikel 2 Absatz 7 Buchstabe a der Grundverordnung auf den Unionsmarkt zurückgreifen.
               
            2.2.   Normalwert
      
      
                  (34)
               
               
                  Der Normalwert für die ausführenden Hersteller in der VR China wurde auf der Grundlage der von den beiden Unionsherstellern über die Produktion und den Verkauf der gleichartigen Ware auf dem Unionsmarkt vorgelegten Informationen bestimmt.
               
            
                  (35)
               
               
                  Nach Artikel 2 Absatz 2 der Grundverordnung prüfte die Kommission zunächst, ob die Gesamtmenge der Verkäufe der gleichartigen Ware auf dem Unionsmarkt durch den Wirtschaftszweig der Union während des Untersuchungszeitraums der Überprüfung repräsentativ war. Diese Verkäufe wurden als repräsentativ angesehen, wenn die Gesamtmenge der Verkäufe an unabhängige Abnehmer mindestens 5 % der Gesamtmenge der chinesischen Ausfuhrverkäufe der betroffenen Ware in die Union im Untersuchungszeitraum entsprach. Auf dieser Grundlage waren die Verkäufe der gleichartigen Ware auf dem Unionsmarkt durch den Wirtschaftszweig der Union repräsentativ.
               
            
                  (36)
               
               
                  Der Untersuchung zufolge war der gewogene durchschnittliche Verkaufspreis des Wirtschaftszweigs der Union im Untersuchungszeitraum der Überprüfung gewinnbringend und konnte somit nach Artikel 2 Absatz 4 der Grundverordnung als im normalen Handelsverkehr getätigt angesehen werden.
               
            
                  (37)
               
               
                  Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Union auf dem Unionsmarkt waren während des Untersuchungszeitraums der Überprüfung gewinnbringend und mengenmäßig repräsentativ. Daher wurde der Normalwert auf der Grundlage des Verkaufspreises der gleichartigen Ware bestimmt, den der Wirtschaftszweig der Union von unabhängigen Abnehmern in der Union verlangte.
               
            2.3.   Ausfuhrpreis
      
      
                  (38)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 27 dargelegt, wurde der Ausfuhrpreis aufgrund der mangelnden Bereitschaft der chinesischen ausführenden Hersteller zur Zusammenarbeit im Einklang mit Artikel 18 der Grundverordnung auf der Grundlage der verfügbaren Fakten ermittelt, d. h. auf Basis der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6, die mit den im Rahmen des Antrags vorgelegten Angaben und den Statistiken von Eurostat abgeglichen wurde.
               
            2.4.   Vergleich
      
      
                  (39)
               
               
                  Die Kommission verglich den Normalwert und den Ausfuhrpreis auf der Stufe ab Werk. Angesichts der mangelnden Bereitschaft der chinesischen ausführenden Hersteller zur Mitarbeit konnten die aus der VR China ausgeführten Warentypen nicht bestimmt werden. Ein Vergleich je Warentyp war daher nicht möglich. Wenn dies zum Zweck eines gerechten Vergleichs angezeigt war, wurden der Ausfuhrpreis und der Normalwert nach Artikel 2 Absatz 10 der Grundverordnung für Unterschiede berichtigt, welche die Preise und ihre Vergleichbarkeit beeinflussten. Auf der Grundlage von Informationen aus der Ausgangsuntersuchung wurden Berichtigungen für Transportkosten (Inlandstransport- und Seefrachtkosten), Versicherungskosten und Zollabfertigungsgebühren vorgenommen.
               
            2.5.   Dumpingspanne
      
      
                  (40)
               
               
                  Im Einklang mit Artikel 2 Absätze 11 und 12 der Grundverordnung verglich die Kommission den gewogenen durchschnittlichen Normalwert mit dem wie oben ermittelten gewogenen durchschnittlichen Ausfuhrpreis.
               
            
                  (41)
               
               
                  Daraus ergibt sich eine gewogene durchschnittliche Dumpingspanne, ausgedrückt als Prozentsatz des CIF-Preises (Kosten, Versicherung, Fracht) frei Grenze der Union, unverzollt, von 49,6 %.
               
            3.   Einfuhrentwicklung im Falle einer Aufhebung der Maßnahmen
      
      
                  (42)
               
               
                  Nachdem festgestellt worden war, dass während des Untersuchungszeitraums der Überprüfung Dumping vorlag, untersuchte die Kommission die Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens des Dumpings, falls die Maßnahmen außer Kraft treten würden. Dabei wurden die folgenden Elemente untersucht: Produktionskapazität und Kapazitätsreserven in der VR China, Ausfuhrverhalten der VR China in anderen Drittländern, Attraktivität des Unionsmarktes.
               
            3.1.   Produktionskapazität und Kapazitätsreserven in der VR China
      
      
                  (43)
               
               
                  In Ermangelung öffentlich zugänglicher Informationen und aufgrund der mangelnden Bereitschaft zur Zusammenarbeit der chinesischen ausführenden Hersteller wurden die Produktionskapazität und die Kapazitätsreserven in der VR China auf der Grundlage von Schätzwerten ermittelt, die der Antragsteller im Rahmen des Antrags und nach bester Marktkenntnis vorgelegt hat. Diese Schätzwerte konnten mit Daten aus der Ausgangsuntersuchung und der im Oktober 2015 abgeschlossenen Umgehungsuntersuchung (vgl. Erwägungsgrund 3) abgeglichen werden und wurden für angemessen befunden.
               
            
                  (44)
               
               
                  Auf dieser Grundlage betrug die Produktionskapazität im Untersuchungszeitraum der Überprüfung rund 3 400 Tonnen, die tatsächliche Produktion rund 750 Tonnen, und die Kapazitätsreserven betrugen rund 2 650 Tonnen. Die geschätzten Kapazitätsreserven entsprachen im Untersuchungszeitraum der Überprüfung einem Vielfachen des Unionsverbrauchs. Aufgrund der in den Erwägungsgründen 48 und 50 beschriebenen Attraktivität des Unionsmarkts wird ein großer Teil dieser Kapazitätsreserven aller Wahrscheinlichkeit nach genutzt, um Waren für die Ausfuhr in die Union zu produzieren.
               
            
                  (45)
               
               
                  Angesichts der beträchtlichen Kapazitätsreserven in der VR China verfügen die chinesischen Hersteller über erhebliche Möglichkeiten, ihre Ausfuhren zu erhöhen. Der Verbrauch an Molybdändraht ist in hohem Maße von der Herstellung von Handschaltgetrieben für den Kraft- und Nutzfahrzeugbau abhängig. Es ist zwar richtig, dass der Verbrauch an Molybdändraht auf dem chinesischen Inlandsmarkt angesichts einer wachsenden Automobilindustrie in der VR China zunehmen dürfte, doch liegt die Kapazitätsreserve weit über dem Unionsverbrauch. Selbst bei einem angenommenen wachsenden Inlandsverbrauch in der VR China ist daher davon auszugehen, dass beträchtliche Kapazitätsreserven mit einem hohen Ausfuhrpotenzial verfügbar bleiben. Darüber hinaus ist das Geschäftspotenzial für eine steigende Nachfrage auf anderen bedeutenden Automobilmärkten wie den USA, Japan, Korea und Südamerika relativ gering, da diese hauptsächlich automatische Getriebe einsetzen, für die kein Molybdändraht benötigt wird.
               
            
                  (46)
               
               
                  Bei einem Außerkrafttreten der Maßnahmen in der Union wäre daher angesichts der hohen Kapazitätsreserven in der VR China und der begrenzten Nachfrage nach der Ware auf anderen großen Drittlandsmärkten sowie angesichts der Tatsache, dass ein Großteil dieser Kapazitätsreserven nicht vom Inlandsverbrauch in der VR China aufgefangen werden könne, ergibt sich für die chinesischen Ausführer ein starker Anreiz, ihre Ausfuhren auf den Unionsmarkt umzuleiten.
               
            3.2.   Ausfuhrverhalten der VR China in anderen Drittländern
      
      
                  (47)
               
               
                  Es sind keine Informationen zu den durchschnittlichen Preisen der chinesischen Ausfuhren auf Drittlandsmärkte öffentlich verfügbar. Der Antragsteller reichte zwei Notierungen für chinesische Ausfuhren auf Drittlandsmärkte für eine Gesamtmenge von 20 Tonnen ein, was rund 6 % des Unionsverbrauchs entspricht. Diese Notierungen lagen unter dem derzeitigen Preisniveau in der Union. Außerdem gab das in Erwägungsgrund 15 genannte chinesische Unternehmen in seinem Stichprobenfragebogen an, dass es eine vernachlässigbare Menge an Molybdändraht mit einem größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm an Südkorea verkauft hat, und zwar zu einem Preis, der unter dem derzeitigen Preisniveau der Union liegt.
               
            3.3.   Attraktivität des Unionsmarktes
      
      
                  (48)
               
               
                  Die Untersuchung zeigte, dass unter Berücksichtigung der in Erwägungsgrund 3 beschriebenen Umgehungspraktiken in der Vergangenheit die chinesischen ausführenden Hersteller ihren bereits hohen Marktanteil und ihre Einfuhrmengen auf den Unionsmarkt während des Bezugszeitraums um 7 % bzw. 9 % steigern konnten, wie in Tabelle 2 dargestellt. Der Marktanteil der VR China lag im gesamten Bezugszeitraum zwischen 15 % und 35 %.
               
            
                  (49)
               
               
                  Die Umgehungspraktiken in der Vergangenheit, der Anstieg des Marktanteils im Bezugszeitraum und der Mengen deuten nachdrücklich darauf hin, dass der Unionsmarkt für die chinesischen Ausführer nach wie vor attraktiv ist.
               
            
                  (50)
               
               
                  Die vom Antragsteller vorgelegten Informationen belegen, dass die Preise der chinesischen Ausfuhren auf dem Unionsmarkt höher sind als die Preise der chinesischen Ausfuhren auf anderen Drittmärkten. Dies deutet darauf hin, dass der Unionsmarkt hinsichtlich des Preisniveaus attraktiv ist, da sich mit Ausfuhren in die Union höhere Gewinne erzielen lassen. Wie in Erwägungsgrund 45 dargelegt, sind Ausfuhren von Molybdändraht außerdem aufgrund der technischen Unterschiede der Automobilindustrie auf anderen bedeutenden Automobilmärkten auf Märkte begrenzt, auf denen die Automobilindustrie Handschaltgetriebe verwendet; unter diesen Märkten ist der Unionsmarkt einer der größten. Tatsächlich ist der Unionsmarkt weiterhin der größte Markt für Molybdändraht, da in seinem hoch entwickelten Kraft- und Nutzfahrzeugbau noch Handschaltgetriebe verwendet werden.
               
            3.4.   Schlussfolgerung zur Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens des Dumpings
      
      
                  (51)
               
               
                  Die beträchtlichen geschätzten Kapazitätsreserven der VR China, die damit verbundene Fähigkeit der chinesischen ausführenden Hersteller, die Produktionsmengen und die Direktverkäufe in die Union zu steigern, sowie die Attraktivität des Unionsmarktes lassen den Schluss zu, dass eine Aufhebung der Maßnahmen wahrscheinlich zu einem erheblichen Anstieg der Ausfuhren in die Union führen würde. Angesichts der im Untersuchungszeitraum der Überprüfung festgestellten Dumpingspanne ist außerdem damit zu rechnen, dass künftige Ausfuhren zu stark gedumpten Preisen getätigt werden. Daher wird der Schluss gezogen, dass bei Außerkrafttreten der geltenden Antidumpingmaßnahmen sehr wahrscheinlich mit einem Anhalten des Dumpings zu rechnen ist.
               
            D.   WAHRSCHEINLICHKEIT EINES ANHALTENS ODER ERNEUTEN AUFTRETENS DER SCHÄDIGUNG
      1.   Definition des Wirtschaftszweigs der Union und der Unionsproduktion
      
      
                  (52)
               
               
                  Der Wirtschaftszweig der Union hat seit der Ausgangsuntersuchung keine größeren strukturellen Veränderungen erfahren. Im Untersuchungszeitraum der Überprüfung wurde die gleichartige Ware von zwei der Kommission bekannten Herstellern in der Union gefertigt. Diese bilden den Wirtschaftszweig der Union im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 der Grundverordnung.
               
            2.   Unionsverbrauch
      
      
                  (53)
               
               
                  Die Kommission ermittelte den Unionsverbrauch anhand i) der Menge der Verkäufe der beiden Unionshersteller auf dem Unionsmarkt und ii) der Gesamteinfuhrmenge. Sie ermittelte die Einfuhrmenge aus der VR China durch Addition der aus der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6 gezogenen Einfuhrmengen und der festgestellten Menge des Molybdändrahts, die laut der letzten Umgehungsuntersuchung den Tatbestand der Umgehung erfüllten, da die Durchführungsverordnung (EU) 2015/1952 die Daten der beiden in Erwägungsgrund 3 genannten vorausgegangenen Umgehungsuntersuchungen zusammenfasst und damit auf dem umfassendsten Satz von Informationen basiert. Einfuhren aus anderen Drittländern waren im Bezugszeitraum nicht zu verzeichnen.
               
            
                  (54)
               
               
                  Da der Wirtschaftszweig der Union aus nur zwei Herstellern besteht, mussten die Zahlen aus Gründen der Vertraulichkeit indexiert oder als Spanne angegeben werden.
               
            
                  (55)
               
               
                  Auf dieser Grundlage ergab sich folgende Entwicklung des Unionsverbrauchs:
                  
                     Tabelle 1
                  
                  
                     Indexierter Unionsverbrauch
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 104
                              
                           
                           
                              
                                 103
                              
                           
                           
                              
                                 102
                              
                           
                        
                              
                                          
                                             Quelle:
                                          
                                       
                                       
                                          Daten vom Wirtschaftszweig der Union, aus der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6, der letzten Umgehungsuntersuchung, von Eurostat.
                                       
                                    
                        
            
                  (56)
               
               
                  Während des Bezugszeitraums blieb der Unionsverbrauch mit einem Anstieg von nur 2 % recht stabil. Konkret nahm der Unionsverbrauch bis 2013 um 4 % zu und sank anschließend zwischen 2013 und dem Untersuchungszeitraum der Überprüfung um 2 %.
               
            
                  (57)
               
               
                  Der relativ stabile Unionsverbrauch von Molybdändraht lässt sich vor allem durch die Entwicklung der Automobilindustrie im Bezugszeitraum erklären, die im selben Zeitraum ebenfalls stabil blieb.
               
            3.   Einfuhren aus dem betroffenen Land
      
      3.1.   Menge und Marktanteil der Einfuhren aus dem betroffenen Land
      
      
         Tabelle 2
      
      
         Indexierte Einfuhrmenge und Marktanteil
      
      
                  Land
               
               
                   
               
               
                  2012
               
               
                  2013
               
               
                  2014
               
               
                  Untersuchungszeitraum der Überprüfung
               
            
                  VR China
               
               
                  Einfuhrmenge
                  
                     Index (2012 = 100)
                  
               
               
                  
                     100
                  
               
               
                  
                     75
                  
               
               
                  
                     99
                  
               
               
                  
                     109
                  
               
            
                  Marktanteil
                  
                     Index (2012 = 100)
                  
               
               
                  
                     100
                  
               
               
                  
                     72
                  
               
               
                  
                     97
                  
               
               
                  
                     107
                  
               
            
                  
                              
                                 Quelle:
                              
                           
                           
                              Daten vom Wirtschaftszweig der Union, aus der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6, der letzten Umgehungsuntersuchung, von Eurostat.
                           
                        
            
                  (58)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 53 beschrieben, ermittelte die Kommission die Einfuhrmengen aus der VR China durch Addition der aus der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6 gezogenen Einfuhrmengen und der Menge des Molybdändrahts, die laut der letzten Umgehungsuntersuchung den Tatbestand der Umgehung erfüllten. Da Letztere vertraulich zu behandeln waren (8), mussten die Zahlen in der vorstehenden Tabelle 2 indexiert werden.
               
            
                  (59)
               
               
                  Auf dieser Grundlage nahmen die Einfuhrmengen im gesamten Bezugszeitraum um 9 % zu. Im Jahr 2013 kam es zu einem drastischen Einbruch (um 25 %); seitdem sind die Einfuhrmengen jedoch wieder kontinuierlich angestiegen (um 46 % im Untersuchungszeitraum der Überprüfung gegenüber 2013).
               
            
                  (60)
               
               
                  Der Anstieg der Einfuhren der betroffenen Ware in die Union fiel stärker aus als der Anstieg des Unionsverbrauchs. Dies führte im Bezugszeitraum zu einem Anstieg des Marktanteils der Einfuhren aus China um 7 %. Der Marktanteil nahm eine ähnliche Entwicklung wie die Einfuhrmengen. Konkret verringerte sich der Marktanteil im Jahr 2013 um 28 % und stieg im Untersuchungszeitraum der Überprüfung um 46 % gegenüber 2013 an — diese Entwicklung entspricht dem Rückgang der Einfuhrmengen im Jahr 2013 und deren Anstieg im Jahr 2014 und im Untersuchungszeitraum der Überprüfung.
               
            
                  (61)
               
               
                  Die rückläufigen Einfuhrmengen und der geringere Marktanteil im Jahr 2013 sind auf die Einleitung einer Umgehungsuntersuchung zurückzuführen, die eine Ausweitung der endgültigen Antidumpingzölle auf die Einfuhren von Molybdändraht auf Einfuhren einer geringfügig veränderten Ware aus der VR China (vgl. Erwägungsgrund 3, Fußnote 3) zur Folge hatte.
               
            
                  (62)
               
               
                  Der Marktanteil der Einfuhren aus China zu Beginn des Bezugszeitraums bewegte sich auf hohem Niveau zwischen 15 % und 35 %. Wie in Erwägungsgrund 48 erwähnt, konnten die chinesischen ausführenden Hersteller ihren beträchtlichen Marktanteil im Bezugszeitraum trotz der geltenden Zölle um 7 % erhöhen, was vor allem auf ihre Umgehungspraktiken zurückzuführen ist.
               
            3.2.   Preise der Einfuhren aus dem betroffenen Land
      
      
                  (63)
               
               
                  Aufgrund der mangelnden Bereitschaft der chinesischen ausführenden Hersteller zur Zusammenarbeit wurden die Einfuhrpreise auf der Grundlage der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6 ermittelt und mit den im Rahmen des Antrags vorgelegten Angaben und den Statistiken von Eurostat abgeglichen (vgl. Erwägungsgrund 38). In der nachstehenden Tabelle wird der Durchschnittspreis von Einfuhren aus der VR China ausgewiesen:
                  
                     Tabelle 3
                  
                  
                     Indexierte Einfuhrpreise
                      (*)
                  
                  
                              Land
                           
                           
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              VR China
                           
                           
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 97
                              
                           
                           
                              
                                 89
                              
                           
                           
                              
                                 87
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6.
                           
                        
            
                  (64)
               
               
                  Zwischen 2012 und dem Untersuchungszeitraum der Überprüfung sank der durchschnittliche Preis der Einfuhren der betroffenen Ware aus der VR China stetig um insgesamt 13 %.
               
            3.3.   Preisunterbietung
      
      
                  (65)
               
               
                  Die Kommission ermittelte die Preisunterbietung im Untersuchungszeitraum der Überprüfung, indem sie den Durchschnitt des Verkaufspreises, den Plansee SE auf dem Unionsmarkt in Rechnung stellte, und zwar berichtigt auf die Stufe ab Werk, und den durchschnittlichen Preis der Einfuhren aus dem betroffenen Land verglich, der dem ersten unabhängigen Abnehmer auf dem Unionsmarkt in Rechnung gestellt wurde, und zwar auf CIF-Stufe (Kosten, Versicherung, Fracht) auf der Grundlage der Daten aus der Datenbank zu Artikel 14 Absatz 6, wie in Erwägungsgrund 38 erläutert, und einschließlich des Antidumpingzolls.
               
            
                  (66)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 39 dargelegt, konnten aufgrund der mangelnden Bereitschaft zur Mitarbeit der chinesischen ausführenden Hersteller die aus der VR China in die Union ausgeführten Warentypen nicht bestimmt werden. Ein Vergleich auf der Grundlage des Warentyps war daher nicht möglich. Der Preisvergleich wurde auf der Grundlage von Durchschnittspreisen nach gegebenenfalls erforderlichen Berichtigungen und unter Abzug von Rabatten und Preisnachlässen vorgenommen. Das Ergebnis des Vergleichs wurde als Prozentsatz des hypothetischen Umsatzes des Wirtschaftszweigs der Union im Untersuchungszeitraum der Überprüfung ausgedrückt.
               
            
                  (67)
               
               
                  Der Vergleich zeigte, dass im Untersuchungszeitraum der Überprüfung keine Preisunterbietung stattfand. Allerdings ergäbe sich bei Abzug des geltenden Antidumpingzolls von 64,3 % eine Preisunterbietungsspanne von 25,9 %.
               
            3.4.   Einfuhren aus Drittländern
      
      
                  (68)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 53 erwähnt, waren im Bezugszeitraum keine Einfuhren aus anderen Ländern als der VR China zu verzeichnen.
               
            4.   Wirtschaftliche Lage des Wirtschaftszweigs der Union
      
      4.1.   Allgemeine Anmerkungen
      
      
                  (69)
               
               
                  Nach Artikel 3 Absatz 5 der Grundverordnung umfasste die Prüfung der Auswirkungen der gedumpten Einfuhren auf den Wirtschaftszweig der Union eine Bewertung aller Wirtschaftsindikatoren, die für die Lage des Wirtschaftszweigs der Union im Bezugszeitraum relevant waren.
               
            
                  (70)
               
               
                  Bei der Ermittlung der Schädigung standen der Kommission für die makroökonomischen und die mikroökonomischen Schadensindikatoren unterschiedliche Daten zur Verfügung. Was die makroökonomischen Schadensindikatoren angeht, konnte die Kommission auf die Beantwortung des Fragebogens durch Plansee SE und hinsichtlich des anderen ihr bekannten Unionsherstellers auf die von Plansee SE im Rahmen des Antrags vorgelegten Angaben zu diesem Hersteller zurückgreifen. Was die mikroökonomischen Schadensindikatoren angeht, enthielt der Antrag jedoch keine Angaben zur Situation des zweiten Herstellers; da dieser Hersteller den Fragebogen nicht beantwortet hatte, musste die Kommission auf die Angaben zurückgreifen, die Plansee SE im Rahmen der Antwort auf den Fragebogen vorgelegt hatte. Angesichts der Tatsache, dass auf Plansee SE rund 90 % der Gesamtverkaufsmenge der Union entfallen, kam die Kommission zu dem Schluss, dass ihre überprüften Daten zu den mikroökonomischen Indikatoren ein realistisches Bild der Lage des Wirtschaftszweigs der Union widerspiegeln.
               
            
                  (71)
               
               
                  Bei den makroökonomischen Indikatoren handelt es sich um: Produktion, Produktionskapazität, Kapazitätsauslastung, Verkaufsmenge, Marktanteil, Wachstum, Beschäftigung, Produktivität, Höhe der Dumpingspanne und Erholung von früherem Dumping.
               
            
                  (72)
               
               
                  Bei den mikroökonomischen Indikatoren handelt es sich um: durchschnittliche Stückpreise, Stückkosten, Arbeitskosten, Lagerbestände, Rentabilität, Cashflow, Investitionen, Kapitalrendite und Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten.
               
            
                  (73)
               
               
                  Beide Datensätze wurden als repräsentativ für die wirtschaftliche Lage des Wirtschaftszweigs der Union befunden.
               
            4.2.   Makroökonomische Indikatoren
      
      a)   Produktion, Produktionskapazität und Kapazitätsauslastung
      
                  (74)
               
               
                  Die Produktionsmenge, die Produktionskapazität und die Kapazitätsauslastung der Union insgesamt entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 4
                  
                  
                     Produktion, Produktionskapazität und Kapazitätsauslastung der Unionshersteller
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Produktionsmenge
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 113
                              
                           
                           
                              
                                 102
                              
                           
                           
                              
                                 98
                              
                           
                        
                              Produktionskapazität
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 99
                              
                           
                           
                              
                                 98
                              
                           
                           
                              
                                 98
                              
                           
                        
                              Kapazitätsauslastung
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 114
                              
                           
                           
                              
                                 105
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Vom Wirtschaftszweig der Union vorgelegte Daten.
                           
                        
            
                  (75)
               
               
                  Die Produktionsmenge ging im Bezugszeitraum um 2 % leicht zurück. Konkret stieg sie bis 2013 zunächst um 13 % an und sank dann im Untersuchungszeitraum der Überprüfung kontinuierlich um mehr als 13 % gegenüber 2013.
               
            
                  (76)
               
               
                  Die Produktionskapazität ging im Bezugszeitraum schrittweise um insgesamt 2 % zurück.
               
            
                  (77)
               
               
                  Infolge des Anstiegs der Produktionsmenge und des leichten Rückgangs der Produktionskapazität im Jahr 2013 stieg die Kapazitätsauslastung 2013 um 14 % gegenüber 2012 an. Nach 2013 sank die Kapazitätsauslastung wieder auf das Niveau von 2012. Somit blieb die Kapazitätsauslastung im Bezugszeitraum insgesamt stabil.
               
            b)   Verkaufsmenge und Marktanteil
      
                  (78)
               
               
                  Die Verkaufsmenge und der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Union entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 5
                  
                  
                     Verkaufsmenge und Marktanteil der Unionshersteller
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Verkaufsmenge in der Union
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 113
                              
                           
                           
                              
                                 104
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                        
                              Marktanteil
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 109
                              
                           
                           
                              
                                 101
                              
                           
                           
                              
                                 98
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Vom Wirtschaftszweig der Union vorgelegte Daten.
                           
                        
            
                  (79)
               
               
                  Die Gesamtmenge der Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Union auf dem Unionsmarkt blieb im Bezugszeitraum stabil. Die Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Union stiegen bis 2013 um 13 % an und gingen dann kontinuierlich um 12 % zurück, bis sie im Untersuchungszeitraum der Überprüfung das Niveau von 2012 erreichten. Der Anstieg der Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Union im Jahr 2013 ist vor allem auf die Einleitung einer Umgehungsuntersuchung zurückzuführen, die eine Ausweitung des endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Molybdändraht auf Einfuhren einer geringfügig veränderten Ware aus der VR China (vgl. Erwägungsgrund 3, Fußnote 3) zur Folge hatte. Infolgedessen stieg der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Union 2013 um 9 % an. Anschließend ging er im Untersuchungszeitraum der Überprüfung stetig um 10 % gegenüber 2013 zurück. Insgesamt verringerte sich der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Union um 2 %.
               
            c)   Wachstum
      
                  (80)
               
               
                  Während der Verbrauch in der Union im Bezugszeitraum um 2 % anstieg, blieb die Verkaufsmenge des Wirtschaftszweigs der Union stabil, was zu einem Rückgang des Marktanteils um 2 % führte.
               
            d)   Beschäftigung und Produktivität
      
                  (81)
               
               
                  Die Beschäftigung und die Produktivität entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 6
                  
                  
                     Beschäftigung und Produktivität der Unionshersteller
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Zahl der Beschäftigten
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 95
                              
                           
                           
                              
                                 89
                              
                           
                           
                              
                                 88
                              
                           
                        
                              Produktivität (in Tonnen je Beschäftigten)
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 119
                              
                           
                           
                              
                                 115
                              
                           
                           
                              
                                 111
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Vom Wirtschaftszweig der Union vorgelegte Daten.
                           
                        
            
                  (82)
               
               
                  Die Zahl der Beschäftigten des Wirtschaftszweigs der Union ging im Bezugszeitraum um 12 % zurück, während im selben Zeitraum eine Produktivitätssteigerung um 11 % zu verzeichnen war.
               
            e)   Höhe der Dumpingspanne und Erholung von früherem Dumping
      
                  (83)
               
               
                  Die Untersuchung ergab, dass die Einfuhren von Molybdändraht aus der VR China weiterhin zu gedumpten Preisen auf den Unionsmarkt gelangten. Die für die VR China im Untersuchungszeitraum der Überprüfung ermittelte Dumpingspanne lag deutlich über der Geringfügigkeitsschwelle (vgl. Erwägungsgrund 41). Dies fiel mit dem Anstieg der Einfuhrmengen aus der VR China und rückläufigen Einfuhrpreisen zusammen, was zu einer leichten Zunahme des Marktanteils der Einfuhren aus China gegenüber 2012 führte. Obwohl dem Wirtschaftszweig der Union die geltenden Antidumpingmaßnahmen zugutekamen und er somit seinen Marktanteil im Wesentlichen aufrechterhalten konnte, zeichnete sich dennoch eine rückläufige Entwicklung ab.
               
            4.3.   Mikroökonomische Indikatoren
      
      a)   Preise und die Preise beeinflussende Faktoren
      
                  (84)
               
               
                  Die durchschnittlichen Verkaufspreise, die der Wirtschaftszweig der Union (Plansee SE) unabhängigen Abnehmern in der Union in Rechnung stellte, entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 7
                  
                  
                     Durchschnittliche Verkaufspreise in der Union und Stückkosten
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Durchschnittlicher Verkaufsstückpreis in der Union
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 95
                              
                           
                           
                              
                                 94
                              
                           
                           
                              
                                 94
                              
                           
                        
                              Produktionsstückkosten
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 84
                              
                           
                           
                              
                                 83
                              
                           
                           
                              
                                 84
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Daten zu Plansee SE.
                           
                        
            
                  (85)
               
               
                  Der durchschnittliche Stückpreis, den der Wirtschaftszweig der Union unabhängigen Abnehmern in der Union in Rechnung stellte, sank im Bezugszeitraum um 6 %. Der Preisrückgang ist auf einen Rückgang bei den Rohstoffkosten und auf Anstrengungen des Unionsherstellers zur Kostensenkung zurückzuführen.
               
            
                  (86)
               
               
                  Die durchschnittlichen Produktionskosten des Wirtschaftszweigs der Union sanken im Bezugszeitraum sogar noch stärker, und zwar um 16 %. Die Verringerung der Produktionskosten ist vor allem auf sinkende Rohstoffkosten sowie auf die bereits dargelegten Anstrengungen zur Kostensenkung zurückzuführen, zu denen z. B. die Absicherung gegen Schwankungen des Rohstoffpreises gehört.
               
            b)   Arbeitskosten
      
                  (87)
               
               
                  Die durchschnittlichen Arbeitskosten entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 8
                  
                  
                     Durchschnittliche Arbeitskosten je Beschäftigten
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Durchschnittliche Arbeitskosten je Beschäftigten (in EUR)
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 106
                              
                           
                           
                              
                                 103
                              
                           
                           
                              
                                 103
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Daten zu Plansee SE.
                           
                        
            
                  (88)
               
               
                  Die durchschnittlichen Arbeitskosten je Beschäftigten blieben im Bezugszeitraum relativ stabil und stiegen in diesem Zeitraum geringfügig um 3 %. Konkret stiegen die durchschnittlichen Arbeitskosten im Jahr 2013 um 6 % und sanken anschließend im Untersuchungszeitraum der Überprüfung um 2 % gegenüber 2013.
               
            c)   Lagerbestände
      
                  (89)
               
               
                  Die Lagerbestände entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 9
                  
                  
                     Lagerbestände
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Schlussbestände
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 140
                              
                           
                           
                              
                                 115
                              
                           
                           
                              
                                 46
                              
                           
                        
                              Schlussbestände als Prozentsatz der Produktion
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 124
                              
                           
                           
                              
                                 112
                              
                           
                           
                              
                                 47
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Daten zu Plansee SE.
                           
                        
            
                  (90)
               
               
                  Die Lagerbestände machten während des Bezugszeitraums nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtproduktion aus. Daher wurde dieser Indikator für die Bewertung der Lage des Wirtschaftszweigs der Union als nicht maßgeblich angesehen.
               
            d)   Rentabilität, Cashflow, Investitionen, Kapitalrendite und Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten
      
                  (91)
               
               
                  Rentabilität, Cashflow, Investitionen und Kapitalrendite entwickelten sich im Bezugszeitraum wie folgt:
                  
                     Tabelle 10
                  
                  
                     Rentabilität, Cashflow, Investitionen und Kapitalrendite
                  
                  
                               
                           
                           
                              2012
                           
                           
                              2013
                           
                           
                              2014
                           
                           
                              Untersuchungszeitraum der Überprüfung
                           
                        
                              Rentabilität der Verkäufe an unabhängige Abnehmer in der Union (in % des Umsatzes)
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 512
                              
                           
                           
                              
                                 509
                              
                           
                           
                              
                                 463
                              
                           
                        
                              Cashflow (in EUR)
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 393
                              
                           
                           
                              
                                 333
                              
                           
                           
                              
                                 301
                              
                           
                        
                              Investitionen (in EUR)
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 3 360 
                              
                           
                           
                              
                                 0
                              
                           
                           
                              
                                 0
                              
                           
                        
                              Kapitalrendite
                              
                                 Index (2012 = 100)
                              
                           
                           
                              
                                 100
                              
                           
                           
                              
                                 403
                              
                           
                           
                              
                                 375
                              
                           
                           
                              
                                 338
                              
                           
                        
                              
                                 Quelle: Daten zu Plansee SE.
                           
                        
            
                  (92)
               
               
                  Die Kommission ermittelte die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Union als Nettogewinn vor Steuern aus den Verkäufen der gleichartigen Ware an unabhängige Abnehmer in der Union in Prozent des mit diesen Verkäufen erzielten Umsatzes. Die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Union erhöhte sich im Bezugszeitraum erheblich. Sie erreichte 2013 einen Höchstwert und sank anschließend im Untersuchungszeitraum der Überprüfung wieder. Wie in den Erwägungsgründen 85 und 86 erläutert, war dieser Anstieg der Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Union hauptsächlich auf die sinkenden Rohstoffkosten sowie auf wirksame Geschäftsentscheidungen zur Kostensenkung zurückzuführen.
               
            
                  (93)
               
               
                  Unter dem Nettocashflow ist die Fähigkeit des Unionsherstellers zu verstehen, seine Tätigkeiten selbst zu finanzieren. Der Nettocashflow hat sich im Bezugszeitraum in etwa verdreifacht. Der deutliche Anstieg des Cashflow lässt sich vor allem durch den spürbaren Anstieg der Rentabilität erklären, wie in Erwägungsgrund 92 dargelegt.
               
            
                  (94)
               
               
                  Die Investitionen nahmen 2013 deutlich zu, gingen in den Folgejahren jedoch auf null zurück. Der Unionshersteller tätigte 2013 nämlich eine größere Investition, um Maschinen und Geräte zu ersetzen, und in den darauffolgenden Jahren erfolgten keine weiteren Investitionen.
               
            
                  (95)
               
               
                  Die Kapitalrendite ist der Ertrag in Prozent des Nettobuchwerts der Investitionen. Die Kapitalrendite aus der Produktion und dem Verkauf der gleichartigen Ware stieg im Bezugszeitraum. Konkret stieg sie 2013 zunächst und sank dann im Untersuchungszeitraum der Überprüfung allmählich um 16 % gegenüber 2013.
               
            4.4.   Schlussfolgerung zur Lage des Wirtschaftszweigs der Union
      
      
                  (96)
               
               
                  Indikatoren wie Rentabilität, Cashflow und Kapitalrendite verbesserten sich im Bezugszeitraum. Diese Entwicklungen waren hauptsächlich auf die sinkenden Rohstoffkosten sowie auf wirksame Geschäftsentscheidungen zur Kostensenkung zurückzuführen.
               
            
                  (97)
               
               
                  Auf der anderen Seite blieben einige der wichtigsten Schadensindikatoren, wie Produktionsmenge, Produktionskapazität, Kapazitätsauslastung und Verkaufsmenge, im Bezugszeitraum relativ stabil oder zeigten eine negative Entwicklung. Konkret gingen die Produktionsmenge, die Produktionskapazität und der Marktanteil um 2 % geringfügig zurück. Die Kapazitätsauslastung nahm im Bezugszeitraum um 1 % leicht zu. Die Menge der Verkäufe an unabhängige Abnehmer in der Union blieb stabil. Die Beschäftigung sank um 12 %.
               
            
                  (98)
               
               
                  In Anbetracht dieser Sachlage wird der Schluss gezogen, dass der Wirtschaftszweig der Union keine bedeutende Schädigung im Sinne des Artikels 3 Absatz 5 der Grundverordnung erlitten hat.
               
            5.   Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Schädigung
      
      
                  (99)
               
               
                  Wie in den Erwägungsgründen 41 und 83 dargelegt, erfolgten die chinesischen Einfuhren im Untersuchungszeitraum der Überprüfung zu gedumpten Preisen, und wie in Erwägungsgrund 51 festgestellt wurde, ist bei einem Außerkrafttreten der geltenden Maßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Anhalten des Dumpings zu rechnen.
               
            
                  (100)
               
               
                  Im Untersuchungszeitraum der Überprüfung wurde keine Preisunterbietung festgestellt; allerdings ergäbe sich bei Abzug des geltenden Antidumpingzolls eine Preisunterbietungsspanne von rund 26 %, wie in Erwägungsgrund 67 dargelegt. Auf dieser Grundlage ist davon auszugehen, dass die Einfuhren aus China im Fall einer Aufhebung der Antidumpingzölle wahrscheinlich zu Preisen getätigt werden, die die Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Union erheblich unterbieten. Angesichts der in den Erwägungsgründen 48 und 50 dargelegten Attraktivität des Unionsmarktes ist mit einem Anstieg der gedumpten Einfuhren zu rechnen. Wenn diese vermehrten Einfuhren zu Preisen getätigt würden, die den Verkaufspreis des Wirtschaftszweigs der Union erheblich unterbieten, ist zu erwarten, dass auf dem Unionsmarkt ein Preisdruck ausgeübt würde. Molybdändraht ist hinsichtlich der Qualität eine ausgesprochen homogene Ware. Daher beeinflusst das Preisniveau maßgeblich die Entscheidung, ob die Ware von den Unionsherstellern oder den chinesischen ausführenden Herstellern gekauft wird. Darüber hinaus zeigt der plötzliche Rückgang der Einfuhren aus China infolge der Einleitung der zweiten Umgehungsuntersuchung im Jahr 2013, wie in Erwägungsgrund 79 dargelegt, dass die Abnehmer schnell zu dem Anbieter mit dem günstigsten Preis wechseln können (d. h. von den chinesischen ausführenden Herstellern zu den Unionsherstellern). Der Wirtschaftszweig der Union dürfte dann gezwungen sein, entweder seine Verkaufspreise und damit die Rentabilität zu senken oder bei unveränderten Verkaufspreisen mit hoher Wahrscheinlichkeit Einbußen hinsichtlich der Umsatz- und Marktanteile zugunsten der chinesischen Ausführer hinzunehmen. Dies würde letztlich zu Verlusten und einer Dominanz der Einfuhren aus China auf dem Unionsmarkt führen.
               
            
                  (101)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 44 dargelegt, betrug die geschätzte Kapazitätsreserve der VR China im Untersuchungszeitraum der Überprüfung 2 650 Tonnen und entsprach damit im selben Zeitraum einem Vielfachen des Unionsverbrauchs. Selbst wenn ein Teil dieser Kapazitätsreserve in einen angenommenen wachsenden Inlandsverbrauch in der VR China fließen würde, ist daher davon auszugehen, dass beträchtliche Kapazitätsreserven mit einem hohen Ausfuhrpotenzial in die Union verfügbar bleiben würden.
               
            
                  (102)
               
               
                  In Anbetracht der genannten Umstände und der Attraktivität des Unionsmarktes, wie in den Erwägungsgründen 48 und 50 dargelegt, besteht im Falle des Außerkrafttretens der Maßnahmen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die chinesischen ausführenden Hersteller die Menge ihrer Einfuhren der betroffenen Ware in die Union erheblich steigern würden.
               
            
                  (103)
               
               
                  In einem solchen Szenario dürfte der Wirtschaftszweig der Union wichtige Umsatz- und Marktanteile verlieren. Dies würde außerdem zu einer niedrigeren Kapazitätsauslastung und geringeren Gewinnspannen und damit letztlich zu Verlusten führen. Infolgedessen würde der Unionsmarkt wahrscheinlich von Einfuhren aus der VR China beherrscht.
               
            
                  (104)
               
               
                  Aus den dargelegten Gründen gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass bei einer Aufhebung der Maßnahmen ein erneutes Auftreten der Schädigung wahrscheinlich wäre.
               
            E.   UNIONSINTERESSE
      
                  (105)
               
               
                  Nach Artikel 21 der Grundverordnung hat die Kommission geprüft, ob eine Aufrechterhaltung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen gegenüber der VR China dem Interesse der Union insgesamt zuwiderlaufen würde. Bei der Ermittlung des Unionsinteresses wurden die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt, einschließlich der Interessen des Wirtschaftszweigs der Union, der Einführer und der Verwender.
               
            
                  (106)
               
               
                  Alle interessierten Parteien erhielten nach Artikel 21 Absatz 2 der Grundverordnung Gelegenheit, ihren Standpunkt darzulegen.
               
            
                  (107)
               
               
                  Auf dieser Grundlage prüfte die Kommission, ob ungeachtet der Schlussfolgerungen zur Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens des Dumpings und eines erneuten Auftretens einer drohenden Schädigung zwingende Gründe dafür sprachen, dass die Aufrechterhaltung der bestehenden Maßnahmen nicht im Interesse der Union läge.
               
            1.   Interesse des Wirtschaftszweigs der Union
      
      
                  (108)
               
               
                  Die Untersuchung ergab, dass der Wirtschaftszweig der Union im Untersuchungszeitraum der Überprüfung keine bedeutende Schädigung erlitten hatte.
               
            
                  (109)
               
               
                  Der Wirtschaftszweig der Union hat unter Beweis gestellt, dass er strukturell lebensfähig ist. Er hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um seinen Produktionsprozess zu rationalisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, was zu einem Anstieg der Produktivität (um 11 %), einer Senkung der Produktionskapazität (um 2 %) und einer Senkung der Produktionskosten (um 16 %) führte.
               
            
                  (110)
               
               
                  Sollten die Maßnahmen außer Kraft treten, würden aller Wahrscheinlichkeit nach erhebliche Mengen gedumpter Einfuhren aus der VR China auf den Unionsmarkt gelangen und die Lage des Wirtschaftszweigs der Union verschlechtern. Dies dürfte weitere Einbußen beim Marktanteil und einen Rückgang der Verkaufspreise aufgrund des Preisdrucks durch Einfuhren aus China zur Folge haben, während die geringere Kapazitätsauslastung gleichzeitig die Durchschnittskosten erhöhen würde. Dies würde sehr wahrscheinlich zu einer deutlichen Verschlechterung der finanziellen Lage des Wirtschaftszweigs der Union führen.
               
            
                  (111)
               
               
                  Auf dieser Grundlage kam die Kommission zu dem Schluss, dass die Fortsetzung der geltenden Antidumpingmaßnahmen im Interesse des Wirtschaftszweigs der Union läge.
               
            2.   Interesse der Einführer/Händler
      
      
                  (112)
               
               
                  Wie in Erwägungsgrund 12 dargelegt, war keiner der Einführer zur Zusammenarbeit bereit oder meldete sich im Rahmen dieser Untersuchung. Aus den von einem Einführer im Rahmen der Ausgangsuntersuchung gesammelten Belegen ging jedoch hervor, dass die generellen Auswirkungen auf das gesamte Geschäftsvolumen des Unternehmens begrenzt wären. Daher gab es keine Hinweise darauf, dass die Aufrechterhaltung der Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Lage der Einführer hätte, die so groß wären, dass sie die positiven Auswirkungen der Maßnahmen aufheben würden.
               
            3.   Interesse der Verwender
      
      
                  (113)
               
               
                  Von den neun Verwendern, die sich nach der Einleitung gemeldet hatten, beantworteten fünf den Fragebogen. Eines dieser fünf Unternehmen war der Untersuchung zufolge an Umgehungspraktiken beteiligt, wie sie in der letzten, 2015 abgeschlossenen Umgehungsuntersuchung festgestellt und in Erwägungsgrund 3 dargelegt wurden. Aus der Beantwortung des Fragebogens ging eindeutig hervor, dass dieses Unternehmen nicht die betroffene Ware verwendete, sondern einen geringfügig veränderten Molybdändraht aus der VR China einführte, der nicht unter die Beschreibung der Ware in der Einleitungsbekanntmachung der jetzigen Überprüfung fiel; diese Umgehung der geltenden Antidumpingmaßnahmen wurde erst nach Einleitung der aktuellen Untersuchung festgestellt. Daher wurde die Antwort dieses Unternehmens nicht für den Zweck der jetzigen Auslaufüberprüfung berücksichtigt.
               
            
                  (114)
               
               
                  Die übrigen vier zur Mitarbeit bereiten Verwender führten die betroffene Ware nicht aus der VR China ein, sondern kauften die gleichartige Ware vom Wirtschaftszweig der Union. Bei zwei dieser Unternehmen handelte es sich um Beschichtungsunternehmen. Das dritte Unternehmen war ein Automobilhersteller, der Schaltgetriebe für seine selbst produzierten Fahrzeuge herstellte. Beim vierten Unternehmen handelte es sich um einen Hersteller von Automobilteilen. Dieser reichte jedoch ungenügende Daten ein, die nicht verwendet werden konnten. Die Untersuchung ergab, dass alle Verwender während des Untersuchungszeitraums der Überprüfung Gewinne erzielten. Keiner der vier Verwender führte Argumente gegen die Fortsetzung der geltenden Maßnahmen an.
               
            
                  (115)
               
               
                  Auf dieser Grundlage und in Übereinstimmung mit den Schlussfolgerungen aus der Ausgangsuntersuchung wird erwartet, dass die Aufrechterhaltung der Maßnahmen keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf die Lage der Verwender haben wird und dass es keine zwingenden Gründe gibt, die darauf schließen lassen, dass die Verlängerung der geltenden Maßnahmen dem Interesse der Union zuwiderlaufen würde.
               
            
                  (116)
               
               
                  Nach der Unterrichtung brachte eine interessierte Partei vor, dass der Preis des Rohstoffs für Molybdändraht im Bezugszeitraum erheblich gesunken sei und dieser Rückgang bei der Berechnung des geltenden Antidumpingzolls berücksichtigt werden sollte. Dieselbe Partei argumentierte außerdem, dass die Beibehaltung des geltenden Antidumpingzolls bei einem erheblichen Rückgang des Rohstoffpreises ein verzerrender Faktor für die Unionsverwender mit einem Geschäftsmodell auf der Basis von chinesischem Molybdändraht sei.
               
            
                  (117)
               
               
                  Zunächst ist dazu festzuhalten, dass der Preis des Rohstoffs für Molybdändraht gebührend berücksichtigt wurde. Der erhebliche Rückgang beim Rohstoffpreis wurde als ein entscheidender Faktor für die Abnahme der Produktionskosten (vgl. Erwägungsgrund 86) und die Zunahme der Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Union (vgl. Erwägungsgrund 92) anerkannt. Zweitens sollte mit der derzeitigen Untersuchung ermittelt werden, ob der geltende Antidumpingzoll nach Artikel 11 Absätze 2 und 5 aufgehoben oder beibehalten, nicht aber, ob ein Antidumpingzoll geändert werden sollte. Drittens sollen mit dem geltenden Antidumpingzoll einheitliche Bedingungen für den Wettbewerb zwischen den chinesischen ausführenden Herstellern und dem Wirtschaftszweig der Union sichergestellt werden. Obwohl sich die Entwicklung des Rohstoffpreises (sowohl Zu- als auch Abnahme) auf die Kosten und damit auf die Preispolitik der Hersteller von Molybdändraht auswirkt, hat sie keinen Einfluss auf die Höhe des Antidumpingzolls als solchem. Wie in Erwägungsgrund 114 dargelegt, hat die Abnahme des Rohstoffpreises daher keine verzerrenden Auswirkungen für die Verwender, da es ihnen freisteht, bei den chinesischen ausführenden Herstellern oder beim Wirtschaftszweig der Union einzukaufen. Schließlich wurde, wie ebenfalls in Erwägungsgrund 114 erläutert, festgestellt, dass alle Verwender im Untersuchungszeitraum der Überprüfung rentabel arbeiteten. Daher wurde das Vorbringen zurückgewiesen.
               
            4.   Schlussfolgerung zum Unionsinteresse
      
      
                  (118)
               
               
                  Aus den vorgenannten Gründen sprechen laut Feststellung der Kommission im Hinblick auf das Unionsinteresse keine zwingenden Gründe gegen die Aufrechterhaltung der derzeit geltenden Antidumpingmaßnahmen gegenüber Einfuhren aus der VR China.
               
            F.   ANTIDUMPINGMASSNAHMEN
      
                  (119)
               
               
                  Alle interessierten Parteien wurden über die wichtigsten Fakten und Erwägungen unterrichtet, auf deren Grundlage beabsichtigt wurde, die geltenden Antidumpingmaßnahmen aufrechtzuerhalten. Nach dieser Unterrichtung wurde ihnen ferner eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt. Die Beiträge und Stellungnahmen wurden gebührend berücksichtigt.
               
            
                  (120)
               
               
                  Aus den vorgenannten Gründen sollten nach Artikel 11 Absatz 2 der Grundverordnung die Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der VR China, die mit der Verordnung (EU) Nr. 511/2010 eingeführt wurden, aufrechterhalten werden.
               
            
                  (121)
               
               
                  Folglich sollte auch die Ausweitung der Maßnahmen gegenüber der betroffenen Ware mit Ursprung in der VR China erstens auf Einfuhren von Molybdändraht, die aus Malaysia versandt werden (9), und zweitens auf Einfuhren von Molybdändraht aus der VR China mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm (10), und drittens auf Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm, jedoch nicht mehr als 11,0 mm, aufrechterhalten werden.
               
            
                  (122)
               
               
                  Diese Verordnung steht im Einklang mit der Stellungnahme des nach Artikel 15 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 eingesetzten Ausschusses —
               
            HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
      Artikel 1
      (1)   Es wird ein endgültiger Antidumpingzoll eingeführt auf die Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 99,95 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China, der derzeit unter dem KN-Code ex 8102 96 00 (TARIC-Codes 8102960011 und 8102960019) eingereiht wird.
      (2)   Der endgültige Antidumpingzollsatz auf den Nettopreis frei Grenze der Europäischen Union, unverzollt, der in Absatz 1 genannten Ware beträgt 64,3 %.
      (3)   Sofern nichts anderes bestimmt ist, finden die geltenden Zollvorschriften Anwendung.
      Artikel 2
      Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
      
         Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
         
         Brüssel, den 28. Juni 2016
         
            
               Für die Kommission
            
            
               Der Präsident
            
            Jean-Claude JUNCKER
         
      
      
         (1)  ABl. L 343 vom 22.12.2009, S. 51.
      
         (2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 511/2010 des Rates vom 14. Juni 2010 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls und zur endgültigen Vereinnahmung des vorläufigen Zolls auf die Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China (ABl. L 150 vom 16.6.2010, S. 17).
      
         (3)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 14/2012 des Rates vom 9. Januar 2012 zur Ausweitung des mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 511/2010 eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China auf aus Malaysia versandte Einfuhren bestimmter Molybdändrähte, ob als Ursprungserzeugnis Malaysias angemeldet oder nicht, und zur Einstellung der Untersuchung betreffend die aus der Schweiz versandten Einfuhren (ABl. L 8 vom 12.1.2012, S. 22).
      
         (4)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 871/2013 des Rates vom 2. September 2013 zur Ausweitung des mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 511/2010 eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 99,95 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China (ABl. L 243 vom 12.9.2013, S. 2).
      
         (5)  Durchführungsverordnung (EU) 2015/1952 der Kommission vom 29. Oktober 2015 zur Ausweitung des mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 511/2010 eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 99,95 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm, jedoch nicht mehr als 11,0 mm, mit Ursprung in der Volksrepublik China (ABl. L 284 vom 30.10.2015, S. 100).
      
         (6)  Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens bestimmter Antidumpingmaßnahmen (ABl. C 371 vom 18.10.2014, S. 19).
      
         (7)  Bekanntmachung der Einleitung einer Überprüfung wegen des bevorstehenden Außerkrafttretens der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren bestimmter Molybdändrähte mit Ursprung in der Volksrepublik China (ABl. C 194 vom 12.6.2015, S. 4).
      
         (8)  Nur ein ausführender Hersteller war bei der letzten Umgehungsuntersuchung zur Mitarbeit bereit. Folglich mussten aus Gründen der Vertraulichkeit alle Zahlen, die sich auf sensible Daten beziehen, indexiert oder als Spanne angegeben werden.
      
         (*)  Der Durchschnittspreis beinhaltet nicht die geltenden Antidumpingzölle.
      
         (9)  Siehe Fußnote 3.
      
         (10)  Siehe Fußnote 4.