CELEX: 62020CN0299
Language: de
Date: 2020-07-06 00:00:00
Title: Rechtssache C-299/20: Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État (Frankreich), eingereicht am 6. Juli 2020 — Icade Promotion Logement SAS/Ministère de l'Action et des Comptes publics

7.9.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 297/35
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État (Frankreich), eingereicht am 6. Juli 2020 — Icade Promotion Logement SAS/Ministère de l'Action et des Comptes publics
      (Rechtssache C-299/20)
      (2020/C 297/47)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Conseil d'État
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Rechtsmittelführerin: Icade Promotion Logement SAS
      
         Rechtsmittelgegner: Ministère de l'Action et des Comptes publics
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Ist Art. 392 der Richtlinie [2006/112/EG des Rates] vom 28. November 2006 (1) [über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem] dahin auszulegen, dass er die Anwendung der Differenzbesteuerung der Lieferung unbeweglicher Sachen vorbehält, deren Erwerb der Mehrwertsteuer unterlag, ohne dass der Steuerpflichtige, der sie wiederverkauft, zum Vorsteuerabzug berechtigt war? Oder erlaubt er es, diese Regelung auf die Lieferung unbeweglicher Sachen anzuwenden, deren Erwerb nicht mehrwertsteuerpflichtig war, weil dieser Erwerb entweder nicht in den Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer fällt oder zwar in deren Anwendungsbereich fällt, aber befreit ist?
               
            
                  2.
               
               
                  Ist Art. 392 der Richtlinie [2006/112] dahin auszulegen, dass er die Anwendung der Differenzbesteuerung auf die Lieferung von Baugrundstücken in den beiden folgenden Fällen ausschließt:
                  
                              —
                           
                           
                              Diese unbebaut erworbenen Grundstücke wurden zwischen dem Zeitpunkt ihres Erwerbs und dem ihres Wiederverkaufs durch den Steuerpflichtigen zu Baugrundstücken.
                           
                        
                              —
                           
                           
                              Diese Grundstücke unterlagen zwischen dem Zeitpunkt ihres Erwerbs und dem ihres Wiederverkaufs durch den Steuerpflichtigen Änderungen hinsichtlich ihrer Merkmale, z. B. der Aufteilung in Parzellen oder Arbeiten zu ihrem Anschluss an verschiedene Netze (Straßen und Wege, Trinkwasser, Elektrizität, Gas, Abwasser, Telekommunikation)?
                           
                        
            
         (1)  Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. 2006, L 347, S. 1).