CELEX: 31985R3154
Language: de
Date: 1985-11-11 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 3154/85 der Kommission vom 11. November 1985 über Durchführungsvorschriften für die Währungsausgleichsbeträge

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31985R3154

Verordnung (EWG) Nr. 3154/85 der Kommission vom 11. November 1985 über Durchführungsvorschriften für die Währungsausgleichsbeträge  

Amtsblatt Nr. L 310 vom 21/11/1985 S. 0009 - 0021 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 38 S. 0238  Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 38 S. 0238 

VERORDNUNG (EWG) Nr.  3154/85 DER KOMMISSION vom 11. November 1985 über Durchführungsvorschriften für die  Währungsausgleichsbeträge DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHENGEMEINSCHAFTEN - gestützt  auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, gestützt auf die Verordnung  (EWG) Nr. 1677/85 des Rates vom 11. Juni 1985 über die Währungsausgleichsbeträge im Agrarsektor   (1), insbesondere auf Artikel 12, in Erwägung nachstehender Gründe: Die Durchführungsvorschriften  für die Währungsausgleichsbeträge sind mit Verordnung (EWG) Nr. 1371/81 der Kommission  (2),  zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1603/84  (3), erlassen worden. Am 11. Juni 1985 hat  der Rat eine zusammenfassende Regelung der Bestimmungen erlassen, die auf Währungsfragen in der  Landwirtschaft anzuwenden sind. Infolgedessen sind die Durchführungsbestimmungen anzupassen, wobei  auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen bestimmte Änderungen vorzunehmen sind. Der  Währungsausgleichsbetrag, der für die unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 des Rates vom 11.  November 1980 zur Festlegung der Handelsregelung für bestimmte aus landwirtschaftlichen  Erzeugnissen hergestellte Waren  (4) fallenden Erzeugnisse gilt, wird anhand der Mengen berechnet,  die im Anhang zur Verordnung (EWG) Nr. 3034/80 des Rates vom 11. November 1980 zur Festlegung der  Grunderzeugnismengen, bei denen davon ausgegangen wird, daß sie zur Herstellung der unter die  Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallenden Waren verwendet worden sind  (5), angegeben sind, sofern in  der Verordnung über die Festsetzung der Währungsausgleichsbeträge nichts anderes bestimmt ist.  Hiervon muß ausgegangen werden, wenn Währungsausgleichsbeträge für Erzeugnisse gelten, die im  aktiven Veredelungsverkehr gewonnen worden sind. Grunderzeugnisse, die als zur Herstellung der  unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallenden Waren verwendet angesehen werden, sind Getreide,  bestimmte Milcherzeugnisse und Zucker. Die tatsächlich verwendeten Grunderzeugnisse können Waren  sein, die aus der Verarbeitung der obengenannten Erzeugnisse herrühren oder folgenden Verordnungen  unterliegen:  -  Verordnung (EWG) Nr. 804/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame  Marktorganisation für Milch und Milcherzeugnisse  (6), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)  Nr. 1298/85  (7),-Verordnung (EWG) Nr. 1785/81 des Rates vom 30. Juni 1981 über die gemeinsame  Marktorganisation für Zucker  (8), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1482/85   (9),-Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame  Marktorganisation für Getreide (10), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1018/84  (11).  Währungsausgleichsbeträge, die bei der Ausfuhr gewährt werden, haben eine den Ausfuhrerstattungen  entsprechende Wirkung. Einige Vorschriften der vorliegenden Verordnung sollten denen der Verordnung  (EWG) Nr. 2730/79 der Kommission vom 29. November 1979 über gemeinsame Durchführungsvorschriften  für Ausfuhrerstattungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen  (12), zuletzt geändert durch die  Verordnung (EWG) Nr. 568/85  (13), folgen. Die Verordnung (EWG) Nr. 798/80 der Kommission vom 31.  März 1980 über Durchführungsvorschriften für die Vorausfinanzierung von Ausfuhrerstattungen und  positiven Währungsausgleichsbeträgen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen (14), zuletzt geändert  durch die Verordnung (EWG) Nr. 1663/81  (15), enthält besondere Verfahren, die einzuhalten sind.  Die vorliegende Verordnung berührt diese Verordnung nicht. Es ist erforderlich, für den Fall der  Heranziehung des Artikels 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 gemeinsame Regeln vorzusehen, die die  Anwendung oder den Verzicht auf die Anwendung dieses Artikels betreffen. Währungsausgleichsbeträge  haben technisch die Wirkung von Einfuhr- und Ausfuhrzöllen. Die Verfahren für die Anwendung der  Währungsausgleichsbeträge sollten in solchen Fällen möglichst den bei Ein- und Ausfuhren  -   Verordnung (EWG) Nr. 754/76 des Rates vom 25. März 1976 über die zollrechtliche Behandlung von  Waren, die in das Zollgebiet der Gemeinschaft zurückkehren  (1),-Verordnung (EWG) Nr. 223/77 der  Kommission vom 22. Dezember 1976 über Durchführungsbestimmungen und Vereinfachungsmaßnahmen des  gemeinschaftlichen Versandverfahrens  (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1209/85   (3),-Verordnung (EWG) Nr. 2102/77 des Rates vom 20. September 1977 über die Einführung einer  gemeinschaftlichen Ausfuhranmeldung  (4),-Verordnung (EWG) Nr. 1430/79 des Rates vom 2. Juli 1979  über die Erstattung oder den Erlaß von Eingangs- oder Ausfuhrabgaben  (5), zuletzt geändert durch  die Verordnung (EWG) Nr. 1672/82  (6),-Verordnung (EWG) Nr. 1697/79 des Rates vom 24. Juli 1979  betreffend die Nacherhebung von noch nicht vom Abgabenschuldner angeforderten Eingangs- oder  Ausfuhrabgaben für Waren, die zu einem Zollverfahren angemeldet worden sind, das die Verpflichtung  zur Zahlung derartiger Abgaben beinhaltet  (7), geändert durch die Verordnung (EWG, Euratom) Nr.  3308/80  (8),-Verordnung (EWG) Nr. 918/83 des Rates vom 28. März 1983 über das gemeinschaftliche  System der Zollbefreiungen  (9),-Verordnung (EWG) Nr. 3/84 des Rates vom 19. Dezember 1983 zur  Einführung eines Verfahrens des innergemeinschaftlichen Verkehrs mit Waren, die zum vorübergehenden  Gebrauch aus einem Mitgliedstaat in einen oder mehrere andere Mitgliedstaaten versandt werden   (10),-Richtlinie 68/312/EWG des Rates vom 30. Juli 1968 zur Harmonisierung der Rechts- und  Verwaltungsvorschriften über 1.  die zollamtliche Erfassung der Waren, die in das Zollgebiet der  Gemeinschaft verbracht werden, 2.die vorübergehende Verwahrung dieser Waren  (11), zuletzt geändert  durch die Akte über den Beitritt Griechenlands, -  Richtlinie 71/235/EWG des Rates vom 21. Juni  1971 zur Harmonisierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften über die üblichen Behandlungen, die  in Zollagern und Freizonen vorgenommen werden können  (14), zuletzt geändert durch die Richtlinie  76/634/EWG  (15),-Richtlinie 74/651/EWG des Rates vom 19. Dezember 1974 über Steuerbefreiungen bei  der Einfuhr von Waren in Kleinsendungen nichtkommerzieller Art innerhalb der Gemeinschaft   (16),-Richtlinie 78/453/EWG des Rates vom 22. Mai 1978 zur Harmonisierung der Rechts- und  Verwaltungsvorschriften über den Zahlungsaufschub für Eingangs- und Ausfuhrabgaben   (17),-Richtlinie 79/623/EWG des Rates vom 25. Juni 1979 zur Harmonisierung der Rechts- und  Verwaltungsvorschriften über die Zollschuld  (18),-Richtlinie 79/695/EWG des Rates vom 24. Juli  1979 zur Harmonisierung der Verfahren für die Überführung von Waren in den zollrechtlich freien  Verkehr  (19),-Richtlinie 81/177/EWG des Rates vom 24. Februar 1981 zur Harmonisierung der  Verfahren für die Ausfuhr von Gemeinschaftswaren  (20). Es ist erforderlich, daß im  innergemeinschaftlichen Handelsverkehr die Mitgliedstaaten aus der Gemeinschaft stammende Waren  oder Waren im freien Verkehr nicht von der Anwendung der Währungsausgleichsbeträge ausnehmen  können, wenn diese Waren zum Zwecke der Veredelung eingeführt werden. Es ist erforderlich, dies im  Text klarzustellen. Da in Grenzgebieten die Gefahr von Betrugsfällen grösser ist, sollten die  zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten - zur Vermeidung von Unregelmässigkeiten - die Möglichkeit  haben, die Gewährung von Währungsausgleichsbeträgen von besonderen Voraussetzungen abhängig zu  machen. Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme sämtlicher  zuständigen Verwaltungsausschüsse - TITEL I BEGRIFFSBESTIMMUNGEN Artikel 1(1)     Diese Verordnung legt die Durchführungsvorschriften für die Anwendung der  Währungsausgleichsbeträge fest. (2)    Im Sinne dieser Verordnung gelten alsa)  ,,Erzeugnisse''    i)  die unter eine gemeinsame Marktorganisation fallenden landwirtschaftlichen Erzeugnisse und    ii)  Waren im Sinne der Verordnung (EWG) Nr. 3033/80;b),,Einfuhr''   i)  die Überführung in den  zollrechtlich freien Verkehr von Erzeugnissen, die nicht die Voraussetzungen des Artikels 9 Absatz  2 des Vertrages erfuellen, und   ii)in Fällen des Verbringens von Erzeugnissen, die sich in einer  der in Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages genannten Rechtslage befinden, aus einem anderen  Mitgliedstaat -  ihre Überführung in den innerstaatlichen zollrechtlich freien Verkehr oder -ihre  Abfertigung zu einem Zollverfahren oder zu einem Verfahren mit gleichwertiger Wirkung, das die  Einhaltung einzelstaatlicher Vorschriften im Zusammenhang mit der Überführung in den  innerstaatlichen zollrechtlich freien Verkehr sicherstellt;c),,Ausfuhr'' das vorläufige oder  endgültige Verbringen von Erzeugnissen, die den Bestimmungen von Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages  entsprechen oder die im aktiven Veredelungsverkehr hergestellt worden sind und landwirtschaftliche  Erzeugnisse enthalten, die vor ihrer Veredelung die Voraussetzungen des Artikels 9 Absatz 2 des  Vertrages erfuellten,   i)aus einem Mitgliedstaat in einen anderen,   ii)aus einem Mitgliedstaat  nach einer Bestimmung ausserhalb des Gebietes der Gemeinschaft, iii)aus einem Mitgliedstaat nach  einer der in den Artikeln 5 und 19b der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 genannten Bestimmungen.Bei der  Feststellung, ob ein Erzeugnis die Voraussetzungen von Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages erfuellt,  bleibt die Verpackung ausser Betracht;d),,Ausfuhranmeldung''   i)die in der Verordnung (EWG) Nr.  2102/77 erwähnte Anmeldung oder ii)jede andere von den Mitgliedstaaten vorgeschriebene Anmeldung,  die - unbeschadet besonderer gemeinschaftlicher Zollbestimmungen - den Zollstellen bei Erfuellung  der Ausfuhrzollförmlichkeiten zur Anwendung der Währungsausgleichsbeträge vorzulegen ist. TITEL II  HANDELSMECHANISMEN Abschnitt A Anwendungsbereich Artikel 2(1)    Währungsausgleichsbeträge werden  auf Erzeugnisse angewandt, die eingeführt oder ausgeführt werden. (2)    Bei der Ausfuhr werden  jedoch keine Währungsausgleichsbeträge angewandta)  auf Erzeugnisse, die die Voraussetzungen von  Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages erfuellen, wenn diese Erzeugnisse aus anderen Mitgliedstaaten  stammen und nicht vor Erfuellung der Ausfuhrzollförmlichkeiten eingeführt worden sind;b)für aus  einem Drittland oder aus einem anderen Mitgliedstaat verbrachte Erzeugnisse, solange sich die  Erzeugnisse -  unter zollamtlicher Überwachung nach der Richtlinie 68/312/EWG oder -in einem  Zollager- oder Freizonenverfahren befinden, vorausgesetzt, diese Erzeugnisse werden nur den  üblichen Lagerbehandlungen nach der Richtlinie 71/235/EWG unterworfen. (3)    Im  innergemeinschaftlichen Handelsverkehr können die Mitgliedstaaten aus der Gemeinschaft stammende  Waren oder Waren im freien Verkehr nicht von der Anwendung der Währungsausgleichsbeträge ausnehmen,  wenn diese Waren zum Zwecke der Veredelung eingeführt werden. Artikel 3Ein  Währungsausgleichsbetrag wird nicht gewährt, wenn die Erzeugnisse nicht von gesunder und  handelsüblicher Qualität sind oder wenn Erzeugnisse zur menschlichen Ernährung bestimmt sind, deren  Eigenschaften oder Zustand ihre Verwendung zu diesem Zweck ausschließen oder wesentlich  einschränken. Artikel 4Diese Verordnung lässt die in der Verordnung (EWG) Nr. 798/80 enthaltenen  Bestimmungen über die Vorauszahlung von Ausfuhrerstattungen und positiven  Währungsausgleichsbeträgen unberührt.      Abschnitt B Einfuhr Artikel 5(1)    Als bei der  Einfuhr zu gewährender bzw. zu erhebender Währungsausgleichsbetrag gilt ausser im Fall der  Vorausfestsetzung der Betrag, der an dem Tag anwendbar ist, an dem die Zollstelle die  Einfuhranmeldung annimmt. Werden Erzeugnisse in demjenigen Mitgliedstaat in den freien Verkehr  übergeführt, in dem sie zum aktiven Veredelungsverkehr abgefertigt worden sind, so ist der  Währungsausgleichsbetrag anzuwenden, der an dem Tag anwendbar war, an dem die Zollstelle die  Anmeldung zum aktiven Veredelungsverkehr annahm. (2)    Erzeugnisse dürfen von der Zollstelle nur  freigegeben werden, wenn die zu erhebenden Währungsausgleichsbeträge entrichtet worden sind oder  dafür Sicherheit geleistet wurde, es sei denn, die Zahlung wird bis zum Ablauf des nach der  Richtlinie 78/453/EWG zulässigen Zeitraums und gemäß deren Bedingungen aufgeschoben. Artikel 6Bei  Erfuellung der Einfuhrzollförmlichkeiten macht der Beteiligte auf dem dafür vorgesehenen Dokument  alle zur Berechnung des Währungsausgleichsbetrags erforderlichen Angaben, insbesonderea)  die  Tarifnummer oder -stelle des Gemeinsamen Zolltarifs,b)die Bezeichnung der Erzeugnisse gemäß der für  Währungsausgleichsbeträge verwendeten Nomenklatur,c)das Eigengewicht der Erzeugnisse oder  gegebenenfalls die zur Berechnung des Währungsausgleichsbetrags für jede Tarifnummer oder -stelle  des Gemeinsamen Zolltarifs zu berücksichtigende Mengeneinheit,d)die Zusammensetzung der  Erzeugnisse, sofern dies zur Berechnung des Währungsausgleichsbetrags erforderlich ist. Abschnitt C  Ausfuhr Artikel 7(1)    Ausgenommen bei Vorausfestsetzung und unbeschadet Artikel 25 Absatz 4 und  Artikel 26 gilt als bei der Ausfuhr zu gewährender bzw. zu erhebender Währungsausgleichsbetrag der  Betrag, der an dem Tag anwendbar ist, an dem die Zollstelle die Ausfuhranmeldung annimmt. Dieser  Tag ist auch maßgebend für die Feststellung der Menge, Art und Beschaffenheit der auszuführenden  Erzeugnisse. (2)    Bei Anwendung der Artikel 6 und 8 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 ist -  ausgenommen bei Vorausfestsetzung - der Währungsausgleichsbetrag zu erheben bzw. zu gewähren, der  am letzten Tag des Monats anwendbar ist. (3)    Bei Anwendung von Artikel 7 der Verordnung (EWG)  Nr. 2730/79 werden die Währungsausgleichsbeträge auf der gleichen Grundlage wie die  Ausfuhrerstattungen berechnet. (4)    Bei Annahme der Ausfuhranmeldung werden die Erzeugnisse so  lange einer Zollkontrolle unterstellt, bis sie das Gebiet des ausführenden Mitgliedstaats verlassen  oder eine der in Artikel 5 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 genannten Bestimmungen erreicht haben.  Artikel 8(1)    Für zur Ausfuhr bestimmte Erzeugnisse, die im aktiven Veredelungsverkehr  hergestellt worden sind, nachstehend ,,hergestellte Erzeugnisse'' genannt, gelten folgende  Bestimmungen. (2)    Die Währungsausgleichsbeträge gelten für hergestellte Erzeugnisse, die der  Regelung über die Währungsausgleichsbeträge unterliegen, und,a)  soweit sie unter eine gemeinsame  Marktorganisation fallen, landwirtschaftliche Erzeugnisse enthalten, -  die sich vor ihrer  Veredelung in einer der in Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages genannten Rechtslagen befanden, und  -auf welche Währungsausgleichsbeträge angewandt worden wären, wenn sie zum Zeitpunkt der Erfuellung  der Ausfuhrzollförmlichkeiten für die hergestellten Erzeugnisse unverarbeitet ausgeführt worden  wären,oderb)soweit sie unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallen, Grunderzeugnisse enthalten,  die vor ihrer Veredelung die Voraussetzungen von Buchstabe a) erfuellten. (3)    Auf hergestellte  Erzeugnisse, die-  zu einer Gruppe von Erzeugnissen gehören, die unter eine gemeinsame  Marktorganisation oder-unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallen, für die der  Währungsausgleichsbetrag aufgrund der jeweiligen verwendeten Mengen an Grunderzeugnissen berechnet  werden muß und nicht für das hergestellte Erzeugnis selbst festgesetzt ist,wird der Gesamtbetrag  angewendet, der sich aus den Beträgen für die bei der Veredelung verwendeten Erzeugnisse ergibt,  die sich vor der Veredelung in einer der in Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages genannten Rechtslagen  befanden. (4)    Auf hergestellte Erzeugnisse, die unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallen,  jedoch nicht in Ab     satz 3 erfasst sind, findet der für dieses Erzeugnis festgesetzte  Ausgleichsbetrag abzueglich des Betrages Anwendung, der für die zur Veredelung tatsächlich  verwendeten Grunderzeugnisse gegolten hätte, die sich jedoch vor der Veredelung nicht in einer der  in Artikel 9 Absatz 2 des Vertrages erwähnten Rechtslagen befanden, wenn diese Grunderzeugnisse im  Zeitpunkt der Ausfuhr des hergestellten Erzeugnisses zum freien Verkehr abgefertigt worden  wären.Wurde bei der Berechnung des Währungsausgleichsbetrags für das hergestellte Erzeugnis eine  Erstattung bei der Erzeugung für ein dem hergestellten Erzeugnis beigemischtes Grunderzeugnis  berücksichtigt, so wird sie auch bei der Berechnung des abzuziehenden Betrages berücksichtigt.Der  abzuziehende Betrag darf jedoch nicht den Betrag überschreiten, der auf der Grundlage der in Anhang  I der Verordnung (EWG) Nr. 3034/80 angegebenen Mengen festgesetzt wurde. Für den hierzu  erforderlichen Vergleich dieser Beträge werden die verwendeten Grunderzeugnisse einerseits und die  in Anhang I zur Verordnung (EWG) Nr. 3034/80 angegebenen Durchschnittsmengen andererseits zu  folgenden Gruppen zusammengefasst:-  Getreide und Getreideverarbeitungserzeugnisse,-  Milch und  Milcherzeugnisse, ausgenommen Laktose,-  Laktose, Zucker und Zuckersirup.Für jede dieser Gruppen  ist der sich aus den tatsächlich verwendeten Mengen zu errechnende Betrag mit dem sich aus den in  Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 3034/80 angegebenen Mengen zu errechnenden Betrag zu vergleichen.  (5)    ,,Grunderzeugnisse'' im Sinne der Absätze 2, 3 und 4 sind Erzeugnisse, die unter folgende  Verordnungen fallen:-  Verordnung (EWG) Nr. 804/68 (Milch und Milcherzeugnisse),-  Verordnung (EWG)  Nr. 1785/81 (Zucker),-  Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 (Getreide).Werden unter die Verordnung (EWG)  Nr. 3033/80 fallende Waren verwendet, so sind auch sie als Grunderzeugnisse zu betrachten. (6)     Für hergestellte Waren, die unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 fallen und Erzeugnisse der  Tarifnummer 17.02 bzw. der Tarifstelle 21.07 F des Gemeinsamen Zolltarifs enthalten, die aus  Getreide oder Verarbeitungserzeugnissen aus Getreide hergestellt worden sind, werden abweichend von  Absatz 4 dritter Unterabsatz die tatsächlich verwendeten Grunderzeugnismengen und die in Anhang I  der Verordnung (EWG) Nr. 3034/80 angegebenen Durchschnittsmengen zu folgenden zwei Gruppen  zusammengefasst:-  Getreide und Verarbeitungserzeugnisse aus Getreide, Laktose, Zucker und  Zuckersirup,-Milch und Milcherzeugnisse, ausgenommen Laktose. (7)    Werden die in Absatz 5 zweiter  Unterabsatz genannten Waren bei der Veredelung verwendet, so gelten die in Anhang I der Verordnung  (EWG) Nr. 3034/80 angegebenen Durchschnittsmengen beim Vergleich nach Absatz 4 dritter Unterabsatz  als die tatsächlich verwendeten Grunderzeugnismengen. (8)    Die für Grunderzeugnisse erteilten  Bescheinigungen über die Vorausfestsetzung der Erstattung im Sinne von Artikel 6 der Verordnung  (EWG) Nr. 3035/80 dürfen nicht verwendet werden, wenn sie auch eine Vorausfestsetzung des  Währungsausgleichsbetrags enthalten. Artikel 9(1)    Die bei Erfuellung der  Ausfuhrzollförmlichkeiten verwendete Ausfuhranmeldung muß alle zur Berechnung des  Währungsausgleichsbetrags erforderlichen Angaben enthalten, insbesonderea)  die Tarifnummer oder  -stelle des Gemeinsamen Zolltarifs,b)die Bezeichnung der Erzeugnisse gemäß der für die  Währungsausgleichsbeträge verwendeten Nomenklatur,c)das Eigengewicht der Erzeugnisse oder  gegebenenfalls die zur Berechnung des Währungsausgleichsbetrags für jede Tarifnummer oder -stelle  des Gemeinsamen Zolltarifs zu berücksichtigende Mengeneinheit,d)die Zusammensetzung der  Erzeugnisse, sofern dies zur Berechnung des Währungsausgleichsbetrags erforderlich ist. (2)     Bekundet der Ausführer insbesondere durch eine Erklärung oder durch Nichtvorlage der  vorgeschriebenen Unterlagen seine Absicht, keine Währungsausgleichsbeträge in Anspruch zu nehmen,  so sind keinerlei Angaben im Zusammenhang mit den Währungsausgleichsbeträgen zu machen. Artikel  10(1)    Im Handel zwischen Mitgliedstaaten sind die in Artikel 9 Absatz 1 Buchstaben a) und c)  genannten Angaben im Feld ,,Warenbezeichnung'' oder gegebenenfalls im Feld ,,Eigengewicht'' des zu  verwendenden innergemeinschaftlichen Versandpapiers einzutragen.Bei Anwendung eines der Verfahren  nach Titel IV Abschnitt I der Verordnung (EWG) Nr. 223/77 sind diese Angaben im Feld  ,,Warenbezeichnung'' der für dieses Verfahren vorgesehenen Dokumente einzutragen und durch Abdruck  des Dienststempels der Abgangszollstelle zu bestätigen. (2)    Wird ein gemeinschaftliches  Versandpapier durch ein anderes ersetzt, so muß letzteres die Angaben des Originalpapiers sowie Art  und Nummer dieses Originals sowie die Bezeichnung der Abgangszollstelle enthalten.      (3)     Werden die Erzeugnisse bei der Einfuhr von der zuständigen Stelle in eine andere als die in dem  gemeinschaftlichen Versandpapier angegebene Tarifstelle eingestuft, so benachrichtigt sie die  Abgangszollstelle entsprechend. (4)    Absatz 1 gilt nicht für-  Erzeugnisse, die von dem in  Artikel 15 Absatz 1 genannten Kontrollexemplar begleitet sind, und-Sendungen, bei denen die  Warenmenge für jede Tarifstelle 1  000 kg bzw. 10 hl nicht überschreitet. Artikel 11(1)    Wird  das Erzeugnis bei Erfuellung der Ausfuhrzollförmlichkeiten zur Beförderung nach einem  Bestimmungsbahnhof oder an einen Empfänger in einem anderen Mitgliedstaat oder ausserhalb der  Gemeinschaft zu dem in Titel IV Abschnitt I der Verordnung (EWG) Nr. 223/77 vorgesehenen Verfahren  abgefertigt, so bringt die Abgangszollstelle auf der Ausfuhranmeldung folgenden Vermerk  an:,,Verlassen des geographischen Gebietes von .  .  . (entweder Name des Abgangsmitgliedstaats  oder Angabe ,der Gemeinschaft') im vereinfachten gemeinschaftlichen  Eisenbahn-/Großbehälterversandverfahren.'' (2)    Die Abgangszollstelle darf einer Änderung des  Frachtvertrags, die eine Beendigung der Beförderung innerhalb des Abgangsmitgliedstaats zur Folge  hat, nur zustimmen, wenn erwiesen ist,-  daß ein bereits ausgezahlter Währungsausgleichsbetrag  zurückgezahlt worden ist oder-daß die beteiligten Dienststellen alle Maßnahmen ergriffen haben,  damit der Währungsausgleichsbetrag nicht ausgezahlt wird.Ist der Währungsausgleichsbetrag gemäß  Artikel 16 Absatz 2 jedoch bereits ausgezahlt worden und hat das Erzeugnis das Gebiet des  Abgangsmitgliedstaats nicht verlassen, so benachrichtigt die Abgangszollstelle die mit der Zahlung  des Währungsausgleichsbetrags befasste Stelle hiervon und übermittelt ihr unverzueglich alle  erforderlichen Angaben. In diesem Fall gilt der Währungsausgleichsbetrag als zu Unrecht gezahlt.  Artikel 12(1)    Wird der bei der Ausfuhr zu erhebende Währungsausgleichsbetrag gemäß Artikel 11  Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 von der Ausfuhrerstattung abgezogen, so muß  für den Betrag, um den die Ausfuhrerstattung verringert wird, bei Annahme der Ausfuhranmeldung eine  angemessene Sicherheit geleistet werden.Übersteigt der Währungsausgleichsbetrag die  Ausfuhrerstattung und ist vorstehender Unterabsatz anwendbar, so muß für den Betrag, um den der  Währungsausgleichsbetrag verringert wird, bei Annahme der Ausfuhranmeldung eine angemessene  Sicherheit geleistet werden. (2)    Die Sicherheit kann für jedes Ausfuhrgeschäft oder für mehrere  Ausfuhrgeschäfte festgesetzt werden, wobei der Betrag, um den sich die Ausfuhrerstattung bzw. der  Währungsausgleichsbetrag verringert, zu berücksichtigen ist. (3)    Auf Vorlage des Nachweises, der  in Artikel 9 und gegebenenfalls in den Artikeln 10 und 20 oder 26 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79  oder in den einschlägigen Artikeln der Verordnungen über besondere Bestimmungen für die Gewährung  der Ausfuhrerstattung für die einzelnen Erzeugnisse gefordert wird, wird die Sicherheit nach  Maßgabe der Erstattung freigestellt, die bei Vorlage dieses Nachweises gewährt worden wäre, wenn  der Währungsausgleichsbetrag nicht zu erheben gewesen wäre. (4)    Ist einer der verlangten  Nachweise nicht fristgerecht erbracht worden, so verfällt der aus diesem Grund nicht freigestellte  Teil der Sicherheit. Die Sicherheit verfällt jedoch nicht, wenn der Nachweis innerhalb der Zeit  erbracht wird, um die die ursprüngliche Frist verlängert worden ist. (5)    Verfällt die  Sicherheit, so gilt die verspätete Zahlung des durch die Sicherheit gedeckten Betrages als weitere  Zahlungserleichterung im Sinne des Artikels 7 der Richtlinie 78/453/EWG. Diese  Zahlungserleichterung gilt als vom letzten Zeitpunkt an gewährt, zu dem der  Währungsausgleichsbetrag gemäß der Richtlinie hätte gezahlt werden müssen, wenn Artikel 11 Absatz 1  Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 nicht angewandt worden wäre. (6)    Auf die in Absatz  2 vorgesehene Sicherheitsleistung kann verzichtet werden,a)  -  wenn der Ausfuhrerstattungssatz für  alle Bestimmungen derselbe ist oder -wenn der niedrigste Ausfuhrerstattungssatz den Satz des  Währungsausgleichsbetrags übersteigt undb)  -  wenn die Erzeugnisse zum gemeinschaftlichen  Versandverfahren oder zu einem gleichwertigen Verfahren im Hinblick auf ihre Ausfuhr in ein  Drittland abgefertigt werden oder -wenn die Erzeugnisse einer einzelstaatlichen Verfahrensregelung  unterworfen werden, durch die ihre Ausfuhr in ein Drittland aus dem Mitgliedstaat gewährleistet  wird, in dessen Hoheitsgebiet die Ausfuhrzollförmlichkeiten erfuellt wurden, undc)wenn durch ein  innerstaatliches Verfahren vorgesehen wird, daß nach Absatz 1 abgezogene Beträge nachgezahlt  werden, falls der Anspruch auf Ausfuhrerstattung nicht gegeben ist.      (7)    Dieser Artikel  findet keine Anwendung, wenn den auszuführenden Erzeugnissen die Regelung der Verordnung (EWG) Nr.  565/80 des Rates  (1) zugute kommt. Artikel 13Bevor die Zollstelle die Ausfuhr der Erzeugnisse  oder die Anwendung der Regelung der Verordnung (EWG) Nr. 565/80 zulässt, ist der bei der Ausfuhr zu  zahlende Währungsausgleichsbetrag bzw. der Teil, der die bei der Ausfuhr zu zahlende  Ausfuhrerstattung überschreitet, zu entrichten oder durch Sicherheitsleistung abzusichern, es sei  denn, die Zahlung wird gemäß den Bedingungen der Richtlinie 78/453/EWG für den zulässigen Zeitraum  aufgeschoben. Abschnitt D Anwendung von Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 Artikel 14(1)     Will ein ausführender Mitgliedstaat von der in Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85  vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch machen, so teilt er der Kommission seine Absicht mit, nachdem er  die Zustimmung des einführenden Mitgliedstaats eingeholt hat. Die Kommission setzt hiervon die  übrigen Mitgliedstaaten in Kenntnis.Erzeugnisse, für die die Ausfuhranmeldung angenommen worden  ist, bevor von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, unterliegen nicht den Bestimmungen des  genannten Artikels 10. (2)    Will ein ausführender oder ein einführender Mitgliedstaat, nachdem er  von Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 Gebrauch gemacht hat, auf seine Anwendung  verzichten, so unterrichtet er zuvor den anderen beteiligten Mitgliedstaat und die Kommission, die  hiervon dann die übrigen Mitgliedstaaten in Kenntnis setzt.In diesem Fall unterliegen die  Erzeugnisse, für die die Ausfuhranmeldung vor dem Wirksamwerden des Verzichts angenommen worden  ist, weiterhin dem genannten Artikel 10. Artikel 15(1)    Die Zahlung des  Währungsausgleichsbetrags durch den ausführenden Mitgliedstaat, der durch den einführenden  Mitgliedstaat gewährt werden müsste, ist von dem Nachweis abhängig, daß die Erzeugnisse in den  betreffenden Mitgliedstaat eingeführt worden sind.Der Nachweis wird durch Vorlage eines nach den  Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 223/77 und dieses Artikels ausgestellten und verwendeten  Kontrollexemplars T  5 - im folgenden ,,Kontrollexemplar'' genannt - erbracht. Unter ,,Besondere  Angaben'' des Kontrollexemplars sind auszufuellen: -  Feld 101:durch Eintragung der Tarifnummer oder  der Tarifstelle des Gemeinsamen Zolltarifs für die betreffenden Erzeugnisse; -Feld 103:durch Angabe  des Eigengewichts der Erzeugnisse (in Worten); -Feld 104:durch Streichung der Worte ,,Ausgang aus  dem geographischen Gebiet der Gemeinschaft'' im ersten Gedankenstrich und durch Eintragung einer  der folgenden Angaben im zweiten Gedankenstrich:-  ,,Til indförsel .  .  . (den importerende  medlemsstat) - forordning (EÖF) nr. 3154/85'',-,,Zur Einfuhr in .  .  . (einführender  Mitgliedstaat) - Verordnung (EWG) Nr. 3154/85'',-,,Ðñïïñéäueìaaíï ãéá aaéóáãùãÞ aaéò .  .  . (êñÜôïò  ìÝëïò aaéóáãùãÞò) - êáíïíéóìüò (AAÏÊ) áñéè. 3154/85'',-,,For import into .  .  . (importing Member  State) - Regulation (EEC) No 3154/85'',-,,Destiné à l'importation en .  .  . (État membre  importateur) - règlement (CEE) n° 3154/85'',-,,Destinato all'importazione in .  .  . (stato membro  importatore) - regolamento (CEE) n. 3154/85'',-,,Bestemd voor invoer in .  .  . (invoerende  Lid-Staat) - Verordening (EEG) nr. 3154/85''. (2)    Sind die Erzeugnisse eingeführt worden, so hat  die zuständige Zollstelle des Bestimmungsmitgliedstaats im Feld ,,Überwachung der Verwendung  und/oder der Bestimmung'' die Angabe ,,sind der umseitig angegebenen Bestimmung am .  .  .  zugeführt worden'' mit dem Datum der Annahme der Einfuhranmeldung zu ergänzen und unter  ,,Bemerkungen'' eine der folgenden Angaben einzutragen:-  ,,Monetärt udligningsbelöb ikke ydet'',-   ,,Währungsausgleichsbetrag nicht gewährt'',-  ,,Äaaí ÷ïñçãÞèçêaa íïìéóìáôéêü aaîéóùôéêü ðïóü'',-   ,,Monetary compensatory amount not granted'',-  ,,Montant compensatoire monétaire non octroyé'',-   ,,Importo compensativo monetario non concesso'',-  ,,Monetair compenserend bedrag niet tögekend''.  (3)    Bei Anwendung von Absatz 1 werden die in Artikel 6 genannten Angaben auf dem  Kontrollexemplar gemacht. (4)    Erhält die Abgangszollstelle oder die zentrale Dienststelle das  Kontrollexemplar zurück, so wird es auf dem Amtsweg an die Zahlstelle übersandt.      (5)    Ist  das in Absatz 1 genannte Kontrollexemplar binnen drei Monaten nach seiner Ausstellung aus vom  Beteiligten nicht zu vertretenden Gründen nicht an die Abgangszollstelle oder die zentrale  Dienststelle zurückgelangt, so kann der Beteiligte bei der zuständigen Dienststelle unter Angabe  der Gründe und unter Beifügung entsprechender Belege die Anerkennung anderer gleichwertiger  Unterlagen beantragen. Zu diesen Belegen gehört eine durch die zuständige Stelle beglaubigte  Durchschrift oder Ablichtung der Einfuhranmeldung im Bestimmungsmitgliedstaat.In diesem Fall trägt  die zuständige Zollstelle des Bestimmungsmitgliedstaats in die Durchschrift oder Ablichtung der  Einfuhranmeldung den auch für das Feld ,,Überwachung der Verwendung und/oder Bestimmung'' des  Kontrollexemplars vorgesehenen Vermerk ein. Diese Eintragung wird mit dem Abdruck des  Dienststempels der Zollstelle bestätigt. (6)    Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission  jedes Jahr spätestens zum 1. März für das Vorjahr eine nach Erzeugnisbereichen aufgeschlüsselte  Aufstellung mit folgenden Angaben: Zahl der Anwendungsfälle von Absatz 5, Grund für die  Nichtvorlage des Kontrollexemplars (soweit bekannt), Erzeugnismengen und beantragter  Ausgleichsbetrag. (7)    Abweichend von Absatz 1 hängt die von dem ausführenden Mitgliedstaat zu  leistende Zahlung für Erzeugnisse, für die bei Erfuellung der Ausfuhrzollförmlichkeiten keine  Währungsausgleichsbeträge anwendbar waren, für die aber zum Zeitpunkt der Einfuhr ein  Währungsausgleichsbetrag anwendbar ist, von der Vorlage folgender Unterlagen ab:a)  der  beglaubigten und mit den erforderlichen Vermerken versehenen Durchschrift oder Ablichtung der in  Absatz 5 genannten Einfuhranmeldung. Ausserdem sind der Zahlstelle das Beförderungsdokument und eine  Durchschrift oder Ablichtung der Ausfuhranmeldung vorzulegen; oderb)eines von der Abgangszollstelle  im voraus oder nachträglich ausgestellten und gemäß Absatz 1 bis 4 verwandten Kontrollexemplars.  Abschnitt E Zahlung Artikel 16(1)    Der bei der Einfuhr zu gewährende Währungsausgleichsbetrag  wird nur bei Vorlage einer Ausfertigung der Einfuhranmeldung und gegebenenfalls der entsprechenden  beigefügten Dokumente gezahlt, die die Angaben gemäß Artikel 6 enthalten und aus denen hervorgeht,  daß die Erzeugnisse eingeführt worden sind. Ferner ist in dieser Ausfertigung anzugeben, an welchem  Tag die Anmeldung von der Zollstelle angenommen wurde. Findet Artikel 15 Anwendung, so ist jedoch  nur der dort genannte, mit den erforderlichen Vermerken versehene Nachweis vorzulegen. (2)    Der  bei der Ausfuhr zu gewährende Währungsausgleichsbetrag wird nur bei Vorlage einer Ausfertigung der  Ausfuhranmeldung gezahlt, welche die in Artikel 9 genannten Angaben enthält und den Tag angibt, an  dem die Ausfuhranmeldung von der Zollstelle angenommen wurde. Ausserdem muß entweder in der  Ausfuhranmeldung der Vermerk gemäß Artikel 11 Absatz 1 enthalten sein oder nachgewiesen werden, daß  die Erzeugnissea)  das Gebiet des ausführenden Mitgliedstaats verlassen haben oderb)eine der in  Artikel 5 oder 19b der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 genannten Bestimmungen erreicht haben.Dieser  Nachweis wird nach den Vorschriften des Mitgliedstaats erbracht, in dem die Ausfuhranmeldung  angenommen wurde. (3)    Ist Artikel 25 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 auf Erstattungen  anwendbar, so gilt der genannte Artikel entsprechend auch für positive Währungsausgleichsbeträge.  (4)    Artikel 26 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 findet auf zu gewährende positive  Währungsausgleichsbeträge entspechende Anwendung. In diesem Fall wird der zu gewährende  Währungsausgleichsbetrag im voraus gezahlt, wenn nachgewiesen wird, daß die Erzeugnisse binnen 30  Tagen nach Erfuellung der Ausfuhrzollförmlichkeiten in ein Vorratslager verbracht worden sind.  Artikel 17(1)    Der zu gewährende Währungsausgleichsbetrag wird auf schriftlichen Antrag des  Beteiligten ausgezahlt. Die Mitgliedstaaten können hierzu einen besonderen Vordruck vorsehen. (2)     Der Anspruch auf Gewährung der Währungsausgleichsbeträge verfällt - ausgenommen bei höherer Gewalt  -, wenn die einschlägigen Dokumente nicht innerhalb einer Ausschlußfrist von zwölf Monaten nach dem  Tag eingereicht werden, an dem die Zollstelle die Einfuhr- oder Ausfuhranmeldung angenommen hat.  (3)    Die Währungsausgleichsbeträge werden durch die zuständigen Behörden binnen zwei Monaten nach  dem Tag der Hinterlegung der vollständigen Unterlagen ausgezahlt, ausgenommena)  in Fällen höherer  Gewalt,b)in Fällen, in denen zur Überprüfung des Anspruchs auf die Währungsausgleichsbeträge  Ermittlungen von der zuständigen Behörde eingeleitet worden sind. In diesen Fällen werden sie erst  ausgezahlt, wenn der Anspruch auf die Währungsausgleichsbeträge anerkannt worden ist.      TITEL  III BEFREIUNGEN Artikel 18(1)    Kein Währungsausgleich wird in allen in Kapitel I der Verordnung  (EWG) Nr. 918/83 des Rates  (1) genannten Fällen bei der Einfuhr von Erzeugnissen gewährt, die die  Bedingungen des Artikels 9 Absatz 2 des Vertrages nicht erfuellen. (2)    Werden Erzeugnisse, die  die Bedingungen des Artikels 9 Absatz 2 des Vertrages erfuellen, nach einem anderen Mitgliedstaat  ausgeführt oder aus einem Mitgliedstaat eingeführt, so werden die Währungsausgleichsbeträge nicht  auf Warenbewegungen angewendet, die unter den Bedingungen des Kapitels I der Verordnung (EWG) Nr.  918/83 getätigt werden. (3)    Kein Währungsausgleichsbetrag wird in allen in Kapitel II der  Verordnung (EWG) Nr. 918/83 genannten Fällen bei der Ausfuhr nach einem Drittland gewährt.Kein  Währungsausgleichsbetrag wird ausserdem bei der Ausfuhr nach einem Drittland angewendet.a)  auf  Kleinsendungen nichtgewerblicher Art. Für diese Befreiung gelten die in den Artikeln 29 bis 31  derselben Verordnung vorgesehenen Bedingungen;b)auf Erzeugnisse im persönlichen Gepäck von  Reisenden. Für diese Befreiung gelten die in den Artikeln 45 bis 49 derselben Verordnung  vorgesehenen Bedingungen;c)auf Erzeugnisse zu Prüfungs-, Analyse- und Versuchszwecken. Für diese  Befreiung gelten die in den Artikeln 100, 102 und 103 derselben Verordnung vorgesehenen  Bedingungen. (4)    Zur Anwendung der Absätze 2 und 3 gelten jedoch für die Befreiung bei  Kleinsendungen von geringem Wert und bei Kleinsendungen nichtgewerblicher Art sowie bei  Erzeugnissen im persönlichen Gepäck von Reisenden die in den Richtlinien 69/169/EWG und 74/651/EWG  sowie 83/181/EWG des Rates  (2) vorgesehenen Grenzen.Bei nach dritten Ländern getätigten Ausfuhren  von Erzeugnissen, auf die bei der Ausfuhr Abschöpfungen oder andere Belastungen erhoben werden, die  im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik oder der besonderen Regelung für bestimmte  landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse eingeführt wurden, dürfen jedoch die Mengen, auf die  keine Währungsausgleichsbeträge angewendet werden, 3 Kilogramm je Sendung oder Reisender nicht  überschreiten. (5)    Bei Anwendung von Absatz 2 enthält ein bei der Ausfuhr nach einem anderen  Mitgliedstaat etwa verwen-  detes Dokument über den Nachweis des Gemeinschaftscharakters des  Erzeugnisses im Feld ,,Warenbezeichnung'' eine der folgenden Angaben:-  ,,Fritaget for monetäre  udligningsbelöb - jf. artikel 18 i forordning (EÖF) nr. 3154/85'',-,,WAB-Befreiung - Artikel 18 der  Verordnung (EWG) Nr. 3154/85'',-,,ÁðáëëáãÞ ÍAAÐ - Üñèñï 18 ôïõ êáíïíéóìïý (AAÏÊ) áñéè.  3154/85'',-,,Exempt from MCA - Article 18 of Regulation (EEC) No 3154/85'',-,,Franchise MCM -  article 18 du règlement (CEE) n° 3154/85'',-,,Franchigia ICM - articolo 18 del regolamento (CEE) n.  3154/85'',-,,Vrijstelling MCB - artikel 18 van Verordening (EEG) nr. 3154/85''. (6)    Findet bei  der Einfuhr in einen Mitgliedstaat Absatz 2 Anwendung, so unterrichtet die zuständige Behörde  dieses Mitgliedstaats den Ausfuhrmitgliedstaat-  über die Fälle, in denen das Dokument zum Nachweis  des Gemeinschaftscharakters des Erzeugnisses nicht die in Absatz 5 vorgesehene Angabe enthält;-über  die Fälle, in denen die Kontrollen im Sinne von Titel XVI und XX Buchstabe C von Kapitel I der  Verordnung (EWG) Nr. 918/83 ergeben, daß die Voraussetzungen für die Nichtanwendung der  Währungsausgleichsbeträge nicht vorgelegen haben.Die in den Fällen im Sinne des Kapitels I der  Verordnung (EWG) Nr. 918/83 im Bestimmungsmitgliedstaat durchzuführenden Kontrollen - mit Ausnahme  der im ersten Unterabsatz genannten - finden bei der Ausfuhr nach einem anderen Mitgliedstaat keine  Anwendung.Die zuständige Behörde des Ausfuhrmitgliedstaats bestimmt in diesem Fall, welche  Nachweise der Ausführer zu erbringen hat. (7)    Für die Anwendung dieses Artikels bestimmt sich  der Gesamtwert der Sendungen allein unter Berücksichtigung der Erzeugnisse, auf die ein  Währungsausgleichsbetrag angewandt wird. Artikel 19(1)    Währungsausgleichsbeträge werden nicht  erhoben für Erzeugnisse, die in der Gemeinschaft zur Bevorratunga)  von Seeschiffen oderb)von  Luftfahrzeugen, die im internationalen - einschließlich dem innergemeinschaftlichen - Linienverkehr  verkehren,c)einer der in Artikel 19b Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 genannten  Bestimmungenan Bord gebracht werden, sofern keine Ausfuhrerstattung beantragt wird.      (2)     Währungsausgleichsbeträge werden nicht erhoben auf Lieferungen an Streitkräfte, die auf dem  Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats stationiert sind, aber nicht dessen Flagge führen, soferna)  die  Lieferungen aus dem Binnenmarkt des Mitgliedstaats erfolgen, in dem die Streitkräfte stationiert  sind, undb)keine Ausfuhrerstattung beantragt wird. (3)  a)  Berührt ein Erzeugnis, für das die  Ausfuhrzollförmlichkeiten erfuellt worden sind, vor Erreichen der angegebenen Bestimmung das  Hoheitsgebiet anderer Mitgliedstaaten als des Mitgliedstaats, in dessen Hoheitsgebiet diese  Zollförmlichkeiten erfuellt worden sind, so erfolgt für die Anwendung von Absatz 1 der Nachweis, daß  das Erzeugnis die vorgesehene Bestimmung erreicht hat, durch Vorlage des Kontrollexemplars T Nr. 5,  das gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 223/77 und dieser Verordnung ausgestellt und verwendet wird.b)Im  Falle des Absatzes 1 Buchstaben a) und b) gilt:Die Felder 101 und 103 des genannten Exemplars  werden ausgefuellt. Feld 104 des Kontrollexemplars wird ausgefuellt, indem die Angabe nach dem ersten  Gedankenstrich gestrichen und nach dem zweiten Gedankenstrich eine der folgenden Angaben  eingetragen wird:-  ,,Levering til proviantering - forordning (EÖF) nr. 3154/85'',-,,Lieferung zur  Bevorratung - Verordnung (EWG) Nr. 3154/85'',-,,ÐñïìÞèaaéá ãéá ôñïöïäïóßá - êáíïíéóìüò (AAÏÊ) áñéè.  3154/85'',-,,Supply for victualling - Regulation (EEC) No 3154/85'',-,,Livraison pour  l'avitaillement - règlement (CEE) n° 3154/85'',-,,Fornitura per approvvigionamento di bordo -  regolamento (CEE) n. 3154/85'',-,,Levering voor bevoorrading - Verordening (EEG) nr. 3154/85''.c)Im  Falle der Lieferung zur Bevorratung von Plattformen gilt:Die Felder 101 und 103 des genannten  Exemplars werden ausgefuellt. Feld 104 des Kontrollexemplars wird ausgefuellt, indem die Angabe nach  dem ersten Gedankenstrich gestrichen und nach dem zweiten Gedankenstrich eine der folgenden Angaben  eingetragen wird:-,,Proviant til platforme - forordning (EÖF) nr.  3154/85'',-,,Bevorratungslieferung für Plattformen - Verordnung (EWG) Nr. 3154/85'',-,,ÐñïìÞèaaéaaò  ôñïöïäïóßáò ãéá aaîÝäñaaò - êáíïíéóìüò (AAÏÊ) áñéè. 3154/85'',-,,Catering supplies for platform -  Regulation (EEC) No 3154/85'',-,,Livraison pour l'avitaillement des plates- formes - règlement  (CEE) n° 3154/85'',-,,Provviste di bordo per piattaforma - regolamento (CEE) n.  3154/85'',-,,Leverantie van boordproviand aan platform - Verordening (EEC) nr. 3154/85''.d)Im Falle  der Anwendung der Regelung des Absatzes 1 Buchstabe c) hat der Beteiligte den Nachweis, daß das  Erzeugnis an Bord gebracht wurde, gemäß Artikel 19b der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 zu führen. (4)     Ist das Kontrollexemplar binnen drei Monaten nach seiner Ausstellung aus vom Beteiligten nicht  zu vertretenden Gründen nicht an die Abgangszollstelle oder die zentrale Dienststelle  zurückgelangt, so kann der Beteiligte bei der zuständigen Dienststelle unter Angabe der Gründe und  unter Beifügung entsprechender Belege die Anerkennung anderer gleichwertiger Unterlagen beantragen.  Zu diesen Belegen gehört eine Bestätigung der für die Kontrolle der betreffenden Bestimmung  zuständigen Zollstelle, aus der hervorgeht, daß die vorgesehene Bestimmung erreicht worden ist.  Artikel 20Die Mitgliedstaaten sind befugt, keine Währungsausgleichsbeträge für Erzeugnisse zu  gewähren oder zu erheben, die gleichzeitig zur Einfuhr und zur Wiederausfuhr angemeldet werden,  falls die Währungsausgleichsbeträge in beiden Fällen identisch sind und soweit die Nichtgewährung  bzw. Nichterhebung zu keinem ungerechtfertigten Vorteil oder Nachteil im Zusammenhang mit der  Anwendung der Währungsausgleichsregelung führt. Machen die Mitgliedstaaten von dieser Befugnis  Gebrauch, so stellen sie sicher, daß kein Währungsausgleichsbetrag angewendet wird. Artikel 21(1)     Kein Währungsausgleichsbetrag wird angewandt auf Erzeugnisse, die Gegenstand gemeinschaftlicher  oder einzelstaatlicher Nahrungsmittelhilfsmaßnahmen sind,a)  im innergemeinschaftlichen Handel und  bei der Ausfuhr nach dritten Ländern, wenn die Erzeugnisse aus Interventionsbeständen stammen;b)bei  der Ausfuhr nach dritten Ländern, wenn die Erzeugnisse auf dem Markt der Gemeinschaft  bereitgestellt worden sind. (2)    Kein Währungsausgleichsbetrag wird bei Ausfuhren nach dritten  Ländern im Rahmen von Nahrungsmittelhilfemaßnahmen erhoben, die von humanitären Organisationen  durchgeführt werden, welche nach dem Verfahren des Artikels 12 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85  anerkannt worden sind.      TITEL IV ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN Artikel 22(1)    Werden Erzeugnisse,  nachdem sie in einen anderen Mitgliedstaat ausgeführt wurden, wieder in den Abgangsmitgliedstaat  verbracht, so ist im wiedereinführenden Mitgliedstaat die Verordnung (EWG) Nr. 754/76 entsprechend  anzuwenden, sofern die Erzeugnisse die Voraussetzungen des Artikels 2 Absatz 2 der gleichen  Verordnung erfuellen. (2)    Folgende Vorschriften sind sinngemäß auf die im innergemeinschaftlichen  Handel zu erhebenden Währungsausgleichsbeträge anzuwenden:-  die Verordnung (EWG) Nr. 1430/79 in  Verbindung mit Artikel 25 Absätze 2 und 3 der vorliegenden Verordnung,-die Verordnung (EWG) Nr.  1697/79,-die Richtlinie 79/623/EWG. TITEL V BESONDERE VERFAHREN Artikel 23(1)    Unbeschadet des  Artikels 16 können im Handel zwischen Grenzgebieten die zuständigen Behörden die Anwendung des  Währungsausgleichsbetrags von besonderen Voraussetzungen abhängig machen, um Unregelmässigkeiten  vorzubeugen. (2)    Macht der einführende Mitgliedstaat von der in Absatz 1 vorgesehenen  Möglichkeit Gebrauch und wird der Währungsausgleichsbetrag infolge Anwendung von Artikel 10 der  Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 vom ausführenden Mitgliedstaat gewährt, so wird das Kontrollexemplar  im Sinne von Artikel 15 Absatz 1 von der zuständigen Zollstelle des Bestimmungsmitgliedstaats erst  zurückgesandt, wenn nachgewiesen worden ist, daß die in Absatz 1 genannten Voraussetzungen erfuellt  sind. (3)    Die betreffenden Mitgliedstaaten unterrichten von den gemäß den Absätzen 1 und 2  getroffenen Maßnahmen unverzueglich die Kommission, die die übrigen Mitgliedstaaten davon in  Kenntnis setzt. Artikel 24Für die Anwendung dieser Verordnung werden Belgien und Luxemburg (BLWU)  als ein einziger Mitgliedstaat angesehen. Artikel 25(1)    Dieser Artikel regelt die Anwendung  von Währungsausgleichsbeträgen bei Erzeugnissen, für die gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 1430/79 ein  Antrag auf Erstattung oder Erlaß von Einfuhrabgaben gestellt wurde und bei denen die Erstattung  oder der Erlaß von der Wiederausfuhr nach einem Drittland oder der Vernichtung der Erzeugnisse  abhängt. (2)    Ist der Antrag auf Erstattung oder Erlaß bei der Wiederausfuhr noch nicht  genehmigt, so ist für negative Währungsausgleichsbeträge Sicherheit zu leisten und werden positive  Währungsausgleichsbeträge nicht gewährt, bevor diese Entscheidung ergangen ist. (3)    Ist der  Antrag auf Erstellung oder Erlaß bei der Wiederausfuhr von der zuständigen Behörde genehmigt worden  und findet Artikel 23 der Verordnung (EWG) Nr. 1430/79 Anwendung, so werden bei der Wiederausfuhr  der betreffenden Erzeugnisse weder negative Währungsausgleichsbeträge erhoben noch positive Beträge  gewährt. (4)    Ist der Antrag auf Erstattung oder Erlaß von der zuständigen Behörde genehmigt  worden und unterlagen die Erzeugnisse zur Zeit ihrer Überführung in den zollrechtlich freien  Verkehr keinen Währungsausgleichsbeträgen, unterliegen sie diesen jedoch bei der Wiederausfuhr,a)   so wird kein Währungsausgleichsbetrag bei der Wiederausfuhr angewendet, wenn die  Ausfuhrzollförmlichkeiten in dem Mitgliedstaat erfuellt werden, in den die Erzeugnisse ursprünglich  eingeführt worden sind;b)so werden Währungsausgleichsbeträge für die Wiederausfuhr angewendet, wenn  die Ausfuhrzollförmlichkeiten in einem anderen Mitgliedstaat erfuellt werden. Der ausführende  Mitgliedstaat darf jedoch auf Antrag den Betrag anwenden, der zur Zeit der Einfuhr in diesem  Mitgliedstaat angewendet wurde. (5)    Wird die Vernichtung von Erzeugnissen beantragt, die zur  Zeit der Überführung in den freien Verkehr keinen Währungsausgleichsbeträgen unterlagen, und soll  die Vernichtung in einem anderen Mitgliedstaat stattfinden als dem Mitgliedstaat, in dem die  Erzeugnisse in den freien Verkehr überführt worden sind,a)  so hängt die Genehmigung zur  Vernichtung, wenn der Mitgliedstaat, in dem die Vernichtung stattfinden soll, negative  Währungsausgleichsbeträge anwendet, von der Erstattung des bei der Einfuhr in besagten  Mitgliedstaat gewährten Währungsausgleichsbetrags an die zuständige Stelle jenes Mitgliedstaats  ab;b)so kann der Mitgliedstaat, in dem die Vernichtung erfolgen soll, sofern bei der Einfuhr in  diesem Mitgliedstaat positive Währungsausgleichsbeträge angewendet worden sind, die Erstattung des  erhobenen Betrages an die betreffende Person zulassen. Artikel 26Wenn Artikel 23 der Verordnung  (EWG) Nr. 1430/79 Anwendung findet und die übrigen Vorschriften derselben Verordnung eingehalten  worden sind, ist der negative Währungsausgleichsbetrag, der bei der Wiederausfuhr in den Fällen  anzuwenden ist, in denen der Wäh     rungsausgleichsbetrag bei der Einfuhr die Einfuhrabgaben  übersteigt, der bei der Einfuhr gewährte Nettobetrag. Ist zur Zeit der Wiederausfuhr keine  Entscheidung in bezug auf die Erfuellung der Bedingungen der Verordnung (EWG) Nr. 1430/79 ergangen,  so ist für den für die Ausfuhr festgesetzten Währungsausgleichsbetrag Sicherheit zu leisten.  Artikel 27(1)    Die Mitgliedstaaten sind befugt, Mais der Tarifstelle 10.05  B des Gemeinsamen  Zolltarifs von der Anwendung der Währungsausgleichsbeträge freizustellen, wenn er zeitweilig von  einem Mitgliedstaat in einen anderen verbracht wird, um dort getrocknet zu werden. (2)    Die  zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten können die Anwendung der in diesem Artikel vorgesehenen  Regelung verweigern, wenn die Person des Antragstellers oder die Merkmale der vorgesehenen  Behandlung nicht die Gewähr dafür bieten, daß der gesamte Vorgang gemäß den geltenden Vorschriften  durchgeführt wird. (3)    Die Freistellung von der Anwendung der Währungsausgleichsbeträge gemäß  Absatz 1 wird unter der Bedingung gewährt, daß-  der Antragsteller eine natürliche oder juristische  Person ist, die im Abgangsmitgliedstaat ansässig ist;-die Trocknung im Bestimmungsmitgliedstaat im  Auftrag und für Rechnung des Antragstellers durchgeführt wird;-der Mais, nachdem er getrocknet  wurde, innerhalb einer Frist zurückgesandt wird, die von den zuständigen Behörden des  Abgangsmitgliedstaats festgesetzt wird und sechs Monate nicht überschreitet;-die zuständigen  Behörden der betreffenden Mitgliedstaaten diese Vorgänge zulassen. (4)    Die Mitgliedstaaten  treffen die erforderlichen Maßnahmen, um zu gewährleisten, daß die Vorgänge unter amtlicher  Kontrolle erfolgen und die Menge des ausgeführten Maises unter Berücksichtigung der bei der  Behandlung unvermeidlichen Abfälle und Verluste der Menge des zurückgesandten Maises entspricht.  (5)    Für die Zwecke des Absatzes 4 verwenden die Mitgliedstaaten das ,,Auskunftsblatt zur  Erleichterung der vorübergehenden Ausfuhr von Waren'' gemäß Anlage E  8 zum Beschluß 77/415/EWG des  Rates  (1). In Feld C des Auskunftsblatts mit der Überschrift ,,Art der durchzuführenden Veredelung  oder Ausbesserung'' ist der Vermerk ,,Anwendung von Artikel 27 der Verordnung (EWG) Nr. 3154/85''  einzutragen; dieser Vermerk ist auch in die gemeinschaftlichen Versandpapiere und alle betreffenden  Zollanmeldungen einzutragen. Artikel 28(1)    Bedeutet die Freistellung von der Anwendung der  Währungsausgleichsbeträge gemäß Artikel 27, daß kein  Währungsausgleichsbetrag erhoben wird, so muß  der Beteiligte eine Sicherheit in Höhe des nicht erhobenen Betrages hinterlegen. (2)    Ausgenommen  im Falle höherer Gewalt verfällt die im Absatz 1 genannte Sicherheit ganz oder teilweise  entsprechend der betreffenden Erzeugnismenge, wenna)  die Erzeugnisse eine unzulässige Behandlung  erfuhren oderb)der betreffende Vorgang nicht fristgerecht abgewickelt wurde. (3)    Ist der  Währungsausgleichsbetrag aufgrund von Artikel 27 nicht gewährt worden und ist die in Absatz 1  genannte Sicherheit ganz oder teilweise verfallen, so ist auf Antrag des Beteiligten der  Währungsausgleichsbetrag für die betreffende Menge zu gewähren.Bei Anwendung dieses Absatzes  beginnt die in Artikel 17 Absatz 2 genannte Frist an dem Tag, an dem die Sicherheit verfällt.  Artikel 29Die Mitgliedstaaten erteilen einander alle Auskünfte und leisten einander jede Hilfe,  um die ordnungsgemässe Anwendung der Artikel 27 und 28 zu ermöglichen. Sie teilen der Kommission  alljährlich im Januar die Zahl der im Vorjahr abgewickelten Fälle und die entsprechenden Mengen  mit. Artikel 30Auf die dem Verfahren nach der Verordnung (EWG) Nr. 3/84 unterliegenden  Erzeugnisse wird kein Währungsausgleichsbetrag angewandt, sofern Artikel 11 Absatz 1 vorgenannter  Verordnung eingehalten wird. Artikel 31(1)    Die zusätzlichen Vorschriften 4 zu Kapitel 4 und 3  zu Kapitel 10 des Gemeinsamen Zolltarifs finden auf Währungsausgleichsbeträge, die bei der Einfuhr  aus Drittländern zu erheben sind, entsprechende Anwendung. (2)    Folgende zusätzliche Vorschriften  des Gemeinsamen Zolltarifs finden entsprechende Anwendung, wenn ein Währungsausgleichsbetrag bei  der Ausfuhr nach Drittländern oder bei Ein- oder Ausfuhren im innergemeinschaftlichen Handel zu  erheben ist:-  zusätzliche Vorschrift 5 zu Kapitel 2,-  zusätzliche Vorschrift 4 zu Kapitel 4,-   zusätzliche Vorschrift 3 zu Kapitel 10 und-  zusätzliche Vorschrift 3 zu Kapitel 11.      (3)     Währungsausgleichsbeträge, die für Gemische (Mischungen) der Kapitel 2, 10 und 11 des Gemeinsamen  Zolltarifs gewährt werden können, werden wie folgt berechnet:a)  für Gemische, bei denen ein  Bestandteil mindestens 90 Gewichtshundertteile ausmacht, ist der Satz dieses Bestandteils  anzuwenden;b)für andere Gemische ist der Satz des Bestandteils anzuwenden, der den niedrigsten  Währungsausgleichsbetrag ergibt. Falls für ein oder mehrere Bestandteile keine  Währungsausgleichsbeträge festgesetzt sind, werden für die Gemische keine Währungsausgleichsbeträge  gewährt. (4)    Bei der Berechnung von Währungsausgleichsbeträgen für Warenzusammenstellungen ist  jeder Bestandteil als gesondertes Erzeugnis anzusehen. (5)    Die Absätze 1 bis 4 finden keine  Anwendung auf Mischungen oder Warenzusammenstellungen, für die besondere Berechnungsregeln gelten.  Artikel 32Die Verordnung (EWG) Nr. 1371/81 wird aufgehoben. Artikel 33Diese Verordnung tritt am  1. Januar 1986 in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich  und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Brüssel, den 11. November 1985 Für die Kommission  Frans ANDRIESSEN Vizepräsident                                                  (1)  ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 6. (2)  ABl. Nr. L 138 vom 25. 5. 1981, S. 1. (3)  ABl. Nr. L 152 vom 8. 6. 1984, S. 34. (4)  ABl. Nr. L 323 vom 29. 11. 1980, S. 1. (5)  ABl. Nr. L 323 vom 29. 11. 1980, S. 7. (6)  ABl. Nr. L 148 vom 28. 6. 1968, S. 13. (7)ABl. Nr. L 137 vom 27. 5. 1985, S. 5. (8)ABl. Nr. L 177 vom 1. 7. 1981, S. 4. (9)ABl. Nr. L 151 vom 10. 6. 1985, S. 1. (10)ABl. Nr. L 281 vom 1. 11. 1975, S. 1. (11)ABl. Nr. L 107 vom 19. 4. 1984, S. 1. (12)ABl. Nr. L 317 vom 12. 12. 1979, S. 1. (13)ABl. Nr. L 65 vom 6. 3. 1985, S. 5. (14)ABl. Nr. L 87 vom 1. 4. 1980, S. 42. (15)ABl. Nr. L 166 vom 24. 6. 1981, S. 9. (1)  ABl. Nr. L 89 vom 2. 4. 1976, S. 1. (2)ABl. Nr. L 38 vom 9. 2. 1977, S. 20. (3)ABl. Nr. L 124 vom 9. 5. 1985, S. 19. (4)ABl. Nr. L 246 vom 27. 9. 1977, S. 1. (5)ABl. Nr. L 175 vom 12. 7. 1979, S. 1. (6)ABl. Nr. L 186 vom 30. 6. 1982, S. 1. (7)ABl. Nr. L 197 vom 3. 8. 1979, S. 1. (8)ABl. Nr. L 345 vom 20. 12. 1980, S. 1. (9)ABl. Nr. L 105 vom 23. 4. 1983, S. 1. (10)ABl. Nr. L 2 vom 4. 1. 1984, S. 1. (11)ABl. Nr. L 94 vom 6. 8. 1968, S. 13. (12)  ABl. Nr. L 133 vom 4. 6. 1969, S. 6. (13)  ABl. Nr. L 366 vom 28. 12. 1978, S. 28. (14)  ABl. Nr. L 143 vom 29. 6. 1971, S. 28. (15)  ABl. Nr. L 223 vom 16. 8. 1976, S. 17. (16)  ABl. Nr. L 354 vom 30. 12. 1974, S. 57. (17)  ABl. Nr. L 146 vom 2. 6. 1978, S. 19. (18)  ABl. Nr. L 179 vom 17. 7. 1979, S. 31. (19)  ABl. Nr. L 205 vom 13. 8. 1979, S. 19. (20)  ABl. Nr. L 83 vom 30. 3. 1981, S. 40. (1)  ABl. Nr. L 62 vom 7. 3. 1980, S. 5. (1)  ABl. Nr. L 105 vom 23. 4. 1983, S. 1. (2)  ABl. Nr. L 105 vom 23. 4. 1983, S. 38. (1)  ABl. Nr. L 166 vom 4. 7. 1977, S. 1.