CELEX: 62018CA0239
Language: de
Date: 2019-10-17 00:00:00
Title: Rechtssache C-239/18: Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 17. Oktober 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Thüringer Oberlandesgerichts – Deutschland) – Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH/Freistaat Thüringen (Vorlage zur Vorabentscheidung – Sortenschutz – Verordnung [EG] Nr. 2100/94 – Ausnahmeregelung gemäß Art. 14 – Verordnung [EG] Nr. 1768/95 – Art. 11 Abs. 1 und 2 – Auskunftsersuchen – Von amtlichen Stellen erteilte Auskünfte – Auskunftsersuchen zur tatsächlichen Verwendung von Vermehrungsmaterial bestimmter Arten oder Sorten – Inhalt des Ersuchens)

16.12.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 423/9
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 17. Oktober 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Thüringer Oberlandesgerichts – Deutschland) – Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH/Freistaat Thüringen
      (Rechtssache C-239/18) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Sortenschutz - Verordnung [EG] Nr. 2100/94 - Ausnahmeregelung gemäß Art. 14 - Verordnung [EG] Nr. 1768/95 - Art. 11 Abs. 1 und 2 - Auskunftsersuchen - Von amtlichen Stellen erteilte Auskünfte - Auskunftsersuchen zur tatsächlichen Verwendung von Vermehrungsmaterial bestimmter Arten oder Sorten - Inhalt des Ersuchens)
      (2019/C 423/10)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Thüringer Oberlandesgericht
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH
      
         Beklagter: Freistaat Thüringen
      
         Tenor
      
      Art. 11 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1768/95 der Kommission vom 24. Juli 1995 über die Ausnahmeregelung gemäß Artikel 14 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 2100/94 des Rates über den gemeinschaftlichen Sortenschutz ist dahin auszulegen, dass er für den Inhaber eines gemeinschaftlichen Sortenschutzrechts keine Möglichkeit vorsieht, von einer amtlichen Stelle Auskünfte zur Verwendung von Vermehrungsmaterial von Arten zu verlangen, ohne dass im entsprechenden Ersuchen die geschützte Sorte, für die diese Auskünfte verlangt werden, konkret genannt ist.
      
         (1)  ABl. C 249 vom 16.7.2018.