CELEX: 51995PC0726(02)
Language: de
Date: 1996-01-10
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EG)DES RATES über den Abschluß des Zusatzes zu dem Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirstchaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                    Brüssel, den 10.01.1996
                                                    KOM(95) 726 endg.
                                                    96/0005 (CNS)
                                VORSCHLAG FÜR EINEN
                                BESCHLUSS DES RATES
      über den Abschluß des Abkommens in Form eines Briefwechsels über die
      vorläufige Anwendung des Zusatzes zu dem Protokoll zur Festlegung der
    Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen
       zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Islamischen Republik
   Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die Zeit vom
                        15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996
                                   Vorschlag für eine
                         VERORDNUNG (EG) DES RATES
        über den Abschluß des Zusatzes zu dem Protokoll zur Festlegung der
Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien
 über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die Zeit vom 15. November 1995
                                 bis zum 31. Juli 1996
                            (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                   BEGRÜNDUNG
Gemäß Artikel 3 des Protokolls zu dem Fischereiabkommen zwischen der EG und
Mauretanien hat Mauretanien vorgeschlagen,         den Gemeinschaftsschiffen in den
mauretanischen Gewässern Zugang zur Fischerei auf Kopffüßer einzuräumen.
In diesem Zusammenhang haben die beiden Parteien am 11. November 1995 einen Zusatz
zu dem geltenden Protokoll paraphiert, um die technischen und finanziellen Bedingungen
dieser neuen Fischerei für die Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996
festzulegen.
Die Kommission schlägt dem Rat daher vor,
        den Entwurf eines Abkommens in Form eines Briefwechsels über die vorläufige
        Anwendung des Zusatzes zum Protokoll bis zu seinem endgültigen Inkrafttreten
        mit einem Beschluß zu genehmigen;
        den Zusatz zum Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der
        entsprechenden technischen und finanziellen Bedingungen gemäß der
        Vereinbarung zwischen der EG und Mauretanien für die Zeit vom 15.11.95 bis
        31.7.96 mit einer Verordnung zu genehmigen.
 ---pagebreak---                                 VORSCHLAG FÜR EINEN
                                BESCHLUSS DES RATES
     über den Abschluß des Abkommens in Form eines Briefwechsels über die
     vorläufige Anwendung des Zusatzes zu dem Protokoll zur Festlegung der
   Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen
      zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Islamischen Republik
   Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die Zeit vom
                        15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der
Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens1,
insbesondere auf Artikel 13,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Gemeinschaft und die Islamische Republik Mauretanien haben gemäß Artikel 13
zweiter Absatz des genannten Abkommens Verhandlungen darüber geführt, welche
Zusätze für die Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996 in den Anhang zum
Abkommen und in das Protokoll aufgenommen werden sollen.
Im Anschluß an diese Verhandlungen wurde am 11. November 1995 ein Zusatz zum
Protokoll paraphiert.
Mit diesem Zusatz zum geltenden Protokoll werden den Fischern der Gemeinschaft neue
Fangmöglichkeiten in den Gewässern unter der Hoheit oder der Gerichtsbarkeit
Mauretaniens eingeräumt.
Damit die Schiffe der Gemeinschaft diese Fangtätigkeiten ausüben können, ist es
unerläßlich, daß der fragliche Zusatz zum Protokoll so rasch wie möglich genehmigt wird.
Aus diesem Grunde haben die beiden Vertragsparteien ein Abkommen in Form eines
Briefwechsels paraphiert, das die vorläufige Anwendung dieses Zusatzes zum Protokoll
ab 15. November 1995 vorsieht; dieses Abkommen ist vorbehaltlich eines endgültigen
Beschlusses nach Artikel 43 des Vertrages zu schließen.
        ABl. Nr. L 388 vom 31.12.1987, S. 1.
 ---pagebreak--- Die Fangmöglichkeiten sind nach Artikel 8 Absatz 4 Unterabsatz iii) auf die
Mitgliedstaaten aufzuteilen. In Anbetracht des Verlustes an Fangmöglichkeiten in den
marokkanischen Gewässern ist es angemessen, alle hier neu eingeräumten
Fangmöglichkeiten den Fischereifahrzeugen unter spanischer Flagge zuzuweisen -
BESCHLŒSST:
                                       Artikel 1
Das Abkommen in Form eines Briefwechsels über die vorläufige Anwendung des
Zusatzes zum Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen
Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der
Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die
Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996 wird im Namen der Gemeinschaft
genehmigt.
Der Wortlaut des Abkommens in Form eines Briefwechsels und der Wortlaut des
Zusatzes zum Protokoll sind diesem Beschluß beigefügt.
                                       Artikel 2
Die in dem Zusatz zum Protokoll festgesetzten Fangmöglichkeiten werden den
Fischereifahrzeugen unter spanischer Flagge zugewiesen.
Sollten die von Spanien eingereichten Lizenzanträge die im Zusatz zum Protokoll
festgesetzten Fangmöglichkeiten nicht ausschöpfen, so eröffnet die Kommission den
übrigen Mitgliedstaaten die Möglichkeit, Anträge einzureichen.
                                       Artikel 3
Der Präsident des Rates ist ermächtigt, die Personen zu bestellen, die befugt sind, das
Abkommen in Form eines Briefwechsels im Namen der Gemeinschaft zu unterzeichnen.
Geschehen zu Brüssel am                     Im Namen des Rates
                                            Der Präsident
                                           4
 ---pagebreak---                                      ABKOMMEN
  IN FORM EINES BRIEFWECHSELS ÜBER DIE VORLÄUFIGE ANWENDUNG
         DES ZUSATZES ZU DEM PROTOKOLL ZUR FESTLEGUNG DER
 FANGMÖGLICHKEITEN UND DER FINANZIELLEN GEGENLEISTUNG NACH
  DEM ABKOMMEN ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT UND
  DER ISLAMISCHEN REPUBLIK MAURETANIEN ÜBER DIE FISCHEREI VOR
 DER KÜSTE MAURETANIENS FÜR DIE ZEIT VOM 1. AUGUST 1993 BIS ZUM
                                     31. JULI 1996
                  A. Schreiben der Islamischen Republik Mauretanien
Sehr geehrter Herr ....,
unter Bezugnahme auf den am 11. November 1995 paraphierten Zusatz zum Protokoll,
mit dem auf der Grundlage von Artikel 3 des geltenden Protokolls für die Zeit vom 15.
November 1995 bis zum 31. Juli 1996 neue Fangmöglichkeiten und eine entsprechende
finanzielle Gegenleistung festgelegt werden, beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, daß die
Islamische Republik Mauretanien bereit ist, diesen Zusatz zum Protokoll mit Wirkung
vom 15. November 1995 bis zu seinem Inkrafttreten gemäß Artikel 7 vorläufig
anzuwenden, sofern die Europäische Gemeinschaft hierzu ebenfalls bereit ist.
In diesem Fall gilt als vereinbart, daß die in Artikel 2 des Zusatzes zum Protokoll
festgesetzte finanzielle Gegenleistung spätestens am 25. Januar 1996 überwiesen wird.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Zustimmung der Europäischen Gemeinschaft
zu dieser vorläufigen Anwendung bestätigen würden.
Genehmigen Sie, Herr ..., den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                              Für die Islamische Republik Mauretanien
                                              b
 ---pagebreak---                              B. Schreiben der Gemeinschaft
Sehr geehrter Herr....,
ich beehre mich, den Eingang Ihres heutigen Schreibens zu bestätigen, das wie folgt
lautet:
"Unter Bezugnahme auf den am 11. November 1995 paraphierten Zusatz zum Protokoll,
mit dem auf der Grundlage von Artikel 3 des geltenden Protokolls für die Zeit vom 15.
November 1995 bis zum 31. Juli 1996 neue Fangmöglichkeiten und eine entsprechende
finanzielle Gegenleistung festgelegt werden, beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, daß die
Islamische Republik Mauretanien bereit ist, diesen Zusatz zum Protokoll mit Wirkung
vom 15. November 1995 bis zu seinem Inkrafttreten gemäß Artikel 7 vorläufig
anzuwenden, sofern die Europäische Gemeinschaft hierzu ebenfalls bereit ist.
In diesem Fall gilt als vereinbart, daß die in Artikel 2 des Zusatzes zum Protokoll
festgesetzte finanzielle Gegenleistung spätestens am 25. Januar 1996 überwiesen wird.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Zustimmung der Europäischen Gemeinschaft
zu dieser vorläufigen Anwendung bestätigen würden."
Ich beehre mich, Ihnen die Zustimmung der Europäischen Gemeinschaft zu dieser
vorläufigen Anwendung zu bestätigen.
Genehmigen Sie, Herr        den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                                     Im Namen des Rates der Europäischen Union
                                            6
 ---pagebreak---                                        Vorschlag für cine
                               VERORDNUNG (KG) DUS KATKS
          über den Abschluß des Zusatzes zu dem Protokoll zur Festlegung der        »  ^ /
Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen
 der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien
  über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die Zeit vom 15. November 1995
                                   bis zum 31. Juli 1996
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 43 in Verbindung mit Artikel 228 Absatz 3 erster Unterabsatz,
auf Vorschlag der Kommission1,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments2
in Erwägung nachstehender Gründe:
Gemäß Artikel 13 Absatz 2 des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft
und der Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste
Mauretaniens3 haben die beiden Vertragsparteien Verhandlungen mit dem Ziel geführt,
die Zusätze festzulegen, die für die Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996
in den Anhang zum Abkommen und in das Protokoll aufgenommen werden sollen.
Im Anschluß an diese Verhandlungen wurde am 11. November 1995 ein Zusatz zu dem
Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach
dem genannten Abkommen für die Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996
paraphiert.
Die Genehmigung des betreffenden Protokolls liegt im Interesse der Gemeinschaft.
Die Fangmöglichkeiten sind nach Artikel 8 Absatz 4            Unterabsatz iii) auf die
Mitgliedstaaten aufzuteilen. In Anbetracht des Verlustes an  Fangmöglichkeiten in den
marokkanischen Gewässern ist es angemessen, alle              hier neu eingeräumten
Fangmöglichkeiten den Fischereifahrzeugen unter spanischer   Flagge zuzuweisen -
1
        ABl. Nr. C
        ABl. Nr. C ...
        ABl. Nr. L 388 vom 31.12.1987, S. 1.
 ---pagebreak--- HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                       Artikel 1
Der Zusatz zu dem Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen
Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der
Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens für die
Zeit vom 15. November 1995 bis zum 31. Juli 1996 wird im Namen der Gemeinschaft
genehmigt.
Der Wortlaut des Protokolls ist dieser Verordnung beigefügt.
                                       Artikel 2
Die in dem Zusatz zum Protokoll festgesetzten Fangmöglichkeiten werden den
Fischereifahrzeugen unter spanischer Flagge zugewiesen.
Sollten die von Spanien eingereichten Lizenzanträge die im Zusatz zum Protokoll
festgesetzten Fangmöglichkeiten nicht ausschöpfen, so eröffnet die Kommission den
übrigen Mitgliedstaaten die Möglichkeit, Anträge einzureichen.
                                       Artikel 3
Der Präsident des Rates ist ermächtigt, die Personen zu bestellen, die befugt sind, das
Abkommen in Form eines Briefwechsels im Namen der Gemeinschaft zu unterzeichnen.
                                       Artikel 4
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
Mitgliedstaat.
                                           8
 ---pagebreak---              ZUSATZ ZUM PROTOKOLL ZUR FESTLEGUNG DER
   FANGMÖGLICHKEITEN UND DER FINANZIELLEN GEGENLEISTUNG
          NACH DEM ABKOMMEN ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN
   GEMEINSCHAFT UND DER ISLAMISCHEN REPUBLIK MAURETANIEN
       ÜBER DIE FISCHEREI VOR DER KÜSTE MAURETANIENS VOM
                       1. AUGUST 1993 BIS ZUM 31. JULI 1996
                                        Artikel 1
In Anwendung von Artikel 3 des Protokolls werden für den Zeitraum 15. November 1995
bis 31. Juli 1996 Schiffen, die den Fang von Kopffüßern betreiben, neue
Fangmöglichkeiten eingeräumt: 5 250 BRT/Monat im Jahresdurchschnitt mit einer
zulässigen Abweichung von 5 % nach unten oder oben und Begrenzung auf eine
Höchstzahl von 18 Schiffen. Bei Überschreitung der Tonnage im Rahmen der 5 % zahlen
die Reeder die Gebühren für die zusätzlichen BRT.
                                        Artikel 2
1.      Die finanzielle Gegenleistung für den in Artikel 1 genannten Zeitraum wird auf
        insgesamt 7 259 000 ECU festgesetzt.
2.      Die Verwendung dieser Gegenleistung fällt unter die ausschließliche Zuständigkeit
        Mauretaniens.
3.      Die Beträge werden auf ein Konto bei einem von Mauretanien bezeichneten
        Finanzinstitut oder an jeden anderen bezeichneten Empfänger überwiesen.
                                        Artikel 3
Von dem Gesamtbetrag der finanziellen Gegenleistung gemäß Artikel 2 Absatz 1
verwendet Mauretanien während des in Artikel 1 genannten Zeitraums einen Betrag von
350 000 ECU für die Finanzierung von wissenschaftlichen und technischen Programmen
zur besseren Erforschung der Fischereiressourcen in der Fischereizone Mauretaniens.
Diese Summe wird Mauretanien zur Verfügung gestellt und die entsprechenden Beträge
auf die von den mauretanischen Behörden bezeichneten Konten überwiesen (CNROP in
Nouadhibou).
Die Gemeinschaft behält sich die Möglichkeit vor, bei der anderen Vertragspartei
Auskünfte zu wissenschaftlichen Zwecken einzuholen.
                                        Artikel 4
1.      Von dem Gesamtbetrag der finanziellen Gegenleistung gemäß Artikel 2 Absatz
        1 verwendet Mauretanien während des in Artikel 1 genannten Zeitraums einen
        Betrag von 150 000 ECU für die theoretische und praktische Ausbildung in den
        verschiedenen wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Fachbereichen
 ---pagebreak---         der Fischerei. Die Gemeinschaft erleichtert den Staatsangehörigen Mauretaniens
        in diesem Zusammenhang den Zugang zu den Einrichtungen ihrer Mitgliedstaaten.
2.      Ein Teil des in Absatz 1 genannten Betrags kann dazu verwendet werden, die
        Kosten der Teilnahme an internationalen Tagungen und fischereibezogenen
        Praktika zu decken.
                                       Artikel 5
Für den Fall, daß die Europäische Gemeinschaft die Zahlung gemäß Artikel 2 nicht
vornehmen sollte, behält sich Mauretanien das Recht vor, die Anwendung dieses
Protokolls auszusetzen.
                                       Artikel 6
Der Anhang des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und Mauretanien
über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens wird um den Anhang zu diesem Zusatz
zum Protokoll ergänzt.
                                       Artikel 7
Dieser Zusatz zum Protokoll tritt am Tag seiner Unterzeichnung in Kraft.
Er gilt mit Wirkung vom 15. November 1995.
                                           1o
 ---pagebreak---                                         ANHANG
Bedingungen für den Fang von Kopffüßern in der Zeit vom 15. November 1995 bis zum
31. Juli 1996, die die Bedingungen im Anhang zum geltenden Protokoll ergänzen.
1.      Inspektion der Schiffe
        Jedes am Kopffüßerfang beteiligte Schiff hat sich für den Zeitraum 15. November
        1995 bis 31. Juli 1996 einer einzigen Inspektion im Hafen zu unterziehen.
2.      Austausch von Schiffen:
        Jedes Schiff kann unter folgenden Bedingungen durch ein anderes Schiff derselben
        oder einer geringeren Kapazität (ausgedrückt in BRT) ersetzt werden:
        a)      mindestens drei Monate nach Ausstellung der Lizenz;
        b)      im Laufe eines bestimmten Quartals aus Gründen höherer Gewalt.
3.      Lizenzgebühren und Gültigkeit
        a)      Die Lizenzen werden für drei Monate, sechs Monate oder achteinhalb
                Monate ausgestellt. Vierteljährliche Lizenzen können verlängert werden;
        b)      die Gebühr zu Lasten der Reeder wird auf 348 ECU/BRT/Jahr festgesetzt.
                Sie ist für die Geltungsdauer der Lizenz anteilig zu entrichten.
4.      Anheuerung mauretanischer Seeleute
        Jedes Schiff heuert in einem Umfang von 35 % der mit der Schiffsführung oder
        den Fangeinsätzen betrauten Mannschaft (ohne Offiziere) mauretanische Seeleute
        an; 25 % der tatsächlichen Besatzung an Bord müssen mauretanische Seeleute
        sein; für die gegebenenfalls nichtangeheuerten 10 % zahlt der Reeder den
        mauretanischen Behörden zusammen mit den Gebühren einen Ausgleich von 200
        ECU/Monat pro Seemann. Der Betrag, der auf diese Weise zustandekommt, ist zur
        Ausbildung mauretanischer Seeleute/Fischer bestimmt.
5.      Beobachter an Bord
        Jedes Schiff nimmt im Rahmen der 25 % mauretanischer Seeleute höchstens einen
        Beobachter an Bord.
6.      Fischereizone
        Die Fischereizone, zu der die Gemeinschaftsschiffe Zugang haben, ist dieselbe
        Zone, die nach den nationalen Rechtsvorschriften mauretanischen Schiffen
        geöffnet ist.
                                             11
 ---pagebreak--- 7. Zulässige Maschenöffnung
   Die Mindestmaschenöffnung wird auf 70 mm festgesetzt.
8. Einzelbestimmungen
   a)     Die Gemeinschaftsreeder sind Eigentümer sämtlicher Fänge und können
          frei über deren Verkauf und Anlandung in einem Hafen ihrer Wahl
          verfügen. Allerdings werden die Gemeinschaft und Mauretanien ihre
          jeweiligen Unternehmer ermuntern, in einen regelmäßigen Dialog zu treten,
          um Konkurrenz zu vermeiden, die den Markt destabilisieren könnte.
   b)     Die Gemeinschaftsschiffe sind gehalten, die geltenden Rechtsvorschriften
          Mauretaniens über den Schutz juveniler Bestände einzuhalten. Werden
          dennoch Jungtiere gefangen, muß der Reeder mit einer Geldbuße rechnen,
          die mindestens so hoch angesetzt ist wie der Wert der gefangenen und
          vermarkteten Jungtiere. Fänger von Kopffüßern können Fische und
          Krebstiere fangen und an Bord behalten.
   c)     Die zuständigen Behörden der Gemeinschaft teilen den mauretanischen
          Behörden von Fall zu Fall zehn Tage im voraus schriftlich mit, welche
          Kontrollen sie in einem Gemeinschaftshafen durchzuführen gedenken. Die
          mauretanischen Behörden teilen ihrerseits fünf Tage im voraus ihre
          Absicht mit, einen Beobachter zu entsenden. Die Einsatzdauer des
          Beobachters sollte 15 Tage nicht überschreiten.
          Die Gemeinschaft trifft in diesem Zusammenhang die erforderlichen
          Vorkehrungen, um den mauretanischen Behörden alle Daten,              die
          Anlandungen der in den Gewässern Mauretaniens tätigen Schiffe betreffen,
          in Echtzeit zu übertragen.
   d)     Die Gemeinschaftsreeder können die Vertreter ihrer Reedereien frei
          wählen, wobei klar ist, daß jene die mauretanische Staatsangehötigkeit
          besitzen müssen.
   e)     Die Europäische Union und Mauretanien bemühen sich in ihrem Bestreben
          um Erhaltung der Bestände zusammenzuarbeiten, um die Überwachung in
          der ausschließlichen Wirtschaftszone Mauretaniens zu verstärken.
                                      • 12.
 ---pagebreak---                                         FINANZBOGEN
1.        BEZEICHNUNG DER MASSNAHME: Ergänzung zum Finanzprotokoll
          EG/Mauritanien
2.        HAUSHALTSLINIE: B7-800
3.        RECHTSGRUNDLAGE:              Abkommen EG/Mauritanien
                                        Verordnung 1348/94 des Rates - art.3 - (ABl. Nr. L n
                                        149 vom 15.6.1994)
4.        BESCHREIBUNG DER MASSNAHME:
          4.1    Allgemeines Ziel der Maßnahme: Neue Fischereimöglichkeiten
          4.2    Dauer der Maßnahme und gegebenenfalls Bestimmungen über ihre
                 Erneuerung oder Verlängerung
                 Dauer: 15.11.1995 -31.7.1996
5.        EINSTUFUNG DER AUSGABEN/EINNAHMEN:
          5.1    OA
          5.2    GM
6.        ART DER AUSGABEN
          - Sonstige:     Finanzielle Gegenleistung für die von einem Drittland eingeräumten
                          und im Protokoll schriftlich festgelegten Fangmöglichkeiten ;
7.        FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:
7.1       Berechnungsweise für die Gesamtkosten der Maßnahme (Angabe der Kosten je
          Einheit)
          Zie Ergänzung zum Protokol
7.2       Aufschlüsselung nach Kostenelementen (in ECU zum jeweiligen Kurs)
   Aufschlüs-        1995            1996                           1999       Insgesamt
   selungen
   ECU zum
   jeweiligen
   Kurs)
   Finanzielle     7.259.000                                                    7.259.000 ECU
    r              ecu zum                                                      zum jeweiligen
    Ausgleich      jeweiligen                                                   Kurs
    (art.2)        Kurs
                                               (1
 ---pagebreak--- 7.3       Fälligkeitsplan bei neuen Maßnahmen
                                                                    1999      Insgesamt
                               1995      1996
 Verpflichtungs-           7.259.000                                       7.259.000
 ermächtigungen           ECU zum                                         ECU zum
                          jeweiligen                                      jeweiligen
                          Kurs                                             Kurs
 Zahlungsermächtigungen
   1995                   7.259.000
                          ECU zum
                          ligen Kurs
  1996
  1999
 Insgesamt                7.259.000                                        7.259.000
                          ECU zum                                         ECU zum
                          jeweiligen                                      jeweiligen
                          Kurs                                            Kurs
        VORGESEHENE BETRUGSBEKÄMPFUNGSMASSNAHMEN
         (UND GEGEBENENFALLS ERGEBNISSE)
        Da es sich um die Bezahlung einer Leistung (Fangmöglichkeit) handelt, wird die
        finanzielle Gegenleistung der Gemeinschaft von den Behörden des Drittlandes nach
        eigenem Ermessen verwendet. Der Gemeinschaft ist nach den Bestimmungen des
        jeweiligen Abkommens lediglich über die Verwendung bestimmter Mittel (Beitrag
        zum wissenschaftlichen Programm) Rechenschaft abzulegen.
        Im übrigen müssen die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft die Richtigkeit der
         Angaben in den Meßbriefen bestätigen, damit die finanziellen Gegenleistungen
         (und die Gebühren) auf einwandfreien Grundlagen berechnet werden können. Zu
        diesem Zweck sieht das Abkommen Fangmeldungen für die Schiffe der
        Gemeinschaft vor.
        ANGABEN ZUR KOSTEN-WIRKSAMKEITS-ANALYSE
        Hinsichtlich der Nutzen des Abkommens ist zu bemerken, daß der Wert der Fänge
        der wichtigsten marktfähigen Arten bei weitem die jährlichen Durchschnittskosten
        in Höhe von 7.259 Mio. ECU übersteigt.
        Neben dem unmittelbaren Handelswert der Fänge bietet dieses Abkommen folgende
                                              H
 ---pagebreak--- Vorteile:
            Beschäftigungsgarantie an Bord der Fischereischiffe,
            Multiplikationseffekt in den betroffenen Regionen (Südspanien) auf die
            Beschäftigung in den Häfen, auf Auktionen, in Verarbeitungsbetrieben,
            Schiffswerften und Dienstleistungsindustrien,
            die Arbeitsplätze werden in Regionen geschaffen, in denen es zur
            Fischerei keine alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten gibt,
            Versorgung des Gemeinschaftsmarktes mit Fischereierzeugnissen.
Neben diesen Vorteilen ist selbstverständlich der Bedeutung unserer fischereilichen
und politischen Beziehungen zu Mauritanien Rechnung zu tragen.
 10.     VERWALTUNGSAUSGABEN (TEIL A DES HAUSHALTSPLANS)
         Keine Auswirkungen auf die Verwaltungsausgaben.
                                       i*
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                     ISSN 0256-2383
                                                       KOM(95) 726 endg.
                                          DOKUMENTE
DE                                                                         03 11
                                    Katalogaummer : CB-CO-95-762-DE-C
                                                            ISBN 92-77-98689-1
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                            IU