CELEX: 51993PC0708
Language: de
Date: 1994-02-03
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über das gemeinschaftliche Aktionsprogramm "SOCRATES"

Avis juridique important

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51993PC0708

Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über das gemeinschaftliche Aktionsprogramm "SOCRATES"  /* KOM/93/708ENDG - COD 94/0001 */  

Amtsblatt Nr. C 066 vom 03/03/1994 S. 0003

Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über das gemeinschaftliche Aktionsprogramm "SOCRATES" (94/C 66/03) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(93) 708 endg. - 94/0001(COD)(Von der Kommission vorgelegt am 3. Februar 1994)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf die Artikel 126 und 127,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen,in Erwägung nachstehender Gründe:1. Im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (im folgenden "Vertrag" genannt), abgeändert durch den Vertrag zur Europäischen Union, ist in Artikel 3 Buchstabe p) festgelegt, daß Gemeinschaftsmaßnahmen einen Beitrag zu einer qualitativ hochstehenden Bildung und Ausbildung leisten; darüber hinaus enthält der Vertrag ein Kapitel 3, das sich speziell auf die allgemeine Bildung, die Berufsausbildung und die Jugend bezieht.2. Auf Grundlage von Artikel 126 Absatz 1 des Vertrages leistet die Gemeinschaft einen Beitrag zur Entwicklung einer qualitativ hochstehenden Bildung durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und, falls erforderlich, durch Unterstützung und Ergänzung ihrer Aktionen, wobei die für die Lehrinhalte und die Gestaltung ihrer Bildungssysteme bei den Mitgliedstaaten liegende Verantwortung ebenso wie ihre kulturelle und sprachliche Vielfalt beachtet wird.3. Auf Grundlage von Artikel 127 Absatz 1 des Vertrages führt die Gemeinschaft eine Politik der beruflichen Bildung durch, welche die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unterstützt und ergänzt, wobei darauf geachtet wird, daß die Verantwortung für den Inhalt und die Gestaltung der beruflichen Bildung bei den Mitgliedstaaten liegt.4. Mit Beschluß 87/327/EWG (1), der durch den Beschluß 89/663/EWG (2), gestützt auf Artikel 128 des EWG-Vertrags, angepasst wurde, hat der Rat das ERASMUS-Programm zur Förderung der Mobilität von Hochschulstudenten aufgestellt, und mit Beschluß 89/489/EWG (3), gestützt auf Artikel 128 und 235 des EWG-Vertrags, hat der Rat das LINGUA-Programm zur Förderung der Fremdsprachenkenntnisse in der Gemeinschaft angenommen.5. Mit Beschluß . . ./. . ./EG vom . . . hat der Rat auf Grundlage von Artikel 127 des Vertrages einen Beschluß gefasst über ein Aktionsprogramm zur Durchführung einer Berufsbildungspolitik der Europäischen Gemeinschaft. Es ist zweckmässig, dieses erste Programm durch Annahme eines zweiten zu vervollständigen. Unter Berücksichtigung der Durchführung der Programme ERASMUS und LINGUA werden drei Typen von Maßnahmen festgelegt:- Hochschulbildung,- Schulbildung,- bereichsübergreifende Maßnahmen zur Förderung der Fremdsprachenkenntnisse in der Gemeinschaft, des offenen Fernunterrichts und der offenen Fernlehre und der Förderung von Information.6. Wenn auch die Schulbildung der allgemeinen Bildung gemäß Artikel 126 des Vertrages unterliegt, sind die anderen Maßnahmen, die in dem vorliegenden Beschluß vorgesehen sind, untrennbar mit der allgemeinen Bildung und der beruflichen Ausbildung verbunden. Dies trifft besonders zu auf die Maßnahmen im Hochschulbereich, insbesondere die Studenten- und Dozentenmobilität, oder die Maßnahmen bezueglich der Förderung der Fremdsprachenkenntnisse, die bei der Lehrerausbildung mitwirkt. Es ist daher zweckmässig, den vorliegenden Beschluß auf die Artikel 126 und 127 des Vertrages zu stützen.7. Gemäß den Berichten zur Bewertung der Gemeinschaftsprogramme ERASMUS und LINGUA, deren Schlußfolgerungen in den Bericht der Kommission über die Ergebnisse und Leistungen dieser Programme aufgenommen worden sind (4), erbringt die Zusammenarbeit im Bildungsbereich bei den Maßnahmen der Mitgliedstaaten einen echten Mehrwert und kommt der Tätigkeit der Gemeinschaft in diesem Bereich grosse Bedeutung zu.8. In dem Memorandum der Kommission zur Hochschulbildung (5) und dem zusammenfassenden Bericht über die Debatte in den Mitgliedstaaten (6) sowie der Entschließung des Europäischen Parlaments zu diesem Thema (7) wird nachdrücklich betont, daß eine gemeinschaftliche Strategie zur Verstärkung der europäischen Dimension in der Ausbildung sämtlicher Studenten erforderlich ist, wobei keine Rolle spielt, ob sie sich an der Mobilität beteiligen oder nicht, und daß der Gemeinschaft in diesem Bereich eine fördernde Rolle zukommt.9. Der Rat und die Bildungsminister haben Richtlinien über die Einführung einer europäischen Dimension in die Studien, insbesondere in der Beschlußfassung zur europäischen Dimension in der Bildung (8), festgelegt. Sowohl das zu diesem Aspekt von der Kommission vorgelegte "Grünbuch" (9) als auch die aus den Mitgliedstaaten eingegangenen Kommentare zu diesem Aspekt zielen auf die Einführung der europäischen Dimension in der Primar- und Sekundarbildung.10. Der Europäische Rat hat bei seinem Treffen am 10. und 11. Dezember in Brüssel auf der Grundlage des von der Kommission vorgelegten Weißbuchs einen Aktionsplan zu Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung verabschiedet, und die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, besondere Aufmerksamkeit der Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssysteme zu widmen.11. Das Europäische Parlament hat zwei Berichte zur europäischen Dimension im Hochschulwesen, insbesondere zur Mobilität von Studenten und Dozenten (10), sowie zur Bildungs- und Ausbildungspolitik vor dem Hintergrund von 1993 (11) angenommen.12. Der offene Fernunterricht und die offene Fernlehre bieten neue und beträchtliche Möglichkeiten hinsichtlich einer Bereicherung der Bildung und hinsichtlich einer Kostendegression zusammen mit einer gesteigerten Wirksamkeit, was insbesondere die Förderung der europäischen Dimension in den Studien auf allen Ebenen betrifft.13. Eine Vereinfachung und Rationalisierung der einschlägigen Gemeinschaftsmaßnahmen ist notwendig, wobei gleichzeitig die hinsichtlich eines auf europäischer Ebene zu erreichenden Mehrwerts und eines Anstosses für die zukünftige Entwicklung Europas vielversprechendsten Faktoren verstärkt werden müssen; es ist daher zweckmässig, daß länderübergreifende Projekte gefördert werden, in denen Partner aus verschiedenen Mitgliedstaaten zusammenkommen, die darauf hinarbeiten, innovative Lösungsansätze weiterzuvermitteln, wobei der Unterschiedlichkeit der Bildungssysteme Rechnung getragen und auf die jeweilige Zuständigkeit der Mitgliedstaaten Rücksicht genommen wird.14. Es ist notwendig, zugunsten der Kinder von Wanderarbeitern und von Zigeunern besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausgrenzung und des Rassismus zur ergreifen. Es ist zweckmässig, die Chancengleichheit sowie die Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen in die normalen Bildungssysteme zu gewährleisten.15. Es muß für eine Entfaltung und Weiterentwicklung des EURYDICE-Netzes gesorgt werden, damit der qualitative und quantitative Informationsbedarf im Bildungsbereich befriedigt werden kann -BESCHLIESSEN:Artikel 1 Aufstellung des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms "SOCRATES"(1) Mit diesem Beschluß wird das gemeinschaftliche Aktionsprogramm "SOCRATES", im folgenden "Programm SOCRATES" genannt, für den Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 1999 aufgestellt. Das Programm hat zum Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung eines Bildungswesens von hoher Qualität und zum Aufbau eines europäischen Bildungsraums ohne Grenzen zu leisten. Es tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.(2) Das Programm Bildung umfasst drei Bereiche, in denen die Gemeinschaft tätig werden soll:Kapitel I: Hochschulbildung,Kapitel II: Schulbildung,Kapitel III: bereichsübergreifende Aktivitäten auf den Gebieten Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen, offener Fernunterricht und offene Fernlehre und Information.Artikel 2 Definitionen(1) Im Rahmen dieses Programms- umfasst der Begriff "Hochschule" alle Arten von Hochschuleinrichtungen, an denen Qualifikationen oder Abschlüsse des entsprechenden Niveaus erlangt werden können, und zwar ungeachtet ihrer jeweiligen Bezeichnung;- umfasst der Begriff "Bildungseinrichtung" alle Arten von Einrichtungen des schulischen Bildungswesens (der Vorschulerziehung und der Primar- bzw. Sekundarstufe, und zwar im allgemeinbildenden, berufsbildenden oder technischen Bereich), ungeachtet der jeweiligen Bezeichnung, und ausnahmsweise nichtschulische Einrichtungen (Lehrbetriebe), die auf die Förderung des Austauschs von Schülern im Bereich der Fremdsprachen abzielen;- bezieht sich der Begriff "Akteure im Bildungswesen" auf Personen, die aufgrund ihrer Funktion mittelbar oder unmittelbar in den Bildungsprozeß einbezogen sind (Lehrkräfte, Schulinspektoren, Erziehungsberater usw.);- umfasst der Begriff "Student" alle Personen, die mit dem Ziel, einen Studienabschluß, einschließlich der Promotion, zu erlangen, an Hochschulen (siehe Definition dieses Begriffes oben) eingeschrieben sind, ungeachtet des Studienfachs;- umfassen die Begriffe "offener Fernunterricht und offene Fernlehre" alle flexiblen Bildungsformen, die die Anwendung von Technologien und fortgeschrittenen Informations- und Kommunikationssystemen, insbesondere Telematik-Systeme, und die individuelle Beratung und Betreuung für Bildung beinhalten;- umfasst der Begriff "Informations- und Kommunikationstechnologie" die Anwendung von Systemen (Technologien und assoziierte Systeme) der Information (Erfassung, Bearbeitung, Sichtbarmachung und Speichern von Informationen) und der Kommunikation (durch Satellit, Kabel- oder Wellenübertragung) wie Multimedia-Techniken, die im Bildungsbereich angewandten Telematik-Systeme und der Zugang zu lokalen (interaktive oder nicht-interaktive Kompaktdisketten) oder entfernten (Wissensbanken) elektronischen Informationssystemen.(2) Jeder Mitgliedstaat stellt das Verzeichnis der in diesem Artikel aufgeführten Arten von Bildungseinrichtungen auf.Artikel 3 ZielsetzungenDie spezifischen Zielsetzungen des Programms "SOCRATES" sind:i) Herausbildung der europäischen Dimension in den Bildungsgängen sämtlicher Stufen, damit, gestützt auf das kulturelle Erbe der Mitgliedstaaten, der Gedanke der Unionsbürgerschaft gefestigt werden kann;ii) Förderung der Kenntnisse der Sprachen der Gemeinschaft, damit die Bürger der Gemeinschaft die Vorteile der Verwirklichung der Europäischen Union nutzen können und um das gegenseitige Verständnis und die Solidarität der die Gemeinschaft bildenden Völker zu verstärken;iii) Verstärkung der Mobilität insbesondere der Studenten, damit in der Gemeinschaft Hochschulabsolventen zur Verfügung stehen, die einen Teil ihrer Studienzeit in einem anderen Mitgliedstaat verbracht haben;iv) Förderung einer umfassenden und intensiven Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen aller Stufen in sämtlichen Mitgliedstaaten und Nutzung des intellektuellen Potentials der Bildungseinrichtungen der Gemeinschaft dank der Mobilität der Lehrkräfte und sonstiger Akteure im Bildungsbereich, so daß die Qualität des Unterrichts verbessert werden kann;v) Förderung der akademischen Anerkennung von Studienabschlüssen und Studienzeiten, insbesondere durch Einführung von Anrechnungspunkten und curricularen Modulen, wodurch diese Anerkennung auf Gemeinschaftsebene erleichtert werden soll;vi) Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien als Werkzeuge und Gegenstand für den Bildungsbereich, einschließlich multimedialer Unterstützung bei der Informationsvermittlung und telematische Aspekte auf allen Bildungsebenen;vii) Begünstigung der intellektuellen Mobilität des Wissens und der Erfahrung, insbesondere dadurch, daß der offene Fernunterricht auf sämtlichen Stufen des Unterrichtswesens ausgebaut wird;viii) Förderung des Informations- und Erfahrungsaustauschs, damit die Vielfalt der Bildungssysteme in den Mitgliedstaaten zu einer Quelle der gegenseitigen Bereicherung und Anregung wird.Artikel 4 AusschußDie Kommission wird von einem beratenden Ausschuß unterstützt, der sich aus zwei Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.Zwölf Vertreter der Sozialpartner, der Akteure im Bildungswesen sowie der Eltern von Studenten und Jugendlichen, die von der Kommission auf der Grundlage von Vorschlägen benannt werden, die auf europäischer Ebene tätige Nichtregierungsorganisationen vorlegen, nehmen an der Arbeit des Ausschusses als Beobachter teil.Der Vertreter der Kommission legt dem Ausschuß Entwürfe der zu treffenden Maßnahmen vor. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesen Entwürfen innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann, gegebenenfalls durch eine Abstimmung.Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen; darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlangen, daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten wird.Die Kommission berücksichtigt so weit wie möglich die Stellungnahme des Ausschusses und unterrichtet den Ausschuß darüber, inwieweit sie seiner Stellungnahme Rechnung getragen hat.Artikel 5 Durchführung(1) Die Kommission gewährleistet, daß das Programm "SOCRATES" in Übereinstimmung mit den in der Anlage dargelegten Bestimmungen durchgeführt wird.(2) Gemäß dem in Artikel 4 beschriebenen Verfahren werden die folgenden Entscheidungen gefällt bezueglich:a) der Prioritäten im Rahmen der gemeinschaftlichen Maßnahmen, wie im Anhang beschrieben, und des Jahresarbeitsprogramms, das sich davon ableitet;b) der von der Gemeinschaft bereitgestellten finanziellen Unterstützung (Beträge, Dauer und Begünstigte);c) der Aufschlüsselung zwischen den einzelnen Programmteilen;d) der Auswahlmodalitäten, der Bewertungsverfahren, der Modalitäten für die Verbreitung und den Transfer der Ergebnisse.Artikel 6 Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten(1) Durch das Programm "SOCRATES" wird die Umsetzung der Politiken gefördert, die die Mitgliedstaaten beschließen und im Rahmen ihrer einzelstaatlichen Strukturen sowie in Abhängigkeit von den besonderen Merkmalen und dem Potential ihrer Bildungssysteme durchführen und die auf die Verwirklichung der in Artikel 3 beschriebenen Zielsetzungen ausgerichtet sind.Die Gemeinschaft unterstützt, was die Entwicklung der Fremdsprachenkenntnisse als einer grundlegenden Voraussetzung für die Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft betrifft, Maßnahmen der Mitgliedstaaten, die darauf abzielen, daß sämtliche Bürger zum Erlernen von Fremdsprachen ermutigt werden sollen durch erweiterte Lernmöglichkeiten und ein breiteres Sprachlernangebot.(2) Die Mitgliedstaaten bezeichnen die verschiedenen Arten der zuständigen Behörden, die die Durchführung der im Anhang dargestellten Aktionen auf einzelstaatlicher Ebene koordinieren.(3) Die Kommission arbeitet mit diesen Behörden eng zusammen, was die Förderung der im Anhang beschriebenen Aktionen und die diesbezuegliche Information sowie die Verbreitung der Ergebnisse des Programms angeht.Artikel 7 Kohärenz und Komplementarität(1) Die Kommission trägt Sorge für die Gesamtkohärenz zwischen dem Programm und dem Aktionsprogramm zur Durchführung einer Berufsbildungspolitik der Europäischen Gemeinschaft.(2) Die Kommission fördert, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, die Verwirklichung einer operationellen Komplementarität zwischen dem Programm und den Interventionen der Strukturfonds, insbesondere den Gemeinschaftsinitiativen.(3) Die Kommission fördert, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, eine Koordinierung der Aktivitäten zwischen dem Programm und dem vierten Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung.Artikel 8 Begleitung und Evaluierung(1) Das Programm ist Gegenstand einer ständigen Begleitung, die von der Kommission und den Mitgliedstaaten partnerschaftlich durchgeführt wird. Anhand dieser Begleitung ist es gegebenenfalls möglich, das Programm den im Verlauf seiner Durchführung deutlich werdenden Erfordernissen anzupassen.Die Kommission führt die Begleitung sowie die finanzielle Betreuung und Kontrolle durch.(2) Das Programm ist Gegenstand einer regelmässigen Evaluierung, die von der Kommission und den Mitgliedstaaten partnerschaftlich durchgeführt wird. Die Ergebnisse der Gemeinschaftsmaßnahmen sind Gegenstand regelmässig durchgeführter externer Bewertungen.(3) Die Kommission legt dem Rat, dem Europäischen Parlament, dem Wirtschafts- und Sozialausschuß und dem Ausschuß der Regionen bis zum 30. September 1998 einen Zwischenbericht über die Anlaufphase und bis zum 30. September 2000 einen Bericht über die Durchführung des Programms vor.(1) ABl. Nr. L 166 vom 25. 6. 1987, S. 20.(2) ABl. Nr. L 395 vom 30. 12. 1989, S. 23.(3) ABl. Nr. L 239 vom 16. 9. 1989, S. 24.(4) KOM(93) 151 endg. vom 5. 5. 1993.(5) KOM(91) 349 endg. vom 5. 11. 1991.(6) Reihe "Studien" Nr. 2, TFRH, 1993.(7) ABl. Nr. C 255 vom 20. 9. 1993, S. 161.(8) ABl. Nr. C 177 vom 6. 7. 1988, S. 5.(9) KOM(93) 457 endg. vom 29. 9. 1993.(10) ABl. Nr. C 48 vom 25. 2. 1991, S. 216.(11) ABl. Nr. C 150 vom 15. 6. 1992, S. 366.ANHANG Im Rahmen des Programms "SOCRATES" werden die transnationalen Aktionen gefördert, die in den verschiedenen Kapiteln vorgesehen sind.KAPITEL IHOCHSCHULBILDUNGIn diesem Kapitel werden drei Maßnahmen nach Art von "ERASMUS" dargestellt:- Förderung der europäischen Dimension in den Hochschuleinrichtungen,- Einrichtung europäischer Hochschulnetze,- Finanzierung von Mobilitätsstipendien für Studenten.Aktion 1Förderung der europäischen Dimension in den Hochschuleinrichtungen1. Aufbauend auf den durch die Einrichtung der Gemeinschaftsprogramme ERASMUS und LINGUA erworbenen Erfahrungen wird die Gemeinschaft weiterhin die transnationale Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen, insbesondere die Entwicklung von Hochschulkooperationsprogrammen (HKP) ermutigen. Das Ziel dieser Programme ist die schrittweise Gestaltung einer Politik mit europäischer Dimension der Hochschulbildung im allgemeinen.2. Folgende Hochschulkooperationsaktivitäten können durch Bezuschussung der Gemeinschaft unterstützt werden:- Mobilität der Studenten: Hierdurch soll den Studenten einer Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, einen Studienabschnitt in einem anderen Mitgliedstaat zu verbringen. Dieser Abschnitt kann gegebenenfalls durch ein Praktikum ergänzt werden, das als integrierender Bestandteil ihres Studienabschlusses oder ihrer akademischen Qualifikation voll anerkannt wird;- Einführung oder Ausbau des Systems zur Anrechnung von Studienleistungen ECTS (Übertragung von Anrechnungspunkten), das erheblich zur Transparenz bei den Verfahren für die akademische Anerkennung der Studienabschlüsse oder der im Ausland verbrachten Studienzeiten beiträgt;- gemeinsame Entwicklung von Studienprogrammen für das Grund- oder Fortgeschrittenenniveau zur Erleichterung der akademischen Anerkennung und um durch einen Erfahrungsaustausch zum Prozeß der Innovation und der Verbesserung der Unterrichtsqualität auf Gemeinschaftsebene beizutragen;- Mobilität von Dozenten zur Sicherstellung der Lehrtätigkeiten als integrierender Bestandteil der Studiengänge in anderen Mitgliedstaaten oder zur Durchführung von Studienbesuchen als Vorbereitung für die Kooperation. Diese Studienbesuche können auch vom Verwaltungspersonal der Hochschulen sowie von den Studenten wahrgenommen werden, die die Hochschule bei den Aktivitäten zur Förderung der hochschulübergreifenden Kooperation unterstützen;- intensive Kurzzeit-Lehrprogramme für Studenten aus mehreren Mitgliedstaaten, insbesondere in Studienfächern, die keinen längeren Aufenthalt im Ausland erlauben.3. Priorität sollen die Mobilitätsprogramme für Studenten sowie die Aktivitäten in Verbindung mit ihrer Vorbereitung erhalten (Sprachkurse, insbesondere im Zusammenhang mit den weniger verbreiteten Sprachen der Gemeinschaft; soziokulturelle Kenntnisse über das Gastland usw.). Studenten im ersten Studienjahr sind nicht förderungsberechtigt.Folgende Bedingungen sind zu erfuellen, damit die Studienaufenthalte im Ausland den Studenten umfassend zugute kommen:a) Die Studien im Ausland sind Vollstudien und erstrecken sich über einen bedeutenden Anteil der Gesamtstudienzeit (mindestens drei Monate oder ein Trimester, höchstens ein akademisches Jahr);b) die in anderen Mitgliedstaaten durchgeführten Studien werden von den Heimathochschulen voll anerkannt;c) die Studenten verfügen über ausreichende Kenntnisse der Sprache, in der die Lehrveranstaltungen der Gasthochschule gehalten werden;d) die Gasthochschulen erheben keine Studiengebühren für die an Mobilitätsprogrammen teilnehmenden Studenten.4. Ausserdem wird die Gemeinschaft die Hochschulen darin bestärken, Aktivitäten zu entwickeln, die zum Nutzen der gesamten studentischen Bevölkerung allen Studienfächern eine europäische Dimension verleihen sollen. Folgende Aktivitäten könnten durch die Gemeinschaft unterstützt werden:- Einführung von Elementen zur Förderung des Verständnisses der kulturellen, politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Eigenheiten der anderen Mitgliedstaaten in die Studienprogramme sowie von Elementen im Zusammenhang mit der europäischen Integration, insbesondere durch Schaffung multidisziplinärer oder interdisziplinärer Module;- Erlernen der Sprachen der Gemeinschaft und insbesondere der weniger verbreiteten oder weniger unterrichteten Sprachen der Gemeinschaft als integrierender Bestandteil der Studien.5. Die Hochschulen, die die zuvor beschriebenen Aktivitäten mit europäischer Dimension auf Hochschulebene durchführen wollen, können einen "Hochschulvertrag" mit der Kommission abschließen, der sämtliche für eine Gemeinschaftsbeihilfe in Frage kommenden Aktivitäten abdeckt. Der Gemeinschaftszuschuß läuft vorbehaltlich einer regelmässigen Überprüfung der Ergebnisse zunächst über einen Zeitraum von höchstens drei Jahren.6. Zuschüsse können auch für Hochschulzusammenschlüsse auf regionaler, grenzueberschreitender oder anderer Ebene gewährt werden, die die gemeinsame Entwicklung bestimmter, unter Punkt 4 dieser Aktion genannter Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaften sowie den daran interessierten Akteuren aus dem wirtschaftlichen und sozialen Bereich planen.7. Die Möglichkeit der Verwendung der Finanzmittel, die den Mitgliedstaaten über die Strukturfonds der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden, kann von den Mitgliedstaaten in Betracht gezogen werden, um die Entwicklung der Aktivitäten mit europäischer Dimension durch die Hochschulen zu erleichtern.Aktion 2Europäische Hochschulnetze1. Die Gemeinschaft wird die Einrichtung von auf Themen, Disziplinen oder an Hochschulen gelehrten Fächern sowie auf jedes andere gemeinsame Ziel ausgerichteten Hochschulnetzen auf Gemeinschaftsebene unterstützen. Die themenbezogenen Netze werden sich vorrangig aus den Hochschulabteilungen oder -fakultäten zusammensetzen, die an Hochschulkooperationsprogrammen beteiligt sind; diese sollen ermutigt werden, sich nach Studienfächern zusammenzuschließen. Diese Zusammenschlüsse werden ihren Mitgliedern eine Struktur für Planung und Zukunftsorientierung im europäischen Maßstab zur Verfügung stellen, die den Austausch von Erfahrungen und die Verbreitung des erworbenen Wissens sowie die Überlegungen zu den qualitativen und innovativen Aspekten der Hochschulbildung, die Verbesserung der pädagogischen Methoden sowie die Vergleichbarkeit der Studiengänge erleichtern wird.Die gemeinsame Teilhabe am intellektuellen Kapital, das an den Hochschulen vorhanden ist (hinsichtlich des analytischen und innovativen Leistungsvermögens und des Vorhandenseins von Wissen und Sachverstand), wird zum Erreichen der Zielsetzungen der Europäischen Union beitragen.Im einzelnen können die themenbezogenen Netze sich um eine Gemeinschaftsunterstützung zum Ausbau folgender Aktivitäten bewerben:- Evaluierung der Studienprogramme nach Fachrichtungen,- Planung von gemeinsamen Lehrprogrammen und Fachkursen,- Überlegungen wissenschaftlicher Art zum einschlägigen Studienfach,- Information der Mitglieder der Netze.2. Die von den Netzen eingeleiteten Aktivitäten, die in der Planung gemeinsamer Lehrprogramme und Fachkurse bestehen, müssen von mehreren Hochschulen, die an diesen Netzen beteiligt sind, entwickelt werden.3. Eine der beteiligten Hochschulen könnte die Koordinierung der Arbeiten innerhalb des jeweiligen Netzes übernehmen.Aktion 3Finanzierung der Mobilitätsstipendien für Studenten1. Die Gemeinschaft wird den Ausbau eines Systems der unmittelbaren Bezuschussung von Studenten weiterführen, die einen Teil ihres Studiums in einem anderen Mitgliedstaat absolvieren und die die in Aktion 1 Punkt 3 dieses Kapitels aufgeführten Bedingungen erfuellen.2. Die Gemeinschaftsfonds, die einen Beitrag zu den Mobilitätsstipendien der Studenten leisten sollen, werden nach folgender Formel auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt: Entsprechend den Möglichkeiten des zur Verfügung stehenden Haushalts wird jedem Mitgliedstaat ein Mindestbetrag von 200 000 ECU zugewiesen; den Restbetrag erhalten die einzelnen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der Gesamtzahl der Studenten, die die Hochschulen gemäß der Definition in Artikel 2 besuchen, sowie der Gesamtzahl der jungen Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren in den einzelnen Mitgliedstaaten, der Durchschnittskosten für die Reise zwischen dem Heimatland und dem Gastland sowie der Differenz zwischen den Lebenshaltungskosten im Heimatland und im Gastland.Weiterhin trifft die Kommission die erforderlichen Maßnahmen, um eine zwischen den verschiedenen Studienfächern ausgewogene Beteiligung zu fördern, um die Studentenfluesse zu berücksichtigen sowie um bestimmte spezifische Probleme zu regeln, insbesondere die Finanzierung bestimmter Stipendien, die aufgrund der Struktur der Studiengänge nicht von den im nachfolgenden Punkt 3 genannten zuständigen Behörden verwaltet werden können. Der für diese Maßnahmen vorgesehene Anteil darf 5 % des für die Studentenstipendien vorgesehenen Jahreshaushalts nicht überschreiten.3. Die nach der in Punkt 2 genannten Formel aufgeteilten und für die Studentenstipendien vorgesehenen Gemeinschaftsfonds werden von den von allen Mitgliedstaaten im Rahmen des Programms ERASMUS eingerichteten nationalen Stipendienvergabestellen (NGAA) verwaltet. Diese Stellen gewährleisten die Koordinierung mit den nationalen Systemen für Stipendien/Darlehen für Studenten oder für andere Finanzressourcen, die die Mobilität der Studenten fördern sollen. In Zusammenarbeit mit der Kommission können die NGAA Initiativen ergreifen, die auf eine ausgewogene Beteiligung der Hochschulen oder der Fakultäten auf nationaler oder regionaler Ebene ausgerichtet sind.4. Ziel der Gemeinschaftsstipendien ist der teilweise Ausgleich der durch die Mobilität entstandenen zusätzlichen Kosten, d. h. der Reisekosten, der möglichen sprachbezogenen Vorbereitung sowie der erhöhten Lebenshaltungskosten im Gastland. Der Hoechstbetrag für diese Stipendien darf pro Student 5 000 ECU für eine Hoechstaufenthaltsdauer von zwölf Monaten im Ausland nicht übersteigen.5. Priorität erhalten die Studenten, die Kurse im Rahmen der Aktivitäten besuchen, die nach Maßgabe von Aktion 1 durchgeführt werden. Stipendien können ausnahmsweise für andere Studenten bereitgestellt werden, die Kurse besuchen, bei denen besondere Maßnahmen ("free movers") ausserhalb der Hochschulkooperationsprogramme getroffen werden, sofern sie die in Aktion 1 Punkt 3 genannten Kriterien für die Förderungswürdigkeit erfuellen.6. Unter Beachtung des Prinzips der Chancengleichheit, insbesondere von Männern und Frauen, werden Stipendien vorzugsweise an Studenten vergeben, die einer finanziellen Unterstützung bedürfen. Bei Festlegung der Stipendienhöhe müssen die besonderen Bedürfnisse behinderter Studenten berücksichtigt werden.7. Da die Gemeinschaft nur einen Teil der Kosten für die Mobilität der Studenten übernimmt, werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, sich an den erforderlichen finanziellen Bemühungen zu beteiligen. Stipendien oder Darlehen, die die Studenten in ihrem eigenen Land erhalten, werden ihnen während ihres Studienaufenthalts im aufnehmenden Mitgliedstaat weiterhin vollständig ausgezahlt.KAPITEL IISCHULBILDUNG1. In diesem Kapitel werden drei Aktionen aufgeführt, die folgendes fördern sollen:- die Zusammenarbeit zwischen den Vorschulen, Grundschulen und Sekundarschulen und Errichtung von Netzen;- die schulische Betreuung der Kinder von Wanderarbeitnehmern und Zigeunern;- die Aktualisierung der Fähigkeiten der Lehrkräfte, die für den Unterricht, die Beratung und/oder die psycho-pädagogische Begleitung der Schüler und ihrer Familien zuständig sind.Diese Aktionen stützen sich auf die Erfahrungen, die bei der Durchführung des Gemeinschaftsprogramms LINGUA, der im Bereich der Primar- und Sekundarschulen entwickelten Pilotprojekte sowie der Programme zur Entwicklung des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bildungsbereich erworben wurden.Sie bauen ausserdem auf den Erfahrungen der Europaschulen und der Gemeinschaftsaktionen auf, die zugunsten der schulischen Betreuung der Kinder von Wanderarbeitnehmern und Zigeunern entwickelt wurden.2. Die Gemeinschaftsfonds, die zum Ausbau der in Kapitel II Aktion 1 A und Aktion 3 vorgesehenen Aktivitäten bestimmt sind, werden nach folgender Formel zwischen den Mitgliedstaaten aufgeteilt: Entsprechend den Möglichkeiten des zur Verfügung stehenden Haushalts wird jedem Mitgliedstaat ein Mindestbetrag von 200 000 ECU zugeteilt; der Restbetrag wird den einzelnen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der Gesamtzahl der die Schuleinrichtungen besuchenden Schüler, der Anzahl der Schuleinrichtungen, der Anzahl der Lehrkräfte sowie des Verhältnisses des Bruttoinlandsprodukts jedes einzelnen Mitgliedstaats zum Gemeinschaftsdurchschnitt zugewiesen.3. Die Gemeinschaftsfonds, die nach der in Punkt 2 genannten Formel aufgeteilt werden und die im Rahmen von Aktion 1 A und Aktion 3 Punkt 2 vorgesehenen Aktivitäten unterstützen sollen, werden von den in jedem Mitgliedstaat vorhandenen nationalen Behörden verwaltet. Ausserdem können diese Behörden in Zusammenarbeit mit der Kommission Maßnahmen ergreifen, die der Förderung einer ausgewogenen Beteiligung der Einrichtungen auf nationaler oder regionaler Ebene dienen.4. Die Kommission trifft die erforderlichen Maßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Beteiligung der schulischen Einrichtungen der Mitgliedstaaten. Der für diese Maßnahmen vorgesehene Anteil darf 5 % des zur Finanzierung der in Kapitel II vorgesehenen Aktivitäten bestimmten Jahreshaushalts nicht übersteigen.5. Die in Kapitel II vorgesehenen Gemeinschaftszuschüsse sollen teilweise die Kosten ausgleichen, die für die Durchführung der Projekte für notwendig erachtet werden.6. Die Gemeinschaftszuschüsse werden unter Beachtung des Prinzips der Chancengleichheit, insbesondere von Männern und Frauen, gewährt. Bei Festlegung der Zuschußhöhe müssen die besonderen Bedürfnisse von Behinderten berücksichtigt werden, die an den im Rahmen dieses Kapitels entwickelten Projekten teilnehmen.Aktion 1Zusammenarbeit zwischen den schulischen EinrichtungenA. Partnerschaften1. Die Gemeinschaft fördert die Entwicklung multilateraler Partnerschaften zwischen den schulischen Einrichtungen, die sich am Konzept des europäischen Bildungsprojekts (EBP) ausrichten.Eine multilaterale Partnerschaft ist ein Zusammenschluß von mindestens drei Einrichtungen aus drei Mitgliedstaaten, wobei eine dieser Einrichtungen die Koordinierung übernimmt. Gegebenenfalls kann die Partnerschaft bilateral sein, und zwar, wenn ihr Zweck ausschließlich in der Förderung der Kenntnisse von Gemeinschaftssprachen liegt, die am wenigsten verbreitet sind und gelehrt werden.Ein europäisches Bildungsprojekt besteht aus einer Gesamtheit von Aktivitäten und Bildungsmaßnahmen zur Förderung von Themen von gemeinsamem europäischen Interesse. Diese Aktivitäten, die in den Tagesablauf der Einrichtungen integriert sind und gleichzeitig von den Partnereinrichtungen anderer Mitgliedstaaten durchgeführt werden, können unter anderem folgendes umfassen:- die Entwicklung von Aktivitäten, die die Beteiligung der Schüler an pädagogischen Bereichen von gemeinsamem europäischen Interesse erforderlich machen, beispielsweise die Förderung der Kenntnisse von Gemeinschaftssprachen und des kulturellen Erbes, den Umweltschutz und die Kunsterziehung sowie die Förderung der technischen und wissenschaftlichen Kultur;- die Mobilität der Schüler, insbesondere für diejenigen, die an Partnerschaften teilnehmen, deren Ziel die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse ist;- gemeinsame Herstellung von Lehrmitteln und deren Verbreitung;- Entwicklung von innovativen pädagogischen Methoden.2. Die Zuschüsse können für die Durchführung von Besuchen zur Vorbereitung der Partnerschaften sowie für den Austausch von Schulpersonal gewährt werden, um die Partnerschaften und die Entwicklung europäischer Bildungsprojekte zu unterstützen. Sie werden vorerst für einen Zeitraum von höchstens drei Jahren und vorbehaltlich einer regelmässigen Überprüfung gewährt. Zuschüsse können auch für Zusammenschlüsse von Schuleinrichtungen auf regionaler, grenzueberschreitender oder anderer Ebene gewährt werden, die die gemeinsame Entwicklung bestimmter, obengenannter Aktivitäten planen.3. Die folgenden prioritären Kriterien bei der Gewährung von Gemeinschaftszuschüssen für Projekte, die von Partnerschaften eingereicht werden, finden Anwendung:- Kenntnis der Sprachen in der Gemeinschaft und insbesondere der Sprachen, die am wenigsten verbreitet sind und unterrichtet werden;- bessere Kenntnisse und besseres Verständnis der europäischen Kulturen;- Integration von Themen, die von Gemeinschaftsinteresse und von bereichsübergreifendem Charakter sind wie etwa die Umwelt- oder Gesundheitserziehung;- innovative Elemente, die besonders auf eine Verbesserung des schulischen Erfolgs aller Schüler ausgerichtet sind;- schulische Einrichtungen, die von aus kulturellen, physischen, geographischen oder sozio-ökonomischen Gründen benachteiligten Schülern besucht werden.B. Europäische Schulnetze1. Ein Netz ist ein Zusammenschluß der oben genannten Partnerschaften, die sich im gleichen thematischen Bereich entwickelt haben. Aufgaben dieser Netze ist die Erleichterung des Erfahrungsaustauschs, der Beitrag zur Verbesserung der pädagogischen Methoden sowie die Vergrösserung der Aktion der Partnerschaften im Hinblick auf die Vervielfältigung und die Verbreitung der Ergebnisse. Die Aktivitäten der einzelnen Netze werden von jeweils einer Partnerschaftseinrichtung koordiniert.2. Zuschüsse können für die Durchführung bestimmter Aktivitäten der Netze gewährt werden, beispielsweise:- Informations- und Erfahrungsaustausch;- gemeinsame Nutzung und Verbesserung pädagogischer Methoden einschließlich solcher, die die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verwenden;- Verwirklichung pädagogischer und multimedialer Produkte;- Weiterverbreitung modellhafter Anwendung an interessierte Kreise.Aktion 2Förderung der schulischen Betreuung der Kinder von Wanderarbeitnehmern und ZigeunernZuschüsse können für Projekte gewährt werden, die ausgerichtet sind auf:- Förderung der Integration und der Chancengleichheit der Kinder von Wanderarbeitnehmern und Zigeunern;- Verbesserung der schulischen Betreuung und der Qualität der Bildung, die sie erhalten;- Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und ihres spezifischen Bildungspotentials.Diese Projekte, die entweder von einzelnen Einrichtungen oder von Zusammenschlüssen von Einrichtungen auf transnationaler Ebene entwickelt werden, können insbesondere umfassen:- den Erfahrungs- und Informationsaustausch im Zusammenhang mit allen oben genannten Aspekten;- die Ausarbeitung von passenden Kursen und von passendem pädagogischem Material;- die Aktualisierung der Fähigkeiten der Lehrkräfte und des Personals, das sich im Rahmen der Aktivitäten speziell mit dem Schulerfolg und der Integration dieser Kinder beschäftigt.Aktion 3Aktualisierung der Fähigkeiten des Lehrpersonals1. Zuschüsse können für transnationale Projekte bereitgestellt werden. Diese müssen von Einrichtungen eingereicht werden, die sich mit der Aktualisierung der Fähigkeiten des Lehrpersonals beschäftigen, das für den Unterricht und/oder die Beratung und die psycho-pädagogische Unterstützung der Schüler zuständig ist.Diese Projekte sollen folgendes fördern:- den Informations- und Erfahrungsaustausch, insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien;- die Entwicklung von pädagogischen Methoden und Materialien, insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung der europäischen Dimension bei der Aktualisierung oder dem Erwerb spezifischer Fähigkeiten von seiten des Lehrpersonals, das für den Unterricht, die Beratung oder die psycho-pädagogische Unterstützung der Schüler und ihrer Familien zuständig ist;- die Entwicklung von Partnerschaften und Netzen in den obengenannten Bereichen.2. Die Projekte zur Aktualisierung der Fähigkeiten des Lehrpersonals können auch eine begrenzte Anzahl von Aufenthalten in einem anderen Mitgliedstaat vorsehen, damit dieses Personal an Seminaren teilnehmen kann, die gemeinsam von den betroffenen Einrichtungen veranstaltet werden.Der Gemeinschaftsbeitrag zu den Reisekosten für dieses Personal wird nach der in Kapitel II Punkt 2 genannten Formel unter den Mitgliedstaaten aufgeteilt und den Betroffenen durch die in Kapitel II Punkt 3 vorgesehenen nationalen Behörden ausgezahlt.KAPITEL IIIBEREICHSÜBERGREIFENDE MASSNAHMEN1. Die in diesem Kapitel beschriebenen Aktionen gelten für alle Ebenen des Bildungswesens. Sie sollen folgendes fördern:- die Fremdsprachenkenntnisse in der Gemeinschaft;- den offenen Fernunterricht und die offene Fernlehre;- die Entwicklung der Information und des Erfahrungsaustauschs im Bildungsbereich.Diese Aktionen werden durch die Aktionen in den vorhergehenden Kapiteln ergänzt; sie liefern einen Rahmen und bilden eine kohärente Einheit von Maßnahmen mit folgenden Zielen:- Unterstützung der von den Mitgliedstaaten durchgeführten Maßnahmen;- Ergänzung zu oder Verbindung herstellen zwischen den in den beiden ersten Kapiteln vorgestellten Maßnahmen.2. Die Kommission trifft die erforderlichen Maßnahmen, um eine ausgewogene Beteiligung der Ausbildungseinrichtungen der Mitgliedstaaten zu fördern. Der für diese Maßnahmen vorgesehene Anteil darf 5 % des Jahreshaushalts zur Finanzierung der in Kapitel III vorgesehenen Aktivitäten nicht übersteigen.3. Die in Kapitel III vorgesehenen Zuschüsse der Gemeinschaft sollen teilweise die Kosten ausgleichen, die für die Durchführung dieser Projekte für notwendig erachtet werden.4. Die Gemeinschaftszuschüsse werden unter Beachtung des Prinzips der Chancengleichheit, insbesondere von Männern und Frauen, gewährt. Bei Festlegung der Zuschußhöhe müssen die besonderen Bedürfnisse von Behinderten berücksichtigt werden, die an den im Rahmen dieses Kapitels entwickelten Projekten teilnehmen.Aktion 1Förderung der Fremdsprachenkenntnisse in der Gemeinschaft1. Die Förderung der Fremdsprachenkenntnisse ist ein Schlüsselfaktor für die Verwirklichung des europäischen Bildungsraums ohne Grenzen sowie die Verbesserung des Verständnisses und der Solidarität zwischen den Völkern der Europäischen Union, wobei deren sprachliche und kulturelle Vielfalt bewahrt wird.Diese Aktionen bauen auf den Erfahrungen auf, die bei der Durchführung des Gemeinschaftsprogramms LINGUA gewonnen wurden.2. Ausser den in Kapitel I Aktion 1 und 2 sowie in Kapitel II Aktion 1 aufgeführten Förderungsmaßnahmen können Zuschüsse für die Durchführung transnationaler Projekte, die auf die Durchführung folgender Aktivitäten zielen, gewährt werden:a) Entwicklung von Europäischen Kooperationsprogrammen (gemeinsame Planung und Ausarbeitung innovativer Ausbildungsrahmen sowie von Lehrmaterial), eingereicht von Facheinrichtungen für die Ausbildung von Sprachlehrern mit dem Ziel der Aktualisierung, der Verstärkung und des Ausbaus der sprachlichen und pädagogischen Kenntnisse der Sprachlehrer oder der zukünftigen Sprachlehrer;b) Praktika im Ausland für Sprachlehrer, für Lehrkräfte, die auf den Sprachunterricht umschulen, sowie für Lehrkräfte anderer Fachrichtungen, die in einer Fremdsprache unterrichten. Die Dauer der Praktika beträgt zwischen zwei und vier Wochen.c) Assistenzzeiten im Ausland für zukünftige Sprachlehrer, damit sie ihre Kenntnisse in den Sprachen erweitern können, die sie unterrichten werden. Die Dauer der Assistenzzeit muß mindestens drei Monate betragen; sie muß in einem Mitgliedstaat erfolgen, in dem eine der Amtssprachen die Sprache ist, die der Assistent unterrichten wird.d) Ausarbeitung und Einführung von Curricula und Herstellung neuer didaktischer Hilfsmittel für alle interessierten Kreise und Anerkennung von erworbenen Sprachkenntnissen. Diese Projekte betreffen ausserdem die allgemeine Öffentlichkeit sowie die sprachliche Vorbereitung von Studenten und Schülern im allgemeinen oder berufsbezogenen Lehrbetrieb im Hinblick auf die Förderung der Mobilität.3. Die Gemeinschaftsfonds, die zur Entwicklung der unter Punkt 2 Buchstaben b) und c) vorgesehenen Aktivitäten beitragen sollen, werden nach folgender Formel zwischen den Mitgliedstaaten aufgeteilt: Entsprechend den Möglichkeiten des zur Verfügung stehenden Haushalts wird jedem Mitgliedstaat ein Mindestbetrag von 200 000 ECU zugeteilt; der Restbetrag wird den einzelnen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der Gesamtzahl der Sprachstudenten und -lehrer, der Durchschnittskosten für die Reise zwischen dem Heimatland und dem Gastland sowie des Unterschieds zwischen den Lebenshaltungskosten im Heimatland und im Gastland zugewiesen.Die Hoechstzulage je Praktikant beträgt 1 500 ECU bzw. 5 000 ECU je Assistenzzeit.4. Priorität erhalten Projekte und Aktivitäten:- im Zusammenhang mit dem Unterricht von am wenigsten verbreiteten und gelehrten Sprachen der Gemeinschaft;- im Zusammenhang mit der Verwendung neuer Bildungstechnologien.Aktion 2Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologien und des offenen Fernunterrichts und der offenen FernlehreDie Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien und die Entwicklung des offenen Fernunterrichts und der offenen Fernlehre sind Schlüsselfaktoren, die es den Bürgern der Gemeinschaft ermöglichen, die sich aus dem Bildungsraum ohne Grenzen ergebenden Vorteile zu nutzen.Durch die von diesen Bereichen vorausgesetzten pädagogischen Innovationen wird ein Beitrag zur Qualität der Bildung geleistet und ein verstärkter Zugang zu sämtlichen Bildungsebenen gefördert, insbesondere für diejenigen, die aufgrund ihrer geographischen oder persönlichen Situation nicht in der Lage sind, einen Unterricht zu besuchen, der eine tatsächliche Anwesenheit erforderlich macht.Die Informations- und Kommunikationstechnologien und der offene Fernunterricht und die offene Fernlehre betreffen sämtliche Bildungsebenen. Die Anwendung dieser Möglichkeiten kann einen wichtigen Multiplikatoreffekt für die in dem gemeinschaftlichen Aktionsprogramm "SOCRATES" enthaltenen Aktivitäten haben.Für folgende Aktivitäten können Gemeinschaftszuschüsse vergeben werden:1. Transnationale Projekte, die auf folgendes ausgerichtet sind: Verbesserung der Qualität der Produkte im Hinblick auf eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse der Benutzer; Ausarbeitung von Kursen und Material für alle Bürger oder/und Anpassung der Kurse und des Materials an die Sprachen und Kulturen der Gemeinschaft; Erweiterung der Anerkennung von Abschlüssen, Anrechnungspunkten und Qualifikationen, die im offenen Fernunterricht erworben wurden. Im einzelnen:- Im Hochschulbereich werden die Hochschulen dazu ermutigt, durch Partnerschaften mit in der Fernlehre sachkundigen Hochschulen Aktivitäten zu entwickeln, die eine europäische Dimension in alle Hochschulstudienfächer einführen. Eine begrenzte Zahl von Mobilitätsstipendien wird gemäß den in Kapitel I Aktion 3 festgelegten Verfahren gewährt werden an Studenten, die sich im Rahmen ihrer Teilnahme an Fernkursen in andere Mitgliedstaaten begeben, um Intensivkurse, die im Rahmen von zwischen sachkundigen Einrichtungen geschlossenen Abkommen durchgeführt werden, zu besuchen;- im Schulbereich werden Schulen dazu ermutigt, die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien, einschließlich der durch den offenen Fernunterricht und die offene Fernlehre angebotenen Möglichkeiten vorzusehen, insbesondere mit dem Ziel, die Ergebnisse und Erfahrungen der Partnerschaften anderen Schulen, die nicht an den Projekten teilnehmen, zukommen zu lassen. Hinsichtlich der Aktualisierung der Fähigkeiten des Lehrpersonals sind die von der offenen Fernlehre angebotenen Möglichkeiten von besonderer Bedeutung, angesichts der Zahl der betroffenen Personen und der Bedürfnisse ihrer spezifischen Ausbildung im Rahmen der europäischen Dimension;- in den anderen Bereichen, die in dem Programm enthalten sind, insbesondere die Förderung der Fremdsprachenkenntnisse, können der offene Fernunterricht und die offene Fernlehre einen effizienten Beitrag leisten bei den Konzepten und der Erarbeitung von Lehrmaterial, zu dem alle Bürger der Gemeinschaft Zugang erhalten.2. Einrichtung eines Netzes von Ressourcezentren für die multimediale Bildung, den offenen Fernunterricht und für die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien.Aktion 3Förderung von Information und den ErfahrungsaustauschDie Information begünstigt das gegenseitige Verständnis und stellt einen Grundpfeiler für die gemeinschaftliche Kooperation im Bildungswesen sowie deren Entwicklung dar. Sie ist auch ein Schlüsselfaktor, der es allen Akteuren im Bildungswesen ermöglicht, sich innerhalb eines europäischen Bildungsraums ohne Grenzen weiterzuentwicklen und ihn zu nutzen.Die nachfolgend aufgeführten Aktionen stellen eine Dienstleistung für die Entscheidungsträger und die Akteure im Bildungswesen dar, indem sie ihnen aktualisierte und zuverlässige Informationen zur Verfügung stellen. Sie stützen sich auf Erfahrungen, die im Zusammenhang mit dem EURYDICE-Netz, dem NARIC-Netz, der Aktion ARION und der Aktion 4 des ERASMUS-Programms erworben wurden.1. Informationsaustausch (EURYDICE)Die in diesem Bereich unterstützten Aktionen werden es ermöglichen, die Informationen über die Bildungspolitiken und -systeme, die Reformen, die Innovationen und die Ergebnisse der Forschung im Bildungsbereich sicherzustellen.Für folgende Aktivitäten können Zuschüsse gewährt werden:a) die Sammlung und die Erstellung von Dokumenten, Daten und vergleichenden Analysen zu Themen von gemeinsamem Interesse sowie von Werkzeugen, die die Vergleichbarkeit der Informationen begünstigen;b) die Verbreitung dieser Informationen über öffentliche und private Informations- und Verteilerkanäle und -netze, die auf nationaler, regionaler oder Gemeinschaftsebene vorhanden sind;c) die Einrichtung von gemeinschaftlichen Datenbanken, der Ausbau enger Verbindungen zwischen den vorhandenen Datenbanken sowie die Verbesserung des Zugangs zu diesen Datenbanken;d) die Verwendung der neuen Informatik- und Elektroniktechnologien zur Sicherstellung der Interaktivität des Austauschs sowie einer effizienteren Aufteilung der Ressourcen. Im Rahmen der geförderten Aktionen werden die Gemeinschaftsentwicklungen im Bereich der transeuropäischen Netze sowie insbesondere die Telematik-Verbindungen zwischen den öffentlichen Verwaltungen berücksichtigt;e) die Durchführung von Studien zur Analyse der Tendenzen und zur Vorausplanung des Bedarfs im Bildungsbereich sowie andere vorausplanende Studien in Zusammenhang mit der Bildung und dem entsprechenden sozio-ökonomischen Umfeld (ähnliche Aktivitäten, wie sie die Beobachtungsstellen durchführen).Die Mitgliedstaaten werden Strukturen benennen, die einen Beitrag bei der Durchführung der zuvor beschriebenen Aktionen leisten sollen. Diese Strukturen werden als Schnittstellen zwischen den Bildungsinformationsstrukturen und dem auf nationaler Ebene bestehenden bildungsbezogenen Fachwissen fungieren. Die Gemeinschaft kann diese Strukturen zusätzlich unterstützen.Bei der Durchführung dieser Aktionen sollen enge Bindungen zu den vergleichbaren Aktionen von CEDEFOP im Bereich der Informatik über die berufliche Bildung, EUROSTAT im Bereich der Statistiken, dem Gemeinschaftsnetz NARIC (Zentren für Informationen über die akademische Anerkennung von Studienabschlüssen) sowie zu allen anderen im Bereich der Bildung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene vorhandenen Informationsnetzen hergestellt werden.2. Studienbesuche (Maßnahmen nach Art von "ARION")Zuschüsse können für die Veranstaltung von multilateralen Studienbesuchen für das im Bildungswesen tätige Personal gewährt werden. Diese Studienbesuche sollen einen Informations- und Erfahrungsaustausch über Themen, die für die Mitgliedstaaten von gemeinsamem Interesse sind, zwischen dem im Bildungswesen tätigen Personal, vom dem eine Multiplikatorwirkung in ihrem Mitgliedstaat erwartet wird, ermöglichen.Im Zusammenhang mit dieser Aktion wird als im Bildungswesen tätiges Personal insbesondere Personal angesehen, das Funktionen hinsichtlich der Leitung, der Bewertung, der Ausbildung, der Beratung sowie der Koordinierung europäischer Projekte ausübt, sowie die Verantwortlichen in den Ministerien.Die Gemeinschaftsfonds, die zum Ausbau dieser Besuche beitragen sollen, werden zwischen den Mitgliedstaaten nach der in Kapitel II Punkt 2 beschriebenen Formel aufgeteilt und von den in Kapitel II Punkt 3 vorgesehenen nationalen Behörden verwaltet.Der durchschnittliche Zuschußbetrag wird pro Begünstigtem für die Dauer einer Woche auf 900 ECU veranschlagt.3. Ergänzende MaßnahmenDie Kommission unterstützt folgende ergänzenden Maßnahmen zur Förderung der Zielsetzungen des Programms:- Projekte, die auf europäischer Ebene durch Vereinigungen von Dozenten, Studenten, Eltern von Schülern, entwickelt werden;- Projekte zur Entwicklung einer europäischen Dimension der Bildung und der Ausbildung, die von Organisationen, die sich mit der Erwachsenenbildung beschäftigen, eingereicht werden, mit dem Ziel, die grösstmögliche Anzahl von Bürgern für Fragen der europäischen Dimension zu sensibilisieren;- Sensibilisierungsaktionen zur Förderung der Zusammenarbeit im Bildungs- und Ausbildungsbereich;- Folge- und Evaluierungsmaßnahmen zu den in diesem Anhang beschriebenen Aktionen.