CELEX: 51978PC0213
Language: de
Date: 1978-05-26
Title: Geänderter Vorschlag eines BESCHLUSSES DES RATES zur Festlegung eines zweiten Dreijahres - Aktionsplans auf dem Gebiet der wissenschaftlich - technischen Information und Dokumentation (Gemäss Artikel 149, Absatz 2 des EWG-Vertrages von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 213
Vol. 1978/0072
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                           K0M(78 ) 213 endg .
                                                           Brüssel , den 26 . Mai 1978
                                     r ■ ■ ^
                 *• A            w >           <
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                      NL/ y-.v?VNLiX
                                       Geänderter
                                   Vorschlag eines
                              BESCHLUSSES        DES RATES
        zur Festlegung eines zweiten Dreijahres - Aktionsplans
    auf dem Gebiet der wissenschaftlich - technischen Information
                                  und Dokumentation
            ( Gemäss Artikel 149 , Absatz 2 des EWG-Vertrages
                   von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 KOM(78)213 endg.
 ---pagebreak---                      Mitteilung der Kommission an den Rat
      Am 13 « Juli 1977 hat die Kommission dem Rat einen Vorschlag für einen
Besohluss des Rates zur Festlegung eines zweiten Dreijahres-Aktionsplans im
Bereich der wissenschaftlich-technischen Information und Dokumentation vor­
gelegt .
       Zu dem Zeitpunkt lag die offizielle Stellungnahme des Aasschusses für
wissenschaftliche und technische Forschung (AWTF ), dessen Mitwirkung "bei
Fragen der wissenschaftlich-technischen Information und Dokumentation in
den Rat sent Schliessungen vom 24« Juni 1971 und vom 14. Januar 1974 vorge­
sehen ist , noch nicht vor ; der inzwischen verfügbaren Stellungnahme Nr .
R/2921/77 (RECH 40 ) des AWTF vom 25» November 1977 lässt sich die Empfeh­
lung entnehmen , dem Ausschuss für wissenschaftlich-technische Information
und Dokumentation (AWTID ) die Funktion eines Beratenden Programmausschusses
(CCMGP ) zu übertragen } diese neue Definition bringt zwei Vorteile mit sich :
   - sie beseitigt gewisse Unklaxheiten und umreisst die Rolle des AWTID
     näher ;
   – ausserdem passt sie das Verfahren für den Bereich der wissenschaftlich-
     technischen Information und Dokumentation an die in zahlreichen anderen
     Sektoren der Forschung und Entwicklung bereits angewandten Verfahren an ,
     die mehreren vom Rat beschlossenen Programmen zugrunde liegen .
      Der Vorschlag für einen Beschluss des Rates ist somit entsprechend den
obigen Ueberlegungen geändert worden .
 ---pagebreak---                                 - 2 -
       Auf seiner Plenarsitzung vom 13 . bis 17 . März 1978 hat das Europäische
Parlament eine positive Stellungnahme zum zweiten Drei jähre s-Akt ionsplan ab­
gegeben , jedoch den Vorbehalt geltend gemacht , dass dem Vorschlag für einen
Beschluss des Rates in der Anlage 1 , Ziffer 2 , als dritter Gedankenstrich
folgender Text hinzugefügt wird :
   um kleinen und mittelgrossen Unternehmen den Informations Zugang derart zu
   erleichtern , dass die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissen­
   schaftliche und technische Information einerseits zu einer Gleichstellung
   im Wettbewerb führt , doch sollte im allgemeinen Interesse gewährleistet
   werden , dass andererseits alle wissenschaftlichen und technologischen Er­
   gebnisse in einem möglichst grossen Kreis von Unternehmen entwickelt und
   genutzt werden können ."
Dieser Zusatz baut die Bestimmungen weiter aus , die die Kommission zugunsten
der kleinen und mittleren Unternehmen durchsetzen will ; aus diesem Grunde
wird der Zusatz in den Vorschlag für einen Beschluss des Rates aufgenommen .
      Einige europäische Drittländer haben der Kommission gegenüber offiziell
ihre Absicht bekundet , sich an EURONET (Europäisches Fernmeldenetz für die
Datenübertragung ) zu beteiligen ; so hat die Schweizerische Eidgenossenschaft
mit dem Konsortium der PostVerwaltungen , das im Namen der Gemeinschaft für
die Errichtung von EURONET zuständig ist , Sondierungsgespräche aufgenommen ,
um die technischen Bedingungen abzuklären , die einer eventuellen Eingliede­
rung der Schweiz in das Netz zugrunde liegen würden . Es ist bekannt , dass die
Grundhaltung des Konsortiums zu einer EURONET–Beteiligung von Ländern , deren
Postbehörden der "Conference europeenne des Administrations des Postes et des
Telecommunications " (CEPT ) angehören , allgemein als positiv anzusehen ist .
Die Mitarbeit der Schweiz oder anderer Drittländer , die in CEPT vertreten
sind , brächte für die Gemeinschaft klare Vorteile mit sich , da sie vor allen
Dingen eine bessere Ausnützung der Netzkapazitäten dank einer grösseren Be–
nutzerzahl ermöglichen würde ; ausserdem könnten die genannten Länder aus­
gehend von ihren eigenen Datenbasen neue Informationen zu EURONET beisteuern ,
die so den Benutzem innerhalb der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden
könnten .
       Der neue Artikel 4 des Vorschlags für einen Beschluss des Rates sieht
die Möglichkeit zur Aushandlung und zum Abschluß solcher Abkommen vor .
 ---pagebreak---        Die Kommission hat daher in Anwendung des Artikels 149(2 ) des
EWG-Vertrages ihren vorerwähnten Vorschlag vom 13 »7 *77 geändert « Der
Wortlaut des geänderten Vorschlags ist beigefügt «  Ferner werden bei­
gefügt die Stellungnahmen :
       des Ausschusses ftfr wissenschaftliche und technische Information
       und Dokumentation ( AWTID) vom 7 « April 1977 und
       des Ausschusses ftlr wissenschaftliche und technische Forschung
       ( AWTF) vom 7«/8 « November 1977 *
 ---pagebreak---                              Vorschlag für einen
                             BESCHLUSS DES RATES
         zur Festlegung eines zweiten Drei jahres-Aktionsplans auf dem Gebiet
           der wissenschaftlich–technischen Information und Dokumentation
DER RAT DER EUROPAEISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
  insbesondere auf Artikel 235 »
  auf Vorschlag der Kommission ,
  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
  nach Stellungsnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
  auf Grund der Erschliessung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der
  Mitgliedstaaten vom 24 . Juni 1971 zur Koordinierung der Tätigkeit der Mitglied­
  staaten auf dem Gebiet der wissenschaftlich-technischen Information und Doku­
  mentation (WTID ) ;
  in Erwägung nachstehender Gründe :
  Gemäss Artikel 2 des Vertrags ist es         Aufgabe der Gemeinschaft , eine harmo­
  nische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhalb der Gemeinschaft sowie eine
  beständige und ausgewogene Wirtschaftsausweitung zu fördern .
  Angesichts der wachsenden Zahl von Informationssystemen und ihrer raschen , jedoch un­
  geordnet erfolgenden Weiterentwicklung im Wettbewerb zwischen sowohl öffentli­
  chen als auch privaten Initiativen erweist sich die Errichtung des in der vor­
  stehend genannten Ratsentschliessung vom 24 . Juni 1971 geplanten europäischen
  Informations- und Dokumentationsnetzes als dringlich .
  Die Ergebnisse , die im Rahmen des vom Rat am 18 . März 1975 angenommenen ersten
  Drei jahres-Aktionsplans im Bereich der wissenschaftlich-technischen Information
  und Dokumentation erzielt wurden , rechtfertigen die Errichtung dieses Netzes ,
  das wirksam zur Erreichung der vorstehend genannten Ziele der Vertrages beitragen
  kann .
 ---pagebreak---        Die hierfür erforderlichen Befugnisse sind im Vertrag nicht vorgesehen«
       Die Efrb Schliessung  des Rates vom 14» Januar 1974 "betrifft ein erstes Pro­
 gramm der Europäischen Gemeinschaften auf dem Gebiet der Wissenschaft und Tech­
 nologie *
       AWTID und AWTF haben zum Vorschlag der Kommission Stellung genommen -
                               BESCHLIESST :
                                 Artikel 1
       Für einen am 1 * Januar 1978 beginnenden Zeitraum von drei Jahren wird naoh
 Massgabe des Anhangs 1 ein zweiter Gemeinschafts-Akt ionsplan im Bereich der wis-
 senschaftlich-technischen Information und Dokumentation festgelegt » Der Anhang 1
 ist Bestandteil dieses Beschlusses *
                                 Artikel 2
       Die Kommission sorgt für die Durchführung des Aktionsplans , wobei der Aus–
 schuss für wissenschaftlich-technische Information und Dokumentation (AWTTD ) sie
 unterstützt . Befugnisse und Arbeitsweise des AWTID sind in Anhang 2 festgelegt .
 Sie informiert ihn und den Ausschuss für wissenschaftliche und technische For­
 schung (AWTF ) regelmässig über den Fortgang der Arbeit . Ferner legt sie jedes
 Jahr dem Rat und dem Europäischen Parlament einen ausführlichen Bericht darüber
 vor, der in den Gesamtbericht aufgenommen wird.
                                 Artikel 3
      Die Kommission legt nach Anhörung des AWTID und des AWTF die Einzelheiten
 der im Rahmen des Aktionsplans durchzuführenden Tätigkeiten fest . Auf dieser
 Grundlage veranschlagt die Kommission in Uebere instimmung mit dem Haushalts–
 festsetzungsverfahren die Mittelansätze und Zahlungen für jedes der beiden Rech-
 nungsjahre 1979 und 1980.
                                 Artikel 4
       Gemäss Artikel 228 des Vertrages kann die Gemeinschaft mit jenen Dritt­
 ländern! die der "Conference Europeenne des Administrations des Postes et des
 Telecommunioations (CEPT )" angehören, Verträge abschliessen, um den Rahmen des
 Aktionsplans , der Gegenstand dieses Beschlusses ist , auf die in den genannten
 Staaten durchgeführten Tätigkeiten auszudehnen*
       Die Kommission ist befugt , die in Absatz 1 aufgeführten Verträge auszu­
 handeln*
           »
•Sescheberv zu Brüssel am                    Im Namen des Rates
 ---pagebreak---                                   Anhang 1
       ZWEITER GEMEINSCHAFTLICHER DREIJAHRES-AKTIONSPLAN IM BEREICH
       DER WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHEN INFORMATION UND DOKUMENTATION
       Die hauptsächlichen Ziele des Plans sind folgendes
 1 . Umwandlung von EURONET in ein öffentliches Operationelles On-line-Informationsnetz
            Eine äusserst vorrangige Aktion im Zeitraum 1978-1 980 ist es , das Gemein-
      schaftsnetz zu schaffen , das es den Benutzern ermöglichen wird , mittels ihrer
      eigenen Terminals direkten Zugang zu Informationen jeder Art Datenbasen zu
      erlangen , die sich in einer Anzahl von Datenverarbeitungsanlagen befinden , die
      breit über die Mitgliedsländer verteilt sind . Als wichtigste Tätigkeiten sind
      u.a . zu verwirklichen »
            - Inbetriebnahme der Fernmeldeeinrichtungen
            – Anschluss der Host–Computer und Benutzerterminals
            - Uebernahme der operationellen Verantwortung einschliesslich finanziellem
              und technischem Management
            – Vereinbarungen für den Anschluss an andere Netze
            - Aufbau einer Zusammenarbeit mit den Postverwaltungen .
           Der Ausweitung und Verbesserung des Netzes ist Vorrang zu geben , um den
     leichten Zugang unter gleichen Bedingungen für die Benutzer in allen Mitglied­
     staaten aufrecht zu erhalten .
2 . Entwicklung eines gemeinsamen Marktes ftir wissenschaftliche und technische
     Information
           Dieser Abschnitt des Aktionsplans zielt auf die Verschmelzung der
     zahlreichen unterschiedlichen Interessen ab , um die Entwicklung eines tat­
     sächlichen , gesunden Informationsmarktes der Gemeinschaft zu stimulieren mit
     dem Gesamtziel , dem Benutzer konkrete Vorteile zu verschaffen . Besondere An­
     strengungen sind erforderlich ,
           – um die Verwirklichung der formal festgelegten Zusammenarbeit mit
             untereinander vereinbarten Rechten und Pflichten zwischen bestehenden
              Informationsdiensten in der Gemeinschaft sicherzustellen , haupsächlich
              im Hinblick auf die Rationalisierung , verbesserte Qualität und Senkung
             der Gesamtkosten im Rahmen eines offenen Wettbewerbs :
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    – um den Benutzer dabei zu unterstüt zen f jede Informationsaxt und -Kjuelle wirksam
       auszunutzen , wodurch zur Erreichung der sozialen und wirtschaftlichen Ziele der
       Gemeinschaft beigetragen wird ;
    – um kleinen und mittelgrossen Unternehmen den Informations Zugang derart zu er­
       leichtern , dass die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftliche
      und technische Information einerseits zu einer Gleichstellung im Wettbewerb
      fuhrt , doch sollte im allgemeinen Interesse gewährleistet werden , dass anderer­
       seits alle wissenschaftlichen und technologischen Ergebnisse in einem möglichst
      grossen Kreis von Unternehmen entwickelt und genutzt werden können .
    Zu den erforderlichen Tätigkeiten gehören eine Untersuchung der Benutzerbedürf–
    nisse , Unterstützung der Benutzer , Ausbildung von Benutzern und Fachkräften , För­
    derung des Netzes , Entwicklung von Informationssystemen und -diensten unter Ein­
    beziehung der sektoralen Tätigkeiten und Beiträge zu internationalen Informations­
    diensten .
3 . Die Förderung der Technologie und Methodik zur Verbesserung der Dienste , insbe­
    sondere im Rahmen von EURONET
    Gemäss Ratsentschliessung vom 24 » Juni 1971 » die im Hinblick auf den technologi­
    schen Fortschritt auf den Gebieten der' Dokumentationsinformatik und der Dokumen-
    tationswissenschaft zur Koordinierung unter den Mitgliedstaaten auffordert , zielt
    dieser Teil des Aktionsplans in erster Linie darauf ab , auf bereits laufenden
    wichtigen Arbeiten aufzubauen und sicherzustellen , dass bei neuen technologischen
    Entwicklungen , soweit sie den On–1 ine –Zugang zu wissenschaftlich–technischer
    Information beeinflussen , die Interessen der Benutzer gewahrt werden . Besondere
    Aktionsgebiete umfassen die Zusammenarbeit mit den Postbehörden bei der Entwick­
    lung von Normen und neuen Anwendungen für EURONET , Unterstützung der Benutzer im
    Hinblick auf die Benutzung der verschiedenen , mittels des Netzes verfügbaren
    Systeme , Hilfe bei der Entwicklung von Standards für den Informationsaustausch ,
    Modellprojekte für die Anwendung fortgeschrittener Informationstechnologie , die
    Förderung des Informationsaustausches auf dem Gebiet der Informationstechnologie
    und WTID-Aspekte mehrsprachiger Systeme .
    Die Aktionen zur Erreichung der obigen Ziele werden in erster Linie aufgrund von
    Verträgen mit qualifizierten Organisationen in den Mitgliedstaaten durchgeführt
    und unter geeigneten Voraussetzungen auf Organisationen in Drittländern ausge­
    dehnt werden .
 ---pagebreak---                                                       Anhang 2
         AUFGABEN UND ARBEI TSV/EISE DES AUSSCHUSSES
        FUER WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE INFORMATION
                 UND DOKUMENTATION ( AWTID )
        Der AWTID hat unbe schadet der Verantwortung, die die
Kommission bei der Durchführung des zweiten Drei jähres-Aktions-
plans im Bereich der wissenschaf tüch^-technischen Information
und Dokumentation übernimmt , die Aufgabe , durch seine Stellung­
nahme zur bestmöglichen Durchführung dieses Planes beizutragen«
        Im Rahmen dieses zweiten Aktionsplans setzt sich die
Kommission mit dem AWTID Uber alle Massnahmen ins Benehmen, die
sie im Hinblick auf folgende Ziele in Aussicht nimmt :
- Umwandlung von EURONET in ein öffentliches On-line -Betriebs-
   netz für Information ,
- Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftliche "
   und technische Information ,
- Förderung der Technologie und Methodik zur Verbesserung
    der Inf ormationsdienstleistungen , insbesondere von EURONET#
        Die Kommission holt ferner die Stellungnahme des AWTID zu
folgenden Fragen eins
a) Vorbereitung der künftigen Arbeit auf diesem Gebiet
b ) Koordinierung des zweiten Aktionsplans mit verwandten Pro­
     grammen, insbesondere dem Mehrsprachenprogramm
c ) Verhandlungen mit nicht gemeinschaftlichen Einrichtungen,
     wie Einrichtungen dritter Länder und Fernmeldeeinrichtungen,
     die vertraglich fUr die Einrichtung von EURONET verantwort­
     lich sind .
                                                         • ••/ #•#
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4.        Di® Stellungnahme des AWTID ist auch in folgenden Fragen ein­
   zuholen :             :• •"                   . ■ . • '/      r:
   a ) detaillierte Ausarbeitung der Politik auf den verschiedenen
       Gebieten und der Prioritätenfolge
   h ) die Festsetzung der finanziellen Bedürfnisse         und Verwendung der
       zugeteilten Mittel
   c ) Festlegung der ,,Vorhaben und deren Finanzrahmen
   d ) detaillierte Beschreibung der Arbeit und Aufstellung von Kri­
       terien für die Auswahl .der Vertragspartner
   e ) Wahl der Vertragspartnerund Projektbegleitung
5.       Der AWTID gibt Stellungnahmen ab , die vom Sekretariat vorbe­
   reitet und dem Ausschuss zur Genehmigung vorgelegt werden* Jedes
   Mitglied des Ausschusses kann beantragen , dass seine Meinung in
   diesen Stellungnahmen dargelegt wird . Diese Stellungnahmen werden
   der Kommission Ubermittelt ; der Rat erhält Abschriften hiervon ,
6.       Der AWTID legt im Einvernehmen mit der Kommission das Verfahren
   zur Prttfung der unter den Nummern 2 , 3 und 4 genannten Massnahmen
   fest . Dieses Verfahren darf einer kontinuierlichen Durchführung des
   Aktionsplans / insbesondere! im Dringlichkeitsfall , nicht im Wege
   stehen . Im Interesse eines flexiblen Vorgehens werden verschiedene
   Aufgaben Arbeitsgruppen Ubertragen ,
7»       Die Dienststellen der Kommission legen dem AWTID in regel-
   mässigen Abständen einen Bericht Uber die getroffenen Massnahmen
   und die erzielten Ergebnisse vor ,
8,       Der AWTID setzt sich aus zwei fUr drei Jahre ernannten Ver­
   tretern jedes Mitgliedstaates zusammen. Die Mitgliedstaaten kftnnen
   auch zwei Stellvertreter benennen ,
9.       Der AWTID gibt sich eine Geschäftsordnung .
                                                                            • • •/ • • •
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10 «       Die Sekretariatsgeschäfte des AWTID werden von den Dienst­
     stellen der Kommission wahrgenommen ,
11 .       Die Bestimmungen dieses Anhangs berühren weder die Übrigen .
     Aufgaben , die dem AWTID durch die Ent Schliessung vom
     24 * Juni 1971 Übertragen worden sind , noch dessen beratende
     Funktion beim AWTF «
 ---pagebreak---                                                                        Anhang 3
             Aktionsplan 1978 - 80 : Detaillierte Vorsohläge
1 » Begründung
    Ein Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Europäischen
    Gemeinschaft müssen die verbesserten Möglichkeiten zum Transfer von
    Information sein, die über wissenschaftliche , technische } wirtschaft­
     liche und soziale Angelegenheiten in den Mitgliedsländern verfügbar
    sind. Insgesamt gesehen , stellt die "bereits "bestehende oder in Vor­
    bereitung befindliche Masse an Information eine enorm leistungsfähige
    Hilfsquelle für Industrie , Handel und Regierungen sowie für den Bürger
    in Europa dar» Die Aufgabe , die Verteilung und Auswertung dieser Hilfs­
    quelle zu optimieren , die den gesamten Bereich vom Grosshandel bis zur
    Verteilung und der Personifizierung von Information umfasst , kann in
    Umfang, Bedeutung und Schwierigkeit mit der entsprechenden Aufgabe auf
    dem Gebiet der Energie oder Rohstoffe verglichen werden.
    In der Tat liegen gewichtige Gründe für die Annahme vor, dass der In–
    formationsbereich in den kommenden Jahren in Europa eine der Haupt–
    richtungen für die Entwicklung von Hilfsquellen sein kann. Arm an
    Rohstoffen und ständig zunehmender Konkurrenz durch Fabrikation zu
    Niedrigkosten in den Entwicklungsländern gegenüberstehend, muss die
    Gemeinschaft in immer stärkerem Umfang nach ihren eigenen Hilfsquellen
    suchen. Der Reichtum an intellektuellen Fähigkeiten, duroh wissen­
    schaftliche Forschung gekennzeichnet , liefert der Gemeinschaft eine
    reiche "Rohstoff"–Quelle für Informationsverarbeitung. Wissenschaft­
    liche , technische , wirtschaftliche und soziologische Information wird
    benötigt , um den Fortschritt innerhalb der Gemeinschaft vorzubereiten ,
    sie schafft aber gleichzeitig eine bedeutende Möglichkeit , einen höhe­
    ren Stand in der gesamten Welt zu erreichen, und zwar im Hinblick auf
    den Export dieser Hilfsquelle .
    In Uebere instimmung mit dem allgemeinen Ziel der Gemeinschaft , die harmo­
    nische Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten zu fördern, ist der
    erste wesentliche Schritt in   Richtung auf die Nutzung dieser potentiellen
    Kraft der Gemeinschaft daher   die Schaffung eines echten gemeinsamen Infor-
    mationsmarktes innerhalb der   Gemeinschaft . Die Ziele dieses gemeinsamen
    Informationsmarktes bestehen   darin, alle verschiedenen Informationsquellen
    sämtlichen potentiellen Benutzern (Ingenieuren, Wirtsohafts– und
 ---pagebreak--- Verwaltungsfachleuten , Landwirten , Aerzten , Forschern usw .) in der Gemein­
schaft zu gerechten und nicht diskriminierenden Zugangsbedingungen verfüg­
bar zu machen . Ausgehend von einem gesunden , zweckmässigen Gemeinschafts–
markt kann die Ausdehnung auf die ganze Welt vorgenommen werden .
Vom Rat definierte Ziele und Zwecke
Die obigen Betrachtungen waren die der Entschliessung des Rates vom
24. Juni 1971 zugrundeliegenden Grundgedanken » Diese Entschliessung zielt
darauf ab , die Tätigkeit der Mitgliedstaaten im Bereich wissenschaftlich-
technischer Information und Dokumentation zu koordinieren . Die Ent-
sohliessung definiert das Erfordernis für genau festgelegte Aktionen
in gewissen Bereichen , einschliesslich :
- der Errichtung eines Europäischen Dokument ations- und Informations-
  netzes für alle Personen , die solche Information benötigen , unter
  Verwendung modernster Methoden und unter den günstigsten Bedingungen - __
  bezüglich Schnelligkeit -und Aufwand ;
- der Festlegung von Betriebsvorschriften und Modalitäten , die den Zu­
  sammenhalt des Netzes gewährleisten ;
- der Förderung der Ausbildung von Fachkräften und der Schulung der
  Benutzer ;
- der Förderung des technologischen Fortschritts auf den Gebieten der
  Dokumentations-Informatik und der Dokumentationswissenschaft .
Die Ziele und Prinzipien der Entschliessung von 1971 wurden durch die
Ausarbeitung eines gemeinschaftlichen "ersten Drei jahres-Aktionsplans
für den Bereich der wissenschaftlich-technischen Information und Doku­
mentation", der vom Ministerrat am 18 . März 1975 angenommen wurde , ver­
wirklicht . Dieser Aktionsplan , der bis Dezember 1977 läuft , beruht auf
drei klaren strategischen Elementen :
   • Schaffung und Entwicklung sektoraler Informationssysteme
   . Schaffung des Netzes
   . Entwicklung und Förderung der für Fortschritte in der Inf ormat ions–
     technologie erforderlichen Hilfsmittel und Infrastruktur .
 ---pagebreak--- Die in diesen drei Tätigkeitsbereichen unternommenen Initiativen haben
bereits in einigen Gebieten zu Ergebnissen geführt .
Ergebnisse des ersten Aktionsplans 1975 - 77
Die folgende Zusammenfassung gibt einen Ueberblick über die hauptsächlichen
Ergebnisse t die in den beiden ersten Jahren des Aktionsplans erreicht wurden :
   . In Zusammenarbeit mit dem AWTID sind Leitlinien für die Politik im
     Hinblick auf die Bereitstellung und die Verwendung von Informations­
      diensten ausgearbeitet worden , die mittels des gegenwärtig implemen­
     tierten Gemeinschaftsnetzes verfügbar zu machen sind. Diese Leitlinien
      erkennen vor allem die unterschiedlichen Interessen der vielen be­
      teiligten Parteien an (Benutzer, Postbehörden, Betreiber von Aufhahme-
      rechnern (Hosts ), Datenbasenlieferanten , die Kommission, Lieferanten
     von Ausrüstung usw.) und zielen darauf ab , eine ausgewogene Reihe von
      Grundsätzen vorzulegen , in deren Rahmen sich ein gemeinsamer Informa–
      tionsmarkt entwickeln kann . Diese Grundsätze befassen sich mit Themen
      wie Benutzerrechten , freiwillige Normung, freier Wettbewerb , Rechte
     und Pflichten der Lieferanten von Diensten. Man erwartet , dass die
      Leitlinien einen grossen Einfluss auf die Förderung der Zusammen­
      arbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Bereich wissenschaftlich-
      technischer Information ausüben .
   • Durch vereinte Bemühungen auf Gemeinschaftsebene werden z . Z. mehrere
     bedeutende Datenbasen eingerichtet . Insbesondere ziehen die entschei­
      denden Bereiche Umweltschutz , Energie und Landwirt schaft jetzt Nutz«!
      aus umfassenden Dateien über Themen wie Forschungspro jekte auf den
      Gebieten Umweltschutz und Landwirtschaft sowie Siergiewirt schaft .
     Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit zwischen bestehenden nationalen
     Diensten gefördert worden. Zu den jetzt im Gang befindlichen Initia^»
     tiven , bei denen die Gemeinschaft eine führende_ . Bolls gespielt
     hat , gehören gemeinsame Bestrebungen auf dem Gebiet von Arzneimittel-
     Datenbanken und der Physik.
 ---pagebreak---                               - 4 -
• Der ursprüngliche Vertrag (vom 15 . Pezsrobftr 1975 ) mit den Postbehörden
  der Gemeinschaft zur Bereitstellung eines ^atenfernübermittlungsnetzes ^
  für EURONET muss als ein Meilenstein des europäischen Fernmeldewesens gel­
  ten « Erstens zielt der Vertrag darauf ab , ein entscheidendes europäisches
  Problem bei der Bereitstellung wissenschaftlich-technischer Informa­
  tionsdienste zu überwinden , indem internationale Einrichtungen spe­
  ziell für die Datenübertragung geschaffen werden . Zweitens bringt der
  Vertrag zum ersten Mal alle neun Postbehörden bei der Durchführung
  einer gemeinsamen Lösung zusammen , wobei eine gerne insame Technologie
  verwendet wird . Drittens trifft der Vertrag spezifische Vorkehrungen
  für das EtJRONET-Datemfernübermittlungsnetz , um die Grundlage für ein von
  den Postbehörden betriebenes Datenübertragungsnetz mit allgemeiner Zweck­
  bestimmung zu schaffen . Viertens ergeben sich bedeutende zu­
  sätzliche \ Gewinne für den Industriemarkt im Hinblick auf die Stan­
  dardisierung von Rechner/Fernmeldeausrüstung und –verfahren . Das
  MJR0N3T–Pro jekt hat vor allem in der Entwicklung des X25-Interface
  eine Schlüsselrolle gespielt und übt den Haupteinf luss bei der
  Schaffung einer genormten Terminal Übertragungsprozedur ( Terminal–
  Protokoll ) ESP(32 ) aus .
. Im Aktionsplan werden zum ersten Mal praktische Massnahmen zur Milde­
  rung des aus der Sprachenvielfalt entstehenden besonderen Pro­
  blems der Geraeinschaft systematisch untersucht und vorgeschlagen . Als
  ein Ergebnis der im Rahmen des ersten Aktionsplans durchgeführten
  Arbeiten ist ein spezifisches getrenntes Aktionsprogramm zur Schaf­
  fung und Erprobimg \ mehrsprachiger Hilfsmittel aufgestellt worden ,
  wie beispielsweise die Zusammenstellung mehrsprachiger Wortbestände
   in ausgewählten Themenbereichen , die Schaffung von Terminologie-
  Datenbanken und die Entwicklung automatisierter Uebersetzungssysteroe .
. Erste , jedoch wichtige Schritte sind unternommen worden , um für
  eine bessere Unterstützung der Benutzer von wissenschaftlich-
  technischer Information zu sorgen . Die Betonung dieses allgemeinen
                                                                • • • /• • •
 ---pagebreak---                               - 5 -
  Bereiohs von Benutzerbedürfnissen entspricht speziell den Ansichten
  der ••Union des Industries de la Communaute Europeenne" (UNICE ), die
  MJRONET in einer öffentlichen Erklärung begrüsste und viele hilf­
  reiche Empfehlungen im Interesse der Benutzer gab « Bisher durchge­
  führte Aktionen in diesem Bereich umfassten eine Durchführbarkeits-
  studie für eine einheitliche Befehlssprache für die Qn–1ine–Benutzung
  von Datenbasen« Die Ergebnisse der Studie haben gezeigt , dass eine
  solche Sprache anwendbar ist und einer grossen Zahl von Benutzern
  Vorteile bringen würde . Ein zweites Beispiel für die zur Unterstüt­
  zung der Benutzer eingeleiteten Massnahmen ist die Zusammenarbeit
  der Kommission mit der "European Association of Scientific Infor­
  mation Dissemmination Centres", die ein europäisches Projekt (EÜSIREP )
  initiierte , um die Benutzer in bezug auf die Verfügbarkeit von In­
  formationsdiensten zu beraten »
• Der Grad des Interesses an einem Gerne inschafts zugang zu wissenschaft-
  lich-technischen Informationsdiensten wird durch die Tatsache veran­
  schaulicht , dass bis Ende 1976 etwa 27 Aufnahmerechner , die mehr als
  100 Datenbasen anbieten , von den Mitgliedstaaten für die Verbindung
  mit EURONET vorgeschlagen worden sind. Diese Zahlen sind weit höher ,
  als es zum Zeitpunkt der ursprünglichen Abfassung des Aktionsplans
  erwartet wurde . Es sind bereits grössere Anstrengungen eingeleitet
  worden , um durch die Entwicklung spezifischer Mittel zur Zusammen­
  arbeit in diesem Interessenbereich aufzubauen . Zum Beispiel werden ,
  so immer es möglich ist , die technischen Probleme der Verbindung der
  Rechner mit dem Netz (die in erster Linie von den betreffenden Com­
  putermodellen abhängen ) gemeinsam mit Herstellern , Postbehörden ,
  der Kommission und Host –Betreibern untersucht . Ein aus Angehörigen
  der Kommission , dem AHTID und dem "International Council of Scien­
  tific Unions Abstracting Board" ( der viele grössere Datenbasen–
  lieferanten vertritt ) zusammengesetzte Arbeitsgruppe hat bereits
  den Entwurf von Leitlinien für die Lieferung von Datenbasen er­
  arbeitet und so die freiwillige Harmonisierung und Rationalisierung
  gefördert .
 ---pagebreak---                                     - 6 -
    Die obigen Punkte sollen die wesentlichen Auswirkungen aufzeigen , die
    durch den ersten Aktionsplan bereits erkennbar gemacht wurden . Auf einer
    mehr allgemeinen Ebene bestand jedoch die Hauptwirkung des Plans dar­
    in , dass er zur Verwirklichimg einer Einheit von Ziel und Brennpunkt
    für die Durchführung einer Politik auf dem Gebiet wissenschaftlich-
    technischer Information in der Gemeinschaft beigetragen hat . Der erste
    Aktionsplan ergibt also eine Grundlage für weitere Massnahmen im Be­
    reich der wissenschaftlichen und technischen Information in der Gemein­
    schaft .
4 * Leitlinien für vorgeschlagene Tätigkeiten
    Die Indienststellung von EURONET bildet kein Ziel in sich selbst , son­
    dern eher einen Ausgangspunkt für eine allgemeinere , langfristige An­
    strengung , für die Zusammenarbeit und gemeinsame Nutzung des Vorhandenen
    zu sorgen , wie dies vom Ministerrat in seiner Ent Schliessung von 1971
    ausgedrückt wurde , das nicht nur maschinelle , sondern auch nicht ma­
    schinelle Information umfasst . Polglich sind die Ziele des zweiten
    Aktionsplans :
        . aus EURONET ein öffentliches , Operationelles On-line -Informations­
          netz zu machen , um dadurch
             - nationale Hemmnisse für den Informationsfluss zu überwinden ,
               vor allem durch die Entwicklung des Datennetzes ,
             - die Zugängl ichke it zu bestehenden Diensten , zum Beispiel durch
               die Förderung von Informationsvermittlungssystemen , zu ver­
               bessern ,
             - auf dieser Grundlage ein öffentliches Netz zum frühestmöglichen
               Zeitpunkt zu entwickeln ;
        . die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftlich-
          technische Information , um dadurch
             - eine formal definierte Zusammenarbeit mit gegenseitig fest­
               gelegten Rechten und Pflichten zwischen bestehenden Informa­
               tionsdiensten in der Gemeinschaft zu fördern , insbesondere
                im Hinblick auf Rationalisierung , verbesserte Qualität und
               Verringerung der Gesamtkosten im Rahmen eines freien Wett­
               bewerbs :
 ---pagebreak---                                  - 7 -
        – den Benutzer dabei zu unterstützen y aus jeder Informationsart
           und. -quelle effektiv Nutzen zu ziehen , mit der Absicht , das
           Wissenspotent ial bestmöglich auszunutzen ! um so zur Verwirk­
           lichung der sozialen und wirtschaftlichen Ziele der Gemeinschaft
           beizutragen ;
    • Förderung von Technologie und Methodik zur Verbesserung der Informa-
      tionsdienstleistungen , insbesondere .jener für EtJRONET . um dadurch
        *• zu gewährleisten ! dass technologische Entwicklungen im Bereich
           der Informationsverarbeitung genützt werden, zum Beispiel durch
           die Förderung der Schaffung von Standards und durch selektive
           Anwendung von Modellstudien dort , wo gemeinschaftsweite Vorteile
           anfallen können ;
        - sicherzustellen , dass Aspekte der WTI im Bereich der Mehrsprachig­
           keit berücksichtigt werden.
Die wichtigsten Bereiche für Aktionen innerhalb dieses strategischen Rahmens
werden in Tafel      1 aufgeführt , und genaue Beschreibungen sind in Abschnitt 5
zu finden. Ein besonderes Programm zur Behandlung der breiteren Aspekte im
Zusammenhang mit dem letztgenannten Punkt (Sprachbarrieren ) ist ausgearbei­
tet worden . Der AWTID hat den Wunsch geäussert , an den WTI-Aspekten auf dem
Gebiet der Politik und Anwendung im Mehrspraohigkeitsbereich mitzuarbeiten ;
für diesen Zweck ist vorgeschlagen worden , im Aktionsplan eine Summe von
300.000 RE vorzusehen .
Die allgemeine Haushaltsstrategie besteht darin , für die drei Jahre des
zweiten Aktionsplans eine stabile Höhe der Ausgaben von jährlich ungefähr
3 Millionen RE ( zu Preisen von 1976 ) zu erreichen. Bei Inbetriebnahme des
Netzes ist es jedoch unwahrscheinlich , dass die sich aus der Benutzung des
Netzes ergebenden Einkünfte die Betriebskosten decken , und daher ist ein
Betriebsdefizit zu erwarten , das im Laufe der Zeit allmählich abnehmen wird.
Auf der anderen Seite wird erwartet , dass für die Entwicklung des Informa–
tionsmarktes der Gemeinschaft während des Zeitraums des zweiten Aktions–
plans finanzielle Beihilfen in relativ stabiler Höhe erforderlich sind.
Die Förderung von Technologie und Methodik, insbesondere zur Verbesserung
der Dienstleistungen für EURONET! erfordert beträchtlich mehr als die im
vorgeschlagenen Aktionsplan dafür bestimmten 17 $ des Haushalts. Aufgrund
des Wunsches der Kommission, die Ausgaben auf einer Höhe von 9 Millionen RE
für die drei Jahre zu halten, sind die unter Kapitel 3 vorgesehenen Mittel
 offenkundig unzureichend.
 ---pagebreak---                                 - 8 -
Es ist offensichtlich , dass der grössere Teil der Mittel im zweiten
Aktionsplan dazu verwendet werden muss , das in der Ausführung befind­
liche Netzprojekt fertigzustellen , aber man muss anerkennen , dass dies
in der Zwischenzeit auf Kosten langfristigerer Aktivitäten geht , ins­
besondere der in Kapitel 3 aufgeführten . Bei der Zuweisung von Mitteln
für Einzelvorhaben wird dem Verhältnis von Vorteilen für die Gemein­
schaft zu den Ausgaben grosses Gewicht beigemessen werden » Im Hinblick
darauf wird der engen Beratung mit dem AWTID und seinen Arbeitsgruppen
die Schlüsselrolle bei der Pro jektauswahl zukommen«
Die folgenden detaillierten Aktionspläne bleiben flexibel « Sie spiegeln
die bestehenden Diskussionen und die Uebere instimmung der Meinungen im
AWTID wider , werden aber Gegenstand weiterer Diskussionen sein und in
jedem Fall von der weiteren Entwicklung oder Abänderung im Laufe von
Verhandlungen abhängig sein , die mit -unseren Partnern , welche den Haupt­
teil der Arbeit ausführen müssen , und insbesondere mit den wissenschaft-
lich-technischen Informationszentren der Mitgliedstaaten geführt werden «
                                                               • • •/• • •
 ---pagebreak---                                 Tafel 1
        Wichtigste Programmbereiche des zweiten Aktionsplans
        der Gemeinschaft auf dem Gebiet wissenschaftlich-
        technischer Information , 1978 - I98O
Kapitel 1 : Entwicklung von EÖRONET in ein öffentliches , Operationelles
             On-line -Inf ormat ionsnet z
1.1  Inbetriebnahme des Datenfernübermittlungsnetzes
1*2  Anschluss von Hosts und Terminals
1.3  Pflichten beim Netzbetrieb
1.4  Verbindung zu anderen Informationsnetzen
1.5  Zusammenarbeit mit den Postbehörden beim Drittverkehr
Kapitel 2 : Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftlich-
             technische Information
2.1  Beobachtung der Benutzerbedürfnisse und der Netzbenutzung
2.2  Nachweisdienst für Beratung und Unterstützung von Benutzern
2.3  Schulung von Benutzern und Fachkräften
2.4  Werbetâtigkeiten
2. 5 Entwicklung von Informationssystemen und -diensten , einschliesslich
     sektoraler Dienste
2.6 Beiträge zu internationalen Informationsdiensten
2.7  Hostcomputer der Kommission für EÜRONET und damit verbundene
     Informationssysteme ( z.E. )
 ---pagebreak---                                      10 -
Kapitel 3 s Förderung von Technologie und Methodik zur Verbesserung
              der Dienstleistungen « insbesondere für EURONET
3*1   Standardisierung der technischen Interfaces für EQRONET–Host s
      und Terminals
3.2 ■ Entwicklung neuer EU RONET-Verwendungen auf dem Gebiet der
      wissenschaftlich–technischen Information
3.3   Einheitliche Befehlssprache
3*4   Normen für den Informationsaustausch
3.5   Pilot Programme für die Anwendung fortgeschrittener Informations­
      technologie
3.6   Austausch von Kenntnissen über Informationstechnologie
3.7   Mehrsprachigkeits-Hilfsmittel für WTI
                                                               •••/•••
 ---pagebreak---                                   11 -
5* Eingehende Beschreibung der Tätigkeiten
   Kapitel 1 : Entwicklung von EÜRONET in ein öffentliches « Operationelles
                 Qn–1 ine–Informat ionsnet z
   Die Entwicklung des ersten öffentlichen On–line–Informationsnetzes der
   Gemeinschaft war ein Hauptbestandteil des ersten Aktionsplans * Dieses
   Netz , das gegen Ende 1978 in Dienst genommen werden soll, stellt einen
   wichtigen Schritt zur Ueberwindung der mit den Grenzen innerhalb der
   Gemeinschaft zusammenhängenden Probleme dar und wird den Benutzern
   Zugang zu Informationsquellen ermöglichen , wo auch immer sie sich be­
   finden. Das Netz wird zur Verwirklichung des allgemeinen Ziels der
   Gemeinschaft beitragen, eine harmonische Entwicklung der wirtschaft­
   lichen Tätigkeiten zu erreichen ; darüber hinaus wird es bei der Schaf­
   fung von Möglichkeiten , dem rasch wachsenden Konkurrenzdruck von
   ausserhalb der Gemeinschaft zu begegnen , eine wichtige Rolle spielen«
   Den Betrieb des Gemeinschaftsnetzes nutzbringend zu gestalten , wird
   daher als eine Aktion von höchster Priorität im Zeitraum von 1978 bis
   I98O angesehen»
   1.1   Inbetriebnahme des Datenferaübermittlungsnetzes
         Gemäss den Bedingungen des Vertrages vom 15. Dezember 1975 ( zwi­
         schen den Postbehörden der Mitgliedstaaten und der Kommission )
         werden die Postbehörden das "packet-switched" Datenfernübermitt-
         lungsnetz von EÜRONET implementieren und betreiben. Im techni­
         schen Anhang zum obenerwähnten Vertrag sind Errichtung und Ver­
         bindung – über Mietleitungen – von Netzknoten in Prankfurt ,
         London, Paris und Rom vorgesehen, an die sowohl Benutzer–Terminals
         als auch Hosts direkt bzw. über nationale Netze angeschlossen
         werden können. Darüber hinaus werden fünf Konzentratoren oder
         Multiplexer, durch die Terminals an das Netz angeschlossen wer­
         den können und die als regionale Anschlusspunkte für Mehrfach–
         benutzer– und –hostleitungen dienen, in Amsterdam, Brüssel ,
          Kopenhagen, Dublin und Luxemburg eingerichtet und durch Miet–
          leitungen an den nächsten Netzknoten angeschlossen. Es wird
                                                              • • • /• • •
 ---pagebreak---                              - 12 -
    angestrebt , dass sich das Datenfernübermittlungsnetz durch Deckung
    der Kosten mittels Benutzergebühren selbst trägt , jedoch wird für
    die Anlaufzeit mit dem Auftreten eines Defizits beim Betrieb ge­
    rechnet , bevor sich die ausgedehnte Benutzung des Netzes entwickelt
    hat . Es ist geplant , dass sich die Gemeinschaft an der Deckung eines
    etwaigen Defizits beim Betrieb des Netzes , das in den ersten Be – '
    triebsjahren entstehen kann , bis zur Höhe eines festgelegten Maximal-
    betrags beteiligt und so den Betrieb des Netzes in diesem kritischen
    Zeitraum sicherstellt . Es wird erwartet , dass während dieses Zeit­
    raums einige weitere Investitionen in reduzierter Höhe erforderlich
    sein xverden , um die Zuverlässigkeit durch zusätzliche Reserve–
    ausrüstung zu erhöhen , die Anschlüsse von Terminals und Hosts zu
    vervollständigen , insbesondere in den Ländern , für welche solche
    Host-Verbindungen nicht im Anfangs zeit räum hergestellt werden , und
    für die Vergrösserung des Netzes entsprechend der Zunahme der Nach­
    frage zu sorgen . Der besondere Aspekt potentieller freier Kapazität
    während der Errichtung eines im vollen Umfange öffentlichen Daten-
    fernübermittlungsnetzes in der Gemeinschaft wird unter Punkt 1.5
    betrachtet .
1.2 Anschluss von Hosts und Terminals
    Die Verfahrensweise im Hinblick auf den Anschluss von Hosts und
    Terminals an EQRONET besteht darin , die den Benutzerterminals und
    Hosts auferlegten technischen Anforderungen auf ein Minimum zu
    reduzieren . Die Hauptverantwortung für die Anpassung und den An­
    schluss eines Hostcomputers an EtJRONET , einschliesslich der damit
    zusammenhängenden Finanzierung , liegt notwendigerweise beim Zentrum
    selbst . Die Kommission kann jedoch , beraten vom AWTID , Entwicklungs­
    projekte in Angriff nehmen , die für eine Anzahl von Hosts in Mit-
    gliedsländern oder für Benutzergruppen von EURONET von Wert sind .
    Da die Postbehörden für die Beratung von Benutzern über die Kompa­
    tibilität von Terminals mit den Netzprotokollen verantwortlich sind ,
    wird sich die Kommission auf Probleme konzentrieren , die sich aus
    den besonderen Erfordernissen in bezug auf die Protokolle der Be–
    nutzerterminals für den Zugang zu BÜRONET ergeben .
                                                               • ••/• • •
 ---pagebreak--- Pflichten beim Netzbetrieb
Das Datenfernübermittlungsnetz von EURONET wird von den Postbehörden
verwaltet werden« Es müssen jedoch Vorkehrungen getroffen werden , um
verschiedene Managementpflichten abzubauen , und zwar für :
   - den finanziellen Ge samt ausgle ich einschliesslich Verwaltung der
     Mittel für die Amortisierung der Rücklagen und des Portefeuille
     der Rechte , die sich aus EURONET ergeben ( z.Bo Netzsoftware ,
     Interface-Software , mehrsprachige Hilfsmittel , usw.)}
   - die Ueberwachung des Vertrags mit den Postbehörden , um die Ge­
     samtplanung von Hostanschlüssen und den ausgewogenen Zuwachs
     von Einrichtungen sowie den schnellen Uebergang zu öffentlichen
     Netzen unter Wahrung bestehender Rechte von EQRONET-Partnern
     verschiedener Kategorien zu gewährleisten ;
   - die Herstellung von Interfaces und Zusammenarbeit mit den Post­
     behörden , insbesondere im Hinblick auf Markt forschung und Wer­
     bung für das Netz ( sowohl innerhalb als auch ausserhalb der
     Gemeinschaft ), Untersuchung neuer Verkehrsquellen , Anleitung
     zur Netzbenutzung , Unterstützung der Benutzer, Gebührengestal-
     tung, Lieferung von Informationen , Werbung und Oeffentlich-
     keitsarbeit ;
   - die Wahrnehmung der Vertretung , sowohl innerhalb als auch ausserhalb
     der Gemeinschaft , einschliesslich Verhandlungen im Hinblick auf
     Exportmärkte und Aussenanschlüsse an EXJRONET ( z.B. Schweiz ,
     SCANNET usw. ).
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Vertretern des AWTID und der Kom­
mission werden die Notwendigkeit sowie die Möglichkeiten zur Erfül­
lung derartiger Managementaufgaben untersuchen «
 ---pagebreak---                              - 14 -
1.4 Verbindung zu anderen Informationsnetzen
    Die Entschliessung des Ministerrats vom 24# Juni 1971 sieht insbe­
    sondere die Angliederung der Zentren anderer europäischer Staaten "bei
    der Errichtung von Informationssystemen vor oder , wo dies angebracht
    ist , die Förderung ihres Zugangs zu solchen Systemen . Mit dem Auf­
    treten von ECJRONET als leistungsfähiges Instrument für die Bereit­
    stellung von Information wird es daher erforderlich sein , die mög­
    liche Ausweitung / Verbindung von ECJRONET auf solche Länder , die in
    enger Verbindung zur Gemeinschaft stehen , einschliesslich der Länder
    des Abkommens von Lome , zu beurteilen und ggf . Vereinbarungen zu
    vergleichbaren und gerechten Bedingungen zu treffen .
1.5 Zusammenarbeit mit den Postbehörden beim Drittverkehr
    Das gegenwärtig gemäss den Bedingungen des Vertrages zwischen der
    Kommission und den Postbehörden der Gemeinschaft errichtete ECJRONET–
    Datenfernübermittlungsnetz' wird über die für die ersten Jahre des
    Betriebs von ECJRONET erforderliche Kapazität hinaus über einige freie
    Kapazität verfügen . Die Postbehörden haben immer auf ihrer Zielvor­
    stellung bestanden , dass das ECJRONET-Datenfernübermittlungsnetz als
    rudimentäres öffentliches internationales Datenkomnrunikationsnetz
    für die Gemeinschaft fungieren sollte . Es ist daher zu erwarten , dass
    die Postbehörden zu einem frühen Zeitpunkt die Einrichtungen für den
    Drittverkehr anbieten werden , wobei sich dieser nicht nachteilig auf
    den WTI –Verkehr auswirken sollte . Die Gemeinschaft selbst hat jedoch
    einen Bedarf sumfang für Datenübertragung wie beispielsweise die Ver­
    bindung der europäischen Parlamente untereinander , den Aastausch von
    Wirt schafts–, Währungs– und Sozialdaten der Kommission mit und zwi­
    schen den Mitgliedstaaten sowie der Kommission mit ihren Vertretun­
    gen in den Nationalen Hauptstädten usw . Da die maximale Netzung der
                                                               • •/• • •
 ---pagebreak---                            - 15 -
überschüssigen Kapazität zweifellos finanzielle Vorteile für die
Gemeinschaft bringt , wird beabsichtigt , bei Marketing und Verwal­
tung dieser überschüssigen Kapazität mit den Postbehörden eng zu­
sammenzuarbeiten , wobei man gleichzeitig auf einer gewissen Prio­
rität für die Benutzung durch die Gemeinschaft bestehen wird.
Weiterhin ergibt sich die Präge nach der Art der zukünftigen Partner­
schaft , d.h. welche Art von Mitverantwortung auf Gemeinschaft sebene ,
falls eine solche gegeben ist , für die allgemeine Bereitstellung von
internationalen Datenkommunikationseinrichtungen des für MJRONET
finanzierten TVps bestehen sollte .
                                                           • • •/ • • •
 ---pagebreak---                                  - 16 -
Kapitel 2 : Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftlich-
             technische Information
In der Gemeinschaft besteht ein sehr verschiedenartiger , vielseitiger
Bedarf an Information , der sehr unterschiedliche Arten von Benutzergruppen
umfasst . Potentiell gibt es viele Wege , diesen Bedarf durch verfügbare
Hilfsquellen der Gemeinschaft zu erfüllen , sowohl durch maschinelle als
auch nicht maschinelle Mittel . Ein Haupthindernis für den Portschritt bei
der Benutzung von wissenschaftlich-technischer Information innerhalb der
Gemeinschaft bestand in dem Pehlen gemeinsamer Anstrengungen , dem Spek­
trum von Benutzerbedürfnissen durch die verfügbaren Dienste zu entsprechen . .
Als unmittelbarer Nutzen aus den beim ersten Aktionsplan gewonnenen Er­
fahrungen ergibt sich jetzt eine einzigartige Gelegenheit , die verschie­
denen Elemente der Informationsszene der Gemeinschaft zusammenzubringen
und die Entwicklung eines echten gemeinsamen Informationsmarktes zu er­
möglichen . Zur Förderung eines solchen Marktes ist ein Gleichgewicht
zwischen sich gegenseitig beeinflussenden Faktoren notwendig , das sind
vor allem das Prinzip des freieji Wettbewerbs , Benutzerrechte , freiwillige
Zusammenarbeit und die Notwendigkeit , auf dem bereits Erreichten aufzu­
bauen . Kapitel 2 des vorgeschlagenen Aktionsplans zielt auf die Ver­
schmelzung solch' unterschiedlicher Interessen ab , um die Entwicklung
eines gesunden Informationsmarktes mit dem Gesamtziel , dem Benut zer
konkrete Vorteile zu verschaffen , anzuregen .
2.1  Beobachtung der Benutzerbedürfnisse und der Netzbenutzung
     Die Errichtung des Datenfernübermittlungsnetzes wird Retrieval und
     Uebertragung von Antworten auf Recherchen über Quellen für spezifisch
     wissenschaftliche und technische Information aus einem breiten Bereich
     vorhandener Datenbasen ermöglichen . Der Gemeinschaft wird eine einzig­
      artige Möglichkeit geboten , Dienste zu verbessern und neu zu ent­
     wickeln , um Wissensquellen maximal zu nutzen und somit zum wirtschaft­
      lichen und sozialen Wachstum der Gemeinschaft beizutragen .
     Eine Untersuchung aller möglichen Bedürfnisse ist erforderlich , um
      solche Dienste zu entwickeln . Zunächst besteht die Notwendigkeit , den
     Bedarf verschiedener Benutzerkategorien zu analysieren , nicht nur auf
      sektoraler Basis , sondern auch hinsichtlich funktionaler Tätigkeiten ,
      z.B. mittlere und kleinere Industriebetriebe , Industrie - bzw. sonstige
     angexvandte Forschung . Darüber hinaus können diese Bedürfnisse multi–
 ---pagebreak---                                  - 17 -
    disziplinarer Art sein und nicht nur wissenschaftliche und technische
    Information "betreffen ! sondern auch eine vielfältige Mischling wissen­
    schaftlicher und technischerj kommerzieller ! rechtlicher und statisti­
    scher Informationen und Daten * Um diese Bedürfnisse zu befriedigen ,
    könnten Dienste erforderlich sein , die , entweder über on–line oder auf
    anderem Wege , sofort anwendbare Information und Daten liefern , die vor­
    her analysiert und bewertet wurden« Solche Dienste könnten Datenbanken ,
    Informationsanalysezentren , veröffentlichte Uebersichten über den "Stand
    der Arbeiten", YJirt schaftsberatung bzw. Marketingdienste usw. sein.
    Eine effektive Entwicklung des WTID–Datenfernübermittlungsnetzes wird
    die Ueberwachung der Benutzung verschiedener Dienste durch unterschied­
    liche Benutzerkategorien erforderlich machen . Die Auswirkung verschie­
    dener Arten von Marketingtätigkeiten auf die Intensität der Benutzung
    in den Mitgliedstaaten wird untersucht werden , um die Möglichkeiten für
    eine weitere Entwicklung und Verbesserung festzustellen . In regelmässi-
    gen Abständen werden Uebersichten erstellt werden , in denen der Infor–
    mationsfluss innerhalb von Sektoren aufgeführt wird und , wo immer es
    möglich ist , werden bei den Mitgliedstaaten verfügbare Statistiken und
    Analysen mit einbezogen werden . Diese Arbeit wird eng mit der des Mana-
    gementzentrums der Postbehörden für das Datenfernübermittlungsnetz ko­
    ordiniert werden . Auf diese Weise sollten die Kommission , der AWTID und
    die Postbehörden in der Lage sein , unter Wahrung des Geschäftsgeheim­
    nisses sowohl die gegenwärtige als auoh die zukünftige Situation von
    Nachfrage und Verkehr für EURONET in bezug auf WTID zu erkennen .
2.2 Nachweisdienst « Beratung und Unterstützung von Benutzern
    Auf der Grundlage maschineller Bestandsverzeichnisse von Informations­
    quellen in der Gemeinschaft und weltv/eiter Bestandsverzeichnisse , die
    von internationalen Organisationen unterhalten werden , wird ein Infor–
    mationsvermittlungs–, Nachweis– und Beratungssystem für MJRONET ent­
    wickelt werden . Eine grundlegende Aufgabe des Informationsvermittlungs–
    Systems wird es sein , den Benutzer an die etwa 100 Datenbasen , ein-
    schliesslich Datenbanken , heranzuführen , die in 5UR0NET oder anderswo
    höchstwahrscheinlich eine Antwort auf seine Frage zur Verfügung stellen
    können. Die hauptsächlichsten Aufgaben werden daher sein :
    – die Erfordernisse für Informationsvermittlung, –nachwe i s und Beratung
       von Benutzern zu untersuchen ,
 ---pagebreak---                                  - 18 -
    – die Schaffung des Informationsvermittlungssystems einzuleiten ,
    – diese Tätigkeit mit interessierten Organisationen wie CODATA ,
       EUSIDIC , PID , ICSU–AB und IFLA     zu erörtern und zu koordinieren ,
    – die zusammengetragenen Informationen in den Mitgliedstaaten zu
       verbreiten .
    Zusätzlich zra dieser Informationsvermittlungs– , -Nachweis– und Bera–
    tungstätigkeit wird man Unterstützung für Benutzer in einer Anzahl von
    anderen Bereichen "benötigen , vor allem die Bereitstellung von Hand­
    büchern ( auf mehrsprachiger Basis ), Beratung über Terminals usw .
2.3 Schulung von Benutzern und Fachkräften
    Es wird anerkannt , dass die Verantwortlichkeit für die Schulung von
    Benutzern und Spezialisten in erster Linie auf der nationalen Ebene
    liegt . Es besteht jedoch ein grosses Bedürfnis nach Ermutigung und
    Unterstützung bei der Entwicklung geeigneter Ausbildungskurse gemäss
    der EntSchliessung des Ministerrats vom 24 » Juni 1971 » Ausserdem wird
    es ständig erforderlich sein , die wechselnden Ausbildungserfordernisse
    für jene Personen vorherzubestimmen und zu beurteilen , die mit Infor-
    mationstätigkeiten beschäftigt sein werden .
    ( l ) CODATA        : Committee on Data for Science and Technology
          EUSIDIC         European Association of Scientific Information
                          Dissemination Centres
          FID             Fédération Internationale de Documentation
          ICSU-AB         International Council of Scientific Unions
                          Abstracting Board
          IFLA            International Federation of Library Associations
                                                                  • • • /•• • •
 ---pagebreak--- •4  Werbetàtigke it en
    Die Förderung und der Verkauf der von einem bestimmten Lieferanten von
    Diensten angebotenen spezifischen Dienste werden unter die direkte Ver­
    antwortlichkeit dieses Lieferanten fallen* Allgemeine Informationen
    bezüglich SJRONET werden jedoch vom AWTID und der Kommission sicher­
    gestellt werden müssen. Darüber hinaus ist eine Unterstützung für
    Werbetätigkeiten von EÜRONET-Dienstlieferanten geplant für :
       – Marktforschung ( z.B. im Auftrag von Dienstlieferanten, Feststel­
         lung potentieller Benutzergruppen in anderen als den Ländern der
         Dienst lieferanten ) }
       – gemeinsame Tätigkeiten mit den Postbehörden ( z.B. publio relations ,
         Messen, usw.);
       – Vorbereitung von Basisdokumenten für die Förderung des gesamten
         Netzes (einschliesslich von gemeinsam mit den Postbehörden ausge­
         arbeiteten Brosohüren );
       – Marktanalyse ( z.B. Beobachtung des EURONET-Ante i1s am Gesamtmarkt ,
         Analyse der allgemeinen Entwicklung );
       – Zusammenarbeit mit Hosts bei Werbetätigkeiten ( z.B. Information
         über Dienste für allgemeine Broschüren , Inbetriebnahme neuer
         Dienste , Möglichkeit von Vorführungen usw.), insbesondere während
         der ersten Zeit .
   Solche Tätigkeiten werden nach Rücksprache mit den Beteiligten , insbe­
   sondere Dienstlieferanten, AWTID, Postbehörden -und Datenbasislieferan-
   ten durchgeführt .
>5 Entwicklung von Informationssystemen und -diensten , einschliesslich
   sekt oraler Dienste
   EQRONET wird einen grundlegenden gemeinschaftsweiten Mechanismus für
   die Erlangung des Qn-line-Zugan® zu einem grossen Informationsbereich
   bereitstellen . Jedoch werden nicht alle Benutzer selbst direkten Ge­
   brauch vom Netz machen wollen ( z.B. aus mangelndem Vertraut sein mit
   Qn–1ine–Diensten, aus finanziellen Gründen usw.). Ein wichtiges Element
                                                                 • r?/-» •
 ---pagebreak---                                 - 20 -
einer Gerne in schartsaktion zur Unterstützung der Benutzer von wissenschaft­
licher und technischer Information besteht darin , Hilfe für den Benutzer
von maschineller und nicht-maschineller Information "bereitzustellen . Die
Zusammenstellung solcher Dienste ist erforderlich unter Berücksichtigung
der Vielfalt von Benutzerbedürfnissen und der Art der verfügbaren Dienste .
Kleinere und mittlere Industriebetriebe haben z.B. einen erheblichen
Bedarf an wissenschaftlicher und technischer Information , finden es aber
gegenwärtig günstiger , über Zwischendienste zu arbeiten , die "Repackaging"
von Information anbieten , als sich selbst direkten Zugang zu On-line-
Systemen zu verschaffen . Darüber hinaus gehören zu den möglichen Einrich­
tungen , die dem Benutzer zur Verfügung stehen , wichtige Dienste der Biblio­
theken , die im Rahmen von EURONET eine zusätzliche Bedeutung haben werden ,
da sie die Primärquelle für gedruckte Dokumentation darstellen . Das wesent­
liche Ziel dieses Teils des Aktionsplans ist es daher , die Entwicklung einer
ausgewogenen Zusammenstellung von Diensten zu fördern , um die Bedürfnisse
aller Benutzer zu befriedigen .
Im Bereich der nicht -maschinellen Information ist eine Förderung von gemein­
samen Aktionen in folgenden Bereichen vorgesehen :
   - Informationsanalysedienste
   – "Repackaging" von Information ( Aufbereitung )
   - Informat ionsmarketmgd.ienste
   – Bereitstellung von "Back–up"-Dokumentation für EURONET–Dienste .
Im Bereich der maschinellen Information ist geplant :
   – die Zusammenarbeit in den Bereichen zu fördern , wo offensichtlich
     Lücken vorhanden sind bzw . ein besonderes Interesse der Gemeinschaft
     besteht ( z.B. Landwirtschaft , Energiewirtschaft ) ;
   – für das Betreiben sowie die laufende Ergänzung und Ueberarbeitung von
     bestehenden Verzeichnissen von Forschungsvorhaben und Gutachten ( z.B.
                                                                     »J • • •
 ---pagebreak---      AGREP | ENREP , ENDOC , ENEX     zu sorgen und sie mittels des Netzes
     on–line verfügbar zu machen , wo dies nicht im Zusammenhang mit anderen
     Programmen der Gemeinschaft oder durch andere Institutionen gewähr­
     leistet wird ;
  - in enger Zusammenarbeit mit dem entsprechenden AWTF-Unterausschuss die
     Aufstellung von maschinellen Bestandsverzeichnissen von Forschungs–
     Projekten und Gutachten auf andere Themenbereiche auszudehnen ;
 - die technischen und wirt schaft liehen Paktoren , die die mögliche Ein­
                                  (2)
     richtung von Datenbanken x ' beeinflussen , hinsichtlich der erreich­
     baren Vorteile für Benutzer zu untersuchen« Die Ergebnisse solcher
     Analysen würden Informationen für die Planung , Entwicklung und das
     Management von Datenbanken innerhalb der gesamten Gemeinschaft liefern.
Wo immer es möglich ist , werden die entwickelten Datenbasen , einschliess-
lich Datenbanken, mittels EURONET zugänglich gemacht werden . Wo dies nicht
möglich ist oder wo Benutzer nicht in der Lage sind, direkten Gebrauch von
EURONET zu machen , werden Massnahmen erforderlich sein , die Daten durch
 (l ) AGKEP     :    Agricultural Research Projects
       ENREP    :    Environmental Research Projects
       ENDOC    :    Environmental Information/Documentation Services/Centres
       ENEX     :    Environmental Expertise
                                    /
 ( 2 ) Für die Zwecke dieses Dokuments werden Datenbanken als Datenbasen
       definiert , die reale, d.h. Primärdaten enthalten, im Gegensatz zu
       bibliographischen Datenbasen, die mittels Referenzen oder Kurz-
       referaten auf Volltextinformation in Zeitschriften und anderen
       Dokumenten hinweisen.
 ---pagebreak---                                   - 22 -
    andere Dienste , die , wie oben beschrieben , zwischengeschaltete Such-
    möglichkeiten , " Repackaging" von Information usw. anbieten , verfüg­
    bar zu. machen »
2.6 Beiträge zu internationalen Informationsdiensten
    Die zunehmenden Aktivitäten der Gemeinschaft in Unternehmen ausser-
    halb der Mitgliedstaaten macht die Festlegung und Durchführung einer
    Informationspolitik der Gemeinschaft im Hinblick auf Drittländer
    immer dringlicher . Die EntSchliessung des Ministerrats vom 24» Juni
    1971 hält ausdrücklich fest , dass die Mitgliedstaaten ihre Stand­
    punkte in bezug auf Drittländer im Bereich der wissenschaftlich-
    technischen Information und Dokumentation harmonisieren müssen . Zu
    den internationalen Projekten , gegenüber denen eine konzertierte
    Haltung innerhalb der Mitgliedstaaten entwickelt werden muss , ge­
    hören AGKIS , INIS , SPIKES , DEVSIS , INPADOC , UNEP/lRS     Darüber
    hinaus macht es der zunehmend internationale Charakter vieler In-
    formationstätigkeiten für die Gemeinschaft immer wichtiger , ihre
    Rolle bei der relevanten Arbeit von Organisationen wie UNESCO und
    OECD voll wahrzunehmen und an der Errichtung von Einrichtungen wie
    ( l ) AGRIS          Agricultural Information System
          INIS           International Nuclear Information System
          SPINES         Science and Technology Policies Information
                         Exchange System (UNESCO)
          DEVSIS         Development Science Information System
          INPADOC        International Patent Documentation Center
          UNEP/lRS       United Nations Environmental Programme /
                         International Referral System
                                                                • • • /• • •
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      der zukünftigen Europäischen Patent Organisation mitzuarbeiten,
      deren Arbeitsaufnahme für Januar 1978 vorgesehen ist »
2*7 Host Computer der Kommiss ion für 3QR0NET und damit verbundene
     Informationssysteme ( z.E. )
     Die Institutionen der Gemeinschaft haben in einem breiten Fächer
     von Sachgebieten eine einzigartige Rolle bei der Lieferung von
     Informationsdiensten an 3UR0NET–Benutzer zu spielen» Viele nütz­
     liche Datenbasen und Datenbanken sind ursprünglich für hausinterne
   - Zwecke geschaffen worden , und, wo dies angebracht ist , wird be­
     absichtigt , diese für den allgemeinen Benutzer verfügbar zu machen ,
     der durch seine Steuern dafür bezahlt hat » Beispiele umfassen
     Informationen über Import/kxportbeStimmungen auf Gemeinschafts–
     ebene , statistische Daten über Industrie , Wirtschaft , soziale Ent­
     wicklungen in der Gemeinschaft (wie beispielsweise die durch CRONOS
     verfügbaren ) und Gemeinschaftsgesetzgebung (CELEX )»
     Im Rahmen des ersten Aktionsplans ist speziell für diesen Zweck ein
     besonderer Rechner im Luxemburger Rechenzentrum aufgestellt worden ,
     der für die Benutzer überall in der Gemeinschaft einen Dienst be­
     reitstellen wird , indem man Zugang zu solchen , von den Gemeinschafts-
     institutionen entwickelten Informationsdiensten anbietet , die von
     allgemeinem Interesse sind. In Uebere instimmung mit dem Wunsch der
     meisten AWTID-Vertreter , dass die Kommission die für andere Hosts
     in diesem Dokument festgelegten Grundsätze beachtet , ist beabsich­
     tigt , diese Aktion eher durch eine zusätzliche Finanzierung als im
     Rahmen dieses Aktionsplans weiterzuführen » Die Frage wird deshalb
     hier und im beiliegenden Haushaltsplan nur zur Erinnerung behandelt .
                                                               •••/•••
 ---pagebreak---                               - 24 -
Kapitel 3 : Förderung von Technologie und Methodik zur Verbesserung der
              Dienstleistungen , insbesondere für HURONET
In der Eint Schliessung des Ministerrats vom 24 » Juni 1971 wurde festge­
stellt , dass "die Mitgliedstaaten ihre Tätigkeit hinsichtlich ... der
Förderung des technologischen Fortschritts in der Dolcumentations-
wissenschaft und Datenverarbeitung von Dokumentation koordinieren
müssen ". Aktionen zur Förderung des technologischen Fortschritts bei
den Informationsdiensten müssen strikt an die Benutzerbedürfnisse ge­
koppelt sein , und daiier zielen alle Komponenten dieses Teils des
Aktionsplans darauf ab , das Niveau der Benutzerdienste zu verbessern »
In dieser Hinsicht ist bereits bedeutende Arbeit geleistet worden , und
zwar in bezug auf die Implementierung des Datenfernübermittlungsnetzes ,
wo es auf Gebieten wie den Normen für den Anschluss von Hosts und Ter­
minals an EURONET eine enge Zusammenarbeit zwischen den Postbehörden
und der Gemeinschaft gibt . Weitere wichtige technologische Bereiche
für die Zusammenarbeit mit den Behörden umfassen die Untersuchung
neuer Anwendungen für EURONET . Die einheitliche Befehlssprache stellt
eine grosse Gelegenheit für Fortschritte in der Informationstechnologie
zugunsten des Benutzers dar , ebenso wie auch die Förderung der Normen
für Informationsaustausch . Die Gemeinschaft hat eine vitale Rolle im
allgemeinen Bereioh der Normen zu spielen , um dafür zu sorgen , dass
sich Lösungen ergeben , die den Benutzerbedürfnissen entsprechen . Es
wird anerkannt , dass Standardisierung ein Ziel ist , dem man sich durch
freiwillige Zusammenarbeit zwischen der Kommission (beraten durch den
AWTID ), den Lieferanten von Diensten und Anlagen sowie den Postbehörden
schrittweise nähern muss . Alle Empfehlungen für EURONET-Normen werden
von der Kommission und dem AWTID in enger Zusammenarbeit mit relevanten
Organisationen wie beispielsweise ISO , UNISIST , EUSIDIC , IFLA, ICIRSPAT
und ICSU-AB       gemacht werden und für die Verbreitung signifikanter
( l ) ISO       :   International Standards Organisation
      UNISIST   :   United Nations International System for Information
                    in Science and Technology
      ICIREPAT :    International Cooperation in Information Retrieval
                    and Examining Patent Offices
                                                                 • • I • • •
 ---pagebreak---                                - 25 -
Ergebnisse müssen Vorkehrungen getroffen werden. Daruber hinaus werden
in diesem Kapitel des Aktionsplans die Aspekte bei der Entwicklung
mehrsprachiger Systeme berücksichtigt , die sich auf WTID beziehen.
3»1  Standardisierung der technischen Interfaces für HJRÖNET-Hosts
     Die enge Zusammenarbeit zwischen den Postbehörden und der Gemein­
     schaft bei der Implementierung von EURONET bedeutet , dass die Ge­
     meinschaft eine wichtige Rolle im Bereich der Normen für Daten­
     fernübertragungen zu spielen hat . Das EQRONET–Projekt war bereits
     ein Schlüsselfaktor bei der Entwicklung des X25-Interface und übt
     den Haupteinfluss auf die Arbeit an dem ESP(32 ) Terminalprot okoll
     aus . Andere Standardisierungsarbeiten in diesem Bereich , in wel­
     chem die Gemeinschaft , wo es erforderlich ist , im Sinne der
     0JRONET–Interessen mit den Postbehörden zusammenarbeiten sollte ,
     betreffen die Entwicklung von Terminalprotokollen mit höherer
     Programmsprache (higher level terminal protocols ) (vor allem
     Dialog-orient ierte Terminals ) und Dateiübertragungsprotokolle .
     Die hauptsächliche Motivation besteht darin, vom Standpunkt des
     EURONET–Benutzers her eine zufriedenstellende Standardisierung
     zu erhalten ; diese Arbeit hat aber auch wichtige Polgerungen für
     den industriellen Bereich .
3.2  Entwicklungen neuer EURÖNET-Verwendungen auf dem Gebiet der
     wissenschaftlich-technischen Information
     Das Netz , das gegenwärtig implementiert wird, stützt sich im wesent­
     lichen auf die Notwendigkeit , für einen stark verbesserten gemein­
     schaft sweiten Zugang zu bestehenden Informationssystemen zu sorgen .
     Man glaubt jedoch , dass es neue und bedeutende Gruppen potentieller
     Benutzer gibt , die aus den neuen Einrichtungen beträchtlichen
     Nutzen ziehen würden , zum Beispiel im Bereich der Anwendung von
     Rechner zu Rechner . Solche zusätzlichen Benutzer würden zum finan­
     ziellen Gleichgewicht des Netzes beitragen , und dieser Schritt
     würde im Einklang mit den Zielen der Postbehörden der Gemeinschaft
 ---pagebreak---                                   - 26 -
    stehen . Es wird daher vorgeschlagen , in enger Zusammenarbeit mit
    den Postbehörden und den qualifizierten Forschungszentren in den
    Mitgliedstaaten eine systematische Peststellung von neuen Verwen­
    dungsmöglichkeiten für das Wetz durchzuführen .
3.3 Einheitliche Befehlssprache
    Die Möglichkeit , durch ein einziges Netz Zugang zu mehreren Infor­
    mationssystemen zu erlangen , wird für EURONET-Benutzer von beson­
    derem Interesse sein . Die Erfahrung "beweist jedoch , dass die Be­
    nutzer Schwierigkeiten beim Wechsel von einem Dialogsystem zum
    anderen haben . Eine Untersuchung im Rahmen des ersten Aktionsplans
    hat ergeben , dass eine einheitliche Befehlssprache für das On–line-
    Abfragen von Datenbasen machbar ist . Es besteht jetzt eine bedeu­
    tende Gelegenheit , Benutzer und - in Verbindung mit den Herstellern
    von Rechnern – Hostbetreiber bei der Einführung der vorgeschlagenen
    einheitlichen Befehlssprache innerhalb von EURONET zu unterstützen .
    Diese Aufgabe wird eine Schlüsselrolle dabei spielen , den Benutzer
    bei der vollen Ausnutzung der ihm über EURONET zur Verfügung stehen­
    den verschiedenen Informationsdienste zu unterstützen .
3.4 Normen für den Informationsaustausch
    Das schnelle Anwachsen der Informationsverarbeitung im Verlauf der
    beiden vergangenen Jahrzehnt e \führt 9 zu einem wachsenden Bedarf an
    Standardisierungsentwicklungen und zu informationsverarbeitenden
    Tätigkeiten in weiten Bereichen , wie beispielsweise Retrievaltech-
    niken , Schulung , Erstellung von Kurzreferaten , Bibliotheksdienste
    usw. Es wird vorgeschlagen , Schritte zur Koordinierung der Entwick­
    lung solcher Arbeiten auf Gemeinschaftsebene einzuleiten , um da­
    durch die Standardisierung von Methoden und Techniken zu fördern
    und die Weitergabe von Vorteilen an eine fachlich ausgebildete
    Population in der ganzen Gemeinschaft zu unterstützen . Zu den
    spezifischen Bereichen , in welchen im Rahmen des Aktionsplans
    eine solche Standardisierungsarbeit gefördert werden kann , ge­
    hören Normen für bibliographischen Austausch , Regeln für das Ka­
    talogisieren und das Indexieren , sowie standardisierte Formate
    für Datenbanken .
                                                                • • • /• • •
 ---pagebreak---                              - 27 -
5 Pilotprogramme für die Anwendung fortgeschrittener Informations–
  technologie
  Ausgehend von der kontinuierlichen Analyse von Entwicklungen in der
  Informationstechnologie werden spezifische Programme auf einer strik­
  ten Kosten–Nutzen–Basis in bezug auf die Benutzerbedürfnisse im
  Zusammenhang mit den Zielen von ECJRONET ausgewählt werden , um als
  Pilotprojekte für eine eventuelle spätere breitere Anwendung zu
  fungieren » Diese Aktion ist zur Sicherung der Benutzerinteressen
  unerlässlich . Andernfalls würde das Feld fast gänzlich den Her­
  stellern von Ausrüstungen überlassen , was die Gefahr zur Folge
  hätte , dass die Benutzerbedürfnisse übersehen würden . Im Hinblick
  auf die bevorstehenden neuen Entwicklungen in der Faksimileüber-
  tragung zum Beispiel müssen die Benutzerinteressen massgebend sein ,
  wenn aus dieser Technologie weitreichende Vorteile gezogen werden
  sollen . Bei der Auswahl spezifischer Aktionsgebiete werden die
  üblichen Verfahren der Systemanalyse angewendet werden , einschliess-
  lich Beobachtung " und Definition von Anforderungen , Durchführbar-
  keitsstudie , detaillierter Analyse , Systemdefinition und -planung ;
  dies führt zur Implementierung in bezug auf begrenzte , definierte
  Ziele , und zwar nur als Pilotschema. Unter solchen möglichen Pro­
  grammen könnten sich befinden :
      - tragbare Software-Packages für Datenbanken ,
      - Anwendungen von graphischen Terminals auf wissenschaftlich-
        technische Information ,
      - Qn-line Input zur laufenden Ergänzung und Ueberarbeitung von
        Datenbasen und -banken .
  Ein wichtiges Element beim Herangehen an solche Themen wäre das Er­
  kennen der unterschiedlichen Rollen und Interessen von Benutzern ,
  Herstellern von Ausrüstungen , Hostbetreibern und Lieferanten von
  Datenbasen .
6  Austausch von Kenntnissen über Informationstechnologie
   Es ist notwendig zu gewährleisten , dass alle Mitgliedstaaten an Er­
   fahrungen, die mit der sich entwickelnden Informationstechnologie
   gewonnen werden, schnell teilhaben. Daher wird Information über
 ---pagebreak---                                   - 28 -
    Entwicklungen in der Informationstechnologie kontinuierlich an alle
    Mitgliedstaaten weitergeleitet werden , und der Austausch von Know-
    how zwischen nationalen Zentren in verschiedenen Mitgliedstaaten wird
    folgendermassen gefördert werden :
       – mittels Veröffentlichung und Verbreitung von Gerneinschafts–
          dokumenten aus dem Bereich der Informationstechnologie ,
       – mittels Fortführung der Organisation von in zwei Jahre sab ständen
          stattfindenden Kongressen über das Thema Informationssysteme und
          -netze ( einer früheren Praxis entsprechend werden der 4« und 5»
          Kongress 1977 bzw. 1981 stattfinden ),
       – mittels Organisation von Round–table–Diskussionen sowie über
          allgemeine als auch spezielle Themen auf dem Gebiet der Infor–
          mationstechnologie , um ein Forum zum Informationsaustausch zu
          schaffen »
3«7 Mehrsprachigkeit s-Hilfsmittel für WTC
    Dieses Thema war ein wesentlicher Bestandteil des ersten Aktionsplans .
    Da die Entwicklung aber inzwischen auch allgemeinere mehrsprachige
    Bereiche betrifft , wurde ein besonderes Programm aufgestellt .
    Der AWTID hat jedoch den Wunsch geäussert , weiterhin bei Fragen be­
    treffend die WTID-Aspekte in der Politik und der praktischen Anwen­
    dung im Mehrsprachigkeitsbereich hinzugezogen zu werden, und im Rahmen
    dieses Aktionsplans werden daher Vorkehrungen für insbesondere mit
    WTID verbundene Tätigkeiten getroffen. Dabei ist z.B. die Zusammen­
    stellung mehrsprachiger Vokabulare und Thesauren in ausgewählten
    Bereichen vorgesehen .
 ---pagebreak---                                                                                     Anhang 4
                                                                            (MEE )
                      Haushalt splan
       fur den 2 . Aktionsplan , 1978 - I98O                                                   Ins­
                                                                   1970    1979     1980
                                                                                               gesamt
■                                                  ...
                                                                 s=aass==s
  Kapitel  1 : ENTWICKLUNG VON EURONET IN EIN OEFFENT-
          ""       LICHES OPERATIONELLES ON–LINE-INFORMA-          1,40    1,50     1,20        4,10
                  TIONSNETZ
                                                                                              3====sa
  1.1       Inbetriebnahme des Datenfernübermittlungs-
            netzes                                                 1,10
  1.2       Anschluss von Hosts und. Terminals                     0,15
[ 1.3-1.5   EURONET-Bedarf                                         0,15
  Kapitel 2 s ENTWICKLUNG EINES GEMEINSAMEN MARKTES
          ~       EUER WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE                 0,95    1,10     1,20        3,25
                  INFORMATION
  2.1-2.2   Benutzerbedarf und Aspekte der Benutzer-
            unterstützung                                          0,15
  2.3       Schulung von Benutzern und Fachkräften                 0,05
  2.4       Werbet ät igke it en                                   0,20
          r - - –-                           - ...     . , 1 . ,
  2.5-2.6   Informationssysteme und -dienste , ein-
            schliesslich sektoraler Tätigkeiten
                                                                   0,55
  2.7       Host Computer der Kommission für ECJRONET              z.E.
          | und damit zusammenhängende Inform.-Systeme
  Kapitel 3 s FOERDERUNG DER TECHNOLOGIE UND METHODIK
                  ZUR VERBESSERUNG DER INFORMATIONS-               0,50    0,50     0,50        1,50
                  DIENSTLEISTUNGEN
  3.1-3.3   Technologische Entwicklung von EURONET–
            Diensten
                                                                   0,25
  3.4-3.6   Aspekte der Informationstechnologie                    0,15
                                                                                      - - - 1
  3.7       Mehrsprachigkeitshilfsmittel fur WTID                  0,10
                                     Reservefonds                  0,15                         0,15
                                                                                   =======
                                     INSGESAMT                     3,00    3,10     2,90        9,oo
 ---pagebreak---                                                                    Anhang 5
                                                                   7.4.1977
           STELLUNGNAHME DES AWTID ZUM 2 . AKTIONSPLAN ( 1978-I98O )
Der Ausschuss für wissenschaftlich–technische Information und Dokumentation
 ( AWTID )
In Anbetracht der Entschliessung des Rates vom 24 . Juni 1971 und 14 . Januar
1974 ,
Angesichts der seit Ingangsetzung des vom Rat am 18 . März 1975 beschlossenen
1 . Aktionsplans ( 1975–1977 ) entwickelten Programme und erzielten Ergebnisse ,
Unter Berücksichtigung der Vereinbarung mit den Postbehörden der neun Mit­
gliedstaaten über Errichtung und Betrieb eines Datenfernübermittlungsnetzes
für EURONET ,
Angesichts der Bereitschaft der Mitgliedstaaten , die verfügbaren Informa­
tionsquellen in EURONET mit dem Netz zu verbinden , um einen gemeinschafts-
weiten Zugang zu ihnen zu schaffen , und des Wunsches , die Kommission möge
 in gleicher Weise handeln .
Unter Berücksichtigung der weiten Uebere instimmung der Auffassungen der Mit –
gliedstaaten über die im Dok, AWTID/250/76 endg« niedergelegten Grundsätze ,
die bei der Nutzung der Informationsquellen anzuwenden sind, was zum wirt­
schaftlichen, industriellen und sozialen Portschritt der Gemeinschaft bei­
tragen soll ,
Auf Grund der eingehenden Aussprachen in der 21 . und 22 . Tagung, auf denen
auch die Prüfung der AWTID–Dokumente 266/76 und 275/77 sowie seiner Teile A
und B stattfand ,
– hält es für unbedingt erforderlich , dass ein 2 . Aktionsplan der Gemeinschaft
    im Bereich der wissenschaftlich–technischen Information für die Jahre 1978/
    1980 durchgeführt wird , wobei auf den unter dem 1 . Aktionsplan erreichten
    Ergebnissen und unternommenen Aktionen aufzubauen ist und sie durch neue ,
    erforderlich gewordene Ansätze zu ergänzen sind ;
– ist der Auffassung, dass höchster Vorrang gegeben werden sollte :
 ---pagebreak---                                       - 2 -
          • der Entwicklung von EURONET in ein operationelles f wissenschaftlich–
            technisches on–line Informationsnetz ! ^as so bald wie möglich in ein
            europäisches! öffentliches Datenübertragungsnetz zu integrieren ist ,
         • der Entwicklung der Informationsmärkte in der Gemeinschaft unter
            besonderer Berücksichtigung des unterschiedlichen Benutzerbedarfs
            und der den verschiedenen Benutzerkategorien zu gebenden Hilfe ,
         • der Förderung der Teohnologie und Methodik zur Verbesserung der In­
            formationsdienst le istungen, insbesondere der Dienstleistungen von
            EURONET ;
       – betont die Notwendigkeit leistungsfähiger Informationssysteme und
         Dienste (Datenbasen, Datenbanken und andere? Informationsmittel einschl.
         Informationsvermittlungsdienste )! um die Benutzer in der Gemein­
         schaft mit den von ihnen benötigten Informationen zu versorgen ;
     ■ – empfiehlt der Kommission , dem Rat sofort einen 2. Aktionsplan auf die­
         ser Grundlage vorzuschlagen ;
       – ist der Auffassung, dass die Durchführung dieses Drei jähre splans die
         Bereitstellung von 9 MRE erforderlich macht ;
       – wünscht für die WTI-Aspekte der Politik und Anwendungen im Mehrsprachig–
         keitsbereich herangezogen zu werden und empfiehlt , dafür im Aktionsplan
         einen Betrag von 300.000 RE vorzusehen ;
       – beschliesst , diese Stellungnahme der Kommission der Europäischen Gemein­
         schaften sowie dem Ausschuss für wissenschaftliche und technische For­
         schung (AWTF) ZU übermitteln.
                                                                                   \
(Deutscher Formulierungsvorschlag für de» vorletzten Absatz der Stellungnahme
 des AWTID)
M - wünscht , dass für Projekte der Mehrsprachigkeit im 2 . Aktionsplan innerhalb
  des Gesamtansatzes(9 MRE jährlich ) jährlich 0,3 MRE vorgesehen werden, damit
  die Sprachbarrieren in I + D-Bereich der Gemeinschaft überwunden werden können
  und hält es für notwendig, dass die im Aktionsplan zur Verbesserung der Infor-
  mationsübertragung zwischen den europäischen Sprachen vergesehenen WTID–rele­
  vanten Projekte , soweit sie nicht mehr in den 2 . Aktionsplan für UTID einbezogen
  werden können , im AWTID beraten werden".
  Falls nur 0,1 MRE jährlich für Mehrsprachigkeitsprojekte im 2. Aktiensplai
  eingesetzt werden, ist die Gesamtsumme von 9 MRE um 0,6 MRE zu kürzen.
 ---pagebreak---                                       - 3 -
                  BEMERKUNGEN DER NATIONALEN DELEGAT! 0N3N
Belgien :     In Erwartung einer effektiven Rationalisierung des Angebots von In­
              formationsdiensten über EURONET behält die "belgische Delegation sich
              ihre Haltving zur Stellungnahme des AWTID zum 2 . Aktionsplan und den
              Dokumenten ANTIDOTS/?? + A + B vor , die diesen Plan und den dazu­
              gehörigen Haushalt näher beschreiben . Falls eine solche Rationalisie­
              rung nicht erzielt wird , hält es die belgische Delegation für erfor­
              derlich , Inhalt und Haushalt des 2 . Akt ionsplans substantiell zu
              ändern .
Dänemark :    Stimmt voll dem Wortlaut der Stellungnahme des AWTID zu .
Frankreich :  Bei voller Zustimmung zum Wortlaut der Stellungnahme des AWTID hält
              die französische Delegation ihre Vorbehalte aufrecht , die im Zusammen­
              hang mit ihrem Antrag auf Einsetzung eines neuen Kontrollmechanismus
              (Management committee - Comite de gestion ), der getrennt vom AWTID
              arbeitet , gemacht wurden . Dieses Problem wird von den französischen
              Behörden dem C0R3PER vorgelegt werden .
BR Deutsch­   Stimmt im Grundsatz dem 2 . Akt ionsplan und der Stellungnahme des AWTID
land :
              zu , schlägt jedoch vor , zu sagen : "bis zu 9 MH3"; und für den vorletzten
              Absatz der Stellungnahme einen neuen Wortlaut zu verwenden .
Irland :      Stimmt im Grundsatz der Stellungnahme des AWTID zu , behält sich jedoch
              die Zustimmung zum gesamten Programm vor , bis ihr eine befriedigende
              Information über das Datenfernübermittlungsnetz gegeben wird .
Italien :     Stimmt voll dem Wortlaut der Stellungnahme des AWTID zu .
Luxe m ours;: Stimmt voll dem Wortlaut der Stellungnahme des AWTID zu .
Niederlande : Stimmen voll dem V/ort laut der Stellungnahme des AWTID zu .
Veremigtes    Erkennt die Notwendigkeit für einen 2 . Aktionsplan an , behält sich
Konirrreich :
              jedoch die Haltung bezüglich der formellen Vorschläge vor , bis die in
              seiner Erklärung vom 23 « März 1977 erbetenen Sicherheiten schriftlich
              vorliegen . Das V.K. behält sich ferner seine Haltung zum Dreijahres-
              Haushalt vor , bis eine Konsultation mit den nationalen Behörden statt­
              gefunden hat .
              Darüber hinaus hält die Delegation des V.K. einen Gesamtbetrag von
              etwa 2,0 MH3 , einschliesslich des Reservefonds und des Betrages für
              Vorhaben im Mehrsprachigkeitsbereich , für den Haushalt 1978 für aus­
              reichend .
 ---pagebreak---                                                                            Anhang 6
                                     FINANZBOGEN
                                     ERS1ER TEIL
          (Angaben zu sämtlichen - alten und neuen - Vorhaben) (l )
1 « Kennzeichnunfi d^s__Bogengj_rechtljLche_jind_adiTiTj2i^Rtrfl^2J2^ A22gaben
    1.0« Bogennummer (von der GD XIX auszufüllen ).......«...............,......
    1.1 . Datum des Bogens (Fassung vom.
    1.2 . Haushaltspostent Kapitel 36
    1.3 * Haushaltsjahr : 1978 - 1979 - 1980
    1.4«  Rechtsgrundlage
          1.4*0. Beschluss des Rates vom                            Amtsblatt
          1.4* 1 * Beschluss der Kommission vom
                      (sofern diese allein entscheidungsbefugt ist )
          1.4*2 . Vorschlag, dem Rat unterbreitet am                      , Amtsblatt
          1.4.3 « Vorschlag, der Kommission unterbreitet am : Juni 1977
          I . 4 . 4 « Vorschlag wird zur Zeit in den Dienststellen ausgearbeitet ,
                      sonstige
    1.5 * Anweisungsbefugte Dienststelle : GD XIII
2 . Bezeichnung des Vorhabens : Zweiter gemeinschaftlicher Aktionsplan im Bereich
                                    der wissenschaftlichen und technischen Information
                                    und Dokumentation .
(l ) Der "zweite Teil" dieses Finanzbogens enthält lediglich die ergänzenden Angaben
     zu den neuen Vorhaben .
 ---pagebreak--- Beschreibung des Vorhabens / Betroffener Personenkreis
3.0 . Beschreibung
      a ) Umwandlung von EURONET in ein öffentliches On-line-Informa­
          tionsnetz
      b ) Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für wissenschaftliche
          und technische Information
      c ) Förderung der Technologie und Methodik zur Verbesserung der
          Informationsdienste , insbesondere im Rahmen von EURONET .
3.1 . Vom Vorhaben betroffener Personenkreis
      3*1.0 . Gruppe :   Beamte .
                         Nutzniesser : Gemeinschaftsinstitutionen , die
                         wissenschaftliche und technische Information der
                         Mitgliedstaaten benutzen , Industriekreise , Wissen­
                         schaftler . Forscher , Oeffentlichkeit , Verwaltungen .
      3.1.1 . Zahl :     25 A , 13 B , 20 C sowie eine variable Anzahl
                         ( 50 bis 100 ) unter Vertrag arbeitender Sachver­
                         ständiger und sonstiger Personen .
      3.1.2 . Gebiet , Standort :   Luxemburg und - für die Nutzniesser -
                                    alle Mitgliedstaaten .
 ---pagebreak---                                 - 3 -
4.    Zweck(e ) des Vorhabens
      4.0 ., AllgemeinC e ) in den Verträgen oder einem Beschluß festgelegteCr )
             Zweck(e ) ( nach Möglichkeit mit Quantifizierung ).
             Koordinierung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Bereich der
             wissenschaftlichen und technischen Information und Dokumenta­
             tion ( WTID ) und Aufbau eines europäischen WTID-Netzes ( Ent­
             schließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der
             Mitgliedstaaten vom 2.k , Juni 1971 sowie Beschluß des Rates
             vom 18 . März 1975 über den ersten Aktionsplan im Bereich der
             wissenschaftlichen und technischen Information ).
      4.1 . Besonderer Zweck des Vorhabens und Beitrag dieses besonderen
             Zwecks zum allgemeinen Zweck : Zahleneingaben je Jahr zu konstan­
             ten Preisen in Mill . RE : ( 1 )
                                                     1978      1979      1980
             a ) EURONET                             1,40      1,50      1,20
             b ) Gemeinsamer Markt für WTID          0,95      1,10      1,20
             c ) Methodik und Technologie            0,50      0,50      0,50
5«    Begründung der Wahl dieses Vorhabens zur Erreichung der Zwecke ( 2 )
      Im Rahmen des ersten Aktionsplans wurden mehrere konkrete Maßnahmen
      ( namentlich das Fernmeldenetz für EURONET , das von den neun nationa­
      len Postverwaltungen aufgrund eines Vertrages aufgebaut wurde oder
      neue Dienste ( nämlich mehrere sektorale Informationssysteme ) fest­
      gelegt und ganz oder teilweise verwirklicht . Zugleich konnte ein
      sehr genaues Programm für jede dieser Maßnahmen aufgestellt werden ,
      die zur Erreichung der Zwecke des zweiten Plans durchgeführt werden
      müssen , als dessen Ergebnis der Oeffentlichkeit ein vollständiges
      Gemeinschaftsinstrument geöffnet werden soll .
( l ) Das Hauptanliegen besteht darin , eine Verbindung zwischen folgenden
      Faktoren herzustellen :
      - möglichst genau festgelegte Zwecke ( mit Zahlenangaben Jahr für
         Jahr )
         und
      - dem gewählten Vorhaben ( sein Beitrag zur Erreichung der allge­
         meinen Zwecke ). Verfolgen mehrere Vorhaben die gleichen allgemeinen
         Zwecke , so wird trotzdem versucht , den von jedem Vorhaben einzeln
         geleisteten Beitrag zu spezifizieren ( dieses Problem ist ggf . ge­
         meinsam mit der 6D XIX zu lösen ).
( 2 ) Wird ein neues Vorhaben vorgeschlagen , so sind dessen Vor- und Nach­
      teile gegenüber anderen möglichen Vorhaben anzugeben . Im Falle der
      Weiter führung eines Vorhabens Überlegungen über den Wert einer Fort­
      führung der Bemühungen in ihrer gegenwärtigen Form .
 ---pagebreak---                                      - 4 -
6 . Ausgaben
     6.0 . Gesamtausgaben für das Vorhaben während der voraussichtlichen Gesamt­
           dauer
           6.0.0 . Ausgaben zu Lasten des Haushalts der Gemeinschaft
                   Für 1978 – 1980s ( Gesamtbetrag der Ausgaben )
                   9 Mill . RE zu konstanten Preisen , d.h . 10 392 Mill . RE zu
                   jeweiligen Preisen
           6.0.1 . Ausgaben zu Lasten der nationalen Verwaltungen
                   Keine .
           6.0.2 . Ausgaben zu Lasten anderer Sektoren auf nationaler Ebene
                   Keine .
     6.1 . Bewilligte Mittel , gebundene Mittel und Zahlungen
           6.1.0. Mittelbindungen ( Verpflichtungsermächtigungen ) ( l )
                   S. 6.1.1 .
                      Abgelaufene Haus-       Laufende Haus-        Kommende Haushalts-
                      haltsjahre              haltsjahre             jähre
                      (gebundene Mittel )     (bewilligte Mittel )   ( veranschlagte Mittel )
                              1975             1976          1977    1978    1979    1980
Beträge
Neues Vorhaben              1,840             . 2,15         2,65    4,80    2,80   2,792
Altes Vorhaben              0,484
       Insgesamt            2,324
     Zuwachsrate
                      6.1.1 . Zahlungen ( Zahlungsermächtigungen ) ( l )
                      Abgelaufende Haus-        Laufende Haus-     Kommende Haushalts-
                      haltsjahre ( geleistete haltsjahre (be-      jähre (veranschlagte
                      Zahlungen )               willigte Mittel )  Zahlungen )
                                                                   1978      1979   1980
Beträge                                                            2,85      4 » 85 2,692
Zuwachsrate
( l ) Zur Zeit umfasst der Haushaltsplan im allgemeinen Mittel nach dem Einjahres-
      prinzip . Nur in den Bereichen Euratom , Regionalfonds und Sozialfonds gibt es
      Verpflichtungsermächtigungen ( oder Bindungsermächtigungen ) und Zahlungser-
      mächtigungen .
 ---pagebreak---                                     - 5 -
6.2 . Höhe der beantragten Mittel : Prozentanteil der "beantragten Mittel am
      allgemeinen Gesamtbetrag der Mittel fllr das Haushaltsjahr 1 975
      (von der GD XIX auszufüllen ).
6.3 . Erläuterungen betreffend die Gesamtkosten und die beantragten Mittels
      6.3.0 . Berechnungsweise
              Die angegebenen Zahlen stutzen sich auf Durchführbarkeit sstudien
              und die Anhörung von Sachverstandigen der Mitgliedstaaten , insbe­
              sondere von Experten des AWTID .
      6.3.1 . Angaben Uber den etwaigen Zusammenhang zwischen den Kosten und den
              Ausgangshypothesen in bezug auf die allgemeinen wirtschaftlichen
              Verhältnisse .
              Die Ausgaben fUr die einzelnen Vorhaben wurden auf der Grundlage
              der Preise von Ende 1976 berechnet und ihr Betrag nach Massgabe
              des vorgesehenen Ausgabenplans und der Ausgangshypothesen der
              Kommission zur Bewertung der Kosten in den nächsten Jahren er­
              mittelt .
      6.3*2 . Wichtigste Unsicherheitsfaktorens
              6.3.2.0 . Ungenauigkeit der Vorausschätzung infolge unbekannter
                        Preise , Produktionsschwankungen usw
                        Angabe der Spanne fUr 1975/76/77
                                           keine
              6.3.2.1 . Schwankungen aufgrund der Durchführung (unterschiedliche
                        gemeinschaftliche Teilnahmeraten usw.)
                                           keine
              6.3.2.2 . Sonstige
                        Technologische Fortschritte (Rechner , Fernmeldewesen, usw.)
                        könnten die Kosten der geplanten Vorhaben in gewissem Grad
                        beeinflussen .
6.4 . Zeitplan fttr die Durchführung (Vorausschätzung der zeitlichen Abfolge der
      Zahlungen im Haushaltsjahr 1978 ) wenn möglich
      1 . Quartal                      2 . Quartal                    3 . Quartal
         500 000                          750 000                     1 600 000
       (Staffelung infolge der Notwendigkeit , Verträge auszuhandeln).
 ---pagebreak---                                       ZWEITER TEIL
                  (Ergänzende Angaben für ein neues Vorhaben) ( l )
9 » Zusammenfassende Angaben über das zur Durchführung des Vorhabens erfor­
     derliche Personal und die Verwaltungsmittel
     (Für die Dauer des geplanten Vorhabens und zumindest für das betreffende
     Haushaltsjahr sowie für die drei darauffolgenden Jahre )
     9.0 . Personal und entsprechende Mittel
           9.0.0 . Absolute Zahl (und Besoldungsgruppe ) des für das Vorhaben
                   bereitzustellenden Personals
                   25 A , 13 B , 20 C
           9.0.1 . Weiteres Personal , dessen Einsatz ggf. erforderlich ist
                   ( Anzahl und Besoldungsgruppe ; Bedarf zu begründen)
                   16 A , 9 B » 14 C für Marketing und komplizierte Verwaltung
                   von E5JR0NET sowie für Entwicklung und Aufbau neuer in EURONET
                   einzubeziehende Informationssysteme .
           9.0.2 . Personal ausgaben ( Titel l )
                   ( von der GD IX und GD XIX auszufüllen)
( l ) Der Beschluss der Kommission vom 28.11.1973 über die neuen Ausrichtungen
      im Bereich des Haushai tswesens weist auf die Notwendigkeit hin , für eine
      neue Massnahme ein "Finanzmemorandum" zu erstellen , das aus den zwei Teilen
      des Finanzbogens besteht .
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                                  STELLUNGNAHME
            des Ausschusses für wissenschaftliche und technische
            Forschung (AWTF) zu dem Vorschlag ftlr einen Beschluss
              des Rates zur Festlegung eines zweiten Dreijahres–
             Aktionsplans in Bereich der wissenschaftlichen und
                  technischen Information und Dokumentation
       Der Aus8chuss für die wissenschaftliche und technische Forschung
(AWTF) hat den eingangs genannten Vorschlag auf seinen Tagungen am
6./7 * Oktober und 7*/8 . November 1977 geprüft und abschliessend fol­
gende Stellungnahme abgegeben :
1 . afISS£flSgHA£ILIgHgR-ülffi-I£SHgISg HER INHALT DER VORSCHLAFE
          Der Ausschuss nimmt die seit der Durchführung des vom Rat
    am 18 . März 1973 beschlossenen ersten Aktionsplan im WTID-Bereich
    ( 1975-1977 ) erzielten Ergebnisse mit Befriedigung zur Kenntnis .
          Angesichts der Notwendigkeit , das bedeutende Informations-
    potential zu teilen , das in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft
    vorhanden ist , hält es der Ausschuss für dringend geboten , EURONET
    in ein Betriebsnetz mit direktem Zugang zur WTID umzuwandeln , das
    so bald wie möglich in ein öffentliches europäisches DatenUbertra-
    gungsnetz integriert wird .
          Er empfiehlt jedoch der Kommission und dem AWTID , die Bemühun­
    gen um die Rationalisierung des Angebots an Informationsdienstlei-
    stungen Uber EURONET fortzusetzen ,gleichzeitig jedoch im Rahmen der
    Leitlinien des AWTF ^vgl . Dok. CIDST/250/76 , namentlich Nummern 2.1 ,
    2.3 und 2.47"innerhalb der Gemeinschaft einen freien und gesunden
                                                                         t
     R / 2921 / 77 ( RECH 40 )
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    Wettbewerb znachen den Dienstleistungserbringern sicherzustellen
    und dabei gemäss dtr Richtli^t; des Rates vom 24 « Juni 1971 vorzu­
    gehen , die Vorsieht , daus Mdic Tätigkeit der Mitgliedstaaten in
    folgenden Punkten koordiniert wird : Unterstützung von Initiativen
    jeglichen Ursprungs zur Schaffung und zum rationellen Ausbau von
    wissenschaftlich-technischen Informations- und Dokumentations-
    systemen , damit durch deren ständiges Zusammenwirken ein euro­
    päisches Netz entwickelt wird .....". Der Ausschusa bittet den
    AWTID , ihm in fünf Monaten einen ersten Bericht über die Ergeb­
    nisse der Rationalisierungsbemühungen £u vinterbreiten«
           Der Ausschuss bringt seine Zufriedenheit mit dem wissen­
    schaftlichen und technischen Inhalt und den Prioritäten der
    Kommissionsvorschläge zum Ausdruck , die nach seiner Ansicht von
    gemeinschaftlichem Interesse sind .
2 , MITIEL
           Nach Auffassung des Ausschusses sollte bei der Veranschla­
    gung der für die Durchführving des zweiten Aktionsplans erforder­
    lichen Haushaltsmittel durch Ratsbeschluss ein HSchstbetrag von
    9 Mio RE für einen Zeitraum von 3 Jahren festgesetzt werden , wo­
    von 3 Mio RE auf 1978 entfallen würden. /Vgl . Wortlaut des Vor­
    schlags für einen Beschluss des Rates in der Anlage.7
3 . DURCHPUEHRUNG     •
           Nach Absicht des Ausschusses gebührt im Rahmen der Durch­
    führung dieses zweiten Aktionsplans dessen Verwaltung besondere
    Beachtung ; hier sollte der AWTID eine wesentliche Rolle spielen.
 ---pagebreak---       Der Ausschuss "billigt das Ziel der Umwandlung von EURONET in
 ein europäisches öffentliches Datenübertragungsnetz . Er ist jedoch
 der Auffassung, dass die Gemeinschaft in der Lage sein muss , die
Arbeitsweise und die Entwicklung des Netzes in den ersten Phasen
aus der Nfihe zu verfolgen . Die Gemeinschaft muss sich insbesondere
davon überzeugen ,
- dass die gewahrten Gemeinschaftsinvestitionen in erster Linie den
   Benutzern der WTID zugute kommen
- und dass die Uebermittlung von Mitteilungen Ober EURONET für die
   Rechnung Dritter nicht mit der Nutzung und Entwicklung des Netzes
   für die Bedürfnisse der WTID , die vorrangig bleiben müssen , in
   Konflikt gerät .
      Der Ausschuss empfiehlt ausserdem , das Mandat des AWTID so
festzulegen , wie es in Anhang 2 des Vorschlags für einen Beschluss
angegeben ist *
      Der Ausschuss bittet die Kommission , nach Anhörung des AWTID
so bald wie möglich einen geeigneten Verwaltungsmechanismus für
EURONET vorzuschlagen und dem AWTF Bericht zu erstatten «
ZUSAMMENHAN§_MI£ DE^=AKTIONSPLAN_ZUR_yEgBESSERUNG DER INFORMATIONS-»
UEBERTRAGÜNG_ZWISCHEN DEN EUROPAEISCHEN_SPgACHEN
ZDok . R/49/TZ7
      In Anbetracht des Zusammenhangs , der zwischen dem zweiten
Aktionsplan im WTID-Bereich und dem Aktionsplan zur Verbesserung
der Informationsübertragung zwischen den europfiischen Sprachen
besteht , empfiehlt der Ausschuss der Kommission , die beiden Aktions-
plBhe im Benehmen mit dem AWTID und dem Sachverst&ndigenausschuss
für die Informationsübertragung innerhalb der Gemeinschafts-
sprachen ( CETIL ) zu koordinieren .