CELEX: C2004/094/01
Language: de
Date: 2004-04-17 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 4. März 2004 in den Rechtssachen C-19/01, C-50/01 und C-84/01 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale Pisa [Italien], des Tribunale Siena [Italien] und der Corte suprema di cassazione [Italien]): Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Alberto Barsotti u. a., Milena Castellani gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) und Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Anna Maria Venturi

17.4.2004   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 94/1
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Zweite Kammer)
   vom 4. März 2004
   in den Rechtssachen C-19/01, C-50/01 und C-84/01 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale Pisa [Italien], des Tribunale Siena [Italien] und der Corte suprema di cassazione [Italien]): Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Alberto Barsotti u. a., Milena Castellani gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) und Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Anna Maria Venturi (1)
   
   (Sozialpolitik - Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers - Richtlinie 80/987/EWG - Begrenzung der Zahlungspflicht der Garantieeinrichtungen - Höchstgrenze für die Garantie der Zahlung - Vom Arbeitgeber geleistete Abschlagszahlungen - Soziale Zweckbestimmung der Richtlinie)
   (2004/C 94/01)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   In den verbundenen Rechtssachen C-19/01, C-50/01 und C-84/01 C-218/01 betreffend dem Gerichtshof nach Artikel 234 EG vom Tribunale Pisa (Italien), vom Tribunale Siena (Italien) und von der Corte suprema di cassazione (Italien) in den bei diesen anhängigen Rechtsstreitigkeiten Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Alberto Barsotti u. a. (C-19/01), Milena Castellani gegen Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) (C-50/01) und Istituto nazionale della previdenza sociale (INPS) gegen Anna Maria Venturi (C-84/01) vorgelegte Ersuchen um Vorabentscheidung über die Auslegung der Richtlinie 80/987/EWG des Rates vom 20. Oktober 1980 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (ABl. L 283, S. 23) hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des Richters V. Skouris in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten der Zweiten Kammer sowie des Richters R. Schintgen und der Richterin N. Colneric (Berichterstatterin) — Generalanwältin: C. Stix-Hackl; Kanzler: L. Hewlett, Hauptverwaltungsrätin — am 4. März 2004 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Die Artikel 3 Absatz 1 und 4 Absatz 3 Unterabsatz 1 der Richtlinie 80/987/EWG des Rates vom 20. Oktober 1980 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers sind dahin auszulegen, dass sie es einem Mitgliedstaat nicht erlauben, die Zahlungsverpflichtung der Garantieeinrichtungen auf einen Betrag zu begrenzen, der den notwendigen Lebensunterhalt der betroffenen Arbeitnehmer deckt und von dem die Zahlungen abgezogen werden, die der Arbeitgeber während des von der Garantie erfassten Zeitraums geleistet hat.
   
      (1)  ABl. C 79 vom 10.3.2001.
   
      ABl. C 95 vom 24.3.2001.
   
      ABl. C 118 vom 21.4.2001.