CELEX: 52011PC0856
Language: de
Date: 2011-12-09
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen

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		52011PC0856
		
			Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen /* KOM/2011/0856 endgültig - 2011/0409 (COD) */
			
				
		
		
			
			   	BEGRÜNDUNG
1.           Kontext des Vorschlags
·      Gründe und Ziele des Vorschlags
 Das Ziel des Vorschlags besteht darin, ein hohes Maß an Gesundheits- und Umweltschutz zu gewährleisten und den Binnenmarkt für Kraftfahrzeuge in Bezug auf deren Geräuschpegel zu schützen. Der Vorschlag verfolgt das Ziel, durch die Einführung eines neuen Prüfverfahrens für die Messung von Geräuschemissionen, die Senkung der Geräuschgrenzwerte und die Aufnahme zusätzlicher Bestimmungen zu Geräuschemissionen in das Typgenehmigungsverfahren die Umgebungsgeräusche zu reduzieren. Außerdem sollen durch die Einführung von Anforderungen in Bezug auf das Mindestgeräusch von Elektrofahrzeugen und Elektrohybridfahrzeugen die Verkehrs- und die Arbeitssicherheit gewährleistet werden. 
 ·      Allgemeiner Kontext Ursprünglich beruhten die Anforderungen für EU-Typgenehmigungen auf den Zielsetzungen des Binnenmarktes und konzentrierten sich hauptsächlich auf die Festlegung harmonisierter Geräuschgrenzwerte für Kraftfahrzeuge. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm wurde der Bedarf an einem verstärkten Schutz für die EU-Bürger durch weitere EU-weite Maßnahmen immer akuter. Im Grünbuch der Europäischen Kommission aus dem Jahr 1996 über Lärmbelastung[1] wurde davon ausgegangen, dass etwa 20 % der damaligen EU-Bevölkerung Geräuschpegeln ausgesetzt sind, die von Wissenschaftlern und Gesundheitssachverständigen als untragbar angesehen werden. Auf der Grundlage von Informationen aus EU-Mitgliedstaaten schätzt die Europäische Umweltagentur, dass die Hälfte der Bevölkerung in Stadtgebieten infolge von Straßenverkehrslärm in der Umgebung Geräuschpegeln von über 55 dB(A) ausgesetzt ist. Über die Jahre wurde der Forschungsaufwand zur quantitativen Bewertung der Beziehung zwischen Umgebungsgeräuschen und ihren Auswirkungen intensiviert und umfasste auch umfangreiche, von der EU finanzierte Projekte. Obwohl sich die Ansätze und der Umfang der verschiedenen Studien unterscheiden, finden sich in Bezug auf die schädlichen Auswirkungen und die Belästigung aufgrund von Lärm Gemeinsamkeiten. Der Bericht „Economic valuation of transport-related health effects, with a special focus on children“ (Wirtschaftliche Bewertung von verkehrsbezogenen Gesundheitsfolgen mit besonderem Schwerpunkt auf Kindern) der WHO aus dem Jahr 2008 bestätigte diese Erkenntnisse. In der Mitteilung der Europäischen Kommission über eine europäische Strategie für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge vom 28.4.2010[2] wurde angekündigt, dass die Europäische Kommission im Jahr 2011 einen Vorschlag zur Änderung der entsprechenden Rechtsvorschriften vorlegen wird, um die Geräuschemissionen von Fahrzeugen zu verringern. Mit diesem Vorschlag wird ein neues Prüfverfahren zur Messung der Geräuschemissionen vorgestellt, und die Grenzwerte für die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen werden geändert. Außerdem greift der Vorschlag erstmals das Thema des Mindestgeräuschpegels für Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge auf. 
 ·      Bestehende Rechtsvorschriften auf diesem Gebiet Geräuschemissionen von Fahrzeugen mit vier Rädern sind Gegenstand der Richtlinie des Rates 70/157/EWG vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffvorrichtung von Kraftfahrzeugen[3], geändert durch die Richtlinien 73/350/EWG, 77/212/EWG, 81/334/EWG, 84/372/EWG, 84/424/EWG, 87/354/EWG, 89/491/EWG, 92/97/EWG, 96/20/EG, 99/101/EG, 2006/96/EG und 2007/34/EG sowie durch die äquivalente Regelung Nr. 51 der UN/ECE über Geräuschemissionen. Der Entwurf für den Vorschlag wird die Richtlinie 70/157/EWG und deren Änderungen aufheben. Im Vergleich mit dem bestehenden Rechtsakt wird der Entwurf für den Vorschlag neue Anforderungen festlegen: neues Prüfprotokoll, neue Grenzwerte, zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen und einen Mindestgeräuschpegel für Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge. –               Neues Prüfprotokoll: Die Grenzwerte für Geräusche wurden mehrmals gesenkt, zuletzt im Jahr 1995. Diese letzte Senkung hatte nicht die erwartete Wirkung, und nachfolgende Studien zeigten, dass das Messverfahren das tatsächliche Fahrverhalten nicht praxisgetreu widerspiegelt. Es wurde daher beschlossen, dass vor einer erneuten Senkung der Grenzwerte zunächst ein neuer Prüfzyklus entwickelt und die Fahrbedingungen für die Geräuschprüfung enger an den tatsächlichen Fahrbetrieb in der Praxis angelehnt werden müssen. Die Arbeitsgruppe Lärmemissionen der UN/ECE hat ein neues Prüfverfahren erarbeitet, das im Jahr 2007 veröffentlicht wurde. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde dieses neue Verfahren vorläufig parallel zum bestehenden Prüfverfahren angewendet, damit praktische Erfahrungen mit der Anwendung des neuen Verfahrens gesammelt, seine Eigenschaften ausgewertet und eine Datenbank mit Messergebnissen aufgebaut werden konnten. Während der Überwachungszeiträume waren die Typgenehmigungsbehörden verpflichtet, die Geräuschemissionsprüfungen anhand beider Verfahren durchzuführen und die Ergebnisse beider Prüfungen an die Europäische Kommission zu übermitteln. Hierdurch wurde eine Datenbank mit parallel gesammelten Prüfergebnissen aufgebaut, anhand derer die Eigenschaften des neuen Verfahrens beurteilt und die Unterschiede zwischen den Ergebnissen der beiden Methoden quantifiziert werden konnten. Das neue Verfahren ergab abhängig von der Fahrzeugklasse um bis zu 2 dB(A) niedrigere Werte als das alte Verfahren. –               Neue Grenzwerte: Ausgehend von den Ergebnissen der Überwachungsdaten wurde eine Folgenabschätzung mit unterschiedlichen Strategieoptionen für das Geräuschprüfverfahren und die zugehörigen Grenzwerte erarbeitet. Gemäß der bevorzugten Option werden die Grenzwerte für leichte und mittelschwere Fahrzeuge in zwei Schritten von jeweils 2 dB(A) und für schwere Fahrzeuge in zwei Schritten von 1 dB(A) (erster Schritt) und 2 dB(A) (zweiter Schritt) gesenkt. Dies wird zu einer Senkung der Lärmbelastung um etwa 3 dB(A) für den frei fließenden Verkehr und um bis zu 4 dB(A) für den Gelegenheitsverkehr führen. Die Anzahl der Personen, die sich sehr durch entsprechenden Lärm belästigt fühlen, wird um 25 % sinken. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt bei dieser Lärmsenkungsmaßnahme schätzungsweise 20 Mal höher als bei einem Verzicht auf eine Maßnahme. –               Zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen: Die Repräsentativität des neuen Prüfverfahrens für Geräuschemissionen gilt bei normalen Verkehrsbedingungen als gut, jedoch ist das Verfahren bei den ungünstigsten Bedingungen weniger repräsentativ. Es war daher erforderlich, zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen festzulegen. Dabei handelt es sich um vorbeugende Anforderungen, die Fahrbedingungen des Fahrzeugs im realen Verkehr außerhalb des Fahrzyklus der Typgenehmigung abdecken sollen. Diese Fahrbedingungen sind in Bezug auf die Umgebung wichtig, und es muss gewährleistet sein, dass die Geräuschemissionen eines Fahrzeugs unter Straßenverkehrsbedingungen nicht wesentlich von den Erwartungen laut dem Ergebnis der Typgenehmigungsprüfung für dieses spezifische Fahrzeug abweichen. –               Mindestgeräuschpegel für Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge: Die zunehmende Verbreitung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf den Straßen Europas ist zu begrüßen, da auf diese Weise die Luftverschmutzung und der Verkehrslärm erheblich reduziert werden. Diese günstigen Auswirkungen auf die Umwelt haben jedoch die unbeabsichtigte Folge, dass dadurch eine Geräuschquelle wegfällt, durch die Personen mit Sehbehinderung davor gewarnt werden, dass sich ein Straßenfahrzeug nähert, sich in der Nähe befindet oder sich entfernt, bzw. die diesen Personen Aufschluss über die jeweilige Fahrtrichtung gibt. Die UN/ECE hat eine Arbeitsgruppe für Mindestgeräuschpegel für geräuschlose Fahrzeuge eingerichtet. Unter Berücksichtigung der Gesprächsergebnisse und der vorgelegten Informationen dieser Gruppe wird vorgeschlagen, die Rechtsvorschriften zu Lärm um einen Anhang zu erweitern, der die Leistung von „Approaching Vehicle Audible Systems“ (akustische Systeme für herannahende Fahrzeuge) harmonisiert, mit denen Fahrzeuge ausgestattet werden können. Die Ausstattung mit solchen Systemen soll jedoch freiwillig sein und eine Option im Ermessen der Fahrzeughersteller bleiben.   ·      Vereinbarkeit mit anderen Politikbereichen und Zielen der Union Der Vorschlag steht im Einklang mit dem Ziel der EU, einen hohen Grad der Verkehrs- und Arbeitssicherheit sowie des Umweltschutzes zu gewährleisten. 
 2.           Anhörung interessierter Parteien und Folgenabschätzung 
 ·      Anhörung interessierter Parteien || 
 Bei der Entwicklung des Vorschlags hat die Europäische Kommission interessierte Parteien angehört. Im Rahmen des Prozesses CARS 21 fand eine allgemeine Konsultation von Mitgliedstaaten, Fahrzeugherstellern (europäische und nationale Vertreter und Einzelunternehmen), Teileherstellern, Verkehrsorganisationen und Nutzervertretern statt. Die Arbeitsgruppe 4 von CARS 21, die für den Binnenmarkt, Emissionen und CO2-Strategien zuständig ist, erörterte sämtliche Aspekte des Vorschlags. Die vorgeschlagenen Maßnahmen erfuhren allgemeine Unterstützung. Das neue Prüfprotokoll für die Messung von Geräuschemissionen wurde positiv bewertet und sollte zusammen mit Bestimmungen für Geräuschemissionen außerhalb des normalen Zyklus für die Typgenehmigung verwendet werden. || 
 ·      Folgenabschätzung Die Europäische Kommission gab bei TNO eine Folgenabschätzung in Auftrag, die im Jahr 2011 fertiggestellt wurde: VENOLIVA – Vehicle Noise Limit Values – Comparison of two noise emission test methods (Grenzwerte für Fahrzeuggeräusche – Vergleich zweier Prüfverfahren für Geräuschemissionen). Für den Vorschlag wurden verschiedene Optionen zu den Aspekten Umwelt, Soziales und Wirtschaft betrachtet: 1.      Keine Änderung – Bei dieser Option bleiben die derzeitigen Grenzwerte samt den Ausnahmen sowie das alte Messverfahren gültig. 2.      Neues Verfahren – alte Grenzwerte. Bei dieser Option wird das neue Messverfahren mit den derzeitigen Grenzwerten kombiniert. 3.      Neues Verfahren – neue Grenzwerte, die äquivalent zu den alten Grenzwerten sind. Bei dieser Option soll das neue Prüfverfahren in Verbindung mit Grenzwerten umgesetzt werden, die zu keinen strengeren Anforderungen führen als diejenigen, die im derzeitigen Prüfverfahren und mit den derzeit angewendeten Grenzwerten gelten. Diese Option sieht neue Grenzwerte vor, die das Niveau der Grenzwerte im Vergleich zum alten System nicht verändern. 4.      Neues Verfahren – neue Grenzwerte mit Lärmsenkungspotenzial. Bei dieser Option werden neue Grenzwerte in Kombination mit dem neuen Verfahren vorgeschlagen, wodurch mit einer Senkung der zulässigen Geräuschemissionen pro Kraftfahrzeug zu rechnen ist. Die vorgeschlagene Senkung der Grenzwerte für Fahrzeuggeräusche um 3 dB(A) für leichte Fahrzeuge und 2 dB(A) für schwere Fahrzeuge könnte zwei Jahre nach der Veröffentlichung des vorliegenden Vorschlags wirksam werden. 5.      Neues Verfahren – neue Grenzwerte mit Lärmsenkungspotenzial in einem zweistufigen Ansatz. Im Vergleich zu Option 4 verfolgt Option 5 ein ehrgeizigeres Endziel für die Lärmsenkung. Diese würde in zwei Schritten erfolgen. Der erste Schritt sieht eine Senkung um 2 dB(A) für leichte Fahrzeuge und 1 dB(A) für schwere Fahrzeuge vor und kann zwei Jahre nach der Veröffentlichung des vorliegenden Vorschlags wirksam werden. Im zweiten Schritt folgt eine Senkung um 2 dB(A) für leichte Fahrzeuge und 2 dB(A) für schwere Fahrzeuge. Hierfür sind ein höherer Entwicklungsaufwand und drastischere technische Maßnahmen erforderlich: Laut dem Auftragnehmer könnte der zweite Schritt zwei Jahre nach dem ersten Schritt umgesetzt werden. Die Senkung würde insgesamt 4 dB(A) für leichte Fahrzeuge und 3 dB(A) für schwere Fahrzeuge betragen. Es wurde beschlossen, dass die Strategieoption 5 zu verfolgen ist. 3.           Rechtliche Aspekte ·      Zusammenfassung der vorgeschlagenen Maßnahme Der Vorschlag bringt die Anforderungen an das Typgenehmigungssystem in Bezug auf den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen und deren Auspuffanlagen auf den neuesten Stand. Insbesondere werden mit dem Vorschlag ein neues Prüfverfahren für die Messung von Geräuschemissionen sowie zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen in das EU-Typgenehmigungsverfahren eingeführt und die Geräuschgrenzwerte gesenkt. Außerdem berücksichtigt der Vorschlag technologische Änderungen durch die Einführung neuer Anforderungen in Bezug auf das Mindestgeräusch von Elektrofahrzeugen und Elektrohybridfahrzeugen. ·      Rechtsgrundlage Artikel 114 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union bildet die Rechtsgrundlage für den Vorschlag. ·      Subsidiaritätsprinzip Da die Grenzwerte und das Typgenehmigungsverfahren für Kraftfahrzeuge bereits harmonisiert sind, können Änderungen an der Richtlinie 70/157/EWG über den zulässigen Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen nur auf EU-Ebene erfolgen. Dies verhindert nicht nur eine Fragmentierung des Binnenmarktes, sondern gewährleistet zudem einheitliche Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards in der gesamten EU. Außerdem werden hierdurch Größenvorteile erzielt: Produkte können für den gesamten europäischen Markt hergestellt werden und müssen nicht individuell angepasst werden, damit für jeden Mitgliedstaat nationale Typgenehmigungen erlangt werden können. Angesichts des derzeitigen Niveaus der Umgebungsgeräusche und der Anzahl der betroffenen Bürger sowie der Tatsache, dass die Grenzwerte für Lärm in der EU in den letzten zehn Jahren trotz eines höheren Verkehrsaufkommens unverändert geblieben sind, wird eine Änderung der Grenzwerte zur Behebung dieser Situation als angemessen erachtet. Mit Maßnahmen auf EU-Ebene können die Ziele des Vorschlags wirksamer erreicht werden, da auf diese Weise die ansonsten drohende Fragmentierung verhindert und die Sicherheits- und Umwelteigenschaften von Fahrzeugen verbessert werden können. Dies trifft auf Grenzwerte für den Geräuschpegel von Fahrzeugen angesichts des internationalen Charakters des Straßenverkehrs, der Fahrzeugausfuhren und potenzieller einzelstaatlicher Regelungen, zu denen es andernfalls kommen würde, eindeutig zu. Der Vorschlag entspricht daher dem Subsidiaritätsprinzip. ·      Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Der Vorschlag entspricht aus folgenden Gründen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: Aus der Folgenabschätzung geht hervor, dass der Vorschlag dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht, da er nicht über die erforderlichen Maßnahmen hinausgeht, um seine Ziele zu erreichen, also die Gewährleistung des ordnungsgemäßen Funktionierens des Binnenmarktes bei gleichzeitiger Sicherstellung eines höheren Grads der öffentlichen Sicherheit und des Umweltschutzes. Angesichts des derzeitigen Niveaus der Umgebungsgeräusche und der Anzahl der betroffenen Bürger sowie der Tatsache, dass die Grenzwerte für Lärm in der EU in den letzten zehn Jahren trotz eines höheren Verkehrsaufkommens unverändert geblieben sind, wird eine Änderung der Grenzwerte zur Behebung dieser Situation als angemessen erachtet. Zur Senkung des Verkehrslärms werden auch zahlreiche lokale Instrumente angewendet, jedoch müssen diese durch eine Lärmreduzierung an der Quelle ergänzt werden, was technisch und wirtschaftlich sehr viel wirksamer ist. ·      Vorgeschlagenes Instrument Vorgeschlagenes Instrument: Verordnung. Andere Instrumente wären aus folgenden Gründen nicht angemessen: Das Instrument der Verordnung wird als angemessen erachtet, da es die erforderliche Gewährleistung der Einhaltung sicherstellt, ohne dass die Bestimmungen in nationales Recht der EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werden müssen. 4.           Auswirkungen auf den Haushalt Der Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den Unionshaushalt. 5.           Weitere Angaben ·      Simulation, Pilotphase und Übergangsphase Der Vorschlag sieht eine allgemeine Übergangsphase vor, um Herstellern von Fahrzeugen und Teilen sowie Verwaltungen eine ausreichende Vorlaufzeit zu ermöglichen. Es wird ein zweistufiger Ansatz vorgeschlagen, bei dem die erste Phase nach zwei Jahren (d. h. zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der Verordnung) und die zweite Phase mit strengeren Anforderungen nach weiteren zwei Jahren (d. h. vier Jahre nach dem Inkrafttreten der Verordnung) beginnt. Der Zeitrahmen von insgesamt vier Jahren, den der Auftragnehmer (der Folgenabschätzung) empfiehlt, wird für den ersten Schritt als angemessen betrachtet, da für diesen keine wesentlichen Änderungen am Fahrzeug erforderlich sind. Der Konsultationsprozess im Rahmen von CARS 21 ergab jedoch, dass der Zeitrahmen in Bezug auf den zweiten Schritt nicht uneingeschränkt angemessen ist, da dort umfangreiche technische Änderungen am Fahrzeug erforderlich sind. Daher wird für den zweiten Schritt ein Zeitraum von drei Jahren vorgeschlagen (Zeitrahmen insgesamt: fünf Jahre). ·      Vereinfachung Der Vorschlag bedeutet eine Vereinfachung der Rechtsvorschriften, da dadurch die Richtlinie 70/157/EWG und deren Änderungen aufgehoben werden. ·      Aufhebung bestehender Rechtsvorschriften Die Annahme des Vorschlags führt zur Aufhebung bestehender Rechtsvorschriften (Richtlinie 70/157/EWG und deren Änderungen). ·      Europäischer Wirtschaftsraum Der vorgeschlagene Rechtsakt ist von Bedeutung für den Europäischen Wirtschaftsraum und sollte deshalb auf den EWR ausgeweitet werden. 
2011/0409 (COD)
Vorschlag für eine
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
UND DES RATES
über den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen
(Text von Bedeutung für den EWR)
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT
DER EUROPÄISCHEN UNION –
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise
der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 114,
auf Vorschlag der Europäischen Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts-
und Sozialausschusses,[4]
nach Übermittlung des Vorschlags an die
nationalen Parlamente,
gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)              
Der Binnenmarkt umfasst einen Raum ohne
Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen
und Kapital gewährleistet sein muss. Um dem Rechnung zu tragen, wird ein
umfassendes unionsweites Typgenehmigungssystem für Kraftfahrzeuge umgesetzt.
Die technischen Voraussetzungen für die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen und
deren Auspuffanlagen in Bezug auf zulässige Geräuschpegel sollten harmonisiert
werden, damit vermieden wird, dass Anforderungen verabschiedet werden, die sich
unter den einzelnen Mitgliedstaaten unterscheiden, und damit das ordnungsgemäße
Funktionieren des Binnenmarktes gewährleistet ist, während gleichzeitig ein hoher
Grad der öffentlichen Sicherheit und des Umweltschutzes sichergestellt ist.
(2)              
Die Richtlinie 70/157/EWG des Rates vom 6. Februar 1970
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen
Geräuschpegel und die Auspuffvorrichtung von Kraftfahrzeugen[5] harmonisierte die verschiedenen
technischen Anforderungen der Mitgliedstaaten hinsichtlich des zulässigen
Geräuschpegels von Kraftfahrzeugen und deren Auspuffanlagen zum Zweck der
Einrichtung und des Funktionierens des Binnenmarktes. Mit dem Ziel des
ordnungsgemäßen Funktionierens des Binnenmarktes und zur Gewährleistung einer
einheitlichen unionsweiten Anwendung ist es angemessen, die Richtlinie durch
eine Verordnung zu ersetzen.
(3)              
Diese Verordnung ist eine separate Verordnung im
Kontext des Typgenehmigungsverfahrens nach Richtlinie 2007/46/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 zur
Schaffung eines Rahmens für die Genehmigung von Kraftfahrzeugen und
Kraftfahrzeuganhängern sowie von Anlagen, Bauteilen und selbstständigen
technischen Einheiten für diese Fahrzeuge (Rahmenrichtlinie)[6].
(4)              
Die Richtlinie 70/157/EWG verweist auf
Regelung Nr. 51[7]
der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) über
Geräuschemissionen, der die Europäische Union als Vertragspartei angehört und
die das Prüfverfahren für Geräuschemissionen festlegt.
(5)              
Seit ihrer Annahme wurde die Richtlinie 70/157/EWG
mehrmals in wesentlichen Teilen geändert. Die jüngste Senkung der
Geräuschgrenzwerte für Kraftfahrzeuge, die im Jahr 1995 eingeführt wurde,
zeigte nicht die erwartete Wirkung. Studien belegten, dass das nach der
Richtlinie verwendete Prüfverfahren das tatsächliche Fahrverhalten im
städtischen Verkehr nicht mehr widerspiegelt. Wie aus dem Grünbuch „Künftige
Lärmschutzpolitik“ aus dem Jahr 1996[8]
hervorgeht, wurde der Anteil des Rollgeräuschs der Reifen an der gesamten
Geräuschemission im Prüfverfahren nicht ausreichend berücksichtigt.
(6)              
Diese Verordnung sollte daher in Bezug auf das
verpflichtende Verfahren aus der Richtlinie 70/157/EWG ein neues Verfahren
einführen. Grundlage für das Verfahren sollte das von der Arbeitsgruppe
Lärmschutz der UN/ECE (GRB) im Jahr 2007 veröffentlichte Verfahren sein,
das die Fassung der Norm ISO 362 aus dem Jahr 2007[9] beinhaltet. Die
Überwachungsergebnisse sowohl des alten als auch des neuen Prüfverfahrens
wurden der Kommission vorgelegt.
(7)              
Die Repräsentativität des neuen Prüfverfahrens für
Geräuschemissionen gilt bei normalen Verkehrsbedingungen als gut, jedoch ist
das Verfahren bei ungünstigsten Bedingungen weniger repräsentativ. Es ist daher
erforderlich, in dieser Verordnung zusätzliche Bestimmungen zu
Geräuschemissionen festzulegen. Diese Bestimmungen regeln vorbeugende
Anforderungen, die Fahrbedingungen des Fahrzeugs im realen Verkehr außerhalb
des Fahrzyklus der Typgenehmigung abdecken sollen. Diese Fahrbedingungen sind
in Bezug auf die Umgebung wichtig, und es muss gewährleistet sein, dass die
Geräuschemissionen eines Fahrzeugs unter Straßenverkehrsbedingungen nicht
wesentlich von den Erwartungen laut dem Ergebnis der Typgenehmigungsprüfung für
dieses spezifische Fahrzeug abweichen.
(8)              
Diese Verordnung sollte außerdem die
Geräuschgrenzwerte weiter senken. Sie sollte die Verordnung (EG) Nr. 661/2009
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über die
Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeuganhängern und von Anlagen,
Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge
hinsichtlich ihrer allgemeinen Sicherheit[10]
berücksichtigen, die neue und strengere Anforderungen an das Rollgeräusch von
Kraftfahrzeugreifen einführte. Studien, die die Belästigung und die
gesundheitlichen Folgen von Straßenverkehrslärm beschreiben,[11] [12] sowie die verbundenen Kosten
und Vorteile sollten ebenfalls einbezogen werden.[13]
(9)              
Die Grenzwerte sollten allgemein in Bezug auf alle
Geräuschquellen von Kraftfahrzeugen gesenkt werden, vom Lufteinlass über das
Antriebssystem bis hin zum Auspuff sowie unter Berücksichtigung des Anteils der
Reifen an der in Verordnung (EG) Nr. 661/2009 behandelten Lärmreduzierung.
(10)          
Die Vorteile für die Umwelt, die von Elektro- und
Elektrohybridfahrzeugen im Straßenverkehr erwartet werden, haben zu einer
wesentlichen Senkung des Geräuschpegels solcher Fahrzeuge geführt. Dadurch ist
eine bedeutende Geräuschquelle weggefallen, durch die Fußgänger und Radfahrer
mit Sehbehinderung sowie andere Verkehrsteilnehmer davor gewarnt wurden, dass
sich ein Straßenfahrzeug nähert, sich in der Nähe befindet oder sich entfernt.
Aus diesem Grund entwickelt die Industrie akustische Systeme, die dieses
fehlende akustische Signal in Elektro- und Elektrohybridfahrzeugen ausgleichen.
Die Leistung akustischer Systeme für herannahende Fahrzeuge sollte harmonisiert
werden. Die Montage solcher Systeme sollte jedoch eine Option im Ermessen der
Fahrzeughersteller bleiben.
(11)          
Um die Rechtsvorschriften der Europäischen Union
zur Typgenehmigung im Einklang mit den Empfehlungen des CARS-21-Berichts[14] zu vereinfachen, sollte diese
Verordnung hinsichtlich des Prüfverfahrens auf der UN/ECE-Regelung Nr. 51
zu Geräuschemissionen und hinsichtlich der Austauschschalldämpferanlagen auf
der Regelung Nr. 59 zu Schalldämpferanlagen[15] beruhen.
(12)          
Damit die Kommission die technischen Anforderungen
dieser Verordnung mit einem direkten Verweis auf die UN/ECE-Regelungen
Nr. 51 und Nr. 59 ersetzen kann, sobald die Grenzwerte in Bezug auf
das neue Prüfverfahren in diesen Regelungen festgelegt sind, bzw. damit die
Kommission diese Anforderungen an technische und wissenschaftliche
Entwicklungen anpassen kann, sollte die Befugnis, Rechtsakte im Einklang mit
Artikel 290 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union zu
erlassen, in Bezug auf die Änderung der Bestimmungen in Anhängen dieser
Verordnung zu den Prüfverfahren und Geräuschpegeln an die Kommission übertragen
werden. Es ist von besonderer Bedeutung, dass die Kommission im Rahmen ihrer
Vorarbeiten angemessene Konsultationen durchführt. Bei der Vorbereitung und
Erarbeitung delegierter Rechtsakte sollte die Kommission eine rechtzeitige und
angemessene Übermittlung der einschlägigen Dokumente an das Europäische
Parlament und den Rat gewährleisten.
(13)          
Als Folge der Anwendung eines neuen Rechtsrahmens
durch diese Verordnung sollte die Richtlinie 70/157/EWG aufgehoben werden
–
HABEN FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Gegenstand
Diese Verordnung legt die
Verwaltungsvorschriften und technischen Anforderungen für die EU-Typgenehmigung
aller neuen Fahrzeuge gemäß Artikel 2 hinsichtlich ihres Geräuschpegels
und ihrer Auspuffanlage sowie hinsichtlich des Vertriebs und der Inbetriebnahme
von Bauteilen und Ausrüstungsgegenständen, die für diese Fahrzeuge ausgelegt
sind, fest.
Artikel 2
Geltungsbereich
Diese Verordnung gilt für Fahrzeuge der
Kategorien M1, M2, M3, N1, N2
und N3 gemäß den Begriffsbestimmungen in Anhang II der
Richtlinie 2007/46/EG und für die Anlagen, Bauteile und selbstständigen
technischen Einheiten, die für solche Fahrzeuge konstruiert und gebaut sind.
Artikel 3
Begriffsbestimmungen
Für die Zwecke
dieser Verordnung gelten folgende Begriffsbestimmungen:
(1)              
„Genehmigung eines Fahrzeugs“ bezeichnet die
Genehmigung eines Fahrzeugtyps hinsichtlich der Geräuschentwicklung;
(2)              
„Fahrzeugtyp“ bezeichnet Kraftfahrzeuge gemäß der
Begriffsbestimmung in Anhang II Teil B der Richtlinie 2007/46/EG;
(3)              
„Höchstmasse“ bezeichnet die vom Fahrzeughersteller
angegebene technisch zulässige Höchstmasse;
die Höchstmasse kann abweichend von Nummer (3)
höher als die von der jeweiligen Behörde des Mitgliedstaats zugelassene
Höchstmasse sein;
(4)              
„Motorleistung“ bezeichnet die in kW (UN/ECE)
ausgedrückte Motorleistung, die nach dem UN/ECE-Verfahren in Übereinstimmung
mit der UN/ECE-Regelung Nr. 85[16] gemessen
wird;
(5)              
„Standardausrüstung“ bezeichnet die grundlegende
Konfiguration eines Fahrzeugs, einschließlich aller montierten Vorrichtungen,
die keine weiteren Spezifikationen auf der Ebene der Konfiguration oder der
Ausrüstung bedingen, das mit allen Merkmalen ausgestattet ist, die nach den in
Anhang IV oder Anhang XI der Richtlinie 2007/46/EG erwähnten
Rechtsakten vorgeschrieben sind;
(6)              
„Masse des Fahrers“ bezeichnet eine Masse, die
mit 75 kg am Sitzbezugspunkt des Fahrers veranschlagt wird;
(7)              
„Masse des fahrbereiten Fahrzeugs“ (mro)
bezeichnet die Masse des Fahrzeugs einschließlich der Masse des Fahrers, des
Kraftstoffs und der Flüssigkeiten und die Ausstattung mit der
Standardausrüstung gemäß den Spezifikationen des Herstellers.
Sofern vorhanden, sind auch die Masse des Aufbaus,
des Führerhauses, der Anhängevorrichtung und des Ersatzrads/der Ersatzräder sowie
das Werkzeug darin einzuschließen.
Die Kraftstoffbehälter sind zu mindestens 90 %
ihres Fassungsvermögens gefüllt;
(8)              
„Nenndrehzahl des Motors“ (S) bezeichnet die vom
Hersteller angegebene Motordrehzahl in min-1 (U/min), bei der der
Motor seine nach UN/ECE-Regelung Nr. 85 ermittelte Nennleistung erreicht,
bzw., wenn die ermittelte Nennleistung bei verschiedenen Drehzahlen erreicht
wird, die höchste dieser Drehzahlen;
(9)              
„Leistungs-Masse-Verhältnis“ (PMR) bezeichnet eine
Zahl, die nach der in Anhang II Nummer 4.1.2.1.1. festgelegten Formel
berechnet wird;
(10)          
„Fahrzeugbezugspunkt“ bezeichnet einen wie folgt
definierten Punkt:
(a)              
bei Fahrzeugen der Klassen M1 und N1:
(i)      bei Fahrzeugen mit Frontmotor: das
vordere Ende des Fahrzeugs;
(ii)      bei Fahrzeugen mit Mittelmotor: die
Mitte des Fahrzeugs;
(iii)     bei Fahrzeugen mit Heckmotor: das
hintere Ende des Fahrzeugs;
(b)              
bei Fahrzeugen der Klassen M2, M3,
N2 und N3: der Punkt am Motor, der der Fahrzeugfront am
nächsten liegt.
(11)          
„Sollbeschleunigung“ bezeichnet eine
Beschleunigung, die bei teilweise geöffneter Drosseleinrichtung erreicht wird
und die nach statistischen Erhebungen für den Stadtverkehr repräsentativ ist;
(12)          
„Referenzbeschleunigung“ bezeichnet die bei der
Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug auf der Prüfstrecke erforderliche
Beschleunigung;
(13)          
„Ganggewichtungsfaktor“ (k) bezeichnet eine
dimensionslose Zahl, die verwendet wird, um die Ergebnisse der Prüfungen mit
beschleunigendem Fahrzeug und bei konstanter Geschwindigkeit in zwei
verschiedenen Getriebegängen zusammenzufassen;
(14)          
„Teillastfaktor“ (kp) bezeichnet eine
dimensionslose Zahl, die verwendet wird, um die Ergebnisse der Prüfungen mit
beschleunigendem Fahrzeug und bei konstanter Geschwindigkeit gewichtet
zusammenzufassen;
(15)          
„Vorbeschleunigung“ bezeichnet die Betätigung der Drosseleinrichtung
vor Erreichen der Linie AA' zur Erzielung einer gleichmäßigen Beschleunigung
zwischen den Linien AA' und BB' gemäß Anhang II Anlage 1
Abbildung 1;
(16)          
„Verriegelung eines Gangs“ bezeichnet eine
Vorkehrung, die verhindert, dass das Getriebe während der Prüfung schaltet;
(17)          
„Konstruktionsfamilie von Schalldämpferanlagen oder
Bauteilen von Schalldämpferanlagen“ bezeichnet eine Gruppe von
Schalldämpferanlagen oder Bauteilen davon, in der alle folgenden Merkmale
gleich sind:
(a)              
die Präsenz von Nenngasstrom der Abgase durch den
absorbierenden Faserstoff, wenn die Abgase mit diesem Stoff in Berührung
kommen;
(b)              
die Art der Faserstoffe;
(c)              
wenn zutreffend, die Spezifikationen der
Bindemittel;
(d)              
die durchschnittlichen Faserabmessungen;
(e)              
die Mindestpackdichte des Füllguts in kg/m³;
(f)                
die maximale Kontaktfläche zwischen dem Gasfluss
und dem absorbierenden Stoff;
(18)          
„Schalldämpferanlage“ bezeichnet einen
vollständigen Satz von Bauteilen, die zur Dämpfung des vom Motor und dessen
Auspuff verursachten Geräuschs erforderlich sind;
(19)          
„Schalldämpferanlagen unterschiedlicher Bauart“
bezeichnet Schalldämpferanlagen, die mindestens in einem der folgenden Punkte
untereinander wesentliche Unterschiede aufweisen:
(a)              
Handelsnamen oder Handelsmarken ihrer Einzelteile;
(b)              
die Eigenschaften der Werkstoffe, aus denen die
Einzelteile bestehen, ausgenommen die Oberflächenbehandlung dieser Einzelteile;
(c)              
die Form oder Größe ihrer Einzelteile;
(d)              
die Funktionsweise mindestens eines Einzelteils;
(e)              
die Art und Weise des Zusammenbaus der Einzelteile;
(f)                
die Anzahl der Auspuffschalldämpferanlagen oder
Einzelteile;
(20)          
„Austauschschalldämpferanlage oder Bauteile dieser
Anlage“ bezeichnet jedes Teil der in Nummer (17) definierten
Schalldämpferanlage, das anstelle des bei der Genehmigung des Fahrzeugtyps nach
dieser Regelung vorhandenen Teils am Fahrzeug angebracht wird;
(21)          
„Acoustic Vehicle Alerting System“ (AVAS)
bezeichnet ein System für Straßenverkehrsfahrzeuge mit Elektro- oder
Elektrohybridantrieb, das Fußgänger und gefährdete Verkehrsteilnehmer auf den
jeweiligen Betriebszustand des Fahrzeugs aufmerksam macht.
Artikel 4
Allgemeine Verpflichtungen der Mitgliedstaaten
1.                      
Die Mitgliedstaaten dürfen die Gewährung der
EU-weiten oder nationalen Typgenehmigung in Bezug auf einen Kraftfahrzeugtyp
oder einen Auspuffanlagentyp oder ein Bauteil einer solchen Anlage, das als
selbstständige technische Einheit betrachtet wird, nicht aus Gründen in
Verbindung mit dem zulässigen Geräuschpegel und der Auspuffanlage ablehnen,
sofern die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
(a)              
das Fahrzeug erfüllt die Anforderungen von
Anhang I,
(b)              
die Auspuffanlage oder ein Bauteil dieser Anlage,
das als selbstständige technische Einheit im Sinne von Richtlinie 2007/46/EG
Artikel 3 Nummer 25 betrachtet wird, erfüllt die Anforderungen von
Anhang X dieser Verordnung.
2.                      
Die Mitgliedstaaten dürfen den Vertrieb, die Zulassung,
die Inbetriebnahme oder die Nutzung eines Fahrzeugs, dessen Geräuschpegel und
Auspuffanlage die Anforderungen von Anhang I erfüllen, nicht aus Gründen
in Verbindung mit dem zulässigen Geräuschpegel und der Auspuffanlage ablehnen
oder untersagen.
3.                      
Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen
einer Auspuffanlage oder eines Bauteils dieser Anlage, das als selbstständige
technische Einheit im Sinne von Richtlinie 2007/46/EG Artikel 3
Nummer 25 betrachtet wird, nicht aus Gründen in Verbindung mit dem
zulässigen Geräuschpegel und der Auspuffanlage ablehnen, wenn es einem Typ
entspricht, in Bezug auf den eine Typgenehmigung im Einklang mit dieser
Verordnung gewährt wurde.
Artikel 5
Allgemeine Verpflichtungen der Hersteller
1.                      
Der Hersteller gewährleistet, dass das Fahrzeug,
sein Motor und seine Schalldämpferanlage so beschaffen, konstruiert und
zusammengebaut sind, dass das Fahrzeug bei normalen Betriebsbedingungen und
trotz möglicherweise auftretender Schwingungen den Vorschriften dieser Verordnung
entspricht.
2.                      
Der Hersteller gewährleistet, dass die
Schalldämpferanlage so beschaffen, konstruiert und zusammengebaut ist, dass sie
gegen Korrosionseinflüsse, denen sie je nach den Einsatzbedingungen des
Fahrzeugs ausgesetzt ist, hinreichend geschützt ist.
3.                      
Der Hersteller ist gegenüber der
Genehmigungsbehörde für alle Aspekte des Genehmigungsprozesses und die
Gewährleistung der Konformität der Herstellung verantwortlich, unabhängig
davon, ob der Hersteller direkt an allen Phasen der Konstruktion eines
Fahrzeugs, einer Anlage, eines Bauteils oder einer selbstständigen technischen
Einheit beteiligt ist.
Artikel 6
Grenzwerte
Der im Einklang mit Anhang II gemessene
Geräuschpegel darf die in Anhang III festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.
Artikel 7
Revisionsklausel
Binnen drei Jahren nach dem in der dritten
Spalte zu Phase 1 in Anhang III dieser Verordnung genannten Datum
führt die Kommission eine ausführliche Studie durch, um sicherzustellen, ob die
Grenzwerte sich als angemessen erwiesen haben. Auf der Grundlage der Ergebnisse
der Studie kann die Kommission gegebenenfalls Vorschläge für Änderungen dieser
Verordnung vorlegen.
Artikel 8
Zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen (Additional Sound Emission
Provisions, ASEP)
1.                      
Die Absätze 2 bis 6 und der zweite Unterabsatz
dieses Absatzes gelten für Fahrzeuge der Klassen M1 and N1,
die mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind.
Fahrzeuge gelten in Bezug auf die Anforderungen in
Anhang X als ordnungsgemäß, wenn der Fahrzeughersteller der
Typgenehmigungsbehörde technische Unterlagen vorlegt, die belegen, dass die
Differenz zwischen der Höchstdrehzahl und der Mindestdrehzahl des Motors an der
Linie BB'[17]
bei jeder Prüfbedingung innerhalb des in Anhang VIII Nummer 3.3.
definierten ASEP-Regelbereichs in Bezug auf die in Anhang II festgelegten
Bedingungen einen Wert von 0,15 x S nicht überschreitet.
2.                      
Die Geräuschemissionen des Fahrzeugs unter
typischen Straßenfahrbedingungen, die sich von den im Rahmen der
Typgenehmigungsprüfung gemäß Anhang II verwendeten Bedingungen
unterscheiden, dürfen nicht in unvertretbarer Weise vom Prüfergebnis abweichen.
3.                      
Der Fahrzeughersteller darf keine mechanischen,
elektrischen, thermischen oder sonstwie gearteten Vorrichtungen oder Verfahren
ausschließlich deswegen vorsätzlich ändern, anpassen oder einführen, um die
Anforderungen an die Geräuschemissionen im Sinne dieser Verordnung zu erfüllen,
wenn die Vorrichtung bzw. das Verfahren unter für ASEP geltenden Bedingungen im
typischen Betrieb auf der Straße nicht eingesetzt wird.
4.                      
Das Fahrzeug muss die Anforderungen von
Anhang VIII dieser Verordnung erfüllen.
5.                      
Seinem Antrag auf Typgenehmigung fügt der
Hersteller eine nach dem in Anhang VIII Anlage 1 festgelegten Muster
verfasste Erklärung bei, die besagt, dass der zu genehmigende Fahrzeugtyp die
Anforderungen von Artikel 8 Absatz 1 und Artikel 8 Absatz 2
erfüllt.
Artikel 9
Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS)
Wenn ein Hersteller ein AVAS in ein Fahrzeug
einbaut, sind die Anforderungen in Anhang X zu erfüllen.
Artikel 10
Änderung der Anhänge
1.                      
Die Kommission ist befugt, delegierte Rechtsakte
zur Änderung der Anhänge I bis XI zu erlassen.
2.                      
Wenn die Grenzwerte in Bezug auf das Prüfverfahren
in der UN/ECE-Regelung Nr. 51 festgelegt sind, zieht die Kommission in
Erwägung, die in Anhang III festgelegten technischen Anforderungen durch
einen direkten Verweis auf die entsprechenden Anforderungen in den
UN/ECE-Regelungen Nr. 51 und Nr. 59 zu ersetzen.
Artikel 11
Ausübung der Befugnisübertragung
1.                      
Die der Kommission übertragene Befugnis zum Erlass
delegierter Rechtsakte unterliegt den Bedingungen dieses Artikels.
2.                      
Die Befugnis, delegierte Rechtsakte im Sinne von
Artikel 10 Absatz 1 zu erlassen, wird der Kommission für einen
unbestimmten Zeitraum ab dem Datum der Annahme dieser Verordnung übertragen.
3.                      
Die Befugnisübertragung im Sinne von Artikel 10
Absatz 1 kann jederzeit vom Europäischen Parlament oder vom Rat widerrufen
werden. Ein Beschluss über den Widerruf beendet die Übertragung der darin
genannten Befugnisse. Der Beschluss wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im
Amtsblatt der Europäischen Union oder zu einem darin genannten späteren
Zeitpunkt wirksam. Er berührt nicht die Gültigkeit bereits in Kraft getretener
delegierter Rechtsakte.
4.                      
Sobald die Kommission einen delegierten Rechtsakt
erlassen hat, setzt sie hiervon gleichzeitig das Europäische Parlament und den
Rat in Kenntnis.
5.                      
Ein nach Artikel 10 Absatz 1 erlassener
delegierter Rechtsakt tritt nur in Kraft, wenn das Europäische Parlament oder
der Rat binnen zwei Monaten ab dem Tag der Übermittlung keine Einwände gegen
ihn erhebt oder wenn sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat der
Kommission vor Ablauf dieser Frist mitgeteilt haben, dass sie nicht
beabsichtigen, Einwände zu erheben. Auf Veranlassung des Europäischen
Parlaments oder des Rates wird diese Frist um einen Monat verlängert.
Artikel 12
Einwände gegen delegierte Rechtsakte
1.                      
Das Europäische Parlament und der Rat können gegen
einen delegierten Rechtsakt binnen zwei Monaten ab der Übermittlung Einwände
erheben. Auf Veranlassung des Europäischen Parlaments oder des Rates wird diese
Frist um einen Monat verlängert.
2.                      
Haben bis zum Ablauf dieser Frist weder das
Europäische Parlament noch der Rat Einwände gegen den delegierten Rechtsakt
erhoben oder haben sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat der
Kommission vor Ablauf dieser Frist mitgeteilt, dass sie nicht beabsichtigen,
Einwände zu erheben, so tritt der delegierte Rechtsakt zu dem in seinen
Bestimmungen genannten Zeitpunkt in Kraft.
3.                      
Erhebt das Europäische Parlament oder der Rat
Einwände gegen einen delegierten Rechtsakt, so tritt dieser nicht in Kraft. Das
Organ, das Einwände erhebt, gibt die Gründe für seine Einwände gegen den
delegierten Rechtsakt an.
Artikel 13
Dringlichkeitsverfahren
1.                      
Im Einklang mit Artikel 10 Absatz 1
erlassene delegierte Rechtsakte treten unverzüglich in Kraft und bleiben
gültig, solange keine Einwände im Sinne von Absatz 2 erhoben werden. In
der Übermittlung eines delegierten Rechtsakts an das Europäische Parlament und
den Rat sind die Gründe für die Anwendung des Dringlichkeitsverfahrens
anzugeben.
2.                      
Sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat
können im Einklang mit dem in Artikel 11 Absatz 5 beschriebenen
Verfahren Einwände gegen einen delegierten Rechtsakt erheben. In solch einem
Fall hebt die Kommission den Rechtsakt unverzüglich auf, sobald das Europäische
Parlament oder der Rat den Beschluss, Einwände zu erheben, übermittelt hat.
Artikel 14
Übergangsvorschriften
1.                      
Die Gültigkeit von EU-Typgenehmigungen für
Fahrzeuge, Anlagen, Bauteile oder selbstständige technische Einrichtungen, die
vor dem in Artikel 16 festgelegten Datum gewährt wurden, wird durch diese
Verordnung nicht beeinträchtigt.
2.                      
Genehmigungsbehörden können Genehmigungen für diese
Fahrzeuge, Anlagen, Bauteile oder selbstständigen technischen Einrichtungen
weiterhin im Sinne der Richtlinie 70/157/EWG erweitern.
3.           Bis zum [DATUM: Für die
ersten fünf Jahre nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung] sind Fahrzeuge
mit serienmäßigem Hybridantrieb, die über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor
ohne mechanische Verbindung zum Antriebsstrang verfügen, von den Anforderungen
von Artikel 8 dieser Verordnung ausgenommen.
Artikel 15
Aufhebung
1.                      
Die Richtlinie 70/157/EWG wird aufgehoben.
2.                      
Bezugnahmen auf die aufgehobene Richtlinie gelten
als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung und sind gemäß der in
Anhang XII enthaltenen Übereinstimmungstabelle zu lesen.
Artikel 16
Inkrafttreten
1.                      
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach
ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
2.                      
Sie gilt ab dem [Datum zwei Jahre nach dem Datum
der Verabschiedung].
Diese Verordnung ist in allen ihren
Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel, am [...]
Für das Europäische Parlament                   Im
Namen des Rates
Der
Präsident                                                Der Präsident
[...]                                                                [...]
            LISTE DER ANHÄNGE
Anhang I          EU-Typgenehmigung in
Bezug auf den Geräuschpegel eines Fahrzeugtyps
Anlage 1:     Beschreibungsbogen
Anlage 2:          EU-Typgenehmigungsbogen –
Muster
Anlage 3:          Fahrzeug- und Prüfdaten
Anhang II         Verfahren und Geräte
zur Messung der Geräuschentwicklung von Kraftfahrzeugen
Anlage 1:          Abbildungen
Anhang III        Grenzwerte
Anhang IV        Schalldämpferanlagen,
die mit akustisch absorbierenden Faserstoffen gefüllt sind
Anlage 1:          Abbildung – Prüfeinrichtung
zur Konditionierung durch Druckschwingung
Anhang V         Druckluftgeräusch
Anlage 1:          Abbildung – Anordnung
des Mikrofons bei der Messung des Druckluftgeräuschs
Anhang VI        Kontrolle der
Übereinstimmung der Produktion für Fahrzeuge
Anhang VII      Vorschriften für das Prüfgelände
 Anhang VIII || Messverfahren zur Bewertung der Einhaltung der zusätzlichen Bestimmungen zu Geräuschemissionen 
   || Anlage 1:          Erklärung über die Einhaltung der zusätzlichen Bestimmungen zu Geräuschemissionen 
Anhang IX        Maßnahmen zur
Gewährleistung der Hörbarkeit von Hybrid- und Elektrofahrzeugen
 Anhang X || EU-Typgenehmigung in Bezug auf den Geräuschpegel von Auspuffanlagen als selbstständige technische Einheiten (Austauschauspuffanlagen) 
   || Anlage 1:          Beschreibungsbogen 
   || Anlage 2:          EU-Typgenehmigungsbogen – Muster 
   || Anlage 3:          EU-Typgenehmigungszeichen – Muster 
   || Anhang 4:         Prüfeinrichtung 
   || Anlage 5:          Messpunkte für den Abgasgegendruck 
Anhang XI        Kontrolle der
Übereinstimmung der Produktion für Auspuffanlagen als selbstständige     technische
Einheiten
Anhang XII      Übereinstimmungstabelle
 Anhang I 
 EU-Typgenehmigung in Bezug auf den Geräuschpegel eines Fahrzeugtyps 
 1. || ANTRAG AUF ERTEILUNG DER EU-TYPGENEHMIGUNG FÜR EINEN FAHRZEUGTYP 
 1.1. || Der Antrag auf Erteilung der EU-Typgenehmigung gemäß Artikel 7 Absätze 1 und 2 der Richtlinie 2007/46/EG für einen Fahrzeugtyp in Bezug auf seinen Geräuschpegel ist vom Hersteller zu stellen. 
 1.2. || Ein Muster des Beschreibungsbogens ist in Anlage 1 enthalten. 
 1.3. || Der Fahrzeughersteller hat dem die Prüfungen durchführenden Technischen Dienst ein für den zu genehmigenden Fahrzeugtyp repräsentatives Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. 
 1.4 || Dem Technischen Dienst ist außerdem auf Anforderung ein Muster der Auspuffanlage sowie ein Motor zur Verfügung zu stellen, der mindestens den gleichen Hubraum und die gleiche Leistung wie der Motor aufweist, der in dem zu genehmigenden Fahrzeugtyp verwendet wird. 
 2. || AUFSCHRIFTEN 
 2.1. || Auspuffanlagen und Bauteile dieser Anlagen müssen mit Ausnahme der Befestigungsteile und der Rohre mit folgenden Aufschriften versehen sein: 
 2.1.1. || Handelsmarke oder Firmenname des Herstellers der Anlage und der Bauteile dieser Anlage; 
 2.1.2. || vom Hersteller festgelegte Handelsbezeichnung. 
 2.2. || Diese Aufschriften müssen auch nach dem Einbau der Anlage in das Kraftfahrzeug deutlich lesbar und unverwischbar sein. 
 3. || ERTEILUNG DER EU-TYPGENEHMIGUNG FÜR EINEN FAHRZEUGTYP 
 3.1. || Sind die entsprechenden Anforderungen erfüllt, wird die EU-Typgenehmigung gemäß Artikel 9 Absatz 3 und gegebenenfalls Artikel 10 Absatz 4 der Richtlinie 2007/46/EG erteilt. 
 3.2. || Anlage 2 enthält ein Muster des EU-Typgenehmigungsbogens. 
 3.3. || Jedem genehmigten Fahrzeugtyp wird eine Typgenehmigungsnummer gemäß Anhang VII der Richtlinie 2007/46/EG zugeteilt. Ein und derselbe Mitgliedstaat darf die gleiche Nummer keinem anderen Fahrzeugtyp zuteilen. 
 4. || ÄNDERUNGEN DER TYPGENEHMIGUNGEN 
   || Bei Veränderungen des nach dieser Verordnung genehmigten Typs gelten die Bestimmungen der Artikel 13, 14, 15, 16 und 17 Absatz 4 der Richtlinie 2007/46/EG. 
 5. || ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION 
 5.1. || Maßnahmen zur Gewährleistung der Übereinstimmung der Produktion sind gemäß den Bestimmungen von Artikel 12 der Richtlinie 2007/46/EG zu treffen. 
 5.2. || Besondere Bestimmungen: 
 5.2.1. || Die Prüfungen, die in Anhang VI dieser Verordnung festgelegt sind, entsprechen denjenigen in Richtlinie 2007/46/EG Anhang X Nummer 2.3.5. 
 5.2.2. || Die Häufigkeit der Überprüfungen im Sinne von Richtlinie 2007/46/EG Anhang X Nummer 3 beträgt normalerweise einmal alle zwei Jahre. 
Anlage 1
Beschreibungsbogen Nr. … nach
Richtlinie 2007/46/EG Anhang I[18] betreffend die
EU-Typgenehmigung eines Kraftfahrzeugs in Bezug auf den zulässigen
Geräuschpegel und die Auspuffanlage
Die nachstehenden Angaben sind, soweit sie in
Frage kommen, zusammen mit einem Verzeichnis der beiliegenden Unterlagen in
dreifacher Ausfertigung einzureichen. Liegen Zeichnungen bei, so müssen diese
das Format A4 haben oder auf das Format A4 gefaltet sein und
hinreichende Einzelheiten in geeignetem Maßstab enthalten. Liegen Fotografien
bei, so müssen diese hinreichende Einzelheiten enthalten.
Weisen die Anlagen, Bauteile oder
selbstständigen technischen Einheiten elektronisch gesteuerte Funktionen auf,
so sind Angaben zu ihren Leistungsmerkmalen zu machen.
0.           Allgemeines
0.1.        Fabrikmarke (Firmenname des
Herstellers):
0.2.        Typ und allgemeine
Handelsbezeichnung(en):
0.3.        Merkmale zur Typidentifizierung,
sofern am Fahrzeug vorhanden (b):
0.3.1.     Anbringungsstelle dieser Merkmale:
0.4.        Fahrzeugklasse (c):
0.5.        Name und Anschrift des Herstellers:
0.8.        Name(n) und Anschrift(en) der
Fertigungsstätte(n):
1.           Allgemeine Baumerkmale des
Fahrzeugs
1.1.        Fotos und/oder Zeichnungen eines
repräsentativen Fahrzeugs:
1.3.3.     Antriebsachsen (Anzahl, Lage,
gegenseitige Verbindung):
1.6.        Lage und Anordnung der Antriebsmaschine:
2.           Massen und Abmessungen (e) (in kg
und mm) (gegebenenfalls Bezugnahme auf Zeichnung)
2.4.        Maßbereiche der Fahrzeugabmessungen
(Maße über alles)
2.4.1.     Für Fahrgestell ohne Aufbau
2.4.1.1.  Länge (j):
2.4.1.2.  Breite (k):
2.4.2.     Für Fahrgestell mit Aufbau
2.4.2.1.  Länge (j):
2.4.2.2.  Breite (k):
2.6.        Masse des Fahrzeugs mit Aufbau in
fahrbereitem Zustand oder Masse des Fahrgestells mit Führerhaus, wenn der
Aufbau nicht vom Hersteller geliefert wird (mit Standardausrüstung,
einschließlich Kühlflüssigkeit, Schmiermitteln, Kraftstoff, Werkzeug, Ersatzrad
und Fahrer) (o) (Größt- und Kleinstwert):
3.           Antriebsmaschine (q)
3.1.        Hersteller:
3.1.1.     Baumusterbezeichnung des Herstellers
(gemäß Kennzeichnung am Motor oder sonstige Identifizierungsmerkmale):
3.2.        Verbrennungsmotor
3.2.1.1.            Arbeitsverfahren:
Fremdzündung/Selbstzündung, Viertakt/Zweitakt[19]
3.2.1.2.  Anzahl und Anordnung der Zylinder:
3.2.1.2.3.         Zündfolge:
3.2.1.3.  Hubvolumen (s): cm3
3.2.1.8.  Nennleistung (t): … kW bei
… min–1 (nach Angabe des Herstellers)
3.2.4.     Kraftstoffversorgung
3.2.4.1.  Durch Vergaser: ja/nein[20]
3.2.4.1.2.         Typ(en):
3.2.4.1.3.         Anzahl:
3.2.4.2.  Durch Kraftstoffeinspritzung (nur für
Selbstzündungsmotoren): ja/nein[21]
3.2.4.2.2.         Arbeitsverfahren:
Direkteinspritzung/Vorkammer/Wirbelkammer[22]
3.2.4.2.4.         Regler
3.2.4.2.4.1.      Typ:
3.2.4.2.4.2.1.   Abregeldrehzahl unter Last:
… min–1
3.2.4.3.  Durch Kraftstoffeinspritzung (nur für
Fremdzündungsmotoren): ja/nein[23]
3.2.4.3.1.         Arbeitsverfahren:
Ansaugkrümmer (Zentral-/Mehrpunkteinspritzung[24])/Direkteinspritzung/sonstige
(genaue Angabe)[25]
3.2.8.     Einlasssystem
3.2.8.4.2.         Luftfilter: Zeichnungen oder
3.2.8.4.2.1.      Fabrikmarke(n):
3.2.8.4.2.2.      Typ(en):
3.2.8.4.3.         Ansauggeräuschdämpfer:
Zeichnungen oder
3.2.8.4.3.1.      Fabrikmarke(n):
3.2.8.4.3.2.      Typ(en):
3.2.9.     Auspuffanlage
3.2.9.2.  Beschreibung und/oder Zeichnung der
Auspuffanlage:
3.2.9.4.  Schalldämpfer:
Für Vor-, Mittel- und Nachschalldämpfer:
Bauweise, Typ, Kennzeichnung; wenn von Einfluss auf das Außengeräusch:
Geräuschdämpfung im Motorraum und am Motor selbst:
3.2.9.5.  Lage des Auspuffrohrs:
3.2.9.6.  Auspuffschalldämpfer mit Faserstoffen:
3.2.12.2.1.       Katalysator: ja/nein[26]
3.2.12.2.1.1.    Anzahl der Katalysatoren und
Monolithen:
3.3.        Elektromotor
3.3.1.     Typ (Wicklungsanordnung, Erregung):
3.3.1.1.  Größte Stundenleistung: … kW
3.3.1.2.  Betriebsspannung: … V
3.4.        Andere Antriebsmaschinen oder Motoren
oder deren Kombinationen (Angaben über die Bauelemente):
4.           Kraftübertragung (v)
4.2.        Art (mechanisch, hydraulisch,
elektrisch usw.):
4.6.        Übersetzungsverhältnisse
 Getriebegänge || Getriebeübersetzung (Übersetzungsverhältnisse zwischen Motorkurbelwelle und Getriebeabtriebswelle) || Übersetzung des Achsgetriebes (Übersetzungsverhältnis zwischen Getriebeabtrieb und Antriebsrad) || Gesamt­übersetzung 
 Höchstwert für stufenloses Getriebe[27] 1 2 3 … Mindestwert für stufenloses Getriebe[28] Rückwärtsgang ||   ||   ||   
4.7.        Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs
und Angabe des Gangs, in dem diese erreicht wird (in km/h) (w):
6.           Radaufhängung
6.6.        Bereifung und Räder
6.6.2.     Obere und untere Grenzwerte der
Abrollradien
6.6.2.1.  Achse 1:
6.6.2.2.  Achse 2:
6.6.2.3.  Achse 3:
6.6.2.4.  Achse 4:
usw.
9.           Aufbau (gilt nicht für Fahrzeuge
der Klasse M1)
9.1.        Art des Aufbaus:
9.2.        Werkstoffe und Bauart
12.         Verschiedenes
12.5.      Angaben über alle nicht zur Antriebsmaschine
gehörenden Einrichtungen zur Geräuschdämpfung (falls nicht in anderen
Abschnitten aufgeführt):
Zusätzliche Angaben für Geländefahrzeuge
1.3.        Anzahl der Achsen und Räder:
2.4.1.     Für Fahrgestell ohne Aufbau
2.4.1.4.1.         Überhangwinkel vorn (na):
… °(Grad)
2.4.1.5.1.         Überhangwinkel hinten (nb):
… ° (Grad)
2.4.1.6.  Bodenfreiheit (gemäß Richtlinie 2007/46/EG
Anhang II Abschnitt A Nummer 4.5)
2.4.1.6.1.         Zwischen den Achsen:
2.4.1.6.2.         Unter der Vorderachse (den
Vorderachsen):
2.4.1.6.3.         Unter der Hinterachse (den
Hinterachsen):
2.4.1.7.  Rampenwinkel (nc): … ° (Grad)
2.4.2.     Für Fahrgestell mit Aufbau
2.4.2.4.1.         Überhangwinkel vorn (na):
… ° (Grad)
2.4.2.5.1.         Überhangwinkel hinten (nb):
… ° (Grad)
2.4.2.6.  Bodenfreiheit (gemäß Richtlinie 2007/46/EG
Anhang II Abschnitt A Nummer 4.5)
2.4.2.6.1.         Zwischen den Achsen:
2.4.2.6.2.         Unter der Vorderachse (den
Vorderachsen):
2.4.2.6.3.         Unter der Hinterachse (den
Hinterachsen):
2.4.2.7.  Rampenwinkel (nc): … ° (Grad)
2.15.      Anfahrvermögen an Steigungen
(Einzelfahrzeug): … %
4.9.        Differenzialsperre:
ja/nein/fakultativ[29]
Datum, Datei
Anlage 2
Muster
eines EU-Typgenehmigungsbogens
(Größtformat A4 (210 × 297 mm))
Stempel der Behörde
Benachrichtigung über:
–                        
die Typgenehmigung[30]
–                        
die Erweiterung der Typgenehmigung[31]
–                        
die Verweigerung der Typgenehmigung[32]
–                        
den Entzug der Typgenehmigung[33]
für einen Typ eines: Fahrzeugs/Bauteils/einer
selbstständigen technischen Einheit[34]
in Bezug auf die Richtlinie …/…/EU, zuletzt geändert durch die Richtlinie
.../.../EU.
Typgenehmigungsnummer:
Grund für die Erweiterung:
ABSCHNITT I
0.1.        Fabrikmarke (Firmenname des
Herstellers):
0.2.        Typ und allgemeine
Handelsbezeichnung(en):
0.3.        Merkmale zur Typidentifizierung,
sofern am Fahrzeug/am Bauteil/an der selbstständigen technischen Einheit
vorhanden[35]
[36]
0.3.1.     Anbringungsstelle dieser Merkmale:
0.4.        Fahrzeugklasse[37]:
0.5.        Name und Anschrift des Herstellers:
0.7.        Bei Bauteilen und selbstständigen
technischen Einheiten Lage und Anbringungsart des EU-Typgenehmigungszeichens:
0.8.        Anschrift(en) der
Fertigungsstätte(n):
ABSCHNITT II
1.           Zusätzliche Angaben (soweit
vorhanden): siehe Anlage 3
2.           Technischer Dienst, der für die
Durchführung der Prüfungen zuständig ist:
3.           Datum des Prüfberichts:
4.           Nummer des Prüfberichts:
5.           Bemerkungen (sofern vorhanden):
siehe Anlage 3
6.           Ort:
7.           Datum:
8.           Unterschrift:
9.           Eine Liste der bei der
Genehmigungsbehörde hinterlegten Unterlagen, die auf Antrag eingesehen werden
können, liegt bei.
Anlage 3

Fahrzeug- und Prüfdaten[38]

 1. || Fabrik- und Handelsmarke des Fahrzeugs 
 2. || Fahrzeugtyp 
 2.1. || Höchstzulässige Masse, gegebenenfalls einschließlich Sattelauflieger 
 3. || Name und Anschrift des Herstellers 
 4. || Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers 
 5. || Motor: 
 5.1. || Hersteller: 
 5.2. || Typ: 
 5.3. || Modell: 
 5.4. || Nennleistung (ECE): ............. kW bei ............. min-1 (U/min). 
 5.5. || Art des Motors: Fremdzündung, Selbstzündung usw.1/ 
 5.6. || Zwei- oder Viertaktmotor (falls zutreffend) 
 5.7. || Hubraum (falls zutreffend) 
 6. || Kraftübertragung: manuelles Getriebe/automatisches Getriebe2/ 
 6.1. || Zahl der Gänge: 
 7. || Ausstattung: 
 7.1. || Auspuffschalldämpfer: 
 7.1.1. || Hersteller, gegebenenfalls Bevollmächtigter: 
 7.1.2. || Modell: 
 7.1.3. || Typ: .......... nach Zeichnung Nr.: ................ 
 7.2. || Ansaugschalldämpfer: 
 7.2.1. || Hersteller, gegebenenfalls Bevollmächtigter: 
 7.2.2. || Modell: 
 7.2.3. || Typ: .......... nach Zeichnung Nr.: ................ 
 7.3. || Motorkapselung 
 7.3.1. || Teile der vom Hersteller vorgesehenen schalldämmenden Kapselung 
 7.3.2. || Hersteller, gegebenenfalls Bevollmächtigter: 
 7.4. || Reifen 
 7.4.1. || Reifengröße (je Achse): 
 8. || Abmessungen: 
 8.1. || Länge des Fahrzeugs (lveh): ……..… mm 
 8.2. || Punkt, an dem das Fahrpedal niedergetreten wurde: .......... m vor der Linie AA' 
 8.2.1. || Motordrehzahl im Gang i bei: AA'/PP' 1/           ….. min-1 (U/min) 
   ||                                                     BB'  .…. min-1 (U/min) 
 8.2.2. || Motordrehzahl im Gang (i+1) bei: AA'/PP' 1/    ….. min-1 (U/min) 
   ||                                                     BB'  .…. min-1 (U/min) 
 8.3. || Typgenehmigungsnummer der Reifen: 
   || falls nicht vorhanden, Folgendes angeben: 
 8.3.1. || Reifenhersteller 
 8.3.2. || Handelsbezeichnung(en) des Reifentyps (wie Handelsname, Geschwindigkeitsindex, Tragfähigkeitsindex): ………………………………… 
 8.3.3. || Reifengröße (je Achse): …………………………………………… 
 8.3.4. || Typgenehmigungsnummer (falls vorhanden): ………………………………… 
 8.4. || Fahrgeräusch: 
   || Messergebnis (Lurban): ……………                   dB(A) 
   || Messergebnis (Lwot): ……………                    dB(A) 
   || Messergebnis (Lcruise): ……………                  dB(A) 
   || Teillastfaktor kp: ………………….. 
 8.5. || Standgeräusch: 
   || Lage und Ausrichtung des Mikrofons (nach Abbildung 2 in der Anlage 1 zu Anhang II) 
   || Ergebnis der Standgeräuschmessung: …            dB(A) 
 8.6. || Druckluftgeräusch: 
   || Messergebnis für 
   || - Betriebsbremse: ………….                            dB(A) 
   || - Feststellbremse: ………….                            dB(A) 
   || - Abblasen des Druckreglers: ……                   dB(A) 
 9. || Fahrzeug zur Genehmigung vorgeführt am:         
 10. || Technischer Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt:  
 11. || Datum des Prüfberichts des Technischen Dienstes: 
 12. || Nummer des Prüfberichts des Technischen Dienstes: 
 13. || Stelle, an der das Genehmigungszeichen am Fahrzeug angebracht ist      
 14. || Ort                                               
 15. || Datum 
 16. || Unterschrift 
 17. || Folgende Unterlagen, die die obengenannte Genehmigungsnummer tragen, sind dieser Mitteilung beigefügt: ………………………………………………… 
   || ………………………………………………………………………………… 
   || Zeichnungen und/oder Fotos, Schemata und Pläne des Motors und der Schalldämpferanlage; 
   || Liste der ordnungsgemäß gekennzeichneten Bauteile, die die Schalldämpferanlage bilden. 
 18. || Grund für die Erweiterung der Genehmigung: 
 19. || Bemerkungen 
_____________________________________
1/             Wird ein nicht herkömmlicher Motor verwendet, so ist darauf
hinzuweisen.
2/          Nichtzutreffendes
streichen.
 Anhang II 
 Verfahren und Geräte zur Messung der Geräuschentwicklung von Kraftfahrzeugen 
 1. || MESSVERFAHREN 
 1.1. || Die Messung des Geräuschs des zur Genehmigung vorgeführten Fahrzeugtyps ist nach den beiden in diesem Anhang für das fahrende und das stehende43 Fahrzeug beschriebenen Verfahren durchzuführen. Im Falle eines Fahrzeugs, bei dem im stehenden Zustand kein Verbrennungsmotor in Betrieb ist, ist nur das Fahrgeräusch zu messen. Fahrzeuge mit einer höchstzulässigen Masse von mehr als 2800 kg sind außerdem einer Prüfung zur Feststellung des Druckluftgeräuschs am stehenden Fahrzeug nach den Vorschriften von Anhang V zu unterziehen, wenn das Fahrzeug mit einer entsprechenden Bremsanlage ausgerüstet ist. 
 1.2. || Die beiden nach Nummer 1.1. gemessenen Werte sind in den Prüfbericht und in ein Mitteilungsblatt einzutragen, das dem Muster in Anlage 3 zu Anhang I entspricht. 
 2. || MESSGERÄTE 
 2.1. || Akustische Messungen 
   || Bei dem Messgerät für den Geräuschpegel muss es sich um einen Präzisions-Schallpegelmesser oder ein entsprechendes Messsystem handeln, das den Anforderungen für Messgeräte der Klasse 1 (einschließlich des vom Hersteller empfohlenen Windschutzes, falls vorhanden) entspricht. Diese Anforderungen sind in der IEC-Veröffentlichung 61672-1:2002 „Elektroakustik – Schallpegelmesser – Teil 1: Anforderungen“ der International Electrotechnical Commission (Internationale Elektrotechnische Kommission) enthalten. 
   || Der Schallpegelmesser ist im Modus „schnell“ zu betreiben; für die Frequenzbewertung ist die in der IEC-Veröffentlichung 61672-1:2002 wiedergegebene Bewertungskurve A zu verwenden. Wird ein System mit periodischer Überwachung des A-bewerteten Schalldruckpegels verwendet, so sollten die Werte in Abständen von höchstens 30 ms (Millisekunden) erfasst werden. 
   || Die Messgeräte sind nach den Anweisungen des Herstellers zu warten und zu kalibrieren. 
43             Eine Messung des Geräuschs bei stehendem
Fahrzeug ist durchzuführen, um denjenigen Behörden, die dieses Verfahren
anwenden, einen Bezugswert zu liefern.
 2.2. || Nachweis der Übereinstimmung mit den Normen 
   || Die Übereinstimmung der Messgeräte mit den einschlägigen Normen ist durch eine gültige Übereinstimmungsbescheinigung nachzuweisen. Eine Übereinstimmungsbescheinigung ist für die Kalibriereinrichtung gültig, wenn sie innerhalb der letzten 12 Monate ausgestellt wurde, und für das Messsystem, wenn sie innerhalb der letzten 24 Monate ausgestellt wurde. Die Prüfung auf Übereinstimmung ist von einem Labor durchzuführen, das für Kalibrierungen autorisiert ist, die auf die einschlägigen Normen rückführbar sind. 
 2.3. || Kalibrierung des gesamten Messsystems für die Messreihe 
   || Zu Beginn und am Ende jeder Messreihe ist das gesamte Messsystem mit einem Kalibriergerät für Schallpegelmessgeräte zu prüfen, das die Anforderungen an Messgeräte der Klasse 1 nach der IEC-Veröffentlichung 60942-1:2002 erfüllt. Die Differenz der Messwerte zweier aufeinanderfolgender Prüfungen muss ohne weiteres Nachstellen kleiner als oder gleich 0,5 dB sein. Wird dieser Wert überschritten, so sind alle nach der letzten zufriedenstellenden Prüfung erzielten Messergebnisse als ungültig zu betrachten. 
 2.4. || Drehzahl- und Geschwindigkeitsmessungen 
   || Die Motordrehzahl ist mit Geräten zu messen, deren Genauigkeit in dem zu erfassenden Drehzahlbereich mindestens ± 2 % beträgt. Werden zur Messung der Fahrzeuggeschwindigkeit stetig arbeitende Geräte verwendet, so muss die Messgenauigkeit mindestens ± 0,5 km/h betragen. Werden zur Messung der Fahrzeuggeschwindigkeit unabhängige Geräte verwendet, so muss die Messgenauigkeit mindestens ± 0,2 km/h betragen. 
 2.5. || Meteorologische Geräte 
   || Zur Überwachung der Umweltbedingungen bei der Messung dienen die nachstehenden meteorologischen Geräte: - ein Temperaturmessgerät mit einer Genauigkeit von ± 1 °C; - ein Windgeschwindigkeitsmessgerät mit einer Genauigkeit von ± 1,0 m/s; - ein Luftdruckmessgerät mit einer Genauigkeit von ± 5 hPa; - ein Luftfeuchtigkeitsmessgerät mit einer Genauigkeit von ± 5 %.   
 3. || MESSBEDINGUNGEN 
 3.1. || Prüfgelände1/ und Umweltbedingungen 
   || Das Prüfgelände muss im Wesentlichen eben sein. Die Oberfläche der Prüfstrecke muss trocken sein. Das Prüfgelände muss so beschaffen sein, dass bei Anordnung einer kleinen omnidirektionalen Schallquelle in seinem Mittelpunkt (Schnittpunkt der Mikrofonlinie PP'[39] und der Achse der Prüfstrecke CC'[40]) die Abweichung des Schalldrucks von der gleichmäßig halbkugelförmigen Verteilung höchstens ± 1 dB beträgt. 
   || Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn: 
   || (a)              in einem Umkreis von 50 m um den Mittelpunkt der Prüfstrecke keine großen Schall reflektierenden Gegenstände wie Zäune, Felsen, Brücken oder Gebäude vorhanden sind; 
   || (b)              die Prüfstrecke und die Oberfläche des Prüfgeländes trocken und frei von Schall absorbierenden Materialien wie Pulverschnee, lockerer Erde oder Asche sind; 
   || (c)              in der Nähe des Mikrofons kein Hindernis vorhanden ist, das das Schallfeld beeinflussen kann und sich zwischen Schallquelle und Mikrofon keine Person aufhält. Der messende Beobachter steht so, dass eine Beeinflussung der Anzeige des Messgeräts ausgeschlossen ist. 
   || Die Messungen dürfen nicht bei ungünstigen Witterungsbedingungen vorgenommen werden. Es muss sichergestellt werden, dass die Messungen nicht durch Windböen beeinflusst werden. 
   || Die meteorologischen Geräte sind in einer Höhe von 1,2 m ± 0,02 m am Rand des Prüfgeländes aufzustellen. Die Messungen sind bei einer Umgebungslufttemperatur zwischen +5 °C und +40 °C durchzuführen. 
   || Wenn während der Schallmessung die Windgeschwindigkeit, auch in Böen, in Höhe des Mikrofons 5 m/s überschreitet, dürfen keine Prüfungen durchgeführt werden. Repräsentative Werte für Temperatur, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, relative Luftfeuchtigkeit und Luftdruck sind während der Schallmessung aufzuzeichnen. 
   || Schallpegelspitzen, die zum allgemeinen Schallpegel des Fahrzeugs offensichtlich nicht in Beziehung stehen, sind beim Ablesen der Messwerte nicht zu berücksichtigen. 
   || Das Hintergrundgeräusch ist unmittelbar vor und nach einer Reihe von Fahrzeugprüfungen 10 Sekunden lang zu messen. Für die Messungen sind dieselben Mikrofone und Mikrofonstandorte zu verwenden wie für die Prüfung. Der höchste A-bewertete Schalldruckpegel ist aufzuzeichnen. 
   || Der Pegel des Hintergrundgeräuschs (einschließlich Windgeräusch) muss mindestens 10 dB unter dem A-bewerteten Geräuschpegel des geprüften Fahrzeugs liegen. Beträgt die Differenz zwischen dem Hintergrundgeräusch und dem zu messenden Geräusch zwischen 10 und 15 dB(A), so sind die vom Schallpegelmesser abgelesenen Messwerte um die in der nachstehenden Tabelle angegebenen Beträge zu vermindern: 
 1/ || Nach Anhang VII dieser Verordnung. 
 Differenz zwischen Hintergrundgeräusch und zu messendem Geräusch in dB(A) || 10 || 11 || 12 || 13 || 14 || 15 
 Betrag (in dB(A)), um den der abgelesene Messwert zu vermindern ist || 0,5 || 0,4 || 0,3 || 0,2 || 0,1 || 0,0 
 3.2. || Fahrzeug 
 3.2.1. || Das zu prüfende Fahrzeug ist so auszuwählen, dass alle in Verkehr gebrachten Fahrzeuge desselben Typs den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen. Die Messungen sind, außer bei fest miteinander verbundenen Fahrzeugen, an Fahrzeugen ohne Anhänger vorzunehmen. Die Messungen erfolgen an Fahrzeugen mit der in nachstehender Tabelle angegebenen Prüfmasse mt: 
 Fahrzeugklasse   || Prüfmasse des Fahrzeugs (mt) 
 M1 || mt = mro 
 N1 || mt = mro 
           N2, N3 || mt = 50 kg je kW Motornennleistung   Ballast, mit dem das Fahrzeug auf die Prüfmasse gebracht wird, ist über der/den angetriebenen Hinterachse(n) anzuordnen. Die Ballastmasse darf höchstens 75 % der zulässigen Hinterachslast betragen. Die Prüfmasse muss mit einer Toleranz von ± 5 % eingehalten werden. Kann der Schwerpunkt der Ballastmasse nicht über der Hinterachsmitte angeordnet werden, so darf die Prüfmasse des Fahrzeugs nicht größer sein als die Summe aus Vorder- und Hinterachslast im unbeladenen Zustand zuzüglich der Ballastmasse. Für Fahrzeuge mit mehr als zwei Achsen gilt dieselbe Prüfmasse wie für zweiachsige Fahrzeuge. 
 M2, M3 || mt = mro – Masse des Begleiters (falls ein Platz für ihn vorgesehen ist) 
 3.2.2. || Die Rollgeräuschemissionen der Reifen sind in der Verordnung (EG) Nr. 661/2009 über die allgemeine Sicherheit von Kraftfahrzeugen festgelegt. Die bei der Prüfung verwendeten Reifen müssen für das jeweilige Fahrzeug repräsentativ sein und sind vom Fahrzeughersteller auszuwählen und in Anlage 3 zu Anhang I dieser Verordnung einzutragen. Die Reifen müssen einer der vom Fahrzeughersteller für das Fahrzeug angegebenen Reifengrößen entsprechen. Sie müssen handelsüblich und gleichzeitig mit dem Fahrzeug auf dem Markt erhältlich sein2/. Der Reifendruck muss dem für die Prüfmasse des Fahrzeugs vom Hersteller empfohlenen Wert entsprechen. Die Profiltiefe der Reifen muss mindestens den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. 
 3.2.3. || Vor den Messungen ist der Motor auf normale Betriebsbedingungen zu bringen. 
 3.2.4. || Hat das Fahrzeug mehr als zwei angetriebene Räder, so ist es so zu prüfen, wie es im normalen Straßenbetrieb verwendet wird. 
 3.2.5. || Ist das Fahrzeug mit automatisch gesteuerten Lüftern ausgestattet, so darf bei den Messungen nicht in die Steuerautomatik eingegriffen werden. 
 3.2.6. || Ist das Fahrzeug mit einer Auspuffanlage ausgerüstet, die Faserwerkstoffe enthält, so muss die Auspuffanlage vor der Prüfung nach den Vorschriften des Anhangs IV konditioniert werden. 
 2/ || Da die Reifen erheblich zur Geräuschemission des Fahrzeugs beitragen, müssen bestehende Rechtsvorschriften zum Reifenrollgeräusch berücksichtigt werden. Traktionsreifen, M-und-S-Reifen und Spezialreifen im Sinne der UN/ECE-Regelung Nr. 117 (ABl. L 231 vom 29.8.2008, S. 19) sollten auf Verlangen des Herstellers nicht für Typgenehmigungsprüfungen und für Messungen zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion verwendet werden. 
 4. || MESSVERFAHREN 
 4.1. || Messung des Fahrgeräuschs 
 4.1.1. || Allgemeine Prüfbedingungen 
   || Auf der Prüfstrecke sind zwei Linien AA' und BB' parallel zur Linie PP' im Abstand von 10 m vor und hinter dieser Linie zu markieren. 
   || Auf jeder Fahrzeugseite sind in jedem Gang mindestens vier Messungen vorzunehmen. Für Einstellungszwecke können vorher Probemessungen vorgenommen werden, ihre Ergebnisse bleiben jedoch unberücksichtigt. 
   || Das Mikrofon ist in einem Abstand von 7,5 m ± 0,05 m von der Bezugslinie der Strecke CC' und in einer Höhe von 1,2 m ± 0,02 m über dem Boden aufzustellen. 
   || Die Bezugsachse für das freie Schallfeld (siehe IEC 61672-1:2002) muss horizontal und rechtwinklig zur Bahn der Linie CC' verlaufen. 
 4.1.2. || Besondere Prüfbedingungen für bestimmte Fahrzeugklassen 
 4.1.2.1. || Fahrzeuge der Klassen M1, M2 ≤ 3500 kg, N1 
   || Die Bahn, die die Mittellinie des Fahrzeugs beschreibt, muss während der gesamten Prüfung von der Annäherung an die Linie AA' bis zum Passieren der Linie BB' durch das hintere Ende des Fahrzeugs so nahe wie möglich an der Linie CC' verlaufen. Hat das Fahrzeug mehr als zwei angetriebene Räder, so ist es so zu prüfen, wie es im normalen Straßenbetrieb verwendet wird. 
   || Ist das Fahrzeug mit einem manuell schaltbaren getriebe- oder achsseitig angeordneten Vorgelege ausgestattet, so ist das Vorgelege in die für Straßenbetrieb übliche Stellung zu bringen. Getriebegänge, die für Langsamfahrt, zum Einparken oder zum Bremsen vorgesehen sind, sind bei der Prüfung nicht zu benutzen. 
   || Die Prüfmasse des Fahrzeugs ist der Tabelle in Nummer 3.2.1 zu entnehmen. 
   || Die Prüfgeschwindigkeit vtest beträgt 50 km/h ± 1 km/h. Sie muss erreicht sein, wenn der Fahrzeugbezugspunkt die Linie PP' erreicht. 
 4.1.2.1.1. || Leistungs-Masse-Verhältnis (Power to Mass Ratio, PMR) 
   || Das Leistungs-Masse-Verhältnis PMR errechnet sich wie folgt: 
   || PMR = (Pn / mt) × 1000 in [kW / 1000 kg] 
   || Das Leistungs-Masse-Verhältnis PMR wird zur Berechnung der Beschleunigung herangezogen. 
 4.1.2.1.2. || Berechnung der Beschleunigung 
   || Die Beschleunigung ist nur für Fahrzeuge der Klassen M1, N1 und M2 ≤ 3500 kg zu berechnen. 
   || Alle Beschleunigungswerte sind für mehrere Geschwindigkeiten des Fahrzeugs auf der Prüfstrecke3/ zu berechnen. Die angegebenen Formeln sind zur Berechnung von awot i, awot i+1 und awot test zu verwenden. Die Geschwindigkeit an der Linie AA' oder PP' ist die Geschwindigkeit, mit der der Fahrzeugbezugspunkt die Linie AA' (vAA') oder die Linie PP' (vPP') passiert. Die Geschwindigkeit an der Linie BB' ist die Geschwindigkeit, mit der das hintere Ende des Fahrzeugs die Linie BB' passiert (vBB'). Die zur Berechnung der Beschleunigung verwendete Methode ist im Prüfbericht anzugeben. 
   || Aufgrund der Definition des Fahrzeugbezugspunkts ergeben sich für die untenstehende Formel verschiedene Werte für die Fahrzeuglänge (lveh). Liegt der Bezugspunkt am vorderen Ende des Fahrzeugs, so ist l = lveh, liegt er in der Mitte des Fahrzeugs, so ist l = ½ lveh, und liegt er am hinteren Ende des Fahrzeug, so ist l = 0. 
 3/ || Siehe Abbildung 1 in Anhang VII. 
 4.1.2.1.2.1 || Berechnungsmethode für Fahrzeuge mit manuell geschaltetem Getriebe und mit verriegeltem automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-[41])Getriebe: 
   || awot test = ((vBB' / 3,6)² – (vAA' / 3,6)²) / (2 × (20 + l)) 
   || Der der Gangwahl zugrunde zu legende Wert von awot test ist der Durchschnittswert der vier in jedem gültigen Prüflauf ermittelten Werte von awot test i. 
   || Vorbeschleunigung ist zulässig. Der Punkt vor der Linie AA', an dem das Fahrpedal vollständig niedergetreten wurde, ist in den Fahrzeug- und Prüfdaten (siehe Anlage 3 zu Anhang I) anzugeben. 
 4.1.2.1.2.2. || Berechnungsmethode für Fahrzeuge mit nicht verriegeltem automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-)Getriebe: 
   || Der der Gangwahl zugrunde zu legende Wert von awot test ist der Durchschnittswert der vier in jedem gültigen Prüflauf ermittelten Werte von awot test i. 
   || Kann das Schalten des Getriebes mit den in Nummer 4.1.2.1.4.2. genannten Vorkehrungen beeinflusst werden, um die Prüfbedingungen einzuhalten, so ist awot test nach folgender Gleichung zu berechnen: 
   || awot test = ((vBB' / 3,6)² – (vAA' / 3,6)²) / (2 × (20 + l)) 
   || Vorbeschleunigung ist zulässig. 
   || Sind keine der in Nummer 4.1.2.1.4.2. genannten Einrichtungen und Vorkehrungen möglich, so ist awot test nach folgender Gleichung zu berechnen: 
   || awot testPP-BB = ((vBB' / 3,6)² – (vPP' / 3,6)²) / (2 × (10 + l)) 
   || Vorbeschleunigung ist nicht zulässig. 
   || Das Fahrpedal ist niederzutreten, wenn der Fahrzeugbezugspunkt die Linie AA' passiert. 
 4.1.2.1.2.3 || Sollbeschleunigung 
   || Die Sollbeschleunigung aurban ist die Beschleunigung, die nach statistischen Erhebungen für den Stadtverkehr charakteristisch ist. Sie ist vom Leistungs-Masse-Verhältnis (PMR) des Fahrzeugs abhängig. 
   || Die Sollbeschleunigung aurban errechnet sich wie folgt: 
   || aurban = 0,63 × log10 (PMR) – 0,09 
 4.1.2.1.2.4. || Referenzbeschleunigung 
   || Die Referenzbeschleunigung awot ref ist die Beschleunigung, die für die Prüfung des beschleunigenden Fahrzeugs auf der Prüfstrecke erforderlich ist. Sie ist eine vom Leistungs-Masse-Verhältnis (PMR) des Fahrzeugs abhängige Funktion. Diese Funktion wird je nach Größe des Leistungs-Masse-Verhältnisses unterschiedlich berechnet. 
   || Die Referenzbeschleunigung awot ref errechnet sich wie folgt: 
   || awot ref = 1,59 × log10 (PMR) –1,41       für PMR ≥ 25 
   || awot ref = aurban = 0,63 × log10 (PMR) – 0,09       für PMR < 25 
 4.1.2.1.3. || Teillastfaktor kP 
   || Der Teillastfaktor kP (siehe Nummer 4.1.3.1.) dient bei Fahrzeugen der Klassen M1 und N1 zur Gewichtung bei der Zusammenfassung der Ergebnisse der Prüfung mit konstanter Geschwindigkeit und mit beschleunigendem Fahrzeug. 
   || Bei Prüfung in mehr als einem Getriebegang ist awot ref statt awot test zu verwenden (siehe Nummer 3.1.3.1.). 
 4.1.2.1.4. || Gangwahl 
   || Welche Getriebegänge für die Prüfung zu wählen sind, hängt davon ab, wie sich die in ihnen mögliche Beschleunigung awot unter Volllast zu der für die Prüfung unter voller Beschleunigung erforderlichen Referenzbeschleunigung awot ref verhält. 
   || Manche Fahrzeuge verfügen für das Getriebe über unterschiedliche Softwareprogramme oder verschiedene Betriebsarten (z. B. Sportprogramm, Winterprogramm, adaptiv). Lässt sich die erforderliche Beschleunigung in verschiedenen Betriebsarten erzielen, so muss der Fahrzeughersteller dem Technischen Dienst gegenüber nachweisen, dass das Fahrzeug in der Betriebsart geprüft wird, in der die Beschleunigung der Referenzbeschleunigung awot ref am nächsten kommt. 
 4.1.2.1.4.1. || Fahrzeuge mit manuellem Getriebe und mit verriegeltem automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-)Getriebe: 
   || Die Gangwahl ist nach einer der folgenden Regeln zu treffen: 
   || (a)   Lässt sich in einem bestimmten Gang eine Beschleunigung erzielen, die der Referenzbeschleunigung awot ref mit einer Toleranz von ± 5 % entspricht, jedoch 3,0 m/s2 nicht überschreitet, so ist in diesem Gang zu prüfen. 
   || (b)   Lässt sich in keinem Gang die erforderliche Beschleunigung erzielen, so ist ein Gang i mit einer höheren und ein Gang i + 1 mit einer niedrigeren Beschleunigung als die Referenzbeschleunigung zu wählen. Überschreitet die Beschleunigung im Gang i nicht den Wert von 3,0 m/s2, sind beide Gänge für die Prüfung zu verwenden. Der Gewichtungsfaktor bezüglich der Referenzbeschleunigung awot ref errechnet sich wie folgt: 
   ||        k = (awot ref – awot (i+1)) / (awot (i) – awot (i+1)) 
   || (c)   Überschreitet die Beschleunigung im Gang i den Wert von 3,0 m/s2, so ist der niedrigste Gang zu wählen, in dem die Beschleunigung kleiner als 3,0 m/s2 ist, sofern die Beschleunigung im Gang i+1 kleiner ist als aurban. In diesem Fall sind die beiden Gänge i und i+1 zu benutzen, einschließlich des Gangs i, in dem die Beschleunigung größer als 3,0 m/s2 ist. In anderen Fällen ist kein anderer Gang zu benutzen. Zur Berechnung des Teillastfaktors kP ist anstelle von awot ref die in der Prüfung erzielte Beschleunigung awot test heranzuziehen. 
   || (d)   Hat der Wählhebel nur eine Fahrstellung, so ist die Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug bei dieser Stellung des Wählhebels durchzuführen. Zur Berechnung des Teillastfaktors kP ist anstelle von awot ref die in der Prüfung erzielte Beschleunigung awot test heranzuziehen. 
   || (e)   Wird in einem Gang die Nenndrehzahl des Motors überschritten, bevor das Fahrzeug die Linie BB' passiert, so ist der nächsthöhere Gang zu benutzen. 
 4.1.2.1.4.2. || Fahrzeuge mit nicht verriegeltem automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-)Getriebe: 
   || Der Wählhebel ist in die Stellung für vollautomatischen Betrieb zu bringen. 
   || Der Beschleunigungswert awot test ist nach Nummer 4.1.2.1.2.2. zu berechnen. 
   || Bei der Prüfung kann in einen niedrigeren Gang und zu einer höheren Beschleunigung gewechselt werden. Ein Wechsel in einen höheren Gang und zu einer niedrigeren Beschleunigung ist nicht zulässig. Ein Gang, der im Stadtverkehr nicht benutzt wird, ist zu meiden. 
   || Es ist deshalb zulässig, mit elektronischen oder mechanischen Einrichtungen und auch durch alternative Wählhebelstellungen das Herunterschalten in einen Gang zu verhindern, der unter den jeweiligen Prüfbedingungen üblicherweise nicht im Stadtverkehr benutzt wird. 
   || Die erzielte Beschleunigung awot test muss größer als oder gleich aurban sein. 
   || Soweit möglich, muss der Hersteller Vorkehrungen treffen, um die Beschleunigung awot test auf 2,0 m/s2 zu begrenzen. 
   || Zur Berechnung des Teillastfaktors kP (siehe Nummer 4.1.2.1.3.) ist anstelle von awot ref die in der Prüfung erzielte Beschleunigung awot test heranzuziehen. 
 4.1.2.1.5. || Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug 
   || Der Hersteller muss angeben, bei welcher Entfernung des Fahrzeugbezugspunkts von der Linie AA' das Fahrpedal vollständig niedergetreten wird. Das Fahrpedal ist (so rasch wie möglich) niederzutreten, sobald der Fahrzeugbezugspunkt den angegebenen Punkt erreicht. Das Fahrpedal ist in vollständig niedergetretener Stellung zu halten, bis das hintere Ende des Fahrzeugs die Linie BB' erreicht. Dann ist das Fahrpedal so rasch wie möglich loszulassen. Der Punkt, an dem das Fahrpedal vollständig niedergetreten wurde, ist in der Aufstellung der Fahrzeug- und Prüfdaten gemäß Anlage 3 zu Anhang II festzuhalten. Dem Technischen Dienst ist die Möglichkeit zu geben, eine Vorprüfung durchzuführen. 
   || Bei Sattelkraftfahrzeugen, die aus zwei untrennbaren Teilen bestehen und als ein Fahrzeug gelten, wird der Sattelanhänger für das Passieren der Linie BB' nicht berücksichtigt. 
 4.1.2.1.6. || Prüfung bei konstanter Geschwindigkeit 
   || Die Prüfung ist zwischen den Linien AA' und BB' bei einer konstanten Geschwindigkeit von 50 km/h ± 1 km/h und in demselben Gang/denselben Gängen durchzuführen wie die Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug. Die Drosseleinrichtung ist so zu fixieren, dass zwischen AA' und BB' die angegebene Sollgeschwindigkeit erreicht wird. Wird das Getriebe für die Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug in einem Gang verriegelt, so ist es für diese Prüfung in demselben Gang zu verriegeln. 
   || Für Fahrzeuge mit einem Leistungs-Masse-Verhältnis < 25 ist die Prüfung bei konstanter Geschwindigkeit nicht erforderlich. 
 4.1.2.2. || Fahrzeuge der Klassen M2 > 3500 kg, M3, N2, N3 
   || Die Bahn, die die Mittellinie des Fahrzeugs beschreibt, muss während der gesamten Prüfung von der Annäherung an die Linie AA' bis zum Passieren der Linie BB' durch das hintere Ende des Fahrzeugs so nahe wie möglich an der Linie CC' verlaufen. Die Prüfung ist ohne Anhänger oder Sattelauflieger durchzuführen. Ist der Anhänger im Betrieb nicht vom Zugfahrzeug zu trennen, ist der Augenblick maßgebend, in dem das hintere Ende des Zugfahrzeugs die Linie BB' passiert. Sind auf dem Fahrzeug Maschinen wie eine Mischtrommel, ein Kompressor usw. montiert, so dürfen diese während der Prüfung nicht in Betrieb sein. Die Prüfmasse des Fahrzeugs ist aus Tabelle in Nummer 3.2.1. zu entnehmen. 
   || Sollwerte für Fahrzeuge der Klassen M2 > 3500 kg und N2: 
   || Wenn der Fahrzeugbezugspunkt die Linie BB' passiert, muss die Motordrehzahl nBB' 70 % bis 74 % der Drehzahl S betragen, bei der der Motor seine Nennleistung erreicht, und die Fahrzeuggeschwindigkeit muss 35 km/h ± 5 km/h betragen. Das Fahrzeug muss zwischen den Linien AA' und BB' stabil beschleunigen. 
   || Sollwerte für Fahrzeuge der Klassen M3 und N3: 
   || Wenn der Fahrzeugbezugspunkt die Linie BB' passiert, muss die Motordrehzahl nBB' 85 % bis 89 % der Drehzahl S betragen, bei der der Motor seine Nennleistung erreicht, und die Fahrzeuggeschwindigkeit muss 35 km/h ± 5 km/h betragen. Das Fahrzeug muss zwischen den Linien AA' und BB' stabil beschleunigen. 
 4.1.2.2.1. || Gangwahl 
 4.1.2.2.1.1. || Fahrzeuge mit manuell geschaltetem Getriebe 
   || Stabiles Beschleunigungsverhalten ist erforderlich. Die Gangwahl richtet sich nach den Sollwerten. Weicht die Geschwindigkeit mehr als zulässig von der Sollgeschwindigkeit ab, ist in zwei Gängen zu prüfen, in denen die Geschwindigkeit unter bzw. über der Sollgeschwindigkeit liegt. 
   || Lassen sich die Sollwerte in mehreren Gängen erreichen, so ist der Gang zu wählen, in dem die Geschwindigkeit 35 km/h am nächsten kommt. Lässt sich die Sollgeschwindigkeit vtest in keinem Gang erreichen, ist in zwei Gängen zu prüfen, in denen die Geschwindigkeit unter bzw. über vtest liegt. Die Sollmotordrehzahl muss in jedem Fall erreicht werden. 
   || Stabiles Beschleunigungsverhalten ist erforderlich. Lässt sich dies in einem Gang nicht erreichen, so ist dieser Gang nicht zu berücksichtigen. 
 4.1.2.2.1.2. || Fahrzeuge mit automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-)Getriebe 
   || Der Wählhebel ist in die Stellung für vollautomatischen Betrieb zu bringen. Bei der Prüfung kann in einen niedrigeren Gang und zu einer höheren Beschleunigung gewechselt werden. Ein Wechsel in einen höheren Gang und zu einer niedrigeren Beschleunigung ist nicht zulässig. Ein Gang, der unter den jeweiligen Prüfbedingungen nicht im Stadtverkehr benutzt wird, ist zu meiden. Es ist deshalb zulässig, mit elektronischen oder mechanischen Einrichtungen das Herunterschalten in einen Gang zu verhindern, der unter den jeweiligen Prüfbedingungen üblicherweise nicht im Stadtverkehr benutzt wird. 
   || Hat das Getriebe des Fahrzeugs nur eine Fahrstellung (Stellung D), die die Steuerung bei der Prüfung die Motordrehzahl begrenzt, so ist das Fahrzeug lediglich bei der Sollgeschwindigkeit zu prüfen. Erfüllt die Motor-Getriebe-Kombination des Fahrzeugs nicht die Anforderungen von Nummer 4.1.2.2.1.1., ist das Fahrzeug nur bei der Sollgeschwindigkeit zu prüfen. Die Sollgeschwindigkeit des Fahrzeugs bei der Prüfung vBB' beträgt 35 km/h ± 5 km/h. Ein Wechsel in einen höheren Gang und zu einer niedrigeren Beschleunigung ist zulässig, nachdem der Fahrzeugbezugspunkt die Linie PP' passiert hat. Zwei Prüfungen sind durchzuführen: eine mit der Endgeschwindigkeit vtest = vBB' + 5 km/h und eine mit der Endgeschwindigkeit vtest = vBB' – 5 km/h. Als Ergebnis ist der Geräuschpegel der Fahrt über die Prüfstrecke AA'-BB' festzuhalten, bei der die Motordrehzahl am höchsten war. 
 4.1.2.2.2. || Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug 
   || Wenn der Fahrzeugbezugspunkt die Linie AA' erreicht, ist das Fahrpedal vollständig niederzutreten (dabei darf kein automatisches Zurückschalten des Getriebes in einen niedrigeren Gang als im Stadtverkehr üblich veranlasst werden) und in vollständig niedergetretener Stellung zu halten, bis das hintere Ende des Fahrzeugs die Linie BB' passiert, wobei jedoch der Fahrzeugbezugspunkt mindestens 5 m hinter der Linie BB' liegen muss. Dann ist das Fahrpedal loszulassen. 
   || Bei Sattelkraftfahrzeugen, die aus zwei untrennbaren Teilen bestehen und als ein Fahrzeug gelten, wird der Sattelanhänger für das Passieren der Linie BB' nicht berücksichtigt. 
 4.1.3. || Auswertung der Ergebnisse 
   || Der höchste bei jedem Durchfahren der Strecke AA'-BB' gemessene A-bewertete Schalldruckpegel ist festzuhalten. Schallpegelspitzen, die zum allgemeinen Schallpegel des Fahrzeugs offensichtlich nicht in Beziehung stehen, sind jedoch nicht zu berücksichtigen. Auf jeder Fahrzeugseite sind in jedem Gang und für jede Prüfbedingung mindestens vier Messungen vorzunehmen. Die Messungen auf der linken und der rechten Fahrzeugseite können gleichzeitig oder nacheinander vorgenommen werden. Zur Berechnung des Endergebnisses für die jeweilige Fahrzeugseite werden die ersten vier aufeinanderfolgenden gültigen Messwerte herangezogen, die sich nach Streichung der ungültigen Werte ergeben (siehe Nummer 3.1.) und die in einem Bereich von nicht mehr als 2 dB(A) streuen. Die Ergebnisse sind für jede Fahrzeugseite getrennt zu mitteln. Zwischenergebnis ist der höhere der zwei Mittelwerte, mathematisch auf die erste Dezimalstelle gerundet. 
   || Die an den Linien AA', BB' und PP' gemessenen Geschwindigkeiten sind festzuhalten und werden für Berechnungen verwendet, wobei lediglich die erste signifikante Stelle nach dem Dezimalkomma berücksichtigt wird. 
   || Die errechnete Beschleunigung awot test ist auf die zweite Stelle nach dem Dezimalkomma genau festzuhalten. 
 4.1.3.1. || Fahrzeuge der Klassen M1, N1 und M2 ≤ 3500 kg 
   || Die Ergebnisse der Prüfung mit konstanter Geschwindigkeit und der Prüfung mit beschleunigendem Fahrzeug errechnen sich wie folgt: Lwot rep = Lwot (i+1) + k × (Lwot(i) – Lwot (i+1)) Lcrs rep = Lcrs (i+1) + k × (Lcrs (i) – Lcrs (i+1)) Dabei ist k = (awot ref – awot (i+1)) / (awot (i) – awot (i+1)) 
   || Bei Prüfung in nur einem Getriebegang sind die Messwerte aus den einzelnen Prüfungen die Ergebnisse. Das Endergebnis errechnet sich aus Lwot rep und Lcrs rep nach folgender Gleichung: Lurban = Lwot rep – kP × (Lwot rep – Lcrs rep) 
   || Der Gewichtungsfaktor kP ist der Teillastfaktor für Stadtverkehr. In anderen Fällen als Prüfung in nur einem Gang errechnet sich kP wie folgt: 
   || kP = 1 – (aurban / awot ref) Ist für die Prüfung nur ein Gang vorgeschrieben, errechnet sich kP wie folgt: kP = 1 – (aurban / awot test) Ist awot test kleiner als aurban, so gilt: kP = 0 
 4.1.3.2. || Fahrzeuge der Klassen M2 > 3500 kg, M3, N2, N3 
   || Wird in nur einem Gang geprüft, ist das Endergebnis gleich dem Zwischenergebnis. Wird in zwei Gängen geprüft, ist das Endergebnis das arithmetische Mittel aus den Zwischenergebnissen. 
 4.2. || Messung des Standgeräuschs 
 4.2.1. || Schallpegel in der Umgebung des Fahrzeugs 
   || Die Messergebnisse sind in dem in Anlage 3 zu Anhang I genannten Prüfbericht festzuhalten. 
 4.2.2. || Akustische Messungen 
   || Für die Messungen ist ein Präzisions-Schallpegelmesser oder ein entsprechendes Messsystem nach Nummer 2.1. zu verwenden. 
 4.2.3. || Prüfgelände – Umgebungsbedingungen (siehe Abbildung 1 in Anlage 2 zu Anhang II) 
 4.2.3.1. || In der Nähe des Mikrofons darf kein Hindernis vorhanden sein, das das Schallfeld beeinflussen kann, und zwischen Schallquelle und Mikrofon darf sich keine Person aufhalten. Der messende Beobachter muss so stehen, dass eine Beeinflussung der Anzeige des Messgerätes ausgeschlossen ist. 
 4.2.4. || Störgeräusche und Windeinflüsse 
   || Der Pegel des Hintergrundgeräuschs (einschließlich Windgeräusch) muss mindestens 10 dB(A) unter dem zu messenden Geräuschpegel liegen. Das Mikrofon kann mit einem geeigneten Windschutz versehen werden, sofern dessen Wirkung auf die Empfindlichkeit des Mikrofons berücksichtigt wird (siehe Nummer 2.1.). 
 4.2.5. || Messverfahren 
 4.2.5.1. || Art und Zahl der Messungen 
   || Der höchste Schallpegel, ausgedrückt in Dezibel nach der Bewertungskurve A (dB(A)), ist während des Betriebsablaufs nach Nummer 4.2.5.3.2.1. zu messen. 
   || An jedem Messpunkt sind mindestens drei Messungen vorzunehmen. 
 4.2.5.2. || Aufstellung und Vorbereitung des Fahrzeugs 
   || Das Fahrzeug ist in der Mitte des Prüfgeländes aufzustellen, der Gangwahlhebel muss sich in Leerlaufstellung befinden, und die Kupplung muss eingerückt sein. Ist dies konstruktionsbedingt nicht möglich, so ist das Fahrzeug nach den Angaben des Herstellers für die Prüfung des Motors bei stehendem Fahrzeug zu prüfen. Vor jeder Messreihe ist der Motor nach den Angaben des Herstellers auf normale Betriebsbedingungen zu bringen. 
   || Ist das Fahrzeug mit automatisch gesteuerten Lüftern ausgestattet, so darf bei den Messungen des Schallpegels nicht in die Steuerautomatik eingegriffen werden. 
   || Ist eine Motorhaube oder Motorraumabdeckung vorhanden, muss sie geschlossen sein. 
 4.2.5.3. || Geräuschmessung im Nahfeld des Auspuffs (siehe Abbildung 1 in Anlage 2 zu Anhang II) 
 4.2.5.3.1. || Anordnung des Mikrofons 
 4.2.5.3.1.1. || Das Mikrofon ist in einem Abstand von 0,5 m ± 0,01 m von dem in Abbildung 1 dargestellten Bezugspunkt des Auspuffrohres und in einem Winkel von 45° ± 5° zur Achse des Auspuffendrohrs aufzustellen. Das Mikrofon muss sich in Höhe des Bezugspunkts, mindestens jedoch 0,2 m über dem Boden befinden. Die Bezugsachse des Mikrofons muss parallel zum Boden verlaufen und auf den Bezugspunkt an der Auspuffmündung ausgerichtet sein. Sind zwei Mikrofonstellungen möglich, so ist diejenige mit dem größeren seitlichen Abstand von der Längsmittelebene des Fahrzeugs zu wählen. Bildet die Achse des Auspuffendrohrs einen rechten Winkel mit der Längsmittelebene des Fahrzeugs, so ist das Mikrofon an dem Punkt aufzustellen, der am weitesten vom Motor entfernt ist. 
 4.2.5.3.1.2. || Bei Auspuffanlagen mit mehreren Mündungen, deren Abstand größer als 0,3 m ist, ist für jede Mündung eine Messung vorzunehmen. Der größte gemessene Wert ist festzuhalten. 
 4.2.5.3.1.3. || Bei Auspuffanlagen mit mehreren Mündungen, deren Abstand nicht größer als 0,3 m ist und die mit demselben Schalldämpfer verbunden sind, ist nur eine Messung vorzunehmen, wobei das Mikrofon auf die Mündung auszurichten ist, die der Fahrzeugaußenseite am nächsten liegt oder, falls dies nicht zutrifft, auf die Mündung, die am höchsten über dem Boden liegt. 
 4.2.5.3.1.4. || Bei Fahrzeugen mit senkrechtem Auspuffendrohr (z. B. bei Nutzfahrzeugen) ist das Mikrofon in Höhe der Auspuffmündung anzuordnen. Die Mikrofonachse ist senkrecht und nach oben zu richten. Das Mikrofon muss sich in einem Abstand von 0,5 m ± 0,01 m vom Bezugspunkt des Auspuffrohrs, jedoch mindestens 0,2 m von der der Auspuffmündung am nächsten liegenden Fahrzeugseite befinden. 
 4.2.5.3.1.5. || Liegt die Auspuffmündung unter dem Boden des Fahrzeugs, so ist das Mikrofon mindestens 0,2 m vom nächstgelegenen Teil des Fahrzeugs entfernt, so nahe wie möglich am Bezugspunkt des Auspuffs, jedoch mindestens 0,5 m von diesem entfernt und in einer Höhe von 0,2 m über dem Boden und so zu platzieren, dass es nicht vom Abgasstrom erfasst wird. Es kann in einigen Fällen unmöglich sein, den in Nummer 4.2.5.3.1.1. genannten Winkel einzuhalten. 
 4.2.5.3.2. || Betriebsbedingungen des Motors 
 4.2.5.3.2.1. || Solldrehzahl 
   || Die Solldrehzahl beträgt: 
   || -   75 % der Drehzahl S bei einer Nenndrehzahl ≤ 5000 min-1 -   3750 min-1 bei einer Nenndrehzahl über 5000 min-1 und unter 7500 min-1 -   50 % der Drehzahl S bei einer Nenndrehzahl ≥ 7500 min-1. 
   || Lässt sich die erforderliche Drehzahl nicht erreichen, so gilt als Solldrehzahl für die Messung des Standgeräuschs die höchste mögliche Motordrehzahl, vermindert um 5 %. 
 4.2.5.3.2.2. || Prüfverfahren 
   || Die Motordrehzahl ist allmählich von der Leerlaufdrehzahl bis zum Sollwert zu steigern und mit einer Toleranz von ± 3 % auf dem Sollwert zu halten. Dann ist die Drosseleinrichtung schlagartig in Leerlaufstellung zu bringen und die Motordrehzahl auf Leerlaufdrehzahl zurückfallen zu lassen. Der Schallpegel ist während eines Betriebszeitraums zu messen, der ein Halten auf Solldrehzahl während 1 Sekunde und die gesamte Dauer des Drehzahlabfalls umfasst, wobei als Prüfergebnis der höchste Anzeigewert des Messgerätes gilt, mathematisch gerundet auf die erste Dezimalstelle. 
 4.2.5.3.2.3. || Validierung der Prüfung 
   || Die Messung ist gültig, wenn die Motordrehzahl während mindestens 1 Sekunde um nicht mehr als ± 3 % vom Sollwert abweicht. 
 4.2.6. || Ergebnisse 
   || An jedem Messpunkt sind mindestens drei Messungen vorzunehmen. Der bei jeder der drei Messungen abgelesene höchste A-bewertete Schalldruckpegel ist festzuhalten. Zur Ermittlung des Ergebnisses für den jeweiligen Messpunkt werden die ersten drei aufeinanderfolgenden gültigen Messwerte (unter Berücksichtigung der die Beschaffenheit des Prüfgeländes betreffenden Bestimmungen von Nummer 3.1.) herangezogen, die sich nach Streichung der ungültigen Werte ergeben und die in einem Bereich von nicht mehr als 2 dB(A) streuen. Als Endergebnis gilt der höchste Geräuschpegel aller Messungen an allen Messpunkten. 
 Anlage 1 
Abbildung 1: Anordnung für die Messung
des Fahrgeräuschs
 || T = Draufsicht S = Seitenansicht A = abgemessenes Rohr B = nach unten gebogenes Rohr C = gerades Rohr D = vertikales Rohr 1 = Bezugspunkt 2 = Straßenbelag 
Abbildung 2: Bezugspunkt
   ||   
 Abbildung 3a || Abbildung 3b 
   ||     
 Abbildung 3c || Abbildung 3d 
Abbildungen 3a-d:     Beispiele für die Anordnung des Mikrofons in Abhängigkeit von der
Position des Auspuffrohrs
 Anhang III 
 Grenzwerte 
Der im Einklang mit Anhang II gemessene
Geräuschpegel darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten:
 Fahrzeug­klasse   || Beschreibung der Fahrzeugklasse || Grenzwerte in dB(A) [Dezibel(A)]     
   ||   || Grenzwerte für die Typgenehmigung neuer Fahrzeugtypen || Grenzwerte für die Typgenehmigung neuer Fahrzeugtypen || Grenzwerte für die Zulassung, den Verkauf und die Inbetriebnahme von Neufahrzeugen 
   ||   || Phase 1 gültig ab [2 Jahre nach der Veröffentlichung]   || Phase 2 gültig ab [5 Jahre nach der Veröffentlichung]   || Phase 3 gültig ab [7 Jahre nach der Veröffentlichung]   
   ||   || All­gemein || Gelände­fahrzeug* || All­gemein || Gelände­fahrzeug* || All­gemein || Gelände­fahrzeug* 
 M || Fahrzeuge zur Personenbeförderung ||   ||   ||   ||   ||   ||   
 M1 || Anzahl Sitzplätze < 9 || 70 || 71** || 68 || 69** || 68 || 69** 
 M1 || Anzahl Sitzplätze < 9; Leistungs-Masse-Verhältnis > 150 kW/Tonne || 71 || 71 || 69 || 69 || 69 || 69 
 M2 || Anzahl Sitzplätze > 9; Masse < 2 Tonnen || 72 || 72 || 70 || 70 || 70 || 70 
 M2 || Anzahl Sitzplätze > 9; 2 Tonnen < Masse < 3,5 Tonnen || 73 || 74 || 71 || 72 || 71 || 72 
 M2 || Anzahl Sitzplätze > 9; 3,5 Tonnen < Masse < 5 Tonnen; Motornennleistung < 150 kW || 74 || 75 || 72 || 73 || 72 || 73 
 M2 || Anzahl Sitzplätze > 9; 3,5 Tonnen < Masse < 5 Tonnen; Motornennleistung > 150 kW || 76 || 78 || 74 || 76 || 74 || 76 
 M3 || Anzahl Sitzplätze > 9; Masse > 5 Tonnen; Motornennleistung < 150 kW || 75 || 76 || 73 || 74 || 73 || 74 
 M3 || Anzahl Sitzplätze > 9; Masse > 5 Tonnen; Motornennleistung > 150 kW || 77 || 79 || 75 || 77 || 75 || 77 
 N || Fahrzeuge zur Güterbeförderung ||   ||   ||   ||   ||   ||   
 N1 || Masse < 2 Tonnen || 71 || 71 || 69 || 69 || 69 || 69 
 N1 || 2 Tonnen < Masse < 3,5 Tonnen || 72 || 73 || 70 || 71 || 70 || 71 
 N2 || 3,5 Tonnen < Masse < 12 Tonnen; Motornennleistung < 75 kW || 74 || 75 || 72 || 73 || 72 || 73 
 N2 || 3,5 Tonnen < Masse < 12 Tonnen; 75 < Motornennleistung < 150 kW || 75 || 76 || 73 || 74 || 73 || 74 
 N2 || 3,5 Tonnen < Masse < 12 Tonnen; Motornennleistung > 150 kW || 77 || 79 || 75 || 77 || 75 || 77 
 N3 || Masse > 12 Tonnen; 75 < Motornennleistung < 150 kW || 77 || 78 || 75 || 76 || 75 || 76 
 N3 || Masse > 12 Tonnen; Motornennleistung > 150 kW || 80 || 82 || 78 || 80 || 78 || 80 
 * || Höhere Grenzwerte sind nur gültig, wenn das Fahrzeug die entsprechende Definition für Geländefahrzeuge nach Anhang II Abschnitt A Nummer 4 der EU-Richtlinie 2007/46/EG erfüllt. 
 ** || Für Fahrzeuge der Klasse M1 gelten die höheren Grenzwerte für Geländefahrzeuge nur, wenn die zulässige Gesamtmasse mehr als 2 Tonnen beträgt. 
_________
 Anhang IV 
 Schalldämpferanlagen, die mit akustisch absorbierenden Faserstoffen gefüllt sind 
 1. || Allgemeines In Schalldämpferanlagen oder Bauteilen dieser Anlagen dürfen schallabsorbierende Faserstoffe verwendet werden, sofern mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: (a)                    Die Abgase kommen nicht mit den Faserstoffen in Berührung. (b)                    Die Schalldämpferanlage oder Bauteile dieser Anlage entstammen der gleichen Konstruktionsfamilie wie die Anlagen oder Bauteile eines anderen Fahrzeugtyps, für die im Rahmen des Typgenehmigungsverfahrens im Einklang mit den Anforderungen dieser Verordnung nachgewiesen wurde, dass sie keinem Verschleiß unterliegen. Wenn keine dieser Bedingungen erfüllt ist, ist die gesamte Schalldämpferanlage bzw. sind die Bauteile dieser Anlage einer herkömmlichen Konditionierung zu unterziehen, wobei eines der drei nachstehend beschriebenen Verfahren angewendet wird. 
 1.1. || Dauerbetrieb über 10 000 km auf der Straße 
 1.1.1. || Bei diesem Betrieb sind 50 % ± 20 % im Stadtverkehr und der Rest im Fernverkehr bei hoher Geschwindigkeit zu fahren; der Straßendauerbetrieb kann durch ein entsprechendes Programm auf einer Prüfstrecke ersetzt werden. 
 1.1.2. || Zwischen den beiden Drehzahlbetrieben ist mehrere Male zu wechseln. 
 1.1.3. || Das gesamte Prüfprogramm muss mindestens zehn Unterbrechungen enthalten, von denen jede mindestens drei Stunden dauert, damit die Auswirkungen von Abkühlung und etwaiger Kondensation erfasst werden können. 
 1.2. || Konditionierung auf einem Prüfstand 
 1.2.1. || Die Auspuffanlage oder die Bauteile dieser Anlage sind mit ihrem serienmäßigen Zubehör und unter Beachtung der Vorschriften des Fahrzeugherstellers an das in Nummer 1.3. von Anhang I genannte Fahrzeug oder an den in Nummer 1.4. von Anhang I genannten Motor anzubauen. Im Fall des Fahrzeugs gemäß Nummer 1.3. von Anhang I muss das Fahrzeug auf einen Rollenprüfstand gebracht werden. Im Fall des Motors gemäß Nummer 1.4. von Anhang I ist der Motor mit einem Leistungsprüfstand zu verbinden. 
 1.2.2. || Die Prüfung ist in sechs sechsstündigen Durchgängen mit einer Unterbrechung von mindestens zwölf Stunden zwischen den einzelnen Durchgängen durchzuführen, damit die Auswirkungen von Abkühlung und etwaiger Kondensation erfasst werden können. 
 1.2.3. || Innerhalb jedes sechsstündigen Durchgangs ist der Motor wiederholt unter folgenden Betriebsbedingungen zu betreiben: 
   || (a)                    fünf Minuten bei Leerlaufdrehzahl; 
   || (b)                    eine Stunde bei Viertellast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (c)                    eine Stunde bei Halblast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (d)                    zehn Minuten bei Volllast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (e)                    fünfzehn Minuten bei Halblast mit Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (f)                      dreißig Minuten bei Viertellast mit Nennleistungsdrehzahl (S). 
   || Gesamtdauer der sechs Abschnitte: drei Stunden. 
   || Jeder Durchgang umfasst zwei Gruppen der obengenannten Bedingungen in der Reihenfolge (a) bis (f). 
 1.2.4. || Während der Prüfung darf die Schalldämpferanlage oder dürfen die Bauteile dieser Anlage nicht durch einen künstlichen Luftstrom zur Simulation der am Fahrzeug üblicherweise auftretenden Luftbewegung gekühlt werden. Auf Verlangen des Herstellers darf die Schalldämpferanlage oder dürfen die Bauteile der Anlage jedoch gekühlt werden, um zu vermeiden, dass die Eintrittstemperatur der Abgase in den Schalldämpfer jenen Wert überschreitet, der bei dem mit Höchstgeschwindigkeit fahrenden Fahrzeug auftritt. 
 1.3. || Konditionierung durch Druckschwingung 
 1.3.1. || Die Schalldämpferanlage oder Bauteile dieser Anlage werden an das in Nummer 1.3. von Anhang I genannte Fahrzeug oder an den in Nummer 1.4. von Anhang I erwähnten Motor angebracht. Im ersten Fall muss sich das Fahrzeug auf einem Rollenprüfstand befinden. 
   || Im zweiten Fall muss der Motor auf einen Leistungsprüfstand aufgebaut werden. Der im Schaubild in Abbildung 1 der Anlage zu diesem Anhang dargestellte Prüfaufbau muss an der Austrittsöffnung der Schalldämpferanlage angeschlossen werden. Jeder andere Prüfaufbau, mit dem gleichwertige Ergebnisse erzielt werden, ist zulässig. 
 1.3.2. || Der Prüfaufbau muss so eingestellt werden, dass der Abgasstrom über 2500 Zyklen abwechselnd mit Hilfe eines Schnellschaltventils unterbrochen und wiederhergestellt wird. 
 1.3.3. || Das Ventil wird geöffnet, wenn der Abgasdruck, der mindestens 100 mm hinter dem Einlassflansch gemessen wird, einen Wert zwischen 0,35 und 0,40 kPa erreicht. Es wird geschlossen, wenn dieser Druck um nicht mehr als 10 % von seinem bei geöffnetem Ventil gemessen stabilisierten Wert abweicht. 
 1.3.4. || Das Zeitrelais ist auf die Zeitdauer des sich nach den Bedingungen in Nummer 1.3.3. ergebenden Abgasstroms einzustellen. 
 1.3.5 || Die Motordrehzahl muss 75 % der Drehzahl (S) betragen, bei der nach Angaben des Herstellers der Motor seine Höchstleistung erreicht. 
 1.3.6. || Die vom Prüfstand angezeigte Leistung muss 50 % der bei 75 % der Motordrehzahl (S) gemessenen Leistung bei Vollgas betragen. 
 1.3.7. || Alle Ablauföffnungen müssen während der Prüfung verschlossen sein. 
 1.3.8. || Die gesamte Prüfung darf nicht länger als 48 Stunden dauern. Erforderlichenfalls ist nach jeder Stunde eine Kühlphase zulässig. 
 Anlage 1 
Abbildung 1
Prüfeinrichtung zur Konditionierung durch Druckschwingung
 1. || Einlassflansch oder ‑muffe, die mit der Mündung der zu prüfenden Auspuffanlage zu verbinden ist 
 2. || Handbetätigtes Regelventil 
 3. || Ausgleichsbehälter mit einem maximalen Fassungsvermögen von 40 l und einer Fülldauer von mindestens einer Sekunde 
 4. || Druckschalter mit einem Funktionsbereich von 0,05 bar bis 2,5 bar 
 5. || Zeitrelais 
 6. || Impulszähler 
 7. || Schnellschlussventil in der Art eines Ventils einer Auspuffbremse mit einem Strömungsdurchmesser von 60 mm und einem Druckluftzylinder mit einer Reaktionskraft von 120 N bei 4 bar. Die Ansprechzeit beim Öffnen und Schließen darf 0,5 s nicht übersteigen. 
 8. || Abgasabführung 
 9. || Flexibler Schlauch 
 10. || Manometer für den Abgasgegendruck 
_______________
 Anhang V 
 Druckluftgeräusch 
 1. || Messverfahren 
   || Die Messung erfolgt bei den Mikrofonstellungen 2 und 6 gemäß Abbildung 1 am stehenden Fahrzeug. Der höchste A-bewertete Geräuschpegel wird während des Abblasens des Druckreglers und des Entlüftungsvorgangs nach Benutzung der Betriebs- und der Feststellbremse aufgezeichnet. 
   || Das Geräusch während des Abblasens des Druckreglers wird im Leerlauf gemessen. Das Entlüftungsgeräusch wird während der Betätigung der Betriebsbremse und der Feststellbremse aufgezeichnet; vor jeder Messung ist die Druckluftanlage auf den höchstzulässigen Betriebsdruck zu bringen und der Motor dann abzuschalten. 
 2. || Auswertung der Ergebnisse 
   || Bei allen Mikrofonstellungen werden zwei Messungen vorgenommen. Um Ungenauigkeiten der Messgeräte auszugleichen, wird der am Gerät abgelesene Wert um 1 dB(A) reduziert; dieser reduzierte Wert gilt als Messergebnis. Die Ergebnisse sind gültig, wenn der Unterschied zwischen den Messungen bei einer Mikrofonstellung nicht größer als 2 dB(A) ist. Als Prüfergebnis gilt der höchste gemessene Wert. Übersteigt dieser Wert den Geräuschgrenzwert um 1 dB(A), so sind zwei weitere Messungen bei der entsprechenden Mikrofonstellung vorzunehmen. In diesem Fall müssen drei der vier bei dieser Stellung erzielten Messergebnisse den vorgeschriebenen Grenzwert einhalten. 
 3. || Grenzwert 
   || Der Schallpegel darf den Grenzwert von 72 dB(A) nicht übersteigen. 
___________
 Anlage 1 
Abbildung 1: Anordnung des Mikrofons bei
der Messung des Druckluftgeräuschs
Die Messung erfolgt
am stehenden Fahrzeug gemäß Abbildung 1 mit zwei Mikrofonstellungen
jeweils im Abstand von 7 m vom Fahrzeugumriss und 1,2 m über dem
Boden.
___________
 Anhang VI 
 Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion für Fahrzeuge 
 1. || Allgemeines 
   || Diese Vorschriften entsprechen den Bedingungen für die Prüfung zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion nach Nummer 5 von Anhang I. 
 2. || Prüfverfahren 
   || Das Prüfgelände und die Messgeräte sind in Anhang II beschrieben. 
 2.1. || An dem (den) zu prüfenden Fahrzeug(en) wird die Prüfung des Fahrgeräuschs nach Nummer 4.1. in Anhang II durchgeführt. 
 2.2. || Druckluftgeräusch 
   || An Fahrzeugen, deren Höchstmasse mehr als 2800 kg beträgt und die mit Druckluftanlagen ausgerüstet sind, ist eine zusätzliche Prüfung nach Nummer 1 von Anhang V durchzuführen, bei der das Druckluftgeräusch gemessen wird. 
 2.3. || Zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen (ASEP) 
   || Der Fahrzeughersteller beurteilt die Einhaltung von ASEP anhand einer angemessenen Bewertung oder kann hierfür die in Anhang VIII beschriebene Prüfung durchführen. 
 3. || Auswahl und Bewertung der Ergebnisse 
   || Es wird ein Fahrzeug ausgewählt und den in Nummer 2 beschriebenen Prüfungen unterzogen. Wenn die Prüfung ergibt, dass die Anforderungen an die Übereinstimmung der Produktion von Anhang X der Richtlinie 2007/46/EG erfüllt sind, wird davon ausgegangen, dass das Fahrzeug die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion erfüllt. 
   || Wird nach einer der Prüfungen festgestellt, dass das Fahrzeug die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion nach Anhang X der Richtlinie 2007/46/EG nicht erfüllt, so sind zwei weitere Fahrzeuge des gleichen Typs gemäß Nummer 2 dieses Anhangs zu prüfen. 
   || Wenn die Prüfergebnisse des zweiten und dritten Fahrzeugs die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion nach Anhang X der Richtlinie 2007/46/EG erfüllen, wird davon ausgegangen, dass das Fahrzeug die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion erfüllt. 
   || Erfüllt eines der Prüfergebnisse des zweiten oder des dritten Fahrzeuges die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion nach Anhang X der Richtlinie 2007/46/EG nicht, so entspricht der Fahrzeugtyp nicht den Anforderungen dieser Verordnung, und der Hersteller muss die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Übereinstimmung treffen. 
___________
 Anhang VII 
 Vorschriften für das Prüfgelände 
 1. || Einführung 
   || Dieser Anhang enthält die Vorschriften für die physikalischen Merkmale und die Beschaffenheit der Prüfstrecke. In diesen Vorschriften, die auf einer besonderen Norm 1/ beruhen, sind die vorgeschriebenen physikalischen Merkmale und die Prüfverfahren für diese Merkmale dargestellt. 
 2. || Erforderliche Merkmale der Deckschicht 
   || Eine Deckschicht gilt dann als dieser Vorschrift entsprechend, wenn sie die Konstruktionsanforderungen aus Nummer 3.2. erfüllt und die ermittelten Messwerte für Struktur und Hohlraumgehalt bzw. Schallabsorptionskoeffizienten allen Anforderungen der Nummern 2.1. bis 2.4. entsprechen. 
 2.1. || Resthohlraumgehalt 
   || Der Resthohlraumgehalt VC' der Deckschicht der Prüfstrecke darf höchstens 8 % betragen. Näheres zum Messverfahren siehe Nummer 4.1. 
 2.2. || Schallabsorptionskoeffizient 
   || Erfüllt die Deckschicht die Anforderung für den Resthohlraumgehalt nicht, so ist sie nur dann zulässig, wenn der Schallabsorptionskoeffizient α ≤ 0,10 beträgt. Näheres zum Messverfahren siehe Nummer 4.2. Die Anforderungen von Nummer 2.1. und dieser Nummer gelten auch dann als erfüllt, wenn nur der Schallabsorptionskoeffizient bestimmt und hierbei ein Wert α ≤ 0,10 ermittelt wurde. 
   || Anmerkung: Das wichtigste Merkmal ist die Schallabsorption, wenn auch unter Straßenbaufachleuten der Resthohlraumgehalt bekannter ist. Die Schallabsorption muss jedoch nur dann gemessen werden, wenn die Deckschicht den Anforderungen für den Hohlraumgehalt nicht entspricht. Das wird damit begründet, dass das letztgenannte Merkmal mit ziemlich großen Unsicherheiten sowohl hinsichtlich der Messungen als auch der Auswirkung verbunden ist und einige Deckschichten daher irrtümlicherweise abgelehnt werden könnten, wenn nur die Messung des Hohlraumgehaltes zugrunde gelegt würde. 
 2.3. || Strukturtiefe 
   || Die nach dem volumetrischen Verfahren (siehe Nummer 4.3.) ermittelte Strukturtiefe TD muss folgendem Wert entsprechen: TD > 0,4 mm 
_________
1/         ISO 10844:1994.
 2.4. || Deckschichthomogenität 
   || Es ist mit allen Mitteln sicherzustellen, dass die Deckschicht innerhalb des Prüffelds möglichst homogen ausfällt. Dies betrifft die Struktur und den Hohlraumgehalt, es ist aber auch zu beachten, dass bei stellenweise intensiverem Walzen Gleichmäßigkeitsschwankungen in der Struktur auftreten können, die auch zu Unebenheiten führen. 
 2.5. || Kontrollintervalle 
   || Um zu überprüfen, ob die Deckschicht nach wie vor den Anforderungen dieser Vorschrift für Struktur und Hohlraumgehalt oder Schallabsorption entspricht, ist die Fläche regelmäßig in folgenden Zeitabständen zu kontrollieren: 
   || (a)                    Resthohlraumgehalt oder Schallabsorption: 
   || im Neuzustand; 
   || erfüllt die Deckschicht die Anforderungen im Neuzustand, so ist keine weitere regelmäßige Kontrolle erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, dass die Deckschicht diese Anforderungen zwar nicht im Neuzustand erfüllt, diese aber zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund allmählicher Zusetzung und Verdichtung erfüllt werden. 
   || (b)                    Strukturtiefe (TD): 
   || im Neuzustand; 
   || bei Beginn der Prüfung des Geräuschpegels (NB: nicht vor Ablauf von vier Wochen nach dem Einbau); 
   || anschließend alle zwölf Monate. 
 3. || Gestaltung der Prüfstrecke 
 3.1. || Fläche 
   || Bei der Gestaltung und dem Bau der Prüfstrecke ist es wichtig sicherzustellen, dass mindestens der Fahrstreifen für die Fahrzeuge und die für einen sicheren und praxisgerechten Fahrbetrieb erforderlichen Seitenflächen die geforderte Deckschicht aufweisen. Dies erfordert eine Fahrbahnbreite von mindestens 3 m und eine Fahrbahnlänge in jeder Richtung über die Linien AA' und BB' hinaus von mindestens 10 m. Abbildung 1 zeigt ein geeignetes Prüfgelände unter Angabe der Mindestfläche für die Prüfstrecke, auf der die geforderte Deckschicht maschinell aufgebracht und verdichtet werden muss. Nach Nummer 4.1.1. von Anhang II sind Messungen an jeder Fahrzeugseite vorzunehmen. Dabei können die Messungen entweder mit zwei Mikrofonstellungen (eine auf jeder Seite der Strecke) bei Fahrt in eine Richtung oder mit einem Mikrofon auf nur einer Seite der Strecke durchgeführt werden, wobei das Fahrzeug allerdings in zwei Richtungen gefahren wird. Bei diesem zweiten Verfahren müssen die Anforderungen an die Deckschicht auf der Seite der Strecke, auf der sich kein Mikrofon befindet, nicht eingehalten werden. 
ANMERKUNG: Innerhalb dieses Radius dürfen sich
keine großen schallreflektierenden Gegenstände befinden.
Abbildung 1:     Mindestanforderungen
für die Prüfstrecke. Der schattierte Bereich wird als „Prüffeld“ bezeichnet.
 3.2. || Beschaffenheit und Vorbereitung der Deckschicht 
 3.2.1. || Mindestanforderungen an die Beschaffenheit 
   || Die Deckschicht muss vier Anforderungen genügen: 
 3.2.1.1. || Sie muss aus verdichtetem Asphaltbeton bestehen. 
 3.2.1.2. || Die maximale Splittkorngröße muss 8 mm betragen (mit Toleranz zwischen 6,3 mm und 10 mm). 
 3.2.1.3. || Die Dicke der Verschleißschicht muss ≥ 30 mm betragen. 
 3.2.1.4. || Das Bindemittel muss aus einem Bitumen ohne Modifikation und mit unverändertem Penetrationswert bestehen. 
 3.2.2. || Richtlinien für die Zusammensetzung 
   || Als Vorgabe für die Zusammensetzung ist in Abbildung 2 eine Kornverteilungskurve der Zuschlagsstoffe mit den geforderten Kennwerten dargestellt. Tabelle 1 enthält darüber hinaus verschiedene Richtwerte zur Erzielung der gewünschten Struktur und der Haltbarkeit. Für die Kornverteilungskurve gilt folgende Formel: 
   || P (% Siebdurchgang) = 100 × (d / dmax)1/2 
   || Dabei ist d = Maschenweite des Quadratlochmaschensiebs in mm, dmax = 8 mm für die Sollkurve, dmax = 10 mm für die untere Toleranzkurve, dmax = 6,3 mm für die obere Toleranzkurve. 
Abbildung 2:     Kornverteilungskurve der Zuschlagstoffe für das Asphaltmischgut,
mit Toleranzen
Zusätzlich zu den
in den Nummern 1. bis 3.2.2. genannten Anforderungen sind folgende
Anforderungen zu erfüllen:
 (a)  Der Sandanteil (0,063 mm < Maschenweite des Quadratmaschensiebs < 2 mm) darf höchstens 55 % Natursand und muss mindestens 45 % Brechsand enthalten; 
 (b)  die Tragschicht und der Unterbau müssen entsprechend dem Stand der Straßenbautechnik eine gute Verformungsstabilität und Ebenheit gewährleisten; 
 (c)  es ist Edelsplitt (100-prozentig gebrochene Oberfläche) aus Material mit hoher Bruchfestigkeit zu verwenden; 
 (d)  der für das Asphaltmischgut zu verwendende Splitt ist zu waschen; 
 (e)  die Oberfläche darf nicht zusätzlich mit Splitt abgestreut werden; 
 (f)  der Penetrationswert des Bindemittels muss je nach den klimatischen Verhältnissen des betreffenden Landes 40-60, 60-80 oder sogar 80-100 betragen. In der Regel ist der Härtegrad des Bindemittels entsprechend der üblichen Praxis jedoch möglichst hoch zu wählen; 
 (g)  die Temperatur der Mischung vor dem Walzen ist so zu wählen, dass durch den nachfolgenden Walzvorgang der geforderte Hohlraumgehalt erzielt wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung mit den Anforderungen der Nummern 2.1. bis 2.4. lässt sich dadurch erhöhen, dass der Verdichtungsgrad nicht nur in Abhängigkeit von der Wahl der Mischungstemperatur, sondern auch von der Anzahl der Walzgänge und von der Wahl des Verdichtungsgeräts gesehen wird. 
Tabelle 1: Richtlinien für die Beschaffenheit
   || Sollwerte   || Toleranzen 
 Bezogen auf die Gesamtmasse der Mischung   || Bezogen auf die Masse der Zuschlagstoffe   ||   
 Kornanteil Splitt, Quadratlochmaschensieb (SM) > 2 mm || 47,6 % || 50,5 % || ± 5 
 Kornanteil Sand 0,063 < SM < 2 mm || 38,0 % || 40,2 % || ± 5 
 Kornanteil Feinteile SM < 0,063 mm || 8,8 % || 9,3 % || ± 2 
 Bindemittelgehalt (Bitumen) || 5,8 % || N.A. || ± 0,5 
 Maximale Splittkorngröße || 8 mm || 6,3-10 
 Bindemittelhärte || (siehe Nummer 3.2.2. (f)) ||   
 Polierwiderstand (PSV) || > 50 ||   
 Verdichtungsgrad bezogen auf MARSHALL-Verdichtungsgrad || 98 % ||   
 4. || Prüfverfahren 
 4.1. || Messung des Resthohlraumgehalts 
   || Für die Messung sind an mindestens vier verschiedenen Stellen der Prüfstrecke, die zwischen den Linien AA und BB (siehe Abbildung 1) des Prüffelds gleichmäßig verteilt sind, Bohrkerne zu entnehmen. Zur Vermeidung ungleichmäßiger und unebener Stellen in den Radspuren sollten die Bohrkerne nicht in den eigentlichen Radspuren, sondern in deren Nähe entnommen werden. Es sollten (mindestens) zwei Bohrkerne in der Nähe der Radspuren und (mindestens) ein Bohrkern auf halber Strecke zwischen den Radspuren und jedem Mikrofonstandort entnommen werden. 
   || Falls der Verdacht besteht, dass die Bedingungen der Homogenität nicht erfüllt sind (siehe Nummer 2.4.), werden an weiteren Stellen des Prüffelds Proben entnommen. 
   || An jedem Bohrkern ist der Resthohlraumgehalt zu bestimmen; die erzielten Werte werden gemittelt und mit der Anforderung von Nummer 2.1. verglichen. Ein einzelner Bohrkern darf einen Hohlraumgehalt von maximal 10 % aufweisen. Beim Bau der Prüfstrecke sind die Probleme zu berücksichtigen, die sich bei der Entnahme von Bohrkernen ergeben können, wenn die Prüfstrecke mittels Rohrleitungen oder elektrischen Drähten beheizt wird. Diese Einbauten müssen unter Beachtung der zukünftigen Probenahmeorte sorgfältig geplant werden. Es empfiehlt sich, einige Stellen (Abmessungen ca. 200 mm × 300 mm) von Drähten und Rohrleitungen freizulassen oder diese so tief zu verlegen, dass sie bei der Entnahme der Bohrkerne aus der Deckschicht nicht beschädigt werden. 
 4.2. || Schallabsorptionskoeffizient 
   || Der Schallabsorptionskoeffizient (Senkrechteinfall) ist nach dem Impedanzrohrverfahren gemäß ISO 10534-1: „Akustik – Bestimmung des Schallabsorptionsgrades und der Impedanz in Impedanzrohren“[42] zu ermitteln. 
   || Für die Prüfkörperentnahme gelten dieselben Regelungen, wie sie für die Bohrkernentnahme zur Bestimmung des Resthohlraumgehalts festgelegt sind (siehe Nummer 4.1.). Die Schallabsorption ist zwischen 400 Hz und 800 Hz sowie zwischen 800 Hz und 1600 Hz (mindestens bei den Mittelfrequenzen der Dritteloktavbänder) zu messen, wobei für beide Frequenzbereiche die Maximalwerte festzustellen sind. Das Prüfergebnis erhält man durch Mittelung dieser Maximalwerte aller Prüfkörper. 
 4.3. || Messung der volumetrischen Makrostruktur 
   || Im Sinne dieser Vorschrift ist die Strukturtiefe an mindestens zehn gleichmäßig entlang den Radspuren der Prüfstrecke verteilten Stellen festzustellen und der Durchschnittswert dann mit der vorgegebenen Mindeststrukturtiefe zu vergleichen. Zur Beschreibung des Vorgangs siehe Norm ISO 10844:1994. 
 5. || Zeitliche Wirksamkeit und Wartung 
 5.1. || Auswirkung der Alterung 
   || Ähnlich wie bei jeder anderen Straßendeckschicht ist davon auszugehen, dass der an der Deckschicht gemessene Geräuschpegel des Abrollgeräuschs der Reifen auf der Fahrbahn während der ersten sechs bis zwölf Monate nach dem Bau der Prüfstrecke möglicherweise leicht ansteigt. 
   || Die Prüfstrecke erreicht die geforderten Merkmale frühestens vier Wochen nach dem Bau. Die Alterung wirkt sich auf das Fahrgeräusch von Lastkraftwagen in der Regel weniger aus als auf das Fahrgeräusch von Personenkraftwagen. 
   || Die zeitliche Wirksamkeit wird im Wesentlichen durch die polierende, verdichtende Wirkung der Fahrzeuge bestimmt, die die Prüffläche befahren. Sie ist gemäß Nummer 2.5. regelmäßig zu kontrollieren. 
 5.2. || Wartung der Deckschicht 
   || Lockere Erde/Asche oder Staub, durch die sich die wirksame Strukturtiefe nachhaltig verringern kann, sind zu entfernen. In Ländern mit winterlichem Klima wird zuweilen Streusalz zur Enteisung verwendet. Salz kann die Oberflächenmerkmale der Deckschicht vorübergehend oder sogar auf Dauer verändern und zu einem Ansteigen des Geräuschpegels führen; von der Verwendung von Streusalz wird daher abgeraten. 
 5.3. || Instandsetzung des Prüffelds 
   || Falls die Prüfstrecke instand gesetzt werden muss, ist es in der Regel nicht erforderlich, mehr als den eigentlichen Fahrstreifen (Breite 3 m, siehe Abbildung 1) auszubessern, sofern das Prüffeld außerhalb des Fahrstreifens die Anforderung hinsichtlich des Resthohlraumgehaltes bzw. der Schallabsorption bei der Messung erfüllt. 
 6. || Aufzeichnungen zur Deckschicht und zu den durchgeführten Prüfungen 
 6.1. || Aufzeichnungen zur Deckschicht 
   || In einem Dokument zur Beschreibung der Deckschicht sind folgende Angaben zu machen: 
 6.1.1. || Lage der Prüfstrecke. 
 6.1.2. || Bindemittelart, Bindemittelhärte, Art der Zuschlagstoffe, Verdichtungsgrad des Asphaltbetons (DR), Dicke der Verschleißschicht und die anhand der Bohrkerne ermittelten Kornverteilungskurve. 
 6.1.3. || Verdichtungsverfahren (z. B. Walzentyp, Walzenmasse, Zahl der Walzengänge). 
 6.1.4. || Temperatur des Mischguts, Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit während des Einbaus der Deckschicht. 
 6.1.5. || Einbaudatum und Name des ausführenden Bauunternehmers. 
 6.1.6. || Gesamte Prüfergebnisse oder mindestens Ergebnisse der letzten Prüfung mit folgenden Angaben: 
 6.1.6.1. || Resthohlraumgehalt jedes Bohrkerns. 
 6.1.6.2. || Entnahmestelle der Bohrkerne im Prüffeld zur Messung des Hohlraumgehalts. 
 6.1.6.3. || Schallabsorptionskoeffizient jedes Bohrkerns (falls ermittelt). Es sind die Ergebnisse für jeden einzelnen Bohrkern und jeden Frequenzbereich sowie das Gesamtmittel anzugeben. 
 6.1.6.4. || Entnahmestelle der Bohrkerne im Prüffeld zur Ermittlung der Schallabsorption. 
 6.1.6.5. || Strukturtiefe einschließlich Zahl der Prüfungen und Standardabweichung. 
 6.1.6.6. || Für die Prüfungen nach 6.1.6.1. und 6.1.6.2. verantwortliche Institution und Art der verwendeten Prüfgeräte. 
 6.1.6.7. || Datum der Prüfung(en) und Datum der Bohrkernentnahme aus dem Prüffeld. 
 6.2. || Aufzeichnungen zur Prüfung des Geräuschpegels von Fahrzeugen auf der Deckschicht 
   || Im Dokument zur Beschreibung der Prüfung(en) des Geräuschpegels von Fahrzeugen ist anzugeben, ob alle Anforderungen dieser Vorschrift erfüllt wurden. Hierbei ist auf ein Dokument entsprechend Nummer 6.1. Bezug zu nehmen, das die verifizierenden Ergebnisse beschreibt. 
 Anhang VIII 
 Messverfahren zur Bewertung der Einhaltung der zusätzlichen Bestimmungen zu Geräuschemissionen 
 1. || Allgemeines 
   || Dieser Anhang beschreibt das Messverfahren für die Bewertung, ob das Fahrzeug die zusätzlichen Bestimmungen zu Geräuschemissionen (ASEP) gemäß Artikel 8 erfüllt. 
   || Es besteht keine Pflicht, bei der Beantragung der Typgenehmigung die tatsächlichen Prüfungen durchzuführen. Der Hersteller unterzeichnet die Erklärung gemäß Anlage 1 zu diesem Anhang. Die Typgenehmigungsbehörde kann weitere Angaben zur Erklärung anfordern und die nachstehend beschriebenen Prüfungen durchführen. 
   || Für die Auswertung der Ergebnisse im Sinne von Anhang VIII ist eine Prüfung gemäß Anhang II durchzuführen. Die in Anhang II festgelegte Prüfung ist auf der gleichen Prüfstrecke und unter ähnlichen Bedingungen wie für die in diesem Anhang vorgeschriebene Prüfung durchzuführen. 
 2. || Messverfahren 
 2.1. || Messgeräte und Messbedingungen 
   || Sofern nicht anders angegeben, gelten die gleichen Mess- und Fahrzeugbedingungen, wie sie in den Nummern 2. und 3. von Anhang II festgelegt sind. 
   || Wenn das Fahrzeug über verschiedene Betriebsarten verfügt, die die Geräuschemission beeinflussen, müssen alle Betriebsarten die Bestimmungen dieses Anhangs erfüllen, für die der Hersteller Prüfungen durchgeführt hat, um gegenüber der Genehmigungsbehörde nachzuweisen, dass diese Bestimmungen erfüllt werden; die bei den Prüfungen verwendeten Betriebsarten sind im Prüfbericht aufzuführen. 
 2.2. || Prüfverfahren 
   || Sofern nicht anders angegeben, gelten die Bedingungen der Nummern 4.1. bis 4.1.2.1.2.2. von Anhang II. Zum Zwecke dieses Anhangs sind einzelne Messläufe durchzuführen und auszuwerten. 
 2.3. || Regelbereich 
   || Es gelten die folgenden Betriebsbedingungen: 
   || Geschwindigkeit des Fahrzeugs VAA ASEP:          vAA ≥ 20 km/h 
   || Beschleunigung des Fahrzeugs aWOT ASEP:          aWOT ≤ 5,0 m/s2 
   || Motordrehzahl nBB ASEP nBB ≤ 2,0 × PMR-0,222 × s oder 
   || nBB ≤ 0,9 × s (es ist der niedrigere Wert zu verwenden)                   Geschwindigkeit des Fahrzeugs VBB ASEP: wenn nBB ASEP in einem Getriebegang erreicht wird         vBB ≤ 70 km/h in allen anderen Fällen   vBB ≤ 80 km/h Gänge                          k ≤ Übersetzungsverhältnis i gemäß Anhang II 
   || Wenn das Fahrzeug im niedrigsten zulässigen Gang die höchste Motordrehzahl unter 70 km/h nicht erreicht, gilt als Grenzwert für die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ein Wert von 80 km/h. 
 2.4. || Übersetzungsverhältnisse 
   || Die ASEP-Bestimmungen gelten für jedes Übersetzungsverhältnis k, das innerhalb des Regelbereichs gemäß Nummer 2.3. dieses Anhangs zu Prüfergebnissen führt. 
   || Bei Fahrzeugen mit nicht verriegeltem automatischem, adaptivem oder stufenlosem (CVT-[43])Getriebe kann eine Prüfung einen Gangwechsel in ein niedrigeres Übersetzungsverhältnis und zu einer höheren Beschleunigung beinhalten. Ein Wechsel in einen höheren Gang und zu einer niedrigeren Beschleunigung ist nicht zulässig. Ein Gangwechsel, der zu einer Bedingung führt, die nicht den Randbedingungen entspricht, ist zu vermeiden. Es ist in solch einem Fall zulässig, elektronische oder mechanische Einrichtungen einzusetzen sowie alternative Wählhebelstellungen zu verwenden. 
 2.5. || Sollwerte 
   || Die Geräuschemissionen werden bei jedem zulässigen Übersetzungsverhältnis an den vier nachstehend festgelegten Prüfpunkten gemessen. 
   || Zur Definition des ersten Prüfpunkts P1 wird eine Eintrittsgeschwindigkeit vAA' von 20 km/h herangezogen. Wenn die Bedingung einer stabilen Beschleunigung nicht geschaffen werden kann, wird die Geschwindigkeit in Schritten von 5 km/h erhöht, bis eine stabile Beschleunigung gegeben ist. 
   || Der vierte Prüfpunkt P4 wird durch die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs an der Linie BB' bei dem Übersetzungsverhältnis erreicht, das innerhalb der in Nummer 2.3. festgelegten Randbedingungen liegt. 
   || Die anderen beiden Prüfpunkte werden nach folgender Formel festgelegt: 
   || Prüfpunkt Pj:     vBB j = vBB 1 + ((j – 1) / 3) × (vBB 4 – vBB 1)       für j = 2 und 3 Dabei ist 
   || vBB 1 = Geschwindigkeit des Fahrzeugs an der Linie BB' von Prüfpunkt P1 vBB 4 = Geschwindigkeit des Fahrzeugs an der Linie BB' von Prüfpunkt P4 Toleranz für vBB j: ± 3 km/h Für alle Prüfpunkte sind die in Nummer 2.3. festgelegten Randbedingungen einzuhalten. 
 2.6. || Prüfung des Fahrzeugs 
   || Die Bahn, die die Mittellinie des Fahrzeugs beschreibt, muss während der gesamten Prüfung von der Annäherung an die Linie AA' bis zum Passieren der Linie BB' durch das hintere Ende des Fahrzeugs so nahe wie möglich an der Linie CC' verlaufen. 
   || An der Linie AA' ist das Fahrpedal vollständig niederzutreten. Damit zwischen den Linien AA' und BB' eine stabilere Beschleunigung erreicht oder ein Herunterschalten vermieden wird, ist eine Vorbeschleunigung vor Linie AA' zulässig. Das Fahrpedal ist in vollständig niedergetretener Stellung zu halten, bis das hintere Ende des Fahrzeugs die Linie BB' passiert. 
   || Für jeden einzelnen Prüflauf sind die folgenden Parameter zu ermitteln und festzuhalten: 
   || Der höchste bei jedem Durchfahren der Strecke AA'-BB' an beiden Seiten des Fahrzeugs gemessene A-bewertete Schalldruckpegel ist auf die erste Stelle nach dem Dezimalkomma mathematisch zu runden (Lwot,kj). Schallpegelspitzen, die zum allgemeinen Schallpegel des Fahrzeugs offensichtlich nicht in Beziehung stehen, sind jedoch nicht zu berücksichtigen. Die Messungen auf der linken und der rechten Fahrzeugseite können gleichzeitig oder getrennt vorgenommen werden. 
   || Die an den Linien AA' und BB' gemessenen Geschwindigkeiten sind auf die erste signifikante Stelle nach dem Dezimalkomma genau festzuhalten (vAA,kj; vBB,kj). 
   || Gegebenenfalls sind die gemessenen Motordrehzahlen an den Linien AA' und BB' als Ganzzahl festzuhalten (nAA,kj; nBB,kj). 
   || Die errechnete Beschleunigung ist anhand der Formel in Nummer 4.1.2.1.2. von Anhang II zu ermitteln und auf die zweite Stelle nach dem Dezimalkomma genau festzuhalten (awot,test,kj). 
 3. || Auswertung der Ergebnisse 
 3.1. || Ermittlung des Festpunkts (anchor point) für jedes Übersetzungsverhältnis 
   || Für Messungen in Gang i und niedriger besteht der Festpunkt aus dem höchsten Geräuschpegel Lwoti, der angegebenen Motordrehzahl nwoti und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs vwoti an der Linie BB' beim Übersetzungsverhältnis i der Beschleunigungsprüfung in Anhang II. 
   || Lanchor,i = Lwoti,Anhang II nanchor,i = nBB,woti,Anhang II vanchor,i = vBB,woti,Anhang II 
   || Für Messungen in Gang i+1 und niedriger besteht der Festpunkt aus dem höchsten Geräuschpegel Lwoti+1, der angegebenen Motordrehzahl nwoti+1 und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs vwoti+1 an der Linie BB' beim Übersetzungsverhältnis i+1 der Beschleunigungsprüfung in Anhang II. 
   || Lanchor,i+1 = Lwoti+1,Anhang II nanchor,i+1 = nBB,woti+1,Anhang II vanchor,i+1 = vBB,woti+1,Anhang II 
 3.2. || Steigung (slope) der Regressionsgeraden für jeden Gang 
   || Die Messungen des Geräuschpegels sind als Funktion der Motordrehzahl gemäß Nummer 3.2.1. zu messen. 
 3.2.1. || Berechnung der Steigung der Regressionsgeraden für jeden Gang 
   || Die lineare Regressionsgerade wird anhand des Festpunkts und der vier zusammenhängenden zusätzlichen Messungen berechnet. 
   ||  (in dB/1000 min-1) 
   || mit              und  . 
   || Dabei ist nj = an der Linie BB' gemessene Motordrehzahl. 
 3.2.2. || Steigung (slope) der Regressionsgeraden für jeden Gang 
   || Die Steigung Slopek eines bestimmten Gangs für die weitere Berechnung ist das abgeleitete Ergebnis der Berechnung aus Nummer 3.2.1., gerundet auf die erste Stelle nach dem Dezimalkomma, jedoch nicht höher als 5 dB/100 min-1. 
 3.3. || Berechnung des für jede Messung erwarteten linearen Geräuschpegelanstiegs 
   || Der Geräuschpegel LASEP,kj für Messpunkt j und Gang k ist anhand der für jeden Messpunkt gemessenen Motordrehzahl und unter Verwendung der in Nummer 3.2. angegebenen Steigung zum jeweiligen Festpunkt für jedes Übersetzungsverhältnis zu berechnen. 
   || Für nBB k,j ≤ nanchor,k: 
   || LASEP k,j = Lanchor k + (Slopek – Y) × (nBB k,j – nanchor,k) / 1000 Für nBB k,j > nanchor,k: LASEP k,j = Lanchor k + (Slopek + Y) × (nBB k,j – nanchor,k) / 1000 Dabei ist Y = 1 
 3.4. || Testläufe 
   || Auf Anforderung der Typgenehmigungsbehörde sind zwei weitere Läufe unter Einhaltung der Randbedingungen gemäß Nummer 2.3. dieses Anhangs durchzuführen. 
 4. || Auswertung der Ergebnisse 
   || Jede einzelne Geräuschmessung ist auszuwerten. 
   || Der Geräuschpegel jedes festgelegten Messpunkts darf die nachstehenden Grenzwerte nicht überschreiten: Lkj ≤ LASEP k,j + x Mit: x =       3 dB(A) für Fahrzeuge mit nicht verriegelbarem automatischem oder nicht verriegelbarem stufenlosen (CVT-)Getriebe x =             2 dB(A) + Grenzwert Lurban von Anhang II für alle anderen Fahrzeuge 
   || Wenn der gemessene Geräuschpegel an einem Punkt den Grenzwert überschreitet, sind zwei weitere Messungen am selben Punkt durchzuführen, um die Messunsicherheit zu bestätigen. Das Fahrzeug erfüllt die ASEP-Anforderungen, wenn der Durchschnittswert der drei gültigen Messungen an diesem bestimmten Punkt den Vorschriften entspricht. 
 5. || Bewertung des Bezugsschalldrucks 
   || Der Bezugsschalldruck wird an einem einzelnen Punkt in einem einzelnen Gang gemessen und simuliert eine Beschleunigungsbedingung mit einer Eintrittsgeschwindigkeit von vaa in Höhe von 50 km/h und einer angenommenen Austrittsgeschwindigkeit von vbb in Höhe von 61 km/h. Die Einhaltung der Geräuschgrenzwerte an diesem Punkt kann entweder anhand der Ergebnisse aus Nummer 3.2.2. und der nachstehenden Vorschrift berechnet oder durch eine direkte Messung unter Verwendung des Gangs wie nachstehend spezifiziert bewertet werden. 
 5.1. || Gang k wird wie folgt ermittelt: 
   || k = 3 für alle manuellen Getriebe und für automatische Getriebe mit maximal 5 Gängen; k = 4 für automatische Getriebe mit 6 oder mehr Gängen; 
   || Wenn keine einzelnen (diskreten) Gänge verfügbar sind, z. B. bei nicht verriegelbarem automatischem oder nicht verriegelbarem stufenlosen (CVT‑)Getriebe, ist das Übersetzungsverhältnis zur weiteren Berechnung anhand des Ergebnisses der Beschleunigungsprüfung aus Anhang II mit Hilfe der angegebenen Motordrehzahl und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs an der Linie BB' zu ermitteln. 
 5.2. || Ermittlung der Referenzmotordrehzahl nref k 
   || Die Referenzmotordrehzahl nref k, ist anhand des Übersetzungsverhältnisses des Gangs k bei der Referenzgeschwindigkeit vref = 61 km/h zu berechnen. 
 5.3. || Berechnung von Lref 
   || Lref = Lanchor k + Steigungk × (nref k – nanchor k) / 1000 Lref muss 76 dB(A) oder weniger betragen. 
   || Für Fahrzeuge mit manuellem Schaltgetriebe, mehr als vier Vorwärtsgängen und einem Motor mit einer Höchstleistung von mehr als 140 kW (UN/ECE) und einem Verhältnis von Höchstleistung zu Höchstmasse von über 75 kW/t, muss Lref 79 dB(A) oder weniger betragen. 
   || Für Fahrzeuge mit automatischem Schaltgetriebe, mehr als vier Vorwärtsgängen und einem Motor mit einer Höchstleistung von mehr als 140 kW (UN/ECE) und einem Verhältnis von Höchstleistung zu Höchstmasse von über 75 kW/t, muss Lref 78 dB(A) oder weniger betragen. 
 6. || Auswertung von ASEP anhand des Prinzips L urban 
 6.1. || Allgemeines 
   || Dieses Auswertungsverfahren ist eine Alternative zu dem Verfahren in Nummer 3 dieses Anhangs, für die sich ein Fahrzeughersteller entscheiden kann, und ist auf alle Fahrzeugtechnologien anwendbar. Es liegt in der Verantwortung des Fahrzeugherstellers, das korrekte Prüfverfahren festzulegen. Sofern nicht anders angegeben, haben sämtliche Prüfungen und Berechnungen nach Anhang II dieser Verordnung zu erfolgen. 
 6.2. || Berechnung von Lurban ASEP 
   || Für jeden Wert L wot ASEP laut Messung gemäß diesem Anhang wird L urban ASEP wie folgt berechnet: 
   || (a)   a wot test ASEP ist anhand der Berechnung für die Beschleunigung gemäß Nummer 4.1.2.1.2.1. bzw. Nummer 4.1.2.1.2.2. von Anhang II dieser Verordnung zu berechnen; (b)   während der Prüfung zu L wot ASEP ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs (v BB ASEP) an der Linie BB' zu ermitteln; 
   || (c)   kp ASEP ist folgendermaßen zu berechnen:        kp ASEP = 1 – (a urban / a wot test ASEP)        Prüfergebnisse, bei denen der Wert für a wot test ASEP unter dem Wert für a urban liegt, sind nicht zu berücksichtigen. 
   || (d)   L urban measured ASEP ist folgendermaßen zu berechnen:        L urban measured ASEP =        L wot ASEP – kp ASEP × (L wot ASEP – L crs)        Für weitere Berechnungen ist der Wert L urban aus Anhang II dieser Verordnung ohne Runden einschließlich der Ziffer nach dem Dezimalkomma (xx,x) heranzuziehen. 
   || (e)   L urban normalized ist folgendermaßen zu berechnen:        L urban normalized = L urban measured ASEP – L urban 
   || (f)    L urban ASEP ist folgendermaßen zu berechnen:        L urban ASEP =        L urban normalized – (0,15 × (V BB ASEP – 50)) 
   || (g)   Einhaltung der Grenzwerte:        L urban ASEP muss 3,0 dB oder weniger betragen. 
Anlage 1
Erklärung über die Einhaltung der zusätzlichen
Bestimmungen zu Geräuschemissionen
(Größtformat A4 (210 × 297 mm))
(Name des Herstellers) bestätigt, dass Fahrzeuge
dieses Typs (Typ in Bezug auf seine Geräuschemission gemäß Verordnung
(EU) Nr. […]) die Bestimmungen aus Artikel 8 der Verordnung
Nr. […] erfüllen.
(Name des Herstellers) bestätigt dies in gutem
Glauben nach der Durchführung einer angemessenen Bewertung der
Geräuschemissionen der Fahrzeuge.
Datum:
Name des bevollmächtigten Vertreters:
Unterschrift des bevollmächtigten Vertreters:
 Anhang IX 
 Maßnahmen zur Gewährleistung der Hörbarkeit von Hybrid- und Elektrofahrzeugen 
Dieser Anhang behandelt „Acoustic Vehicle
Alerting Systems“ (AVAS) für Straßentransportfahrzeuge mit reinem
Elektroantrieb oder Elektrohybridantrieb.
 A || Acoustic Vehicle Alerting System 
 1. || Begriffsbestimmung 
   || Ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) ist eine schallerzeugende Einrichtung, mit der Fußgänger und gefährdete Verkehrsteilnehmer gewarnt werden sollen. 
 2. || Systemleistung 
   || Wenn ein Fahrzeug mit einem AVAS ausgestattet ist, muss es die nachstehend beschriebenen Anforderungen erfüllen. 
 3. || Betriebsbedingungen 
 (a)  Schallerzeugungsverfahren 
   || Das AVAS muss mindestens im Geschwindigkeitsbereich zwischen dem Anfahren und einer Geschwindigkeit von 20 km/h sowie, falls für die entsprechende Fahrzeugklasse von Bedeutung, beim Rückwärtsfahren automatisch ein Geräusch erzeugen. Wenn das Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, der innerhalb des vorstehend definierten Bereichs in Betrieb ist, muss das AVAS unter Umständen kein Geräusch erzeugen. Bei Fahrzeugen, die über eine akustische Warneinrichtung für das Rückwärtsfahren verfügen, ist es nicht erforderlich, dass das AVAS beim Rückwärtsfahren ein Geräusch erzeugt. 
 (b)  Unterbrechungsschalter 
   || Das AVAS kann über einen Schalter verfügen, mit dem der Betrieb des Systems vorübergehend unterbrochen werden kann („Unterbrechungsschalter“). Wenn ein Unterbrechungsschalter eingebaut ist, sollte das Fahrzeug jedoch auch mit einer Vorrichtung ausgestattet sein, die dem Fahrer im Fahrersitz den Unterbrechungszustand des AVAS anzeigt. Der Betrieb des AVAS sollte nach dessen Unterbrechung mit dem Unterbrechungsschalter wieder in Betrieb genommen werden können. Wenn in einem Fahrzeug ein Unterbrechungsschalter montiert ist, sollte dieser so angebracht sein, dass der Fahrer ihn problemlos finden und betätigen kann. 
 (c)  Dämpfung 
   || Der Geräuschpegel des AVAS kann während des Fahrzeugbetriebs gedämpft werden. 
 4. || Art und Lautstärke des Geräuschs 
 (a)  Das AVAS muss ein dauerhaftes Geräusch erzeugen, das Fußgänger und gefährdete Verkehrsteilnehmer vor einem in Betrieb befindlichen Fahrzeug warnt. Die folgenden sowie ähnliche Geräusche sind jedoch nicht zulässig:    (i)         Geräusch einer Sirene, einer Hupe, einer Glocke oder eines Rettungsfahrzeugs;    (ii)        Alarmgeräusch, z. B. Feuer-, Diebstahl- oder Rauchalarm;    (iii)       unterbrochenes Geräusch. Die folgenden sowie ähnliche Geräusche sollten vermieden werden:    (iv)       Melodien, Tier- und Insektengeräusche;    (v)        Geräusche, bei denen das Erkennen als Fahrzeug erschwert ist und/oder seine Betriebsarten nicht erkennbar sind (z. B. Beschleunigung, Verlangsamung). 
 (b)  Das vom AVAS zu erzeugende Geräusch sollte eindeutig auf das Fahrzeugverhalten hinweisen, z. B. durch eine automatische Veränderung des Geräuschpegels oder von Merkmalen gekoppelt an die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. 
 (c)  Der vom AVAS erzeugte Geräuschpegel sollte den ungefähren Geräuschpegel eines ähnlichen Fahrzeugs derselben Klasse, das mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist und unter den gleichen Bedingungen betrieben wird, nicht überschreiten. Umweltbezogene Erwägungen: Bei der Entwicklung des AVAS ist die allgemeine Lärmbelastung für die Umgebung zu berücksichtigen. 
 Anhang X 
 EU-Typgenehmigung in Bezug auf den Geräuschpegel von Schalldämpferanlagen als selbstständige technische Einheiten (Austauschauspuffanlagen) 
 1. || ANTRAG AUF EU-TYPGENEHMIGUNG 
 1.1. || Der Antrag auf Erteilung einer EU-Typgenehmigung nach Richtlinie 2007/46/EG Artikel 7 Absatz 1 und Absatz 2 für eine Austauschauspuffanlage oder Bauteile dieser Anlage als selbstständige technische Einheit ist vom Fahrzeughersteller oder dem Hersteller der selbstständigen technischen Einheit einzureichen. 
 1.2. || Ein Muster des Beschreibungsbogens ist in Anlage 1 enthalten. 
 1.3. || Der Antragsteller hat auf Anforderung des Technischen Dienstes 
 1.3.1. || zwei Muster der Anlage zu stellen, für die die EU-Typgenehmigung beantragt wird; 
 1.3.2. || eine Auspuffanlage zu stellen, die der Originalausgabe entspricht, mit der das Fahrzeug bei Erteilung der EU-Typgenehmigung ausgerüstet war; 
 1.3.3. || ein für den auszurüstenden Fahrzeugtyp repräsentatives Fahrzeug zu stellen, das den Anforderungen von Nummer 2.1. in Anhang VI dieser Verordnung entspricht; 
 1.3.4. || einen Motor zu stellen, der dem vorstehend genannten Fahrzeugtyp entspricht. 
 2. || AUFSCHRIFTEN 
 2.4.1. || Austauschauspuffanlagen oder Bauteile dieser Anlagen, ausgenommen Befestigungsteile und Auspuffrohre, müssen 
 2.4.1.1. || die Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers der Austauschauspuffanlage und der Bauteile dieser Anlage tragen; 
 2.4.1.2. || vom Hersteller festgelegte Handelsbezeichnung tragen. 
 2.4.2. || Diese Aufschriften müssen auch nach dem Einbau in das Fahrzeug deutlich lesbar und unverwischbar sein. 
 3. || ERTEILUNG DER EU-TYPGENEHMIGUNG 
 3.1. || Sind die entsprechenden Anforderungen erfüllt, wird die EU-Typgenehmigung gemäß Artikel 9 Absatz 3 und gegebenenfalls Artikel 10 Absatz 4 der Richtlinie 2007/46/EG erteilt. 
 3.2. || Anlage 2 enthält ein Muster des EU-Typgenehmigungsbogens. 
 3.3. || Jedem als selbständige technische Einheit genehmigten Typ einer Austauschauspuffanlage oder eines Bauteils davon wird eine Typgenehmigungsnummer gemäß Anhang VII der Richtlinie 2007/46/EG zugeteilt; Abschnitt 3 der Typgenehmigungsnummer gibt die Nummer der letzten Änderungsrichtlinie an, die zum Zeitpunkt der Typgenehmigung des Fahrzeugs galt. Ein und derselbe Mitgliedstaat darf die gleiche Nummer keinem anderen Typ einer Austauschauspuffanlage oder eines Bauteils davon zuteilen. 
 4. || EU-TYPGENEHMIGUNGSZEICHEN 
 4.1. || Jede Austauschauspuffanlage oder jedes Bauteil davon, mit Ausnahme der Befestigungsteile und Rohre, die bzw. das einem nach dieser Verordnung genehmigten Typ entspricht, muss ein EU-Typgenehmigungszeichen tragen. 
 4.2. || Das EU-Typgenehmigungszeichen besteht aus einem den Buchstaben „e“ umgebenden Rechteck, gefolgt von der jeweiligen Nummer oder Buchstabenfolge des Mitgliedstaats, der die Typgenehmigung erteilt hat: „1“ für Deutschland „2“ für Frankreich „3“ für Italien „4“ für die Niederlande „5“ für Schweden „6“ für Belgien „7“ für Ungarn „8“ für die Tschechische Republik „9“ für Spanien „11“ für das Vereinigte Königreich „12“ für Österreich „13“ für Luxemburg „17“ für Finnland „18“ für Dänemark „19“ für Rumänien „20“ für Polen „21“ für Portugal „23“ für Griechenland „24“ für Irland „26“ für Slowenien „27“ für die Slowakei „29“ für Estland „32“ für Lettland „34“ für Bulgarien „36“ für Litauen „49“ für Zypern „50“ für Malta Ferner umfasst das Zeichen in der Nähe des Rechtecks die „Grundgenehmigungsnummer“, die in Abschnitt 4 der Typgenehmigungsnummer aufgeführt wird, auf die in Anhang VII der Richtlinie 2007/46/EG Bezug genommen wird und der die beiden Ziffern vorangestellt sind, die die laufende Nummer der letzten größeren technischen Änderung dieser Verordnung angeben, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Typgenehmigung für das Fahrzeug galt. 
 4.3. || Das Zeichen muss auch nach dem Einbau der Austauschauspuffanlage oder eines Bauteils davon in das Fahrzeug deutlich lesbar und unverwischbar sein. 
 4.4. || Anlage 3 enthält ein Muster des EU-Typgenehmigungszeichens. 
 5. || VORSCHRIFTEN 
 5.1. || Allgemeine Vorschriften 
 5.1.1. || Die Austauschauspuffanlage oder Bauteile dieser Anlage müssen so beschaffen und konstruiert sein und so eingebaut werden können, dass das Fahrzeug bei normalen Betriebsbedingungen und trotz möglicherweise auftretender Schwingungen den Vorschriften dieser Verordnung entspricht. 
 5.1.2. || Die Schalldämpferanlage oder Bauteile dieser Anlage müssen so beschaffen und konstruiert sein und so eingebaut werden können, dass sie je nach Betriebsbedingungen des Fahrzeugs in geeigneter Weise gegen Korrosionseinflüsse geschützt ist. 
 5.1.3. || Zusätzliche Vorschriften in Bezug auf die Manipulierbarkeit sowie auf manuell einstellbare Auspuff- bzw. Schalldämpferanlagen mit mehreren Betriebsarten 
 5.1.3.1. || Sämtliche Auspuff- bzw. Schalldämpferanlagen sind so zu konstruieren, dass das Entfernen von Umlenkblechen, Austrittskegeln oder sonstigen Teilen, die primär als Teile der Schalldämpfer oder Auspufftöpfe eingesetzt werden, erschwert wird. Wenn der Einbau eines solchen Teils unbedingt erforderlich ist, muss es so befestigt werden, dass es nicht einfach ausgebaut werden kann (z. B. durch Vermeidung herkömmlicher Gewindebefestigungen) und ein Ausbau die Baugruppe dauerhaft und irreparabel beschädigt. 
 5.1.3.2. || Auspuff- oder Schalldämpferanlagen mit mehreren manuell anpassbaren Betriebsarten müssen in allen Betriebsarten alle Anforderungen erfüllen. Es sind die Geräuschpegel festzuhalten, die in der Betriebsart mit den höchsten Geräuschpegeln entstehen. 
 5.2. || Vorschriften zu Geräuschpegeln 
 5.2.1. || Messbedingungen 
 5.2.1.1. || Die Prüfung des Geräuschpegels der Schalldämpferanlage und der Austauschschalldämpferanlage ist mit den gleichen „normalen Reifen“ (gemäß Definition in Absatz 2.8 von UN/ECE-Regelung Nr. 117 (ABl. L 231 vom 28.8.2008, S. 19)) durchzuführen. Die Prüfungen dürfen nicht mit „Spezialreifen“ oder „M-und-S-Reifen“ gemäß Definition in Absatz 2.9 bzw. 2.10 von UN/ECE-Regelung Nr. 117 durchgeführt werden. Solche Reifen können den Geräuschpegel der Fahrzeugs erhöhen oder die Vergleichbarkeit der Schalldämpfungsleistung beeinträchtigen. Die Reifen können gebraucht sein, müssen jedoch die Rechtsvorschriften zum Einsatz im Straßenverkehr erfüllen. 
 5.2.2. || Die Schalldämpfungsleistung der Austauschschalldämpferanlage oder von Bauteilen dieser Anlage ist über die in den Artikeln 7 und 8 sowie in Nummer 1 von Anhang II genannten Verfahren zu verifizieren. Zur Anwendung dieser Nummer ist insbesondere auf den Änderungsstand dieser Verordnung, der zum Zeitpunkt der Typgenehmigung des neuen Fahrzeugs gültig war, Bezug zu nehmen. 
   || (a)   Messung bei fahrendem Fahrzeug        Nach Anbringen der Austauschschalldämpferanlage oder von Bauteilen der Anlage an das in Nummer 1.3.3. beschriebene Fahrzeug müssen die ermittelten Geräuschpegel eine der folgenden Bedingungen erfüllen: 
   || (i)    Der gemessene Wert (auf die nächste Ganzzahl gerundet) darf den im Einklang mit dieser Verordnung ermittelten Typgenehmigungswert des jeweiligen Fahrzeugs nicht um mehr als 1 dB(A) überschreiten. 
   || (ii)   Der gemessene Wert (vor einer Rundung auf die nächste Ganzzahl) darf den für das in Nummer 1.3.3. beschriebene Fahrzeug gemessenen Geräuschpegel (vor einer Rundung auf die nächste Ganzzahl) nicht um mehr als 1 dB(A) überschreiten, wenn das Fahrzeug mit einer Schalldämpferanlage ausgestattet ist, die dem Typ entspricht, der bei der Vorstellung der Fahrzeugs zur Typgenehmigung gemäß dieser Verordnung im Fahrzeug eingebaut war. 
   ||        Bei einem direkt nacheinander erfolgenden Vergleich der Austauschanlage mit der ursprünglichen Anlage ist für die Anwendung von Nummer 4.1.2.1.4.2. und/oder Nummer 4.1.2.2.1.2. von Anhang II dieser Verordnung ein Gangwechsel für höhere Beschleunigungen zulässig, und der Einsatz elektronischer oder mechanischer Einrichtungen zur Verhinderung eines solchen Herunterschaltens ist nicht verpflichtend. Wenn der Geräuschpegel des Prüffahrzeugs dadurch höher liegt als die Werte hinsichtlich der Übereinstimmung der Produktion, entscheidet der Technische Dienst über die Repräsentativität des Prüffahrzeugs. 
   || (b)   Messung bei stehendem Fahrzeug        Nach Anbringen der Austauschschalldämpferanlage oder von Bauteilen der Anlage an das in Nummer 1.3.3. beschriebene Fahrzeug müssen die ermittelten Geräuschpegel eine der folgenden Bedingungen erfüllen: 
   || (i)    Der gemessene Wert (auf die nächste Ganzzahl gerundet) darf den im Einklang mit dieser Verordnung ermittelten Typgenehmigungswert des jeweiligen Fahrzeugs nicht um mehr als 2 dB(A) überschreiten. 
   || (ii)   Der gemessene Wert (vor einer Rundung auf die nächste Ganzzahl) darf den für das in Nummer 1.3.3. beschriebene Fahrzeug gemessenen Geräuschpegel (vor einer Rundung auf die nächste Ganzzahl) nicht um mehr als 2 dB(A) überschreiten, wenn das Fahrzeug mit einer Schalldämpferanlage ausgestattet ist, die dem Typ entspricht, der bei der Vorstellung der Fahrzeugs zur Typgenehmigung gemäß dieser Verordnung im Fahrzeug eingebaut war. 
 5.2.3. || Neben den Anforderungen in Anhang II muss jede Austauschschalldämpferanlage oder jedes Bauteil der Anlage die entsprechenden Bestimmungen in Anhang VIII dieser Verordnung erfüllen. Für Fahrzeugtypen, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung und insbesondere der Bestimmungen von Anhang VIII (ASEP) genehmigt wurden, gelten die Vorschriften der Nummern 5.2.3.1. bis 5.2.3.3. dieses Anhangs nicht. 
 5.2.3.1. || Wenn es sich bei der Austauschschalldämpferanlage oder einem Bauteil dieser Anlage um eine Anlage oder ein Bauteil mit variabler Geometrie handelt, muss der Hersteller im Antrag auf Typgenehmigung eine (im Einklang mit Anlage 1 zu Anhang VIII verfasste) Erklärung abgeben, die besagt, dass der Typ der zu genehmigenden Schalldämpferanlage die Bestimmungen von Nummer 5.2.3. dieses Anhangs erfüllt. Die Typgenehmigungsbehörde kann einschlägige Prüfungen vorschreiben, um zu verifizieren, ob die Art der Schalldämpferanlage die zusätzlichen Bestimmungen zu Geräuschemissionen (ASEP) erfüllt. 
 5.2.3.2. || Wenn es sich bei der Austauschschalldämpferanlage oder einem Bauteil dieser Anlage nicht um eine Anlage oder ein Bauteil mit variabler Geometrie handelt, ist es ausreichend, wenn der Hersteller im Antrag auf Typgenehmigung eine (im Einklang mit Anlage 1 zu Anhang VIII verfasste) Erklärung abgibt, die besagt, dass der Typ der zu genehmigenden Schalldämpferanlage die Bestimmungen von Nummer 5.2.3. dieses Anhangs erfüllt. 
 5.2.3.3. || Die Erklärung über die Einhaltung hat folgendermaßen zu lauten: „(Name des Herstellers) bestätigt, dass die Schalldämpferanlagen dieses Typs die Bestimmungen gemäß Nummer 5.2.3. von Anhang X der Verordnung (EU) Nr. […] [diese Verordnung] erfüllen. (Name des Herstellers) bestätigt dies in gutem Glauben nach der Durchführung einer angemessenen technischen Bewertung der Geräuschemissionen innerhalb der entsprechenden Betriebsbedingungen.“ 
 5.3. || Messung der Fahrzeugleistungen 
 5.3.1. || Die Austauschschalldämpferanlage oder die Bauteile dieser Anlage müssen so beschaffen sein, dass die Fahrzeugleistung mit derjenigen Leistung vergleichbar ist, die mit der Originalschalldämpferanlage oder mit Bauteilen dieser Anlage erreicht wurde. 
 5.3.2. || Die Austauschschalldämpferanlage oder – auf Wunsch des Herstellers – Bauteile dieser Anlage sind mit einer Originalschalldämpferanlage oder mit Originalbauteilen zu vergleichen, die ebenfalls neu sind und die nacheinander an das in Nummer 1.3.3 genannte Fahrzeug anzubauen sind. 
 5.3.3. || Die Prüfung wird durch Messung des Abgasgegendrucks nach Nummer 5.3.4 durchgeführt. Der an der Austauschschalldämpferanlage gemessene Wert darf den an der Originalausrüstung unter den nachstehenden Bedingungen gemessenen Wert nicht um mehr als 25 % überschreiten. 
 5.3.4. || Prüfverfahren 
 5.3.4.1. || Prüfverfahren am Motor 
   || Die Messungen sind an dem in Nummer 1.3.4. genannten Motor auf einem Leistungsprüfstand durchzuführen. Bei Vollgasstellung ist der Prüfstand so einzustellen, dass die der Nennleistung des Motors entsprechende Motordrehzahl (S) erreicht wird. 
   || Der bei der Messung des Abgasgegendrucks erforderliche Abstand zwischen der Druckmessstelle und dem Auspuffkrümmer ist in Anlage 5 angegeben. 
 5.3.4.2. || Prüfverfahren am Fahrzeug 
   || Die Messungen sind an dem in Nummer 1.3.3. genannten Fahrzeug durchzuführen. Die Prüfung wird entweder auf der Straße oder auf einem Rollenprüfstand durchgeführt. Bei Vollgasstellung ist der Motor so zu belasten, dass die der Nennleistung des Motors entsprechende Motordrehzahl (S) erreicht wird. Der bei der Messung des Abgasgegendrucks erforderliche Abstand zwischen der Druckmessstelle und dem Auspuffkrümmer ist in Anlage 5 angegeben. 
 5.4. || Zusätzliche Vorschriften für Schalldämpferanlagen oder Bauteile dieser Anlagen, die mit akustisch absorbierenden Faserstoffen gefüllt sind 
 5.4.1. || Allgemeines 
   || In Schalldämpferanlagen oder Bauteilen dieser Anlagen dürfen schallabsorbierende Faserstoffe nur verwendet werden, sofern mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: (a)   Die Abgase kommen nicht mit den Faserstoffen in Berührung. (b)   Die Schalldämpferanlage oder Bauteile dieser Anlage entstammen der gleichen Konstruktionsfamilie wie die Anlagen oder Bauteile, für die im Rahmen des Typgenehmigungsverfahrens im Einklang mit den Anforderungen dieser Verordnung nachgewiesen wurde, dass sie keinem Verschleiß unterliegen. Wenn keine dieser Bedingungen erfüllt ist, ist die gesamte Schalldämpferanlage bzw. sind die Bauteile dieser Anlage einer herkömmlichen Konditionierung zu unterziehen, wobei eines der drei nachstehend beschriebenen Verfahren angewendet wird. 
 5.4.1.1. || Dauerbetrieb über 10 000 km auf der Straße 
 5.4.1.1.1. || Bei diesem Betrieb sind 50 % ± 20 % im Stadtverkehr und der Rest im Fernverkehr bei hoher Geschwindigkeit zu fahren; der Straßendauerbetrieb kann durch ein entsprechendes Programm auf einer Prüfstrecke ersetzt werden. Zwischen den beiden Drehzahlbetrieben ist mehrere Male zu wechseln. Das gesamte Prüfprogramm muss mindestens zehn Unterbrechungen enthalten, von denen jede mindestens drei Stunden dauert, damit die Auswirkungen von Abkühlung und etwaiger Kondensation erfasst werden können. 
 5.4.1.2. || Konditionierung auf einem Prüfstand 
 5.4.1.2.1. || Die Schalldämpferanlage oder die Bauteile dieser Anlage sind mit ihrem serienmäßigen Zubehör und unter Beachtung der Vorschriften des Fahrzeugherstellers an das in Nummer 1.3.3. genannte Fahrzeug oder an den in Nummer 1.3.4. genannten Motor anzubauen. Im ersten Fall muss sich das Fahrzeug auf einem Rollenprüfstand befinden. Im zweiten Fall muss der Motor auf einen Leistungsprüfstand aufgebaut werden. 
 5.4.1.2.2. || Die Prüfung ist in sechs sechsstündigen Durchgängen durchzuführen mit einer Unterbrechung von mindestens zwölf Stunden zwischen den einzelnen Durchgängen, damit die Auswirkungen von Abkühlung und etwaiger Kondensation erfasst werden können. 
 5.4.1.2.3. || Innerhalb jedes sechsstündigen Durchgangs ist der Motor wiederholt unter folgenden Betriebsbedingungen zu betreiben: 
   || (a)   fünf Minuten bei Leerlaufdrehzahl; 
   || (b)   eine Stunde bei Viertellast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (c)   eine Stunde bei Halblast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (d)   zehn Minuten bei Volllast mit 3/4 der Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (e)   fünfzehn Minuten bei Halblast mit Nennleistungsdrehzahl (S); 
   || (f)    dreißig Minuten bei Viertellast mit Nennleistungsdrehzahl (S). 
   || Jeder Durchgang umfasst zwei Gruppen der obengenannten Bedingungen in der Reihenfolge (a) bis (f). 
 5.4.1.2.4. || Während der Prüfung darf die Schalldämpferanlage oder dürfen die Bauteile dieser Anlage nicht durch einen künstlichen Luftstrom zur Simulation der am Fahrzeug üblicherweise auftretenden Luftbewegung gekühlt werden. Auf Verlangen des Herstellers darf die Schalldämpferanlage oder dürfen die Bauteile der Anlage jedoch gekühlt werden, um zu vermeiden, dass die Eintrittstemperatur der Abgase am Schalldämpfer jenen Wert überschreitet, der bei dem mit Höchstgeschwindigkeit fahrenden Fahrzeug auftritt. 
 5.4.1.3. || Konditionierung durch Druckschwingung 
 5.4.1.3.1. || Die Schalldämpferanlage oder Bauteile dieser Anlage werden an dem in Nummer 1.3.3. genannten Fahrzeug oder an den in Nummer 1.3.4. erwähnten Motor angebracht. Im ersten Fall muss sich das Fahrzeug auf einem Rollenprüfstand befinden; im zweiten Fall muss der Motor auf einen Leistungsprüfstand aufgebaut werden. 
 5.4.1.3.2. || Der im Schaubild in Abbildung 1 der Anlage 1 zu Anhang IV dargestellte Prüfaufbau muss an die Austrittsöffnung der Schalldämpferanlage angeschlossen werden. Jeder andere Prüfaufbau, mit dem gleichwertige Ergebnisse erzielt werden, ist zulässig. 
 5.4.1.3.3. || Der Prüfaufbau muss so eingestellt werden, dass der Abgasstrom über 2500 Zyklen abwechselnd mit Hilfe eines Schnellschaltventils unterbrochen und wiederhergestellt wird. 
 5.4.1.3.4. || Das Ventil wird geöffnet, wenn der Abgasdruck, der mindestens 100 mm hinter dem Einlassflansch gemessen wird, einen Wert zwischen 35 und 40 kPa erreicht. Es wird geschlossen, wenn dieser Druck um nicht mehr als 10 % von seinem bei geöffnetem Ventil gemessen stabilisierten Wert abweicht. 
 5.4.1.3.5. || Das Zeitrelais ist auf die Zeitdauer des sich nach den Bedingungen in Nummer 5.4.1.3.4. ergebenden Abgasstroms einzustellen. 
 5.4.1.3.6. || Die Motordrehzahl muss 75 % der Drehzahl (S) betragen, bei der nach Angaben des Herstellers der Motor seine Höchstleistung erreicht. 
 5.4.1.3.7. || Die vom Prüfstand angezeigte Leistung muss 50 % der bei 75 % der Motordrehzahl (S) gemessenen Leistung bei Vollgas betragen. 
 5.4.1.3.8. || Alle Ablauföffnungen müssen während der Prüfung verschlossen sein. 
 5.4.1.3.9. || Die gesamte Prüfung darf nicht länger als 48 Stunden dauern. Erforderlichenfalls ist nach jeder Stunde eine Kühlphase zulässig. 
 5.4.1.3.10. || Nach dieser Konditionierung ist der Geräuschpegel nach Nummer 5.2. zu messen. 
 6. || Erweiterung der Genehmigung 
   || Der Hersteller der Schalldämpferanlage oder sein ordentlich bevollmächtigter Vertreter kann bei der Behörde, die die Genehmigung der Schalldämpferanlage für einen oder mehrere Fahrzeugtypen erteilt hat, die Erweiterung dieser Genehmigung auf andere Fahrzeugtypen beantragen. 
   || Das entsprechende Verfahren ist in Nummer 1 angegeben. Die Erweiterung der Genehmigung (oder deren Versagung) ist den Mitgliedstaaten nach dem Verfahren gemäß der Richtlinie 2007/46/EG mitzuteilen. 
 7. || Änderung des Typs der Schalldämpferanlage 
   || Bei Änderungen des nach dieser Verordnung genehmigten Typs gelten die Bestimmungen der Artikel 13 bis 16 sowie von Artikel 17 Absatz 4 der Richtlinie 2007/46/EG. 
 8. || Übereinstimmung der Produktion 
 8.1. || Maßnahmen zur Gewährleistung der Übereinstimmung der Produktion sind gemäß den Bestimmungen von Artikel 12 der Richtlinie 2007/46/EG zu treffen. 
 8.2. || Besondere Bestimmungen: 
 8.2.1. || Die Prüfungen, auf die Nummer 2.3.5. von Anhang X der Richtlinie 2007/46/EG verweist, entsprechen denjenigen in Anhang VI dieser Verordnung. 
 8.2.2. || Die Häufigkeit der Überprüfungen im Sinne von Richtlinie 2007/46/EG Anhang X Nummer 3 beträgt normalerweise einmal alle zwei Jahre. 
 Anlage 1 
 Beschreibungsbogen Nr. … betreffend die EU-Typgenehmigung als selbstständige technische Einheit von Auspuffanlagen für Kraftfahrzeuge (Verordnung …) 
Die nachstehenden Angaben
sind, soweit sie in Frage kommen, zusammen mit einem Verzeichnis der
beiliegenden Unterlagen in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Liegen Zeichnungen bei, so müssen diese das
Format A4 haben oder auf das Format A4 gefaltet sein und hinreichende
Einzelheiten in geeignetem Maßstab enthalten. Liegen Fotografien bei, so
müssen diese hinreichende Einzelheiten enthalten.
Weisen die Anlagen, Bauteile oder selbstständigen
technischen Einheiten elektronisch gesteuerte Funktionen auf, so sind Angaben
zu ihren Leistungsmerkmalen zu machen.
 0. || Allgemeines 
 0.1. || Fabrikmarke (Firmenname des Herstellers): 
 0.2. || Typ und allgemeine Handelsbezeichnung(en): 
 0.5. || Name und Anschrift des Herstellers: 
 0.7. || Bei Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten Lage und Anbringungsart des EU-Typgenehmigungszeichens: 
 0.8. || Anschrift(en) der Fertigungsstätte(n): 
 1. || Beschreibung des Fahrzeugs, für das die Vorrichtung vorgesehen ist (falls die Vorrichtung an mehr als einem Fahrzeugtyp angebracht werden soll, sind die in dieser Nummer vorgeschriebenen Daten für jeden betroffenen Typ vorzulegen) 
 1.1. || Fabrikmarke (Firmenname des Herstellers): 
 1.2. || Typ und allgemeine Handelsbezeichnung(en): 
 1.3. || Merkmale zur Typidentifizierung, sofern am Fahrzeug vorhanden: 
 1.4. || Fahrzeugklasse: 
 1.5. || EU-Typgenehmigungsnummer in Bezug auf den Geräuschpegel: 
 1.6. || Alle in den Nummern 1.1. bis 1.4. angegebenen Daten der Typgenehmigungsbescheinigung in Bezug auf das Fahrzeug (Anhang I Anlage 2 dieser Verordnung): 
 1. || Weitere Angaben 
 1.1. || Teile der technischen Einheit: 
 1.2. || Fabrik- oder Handelsmarke des Fahrzeugtyps (der Fahrzeugtypen), für den (die) die Schalldämpferanlage bestimmt ist(1): 
 1.3. || Fahrzeugtyp(en) mit Typgenehmigungsnummer(n): 
 1.4. || Motor 
 1.4.1. || Art des Motors (Ottomotor, Dieselmotor): 
 1.4.2. || Zwei- oder Viertaktmotor: 
 1.4.3. || Hubraum: 
 1.4.4. || Motornennleistung                   … kW bei … min-1 
 1.5. || Anzahl der Gänge des Schaltgetriebes: 
 1.6. || Benutzte Übersetzungsverhältnisse des Schaltgetriebes: 
 1.7. || Übersetzungsverhältnis(se) der Achse: 
 1.8. || Geräuschpegelwerte: Fahrgeräusch:................... … dB(A), stabilisierte Geschwindigkeit … km/h vor der Beschleunigung bei................... … km/h; Standgeräusch … dB(A) bei … min-1. 
 1.9. || Wert des Abgasgegendrucks: 
 1.10. || Etwaige Benutzungsbeschränkungen, Montageanleitung: 
 2. || Bemerkungen: 
 3. || Beschreibung der Einrichtung 
 3.1. || Beschreibung der Austauschauspuffanlage unter Angabe der relativen Anordnung der Teile der Anlage sowie eine Montageanleitung: 
 3.2. || Ausführliche Zeichnungen einschließlich Werkstoffangaben für jedes Teil, so dass die Teile und ihre Anordnung leicht zu erkennen sind. In den Zeichnungen ist die Position für das vorgeschriebene EU-Typgenehmigungszeichen anzugeben. 
Datum, Datei
 Anlage 2 
 MUSTER EU-TYPGENEHMIGUNGSBOGEN (Größtformat A4 (210 × 297 mm))                                                                                                                                                         Stempel der Behörde 
Mitteilung über
- die Erteilung der Typgenehmigung(1)
- die Erweiterung der Typgenehmigung(1)
- die Verweigerung der Typgenehmigung(1)
- den Entzug der
Typgenehmigung(1)
für einen Typ eines Fahrzeugs/Bauteils/einer
selbstständigen technischen Einheit(1) in Bezug auf die Verordnung
Nr. ….
Typgenehmigungsnummer:
Grund für die Erweiterung:
 ABSCHNITT 1 ||   
 0.1. || Fabrikmarke (Firmenname des Herstellers): 
 0.2. || Typ und allgemeine Handelsbezeichnung(en): 
 0.3. || Merkmale zur Typidentifizierung, sofern am Fahrzeug/am Bauteil/an der selbstständigen technischen Einheit vorhanden(1)(2): 
 0.3.1. || Anbringungsstelle dieser Merkmale: 
 0.4. || Fahrzeugklasse(3): 
 0.5. || Name und Anschrift des Herstellers: 
 0.7. || Bei Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten Lage und Anbringungsart des EU-Typgenehmigungszeichens: 
 0.8. || Anschrift(en) der Fertigungsstätte(n): 
 ABSCHNITT II ||   
 1. || Zusätzliche Angaben (falls zutreffend): siehe Nachtrag 
 2. || Technischer Dienst, der für die Durchführung der Prüfungen zuständig ist: 
 3. || Datum des Prüfberichts: 
 4. || Nummer des Prüfberichts: 
 5. || Bemerkungen (sofern vorhanden): siehe Nachtrag 
 6. || Ort: 
 7. || Datum: 
 8. || Unterschrift: 
 9. || Eine Liste der bei der Genehmigungsbehörde hinterlegten Unterlagen, die auf Antrag eingesehen werden können, liegt bei. 
(1)               Nichtzutreffendes
streichen.
(2)               Enthalten die
Merkmale zur Typidentifizierung Zeichen, die für die Typbeschreibung des
Fahrzeugs, des Bauteils oder der selbstständigen technischen Einheit gemäß dem
Typgenehmigungsbogen nicht wesentlich sind, so sind diese Schriftzeichen in den
betreffenden Unterlagen durch das Symbol „?“ darzustellen (Beispiel: ABC??123??).
(3)               Gemäß der Definition
in Anhang II Abschnitt A der Richtlinie 2007/46/EG.
 Anlage 3 
 EU-Typgenehmigungszeichen – Muster 
Die Auspuffanlage oder das Bauteil dieser Anlage mit dem oben
dargestellten EU-Typgenehmigungszeichen wurde in Spanien (e 9) gemäß der
Verordnung Nr. … unter der Grundgenehmigungsnummer 0148 genehmigt.
Die Zahlen dienen lediglich der Veranschaulichung.
 Anlage 4 
 Prüfeinrichtung 
 1 || Einlassflansch oder ‑muffe – Verbindung mit der Mündung der zu prüfenden kompletten Schalldämpferanlage 
 2 || Handbetätigtes Regelventil 
 3 || Ausgleichsbehälter mit einem Fassungsvermögen von 35-40 l 
 4 || Druckschalter mit 5-250 kPa zum Öffnen von 7 
 5 || Zeitrelais zum Schließen von 7 
 6 || Impulszähler 
 7 || Schnellschlussventil in der Art eines Ventils einer Auspuffbremsanlage mit einem Strömungsdurchmesser von 60 mm und einem Druckluftzylinder mit einer Reaktionskraft von 120 N bei 400 kPa. Die Ansprechzeit beim Öffnen und Schließen darf 0,5 s nicht übersteigen. 
 8 || Abgasabführung 
 9 || Flexibler Schlauch 
 10 || Manometer für den Abgasgegendruck 
 Anlage 5 
 Messpunkte für den Abgasgegendruck 
Beispiele möglicher Messpunkte zur Prüfung des
Druckabfalls. Der genaue Messpunkt ist im Prüfbericht anzugeben. Er muss sich
in einem Bereich mit gleichmäßigem Abgasstrom befinden.

1.                      
Abbildung 1

Einzelrohr

2.                      
Abbildung 2

Teilweise Doppelrohr1
1              Ist diese Anordnung nicht möglich, so ist die in Abbildung 3
dargestellte Lösung zu wählen.

3.                      
Abbildung 3

Doppelrohr
2              Zwei Messpunkte, ein Messwert.
 Anhang XI 
Kontrolle der Übereinstimmung der
Produktion für Auspuffanlagen als selbstständige technische Einheiten
 1. || Allgemeines 
   || Diese Bestimmungen entsprechen den Bedingungen für die Prüfung zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion nach Nummer 1 von Anhang I dieser Verordnung. 
 2. || Prüfung und Verfahren 
   || Die Prüfverfahren, die Messgeräte und die Auswertung der Ergebnisse sind in Nummer 5 von Anhang X beschrieben. An der zu prüfenden Auspuffanlage bzw. dem zu prüfenden Bauteil wird die Prüfung gemäß den Nummern 5.2., 5.3. und 5.4. von Anhang X durchgeführt. 
 3. || Auswahl und Bewertung der Ergebnisse 
 3.1. || Es wird eine Schalldämpferanlage bzw. ein Bauteil ausgewählt und den in Nummer 2 beschriebenen Prüfungen unterzogen. Wenn die Prüfung ergibt, dass die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion laut Nummer 8.1. von Anhang X erfüllt sind, wird davon ausgegangen, dass der Typ der Schalldämpferanlage bzw. des Bauteils die Bestimmungen zur Übereinstimmung der Produktion erfüllt. 
 3.2. || Wird nach einer der Prüfungen festgestellt, dass die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion nach Nummer 8.1. von Anhang X nicht erfüllt sind, so sind zwei weitere Schalldämpferanlagen bzw. Bauteile des gleichen Typs gemäß Nummer 2 zu prüfen. 
 3.3. || Wenn die Prüfung der zweiten und dritten Schalldämpferanlage bzw. des zweiten und dritten Bauteils ergibt, dass die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion gemäß Nummer 8.1. von Anhang X erfüllt sind, wird davon ausgegangen, dass der Typ der Schalldämpferanlage bzw. des Bauteils die Bestimmungen zur Übereinstimmung der Produktion erfüllt. 
 3.4. || Erfüllt eines der Prüfergebnisse der zweiten oder dritten Schalldämpferanlage bzw. des zweiten oder dritten Bauteils die Bestimmungen betreffend die Übereinstimmung der Produktion gemäß Nummer 8.1. von Anhang X nicht, so entspricht der Typ der Schalldämpferanlage bzw. des Bauteils nicht den Bestimmungen dieser Verordnung, und der Hersteller muss die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Übereinstimmung treffen. 
Anhang XII
Übereinstimmungstabelle
(gemäß
Artikel 15 Absatz 2)
 Richtlinie 70/157/EWG || Diese Verordnung 
 - || Artikel 1 
 - || Artikel 2 
 - || Artikel 3 
 Artikel 2 || Artikel 4 Absatz 1 
 Artikel 2a || Artikel 4 Absatz 2 und 3 
 - || Artikel 5 
 - || Artikel 6 
 - || Artikel 7 
 - || Artikel 8 
 - || Artikel 9 
 - || Artikel 10, 11, 12 und 13 
 - || Artikel 14 
 - || Artikel 15 
   || Artikel 16 
 Anhang I Nummer 1 || Anhang I Nummer 1 
 Anhang I Nummer 3 || Anhang I Nummer 2 
 Anhang I Nummer 4 || Anhang I Nummer 3 
 Anhang I Nummer 5 || Anhang I Nummer 4 
 Anhang I Nummer 6 || Anhang I Nummer 5 
 Anhang I Anlage 1 || Anhang I Anlage 1 
 Anhang I Anlage 2 (ohne Nachtrag) || Anhang I Anlage 2 
 - || Anhang I Anlage 3 
 - || Anhang II 
 Anhang I Nummer 2 || Anhang III 
 - || Anhang IV 
 - || Anhang V 
 - || Anhang VI 
 - || Anhang VII 
 - || Anhang VIII 
   || Anhang IX 
 Anhang II Nummern 1, 2, 3 und 4 || Anhang X Nummern 1, 2, 3 und 4 
 - || Anhang X Nummern 5 und 6 
 Anhang II Nummern 5 und 6 || Anhang X Nummern 7 und 8 
 Anhang II – Anlage 1 || Anhang X Anlage 1 (+ weitere Angaben) 
 Anhang II Anlage 2 (ohne Nachtrag) || Anhang X Anlage 2 
 Anhang II – Anlage 3 || Anhang X Anlage 3 
 - || Anhang X Anlagen 4 und 5 
   || Anhang XI 
 - || Anhang XII 
 Anhang III Nummer 1 || - 
 Anhang III Nummer 2 || - 
[1]               Künftige Lärmschutzpolitik – Grünbuch der Europäischen
Kommission, 4.11.1996, KOM(96) 540 endgültig.
[2]               Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament,
den Rat und den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss – Eine
europäische Strategie für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge, KOM(2010)186
endgültig.
[3]               ABl. L 42 vom 23.2.1970, S. 16.
[4]               ABl. C ... vom ..., S. ….
[5]               ABl. L 42 vom 23.2.1970, S. 16.
[6]               ABl. L 263 vom 9.10.2007, S. 1.
[7]               ABl. L 137 vom 30.5.2007, S. 68.
[8]               KOM(96) 540 endg.
[9]               ISO 362-1, Akustik – Messverfahren der
Genauigkeitsklasse 2 für das von beschleunigten Straßenfahrzeugen
abgestrahlte Geräusch – Teil 1: Fahrzeuge der Klassen M und N, ISO,
Genf, Schweiz, 2007.
[10]             ABl. L 200 vom 31.7.2009, S. 1.
[11]             Knol, A.B., Staatsen, B.A.M., Trends in the environmental
burden of disease in the Netherlands, 1980-2020 (Entwicklungen der
Krankheitsbelastung aufgrund von Umgebungsgeräuschen in den Niederlanden von 1980-2020),
RIVM-Bericht 500029001, Bilthoven, Niederlande, 2005;
http://www.rivm.nl/bibliotheek/rapporten/500029001.html.
[12]             WHO-JRC-Studie „Burden of disease from environmental
noise. Quantification of healthy life years lost in Europe“
(Krankheitsbelastung aufgrund von Umgebungsgeräuschen. Quantifizierung der in
Europa verlorengegangenen gesunden Lebensjahre);
http://www.euro.who.int/en/what-we-do/health-topics/environment-and-health/noise/publications/2011/burden-of-disease-from-environmental-noise.-quantification-of-healthy-life-years-lost-in-europe.
[13]             „Valuation of Noise – Position Paper of the Working
Group on Health and Socio-Economic Aspects“ (Bewertung von Lärm –
Positionspapier der Arbeitsgruppe für Gesundheit und sozioökonomische Aspekte),
Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt, Brüssel, 4. Dezember 2003;
www.ec.europa.eu/environment/noise/pdf/valuatio_final_12_2003.pdf.
[14]             CARS 21: A Competitive Automotive Regulatory System for
the 21st Century (CARS 21: Ein wettbewerbsfähiges
Kfz-Regelungssystem für das 21. Jahrhundert), 2006;
http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/automotive/files/pagesbackground/competitiveness/cars21finalreport_en.pdf.
[15]             ABl. L 326 vom 24.11.2006, S. 43.
[16]             ABl. L 326 vom 21.11.2006, S. 55.
[17]             Gemäß Anhang II Anlage 1 Abbildung 1
dieser Verordnung.
[18]             Nummern und Fußnoten in diesem Beschreibungsbogen
entsprechen denen in Richtlinie 2007/46/EG Anhang I. Für diese
Verordnung irrelevante Nummern wurden weggelassen.
[19]             Nichtzutreffendes streichen.
[20]             Nichtzutreffendes streichen.
[21]             Nichtzutreffendes streichen.
[22]             Nichtzutreffendes streichen.
[23]             Nichtzutreffendes streichen.
[24]             Nichtzutreffendes streichen.
[25]             Nichtzutreffendes streichen.
[26]             Nichtzutreffendes streichen.
[27]             Continuously Variable Transmission: stufenlos
veränderliche Übersetzung.
[28]             Continuously Variable Transmission: stufenlos
veränderliche Übersetzung.
[29]             Nichtzutreffendes streichen.
[30]             Nichtzutreffendes streichen.
[31]             Nichtzutreffendes streichen.
[32]             Nichtzutreffendes streichen.
[33]             Nichtzutreffendes streichen.
[34]             Nichtzutreffendes streichen.
[35]             Nichtzutreffendes streichen.
[36]             Enthalten die Merkmale zur Typidentifizierung Zeichen, die
für die Typbeschreibung des Fahrzeugs, des Bauteils oder der selbstständigen
technischen Einheit gemäß dem Typgenehmigungsbogen nicht wesentlich sind, so
sind diese Schriftzeichen in den betreffenden Unterlagen durch das Symbol „?“
darzustellen (Beispiel: ABC??123??).
[37]             Gemäß der Definition in Anhang II Abschnitt A
der Richtlinie 2007/46/EG.
[38]             Daten, die bereits in Anlage 1 zu Anhang I
enthalten sind, müssen nicht wiederholt werden.
[39]             Gemäß Anhang II Anlage 1 Abbildung 1
dieser Verordnung.
[40]             Gemäß Anhang II Anlage 1 Abbildung 1
dieser Verordnung.
[41]             Continuously Variable Transmission: stufenlos
veränderliche Übersetzung.
[42]             Noch nicht veröffentlicht.
[43]             Continuously Variable Transmission: stufenlos
veränderliche Übersetzung.