CELEX: 31989R0783
Language: de
Date: 1989-03-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 783/89 der Kommission vom 28. März 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Kopfsalat mit Ursprung in Israel

Nr. L 84/40                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               29 . 3 . 89
                               VERORDNUNG (EWG) Nr. 783/89 DER KOMMISSION
                                                    vom 28 . März 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Kopfsalat mit
                                                    Ursprung in Israel
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (% müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                                 berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                                 Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen           anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                 Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Kopfsalat mit
                                                                 Ursprung in Israel an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und             tagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis
Portugals,                                                       gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe auf diesen
                                                                 Kopfsalat erhoben werden.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates
vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die         erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Verordnung (EWG) Nr. 2238/88 (2), insbesondere auf               zugrunde zu legen :
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                                 — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
in Erwägung nachstehender Gründe :                                   punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                     Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                 nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr             Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­             gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 zweiter
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                  Unterabsatz letzter Gedankenstrich der Verordnung
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­              (EWG) Nr. 1676/85 des Rates (*), zuletzt geändert
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland, außer in                  durch die Verordnung (EWG) Nr. 1636/87 (7),
Ausnahmefällen, eine Ausgleichsabgabe erhoben wird.              — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
Die Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen               sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                  kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­            während    des    bestimmten    Zeitraums    für     die
baren Einfuhrpreise sein.                                            Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
                                                                     hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
In der Verordnung (EWG) Nr. 3137/88 der Kommission                   vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
vom 12. Oktober 1988 zur Festsetzung der Referenzpreise
für Kopfsalat für das Wirtschaftsjahr 1988/89 (3) wurde der
Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I auf
8 1 ,50 ECU je 1 00 kg Eigengewicht für den Zeitraum vom
1 . März bis zum 31 . Mai 1989 festgesetzt.
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                    Artikel 1
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese           Auf Einfuhren von (KN-Code 0705 11 10 und
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz           0705 11 90) mit Ursprung in Israel wird eine Ausgleichs­
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle               abgabe in Höhe von 18,27 ECU je 100 kg Eigengewicht
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­           erhoben .
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                          Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
                                                                 Diese Verordnung tritt am 30. März 1989 in Kraft.
(')  ABl. Nr. L 118 vom 20.  5. 1972, S. 1 .
0    ABl. Nr. L 198 vom 26.  7. 1988, S. 1 .                     O ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1
O    ABl. Nr. L 280 vom  13. 10. 1988, S. 11 .                   O ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O    ABl. Nr. L 220 vom  10. 8. 1974, S. 20.                     O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- 29. 3. 89                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. L 84/41
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
          Mitgliedstaat.
          Brüssel, den 28 . März 1989
                                                                Für die Kommission
                                                                 Ray MAC SHARRY
                                                             Mitglied der Kommission