CELEX: 31985R3307
Language: de
Date: 1985-11-18 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 3307/85 des Rates vom 18. November 1985 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein

29 . 11 . 85                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr . L 320 / 1
                                                                            I
                                                      ( Veröffentlichungsbedürftige Rechtsakte)
                                                VERORDNUNG ( EWG ) Nr. 3307 / 85 DES RATES
                                                                vom 18 . November 1985
                        zur Änderung der Verordnung ( EWG) Nr. 337 / 79 über die gemeinsame Marktorganisation
                                                                        für Wein
 DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                                     Um die Kontrolle der Einhaltung der Gemeinschaftsvor­
                                                                               schriften für önologische Verfahren zu erleichtern , sollte die
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                        Anreicherung der Erzeugnisse des Weinsektors zur Herstel­
 Wirtschaftsgemeinschaft , insbesondere auf Artikel 43 ,                       lung eines zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch
                                                                               bestimmten Getränkes nur in der Weinbauzone zugelassen
 auf Vorschlag der Kommission ('),                                             werden , in der die verwendeten frischen Weintrauben geern­
 nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ( 2 ),                         tet wurden . Aus den gleichen Gründen sollte Tafelwein nur
                                                                               in der Weinbauzone konzentriert werden dürfen , in der die
 nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschus­                       verwendeten frischen Weintrauben geerntet werden . Die
 ses ( 3 ),                                                                    Änderungen hinsichtlich der Säuerung und der Entsäuerung
                                                                               führen zu einer Anpassung der Regeln über die Fristen für die
 in Erwägung nachstehender Gründe :                                            Durchführung dieser Vorgänge . Ferner ist klarzustellen ,
                                                                               welche Angaben die Erzeuger in den Transportbegleitdoku­
 Um den Fortschritten der Weintechnologie Rechnung zu                          menten zu machen haben .
 tragen und im Interesse des Verbrauchers die Anforderungen
 an die Verwendung bestimmter önologischer Verfahren                           Die bei den Verfahren für die Behandlung des Weintrubs
 strenger zu gestalten , ist es erforderlich , die Verordnung                  erzielten Fortschritte haben es ermöglicht , bestimmte orga­
 ( EWG ) Nr . 337 / 79 ( 4 ), zuletzt geändert durch die Verord­               nisatorische Probleme bei den Arbeiten in den Kellereien zu
 nung ( EWG ) Nr . 798 / 85 ( 5 ), in einigen Punkten zu                       lösen und Bedingungen zu gewährleisten , die den hygieni­
 ändern .                                                                      schen Anforderungen besser entsprechen . Diese neuen Ver­
                                                                               fahren können zugelassen werden . Diese Verfahren dürfen
 Um diejenigen Erzeuger wirtschaftlich nicht zu benachteili­                   jedoch nicht so angewandt werden , daß die Bemühungen um
 gen , die vorübergehend zugelassene Sorten anbauen , ist eine                 ein qualitativ annehmbares Erzeugnis vereitelt werden , da
 Anpassung der Ubergangsfrist vorzunehmen , nach deren                         sich die Destillationspflicht nach Artikel 39 der Verordnung
Ablauf diese Sorten nicht mehr zugelassen sind .                               ( EWG ) Nr . 337 / 79 ohnehin auf eine Alkoholmindestmenge
Die Erfahrung hat gezeigt , daß in bestimmten Produktions­                     bezieht , womit die gewünschte Wirkung dieser Maßnahme
                                                                               gewährleistet ist .
gebieten die Säuerung von Wein häufig eine Notwendigkeit
ist . Die Säuerung sollte deshalb unter bestimmten Bedingun­
gen zugelassen werden . Da die von Artikel 34 Absatz 2 der                     In Artikel 44 der Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79 ist der
Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79 vorgesehene zusätzliche                       höchstzulässige Schwefeldioxidgehalt für die zum unmittel­
Säuerung rasch während der Weinlese durchzuführen ist ,                        baren menschlichen Verbrauch bestimmten Weine , mit
müssen die Mitgliedstaaten befugt werden , gemäß den dafür                     Ausnahme von Schaumweinen und Likörweinen , festgesetzt
                                                                               worden .
vorgesehenen Bedingungen hierüber zu entscheiden . Im
übrigen ist es angezeigt , einerseits die Entsäuerung von Wein
zur Berichtigung des Säuregehalts zuzulassen , wenn die                        Aufgrund dieses Artikels hat die Kommission einen Bericht
Entsäuerung der zur Weinbereitung verwendeten Erzeug­                          über die wissenschaftlichen Kenntnisse und die Entwicklung
nisse sich als nicht ausreichend erwiesen hat , und anderer­                   der Technologie auf dem Gebiet der Verwendung von
seits die Entsäuerung von Wein in weiterem Umfang als bis­                     Schwefeldioxid in der Weinbereitung erstellt und dem Rat
her zu gestatten , um den Weinbereitungsbetrieben mehr                         vorgelegt .
Flexibilität zu geben .
                                                                               Aus diesem Bericht geht hervor , daß eine Senkung der
H ABl . Nr . C 206 vom 14 . 8 . 1981 , S. 4 , ABl . Nr . C 18 vom 23 . 1 .     Höchstwerte für den Gesamtschwefeldioxidgehalt mit den
      1982 , S. 4 , ABl . Nr . C 62 vom 5 . 3 . 1984 , S. 29 .
                                                                               derzeitigen önologischen Kenntnissen und dem bei der
( 2 ) ABl . Nr . C 327 vom 14 . 12 . 1981 , S. 114 , ABl . Nr . C 104 vom
      16 . 4 . 1984 , S. 96 .                                                  Mehrheit der Weinarten erzielten technologischen Fort­
( 3 ) ABl . Nr . C 310 vom 30 . 11 . 1981 , S. 9 , ABl . Nr . C 103 vom        schritt vereinbar ist . In dem Bestreben , die Verwendung von
      16 . 4 . 1984 , S. 21 .                                                  Nahrungsmittelzusätzen auf das erforderlichen Mindestmaß
( 4 ) ABl . Nr . L 54 vom 5 . 3 . 1979 , S. 1 .                                zu beschränken , erscheint es angezeigt , für alle Weine außer
( 5 ) ABl . Nr . L 89 vom 29 . 3 . 1985 , S. 1 .                               bestimmten     Weinen      mit  besonderen    Merkmalen     und
 ---pagebreak--- Nr . L 320 / 2                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  29 . 11 . 85
Schaumweinen eine Verringerung des höchstzulässigen                    3 . Artikel 34 erhält folgende Fassung :
Gesamtschwefeldioxidgehalts um 15 mg / 1 vorzusehen ; für
                                                                           „ Artikel 34
Schaumweine ist eine entsprechende Regelung in der Verord­
nung ( EWG ) Nr . 3310 / 85 (') festgelegt .                               (1)      Bei frischen Weintrauben , Traubenmost , teil­
                                                                           weise gegorenem Traubenmost , Jungwein und Wein
In Artikel 51 der Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79 ist                     dürfen
grundsätzlich vorgesehen , daß Erzeugnisse , die Gegenstand                — in den Weinbauzonen A , B , C Ia und C Ib eine
von in der Gemeinschaft nicht zugelassenen önologischen
Verfahren waren , nicht zum unmittelbaren menschlichen
                                                                                teilweise Entsäuerung ,
Verbrauch angeboten oder abgegeben werden dürfen .                         — in den Weinbauzonen C II und C lila unbeschadet
                                                                                von Absatz 3 eine Säuerung und eine Entsäue­
Der systematische Ausschluß des Angebots oder der Angabe                        rung ,
zum Verbrauch ist nur in den Fällen gerechtfertigt , in denen              — in der Weinbauzone C Illb eine Säuerung
die Qualität des Weins fraglich oder die Gesundheit der                    vorgenommen werden .
Verbraucher gefährdet ist . Deshalb sollte die Möglichkeit
vorgesehen werden , in den anderen Fällen geeignete Maß­                   Die Säuerung der in Unterabsatz 1 genannten Erzeug­
nahmen zu erlassen .                                                       nisse außer Wein darf nur bis zur Höchstmenge von
                                                                           1,5 g pro Liter , ausgedrückt in Weinsäure , d . h . von
Nach einer Periode rascher Fortschritte in der Technologie                 20 Milliäquivalenten pro Liter , durchgeführt werden .
wie auch in den Analysemethoden liegen nunmehr Kennt­
nisse über rektifizierten konzentrierten Traubenmost vor , die             Die Säuerung von Wein darf nur bis zur Höchstmenge
eine viel genauere Definition dieses Erzeugnisses ermögli­                 von 2,50 g pro Liter , ausgedrückt in Weinsäure , d . h .
chen : Im übrigen sollte die Möglichkeit vorgesehen werden ,               von 33,3 Milliäquivalenten pro Liter , durchgeführt
                                                                           werden .
daß der Rat mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag der
Kommission die Definition dieses Erzeugnisses entsprechend                 Die Entsäuerung von Wein darf nur bis zur Höchst­
der Entwicklung der genannten Kenntnisse erforderlichen­                   menge von 1 g pro Liter , ausgedrückt in Weinsäure ,
falls ändert .                                                             d . h . von 13,3 Milliäquivalenten pro Liter , durchge­
                                                                           führt werden .
Damit sich der Verbrauch von Perlwein und von Perlwein
mit zugesetzter Kohlensäure über neue Absatzformen ent­                    Außerdem darf der zur Konzentrierung bestimmte
                                                                           Traubenmost teilweise entsäuert werden .
wickelt , sollte das Inverkehrbringen dieser Weine in Behält­
nissen mit einem Inhalt von bis zu 60 Litern zugelassen                    (2)      Injahren mit außergewöhnlichen Witterungsbe­
werden —
                                                                           dingungen können die Mitgliedstaaten die Säuerung der
                                                                           in Absatz 1 genannten Erzeugnisse in den Weinbauzo­
                                                                           nen C Ia und C Ib unter den in Absatz 1 hinsichtlich der
HAT FOLGENDE! VERORDNUNG ERLASSEN :                                        Weinbauzonen C II , C lila und C Illb genannten Bedin­
                                                                           gungen zulassen .
                              Artikel 1
                                                                           (3 )     Die Säuerung und die Anreicherung sowie die
                                                                           Säuerung und die Entsäuerung ein und desselben
Die Verordnung ( EWG ) Nr . 337 / 79 wird wie folgt geän­
dert :                                                                     Erzeugnisses schließen einander aus ; in bezug auf die
                                                                           Säuerung und die Anreicherung können von Fall zu Fall
                                                                           Abweichungen beschlossen werden .
    1 . Artikel 1 Absatz 4 Buchstabe c) erhält folgende Fas­
        sung :                                                             (4 )     Die Abweichungen nach Absatz 3 sowie die
                                                                           sonstigen Durchführungsbestimmungen zu diesem
        ,,c ) Die Definitionen für die unter Buchstabe b ) zweiter         Artikel werden nach dem Verfahren des Artikels 67
              Gedankenstrich genannten Erzeugnisse mit Ur­                 festgelegt ."
              sprung in Drittländern , mit Ausnahme von Tafel­
              wein und zur Gewinnung von Tafelwein geeigne­
              tem Wein , sowie eine etwaige Änderung der               4 . Artikel 36 wird wie folgt geändert :
              Definition für rektifiziertes Traubenmostkonzen­
                                                                           a ) Absatz 1 erhält folgende Fassung:
              trat nach Anhang II Buchstabe 5a werden vom Rat
              mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag der                     „(1 )    Jede der in den Artikeln 33 und 34 genann­
              Kommission festgelegt ."                                          ten Maßnahmen , mit Ausnahme der Säuerung und
                                                                                Entsäuerung von Wein , darf bei der Verarbeitung
                                                                                von frischen Weintrauben , Traubenmost , teilweise
   2 . Artikel 31 Absatz 3 Buchstabe b ) erhält folgende
        Fassung:                                                                gegorenem Traubenmost und Jungwein zu für die
                                                                                Gewinnung von Tafelwein geeignetem Wein , zu
        ,,b ) mit Rebsorten bepflanzt sind , die nach dem                       Tafelwein oder zu einem anderen für den unmittel­
              31 . Dezember 1976 als vorübergehend zugelassen                   baren menschlichen Verbrauch bestimmten Ge­
              klassifiziert werden , muß spätestens 25 Jahre nach               tränk im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 außer
              dem Zeitpunkt der entsprechenden Klassifizierung                  Schaumwein oder Schaumwein mit zugesetzter
              dieser Rebsorten erfolgen ."                                      Kohlensäure in derjenigen Weinbauzone , in der die
                                                                                verwendeten frischen Weintrauben geerntet wur­
f 1 ) Siehe Seite 19 dieses Amtsblatts .                                        den , nur einmal durchgeführt werden .
 ---pagebreak--- 29 . 11 . 85                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr . L 320 / 3
           Das gleiche gilt für die Konzentrierung , die Säue­               nahme der in Absatz 4 genannten Personen oder
           rung und die Entsäuerung des zur Gewinnung von                    Vereinigungen , hat alle bei dieser Weinbereitung
           Tafelwein geeigneten Weins .                                      anfallenden Nebenerzeugnisse und gegebenenfalls
           Die Konzentrierung von Tafelwein muß in der                       Wein ihrer eigenen Erzeugung destillieren zu las­
                                                                             sen .
           Weinbauzone erfolgen , in der die verwendeten
           frischen Weintrauben geerntet wurden .                            Die Alkoholmenge , die in den zur Destillation
           Die Säuerung und Entsäuerung von Wein dürfen                      gelieferten Erzeugnissen enthalten ist , ist minde­
           nur in dem Weinbereitungsbetrieb und der Wein­                    stens gleich einem festzusetzenden Prozentsatz des
           bauzone erfolgen , in der die zur Herstellung des                 Alkoholvolumens , das in dem erzeugten Wein
           betreffenden     Weins  verwendeten     Weintrauben               enthalten ist . Die Bestimmung des Volumens
           geerntet wurden .                                                 erfolgt anhand eines pauschalen natürlichen Min­
                                                                             destalkoholgehalts , der für jedes Weinwirtschafts­
           Jede der in Unterabsatz 1 erwähnten Maßnahmen                     jähr in jeder Weinbauzone festgesetzt wird ."
           wird den zuständigen Behörden gemeldet . Das
           gleiche gilt für die Mengen an Saccharose , konzen­           c) An Absatz 3 wird folgender Unterabsatz ange­
           triertem Traubenmost oder rektifiziertem Trauben­
                                                                             fügt :
           mostkonzentrat , die natürliche oder juristische
           Personen oder Personenvereinigungen zur Aus­                      „Traubentrester und Weintrub , die zur Destillation
           übung ihres Berufes , insbesondere Erzeuger ,                     geliefert werden , müssen noch festzulegende Min­
           Abfüllbetriebe , Verarbeitungsbetriebe sowie noch                 destmerkmale aufweisen . Sind diese Merkmale
           zu bestimmende Händler besitzen , wenn sie zur                    nicht erreicht , so werden Traubentrester und Wein­
           gleichen Zeit und am gleichen Ort frische Weintrau­               trub abweichend von Unterabsatz 1 durch Liefe­
           ben , Traubenmost , teilweise gegorenen Trauben­                  rung an einen anderen verarbeitenden Industriebe­
           most oder nicht abgefüllten Wein besitzen . Die                   trieb als eine Brennerei oder durch kontrollierte
           Meldung dieser Mengen kann jedoch durch Eintra­                   Vernichtung von der Destillation ausgeschlos­
           gung in das Eingangs- und Verwendungsregister                     sen ."
           ersetzt werden .
                                                                         d ) Absatz 8 erhält folgende Fassung :
           Jede der in Artikel 34 genannten Maßnahmen muß
           in dem Begleitdokument im Sinne von Artikel 53                    „( 8 )    Die Höhe der Beihilfe , die Preise und der
           verzeichnet werden , mit dem die entsprechend                     Anteil der Ausgaben nach Absatz 7 werden nach
           behandelten Erzeugnisse in den Verkehr gebracht                   dem Verfahren des Artikels 67 festgesetzt .
           werden ."
                                                                             Nach dem gleichen Verfahren werden die Durch­
      b ) Absatz 2 erhält folgende Fassung :                                 führungsbestimmungen zum vorliegenden Artikel
                                                                             erlassen und der nach Absatz 2 pauschal zu bestim­
           „( 2 )   Diese Maßnahmen dürfen , sofern keine                    mende natürliche Alkoholgehalt sowie die in
           Ausnahmeregelung aufgrund außergewöhnlicher                       Absatz 3 erwähnten Mindestmerkmale für Trau­
           Witterungsbedingungen getroffen wird , nur                         bentrester und Weintrub festgelegt ."
           — vor dem 1 . Januar in den Weinbauzonen C ,
           — vor dem 16 . März in den Weinbauzonen A
                 und B                                               6 . Artikel 44 wird wie folgt geändert:
           und nur für die Erzeugnisse , die aus der diesen              a ) In Absatz 1 erhalten die Buchstaben a ) und b )
           Zeitpunkten unmittelbar vorhergehenden Weinle­                    folgende Fassung :
           sen stammen , durchgeführt werden .
                                                                             ,,a ) 160 mg / 1 bei Rotwein ,
           Die Konzentrierung durch Anwendung von Kälte
           sowie die Säuerung und die Entsäuerung von Wein                      b ) 210 mg / 1 bei Weißwein und Rosewein ."
           können jedoch das ganze Jahr hindurch vorgenom­
           men werden ."                                                 b ) In Absatz 2 erhält Buchstabe a ) folgende Fas­
                                                                              sung :
 5 . Artikel 39 wird wie folgt geändert :                                     ,,a ) 210 mg / 1 bei Rotwein und 260 mg / 1 bei
                                                                                     Weißwein und Rosewein ."
      a ) Nach Absatz 1 Unterabsatz 1 wird folgender
           Unterabsatz eingefügt :                                       c) In Absatz 4 wird die Zahl 25 durch die Zahl 40
                                                                             ersetzt .
           „Die Filtrierung und die Zentrifugierung von Wein­
           trub gelten nicht als Auspressen , sofern die gewon­
           nenen Erzeugnisse handelsüblich sind und der                  d ) Absatz 5 erhält folgende Fassung :
           entsprechend behandelte Weintrub nicht in den                      „( 5 )   Die Kommission legt dem Rat vor dem
           Trockenzustand übergeführt wird ."                                 1 . April 1990 aufgrund der gewonnenen Erfahrung
                                                                             einen Bericht über die Höchstwerte für den Schwe­
      b ) In Absatz 2 erhalten die Unterabsätze 1 und 2                       feldioxidgehalt von Wein gegebenenfalls zusam­
           folgende Fassung :                                                 men mit Vorschlägen vor , über die der Rat mit
           „( 2 )   Jede natürliche oder juristische Person oder              qualifizierter Mehrheit vor dem 1 . September 1990
           Personenvereinigung , die Wein bereitet , mit Aus­                 beschließt ."
 ---pagebreak--- Nr . L 320 / 4                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       29 . 11 . 85
      e ) Absatz 6 erhält folgende Fassung :                                   Die Mitgliedstaaten können die Verwendung von
                                                                               Kupfersulfat nach Anhang III Nummer 2 Buch­
           „( 6 )     Die Durchführungsbestimmungen zu die­
           sem Artikel , der Beschluß nach Absatz 4 sowie die                  stabe x ) zur Beseitigung eines geschmacklichen oder
           Übergangsmaßnahmen für Wein mit Ursprung in                         geruchlichen Mangels des Weines in den Anbauge­
           der Gemeinschaft , der vor dem 1 . September 1986                   bieten gestatten , in denen Kupfersulfat nicht zur
                                                                               Behandlung der Reben verwendet worden ist .
          erzeugt wurde , und für eingeführten Wein werden
          nach dem Verfahren des Artikels 67 erlassen ."                       Die Verwendung von Silberchlorid und Kupfersul­
                                                                               fat bei ein und demselben Wein ist untersagt ."
                                                                         b ) In Absatz 6 wird nach dem ersten Gedankenstrich
 7 . Artikel 46 wird wie folgt geändert :
                                                                               folgender Gedankenstrich eingefügt:
      a ) Absatz 3 erhält folgende Fassung :                                   „— die Voraussetzungen , unter denen die Mit­
                                                                                      gliedstaaten für die in ihrem Hoheitsgebiet
           „( 3 )     Die Verwendung des in Anhang III Num­                           erzeugten Weine die Verwendung von Apfel­
          mer 1 Buchstabe m ) genannten Kalziumtartrats und                           säure für die Säuerung bis zu einem noch
          der in Anhang III Nummer 2 Buchstabe 1 ) genann­                            festzulegenden Zeitpunkt gestatten können ,"
          ten Weinsäure für die Entsäuerung ist bis zum
           31 . August 1990 gestattet , und zwar im Falle der
          Weinsäure nur bei Erzeugnissen ,                           8 . Artikel 49 Absatz 2 Buchstabe b ) erhält folgende
                                                                         Fassung :
          — die von Rebsorten stammen , welche verhältnis­
                 mäßig saure Trauben liefern , und                       ,,b ) wenn die betreffende Rebsorte nach dem 31 . De­
                                                                                zember 1976 als vorübergehend zugelassen klassi­
          — die von Trauben stammen , welche in bestimm­
                                                                                fiziert worden ist , und zwar vom Tag der entspre­
                 ten noch festzulegenden Gebieten im nördlichen
                                                                                chenden Klassifizierung dieser Rebsorte an für
                 Teil der Weinbauzone A geerntet werden .                       25 Jahre ."
          Die Verwendung von Koniferenharz gemäß Arti­
          kel III Nummer 1 Buchstabe n ) ist nur zur Gewin­          9 . Artikel 51 wird wie folgt geändert :
          nung von , Retsina'-Tafelwein zulässig . Dieses öno­
          logische Verfahren darf nur angewandt werden                   a ) Absatz 1 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung :
          — im Hoheitsgebiet der Griechischen Republik ;
                                                                              „( 1 )     Abgesehen von Ausnahmeregelungen , die
                                                                              der Rat mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag
          — bei einem Traubenmost aus Trauben , für die                       der Kommission beschließt , dürfen eingeführte
                 Sorten , Anbaugebiet und Weinbereitungsgebiet                oder nicht eingeführte Erzeugnisse der Tarifnum­
                in den zum 31 . Dezember 1980 geltenden grie­                 mern 22.04 und 22.05 des Gemeinsamen Zollta­
                chischen Rechtsvorschriften festgelegt wur­                   rifs , die Gegenstand von önologischen Verfahren
                den ;                                                         waren , die in den Gemeinschaftsverordnungen oder
                                                                              — sofern diese nicht bestehen — in den einzelstaat­
          — durch Zusatz einer Harzmenge von höchstens                        lichen Vorschriften nicht zugelassen sind , nicht
                 1 000 g je Hektoliter des zu behandelnden
                                                                              zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch ange­
                Erzeugnisses ;
                                                                              boten oder abgegeben werden ."
          — vor der Gärung oder — sofern der in Volumen
                ausgedrückte vorhandene Alkoholgehalt ein                b ) An Absatz 2 wird folgender Unterabsatz ange­
                Drittel des in Volumen ausgedrückten Gesamt­                  fügt :
                alkoholgehalts nicht übersteigt — während der                 „Nach dem gleichen Verfahren werden die Bedin­
                Gärung .                                                      gungen , unter denen die Mitgliedstaaten die Lage­
                                                                              rung und den Verkehr zulassen können , sowie die
          Beabsichtigt die Griechische Republik , die in Unter­               Verwendung der Erzeugnisse festgelegt , die ande­
          absatz 2 zweiter Gedankenstrich erwähnten                           ren Bestimmungen dieser Verordnung als Absatz 1
          Rechtsvorschriften nach dem 31 . Dezember 1980                      Unterabsatz 1 oder in Anwendung dieser Verord­
          zu ändern , so teilt sie dies der Kommission mit .                  nung erlassenen Bestimmungen nicht entspre­
          In diesem Fall kann nach dem Verfahren des Arti­                    chen ."
          kels 67 eine Änderung dieses Datums beschlossen
          werden .
                                                                    10 . Anhang II wird wie folgt geändert :
          Bei den in Anhang III Nummer 2 Buchstabe p )
          aufgeführten Behandlungen können die Mitglied­                 a ) Nummer 5a erhält folgende Fassung :
          staaten beschließen , daß bei allen in ihrem Gebiet                 „5a Rektifiziertes Traubenmostkonzentrat :            das
          erzeugten Rotweinen anstatt Kaliumhexacyano­                               flüssige , nicht karamelisierte Erzeugnis , das
          ferrat Calciumphytat verwendet wird .
                                                                                     — durch teilweisen Wasserentzug aus Trau­
          Die Verwendung des in Anhang III Nummer 2                                       benmost unter Anwendung beliebiger
          Buchstabe t ) genannten Natriumalginats für die                                 zugelassener Methoden außer der unmit­
          Bereitung bestimmter Schaumweine ist bis zum                                    telbaren Einwirkung von Feuerwärme so
          31 . August 1990 gestattet .                                                    hergestellt wird , daß bei einer Temperatur
 ---pagebreak--- 29 . 11 . 85                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr . L 320 / 5
                 von 20° C der Zahlenwert des Refrakto­                b ) Unter den Nummern 15 und 16 erhält der letzte
                 meters — das nach dem Verfahren des                       Gedankenstrich folgende Fassung :
                 Anhangs III der Verordnung ( EWG ) Nr .                   „— in Behältnissen mit einem Inhalt von höchstens
                 516 / 77 verwendet wird — nicht unter
                                                                                  60 1 abgefüllt ist ."
                 70,5 % liegt . Jedoch können die Mitglied­
                 staaten für Erzeugnisse , die auf ihrem               c) Nummer 18 erhält folgende Fassung:
                 Hoheitsgebiet verwendet werden , einen
                 anderen Zahlenwert zulassen , der jedoch                  „ 18 . Weintrub : der Rückstand , der sich in den
                 nicht unter 51,9 % liegen darf,                                   Behältern , die Wein enthalten , nach der
                                                                                   Gärung oder während der Lagerung oder
             — zugelassenen Behandlungen zur Entsäue­                              nach einer zulässigen Behandlung absetzt ,
                 rung und Entfernung anderer Bestandteile                          sowie der durch die Filterung oder Zentrifu­
                 als Zucker unterzogen worden ist ,                                gierung dieses Erzeugnisses entstandene
             — folgende Merkmale aufweist :                                        Rückstand .
                 — einen ph-Wert von höchstens 5 ,                                 Ferner gelten als Weintrub :
                 — eine optische Dichte von höchstens                              — der Rückstand , der sich in den Behältern ,
                     0,100 bei 425 nm und 1 cm Dicke ,                                  die Traubenmost enthalten , während der
                                                                                        Lagerung oder nach einer zulässigen
                 — einen Saccharosegehalt , der so niedrig                              Behandlung absetzt ;
                     ist , daß er mit einer noch festzulegen­
                     den Analysemethode nicht nachgewie­                           — der durch die Filterung oder Zentrifugie­
                     sen werden kann ,                                                  rung dieses Erzeugnisses entstandene
                                                                                        Rückstand ."
                 — einen Äthanolgehalt von höchstens
                     0,5 g / kg Gesamtzucker ,                         d) Nummer 19 erhält folgende Fassung :
                 — einen Gesamtstickstoffgehalt von                        „ 19 . Traubentrester : der gegorene oder unge­
                     höchstens 100 mg / kg Gesamtzucker ,                          gorene Rückstand bei der Kelterung von
                 — ein Indiz von Folin-Ciocalteau von                              frischen Weintrauben ."
                     höchstens 400 ,
                                                                       e) Unter Nummer 21 wird der für flüchtige Säure
                 — eine titrierbare Säure von höchstens 10
                                                                           vorgesehene Höchstgehalt von 2,40 durch 1,50
                     Milliäquivalenten / kg Gesamtzucker ,                 ersetzt .
                 — einen Schwefeldioxidgehalt von höch­
                     stens 25 mg / kg Gesamtzucker,
                                                                  11 . Anhang III wird wie folgt geändert :
                 — einen Sulfatgehalt von höchstens 2 Mil­
                     liäquivalenten / kg Gesamtzucker ,                a ) Nummer 1 Buchstabe d ) und Nummer 2 Buch­
                 — einen Chloridgehalt von höchstens 1
                                                                           stabe e ) erhalten folgende Fassung , welcher der
                                                                           Buchstabe d ) bzw . e ) vorangestellt ist:
                     Milliäquivalent / kg Gesamtzucker ,
                                                                           „Verwendung von Kohlendioxyd , Argon oder
                 — einen Phosphatgehalt von höchstens 1
                     Milliäquivalent / kg Gesamtzucker ,                   Stickstoff, auch gemischt , damit eine inerte Atmo­
                                                                           sphäre hergestellt und das Erzeugnis vor Luft
                 — einen Gesamtkationengehalt von höch­                    geschützt behandelt wird ."
                     stens 8 Milliäquivalenten / kg Gesamt­
                     zucker ,                                          b ) Nummer 1 Buchstabe f) erhält folgende Fassung:
                 — eine Leitfähigkeit von höchstens 50                     ,,f) Verwendung folgender Verfahren zur Förde­
                     mikro Siemens / cm bei 25 °Brix und 20                      rung der Hefebildung:
                     °C ,                                                        — Zusatz
                 — einen Gehalt an Hydroximethylfurfu­
                                                                                      — von Diammoniumphospat oder Ammo­
                     rol von höchstens 25 mg / kg Gesamt­                                 niumsulfat bis zu einem Grenzwert von
                     zucker ,
                                                                                          jeweils 0,3 g / 1 ,
             — ausschließlich von Rebsorten im Sinne des
                                                                                      — von Ammoniumsulfit oder Ammonium­
                 Artikels 49 stammt ,                                                     bisulfit bis zu einem Grenzwert von
             — in der Gemeinschaft hergestellt wird ,                                     jeweils 0,2 g / 1 .
             — aus Traubenmost hervorgegangen ist , der                               Unbeschadet des vorstehend genannten
                 mindestens den natürlichen Mindestalko­                              Grenzwertes von 0,2 g / 1 können diese
                 holgehalt aufweist , der für die Weinbau­                            Erzeugnisse auch zusammen bis zu einem
                 zone gilt , in der die Trauben geerntet                              Gesamtgrenzwert von 0,3 g / 1 verwendet
                 wurden .                                                             werden ;
             Ein vorhandener Alkoholgehalt des rektifizier­                      — Zusatz von Thiaminium-Dichlorhydrat bis
             ten Traubenmostkonzentrats von bis zu 1 %                                zu einem in Thiaminium ausgedrückten
             vol wird geduldet ."                                                     Grenzwert von 0,6 mg / 1 ."
 ---pagebreak--- Nr . L 320 / 6                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 29 . 11 . 85
      c) Unter Nummer 1 Buchstabe j ) vierter Gedanken­                           — von Apfelsäure unter den gemäß Artikel 46
           strich und Nummer 2 Buchstabe m ) vierter Gedan­                           Absatz 6 zweiter Gedankenstrich festgeleg­
           kenstrich werden die Worte in Klammern gestri­                             ten Voraussetzungen ."
           chen .
                                                                         g) Unter Nummer 2 wird folgender Buchstabe einge­
      d ) Die Nummern 1 Buchstabe m ) und 2 Buchstabe 1 )                    fügt :
           erhalten folgende Fassung , der der Buchstabe m)                  ,,t) Verwendung zur Bereitung von Schaumwein ,
           bzw . 1 ) vorangestellt ist :                                          der durch Flaschengärung gewonnen wurde
                                                                                  und bei dem die Enthefung durch Degorgieren
           „Verwendung einer oder mehrerer der nachstehen­
                                                                                  erfolgte:
           den Substanzen für die Entsäuerung nach Maßgabe
           der Artikel 34 und 36 :                                                — von Kalziumalginat
                                                                                      oder
           — neutralem Kaliumtartrat ,
                                                                                  — von Kaliumalginat
           — Kaliumbikarbonat ,
                                                                                      oder
           — Kalziumkarbonat , gegebenenfalls mit geringen
                                                                                  — von Natriumalginat nach Maßgabe des
                Mengen von Doppelkalziumsalz der L ( + )                              Artikels 46 Absatz 3 Unterabsatz 5 ."
                Weinsäure und der L ( - ) Apfelsäure ,
           — Kalziumtartrat oder Weinsäure nach Maßgabe                  h ) Nummer 2 Buchstabe u ) wird gestrichen .
                von Artikel 46 Absatz 3 Unterabsatz 1 ;"
      e) Nummer 2 Buchstabe b ) erhält folgende Fassung:                                       Artikel 2
           „b ) Belüftung oder Einleitung von Argon oder          Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im
                Stickstoff:"
                                                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
      f) Nummer 2 Buchstabe k) erhält folgende Fassung:           Sie gilt ab 1 . September 1986 , mit Ausnahme
          ,,k ) Verwendung für die Säuerung nach Maßgabe          — des Artikels 1 Nummern 3 , 4 , 7 und 11 , die ab
                der Artikel 34 und 36 :
                                                                      1 . September 1985 gelten ;
                — von Weinsäure
                                                                  — des Artikels 1 Nummer 10 Buchstabe a ), der ab 1 . Sep­
                     oder                                             tember 1987 gilt .
                    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                    Mitgliedstaat.
                    Geschehen zu Brüssel am 18 . November 1985 .
                                                                                        Im Namen des Rates
                                                                                            Der Präsident
                                                                                            M. FISCHBACH