CELEX: 62011CB0362
Language: de
Date: 2013-03-21 00:00:00
Title: Rechtssache C-362/11: Beschluss des Gerichtshofs (Zehnte Kammer) vom 21. März 2013 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial de Santa Maria da Feira — Portugal) — Serafim Gomes Oliveira/Lusitânia — Companhia de Seguros, SA (Art. 99 der Verfahrensordnung — Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung — Richtlinien 72/166/EWG, 84/5/EWG, 90/232/EWG und 2005/14/EG — Anspruch auf Schadensersatz durch die obligatorische Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung — Haftpflicht des Versicherten — Beitrag des Geschädigten zum Schaden — Begrenzung des Schadensersatzanspruchs)

3.8.2013   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 225/40
            
         Beschluss des Gerichtshofs (Zehnte Kammer) vom 21. März 2013 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial de Santa Maria da Feira — Portugal) — Serafim Gomes Oliveira/Lusitânia — Companhia de Seguros, SA
   (Rechtssache C-362/11) (1)
   
   (Art. 99 der Verfahrensordnung - Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - Richtlinien 72/166/EWG, 84/5/EWG, 90/232/EWG und 2005/14/EG - Anspruch auf Schadensersatz durch die obligatorische Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - Haftpflicht des Versicherten - Beitrag des Geschädigten zum Schaden - Begrenzung des Schadensersatzanspruchs)
   2013/C 225/68
   Verfahrenssprache: Portugiesisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Tribunal Judicial de Santa Maria da Feira
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Kläger: Serafim Gomes Oliveira
   
      Beklagte: Lusitânia — Companhia de Seguros, SA
   
      Gegenstand
   
   Vorabentscheidungsersuchen — Tribunal Judicial de Santa Maria da Feira — Auslegung der Richtlinien 72/166/EWG des Rates vom 24. April 1972 betreffend die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten bezüglich der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und der Kontrolle der entsprechenden Versicherungspflicht (ABl. L 103, S. 1), 84/5/EWG des Rates vom 30. Dezember 1983 betreffend die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten bezüglich der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (ABl. 1984, L 8, S. 17), 90/232/EWG des Rates vom 14. Mai 1990 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (ABl. L 129, S. 33, insbesondere ihres Art. 1a), 2000/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Mai 2000 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und zur Änderung der Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG des Rates (Vierte Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie) (ABl. L 181, S. 65) und 2005/14/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 zur Änderung der Richtlinien 72/166/EWG, 84/5/EWG, 88/357/EWG und 90/232/EWG des Rates sowie der Richtlinie 2000/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (ABl. L 149, S. 14) — Unfall zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Fahrrad — Zurechenbares Verschulden des Radfahrers von weniger als 20 % — Verhältnismäßige Kürzung des Schadensersatzanspruchs — Zulässigkeit
   
      Tenor
   
   Die Richtlinie 72/166/EWG des Rates vom 24. April 1972 betreffend die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten bezüglich der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und der Kontrolle der entsprechenden Versicherungspflicht, die Zweite Richtlinie 84/5/EWG des Rates vom 30. Dezember 1983 betreffend die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten bezüglich der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und die Dritte Richtlinie 90/232/EWG des Rates vom 14. Mai 1990 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sind dahin auszulegen, dass sie nationalen Rechtsvorschriften über die Haftpflicht nicht entgegenstehen, nach denen der Anspruch eines Unfallopfers auf eine Entschädigung im Rahmen der Haftpflichtversicherung des an dem Unfall beteiligten Kraftfahrzeugs auf der Grundlage einer Einzelfallbeurteilung des anteiligen Beitrags dieses Opfers zu seinem eigenen Schaden begrenzt werden kann.
   
      (1)  ABl. C 282 vom 24.9.2011.