CELEX: 41997X0730(04)
Language: de
Date: 1997-07-30 00:00:00
Title: Technische Vorschriften der Regelung Nr. 87 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und Anhang III Nr. 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird

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41997X0730(04)

Technische Vorschriften der Regelung Nr. 87 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und Anhang III Nr. 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird  

Amtsblatt Nr. L 203 vom 30/07/1997 S. 0063 - 0066

Technische Vorschriften der Regelung Nr. 87 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, auf die in Artikel 3 und Anhang III Nr. 2.1 der Richtlinie 97/30/EG der Kommission (1) zur Anpassung der Richtlinie 76/758/EWG des Rates über Umrißleuchten, Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten, Bremsleuchten, Leuchten für Tagfahrlicht und Seitenmarkierungsleuchten für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger an den technischen Fortschritt Bezug genommen wird 2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN Im Sinne dieser Regelung bedeuten:2.1. "Leuchte für Tagfahrlicht" ist eine nach vorn gerichtete Leuchte, die dazu benutzt wird, das Fahrzeug leichter sichtbar zu machen, wenn es bei Tageslicht fährt;2.2. Die Begriffsbestimmungen, die in der Regelung Nr. 48 und ihren bis zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Genehmigung in Kraft gesetzten Änderungsserien aufgeführt sind, gelten auch für diese Regelung.2.3. Leuchten für Tagfahrlicht verschiedener "Typen" sind Leuchten für Tagfahrlicht, die sich in wesentlichen Einzelheiten wie den folgenden unterscheiden:2.3.1. die Fabrik- oder Handelsmarke,2.3.2. die Merkmale des optischen Systems,2.3.3. die Glühlampenkategorie.6. ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN 6.1. Jede Leuchte muß den Vorschriften der nachstehenden Absätze entsprechen.6.2. Leuchten für Tagfahrlicht müssen so beschaffen sein, daß sie bei üblicher Verwendung trotz der dabei auftretenden Erschütterungen die in dieser Regelung vorgeschriebenen Merkmale behalten und ihr richtiges Funktionieren sichergestellt bleibt.7. LICHTSTÄRKE 7.1. Die Lichtstärke muß bei jeder Leuchte in der Bezugsachse mindestens 400 cd betragen.7.2. Die Lichtstärke der Leuchten außerhalb der Bezugsachse muß in jeder Richtung, die den Punkten des Schemas der Lichtverteilung nach Anhang 3 dieser Regelung entspricht, mindestens gleich dem Produkt aus dem Mindestwert nach 7.1 und dem Prozentsatz nach diesem Schema für die betreffende Richtung sein.7.3. Die Lichtstärke darf in keiner Richtung 800 cd überschreiten.7.4. Bei einer Leuchte mit mehr als einer Lichtquelle muß die geforderte Mindestlichtstärke noch erreichen, wenn eine der Lichtquellen ausgefallen ist; sind alle Lichtquellen eingeschaltet, darf die maximale Lichtstärke nicht überschritten werden.8. LEUCHTENDE FLÄCHE Die Größe der leuchtenden Fläche muß mindestens 40 cm² betragen.9. FARBE DES LICHTS Die Farbe des Lichts muß weiß sein. Sie wird mit einer Lichtquelle der Farbtemperatur 2 856° K (entspricht der Normlichtart A der internationalen Beleuchtungskommission (CIE)) bestimmt. Bei Leuchten mit nichtauswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) sind die Farbmerkmale jedoch mit den in der Leuchte vorhandenen Lichtquellen entsprechend den Vorschriften des Absatzes 10.2 dieser Regelung festzustellen. Die Farbe muß innerhalb des Bereichs liegen, der durch die in Anhang 4 dieser Regelung angegebenen Farbwertanteile begrenzt wird.10. PRÜFVERFAHREN 10.1. Alle Messungen sind mit einer farblosen Prüflampe der für die Leuchte für Tagfahrlicht vorgeschriebenen Kategorie durchzuführen, wobei die Spannung so einzustellen ist, daß der für diese Glühlampenkategorie vorgeschriebene Bezugslichtstrom erzeugt wird.10.2. Alle Messungen an Leuchten mit nichtauswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) sind bei 6,75 V, 13,5 V oder 28,0 V vorzunehmen.Handelt es sich um Lichtquellen, für die ein besonderes Stromversorgungsgerät erforderlich ist, dann werden die oben genannten Prüfspannungen an die Eingangsklemmen dieses Stromversorgungsgerätes angelegt. Der Technische Dienst kann das besondere Stromversorgungsgerät für diese Lichtquellen beim Hersteller anfordern.11. PRÜFUNG DER WÄRMEBESTÄNDIGKEIT 11.1. Die Leuchte ist im Anschluß an eine 20-minütige Erwärmungsphase einer einstuendigen Prüfung bei Dauerbetrieb zu unterziehen. Die Umgebungstemperatur muß 23 °C ± 5 °C betragen. Die benutzte Glühlampe muß eine Glühlampe der für diese Leuchte vorgeschriebenen Kategorie sein und muß mit Strom einer solchen Spannung gespeist werden, daß bei der entsprechenden Prüfspannung die vorgeschriebene mittlere Leistung erzielt wird. Bei Leuchten mit nichtauswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) ist die Prüfung jedoch mit den in der Leuchte vorhandenen Lichtquellen entsprechend den Vorschriften des Absatzes 10.2 dieser Regelung durchzuführen.11.2. Ist nur die Hoechstleistung vorgeschrieben, ist die Spannung bei der Prüfung so zu regeln, daß eine Leistung von 90 % der vorgeschriebenen Leistung erzielt wird. Die vorgenannte mittlere Leistung oder Hoechstleistung ist in jedem Fall aus dem Spannungsbereich von 6 V, 12 V oder 24 V auszuwählen, bei dem sie den höchsten Wert erreicht; bei Leuchten mit nichtauswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen und andere) gelten die Prüfbedingungen nach Absatz 10.2 dieser Regelung.11.3. Nachdem sich die Leuchte wieder auf Umgebungstemperatur stabilisiert hat, dürfen keine Anzeichen von Verzerrung, Verformung, Rißbildung oder Änderung der Farbe sichtbar sein. Im Zweifelsfall ist die Lichtstärke nach Absatz 7 zu messen. Bei dieser Messung müssen die Werte mindestens 90 % der vor der Prüfung der Wärmebeständigkeit an derselben Einrichtung erreichten Werte aufweisen.(1) ABl. Nr. L 171 vom 30. 6. 1997, S. 25.ANHANG 3 Photometrische Messungen 1. Bei photometrischen Messungen ist störendes Streulicht durch geeignete Abdeckungen zu vermeiden.2. Geben die Ergebnisse der Messungen zu Bedenken Anlaß, so sind die Messungen wie folgt durchzuführen:2.1. Die Meßentfernung ist so zu wählen, daß das Gesetz Abhängigkeit vom Quadrat der Entfernung gilt.2.2. Die Meßeinrichtung soll so beschaffen sein, daß der Öffnungswinkel des Empfängers vom Bezugspunkt der Leuchte aus gesehen, zwischen 10 Winkelminuten und einem Grad beträgt.2.3. Der für eine bestimmte Beobachtungsrichtung vorgeschriebene Lichtstärkemindestwert gilt als erreicht, wenn er in einer Richtung erreicht wird, die nicht mehr als ein Viertel Grad von der Beobachtungsrichtung abweicht.3. VEREINHEITLICHTE RÄUMLICHE LICHTVERTEILUNG>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>3.1. Die Richtung H = 0° und V = 0° entspricht der Bezugsachse (sie verläuft am Fahrzeug waagerecht und parallel zur Fahrzeuglängsmittelebene in Richtung der verlangten Sichtbarkeit). Sie geht durch den Bezugspunkt. Die in der Tabelle angegebenen Werte geben für die verschiedenen Meßrichtungen die Mindestwerte in Prozent des für jede Leuchte geforderten Mindestwerts in der Achse (Richtung H = 0° und V = 0°) an.3.2. Innerhalb des in Absatz 3 schematisch als Raster dargestellten Bereichs der Lichtverteilung sollte die Lichtverteilung im wesentlichen gleichmäßig sein, das heißt die Lichtstärke in jeder Richtung eines Teils des durch die Linien des Rasters gebildeten Bereichs muß mindestens dem niedrigsten Mindestwert in Prozenten entsprechen, der auf den Linien des Rasters, die die betreffende Richtung begrenzen, angegeben ist.ANHANG 4 Farbe des Lichts FARBWERTANTEILE >PLATZ FÜR EINE TABELLE>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>