CELEX: 62019CA0132
Language: de
Date: 2020-12-09 00:00:00
Title: Rechtssache C-132/19 P: Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 9. Dezember 2020 Groupe Canal +, Europäische Kommission, Französische Republik, Union des producteurs de cinéma (UPC), C More Entertainment AB, European Film Agency Directors — EFADs, Bureau européen des unions de consommateurs (BEUC) (Rechtsmittel – Wettbewerb – Kartelle – Ausstrahlung im Fernsehen – Verordnung [EG] Nr. 1/2003 – Art. 9 und Art. 16 Abs. 1 – Entscheidung, mit der Verpflichtungszusagen für bindend erklärt werden – Absoluter territorialer Schutz – Ermessensmissbrauch – Vorläufige Beurteilung – Europäische Kommission nicht verpflichtet, Ausführungen zu Art. 101 Abs. 3 AEUV zu berücksichtigen – Vereinbarungen, die eine Abschottung der nationalen Märkte bezwecken – Kommission nicht verpflichtet, jeden einzelnen betroffenen nationalen Markt zu analysieren – Verhältnismäßigkeit – Beeinträchtigung der vertraglichen Rechte Dritter)

8.2.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 44/5
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 9. Dezember 2020 Groupe Canal +, Europäische Kommission, Französische Republik, Union des producteurs de cinéma (UPC), C More Entertainment AB, European Film Agency Directors — EFADs, Bureau européen des unions de consommateurs (BEUC)
      (Rechtssache C-132/19 P) (1)
      
      (Rechtsmittel - Wettbewerb - Kartelle - Ausstrahlung im Fernsehen - Verordnung [EG] Nr. 1/2003 - Art. 9 und Art. 16 Abs. 1 - Entscheidung, mit der Verpflichtungszusagen für bindend erklärt werden - Absoluter territorialer Schutz - Ermessensmissbrauch - Vorläufige Beurteilung - Europäische Kommission nicht verpflichtet, Ausführungen zu Art. 101 Abs. 3 AEUV zu berücksichtigen - Vereinbarungen, die eine Abschottung der nationalen Märkte bezwecken - Kommission nicht verpflichtet, jeden einzelnen betroffenen nationalen Markt zu analysieren - Verhältnismäßigkeit - Beeinträchtigung der vertraglichen Rechte Dritter)
      (2021/C 44/05)
      Verfahrenssprache: Französisch
      
         Parteien
      
      
         Rechtsmittelführerin: Groupe Canal + (Prozessbevollmächtigte: P. Wilhelm, P. Gassenbach und O. de Juvigny, avocats)
      
         Andere Parteien des Verfahrens: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: A. Dawes, C. Urraca Caviedes und L. Wildpanner), Französische Republik (Prozessbevollmächtigte: E. de Moustier und P. Dodeller), Union des producteurs de cinéma (UPC) (Prozessbevollmächtigter: E. Lauvaux, avocat), C More Entertainment AB, European Film Agency Directors — EFADs (Prozessbevollmächtigter: O. Sasserath, avocat), Bureau européen des unions de consommateurs (BEUC) (Prozessbevollmächtigte: A. Fratini, avvocatessa
      
         Tenor
      
      
                  1.
               
               
                  Das Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 12. Dezember 2018, Groupe Canal +/Kommission (T-873/16, EU:T:2018:904), wird aufgehoben.
               
            
                  2.
               
               
                  Der Beschluss der Europäischen Kommission vom 26. Juli 2016 in einem Verfahren nach Artikel 101 AEUV und Artikel 53 des EWR-Abkommens (Sache AT.40023 — Grenzübergreifender Zugang zu Pay-TV-Inhalten) wird für nichtig erklärt.
               
            
                  3.
               
               
                  Die Europäische Kommission trägt neben ihren eigenen Kosten die Kosten, die der Groupe Canal + SA, den European Film Agency Directors — EFADs und der Union des producteurs de cinéma (UPC) im Rechtsmittelverfahren und im ersten Rechtszug entstanden sind, sowie die Kosten, die der C More Entertainment AB im ersten Rechtszug entstanden sind.
               
            
                  4.
               
               
                  Die Französische Republik trägt ihre eigenen Kosten.
               
            
                  5.
               
               
                  Das Bureau européen des unions de consommateurs (BEUC) trägt seine eigenen Kosten.
               
            
         (1)  ABl. C 131 vom 8.4.2019.