CELEX: 62005FO0001(01)
Language: de
Date: 2007-07-13 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichts für den öffentlichen Dienst (Plenum) vom 13. Juli 2007. # Pia Landgren gegen Europäische Stiftung für Berufsbildung (ETF). # Rechtssache F-1/05 INT.

BESCHLUSS DES GERICHTS FÜR DEN ÖFFENTLICHEN DIENST (Plenum)
      
      13. Juli 2007
      Rechtssache F-1/05 INT
      Pia Landgren
      gegen
      Europäische Stiftung für Berufsbildung (ETF)
      „Verfahren – Auslegung eines Beschlusses – Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Antrags“
      Gegenstand: Antrag nach Art. 129 der Verfahrensordnung des Gerichts erster Instanz, die gemäß Art. 3 Abs. 4 des Beschlusses 2004/752/EG,
         Euratom des Rates vom 2. November 2004 zur Errichtung des Gerichts für den öffentlichen Dienst der Europäischen Union (ABl.
         L 333, S. 7) für dieses Gericht bis zum Inkrafttreten seiner Verfahrensordnung entsprechend gilt, auf Auslegung des Beschlusses
         des Gerichts (Plenum) vom 22. Mai 2007 in der Rechtssache Landgren/ETF (F-1/05, Slg. ÖD 2007, I-A-1-0000 und II-A-1-0000)
         
      
      Entscheidung: Der Antrag auf Auslegung wird als unzulässig zurückgewiesen. Die ETF trägt die Kosten des vorliegenden Verfahrens.
      
      Leitsätze
      Verfahren – Urteilsauslegung – Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Antrags
      (Verfahrensordnung des Gerichts erster Instanz, Art. 129; Beschluss 2004/752 des Rates, Art. 3 Abs. 4)
      Ein Antrag auf Auslegung eines Urteils muss, um zulässig zu sein, den Tenor des betroffenen Urteils in Verbindung mit den
         wesentlichen Entscheidungsgründen zum Gegenstand haben und die Beseitigung einer Unklarheit oder Mehrdeutigkeit bezwecken,
         die möglicherweise Sinn und Tragweite des Urteils selbst insoweit berührt, als es den dem Gericht vorgelegten Fall zu entscheiden
         hatte. Ein solcher Antrag ist daher unzulässig, wenn durch ihn eine Stellungnahme des angerufenen Gerichts zur Anwendung und
         Durchführung oder zu den Folgen des von ihm erlassenen Urteils oder Beschlusses erlangt werden soll.
      
      (vgl. Randnr. 8)
      Verweisung auf:
      Gerichtshof: 28. Juni 1955, Assider/Hohe Behörde, 5/55, Slg. 1955, 277, 290 f.; 7. April 1965, Hohe Behörde/Collotti und Gerichtshof,
         70/63a, Slg. 1965, 374, 380; 13. Juli 1966, Willame/Kommission, 110/63 (a), Slg. 1966, 620, 626 ; 29. September 1983, Alvarez/Parlament,
         206/81a, Slg. 1983, 2865, Randnrn. 8 bis 11; 20. April 1988, Maindiaux u. a./WSA u. a., 146/85 – Auslegung und 431/85 – Auslegung,
         Slg. 1988, 2003, Randnrn. 5 und 6
      
      Gericht erster Instanz: 14. Juli 1993, Raiola-Denti u. a./Rat, T‑22/91 INT, Slg. 1993, II‑817, Randnr. 6; 24. Juli 1997, Caballero
         Montoya/Kommission, T‑573/93 (129), Slg. ÖD 1997, I‑A‑271 und II‑761, Randnr. 27