CELEX: 52001PC0699
Language: de
Date: 2001-11-28
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) für das Jahr 2002

Avis juridique important

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52001PC0699

Vorschlag für eine Verordnung des Rates mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) für das Jahr 2002  /* KOM/2001/0699 endg. - CNS 2001/0279 */  

Amtsblatt Nr. 075 E vom 26/03/2002 S. 0255 - 0257

Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES mit Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) für das Jahr 2002(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNGAus wissenschaftlichen Gutachten des Internationalen Rates für Meeresforschung vom November 1999 ging hervor, dass die Anzahl geschlechtsreifer Kabeljaue in der Irischen See damals auf einem historischen Tiefstand war. Anschließende Gutachten ergaben, dass diese Anzahl 2000 und 2001 noch weiter zurückgegangen ist und voraussichtlich auch 2002 auf einem niedrigen Stand bleiben wird. Dies gibt Anlass zu der Sorge, dass dieser Bestand womöglich nicht mehr in der Lage ist, sich durch Fortpflanzung wiederaufzufuellen.Es wurden bereits Maßnahmen zum Schutz geschlechtsreifer Kabeljaue während der Laichzeit 2000 und 2001 getroffen, damit die adulten Fische so viele Eier wie möglich laichen und hoffentlich ein umfangreicher Kabeljaujahrgang nachwächst. Ähnliche Maßnahmen müssen auch während der Laichzeit 2002 getroffen werden, solange im Rat noch nicht über Vorschläge für mehrjährige Bestandserholungspläne für Kabeljau und Seehecht entschieden wurde. Da diese Entscheidungen des Rates nicht vor Mitte 2002 ergehen dürften, müssen die laufenden Maßnahmen um ein weiteres Jahr verlängert werden.2001/0279 (CNS)Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES mit Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) für das Jahr 2002DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 37,auf Vorschlag der Kommission [1],[1]  ABl. C vom , S. .nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments [2],[2]  ABl. C vom , S. .in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Im November 1999 wies der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) darauf hin, dass der Kabeljaubestand in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) ernsthaft vom Zusammenbruch bedroht ist.(2) Aus weiteren ICES-Gutachten geht hervor, dass die Anzahl geschlechtsreifer Kabeljaue in der Irischen See in den Jahren 2000 und 2001 gering war und auch 2002 gering bleiben wird.(3) Mit der Verordnung (EG) Nr. 304/2000 der Kommission vom 9. Februar 2000 mit Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) [3], zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 660/2000 [4], wurden Maßnahmen eingeleitet, um adulte Kabeljaue während der Laichsaison 2000 zu schützen.[3]  ABl. L 35 vom 10.2.2000, S. 10.[4]  ABl. L 80 vom 31.3.2000, S.14.(4) Mit der Verordnung (EG) Nr. 300/2001 des Rates vom 14. Februar 2001 mit Maßnahmen zur Wiederauffuellung des Kabeljaubestands in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa) für das Jahr 2001 [5], wurden Maßnahmen eingeleitet, um adulte Kabeljaue während der Laichsaison 2001 zu schützen.[5]  ABl. L 44 vom 15.2.2001, S. 12(5) Während des Durchführungszeitraumes dieser Maßnahmen wurden weitere wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt und praktische Erfahrungen gesammelt, die nahelegen, dass die für 2001 geltenden Vorschriften für 2002 angepasst werden sollten.(6) So sollte vor allem die Verwendung von semi-pelagischen Schleppnetzen im Schongebiet nicht länger gestattet und die Verwendung von Trichternetzen auf einen größeren Teil des Schongebiets ausgedehnt werden. Die Anwesenheit von Beobachtern an Bord der Schiffe, die solches Fanggerät verwenden, ist hierauf nicht länger notwendig -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Diese Verordnung enthält Maßnahmen zum Schutz geschlechtsreifer Kabeljaue während der Laichsaison 2002 in der Irischen See (ICES-Gebiet VIIa gemäß der Abgrenzung der Verordnung (EWG) Nr. 3880/91 des Rates vom 17. Dezember 1991 über die Vorlage von Fangstatistiken durch die Mitgliedstaaten, die im Nordostatlantik Fischfang betreiben [6]).[6]  ABl. L 365 vom 31.12.1991, S. 1Artikel 21. In der Zeit vom 11. Februar bis zum 30. April 2002 ist es verboten, Grundschleppnetze, Waden oder ähnliche Zugnetze, Kiemennetze, Trammelnetze, Verwickelnetze oder ähnliche stationäre Netze sowie jegliches Fanggerät mit Haken in dem Teil des ICES-Gebiets VIIa einzusetzen, der durch folgende Linien umschlossen wird:- die Ostküste Irlands und die Ostküste Nordirlands sowie- Linien, die folgende Punkte gerade miteinander verbinden:- einen Punkt an der Ostküste der Halbinsel Ards in Nordirland bei 54°30'N- 54°30'N, 04°50'W,- 53°15'N, 04°50'W,- einen Punkt an der Ostküste Irlands bei 53°15'N.2. Abweichend von Absatz 1 ist in dem dort genannten Gebiet und Zeitraum zulässig(a) die Verwendung von Grundscherbrettnetzen, vorausgesetzt, es wird kein anderes Fanggerät an Bord mitgeführt und diese Netze(i) weisen eine Maschenöffnung im Bereich 70 mm bis 79 mm oder 80 mm bis 89 mm auf,(ii) entsprechen nur einem der beiden zulässigen Maschenöffnungsbereiche,(iii) verfügen über keine einzige Masche, unabhängig von ihrer Lage im Netz, mit einer Öffnung von mehr als 300 mm und(iv) werden nur in einem Gebiet eingesetzt, das durch gerade Linien zwischen folgenden Koordinaten begrenzt ist:53°30'N, 05°30'W,53° 30'N, 05°20'W,54°20'N, 04°50'W,54°30'N, 05°10'W,54°30'N, 05°20'W,54°00'N, 05°50'W,54°00'N, 06°10'W,53°45'N, 06°10'W,53°45'N, 05°30'W,53°30'N, 05°30'W.(b) die Verwendung von Trichternetzen, vorausgesetzt, es wird kein anderes Fanggerät an Bord mitgeführt und diese Netze(i) genügen den Bedingungen von Buchstabe a) Unterabsätze (i) bis (iv) und(ii) erfuellen die im Anhang dargelegten technischen Auflagen.Trichternetze dürfen ebenfalls in einem Gebiet eingesetzt werden , das durch gerade Linien zwischen folgenden Koordinaten begrenzt ist:53°45'N, 06°00'W,53°45'N, 05°30'W,53°30'N, 05°30'W,53°30'N, 06°00'W,53°45'N, 06°00'W.Artikel 3An Bord behaltene Fänge, die unter den in Artikel 2 Absatz 2 genannten Bedingungen mit Grundscherbrettnetzen oder Trichternetzen gefangen wurden, dürfen nur angelandet werden, wenn der Anteil der einzelnen Arten den in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 850/98 des Rates vom 30. März 1998 zur Erhaltung der Fischereiressourcen durch technische Maßnahmen zum Schutz von jungen Meerestieren [7] für Schleppgerät mit einer Maschenöffnung von 70mm bis 79mm vorgesehenen Bestimmungen entspricht.[7]  ABl. L 125 vom 27.4.1998, S. 1.Artikel 4Diese Verordnung tritt am in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des RatesDer PräsidentANHANGTechnische Spezifikationen eines Trichternetzes&gt;VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD&gt;