CELEX: 51999PC0328
Language: de
Date: 1999-07-01
Title: Vorschlag für einen Beschluß des Rates über den Abschluß eines Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit Stromsparzeichen

Avis juridique important

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51999PC0328

Vorschlag für einen Beschluß des Rates über den Abschluß eines Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit Stromsparzeichen  /* KOM/99/0328 endg. - CNS 99/0135 */  

Amtsblatt Nr. C 274 E vom 28/09/1999 S. 0016 - 0036

Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluß eines Abkommenszwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit StromsparzeichenBEGRÜNDUNG1. Bürogeräte (Computer, Bildschirme, Faxgeräte, Scanner, Kopierer und Drucker) kommen für einen Grossteil des Stromverbrauchs des tertiären Sektors auf. Der Stromverbrauch von Bürogeräten beträgt gegenwärtig etwa 50 TWh pro Jahr. Zudem weist in der Gemeinschaft diese Stromlast mit das stärkste Wachstum auf, da sie in dem am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektor, nämlich im Dienstleistungssektor, auftritt und durch eine immer weitere Verbreitung der Informationstechnolgie (z. B. Internet usw.) verursacht wird. Die Kommission hat im Rahmen des Programms SAVE [1] Maßnahmen zur Drosselung des Stromverbrauchs aller grösseren Endnutzergeräte, so auch Heimgeräte (z. B. Kühlschränke), Ausrüstungen für den Dienstleistungssektor (z. B. externe Steckernetzteile) und industrieller Ausrüstungen (z. B. Elektromotoren) getroffen. Im Rahmen des Programms SAVE wurde besonderer Wert darauf gelegt, die effizientesten und kostengünstigsten Energiesparmaßnahmen zu treffen, den Nutzen für den Verbraucher zu maximieren und die Folgen für die Hersteller so gering wie möglich zu halten. Diese Maßnahmen umfassen Mindesteffizienz-Normen, Stromsparzeichen und andere Maßnahmen zur Unterrichtung der Verbraucher sowie die Vereinbarungen. Bei Bürogeräten lassen sie die Energieeinsparungen am effizientesten mit Vorrichtungen erzielen, die die Leerlaufverlustleistung im Standby-Modus [2] spürbar drosseln.[1] 	ABl. L 307 vom 8.11.1991, S. 34 - Entschiedene Maßnahmen für eine effizientere Energienutzung. Am 16. Dezember 1996 hat der Rat eine Entscheidung über ein weiteres Mehrjahresprogramm erlassen (SAVE II)  ABl. L 335 vom 24.12.1996.[2] 	Die Leistung eines durchschnittlichen PCs mit Bildschirm, der im Betriebszustand bis zu 200 KWh aufnimmt, kann mit einer geeigneten Energiespareinrichtung auf 50 W oder weniger gedrosselt werden.2. Nach Meinung der Mitgliedstaaten und unabhängiger Sachverständige lasse sich die Stromaufnahme von Bürogeräten am besten mit Hilfe freiwilliger Programme zur Kennzeichnung der energiesparendsten Bürogeräte mit Stromsparzeichen verringern. Darüber hinaus haben diese Sachverständigen folgendes festgestellt: 	Infolge der sich überschlagenden technischen Entwicklung unterliege der Sektor Bürogeräte einem raschen Produktwandel. Um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, solle deshalb ein freiwilliges Programm auf der Grundlage der Eigenbewertung durch die Hersteller vorgeschlagen werden. 	Da Bürogeräte weltweit gehandelt werden (die in einem Land hergestellten Bildschirme werden weltweit vermarktet) bedürfe es im Interesse der Hersteller dringend einer Harmonisierung der Energiesparbestimmungen, Testverfahren und Stromsparzeichen, damit nicht eine eine Vielzahl unvereinbarer technischer Kriterien erfuellt werden müssen. 	Mit Hilfe stromsparender Bürogeräte könne die Leerlaufverlustleistung im Standby-Betrieb gedrosselt werden; die Benutzer bzw. die EDV-Manager der Firmen müssten das Ihre tun, damit diese Vorrichtungen Verbreitung finden [3]; daher sei es notwendig, für Stromsparzeichen aufwendige PR-Aktionen durchzuführen, um die Benutzer über die Energiesparvorrichtungen aufzuklären.[3] 	Nach der im Auftrag der Kommission durchgeführten jüngsten Erhebung weisen nur rund 10% der gewerblich genutzten PCs und Monitore Energiesparfunktionen auf. 	Das US-amerikanische Bundesumweltamt (EPA) habe 1993 ein freiwilliges Programm zur Kennzeichnung von Bürogeräten mit einem Stromsparzeichen, das sogenannte Energy Star-Programm, aufgelegt. Dieses Programm sei von Anfang an ein grosser Erfolg gewesen und habe bei den Herstellern so grossen Anklang gefunden, daß die meisten von ihnen Stromsparfunktionen eingeführt hätten, und habe schließlich das Bewusstsein der Verbraucher für die Ruhestromverbrauchsverluste von Bürogeräten geschärft.3. Angesichts dessen kam die Kommission im Einklang mit den Mitgliedstaaten und den europäischen Herstellern zu dem Schluß, daß es zur Verringerung der Stromaufnahme von Bürogeräten am besten sei, das Energy-Star-Programm in der Gemeinschaft einzuführen. Damit würde folgendes erreicht: i) Volle Nutzung der Vorteile eines bereits im Gemeinschaftsmarkt gut bekannten Stromsparzeichens; ii) Maximierung der Beteiligung der Hersteller und deren aktiven Mitwirkung bei der Förderung von Energieeinsparungen und iii) Verwendung eines wohlbekannten Gütezeichens zur Aufklärung der Verbraucher über die Energiesparfunktion. Darüber hinaus wäre dies für die Unternehmen in der Gemeinschaft eindeutig von Nutzen. Die Anforderungen an das Stromsparzeichen "ENERGY STAR" sind nämlich faktisch als Norm für Bürogeräte, die in den USA auf den Markt kommen sollen, bereits vorgeschrieben. Darüber hinaus waren die Anforderungen an den "ENERGY STAR" im Begriff, sich zu einem weltweiten (und damit auch gemeinschaftsweiten) Standard zu entwickeln, und zwar ohne europäisches Zutun. Die Kommission hat klargestellt, daß die Einführung des ENERGY STAR als Gemeinschaftszeichen für Bürogeräte nur in Frage komme, wenn die Gemeinschaft gleichberechtigter Partner der US-Behörden bei der Durchführung des Programms und der Aufstellung der technischen Anforderungen sei. Zudem müsse dies in einem verbindlichen Abkommen zwischen der Gemeinschaft und den USA verankert werden. Seinerzeit hatte auch Japan Interesse daran bekundet, einem solchen Übereinkommen beizutreten. Zu diesem Zweck wurde nach Sondierungsgesprächen erwogen, ein dreiseitiges Übereinkommen auszuhandeln und abzuschließen.4. So hatte die Kommission am 14. Februar 1996 um Vollmacht [4] für die Aushandlung eines Übereinkommens mit den USA und Japan zur Koordinierung des Programms zur Kennzeichnung energiesparender Bürogeräte mit dem Stromsparzeichen ersucht. Im September 1996 hatte der Rat die Kommission ermächtigt [5], ein entsprechendes Übereinkommen mit den USA und Japan auszuhandeln und eine Reihe von Verhandlungsleitlinien genehmigt. Im Anfangsstadium der Verhandlung stellte sich dann heraus, daß Japan nicht an einem verbindlichen mehrseitigen Übereinkommen interessiert war, da es bereits ein Verwaltungabkommen mit den USA geschlossen hatte. So beschloß Japan im Februar 1998, die Verhandlungen aufzustecken. Daraufhin hat die Kommission den Rat von dieser Veränderung unterrichtet. Obwohl ein dreiseitiges Abkommen eine bessere Gewähr gegen ein Übergewicht der USA geboten und den Interessen der europäischen Wirtschaftsteilnehmern besser gedient hätte, bietet nach Auffassung der Kommission ein zweiseitiges Abkommen nach wie vor beträchtliche Vorteile und sollte daher weiter angestrebt werden. Die Arbeitsgruppe Energie des Rates wurde dementsprechend unterrichtet und die Kommission weiter befugt, die Verhandlungen mit den USA über ein bilaterales Abkommen mit dem gleichen Mandat fortzusetzen.[4] 	SEK(96) 224 endg.[5] 	Dok. 9485/1/96 ENER 120 ENV 280 RELEX 30 REV1.5. Die Verhandlungsposition der Gemeinschaft musste der Gemeinschaftspolitik vollends Rechnung tragen, vor allem ihrer Energie-, Umwelt- und Weltmarktpolitik. Die Verhandlungen mündeten in das beiliegende Abkommen, das im Wege eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika abgeschlossen werden soll. Der vorliegende Vorschlag würde insbesondere einen Beitrag für die Verringerung der CO2-Emissionen leisten und den Benutzern von Bürogeräten beträchtliche finanzielle Einsparungen bescheren. Die Interessen der EU-Wirtschaftsteilnehmer sind vollends gewahrt, und die gemeinschaftliche Elektronikindustrie unterstützt vorbehaltlos die Annahme dieses Vorschlags. Was die Mittel und Modalitäten der Durchführung des Programms ENERGY STAR in der Gemeinschaft betrifft, so wird die Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung des Rates über ein gemeinschaftliches Programm zur Kennzeichnung von Bürogeräten vorlegen. Der Vorschlag für eine Ratsverordnung wird den Bestimmungen dieses Vorschlags Rechnung tragen.6. Angesichts dessen möge der Rat-	das beigefügte Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung der Programme zur Kennzeichnung mit Stromsparzeichen schließen und- den Präsidenten des Rates ermächtigen, die Person zu bestellen, die befugt ist, dieses Abkommen rechtsverbindlich für die Gemeinschaft zu unterzeichnen.Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Abschluß eines Abkommenszwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit StromsparzeichenDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130, in Verbindung mit Artikel 300 Absatz 2 erster Satz,gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 300 Absatz 4,auf Vorschlag der Kommissionnach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,IN ERWAEGUNG NACHSTEHENDER GRÜNDE:(1) Bei einer gründliche Untersuchung des energetischen Wirkungsgrades von Bürogeräten hat es sich gezeigt, daß ein freiwilliges Programm zur Öko-Kennzeichnung von Bürogeräten die kostengünstigste Möglichkeit zur Erzielung potentieller Energieeinsparungen darstellt. Die betreffende Studie belegt, daß eine internationale Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen solche Energieeinsparungen erleichtert und eine gerechte Vergleichbarkeit zwischen gleichartigen Produkten gewährleistet.(2) Der internationale Handel sollte erleichtert und die Last der ordnungspolitischen Auflagen für die Betreiber verringert, gleichzeitig aber möglichst viel Energie eingespart werden.(3) Der Rat hat die Kommission ermächtigt, mit Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika ein Abkommen auszuhandeln. Japan hat die Verhandlungen offiziell aufgesteckt. Die Vorteile des Abschlusses eines bilateralen Abkommens sind offenkundig.(4) Mit den Vereinigten Staaten wurde ein Abkommen ausgehandelt -BESCHLIESST:Artikel 1Das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit Stromsparzeichen wird im Namen der Gemeinschaft genehmigt. Der Wortlaut dieses Abkommens ist diesem Beschluß beigefügt.Artikel 2Der Rat ermächtigt die Kommission, im Namen der Europäischen Gemeinschaft gemäß den Verfahren von Artikel IX und X des Abkommens Änderungen zu diesem Abkommen zu verabschieden.Artikel 3Der Präsident des Rates wird ermächtigt, die Person zu bestellen, die befugt ist, das in Artikel 1 genannte Abkommen rechtsverbindlich für die Europäische Gemeinschaft zu unterzeichnen.Geschehen zu Brüssel am  Im Namen des Rates Der PräsidentANHANG Abkommen zwischender Europäischen Gemeinschaft und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über die Koordinierung von Programmen zur Kennzeichnung mit StromsparzeichenDie europäische Gemeinschaft und die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, nachstehend "die Parteien" genannt, möchten durch Förderung des Angebots an stromsparenden Geräten und der entsprechenden Nachfrage ein Hoechstmaß an Energieeinsparung und Umweltschutz verwirklichen. Zu diesem Zweck haben sie folgendes Abkommen geschlossen:Artikel IAllgemeine Grundsätze1. Die Parteien verwenden eine Reihe gemeinsamer Stromspar-Spezifikationen und ein gemeinsames Emblem als konsequente Zielvorgabe für die Hersteller zur Stärkung der Effizienz ihrer individuellen Bemühungen um eine Steigerung des Angebots und der Nachfrage nach Geräten dieser Art.2. Die Parteien verwenden das internationale Emblem des ENERGY STAR für die Kennzeichnung normgerechter stromsparender Geräte der in Anhang C aufgeführten Kategorien.Artikel IIBegriffsbestimmungen1. Für die Zwecke dieses Abkommens gelten folgende Begriffsbestimmungen: (a) "ENERGY STAR": die in den USA eingetragene, im Anhang A bezeichnete Dienstleistungsmarke, deren Inhaber das Umweltbundesamt der USA ist; (b) "internationales Emblem": das in den USA eingetragene, im Anhang A bezeichnete Gütezeichen, dessen Inhaber das amerikanische Umweltbundesamt ist; (c) "Energy Star-Marken": der Name "ENERGY STAR" und das zugehörige internationale Emblem sowie jedwede Version dieser Marken, wie sie von den nachstehend definierten Verwaltungsorganen oder Programmteilnehmern etwa entwickelt oder geändert werden, einschließlich der in Anhang A genannten Zeichen oder Kennzeichnungen, die von der Europäischen Gemeinschaft zur Umsetzung der Bestimmungen dieses Abkommens angenommen werden; (d) "Energy Star-Kennzeichnungsprogramm": ein von einem Verwaltungsorgan verwaltetes Programm zur Verwendung gemeinsamer Stromsparspezifikationen, -marken und -leitlinien, die für bestimmte Gerätkategorien verwendet werden sollen; (e) "Programmteilnehmer": Hersteller, Verkäufer oder Wiederverkäufer von normgerechten stromsparenden Geräten, die sich kraft Eintragung oder Abschluß einer Vereinbarung mit dem Verwaltungsorgan der jeweiligen Partei am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm beteiligen; (f) "Spezifikationen": die in Anhang C verankerten Stromspar- und Leistungsanforderungen, einschließlich Testverfahren, die von den Verwaltungsorganen und Programmteilnehmern zur Feststellung der Normgerechtheit stromsparender Geräte verwendet werden.Artikel IIIVerwaltungsorganeHiermit bestellt jede Partei ein für die Durchführung dieses Abkommens zuständiges Verwaltungsorgan (die "Verwaltungsorgane"). Die Europäische  Gemeinschaft bestellt die Kommission der Europäischen Gemeinschaften ("Kommission") zu ihrem Verwaltungsorgan. Die Vereinigten Staaten von Amerika bestellen das amerikanische Umweltbundesamt zu ihrem Verwaltungsorgan.Artikel IVVerwaltung des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms1. Jedes Verwaltungsorgan verwaltet das ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm für die in Anhang C aufgeführten Kategorien stromsparender Geräte nach Maßgabe der Bestimmungen und Bedingungen dieses Anhangs. Zur Programmverwaltung gehört auch die Registrierung der Programm-Teilnehmer auf freiwilliger Basis, die Führung eines Verzeichnisses der Programmteilnehmer und der normgerechten Geräte sowie die Durchsetzung der Bestimmungen der in Anhang B verankerten Leitlinien für die Verwendung des internationalen Emblems.2. Das Energy Star-Kennzeichnungsprogramm stützt sich auf die in Anhang C verankerten Spezifikationen.3. Jedes Verwaltungsorgan trifft effiziente Maßnahmen zur Aufklärung der Verbraucher über die ENERGY STAR-Marken nach Maßgabe der in Anhang B verankerten Leitlinien für die Verwendung des internationalen Emblems. Zu diesen Maßnahmen gehört die Unterrichtung der Verbraucher über die Vorteile der Anschaffung normgerechter stromsparender Geräte sowie die Durchführung von Marketing- bzw. Aufklärungskampagnen zur Stimulierung der Marktnachfrage nach derart gekennzeichneten Geräten.4. Jedes Verwaltungsorgan trägt die Kosten für alle seine abkommensbedingten Aktivitäten.Artikel VTeilnahme am ENERGY- STAR-Kennzeichnungsprogramm1. Hersteller, Verkäufer oder Wiederverkäufer, die sich am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm beteiligen möchten, müssen sich bei dem betreffenden Verwaltungsorgan der jeweiligen Partei als Programmteilnehmer registrieren lassen.2. Die Programmteilnehmer sind befugt, das internationales Emblem zur Kennzeichnung normgerechter, in ihrem Werk oder durch ein unabhängiges Testlabor geprüfter Geräte, die die in Anhang C genannte Spezifikationen erfuellen, zu verwenden und die Normgerechtheit des Geräts selbst zu bescheinigen.3. Die Registrierung eines Teilnehmers am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm durch das Verwaltungsorgan einer Partei wird vom Verwaltungsorgan der jeweils anderen Partei anerkannt.4. Zur Vermeidung von Schwierigkeiten bei der Anerkennung der Teilnehmer am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm gemäß dem vorstehenden Absatz 3 arbeiten die Verwaltungsorgane bei der Führung gemeinsamer Listen aller Programmteilnehmer und normgerechten Geräte zusammen.5. Ungeachtet der eigenständigen Zertifizierung gemäß dem vorstehenden Absatz 2 behält sich jedes Verwaltungsorgan vor, Geräte, die in ihrem Hoheitsgebiet (im Falle der Kommission im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft) verkauft werden oder wurden, daraufhin zu untersuchen oder anderweitig zu prüfen, ob sie auf Erfuellung der in Anhang C verankerten Spezifikationen zertifiziert wurden. Die Verwaltungsorgane unterrichten und unterstützen einander nach besten Kräften, um sicherzustellen, daß jedes das internationales Emblem führende Geräte die Spezifikation gemäß Anhang C erfuellen.Artikel VIProgrammkoordinierung zwischen den Parteien1. Die Parteien setzen zur Überprüfung der Durchführung dieses Abkommens einen technischen Ausschuß ein, der sich aus Vertretern ihrer jeweiligen Verwaltungsorgane zusammensetzt.2. Der technische Ausschuß tritt regelmässig zusammen, um die Durchführung und Verwaltung des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms, die Spezifikationen des Anhangs C, die davon abgedeckten Geräte, die Verbraucheraufklärungskampagnen und den Fortschritt bei der Verwirklichung der Abkommensziele zu prüfen.3. Dritte (einschließlich anderer Regierungen und Industrievertreter) können den Sitzungen des technischen Ausschusses als Beobachter beiwohnen, soweit von den beiden Verwaltungsorganen nichts Gegenteiliges beschlossen wird.Artikel VIIRegistrierung der ENERGY STAR-Marken1. Das amerikanische Umweltbundesamt als Inhaber der ENERGY STAR-Marken ist befugt, in der Europäischen Gemeinschaft die Registrierung der Marken zu betreiben. Die Kommission verzichtet darauf, die Registrierung der ENERGY STAR-Marken, auch in abgewandelter Form, in welchem Land auch immer zu betreiben oder zu erlangen.2. Für den Fall der Registrierung der Marken in der Europäischen Gemeinschaft oder einem ihrer Mitgliedstaaten durch das amerikanische Umweltbundesamt verzichtet das amerikanische Umweltbundesamt darauf, die abkommensgemässe Verwendung des Zeichens oder der Marke gemäß Anhang A als mißbräuchliche Verwendung dieser Marken anzusehen.Artikel VIIIDurchsetzung und Normverstoß1. Zum Schutz der ENERGY STAR-Marken gewährleistet jedes Verwaltungsorgan die vorschriftsgemässe Verwendung der ENERGY STAR-Marken in seinem Hoheitsgebeit (im Falle der Kommission im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft). Jedes Verwaltungsorgan stellt sicher, daß die ENERGY STAR-Marken ausschließlich in dem in Anhang A wiedergegebenen Format verwendet werden. Jedes Verwaltungsorgan stellt sicher, daß die ENERGY STAR-Marken ausschließlich so verwendet werden, wie in den Leitlinien für die Verwendung des internationalen Emblems gemäß Anhang B spezifiziert. Zu diesem Zweck ist wie folgt zu verfahren:2. Im Falle der Verwendung einer nichtnormgerechten Marke oder im Falle der Auszeichnung von nicht die Spezifikationen des Anhangs C erfuellenden Geräten mit ENERGY STAR-Marken trägt jedes Verwaltungsorgan dafür Sorge, daß gegen die betreffenden Programmteilnehmer unverzueglich in geeigneter Form vorgegangen wird. Zu diesem Zweck können unter anderem folgende Maßnahmen getroffen werden: (a) Der Programmteilnehmer wird schriftlich davon unterrichtet, daß er gegen die Bestimmungen des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms verstossen hat. (b) Es werden Beratungen zur Ausarbeitung eines Plans zur Wiedeherstellung der Normgerechtheit aufgenommen. (c) Kann Normgerechtheit nicht erzielt werden, ist die Eintragung des Programmteilnehmers gegebenenfalls aus dem Verzeichnis zu löschen.3. Jedes Verwaltungsorgan trifft alle notwendigen sachdienlichen Vorkehrungen zur Beendigung der unzulässigen Verwendung der ENERGY STAR-Marken oder der Verwendung einer nichtnormgerechten Marke durch Unbefugte. Zu diesem Zweck können unter anderem folgende Maßnahmen getroffen werden: (a) Wer die ENERGY STAR-Marken unbefugt verwendet, wird schriftlich über die Anforderungen des ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramms und die Leitlinien für die vorschriftsgemässe Verwendung des internationalen Emblems unterrichtet. (b) Der Betreffende wird aufgefordert, an dem Programm teilzunehmen und seine normgerechten Geräte registrieren zu lassen.4. Jedes Verwaltungsorgan unterrichtet das Verwaltungsorgan der anderen Partei über jedwede mißbräuchliche Verwendung der ENERGY STAR-Marken, die ihm bekannt sind, sowie über die getroffenen Gegenmaßnahmen.Artikel IXVerfahren zur Änderung des Abkommens und seiner Anhänge A und B sowie zur Aufnahme weiterer Anhänge1. Jedes Verwaltungsorgan kann Änderungen zu diesem Abkommen und seiner Anhänge A und B sowie die Aufnahme neuer Anhänge zu dem Abkommen vorschlagen.2. Änderungsanträge sind schriftlich zu stellen und werden auf der darauffolgenden Sitzung des technischen Ausschusses erörtert, sofern sie dem jeweils anderen Verwaltungsorgan mindestens sechzig Tage vor dem betreffenden Sitzungstermin übermittelt wurden.3. Änderungen zu diesem Abkommen sowie den Anhängen A und B sowie Beschlüsse über die Aufnahme weiterer Anhänge erfolgen im gegenseitigen Einvernehmen beider Verwaltungsorgane.Artikel XModalitäten des Verfahrens zur Änderung des Anhangs C1. Das Verwaltungsorgan, das eine Änderung des Anhangs C zwecks Überarbeitung der geltenden Spezifikationen oder die Aufnahme einer neuen Gerätkategorie anstrebt ("vorschlagendes Verwaltungsorgan") verfährt nach den Modalitäten des Artikels IX Absätze 1 und 2 und nimmt in seinen Vorschlag folgendes auf: (a) Beleg dafür, daß die Überarbeitung der Spezifikationen oder die Aufnahme der neuen Gerätkategorie eine spürbare Energieeinsparung bewirkt; (b) Anhaltspunkte dafür, daß nach dem Stand der Technik eine kosteneffiziente Energieeinsparung ohne Abstriche an der Leistungsfähigkeit der Geräte möglich ist; (c) Information über die geschätzte Anzahl von Gerätemodellen, die der vorgeschlagenen Spezifikation gerecht werden, mit ungefährer Angabe der von ihnen gehaltenen Marktanteile; (d) Information über die Haltung der Hersteller, die von der vorgeschlagenen Änderung möglicherweise betroffen sind, und (e) Vorschlag für das effektive Inkrafttreten der neuen Spezifikationen unter Berücksichtigung von Gerätelebensdauer und Produktionszyklen.2. Die von beiden Verwaltungsorgangen angenommenen Änderungsvorschläge treten zu einem einvernehmlich von beiden festgesetzten Zeitpunkt in Kraft.3. Ist nach Eingang des gemäß Artikel IX Absätze 1 und 2 gemachten Vorschlags das andere Verwaltungsorgan ("das Widerspruch einlegende Verwaltungsorgan") der Auffassung, daß der Vorschlag nicht die im vorstehenden Absatz 1 genannten Anforderungen erfuellt oder andere Einwände gegen den Vorschlag erhebt, so teilt es dem vorschlagenden Verwaltungsorgan unverzueglich (in der Regel in der darauffolgenden Sitzung des technischen Ausschusses) schriftlich seinen Einwand unter Beifügung aller zur Verfügung stehenden Informationen mit, auf die sich sein Einwand stützt, zum Beispiel den Nachweis, daß der Vorschlag für den Fall seiner Annahme folgendes bewirken würde: (a) unverhältnismässige, wettbewerbswidrige Stärkung der Marktstellung eines Unternehmens oder einer Unternehmensgruppe; (b) Untergrabung der allumfassenden Unternehmensbeteiligung am ENERGY STAR-Kennzeichnungsprogramm; (c) Kollision mit seinen Rechtsvorschriften oder (d) Auferlegung schwerfälliger technischer Anforderungen.4. Die Verwaltungsorgane bemühen sich nach Kräften, um in der ersten auf den Vorschlag folgenden Sitzung des technischen Ausschusses Einigung über die vorgeschlagene Änderung zu erzielen. Gelingt es den Verwaltungsorganen nicht, sich in dieser Sitzung über den Änderungsvorschlag zu einigen, so sind sie gehalten, sich noch vor der darauffolgenden Sitzung des technischen Ausschusses schriftlich zu einigen.5. Ist es den Parteien bis zum Ende der darauffolgenden Sitzung des technischen Auschusses nicht gelungen, Einigung zu erzielen, so zieht das vorschlagende Verwaltungsorgan seine Vorschläge zurück. Hinsichtlich der Vorschläge zur Überarbeitung der geltenden Spezifikaiton wird das betreffende Gerät zu dem von den Verwaltungsbehörden schriftlich vereinbarten Zeitpunkt aus dem Anhang C gestrichen. Alle Programmteilnehmer sind von dieser Änderung und von den Verfahren, die zur Durchführung dieser Änderung befolgt werden müssen, zu unterrichten.Artikel XIAllgemeine Bestimmungen1. Andere Programme zur Förderung von Umweltzeichen unterfallen nicht diesem Abkommen und können von jeder der beiden Parteien aufgelegt und angenommen werden.2. Alle abkommensrelevanten Aktivitäten unterliegen den Rechts- und Verwaltungsvorschriften einer jeden Partei und sind an die Bereitstellung von Ressourcen gebunden.3. Dieses Abkommens lässt Rechte und Pflichten einer Partei aus bilateralen, regionalen oder multilateralen Übereinkünften, die vor dem Inkrafttreten dieses Abkommens geschlossen wurden, unberührt.4. Unbeschadet der anderen Bestimmungen dieses Abkommens ist jedes Verwaltungsorgan befugt, Programmteilnehmer in bezug auf nicht in Anhang C aufgeführte Geräte zu registrieren, die zu ihrem heimischen Kennzeichnungsprogramm gehören, und keine der beiden Parteien behindert die Einfuhr, Ausfuhr, den Verkauf oder den Vertrieb eines Geräts, weil es das Energieeffizienzzeichen des Verwaltungsorgans der anderen Partei trägt.Artikel XIIInkrafttreten und Laufzeit1. Dieses Abkommen tritt zu dem Zeitpunkt in Kraft, an dem jede der beiden Parteien der anderen schriftlich mitgeteilt hat, daß ihre jeweiligen, für das Inkrafttreten erforderlichen innerstaatlichen Verfahren abgeschlossen sind.2. Dieses Abkommen wird zunächst für fünf Jahre geschlossen. Spätestens ein Jahr vor Ablauf dieses ersten Fünfjahreszeitraums treten die Parteien zusammen, um die Verlängerung dieses Abkommens zu erörtern.Artikel XIIIBeendigung1. Dieses Abkommen kann von jeder Partei mit einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt werden.2. Im Falle der Beendigung oder Nichtverlängerung dieses Abkommens unterrichten die Verwaltungsorgane alle von ihnen registrierten Programmteilnehmer über die Beendigung des gemeinsamen Programms. Darüber hinaus teilen die Verwaltungsorgane den Programmteilnehmern mit, daß sie zur Kenntnis genommen haben, daß jedes Verwaltungsorgan die Kennzeichnung im Rahmen zweier unterschiedlicher Einzelprogramme fortsetzen kann. In diesem Fall nimmt die Europäische Kommission von der Verwendung der ENERGY STAR-Marken Abstand. Die Kommission stellt sicher, daß sie selbst, die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und jeder von ihr registrierte Programmteilnehmer die Verwendung der ENERGY STAR-Marken zu dem von den Verwaltungsorganen schriftlich vereinbarten Zeitpunkt einstellen. Die in diesem Artikel XIII Absatz 2 verankerten Verpflichtungen erlöschen nicht mit der Beendigung des Abkommens.Geschehen zu  ................................, am ............................ 1998.Für die Europäische Gemeinschaft: Für die Vereinigten Staaten von Amerika:................................................. ................................................Name  NameANHANG AEnergy Star internationales Embleminternationales Emblem: Schwarz-Weiß>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>internationales Emblem: Farben>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>ANHANG BLeitlinien für die vorschriftsgemässe Verwendung des Namens und des internationalen Emblems des ENERGY STARDer Name und das internationale Emblem des Energy Star sind in den USA eingetragene Marken des Umweltbundesamtes der USA. Als solche dürfen dieser Name und dieses Stromsparzeichen nur nach Maßgabe der folgenden Leitlinien und den Vereinbarungen beziehungsweise des von den Programmteilnehmern am Energy Star-Kennzeichnunsprogramm unterzeichneten Anmeldeformulars der EU-Kommission verwendet werden. Diese Leitlinien sind den für die Vorbereitung von Energy Star-Material  bei Ihnen Verantworlichen zu übermitteln.Das Umweltbundesamt der USA (und die Europäische Kommission im Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union) wachen über die vorschriftsgemässe Verwendung des Namens und des Stromsparzeichens Energy Star. Diese Aufgabe umfasst die Überwachung der Verwendung dieser Marken auf dem Markt und das direkte Tätigwerden gegenüber jedweder Organisationen, die diese vorschriftswidrig oder unbefugterweise verwendet. Die Auswirkungen der mißbräuchlichen Verwendung der Zeichen können die Aufkündigung der Teilnahme der Teilnehmer am Energy Star-Kennzeichnungsprogramm nach sich ziehen und im Falle der Einführung von vorschriftswidrig gekennzeichneten Geräten in die USA deren etwaige Beschlagnahme durch die US-Zollbehörden.1. EinführungDer Name Energy Star darf für allgemeine Aufklärungszwecke verwendet werden. Der Name darf verwendet werden, wenn das Kennzeichnungsprogramm  Energy Star beschrieben wird, so in einer besonderen Informationsbroschüre, in einem Mitteilungsblatt, einem Jahresbericht oder einem Artikel, der Aufschluß gibt über die Programmeinzelheiten und -auflagen (weitere Informationen hierzu im nachstehenden Abschnitt II).Das internationale Emblem darf als Gütezeichen für bestimmte Geräte verwendet werden, die die in den Energy Star-Vereinbarungen oder in dem Anmeldeformular der Europäischen Kommission enthaltenen Spezifikationen erfuellen (weitere Informationen hierzu im nachstehenden Abschnitt III).2. Allgemeine Verwendung des Namens Energy Star zu aufklärungszweckenDie Programmteilnehmer sind befugt, den Namen Energy Star in allgemeinen Aufklärungs- bzw. Informationsbroschüren über das Programm Energy Star zu verwenden. Dazu zählen Broschüren, Mitteilungsblätter, Zeitungsartikel, Jahresberichte usw.3. Verwendung des internationalen Emblems durch Programmpartner3.1. Verwendung des internationalen Emblems für GeräteDas internationale Emblem ist ein Gütezeichen und darf nur als Bescheinigung darüber verwendet werden, daß bestimmte Geräte nachweislich die Spezifikationen des Kennzeichnungsprogramms Energy Star erfuellen. Für diese spezifischen Geräte darf das Stromsparzeichen direkt auf dem Gerät oder auf mit dem Gerät in Verbindung stehendem Material, wie Verpackungen oder Einleger erscheinen. Zur Erhaltung der guten Rufs des internationalen Emblems und der Glaubwürdigkeit der Kennzeichnungsprogramme Energy Star muß diese Grundregel unbedingt befolgt werden.Jeder Teilnehmer am Programm Energy Star hat eine Vereinbarung oder das Anmeldeformular der Europäischen Kommission unterzeichnet und haftet damit für die vorschriftsgemässe Verwendung des Stromsparzeichens. Dies umfasst die Verwendung dieses Stromsparzeichen durch ihn selbst, als auch durch seine bevollmächtigten Vertreter, wie Agenturen, Händler usw. Daher sollte der Programmteilnehmer diese Leitlinien für die Verwendung des Emblems jedem Partner übermitteln, der für den Programmteilnehmer Material vorbereitet.3.2. Verwendung des internationale Emblems in der ProduktwerbungBei der Vorbereitung von Druckwerbung oder Broschüren soll das internationale Emblem auf oder unmittelbar neben dem normgerechten Gerät erscheinen. Wenn nur ein Gerät in der Werbung abgebildet ist (und dieses Gerät normgerecht ist), kann das internationale Emblem auch an einer anderen Stelle der Seite erscheinen. Sind jedoch mehrere Geräte abgebildet, so sollte das Stromsparzeichen ausschließlich neben den normgerechten Geräten erscheinen. Das internationale Emblem darf nicht am Fuß oder am Rand der Druckwerbung neben anderen allgemeinen Zeichen erscheinen, solange nicht jedes in der Werbung abgebildete Gerät Energy Star-gerecht ist.Wenn das internationale Emblem in einer allgemeinen Werbung für eine Produktlinie verwendet wird, die nur einige normgerechte Modelle umfasst, soll der Programmteilnehmer dies verbal klarstellen (z. B.: "Gerät X (Modellbezeichnung) erfuellt die Energy Star-Norm") oder jedes normgerechte Modell durch eine besondere Formulierung auszuzeichnen (z. B. Nennung des Punkts "Energy Star-gerecht" in die Liste der Produktmerkmale.Ein Programmteilnehmer darf das internationale Emblem nur dann ohne Bezug zu einem bestimmten Gerät verwenden, wenn er die Öffentlichkeit über den Zertifizierungszweck der Gütezeichen unterrichtet. So darf der Programmteilnehmer etwa folgende Erklärung mit aufnehmen: "Halten Sie bei unseren Geräten Ausschau nach dem internationale Emblem. Die mit diesem Stromsparzeichen gekennzeichneten Modelle erfuellen die Energy Star-Stromsparnorm". Im übrigen dürfen der Name und das Stromsparzeichen auf keinen Fall in einer Weise verwendet werden, die den Schluß zuließe, daß das Umweltbundesamt der USA bzw. die Europäische Kommission sich für das betreffende Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen verbürgen würde.3.3. Versicherung zum internationale EmblemWie in allen Vereinbarungen bzw. im Anmeldeformular der Europäischen Kommission erläutert, muß bei Verwendung des internationalen Emblems durch einen Programmteilnehmer das Stromsparzeichen stets von folgender Versicherung begleitet sein: "Als Teilnehmer am Programm Energy Star hat (Firmenname) sichergestellt, daß unsere Produkte die Energy Star-Stromsparnorm erfuellen". Die Versicherung muß das Stromsparzeichen zwar begleiten, aber nicht unbedingt unmittelbar daneben erscheinen; der Satz kann auch im Rahmen der allgemeinen Erläuterungen erscheinen. Zum Beispiel wie folgt: 	Druckwerbung oder Plakate: Die Versicherung kann zusammen mit anderen Informationen zu Normen, Gütezeichen und Eintragungen am Fuß der Anzeige erscheinen, wo die Geräte von Fremdfirmen anerkannt werden (z. B.: "Gerät X ist ein eingetragenes Gütezeichen von Firma XYZ; als Teilnehmer am Programm Energy Star hat Firma XYZ sichergestellt, daß unsere Produkte die Energy Star-Stromsparnorm erfuellen."). 	In Broschüren und Betriebsanleitungen muß der Satz erscheinen, wenn das Stromsparzeichen erstmals auftaucht und/oder auf der Vorderseite zusammen mit der Anerkennung anderer Gütezeichen. 	Erscheint das Stromsparzeichen direkt auf dem Gerät, so kann der Programmteilnehmer diese Versicherung in die Betriebsanleitung oder auf das Namensschild aufnehmen. 	Erscheint das Stromsparzeichen auf der Warenverpackung, so kann der Programmteilnehmer darauf verzichten, die Versicherung auf die Verpackung aufzunehmen: er sollte sie vielmehr in die Betriebsanweisung oder in andere Verkaufs- und Vermarktungsunterlagen aufnehmen. 	Generell gilt, daß die Schriftgrösse Leserlichkeit gewährleisten muß - Mindestschriftgrösse 2,5 Punkte.4. Wiedergabe des internationalen EmblemsDas internationale Emblem ist in Farbe und Schwarz-Weiß auf CD-ROM in zwei Grafikformaten erhältlich:  .EPS (Encapsulated PostScript) und .BMP (Bitmap). Diese Dateien sind zur Weiterleitung an Ihre Abteilung Verbrauchergrafik bestimmt. Die EPS-Version ist PC- und Mac-tauglich (auf Anfrage kann auch ein TIFF-Format zur Verfügung gestellt werden).Wie in allen Energy Star-Vereinbarungen oder im Anmeldeformular erläutert, darf das internationale Emblem nicht verändert, abgetrennt oder in irgendeiner Weise gesondert verwendet werden. Im einzelnen gilt folgendes: 	Das Emblem darf in seiner Grösse verändert werden, sofern die Grössenverhältnisse erhalten bleiben. 	Die Farben des Vierfarben-Emblems müssen getreu wiedergegeben werden (Vierfarbenprozeß). 	Das Vierfarben-Emblem kann in Schwarz-Weiß mit Graustufen wiedergegeben werden. 	Das vereinfachte Outline- oder Strichgrafik-Emblem kann wie folgt wiedergegeben werden: 	Schwarz oder Weiß auf Volltonfarben; 	Einfarbversion auf einer Hintergrundfarbe Ihrer Wahl; 	Zweifarbenversion mit Farben der Vierfarbenversion, z. B. Blau und Gelb, Grün und Blau, Gelb und Blau.5. Eingetragene GütezeichenDer Name Energy Star und das internationale Emblem sind, wie gesagt, in den USA eingetragene Gütezeichen des Umweltbundesamtes der USA. Bei der Verwendung des Namens Energy Star oder des internationalen Emblems in Informations- und Verkaufsunterlagen muß der Programmteilnehmer folgendes beachten: 	Bei Bezugnahme auf das Programm Energy Star oder auf die Teilnehmer an diesem Programm muß der Name Energy Star stets in grossen Druckbuchstaben erscheinen. Zweckmässigerweise kann für den jeweils ersten Buchstaben eines jeden der beiden Wörter eine geringfügig grössere Schriftgrösse als für die übrigen Buchstaben verwendet werden, z. B. Zwölfpunkteschrift für E und S und Zehnpunkteschrift für die übrigen Buchstaben -  Energy Star. 	Der Programmteilnehmer muß den eingetragenen Status der Gütezeichen durch Aufnahme des Eintragungssymbols ® jedesmal kenntlich machen, wenn der Name Energy Star oder das Stromsparzeichen auf dem US-Markt in einer Broschüre, Werbung, auf Plakaten, Warenverpackungen usw. erscheint (z.B. Energy Star _).  (Es sei darauf hingewiesen, daß in Material, das vom amerkanischen Umweltbundesamt herausgegeben wird, in denen der Begriff Energy Star wiederholt verwendet wird, wie beispielsweise in den Leitlinien für die Verwendung des Stromsparzeichens, das Eintragungsymbol der Lesefreundlichkeit halber nur einmal erscheint.)-UND-Auf dem US-Markt kann der Programmteilnehmer die Erklärung über die Eintragung des Gütezeichens "Energy Star is a U.S. registered mark" mit aufnehmen. Analog zu der Versicherung kann die Gütezeichenerklärung an der für Standardinformationen vorgesehenen Stelle erscheinen (z. B. am Fuß einer Werbung oder eines Plakats, am unteren Rand der betreffenden Seite der Betriebsanleitung oder der Broschüre oder auf der Warenverpackung).6. Andere Energy Star-Embleme (die von der Verwendung für Bürogeräte durch Porgrammteilnehmer ausgeschlossen sind)Das internationale Emblem ist das einzige Gütezeichen, das die Partner für ihre Geräte verwenden dürfen. Diese Emblemversion enthält keinerlei Text oder Akronyme. Eine Diskettenkopie des Ihnen übermittelten Gütezeichens können Sie beim amerikanischen Umweltbundesamt (bei der Europäischen Kommission im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten) anfordern.  Es gibt noch weitere weitere Versionen dieses Gütezeichens, die Ihnen auf dem Markt schon begegnet sein dürften. Diese Embleme sind entweder veraltet oder dürfen nur in Verbindung mit anderen US-amerikanischen Energy Star-Programmen verwendet werden. Folgende Embleme bitte nicht verwenden:VERALTETES EMBLEM  EMBLEM NUR ZUR VERWENDUNG     DURCH TEILNEHMER AN ANDEREN       PROGRAMMEN (HVA, HOMES USW.)>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD> 7. Weitere Ausküngte zur Verwendung des internationalen EmblemsEnergy Star-HotlineIn den USA gebührenfrei: 1-888-STAR-YES (1-888-782-7937)Aus dem Ausland: 202 775-6650Fax: 202 775-6680EUROPÄISCHE KOMMISSIONGeneraldirektion XVIITelefon: + 32 2 295 22 04Fax : + 32 2 296 42 54ANHANG C1. Spezifikationen für PC und Bildschirme1.1. Definitionen1.1.1. Computer: Eine auf oder neben dem Schreibtisch stehende Einzelbenutzereinheit, auch solche im oberen Leistungsbereich, PC, Workstations, Netzcomputer, X-Terminal-Controller sowie PC-gestützte Verkaufsterminals im Einzelhandel. Eine solche Einheit muß von einer Wandsteckdose aus betrieben werden können, aber dies schließt batteriebetriebene Einheiten nicht aus. Diese Definition soll vor allem Computer umfassen, die für die geschäftliche oder private Verwendung verkauft werden.1.1.2. Bildschirm: Ein Anzeigegerät mit Kathodenstrahlröhre (CRT), Flüssigkristallanzeige (LCD) oder anderem System und seine zugehörige Elektronik.  Ein Bildschirm kann getrennt oder ins Computergehäuse einbezogen verkauft werden. Diese Definition soll vor allem Standardbildschirme abdecken, die für die Verwendung mit einem PC bestimmt sind. Für die Zwecke dieser Spezifikation können jedoch auch folgende als Bildschirm gelten: Großrechnerterminals (manchmal "dumme" Terminals genannt), Terminals mit eigener Verarbeitungskapazität für die Verwendung in einer Client/Server-Umgebung (manchmal "intelligente" Terminals genannt) sowie physisch getrennte Anzeigegeräte für Geldausgabeautomaten und Verkaufsterminals im Einzelhandel.1.1.3. Integriertes Computersystem: Systeme, bei denen der Computer und der Bildschirm in einem Gerät vereint sind. Bei solchen Systemen ist das Sichtgerät ins Computergehäuse einbezogen, der Energieverbrauch der beiden Komponenten lässt sich nicht getrennt messen, und das System ist über ein einziges Stromkabel an die Netzsteckdose angeschlossen.1.2. Produktanforderungen für den Erhalt des Energy Star-Emblems der EPA1.2.1. Technische SpezifikationenA. Bildschirme: Ein Energy Star -gerechter Bildschirm muß automatisch in zwei aufeinanderfolgende Energiesparmodi übergehen können. Im ersten, dem "Pause"-Modus (der dem Suspend-Modus unter DPMS ähnelt), darf der Bildschirm nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität höchstens 15 Watt verbrauchen.  Wenn der Bildschirm inaktiv bleibt, muß er nach Anweisungen der CPU in einen zweiten Energiesparmodus übergehen, den "Tiefschlaf"-Modus (der dem Off-Modus unter DPMS ähnelt). Ein Energy Star -gerechter Bildschirm darf in diesem zweiten Energiesparmodus höchstens 8 Watt verbrauchen.  Bildschirme, die automatisch vom aktivem Modus in einen Energiesparmodus von höchstens 8 Watt übergehen können, gelten als die Anforderungen erfuellend.Bei Wiederaufnahme der Benutzeraktivität (z.B. Bewegung der Maus oder Betätigung der Tastatur) muß der Bildschirm automatisch wieder voll betriebsfähig werden.  Wenn ein Programm erforderlich ist, damit der Bildschirm in einen Energiesparmodus übergeht, muß dieses Programm mit dem Bildschirm mitgeliefert werden.B. Computer:  Ein Energy Star-Computer muß folgenden Anforderungen genügen:i Stromverbrauch  Ein Computer, dessen Netzteil eine maximale kontinuierliche Ausgangsnennleistung von höchstens 200 Watt ( 200 W) besitzt, muß nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität automatisch in einen energiesparenden  Pause"-Modus von höchstens 15 Prozent seiner maximalen kontinuierlichen Ausgangsnennleistung übergehen.  Die maximale kontinuierliche Ausgangsnennleistung eines Netzteils ist der Wert, der von einer national anerkannten Prüfstelle (Nationally Recognized Testing Laboratory - NRTL) wie den Underwriters Laboratories (UL), in den Vereinigten Staaten, oder einer europäischen akkreditierten Prüfstelle für Produkte, die bei der Europäischen Kommission registriert ist,  bescheinigt wurde.  Schnittstellen am Systemgehäuse für den Anschluß von Peripheriegeräten, die das Systemnetzteil nicht belasten, werden bei der Berechnung der Wattzahl nicht berücksichtigt.  Ventilatoren und andere Geräte, die für den Betrieb der Einheit notwendig sind, werden bei der Berechnung der Wattzahl berücksichtigt.Damit der Benutzer keine Unannehmlichkeiten empfindet, muß ein Computer im Energiesparmodus bei Wiederaufnahme der Systemaktivität oder beim Empfang eines externen Eingabesignals (z.B. Bewegung der Maus, Betätigung der Tastatur, Eintippen eines Paßwortes, Modem-Interrupt usw.) automatisch "aufwachen" (d.h., in den Betriebs- bzw. aktiven Modus zurückkehren).  Wenn das System  aufwacht", muß der Benutzer automatisch den Zustand zurückfinden, der vor dem Eintritt des Pause-Modus vorlag, d.h. alle Dateien und Softwarepakete, die bei Auslösung des Pause-Modus aktiv waren, müssen wie zuvor auf dem Bildschirm erscheinen.  In den Fällen, in denen ein Zugriffscode oder ein Paßwort erforderlich ist, muß der Computer nach Eingabe des Zugriffscodes bzw. des Paßwortes in seinen vorherigen Zustand zurückkehren können.  Computer, deren Stromverbrauch stets höchstens 30 Watt beträgt, gelten auch als die Anforderungen erfuellend.Damit möglichst viele Benutzer den energiesparenden  Pause"-Modus auch wirklich verwenden, müssen die Hersteller ihre Computer mit aktivierter Energiesparfunktion ausliefern.  Bei Computern, deren Netzteil eine maximale kontinuierliche Ausgangsnennleistung von höchstens 200 Watt besitzt, muß die voreingestellte Zeit für den Übergang in den Energiesparmodus zwischen 15 und 30 Minuten betragen.  Bei Computern, deren Netzteil eine maximale kontinuierliche Ausgangsnennleistung von mehr als 200 Watt besitzt, muß die voreingestellte Zeit für den Übergang in den Energiesparmodus zwischen 15 und 60 Minuten betragen.  Der Benutzer muß die Zeitvorgaben ändern oder den Energiesparmodus desaktivieren können.ii Betriebssysteme  Die ordnungsgemässe Aktivierung des Energiesparmodus eines Computers hängt in der Regel von der Installation und Verwendung eines speziellen Betriebssystems (z.B. DOS, Windows, OS/2, UNIX, System 7) ab. Wenn ein Computer vom Hersteller mit einem oder mehreren vor-installierten Betriebssystemen geliefert wird, muß der Computer, wenn er unter diesen Betriebssystemen läuft, in den energiesparenden Pause-Modus übergehen und in den uneingeschränkten Betriebsmodus zurückkehren können.  [6]  Wenn der Computer ohne Betriebssystem geliefert wird, muß der Hersteller eindeutig angeben, unter welchen Betriebssystemen der Computer die Energy Star -Anforderungen erfuellt.  Der Hersteller muß diese Angaben in die Benutzerhandbücher und Datenblätter aufnehmen.  Broschüren und Anzeigen sind so zu formulieren, daß eine irreführende Auslegung vermieden wird.  Ausserdem müssen spezielle Software, Hardwaretreiber und Hilfsprogramme im Computer installiert sein, wenn sie für die ordnungsgemässe Aktivierung des Pausemodus und die Rückkehr daraus notwendig sind.[6] 	Wenn ein spezielles Produktmodell, das als Energy Star -gerecht nach diesen Spezifikationen gekennzeichnet ist, gelegentlich mit einem Betriebssystem verkauft wird, das keine ordnungsgemässe Aktivierung des Pause-Modus zulässt, dann muß der Hersteller in der Begleitdokumentation eindeutig auf diese Einschränkung hinweisen.  Wenn etwa ein Computermodell, das in der Regel mit DOS/Windows wird, gelegentlich mit UNIX ausgeliefert wird, sollte der Programmteilnehmer in das Benutzerhandbuch und die Datenblätter eine Erklärung der Form  Dieser Computer erfuellt die Energy Star -Anforderungen, wenn er unter DOS und Windows betrieben wird, nicht aber beim Betrieb unter UNIX" aufnehmen.  In Broschüren oder Anzeigen für solche Produktmodelle müssen die Programmteilnehmer irreführende oder falsche Erklärungen vermeiden.iii Bildschirmsteuerung  Der Computer muß über einen oder mehrere Mechanismen verfügen, um die Energiesparmodi eines Energy Star -gerechten Bildschirms zu aktivieren.  Der Programmteilnehmer muß in der Begleitdokumentation klar angeben, wie sein Computer Energy Star -gerechte Bildschirme steuern kann und welche speziellen Bedingungen ggf. erfuellt sein müssen, damit die Energiesparfunktion des Bildschirms funktioniert.Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, daß der Endnutzer die Energiesparmodi des Bildschirms auch wirklich verwendet, muß der Programmteilnehmer den Computer mit aktivierter Bildschirm-Energiesparfunktion ausliefern.  Der Programmteilnehmer muß auch den Computer so voreinstellen, daß der erste Energiesparmodus des Bildschirms aktiviert wird, wenn der Benutzer zwischen 15 und 30 Minuten untätig war.  Weiter muß der Programmteilnehmer die Zeit bis zum Eintritt der nächsten energiesparenden Stufe so einstellen, daß der Bildschirm  nach höchstens 70 Minuten der Inaktivität in den  Tiefschlafmodus" übergeht.  (Die Summe der voreingestellten Zeiten für den Übergang in die beiden Energiesparmodi darf 70 Minuten nicht überschreiten.  So kann ein Bildschirm etwa nach 30 Minuten der Inaktivität in den ersten energiesparenden  Pause"-Modus übergehen.  Hält die Inaktivität weitere 40 Minuten an, dann geht der Bildschirm in den zweiten energiesparenden  Tiefschlaf"-Modus über.)  Der Benutzer muß die Zeitvorgaben ändern oder die Energiesparmodi für die Bildschirmsteuerung desaktivieren können.Diese Bedingung für die Bildschirmsteuerung gilt nicht für integrierte Computersysteme.  Jedoch müssen integrierte Computersysteme, die als Teil eines Einschubsystems ( docking system") vermarktet und verkauft werden, die Leistungsaufnahme eines extern angeschlossenen Bildschirms automatisch steuern können.iv Netzkompatibilität  Viele Computer werden für den Einsatz in einer Netzumgebung gekauft. Deshalb sollte die Energiesparfunktion eines Energy Star -gerechten Computers vorzugsweise  so konzipiert sein, daß der Computer, wenn er gemäß den Herstelleranweisungen benutzt wird, nicht versehentlich von einem Netz getrennt wird, wenn er sich im energiesparenden Pause-Modus befindet.  Um möglichen Problemen für den Benutzer zu begegnen, muß sich der Programmteilnehmer darum bemühen, daß dem Verbraucher allgemeine Richtlinien und Informationen hinsichtlich des sinnvollen Einsatzes von Energy Star-Computern in Netzen zur Verfügung gestellt werden.   Zum Beispiel könnte ein Programmteilnehmer in die Begleitdokumentation Hinweise auf Netzumgebungen und Netzkarten aufnehmen, die mit den Energiesparmodi des Computers vereinbar sind.  Wenn ein bestimmtes Energy Star-Computermodell nicht für den Einsatz in einer Netzumgebung entworfen oder bestimmt wird, dann muß der Programmteilnehmer dies in den Benutzerhandbüchern und Datenblättern deutlich machen.Anzeigen und Broschüren sollten so formuliert sein, daß eine irreführende Auslegung vermieden wird.C. Integrierte Computersysteme:  Das integrierte System muß nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität automatisch in einen energiesparenden Pause-Modus mit einer Leistungsaufnahme von höchstens 60 Watt übergehen.  Der Programmteilnehmer muß das integrierte System mit aktivierter Energiesparfunktion und einer auf zwischen 15 und 30 Minuten voreingestellten Zeit für die automatische Umschaltung ausliefern.  Der Benutzer muß die Zeiteinstellungen ändern oder ausschalten können.  Integrierte Systeme, deren Stromverbrauch stets höchstens 60 Watt beträgt, gelten auch als die Anforderungen erfuellend.  Ausserdem müssen alle der oben genannten Kriterien für Computer mit Ausnahme derer des Abschnitts über die Bildschirmsteuerung erfuellt sein.2. Spezifikationen für Drucker und Faxgeräte2.1. Definitionen2.1.1. Drucker:  Als Standardmodell hergestelltes bildgebendes Gerät, das als Druckkopie-Ausgabegerät dient und Daten von Einzelplatz- oder vernetzten Computern empfangen kann.  Darüber hinaus muß das Gerät über eine Netzsteckdose mit Strom versorgt werden können.  Diese Definition soll Produkte umfassen, die als Drucker angepriesen und verkauft werden.2.1.2. Faxgerät:  Als Standardmodell hergestelltes bildgebendes Gerät, das als Druckkopie-Ausgabegerät dient und dessen Hauptfunktion das Senden und Empfangen von Informationen ist.  Unter dieser Spezifikation fallen auch Normalpapier-Faxgeräte (z.B. Tintenstrahl/Bubble-Jet, Laser/Leuchtdioden, Thermotransfer).  Das Gerät muß über eine Netzsteckdose mit Strom versorgt werden können.  Diese Definition soll Produkte umfassen, die als Faxgeräte angepriesen und verkauft werden.2.1.3. Drucker/Fax-Kombigeräte:   Als Standardmodell hergestelltes bildgebendes Gerät, das sowohl als voll funktionsfähiger Drucker wie auch als ebensolches Faxgerät (gemäß den voranstehenden Definitionen) dient.  Diese Definition soll Produkte umfassen, die als Drucker/Fax-Kombigeräte vermarktet und verkauft werden. 2.2. Produktanforderungen für den Erhalt des Energy Star-Emblems2.2.1. Technische SpezifikationFür die Zwecke dieser Spezifikation werden einfache Farbdrucker wie Tintenstrahl-Farbdrucker und Farbmatrixdrucker nach Druckgeschwindigkeit gruppiert.  Hochleistungs-Farbdrucker (einschließlich Laserfarbdrucker, Thermowachsdrucker, Thermotransfer-Farbdrucker) dürfen im Energiesparmodus höchstens 45 W verbrauchen.Tabelle 1>PLATZ FÜR EINE TABELLE>3. Spezifikationen für Kopierer3.1. Definitionen3.1.1. Kopierer:  Kommerzielle reprografische bildgebende Einheit, deren einzige Funktion die Herstellung von Duplikaten einer grafischen Papiervorlage ist.  Ein Kopierer muß ein Markierungssystem, ein bildgebendes System und ein Papierbehandlungsmodul umfassen.  Unter diese Spezifikation fallen alle Kopierertechnologien für Schwarzweiß-Kopien auf Normalpapier, obwohl sie vor allem für weitverbreitete Standardkopierer wie zum Beispiel Lichtlinsenkopierer gelten soll.  Die unten skizzierten Spezifikationen gelten für Kopierer, die für übliches Briefpapier (bzw. A4) bestimmt sind.  Großformatkopierer, die für 17" x 22"- Papier (bzw. A2) oder grösseres Papier bestimmt sind, können in dieses Programms eingeordnet werden, wenn sie den Spezifikationen für langsame Kopierer entsprechen.3.1.2. Grundgerät:  Für eine vorgegebene Kopiergeschwindigkeit ist das Grundgerät als die grundlegendste Version eines Kopierers definiert, die tatsächlich als ein voll einsatzfähiges Modell verkauft wird.  Das Grundgerät wird in der Regel als ein Kompaktgerät gebaut und geliefert und umfasst kein externes stromverbrauchendes Zubehör, das getrennt verkauft werden kann.3.1.3. Zubehör:  Ein Zusatzteil, das für den Normalbetrieb des Grundgeräts nicht notwendig ist, aber vor oder nach der Auslieferung hinzugefügt werden kann, um die Kopiererleistung zu erhöhen oder zu ändern.  Ein Zubehörteil kann getrennt und mit eigener Modellnummer oder zusammen mit einem Grundgerät als Teil eines Kopiererpakets oder einer Konfiguration verkauft werden.  Beispiele für Zubehör sind Sortierer, Papierkassetten hoher Kapazität usw.  Es wird angenommen, daß ein zusätzliches Zubehörteil ungeachtet seines eigenen Energieverbrauchs den Energieverbrauch des Grundgeräts im Aus-Zustand nicht wesentlich (um mehr als 3 Prozent) erhöht.  Kein Zubehör darf die Selbstabschaltefunktion oder die Niedrigenergiefunktionen beeinträchtigen.3.1.4. Kopierermodell:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird ein Kopierermodell als ein Grundgerät und ein oder mehrere spezielle Zubehörteile definiert, die dem Verbraucher unter einer Modellnummer angeboten und verkauft werden.  Wird ein Grundgerät ohne jegliches Zubehör angeboten und verkauft, so gilt es auch als Kopierermodell.3.1.5. Niedrigenergiemodus:  Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Niedrigenergiemodus der niedrigste Energiezustand, in den der Kopierer nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität automatisch übergehen kann, ohne sich auszuschalten.  Der Kopierer geht innerhalb einer bestimmten Zeit nach der letzten Kopie in diesen Modus über. Zwecks der Bestimmung des Energieverbrauchs in diesem Niedrigenergiemodus kann das Unternehmen den niedrigsten Energieverbrauch wählen, der im Energiesparmodus bzw. im Standby-Modus meßbar ist.3.1.6. Energiesparmodus:  In diesem Modus macht die Maschine keine Kopien, hat vorher Betriebsbedingungen erreicht, verbraucht aber weniger Energie als im Standby-Modus.  Ist der Kopierer in diesem Modus, dann kann es eine Zeitlang dauern, bevor er die nächste Kopie machen kann.3.1.7. Standby-Modus:  In diesem Modus macht die Maschine keine Kopien, hat Betriebsbedingungen erreicht und ist bereit, Kopien zu machen, ist aber noch nicht in den Energiesparmodus übergegangen. Ist der Kopierer in diesem Modus, dann kann er praktisch ohne Verzögerung eine neue Kopie machen.3.1.8. Selbstabschaltefunktion:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird die Selbstabschaltefunktion als die Fähigkeit des Kopierers definiert, sich eine bestimmte Zeit nach der zuletzt gemachten Kopie automatisch abzuschalten.  Der Kopierer muß nach Ausführung dieser Funktion automatisch in den Aus-Zustand übergehen.3.1.9. Aus-Zustand:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird der Aus-Zustand als der Zustand definiert, in dem sich der Kopierer befindet, wenn er an eine geeignete Stromquelle angeschlossen ist und sich vor kurzem mittels der Selbstabschaltefunktion abgeschaltet hat. [7]  Bei der Messung des Stromverbrauchs in diesem Zustand können die Steuereinrichtungen für die Fernwartung ausser acht gelassen werden.[7] 	Im Abschnitt B.1 dieser Spezifikation wird der jeweils angestrebte maximale Stromverbrauch im Aus-Zustand genannt.  Es wird erwartet, daß die meisten Unternehmen diesen jeweils angestrebten maximalen Stromverbrauch im Aus-Zustand dadurch erreichen werden, daß sie den Kopierer mit einer Selbstabschaltefunktion versehen.  Jedoch ist es nach dieser Spezifikation möglich und zulässig, daß ein Hersteller einen Niedrigenergiemodus anstelle einer Selbstabschaltefunktion benutzt, wenn der Stromverbrauch im Niedrigenergiemodus nicht höher liegt als der in dieser Spezifikation genannte angestrebte maximale Stromverbrauch im Aus-Zustand (nähere Angaben dazu finden sich in den Leitlinien für die Prüfung von Kopierern).3.1.10. Kalt-Modus:  Der Zustand der Maschine, wenn sie an eine geeignete Stromquelle angeschlossen und nicht eingeschaltet ist.  Um den Kopierer einzuschalten, muß der Benutzer normalerweise manuell den Ein/Aus-Schalter betätigen.3.1.11. Voreingestellte Zeiten:  Der vom Programmteilnehmer vor der Auslieferung eingestellte Zeitraum, nach dem der Kopierer in seine verschiedenen Modi übergeht, d.h. in den Niedrigenergiemodus, den Aus-Zustand usw.  Sowohl für den Übergang in den Aus-Zustand als auch in den Niedrigenergiemodus werden die voreingestellten Zeiten ab dem Zeitpunkt gemessen, zu dem die letzte Kopie gemacht wurde.3.1.12. Wiederanlaufzeit:  Die Zeit, die der Kopierer benötigt, um von einem Niedrigenergiemodus in den Standby-Modus überzugehen.3.1.13. Autoduplex-Modus:  Modus, in dem der Kopierer automatisch auf Vorder- und Rückseite eines Blattes kopiert, indem er automatisch sowohl das neue Blatt als auch das grafische Original durchlaufen lässt.  Beispiele dafür sind das beidseitige Kopieren einseitiger bzw. doppelseitiger Originale.  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird definiert, daß ein Kopierermodell nur dann über einen Autoduplex-Modus verfügt, wenn das Kopierermodell alles Zubehör umfasst, das erforderlich ist, um die genannten Bedingungen zu erfuellen, d.h., wenn es eine automatische Dokumentenzufuhr und entsprechendes Autoduplex-Zubehör hat.3.1.14. Wochenschaltuhr:  Ein internes Gerät, das einen Kopierer an jedem Arbeitstag zu vorbestimmten Zeiten ein- und ausschaltet.  Bei der Programmierung einer Schaltuhr muß der Kunde zwischen Arbeitstagen und Wochenenden/Urlaub unterscheiden können (d.h. eine Schaltuhr darf einen Kopierer nicht am Samstag- und Sonntagmorgen einschalten, wenn die Arbeitnehmer am Wochenende normalerweise nicht im Büro sind).  Der Kunde muß auch die Möglichkeit haben, die Schaltuhr auszuschalten.  Wochenschaltuhren sind fakultativ und deshalb in Energy Star-gerechten Kopierern nicht erforderlich.  Wenn sie in Kopierermodellen vorhanden sind, dürfen Wochenschaltuhren der Funktion des Niedrigenergiemodus und des Aus-Zustandes nicht im Wege stehen.3.2. Produktanforderungen für den Erhalt des Energy Star-Emblems3.2.1. SpezifikationenUm sich für das Energy Star-Zeichen zu qualifizieren, muß ein Kopierer den im folgenden skizzierten Spezifikationen entsprechen:Stufe-2-Kriterien für das Energy Star-Kopiererprogramm.  (Mit Wirkung vom 1. Juli 1997)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Der Programmteilnehmer muß die Kopierermodelle mit einer auf 15 Minuten voreingestellten Zeit für den Übergang in den Niedrigenergiemodus ausliefern.  Der Programmteilnehmer muß die Zeit für den Übergang in den Aus-Zustand entsprechend der obigen Tabelle voreinstellen.Für alle Kopierergeschwindigkeiten, bei denen die Voreinstellung des Duplex-Modus bei der Auslieferung eines Modells mit Autoduplex-Fähigkeit fakultativ ist, wird empfohlen, das beidseitige Kopieren als Standard voreinzustellen.  Der Programmteilnehmer kann den Benutzern die Möglichkeit einräumen, diesen voreingestellten Duplex-Modus für einseitige Kopien ausser Kraft zu setzen.3.2.2. Ausnahmen und VerdeutlichungenNach der Auslieferung darf der Programmteilnehmer oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter das Kopierermodell in keiner Weise ändern, die die Fähigkeit des Kopierers beeinträchtigen würde, den oben skizzierten Spezifikationen zu entsprechen.  Bestimmte Ausnahmen werden für die Änderung der Voreinstellungszeiten und der Spezifikationen des Aus-Zustandes sowie des Duplex-Modus zugelassen.  Diese Ausnahmen sind folgende:A. Voreingestellte Zeiten:  Der Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde kann die Voreinstellungszeiten für den Übergang in entweder den Niedrigenergiemodus oder den Aus-Zustand ändern, aber nur bis zu einem vom Programmteilnehmer eingestellten Maximum von 240 Minuten.  Die Summe der voreingestellten Zeiten für den Übergang in den Aus-Zustand bzw. in den Niedrigenergiemodus darf 240 Minuten nicht überschreiten.B. Stromverbrauch im Aus-Zustand:  In einigen Fällen muß der Programmteilnehmer, um die Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Aus-Zustand zu erfuellen, ein Kopierermodell vielleicht mit abgekoppelter Feuchtigkeitsschutzeinrichtung ausliefern.  Wenn dies einem bestimmten Kunden beträchtliche Unannehmlichkeiten beschert, kann der Programmteilnehmer (oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter) die Feuchtigkeitsschutzeinrichtung anschließen.  Wenn der Programmteilnehmer feststellt, daß es in einer bestimmten Region chronische Zuverlässigkeitsprobleme aufgrund hoher Luftfeuchtigkeitswerte gibt, dann kann er sich mit dem EPA [8]-Programmleiter in Verbindung setzen und alternative Lösungen erörtern.  Zum Beispiel kann die EPA oder die europäische Kommission dem Programmteilnehmer erlauben, die Feuchtigkeitsschutzeinrichtungen in Kopierermodellen anzuschließen, die in ein sehr feuchtes geographisches Gebiet geliefert werden.[8] 	Programmteilnehmer auf dem Territorium der Mitgliederstaaten der europäischen Union können sich an die europäische Kommission wenden.C. Desaktivierung der Selbstabschaltefunktion:  Bereitet die Selbstabschaltefunktion in einem Einzelfall einem Kunden wegen seiner speziellen Verwendungsgewohnheiten beträchtliche Unannehmlichkeiten,  kann der Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde diese Selbstabschaltefunktion desaktivieren.  Wenn der Programmteilnehmer seine Kopierermodelle so konstruiert, daß der Kunde die Selbstabschaltefunktion desaktivieren kann, dann darf die Desaktivierungsmöglichkeit nicht gleichzeitig mit der Einstellung der Zeiten angeboten werden; so dürfen also, wenn sich etwa in einem Menü Verzögerungszeiten bis zum Eintreten des Aus-Zustands von 30, 60, 90, 120 und 240 Minuten einstellen lassen, die Möglichkeiten  Desaktivieren" oder  Aus" in diesem Menü nicht zur Wahl stehen.  Die letzteren Möglichkeiten müssen versteckt (oder weniger offensichtlich) sein oder in einem anderen Menü angeboten werden.4. Spezifikationen für Scanner4.1. Definitionen4.1.1. Scanner:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird ein Scanner als ein elektrooptisches Gerät zum Konvertieren von Informationen in Farbe oder in Schwarzweiß in elektronische Bilder definiert, die vor allem in einer PC-Umgebung gespeichert, bearbeitet, konvertiert oder übertragen werden können.  So definierte Scanner werden in der Regel zur Digitalisierung von Bildvorlagen verwendet.  Diese Spezifikation soll hauptsächlich für weitverbreitete Tischmodelle von Scannern gelten (z.B. für Flachbettscanner, Scanner mit Einzelblatteinzug, Filmscanner), doch können auch Hochleistungsscanner für das Dokumentenmanagement im Büro, die die unten skizzierten Spezifikationen erfuellen, das Energy Star-Zeichen erhalten.  Diese Spezifikation gilt für Einzelplatz-Scanner und weder für multifunktionale Produkte, die auch scannen können, noch für Netzscanner (d.h. Scanner, die ausschließlich an ein Netz angeschlossen sind und die eingelesenen Information an viele Empfänger im Netz übertragen können) oder für Scanner, die ihren Strom nicht direkt von der Gebäudestromversorgung empfangen.4.1.2. Grundgerät:  Das Grundgerät ist als die grundlegendste Version eines Scanners definiert, die tatsächlich als ein voll einsatzfähiges Modell verkauft wird.  Das Grundgerät wird in der Regel als ein Kompaktgerät gebaut und geliefert und umfasst kein externes stromverbrauchendes Zubehör, das getrennt verkauft werden kann.4.1.3. Scannermodell:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird ein Scannermodell als ein Grundgerät und ein oder mehrere spezielle Zubehörteile definiert, die dem Verbraucher unter einer Modellnummer angeboten und verkauft werden.  Wird ein Grundgerät ohne jegliches Zubehör angeboten und verkauft, so gilt es auch als Scannermodell.4.1.4. Zubehör: Ein Zusatzteil, das für den Normalbetrieb des Scanners nicht notwendig ist, aber hinzugefügt werden kann, um die Scannerleistung zu erhöhen oder zu ändern.  Ein Zubehörteil kann getrennt und mit eigener Modellnummer oder zusammen mit einem Grundgerät als Teil eines Scannerpakets oder einer Konfiguration verkauft werden.  Beispiele für Zubehör sind automatische Dokumenteneinzuege und Folienadapter.4.1.5. Niedrigenergiemodus: Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Niedrigenergiemodus der niedrigste Energiezustand, in den der Scanner nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität übergeht, ohne sich auszuschalten.  Der Scanner geht innerhalb einer bestimmten Zeit nach dem letzten Scanvorgang in diesen Modus über.4.1.6. Voreinstellungszeit: Der vom Programmteilnehmer vor der Auslieferung eingestellte Zeitraum, nach dem der Scanner in den Niedrigenergiemodus übergeht.  Die voreingestellten Zeiten für den Übergang in den Niedrigenergiemodus werden ab dem Zeitpunkt gemessen, zu dem das letzte Bild gescannt wurde.4.2. Produktanforderungen für den Erhalt des Energy Star-Emblems4.2.1. Technische Spezifikation Der Programmteilnehmer stimmt zu, eine oder mehrere spezielle Grundgeräte anzubieten, die die nachfolgenden Spezifikationen erfuellen.Tabelle 1.  Kriterien für das Energy Star-ScannerprogrammNiedrigenergiemodus  //  Voreingestellte Zeit für den Eintritt des Niedrigenergiemodus² 12 Watt  //  ² 15 Minuten5. Spezifikationen für Mehrzweckgeräte5.1. Definitionen5.1.1. Mehrzweckgerät:  Ein Mehrzweckgerät (MZG) ist ein physisch integriertes Gerät oder eine Kombination funktionell integrierter Komponenten ( Grundgerät", siehe untenstehende Definition) das bzw. die Druckkopien von graphischen gedruckten Originalen (im Unterschied zu Einzelblattkopien bei Bedarf, siehe nächster Absatz) erzeugt sowie eine oder beide der Kernfunktionen Drucken von Dokumenten (aufgrund von Informationen, die in digitaler Form von direkt angeschlossenen Computern, vernetzten Computern, Dateiservern oder durch Fax-Übertragungen empfangen wurden) und Faxen (Senden und Empfangen) ausführt.  Ein MZG kann auch andere, nicht in dieser Spezifikation genannte Fähigkeiten haben, wie das Scannen in eine Computerdatei.  Eventüll kann das Gerät an ein Netz angeschlossen werden und Bilder in Schwarzweiß, in Grauabstufungen oder in Farbe ausgeben.  Die EPA erwartet, daß wegen der wahrscheinlichen technologischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Farbwiedergabe später eine getrennte Spezifikation für Farbgeräte erforderlich sein kann, aber vorläufig sind solche Geräte in diese Spezifikation einbezogen.Diese Spezifikation gilt für Produkte, die als multifunktionale Systeme vermarktet und verkauft werden und deren primäre Funktion das Kopieren ist, die aber auch die zusätzliche(n) Kernfunktion(en) Drucken und/oder Faxen beherrschen.  Geräte, deren primäre Funktion das Faxen ist und die auch begrenzt Einzelblätter kopieren können (das sogenannte Einzelblattkopieren  bei Bedarf") fallen unter die Spezifikation für Drucker und Faxgeräte.Wenn das MZG kein integriertes Einzelgerät, sondern ein Satz funktionell integrierter Komponenten ist, dann muß der Hersteller bescheinigen, daß alle MZG-Komponenten einschließlich des Grundgeräts zusammen, wenn sie korrekt installiert sind, nicht mehr Strom verbrauchen als weiter unten für Energy Star-gerechte MZG angegeben ist.5.1.2. Bildreproduktionsgeschwindigkeit:  Die Angabe Bilder pro Minute (B/min) misst die Bildreproduktionsgeschwindigkeit bei einfarbiger Textausgabe in der Standardauflösung des MZG.  Ein Bild ist definiert als eine Druckseite der Grösse 8,5" x 11" oder A4 mit einzeiligem einfarbigem Text, Schriftgrösse 5 Punkt, Schriftart Times, Randbreite 1 Zoll (2,54 cm) an allen Seiten der Seite.  Beidseitige Drucke oder Kopien zählen als zwei Bilder, obwohl sie auf ein Blatt Papier gedruckt werden.  Wenn die EPA zu einem späteren Zeitpunkt ein Prüfverfahren speziell für die Messung der Druckgeschwindigkeit entwirft, dann ersetzt dieses Prüfverfahren die in diesem Abschnitt genannten Spezifikationen für die Ausgabegeschwindigkeit.Für alle MZG-Modelle gilt die Geschwindigkeit entweder für 8,5" x 11"-Papier oder für A4-Papier, je nach der Norm auf dem jeweiligen Markt.  Wenn die Geschwindigkeiten beim Kopieren und beim Drucken unterschiedlich sind, dann gilt für die Einordnung des Geräts in eine Geschwindigkeitsklasse die höhere Geschwindigkeit.Für Großformat-MZG-Modelle, die vor allem für Papier der Grösse A2 oder 17" x 22" oder grösser bestimmt sind, wird die Reproduktionsgeschwindigkeit, die als A2- bzw. A0-Bilder pro Minute gemessen wird, wie folgt in Reproduktionsgeschwindigkeiten für A4-Bilder umgerechnet:  (a) Ein A2-Bild pro Minute entspricht 4 A4-Bildern pro Minute; (b) Ein A0-Bild pro Minute entspricht 16 A4-Bildern pro Minute.Mehrzweckgeräte werden in folgende Klassen unterteilt:Persönliche Mehrzweckgeräte: Mehrzweckgeräte mit einer Bildreproduktionsgeschwindigkeit von höchstens 10 Bildern pro Minute.Langsame Mehrzweckgeräte:  Mehrzweckgeräte mit einer Bildreproduktionsgeschwindigkeit von mehr als 10 und höchstens 20 Bildern pro Minute.Mittelschnelle Mehrzweckgeräte:  Mehrzweckgeräte mit einer Bildreproduktionsgeschwindigkeit von mehr als 20 und höchstens 44 Bildern pro Minute.Schnelle Mehrzweckgeräte:  Mehrzweckgeräte mit einer Bildreproduktionsgeschwindigkeit von mehr als 44 und höchstens 100 Bildern pro Minute.Hochgeschwindigkeits-Mehrzweckgeräte:  Mehrzweckgeräte mit einer Bildreproduktionsgeschwindigkeit von mehr als 100 Bildern pro Minute.5.1.3. Grundgerät:  Für eine vorgegebene Reproduktionsgeschwindigkeit ist das Grundgerät als die grundlegendste Version eines Mehrzweckgeräts definiert, die tatsächlich als ein voll einsatzfähiges Modell verkauft wird.  Das Grundgerät kann als Kompaktgerät oder als Kombination funktionell integrierter Komponenten gebaut und geliefert werden.  Das Grundgerät muß kopieren, aber auch drucken und/oder faxen können. Das Grundgerät umfasst kein externes stromverbrauchendes Zubehör, das eventuell getrennt verkauft wird.5.1.4. Zubehör:  Ein Zusatzteil, das für den Normalbetrieb des Grundgeräts nicht notwendig ist, aber vor oder nach der Auslieferung hinzugefügt werden kann, um die Leistung des Mehrzweckgeräts zu erhöhen oder zu ändern.  Beispiele für Zubehör sind Sortierer, Papierkassetten hoher Kapazität, Einrichtungen für das Fertigmachen des Papiers, Zufuhren für großformatiges Papier, Mehrfach-Ausgabeeinheiten sowie abschließbare Zähler.  Ein Zubehörteil kann getrennt und mit eigener Modellnummer oder zusammen mit einem Grundgerät als Teil eines MZG-Pakets oder einer Konfiguration verkauft werden.  Es wird angenommen, daß zusätzliche Zubehörteile ungeachtet ihres eigenen Energieverbrauchs den Energieverbrauch des Grundgeräts im Energiespar- oder im Niedrigenergiemodus nicht wesentlich (um mehr als 10 Prozent) erhöhen.  Kein Zubehör darf die Energiespar- oder die Niedrigenergiefunktion beeinträchtigen.5.1.5. MZG-Modell:  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird ein MZG-Modell als ein Grundgerät und ein oder mehrere spezielle Zubehörteile definiert, die dem Verbraucher unter einer Modellnummer angeboten und verkauft werden.  Wird ein Grundgerät ohne jegliches Zubehör angeboten und verkauft, so gilt es auch als MZG-Modell.5.1.6. Standby-Modus:  In diesem Modus macht die Maschine keine Druckkopien, hat Betriebsbedingungen erreicht und ist ausgabebereit, ist aber noch nicht in den Energiesparmodus übergegangen.  Ist das Mehrzweckgerät in diesem Modus, dann kann es praktisch ohne Verzögerung eine neue Druckkopie machen.5.1.7. Energiesparmodus:  Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Energiesparmodus der Zustand, in dem die Maschine keine Druckkopien macht und weniger Energie verbraucht als im Standby-Modus.  In diesem Modus kann es eine gewisse Zeit dauern, bis das Mehrzweckgerät eine neue Druckkopie macht.  Jedoch darf es in diesem Modus keine Verzögerung beim Empfang von Fax-, Druck- oder Scanner-Daten geben.  Das Mehrzweckgerät geht, unabhängig von der Eingabequelle, innerhalb einer bestimmten Zeit nach der letzten Druckkopie in diesen Modus über.  Produkte, die den Anforderungen an den Energiesparmodus bereits im Standby-Modus genügen, brauchen ihre Leistungsaufnahme nicht weiter zu verringern, um als die Anforderungen erfuellend zu gelten.5.1.8. Niedrigenergiemodus:  Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Niedrigenergiemodus der niedrigste Energiezustand, in den das Mehrzweckgerät nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität automatisch übergehen kann, ohne sich auszuschalten.  In diesem Modus kann es sowohl bei der Erstellung von Druckkopien als auch beim Empfang von Bilddaten von einigen Eingangsschnittstellen zu Verzögerungen kommen.  Das Mehrzweckgerät geht innerhalb einer bestimmten Zeit nach der letzten Druckkopie oder nach dem Eintritt in den Energiesparmodus (falls ein solcher Modus vorgesehen ist) in diesen Modus über.5.1.9. Voreingestellte Zeiten:  Der vom Programmteilnehmer vor der Auslieferung eingestellte Zeitraum, nach dem das Mehrzweckgerät in seine verschiedenen Modi übergeht, d.h. in den Energiesparmodus, den Niedrigenergiemodus usw.  Sowohl für den Übergang in den Niedrigenergiemodus als auch in den Energiesparmodus werden die voreingestellten Zeiten ab dem Zeitpunkt gemessen, zu dem die letzte Druckkopie gemacht wurde.5.1.10. Wiederanlaufzeit:  Die Zeit, die das Mehrzweckgerät benötigt, um vom Energiesparmodus in den Standby-Modus überzugehen.5.1.11. Autoduplex-Modus:  Modus, in dem das Mehrzweckgerät automatisch auf Vorder- und Rückseite eines Blattes reproduziert, indem es automatisch sowohl das neue Blatt als auch das grafische Original durchlaufen lässt.  Beispiele dafür sind das beidseitige Kopieren einseitiger bzw. doppelseitiger Originale und das beidseitige Drucken.  Für die Zwecke dieser Spezifikation wird definiert, daß ein MZG-Modell nur dann über einen Autoduplex-Modus verfügt, wenn es alles Zubehör umfasst, das erforderlich ist, um die genannten Bedingungen zu erfuellen, d.h., wenn es eine automatische Dokumentenzufuhr und entsprechendes Autoduplex-Zubehör hat. 5.1.12. Wochenschaltuhr: Ein internes Gerät, das ein Mehrzweckgerät jeden Tag zu vorbestimmten Zeiten ein- und ausschaltet.  Bei der Programmierung einer Schaltuhr muß der Kunde zwischen Arbeitstagen und Wochenenden/Urlaub unterscheiden können (d.h. eine Schaltuhr darf das Gerät nicht am Samstag- und Sonntagmorgen einschalten, wenn die Arbeitnehmer am Wochenende normalerweise nicht im Büro sind).  Der Kunde muß auch die Möglichkeit haben, die Schaltuhr auszuschalten.  Wochenschaltuhren sind fakultativ und deshalb in Energy Star-gerechten MZG nicht erforderlich.  Wenn sie in MZG-Modellen vorhanden sind, dürfen Wochenschaltuhren der Energiespar- und der Niedrigenergiefunktion nicht im Wege stehen.5.1.13. Aufrüstbarer Digitalkopierer:  Kommerzielles reprografisches bildgebendes System, dessen einzige Funktion die Herstellung von Duplikaten eines grafischen gedruckten Originals mit Hilfe digitaler bildgebender Technologie ist, das aber durch den Anschluß von Zusatzgeräten weitere Fähigkeiten wie Drucken oder Faxen erhalten kann. Damit ein Gerät nach der MZG-Spezifikation als aufrüstbarer Digitalkopierer eingestuft werden kann, müssen die Zusatzgeräte zur Aufrüstung auf dem Markt erhältlich sein, oder es muß vorgesehen sein, daß sie spätestens ein Jahr nach dem Grundgerät angeboten werden. Digitalkopierer, die nicht für eine funktionelle Aufrüstung vorgesehen sind, können das ENERGY STAR-Zeichen erhalten, wenn sie der Spezifikation für Kopierer genügen.5.2. Produktanforderungen für den Erhalt des Energy Star-Emblems5.2.1. Technische Spezifikationen Der Teilnehmer am Energy Star-Programm erklärt sich bereit, ein oder mehrere spezielle Mehrzweckgeräte anzubieten, die den in untenstehenden Tabellen skizzierten Spezifikationen genügen.  A. Normalformat-Mehrzweckgeräte:  Um als Energy Star-gerecht zu gelten, müssen Mehrzweckgeräte, die hauptsächlich für Papier der Grössen 8,5" x 11" oder A4 konstruiert wurden, die Spezifikationen der Tabellen 1 und 2 erfuellen.  Alle Gerätegeschwindigkeiten werden, wie im obigen Abschnitt II.B beschrieben, in bezug auf die Anzahl der Reproduktionen von Bildern im Format 8.5" x 11" bzw. A4 gemessen.Tabelle 1.  Stufe-2-Kriterien für das Energy Star-Mehrzweckgeräteprogramm (1. April 1999)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>B. Großformatgeräte:  Um als Energy Star-gerecht zu gelten, müssen Mehrzweckgeräte, die hauptsächlich für Papier der Grössen A2 oder 17" x 22" konstruiert wurden, die Spezifikationen der Tabellen 2 erfuellen.  Alle Geschwindigkeiten von Großformat-Geräten werden, wie im obigen Abschnitt II.B beschrieben, in bezug auf die Anzahl der Reproduktionen pro Minute von Bildern im Format A4 gemessen.Tabelle 2.  Stufe-2-Kriterien für das Energy Star-Mehrzweckgeräteprogramm - GROSSFORMATGERÄTE (1. April 1999)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Tabelle 3.  Stufe-2-Kriterien für das Energy Star-Mehrzweckgeräteprogramm - AUFRÜSTBARE DIGITALKOPIERER (1. April 1999)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Beachten sie, daß die Stufe-2-Kriterien für aufrüstbare Digitalkopierer mit denen der Stufe-2-Kriterien für Kopierer übereinstimmen.C. D. Aufrüstbare Großformat-Digitalkopierer : Um nach der Spezifikation für Mehrzweckgeräte als Energy Star-gerecht zu gelten, müssen aufrüstbare Digitalkopierer, die hauptsächlich für Papier der Grössen A2 oder 17" x 22" oder grösser konstruiert wurden, die Spezifikationen der Tabellen 4 erfuellen.  Alle Gerätegeschwindigkeiten werden, wie im obigen Abschnitt II.B der Spezifikation beschrieben, in bezug auf die Anzahl der Reproduktionen pro Minute von Bildern im Format A4 gemessen.Tabelle 4. Stufe-2-Kriterien für das Energy Star-Mehrzweckgeräteprogramm - AUFRÜSTBARE GROSSFORMAT-DIGITALKOPIERER (1. April 1999)>PLATZ FÜR EINE TABELLE>5.2.2. ZusatzanforderungenZusätzlich zu den in den Tabellen 1 bis 4 genannten Anforderungen müssen auch die folgenden Anforderungen erfuellt werden.A. Voreingestellte Zeit für den Eintritt des Energiesparmodus:  Für Stufe-2-MZG und aufrüstbare Digitalkopierer muß der Programmteilnehmer die MZG-Modelle mit einer auf 15 Minuten voreingestellten Zeit für den Übergang in den Energiesparmodus ausliefern.  Für den Übergang in den Niedrigenergiemodus muß er die Zeiten wie in den Tabellen 1 bis 4 angegeben voreinstellen.  Die voreingestellten Zeiten für den Übergang in den Energiesparmodus und in den Niedrigenergiemodus werden ab dem Zeitpunkt gemessen, zu dem die letzte Kopie gemacht oder die letzte Seite gedruckt wurde.B. Wiederanlaufzeit aus dem Energiesparmodus:  Für die Stufe 2 sind bei den Produkten, die einen Energiesparmodus haben, die tatsächlichen Wiederanlaufzeiten aus diesem Modus in der Begleitdokumentation anzugeben (siehe Abschnitt IV.C.1).C. Wochenschaltuhren:  Beachten Sie, daß Wochenschaltuhren zulässig sind, aber der Energiespar- und der Niedrigenergiefunktion nicht im Wege stehen dürfen.  Im Sinne der EPA sollten Zusatzeinrichtungen die Stromsparmodi ergänzen und und nicht ihre Auswirkungen zunichte machen.D. Autoduplex-Funktion:  Beidseitiges Kopieren braucht bei Mehrzweckgeräten nicht voreingestellt zu sein.  Jedoch muß es fakultativ für alle Normalformat-Mehrzweckgeräte mit einer Geschwindigkeit > 20 B/min angeboten werden.  Weiter wird empfohlen, bei der Auslieferung von Mehrzweckgeräten die beidseitige Reproduktion für das Kopieren und andere mögliche Funktionen als Standard voreinzustellen und den Kunden bei der Installation zu erklären.5.2.3. Ausnahmen und Verdeutlichungen:Nach der Auslieferung darf der Programmteilnehmer oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter das MZG-Modell in keiner Weise ändern, die die Fähigkeit des Mehrzweckgerät s beeinträchtigen würde, den oben skizzierten Spezifikationen zu entsprechen.  Bestimmte Ausnahmen werden für die Änderung der Voreinstellungszeiten und des Duplex-Modus zugelassen.  Diese Ausnahmen sind folgende:A. Voreingestellte Zeiten:  Nach der Auslieferung darf Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde die Voreinstellungszeiten für den Übergang in entweder den Energiespar- oder den Niedrigenergiemodus ändern, aber nur bis zu einem in der Fabrik eingestellten Maximum von 240 Minuten (d.h., die Summe der voreingestellten Zeiten für den Übergang in die beiden Energiesparmodi darf 240 Minuten nicht überschreiten).B. Feuchtigkeitsschutzeinrichtungen:  In einigen Fällen muß der Programmteilnehmer, um die Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Niedrigenergiemodus zu erfuellen, ein MZG-Modell vielleicht mit abgekoppelter Feuchtigkeitsschutzeinrichtung ausliefern.  Wenn dies einem bestimmten Kunden beträchtliche Unannehmlichkeiten beschert, kann der Programmteilnehmer (oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter) die Feuchtigkeitsschutzeinrichtung anschließen.  Wenn der Programmteilnehmer feststellt, daß es in einer bestimmten Region chronische Zuverlässigkeitsprobleme aufgrund hoher Luftfeuchtigkeitswerte gibt, dann kann er sich mit dem (in Beilage A genannten) EPA-Programmleiter [9] in Verbindung setzen und alternative Lösungen erörtern.  Zum Beispiel kann die EPA dem Programmteilnehmer erlauben, die Feuchtigkeitsschutzeinrichtungen in MZG-Modellen anzuschließen, die in ein sehr feuchtes geographisches Gebiet geliefert werden. [9] 	Programmteilnehmer auf dem Territorium der Mitgliederstaaten der europäischen Union können sich an die europäische Kommission wenden. C. Desaktivierung des Niedrigenergiemodus:  Bereitet der Niedrigenergiemodus in einem Einzelfall einem Kunden wegen seiner speziellen Verwendungsgewohnheiten beträchtliche Unannehmlichkeiten,  kann der Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde diesen Modus desaktivieren.  Wenn der Programmteilnehmer seine MZG-Modelle so konstruiert, daß der Kunde den Niedrigenergiemodus desaktivieren kann, dann darf die Desaktivierungsmöglichkeit nicht gleichzeitig mit der Einstellung der Zeiten angeboten werden; so dürfen also, wenn sich etwa in einem Menü Verzögerungszeiten bis zum Eintreten des Niedrigenergiemodus von 15, 30, 60, 90, 120 und 240 Minuten einstellen lassen, die Möglichkeiten  Desaktivieren" oder  Aus" in diesem Menü nicht zur Wahl stehen.  Die letzteren Möglichkeiten müssen versteckt (oder weniger offensichtlich) sein oder in einem anderen Menü angeboten werden.6. Prüfleitlinien für Energy Star-Bürogeräte6.1. PrüfbedingungenLeitungsimpedanz:    PLATZ FÜR EINE TABELLE>6.2. Prüfgerät:Ziel ist die genaue Messung des WAHREN Stromverbrauchs [10] des Geräts oder Bildschirms.  Dies erfordert die Verwendung eines Wattmeters, das den wahren Effektivwert misst.  Es stehen viele Wattmeter zur Wahl, aber die Hersteller müssen bei der Auswahl eines angemessenen Modells aufpassen. Beim Kauf eines Meters und dem Aufbau der eigentlichen Prüfanordnung sollten die im folgenden genannten Faktoren berücksichtigt werden.[10] 	Wahre Leistung wird definiert als (Volt) x (Ampère) x (Leistungsfaktor) und in der Regel in Watt angegeben.  Die Scheinleistung ist definiert als (Volt) x (Ampere) und wird gewöhnlich in VA bzw. Voltampere ausgedrückt.  Der Leistungsfaktor für Geräte mit Schaltnetzteilen liegt stets unter 1,0, und deshalb ist die wahre Leistung stets niedriger als die Scheinleistung.ScheitelfaktorIn einer vorherigen Version des Energy Star-Prüfverfahrens wurde gefordert, daß die Hersteller ein Wattmeter mit einem Scheitelfaktor grösser als 8 benutzen.  Wie viele Programmteilnehmer bemerkten, ist diese Anforderung weder sinnvoll noch relevant.  In den folgenden Absätzen sollen die Fragen hinsichtlich des Scheitelfaktors diskutiert und der Sinn der ursprünglichen, falschen Anforderung geklärt werden.  Leider kann das Energy Star-Programm zur Behebung des Fehlers keine speziellen Geräte vorschreiben.  Prüfen ist ebensosehr Kunst wie Wissenschaft, und die Hersteller und Prüfer müssen bei der Auswahl eines angemessenen Meters überlegt handeln und sich auf Personen stützen, die in Prüffragen erfahren sind.Zunächst einmal muß klar sein, daß Geräte mit Schaltnetzteilen den Strom in Form einer Welle aufnehmen, die sich von der typischen Sinuswelle unterscheidet. [11]   Abb. 1 zeigt die typische Stromwellenform eines typischen elektronischen Schaltelements.  Während praktisch jedes Wattmeter eine Standard-Stromwellenform messen kann, ist die Wahl eines Wattmeters für die Messung unregelmässiger Stromwellenformen schwieriger. [11] 	Der Scheitelfaktor einer sinusförmigen Stromwelle von 60 Hz beträgt immer 1,4.  Der Scheitelfaktor einer Stromwellenform, die bei einem PC oder Bildschirm mit Schaltnetzteil auftritt, ist immer grösser als 1,4 (doch in der Regel nicht grösser als 8). Der Scheitelfaktor einer Stromwellenform ist definiert als das Verhältnis des Hoechstwertes eines Stromes (in Ampere) zum Effektivwert (in Ampere).(Abb. 1)>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>Das gewählte Wattmeter muß vor allem fähig sein, die vom Gerät aufgenommene Leistung zu messen, ohne eine interne Scheitelverzerrung zu verursachen, d.h. ohne die Spitze der Stromwelle abzuschneiden. Dies erfordert eine Überprüfung des Scheitelfaktors [12] des Meßgeräts und der damit meßbaren Stromstärkenbereiche.  Bessere Meßgeräte haben höhere Scheitelfaktoren und mehr Meßbereiche.[12] 	Der Scheitelfaktor eines Wattmeters wird häufig sowohl für den Strom als auch für die Spannung angegeben.  Für den Strom gibt er das Verhältnis des Hoechstwertes zum Effektivwert in einem bestimmten Meßbereich an.  Wird nur ein Scheitelfaktor angegeben, dann gewöhnlich der für den Strom.  Der Scheitelfaktor eines Wattmeters für die Messung des wahren Effektivwerts liegt üblicherweise zwischen 2:1 und 6:1.Bei der Vorbereitung der Prüfung sollte der erste Schritt darin bestehen, die maximale Stromaufnahme (in Ampere) des zu prüfenden Geräts zu bestimmen. Dazu kann ein Oszilloskop verwendet werden. Dann muß ein Meßbereich so gewählt werden, daß das Meßgerät den Hoechstwert des Stromes messen kann. Insbesondere muß der obere Wert des gewählten Meßbereichs, multipliziert mit dem Scheitelfaktor des Meßgeräts (für Strom) grösser sein als der auf dem Oszilloskop angezeigte Hoechstwert des Stromes. Hat ein Wattmeter zum Beispiel einen Scheitelfaktor von 4, und der Meßbereich ist 3 Ampere, dann kann das Wattmeter Stromspitzen bis zu 12 Ampere registrieren. Betragen die gemessenen Stromspitzen nur 6 Ampere, dann reicht das Meßgerät aus.  Auch ist darauf zu achten, daß der Meßbereich zur Messung der Stromspitzen nicht zu hoch eingestellt wird, weil sonst der übrige Strom nicht mehr so genau gemessen werden kann. Deshalb muß sorgfältig abgewogen werden. Auch hier gilt wieder, daß Sie bei mehr Meßbereichen und höheren Scheitelfaktoren bessere Ergebnisse erhalten.FrequenzgangBei der Wahl eines Wattmeters muß auch sein angegebener Frequenzgang berücksichtigt werden. Elektronische Geräte mit Schaltnetzteilen verursachen Oberschwingungen (ungerade Oberschwingungen, in der Regel bis zur 21sten). Diese Oberschwingungen müssen bei der Strommmessung berücksichtigt werden, sonst ist der gemessene Stromverbrauch ungenau. Daher wird den Herstellern im Energy Star-Programm der Kauf von Wattmetern empfohlen, deren Frequenzgang mindestens 3 KHz beträgt. Dies trägt Oberschwingungen bis zur 50sten Rechnung und wird in IEC 555 empfohlen.MeßgenauigkeitDie Hersteller dürften ein Wattmeter mit einer Meßgenauigkeit von 0,1 W wünschen.GenauigkeitZu berücksichtigen ist auch die erreichbare Genauigkeit. Kataloge und Datenblätter für Wattmeter enthalten in der Regel Angaben über die Genauigkeit der Strommessung in unterschiedlichen Meßbereichen. Liegt der Stromverbrauch des geprüften Geräts sehr nahe am höchstzulässigen Wert für den geprüften Modus, dann müssen Sie eine Prüfung mit grösserer Meßgenauigkeit wählen.EichungWattmeter sollten jedes Jahr geeicht werden, damit ihre Genauigkeit beibehalten bleibt.6.3. Prüfverfahren :Die Hersteller sollten den durchschnittlichen Energieverbrauch der Geräte im Aus-Zustand bzw. im Niedrigenergiemodus messen.  Dazu sollten sie den in einer Stunde verbrauchten Strom messen. Der resultierende Stromverbrauch kann durch 1 Stunde geteilt werden, um die durchschnittliche Wattzahl zu berechnen.6.3.1. Leistungsmessung für die Energiesparmodi. Diese Prüfung sollte für alle Energiesparmodi (z.B. Niedrigenergiemodus, Aus-Zustand, Standby, Pause-Modus) durchgeführt werden, die auf ein spezielles Gerät entsprechend der Energy Star-Anforderungen anwendbar sind. Bevor mit der Prüfung begonnen wird, sollte die Maschine an ein stromführendes Netz angeschlossen, aber ausgeschaltet und seit mindestens 12 Stunden einer konstanten Raumtemperatur ausgesetzt sein. Ein geeignetes Wattstundenmeter sollte mit der Maschine in Reihe geschaltet und bereit sein, den Stromverbrauch der Maschine ohne Unterbrechung der Stromquelle anzuzeigen. Diese Messung und die Messung des Stromverbrauchs im Aus-Zustand können hintereinander erfolgen; zusammen sollten die beiden Messungen, einschließlich der Zeit für das Einstecken des Netzsteckers und das Abschalten der Maschine, nicht mehr als 14 Stunden in Anspruch nehmen.Schalten sie das Gerät ein und warten Sie seinen Aufwärmzyklus ab. Wenn die voreingestellte Zeit für den Übergang in den Energiesparmodus verstrichen ist, lesen Sie die Messung des Wattstundenmeters und die Zeit ab und notieren beide. (Anstatt die Zeit zu notieren, können Sie auch die Stoppuhr oder die Zeitschaltuhr starten.) Nach 1 Stunde lesen und notieren Sie den Wattstundenmeßwert erneut. Der Unterschied zwischen den beiden Messungen des Wattstundenmeters ist der Energieverbrauch im Energiesparmodus; teilen Sie durch 1 Stunde, um den Durchschnittsenergieverbrauch zu erhalten.