CELEX: 62019CA0539
Language: de
Date: 2020-09-03 00:00:00
Title: Rechtssache C-539/19: Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 3. September 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts München I — Deutschland) — Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände — Verbraucherzentrale Bundesverband e. V./Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (Vorlage zur Vorabentscheidung – Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Europäischen Union – Verordnung [EU] Nr. 531/2012 – Art. 6a – Art. 6e Abs. 3 – Pflicht des Roaminganbieters zur automatischen Anwendung des regulierten Roamingtarifs – Anwendung auf Verbraucher, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung [EU] Nr. 531/2012 einen spezifischen Roamingtarif gewählt hatten)

9.11.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 378/14
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 3. September 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts München I — Deutschland) — Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände — Verbraucherzentrale Bundesverband e. V./Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
      (Rechtssache C-539/19) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Europäischen Union - Verordnung [EU] Nr. 531/2012 - Art. 6a - Art. 6e Abs. 3 - Pflicht des Roaminganbieters zur automatischen Anwendung des regulierten Roamingtarifs - Anwendung auf Verbraucher, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung [EU] Nr. 531/2012 einen spezifischen Roamingtarif gewählt hatten)
      (2020/C 378/17)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Landgerichts München I
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände — Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.
      
         Beklagte: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
      
         Tenor
      
      Art. 6a und Art. 6e Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 531/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2012 über das Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Union in der durch die Verordnung (EU) 2015/2120 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 geänderten Fassung sind dahin auszulegen, dass die Roaminganbieter ab dem 15. Juni 2017 verpflichtet waren, den u. a. in Art. 6a dieser Verordnung vorgesehenen regulierten Roamingtarif automatisch auf alle ihre Kunden anzuwenden, und zwar unabhängig davon, ob die Kunden zuvor einen regulierten Roamingtarif oder einen anderen Tarif als den regulierten Roamingtarif gewählt hatten, es sei denn, dass sie vor dem Stichtag des 15. Juni 2017 gemäß dem dafür in Art. 6e Abs. 3 Unterabs. 1 der Verordnung vorgesehenen Verfahren ausdrücklich erklärt haben, dass sie einen solchen anderen Tarif nutzen möchten.
      
         (1)  ABl. C 328 vom 30.9.2019.