CELEX: 51988PC0076
Language: de
Date: 1988-03-07
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES UEBER MINDESTVORSCHRIFTEN FUER DIE BENUTZUNG PERSOENLICHER SCHUTZAUSRUESTUNGEN DURCH ARBEITNEHMER

20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 161/1
                                                             II
                                                 (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
                   Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über Mindestvorschriften für die Benutzung
                                   persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer
                         (Dritte Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 13 der Richtlinie           ) (*)
                                                     KOM(88) 76 endg.
                                (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 11. März 1988)
                                                        (88/C 161/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                          In seiner Entschließung vom 21. Dezember 1987 (4) über
                                                                 Sicherheit, Arbeitshygiene und Gesundheitsschutz am
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-               Arbeitsplatz nimmt der Rat die Absicht der Kommission
 schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-           zur Kenntnis, ihm binnen kurzem Mindestvorschriften
kel 118a,                                                        über Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitneh-
                                                                 mer am Arbeitsplatz vorzulegen.
auf Vorschlag der Kommission, der nach Anhörung des
Beratenden Ausschusses für Sicherheit, Arbeitshygiene            Für die Vollendung des Binnenmarktes ist die Ausarbei-
und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ausgearbeitet              tung einer Richtlinie auf der Grundlage von Artikel
wurde (2),                                                       100a entsprechend der neuen Konzeption auf dem Ge-
                                                                 biet der Harmonisierung und Normung (5) vorgesehen,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
                                                                 die grundlegende Sicherheitsanforderungen für Entwurf
schusses,
                                                                 sowie Fertigung oder Konstruktion von persönlichen
 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,               Schutzausrüstungen festlegt, um das Inverkehrbringen
                                                                 und den freien Verkehr dieser Erzeugnisse in der Ge-
in Erwägung nachstehender Gründe:                                meinschaft zu ermöglichen.
Artikel 118a des EWG-Vertrages sieht vor, daß der Rat            Es ist erforderlich, diese Richtlinie, die sich nur auf das
durch Richtlinien Mindestvorschriften festlegt, um die           Inverkehrbringen der persönlichen Schutzausrüstungen
Verbesserung insbesondere der Arbeitsumwelt zu för-              innerhalb der Gemeinschaft bezieht, durch Mindestvor-
dern, um die Sicherheit und die Gesundheit der Arbeit-           schriften über die Sicherheit und Gesundheit bei der
nehmer zu schützen.                                              Verwendung der persönlichen Schutzausrüstungen zu
Ferner legt Artikel 118a nahe, auf verwaltungsmäßige,            ergänzen.
finanzielle oder rechtliche Auflagen, die der Gründung
und Entwicklung von Klein- und Mittelbetrieben entge-            Die vorliegende Richtlinie     bildet eine soziale Kompo-
genstehen, zu verzichten.                                        nente oder Ergänzung für        eine Richtlinie zur techni-
                                                                 schen Harmonisierung, die      auf die Vollendung des Bin-
Die Mitteilung der Kommission über ihr Aktionspro-               nenmarktes für persönliche     Schutzausrüstungen abzielt.
gramm für Sicherheit, Arbeitshygiene und Gesundheits-
 schutz am Arbeitsplatz (3) sieht die Verabschiedung von         Die kollektiven Schutzmaßnahmen sind gegenüber den
 Richtlinien vor, die die Sicherheit und den Gesundheits-        persönlichen Schutzausrüstungen als prioritär anzu-
schutz der Arbeitnehmer gewährleisten sollen.                    sehen.
(*) Dok. KOM(88) 73 endg. (ABl. Nr. C 141 vom 30. 5. 1988).
(2) Beschluß des Rates 74/325/EWG (ABl. Nr. L 185 vom
    9. 7. 1974).                                                 (4) Abi. Nr. C 28 vom 3. 2. 1988.
(3) ABl. Nr. C 28 vom 3. 2. 1988.                                (5) Weißbuch, Dok. KOM 85(310) endg.
 ---pagebreak--- Nr. C 161/2                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              20. 6. 88
Die Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen            — Arbeitnehmer:
setzt voraus, daß sich die Arbeitnehmer in einer Situa-
tion mit Risiken für ihre Sicherheit und Gesundheit              Jede Person, die Leistungen irgendeiner Art erbringt,
befinden, und es ist gegenüber einer derartigen Situation        einschließlich Praktikanten und Lehrlinge.
von Bedeutung, die Beteiligung der Arbeitnehmer an
sämtlichen Aspekten der Verwendung von persönlichen           — Unternehmen und/oder Betrieb:
Schutzausrüstungen zu entwickeln.
                                                                 Rechtsträger, der dem öffentlichen oder privaten
Die vorliegende Richtlinie sieht zum Schutz von Sicher-          Sektor angehört und insbesondere eine gewerbliche,
heit und Gesundheit der Arbeitnehmer unumgängliche               landwirtschaftliche,     kaufmännische,      verwal-
Mindestvorschriften vor, ohne aber der Beibehaltung              tungsmäßige, dienstleistungs- bzw. ausbildungsbe-
und Festlegung bestimmter weitergehender Maßnah-                 zogene oder kulturelle Tätigkeit ausübt.
men für den Schutz der Arbeitsbedingungen durch die
Einzelstaaten im Wege zu stehen.                              — Arbeitgeber:
Diese Vorschriften dürfen allerdings keine Veränderun-           Die Stelle oder die Person, die die Verantwortung
gen derjenigen persönlichen Schutzausrüstungen, die              für das Unternehmen und/oder den Betrieb trägt.
bereits Gegenstand von Gemeinschaftsrichtlinien hin-
sichtlich ihrer Konzeption und Konstruktion im Hin-           — Persönliche Schutzausrüstung:
blick auf Sicherheit und Gesundheit waren, gegenüber
den Bestimmungen dieser Richtlinien enthalten.                   Jede Ausrüstung, die vom Arbeitnehmer benutzt
                                                                 wird, um sich gegen ein Risiko oder mehrere Risiken
Es ist von größter Bedeutung, die Zusammenarbeit der             zu schützen, das (die) seine Sicherheit und Gesund-
Sozialpartner bei den Entscheidungen und Maßnahmen               heit während der Arbeit beeinträchtigen könnte(n).
auf dem Gebiet des Schutzes von Sicherheit und Ge-               Anhang III enthält eine nicht erschöpfende Liste
sundheit am Arbeitsplatz auf sämtlichen Ebenen zu                mit Beispielen für persönliche Schutzausrüstungen
fördern.                                                         gemäß dieser Definition.
Es ist angebracht, bei der Kommission einen Ausschuß             Ebenfalls als persönliche Schutzausrüstung gelten:
einzusetzen, der diese bei der Durchführung der von
der Richtlinie vorgesehenen ergänzenden Maßnahmen                — die Gesamtheit mehrerer Vorrichtungen oder
unterstützt.                                                         Mittel, die miteinander kombiniert werden, um
                                                                     den Arbeitnehmer gegen ein Risiko oder mehrere
                                                                     Risiken, die gleichzeitig auftreten könnten, zu
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                                    schützen,
                                                                 — eine Vorrichtung oder ein Schutzmittel, die (das)
                   Ziel der Richtlinie                               zusammen mit einer vom Arbeitnehmer verwen-
                                                                     deten persönlichen, nicht dem Schutz dienenden
                        Artikel 1                                    Ausrüstung, unabhängig davon, ob sie (es) von
                                                                     dieser getrennt werden kann oder nicht, benutzt
Ziel der vorliegenden Richtlinie, einer Einzelrichtlinie             wird, um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben,
im Sinne von Artikel 13 der Richtlinie           , ist der       — austauschbare Bestandteile einer persönlichen
Schutz der Arbeitnehmer vor Risiken für Sicherheit und               Schutzausrüstung, die für deren einwandfreies
Gesundheit während der Arbeit in Fällen, in denen diese              Funktionieren unerläßlich sind.
Risiken nicht durch kollektive technische Schutzmittel
oder durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen, Me-                Jedes Verbindungssystem, das erforderlich ist, um
thoden oder Verfahren vermieden oder ausreichend be-             die persönliche Schutzausrüstung an eine externe
grenzt werden.                                                   Vorrichtung anzuschließen, selbst wenn dieses Ver-
                                                                 bindungssystem während der Dauer der Exposition
                                                                 gegenüber dem Risiko (den Risiken) nicht ständig
                       Definitionen                              benutzt werden muß.
                        Artikel 2                                Nicht under diese Definition fallen:
                                                                 — normale Arbeitskleidung und Uniformen, die
1. Diese Richtlinie gilt für am Arbeitsplatz verwende-               nicht speziell dem Schutz von Sicherheit und
te persönliche Schutzausrüstungen; sie stellt in diesem              Gesundheit des Arbeitnehmers dienen,
Bereich eine Ergänzung der Richtlinie des Rates
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-             — Ausrüstungen für Not- und Rettungsdienste,
staaten über persönliche Schutzausrüstungen dar.                 — persönliche Schutzausrüstungen für Militär, Po-
                                                                      lizei und Angehörige von Ordnungsdiensten,
2.     Im Sinne dieser Richtlinie gilt als:
                                                                 — Transportausrüstungen und -mittel für den pri-
                                                                      vaten Sektor,
— Arbeitsplatz:
                                                                  — Sportausrüstungen,
    Jeder Ort im Unternehmen und/oder Betrieb, zu
    dem der Arbeitnehmer Zugang hat.                              — Selbstverteidigungs- oder Abschreckungsmittel,
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 161/3
    — tragbare Geräte zur Feststellung und Signalisie-       6.     Der Arbeitgeber hat normalerweise persönliche
        rung von Risiken und Schadstoffen.                   Schutzausrüstungen kostenlos zur Verfügung zu stellen;
                                                             er muß durch die erforderlichen Wartungs-, Reparatur-
    Anhang II enthält eine nicht erschöpfende Liste          und Ersatzmaßnahmen ein gutes Funktionieren und
    mit Beispielen für persönliche Schutzausrüstungen        einwandfreie hygienische Bedingungen gewährleisten.
    gemäß dieser Definition.
                                                                   Bewertung der persönlichen Schutzausrüstung
               Allgemeine Bestimmungen                                               Artikel 5
                        Artikel 3                            1. Bei der Auswahl einer persönlichen Schutzausrü-
                                                             stung muß der Arbeitgeber eine Bewertung der von ihm
                                                             vorgesehenen persönlichen Schutzausrüstung vorneh-
Persönliche Schutzausrüstungen sind zu verwenden,            men, um festzustellen, ob sie den in Artikel 4 Absatz 1
wenn die Risiken nicht durch die anderen in Arti-            und 2 genannten Bedingungen gerecht wird.
kel 1 genannten Maßnahmen verhütet oder ausreichend
begrenzt werden.                                             Diese Bewertung umfaßt:
                                                             a) Die Untersuchung derjenigen Risiken, die anderwei-
                                                                 tig nicht verhindert werden können. Anhang I ent-
                        Artikel 4                                hält ein Schema für eine derartige Untersuchung;
1.    Eine persönliche Schutzausrüstung muß:                 b) Die Definition der Eigenschaften, die persönliche
                                                                Schutzausrüstungen aufweisen müssen, damit sie
— Schutz gegenüber den zu verhütenden Risiken                   einen Schutz gegenüber den unter a) genannte Risi-
    bieten,                                                     ken bieten können, wobei eventuelle Gefahrenquel-
                                                                len, die die persönlichen Schutzausrüstungen selbst
— dem einzelnen Arbeitnehmer angepaßt bzw. anzu-                darstellen können, zu berücksichtigen sind;
    passen sein,
                                                            c) Die Bewertung der Eigenschaften der entsprechen-
— für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen ge-             den verfügbaren persönlichen Schutzausrüstungen
    eignet sein,                                                im Vergleich mit den unter b) genannten Eigenschaf-
— den ergonomischen          Anforderungen    Rechnung          ten. Anhang II enthält eine Liste der verfügbaren
    tragen,                                                     persönlichen Schutzausrüstungen. Anhang III ent-
                                                                hält eine nicht erschöpfende Liste mit Angaben zur
— dem Gesundheitszustand des jeweiligen Arbeitneh-              Bewertung bestimmter persönlicher Schutzausrü-
    mers Rechnung tragen,                                       stungen.
— falls möglich, die für den Benutzer erforderlichen
    Korrekturvorrichtungen umfassen.                        2.     Die in Absatz 1 vorgesehene Bewertung muß bei
                                                            Änderungen der einzelnen Kriterien erneut durchge-
                                                            führt werden.
2.    Machen verschiedene Risiken den gleichzeitigen
Einsatz mehrerer persönlicher Schutzausrüstungen not-
wendig, müssen diese Ausrüstungen aufeinander ab-                         Vorschriften für die Benutzung
gestimmt und ihre Schutzwirkung gegenüber jeder Ge-
fahr gewährleistet sein.                                                             Artikel 6
3.    Die Bedingungen, unter denen eine persönliche          1. Unbeschadet der Bestimmungen in Artikel 3, 4
Schutzausrüstung verwendet werden muß, ergeben sich,        und 5 legen die Mitgliedstaaten Vorschriften fest, die
insbesondere hinsichtlich der Dauer ihres Einsatzes, aus    einen Rahmen für die Benutzung von persönlichen
der Höhe des Risikos, der Häufigkeit der Exposition         Schutzausrüstungen setzen, unter Berücksichtigung der
gegenüber diesem Risiko und den spezifischen Merkma-        gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften für den freien
len des Arbeitsplatzes jedes einzelnen Arbeitnehmers.       Warenverkehr.
                                                            Diese Vorschriften enthalten insbesondere Angaben
4.    Grundsätzlich ist eine persönliche Schutzausrü-       über Situationen, Tätigkeiten und Tätigkeitsbereiche,
stung für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Erlau-        die die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen
ben die Gegebenheiten den Gebrauch einer persönlichen       erforderlich machen.
Schutzausrüstung durch mehrere Personen, so sind ent-
sprechende Maßnahmen zu treffen, damit sich dadurch         Bei der Ausarbeitung dieser Vorschriften berücksichti-
für die verschiedenen Benutzer keine Gesundheits- und       gen die Mitgliedstaaten die Anhänge I, II, III und IV.
Hygieneprobleme ergeben.
                                                            2.     Die Mitgliedstaaten passen die in Absatz 1 ge-
5.    Im Unternehmen sind geeignete Informationen           nannten Vorschriften an, um wesentlichen Änderungen,
über jede einzelne persönliche Schutzausrüstung, die        die sich durch den technischen Fortschritt in bezug auf
in Anwendung der Bestimmungen in Absatz 1 und 2             Risiken, kollektive Schutzmaßnahmen und persönliche
erforderlich sind, zur Verfügung zu halten.                 Schutzausrüstungen ergeben, Rechnung zu tragen.
 ---pagebreak--- Nr. C 161/4                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               20. 6. 88
3.    Die einzelnen Mitgliedstaaten konsultieren zu-                               Artikel 8
nächst die Sozialpartner zu den in Absatz 1 und 2
genannten Vorschriften.                                    1. Die Anhänge I, II, III und IV werden angepaßt in
                                                           Abhängigkeit von:
     Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern            — der Annahme der Richtlinie zur technischen Harmo-
                                                               nisierung und Vereinheitlichung von Konstruktion
                       Artikel 7                                und Fertigung persönlicher Schutzausrüstungen,
1. Der Arbeitgeber muß die Arbeitnehmer oder ihre          — dem technischen Fortschritt, der Entwicklung inter-
                                                               nationaler Regelungen oder Spezifikationen sowie
Vertreter im Betrieb oder Unternehmen an der Ausar-
                                                               von Kenntnissen auf dem Gebiet persönlicher
beitung und/oder Durchführung der nachstehend ge-
                                                               Schutzausrüstungen.
nannten Maßnahmen beteiligen:
— Politik des Unternehmens im Bereich persönlicher         2.     Für die Anpassungen gemäß Absatz 1 bedient
    Schutzausrüstungen,                                    sich die Kommission eines Ausschusses gemäß dem in
                                                           Artikel 14 der Richtlinie             vorgesehenen Ver-
— die in Artikel 3 festgelegten Grundsätze für die         fahren.
    Benutzung,
— die Benutzungsvoraussetzungen gemäß Artikel 4,                                   Artikel 9
    Absätze 3, 4, 5 und 6,
— das in Artikel 5 vorgesehene Bewertungsverfahren,        1. Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen
                                                           Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richt-
— die Auswahl von Modellen persönlicher Schutzaus-         linie bis spätestens am 1. Juli 1990 nachzukommen. Sie
    rüstungen,                                             setzen die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.
— Maßnahmen, die zu ergreifen sind, damit die per-
    sönlichen Schutzausrüstungen von den Arbeitneh-        2.    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den
    mern korrekt benutzt werden, und insbesondere          Wortlaut der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften mit,
    eine geeignete Unterrichtung und ggf. Ausbildung,      die sie in dem unter diese Richtlinie fallenden Bereich
                                                           erlassen. Die Kommission leitet diese Mitteilungen an
— Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken, die sich           die übrigen Mitgliedstaaten weiter.
    durch die Benutzung bestimmter persönlicher
    Schutzausrüstungen ergeben könnten.                    3.    Die Mitgliedstaaten erstatten der Kommission alle
                                                           zwei Jahre Bericht über die Anwendung der Maßnah-
2.    Die Bestimmungen gemäß Absatz 1 berühren in          men gemäß den vorstehenden Absätzen 1 und 2 in den
keiner Weise die Verantwortung des Arbeitgebers.           einzelnen Unternehmen unter Hinweis auf den Stand-
                                                           punkt der Sozialpartner.
3.    Die für die Betriebssicherheit und den Gesund-
heitsschutz am Arbeitsplatz zuständige Behörde ergreift
die erforderlichen Maßnahmen zur Durchsetzung der                                  Artikel 10
Einführung und Anwendung des Absatzes 1 im jeweili-
gen Unternehmen.                                           Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                                                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 161/5
                              i    ü JJ 6 Je - u
                                  -2 -5 ~Ö a c £M
                                  J3 " C S • & <
                              z
                   u
                                   J^ «|' s| £|
                   o
                   0               S -c              5
                   0                    ö u g
                                      1 a>
                                   Ö V                ü
                                   e.                «
                                      < 2 uu
                                      0'<                 -
                                               Q
                        6z                                    J"
                                                          Ö          *
                   w
                                                       ::D
                                                               CH
                   I
                   U
                                                              Z
                        uu
                        O
                        o                                     1
                                                              U,
         c              <
                        <*
         &
         e                                               H
                                                         </5 ""
              2;
         2                                     5
              K                                £*
     | |                                      :<
              <*                                          ü u
     2 ü                zUJ                               c g
     c =                -J
                        I
     g-5
     e u                <
                        OS
                                                     cht-
     s x
oz   3 15                                            e o JJ
 <
     o &.                             *^£
 z
     « e                              a^t
                                      uJ                  N
     'S-s
                        *                                     ^
     = *                                                      *
                   tt   UJ
                        I                                 Sä «3
                        H
     •U
      * 123
                   >-
                   I                                     i £
                   a.
     •5 «                                        C    , c
                                                 M S ,S i
         e                                      <
                                                          k g
                                                         £         §
                                                         >         s
                        *
                        z<
                                   Stiche
                                                              zungei
                        I
                        u                                      Kratz
                                            Stöße,            Auf-
                                                              V
                                                              <>
                                                               /
                                                                                                                                 c
                                                                                                   ""£.                                       a
                                                                                                    0                            I0
                                                                                                                                 T3
                                                                                                                                         00
                                                                                                                                              :S
                                                                                                   u                                          *
                                                                                         S1                    =        ~        <      J
                                                                                              Je               b        b
                                                                          73
                                                                          Je   -C
                                                                               O
                                                                                    c
                                                                                    3    i
                                                                                              U
                                                                                                   §      T3
                                                                                                          I
                                                                                                           C   g   ca
                                                                                                                   u.
                                                                                                                             3
                                                                                                                             X
                                                                                                                                 E
                                                                                                                                  3
                                                                                                                                 od
                                                                                                                                         c
                                                                                                                                              I
                                                                                                                                              0
                                                                          £         <   <          O           <        CO              0-,
                                                                                                          N3SSVW   N3SSVW
                                                                                    3dOM                  -crano   -aano     S3N3d3IHDS*3A
                                                                                                          3"H3HO   3*31Nn
                                                                                                    31I3XH3d*QM
 ---pagebreak--- Nr. C 161/6                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        20. 6. 88
                                                         ANHANG      U
                 Nicht erschöpfende Liste persönlicher Schutzausrüstungen gemäß der Definition in Artikel 2
          KOPFSCHUTZ
          — Industrieschutzhelme (für den Einsatz in Untertagebetrieben, auf öffentlichen Baustellen, in verschiedenen
             Industriezweigen).
          — Kopfschutzbedeckungen (Mützen, Kappen, Südwester usw. aus Stoff, imprägniertem Stoff usw.).
          — Kopfbedeckungen zum Schutz gegen Erfaßtwerden der Haare von bewegten Maschinenteilen (Kappen,
             Haarschutzhauben, Haarschutznetze — mit oder ohne Schirm).
          SCHALLSCHUTZ
          — Gehörschutzstöpsel.
          — Gehörschutzhelme.
          — Kapselgehörschützer mit Industrieschutzhelm-Befestigung.
          — Kapselgehörschützer mit Bügel und Empfänger für niedrige Frequenzen.
          — Gehörschützer mit Kommunikationseinrichtung.
          AUGEN- UND GESICHTSSCHUTZ
          — Gestellbrillen.
          — Schutzmasken (Korbbrillen).
          — Schutzbrillen gegen Röntgen-, Laser-, UV-, IR- und sichtbare Strahlen.
          — Schutzschilde.
          — Schutzschirme und -hauben für Lichtbogenschweißer (Handblendschirme, Schutzschirme mit Kopfhalte-
             rung bzw. mit Traghilfen am Schutzhelm.
          ATEMSCHUTZ
          — Staubschutzfiltergeräte.
          — Gasschutzfiltergeräte.
          — Filtergeräte zum Schutz gegen Partikel von radioaktiven Stoffen.
          — Isoliergeräte (Frischluft-Schlauchgeräte, Druckluft-Schlauchgeräte, Preßluftatmer oder Regenerationsgerä-
             te mit Drucksauerstoff).
          — Atemgeräte mit abnehmbarem Schweißerschutzschirm.
          — Tauchgeräte und -ausrüstungen.
          — Taucheranzüge.
           HAND- UND ARMSCHUTZ
          — Handschuhe zum Schutz gegen mechanische Beanspruchung (Stiche, Schnitte, Schwingungen, usw.).
          — Chemikalienschutzhandschuhe.
          — Elektrikerschutzhandschuhe.
          — Fausthandschuhe.
           — Fingerlinge.
           — Schutzärmel.
           — Gelenkmanschetten.
           — Halbhandschuhe.
           — Handleder.
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 161/7
          FUSS- UND BEINSCHUTZ
          — Halbschuhe, Schnürstiefel, Halbstiefel, Sicherheitsstiefel.
          — Schnell aufzuschnürende bzw. aufzuhakende Schuhe.
          — Schuhe mit Zehenschutzkappe.
          — Schuhe und Überschuhe mit wärmeisolierendem Unterbau.
          — Hitzeschutzschuhe, -Stiefel und -Überstiefel.
          — Kälteschutzschuhe, -Stiefel und -Überstiefel.
          — Schuhe, Stiefel und Überstiefel zum Schutz gegen Schwingungen.
          — Schuhe, Stiefel und Überstiefel zum Schutz gegen elektrostatische Aufladung.
          — Schuhe, Stiefel und Uberstiefel zum Schutz gegen elektrische Entladung.
          — Stiefel zum Schutz gegen Meißelzahnketten.
          — Holzschuhe.
          — Knieschützer.
          — Abnehmbare Spannschützer.
          — Abnehmbare Sohlen (wärmeisolierende, durchtrittsichere oder schweißhemmende Sohlen).
          — Abnehmbare Krampen zum Schutz gegen Ausrutschen bzw. Ausgleiten auf Glatteis, Schnee und glitschigen
             Fußböden.
          HAUTSCHUTZ
          — Schutzcremes/Salben.
          RUMPF- UND BAUCHSCHUTZ
          — Westen, Jacken und Schürzen zum Schutz gegen mechanische Beanspruchung (Stiche, Schnitte, Flüssigme-
             tallspritzer usw.).
          — Westen, Jacken und Schürzen zum Schutz gegen agressive chemische Stoffe.
          — Heizwesten.
          — Röntgenschutzschürzen.
          — Schutzgürtel für LKW-Fahrer.
          GANZKÖRPERSCHUTZ
          — Schutz gegen Absturz
             — Absturzschutzausrüstung (vollständige Ausrüstung einschließlich des notwendigen einschlägigen Zube-
                  hörs).
             — Ausrüstung mit Falldämpfern (vollständige Ausrüstung einschließlich des notwendigen einschlägigen
                  Zubehörs).
             — Sicherheitsgeschirr (Halte- und Auffanggurte).
          —    Schutzkleidung
             — Arbeitsschutzkleidung (zweiteilige Anzüge und Overalls).
             — Schutzkleidung gegen mechanische Einwirkung (Stiche, Schnitte usw.).
             — Chemikalkleidung.
             — Schutzkleidung gegen Flüssigmetallspritzer und Infrarotstrahlung.
             — Hitzeschutzkleidung.
              — Kälteschutzkleidung.
              — Schutzkleidung gegen radioaktive Substanzen.
              — Staubschutzkleidung.
              — Gasschutzkleidung.
              — Fluoreszierende Warnkleidung mit Reflexstreifen einschließlich Zubehör (Armbinden, Handschuhe,
                  usw.).
              — Schutzdecken.
 ---pagebreak--- Nr. C 161/8                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           20. 6. 88
                                                              ANHANG 111
                           Nicht erschöpfende Angaben zur Bewertung von persönlichen Schutzausrüstungen
           1. Schutzhelme in der Industrie.
           2. Augen- und Gesichtsschutzgeräte.
           3. Gehörschützer.
           4. Atemschutzgeräte.
           5. Schutzhandschuhe.
           6. Schutzschuhe und -Stiefel.
           7. Schutzkleidung.
           8. Schwimmwesten zur Verwendung in der Industrie.
           9. Absturzschutz.
                                             1. SCHUTZHELME IN DER INDUSTRIE
                                                                                           Bei der Auswahl bzw.
                       Risiken               Ursachen und Art der Risiken              Verwendung der Ausrüstung
                                                                              in bezug auf Sicherhett zu beachtende faktoren
                                      DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
            Mechanische Einwirkungen      — Herabfallende Gegenstände,         — Stoßdämpfungsvermögen
                                             Anstoßen
                                          — Seitliches Einklemmen              — Durchdringungsfestigkeit
                                          — Einsatz von Bolzensetzgeräten      — Seitensteifigkeit
                                                                               — Widerstand gegenüber Beschuß
            Einwirkung von Elektrizität   — Elektrische Niederspannung         — Elektrische Isolierung
            Thermische Einwirkungen       — Kälte oder Hitze                   — Aufrechterhaltung der Schutzfunktionen bei
                                                                                   niedrigen und hohen Temperaturen
                                          — Flüssigmetallspritzer              — Beständigkeit gegen Flüssigmetallspritzer
            Nichterkennbarkeit            — Mangelnde Wahrnehmung              — Warnfarbe, Retroreflexion
                                         DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
            Belastung des Trägers, Be-    — Unzulänglicher Tragekomfort        — Ergonomische Gestaltung
            hinderung bei der Arbeit                                               — Gewicht
                                                                                   — Traghöhe
                                                                                   — Anpassung an den Kopf
                                                                                   — Belüftung
            Gesundheits- und              — Schlechte Verträglichkeit          — Materialeigenschaften
            Unfallgefahren                 — Mangel an Hygiene                 — Pflegeeigenschaften
                                           — Schlechter Sitz, Herabfallen des  — Sitzfestigkeit
                                              Helmes
                                           — Kontakt mit offenen Flammen       — Schwerentflammbarkeit, Beständigkeit bei
                                                                                   Kontakt mit offener Flamme
            Beeinträchtigung der Schutz-   — Witterung, Umgebungsbedingun-     — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
            funktion durch Alterung           gen, Reinigung, Benutzung            betrieblichen Beanspruchungen
                                                                               — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                   der Benutzungsdauer.
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                 Nr. C 161/9
                           DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDUNGTE RISIKEN
          Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung        — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
          Schutzwirkung                                                            Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                   chen Beanspruchung
                                                                                   — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                        (Gebrauchsanleitung)
                                                                                   — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                        rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                        für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                                   — Auswahl der Ausrüstung unter Beach-
                                                                                        tung der individuellen Faktoren des Trä-
                                                                                        gers
                                        — Falsche Anwendung der Ausrü-          — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                           stung                                    der Ausrüstung
                                                                                — Beachtung der Herstellerinformation
                                        — Verschmutzung, Abnutzung oder         —   Haltung in guten Zustand
                                           Beschädigung der Ausrüstung          —   Regelmäßige Kontrolle
                                                                                —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                                —   Beachtung der Herstellerinformation
                                        2. AUGEN- UND GESICHTSSCHUTZGERÄTE
                                                                                             Bei der Auswahl bzw.
                     Risiken                Ursachen und Art der Risiken                  Verwendung der Ausrüstung
                                                                               in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                     DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
          Allgemeine unspezifische      — Beanspruchung durch die Verwen-       — Sichtscheiben mit ausreichender mecha-
          Einwirkungen                     dung                                     nischer Festigkeit und Splittersicherheit
                                        — Eindringen von Fremdkörpern ge-       — Dichtheit und Beständigkeit
                                           ringer Energie
          Mechanische Einwirkungen      — Partikel großer Geschwindigkeit,      — Mechanische Festigkeit
                                           Splitter
                                        — Einsatz von Bolzensetzgeräten
          Thermisch/mechanische Ein-    — Glühende Partikel, auch mit hoher     — Beständigkeit gegen glühendes/geschmolze-
          wirkungen                        Geschwindigkeit                          nes Material
          Einwirkung durch Kälte        — Unterkühlung des Auges                — Dichter Abschluß der Schutzausrüstung am
                                                                                   Gesicht
          Chemische Einwirkungen        — Verätzungen durch                     — Dichtheit (Seitenschutz)        und   chemische
                                                                                    Beständigkeit
                                           — Nebel
                                           — Stäube
                                           — Rauche
          Einwirkungen durch Strah-     — Technische Quellen für: infrarote     — Filtereigenschaften der Sichtscheiben
          lung                             Strahlung, sichtbares Licht, ultra-      (Okular)
                                           violette Strahlung, ionisierende     — Dichtigkeit der Fassung gegenüber der Strah-
                                           Strahlen, Laserstrahlen                  lung
                                        — Natürliche Strahlung: Tageslicht      — Lichtundurchlässige Tragkörper
                                       DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Belastung des Trägers         — Unzulänglicher Tragekomfort               — Ergonomische Gestaltung
          Behinderung bei der Arbeit       durch
                                           — zu hohes Gewicht                      — geringes Gewicht
                                           — verstärktes Schwitzen                 — ausreichende Hinterlüftung, beschlag-
                                                                                        hemmende Sichtscheiben
          Arbeit                           — mangelhafter Sitz,     zu   hohe      — individuelle Anpassung an den Träger
                                               Andrückkraft
          Gesundheits- und              — Schlechte Verträglichkeit             — Materialeigenschaften
          Unfallgefahren                — Mangelnde Hygiene                     — Pflegeeigenschaften
                                        — Gefahr von Schnittverletzungen        — Abgerundete Ecken und Kanten
                                           durch scharfkantige Teile            — Sicherheitssichtscheiben verwenden
 ---pagebreak--- Nr. C 161/10                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                  20. 6. 88
                                         DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Gesundheits- und               — Beeinträchtigung des Sehvermö-        — Optische Güteklasse beachten
           Unfallgefahren                   gens infolge schlechter optischer     — Kratzfeste Sichtscheiben verwenden
                                            Eigenschaften wie Bildverzerrung,
                                            Farbveränderungen, besonders bei
                                            Signalfarben, Streulicht
                                          — Einschränkung des Gesichtsfeldes      — Ausreichend große Sichtscheiben
                                          — Spiegelung                            — Entspiegelte Sichtscheiben und Tragkörper
                                          — Plötzlicher, starker Hell-Dunkel-     — Einstellgeschwindigkeit der (phototropen)
                                            Wechsel                                   Sichtscheiben
                                          — Beschlagen der Sichtscheiben          — Ausrüstung gegen Beschlagen (Antibeschlag-
                                                                                      mittel)
           Beeinträchtigung der Schutz-   — Witterung, Umgebungsbedingun-         — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
           funktion durch Alterung          gen, Reinigung, Benutzung                 betrieblichen Beanspruchungen
                                                                                  — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                      der Benutzungsdauer
                             DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Ungenügende                    — Falsche Auswahl der Ausrüstung        — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
           Schutzwirkung                                                              Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                      chen Beanspruchung
                                                                                     — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                          (Gebrauchsanleitung)
                                                                                     — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                          rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                          für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                                     — Auswahl der Ausrüstung unter Beach-
                                                                                          tung der individuellen Faktoren des Trä-
                                                                                          gers
                                          — Falsche Anwendung der Ausrü-          — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                            stung                                    der Ausrüstung
                                                                                  — Beachtung der Herstellerinformation
                                          — Verschmutzung, Abnutzung oder        —   Haltung in gutem Zustand
                                            Beschädigung der Ausrüstung           —  Regelmäßige Kontrolle
                                                                                 —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                                 —   Beachtung der Herstellerinformation
                                                        3. GEHÖRSCHÜTZER
                                                                                               Bei der Auswahl bzw.
                       Risiken               Ursachen und Art der Risiken                  Verwendung der Ausrüstung
                                                                                 in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                       DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
           Einwirkung von Lärm            — Dauerlärm                             — Ausreichende Schalldämmung für die jewei-
                                          — Impulslärm                                lige Lärmsituation
           Thermische Einwirkungen        — Metallspritzer, z. B. bei Schweißar-  — Beständigkeit        gegenüber       glühendem/
                                            beiten                                    geschmolzenem Material
                                         DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Belastung des Trägers,         — Unzulänglicher Tragekomfort           — Ergonomische Gestaltung
           Behinderung bei der Arbeit       — zu hohes Gewicht                       — Gewicht
                                            — zu hoher Druck                         — flächenbezogene Andrückkraft
                                            — verstärktes Schwitzen,                 — individuelle Anpassung
                                            — mangelhafter Sitz
           Eingeschränkte     akustische  — Verschlechterung      der    Sprach-  — Frequenzabhängigkeit der Schalldämmung,
           Kommunikationsfähigkeit          verständlichkeit, Signalerkennbar-        Verringerung der Schalldämmung
                                            keit, Erkennbarkeit informations-     — Einsatz von Stöpfseln anstelle von Kapseln
                                            haltiger Arbeitsgeräusche, Rich-      — Auswahl nach Hörprobe
                                            tungshören                            — Einsatz geeigneter elektroakustischer Gehör-
                                                                                      schützer
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              Nr. C 161/11
                                       DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Gesundheits- und              — Schlechte Verträglichkeit            — Materialeigenschaften
          Unfallgefahren                — Mangelnde Hygiene                    — Pflegeeigenschaften,       Austauschmöglichkeit
                                                                                   der Dichtungskissen bei Kapseln, Stöpsel zur
                                                                                   einmaligen Verwendung
                                        — Mangelhaftes Material                — Begrenzung des Faserdurchmessers bei Stöp-
                                                                                   seln aus Mineralfasern
                                        — Scharfkantige Teile                  — Abgerundete Ecken und Kanten
                                        — Einklemmen von Haaren                — Vermeiden von Klemmstellen
                                        — Kontakt mit glühenden Körpern        — Beständigkeit, Brenn- und Schmelzverhalten
                                        — Kontakt mit offener Flamme           — Schwerentflammbarkeit, Beständigkeit bei
                                                                                   Kontakt mit offener Flamme
          Beeinträchtigung der Schutz-  — Witterung, Umgebungsbedingun-        — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
          funktion durch Alterung         gen, Reinigung, Benutzung                betrieblichen Beanspruchungen
                                                                               — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                   der Benutzungsdauer.
                            DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung       — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
          Schutzwirkung                                                            Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                   chen Beanspruchung
                                                                                   — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                        (Gebrauchsanleitung)
                                                                                   — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                        rüstung (z. B. Schutzklassen, Kennzei-
                                                                                        chen für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                               — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                   der individuellen Faktoren des Trägers
                                        — Falsche Anwendung der Ausrü-         — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                          stung                                    der Ausrüstung
                                                                               — Beachtung der Herstellerinformation
                                        — Verschmutzung, Abnutzung oder        —   Haltung in gutem Zustand
                                          Beschädigung der Ausrüstung          —   Regelmäßige Kontrolle
                                                                               —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                               —   Beachtung der Herstellerinformation
                                                   4. ATEMSCHUTZGERÄTE
                                                                                             Bei der Auswahl bzw.
                      Risiken              Ursachen und Art der Risiken                   Verwendung der Ausrüstung
                                                                               in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                     DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
          Einwirkung von gefährlichen   — Partikelförmige   Luftverunreinigun-  — Partikelfilter der erforderlichen Wirksamkeit
          Stoffen in der Atemluft         gen (Stäube, Rauche, Nebel)               (Filterklasse), abhängig von Konzentration,
                                                                                    Giftigkeit/Gesundheitsgefährlichkeit     und
                                                                                    Größenspektrum der Partikeln
                                                                                — Besonders zu berücksichtigen sind Flüssig-
                                                                                    partikel (Tröpfchen)
                                        — Gas- und dampfförmige       Luftver-  — Auswahl des geeigneten Gasfiltertyps und
                                          unreinigungen                             der in Frage kommenden Filterklasse, abhän-
                                                                                    gig von Konzentration, Giftigkeit/Gesund-
                                                                                    heitsgefährlichkeit, geforderter Einsatzdauer
                                                                                    und Arbeitsschwere
                                        — Partikel- und gas/dampfförmige        — Auswahl des geeigneten Kombinationsfilter-
                                          Luftverunreinigungen                      typs analog zur Partikel- und Gasfilteraus-
                                                                                    wahl
           Mangel an Sauerstoff in der  — Sauerstoffentzug                      — Sicherstellung der Sauerstoffzufuhr durch die
           Atemluft                                                                 Ausrüstung
                                        — Sauerstoffverdrängung                 — Beachtung der Sauerstoffkapazität der Aus-
                                                                                    rüstung in Verbindung mit der Einsatzzeit
 ---pagebreak--- Nr. C 161/12                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              20. 6. 88
                                        DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Belastung des Trägers,        — Unzulänglicher Tragekomfort        — Ergonomische Gestaltung
           Behinderung bei der Arbeit                                           — Anpassung
                                           — Gewicht                            — geringes Gewicht, gute Gewichtsvertei-
                                                                                    lung
                                           — Zuleitungen u.a.                   — keine Behinderung der Kopfbewegung
                                                                                — geringer       Atemwiderstand,      geringer
                                           — Atemwiderstand                         Überdruck im Atembereich
                                                                                — Geräte mit Ventilen, Gebläseunterstüt-
                                           — Mikroklima unter der Maske             zung
                                                                                — einfache Handhabung/Bedienung
                                           — Anwendung
           Gesundheits- und              — Schlechte Verträglichkeit          — Materialeigenschaften
           Unfallgefahren                — Mangelnde Hygiene                  — Pflege- und Desinfektionseigenschaften
                                         — Undichtigkeit (Leckage)            — Dichter Sitz des Atemanschlusses am Gesicht
                                                                                des Trägers; Dichtheit der Ausrüstung
                                         — C0 2 -Anreicherung der Einatemluft — Geräte mit Atemventilen bzw. Gebläseun-
                                                                                terstützung oder C0 2 -Abscheider
                                         — Kontakt mit offenen Flammen,       — Verwendung schwer entflammbarer Werk-
                                           Funken, Metallspritzern
                                         — Beeinträchtigung des Gesichtsfel-  — Hinreichende Größe des Gesichtsfelders
                                           ders
                                         — Kontamination                      — Beständigkeit, Dekontaminierbarkeit
           Beeinträchtigung der Schutz-  — Witterung, Umgebungsbedingun-      — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
           funktion durch Alterung         gen, Reinigung, Benutzung            betrieblichen Beanspruchungen
                                                                              — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                der Benutzungsdauer
                            DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung     — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
           Schutzwirkung                                                        Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                chen Beanspruchung
                                                                                — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                    (Gebrauchsanleitung)
                                                                                — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                    rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                    für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                                — Beachtung der Einsatzgrenzen und Stand-
                                                                                    zeiten. Bei zu hohen Konzentrationen
                                                                                    bzw. Sauerstoffmangel sind anstelle von
                                                                                    Filtergeräten Isoliergeräte zu verwenden
                                                                              — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                der individuellen Faktoren des Trägers und
                                                                                der Möglichkeit der Anpassung
                                         — Falsche Anwendung der Ausrü-       — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                            stung                                der Ausrüstung
                                                                              — Beachtung der Einsatzregeln, Informationen
                                                                                 und Unterweisung durch Hersteller, Si-
                                                                                 cherheitsorgane und Prüfstellen
                                         — Verschmutzung, Abnutzung oder      —  Haltung in gutem Zustand
                                            Beschädigung der Ausrüstung       —  Regelmäßige Kontrolle
                                                                              —  Beachtung der Standzeiten
                                                                              —  Rechtzeitiger Ersatz
                                                                              —  Beachtung der Herstellerinformation sowie
                                                                                 der Sicherheitsregeln
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             Nr. C 161/13
                                                  5. SCHUTZHANDSCHUHE
                                                                                            Bei der Auswahl bzw.
                     Risiken              Ursachen und Art der Risiken                  Verwendung der Ausrüstung
                                                                            in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                     DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
          Allgemeine                    — Durch Kontakt                      — Abdeckung der Hand
          Einwirkungen                  — Beanspruchung durch Verwendung     — Reißfestigkeit, Dehnung und Abriebfestig-
                                                                                 keit
          Mechanische Einwirkungen      — durch Strahlmittel,   spitze  und  — Widerstand gegen Durchdringung, Durch-
                                          scharfe Gegenstände                    stich- und Schnittfestigkeit
                                        — Anstoßen                           — Polsterung
          Thermische Einwirkungen       — Heiße bzw. kalte Materialien, Um-  — Wärme- bzw. Kälteisolierung, Erhaltung der
                                          gebungstemperatur                      Schutzfunktion
                                        — Kontakt mit offenen Flammen        — Schwerentflammbarkeit, Beständigkeit bei
                                                                                 Kontakt mit offener Flamme
                                        — Einwirkung bei Schweißarbeiten     — Schutz vor und Beständigkeit gegenüber
                                                                                 Strahlung und Spritzern schmelzenden Me-
                                                                                 talls
          Einwirkung durch    Elektri-  — Elektrische Spannung               — Elektrische Isolierung
          zität
          Chemische Einwirkungen        — Schädigung durch chemische Ein-    — Dichtheit, Beständigkeit
                                          wirkungen
          Einwirkung von Vibration      — Mechanische Schwingungen           — Vibrationsdämpfung
          Kontamination                 — Kontakt mit radioaktiven Stoffen   — Dichtheit, Dekontaminierbarkeit, Beständig-
                                                                                 keit
                                       DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Belastung des Trägers         — Unzulänglicher Tragekomfort        — Ergonomische Gestaltung
          Behinderung bei der Arbeit                                             — Maße, Maßänderung, Flächengewicht,
                                                                                      Tragekomfort,       Wasserdampfdurchläs-
                                                                                      sigkeit
          Gesundheits- und              — Schlechte Verträglichkeit          — Materialeigenschaften
          Unfallgefahren                — Mangel an Hygiene                  — Pflegeeigenschaften
                                        — Erfaßtwerden durch Teile           — Paßform, äußere Gestaltung
          Beeinträchtigung der Schutz-  — Witterung, Umgebungsbedingun-      — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
          funktion durch Alterung         gen, Reinigung, Benutzung              betrieblichen Beanspruchungen
                                                                             — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                 der Benutzungsdauer
                                                                             — Erhaltung der Abmessungen
                            DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung     — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
          Schutzwirkung                                                           Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                 chen Beanspruchung
                                                                                 — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                       (Gebrauchsanleitung)
                                                                                 — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                       rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                       für spezielle Einsatsbereiche)
                                                                             — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                 der individuellen Faktoren des Trägers
                                        — Falsche Anwendung der Ausrü-       — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                                                                 der Ausrüstung
                                                                             — Beachtung der Herstellerinformation
                                        — Verschmutzung, Abnutzung oder      —   Haltung in gutem Zustand
                                          Beschädigung der Ausrüstung        —   Regelmäßige Kontrolle
                                                                             —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                             —   Beachtung der Herstellerinformation
 ---pagebreak--- Nr. C 161/14                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             20. 6. 88
                                              6. SCHUTZSCHUHE UND -STIEFEL
                                                                                             Bei der Auswahl bzw.
                       Risiken               Ursachen und Art der Risiken                 Verwendung der Ausrüstung
                                                                               in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                      DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
           Mechanische Einwirkungen       — Herabfallende Gegenstände oder      — Festigkeit der Schuhspitze
                                            Einklemmen des Vorderfußes
                                          — Sturz und Auftreffen mit der Ferse  —  Energieaufnahmevermögen des Absatzes
                                                                                —  Verstärkung der Hinterkappe
                                          — Sturz durch Ausgleiten              —  Rutschhemmung der Sohle
                                          — Treten auf spitze und schneidende   —  Durchtrittsicherheit der Sohle
                                            Gegenstände
                                          — Einwirkung auf                      — Vorhandensein wirksamerer Ausrüstungen
                                                                                    zum Schutze
                                            — die Knöchel                          — der Knöchel
                                            — den Mittelfuß                        — des Mittelfußes
                                            — das Bein                             — des Beines
           Einwirkung von Elektrizität    — Elektrische Nieder- und Mittel-     — Elektrische Isolierung
                                            spannung
                                          — Elektrische Hochspannung            — Ableitung hoher Spannungen
           Thermische Einwirkungen        — Kälte oder Hitze                    — Wärme- bzw. Kälteisolierung
                                          — Flüssigmetallspritzer               — Dichtheit, Beständigkeit
           Chemische Einwirkungen         — Aggressive    Flüssigkeiten   oder  — Dichtheit, Beständigkeit
                                            Stäube
                                         DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Belastung des Trägers,         — Unzulänglicher Tragekomfort         — Ergonomische Gestaltung
           Behinderung bei der Arbeit       — schlechte Anpassung des Schuhs       — Form, Abpolsterung und Größe des
                                                an den Fuß                              Schuhs
                                            — schlechte Verdunstung des            — Dampfdurchlässigkeiten und Wasser-
                                                Schweißes                               dampfaufnahme
                                            — auf die Verwendung der Ausrü-        — Flexibilität, Gewicht
                                                stung zurückführende Ermü-
                                                dung
                                            — Eindringen von Regenwasser           — Dichtheit
           Gesundheits- und               — Schlechte Verträglichkeit           — Materialeigenschaften
           Unfallgefahren                 — Mangelnde Hygiene                   — Pflegeeigenschaften
                                          — Gefahr von Verrenkungen und         — Aussteifung in Querrichtung des Schuhs und
                                            Verstauchungen durch ungenügen-         im Gelenk, Paßform
                                            den Fußhalt im Schuh
           Beeinträchtigung der Schutz-   — Witterung, Umgebungsbedingun-       — Korrossionsbeständigkeit, Durchbiegefestig-
           funktion durch Alterung          gen, Reinigung, Benutzung               keit und Abriebfestigkeit der Sohle
                                                                                — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
                                                                                    betrieblichen Beanspruchungen
                                                                                — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                    der Benutzungsdauer.
           Elektrostatische    Aufladung  — Elektrostatische Entladung          — Elektrischer Ableitwiderstand
           des Trägers
                             DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Ungenügende                     — Falsche Auswahl der Ausrüstung     — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
          Schutzwirkung                                                            Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                   chen Beanspruchung
                                                                                   — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                        (Gebrauchsanleitung)
                                                                                   — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                        rüstung (z. B. Schutzklassen, Kennzei-
                                                                                       chen für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                               — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                   der individuellen Faktoren des Trägers
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 161/15
                           DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
                                         — Falsche Anwendung der Ausrü-        — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                                                                   der Ausrüstung
                                                                               — Beachtung der Herstellerinformation
                                         — Verschmutzung, Abnutzung oder       —   Haltung in gutem Zustand
                                            Beschädigung der Ausrüstung        —   Regelmäßige Kontrolle
                                                                               —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                               —   Beachtung der Herstellerinformation
                                                       7. SCHUTZKLEIDUNG
                                                                                              Bei der Auswahl bzw.
                     Risiken                 Ursachen und Art der Risiken                 Verwendung der Ausrüstung
                                                                               in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                     DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
          Allgemeine Einwirkungen         — Durch Kontakt                       — Abdeckung des Rumpfes
                                          — Beanspruchung durch Verwendung      — Reißfestigkeit, Dehnung,        Weiterreißver-
                                                                                    halten
          Mechanische Einwirkungen        — Durch Strahlmittel,    spitze und   — Widerstand gegen Durchdringung
                                            scharfe Gegenstände
          Thermische Einwirkungen         — Heiße bzw. kalte Materialien, Um-   — Wärme- bzw. Kälteisolierung, Erhaltung der
                                            gebungstemperatur                       Schutzfunktion
                                          — Kontakt mit offener Flamme          — Schwerentflammbarkeit, Beständigkeit bei
                                                                                    Kontakt mit offener Flamme
                                          — Bei Schweißarbeiten                 — Schutz vor und Beständigkeit gegenüber
                                                                                    Strahlung und Spritzern schmelzenden Me-
                                                                                    talls
          Einwirkung durch     Elektri-   — Elektrische Spannung                — Elektrische Isolierung
          zität
          Chemische Einwirkungen          — Schädigungen    durch    chemische  — Dichtheit und Beständigkeit gegen chemische
                                            Einwirkungen                            Einflüsse
          Einwirkung durch Nässe          — Eindringen von Wasser               — Wasserundurchlässigkeit
          Nichterkennbarkeit              — Mangelnde Wahrnehmung               — Warnfarbe, Retroreflexion
          Kontamination                   — Kontakt mit radioaktiven Stoffen    — Dichtheit, Dekontaminierbarkeit, Beständig-
                                                                                    keit
                                        DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Belastung des Trägers           — Unzulänglicher Tragekomfort         — Ergonomische Gestaltung
          Behinderung bei der Arbeit                                               — Maße, Maßänderung, Flächengewicht,
                                                                                         Tragekomfort,    Wasserdampfdurchläs-
                                                                                         sigkeit
          Gesundheits- und                — Schlechte Verträglichkeit           — Materialeigenschaften
          Unfallgefahren                  — Mangel an Hygiene                   — Pflegeeigenschaften
                                          — Erfaßtwerden durch Teile            — Paßform, äußere Gestaltung
          Beeinträchtigung der Schutz-    — Witterung, Umgebungsbedingun-       — Beständigkeit der Ausrüstung gegenüber
          funktion durch Alterung           gen, Reinigung, Benutzung               betrieblicher Beanspruchung
                                                                                — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                    der Benutzungsdauer
                                                                                — Erhaltung der Abmessungen
 ---pagebreak--- Nr. C 161/16                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                  20. 6. 88
                          DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung      — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
           Schutzwirkung                                                           Art und Höhe der Risiken und der Betriebli-
                                                                                   chen Beanspruchung
                                                                                  — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                       (Gebrauchsanleitung)
                                                                                  — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                       rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                       für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                               — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                   der individuellen Faktoren des Trägers
                                         — Falsche Anwendung der Ausrü-        — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                                                                   der Ausrüstung
                                                                               — Beachtung der Herstellerinformation
                                         — Verschmutzung, Abnutzung oder       —   Haltung in gutem Zustand
                                           Beschädigung der Ausrüstung         —   Regelmäßige Kontrolle
                                                                               —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                               —   Beachtung der Herstellerinformation
                               8. SCHWIMMWESTEN ZUR VERWENDUNG IN DER INDUSTRIE
                                                                                            Bei der Auswahl bzw.
                      Risiken               Ursachen und Art der Risiken                Verwendung der Ausrüstung
                                                                              in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                      DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
           Ertrinken                     — Sturz einer Person ins Wasser be-   — Genügender Auftrieb (Schwimmfähigkeit)
                                           kleidet mit Arbeitskleidung, even-  — Drehfähigkeit in stabile, ohnmachtssichere
                                           tuell bewußtlos oder in hilflosem       Schwimmlage
                                           Zustand                             — Aufblaszeit (Zeit für das Wirksamwerden
                                                                                   des Auftriebs)
                                                                               — Auslösefunktion der Aufblasautomatik
                                                                               — Freibord (Mund und Nase über Wasser
                                                                                   halten)
                                        DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Belastung des Trägers         — Behinderungen, verursacht durch     — Ergonomische Gestaltung u.a. im Hinblick
           Behinderung bei der Arbeit      die Abmessungen (nicht maßge-           auf Sicht, Atmung und Bewegung sowie rich-
                                           recht) oder durch unzulängliche         tige Anordnung der Betätigungsteile
                                           Gestaltung
           Gesundheits- und Unfallge-    — Verrutschen der Weste beim Auf-     — Gestaltung (Sitz) der Weste
           fahren                          treffen auf das Wasser
                                         — Beschädigung der Weste bei der Be-  — Widerstandsfähigkeit gegen mechanische
                                           nutzung                                 Einwirkungen (Schlag/Aufprall, Druck (Ver-
                                                                                   formung), Durchlöcherung, Überdruck)
                                         — Funktionsminderung des Aufblas-     — Gewährleistung der Funktionssicherheit un-
                                           systems (soweit vorhanden)              ter allen Einsatzbedingungen
                                                                               — Eigenschaften des Füllgases (Füllgewicht,
                                                                                   Unschädlichkeit)
                                                                               — Leistungsfähigkeit der Aufblasautomatik
                                                                                   (auch nach längerer Lagerung)
                                                                               — Auslösbarkeit von Hand
                                                                               — Vorhandensein einer ausreichenden (Mund)-
                                                                                   Aufblasmöglichkeit durch den Träger selbst,
                                                                                   auch bei angelegter Schwimmweste
                                         — Unsachgemäße Anwendung              — Dauerhafte Kurzanleitung auf der Schwimm-
           Beeinträchtigung der Schutz-  — Witterung, Umgebungsbedingun-       — Widerstandsfähigkeit gegen chemische und
           funktion durch Alterung         gen, Reinigung, Benutzung               biologisch/physikalische         Einwirkungen
                                                                                    (Meerwasser, Detergentien, Kohlenwas-
                                                                                   serstoffe,    Mikroorganismen       (Bakterien,
                                                                                   Pilze)
                                                                               — Beständigkeit gegen klimatische Einwirkun-
                                                                                   gen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Regen,
                                                                                   Spritzwasser, Sonnenstrahlen)
                                                                               — Beständigkeit des Materials der Westen und
                                                                                   der Schutzumhüllung gegenüber: Zerreißen,
                                                                                    Abrieb, Entflammung, Flüssigmetallsprit-
                                                                                    zern (Schweißen)
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinscharten                                          Nr. C 161/17
                            DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Ungenügende                   — Falsche Auswahl der Ausrüstung   — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
          Schutzwirkung                                                        Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                               chen Beanspruchung
                                                                               — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                   (Gebrauchsanleitung)
                                                                               — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                   rüstung (z.B. Schutzklassen, Kennzeichen
                                                                                   für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                           — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                               der individuellen Faktoren des Trägers
                                        — Falsche Anwendung der Ausrü-     — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                          stung                                der Ausrüstung
                                                                           — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                           — Beachtung der Kurzanleitung
                                        — Verschmutzung, Abnutzung oder    —   Haltung in gutem Zustand
                                          Beschädigung der Ausrüstung       —  Regelmäßige Kontrolle
                                                                           —   Rechtzeitiger Ersatz
                                                                           —   Beachtung der Herstellerinformation
                                                      9. ABSTURZSCHUTZ
                                                                                         Bei der Auswahl bzw.
                      Risiken              Ursachen und Art der Risken                Verwendung der Ausrüstung
                                                                           in bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
                                     DURCH DIE AUSRÜSTUNG ABZUDECKENDE RISIKEN
          Aufprall                      — Abrutschen                        — Festigkeit und Eignung von Ausrüstung und
                                        — Absturz                              Anschlagpunkt (Verankerung)
                                       DURCH DIE AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
          Belastung des Trägers         — Unzulängliche ergonomische Kon       —    Ergonomische Gestaltung
          Behinderung bei der Arbeit      zeption                              —    Bauart
                                                                               —    Gewicht
                                                                               —    Flexibilität
                                                                               —    Anlegbarkeit
                                        — Einschränkung der Bewegungsfrei-     —    Verbindungsmittel mit automatischer
                                          heit                                      Längenanpassung
          Gesundheits- und Unfallge-    — Dynamische Beanspruchung auf     — Eignung der Ausrüstung:
          fahren                          Ausrüstung und Benutzer durch        — Stoßkraftverteilung auf kraftaufnahme-
                                          Fallverzögerung                           fähige Körperteile
                                                                               — Reduzierung der Stoßkraft
                                                                               — Bremsweg
                                                                               — Lage der Fangöse
                                        — Pendeln im Gurt und Gefahr eines  — Anschlagpunkt (Verankerung) über Kopf,
                                          seitlichen Aufpralls                  anschlagen an zusätzlichem Anschlagpunkt
                                                                                (Verankerung)
                                        — Statische Belastung beim Hängen   — Gestaltung der Ausrüstung (Kraftverteilung)
                                          im Gurt
                                        — Stolpern über Verbindungsmittel   — Kurze Verbindungsmittcl, z. B. durch Seil-
                                                                                kürzer, Höhensicherungsgerät
          Beeinträchtigung der Schutz-  — Beeinträchtigung der mechan. Fe-  — Korrosionsbeständigkeit
          funktion durch Alterung         stigkeit durch Witterung, Umge-   — Beständigkeit der Ausrüstung gegen über
                                          bungsbedingungen, Reinigung, Be-      betrieblichen Beanspruchungen
                                          nutzung                           — Gewährleistung der Schutzfunktion während
                                                                                der Benutzungsdauer
 ---pagebreak--- Nr. C 161/18                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            20. 6. 88
                           DURCH DIE VERWENDUNG DER AUSRÜSTUNG BEDINGTE RISIKEN
           Ungenügende                  — Falsche Auswahl der Ausrüstung      — Auswahl der Ausrüstung entsprechend der
           Schutzwirkung                                                        Art und Höhe der Risiken und der betriebli-
                                                                                chen Beanspruchung
                                                                                — Beachtung der Herstellerinformation
                                                                                    (Gebrauchsanleitung)
                                                                                — Beachtung der Kennzeichnung der Aus-
                                                                                    rüstung (z. B. Schutzklassen, Kennzei-
                                                                                    chen für spezielle Einsatzbereiche)
                                                                              — Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung
                                                                                der individuellen Faktoren des Trägers
                                        — Falsche Anwendung der Ausrü-        — Sachgerechte und risikobewußte Benutzung
                                            stung                               der Ausrüstung
                                                                              — Beachtung der Herstellerinformation
                                        — Verschmutzung, Abnutzung oder       — Haltung in gutem Zustand
                                            Beschädigung der Ausrüstung       — Regelmäßige Kontrolle
                                                                              — Rechtzeitiger Ersatz
                                                                              — Beachtung der Herstellerinformation
                                                            ANHANG      IV
                     Zur Orientierung dienende nicht erschöpfende Liste der Arbeiten bzw. der Arbeitsbereiche
                                                       gemäß Artikel 6 Absatz 1
                                              1. KOPFSCHUTZ (SCHÄDELSCHUTZ)
           Schutzhelme
           — Bauarbeiten, insbesondere Arbeiten auf, unter oder in der Nähe von Gerüsten und hochgelegenen
               Arbeitsplätzen, Einschal- und Ausschalarbeiten, Montage- und Verlegearbeiten, Gerüstarbeiten und Ab-
               brucharbeiten.
           — Arbeiten an Stahlbrücken, Stahlhochbauten, Masten, Türmen, Stahlwasserbauten, Hochöfen-, Stahlwerks-
               und Walzwerksanlagen, Großbehälter, Großrohrleitungen, Kessel- und Kraftwerksanlagen.
           — Arbeiten in Gruben, Gräben, Schächten und Stollen.
           — Erd- und Felsarbeiten.
           — Arbeiten im Bergbau unter und über Tage, in Steinbrüchen und bei Haldenabtragungen.
           — Arbeiten mit Bolzenschubwerkzeugen und Bolzentreibwerkzeugen.
           — Sprengarbeiten.
           — Arbeiten im Bereich von Aufzügen, Hebezeugen, Kranen und Fördermitteln.
           — Arbeiten in Hochofenanlagen, Direktreduktionsanlagen, Stahlwerken, Walzwerken, Metallhütten, Ham-
               mer- und Gesenkschmieden sowie Gießereien.
           — Arbeiten in Industrieöfen, Behältern, Apparaten, Silos, Bunkern und Rohrleitungen.
           — Arbeiten im Schiffbau.
           — Arbeiten im Eisenbahnrangierdienst.
           — Arbeiten in der Schlachtung.
                                                           2. FUßSCHUTZ
           Schutzschuhe mit durchtrittsicherer    Sohle
           — Rohbau-, Tiefbau- und Straßenbauarbeiten.
            — Gerüstbauarbeiten.
            — Abbrucharbeiten von Rohbauten.
            — Arbeiten in Beton- und Fertigteilwerken mit Ein- und Ausschalarbeiten.
            — Arbeiten auf Bauhöfen und Lagerplätzen.
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 161/19
          Schutzschuhe ohne durchtrittsichere    Sohle
          — Arbeiten an Stahlbrücken, Stahlhochbauten, Masten, Türmen, Aufzügen, Stahlwasserbauten, Hoch-
              ofen-, Stahlwerks- und Walzwerksanlagen, Großbehältern, Großrohrleitungen, Krananlagen, Kessel- und
              Kraftwerksanlagen.
          — Ofenbauarbeiten, Heizungs-, Lüftungs- und Metallbaumontagen.
          — Umbau- und Instandhaltungsarbeiten.
          — Arbeiten in Hochofenanlagen, Direktreduktionsanlagen, Stahlwerken, Walzwerken, Metallhütten, Ham-
              mer- und Gesenkschmieden, Warmpreßwerken und Ziehereien.
          — Arbeiten in Steinbrüchen, Gräbereien und bei Haldenabtragungen.
          — Be- und Verarbeitung von Steinen.
          — Flachglas- und Hohglasherstellung sowie bei der Be- und Verarbeitung von Flach- und Hohlglas.
          — Umgang mit Formen in der keramischen Industrie.
          — Setz-, Besetz- und Absetzarbeiten im Ofenbereich der keramischen Industrie.
          — Formgebungsarbeiten in der grobkeramischen und Baustoffindustrie.
          — Transport- und Lagerarbeiten.
          — Arbeiten mit Gefrierfleischblöcken und Konservengebinden.
          — Arbeiten im Schiffbau.
          — Arbeiten im Eisenbahnrangierdienst.
          — Betriebshandwerker.
          Schutzschuhe mit Absatz oder Keilsohle und durchtrittsicherem Unterbau
          — Dacharbeiten.
          Schutzschuhe mit wärmeisolierendem       Unterbau
          — Arbeiten mit und auf heißen oder sehr kalten Massen.
          Leicht abwerfbare   Schutzschuhe
          — Bei Gefahr des Eindringens feuerflüssiger Massen.
                                             3. AUGEN- ODER GESICHTSSCHUTZ
          Schutzbrillen, Gesichtsschutzschilder oder -schirme
          — Schweiß-, Schleif- und Trennarbeiten.
          — Stemm- und Meißelarbeiten.
          — Steinbearbeitung und Steinverarbeitung.
          — Arbeiten mit Bolzenschub- und Bolzentreibwerkzeugen.
          — Arbeiten an spanabhebenden Maschinen beim Bearbeiten von kurzspanendem Werkstoff.
          — Gesenkschmiedearbeiten.
          — Scherbenbeseitigung und Scherbenzerbrechen.
          — Strahlarbeiten mit körnigem Strahlmittel.
          — Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln.
          — Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern.
          — Arbeiten mit feuerflüssigen Massen sowie beim Aufenthalt in deren Einwirkungsbereich.
          — Arbeiten bei Strahlungshitze.
          — Arbeiten mit Lasern.
 ---pagebreak--- Nr. C 161/20                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  20. 6. 88
                                                     4. ATEMSCHUTZ
          Atemschutzgeräte
          — Arbeiten in Behältern, engen Räumen und gasbeheizten Industrieöfen, sofern mit Gasgefahr oder
              Sauerstoffmangel zu rechnen ist.
          — Arbeiten im Bereich der Hochofengicht.
          — Arbeiten im Bereich von Gasumsetzern und Gichtgasleitungen.
          — Arbeiten im Bereich von Ofenabstichen, sofern mit Schwermetallrauchen zu rechnen ist.
          — Arbeiten an Futtern von Öfen und Pfannen, sofern mit Staub zu rechnen ist.
          — Spritzlackierarbeiten ohne ausreichende Absaugung.
          — Arbeiten in Schächten, Kanälen und anderen unterirdischen Räumen im Bereich der Abwasserbeseitigung.
          — Arbeiten in Kälteanlagen, bei denen die Gefahr des Kältemittelausbruchs besteht.
                                                    5. GEHÖRSCHUTZ
          Gehörschützer
          — Arbeiten an Metallpressen.
          — Arbeiten mit Preßluftwerkzeugen.
          — Arbeiten des Bodenpersonals auf Flughäfen.
          — Rammarbeiten.
                                         6. RUMPF-, ARM- UND HANDSCHUTZ
          Schutzkleidung
          — Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln.
          — Arbeiten mit oder in der Nähe von heißen Massen und bei Hitzeeinwirkung.
          — Arbeiten im Flachglas.
          — Strahlarbeiten.
          — Arbeiten in Tiefkühlräumen.
          Schwer entflammbare    Schutzkleidung
          — Schweißarbeiten in engen Räumen.
          Stechschutzschürzen
          — Ausbein- und Zerlegearbeiten.
          — Arbeiten mit dem Handmesser, bei denen das Messer zum Körper geführt wird.
          Lederschürzen
          — Schweißarbeiten.
          — Schliedearbeiten.
          — Gießereiarbeiten.
          Unterarmstulpen
          — Ausbein- und Zerlegearbeiten.
 ---pagebreak--- 20. 6. 88                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 161/21
          Handschuhe
          — Schweißarbeiten.
          — Hantieren mit scharfkantigen Gegenständen, jedoch nicht bei Maschinearbeiten, wenn die Gefahr des
             Erfaßtwerdens besteht.
          — Offener Umgang mit Sauren und Laugen.
          Metallgeflech thandschuhe
          — Ausbein- und Zerlegearbeiten.
          — Regelmäßige Schneidearbeiten mit Handmesser im Bereich der Produktion und Schlachtung.
          — Auswechseln von Messern an Schneidemaschinen.
                                               7. WETTERSCHUTZKLEIDUNG
          — Bauarbeiten im Freien bei Regen und Kälte.
                                                     8. WARNKLEIDUNG
          — Arbeiten, bei denen ein rechtzeitiges Erkennen der Personen erforderlich ist.
                                     9. ANSEILSCHUTZ (SICHERHEITSGESCHIRRE)
          — Gerüstarbeiten.
          — Fertigteilmontage.
          — Arbeiten an Masten.
                                                      10. ABSEILSCHUTZ
          — Arbeiten in hochgelegenen Kranfahrerkabinen.
          — Arbeiten in hochgelegenen Führerkabinen von Regalbedienungsgeräten.
          — Arbeiten an hochgelegenen Stellen von Bohrtürmen.
          — Arbeiten in Schächten und Kanälen.
                                                  11. HAUTSCHUTZMITTEL
          — Verarbeiten von Beschichtungsstoffen.
          — Gerbereiarbeiten.