CELEX: 31989D0610
Language: de
Date: 1989-11-14 00:00:00
Title: ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 14. November 1989 zur Festlegung der Referenzmethoden und des Verzeichnisses der einzelstaatlichen Referenzlaboratorien für Rückstandsuntersuchungen (89/610/EWG) #

Avis juridique important

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31989D0610

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 14. November 1989 zur Festlegung der Referenzmethoden und des Verzeichnisses der einzelstaatlichen Referenzlaboratorien für Rückstandsuntersuchungen (89/610/EWG)  -   

Amtsblatt Nr. L 351 vom 02/12/1989 S. 0039 - 0050

*****  ENTSCHEIDUNG  DER KOMMISSION  vom 14. November 1989  zur Festlegung der Referenzmethoden und des Verzeichnisses der einzelstaatlichen Referenzlaboratorien für Rückstandsuntersuchungen  (89/610/EWG)  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Richtlinie 64/433/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 zur Regelung gesundheitlicher Fragen beim innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit frischem Fleisch (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 88/657/EWG (2), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) und Artikel 5 Absatz 3 zweiter Unterabsatz,  gestützt auf die Richtlinie 85/397/EWG des Rates vom 5. August 1985 zur Regelung gesundheitlicher und tierseuchenrechtlicher Fragen im innergemeinschaftlichen Handel mit wärmebehandelter Milch (3), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3768/85 (4), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 3 zweiter Unterabsatz und Artikel 11 Absatz 4 dritter Unterabsatz,  gestützt auf die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Veterinärausschusses,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG und Artikel 11 Absatz 4 der Richtlinie 85/397/EWG sollen zur Auswertung der Rückstandsuntersuchungen Referenzmethoden festgelegt werden.  In Artikel 5 Absatz 3 der Richtlinie 85/358/EWG des Rates vom 16. Juli 1985 zur Ergänzung der Richtlinie 81/602/EWG über ein Verbot von bestimmten Stoffen mit hormonaler Wirkung und von Stoffen mit thyreostatischer Wirkung (5), zuletzt geändert durch die Richtlinie 88/146/EWG (6), und in Artikel 8 Absatz 3 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 86/469/EWG des Rates vom 16. September 1986 über die Untersuchung von Tieren und von frischem Fleisch auf Rückstände (7) ist vorgesehen, daß alle positiven Befunde, sofern sie angefochten werden, mit Hilfe der gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG festgelegten Referenzmethoden bestätigt werden müssen.  Bei Streitfällen, insbesondere hinsichtlich der Rückstandsuntersuchung, ist gemäß Artikel 8 Absatz 3 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 64/433/EWG und Artikel 5 Absatz 3 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 85/397/EWG die Lösung auf der Grundlage einer Referenzmethode zu suchen. Bei Streitfällen im Zusammenhang mit der Untersuchung der in Anhang I, Abschnitt A, Gruppen I und II der Richtlinie 86/469/EWG genannten Rückstände muß eine einheitliche Referenzmethode zugrunde gelegt werden.  Die Bestimmung der Referenzmethoden umfasst die Festlegung der anzuwendenden Referenzanalyseverfahren und der Kriterien für die Durchführung der Analysen.  Aus technischen Gründen sollten fürs erste Referenzmethoden nur für den Nachweis bestimmter Rückstände festgelegt werden, nicht aber für Rückstände chemischer Elemente.  Gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG soll in jedem Mitgliedstaat mindestens ein Referenzlaboratorium bezeichnet werden, das im Streitfall die Rückstandsuntersuchung durchzuführen hat.  Gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 86/469/EWG obliegt es den gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG bestimmten einzelstaatlichen Referenzlaboratorien, die Analysenormen und -methoden für den jeweiligen Rückstand oder die jeweilige Rückständegruppe zu koordinieren. Dies gilt auch für die Durchführung der in regelmässigen Abständen vorzunehmendden Vergleichsuntersuchung von Teilproben durch zugelassene Laboratorien sowie die Einhaltung der festgelegten Grenzwerte.  Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -  HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:  Artikel 1  Zur Bestätigung des Vorhandenseins von Rückständen der in Anhang I der Richtlinie 86/469/EWG aufgeführten Verbindungen, ausgenommen Rückstände chemischer Elemente wie Schwermetalle und Arsen, werden folgende Referenzmethoden verwendet:  - Immuntest,  - Dünnschichtchromatographie,  - Hochleistungsfluessigchromatographie,  - Gaschromatographie,  - Massenspektroskopie,  - Spektroskopie.  Artikel 2  Die gewählte Referenzmethode soll  a) sich vorzugsweise auf die Molekularspektroskopie stützen, mit der die Molekularstruktur der zu prüfenden Verbindung direkt ermittelt werden kann, oder  b) auf eine Kombination von Verfahren, mit der die Molekularstruktur der zu prüfenden Verbindung indirekt ermittelt werden kann,  und muß eine Nachweisgrenze aufweisen, die niedriger ist als die für Routineanalysen.  Artikel 3  Die Kriterien für die Durchführung der Referenzmethoden sind in Anhang I festgelegt.  Artikel 4  Bei Streitfällen zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich des Nachweises von Rückständen gemäß Anhang I, Abschnitt A, Gruppen I und II der Richtlinie 86/469/EWG ist die Gaschromatographie in Verbindung mit der Massenspektrometrie als Referenzmethode heranzuziehen.  Artikel 5  Die mit der Durchführung der Referenzanalysen beauftragten Referenzlaboratorien der Mitgliedstaaten sind in Anhang II aufgelistet.  Artikel 6  Diese Entscheidung wird vor dem 1. Januar 1991 überprüft, um dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt Rechnung zu tragen.  Artikel 7  Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.  Brüssel, den 14. November 1989  Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. 121 vom 29. 7. 1964, S. 2012/64.  (2) ABl. Nr. L 382 vom 31. 12. 1988, S. 3.  (3) ABl. Nr. L 226 vom 24. 8. 1985, S. 13.  (4) ABl. Nr. L 362 vom 31. 12. 1985, S. 8.  (5) ABl. Nr. L 191 vom 23. 7. 1985, S. 46.  (6) ABl. Nr. L 70 vom 16. 3. 1988, S. 16.  (7) ABl. Nr. L 275 vom 26. 9. 1986, S. 36.  ANHANG I  1.2 // 1.   // ALLGEMEINE BEGRIFFE UND KRITERIEN   // 1.1.  // Kriterien   //   // Zur Prüfung der Referenzmethoden sind die Kriterien gemäß dem Anhang der Richtlinie 85/591/EWG des Rates heranzuziehen.   // 1.2.   // Definitionen   // 1.2.1.  // Analyt: Nachzuweisender Bestandteil einer Probe. Der Begriff »Analyt" umfasst auch die gegebenenfalls bei der Analyse entstandenen Derivate des Analyten   // 1.2.2.  // Standardmaterial: Genau definierter Stoff grösstmöglicher Reinheit, der bei der Analyse als Referenz verwendet wird.  // 1.2.3.   // Referenzmaterial: Stoffprobe oder einfaches Fertigerzeugnis, von dem eine oder mehrere Eigenschaften hinreichend bekannt sind, so daß es zur Eichung von Instrumenten oder zur Überprüfung einer Methode geeignet ist. Die Garantie muß auf einem technisch bewährten Verfahren beruhen. Steht kein Referenzmaterial zur Verfügung, so können die wesentlichen Kriterien durch Analyse aufgestockter Proben überprüft werden.   // 1.2.4.   // Spezifizität: Eignung einer Methode zur Unterscheidung zwischen dem gesuchten Analyten und anderen Stoffen. Dieses Merkmal hängt vor allem vom Messprinzip ab, kann jedoch je nach Klasse der Verbindung oder Matrix schwanken.   //   // Angaben zur Spezifizität müssen zumindest die Stoffe berücksichtigen, von denen zu erwarten ist, daß das Messprinzip darauf anspricht, z. B. Homologe, Analoge, Metaboliten des betreffenden Rückstandes. Aus den Angaben zur Spezifizität muß quantitativ herleitbar sein, inwieweit die Methode zwischen dem Analyten und den anderen Stoffen unter den Versuchsbedingungen entscheiden kann.   //  // Referenzmethoden müssen so weit wie möglich unzweideutige Informationen über den chemischen Aufbau des Analyten geben, das heisst, das Ergebnis der Analyse muß alle chemischen Verbindungen ausser einer ausschließen. Ergibt sich bei mehr als einer Verbindung der gleiche Befund, so ist die Methode nicht zur Unterscheidung dieser Verbindung geeignet.   //   // Fehlt es einer einzelnen Technik an ausreichender Spezifizität, so kann diese durch ein Analyseverfahren erreicht werden, das aus einer Kombination von Clean-up, chromatographischer Trennung und spektrometrischer Bestimmung besteht, z. B. GC-MS, LC-MS, GC-IR-Spektrometrie, LC-IR/Spektrometrie.   // 1.2.5.  // Treffgenauigkeit: Sie ist im Sinne dieser Unterlage als Treffgenauigkeit des Mittelwertes definiert. Die hier verwendete Definition entspricht der Norm ISO 3534-1977 Ziffer 2.83 (Treffgenauigkeit des Mittelwertes: Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ist-Wert und dem bei mehrmals wiederholter Anwendung des Verfahrens erhaltenen Mittelwert).  //   // Die Treffgenauigkeit wird vor allem durch folgende Faktoren beeinträchtigt:   //   // a) zufallsbedingte Fehler,  //   // b) systematische Fehler.   //   // Bei einer sehr grossen Anzahl von Versuchen nähert sich die Treffgenauigkeit des Mittelwertes dem systematischen Fehler.   //   // Zur theoretischen Auswertung einer Methode ist die Anzahl der Versuche anzugeben.   //   // Das zu verwendende Maß für die Genauigkeit ist die Differenz zwischen dem Mittelwert für das Referenzprobenmaterial und des Ist-Werts, ausgedrückt in Prozent des Ist-Werts.  //  // Fehlt es an Bestimmungsmethoden und an zertifiziertem Referenzmaterial, kann der Analytengehalt der Probe vorübergehend durch die mit Hilfe der Referenzmethode gewonnenen Ergebnisse bestimmt werden. In solchen Fällen soll die Methode von allen bekannten Methoden die höchste Spezifizität und die höchste Analytenausbeute gewährleisten.  // 1.2.6.   // Zuverlässigkeit: Wiederholbarkeit der Streuungsmasse innerhalb eines Labors und Vergleichbarkeit der Streuungsmasse zwischen verschiedenen Labors.   //   // Der allgemeine Begriff »Zuverlässigkeit" wird gemäß der Definition nach ISO 3534-1977 Ziffer 2.84 verwendet (Zuverlässigkeit: Grad der Übereinstimmung von Ergebnissen, die durch wiederholte Durchführung des Versuchsverfahrens unter vorgeschriebenen Bedingungen erzielt wurden).   //   // Entsprechend dem Anhang der Richtlinie 85/591/EWG werden die Zuverlässigkeitsbedingungen für Analysemethoden, die für eine Annahme gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie in Frage kommen, durch einen Ringversuch bestimmt, der vorzugsweise gemäß ISO 5725-1986 durchgeführt werden muß. Zu diesem Zweck werden die Begriffe Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit gemäß ISO 5725-1986 verwendet. Für die Durchführung solcher Versuche wird Probenmaterial mit bekanntem Analytengehalt im Bereich des Toleranzwertes nach Aufstockung verwendet.   //   // Bis die Vergleichbarkeit eines Verfahrens im Ringversuch bestimmt wird, genügen für eine Vorauswahl in Frage kommender Verfahren »vom Schreibtisch aus" Angaben über die Wiederholbarkeit. Dazu wurde der Begriff Wiederholbarkeit entsprechend der Definition nach ISO 3534-1977 Ziffer 2.85 Buchstabe a) verwendet (Wiederholbarkeit: Das Maß der Übereinstimmung zwischen aufeinanderfolgenden Ergebnissen, die mit demselben Verfahren und identischem Testmaterial unter denselben Bedingungen (identisches Personal, identische Geräte, identisches Labor und kurze zeitliche Zwischenräume) erzielt wurden).   //   // Als Maß für die Wiederholbarkeit wird der Variationsköffizient gemäß ISO 3534-1977 Ziffer 2.35 verwendet (Variationsköffizient: Verhältnis der Standardabweichung zum absoluten Wert des arithmetischen Mittels).   // 1.2.7.  // Nachweisgrenze: Unterster Meßwert, aus dem mit hinreichender statistischer Sicherheit auf die Anwesenheit des Analyten geschlossen werden kann. Sie entspricht der Summe des mittleren Meßwertes der repräsentativen Blindproben (n  20) und der dreifachen Standardabweichung des Mittelwertes.   //  // Anmerkung: Wenn zu erwarten ist, daß sich Faktoren wie Art, Geschlecht, Alter usw. auf die Methode auswirken, so ist für jede homogene Grundgesamtheit, bei der die Methode angewandt wird, eine Blindprobenreihe zu verwenden.  // 1.2.8.  // Empfindlichkeit: Maß für die Eignung einer Methode, zwischen kleinen Unterschieden im Gehalt des Analyten zu unterscheiden. In diesem Dokument wird Empfindlichkeit als die Steigung der Eichkurve bei der interessierenden Konzentration definiert.   // 1.2.9.   // Durchführbarkeit: Kein gängiges Kriterium bei Analyseverfahren. Sie hängt vom Anwendungsbereich der Methode ab und wird durch Anforderungen wie z. B. Probenumfang und Kosten bestimmt. Für Referenzmethoden sind die meisten Aspekte der Durchführbarkeit von geringerer Bedeutung im Vergleich zu den sonstigen in diesem Dokument definierten Kriterien. Allgemein reicht es aus, daß die erforderlichen Reagenzien, Geräte und Hilfsmittel im Handel sind.   // 1.2.10.   // Anwendungsbereich: Gesamtheit der Lebensmittel, bei denen das in Frage kommende Verfahren unverändert bzw. mit kleinen Änderungen verwendet werden kann.   // 1.2.11.   // Sonstige Kriterien, die nach Bedarf herangezogen werden können  // 1.2.11.1.   // Qualitative Nachweisgrenze: Niedrigste Konzentration eines Analyten, die mit hinreichender statistischer Sicherheit erfasst wird und entsprechend den Kriterien der Methode einen qualitativen Nachweis erlaubt. Sind Treffgenauigkeit und Zuverlässigkeit in einem Konzentrationsbereich um die Nachweisgrenze konstant, so entspricht die qualitative Nachweisgrenze der Summe des mittleren Meßwertes der repräsentativen Blindproben (n  20) und der sechsfachen Standardabweichung des Mittelwertes.  // 1.2.11.2.   // Quantifizierung  // 1.2.11.2.1.  // Quantifizierungsgrenze: Niedrigster Meßwert, oberhalb dessen eine Bestimmung des Analyten mit nachstehender Treffgenauigkeit und Wiederholbarkeit innerhalb eines Labors möglich ist.   //   // Treffgenauigkeit: Bei der wiederholten Analyse der Referenzprobe darf die Abweichung des Mittelwertes vom Ist-Wert, ausgedrückt in Prozent des Ist-Werts, - 20 % bis + 10 % nicht überschreiten.   //   // Wiederholbarkeit: Bei der wiederholten Analyse der Referenzprobe darf der Variationsköffizient (1.2.6) des Mittelwertes nicht über folgenden Werten liegen:  1.2.3 //   //   // Variations- köffizient   //   // - Mittelwert bis 1 mg/kg   // 0,30   //  // - Mittelwert über 1 mg/kg und bis zu 10 mg/kg   // 0,20  //   // - Mittelwert über 10 mg/kg   // 0,15. 1.2 // 1.2.11.2.2.   // Eichkurven  //  // Sofern bei der zu verwendenden Methode auf eine Eichkurve Bezug genommen wird, sind anzugeben:   //   // - die mathematische Formel, welche die Eichkurve beschreibt,   //   // - Zahlenwerte der Parameter der Eichkurve mit 95 % Zuverlässigkeitsbereich,   //   // - Bereiche, innerhalb derer die Parameter der Eichkurve von Tag zu Tag streuen dürfen,   //   // - Arbeitsbereich der Eichkurve,   //   // - Angaben zur Varianz der Variablen, zumindest für den Arbeitsbereich der Eichkurve.   //   // Zur Aufstellung von Eichkurven für Referenzmethoden sind nach Möglichkeit geeignete interne Standards zu verwenden.  // 1.2.11.3.   // Störanfälligkeit  //  // Für Versuchsbedingungen, die in der Praxis schwanken können (Stabilität der Reagenzien, Zusammensetzung der Probe, pH, Temperatur) ist anzugeben, welche Schwankungen das Analyseergebnis beinflussen können. In der Beschreibung der Methode sollen die Maßnahmen genannt werden, mit denen absehbare Störungen bewältigt werden können. Erforderlichenfalls sind alternative Prinzipien für Bestätigungsnachweise zu beschreiben. Vor allem kommt es darauf an, alle störenden Einfluesse von Matrixkomponenten zu untersuchen. Daher sollte zumindest die grösstmögliche Menge der Blindprobe angegeben werden, die nach dem beschriebenen »Clean up" keinen störenden Einfluß auf die Bestimmung des Analyten ausübt.   // 1.2.11.4.   // Beziehung zwischen Toleranzwerten und analytischen Grenzen  //  // Für Stoffe mit Nulltoleranz muß die qualitative Nachweisgrenze der Analysemethode so niedrig liegen, daß Rückstandskonzentrationen, wie sie nach illegaler Anwendung zu erwarten sind, mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit nachgewiesen würden. Typische Rückstandskonzentrationen in verschiedenen Probematerialien sind im »Handbuch der Versuchsdaten für Referenzmethoden" der Europäischen Gemeinschaft (noch nicht veröffentlicht) aufgezählt.   //   // Für Stoffe, für die ein Toleranzwert festgesetzt wurde, darf die quantitative Nachweisgrenze nicht höher liegen als diese Toleranz, abzueglich der dreifachen Standardabweichung, die die Methode für eine Probe ergibt, deren Konzentration dem Toleranzwert entspricht.   // 2.  // KRITERIEN FÜR DEN RÜCKSTANDSNACHWEIS   // 2.1.  // Allgemeine Auflagen   //   // Laboratorien, die Analysen zur endgültigen Bestätigung der Anwesenheit von Rückständen organischer Substanzen mit niedrigem Molekulargewicht, insbesondere von Substanzen mit hormonaler oder thyreostatischer Wirkung, durchführen, haben zu gewährleisten, daß die Kriterien für die Auswertung der Ergebnisse gemäß den in diesem Kapitel beschriebenen Auflagen erfuellt sind. Die Kriterien dienen der Identifizierung des Analyten und sollen falsche positive Ergebnisse verhindern. Um zu positiven Analyseergebnissen zu kommen, müssen diese die für die jeweilige Nachweismethode festgelegten Qualitätskriterien erfuellen.  1.2 // 2.2.   // Definitionen für die Anwesenheit eines Analyten   // 2.2.1.   // Positives Ergebnis: Die Anwesenheit des Analyten in der Probe bei Anwendung einer bestimmten Methode gilt als erwiesen, wenn die allgemeinen Kritikerien und die spezifischen Kriterien für die jeweilige Nachweismethode erfuellt sind. Das Ergebnis der Analyse wird dann als »positiv" bezeichnet.   // 2.2.2.   // Negatives Ergebnis: Das Ergebnis der Analyse wird als »negativ" bezeichnet, wenn die für die betreffende Methode definierten Kriterien nicht erfuellt werden, oder wenn die Analyse die Anwesenheit des Analyten in der Probe nicht oberhalb der Nachweisgrenze anzeigt.   //   // Anmerkung Ein negatives Ergebnis beweist nicht, daß der Analyt sich nicht in der Probe befindet.  // 2.2.3.   // Co-Chromatographie: Die gereinigte Testlösung wird vor Durchführung der Chromatographie in zwei Teile geteilt:   //   // a) Ein Teil wird als solcher chromatographiert;   //   // b) das nachzuweisende Standardmaterial wird zum anderen Teil hinzugegeben; dieses Lösungsgemisch aus Analyt und Standardmaterial wird anschließend chromatographiert.   //   // Die Menge des hinzuzufügenden Standardmaterials muß in etwa der geschätzten Menge des Analyten entsprechen.   // 2.3.   // Allgemeine Überlegungen für das gesamte Analyseverfahren   // 2.3.1.  // Vorbereitung der Probe   //   // Die Probe muß so gewonnen und aufgearbeitet werden, daß grösstmögliche Aussicht auf Nachweis der Analyten besteht, falls dieser anwesend ist.  // 2.3.2.   // Störanfälligkeit   //   // Die unter 1.2.11.3 (Störanfälligkeit) im einzelnen aufgeführten Informationen sind vorzulegen.   // 2.3.3.   // Allgemeine Kriterien für das gesamte Verfahren   // 2.3.3.1.   // Die Spezifität (1.2.4) und die Nachweisgrenze (1.2.7) des Verfahrens für den Analyten und das zu untersuchende Matrixmaterial müssen bekannt sein.   //  // Anmerkung: Diese Information kann aus Versuchsdaten und/oder durch theoretische Erwägungen gewonnen werden.  // 2.3.3.2.   // Bei einem positiven Ergebnis darf sich das physikalische und chemische Verhalten des Analyten während der Analyse nicht von dem des entsprechenden Standardmaterials im jeweiligen Matrixmaterial unterscheiden.   // 2.3.3.3.   // Die positiven oder negativen Ergebnisse der Analyse werden lediglich innerhalb der Spezifitäts- und Nachweisgrenzen des Verfahrens für den Analyten und das zu untersuchende Matrixmaterial anerkannt.   // 2.3.4.   // Allgemeine Kriterien für Trennverfahren   //   // Referenzproben mit bekannten Analytgehalten müssen zusammen mit jedem Prüfglied analysiert werden. Alternativ kann den Proben auch ein interner Standard zugefügt werden.   // 2.3.5.   // Kriterien für physikalische und/oder chemische off-line-Vorkonzentration, Reinigung und Trennung   //   // Der Analyt sollte in der Fraktion vorliegen, die für das entsprechende Standardmaterial im jeweiligen Matrixmaterial charakteristisch ist.   //   // Retentionszeiten für Standards, Kontrollproben und Testanteile sind zusammen mit den positiven oder negativen Endergebnissen vorzulegen.  // 2.4.   // Kriterien für den Nachweis eines Analyten durch HPLC/IA-Img   // 2.4.1.   // Der Analyten-Peak im Img sollte von mindestens 5 bis 11 HPLC-Fraktionen gebildet werden.   //  // Die Retentionswerte für das Standardmaterial, die Kontrollproben und die Testanteile sollten zusammen mit dem positiven oder negativen Endergebnis vorgelegt werden.  // 2.4.2.   // Reagenzien   //   // Quelle und Qualität des Antikörpers und der angegebenen Verbindung sollten spezifiziert werden.   // 2.4.3.   // Eichkurve   //   // Da die Methode von den Eichkurven abhängt, müssen die unter 1.2.11.2.2 (Eichkurven) vorgesehenen Angaben geliefert werden.   //  // Der Arbeitsbereich der Eichkurve muß angegeben werden; er muß im allgemeinen einen Konzentrationsbereich von mindestens einer Dekade abdecken.   //   // Es werden mindestens 6 Eichpunkte benötigt, die gleichmässig entlang der Eichkurve verteilt liegen.   //   // Alle für die Ableitung der Eichkurve verwendeten Rohdaten sollten zusammen mit dem positiven oder negativen Endergebnis vorgelegt werden.   // 2.4.4.  // Kontrollproben müssen in jeden Versuch einbezogen werden. Konzentrationen: Null sowie unterer, mittlerer und oberer Bereich des Arbeitsbereichs. Die Ergebnisse hierfür müssen mit denen vorausgegangener Versuche übereinstimmen.   //   // Alle Rohdaten für Kontrollproben und Testanteile sollten zusammen mit dem positiven oder negativen Endergebnis vorgelegt werden.  // 2.4.5.   // Die Ausbeute muß geprüft und spezifiziert werden.   // 2.4.6.   // Geeignete Parameter für die Qualitätskontrolle müssen denen von vorausgegangenen Versuchen entsprechen, z. B. Bo/T, NSB, Steigung und Ordinate der Eichkurve.   // 2.4.7.   // Zur Bestätigung sind die zweidimensionale HPLC oder zwei Immunogramme unter Verwendung verschiedener Antikörper vorzuziehen.   // 2.5.   // Kriterien für den Nachweis eines Analyten mit TLC oder HPTLC   // 2.5.1.  // Der (die) Rf-Wert(e) des Analyten muß(müssen) mit dem(n) Rf-Wert(en) übereinstimmen, die für das Standardmaterial charakteristisch sind. Die Voraussetzung gilt als erfuellt, wenn der (die) Rf-Wert(e) des Analyten mit +/- 3 % dem (den) Wert(en) des Standardmaterials unter identischen Bedingungen entspricht (entsprechen).   // 2.5.2.   // Das Erscheinungsbild des Analyten darf sich von dem des Standardmaterials nicht unterscheiden.   // 2.5.3.   // Das Zentrum der Zone, welche der zum Analyten gehörigen Zone am nächsten liegt, sollte von diesem mindestens durch die halbe Summe der Zonendurchmesser getrennt sein.   // 2.5.4.   // Für den Nachweis muß unbedingt zusätzlich eine Co-Chromatographie in dem TLC-Schritt durchgeführt werden. Als Ergebnis sollte sich die vermutlich auf den Analyten zurückzuführende Zone nur verstärken; es darf keine neue Zone erscheinen, und das Erscheinungsbild darf sich nicht verändern.   // 2.5.5.   // Zur Absicherung ist eine zweidimensionale TLC unbedingt erforderlich.   // 2.6.  // Kriterien für den Nachweis eines Analyten durch HPLC-SP  // 2.6.1.   // Die Wellenlänge des Absorptionsmaximums im Spektrum des Analyten sollte innerhalb der durch die Auflösung des Nachweissystems bestimmten Grenze der des Standardmaterials genau entsprechen. Bei Diodenarray-Detektion sind +/- 2 mm typisch.   // 2.6.2.   // Die Spektren von Analyt- und Standardmaterial sollten sich für die beiden Bereiche mit einem relativen Absorptionsvermögen von > 10 % im Erscheinungsbild nicht voneinander unterscheiden. Diese Voraussetzung gilt als erfuellt, wenn die gleichen Maxima vorliegen und wenn der Unterschied zwischen den beiden Spektren an keinem Punkt mehr als 10 % des Absorptionsvermögens des Standardmaterials beträgt.   // 2.6.3.   // Für den Nachweis ist eine Co-Chromatographie im HPLC-Schritt unbedingt erforderlich. Als Ergebnis sollte sich der vermutlich durch den Analyten hervorgerufene Peak lediglich verstärken.  // 2.7.   // Kriterien für den Nachweis eines Analyten mit GC-MS   // 2.7.1.   // GC-Kriterien   // 2.7.1.1.   // Es sollte ein interner Standard verwendet werden, falls ein hierfür geeignetes Material verfügbar ist. Es sollte sich bevorzugt um eine stabile isotopenmarkierte Form des Analyten handeln.   // 2.7.1.2.   // Das Verhältnis der Retentionszeit des Analyten auf GC zum internen Standard, d. h. relative Retentionszeit des Analyten, sollte der des Standardanalyten mit einer Toleranz von +/- 0,5 % entsprechen.   // 2.7.1.3.  // Ist die Auflage gemäß 2.7.1.2 nicht erfuellt oder wird kein interner Standard verwendet, so muß der Nachweis des Analyten mit Hilfe einer Co-Chromatographie bestätigt werden.  // 2.7.1.4.   // Bei der Co-Chromatographie muß die Retentionszeit des Analyten zuzueglich der Probe mit der Retentionszeit des bereits in der Probe vorhandenen Analyten übereinstimmen.   // 2.7.2.   // Kriterien für GC-LRMS  // 2.7.2.1.   // Es sind die Intensitäten von mindestens vier Diagnoseionen zu bestimmen. Enthält die Verbindung mit dem verwendeten Verfahren keine vier Diagnoseionen, so sollte der Nachweis des Analyten auf die Ergebnisse von mindestens zwei unabhängigen GC-LRMS-Verfahren mit unterschiedlichen Derivaten und/oder Ionisierungstechniken gestützt werden, von denen jedes zwei oder drei Diagnoseionen produziert.   // 2.7.2.2.   // Das Molekülion sollte möglichst eines der vier ausgewählten Diagnoseionen sein.   // 2.7.2.3.   // Die relative Häufigkeit aller im Analyten ermittelten Diagnoseionen sollte der des Standardanalyten entsprechen.   // 2.7.2.4.   // Die relative Intensität der nachgewiesenen Ionen, ausgedrückt in Prozent der Intensität des Basis-Peaks, muß die gleiche sein wie die für den entsprechenden Referenzstandard mit einer Toleranz von +/- 10 % (EI Elektronenstoß) oder +/- 20 % (CI chemische Ionisation).   // 2.7.3.   // Kriterien für GC-HRMS; Fragmentographie   // 2.7.3.1.   // Für die Einstufung als hochauflösende Messungen sollte die Genauigkeit des Massenansatzes  3 ppm oder mehr entsprechen.   // 2.7.3.2.  // Die relative Häufigkeit von drei oder mehr Diagnoseionen muß der des Standardanalyten mit einer Toleranz von +/- 10 % (Elektronenstoß) entsprechen.   // 2.7.4.   // Kriterien für GC-HRMS (genaue Masse plus niedrige Auflösung des natürlichen Isotops)   // 2.7.4.1.   // Für die Einstufung als hochauflösende Messungen sollten die Genauigkeit der Massenbestimmung 3 ppm oder mehr entsprechen.   // 2.7.4.2.  // Der M/Z-Wert des Diagnoseions muß mit dem theoretischen Wert des entsprechenden Standardanalyten übereinstimmen.  // 2.7.4.3.   // Erfuellt das Messen eines einzelnen Diagnoseions nicht das Kriterium für Spezifität (1.2.4), so sollte das natürliche Isotopenfrequenzverhältnis des Diagnoseions mit niedriger Auflösung gemessen werden. Dieses Verhältnis muß innerhalb eines angegebenen Spielraums (typisch: 5 %) mit dem theoretischen Wert übereinstimmen.   // 2.7.4.4.  // Kann eine unzweideutige Elementenkomposition nicht gemäß 2.7.4.1, 2.7.4.2 und 2.7.4.3 abgeleitet werden, so sollte ein zusätzliches Diagnoseion entsprechend gemessen werden.  // 2.8.   // Kriterien für den Nachweis eines Analyten durch IR-Spektrometrie   // 2.8.1.   // Definition adäquater Peaks  //   // Adäquate Peaks sind Absorptionsmaxima im IR-Spektrum eines Standardmaterials, die folgende Auflagen erfuellen:  // 2.8.1.1.   // Das Absorptionsmaximum liegt im Wellenzahlbereich 1800-500 cm-1.  // 2.8.1.2.   // Die Absorptionsintensität liegt nicht unter  //   // a) einem spezifischen molaren Absorptionsköffizienten von 40 in bezug auf Null-Absorption und 20 in bezug auf die Peak-Grundlinie oder   //   // b) einer relativen Absorption von 12,5 % der Absorption des intensivsten Peaks im Bereich 1 800-500 cm-1, wenn beide in bezug auf Null-Absorption gemessen werden und 5 % der Absorption des intensivsten Peaks im Bereich 1 800-500 cm-1, wenn beide in bezug auf ihre Peak-Grundlinie gemessen werden.   //   // Anmerkung: Obwohl vom theoretischen Standpunkt aus adäquate Peaks entsprechend 2.8.1.2 Buchstabe a) vorzuziehen wären, sind Peaks entsprechend 2.8.1.2 Buchstabe b) in der Praxis leichter festzustellen.  // 2.8.2.   // Es wird ein Minimum von sechs adäquaten Peaks im IR-Spektrum des Standardmaterials benötigt. Sind weniger als sechs adäquate Peaks vorhanden, so kann das ausgehende IR-Spektrum nicht als Referenzspektrum verwendet werden.   // 2.8.3.   // Es wird die Anzahl der Peaks im IR-Spektrum des Analyten ermittelt, deren Frequenzen denen eines adäquaten Peaks im IR-Spektrum des Standardmaterials mit einer Toleranz von +/- 1 cm-1 entsprechen.   // 2.8.4.   // IR-Kriterien   // 2.8.4.1.  // Die Absorption muß in allen Regionen des Analytenspektrums auftreten, die mit einem adäquaten Peak im Referenzspektrum des Standardmaterials übereinstimmen.   // 2.8.4.2.   // Der »Score", d. h. der Prozentsatz der adäquaten Peaks, der im IR-Spektrum des Analyten gefunden wird, soll mindestens 50 betragen.   // 2.8.4.3.   // Wo eine genaue Bestimmung des adäquaten Peaks nicht möglich ist, muß die einschlägige Region des Analytenspektrums mit dem Vorhandensein eines passenden Peaks übereinstimmen (siehe Schaubild 1).  1.2.3.4 //  // Schaubild 1   //   //   //  //  //  //  //  // Standard- material   //   // Adäquate Peaks 1, 2 und 3  //  //  //  //  //  // Probe A   //   // Gefunden: adäquate Peaks 1 und 3   //  //  //  //  //  // Probe B   //  // Gefunden: adäquate Peaks 1 und 3  1.2 //   // Das Spektrum von Probe A schließt das Vorhandensein des adäquaten Peaks 2 nicht aus; somit ist das Kriterium 2.8.4.3 erfuellt.   //  // Das Spektrum von Probe B schließt das Vohandensein des adäquaten Peaks 2 aus; somit ist das Kriterium 2.8.4.3 nicht erfuellt.   // 2.8.4.4.   // Das Verfahren ist nur für Absorptions-Peaks im Spektrum der Probe anwendbar, deren Intensität mindestens das dreifache des Rauschens zwischen zwei Peaks beträgt.  Anlage zu Anhang I  Liste der Abkürzungen und Symbole  1.2 // Bo   // = Radioaktivität des gebundenen Anteils einer Blindprobe;   // Bo/T   // = Anteil der Radioaktivität des gebundenen Anteils einer Blindprobe in bezug auf die hinzugefügte Aktivität (»Anteil der Nullbindung in bezug auf den Gesamtwert");   // CI   // = chemische Ionisation;   // cpm   // = Impulse je Minute;   // dpm   // = Zerfälle je Minute;  // EI   // = Elektronenstoß;   // GC   // = Gas-Chromatographie;   // HPLC   // = Hochleistungsfluessigchromatographie;   // HPTLC   // = Hochleistungsdünnschichtchromatographie;   // HRMS   // = Hochauflösende-Massenspektrometrie;   // IA   // = Immuntest;  // Img   // = Immunogramm   // IR   // = Infrarot;   // LC  // = Flüssigchromatographie   // LRMS   // = Niedrigauflösende-Massenspektrometrie;   // m   // = Masse  // MS   // = Massenspektrometrie   // NSB   // = unspezifische Bindung = aspezifische Bindung (ASB)   // Rf   // = Abstand von der Lösungsmittelfront;   // SP   // = Spektrometrie, z. B. Diodenarray;   // T   // = gesamte Radioaktivität cpm oder dpm, zur Probe hinzugefügt;   // TLC   // = Dünnschichtchromatographie;   // z   // = Ladung;   // /   // = off-line-Verfahren;   // -   // = on-line-Verfahren;   //  // Beispiel: HPLC/GC-MS = HPLC mit off-line folgender GC mit on-line-MS.  ANHANG II  REFERENZLABORATORIEN DER MITGLIEDSTAATEN  1.2.3 //  //  //  // Mitgliedstaat  // Referenzlaboratorium  // Rückstandsgruppen  //  //  //  //  //  //  // Belgien  // Instituut voor Hygiëne en Epidemiologie J. Wijtsmanstraat 14 B-1050 Brussel   // alle Gruppen   // Dänemark  // Veterinärdirektoratets Laboratorium Kongensgade 16 DK-4100 Ringsted   // Gruppe A   //   // Levnedsmiddelstyrelsens Centrallaboratorium Mörkhöj Bygade 19 DK-2860 Söborg  // Gruppe B   // Bundesrepublik Deutschland  // Bundesgesundheitsamt Thielallee 88-92 D-1000 Berlin 33  // Gruppe A, III, a) (Antibiotika) und b)   //  // Staatliches Tierärztliches Untersuchungsamt Stuttgart Azenberg Strasse 16 D-7000 Stuttgart 1   // Gruppe A, I, b)  //   // Tierhygienisches Institut Freiburg Am Moosweiher 2 D-7800 Freiburg   // Gruppe A, I, a)   //  // Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Südbayern Veterinärstrasse 2 D-8042 Oberschleißheim   // Gruppe A, II  //   // Staatliches Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg Zur Traubeneiche 10/12 D-5760 Arnsberg 2   // Gruppe A, I, a), b) und c)   //   // Chemische Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart Breitscheidstrasse 4 Postfach 100824 D-7000 Stuttgart 1  // Gruppe A, III, a) (Nitrofurane)   //   // Chemische Landesuntersuchungsanstalt Offenburg Gerberstrasse 24 D-7600 Offenburg   // Gruppe B, II, b) (Chlorkohlenwasserstoffe PCB und PCT)   // Griechenland   // Centre of the Veterinary Institutions of Athens:   //   //   // - Institute of Infectious and Parasitic diseases Laboratory of Biochemistry 25, Neapoleos Street GR-153 10 Aghia Paraskevi Athens  // Gruppen A, I, b); A, III, a) (Sulfonamide); A, I, c) (natürliche Hormone); B (Pestizide)   //   // - Institute of Animal Toxicology 25, Neapoleos Street GR-153 10 Aghia Paraskevi Athens   // Gruppe A, I, a); A, I, c) (Zeranol, Trenbolon); A, III, b)   //   // - Institute of Food Hygiene Iera Odos, 75 Botanikos GR-118 55 Athens   // Gruppe A, III, a)   // Spanien   // Centro Nacional de Alimentación y Nutrición c/Pozuelo Km 2 Majadahonda (Madrid)   // alle Gruppen   //  // Laboratorio de Sanidad y Producción Animal Santa Fe (Granada)   // alle Gruppen   //   // Laboratorio de Sanidad y Producción Animal Algete (Madrid)   // alle Gruppen  //  //  //  // Mitgliedstaat  // Referenzlaboratorium  // Rückstandsgruppen  //  //  //  //  // Frankreich  // Laboratoire de dosages hormonaux École nationale vétérinaire de Nantes CP 3018 F-44087 Nantes Cedex 03  // Gruppe A, I und II   //   // Laboratoire central d'hygiène alimentaire (LCHA) 43, rü de Dantzig F-75015 Paris   // Gruppe B, I, a); B, II, a), b, und c)   //   // Laboratoire des médicaments vétérinaires (LMV) La haute Marche-Javene F-35133 Fougères   // Gruppen A, III a) und b); B, I, b) und c)  // Irland   // Central Meat Control Laboratory Abbotstown, Castleknock IRL-Dublin 15   // Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I, ausgenommen Organochlor- und Organophosphorverbindungen; Gruppe B, II ausgenommen polychlorierte Biphenyle   //  // State Laboratory Abbotstown, Castleknock IRL-Dublin 15  // Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I und II   // Italien  // Istituto Superiore di Sanità Viale Regina Elena 299 I-00161 Roma   // alle Gruppen   // Luxemburg   // Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieuhygiëne Antonie van Leeuwenhoeklaan 9 NL-3720 BA Bilthoven   // alle Gruppen   //   // Institut d'hygiène et d'épidémiologie Rü J. Wijtsman 14 B-1050 Bruxelles   // alle Gruppen   // Niederlande  // Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieuhygiëne Antonie van Leeuwenhoeklaan 9 NL-3720 BA Bilthoven   // alle Gruppen   //   // Rijkskwaliteitsinstituut voor land- en tuinbouwprodukten Bornesteeg 45 NL-6708 PD Wageningen   // alle Gruppen   // Portugal   // Laboratório Nacional de Investigação Veterinária Estrada de Benfica 701 P-1500 Lisboa   // alle Gruppen   // Vereinigtes Königreich   // Central Veterinary Laboratory New Haw, Weybridge UK-Surrey KT15 3NB   // Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I   //   // Food Science Laboratory Colney Lane UK-Norwich NR4 7UA   // Gruppe A, III Gruppe B, I und II   //   // Veterinary Research Laboratories Stormont UK-Belfast BT4 3SD   // Gruppe A, I, a) und c), II und III Gruppe B, I und II   //   // Food and Agricultural Chemistry Research Division Department of Agriculture for Northern Ireland Newforge Lane UK-Belfast BT9 5PX   // Gruppe A, I, b) und III Gruppe B, I und II   //    //   //Erfuellt das Messen eines einzelnen Diagnoseions nicht das Kriterium für Spezifität ( 1.2.4 ), so sollte das natürliche Isotopenfrequenzverhältnis des Diagnoseions mit niedriger Auflösung gemessen werden . Dieses Verhältnis muß innerhalb eines angegebenen Spielraums ( typisch : 5 %) mit dem theoretischen Wert übereinstimmen .  2.7.4.4 .  Kann eine unzweideutige Elementenkomposition nicht gemäß 2.7.4.1, 2.7.4.2 und 2.7.4.3 abgeleitet werden, so sollte ein zusätzliches Diagnoseion entsprechend gemessen werden .  2.8 .  Kriterien für den Nachweis eines Analyten durch IR-Spektrometrie  2.8.1 .  Definition adäquater Peaks   //  Adäquate Peaks sind Absorptionsmaxima im IR-Spektrum eines Standardmaterials, die folgende Auflagen erfuellen :  2.8.1.1 .  Das Absorptionsmaximum liegt im Wellenzahlbereich 1800-500 cm-1 .  2.8.1.2 .  Die Absorptionsintensität liegt nicht unter   //  a ) einem spezifischen molaren Absorptionsköffizienten von 40 in bezug auf Null-Absorption und 20 in bezug auf die Peak-Grundlinie oder   //  b ) einer relativen Absorption von 12,5 % der Absorption des intensivsten Peaks im Bereich 1 800-500 cm-1, wenn beide in bezug auf Null-Absorption gemessen werden und 5 % der Absorption des intensivsten Peaks im Bereich 1 800-500 cm-1, wenn beide in bezug auf ihre Peak-Grundlinie gemessen werden .  //  Anmerkung : Obwohl vom theoretischen Standpunkt aus adäquate Peaks entsprechend 2.8.1.2 Buchstabe a ) vorzuziehen wären, sind Peaks entsprechend 2.8.1.2 Buchstabe b ) in der Praxis leichter festzustellen .  2.8.2 .  Es wird ein Minimum von sechs adäquaten Peaks im IR-Spektrum des Standardmaterials benötigt . Sind weniger als sechs adäquate Peaks vorhanden, so kann das ausgehende IR-Spektrum nicht als Referenzspektrum verwendet werden .  2.8.3 .  Es wird die Anzahl der Peaks im IR-Spektrum des Analyten ermittelt, deren Frequenzen denen eines adäquaten Peaks im IR-Spektrum des Standardmaterials mit einer Toleranz von +/_ 1 cm-1 entsprechen .  2.8.4 .  IR-Kriterien  2.8.4.1 .  Die Absorption muß in allen Regionen des Analytenspektrums auftreten, die mit einem adäquaten Peak im Referenzspektrum des Standardmaterials übereinstimmen .  2.8.4.2 .  Der "Score", d . h . der Prozentsatz der adäquaten Peaks, der im IR-Spektrum des Analyten gefunden wird, soll mindestens 50 betragen .  2.8.4.3 .  Wo eine genaue Bestimmung des adäquaten Peaks nicht möglich ist, muß die einschlägige Region des Analytenspektrums mit dem Vorhandensein eines passenden Peaks übereinstimmen ( siehe Schaubild 1 ).  1.2.3.4 //  Schaubild 1   //  //  Standard - material   //  Adäquate Peaks 1, 2 und 3  Probe A   //  Gefunden : adäquate Peaks 1 und 3  Probe B   //  Gefunden : adäquate Peaks 1 und 3  1.2 //  Das Spektrum von Probe A schließt das Vorhandensein des adäquaten Peaks 2 nicht aus; somit ist das Kriterium 2.8.4.3 erfuellt .   //  Das Spektrum von Probe B schließt das Vohandensein des adäquaten Peaks 2 aus; somit ist das Kriterium 2.8.4.3 nicht erfuellt .  2.8.4.4 .  Das Verfahren ist nur für Absorptions-Peaks im Spektrum der Probe anwendbar, deren Intensität mindestens das dreifache des Rauschens zwischen zwei Peaks beträgt .  Anlage zu Anhang I  Liste der Abkürzungen und Symbole  1.2Bo  = Radioaktivität des gebundenen Anteils einer Blindprobe;  Bo/T  = Anteil der Radioaktivität des gebundenen Anteils einer Blindprobe in bezug auf die hinzugefügte Aktivität (" Anteil der Nullbindung in bezug auf den Gesamtwert ");  CI  = chemische Ionisation;  cpm  = Impulse je Minute;  dpm  = Zerfälle je Minute;  EI  = Elektronenstoß;  GC  = Gas-Chromatographie;  HPLC  = Hochleistungsfluessigchromatographie;  HPTLC  = Hochleistungsdünnschichtchromatographie;  HRMS  = Hochauflösende-Massenspektrometrie;  IA  = Immuntest;  Img  = Immunogramm  IR  = Infrarot;  LC  = Flüssigchromatographie  LRMS  = Niedrigauflösende-Massenspektrometrie;  m  = Masse  MS  = Massenspektrometrie  NSB  = unspezifische Bindung = aspezifische Bindung ( ASB )  Rf  = Abstand von der Lösungsmittelfront;  SP  = Spektrometrie, z . B . Diodenarray;  T  = gesamte Radioaktivität cpm oder dpm, zur Probe hinzugefügt;  TLC  = Dünnschichtchromatographie;  z  = Ladung;  /  = off-line-Verfahren;  -  = on-line-Verfahren;   //  Beispiel : HPLC/GC-MS = HPLC mit off-line folgender GC mit on-line-MS .  ANHANG II  REFERENZLABORATORIEN DER MITGLIEDSTAATEN  1.2.3Mitgliedstaat  Referenzlaboratorium  Rückstandsgruppen  Belgien  Instituut voor Hygiëne en Epidemiologie J . Wijtsmanstraat 14 B-1050 Brussel  alle Gruppen  Dänemark  Veterinärdirektoratets Laboratorium Kongensgade 16 DK-4100 Ringsted  Gruppe A   //  Levnedsmiddelstyrelsens Centrallaboratorium Mörkhöj Bygade 19 DK-2860 Söborg  Gruppe B  Bundesrepublik Deutschland  Bundesgesundheitsamt Thielallee 88-92 D-1000 Berlin 33  Gruppe A, III, a ) ( Antibiotika ) und b )   //  Staatliches Tierärztliches Untersuchungsamt Stuttgart Azenberg Strasse 16 D-7000 Stuttgart 1  Gruppe A, I, b )   //  Tierhygienisches Institut Freiburg Am Moosweiher 2 D-7800 Freiburg  Gruppe A, I, a )   //  Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Südbayern Veterinärstrasse 2 D-8042 Oberschleißheim  Gruppe A, II   //  Staatliches Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg Zur Traubeneiche 10/12 D-5760 Arnsberg 2  Gruppe A, I, a ), b ) und c )   //  Chemische Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart Breitscheidstrasse 4 Postfach 100824 D-7000 Stuttgart 1  Gruppe A, III, a ) ( Nitrofurane )   //  Chemische Landesuntersuchungsanstalt Offenburg Gerberstrasse 24 D-7600 Offenburg  Gruppe B, II, b ) ( Chlorkohlenwasserstoffe PCB und PCT )  Griechenland  Centre of the Veterinary Institutions of Athens :   //  //  _ Institute of Infectious and Parasitic diseases Laboratory of Biochemistry 25, Neapoleos Street GR-153 10 Aghia Paraskevi Athens  Gruppen A, I, b ); A, III, a ) ( Sulfonamide ); A, I, c ) ( natürliche Hormone ); B ( Pestizide )   //  _ Institute of Animal Toxicology 25, Neapoleos Street GR-153 10 Aghia Paraskevi Athens  Gruppe A, I, a ); A, I, c ) ( Zeranol, Trenbolon ); A, III, b )  //  _ Institute of Food Hygiene Iera Odos, 75 Botanikos GR-118 55 Athens  Gruppe A, III, a )  Spanien  Centro Nacional de Alimentacion y Nutricion c/Pozuelo Km 2 Majadahonda ( Madrid )  alle Gruppen   //  Laboratorio de Sanidad y Produccion Animal Santa Fe ( Granada )  alle Gruppen   //  Laboratorio de Sanidad y Produccion Animal Algete ( Madrid )  alle Gruppen  Mitgliedstaat  Referenzlaboratorium  Rückstandsgruppen  Frankreich  Laboratoire de dosages hormonaux Ecole nationale vétérinaire de Nantes CP 3018 F-44087 Nantes Cedex 03  Gruppe A, I und II   //  Laboratoire central d'hygiène alimentaire ( LCHA ) 43, rü de Dantzig F-75015 Paris  Gruppe B, I, a ); B, II, a ), b, und c )   //  Laboratoire des médicaments vétérinaires ( LMV ) La haute Marche-Javene F-35133 Fougères  Gruppen A, III a ) und b ); B, I, b ) und c )  Irland  Central Meat Control Laboratory Abbotstown, Castleknock IRL-Dublin 15  Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I, ausgenommen Organochlor - und Organophosphorverbindungen; Gruppe B, II ausgenommen polychlorierte Biphenyle   //  State Laboratory Abbotstown, Castleknock IRL-Dublin 15  Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I und II  Italien  Istituto Superiore di Sanità Viale Regina Elena 299 I-00161 Roma  alle Gruppen  Luxemburg  Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieuhygiëne Antonie van Leeuwenhoeklaan 9 NL-3720 BA Bilthoven  alle Gruppen   //  Institut d'hygiène et d'épidémiologie Rü J . Wijtsman 14 B-1050 Bruxelles  alle Gruppen  Niederlande  Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieuhygiëne Antonie van Leeuwenhoeklaan 9 NL-3720 BA Bilthoven  alle Gruppen   //  Rijkskwaliteitsinstituut voor land - en tuinbouwprodukten Bornesteeg 45 NL-6708 PD Wageningen  alle Gruppen  Portugal  Laboratorio Nacional de Investigaçao Veterinaria Estrada de Benfica 701 P-1500 Lisboa  alle Gruppen  Vereinigtes Königreich  Central Veterinary Laboratory New Haw, Weybridge UK-Surrey KT15 3NB  Gruppe A, I, II und III Gruppe B, I   //  Food Science Laboratory Colney Lane UK-Norwich NR4 7UA  Gruppe A, III Gruppe B, I und II   //  Veterinary Research Laboratories Stormont UK-Belfast BT4 3SD  Gruppe A, I, a ) und c ), II und III Gruppe B, I und II   //  Food and Agricultural Chemistry Research Division Department of Agriculture for Northern Ireland Newforge Lane UK-Belfast BT9 5PX  Gruppe A, I, b ) und III Gruppe B, I und II   //   //  //