CELEX: 32019D0819(01)
Language: de
Date: 2019-08-08 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 8. August 2019 über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ (g. U.) im Amtsblatt der Europäischen Union

19.8.2019   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 279/3
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 8. August 2019
         über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ (g. U.) im Amtsblatt der Europäischen Union
         
         (2019/C 279/03)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 53 Absatz 2,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Frankreich hat gemäß Artikel 49 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 einen Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation für „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ (g. U.) eingereicht.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bedingungen der Verordnung erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 Einspruch eingereicht werden kann, muss der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission (2), einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Veröffentlichung der entsprechenden Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ (g. U.) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden.
                  
               BESCHLIEẞT:
         
            Einziger Artikel
            Der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission, einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ (g. U.) findet sich im Anhang dieses Beschlusses.
            Im Einklang mit Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann innerhalb von drei Monaten ab der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union gegen die Änderung gemäß Absatz 1 Einspruch erhoben werden.
         
         
            Brüssel, den 8. August 2019
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.
         
            (2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission vom 13. Juni 2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 179 vom 19.6.2014, S. 36).
      
      
         
            ANHANG
            ANTRAG AUF GENEHMIGUNG EINER NICHT GERINGFÜGIGEN ÄNDERUNG DER PRODUKTSPEZIFIKATION EINER GESCHÜTZTEN URSPRUNGSBEZEICHNUNG ODER EINER GESCHÜTZTEN GEOGRAFISCHEN ANGABE
            
               Antrag auf Genehmigung einer Änderung gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012
            
            „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“
            
               EU-Nr.: PDO-FR-0050-AM01 — 16.8.2017
            
            
               g. U. ( X ) g. g. A. ( )
            
            1.   Antragstellende Vereinigung und berechtigtes Interesse
            
            
                        Syndicat AOP Huile d’olive et Olives de la Vallée des Baux-de-Provence (SIOVB)
                     
                  
                        Vallon de la Fontaine
                     
                  
                        13520 Les Baux-de-Provence
                     
                  
                        FRANKREICH
                     
                  
                        Tel. +33 490543842
                     
                  
                        Fax +33 484253288
                     
                  
                        E-Mail: contact@siovb.com
                     
                  Das „Syndicat AOP Huile d’olive et Olives de la Vallée des Baux-de-Provence“ (SIOVB) ist eine Branchenvereinigung, die den Bestimmungen des französischen Arbeitsgesetzbuchs unterliegt und die sich aus Olivenerzeugern, Olivenverarbeitern und Olivenölerzeugern (rund 1 100 Marktteilnehmern) zusammensetzt. Sie hat ein berechtigtes Interesse an der Einreichung des Antrags.
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Frankreich
            3.   Rubrik der Produktspezifikation, auf die sich die Änderung(en) bezieht/beziehen
            
            
                        —
                     
                     
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                        Name des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Beschreibung des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Geografisches Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Ursprungsnachweis
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Erzeugungsverfahren
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Kennzeichnung
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Sonstiges: Kontrollen, einzelstaatliche Vorschriften.
                     
                  4.   Art der Änderung(en)
            
            
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g. U. oder g. g. A.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g. U. oder g. g. A., für die kein Einziges Dokument (oder etwas Vergleichbares) veröffentlicht wurde.
                     
                  5.   Änderung(en)
            
            
               Beschreibung des Erzeugnisses
            
            Die Beschreibung des Erzeugnisses wurde in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument (das die vormalige Zusammenfassung ersetzt) geändert und ergänzt.
            So wird der ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
            
               „‚Huile d’olive de la Vallée des aux-de-Provence‘ ist ein natives Olivenöl von grüner Farbe, hoher Geschmeidigkeit und mildem, langanhaltendem Geschmack. […]“,
            
            ausschließlich in der Produktspezifikation durch folgende Angaben ergänzt:
            
               „[…] Der langanhaltende Geschmack weist Butter-, Mandel- und Haselnussnoten sowie ausgeprägte geschätzte Geruchsaromen (Artischocken, Tomate, Apfel, Erdbeere, Backpflaume und Schokolade) auf.“
            
            Er erhält in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument (unter Punkt 3.2) folgende Fassung:
            
               „‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ ist ein Olivenöl, das sich durch mindestens zwei der folgenden Aromen auszeichnet: frisch gemähtes Gras, Apfel, Mandelkern, rohe Artischocke, frische Haselnuss, Tomatenblatt. Dies wird ergänzt durch eine mäßige Bitterkeit und Schärfe. Die Bitterkeit beträgt höchstens 3 und die Schärfe liegt zwischen 1 und 3 auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR). Der Gehalt an Ölsäure beträgt höchstens 0,8 g je 100 g.
               ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ mit dem Zusatz ‚olives maturées‘ (gereifte Oliven) ist ein geschmeidiges Öl, das sich durch mindestens zwei der folgenden Aromen auszeichnet: eingelegte Oliven, schwarze Oliven, Olivenpaste, Kakao, Pilz, gegarte Artischocke, Trüffel, Hefebrot. Aromen von gegarter Birne, Schimmel oder Metall sind nicht zulässig. Es ist ein mildes Öl mit einer Bitterkeit von höchstens 1 und einer Schärfe von höchstens 2 auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR). Der Gehalt an Ölsäure beträgt höchstens 1,5 g je 100 g.
               Beim ersten Inverkehrbringen beträgt die Peroxidzahl höchstens 16 Milliäquivalente Peroxidsauerstoff je 1 kg Olivenöl.“
            
            Die Beschreibung des Erzeugnisses wurde überarbeitet, um besser auf das Können und die Gepflogenheiten der Erzeuger einzugehen. Diese verbesserte Beschreibung hat dazu geführt, dass zwischen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ mit und ohne den Zusatz „olives maturées“ unterschieden wird. Das aus gereiften Oliven hergestellte Olivenöl war bereits in der ursprünglichen Eintragung erfasst, die auf einer sehr weiten Definition des Produkts beruhte, wurde aber nicht gesondert angeführt. Diese Unterscheidung geht auf den Wunsch der antragstellenden Vereinigung zurück, das Erzeugnis besser zu beschreiben und zu kennzeichnen und dem Verbraucher eindeutige Informationen zu geben. Anhand der seit der Anerkennung dieser Bezeichnung durchgeführten Kontrollen wurden vom Reifegrad der Oliven abhängige analytische und sensorische Merkmale vor der Verarbeitung festgestellt. Diese genauere Beschreibung des Erzeugnisses ist im derzeitigen Kontext der Entwicklung des Olivenölmarkts zu sehen. Der Verbraucher kennt sich mit Olivenöl besser aus, und durch diese Unterscheidung wird der Marktnachfrage entsprochen. Vor dem Jahr 1950 mussten die Ölmühlenbetreiber wegen der damals verwendeten Extraktionsmaschinen und der begrenzten Erzeugungskapazitäten der Mühlen während der Saison die Oliven einige Tage lagern, bevor sie sie verarbeiten konnten. Mit der Entwicklung moderner Pressen nach 1950 konnte diese vorgelagerte Stufe der Reifung der Oliven aufgegeben werden. Die Ölmühlenbetreiber im Tal von Baux-de-Provence behielten jedoch bei einem Teil der Oliven den Brauch bei, die Früchte einige Tage vor dem Pressen reifen zu lassen.
            Genauer:
            
                        —
                     
                     
                        Bei Olivenöl ohne vorherige Reifung der Oliven wurde der Höchstgehalt an freier Säure auf 0,8 g/100 g und bei Olivenöl aus gereiften Oliven auf 1,5 g/100 g festgesetzt.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Für beide Ölsorten wurde die zulässige Peroxidzahl auf 16 Milliäquivalente Peroxidsauerstoff je 1 kg Olivenöl festgesetzt, um für den Verbraucher eine optimale Erhaltung der Qualität zu gewährleisten.
                     
                  Außerdem wurden die Aromamerkmale der Öle differenziert und überarbeitet, um die ursprüngliche Beschreibung des Erzeugnisses zu ersetzen. So wird nicht mehr zwischen dem Geschmack und dem Duft unterschieden, denn alle diese Aromen werden sowohl über den Mund als auch über die Nase wahrgenommen. Zudem finden sich einige dieser Aromen bei Ölen aus nicht gereiften Oliven und andere eher bei Ölen aus gereiften Oliven.
            Aufgrund der Erfahrung aus mehreren Jahren sensorischer Analyse des Erzeugnisses konnte die Beschreibung des organoleptischen Profils dieser Öle überarbeitet werden. So zählen Butter-, Erdbeer- und Backpflaumennoten nicht zu den kennzeichnendsten Aromen bzw. Düften. Deshalb wurden diese Angaben gestrichen.
            Bei Olivenöl, das nicht aus vorher gereiften Oliven hergestellt wird, muss die Angabe „Mandelaroma“ durch die genauere Angabe „Mandelkernaroma“ ersetzt werden. Beim Haselnussaroma handelt es sich eigentlich um frische Haselnuss, und beim Artischockenduft um rohe Artischocke. Ebenso handelt es sich beim Tomatenaroma eher um das Aroma von Tomatenblättern. Das Apfelaroma bleibt ein typisches Merkmal; ferner muss das Aroma von frisch gemähtem Gras hinzugefügt werden. Durch das Vorhandensein von mindestens zwei dieser Aromen kann die Besonderheit des Erzeugnisses gewährleistet werden. Überdies ist dieses Öl nicht besonders geschmeidig. Der ursprüngliche unterschiedslose Hinweis auf die Geschmeidigkeit des Öls wird deshalb nicht in die Beschreibung des Öls aus nicht vorher gereiften Oliven übernommen. Sie kennzeichnet jedoch sehr gut das Öl aus „gereiften Oliven“. Denn dieses Zubereitungsverfahren verleiht dem Öl eine besondere Geschmeidigkeit, weshalb diese Angabe in die Beschreibung dieses Öls aufgenommen wird. In Bezug auf das Öl aus gereiften Oliven empfiehlt es sich ferner, die ursprüngliche Angabe „Schokoladenaroma“ durch die genauere Angabe „Kakaoaroma“ zu ersetzen und die Beschreibung durch das Vorhandensein der sehr typischen Aromen von eingelegten Oliven, schwarzen Oliven, Olivenpaste, Pilzen, gegarter Artischocke, Trüffel und Hefebrot zu ergänzen. Durch das Vorhandensein von mindestens zwei dieser Aromen kann die Besonderheit des Erzeugnisses gewährleistet werden, und durch den Ausschluss der Aromen von gekochter Birne, Schimmel und Metall kann vermieden werden, dass die Öle Mängel aufweisen.
            Die Farbe des Öls wurde nicht für charakteristisch befunden. Sie hängt nicht mit den organoleptischen Eigenschaften des Erzeugnisses zusammen; deshalb wurde der Hinweis auf die grüne Farbe gestrichen.
            Außerdem weisen diese Öle jeweils auch eine spezifische Bitterkeit und Schärfe auf, sodass diese Angaben in die Produktspezifikation aufgenommen wurden:
            
                        —
                     
                     
                        Olivenöl aus nicht gereiften Oliven ist mäßig bitter und scharf, was in der Beschreibung des Erzeugnisses in Werten von höchstens 3 bei der Bitterkeit sowie 1 bis 3 bei der Schärfe auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR) zum Ausdruck kommt.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Olivenöl aus gereiften Oliven ist mild, was in der Beschreibung des Erzeugnisses in Werten von höchstens 1 bei der Bitterkeit sowie 1 bis 2 bei der Schärfe auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR) zum Ausdruck kommt.
                     
                  Die Angabe „nativ“ („vierge“) wird gestrichen, da dieses Merkmal mit den analytischen Merkmalen des Öls zusammenhängt und es sich um natives Olivenöl oder um natives Olivenöl extra („vierge“ oder „vierge extra“) handeln kann.
            
               Geografisches Gebiet
            
            Die Abgrenzung des geografischen Gebiets, aus dem „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ stammt, wird in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument (vormals „Zusammenfassung“) geändert.
            So wird der ursprüngliche Text der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
            
               „Das geografische Gebiet, in dem das Olivenöl, das die Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ führen darf, gewonnen wird, liegt in folgenden Gemeinden des Departements Bouches-du-Rhône: Arles, Aureille, les Baux-de-Provence, Eygalières, Eyguières, Fontvieille, Lamanon, Maussane-les-Alpilles, Mouries, Le Paradou, Saint-Martin de Crau, Orgon, Saint-Etienne du Grès, Saint-Rémy de Provence, Senas und Tarascon.“
            
            durch folgende Wortlaute ersetzt:
            im Einzigen Dokument (Punkt 4): „Das geografische Gebiet liegt innerhalb des Gebiets der folgenden Gemeinden des Departements Bouches-du-Rhône:
            vollständig einbezogene Gemeinden: Les Baux-de-Provence, Maussane-les-Alpilles und Paradou;
            teilweise einbezogene Gemeinden: Arles, Aureille, Eygalières, Eyguières, Fontvieille, Lamanon, Mas-Blanc-des-Alpilles, Mouriès, Orgon, Saint-Etienne-du-Grès, Saint-Martin-de-Crau, Saint-Rémy-de-Provence, Sénas und Tarascon.“
            in der Produktspezifikation:
            
               „Alle Vorgänge von der Erzeugung der Oliven bis zur Herstellung des Olivenöls erfolgen im geografischen Gebiet innerhalb des Gebiets der folgenden Gemeinden des Departements Bouches-du-Rhône:
               vollständig einbezogene Gemeinden: Les Baux-de-Provence, Maussane-les-Alpilles und Le Paradou;
               teilweise einbezogene Gemeinden: Arles, Aureille, Eygalières, Eyguières, Fontvieille, Lamanon, Mas-Blanc-des-Alpilles, Mouriès, Orgon, Saint-Etienne-du-Grès, Saint-Martin-de-Crau, Saint-Rémy-de-Provence, Sénas und Tarascon.
               Es wurde eine Karte mit den Abgrenzungen des geografischen Gebiets, die vom nationalen Ausschuss für Nahrungsmittel des Institut national de l’origine et de la qualité (INAO) in seiner Sitzung vom 20. Juni 2013 auf Vorschlag des zu diesem Zweck benannten Fachausschusses genehmigt wurde, beim jeweiligen Rathaus der betreffenden Gemeinden hinterlegt.“
            
            Der Umfang des geografischen Gebiets wird auf Teilgebiete von Gemeinden, die bereits im geografischen Gebiet liegen, sowie auf eine neue angrenzende Gemeinde, die Gemeinde Mas-Blanc-des-Alpilles (teilweise) ausgeweitet. Diese Ergänzungen betreffen alle Gemeinden des geografischen Gebiets, mit Ausnahme der Gemeinde Les Baux-de-Provence, die bereits in ihrer Gesamtheit in das geografische Gebiet einbezogen ist. Diese zum Umfang des geografischen Gebiets hinzugefügten Teilgebiete der Gemeinden erfüllen dieselben geologischen, pedologischen, klimatischen und botanischen Abgrenzungskriterien wie die übrigen Gemeinden der Ursprungsbezeichnung. Diese Abgrenzung ermöglicht zudem die Einbeziehung eines weiteren Olivenverarbeiters in die Ursprungsbezeichnung. Aufgrund des Beschlusses des nationalen Ausschusses für Nahrungsmittel des INAO, der für die Genehmigung von Änderungen eines geografischen Gebiets auf nationaler Ebene zuständig ist, wird das Datum der Genehmigung dieser Abgrenzung (20. Juni 2013) hinzugefügt.
            Ferner wird hinzugefügt, dass die Oliven auf Parzellen geerntet wurden, die gemäß den nachstehend beschriebenen Modalitäten bestimmt wurden. Somit wird die Produktspezifikation durch folgenden Wortlaut ergänzt:
            
               „Die Olivenöle stammen von Oliven, die auf bestimmten, im oben beschriebenen Erzeugungsgebet gelegenen Parzellen geerntet wurden. Die Bestimmung der Parzellen erfolgt auf Grundlage der Kriterien zur Lage der Parzellen, die vom nationalen Ausschuss für Nahrungsmittel des INAO in dessen Sitzung vom 21. Februar 2013 nach Stellungnahme des Fachausschusses, der zu diesem Zweck von dem erwähnten nationalen Ausschuss benannt wurde, festgelegt wurden.
               Jeder Erzeuger, der eine Parzelle bestimmen lassen möchte, stellt einen entsprechenden Antrag bei den Dienststellen des INAO; dazu reicht er vor dem 31. Mai, der der ersten Ernte der Oliven mit Ursprungsbezeichnung vorausgeht, einen Vordruck entsprechend dem vom Direktor des INAO genehmigten Muster ein und verpflichtet sich, die Kriterien zur Lage der Parzelle einzuhalten.
               Die Liste der neu bestimmten Parzellen wird jedes Jahr vom zuständigen nationalen Ausschuss des INAO nach Stellungnahme des zuvor genannten Fachausschusses genehmigt.
               Die Liste der bestimmten Parzellen sowie die Kriterien zur Bestimmung der Parzellen sind bei den Dienststellen des INAO und der betreffenden Vereinigung einsehbar.“
            
            Dieses Verfahren ermöglicht den Kontrolleinrichtungen die Auflistung aller Parzellen, die für die Erzeugung mit Ursprungsbezeichnung in einem bestimmten Jahr geeignet sind.
            Außerdem wird in der Produktspezifikation bzw. im Einzigen Dokument (vormals Zusammenfassung) Folgendes hinzugefügt:
            unter Punkt 3.4 des Einzigen Dokuments:
            
               „Alle Vorgänge von der Erzeugung der Oliven bis hin zu ihrer Verarbeitung zu Olivenöl erfolgen in dem festgelegten geografischen Gebiet.“
            
            in der Produktspezifikation:
            
               „Alle Vorgänge von der Erzeugung der Oliven bis hin zu ihrer Verarbeitung zu Olivenöl erfolgen in dem geografischen Gebiet der folgenden Gemeinden des Departements Bouches-du-Rhône: […].“
            
            Es wird kein neuer verbindlicher, im geografischen Gebiet durchzuführender Vorgang hinzugefügt, die Angaben zu den im geografischen Gebiet durchzuführenden Vorgängen waren jedoch in der ursprünglichen Zusammenfassung und Produktspezifikation nicht eindeutig formuliert.
            Ferner werden die für die Abgrenzung des geografischen Gebiets verwendeten kartografischen Daten hinzugefügt. Der Text lautet wie folgt:
            
               „Es wurde eine Karte mit den Abgrenzungen des geografischen Gebiets, die vom nationalen Ausschuss für Nahrungsmittel des Institut national de l’origine et de la qualité (INAO) in seiner Sitzung vom 20. Juni 2013 auf Vorschlag des zu diesem Zweck benannten Fachausschusses genehmigt wurde, beim jeweiligen Rathaus der betreffenden Gemeinden hinterlegt.“
            
            Es handelt sich um kartografische Daten des IGN (Institut national de l’information géographique et forestière), die im Gegensatz zu den ursprünglich verwendeten Katasterkarten auf andere Datenträger übertragbar sind.
            Bei einem Antrag auf Änderung einer Produktspezifikation ist der nationale Ausschuss für Ursprungsbezeichnungen von Milcherzeugnissen, Lebensmitteln und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen des Institut national de l’origine et de la qualité (INAO) nach den geltenden nationalen Verfahren befugt, über diesen Antrag zu entscheiden, bevor er der Europäischen Kommission vorgelegt wird. Die Änderung wird jedoch erst nach ihrer Eintragung auf europäischer Ebene angewandt.
            
               Ursprungsnachweis
            
            Die nachfolgende ursprüngliche Fassung wird vollständig aus dieser Rubrik der Produktspezifikation und des Einzigen Dokuments (vormals Zusammenfassung) gestrichen:
            In der Produktspezifikation:
            
               „Neben dem Getreide und der Weinrebe zählte der Olivenbaum schon immer zu den drei wichtigsten Anbaukulturen der Provence.
               Trotz des Wettbewerbs durch Einfuhren und der Umstellung vom Olivenanbau auf den Gemüseanbau aufgrund der Anlage von Bewässerungskanälen nahm der Ölbaumsektor im Tal der Baux-de-Provence immer eine vorrangige Stellung ein.
               Im Jahr 1786 wies Abbé Couture in seiner Abhandlung nach, dass eine der Besonderheiten des Tals der Baux-de-Provence sein großer Reichtum an Olivensorten darstellt. Dieselben Sorten werden heute für die Herstellung von Olivenöl mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ verwendet.
               Das Olivenöl aus dem Vallée des Baux verdankt seine Bekanntheit auch den Bemühungen, die Herr Cornille, Präsident der seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Genossenschaftsmühle von Maussane, vor mehr als 20 Jahren unternommen hat, sowie der Entschlossenheit der Erzeuger und Mühlenbetreiber der Region, die die Bezeichnung ‚Vallée des Baux-de-Provence‘ aufgewertet haben.
               Heutzutage steht die Bekanntheit des Olivenöls aus dem Vallée des Baux außer Frage. Um sich davon zu überzeugen, genügt es zu beobachten, wie schnell dieses Olivenöl jedes Jahr verkauft wird, obwohl der Preis wegen der anspruchsvollen Herstellungsbedingungen recht hoch ist.
               Im Tal von Baux-de-Provence werden jährlich im Durchschnitt 400 Tonnen Olivenöl, das sind 20 % der französischen Erzeugung, hergestellt.
               Die Bedeutung dieses Erzeugnisses zeigt sich auch an der Landschaft, wo die einwandfrei gepflegten Olivenbäume einen integralen Bestandteil des außergewöhnlichen Gebiets von Baux-de-Provence ausmachen.“
            
            in der Zusammenfassung:
            
               „Im Tal der Baux-de-Provence nahm der Olivenanbau schon immer eine vorrangige Stellung ein. Im Jahr 1786 wies Abbé Couture in seiner Abhandlung nach, dass eine der Besonderheiten des Tals der Baux-de-Provence sein großer Reichtum an Olivensorten darstellt. Dieselben Sorten werden heute für die Herstellung von Olivenöl mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ verwendet. Das Olivenöl aus dem Vallée des Baux verdankt seine Bekanntheit auch den Bemühungen, die die in den 1970er-Jahren von der seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Genossenschaftsmühle Maussane unternommen hat, sowie der Entschlossenheit der Erzeuger und Mühlenbetreiber dieses Gebiets, die Bezeichnung ‚Vallée des Baux-de-Provence‘ aufzuwerten. Die Bedeutung dieses Erzeugnisses zeigt sich auch an der Landschaft, wo die einwandfrei gepflegten Olivenbäume einen integralen Bestandteil des außergewöhnlichen Gebiets von Baux-de-Provence ausmachen.“
            
            Aufgrund der Veränderungen bei den einzelstaatlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften wurde die Rubrik „Angaben, aus denen hervorgeht, dass das Erzeugnis aus dem abgegrenzten geografischen Gebiet stammt“ der Produktspezifikation und der Zusammenfassung (Punkt 4.4. „Ursprungsnachweis“), die ausschließlich Angaben zum „Zusammenhang mit dem Ursprungsgebiet“ enthielt, geändert und enthält nun insbesondere Vorschriften für die Angaben und das Führen von Registern zur Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses und zur Überwachung der Herstellungsbedingungen.
            Es wurden somit verschiedene Absätze hinzugefügt, welche die früheren Absätze zur Geschichte und zum Ansehen des Erzeugnisses ersetzen. Im neu vorgeschlagenen Wortlaut werden die Dokumente erläutert, die eingeführt wurden, um die Überwachung und die Kontrolle des Erzeugnisses mit der Ursprungsbezeichnung zu ermöglichen: Erklärung zur Identifizierung der Marktteilnehmer, Erklärung über die vollständige oder teilweise Nichterzeugung des Erzeugnisses mit Ursprungsbezeichnung in einem bestimmten Jahr, Anbautagebuch, Verzeichnisse zur Handhabung der Oliven (als Rohstoff) und der Olivenöle, jährliche Meldung zur Ernte der Oliven, jährliche Meldung zur Herstellung der Olivenöle (auch als „Herstellungsmeldung“ bezeichnet), Meldung zur Vermarktung (auch als „Meldung zur Geltendmachung“ bezeichnet) der Olivenöle mit der Ursprungsbezeichnung, jährliche Meldung zum Bestand an Olivenöl mit Ursprungsbezeichnung.
            Der Absatz erhält folgende Fassung:
            
               „Das gesamte Verfahren wird durch analytische und organoleptische Prüfungen ergänzt, die anhand von Stichproben des packfertigen oder verpackten Fertigerzeugnisses durchgeführt werden, wodurch die Qualität und die Übereinstimmung mit der unter Punkt 2 aufgeführten Beschreibung des Erzeugnisses sichergestellt werden können.“
            
            Ziel ist es, die Art des Erzeugnisses und das eingeführte Kontrollsystem in knapper Form zu beschreiben.
            
               Erzeugungsverfahren
            
            
                        —
                     
                     
                        Der einleitende Satz „Die Oliven müssen in bestimmten Pflanzungen geerntet worden sein, die sich innerhalb des abgegrenzten Erzeugungsgebiets befinden.“ wird aus dieser Rubrik der Produktspezifikation und des Einzigen Dokuments (vormals Zusammenfassung) gestrichen, da das Parzellenbestimmungsverfahren in der Rubrik „Geografisches Gebiet“ der Produktspezifikation erläutert wird.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Sorten:
                        Der nachstehende ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
                        
                           „Die Öle dürfen nur aus einer Zusammenstellung von Oliven gewonnen werden, die von zumindest zwei der nachstehenden Hauptsorten stammen: Salonenque, Beruguette, Grossane, Verdale des Bouches-du-Rhône“.
                        
                        erhält folgende Fassung:
                        In der Produktspezifikation:
                        
                           „Die Öle werden von Oliven der Sorten gewonnen, die in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind, wobei die in dieser Tabelle für einen Betrieb festgelegten Anteile zu beachten sind. Die Einhaltung der Vorschriften für die Anpflanzung der Sorten wird für die Gesamtheit der Parzellen geprüft, auf denen die Oliven mit Ursprungsbezeichnung erzeugt werden, mit Ausnahme der Bestäubersorten, bei denen der Anteil für jede berücksichtigte Parzelle geprüft wird.
                           
                                       Zugelassene Sorten
                                    
                                    
                                       Vorschriften für die Anteile (in Anzahl der Bäume)
                                    
                                 
                                       Salonenque
                                       Aglandau (auch als Beruguette bezeichnet)
                                       Grossane
                                       Verdale des Bouches-du-Rhône
                                    
                                    
                                       
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Der Anteil aller dieser Sorten beträgt mindestens 80 %.
                                                
                                             
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Zwei dieser Sorten müssen vorhanden sein.
                                                
                                             
                                 
                                       Picholine
                                    
                                    
                                       
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Der Anteil der Sorte Picholine beträgt höchstens 20 %.
                                                
                                             
                                 
                                       Verschiedene lokale Sorten
                                    
                                    
                                       
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Der Anteil aller dieser unterschiedlichen lokalen Sorten beträgt höchstens 15 %.
                                                
                                             
                                 
                                       Bestäubersorten
                                    
                                    
                                       
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Der Anteil aller dieser Bestäubersorten beträgt höchstens 5 %.“
                                                
                                             
                                 
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Unter Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments:
                        
                           „‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ wird aus Oliven oder Olivenölen hergestellt, die von mindestens zwei der folgenden Sorten stammen: Salonenque, Aglandau, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône, auf die zusammen 80 % bis 100 % der Sorten entfallen, die auf den Parzellen vorhanden sind, auf denen die Oliven mit Ursprungsbezeichnung erzeugt werden. Diese Zusammenstellung kann durch die Sorte Picholine und verschiedene andere lokale Sorten ergänzt werden.“
                        
                        In der ursprünglichen Produktspezifikation und Zusammenfassung wurde zwar die Zusammensetzung des Öls beschrieben, nicht aber die Zusammensetzung der in der Ursprungsbezeichnung bestimmten Olivenanpflanzungen.
                        Deshalb wird die Sortenzusammensetzung in den bestimmten Anpflanzungen in der Produktspezifikation in Form einer Tabelle mit den unterschiedlichen Anteilen der zugelassenen Sorten hinzugefügt. Der ursprünglich verwendete Begriff „Hauptsorten“ wird gestrichen, da die vorhandenen Mindest- bzw. Höchstprozentsätze der einzelnen Sorten festgesetzt werden. Bei der Betrachtung der derzeit für die Erzeugung genutzten Anpflanzungen hat sich gezeigt, dass diese den ursprünglich in der Produktspezifikation und in der Zusammenfassung genannten ausreichenden Mindestanteil von 80 % der vier Sorten Slonenque, Aglandau („Beruguette“). Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône aufwiesen. Ebenso wird der Höchstanteil der sogenannten „verschiedenen lokalen Sorten“ auf 15 % und der Höchstanteil der Sorte Picholine auf 20 % festgesetzt, was den Feststellungen in den Anpflanzungen entspricht. Um zu vermeiden, dass bei der Kontrolle ein Auslegungsspielraum entsteht, wird in der Produktspezifikation außerdem festgelegt, wie überprüft wird, ob die festgesetzten Prozentsätze für die in einem Betrieb angepflanzten Sorten eingehalten werden.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Pflanzdichte: Es werden Vorschriften zur Pflanzdichte hinzugefügt.
                        In der Produktspezifikation wird folgender Wortlaut hinzugefügt:
                        
                           „Bei jeder nach dem 27. August 1997 angelegten Anpflanzung muss jeder Baum über eine Mindestfläche von 24 m2 verfügen; diese Fläche ergibt sich aus der Multiplikation des Abstands zwischen den Baumreihen mit dem Abstand zwischen den Bäumen. Der Abstand zwischen den Bäumen muss mindestens 4 m betragen.“
                        
                        Diese Regeln entsprechen den ortsüblichen Verfahren und sorgen für die optimale Entwicklung der Bäume. Sie gelten für alle Bäume, die nach dem Datum der Anerkennung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung auf nationaler Ebene angepflanzt werden. Auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass die Vorschriften für die Pflanzdichte bei den künftigen Anpflanzungen beachtet werden.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Schnitt: In der Produktspezifikation wird folgender Wortlaut hinzugefügt: „Die Olivenbäume werden mindestens alle zwei Jahre geschnitten.“
                        Der sogenannte Ertragsschnitt ermöglicht die Regulierung der Olivenerzeugung. Durch den regelmäßigen Schnitt werden die Ernteerträge gesteigert. Der Schnitt erfolgt in der Regel jährlich; da sich der Wachstumszyklus von Olivenbäumen jedoch über zwei Jahre erstreckt, wird in der Produktspezifikation die Durchführung von mindestens einem Schnitt alle zwei Jahre empfohlen.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Bewässerung:
                        In die Produktspezifikation wird folgende Bestimmung hinzugefügt:
                        
                           „Während der Vegetationsperiode des Olivenbaums ist die Bewässerung bis zu dem für die Ursprungsbezeichnung jährlich festgelegten Erntedatum zulässig.“
                        
                        Es wurde beschlossen, die Bewässerung bis zum Datum des Erntebeginns zu vorzusehen, das jährlich für die Ursprungsbezeichnung festgelegt wird. Dieses Datum entspricht den üblichen Verfahren. Dadurch soll die Bewässerung der Bäume während anhaltender Dürreperioden zugelassen werden, um eine zu starke Wasserknappheit zu verhindern, die während der Vegetationsperiode schädlich für den Baum ist und sich negativ auf die Qualität der Früchte auswirkt. Damit die Qualität der reifen Früchte erhalten bleibt und vermieden wird, dass diese zu wässerig werden, sollte die Bewässerung ab Erntebeginn eingestellt werden.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Ertragsbeginn der Bäume:
                        Der ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation:
                        
                           „Für das Führen der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux de Provence‘ kommt nur Olivenöl infrage, das von mindestens fünf Jahre alten Bäumen stammt.“
                        
                        erhält folgende Fassung:
                        
                           „Die Ursprungsbezeichnung darf nur für Olivenöl verwendet werden, das von Bäumen gewonnen wurde, die vor mindestens fünf Jahren auf der Parzelle angepflanzt wurden.“
                        
                        Der Klarheit halber wird hinzugefügt, dass das auf fünf Jahre festgelegte Alter der Bäume, von denen die Früchte mit Ursprungsbezeichnung geerntet werden, einem Zeitraum von fünf Jahren „ab Anpflanzung auf der Parzelle“ (für die Ursprungsbezeichnung bestimmte Parzelle) entspricht.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Ertrag:
                        Der zulässige Höchstertrag wird von 6 t pro Hektar auf 10 t pro Hektar angehoben.
                        Folgender ursprünglicher Wortlaut der Produktspezifikation:
                        
                           „Der Hektarertrag darf sechs Tonnen Oliven pro Hektar nicht überschreiten.“
                        
                        erhält folgende Fassung:
                        
                           „Unabhängig vom vorgesehenen Verwendungszweck der Oliven darf der Ertrag an geernteten Oliven pro Hektar Olivenanbaufläche zehn Tonnen nicht überschreiten. Der Ertrag wird auf Grundlage aller bestimmten Parzellen des Betriebs berechnet, in dem die für die Ursprungsbezeichnungen ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘, ‚Olives cassées de la Vallée des Baux-de-Provence‘ und ‚Olives noires de la Vallée des Baux-de-Provence‘ vorgesehenen Oliven erzeugt werden.“
                        
                        Tatsächlich sind die Bäume der jungen Pflanzungen nunmehr ertragsfähig, und die Erträge der Olivenhaine belaufen sich auf 8 bis 10 t/ha. Nicht selten finden sich in diesen Olivenhainen jahrhundertealte Bäume mit weit verzweigtem Geäst und hohem Olivenertrag. Die zunehmende Professionalisierung der Erzeuger und die Erneuerung der Parzellen tragen ebenfalls zur Optimierung der Erträge bei. Außerdem wurde ein Verfahren zur Berechnung des Ertrags eingeführt, um etwaige Auslegungsspielräume zu vermeiden. Daher wird hinzugefügt, dass der Ertrag unabhängig vom vorgesehenen Verwendungszweck der Oliven anhand der Erntemenge (und nicht anhand der Gesamtproduktion des Baums, zu der auch herabgefallene und nicht aufgelesene Oliven gehören, die nicht unter die Ursprungsbezeichnung fallen) berechnet wird, sowie auf der Grundlage aller bestimmten Parzellen des Betriebs, in dem die für die Ursprungsbezeichnungen „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“, „Olives cassées de la Vallée des Baux-de-Provence“ und „Olives noires de la Vallée des Baux-de-Provence“ vorgesehenen Oliven erzeugt werden.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Olivenernte:
                        Es werden verschiedene Bestimmungen zur Ernte hinzugefügt, um die Verfahren besser zu regeln und die Qualität der geernteten Oliven zu gewährleisten.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Die folgenden ursprünglichen Bestimmungen
                        in der Produktspezifikation:
                        
                           „Die Oliven müssen bei guter Reife direkt vom Baum oder, sofern sie innerhalb von drei Tagen nach dem Abfallen aufgesammelt werden, von den während der Reifezeit aufgespannten Netzen geerntet werden.“
                        
                        und in der Zusammenfassung:
                        
                           „Die Oliven müssen bei guter Reife geerntet oder von den aufgespannten Netzen aufgesammelt werden.“
                        
                        werden im Einzigen Dokument gestrichen und erhalten in der Produktspezifikation folgende Fassung:
                        
                           „Der Erntebeginn wird jährlich auf Beschluss des Direktors des INAO auf begründeten Vorschlag der Vereinigung festgelegt.
                           Die Oliven werden direkt vom Baum geerntet oder von Netzen aufgesammelt. Das Verwenden von ganzjährig angebrachten Netzen ist verboten. Vom Boden aufgelesene Oliven dürfen nicht verwendet werden und werden getrennt von den Partien, die für die Ursprungsbezeichnung infrage kommen, aufbewahrt.“
                        
                        Es wurde beschlossen, eine Bestimmung bezüglich des Erntebeginns einzuführen, um sicherzustellen, dass die Olivenbauern ausschließlich Oliven ausreichender Reife ernten. Der genaue Erntebeginn wird von der Vereinigung vorgeschlagen, die ihren Vorschlag auf die sensorische Analyse von Olivenstichproben stützt, die aus dem gesamten geografischen Gebiet stammen.
                        Außerdem wird der Hinweis auf die Verwendung „von während der Ernte aufgespannten Netzen, sofern die Oliven innerhalb von drei Tagen nach dem Abfallen aufgesammelt werden“ durch das Verbot ersetzt, „ganzjährig“ angebrachte Netze zu verwenden und zu Boden gefallene Oliven aufzusammeln. Damit soll insbesondere verboten werden, zu Boden gefallenen Oliven aufzulesen oder seit der vorangegangenen Ernte in den ganzjährig angebrachten Netzen verbliebenen Oliven aufzusammeln. Außerdem wird in der Mühle, wo ebenfalls Sortierkriterien festgelegt werden, die einwandfreie hygienische Beschaffenheit der Oliven geprüft. Dabei werden zu lange in den Netzen verbliebene Oliven aussortiert. Die ursprüngliche Bestimmung ließ sich von den Kontrolleuren kaum überprüfen und verpflichtete die Marktteilnehmer, zahlreiche Einträge in die Dokumente vorzunehmen. Die neue Bestimmung wird für praktikabler und besser überprüfbar gehalten.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Folgender ursprünglicher Wortlaut der Produktspezifikation:
                        
                           „Die für die Herstellung von Olivenöl mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ geeigneten Oliven werden in Gitterkisten aufbewahrt.“
                        
                        erhält folgende Fassung:
                        
                           „Die Oliven werden in Gitterkisten oder Palettenkisten gelagert.“
                        
                        Die Oliven können auch — wie dies den örtlichen Gepflogenheiten entspricht — in Palettenkisten geerntet werden, ohne dass hierdurch die Qualität der Rohware leidet. Die Verpflichtung zur Verwendung von Gitterkisten wird gestrichen, weil bestimmte Oliven im Falle der Herstellung von Öl aus „gereiften Oliven“ vor dem Pressen eine geringfügige anärobe Gärung durchlaufen können, sodass eine Lagerung in durchlüfteten Behältern nicht erforderlich ist.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Zeitraum bis zur Anlieferung bei der Mühle:
                        Der Produktspezifikation wird folgende Bestimmung hinzugefügt: „Danach werden sie entsprechend den örtlichen Gepflogenheiten spätestens zwei Tage nach der Ernte bei den Mühlen angeliefert.“
                        Die Frist für die Anlieferung der Oliven bei der Mühle wird hinzugefügt und auf zwei Tage festgelegt, um den derzeitigen Gepflogenheiten, mit denen die Herstellung von qualitativ hochwertigem Öl gefördert werden soll, Rechnung zu tragen.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Herstellung des Öls:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    Zeitraum bis zur Verarbeitung der Oliven: Der folgende ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation:
                                    
                                       „Der Zeitraum zwischen der Ernte und der Verarbeitung beträgt höchstens sieben Tage.“
                                    
                                    erhält folgende Fassung:
                                    
                                       „Um für die Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ infrage zu kommen, müssen die Öle von Oliven stammen, deren Aufbewahrungsdauer von der Ernte bis zum Pressen weniger als drei Tage beträgt. Um für die Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘, gefolgt von dem Zusatz ‚olives maturées‘ infrage zu kommen, müssen die Öle von Oliven stammen, die zwischen der Ernte und dem Pressen einen gesteuerten Gärungsvorgang von mindestens drei und höchstens zehn Tagen durchlaufen haben.“
                                    
                                    Bei der Höchstdauer der Lagerung bis zur Verarbeitung in der Mühle muss nämlich nach dem Verarbeitungsverfahren, d. h. zwischen Öl aus gereiften und aus anderen Oliven, unterschieden werden. Die festgelegten Zeiträume entsprechen den festgestellten traditionellen Gepflogenheiten vor Ort bei der Herstellung der typischen hochwertigen Öle.
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Einwandfreie hygienische Beschaffenheit der zur Verarbeitung bestimmten Oliven: Dem nachstehenden ursprünglichen Wortlaut der Produktspezifikation:
                                    
                                       „Die verarbeiteten Oliven müssen von einwandfreier Beschaffenheit sein.“
                                    
                                    werden folgende Angaben hinzugefügt:
                                    
                                       „Der Gesamtanteil an wurmigen, verfärbten Oliven beträgt weniger als 10 % aller Oliven in einer verarbeiteten Partie.“
                                    
                                    Mit diesen ergänzenden Angaben lässt sich die hygienische Beschaffenheit der Oliven, die für die Verarbeitung zu einem Olivenöl von guter Qualität bestimmt sind, objektiv beurteilen.
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Temperatur bei der Gewinnung: Der folgende ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
                                    
                                       „Bei der Gewinnung dürfen nur mechanische Verfahren zum Einsatz kommen, bei denen die Temperatur der Olivenpulpe auf höchstens 30 °C erwärmt wird.“
                                    
                                    Diese Angabe wird im Einzigen Dokument gestrichen und erhält in der Produktspezifikation folgende Fassung:
                                    
                                       „Bei der Gewinnung kommen nur mechanische Verfahren zum Einsatz, wobei die Temperatur bei der Herstellung von ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ über den gesamten Verarbeitungsprozess 27 °C und bei Öl mit dem Zusatz ‚olives maturées‘ (gereifte Oliven) 35 °C zu keinem Zeitpunkt übersteigt.“
                                    
                                    In Anbetracht der Verfahren bei der etwaigen Reifung der Oliven vor der Gewinnung muss je nach dem Herstellungsverfahren eine andere Temperatur festgelegt werden. Bei den „gereiften Oliven“ wurde ein leichter natürlicher Temperaturanstieg festgestellt. Deshalb wurde die zulässige Höchsttemperatur für diese Fälle auf 35 °C angehoben. In den anderen Fällen ohne vorherige Reifung der Oliven wurde die Höchsttemperatur bei der Gewinnung von 30 °C auf 27 °C gesenkt, um den Veränderungen bei den EU-Vorschriften für „Kaltpressung“ Rechnung zu tragen. Ferner wird hinzugefügt, dass diese Temperatur für den gesamten Verarbeitungsprozess und nicht nur für die Olivenpulpe gilt.
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Gewinnungsverfahren: Der folgende ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
                                    
                                       „Für die Behandlung der Oliven sind ausschließlich das Waschen, das Klären, das Zentrifugieren und die Filtration zulässig. Andere Hilfsmittel als Wasser für die Gewinnung der Öle sind verboten.“
                                    
                                    erhält in der Produktspezifikation folgende Fassung:
                                    
                                       „Für die Behandlung der Oliven sind ausschließlich das Waschen, das Entfernen der Steine, der Blätter sowie der Stiele, das Zerkleinern, das Kneten, das Klären, das Zentrifugieren und die Filtration zulässig. Andere Hilfsmittel als Wasser für die Gewinnung der Öle sind verboten.“
                                    
                                    Die Erzeuger haben den Wunsch geäußert, dass die für die Herstellung des Olivenöls zulässigen einzelnen Verfahren und Behandlungsschritte im Interesse der Klarheit durch Hinzufügung der Verarbeitungsstufen Entfernung der Steine, der Blätter sowie der Stiele, Zerkleinern und Kneten ergänzt werden.
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Sortenzusammensetzung des Öls: Der folgende ursprüngliche Wortlaut der Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
                                    
                                       „Ein sortenreines Öl kann es nicht geben.“
                                    
                                    wird aus dem Einzigen Dokument gestrichen. In der Produktspezifikation wird er beibehalten und durch folgenden Wortlaut ergänzt:
                                    
                                       „Die Öle werden aus einer Zusammenstellung von Oliven oder Olivenölen der unter Punkt 5.1 aufgeführten Sorten gewonnen, wobei mindestens zwei der nachstehenden Sorten zu verwenden sind: Salonenque, Aglandau, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône. Die Verwendung von Oliven, die von Bestäubersorten stammen, ist zulässig.“
                                    
                                    Durch diese Bestimmung werden die Sortenzusammensetzung (mindestens zwei der Sorten Salonenque, Aglandau, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône) und das Herstellungsverfahren (das Öl stammt von einer Zusammenstellung von Oliven oder Olivenölen) genau erläutert. Denn beim Pressen verarbeiten die Ölmühlen Mischungen verschiedener Olivensorten oder mischen nach dem Pressen der sortenreinen Oliven Öle der verschiedenen Sorten, um der erwarteten Sortenzusammensetzung von „Huile d’olive de la Vallée de Baux-de-Provence“ zu entsprechen. Diese Vorgehensweise hat keine Auswirkungen auf die endgültigen Merkmale des Erzeugnisses.
                                    Außerdem ist das Vorhandensein von Bestäubersorten in sehr geringem Umfang zulässig. Diese Menge wird automatisch durch den Höchstanteil dieser Bäume, der auf 5 % je Parzelle festgesetzt ist, begrenzt. Die Ernte auf einer Parzelle erfolgt traditionell in einem Erntegang. Die Menge der von den Bäumen mit Bestäubersorten geernteten Oliven wird in die Gesamtmenge der bei der Mühle zur Herstellung des Öls mit der Ursprungsbezeichnung angelieferten Oliven einbezogen, bleibt aber minimal.
                                 
                              
                  
                        —
                     
                     
                        Lagerungsbedingungen:
                        In die Produktspezifikation wird folgender Wortlaut hinzugefügt: „Das nicht abgefüllte Olivenöl wird vor Licht geschützt an einem Ort gelagert, an dem die Merkmale des Erzeugnisses entsprechend seiner Beschreibung erhalten bleiben.“ Es wird eine Bestimmung zu den Lagerungsbedingungen des Öls vor der Abfüllung hinzugefügt, um die Qualität der Erzeugnisse bis zu ihrem Inverkehrbringen zu erhalten.
                     
                  
               Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            In der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument (oder der vormaligen Zusammenfassung) wurde der Abschnitt zum Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet vollständig neu gefasst. Dabei handelt es sich insbesondere um Ergänzungen, durch die die Grundlagen des ursächlichen Zusammenhangs zwischen den Besonderheiten des geografischen Gebiets und den ursprünglich beschriebenen Besonderheiten des Erzeugnisses nicht verändert werden.
            
                        —
                     
                     
                        Die ursprünglichen Wortlaute
                        der Zusammenfassung:
                        
                           „Das geographische Erzeugungsgebiet des Tals der Baux-de-Provence wird im Norden vom Kanal der Alpilles und im Süden vom Kanal von Craponne abgegrenzt.“
                        
                        und der Produktspezifikation:
                        
                           „Das geographische Gebiet des Tals der Baux-de-Provence wird im Norden deutlich durch den Kanal der Alpilles und im Süden durch den Kanal von Craponne abgegrenzt.“
                        
                        erhalten in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument folgende geringfügig geänderte Fassung:
                        
                           „Das geografische Gebiet gehört zu den Alpilles, ihren kolluvialen Rändern und zum Nordrand der Ebene von Crau.“
                        
                        Diese Neufassung erfolgt aufgrund der geringfügigen Änderung der Abgrenzung des geografischen Gebiets, die nicht mehr durch den Kanal der Alpilles und den Kanal von Craponne gebildet wird.
                        Zudem werden zur Ergänzung dieser Beschreibung folgende Angaben hinzugefügt:
                        
                           „Die Bergkette der Alpilles (mit einer maximalen Höhe von 400 m) erstreckt sich über etwa dreißig Kilometer von Westen nach Osten und umfasst die typischen Kalksteinhügel der Provence, die zwischen der Rhône, der Durance und der Crau liegen. Dieses Massiv bildet das westlichste Bindeglied der provenzalischen Antiklinalen. Es handelt sich um ein erodiertes Massiv mit einem malerischen, abgeschrägten Relief, dessen südlicher Teil hauptsächlich aus Kreide- und Jurakalkstein besteht.“
                        
                        Folgender ursprünglicher Wortlaut der Produktspezifikation:
                        
                           „Die Lage der Olivenhaine in diesem Tal wurde im Laufe der Geschichte durch die Anlage dieser Bewässerungskanäle geprägt. So behielt der Olivenbaum in Gebieten, in denen die Bewässerung stets schwierig war, seine herausragende Stellung und wurde sogar vor Rodungen geschützt, während er in anderen Gebieten zugunsten des Gemüseanbaus verschwand.“
                        
                        wird gestrichen, da es sich um historische Elemente handelt, die keinen wirklichen Nachweis für den Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet liefern.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Die ursprünglichen Wortlaute
                        der Produktspezifikation:
                        
                           „Das auf diese Weise abgegrenzte Gebiet des Tals der Baux-de-Provence zeichnet sich durch seine besonderen geologischen und klimatischen Merkmale aus.“
                        
                        und der Zusammenfassung:
                        
                           „Das Gebiet zeichnet sich durch seine besonderen geologischen und klimatischen Merkmale aus.“
                        
                        sowie folgender ursprünglicher Wortlaut der Produktspezifikation:
                        
                           „Der hügelige Abschnitt ist von kalkhaltigen, leicht gefärbten, steinigen Böden geprägt, die eine hohe Wärmekapazität sowie eine sehr hohe Durchlüftung und Durchlässigkeit aufweisen. Das Klima ist mediterran, die Sommer sind heiß und trocken, Herbst und Frühling eher regnerisch, der Mistral (Nordwind) ist eine typische Erscheinung. Der Sortenbestand des Tals der Baux-de-Provence ist besonders gut an die Eigenschaften dieser Böden angepasst. Die Bergkette der Alpilles schützt das Tal der Baux-de-Provence vor Wind und Frühjahrsfrösten und vor allem Nebel, der dem guten Fruchtansatz der Olivenblüten schadet und bestimmte Pilzkrankheiten begünstigt.“
                        
                        werden geändert und ergänzt, um die Besonderheiten des geografischen Gebiets genauer zu beschreiben. Ein Teil dieses Wortlauts wird in der Beschreibung des „ursächlichen Zusammenhangs“ wieder aufgegriffen, der Teil mit der Beschreibung des Klimas, Bodens und Sortenbestands wird jedoch gestrichen und durch folgende Angaben (Ergänzungen im Einzigen Dokument und in der Produktspezifikation) ersetzt:
                        „Das Klima des geografischen Gebiets weist folgende Besonderheiten auf:
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    ein mediterranes Klima;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    starke jährliche und jahreszeitliche Schwankungen der Temperaturen und der Niederschlagsmengen;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    hauptsächlich im Herbst und Frühjahr auftretende Niederschläge, die durch kurze, aber intensive Gewitter gekennzeichnet sind. Die Niederschläge mit Niederschlagsmengen von 700 mm pro Jahr sind auf 50 Tage beschränkt;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    eine Trockenzeit, die durch trockene, heiße Sommer und sogar Hitzewellen sowie eine häufig auftretende Wasserknappheit insbesondere im Juli gekennzeichnet ist;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    milde Winter mit den niedrigsten Temperaturen im Januar;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Durchschnittstemperaturen von 13,6 °C mit 1 bis 2 °C niedrigeren Temperaturen am Nordhang der Alpilles und Frühjahrsfrostgefahr;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    dem Vorherrschen starker Winde, die mehr als 100 Tage im Jahr auftreten und hauptsächlich aus dem Norden (Mistral) oder Westen (Tramontane) kommen;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    eine außergewöhnlich lange Sonnenscheindauer mit mehr als 2 800 Sonnenstunden im Jahr.
                                 
                              Die typischen Böden des geografischen Gebiets sind steinig (40 bis 80 % steinige Bestandteile), kalkhaltig und weisen eine sand- und lehmhaltige oder eine sand-, lehm- und tonhaltige Bodenmatrix am Massiv der Alpilles und an den kolluvialen Rändern auf. Der Nordrand der Vieille Crau, die auch heute noch als ‚Crau d’Eyguières‘ bezeichnet wird, zeichnet sich durch sehr steinige rote fersiallitische Böden (30 bis 60 cm Kieselsteine an der Oberfläche) aus. Diese bestehen vorwiegend aus kalkhaltigen Kolluvien, die aus der Erosion des Südreliefs der Alpilles stammen.
                        Die Olivenhaine der Alpilles werden hauptsächlich auf steinigen kalkhaltigen Böden angepflanzt, die sich auf dem schotterbedeckten Teil der Gebirgsfußfläche, auf geschichteten Hangablagerungen und auf mehr oder weniger dicken Kolluvien gebildet haben, die die Antiklinaltäler füllen. Die Textur der feinen Fraktion ist im Allgemeinen sand- und lehmhaltig, seltener auch sand-, lehm- und tonhaltig. Der Gesamtkalkgehalt von durchschnittlich 20 bis 30 % kann 40 % erreichen, und der Gehalt an Aktivkalk ist selten höher als 8 %. Der pH-Wert der Böden liegt zwischen 8 und 8,5.“
                        Ferner wird die Produktspezifikation durch folgende zusätzliche beschreibende Angaben zu den Besonderheiten des Klimas, der geologischen Merkmale und der Flora des geografischen Gebiets ergänzt:
                        
                           „Der westliche Teil des Massivs wird vom Rhônetal beeinflusst, denn er ist durch stärkere Niederschläge, mildere Temperaturen und weniger Frost im Winter und Frühjahr gekennzeichnet. Da der südliche Gebirgsrand vor dem eisigen Mistral geschützt und stärkerer Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, sind dort frühere Ernten möglich.
                           Am Nordhang regnet es häufiger. In den Senken und Talmulden sorgen mikroklimatische Bedingungen (weniger Sonneneinstrahlung und windgeschützt) für eine gewisse Kühle im Sommer.
                           Durch diese Merkmale bildet sich im mediterranen Bioklima eine besondere Flora und Fauna heraus, die insbesondere durch die Anpassung an lange Dürreperioden gekennzeichnet ist.
                           Das geografische Gebiet entspricht einem erodierten Massiv mit malerischem Relief, dessen Unterstruktur im Wesentlichen aus Kalk- und Mergelgesteinsformationen der Unterkreide sowie im südlichen Teil aus kalkhaltigen Dolomiten des Juras besteht. Die Ablagerungen von Flüsse und Seen aus dem Tertiär, die sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind und aus Kalkgestein, Konglomerat, Sandstein, Mergel und Sand bestehen, konzentrieren sich insbesondere in den Synklinalen der West-Ost-Achse. Im Quartär hat die Frostverwitterung der Kalkfelsen eine wichtige Rolle gespielt und ist die Ursache für die Stein- oder Hangablagerungen, die sich unter jüngeren alluvialen oder kolluvialen Ablagerungen fortsetzen.
                           Die Grenze der Südhänge der Alpilles wird durch den Rand der Vieille Crau gebildet, die sich durch ihr Schwemmland aus kalk- und quarzhaltigen Kieselsteinen des Villafranchiums auszeichnet, das vom Fluss Durance angeschwemmt wurde, als er sich seinen Weg durch die Senke von Saint Pierre de Vence bahnte.
                           Das Vorhandensein der verschiedenen Vegetationsarten des Mittelmeerraums, der sich durch die Aleppo-Kiefer [Pinus halepensis] und die Steineiche [Quercus ilex] auszeichnet, ist das Ergebnis der Geomorphologie und des Klimas des Standorts. Als echter biogeografischer Schnittpunkt sind in dem hauptsächlich vom mesomediterranen Klima geprägten Gebiet rund 960 Pflanzenarten zu finden, von denen 50 Arten am Rande ihres Verbreitungsgebiets wachsen und an Dürren und kalkhaltige Böden angepasst sind.“
                        
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Die ursprünglichen Wortlaute
                        in der Produktspezifikation:
                        
                           „Die von den Alpilles repräsentierte geografische Umgebung, die kalkhaltigen Böden und das mediterrane Klima, der Einsatz althergebrachter Sorten, die in diesem Gebiet stark verwurzelt sind, sowie die aus der Erfahrung und der Arbeit der Landwirte entstandenen Anbauverfahren machen das Tal der Baux-de-Provence zu einem für die Olivenerzeugung bevorzugten Gebiet.“
                        
                        und in der Zusammenfassung:
                        
                           „Die kalkhaltigen Böden und das mediterrane Klima, der Einsatz althergebrachter Sorten, die in diesem Gebiet stark verwurzelt sind und die aus der Erfahrung und der Arbeit der Landwirte entstandenen Anbauverfahren machen das Tal der Baux-de-Provence zu einem für die Olivenerzeugung bevorzugten Gebiet.“
                        
                        werden gestrichen, da die darin enthaltenen Informationen in anderen Absätzen dieser Rubrik auf detailliertere Weise behandelt werden.
                        Sie erhalten in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument folgende Fassung:
                        
                           „Im Laufe der Jahrhunderte wurden die am besten angepassten Sorten und Flächen ausgewählt. Die Olivenanbauflächen befinden sich hauptsächlich im Norden und Süden der Gebirgsränder, in den wichtigsten Synklinalen von Fontvieille der Baux-de-Provence, in dem von Osten nach Westen ausgerichteten Tal von Maussane-les-Alpilles, Mouriés und Aureille sowie am Nordrand von Crau d’Eyguières. Am häufigsten anzutreffen sind die Sorten Aglandau (in der Gegend auch Berruguette genannt), Grossane, Salonenque und Verdale des Bouches-du-Rhône.“
                        
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Die Angaben zu den menschlichen Faktoren werden in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument
                        wie folgt ergänzt:
                        
                           „Neben dem Getreide und der Weinrebe zählte der Olivenbaum schon immer zu den drei wichtigsten Anbaukulturen der Provence. Trotz des Wettbewerbs durch Einfuhren und der Umstellung vom Olivenanbau auf den Gemüseanbau aufgrund der Anlage von Bewässerungskanälen nahm der Olivensektor im Tal der Baux-de-Provence immer eine vorrangige Stellung ein. Im Jahr 1786 wies Abbé Couture in seiner Abhandlung nach, dass eine der Besonderheiten des Tals der Baux-de-Provence sein großer Reichtum an Olivensorten darstellt. Dieselben Sorten werden heute zur Herstellung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ verwendet.“
                        
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Der nachstehende Wortlaut in der Produktspezifikation zur Beschreibung der Besonderheit der menschlichen Faktoren und des Erzeugnisses:
                        
                           „Die traditionellen Verfahren der Herstellung des Olivenöls aus dem Tal der Baux-de-Provence werden auch heute noch angewandt: Durch den Einsatz der Ölmühle behält das Öl seinen ursprünglichen Charakter.“
                        
                        und der ursprüngliche ergänzende Wortlaut in der Produktspezifikation und in der Zusammenfassung:
                        
                           „Dieses Öl verdankt seine Besonderheit der gekonnten Zusammenstellung von traditionellen, ausgezeichnet an diese Umgebung angepassten Oliven dieser Region.“
                        
                        erhalten in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument folgende Fassung:
                        „Vor dem Aufkommen leistungsfähiger moderner Geräte wie der Produktionslinien zur Ölgewinnung mussten die Oliven einige Tage in Lagerräumen aufbewahrt werden, bevor sie in den traditionellen Pressen verarbeitet werden konnten. Bei der hierdurch erfolgenden Reifung entstand ein leichter Gärprozess, wodurch das Pressen erleichtert wurde und ein begehrtes mildes Öl ohne Bitternote und mit den typischen Aromen von eingelegten schwarzen Oliven, gegarter Artischocke usw. gewonnen wurde. Ein weiterer Grund, warum die Oliven vor dem Pressen einige Tage reiften, war die Tatsache, dass die Mühlen mit diesen Geräten die Oliven nicht sofort in der jeweils angelieferten Menge verarbeiten konnten. Ganz zu Anfang der Erntezeit konnten die ersten angelieferten Oliven rasch (d. h. am selben Tag oder am nächsten Tag) gepresst und zu einem Olivenöl verarbeitet werden, das ebenfalls, diesmal jedoch wegen der stärkeren Bitternote, der größeren Schärfe und der ‚grünen‘ Aromen von frisch gemähtem Gras und Tomatenblättern, geschätzt wurde. Danach schafften die Mühlen des Tals der Baux-de-Provence moderne Pressen an, behielten aber die beiden Verfahren der Olivengewinnung (mit oder ohne vorherige Reifung der Oliven) bei, um weiterhin zwei unterschiedliche Ölsorten herzustellen.
                        Die Besonderheit von ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ hängt zusammen mit
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    der Sortenzusammenstellung: das Öl stammt insbesondere von den lokalen Sorten Aglandau (in der Gegend auch Béruguette genannt), Salonenque, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône;
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    den von der vorherigen Reifung der Oliven abhängigen Duft- und Geschmacksaromen:
                                    
                                                —
                                             
                                             
                                                also frisch gemähtes Gras, Apfel, Mandelkern, rohe Artischocke, frische Haselnuss, Tomatenblatt,
                                             
                                          
                                                —
                                             
                                             
                                                oder, bei Öl mit dem Zusatz ‚olives maturées‘, eingelegte Olive, schwarze Olive, Olivenpaste, Kakao, Pilz, gegarte Artischocke oder Hefebrot,
                                             
                                          
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    der von der vorherigen Reifung der Oliven abhängigen schwachen oder mäßigen Bitterkeit und Schärfe.“
                                 
                              In der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument wird folgender Wortlaut mit Angaben zur Beschreibung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen den Besonderheiten des geografischen Gebiets und des Erzeugnisses hinzugefügt:
                        
                           „Dieser hügelige Abschnitt ist von kalkhaltigen, leicht gefärbten, steinigen Böden geprägt, die eine hohe Wärmekapazität sowie eine sehr hohe Durchlüftung und Durchlässigkeit aufweisen und so optimale Bedingungen für den Olivenanbau bieten. In dem durch die Alpilles geschützten Tal der Baux-de-Provence bildet sich wenig Nebel, der dem guten Fruchtansatz der Olivenblüten schadet und Pilzkrankheiten begünstigt. Dies macht das Tal der Baux-de-Provence daher zu einem für die Olivenerzeugung bevorzugten Gebiet.
                           Das Klima und die Bodenbeschaffenheit des geografischen Gebiets tragen auch zur Auswahl der Sorten bei, von denen das ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ stammt. Die Sorte Salonenque ist ausgezeichnet an die kalkhaltigen, steinigen und flachen Böden sowie an die Trockenheit im Sommer und den Wind angepasst. Die Früchte reifen sehr früh und liefern einen hohen Ölertrag; sie werden auch für die Ursprungsbezeichnung ‚Olives vertes cassées de la Vallée des Baux-de-Provence‘ verwendet. Die Sorte Aglandau oder ‚Berruguette‘, die empfindlicher gegenüber Trockenheit ist als die Sorte Salonenque, hat sich dank ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und Wind, ihrer an das lokale Klima angepassten späteren Reife und ihres polyphenolreichen Öls durchgesetzt. In der Provence ist sie weit verbreitet. Die Sorte Grossane gedeiht auf Böden im geografischen Gebiet, die über ein ausreichendes Wasserangebot verfügen. Ihre schnell reifenden Früchte werden insbesondere für die Erzeugung von Oliven mit der Ursprungsbezeichnung ‚Olives noires de la Vallée des Baux-de-Provence‘ verwendet, aber traditionell auch zu Olivenöl verarbeitet. Die Sorte ‚Verdale des Bouches du Rhône‘ ist eine typische Sorte des Departements und hat sich dank ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und der Qualität ihres Öls durchgesetzt. Die Zusammenstellung verschiedener Sorten, je nach den Gepflogenheiten der Mühlen in unterschiedlichen Anteilen, in Verbindung mit den Verfahren zur mehr oder weniger starken Reifung der Oliven vor dem Pressen und den Merkmalen der jeweiligen Gegend begründen die Besonderheit von ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux de Provence‘.“
                        
                     
                  
               Kennzeichnung
            
            Folgende ursprüngliche Bestimmungen der eingetragenen Produktspezifikation und der Zusammenfassung:
            „Das Etikett der Oliven mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ muss folgende Angaben enthalten:
            
                        —
                     
                     
                        die Angabe ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die Angabe ‚Appellation d’Origine Contrôlée‘ (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) oder die Abkürzung ‚AOC‘;
                     
                  Wird auf dem Etikett neben der Anschrift auch der Name eines Betriebs oder einer Marke genannt, so wird der Name der Bezeichnung zwischen den Worten ‚Appellation‘ und ‚Contrôlée‘ wiederholt.
            Diese Angaben sind auf einem Etikett in einem Blickfeld zusammenzufassen.
            Sie sind deutlich sichtbar in gut lesbaren, unverwischbaren und ausreichend großen Buchstaben anzubringen, damit sie sich klar vom Untergrund abheben, auf dem sie aufgedruckt sind, und damit man sie eindeutig von den anderen schriftlichen Angaben und Zeichnungen unterscheiden kann.“
            erhalten in der Produktspezifikation und im Einzigen Dokument folgende Fassung:
            „Neben den in den gesetzlichen Regelungen für die Kennzeichnung und Verpackung von Lebensmitteln vorgesehenen obligatorischen Angaben weist die Kennzeichnung des Olivenöls mit der Ursprungsbezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘ folgende Angaben auf:
            
                        —
                     
                     
                        den Namen der Bezeichnung ‚Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence‘,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        nach dem Namen der Ursprungsbezeichnung gegebenenfalls den Hinweis ‚olives maturées‘ (gereifte Oliven) in einer Buchstabengröße, die mindestens der Hälfte der Größe der für den Namen der Bezeichnung verwendeten Buchstaben entspricht,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die Angabe ‚Appellation d’origine protégée‘ (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder ‚AOP‘ (g. U.).
                     
                  Diese Angaben sind auf einem Etikett in einem Blickfeld zusammenzufassen.
            Sie sind gut sichtbar in deutlich lesbaren, unverwischbaren und ausreichend großen Buchstaben anzubringen, damit sie sich klar vom Untergrund abheben, auf dem sie aufgedruckt sind, und damit man sie eindeutig von den anderen schriftlichen Angaben und Zeichnungen unterscheiden kann.“
            Die für die Ursprungsbezeichnung geltenden Angaben für die Kennzeichnung wurden mit den Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 in Übereinstimmung gebracht, indem der Verweis auf den Begriff ‚appellation d’origine contrôlée‘ (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) oder die Abkürzung ‚AOC‘ durch Verweis auf den EU-Begriff ‚appellation d’origine protégée‘ (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder ‚AOP‘ (g. U.) ersetzt wurde. Außerdem wurde die Bestimmung hinzugefügt, dass der Zusatz „olives maturées“ (gereifte Oliven) bei nach diesem Verfahren hergestellten Ölen angebracht werden muss, damit der Verbraucher besser informiert wird.
            
               Einzelstaatliche Vorschriften
            
            Aufgrund der Entwicklungen der einzelstaatlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften wurde die Rubrik „Einzelstaatliche Vorschriften“ geändert. Die Bezugnahme auf den Erlass vom 27. August 1997 über die Anerkennung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung in Frankreich wird gestrichen und eine Tabelle mit den wichtigsten zu kontrollierenden Punkten sowie den dazugehörigen Referenzwerten und Bewertungsmethoden eingefügt.
            
               Sonstiges
            
            Zu den Rubriken „zuständige Behörde des Mitgliedstaats“, „antragstellende Vereinigung“ und „Hinweise zu den Kontrolleinrichtungen“: Die Namen und die Kontaktangaben der amtlichen Kontrollstellen und der antragstellenden Vereinigung wurden auf den neuesten Stand gebracht. In Bezug auf die Zusammensetzung und die Rechtsform der Vereinigung wurden keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen. Die Vereinigung setzt sich weiterhin aus Olivenerzeugern, Olivenverarbeitern und Olivenölerzeugern zusammen.
            
                        Rubrik
                     
                     
                        Kontaktangaben und ursprüngliche Wortlaute (Produktspezifikation und Einziges Dokument)
                     
                     
                        Kontaktangaben und überarbeitete Wortlaute (Produktspezifikation)
                     
                  
                        Zuständige Behörde des Mitgliedstaats
                     
                     
                        
                                    Name: Institut National des Appellations d’Origine — 138, Champs Elysées — 75008 Paris — Frankreich
                                 
                              
                                    Tel. +33 153898000
                                 
                              
                                    Fax +33 142255797
                                 
                              
                     
                        
                                    Institut National de l’Origine et de la Qualité (INAO)
                                 
                              
                                    12 rue Henri Rol-Tanguy — TSA 30003
                                 
                              
                                    93555 Montreuil-sous-Bois Cedex
                                 
                              
                                    Tel. +33 173303800
                                 
                              
                                    Fax +33 173300804
                                 
                              
                                    E-Mail: info@inao.gouv.fr
                                 
                              
                  
                        Antragstellende Vereinigung
                     
                     
                        
                                    Name: Syndicat Interprofessionnel de l’Olivier de la Vallée des Baux
                                 
                              
                                    Anschrift: Mairie de Maussane les Alpilles — 13520 Maussane les Alpilles
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    Einziges Dokument:
                                    Zusammensetzung: Erzeuger/Verarbeiter (X) Andere ( )
                                 
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    in der Produktspezifikation:
                                    Diese im Jahr 1994 gegründete Branchenvereinigung sich aus allen natürlichen und juristischen Personen zusammen, die an der Herstellung von Olivenerzeugnissen aus dem Tal der Baux-de-Provence beteiligt sind. Sie besteht aus Olivenerzeugern, Olivenverarbeitern und Olivenölerzeugern.
                                 
                              
                     
                        
                                    Syndicat AOP Huile d’olive et Olives de la Vallée des Baux-de-Provence (SIOVB).
                                 
                              
                                    Vallon de la Fontaine
                                 
                              
                                    13520 Les Baux-de-Provence
                                 
                              
                                    Tel. +33 490543842
                                 
                              
                                    Fax +33 484253288
                                 
                              
                                    E-Mail: contact@siovb.com
                                 
                              Zusammensetzung: Erzeuger und Verarbeiter.
                        Rechtsform: Branchenverband, der den Bestimmungen des französischen Arbeitsgesetzbuchs unterliegt.
                     
                  
                        Kontrolleinrichtungen
                     
                     
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    
                                                I.N.A.O
                                             
                                          
                                                138, Champs Elysées 75008 Paris
                                             
                                          
                              
                                    —
                                 
                                 
                                    
                                                D.G.C.C.R.F.
                                             
                                          
                                                59, Bd V.Auriol
                                             
                                          
                                                Teledoc 251
                                             
                                          
                                                75703 Paris Cedex 13
                                             
                                          
                              
                     
                        
                                    Institut National de l’Origine et de la Qualité (INAO)
                                 
                              
                                    Anschrift: Arborial — 12 rue Henri Rol-Tanguy
                                 
                              
                                    TSA 30003-93555 Montreuil-sous-Bois Cedex
                                 
                              
                                    Tel. +33 173303800
                                 
                              
                                    Fax +33 173300804
                                 
                              
                                    E-Mail: info@inao.gouv.fr
                                 
                              
                                    Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes
                                 
                              
                                    (DGCCRF)
                                 
                              
                                    Anschrift: 59, boulevard Vincent Auriol — 75703 Paris Cedex 13
                                 
                              
                                    Tel. +33 144871717
                                 
                              
                                    Fax +33 144973037
                                 
                              Die DGCCRF ist eine Abteilung des Wirtschaftsministeriums.
                        Gemäß Artikel 37 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 erfolgt die Kontrolle der Einhaltung der Produktspezifikation vor der Vermarktung durch eine Produktzertifizierungsstelle, deren Name und Anschrift auf dem Internet-Portal des INAO und in der Datenbank der Europäischen Kommission zugänglich sind.
                     
                  EINZIGES DOKUMENT
            
               „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“
            
            
               EU-Nr.: PDO-FR-0050-AM01 — 16.8.2017
            
            
               g. U. ( X ) g. g. A. ( )
            
            1.   Name(n)
            
            „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Frankreich
            3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder des Lebensmittels
            
            3.1.   Art des Erzeugnisses
            
            Klasse 1.5. Fette (Butter, Margarine, Öle usw.)
            3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
            
            „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ ist ein Olivenöl, das sich durch mindestens zwei der folgenden Aromen auszeichnet: frisch gemähtes Gras, Apfel, Mandelkern, rohe Artischocke, frische Haselnuss, Tomatenblatt. Dies wird ergänzt durch eine mäßige Bitterkeit und Schärfe. Die Bitterkeit beträgt höchstens 3 und die Schärfe liegt zwischen 1 und 3 auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR). Der Gehalt an Ölsäure beträgt höchstens 0,8 g je 100 g.
            „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ mit dem Zusatz „olives maturées“ (gereifte Oliven) ist ein geschmeidiges Öl, das sich durch mindestens zwei der folgenden Aromen auszeichnet: eingelegte Oliven, schwarze Oliven, Olivenpaste, Kakao, Pilz, gegarte Artischocke, Trüffel, Hefebrot. Aromen von gegarter Birne, Schimmel oder Metall sind nicht zulässig. Es ist ein mildes Öl mit einer Bitterkeit von höchstens 1 und einer Schärfe von höchstens 2 auf der organoleptischen Skala des Internationalen Olivenrats (IOR). Der Gehalt an Ölsäure beträgt höchstens 1,5 g je 100 g.
            Beim ersten Inverkehrbringen beträgt die Peroxidzahl höchstens 16 Milliäquivalente Peroxidsauerstoff je 1 kg Olivenöl.
            3.3.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
            
            „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ wird aus Oliven oder Olivenölen hergestellt, die von mindestens zwei der folgenden Sorten stammen: Salonenque, Aglandau, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône, auf die zusammen 80 bis 100 % der Sorten entfallen, die auf den Parzellen vorhanden sind, auf denen die Ursprungsbezeichnung erzeugt wird. Diese Zusammenstellung kann durch die Sorte Picholine und verschiedene andere lokale Sorten ergänzt werden.
            3.4.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
            
            Alle Tätigkeiten von der Erzeugung der Oliven bis hin zu ihrer Verarbeitung zu Olivenöl müssen in dem abgegrenzten geografischen Gebiet durchgeführt werden.
            3.5.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            —
            3.6.   Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Neben den in den gesetzlichen Regelungen für die Kennzeichnung und Verpackung von Lebensmitteln vorgesehenen obligatorischen Angaben weist die Kennzeichnung der Öle mit der Ursprungsbezeichnung „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ folgende Angaben auf:
            
                        —
                     
                     
                        den Namen der Bezeichnung „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den Hinweis „gereifte Oliven“ in einer Buchstabengröße, die mindestens der Hälfte der Größe der für den Namen der Bezeichnung verwendeten Buchstaben entspricht,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den Hinweis „appellation d’origine protégée“ (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder „AOP“ (g. U.)
                     
                  Diese Angaben sind auf einem Etikett in einem Blickfeld zusammenzufassen.
            Sie sind deutlich sichtbar in gut lesbaren, unverwischbaren und ausreichend großen Buchstaben anzubringen, damit sie sich klar vom Untergrund abheben, auf dem sie aufgedruckt sind, und damit man sie eindeutig von den anderen schriftlichen Angaben und Zeichnungen unterscheiden kann.
            4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
            
            Das geografische Gebiet liegt innerhalb des Gebiets der folgenden Gemeinden des Départements Bouches-du-Rhône:
            vollständig einbezogene Gemeinden: Les Baux-de-Provence, Maussane-les-Alpilles und Paradou;
            teilweise einbezogene Gemeinden: Arles, Aureille, Eygalières, Eyguières, Fontvieille, Lamanon, Mas-Blanc-des-Alpilles, Mouriès, Orgon, Saint-Etienne-du-Grès, Saint-Martin-de-Crau, Saint-Rémy-de-Provence, Sénas und Tarascon.
            5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            Das geografische Gebiet gehört zu den Alpilles, ihren kolluvialen Rändern und zum Nordrand der Ebene von Crau. Die Bergkette der Alpilles (mit einer maximalen Höhe von 400 m) erstreckt sich über etwa dreißig Kilometer von Westen nach Osten und umfasst die typischen Kalksteinhügel der Provence, die zwischen der Rhône, der Durance und der Crau liegen. Dieses Massiv bildet das westlichste Bindeglied der provenzalischen Antiklinalen. Es handelt sich um ein erodiertes Massiv mit einem malerischen, abgeschrägten Relief, dessen südlicher Teil hauptsächlich aus Kreide- und Jurakalkstein besteht.
            Das geografische Gebiet weist folgende klimatische Besonderheiten auf:
            
                        —
                     
                     
                        ein mediterranes Klima;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        starke jährliche und jahreszeitliche Schwankungen der Temperaturen und der Niederschlagsmengen;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        hauptsächlich im Herbst und Frühjahr auftretende Niederschläge, die durch kurze, aber intensive Gewitter gekennzeichnet sind. Die Niederschläge mit Niederschlagsmengen von 700 mm pro Jahr sind auf 50 Tage beschränkt;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        eine Trockenzeit, die durch trockene, heiße Sommer und sogar Hitzewellen sowie eine häufig auftretende Wasserknappheit insbesondere im Juli gekennzeichnet ist;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        milde Winter mit den niedrigsten Temperaturen im Januar;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Durchschnittstemperaturen von 13,6 °C mit 1 bis 2 °C niedrigeren Temperaturen am Nordhang der Alpilles und Frühjahrsfrostgefahr;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        dem Vorherrschen starker Winde, die mehr als 100 Tage im Jahr auftreten und hauptsächlich aus dem Norden (Mistral) oder Westen (Tramontane) kommen;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        eine außergewöhnlich lange Sonnenscheindauer mit mehr als 2 800 Sonnenstunden im Jahr.
                     
                  Das geografische Gebiet entspricht einem erodierten Massiv mit malerischem Relief, dessen Unterstruktur im Wesentlichen aus Kalk- und Mergelgesteinsformationen der Unterkreide sowie im südlichen Teil aus kalkhaltigen Dolomiten des Juras besteht.
            Die typischen Böden des geografischen Gebiets sind steinig (40 bis 80 % steinige Elemente), kalkhaltig und weisen eine sand- und lehmhaltige oder eine sand-, lehm- und tonhaltige Bodenmatrix am Massiv der Alpilles und an den kolluvialen Rändern auf. Der Nordrand der Vieille Crau, die auch heute noch als „Crau d’Eyguières“ bezeichnet wird, zeichnet sich durch sehr steinige rote fersiallitische Böden (30 bis 60 cm Kieselsteine an der Oberfläche) aus. Diese bestehen vorwiegend aus kalkhaltigen Kolluvien, die aus der Erosion des Südreliefs der Alpilles stammen.
            Die Olivenhaine der Alpilles werden hauptsächlich auf steinigen kalkhaltigen Böden angepflanzt, die sich auf dem schotterbedeckten Teil der Gebirgsfußfläche, auf geschichteten Hangablagerungen und auf mehr oder weniger dicken Kolluvien gebildet haben, die die Antiklinaltäler füllen. Die Textur der feinen Fraktion ist im Allgemeinen sand- und lehmhaltig, seltener auch sand-, lehm- und tonhaltig. Der Gesamtkalkgehalt von durchschnittlich 20 bis 30 % kann 40 % erreichen, und der Gehalt an Aktivkalk ist selten höher als 8 %. Der pH-Wert der Böden liegt zwischen 8 und 8,5.
            Neben dem Getreide und der Weinrebe zählte der Olivenbaum schon immer zu den drei wichtigsten Anbaukulturen der Provence. Trotz des Wettbewerbs durch Einfuhren und der Umstellung vom Olivenanbau auf den Gemüseanbau aufgrund der Anlage von Bewässerungskanälen nahm der Ölbaumsektor im Tal der Baux-de-Provence immer eine vorrangige Stellung ein. Im Jahr 1786 wies Abbé Couture in seiner Abhandlung nach, dass eine der Besonderheiten des Tals der Baux-de-Provence sein großer Reichtum an Olivensorten darstellt. Dieselben Sorten werden heute zur Herstellung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ verwendet.
            Im Laufe der Jahrhunderte wurden die am besten angepassten Sorten und Flächen ausgewählt. Die Olivenanbauflächen befinden sich hauptsächlich im Norden und Süden der Gebirgsränder, in den wichtigsten Synklinalen von Fontvieille der Baux-de-Provence, im Tal ost-westlicher Richtung von Maussane-les-Alpilles, Mouriés und Aureille sowie am Nordrand von Crau d’Eyguières. Am häufigsten anzutreffen sind die Sorten Aglandau (in der Gegend auch Berruguette genannt), Grossane, Salonenque und Verdale des Bouches-du-Rhône.
            Vor dem Aufkommen leistungsfähiger moderner Geräte wie der Produktionslinien zur Gewinnung des Öls mussten die Oliven einige Tage in Lagerräumen aufbewahrt werden, bevor sie in den traditionellen Pressen verarbeitet werden konnten. Bei der hierdurch erfolgenden Reifung begann ein leichter Gärprozess, wodurch das Pressen erleichtert wurde und ein begehrtes mildes Öl ohne Bitternote und mit den typischen Aromen von eingelegten schwarzen Oliven, gegarter Artischocke usw. gewonnen wurde. Ein weiterer Grund, warum die Oliven vor dem Pressen einige Tage reiften, war die Tatsache, dass die Mühlen mit diesen Geräten die Oliven nicht sofort in der jeweils angelieferten Menge verarbeiten konnten. Ganz zu Anfang der Erntezeit konnten die ersten angelieferten Oliven rasch (d. h. am selben Tag oder am nächsten Tag) gepresst und zu einem Olivenöl verarbeitet werden, das ebenfalls, diesmal jedoch für die stärkere Bitternote, die größere Schärfe und die „grünen“ Aromen von frisch gemähtem Gras und Tomatenblättern geschätzt wurde. Danach schafften die Mühlen des Tals der Baux-de-Provence moderne Pressen an, behielten aber die beiden Verfahren der Olivengewinnung (mit oder ohne vorherige Reifung der Oliven) bei, um weiterhin zwei unterschiedliche Ölsorten herzustellen.
            Die Besonderheit von „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ hängt zusammen mit
            
                        —
                     
                     
                        der Sortenzusammenstellung: das Öl stammt insbesondere von den lokalen Sorten Aglandau (in der Gegend auch Béruguette genannt), Salonenque, Grossane und Verdale des Bouches-du-Rhône;
                     
                  
                        —
                     
                     
                        den von der vorherigen Reifung abhängigen Duft- und Geschmacksaromen,
                        
                                    —
                                 
                                 
                                    also frisch gemähtes Gras, Apfel, Mandelkern, rohe Artischocke, frische Haselnuss, Tomatenblatt,
                                 
                              
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                                    oder, bei Öl mit dem Zusatz „olives maturées“, eingelegte Olive, schwarze Olive, Olivenpaste, Kakao, Pilz, gegarte Artischock oder Hefebrot,
                                 
                              
                  
                        —
                     
                     
                        der von der vorherigen Reifung abhängigen schwachen oder mäßigen Bitterkeit und Schärfe.
                     
                  Dieser hügelige Abschnitt ist von kalkhaltigen, leicht gefärbten, steinigen Böden geprägt, die eine hohe Wärmekapazität sowie eine sehr hohe Durchlüftung und Durchlässigkeit aufweisen und so optimale Bedingungen für den Olivenanbau schaffen. In dem durch die Alpilles geschützten Tal der Baux-de-Provence bildet sich wenig Nebel, der dem guten Fruchtansatz der Olivenblüten schadet und Pilzkrankheiten begünstigt. Dies macht das Tal der Baux-de-Provence daher zu einem für die Olivenerzeugung bevorzugten Gebiet.
            Das Klima und die Bodenbeschaffenheit des geografischen Gebiets tragen auch zur Auswahl der Sorten bei, von denen das „Huile d’olive de la Vallée des Baux-de-Provence“ stammt. Die Sorte Salonenque ist ausgezeichnet an die kalkhaltigen, steinigen und flachen Böden sowie an die Trockenheit im Sommer und den Wind angepasst. Die Früchte reifen sehr früh und liefern einen hohen Ölertrag; sie werden auch für die Ursprungsbezeichnung „Olives cassées de la Vallée des Baux-de-Provence“ verwendet. Die Sorte Aglandau oder „Berruguette“, die empfindlicher gegenüber Trockenheit ist als die Sorte Salonenque, hat sich dank ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und Wind, ihrer an das lokale Klima angepassten späteren Reife und ihres polyphenolreichen Öls durchgesetzt. In der Provence ist sie weit verbreitet. Die Sorte Grossane gedeiht auf Böden im geografischen Gebiet, die über ein ausreichendes Wasserangebot verfügen. Ihre schnell reifenden Früchte werden insbesondere für die Herstellung der Ursprungsbezeichnung „Olives noires de la Vallée des Baux-de-Provence“ verwendet, aber traditionell auch im Olivenöl verarbeitet. Die Sorte „Verdale des Bouches du Rhône“ ist eine typische Sorte des Departements und hat sich dank Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und der Qualität ihres Öls durchgesetzt. Die Zusammenstellung verschiedener Sorten, je nach den Gepflogenheiten der Mühlen in unterschiedlichen Anteilen, in Verbindung mit den Verfahren zur mehr oder weniger starken Reifung der Oliven vor dem Pressen und den Merkmalen der jeweiligen Gegend begründet die Besonderheit von „Huile d’olives de la Vallée des Baux de Provence“.
            
               Hinweis auf die Veröffentlichung der Produktspezifikation
            
            (Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 dieser Verordnung)
            https://info.agriculture.gouv.fr/gedei/site/bo-agri/document_administratif-b5a8bded-9a2c-4d84-8796-89e85a59f025