CELEX: 22012A0217(01)
Language: de
Date: 2012-02-01 00:00:00
Title: Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem partnerschaftlichen Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Mosambik

L 46/4                 DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                            17.2.2012
                                                              PROTOKOLL
               zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem
               partnerschaftlichen Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der
                                                          Republik Mosambik
                             Artikel 1                                 von der Europäischen Union jährlich zu zahlende Gesamtbetrag
                                                                       darf jedoch nicht höher ausfallen als das Doppelte des in Absatz
                Laufzeit und Fangmöglichkeiten                         2 Buchstabe a genannten Betrags (d. h. 1 040 000 EUR). Über­
(1)     Die in Artikel 5 des partnerschaftlichen Fischereiabkom­       steigen die von Fischereifahrzeugen der Europäischen Union in
mens eingeräumten Fangmöglichkeiten werden für einen Zeit­             der Fischereizone Mosambiks getätigten Fänge die Menge, die
raum von drei (3) Jahren gewährt für:                                  dem doppelten jährlichen Gesamtbetrag entspricht, so wird der
                                                                       Betrag, der für die über den Grenzwert hinausgehende Menge zu
Weit wandernde Arten (in Anhang 1 des Seerechtsübereinkom­             entrichten ist, gemäß den Bestimmungen des Anhangs im nach­
mens der Vereinten Nationen von 1982 aufgelistete Arten) für           folgenden Jahr gezahlt.
a) 43 Hochsee-Thunfischwadenfänger und                                 (6)     Die Zahlung für das erste Jahr erfolgt spätestens 60 Ar­
                                                                       beitstage nach Beginn der vorläufigen Anwendung dieses Pro­
b) 32 Oberflächen-Langleinenfischer.                                   tokolls gemäß Artikel 15, und die Zahlungen für die folgenden
                                                                       Jahre sind spätestens am Jahrestag dieses Protokolls zu leisten.
(2)     Absatz 1 gilt vorbehaltlich der Artikel 5 und 6 dieses
Protokolls.                                                            (7)     Die Verwendung der finanziellen Gegenleistung gemäß
                                                                       Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe a liegt im alleinigen Ermessen
(3)     Gemäß Artikel 6 des partnerschaftlichen Fischereiabkom­        Mosambiks.
mens und Artikel 7 dieses Protokolls dürfen Fischereifahrzeuge
unter der Flagge eines Mitgliedstaats der Europäischen Union           (8)     Die finanzielle Gegenleistung wird auf das einzige, vom
nur dann in den Gewässern Mosambiks Fischfang betreiben,               Schatzamt zentral eingerichtete Konto eingezahlt oder überwie­
wenn sie in der IOTC-Liste fangberechtigter Schiffe geführt wer­       sen. Die Kontonummer wird von den mosambikanischen Be­
den und im Besitz einer Fanggenehmigung sind, die nach den             hörden mitgeteilt.
Verfahrensvorschriften im Anhang dieses Protokolls erteilt wur­
de.
                                                                                                    Artikel 3
                             Artikel 2                                 Förderung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen
                                                                                 Fischerei in mosambikanischen Gewässern
         Finanzielle Gegenleistung — Zahlungsweise
                                                                       (1)     Sobald dieses Protokoll in Kraft tritt, spätestens aber drei
(1)     Die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 7 des part­        Monate nach diesem Inkrafttreten vereinbaren die Europäische
nerschaftlichen Fischereiabkommens beläuft sich für den in             Union und Mosambik in dem in Artikel 9 des partnerschaftli­
Artikel 1 genannten Zeitraum auf insgesamt 2 940 000 EUR               chen Fischereiabkommens vorgesehenen Gemischten Ausschuss
für die gesamte Laufzeit dieses Protokolls.                            im Einklang mit dem mosambikanischen Fischereientwicklungs­
                                                                       plan und den politischen Rahmenvorgaben der Europäischen
(2)     Die finanzielle Gegenleistung setzt sich zusammen aus          Kommission ein mehrjähriges Sektorprogramm mit detaillierten
                                                                       Durchführungsbestimmungen, die insbesondere Folgendes um­
a) einem Jahresbetrag für den Zugang zur Fischereizone Mo­             fassen:
    sambiks in Höhe von 520 000 EUR entsprechend einer jähr­
    lichen Referenzfangmenge von 8 000 Tonnen und
                                                                       a) Jahres- und Mehrjahresleitlinien für die Verwendung des spe­
                                                                           zifischen Betrags der finanziellen Gegenleistung gemäß
b) einem spezifischen Betrag in Höhe von 460 000 EUR/Jahr                  Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe b;
    zur Unterstützung und Umsetzung der Fischerei- und Mee­
    respolitik Mosambiks.
                                                                       b) Jahres- und Mehrjahresziele für die Umsetzung einer verant­
(3)     Absatz 1 gilt vorbehaltlich der Bestimmungen der                   wortungsvollen und nachhaltigen Fischerei unter Berücksich­
Artikel 3, 5, 6, 8 und 9 dieses Protokolls.                                tigung der Prioritäten Mosambiks für seine nationale Fische­
                                                                           reipolitik und andere Politikbereiche, die mit der Förderung
                                                                           einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Fischerei in
(4)     Die Europäische Union zahlt die finanzielle Gegenleistung          Zusammenhang stehen oder sich auf diese auswirken, ein­
gemäß Absatz 1 während der Laufzeit des Protokolls in Jahres­              schließlich geschützter Meeresgebiete;
tranchen in Höhe von 980 000 EUR, was dem Gesamtbetrag
aus den in Absatz 2 Buchstaben a und b genannten Summen
entspricht (d. h. 520 000 EUR und 460 000 EUR).                        c) Kriterien und Verfahren, soweit angezeigt einschließlich
                                                                           Haushalts- und Finanzindikatoren, zur Beurteilung der jähr­
(5)     Beträgt die Gesamtmenge der von Fischereifahrzeugen der            lich erreichten Ziele.
Europäischen Union in der Fischereizone Mosambiks getätigten
Thunfischfänge mehr als 8 000 Tonnen/Jahr, so erhöht sich die          (2)     Vorschläge für Änderungen des mehrjährigen Sektorpro­
für die Zugangsrechte jährlich zu entrichtende finanzielle Ge­         gramms müssen von beiden Vertragsparteien im Gemischten
genleistung um 65 EUR je zusätzlich gefangener Tonne. Der              Ausschuss genehmigt werden.
 ---pagebreak--- 17.2.2012               DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                              L 46/5
(3)      Mosambik kann die finanzielle Gegenleistung gemäß               schaftlichen Fischereiabkommens vorgesehen sind, so konsultie­
Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe b jedes Jahr zur Durchführung               ren die Vertragsparteien einander, bevor eine etwaige Genehmi­
des Mehrjahresprogramms um einen zusätzlichen Betrag ergän­              gung für derartige Fangtätigkeiten erteilt wird, vereinbaren ge­
zen. Dieser Ergänzungsbetrag wird der Europäischen Union mit­            gebenenfalls die für diese Fischereien geltenden Bedingungen
geteilt.                                                                 und ändern erforderlichenfalls das vorliegende Protokoll und
                                                                         seinen Anhang entsprechend.
                                Artikel 4
              Wissenschaftliche Zusammenarbeit für                       (2)    Die Vertragsparteien sollten die Versuchsfischerei und ins­
                   verantwortungsvolle Fischerei                         besondere die Fischerei auf in mosambikanischen Gewässern
                                                                         vorhandene unterbewirtschaftete Tiefseearten fördern. Auf Er­
(1)      Die beiden Vertragsparteien verpflichten sich, eine verant­     suchen einer der Vertragsparteien konsultieren die Parteien ei­
wortungsvolle Fischerei in den Gewässern Mosambiks zu för­               nander, um auf Fallbasis über Arten, Bedingungen und sonstige
dern und den Grundsatz der Nichtdiskriminierung zwischen den             relevante Parameter zu entscheiden.
in diesen Gewässern tätigen Fangflotten zu respektieren.
(2)      Während des Anwendungszeitraums dieses Protokolls               (3)    Die Vertragsparteien betreiben die Versuchsfischerei nach
sind die Europäische Union und Mosambik bemüht, den Zu­                  Maßgabe der Parameter, die sie gegebenenfalls in einer Verwal­
stand der Fischereiressourcen in der Fischereizone Mosambiks             tungsvereinbarung festlegen. Die Versuchsfischerei sollte für ei­
zu überwachen.                                                           nen Zeitraum von höchstens sechs Monaten genehmigt werden.
(3)      Beide Vertragsparteien sind bestrebt, die Entschließungen       (4)    Hat die Versuchsfischerei nach Auffassung der Vertrags­
und Empfehlungen der Thunfischkommission für den Indischen               parteien positive Ergebnisse erbracht, so kann die Regierung
Ozean (IOTC) sowie die Gutachten der gemeinsamen wissen­                 Mosambiks der Fangflotte der Europäischen Union bis zum
schaftlichen Arbeitsgruppe gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Ab­              Ablauf dieses Protokolls Fangmöglichkeiten für die neuen Arten
kommens zur Bestandserhaltung und verantwortungsvollen Be­               zuteilen. Die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 2 Absatz
standsbewirtschaftung zu beachten.                                       2 Buchstabe a dieses Protokolls wird daraufhin erhöht. Die Ree­
                                                                         dergebühren und Bedingungen im Anhang werden entspre­
(4)      Auf der Grundlage der Empfehlungen und Entschließun­            chend geändert.
gen der IOTC und der besten verfügbaren wissenschaftlichen
Gutachten sowie gegebenenfalls der Ergebnisse der gemein­
                                                                                                      Artikel 7
samen wissenschaftlichen Sitzung gemäß Artikel 4 des partner­
schaftlichen Fischereiabkommens können die Vertragsparteien              Bedingungen für die Ausübung der Fangtätigkeiten —
einander im Gemischten Ausschuss gemäß Artikel 9 des part­                                   Ausschließlichkeitsklausel
nerschaftlichen Fischereiabkommens konsultieren und erforder­
lichenfalls vereinbaren, welche Maßnahmen notwendig sind, um             Unbeschadet Artikel 6 des partnerschaftlichen Fischereiabkom­
die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischereiressourcen Mosam­           mens dürfen Fischereifahrzeuge der Europäischen Union nur in
biks zu gewährleisten.                                                   mosambikanischen Gewässern fischen, wenn sie im Besitz einer
                                                                         gültigen Fanggenehmigung sind, die von Mosambik im Rahmen
                                                                         dieses Protokolls und seines Anhangs erteilt wurde.
(5)      Sollten EU-Schiffe ihre Fänge in Drittländern anlanden, so
haben die mosambikanischen Behörden Gelegenheit, diese An­
landungen als Beobachter zu verfolgen.                                                                Artikel 8
                                Artikel 5                                Aussetzung und Anpassung der finanziellen Gegenleistung
    Einvernehmliche Anpassung der Fangmöglichkeiten                      (1)    Ungeachtet der Bestimmungen von Artikel 9 dieses Pro­
                                                                         tokolls wird die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 2 Ab­
(1)      Die Fangmöglichkeiten gemäß Artikel 1 können einver­            satz 2 Buchstaben a und b nach Konsultationen der Vertrags­
nehmlich angepasst werden, soweit aus den Empfehlungen und               parteien angepasst oder ausgesetzt, wenn
Entschließungen der IOTC hervorgeht, dass eine derartige An­
passung die nachhaltige Bewirtschaftung von Thunfisch und
                                                                         a) die Fangtätigkeiten in der Fischereizone Mosambiks aus an­
verwandten Arten im Indischen Ozean gewährleistet.
                                                                             deren Gründen als Naturereignissen nicht ausgeübt werden
                                                                             können;
(2)      In diesem Fall wird die finanzielle Gegenleistung gemäß
Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe a proportional zeitanteilig ange­
passt. Der von der Europäischen Union jährlich gezahlte Ge­              b) die politischen Richtlinien einer der Vertragsparteien in we­
samtbetrag darf jedoch das Doppelte des in Artikel 2 Absatz                  sentlichen Punkten geändert wurden und diese Änderungen
2 Buchstabe a genannten Betrags nicht überschreiten.                         die maßgeblichen Bestimmungen dieses Protokolls beeinflus­
                                                                             sen.
(3)      Die Vertragsparteien teilen einander etwaige Änderungen
ihrer jeweiligen Fischereipolitik und Fischereigesetzgebung mit.         (2)    Die Ergebnisse der Unterstützung der Fischereipolitik und
                                                                         das Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielter Fortschritte werden von
                                Artikel 6                                der Regierung Mosambiks und einem von der Regierung Mo­
                      Neue Fangmöglichkeiten                             sambiks beauftragten unabhängigen Gutachter bewertet. Die Er­
                                                                         gebnisse dieser jährlichen Bewertung werden im Rahmen des
(1)      Sollten die Fischereifahrzeuge der Europäischen Union an        Gemischten Ausschusses gemäß Artikel 3 dieses Protokolls ge­
Fischereien interessiert sein, die nicht in Artikel 1 des partner­       prüft. Sollten sich dabei wesentliche Widersprüche zwischen den
 ---pagebreak--- L 46/6                DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                           17.2.2012
ergriffenen Maßnahmen zur Unterstützung der Fischereipolitik          aufgenommen und der Betrag der finanziellen Gegenleistung
und der Mittelplanung ergeben, kann die Europäische Kommis­           wird je nach Dauer der Aussetzung des Protokolls proportional
sion die Zahlung des spezifischen Beitrags gemäß Artikel 2 Ab­        zeitanteilig gekürzt.
satz 2 Buchstabe b ganz oder teilweise aussetzen.
                                                                                                    Artikel 10
(3)     Die Zahlung der finanziellen Gegenleistung und/oder die
Fangtätigkeiten können wieder aufgenommen werden, sobald                              Anwendbares nationales Recht
die Situation, die vor Auftreten der vorgenannten Umstände            (1)    Die Tätigkeiten der Fischereifahrzeuge der Europäischen
herrschte, wiederhergestellt ist und die Vertragsparteien dies        Union in den mosambikanischen Gewässern unterliegen den
nach entsprechenden Konsultationen beschließen.                       Rechts- und Verwaltungsvorschriften Mosambiks, sofern im Pro­
                                                                      tokoll und seinem Anhang nichts anderes geregelt ist.
                             Artikel 9
                   Aussetzung des Protokolls                          (2)    Die mosambikanischen Behörden teilen der Europäischen
                                                                      Kommission etwaige Änderungen geltender oder den Erlass
(1)     Die Anwendung dieses Protokolls wird auf Initiative einer     neuer Fischereivorschriften mit.
der Vertragsparteien und vorbehaltlich entsprechender Konsul­
tationen und Einigung der Vertragsparteien im Rahmen des
Gemischten Ausschusses gemäß Artikel 9 des Abkommens aus­                                           Artikel 11
gesetzt, wenn
                                                                                                 Vertraulichkeit
                                                                      Die Vertragsparteien tragen dafür Sorge, dass sämtliche Daten
a) außergewöhnliche Umstände, Naturereignisse ausgenommen,
                                                                      über EU-Schiffe und ihre Fangtätigkeiten in den mosambika­
    die Ausübung der Fangtätigkeiten in der Fischereizone Mo­
                                                                      nischen Gewässern jederzeit vertraulich behandelt werden. Diese
    sambiks verhindern;
                                                                      Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Abkom­
                                                                      mens sowie für Zwecke der Bestandsbewirtschaftung und der
b) die Europäische Union die Zahlungen gemäß Artikel 2 Ab­            Fischereiüberwachung durch die zuständigen Behörden genutzt.
    satz 2 Buchstabe a aus anderen als den in Artikel 8 dieses
    Protokolls vorgesehenen Gründen unterlässt;
                                                                                                    Artikel 12
c) es zwischen den Vertragsparteien zu Streitigkeiten bezüglich                        Elektronischer Datenaustausch
    der Auslegung und Durchführung dieses Protokolls und sei­         Mosambik und die Europäische Union verpflichten sich, unver­
    nes Anhangs kommt, die nicht beigelegt werden können;             züglich die erforderlichen Systeme für den elektronischen Aus­
                                                                      tausch aller Informationen und Dokumente im Zuge der Durch­
d) eine der Vertragsparteien die Bestimmungen dieses Protokolls       führung des Abkommens einzurichten. Die elektronische Fas­
    und seines Anhangs nicht beachtet;                                sung eines Dokuments ist durchgehend als der Papierfassung
                                                                      gleichwertig zu betrachten.
e) die politischen Richtlinien einer der Vertragsparteien in we­
    sentlichen Punkten geändert wurden und diese Änderungen           Beide Vertragsparteien melden einander umgehend mögliche
    die maßgeblichen Bestimmungen dieses Protokolls beeinflus­        Rechnerausfälle, die einen solchen Austausch unmöglich ma­
    sen;                                                              chen. In diesem Fall gilt für die Informationen und Dokumente
                                                                      zur Durchführung des Abkommens automatisch die Papierfas­
                                                                      sung nach Maßgabe des Anhangs.
f) eine der Vertragsparteien einen Verstoß gegen wesentliche
    und grundlegende Aspekte der Menschenrechte gemäß
    Artikel 9 des Cotonou-Abkommens feststellt und das Ver­                                         Artikel 13
    fahren nach den Artikeln 8 und 96 des genannten Abkom­
                                                                                                 Geltungsdauer
    mens eingeleitet wurde;
                                                                      Dieses Protokoll und sein Anhang gelten ab dem Tag der vor­
g) gegen die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation        läufigen Anwendung gemäß Artikel 15 für die Dauer von drei
    (IAO) über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der        (3) Jahren, wenn keine Kündigung gemäß Artikel 14 erfolgt.
    Arbeit gemäß Artikel 3 Absatz 5 des partnerschaftlichen
    Fischereiabkommens verstoßen wurde.                                                             Artikel 14
                                                                                                   Kündigung
(2)     Die Aussetzung dieses Protokolls setzt voraus, dass die
betroffene Vertragspartei ihre diesbezügliche Absicht mindestens      (1)    Im Falle einer Kündigung dieses Protokolls teilt die kün­
drei Monate vor dem Zeitpunkt, an dem die Aussetzung wirk­            digende Vertragspartei der anderen Vertragspartei mindestens
sam werden soll, schriftlich mitteilt.                                sechs Monate vor dem Tag, an dem die Kündigung in Kraft
                                                                      treten soll, schriftlich ihre Absicht mit, das Protokoll zu kündi­
                                                                      gen.
(3)     Im Fall einer Aussetzung dieses Protokolls setzen die
Vertragsparteien ihre Konsultationen fort, um eine gütliche Bei­
legung der Streitigkeiten zu erzielen. Wird eine gütliche Streit­     (2)    Die Mitteilung gemäß Absatz 1 zieht Konsultationen der
beilegung erzielt, so wird die Anwendung des Protokolls wieder        Vertragsparteien nach sich.
 ---pagebreak--- 17.2.2012        DE                           Amtsblatt der Europäischen Union                                    L 46/7
                                                          Artikel 15
                                                  Vorläufige Anwendung
          Dieses Protokoll wird ab dem Datum seiner Unterzeichnung vorläufig angewendet, nicht jedoch vor dem
          1. Januar 2012.
                                                          Artikel 16
                                                        Inkrafttreten
          Dieses Protokoll und sein Anhang treten zu dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die Vertragsparteien einander
          den Abschluss der hierzu erforderlichen Verfahren notifizieren.
 ---pagebreak--- L 46/8         DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                   17.2.2012
       Съставено в Брюксел на първи февруари две хиляди и дванадесета година.
       Hecho en Bruselas, el uno de febrero de dos mil doce.
       V Bruselu dne prvního února dva tisíce dvanáct.
       Udfærdiget i Bruxelles den første februar to tusind og tolv.
       Geschehen zu Brüssel am ersten Februar zweitausendzwölf.
       Kahe tuhande kaheteistkümnenda aasta veebruarikuu esimesel päeval Brüsselis.
       Έγινε στις Βρυξέλλες, την πρώτη Φεβρουαρίου δύο χιλιάδες δώδεκα.
       Done at Brussels on the first day of February in the year two thousand and twelve.
       Fait à Bruxelles, le premier février deux mille douze.
       Arna dhéanamh sa Bhruiséil, an chéad lá de Feabhra an bhliain dhá mhíle agus a dó dhéag.
       Fatto a Bruxelles, addì primo febbraio duemiladodici.
       Briselē, divtūkstoš divpadsmitā gada pirmajā februārī.
       Priimta du tūkstančiai dvyliktų metų vasario pirmą dieną Briuselyje.
       Kelt Brüsszelben, a kétezer-tizenkettedik év február havának első napján.
       Magħmul fi Brussell, fl-ewwel jum ta' Frar tas-sena elfejn u tnax.
       Gedaan te Brussel, de eerste februari tweeduizend twaalf.
       Sporządzono w Brukseli dnia pierwszego lutego roku dwa tysiące dwunastego.
       Feito em Bruxelas, em um de fevereiro de dois mil e doze.
       Întocmit la Bruxelles la întâi februarie două mii doisprezece.
       V Bruseli dňa prvého februára dvetisícdvanásť.
       V Bruslju, dne prvega februarja leta dva tisoč dvanajst.
       Tehty Brysselissä ensimmäisenä päivänä helmikuuta vuonna kaksituhattakaksitoista.
       Som skedde i Bryssel den första februari tjugohundratolv.
 ---pagebreak--- 17.2.2012         DE                       Amtsblatt der Europäischen Union L 46/9
          За Европейския съюз
          Por la Unión Europea
          Za Evropskou unii
          For Den Europæiske Union
          Für die Europäische Union
          Euroopa Liidu nimel
          Για την Ευρωπαϊκή Ένωση
          For the European Union
          Pour l'Union européenne
          Per l'Unione europea
          Eiropas Savienības vārdā –
          Europos Sąjungos vardu
          Az Európai Unió részéről
          Għall-Unjoni Ewropea
          Voor de Europese Unie
          W imieniu Unii Europejskiej
          Pela União Europeia
          Pentru Uniunea Europeană
          Za Európsku úniu
          Za Evropsko unijo
          Euroopan unionin puolesta
          För Europeiska unionen
          За правителството на Мозамбик
          Por el Gobierno de Mozambique
          Za vládu Mosambiku
          For Mozambiques regering
          Für die Regierung Mosambiks
          Mosambiigi valitsuse nimel
          Για την Κυβέρνηση της Μοζαμβίκης
          For the Government of Mozambique
          Pour le gouvernement du Mozambique
          Per il governo del Mozambico
          Mozambikas valdības vārdā –
          Mozambiko Vyriausybės vardu
          Mozambik kormánya részéről
          Għall-Gvern tal-Możambik
          Voor de regering van Mozambique
          Pelo Governo de Moçambique
          W imienu rządu Mozambiku
          Pentru guvernul Mozambicului
          Za vládu Mozambiku
          Za vlado Mozambika
          Mosambikin tasavallan puolesta
          För Moçambiques regering
 ---pagebreak--- L 46/10           DE                             Amtsblatt der Europäischen Union                                                17.2.2012
                                                                ANHANG
        BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG VON FANGTÄTIGKEITEN DURCH SCHIFFE DER EUROPÄISCHEN
                                           UNION IN DER FISCHEREIZONE MOSAMBIKS
                                                                KAPITEL I
                                                   ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
         1. Benennung der zuständigen Behörden
            Im Sinne dieses Anhangs bezeichnet, sofern nichts anderes festgelegt ist, jede Bezugnahme auf die zuständige Behörde
            der Europäischen Union (EU) oder Mosambiks
            — für die EU: die Europäische Kommission, gegebenenfalls vertreten durch die Delegation der EU in Mosambik;
            — für Mosambik: das Fischereiministerium.
         2. Fischereizone Mosambiks
            Sämtliche Bestimmungen des Protokolls und seines Anhangs gelten nach den Angaben in Anlage 2 ausschließlich in
            der Fischereizone Mosambiks.
         3. Benennung eines Agenten vor Ort
            Jedes EU-Schiff, das im Rahmen des vorliegenden Protokolls eine Fanggenehmigung beantragen will, muss durch
            einen Konsignatar mit Wohnsitz in Mosambik vertreten sein.
         4. Bankkonto
            Mosambik teilt der EU vor Inkrafttreten des Protokolls das Bankkonto oder die Bankkonten mit, auf das oder die die
            Beträge überwiesen werden sollen, die im Rahmen des Abkommens für EU-Schiffe zu zahlen sind. Anfallende
            Gebühren für Banküberweisungen gehen zulasten der Reeder.
                                                                KAPITEL II
                                                THUNFISCHFANGGENEHMIGUNGEN
         1. Voraussetzungen für die Erteilung einer Thunfischfanggenehmigung — zugelassene Schiffe
            Eine Thunfischfanggenehmigung nach Artikel 6 des Abkommens wird unter der Bedingung erteilt, dass das Schiff in
            der Fischereifahrzeugkartei der EU und in der IOTC-Liste fangberechtigter Schiffe geführt ist und alle bisherigen
            Verpflichtungen des Reeders, Kapitäns oder des Schiffes selbst aufgrund von Fangtätigkeiten in Mosambik im Rahmen
            des Abkommens und die mosambikanischen Fischereivorschriften erfüllt wurden.
         2. Beantragung einer Fanggenehmigung
            Die EU unterbreitet Mosambik für jedes Schiff, das nach Maßgabe des Abkommens Fischfang betreiben will, min­
            destens 20 Arbeitstage vor Beginn der gewünschten Geltungsdauer einen Antrag auf Erteilung einer Fanggenehmi­
            gung und verwendet dazu das Formular nach Anlage 1 zu diesem Anhang. Das Formular ist mit Schreibmaschine
            oder gut leserlich in Druckschrift (Großbuchstaben) auszufüllen.
            Jedem Erstantrag auf Erteilung einer Fanggenehmigung im Rahmen des geltenden Protokolls und jedem Antrag
            infolge technischer Änderungen des Schiffes ist Folgendes beizufügen:
               i) ein Beleg über die Zahlung der Pauschalgebühr für die Geltungsdauer der beantragten Genehmigung;
              ii) Name, Anschrift und Kontaktdaten
                  — des Reeders,
                  — des Schiffbetreibers,
                  — gegebenenfalls des Konsignatars für das Schiff;
             iii) eine neueres Farbfoto von wenigstens 15 × 10 cm, welches das Schiff in seinem aktuellen Zustand in Seiten­
                  ansicht zeigt;
             iv) die Seetüchtigkeitsbescheinigung des Schiffes;
              v) die Registriernummer des Schiffes;
             vi) die von der zuständigen Behörde der EU ausgestellte Gesundheitsbescheinigung des Schiffes;
            vii) Kontaktangaben zum Schiff (Fax, E-Mail usw.).
 ---pagebreak--- 17.2.2012         DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                 L 46/11
             Einem Antrag auf Verlängerung einer Fanggenehmigung im Rahmen des geltenden Protokolls für ein Schiff, das
             technisch nicht verändert wurde, muss lediglich ein Beleg über die Zahlung der Gebühr beigefügt werden.
          3. Vorausgebühr
             Die Vorausgebühr wird für jedes Schiff nach den festgesetzten Jahressätzen in den technischen Übersichtsbögen in
             Anlage 2 zu diesem Anhang berechnet. Sie umfasst alle nationalen und lokalen Steuern mit Ausnahme der Hafen­
             gebühren, der Umladegebühren und der Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen.
          4. Vorläufige Liste fangberechtigter Schiffe
             Unmittelbar nach Eingang der Anträge auf Fanggenehmigungen erstellt die für die Fischereiaufsicht zuständige
             nationale Stelle für jede Kategorie von Fischereifahrzeugen eine vorläufige Liste antragstellender Schiffe. Diese Liste
             wird der EU von der zuständigen Behörde Mosambiks umgehend zugestellt.
             Die EU leitet die vorläufige Liste an den Reeder oder den Konsignatar weiter. Sind die Büros der EU geschlossen, kann
             Mosambik die vorläufige Liste dem Reeder oder Konsignatar auch direkt zustellen, mit Kopie an die EU.
          5. Erteilung der Fanggenehmigung
             Fanggenehmigungen für alle Schiffe werden den Reedern oder ihren Konsignataren von der zuständigen Behörde
             binnen 15 Arbeitstagen nach Eingang der vollständigen Antragsunterlagen erteilt. Eine Kopie der Fanggenehmigung
             wird der EU-Delegation umgehend zugestellt.
          6. Liste der fangberechtigten Schiffe
             Unmittelbar nach Erteilung der Fanggenehmigungen erstellt die für die Fischereiaufsicht zuständige nationale Stelle
             für jede Kategorie von Fischereifahrzeugen eine Liste der Schiffe, die in der Fischereizone Mosambiks fischen dürfen.
             Diese Liste wird der EU umgehend zugestellt und ersetzt die vorgenannte vorläufige Liste.
          7. Geltungsdauer der Fanggenehmigung
             Die Fanggenehmigungen gelten für die Dauer eines Jahres und können verlängert werden.
             Zur Feststellung des Beginns der Geltungsdauer gilt als „Dauer eines Jahres“:
               i) im ersten Jahr der Anwendung des Protokolls der Zeitraum vom Inkrafttreten des Protokolls bis zum 31.
                  Dezember desselben Jahres;
              ii) danach jedes vollständige Kalenderjahr;
             iii) im letzten Jahr der Anwendung des Protokolls der Zeitraum vom 1. Januar bis zum Tag, an dem das Protokoll
                  ausläuft.
             iv) Die Vorausgebühr für das erste und das letzte Jahr der Anwendung des Protokolls ist zeitanteilig zu berechnen.
          8. Mitzuführende Dokumente
             Während des Aufenthalts in mosambikanischen Gewässern oder Häfen müssen folgende Dokumente jederzeit an
             Bord mitgeführt werden:
             a) die Fanggenehmigung;
             b) Bescheinigungen einer zuständigen Behörde des Flaggenstaats des Schiffes, aus denen Folgendes hervorgeht:
                  — die Registriernummer des Schiffes, das Schiffszertifikat;
                  — die Konformitätsbescheinigung nach dem Übereinkommen von Torremolinos der Internationalen Seeschiff­
                      fahrtsorganisation (IMO);
             c) aktuelle beglaubigte Zeichnungen oder Beschreibungen des Schiffsplans, insbesondere der Lagerpläne mit Angabe
                  der Anzahl Fischladeräume und ihres Fassungsvermögens in Kubikmetern;
             d) im Falle von Änderungen der technischen Merkmale des Schiffes — Länge über alles, Tonnage, Leistung der
                  Hauptmaschine oder Ladevermögen — eine Bescheinigung einer zuständigen Behörde des Flaggenstaats mit
                  genauer Beschreibung dieser Änderungen;
             e) ist das Schiff mit gekühlten Seewassertanks ausgestattet, ein beglaubigtes Dokument einer zuständigen Behörde
                  des Flaggenstaats, in dem die Tankkalibrierung in Kubikmetern angegeben ist;
             f) eine auf das Schiff ausgestellte Genehmigung, dass es außerhalb der Gewässer unter der Gerichtsbarkeit des
                  Flaggenstaats fischen darf;
             g) eine Kopie des mosambikanischen Fischereigesetzes (Gesetz Nr. 3/90) und der Seefischereivorschriften (REPMAR
                  Erlass Nr. 43/2003).
 ---pagebreak--- L 46/12          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                               17.2.2012
         9. Übertragung der Fanggenehmigung
             Die Fanggenehmigung wird für ein bestimmtes Schiff erteilt und ist nicht übertragbar.
             Im Falle nachgewiesener höherer Gewalt kann jedoch auf Antrag der EU als Ersatz für die Fanggenehmigung eines
             Schiffes eine neue Genehmigung für ein ähnliches Schiff oder Ersatzschiff ausgestellt werden, ohne dass eine neue
             Vorausgebühr gezahlt werden muss. In diesem Fall wird die Gebührenabrechnung für Thunfischwadenfänger/-froster
             und Oberflächen-Langleinenfischer gemäß Kapitel IV für den Gesamtfang beider Schiffe in der Fischereizone Mo­
             sambiks erstellt.
             Die zu ersetzende Fanggenehmigung muss vom Reeder oder seinem Konsignatar in Mosambik zurückgegeben
             werden, und Mosambik muss möglichst umgehend die Ersatzgenehmigung ausstellen. Die Ersatzgenehmigung wird
             dem Reeder oder seinem Konsignatar ausgehändigt, wenn die zu ersetzende Genehmigung zurückgegeben wird. Die
             Ersatzgenehmigung gilt ab dem Tag, an dem die zu ersetzende Genehmigung zurückgegeben wird.
             Mosambik aktualisiert umgehend die Liste der fangberechtigten Schiffe. Die neue Liste wird der für Fischereiaufsicht
             zuständigen nationalen Behörde und der EU unverzüglich übermittelt.
        10. Hilfsschiffe
             Hilfsschiffe müssen nach den Bestimmungen und Bedingungen des mosambikanischen Rechts zugelassen sein.
             Die Lizenzgebühr für ein Hilfsschiff beträgt 3 580 EUR/Jahr.
             Die zuständigen Behörden Mosambiks übermitteln der Kommission über die Delegation der EU in Mosambik regel­
             mäßig die Liste dieser Zulassungen.
                                                               KAPITEL III
                                                      TECHNISCHE MAßNAHMEN
        Die technischen Maßnahmen, die für Schiffe im Besitz einer Fanggenehmigung für Fanggebiete, Fanggerät und Beifänge
        gelten, sind für jede Fischereiart in den technischen Übersichtsbögen in Anlage 2 zu diesem Anhang festgelegt.
        Die Schiffe beachten die Fischereigesetzgebung Mosambiks und sämtliche Entschließungen, die von der IOTC (Thunfisch­
        kommission für den Indischen Ozean) angenommen werden.
                                                               KAPITEL IV
                                                           FANGMELDUNGEN
         1. Daten der Fangreise
             Im Sinne dieses Anhangs ist die Dauer einer Fangreise eines EU-Schiffs wie folgt definiert:
             — die Zeit zwischen einer Einfahrt in die und Ausfahrt aus der Fischereizone Mosambiks oder
             — die Zeit zwischen einer Einfahrt in die Fischereizone Mosambiks und einer Umladung in einem Hafen und/oder
                 einer Anlandung in Mosambik.
         2. Fischereilogbuch
             Der Kapitän eines EU-Schiffs, das im Rahmen des Abkommens Fischfang betreibt, führt ein IOTC-Fischereilogbuch
             nach dem Muster, das in Anlage 3 zu diesem Anhang für alle Fischereiarten vorgegeben ist.
             Das Fischereilogbuch muss für Langleiner der IOTC-Entschließung 08/04 und für Ringwadenfänger der IOTC-
             Entschließung 10/03 genügen.
             Das Fischereilogbuch wird vom Kapitän für jeden Tag ausgefüllt, an dem sich das Schiff in der Fischereizone
             Mosambiks aufhält.
             Der Kapitän trägt ins Fischereilogbuch täglich für jede Art (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die
             gefangene und an Bord behaltene Menge in Kilogramm Lebendgewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl ein. Für
             jede Hauptart zeichnet der Kapitän auch die Beifänge auf.
             Das Fischereilogbuch wird leserlich in Großbuchstaben ausgefüllt und vom Kapitän unterzeichnet.
             Der Kapitän haftet für die Richtigkeit der Angaben im Fischereilogbuch.
         3. Fangmeldungen
             Der Kapitän meldet die Fänge seines Schiffes durch Aushändigung der für die Zeit des Aufenthalts in der Fischerei­
             zone Mosambiks ausgefüllten Fischereilogbuchblätter.
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               Die Aushändigung der Fischereilogbuchblätter geschieht wie folgt:
                i) Bei Anlaufen eines mosambikanischen Hafens wird das Original jedes Fischereilogbuchblattes dem Vertreter
                    Mosambiks vor Ort übergeben, der den Empfang schriftlich bestätigt; eine Logbuchkopie wird dem mosambika­
                    nischen Inspektionsteam ausgehändigt;
               ii) bei Verlassen der Fischereizone Mosambiks ohne vorheriges Anlaufen eines mosambikanischen Hafens werden die
                    Originale der Fischereilogbuchblätter binnen 7 Arbeitstagen nach Ankunft in einem anderen Hafen und in jedem
                    Fall binnen 15 Arbeitstagen nach Verlassen der Fischereizone Mosambiks übersandt:
               a) per E-Mail an die von der nationalen Fischereiaufsichtsstelle genannte E-Mail-Adresse oder
               b) per Fax an die von der nationalen Fischereiaufsichtsstelle genannte Nummer oder
               c) per Post an die nationale Fischereiaufsichtsstelle.
               Die beiden Vertragsparteien legen ab 1. Januar 2012 ein Protokoll für den elektronischen Austausch aller Fang- und
               Meldedaten auf der Grundlage eines elektronischen Logbuchs fest: Sie planen die Anwendung des Protokolls und
               Ersetzung der Logbuch-Papierfassung durch die elektronische Fassung zum 1. Juli 2012.
               Der Kapitän übersendet Kopien aller Fischereilogbuchblätter an die zuständige Behörde der EU und seines Flaggen­
               staats. Für Thunfischwadenfänger und Oberflächen-Langleinenfischer sendet der Kapitän außerdem Kopien aller
               Fischereilogbuchblätter an das Instituto Nacional de Investigação Pesqueira (IIP) und eines der folgenden Wissen­
               schaftsinstitute:
                 i) Institut de recherche pour le développement (IRD);
                ii) Instituto Español de Oceanografia (IEO);
               iii) Instituto Português de Investigação Maritima (IPIMAR).
               Kehrt das Schiff während der Geltungsdauer seiner Fanggenehmigung in die Fischereizone Mosambiks zurück, sind
               die Fänge erneut wie beschrieben zu melden.
               Bei Nichteinhaltung der Bestimmungen über die Meldung der Fänge kann Mosambik die Fanggenehmigung aussetzen,
               bis die fehlenden Fangmeldungen vorliegen, und gegen den Reeder die nach geltendem mosambikanischen Recht
               vorgesehenen Strafen verhängen. Bei wiederholtem Verstoß gegen diese Bestimmungen kann Mosambik eine Ver­
               längerung der Fanggenehmigung ablehnen. Mosambik unterrichtet die EU umgehend von jeder in diesem Zusammen­
               hang verhängten Strafe.
            4. Gebührenabrechnung für Thunfischwadenfänger und Oberflächen-Langleiner
               Die EU erstellt für jeden Hochsee-Thunfischwadenfänger und jeden Oberflächen-Langleiner auf der Basis der von den
               vorgenannten Wissenschaftsinstituten bestätigten Fangmeldungen eine endgültige Abrechnung der Gebühren, die für
               die Fänge des betreffenden Schiffes im vorausgegangenen Kalenderjahr zu zahlen sind.
               Die EU übermittelt diese Abrechnung Mosambik und dem Reeder vor dem 31. Juli des laufenden Jahres. Mosambik
               kann die Abrechnung unter Vorlage entsprechender Nachweise innerhalb von 30 Arbeitstagen ab dem Zeitpunkt der
               Übermittlung anfechten. Bei Unstimmigkeiten konsultieren die Vertragsparteien einander im Gemischten Ausschuss.
               Wird innerhalb der Frist kein Einspruch erhoben, gilt die Gebührenabrechnung als angenommen.
               Fällt die endgültige Gebührenabrechnung höher aus als die Pauschalvorausgebühr, die bei Beantragung der Fang­
               genehmigung gezahlt wurde, überweist der Reeder Mosambik den Restbetrag bis spätestens 30. September des
               laufenden Jahres. Fällt die endgültige Abrechnung niedriger aus als der Pauschalbetrag der Vorausgebühr, wird
               dem Reeder die Differenz nicht erstattet.
                                                                   KAPITEL V
                                                   ANLANDUNGEN UND UMLADUNGEN
          Umladungen auf See sind untersagt. Alle Umladevorgänge im Hafen werden in Gegenwart mosambikanischer Fischerei­
          inspektoren überwacht.
          Beabsichtigt der Kapitän eines EU-Schiffes Anlandungen oder Umladungen, muss er Mosambik mindestens 48 Stunden
          vor der Anlandung oder Umladung Folgendes melden:
          a) den Namen und die Nummer des Schiffes in der IOTC-Fischereifahrzeugkartei;
          b) den Anlande- oder Umladehafen;
          c) Datum und voraussichtliche Uhrzeit der Anlandung oder Umladung;
          d) für jede anzulandende oder umzuladende Art (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die Menge in Kilogramm
              Lebendgewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl;
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        e) bei Umladung den Namen des Empfängerschiffes.
        Für Empfängerschiffe meldet der Kapitän des übernehmenden Transportschiffs mindestens 24 Stunden vor Beginn sowie
        nach Abschluss der Umladung den mosambikanischen Behörden die Mengen Thunfisch und verwandter Arten, die auf
        sein Schiff umgeladen wurden, füllt die Umladeerklärung aus und übermittelt sie den mosambikanischen Behörden binnen
        24 Stunden.
        Der Umladevorgang erfordert eine vorherige Genehmigung, die Mosambik dem Kapitän oder seinem Konsignatar binnen
        24 Stunden nach erfolgter Anmeldung erteilt. Die Umladung muss in einem hierzu zugelassenen mosambikanischen
        Hafen erfolgen.
        Die bezeichneten Fischereihäfen, in denen in Mosambik Umladungen vorgenommen werden dürfen, sind Maputo, Beira
        und Nacala (Häfen, die der IOTC gemäß Entschließung 10/11 gemeldet wurden und die PSME-Auflagen erfüllen).
        EU-Schiffe, die in mosambikanischen Häfen anlanden, bemühen sich, den lokalen Verarbeitungsunternehmen ihren Bei­
        fang zu lokalen Marktpreisen zur Verfügung zu stellen. Auf Anfrage der EU-Fangbetriebe übermitteln die mosambika­
        nischen Behörden eine Liste und Kontaktadressen lokaler Verarbeitungsunternehmen.
        Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmungen werden die nach geltendem mosambikanischen Recht vorgesehenen Strafen
        verhängt.
                                                                KAPITEL VI
                                                              ÜBERWACHUNG
        1. Einfahrt in die Fischereizone und Ausfahrt
            Jede Einfahrt in die Fischereizone Mosambiks und jede Ausfahrt aus dieser Zone eines EU-Schiffes im Besitz einer
           Fanggenehmigung muss Mosambik drei Stunden vor der Ein- oder Ausfahrt gemeldet werden.
            Bei der Meldung seiner Ein- oder Ausfahrt teilt das Schiff insbesondere Folgendes mit:
              i) Datum, Uhrzeit und gewählte Durchfahrtsstelle;
             ii) für jede Zielart (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die Menge an Bord in Kilogramm Lebendgewicht
                  oder gegebenenfalls als Stückzahl;
           iii) für jede Beifangart (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die Menge an Bord in Kilogramm Lebendge­
                  wicht oder gegebenenfalls als Stückzahl;
           iv) die Rückwurfmengen für jede Beifangart (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) in Kilogramm Lebend­
                  gewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl.
            Die Meldung erfolgt vorzugsweise per E-Mail oder anderenfalls per Fax an die von Mosambik mitgeteilte E-Mail-
           Adresse oder Rufnummer oder Fax-Nummer unter Verwendung der Vorlage in Anlage 4 zu diesem Anhang. Der
           Eingang wird von Mosambik umgehend per Antwort-Mail oder Fax bestätigt.
            Mosambik teilt allen betroffenen Schiffen sowie der EU unverzüglich jede Änderung dieser E-Mail-Adresse, Rufnummer
           oder Funkfrequenz mit.
            Jedes Schiff, das in der Fischereizone Mosambiks fischend angetroffen wird, ohne seine Einfahrt in die Zone gemeldet
           zu haben, wird als Schiff ohne Fanggenehmigung angesehen.
            Verstöße gegen diese Bestimmung werden nach Maßgabe der geltenden mosambikanischen Fischereivorschriften
           geahndet.
            Die Einfahrt-/Ausfahrtmeldungen müssen ab dem Datum der erfolgten Übertragung mindestens ein Jahr an Bord
           aufbewahrt werden.
        2. Regelmäßige Fangmeldungen
            Der Kapitän eines EU-Schiffs im Besitz einer Fanggenehmigung, das in mosambikanischen Gewässern fischt, muss der
           mosambikanischen Behörde alle drei Arbeitstage die in der Fischereizone Mosambiks getätigten Fänge melden. Die
           erste Meldung erfolgt fünf Arbeitstage nach Einfahrt in die Fischereizone Mosambiks.
            Alle 5 Arbeitstage meldet das Schiff im Rahmen seiner regelmäßigen Fangmeldungen insbesondere:
               i) Datum, Uhrzeit und Position zum Zeitpunkt der Meldung;
              ii) für jede Zielart (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die in dem betreffenden Fünf-Arbeitstage-Zeitraum
                   gefangene und an Bord behaltene Menge in Kilogramm Lebendgewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl;
             iii) für jede Beifangart (gekennzeichnet durch den FAO-Alpha-3-Code) die in dem betreffenden Fünf-Arbeitstage-
                   Zeitraum an Bord behaltene Menge in Kilogramm Lebendgewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl;
 ---pagebreak--- 17.2.2012          DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                               L 46/15
              iv) die Rückwurfmengen in dem betreffenden Fünf-Arbeitstage-Zeitraum für jede Beifangart (gekennzeichnet durch
                  den FAO-Alpha-3-Code) in Kilogramm Lebendgewicht oder gegebenenfalls als Stückzahl;
               v) die Aufmachung der Erzeugnisse;
              vi) für Thunfischwadenfänger:
                  — Anzahl erfolgreicher Hols mit FAD seit der letzten Meldung,
                  — Anzahl erfolgreicher Hols bei frei schwimmenden Schwärmen seit der letzten Meldung,
                  — Anzahl erfolgloser Hols;
             vii) für Langleiner:
                  — Anzahl ausgesetzter Leinen seit der letzten Meldung,
                  — Anzahl ausgesetzter Haken seit der letzten Meldung.
             Die Meldung erfolgt vorzugsweise per E-Mail oder anderenfalls per Fax an die von Mosambik mitgeteilte E-Mail-
             Adresse oder Rufnummer oder Fax-Nummer unter Verwendung des Formulars in Anlage 5 zu diesem Anhang.
             Mosambik teilt allen betroffenen Schiffen sowie der EU unverzüglich jede Änderung dieser E-Mail-Adresse, Rufnummer
             oder Funkfrequenz mit.
             Jedes Schiff, das in der Fischereizone Mosambiks fischend angetroffen wird, ohne seine fünftägigen Fangmeldungen
             übermittelt zu haben, wird als Schiff ohne Fanggenehmigung angesehen. Verstöße gegen diese Bestimmung werden
             nach Maßgabe der geltenden mosambikanischen Rechtsvorschriften geahndet.
             Die regelmäßigen Fangmeldungen müssen ab dem Datum der erfolgten Übertragung mindestens ein Jahr an Bord
             aufbewahrt werden.
          3. Inspektion auf See
             Die Inspektion auf See von EU-Schiffen im Besitz einer Fanggenehmigung in der Fischereizone Mosambiks erfolgt
             durch mosambikanische Schiffe und Inspektoren, die eindeutig als Fischereikontrollbefugte zu erkennen sind.
             Bevor sie an Bord kommen, kündigen die befugten Inspektoren dem EU-Schiff ihre Entscheidung an, eine Inspektion
             durchzuführen. Die Inspektion wird von Fischereiinspektoren durchgeführt, die sich persönlich und amtlich ausweisen
             eindeutig ausweisen müssen, bevor sie mit der Inspektion beginnen.
             Die befugten Inspektoren bleiben nicht länger an Bord, als für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Sie
             führen die Inspektion so durch, dass Schiff, Fischfang und Ladung so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.
             Am Ende jeder Inspektion erstellen die befugten Inspektoren einen Inspektionsbericht. Der Kapitän des EU-Schiffes hat
             das Recht, Bemerkungen in den Inspektionsbericht zu schreiben. Der Inspektionsbericht wird von dem Inspektor, der
             ihn abgefasst hat, und vom Kapitän des EU-Schiffes unterschrieben.
             Die befugten Inspektoren händigen dem Kapitän des EU-Schiffes eine Kopie des Inspektionsberichts aus, bevor sie von
             Bord gehen. Im Falle von Verstößen wird auch die EU, wie in Kapitel VIII vorgesehen, per Kopie von dem Verstoß
             benachrichtigt.
          4. Fischfangeinweisung und Vorausinspektion
             Jedes Kalenderjahr finden sich 33 % der EU-Schiffe, die in mosambikanischen Gewässern fischen dürfen, zum Zwecke
             der Einweisung in den Fischfang und einer Inspektion vor Aufnahme der Fangtätigkeiten in einen mosambikanischen
             Hafen ein.
             Die mosambikanische Behörde übermittelt den Reedern, mit Kopie an die EU, die Liste der Schiffe, die vor Aufnahme
             der Fangtätigkeit zu inspizieren sind. Die Fanggenehmigungen für die Schiffe auf dieser Liste werden direkt im
             Anschluss an die Inspektion im Hafen ausgehändigt.
             Die Reeder sollten die mosambikanische Behörde 72 Stunden im Voraus über ihre Zeiten und den für die Inspektion
             gewählten Hafen unterrichten. Die Inspektionen finden 24 Stunden nach Ankunft im gewählten Hafen — Maputo,
             Beira oder Nacala — statt.
             Mozambik kann der EU gestatten, an der Inspektion als Beobachter teilzunehmen.
             Der Kapitän des EU-Schiffes erlaubt den mosambikanischen Inspektoren, ihre Arbeit durchzuführen.
             Am Ende jeder Inspektion erstellt der mosambikanische Inspektor einen Inspektionsbericht. Der Kapitän des EU-
             Schiffes hat das Recht, Bemerkungen in den Inspektionsbericht zu schreiben.
 ---pagebreak--- L 46/16          DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              17.2.2012
           Der Inspektionsbericht wird von dem Inspektor, der ihn abgefasst hat, und vom Kapitän des EU-Schiffes unterschrie­
           ben.
           Die mosambikanischen Inspektoren händigen dem Kapitän des EU-Schiffes bei Abschluss der Inspektion eine Kopie
           des Inspektionsberichts aus. Innerhalb von acht Arbeitstagen nach der Inspektion übermittelt Mosambik auch der EU
           eine Kopie des Inspektionsberichts.
        5. Inspektion im Hafen bei Anlandung und Umladung
           Die Inspektion in einem mosambikanischen Hafen von EU-Schiffen, die ihre Fänge aus der Fischereizone Mosambiks
           anlanden oder umladen, wird von mosambikanischen Inspektoren vorgenommen, die eindeutig als Fischereikontroll­
           befugte zu erkennen sind.
           Die Inspektoren müssen sich vor Beginn der Inspektion persönlich und amtlich ausweisen. Die mosambikanischen
           Inspektoren bleiben nicht länger an Bord, als für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist, und führen die
           Inspektion so durch, dass Schiff, Anlande- oder Umladevorgang und Ladung so wenig wie möglich beeinträchtigt
           werden.
           Am Ende jeder Inspektion erstellen die mosambikanischen Inspektoren einen Inspektionsbericht. Der Kapitän des EU-
           Schiffes hat das Recht, Bemerkungen in den Inspektionsbericht zu schreiben. Der Inspektionsbericht wird von dem
           Inspektor, der ihn abgefasst hat, und vom Kapitän des EU-Schiffes unterschrieben.
           Die mosambikanischen Inspektoren händigen dem Kapitän des EU-Schiffes bei Abschluss der Inspektion eine Kopie
           des Inspektionsberichts aus.
                                                              KAPITEL VII
                                              SCHIFFSÜBERWACHUNGSSYSTEM (VMS)
        1. VMS — Schiffspositionsmeldungen
           EU-Schiffe im Besitz einer Fanggenehmigung müssen mit einem satellitengestützten Schiffsüberwachungssystem (Vessel
           Monitoring System — VMS) ausgestattet sein, über das die Position des Schiffes jede Stunde automatisch an das
           Fischereiüberwachungszentrum (FÜZ) seines Flaggenstaates übertragen wird.
           Jede Positionsmeldung enthält folgende Angaben:
           a) die Schiffskennzeichen,
           b) die letzte Position des Schiffes (Längen- und Breitengrad) auf 500 m genau und mit einem Konfidenzintervall von
               99 %,
           c) Datum und Uhrzeit der Positionsaufzeichnung,
           d) Schiffsgeschwindigkeit und -kurs.
           Jede Positionsmeldung hat das in Anlage 5 zu diesem Anhang vorgegebene Format.
           Die erste Positionsaufzeichnung nach der Einfahrt in die Fischereizone Mosambiks wird mit dem Code „ENT“ gekenn­
           zeichnet. Alle nachfolgenden Positionen tragen den Code „POS“, mit Ausnahme der ersten Positionsaufzeichnung nach
           der Ausfahrt aus der Fischereizone Mosambiks — sie wird mit „EXI“ gekennzeichnet. Das FÜZ des Flaggenstaats
           garantiert die automatische Verarbeitung und gegebenenfalls elektronische Übertragung der Positionsmeldungen. Die
           Positionsmeldungen müssen sicher aufgezeichnet und für drei Jahre gespeichert werden.
        2. Übertragung vom Schiff bei Ausfall des VMS
           Der Kapitän vergewissert sich, dass das VMS jederzeit einwandfrei funktioniert und die Position seines Schiffes dem
           FÜZ seines Flaggenstaats stets korrekt gemeldet wird.
           EU-Schiffe, deren VMS defekt ist, dürfen nicht in die Fischereizone Mosambiks einfahren.
           Fällt das VMS während des Aufenthalts in der Fischereizone Mosambiks aus, muss es am Ende der Fangreise repariert
           oder binnen 10 Arbeitstagen ersetzt werden. Nach Ablauf dieser Frist darf das Schiff anderenfalls nicht länger in der
           Fischereizone Mosambiks fischen.
           Schiffe, die in der Fischereizone Mosambiks mit einem defekten VMS Fischfang betreiben, müssen ihre Positions­
           meldungen an das FÜZ des Flaggenstaats und Mosambiks mindestens alle zwei Stunden per E-Mail oder Fax vor­
           nehmen und dabei alle vorgeschriebenen Angaben machen.
        3. Sichere Übertragung der Positionsmeldungen an Mosambik
           Das FÜZ des Flaggenstaats überträgt die Positionsmeldungen der betreffenden Schiffe automatisch an das FÜZ Mo­
           sambiks. Die FÜZ des Flaggenstaats und Mosambiks tauschen ihre E-Mail-Kontaktadressen aus und teilen sich jede
           Änderung dieser Adressen unverzüglich mit.
           Die Übertragung der Positionsmeldungen zwischen den FÜZ des Flaggenstaats und Mosambiks erfolgt elektronisch
           über ein sicheres Kommunikationssystem.
 ---pagebreak--- 17.2.2012         DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                L 46/17
             Das FÜZ Mosambiks informiert das FÜZ des Flaggenstaats und die EU unverzüglich, wenn die Positionsmeldungen für
             ein Schiff im Besitz einer Fanggenehmigung nicht mehr regelmäßig eingehen, das betreffende Schiff aber keine Aus­
             fahrt aus der Fischereizone gemeldet hat.
          4. Fehlbetrieb des Kommunikationssystems
             Mosambik stellt sicher, dass seine elektronische Einrichtung mit der des Flaggenstaat-FÜZ kompatibel ist, und infor­
             miert die EU im Interesse einer möglichst raschen technischen Behebung unverzüglich über jede Störung bei Ver­
             sendung oder Empfang der Positionsmeldungen. Bei etwaigen Streitfällen wird der Gemischte Ausschuss befasst.
             Jede festgestellte Manipulation des VMS an Bord eines Schiffes zur Störung seines einwandfreien Betriebs oder
             Fälschung der Positionsangaben wird dem Kapitän angelastet. Jeder Verstoß wird mit den hierfür nach mosambika­
             nischem Recht vorgesehenen Strafen geahndet.
          5. Änderung der Übermittlungshäufigkeit
             Im Fall eines begründeten Hinweises auf illegales Verhalten kann Mosambik das FÜZ des Flaggenstaats — mit Kopie an
             die EU — auffordern, die Häufigkeit, mit der die Positionsmeldungen für ein bestimmtes Schiff übertragen werden, für
             einen bestimmten Untersuchungszeitraum auf Abstände von 30 Minuten zu verkürzen. Mosambik muss dem FÜZ des
             Flaggenstaats und der EU die Gründe für seinen Verdacht mitteilen. Das FÜZ des Flaggenstaats sendet Mosambik die
             Positionsmeldungen umgehend so häufig wie verlangt.
             Das mosambikanische FÜZ benachrichtigt das Fischereiüberwachungszentrum des Flaggenstaats und die Europäische
             Kommission unverzüglich über das Ende des Inspektionsverfahrens.
             Am Ende des Untersuchungszeitraums unterrichtet Mosambik das FÜZ des Flaggenstaats und die EU über gegebe­
             nenfalls erforderliche Monitoringmaßnahmen.
                                                                KAPITEL VIII
                                                       VERTRAGSVERLETZUNGEN
          Verstöße gegen die Bestimmungen des Protokolls, die Vorschriften für die Bewirtschaftung und Erhaltung lebender
          Meeresressourcen oder das Fischereirecht Mosambiks können mit Geldstrafen, der Aussetzung, dem Widerruf oder der
          Nichterneuerung der Fanggenehmigung für das Schiff geahndet werden.
          1. Behandlung von Verstößen
             Jeder Verstoß, den ein EU-Schiff im Besitz einer Fanggenehmigung nach Maßgabe der Bestimmungen dieses Anhangs
             in der Fischereizone Mosambiks begeht, muss in einem (Inspektions)Bericht vermerkt werden.
             Bei Inspektionen an Bord greift der Kapitän mit seiner Unterschrift unter den Inspektionsbericht nicht dem Recht des
             Reeders vor, sich gegen den Vorwurf des Verstoßes zu verteidigen. Weigert sich der Kapitän zu unterschreiben, schreibt
             er in den Bericht die Gründe für diese Weigerung und vermerkt „Unterschrift verweigert“.
             Bei Verstößen, die ein EU-Schiff im Besitz einer Fanggenehmigung in der Fischereizone Mosambiks begeht, wird der
             Reeder sofort nach dem hierfür in den mosambikanischen Fischereivorschriften vorgesehenen Verfahren über den
             Vorwurf des Verstoßes sowie etwaige flankierende Auflagen für den Kapitän oder das Fischereiunternehmen informiert.
             Eine Kopie der Benachrichtigung wird binnen 72 Stunden dem Flaggenstaat des Schiffes und der EU zugestellt.
          2. Aufbringung von Schiffen
             Wenn die mosambikanischen Rechtsvorschriften dies für den betreffenden Verstoß vorsehen, kann jedes EU-Schiff,
             dem ein Verstoß vorgeworfen wird, gezwungen werden, seine Fangtätigkeit einzustellen und, wenn es sich auf See
             befindet, einen mosambikanischen Hafen anzulaufen.
             Mosambik benachrichtigt die EU binnen 24 Stunden von jeder Aufbringung eines EU-Schiffes im Besitz einer Fang­
             genehmigung. Dabei gibt es die Gründe für die Aufbringung und/oder Festsetzung an.
             Bevor etwaige Maßnahmen gegen Kapitän, Besatzung oder Ladung ergriffen werden, Maßnahmen zur Sicherung von
             Beweisen ausgenommen, benennt Mosambik einen Untersuchungsbeamten und beruft auf Antrag der EU binnen
             einem Arbeitstag nach Eingang der Benachrichtigung über die Aufbringung eine Informationssitzung ein, um die
             Umstände zu klären, die zur Aufbringung des Schiffes geführt haben, und etwaige Folgemaßnahmen darzulegen. An
             dieser Informationssitzung kann ein Vertreter des Flaggenstaats teilnehmen.
          3. Ahndung des Verstoßes — Vergleich
             Die Strafe für den angezeigten Verstoß wird von Mosambik nach geltendem mosambikanischen Recht festgesetzt.
             Nimmt der Reeder eine Geldstrafe nicht an, so wird vor der Einleitung gerichtlicher Schritte zunächst zwischen den
             Behörden Mosambiks und dem EU-Schiff ein Vergleichsverfahren eröffnet, um die Angelegenheit einvernehmlich zu
             regeln. An diesem Vergleichsverfahren kann ein Vertreter des Flaggenstaats teilnehmen. Das Verfahren wird spätestens
             72 Stunden nach der Benachrichtigung über die Aufbringung abgeschlossen.
 ---pagebreak--- L 46/18         DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                              17.2.2012
        4. Gerichtsverfahren — Bankkaution
           Kann der Fall nicht durch einen Vergleich beigelegt werden und kommt es zur Klage bei der zuständigen gerichtlichen
           Instanz, so hinterlegt der Reeder des angezeigten Schiffes bei einer von Mosambik bezeichneten Bank eine Sicherheit,
           deren Höhe von Mosambik unter Berücksichtigung der Kosten der Aufbringung, der wahrscheinlichen Geldstrafe und
           möglicher Entschädigungen festgesetzt wird. Die Bankkaution kann vor Abschluss des Gerichtsverfahrens nicht auf­
           gehoben werden.
           Die Bankkaution wird freigegeben und dem Reeder unverzüglich nach Ergehen des Urteils zurückgezahlt:
           a) in voller Höhe, wenn keine Strafe verhängt wurde,
           b) in Höhe des Restbetrags, wenn die verhängte Geldstrafe niedriger ausfällt als die Kaution.
           Mosambik teilt der EU die Ergebnisse des Gerichtsverfahrens binnen acht Arbeitstagen nach dem Urteilsspruch mit.
        5. Freigabe von Schiff und Besatzung
           Das Schiff und seine Besatzung dürfen den Hafen verlassen, sobald die Geldstrafe im Rahmen eines Vergleichs gezahlt
           wurde oder wenn die Bankkaution hinterlegt ist.
                                                               KAPITEL IX
                                                  ANHEUERUNG VON SEELEUTEN
        1. Zahl anzuheuernder Seeleute
           Für die Zeit ihrer Fangtätigkeit in der Fischereizone Mosambiks heuern die Hochsee-Thunfischwadenfänger der EU
           mindestens zwei qualifizierte mosambikanische Seeleute pro Schiff an. Die Oberflächen-Langleinenfischer der EU
           heuern mindestens einen qualifizierten mosambikanischen Seemann pro Schiff an.
           Die Reeder der EU-Schiffe bemühen sich, auch noch weitere mosambikanische Seeleute anzuheuern.
           Werden aus welchen Gründen auch immer keine mosambikanischen Seeleute angeheuert, so müssen die EU-Reeder
           einen Pauschalbetrag zahlen, der sich aus der Anzahl der in der Fischereizone Mosambiks verbrachten Arbeitstage
           multipliziert mit dem Fixbetrag ergibt, der pro Schiff und Tag auf 30 EUR pro Seemann festgesetzt ist. Der Pauschal­
           betrag muss vor dem 31. Dezember des laufenden Jahres an die Behörden Mosambiks gezahlt werden.
           Dieser Betrag wird für die Ausbildung von Seeleuten/Fischern in Mosambik verwendet und ist auf das von den
           Behörden Mosambiks bezeichnete Konto zu überweisen.
        2. Freie Auswahl der Seeleute
           Mozambik unterhält eine Liste qualifizierter Seeleute, die auf EU-Schiffen angeheuert werden können.
           Der Reeder oder sein Konsignatar kann die anzuheuernden Seeleute frei aus dieser Liste auswählen und teilt Mosambik
           ihre Eintragung in die Besatzungsliste mit.
        3. Heuerverträge
           Der Heuervertrag wird zwischen dem Reeder oder seinem Konsignatar und dem Seemann ausgehandelt, der durch
           seine Gewerkschaft vertreten sein kann, in Zusammenarbeit mit Mosambik. Ausdrücklich im Vertrag genannt werden
           unter anderem Datum und Einschiffungshafen.
           Durch diese Verträge sind die Seeleute an das auf sie anwendbare Sozialversicherungssystem angeschlossen (also
           lebens-, kranken- und unfallversichert).
           Den Unterzeichnern wird eine Kopie des Vertrags ausgehändigt.
           Die Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu den grundlegenden Prinzipien und Rechten bei der
           Arbeit gilt für mosambikanische Seeleute. Bei den Rechten handelt es sich insbesondere um die Versammlungsfreiheit
           sowie um die effektive Anerkennung des Rechts der Arbeitnehmer auf Tarifverhandlungen und auf die Beseitigung von
           Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf.
        4. Heuer der Seeleute
           Die Heuer der mosambikanischen Seeleute wird von den Reedern gezahlt. Sie wird vor Erteilung der Fanggenehmigung
           vom Reeder und seinem Konsignatar in Mosambik einvernehmlich festgesetzt.
           Die Heuer darf nicht schlechter sein als die der nationalen Schiffsbesatzungen und sie darf nicht unter den IAO-
           Normen liegen.
 ---pagebreak--- 17.2.2012          DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 46/19
          5. Pflichten des Seemanns
             Der Seemann muss sich einen Tag vor dem in seinem Vertrag genannten Einschiffungsdatum beim Kapitän des
             bezeichneten Schiffes melden. Der Kapitän teilt dem Seemann das Datum und die Uhrzeit der Einschiffung mit. Tritt
             der Seemann vom Vertrag zurück oder erscheint er nicht am vereinbarten Tag zur vereinbarten Uhrzeit zur Ein­
             schiffung, so wird sein Heuervertrag als nichtig angesehen und der Reeder ist automatisch von der Verpflichtung zur
             Anheuerung dieses Seemanns befreit. In diesem Fall muss der Reeder keine Geldstrafe oder Entschädigung zahlen.
                                                                 KAPITEL X
          1. Beobachtung der Fangtätigkeiten
             Jedes EU-Schiff im Besitz einer Fanggenehmigung in Mosambik leistet einen Beitrag in Höhe von 300 EUR zum
             Fischereibeobachterprogramm, der zum Zeitpunkt der Beantragung der Fanggenehmigung auf das Konto der zustän­
             digen Behörde eingezahlt wird. Diese Mittel werden darauf verwendet, die Verwaltungskosten des Beobachterpro­
             gramms zu decken.
             Dieses Beobachterprogramm entspricht den Vorgaben in den Entschließungen, die von der IOTC (Thunfischkommis­
             sion für den Indischen Ozean) angenommen werden.
          2. Bezeichnung von Schiffen und Beobachtern
             Die Behörden Mosambiks erstellen eine Liste der Schiffe, die Beobachter an Bord nehmen müssen. Diese Liste wird
             laufend aktualisiert. Sie wird der Kommission jeweils umgehend zugeleitet.
             Die Behörden Mosambiks teilen den betroffenen Reedern die Namen der Beobachter, die an Bord der einzelnen Schiffe
             zu nehmen sind, spätestens 15 Arbeitstage vor dem voraussichtlichen Einschiffungstermin mit.
             Die Dauer der Anwesenheit des Beobachters an Bord darf die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderliche Zeit
             nicht überschreiten.
          3. Vergütung des Beobachters
             Die Vergütung und die Sozialabgaben des Beobachters gehen zulasten der Behörden Mosambiks.
          4. Einschiffungsbedingungen
             Die Bedingungen für die Übernahme des Beobachters an Bord, insbesondere die Dauer seiner Anwesenheit, werden
             vom Reeder oder seinem Konsignatar und Mosambik einvernehmlich festgelegt.
             Der Beobachter wird an Bord wie ein Offizier behandelt. Bei seiner Unterbringung wird den technischen Möglichkeiten
             des Schiffes Rechnung getragen.
             Die Kosten der Unterbringung und Verpflegung des Beobachters gehen zulasten des Reeders.
             Der Kapitän trifft alle ihm obliegenden Vorkehrungen, um Sicherheit und Wohlergehen des Beobachters zu gewähr­
             leisten.
             Dem Beobachter ist bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben jede erforderliche Hilfe zu gewähren. Er hat Zugang zu
             den Kommunikationsmitteln und Unterlagen des Schiffes, insbesondere dem Fischereilogbuch, dem Gefrierlogbuch und
             den Navigationsaufzeichnungen, und zu allen Teilen des Schiffes, zu denen er zur Erledigung seiner Aufgaben Zugang
             haben muss.
          5. Ein- und Ausschiffung des Beobachters
             Der Beobachter kommt in einem vom Reeder gewählten Hafen an Bord.
             Der Reeder oder sein Vertreter teilt Mosambik mindestens zehn Arbeitstage im Voraus Datum, Uhrzeit und Hafen der
             Einschiffung des Beobachters mit. Wird der Beobachter im Ausland eingeschifft, so gehen die Reisekosten bis zum
             Einschiffungshafen zulasten des Reeders.
             Findet sich der Beobachter nicht binnen 12 Stunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort ein, so ist
             der Reeder automatisch von der Verpflichtung befreit, diesen Beobachter an Bord zu nehmen.
             Das Schiff kann den Hafen verlassen und seine Fangtätigkeit aufnehmen.
             Erfolgt die Ausschiffung des Beobachters nicht in einem mosambikanischen Hafen, so trägt der Reeder die Kosten für
             Übernachtung und Verpflegung des Beobachters in der Zeit bis zu dessen Rückflug nach Mosambik.
          6. Aufgaben des Beobachters
             Während seines Aufenthalts an Bord
             a) trifft der Beobachter alle geeigneten Vorkehrungen, damit die Fangtätigkeiten weder unterbrochen noch behindert
                 werden;
             b) geht er mit den an Bord befindlichen Sachen und Ausrüstungen sorgfältig um;
             c) wahrt er die Vertraulichkeit sämtlicher Dokumente des Schiffes.
 ---pagebreak--- L 46/20         DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                           17.2.2012
           Der Beobachter meldet seine Beobachtungen — Fangmengen und Beifänge und sonstige von der Behörde verlangte
           Angaben — mindestens einmal wöchentlich per Funk, Fax oder E-Mail, solange das Schiff in der Fischereizone
           Mosambiks fischt.
        7. Bericht des Beobachters
           Bevor er das Schiff verlässt, legt der Beobachter dem Schiffskapitän einen Bericht seiner Beobachtungen vor. Der
           Kapitän hat das Recht, Bemerkungen in den Bericht zu schreiben. Der Bericht wird vom Beobachter und vom Kapitän
           unterschrieben. Der Kapitän erhält eine Kopie des Beobachterberichts.
           Der Beobachter sendet seinen Bericht an Mosambik, und Mosambik leitet eine Kopie binnen 15 Arbeitstagen nach
           Ausschiffung des Beobachters an die EU weiter.
                                                  ANLAGEN ZU DIESEM ANHANG
        1. Anlage 1 — Antragsformular für eine Fanggenehmigung
        2. Anlage 2 — Technische Übersichtsbögen
        3. Anlage 3 — Fischereilogbuch
        4. Anlage 4 — Meldeformat Ein-/Ausfahrten
        5. Anlage 5 — Format der VMS-Positionsmeldung
 ---pagebreak--- 17.2.2012 DE       Amtsblatt der Europäischen Union   L 46/21
                                Anlage 1
             ANTRAGSFORMULAR FÜR EINE FANGGENEHMIGUNG
 ---pagebreak--- L 46/22 DE Amtsblatt der Europäischen Union 17.2.2012 ---pagebreak--- 17.2.2012               DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 46/23
                                                                    Anlage 2
                                                        TECHNISCHE ÜBERSICHTSBÖGEN
                                 BOGEN: THUNFISCHWADENFÄNGER UND OBERFLÄCHEN-LANGLEINER
1. Fanggebiet:
Jenseits der 12-Meilen-Zone, gemessen von den Basislinien.
Geografische Koordinaten: siehe Tabelle unten
2. Zulässiges Fanggerät:
Waden
Oberflächen-Langleinen
3. Beifänge:
Einhaltung der IOTC-Entschließungen
4. Zulässige Fangmengen/Gebühren:
Anzahl fangberechtigter Schiffe:                             Hochsee-Thunfischwadenfänger: 43
                                                             Oberflächen-Langleiner: 32
Jährliche Vorausgebühr:                                      5 100 EUR pro Hochsee-Thunfischwadenfänger für den Fang von 146 Tonnen weit
                                                             wandernder und vergesellschafteter Arten
                                                             4 100 EUR pro Oberflächen-Langleiner > 250 BRZ für den Fang von 118 Tonnen weit
                                                             wandernder und vergesellschafteter Arten
                                                             2 500 EUR pro Oberflächen-Langleiner < 250 BRZ für den Fang von 72 Tonnen weit
                                                             wandernder und vergesellschafteter Arten
Zusätzliche Gebühr:                                          35 EUR pro gefangener Tonne Fisch
5. Mosambikanische Seeleute
30 EUR pro Seemann pro Tag pro Schiff bei Nichtanheuerung
6. Beobachter (Beitrag zum Fischereibeobachterprogramm)
300 EUR pro Schiff pro Jahr
Geografische Koordinaten:
Punkt                 1          2           3          4           5          6           7           8        9          10         11
Breitengrad       26°50′S     26°00′S    25°10′S     24°45′S    22°42′S     21°34′S     20°03′S     16°38′S  15°40′S    11°50′S    10°26′S
Längengrad        37°36′E     38°15′E    38°38′E     38°24′E    37°54′E     37°30′E     37°58′E     41°18′E  42°31′E    41°45′E    42°05′E
 ---pagebreak--- L 46/24 DE Amtsblatt der Europäischen Union 17.2.2012
                        Anlage 3
                 FISCHEREILOGBUCH
 ---pagebreak--- 17.2.2012           DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                            L 46/25
                                                                 Anlage 4
                                                     MELDEFORMAT EIN-/AUSFAHRTEN
                                                                FORMAT
                                                   EINFAHRT-/AUSFAHRTMELDUNGEN
                            REGELMÄSSIGE FANGMELDUNGEN SOLANGE IN MOSAMBIKANISCHER AWZ
          Alle Meldungen gehen an die zuständige Behörde, die mosambikanische Fischereiverwaltung, unter:
          E-Mail: entryexitcatchmoz@gmail.com
          (Alternative Fax: + 258 21 320 335)
          Bitte beachten Sie Folgendes:
          — eine Ein- oder Ausfahrtmeldung muss innerhalb von drei Stunden vor der tatsächlichen Ein- oder Ausfahrt an obige
               E-Mail-Adresse geschickt werden,
          — die Fangmengen sind nach Arten in Lebendgewicht anzugeben,
          — die Mengeneinheit ist Kilogramm (kg),
          — Fangmeldungen betreffen sowohl Ziel- als auch Beifangarten; die nachstehende Liste kann bei Bedarf geändert werden.
          1. Format der Einfahrtsmeldung (innerhalb von drei Stunden vor der Einfahrt)
              Betreffzeile: Schiffsname / IN
              Schiffsname:
              Internationales Rufzeichen:
              Datum der Einfahrt (TT/MM/JJJJ):
              Uhrzeit der Einfahrt (UTC):
              Position bei Einfahrt (Grad Min Sek):
              Gesamtmenge der einzelnen Arten an Bord bei Einfahrt in die AWZ
              Gelbflossenthun (YFT) Kg
              Großaugenthun (BET) Kg
              Echter Bonito (SKJ) Kg
              Weißer Thun (ALB) Kg
              Marlin (MAR) Kg
              Schwertfisch (SWO) Kg
              Kurzschnauziger Speerfisch (SSP) Kg
              Segelfisch (SFA) Kg
              Blauhai (BSH) Kg
              Heringshai (POR) Kg
              Makrelenhai (MAK) Kg
              Weißhai (TIG) Kg
              Krokodilshai (PSK) Kg
              Fuchshaie (Drescher) (THR) Kg
              Weißspitzen-Hochseehai (OCS) Kg
              Hammerhaie (SPN) Kg
              Andere Blauhaie (CWZ) Kg
              Sonstige (Art + FAO-Code angeben) Kg
              usw.
 ---pagebreak--- L 46/26          DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                           17.2.2012
        2. Format der Ausfahrtsmeldung (innerhalb von drei Stunden vor der Ausfahrt)
           Betreffzeile: Schiffsname / OUT
           Schiffsname:
           Internationales Rufzeichen:
           Datum der Ausfahrt (TT/MM/JJJJ):
           Uhrzeit der Ausfahrt (UTC):
           Position bei Ausfahrt (Grad Min Sek):
           Gesamtmenge der einzelnen Arten an Bord bei Ausfahrt aus der AWZ
           Gelbflossenthun (YFT) Kg
           Großaugenthun (BET) Kg
           Echter Bonito (SKJ) Kg
           Weißer Thun (ALB) Kg
           Marlin (MAR) Kg
           Schwertfisch (SWO) Kg
           Kurzschnauziger Speerfisch (SSP) Kg
           Segelfisch (SFA) Kg
           Blauhai (BSH) Kg
           Heringshai (POR) Kg
           Makrelenhai (MAK) Kg
           Weißhai (TIG) Kg
           Krokodilshai (PSK) Kg
           Fuchshaie (Drescher) (THR) Kg
           Weißspitzen-Hochseehai (OCS) Kg
           Hammerhaie (SPN) Kg
           Andere Blauhaie (CWZ) Kg
           Sonstige (Art + FAO-Code angeben) Kg
           usw.
        3. Format der wöchentlichen/periodischen Fangmeldung (alle drei Arbeitstage, solange das Schiff in mosambikanischen
           Gewässern fischt)
           Betreffzeile: Schiffsname / WCR
           Schiffsname:
           Internationales Rufzeichen:
           Datum der Meldung (TT/MM/JJJJ):
           Uhrzeit der Meldung (UTC):
           Position bei Meldung (Grad Min Sek):
           Fang in mosambikanischer AWZ (KG)
           Gelbflossenthun (YFT) Kg
           Großaugenthun (BET) Kg
           Echter Bonito (SKJ) Kg
           Weißer Thun (ALB) Kg
           Marlin (MAR) Kg
           Schwertfisch (SWO) Kg
           Kurzschnauziger Speerfisch (SSP) Kg
 ---pagebreak--- 17.2.2012         DE                                   Amtsblatt der Europäischen Union                                             L 46/27
             Segelfisch (SFA) Kg
             Blauhai (BSH) Kg
             Heringshai (POR) Kg
             Makrelenhai (MAK) Kg
             Weißhai (TIG) Kg
             Krokodilshai (PSK) Kg
             Fuchshaie (Drescher) (THR) Kg
             Weißspitzen-Hochseehai (OCS) Kg
             Hammerhaie (SPN) Kg
             Andere Blauhaie (CWZ) Kg
             Sonstige (Art + FAO-Code angeben) Kg
             usw.
          Für Thunfisch-Ringwadenfänger:
          — Anzahl erfolgreicher Hols mit FAD seit letzter Meldung:
          — Anzahl erfolgreicher Hols bei frei schwimmenden Schwärmen seit letzter Meldung:
          — Anzahl erfolgloser Hols:
          Für Thunfisch-Langleinenfänger:
          — Anzahl Hols seit letzter Meldung:
          — Anzahl eingesetzter Haken seit letzter Meldung:
          Nachstehend sind die offiziellen Alpha-3-Codes für die IOTC-geregelten Arten aufgelistet. Die englische, französische und
          wissenschaftliche Bezeichnung entstammen der FAO-Taxonomie.
             Code                   Englischer Name                      Französischer Name             Wissenschaftlicher Name
          ALB          Albacore tuna                             Germon                              Thunnus alalunga
          BET          Bigeye tuna Patudo                        Thon obèse                          Thunnus obesus
          BFT          Bluefin tuna                              Thon rouge                          Thunnus thynnus thynnus
          BIL          Marlins, sailfishes, spear fish           Poissons epée NCA (**)              Xiphioidei NEI (*)
          BIP          Indo-Pacific Bonito                       Bonito oriental                     Sarda orientalis
          BLM          Black Marlin                              Makaire noir                        Makaira indica
          BLT          Bullet tuna                               Bonitou                             Auxis rochei
          BLZ          Indo-Pacific Blue Marlin                  Makaire bleu de l'Indo Pacifique    Makaira mazara
          COM          Narrow barred Spanish Mackerel            Thazard rayé                        Scomberomorus commersoni
          DOT          Dogtooth tuna                             Bonite à gros yeux                  Gymnosarda unicolor
          FRI          Frigate tuna                              Auxide                              Auxis thazard
          FRZ          Frigate and Bullet tunas                  Auxides et Bonitous                 Auxis spp.
          GUT          Indo-Pacific king mackerel                Thazard ponctué                     Scomberomorus guttatus
          KAW          Kawakawa                                  Thonine orientale                   Euthynnus affinis
          KGX          Seerfishes NEI (*)                        Thazards NCA (**)                   Scomberini NEI (*)
 ---pagebreak--- L 46/28           DE                               Amtsblatt der Europäischen Union                                   17.2.2012
            Code                   Englischer Name                    Französischer Name      Wissenschaftlicher Name
        LOT           Longtail tuna                          Thon mignon                 Thunnus tonggol
        MAR           Marlines NEI (*)                       Makaire NCA (**)
        MLS           Striped Marlin                         Marlin rayé                 Tetrapturus audax
        OBL           Billfishes, unclassified               Porte-épée non-classifiés
        OTH           Others NEI (*)                         Autres NCA (**)             Scombridae und Xiphioidei
        RSK           Requiem sharks                                                     Carcharinidae
        SBF           Southern Bluefin tuna                  Thon rouge du sud           Thunnus maccoyii
        SFA           Indo-Pacific Sailfish                  Voilier de l'Indo-Pacifique Istiophorus platypterus
        SHK           Shark                                  Requins
        SKJ           Skipjack Listao                        Bonite à ventre rayé        Katsuwonus pelamis
        SSP           Short-billed spearfish                 Makaire à rostre court      Tetrapterus angustirostris
        STS           Streaked seerfish                      Thazard cirrus              Scomberomorus lineolatus
        SWO           Swordfish                              Espadon                     Xiphias gladius
        TUN           Tunas and Bonitos NEI (*)              Thons et bonites NCA (**)   Thunnini und Sardini NEI (*)
        WAH           Wahoo                                  Thazard-bâtard              Acanthocybium solandri
        YFT           Yellowfin tuna                         Albacore                    Thunnus albacares
         (*) NEI: not elsewhere included.
        (**) NCA: non compris ailleurs.
 ---pagebreak--- 17.2.2012          DE                                     Amtsblatt der Europäischen Union                                                 L 46/29
                                                                           Anlage 5
                                                       FORMAT DER VMS-POSITIONSMELDUNG
                                                        MITTEILUNG VON VMS-MELDUNGEN
                                                                 POSITIONSMELDUNG
                                                               Obligatorisch/
                    Datenelement                    Code                                                  Inhalt
                                                                  fakultativ
          Aufzeichnungsbeginn                        SR              O          Systemangabe — gibt den Beginn der Aufzeichnung an
          Empfänger                                 AD               O          Angabe zur Meldung — Empfänger. ISO-Alpha-3-Code des
                                                                                Landes
          Absender                                   FR              O          Angabe zur Meldung — Absender. ISO-Alpha-3-Code des
                                                                                Landes
          Flaggenstaat                               FS               F         Angabe zur Meldung — Flaggenstaat
          Art der Meldung                           TM               O          Angabe zur Meldung — Art der Meldung [ENT, POS, EXI]
          Rufzeichen                                 RC              O          Angabe zum Schiff — internationales Rufzeichen des Schif­
                                                                                fes
          Interne Referenznummer der                 IR               F         Angabe zum Schiff — Nummer der Vertragspartei (ISO-3-
          Vertragspartei                                                        Code des Flaggenstaats gefolgt von einer Nummer)
          Externe Kennnummer                         XR              O          Angabe zur Schiffsregistrierung — die außen angebrachte
                                                                                Nummer des Schiffes
          Breitengrad                                LA              O          Angabe zur Position des Schiffs — Position in Grad und
                                                                                Minuten N/S GGMM (WGS-84)
          Längengrad                                 LO              O          Angabe zur Position des Schiffs — Position in Grad und
                                                                                Minuten O/W GGGMM (WGS-84)
          Kurs                                      CO               O          Schiffskurs, 360°-Skala
          Geschwindigkeit                            SP              O          Schiffsgeschwindigkeit in Knoten x 10
          Tag                                       DA               O          Angabe zur Position des Schiffes — Datum der Aufzeich­
                                                                                nung UTC (JJJJMMTT)
          Uhrzeit                                    TI              O          Angabe zur Position des Schiffes — Uhrzeit der Aufzeich­
                                                                                nung UTC (HHMM)
          Aufzeichnungsende                          ER              O          Systemangabe — gibt das Ende der Aufzeichnung an
          O = obligatorisches Datenelement
          F = fakultatives Datenelement
          Eine Datenübertragung ist folgendermaßen aufgebaut:
          1. Die Zeichen entsprechen ISO-Norm 8859,1.
          2. Ein doppelter Schrägstrich (//) und der Feldcode „SR“ bedeuten den Beginn einer Mitteilung.
          3. Jedes Datenelement wird durch seinen Code gekennzeichnet und durch doppelten Schrägstrich (//) von den anderen Datenelementen
             getrennt.
          4. Ein einfacher Schrägstrich (/) trennt den Feldcode und die Daten.
          5. Der Code „ER“ und ein doppelter Schrägstrich (//) bedeuten das Ende einer Aufzeichnung.
          6. Fakultative Datenelemente sind zwischen Aufzeichnungsbeginn und Aufzeichnungsende einzufügen.