CELEX: 31977R2420
Language: de
Date: 1977-11-01 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2420/77 der Kommission vom 31. Oktober 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Griechenland

1 . 11 . 77                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 279/69
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 2420/77 DER KOMMISSION
                                               vom 31 . Oktober 1977
              zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit
                                            Ursprung in Griechenland
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                              Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                             211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­            Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                              tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                             bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des            festgestellt werden und gegebenenfalls mit dem Koeffi­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­          zienten multipliziert werden, der in Artikel 1 Absatz 2
organisation für Obst und Gemüse (J), zuletzt geändert       zweiter Gedankenstrich der Verordnung (EWG) Nr.
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 034/77 (2), insbe­           1049/77 festgesetzt worden ist.
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für griechi­
in Erwägung nachstehender Gründe :                           sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                 gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei         dem Referenzpreis gelegen. Daher muß eine Aus­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an        gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden.
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­               Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­             lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus         grunde zu legen :
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­          — für die Währungen die untereinander zu jedem
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                   Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der               chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­            Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
fügbaren Einfuhrpreise sein.                                      rität dieser Währungen stützt,
In der Verordnung (EWG) Nr. 1049/77 der Kommis­              — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
sion vom 18 . Mai 1977 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Gurken bis zum Abschluß des Wirtschafts­               kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
jahres 1977 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­             der während des fortgesetzten Zeitraums für die
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat Oktober                  Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
                                                                  hendem Absatz festgestellt wird —
 1977 auf 41,93 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigenge­
wicht festgesetzt.
                                                             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­       Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­          des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Grie­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­             chenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die          2,23 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht an­
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.              gewandt.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­                                 Artikel 2
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72             Diese Verordnung tritt am 3. November 1977 in
festgelegt.                                                  Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 31 . Oktober 1977
                                                                        Für die Kommission
                                                                         Der Vizepräsident
                                                                         Finn GUNDELACH
(!) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 1 .                   (4) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.
(3) ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 30.                   (5) ABl. Nr. L 44 vom 18 . 2. 1975, S. 8 .