CELEX: 51998PC0719
Language: de
Date: 1998-12-02
Title: Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über die Durchführung der zweiten Phase des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms im Bereich der allgemeinen Bildung Sokrates

9.2.1999             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        C 34/7
                                                               II
                                                   (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                 KOMMISSION
              Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über die
              Durchführung der zweiten Phase des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms im Bereich der
                                               allgemeinen Bildung SokratesØ(Î)
                                                        (1999/C 34/06)
                                               (Text von Bedeutung für den EWR)
                                          KOM(1998) 719 endg. — 98/0195(COD)
              (Gemäß Artikel 189a Absatz 2 des EG-Vertrags von der Kommission vorgelegt am 2. Dezember
                                                              1998)
              (Î)ÙABl. C 314 vom 13.10.1998, S. 5.
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                         GEÄNDERTER VORSCHLAG
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER
EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-
schen Gemeinschaft, insbesondere auf die Artikel 126
und 127,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
schussesØ(Î),
nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen,
gemäß dem Verfahren des Artikels 189b EG-Vertrag, in
Erwägung nachstehender Gründe:
  (1)ÙDer Vertrag zur Gründung der Europäischen Ge-
      meinschaft legt fest, daß die Gemeinschaft unter
      anderem einen Beitrag zu einer qualitativ hochwer-
      tigen Bildung und Berufsbildung leistet. Dieses Ziel
      wurde im Vertrag von Amsterdam, unterzeichnet
      am 2. Oktober 1997, erweitert. Der Vertrag nennt
(Î)ÙCES 1307/98 (98/0195 COD).
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                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                            GEÄNDERTER VORSCHLAG
      auch die Förderung eines möglichst hohen Wissens-
      standes der Völker der Gemeinschaft durch umfas-
      senden Zugang zur Bildung und durch ständige
      Weiterbildung als Ziel der Gemeinschaft.
  (2)ÙMit Beschluß Nr. 819/95/EG des Europäischen
      Parlaments und des RatesØ(Î), geändert durch den
      Beschluß Nr. 576/98/EGØ(Ï), wurde das gemein-
      schaftliche Aktionsprogramm Sokrates aufgestellt.
  (3)ÙBei der Sondertagung des Europäischen Rates über
      Beschäftigung in Luxemburg am 20. und 21. No-
      vember 1997 wurde eine koordinierte Beschäfti-
      gungsstrategie angenommen, in deren Rahmen der
      lebenslangen Bildung und Berufsbildung eine we-
      sentliche Rolle bei der Umsetzung der Leitlinien für
      die BeschäftigungspolitikØ(Ð) der Mitgliedstaaten zu-
      erkannt wurde. Ziel ist, Beschäftigungs- und Anpas-
      sungsfähigkeit, UnternehmertumØ(Ñ) und die Gleich-
      behandlung von Frau und Mann zu fördern.
  (4)ÙIn der Mitteilung ,,Für ein Europa des Wissens‘‘Ø(Ò)          (4)ÙIn der Mitteilung ,,Für ein Europa des Wissens‘‘Ø(Ò)
      hat die Kommission Leitlinien zur Schaffung eines                 hat die Kommission Leitlinien zur Schaffung eines
      europäischen Bildungsraumes festgelegt, der lebens-               europäischen Bildungsraumes festgelegt, der lebens-
      langes Lernen in der Bildung und Berufsbildung                    langes Lernen in der Bildung und Berufsbildung
      verwirklichen helfen soll. Diese Leitlinien legen                 verwirklichen helfen soll. Diese Leitlinien legen
      sechs Arten von Maßnahmen fest, die auf Gemein-                   sechs Arten von Maßnahmen fest, die auf Gemein-
      schaftsebene zu entwickeln sind. Alle Maßnahmen                   schaftsebene zu entwickeln sind. Alle Maßnahmen
      zielen auf transnationale Zusammenarbeit und ver-                 zielen auf transnationale Zusammenarbeit und ver-
      bessern Maßnahmen der Mitgliedstaaten unter                       bessern Maßnahmen der Mitgliedstaaten unter
      Wahrung des Subsidiaritätsprinzips und im Hin-                    Wahrung des Subsidiaritätsprinzips. Um den Zu-
      blick auf eine Verfahrensvereinfachung.                           gang aller Zielpersonen zum Programm zu erleich-
                                                                        tern, ist eine Vereinfachung der Antrags- und Aus-
                                                                        wahlverfahren geplant.
  (5)ÙIm Weißbuch ,,Lehren und Lernen — Auf dem                     (5)ÙIm Weißbuch ,,Lehren und Lernen — Auf dem
      Weg zur kognitiven Gesellschaft‘‘Ø(Ó) wird erläutert,             Weg zur kognitiven Gesellschaft‘‘Ø(Ó) wird erläutert,
      daß in der entstehenden Lerngesellschaft der Er-                  daß in der entstehenden Lerngesellschaft der Er-
      werb neuen Wissens gefördert und daher alle For-                  werb neuen Wissens gefördert und daher alle For-
(Î)ÙABl. L 87 vom 20.4.1995, S. 10.
(Ï)ÙABl. L 77 vom 14.3.1998, S. 1.
(Ð)ÙABl. C 30 vom 28.1.1998, S. 1.
(Ñ)ÙMitteilung der Kommission an den Rat: ,,Förderung von
    unternehmerischer Initiative in Europa: Prioritäten für die
    Zukunft‘‘, KOM(1998) 222 endg./2 vom 21. April 1998.
(Ò)ÙMitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische         (Ò)ÙMitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische
    Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den            Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den
    Ausschuß der Regionen — Für ein Europa des Wissens,               Ausschuß der Regionen — Für ein Europa des Wissens,
    KOM(97) 563 endg. vom 12. November 1997.                          KOM(97) 563 endg. vom 12. November 1997.
(Ó)ÙWeißbuch zur allgemeinen und beruflichen Bildung: ,,Leh-      (Ó)ÙWeißbuch zur allgemeinen und beruflichen Bildung: ,,Leh-
    ren und Lernen‘‘ der Kommission, Luxemburg: Amt für               ren und Lernen‘‘ der Kommission, Luxemburg: Amt für
    amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemein-              amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemein-
    schaften, 1996.                                                   schaften, 1996.
 ---pagebreak--- 9.2.1999              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 34/9
                 URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                            GEÄNDERTER VORSCHLAG
       men von Lernanreizen entwickelt werden sollten.                    men von Lernanreizen entwickelt werden sollten.
       Im Grünbuch ,,Allgemeine und berufliche Bildung,                   Im Grünbuch ,,Allgemeine und berufliche Bildung,
       Forschung: Hindernisse für die grenzüberschrei-                    Forschung: Hindernisse für die grenzüberschrei-
       tende Mobilität‘‘Ø(Î) wird der Nutzen der Mobilität                tende Mobilität‘‘Ø(Î) wird der Nutzen der Mobilität
       für den einzelnen und für die Wettbewerbsfähigkeit                 für den einzelnen und für die Wettbewerbsfähigkeit
       der Gemeinschaft aufgezeigt.                                       der Gemeinschaft aufgezeigt. Angestrebt wird eine
                                                                          Teilnehmerquote von mindestens 10Ø% der Schulen
                                                                          an der Aktion Comenius sowie von mindestens
                                                                          10Ø% der Studierenden an den Mobilitätsmaßnah-
                                                                          men der Aktion Erasmus.
  (6)ÙSchwerpunkte liegen auf der Förderung mündiger                 (6)ÙSchwerpunkte liegen auf der Förderung mündiger
       und aktiver Bürgerinnen und Bürger und einer stär-                 und aktiver Bürgerinnen und Bürger und einer stär-
       keren Verbindung zwischen den Maßnahmen dieses                     keren Verbindung zwischen den Maßnahmen dieses
       Programms und dem Kampf gegen die verschiede-                      Programms und dem Kampf gegen die verschiede-
       nen Formen von Ausgrenzung, Rassismus und                          nen Formen von Ausgrenzung, Rassismus und
       Fremdenhaß. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf                   Fremdenhaß. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf
       der Beseitigung aller Formen von Ungleichbehand-                   der Beseitigung aller Formen von Diskriminierung
       lung und auf der Förderung der Chancengleichheit                   und Ungleichbehandlung sowie auf der Förderung
       von Frauen und Männern.                                            der Chancengleichheit von Frauen und Männern.
  (7)ÙDas Europäische Parlament und der Rat der Euro-                (7)ÙDas Europäische Parlament und der Rat der Euro-
       päischen Union haben gemeinschaftliche Aktions-                    päischen Union haben gemeinschaftliche Aktions-
       programme in den Bereichen Jugend und Berufsbil-                   programme in den Bereichen Bildung und Jugend
       dung eingerichtet, die in Verbindung mit dem Pro-                  eingerichtet, die in Verbindung mit dem Programm
       gramm Sokrates zur Umsetzung der Politik der                       Sokrates zur Förderung eines Europas des Wissens
       Wissensförderung beitragen.                                        beitragen.
  (8)ÙZur Erreichung eines zusätzlichen Nutzens der Ge-              (8)ÙZur Erreichung eines zusätzlichen Nutzens der Ge-
       meinschaftsaktion ist es notwendig, Kohärenz und                   meinschaftsaktion ist es notwendig, daß die Kom-
       Komplementarität auf allen Ebenen herzustellen                     mission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten
       zwischen den Maßnahmen dieses Beschlusses und                      Kohärenz und Komplementarität auf allen Ebenen
       den Aktivitäten der Gemeinschaft, insbesondere in                  herstellt zwischen den Maßnahmen dieses Beschlus-
       den Bereichen KulturØ(Ï), audiovisuelle Medien,                    ses und den Aktivitäten der Gemeinschaft, insbe-
       Vollendung des Binnenmarkts, Umwelt, Verbrau-                      sondere in den Bereichen KulturØ(Ï), Forschung und
       cherschutz, Informationsgesellschaft, KMU, Sozial-                 Entwicklung, audiovisuelle Medien, Vollendung
       politik, Beschäftigung und öffentliches Gesund-                    des Binnenmarkts, Umwelt, Verbraucherschutz, In-
       heitswesen.                                                        formationsgesellschaft, KMU, Sozialpolitik, Be-
                                                                          schäftigung und öffentliches Gesundheitswesen.
(Î)ÙGrünbuch der Kommission ,,Allgemeine und berufliche Bil-       (Î)ÙGrünbuch der Kommission ,,Allgemeine und berufliche Bil-
    dung, Forschung: Hindernisse für die grenzüberschreitende          dung, Forschung: Hindernisse für die grenzüberschreitende
    Mobilität‘‘, KOM(96) 462 endg. vom 2. Oktober 1996.                Mobilität‘‘, KOM(96) 462 endg. vom 2. Oktober 1996.
(Ï)ÙVorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments       (Ï)ÙVorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments
    und des Rates über ein einheitliches Finanzierungs- und Pla-       und des Rates über ein einheitliches Finanzierungs- und Pla-
    nungsinstrument für die Förderung der interinstitutionellen        nungsinstrument für die Förderung der interinstitutionellen
    Zusammenarbeit (Programm Kultur 2000) (ABl. C 211 vom              Zusammenarbeit (Programm Kultur 2000) (ABl. C 211 vom
    7.7.1998, S. 18).                                                  7.7.1998, S. 18).
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                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                         GEÄNDERTER VORSCHLAG
                                                                 (8a)ÙEs sollte die Möglichkeit vorgesehen werden, ge-
                                                                       meinsame Aktivitäten im Rahmen des Programms
                                                                       Sokrates und anderer Gemeinschaftsprogramme
                                                                       oder -aktionen mit bildungspolitischer Dimension,
                                                                       einschließlich der Programme für die internatio-
                                                                       nale Zusammenarbeit, durchzuführen, um Syner-
                                                                       gien zu fördern und den zusätzlichen Nutzen der
                                                                       Gemeinschaftsaktion zu verstärken.
  (9)ÙDie Kommissionsvorschläge zur Reform der Struk-
      turfondsØ(Î), insbesondere des Europäischen Sozial-
      fonds sowie der damit verbundenen Gemeinschafts-
      initiativen, haben zum Ziel, die Anpassung und
      Modernisierung der Bildungs-, Berufsbildungs- und
      Beschäftigungssysteme sowie der Politik in diesen
      Bereichen zu fördern.
(10)ÙDieses Programm sollte für die Teilnahme der asso-
      ziierten Länder Mittel- und Osteuropas gemäß den
      Bedingungen in den relevanten Abkommen, insbe-
      sondere den Assoziierungsabkommen und deren
      Zusatzprotokollen, für die Teilnahme Zyperns ge-
      mäß den für die Länder der Europäischen Freihan-
      delszone, die am Europäischen Wirtschaftsraum
      teilnehmen, geltenden Verfahren sowie für die Teil-
      nahme der Türkei und Maltas gemäß Verfahren,
      die mit diesen Ländern noch vereinbart werden, of-
      fen stehen.
(11)ÙDie Kommission sollte in Zusammenarbeit mit den            (11)ÙDie Kommission sollte in Zusammenarbeit mit den
      Mitgliedstaaten dafür sorgen, daß dieses Programm              Mitgliedstaaten dafür sorgen, daß dieses Programm
      kontinuierlich begleitet und bewertet wird, damit              kontinuierlich begleitet und bewertet wird, damit
      insbesondere bei den Prioritäten für die Umsetzung             insbesondere bei den Prioritäten für die Umsetzung
      der Maßnahmen Anpassungen vorgenommen wer-                     der Maßnahmen Anpassungen vorgenommen wer-
      den können.                                                    den können. Diese Bewertung sollte eine von unab-
                                                                     hängigen Stellen vorgenommene externe Bewertung
                                                                     beinhalten.
(12)ÙGemäß dem in Artikel 3b EG-Vertrag niedergeleg-            (12)ÙGemäß dem in Artikel 3b EG-Vertrag niedergeleg-
      ten Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzip            ten Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzip
      können die Ziele der geplanten Aktion — Beitrag                können die Ziele der geplanten Aktion — Beitrag
      der europäischen Zusammenarbeit zu einer qualita-              der europäischen Zusammenarbeit zu einer qualita-
      tiv hochwertigen Bildung — unter anderem wegen                 tiv hochwertigen Bildung — unter anderem wegen
      der Notwendigkeit der Förderung multilateraler                 der Notwendigkeit der Förderung multilateraler
      Partnerschaften, der multilateralen Mobilität von              Partnerschaften, der multilateralen Mobilität von
      Personen und des Informationsaustauschs auf Ge-                Personen und des Informationsaustauschs auf Ge-
      meinschaftsebene nicht ausreichend von den Mit-                meinschaftsebene nicht ausreichend von den Mit-
      gliedstaaten erreicht werden. Aufgrund der transna-            gliedstaaten erreicht werden. Aufgrund der transna-
      tionalen Dimension der Gemeinschaftsaktionen und               tionalen Dimension der Gemeinschaftsaktionen und
      -maßnahmen können die Ziele besser auf Gemein-                 -maßnahmen können die Ziele besser auf Gemein-
(Î)ÙAgenda 2000 Reform der Strukturfonds und des Kohäsions-
    fonds — Strukturpolitisches Instrument zur Vorbereitung
    auf den Beitritt — Die Kohäsionsanstrengungen fortsetzen
    — Reform der Strukturfonds, KOM(1998) 131 endg. vom
    18.3.1998.
 ---pagebreak--- 9.2.1999            DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               C 34/11
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                        GEÄNDERTER VORSCHLAG
      schaftsebene verwirklicht werden. Dieser Beschluß            schaftsebene verwirklicht werden. Dieser Beschluß
      beschränkt sich auf das zur Erreichung dieser Ziele          beschränkt sich auf das zur Erreichung dieser Ziele
      erforderliche Mindestmaß und geht nicht über das             erforderliche Mindestmaß und geht nicht über das
      dafür Erforderliche hinaus.                                  dafür Erforderliche hinaus. Es ist Aufgabe der Mit-
                                                                   gliedstaaten, die Maßnahmen zugunsten der Ziel-
                                                                   personen des Programms auszubauen und zu ver-
                                                                   stärken, um die Wirksamkeit der Aktion der Ge-
                                                                   meinschaft zu verbessern.
                                                              (12a)ÙDie Verbesserung des Europäischen Systems zur
                                                                     Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) ist von
                                                                     zentraler Bedeutung, wenn die Mobilität ihre Ziele
                                                                     vollständig erreichen soll. Die am Programm teil-
                                                                     nehmenden Hochschulen sind aufgefordert, eine
                                                                     möglichst umfassende Anwendung des ECTS si-
                                                                     cherzustellen.
(13)ÙMit diesem Beschluß wird ein Finanzrahmen für die
      gesamte Laufzeit des Programms festgelegt, der den
      im Sinne von Punkt 1 der Erklärung des Europäi-
      schen Parlaments, des Rates und der Kommission
      vom 6. März 1995Ø(Î) vorrangigen Bezugsrahmen
      für die Haushaltsbehörde im Rahmen des jährlichen
      Haushaltsverfahrens bildet.
(14)ÙAm 20. Dezember 1994 wurde ein ,,Modus vi-
      vendi‘‘ zwischen dem Europäischen Parlament, dem
      Rat und der Kommission über Maßnahmen zur
      Durchführung der nach dem Verfahren des Artikels
      189b EG-Vertrag erlassenen Rechtsakt verein-
      bartØ(Ï) —
BESCHLIESSEN:
                          Artikel 1
                Einrichtung des Programms
(1)ÙÚMit diesem Beschluß wird die Durchführung der
zweiten Phase des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms
im Bereich der allgemeinen Bildung ,,Sokrates‘‘ (,,das
Programm‘‘) festgelegt.
(2)ÙÚDas Programm beginnt am 1. Januar 2000 und en-
det am 31. Dezember 2004.
(3)ÙÚDas Programm leistet durch Schaffung eines euro-         (3)ÙÚDas Programm leistet durch den Aufbau eines eu-
päischen Bildungsraums, in dem lebenslange Bildung und        ropäischen Bildungsraums einen Beitrag zur Förderung
Berufsbildung gefördert werden, einen Beitrag zur Poli-       eines Europas des Wissens, indem die Zusammenarbeit
tik der Wissensförderung in der Gemeinschaft. Das Pro-        im Bereich der lebenslangen Bildung und Berufsbildung
gramm ermöglicht die Entwicklung von Wissen und               gefördert wird. Das Programm ermöglicht die Entwick-
Kompetenzen, die den umfassend informierten, mündi-           lung von Wissen und Kompetenzen, die eine aktive
gen Staatsbürger ausmachen.                                   Staatsbürgerschaft und die Beschäftigungsfähigkeit för-
                                                              dern können.
(Î)ÙABl. C 102 vom 4.4.1996, S. 4.
(Ï)ÙABl. C 102 vom 4.4.1996, S. 1.
 ---pagebreak--- C 34/12             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               9.2.1999
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                        GEÄNDERTER VORSCHLAG
(4)ÙÚDas Programm unterstützt und ergänzt Maßnah-              (4)ÙÚDas Programm unterstützt und ergänzt Maßnah-
men, die in und von den Mitgliedstaaten durchgeführt           men, die in und von den Mitgliedstaaten durchgeführt
werden, unter strikter Beachtung der Verantwortung der         werden, unter strikter Beachtung der Verantwortung der
Mitgliedstaaten für die Unterrichtsinhalte und die Ge-         Mitgliedstaaten für die Unterrichtsinhalte und die Ge-
staltung der Bildungssysteme und unter Achtung ihrer           staltung der Bildungs- und Berufsbildungssysteme und
kulturellen und sprachlichen Vielfalt.                         unter Achtung ihrer kulturellen und sprachlichen Viel-
                                                               falt.
                         Artikel 2                                                       Artikel 2
                      Programmziele                                                   Programmziele
(1)ÚÙDem Programm sind in dem Bestreben, einen Bei-            (1)ÙÚDem Programm sind in dem Bestreben, einen Bei-
trag zu einer Allgemeinbildung hoher Qualität zu leisten,      trag zu einer Allgemeinbildung hoher Qualität zu leisten
und unter Beachtung der Verantwortung der Mitglied-            und die lebenslange Bildung und Berufsbildung anzure-
staaten folgende Ziele gesetzt:                                gen, unter Beachtung der Verantwortung der Mitglied-
                                                               staaten folgende Ziele gesetzt:
a)ÙAusbau der europäischen Dimension der Allgemein-            a)ÙAusbau der europäischen Dimension der Allgemein-
    bildung auf allen Ebenen, insbesondere durch die Er-           bildung auf allen Ebenen, insbesondere durch die Er-
    weiterung des Zugangs zu den Ressourcen des euro-              weiterung des Zugangs zu den Ressourcen des euro-
    päischen Bildungswesens sowie durch das Erlernen               päischen Bildungswesens sowie durch das Erlernen
    von Sprachen, die Verbreitung von Sprachkenntnissen            von Sprachen, die Verbreitung von Sprachkenntnissen
    und die Unterstützung eines ausgewogenen Gleichge-             und die Förderung der Chancengleichheit in allen Bil-
    wichts zwischen den Geschlechtern in allen Bildungs-           dungsbereichen;
    bereichen;
b)ÙFörderung der Zusammenarbeit im Bereich der Allge-          b) Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Allge-
    meinbildung, insbesondere durch Anregung von Aus-              meinbildung und Abbau der Hindernisse, die dieser
    tauschmaßnahmen zwischen Bildungseinrichtungen                 Zusammenarbeit entgegenstehen, insbesondere durch
    und durch Förderung des offenen Unterrichts und der            die Förderung
    Fernlehre;
                                                                   —Ùder Mobilität von Lehrkräften und Studierenden,
c) Abbau der Hindernisse, die dieser Zusammenarbeit                —Ùder Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtun-
    entgegenstehen, insbesondere durch Förderung einer                 gen,
    verbesserten Anerkennung von Abschlüssen und Stu-
    dienzeiten und durch einen Austausch des Informati-            —Ùeiner besseren Anerkennung von Abschlüssen und
    onsaustauschs;                                                     Studienzeiten,
                                                                   —Ùeines besseren Informationsaustauschs;
d) Förderung von Innovationen, insbesondere im Zu-             c) Förderung von Innovationen bei der Entwicklung von
    sammenhang mit den neuen Technologien.                         Lehrmethoden und -mitteln, unter anderem durch
                                                                   neue Technologien.
(2)ÙÚBei der Umsetzung der Ziele tragen die Kommis-            (2)ÙÚBei der Umsetzung der Ziele tragen die Kommis-
sion und die Mitgliedstaaten dafür Sorge, daß die Aktio-       sion und die Mitgliedstaaten dafür Sorge, daß die Aktio-
nen des Programms auf die anderen Aktionen und Poli-           nen des Programms auf die anderen Aktionen und Poli-
tikbereiche der Gemeinschaft, vor allem Beschäftigung,         tikbereiche der Gemeinschaft, vor allem Beschäftigung,
Beseitigung von Ungleichbehandlungen, Chancengleich-           Beseitigung aller Formen von Diskriminierung und so-
heit von Frauen und Männern sowie Soziales, abge-              zialen Ungleichbehandlungen, Chancengleichheit von
stimmt werden.                                                 Frauen und Männern, insbesondere durch die Einbezie-
                                                               hung dieses Aspekts in alle Maßnahmen mit Hilfe von
                                                               positiven Aktionen, sowie Soziales, abgestimmt werden.
 ---pagebreak--- 9.2.1999            DE              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             C 34/13
              URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                      GEÄNDERTER VORSCHLAG
                         Artikel 3
                Aktionen der Gemeinschaft
(1)ÚÙDie Ziele dieses Programms werden durch die fol-
genden Aktionen umgesetzt, deren Inhalt und Durchfüh-
rung im Anhang beschrieben werden:
a)ÙSchulbildung (Comenius)
b) Hochschulbildung (Erasmus)
c)ÙAndere Bildungswege (Grundtvig)
d)ÙSprachunterricht und Spracherwerb (Lingua)
e) Bildung und Multimedia-Technologie (Atlas)               e) Bildung und Multimedia-Technologie (Minerva)
f) Beobachtung und Innovation
g) Gemeinsame Aktionen
h) Flankierende Maßnahmen.
(2)ÙÚDiese Aktionen werden durch die folgenden Arten
von Maßnahmen durchgeführt, wobei mehrere Maßnah-
men kombiniert werden können:
a)ÙFörderung der Mobilität von Personen im Bereich der
   Allgemeinbildung in Europa;
b) Förderung der ,,virtuellen Mobilität‘‘ in der Allge-     b) Förderung der Verwendung des Zugangs zu Informa-
   meinbildung, insbesondere durch Erleichterung des           tions- und Kommunikationstechnologien im Bereich
   Zugangs zu multimedialen Lehr- und Lernmitteln;             der allgemeinen Bildung;
c) Förderung der Netzwerkzusammenarbeit in Europa
   zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und
   beispielhaften Praktiken;
d) Förderung der Sprachenkompetenz und des Ver-
   ständnisses für andere Kulturen;
e) Förderung innovativer Pilotprojekte auf Basis trans-
   nationaler Partnerschaften mit den Zielen Innovati-
   ons- und Qualitätssteigerung in der allgemeinen Bil-
   dung, um Bildungsprodukte und Instrumente zur An-
   erkennung von Kompetenzen zu entwickeln bzw. um
   neue Ansätze jeder Art zu erproben;
f) Verbesserung der gemeinschaftlichen Vergleichskrite-     f) Verbesserung der gemeinschaftlichen Vergleichskrite-
   rien durch Förderung der Verbreitung beispielhafter         rien durch
   Praktiken und durch Beobachtung und Transfer von
   Innovationen.                                               —ÙBeobachtung und Analyse der Bildungspolitik der
                                                                   Mitgliedstaaten;
                                                               —ÙBeobachtung und Verbreitung beispielhafter Prak-
                                                                   tiken und innovativer Verfahren;
                                                               —Ùintensiven Informationsaustausch.
 ---pagebreak--- C 34/14             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                9.2.1999
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                          GEÄNDERTER VORSCHLAG
                                                               Projekte, die zwei oder mehrere verschiedene Maßnah-
                                                               men kombinieren, sind besonders erwünscht. Grundsätz-
                                                               lich müssen alle Projekte, die unter die Maßnahmen a),
                                                               b), c) und e) fallen, Maßnahmen gemäß Buchstabe d) als
                                                               Vorbereitungs- oder Folgeaktionen beinhalten.
                          Artikel 4                                                      Artikel 4
                 Teilnahme am Programm                                           Teilnahme am Programm
(1)ÚÙUnter den Bedingungen und gemäß den Definitio-            (1)ÚÙUnter den Bedingungen und gemäß den Definitio-
nen und Durchführungsbestimmungen des Anhangs rich-            nen und Durchführungsbestimmungen des Anhangs rich-
tet sich das Programm insbesondere an:                         tet sich das Programm an:
a)Ùalle Schüler und Studierenden sowie sonstige Ler-           a)Ùalle Schüler und Studierenden sowie sonstige Ler-
    nende;                                                         nende;
b) alle in Bildungseinrichtungen tätigen Personen;             b) alle in Bildungseinrichtungen tätigen Personen;
c) alle Arten von Bildungseinrichtungen;                       c) alle Arten von Bildungseinrichtungen;
d) Personen und Gremien, die in den Mitgliedstaaten            d) Personen und Gremien, die in den Mitgliedstaaten
    auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene für Bil-         auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene für Bil-
    dungssysteme und bildungspolitische Maßnahmen                  dungssysteme und bildungspolitische Maßnahmen
    verantwortlich sind.                                           verantwortlich sind.
(2)ÚÙDesgleichen können auch öffentliche oder private
Einrichtungen, die mit Bildungseinrichtungen zusam-
menarbeiten, an mehreren Aktionen dieses Programms
teilnehmen oder aktiv einbezogen werden, und zwar ins-
besondere:
a)ÙGebietskörperschaften;                                      e) Gebietskörperschaften;
b) im Bildungsbereich tätige Vereinigungen, einschließ-        f) im Bildungsbereich tätige Vereinigungen, einschließ-
    lich Elternvereinigungen;                                      lich Eltern-, Lehrer- und Schülervereinigungen;
c) Unternehmen,       Unternehmensgruppen,      Berufsver-     g) Unternehmen,        Unternehmensgruppen,     Berufsver-
    bände sowie Industrie- und Handelskammern;                     bände sowie Industrie- und Handelskammern;
d) Organisationen der Sozialpartner auf allen Ebenen;          h) Organisationen der Sozialpartner auf allen Ebenen;
e) Forschungszentren und -institutionen                        i) Forschungszentren und -institutionen.
(3)ÚÙJeder Mitgliedstaat erstellt eine Liste mit den teil-     (2)ÚÙJeder Mitgliedstaat erstellt eine Liste mit den teil-
nahmeberechtigten Universitäten, Schultypen und sonsti-        nahmeberechtigten Universitäten, Schultypen und sonsti-
gen Bildungseinrichtungen.                                     gen Bildungseinrichtungen.
                          Artikel 5
Programmdurchführung und Zusammenarbeit mit den
                       Mitgliedstaaten
(1)ÚÙDie Kommission gewährleistet die Durchführung
der Gemeinschaftsmaßnahmen dieses Programms gemäß
dem Anhang.
 ---pagebreak--- 9.2.1999              DE               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 C 34/15
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                        GEÄNDERTER VORSCHLAG
Sie hört die Sozialpartner und die im Bildungsbereich
auf europäischer Ebene tätigen Vereinigungen an und
unterrichtet den in Artikel 7 genannten Ausschuß über
ihre Stellungnahmen.
(2)ÚÙDie Kommission ergreift in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten die im Anhang beschriebenen Maß-
nahmen zur Nutzung der Ergebnisse der in der ersten
Phase des Programms Sokrates durchgeführten Aktio-
nen.
(3)ÚÙDie Mitgliedstaaten ergreifen die zur Erreichung          (3)ÚÙDie Mitgliedstaaten ergreifen die zur Erreichung
der Ziele dieses Programms geeigneten Maßnahmen zur            der Ziele dieses Programms geeigneten Maßnahmen zur
Koordinierung, Durchführung und Begleitung auf ein-            Koordinierung, Durchführung, Begleitung und Bewer-
zelstaatlicher Ebene. Sie beziehen alle an der Allgemein-      tung auf einzelstaatlicher Ebene. Sie beziehen alle an der
bildung Beteiligten gemäß den nationalen Gepflogenhei-         Allgemeinbildung Beteiligten ein und treffen die erfor-
ten ein.                                                       derlichen Maßnahmen, um potentielle Synergien mit an-
                                                               deren Gemeinschaftsprogrammen voll auszuschöpfen.
Zu diesem Zweck errichten sie eine integrierte Verwal-         Zu diesem Zweck errichten sie eine integrierte Verwal-
tungsstelle zur Durchführung der Programmaßnahmen              tungsstelle zur Durchführung der Programmaßnahmen.
und sorgen für entsprechende Informations- und Öffent-         Darüber hinaus sorgen sie für eine entsprechende Infor-
lichkeitsarbeit über die kofinanzierten Programmaßnah-         mations- und Öffentlichkeitsarbeit über die kofinanzier-
men.                                                           ten Programmaßnahmen.
(4)ÚÙJeder Mitgliedstaat ist bestrebt, die zum reibungs-       (4)ÚÙJeder Mitgliedstaat ist bestrebt, die zum reibungs-
losen Ablauf des Programms erforderlichen und zur              losen Ablauf des Programms erforderlichen und zur
Beseitigung     aller    Teilnahmehindernisse   geeigneten     Beseitigung    aller    Teilnahmehindernisse   geeigneten
Maßnahmen zu ergreifen.                                        Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere im Hinblick auf
                                                               benachteiligte Personen.
(5)ÚÙDie Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten den Übergang von den Aktionen
des vorangehenden Programms im Bildungsbereich
(Sokrates) zu den Maßnahmen dieses Programms.
                          Artikel 6                                                     Artikel 6
                   Gemeinsame Aktionen                                           Gemeinsame Aktionen
Zur Schaffung eines Europas des Wissens können die             Zur Schaffung eines Europas des Wissens und gemäß
Maßnahmen des Programms in Form gemeinsamer Ak-                den in Artikel 7 des Beschlusses vorgesehenen Verfahren
tionen durchgeführt werden. Dies sind Gemeinschaftsak-         können die Maßnahmen des Programms in Form ge-
tionen in Verbindung mit der Politik der Wissensförde-         meinsamer Aktionen mit anderen Gemeinschaftspro-
rung, insbesondere mit Gemeinschaftsprogramen in den           grammen und -aktionen durchgeführt werden, insbeson-
Bereichen Berufsbildung und Jugend.                            dere in den Bereichen Berufsbildung, Jugend, Forschung
                                                               und Entwicklung sowie neue Technologien.
                          Artikel 7
                          Ausschuß
(1)ÚÙDie Kommission wird von einem Ausschuß unter-
stützt, der aus Vertretern der Mitgliedstaaten besteht
und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz
führt.
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               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG
(2)ÚÙDer Ausschuß wird von zwei Unterausschüssen
unterstützt, die für die Bereiche Schul- bzw. Hochschul-
bildung zuständig sind. Diese Unterausschüsse bestehen
aus Vertretern der Mitgliedstaaten. Die Koordinierung
des Ausschusses und der Unterausschüsse wird von der
Kommission übernommen. Spezifische Fragen können
zur endgültigen Beschlußfassung an die Unterausschüsse
verwiesen werden.
(3)ÚÙDer Vertreter der Kommission unterbreitet dem
Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen
zu folgenden Punkten:
a)ÙDurchführungsbestimmungen zum Programm, gege-
    benenfalls ein jährlicher Arbeitsplan zur Durchfüh-
    rung der Programmaßnahmen;
b) Kriterien zur vorläufigen Aufschlüsselung der Mittel
    pro Mitgliedstaat im Rahmen der dezentralen Maß-
    nahmen;
c) Art und Weise der Programmbewertung.
(4)ÚÙDer Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu dem
Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende
entsprechend der Dringlichkeit der betreffenden Frage
festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit einer
Mehrheit gemäß Artikel 148 Absatz 2 EG-Vertrag für
die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommis-
sion zu fassenden Beschlüsse abgegeben. Bei der Abstim-
mung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter
der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel ge-
wogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung
nicht teil.
(5)ÚÙDie Kommission erläßt Maßnahmen, die unmittel-
bar gelten. Stimmen sie jedoch mit der Stellungnahme
des Ausschusses nicht überein, so werden diese Maßnah-
men unverzüglich von der Kommission dem Rat mitge-
teilt.
In diesem Fall
—Ùkann die Kommission die Durchführung der von ihr
     beschlossenen Maßnahmen um höchstens einen Mo-
     nat ab dem Datum dieser Mitteilung verschieben,
—Ùkann der Rat innerhalb des im ersten Gedankenstrich
     genannten Zeitraums mit qualifizierter Mehrheit ei-
     nen anderslautenden Beschluß fassen.
(6)ÚÙDie Kommission kann den Ausschuß zu allen
übrigen Fragen der Durchführung dieses Programms an-
hören.
 ---pagebreak--- 9.2.1999            DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                C 34/17
              URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                          GEÄNDERTER VORSCHLAG
In diesem Fall unterbreitet der Vertreter der Kommission
dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maß-
nahmen. Der Ausschuß gibt — gegebenenfalls nach Ab-
stimmung — seine Stellungnahme zu diesem Entwurf in-
nerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berück-
sichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage fest-
setzen kann.
Die Stellungnahme wird ins Protokoll aufgenommen;
darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu ver-
langen, daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten
wird.
Die Kommission berücksichtigt, soweit möglich, die Stel-
lungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Aus-
schuß darüber, inwieweit sie seine Stellungnahme be-
rücksichtigt hat.
                         Artikel 8
                       Finanzierung
(1)ÚÙDer Finanzrahmen für die Durchführung dieses
Programms für den in Artikel 1 vorgesehenen Zeitraum
wird mit 1Ø400 Millionen ECU festgelegt.
(2)ÚÙDie Haushaltsbehörde genehmigt die jährlichen
Mittel unter Berücksichtigung der finanziellen Voraus-
schau.
                         Artikel 9                                                      Artikel 9
             Kohärenz und Komplementarität                                  Kohärenz und Komplementarität
(1)ÚÙDie Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit            (1)ÚÙDie Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten die Gesamtkohärenz mit ande-           mit den Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung der Ei-
ren Gemeinschaftsaktionen und -politiken. Sie gewähr-          genständigkeit und der Besonderheiten jedes Programms
leistet die Koordinierung zwischen den Maßnahmen die-          die Gesamtkohärenz und -koordinierung der Programm-
ses Programms und den übrigen Gemeinschaftsaktionen,           aktivitäten mit den anderen Gemeinschaftsaktionen und
insbesondere im Rahmen der Politik der Wissensförde-           -politiken, insbesondere denjenigen, die in den Bereichen
rung.                                                          allgemeine und berufliche Bildung, Jugend, Forschung
                                                               und Entwicklung sowie Innovation zu einem Europa des
                                                               Wissens beitragen.
Die Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit mit             Die Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten die Kohärenz zwischen der Durch-           den Mitgliedstaaten die Kohärenz und Synergie zwi-
führung dieses Programms und den übrigen bildungspo-           schen der Durchführung dieses Programms und den
litischen Gemeinschaftsmaßnahmen in den Bereichen              übrigen Gemeinschaftsmaßnahmen für Jugendliche in
Kultur, audiovisuelle Medien, Vollendung des Binnen-           den Bereichen Kultur, Forschung und Entwicklung, au-
marktes, Informationsgesellschaft, Umwelt, Verbrau-            diovisuelle Medien, Vollendung des Binnenmarktes, In-
cherschutz, KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung und Ge-          formationsgesellschaft,   Umwelt,      Verbraucherschutz,
sundheit.                                                      KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung und Gesundheit.
 ---pagebreak--- C 34/18             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 9.2.1999
              URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                           GEÄNDERTER VORSCHLAG
Die Kommission gewährleistet eine effektive Verknüp-
fung dieses Programms mit den Programmen und Aktio-
nen im Bildungsbereich, die im Rahmen der Außenbezie-
hungen der Gemeinschaft durchgeführt werden.
(2)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen             (2)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen
dafür, daß im Rahmen der koordinierten Beschäftigungs-         dafür, daß im Rahmen der koordinierten Beschäftigungs-
strategie die Maßnahmen des Programms in Überein-              strategie die Maßnahmen des Programms einen Beitrag
stimmung mit den jährlich definierten Zielen der Be-           zur Erreichung der in den Beschäftigungspolitischen
schäftigungspolitischen Leitlinien und in Abstimmung mit       Leitlinien gesetzten Ziele und zur Festlegung der natio-
anderen Aktionen, die zur Umsetzung der Aktionspläne           nalen Aktionspläne leisten.
beitragen, durchgeführt werden.
(3)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen             (3)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen
dafür, daß sichergestellt ist, daß die Maßnahmen dieses        dafür, daß sichergestellt ist, daß die Maßnahmen dieses
Programms kohärent mit Strukturfondsmaßnahmen der              Programms kohärent mit Strukturfondsmaßnahmen der
Gemeinschaft sind und diese ergänzen.                          Gemeinschaft sind und diese ergänzen. Sie fördern ins-
                                                               besondere im Rahmen der Strukturfonds der Gemein-
                                                               schaft den Transfer und die umfassendere Verbreitung
                                                               von im Rahmen dieses Programms entwickelten innova-
                                                               tiven Lösungen und Verfahren.
                        Artikel 10                                                       Artikel 10
Teilnahme der assoziierten mittel- und osteuropäischen         Teilnahme der assoziierten mittel- und osteuropäischen
         Länder, Zyperns, der Türkei und Maltas                Länder, der EFTA-Länder, die Mitglieder des EWR sind,
                                                                             Zyperns, der Türkei und Maltas
(1)ÚÙDieses Programm steht den assoziierten Ländern            (1)ÚÙDieses Programm steht den assoziierten Ländern
Mittel- und Osteuropas (MOEL) gemäß den Europaab-              Mittel- und Osteuropas (MOEL) gemäß den Europaab-
kommen oder den bereits abgeschlossenen oder noch ab-          kommen oder den bereits abgeschlossenen oder noch ab-
zuschließenden Zusatzprotokollen über die Teilnahme            zuschließenden Zusatzprotokollen über die Teilnahme
dieser Länder an den Gemeinschaftsprogrammen offen.            dieser Länder an den Gemeinschaftsprogrammen offen.
Zypern kann sich an diesem Programm beteiligen; diese          Die Staaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA),
Teilnahme wird aus zusätzlichen Mitteln entsprechend           die Mitglieder des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)
den Bestimmungen finanziert, die auch für die Länder           sind, können an diesem Programm teilnehmen. Zypern
der Europäischen Freihandelszone (EFTA) gelten, die            kann sich an diesem Programm beteiligen; diese Teil-
Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)             nahme wird aus zusätzlichen Mitteln [.Ø.Ø.] finanziert
sind. Das Programm steht ebenfalls für eine Teilnahme          [.Ø.Ø.] und erfolgt entsprechend Verfahren, die mit diesem
der Türkei entsprechend der mit diesem Land zu verein-         Land zu vereinbaren sind. Das Programm steht ebenfalls
barenden Teilnahmeverfahren offen.                             für eine Teilnahme der Türkei entsprechend der mit die-
                                                               sem Land zu vereinbarenden Teilnahmeverfahren offen.
(2)ÚÙDas Programm steht zudem für eine Teilnahme               (2)ÚÙDas Programm steht zudem für eine Teilnahme
Maltas offen, entsprechend Verfahren, die mit diesem           Maltas offen, entsprechend Verfahren, die mit diesem
Land vereinbart werden.                                        Land vereinbart werden.
                        Artikel 11                                                       Artikel 11
             Internationale Zusammenarbeit                                    Internationale Zusammenarbeit
Die Kommission wird die Zusammenarbeit mit Drittlän-           Die Kommission wird im Rahmen dieses Programms die
dern und zuständigen internationalen Organisationen,           Zusammenarbeit mit Drittländern und zuständigen inter-
insbesondere dem Europarat, verstärken.                        nationalen Organisationen, insbesondere dem Europarat,
                                                               verstärken. Die unter diesen Artikel fallenden Aktivitäten
                                                               sowie ihre Finanierung werden gemäß den Verfahren des
                                                               Artikels 7 des Beschlusses festgelegt.
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              URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                         GEÄNDERTER VORSCHLAG
                         Artikel 12
                Begleitung und Bewertung
(1)ÚÙDie Kommission überwacht in Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten laufend die Durchführung dieses
Programms.
Diese Überwachung erfolgt durch Berichte und beson-
dere Maßnahmen gemäß Absatz 3.
(2)ÚÙDas Programm unterliegt regelmäßiger Bewer-              (2)ÚÙDas Programm unterliegt regelmäßiger Bewer-
tung, die von der Kommission in Zusammenarbeit mit            tung, die von der Kommission in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten durchgeführt wird. Ziel ist die Beur-     den Mitgliedstaaten durchgeführt wird. Diese Bewertung
teilung der Effektivität der Maßnahmen in bezug auf die       ist ausgerichtet auf die Beurteilung der Relevanz, der Ef-
Ziele gemäß Artikel 2.                                        fektivität und der Auswirkungen der Maßnahmen in be-
                                                              zug auf die Ziele gemäß Artikel 2.
Diese Bewertung erstreckt sich auch auf die Komple-
mentarität der Aktionen im Rahmen dieses Programms
mit den Aktionen im Rahmen anderer Gemeinschafts-
programme, insbesondere Aktionen, die vom Europäi-
schen Sozialfonds unterstützt werden.
Die Ergebnisse der Gemeinschaftsmaßnahmen unterlie-
gen regelmäßigen externen Bewertungen anhand von
Kriterien, die nach dem Verfahren gemäß Artikel 7 Ab-
satz 3 aufgestellt werden.
(3)ÚÙDie Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission           (3)ÚÙDie Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission
bis 31. Dezember 2002 und bis 30. Juni 2005 Berichte          bis spätestens 31. Dezember 2002 und bis spätestens 30.
über die Durchführung und die Auswirkungen dieses             Juni 2005 Berichte über die Durchführung, die Effektivi-
Programms.                                                    tät und die Auswirkungen dieses Programms im Hinblick
                                                              auf die in Artikel 2 dargelegten Ziele sowie über die
                                                              Auswirkungen des Programms auf die bestehenden Bil-
                                                              dungssysteme und -instrumente in den Mitgliedstaaten.
                                                              Insbesondere sollte auf Maßnahmen zur Bekämpfung al-
                                                              ler Formen der Diskriminierung und zur Förderung der
                                                              Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie deren
                                                              Auswirkungen in bezug auf die Teilnahme an diesem
                                                              Programm eingegangen werden.
(4)ÚÙDie Kommission unterbreitet dem Europäischen             (4)ÚÙDie Kommission unterbreitet dem Europäischen
Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialaus-           Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialaus-
schuß und dem Ausschuß der Regionen                           schuß und dem Ausschuß der Regionen
—Ùbis 30. Juni 2003 einen Zwischenbericht über die            —Ùbis 30. Juni 2003 einen Zwischenbericht über die qua-
     Durchführung des Programms,                                  litativen und quantitativen Aspekte der Durchführung
                                                                  des Programms,
—Ùbis 31. Dezember 2005 einen Abschlußbericht über            —Ùbis 31. Dezember 2005 einen Abschlußbericht über
     die Durchführung des Programms.                              die Durchführung des Programms.
                         Artikel 13
                        Inkrafttreten
Dieser Beschluß tritt am Tag seiner Veröffentlichung im
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
 ---pagebreak--- C 34/20                DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   9.2.1999
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG
                            ANHANG
                        I.ÙEINLEITUNG
1.ÙDie in diesem Anhang vorgeschlagenen Maßnahmen tragen
   zur Verwirklichung der in Artikel 2 des Beschlusses festge-
   legten Ziele bei, die durch die in Artikel 3 vorgesehenen Ge-
   meinschaftsmaßnahmen umgesetzt werden sollen.
2.ÙDie zeitliche Planung, die Bestimmungen zur Einreichung
   der Anträge und die Zulassungskriterien werden regelmäßig
   von der Kommission in Absprache mit dem Programmaus-
   schuß veröffentlicht und bilden zusammen den ,,Leitfaden
   für Antragsteller Sokrates‘‘.
3.ÙIm Rahmen der Mobilitätsmaßnahmen sollte eine sprachliche
   Vorbereitung erfolgen, damit die Teilnehmer über die er-
   forderlichen Sprachkenntnisse in der (den) Unterrichts-
   sprache(n) der aufnehmenden Einrichtung verfügen.
4.ÙDie für die ausgewählten Projekte im Rahmen dieses Pro-
   gramms bereitgestellten Gemeinschaftsmittel sind dazu be-
   stimmt, einen Teil der veranschlagten Projektkosten zu dek-
   ken; vorbehaltlich einer jährlichen Überprüfung der Ergeb-
   nisse können sie gegebenenfalls für einen Zeitraum von
   maximal drei Jahren gewährt werden. Im Vorfeld können
   Zuschüsse bewilligt werden, um Besuche zur Vorbereitung
   der jeweiligen Projekte durchzuführen.
5.ÙDie Projekte, die im Rahmen der verschiedenen Aktionen
   des Programms von den Hochschulen koordiniert werden,
   können Bestandteil des ,,Hochschulvertrags‘‘ der betreffen-
   den Einrichtungen sein, der in der Aktion 2 vorgesehen ist.
6.ÙNach Artikel 2 Absatz 2 muß bei den ausgewählten Projek-         6.ÙNach Artikel 2 Absatz 2 muß bei den ausgewählten Projek-
   ten der Grundsatz der Chancengleichheit beachtet und jegli-         ten der Grundsatz der Chancengleichheit beachtet und jegli-
   che Art von Ausgrenzung vermieden werden. Gegebenenfalls            che Art von Ausgrenzung vermieden werden. Gegebenenfalls
   können in bestimmten Bereichen positive Maßnahmen durch-            können in bestimmten Bereichen positive Maßnahmen durch-
   geführt werden. Zudem wird Projekten, die den Aspekt der            geführt werden. Zudem wird Projekten, die den Aspekt der
   Multikulturalität besonders betonen, eine Priorität einge-          Multikulturalität besonders betonen, eine Priorität einge-
   räumt; bei der Festlegung der Höhe der Zuschüsse sind die           räumt; bei der Festlegung der Höhe der Zuschüsse sind die
   besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen zu berück-              besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen zu berück-
   sichtigen.                                                          sichtigen. Bei allen Aktionen des Programms wird der Ver-
                                                                       breitung der Ergebnisse besondere Bedeutung beigemessen.
            II.ÙGEMEINSCHAFTSMASSNAHMEN
Dieser Anhang umfaßt zwei unterschiedliche Arten von Aktio-
nen:
—Ùdie Aktionen 1, 2 und 3 betreffen die drei grundlegenden
    Etappen des lebenslangen Lernens (Schule, Hochschule und
    sonstige Bildungswege);
—Ùdie Aktionen 4, 5, 6, 7 und 8 betreffen bereichsübergreifende
    Themen wie Sprachen, Multimedia und Informationsaus-
    tausch, sowie horizontale Fragen wie Innovation, Verbreitung
    der Ergebnisse und gemeinsame Aktionen.
 ---pagebreak--- 9.2.1999                DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 34/21
                  URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                            GEÄNDERTER VORSCHLAG
AKTION 1.Ú,,COMENIUS‘‘ — SCHULBILDUNG                               AKTION 1.Ú,,COMENIUS‘‘ — SCHULBILDUNG
Ziel von Comenius ist die Stärkung der europäischen Dimension       Ziel von Comenius ist die Stärkung der europäischen Dimension
der Schulbildung sowie die Förderung der transnationalen Zu-        der Schulbildung; die Förderung der transnationalen Zusam-
sammenarbeit und der Fremdsprachenkenntnisse.                       menarbeit, der Fremdsprachenkenntnisse sowie der interkultu-
                                                                    rellen Verständigung.
Im Rahmen von Comenius wird außerdem der Aufbau eines
Netzes von Schulpartnerschaften und von Partnerschaften zur
Aus- und Weiterbildung des Schulpersonals gefördert, um die
Zusammenarbeit bei Themen von gemeinsamem Interesse, die
Verbreitung bewährter Verfahren und Überlegungen zu qualita-
tiven und innovativen Aspekten der Schulbildung zu fördern.
Das Netz zur Aus- und Weiterbildung des Schulpersonals wird
in enger Zusammenarbeit mit den im Hochschulbereich unter
der Erasmus-Aktion vorgesehenen ,,thematischen Netzen‘‘ auf-
gebaut.
Aktion 1.1.ÚSchulpartnerschaften
1.ÙDie Gemeinschaft fördert den Aufbau multilateraler Partner-
    schaften zwischen schulischen Einrichtungen unter Nutzung
    der Möglichkeiten, die die Multimedia-Technologie bietet;
    gefördert werden vor allem Partnerschaften, an denen auch
    Ausbildungseinrichtungen für Lehrkräfte, Gemeinden und
    Unternehmen sowie die Eltern der Schüler beteiligt sind.
2.ÙDie schulischen Einrichtungen, die an einer oder mehreren
    Tätigkeiten im Rahmen dieser Aktion teilnehmen, legen ei-
    nen ,,Europäischen Kooperationsplan‘‘ vor, der alle vorge-
    schlagenen Tätigkeiten enthält. Diese Pläne werden von den
    nach Artikel 5 Absatz 3 eingerichteten nationalen Strukturen
    geprüft; die regionalen und lokalen Aufsichtsbehörden wer-
    den unter Beachtung der nationalen Systeme gemäß den von
    der Kommission in Absprache mit dem Programmausschuß
    aufgestellten Leitlinien einbezogen.
3.ÙMit einem Gemeinschaftszuschuß können insbesondere die           3.ÙSchulpartnerschaften können einen Gemeinschaftszuschuß
    folgenden Tätigkeiten gefördert werden:                             für die Durchführung von Bildungsvorhaben mit europäi-
                                                                        scher Dimension erhalten, insbesondere für
    a)ÙPartnerschaften im Hinblick auf                                  a)Ùdie folgenden Tätigkeiten:
       —Ùdie Mobilität des Lehrpersonals, um Partnerschaften               —Ùdie Mobilität des Lehrpersonals, um Partnerschaften
           vorzubereiten und aufrechtzuerhalten oder um im                     vorzubereiten und aufrechtzuerhalten oder um im
           Ausland zu unterrichten, einschließlich Praktika in                 Ausland zu unterrichten, einschließlich Praktika in
           Unternehmen;                                                        Unternehmen;
       —Ùdie Ausarbeitung von Lehrmaterial und den Austausch               —Ùdie Ausarbeitung von Lehrmaterial und den Austausch
           bewährter Verfahren;                                                bewährter Verfahren;
       —Ùdie Beteiligung von Schülern an den Tätigkeiten im                —Ùdie Beteiligung von Schülern an den Tätigkeiten im
           Rahmen der Partnerschaften, einschließlich der Mobi-                Rahmen der Partnerschaften sowie die Mobilität einer
           lität einer begrenzten Anzahl von Schülern;                         begrenzten Anzahl von Schülern;
 ---pagebreak--- C 34/22                DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      9.2.1999
                 URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG
   b) Partnerschaften, die vor allem die Förderung der Kennt-          b) Tätigkeiten, die vor allem die Förderung von Unterricht
       nisse der Amtssprachen der Gemeinschaft zum Ziel haben.             und Erwerb der Amtssprachen der Gemeinschaft, ein-
       Diese Partnerschaften können ausnahmsweise bilateral                schließlich der irischen und der luxemburgischen Sprache,
       sein, wenn sie hauptsächlich die Vermittlung von weniger            zum Ziel haben. Diese Partnerschaften können ausnahms-
       verbreiteten Sprachen betreffen und können außer den                weise bilateral sein, wenn sie hauptsächlich die Vermitt-
       unter Buchstabe a) genannten Tätigkeiten auch den Aus-              lung von weniger verbreiteten Sprachen oder von Nach-
       tausch von Schülern umfassen;                                       barsprachen betreffen, die in den Nachbarländern wenig
                                                                           unterrichtet und verbreitet sind, und können außer den
                                                                           unter Buchstabe a) genannten Tätigkeiten auch den Aus-
                                                                           tausch von Schülern umfassen;
   c) Kooperationsprojekte, die auf die speziellen Bedürfnisse         c) Kooperationsprojekte, die auf die speziellen Bedürfnisse
       von Kindern von Wanderarbeitnehmern, Kindern von                    von Kindern von Wanderarbeitnehmern, Kindern von
       Personen, die einem Wandergewerbe nachgehen sowie                   Personen, die einem Wandergewerbe nachgehen sowie
       Kindern von Nichtseßhaften und von Sinti und Roma zu-               Kindern von Nichtseßhaften und von Sinti und Roma zu-
       geschnitten sind.                                                   geschnitten sind.
Aktion 1.2.ÚPersonal an Schulen
1.ÙDiese Aktion soll durch die Stärkung der europäischen Di-
   mension in der pädagogischen Erstausbildung und Weiterbil-
   dung die berufliche Weiterentwicklung des Personals an
   Schulen fördern.
2.ÙDie Gemeinschaft unterstützt multilaterale Projekte von Ein-
   richtungen und Institutionen zur Ausbildung des Personals
   an Schulen, wobei auch Möglichkeiten der Multimedia-
   Technologie genutzt werden. Die Beteiligung von schuli-
   schen Einrichtungen und anderen interessierten Akteuren aus
   den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft — wie
   zum Beispiel den Vertretern der Elternschaft — sowie gege-
   benenfalls von regionalen und lokalen Aufsichtsbehörden ist
   ausdrücklich erwünscht.
3.ÙFür einen Gemeinschaftszuschuß im Rahmen der obenge-             3.ÙFür einen Gemeinschaftszuschuß im Rahmen der obenge-
   nannten Partnerschaften kommen insbesondere folgende Tä-            nannten Partnerschaften kommen insbesondere folgende Tä-
   tigkeiten in Frage:                                                 tigkeiten in Frage:
   a)ÙErstellung und/oder Anpassung von Lehrplänen, Unter-             a)ÙErstellung und/oder Anpassung von Lehrplänen, Unter-
       richtsmaterial oder europäischen Modulen;                           richtsmaterial oder europäischen Modulen;
   b) Aspekte der Verwaltung schulischer Bildungseinrichtun-           b) der Informationsaustausch über Aspekte der Verwaltung
       gen;                                                                schulischer Bildungseinrichtungen;
   c) Mobilität des — zukünftigen oder bereits tätigen — Lehr-         c) Mobilität des — zukünftigen oder bereits tätigen — Lehr-
       personals an Schulen im Hinblick auf die pädagogische               personals an Schulen im Hinblick auf die pädagogische
       Erstausbildung oder Weiterbildung, einschließlich Prak-             Erstausbildung oder Weiterbildung, einschließlich Prak-
       tika und Assistentenstellen im Sprachenbereich an Schulen           tika und Assistentenstellen im Sprachenbereich an Schulen
       oder Einrichtungen für die Erwachsenenbildung;                      oder Einrichtungen für die Erwachsenenbildung;
   d) spezielle Ausbildung im Zusammenhang mit der Integra-            d) spezielle Ausbildung im Zusammenhang mit der Integra-
       tion von Kindern von Wanderarbeitnehmern, Kindern                   tion von Kindern von Wanderarbeitnehmern, Kindern
       von Personen, die einem Wandergewerbe nachgehen so-                 von Personen, die einem Wandergewerbe nachgehen so-
       wie Kindern von Nichtseßhaften und von Sinti und                    wie Kindern von Nichtseßhaften und von Sinti und
       Roma.                                                               Roma.
 ---pagebreak--- 9.2.1999              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 34/23
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG
                                                                      da)Ùspezielle Ausbildung im Hinblick auf die Vermittlung ei-
                                                                          ner interkulturellen und multikulturellen Bildung;
                                                                      db) spezielle Ausbildung im Hinblick auf soziale Integration,
                                                                          Chancengleichheit und Erziehung von Kindern in
                                                                          schwierigen Situationen.
AKTION 2.Ú,,ERASMUS‘‘ — HOCHSCHULBILDUNG
Ziel von Erasmus ist die Stärkung der europäischen Dimension
der Hochschulbildung auf allen Ebenen und die Förderung der
transnationalen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen.
Die teilnehmenden Hochschulen schließen mit der Kommission
,,Hochschulverträge‘‘, die alle genehmigten Tätigkeiten umfas-
sen.
Im Rahmen von Erasmus wird außerdem die Einrichtung und            Im Rahmen von Erasmus wird außerdem die Einrichtung und
Festigung von thematischen Netzen gefördert, die den Hoch-         Festigung von thematischen Netzen gefördert, die den Hoch-
schulen ermöglichen, bei Themen zusammenzuarbeiten, die ein        schulen ermöglichen, bei Themen zusammenzuarbeiten, die ein
oder mehrere Fächer betreffen, oder bei Themen von gemeinsa-       oder mehrere Fächer betreffen, oder bei Themen von gemeinsa-
mem Interesse; hierdurch sollen die Verbreitung bewährter Ver-     mem Interesse; hierdurch sollen die Verbreitung bewährter Ver-
fahren vereinfacht, ein Nachdenken über qualitative und inno-      fahren vereinfacht, ein Nachdenken über qualitative und inno-
vative Aspekte der Hochschulbildung angeregt, die pädagogi-        vative Aspekte der Hochschulbildung angeregt, die pädagogi-
schen Methoden verbessert und die Entwicklung gemeinsamer          schen Methoden verbessert und die Entwicklung gemeinsamer
Programme und spezieller Kurse gefördert werden. Die Beteili-      Programme und spezieller Kurse gefördert werden. Die Beteili-
gung von Vertretern der Wissenschaft, der Berufsverbände, der      gung von Vertretern der Wissenschaft, der Berufsverbände, der
Wirtschaft und der Gesellschaft ist ausdrücklich erwünscht.        Wirtschaft und der Gesellschaft ist ausdrücklich erwünscht. Be-
                                                                   sonders wichtig ist die Verbreitung der im Rahmen der themati-
                                                                   schen Netze erzielten Ergebnisse.
Aktion 2.1.ÚZusammenarbeit zwischen europäischen Hoch-
schulen
1.ÙDie Gemeinschaft unterstützt Kooperationstätigkeiten zwi-
   schen Hochschulen, an denen neben den Hochschulen Part-
   ner aus anderen Mitgliedstaaten beteiligt sind, gegebenenfalls
   auch andere Akteure aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft
   und Gesellschaft.
2.ÙFolgende Kooperationstätigkeiten zwischen Hochschulen,
   bei denen die Möglichkeiten der Multimedia-Technologie
   genutzt werden sollten, können im Rahmen des obengenann-
   ten Hochschulvertrags einen Gemeinschaftszuschuß erhalten:
   a)ÙOrganisation der Mobilität von Studierenden, Dozenten
      und sonstigem an der europäischen Zusammenarbeit be-
      teiligtem Universitätspersonal;
   b) gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Studien-
      programmen, Modulen, Intensivprogrammen und anderen
      studienrelevanten Tätigkeiten, die fächerübergreifend an-
      gelegt sind und den Fachunterricht in anderen Sprachen
      einschließen;
   c) Konsolidierung des europäischen Systems zur Anrech-
      nung von Studienleistungen ECTS, um die akademische
      Anerkennung zu erleichtern.
 ---pagebreak--- C 34/24               DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      9.2.1999
               URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                               GEÄNDERTER VORSCHLAG
Aktion 2.2.ÚMobilität      von  Studierenden    und   Hochschul-
dozenten
1.ÙDie Gemeinschaft fördert die Mobilität von Studierenden
   und Dozenten zwischen den Mitgliedstaaten im Rahmen von
   ,,Hochschulverträgen‘‘.
2.ÙStudierende, die einen wesentlichen Teil ihres Studiums in ei-
   nem anderen Mitgliedstaat absolvieren und deren Studienlei-
   stungen gemäß der zwischenuniversitären Abkommen im
   Rahmen der Hochschulverträge vollständig anerkannt wer-
   den, gelten als Erasmus-Studierende, auch wenn sie kein
   ,,Erasmus-Stipendium‘‘ gemäß Punkt 3 erhalten. Die aufneh-
   menden Hochschulen erheben für Erasmus-Studierende
   keine Einschreibe- und Studiengebühren; Stipendien oder
   Darlehen, die die Studierenden erhalten, werden während ih-
   res Auslandsstudienaufenthalts weitergezahlt.
3.ÙDie Gemeinschaft fördert die Mobilität von Studierenden         3.ÙDie Gemeinschaft fördert die Mobilität von Studierenden
   und Dozenten durch Erasmus-Stipendien.                             und Dozenten durch Erasmus-Stipendien. Bei der Auswahl
                                                                      der Studierenden sollte neben dem Leistungskriterium auch
                                                                      die finanzielle Lage der Bewerber berücksichtigt werden, ent-
                                                                      sprechend der Definition von Förderungsfähigkeit in den na-
                                                                      tionalen Förderbestimmungen.
AKTION 3.Ú,,GRUNDTVIG‘‘ — ANDERE BILDUNGS-                         AKTION 3.Ú,,GRUNDTVIG‘‘ — ANDERE BILDUNGS-
WEGE                                                               WEGE
Die Aktion Grundtvig zielt darauf ab, das lebenslange Lernen       Die Aktion Grundtvig zielt darauf ab, das lebenslange Lernen
zu begünstigen, und zwar — ergänzend zu den Aktionen 1             zu begünstigen, und zwar — ergänzend zu den Aktionen 1
(Schule) und 2 (Hochschule) — insbesondere dadurch, daß all        (Schule) und 2 (Hochschule) — insbesondere dadurch, daß all
denjenigen Bürgern, die neue Kenntnisse erwerben möchten,          denjenigen Bürgern, die neue Kenntnisse und Kompetenzen er-
andere Bildungswege zur Verfügung gestellt werden. Die Ak-         werben möchten, andere Bildungswege zur Verfügung gestellt
tion richtet sich insbesondere an junge Menschen, die das          werden. Die Aktion richtet sich sowohl an junge Menschen, die
Schulsystem ohne ausreichende Grundbildung verlassen haben,        das Schulsystem ohne ausreichende Grundbildung verlassen ha-
an Personen, die sich für eine gewisse Zeit vom Bildungssystem     ben, und an Personen, die sich für eine gewisse Zeit vom Bil-
zurückgezogen haben und nun ein formelles Studium bzw. ei-         dungssystem zurückgezogen haben und nun ein formelles Stu-
nen formellen Bildungsgang beginnen oder wiederaufnehmen           dium bzw. einen formellen Bildungsgang beginnen oder wieder-
möchten, sowie an Erwachsene, die aus persönlichen Gründen         aufnehmen möchten, als auch an Erwachsene, die aus persönli-
Kenntnisse erwerben oder ihre Kenntnisse erweitern möchten.        chen Gründen Kenntnisse erwerben oder ihre Kenntnisse und
                                                                   Kompetenzen erweitern möchten. Sie richtet sich an Menschen,
                                                                   die sich an der Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft
                                                                   beteiligen und hierfür interkulturelle Kompetenzen erwerben
                                                                   wollen.
Grundtvig fördert dementsprechend die Einrichtung europäi-
scher Netze zum Ausbau der Beziehungen zwischen den ver-
schiedenen Akteuren in diesem Bereich, um eine solidere
Grundlage für die Zusammenarbeit bei Themen von gemeinsa-
mem Interesse zu schaffen.
Aktion 3.1.ÚNeue Bildungsansätze
1.ÙMit dieser Maßnahme sollen alle Initiativen gefördert wer-
   den, die die Entwicklung flexiblerer, weniger formeller und
   besser an die Bedürfnisse der Personen angepaßter Lern-
   methoden zum Ziel haben, die bestimmte zu bescheinigende
   Fähigkeiten bzw. Grundkenntnisse erwerben möchten.
 ---pagebreak--- 9.2.1999               DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 34/25
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                               GEÄNDERTER VORSCHLAG
2.ÙGemeinschaftszuschüsse können vor allem für Vorhaben be-          2.ÙGemeinschaftszuschüsse können vor allem für Vorhaben be-
   willigt werden, die auf Folgendes abzielen:                          willigt werden, die auf Folgendes abzielen:
   a)ÙKonzeption neuer Bildungsansätze unter Nutzung der                a)ÙKonzeption neuer Bildungsansätze wie der Entwicklung
       Multimedia-Technologie;                                              von Modulen und dem Einsatz der Multimedia-Techno-
                                                                            logie;
   b) Ausarbeitung von geeignetem Unterrichtsmaterial;                  b) Ausarbeitung von geeignetem Unterrichtsmaterial;
   c) Verbreitung innovativer Ansätze und bewährter Verfah-             c) Verbreitung innovativer Ansätze und bewährter Verfah-
       ren;                                                                 ren;
   d) Entwicklung von Verfahren zur Anerkennung, Bestäti-               d) Entwicklung von Verfahren zur Anerkennung, Bestäti-
       gung oder Bescheinigung der so erworbenen Fähigkeiten;               gung oder Bescheinigung der so erworbenen Fähigkeiten;
   e) Ausbildung von in diesem Bereich tätigem Bildungsperso-           e) Grund- und Fortbildung von in diesem Bereich tätigem
       nal.                                                                 Bildungspersonal.
Aktion 3.2.ÚErwachsenenbildung                                       Aktion 3.2.ÚErwachsenenbildung
1.ÙZiel dieser Aktion ist die Verbesserung der Qualität der Er-      1.ÙZiel dieser Aktion ist die Verbesserung der Qualität der Er-
   wachsenenbildung, und zwar insbesondere durch eine inten-            wachsenenbildung, und zwar insbesondere durch eine inten-
   sivere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen in die-             sivere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen in die-
   sem Bereich tätigen Einrichtungen, sowie die Stärkung der            sem Bereich tätigen Einrichtungen, sowie die Stärkung der
   europäischen Dimension der Erwachsenenbildung durch die              europäischen Dimension der Erwachsenenbildung, ein-
   Herausstellung des Reichtums, den die sprachliche und kul-           schließlich der Beteiligung an der Entwicklung einer demo-
   turelle Vielfalt der Völker darstellt, um dadurch die Entwick-       kratischen Gesellschaft, durch die Herausstellung des Reich-
   lung eines Zugehörigkeitsgefühls zu einer europäischen Ge-           tums, den die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Völker
   sellschaft zu fördern.                                               darstellt, um dadurch die Entwicklung eines Zugehörigkeits-
                                                                        gefühls zu einer europäischen Gesellschaft zu fördern.
2.ÙDie Gemeinschaft unterstützt Projekte, die von multilatera-       2.ÙDie Gemeinschaft unterstützt Projekte, die von multilatera-
   len Partnerschaften entwickelt werden und insbesondere fol-          len Partnerschaften entwickelt werden und insbesondere fol-
   gende Zielsetzungen haben:                                           gende Zielsetzungen haben:
   a)ÙFörderung der individuellen Nachfrage nach Bildungs-              a)ÙFörderung der Nachfrage nach und der Teilnahme an Bil-
       maßnahmen bei Erwachsenen, damit sie auf Dauer aktive                dungsmaßnahmen bei Erwachsenen, damit sie auf Dauer
       Mitglieder einer in ständiger Entwicklung befindlichen               aktive Mitglieder einer in ständiger Entwicklung befindli-
       Gesellschaft bleiben;                                                chen Gesellschaft bleiben;
   b) Entwicklung von Diensten zur Unterstützung der lernen-            b) Entwicklung von Diensten zur Unterstützung der lernen-
       den Erwachsenen und der Anbieter dieser Bildungsmaß-                 den Erwachsenen und der Anbieter dieser Bildungsmaß-
       nahmen;                                                              nahmen; Information und Beratung;
   c) Ausarbeitung von Lehrmaterial, das für multimediale               c) Ausarbeitung und Austausch von Lehrmaterial, das für
       Lernverfahren geeignet ist, sowie Austausch bewährter                multimediale Lernverfahren geeignet ist, sowie Austausch
       Verfahren;                                                           bewährter Verfahren;
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                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                            GEÄNDERTER VORSCHLAG
   d) Entwicklung von Verfahren zur Anerkennung, Bestäti-             d) Entwicklung von Verfahren zur Anerkennung, Bestäti-
      gung oder Bescheinigung der so erworbenen Fähigkeiten;             gung oder Bescheinigung der so erworbenen Fähigkeiten;
   e) Ausbildung von in diesem Bereich tätigem Bildungsperso-         e) bessere Grund- und Fortbildung von in diesem Bereich
      nal.                                                               tätigem Bildungspersonal.
AKTION 4.Ú,,LINGUA‘‘ — SPRACHUNTERRICHT UND
SPRACHENERWERB
1.ÙMit dieser Aktion soll der Kommission zusammen mit den
   Mitgliedstaaten ermöglicht werden, Maßnahmen zum Spra-
   chenerwerb zu koordinieren und auszubauen, und zwar mit
   dem Ziel, die sprachliche Vielfalt innerhalb der Gemeinschaft
   zu fördern und zu wahren, die Qualität von Sprachunterricht
   und Sprachenerwerb zu verbessern und den einfachen und
   lebenslangen Zugang zum Sprachunterricht, der an die indi-
   viduellen Bedürfnisse angepaßt ist, zu erleichtern.
2.ÙUnter Fremdsprachenunterricht ist in diesem Kontext die
   Vermittlung und der Erwerb aller Amtssprachen der Gemein-
   schaft, einschließlich der irischen und der luxemburgischen
   Sprache zu verstehen. Besonderes Augenmerk gilt innerhalb
   des gesamten Programms der Förderung der Kenntnisse in
   den Amtssprachen der Gemeinschaft, die weniger verbreitet
   sind und seltener unterrichtet werden.
3.ÙIm Rahmen dieser Aktion können Gemeinschaftszuschüsse
   für transnationale Projekte und Tätigkeiten vergeben wer-
   den, die allgemein den Sprachenerwerb zum Ziel haben, ins-
   besondere:
   —ÙSensibilisierungstätigkeiten;
   —ÙTätigkeiten zur Förderung und/oder Verbreitung innova-
       tiver Methoden wie dem frühzeitigen Fremdsprachenun-
       terricht oder dem Verstehen vieler Sprachen;
   —ÙAusarbeitung und Austausch von Lehrplänen, innovati-
       vem Lehrmaterial sowie Verfahren und Instrumenten zur
       Anerkennung der erworbenen Sprachkenntnisse;
   —ÙVernetzung mit nationalen, regionalen und lokalen Bil-
       dungszentren.
AKTION 5.Ú,,ATLAS‘‘ — BILDUNG UND MULTIMEDIA-                       AKTION 5.Ú,,MINERVA‘‘ — BILDUNG UND MULTIME-
TECHNOLOGIE                                                         DIA-TECHNOLOGIE
1.ÙZiel dieser Aktion ist die Koordinierung und Stärkung von
   Maßnahmen im Bereich des offenen Unterrichts und der
   Fernlehre sowie die Nutzung neuer Informations- und multi-
   medialer Kommunikationstechnologien im Zusammenhang
   mit der Bildung. Mit diesen Maßnahmen soll zum einen ein
   besseres Verständnis und eine kritische und verantwortungs-
   volle Verwendung der Werkzeuge und Verfahren, denen
   neue Technologien zugrunde liegen, erreicht werden und
   zum anderen auf europäischer Ebene der Zugang zu einem
   besseren Bildungsangebot sowie die Verfügbarkeit dieses An-
   gebots verbessert werden.
 ---pagebreak--- 9.2.1999              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  C 34/27
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                          GEÄNDERTER VORSCHLAG
2.ÙGemeinschaftszuschüsse im Rahmen dieser Aktion können
   für transnationale Projekte und Tätigkeiten übergreifender
   Art im Bildungsbereich vergeben werden, die die Nutzung
   neuer Technologien und/oder den Ausbau des offenen Un-
   terrichts und der Fernlehre zum Ziel haben, und die insbe-
   sondere drei Arten von Projekten zugeordnet werden kön-
   nen:
   —ÙProjekte und Studien, um die derzeitigen Innovationspro-
       zesse zu verstehen und Qualitätskriterien auszuarbeiten,
       insbesondere für multimediale Lernprodukte;
   —ÙProjekte zur Konzeption von Pilotmodulen, Methoden
       und Multimedia-Mitteln;
   —ÙProjekte, die der Entwicklung von Informationsdiensten          —ÙProjekte, die der Entwicklung von Informationsdiensten
       und -systemen über multimediale Mittel im Bildungsbe-           und -systemen über multimediale Mittel im Bildungsbe-
       reich sowie von Kommunikationssystemen zur Unterstüt-           reich sowie von Kommunikationssystemen zur Unterstüt-
       zung des Ideen- und Erfahrungsaustauschs dienen, und            zung des Ideen- und Erfahrungsaustauschs dienen, und
       zwar einschließlich der Vernetzung von Zentren, Exper-          zwar einschließlich der Einrichtung eines mehrsprachigen
       ten, Entscheidungsträgern und Projektkoordinatoren              europäischen Schulfernsehens, der Vernetzung von Zen-
       über Themen von gemeinsamem Interesse.                          tren, Experten, Entscheidungsträgern und Projektkoordi-
                                                                       natoren über Themen von gemeinsamem Interesse.
AKTION 6.ÚBEOBACHTUNG UND INNOVATION
Aktion 6.1.ÚBeobachtung von Bildungssystemen und -politiken
1.ÙDie gegenwärtige Aktion trägt durch den Informations- und
   Erfahrungsaustausch zur Transparenz der Bildungssysteme in
   Europa bei und macht aus den Besonderheiten der nationa-
   len Bildungssysteme eine Quelle der Qualität des europäi-
   schen Bildungswesens. Sie stützt sich auf eine Reihe von Be-
   obachtungsaktivitäten, die durch die Gemeinschaft miteinan-
   der verbunden und unterstützt werden:
   —ÙAufstellung von gemeinschaftlichen Vergleichskriterien;
   —ÙAufstellung von Indikatoren und Bewertung der Qualität
       des Bildungswesens, insbesondere durch die Vernetzung
       der betreffenden Einrichtungen und der Pilotprojekte;
   —ÙEinrichtung und Pflege von Datenbanken, die Informa-            —ÙEinrichtung und Pflege von Datenbanken, die Informa-
       tionen über innovative Erfahrungen enthalten;                   tionen über innovative Erfahrungen enthalten, wie das
                                                                       Informationssystem Ortelius;
   —ÙStärkung der Verbindung zwischen Organisationen, die
       im Bereich der Analyse von Bildungssystemen und Bil-
       dungspolitik tätig sind;
   —ÙStudien und Pilotprojekte über die Anerkennung von Di-
       plomen, Befähigungsnachweisen und Studienzeiten, die
       auf den verschiedenen Bildungsstufen in anderen Mit-
       gliedstaaten erworben bzw. durchgeführt werden.
 ---pagebreak--- C 34/28                DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     9.2.1999
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG
2.ÙGemeinschaftszuschüsse können außerdem vergeben werden
   für:
   —Ùdas Informationsnetz für das Bildungswesen in der Euro-
       päischen Gemeinschaft ,,Eurydice‘‘, das aus der Europäi-
       schen Informationsstelle und den nationalen Informati-
       onsstellen besteht, die von der Kommission bzw. von den
       Mitgliedstaaten eingerichtet wurden, um umfassend an
       der Durchführung dieser Aktion mitwirken zu können;
   —Ùdie Veranstaltung von und die Teilnahme an multilatera-
       len Studienaufenthalten (,,Arion‘‘);
   —Ùdas Gemeinschaftsnetz nationaler Informationszentren
       für Fragen der akademischen Anerkennung (Naric), um
       einen intensiven Informationsaustausch zwischen den
       Teilnehmern des Netzes und die Einleitung von Pilotpro-
       jekten zu Themen von gemeinsamem Interesse zu ermög-
       lichen, die die Anerkennung vereinfachen sollen.
3.ÙBei der Umsetzung der Aktion wird eine enge Zusammenar-
   beit mit dem Statistischen Amt der Europäischen Gemein-
   schaften (Eurostat) gewährleistet.
Aktion 6.2.ÚNeue innovative Initiativen
Neben den Kooperationstätigkeiten im Rahmen der verschiede-
nen Programmaktionen unterstützt die Gemeinschaft transna-
tionale Projekte, die auf gezielte Innovationen in einem oder
mehreren Bildungsbereichen abzielen. Die prioritären Themen
werden regelmäßig überprüft, um während der gesamten Lauf-
zeit dieses Programms auf neu entstehende Bedürfnisse einge-
hen zu können.
AKTION 7.ÚGEMEINSAME AKTIONEN                                       AKTION 7.ÚGEMEINSAME AKTIONEN
1.ÙIm Rahmen der gemeinsamen Aktionen gemäß Artikel 6 die-          1.ÙIm Rahmen der gemeinsamen Aktionen gemäß Artikel 6 die-
   ses Beschlusses fördert die Gemeinschaft Aktionen in Verbin-        ses Beschlusses fördert die Gemeinschaft Aktionen in Verbin-
   dung mit anderen Maßnahmen der Politik der Wissensförde-            dung mit anderen Programmen und Maßnahmen, die einen
   rung, insbesondere mit Gemeinschaftsprogrammen in den               Beitrag zu einem Europa des Wissens leisten, insbesondere
   Bereichen Berufsbildung und Jugend zur Verbesserung des             mit Gemeinschaftsprogrammen in den Bereichen Berufsbil-
   Zugangs zu Wissen.                                                  dung und Jugend zur Verbesserung des Zugangs zu Wissen.
2.ÙDie Koordinierung zwischen den drei Programmen kann
   mittels gemeinsamer Aufrufe zur Einreichung von Projektan-
   trägen durchgeführt werden. Insbesondere beabsichtigt die
   Kommission, ein gemeinsames Informations- und Beobach-
   tungssystem für beispielhafte Praktiken in der Wissensförde-
   rung sowie gemeinsame Aktionen zu multimedialen Lehr-
   und Lernmitteln zu entwickeln. Diese Projekte können eine
   Vielzahl von Aktionen aus mehreren Bereichen umfassen,
   u.Øa. aus dem Bildungsbereich. Sie können durch andere Ge-
   meinschaftsprogramme ergänzend gefördert werden.
 ---pagebreak--- 9.2.1999              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 34/29
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                             GEÄNDERTER VORSCHLAG
3.ÙEs werden geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der            3.ÙEs werden geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der
   Kontakte und Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten die-          Kontakte und Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten die-
   ses Programms und den Berufsbildungs- und Jugendpro-               ses Programms und anderen Gemeinschaftsprogrammen, ins-
   grammen auf regionaler und lokaler Ebene getroffen — ins-          besondere Berufsbildungs- und Jugendprogrammen, getrof-
   besondere die Schaffung von ,,Europäischen Wissenszen-             fen — wie zum Beispiel die Schaffung von ,,Europäischen
   tren‘‘. Dadurch soll ein Beitrag zur Umsetzung der Politik         Wissenszentren‘‘. Dadurch soll ein Beitrag zur Umsetzung
   lebenslangen Lernens auf regionaler und lokaler Ebene gelei-       der Politik lebenslangen Lernens auf regionaler und lokaler
   stet werden.                                                       Ebene geleistet werden.
AKTION 8.ÚFLANKIERENDE MASSNAHMEN
1.ÙFinanzielle Zuschüsse können für Initiativen zur Erreichung
   der Ziele dieses Programms vergeben werden, sofern diese
   Initiativen nicht im Rahmen anderer Aktionen des Pro-
   gramms gefördert werden:
   —ÙSensibilisierungsmaßnahmen zur Förderung der Zusam-
       menarbeit im Bildungsbereich, einschließlich der Unter-
       stützung des Wettbewerbs ,,Europa in der Schule‘‘ in Zu-
       sammenarbeit mit dem Europarat;
   —ÙTätigkeiten zur Ausbildung von Personen, die an der
       Durchführung europäischer Kooperationsprojekte im Bil-
       dungsbereich beteiligt sind;
   —Ùtransnationale Tätigkeiten von im Bildungsbereich tätigen
       Verbänden und anderen Nichtregierungsorganisationen;
   —ÙKonferenzen und Kolloquien über Innovationen in den
       Bereichen des Programms;
   —ÙMaßnahmen zur Nutzung und Verbreitung der Ergeb-                 —ÙMaßnahmen zur Nutzung und Verbreitung der Ergeb-
       nisse der Projekte und Tätigkeiten, die mit Unterstützung          nisse der Projekte und Tätigkeiten, die mit Unterstützung
       dieses Programms oder seines Vorläufers durchgeführt               dieses Programms oder seines Vorläufers durchgeführt
       wurden, unter anderem durch Verwendung von Mitteln                 wurden [.Ø.Ø.].
       wie dem Informationssystem Ortelius.
2.ÙGemeinschaftszuschüsse können vergeben werden, um die
   für die Durchführung des Programms erforderlichen Infor-
   mationsmaßnahmen zu fördern, die Tätigkeiten der gemäß
   Artikel 5 des Beschlusses in den Mitgliedstaaten mit der Pro-
   grammabwicklung beauftragten Stellen zu unterstützen sowie
   ein effizientes Instrumentarium für die Betreuung und Be-
   wertung der in diesem Anhang genannten Maßnahmen si-
   cherzustellen.
3.ÙFür die Durchführung des Programms kann die Kommission
   auf Einrichtungen technischer Unterstützung zurückgreifen,
   deren Finanzierung innerhalb des Gesamtbudgets des Pro-
   gramms vorgesehen werden kann. Die Kommission kann zu
   denselben Bedingungen auf Experten zurückgreifen. Außer-
   dem kann die Kommission jedwede Evaluationsstudie veran-
   lassen sowie Seminare, Kolloquien und andere Expertentref-
   fen organisieren, welche zur Erleichterung der Programm-
   umsetzung geeignet sind. Die Kommission kann Maßnahmen
   zur Information, Veröffentlichung und Verbreitung durch-
   führen.
 ---pagebreak--- C 34/30                DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                 9.2.1999
                 URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                         GEÄNDERTER VORSCHLAG
III. VERFAHREN ZUR EINREICHUNG UND AUSWAHL
                        DER PROJEKTE
Für die Einreichung und Auswahl der Projekte dieses Anhangs
gelten folgende Bestimmungen:
1.ÙDie Anträge auf Zuschuß für die Projekte innerhalb der
    als dezentralisiert gekennzeichneten Aktionen 1.2 und 1.2
    Punkt 3 Buchstabe c) sowie für alle Vorbereitungsaufenthalte
    außer denjenigen im Rahmen der Aktion 2 werden bei den
    von den Mitgliedstaaten nach Artikel 5 Absatz 3 benannten
    integrierten Verwaltungsstrukturen eingereicht. Diese Stellen
    führen die Auswahl der Projekte durch und weisen den aus-
    gewählten Projekten gemäß den in Artikel 7 Absatz 3 festge-
    legten allgemeinen Leitlinien einen Zuschuß zu.
2.ÙDie Zuweisung der in Aktion 2.2 Punkt 3 vorgesehenen Mit-
    tel für die Mobilität von Studenten und Dozenten im Rah-
    men des in Aktion 2.1 erwähnten Hochschulvertrags erfolgt
    durch die von den Mitgliedstaaten nach Artikel 5 Absatz 3
    benannten integrierten Verwaltungsstrukturen gemäß den
    nach Artikel 7 Absatz 3 festzulegenden allgemeinen Leitli-
    nien.
3.ÙZuschußanträge für die in den anderen, als zentralisiert ge-
    kennzeichneten Teilen des Programms genannten Projekte
    werden bei der Kommission eingereicht, die sie den integrier-
    ten Verwaltungsstrukturen zur Kenntnis bringt. Die Kom-
    mission entscheidet über die finanzielle Unterstützung der
    Projekte nach Stellungnahme des Ausschusses gemäß Artikel 7
    Absatz 6.
             IV. FINANZIELLE BESTIMMUNGEN
1.ÙDie Gemeinschaftsmittel für die Unterstützung der Aktionen
    1.1, 1.2 Punkt 3 Buchstabe c) sowie 2.2 Punkt 3 werden ge-
    mäß Punkt 5 unten auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt.
2.ÙDie zugewiesenen Gemeinschaftsmittel werden von den in
    Artikel 5 Absatz 3 vorgesehenen nationalen Stellen verwaltet.
    Diese Stellen sind außerdem für die Koordinierung mit den
    in den Mitgliedstaaten verfügbaren Mitteln zuständig, die die
    Teilnahme an den europäischen Kooperationstätigkeiten för-
    dern sollen.
3.ÙDie Kommission trifft gemeinsam mit den Mitgliedstaaten
    die erforderlichen Maßnahmen, um eine ausgewogene Betei-
    ligung in gemeinschaftlicher, nationaler und regionaler Hin-
    sicht sowie — was den Hochschulbereich angeht — inner-
    halb der Fachrichtungen zu fördern. Hierfür können höch-
    stens 10Ø% der jährlich für die jeweilige Aktion vorgesehenen
    Mittel aufgewendet werden.
4.ÙIm Hinblick auf eine möglichst breite Beteiligung in den ein-
    zelnen Mitgliedstaaten sowie eine effiziente Betreuung und
    einen regen Erfahrungsaustausch zwischen den geförderten
    Projekten und Tätigkeiten sollten die nationalen Stellen eng
    mit den jeweiligen regionalen und lokalen Behörden ihres
    Landes zusammenarbeiten. Sie können gemeinsam mit der
    Kommission Initiativen zur Förderung der ausgewogenen
    Beteiligung der verschiedenen nationalen oder regionalen
    Einrichtungen durchführen, insbesondere Informations- und
    Sensibilisierungsmaßnahmen.
 ---pagebreak--- 9.2.1999               DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                 C 34/31
                 URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                        GEÄNDERTER VORSCHLAG
5. Aufteilung der Mittel für:
   Aktion 1.1
   Aktion 1.2 Punkt 3 Buchstabe c)
   Aktion 2.2 Punkt 3
   a)ÙEntsprechend den zur Verfügung stehenden Mitteln wird
       jedem Mitgliedstaat ein Mindestbeitrag zugewiesen.
   b) Der Restbetrag wird auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt
       nach Maßgabe:
         i)Ùdes Bruttoinlandsprodukts je Einwohner;
        ii) der Entfernung zwischen Herkunftsmitgliedstaat und
            aufnehmendem Mitgliedstaat;
       iii) der Anzahl der
            —ÙSchüler und Lehrkräfte in schulischen Einrichtun-
               gen für die Aktion 1.1 und Aktion 1.2 Punkt 3
               Buchstabe c);
            —ÙStudierenden an Hochschulen für die Aktion 2.2
               Punkt 3 (Studierende), wobei auch die Zahl der
               Hochschulabsolventen in Betracht gezogen wer-
               den könnte;
            —ÙDozenten an Hochschulen für die Aktion 2.2
               Punkt 3 (Dozenten).
6.ÙDie Kommission trifft die Vorkehrungen bezüglich der Ver-
   teilung der für die Vorbereitungsaufenthalte vorgesehenen
   Mittel auf die einzelnen Mitgliedstaaten nach Stellungnahme
   des Ausschusses gemäß Artikel 7 Absatz 6.
                       V. DEFINITIONEN
Für dieses Programm gelten folgende Begriffsbestimmungen:
—Ù,,lebenslanges Lernen‘‘: Bildungs- und Ausbildungsangebote,
    die einer Person das ganze Leben hindurch offenstehen, um
    ihr die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse und Kompe-
    tenzen laufend auf den neuesten Stand zu bringen;
— ,,Entscheidungsträger‘‘: Personen, die im Bildungsbereich
    Aufgaben im Bereich der Leitung, Bewertung, Ausbildung,
    Ausrichtung und Inspektion ausüben; die auf lokaler, regio-
    naler und nationaler Ebene sowie in den Ministerien für die
    Bildung zuständigen Personen;
— ,,offener Unterricht und Fernlehre‘‘: jede Form flexibler Bil-
    dung, die folgende Merkmale aufweist: Einsatz von Infor-
    mations- und Kommunikationstechnologien und -diensten in
    traditioneller oder fortgeschrittener Form, Unterstützung
    durch individuelle Beratung und Betreuung;
 ---pagebreak--- C 34/32                DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                 9.2.1999
                URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG                                          GEÄNDERTER VORSCHLAG
— ,,Schüler‘‘: alle als Lernende in einer schulischen Einrichtung
   angemeldeten Personen;
— ,,Dozent/Lehrkräfte‘‘: Personen, die von Berufs wegen di-
   rekt am Bildungsprozeß in den Mitgliedstaaten beteiligt
   sind, entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Bildungssy-
   stems;
— ,,Unternehmen‘‘: alle Unternehmen im öffentlichen oder pri-
   vaten Sektor, unabhängig von Größe, Rechtsform oder
   Wirtschaftsbereich, sowie jede Art von Wirtschaftstätigkeit,
   einschließlich der Sozialwirtschaft;
— ,,schulische Einrichtung‘‘ oder ,,Schule‘‘: alle Arten von schu-
   lischen Einrichtungen, sowohl allgemeinbildende (Vorschule,
   Grundschule, Sekundarschule) als auch berufsbildende oder
   technische Schulen;
— ,,Studierende‘‘: an Hochschulen eingeschriebene Personen
   aller Fachrichtungen, die ein Hochschulstudium absolvieren,
   um einen anerkannten Titel oder Studienabschluß zu erwer-
   ben, einschließlich ein Promotionsstudium;
— ,,virtuelle Mobilität‘‘: alle Mittel, Verfahren, Dienste und Si-   [.Ø.Ø.]
   mulationen, die mit Hilfe der Informationstechnologien und
   Telekommunikationsnetze ermöglichen, auf an anderen Or-
   ten verfügbare Informationen zuzugreifen, Ideen auszutau-
   schen und sich an Kooperationsmaßnahmen mit geogra-
   phisch entfernten Partnern zu beteiligen;
— ,,Sozialpartner‘‘: auf nationaler Ebene: Arbeitgeberverbände
   und Gewerkschaften, gemäß den einzelstaatlichen Rechts-
   vorschriften und/oder Gepflogenheiten; auf Gemeinschafts-
   ebene: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, die am
   sozialen Dialog auf Gemeinschaftsebene teilnehmen;
— ,,Europäisches Wissenszentrum‘‘: regionale oder lokale Zu-
   sammenführung der Akteure, die an diesem Programm bzw.
   an den Gemeinschaftsprogrammen in den Bereichen Berufs-
   bildung und Jugend mitwirken, um somit Ansätze zur Ver-
   wirklichung des lebenslangen Lernens auf regionaler oder
   lokaler Ebene insbesondere dadurch zu fördern, daß der In-
   formations- und Ergebnisaustausch sowie die aktive Wech-
   selwirkung zwischen den drei Programmen unterstützt wird;
— ,,Gemeinschaftliche Vergleichskriterien‘‘: alle Analysen, Stu-
   dien, Umfragen oder Untersuchungen bewährter Verfahren,
   die — zu einem bestimmten Thema oder in einem bestimm-
   ten Bereich — ermöglichen, die jeweilige Position der Mit-
   gliedstaaten und die erzielten Fortschritte auf Gemein-
   schaftsebene einzuschätzen;
— ,,Universität‘‘: alle Arten von Einrichtungen der Hochschul-
   bildung, an denen gemäß einzelstaatlicher Rechtsvorschrif-
   ten und/oder Gepflogenheiten Hochschulqualifikationen
   oder -grade erlangt werden können, ungeachtet ihrer jewei-
   ligen Bezeichnung in den Mitgliedstaaten.