CELEX: 62021CN0153
Language: de
Date: 2021-03-05 00:00:00
Title: Rechtssache C-153/21: Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal administratif (Luxemburg), eingereicht am 5. März 2021 — A, B und C, gesetzlich vertreten durch seine Eltern/Minister für Immigration und Asyl

17.5.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 189/14
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal administratif (Luxemburg), eingereicht am 5. März 2021 — A, B und C, gesetzlich vertreten durch seine Eltern/Minister für Immigration und Asyl
      (Rechtssache C-153/21)
      (2021/C 189/15)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Tribunal administratif
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: A, B und C, gesetzlich vertreten durch seine Eltern
      
         Beklagter: Minister für Immigration und Asyl
      
         Vorlagefrage
      
      Kann Art. 33 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 2013/32/EU zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (1) in Verbindung mit Art. 23 der Richtlinie 2011/95/EU über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (2) sowie in Verbindung mit Art. 24 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union dahin ausgelegt werden, dass ein Antrag auf internationalen Schutz, den Eltern im Namen von und für ihr minderjähriges Kind in einem anderen Mitgliedstaat (im vorliegenden Fall Luxemburg) als demjenigen, der zuvor nur den Eltern und den Geschwistern des Kindes internationalen Schutz gewährt hatte (im vorliegenden Fall Griechenland), gestellt haben, mit der Begründung für unzulässig erklärt werden kann, dass die Behörden des Landes, das Letzteren vor ihrer Ausreise und der Geburt des Kindes internationalen Schutz gewährt hatten, garantieren, dass dieses Kind nach seiner Ankunft und der Rückkehr der anderen Familienmitglieder einen Aufenthaltstitel und dieselben Leistungen wie Begünstigte internationalen Schutzes erhalten wird können, ohne dass die Behörden jedoch bestätigen, dass dem Kind persönlich internationaler Schutzstatus zuerkannt werden wird?
      
         (1)  ABl. 2013, L 180, S. 60.
      
         (2)  ABl. 2011, L 337, S. 9.