CELEX: 62005CA0380
Language: de
Date: 2008-01-31 00:00:00
Title: Rechtssache C-380/05: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 31. Januar 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Consiglio di Stato — Italien) — Centro Europa 7 Srl/Ministero delle Comunicazioni e Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni, Direzione Generale per le Concessioni e le Autorizzazioni del Ministero delle Comunicazioni (Dienstleistungsfreiheit — Elektronische Kommunikation — Tätigkeiten der Fernsehrundfunkübertragung — Neuer gemeinsamer Rechtsrahmen — Zuteilung von Sendefrequenzen)

29.3.2008   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 79/2
            
         Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 31. Januar 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Consiglio di Stato — Italien) — Centro Europa 7 Srl/Ministero delle Comunicazioni e Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni, Direzione Generale per le Concessioni e le Autorizzazioni del Ministero delle Comunicazioni
   (Rechtssache C-380/05) (1)
   
   (Dienstleistungsfreiheit - Elektronische Kommunikation - Tätigkeiten der Fernsehrundfunkübertragung - Neuer gemeinsamer Rechtsrahmen - Zuteilung von Sendefrequenzen)
   (2008/C 79/02)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   Vorlegendes Gericht
   Consiglio di Stato
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Klägerin: Centro Europa 7 Srl
   
      Beklagte: Ministero delle Comunicazioni e Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni, Direzione Generale per le Concessioni e le Autorizzazioni del Ministero delle Comunicazioni
   Gegenstand
   Vorabentscheidungsersuchen — Consiglio di Stato — Auslegung der Richtlinie 2002/20/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste (Genehmigungsrichtlinie) (ABl. L 108, S. 21) und der Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (Rahmenrichtlinie) (ABl. L 108, S. 33) — Auslegung von Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention — Verpflichtung der Mitgliedstaaten, im Sektor der Fernsehrundfunktätigkeiten den Zugang zu den Netzen und die Aufrechterhaltung einer Pluralität von Unternehmen auf dem Markt zu gewährleisten — Nationale Regelung, die die Gewährung individueller Rechte an Unternehmen ermöglicht, die nach dem nationalen Plan, der die Konzessionäre der Fernsehsendedienste festlegt, nicht zugelassen sind, und es einem nach dem nationalen Plan zugelassenen Unternehmen nicht ermöglicht, seine Tätigkeit auszuüben
   Tenor
   Art. 49 EG und — ab ihrem Anwendungsbeginn — Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (Rahmenrichtlinie), Art. 5 Abs. 1 und 2 Unterabs. 2 und Art. 7 Abs. 3 der Richtlinie 2002/20/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste (Genehmigungsrichtlinie) sowie Art. 4 der Richtlinie 2002/77/EG der Kommission vom 16. September 2002 über den Wettbewerb auf den Märkten für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste sind dahin auszulegen, dass sie im Bereich des Fernsehrundfunks nationalen Rechtsvorschriften entgegenstehen, deren Anwendung dazu führt, dass ein Betreiber, der Inhaber einer Konzession ist, in Ermangelung von auf der Grundlage objektiver, transparenter, nichtdiskriminierender und angemessener Kriterien zugeteilten Sendefrequenzen nicht senden kann.
   
      (1)  ABl. C 10 vom 14.1.2006.