CELEX: 31979R0655
Language: de
Date: 1979-04-04 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 655/79 der Kommission vom 3. April 1979 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Rumänien

4. 4. 79                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 84/7
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 655/79 DER KOMMISSION
                                                 vom 3. April 1979
              zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ur­
                                               sprung in Rumänien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                               21 1 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                               (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
                                                               den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                             . Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
                                                               dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              1 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 213/79 festge­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame                   setzt ^worden ist.
Marktorganisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt
geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 325/79 (2),            Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für rumäni­
insbesondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterab­          sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
satz,                                                          gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                               dem Referenzpreis gelegen. Daher muß eine Aus­
in Erwägung nachstehender Gründe :                             gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden.
                                                               Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
                                                               lauben ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei
                                                               grunde zu legen :
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                 — für die Währungen, die untereinander zu jedem
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                    Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                    ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­                 Parität dieser Währungen stützt,
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der            — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­              der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                       kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                    der während des fortgesetzten Zeitraums für die
                                                                    Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
In der Verordnung (EWG) Nr. 213/79 der Kommis­                      hendem Absatz festgestellt wird —
sion vom 5. Februar 1979 zur Festsetzung der Refe­
renzpreise für Gurken für die Monate Februar bis
April 1979 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat März 1979
auf 64,16 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht            HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
festgesetzt.
                                                                                        Artikel 1
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­           Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle 07.01 P I
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­        des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Rumä­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­            nien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 3,73
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht ange­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die            wandt.
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                  Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                               Diese Verordnung tritt am 5, April 1979 in Kraft.
(') ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
 2) ABl. Nr. L 45 vom 22. 2. 1979, S. 1 .                      (<) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.
0) ABl. Nr. L 30 vom 6. 2. 1979, S. 5.                         (5) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
 ---pagebreak--- Nr. L 84/8                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      4. 4. 79
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 3. April 1979
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Finn GUNDELACH
                       i
                                                                     Vizepräsident