CELEX: 31990R2690
Language: de
Date: 1990-09-19 00:00:00
Title: VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2690/90 DER KOMMISSION  vom 19. September 1990  zur Festsetzung der Anzahl maennlicher Jungrinder, die im vierten Vierteljahr 1990 unter Sonderbedingungen eingefuehrt werden koennen, und zur Abweichung von der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 hinsichtlich der Zuteilung der verfuegbaren Mengen in diesem Vierteljahr

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31990R2690

VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2690/90 DER KOMMISSION  vom 19. September 1990  zur Festsetzung der Anzahl maennlicher Jungrinder, die im vierten Vierteljahr 1990 unter Sonderbedingungen eingefuehrt werden koennen, und zur Abweichung von der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 hinsichtlich der Zuteilung der verfuegbaren Mengen in diesem Vierteljahr  

Amtsblatt Nr. L 256 vom 20/09/1990 S. 0019 - 0020

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2690/90 DER KOMMISSION  vom 19. September 1990  zur Festsetzung der Anzahl männlicher Jungrinder, die im vierten Vierteljahr 1990 unter Sonderbedingungen eingeführt werden können, und zur Abweichung von der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 hinsichtlich der Zuteilung der verfügbaren Mengen in diesem Vierteljahr  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 571/89 (2), insbesondere auf Artikel 13 Absatz 4, Artikel 15 Absatz 2 und Artikel 25,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Der Rat hat im Namen der Einfuhrregelung für zum Mästen bestimmte männliche Jungrinder eine geschätzte Bilanz von 198 000 Stück für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1990 aufgestellt. Gemäß Artikel 13 Absatz 4 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 müssen vierteljährlich die einzuführende Menge und der Ermässigungssatz der Abschöpfung bei der Einfuhr dieser Tiere festgelegt werden.  Die praktischen Durchführungsbestimmungen zu dieser Sonderregelung sind mit der Verordnung (EWG) Nr. 612/77 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1121/87 (4), und mit der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 der Kommission (5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1618/90 (6), erlassen worden.  Dabei war der notwendigen Versorgung bestimmter Gebiete der Gemeinschaft Rechnung zu tragen, die sich durch einen hohen Bedarf an zum Mästen bestimmten Rindern auszeichnen. Dies gilt für Italien und Griechenland, deren Bedarf im vierten Vierteljahr 1990 auf 42 120 bzw. 6 435 Stück veranschlagt werden kann.  Der Bedarf an zum Mästen bestimmten Jungrindern rechtfertigt im vierten Vierteljahr 1990 für Tiere mit Ursprung in und Herkunft aus Jugoslawien, Polen oder Ungarn und mit einem Stückgewicht von 220 bis 300 kg eine stärkere Ermässigung der Abschöpfung.  Die verfügbaren Mengen sind auf die herkömmlichen Einführer dieses Kontingents und die übrigen Antragsteller aufzuteilen.  Um das Verfahren für die Zuteilung der verfügbaren Mengen zu vereinfachen, empfiehlt es sich, von der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 abzuweichen. Den herkömmlichen Einführern sind die verfügbaren Mengen nach Maßgabe der in den letzten drei Jahren eingeführten Mengen unmittelbar zuzuteilen. Den übrigen Antragstellern sind die verfügbaren Mengen im Verhältnis zu den beantragten Mengen unmittelbar zuzuteilen.  Die Hoechstmenge, auf die sich jeder Einfuhrlizenzantrag beziehen kann, ist für die übrigen Antragsteller zu beschränken, um eine gerechtere Verteilung der verfügbaren Mengen zu ermöglichen. Aus wirtschaftlichen Gründen müssen sich diese Anträge auf eine Mindestmenge beziehen.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Rindfleisch -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1) Für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1990 wird die in Artikel 13 Absatz 4 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 genannte Hoechstmenge auf 48 555 Stück zum Mästen bestimmte männliche Jungrinder festgesetzt, davon  a) 6 285 mit einem Lebendgewicht von jeweils bis zu 300 kg bei einer Ermässigung der Abschöpfung um 65 % und  b) 42 270 mit einem Lebendgewicht von jeweils 220 bis 300 kg, mit Ursprung in Jugoslawien, Polen und Ungarn oder Herkunft daraus und bei einer Ermässigung um 75 %.  (2) Die Ermässigungen gemäß Absatz 1 gelten für die Abschöpfung, die am Tag der Annahme der Anmeldung zur Abfertigung zum freien Verkehr anwendbar ist.  (3) Die in Absatz 1 genannten Mengen werden folgendermassen aufgeteilt:  1.2.3 //  // Italien   // Griechenland   // a) 6 285 Stück  // 5 450   // 835   // b) 42 270 Stück   // 36 670   // 5 600.  (4) Der Lizenzantrag und die Lizenz betreffen gemäß Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c) der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80  - entweder Jungrinder mit einem Stückgewicht bis zu 300 kg  - oder Jungrinder mit einem Stückgewicht von 220 bis 300 kg mit Ursprung in und Herkunft aus Jugoslawien, Polen oder Ungarn.  Im letzten Fall enthalten der Lizenzantrag und die Lizenz in den Feldern 7 und 8 einen der nachstehenden Vermerke:  - Yugoslavia y/o Hungría y/o Polonia,  - Jugoslavien og/eller Ungarn og/eller Polen,  - Jugoslawien und/oder Ungarn und/oder Polen,  - Gioygkoslavía í/kai Oyngaría í/kai Polonía,  - Yugoslavia and/or Hungary and/or Poland,  - Yougoslavie et/ou Hongrie et/ou Pologne,  - Iugoslavia e/o Ungheria e/o Polonia,  - Jögoslavië en/of Hongarije en/of Polen,  - Jugoslávia e/ou Hungria e/ou Polónia.  Die Lizenz verpflichtet zur Einfuhr aus einem oder mehreren der angegebenen Länder.  (5) In der in Artikel 15 Absatz 4 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 genannten Mitteilung führen die Mitgliedstaaten die Lebendgewichtklassen und in dem in Absatz 4 erster Unterabsatz zweiter Gedankenstrich genannten Fall den Ursprung des Erzeugnisses auf.  (6) Von den Italien und Griechenland für jede Klasse vorbehaltenen Mengen dürfen abweichend von Artikel 15 Absatz 6 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80  a) 90 % den Antragstellern, die nachweisen, daß sie in den letzten drei Jahren Tiere der betreffenden Regelung eingeführt haben, unmittelbar zugeteilt werden. Die Aufteilung erfolgt nach Maßgabe der in den drei berücksichtigten Jahren eingeführten Mengen;  b) 10 % den anderen Antragstellern unmittelbar zugeteilt werden. die Aufteilung erfolgt im Verhältnis zu den beantragten Mengen. Führt die anteilsmässige Kürzung aufgrund der beantragten Mengen dazu, daß sich Lizenzen auf eine Menge von weniger als zehn Tieren beziehen, so erteilen die Mitgliedstaaten durch Losentscheid Lizenzen für jeweils zehn Tiere.  (7) Der Nachweis gemäß Absatz 6 wird durch eine Zollabfertigungsbescheinung erbracht.  (8) Die Einfuhrlizenzen werden nur für eine Menge von zehn Tieren oder mehr erteilt.  Artikel 2  (1) Hinsichtlich der in Artikel 1 Absatz 6 Buchstabe b) genannten Mengen muß der Antrag auf Erteilung einer Einfuhrlizenz  - sich auf eine Menge von mindestens 50 Tieren beziehen, und  - sich auf eine Menge von höchstens 10 v. H. der verfügbaren Menge beziehen, es sei den, daß die genannten 10 v. H. zu einer Menge von weniger als 50 Tieren führen.  (2) Geht ein Einfuhrlizenzantrag über die in dieser Verordnung vorgesehene Menge hinaus, so wird er nur bis zu dieser Menge berücksichtigt.  Artikel 3  Bei den unter den Bedingungen von Artikel 8 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 3719/88 der Kommission (7) eingeführten Mengen wird für die Mengen, die über die in der Einfuhrlizenz angegebenen Mengen hinausgehen, die vollständige Abschöpfung erhoben.  Artikel 4  Gemäß Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr. 2377/80 gelten alle Anträge eines einzigen Antragstellers, die dieselbe Gewichtsklasse und denselben Ermässigungssatz der Abschöfpung betreffen, als ein Antrag.  Artikel 5  Der Einführer setzt die zuständigen Behörden, die die Einfuhrlizenz erteilt haben, spätens drei Wochen nach Einfuhr der in dieser Verordnung genannten Tiere über deren Anzahl und Ursprung in Kenntnis. Ab November 1990 teilen diese Behörden der Kommission die betreffenden Angaben zu Beginn jedes Monats mit.  Artikel 6  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 19. September 1990  Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 148 vom 28. 6. 1968, S. 24.  (2) ABl. Nr. L 61 vom 4. 3. 1989, S. 43.  (3) ABl. Nr. L 77 vom 25. 3. 1977, S. 18.  (4) ABl. Nr. L 109 vom 24. 4. 1987, S. 12.  (5) ABl. Nr. L 241 vom 13. 9. 1980, S. 5.  (6) ABl. Nr. L 152 vom 15. 6. 1990, S. 39.  (1) ABl. Nr. L 331 vom 2. 12. 1988, S. 1.