CELEX: C2006/326/24
Language: de
Date: 2006-12-30 00:00:00
Title: Rechtssache C-205/05: Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 9. November 2006 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal des affaires de sécurité sociale de Longwy [Frankreich]) — Fabien Nemec/Caisse régionale d'assurance maladie du Nord-Est (Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer — Artikel 42 EG — Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 — Artikel 58 — Leistung zugunsten von Arbeitnehmern, die Asbest ausgesetzt waren — Berechnung von Geldleistungen — Weigerung, in einem anderen Mitgliedstaat erzielte Arbeitsentgelte zu berücksichtigen)

30.12.2006   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 326/12
            
         Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 9. November 2006 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal des affaires de sécurité sociale de Longwy [Frankreich]) — Fabien Nemec/Caisse régionale d'assurance maladie du Nord-Est
   (Rechtssache C-205/05) (1)
   
   (Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer - Artikel 42 EG - Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Artikel 58 - Leistung zugunsten von Arbeitnehmern, die Asbest ausgesetzt waren - Berechnung von Geldleistungen - Weigerung, in einem anderen Mitgliedstaat erzielte Arbeitsentgelte zu berücksichtigen)
   (2006/C 326/24)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Vorlegendes Gericht
   Tribunal des affaires de sécurité sociale de Longwy
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Kläger: Fabien Nemec
   
      Beklagte: Caisse régionale d'assurance maladie du Nord-Est
   Gegenstand
   Vorabentscheidungsersuchen — Tribunal des affaires de sécurité sociale de Longwy — Auslegung des Artikels 39 des EG-Vertrags, der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Text von Bedeutung für den EWR und die Schweiz) (ABl. L 166, S. 1) und des Artikels 15 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (ABl. L 74, S. 1) — Nichtberücksichtigung von im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats erzielten Arbeitsentgelten bei der Berechnung der Leistung für Asbestarbeiter, wenn von diesen Entgelten keine Beiträge zum nationalen System der sozialen Sicherheit abgeführt worden sind
   Tenor
   Artikel 58 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, in ihrer durch die Verordnung (EG) Nr. 118/97 des Rates vom 2. Dezember 1996 geänderten und aktualisierten Fassung ist dem Zweck von Artikel 42 EG konform dahin auszulegen, dass die Berechnung des „Durchschnittsentgelts“ im Sinne der erstgenannten Vorschrift in einem Fall wie dem des Ausgangsrechtsstreits aufgrund des Arbeitsentgelts erfolgt, das der Betroffene bei normaler beruflicher Entwicklung erhalten hätte, wenn er weiterhin in dem Mitgliedstaat, dem der zuständige Träger angehört, beschäftigt gewesen wäre.
   
      (1)  ABl. C 182 vom 23.07.2005.