CELEX: C2005/082/03
Language: de
Date: 2005-04-02 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 27. Januar 2005 in der Rechtssache C-15/03: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Republik Österreich (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Richtlinie 75/439/EWG — Altölbeseitigung — Vorrang der Behandlung im Wege der Aufbereitung)

2.4.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 82/2
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Zweite Kammer)
   vom 27. Januar 2005
   in der Rechtssache C-15/03: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Republik Österreich (1)
   
   (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Richtlinie 75/439/EWG - Altölbeseitigung - Vorrang der Behandlung im Wege der Aufbereitung)
   (2005/C 82/03)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   In der Rechtssache C-15/03 betreffend eine Vertragsverletzungsklage nach Artikel 226 EG, eingereicht am 14. Januar 2003, Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: J. Grunwald und M. Konstantinidis) gegen Republik Österreich (Bevollmächtigte: E. Riedl, M. Hauer und E. Wolfslehner), unterstützt durch Republik Finnland (Bevollmächtigte: T. Pynnä) und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (Bevollmächtigter: K. Manji im Beistand von M. Demetriou), hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. W. A. Timmermans, der Richterin R. Silva de Lapuerta (Berichterstatterin) sowie der Richter C. Gulmann, G. Arestis und J. Klučka – Generalanwalt: A. Tizzano; Kanzler: K. Sztranc, Verwaltungsrätin – am 27. Januar 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   
               1.
            
            
               Die Republik Österreich hat dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie 75/439/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Altölbeseitigung in der Fassung der Richtlinie 87/101/EWG des Rates vom 22. Dezember 1986 verstoßen, dass sie es unterlassen hat, die erforderlichen Maßnahmen dafür zu treffen, dass der Behandlung von Altölen im Wege der Aufbereitung Vorrang eingeräumt wird, sofern keine technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Sachzwänge entgegenstehen.
            
         
               2.
            
            
               Die Republik Österreich trägt die Kosten des Verfahrens.
            
         
               3.
            
            
               Die Republik Finnland und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland tragen ihre eigenen Kosten.
            
         
      (1)  ABl. C 55 vom 8.3.2003.