CELEX: C1999/188/18
Language: de
Date: 1999-07-03 00:00:00
Title: Rechtssache C-109/99: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Beschluß des Tribunal administratif Pau (1. Kammer) vom 23. März 1999 in der Rechtssache Association basco-béarnaise des opticiens indépendants gegen Préfet des Pyrénées-Atlantiques, in Anwesenheit von Mutuelle «Adour Mutualité» und Mutualité française Union des Pyrénées-Atlantiques

C 188/8                 DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          3.7.1999
5. Die in der angefochtenen Entscheidung gewählte Lösung,            Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch
     die auf völlig sachfremden Kriterien beruhe, verletze die       Beschluß des Tribunal administratif Pau (1. Kammer)
     Grundsätze des sozialen Zusammenhalts und der Solida-           vom 23. März 1999 in der Rechtssache Association
     rität zwischen den Mitgliedstaaten. Sie verstoße außerdem       basco-béarnaise des opticiens indépendants gegen Préfet
     gegen das Diskriminierungsverbot, da die Italien bereits        des Pyrénées-Atlantiques, in Anwesenheit von Mutuelle
     zugeteilte Dotierung stärker gekürzt worden sei als diejeni-    „Adour Mutualité“ und Mutualité française Union des
     ge aller anderen Mitgliedstaaten.                                                      Pyrénées-Atlantiques
6. Die klagende Regierung führt im übrigen aus, daß das
                                                                                           (Rechtssache C-109/99)
     Verhalten der Kommission widersprüchlich und ermes-
     sensmißbräuchlich sei. Die angefochtene Entscheidung
     verletze zudem Artikel 2 der Verordnung Nr. 1866/90 (4) in                                (1999/C 188/18)
     der Fassung des Artikels 1 der Verordnung Nr. 2745/94 (5).
                                                                     Das Tribunal administratif Pau (1. Kammer) ersucht den
(1) Verordnung (EWG) des Rates vom 19. Dezember 1998 (ABl.           Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluß
    L 374 vom 31.12.1988, S. 1).                                     vom 23. März 1999, bei der Kanzlei des Gerichtshofes
(2) Verordnung (EWG) des Rates vom 20. Juli 1993 (ABl. L 193 vom     eingegangen am 29. März 1999, in der Rechtssache Associa-
    31.07.1993, S. 20).                                              tion basco-béarnaise des opticiens indépendants gegen Préfet
(3) Verordnung (EWG) des Rates vom 24. Juni 1988 (ABl. L 185         des Pyrénées-Atlantiques, in Anwesenheit von Mutuelle „Adour
    vom 15.07.1988, S. 9).                                           Mutualité“ und Mutualité française Union des Pyrénées-
(4) Verordnung (EWG) der Kommission vom 2. Juli 1990 (ABl. L 170     Atlantiques um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
    vom 3.07.1990, S. 36).
(5) Verordnung (EG) der Kommission vom 10. November 1994 (ABl.
    L 290 vom 11.11.1994, S. 4).                                     1) Ist Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b Richtlinie
                                                                          73/239/EWG (1) dahin auszulegen, daß er den Bestimmun-
                                                                          gen der Artikel L.123-1 und L.123-2 des französischen
                                                                          Code de la mutualité entgegensteht, nach denen Versiche-
                                                                          rungsvereine auf Gegenseitigkeit, die nur Versicherungs-
                                                                          tätigkeiten ausüben, untereinander Gemeinschaftseinrich-
                                                                          tungen gründen können, die Rechtspersönlichkeit besitzen,
                                                                          rechtlich selbständig sind und Geschäftstätigkeiten im
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch                            Bereich der Optik ausüben?
Beschluß des High Court of Justice (England & Wales),
Queen’s Bench Division, Divisional Court, vom 2. Sep-                2) Falls die Bestimmungen des französischen Rechts mit der
tember 1998 in dem Rechtsstreit Commissioners of                          Richtlinie unvereinbar sind, besteht dann für die von
Customs and Excise gegen Cantor Fitzgerald International                  Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit gegründete Ge-
                                                                          meinschaftseinrichtung, deren einzige Tätigkeit die Versi-
                      (Rechtssache C-108/99)                              cherungstätigkeit ist, ein allgemeines und absolutes Verbot,
                                                                          oder können die zuständigen Behörden des Mitgliedstaats
                          (1999/C 188/17)                                 die Voraussetzungen und Bereiche festlegen, unter bzw. in
                                                                          denen eine Geschäftstätigkeit ausgeübt werden darf?
Der high Court of Justice (England & Wales), Queen’s Bench
Division, Divisional Court, ersucht den Gerichtshof der Euro-        (1) Erste Richtlinie des Rates vom 24. Juli 1973 zur Koordinierung
päischen Gemeinschaften durch Beschluß vom 2. September                  der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend die Aufnahme
1998, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am                   und Ausübung der Tätigkeit der Direktversicherung (mit Ausnah-
30. März 1999, in dem Rechtsstreit Commissioners of                      me der Lebensversicherung) (ABl. L 228, S. 3).
Customs and Excise gegen Cantor Fitzgerald International um
Vorabentscheidung über folgende Frage:
Wenn ein Nachmieter sich bereit erklärt, in den Mietvertrag
über ein Grundstück einzutreten, an dem er keine Rechte
besitzt, und der Vormieter dem Nachmieter für den Eintritt in
den Mietvertrag einen Geldbetrag zahlt, ist dann die vom
Nachmieter erbrachte Leistung aufgrund des Urteils des Ge-           Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des
richtshofes in der Rechtssache C-63/92 (Lubbock Fine & Co/           Beschlusses des Landgerichts Düsseldorf vom 19. Ja-
Customs and Excise Commissioners) (1) nach Artikel 13 Teil B         nuar 1999 in dem Rechtsstreit Toshiba Europe GmbH
Buchstabe b der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie(2) von der                           gegen Katun Germany GmbH
Mehrwertsteuer befreit?
                                                                                           (Rechtssache C-112/99)
(1) Slg. 1993, S. I-6665.
(2) Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmo-
    nisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die                              (1999/C 188/19)
    Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitli-
    che steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145 vom
    13.06.1977, S. 1).                                               Das Landgericht Düsseldorf — 4. Zivilkammer — ersucht den
                                                                     Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluß
                                                                     vom 19. Januar 1999, in der Kanzlei des Gerichtshofes
                                                                     eingegangen am 1. April 1999, in dem Rechtsstreit Toshiba