CELEX: 52006PC0280
Language: de
Date: 2006-06-08
Title: Vorschlag für eine Entscheidung des RATES zur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, eine von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern abweichende Regelung einzuführen (Nur der englische Text ist verbindlich)

Wichtiger rechtlicher Hinweis

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52006PC0280

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates zur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, eine von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern abweichende Regelung einzuführen (Nur der englische Text ist verbindlich)  /* KOM/2006/0280 endg. */  

	[pic] | KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN |Brüssel, den 08.06.2006KOM(2006) 280 endgültigVorschlag für eineENTSCHEIDUNG DES RATESzur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, eine von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern abweichende Regelung einzuführen(Nur der englische Text ist verbindlich)(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGHINTERGRUND DES VORSCHLAGS |110 | Gründe und Ziele Gemäß Artikel 27 Absatz 1 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage kann der Rat auf Vorschlag der Kommission einstimmig jeden Mitgliedstaat ermächtigen, von der Richtlinie abweichende Sondermaßnahmen anzuwenden, um die Steuererhebung zu vereinfachen. Mit einem vom Generalsekretariat der Kommission am 7. April 2005 registrierten Schreiben hat das Vereinigte Königreich um Ermächtigung ersucht, eine bestehende Ausnahmeregelung zu ersetzen. Sie betrifft die Berechnung der abzuführenden Mehrwertsteuer auf die Kraftstoffkosten von Unternehmensfahrzeugen, die auch privat genutzt werden. Gemäß Artikel 27 Absatz 2 der Richtlinie 77/388/EWG hat die Kommission die anderen Mitgliedstaaten mit Schreiben vom 26. Oktober 2005 von dem Antrag des Vereinigten Königreichs in Kenntnis gesetzt. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2005 hat die Kommission dem Vereinigten Königreich mitgeteilt, dass sie über alle Angaben verfügt, die ihres Erachtens für die Beurteilung des Antrags zweckdienlich sind. |120 | Hintergrund 1986 wurde das Vereinigte Königreich ermächtigt, den Mehrwertsteueranteil, der auf Kraftstoffkosten für die private Nutzung von Unternehmensfahrzeugen entfällt, pauschal festzusetzen (Entscheidung 86/356/EWG des Rates). Im Rahmen der Regelung gestattete das Vereinigte Königreich zunächst für die gesamte Mehrwertsteuer auf Kraftstoff für Unternehmensfahrzeuge einen Vorsteuerabzug und erhob anschließend die Mehrwertsteuer auf den Kraftstoff, der auf die private Nutzung entfiel. Der durchschnittliche Gesamtpreis des für die private Nutzung verwendeten Kraftstoffs wurde auf makroökonomischer Grundlage berechnet und dann gemäß einer Tabelle erhoben, die nach Hubraum und Art des Kraftstoffs unterscheidet. Der durchschnittliche Gesamtpreis wurde jährlich entsprechend der Entwicklung der durchschnittlichen Kraftstoffkosten angepasst. Die Regelung stellte sowohl für die Steuerverwaltung als auch für die Steuerpflichtigen eine Vereinfachung dar. Insbesondere enthob es die Steuerpflichtigen der Notwendigkeit, über die zurückgelegten Strecken genau Buch zu führen. Die Anwendung der Regelung war den Steuerpflichtigen freigestellt, sie konnten also auch die normalen MwSt-Vorschriften anwenden und entsprechend ihrer Pflicht zur Aufzeichnung der zurückgelegten Strecken nachkommen. Das Vereinigte Königreich beabsichtigt nun, die Regelung zu ändern. Das Prinzip bliebe im Grunde dasselbe, doch soll die zur Anwendung kommende Belastungstabelle auf dem CO2-Ausstoß des Fahrzeugs beruhen. Zwischen CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch besteht ein direkter Zusammenhang: Je höher der CO2-Ausstoß, desto höher der Kraftstoffverbrauch und demnach auch der Mehrwertsteuerbetrag, der auf den Kraftstoff für die private Nutzung des Fahrzeugs abzuführen ist. Nach Kenntnis der Kommission hat es die bestehende Regelung es dem Vereinigten Königreich in der Tat erlaubt, die Steuererhebung über die Jahre zu vereinfachen, und die neue Regelung - deren Anwendung den Steuerpflichtigen ebenfalls freigestellt ist - wird eine vergleichbare Wirkung haben. Das Vereinigte Königreich hat ferner erläutert, dass eine Belastung nach einer Tabelle, in der auf der Grundlage des CO2-Ausstoßes stärker differenziert wird, den privaten Verbrauch genauer widerspiegelt als die derzeitigen, auf Hubraum und Kraftstoffart beruhenden Staffelungen. Die Kommission hält es daher für angebracht, das Vereinigte Königreich zur Anwendung der geänderten Ausnahmeregelung zu ermächtigen. In diesem Zusammenhang ist die ursprüngliche Entscheidung 86/356/EWG des Rates aufzuheben. Um jedoch für einen reibungslosen Übergang zu sorgen, wird sie erst am 30. April 2007 und spätestens mit Inkrafttreten der einschlägigen einzelstaatlichen Bestimmungen aufgehoben. |130 | Bestehende einschlägige Rechtsvorschriften Entscheidung des Rates 86/356/EWG vom 21. Juli 1986 zur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, bei der nichtabzugsfähigen Mehrwertsteuer auf die Kraftstoffkosten von Unternehmensfahrzeugen Pauschalregelungen anzuwenden. |140 | Übereinstimmung mit anderen Politikbereichen und Zielen der Europäischen Union Entfällt. |KONSULTATION BETROFFENER UND FOLGENABSCHÄTZUNG |Konsultation Betroffener |219 | Entfällt. |Einholung und Verwertung von Fachwissen |229 | Externes Fachwissen musste nicht herangezogen werden. |230 | Folgenabschätzung Die vorgeschlagene Entscheidung bezieht sich auf Maßnahmen zur Vereinfachung der Erhebung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff für Unternehmensfahrzeuge im Vereinigten Königreich und dürfte daher positive wirtschaftliche Auswirkungen haben. Aufgrund des engen Anwendungsbereichs der Ausnahmeregelung werden die Auswirkungen in jedem Falle begrenzt sein. |RECHTLICHE ELEMENTE DES VORSCHLAGS |305 | Zusammenfassung der vorgeschlagenen Maßnahme Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, für die Berechnung des Mehrwertsteueranteils, der auf Kraftstoffkosten für die private Nutzung von Unternehmensfahrzeugen entfällt, eine auf dem CO2-Ausstoß beruhende Regelung anzuwenden, die von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG abweicht. |310 | Rechtsgrundlage Artikel 27 Absatz 1 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage |329 | Subsidiaritätsprinzip Der Vorschlag fällt unter die ausschließliche Zuständigkeit der Gemeinschaft. Das Subsidiaritätsprinzip findet daher keine Anwendung. |Verhältnismäßigkeitsprinzip Der Vorschlag entspricht aus folgenden Gründen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: |331 | Die Entscheidung betrifft die Ermächtigung eines Mitgliedstaates auf dessen eigenen Antrag hin und stellt keine Verpflichtung dar. |332 | Angesichts des beschränkten Anwendungsbereichs der Ausnahmeregelung ist die Maßnahme dem angestrebten Ziel angemessen. |Gewähltes Mittel |341 | Vorgeschlagene Mittel: andere. |342 | Andere Instrumente wären aus folgendem Grund nicht angemessen: Gemäß Artikel 27 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ist eine Abweichung von den Vorschriften des gemeinsamen MwSt-Systems nur im Wege einer einstimmigen Ermächtigung durch den Rat auf Vorschlag der Kommission möglich. Eine Entscheidung des Rates ist das einzig angemessene Rechtsinstrument, da sie an einen einzelnen Mitgliedstaat gerichtet werden kann. |AUSWIRKUNGEN AUF DEN HAUSHALT |409 | Der Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den Gemeinschaftshaushalt. |ZUSÄTZLICHE ANGABEN |520 | Aufhebung geltender Rechtsvorschriften Durch die Annahme des Vorschlags werden geltende Rechtsvorschriften aufgehoben. |Überprüfungs-/Revisions-/Verfallsklausel |533 | Der Vorschlag enthält eine Verfallsklausel. |1.  Vorschlag für eineENTSCHEIDUNG DES RATESzur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, eine von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern abweichende Regelung einzuführen(Nur der englische Text ist verbindlich)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Sechste Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage[1], insbesondere auf Artikel 27 Absatz 1,auf Vorschlag der Kommission[2],in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Mit einem vom Generalsekretariat der Kommission am 7. April 2005 registrierten Schreiben hat das Vereinigte Königreich eine Ermächtigung zur Einführung einer von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG abweichenden Regelung beantragt.(2) Gemäß Artikel 27 Absatz 2 der Richtlinie 77/388/EWG hat die Kommission die anderen Mitgliedstaaten mit Schreiben vom 26. Oktober 2005 von dem Antrag des Vereinigten Königreichs in Kenntnis gesetzt. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2005 hat die Kommission dem Vereinigten Königreich mitgeteilt, dass sie über alle Angaben verfügt, die ihres Erachtens für die Beurteilung des Antrags zweckdienlich sind.(3) Das Vereinigte Königreich möchte die Ermächtigung ersetzen, die ihm durch die Entscheidung 86/356/EWG des Rates vom 21. Juli 1986 zur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, bei der nichtabzugsfähigen Mehrwertsteuer auf die Kraftstoffkosten von Unternehmensfahrzeugen Pauschalregelungen anzuwenden[3], erteilt wurde und die es ihm erlaubt, für die Berechnung des auf Kraftstoffkosten für die private Nutzung von Unternehmensfahrzeugen entfallenden Mehrwertsteueranteils eine vereinfachende Ausnahmeregelung anzuwenden. Die Regelung enthebt die Steuerpflichtigen der Notwendigkeit, über die zurückgelegten Strecken genau Buch zu führen und für jedes Fahrzeug zu berechnen, welcher Anteil der Mehrwertsteuer auf die private und welcher auf die geschäftliche Nutzung entfällt. Wie die Anwendung der bisherigen Regelung, soll auch die Anwendung der vorgeschlagenen neuen Regelung den Steuerpflichtigen freistehen.(4) Die bestehende Regelung beruht auf den Kriterien Kraftstoffart und Hubraum des Fahrzeugs. Das Vereinigte Königreich möchte die Regelung ändern und als neues Kriterium den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2-Ausstoß) verwenden, da sich CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch und somit auch CO2-Ausstoß und Kraftstoffkosten proportional zueinander verhalten. Das Ziel der Besteuerung von Kraftstoffkosten, die einem Unternehmen für die private Nutzung von Unternehmensfahrzeugen entstehen, könnte daher auch durch eine Regelung auf der Grundlage von Pauschalbeträgen, die nach CO2-Ausstoß gestaffelt sind, erreicht werden. Das Vereinigte Königreich geht davon aus, den auf die private Nutzung entfallenden Mehrwertsteueranteil durch eine im Vergleich zur bestehenden Regelung stärkere tabellarische Staffelung genauer berechnen zu können.(5) Die bestehende Regelung hat es dem Vereinigten Königreich in der Tat erlaubt, das Verfahren zur Erhebung von Steuern auf Kraftstoffkosten für Unternehmensfahrzeuge zu vereinfachen, und die neue, auf dem CO2-Ausstoß beruhende Regelung wird eine vergleichbare Wirkung haben. Die neue Regelung dürfte den privaten Verbrauch genauer widerspiegeln.(6) Die Ermächtigung sollte befristet werden, so dass in Anbetracht der bis zum Ablauf des Gültigkeitszeitraums gewonnenen Erfahrungen beurteilt werden kann, ob die Ausnahmeregelung weiterhin gerechtfertigt ist.(7) Die Entscheidung 86/356/EWG sollte nach Ablauf eines gewissen Zeitraums aufgehoben werden, spätestens jedoch mit Inkrafttreten der einzelstaatlichen Bestimmungen zur Einführung der neuen Ausnahmeregelung, so dass keine Situation entstehen kann, in der für beide Regelungen gleichzeitig Ermächtigungen gelten.(8) Das Vereinigte Königreich sollte der Kommission die einzelstaatlichen Bestimmungen zur Einführung der neuen Ausnahmeregelung unverzüglich nach ihrer Annahme mitteilen und gewährleisten, dass die Ausnahmeregelung nicht vor dem 30. April 2007 in Kraft tritt.(9) Die Ausnahmeregelung hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die MwSt-Eigenmittel der Gemeinschaft -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Abweichend von Artikel 5 Absatz 6 und Artikel 11 Teil A Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 77/388/EWG wird das Vereinigte Königreich ermächtigt, ab 1. Mai 2007 und bis 31. Dezember 2015 den Mehrwertsteueranteil, der auf Kraftstoffkosten für die private Nutzung von Unternehmensfahrzeugen entfällt, pauschal festzusetzen.Artikel 2Der in Artikel 1 genannte Mehrwertsteueranteil wird in Festbeträgen ausgedrückt, die auf der Grundlage des CO 2-Ausstoßes des Fahrzeugtyps festgesetzt werden und den Kraftstoffverbrauch widerspiegeln. Das Vereinigte Königreich passt die Festbeträge jährlich der Entwicklung der durchschnittlichen Kraftstoffkosten an.Artikel 3Die Anwendung der auf der Grundlage dieser Entscheidung eingeführten Regelung wird den Steuerpflichtigen freigestellt.Artikel 4Die Entscheidung 86/356/EWG wird am 30. April 2007 aufgehoben.Das Vereinigte Königreich teilt der Kommission die einzelstaatlichen Bestimmungen, die sich aus Artikel 1 ergeben, unverzüglich nach ihrer Annahme mit.Artikel 5Diese Entscheidung ist an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland gerichtet.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des RatesDer Präsident [1] ABl. L 145 vom 13.6.1977, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2006/18/EG (ABl. L 51 vom 22.2.2006, S. 12).[2] ABl. C […] vom […], S. […].[3] ABl. L 212 vom 2.8.1986, S. 35.