CELEX: 31977R0824
Language: de
Date: 1977-04-23 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 824/77 der Kommission vom 22. April 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Zypern

Nr. L 99/ 18                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                23 . 4. 77
                             VERORDNUNG (EWG) Nr. 824/77 DER KOMMISSION
                                                   vom 22. April 1977
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit
                                                   Ursprung in Zypern
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                 Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                                211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
                                                                Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               tierungen , auf den repräsentativen Märkten und unter
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               festgestellt werden und gegebenenfalls mit dem Koeffi­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­             zienten multipliziert werden, der in Artikel 1 Absatz 2
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert          der Verordnung (EWG) Nr. 256/77 festgesetzt worden
durch die Verordnung (EWG) Nr. 795/76 (2), insbeson­            ist für Gurken mit Ursprung in Zypern.
dere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                                 Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Gurken
in Erwägung nachstehender Gründe :                              mit Ursprung in Zypern an zwei aufeinanderfolgen­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                    den Markttagen um mindestens 0,5 Rechnungseinhei­
1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei            ten unter dem Referenzpreis gelegen. Daher muß eine
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           Ausgleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden .
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                 Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus             lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­               grunde zu legen :
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird.                       — für die Währungen, die untereinander zu jedem
Die Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwi­                    Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
schen dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mit­                   chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
tel der beiden letzten, für das betreffende Herkunfts­                Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
 land verfügbaren Einfuhrpreise sein.                                 rität dieser Währungen stützt,
                                                                 — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs,
 In der Verordnung (EWG) Nr. 256/77 der Kommis­                       der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 sion vom 4. Februar 1977 zur Festsetzung der Refe­
                                                                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
 renzpreise für Gurken für die Monate Februar bis                     der während des fortgesetzten Zeitraums für die
April 1 977 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
 zeugnisse der Güteklasse I für den Monat April 1977                  hendem Absatz festgestellt wird —
 auf 49,53 Rechnungseinheiten pro Doppelzentner
 Eigengewicht festgesetzt.
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­                                    Artikel 1
 gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­
 ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­             Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Zypern
 land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 12,60 Rech­
 in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                 nungseinheiten je 100 kg Eigengewicht angewandt.
  1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
 den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                   Artikel 2
 kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
 festgelegt.                                                      Diese Verordnung tritt am 26. April 1977 in Kraft.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                 Mitgliedstaat.
                 Brüssel, den 22. April 1977
                                                                             Für die Kommission
                                                                              Der Vizepräsident
                                                                               Finn GUNDELACH
  (») ABl . Nr. L 118 vom 20. 5 . 1972, S. 1 .
  (2) ABl . Nr. L 93 vom 8 . 4. 1976, S. 6.                       (4) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
  P) ABl. Nr. L 34 vom 5. 2. 1977, S. 52.                          5 ABl . Nr. L 44 vom 18 . 2. 1975, S. 8 .