CELEX: 62021CN0221
Language: de
Date: 2021-03-26 00:00:00
Title: Rechtssache C-221/21: Vorabentscheidungsersuchen des Obvodní soud pro Prahu 1 (Tschechische Republik), eingereicht am 26. März 2021 — Správa železnic, státní organizace/České dráhy a.s., PKP CARGO INTERNATIONAL, a.s., PDV RAILWAY a.s., KŽC Doprava, s.r.o.

21.6.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 242/11
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen des Obvodní soud pro Prahu 1 (Tschechische Republik), eingereicht am 26. März 2021 — Správa železnic, státní organizace/České dráhy a.s., PKP CARGO INTERNATIONAL, a.s., PDV RAILWAY a.s., KŽC Doprava, s.r.o.
      (Rechtssache C-221/21)
      (2021/C 242/14)
      Verfahrenssprache: Tschechisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Obvodní soud pro Prahu 1
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Správa železnic, státní organizace
      
         Beklagte: České dráhy a.s., PKP CARGO INTERNATIONAL, a.s., PDV RAILWAY a.s., KŽC Doprava, s.r.o.
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Genügt die nationale Regelung in Titel V des Gesetzes Nr. 99/1963 Slg., Zivilprozessordnung (zákon č. 99/1963 Sb., občanský soudní řád), in geltender Fassung (im Folgenden: Zivilprozessordnung oder ZPO) den Anforderungen an die gerichtliche Nachprüfbarkeit von Entscheidungen der Regulierungsstelle im Sinne von Art. 56 Abs. 10 der Richtlinie 2012/34/EU (1) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums (im Folgenden: Richtlinie 2012/34)?
               
            
                  2.
               
               
                  Falls die erste Frage bejaht wird: Kann Art. 56 Abs. 10 der Richtlinie 2012/34 dahin ausgelegt werden, dass die gerichtliche Überprüfung einer Entscheidung der Regulierungsstelle durch einen gerichtlichen Vergleich nach § 99 ZPO erfolgen kann?
               
            
                  3.
               
               
                  Falls die erste Frage bejaht wird: Können es die Anforderungen an die Einrichtung einer einzigen Regulierungsstelle für den Eisenbahnsektor gemäß Art. 55 Abs. 1, an die Aufgaben der Regulierungsstelle im Sinne von Art. 56 Abs. 2, 6, 11 und 12 sowie an die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden nach Art. 57 Abs. 2 der Richtlinie 2012/34 erlauben, Sachentscheidungen der Regulierungsstelle durch Urteile der jeweiligen ordentlichen Gerichte, die nicht an den durch die Regulierungsstelle festgestellten Sachverhalt gebunden sind, zu ersetzen?
               
            
         (1)  ABl. 2012, L 343, S. 32.