CELEX: 62006CB0200
Language: de
Date: 2008-10-06 00:00:00
Title: Rechtssache C-200/06: Beschluss des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 6. Oktober 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Bruxelles — Belgien) — Raffinerie Tirlemontoise SA/Bureau d'intervention et de restitution belge (BIRB) (Art. 104 § 3 der Verfahrensordnung — Zucker — Produktionsabgaben — Durchführungsbestimmungen zur Quotenregelung — Berücksichtigung der in den Verarbeitungserzeugnissen enthaltenen Zuckermengen — Ermittlung des ausführbaren Überschusses — Ermittlung des durchschnittlichen Verlusts)

6.12.2008   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 313/9
            
         Beschluss des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 6. Oktober 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de première instance de Bruxelles — Belgien) — Raffinerie Tirlemontoise SA/Bureau d'intervention et de restitution belge (BIRB)
   (Rechtssache C-200/06) (1)
   
   (Art. 104 § 3 der Verfahrensordnung - Zucker - Produktionsabgaben - Durchführungsbestimmungen zur Quotenregelung - Berücksichtigung der in den Verarbeitungserzeugnissen enthaltenen Zuckermengen - Ermittlung des ausführbaren Überschusses - Ermittlung des durchschnittlichen Verlusts)
   (2008/C 313/14)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Vorlegendes Gericht
   Tribunal de première instance de Bruxelles
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Klägerin: Raffinerie Tirlemontoise SA
   
      Beklagter: Bureau d'intervention et de restitution belge (BIRB)
   Gegenstand
   Vorabentscheidungsersuchen — Tribunal de première instance de Bruxelles — Auslegung des Art. 15 der Verordnung (EG) Nr. 1260/2001 des Rates vom 19. Juni 2001 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker (ABl. L 178, S. 1) — Gültigkeit der Verordnung (EG) Nr. 314/2002 der Kommission vom 20. Februar 2002 mit Durchführungsbestimmungen zur Quotenregelung im Zuckersektor (ABl. L 50, S. 40) — Gültigkeit der Verordnung (EG) Nr. 1775/2004 der Kommission vom 14. Oktober 2004 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2003/04 (ABl. L 316, S. 64), der Verordnung (EG) Nr. 1762/2003 der Kommission vom 7. Oktober 2003 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2002/03 (ABl. L 254, S. 4), der Verordnung (EG) Nr. 1837/2002 der Kommission vom 15. Oktober 2002 zur Festsetzung der Produktionsabgaben sowie des Koeffizienten der Ergänzungsabgabe im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2001/02 (ABl. L 278, S. 13), der Verordnung (EG) Nr. 1993/2001 der Kommission vom 11. Oktober 2001 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2000/01 (ABl. L 271, S. 15) und der Verordnung (EG) Nr. 2267/2000 der Kommission vom 12. Oktober 2000 zur Festsetzung der Produktionsabgaben sowie des Berechnungskoeffizienten für die Ergänzungsabgabe im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 1999/2000 (ABl. L 259, S. 29) — Berechnungsweise des mit der Produktionsabgabe zu finanzierenden Gesamtverlusts — Berücksichtigung der Gesamtheit der exportierten Zuckermengen bei der Feststellung des ausführbaren Überschusses und nur der Mengen, die Anlass zur Zahlung einer Ausfuhrerstattung gegeben haben, bei der Ermittlung des durchschnittlichen Verlusts je Tonne Zucker
   Tenor
   
               1.
            
            
               Nach Art. 15 Abs. 1 Buchst. c der Verordnung (EG) Nr. 1260/2001 des Rates vom 19. Juni 2001 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker umfasst der ausführbare Überschuss die unter diesen Artikel fallenden Zuckermengen, soweit sie in Verarbeitungserzeugnissen enthalten sind, die exportiert wurden, ohne dass Erstattungen tatsächlich gewährt wurden.
               Art. 15 Abs. 1 Buchst. d der genannten Verordnung ist dahin auszulegen, dass bei der Ermittlung des durchschnittlichen Verlusts je Tonne Erzeugnis alle unter diesen Artikel fallenden ausgeführten Erzeugnismengen zu berücksichtigen sind, gleich ob Erstattungen tatsächlich gewährt wurden oder nicht.
               Die Prüfung von Art. 6 Abs. 4 und 5 der Verordnung (EG) Nr. 314/2002 der Kommission vom 20. Februar 2002 mit Durchführungsbestimmungen zur Quotenregelung im Zuckersektor — soweit einschlägig in der durch die Verordnungen (EG) Nr. 1140/2003 der Kommission vom 27. Juni 2003 und (EG) Nr. 38/2004 der Kommission vom 9. Januar 2004 geänderten Fassung — hat nichts ergeben, was ihre Gültigkeit berühren könnte.
            
         
               2.
            
            
               Die Prüfung der Verordnungen (EG) Nr. 2267/2000 der Kommission vom 12. Oktober 2000 zur Festsetzung der Produktionsabgaben sowie des Berechnungskoeffizienten für die Ergänzungsabgabe im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 1999/2000, (EG) Nr. 1993/2001 der Kommission vom 11. Oktober 2001 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2000/01 und (EG) Nr. 1837/2002 der Kommission vom 15. Oktober 2002 zur Festsetzung der Produktionsabgaben sowie des Koeffizienten der Ergänzungsabgabe im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2001/02 hat nichts ergeben, was ihre Gültigkeit berühren könnte.
               Die Verordnungen (EG) Nr. 1762/2003 der Kommission vom 7. Oktober 2003 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2002/03 und (EG) Nr. 1775/2004 der Kommission vom 14. Oktober 2004 zur Festsetzung der Produktionsabgaben im Zuckersektor für das Wirtschaftsjahr 2003/04 sind ungültig.
            
         
      (1)  ABl. C 165 vom 15.7.2006.