CELEX: 42006X1227(05)
Language: de
Date: 2006-12-27 00:00:00
Title: Regelung Nr. 49 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Motoren mit Selbstzündung, der mit Erdgas betriebenen und der mit Flüssiggas betriebenen Motoren mit Fremdzündung sowie der mit einem Motor mit Selbstzündung, einem mit Erdgas betriebenen oder einem mit Flüssiggas betriebenen Motor mit Fremdzündung ausgestatteten Fahrzeuge hinsichtlich der Emissionen von Schadstoffen aus dem Motor

27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union              L 375/1
                                                          I
                                       (Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte)
                Regelung Nr. 49 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für
                Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der
                                       Motoren mit Selbstzündung,
                der mit Erdgas betriebenen und der mit Flüssiggas betriebenen Motoren
                   mit Fremdzündung sowie der mit einem Motor mit Selbstzündung,
                  einem mit Erdgas betriebenen oder einem mit Flüssiggas betriebenen
                  Motor mit Fremdzündung ausgestatteten Fahrzeuge hinsichtlich der
                              Emissionen von Schadstoffen aus dem Motor
                                                    Revision 3
    Einschließlich:
    Änderungsserie 01 - Tag des Inkrafttretens: 14. Mai 1990
    Änderungsserie 02 - Tag des Inkrafttretens: 30. Dezember 1992
    Berichtigung 1 zur Änderungsserie 02 gemäß Notifizierung
       durch den Verwahrer C.N.232.1992.TREATIES-32 vom 11. September 1992
    Berichtigung 2 zur Änderungsserie 02 gemäß Notifizierung
       C.N.353.1995.TREATIES-72 vom 13. November 1995
    Berichtigung 1 zur Revision Nr. 2 (Erratum – betrifft nur die englische Fassung)
    Ergänzung 1 zur Änderungsserie 02 - Tag des Inkrafttretens: 18. Mai 1996
    Ergänzung 2 zur Änderungsserie 02 - Tag des Inkrafttretens: 28. August 1996
    Berichtigung 1 zur Ergänzung 1 zur Änderungsserie 02 gemäß Notifizierung
       C.N.426.1997.TREATIES-96 vom 21. November 1997
    Berichtigung 2 zur Ergänzung 1 zur Änderungsserie 02 gemäß Notifizierung
       C.N.272.1999.TREATIES-2 vom 12. April 1999
    Berichtigung 1 zur Ergänzung 2 zur Änderungsserie 02 gemäß Notifizierung
       C.N.271.1999.TREATIES-1 vom 12. April 1999
    Änderungsserie 03 - Tag des Inkrafttretens: 27. Dezember 2001
    Änderungsserie 04 - Tag des Inkrafttretens: 31. Januar 2003
 ---pagebreak--- L 375/2         DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   1.          ANWENDUNGSBEREICH
   Diese Regelung gilt für die Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel aus
   Motoren mit Selbstzündung und aus mit Erdgas betriebenen Motoren sowie aus mit Flüssiggas
   betriebenen Motoren mit Fremdzündung zum Antrieb von Kraftfahrzeugen mit einer
   bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 25 km/h der Klassen 1 / 2 M1 mit einer zulässigen
   Gesamtmasse über 3,5 Tonnen, M2, M3, N1, N2 und N3.
   2.          BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND ABKÜRZUNGEN
               Im Sinne dieser Regelung bedeutet
   2.1.         „Prüfzyklus“ eine Abfolge von Prüfphasen mit jeweils einer bestimmten Drehzahl und
                einem bestimmten Drehmoment, die der Motor unter stationären (ESC-Prüfung) bzw.
                instationären Bedingungen (ETC-, ELR-Prüfung) durchlaufen muss;
   2.2.         „Genehmigung eines Motors (einer Motorenfamilie)“ die Genehmigung eines
                Motortyps (einer Motorenfamilie) hinsichtlich des Niveaus der Emissionen
                gasförmiger Schadstoffe und Luft verunreinigender Partikel;
   2.3.         „Dieselmotor“ einen Motor, der nach dem Prinzip der Kompressionszündung arbeitet;
                „Gasmotor“ einen Motor, der mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben wird;
   2.4.         „Motortyp“ eine Kategorie von Motoren, die sich untereinander nicht in wesentlichen
                Merkmalen, wie zum Beispiel in den in Anhang 1 dieser Regelung definierten
                Motormerkmalen, unterscheiden.
   2.5.         „Motorenfamilie“ eine von einem Hersteller festgelegte Gruppe von Motoren mit
                konstruktionsbedingt ähnlichen Abgas-Emissionseigenschaften gemäß Anhang 1
                Anlage 2 dieser Regelung; die einzelnen Motoren der Familie dürfen die geltenden
                Emissionsgrenzwerte nicht überschreiten;
   2.6.         „Stamm-Motor“ einen innerhalb einer Motorenfamilie ausgewählten Motor, dessen
                Emissionseigenschaften für die Motorenfamilie repräsentativ sind;
   2.7.         „Gasförmige Schadstoffe“ Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe (wobei ausgegangen
                wird von CH1.85 bei Diesel, CH2.525 bei Flüssiggas und einem Molekül von
                CH3O0.5 bei mit Ethanol betriebenen Selbstzündungsmotoren), Nichtmethan-
                Kohlenwasserstoffe (wobei ausgegangen wird von CH1.85 bei Diesel, CH2.525 bei
                Flüssiggas und CH2.93 bei Erdgas), Methan (wobei ausgegangen wird von CH4 bei
   1 Gemäß Anhang 7 der Gesamtresolution            über Fahrzeugtechnik (R.E.3)
   (TRANS/WP.29/78/Rev.1/Amend.2).
   2 Motoren, die in Kraftfahrzeugen der            Klassen N1, N2 und M2 verwendet werden,
   fallen nicht in den Anwendungsbereich            dieser Regelung, vorausgesetzt für diese
   Fahrzeuge wird eine Genehmigung gemäß            der Regelung Nr. 83 erteilt.
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              Erdgas) und Stickstoffoxide, letztere ausgedrückt als Stickstoffdioxid (NO2)-
              Äquivalent;
              „Luftverunreinigende Partikel“ Stoffe, die bei einer Temperatur von weniger oder
              gleich 325 K (52°C) nach Verdünnung der Abgase mit gefilterter reiner Luft an einem
              besonderen Filtermedium abgeschieden werden;
    2.8.      „Rauchtrübung“ im Abgasstrom eines Dieselmotors schwebende Partikel, die Licht
              absorbieren, reflektieren oder brechen;
    2.9.      „Nutzleistung“ die Leistung in EWG-kW, die auf dem Prüfstand am Ende der
              Kurbelwelle oder einem entsprechenden Bauteil abgenommen und nach dem
              Verfahren zur Messung der Motorleistung nach der Regelung Nr. 24 ermittelt wird;
    2.10.  „angegebene Höchstleistung (Pmax)“ die vom Hersteller in seinem Antrag auf
           Typgenehmigung angegebene Höchstleistung in EG-kW (Nutzleistung);
    2.11.  „Teillastverhältnis“ den prozentualen Anteil des höchsten zur Verfügung stehenden
           Drehmoments bei einer bestimmten Motordrehzahl;
    2.12.  „ESC-Prüfung“ einen Prüfzyklus bestehend aus 13 stationären Prüfphasen, der nach
           Absatz 5.2 dieser Regelung durchzuführen ist;
    2.13.  „ELR-Prüfung“ einen Prüfzyklus bestehend aus einer Folge von Belastungsschritten bei
           gleich bleibenden Drehzahlen, der nach Absatz 5.2 dieser Regelung durchzuführen ist;
    2.14.  „ETC-Prüfung“ einen Prüfzyklus bestehend aus 1800 instationären, im Sekundenabstand
           wechselnden Phasen, der nach Absatz 5.2 dieser Regelung durchzuführen ist;
    2.15.  „Motorbetriebsdrehzahlbereich“ den Motordrehzahlbereich nach Anhang 4 dieser
           Regelung, der während des normalen Motorbetriebs am häufigsten genutzt wird und
           zwischen der niedrigen und der hohen Drehzahl liegt;
    2.16.  „niedrige Drehzahl (nlo)“ die niedrigste Motordrehzahl, bei der sich 50 % der
           angegebenen Höchstleistung einstellen;
    2.17.  „hohe Drehzahl (nhi)“ die höchste Motordrehzahl, bei der sich 70 % der angegebenen
           Höchstleistung einstellen;
    2.18.  „Motordrehzahlen A, B und C“ die Prüfdrehzahlen innerhalb des
           Motorbetriebsdrehzahlbereichs, der bei der ESC- und der ELR-Prüfung nach Anhang 4
           Anlage 1 dieser Regelung genutzt wird;
    2.19.  „Kontrollbereich“ den Bereich zwischen den Motordrehzahlen A und C und den
           Teillastverhältnissen 25 und 100;
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   2.20.     „Bezugsdrehzahl (nref)“ 100 % des Drehzahlwerts, der für eine Entnormierung der
             relativen Drehzahlwerte der ETC-Prüfung nach Anhang 4 Anlage 2 dieser Regelung zu
             verwenden ist;
   2.21.     „Trübungsmesser“ ein Gerät zur Messung der Trübung durch Rußpartikel nach dem
             Prinzip der Lichtschwächung;
   2.22.     „NG-Gasgruppe“ die Gasgruppe H oder Gasgruppe L nach den Definitionen der
             Europäischen Norm EN 437 vom November 1993;
   2.23.     „Selbstanpassungsfähigkeit“ die Fähigkeit eines Motors, mithilfe einer dafür
             vorgesehenen Einrichtung das Kraftstoff-Luft-Verhältnis konstant zu halten;
   2.24.     „Nachkalibrierung“ die Feinabstimmung eines erdgasbetriebenen Motors zur Erzielung
             der gleichen Betriebseigenschaften (Leistung, Kraftstoffverbrauch) in einer anderen
             Erdgasgruppe;
       2.25.     „Wobbe-Index (unterer Index Wl oder oberer Index Wu)“ den Quotienten aus dem
                 Heizwert eines Gases pro Volumeneinheit und der Quadratwurzel der relativen
                 Dichte des Gases unter denselben Bezugsbedingungen:
                                   W = H Gas X ρ Luft / ρ Gas
                              W    = H Gas X                                 ρ Luft / ρ Gas
       2.26.     „λ-Verschiebungsfaktor (Sλ)“ einen Ausdruck, der die erforderliche Flexibilität eines
                 Motorsteuersystems bezüglich einer Änderung des Überschuss-Luft-Verhältnisses
                 beschreibt, wenn der Motor mit einem Gas betrieben wird, das nicht aus reinem
                 Methan besteht (zur Berechnung von Sλ siehe Anhang 8);
       2.27.     „EEV“ ein besonders umweltfreundliches Fahrzeug (Enhanced Environmentally
                 Friendly Vehicle), d.h. ein Fahrzeug, das von einem Motor angetrieben wird, der die
                 zulässigen Emissionszielvorgaben einhält, die in der Zeile C der in Absatz 5.2.1
                 dieser Regelung aufgeführten Tabelle angegeben sind;
       2.28.     „Abschalteinrichtung“ eine Einrichtung, die Betriebsgrößen (z. B.
                 Fahrzeuggeschwindigkeit, Motordrehzahl, eingelegten Gang, Temperatur,
                 Unterdruck im Ansaugtrakt oder andere) misst oder erfasst, um die Funktion eines
                 beliebigen Teils der emissionsmindernden Einrichtung zu aktivieren, zu verändern,
                 zu verzögern oder zu deaktivieren, so dass die Wirkung der emissionsmindernden
                 Einrichtung unter üblichen Betriebsbedingungen verringert wird, es sei denn, die
                 Bedingungen, unter denen das geschieht, sind in den angewandten Verfahren für die
                 Zertifizierungsprüfung ausdrücklich vorgesehen;
       2.29.     „Zusatzsteuereinrichtung“ eine Einrichtung, Funktion oder Steuerstrategie am Motor
                 oder am Fahrzeug, die den Motor oder seine Nebenaggregate vor schädlichen
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               Betriebszuständen schützt oder die das Anlassen des Motors erleichtert. Als
               Zusatzsteuereinrichtung kann auch eine Strategie oder Vorkehrung gelten, die
               nachweislich keine Abschalteinrichtung ist;
       2.30.   „anormale Emissionsminderungsstrategie“ eine Strategie oder Maßnahme, durch die
               die Wirkung der emissionsmindernden Einrichtung unter üblichen
               Betriebsbedingungen auf weniger als das im jeweiligen Emissionsprüfverfahren
               geforderte Maß verringert wird.
                       Abbildung 1: Spezifische Definitionen der Prüfzyklen
                                     net power = Nutzleistung
                                    control area = Prüfbereich
                                  engine speed = Motordrehzahl
    2.31.    Symbole und Abkürzungen
    2.31.1.  Symbole für Prüfkennwerte
             Symbol       Einheit            Begriff
             AP           m²                 Querschnittsfläche der isokinetischen
                                             Probenahmesonde
             AT           m²                 Querschnittsfläche des Auspuffrohrs
             CEE            -                Ethan-Wirkungsgrad
             CEM          -                  Methan-Wirkungsgrad
             C1           -                  C1-äquivalenter Kohlenwasserstoff
             conc          ppm / vol%        Konzentration (mit nachgestellter
                                             Bestandteilbezeichnung)
             D0            m³/s              Achsabschnitt der PDP-Kalibrierfunktion
             DF            -                 Verdünnungsfaktor
             D             -                 Bessel-Funktionskonstante
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        Symbol   Einheit          Begriff
        E        -                Bessel-Funktionskonstante
        EZ       g/kWh            Interpolierter NOx-Emissionswert am Regelpunkt
        fa       -                Atmosphärischer Faktor im Labor
        fc       s-1              Bessel-Filtergrenzfrequenz
        FFH      -                Kraftstoffspezifischer Faktor für die Berechnung der
                                  Feuchtkonzentration anhand der
                                  Trockenkonzentration
        FS       -                Stöchiometrischer Faktor
        GAIRW    kg/h             Massendurchsatz der Ansaugluft, feucht
        GAIRD    kg/h             Massendurchsatz der Ansaugluft, trocken
        GDILW    kg/h             Massendurchsatz der Verdünnungsluft, feucht
        GEDFW    kg/h             Äquivalenter Massendurchsatz des verdünnten
                                  Abgases, feucht
        GEXHW    kg/h             Massendurchsatz des Abgases, feucht
        GFUEL    kg/h             Kraftstoffmassendurchsatz
        GTOTW    kg/h             Massendurchsatz des verdünnten Abgases, feucht
        H        MJ/m³            Heizwert
        HREF     g/kg             Bezugswert der absoluten Feuchtigkeit (10,71 g/kg)
        Ha       g/kg             Absolute Feuchtigkeit der Ansaugluft
        Hd       g/kg             Absolute Feuchtigkeit der Verdünnungsluft
        HTCRA    mol/mol          Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnis
               T
               T
        I        -                Unterer Index für eine einzelne Prüfphase
        K        -                Bessel-Konstante
        K        m-1              Lichtabsorptionskoeffizient
        KH,D     -                Feuchtigkeitskorrekturfaktor für NOx bei
                                  Selbstzündungsmotoren
        KH,G     -                Feuchtigkeitskorrekturfaktor für NOx bei
                                  Gasmotoren
        KV                        CFV-Kalibrierfunktion
        KW,a     -                Korrekturfaktor für Umrechnung vom trockenen zum
                                  feuchten Bezugszustand der Ansaugluft
        KW,d     -                Korrekturfaktor für Umrechnung vom trockenen zum
                                  feuchten Bezugszustand der Verdünnungsluft
        KW,e     -                Korrekturfaktor für Umrechnung vom trockenen zum
                                  feuchten Bezugszustand des verdünnten Abgases
        KW,r     -                Korrekturfaktor für Umrechnung vom trockenen zum
                                  feuchten Bezugszustand des Rohabgases
        L        %                Prozentuales Drehmoment, bezogen auf das
 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE                Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/7
           Symbol  Einheit            Begriff
                                      maximale Drehmoment bei Prüfdrehzahl
           La      m                  Effektive optische Weglänge
           M                          Steigung der PDP-Kalibrierfunktion
           Mass    g/h oder g         Unterer Index für die Schadstoffmassendurchsatzrate
           MDIL    kg                 Masse der durch die Partikel-Probenahmefilter
                                      geleiteten Probe der verdünnten Luft
           Md      mg                 Abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse der
                                      Verdünnungsluft
           Mf      mg                 Abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse
           Mf,p    mg                 Am Hauptfilter abgeschiedene Partikel-
                                      Probenahmemasse
           Mf,b    mg                 Am Nachfilter abgeschiedene Partikel-
                                      Probenahmemasse
           MSAM    kg                 Masse der durch die Partikel-Probenahmefilter
                                      geleiteten Probe der verdünnten Abgase
           MSEC    kg                 Masse der sekundären Verdünnungsluft
           MTOTW   kg                 CVS-Masse über den gesamten Zyklus, feucht
           MTOTW,i kg                 Momentane CVS-Masse, feucht
           N       %                  Trübung
           NP      -                  PDP-Umdrehungen über den gesamten Zyklus
           NP,i    -                  PDP-Umdrehungen während eines Zeitabschnitts
           N       min-1              Motordrehzahl
           nP      s-1                PDP-Drehzahl
           nhi     min-1              Hohe Motordrehzahl
           nlo     min-1              Niedrige Motordrehzahl
           nref    min-1              Bezugsmotordrehzahl für ETC-Prüfung
           pa      kPa                Sättigungsdampfdruck der Motoransaugluft
           pA      kPa                Absoluter Druck
           pB      kPa                Barometrischer Gesamtdruck
           pd      kPa                Sättigungsdampfdruck der Verdünnungsluft
           ps      kPa                Trockener atmosphärischer Druck
           p1      kPa                Ansaugunterdruck an der Pumpeneintrittsöffnung
           P(a)    kW                 Leistungsaufnahme der Hilfseinrichtungen, die für
                                      die Prüfung angebracht werden
           P(b)    kW                 Leistungsaufnahme der Hilfseinrichtungen, die für
                                      die Prüfung entfernt werden
           P(n)    kW                 Nichtkorrigierte Nutzleistung
           P(m)    kW                 Auf dem Prüfstand gemessene Leistung
           Ω       -                  Bessel-Konstante
           Qs      m³/s               CVS-Volumendurchsatz
           q       -                  Verdünnungsverhältnis
           r       -                  Quotient der Querschnittsflächen der isokinetischen
                                      Sonde und des Auspuffrohrs
           Ra      %                  relative Feuchtigkeit der Ansaugluft
           Rd      %                  relative Feuchtigkeit der Verdünnungsluft
 ---pagebreak--- L 375/8 DE             Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
        Symbol Einheit          Begriff
        Rf     -                FID-Responsefaktor
        ρ      kg/m³            Dichte
        S      kW               Einstellwert des Leistungsprüfstands
        Si     m-1              Momentaner Rauchwert
        Sλ     -                λ-Verschiebungsfaktor
        T      K                Absolute Temperatur
        Ta     K                Absolute Temperatur der Ansaugluft
        t      s                Messzeit
        te     s                Elektrische Ansprechzeit
        tf     s                Filteransprechzeit für die Besselfunktion
        tp     s                Physikalische Ansprechzeit
        ∆t     s                Zeitabstand zwischen aufeinander folgenden
                                Rauchmesswerten (= 1/Probenahmerate)
        ∆ti    s                Zeitabstand bei momentaner CFV-Strömung
        τ      %                Rauch-Transmissionsgrad
        V0     m³/rev           PDP-Volumendurchsatz unter tatsächlichen
                                Bedingungen
        W      -                Wobbe-Index
        Wact   kWh              Tatsächliche ETC-Zyklusarbeit
        Wref   kWh              ETC-Bezugszyklusarbeit
        WF     -                Wichtungsfaktor
        WFE    -                Effektiver Wichtungsfaktor
        X0     m³/rev           Kalibrierfunktion des PDP-Volumendurchsatzes
        Yi     m-1              gemittelter 1-s-Bessel-Rauchwert
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/9
    2.31.2.  Symbole für die chemischen Bestandteile
             CH4             Methan
             C2H6            Ethan
             C2H5OH          Ethanol
             C3H8            Propan
             CO              Kohlenmonoxid
             DOP             Dioctylphthalat
             CO2             Kohlenstoffdioxid
             HC              Kohlenwasserstoffe
             NMHC            Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe
             NOx             Stickstoffoxid
             NO              Stickoxid
             NO2             Stickstoffdioxid
             PT              Partikel
    2.31.3.  Abkürzungen
             CFV            Venturi-Rohr mit kritischer Strömung
             CLD            Chemilumineszenzanalysator
             ELR            Europäische Prüfung mit lastabhängigem
                                        Fahrzyklus
             ESC            Europäische Prüfung mit stationärem Fahrzyklus
             ETC            Europäische Prüfung mit instationärem Fahrzyklus
             FID            Flammenionisationsdetektor
             GC             Gaschromatograph
             HCLD           beheizter Chemilumineszenzanalysator
             HFID           beheizter Flammenionisationsdetektor
             LPG            Flüssiggas
             NDIR           nichtdispersiver Ultraviolett-Resonanzabsorber
             NG             Erdgas
             NMC            Nicht-Methan-Cutter
    3.      ANTRAG AUF GENEHMIGUNG
    3.1.    Antrag auf Genehmigung eines Motors als selbständige technische Einheit
    3.1.1.  Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für einen Motortyp hinsichtlich der
            Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel ist vom
            Motorenhersteller oder seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzureichen.
    3.1.2.  Dem Antrag sind die erforderlichen Unterlagen in dreifacher Ausfertigung beizufügen.
            Der Antrag enthält mindestens die Hauptmerkmale des Motors gemäß Anhang 1 dieser
            Regelung.
    3.1.3.  Ein Motor, der der in Anhang 1 beschriebenen Motorbauart entspricht, ist dem
 ---pagebreak--- L 375/10      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
             technischen Dienst, der für die Durchführung der Prüfungen nach Absatz 5 zuständig
             ist, zur Verfügung zu stellen.
   3.2.      Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis für einen Fahrzeugtyp hinsichtlich des
             Motors
   3.2.1.    Der Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für ein Fahrzeug hinsichtlich der
             Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel durch dessen
             Motor ist vom Motorenhersteller oder seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter
             einzureichen.
   3.2.2.    Dem Antrag sind die erforderlichen Unterlagen in dreifacher Ausfertigung beizufügen,
             die zumindest folgendes enthalten müssen:
   3.2.2.1.  die Hauptmerkmale des Motors nach Anhang 1;
   3.2.2.2.  eine Beschreibung der mit dem Motor zusammenhängenden Bauteile nach Anhang 1;
   3.2.2.3.  eine Kopie des Mitteilungsblatts für die Typgnehmigung (Anhang 2A) für den Typ des
             eingebauten Motors.
   3.3.     Antrag auf Genehmigung eines Fahrzeugtyps mit einem genehmigten Motor
   3.3.1.   Der Antrag auf Genehmigung eines Fahrzeugs hinsichtlich der Emission gasförmiger
            Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel durch dessen genehmigten Dieselmotor
            oder die Motorfamilie und hinsichtlich der Emission gasförmiger Schadstoffe durch
            dessen genehmigten Gasmotor oder die Motorfamilie ist vom Motorenhersteller oder
            seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzureichen.
   3.3.2.   Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung sowie die
            nachstehenden Angaben beizufügen:
   3.3.2.1. eine Beschreibung des Fahrzeugtyps und der mit dem Motor zusammenhängenden
            Fahrzeugteile, die die jeweils zutreffenden Angaben nach Anhang 1 enthält, und eine
            Kopie des Mitteilungsblatts (Anhang 2a) über den Motor oder die Motorfamilie als
            selbständige technische Einheit, der in das Fahrzeug des betreffenden Typs eingebaut
            ist.
   4.        GENEHMIGUNG
   4.1.      Typgenehmigung aufgrund von Vielstofffähigkeit
             Eine Typgenehmigung aufgrund von Vielstoffähigkeit wird erteilt, wenn folgende
             Voraussetzungen erfüllt sind:
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/11
    4.1.1.   Dieselkraftstoff - Die Genehmigung für den Motor- oder Fahrzeugtyp wird erteilt, wenn
             der Motor oder das Fahrzeug gemäß den Absätzen 3.1, 3.2 oder 3.3 dieser Regelung die
             Anforderungen der Absätze 5, 6 und 7 hinsichtlich des in Anhang 5 dieser Regelung
             genannten Bezugskraftstoffs erfüllt.
    4.1.2.   Bei Erdgas muss nachgewiesen werden, dass der Stamm-Motor zur Anpassung an jede
             am Markt möglicherweise angebotene Kraftstoffzusammensetzung in der Lage ist. Bei
             Erdgas gibt es in der Regel zwei Arten von Kraftstoff: Kraftstoff mit hohem Heizwert
             (Gasgruppe H) und Kraftstoff mit niedrigem Heizwert (Gasgruppe L). Innerhalb der
             beiden Gruppen ist die Spannbreite jedoch groß. Erhebliche Unterschiede treten in
             Bezug auf den mit dem Wobbe-Index ausgedrückten Energiegehalt und den λ-
             Verschiebungsfaktor (Sλ) auf. Die Formeln für die Berechnung des Wobbe-Index und
             von Sλ sind in den Absätzen 2.25 und 2.26 angegeben. Erdgas mit einem λ-
             Verschiebungsfaktor zwischen 0,89 und 1,08 (0,89 ≤ Sλ ≤ 1,08) wird der Gasgruppe H
             zugerechnet, während Erdgas mit einem λ-Verschiebungsfaktor zwischen 1,08 und 1,19
             (1,08 ≤ Sλ ≤ 1,19) der Gasgruppe L zugerechnet wird. Die Zusammensetzung der
             Bezugskraftstoffe trägt der extremen Veränderlichkeit von Sλ Rechnung.
             Der Stamm-Motor muss die Anforderungen dieser Regelung hinsichtlich der
             Bezugskraftstoffe GR (Kraftstoff 1) und G25 (Kraftstoff 2), gemäß der Beschreibung in
             Anhang 6 erfüllen, ohne dass zwischen den beiden Prüfungen eine Neueinstellung der
             Kraftstoffzufuhr erfolgt. Nach dem Kraftstoffwechsel ist jedoch ein Anpassungslauf
             über einen ETC-Zyklus ohne Messung zulässig. Vor der Prüfung muss der Stamm-
             Motor gemäß dem in Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3 angegebenen Verfahren eingefahren
             werden.
    4.1.2.1. Auf Antrag des Herstellers kann der Motor mit einem dritten Kraftstoff (Kraftstoff 3)
             geprüft werden, wenn der λ-Verschiebungsfaktor (Sλ) zwischen 0,89 (d.h. dem unteren
             Bereich von GR) und 1,19 (d.h. dem oberen Bereich von G25) liegt, z.B. wenn
             Kraftstoff 3 ein handelsüblicher Kraftstoff ist. Die Ergebnisse dieser Prüfung können
             als Grundlage für die Bewertung der Übereinstimmung der Produktion herangezogen
             werden.
    4.1.3.   Im Fall eines mit Erdgas betriebenen Motors, der sich an die Gasgruppe H einerseits und
             die Gasgruppe L andererseits selbst anpassen kann, und bei dem die Umschaltung
             zwischen der Gasgruppe H und der Gasgruppe L mittels eines Schalters erfolgt, ist der
             Stamm-Motor bei jeder Schalterstellung mit dem jeweiligen in Anhang 6 für jede
             Gasgruppe spezifizierten Bezugskraftstoff zu prüfen. Bezugskraftstoffe für die
             Gasgruppe H: GR (Kraftstoff 1) und G23 (Kraftstoff 3). Bezugskraftstoffe für die
             Gasgruppe L: G25 (Kraftstoff 2) und G23 (Kraftstoff 3). Der Stamm-Motor muss die
             Anforderungen dieser Regelung in beiden Schalterstellungen erfüllen, ohne dass
             zwischen den beiden Prüfungen bei der jeweiligen Schalterstellung eine Neueinstellung
             der Kraftstoffzufuhr erfolgt. Nach dem Kraftstoffwechsel ist jedoch ein Anpassungslauf
             über einen ETC-Zyklus ohne Messung zulässig. Vor der Prüfung muss der Stamm-
             Motor gemäß dem in Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3 angegebenen Verfahren eingefahren
             werden.
 ---pagebreak--- L 375/12         DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   4.1.3.1.    Auf Antrag des Herstellers kann der Motor mit einem dritten Kraftstoff anstelle G23
               (Kraftstoff 3) geprüft werden, wenn der λ-Verschiebungsfaktor (Sλ) zwischen 0,89 (d.h.
               dem unteren Bereich von GR) und 1,19 (d.h. dem oberen Bereich von G25) liegt, z.B.
               wenn Kraftstoff 3 ein handelsüblicher Kraftstoff ist. Die Ergebnisse dieser Prüfung
               können als Grundlage für die Bewertung der Übereinstimmung der Produktion
               herangezogen werden.
   4.1.4.       Bei Erdgasmotoren ist das Verhältnis der Emissionsmessergebnisse „r“ für jeden
                Schadstoff wie folgt zu ermitteln:
            emission result on reference fuel x = Emissionsmessergebnis für Bezugskraftstoff x
                                  emission         result       on reference    fuel   2
                             r =
                                  emission          result      on reference     fuel  1
                   oder
                                 emission result on reference fuel 2
                            ra =
                                 emission result on reference fuel 3
                   und
                                 emission result on reference fuel 1
                            rb =
                                 emission result on reference fuel 3
   4.1.5.       Bei LPG (Flüssiggas) muss nachgewiesen werden, dass der Stamm-Motor zur
                Anpassung an jede am Markt möglicherweise angebotene Kraftstoffzusammensetzung
                in der Lage ist. Bei LPG schwankt die C3/C4 -Zusammensetzung. Die
                Bezugskraftstoffe tragen diesen Schwankungen Rechnung. Der Stamm-Motor muss die
                Emissionsanforderungen hinsichtlich der Bezugskraftstoffe A und B, gemäß der
                Beschreibung im Anhang 7 erfüllen, ohne dass zwischen den beiden Prüfungen eine
                Neueinstellung der Kraftstoffzufuhr erfolgt. Nach dem Kraftstoffwechsel ist jedoch ein
                Anpassungslauf über einen ETC-Zyklus ohne Messung zulässig. Vor der Prüfung muss
                der Stamm-Motor gemäß dem in Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3 angegebenen Verfahren
                eingefahren werden.'
   4.1.5.1.     Das Verhältnis der Emissionsmessergebnisse „r“ für jeden Schadstoff ist wie folgt zu
                    emission result on reference fuel B
              r=                                                             "
                    emission result on reference fuel A
                ermitteln:
   4.2.         Erteilung einer Genehmigung mit Gasgruppeneinschränkung
                Eine Genehmigung mit Gasgruppeneinschränkung wird erteilt, wenn folgende
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/13
              Voraussetzungen erfüllt sind:
    4.2.1.    Genehmigung der Abgasemissionen eines Motors, der mit Erdgas betrieben wird und
              für den Betrieb entweder mit der Gasgruppe H oder mit der Gasgruppe L ausgelegt ist.
              Der Stamm-Motor ist mit dem entsprechenden Bezugskraftstoff gemäß Anhang 6 für
              die jeweilige Gasgruppe zu prüfen. Die Kraftstoffe sind GR (Kraftstoff 1) und G23
              (Kraftstoff 3) für die Gasgruppe H und G25 (Kraftstoff 2) und G23 (Kraftstoff 3) für
              die Gasgruppe L. Der Stamm-Motor muß die Emissionsanforderungen dieser Regelung
              erfüllen, ohne dass zwischen den beiden Prüfungen eine Neueinstellung der
              Kraftstoffzufuhr erfolgt. Nach dem Kraftstoffwechsel ist jedoch ein Anpassungslauf
              über einen ETC-Zyklus ohne Messung zulässig. Vor der Prüfung muss der Stamm-
              Motor gemäß dem in Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3 angegebenen Verfahren eingefahren
              werden.
    4.2.1.1. Auf Antrag des Herstellers kann der Motor mit einem dritten Kraftstoff anstelle G23
             (Kraftstoff 3) geprüft werden, wenn der λ-Verschiebungsfaktor (Sλ) zwischen 0,89 (d.h.
             dem unteren Bereich von GR) und 1,19 (d.h. dem oberen Bereich von G25) liegt, z.B.
             wenn Kraftstoff 3 ein handelsüblicher Kraftstoff ist. Die Ergebnisse dieser Prüfung
             können als Grundlage für die Bewertung der Übereinstimmung der Produktion
             herangezogen werden.
    4.2.1.2. Das Verhältnis der Emissionsmessergebnisse „r“ für jeden Schadstoff ist wie folgt zu
             ermitteln:
                                 emission result on reference fuel 2
                            r =
                                 emission result on reference fuel 1
                 oder
                                  emission result on reference fuel 2
                           ra =
                                  emission result on reference fuel 3
                 und
                                     emission result on reference fuel 1
                              rb =
                                     emission result on reference fuel 3
    4.2.1.3.  Bei Auslieferung an den Kunden muss der Motor mit einem Schild versehen sein (siehe
              Absatz 4.11), auf dem angegeben ist, für welche Gasgruppe der Motor zugelassen ist.
    4.2.2.    Genehmigung der Abgasemissionen eines Motors, der mit Erdgas oder LPG betrieben
              wird und für den Betrieb mit Kraftstoff einer bestimmten Zusammensetzung ausgelegt
 ---pagebreak--- L 375/14     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
            ist.
   4.2.2.1. Der Stamm-Motor muss bei Betrieb mit Erdgas die Emissionsanforderungen für die
            Bezugskraftstoffe GR und G25 bzw. bei Betrieb mit LPG die Emissionsanforderungen
            für die Bezugskraftstoffe A und B gemäß Anhang 7 erfüllen.
            Zwischen den Prüfungen ist eine Feinabstimmung des Kraftstoffsystems zulässig.Diese
            Feinabstimmung besteht in einer Nachkalibrierung der Datenbasis des
            Kraftstoffsystems, ohne dass es zu einer Änderung der grundlegenden Steuerstrategie
            oder der grundlegenden Struktur der Datenbasis kommt. Der Austausch von Teilen, die
            in direktem Bezug zur Höhe des Kraftstoffdurchsatzes stehen (z.B. Einspritzdüsen) ist
            zulässig.
   4.2.2.2. Auf Wunsch des Herstellers kann der Motor mit den Bezugskraftstoffen GR und G23
            oder mit den Bezugskraftstoffen G25 und G23 geprüft werden. In diesem Fall gilt die
            Typgenehmigung nur für die Gasgruppe H bzw. L.
   4.2.2.3. Bei Auslieferung an den Kunden muss der Motor mit einem Schild versehen sein (siehe
            Absatz 4.11), auf dem angegeben ist, für welche Kraftstoffzusammensetzung der Motor
            kalibriert wurde.
 ---pagebreak--- L 375/15
                                                                                                                         91,1
                                                                                                            – 98,0 = λS sllaf
                                                L eppurgsaG eid rüf                                         ,nedrew tfürpeg
                                                                                                           32G nov elletsna                                                                                                               L eppurgsaG
                                                                                              2                )3 ffotstfarK(                                                                                                              red tim redo
                                   )ffotstfarK .lbüslednah redo 32G(3 ffotstfarK                                   ffotstfarK                                                                                                             H eppurgsaG
                                                                                 = ar
                                                 )52G(2 ffotstfarK                      L eppurgsaG           nehcilbütkram                                                                                                                  red tim
                                                                                          eid rüf 2       menie tim rotoM                                                                                                                  beirteB ned
                                                       redo                                 redo       red nnak srelletsreH                                                                                                                 rüf rotoM
                                                H eppurgsaG eid rüf                     H eppurgsaG          sed gartnA fua                                                                                                                  -sagdrE
                                                                                             eid rüf 2        L rüf )3(                                                                                                                   :1.2.4 ztasbA
                                   )ffotstfarK .lbüslednah redo 32G(3 ffotstfarK
                                                                                 = br
                                                                                                        32G dnu )2( 52G                                                                                                                       eheiS
                                                 )RG(1 ffotstfarK                                               redo
                                                                                                                H rüf
                                                                                                       )3( 32G dnu )1( RG
                                                                                                                                                                                                                         91,1 –
Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                                                                                                                                                                98,0 = λS sllaf ,nedrew
                                                                                                                                                                                                    4         tfürpeg 32G nov elletsna
                                                                                                                                                                                                               )3 ffotstfarK( ffotstfarK     r e tlahcS
                                                                                                                                 )ffotstfarK .lbüslednah redo 32G(3 ffotstfarK                                                                 hcrud
                                                                                                                                                                               = ar         gnulletsretlahcS        nehcilbütkram
                                                                                                                                               )52G(2 ffotstfarK
                                                                                                                                                                                           negiliewej red ieb      menie tim rotoM       g n utlahcsmU
                                                                                                                                                                                             L eppurgsaG         red nnak srelletsreH      tim rotoM
                                                                                                                                      )ffotstfarK .lbüslednah redo 32G(3 ffotstfarK             eid rüf 2           sed gartnA fua            -sagdrE
                                                                                                                                dnu                  )RG(1 ffotstfarK
                                                                                                                                                                                    = br
                                                                                                                                                                                           dnu H eppurgsaG                 L             :3 .1 .4 ztasbA
                                                                                                                                                                                                eid rüf 2     rüf )3( 32G dnu )2( 52G          eheiS
                                                                                                                                                                                                                          dnu
                                                                                                                                                                                                                           H
                                                                                                                                                                                                               rüf )3( 32G dnu )1( RG
                                                                                                                                 )ffotstfarK .lbüslednah redo 32G(3 ffotstfarK
                                                                                                                                                )RG(1 ffotstfarK
                                                                                                                                                                                = br                            91,1 – 98,0 = λS sllaf       gnuztes
                                                                                                                                                         dnu                                                        nedrew tfürpeg          -nemma
                                                                                                                                      )ffotstfarK .lbüslednah(3 ffotstfarK
                                                                                                                                                                                                               )3 ffotstfarK( ffotstfarK suzffotstfarK
                                                                                                                                                                           = ar              )3 snetshcöh(          nehcilbütkram            edej na
                                                                                                                                               )52G(2 ffotstfarK                                                     nehcilztäsuz         gnussapnA
                                                                                                                                                                                                   2               menie tim rotoM         tim rotoM
                                                                                                                                            ,driw tfürpeg ffotstfarK                                             red nnak srelletsreH        -sagdrE
                                                                                                                                        nehcilztäsuz menie tim sllaf ,dnu                                           sed gartnA fua       :2.1.4 ztasbA
                                                                                                                                                 )RG( 1 ffotstfarK                                               )2( 52G dnu )1( RG           eheiS
                                                                                                                                                                   =r
                                                                                                                                                )52 G(2 ffotstfarK
                                                                                                        gnuknär                                                                                                   tiekgihäffotsleiV
                                                                                        negnufürP hcsngiennuegpim
                                                                                                                purgsaG                                                                                             nov dnurgfua
  DE
                                                    “r„ nov gnunhcereB                                                                                                                        negnufürP
                                                                                         red lhaZ tim            heneG
                                                                                                    renie gnulietrE
                                                                                                                                                    “r„ nov gnunhcereB                         red lhaZ             gnugimheneG
                                                                                                                                                                                                                   renie gnulietrE
                                                                                                      2.4 ztasbA                                                                                                     1.4 ztasbA
27.12.2006
                                                                                        GENEHMIGUNG VON MIT ERDGAS BETRIEBENEN MOTOREN
 ---pagebreak--- 27.12.2006
Amtsblatt der Europäischen Union
                                                      nedrew
                                                 tfürpeg L rüf )3(
                                         2       32G dnu )2( 52G              gn
                                                       redo             uztesnemma
                                   L eppurgsaG         H rüf           suzffotstfarK
                                     eid rüf 2 )3( 32G dnu )1( RG       netmmitseb
                                       redo         tim rotoM             renie tim
  DE
                                   H eppurgsaG red nnak srelletsreH     beirteB ned
                                     eid rüf 2    sed gartnA fua         rüf rotoM
                                       redo                                -sagdrE
                                         2        gissäluz negnufürP   :2.2.4 ztasbA
                                                     ned nehcsiwz           eheiS
                                                   gnummitsbanieF
L 375/16
                                                 )2( 52G dnu )1( RG
 ---pagebreak--- L 375/17
                                      "
                                                                                                                                                               gnuztesnem
                                                                                                                                                             masuzffotstfarK
                                                                                                                                                               netmmitseb
Amtsblatt der Europäischen Union
                                                                    gissäluz negnufürP                                                                            renie
                                                    2         ned nehcsiwz gnummitsbanieF                                                                      tim beirteB
                                                              ,B ffotstfarK dnu A ffotstfarK                                                                  ned rüf rotoM
                                                                                                                                                               -saggissülF
                                                                                                                                                              :2.2.4 ztasbA
                                                                                                                                                                  eheiS
                                                                                                                                                               gnuztesnem
                                                                                                                                                             masuzffotstfarK
                                                                                                                                                                    edej
                                                                                                 A ffotstfarK                          B ffotstfarK           na gnussapnA
                                                                                                                =r       2           dnu A ffotstfarK           tim rotoM
                                                                                                 B ffotstfarK
                                                                                                                                                               -saggissülF
                                                                                                                                                              :5.1.4 ztasbA
                                                                                                                                                                   eheiS
                                                                                                                                     tiekgihäffotsleiV
  DE                                 “r„ nov    negnufürP gnuknärhcsnieneppurgsaG tim                                negnufürP         nov dnurgfua
                                   gnunhcereB    red lhaZ gnugimhe2n.e4GztraesnbiAe gnulietrE   “r„ nov gnunhcereB    red lhaZ gnugimheneG renie gnulietrE
                                                                                                                                        1.4 ztasbA
27.12.2006
                                                                         NEROTOM NENEBEIRTEB SAGGISSÜLF TIM NOV GNUGIMHENEG
 ---pagebreak--- L 375/18   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   4.3.   Genehmigung der Abgasemissionen von Motoren einer Motorenfamilie
   4.3.1. Mit Ausnahme des in Absatz 4.3.2 genannten Falls muss die Genehmigung eines
          Stamm-Motors ohne erneute Prüfung für jede Kraftstoffzusammensetzung innerhalb
          derselben Gasgruppe, für die die Genehmigung des Stamm-Motors gilt (im Fall von
          Motoren gemäß Absatz 4.2.2), oder für dieselben Kraftstoffe, für die die Genehmigung
          des Stamm-Motors gilt (im Fall von Motoren gemäß den Absätzen 4.1 oder 4.2), auf
          alle Motoren einer Motorenfamilie erweitert werden.
   4.3.2. Zweitprüfmotor
          Stellt die Genehmigungsbehörde im Fall eines Antrags auf Erteilung einer
          Genehmigung für einen Motor oder für ein Fahrzeug hinsichtlich eines Motors, der zu
          einer Motorenfamilie gehört, fest, dass der im eingereichten Antrag bezeichnete
          Stamm-Motor für die in Anlage 1 der Regelung beschriebene Motorenfamilie nicht
          uneingeschränkt repräsentativ ist, so kann die Genehmigungsbehörde einen anderen
          und gegebenenfalls einen zusätzlichen Bezugsprüfmotor auswählen und prüfen.
   4.4.   Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Ihre ersten
          beiden Ziffern (derzeit 04, entsprechend der Änderungsserie 04) bezeichnen die
          Änderungsserie mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen, die zum
          Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind.
          Dieselbe Vertragspartei darf diese Nummer keinem anderen Motoren- oder
          Fahrzeugtyp mehr zuteilen.
   4.5.   Über die Erteilung, Erweiterung, oder Versagung einer Genehmigung oder die
          endgültige Einstellung der Produktion für einen Motor- oder Fahrzeugtyp nach dieser
          Regelung sind die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung
          anwenden, mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 2A
          oder 2B dieser Regelung entspricht. In der Typprüfung gemessene Werte sind ebenfalls
          anzugeben.
   4.6.   An jedem Motor, der einem nach dieser Regelung genehmigten Typ entspricht oder an
          jedem Fahrzeug, das einem nach dieser Regelung genehmigten Fahrzeugtyp entspricht,
          ist sichtbar und an gut zugänglicher Stelle ein internationales Genehmigungszeichen
          anzubringen, bestehend aus:
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/19
    4.6.1.     einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes befinden,
               das die Genehmigung erteilt hat; 3
    4.6.2.     der Nummer dieser Regelung mit dem nachgestellten Buchstaben „R“, einem
               Bindestrich und der Genehmigungsnummer rechts neben dem Kreis nach Absatz 4.4.1.
    4.6.3.     In der Genehmigungsnummer muss jedoch nach dem Buchstaben „R“ ein zusätzliches
               Zeichen enthalten sein, um die Emissionsgrenzwerte, für die die Genehmigung erteilt
               wurde, kenntlich zu machen. Bei den Genehmigungen, die aufgrund der Einhaltung der
               Grenzwerte aus Spalte A der jeweiligen Tabelle(n) in Absatz 5.2.1 erteilt wurden, muss
               dem Buchstaben „R“ die römische Ziffer „I“ folgen. Bei den Genehmigungen, die
               aufgrund der Einhaltung der Grenzwerte aus Spalte B1 der jeweiligen Tabelle(n) in
               Absatz 5.2.1 erteilt wurden, muss dem Buchstaben „R“ die römische Ziffer „II“ folgen.
                Bei den Genehmigungen, die aufgrund der Einhaltung der Grenzwerte aus Spalte B2
               der jeweiligen Tabelle(n) in Absatz 5.2.1 erteilt wurden, muss dem Buchstaben „R“ die
               römische Ziffer „III“ folgen. Bei den Genehmigungen, die aufgrund der Einhaltung der
               Grenzwerte aus Spalte C der jeweiligen Tabelle(n) in Absatz 5.2.1 erteilt wurden, muss
               dem Buchstaben „R“ die römische Ziffer „IV“ folgen.
    4.6.3.1.   Bei mit Erdgas betriebenen Motoren muss in der Genehmigungsnummer nach der
               Kennzahl des Landes ein Kürzel folgen, durch das die Gasgruppe kenntlich gemacht
               wird, für die die Genehmigung erteilt wurde. Dieses Kürzel ist ein
    4.6.3.1.1. H bei Motoren, die für die Gasgruppe H genehmigt und kalibriert wurden;
    4.6.3.1.2. L bei Motoren, die für die Gasgruppe L genehmigt und kalibriert wurden;
    4.6.3.1.3. HL bei Motoren, die für die Gasgruppen H und L genehmigt und kalibriert wurden;
    3 1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5
    für Schweden, 6 für Belgien, 7 für Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9
    für Spanien, 10 für Serbien und Montenegro, 11 für Großbritannien, 12 für
    Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 (-), 16 für Norwegen, 17
    für Finnland, 18 für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal,
    22 für die Russische Föderation, 23 für Griechenland, 24 für Irland, 25 für
    Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für die Slowakei, 28 für Weißrussland, 29 für
    Estland, 30 (-), 31 für Bosnien-Herzegowina, 32 für Lettland, 33 (-), 34 für
    Bulgarien, 35 (-), 36 für Litauen, 37 für die Türkei, 38 (-), 40 für die
    ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, 41 (-), 42 für die Europäische
    Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren Mitgliedstaaten unter Verwendung
    ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 (-), 45 für Australien,
    46 für die Ukraine, 47 für Südafrika, 48 für Neuseeland, 49 für Zypern, 50 für
    Malta und 51 für die Republik Korea.               Die folgenden Zahlen werden den anderen
    Ländern, die dem Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer
    Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in
    Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen
    für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften
    erteilt wurden, beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer
    Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen
    werden den Vertragsparteien des Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten
    Nationen mitgeteilt.
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   4.6.3.1.4. Ht für den Fall, dass der Motor für eine bestimmte Gaszusammensetzung der
              Gasgruppe H genehmigt und kalibriert ist und durch eine Feinabstimmung des Motor-
              Kraftstoffsystems auf ein anderes bestimmtes Gas der Gasgruppe H eingestellt werden
              kann;
   4.6.3.1.5. Lt für den Fall, dass der Motor für eine bestimmte Gaszusammensetzung der
              Gasgruppe L genehmigt und kalibriert ist und durch eine Feinabstimmung des Motor-
              Kraftstoffsystems auf ein anderes bestimmtes Gas der Gasgruppe L eingestellt werden
              kann;
   4.6.3.1.6. HLt für den Fall, dass der Motor für eine bestimmte Gaszusammensetzung entweder
              der Gasgruppe H oder der Gasgruppe L genehmigt und kalibriert ist und durch eine
              Feinabstimmung des Motor-Kraftstoffsystems auf ein anderes bestimmtes Gas
              entweder der Gasgruppe H oder der Gasgruppe L eingestellt werden kann.
   4.7.       Entspricht das Fahrzeug oder der Motor einem Typ, der auch nach einer oder mehreren
              anderen Regelungen zum Übereinkommen in dem Land genehmigt wurde, das die
              Genehmigung nach dieser Regelung erteilt hat, so braucht das Zeichen nach 4.6.1 nicht
              wiederholt zu werden; In diesem Fall sind die Regelungs- und Genehmigungsnummern
              und die zusätzlichen Zeichen aller Regelungen, aufgrund derer die Genehmigung erteilt
              wurde, untereinander rechts neben dem Zeichen nach Absatz 4.6.1 anzuordnen.
   4.8.       Das Genehmigungszeichen ist in der Nähe des vom Hersteller angebrachten Schilds
              oder auf diesem selbst anzugeben.
   4.9.       Im Anhang 3 dieser Regelung sind Beispiele der Anordnungen der
              Genehmigungszeichen dargestellt.
   4.10.      Der als technische Einheit zugelassene Motor muss außer dem Genehmigungszeichen
              folgende Angaben tragen:
   4.10.1.    Handelsmarke oder Handelsname des Herstellers des Motors;
   4.10.2.    Handelsbezeichnung des Herstellers.
   4.11.      Schilder
              Für mit Erdgas und Flüssiggas (LPG) betriebene Motoren mit einer Typgenehmigung
              mit Gasgruppeneinschränkung sind nachstehende Schilder zu verwenden:
   4.11.1.    Inhalt
              Folgende Angaben müssen enthalten sein:
              Im Falle von Nummer 4.2.1.3 muss auf dem Schild angegeben sein „VERWENDUNG
              NUR MIT ERDGAS DER GASGRUPPE H“. Gegebenenfalls wird „H“ durch „L“
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/21
            ersetzt.
            Im Falle von Nummer 4.2.2.3 muss auf dem Schild angegeben sein „VERWENDUNG
            NUR MIT ERDGAS DER SPEZIFIKATION.......“ oder „VERWENDUNG NUR MIT
            FLÜSSIGGAS DER SPEZIFIKATION.......“. Es sind sämtliche Angaben aus den
            entsprechenden Tabellen in Anhang 6 oder 7 sowie die einzelnen, durch den
            Motorenhersteller spezifizierten Bestandteile und Grenzwerte aufzuführen.
            Die Buchstaben und Zahlen müssen eine Mindesthöhe von 4 mm aufweisen.
            Hinweis:
            Wenn eine derartige Kennzeichnung wegen Platzmangels nicht möglich ist, kann ein
            vereinfachter Code verwendet werden. In diesem Fall müssen Erläuterungen mit allen
            oben genannten Angaben sowohl für Personen, die den Kraftstofftank füllen oder
            Wartungs- oder Reparaturarbeiten am Motor und seinen Hilfseinrichtungen ausführen,
            als auch für die zuständigen Behörden leicht zugänglich sein. Die Stelle, an der diese
            Erläuterungen untergebracht werden, und der Inhalt dieser Erläuterungen werden
            einvernehmlich zwischen dem Hersteller und der Genehmigungsbehörde festgelegt.
    4.11.2. Eigenschaften
            Die Schilder müssen eine Haltbarkeit entsprechend der Lebensdauer des Motors haben
            und deutlich lesbar sein. Die Buchstaben und Zahlen darauf müssen unauslöschbar
            sein. Darüber hinaus ist die Befestigung der Schilder für die Lebensdauer des Motors
            auszulegen, und es darf nicht möglich sein, die Schilder ohne Zerstörung oder
            Unkenntlichmachung zu entfernen.
    4.11.3. Anbringung
            Die Schilder müssen an einem Motorteil befestigt sein, das für den üblichen Betrieb des
            Motors notwendig ist und normalerweise während seiner Lebensdauer nicht ersetzt
            werden muss. Zudem müssen sie so angebracht sein, dass sie für den
            durchschnittlichen Betrachter nach Anbringung aller für den Motorbetrieb
            erforderlichen Hilfseinrichtungen des Motors gut sichtbar sind.
    4.12.   Im Fall eines Antrags auf Erteilung einer Typgenehmigung für einen Fahrzeugtyp
            hinsichtlich des Motors ist das in Abschnitt 4.11 beschriebene Schild auch in der Nähe
            der Kraftstoffeinfüllöffnung anzubringen.
    4.13.   Im Fall eines Antrags auf Erteilung einer Typgenehmigung für einen Fahrzeugtyp mit
            einem genehmigten Motor ist das in Abschnitt 4.11 beschriebene Schild ebenfalls in
            der Nähe der Kraftstoffeinfüllöffnung anzubringen.
 ---pagebreak--- L 375/22       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
   5.         VORSCHRIFTEN UND PRÜFUNGEN
   5.1.       Allgemeines
   5.1.1.     Emissionsmindernde Einrichtungen
   5.1.1.1.   Bauteile, die die Emission gasförmiger Schadstoffe und Luft verunreinigender Partikel
              aus Dieselmotoren und die Emission gasförmiger Schadstoffe aus Gasmotoren
              beeinflussen können, müssen so konstruiert, gefertigt, montiert und eingebaut sein, dass
              der Motor im Normalbetrieb die Anforderungen dieser Richtlinie erfüllt.
   5.1.2.     Arbeitsweise der emissionsmindernden Einrichtungen
   5.1.2.1.   Die Verwendung einer Abschalteinrichtung oder der Einsatz anormaler
              Emissionsminderungsstrategien ist untersagt.
   5.1.2.2.   Eine Zusatzsteuereinrichtung kann unter einer der folgenden Voraussetzungen in einen
              Motor oder in ein Fahrzeug eingebaut werden:
   5.1.2.2.1. Sie arbeitet nicht innerhalb der in Absatz 5.1.2.4 beschriebenen Betriebsparameter.
   5.1.2.2.2. Sie wird innerhalb der in Absatz 5.1.2.4 beschriebenen Betriebsparameter nur
              zeitweilig für Zwecke aktiviert wie den Schutz des Motors und der Einrichtungen zur
              Steuerung des Gasstroms, die Begrenzung der Rauchentwicklung oder den Kaltstart
              und das Warmlaufen.
   5.1.2.2.3. Sie wird nur durch fahrzeuginterne Signale für Zwecke wie die Wahrung der
              Betriebssicherheit oder den Notbetrieb aktiviert.
   5.1.2.3.   Eine Einrichtung, Funktion oder Vorkehrung zur Motorsteuerung, die unter den in
              Absatz 5.1.2.4 beschriebenen Betriebsbedingungen aktiv ist und die eine Änderung der
              Steuerstrategie gegenüber der in den Emissionsprüfzyklen verwendeten Steuerstrategie
              bewirkt, ist zulässig, wenn entsprechend den Bestimmungen von Absatz 5.1.3 und/oder
              5.1.4 einwandfrei nachgewiesen wird, dass sie die Wirkung der emissionsmindernden
              Einrichtung nicht beeinträchtigt. Andernfalls gilt sie als Abschalteinrichtung.
   5.1.2.4.   Die in Absatz 5.1.2.2 genannten Betriebsparameter unter stationären und instationären
              Bedingungen sind:
                   i)        Höhe nicht mehr als 1000 m über NN (oder Luftdruck nicht unter 90 kPa),
                   ii)       Umgebungstemperatur zwischen 283 und 303°K (10°-30 °C),
                   iii)      Motorkühlmitteltemperatur zwischen 343° und 368°K (70°-95°C).
   5.1.3.     Besondere Anforderungen für elektronische Emissionsminderungssysteme
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/23
    5.1.3.1. Erforderliche Dokumentation
             Der Hersteller muss eine Dokumentation vorlegen, die Aufschluss gibt über die
             Grundkonzeption der Einrichtung und über die Verfahren zur Steuerung der
             Ausgangsgrößen, unabhängig davon, ob diese direkt oder indirekt gesteuert werden.
             Diese Dokumentation ist in zwei Teile zu gliedern:
                  a)       Die förmliche Dokumentation, die dem technischen Dienst bei der
                           Vorführung zur Typgenehmigungsprüfung zu übergeben ist. Sie umfasst
                           eine vollständige Beschreibung der Einrichtung. Die Beschreibung kann
                           knapp gehalten werden, sofern sie erkennen lässt, dass in ihr alle
                           Ausgangsgrößen berücksichtigt sind, die sich aus jeder möglichen
                           Konstellation der verschiedenen Eingangsgrößen ergeben können. Diese
                           Unterlagen sind den in Absatz 3 dieser Regelung genannten Unterlagen
                           beizufügen.
                  b)       Zusätzliche Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Betriebsparameter
                           von einer eventuell vorhandenen Zusatzsteuereinrichtung verändert werden
                           und innerhalb welcher Grenzen die Zusatzsteuereinrichtung arbeitet. Die
                           zusätzlichen Unterlagen umfassen Angaben zur Logik des
                           Kraftstoffregelsystems, zu den Steuerstrategien und zu den Schaltpunkten
                           bei allen Betriebszuständen.
                           Die zusätzlichen Unterlagen umfassen ferner eine Begründung für die
                           eventuelle Verwendung einer Zusatzsteuereinrichtung sowie weitere
                           Informationen und Prüfergebnisse, aus denen ersichtlich ist, wie die in den
                           Motor oder in das Fahrzeug eingebaute Zusatzsteuereinrichtung die
                           Schadstoffemissionen beeinflusst.
                           Diese zusätzlichen Unterlagen werden streng vertraulich behandelt und
                           verbleiben     beim        Hersteller,     sie sind  jedoch     bei      der
                           Typgenehmigungsprüfung und jederzeit während der Gültigkeitsdauer der
                           Typgenehmigung zur Prüfung vorzulegen.
    5.1.4.   Um zu prüfen, ob eine Strategie oder Vorkehrung als Abschalteinrichtung im Sinne von
             Absatz 2.28 oder als anormale Emissionsminderungsstrategie im Sinne von
             Absatz 2.30 anzusehen ist, kann die Typgenehmigungsbehörde eine zusätzliche NOx-
             Messung nach dem im ETC-Prüfzyklus vorgesehenen Verfahren verlangen; sie kann
             zusammen mit der Typgenehmigungsprüfung oder der Prüfung der Übereinstimmung
             der Produktion vorgenommen werden.
    5.1.4.1. Alternativ zu den Bestimmungen in Anhang 4 Anlage 4 dieser Regelung kann beim
             ETC-Prüfzyklus die NOx-Probe aus dem Rohabgas entnommen werden; dabei ist nach
             den Vorschriften der Norm ISO FDIS 16183 vom 15. September 2001 zu verfahren.
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   5.1.4.2. Bei der Prüfung, ob eine Strategie oder Vorkehrung als Abschalteinrichtung im Sinne
            von Absatz 2.28 oder als anormale Emissionsminderungsstrategie im Sinne von
            Absatz 2.30 anzusehen ist, gilt für den jeweils geltenden NOx-Grenzwert eine
            zusätzliche Toleranz von 10 %.
   5.2.     Für die Typgenehmigung in Bezug auf die Zeile A der Tabellen in Absatz 5.2.1 sind die
            Emissionen in ESC- und ELR-Prüfungen mit herkömmlichen Dieselmotoren,
            eingeschlossen solche mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung, Abgasrückführung
            (AGR) und/oder Oxidationskatalysatoren, zu messen. Dieselmotoren, die mit
            modernen Systemen zur Abgasnachbehandlung, beispielsweise DeNOx-Katalysatoren
            und/oder Partikelfiltern ausgestattet sind, müssen zusätzlich einer ETC-Prüfung
            unterzogen werden.
            Für die Typgenehmigung in Bezug auf die Zeile B1 oder B2 oder die Zeile C der
            Tabellen in Absatz 5.2.1 sind die Emissionen in ESC-, ELR- und ETC-Prüfungen zu
            messen.
            Bei Gasmotoren werden die gasförmigen Emissionen mittels der ETC-Prüfung
            gemessen.
            Die ESC- und ELR-Prüfverfahren werden in Anhang 4 Anlage 1 und das ETC-
            Prüfverfahren in Anhang 4 Anlagen 2 und 3 beschrieben.
            Die Emission gasförmiger Schadstoffe und luftverunreinigender Partikel (falls
            anwendbar) aus dem zur Prüfung vorgeführten Motor muss nach dem in Anhang 4
            beschriebenen Verfahren gemessen werden. In Anhang 4 Anlage 4 sind die
            empfohlenen analytischen Systeme für die gasförmigen Schadstoffe und
            luftverunreinigenden Partikel sowie die empfohlenen Probenahmesysteme dargestellt.
            Andere Systeme oder Analysatoren können durch den Technischen Dienst zugelassen
            werden, wenn mit ihnen erwiesenermaßen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden. Für
            eine einzelne Prüfstelle besteht Gleichwertigkeit, wenn die Prüfergebnisse um nicht
            mehr als ±5 Prozent von den Prüfergebnissen eines der hier beschriebenen
            Bezugssysteme abweichen. Bei Partikelemissionen ist nur das Vollstrom-
            Verdünnungsverfahren als Bezugssystem zugelassen. Zur Aufnahme eines neuen
            Systems in die Regelung muss der Feststellung der Gleichwertigkeit die Bestimmung
            der Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit nach ISO 5725 im Ringversuch zugrunde
            gelegt werden.
   5.2.1.   Grenzwerte
            Die spezifische Masse des Kohlenmonoxids, der gesamten Kohlenwasserstoffe, der
            Stickstoffoxide und der Partikel, die bei der ESC-Prüfung gemessen wird, und die bei
            der ELR-Prüfung gemessene Rauchtrübung dürfen die in Tabelle 1 angegebenen Werte
            nicht überschreiten.
 ---pagebreak--- 27.12.2006        DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/25
                 Bei Dieselmotoren, die zusätzlich der ETC-Prüfung unterzogen werden, und
                 insbesondere bei Gasmotoren darf die spezifische Masse des Kohlenmonoxids, der
                 Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe, des Methans (falls anwendbar), der Stickstoffoxide
                 und der Partikel (falls anwendbar) die in Tabelle 2 angegebenen Werte nicht
                 überschreiten.
           Tabelle 1        Grenzwerte für ESC- und ELR-Prüfung
                             Kohlen-          Kohlen-            Stickstoff-    Partikel     Rauch
                             monoxid        wasserstoffe            oxide         (PT)        m-1
               Zeile           (CO)             (HC)               (NOx)         g/kWh
                              g/kWh            g/kWh               g/kWh
            A (2000)            2,1             0,66                 5,0          0.10        0,8
                                                                                  0,13(a)
           B1 (2005)            1,5             0,46                 3,5          0,02         0,5
           B2 (2008)            1,5             0,46                 2,0          0,02         0,5
             C (EEV)            1,5             0,25                 2,0          0,02        0,15
    (a)
           Für Motoren mit einem Hubraum von unter 0,75 dm³ je Zylinder und einer Nenndrehzahl
                von über 3000 min-1.
           Tabelle 2        Grenzwerte für ETC-Prüfungen (b)
                                Kohlen             Nicht-            Methan   Stickstoff-  Partikel
                                monoxid           Methan-            (CH4)(c)    oxide      (PT)(d)
                  Zeile           (CO)       Kohlenwasser-            g/kWh     (NOx)      g/kWh
                                 g/kWh                     stoffe               g/kWh
                                                 (NMHC)
                                                   g/kWh
               A (2000)           5,45               0,78               1,6       5,0        0,16
                                                                                             0,21(a)
               B1 (2005)           4,0               0,55               1,1       3,5        0,03
               B2 (2008)           4,0               0,55               1,1       2,0        0,03
                C (EEV)            3,0               0,40              0,65       2,0        0,02
           (a)
                Für Motoren mit einem Hubraum von unter 0,75 dm³ je Zylinder und einer
                Nenndrehzahl von über 3000 min-1.
           (b)
                Die Bedingungen für die Überprüfung der Akzeptanz von ETC-Prüfungen (siehe
                Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3.9) bei der Messung der Emissionen von gasbetriebenen
                Motoren im Hinblick auf die gültigen Grenzwerte in Zeile A sind erneut zu prüfen und,
                wo erforderlich, in Einklang mit der Gesamtresolution über Fahrzeugtechnik (R.E.3) zu
                ändern.
           (c)
                Nur für Erdgasmotoren.
           (d)
                Gilt nicht für gasbetriebene Motoren der Stufen A, B1 und B2.
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   5.2.2.   Kohlenwasserstoffmessung bei Diesel- und Gasmotoren
   5.2.2.1. Ein Hersteller kann nach Wahl die Masse der gesamten Kohlenwasserstoffe (THC) mit
            der ETC-Prüfung ermitteln, statt die Masse der Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe zu
            messen. In diesem Fall ist der Grenzwert für die Masse der gesamten
            Kohlenwasserstoffe gleich dem Grenzwert für die Masse der Nicht-Methan-
            Kohlenwasserstoffe in Tabelle 2.
   5.2.3.   Spezielle Anforderungen an Dieselmotoren
   5.2.3.1. Die spezifische Masse der Stickstoffoxide, die an den zufällig gewählten Prüfpunkten
            innerhalb des Kontrollbereichs der ESC-Prüfung gemessen werden, dürfen die aus den
            benachbarten Prüfphasen interpolierten Werte um höchstens 10 % überschreiten (siehe
            Anhang 4 Anlage 1 Absätze 4.6.2 und 4.6.3).
   5.2.3.2. Der Rauchwert bei der zufällig gewählten ELR-Prüfdrehzahl darf den höchsten
            Rauchwert der beiden benachbarten Prüfdrehzahlen um höchstens 20 % oder — falls
            dieser höher ist — den Grenzwert um höchstens 5 % überschreiten.
   6.       EINBAU DES MOTORS IN DAS FAHRZEUG
   6.1.     Der Einbau des Motors in Fahrzeuge darf nur unter Einhaltung der folgenden Werte
            erfolgen, die eine Voraussetzung für die Typgenehmigung des Motors bilden:
   6.1.1.   Der Ansaugunterdruck darf den in Anhang 2A für den genehmigten Motor
            angegebenen Wert nicht überschreiten.
   6.1.2.   Der Abgasgegendruck darf den in Anhang 2A für den genehmigten Motor angegebenen
            Wert nicht überschreiten.
   6.1.3.   Die Leistungsaufnahme durch die für den Betrieb des Motors notwendigen
            Hilfseinrichtungen darf den in Anhang 2A für den genehmigten Motor angegebenen
            Wert nicht überschreiten.
   7.       MOTORENFAMILIE
   7.1.     Kenndaten für die Festlegung der Motorenfamilie
            Die durch den Motorenhersteller festgelegte Motorenfamilie kann anhand
            grundlegender Kenndaten bestimmt werden, die allen Motoren dieser Familie
            gemeinsam sind. In einigen Fällen ist eine Wechselwirkung zwischen den Kenndaten
            möglich. Diese Wirkungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden, damit
            sichergestellt wird, dass einer bestimmten Motorenfamilie nur Motoren mit
            gleichartigen Abgasemissionsmerkmalen zugeordnet werden.
            Motoren können ein und derselben Motorenfamilie zugeordnet werden, wenn sie in den
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/27
           nachfolgend aufgeführten wesentlichen Kenndaten übereinstimmen:
    7.1.1. Arbeitsweise:
           - Zweitakt
           - Viertakt
    7.1.2. Kühlmittel:
           - Luft
           - Wasser
           - Öl
    7.1.3. Gasmotoren und Motoren mit Nachbehandlungseinrichtung:
           - Zylinderzahl
           (Andere Dieselmotoren mit weniger Zylindern als der Stamm-Motor können als zur
           selben Motorenfamilie gehörend angesehen werden, sofern das Kraftstoffsystem den
           Kraftstoff jedem Zylinder einzeln zumisst.)
    7.1.4. Hubraum des einzelnen Zylinders:
           - Die Streuung innerhalb der Motorenfamilie darf höchstens 15 % betragen.
    7.1.5. Art der Luftansaugung:
           - Saugmotoren
           - aufgeladene Motoren
           - aufgeladene Motoren mit Ladeluftkühlung
    7.1.6. Typ/Beschaffenheit des Brennraums:
           - Vorkammer
           - Wirbelkammer
           - Direkteinspritzung
    7.1.7. Ventil- und Kanalanordnung, Größe und Anzahl:
           - Zylinderkopf
           - Zylinderwand
           - Kurbelgehäuse
    7.1.8. Kraftstoffanlage (Dieselmotor):
           - Pump-line-Einspritzung
 ---pagebreak--- L 375/28    DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
           - Reiheneinspritzpumpe
           - Verteilereinspritzpumpe
           - Einzelelement
           - Pumpe-Düse-System
   7.1.9.  Kraftstoffsystem (Gasmotoren):
           - Mischer
           - Zuführung des Gasgemisches (mit einer einzigen zentralen Düse pro Motor, mit einer
           Düse pro Einlasskanal)
           - Zuführung des Gasgemisches (mit einer einzigen zentralen Düse pro Motor, mit einer
           Düse pro Einlasskanal)
   7.1.10. Zündsystem (Gasmotoren):
   7.1.11. Sonstige Merkmale:
           - Abgasrückführung
           - Wassereinspritzung/Emulsion
           - Sekundärluft-Einspeisung
           - Ladeluftkühlung
   7.1.12. Abgasnachbehandlung:
           - Dreiwegekatalysator
           - Oxidationskatalysator
           - Reduktionskatalysator
           - Thermoreaktor
           - Partikelfilter
   7.2.    Wahl des Stamm-Motors
   7.2.1.  Dieselmotoren
           Das Hauptkriterium bei der Auswahl des Stamm-Motors der Motorenfamilie muss die
           höchste Kraftstoffförderung pro Takt bei der angegebenen Drehzahl des maximalen
           Drehmoments sein. Stimmen zwei oder mehr Motoren in diesem Hauptkriterium
           überein, so ist die Auswahl des Stamm-Motors anhand eines zweiten Kriteriums,
           nämlich der höchsten Kraftstoffförderung pro Takt bei Nenndrehzahl, vorzunehmen.
           Unter Umständen kann die Genehmigungsbehörde zu dem Schluss gelangen, dass es
           am günstigsten ist, den schlechtesten Emissionswert der Motorenfamilie durch
           Überprüfung eines zweiten Motors zu bestimmen. Folglich kann die
           Genehmigungsbehörde zur Prüfung einen weiteren Motor heranziehen, dessen
           Merkmale darauf hindeuten, dass er die höchsten Emissionswerte aller Motoren dieser
           Motorenfamilie aufweist.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/29
            Weisen die Motoren innerhalb einer Motorenfamilie weitere veränderliche
            Leistungsmerkmale auf, bei denen von einer Beeinflussung der Abgasemissionen
            ausgegangen werden kann, so sind diese Merkmale ebenfalls zu bestimmen und bei der
            Auswahl des Stamm-Motors zu berücksichtigen.
    7.2.2.  Gasmotoren
            Das Hauptkriterium bei der Auswahl des Stamm-Motors der Motorenfamilie muss der
            größte Hubraum sein. Stimmen zwei oder mehr Motoren in diesem Hauptkriterium
            überein, so ist die Auswahl des Stamm-Motors anhand von sekundären Kriterien in der
            nachstehend angegebenen Reihenfolge vorzunehmen:
            - höchste Kraftstoffförderung je Takt bei der Nennleistungsdrehzahl
            - größte Zündfrühverstellung
            - niedrigste AGR-Rate
            - keine Luftpumpe oder Pumpe mit dem niedrigsten tatsächlichen Luftdurchsatz .
            Unter Umständen kann die Genehmigungsbehörde zu dem Schluss gelangen, dass es
            am günstigsten ist, den schlechtesten Emissionswert der Motorenfamilie durch
            Überprüfung eines zweiten Motors zu bestimmen. Folglich kann die
            Genehmigungsbehörde aufgrund derjenigen Merkmale einen weiteren Motor zur
            Prüfung heranziehen, die darauf hindeuten, dass er die höchsten Emissionswerte aller
            Motoren dieser Motorenfamilie aufweist.
    8.     ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
           Die Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion müssen den in
           Anhang 2 zum Übereinkommen (E/ECE/324-E/ECE/TRANS/505/Rev.2) beschriebenen
           Verfahren entsprechen, wobei folgende Vorschriften eingehalten sein müssen:
    8.1.   Jeder Motor oder jedes Fahrzeug, die mit einem Genehmigungszeichen nach dieser
           Regelung versehen sind, müssen so gebaut sein, dass sie dem genehmigten Typ insofern
           entsprechen, als die Beschreibung im Mitteilungsblatt für die Genehmigung und in den
           Anhängen eingehalten wird.
           Grundsätzlich wird die Übereinstimmung der Produktion hinsichtlich der Begrenzung
           der Emissionen anhand der Beschreibung geprüft, die im Mitteilungsblatt für die
           Genehmigung und in den Anhängen aufgeführt ist.
    8.3.   Sind Schadstoffemissionen an einem Motortyp zu messen, dessen Typgenehmigung
           eine oder mehrere Erweiterungen erfahren hat, so werden die Prüfungen an dem (den)
           Motor(en) durchgeführt, der (die) in den Beschreibungsunterlagen der betreffenden
           Erweiterung beschrieben ist (sind).
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   8.3.1.   Übereinstimmung des Motors bei der Schadstoffprüfung:
            Der Hersteller darf an den von der Behörde ausgewählten Motoren keinerlei Einstellung
            vornehmen.
   8.3.1.1. Drei Motoren werden nach dem Zufallsprinzip der Serie entnommen. Motoren, für
            deren Typgenehmigung in Bezug auf die Zeile A der Tabellen in Absatz 5.2.1 nur die
            ESC- und ELR-Prüfung oder nur die ETC-Prüfung vorgeschrieben ist, werden zur
            Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion den jeweils zutreffenden Prüfungen
            unterzogen. Mit Zustimmung der Behörde werden alle anderen Motoren, deren
            Typgenehmigung in Bezug auf Zeile A, Zeile B1 oder B2 oder Zeile C der Tabellen in
            Absatz 5.2.1 erfolgt ist, zur Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion entweder
            der ESC- und ELR-Prüfung oder der ETC-Prüfung unterzogen. Die Grenzwerte sind in
            Absatz 5.2.1 dieser Regelung aufgeführt.
   8.3.1.2. Ist die zuständige Behörde mit der vom Hersteller angegebenen Standardabweichung
            der Produktion einverstanden, so werden die Prüfungen entsprechend der Anlage 1
            dieser Regelung durchgeführt.
            Ist die zuständige Behörde mit der vom Hersteller angegebenen Standardabweichung
            der Produktion nicht einverstanden, so werden die Prüfungen entsprechend der Anlage 2
            zu dieser Regelung durchgeführt.
            Auf Antrag des Herstellers können die Prüfungen entsprechend der Anlage 3 zu dieser
            Regelung durchgeführt werden.
   8.3.1.3. Die Serienproduktion gilt auf der Grundlage einer Stichprobenprüfung der Motoren als
            vorschriftsmäßig bzw. nicht vorschriftsmäßig, wenn nach den Prüfkriterien der
            entsprechenden Anlage eine positive Entscheidung für alle Schadstoffe bzw. eine
            negative Entscheidung in Bezug auf einen Schadstoff gefällt wurde.
            Wurde eine positive Entscheidung in Bezug auf einen Schadstoff getroffen, so wird
            diese nicht durch zusätzliche Prüfungen beeinflusst, die zu einer Entscheidung in Bezug
            auf die übrigen Schadstoffe führen sollen.
            Wird keine positive Entscheidung in Bezug auf sämtliche Schadstoffe und keine
            negative Entscheidung in Bezug auf einen Schadstoff erreicht, so ist die Prüfung an
            einem anderen Motor durchzuführen (siehe Abbildung 2).
            Der Hersteller kann die Prüfung jederzeit unterbrechen, wenn keine Entscheidung erzielt
            wird. In diesem Fall wird eine negative Entscheidung in das Protokoll aufgenommen.
   8.3.2.   Die Prüfungen werden an neu gefertigten Motoren durchgeführt. Gasmotoren werden
            gemäß Anhang 4 Anlage 2 Absatz 3 eingefahren.
   8.3.2.1. Auf Antrag des Herstellers können die Prüfungen jedoch an Diesel- oder Gasmotoren
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/31
             durchgeführt werden, die länger als während der Zeitdauer, auf die in Absatz 8.3.2
             Bezug genommen wird, längstens aber 100 Stunden lang, eingefahren wurden. In
             diesem Fall wird das Einfahrverfahren vom Hersteller durchgeführt. Dieser verpflichtet
             sich, an den Motoren keinerlei Einstellung vorzunehmen.
    8.3.2.2. Beantragt der Hersteller ein Einfahrverfahren gemäß Absatz 8.3.2.1, so kann sich dieses
             auf folgende Motoren erstrecken:
             – auf alle zu prüfenden Motoren
             oder
             – auf den ersten zu prüfenden Motor, wobei auf diesen Motor der wie folgt bestimmte
                 Evolutionskoeffizient angewandt wird:
             –    Die Schadstoffemissionen werden beim ersten geprüften Motor bei Null und „x“
                  Stunden gemessen.
             – Der Evolutionskoeffizient der Emissionen zwischen Null und „x“ Stunden wird für
                 jeden Schadstoff wie folgt berechnet:
                                        Emissions " x" hours
                                       Emissions zero hours
                        emissions “x” hours = Emissionen „x“ Stunden
                       emissions zero hours = Emissionen Null Stunden
                 Er kann kleiner als 1 sein.
             Die übrigen Motoren werden nicht eingefahren; auf ihre Emissionswerte bei null
             Stunden wird jedoch der Evolutionskoeffizient angewendet.
             In diesem Falle sind folgende Werte zu messen:
             - die Werte bei „x“ Stunden für den ersten Motor,
             - die Werte bei null Stunden, multipliziert mit dem Evolutionskoeffizienten, für die
                 folgenden Motoren.
    8.3.2.3  Bei Dieselmotoren und mit LPG betriebenen Gasmotoren ist für alle diese Prüfungen
             handelsüblicher Kraftstoff zulässig. Auf Antrag des Herstellers können jedoch die in
             Anhang 5 oder 7 beschriebenen Bezugskraftstoffe verwendet werden. Dies bedeutet,
             dass, wie in Absatz 4 dieser Regelung beschrieben, Prüfungen mit mindestens zwei
             Bezugskraftstoffen für jeden Gasmotor durchzuführen sind.
    8.3.2.4. Bei mit Erdgas betriebenen Gasmotoren ist für alle diese Prüfungen folgender
             handelsüblicher Kraftstoff zulässig:
 ---pagebreak--- L 375/32      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
            i)     bei mit H gekennzeichneten Motoren ein handelsüblicher Kraftstoff der Gasgruppe H
                            (0,89 ≤ Sλ ≤ 1,00);
            ii)    bei mit L gekennzeichneten Motoren ein handelsüblicher Kraftstoff der Gasgruppe L
                            (1,00 ≤ Sλ ≤ 1,19);
            iii)   bei mit HL gekennzeichneten Motoren ein handelsüblicher Kraftstoff im
                   Extrembereich des λ-Verschiebungsfaktors (0,89 ≤ Sλ ≤ 1,19).
            Auf Antrag des Herstellers können jedoch die in Anhang 6 beschriebenen
            Bezugskraftstoffe verwendet werden. Demnach sind die in Absatz 4 dieser Regelung
            beschriebenen Prüfungen durchzuführen.
   8.3.2.5. Bei Meinungsverschiedenheiten aufgrund der Nichteinhaltung der Grenzwerte durch
            Gasmotoren bei Betrieb mit handelsüblichem Kraftstoff sind die Prüfungen mit einem
            Bezugskraftstoff durchzuführen, mit dem der Stamm-Motor geprüft wurde, oder
            gegebenenfalls mit dem zusätzlichen Kraftstoff 3, auf den in den Absätzen 4.1.3.1 und
            4.2.1.1 Bezug genommen wird und der gegebenenfalls zur Prüfung des Stamm-Motors
            verwendet wurde. Das Ergebnis ist anschließend durch Anwendung des
            entsprechenden Faktors bzw. der entsprechenden Faktoren „r“, „ra“ oder „rb“ gemäß
            den Absätzen 4.1.3.2, 4.1.5.1 und 4.2.1.2 umzurechnen. Falls r, ra oder rb kleiner als 1
            sind, ist keine Umrechnung vorzunehmen. Aus den Messergebnissen und den
            errechneten Ergebnissen muss hervorgehen, dass der Motor die Grenzwerte beim
            Betrieb mit allen entsprechenden Kraftstoffen (Kraftstoffe 1, 2 und gegebenenfalls 3 bei
            Erdgasmotoren und Kraftstoffe A und B bei Flüssiggasmotoren) einhält.
   8.3.2.6. Überprüfungen der Übereinstimmung der Produktion von Gasmotoren, die für den
            Betrieb mit einem Kraftstoff einer bestimmten Zusammensetzung ausgelegt sind, sind
            mit dem Kraftstoff durchzuführen, für den der Motor kalibriert wurde.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                   L 375/33
                               Prüfung von drei Motoren
                          Berechnung der statistischen Prüfwerte
                          Ermöglichen die statistischen Prüfwerte nach     Serie
                         der einschlägigen Anlage eine Ablehnung der       zurückgewiesen
                          Serie in Bezug auf mind. einen Schadstoff ?   JA
                                                  NEIN
                        Ermöglichen die statistischen Prüfwerte nach
                        der einschlägigen AnlageNEIN
                                                   eine Annahme der
                        Serie in Bezug auf mind. einen Schadstoff ?
      NEIN
                                                                   JA
                         Positive Entscheidung in Bezug auf einen oder
                                     mehrere Schadstoffe ?
                                                  JA
                      JA
                        Positive Entscheidung in Bezug auf alle              Serie
                        Schadstoffe ?                                        angenommen
                                                  JA
                        Prüfung eines weiteren Motors
                                                  JA
           Abbildung 2: Schema für die Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion
 ---pagebreak--- L 375/34    DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   9.      MASSNAHMEN BEI ABWEICHUNGEN IN DER PRODUKTION
   9.1.    Die für einen Motor- oder Fahrzeugtyp nach dieser Regelung erteilte Genehmigung
           kann zurückgenommen werden, wenn die Vorschriften des Absatzes 7.1 nicht
           eingehalten sind oder die entnommenen Motoren oder Fahrzeuge die Überprüfungen
           nach Absatz 8.3 nicht bestanden haben.
   9.2.    Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung
           anwendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie unverzüglich die
           anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem
           Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 2A oder 2B dieser
           Regelung entspricht.
   10.     ÄNDERUNG UND ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG EINES TYPS
   10.1.   Jede Änderung des genehmigten Typs ist der Behörde mitzuteilen, die die
           Genehmigung für den Typ erteilt hat. Diese Behörde kann dann
   10.1.1. entweder die Auffassung vertreten, dass von den vorgenommenen Änderungen keine
           nennenswerten nachteiligen Wirkungen ausgehen und der geänderte Typ in jedem Fall
           noch den Vorschriften entspricht, oder
   10.1.2. ein weiteres Gutachten von dem Technischen Dienst, der die Prüfungen durchführt,
           anfordern.
   10.2.   Die Bestätigung oder die Versagung der Genehmigung ist den Vertragsparteien des
           Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, unter Angabe der Änderungen nach
           dem Verfahren nach 4.5 mitzuteilen.
   10.3.   Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung erteilt hat, muss für
           diese Erweiterung eine fortlaufende Nummer zuteilen und die anderen Vertragsparteien
           des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem
           Mitteilungsblatt, das dem Muster in den Anhängen 2A oder 2B dieser Regelung
           entspricht, unterrichten.
   11.     ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
           Stellt der Inhaber einer Genehmigung die Produktion eines nach dieser Regelung
           genehmigten Typs endgültig ein, so hat er hierüber die Behörde, die die Genehmigung
           erteilt hat, zu verständigen. Nach Erhalt der entsprechenden Mitteilung hat diese
           Behörde die anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese
           Regelung anwenden, hierüber mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem
           Muster in den Anhängen 2A oder 2B dieser Regelung entspricht.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                              L 375/35
    12.     ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN
    12.1.   Allgemeines
    12.1.1. Ab dem Tag des Inkrafttretens der Änderungsserie 04 darf keine Vertragspartei, die
            diese Regelung anwendet, die Erteilung einer ECE-Genehmigung nach dieser Regelung
            in ihrer durch die Änderungsserie 04 geänderten Fassung versagen.
    12.1.2. Ab dem Tag des Inkrafttretens der Änderungsserie 04 dürfen die Vertragsparteien, die
            diese Regelung anwenden, eine ECE-Genehmigung nur erteilen, wenn der Motor den
            Bestimmungen dieser Regelung in ihrer durch die Änderungsserie 04 geänderten
            Fassung entspricht.
            Der Motor muss den in Absatz 5.2 dieser Regelung genannten Prüfungen unterzogen
            werden und in Übereinstimmung mit den Absätzen 12.2.1, 12.2.2 und 12.2.3 den
            jeweiligen in Absatz 5.2.1 dieser Regelung enthaltenen Emissionsgrenzwerten
            entsprechen.
    12.2.   Neue Typgenehmigungen
    12.2.1. Ab dem Tag des Inkrafttretens der Änderungsserie 04 und vorbehaltlich des
            Absatzes 12.4.1 dürfen die Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, eine ECE-
            Genehmigung für einen Motor nur erteilen, wenn die Emissionen aus diesem Motor
            den jeweiligen Grenzwerten der Zeilen A, B1, B2 oder C der Tabellen in Absatz 5.2.1
            dieser Regelung entsprechen.
    12.2.2. Ab dem 1. Oktober 2005 und vorbehaltlich des Absatzes 12.4.1 dürfen die
            Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, eine ECE-Genehmigung für einen
            Motor nur erteilen, wenn die Emissionen aus diesem Motor den jeweiligen
            Grenzwerten der Zeilen B1, B2 oder C der Tabellen in Absatz 5.2.1 dieser Regelung
            entsprechen.
    12.2.3. Ab dem 1. Oktober 2008 und vorbehaltlich des Absatzes 12.4.1 dürfen die
            Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, eine ECE-Genehmigung für einen
            Motor nur erteilen, wenn die Emissionen aus diesem Motor den jeweiligen
            Grenzwerten der Zeilen B2 oder C der Tabellen in Absatz 5.2.1 dieser Regelung
            entsprechen.
    12.3.   Ungültigwerden alter Typgenehmigungen
    12.3.1. Ab dem Tag des Inkrafttretens der Änderungsserie 04 und vorbehaltlich der
            Bestimmungen der Absätze 12.3.2 und 12.3.3 verlieren Genehmigungen, die gemäß
            dieser Regelung und der sie betreffenden Änderungsserie 03 erteilt wurden, ihre
            Gültigkeit, es sei denn, die Vertragspartei, die diese Genehmigung erteilt hat, teilt den
            anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, mit, dass der genehmigte
            Motortyp die Anforderungen dieser Regelung und der sie betreffenden
 ---pagebreak--- L 375/36      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                            27.12.2006
             Änderungsserie 04 in Übereinstimmung mit Absatz 12.2.1 erfüllt.
   12.3.2.   Erweiterung der Typgenehmigung
   12.3.2.1. Die Absätze 12.3.2.2 und 12.3.2.3 gelten ausschließlich für neue Dieselmotoren und
             Neufahrzeuge mit Antrieb durch Dieselmotor, die eine Typgenehmigung nach den
             Bestimmungen der Zeile A in den Tabellen des Absatzes 5.2.1 dieser Regelung erhalten
             haben.
   12.3.2.2. Alternativ zu den Bestimmungen von Absatz 5.1.3 und 5.1.4 kann der Hersteller dem
             Technischen Dienst auch die Ergebnisse einer zusätzlichen NOx-Messung nach dem im
             ETC-Prüfzyklus vorgesehenen Verfahren vorlegen, die nach den Bestimmungen von
             Absatz 5.1.4.1 und 5.1.4.2 an einem Motor vorgenommen wurde, der dem in Anhang II
             beschriebenen Stamm-Motor entspricht. Der Hersteller muss zudem schriftlich
             erklären, dass in diesem Motor keine Abschalteinrichtung oder anormale
             Emissionsminderungsstrategie im Sinne von Absatz 2 dieser Regelung zum Einsatz
             kommt.
   12.3.2.3. Der Hersteller muss ferner schriftlich erklären, dass die Ergebnisse der NOx-Messung
             und die Erklärung der Übereinstimmung mit dem Stamm-Motor, die er nach
             Absatz 5.1.4 vorlegt, auch für alle anderen Motortypen der in Anhang I beschriebenen
             Motorenfamilie gelten.
   12.3.3.   Gasmotoren
             Ab dem 1. Oktober 2003 verlieren Typgenehmigungen für Gasmotoren, die gemäß
             dieser Regelung und der sie betreffenden Änderungsserie 03 erteilt wurden, ihre
             Gültigkeit, es sei denn, die Vertragspartei, die die Genehmigung erteilt hat, teilt den
             anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, mit, dass der genehmigte
             Motortyp die Anforderungen dieser Regelung und der sie betreffenden
             Änderungsserie 04 in Übereinstimmung mit Absatz 12.2.1 erfüllt.
   12.3.4.   Ab dem 1. Oktober 2006 verlieren Typgenehmigungen, die gemäß dieser Regelung und
             der sie betreffenden Änderungsserie 04 erteilt wurden, ihre Gültigkeit, es sei denn, die
             Vertragspartei, die die Genehmigung erteilt hat, teilt den anderen Vertragsparteien, die
             diese Regelung anwenden, mit, dass der genehmigte Motortyp die Anforderungen
             dieser Regelung und der sie betreffenden Änderungsserie 04 in Übereinstimmung mit
             Absatz 12.2.2 erfüllt.
   12.3.5.   Ab dem 1. Oktober 2009 verlieren Typgenehmigungen, die gemäß dieser Regelung und
             der sie betreffenden Änderungsserie 04 erteilt wurden, ihre Gültigkeit, es sei denn, die
             Vertragspartei, die die Genehmigung erteilt hat, teilt den anderen Vertragsparteien, die
             diese Regelung anwenden, mit, dass der genehmigte Motortyp die Anforderungen
             dieser Regelung und der sie betreffenden Änderungsserie 04 in Übereinstimmung mit
             Absatz 12.2.3 erfüllt.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/37
    12.4.   Ersatzteile für zugelassene Fahrzeuge
    12.4.1. Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, können weiterhin Genehmigungen für
            Motoren erteilen, die die Anforderungen dieser Regelung in der Fassung einer der
            früheren Änderungsserien erfüllen, oder die Anforderungen einer beliebigen Stufe der
            Regelung in der Fassung der Änderungsserie 04 erfüllen, sofern der Motor für den
            Einbau als Ersatzteil in ein zugelassenes Fahrzeug bestimmt ist, für das zum Zeitpunkt
            seiner Inbetriebnahme die jeweilige ältere Fassung dieser Regelung galt.
    13.     NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER TECHNISCHEN DIENSTE, DIE DIE
            PRÜFUNGEN FÜR DIE GENEHMIGUNG DURCHFÜHREN, UND DER
            BEHÖRDEN
            Die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden,
            teilen dem Sekretariat der Vereinten Nationen die Namen und Anschriften der
            Technischen Dienste mit, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführen, und der
            Behörden, die Genehmigungen erteilen, mit, denen die Mitteilungsblätter über in
            anderen Ländern erteilte, erweiterte, versagte oder zurückgenommene Genehmigungen
            zu übersenden sind.
 ---pagebreak--- L 375/38       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
                                                  Anlage 1
        VERFAHREN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
           WENN DIE STANDARDABWEICHUNG ZUFRIEDENSTELLEND AUSFÄLLT
   1.         Nachfolgend ist das Verfahren beschrieben, mit dem die Übereinstimmung der
              Produktion hinsichtlich der Schadstoffemissionen überprüft wird, wenn die vom
              Hersteller angegebene Standardabweichung der Produktion zufrieden stellend ausfällt.
   2.         Bei einer Stichprobengröße von mindestens drei Motoren beträgt die
              Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 40 % fehlerhaftes Los eine Prüfung besteht, 0,95
              (Herstellerrisiko = 5 %). Hingegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 65 %
              fehlerhaftes Los angenommen wird, bei 0,10 (Verbraucherrisiko = 10 %).
   3.         Für alle in Absatz 5.2.1 dieser Regelung aufgeführten Schadstoffe gilt folgendes
              Verfahren (siehe Abbildung 2):
              Es seien:
                 L   = = natürlicher Logarithmus des Schadstoff-Grenzwertes;
                 xi = = natürlicher Logarithmus der Messung am i-ten Motor der Stichprobe;
                 s   = = geschätzte Standardabweichung der Produktion (unter Verwendung des
                         natürlichen Logarithmus der Messwerte);
                 n   = = Stichprobengröße.
   4.         Der statistische Wert der Stichprobe ist zu ermitteln, indem die Summe der
              Standardabweichungen vom Grenzwert nach folgender Formel berechnet wird:
                                               1    n
                                                s ∑ (L − xi)
                                                  i =1
   5.         Dann gilt:
             – - Liegt der statistische Prüfwert über dem der Stichprobengröße entsprechenden Wert
                für eine positive Entscheidung (siehe Tabelle 3), so wird in Bezug auf den Schadstoff
                eine positive Entscheidung getroffen.
             – - Liegt der statistische Prüfwert unter dem der Stichprobengröße entsprechenden
                Wert für eine negative Entscheidung (siehe Tabelle 3), so wird in Bezug auf den
                Schadstoff eine negative Entscheidung getroffen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/39
               – - Andernfalls wird ein weiterer Motor gemäß Absatz 8.3.1 dieser Regelung geprüft,
                  und das Berechnungsverfahren wird auf die um eine Einheit erweiterte Stichprobe
                  angewendet.
    Tabelle 3:    Grenzwerte für positive und negative Entscheidungen im Rahmen des
                  Stichprobenplans von Anlage 1
                      Mindeststichprobengröße: 3
                        Kumulierte Anzahl der            Grenzwert für         Grenzwert für
                                     geprüften       positive Entscheidung negative Entscheidung
                                     Motoren                    An                   Bn
                          (Stichprobengröße)
                                   3                           3,327               -4,724
                                   4                           3,261               -4,790
                                   5                           3,195               -4,856
                                   6                           3,129               -4,922
                                   7                           3,063               -4,988
                                   8                           2,997               -5,054
                                   9                           2,931               -5,120
                                  10                           2,865               -5,185
                                  11                           2,799               -5,251
                                  12                           2,733               -5,317
                                  13                           2,667               -5,383
                                  14                           2,601               -5,449
                                  15                           2,535               -5,515
                                  16                           2,469               -5,581
                                  17                           2,403               -5,647
                                  18                           2,337               -5,713
                                  19                           2,271               -5,779
                                  20                           2,205               -5,845
                                  21                           2,139               -5,911
                                  22                           2,073               -5,977
                                  23                           2,007               -6,043
                                  24                           1,941               -6,109
                                  25                           1,875               -6,175
                                  26                           1,809               -6,241
                                  27                           1,743               -6,307
                                  28                           1,677               -6,373
                                  29                           1,611               -6,439
                                  30                           1,545               -6,505
                                  31                           1,479               -6,571
                                  32                          -2,112               -2,112
                                                __________
 ---pagebreak--- L 375/40      DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
                                                  Anlage 2
        VERFAHREN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
       WENN DIE STANDARDABWEICHUNG UNZUREICHEND IST ODER KEINE ANGABE
                                                       VORLIEGT
   1.        Nachstehend ist das Verfahren beschrieben, mit dem die Übereinstimmung der
             Produktion hinsichtlich der Emission von Schadstoffen überprüft wird, wenn die vom
             Hersteller angegebene Standardabweichung unzureichend ist oder keine Angabe
             vorliegt.
   2.        Bei einer Stichprobengröße von mindestens drei Motoren beträgt die
             Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 40 % fehlerhaftes Los eine Prüfung besteht, 0,95
             (Herstellerrisiko = 5 %). Hingegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 65 %
             fehlerhaftes Los angenommen wird, bei 0,10 (Verbraucherrisiko = 10 %).
   3.        Die Messungen der in Absatz 5.2.1 dieser Regelung aufgeführten Schadstoffe gelten als
             logarithmisch normal verteilt und sollten zunächst durch natürliches Logarithmieren
             transformiert werden.
             m0 sei die minimale und m die maximale Stichprobengröße (m0 = 3 und m = 32); n sei
             die tatsächliche Stichprobengröße.
   4.        Wenn x1, x2, ..., xi die natürlichen Logarithmen der Messungen der Serie sind und L der
             natürliche Logarithmus des Schadstoffgrenzwertes ist, dann gelten
                                                 di = xi – L
             und
                                                        1      n
                                            d  n   =
                                                        n    ∑ di
                                                             i =1
                                                       1   n
                                              Vn2 =
                                                       n  ∑ (d i
                                                          i=1
                                                                   − d n )2
   5.        Tabelle 4 enthält die Grenzwerte für eine positive (An) und negative (Bn) Entscheidung
             bei der jeweiligen Stichprobengröße. Der statistische Prüfwert ist der Quotient von
             d n , anhand dessen die positive oder negative Entscheidung über die Serie nach
                Vn
             folgender Regel getroffen wird:
             Wenn m0 ≤ n < m :
                –    positive Entscheidung, dn/Vn ≤ An wenn
                                                dn/Vn ≥ Bn
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/41
              –    negative Entscheidung, wenn
                                                          A n ≤ d n /V n ≥ B n
              –    eine weitere Messung durchführen, wenn
    6.     Anmerkungen:
           Die folgenden rekursiven Formeln dienen zur Berechnung der aufeinander folgenden
           statistischen Prüfwerte:
                                         ⎛      1⎞            1
                                 dn  = ⎜1 −       ⎟d       +    d
                                         ⎝      n ⎠ n −1      n n
                                 V2    ⎛
                                        1−
                                              1⎞ 2
                                                ⎟V    +
                                                          (dn − dn )
                                                                    2
                                  n = ⎜
                                       ⎝      n ⎠ n−1       n−1
                                (n = 2,3,...; d1 = d1; V1 = 0)
 ---pagebreak--- L 375/42       DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
   Tabelle 4:    Grenzwerte für positive und negative Entscheidungen im Rahmen des
              Stichprobenplans von Anlage 2
                 Mindeststichprobengröße: 3
                     Kumulierte Anzahl                Grenzwert für          Grenzwert für
                   der geprüften Motoren         positive Entscheidung   negative Entscheidung
                     (Stichprobengröße)                      A n                   B n
                              3                          -0,80381              16,64743
                              4                          -0,76339               7,68627
                              5                          -0,72982               4,67136
                              6                          -0,69962               3,25573
                              7                          -0,67129               2,45431
                              8                          -0,64406               1,94369
                              9                          -0,61750               1,59105
                             10                          -0,59135               1,33295
                             11                          -0,56542               1,13566
                             12                          -0,53960               0,97970
                             13                          -0,51379               0,85307
                             14                          -0,48791               0,74801
                             15                          -0,46191               0,65928
                             16                          -0,43573               0,58321
                             17                          -0,40933               0,51718
                             18                          -0,38266               0,45922
                             19                          -0,35570               0,40788
                             20                          -0,32840               0,36203
                             21                          -0,30072               0,32078
                             22                          -0,27263               0,28343
                             23                          -0,24410               0,24943
                             24                          -0,21509               0,21831
                             25                          -0,18557               0,18970
                             26                          -0,15550               0,16328
                             27                          -0,12483               0,13880
                             28                          -0,09354               0,11603
                             29                          -0,06159               0,09480
                             30                          -0,02892               0,07493
                             31                          -0,00449               0,05629
                             32                           0,03876               0,03876
                                              __________
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                                                  Anlage 3
        VERFAHREN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
                                 AUF ANTRAG DES HERSTELLERS
    1.       Nachstehend ist das Verfahren beschrieben, mit dem auf Antrag des Herstellers die
             Übereinstimmung der Produktion hinsichtlich der Schadstoffemissionen überprüft wird.
    2.       Bei einer Stichprobengröße von mindestens drei Motoren beträgt die
             Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 30 % fehlerhaftes Los eine Prüfung besteht, 0,90
             (Herstellerrisiko = 10 %). Hingegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein zu 65 %
             fehlerhaftes Los angenommen wird, bei 0,10 (Verbraucherrisiko = 10 %).
    3.       Für jeden der in Absatz 5.2.1 dieser Regelung aufgeführten Schadstoffe gilt folgendes
             Verfahren (siehe Abbildung 2):
             Es seien:
             L = Grenzwert für den Schadstoff;
             x = Messwert für den i-ten Motor der Stichprobe;
              i
             n = Stichprobengröße.
    4.       Der statistische Prüfwert der Stichprobe ist zu ermitteln, indem die Anzahl der nicht
             vorschriftsmäßigen Motoren ermittelt wird, d. h. x ≥ L: i
    5.       Dann gilt:
             – - Liegt der statistische Prüfwert unter dem der Stichprobengröße entsprechenden
                Wert für eine positive Entscheidung oder ist er gleich diesem (siehe Tabelle 5), so
                wird in Bezug auf den Schadstoff eine positive Entscheidung getroffen.
             – - Liegt der statistische Prüfwert über dem der Stichprobengröße entsprechenden Wert
                für eine negative Entscheidung oder ist er gleich diesem (siehe Tabelle 5), so wird in
                Bezug auf den Schadstoff eine negative Entscheidung getroffen.
             – - Andernfalls wird ein weiterer Motor gemäß Absatz 8.4.2.1 dieser Regelung geprüft,
                und das Berechnungsverfahren wird auf die um eine Einheit erweiterte Stichprobe
                angewendet.
             Die Grenzwerte für positive und negative Entscheidungen der Tabelle 5 werden anhand
             der Internationalen Norm ISO 8422/1991 berechnet.
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         Tabelle 5: Grenzwerte für positive und negative Entscheidungen im Rahmen des
              Stichprobenplans von Anlage 3
                    Mindeststichprobengröße: 3
                       Kumulierte Anzahl
                      der geprüften Motoren       Grenzwert für positive    Grenzwert für negative
                       (Stichprobengröße)                      Entscheidung          Entscheidung
                                 3                              -                     3
                                 4                              0                     4
                                 5                              0                     4
                                 6                              1                     5
                                 7                              1                     5
                                 8                              2                     6
                                 9                              2                     6
                               10                               3                     7
                               11                               3                     7
                               12                               4                     8
                               13                               4                     8
                               14                               5                     9
                               15                               5                     9
                               16                               6                   10
                               17                               6                   10
                               18                               7                   11
                               19                               8                     9
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/45
                                                              Anhang 1
              WESENTLICHE MERKMALE DES (STAMM-)MOTORS UND ANGABEN
                                                                                                         (1)
                                 ZUR DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG
    1.           BESCHREIBUNG DES MOTORS
    1.1.         Hersteller: .....................................................................................................................
    1.2.         Baumusterbezeichnung des Herstellers: ......................................................................
                                                                     (2)
    1.3.         Arbeitsweise: Viertakt / Zweitakt
    1.4.         Anzahl und Anordnung der Zylinder: ..........................................................................
    1.4.1.       Bohrung: ................................................................................................................mm
    1.4.2.       Hub: ........................................................................................................................mm
    1.4.3.       Zündfolge: ....................................................................................................................
    1.5.         Hubvolumen: ........................................................................................................cm³
                                                                              (3)
    1.6.         Volumetrisches Verdichtungsverhältnis                           : .................................................................
    1.7.         Zeichnung(en) des Brennraums und des Kolbenbodens: ............................................
    1.8.         Mindestquerschnitt der Einlass- und Auslasskanäle: ............................................cm²
                                                                                                                                                  -1
    1.9.         Leerlaufdrehzahl: ................................................................................................ min
                                                                                                                                                  -1
    1.10.        Maximale Nutzleistung: ……kW bei ............................................................... min
                                                                                                                                                  -1
    1.11.        Höchste zulässige Motordrehzahl: ..................................................................... min
                                                                                                                                                  -1
    1.12.        Maximales Nettodrehmoment: .........Nm bei .................................................... min
                                                                                                    (2)
    1.13.        Verbrennungssystem: Selbstzündung/Fremdzündung
                                                                                                    (1)
    1.14.        Kraftstoff: Diesel/LPG/NG-H/NG-L/NG-HL/Ethanol
    1.15.        Kühlsystem
    1.15.1.      Flüssigkeitskühlung
    1.15.1.1.    Art der Flüssigkeit: ......................................................................................................
                                                           (2)
    1.15.1.2.    Kühlmittelpumpe(n): ja/nein
    1.15.1.3.    Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend):...........................................
    1.15.1.4.    Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): .......................................
    1.15.2.      Luftkühlung
                                        (2)
    1.15.2.1.    Gebläse: ja/nein
    1.15.2.2.    Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend):...........................................
    1.15.2.3.    Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): ........................................
    1.16.        Vom Hersteller zugelassene Temperatur
    1.16.1.      Flüssigkeitskühlung: Höchste Temperatur am Motoraustritt:...................................K
 ---pagebreak--- L 375/46   DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                             27.12.2006
   1.16.2.  Luftkühlung: ............ Bezugspunkt: ......................
            Höchste Temperatur am Bezugspunkt: ....................................................................K
   1.16.3.   Höchste Luftaustrittstemperatur am Ansaug-Zwischenkühler
            (falls zutreffend) .......................................................................................................K
   1.16.4.  Höchste Abgastemperatur am Austrittsflansch des Abgaskrümmers oder Turboladers:
             ...................................................................................................................................K
   1.16.5.  Kraftstofftemperatur: mindestens …………K, höchstens …………K
            bei Dieselmotoren am Einlass der Einspritzpumpe, bei mit Gas betriebenen Motoren
            an der Druckregler-Endstufe.
   1.16.6.  Kraftstoffdruck: mindestens …………kPa, höchstens …………kPa
            an der Druckregler-Endstufe, nur mit Erdgas (NG) betriebene Motoren.
   1.16.7.  Schmiermitteltemperatur: mindestens …………K, höchstens …………K
                                   (2)
   1.17     Lader: ja/nein
   1.17.1.  Marke: ..........................................................................................................................
   1.17.2.  Typ:...............................................................................................................................
   1.17.3.  Beschreibung des Systems
            (z. B. maximaler Ladedruck, Druckablassventil [wastegate], falls zutreffend): .........
                                                    (2)
   1.17.4.  Zwischenkühler: ja/nein
   1.18.    Ansaugsystem
            Höchstzulässiger Ansaugunterdruck bei Motornenndrehzahl und Volllast gemäß den
            Beschreibungen und Betriebsbedingungen
            der Regelung Nr. 24 .............................................................................................. kPa
   1.19.    Auspuffanlage
            Höchstzulässiger Abgasgegendruck bei Motornenndrehzahl und Volllast gemäß den
            Beschreibungen und Betriebsbedingungen
            der Regelung Nr. 24 ...............................................................................................kPa
            Volumen der Auspuffanlage: ............................................................................... dm³
   2.       MAßNAHMEN GEGEN LUFTVERUNREINIGUNG
   2.1.     Einrichtung zur Rückführung der Kurbelgehäusegase (Beschreibung und
            Zeichnungen): ..............................................................................................................
            ...................................................................
   2.2.     Zusätzliche Einrichtungen zur Abgasreinigung (falls vorhanden und nicht in einem
            anderen Abschnitt aufgeführt):
                                             (2)
   2.2.1.   Katalysator: ja/nein
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/47
    2.2.1.1.    Marke(n):......................................................................................................................
    2.2.1.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
    2.2.1.3.    Anzahl der Katalysatoren und Monolithen: ...............................................
    2.2.1.4.    Abmessungen, Form und Volumen des Katalysators (der Katalysatoren):..................
    2.2.1.5.    Art der katalytischen Reaktion: ....................................................................................
    2.2.1.6.    Gesamtbeschichtung mit Edelmetallen: .......................................................................
    2.2.1.7.    Konzentrationsverhältnis der Edelmetalle: ..................................................................
    2.2.1.8.    Trägerkörper (Aufbau und Werkstoff): ........................................................................
    2.2.1.9.    Zellendichte:.................................................................................................................
    2.2.1.10.   Art des Katalysatorgehäuses:........................................................................................
    2.2.1.11.   Lage des Katalysators (der Katalysatoren) (Ort und Bezugsentfernung innerhalb der
                Abgasleitung): .............................................................................................................
                ......................................................................................................................................
                                                        (2)
    2.2.2.      Sauerstoffsonde: ja/nein
    2.2.2.1.    Marke(n):......................................................................................................................
    2.2.2.2.    Typ:...............................................................................................................................
    2.2.2.3.    Anordnung:...................................................................................................................
                                                      (2)
    2.2.3.      Lufteinblasung: ja/nein
    2.2.3.1.    Art (Selbstansaugung, Luftpumpe usw.) : ...................................................................
                                                            (2)
    2.2.4.      Abgasrückführung: ja/nein
    2.2.4.1.    Kennwerte (Durchflussmenge usw.) : ..........................................................................
                                                  (2)
    2.2.5.      Partikelfilter: ja/nein
    2.2.5.1.    Abmessungen, Form und Volumen des Partikelfilters:................................................
    2.2.5.2.    Typ und Aufbau des Partikelfilters: .............................................................................
    2.2.5.3.    Lage (Bezugsentfernung innerhalb des Auspuffstranges):...........................................
    2.2.5.4.    Verfahren oder Einrichtung zur Regenerierung, Beschreibung und/oder Zeichnung: .
                                                                (2)
    2.2.6 .     Andere Einrichtungen: ja/nein
    2.2.6.1.    Beschreibung und Arbeitsweise: .................................................................................
    3.          KRAFTSTOFFSYSTEM
    3.1.        Dieselmotoren
    3.1.1.      Kraftstoffpumpe
                          (3)                                          (2)
                Druck : …….kPa oder Kennlinie :...........................................................................
    3.1.2.      Einspritzanlage
 ---pagebreak--- L 375/48        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                             27.12.2006
   3.1.2.1.      Pumpe
   3.1.2.1.1.    Marke(n):......................................................................................................................
   3.1.2.1.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
                                                         3 (3)                                                                                           -
   3.1.2.1.3.    Einspritzmenge: …..mm                          je Hub bzw. Takt bei einer Motordrehzahl von ……min
                 1                                                                            (2) (3)
                    bei vollständiger Einspritzung oder Kennlinie                                    : ...................
                  ......................................................................................................................................
                                                                                                                                (2)
                 Angabe des angewandten Verfahrens: am Motor-/Pumpenprüfstand
                 Wird eine Ladedruckregelung eingereicht, so sind die charakteristische
                 Kraftstoffzufuhr und der Ladedruck bezogen auf die jeweilige Motordrehzahl
                 anzugeben.
   3.1.2.1.4.    Einspritzzeitpunkt
                                                                          (3)
   3.1.2.1.4.1.  Verstellkurve des Spritzverstellers                         :..........................................................................
                                                           (3)
   3.1.2.1.4.2.  Statischer Einspritzpunkt                    : ........................................................................................
   3.1.2.2.      Einspritzleitungen
   3.1.2.2.1.    Länge: .....................................................................................................................mm
   3.1.2.2.2.    Innendurchmesser:..................................................................................................mm
   3.1.2.3.      Einspritzdüse(n)
   3.1.2.3.1.    Marke(n):......................................................................................................................
   3.1.2.3.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
                                                                                                                                                     (3)
   3.1.2.3.3.    Öffnungsdruck: ...................................................................................................kPa
                                          (2) (3)
                 oder Kennlinie                  : ....................................................................................................
   3.1.2.4.      Regler
   3.1.2.4.1.    Marke(n):......................................................................................................................
   3.1.2.4.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
                                                                                                                                                      -1
   3.1.2.4.3.    Abregeldrehzahl bei Vollast: ............................................................................. min
                                                                                                                                                      -1
   3.1.2.4.4.    Höchstdrehzahl ohne Last: ................................................................................ min
                                                                                                                                                      -1
   3.1.2.4.5.    Leerlaufdrehzahl: ................................................................................................ min
   3.1.3.        Kaltstarteinrichtung
   3.1.3.1.      Marke(n): .....................................................................................................................
   3.1.3.2.      Typ(en) : .......................................................................................................................
   3.1.3.3.      Beschreibung: ...............................................................................................................
   3.1.3.4.      Zusätzliche Starthilfe: ..................................................................................................
   3.1.3.4.1.    Marke: ..........................................................................................................................
   3.1.3.4.2.    Typ:...............................................................................................................................
                                                               (6)
   3.2.          Mit Gas betriebene Motoren
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/49
    3.2.1.       Kraftstoff: Erdgas/LPG (2)
                                                                                      (3)
    3.2.2.       Druckregler bzw. Verdampfer/Druckregler
    3.2.2.1.     Marke(n):......................................................................................................................
    3.2.2.2.     Typ(en) : .......................................................................................................................
    3.2.2.3.     Anzahl der Druckminderungsstufen:............................................................................
    3.2.2.4.     Druck in der Endstufe: mindestens................kPa, höchstens…………………kPa
    3.2.2.5.     Anzahl der Haupteinstellpunkte: .................................................................................
    3.2.2.6.     Anzahl der Leerlaufeinstellpunkte: .............................................................................
    3.2.2.7.     Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.: ...........................................................
    3.2.3.       Kraftstoffzufuhr: Mischer / Gaseinblasung / Flüssigkeitseinspritzung /
                                               (2)
                 Direkteinspritzung
    3.2.3.1.     Gemischregelung: ........................................................................................................
    3.2.3.2.     Beschreibung des Systems und/oder Diagramm und Zeichnungen: ...........................
    3.2.3.3.     Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
    3.2.4.       Mischer
    3.2.4.1.     Anzahl: ........................................................................................................................
    3.2.4.2.     Marke(n):......................................................................................................................
    3.2.4.3.     Typ(en) : .......................................................................................................................
    3.2.4.4.     Lage: .............................................................................................................................
    3.2.4.5.     Einstellungen:...............................................................................................................
    3.2.4.6.     Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
    3.2.5.       Motorsaugrohreinspritzung
                                                                                                                (2)
    3.2.5.1.     Einspritzverfahren: Zentraleinspritzung/Einzeleinspritzung
    3.2.5.2.     Einspritzverfahren: kontinuierlich / simultan /
                                    (2)
                 sequenziell
    3.2.5.3.     Einspritzsystem3.2.5.3.1. .............................................................................Marke(n):
                 ......................................................................................................................................
    3.2.5.3.2.   Typ(en) : ......................................................................................................................
    3.2.5.3.3.   Einstellungen:...............................................................................................................
    3.2.5.3.4.   Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
    3.2.5.4.     Förderpumpe (falls erforderlich): ................................................................................
    3.2.5.4.1.   Marke(n): .....................................................................................................................
    3.2.5.4.2.   Typ(en) : ......................................................................................................................
    3.2.5.4.3.   Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
    3.2.5.5.     Einspritzdüse(n): .........................................................................................................
 ---pagebreak--- L 375/50        DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                                             27.12.2006
   3.2.5.5.1.    Marke(n): .....................................................................................................................
   3.2.5.5.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
   3.2.5.5.3.    Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
   3.2.6.        Direkteinspritzung
                                                          (2)
   3.2.6.1.      Einspritzpumpe/Druckregler
   3.2.6.1.1.    Marke(n):......................................................................................................................
   3.2.6.1.2.    Typ(en) : .......................................................................................................................
   3.2.6.1.3.    Einspritzeinstellung: ...................................................................................................
   3.2.6.1.4.    Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
   3.2.6.2.      Einspritzdüse(n)
   3.2.6.2.1.    Marke(n): .....................................................................................................................
   3.2.6.2.2.    Typ(en) : ......................................................................................................................
                                                              (3)
   3.2.6.2.3.    Öffnungsdruck oder Kennlinie                    : ..............................................................................
   3.2.6.2.4.    Genehmigungsnummer gemäß Regelung Nr.:
   3.2.7.        Elektronisches Steuergerät (ECU)
   3.2.7.1.      Marke(n): .....................................................................................................................
   3.2.7.2.      Typ(en) : ......................................................................................................................
   3.2.7.3.      Einstellungen:...............................................................................................................
   3.2.8.        Erdgasspezifische Ausrüstung
   3.2.8.1.      Variante 1 (nur im Fall der Genehmigung von Motoren für verschiedene spezifische
                 Kraftstoffzusammensetzungen)
   3.2.8.1.1.     Kraftstoffzusammensetzung:
                  Methan (CH ):   4                    Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  Ethan (C H ):
                           2    6                      Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  Propan (C H ):
                              3   8                    Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  Butan (C H ):
                            4   10                     Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  C5/C5+:                              Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  Sauerstoff (O ): ............... Basis: …Mol-%
                                    2                                                   min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
                  Inertgase (N , He usw.):
                                 2                     Basis: …Mol-%                    min. ….Mol-%                 max. ….Mol-%
   3.2.8.1.2.    Einspritzdüse(n)
   3.2.8.1.2.1.  Marke(n):
   3.2.8.1.2.2.  Typ(en) :
   3.2.8.1.3.    Andere (falls anwendbar):
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/51
    3.2.8.2.       Variante 2 (nur im Fall von Genehmigungen für verschiedene spezifische
                   Kraftstoffzusammensetzungen)
    4.       VENTILEINSTELLUNG
    4.1.     Maximaler Ventilhub, Öffnungs- und Schließwinkel bezogen auf die Totpunkte oder
             gleichwertige Angaben: ……………….
                                                                           (2)
    4.2.     Bezugsgrößen- und/oder Einstellbereiche                          : ...................................
    5.       ZÜNDUNG (NUR MOTOREN MIT FREMDZÜNDUNG)
    5.1.     Art der Zündung:
             gemeinsame Spule und Kerzen / einzelne Spule und Kerzen / Spule auf Kerze / andere
                                  (2)
             (näher angeben)
    5.2.     Zündsteuergerät
    5.2.1.   Marke(n): ..............................................................
    5.2.2.   Typ(en) : ..............................................................
                                                                  (2) (3)
    5.3.     Zündverstellkurve/-verstellkennfeld                          : .....................................................................
                               (3)                                                                                                                -1
    5.4.     Zündzeitpunkt : ..... Grad vor dem oberen Totpunkt bei einer Drehzahl von ……min
             und einem Ansaugunterdruck von ……kPa
    5.5.     Zündkerzen
    5.5.1.   Marke(n): ..............................................................
    5.5.2.   Typ(en) : ..............................................................
    5.5.3.   Abstandseinstellung: ……………………………………mm
    5.6.     Zündspule(n)
    5.6.1.   Marke(n): ..............................................................
    5.6.2.   Typ(en) : ..............................................................
    6.       VOM MOTOR ANGETRIEBENE HILFSEINRICHTUNGEN
             Der Motor ist zur Prüfung zusammen mit den Hilfseinrichtungen vorzuführen, die gemäß
             den Beschreibungen und Betriebsbedingungen der Regelung Nr. 24 für den Betrieb des
             Motors notwendig sind (Lüfter, Wasserpumpe usw.).
    6.1.     Hilfseinrichtungen, die für die Prüfung anzubringen sind
 ---pagebreak--- L 375/52           DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                                27.12.2006
             Ist es nicht möglich oder nicht zweckmäßig, die Hilfseinrichtungen auf dem Prüfstand
             anzubringen, muss die von ihnen aufgenommene Leistung ermittelt und von der im
             gesamten Betriebsbereich des Prüfzyklusses (der Prüfzyklen) gemessenen Motorleistung
             abgezogen werden.
   6.2.      Hilfseinrichtungen, die für die Prüfung zu entfernen sind
             Hilfseinrichtungen, die nur für den Betrieb des Fahrzeugs notwendig sind (z. B.
             Luftverdichter, Klimaanlage), sind für die Prüfung zu entfernen. Ist es nicht möglich, die
             Hilfseinrichtungen zu entfernen, kann die von ihnen aufgenommene Leistung ermittelt und
             zu der im gesamten Betriebsbereich des Prüfzyklusses (der Prüfzyklen) gemessenen
             Motorleistung hinzugerechnet werden.
   7.        ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU DEN PRÜFBEDINGUNGEN
   7.1.      Schmiermittel
   7.1.1.    Marke: .................................................................
   7.1.2.    Typ: .................................................................
             (Wenn das Schmiermittel dem Kraftstoff zugesetzt ist, muss der prozentuale Anteil des Öls
                 in der Mischung angegeben werden): .....................................................
   7.2.      Vom Motor angetriebene Einrichtungen (falls vorhanden)
             Die durch die Hilfseinrichtungen aufgenommene Leistung ist nur zu ermitteln, wenn
             - für den Betrieb des Motors notwendige Hilfseinrichtungen nicht am Motor angebracht
                 sind und/oder
             - für den Betrieb des Motors nicht notwendige Hilfseinrichtungen am Motor angebracht
                 sind.
   7.2.1.    Aufzählung und Einzelheiten: ..................................
   7.2.2.    Bei den angegebenen Motordrehzahlen aufgenommene Leistung:
          Einrichtung                     Leistungsaufnahme (kW) bei verschiedenen Motordrehzahlen
                                  Leer- niedrige                  hohe           Drehzahl Drehzahl Drehzahl Bezugsdreh-
                                                                                      (7)     (7)      (7)         (8)
                                   lauf Drehzahl Drehzahl                           A       B        C        zahl
              P(a)
     Für den Betrieb des
     Motors notwendige
     Hilfseinrichtungen
     (von der
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/53
     gemessenen
     Motorleistung
     abzuziehen)
     siehe Absatz 6.1
              P(b)
     Für den Betrieb des
     Motors nicht
     notwendige
     Hilfseinrichtungen
     (zu der gemessenen
     Motorleistung
     hinzuzurechnen)
     siehe Absatz 6.2
    8.       MOTORLEISTUNG
                                   (9)
    8.1.     Motordrehzahlen
                                                                                                   -1
             Niedrige Drehzahl (n ): ..................................................min
                                        lo
                                                                                                -1
             Hohe Drehzahl (n ): .................................................min
                                   hi
             für ESC- und ELR-Zyklen
                                                                                             -1
             Leerlauf: .................................................................min
                                                                                          -1
             Drehzahl A: .........................................................min
                                                                                          -1
             Drehzahl B: .........................................................min
                                                                                          -1
             Drehzahl C: .........................................................min
             für ETC-Zyklus
                                                                                         -1
             Bezugsdrehzahl: .................................................min
 ---pagebreak--- L 375/54      DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
   8.2.   Motorleistung (gemessen entsprechend den Bestimmungen der Regelung Nr. 24), in kW
                                                             Motordrehzahl
                                  Leerlauf       Drehzahl       Drehzahl   Drehzahl Bezugsdreh-
                                                       (7)            (7)      (7)       (8)
                                                    A              B         C      zahl
                   P(m)
          Auf dem Prüfstand
          gemessene Leistung
                   P(a)
          Leistungsaufnahme
          der
          Hilfseinrichtungen,
          die für die Prüfung
          angebracht werden          0                0              0        0            0
          (Absatz 6.1)
          - angebracht
          - nicht angebracht
                   P(b)
          Leistungsaufnahme
          der
          Hilfseinrichtungen,
          die für die Prüfung
          entfernt werden            0                0              0        0            0
          (Absatz 6.2)
          - angebracht
          - nicht angebracht
                   P(n)
          Motor-Nutzleistung
          = P(m) - P(a) + P(b)
   8.3.     Einstellung des Leistungsprüfstands (kW)
            Die Einstellungen des Leistungsprüfstands für die ESC- und ELR-Prüfungen sind auf
            der Grundlage der Nutzleistung des Motors P(n) nach Absatz 8.2 vorzunehmen. Es
            wird empfohlen, den Motor im Nettozustand auf dem Prüfstand aufzubauen. Dabei
            stimmen P(m) und P(n) überein. Ist ein Betrieb des Motors im Nettozustand nicht
            möglich oder zweckmäßig, sind die Einstellungen des Leistungsprüfstands entsprechend
            der vorstehend angegebenen Formel so zu ändern, dass der Nettozustand hergestellt
            wird.
   8.3.1.   ESC- und ELR-Prüfungen
            Die Einstellungen des Leistungsprüfstands sind anhand der Formel in Anhang 4
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/55
               Anlage 1 Absatz 1.2 zu berechnen.
                Teillastverhältnis                              Motordrehzahl
                                     Leerlauf          Drehzahl A        Drehzahl B  Drehzahl C
                        10                --
                        25                --
                        50                --
                        75                --
                       100
    8.3.2.     ETC-Prüfung
               Erfolgt keine Prüfung des Motors im Nettozustand, so ist die Korrekturformel zur
               Umrechnung der gemessenen Leistung bzw. gemessenen Zyklusarbeit gemäß Anhang 4
               Anlage 2 Absatz 2 in Nutzleistung bzw. Netto-Zyklusarbeit für den gesamten
               Betriebsbereich des Zyklusses vom Hersteller vorzulegen und vom Technischen Dienst
               zu genehmigen.
    Fußnoten:
    (1)
           Bei nicht herkömmlichen Motoren und Systemen hat der Hersteller den hier aufgeführten
           Angaben entsprechende Angaben zu machen.
    (2)
           Nicht Zutreffendes streichen.
    (3)
           Toleranz angeben.
    (6)
           Bei anders ausgelegten Systemen entsprechende Angaben machen (siehe Absatz 3.2).
    (7)
           ESC-Prüfung
    (8)
           Nur ETC-Prüfung.
    (9)
           Toleranz angeben; die Abweichung von den vom Hersteller angegebenen Werten darf nicht
           mehr als ± 3 % betragen.
    __________
 ---pagebreak--- L 375/56         DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                                27.12.2006
                                          Anhang 1 – Anlage 1
              MERKMALE DER MIT DEM MOTOR VERBUNDENEN FAHRZEUGTEILE
   1.        Ansaugunterdruck bei Motornenndrehzahl und
             bei Volllast: ……………………………kPa
   2.        Abgasgegendruck bei Motornenndrehzahl und
             bei Volllast: ……………………………kPa
   3.        Volumen der Auspuffanlage: ........................................cm³
   4.        Leistungsaufnahme der Hilfseinrichtungen, die gemäß den Beschreibungen und
             Betriebsbedingungen der Regelung Nr. 24 für den Betrieb des Motors notwendig sind.
            Geräte                  Leistungsaufnahme (kW) bei verschiedenen Motordrehzahlen
                           Leerlauf  niedrige           hohe          Drehzahl      Drehzahl Drehzahl   Bezugs-
                                                                              (1)       (1)      (1)            (2)
                                     Drehzahl        Drehzahl              A          B        C      drehzahl
              P(a)
     Für den Betrieb des
     Motors notwendige
     Hilfseinrichtungen
     (von der
     gemessenen
     Motorleistung
     abzuziehen)
     siehe Anlage 1
     Absatz 6.1
   (1)
          ESC-Prüfung
   (2)
          Nur ETC-Prüfung.
                                                __________
 ---pagebreak--- 27.12.2006        DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                      L 375/57
                                                            Anhang 1 – Anlage 2
                            WESENTLICHE MERKMALE DER MOTORENFAMILIE
    1.     GEMEINSAME KENNDATEN
    1.1.   Arbeitsweise: .....................................................
    1.2.   Kühlmittel: .......................................................
                                             (1)
    1.3.   Anzahl der Zylinder                   : .................................................
    1.4.   Hubraum des einzelnen Zylinders: .....................................
    1.5.   Art der Luftansaugung: .............................................
    1.6.   Typ/Beschaffenheit des Brennraums: .......................................
    1.7.   Ventile und Schlitzauslegung - Anordnung, Größe und Anzahl: ...................
           .......................................................................
    1.8.   Kraftstoffanlage: ..........................................................
    1.9.   Zündsystem (Gasmotoren): ........................................
    1.10.  Sonstige Merkmale:
                                         (1)
           - Ladeluftkühlung : ...........................................
                                             (1)
           - Abgasrückführung : .......................................
                                                               (1)
           - Wassereinspritzung/Emulsion : ........................................
                                       (1)
           - Lufteinblasung :
                                                 (1)
    1.11.  Abgasnachbehandlung                       : .....................................................................
           Nachweis des gleichen (oder beim Stamm-Motor des niedrigsten) Verhältnisses:
           Systemkapazität / Kraftstoff-Fördermenge je Hub gemäß Schaubild(er) Nr.:
           ..................................................
    2.     AUFSTELLUNG DER MOTORENFAMILIE
    2.1.   Bezeichnung der Dieselmotorenfamilie: .......................................
    2.1.1. Spezifikation von Motoren dieser Motorenfamilie:
 ---pagebreak--- L 375/58      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
                                                                                        Stamm- Motor
          Motortyp
          Anzahl der Zylinder
                               -1
          Nenndrehzahl (min )
          Kraftstofffördermenge je Hub
                       (mm³)
          Nennnutzleistung (kW)
          Drehzahl bei maximalem
                       Drehmoment (min )
                                      -1
          Kraftstofffördermenge je Hub
                       (mm³)
          Maximales Drehmoment (Nm)
          Niedrige Leerlaufdrehzahl
                           -1
                       (min )
          Zylinderhubraum
                                                                                            100
          (% des Stamm-Motors)
   2.2.  Bezeichnung der Gasmotorenfamilie: ...........................................
   2.2.1  Spezifikation von Motoren innerhalb dieser Motorenfamilie:
                                                                                        Stamm- Motor
           Motortyp
           Anzahl der Zylinder
                                -1
           Nenndrehzahl (min )
           Kraftstofffördermenge je Hub
           (mm³)
           Nennnutzleistung (kW)
           Drehzahl bei maximalem
                              -1
           Drehmoment (min )
           Kraftstofffördermenge je Hub
           (mm³)
           Maximales Drehmoment (Nm)
           Niedrige Leerlaufdrehzahl
                -1
           (min )
           Zylinderhubraum
                                                                                            100
           (% des Stamm-Motors)
           Zündzeitpunkt
           AGR-Durchsatz
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union L 375/59
             Luftpumpe ja/nein
             Luftpumpe, tatsächlicher
             Förderstrom
    (1)
           „n. z.“ für „nicht zutreffend“ angeben.
                                                  __________
 ---pagebreak--- L 375/60     DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
                                                       Anhang 1 Anlage 3
                                 HAUPTMERKMALE DES MOTORENTYPS
                                                                                       (1)
                                  INNERHALB DER MOTORENFAMILIE
   1.           BESCHREIBUNG DES MOTORS
   1.1.         Hersteller: ...................................................
   1.2.         Baumusterbezeichnung des Herstellers: .....................................
                                                                      (2)
   1.3.         Arbeitsweise: Viertakt / Zweitakt
   1.4.         Anzahl und Anordnung der Zylinder: ............................
   1.4.1.       Bohrung: ……………………………………mm
   1.4.2.       Hub: ……………………………………mm
   1.4.3.       Zündfolge: ...................................................
   1.5.         Hubvolumen: ........................................cm³
                                                                                (3)
   1.6.         Volumetrisches Verdichtungsverhältnis : ................................
   1.7.         Zeichnung(en) des Brennraums und des Kolbenbodens: ..............
                .................................................................
   1.8.         Mindestquerschnittsfläche der Einlass- und Auslasskanäle:
                                                             2
                ........................................cm
                                                                                           -1
   1.9.         Leerlaufdrehzahl: ...................... kW bei ...................... min
                                                                                               -1
   1.10.        Höchste Nutzleistung: ...................... kW bei ...................... min
                                                                                      -1
   1.11.        Höchste zulässige Motordrehzahl: ...................... min
                                                                                                    -1
   1.12.        Maximales Nettodrehmoment: ...................... Nm bei ...................... min.
                                                                                     (2)
   1.13.        Verbrennungssystem: Selbstzündung/Fremdzündung
                                                                                       (1)
   1.14.        Kraftstoff: Diesel/LPG/NG-H/NG-L/NG-HL/Ethanol
   1.15.        Kühlsystem
   1.15.1.      Flüssigkeitskühlung
   1.15.1.1.    Art der Flüssigkeit: ...............................................
                                                               (2)
   1.15.1.2.    Kühlmittelpumpe(n): ja/nein
   1.15.1.3.    Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): .........
                .................................................................
   1.15.1.4.    Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): .................................
   1.15.2.      Luftkühlung
                                           (2)
   1.15.2.1.    Gebläse: ja/nein
   1.15.2.2.    Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): .........
                .................................................................
   1.15.2.3.    Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): .................................
   1.16.        Vom Hersteller zugelassene Temperatur
   1.16.1.      Flüssigkeitskühlung: Höchste Temperatur am Motoraustritt: .................K
   1.16.2.      Luftkühlung: Bezugspunkt: ...............................
                Höchste Temperatur am Bezugspunkt: ....................K
   1.16.3.      Höchste Luftaustrittstemperatur am Ladeluftkühler (falls zutreffend): ....................K
   1.16.4.      Höchste Abgastemperatur am Austrittsflansch des Abgaskrümmers oder des
                Turboladers: ....................K
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/61
    1.16.5.     Kraftstofftemperatur: mindestens …………..K, höchstens ....................K
                bei Dieselmotoren am Einlass der Einspritzpumpe, bei mit Gas betriebenen
                Motoren an der Druckregler-Endstufe
    1.16.6.     Kraftstoffdruck: mindestens …………..kPa, höchstens ....................kPa
                an der Druckregler-Endstufe, nur bei NGbetriebenen Gasmotoren
    1.16.7.     Schmiermitteltemperatur: mindestens …………..K, höchstens ....................K
                                       (2)
    1.17.       Lader: ja/nein
    1.17.1.     Marke: ...........................................................
    1.17.2.     Typ: ...........................................................
    1.17.3.     Beschreibung des Systems (z. B. maximaler Ladedruck, Druckablassventil
                (wastegate), falls zutreffend) : ..................................
                                                        (2)
    1.17.4.     Zwischenkühler: ja/nein
    1.18.       Ansaugsystem
                Höchstzulässiger Ansaugunterdruck bei Motornenndrehzahl und Volllast gemäß
                den Beschreibungen und Betriebsbedingungen der Regelung Nr. 24:
                ………………….kPa
    1.19.       Auspuffanlage
                Höchstzulässiger Abgasgegendruck bei Motornenndrehzahl und Volllast gemäß den
                Beschreibungen und Betriebsbedingungen der Regelung Nr. 24:
                ………………….kPa
                Volumen der Auspuffanlage: .......................................cm³
    2.          MASSNAHMEN GEGEN LUFTVERUNREINIGUNG
    2.1.        Einrichtung zur Rückführung der Kurbelgehäusegase (Beschreibung und
                Zeichnungen): .................................................................
    2.2.        Zusätzliche Einrichtungen zur Abgasreinigung (falls vorhanden und nicht in einem
                anderen Abschnitt aufgeführt)
                                                (2)
    2.2.1.      Katalysator: ja/nein
    2.2.1.1.    Anzahl der Katalysatoren und Monolithen: ....................
    2.2.1.2.    Abmessungen, Form und Volumen des Katalysators (der Katalysatoren): .....
                .................................................................
    2.2.1.3.    Art der katalytischen Reaktion: .......................................
    2.2.1.4.    Gesamtbeschichtung mit Edelmetallen: ................................
    2.2.1.5.    Konzentrationsverhältnis der Edelmetalle: .........................................
    2.2.1.6.    Trägerkörper (Aufbau und Werkstoff): .............................
    2.2.1.7.    Zellendichte: ...................................................
    2.2.1.8.    Art des Katalysatorgehäuses: ..................
    2.2.1.9.    Lage des Katalysators (der Katalysatoren) (Ort und Bezugsentfernung innerhalb der
                Abgasleitung): ..................................
                .................................................................
                                                        (2)
    2.2.2.      Sauerstoffsonde: ja/nein
    2.2.2.1.    Typ: ...........................................................
                                                      (2)
    2.2.3.      Lufteinblasung: ja/nein
    2.2.3.1.    Art (Selbstansaugung, Luftpumpe usw.) : ...............................
                                                            (2)
    2.2.4.      Abgasrückführung: ja/nein
 ---pagebreak--- L 375/62        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
   2.2.4.1.        Kennwerte (Durchflussmenge usw.) : ...............................
                                                     (2)
   2.2.5.          Partikelfilter: ja/nein
   2.2.5.1.        Abmessungen, Form und Volumen des Partikelfilters: .........
                   .................................................................
   2.2.5.2.        Typ und Aufbau des Partikelfilters: ........................
   2.2.5.3.        Lage (Bezugsentfernung innerhalb des Auspuffstranges): ..............
   2.2.5.4.        Verfahren oder Einrichtung zur Regenerierung, Beschreibung und/oder Zeichnung:
                   ...
                   .................................................................
                                                                     (2)
   2.2.6.          Andere Einrichtungen: ja/nein
   2.2.6.1.        Beschreibung und Arbeitsweise: ......................................
   3.              KRAFTSTOFFSYSTEM
   3.1.            Dieselmotoren
   3.1.1.          Kraftstoffpumpe
                              (3)
                   Druck : ………..kPa oder Kennlinie (²): ....
                   .................................................................
   3.1.2.          Einspritzanlage
   3.1.2.1.        Pumpe
   3.1.2.1.1.      Marke(n): ........................................................
   3.1.2.1.2.      Typ(en) : ........................................................
                                                              3 (3)                                                   -1
   3.1.2.1.3.      Einspritzmenge : ……mm                            je Hub bzw. Takt bei einer Motordrehzahl von min
                                                                                           (2) (3)
                   bei vollständiger Einspritzung oder Kennlinie                                  : .............
                   .................................................................
                                                                                                                  (2)
                   Angabe des angewandten Verfahrens: am Motor / auf dem Pumpenprüfstand
                   Wird eine Ladedruckregelung eingereicht, so sind die charakteristische
                   Kraftstoffzufuhr und der Ladedruck bezogen auf die jeweilige Motordrehzahl
                   anzugeben.
   3.1.2.1.4.      Einspritzzeitpunkt
                                                                           (3)
   3.1.2.1.4.1.    Verstellkurve des Spritzverstellers : .....................................
                                                                  (3)
   3.1.2.1.4.2.    Statischer Einspritzzeitpunkt : .....................................
   3.1.2.2.        Einspritzleitungen
   3.1.2.2.1.      Länge: .......................................................mm
   3.1.2.2.2.      Innendurchmesser: .............................................mm
   3.1.2.3.        Einspritzdüse(n)
   3.1.2.3.1.      Marke(n): .......................................................
   3.1.2.3.2.      Typ(en) : .......................................................
                                                                                         (3)
   3.1.2.3.3.      Öffnungsdruck: ........................................kPa
                                           (2) (3)
                   oder Kennlinie                 : .................................
   3.1.2.4.        Regler
   3.1.2.4.1.      Marke(n): .......................................................
   3.1.2.4.2.      Typ(en) : ........................................................
                                                                                      -1
   3.1.2.4.3.      Abregeldrehzahl bei Vollast: ..............min
                                                                                                         -1
   3.1.2.4.4.      Höchstdrehzahl ohne Last: ......................................min
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union               L 375/63
                                                                                        -1
    3.1.2.4.5.    Leerlaufdrehzahl: ...............................................min
    3.1.3.        Kaltstarteinrichtung
    3.1.3.1.      Marke(n): ........................................................
    3.1.3.2.      Typ(en) : ........................................................
    3.1.3.3.      Beschreibung : ....................................................
    3.1.3.4.      Zusätzliche Starthilfe: .........................................
    3.1.3.4.1.    Marke: ...........................................................
    3.1.3.4.2.    Typ: ...........................................................
    3.2.          Mit Gas betriebene Motoren
                                                        (2)
    3.2.1.        Kraftstoff: Erdgas/LPG
                                                                                    (2)
    3.2.2.        Druckregler bzw. Verdampfer/Druckregler
    3.2.2.1.      Marke(n): ........................................................
    3.2.2.2.      Typ(en) : ........................................................
    3.2.2.3.      Anzahl der Druckminderungsstufen: ............................
    3.2.2.4.      Druck in der Endstufe: mindestens …………..kPa, höchstens ....................kPa
    3.2.2.5.      Anzahl der Haupteinstellpunkte: ...............................
    3.2.2.6.      Anzahl der Leerlaufeinstellpunkte: ...............................
    3.2.2.7.      Genehmigungsnummer: ................................................
    3.2.3.        Kraftstoffzufuhr: Mischer / Gaseinblasung / Flüssigkeitseinspritzung /
                                                 (2)
                  Direkteinspritzung
    3.2.3.1.      Gemischregelung: ....................................
    3.2.3.2.      Beschreibung des Systems und/oder Diagramm und Zeichnungen: .................
                  .................................................................
    3.2.3.3.      Genehmigungsnummer: ................................................
    3.2.4.        Mischer
    3.2.4.1.      Anzahl: .........................................................
    3.2.4.2.      Marke(n): ........................................................
    3.2.4.3.      Typ(en) : ........................................................
    3.2.4.4.      Lage: .......................................................
    3.2.4.5.      Einstellungen: .......................................
    3.2.4.6.      Genehmigungsnummer: ................................................
    3.2.5.        Motorsaugrohreinspritzung
                                                                                             (2)
    3.2.5.1.      Einspritzverfahren: Zentraleinspritzung/Einzeleinspritzung
                                                                                           (2)
    3.2.5.2.      Einspritzverfahren: kontinuierlich / simultan / sequentiell
    3.2.5.3.      Einspritzsystem
    3.2.5.3.1.    Marke(n): ........................................................
    3.2.5.3.2.    Typ(en) : ........................................................
    3.2.5.3.3.    Einstellungen: .......................................
    3.2.5.3.4.    Genehmigungsnummer: ................................................
    3.2.5.4.      Förderpumpe (falls erforderlich): ....................................
    3.2.5.4.1.    Marke(n): ........................................................
    3.2.5.4.2.    Typ(en) : ........................................................
    3.2.5.4.3.    Genehmigungsnummer: ................................................
    3.2.5.5.      Einspritzdüse(n):
    3.2.5.5.1.    Marke(n): ........................................................
    3.2.5.5.2.    Typ(en) : ........................................................
 ---pagebreak--- L 375/64        DE                                  Amtsblatt der Europäischen Union                             27.12.2006
   3.2.5.5.3.      Genehmigungsnummer: ................................................
   3.2.6.          Direkteinspritzung
                                                                    (2)
   3.2.6.1.        Einspritzpumpe / Druckregler
   3.2.6.1.1.      Marke(n): ........................................................
   3.2.6.1.2.      Typ(en) : ........................................................
   3.2.6.1.3.      Einspritzeinstellung: ...............................................
   3.2.6.1.4.      Genehmigungsnummer: ................................................
   3.2.6.2.        Einspritzdüse(n)
   3.2.6.2.1.      Marke(n): ........................................................
   3.2.6.2.2.      Typ(en) : ........................................................
                                                                     (3)
   3.2.6.2.3.      Öffnungsdruck oder Kennlinie : ..................
                   .................................................................
   3.2.6.2.4.      Genehmigungsnummer: ................................................
   3.2.7.          Elektronisches Steuergerät (ECU)
   3.2.7.1.        Marke(n): ........................................................
   3.2.7.2.        Typ(en) : ........................................................
   3.2.7.3.        Einstellungen: .......................................
   3.2.8.          Erdgasspezifische Ausrüstung
   3.2.8.1.        Variante 1 (nur im Fall der Genehmigung von Motoren für verschiedene spezifische
                   Kraftstoffzusammensetzungen)
   3.2.8.1.1.      Kraftstoffzusammensetzung:
                    Methan (CH )        4                   Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    Ethan (C H ): 2   6                     Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    Propan (C H ):  3    8                  Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    Butan (C H ): 4    10                   Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    C5/C5+:                                 Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    Sauerstoff (O ):      2                 Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    Inertgase (N , He   2                   Basis: ….Mol-%               min. ….Mol-% max. ….Mol-%
                    usw.):
   3.2.8.1.2.      Einspritzdüse(n)
   3.2.8.1.2.1.    Marke(n): ........................................................
   3.2.8.1.2.2.    Typ(en) : ........................................................
   3.2.8.1.3.      Andere (falls anwendbar)
   3.2.8.2.        Variante 2 (nur im Fall von Genehmigungen für verschiedene spezifische
                   Kraftstoffzusammensetzungen)
   4.              VENTILEINSTELLUNG
   4.1.            Maximaler Ventilhub, Öffnungs- und Schließwinkel bezogen auf die Totpunkte
                   oder gleichwertige Angaben : ....................
                   .................................................................
                                                                                     (2)
   4.2.            Bezugsgrößen- und/oder Einstellbereiche : ............................
                   .................................................................
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                                 Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/65
    5.             ZÜNDUNG (NUR MOTOREN MIT FREMDZÜNDUNG)
    5.1.           Art der Zündung: gemeinsame Spule und Kerzen / einzelne Spule und Kerzen /
                                                                                       (2)
                   Spule auf Kerze / andere (näher angeben)
    5.2.           Zündsteuergerät
    5.2.1.         Marke(n): ........................................................
    5.2.2.         Typ(en) : ........................................................
                                                                             (2) (3)
    5.2.           Zündverstellkurve/-verstellkennfeld                               : ......................
                   .................................................................
                                           (3)
    5.4.           Zündzeitpunkt : …………Grad vor dem oberen Totpunkt bei einer Drehzahl von
                               -1
                   …..min und einem Ansaugunterdruck von ………….kPa
    5.5.           Zündkerzen
    5.5.1.         Marke(n): ........................................................
    5.5.2.         Typ(en) : ........................................................
    5.5.3.         Abstandseinstellung: ...................................................mm
    5.6.           Zündspule(n)
    5.6.1.         Marke(n): ........................................................
    5.6.2.         Typ(en) : ........................................................
    Fußnoten
    (1)
            Für jeden Motor der Familie einzureichen.
    (2)
            Nichtzutreffendes streichen.
    (3)
            Einschließlich Toleranzangabe.
                                                               __________
 ---pagebreak--- L 375/66         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                             27.12.2006
                                                                  Anhang 2A
                                                               MITTEILUNG
                                        (größtes Format: A4 [210 mm x 297 mm])
                                                                             ausgestellt von: Name der Behörde:
                                                                                                        .......................
                                                                                                        .......................
                                                                                                        .......................
   betreffend: 2/            ERTEILUNG DER GENEHMIGUNG
                             ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
                             VERSAGUNG DER GENEHMIGUNG
                             RÜCKNAHME DER GENEHMIGUNG
                             ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
   eines Typs eines Motors mit Selbstzündung / mit Erdgas bzw. mit Flüssiggas betriebenen
                                 2
   Fremdzündungsmotors als selbständige technische Einheit hinsichtlich der Emission von
   Schadstoffen nach der Regelung Nr. 49.
   Genehmigungsnr. ……                                                                    Erweiterungsnr. ……
   1.          Fabrik- oder Handelsmarke des Motors:..........................................................................
   2.          Motortyp:..........................................................................................................................
                                                                                                            (2)
   3.          Verbrennungsverfahren: Selbstzündung / Fremdzündung
   3.1.        Art des Kraftstoffs:...........................................................................................................
   4.          Name und Anschrift des Herstellers: ...............................................................................
   5.          Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers:
               ..........................................................................................................................................
   6.          Höchster zulässiger Ansaugunterdruck:..................................................................... kPa
   7.          Höchster zulässiger Abgasgegendruck:...................................................................... kPa
   8.          Höchstzulässige Leistung, die von den vom Motor angetriebenen Einrichtungen
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/67
           aufgenommen wird:
           Zwischendrehzahl: .................kW; Nenndrehzahl: .................................................. kW
    9.     Gebrauchsbeschränkungen (falls zutreffend):..................................................................
    10.    Emissionswerte des Motors/Stamm-Motors
    10.1.  ESC-Test (falls zutreffend):
           CO:......................g/kWh
           THC: ...................g/kWh
           NO : ....................g/kWh
                x
           PT:.......................g/kWh
    10.2.  ELR-Test (falls zutreffend):
                                                             -1
           Rauchwert: .............................m
    10.3.  ETC-Test (falls zutreffend):
           CO:......................g/kWh
           THC: ...................g/kWh
           NMHC: ...............g/kWh
           CH :.....................g/kWh
               4
           NO : ....................g/kWh
                x
           PT:.......................g/kWh
    11.    Motor zur Prüfung für die Genehmigung vorgeführt am:................................................
    12.    Technischer Dienst, der die Prüfungen durchführt:
           ..........................................................................................................................................
    13.    Datum des Gutachtens des Technischen Dienstes: ..........................................................
    14.    Nummer des Gutachtens des Technischen Dienstes:.......................................................
    15.    Stelle, an der das Genehmigungszeichen am Motor angebracht ist:................................
    16.    Ort: ...................................................................................................................................
    17.    Datum: .............................................................................................................................
    18.    Unterschrift: ....................................................................................................................
    19.    Dieser Mitteilung sind folgende Unterlagen beigefügt, die die vorstehende
           Genehmigungsnummer tragen:
 ---pagebreak--- L 375/68  DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
         Ein vollständig ausgefülltes Exemplar des Anhanges 1 dieser Regelung zusammen mit
         den angegebenen Zeichnungen und Diagrammen.
         1/       Kennzahl des Landes, das die Genehmigung
                  erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen hat (siehe Vorschriften der Regelung
                  bezüglich der Genehmigung).
         2/       Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                               L 375/69
                                                                    Anhang 2B
                                                                 MITTEILUNG
                                          (größtes Format: A4 [210 mm x 297 mm])
                                                                               ausgestellt von: Name der Behörde:
                                                                                                          .......................
                                                                                                          .......................
                                                                                                          .......................
    betreffend: 2/             ERTEILUNG DER GENEHMIGUNG
                               ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
                               VERSAGUNG DER GENEHMIGUNG
                               RÜCKNAHME DER GENEHMIGUNG
                               ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
    eines Fahrzeugtyps hinsichtlich der Emission von Schadstoffen aus dem Motor nach der Regelung
    Nr. 49.
    Genehmigungsnr. …                                                                      Erweiterungsnr. …
    1.       Handelsname oder -marke des Motors: ...............................................................................
    2.       Fahrzeugtyp:.........................................................................................................................
    3.       Name und Anschrift des Herstellers: ...................................................................................
    4.       Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers: ..................................
              .............................................................................................................................................
    5.       Höchster zulässiger Ansaugunterdruck:......................................................................... kPa
    6.       Höchster zulässiger Abgasgegendruck: ........................................................................ kPa
    7.       Höchstzulässige Leistung, die von den vom Motor angetriebenen Einrichtungen
             aufgenommen wird:
             Zwischendrehzahl: . . . . . . . . . . kW; Nenndrehzahl:................................................... kW
    8.       Marke und Typ des Motors:.................................................................................................
 ---pagebreak--- L 375/70          DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                                             27.12.2006
   9.       Emissionswerte des Motors/Stamm-Motors
   9.1.        ESC-Test (falls zutreffend):
               CO:......................g/kWh
               THC: ...................g/kWh
               NO : ....................g/kWh
                     x
               PT:.......................g/kWh
   9.2.        ELR-Test (falls zutreffend):
                                                                  -1
               Rauchwert: .............................m
   9.3.        ETC-Test (falls zutreffend):
               CO:......................g/kWh
               THC: ...................g/kWh
               NMHC: ...............g/kWh
               CH :.....................g/kWh
                    4
               NO : ....................g/kWh
                     x
               PT:.......................g/kWh
   10.      Motor zur Prüfung für die Genehmigung vorgeführt am:....................................................
   11.      Technischer Dienst, der die Prüfungen durchführt: .............................................................
             .............................................................................................................................................
   12.      Datum des Gutachtens des Technischen Dienstes: ..............................................................
   13.      Nummer des Gutachtens des Technischen Dienstes:...........................................................
                                                                                                              (2)
   14.      Stelle, an der das Genehmigungszeichen am Fahrzeug/Motor                                               angebracht ist:................
   15.      Ort: .......................................................................................................................................
   16.      Datum: .................................................................................................................................
   17.      Unterschrift: .........................................................................................................................
   18.      Dieser Mitteilung sind folgende Unterlagen beigefügt, die die vorstehende
            Genehmigungsnummer tragen:
            Ein vollständig ausgefülltes Exemplar des Anhanges 1 dieser Regelung zusammen mit den
            angegebenen Zeichnungen und Diagrammen.
         1/      Kennzahl des Landes, das die Genehmigung erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                      Amtsblatt der Europäischen Union         L 375/71
              hat (siehe Vorschriften der Regelung bezüglich der Genehmigung).
           2/ Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- L 375/72     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
                                                Anhang 3
                           MUSTER DER GENEHMIGUNGSZEICHEN
                                  (Siehe Absatz 4.6 dieser Regelung)
   I.    GENEHMIGUNG I (Zeile A).
         (Siehe Absatz 4.6.3 dieser Regelung)
                                                 Muster A
         Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile A eine Genehmigung erteilt
         wurde und die mit Diesel oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden.
                            a
                                a
                                2
                                      E 11          a
                                                    3  49 RI - 042439
                                                                       a = 8 mm min.
                                                 Muster B
         Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile A eine Genehmigung erteilt
         wurde und die mit Erdgas (NG) betrieben werden.               Mit dem Zusatz nach dem
         Landeskennzeichen wird gemäß Absatz 4.6.3.1 dieser Regelung die Gasgruppe kenntlich
         gemacht, für die die Genehmigung erteilt wurde.
                                                a
                                                3     HLt
                           a
                               a
                               2
                                     E 11          a
                                                   3  49 RI - 042439
                                                                       a = 8 mm min.
         Das oben dargestellte, an einem Motor/Fahrzeug angebrachte Genehmigungszeichen bedeutet,
         dass der betreffende Motor- oder Fahrzeugtyp in Großbritannien (E11) nach der Regelung
         Nr. 49 unter der Genehmigungsnummer 042439 genehmigt worden ist.                  Diese
         Genehmigungsnummer gibt an, dass die Genehmigung nach der Regelung Nr. 49 in der
         Fassung der Änderungsserie 04 erteilt wurde und dass den betreffenden Grenzwerten des
         Absatzes 5.2.1 dieser Regelung entsprochen wird.
   II.   GENEHMIGUNG II (Zeile B1).
         (Siehe Absatz 4.6.3 dieser Regelung)
                                                 Muster C
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/73
           Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile B1 eine Genehmigung erteilt
           wurde und die mit Diesel oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden.
                              a
                                  a
                                  2
                                        E 11            a
                                                        3  49 RII - 042439
                                                                           a = 8 mm min.
                                                   Muster D
           Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile B1 eine Genehmigung erteilt
           wurde und die mit Erdgas (NG) betrieben werden.               Mit dem Zusatz nach dem
           Landeskennzeichen wird gemäß Absatz 4.6.3.1 dieser Regelung die Gasgruppe kenntlich
           gemacht, für die die Genehmigung erteilt wurde.
                                                   a
                                                   3      Ht
                             a
                                 a
                                 2
                                       E 11           a
                                                      3   49 RII - 042439
                                                                         a = 8 mm min.
           Das oben dargestellte, an einem Motor/Fahrzeug angebrachte Genehmigungszeichen bedeutet,
           dass der betreffende Motor- oder Fahrzeugtyp in Großbritannien (E11) nach der Regelung
           Nr. 49 unter der Genehmigungsnummer 042439 genehmigt worden ist.                  Diese
           Genehmigungsnummer gibt an, dass die Genehmigung nach der Regelung Nr. 49 in der
           Fassung der Änderungsserie 04 erteilt wurde und dass den betreffenden Grenzwerten des
           Absatzes 5.2.1 dieser Regelung entsprochen wird.
 ---pagebreak--- L 375/74     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
   III.   GENEHMIGUNG III (Zeile B2).
         (Siehe Absatz 4.6.3 dieser Regelung)
                                                 Muster E
         Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile B2 eine Genehmigung erteilt
         wurde und die mit Diesel oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden.
                              a
                                  a
                                  2
                                        E 11           a
                                                       3  49 RIII - 042439
                                                                          a = 8 mm min.
                                                 Muster F
         Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile B2 eine Genehmigung erteilt
         wurde und die mit Erdgas (NG) betrieben werden.               Mit dem Zusatz nach dem
         Landeskennzeichen wird gemäß Absatz 4.6.3.1 dieser Regelung die Gasgruppe kenntlich
         gemacht, für die die Genehmigung erteilt wurde.
                                                 a
                                                 3     Lt
                           a
                               a
                               2
                                     E 11           a
                                                    3  49 RIII - 042439
                                                                        a = 8 mm min .
         Das oben dargestellte, an einem Motor/Fahrzeug angebrachte Genehmigungszeichen bedeutet,
         dass der betreffende Motor- oder Fahrzeugtyp in Großbritannien (E11) nach der Regelung
         Nr. 49 unter der Genehmigungsnummer 042439 genehmigt worden ist.                  Diese
         Genehmigungsnummer gibt an, dass die Genehmigung nach der Regelung Nr. 49 in der
         Fassung der Änderungsserie 04 erteilt wurde und dass den betreffenden Grenzwerten des
         Absatzes 5.2.1 dieser Regelung entsprochen wird.
   IV.    GENEHMIGUNG IV (Zeile C).
         (Siehe Absatz 4.6.3 dieser Regelung)
                                                 Muster G
         Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile C eine Genehmigung erteilt
         wurde und die mit Diesel oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden.
                           a
                               a
                               2
                                     E 11           a
                                                    3  49 RIV - 042439
                                                                       a = 8 mm min.
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/75
                                                   Muster H
           Motoren, für die gemäß den Emissionsgrenzwerten der Zeile C eine Genehmigung erteilt
           wurde und die mit Erdgas (NG) betrieben werden.                  Mit dem Zusatz nach dem
           Landeskennzeichen wird gemäß Absatz 4.6.3.1 dieser Regelung die Gasgruppe kenntlich
           gemacht, für die die Genehmigung erteilt wurde.
                                                   a
                                                   3     HLt
                             a
                                 a
                                 2
                                       E 11           a
                                                      3 49 RIV - 042439
                                                                            a = 8 mm min.
           Das oben dargestellte, an einem Motor/Fahrzeug angebrachte Genehmigungszeichen bedeutet,
           dass der betreffende Motor- oder Fahrzeugtyp in Großbritannien (E11) nach der Regelung
           Nr. 49 unter der Genehmigungsnummer 042439 genehmigt worden ist.                     Diese
           Genehmigungsnummer gibt an, dass die Genehmigung nach der Regelung Nr. 49 in der
           Fassung der Änderungsserie 04 erteilt wurde und dass den betreffenden Grenzwerten des
           Absatzes 5.2.1 dieser Regelung entsprochen wird.
    V.      GENEHMIGUNG FÜR MOTOR/FAHRZEUG AUF DER GRUNDLAGE MEHR ALS
           EINER REGELUNG
           (Siehe Absatz 4.7 dieser Regelung)
                                                    Muster I
                                                  49 IV HL 04 2439                        a  a
                              E 11
                         a                                                                3  2
                                          a
                    a    2
                                                   24                    03 1628
                                          3                                               a  a
                                                                                          3  2
           Das oben dargestellte, an einem Motor/Fahrzeug angebrachte Genehmigungszeichen bedeutet,
           dass der betreffende Motor- oder Fahrzeugtyp in Großbritannien (E11) nach der Regelung
           Nr. 49 (Emissionsgrenzwert IV) und der Regelung Nr. 24 (1) genehmigt worden ist. Die ersten
           beiden Ziffern der Genehmigungsnummern geben an, dass zum Zeitpunkt der Erteilung der
           Genehmigungen die Regelung Nr. 49 die Änderungsserie 04 und die Regelung Nr. 24 die
           Änderungsserie 03 enthielt.
    _____________
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   1     (1) Die zweite Regelungsnummer wird nur als Beispiel genannt.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/77
                                                  Anhang 4
                                      PRÜFVERFAHREN
    1.     EINLEITUNG
    1.1.   In diesem Anhang werden die Verfahren zur Messung der Emissionen gasförmiger
           Schadstoffe, luftverunreinigender Partikel und Rauch aus den zu prüfenden Motoren
           beschrieben. Es werden drei Prüfzyklen dargestellt, die gemäß den Bestimmungen von
           Absatz 5.2 dieser Regelung anzuwenden sind:
    1.1.1. die ESC-Prüfung, bestehend aus dreizehn stationären Prüfphasen;
    1.1.2. die ELR-Prüfung, bestehend aus einer Folge von instationären Belastungsschritten bei
           unterschiedlichen Drehzahlen, die Bestandteil einer Prüfprozedur sind und aufeinander
           folgend durchgeführt werden;
    1.1.3. die ETC-Prüfung, bestehend aus einer Abfolge von instationären, je Sekunde
           wechselnden Prüfphasen.
    1.2.   Für die Prüfung ist der Motor auf einer entsprechenden Prüfeinrichtung aufzubauen und
           an einen Leistungsprüfstand anzuschließen.
    1.3.   Messgrundsatz
           Die zu messenden Abgasemissionen eines Motors enthalten gasförmige Bestandteile
           (Kohlenmonoxid, Gesamtkohlenwasserstoffe bei Dieselmotoren nur im ESC-
           Prüfzyklus; Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe bei Diesel- und Gasmotoren nur im
           ETC-Prüfzyklus; Methan bei Gasmotoren im ETC-Prüfzyklus und Stickstoffoxide),
           Partikel (nur bei Dieselmotoren sowie bei Gasmotoren der Stufe C) und Rauch (nur bei
           Dieselmotoren im ELR-Prüfzyklus). Zusätzlich wird Kohlendioxid häufig als
           Tracergas zur Bestimmung des Verdünnungsverhältnisses von Teilstrom- und
           Vollstromverdünnungssystemen genutzt. Nach guter Ingenieurpraxis empfiehlt sich
           die generelle Messung von Kohlendioxid als besonders geeignetes Mittel zur
           Erkennung von Messproblemen während der Prüfung.
    1.3.1. ESC-Prüfung
           Während einer vorgeschriebenen Folge von Betriebszuständen des warmgefahrenen
           Motors sind die Mengen der oben angeführten Abgasemissionen durch Entnahme einer
           Probe aus dem Rohabgas kontinuierlich zu messen. Der Prüfzyklus besteht aus
           mehreren Drehzahl- und Leistungsphasen, die dem Bereich entsprechen, in dem
           Dieselmotoren normalerweise betrieben werden. Während der einzelnen Phasen sind
           die Konzentrationswerte sämtlicher gasförmiger Schadstoffe, der Abgasdurchsatz und
           die Leistungsabgabe zu bestimmen sowie die gemessenen Werte zu gewichten. Die
           Partikelprobe ist mit konditionierter Umgebungsluft zu verdünnen. Eine Probe ist über
 ---pagebreak--- L 375/78       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
              das gesamte Prüfverfahren zu entnehmen und an geeigneten Filtern abzuscheiden. Für
              jeden Schadstoff ist im Sinne von Anlage 1 dieses Anhangs die je Kilowattstunde
              freigesetzte Menge in Gramm zu errechnen. Darüber hinaus ist an drei vom
              Technischen Dienst1 ausgewählten Prüfpunkten innerhalb des Kontrollbereichs das
              NOx zu messen. Die gemessenen Werte sind mit den Werten zu vergleichen, die aus
              den Phasen des Prüfzyklus errechnet wurden, die die ausgewählten Prüfpunkte
              umhüllen. Die NOx-Kontrolluntersuchung dient dazu, die Wirksamkeit der
              Emissionsminderung des Motors innerhalb des typischen Betriebsbereichs des Motors
              sicherzustellen.
   1.3.2.     ELR-Prüfung
              Während einer vorgeschriebenen Belastungsprüfung ist mit Hilfe eines
              Trübungsmessers der Rauch eines warmgelaufenen Motors zu messen. Dabei wird die
              Belastung des Motors bei gleich bleibender Fahrgeschwindigkeit und mit drei
              verschiedenen Motordrehzahlen von einem Teillastverhältnis von 10 auf Volllast
              erhöht. Zusätzlich wird ein vierter, vom Technischen Dienst 1 gewählter
              Belastungsschritt durchgeführt und der Wert mit den Werten der vorhergehenden
              Belastungsschritte verglichen. Mit Hilfe eines Mittelungsalgorithmus ist der
              Rauchspitzenwert gemäß Anlage 1 dieses Anhangs zu bestimmen.
   1.3.3.     ETC-Prüfung
              Während eines vorgeschriebenen instationären Zyklus bei betriebswarmem Motor,
              basierend auf einem Fahrprogramm, das in guter Näherung den Straßenfahrbetrieb von
              Hochleistungsmotoren in Lastkraftwagen und Bussen beschreibt, sind die vorstehend
              genannten Schadstoffe nach der Verdünnung des gesamten Abgases mit konditionierter
              Umgebungsluft zu messen. Anhand der vom Motorprüfstand kommenden
              Rückführsignale in Bezug auf Motordrehmoment und -drehzahl ist die Leistung
              hinsichtlich der Zyklusdauer, aus der sich die vom Motor während des Zyklus erzeugte
              Arbeit ergibt, zu integrieren. Durch Integration des Analysatorsignals wird die über
              den Zyklus aufgetretene NOx- und HC-Konzentration bestimmt. Die CO-, CO2- und
              NMHC-Konzentration lässt sich durch Integration des Analysatorsignals oder unter
              Verwendung einer Beutelprobe bestimmen. Bei Partikeln ist an geeigneten Filtern eine
              verhältnisgleiche Probe abzuscheiden. Zur Berechnung der Massenemissionswerte der
              Schadstoffe ist der Durchsatz des verdünnten Abgases über den Zyklus zu bestimmen.
               Die Massenemissionswerte sind in Beziehung zur Motorarbeit zu setzen, um, wie in
              Anlage 2 dieses Anhangs beschrieben, für die einzelnen Schadstoffe die je
              Kilowattstunde freigesetzte Menge in Gramm zu errechnen.
   2.         PRÜFBEDINGUNGEN
   2.1.       Bedingungen für die Prüfung des Motors
   1/     Die Auswahl der Prüfpunkte erfolgt nach zugelassenen statistischen
   Zufälligkeitsverfahren.
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    2.1.1. Die absolute Temperatur Ta der Ansaugluft am Motoreinlass (in Kelvin) und der
           trockene atmosphärische Druck ps (in kPa) sind zu messen, und die Kennzahl F ist
           nach folgender Formel zu berechnen:
              a) bei Dieselmotoren:
              Saugmotoren und mechanisch aufgeladene Motoren:
                                             ⎛ 99 ⎞ ⎛ T ⎞
                                                             0, 7
                                       F = ⎜⎜ ⎟⎟ ∗ ⎜ a ⎟
                                             ⎝ ps ⎠ ⎝ 298 ⎠
              Turbo-aufgeladene Motoren mit oder ohne Ladeluftkühlung:
                                                  0,7
                                           ⎛ 99 ⎞       ⎛T ⎞
                                                                1, 5
                                      F = ⎜⎜ ⎟⎟        ∗⎜ a ⎟
                                           ⎝ ps ⎠       ⎝ 298 ⎠
              b)     bei Gasmotoren:
                                                  1, 2
                                           ⎛ 99 ⎞       ⎛T ⎞
                                                                0 ,6
                                      F = ⎜⎜ ⎟⎟        ∗⎜ a ⎟
                                           ⎝ ps ⎠       ⎝ 298 ⎠
    2.1.2. Gültigkeit der Prüfung
           Für die Gültigkeit der Prüfung muss der Parameter F in folgenden Grenzen liegen:
                                          0,96 ≤ F ≤ 1,06
    2.2.   Motoren mit Ladeluftkühlung
           Die Ladelufttemperatur ist aufzuzeichnen und soll bei der Drehzahl der angegebenen
           Höchstleistung und Volllast nicht mehr als ± 5 K von der höchsten, in Anhang 1
           Anlage 3 Absatz 1.16.3 beschriebenen Ladelufttemperatur abweichen. Die Temperatur
           des Kühlmittels muss mindestens 293 K (20°C) betragen.
           Bei Verwendung einer Prüfstandanlage oder eines externen Gebläses darf die
           Ladelufttemperatur bei der Drehzahl der angegebenen Höchstleistung und Volllast
           höchstens ± 5 K von der höchsten, in Anhang 1 Absatz 1.16.3 beschriebenen
           Ladelufttemperatur abweichen. Die Einstellung des Ladeluftkühlers zwecks
           Einhaltung der vorstehend genannten Bedingung wird nicht geregelt und ist für den
           gesamten Prüfzyklus anzuwenden.
    2.3.   Ansaugsystem des Motors
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         Es ist ein Motor-Ansaugsystem zu verwenden, dessen Lufteinlasswiderstand höchstens
         ± 100 Pa von der Obergrenze des Motors abweicht, wenn dieser mit der Drehzahl der
         angegebenen Höchstleistung und Volllast betrieben wird.
   2.4.  Motorauspuffanlage
         Es ist eine Auspuffanlage zu verwenden, deren Abgasgegendruck höchstens ± 1000 Pa
         von der Obergrenze des Motors abweicht, wenn dieser bei der Drehzahl der
         angegebenen Höchstleistung und Volllast betrieben wird und deren Volumen im
         Bereich von ± 40 % der Herstellerangaben liegt. Eine Prüfstandanlage kann verwendet
         werden, wenn sie die tatsächlichen Motorbetriebsbedingungen wiedergibt. Die
         Auspuffanlage muss den Anforderungen für eine Abgasprobenahme gemäß Anhang 4
         Anlage 4 Absatz 3.4 und Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.2.1, EP und Absatz 2.3.1, EP
         genügen.
         Ist der Motor mit einer Abgasnachbehandlungseinrichtung ausgestattet, muss der
         Durchmesser des Auspuffrohrs genauso groß sein wie er in der Praxis an einer Stelle
         wenigstens vier Rohrdurchmesser oberhalb des Einlasses am Beginn des die
         Nachbehandlungseinrichtung enthaltenden Ausdehnungsabschnitts verwendet wird.
         Der Abstand von der Auspuffkrümmeranschlussstelle bzw. dem Turboladerauslass bis
         zur Abgasnachbehandlungseinrichtung muss so groß sein wie in der
         Fahrzeugkonfiguration oder in den Abstandsangaben des Herstellers angegeben.
         Abgasgegendruck bzw. -widerstand müssen den vorstehend angeführten Kriterien
         entsprechen und können mittels eines Ventils eingestellt werden. Für Blindprüfungen
         und die Motorabbildung kann der Behälter der Nachbehandlungseinrichtung entfernt
         und durch einen gleichartigen Behälter mit inaktivem Katalysatorträger ersetzt werden.
   2.5.  Kühlsystem
         Es ist ein Motorkühlsystem zu verwenden, mit dem die vom Hersteller vorgegebenen
         üblichen Betriebstemperaturen des Motors eingehalten werden können.
   2.6   Schmieröl
         Die Kenndaten des zur Prüfung verwendeten Schmieröls sind aufzuzeichnen und
         zusammen mit den Prüfergebnissen gemäß Anhang 1 Absatz 7.1 vorzulegen.
   2.7.  Kraftstoff
         Es ist der in den Anhängen 5, 6 oder 7 beschriebene Bezugskraftstoff zu verwenden.
         Kraftstofftemperatur und Messpunkt sind durch den Hersteller innerhalb der in
         Anhang 1 Absatz 1.16.5 angegebenen Grenzwerte zu spezifizieren. Die
         Kraftstofftemperatur muss bei mindestens 306 K (33°C) liegen und, falls nicht anders
         angegeben, am Einlass der Einspritzpumpe 311 K ± 5 K (38°C ± 5°C) betragen.
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           Bei mit Erdgas oder Flüssiggas betriebenen Motoren müssen Kraftstofftemperatur und
           Messpunkt innerhalb der in Anhang 1 Absatz 1.16.5 angegebenen Grenzwerte liegen
           bzw. im Falle von Nicht-Stamm-Motoren innerhalb der in Anhang 1 Anlage 3
           Absatz 1.16.5 angegebenen Grenzwerte.
    2.8.   Prüfung der Abgasnachbehandlungssysteme
           Ist der Motor mit einem Abgasnachbehandlungssystem ausgestattet, so müssen die bei
           dem Prüfzyklus (den Prüfzyklen) gemessenen Emissionen repräsentativ für die in der
           Praxis auftretenden Emissionen sein. Kann dies mit einem einzigen Prüfzyklus (z. B.
           für Partikelfilter mit periodischer Regenerierung) nicht erreicht werden, so werden
           mehrere Prüfzyklen durchgeführt. Von den Prüfergebnissen werden die Mittelwerte
           gebildet und/oder sie werden gewichtet. Das genaue Verfahren ist zwischen
           Motorhersteller und Technischem Dienst nach bestem technischen Ermessen
           abzustimmen.
                                              __________
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                                      Anhang 4 Anlage 1
                              ESC- UND ELR-PRÜFZYKLEN
   1.    EINSTELLUNG DES MOTORS UND DES LEISTUNGSPRÜFSTANDS
   1.1.  Bestimmung der Motordrehzahlen A, B und C
         Für die Angabe der Motordrehzahlen A, B und C durch den Hersteller gelten folgende
         Bestimmungen:
         Die hohe Drehzahl nhi ist durch Berechnen von 70 % der angegebenen höchsten
         Nutzleistung P(n) gemäß Anhang 1 Anlage 1 Absatz 8.2 zu bestimmen. Die höchste
         Motordrehzahl, bei der dieser Leistungswert auf der Leistungskurve eintritt, wird mit
         nhi bezeichnet.
         Die niedrige Drehzahl nlo ist durch Berechnen von 50% der angegebenen höchsten
         Nutzleistung P(n) gemäß Anhang 1 Anlage 1 Absatz 8.2 zu bestimmen. Die niedrigste
         Motordrehzahl, bei der dieser Leistungswert auf der Leistungskurve eintritt, wird mit
         nlo bezeichnet.
         Die Motordrehzahlen A, B und C sind wie folgt zu berechnen:
            Drehzahl A     =      nlo + 25 % (nhi - nlo )
            Drehzahl B     =      nlo + 50 % (nhi - nlo )
            Drehzahl C     =      nlo + 75 % (nhi - nlo )
         Die Motordrehzahlen A, B und C können mit einer der nachstehenden Methoden
         überprüft werden:
         a) Während des Genehmigungsverfahrens für die Motorleistung gemäß der
                   Regelung Nr. 24 sind zur genauen Bestimmung von nhi und nlo zusätzliche
                   Prüfpunkte zu bestimmen. Die Höchstleistung, nhi und nlo werden anhand der
                   Leistungskurve bestimmt, und die Motordrehzahlen A, B und C werden
                   entsprechend den oben angeführten Vorschriften errechnet.
         b) Der Motor ist entlang der Volllastkurve von der Höchstdrehzahl ohne Belastung bis
                   zur Leerlaufdrehzahl unter Verwendung von mindestens fünf Messpunkten
                   pro 1000-min-1-Intervall und Messpunkten im Bereich von ± 50 min-1 der
                   Drehzahl bei angegebener Höchstleistung abzubilden. Die Werte der
                   Höchstleistung nhi und nlo werden anhand dieser Abbildungskurve bestimmt,
                   wobei die Motordrehzahlen A, B und C entsprechend den oben angeführten
                   Vorschriften zu errechnen sind.
         Liegt die Abweichung der gemessenen Motordrehzahlen A, B und C von den vom
         Hersteller angegebenen Motordrehzahlen bei höchstens ± 3 %, so sind die angegebenen
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           Motordrehzahlen für die Emissionsprüfung zu verwenden. Überschreitet eine der
           Motordrehzahlen diese Toleranz, so sind die gemessenen Motordrehzahlen für die
           Emissionsprüfung zu verwenden.
    1.2.   Bestimmung der Einstellungen des Leistungsprüfstands
           Auf experimentellem Weg ist die Drehmomentkurve bei Volllast zu ermitteln, damit
           die Drehmomentwerte für die genannten Prüfphasen im Nettozustand gemäß Anhang 1
           Anlage 1 Absatz 8.2 ermittelt werden können. Nötigenfalls ist die Leistungsaufnahme
           der von dem Motor angetriebenen Hilfseinrichtungen zu berücksichtigen. Die
           Einstellung des Leistungsprüfstands für jede Prüfphase außer dem Leerlauf ist nach
           folgender Formel zu berechnen:
                                                          L
                                         s = P(n) ∗
                                                         100
           falls im Nettozustand geprüft
                                               L
                               s = P(n) ∗           + (P(a) − P(b))
                                             100
           falls nicht im Nettozustand geprüft
           Hierbei sind:
           s      =               Einstellwert des Leistungsprüfstands, kW
           P(n) =                 Nutzleistung des Motors gemäß Anhang 1 Anlage 1
                                  Absatz 8.2, kW
           L      =               Teillast gemäß Absatz 2.7.1 (%)
           P(a) =                 Leistungsaufnahme der Hilfseinrichtungen, die gemäß
                                  Anhang 1 Anlage 1 Absatz 6.1 angebracht werden
           P(b) =                 Leistungsaufnahme der Hilfseinrichtungen, die gemäß
                                  Anhang 1 Anlage 1 Absatz 6.2 entfernt werden
    2.     DURCHFÜHRUNG DER ESC-PRÜFUNG
           Auf Antrag des Herstellers kann vor dem Messzyklus eine Blindprüfung durchgeführt
           werden, um den Motor und die Auspuffanlage zu konditionieren.
    2.1.   Vorbereitung der Probenahmefilter
           Wenigstens eine Stunde vor der Prüfung ist jedes einzelne Filter(paar) in einer
           verschlossenen, aber nicht abgedichteten Petrischale zur Stabilisierung in eine
           Wägekammer zu bringen. Nach der Stabilisierungsphase ist jedes Filter(paar) zu
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         wägen und das Taragewicht aufzuzeichnen. Dann ist das Filter(paar) in einer
         verschlossenen Petrischale oder einem abgedichteten Filterhalter bis zur Verwendung
         aufzubewahren. Wird das Filter(paar) nicht binnen acht Stunden nach seiner
         Entnahme aus der Wägekammer verwendet, so muss es vor seiner Verwendung erneut
         konditioniert und gewogen werden.
   2.2.  Anbringung der Messgeräte
         Die Geräte und die Probenahmesonden sind wie vorgeschrieben anzubringen. Wird
         zur Verdünnung der Auspuffgase ein Vollstromverdünnungssystem verwendet, so ist
         das Abgasrohr an das System anzuschließen.
   2.3.  Inbetriebnahme des Verdünnungssystems und des Motors
         Das Verdünnungssystem ist zu starten und der Motor anzulassen, um alle Temperaturen
         und Drücke bei einer Höchstleistung entsprechend den Herstellerempfehlungen und der
         guten Ingenieurpraxis zu stabilisieren.
   2.4.  Starten des Partikel-Probenahmesystems
         Das Partikel-Probenahmesystem ist zu starten und auf Bypass zu betreiben. Der
         Partikelhintergrund der Verdünnungsluft kann bestimmt werden, indem
         Verdünnungsluft durch die Partikelfilter geleitet wird. Bei Verwendung gefilterter
         Verdünnungsluft kann eine Messung vor oder nach der Prüfung erfolgen. Wird die
         Verdünnungsluft nicht gefiltert, so können Messungen am Beginn und am Ende des
         Zyklus vorgenommen und die Mittelwerte berechnet werden.
   2.5.  Einstellung des Verdünnungsverhältnisses
         Die Verdünnungsluft ist so einzustellen, dass die unmittelbar vor dem Hauptfilter
         gemessene Temperatur des Abgases in keiner Phase höher ist als 325 K (52°C). Das
         Verdünnungsverhältnis (q) darf nicht unter 4 liegen.
         Bei Systemen, in denen das Verdünnungsverhältnis mittels der CO2- bzw. NOx-
         Konzentrationsmessung geregelt wird, ist der CO2- bzw. NOx-Gehalt der
         Verdünnungsluft zu Beginn und Ende jeder Prüfung zu messen. Die vor der Prüfung
         gemessene CO2- bzw. NOx-Hintergrundkonzentration der Verdünnungsluft darf von der
         nach der Prüfung gemessenen Konzentration um höchstens 100 ppm bzw. 5 ppm
         abweichen.
   2.6.  Überprüfung der Analysegeräte
         Die Geräte für die Emissionsanalyse sind auf Null zu stellen und der Messbereich ist zu
         kalibrieren.
   2.7.  Prüfzyklus
 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/85
    2.7.1. Die Prüfung des Motors auf dem Leistungsprüfstand ist nach dem folgenden 13-
           Phasen-Zyklus durchzuführen:
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          Prüfphase      Motordreh-        Teillast-          Wichtungs-   Dauer der
                             zahl         verhältnis             faktor    Prüfphase
               1          Leerlauf              -                 0,15    4 Minuten
               2              A               100                 0,08    2 Minuten
               3              B                50                 0,10    2 Minuten
               4              B                75                 0,10    2 Minuten
               5              A                50                 0,05    2 Minuten
               6              A                75                 0,05    2 Minuten
               7              A                25                 0,05    2 Minuten
               8              B               100                 0,09    2 Minuten
               9              B                25                 0,10    2 Minuten
              10              C               100                 0,08    2 Minuten
              11              C                25                 0,05    2 Minuten
              12              C                75                 0,05    2 Minuten
              13              C                50                 0,05    2 Minuten
   2.7.2. Prüffolge
          Die Prüffolge ist zu beginnen. Die Prüfung ist in der in Absatz 2.7.1 angegebenen
          Reihenfolge der Prüfphasen durchzuführen.
          Der Motor läuft in jeder Phase die vorgeschriebene Zeit, wobei Drehzahl und Belastung
          jeweils in den ersten 20 Sekunden verändert werden. Die vorgegebene Drehzahl muss
          im Bereich von ± 50 min-1 liegen, und das angegebene Drehmoment darf um höchstens
          ± 2 % vom höchsten Drehmoment der Prüfdrehzahl abweichen.
          Auf Antrag des Herstellers kann die Prüffolge so oft wiederholt werden, bis eine
          genügend große Partikelmenge am Filter abgeschieden ist. Der Hersteller muss eine
          eingehende Beschreibung der Verfahren für die Auswertung der Messwerte und für
          Berechnungen vorlegen. Gasförmige Emissionen werden nur im ersten Zyklus
          bestimmt.
   2.7.3. Ansprechverhalten der Analysegeräte
          Das Ansprechverhalten der Analysatoren ist auf einem Bandschreiber aufzuzeichnen
          oder mit einem gleichwertigen Datenerfassungssystem zu messen, wobei das Abgas
          während des gesamten Prüfzyklus durch die Analysatoren strömen muss.
   2.7.4. Partikel-Probenahme
          Während des gesamten Prüfvorgangs ist ein Filterpaar (Haupt- und Nachfilter, siehe
          Anhang 4 Anlage 4) zu verwenden. Die im Prüfzyklusverfahren angegebenen
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/87
               Wichtungsfaktoren sind in der Weise zu berücksichtigen, dass in jeder einzelnen Phase
               des Zyklus eine Probe proportional zum Massendurchsatz des Abgases genommen
               wird. Dies lässt sich erreichen, indem Probendurchsatz, Probenahmezeit und/oder
               Verdünnungsverhältnis entsprechend so eingestellt werden, dass das Kriterium für die
               effektiven Wichtungsfaktoren von Absatz 5.6 erfüllt wird.
               Die Probenahme muss je Prüfphase mindestens 4 Sekunden je 0,01 Wichtungsfaktor
               dauern und innerhalb jeder Phase so spät wie möglich erfolgen. Die Partikel-
               Probenahme darf nicht früher als 5 Sekunden vor dem Ende jeder Phase abgeschlossen
               sein.
    2.7.5.     Motorbedingungen
               Motordrehzahl und Last, Ansauglufttemperatur und -unterdruck, Abgastemperatur und
               -gegendruck, Kraftstoffdurchsatz und Luft- bzw. Abgasdurchsatz, Ladelufttemperatur,
               Kraftstofftemperatur und Feuchtigkeit sind während jeder Phase aufzuzeichnen, wobei
               während der Zeit der Partikel-Probenahme, zumindest jedoch in der letzten Minute
               jeder Phase, die Anforderungen hinsichtlich Drehzahl und Belastung des Motors (siehe
               Absatz 2.7.2) erfüllt sein müssen.
               Alle zusätzlich für die Berechnung erforderlichen Daten sind aufzuzeichnen (siehe
               Absätze 4 und 5).
    2.7.6.     Prüfung auf NOx innerhalb des Kontrollbereichs
               Die Prüfung auf NOx innerhalb des Kontrollbereichs ist unmittelbar nach Beendigung
               von Phase 13 durchzuführen. In Phase 13 ist der Motor vor Beginn der Messungen für
               einen Zeitraum von drei Minuten zu konditionieren. An unterschiedlichen, vom
               Technischen Dienst ausgewählten Punkten innerhalb des Kontrollbereichs werden drei
               Messungen vorgenommen1. Die Zeitdauer für jede Messung beträgt 2 Minuten.
               Es wird das gleiche Messverfahren angewendet wie bei der NOx-Messung im Dreizehn-
               Phasen-Zyklus, und die Durchführung erfolgt gemäß den Absätzen 2.7.3, 2.7.5 und 4.1
               dieser Anlage sowie gemäß Anhang 4 Anlage 4 Absatz 3.
               Die Berechnung wird gemäß Absatz 4 ausgeführt.
    2.7.7.     Erneute Überprüfung der Analysegeräte
               Nach der Emissionsprüfung werden ein Nullgas und dasselbe Kalibriergas zur erneuten
               Überprüfung verwendet. Für die Gültigkeit der Prüfung muss die Differenz zwischen
               den vor der Prüfung und nach der Prüfung ermittelten Ergebnissen unter 2 % des
               Kalibriergaswertes betragen.
    1/     Die Auswahl der Prüfpunkte erfolgt nach zugelassenen statistischen
    Zufälligkeitsverfahren.
 ---pagebreak--- L 375/88 DE Amtsblatt der Europäischen Union 27.12.2006 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/89
    3.     DURCHFÜHRUNG DER ELR-PRÜFUNG
    3.1.   Anbringung der Messgeräte
           Der Trübungsmesser und gegebenenfalls die Probenahmesonden sind gemäß den
           allgemeinen Anbringungsvorschriften des Geräteherstellers nach dem Auspufftopf
           oder, sofern vorhanden, der Nachbehandlungseinrichtung anzubringen. Darüber
           hinaus sind gegebenenfalls die Anforderungen von Abschnitt 10 der Norm
           ISO/DIS 11614 einzuhalten.
           Vor der Durchführung der Nullpunkt- und Skalenendwertkontrolle ist der
           Trübungsmesser entsprechend den Empfehlungen des Geräteherstellers anzuwärmen
           und zu stabilisieren. Falls der Trübungsmesser mit einem Spülluftsystem ausgestattet
           ist, um die optischen Bauelemente des Geräts von Ruß freizuhalten, so ist dieses
           System ebenfalls entsprechend den Herstellerempfehlungen in Betrieb zu setzen und
           einzustellen.
    3.2.   Überprüfung des Trübungsmessers
           Die Nullpunkt- und Skalenendwertkontrolle ist im Ablesemodus des Trübungsmessers
           durchzuführen, da die Skala des Trübungsmessers zwei genau definierbare
           Kalibrierpunkte, die 0 %ige Trübung und die 100 %ige Trübung, aufweist. Wenn das
           Messgerät wieder auf den k-Ablesemodus zum Prüfen eingestellt ist, wird der
           Lichtabsorptionskoeffizient auf der Grundlage der gemessenen Trübung und der vom
           Hersteller des Trübungsmessers angegebenen LA korrekt errechnet.
           Ohne Blockierung des Trübungsmesserlichtstrahls ist die Trübungsanzeige auf 0,0 % ±
           1,0 % einzustellen. Bei Blockierung des Lichtweges bis zum Empfänger ist die
           Anzeige auf 100,0 % ± 1,0 % einzustellen.
    3.3.   Prüfzyklus
    3.3.1. Konditionierung des Motors
           Der Motor und das System sind mit Höchstleistung warmzufahren, um die
           Motorkennwerte entsprechend den Empfehlungen des Herstellers zu stabilisieren. Mit
           der Vorkonditionierungsphase soll zudem verhindert werden, dass die aktuelle
           Messung durch aus einer früheren Prüfung stammende Ablagerungen in der
           Auspuffanlage beeinflusst wird.
           Wenn der Motor stabilisiert ist, muss der Zyklus innerhalb von 20 s ± 2 s nach der
           Vorkonditionierungsphase begonnen werden. Auf Antrag des Herstellers kann vor
           dem Messzyklus zur zusätzlichen Konditionierung eine Blindprüfung durchgeführt
           werden.
    3.3.2. Prüffolge
 ---pagebreak--- L 375/90        DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
               Die Prüfung besteht aus einer Folge von drei Belastungsschritten bei den drei
               Motordrehzahlen A (Zyklus 1), B (Zyklus 2) und C (Zyklus 3), die gemäß Anhang 4
               Absatz 1.1 bestimmt wurden. Es folgt der Zyklus 4 mit einer Drehzahl, die durch den
               Technischen Dienst ausgewählt wird und innerhalb des Kontrollbereichs und bei einer
               Belastung zwischen 10 % und 100 % liegt1. Während des Betriebs des Prüfmotors auf
               dem Prüfstand ist die nachstehend beschriebene Abfolge einzuhalten (siehe
               Abbildung 3).
                                Abbildung 3: Abfolge einer ELR-Prüfung
                                             speed = Drehzahl
                                                cycle = Zyklus
                                              load = Belastung
                                 selected point = ausgewählter Prüfpunkt
              (a)   Der Motor ist 20 s ± 2 s lang bei einer Motordrehzahl A und einem
                    Teillastverhältnis von 10 % zu betreiben. Die vorgegebene Drehzahl soll auf ±
                    20 min-1 und das angegebene Drehmoment soll auf ± 2 % des maximalen
                    Drehmoments bei der Prüfdrehzahl gehalten werden.
              (b)   Am Ende des vorhergehenden Abschnitts ist die Drehzahlregelstange schnell in
                    die vollständig geöffnete Stellung zu bringen und dort 10 s ± 1 s lang zu halten.
                    Damit die Motordrehzahl während der ersten 3 s um höchstens ± 150 min-1 und
                    während der verbleibenden Zeit des Abschnitts um höchstens ± 20 min-1
                    schwankt, ist die erforderliche Prüfstandlast anzulegen.
              (c)   Die unter a) und b) beschriebene Folge ist zweimal zu wiederholen.
   1/     Die Auswahl der Prüfpunkte erfolgt nach zugelassenen statistischen
        Zufälligkeitsverfahren.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/91
           (d)   Bei Beendigung des dritten Belastungsschritts ist der Motor innerhalb von 20 s ±
                 2 s auf die Motordrehzahl B und ein Teillastverhältnis von 10 % einzustellen.
           (e)   Die Folge a) bis c) ist mit dem bei der Motordrehzahl B laufenden Motor
                 durchzuführen.
           (f)   Bei Beendigung des dritten Belastungsschritts ist der Motor innerhalb von 20 s ±
                 2 s auf die Motordrehzahl C und ein Teillastverhältnis von 10 % einzustellen.
           (g)   Die Folge a) bis c) ist mit dem bei der Motordrehzahl C laufenden Motor
                 durchzuführen.
           (h)   Bei Beendigung des dritten Belastungsschritts ist der Motor innerhalb von 20 s ±
                 2 s auf eine ausgewählte Motordrehzahl und ein beliebiges Teillastverhältnis über
                 10 % einzustellen.
           (i)   Die Folge a) bis c) ist mit dem bei der ausgewählten Motordrehzahl laufenden
                 Motor durchzuführen.
    3.4.    Zyklusvalidierung
            Die relative Standardabweichung der mittleren Rauchwerte bei der jeweiligen
            Prüfdrehzahl (A, B, C) muss unter 15 % des Mittelwertes (entsprechend der
            Berechnung von SVA, SVB und SVC gemäß Absatz 6.3.3 aus den drei aufeinander
            folgenden Belastungsschritten bei jeder Prüfdrehzahl) oder, sofern dieser größer ist,
            unter 10 % des Grenzwertes von Tabelle 1 der Regelung liegen. Fällt die Differenz
            größer aus, ist die Folge zu wiederholen, bis die Validierungskriterien in drei
            aufeinander folgenden Belastungsschritten erfüllt werden.
    3.5.    Erneute Überprüfung des Trübungsmessers
            Der Wert der Nullpunktdrift des Trübungsmessers nach der Prüfung darf höchstens ±
            5,0 % von dem Grenzwert in Tabelle 1 der Regelung abweichen.
    4.      BERECHNUNG DER GASFÖRMIGEN EMISSIONEN
    4.1.    Auswertung der Messwerte
            Zur Bewertung der Emissionen gasförmiger Schadstoffe ist der Mittelwert aus den
            Aufzeichnungen der letzten 30 Sekunden jeder Prüfphase zu bilden. Aus den
            Mittelwerten der Aufzeichnungen und den entsprechenden Kalibrierdaten sind die
            mittleren Konzentrationen (conc) von HC, CO und NOx während jeder Prüfphase zu
            bestimmen. Es kann eine andere Art der Aufzeichnung angewandt werden, wenn diese
            eine gleichwertige Datenerfassung gewährleistet.
 ---pagebreak--- L 375/92  DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                               27.12.2006
         Bei der Prüfung auf NOx innerhalb des Kontrollbereichs gelten die vorstehenden
         Anforderungen nur für NOx.
         Der Abgasdurchsatz GEXHW oder wahlweise der verdünnte Abgasdurchsatz GTOTW sind
         gemäß Anhang 4 Anlage 4 Absatz 2.3 zu berechnen.
   4.2.  Umrechnung vom trockenen in den feuchten Bezugszustand
         Falls die Messung nicht schon für den feuchten Bezugszustand vorgenommen wurde,
         ist die gemessene Konzentration nach folgenden Formeln in einen Wert für den
         feuchten Bezugszustand umzurechnen.
                                  conc feucht = Kw × conc trocken
         Für das Rohabgas:
                                              ⎛              GFUEL ⎞⎟
                                     K W,r  = ⎜1 −   FFH   ∗           − K W2
                                              ⎜
                                              ⎝              G AIRD ⎟⎠
         und
                                                          1,969
                                             FFH =
                                                    ⎛ GFUEL         ⎞
                                                    ⎜⎜1 +           ⎟⎟
                                                     ⎝ G AIRW        ⎠
         Für das verdünnte Abgas:
                                     ⎛ HTCRAT ∗ CO %( feucht ) ⎞
                        KW e = ⎜1 −                           2
                                                                              ⎟ − KW
                                     ⎝                    200                 ⎠
                           , ,1                                                      1
         oder
                                        ⎛                                         ⎞
                                        ⎜                (1 − KW                  ⎟
                          KW e = ⎜                                                ⎟
                                                                  1)
                                        ⎜ 1 + HTCRAT ∗ CO %(trocken) ⎟
                                , ,2
                                        ⎜                                         ⎟
                                                                  2
                                        ⎝                     200                 ⎠
                                                                             Für die Ansaugluft
              Für die Verdünnungsluft:                                      (wenn anders als die
                                                                             Verdünnungsluft):
                   KW,d = 1 – KW1                                              KW,a = 1- KW2
                        1,608 ∗ H d                                                  1,608 ∗ H a
             KW1 =                                                      KW2 =
                    1000 + (1,608 ∗ H d )                                       1000 + (1,608 ∗ H a )
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/93
                           6,220 ∗ Rd ∗ pd                                    6,220 ∗ Ra ∗ pa
                 Hd =                                                   Ha =
                         p B − pd ∗ Rd ∗10 −2                                pB − pa ∗ Ra ∗10 − 2
            Hierbei bedeuten:
                  Ha, Hd        = g Wasser je kg trockener Luft
                  Rd, Ra        = relative Feuchtigkeit der Verdünnungs-/Ansaugluft, %
                  pd, pa        = Sättigungsdampfdruck der Verdünnungs-/Ansaugluft, kPa
                  pB            = barometrischer Gesamtdruck, kPa
    4.3.    Korrektur der NOx-Konzentration unter Berücksichtigung von Temperatur und
            Feuchtigkeit
            Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängt, ist die NOx-
            Konzentration unter Berücksichtigung von Temperatur und Feuchtigkeit der
            Umgebungsluft mit Hilfe der in der folgenden Formel angegebenen Faktoren zu
            korrigieren:
                                                            1
                               KH D =
                                        1 + A ∗ ( H a − 10,71) + B ∗ (Ta − 298)
                                   ,
            Hierbei bedeuten:
             A =       0,309 GFUEL/GAIRD -0,0266
             B =       -0,209 GFUEL/GAIRD +0,00954
             Ta =      Temperatur der Ansaugluft, K
             Ha =      Feuchtigkeit der Ansaugluft, g Wasser je kg trockener Luft:
                                                   6, 220 ∗ Ra ∗ p a
                                         Ha =
                                                 p B − p a ∗ Ra ∗ 10 − 2
               Ra = relative Feuchtigkeit der Ansaugluft, %
               ρa= Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft, kPa
               ρB = barometrischer Gesamtdruck, kPa
    4.4.    Berechnung der Emissionsmassendurchsätze
            Ausgehend von einer Abgasdichte von 1,293 kg/m3 bei 273 K (0 °C) und 101,3 kPa
            sind die Massendurchsätze der Emissionen (g/h) für jede Prüfphase wie folgt zu
            berechnen:
           (1)           NOx mass        = 0,001587 * NOx conc * KH,D * GEXHW
 ---pagebreak--- L 375/94      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
            (2)          COmass        = 0,000966 * COconc * GEXHW
            (3)          HCmass        = 0,000479 * HCconc * GEXHW
             wobei NOx conc, COconc, HCconc1die mittleren Konzentrationen (ppm) im Rohabgas
             gemäß Absatz 4.1 bedeuten.
             Falls die gasförmigen Emissionen wahlweise mit einem Vollstromverdünnungssystem
             berechnet werden, sind die folgenden Formeln anzuwenden:
            (1)          NOx mass      = 0,001587 * NOx conc * KH,D * GTOTW
            (2)          COmass        = 0,000966 * COconc * GTOTW
            (3)          HCmass        = 0,000479 * HCconc* GTOTW
             wobei NO x conc, CO conc, HCconc 1/ die mittleren hintergrundkorrigierten
             Konzentrationen (ppm) jeder Phase im verdünnten Abgas gemäß Anhang 4 Anlage 2
             Abschnitt 4.3.1.1 bedeuten.
   4.5.      Berechnung der spezifischen Emissionen
             Die Emissionen (g/kWh) sind für die einzelnen Bestandteile folgendermaßen zu
             berechnen:
                                       NOx =
                                                ∑ NOx mass ∗WFi
                                                         ,
                                                  ∑ P(n)i ∗WFi
                                         CO = ∑ mass
                                                    CO      ∗ WFi
                                                  ∑ P(n)i ∗ WFi
                                         HC = ∑ mass
                                                     HC     ∗ WFi
                                                  ∑ i WFi
                                                     P(n)  ∗
             Bei der vorstehenden Berechnung werden die Wichtungsfaktoren (WF) gemäß
             Absatz 2.7.1 verwendet.
   4.6.      Berechnung der Kontrollbereichswerte
             In Bezug auf die drei gemäß Absatz 2.7.6 ausgewählten Prüfpunkte ist die NOx-
             Emission zu messen, gemäß Absatz 4.6.1 zu berechnen und darüber hinaus durch
             Interpolation aus den Phasen des Prüfzyklus, die dem jeweiligen Prüfpunkt gemäß
             Absatz 4.6.2 am nächsten liegen, zu bestimmen. Anschließend werden die
             gemessenen Werte mit den interpolierten Werten gemäß Absatz 4.6.3 verglichen.
   1/    Bezogen auf das C1-Äquivalent.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/95
    4.6.1. Berechnung der spezifischen Emissionen
           Die NOx-Emission ist für jeden Prüfpunkt (Z) folgendermaßen zu berechnen:
                          NOx mass,Z =         0,001587 * NOx conc,Z * KH,D * GEXHW
                          NOx,Z       =        NOx mass,Z / P(n)Z
    4.6.2. Bestimmung des Emissionswertes aus dem Prüfzyklus
           Die NOx-Emission ist für jeden Prüfpunkt aus den vier am nächsten beieinander
           liegenden Phasen des Prüfzyklus, die den ausgewählten Prüfpunkt Z einhüllen, zu
           interpolieren (siehe Abbildung 4). Für diese Phasen (R, S, T, U) gelten die folgenden
           Definitionen:
              Drehzahl (R) = Drehzahl (T) = nRT
              Drehzahl (S) = Drehzahl (U) = nSU
              Teillastverhältnis (R) = Teillastverhältnis (S)
              Teillastverhältnis (T) = Teillastverhältnis (U)
           Die NOx-Emission des ausgewählten Prüfpunkts Z ist wie folgt zu berechnen:
                        EZ = ERS + (ETU - ERS) · (MZ - MRS) / (MTU - MRS)
           und:
                           ETU = ET + (EU - ET) · (nZ - nRT) / (nSU - nRT)
                           ERS = ER + (ES - ER) · (nZ - nRT) / (nSU - nRT)
                         MTU = MT + (MU - MT) · (nZ - nRT) / (nSU - nRT)
                         MRS = MR + (MS - MR) · (nZ - nRT) / (nSU - nRT)
           Hierbei bedeuten:
           ER, ES, ET, EU =        spezifische NOx-Emission der gemäß Absatz 4.6.1 berechneten
                                    einhüllenden Phasen
           MR, MS, MT, MU =        Motordrehmoment der einhüllenden Phasen
 ---pagebreak--- L 375/96   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
                          Abbildung 4: Interpolation des NOx-Prüfpunkts
                                      torque = Drehmoment
                                         speed = Drehzahl
   4.6.3. Vergleich der NOx-Emissionswerte
          Die gemessene spezifische NOx-Emission des Prüfpunkts Z (NOx,Z) wird dem
          interpolierten Wert (EZ) wie folgt gegenübergestellt:
                                 NOx,diff = 100 * (NOx,z - Ez) / Ez
   5.     BERECHNUNG DER PARTIKELEMISSIONEN
   5.1.   Auswertung der Messwerte
          Zur Partikelbewertung ist die Gesamtmasse (MSAM,i) der durch die Filter geleiteten
          Proben für jede Prüfphase aufzuzeichnen.
          Die Filter sind wieder in die Wägekammer zu bringen und wenigstens eine, jedoch
          höchstens 80 Stunden lang zu konditionieren und dann zu wägen. Das Bruttogewicht
          der Filter ist aufzuzeichnen und das Taragewicht (siehe Absatz 1 dieser Anlage)
          abzuziehen. Die Partikelmasse Mf ist die Summe der an den Haupt- und Nachfiltern
          abgeschiedenen Partikelmassen.
          Bei Anwendung einer Hintergrundkorrektur sind die Masse (MDIL) der durch die Filter
          geleiteten Verdünnungsluft und die Partikelmasse (Md) aufzuzeichnen. Wurde mehr
          als eine Messung vorgenommen, so ist der Quotient Md/MDIL für jede einzelne
          Messung zu berechnen und das Mittel der Werte zu bestimmen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/97
    5.2.       Teilstrom-Verdünnungssystem
               Die in das Prüfprotokoll aufzunehmenden Ergebnisse der Prüfung der
               Partikelemissionen werden in folgenden Schritten ermittelt. Da das
               Verdünnungsverhältnis auf verschiedene Arten gesteuert werden darf, gelten
               verschiedene Methoden zur Berechnung des äquivalenten Massendurchsatzes GEDFW.
               Alle Berechnungen müssen auf den Mittelwerten der einzelnen Prüfphasen während der
               Probenahmedauer beruhen.
    5.2.1.     Isokinetische Systeme
                                         GEDFW,i = GEXHW,i * qI
                                               GDILW,i + (G EXHW,i ∗ r)
                                        qi =
                                                     (G EXHW,i ∗ r)
               wobei r dem Verhältnis der Querschnittsfläche der isokinetischen Sonde und des
               Auspuffrohrs entspricht:
                                                           Ap
                                                   r =
                                                           Ar
    5.2.2.     Systeme mit Messung der CO2- oder NOx-Konzentration
                                           G EDFW,i = G EXHW,i * qi
                                                 concE,i − conc A,i
                                         qi =
                                                 concD,1 − conc A,1
               Hierbei bedeuten:
               concE = Konzentration des feuchten Tracergases im unverdünnten Abgas
               concD = Konzentration des feuchten Tracergases im verdünnten Abgas
               concA = Konzentration des feuchten Tracergases in der Verdünnungsluft
               Die auf trockener Basis gemessenen Konzentrationen sind gemäß Absatz 4.2 dieser
               Anlage in Feuchtwerte umzuwandeln.
    5.2.3.     Systeme mit CO2-Messung und Kohlenstoffbilanzmethode 1
    1/     Der Wert ist nur gültig für den in der Regelung beschriebenen
    Bezugskraftstoff.
 ---pagebreak--- L 375/98   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
                                                206,5 − GFUEL i
                                   GEDFW i =                        ,
                                                CO          − CO
                                           ,
                                                    2 D ,i       2 A,i
          Hierbei bedeuten:
          CO2D = CO2-Konzentration des verdünnten Abgases
          CO2A = CO2-Konzentration der Verdünnungsluft
          (Konzentrationen in Vol.- %, feucht)
          Diese Gleichung beruht auf der Annahme der Kohlenstoffbilanz (die dem Motor
          zugeführten Kohlenstoffatome werden als CO2 freigesetzt) und wird in nachstehenden
          Schritten ermittelt:
                                      G EDFW,i = G EXHW,i * qi
                                              206,5 ∗ GFUEL i
                                qi =                           ,
                                      GEXW i * (CO
                                             ,        2 D ,i − CO  2  A,i )
          und
   5.2.4. Systeme mit Durchsatzmessung
                                      G EDFW,i = G EXHW,i * qi
                                                   GTOTW,i
                                     qi =
                                             (GTOTW,i − GDILW,i)
   5.3.   Vollstrom-Verdünnungssystem
          Die in das Prüfprotokoll aufzunehmenden Ergebnisse der Prüfung der
          Partikelemissionen werden in folgenden Schritten ermittelt. Alle Berechnungen
          müssen auf den Mittelwerten der einzelnen Prüfphasen während der Probenahmedauer
          beruhen.
                                      GEDFW,i = GTOTW,i
   5.4.   Berechnung des Partikelmassendurchsatzes
          Der Partikelmassendurchsatz ist wie folgt zu berechnen:
                                                   Mf G EDFW
                                     PTmass =              ∗
                                                 M SAM 1000
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                                 L 375/99
           Hierbei gilt:
                                                i= n
                                    G EDFW =    ∑ G EDFW,i
                                                i=1
                                                                * WFi
                                                     i= n
                                         M SAM =      ∑
                                                      i=1
                                                           M SAM,i
           i=1,...n
           bestimmt über den Prüfzyklus durch Addition der in den einzelnen Prüfphasen während
           der Probenahmedauer gewonnenen Mittelwerte.
           Die Hintergrundkorrektur des Partikelmassendurchsatzes kann wie folgt vorgenommen
           werden:
                           ⎡ M         ⎛ Md        ⎛ i= n ⎛        1 ⎞        ⎞⎞⎤ G
                  PTmass = ⎢     f
                                    − ⎜⎜        ∗ ⎜ ∑ ⎜1 −            ⎟ ∗ WF1 ⎟ ⎟⎟ ⎥ ∗ EDFW
                           ⎢⎣ M SAM    ⎝ M DIL ⎝ i = n ⎝          DFi ⎠       ⎠ ⎠ ⎥⎦ 1000
           Wird mehr als eine Messung durchgeführt, so ist Md/MDIL durch den Mittelwert von
           Md/MDIL zu ersetzen.
           DFi = 13,4/(conc CO2 + (conc CO + conc HC)*10-4))                für die einzelnen Phasen
           oder
           DFi = 13,4/concCO2                 für die einzelnen Phasen
    5.5.   Berechnung der spezifischen Emissionen
           Die Partikelemissionen sind folgendermaßen zu berechnen:
                                                       PTmass
                                       PT =
                                                ∑ P(n)i ∗ WFi
    5.6.   Effektiver Wichtungsfaktor
           Der effektive Wichtungsfaktor WFE,i ist für jede Prüfphase folgendermaßen zu
           berechnen:
                                                   M SAM,i ∗ G EDFW
                                      WFE,i =
                                                   M SAM ∗ G EDFW,i
 ---pagebreak--- L 375/100  DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
          Der Wert der effektiven Wichtungsfaktoren darf von den Werten der in Absatz 2.7.1
          aufgeführten Wichtungsfaktoren um höchstens ± 0,003 (± 0,005 für die Leerlaufphase)
          abweichen.
   6.     BERECHNUNG DER RAUCHTRÜBUNGSWERTE
   6.1.   Bessel-Algorithmus
          Der Bessel-Algorithmus ist für die Berechnung des 1-s-Mittelwertes der momentanen,
          gemäß Absatz 6.3.1 umgerechneten Rauchmesswerte zu verwenden. Der Algorithmus
          emuliert ein Tiefpassfilter zweiter Ordnung, und für seine Anwendung bedarf es
          iterativer Berechnungen zur Ermittlung der Koeffizienten. Diese Koeffizienten sind
          eine Funktion der Ansprechzeit des Trübungsmesssystems und der Abtastfrequenz.
          Aus diesem Grund muss Absatz 6.1.1 wiederholt werden, sobald sich die Ansprechzeit
          und/oder die Abtastfrequenz des Systems ändert.
   6.1.1. Berechnung der Filteransprechzeit und der Bessel-Konstanten
          Die erforderliche Bessel-Ansprechzeit (tF) ist eine Funktion der physikalischen und
          elektrischen Ansprechzeit des Trübungsmesssystems gemäß der Beschreibung in
          Anhang 4 Anlage 4 Absatz 5.2.4 und berechnet sich mittels der folgenden Gleichung
                                       tf =      1 − (t2p + t2e)
          Hierbei bedeuten:
          tp     =                 physikalische Ansprechzeit, s
          te     =                 elektrische Ansprechzeit, s
          Die Berechnungen zur Bestimmung der Filter-Grenzfrequenz (fc) basieren auf einem
          Sprung der Eingangsgröße von 0 auf 1 in ≤ 0,01s (siehe Anhang 8). Die Ansprechzeit
          ist definiert als die Zeitspanne zwischen dem Moment, an dem die Bessel-
          Ausgangsgröße 10 % erreicht (t10), und dem Moment, an dem sie 90 % dieser
          Sprungfunktion erreicht (t90). Hierzu ist eine Näherung durch Iteration an fc bis t90 - t10
          ≈ tf durchzuführen. Die erste Iteration an fc erfolgt nach folgender Formel:
                                           fc = π / (10 * tF)
          Die Bessel-Konstanten E und K werden mittels folgender Gleichungen berechnet:
                                                        1
                                  E =
                                         1 + Ω∗       3∗ D + D∗ Ω 2
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                                    K = 2 * E * (D * Ω2 - 1) - 1
           Hierin bedeuten:
           D      =               0,618034
           ∆t     =               1 Abtastfrequenz
           Ω      =               1 / [tan(π * ∆t * fc )]
    6.1.2. Berechnung des Bessel-Algorithmus
           Unter Verwendung der Werte E und K ist der 1-s-Bessel-Mittelwert der Reaktion auf
           eine Sprungeingangsgröße Si folgendermaßen zu berechnen:
           Yi     =               Yi-1 + E * (Si + 2 * Si-1 + Si-2 - 4 * Yi-2) + K * (Yi-1 - Yi-2)
           Hierin bedeuten:
           Si-2 = Si-1 = 0
           Si = 1
           Yi-2 = Yi-1 = 0
           Die Zeiten t10 und t90 sind zu interpolieren. Die zeitliche Differenz zwischen t90 und
           t10 definiert die Ansprechzeit tF für diesen Wert fc. Liegt die Ansprechzeit nicht nahe
           genug an der geforderten Ansprechzeit, ist die Iteration wie folgt so lange fortzusetzen,
           bis die tatsächliche Ansprechzeit weniger als 1 % von der geforderten Antwort
           abweicht:
                                       (t90 − t10 ) − t F ≤ 0,01 ∗ t F
    6.2    Auswertung der Messwerte
           Die Rauchmesswerte sind mit einer Mindestfrequenz von 20 Hz abzutasten.
    6.3    Rauchmessung
    6.3.1  Umrechnung der Messwerte
           Da die Hauptmessgröße aller Trübungsmesser die Durchlässigkeit ist, sind die
           Rauchwerte vom Transmissionsgrad τ wie folgt in den Lichtabsorptionskoeffizienten k
           umzurechnen:
                                                1                N ⎞
                                      k  = −        ∗  ln⎛⎜1 −        ⎟
                                               LA         ⎝    100 ⎠
           und                                 N = 100 - τ
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          Hierbei bedeuten:
          k     =                Lichtabsorptionskoeffizient, m-1
          LA    =                effektive optische Weglänge nach Angaben des
                                 Instrumentenherstellers, m
          N     =                Trübung, %:
          τ     =                Transmissionsgrad, %
          Die Konversion muss erfolgen, bevor die Messwerte weiter verarbeitet werden können.
   6.3.2  Berechnung des gemittelten Bessel-Rauchwertes
          Die erforderliche Filteransprechzeit tf wird durch die eigentliche Grenzfrequenz fc
          erzeugt. Sobald diese Frequenz mit Hilfe des Iterationsprozesses von Absatz 6.1.1
          bestimmt worden ist, sind die eigentlichen Bessel-Algorithmuskonstanten E und K zu
          berechnen. Anschließend ist der Bessel-Algorithmus gemäß der Beschreibung in
          Absatz 6.1.2 auf die Momentrauchkurve (k-Wert) anzuwenden:
          Yi    = Yi-1 + E * (Si + 2 * Si-1 + Si-2 - 4 * Yi-2) + K * (Yi-1 - Yi-2)
          Der Bessel-Algorithmus ist seinem Wesen nach rekursiv. Somit sind für den Beginn
          des Algorithmus einige Anfangseingangswerte Si-1 und Si-2 und
          Anfangsausgangswerte Yi-1 und Yi-2 notwendig. Diese können mit 0 angenommen
          werden.
          Für jede Laststufe der drei Drehzahlen A, B und C ist aus den einzelnen Yi-Werten der
          jeweiligen Rauchkurve der 1-s-Höchstwert Ymax auszuwählen.
   6.3.3  Endergebnis
          Die mittleren Rauchwerte (SV) aus jedem Zyklus (Prüfdrehzahl) sind folgendermaßen
          zu berechnen:
          Bei Prüfdrehzahl A: SVA            = (Ymax1,A + Ymax2,A + Ymax3,A) / 3
          Bei Prüfdrehzahl B: SVB            = (Ymax1,B + Ymax2,B + Ymax3,B) / 3
          Bei Prüfdrehzahl C: SVC            = (Ymax1,C + Y max2,C + Ymax3,C) / 3
          Hierin bedeuten:
          Ymax1, Ymax2, Ymax3 = höchster gemittelter 1-s-Bessel-Rauchwert bei jeder der drei
                                 Laststufen
          Der Endwert berechnet sich wie folgt:
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           SV = (0,43 * SVA) + (0,56 * SVB) + (0,01 * SVC)
                                        __________
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                                         Anhang 4 Anlage 2
                                        ETC-PRÜFZYKLUS
   1.     MOTORABBILDUNGSVERFAHREN
   1.1.   Bestimmung des Abbildungsdrehzahlbereichs
          Zur Einrichtung des ETC in der Prüfzelle muss der Motor vor dem Prüfzyklus
          abgebildet werden, um die Drehzahl-Drehmoment-Kurve zu bestimmen. Die niedrigste
          und die höchste Abbildungsdrehzahl ist wie folgt definiert:
          Niedrigste Abbildungsdrehzahl =               Leerlaufdrehzahl
          Höchste Abbildungsdrehzahl = nhi * 1,02                oder, sofern niedriger, die Drehzahl, bei
                                                              der das Volllastdrehmoment auf Null sinkt
   1.2.   Erstellen der Motorleistungsabbildung
          Der Motor ist bei Höchstleistung warmzufahren, um die Motorkenndaten entsprechend
          den Herstellerempfehlungen und der guten Ingenieurpraxis zu stabilisieren. Wenn der
          Motor stabilisiert ist, wird die Motorleistungsabbildung wie folgt erstellt:
          Der Motor wird entlastet und bei Leerlaufdrehzahl betrieben.
          Der Motor ist bei Volllast/vollständig geöffneter Drosselklappe mit niedrigster
          Abbildungsdrehzahl zu betreiben.
          Die Motordrehzahl ist mit einer mittleren Geschwindigkeit von
          8 ± 1 min-1/s von der niedrigsten auf die höchste Abbildungsdrehzahl zu steigern.
          Motordrehzahl- und -drehmomentpunkte sind bei einer Abtastfrequenz von mindestens
          einem Punkt pro Sekunde aufzuzeichnen.
   1.3.   Erzeugung der Abbildungskurve
          Alle gemäß Absatz 1.2 aufgezeichneten Messwertpunkte sind mittels linearer
          Interpolation zwischen den Punkten miteinander zu verbinden. Die resultierende
          Drehmomentkurve ist die Abbildungskurve. Ihre Verwendung erfolgt gemäß der
          Beschreibung in Absatz 2 für die Umrechnung der normierten Drehmomentwerte des
          Motorzyklus in tatsächliche Drehmomentwerte für den Prüfzyklus.
   1.4.   Andere Abbildungsverfahren
          Ist ein Hersteller der Auffassung, dass die oben beschriebenen Abbildungsverfahren für
          einen bestimmten Motor nicht sicher oder repräsentativ sind, können andere
          Abbildungstechniken benutzt werden. Diese anderen Techniken müssen dem Zweck
          der beschriebenen Abbildungsverfahren genügen, der darin besteht, bei allen
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           Motordrehzahlen, die während der Prüfzyklen auftreten, das höchste verfügbare
           Drehmoment zu bestimmen. Abweichungen von den in diesem Absatz beschriebenen
           Abbildungstechniken aufgrund sicherheitstechnischer Belange oder zugunsten einer
           besseren Repräsentativität müssen zusammen mit der entsprechenden Begründung
           durch den Technischen Dienst genehmigt werden. Auf keinen Fall jedoch dürfen
           kontinuierliche absteigende Änderungen der Motordrehzahl für geregelte oder turbo-
           aufgeladene Motoren genutzt werden.
    1.5.   Wiederholungsprüfungen
           Ein Motor muss nicht vor jedem einzelnen Prüfzyklus abgebildet werden. Eine erneute
           Abbildung ist vor einem Prüfzyklus durchzuführen, wenn:
           – ein nach technischem Ermessen unangemessen langer Zeitraum seit der letzten
              Abbildung verstrichen ist,
           oder
           – an dem Motor mechanische Veränderungen oder Nachkalibrierungen vorgenommen
              wurden, die sich möglicherweise auf die Motorleistung auswirken.
    2.     ERSTELLUNG DES BEZUGSPRÜFZYKLUS
           In Anlage 3 dieses Anhangs ist der instationäre Prüfzyklus beschrieben. Zwecks Erhalt
           des Bezugszyklus sind die normierten Werte für Drehmoment und Drehzahl wie
           nachstehend beschrieben in tatsächliche Werte umzuwandeln.
    2.1.   Tatsächliche Drehzahl
           Die Drehzahl ist mittels folgender Gleichung zu entnormieren:
           Tatsächliche Drehzahl = %-Drehzahl (Bezugsdrehzahl – Leerlaufdrehzahl) + Leerlaufdrehzahl
                                                      100
           Die Bezugsdrehzahl (nref) entspricht den im Ablaufplan für den Motorprüfstand (siehe
           Anlage 3) spezifizierten 100-%-Drehzahlwerten. Sie ist folgendermaßen definiert
           (siehe Abbildung 1 dieser Regelung):
                                     nref = nlo + 95 % * (nhi - nlo)
           worin nhi und nlo entweder nach Absatz 2 dieser Regelung spezifiziert sind oder nach
           Anhang 4 Anlage 1 Absatz 1.1 ermittelt werden.
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   2.2.   Tatsächliches Drehmoment
          Das Drehmoment wird auf das maximale Drehmoment bei der jeweiligen Drehzahl
          normiert. Anhand der gemäß Absatz 1.3 bestimmten Abbildungskurve sind die
          Drehmomentwerte des Bezugszyklus wie folgt zu entnormieren:
                                                 % torque ∗ max. torque
                          Actual torque =
                                                              100
                      actual torque = tatsächliches Drehmoment
          für die jeweilige tatsächliche Drehzahl gemäß Absatz 2.1.
          Zur Einrichtung des Bezugszyklus müssen die negativen Drehmomentwerte der
          Motorantriebspunkte („m“, Schubbetrieb) entnormierte Werte annehmen, die nach
          einem der folgenden Verfahren bestimmt werden:
          – negative 40 % des beim zugeordneten Drehzahlpunkt verfügbaren positiven
              Drehmoments;
          – Abbildung des negativen Drehmoments, das erforderlich ist, um die
              Abbildungsdrehzahl des Motors vom niedrigsten zum höchsten Wert zu steigern;
          – Bestimmung des negativen Drehmoments, das erforderlich ist, um den Motor bei der
              Leerlauf- und der Bezugsdrehzahl anzutreiben, und lineare Interpolation zwischen
              diesen beiden Punkten.
   2.3.   Beispiel eines Entnormierungsverfahrens
          Es folgt ein Beispiel, bei dem der folgende Prüfpunkt entnormiert werden soll:
          Drehzahl = 43 %
          Drehmoment = 82 %
          Es gelten folgende Werte:
          Bezugsdrehzahl        = 2200 min-1
          Leerlaufdrehzahl      = 600 min-1
          Daraus folgt
                                               43 ∗ ( 2200 − 600 )
          Tatsächliche Drehzahl      =                             + 600 = 1288 min −1
                                                       100
                                                        82 ∗ 700
          Tatsächliches Drehmoment            =                   = 574 Nm
                                                          100
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           wobei das in der Abbildungskurve beobachtete höchste Drehmoment bei 1288 min- 1
           700 Nm beträgt.
    3.     DURCHFÜHRUNG DER EMISSIONSPRÜFUNG
           Auf Antrag des Herstellers kann vor dem Messzyklus eine Blindprüfung durchgeführt
           werden, um den Motor und die Auspuffanlage zu konditionieren.
           Mit Erdgas (NG) und mit Flüssiggas (LPG) betriebene Motoren sind mit dem ETC-
           Prüfzyklus einzufahren. Der Motor wird für mindestens zwei ETC-Prüfzyklen
           betrieben, bis der bei einem ETC-Prüfzyklus gemessene CO-Ausstoß den im
           vorhergehenden ETC-Prüfzyklus gemessenen CO-Ausstoß um nicht mehr als 10 %
           überschreitet.
    3.1.   Vorbereitung der Probenahmefilter (falls erforderlich)
           Wenigstens eine Stunde vor der Prüfung ist jedes einzelne Filter(paar) in einer
           verschlossenen, aber nicht abgedichteten Petrischale zur Stabilisierung in eine
           Wägekammer zu bringen. Nach der Stabilisierungsphase ist jedes Filter(paar) zu
           wägen und das Taragewicht aufzuzeichnen. Dann ist das Filter(paar) in einer
           verschlossenen Petrischale oder einem abgedichteten Filterhalter bis zur Verwendung
           aufzubewahren. Wird das Filter(paar) nicht binnen acht Stunden nach seiner Entnahme
           aus der Wägekammer verwendet, so muss es vor seiner Verwendung erneut
           konditioniert und gewogen werden.
    3.2.   Anbringung der Messgeräte
           Die Geräte und Probenahmesonden sind wie vorgeschrieben anzubringen. Das
           Abgasrohr ist an das Vollstromverdünnungssystem anzuschließen.
    3.3.   Innbetriebnahme des Verdünnungssystems und des Motors
           Das Verdünnungssystem ist zu starten und der Motor anzulassen, bis alle Temperaturen
           und Drücke bei Höchstleistung entsprechend den Herstellerempfehlungen und der guten
           Ingenieurpraxis stabil sind.
    3.4.   Inbetriebnahme des Partikel-Probenahmesystems (falls erforderlich)
           Das Partikel-Probenahmesystem ist zu starten und im Bypassmodus zu betreiben. Der
           Partikelhintergrund der Verdünnungsluft kann bestimmt werden, indem
           Verdünnungsluft durch die Partikelfilter geleitet wird. Bei Verwendung gefilterter
           Verdünnungsluft kann eine Messung vor oder nach der Prüfung erfolgen. Wird die
           Verdünnungsluft nicht gefiltert, so können Messungen am Beginn und am Ende des
           Zyklus vorgenommen und die Mittelwerte berechnet werden.
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   3.5.   Einstellung des Vollstromverdünnungssystems
          Der gesamte verdünnte Abgasstrom ist so einzustellen, dass im System keine
          Wasserkondensation auftritt und die maximale Filteranströmtemperatur 325 K (52°C)
          oder weniger beträgt (siehe Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.3.1, DT).
   3.6.   Überprüfung der Analysegeräte
          Die Geräte für die Emissionsanalyse sind auf Null zu stellen und der Messbereich ist zu
          kalibrieren. Sofern Probenahmebeutel zum Einsatz kommen, sind diese luftleer zu
          machen.
   3.7.   Motoranlassverfahren
          Der stabilisierte Motor ist entsprechend dem vom Hersteller im Fahrzeughandbuch
          empfohlenen Anlassverfahren mit Hilfe eines serienmäßigen Anlassmotors oder des
          Prüfstands zu starten. Wahlweise kann die Prüfung direkt im Anschluss an die
          Vorkonditionierung des Motors beginnen, wobei der Motor bei Erreichen der
          Leerlaufdrehzahl nicht abgestellt wird.
   3.8.   Prüfzyklus
   3.8.1. Prüffolge
          Die Prüffolge ist zu beginnen, wenn der Motor die Leerlaufdrehzahl erreicht hat. Die
          Prüfung muss entsprechend dem in Absatz 2 dieser Anlage dargestellten Prüfzyklus
          durchgeführt werden. Die Motordrehzahl- und Drehmomentführungssollwerte sind mit
          mindestens 5 Hz (empfohlen 10 Hz) auszugeben. Gemessene Motordrehzahl und -
          drehmoment sind während des Prüfzyklus wenigstens in Sekundenschritten
          aufzuzeichnen, und die Signale können elektronisch gefiltert werden.
   3.8.2. Ansprechverhalten der Analysegeräte
          Bei Anlassen des Motors oder mit Beginn der Prüffolge unmittelbar aus der
          Vorkonditionierung heraus sind gleichzeitig folgende Messungen zu starten:
          – Sammeln oder Analysieren von Verdünnungsluft,
          – Sammeln oder Analysieren von verdünntem Abgas,
          – Messen der Menge von verdünntem Abgas (CVS) sowie der erforderlichen
              Temperaturen und Drücke;
          – Aufzeichnen der Messwerte von Drehzahl und Drehmoment des Motorprüfstands.
          HC und NOx sind im Verdünnungstunnel fortlaufend mit einer Frequenz von 2 Hz zu
          messen. Durch Integrieren der Analysatorsignale über den Prüfzyklus werden die
          mittleren Konzentrationen bestimmt. Die Systemansprechzeit darf nicht höher sein als
          20 s und muss gegebenenfalls mit den CVS-Durchsatzschwankungen und
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/109
           Probenahmezeit-/Prüfzyklusabweichungen abgestimmt werden. Durch Integration oder
           durch Analysieren der über den Zyklus im Probenahmebeutel gesammelten
           Konzentrationen erfolgt die Bestimmung von CO, CO2, NMHC und CH4. Die
           Konzentrationen der gasförmigen Schadstoffe in der Verdünnungsluft werden durch
           Integration oder durch Sammeln im Hintergrundbeutel bestimmt. Alle übrigen Werte
           sind mit mindestens einer Messung je Sekunde (1 Hz) aufzuzeichnen.
    3.8.3. Partikel-Probenahme (falls erforderlich)
           Erfolgt der Beginn des Zyklus mit dem Anlassen des Motors oder dem Beginn der
           Prüffolge unmittelbar aus der Vorkonditionierung heraus, so ist das Partikel-
           Probenahmesystem von Bypass auf Partikelsammlung umzuschalten.
           Gelangt keine Durchflussmengenkompensation zum Einsatz, so ist (sind) die
           Probenahmepumpe(n) so einzustellen, dass der Durchsatz durch die Partikel-
           Probenahmesonde bzw. das Übertragungsrohr auf ± 5 % des eingestellten
           Durchsatzwertes konstant bleibt. Wird eine Durchflussmengenkompensation
           verwendet (d.h. eine Proportionalregelung des Probenstroms), muss bewiesen werden,
           dass das Verhältnis von Haupttunnelstrom zu Partikelprobenstrom um höchstens ± 5 %
           seines Sollwertes schwankt (ausgenommen die ersten zehn Sekunden der Probenahme).
           Hinweis: Bei Doppelverdünnungsbetrieb ist der Probenstrom die Nettodifferenz
                    zwischen dem Probenfilter-Durchsatz und dem Sekundär-
                    Verdünnungsluftdurchsatz.
           Die Mittelwerte von Temperatur und Druck am Einlass des Gasmess- oder
           Durchflussmessgeräts (der Gasmess- oder Durchflussmessgeräte) sind aufzuzeichnen.
           Die Prüfung ist ungültig, wenn es wegen einer hohen Partikel-Filterbeladung nicht
           möglich ist, den eingestellten Durchsatz über den gesamten Zyklus hinweg mit einer
           Toleranz von ± 5 % aufrechtzuerhalten. Die Prüfung ist dann mit einem geringeren
           Durchsatz und/oder einem Filter mit größerem Durchmesser zu wiederholen.
    3.8.4. Abwürgen des Motors
           Wird der Motor zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Prüfzyklus abgewürgt, so
           muss er vorkonditioniert und neu gestartet werden, und die Prüfung ist zu wiederholen.
           Tritt an einem der erforderlichen Messgeräte während des Prüfzyklus eine Fehlfunktion
           auf, ist die Prüfung ungültig.
    3.8.5. Arbeitsgänge im Anschluss an die Prüfung
           Zum Abschluss der Prüfung werden die Messung des Volumens des verdünnten
           Abgases, der Gasstrom in die Sammelbeutel und die Partikel-Probenahmepumpe
           angehalten. Bei einem integrierenden Analysesystem ist die Probenahme fortzusetzen,
           bis die Systemresponszeiten abgelaufen sind.
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          Die Konzentrationen in den gegebenenfalls verwendeten Sammelbeuteln sind so rasch
          wie möglich und spätestens 20 Minuten nach Beendigung des Prüfzyklus zu analysieren.
          Nach der Emissionsprüfung sind die Analysatoren mit Hilfe eines Nullgases und
          desselben Kalibriergases neu zu überprüfen. Für die Gültigkeit der Prüfung muss die
          Differenz zwischen den Ergebnissen vor und nach der Prüfung weniger als 2 % des
          Kalibriergaswertes betragen.
          Nur im Falle von Dieselmotoren sind die Partikelfilter bis spätestens eine Stunde nach
          Prüfungsabschluss wieder in die Wägekammer zu bringen und vor dem Wägen in einer
          verschlossenen, aber nicht abgedichteten Petrischale wenigstens eine, jedoch nicht mehr
          als 80 Stunden lang zu konditionieren.
   3.9.   Überprüfung des Prüfungsdurchlaufs
   3.9.1. Datenverschiebung
          Zur Verringerung der Verzerrungswirkung der Zeitverzögerung zwischen den
          Messwerten und den Bezugszykluswerten kann die gesamte Motordrehzahl- und
          Drehmomentmesssignalfolge zeitlich nach vorn oder hinten (bezogen auf die
          Bezugsdrehzahl und -drehmomentfolge) verschoben werden. Bei einer Verschiebung
          der Messsignale müssen Drehzahl und Drehmoment um den gleichen Betrag und in die
          gleiche Richtung verschoben werden.
   3.9.2. Berechnung der Zyklusarbeit
          Die tatsächliche Zyklusarbeit Wact (kWh) ist unter Verwendung jeweils eines Paares von
          aufgezeichneten Motordrehzahl- und Drehmomentmesswerten zu berechnen. Das
          geschieht im Anschluss an jede Verschiebung von Messdaten, sofern diese Option
          gewählt wurde. Die tatsächliche Zyklusarbeit Wact wird für den Vergleich mit der
          Bezugszyklusarbeit Wref und zum Berechnen der bremsspezifischen Emissionen (siehe
          Absätze 4.4 und 5.2) verwendet. Die gleiche Methodik ist beim Integrieren sowohl der
          Bezugsmotorleistung als auch der tatsächlichen Motorleistung anzuwenden. Sind
          zwischen benachbarten Bezugswerten oder benachbarten Messwerten Werte zu
          bestimmen, gelangt die lineare Interpolation zur Anwendung.
          Bei der Integration der Bezugszyklusarbeit und der tatsächlichen Zyklusarbeit sind alle
          negativen Drehmomentwerte auf Null zu setzen und einzubeziehen. Findet die
          Integration bei einer Frequenz von unter 5 Hz statt und verändert sich das Vorzeichen
          des Drehmomentwertes in einem gegebenen Zeitabschnitt von plus zu minus oder von
          minus zu plus, so ist der negative Anteil zu berechnen und gleich Null zu setzen. Der
          positive Anteil ist in den integrierten Wert einzuschließen.
          Wact muss zwischen –15 % und +5 % von Wref liegen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/111
    3.9.3. Validierungsstatistik für den Prüfzyklus
           Für Drehzahl, Drehmoment und Leistung sind lineare Regressionen von Messwerten auf
           die Bezugswerte auszuführen. Dies erfolgt im Anschluss an jede
           Messdatenverschiebung, sofern diese Option gewählt wurde. Es ist die
           Fehlerquadratmethode anzuwenden, wobei eine Gleichung der folgenden Form für die
           beste Anpassung verwendet wird:
                                              y = mx + b
           Hierbei bedeuten:
           y = (tatsächlicher) Messwert von Drehzahl (min-1), Drehmoment (Nm) oder Leistung
                 (kW)
           m = Steigung der Regressionsgeraden
           x = Bezugswert von Drehzahl (min-1), Drehmoment (Nm) oder Leistung (kW)
           b = y-Achsabschnitt der Regressionsgeraden
           Die Standardabweichung vom Schätzwert (SE) von y eingetragen über x und der
           Bestimmungskoeffizient (r2) sind für jede einzelne Regressionsgerade zu berechnen.
           Es empfiehlt sich, diese Analyse bei 1 Hz auszuführen. Sämtliche negativen
           Bezugsdrehmomentwerte und die zugeordneten Messwerte sind aus der Berechnung der
           Drehmoment- und Leistungsvalidierungsstatistik für den Zyklus zu entfernen. Für die
           Gültigkeit der Prüfung müssen die Kriterien von Tabelle 6 erfüllt sein.
 ---pagebreak--- L 375/112       DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
             Tabelle 6: Zulässige Abweichung der Regressionsgeraden
                                        Drehzahl               Drehmoment           Leistung
   Standardabweichung vom          max 100 min-1         max. 13 % (15 %) des max. 8 % (15 %)
   Schätzwert (SE) von Y über X                          höchsten             der höchsten
                                                         Motordrehmoments     Motorleistung
                                                         entsprechend         entsprechend
                                                         Leistungsabbildung   Leistungsabbildung
   Steigerung der                  0,95 bis 1,03         0,83 – 1,03          0,89 – 1,03
   Regressionsgeraden m                                                       (0,83 – 1,03)
   Bestimmungskoeffizient r2       min. 0,9700           min. 0,8800          min. 0,9100
                                   (min. 0,9500)         (min. 0,7500)        (min. 0,7500)
   Y-Achsabschnitt der             ± 50 min-1            ± 20 Nm oder ± 2 % ± 4 kW oder ± 2 %
   Regressionsgeraden b                                  (± 20 Nm oder ± 3 %) (± 4 kW oder ±
                                                         des höchsten         3 %) der höchsten
                                                         Drehmoments; es gilt Leistung; es gilt der
                                                         der jeweils größere  jeweils größere
                                                         Wert                 Wert
              Die Werte in Klammern können bis 1. Oktober 2005 für die Typgenehmigungsprüfung
              von Gasmotoren verwendet werden.
              Tabelle 7:   Zulässige Punktstreichungen aus der Regressionsanalyse
                                        Bedingung                                  Zu streichende
                                                                                       Punkte
           Volllast und Drehmomentmesswert ≠ Drehmomentbezugswert               Drehmoment
                                                                                und/oder Leistung
           Keine Last, kein Leerlaufpunkt und Drehmomentmesswert >              Drehmoment
           Drehmomentbezugswert                                                 und/oder Leistung
           Keine Last/Drosselklappe geschlossen, Leerlaufpunkt und Drehzahl Drehzahl und/oder
           > als Bezugsleerlaufdrehzahl                                         Leistung
   4.         BERECHNUNG DER GASFÖRMIGEN EMISSIONEN
   4.1.       Bestimmung des Durchsatzes des verdünnten Abgases
              Der Gesamtdurchsatz des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus (kg/Prüfung)
              wird aus den Messwerten über den gesamten Zyklus und den entsprechenden
              Kalibrierdaten des Durchflussmessgerätes errechnet (V0 für PDP oder KV für CFV
              gemäß Anhang 4 Anlage 5 Absatz 2). Wird die Temperatur des verdünnten Abgases
              über den Zyklus mittels eines Wärmeaustauschers konstant gehalten (± 6 K bei PDP-
              CVS, ± 11 K bei CFV-CVS, siehe Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.3), sind die folgenden
              Formeln anzuwenden.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/113
           Für das PDP-CVS System:
           MTOTW = 1,293 * V0 * NP * (pB - p1) * 273 / (101,3 * T)
           Hierin bedeuten:
           MTOTW = Masse des verdünnten Abgases auf feuchter Basis über den gesamten Zyklus,
           kg
           V0 = Volumen je Pumpenumdrehung unter Prüfbedingungen, m³/rev
           NP = Gesamtzahl der Pumpenumdrehungen je Prüfung
           pB = atmosphärischer Druck in der Prüfzelle, kPa
           p1    = Absenkung des Drucks am Pumpeneinlass unter atmosphärischen Druck, kPa
           T     = mittlere Temperatur des verdünnten Abgases am Pumpeneinlass über den
                   Zyklus, K
           Für das CFV-CVS System:
                                MTOTW = 1,293 * t * Kv * pA / T 0,5
           Hierin bedeuten:
           MTOTW =            Masse des verdünnten Abgases auf feuchter Basis über den gesamten
           Zyklus, kg
           t     = Zyklusdauer, s
           KV = Kalibrierkoeffizient des Venturi-Rohres mit kritischer Strömung für
                   Normzustand,
           pA = absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs, kPa
           T     = absolute Temperatur am Eintritt des Venturirohrs, K
           Gelangt ein System mit Durchflussmengenkompensation zum Einsatz (d. h. ohne
           Wärmeaustauscher), so sind die momentanen Massenemissionen zu berechnen und über
           den gesamten Zyklus zu integrieren. In diesem Falle lässt sich die momentane Masse
           des verdünnten Abgases wie folgt berechnen:
           Für das PDP-CVS-System:
                     MTOTW,i = 1,293 * V0 * NP,i * (pB - p1) * 273 / (101,3 ≅ T)
           Hierin bedeuten:
           MTOTW,i = momentane Masse des verdünnten Abgases auf feuchter Basis, kg
           NP,i    = Gesamtzahl der Pumpenumdrehungen je Zeitintervall
           Für das CFV-CVS-System:
           MTOTW,i = 1,293 * ∆ti * KV * pA / T 0,5
 ---pagebreak--- L 375/114  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
          Hierin bedeuten:
          MTOTW,i = momentane Masse des verdünnten Abgases auf feuchter Basis, kg
          ∆ti    = Zeitintervall, s
          Beträgt die Probengesamtmasse der Partikel (MSAM) und gasförmigen Schadstoffe
          mehr als 0,5 % des gesamten CVS-Durchflusses (MTOTW), so ist der CVS-Durchfluss
          hinsichtlich MSAM zu korrigieren oder der Strom der Partikelprobe ist vor der
          Durchflussmesseinrichtung (PDP oder CFV) zum CVS zurückzuführen.
   4.2.   Korrektur der NOx-Konzentration unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit
          Da die NOx-Emission von den Bedingungen der Umgebungsluft abhängig ist, muss die
          NOx-Konzentration unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit der Umgebungsluft mit
          Hilfe der in den folgenden Formeln angegebenen Faktoren korrigiert werden.
          a)  Für Dieselmotoren:
                                                        1
                                  KH D =
                                          1 − 0,0182 ∗ ( H a − 10,71)
                                     ,
          b) Für Gasmotoren:
                                                        1
                                  KH G =
                                          1 − 0,0329 ∗ ( H a − 10,71)
                                     ,
          Hierin bedeuten:
          Ha = Feuchtigkeit der Ansaugluft, Wasser je kg Trockenluft,
          Hierin bedeuten:
                                               6,220 ∗ Ra ∗ pa
                                       Ha =
                                             pB − pa ∗ Ra ∗10 −  2
          Ra = relative Feuchtigkeit der Ansaugluft, %
          pa = Sättigungsdampfdruck der Ansaugluft, kPa
          pB = barometrischer Gesamtdruck, kPa
   4.3.   Berechnung des Emissionsmassendurchsatzes
   4.3.1. Systeme mit konstantem Massendurchsatz
          Bei Systemen mit Wärmeaustauscher ist die Schadstoffmasse (g/Prüfung) anhand der
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              folgenden Gleichungen zu berechnen:
              (1) NOx mass       = 0,001587 · NOx conc · KH,D · MTOTW       (Dieselmotoren)
              (2) NOx mass       = 0,001587 · NOx conc · KH,G · MTOTW       (Gasmotoren)
              (3) CO mass        = 0,000966 · CO conc · MTOTW
              (4) HC mass        = 0,000479 · HC conc · MTOTW               (Dieselmotoren)
              (5) HC mass        = 0,000502 · HC conc · MTOTW               (LPG-Motoren)
              (6) HC mass        = 0,000552 · HC conc · MTOTW               (NG-Motoren)
              (7) NMHC mass = 0,000479 · NMHC conc · MTOTW                  (Dieselmotoren)
              (8) NMHC mass = 0,000502 · NMHC conc · MTOTW                  (LPG-Motoren)
              (9) NMHC mass = 0,000516 * NMHC conc * MTOTW                  (NG-Motoren)
              (10) CH4 mass      = 0,000552 * CH4 conc * MTOTW              (NG-Motoren)
              Hierin bedeuten:
              NOx conc, CO conc, HC conc, 4/ NMHC conc, CH4 conc = mittlere hintergrundkorrigierte
                           Konzentrationen über den gesamten Zyklus aus Integration (für NOx und HC)
                           oder Beutelmessung, ppm
              MTOTW = Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus gemäß
                          Absatz 4.1, kg
              KH,D =      Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Dieselmotoren gemäß Absatz 4.2 auf der
                          Grundlage des für den Zyklus ermittelten Durchschnittswerts             der
                          Ansaugluftfeuchtigkeit
              KH,G =      Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Gasmotoren gemäß Absatz 4.2 auf der
                          Grundlage des für den Zyklus ermittelten Durchschnittswerts             der
                          Ansaugluftfeuchtigkeit
              Auf trockener Basis gemessene Konzentrationen sind gemäß Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.2
               in einen feuchten Bezugszustand umzurechnen.
              Die Bestimmung von NMHCconc und CH4 conc ist abhängig von der verwendeten Methode
    4/     Bezogen auf das C1-Äquivalent.
 ---pagebreak--- L 375/116     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
            (siehe Anhang 4 Anlage 4 Absatz 3.3.4). Beide Konzentrationen sind wie folgt zu
            bestimmen. Zur Bestimmung von NMHCconc ist CH4 von der HC-Konzentration
            abzuziehen:
            a)     GC-Methode
                                    NMHCconc = HCconc - CH4 conc
                                       CH4 conc = wie gemessen
            b)     NMC-Methode
                                    HC(ohne Cutter) ⋅ (1 - CE M ) - HC(mit Cutter)
                     NMHCconc =
                                                        CE E - CE M
                                   HC(mit Cutter) - HC(ohne Cutter) ⋅ (1 - CE    )
                      CH        =                                              E
                                                     CE - CE
                         4,conc
                                                         E        M
            Hierin bedeuten:
            HC(mit Cutter)       =   HC-Konzentration, wobei das Probengas durch den NMC geleitet
                                     wird
            HC(ohne Cutter) =        HC-Konzentration, wobei das Probengas um den NMC herum
                                     geleitet wird
            CEM                  =   Methan-Wirkungsgrad gemäß Anhang 4 Anlage 5 Absatz 1.8.4.1
            CEE                  =   Ethan-Wirkungsgrad gemäß Anhang 4 Anlage 5 Absatz 1.8.4.2
   4.3.1.1. Bestimmung der hintergrundkorrigierten Konzentrationen
            Um die Nettokonzentration der Schadstoffe zu bestimmen, sind die mittleren
            Hintergrundkonzentrationen der gasförmigen Schadstoffe in der Verdünnungsluft von den
            gemessenen      Konzentrationen         abzuziehen.        Die mittleren Werte der
            Hintergrundkonzentrationen können mit Hilfe der Beutel-Methode oder durch laufende
            Messungen mit Integration bestimmt werden. Die nachstehende Formel ist zu verwenden.
                                   conc = conce - concd · (1 - (1/DF))
            Hierin bedeuten:
            conc = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs im verdünnten Abgas, korrigiert um
                      die Menge des in der Verdünnungsluft enthaltenen jeweiligen Schadstoffs, ppm
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/117
           conce = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas, ppm
           concd = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen in der Verdünnungsluft,
           ppm
           DF       = Verdünnungsfaktor
           Der Verdünnungsfaktor errechnet sich wie folgt:
                                                           F
                                 DF =                        S
                                       CO  2,conce
                                                   + (HC conce
                                                               + CO conce
                                                                          ) ⋅10 -4
           Hierin bedeuten:
           CO2,conce = CO2-Konzentration im verdünnten Abgas, Vol.- %
           HCconce    = HC-Konzentration im verdünnten Abgas, ppm C1
           COconce    = CO-Konzentration im verdünnten Abgas, ppm;
                      FS =     stöchiometrischer Faktor
           Auf trockener Basis gemessene Konzentrationen sind gemäß Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.2
           in einen feuchten Bezugszustand umzurechnen.
           Der stöchiometrische Faktor berechnet sich wie folgt:
                                                               x
                                      Fs = 100 ⋅
                                                       y          ⎛     y⎞
                                                   x + + 3,76 ⋅ ⎜ x + ⎟
                                                       2          ⎝     4⎠
           Hierin bedeuten:
           x,y = Kraftstoffzusammensetzung CxHy
           Ist die Kraftstoffzusammensetzung unbekannt, können alternativ folgende stöchiometrische
           Faktoren verwendet werden:
           FS (Diesel)     = 13,4
           FS (LPG)        = 11,6
           FS (NG)         = 9,5
 ---pagebreak--- L 375/118    DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                   27.12.2006
   4.3.2. Systeme mit Durchflussmengenkompensation
          Bei Systemen ohne Wärmeaustauscher ist die Masse der Schadstoffe (g/Prüfung) durch
          Berechnen der momentanen Masseemissionen und Integrieren der momentanen Werte über
          den gesamten Zyklus zu bestimmen. Darüber hinaus ist die Hintergrundkorrektur direkt auf
          den momentanen Konzentrationswert anzuwenden. Hierzu dienen die folgenden Formeln:
          (1) NOx mass =
             n
          ∑     (MTOTW,i × NOxconce,i ×0,001587× KH,D ) − (MTOTW × NOxconcd × (1 − 1/DF)× 0,001587× KH,D )
           i=1
                                                                                                (Dieselmotoren)
          (2) NOx mass =
             n
          ∑     (MTOTW,i × NOxconce,i ×0,001587× KH,G ) − (MTOTW × NOxconcd × (1 − 1/DF)×0,001587× KH,G )
           i=1
                                                                                                (Gasmotoren)
          (3) COmass =
             n
          ∑     (MTOTW,i × COconce,i ×0,000966) − (MTOTW × COconcd × (1 − 1/DF)×0,000966)
           i=1
          (4) HCmass =
             n
          ∑     (MTOTW,i × HCconce,i ×0,000479) − (MTOTW × HCconcd × (1 − 1/DF)× 0,000479)
           i=1
                                                                                                (Dieselmotoren)
          (5) HCmass =
             n
          ∑     (MTOTW,i × HCconce,i × 0,000502) − (MTOTW × HCconcd × (1 − 1/DF)×0,000502)
           i=1
                                                                                                (LPG-Motoren)
          (6) HCmass =
          ∑= (M                         × 0,000552 ) − (M
             n
                   TOTW, i
                           × HC conce,i                      TOTW
                                                                   × HC concd
                                                                              × (1 − 1/DF )× 0,000552 )
           i  1
                                                                                                (NG-Motoren)
          (7) NMHCmass =
          ∑= (M                                × 0,000479 ) − (M
             n
                   TOTW, i
                           × NMHC      conce,i                    TOTW
                                                                       × NMHC      concd
                                                                                         × (1 − 1/DF )× 0,000479 )
           i  1
                                                                                                (Dieselmotoren)
          (8) NMHCmass =
          ∑= (M                                × 0,000502 ) − (M
             n
                   TOTW, i
                           × NMHC      conce,i                    TOTW
                                                                       × NMHC      concd
                                                                                         × (1 − 1/DF )× 0,000502 )
           i  1
                                                                                                (LPG-Motoren)
          (9) NMHCmass =
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                         Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/119
             n
           ∑    (MTOTW,i × NMHCconce,i × 0,000516) − (MTOTW × NMHCconcd × (1 − 1/DF)×0,000516)
            i=1
                                                                                 (NG-Motoren)
           (10) CH4 mass =
             n
           ∑    (MTOTW,i × CH4 conce,i ×0,000552) − (MTOTW × CH4 concd * (1 − 1/DF)×0,000552)
            i=1
                                                                             (NG-Motoren)
           Hierin bedeuten:
           conce        =   Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im verdünnten Abgas,
                            ppm
           concd        =   Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen in der Verdünnungsluft,
                            ppm
           MTOTW,i =        momentane Masse des verdünnten Abgases (siehe Absatz 4.1), kg
           MTOTW        =   Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus (siehe
                            Absatz 4.1), kg
           KH,D         =   Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Dieselmotoren gemäß Absatz 4.2 auf der
                            Grundlage des für den Zyklus ermittelten Durchschnittswerts der
                            Ansaugluftfeuchtigkeit
           KH,G         =   Feuchtigkeitskorrekturfaktor für Gasmotoren gemäß Absatz 4.2 auf der
                            Grundlage des für den Zyklus ermittelten Durchschnittswerts der
                            Ansaugluftfeuchtigkeit
           DF       = Verdünnungsfaktor gemäß Absatz 4.3.1.1
    4.4.   Berechnung der spezifischen Emissionen
           Die Emissionen (g/kWh) sind für die einzelnen Bestandteile gemäß den Absätzen 5.2.1 und
           5.2.2 betreffend die jeweilige Motortechnologie folgendermaßen zu berechnen:
            NO x = NOx mass /Wact            (Diesel- und Gasmotoren)
           CO = CO mass /Wact                (Diesel- und Gasmotoren)
           HC = HC mass /Wact                (Diesel- und Gasmotoren)
            NMHC = NMHC mass /Wact           (Diesel- und Gasmotoren)
           CH 4 = CH 4mass /Wact             (mit NG betriebene Gasmotoren)
           Hierin bedeutet:
 ---pagebreak--- L 375/120  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          Wact    = tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Absatz 3.9.2, kWh
   5.     BERECHNUNG DER PARTIKELEMISSION (FALLS ANWENDBAR)
   5.1.   Berechnung des Massendurchflusses
          Die Partikelmasse (g/Prüfung) berechnet sich wie folgt:
                                                  Mf       M
                                    PTmass =           ∗ TOTW
                                                 MSAM     1000
          Hierin bedeuten:
          Mf    = über den Zyklus abgeschiedene Partikel-Probenahmemasse, mg
          MTOTW = Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus gemäß
                   Absatz 4.1, kg
          MSAM = Masse des aus dem Verdünnungstunnel zum
                   Abscheiden von Partikeln entnommenen verdünnten Abgases, kg
          und
          Mf    = Mf,p + Mf,b, sofern getrennt gewogen, mg
          Mf,p = am Hauptfilter abgeschiedene Partikelmasse, mg
          Mf,b = am Nachfilter abgeschiedene Partikelmasse, mg
          Bei Verwendung eines Doppelverdünnungssystems ist die Masse der
          Sekundärverdünnungsluft von der Gesamtmasse des zweifach verdünnten Abgases, das
          zur Probenahme durch die Partikelfilter geleitet wurde, abzuziehen.
                                      MSAM = MTOT - MSEC
          Hierin bedeuten:
          MTOT = Masse des durch Partikelfilter geleiteten doppelt verdünnten Abgases, kg
          MSEC = Masse der Sekundärverdünnungsluft, kg
          Erfolgt die Bestimmung des Partikelhintergrunds der Verdünnungsluft nach Absatz 3.4,
          kann die Partikelmasse hintergrundkorrigiert werden. In diesem Falle ist die
          Partikelmasse (g/Prüfung) folgendermaßen zu berechnen:
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/121
                                  ⎡ M        ⎛ M         ⎛       1 ⎞ ⎞⎤      MTOTW
                        PTmass = ⎢ f − ⎜⎜ d ∗ ⎜ 1 −                 ⎟ ⎟⎟ ⎥ ∗
                                  ⎣ MSAM     ⎝ MDIL ⎝           DF ⎠ ⎠ ⎦ 1000
           Hierin bedeuten:
           Mf, MSAM, MTOTW      =     siehe oben
           MDIL                 =     Masse der Primärverdünnungsluft,
                                      Probenahme mittels Probenentnehmer für Hintergrundpartikel,
           kg
           Md                   =     abgeschiedene Hintergrundpartikelmasse der
                                      Primärverdünnungsluft, mg
           DF                   =     Verdünnungsfaktor gemäß Absatz 4.3.1.1
    5.2.   Berechnung der spezifischen Emission
           Die Partikelemission (g/kWh) ist folgendermaßen zu berechnen:
                                         PT = PTmass / Wact
           Hierin bedeutet:
           Wact = tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Absatz 3.9.2, kWh.
                                             ___________
 ---pagebreak--- L 375/122      DE                Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
                                     Anhang 4 Anlage 3
                ETC-ABLAUFPLAN FÜR DEN MOTORLEISTUNGSPRÜFSTAND
          Zeit     Norm-   Norm-          Zeit      Norm-         Norm- Zeit  Norm-    Norm-
                  drehzahl  dreh-                  drehzahl       dreh-      drehzahl   dreh-
                           moment                                moment                moment
           s         %       %               s         %            %    s      %         %
           1          0       0             52          0            0  103      0         0
           2          0       0             53          0            0  104      0         0
           3          0       0             54          0            0  105      0         0
           4          0       0             55          0            0  106      0         0
           5          0       0             56          0            0  107      0         0
           6          0       0             57          0            0  108    11,6      14,8
           7          0       0             58          0            0  109      0         0
           8          0       0             59          0            0  110    27,2      74,8
           9          0       0             60          0            0  111     17       76,9
          10          0       0             61          0            0  112     36        78
          11          0       0             62        25,5         11,1 113    59,7       86
          12          0       0             63        28,5         20,9 114    80,8      17,9
          13          0       0             64         32          73,9 115    49,7        0
          14          0       0             65          4          82,3 116    65,6       86
          15          0       0             66        34,5         80,4 117    78,6      72,2
          16         0,1     1,5            67        64,1          86  118    64,9        m
          17        23,1    21,5            68         58            0  119    44,3        m
          18        12,6    28,5            69        50,3         83,4 120    51,4      83,4
          19        21,8     71             70        66,4         99,1 121    58,1       97
          20        19,7    76,8            71        81,4         99,6 122    69,3      99,3
          21        54,6    80,9            72        88,7         73,4 123     72       20,8
          22        71,3     4,9            73        52,5           0  124    72,1        m
          23        55,9    18,1            74        46,4         58,5 125    65,3        m
          24         72     85,4            75        48,6         90,9 126     64         m
          25        86,7    61,8            76        55,2         99,4 127    59,7        m
          26        51,7      0             77        62,3          99  128    52,8        m
          27        53,4    48,9            78        68,4         91,5 129    45,9        m
          28        34,2    87,6            79        74,5         73,7 130    38,7        m
          29        45,5    92,7            80         38            0  131    32,4        m
          30        54,6    99,5            81        41,8         89,6 132     27         m
          31        64,5    96,8            82        47,1         99,2 133    21,7        m
          32        71,7    85,4            83        52,5         99,8 134    19,1       0,4
          33        79,4    54,8            84        56,9         80,8 135    34,7       14
          34        89,7    99,4            85        58,3         11,8 136    16,4      48,6
          35        57 4      0             86        56 2          m   137      0       11 2
          36        59,7    30,6            87         52           m   138     1,2       2,1
          37        90,1      m             88        43,3          m   139    30,1      19,3
          38        82,9      m             89        36,1          m   140     30       73,9
          39        51,3      m             90        27,6          m   141    54,4      74,4
          40        28,5      m             91        21,1          m   142    77,2      55,6
          41        29,3      m             92          8            0  143    58,1        0
          42        26,7      m             93          0            0  144     45       82,1
          43        20,4      m             94          0            0  145    68,7      98,1
          44        14,1      0             95          0            0  146    85,7      67,2
          45         6,5      0             96          0            0  147    60,2        0
          46          0       0             97          0            0  148    59,4       98
          47          0       0             98          0            0  149    72,7      99,6
          48          0       0             99          0            0  150    79,9       45
          49          0       0            100          0            0  151    44,3        0
          50          0       0            101          0            0  152    41,5      84,4
          51          0       0            102          0            0  153    56,2      98,2
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/123
           Zeit    Norm-   Norm-    Zeit      Norm-       Norm-    Zeit  Norm-   Norm-
                  drehzahl  dreh-            drehzahl      dreh-        drehzahl  dreh-
                           moment                        moment                  moment
            s        %       %        s          %           %      s      %       %
           154      65,7    99,1    205          0           0     256    51,7     17
           155      74,4    84,7    206          0           0     257    56,2    78,7
           156      54,4      0     207          0           0     258    59,5    94,7
           157      47,9    89,7    208          0           0     259    65,5    99,1
           158      54,5    99,5    209          0           0     260    71,2    99,5
           159      62,7    96,8    210          0           0     261    76,6    99,9
           160      62,3      0     211          0           0     262     79       0
           161      46,2    54,2    212          0           0     263    52,9    97,5
           162      44,3    83,2    213          0           0     264    53,1    99,7
           163      48,2    13,3    214          0           0     265     59     99,1
           164       51       m     215          0           0     266    62,2     99
           165       50       m     216          0           0     267     65     99,1
           166      49,2      m     217          0           0     268     69     83,1
           167      49,3      m     218          0           0     269    69,9    28,4
           168      49,9      m     219          0           0     270    70,6    12,5
           169      51,6      m     220          0           0     271    68,9     8,4
           170      49,7      m     221          0           0     272    69,8     9,1
           171      48,5      m     222          0           0     273    69,6      7
           172      50,3    72,5    223          0           0     274    65,7      m
           173      51,1    84,5    224          0           0     275    67,1      m
           174      54,6    64,8    225        21,2        62,7    276    66,7      m
           175      56,6    76,5    226        30,8        75,1    277    65,6      m
           176       58       m     227         5,9        82,7    278    64,5      m
           177      53,6      m     228        34,6        80,3    279    62,9      m
           178      40,8      m     229        59,9         87     280    59,3      m
           179      32,9      m     230        84,3        86,2    281    54,1      m
           180      26,3      m     231        68,7          m     282    51,3      m
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 ---pagebreak--- L 375/124 DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
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 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                      L 375/125
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 ---pagebreak--- L 375/126 DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
          Zeit  Norm-   Norm-        Zeit      Norm-        Norm-  Zeit  Norm-    Norm-
               drehzahl  dreh-                drehzahl       dreh-      drehzahl   dreh-
                        moment                             moment                 moment
           s      %       %            s         %             %    s      %         %
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 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE               Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/127
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 ---pagebreak--- L 375/128 DE                  Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
          Zeit  Norm-   Norm-         Zeit      Norm-        Norm-  Zeit  Norm-    Norm-
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 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/129
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 ---pagebreak--- L 375/130  DE                Amtsblatt der Europäischen Union                    27.12.2006
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 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE                 Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/131
           Zeit  Norm-   Norm-        Zeit      Norm-        Norm-   Zeit  Norm-   Norm-
                drehzahl  dreh-                drehzahl        dreh-      drehzahl  dreh-
                         moment                              moment                moment
             s     %       %             s         %            %      s     %        %
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 ---pagebreak--- L 375/132  DE                Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
          Zeit  Norm-   Norm-        Zeit      Norm-        Norm-  Zeit  Norm-   Norm-
               drehzahl  dreh-                drehzahl       dreh-      drehzahl  dreh-
                        moment                             moment                moment
            s     %       %            s         %             %     s     %       %
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 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                       L 375/133
            Zeit   Norm-      Norm-        Zeit      Norm-        Norm-   Zeit  Norm-   Norm-
                  drehzahl    dreh-                 drehzahl        dreh-      drehzahl  dreh-
                            moment                                moment                moment
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            1703    59,9        8,5        1754       58,4           38
            1704    59,4         6         1755       58,1          15,4
            1705    59,5        5,5        1756       58,8          11,8
            1706    59,5       14,2        1757       58,3           8,1
            1707    59,5        6,2        1758       58,3           5,5
            1708    59,4       10,3        1759        59            4,1
            1709    59,6       13,8        1760       58,2           4,9
            1710    59,5       13,9        1761       57,9          10,1
            1711    60,1       18,9        1762       58,5           7,5
            1712    59,4       13,1        1763       57,4            7
            1713    59,8        5,4        1764       58,2           6,7
            1714    59,9        2,9        1765       58,2           6,6
            1715    60,1        7,1        1766       57,3          17,3
            1716    59,6        12         1767        58           11,4
            1717    59,6        4,9        1768       57,5          47,4
            1718    59,4       22,7        1769       57,4          28,8
            1719    59,6        22         1770       58,8          24,3
            1720    60,1       17,4        1771       57,7          25,5
            1721    60,2       16,6        1772       58,4          35,5
            1722    59,4       28,6        1773       58,4          29,3
            1723    60,3       22,4        1774        59           33,8
            1724    59,9        20         1775        59           18,7
            1725    60,2       18,6        1776       58,8           9,8
            1726    60,3       11,9        1777       58,8          23,9
            1727    60,4       11,6        1778       59,1          48,2
            1728    60,6       10,6        1779       59,4          37,2
            1729    60,8        16         1780       59,6          29,1
            1730    60,9        17         1781        50            25
            1731    60,9       16,1        1782        40            20
            1732    60,7       11,4        1783        30            15
            1733    60,9       11,3        1784        20            10
            1734    61,1       11,2        1785        10             5
           „m“ = Motorantrieb
 ---pagebreak--- L 375/134            DE                Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
   Abbildung 5 zeigt eine grafische Darstellung des ETC-Ablaufplans für den Leistungsprüfstand.
          ]%
           [    ]%
           eu    {
            qr   de
             oT   ep
                   S
                        Abbildung 5: ETC-Ablaufplan für den Leistungsprüfstand
                                         torque = Drehmoment
                                            speed = Drehzahl
                                                time = Zeit
                                     urban streets = Stadtstraßen
                                     rural streets = Landstraßen
                                      motorways = Autobahnen
                                               __________
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/135
                                       Anhang 4 Anlage 4
                          MESS- UND PROBENAHMEVERFAHREN
    1.     EINLEITUNG
           Die gasförmigen Schadstoffe, Partikelbestandteile sowie der Rauch, die von dem zur
           Prüfung vorgeführten Motor emittiert werden, sind mit den in Anhang 4 Anlage 6
           beschriebenen Methoden zu messen. Die Beschreibung dieser Methoden in Anhang 4
           Anlage 6 umfasst auch eine Darstellung der empfohlenen Analysesysteme für die
           gasförmigen Emissionen (Absatz 1) und der empfohlenen Partikelverdünnungs- und -
           probenahmesysteme (Absatz 2) sowie der empfohlenen Trübungsmesser für die
           Rauchgasmessung (Absatz 3).
           Beim ESC sind die gasförmigen Bestandteile im unverdünnten Abgas zu bestimmen.
           Wahlweise können sie im verdünnten Abgas bestimmt werden, wenn ein
           Vollstromverdünnungssystem für die Partikelbestimmung verwendet wird. Die Partikel
           sind entweder mit einem Teilstrom- oder mit einem Vollstromverdünnungssystem zu
           bestimmen.
           Beim ETC darf für die Bestimmung der gasförmigen Bestandteile und der Partikel nur
           ein Vollstromverdünnungssystem verwendet werden, das als Bezugssystem gilt. Der
           Technische Dienst kann jedoch ein Teilstromverdünnungssystem genehmigen, wenn
           dessen Gleichwertigkeit nach Absatz 6.2 dieser Regelung nachgewiesen wurde und
           wenn dem Technischen Dienst eine ausführliche Beschreibung der Verfahren für die
           Auswertung der Daten und die Berechnung vorgelegt wird.
    2.     MOTORPRÜFSTAND UND AUSSTATTUNG DER PRÜFZELLE
           Für die Emissionsprüfungen an Motoren auf Motorprüfständen ist folgende technische
           Ausstattung zu verwenden.
    2.1.   Motorprüfstand
           Es ist ein Motorprüfstand zu verwenden, der entsprechende Eigenschaften aufweist, um
           die in den Anlagen 1 und 2 zu diesem Anhang beschriebenen Prüfzyklen durchzuführen.
            Die Anzeigegenauigkeit des Systems zur Messung der Drehzahl muss ± 2 % betragen.
            Das System zur Messung des Drehmoments muss bei > 20 % des Skalenendwerts eine
           Anzeigegenauigkeit von ± 3 %, bei ≤ 20 % des Skalenendwerts eine Genauigkeit von ±
           0,6 % des Skalenendwerts aufweisen.
    2.2.   Sonstige Instrumente
           Die Messinstrumente für Kraftstoffverbrauch, Luftverbrauch, Kühl- und
           Schmiermitteltemperatur, Abgasgegendruck und Unterdruck im Einlasskrümmer,
 ---pagebreak--- L 375/136   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          Abgastemperatur, Ansauglufttemperatur, atmosphärischen Druck, Luftfeuchtigkeit und
          Kraftstofftemperatur sind nach Vorschrift zu verwenden. Diese Instrumente müssen
          den Anforderungen in Tabelle 8 entsprechen:
              Tabelle 8:    Genauigkeit der Messinstrumente
                      Messinstrument                                 Messgenauigkeit
           Kraftstoffverbrauch                      ± 2 % des Höchstwertes des Motors
           Luftverbrauch                            ± 2% des Höchstwertes des Motors
           Temperaturen ≤ 600 K (327°C)             ± 2 K absolut
           Temperaturen ≥ 600 K (327°C)             ± 1 % Anzeigegenauigkeit
           Atmosphärischer Druck                    ± 0,1 kPa absolut
           Abgasdruck                               ± 0,2 kPa absolut
           Ansaugunterdruck                         ± 0,05 kPa absolut
           Sonstige Druckwerte                      ± 0,1 kPa absolut
           Relative Luftfeuchtigkeit                ± 3 % absolut
           Absolute Luftfeuchtigkeit                ± 5 % Anzeigegenauigkeit
   2.3.   Abgasdurchsatz
          Zur Berechnung der Emissionen im Rohabgas muss der Abgasdurchsatz bekannt sein
          (siehe Anlage 1 Absatz 4.4). Der Abgasdurchsatz ist nach einer der folgenden beiden
          Methoden zu ermitteln:
          direkte Messung des Abgasdurchsatzes durch eine Durchflussdüse oder ein
          gleichwertiges Messsystem;
          Messung des Luftdurchsatzes und des Kraftstoffdurchsatzes mittels geeigneter
          Messsysteme und Berechnung des Abgasdurchsatzes nach folgender Gleichung:
                 GEXHW = GAIRW + GFUEL                     (für feuchte Abgasmasse)
          Die Anzeigegenauigkeit bei der Bestimmung des Abgasdurchsatzes muss mindestens ±
          2,5 % betragen.
   2.4.   Durchsatz des verdünnten Abgases
          Zur Berechnung der Emissionen im verdünnten Abgas mit Hilfe eines
          Vollstromverdünnungssystems (bei ETC vorgeschrieben) muss der Durchsatz des
          verdünnten Abgases bekannt sein (siehe Anlage 2 Absatz 4.3). Der gesamte
          Massendurchsatz des verdünnten Abgases (GTOTW) oder die Gesamtmasse des
          verdünnten Abgases während des Prüfzyklus (MTOTW) sind mittels PDP oder CFV
          (Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.3.1) zu messen. Die Anzeigegenauigkeit muss
          mindestens ± 2 % betragen und ist entsprechend den Bestimmungen von Anhang 4
          Anlage 5 Absatz 2.4 zu bestimmen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/137
    3.     BESTIMMUNG DER GASFÖRMIGEN BESTANDTEILE
    3.1.   Allgemeine Vorschriften für Analysegeräte
           Die Analysegeräte müssen einen Messbereich haben, der den Anforderungen an die
           Genauigkeit bei der Messung der Konzentrationen der Abgasbestandteile entspricht
           (Absatz 3.1.1). Es wird empfohlen, die Analysegeräte so zu bedienen, dass die
           gemessene Konzentration zwischen 15 % und 100 % des vollen Skalenendwertes liegt.
           Werden Ablesesysteme (Computer, Datenlogger) verwendet, die unterhalb von 15 %
           des Skalenendwerts ein ausreichendes Maß an Genauigkeit und Auflösung
           gewährleisten, sind auch Messungen unter 15 % des Skalenendwerts zulässig. In
           diesem Fall müssen zusätzliche Kalibrierungen an mindestens vier von Null
           verschiedenen, nominell in gleichem Abstand befindlichen Punkten vorgenommen
           werden, um die Genauigkeit der Kalibrierkurven zu gewährleisten (Anhang 4 Anlage 5
           Absatz 1.5.5.2).
           Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) der Geräte muss so ausgelegt sein, dass
           zusätzliche Fehler weitestgehend ausgeschlossen sind.
    3.1.1. Messfehler
           Der gesamte Messfehler einschließlich der Querempfindlichkeit gegenüber anderen
           Gasen (siehe Anhang 4 Anlage 5 Absatz 1.9) darf hinsichtlich der Anzeigegenauigkeit ±
           5 % bzw. in Bezug auf den Skalenendwert ± 3,5 % nicht überschreiten, wobei der
           jeweils kleinere Wert gilt. Bei Konzentrationen von weniger als 100 ppm darf der
           Messfehler ± 4 ppm nicht übersteigen.
    3.1.2. Wiederholbarkeit
           Die Wiederholbarkeit, definiert als das 2,5fache der Standardabweichung zehn
           wiederholter Ansprechreaktionen auf ein bestimmtes Kalibriergas, darf für die
           verwendeten Messbereiche über 155 ppm (oder ppm C) höchstens ± 1 % der
           Skalenendkonzentration und für die verwendeten Messbereiche unter 155 ppm (oder
           ppm C) höchstens ± 2 % betragen.
    3.1.3. Rauschen
           Das Peak-to-Peak-Ansprechen der Analysatoren auf Null- und Kalibriergase darf
           während eines Zeitraums von zehn Sekunden 2 % des Skalenendwerts bei allen
           verwendeten Bereichen nicht überschreiten.
    3.1.4. Nullpunktdrift
           Die Nullpunktdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2% des
           Skalenendwerts beim niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Der Nullpunktwert
 ---pagebreak--- L 375/138  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
          wird als mittleres Ansprechen (einschließlich Rauschen) auf ein Nullgas in einem
          Zeitabschnitt von 30 Sekunden definiert.
   3.1.5  Messbereichsdrift
          Die Messbereichsdrift während eines Zeitraums von einer Stunde muss weniger als 2 %
          des Skalenendwerts beim niedrigsten verwendeten Bereich betragen. Als Messbereich
          wird die Differenz zwischen Kalibrierausschlag und Nullpunktwert definiert. Der
          Messbereichskalibrierausschlag wird definiert als mittlerer Ausschlag (einschließlich
          Rauschen) auf ein Messbereichskalibriergas in einem Zeitabschnitt von 30 Sekunden.
   3.2.   Gastrocknung
          Das wahlweise zu verwendende Gastrocknungsgerät muss die Konzentration der
          gemessenen Gase so gering wie möglich beeinflussen. Die Anwendung chemischer
          Trockner zur Entfernung von Wasser aus der Probe ist nicht zulässig.
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/139
    3.3.     Analysegeräte
             Die bei der Messung anzuwendenden Grundsätze werden in den Absätzen 3.3.1 bis
             3.3.4 beschrieben. Eine ausführliche Darstellung der Messsysteme ist in Anhang 4
             Anlage 7 enthalten. Die zu messenden Gase sind mit den nachfolgend aufgeführten
             Geräten zu analysieren. Bei nicht linearen Analysatoren ist die Verwendung von
             Linearisierungsschaltkreisen zulässig.
    3.3.1.   Kohlenmonoxid-(CO-)Analyse
             Der Kohlenmonoxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator
             (NDIR) sein.
    3.3.2.   Kohlendioxid-(CO2-)Analyse
             Der Kohlendioxidanalysator muss ein nichtdispersiver Infrarotabsorptionsanalysator
             (NDIR) sein.
    3.3.3.   Kohlenwasserstoff-(HC-)Analyse
             Bei Dieselmotoren und LPG-betriebenen Gasmotoren muss der
             Kohlenwasserstoffanalysator ein beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID) mit
             Detektor, Ventilen, Rohrleitungen usw. sein, der so zu beheizen ist, dass die
             Gastemperatur auf 463 K ± 10 K (190 ± 10°C) gehalten wird. Bei NG-betriebenen
             Gasmotoren kann der Kohlenwasserstoffanalysator in Abhängigkeit von der
             verwendeten Methode ein nicht beheizter Flammenionisationsdetektor (FID) sein (siehe
             Anhang 4 Anlage 7 Absatz 1.3).
    3.3.4.   Nichtmethan-Kohlenwasserstoff-Analyse (NMHC-Analyse) (nur für NG-betriebene
             Gasmotoren)
             Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe sind nach einer der beiden folgenden Methoden zu
             bestimmen:
    3.3.4.1  Gaschromatografische (GC-)Methode
             Zur Bestimmung der Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe ist das mit einem bei 423 K
             (150°C) konditionierten Gaschromatografen (GC) analysierte Methan von den nach
             Absatz 3.3.3 gemessenen Kohlenwasserstoffen zu subtrahieren.
    3.3.4.2. Nicht-Methan-Cutter- (NMC-)Methode
             Die Bestimmung der Nichtmethanfraktion erfolgt mittels eines beheizten, mit einem
             FID in Reihe angeordneten NMC gemäß Absatz 3.3.3, indem das Methan von den
             Kohlenstoffen subtrahiert wird.
 ---pagebreak--- L 375/140   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   3.3.5. Stickoxid-(NOx-)Analyse
          Der Stickoxidanalysator muss ein Chemilumineszenzdetektor (CLD) oder beheizter
          Chemilumineszenzdetektor (HCLD) mit einem NO2/NO-Konverter sein, wenn die
          Messung im trockenen Bezugszustand erfolgt. Bei Messung im feuchten
          Bezugszustand ist ein auf über 328 K (55 °C) gehaltener HCLD mit Konverter zu
          verwenden, vorausgesetzt, die Prüfung auf Wasserdampf-Querempfindlichkeit (siehe
          Anhang 4 Anlage 5 Absatz 1.9.2.2) ist erfüllt.
   3.4.   Probenahme von Emissionen gasförmiger Schadstoffe
   3.4.1. Rohabgas (nur ESC)
          Die Probenahmesonden für gasförmige Emissionen müssen so angebracht sein, dass sie
          mindestens 0,5 m oder um das Dreifache des Durchmessers des Auspuffrohrs (je
          nachdem, welcher Wert höher ist) oberhalb vom Austritt der Auspuffanlage – soweit
          zutreffend – entfernt sind und sich so nahe am Motor befinden, dass eine
          Abgastemperatur vom mindestens 343 K (70 °C) an der Sonde gewährleistet ist.
          Bei einem Mehrzylindermotor mit einem verzweigten Auspuffkrümmer muss der
          Einlass der Sonde so weit in Strömungsrichtung entfernt sein, dass die Probe für die
          durchschnittlichen Abgasemissionen aus allen Zylindern repräsentativ ist. Bei einem
          Mehrzylindermotor mit einzelnen Gruppen von Auspuffkrümmern, wie z.B. bei einem
          V-Motor, sind die Entnahme individueller Proben von jeder Gruppe und die
          Mittelwertbildung für die Abgasemission zulässig. Es können auch andere Methoden
          angewandt werden, die den obigen Methoden nachweislich entsprechen. Bei der
          Berechnung der Abgasemissionen ist der gesamte Abgasmassendurchsatz des Motors
          zugrunde zu legen.
          Ist der Motor mit einer Anlage zur Abgasnachbehandlung versehen, so muss die
          Abgasprobe hinter dieser Anlage entnommen werden.
   3.4.2. Verdünntes Abgas (beim ETC vorgeschrieben, beim ESC wahlfrei)
          Das Auspuffrohr zwischen dem Motor und dem Vollstromverdünnungssystem muss den
          Bestimmungen von Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.3.1, EP, entsprechen.
          Die Sonde(n) für die Entnahme der gasförmigen Emissionen muss (müssen) im
          Verdünnungstunnel an einer Stelle angebracht sein, wo Verdünnungsluft und Abgas gut
          vermischt sind, und sich nahe der Partikel-Probenahmesonde befinden.
          Beim ETC kann die Probenahme nach zwei Methoden erfolgen:
          – die Schadstoffproben werden über den gesamten Zyklus hinweg in einen
              Probenahmebeutel geleitet und nach Abschluss der Prüfung gemessen;
          – die Schadstoffproben werden über den gesamten Zyklus hinweg fortlaufend
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              entnommen und integriert; für HC und NOx ist diese Methode vorgeschrieben.
    4.     PARTIKELBESTIMMUNG
           Die Bestimmung der Partikel erfordert ein Verdünnungssystem. Die Verdünnung kann
           mit einem Teilstrom- (nur ESC) oder Vollstromverdünnungssystem (bei ETC
           vorgeschrieben) erfolgen. Die Durchflussleistung des Verdünnungssystems muss so
           groß sein, dass keine Wasserkondensation im Verdünnungs- und Probenahmesystem
           auftritt und dass die Temperatur des verdünnten Abgases unmittelbar oberhalb der
           Filterhalter auf oder unter 325 K (52°C) gehalten werden kann. Bei hoher
           Luftfeuchtigkeit ist es zulässig, die Verdünnungsluft vor Eintritt in das
           Verdünnungssystem zu entfeuchten. Die Temperatur der Verdünnungsluft muss
           298 K ± 5 K (25°C ± 5°C) betragen. Bei einer Umgebungstemperatur von weniger als
           293 K (20°C) wird ein Vorheizen der Verdünnungsluft über den Temperaturgrenzwert
           von 303 K (30°C) hinaus empfohlen. Jedoch darf die Temperatur der Verdünnungsluft
           vor der Einleitung des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K (52°C) nicht
           überschreiten.
           Das Teilstrom-Verdünnungssystem muss so beschaffen sein, dass eine Teilung des
           Abgasstroms erfolgt, wobei der kleinere Teil mit Luft verdünnt und anschließend zur
           Partikelmessung verwendet wird. Demzufolge ist eine sehr genaue Bestimmung des
           Verdünnungsverhältnisses erforderlich. Es können verschiedene Teilungsmethoden
           verwendet werden, wobei die Art der Teilung wesentlichen Einfluss auf die zu
           verwendenden Probenahmegeräte und -verfahren hat (Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.2).
           Die Partikel-Probenahmesonde muss in der Nähe der Probenahmesonde für die
           gasförmigen Emissionen sowie entsprechend Absatz 3.4.1 angebracht sein.
           Zur Bestimmung der Partikelmasse werden ein Partikel-Probenahmesystem, Partikel-
           Probenahmefilter, eine Mikrogramm-Waage und eine Wägekammer mit kontrollierter
           Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigt.
           Bei der Partikel-Probenahme ist die Einzelfiltermethode anzuwenden, bei der für alle
           Prüfphasen des Prüfzyklus ein Filterpaar verwendet wird (siehe Absatz 4.1.3. Bei der
           ESC-Prüfung muss während der Probenahmephase der Prüfung stark auf die
           Sammelzeiten und die Durchsätze geachtet werden.
    4.1.   Partikel-Probenahmefilter
    4.1.1. Spezifikation der Filter
           Es werden fluorkohlenstoffbeschichtete Glasfaserfilter oder
           Fluorkohlenstoffmembranfilter benötigt. Bei allen Filtertypen muss der Abscheidegrad
           von 0,3 µm DOP (Dioctylphthalat) bei einer Anströmgeschwindigkeit des Gases
           zwischen 35 und 80 cm/s mindestens 95 % betragen.
    4.1.2. Filtergröße
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          Die Partikelfilter müssen einen Mindestdurchmesser von 47 mm haben (37 mm
          wirksamer Durchmesser). Filter mit größerem Durchmesser sind zulässig
          (Absatz 4.1.5).
   4.1.3. Haupt- und Nachfilter
          Die verdünnten Abgase werden während der Prüffolge durch ein hintereinander
          angeordnetes Filterpaar (Hauptfilter und Nachfilter) geleitet. Das Nachfilter darf nicht
          weiter als 100 mm hinter dem Hauptfilter liegen und dieses nicht berühren. Die Filter
          können getrennt oder paarweise — die beaufschlagten Seiten einander zugekehrt —
          gewogen werden.
   4.1.4. Filteranströmgeschwindigkeit
          Es muss eine Gasanströmgeschwindigkeit durch das Filter von 35 bis 80 cm/s erreicht
          werden. Die Steigerung des Druckabfalls zwischen Beginn und Ende der Prüfung darf
          25 kPa nicht überschreiten.
   4.1.5. Filterbeladung
          Die empfohlene minimale Filterbeladung beträgt 0,5 mg/1075 mm2 wirksamer
          Filterbereich. Die Werte für die gebräuchlichsten Filtergrößen sind in Tabelle 9
          enthalten.
              Tabelle 9:     Empfohlene Filterbeladung
             Filterdurchmesser (mm)     Empfohlener Durchmesser         Empfohlene minimale
                                                       des wirksamen            Filterbeladung
                                                        Filterbereichs
                        47                              37                      0,5
                        70                              60                      1,3
                        90                              80                      2,3
                       110                             100                      3,6
   4.2.   Spezifikation der Wägekammer und der Analysenwaage
   4.2.1. Bedingungen für die Wägekammer
          Die Temperatur der Kammer (oder des Raumes), in der (dem) die Partikelfilter
          konditioniert und gewogen werden, ist während der gesamten Dauer des
          Konditionierungs- und Wägevorgangs auf 295 K ± 3 K (22°C ± 3°C) zu halten. Die
          Luftfeuchtigkeit ist auf einem Taupunkt von 282,5 K ± 3 K (9,5°C ± 3°C) und auf einer
          relativen Feuchtigkeit von 45 % ± 8 % zu halten.
   4.2.2. Vergleichsfilterwägung
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/143
           Die Umgebungsluft der Wägekammer (oder des Wägeraums) muss frei von jeglichen
           Schmutzstoffen (beispielsweise Staub) sein, die sich während der Stabilisierung der
           Partikelfilter auf diesen absetzen könnten. Störungen der in Absatz 4.2.1 dargelegten
           Spezifikationen für den Wägeraum sind zulässig, wenn ihre Dauer 30 Minuten nicht
           überschreitet. Der Wägeraum soll den vorgeschriebenen Spezifikationen entsprechen,
           ehe das Personal ihn betritt. Wenigstens zwei unbenutzte Vergleichsfilter oder
           Vergleichsfilterpaare sind vorzugsweise gleichzeitig mit den Probenahmefiltern (oder
           Filterpaaren) zu wiegen, höchstens jedoch in einem Abstand von vier Stunden zu
           diesen. Die Vergleichsfilter müssen dieselbe Größe haben und aus demselben Material
           bestehen wie die Probenahmefilter.
           Wenn sich das Durchschnittsgewicht der Vergleichsfilter(-paare) zwischen den
           Wägungen der Probenahmefilter um mehr als ± 5 % (± 7,5 % je Filterpaar) der
           empfohlenen minimalen Filterbeladung (Absatz 4.1.5) ändert, sind alle
           Probenahmefilter zu entfernen, und die Abgasemissionsprüfung ist zu wiederholen.
           Wenn die in Absatz 4.2.1 angegebenen Stabilitätskriterien für den Wägeraum nicht
           erfüllt sind, aber bei der Wägung des Vergleichsfilters (-filterpaares) die obigen
           Kriterien eingehalten wurden, kann der Motorenhersteller entweder die ermittelten
           Gewichte der Probenahmefilter anerkennen oder die Prüfungen für ungültig erklären,
           wobei das Kontrollsystem des Wägeraums zu justieren und die Prüfung zu wiederholen
           ist.
    4.2.3. Analysenwaage
           Die zur Bestimmung der Gewichte sämtlicher Filter benutzte Analysenwaage muss eine
           Genauigkeit (Standardabweichung) von 20 µg und eine Auflösung von 10 µg
           (1 Stelle = 10 µg) haben. Bei Filtern mit einem Durchmesser von weniger als 70 mm
           sind eine Genauigkeit und Auflösung von 2 µg bzw. 1 µg erforderlich.
    4.2.4. Ausschaltung der Auswirkungen statischer Elektrizität
           Zur Vermeidung elektrostatischer Reaktionen sind die Filter vor dem Wiegen zu
           neutralisieren, so beispielsweise durch einen Poloniumneutralisator oder ein Gerät mit
           ähnlicher Wirkung.
    4.3.   Zusatzbestimmungen für die Partikelmessung
           Alle mit den Rohabgasen oder verdünnten Abgasen in Berührung kommenden Teile des
           Verdünnungssystems und des Probenahmesystems vom Auspuffrohr bis zum
           Filterhalter sind so auszulegen, dass die Ablagerung der Partikel darauf und die
           Veränderung der Partikel so gering wie möglich gehalten werden. Alle Teile müssen
           aus elektrisch leitendem Material bestehen, das mit den Bestandteilen der Abgase nicht
           reagiert; es muss zur Vermeidung elektrostatischer Effekte geerdet sein.
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   5.     MESSUNG DER RAUCHTRÜBUNG
          Im folgenden Abschnitt werden die Spezifikationen für die vorgeschriebenen und die
          fakultativ einsetzbaren Prüfgeräte beschrieben, die für die ELR-Prüfung zu verwenden
          sind. Zur Rauchmessung ist ein Trübungsmesser zu verwenden, der über einen
          Anzeigemodus für die Trübung und den Lichtabsorptionskoeffizienten verfügt. Die
          Trübungsanzeige ist nur zur Kalibrierung und zur Überprüfung des Trübungsmessers zu
          verwenden. Die Messung der Rauchwerte im Prüfzyklus erfolgt im Anzeigemodus des
          Lichtabsorptionskoeffizienten.
   5.1.   Allgemeine Vorschriften
          Bei der ELR-Prüfung ist die Anwendung eines Systems zur Rauchgasmessung und
          Datenverarbeitung vorgeschrieben, das aus drei funktionellen Einheiten besteht. Diese
          Einheiten können zu einem einzigen Bauteil vereint oder miteinander zu einem System
          verbunden werden. Es handelt sich um folgende drei Einheiten:
          – einen Trübungsmesser, der den Spezifikationen von Anhang 4 Anlage 6 Absatz 3
             entspricht;
          – eine Datenverarbeitungseinheit, die die in Anhang 4 Anlage 1 Absatz 6
             beschriebenen Funktionen ausführen kann;
          – einen Drucker und/oder ein elektronisches Speichermedium zur Aufzeichnung und
             Ausgabe der benötigten Rauchwerte nach Anhang 4 Anlage 1 Absatz 6.3.
   5.2.   Spezifische Vorschriften
   5.2.1. Linearität
          Die Linearität muss ± 2 % Trübung betragen.
   5.2.2. Nullpunktdrift
          Die Nullpunktdrift während eines Zeitraums von einer Stunde darf ± 1 % Trübung nicht
          überschreiten.
   5.2.3. Anzeige und Messbereich des Trübungsmessers
          Bei Anzeige der Trübung muss der Messbereich 0—100 % Trübung und die
          Anzeigegenauigkeit 0,1 % Trübung betragen. Bei Anzeige des
          Lichtabsorptionskoeffizienten muss der Messbereich 0—30 m-1
          Lichtabsorptionskoeffizient und die Anzeigegenauigkeit 0,01 m-1
          Lichtabsorptionskoeffizient betragen.
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    5.2.4. Ansprechzeit der Instrumente
           Die physikalische Ansprechzeit des Trübungsmessers darf 0,2 s nicht überschreiten. Die
           physikalische Ansprechzeit ist die zeitliche Differenz zwischen dem Erreichen von
           10 % und 90 % des Zeigervollausschlags durch den Ausgabewert eines
           Schnellreaktionsempfängers, wenn sich die Trübung des zu messenden Gases in
           weniger als 0,1 s ändert
           Die elektrische Ansprechzeit des Trübungsmessers darf 0,05 s nicht überschreiten. Die
           elektrische Ansprechzeit ist die zeitliche Differenz zwischen dem Erreichen von 10 %
           und 90 % des Skalenendwerts durch den Ausgabewert des Trübungsmessers, wenn die
           Lichtquelle in weniger als 0,01 s unterbrochen wird oder völlig verlischt.
    5.2.5. Neutralfilter
           Wird bei der Kalibrierung des Trübungsmessers, bei Linearitätsmessungen oder bei der
           Messbereichseinstellung ein Neutralfilter verwendet, so muss sein Wert mit einer
           Genauigkeit von 1,0 % der Trübung bekannt sein. Der Nennwert des Filters ist
           mindestens einmal jährlich auf seine Genauigkeit hin zu überprüfen, wobei ein auf eine
           nationale oder internationale Norm zurückzuführendes Bezugsfilter zu verwenden ist.
           Neutralfilter sind Präzisionsinstrumente, die bei der Verwendung leicht beschädigt
           werden können. Die Handhabung sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden und,
           falls sie unumgänglich ist, mit Sorgfalt erfolgen, um Kratzer und Verschmutzungen des
           Filters zu vermeiden.
                                              __________
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                                        Anhang 4 Anlage 5
                                   KALIBRIERVERFAHREN
   1.     KALIBRIERUNG DER ANALYSEGERÄTE
   1.1.   Einleitung
          Jedes Analysegerät ist so oft wie nötig zu kalibrieren, damit es den in dieser Regelung
          festgelegten Anforderungen an die Genauigkeit entspricht. Das bei den Analysegeräten
          nach Anhang 4 Anlage 4 Absatz 3 sowie Anhang 4 Anlage 6 Absatz 1 anzuwendende
          Kalibrierverfahren ist in diesem Abschnitt beschrieben.
   1.2.   Kalibriergase
          Die Haltbarkeitsdauer aller Kalibriergase ist zu beachten.
          Das vom Hersteller angegebene Verfallsdatum der Kalibriergase ist aufzuzeichnen.
   1.2.1. Reine Gase
          Die erforderliche Reinheit der Gase ergibt sich aus den untenstehenden Grenzwerten der
          Verunreinigung. Folgende Gase müssen verfügbar sein:
          Gereinigter Stickstoff
          (Verunreinigung ≤ 1 ppm C1, ≤1 ppm CO, ≤ 400 ppm CO2, ≤ 0,1 ppm NO)
          Gereinigter Sauerstoff
          (Reinheitsgrad > 99,5 % vol 02)
          Wasserstoff-Helium-Gemisch
          (40 ± 2 % Wasserstoff, Rest Helium)
          (Verunreinigung ≤ 1 ppm C1, ≤ 400 ppm CO2)
          Gereinigte synthetische Luft
          (Verunreinigung ≤ 1 ppm C1, ≤ 1 ppm CO, ≤ 400 ppm CO2, ≤ 0,1 ppm NO)
          (Sauerstoffgehalt 18-21 Vol.-%).
          Gereinigtes Propan oder CO bei der CVS-Überprüfung.
   1.2.2. Kalibrier- und Messgase
          Gasgemische mit folgender chemischer Zusammensetzung müssen verfügbar sein:
               C3H8 und gereinigte synthetische Luft (siehe Absatz 1.2.1.);
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                CO    und gereinigter Stickstoff;
                NOx und gereinigter Stickstoff (die in diesem Kalibriergas enthaltene NO2-Menge
                      darf 5 % des NO-Gehalts nicht übersteigen);
                CO2 und gereinigter Stickstoff;
                CH4 und gereinigte synthetische Luft;
                C2H6 und gereinigte synthetische Luft.
           Anmerkung:         Andere Gaskombinationen sind zulässig, sofern die Gase nicht
                              miteinander reagieren.
           Die tatsächliche Konzentration eines Kalibriergases muss innerhalb von ± 2 % des
           Nennwertes liegen. Alle Kalibriergaskonzentrationen sind als Volumenanteil
           auszudrücken (Volumenprozent oder ppm als Volumenanteil).
           Die zur Kalibrierung verwendeten Gase können auch mit Hilfe eines Gasteilers durch
           Zusatz von gereinigtem N2 oder gereinigter synthetischer Luft gewonnen werden. Die
           Mischvorrichtung muss so ausgelegt sein, dass die Konzentrationen der
           Kalibriergasgemische mit einer Genauigkeit von ± 2 % bestimmt werden können.
    1.3.   Einsatz der Analyse- und Probenahmegeräte
           Bei Einsatz der Analysegeräte sind die Anweisungen der Gerätehersteller für die
           Inbetriebnahme und den Betrieb zu beachten. Die in den Absätzen 1.4 bis 1.9
           enthaltenen Mindestanforderungen sind einzuhalten.
    1.4.   Dichtheitsprüfung
           Das System ist einer Dichtheitsprüfung zu unterziehen. Die Sonde ist aus der
           Abgasanlage zu entfernen, und deren Ende ist zu verschließen. Die Pumpe des
           Analysegerätes ist einzuschalten. Nach einer vorangegangenen Stabilisierungsphase
           müssen alle Durchflussmesser Null anzeigen. Ist dies nicht der Fall, so sind die
           Entnahmeleitungen zu überprüfen, und der Fehler ist zu beheben.
           Die maximal zulässige Undichtheitsrate auf der Unterdruckseite beträgt 0,5 % des
           tatsächlichen Durchsatzes für den geprüften Teil des Systems. Die Analysatoren- und
           Bypass-Durchsätze können zur Schätzung der tatsächlichen Durchsätze verwendet
           werden.
           Eine weitere Methode ist die Schrittänderung der Konzentration am Anfang der
           Probenahmeleitung durch Umstellung von Null- auf Kalibriergas. Zeigt der Ablesewert
           nach einem ausreichend langen Zeitraum eine im Vergleich zur eingeführten
           Konzentration geringere Konzentration an, so deutet dies auf Probleme mit der
           Kalibrierung oder Dichtheit hin.
 ---pagebreak--- L 375/148     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
   1.5.     Kalibrierverfahren
   1.5.1.   Geräteschrank/Messsystem
            Der Geräteschrank bzw. das Messsystem sind zu kalibrieren, und die Kalibrierkurven
            sind mit Hilfe von Kalibriergasen zu überprüfen. Der Gasdurchsatz muss der gleiche
            wie bei der Probenentnahme sein.
   1.5.2.   Aufheizzeit
            Die Aufheizzeit richtet sich nach den Empfehlungen des Herstellers. Sind dazu keine
            Angaben vorhanden, so wird für das Aufheizen der Analysegeräte eine Mindestzeit von
            zwei Stunden empfohlen.
   1.5.3.   NDIR- und HFID-Analysatoren
            Der NDIR-Analysator muss erforderlichenfalls abgeglichen und die Flamme des HFID-
            Analysators optimiert werden (Absatz 1.8.1).
   1.5.4.   Kalibrierung
            Jeder bei normalem Betrieb verwendete Messbereich ist zu kalibrieren.
            Die CO-, CO2-, NOx-, und HC-Analysatoren sind unter Verwendung von gereinigter
            synthetischer Luft (oder Stickstoff) auf Null einzustellen.
            Die entsprechenden Kalibriergase sind in die Analysatoren einzuleiten und die Werte
            aufzuzeichnen, und die Kalibrierkurve ist gemäß Absatz 1.5.5 zu ermitteln.
            Die Nulleinstellung ist nochmals zu überprüfen und das Kalibrierverfahren
            erforderlichenfalls zu wiederholen.
   1.5.5.   Ermittlung der Kalibrierkurve
   1.5.5.1. Allgemeine Hinweise
            Die Kalibrierkurve des Analysegerätes wird mit Hilfe von mindestens fünf
            Kalibrierpunkten (außer Null) ermittelt, die in möglichst gleichen Abständen angeordnet
            sein sollen. Der Nennwert der höchsten Konzentration darf nicht weniger als 90 % des
            vollen Skalenendwerts betragen.
            Die Kalibrierkurve wird nach der Fehlerquadratmethode berechnet. Falls der sich
            ergebende Grad des Polynoms größer als 3 ist, muss die Zahl der Kalibrierpunkte
            (einschließlich Null) mindestens gleich diesem Grad plus 2 sein.
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             Die Kalibrierkurve darf höchstens um ± 2 % vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes und
             höchstens um ± 1 % des Skalenendwerts bei Null abweichen.
             Anhand der Kalibrierkurve und der Kalibrierpunkte kann festgestellt werden, ob die
             Kalibrierung richtig durchgeführt wurde. Die verschiedenen Kenndaten des
             Analysegeräts sind anzugeben, insbesondere
                 – Messbereich
                  – Empfindlichkeit
                 – Datum der Kalibrierung.
    1.5.5.2. Kalibrierung bei weniger als 15 % des Skalenendwerts
             Die Kalibrierkurve des Analysegerätes wird mit Hilfe von mindestens vier zusätzlichen,
             nominell im gleichen Abstand voneinander angeordneten Kalibrierpunkten (außer Null)
             ermittelt, die unterhalb von 15 % des Skalenendwerts liegen.
             Die Kalibrierkurve wird nach der Fehlerquadratmethode berechnet.
             Die Kalibrierkurve darf vom Nennwert jedes Kalibrierpunktes höchstens um ± 4 % und
             vom Skalenendwert bei Null um höchstens ± 1 % abweichen.
    1.5.5.3. Andere Methoden
             Wenn nachgewiesen werden kann, dass sich mit anderen Methoden (z. B. Computer,
             elektronisch gesteuerter Bereichsumschalter) die gleiche Genauigkeit erreichen lässt, so
             dürfen auch diese benutzt werden.
    1.6.     Überprüfung der Kalibrierung
             Jeder bei normalem Betrieb verwendete Betriebsbereich ist vor jeder Analyse wie folgt
             zu überprüfen:
             Die Kalibrierung wird unter Verwendung eines Nullgases und eines Kalibriergases
             überprüft, dessen Nennwert mehr als 80 % des Skalenendwerts des Messbereichs
             beträgt.
             Weicht bei den beiden untersuchten Punkten der ermittelte Wert um höchstens ± 4 %
             des Skalenendwerts vom angegebenen Bezugswert ab, so können die Einstellparameter
             geändert werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist eine neue Kalibrierkurve nach
             Absatz 1.5.5 zu ermitteln.
    1.7.     Prüfung der Wirksamkeit des NOx-Konverters
             Der Wirkungsgrad des Konverters, der zur Umwandlung von NO2 in NO verwendet
             wird, ist gemäß den Absätzen 1.7.1 bis 1.7.8 zu bestimmen (Abbildung 6).
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    Abbildung 6: Schematische Darstellung des Gerätes zur Bestimmung des Wirkungsgrades des NO2-
                                                        Konverters
                                     solenoid valve = Magnetventil
                                      variac = Stelltransformator
                                       ozonator = Ozongenerator
                                     to analyser = zum Analysator
   1.7.1.     Prüfanordnung
              Der Wirkungsgrad des Konverters kann mit Hilfe eines Ozongenerators entsprechend
              der in Abbildung 6 (siehe auch Anhang 4 Anlage 4 Absatz 3.3.5) dargestellten
              Prüfanordnung nach dem folgenden Verfahren bestimmt werden.
   1.7.2.     Kalibrierung
              Der CLD und der HCLD sind in dem am meisten verwendeten Betriebsbereich nach den
              Angaben des Herstellers unter Verwendung von Null- und Kalibriergas (dessen NO-
              Gehalt ungefähr 80 % des Betriebsbereichs entsprechen muss; die NO2-Konzentration
              des Gasgemischs muss weniger als 5 % der NO-Konzentration betragen) zu kalibrieren.
               Der NOx-Analysator muss auf den NO-Betriebszustand eingestellt sein, so dass das
              Kalibriergas nicht durch den Konverter strömt. Die angezeigte Konzentration ist
              aufzuzeichnen.
   1.7.3.     Berechnung
              Der Wirkungsgrad des NOx-Konverters wird wie folgt berechnet:
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                                                     ⎛      a − b⎞
                               Efficiency(%)       = ⎜1 +         ⎟ ∗ 100
                                                     ⎝     c  − d⎠
                              efficiency = Wirkungsgrad
           Hierbei bedeuten:
           a    = NOx-Konzentration nach Absatz 1.7.6
           b    = NOx-Konzentration nach Absatz 1.7.7
           c    = NO-Konzentration nach Absatz 1.7.4
           d    = NO-Konzentration nach Absatz 1.7.5
    1.7.4. Zusatz von Sauerstoff
           Über ein T-Verbindungsstück wird dem durchströmenden Gas kontinuierlich Sauerstoff
           oder Nullluft zugesetzt, bis die angezeigte Konzentration ungefähr 20 % niedriger als
           die angezeigte Kalibrierkonzentration nach Absatz 1.7.2 ist. (Der Analysator befindet
           sich im NO-Betriebszustand.) Die angezeigte Konzentration c ist aufzuzeichnen. Der
           Ozongenerator bleibt während des gesamten Vorgangs ausgeschaltet.
    1.7.5. Einschalten des Ozongenerators
           Anschließend wird der Ozongenerator eingeschaltet, um so viel Ozon zu erzeugen, dass
           die NO-Konzentration auf 20 % (Mindestwert 10 %) der Kalibrierkonzentration nach
           Absatz 1.7.2 zurückgeht. Die angezeigte Konzentration d ist aufzuzeichnen. (Der
           Analysator befindet sich im NO-Betriebszustand.)
    1.7.6. NOx-Betriebszustand
           Der NO-Analysator wird dann auf den NOx-Betriebszustand umgeschaltet, wodurch das
           Gasgemisch (bestehend aus NO, NO2, O2 und N2) nun durch den Konverter strömt. Die
           angezeigte Konzentration a ist aufzuzeichnen. (Der Analysator befindet sich im NOx-
           Betriebszustand.)
    1.7.7. Ausschalten des Ozongenerators
           Danach wird der Ozongenerator ausgeschaltet. Das Gasgemisch nach Absatz 1.7.6
           strömt durch den Konverter in den Messteil. Die angezeigte Konzentration b ist
           aufzuzeichnen. (Der Analysator befindet sich im NOx-Betriebszustand.)
    1.7.8. NO-Betriebszustand
           Wird bei abgeschaltetem Ozongenerator auf den NO-Betriebszustand umgeschaltet, so
           wird auch der Zustrom von Sauerstoff oder synthetischer Luft abgesperrt. Der am
           Analysegerät angezeigte NOx-Wert darf dann von dem nach Absatz 1.7.2 gemessenen
           Wert um höchstens ± 5 % abweichen. (Der Analysator befindet sich im NO-
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           Betriebszustand.)
   1.7.9.  Prüfabstände
           Der Wirkungsgrad des Konverters ist vor jeder Kalibrierung des NOx-Analysators zu
           bestimmen.
   1.7.10. Vorgeschriebener Wirkungsgrad
           Der Wirkungsgrad des Konverters darf nicht geringer als 90 % sein, doch wird ein über
           95 % liegender Wirkungsgrad ausdrücklich empfohlen.
           Anmerkung:         Kann der Ozongenerator bei Einstellung des Analysators auf den am
                              meisten verwendeten Messbereich keinen Rückgang von 80 % auf
                              20 % gemäß Absatz 1.7.5 bewirken, so ist der größte Bereich zu
                              verwenden, mit dem der Rückgang bewirkt werden kann.
   1.8.    Einstellung des FID
   1.8.1.  Optimierung des Ansprechverhaltens des Detektors
           Der FID ist nach den Angaben des Geräteherstellers einzustellen. Um das
           Ansprechverhalten zu optimieren, ist in dem am meisten verwendeten Betriebsbereich
           ein Kalibriergas aus Propan in Luft zu verwenden.
           Bei einer Einstellung des Kraftstoff- und Luftdurchsatzes, die den Empfehlungen des
           Herstellers entspricht, ist ein Kalibriergas von 350 ± 75 ppm C in den Analysator
           einzuleiten. Das Ansprechverhalten bei einem bestimmten Kraftstoffdurchsatz ist
           anhand der Differenz zwischen dem Kalibriergas-Ansprechen und dem Nullgas-
           Ansprechen zu ermitteln. Der Kraftstoffdurchsatz ist inkremental ober- und unterhalb
           der Herstellerangabe einzustellen. Das Ansprechverhalten des Kalibrier- und des
           Nullgases bei diesen Kraftstoffdurchsätzen ist aufzuzeichnen. Die Differenz zwischen
           dem Kalibrier- und dem Nullgas-Ansprechen ist in Kurvenform aufzutragen und der
           Kraftstoffdurchsatz auf die fette Seite der Kurve einzustellen.
   1.8.2.  Responsfaktoren bei Kohlenwasserstoffen
           Der Analysator ist unter Verwendung von Propan in Luft und gereinigter synthetischer Luft
           entsprechend Absatz 1.5 zu kalibrieren.
           Die Responsfaktoren sind bei Inbetriebnahme eines Analysegerätes und später nach
           wesentlichen Wartungsterminen zu bestimmen. Der Responsfaktor (Rf) für einen
           bestimmten Kohlenwasserstoff ist das Verhältnis des am FID angezeigten C1-Wertes zur
           Konzentration in der Gasflasche, ausgedrückt in ppm C1.
           Die Konzentration des Prüfgases muss so hoch sein, dass ungefähr 80 % des vollen
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           Skalenendwerts angezeigt werden. Die Konzentration muss mit einer Genauigkeit von ±
           2 %, bezogen auf einen gravimetrischen Normwert, ausgedrückt als Volumen, bekannt sein.
            Außerdem muss die Gasflasche zuvor 24 Stunden lang bei 298 K ± 5 K (25°C ± 5°C)
           konditioniert werden.
           Die zu verwendenden Prüfgase und die empfohlenen Responsfaktoren sind bei
           Methan und gereinigter synthetischer Luft            1,00 ≤ Rf ≤ 1,15 (Diesel und LPG-
                                                                                    Motoren)
           Methan und gereinigter synthetischer Luft             1,00 ≤ Rf ≤ 1,07 (NG-Motoren)
           Propylen und gereinigter synthetischer Luft           0,90 ≤ Rf ≤ 1,1
           Toluol und gereinigter synthetischer Luft             0,90 ≤ Rf ≤ 1,10
           Diese Werte sind bezogen auf den Responsfaktor (Rf) von 1,00 für Propan und
           gereinigte synthetische Luft.
    1.8.3. Prüfung der Sauerstoffquerempfindlichkeit
           Die Prüfung der Sauerstoffquerempfindlichkeit ist bei Inbetriebnahme eines
           Analysegeräts und nach wesentlichen Wartungsterminen vorzunehmen.
           Der Responsfaktor ist in Absatz 1.8.2 definiert und dementsprechend zu ermitteln. Das
           zu verwendende Prüfgas und der empfohlene Responsfaktor sind bei
                          Propan und Stickstoff             0,95 ≤ Rf ≤ 1,05
           Dieser Wert ist bezogen auf einen Responsfaktor (Rf) von 1,00 für Propan und
           gereinigte synthetische Luft.
           Die Sauerstoffkonzentration in der Brennerluft des FID darf von der
           Sauerstoffkonzentration der Brennerluft, die bei der zuletzt durchgeführten Prüfung der
           Sauerstoffquerempfindlichkeit verwendet wurde, höchstens um ± 1 Mol % abweichen.
           Ist die Differenz größer, muss die Sauerstoffquerempfindlichkeit überprüft und der
           Analysator gegebenenfalls justiert werden.
    1.8.4. Wirkungsgrad des Nicht-Methan-Cutters (NMC, nur für NG-betriebene Gasmotoren)
           Der NMC entfernt die Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe aus der Gasprobe, indem er alle
           Kohlenwasserstoffe außer Methan oxidiert. Im Idealfall beträgt die Umwandlung bei
           Methan 0 % und bei den anderen Kohlenwasserstoffen, repräsentiert durch Ethan,
           100 %. Um eine genaue Messung der NMHC zu ermöglichen, sind die beiden
           Wirkungsgrade zu bestimmen und zur Berechnung des Massendurchsatzes der NMHC-
           Emissionen heranzuziehen (siehe Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3).
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   1.8.4.1. Wirkungsgrad gegenüber Methan
            Methan-Kalibriergas ist mit und ohne Umgehung des NMC durch den FID zu leiten,
            und die beiden Konzentrationen sind aufzuzeichnen. Der Wirkungsgrad ist wie folgt zu
            ermitteln:
                                                       conc w
                                         CE M = 1 −
                                                      concw /o
            Hierbei bedeuten:
            concw = HC-Konzentration bei Durchfluss von CH4 durch den NMC
            concw/o = HC-Konzentration bei Umleitung von CH4 um den NMC
   1.8.4.2. Wirkungsgrad gegenüber Ethan
            Ethan-Kalibriergas ist mit und ohne Umgehung des NMC durch den FID zu leiten, und
            die beiden Konzentrationen sind aufzuzeichnen. Der Wirkungsgrad ist wie folgt zu
            ermitteln:
                                                       conc w
                                         CEE = 1 −
                                                      concw /o
            Hierbei bedeuten:
            concw = HC-Konzentration bei Durchfluss von C2H6 durch den NMC
            concw/o = HC-Konzentration bei Umleitung von C2H6 um den NMC
   1.9.     Querempfindlichkeiten bei CO-, CO2- und NOX-Analysatoren
            Die Gase, die neben dem zu analysierenden Gas im Abgas enthalten sind, können den
            Ablesewert auf verschiedene Weise beeinflussen. Eine positive Querempfindlichkeit
            ergibt sich bei NDIR-Geräten, wenn das beeinträchtigende Gas dieselbe Wirkung zeigt
            wie das gemessene Gas, jedoch in geringerem Maße. Eine negative
            Querempfindlichkeit ergibt sich bei NDIR-Geräten, indem das beeinträchtigende Gas
            die Absorptionsbande des gemessenen Gases verbreitert, und bei CLD-Geräten, indem
            das beeinträchtigende Gas die Strahlung unterdrückt. Die Prüfungen der
            Querempfindlichkeit nach den Absätzen 1.9.1 und 1.9.2 sind vor der Inbetriebnahme
            des Analysators und nach wesentlichen Wartungsterminen durchzuführen.
   1.9.1.   Kontrolle der Querempfindlichkeit des CO-Analysators
            Wasser und CO2 können die Leistung des CO-Analysators beeinflussen. Daher lässt
            man ein bei der Prüfung verwendetes CO2-Kalibriergas mit einer Konzentration von 80
            bis 100 % des vollen Skalenendwertes des bei der Prüfung verwendeten maximalen
            Betriebsbereichs bei Raumtemperatur durch Wasser perlen, wobei das
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/155
             Ansprechverhalten des Analysators aufzuzeichnen ist. Das Ansprechverhalten des
             Analysators darf bei Bereichen ab 300 ppm höchstens 1 % des Skalenendwertes und bei
             Bereichen unter 300 ppm höchstens 3 ppm betragen.
    1.9.2.   Kontrollen der Querempfindlichkeit beim NOx-Analysator
             Zwei Gase, die bei CLD- (und HCLD-) Analysatoren besonderer Berücksichtigung
             bedürfen, sind CO2 und Wasserdampf. Die Querempfindlichkeit dieser Gase ist ihren
             Konzentrationen proportional und erfordert daher Prüftechniken zur Bestimmung der
             Querempfindlichkeit bei den während der Prüfung erwarteten Höchstkonzentrationen.
    1.9.2.1. Kontrolle der CO2-Querempfindlichkeit
             Ein CO2-Kalibriergas mit einer Konzentration von 80 bis 100 % des Skalenendwerts des
             maximalen Messbereichs ist durch den NDIR-Analysator zu leiten und der CO2-Wert
             als A aufzuzeichnen. Danach ist das Gas zu etwa 50 % mit NO-Kalibriergas zu
             verdünnen und durch den NDIR und den (H)CLD zu leiten, wobei der CO2-Wert und
             der NO-Wert als B bzw. C aufzuzeichnen sind. Das CO2 ist abzusperren und nur das
             NO-Kalibriergas durch den (H)CLD zu leiten, und der NO-Wert ist als D
             aufzuzeichnen.
             Die Querempfindlichkeit, die nicht größer als 3 % des Skalenendwerts sein darf, wird
             wie folgt berechnet:
                                            ⎡     ⎛     (C ∗ A)     ⎞⎤
                               % Quench = ⎢1 − ⎜                    ⎟ ⎥ ∗ 100
                                            ⎢⎣    ⎝(D ∗ A) − (D ∗ B)⎠ ⎥⎦
                              quench = Querempfindlichkeit
             Hierbei bedeuten:
             A   die mit dem NDIR gemessene Konzentration des unverdünnten CO2 in %
             B   die mit dem NDIR gemessene Konzentration des verdünnten CO2 in %
             C   die mit dem (H)CLD gemessene Konzentration des verdünnten NO in ppm
             D   die mit dem (H)CLD gemessene Konzentration des unverdünnten NO in ppm
             Es können andere Methoden zur Verdünnung und Quantifizierung von CO2- und NO-
             Kalibriergas wie beispielsweise dynamisches Mischen verwendet werden.
    1.9.2.2. Kontrolle der Wasserdampf-Querempfindlichkeit
             Diese Überprüfung gilt nur für Konzentrationsmessungen des feuchten Gases. Bei der
             Berechnung der Wasserdampf-Querempfindlichkeit ist die Verdünnung des NO-
             Kalibriergases mit Wasserdampf und die Skalierung der Wasserdampfkonzentration des
             Gemischs im Vergleich zu der während der Prüfung erwarteten Konzentration zu
             berücksichtigen.
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          Ein NO-Kalibriergas mit einer Konzentration von 80 bis 100 % des Skalenendwerts des
          normalen Betriebsbereichs ist durch den (H)CLD zu leiten und der NO-Wert als D
          aufzuzeichnen. Das NO-Gas muss bei Raumtemperatur durch Wasser perlen und durch
          den (H)CLD geleitet werden, und der NO-Wert ist als C aufzuzeichnen. Der absolute
          Betriebsdruck des Analysators und die Wassertemperatur sind zu bestimmen und als E
          bzw. F aufzuzeichnen. Der Sättigungsdampfdruck des Gemischs, der der Temperatur
          des Wassers in der Waschflasche F entspricht, ist zu bestimmen und als G
          aufzuzeichnen. Die Wasserdampfkonzentration (H, in %) des Gemischs ist wie folgt zu
          berechnen:
                                          H = 100*( G/E)
          Die erwartete Konzentration (De) des verdünnten NO-Kalibriergases (in Wasserdampf)
          ist wie folgt zu berechnen:
                                       De = D* ( 1- H/100 )
          Bei Dieselabgasen ist die maximale bei der Prüfung erwartete
          Wasserdampfkonzentration im Abgas (Hm, in %) anhand der Konzentration des
          unverdünnten CO2-Kalibriergases (A, wie in Absatz 1.9.2.1 gemessen) – ausgehend von
          einem Atomverhältnis H/C des Kraftstoffs von 1,8 zu 1 – wie folgt zu schätzen:
                                            Hm = 0,9*A
          Die Wasserdampf-Querempfindlichkeit, die nicht größer als 3 % sein darf, ist wie folgt
          zu berechnen:
                    % Querempfindlichkeit = 100 * ( ( De - C )/De) * (Hm/H)
          Hierbei bedeuten:
          De erwartete Konzentration des verdünnten NO in ppm
          C Konzentration des verdünnten NO in ppm
          Hm         maximale Wasserdampfkonzentration in %
          H tatsächliche Wasserdampfkonzentration in %
          Anmerkung:         Es ist darauf zu achten, dass das NO-Kalibriergas bei dieser
                    Überprüfung eine minimale NO2-Konzentration aufweist, da              die
                    Absorption von NO2 in Wasser bei den Querempfindlichkeitsberechnungen
                    nicht berücksichtigt wurde.
   1.10.  Abstände zwischen den Kalibrierungen
          Die Analysatoren sind mindestens alle drei Monate sowie nach jeder Reparatur des
          Systems oder Veränderung, die die Kalibrierung beeinflussen könnte, entsprechend
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           Absatz 1.5 zu kalibrieren.
    2.     KALIBRIERUNG DES CVS-SYSTEMS
    2.1.   Allgemeines
           Das CVS-System wird mit einem Präzisionsdurchflussmesser, der auf nationale oder
           internationale Normen zurückzuführen ist, und einem Durchflussregler kalibriert. Der
           Durchfluss im System wird bei verschiedenen Druckwerten gemessen, ebenso werden
           die Regelkenngrößen des Systems ermittelt und ins Verhältnis zu den Durchflüssen
           gesetzt.
           Es können mehrere Typen von Durchflussmessern verwendet werden, z.B. kalibriertes
           Venturi-Rohr, kalibrierter Laminardurchflussmesser, kalibrierter
           Flügelraddurchflussmesser.
    2.2.   Kalibrierung der Verdrängerpumpe (PDP)
           Sämtliche Kennwerte der Pumpe werden gleichzeitig mit den Kennwerten des
           Durchflussmessers gemessen, der mit der Pumpe in Reihe geschaltet ist. Danach kann
           die Kurve des berechneten Durchflusses (ausgedrückt in m3/min am Pumpeneinlass bei
           absolutem Druck und absoluter Temperatur) als Korrelationsfunktion aufgezeichnet
           werden, die einer bestimmten Kombination von Pumpenkennwerten entspricht. Die
           lineare Gleichung, die das Verhältnis zwischen dem Pumpendurchsatz und der
           Korrelationsfunktion ausdrückt, wird sodann aufgestellt. Hat die Pumpe des CVS-
           Systems mehrere Antriebsgeschwindigkeiten, so muss für jede verwendete
           Geschwindigkeit eine Kalibrierung vorgenommen werden. Während der Kalibrierung
           ist eine gleich bleibende Temperatur zu gewährleisten.
    2.2.1. Analyse der Ergebnisse
           Die Luftdurchflussmenge (Qs) an jeder Drosselstelle (mindestens 6 Drosselstellen) wird
           nach den Angaben des Herstellers aus den Messwerten des Durchflussmessers in
           m3/min ermittelt. Die Luftdurchflussmenge wird dann auf den Pumpendurchsatz (V0) in
           m3 je Umdrehung bei absoluter Temperatur und absolutem Druck am Pumpeneinlass
           umgerechnet:
                                               Qs      T 1013   .
                                       V0 =        ∗       ∗
                                                n 273         PA
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          Hierbei bedeuten:
          Qs =   Luftdurchflussmenge bei Normzustand (101,3 kPa, 273 K), m3/s
          T =    Temperatur am Pumpeneinlass, K
          pA =   absoluter Druck am Pumpeneinlass (pB-p1) kPa
          n =   Pumpendrehzahl, min-1
          Zur Kompensierung der gegenseitigen Beeinflussung der Druckschwankungen mit der
          Pumpendrehzahl und der Verlustrate der Pumpe wird die Korrelationsfunktion (X0)
          zwischen der Pumpendrehzahl, der Druckdifferenz zwischen Ein- und Auslass der
          Pumpe und dem absoluten Druck am Pumpenauslass wie folgt berechnet:
                                                  1     ∆pp
                                         X0 =       ∗
                                                  n      pA
          Hierbei bedeuten:
          ∆pP = Druckdifferenz zwischen Pumpeneinlass und Pumpenauslass, kPa
          pA = absoluter Druck am Pumpenauslass, kPa
          Mit der Methode der kleinsten Quadrate wird eine lineare Anpassung vorgenommen,
          um nachstehende Kalibriergleichungen zu erhalten:
                                       V0 = D0 - m * (X0)
          D0 und m sind die Konstanten für den Achsabschnitt und die Steigung.
          Hat das CVS-System mehrere Betriebsgeschwindigkeiten, so muss für jede Pump-
          Geschwindigkeit eine Kalibrierung vorgenommen werden. Die für diese
          Geschwindigkeiten erzielten Kalibrierkurven müssen in etwa parallel sein, und die
          Ordinatenwerte (D0) müssen größer werden, wenn der Durchsatzbereich der Pumpe
          kleiner wird.
          Die mit Hilfe der Gleichung berechneten Werte dürfen nicht mehr als ± 0,5 % vom
          gemessenen Wert V0 abweichen. Der Wert m ist je nach Pumpe verschieden. Im
          Laufe der Zeit bewirkt der Partikelzustrom eine Abnahme der Verlustrate der Pumpe,
          die sich in niedrigeren Werten für m niederschlägt. Daher muss die Kalibrierung bei
          Inbetriebnahme der Pumpe nach größeren Wartungsarbeiten sowie dann erfolgen, wenn
          bei der Überprüfung des Gesamtsystems (Absatz 2.4) eine Veränderung der Verlustrate
          festgestellt wird.
   2.3.   Kalibrierung des Venturi-Rohrs mit kritischer Strömung (CFV)
          Bei der Kalibrierung des CVF bezieht man sich auf die Durchflussgleichung für ein
          Venturi-Rohr mit kritischer Strömung. Wie unten dargestellt, ist die
          Gasdurchflussmenge eine Funktion des Eintrittsdrucks und der Eintrittstemperatur:
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                                                    K v ∗ pA
                                            Qs =
                                                         T
           Hierbei bedeuten:
           Kv = Kalibrierkoeffizient
           pA = absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs, kPa
           T = Temperatur am Eintritt des Venturirohrs, K
    2.3.1. Analyse der Ergebnisse
           Die Luftdurchflussmenge (Qs) an jeder Drosselstelle (mindestens 8 Drosselstellen) wird
           nach den Angaben des Herstellers aus den Messwerten des Durchflussmessers in
           m3/min ermittelt. Der Kalibrierkoeffizient ist anhand der Kalibrierdaten für jede
           Drosselstelle wie folgt zu berechnen:
                                                    Qs ∗ T
                                            Kv =
                                                       pA
           Hierbei bedeuten:
              Qs =     Luftdurchflussmenge bei Normzustand (101,3 kPa, 273 K), m3/s
              T =      Temperatur am Eintritt des Venturirohrs, K
              pA =     absoluter Druck am Eintritt des Venturirohrs, kPa
           Zur Bestimmung des Bereichs der kritischen Strömung ist eine Kurve Kv in
           Abhängigkeit vom Druck am Eintritt des Venturi-Rohrs aufzunehmen. Bei kritischer
           (gedrosselter) Strömung ist Kv relativ konstant. Fällt der Druck (d. h. bei wachsendem
           Unterdruck), so wird das Venturi-Rohr frei, und Kv nimmt ab; dies ist ein Anzeichen
           dafür, dass der Betrieb des CFV außerhalb des zulässigen Bereichs erfolgt.
           Bei einer Mindestanzahl von 8 Drosselstellen im kritischen Bereich sind der Mittelwert
           von Kv und die Standardabweichung zu berechnen. Die Standardabweichung darf ±
           0,3 % des Mittelwerts von KV nicht überschreiten.
    2.4.   Überprüfung des Gesamtsystems
           Die Gesamtgenauigkeit des CVS-Entnahmesystems und des Analysesystems wird
           ermittelt, indem eine bekannte Menge luftverunreinigenden Gases in das System
           eingeführt wird, wenn dieses normal in Betrieb ist. Der Schadstoff wird analysiert und
           die Masse nach Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3 berechnet, allerdings ist anstelle von
           0,000479 für HC bei Propan ein Faktor von 0,000472 zu verwenden. Es ist eines der
           folgenden zwei Verfahren zu verwenden.
    2.4.1. Messung mit einer Messblende für kritische Strömung
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          Durch eine kalibrierte Messblende für kritische Strömung wird eine bekannte Menge
          reinen Gases (Kohlenmonoxid oder Propan) in das CVS-System eingeführt. Ist der
          Eintrittsdruck groß genug, so ist die von der Messblende eingestellte Durchflussmenge
          unabhängig vom Austrittsdruck der Messblende (≡ Bedingung für kritische Strömung).
          Das CVS-System wird wie für eine normale Prüfung der Abgasemissionen 5 bis 10
          Minuten lang betrieben. Eine Gasprobe wird mit dem normalerweise verwendeten
          Gerät analysiert (Beutel oder Integrationsmethode) und die Masse des Gases berechnet.
           Die auf diese Weise ermittelte Masse muss ± 3 % der bekannten Masse des
          eingespritzten Gases betragen.
   2.4.2. Messung mit einem gravimetrischen Verfahren
          Es ist eine kleine mit Kohlenmonoxid oder Propan gefüllte Flasche zu verwenden, deren
          Masse auf ± 0,01 g zu ermitteln ist. Danach wird das CVS-System 5 bis 10 Minuten
          lang wie für eine normale Prüfung zur Bestimmung der Abgasemissionen betrieben,
          wobei Kohlenmonoxid oder Propan in das System eingeführt wird. Die abgegebene
          Menge reinen Gases wird durch Messung der Massendifferenz ermittelt. Eine
          Gasprobe wird mit einem normalerweise verwendeten Gerät analysiert (Beutel oder
          Integrationsmethode) und die Masse des Gases berechnet. Die auf diese Weise
          ermittelte Masse muss ± 3 % der bekannten Masse des eingespritzten Gases betragen.
   3.     KALIBRIERUNG DES PARTIKELMESSYSTEMS
   3.1.   Einleitung
          Jedes Gerät ist so oft wie nötig zu kalibrieren, damit es den in dieser Regelung
          festgelegten Anforderungen an die Genauigkeit entspricht. Das bei den Analysegeräten
          nach Anhang 4 Anlage 4 Absatz 4 sowie Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2 anzuwendende
          Kalibrierverfahren ist in diesem Abschnitt beschrieben.
   3.2.   Messung des Durchsatzes
          Die Kalibrierung der Gasdurchsatzmesser oder Durchflussmengenmessgeräte muss auf
          nationale und/oder internationale Normen zurückzuführen sein. Die
          Anzeigegenauigkeit für den gemessenen Wert muss ± 2 % betragen.
          Wird der Gasdurchsatz durch Differenzdruckmessung bestimmt, so darf der Fehler der
          Differenz höchstens so groß sein, dass die Genauigkeit von GEDF innerhalb einer
          Toleranz von ± 4 % liegt (siehe auch Anhang 4 Anlage 6 Absatz 2.2.1, EGA) liegt. Die
          Berechnung kann durch Bilden des quadratischen Mittelwerts der Fehler des jeweiligen
          Geräts erfolgen.
   3.3.   Überprüfung der Teilstrombedingung
          Der Bereich der Abgasgeschwindigkeit und der Druckschwankungen ist zu überprüfen
          und erforderlichenfalls entsprechend den Vorschriften in Anhang 4 Anlage 6
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           Absatz 2.2.1, EP, einzustellen.
    3.4.   Abstände zwischen den Kalibrierungen
           Die Durchflussmengenmessgeräte sind mindestens alle drei Monate sowie nach
           Reparaturen und Veränderungen des Systems, die die Kalibrierung beeinflussen
           könnten, zu kalibrieren.
 ---pagebreak--- L 375/162   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
   4.     KALIBRIERUNG DER GERÄTE FÜR DIE RAUCHMESSUNG
   4.1.   Einleitung
          Jedes Analysegerät ist so oft wie nötig zu kalibrieren, damit es den in dieser Regelung
          festgelegten Anforderungen an die Genauigkeit entspricht. Das bei den Analysegeräten
          nach Anhang 4 Anlage 4 Absatz 5 sowie Anhang 4 Anlage 6 Absatz 3 anzuwendende
          Kalibrierverfahren ist in diesem Abschnitt beschrieben.
   4.2.   Kalibrierverfahren
   4.2.1. Aufheizzeit
          Der Trübungsmesser ist nach den Angaben des Herstellers aufzuheizen und zu
          stabilisieren. Ist der Trübungsmesser mit einem Spülluftsystem versehen, das die
          Messkammerfenster von Ruß freihält, so sollte auch dieses System entsprechend den
          Empfehlungen des Herstellers in Betrieb genommen und justiert werden.
   4.2.2. Ermittlung der Linearität
          Die Linearität des Trübungsmessers ist bei eingestellter Trübungsanzeige entsprechend
          den Empfehlungen des Herstellers zu überprüfen. Drei Neutralfilter mit bekanntem
          Durchlässigkeitsgrad, die die Anforderungen von Anhang 4 Anlage 4 Absatz 5.2.5
          erfüllen, sind in den Trübungsmesser einzusetzen, und der Wert ist aufzuzeichnen. Die
          nominelle Trübung der Neutralfilter muss ca. 10 %, 20 % und 40 % betragen.
          Die Linearität darf höchstens um ± 2 % Trübung vom Nennwert des Neutralfilters
          abweichen. Jegliche über den genannten Wert hinausgehende Nichtlinearität muss vor
          Beginn der Prüfung korrigiert werden.
   4.3.   Abstände zwischen den Kalibrierungen
          Der Trübungsmesser ist mindestens alle 3 Monate sowie nach Reparaturen oder
          Veränderungen des Systems, die die Kalibrierung beeinflussen könnten, entsprechend
          Absatz 4.2.2 zu kalibrieren.
                                            __________
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                        L 375/163
                                                    Anhang 4 - Anlage 6
                                    ANALYSE- UND PROBENAHMESYSTEME
    1.         BESTIMMUNG DER GASFÖRMIGEN EMISSIONEN
    1.1.       Einleitung
               Ausführliche Beschreibungen der empfohlenen Probenahme- und Analysesysteme sind
               in Absatz 1.2 sowie in den Abbildungen 7 und 8 enthalten. Da mit verschiedenen
               Anordnungen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden können, ist eine genaue
               Übereinstimmung mit den Abbildungen 7 und 8 nicht erforderlich. Es können
               zusätzliche Bauteile wie Instrumente, Ventile, Elektromagnete, Pumpen und Schalter
               verwendet werden, um weitere Informationen zu erlangen und die Funktionen der
               Teilsysteme zu koordinieren. Bei einigen Systemen kann auf manche Bauteile, die für
               die Aufrechterhaltung der Genauigkeit nicht erforderlich sind, verzichtet werden, wenn
               ihr Wegfall nach bestem technischen Ermessen begründet erscheint.
                            HSL1
          EP
                  Nullgas                                        T2               G1
                                    T1                 HSL1
                                                                        Nullgas
          SP1                                                                                           Entlüftung
                                                                                          HC
                                                                              V2
                     V1
                               F1        F2    P
                  Nullgas                                         Kalibriergas
                                    T1
                                                                                 R3
          SP1
                                                                                       R1     R2         Entlüftung
                     V1                                                                 LuftfKraftstoff
                               F1       F2      P                                                    FL1
                    wahlweise 2 Probenahme-
                    sonden
                                                            HSL2
                    SL
                                             Entlüftung
                               G3                                                                        Entlüftung
         T5         Nullgas
                                                              T3         G2         V8
                                              FL5
                                                                Nullgas                                    FL4
                                    CO       Entlüftung
    B           V10         V4
                       Kalibriergas
                                                                                     C                     NO
                         Nullgas                                             V6           V7      V9
                                                                      V3
                                              FL6               Kalibriergas
                                    CO                                                                      Entlüftung
                                                                                                        T5
     V12  V11                          2                                            T4
                             V5                                   R4
                                                                                        B
                       Kalibriergas
                                            Entlüftung
              R5
                                                                                                           FL2
                                                    FL3                                   V12   V11
    Abbildung 7 - Flussdiagramm des mit Rohabgas arbeitenden Analysesystems für CO, CO2, NOx,
                    HC (nur ESC)
 ---pagebreak--- L 375/164            DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                  27.12.2006
   1.2.       Beschreibung des Analysesystems
                   Es wird ein Analysesystem für die Bestimmung der gasförmigen Emissionen im
                   Rohabgas (Abbildung 7, nur ESC) oder verdünnten Abgas (Abbildung 8, ETC und
                   ESC) beschrieben, das auf der Verwendung
                   − eines HFID-Analysators für die Messung der Kohlenwasserstoffe,
                   − von NDIR-Analysatoren für die Messung von Kohlenmonoxid und Kohlendioxid,
                   − eines HCLD- oder gleichwertigen Analysators für die Messung der Stickoxide
                        beruht.
                   Die Probe zur Bestimmung sämtlicher Bestandteile kann mit einer Probenahmesonde
                   oder zwei nahe beieinander befindlichen Probenahmesonden entnommen werden und
                   intern nach den verschiedenen Analysatoren aufgespalten werden. Es ist sorgfältig
                   darauf zu achten, dass sich an keiner Stelle des Analysesystems Kondensate von
                   Abgasbestandteilen (einschließlich Wasser und Schwefelsäure) bilden.
                    Zum PSS s. Abb. 21           HSL1
                                                                        T2             G1
                                         T1                   HSL1
              PSP                                                             Nullgas
                            BK
                                                                                                           Entlüftung
              SP2
                                                                                               HC
                                                                                   V2
                            V1
   gleiche Ebene s.
                                   F1         F2       P
                                                                      Kalibriergas
                      Nullgas            T1
   Abb. 21                                                     HSL2
                                                                                      R3
                                                                                                        Entlüftung
             SP3                                                                            R1    R2
      DT s. Abb.20          V1
                                                                                            Luft Kraftstoff
                                   F1        F2          P                                               FL1
                           V14
                                                           SL
          BG                            BK
                                  G3                 Entlüftung
                                                                                                            Entlüftung
          T5           Nullgas
                                                                    T3         G2        V9
                                                      FL5
                                                                      Nullgas                                   FL4
                                         CO          Entlüftung
    B               V11        V4
                           Kalibriergas
                                                                                          C                     NO
                            Nullgas                                               V7           V8     V10
                                                                            V3
                                                      FL6             Kalibriergas
                                         CO                                                                 Entlüftung
     V13  V12                               2                                            T4
                                V5                                      R4
                           Kalibriergas
                                                  Entlüftung
                   R5
                                                                                                                FL2
                                                           FL3
   Abbildung 8 -                  Flussdiagramm des mit verdünntem Abgas arbeitenden Analysesystems für
                                  CO, CO2, NOx, HC (ETC, für ESC wahlfrei)
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/165
    1.2.1. Beschreibung zu den Abbildungen 7 und 8
           EP     Auspuffrohr
           SP1 Sonde zur Entnahme von Proben aus dem unverdünnten Abgas (nur
           Abbildung 7)
           Empfohlen wird eine Sonde aus rostfreiem Stahl mit geschlossenem Ende und mehreren
           Löchern. Der Innendurchmesser darf nicht größer sein als der Innendurchmesser der
           Probenahmeleitung. Die Wanddicke der Sonde darf nicht größer als 1 mm sein.
           Erforderlich sind mindestens drei Löcher auf drei verschiedenen radialen Ebenen und
           von einer solchen Größe, dass sie ungefähr den gleichen Durchfluss entnehmen. Die
           Sonde muss sich über mindestens 80 % des Auspuffrohr-Querschnitts erstrecken. Es
           können ein oder zwei Probenahmesonden verwendet werden.
           SP2        Sonde zur Entnahme von HC-Proben aus dem verdünnten Abgas (nur
           Abbildung 8)
           Die Sonde muss
           − die ersten 254 mm bis 762 mm der beheizten Probenahmeleitung HSL1 bilden;
           − einen Innendurchmesser von mindestens 5 mm haben;
           − im Verdünnungstunnel DT (siehe Absatz 2.3, Abbildung 20) an einer Stelle
              angebracht sein, an der Verdünnungsluft und Abgase gut vermischt sind (d. h. etwa
              10 Tunneldurchmesser stromabwärts von dem Punkt gelegen, an dem die Abgase in
              den Verdünnungstunnel eintreten),
           − in ausreichender Entfernung (radial) von anderen Sonden und von der Tunnelwand
              angebracht werden, um eine Beeinflussung durch Wellen oder Wirbel zu vermeiden,
           − so beheizt werden, dass die Temperatur des Gasstroms am Sondenauslass auf
              463 K ± 10 K (190°C ± 10°C) erhöht wird.
           SP3        Sonde zur Entnahme von CO-, CO2-, und NOx-Proben aus dem verdünnten
                     Abgas (nur Abbildung 8)
           Die Sonde muss
           − sich auf derselben Ebene wie SP2 befinden;
           − in ausreichender Entfernung (radial) von anderen Sonden und von der Tunnelwand
              angebracht werden, um eine Beeinflussung durch Wellen oder Wirbel zu vermeiden;
 ---pagebreak--- L 375/166   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
          − über ihre gesamte Länge beheizt und so isoliert sein, dass die Mindesttemperatur
          328 K (55°C) beträgt, um eine Kondenswasserbildung zu vermeiden.
          HSL1       Beheizte Probenahmeleitung
          Die Probenahmeleitung dient der Entnahme von Gasproben von einer einzelnen Sonde
          bis hin zu dem (den) Aufteilungspunkt(en) und dem HC-Analysator.
          Die Probenahmeleitung muss
          − einen Innendurchmesser von mindestens 5 mm und höchstens 13,5 mm haben;
          − aus rostfreiem Stahl oder PTFE bestehen.
          −     auf einer Wandtemperatur von 463 K ± 10 K (190°C ± 10°C), gemessen an jedem
             getrennt geregelten beheizten Abschnitt, gehalten werden, wenn die Abgastemperatur
             an der Probenahmesonde bis einschließlich 463 K (190°C) beträgt;
          − auf einer Wandtemperatur von über 453 K (180°C) gehalten werden, wenn die
             Abgastemperatur an der Probenahmesonde mehr als 463 K (190°C) beträgt,
          − unmittelbar vor dem beheizten Filter F2 und dem HFID ständig eine Gastemperatur
             von 463 K ± 10 K (190°C ± 10 C) aufweisen.
          HSL2       Beheizte NOx-Probenahmeleitung
          Die Probenahmeleitung muss
          − bei Verwendung eines Kühlers B bis hin zum Konverter C und bei Nichtverwendung
             eines Kühlers B bis hin zum Analysator auf einer Wandtemperatur von 328 bis
             473 K (55 bis 200°C) gehalten werden;
          − aus rostfreiem Stahl oder Polytetrafluorethylen PTFE bestehen.
          SL         Probenahmeleitung für CO und CO2
          Die Leitung muss aus PTFE oder rostfreiem Stahl bestehen. Sie kann beheizt oder
          unbeheizt sein.
          BK         Hintergrundbeutel (wahlfrei, nur Abbildung 8)
          Zur Messung der Hintergrundkonzentrationen.
          BG         Probenahmebeutel (wahlfrei, nur Abbildung 8, CO und CO2)
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/167
           Zur Probenahme der Probenkonzentrationen.
           F1          Beheiztes Vorfilter (wahlfrei)
           Es ist auf der gleichen Temperatur zu halten wie HSL1.
           F2          Beheiztes Filter
           Dieses Filter muss alle Feststoffteilchen aus der Gasprobe entfernen, bevor diese in den
           Analysator gelangt. Es muss die gleiche Temperatur aufweisen wie HSL1. Das Filter
           ist bei Bedarf zu wechseln.
           P           Beheizte Probenahmepumpe
           Die Pumpe ist auf die Temperatur von HSL1 aufzuheizen.
           HC                  Beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID) zur Bestimmung der
                      Kohlenwasserstoffe.
           Die Temperatur ist auf 453 bis 473 K (180 bis 200°C) zu halten.
           CO, CO NDIR-Analysatoren zur Bestimmung von Kohlenmonoxid und Kohlendioxid
                    2
                      (wahlfrei zur Bestimmung des Verdünnungsverhältnisses für PT-Messung).
           NO          (H) CLD-Analysator zur Bestimmung der Stickoxide.
           Wird ein HCLD verwendet, so ist er auf einer Temperatur von 328 bis 473 K (55 bis
           200°C) zu halten.
           C          Konverter
           Für die katalytische Reduktion von NO2 zu NO vor der Analyse im CLD oder HCLD ist
           ein Konverter zu verwenden.
           B          Kühler (wahlfrei)
           Zum Kühlen und Kondensieren von Wasser aus der Abgasprobe. Der Kühler ist durch
           Eis oder ein Kühlsystem auf einer Temperatur von 273 bis 277 K (0°C bis 4°C) zu
           halten. Der Kühler ist wahlfrei, wenn der Analysator keine Beeinträchtigung durch
           Wasserdampf - bestimmt nach Anhang 4 Anlage 5 Absätze 1.9.1 und 1.9.2 - aufweist.
           Wird das Wasser durch Kondensation entfernt, so ist die Temperatur bzw. der Taupunkt
           der Gasprobe entweder innerhalb des Wasserabscheiders oder stromabwärts zu
           überwachen. Die Temperatur bzw. der Taupunkt der Gasprobe dürfen 280 K (7°C)
           nicht überschreiten. Die Verwendung chemischer Trockner zur Entfernung von Wasser
           aus der Probe ist nicht zulässig.
 ---pagebreak--- L 375/168   DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          T1, T2, T3        Temperatursensor
          Zur Überwachung der Temperatur des Gasstromes.
          T4       Temperatursensor
          Zur Überwachung der Temperatur des NO2 - NO Konverters.
          T5       Temperatursensor
          Zur Überwachung der Temperatur des Kühlers.
          G1, G2, G3        Druckmesser
          Zur Messung des Drucks in den Probenahmeleitungen.
          R1, R2    Druckregler
          Zur Regelung des Luft- bzw. Kraftstoffdrucks für den HFID.
          R3, R4, R5        Druckregler
          Zur Regelung des Drucks in den Probenahmeleitungen und des Durchflusses zu den
          Analysatoren.
          FL1, FL2, FL3 Durchflussmesser
          Zur Überwachung des Bypass-Durchflusses der Probe.
          FL4 bis FL6       Durchflussmesser (wahlfrei)
          Zur Überwachung des Durchflusses durch die Analysatoren.
          V1 bis V5 Mehrwegeventil
          Geeignete Ventile zum wahlweisen Einleiten der Probe, von Kalibriergas oder Nullgas
          in den Analysator.
          V6, V7     Magnetventil
          Zur Umgehung des NO2-NO-Konverters.
          V8         Nadelventil
          Zum Ausgleichen des Durchflusses durch den NO2-NO-Konverter C und den Bypass.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/169
           V9, V10      Nadelventil
           Zum Regulieren des Durchflusses zu den Analysatoren.
           V11, V12 Ablasshahn (wahlfrei)
           Zum Ablassen des Kondensats aus dem Kühler B.
    1.3.   NMHC-Analyse (nur NG-betriebene Motoren)
    1.3.1. Gaschromatografisches Verfahren (GC, Abbildung 9)
           Beim GC-Verfahren wird ein kleines, ausgemessenes Probenvolumen in eine
           Trennsäule gebracht, durch die es mit einem inerten Trägergas transportiert wird. In der
           Trennsäule werden die verschiedenen Abgaskomponenten entsprechend ihren
           Siedepunkten getrennt, so dass sie aus der Trennsäule zu verschiedenen Zeiten
           ausströmen. Diese Gase werden dann einem Detektor zugeführt, dessen Ausgangssignal
           ein Maß für deren Konzentration ist. Da es sich bei dieser Technik um ein
           diskontinuierliches Analyseverfahren handelt, kann sie nur zusammen mit der in
           Anhang 4 Anlage 4 Absatz 3.4.2 beschriebenen Beutel-Probenahme angewendet
           werden.
           Für die NMHC-Analyse ist ein automatisierter GC mit einem FID zu verwenden. Das
           Abgas wird in einem Beutel gesammelt, dem ein Teil des Gases entnommen und dem
           GC zugeführt wird. Die Probe wird in einer Porapak-Säule in zwei Teile getrennt
           (CH4/Luft/CO und NMHC/CO2/H2O). Ein Molekularsieb trennt das CH4 von der Luft
           und vom CO, ehe es zwecks Konzentrationsmessung zum FID weitergeleitet wird. Ein
           vollständiger Zyklus von der Einbringung einer Abgasprobe bis zur Einbringung der
           nächsten kann in 30 s durchgeführt werden. Zur NMHC-Bestimmung wird die CH4-
           Konzentration vom Gesamtwert für die HC-Konzentration abgezogen (siehe Anhang 4
           Anlage 2 Absatz 4.3.1).
           Abbildung 9 zeigt einen typischen GC, der zur routinemäßigen Bestimmung von CH4
           geeignet ist. Andere GC-Verfahren dürfen ebenfalls verwendet werden, wenn dies nach
           bestem technischen Ermessen begründet erscheint.
 ---pagebreak--- L 375/170  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          10              y   to x
           1                             F4      D                       F1
                                                   V2                R1
           2             PC                                                  fuel inlet
           3                                                  HC
                                       V4
           4
           5                                 MSC
           6                                                        FC        air inlet
           7
                                                    SLP                  F3
           8                                                         R2              vent
           9
          10                     x      to y      Oven                V6          FM1
                                                      P        V3
                                             F5                      F2
                                     V7                                   R3
                V1                                           V8
           sample     vent              span gas
          Abbildung 9 -     Flussdiagramm für die Methananalyse (GC-Methode)
                                  fuel inlet = Kraftstoffzufuhr
                                     air inlet = Luftzufuhr
                                        vent = Entlüftung
                                           oven = Ofen
                                         sample = Probe
                                    span gas = Kalibriergas
          Beschreibung zu Abbildung 9
          PC         Porapak-Säule
          Die zu verwendende Säule Porapak N, 180/300 µm (50/80 Maschenweite), 610 mm
          Länge x 2,16 mm Innendurchmesser, muss mindestens 12 h vor der ersten Benutzung
          bei 423 K (150°C) mit Trägergas konditioniert werden.
          MSC        Molekularsieb
          Es muss ein Molekularsieb vom Typ 13X, 250/350 µm (45/60 Maschenweite),
          1220 mm Länge x 2,16 mm Innendurchmesser benutzt werden und mindestens 12 h vor
          der ersten Benutzung bei 423 K (150°C) mit Trägergas konditioniert werden.
          OV         Wärmeofen
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/171
           Zur Aufrechterhaltung einer stabilen Temperatur der Säulen und Ventile für den
           Analysenbetrieb und zur Konditionierung der Säulen bei 423 K (150°C).
           SLP       Probenschleife
           Ein Rohr aus nicht rostendem Stahl mit genügender Länge um ein Volumen von etwa 1
           cm³ aufzunehmen.
           P         Pumpe
           Zur Einbringung der Probe in den Gaschromatographen.
           D         Trockner
           Um Wasser und etwaige andere Verunreinigungen zu entfernen, die möglicherweise im
           Trägergas enthalten sind, muss ein Trockner benutzt werden, der ein Molekularsieb
           enthält.
           HC        Flammenionisationsdetektor (FID) zur Messung der Methankonzentration.
           V1        Probengabeventil
           Zum Eingeben der Probe, die dem Probenahmebeutel über die SL von Abbildung 8
           entnommen wurde. Es muss ein geringes Totvolumen besitzen, gasdicht und bis 423 K
           (150°C) aufheizbar sein.
           V3        Mehrwegeventil
           Zur Auswahl des Gases (Kalibriergas, Probe) oder zum Absperren.
           V2, V4, V5, V6, V7, V8 Nadelventil
           Zur Einstellung der Gasströme für das System.
           R1, R2, R3        Druckregler
           Zur Regelung der Ströme von Kraftstoff (= Trägergas), Probe bzw. Luft.
           FC        Durchflusskapillare
           Zur Regelung des Luftstromes zum FID
           G1, G2, G3        Druckanzeiger
           Zur Regelung der Ströme von Kraftstoff (= Trägergas), Probe bzw. Luft.
 ---pagebreak--- L 375/172   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
          F1, F2, F3, F4, F5        Filter
          Filter aus gesintertem Metall, die das Eindringen von Schmutzpartikeln in die Pumpe
          oder das Gerät verhindern.
          FL1           Durchflussmesser
          Zur Messung des Probenebenstroms.
   1.3.2. Nicht-Methan-Cutter-Verfahren (NMC, Abbildung 10)
          Der Cutter oxidiert alle Kohlenwasserstoffe, ausgenommen CH4, zu CO2 und H2O, so
          dass beim Durchströmen der Probe durch das NMC-Gerät nur noch CH4 vom FID
          gemessen wird. Bei Anwendung der Beutelprobenahme muss die SL mit einer
          Anordnung versehen sein (siehe Absatz 1.2, Abbildung 8), mit dem der Gasstrom
          entweder durch den Cutter geleitet werden kann oder an ihm vorbei, wie im oberen Teil
          von Abbildung 10 dargestellt. Bei der NMHC-Messung müssen beide Werte (HC und
          CH4) am FID-Gerät beobachtet und protokolliert werden. Bei Anwendung der
          Integrationsmethode ist in der HSL1 parallel zum regulären FID (siehe Absatz 1.2,
          Abbildung 8) ein mit einem zweiten FID in Serie geschalteter NMC anzubringen, wie
          im unteren Teil von Abbildung 10 dargestellt. Bei der NMHC-Messung müssen die an
          beiden FID-Geräten angezeigten Werte (HC und CH4) beobachtet und protokolliert
          werden.
          Bei H2O-Werten, die repräsentativ für das Abgas sind, muss der Einfluss des Cutters auf
          CH4 und C2H6 bei einer Temperatur von mindestens 600 K (327°C) vor der Messung
          bestimmt werden. Der Taupunkt und der O2 -Gehalt der entnommenen Abgasprobe
          müssen bekannt sein. Das relative Ansprechen des FID-Gerätes auf CH4 ist zu
          protokollieren
          (siehe Anhang 4 Anlage 5 Absatz 1.8.2).
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/173
               Nullgas
               Kalibriergas                 V4
                                                                                 Entlüftung
                                               NMC
                             V1    V2                          V3
               Probe                                                        HC
              SL (siehe Abb. 8)
                                    Beutelprobenahme
                Nullgas
                                                                       HC
                                                                           Entlüftung
                Kalibriergas
                                                                            Entlüftung
                                                NMC
                              V1   V2
                Probe                                                    HC
               HSL1 (siehe Abb. 8)    Integrationsmethode
           Abbildung 10 - Flussdiagramm für die Methananalyse mit dem Nicht-Methan-Cutter
                             (NMC)
           Beschreibung zu Abbildung 10
           NMC          Nicht-Methan-Cutter
           Zur Oxidation aller Kohlenwasserstoffe mit Ausnahme von Methan.
           HC           Beheizter Flammenionisationsdetektor (HFID)
           zur Messung der HC- und CH4-Konzentrationen. Die Temperatur ist auf 453 bis 473 K
           (180 bis 200°C) zu halten.
           V1           Mehrwegeventil
           Zur Auswahl von Probe, Null- und Kalibriergas. V1 ist identisch mit V2 in
           Abbildung 8.
           V2, V3       Magnetventil
           Zur Schaltung des Nebenstroms (Bypass) beim NMC.
           V4           Nadelventil
 ---pagebreak--- L 375/174   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
          Zum Ausgleichen der Gasströme durch den NMC und den Bypass.
          R1          Druckregler
          Zur Regelung des Drucks in der Entnahmeleitung und des Gasstromes zum HFID. R1
          ist identisch mit R3 in Abbildung 8.
          FL1         Durchflussmesser
          Zur Messung der Nebenstrommenge der Probe. FL1 ist identisch mit FL1 in
          Abbildung 8.
   2.     ABGASVERDÜNNUNG UND BESTIMMUNG DER PARTIKEL
   2.1.   Einleitung
          Die Absätze 2.2, 2.3 und 2.4 und die Abbildungen 11 bis 22 enthalten ausführliche
          Beschreibungen der empfohlenen Verdünnungs- und Probenahmesysteme. Da mit
          verschiedenen Anordnungen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden können, ist eine
          genaue Übereinstimmung mit diesen Abbildungen nicht erforderlich. Es können
          zusätzliche Bauteile wie Instrumente, Ventile, Elektromagnete, Pumpen und Schalter
          verwendet werden, um weitere Informationen zu erlangen und die Funktionen der
          Teilsysteme zu koordinieren. Bei einigen Systemen kann auf manche Bauteile, die für
          die Aufrechterhaltung der Genauigkeit nicht erforderlich sind, verzichtet werden, wenn
          ihr Wegfall nach bestem technischen Ermessen begründet erscheint.
   2.2.   Teilstrom-Verdünnungssystem
          In den Abbildungen 11 bis 19 wird ein Verdünnungssystem beschrieben, das auf der
          Verdünnung eines Teils der Auspuffabgase beruht. Die Teilung des Abgasstroms und
          der nachfolgende Verdünnungsprozess können mit verschiedenen Typen von
          Verdünnungssystemen vorgenommen werden. Zur anschließenden Abscheidung der
          Partikel kann entweder das gesamte verdünnte Abgas oder nur ein Teil des verdünnten
          Abgases durch das Partikel-Probenahmesystem geleitet werden (Absatz 2.4,
          Abbildung 21). Die erste Methode wird als Gesamtprobenahme, die zweite als
          Teilprobenahme bezeichnet.
          Die Errechnung des Verdünnungsverhältnisses hängt vom Typ des verwendeten
          Systems ab. Empfohlen werden folgende Typen:
          Isokinetische Systeme (Abbildungen 11 und 12)
          Bei diesen Systemen entspricht der in das Übertragungsrohr eingeleitete Strom von der
          Gasgeschwindigkeit und/oder vom Druck her dem Hauptabgasstrom, so dass ein
          ungehinderter und gleichmäßiger Abgasstrom an der Probenahmesonde erforderlich ist.
           Dies wird in der Regel durch Verwendung eines Resonators und eines geraden Rohrs
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/175
           stromaufwärts von der Probenahmestelle erreicht. Das Teilungsverhältnis wird
           anschließend anhand leicht messbarer Werte, wie z. B. Rohrdurchmesser, berechnet. Es
           ist zu beachten, dass die Isokinetik lediglich zur Angleichung der
           Durchflussbedingungen und nicht zur Angleichung der Größenverteilung verwendet
           wird. Letzteres ist in der Regel nicht erforderlich, da die Partikel so klein sind, dass sie
           den Stromlinien des Abgases folgen.
           Systeme mit Durchflussregelung und Konzentrationsmessung (Abbildungen 13 bis 17)
           Bei diesen Systemen wird die Probe dem Hauptabgasstrom durch Einstellung des
           Verdünnungsluftdurchflusses und des Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases
           entnommen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der Konzentrationen von
           Tracergasen wie CO2 oder NOx bestimmt, die bereits in den Motorabgasen enthalten
           sind. Die Konzentrationen im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft werden
           gemessen, und die Konzentration im Rohabgas kann entweder direkt gemessen oder bei
           bekannter Kraftstoffzusammensetzung anhand des Kraftstoffdurchsatzes und der
           Kohlenstoffbilanz-Gleichung ermittelt werden. Die Systeme können auf der Grundlage
           des berechneten Verdünnungsverhältnisses (Abbildungen 13 und 14) oder auf der
           Grundlage des Durchflusses in das Übertragungsrohr (Abbildungen 12, 13 und 14)
           geregelt werden.
           Systeme mit Durchflussregelung und Durchflussmessung (Abbildungen 18 und 19)
           Bei diesen Systemen wird die Probe dem Hauptabgasstrom durch Einstellung des
           Verdünnungsluftdurchflusses und des Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases
           entnommen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der Differenz der beiden
           Durchsätze bestimmt. Die Durchflussmesser müssen aufeinander bezogen präzise
           kalibriert sein, da die relative Größe der beiden Durchsätze bei größeren
           Verdünnungsverhältnissen zu bedeutenden Fehlern führen kann (Abbildung 15 und
           oben). Die Durchflussregelung erfolgt sehr direkt, indem der Durchsatz des verdünnten
           Abgases konstant gehalten und der Verdünnungsluftdurchsatz bei Bedarf geändert wird.
           Bei der Verwendung von Teilstrom-Verdünnungssystemen ist besondere
           Aufmerksamkeit auf die Vermeidung von Partikelverlusten im Übertragungsrohr, auf
           die Gewährleistung der Entnahme einer repräsentativen Probe aus dem Motorabgas und
           auf die Bestimmung des Teilungsverhältnisses zu richten. Bei den beschriebenen
           Systemen werden diese kritischen Punkte berücksichtigt.
 ---pagebreak--- L 375/176  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                                 27.12.2006
                DAF       PB     FM1                      l > 10*d                   SB
                                                                        PSP
                                                                d
           Luft                                                                         Entlüftung
                                                             DT       PTT
                                              TT        Siehe Abb. 21
                                                                       zum Partikel-
                                                                         probenahme-
                                                                          system
                        ISP
                                            DPT
                          EP             delta p
                                                               FC1
                             Abgas
          Abbildung 11 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit isokinetischer Sonde und
                            Teilprobenahme (SB-Regelung)
          Unverdünntes Abgas wird mit Hilfe der isokinetischen Probenahmesonde ISP aus dem
          Auspuffrohr EP durch das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet.
          Der Differenzdruck des Abgases zwischen Auspuffrohr und Sondeneinlass wird mit
          dem Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen. Dieses Signal wird an den
          Durchflussregler FC1 übermittelt, der das Ansauggebläse SB so regelt, dass am Eintritt
          der Sonde ein Differenzdruck von Null aufrechterhalten wird. Unter diesen
          Bedingungen stimmen die Abgasgeschwindigkeiten in EP und ISP überein, und der
          Durchfluss durch ISP und TT ist ein konstanter Bruchteil des Abgasdurchflusses. Das
          Teilungsverhältnis wird anhand der Querschnittsflächen von EP und ISP bestimmt. Der
          Verdünnungsluftdurchsatz wird mit dem Durchflussmessgerät FM1 gemessen. Der
          Verdünnungsquotient wird anhand des Verdünnungsluftdurchsatzes und des
          Teilungsverhältnisses berechnet.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                                   L 375/177
                  DAF         FM1                           l > 10*d                     SB
                                                                                            Entlüftung
                                                                          PSP
                                                                  d
            Luft
                               TT                              DT        PTT
                                                           Siehe Abb. 21   zum Partikel-
                                                                             probenahme-
                                                                              system
                 ISP                           PB
                   EP
                                     DPT              FC1
                      Abgas         delta p
           Abbildung 12 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit isokinetischer Sonde und
                             Teilprobenahme (PB-Regelung)
           Unverdünntes Abgas wird mit Hilfe der isokinetischen Probenahmesonde ISP aus dem
           Auspuffrohr EP durch das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet.
           Der Differenzdruck des Abgases zwischen Auspuffrohr und Sondeneinlass wird mit
           dem Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen. Dieses Signal wird an den
           Durchflussregler FC1 übermittelt, der das Ansauggebläse PB so regelt, dass am Eintritt
           der Sonde ein Differenzdruck von Null aufrechterhalten wird. Dazu wird ein kleiner
           Teil der Verdünnungsluft, deren Durchsatz bereits mit dem Durchflussmessgerät FM1
           gemessen wurde, entnommen und mit Hilfe einer pneumatischen Blende in das TT
           eingeleitet. Unter diesen Bedingungen stimmen die Abgasgeschwindigkeiten in EP und
           ISP überein, und der Durchfluss durch ISP und TT ist ein konstanter Bruchteil des
           Abgasdurchflusses. Das Teilungsverhältnis wird anhand der Querschnittsflächen von
           EP und ISP bestimmt. Die Verdünnungsluft wird vom Ansauggebläse SB durch den DT
           gesogen und der Durchsatz mittels FM1 am Einlass zum DT gemessen. Das
           Verdünnungsverhältnis wird anhand des Verdünnungsluftdurchsatzes und des
           Teilungsverhältnisses berechnet.
 ---pagebreak--- L 375/178   DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                            27.12.2006
                     FC2         EGA                               EGA
                       wahlweise
                DAF      zu PB oder SB               l > 10*d                      SB
                                                             d
                                                                    PSP               Entlüftung
           Luft
                       PB                                 DT         PTT
                                            TT        siehe Abb. 21    zum Partikel-
                                                                         probenahme-
                EGA                                                       system
                                      SP
                       EP
                          Abgas
          Abbildung 13 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Messung von CO2- oder NOx-
                            Konzentration und Teilprobenahme
          Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und
          das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Die Konzentrationen
          eines Tracergases (CO2 oder NOx) werden mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA im
          unverdünnten und verdünnten Abgas sowie in der Verdünnungsluft gemessen. Diese
          Signale werden an den Durchflussregler FC2 übermittelt, der entweder das
          Druckgebläse PB oder das Ansauggebläse SB so regelt, dass im DT das gewünschte
          Teilungs- und Verdünnungsverhältnis des Abgases aufrechterhalten wird. Das
          Verdünnungsverhältnis wird anhand der Konzentrationen des Tracergases im
          unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft berechnet.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/179
                        FC2            EGA                                  EGA
                        wahlweise zu P
                 DAF
                                                                                PTT
                                                                   d
            Luft
                           PB                                  DT
                                                                            PSS
                                                 TT
                                                                                        FH
                Kraftstoff G
                                          SP             wahlweise von FC2             P
                           EP
                                                                           Einzelheiten siehe Abb. 21
                               Abgas
           Abbildung 14 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Messung von CO2-
                                Konzentration, Kohlenstoffbilanz und Gesamtprobenahme
           Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und
           das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Die CO2-
           Konzentrationen werden mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA im verdünnten Abgas
           und in der Verdünnungsluft gemessen. Die Signale über den CO2- und
           Kraftstoffdurchfluss GFUEL werden entweder an den Durchflussregler FC2 oder an den
           Durchflussregler FC3 des Partikel-Probenahmesystems übermittelt (siehe Abbildung
           21). FC2 regelt das Druckgebläse PB und FC3 die Probenahmepumpe P (siehe
           Abbildung 21), wodurch die in das System eintretenden und es verlassenden Ströme so
           eingestellt werden, dass im DT das gewünschte Teilungs- und Verdünnungsverhältnis
           der Abgase aufrechterhalten wird. Das Verdünnungsverhältnis wird unter Verwendung
           der Kohlenstoffbilanzmethode anhand der CO2-Konzentrationen und des GFUEL
           berechnet.
 ---pagebreak--- L 375/180   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
                                EGA                                  EGA
                     DAF          PB                        l > 10*d
                                                      VN          d PSP
             Luft                                                                   Entlüftung
                                                               DT     PTT
                                                TT
                                                       siehe Abb. 21  zum Partikel-
                                                                        probenahme-
                                                                         system
                                        SP
                           EP                   EGA
                              Abgas
          Abbildung 15 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Einfach-Venturirohr,
                             Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
          Unverdünntes Abgas wird aufgrund des Unterdrucks, den das Venturi-Rohr VN im DT
          erzeugt, aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und das
          Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Gasdurchsatz durch das
          TT hängt vom Impulsaustausch im Venturibereich ab und wird somit von der absoluten
          Temperatur des Gases am Ausgang des TT beeinflusst. Folglich ist die Abgasteilung
          bei einem bestimmten Tunneldurchsatz nicht konstant, und das Verdünnungsverhältnis
          ist bei geringer Last etwas kleiner als bei hoher Last. Die Konzentrationen des
          Tracergases (CO2 oder NOx) werden mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA im
          unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft gemessen, und
          das Verdünnungsverhältnis wird anhand der gemessenen Werte errechnet.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                               L 375/181
                                     EGA                                EGA
                  DAF           PCV2                      l > 10*d                  HE
                                                                 d
            Luft                                                     PSP
                          PB                                  DT      PTT
                       PCV1                    TT       siehe Abb. 21 zum Partikel-
                                                                        probenahme-
                                                                         system     SB
                 EP
                                                                                       Entlüftung
                      FD1
                            FD2
                                       EGA
                    Abgas
           Abbildung 16 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Doppel-Venturirohr oder
                             Doppelblende, Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
           Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und
           das Übertragungsrohr TT zum Verdünnungstunnel DT geleitet, und zwar mittels eines
           Mengenteilers, der ein Paar Blenden oder Venturi-Rohre enthält. Der erste
           Mengenteiler (FD1) befindet sich im EP, der zweite (FD2) im TT. Zusätzlich sind zwei
           Druckregelventile (PCV1 und PCV2) erforderlich, damit durch Regelung des
           Gegendrucks im EP und des Drucks im DT eine konstante Abgasteilung
           aufrechterhalten werden kann. PCV1 befindet sich stromabwärts der SP im EP, PCV2
           zwischen dem Druckgebläse PB und dem DT. Die Konzentrationen des Tracergases
           (CO2 oder NOx) werden im unverdünnten Abgas, im verdünnten Abgas und in der
           Verdünnungsluft mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA gemessen. Sie werden zur
           Überprüfung der Abgasteilung benötigt und können im Interesse einer präzisen
           Teilungsregelung zur Einstellung von PCV1 und PCV2 verwendet werden. Das
           Verdünnungsverhältnis wird anhand der Tracergaskonzentrationen berechnet.
 ---pagebreak--- L 375/182   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                                27.12.2006
                                   EGA                                   EGA
                        DAF                                 l > 10*d                  HE
               Luft                                               d
                                                         DT            PSP
                                                                       PTT
                                                         siehe Abb. 21                    SB
                       Frischlufteinblasung                              zum Partikel-
                                                                           probenahme-
                                                                            system
                EGA                      TT
                                                                FC1
                                                       DPT                    DAF        Entlüftung
                      FD3
                                                                            Luft
                                                      DC
               EP
          Abbildung 17 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Mehrfachröhrenteilung,
                             Konzentrationsmessung und Teilprobenahme
          Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch Übertragungsrohr TT zum
          Verdünnungstunnel DT geleitet, und zwar mittels eines im EP angebrachten
          Mengenteilers FD3, der aus einer Reihe von Röhren mit gleichen Abmessungen besteht
          (Durchmesser, Länge und Biegungshalbmesser gleich). Das durch eine dieser Röhren
          strömende Abgas wird zum DT geleitet, das durch die übrigen Röhren strömende Abgas
          wird durch die Dämpfungskammer DC geleitet. Die Abgasteilung wird also durch die
          Gesamtzahl der Röhren bestimmt. Eine konstante Teilungsregelung setzt zwischen der
          DC und dem Ausgang des TT einen Differenzdruck von Null voraus, der mit dem
          Differenzdruckaufnehmer DPT gemessen wird. Ein Differenzdruck von Null wird
          erreicht, indem in den DT am Ausgang des TT Frischluft eingeblasen wird. Die
          Konzentrationen des Tracergases (CO2 oder NOx) werden im unverdünnten Abgas, im
          verdünnten Abgas und in der Verdünnungsluft mit dem (den) Abgasanalysator(en) EGA
          gemessen. Sie werden zur Überprüfung der Abgasteilung benötigt und können im
          Interesse einer präzisen Teilungsregelung zur Einstellung des Durchsatzes der
          eingeblasenen Luft verwendet werden. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand der
          Tracergaskonzentrationen berechnet.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/183
                         FC2
                   DAF       wahlweise zu P (PSS)
                                                                 d              PTT
                                FM1                          DT        PSS
                                               TT                                 FH
                GEXH
                                                                          P
                   oder                 SP
                  GAIR                                                          Entlüftung
                   oder
                 GFUEL
                                      EP                              Einzelheiten siehe Abb.21
                             Abgas
           Abbildung 18 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Durchflussregelung und
                            Gesamtprobenahme
           Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und
           das Übertragungsrohr TT in den Verdünnungstunnel DT geleitet. Der Gesamtdurchfluss
           durch den Tunnel wird mit dem Durchflussregler FC3 und der Probenahmepumpe P des
           Partikel-Probenahmesystems eingestellt (siehe Abbildung 18). Der
           Verdünnungsluftdurchfluss wird mit dem Durchflussregler FC2 geregelt, der GEXHW,
           GAIRW oder GFUEL als Steuersignale zur Herbeiführung der gewünschten Abgasteilung
           verwenden kann. Der Probedurchfluss in den DT ist die Differenz aus dem
           Gesamtdurchfluss und dem Verdünnungsluftdurchfluss. Der Verdünnungsluftdurchsatz
           wird mit dem Durchflussmessgerät FM1 und der Gesamtdurchsatz mit dem
           Durchflussmessgerät FM3 des Partikel-Probenahmesystems gemessen (siehe
           Abbildung 21). Das Verdünnungsverhältnis wird anhand dieser beiden Durchsätze
           berechnet.
 ---pagebreak--- L 375/184  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
                        FC2
                        zu PB oder SB
                DAF                                        l > 10*d                SB
                                                       DT       d PSP
           Luft
                        PB     FM1
                                                                   PTT
                                              TT     siehe Abb. 21 zum Partikel- FM2
                                                                      probenahme-
                GEXH                                                   system
                  oder                                              siehe Abb. 21
                 GAIR
                                      SP
                  oder               EP
                GFUEL
                                                                                    Entlüftung
                            Abgas
          Abbildung 19 - Teilstrom-Verdünnungssystem mit Durchflussregelung und
                            Teilprobenahme
          Unverdünntes Abgas wird aus dem Auspuffrohr EP durch die Probenahmesonde SP und
          das Übertragungsrohr TT in den Verdünnungstunnel DT geleitet. Die Abgasteilung und
          der Durchfluss in den DT werden mit dem Durchflussregler FC2 geregelt, der die
          Durchflüsse (oder Drehzahl) des Druckgebläses PB und des Ansauggebläses SB
          entsprechend einstellt. Dies ist möglich, weil die mit dem Partikel-Probenahmesystem
          entnommene Probe in den DT zurückgeführt wird. Als Steuersignale für FC2 können
          GEXHW, GAIRW oder GFUEL verwendet werden. Der Verdünnungsluftdurchsatz wird mit
          dem Durchflussmessgerät FM1, der Gesamtdurchsatz mit dem Durchflussmessgerät
          FM2 gemessen. Das Verdünnungsverhältnis wird anhand dieser beiden Durchsätze
          berechnet.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/185
    2.2.1. Beschreibung zu den Abbildungen 11 bis 19
           EP         Auspuffrohr
           Das Auspuffrohr kann isoliert sein. Zur Verringerung der Wärmeträgheit des
           Auspuffrohrs wird ein Verhältnis Stärke/Durchmesser von 0,015 oder weniger
           empfohlen. Die Verwendung flexibler Abschnitte ist auf ein Verhältnis
           Länge/Durchmesser von 12 oder weniger zu begrenzen. Biegungen sind auf ein
           Mindestmaß zu begrenzen, um die Trägheitsablagerungen zu verringern. Gehört zu dem
           System ein Prüfstand-Schalldämpfer, so kann auch dieser isoliert werden.
           Bei einem isokinetischen System muss das Auspuffrohr vom Eintritt der Sonde ab
           stromaufwärts mindestens sechs Rohrdurchmesser und stromabwärts drei
           Rohrdurchmesser frei von scharfen Krümmungen, Biegungen und plötzlichen
           Durchmesseränderungen sein. Die Gasgeschwindigkeit muss im Entnahmebereich
           höher als 10 m/s sein; dies gilt nicht für den Leerlauf. Druckschwankungen der Abgase
           dürfen im Durchschnitt ± 500 Pa nicht übersteigen. Jede Maßnahme zur Vermeidung
           der Druckschwankungen, die über die Verwendung einer Fahrzeug-Auspuffanlage
           (einschließlich Schalldämpfer und Nachbehandlungsanlage) hinausgeht, darf die
           Motorleistung nicht verändern und zu keiner Partikelablagerung führen.
           Bei Systemen ohne isokinetische Sonde wird empfohlen, dass das Auspuffrohr auf einer
           Länge von sechs Rohrdurchmessern vor dem Eintritt der Sonde und von 3
           Rohrdurchmessern hinter diesem Punkt geradlinig verläuft.
           SP         Probenahmesonde (Abbildungen 10, 14, 15, 16, 18 und 19)
           Der Innendurchmesser muss mindestens 4 mm betragen. Das Verhältnis der
           Durchmesser von Auspuffrohr und Sonde muss mindestens vier betragen. Die Sonde
           muss eine offene Röhre sein, die der Strömungsrichtung zugewandt in der Mittellinie
           des Auspuffrohrs angebracht ist, oder es muss sich um eine Mehrlochsonde - wie unter
           SP1 in Absatz 1.2.1, Abbildung 5 beschrieben - handeln.
           ISP        Isokinetische Probenahmesonde (Abbildungen 11 und 12)
           Die isokinetische Probenahmesonde ist der Strömungsrichtung zugewandt in der
           Mittellinie des Auspuffrohrs an einem Punkt anzubringen, an dem die im Abschnitt EP
           beschriebenen Strömungsbedingungen herrschen; sie ist so auszulegen, dass eine
           verhältnisgleiche Probenahme aus dem unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Der
           Innendurchmesser muss mindestens 12 mm betragen.
           Ein Reglersystem ist erforderlich, damit durch Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks
           von Null zwischen dem EP und der ISP eine isokinetische Abgasteilung erreicht wird.
           Unter diesen Bedingungen sind die Abgasgeschwindigkeiten im EP und in der ISP
           gleich, und der Massendurchfluss durch die ISP ist ein konstanter Bruchteil des
           Abgasstroms. Die ISP muss an einen Differenzdruckaufnehmer DPT angeschlossen
 ---pagebreak--- L 375/186   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                      27.12.2006
          werden. Die Regelung, mit der zwischen dem EP und der ISP ein Differenzdruck von
          Null erreicht wird, erfolgt über den Durchflussregler FC1.
          FD1, FD2      Mengenteiler (Abbildung 16)
          Ein Paar Venturi-Rohre oder Blenden wird im Auspuffrohr EP bzw. im
          Übertragungsrohr TT angebracht, damit eine verhältnisgleiche Probenahme aus dem
          unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Das aus den beiden Druckregelventilen PCV1
          und PCV2 bestehende Reglersystem wird benötigt, damit eine verhältnisgleiche
          Aufteilung mittels Regelung der Drücke im EP und DT erfolgen kann.
          FD3        Mengenteiler (Abbildung 17)
          Ein Satz Röhren (Mehrfachröhreneinheit) wird im Auspuffrohr EP angebracht, damit
          eine verhältnisgleiche Probenahme aus dem unverdünnten Abgas gewährleistet ist. Eine
          dieser Röhren leitet Abgas zum Verdünnungstunnel DT, das Abgas aus den übrigen
          Röhren strömt in eine Dämpfungskammer DC. Die Röhren müssen gleiche
          Abmessungen aufweisen (Durchmesser, Länge, Biegungshalbmesser gleich);
          demzufolge ist die Abgasteilung von der Gesamtzahl der Röhren abhängig. Ein
          Reglersystem wird benötigt, damit durch Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von
          Null zwischen der Einmündung der Mehrfachröhreneinheit in die DC und dem Ausgang
          des TT eine verhältnisgleiche Aufteilung erfolgen kann. Unter diesen Bedingungen
          herrschen im EP und in FD3 proportionale Abgasgeschwindigkeiten, und der
          Durchfluss im TT ist ein konstanter Bruchteil des Abgasdurchflusses. Die beiden
          Punkte müssen an einen Differenzdruckaufnehmer DPT angeschlossen sein. Die
          Regelung zur Herstellung eines Differenzdrucks von Null erfolgt über den
          Durchflussregler FC1.
          EGA        Abgasanalysator (Abbildungen 13, 14, 15, 16 und 17)
          Es können CO2- oder NOx-Analysatoren verwendet werden (bei der
          Kohlenstoffbilanzmethode nur CO2-Analysatoren). Die Analysatoren sind ebenso zu
          kalibrieren wie die Analysatoren für die Messung der gasförmigen Emissionen. Ein
          oder mehrere Analysatoren können zur Bestimmung der Konzentrationsunterschiede
          verwendet werden. Die Messsysteme müssen eine solche Genauigkeit aufweisen, dass
          die Genauigkeit von GEDFW,i ± 4 % beträgt.
          TT         Übertragungsrohr (Abbildungen 11 bis 19)
          Das Übertragungsrohr muss
          − so kurz wie möglich, jedoch nicht länger als 5 m sein;
          − einen Durchmesser haben, der gleich dem Durchmesser der Sonde oder größer,
               jedoch nicht größer als 25 mm ist;
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/187
           − den Ausgang in der Mittellinie des Verdünnungstunnels haben und in
                Strömungsrichtung zeigen.
           Rohre von einer Länge bis zu einem Meter sind mit einem Material zu isolieren, dessen
           maximale Wärmeleitfähigkeit 0,05 W/ m × K beträgt, wobei die Stärke der
           Isolierschicht dem Durchmesser der Sonde entspricht. Rohre von mehr als einem Meter
           Länge sind zu isolieren und so zu beheizen, dass die Wandtemperatur mindestens 523 K
           (250°C) beträgt.
           DPT        Differenzdruckaufnehmer (Abbildungen 11, 12 und 17)
           Der größte Messbereich des Differenzdruckaufnehmers muss ± 500 Pa betragen.
           FC1        Durchflussregler (Abbildungen 11, 12 und 17)
           Bei den isokinetischen Systemen (Abbildungen 11 und 12) wird der Durchflussregler
           zur Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von Null zwischen dem EP und der ISP
           benötigt. Die Einstellung kann folgendermaßen erfolgen:
           (a) durch Regelung der Drehzahl oder des Durchflusses des Ansauggebläses (SB) und
                 Konstanthalten der Drehzahl des Druckgebläses (PB) bei jeder Prüfphase
                 (Abbildung 11), oder
           (b) durch Einstellung des Ansauggebläses (SB) auf einen konstanten Massendurchfluss
                 des verdünnten Abgases und Regelung des Durchflusses des Druckgebläses PB,
                 wodurch der Durchfluss der Abgasprobe in einem Bereich am Ende des
                 Übertragungsrohrs (TT) geregelt wird (Abbildung 12).
           Bei Systemen mit geregeltem Druck darf der verbleibende Fehler im Regelkreis ± 3 Pa
           nicht übersteigen. Die Druckschwankungen im Verdünnungstunnel dürfen im
           Durchschnitt ± 250 Pa nicht übersteigen.
           Bei Mehrfachröhrensystemen (Abbildung 17) wird der Durchflussregler zur
           Aufrechterhaltung eines Differenzdrucks von Null zwischen dem Auslass der
           Mehrfachröhreneinheit und dem Ausgang des TT benötigt, damit der Abgasstrom
           verhältnisgleich aufgeteilt wird. Die Einstellung kann durch Regelung des Durchsatzes
           der eingeblasenen Luft erfolgen, die am Ausgang des TT in den DT einströmt.
           PCV1, PCV2         Druckregelventile (Abbildung 16)
           Zwei Druckregelventile werden für das Doppelventuri-/Doppelblenden-System benötigt,
           damit durch Regelung des Gegendrucks des EP und des Drucks im DT eine
           verhältnisgleiche Stromteilung erfolgen kann. Die Ventile müssen sich stromabwärts
           hinter der SP im EP bzw. zwischen PB und DT befinden.
           DC          Dämpfungskammer (Abbildung 17)
 ---pagebreak--- L 375/188  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
          Am Ausgang des Mehrfachröhrensystems ist eine Dämpfungskammer anzubringen, um
          die Druckschwankungen im Auspuffrohr EP so gering wie möglich zu halten.
          VN           Venturi-Rohr (Abbildung 15)
          Ein Venturi-Rohr wird im Verdünnungstunnel DT angebracht, um im Bereich des
          Ausgangs des Übertragungsrohrs TT einen Unterdruck zu erzeugen. Der Gasdurchsatz
          im TT wird durch den Impulsaustausch im Venturibereich bestimmt und ist im Grund
          dem Durchsatz des Druckgebläses PB proportional, so dass ein konstantes
          Verdünnungsverhältnis erzielt wird. Da der Impulsaustausch von der Temperatur am
          Ausgang des TT und vom Druckunterschied zwischen dem EP und dem DT beeinflusst
          wird, ist das tatsächliche Verdünnungsverhältnis bei geringer Last etwas kleiner als bei
          hoher Last.
          FC2         Durchflussregler (Abbildungen 13, 14, 18 und 19; wahlfrei)
          Zur Durchflussregelung am Druckgebläse PB und/oder Ansauggebläse SB kann ein
          Durchflussregler verwendet werden. Er kann an den Abgasstrom-, den
          Ansaugluftstrom-, den Kraftstoffstrom- und/oder an den CO2- oder NOx-
          Differenzsignalgeber angeschlossen sein.
          Wird ein Druckluftversorgungssystem (Abbildung 18) verwendet, regelt der FC2
          unmittelbar den Luftstrom.
          FM1         Durchflussmessgerät (Abbildungen 11, 12, 18 und 19)
          Gasmessgerät oder sonstiges Durchflussmessgerät zur Messung des
          Verdünnungsluftdurchflusses. FM1 ist wahlfrei, wenn das PB für die
          Durchflussmessung kalibriert ist.
          FM2         Durchflussmessgerät (Abbildung 19)
          Gasmessgerät oder sonstiges Durchflussmessgerät zur Messung des Durchflusses des
          verdünnten Abgases. FM2 ist wahlfrei, wenn das Ansauggebläse SB für die
          Durchflussmessung kalibriert ist.
          PB         Druckgebläse (Abbildungen 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 19)
          Zur Steuerung des Verdünnungsluftdurchsatzes kann das PB an die Durchflussregler
          FC1 und FC2 angeschlossen sein. Ein PB ist nicht erforderlich, wenn eine
          Drosselklappe verwendet wird. Ist das PB kalibriert, kann es zur Messung des
          Verdünnungsluftdurchflusses verwendet werden.
          SB           Ansauggebläse (Abbildungen 11, 12, 13, 16, 17 und 19)
          Nur für Teilprobenahmesysteme. Ist das SB kalibriert, kann es zur Messung des
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           Durchflusses des verdünnten Abgases verwendet werden.
           DAF         Verdünnungsluftfilter (Abbildungen 11 bis 19)
           Es wird empfohlen, die Verdünnungsluft zu filtern und durch Aktivkohle zu leiten,
           damit Hintergrund-Kohlenwasserstoffe entfernt werden. Auf Antrag des
           Motorherstellers ist nach guter technischer Praxis eine Verdünnungsluftprobe zur
           Bestimmung des Raumluft-Partikelgehalts zu nehmen, der dann von den in den
           verdünnten Abgasen gemessenen Werten abgezogen werden kann.
           DT            Verdünnungstunnel (Abbildungen 11 bis 19)
           Der Verdünnungstunnel
           –    muss so lang sein, dass sich die Abgase bei turbulenten Strömungsbedingungen
                vollständig mit der Verdünnungsluft mischen können;
           –    muss aus rostfreiem Stahl bestehen und
                    bei Verdünnungstunneln mit einem Innendurchmesser über 75 mm ein
                     Verhältnis Stärke/Durchmesser von höchstens 0,025 aufweisen;
                    bei Verdünnungstunneln mit einem Innendurchmesser bis zu 75 mm eine
                     nominelle Wanddicke von mindestens 1,5 mm haben;
           –    muss bei einem Teilprobenahmesystem einen Durchmesser von mindestens 75 mm
                haben;
           –    sollte bei einem Gesamtprobenahmesystem möglichst einen Durchmesser von
                mindestens 25 mm haben.
           –    kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine
                Wandtemperatur von höchstens 325 K (52°C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass
                die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K
                (52°C) nicht übersteigt;
           –    kann isoliert sein.
           Die Motorabgase müssen gründlich mit der Verdünnungsluft vermischt werden. Bei
           Teilprobenahmesystemen ist die Mischqualität nach Inbetriebnahme bei laufendem
           Motor mittels eines CO2-Profils des Tunnels zu überprüfen (mindestens vier
           gleichmäßig verteilte Messpunkte). Bei Bedarf kann eine Mischblende verwendet
           werden.
           Anmerkung:          Beträgt die Umgebungstemperatur in der Nähe des
                       Verdünnungstunnels (DT) weniger als 293 K (20°C), so sollte für eine
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                     Vermeidung von Partikelverlusten an den kühlen Wänden des
                     Verdünnungstunnels gesorgt werden. Daher wird eine Beheizung und/oder
                     Isolierung des Tunnels innerhalb der oben angegebenen Grenzwerte
                     empfohlen.
          Bei hoher Motorlast kann der Tunnel durch nichtaggressive Mittel wie beispielsweise
          einen Umlüfter gekühlt werden, solange die Temperatur des Kühlmittels nicht weniger
          als 293 K (20°C) beträgt.
          HE           Wärmeaustauscher (Abbildungen 16 und 17)
          Die Leistung des Wärmeaustauschers muss ausreichend sein, damit die Temperatur am
          Einlass zum Ansauggebläse SB von der bei der Prüfung beobachteten
          durchschnittlichen Betriebstemperatur um höchstens ± 11 K abweicht.
   2.3.   Vollstrom-Verdünnungssystem
          In Abbildung 20 wird ein Verdünnungssystem beschrieben, das unter Verwendung des
          CVS-Konzepts (Constant Volume Sampling) auf der Verdünnung des gesamten
          Abgasstroms beruht. Das Gesamtvolumen des Gemischs aus Abgas und
          Verdünnungsluft muss gemessen werden. Es kann entweder ein PDP- oder ein CFV-
          System verwendet werden.
          Für die anschließende Sammlung der Partikel wird eine Probe des verdünnten Abgases
          durch das Partikel-Probenahmesystem geleitet (Absatz 2.4, Abbildungen 21 und 22).
          Geschieht dies direkt, spricht man von Einfachverdünnung. Wird die Probe in einem
          Sekundärverdünnungstunnel erneut verdünnt, spricht man von Doppelverdünnung.
          Letztere ist dann von Nutzen, wenn die Vorschriften in Bezug auf die
          Filteranströmtemperatur bei Einfachverdünnung nicht eingehalten werden können.
          Obwohl es sich beim Doppelverdünnungssystem zum Teil um ein Verdünnungssystem
          handelt, wird es in Absatz 2.4, Abbildung 22, als Unterart eines Partikel-
          Probenahmesystems beschrieben, da es die meisten typischen Bestandteile eines
          Partikel-Probenahmesystems aufweist.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/191
                               zum Hintergrundfilter
                  DAF                                               HE wahlweise
             Luft                             PSP
                                                   PTT
                    Abgas         EP siehe Abb. 21                  wahlweise
                              zum Partikelprobenahmesystem PDP
                                 oder DDS siehe Abb. 22
                                                                                 CFV
                                                     FC3
                                    bei Verwendung von EFC
                                                                     Entlüftung      Entlüftung
                                                      FC3
           Abbildung 20 - Vollstrom-Verdünnungssystem
           Die Gesamtmenge des unverdünnten Abgases wird im Verdünnungstunnel DT mit der
           Verdünnungsluft vermischt. Der Durchsatz des verdünnten Abgases wird entweder mit
           einer Verdrängerpumpe PDP oder mit einem Venturi-Rohr mit kritischer Strömung
           CFV gemessen. Ein Wärmeaustauscher HE oder eine elektronische
           Durchflussmengenkompensation EFC kann für eine verhältnisgleiche Partikel-
           Probenahme und für die Durchflussbestimmung verwendet werden. Da die
           Bestimmung der Partikelmasse auf dem Gesamtdurchfluss des verdünnten Abgases
           beruht, ist die Berechnung des Verdünnungsverhältnisses nicht erforderlich.
    2.3.1. Beschreibung zu Abbildung 20
           EP          Auspuffrohr
           Die Länge des Auspuffrohrs vom Auslass des Auspuffkrümmers, des Turboladers oder
           der Nachbehandlungseinrichtung bis zum Verdünnungstunnel darf nicht mehr als 10 m
           betragen. Überschreitet die Länge des Systems 4 m, sind über diesen Grenzwert hinaus
           alle Rohre mit Ausnahme eines etwaigen im Auspuffsystem befindlichen
           Rauchmessgerätes zu isolieren. Die Stärke der Isolierschicht muss mindestens 25 mm
           betragen. Die Wärmeleitfähigkeit des Isoliermaterials darf, bei 673 K (400°C)
           gemessen, höchstens 0,1 W/m × K betragen. Um die Wärmeträgheit des Auspuffrohrs
           zu verringern, wird ein Verhältnis Stärke/Durchmesser von höchstens 0,015 empfohlen.
            Die Verwendung flexibler Abschnitte ist auf ein Verhältnis Länge/Durchmesser von
           höchstens 12 zu begrenzen.
 ---pagebreak--- L 375/192   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
          PDP        Verdrängerpumpe
          Die PDP misst den Gesamtdurchfluss des verdünnten Abgases aus der Anzahl der
          Pumpenumdrehungen und dem Pumpenkammervolumen. Der Abgasgegendruck darf
          durch die PDP oder das Verdünnungslufteinlasssystem nicht künstlich gesenkt werden.
          Der mit laufendem PDP-System gemessene statische Abgasgegendruck muss bei einer
          Toleranz von ± 1,5 kPa im Bereich des statischen Drucks bleiben, der bei gleicher
          Motordrehzahl und Belastung ohne Anschluss an die PDP gemessen wurde. Die
          unmittelbar vor der PDP gemessene Temperatur des Gasgemischs muss bei einer
          Toleranz von ± 6 K innerhalb des Durchschnittswerts der während der Prüfung
          ermittelten Betriebstemperatur bleiben, wenn keine Durchflussmengenkompensation
          erfolgt. Eine Durchflussmengenkompensation darf nur angewendet werden, wenn die
          Temperatur am Einlas der PDP 323 K (50°C) nicht überschreitet.
          CFV        Venturi-Rohr mit kritischer Strömung
          Das CFV wird zur Messung des Gesamtdurchflusses des verdünnten Abgases unter
          Sättigungsbedingungen (kritische Strömung) benutzt. Der mit laufendem CFV-System
          gemessene statische Abgasgegendruck muss bei einer Toleranz von ± 1,5 kPa im
          Bereich des statischen Drucks bleiben, der bei gleicher Motordrehzahl und Belastung
          ohne Anschluss an das CFV gemessen wurde. Die unmittelbar vor dem CFV
          gemessene Temperatur des Gasgemischs muss bei einer Toleranz von ± 11 K innerhalb
          des Durchschnittswerts der während der Prüfung ermittelten Betriebstemperatur bleiben,
          wenn keine Durchflussmengenkompensation erfolgt.
          HE         Wärmeaustauscher (bei Anwendung von EFC wahlfrei)
          Die Leistung des Wärmeaustauschers muss ausreichen, um die Temperatur innerhalb
          der oben genannten Grenzwerte zu halten.
          EFC        Elektronische Durchflusskompensation (bei Anwendung eines HE wahlfrei)
          Wird die Temperatur an der Einlassöffnung der PDP oder des CFV nicht innerhalb der
          genannten Grenzwerte gehalten, ist zum Zweck einer kontinuierlichen Messung der
          Durchflussmenge und zur Regelung der verhältnisgleichen Probenahme im
          Partikelsystem ein elektronisches Durchflusskompensationssystem erforderlich. Daher
          werden die Signale des kontinuierlich gemessenen Durchsatzes verwendet, um den
          Probendurchsatz durch die Partikelfilter des Partikel-Probenahmesystems entsprechend
          zu korrigieren (siehe Absatz 2.4, Abbildungen 21 und 22).
          DT         Verdünnungstunnel
          Der Verdünnungstunnel
          –    muss einen genügend kleinen Durchmesser haben, um eine turbulente Strömung zu
               erzeugen (Reynoldssche Zahl größer als 4000) und hinreichend lang sein, damit sich
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/193
                die Abgase mit der Verdünnungsluft vollständig vermischen. Eine Mischblende
                kann verwendet werden;
           –    muss bei einem System mit Einfachverdünnung einen Durchmesser von mindestens
                460 mm haben;
           –    muss bei einem System mit Doppelverdünnung einen Durchmesser von mindestens
                210 mm haben;
           –    kann isoliert sein.
           Die Motorabgase sind an dem Punkt, an dem sie in den Verdünnungstunnel einströmen,
           stromabwärts zu richten und vollständig zu mischen.
           Bei Einfachverdünnung wird eine Probe aus dem Verdünnungstunnel in das Partikel-
           Probenahmesystem geleitet (Absatz 2.4, Abbildung 21). Die Durchflussleistung der
           PDP oder des CFV muss ausreichend sein, um die Temperatur des verdünnten
           Abgasstroms unmittelbar von dem Primärpartikelfilter auf weniger oder gleich 325 K
           (52°C) zu halten.
           Bei Doppelverdünnung wird eine Probe aus dem Verdünnungstunnel zur weiteren
           Verdünnung in den Sekundärtunnel und darauf durch die Probenahmefilter geleitet
           (Absatz 2.4, Abbildung 22). Die Durchflussleistung des PDP oder des CFV muss
           ausreichend sein, um die Temperatur des verdünnten Abgasstroms im DT im
           Probenahmebereich auf weniger oder gleich 464 K (191°C) zu halten. Das
           Sekundärverdünnungssystem muss genug Sekundärverdünnungsluft liefern, damit der
           doppelt verdünnte Abgasstrom unmittelbar vor dem Primärpartikelfilter auf einer
           Temperatur von weniger oder gleich 325 K (52°C) gehalten werden kann.
           DAF        Verdünnungsluftfilter
           Es wird empfohlen, die Verdünnungsluft zu filtern und durch Aktivkohle zu leiten,
           damit Hintergrund-Kohlenwasserstoffe entfernt werden. Auf Antrag des
           Motorherstellers ist nach guter technischer Praxis eine Verdünnungsluftprobe zur
           Bestimmung des Raumluft-Partikelgehalts zu nehmen, der dann von den in den
           verdünnten Abgasen gemessenen Werten abgezogen werden kann.
           PSP        Partikel-Probenahmesonde
           Die Sonde bildet den vordersten Abschnitt des PTT und
           − - muss gegen den Strom gerichtet an einem Punkt angebracht sein, wo die
                Verdünnungsluft und die Abgase gut vermischt sind, d. h. in der Mittellinie des
                Verdünnungstunnels DT ungefähr 10 Tunneldurchmesser stromabwärts von dem
                Punkt gelegen, wo die Abgase in den Verdünnungstunnel eintreten;
 ---pagebreak--- L 375/194   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
          − muss einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm haben;
          − kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine
               Wandtemperatur von höchstens 325 K (52°C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass
               die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K
               (52°C) nicht übersteigt;
          − kann isoliert sein.
   2.4.   Partikel-Probenahmesystem
          Das Partikel-Probenahmesystem wird zur Sammlung der Partikel auf dem Partikelfilter
          benötigt. Im Fall von Teilstrom-Verdünnungssystemen mit Gesamtprobenahme, bei
          denen die gesamte Probe des verdünnten Abgases durch die Filter geleitet wird, bilden
          das Verdünnungssystem (Absatz 2.2, Abbildungen 14 und 18) und das
          Probenahmesystem in der Regel eine Einheit. Im Fall von Teilstrom- oder Vollstrom-
          Verdünnungssystemen mit Teilprobenahme, bei denen nur ein Teil des verdünnten
          Abgases durch die Filter geleitet wird, sind das Verdünnungssystem (Absatz 2.2,
          Abbildungen 11, 12, 13, 15, 16, 17 und 19; Absatz 2.3, Abbildung 20) und das
          Probenahmesystem in der Regel getrennte Einheiten.
          In dieser Regelung gilt das Doppelverdünnungssystem (Abbildung 22) eines Vollstrom-
          Verdünnungssystems als spezifische Unterart eines typischen Partikel-
          Probenahmesystems, wie es in Abbildung 21 dargestellt ist. Das
          Doppelverdünnungssystem enthält alle wichtigen Bestandteile eines Partikel-
          Probenahmesystems, wie beispielsweise Filterhalter und Probenahmepumpe, und
          darüber hinaus einige Merkmale eines Verdünnungssystems, wie beispielsweise die
          Verdünnungsluftzufuhr und einen Sekundär-Verdünnungstunnel.
          Um eine Beeinflussung der Regelkreise zu vermeiden, wird empfohlen, die
          Probenahmepumpe während des gesamten Prüfverfahrens in Betrieb zu lassen. Bei der
          Einfachfiltermethode ist ein Bypass-System zu verwenden, um die Probe zu den
          gewünschten Zeitpunkten durch die Probenahmefilter zu leiten. Die Beeinflussung der
          Regelkreise durch den Schaltvorgang ist auf ein Mindestmaß zu begrenzen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                 L 375/195
                           PTT      vom Verdünnungstunnel DT
                                         siehe Abb.11 bis 20
                           BV
                                            FH
                        P                FC3                     wahlweise
                                                                 vom EGA
                                                              oder
                                                                 vom PDP
                     FM3                                      oder
                                                                 vom CFV
                                                              oder
                                                                vom GFUEL
           Abbildung 21 - Partikel-Probenahmesystem
           Eine Probe des verdünnten Abgases wird mit Hilfe der Probenahmepumpe P durch die
           Partikel-Probenahmesonde PSP und das Partikelübertragungsrohr PTT aus dem
           Verdünnungstunnel DT eines Teilstrom- oder Vollstrom-Verdünnungssystems
           entnommen. Die Probe wird durch den (die) Filterhalter FH geleitet, in dem (denen) die
           Partikel-Probenahmefilter enthalten sind. Der Probendurchsatz wird mit dem
           Durchflussregler FC3 geregelt. Bei Verwendung der elektronischen
           Durchflussmengenkompensation EFC (siehe Abbildung 20) dient der Durchfluss des
           verdünnten Abgases als Steuersignal für FC3.
                 FM4       DP                                FH     P     FM3
                                       SDT
                                                     BV                       Entlüftung
                                 PTT
                                                                      FC3
                           BV
                               wahlweise               PDP
           vom Verdünnungs-                            oder
             tunnel DT
             siehe Abb. 20                             CFV
           Abbildung 22 - Doppelverdünnungssystem (nur Vollstromsystem)
           Eine Probe des verdünnten Abgases wird durch die Partikel-Probenahmesonde PSP und
           das Partikelübertragungsrohr PTT aus dem Verdünnungstunnel DT eines Vollstrom-
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          Verdünnungssystems in den Sekundärverdünnungstunnel SDT geleitet und dort
          nochmals verdünnt. Anschließend wird die Probe durch den (die) Filterhalter FH
          geleitet, in dem (denen) die Partikelprobenamefilter enthalten sind. Der
          Verdünnungsluftdurchsatz ist in der Regel konstant, während der Probendurchsatz mit
          dem Durchflussregler FC3 geregelt wird. Bei Verwendung der elektronischen
          Durchflusskompensation EFC (siehe Abbildung 20) dient der Durchfluss des gesamten
          verdünnten Abgases als Steuersignal für FC3.
   2.4.1. Beschreibung zu den Abbildungen 21 und 22
          PTT         Partikelübertragungsrohr (Abbildungen 21 und 22)
          Das Partikelübertragungsrohr darf höchstens 1020 mm lang sein; seine Länge ist so
          gering wie möglich zu halten. Gegebenenfalls (z. B. bei Teilstrom-
          Verdünnungssystemen mit Teilprobenahme und bei Vollstrom-Verdünnungssystemen)
          ist die Länge der Probenahmesonden (SP, ISP bzw. PSP, siehe Absätze 2.2 und 2.3)
          darin einzubeziehen.
          Die Abmessungen betreffen
          − beim Teilstrom-Verdünnungssystem mit Teilprobenahme und beim Vollstrom-
                 Einfachverdünnungssystem den Teil vom Sondeneintritt (SP, ISP bzw. PSP) bis
                 zum Filterhalter,
          − beim Teilstrom-Verdünnungssystem mit Gesamtprobenahme den Teil vom Ende des
                 Verdünnungstunnels bis zum Filterhalter,
          − beim Vollstrom-Doppelverdünnungssystem den Teil vom Sondeneintritt (PSP)bis
                 zum Sekundärverdünnungstunnel.
          Das Übertragungsrohr
          − kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine
                        Wandtemperatur von höchstens 325 K (52°C) beheizt werden,
                        vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den
                        Verdünnungstunnel 325 K (52°C) nicht übersteigt;
          − kann isoliert sein.
          SDT         Sekundärverdünnungstunnel (Abbildung 22)
          Der Sekundärverdünnungstunnel sollte einen Durchmesser von mindestens 75 mm
          haben und so lang sein, dass die doppelt verdünnte Probe mindestens 0,25 Sekunden in
          ihm verweilt. Die Halterung des Hauptfilters FH darf sich in nicht mehr als 300 mm
          Abstand vom Ausgang des SDT befinden.
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           Der Sekundärverdünnungstunnel
           − kann durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis auf eine
                 Wandtemperatur von höchstens 325 K (52°C) beheizt werden, vorausgesetzt, dass
                 die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den Verdünnungstunnel 325 K
                 (52°C) nicht übersteigt;
           − kann isoliert sein.
           FH         Filterhalter (Abbildungen 21 und 22)
           Für die Haupt- und Nachfilter dürfen entweder ein einziger Filterhalter oder separate
           Filterhalter verwendet werden. Die Vorschriften von Anhang 4 Anlage 4 Absatz 4.1.3
           müssen eingehalten werden.
           Der (die) Filterhalter
           − kann (können) durch Direktbeheizung oder durch Vorheizen der Verdünnungsluft bis
                auf eine Wandtemperatur von höchstens 325 K (52°C) beheizt werden,
                vorausgesetzt, dass die Lufttemperatur vor Eintritt des Abgases in den
                Verdünnungstunnel 325 K (52°C) nicht übersteigt;
           − kann (können) isoliert sein.
           P          Probenahmepumpe (Abbildungen 21 und 22)
           Die Partikel-Probenahmepumpe muss so weit vom Tunnel entfernt sein, dass die
           Temperatur der einströmenden Gase konstant gehalten wird (± 3 K), wenn keine
           Durchflusskorrektur mittels FC3 erfolgt.
           DP         Verdünnungsluftpumpe (Abbildung 22)
           Die Verdünnungsluftpumpe ist so anzuordnen, dass die sekundäre Verdünnungsluft mit
           einer Temperatur von 298 K ± 5 K (25°C ± 5°C) zugeführt wird, wenn die
           Verdünnungsluft nicht vorgeheizt wird.
           FC3         Durchflussregler (Abbildungen 21 und 22)
           Um eine Kompensation des Durchsatzes der Partikelprobe für Temperatur- und
           Gegendruckschwankungen im Probenweg zu erreichen, ist, falls keine anderen Mittel
           zur Verfügung stehen, ein Durchflussregler zu verwenden. Bei Anwendung der
           elektronischen Durchflusskompensation EFC (siehe Abbildung 20) ist der
           Durchflussregler Vorschrift.
           FM3         Durchflussmessgerät (Abbildungen 21 und 22)
 ---pagebreak--- L 375/198   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
          Das Gasmess- oder Durchflussmessgerät für die Partikelprobe muss so weit von der
          Probenahmepumpe P entfernt sein, dass die Temperatur des einströmenden Gases
          konstant bleibt (± 3 K), wenn keine Durchflusskorrektur durch FC3 erfolgt.
          FM4        Durchflussmessgerät (Abbildung 22)
          Das Gasmess- oder Durchflussmessgerät für die Verdünnungsluft muss so angeordnet
          sein, dass die Temperatur des einströmenden Gases bei 298 K ± 5 K (25°C ± 5°C)
          bleibt.
          BV          Kugelventil (wahlfrei)
          Der Durchmesser des Kugelventils darf nicht geringer als der Innendurchmesser des
          Partikelübertragungsrohrs PTT sein, und seine Schaltzeit muss weniger als 0,5
          Sekunden betragen.
          Anmerkung:         Beträgt die Umgebungstemperatur in der Nähe von PSP, PTT, SDT
                   und FH weniger als 293 K (20°C), so ist für eine Vermeidung von
                   Partikelverlusten an den kühlen Wänden dieser Teile zu sorgen. Es wird daher
                   empfohlen, diese Teile innerhalb der in den entsprechenden Beschreibungen
                   angegebenen Grenzwerte aufzuheizen und/oder zu isolieren. Ferner wird
                   empfohlen, die Filteranströmtemperatur während der Probenahme nicht unter
                   293 K (20°C) absinken zu lassen.
          Bei hoher Motorlast können die oben genannten Teile durch nichtaggressive Mittel wie
          beispielsweise einen Umlüfter gekühlt werden, solange die Temperatur des Kühlmittels
          nicht weniger als 293 K (20°C) beträgt.
   3.     MESSUNG DER RAUCHTRÜBUNG
   3.1.   Einleitung
          Ausführliche Beschreibungen der empfohlenen Systeme zur Trübungsmessung sind in
          den Absätzen 3.2 und 3.3 sowie in den Abbildungen 23 und 24 enthalten. Da mit
          verschiedenen Anordnungen gleichwertige Ergebnisse erzielt werden können, ist eine
          genaue Übereinstimmung mit diesen Abbildungen nicht erforderlich. Es können
          zusätzliche Bauteile wie Instrumente, Ventile, Elektromagnete, Pumpen und Schalter
          verwendet werden, um weitere Informationen zu erlangen und die Funktionen der
          Teilsysteme zu koordinieren. Bei einigen Systemen kann auf manche Bauteile, die für
          die Aufrechterhaltung der Genauigkeit nicht erforderlich sind, verzichtet werden, wenn
          ihr Wegfall nach bestem technischen Ermessen begründet erscheint.
          Das Prinzip der Messung besteht darin, einen Lichtstrahl über eine spezifische Strecke
          hinweg durch das zu messende Rauchgas zu leiten und die vom Medium verursachte
          Lichtschwächung anhand des Anteils des auffallenden Lichts zu ermitteln, das bei
          einem Empfänger eintrifft. Die Rauchmessung kann je nach Beschaffenheit des
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/199
           Gerätes im Auspuffrohr (zwischengeschalteter Vollstrom-Trübungsmesser), am Ende
           des Auspuffrohrs (nachgeschalteter Vollstrom-Trübungsmesser) oder durch Entnahme
           einer Probe aus dem Auspuffrohr (Teilstrom-Trübungsmesser) erfolgen. Damit der
           Absorptionskoeffizient anhand des Trübungssignals bestimmt werden kann, ist die
           Angabe der optischen Weglänge des Instruments durch den Hersteller erforderlich.
    3.2.   Vollstrom-Trübungsmesser
           Es können zwei Grundtypen des Vollstrom-Trübungsmessers verwendet werden
           (Abbildung 23). Beim zwischengeschalteten Trübungsmesser wird die Trübung des
           vollen Abgasstroms innerhalb des Auspuffrohrs gemessen. Bei diesem
           Instrumententyp ist die effektive optische Weglänge von der Beschaffenheit des
           Trübungsmessers abhängig.
           Beim nachgeschalteten Trübungsmesser wird die Trübung des vollen Abgasstroms bei
           dessen Austritt aus dem Auspuffrohr gemessen. Bei diesem Instrumententyp ist die
           effektive optische Weglänge von der Beschaffenheit des Auspuffrohrs und der
           Entfernung zwischen dem Ende des Auspuffrohrs und dem Trübungsmesser abhängig.
                                                         T1 (optional)
                                                                       LD
             LS
                                       OPL
                CL                                                   CL
                                                          EP
           Abbildung 23 - Vollstrom-Trübungsmesser
    3.2.1. Beschreibung zu Abbildung 23
           EP         Auspuffrohr
           Bei Verwendung eines zwischengeschalteten Trübungsmessers muss das Auspuffrohr
 ---pagebreak--- L 375/200   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          auf einer Länge von drei Auspuffrohrdurchmessern vor und nach der Messzone frei von
          Durchmesseränderungen sein. Ist der Durchmesser der Messzone größer als der
          Durchmesser des Auspuffrohrs, wird ein Rohr empfohlen, das sich vor der Messzone
          allmählich verjüngt.
          Bei Verwendung eines nachgeschalteten Trübungsmessers müssen die letzten 0,6 m des
          Auspuffrohrs einen kreisrunden Querschnitt aufweisen und frei von Krümmungen und
          Biegungen sein. Das Ende des Auspuffrohrs ist gerade abzutrennen. Der
          Trübungsmesser ist mittig zum Abgasstrom in einem Abstand von höchstens 25 ± 5 mm
          vom Ende des Auspuffrohrs anzubringen.
          OPL         Optische Weglänge
          Länge des vom Rauchgas getrübten Lichtweges zwischen der Lichtquelle des
          Trübungsmessers und dem Empfänger, wobei Korrekturen aufgrund einer durch
          Dichtegradienten und Saumeffekt hervorgerufenen Ungleichmäßigkeit erforderlich sein
          können. Die optische Weglänge ist vom Hersteller des Instruments anzugeben, wobei
          eventuelle Maßnahmen zum Freihalten von Ruß (z. B. Spülluft) zu berücksichtigen
          sind. Ist die optische Weglänge nicht angegeben, muss sie gemäß ISO DIS 11614,
          11.6.5, bestimmt werden. Für die korrekte Bestimmung der optischen Weglänge ist eine
          Mindestabgasgeschwindigkeit von 20 m/s erforderlich.
          LS         Lichtquelle
          Die Lichtquelle muss aus einer Glühlampe mit einer Farbtemperatur von 2800 bis
          3250 K oder einer grünen Luminiszenzdiode (LED) mit einer spektralen
          Höchstempfindlichkeit von 550 bis 570 nm bestehen. Die zur Freihaltung der
          Lichtquelle von Ruß verwendeten Maßnahmen dürfen die optische Weglänge nur
          innerhalb der vom Hersteller angegebenen Grenzwerte verändern.
          LD         Lichtdetektor
          Der Detektor muss aus einer Fotozelle oder einer Fotodiode (erforderlichenfalls mit
          Filter) bestehen. Ist die Lichtquelle eine Glühlampe, so muss der Empfänger eine
          spektrale Höchstempfindlichkeit aufweisen, die der Hellempfindlichkeitskurve des
          menschlichen Auges angepasst ist (Höchstempfindlichkeit im Bereich von 550-570 nm,
          weniger als 4 % dieser Höchstempfindlichkeit unter 430 nm und über 680 nm). Die zur
          Freihaltung des Lichtdetektors von Ruß verwendeten Maßnahmen dürfen die optische
          Weglänge nur innerhalb der vom Hersteller angegebenen Grenzwerte verändern.
          CL         Kollimatorlinse
          Das ausgesandte Licht ist zu einem Strahl mit einem Höchstdurchmesser von 30 mm zu
          kollimieren. Die einzelnen Strahlen des Lichtstrahls müssen mit einer Toleranz von 3°
          parallel zur optischen Achse verlaufen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/201
           T1        Temperatursensor (wahlfrei)
           Auf Wunsch kann die Abgastemperatur während des Prüfverlaufs überwacht werden.
    3.3.   Teilstrom-Trübungsmesser
           Beim Teilstrom-Trübungsmesser (Abbildung 24) wird eine repräsentative Abgasprobe
           aus dem Auspuffrohr entnommen und durch eine Übertragungsleitung zur Messkammer
           geleitet. Bei diesem Instrumententyp ist die effektive optische Weglänge von der
           Beschaffenheit des Trübungsmessers abhängig. Die im folgenden Absatz genannten
           Ansprechzeiten gelten für den vom Instrumentenhersteller angegebenen
           Mindestdurchfluss des Trübungsmessers.
           Exhaust
                               SP
                      EP
                                         TT
                                       FM
                                       T1            LS
                       LD
                                 OPL
                                                           CL
                      CL
                                                    MC
                                       P (optional)
           Abbildung 24 - Teilstrom-Trübungsmesser
                                        exhaust = Abgas
                                       optional = wahlfrei
    3.3.1. Beschreibung zu Abbildung 24
           EP        Auspuffrohr
           Das Auspuffrohr muss auf einer Länge von mindestens sechs Rohrdurchmessern in
           Strömungsrichtung vor dem Eintritt der Sonde und von mindestens drei
           Rohrdurchmessern hinter diesem Punkt geradlinig sein.
 ---pagebreak--- L 375/202   DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
          SP         Probenahmesonde
          Die Probenahmesonde muss aus einem offenen Rohr bestehen, das in etwa in der Achse
          des Auspuffrohrs angebracht und der Strömungsrichtung zugewandt ist. Der Abstand
          zur Wand des Auspuffrohrs muss mindestens 5 mm betragen. Die Sonde muss einen
          Durchmesser haben, der eine repräsentative Probenahme und einen ausreichenden
          Durchfluss durch den Trübungsmesser gewährleistet.
          TT         Übertragungsrohr
          Das Übertragungsrohr muss
          − so kurz wie möglich sein, und am Eingang der Messkammer muss eine
                Abgastemperatur von 373 ± 30 K (100°C ± 30°C) gewährleistet sein;
          − eine Wandtemperatur haben, die so weit über dem Taupunkt des Abgases liegt, dass
                eine Kondensation verhindert wird;
          − über die gesamte Länge hinweg denselben Durchmesser haben wie die
                Probenahmesonde;
          − bei Mindestdurchfluss durch das Instrument eine Ansprechzeit von weniger als
                0,05 s haben, wobei die Bestimmung gemäß Anhang 4 Anlage 4 Absatz 5.2.4
                angegeben erfolgen muss;
          − darf keinen nennenswerten Einfluss auf den Rauchspitzenwert haben.
          FM         Durchflussmessgerät
          Instrument zur Überwachung eines korrekten Durchflusses in die Messkammer. Der
          Mindest- und Höchstdurchfluss ist vom Hersteller des Instruments anzugeben, wobei
          gewährleistet sein muss, dass die Anforderungen an die Ansprechzeit des TT und die
          optische Weglänge erfüllt werden. Wird eine Probenahmepumpe P verwendet, kann das
          Durchflussmessgerät in ihrer Nähe angebracht werden.
          MC         Messkammer
          Die Messkammer muss im Innern eine nichtreflektierende Oberfläche aufweisen oder
          von gleichwertiger optischer Beschaffenheit sein. Das auf den Detektor fallende
          Streulicht, das von inneren Reflektionen oder von Lichtstreuung herrührt, muss auf ein
          Mindestmaß beschränkt sein.
          Der Druck der Abgase in der Messkammer darf vom atmosphärischen Druck höchstens
          um 0,75 kPa abweichen. Ist dies aus Konstruktionsgründen nicht möglich, so ist der
          Ablesewert des Trübungsmessers auf atmosphärischen Druck umzurechnen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/203
           Die Wandtemperatur der Messkammer muss zwischen 343 K (70°C) und 373 K
           (100°C) bei einer Toleranz von ± 5 K betragen, in jedem Falle jedoch ausreichend über
           dem Taupunkt des Abgases liegen, um eine Kondensation zu vermeiden. Die
           Messkammer muss mit geeigneten Geräten für die Temperaturmessung versehen sein.
           OPL        Optische Weglänge
           Länge des vom Rauchgas getrübten Lichtweges zwischen der Lichtquelle des
           Trübungsmessers und dem Empfänger, wobei Korrekturen aufgrund einer durch
           Dichtegradienten und Saumeffekt hervorgerufenen Ungleichmäßigkeit erforderlich sein
           können. Die optische Weglänge ist vom Hersteller des Instruments anzugeben, wobei
           eventuelle Maßnahmen zum Freihalten von Ruß (z. B. Spülluft) zu berücksichtigen
           sind. Ist die optische Weglänge nicht angegeben, muss sie gemäß ISO DIS 11614,
           11.6.5, bestimmt werden.
           LS         Lichtquelle
           Die Lichtquelle muss aus einer Glühlampe mit einer Farbtemperatur von 2800 bis
           3250 K oder einer grünen Luminiszenzdiode (LED) mit einer spektralen
           Höchstempfindlichkeit von 550 bis 570 nm bestehen. Die zur Freihaltung der
           Lichtquelle von Ruß verwendeten Maßnahmen dürfen die Länge der
           Lichtabsorptionsstrecke nur innerhalb der vom Hersteller angegebenen Grenzwerte
           verändern.
           LD         Lichtdetektor
           Der Detektor muss aus einer Fotozelle oder einer Fotodiode (erforderlichenfalls mit
           Filter) bestehen. Ist die Lichtquelle eine Glühlampe, so muss der Empfänger eine
           spektrale Höchstempfindlichkeit aufweisen, die der Hellempfindlichkeitskurve des
           menschlichen Auges angepasst ist (Höchstempfindlichkeit im Bereich von 550-570 nm,
           weniger als 4 % dieser Höchstempfindlichkeit unter 430 nm und über 680 nm). Die zur
           Freihaltung des Lichtdetektors von Ruß verwendeten Maßnahmen dürfen die Länge der
           Lichtabsorptionsstrecke nur innerhalb der vom Hersteller angegebenen Grenzwerte
           verändern.
           CL         Kollimatorlinse
           Das ausgesandte Licht ist zu einem Strahl mit einem Höchstdurchmesser von 30 mm zu
           kollimieren. Die einzelnen Strahlen des Lichtstrahls müssen mit einer Toleranz von 3°
           parallel zur optischen Achse verlaufen.
           T1         Temperatursensor
           Zur Überwachung der Abgastemperatur am Eingang der Messkammer.
           P          Probenahmepumpe (wahlfrei)
 ---pagebreak--- L 375/204   DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
          Es kann eine in Strömungsrichtung hinter der Messkammer befindliche
          Probenahmepumpe verwendet werden, um die Gasprobe durch die Messkammer zu
          leiten.
 ---pagebreak--- 27.12.2006        DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/205
                                                  Anhang 5
                TECHNISCHE DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFS FÜR
                KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTOREN FÜR DIE
                GENEHMIGUNGSPRÜFUNGEN UND FÜR DIE NACHPRÜFUNG DER
                ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
    1.       DIESELKRAFTSTOFF (1)
            Parameter          Einheit       Grenzwerte (1)            Prüfverfahren (2) Veröffentlicht
                                           Min Höchstwert
     Cetanzahl (3)                          52           54               ISO 5165         1998 (4)
     Dichte bei 15°C        kg/m3          833          837               ISO 3675           1995
     Siedeverlauf:
     - 50 %                 °C             245                            ISO 3405           1998
     - 95 %                 °C             345          350               ISO 3405           1998
     - Siedeende            °C              ---         370               ISO 3405           1998
     Flammpunkt             °C              55           ---              EN 27719           1993
     CFPP                   °C              ---          -5                EN 116            1981
     Viskosität bei 40°C    mm²/s           2,5          3,5            EN-ISO 3104          1996
     Polyzyklische          Massen-%        3,0          6,0              IP 391 (*)         1995
      aromatische
      Kohlenwasserstoffe
     Schwefelgehalt         mg/kg           ---         300        pr. EN-ISO/DIS 14596    1998 (4)
                     (5)
     Kupferlamellenkorrosi                  ---           1             EN-ISO 2160          1995
                 on
     Conradson-Zahl (bei    Massen-%        ---          0,2            EN-ISO 10370
      10 % Rückstand)
     Aschegehalt            Massen-%        ---         0,01            EN-ISO 6245          1995
     Wassergehalt           Massen-%        ---         0,05            EN-ISO 12937         1995
     Säurezahl (starke      mg OH/g         ---         0,02          ASTM D 974-95        1998 (4)
      Säure)
     Oxidationsbeständigkei mg/ml           ---        0,025            EN-ISO 12205         1996
      t (6)
 ---pagebreak--- L 375/206   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
   (1)    Soll der thermische Wirkungsgrad eines Motors oder Fahrzeugs berechnet werden, so
          kann der Heizwert des Kraftstoffs nach folgender Formel ermittelt werden:
          Spezifische Energie (Heizwert)(netto) MJ/kg = (46,423 - 8,792d2 + 3,170d) × (1 - (x + y
          + s)) + 9,420s - 2,499 x
          Hierbei bedeuten:
          d   = Dichte bei 15°C
          x   = Wassergehalt in Gewichtsanteilen (%/100)
          y   = Aschegehalt in Gewichtsanteilen (%/100)
          s   = Schwefelgehalt in Gewichtsanteilen (%/100).
   (2)    Die in der Spezifikation angegebenen Werte sind „tatsächliche Werte“. Bei der
          Festlegung ihrer Grenzwerte wurden die Bestimmungen von ISO 4259
          „Mineralölerzeugnisse - Bestimmung und Anwendung der Werte für die Präzision von
          Prüfverfahren“ angewendet, bei der Festlegung eines Mindestwertes wurde eine
          Mindestdifferenz von 2R über Null berücksichtigt; bei der Festlegung eines Höchst- und
          Mindestwertes beträgt die Mindestdifferenz 4R (R = Reproduzierbarkeit). Ungeachtet
          dieser Maßnahme, die aus statistischen Gründen notwendig ist, sollte der Hersteller der
          Kraftstoffe jedoch einen Nullwert anstreben, wenn der festgesetzte Höchstwert 2R ist,
          und einen Mittelwert bei Angaben von Höchst- und Mindestwerten. Falls Zweifel
          bestehen, ob ein Kraftstoff die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die
          Bestimmungen von ISO 4259.
   (3)    Die angegebene Spanne für die Cetanzahl entspricht nicht der Anforderung einer
          Mindestspanne von 4R. Bei Streitigkeiten zwischen dem Kraftstofflieferanten und dem
          Verwender können jedoch die Bestimmungen des Dokuments ISO 4259 zur Regelung
          solcher Streitigkeiten herangezogen werden, sofern anstelle von Einzelmessungen
          Wiederholungsmessungen in für die notwendige Genauigkeit ausreichender Anzahl
          vorgenommen werden.
   (4)    Der Monat der Veröffentlichung wird zu gegebener Zeit hinzugefügt.
   (5)    Es wird der tatsächliche Schwefelgehalt des Kraftstoffs, der für die Prüfung verwendet
          wird, festgehalten. Zusätzlich wird der Höchstwert für den Schwefelgehalt des
          Bezugskraftstoffs, der für die Zulassung eines Fahrzeugs oder Motors in Bezug auf die
          in Zeile B der Tabelle in Absatz 5.2.1 dieser Regelung aufgeführten Grenzwerte
          verwendet wird, auf 50 ppm festgesetzt.
   (6)    Auch bei überprüfter Oxidationsbeständigkeit ist die Lagerbeständigkeit wahrscheinlich
          begrenzt. Es wird empfohlen, sich auf Herstellerempfehlungen hinsichtlich
          Lagerbedingungen und -beständigkeit zu stützen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006          DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/207
    2.         ETHANOL FÜR DIESELMOTOREN (1)
                                                             Grenzwerte (2)
                                                       Mindest Höchstwert
                Parameter               Einheit                                 Prüfverfahren (3)
     Alkohol, Masse                   Massen-%           92,4             -     ASTM D 5501
     Sonstiger Alkoholanteil in der   Massen-%              -             2     ASTM D 5501
     Gesamtalkoholmasse als Ethanol
     Dichte bei 15°C                     kg/m3            795           815      ASTM D 4052
     Aschegehalt                      Massen-%                         0,001       ISO 6245
     Flammpunkt                            °C              10                      ISO 2719
     Säure, berechnet als Essigsäure  Massen-%              -         0,0025      ISO 1388-2
     Säurezahl (starke Säure)         KOH mg/1              -             1
     Farbe                           Nach Farbskala         -            10     ASTM D 1209
     Trockenrückstand bei                mg/kg                           15         ISO 759
     100°C
     Wassergehalt                     Massen-%                          6,5         ISO 760
     Aldehyde, berechnet als          Massen-%                        0,0025      ISO 1388-4
     Essigsäure
     Schwefelgehalt                      mg/kg              -            10     ASTM D 5453
     Ester, berechnet als als         Massen-%              -           0,1     ASTM D 1617
     Ethylacetat
    (1)           Dem Ethanolkraftstoff können entsprechend den Herstellerangaben Zündverbesserer
                  beigemischt werden. Die höchstzulässige Menge ist 10 Massen-%.
    (2)           Die in der Spezifikation angegebenen Werte sind „tatsächliche Werte“. Bei der Festlegung
                  ihrer Grenzwerte wurden die Bestimmungen von ISO 4259 „Mineralölerzeugnisse -
                  Bestimmung und Anwendung der Werte für die Präzision von Prüfverfahren“ angewendet,
                  bei der Festlegung eines Mindestwertes wurde eine Mindestdifferenz von 2R über Null
                  berücksichtigt; bei der Festlegung eines Höchst- und eines Mindestwerts beträgt die
                  Mindestdifferenz 4R (R = Reproduzierbarkeit). Unabhängig von dieser aus statistischen
                  Gründen getroffenen Festlegung sollte der Hersteller des Kraftstoffs dennoch anstreben,
                  dort, wo ein Höchstwert von 2R festgelegt ist, den Wert Null zu erreichen, und dort, wo
                  Ober- und Untergrenzen festgelegt sind, den Mittelwert zu erreichen. Falls Zweifel
                  bestehen, ob ein Kraftstoff die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die
                  Bestimmungen von ISO 4259.
    (3)           Gleichwertige ISO-Verfahren werden übernommen, sobald sie für alle oben angegebenen
                  Eigenschaften veröffentlicht sind.
                                                     __________
 ---pagebreak--- L 375/208       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        27.12.2006
                                                  Anhang 6
          TECHNISCHE DATEN DES BEZUGSKRAFTSTOFFES ERDGAS (N.G.)FÜR DIE
               GENEHMIGUNGSPRÜFUNGEN UND FÜR DIE NACHPRÜFUNG DER
                              ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
           Kraftstoffart: ERDGAS (NG)
           Handelsübliche europäische Kraftstoffe sind in zwei Gasgruppen erhältlich:
           – Gasgruppe H, deren Extremwert die Bezugskraftstoffe GR und G23 verkörpern;
           – Gasgruppe L, deren Extremwert die Bezugskraftstoffe G23 und G25 verkörpern.
           Die Eigenschaften der Bezugskraftstoffe GR, G23 und G25 sind nachstehend
           zusammengefasst:
           Bezugskraftstoff GR
               Eigenschaften       Maßeinheit         Basis        Grenzwerte     Prüfverfahren
                                                                  Min.     Max.
           Zusammensetzung:
           Methan                     Mol-%             87         84       89
           Ethan                      Mol-%             13         11       15
           Rest(*)                    Mol-%              -          -        1      ISO 6974
           Schwefelgehalt          mg/m3 (**)            -          -       10     ISO 6326-5
           (*)     Inertgase +C2+
           (**)    Im Normalzustand (293,2 K (20°C) und 101,3 kPa) zu bestimmen.
           Bezugskraftstoff G23
               Eigenschaften       Maßeinheit        Basi      Grenzwerte       Prüfverfahren
                                                              Min.    Max.
           Zusammensetzung:
           Methan                     Mol-%          92,5     91,5     93,5
           Rest(*)                    Mol-%            -        -        1        ISO 6974
           N2                         Mol-%           7,5      6,5     8,5
           Schwefelgehalt           mg/m3 (**)         -        -       10       ISO 6326-5
           (*)     Inertgase (andere als N2) +C2/C2+
           (**)    Im Normalzustand (293,2 K (20°C) und 101,3 kPa) zu bestimmen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                 L 375/209
           Bezugskraftstoff G25
               Eigenschaften       Maßeinheit       Basis      Grenzwerte  Prüfverfahren
                                                              Min. Max.
           Zusammensetzung:
           Methan                    Mol-%            86       84       88
           Rest(*)                   Mol-%             -        -        1   ISO 6974
           N2                        Mol-%            14       12       16
           Schwefelgehalt          mg/m3 (**)          -        -       10  ISO 6326-5
           (*)     Inertgase (andere als N2) +C2/C2+
           (**)    Im Normalzustand (293,2 K (20°C) und 101,3 kPa) zu bestimmen.
                                                  _________
 ---pagebreak--- L 375/210         DE                         Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
                                                       Anhang 7
                                       Kraftstoffart: FLÜSSIGGAS (LPG)
        Parameter             Maßeinheit       Grenzwerte        Kraftstoff     Grenzwerte Kraftstoff     Prüf-
                                                                              A                       Bverfahren
                                              Mindestwert Höchstwert Mindestwert Höchstwert
 Motor-Oktanzahl                                  92,5  (1)
                                                                                   92,5                 EN 589
                                                                                                        Anhang
                                                                                                            B
 Zusammensetzung:
 C3-Gehalt                      Vol.-%              48                52            83        87
 C4-Gehalt                      Vol.-%              48                52            13        17       ISO 7941
 Olefine                        Vol.-%                                12                      14
 Abdampfrückstand                mg/kg                                50                      50          NFM
                                                                                                         41015
 Gesamtschwefelgehalt         Gew.- ppm  (1)
                                                                      50                      50           EN
                                                                                                         24260
 Hydrogensulfid                   ---                              negativ                  negativ    ISO 8819
 Kupferstreifen-korrosion      Einstufung                          Klasse 1                 Klasse 1      ISO
                                                                                                         6251 (2)
 Wasser bei 0°C                                                   wasserfrei               wasserfrei  Sichtprü-
                                                                                                          fung
   (1)        Im Normalzustand bei 293,2 K (20°C) und 101,3 kPa zu bestimmen.
   (2)        Mit diesem Verfahren lassen sich korrosive Stoffe möglicherweise nicht zuverlässig
              nachweisen, wenn die Probe Korrosionshemmer oder andere Stoffe enthält, die die
              korrodierende Wirkung der Probe auf den Kupferstreifen verringern. Es ist daher untersagt,
              solche Stoffe eigens zuzusetzen, um das Prüfverfahren zu beeinflussen.
                                                      ________
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/211
                                                   Anhang 8
                         BEISPIEL FÜR EIN BERECHNUNGSVERFAHREN
    1.     ESC-PRÜFUNG
    1.1.   Gasförmige Emissionen
           Die für die Berechnung der Ergebnisse der einzelnen Prüfphasen benötigten
           Messdaten sind nachfolgend angegeben. Bei diesem Beispiel werden CO und
           NOx auf trockener und HC auf feuchter Basis gemessen. Die HC-Konzentration
           wird als Propanäquivalent (C3) ausgedrückt und muss zur Ermittlung des C1-
           Äquivalents mit 3 multipliziert werden. Diese Berechnungsmethode gilt für alle
           Prüfphasen.
               P           Ta        Ha       GEXH GAIRW           GFUEL      HC        CO   NOx
             (kW)         (K)      (g/kg)     (kg)        (kg)      (kg)     (ppm)    (ppm) (ppm)
              82,9       294,8      7,81     563,38 545,29         18,09       6,3     41,2  495
           Berechnung des Feuchtekorrekturfaktors trocken/feucht KW,r (Anhang 4
           Anlage 1 Absatz 4.2):
                        1,969                                    1,608 ∗ 7,81
           FFH =                    = 1,9058 und KW2 =                             = 0,0124
                  ⎛       18,09 ⎞                           1000 + (1,608 ∗ 7,81)
                  ⎜1 +           ⎟
                  ⎝ 545,29 ⎠
                    ⎛               18,09 ⎞
           KW,r = ⎜1 − 1,9058 ∗            ⎟ − 0,0124 = 0,9239
                    ⎝              541,06 ⎠
           Berechnung der feuchten Konzentrationswerte:
           CO = 41.2 * 0.9239 = 38,1 ppm
           NOx = 495 * 0.9239 = 457 ppm
           Berechnung des NOx -Feuchtekorrekturfaktors KH,D (Anhang 4 Anlage 1
           Absatz 4,3):
           A = 0,309 * 18,09/541,06 - 0,0266                = -0,0163
           B = -0,209 * 18,09/541,06 + 0,00954              = 0,0026
                                                       1
                 KH D =                                                            = 0,9625
                           1 − 0,0163 ∗ (7,81 − 10,71) + 0,0026 ∗ ( 294,8 − 298)
                      ,
 ---pagebreak--- L 375/212  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
          Berechnung der Emissionsmassenströme (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.4):
          NOx = 0,001587 * 457 * 0,9625 * 563,38 = 393,27 g/h
          CO       = 0,000966 * 38,1 * 563,38 = 20,735 g/h
          HC       = 0,000479 * 6,3 * 3 * 563,38 = 5,100 g/h
          Berechnung der spezifischen Emissionen (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.5):
          Die folgende Beispielrechnung bezieht sich auf CO, doch gilt diese
          Berechnungsmethode auch für die anderen Bestandteile.
          Die Emissionsmassenströme für die einzelnen Prüfphasen werden mit den
          entsprechenden Wichtungsfaktoren nach Anhang 4 Anlage 1 Abschnitt 2.7.1
          multipliziert und zur Berechnung des mittleren Emissionsmassendurchsatzes für
          den Prüfzyklus addiert:
          CO = (6,7 * 0,15) + (24,6 * 0,08) + (20,5 * 0,10) + (20,7 * 0,10) + (20,6 *
          0,05) + (15,0 * 0,05) + (19,7 * 0,05) + (74,5 * 0,09) + (31,5 * 0,10) + (81,9 *
          0,08) + (34,8 * 0,05) + (30,8 * 0,05) + (27,3 * 0,05) = 30,91 g/h
          Die Motorleistung in den einzelnen Prüfphasen wird mit den entsprechenden
          Wichtungsfaktoren nach Anhang 4 Anlage 1 Absatz 2.7.1 multipliziert und zur
          Berechnung der mittleren Leistung für den Prüfzyklus addiert:
          P(n) = (0,1 * 0,15) + (96,8 * 0,08) + (55,2 * 0,10) + (82,9 * 0,10) + (46,8 *
          0,05) + (70,1 * 0,05) + (23,0 * 0,05) +(114,3 * 0,09) + (27,0 * 0,10) + (122,0 *
          0,08) + (28,6 * 0,05) + (87,4 * 0,05) + (57,9 * 0,05) = 60,006 kW
                                          30,91
                                   CO =             = 0,515 g/kWh
                                         60,006
          Berechnung der spezifischen NOx-Emission am zufällig gewählten Prüfpunkt
          (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.6.1):
          Es seien die folgenden Werte am zufällig ausgewählten Punkt gemessen worden:
          nZ          =  1600 min-1
          MZ          =  495 Nm
          NOx mass,Z  =  487,9 g/h (nach den vorstehenden Formeln berechnet)
          P(n)Z       =  83 kW
          NOx,Z       =  487,9/83 = 5,878 g/kWh
          Bestimmung des Emissionswertes im Prüfzyklus (Anhang 4 Anlage 1
          Absatz 4.6.2):
          Die Werte der vier den Prüfpunkt einhüllenden Phasen beim ESC seien:
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                        L 375/213
                 nRT     nSU      ER       ES        ET        EU       MR     MS  MT      MU
                1368    1785    5,943    5,565     5,889     4,973      515    460 681     610
           ETU = 5,889 + (4,973-5,889) * (1600-1368)/(1785-1368) = 5,377 g/kWh
           ERS = 5,943 + (5,565-5,943) * (1600-1368)/(1785-1368) = 5,732 g/kWh
           MTU = 681 + (601-681) * (1600-1368)/(1785-1368) = 641,3 Nm
           MRS = 515 + (460-515) * (1600-1368)/(1785-1368) = 484,3 Nm
           EZ = 5,732 + (5,377-5,732) * (495-484,3)/(641,3-484,3) = 5,708 g/kWh
           Vergleich der NOx -Emissionswerte (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.6.3):
           NOx diff = 100 * (5.878-5.708)/5.708 = 2.98 %
    1.2.   Partikelemissionen
           Die Partikelbestimmung erfolgt nach dem Grundsatz, dass Partikelproben über den
           gesamten Zyklus hinweg entnommen werden, der Proben- und der Massendurchsatz
           (MSAM und GEDF) jedoch während der einzelnen Prüfphasen bestimmt werden.
           Die Berechnung von GEDF ist von dem verwendeten System abhängig. Den
           folgenden Beispielen liegt ein System mit CO2-Messung und Kohlenstoffbilanz und
           ein System mit Durchflussmessung zugrunde. Bei Verwendung eines
           Vollstromverdünnungssystems erfolgt eine direkte Messung von GEDF durch die
           CVS-Einrichtung.
           Berechnung von GEDF (Anhang 4 Anlage 1 Absätze 5.2.3 und 5.2.4):
           Für Phase 4 seien die folgenden Werte gemessen worden. Die
           Berechnungsmethode gilt auch für die übrigen Prüfphasen.
                GEXH         GFUEL          GDILW             GTOTW         CO2D     CO2A
               (kg/h)        (kg/h)         (kg/h)            (kg/h)         (%)       (%)
               334,02        10,76          5,4435              6,0         0,657    0,040
           a) Kohlenstoffbilanz
                                            206,5 ∗10,76
                                 GEDFW =                      = 3601,2 kg/h
                                            0,657 − 0,040
 ---pagebreak--- L 375/214                   DE                   Amtsblatt der Europäischen Union                     27.12.2006
          b) Durchflussmessung
                                                        6,0
                                               q=                  = 10,78
                                                   6,0 − 5,4435
          GEDFW = 334,02 * 10,78 = 3600,7 kg/h
          Berechnung des Abgasmassendurchsatzes (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 5.4):
          Die Durchsätze GEDFW der einzelnen Phasen werden mit den jeweiligen Wichtungsfaktoren
          nach Anhang 4 Anlage 1 Absatz 2.7.1 multipliziert und dann zur Ermittlung des mittleren
          GEDF für den Gesamtzyklus addiert: Der Gesamtprobenstrom MSAM wird durch Addition
          der Probendurchsätze der einzelnen Phasen errechnet.
          NO
           X= =gk=
            372
              ,391
                 /62,72 5
                        ,94
                          /
                               (3567 * 0,15)+(3592 * 0,08)+(3611 * 0,10)+(3600 * 0,10) +(3618 * 0,05) +(3600 * 0,05)+
          CO
           = =gk
            155
             ,129
                /62,72
                     2 ,47
                         /
          HC
           = = gk
            12
            ,462
               /62,720,19/
          = 3604,6 kg/h
          MSAM = 0,226 + 0,122 + 0,151 + 0,152 + 0,076 + 0,076 + 0,076 + 0,136 + 0,151
          + 0,121 + 0,076 + 0,076 + 0,075 = 1,515 kg
          Die Partikelmasse auf den Filtern sei 2,5 mg, somit ist
                                                        2,5 3604,6
                                             PTmass =         ∗          = 5,948 g/h
                                                      1,515 1000
          Hintergrundkorrektur (nicht obligatorisch)
          Es sei eine Hintergrundmessung durchgeführt worden, die folgende Werte ergab.
          Die Berechnung des Verdünnungsfaktors DF ist identisch mit der Berechnung in
          Absatz 3.1 dieses Anhangs und wird hier nicht dargestellt.
                                              Md = 0,1 mg; MDIL = 1,5 kg
          Summe des DF = [(1-1/119,15) * 0,15] + [(1-1/8,89) * 0,08] + [(1-1/14,75) * 0,10] +
          [(1-1/10,10) * 0,10] + [(1-1/18,02) * 0,05] + [(1-1/12,33) * 0,05] + [(1-1/32,18) *
          0,05] + [(1-1/6,94) * 0,09] + [(1-1/25,19) * 0,10] + [(1-1/6,12) * 0,08] + [(1-1/20,87) *
          0,05] + [(1-1/8,77) * 0,05] + [(1-1/12,59) * 0,05] = 0,923
                                            2,5 ⎛ 0,1            ⎞ 3604,6
                                  PTmass =       − ⎜ ∗ 0,923 ⎟ ∗             = 5,726 g/h
                                           1,515 ⎝ 1,5           ⎠ 1000
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           L 375/215
           Berechnung der spezifischen Emission (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 5.5):
           P(n) = (0,1 * 0,15) + (96,8 * 0,08) + (55,2 * 0,10) +(82,9 * 0,10) +(46,8 * 0.05)
           +(70,1 * 0,05) + (23,0 * 0,05) +(114,3 * 0,09) + (27,0 * 0,10) +(122,0 * 0,08) +
           (28,6 * 0,05) + (87,4 * 0,05) + (57,9 * 0,05) = 60,006 kW
                                  5,948
                           PT =          = 0,099 g/kWh, bei Hintergrundkorrektur
                                 60,006
                                          5,726
                                   PT =            = 0,095 g/kWh
                                         60,006
              Berechnung des spezifischen Wichtungsfaktors (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 5.6):
              Bei Zugrundelegung der oben errechneten Werte für Phase 4 ist
                                              0,152 ∗ 3604,6
                                     WFE,I =                    = 0,1004
                                              1,515 ∗ 3600,7
              Dieser Wert entspricht der Anforderung von 0,10 ± 0,003.
    2.        ELR-PRÜFUNG
              Da die Bessel-Filterung ein in den europäischen Abgasvorschriften völlig neues
              Mittelungsverfahren darstellt, folgen an dieser Stelle eine Erläuterung des Bessel-Filters,
              ein Beispiel für den Entwurf eines Bessel-Algorithmus und ein Beispiel für die
              Berechnung des endgültigen Rauchwertes. Die Konstanten des Bessel-Algorithmus
              sind lediglich von der Beschaffenheit des Trübungsmessers und der Abtastfrequenz des
              Datenerfassungssystems abhängig. Es wird empfohlen, dass die endgültigen Bessel-
              Filter-Konstanten für verschiedene Abtastfrequenzen vom Hersteller des
              Trübungsmessgerätes angegeben werden und der Benutzer diese Daten zur Erstellung
              des Bessel-Algorithmus und zur Berechnung der Rauchwerte verwendet.
    2.1.      Allgemeine Anmerkungen zum Bessel-Filter
              Infolge von Störeinflüssen im Hochfrequenzbereich weist die Kurve des unverarbeiteten
              Trübungssignals in der Regel eine starke Streuung auf. Um solche Hochfrequenz-
              Störungen zu vermeiden, wird beim ELR-Test ein Bessel-Filter benötigt. Dabei handelt
              es sich um ein rekursives Tiefpassfilter zweiter Ordnung, das einen schnellen
              Signalanstieg ohne Überschwingen gewährleistet.
              Ein zugrunde gelegter Echtzeit-Abgasstrahl im Auspuffrohr erscheint in der
              Trübungskurve mit zeitlicher Verzögerung und wird von jedem Trübungsmessgerät
              unterschiedlich gemessen. Diese Verzögerung und der Verlauf der gemessenen
              Trübungskurve sind von der Geometrie der Messkammer des Trübungsmessers sowie
 ---pagebreak--- L 375/216   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
          von der Beschaffenheit der Abgasentnahmeleitung abhängig, aber auch von der Zeit, die
          die Elektronik des Trübungsmessers zur Verarbeitung des Signals benötigt. Die Werte,
          in denen sich diese beiden Effekte ausdrücken, werden als physikalische und elektrische
          Ansprechzeit bezeichnet; diese stellen für jeden Trübungsmesser-Typ ein individuelles
          Filter dar.
          Ziel des Bessel-Filters ist es nun, einen einheitlichen Gesamtfilterkennwert für das
          gesamte Trübungsmesser-System zu erreichen, der sich aus folgenden Werten
          zusammensetzt:
          - physikalische Ansprechzeit des Trübungsmessers (tp),
          - elektrische Ansprechzeit des Trübungsmessers (te),
          - Filteransprechzeit des angewandten Bessel-Filters (tF).
          Die Gesamtansprechzeit des Systems tAver wird wie folgt berechnet:
                                                    2      2       2
                                      tAver =    t F + t p + te ,
          und muss für alle Trübungsmesser-Typen gleich sein, wenn sich ein und derselbe
          Rauchwert ergeben soll. Daher wird ein Bessel-Filter benötigt, der so beschaffen ist,
          dass anhand der Filteransprechzeit (tF) sowie der physikalischen (tp) und der
          elektrischen Ansprechzeit (te) des jeweiligen Trübungsmessers die geforderte
          Gesamtansprechzeit (tAver) ermittelt werden kann. Da die Werte tp und te für jeden
          Trübungsmesser bereits vorgegeben sind und tAver in der vorliegenden Regelung laut
          Definition 1,0 s beträgt, lässt sich tF wie folgt berechnen:
                                                     2     2      2
                                        tF =   t Aver − t p − t e
          Die Filteransprechzeit tF ist definitionsgemäß die Anstiegszeit eines gefilterten
          Ausgangssignals zwischen den Werten 10 % und 90 % des Sprungeingangssignals.
          Daher muss die Grenzfrequenz des Bessel-Filters so iteriert werden, dass sich die
          Ansprechzeit des Bessel-Filters der geforderten Anstiegszeit anpasst.
                  ]-[
                    la
                     ng
                      iS
                       .A
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/217
           Abbildung a) - Kurven eines Sprungeingangssignals und des gefilterten
                             Ausgangssignals
                              step input signal = Sprungeingangssignal
                 Bessel filtered output signal = Bessel-gefiltertes Ausgangssignal
                                                time = Zeit
           In Abbildung a) sind die Kurven eines Sprungeingangssignals und des Bessel-
           gefilterten Ausgangssignals sowie die Ansprechzeit des Bessel-Filters (tF)
           dargestellt.
           Der Aufbau des endgültigen Bessel-Filteralgorithmus ist ein mehrstufiger
           Prozess, der mehrere Iterationszyklen erfordert. Nachfolgend ist ein Diagramm
           des Iterationsverfahrens dargestellt.
 ---pagebreak--- L 375/218       DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                27.12.2006
              characteristics of opacimeter = Kennwerte des Trübungsmessers
                                      regulation = Regelung
    data acquisition system sample rate = Abtastfrequenz des Datenerfassungssystems
      required overall Bessel filter response time = geforderte Gesamtansprechzeit des
                                                  Bessel-Filters
                                          step = Schritt
                                            new = neu
          design of Bessel filter algorithm = Entwurf des Bessel-Filter-Algorithmus
      application of Bessel filter on step input = Anwendung des Bessel-Filters auf den
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                L 375/219
                                                   Sprungeingang
             calculation of iterated filter response time = Berechnung der iterierten
                                                 Filteransprechzeit
               adjustment of cut-off frequency = Anpassung der Grenzfrequenz
               deviation between tF and tFiter = Differenz zwischen tF und tF,iter
                                         iteration = Iteration
           check for iteration criteria = Prüfung der Erfüllung des Iterationskriteriums
                                               no = nein
                                                yes = ja
    final Bessel filter constants and algorithm = endgültige Bessel-Filter-Konstanten und
                                                     -Algorithmus
 ---pagebreak--- L 375/220   DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                              27.12.2006
   2.2.   Berechnung des Bessel-Algorithmus
          Bei diesem Beispiel wird ein Bessel-Algorithmus in mehreren Schritten
          entsprechend dem obigen Iterationsverfahren entworfen, das auf Anhang 4
          Anlage 1 Absatz 6.1 beruht.
          Die Kennwerte des Trübungsmessers und des Datenerfassungssystems seien:
          - physikalische Ansprechzeit tp        0,15 s
          - elektrische Ansprechzeit te 0,05 s
          - Gesamtansprechzeit tAver 1,00 s (gemäß Definition in dieser Regelung)
          - Abtastfrequenz                       150 Hz
          1. Schritt   Geforderte Ansprechzeit des Bessel-Filters tF:
                               tF = 12 − (0,152 + 0,052 ) = 0,987421 s
          2. Schritt Ermittlung der Grenzfrequenz und Berechnung der Bessel-
          Konstanten E, K für die erste Iteration:
          fc = 3,1415 / (10 * 0,987421) = 0,318152 Hz
          ∆t = 1 / 150 = 0,006667 s
          Ω = 1 / [tan (3,1415 * 0,006667 * 0,318152)] = 150,076644
                                                   1
                E=                                                              2
                                                                                  = 7,07948 ∗10 −5
                     1 + 150,076644 ∗ 3 ∗ 0,618034 + 0,618034 ∗150,076644
          K = 2 * 7,07948 * 10-5 * (0,618034 * 150,076644 - 1) – 1 = 0,970783
          Daraus ergibt sich der Bessel-Algorithmus:
          Yi = Yi-1 + 7,07948 * 10-5 * (Si + 2 * Si-1 + Si-2 - 4 * Yi-2) + 0,970783 * (Yi-1 - Yi-
                 2)
          wobei Si für den Wert des Sprungeingangssignals (entweder „0“ oder „1“) und
          Yi für die gefilterten Werte des Ausgangssignals steht.
          3. Schritt   Anwendung des Bessel-Filters auf das Sprungeingangssignal:
          Die Ansprechzeit des Bessel-Filters tF wird definiert als die Anstiegszeit des
          gefilterten Ausgangssignals zwischen den Werten 10 % und 90 % eines
          Sprungeingangssignals. Zur Bestimmung der Zeiten der Werte 10 % (t10) und
          90 % (t90) des Ausgangssignals muss auf den Sprungeingang ein Bessel-Filter
          unter Verwendung der obigen Werte für fc, E und K angewandt werden.
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/221
           Die Indexziffern, die Zeit und die Werte eines Sprungeingangssignals und die
           sich daraus ergebenden Werte des gefilterten Ausgangssignals für die erste und
           die zweite Iteration sind aus Tabelle B ersichtlich. Die an t10 und t90
           angrenzenden Punkte sind durch Fettschrift hervorgehoben. In Tabelle B, erste
           Iteration, tritt der 10 %-Wert zwischen den Indexziffern 30 und 31 und der
           90 %-Wert zwischen den Indexziffern 191 und 192 auf. Zur Berechnung von
           tF,iter werden die genauen Werte von t10 und t90 durch lineare Interpolation
           zwischen den angrenzenden Messpunkten wie folgt bestimmt
                              t10=tlower + ∆t * (0,1-outlower)/(outupper - outlower)
                              t90=tlower + ∆t * (0,9-outlower)/(outupper - outlower)
           Dabei sind outupper bzw. outlower die an das Bessel-gefilterte Ausgangssignal
           angrenzenden Punkte, und tlower ist die in Tabelle B angegebene Zeit für den
           angrenzenden Punkt
                     t10 =0,200000+0,006667*(0,1-0,099208)/(0,104794-0,099208)=0,200945 s
                     t90 =1,273333+0,006667*(0,9-0,899147)/(0,901168-0,899147)=1,276147 s
           4. Schritt     Filteransprechzeit des ersten Iterationszyklus:
                                tF,iter =  1,276147 – 0,200945 = 1,075202 s
           5. Schritt Differenz zwischen geforderter und erzielter Filteransprechzeit beim ersten
           Iterationszyklus:
                           ∆ = (1,075202 – 0,987421) / 0,987421 = 0,081641
           6. Schritt     Überprüfung des Iterationskriteriums:
           Gefordert ist |∆| ≤ ≤ 0,01. Da 0,081641 > 0,01, ist das Iterationskriterium nicht
           erfüllt, und es muss ein weiterer Iterationszyklus eingeleitet werden. Für diesen
           Iterationszyklus wird anhand von fc und ∆ eine neue Grenzfrequenz wie folgt berechnet:
                            fc,new = 0,318152 * (1 + 0,081641) = 0,344126 Hz
           Diese neue Grenzfrequenz wird im zweiten Iterationszyklus verwendet, der mit dem 2.
           Schritt beginnt. Die Iteration ist zu wiederholen, bis die Iterationskriterien erfüllt sind.
           Die Ergebnisse der ersten und zweiten Iteration sind in Tabelle A zusammengefasst.
 ---pagebreak--- L 375/222  DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
                     Parameter                       1. Iteration              2. Iteration
                    fc      (Hz)                     0,318152                  0,344126
                    E       (-)                      7,07948 * 10-5            8,272777 * 10-5
                    K       (-)                      0,970783                  0,968410
                    t10     (s)                      0,200945                  0,185523
                    t90     (s)                      1,276147                  1,179562
                    tF,iter (s)                      1,075202                  0,994039
                    ∆       (-)                      0,081641                  0,006657
                    fc,new (Hz)                      0,344126                  0,346417
          Tabelle A - Werte der ersten und zweiten Iteration
          7. Schritt     Endgültiger Bessel-Algorithmus:
          Sobald die Iterationskriterien erfüllt sind, werden gemäß Schritt 2 die endgültigen
          Bessel-Filter-Konstanten und der endgültige Bessel-Algorithmus berechnet. Bei
          diesem Beispiel wurde das Iterationskriterium nach der zweiten Iteration erfüllt (∆ =
          0,006657 ≤ 0,01). Der endgültige Algorithmus wird anschließend zur Bestimmung der
          gemittelten Rauchwerte verwendet (siehe Absatz 2.3).
                YI=Yi-1+8,272777*10-5*(Si+2*Si-1+Si-2-4*Yi-2)+0,968410*(Yi-1-Yi-2)
 ---pagebreak--- 27.12.2006   DE              Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/223
                              Sprungeingan                Gefiltertes Ausgangssignal
                                 gssignal
                                                                       Yi
           Index I    Zeit           Si                                [-]
              [-]      [s]           [-]              1. Iteration          2. Iteration
              -2   -0,013333          0                0,000000              0,000000
               -1
                   -0,006667          0                0,000000              0,000000
               0   0,000000           1                0,000071              0,000083
               1   0,006667           1                0,000352              0,000411
               2   0,013333           1                0,000908              0,001060
               3   0,020000           1                0,001731              0,002019
               4   0,026667           1                0,002813              0,003278
               5   0,033333           1                0,004145              0,004828
               ~        ~             ~                     ~                     ~
              24   0,160000           1                0,067877              0,077876
              25   0,166667           1                0,072816              0,083476
              26   0,173333           1                0,077874              0,089205
              27   0,180000           1                0,083047              0,095056
              28   0,186667           1                0,088331              0,101024
              29   0,193333           1                0,093719              0,107102
              30   0,200000           1                0,099208              0,113286
              31   0,206667           1                0,104794              0,119570
              32   0,213333           1                0,110471              0,125949
              33   0,220000           1                0,116236              0,132418
              34   0,226667           1                0,122085              0,138972
              35   0,233333           1                0,128013              0,145605
              36   0,240000           1                0,134016              0,152314
              37   0,246667           1                0,140091              0,159094
               ~        ~             ~                     ~                     ~
             175   1,166667           1                0,862416              0,895701
             176   1,173333           1                0,864968              0,897941
             177   1,180000           1                0,867484              0,900145
             178   1,186667           1                0,869964              0,902312
             179   1,193333           1                0,872410              0,904445
             180   1,200000           1                0,874821              0,906542
             181   1,206667           1                0,877197              0,908605
             182   1,213333           1                0,879540              0,910633
             183   1,220000           1                0,881849              0,912628
             184   1,226667           1                0,884125              0,914589
             185   1,233333           1                0,886367              0,916517
             186   1,240000           1                0,888577              0,918412
             187   1,246667           1                0,890755              0,920276
             188   1,253333           1                0,892900              0,922107
             189   1,260000           1                0,895014              0,923907
             190   1,266667           1                0,897096              0,925676
             191   1,273333           1                0,899147              0,927414
 ---pagebreak--- L 375/224         DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
                  192        1,280000            1                0,901168      0,929121
                  193        1,286667            1                0,903158      0,930799
                  194        1,293333            1                0,905117      0,932448
                  195        1,300000            1                0,907047      0,934067
                   ~             ~               ~                    ~              ~
             Tabelle B -       Werte des Sprungeingangssignals und des Bessel-gefilterten
                           Ausgangssignals beim ersten und zweiten Iterationszyklus
   2.3.      Berechnung der Rauchwerte
             Im nachstehenden Schaubild wird das allgemeine Verfahren zur Bestimmung des
             endgültigen Rauchwertes dargestellt.
   Speed A = Drehzahl A
   Load Step 1 = Belastungsschritt 1
   raw opacity values N = unverarbeitete Trübungswerte N
   conversion to light absorption coefficient = Umrechnung auf Lichtabsorptionskoeffizienten
   filtering with Bessel filter = Filtern mit Bessel-Filter
   selection of maximum k-value (peak) for each speed and load step = Auswahl des k-
             Wertmaximums (Spitze) für Drehzahl und Belastungsschritt
   cycle validation for each speed = Zyklusvalidierung für jede Drehzahl
   calculation of mean smoke value for each speed = Berechnung des mittleren Rauchwertes
             für jede Drehzahl
   calculation of the final smoke value = Berechnung des endgültigen Rauchwertes
 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 375/225 ---pagebreak--- L 375/226     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                          27.12.2006
            In Abbildung b) sind die Kurven des gemessenen unverarbeiteten Trübungssignals
            sowie des ungefilterten und gefilterten Lichtabsorptionskoeffizienten (k-Wert) der
            ersten Belastungsstufe in der ELR-Prüfung dargestellt, und der Höchstwert Ymax1,A
            (Spitze) der Kurve des gefilterten k ist angezeigt. Tabelle C enthält die dazugehörigen
            Zahlenwerte für den Index i, die Zeit (Abtastfrequenz 150 Hz), die unverarbeitete
            Trübung, den ungefilterten k-Wert und den gefilterten k-Wert. Die Filterung erfolgte
            unter Verwendung der Konstanten des in Absatz 2.2 dieses Anhangs entworfenen
            Bessel-Algorithmus. Aufgrund des umfangreichen Datenmaterials wurde die
            Rauchkurve in der Tabelle nur gegen Anfang und um den Spitzenwert herum erfasst.
                    ]
                    %
                    [
                    N
                    yti
                      ca
                       p
                       O
                       .B
          Abbildung b)    -   Kurven der gemessenen Trübung N, des ungefilterten k-Rauchwerts
                          und des gefilterten k-Rauchwerts
                                          opacity = Trübung
                                         peak = Spitzenwert
                                              time = Zeit
                            unfiltered smoke = ungefilterter Rauchwert
                              filtered smoke = gefilterter Rauchwert
            Der Spitzenwert (i = 272) wird unter Zugrundelegung der folgenden Daten aus Tabelle
            C berechnet. Alle anderen einzelnen Rauchwerte werden auf dieselbe Weise berechnet.
            Zu Beginn des Algorithmus werden s-1, s-2, y-1 und y-2 auf Null gesetzt.
            Berechnung des k-Wertes (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 6.3.1):
                                       LA (m)                         0,430
 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE Amtsblatt der Europäischen Union          L 375/227
               Index I                            272
                N (%)                           16,783
              S271 (m-1)                       0,427392
              S271 (m-1)                       0,427532
              S271 (m-1)                       0,542383
              Y270 (m-1)                       0,542337
 ---pagebreak--- L 375/228       DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
                                         1        ⎛ 16,783 ⎞                   -1
                                k=-           ∗ ln⎜1 −          ⎟ = 0,427252 m
                                      0,430       ⎝      100 ⎠
          Dieser Wert entspricht S272 in der folgenden Gleichung.
          Berechnung des Bessel-gemittelten Rauchwertes (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 6.3.2):
          In den folgenden Gleichungen werden die Bessel-Konstanten aus dem vorhergehenden
          Absatz 2.2 verwendet. Der oben berechnete tatsächliche ungefilterte k-Wert entspricht S272
          (Si). S271 (Si-1) und S270 (Si-2) sind die beiden vorhergehenden ungefilterten k-Werte, Y271
          (Yi-1) und Y270 (Yi-2) die beiden vorhergehenden gefilterten k-Werte.
             Y272 = 0,542383+8,272777*10-5*(0,427252+2*0,427392+0,427532-4*0,542337)+
                      0,968410*(0,542383-0,542337) = 0,542389 m-1
          Dieser Wert entspricht Ymax1,A in der folgenden Gleichung.
          Berechnung des endgültigen Rauchwertes (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 6.3.3):
          Der höchste gefilterte k-Wert jeder Kurve wird für die weiteren Berechnungen verwendet.
          Es seien:
                                                           Ymax (m-1)
                    Drehzahl            Zyklus 1             Zyklus 2        Zyklus 3
                        A                 0,5424               0,5435         0,5587
                         B                0,5596               0,5400         0,5389
                         C                0,4912               0,5207         0,5177
             SVA = (0,5424 + 0,5435 + 0,5587) / 3            =                      0,5482 m-1
             SVB = (0,5596 + 0,5400 + 0,5389) / 3            =                      0,5462 m-1
             SVC = (0,4912 + 0,5207 + 0,5177) / 3            =                      0,5099 m-1
             SV        = (0,43*0,5482)+(0,56*0,5462)+(0,01*0,5099)                = 0,5467 m-1
 ---pagebreak--- 27.12.2006 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 375/229 ---pagebreak--- L 375/230     DE                    Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
          Zyklusvalidierung (Anhang 4 Anlage 1 Absatz 3.4)
          Vor der Berechnung des RW muss der Zyklus validiert werden; dazu werden die relativen
          Standardabweichungen des Rauchwertes der drei Zyklen für jede Drehzahl berechnet.
                     Drehzahl     Mittlerer RW (m-              Absolute           Relative
                                          1                                -
                                           )          Standardabweichung (m Standardabweichung
                                                                    1
                                                                     )               (%)
                         A             0,5482                    0,0091               1,7
                         B             0,5462                    0,0116               2,1
                         C             0,5099                    0,0162               3,2
          Bei diesem Beispiel wird das Validierungskriterium von 15 % für jede Drehzahl erfüllt.
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                          L 375/231
                                                 Tabelle C
           Trübungswert N, gefilterter und ungefilterter k-Wert zu Beginn des Belastungsschrittes
                                                                     Ungefilterter Gefilterter
               Index i           Zeit             Trübung N             k-wert      k-Wert
                 [-]              [s]                 [%]                [m-1]       [m-1]
                 -2           0,000000             0,000000            0,000000    0,000000
                  -1
                              0,000000             0,000000            0,000000    0,000000
                  0           0,000000             0,000000            0,000000    0,000000
                  1           0,006667             0,020000            0,000465    0,000000
                  2           0,013333             0,020000            0,000465    0,000000
                  3           0,020000             0,020000            0,000465    0,000000
                  4           0,026667             0,020000            0,000465    0,000001
                  5           0,033333             0,020000            0,000465    0,000002
                  6           0,040000             0,020000            0,000465    0,000002
                  7           0,046667             0,020000            0,000465    0,000003
                  8           0,053333             0,020000            0,000465    0,000004
                  9           0,060000             0,020000            0,000465    0,000005
                 10           0,066667             0,020000            0,000465    0,000006
                 11           0,073333             0,020000            0,000465    0,000008
                 12           0,080000             0,020000            0,000465    0,000009
                 13           0,086667             0,020000            0,000465    0,000011
                 14           0,093333             0,020000            0,000465    0,000012
                 15           0,100000             0,192000            0,004469    0,000014
                 16           0,106667             0,212000            0,004935    0,000018
                 17           0,113333             0,212000            0,004935    0,000022
                 18           0,120000             0,212000            0,004935    0,000028
                 19           0,126667             0,343000            0,007990    0,000036
                 20           0,133333             0,566000            0,013200    0,000047
                 21           0,140000             0,889000            0,020767    0,000061
                 22           0,146667             0,929000            0,021706    0,000082
                 23           0,153333             0,929000            0,021706    0,000109
                 24           0,160000             1,263000            0,029559    0,000143
                 25           0,166667             1,455000            0,034086    0,000185
                 26           0,173333             1,697000            0,039804    0,000237
                 27           0,180000             2,030000            0,047695    0,000301
                 28           0,186667             2,081000            0,048906    0,000378
                 29           0,193333             2,081000            0,048906    0,000469
                 30           0,200000             2,424000            0,057067    0,000573
                 31           0,206667             2,475000            0,058282    0,000693
                 32           0,213333             2,475000            0,058282    0,000827
                 33           0,220000             2,808000            0,066237    0,000977
                 34           0,226667             3,010000            0,071075    0,001144
                 35           0,233333             3,253000            0,076909    0,001328
                 36           0,240000             3,606000            0,085410    0,001533
                 37           0,246667             3,960000            0,093966    0,001758
                 38           0,253333             4,455000            0,105983    0,002007
                 39           0,260000             4,818000            0,114836    0,002283
                 40           0,266667             5,020000            0,119776    0,002587
                  ~                ~                    ~                  ~           ~
 ---pagebreak--- L 375/232     DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                         27.12.2006
                                      Tabelle C (Fortsetzung)
          Trübungswert N, ungefilterter und gefilterter k-Wert um Ymax1,A
                             (≡ Spitzenwert, durch Fettschrift hervorgehoben)
                                                                    Ungefilterter Gefilterter
               Index i          Zeit             Trübung N             k-wert      k-Wert
                  [-]            [s]                 [%]                [m-1]       [m-1]
                 259         1,726667            17,182000            0,438429    0,538856
                 260         1,733333            16,949000            0,431896    0,539423
                 261         1,740000            16,788000            0,427392    0,539936
                 262         1,746667            16,798000            0,427671    0,540396
                 263         1,753333            16,788000            0,427392    0,540805
                 264         1,760000            16,798000            0,427671    0,541163
                 265         1,766667            16,798000            0,427671    0,541473
                 266         1,773333            16,788000            0,427392    0,541735
                 267         1,780000            16,788000            0,427392    0,541951
                 268         1,786667            16,798000            0,427671    0,542123
                 269         1,793333            16,798000            0,427671    0,542251
                 270         1,800000            16,793000            0,427532    0,542337
                 271         1,806667            16,788000            0,427392    0,542383
                 272         1,813333            16,783000            0,427252    0,542389
                 273         1,820000            16,780000            0,427168    0,542357
                 274         1,826667            16,798000            0,427671    0,542288
                 275         1,833333            16,778000            0,427112    0,542183
                 276         1,840000            16,808000            0,427951    0,542043
                 277         1,846667            16,768000            0,426833    0,541870
                 278         1,853333            16,010000            0,405750    0,541662
                 279         1,860000            16,010000            0,405750    0,541418
                 280         1,866667            16,000000            0,405473    0,541136
                 281         1,873333            16,010000            0,405750    0,540819
                 282         1,880000            16,000000            0,405473    0,540466
                 283         1,886667            16,010000            0,405750    0,540080
                 284         1,893333            16,394000            0,416406    0,539663
                 285         1,900000            16,394000            0,416406    0,539216
                 286         1,906667            16,404000            0,416685    0,538744
                 287         1,913333            16,394000            0,416406    0,538245
                 288         1,920000            16,394000            0,416406    0,537722
                 289         1,926667            16,384000            0,416128    0,537175
                 290         1,933333            16,010000            0,405750    0,536604
                 291         1,940000            16,010000            0,405750    0,536009
                 292         1,946667            16,000000            0,405473    0,535389
                 293         1,953333            16,010000            0,405750    0,534745
                 294         1,960000            16,212000            0,411349    0,534079
                 295         1,966667            16,394000            0,416406    0,533394
                 296         1,973333            16,394000            0,416406    0,532691
                 297         1,980000            16,192000            0,410794    0,531971
                 298         1,986667            16,000000            0,405473    0,531233
                 299         1,993333            16,000000            0,405473    0,530477
                 300         2,000000            16,000000            0,405473    0,529704
                   ~              ~                    ~                  ~           ~
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                    L 375/233
    3.     ETC-PRÜFUNG
    3.1.     Gasförmige Emissionen (Dieselmotor)
             Mit einem PDP-CVS-System seien folgende Prüfergebnisse erzielt worden:
                   V0            (m3/rev)                                           0,1776
                   Np            (rev)                                          23073
                   pB            (kPa)                                             98,0
                   p1            (kPa)                                              2,3
                   T             (K)                                              322,5
                   Ha            (g/kg)                                            12,8
                   NOx conce     (ppm)                                             53,7
                   NOx concd     (ppm)                                              0,4
                   CO conce      (ppm)                                             38,9
                   CO concd      (ppm)                                              1,0
                   HC conce      (ppm) ohne Cutter                                  9,00
                   HC concd      (ppm) ohne Cutter                                  3,02
                   HC conce      (ppm) mit Cutter                                   1,20
                   HC concd      (ppm) mit Cutter                                   0,65
                   CO2,conce     (%)                                                0,723
                   Wact          (kWh)                                             62,72
           Berechnung des Durchsatzes des verdünnten Abgases (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.1):
           MTOTW      = 1,293 * 0,1776 * 23073 * (98,0 - 2,3) * 273 / (101,3 * 322,5)
                      = 4237,2 kg
           Berechnung des NOx -Korrekturfaktors (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.2):
                                            1
                      K =                                    = 1,039
                              1 - 0,0182 ⋅ (12,8 - 10,71)
                        H, D
            Berechnung der NMHC-Konzentration mit dem NMC-Verfahren (Anhang 4 Anlage 2
            Abschnitt 4.3.1); der Methan-Wirkungsgrad sei 0,04 und der Ethan-Wirkungsgrad 0,98:
                                               9,0 × (1 - 0,04) - 1,2
                               NMHC conce =                           = 7,91 ppm
                                                    0,98 - 0,04
 ---pagebreak--- L 375/234     DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
                                             3,02 × (1 - 0,04) - 0,65
                            NMHC concd =                               = 2,39 ppm
                                                   0,98 - 0,04
          Berechnung der hintergrundkorrigierten Konzentrationen (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3.1.1):
          Es sei ein Dieselkraftstoff mit der Zusammensetzung C1H1.8 zugrunde gelegt:
                                                          1
                             Fs = 100 ⋅                                       = 13,6
                                        1 + (1,8/2) + (3,76 ⋅ (1 + (1,8/4))
                                                    13,6
                                 DF =                                     = 18,69
                                        0,723 + (9,00 + 38,9) ⋅10   -4
                      NOx conc          = 53,7 – 0,4 · (1 - (1/18,69)) = 53,3 ppm
                      COconc            = 38,9 – 1,0 · (1 - (1/18,69)) = 37,9 ppm
                      HCconc            = 9,00 – 3,02 · (1 - (1/18,69)) = 6,14 ppm
                      NMHCconc          = 7,91 – 2,39 · (1 - (1/18,69)) = 5,65 ppm
          Berechnung des Emissionsmassendurchsatzes (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3.1):
                      NOx mass      = 0,001587 · 53,3 · 1,039 · 4237,2            = 372,391 g
                      COmass        = 0,000966 · 37,9 · 4237,2                    = 155,129 g
                      HCmass        = 0,000479 · 6,14 · 4237,2                    = 12,462 g
                      NMHCmass = 0,000479 · 5,65 · 4237,2                         = 11,467 g
          Berechnung der spezifischen Emissionen (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.4):
                        NO x   =    372,391 / 62,72 = 5,94 g/kWh
                        CO       = 155,129 / 62,72 = 2,47 g/kWh
                        HC       =   12,462 / 62,72        = 0,199 g/kWh
                        NMHC = 11,467 / 62,72              = 0,183 g/kWh
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                  L 375/235
    3.2.   Partikelemissionen (Dieselmotor
           Mit einem PDP-CVS-System mit Doppelverdünnung seien folgende Prüfergebnisse erzielt
           worden:
                       MTOTW (kg)                                        4237,2
                       Mf,p (mg)                                          3,030
                       Mf,b (mg)                                          0,044
                       MTOT (kg)                                          2,159
                       MSEC (kg)                                          0,909
                       Md (mg)                                            0,341
                       MDIL (kg)                                          1,245
                       DF                                                 18,69
                       Wact (kWh)                                         62,72
           Berechnung der Masseemission (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 5.1):
                                      Mf = 3,030 + 0,044         = 3,074 mg
                                      MSAM = 2,159 – 0,909 = 1,250 kg
                                                3,074 4237,2
                                     PTmass =          ∗          = 10,42 g
                                                1,250 1000
           Berechnung der hintergrundkorrigierten Masseemission (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 5.1):
                               ⎡ 3,074 ⎛ 0,341 ⎛             1 ⎞ ⎞⎤ 4237,2
                      PTmass = ⎢        − ⎜⎜        ∗ ⎜1 −        ⎟ ⎟⎟⎥ ∗       = 9,32 g
                               ⎣ 1, 250    ⎝ 1, 245   ⎝    18, 69 ⎠  ⎠⎦    1000
            Berechnung der spezifischen Emission (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 5.2):
                                    NOx = 372,391 / 62,72 = 5,94 g/kWh
                                     CO = 155,129 / 62,72 = 2,47 g/kWh
                                     HC = 12,462 / 62,72 = 0,199 g/kWh
    3.3.     Gasförmige Emissionen (CNG-Motor)
             Mit einem PDP-CVS-System seien folgende Prüfergebnisse erzielt worden:
 ---pagebreak--- L 375/236  DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                 27.12.2006
               MTOTW       (kg)                                             4237,2
               Ha          (g/kg)                                             12,8
               NOx conce   (ppm)                                              17,2
               NOx concd   (ppm)                                               0,4
               CO conce    (ppm)                                              44,3
               CO concd    (ppm)                                               1,0
               HC conce    (ppm) ohne Cutter                                  27,0
               HC concd    (ppm) ohne Cutter                                   2,02
               HC conce    (ppm) mit Cutter                                   18,0
               HC concd    (ppm) mit Cutter                                    0,65
               CH4 conce   (ppm)                                              18,0
               CH4 concd   (ppm)                                               1,1
               CO2,conce   (%)                                                 0,723
               Wact        (kWh)                                              62,72
          Berechnung des NOx -Korrekturfaktors (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.2 ):
                                                    1
                            K      =                                = 1,074
                                     1 - 0,0329 × (12,8 - 10,71)
                              H, G
          Berechnung der NMHC-Konzentration (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3.1):
          a) GC-Verfahren
                              NMHCconce = 27,0 – 18,0 = 9,0 ppm
          b) NMC-Verfahren
          Der Methan-Wirkungsgrad sei 0,04 und der Ethan-Wirkungsgrad 0,98 (siehe Anhang 4
          Anlage 5 Absatz 1.8.4)
                                           27,0 ⋅ (1 - 0,04) - 18,0
                          NMHC conce =                              = 8,4 ppm
                                                 0,98 - 0,04
                                          2,02 ⋅ (1 - 0,04) - 0,65
                         NMHC concd =                               = 1,37 ppm
                                               0,98 - 0,04
 ---pagebreak--- 27.12.2006  DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                             L 375/237
           Berechnung der      hintergrundkorrigierten         Konzentrationen    (Anhang 4   Anlage 2
           Absatz 4.3.1.1):
           Der Bezugskraftstoff sei 100 % Methan mit der Zusammensetzung C1H4
                                                            1
                                F = 100 ⋅                                   = 9,5
                                           1 + (4/2) + (3,76 × (1 + (4/4)))
                                  S
                                                       9,5
                                   DF =                                 = 13,01
                                         0,723 + (27,0 + 44,3) ⋅10   -4
           Unter Anwendung des GC-Verfahrens ist bei den NMHC die Hintergrundkonzentration die
           Differenz zwischen HCconcd und CH4 concd :
                NOx conc    = 17,2 – 0,4 · (1 - (1/13,01)) = 16,8 ppm
                COconc      = 44,3 – 1,0 · (1 - (1/13,01)) = 43,4 ppm
                NMHCconc    = 8,4 – 1,37 · (1 - (1/13,01)) = 7,13 ppm                 (NMC-
           Verfahren)
                NMHCconc    = 9,0 – 0,92 · (1 - (1/13,01)) = 8,15 ppm                 (GC-Verfahren)
                CH4 conc    = 18,0 – 1,1 · (1 - (1/13,01)) = 17,0 ppm                 (GC-Verfahren)
           Berechnung des Emissionsmassendurchsatzes (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3.1):
                NOx mass    = 0,001587 · 16,8 · 1,074 · 4237,2 =121,330 g
                COmass      = 0,000966 · 43,4 · 4237,2 =177,642 g
                NMHCmass = 0,000516 · 7,13 · 4237,2 =15,589 g                  (NMC-Verfahren)
                NMHCmass = 0,000516 · 8,15 · 4237,2 =17,819 g                  (GC-Verfahren)
                CH4 mass    = 0,000552 · 17,0 · 4237,2 =39,762 g               (GC-Verfahren)
           Berechnung der spezifischen Emissionen (Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.4):
                  NO x      = 121,330/62,72          = 1,93 g/kWh
                  CO        = 177,642/62,72          = 2,83 g/kWh
                   NMHC = 15,589/62,72               = 0,249 g/kWh                    (NMC-Verfahren)
 ---pagebreak--- L 375/238       DE                         Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
                       NMHC = 17,819/62,72                 = 0,284 g/kWh                    (GC-Verfahren)
                       CH 4       = 39,762/62,72           = 0,634 g/kWh                    (GC-Verfahren)
   4.        λ-VERSCHIEBUNGSFAKTOR (Sλ)
   4.1.      Berechnung des λ Verschiebungsfaktors (Sλ) 5
                                                              2
                                       Sλ =
                                              ⎛ inertti % ⎞⎛        m ⎞ O2 *
                                              ⎜1 -           ⎟⎜ n + ⎟ -
                                              ⎝      100 ⎠⎝         4 ⎠ 100
           mit:
           Sλ             =        λ-Verschiebungsfaktor
           inert %        =        Vol.-% der Inertgase im Kraftstoff (d. h. N2, CO2, He usw.)
           O2*            =        Vol.-% des ursprünglichen Sauerstoffs im Kraftstoff
           n und m        =        beziehen sich auf durchschnittliche CnHm-Werte, die den
                          Kohlenwasserstoffgehalt des Kraftstoffs repräsentieren, d. h.
                          ⎡ CH 4 % ⎤        ⎡C % ⎤        ⎡C % ⎤         ⎡C % ⎤     ⎡C % ⎤
                       1∗ ⎢         ⎥ + 2 ∗ ⎢ 2 ⎥ + 3 ∗ ⎢ 3 ⎥ + 4 ∗ ⎢ 4 ⎥ + 5 ∗ ⎢ 5 ⎥ + ..
                             100 ⎦          ⎣ 100 ⎦       ⎣ 100 ⎦        ⎣ 100 ⎦    ⎣ 100 ⎦
                   n= ⎣
                                                          diluent %
                                                      1−
                                                             100
                             ⎡ CH 4 % ⎤        ⎡C H % ⎤          ⎡C H % ⎤        ⎡C H % ⎤
                         4∗⎢           ⎥ + 4 ∗ ⎢ 2 4 ⎥ + 6 ∗ ⎢ 2 6 ⎥ + 8 ∗ ⎢ 3 8 ⎥ + ..
                    m=       ⎣ 100 ⎦           ⎣ 100 ⎦           ⎣ 100 ⎦         ⎣ 100 ⎦
                                                          diluent %
                                                      1−
                                                             100
                  mit:
              CH4 = Vol.- % Methan im Kraftstoff
              C2 = Vol.- % aller C2-Kohlenwasserstoffe (z. B.: C2H6, C2H4 usw.) im Kraftstoff
              C3 = Vol.- % aller C3-Kohlenwasserstoffe (z. B.: C3H8, C3H6 usw.) im Kraftstoff
              C4 = Vol.- % aller C4-Kohlenwasserstoffe (z. B.: C4H10, C4H8 usw.) im Kraftstoff
              C5 = Vol.- % aller C5-Kohlenwasserstoffe (z. B.: C5H12, C5H10, usw.) im Kraftstoff
              diluent = Vol.-% der Verdünnungsgase im Kraftstoff (d. h. O2*, N2, CO2, He usw.).
   5/     Stoichiometric Air/Fuel ratios of automotive fuels: SAE J1829, Juni 1987.
          John B. Heywood, Internal Combustion Engine Fundamentals, McGraw-Hill,
   1988, Kapitel 3.4. “Combustion stoichiometry”
       (S. 68 - 72).
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE                         Amtsblatt der Europäischen Union                         L 375/239
    4.2.         Beispiele für die Berechnung des λ-Verschiebungsfaktors Sλ
                 Beispiel 1: G25: CH4 = 86%, N2 = 14% (Vol.-%)
                               ⎡ CH4% ⎤           ⎡ C2% ⎤
                           1x⎢              + 2x⎢           + ..
                               ⎣  100 ⎦   ⎥       ⎣ 100 ⎥⎦           1 x 0,86 0,86
                       n=                                         =              =       =1
                                        laimennus%                        14       0,86
                                    1-                                1-
                                              100                         100
                                  ⎡ CH % ⎤            ⎡C H % ⎤
                              4 ∗ ⎢ 4 ⎥ + 4 ∗ ⎢ 2 4 ⎥ + ..
                                      100 ⎦           ⎣ 100 ⎦                 4 ∗ 0,86
                        m= ⎣                                              =            =4
                                           1-
                                               diluent %                        0,86
                                                   100
                                            2                              2
                      Sλ =                                   =                        = 1,16
                            ⎛ inert % ⎞⎛          m ⎞ O2 * ⎛          14 ⎞ ⎛       4⎞
                            ⎜1 -          ⎟⎜ n + ⎟ -            ⎜1 -      ⎟ x ⎜ 1+ ⎟
                            ⎝      100 ⎠⎝         4 ⎠ 100 ⎝ 100 ⎠ ⎝                4⎠
           Beispiel 2: GR: CH4 = 87 %, C2H6 = 13 % (Vol.-%)
                         ⎡CH4%⎤            ⎡C2%⎤
                      1x⎢             + 2x⎢          + ..
                         ⎣  100 ⎦   ⎥      ⎣  100 ⎥⎦         1x0,87+ 2x0,13 1,13
                  n=                                       =                       =       = 1,13
                                 laimennus%                              0            1
                              1-                                   1-
                                       100                             100
                              ⎡ CH4% ⎤         ⎡ C2H6% ⎤
                           4x ⎢           + 6x ⎢            + ..
                              ⎣  100 ⎦  ⎥      ⎣   100 ⎥⎦           4x0,87 + 6x0,13
                      m=                                         =                    = 4,26
                                        laimennus %                          1
                                    1-
                                             100
                                       2                                   2
                Sλ =                                      =                                = 0,911
                      ⎛ inertti % ⎞⎛          m ⎞ O2 * ⎛           0 ⎞ ⎛           4,26 ⎞
                      ⎜1 -            ⎟⎜ n + ⎟ -            ⎜1 -      ⎟ x ⎜ 1.13 +      .⎟
                      ⎝       100 ⎠⎝          4 ⎠ 100 ⎝ 100 ⎠ ⎝                      4 ⎠
           Beispiel 3: USA: CH4 = 89 %, C2H6 = 4,5 %, C3H8 = 2.3 %, C6H14 = 0,2 %, O2 = 0,6 %, N2
           = 4%
 ---pagebreak--- L 375/240   DE                        Amtsblatt der Europäischen Union                            27.12.2006
                ⎡ CH4%⎤           ⎡ C2%⎤
             1x⎢             + 2x⎢          + ..
                ⎣   100 ⎦  ⎥      ⎣  100 ⎥⎦         1x0,89+ 2x0,045+ 3x0,023+ 4x0,002
          n=                                     =                                            = 1,11
                     1-
                         laimennus%
                                                                     1-
                                                                         (0,64+ 4)
                              100                                           100
                       ⎡ CH4% ⎤        ⎡ C2H4% ⎤        ⎡ C2H6% ⎤               ⎡ C3H8% ⎤
                    4x ⎢        ⎥ + 4x ⎢         ⎥ + 6x ⎢            ⎥ + ..+ 8x ⎢
               m= ⎣
                          100 ⎦        ⎣ 100 ⎦          ⎣ 100 ⎦                 ⎣ 100 ⎥⎦ =
                                                 laimennus %
                                             1-
                                                       100
                              4x0,89 + 4x0,045 + 8x0,023 + 14x0,002
                           =                                                = 4,24
                                                 0,6 + 4
                                             1-
                                                   100
                                  2                                     2
            Sλ =                                  =                                    = 0,96
                  ⎛ inert % ⎞⎛         m ⎞ O2 * ⎛          4 ⎞ ⎛            4,24 ⎞ 0,6
                  ⎜1 -          ⎟⎜ n + ⎟ -           ⎜1 -      ⎟ ∗ ⎜ 1,11 +      ⎟-
                  ⎝       100 ⎠⎝       4 ⎠ 100 ⎝ 100 ⎠ ⎝                     4 ⎠ 100
                                              __________
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/241
                                                    Anhang 9
                           BESONDERE TECHNISCHE VORSCHRIFTEN FÜR
                            MIT ETHANOL BETRIEBENE DIESELMOTOREN
    Bei mit Ethanol betriebenen Dieselmotoren gelten für die in Anhang 4 dieser Regelung festgelegten
    Prüfverfahren die folgenden Änderungen der entsprechenden Textteile, Gleichungen und Faktoren.
    IN ANHANG 4 ANLAGE 1
                                                                                            1,877
     4.2.       Umrechnung vom trockenen in den feuchten Bezugszustand FFH =
                                                                                    ⎛            G      ⎞
                                                                                    ⎜⎜1 + 2,577 ⋅ FUEL ⎟⎟
                                                                                     ⎝           G AIRW ⎠
    4.3.       Korrektur der NOx-Konzentration unter Berücksichtigung von Temperatur und
               Feuchtigkeit
                                  K                          1
                                          1 A (H 10,71) B (T 298)
                                    H,D
                                        =
                                           +    ⋅    a
                                                       −        +   ⋅  a
                                                                         −
               Hierbei gilt:
               A=        0,181 GFUEL/GAIRD – 0,0266
               B=        - 0,123 GFUEL/GAIRD + 0,00954
               Ta =      Lufttemperatur, K
               Ha =      Feuchtigkeit der Ansaugluft, g Wasser je kg trockener Luft
    4.4.       Berechnung der Emissionsmassendurchsätze
               Ausgehend von einer Abgasdichte von 1,272 kg/m3 bei 273 K (0°C) und 101,3 kPa sind die
               Massendurchsätze der Emissionen (g/h) für jede Prüfphase wie folgt zu berechnen:
               (1)   NOx mass     = 0,001613 · NOx conc · KH,D · GEXHW
               (2)   COmass       = 0,000982 · COconc · GEXHW
               (3)   HCmass       = 0,000809 · HCconc · KH,D · GEXHW
               wobei NOx conc, COconc, HCconc 1die mittleren Konzentrationen (ppm) im Rohabgas gemäß
               Absatz 4.1 bedeuten.
    1/     Bezogen auf das C1-Äquivalent.
 ---pagebreak--- L 375/242       DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                            27.12.2006
              Da die gasförmigen Emissionen wahlweise mit einem Vollstromverdünnungssystem
              berechnet werden können, sind die folgenden Formeln anzuwenden:
              (1)    NOx mass     = 0,001587 · NOx conc · KH,D · GTOTW
              (2)    COmass       = 0,000966 · COconc · GTOTW
              (3)    HCmass       = 0,000795 · HCconc · GTOTW
              wobei NOx conc, COconc, HCconc (1) die mittleren hintergrundkorrigierten Konzentrationen
              (ppm) jeder Phase im verdünnten Abgas gemäß Anhang 4 Anlage 2 Absatz 4.3.1.1
              bedeuten.
   IN ANHANG 4 ANLAGE 2
   Die Absätze 3.1, 3,4, 3.8.3 und 5 der Anlage 2 gelten nicht nur für Dieselmotoren, sondern auch für mit
   Ethanol betriebene Dieselmotoren.
   4.2.       Die Prüfbedingungen sollten so beschaffen sein, dass die Temperatur und die Feuchtigkeit
              der am Motor gemessenen Ansaugluft den Standardbedingungen während des Probelaufs
              entsprechen. Der Standard sollte 6 ∀ 0,5 g Wasser je kg Trockenluft bei einer Temperatur
              von 298 ∀ 3 K betragen. Innerhalb dieser Grenzwerte dürfen keine weiteren NOx-
              Korrekturen vorgenommen werden. Werden diese Bedingungen nicht eingehalten, ist die
              Prüfung ungültig.
   4.3.       Berechnung des Emissionsmassendurchsatzes
   4.3.1.     Systeme mit konstantem Massendurchsatz
              Bei Systemen mit Wärmetauscher ist die Schadstoffmasse (g/Prüfung) anhand der
              folgenden Gleichungen zu berechnen:
              (1) NOX mass = 0,001587 · NOX conc · KH,D · MTOTW (mit Ethanol betriebene Dieselmotoren)
              (2) CO mass = 0,000966 · CO conc MTOTW                (mit Ethanol betriebene Dieselmotoren)
              (3) HC mass = 0,000794 · HC conc · MTOTW'             (mit Ethanol betriebene Dieselmotoren)
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                       Amtsblatt der Europäischen Union                            L 375/243
             Hierbei bedeutet:
             NOx conc, CO conc, HC conc (1)/ NMHC conc = mittlere hintergrundkorrigierte Konzentrationen
             über den gesamten Zyklus aus Integration (für NOx und HC) oder Beutelmessung, ppm.
             MTOTW = Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus gemäß
             Absatz 4.1, kg.
    4.3.1.1. Bestimmung der hintergrundkorrigierten Konzentrationen
             Um die Nettokonzentration der Schadstoffe zu bestimmen, sind die mittleren
             Hintergrundkonzentrationen der gasförmigen Schadstoffe in der Verdünnungsluft von den
             gemessenen       Konzentrationen        abzuziehen.          Die mittleren Werte der
             Hintergrundkonzentrationen können mit Hilfe der Beutel-Methode oder durch laufende
             Messungen mit Integration bestimmt werden. Die nachstehende Formel ist zu verwenden.
                                   conc = conce - concd * (1 - (1/DF))
             Hierbei bedeutet:
             conc    = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs im verdünnten
                        Abgas, korrigiert um die Menge des in der Verdünnungsluft enthaltenen
                        jeweiligen Schadstoffs, ppm;
             conce = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen
                        im verdünnten Abgas, ppm;
             concd = Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen
                        in der Verdünnungsluft, ppm;
             DF      = Verdünnungsfaktor.
             Der Verdünnungsfaktor errechnet sich wie folgt:
                                                         F
                           DF =                            S
                                 CO            + ( HC          + CO       ) *10- 4
                                     2, conce          conce        conce
             Hierbei bedeutet:
             CO2,conce  =  CO2-Konzentration im verdünnten Abgas, Vol.- %
             HCconce    =  HC-Konzentration im verdünnten Abgas, ppm C1
             COconce    =  CO-Konzentration im verdünnten Abgas, ppm;
             FS         =  stöchiometrischer Faktor
 ---pagebreak--- L 375/244      DE                                    Amtsblatt der Europäischen Union                           27.12.2006
          Auf trockener Basis gemessene Konzentrationen sind gemäß Anhang 4 Anlage 1 Absatz 4.2
          in einen feuchten Bezugszustand umzurechnen.
          Der stöchiometrische Faktor berechnet sich für die allgemeine Kraftstoffzusammensetzung
          CHαOßNY wie folgt:
                                                                             1
                                 FS = 100            ⋅
                                                            α               ⎛            α β ⎞          γ
                                                       1+      + 3,76 ⋅ ⎜ 1 +                -   ⎟ +
                                                            2               ⎝            4 2 ⎠          2
          Ist die Kraftstoffzusammensetzung unbekannt, können alternativ folgende stöchiometrische
          Faktoren verwendet werden:
          FS (Ethanol) = 12,3
   4.3.2. Systeme mit Durchflussmengenkompensation
                   Bei Systemen ohne Wärmeaustauscher ist die Masse der Schadstoffe (g/Prüfung) durch
          Berechnen der momentanen Masseemissionen und Integrieren der momentanen Werte über
          den gesamten Zyklus zu bestimmen. Darüber hinaus ist die Hintergrundkorrektur direkt auf
          den momentanen Konzentrationswert anzuwenden. Hierzu dienen die folgenden Formeln:
          (1) NOx mass =
               n
           ∑= (M
             i   1
                     TOTW, i
                             ⋅ NO x
                                     conce, i
                                               ⋅ 0.001587) − (M TOTW   ⋅ NO x
                                                                                 concd
                                                                                       ⋅ (1 − 1/DF) ⋅ 0.001587)
          (2) COmass =
              n
          ∑= (M
           i    1
                     TOTW, i
                             ⋅ CO conc e, i
                                            ⋅ 0.000966) − (M   TOTW
                                                                     ⋅ CO conc d
                                                                                  ⋅ (1 − 1/DF) ∗ 0.000966)
 ---pagebreak--- 27.12.2006    DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                     L 375/245
           (3) HCmass =
             n
           ∑i =1
                (M TOTW,i ∗ HC conc ,i ∗ 0.000479) −(M TOTW ∗ HC conc
                                   e                                  d ∗(1 − 1/DF) ∗ 0.000479)
           Hier bedeutet:
           conce           =          Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen im
                                      verdünnten Abgas, ppm;
           concd           =          Konzentration des jeweiligen Schadstoffs, gemessen in der
                                      Verdünnungsluft, ppm;
           MTOTW,I         =          momentane Masse des verdünnten Abgases (siehe Absatz 4.1), kg;
           MTOTW           =          Gesamtmasse des verdünnten Abgases über den gesamten Zyklus
                                      (siehe Absatz 4.1), kg
           DF              =          Verdünnungsfaktor gemäß Absatz 4.3.1.1.
    4.4.   Berechnung der spezifischen Emissionen
           Die Emissionen (g/kWh) sind für die einzelnen Bestandteile folgendermaßen zu berechnen:
            NOx = NOx mass / Wact
           CO = COmass / Wact
            HC = HCmass / Wact
           Hier bedeutet:
           Wact = tatsächliche Zyklusarbeit gemäß Absatz 3.9.2, kWh.
                                                    ____________