CELEX: 62009CJ0322
Language: de
Date: 2010-11-18
Title: Urteil des Gerichtshofes (Dritte Kammer) vom 18. November  2010. # NDSHT Nya Destination Stockholm Hotell & Teaterpaket AB gegen Europäische Kommission. # Rechtsmittel - Staatliche Beihilfen - Beschwerde eines Wettbewerbers - Zulässigkeit - Verordnung (EG) Nr. 659/1999 - Art. 4, 10, 13 und 20 - Entscheidung der Kommission, die Prüfung der Beschwerde nicht fortzusetzen - Qualifizierung von Maßnahmen durch die Kommission als teils keine staatlichen Beihilfen darstellende Maßnahmen und teils mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare bestehende Beihilfen - Art. 230 EG - Begriff ‚anfechtbare Handlung‘. # Rechtssache C-322/09 P.

Rechtssache C‑322/09 P
      NDSHT Nya Destination Stockholm Hotell & Teaterpaket AB
      gegen
      Europäische Kommission
      „Rechtsmittel – Staatliche Beihilfe – Beschwerde eines Wettbewerbers – Zulässigkeit – Verordnung (EG) Nr. 659/1999 – Art. 4, 10, 13 und 20 – Entscheidung der Kommission, die Prüfung der Beschwerde nicht fortzusetzen – Qualifizierung von Maßnahmen durch die Kommission als teils keine staatlichen Beihilfen darstellende Maßnahmen und teils
         mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare bestehende Beihilfen – Art. 230 EG – Begriff ‚anfechtbare Handlung‘“
      
      Leitsätze des Urteils
      1.        Rechtsmittel – Gründe – Verwendung neuen Vorbringens – Zulässigkeit – Grenzen
      (Satzung des Gerichtshofs, Art. 58; Verfahrensordnung des Gerichtshofs, Art. 113 § 2)
      2.        Nichtigkeitsklage – Anfechtbare Handlungen – Handlungen, die ein Beschwerdeführer anfechten kann, der das Vorliegen einer
            staatlichen Beihilfe rügt – Schreiben der Kommission, mit dem die Beschwerdeführerin davon unterrichtet wird, dass keine ausreichenden
            Gründe bestehen, zu dem Fall eine Auffassung zu vertreten – Entscheidung im Sinne von Art. 4 der Verordnung Nr. 659/1999 –
            Anfechtbare Handlung – Klage von Beteiligten im Sinne von Art. 88 Abs. 2 EG – Zulässigkeit
      (Art. 88 Abs. 2 und 3 EG und 230 EG; Verordnung Nr. 659/1999 des Rates, Art. 4 und 13)
      1.        Aus Art. 58 der Satzung des Gerichtshofs in Verbindung mit Art. 113 § 2 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs ergibt sich,
         dass der Rechtsmittelführer im Rahmen eines Rechtsmittels jedes erhebliche Argument vortragen darf, sofern das Rechtsmittel
         den vor dem Gericht verhandelten Streitgegenstand nicht verändert.
      
      (vgl. Randnr. 41)
      2.        Was die Zulässigkeit von Nichtigkeitsklagen betrifft, ist für die Qualifizierung angefochtener Handlungen auf ihr Wesen abzustellen.
         Die Form, in der eine Handlung oder eine Entscheidung ergeht, ist für die Zulässigkeit einer Nichtigkeitsklage grundsätzlich
         ohne Bedeutung. Somit wirkt es sich auf die Qualifizierung der betreffenden Handlung grundsätzlich nicht aus, ob sie bestimmten
         formalen Anforderungen genügt, ob sie also u. a. vom Handelnden zutreffend bezeichnet wurde oder die Rechtsgrundlage angibt,
         oder ob sie Anforderungen in Bezug auf die Mitteilung gegenüber einem Dritten genügt.
      
      Anfechtbare Handlungen im Sinne von Art. 230 EG sind Maßnahmen, die den Standpunkt der Kommission beim Abschluss eines Verwaltungsverfahrens
         endgültig festlegen und verbindliche Rechtswirkungen erzeugen sollen, die die Interessen des Klägers berühren, was Zwischenmaßnahmen,
         die der Vorbereitung der endgültigen Entscheidung dienen und keine solche Wirkung haben, ausschließt. 
      
      Im Rahmen des Verfahrens zur Kontrolle staatlicher Beihilfen muss die Kommission eine Prüfung durchführen, wenn sie im Besitz
         von Informationen gleich welcher Herkunft über mutmaßlich rechtswidrige Beihilfen ist. Die Prüfung einer Beschwerde führt
         zur Einleitung der in Art. 88 Abs. 3 EG vorgesehenen Vorprüfungsphase und verpflichtet die Kommission dazu, das etwaige Vorliegen
         einer Beihilfe und ihre Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt unverzüglich zu prüfen. Art. 13 Abs. 1 der Verordnung Nr.
         659/1999 betreffend die Anwendung von Art. 88 EG verpflichtet die Kommission dazu, diese Vorprüfungsphase mit dem Erlass einer
         Entscheidung nach Art. 4 Abs. 2, 3 oder 4 dieser Verordnung abzuschließen, also einer Entscheidung, mit der entweder das Vorliegen
         einer Beihilfe verneint wird, keine Einwände erhoben werden oder das förmliche Prüfverfahren eröffnet wird; die Kommission
         ist nicht befugt, einen Zustand der Untätigkeit in der Vorprüfungsphase fortbestehen zu lassen. Zu gegebener Zeit hat sie
         folglich entweder die nächste Prüfphase gemäß Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen oder die Sache durch den Erlass einer entsprechenden
         Entscheidung einzustellen.
      
      Wenn die Kommission im Anschluss an die Prüfung einer Beschwerde entweder feststellt, dass eine Untersuchung nicht den Schluss
         zulässt, dass eine staatliche Beihilfe im Sinne von Art. 87 EG vorliegt, oder die Maßnahme als bestehende Beihilfe qualifiziert
         und sie damit der fortlaufenden Prüfung gemäß Art. 88 Abs. 1 EG unterwirft, lehnt sie es damit implizit ab, das Verfahren
         gemäß Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen. Eine solche Weigerung, das in Art. 88 Abs. 2 EG vorgesehene Verfahren zu eröffnen, stellt
         eine endgültige Entscheidung dar und kann nicht als eine einfache vorläufige Maßnahme angesehen werden. 
      
      Ein Schreiben der Kommission, mit dem u. a. Beihilfen, die ein Unternehmen, das mit dem Unternehmen, das die Beihilfe erhalten
         hat, konkurriert, in einer Beschwerde beanstandet hat, als bestehende Beihilfen eingestuft werden, und mit dem das Fehlen
         ausreichender Gründe festgestellt wird, die die Fortsetzung der Prüfung rechtfertigen könnten, stellt somit eine Entscheidung
         gemäß Art. 4 der Verordnung Nr. 659/1999 dar und ist als anfechtbare Handlung im Sinne von Art. 230 EG anzusehen. Wenn die
         Kommission das Fehlen ausreichender Gründe feststellt, die die Fortsetzung der Prüfung der Beschwerde rechtfertigen könnten,
         ergibt sich nämlich aus dem Sachgehalt streitigen Handlung, dass sie sich eine endgültige Meinung in Bezug auf die geprüften
         Maßnahmen gebildet und so ihren Willen zum Ausdruck gebracht hat, ihre Vorprüfung abzuschließen. Mit dieser Feststellung lehnt
         sie implizit ab, das förmliche Prüfverfahren nach Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen.
      
      Einer solchen Entscheidung gegenüber können die Personen, denen die Verfahrensgarantien nach Art. 88 Abs. 2 EG zugutekommen,
         deren Beachtung nur durchsetzen, wenn sie die Möglichkeit haben, diese Entscheidung gemäß Art. 230 Abs. 4 EG vor dem Unionsrichter
         anzufechten. 
      
      (vgl. Randnrn. 46-54, 57-60)
URTEIL DES GERICHTSHOFS (Dritte Kammer)
      18. November 2010(*)
      
      „Rechtsmittel – Staatliche Beihilfen – Beschwerde eines Wettbewerbers – Zulässigkeit – Verordnung (EG) Nr. 659/1999 – Art. 4, 10, 13 und 20 – Entscheidung der Kommission, die Prüfung der Beschwerde nicht fortzusetzen – Qualifizierung von Maßnahmen durch die Kommission als teils keine staatlichen Beihilfen darstellende Maßnahmen und teils
         mit dem Gemeinsamen Markt vereinbare bestehende Beihilfen – Art. 230 EG – Begriff ‚anfechtbare Handlung‘“
      
      In der Rechtssache C‑322/09 P
      betreffend ein Rechtsmittel nach Art. 56 der Satzung des Gerichtshofs, eingelegt am 8. August 2009,
      NDSHT Nya Destination Stockholm Hotell & Teaterpaket AB mit Sitz in Stockholm (Schweden), Prozessbevollmächtigte: M. Merola und L. Armati, avvocati,
      
      Rechtsmittelführerin,
      andere Verfahrensbeteiligte:
      Europäische Kommission, vertreten durch L. Flynn und T. Scharf als Bevollmächtigte, Zustellungsanschrift in Luxemburg,
      
      Beklagte im ersten Rechtszug,
      erlässt
      DER GERICHTSHOF (Dritte Kammer)
      unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten K. Lenaerts sowie der Richter D. Šváby, E. Juhász, G. Arestis und T. von Danwitz (Berichterstatter),
         
      
      Generalanwältin: V. Trstenjak,
      Kanzler: L. Hewlett, Hauptverwaltungsrätin,
      aufgrund des schriftlichen Verfahrens und auf die mündliche Verhandlung vom 9. September 2010,
      aufgrund des nach Anhörung der Generalanwältin ergangenen Beschlusses, ohne Schlussanträge über die Rechtssache zu entscheiden,
      folgendes
      Urteil
      1        Mit ihrem Rechtsmittel beantragt die NDSHT Nya Destination Stockholm Hotell & Teaterpaket AB (im Folgenden: NDSHT) die Aufhebung
         des Urteils des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften vom 9. Juni 2009, NDSHT/Kommission (T‑152/06, Slg.
         2009, II‑1517, im Folgenden: angefochtenes Urteil), mit dem dieses ihre Klage auf Aufhebung der Entscheidung über eine Beschwerde
         betreffend der Stockholm Visitors Board AB von der Stadt Stockholm gewährte, mutmaßlich rechtswidrige staatliche Beihilfen,
         die in den an NDSHT gerichteten Schreiben der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom 24. März 2006 und 28. April 2006
         enthalten gewesen sein soll (im Folgenden: streitige Handlung), abgewiesen hat.
      
       Rechtlicher Rahmen
      2        Wie sich aus ihrem zweiten Erwägungsgrund ergibt, kodifiziert und verstärkt die Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates vom
         22. März 1999 über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel [88 EG] (ABl. L 83, S. 1) in der durch die Akte über
         die Bedingungen des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland,
         der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen
         Republik und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge (ABl. 2003, L 236, S. 33) geänderten Fassung
         (im Folgenden: Verordnung Nr. 659/1999) im Bereich der Prüfung staatlicher Beihilfen die von der Kommission in Übereinstimmung
         mit der Rechtsprechung des Gerichtshofs festgelegte Praxis.
      
      3        Gemäß Art. 1 Buchst. b Ziff. i dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck „bestehende Beihilfen“ „unbeschadet der Artikel 144
         und 172 der Akte über den Beitritt Österreichs, Finnlands und Schwedens, des Anhangs IV Nummer 3 und der Anlage zu diesem
         Anhang der Akte über den Beitritt der Tschechischen Republik, Estlands, Zyperns, Lettlands, Litauens, Ungarns, Maltas, Polens,
         Sloweniens und der Slowakei alle Beihilfen, die vor Inkrafttreten des [EG‑]Vertrages in dem entsprechenden Mitgliedstaat bestanden,
         also Beihilferegelungen und Einzelbeihilfen, die vor Inkrafttreten des [EG‑]Vertrages eingeführt worden sind und auch nach
         dessen Inkrafttreten noch anwendbar sind“.
      
      4        Art. 1 Buchst. h der Verordnung definiert „Beteiligte“ als „Mitgliedstaaten, Personen, Unternehmen oder Unternehmensvereinigungen,
         deren Interessen aufgrund der Gewährung einer Beihilfe beeinträchtigt sein können, insbesondere der Beihilfeempfänger, Wettbewerber
         und Berufsverbände“.
      
      5        Art. 4 Abs. 1 bis 4 der Verordnung Nr. 659/1999 in deren Kapitel II („Verfahren bei angemeldeten Beihilfen“) bestimmt:
      
      „(1)      Die Kommission prüft die Anmeldung unmittelbar nach deren Eingang. Unbeschadet des Artikels 8 erlässt die Kommission eine
         Entscheidung nach den Absätzen 2, 3 oder 4. 
      
      (2)      Gelangt die Kommission nach einer vorläufigen Prüfung zu dem Schluss, dass die angemeldete Maßnahme keine Beihilfe darstellt,
         so stellt sie dies durch Entscheidung fest.
      
      (3)      Stellt die Kommission nach einer vorläufigen Prüfung fest, dass die angemeldete Maßnahme, insoweit sie in den Anwendungsbereich
         des Artikels [87 Abs. 1 EG] fällt, keinen Anlass zu Bedenken hinsichtlich ihrer Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt gibt,
         so entscheidet sie, dass die Maßnahme mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar ist (nachstehend ‚Entscheidung, keine Einwände zu
         erheben‘ genannt). In der Entscheidung wird angeführt, welche Ausnahmevorschrift des Vertrags zur Anwendung gelangt ist. 
      
      (4)      Stellt die Kommission nach einer vorläufigen Prüfung fest, dass die angemeldete Maßnahme Anlass zu Bedenken hinsichtlich ihrer
         Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt gibt, so entscheidet sie, das Verfahren nach Artikel [88 Abs. 2 EG] zu eröffnen (nachstehend
         ‚Entscheidung über die Eröffnung des förmlichen Prüfverfahrens‘ genannt).“
      
      6        Kapitel III dieser Verordnung regelt das Verfahren bei rechtswidrigen Beihilfen. In diesem Kapitel bestimmt Art. 10 Abs. 1:
         
      
      „Befindet sich die Kommission im Besitz von Informationen gleich welcher Herkunft über angebliche rechtswidrige Beihilfen,
         so prüft sie diese Informationen unverzüglich.“ 
      
      7        In diesem Kapitel III sieht Art. 13 („Entscheidungen der Kommission“) Abs. 1 vor:
      
      „Nach Prüfung einer etwaigen rechtswidrigen Beihilfe ergeht eine Entscheidung nach Artikel 4 Absätze 2, 3 oder 4. …“
      8        In Kapitel VI („Beteiligte“) der Verordnung Nr. 659/1999 bestimmt Art. 20 Abs. 2 und 3: 
      
      „(2)      Jeder Beteiligte kann der Kommission Mitteilung über mutmaßlich rechtswidrige Beihilfen und über eine mutmaßlich missbräuchliche
         Anwendung von Beihilfen machen. Bestehen für die Kommission in Anbetracht der ihr vorliegenden Informationen keine ausreichenden
         Gründe, zu dem Fall eine Auffassung zu vertreten, so unterrichtet sie den betreffenden Beteiligten hiervon. Trifft die Kommission
         in einem Fall, zu dem ihr eine solche Mitteilung zugegangen ist, eine Entscheidung, so übermittelt sie dem betreffenden Beteiligten
         eine Kopie der Entscheidung.
      
      (3)      Jeder Beteiligte erhält auf Antrag eine Kopie jeder nach den Artikeln 4 und 7, nach Artikel 10 Absatz 3 und Artikel 11 getroffenen
         Entscheidung.“ 
      
      9        Art. 25 der Verordnung Nr. 659/1999 bestimmt: 
      
      „Entscheidungen nach den Kapiteln II, III, IV, V und VII sind an den betreffenden Mitgliedstaat gerichtet. …“
       Sachverhalt
      10      NDSHT ist eine Gesellschaft des schwedischen Rechts, die die Tätigkeit eines Reiseveranstalters in Stockholm über ihre Internet‑Website
         ausübt. Sie bietet eine Gesamtdienstleistung an, die die Reservierung von Hotelzimmern und eine Touristenkarte mit der Bezeichnung
         „Stockholm à la carte“ umfasst, die deren Inhabern den Zugang zu verschiedenen Dienstleistungen und Infrastrukturen in der
         Stadt Stockholm, wie Museen und örtlichen Verkehrsmitteln, ermöglicht.
      
      11      Die Stockholm Visitors Board AB (im Folgenden: SVB) ist eine Gesellschaft, die von der Stadt Stockholm über verschiedene Tochtergesellschaften
         gehalten wird. Sie war mit der Zurverfügungstellung touristischer Informationen und der Förderung der Region Stockholm betraut.
         Im Zusammenhang mit dieser Art Tätigkeiten übt SVB auch gewerbliche Tätigkeiten aus, die u. a. in Dienstleistungen der Reservierung
         von Hotelzimmern zu ermäßigten Preisen in Stockholm und im Verkauf der „Stockholm Card“ bestehen, die kostenlosen Zugang zu
         Sehenswürdigkeiten und Infrastrukturen in der Stadt Stockholm verschafft.
      
      12      Im September 2004 übermittelte NDSHT der Kommission Informationen in Bezug auf die jährlichen Unterstützungszahlungen, die
         die Stadt Stockholm SVB für die Jahre 2003 bis 2005 gewährt hatte, und machte geltend, dass diese Unterstützungszahlungen
         staatliche Beihilfen seien, die unter Verstoß gegen Art. 88 Abs. 3 EG gewährt worden seien. In ihrer Beschwerde behauptete
         NDSHT, diese staatlichen Beihilfen bestünden aus der jährlichen Bewilligung von Mitteln aus dem Haushalt der Stadt Stockholm
         zugunsten von SVB, der regelmäßigen Erstattung der Verluste von SVB vor Steuern durch deren Muttergesellschaft und dem bevorzugten
         Zugang zu öffentlichen Infrastrukturen, wie einem von dieser Stadt verwalteten gebührenpflichtigen Parkplatz. NDSHT zufolge
         könnte SVB diese Beihilfen zur Finanzierung ihrer gewerblichen Tätigkeiten verwenden, die indes in Wettbewerb stünden mit
         denen anderer nationaler und internationaler Unternehmen, was zu einer Wettbewerbsverzerrung führe.
      
      13      Die Kommission prüfte die Beschwerde von NDSHT unter Berücksichtigung ergänzender Informationen, die von NDSHT und den schwedischen
         Behörden aufgrund von Auskunftsersuchen übersandt worden waren, die die Kommission an sie gerichtet hatte.
      
      14      Am 24. März 2006 übersandte der mit dem Vorgang betraute Leiter der Direktion „Beihilfenkontrolle 1: Kohäsion und Wettbewerb“
         der Generaldirektion der Kommission für Wettbewerb (im Folgenden: Direktor des sachbearbeitenden Dienstes der Kommission)
         NDSHT ein Schreiben mit folgendem Wortlaut:
      
      „…
      Ich möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass die zuständigen Dienste der Generaldirektion für Wettbewerb auf der Grundlage
         der verfügbaren Informationen zu dem Ergebnis gelangt sind, dass keine ausreichenden Gründe vorliegen, die die Fortsetzung
         der Untersuchung Ihrer Beschwerde rechtfertigen können. …
      
      Unsere Analyse hat ergeben, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der ‚Stockholm Card‘ und den Reservierungen von Hotelzimmern
         (mit Ausnahme der bei der ‚Stockholm Card‘ inbegriffenen Parkplätze) zu Marktbedingungen durchgeführt wurden. Diese Tätigkeiten
         werden daher nicht durch eine staatliche Beihilfe im Sinne von Art. 87 Abs. 1 EG finanziert. Was die kostenlose Benutzung
         bestimmter Parkplätze angeht, so kann angenommen werden, dass der Handelsverkehr nicht beeinträchtigt ist, und selbst wenn
         dies der Fall wäre, wäre diese Beihilfe in die ‚Stockholm Card‘ vor dem Beitritt Schwedens zur Europäischen Union im Jahr
         1995 einbezogen gewesen und würde daher eine bestehende Beihilfe darstellen. Im Übrigen ist diese Dienstleistung seit dem
         1. Januar 2006 nicht mehr bei der ‚Stockholm Card‘ inbegriffen.
      
      Was die übrigen Tätigkeiten (Bereitstellung touristischer Informationen usw.) angeht, dürften diese unter die Bestimmungen
         zur Regelung der Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse (DawI) fallen. Falls der Ausgleich für die DawI
         als staatliche Beihilfe eingestuft würde, wäre eine solche Beihilfe schon lange vor 1995 zu gleichen Bedingungen gewährt worden
         und würde daher eine bestehende Beihilfe darstellen. 
      
      Zusammengefasst ergeben unsere aufgrund dieser Beschwerde durchgeführten eingehenden Nachforschungen, dass eine bestehende
         Beihilfe und keine rechtswidrige Beihilfe vorliegt und dass diese Beihilfe jedenfalls mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar
         ist. Da kein Verfahren mit zweckdienlichen Maßnahmen im Sinne von Art. 88 Abs. 1 EG durchzuführen ist, beabsichtigen wir keine
         weiteren Schritte in dieser Sache. 
      
      …“
      15      Mit Schreiben vom 5. April 2006 teilte NDSHT der Kommission mit, sie entnehme dem Schreiben vom 24. März 2006, dass ihre Beschwerde
         zurückgewiesen und eine Entscheidung erlassen worden sei, keine Einwände gegen die streitigen finanziellen Maßnahmen gemäß
         Art. 13 sowie Art. 4 Abs. 2 und 3 der Verordnung Nr. 659/1999 zu erheben. NDSHT beantragte zudem bei der Kommission, ihr gemäß
         Art. 20 dieser Verordnung eine Kopie der Entscheidung zu übersenden. 
      
      16      Mit Schreiben vom 28. April 2006 antwortete der Direktor des sachbearbeitenden Dienstes der Kommission NDSHT, indem er ausführte,
         dass sich aus den vorgelegten Informationen ergebe, dass die beanstandeten Maßnahmen keine rechtswidrigen staatlichen Beihilfen
         darstellten und dass ihr daher keine Entscheidung der Kommission gemäß Art. 20 der Verordnung Nr. 659/1999 übersandt werden
         könne.
      
       Verfahren vor dem Gericht und angefochtenes Urteil
      17      Mit Klageschrift, die am 6. Juni 2006 bei der Kanzlei des Gerichts eingegangen ist, hat NDSHT die Nichtigerklärung der streitigen
         Handlung sowie die Einleitung des förmlichen Prüfverfahrens im Sinne von Art. 88 Abs. 2 EG beantragt.
      
      18      Die Kommission hat mit besonderem Schriftsatz eine Einrede der Unzulässigkeit gemäß Art. 114 § 1 der Verfahrensordnung des
         Gerichts erhoben, zu der NDSHT am 9. November 2006 Stellung genommen hat.
      
      19      In ihrer Stellungnahme zur Unzulässigkeitseinrede hat NDSHT geltend gemacht, die streitige Handlung stelle zugleich eine abschließende
         Weigerung der Kommission dar, das in Art. 88 Abs. 2 EG vorgesehene förmliche Prüfverfahren zu eröffnen, und eine Entscheidung,
         das Verfahren in der Sache einzustellen. Die streitige Handlung sei damit als eine Entscheidung anzusehen, die Wirkungen auf
         die Rechtsstellung von NDSHT erzeuge. Sie stelle daher eine anfechtbare Maßnahme im Sinne von Art. 230 EG dar.
      
      20      Mit dem angefochtenen Urteil hat das Gericht die Klage von NDSHT als unzulässig abgewiesen und ihr die Kosten auferlegt.
      
      21      Das Gericht hat entschieden, dass für die Feststellung, ob die streitige Handlung eine anfechtbare Maßnahme darstelle, unter
         Berücksichtigung ihres Sachgehalts zu bestimmen sei, ob es sich um eine Entscheidung im Sinne von Art. 4 der Verordnung Nr.
         659/1999 oder nur eine informelle Mitteilung gemäß Art. 20 Abs. 2 Satz 2 dieser Verordnung handele.
      
      22      Es hat in Randnr. 44 des angefochtenen Urteils festgestellt, dass die Kommission nicht verpflichtet sei, zu jeder Beschwerde
         eine Entscheidung im Sinne von Art. 4 der Verordnung Nr. 659/1999 zu erlassen. Eine solche Verpflichtung betreffe nur Fälle,
         in denen Art. 13 der Verordnung Nr. 659/1999 anwendbar sei. Ein solcher Fall liege aber nicht vor, wenn die Beschwerde sich
         auf eine bestehende Beihilfe beziehe. In Randnr. 64 des angefochtenen Urteils hat das Gericht ausgeführt, dass eine Verpflichtung,
         eine Entscheidung im Sinne von Art. 4 dieser Verordnung auf eine Beschwerde hin zu erlassen, die eine bestehende Beihilfe
         betreffe, der Systematik des Verfahrens zur Nachprüfung staatlicher Beihilfen zuwiderlaufen würde. 
      
      23      Aus dem Sachgehalt der Schreiben vom 24. März 2006 und 28. April 2006 (im Folgenden zusammen: streitige Schreiben) ergebe
         sich, dass die Kommission entschieden habe, der Beschwerde nicht weiter nachzugehen, da die fraglichen Beihilfen bestehende
         Beihilfen darstellten, für die das Verfahren von Art. 88 Abs. 1 EG gelte. In Randnr. 57 des angefochtenen Urteils hat das
         Gericht festgestellt, in diesem Fall könne die Kommission gemäß ständiger Rechtsprechung nicht mittels einer Beschwerde gezwungen
         werden, an den betreffenden Mitgliedstaat eine Empfehlung zu richten, die zweckdienliche Maßnahmen in Anwendung von Art. 18
         der Verordnung Nr. 659/1999 vorschlage. Zudem sehe keine der für bestehende Beihilfen geltenden Bestimmungen dieser Verordnung
         vor, dass die Kommission am Ende der Vorprüfungsphase eine Maßnahme mit Entscheidungscharakter erlassen könnte.
      
      24      In Randnr. 63 des angefochtenen Urteils schließlich hat das Gericht ausgeführt, dass die angefochtenen Schreiben keine Weigerung
         darstellen könnten, das förmliche Prüfverfahren des Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen, da die Kommission nach einer ersten Prüfung
         der streitigen finanziellen Maßnahmen der Auffassung gewesen sei, dass diese als bestehende Beihilfen anzusehen seien.
      
      25      Das Gericht hat folglich festgestellt, dass die angefochtenen Schreiben nicht als Entscheidung im Sinne von Art. 4 der Verordnung
         Nr. 659/1999 zu betrachten seien, sondern als formlose Mitteilung im Sinne von Art. 20 dieser Verordnung. Somit stellten sie
         keine anfechtbare Handlung im Sinne von Art. 230 EG dar.
      
       Anträge der Verfahrensbeteiligten vor dem Gerichtshof
      26      NDSHT tritt mit ihrem Rechtsmittel der Einstufung der streitigen Maßnahmen durch die Kommission entgegen und beantragt, das
         angefochtene Urteil insgesamt aufzuheben sowie ihrem im ersten Rechtszug gestellten Antrag stattzugeben und der Kommission
         die Kosten aufzuerlegen, hilfsweise, ihr Rechtsmittel für zulässig zu erklären und die Rechtssache an das Gericht zurückzuverweisen
         und die Entscheidung über die Kosten der beiden Verfahren vorzubehalten.
      
      27      Die Kommission beantragt, das Rechtsmittel zurückzuweisen und NDSHT die Kosten aufzuerlegen.
      
       Zum Rechtsmittel
      28      NDSHT stützt ihr Rechtsmittel auf vier Gründe.
      
      29      Mit dem ersten Rechtsmittelgrund wird eine offensichtliche Verfälschung des Inhalts der streitigen Schreiben geltend gemacht.
         Mit ihrem zweiten Rechtsmittelgrund bringt die Rechtsmittelführerin vor, das Gericht habe einen Rechtsfehler begangen, indem
         es die streitige Handlung als vorbereitende Handlung angesehen habe, die keine mit einer Nichtigkeitsklage anfechtbare endgültige
         Entscheidung darstelle. Mit ihrem dritten Rechtsmittelgrund wirft NDSHT dem Gericht vor, rechtsfehlerhaft angenommen zu haben,
         dass die Stellungnahme der Kommission als Zurückweisung eines Antrags auf Erlass zweckdienlicher Maßnahmen im Sinne von Art. 88
         Abs. 1 EG anzusehen sei. Mit ihrem vierten Rechtsmittelgrund schließlich macht NDSHT geltend, das Gericht habe auch dadurch
         einen Rechtsfehler begangen, dass es entschieden habe, dass die Einstufung der streitigen finanziellen Maßnahmen durch die
         Kommission als bestehende Beihilfen der Anfechtung der Zurückweisung der Beschwerde entgegenstehe. Ein solches Ergebnis beruhe
         auf einer fehlerhaften Auslegung der Art. 4, 10, 13 und 20 der Verordnung Nr. 659/1999.
      
      30      Da der zweite, der dritte und der vierte Rechtsmittelgrund eng miteinander in Zusammenhang stehen, sind sie zusammen zu prüfen.
      
       Zum zweiten, zum dritten und zum vierten Rechtsmittelgrund
       Vorbringen der Verfahrensbeteiligten
      31      Unter Bezugnahme insbesondere auf das Urteil vom 17. Juli 2008, Athinaïki Techniki/Kommission (C‑521/06 P, Slg. 2008, I‑5829),
         wirft NDSHT dem Gericht vor, die Art. 4, 10, 13 und 20 Abs. 2 der Verordnung Nr. 659/1999 verkannt zu haben, indem es festgestellt
         habe, dass die Zurückweisung ihrer Beschwerde durch die Kommission nicht die Merkmale einer Entscheidung mit verbindlichen
         Rechtswirkungen aufweise, die geeignet sei, ihre Interessen zu beeinträchtigen und damit eine anfechtbare Maßnahme im Sinne
         von Art. 230 EG darstelle. 
      
      32      Die Rechtsmittelführerin vertritt nämlich mit ihrem zweiten Rechtsmittelgrund die Auffassung, das Gericht habe einen Rechtsfehler
         begangen, indem es festgestellt habe, dass die streitige Handlung keine endgültige Entscheidung, sondern eine vorbereitende
         Handlung darstelle. Die Kommission habe im Gegenteil ihre Prüfung durchgeführt und eine Entscheidung – ohne diese jedoch formalisiert
         zu haben – erlassen, deren Gegenstand die Zurückweisung der Beschwerde mit der Begründung gewesen sei, dass die gewährte Finanzhilfe
         mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar sei.
      
      33      Hierzu macht die Rechtsmittelführerin mit ihrem dritten Rechtsmittelgrund geltend, das Gericht habe in den Randnrn. 57 ff.
         des angefochtenen Urteils einen Rechtsfehler begangen, indem es die Stellungnahme der Kommission als Zurückweisung eines Antrags
         auf Erlass zweckdienlicher Maßnahmen im Sinne von Art. 88 Abs. 1 EG eingestuft habe und nicht als Weigerung, das förmliche
         Prüfverfahren im Sinne von Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen. Ferner habe das Gericht unzutreffend ausgeführt, dass die Kommission
         von einem Beschwerdeführer nicht dazu gezwungen werden könne, am Ende der Vorprüfungsphase eine Entscheidung zu erlassen.
      
      34      Zudem macht die Rechtsmittelführerin mit ihrem vierten Rechtsmittelgrund geltend, die Art. 4, 10 und 13 der Verordnung Nr.
         659/1999 verpflichteten die Kommission bei der Prüfung einer Beschwerde, mit der das Vorliegen einer mutmaßlich rechtswidrigen
         Beihilfe gerügt werde, gemäß den Ausführungen in Randnr. 40 des Urteils Athinaïki Techniki/Kommission dazu, die Vorprüfungsphase
         durch den Erlass einer Entscheidung abzuschließen.
      
      35      Diese Verpflichtung, sich im Wege einer Entscheidung zu äußern, gelte auch, wenn die Vorprüfungsphase die Kommission zu der
         Auffassung gelangen lasse, dass eine bestehende Beihilfe vorliege. Die Möglichkeit der Anfechtung eines Schreibens der Kommission,
         mit dem die Einleitung eines förmlichen Prüfverfahrens mit der Begründung abgelehnt werde, dass die beanstandete Beihilfe
         eine bestehende Beihilfe sei, sei nämlich vom Gerichtshof im Urteil vom 24. März 1993, CIRFS u. a./Kommission (C‑313/90, Slg.
         1993, I‑1125), bestätigt worden. Die Auslegung des Gerichts in den Randnrn. 64 ff. des angefochtenen Urteils, dass es der
         Systematik des Verfahrens zur Nachprüfung staatlicher Beihilfen zuwiderlaufen würde, notwendigerweise eine Entscheidung der
         Kommission im Sinne von Art. 4 der Verordnung Nr. 659/1999 darin zu sehen, dass sie einen Beschwerdeführer davon unterrichte,
         dass seine Beschwerde eine bestehende Beihilfe betreffe, zeuge somit von einer von Grund auf fehlerhaften Auffassung dieses
         Verfahrenssystems. Diese Auslegung bedeute, dass die Kommission jede Kontrolle durch den Unionsrichter vermeiden könnte, indem
         sie die beanstandeten finanziellen Maßnahmen als bestehende Beihilfen einstufe, was offensichtlich nicht hinnehmbar sei.
      
      36      Die Kommission räumt zunächst ein, dass die streitigen Schreiben sich nicht auf die streitigen finanziellen Maßnahmen insgesamt
         bezögen und dass sie mit diesen Schreiben keine Entscheidung über eine bestehende Beihilfe erlassen habe. Im Gegenteil enthielten
         diese Schreiben einige hypothetische und deshalb nicht endgültige Schlussfolgerungen, die darüber hinaus nicht zu einer identischen
         Einstufung dieser verschiedenen Maßnahmen führten. Sie habe in diesen Schreiben allenfalls den Standpunkt der die Beschwerde
         bearbeitenden Dienststelle zusammengefasst, der Beschwerde zu diesem Zeitpunkt nicht weiter nachgehen zu wollen.
      
      37      Das von NDSHT vorgebrachte Argument, wonach die Kommission eine Entscheidung erlassen habe, auch ohne dieser einen formellen
         Charakter zu geben, sei unzulässig, weil es nicht im Verfahren des ersten Rechtszugs vorgebracht worden sei.
      
      38      Jedenfalls macht die Kommission geltend, sie habe keine Entscheidung erlassen und sich auf eine vorläufige Beurteilung beschränkt;
         erst im Dezember 2006 sei das Verfahren über die Beschwerde eingestellt worden. Außerdem könne sie in Bezug auf bestehende
         Beihilfen nicht unmittelbar eine Entscheidung erlassen, sondern müsse, wenn sie die Maßnahmen für mit dem Gemeinsamen Markt
         unvereinbar halte, zunächst den betroffenen Mitgliedstaat informieren, bevor sie möglicherweise zweckdienliche Maßnahmen vorschlage.
         Da die Verordnung Nr. 659/1999 für einen solchen Fall kein besonderes Verfahren vorsehe, wäre die Erhebung einer Untätigkeitsklage
         die einzige Möglichkeit gewesen, um die streitige Handlung anzufechten.
      
      39      Schließlich seien die Bezugnahmen auf die Urteile CIRFS u. a./Kommission sowie Athinaïki Techniki/Kommission irrelevant, weil
         die Kommission nach der Feststellung, dass bestehende Beihilfen vorlägen, das in Art. 88 Abs. 2 EG vorgesehene förmliche Prüfverfahren
         nicht mehr eröffnen könne.
      
       Würdigung durch den Gerichtshof
      –       Zur Zulässigkeit des von NDSHT vorgebrachten Arguments der fehlenden Formalisierung der Entscheidung der Kommission
      40      Nach Auffassung der Kommission ist das von der Rechtsmittelführerin vorgebrachte Argument, wonach sie ihre Prüfung der streitigen
         finanziellen Maßnahmen mit einer nicht formalisierten Entscheidung beendet habe, nicht vor dem Gericht vorgebracht worden
         und daher unzulässig.
      
      41      Dazu ist darauf hinzuweisen, dass sich aus Art. 58 der Satzung des Gerichtshofs in Verbindung mit Art. 113 § 2 der Verfahrensordnung
         des Gerichtshofs ergibt, dass der Rechtsmittelführer im Rahmen eines Rechtsmittels jedes erhebliche Argument vortragen darf,
         sofern das Rechtsmittel den vor dem Gericht verhandelten Streitgegenstand nicht verändert (Urteil vom 18. Januar 2007, PKK
         und KNK/Rat, C‑229/05 P, Slg. 2007, I‑439, Randnr. 66, ebenso vom 29. November 2007, Herrero Romeu/Kommission, C‑8/06 P, Slg.
         2007, I‑10333, Randnr. 32).
      
      42      Es ist jedoch festzustellen, dass dieses Argument entgegen dem Vorbringen der Kommission in der von NDSHT beim Gericht eingereichten
         Klageschrift enthalten war, in der in Randnr. 29 geltend gemacht wurde, dass „die Form der Handlungen oder Entscheidungen,
         die erlassen wurden, nach ständiger Rechtsprechung keine Auswirkungen auf das Recht hat, diese anzufechten“. Selbst wenn dieses
         Vorbringen in der Rechtsmittelschrift nicht mit denselben Worten zum Ausdruck gebracht worden sein sollte wie in dieser Klageschrift,
         ändert es daher nicht den Gegenstand des Streits vor dem Gericht. 
      
      43      Folglich ist dieses Vorbringen zulässig.
      
      –       Zur Begründetheit
      44      Die Rechtsmittelführerin zielt mit dem zweiten, dem dritten und dem vierten Rechtsmittelgrund im Wesentlichen darauf ab, darzutun,
         dass das Gericht einen Rechtsfehler begangen hat, indem es festgestellt hat, dass die streitigen Schreiben nicht die Merkmale
         einer anfechtbaren Handlung im Sinne von Art. 230 EG aufwiesen.
      
      45      Hierzu hat der Gerichtshof wiederholt entschieden, dass die Nichtigkeitsklage im Sinne von Art. 230 EG gegen alle Handlungen
         der Organe gegeben ist, die – unabhängig von ihrer Rechtsnatur oder Form – dazu bestimmt sind, verbindliche Rechtswirkungen
         zu erzeugen, die die Interessen des Klägers durch eine qualifizierte Änderung seiner Rechtsstellung berühren (vgl. insbesondere
         Urteile Athinaïki Techniki/Kommission, Randnr. 29 und die dort angeführte Rechtsprechung, sowie vom 26. Januar 2010, Internationaler
         Hilfsfonds/Kommission, C‑362/08 P, Slg. 2010, I‑0000, Randnr. 51).
      
      46      Ebenfalls nach gefestigter Rechtsprechung ist für die Qualifizierung angefochtener Handlungen auf ihr Wesen abzustellen (vgl.
         insbesondere Urteile vom 11. November 1981, IBM/Kommission, 60/81, Slg. 1981, 2639, Randnr. 9, und vom 22. Juni 2000, Niederlande/Kommission,
         C‑147/96, Slg. 2000, I‑4723, Randnr. 27).
      
      47      Dagegen ist die Form, in der eine Handlung oder eine Entscheidung ergeht, für die Zulässigkeit einer Nichtigkeitsklage grundsätzlich
         ohne Bedeutung. Somit wirkt es sich auf die Qualifizierung der betreffenden Handlung grundsätzlich nicht aus, ob sie bestimmten
         formalen Anforderungen genügt, ob sie also u. a. vom Handelnden zutreffend bezeichnet wurde oder die Rechtsgrundlage angibt.
         Daher ist es unerheblich, dass die Handlung nicht als „Entscheidung“ bezeichnet wurde oder dass sie nicht auf Art. 4 Abs. 2,
         3 oder 4 der Verordnung Nr. 659/1999 Bezug nimmt. Es spielt auch keine Rolle, dass die Kommission sie dem betroffenen Mitgliedstaat
         entgegen Art. 25 der Verordnung nicht mitgeteilt hat, da ein solcher Mangel das Wesen der Handlung nicht ändern kann (vgl.
         Urteil Athinaïki Techniki/Kommission, Randnrn. 43 und 44 und die dort zitierte Rechtsprechung).
      
      48      Zudem sind anfechtbare Handlungen im Sinne von Art. 230 EG grundsätzlich Maßnahmen, die den Standpunkt der Kommission beim
         Abschluss eines Verwaltungsverfahrens endgültig festlegen und verbindliche Rechtswirkungen erzeugen sollen, die die Interessen
         des Klägers berühren, was Zwischenmaßnahmen, die der Vorbereitung der endgültigen Entscheidung dienen und keine solche Wirkung
         haben, ausschließt (vgl. Urteil Athinaïki Techniki/Kommission, Randnr. 42 und die dort angeführte Rechtsprechung).
      
      49      Was die mögliche Endgültigkeit und Anfechtbarkeit der von der Kommission im Rahmen des Verfahrens zur Kontrolle staatlicher
         Beihilfen getroffenen Maßnahmen angeht, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Kommission gemäß Art. 10 Abs. 1 der Verordnung
         Nr. 659/1999 eine Prüfung durchführen muss, wenn sie im Besitz von Informationen gleich welcher Herkunft über mutmaßlich rechtswidrige
         Beihilfen ist. Die Prüfung einer Beschwerde auf der Grundlage dieser Bestimmung der Verordnung Nr. 659/1999 führt zur Einleitung
         der in Art. 88 Abs. 3 EG vorgesehenen Vorprüfungsphase und verpflichtet die Kommission dazu, das etwaige Vorliegen einer Beihilfe
         und ihre Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt unverzüglich zu prüfen (vgl. in diesem Sinne Urteil Athinaïki Techniki/Kommission,
         Randnr. 37).
      
      50      Art. 13 Abs. 1 der Verordnung Nr. 659/1999, der im Rahmen der Prüfung einer Beschwerde in Bezug auf eine vorgeblich rechtswidrige
         Beihilfe anwendbar ist, verpflichtet die Kommission dazu, diese Vorprüfungsphase mit dem Erlass einer Entscheidung nach Art. 4
         Abs. 2, 3 oder 4 dieser Verordnung abzuschließen, also einer Entscheidung, mit der festgestellt wird, dass keine Beihilfe
         vorliegt, dass keine Einwände erhoben werden oder dass das förmliche Prüfverfahren eröffnet wird; die Kommission ist nicht
         befugt, einen Zustand der Untätigkeit in der Vorprüfungsphase fortbestehen zu lassen. Zu gegebener Zeit hat sie folglich entweder
         die nächste Prüfphase gemäß Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen oder die Sache durch den Erlass einer entsprechenden Entscheidung
         einzustellen (vgl. Urteil Athinaïki Techniki/Kommission, Randnr. 40 und die dort angeführte Rechtsprechung).
      
      51      Stellt die Kommission im Anschluss an die Prüfung einer Beschwerde fest, dass eine Untersuchung nicht den Schluss zulässt,
         dass eine staatliche Beihilfe im Sinne von Art. 87 EG vorliegt, lehnt sie es implizit ab, das Verfahren gemäß Art. 88 Abs. 2
         EG zu eröffnen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 2. April 1998, Kommission/Sytraval und Brink’s France, C‑367/95 P, Slg. 1998,
         I‑1719, Randnr. 47).
      
      52      Was die Feststellung der Kommission betrifft, die gerügten Maßnahmen stellten bestehende Beihilfen dar, so unterliegt eine
         bestehende Beihilfe zwar der fortlaufenden Überprüfung gemäß Art. 88 Abs. 1 EG und ist als rechtmäßig anzusehen, solange die
         Kommission nicht ihre Unvereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt festgestellt hat (vgl. Urteile vom 9. August 1994, Namur-Les
         assurances du crédit, C‑44/93, Slg. 1994, I‑3829, Randnr. 34, und vom 9. Oktober 2001, Italien/Kommission, C‑400/99, Slg.
         2001, I‑7303, Randnr. 48). Wird die Kommission jedoch mit einer Beschwerde in Bezug auf eine vorgeblich rechtswidrige Beihilfe
         befasst, unterwirft sie, indem sie die Maßnahme als bestehende Beihilfe einstuft, diese dem Verfahren nach Art. 88 Abs. 1
         EG und verweigert somit implizit die Einleitung des Verfahrens gemäß Art. 88 Abs. 2 EG (vgl. in diesem Sinne Urteile CIRFS
         u. a./Kommission, Randnrn. 25 und 26, sowie vom 16. Mai 2002, ARAP u. a./Kommission, C‑321/99 P, Slg. 2002, I‑4287, Randnr.
         61). 
      
      53      Eine solche Weigerung, das in Art. 88 Abs. 2 EG vorgesehene Verfahren zu eröffnen, stellt eine endgültige Entscheidung dar
         und kann nicht als eine einfache vorläufige Maßnahme angesehen werden (Urteile CIRFS u. a./Kommission, Randnr. 26, sowie in
         diesem Sinne Athinaïki Techniki/Kommission, Randnrn. 54 und 58).
      
      54      In einer solchen Situation können die Personen, denen die Verfahrensgarantien nach dieser Bestimmung zugutekommen, deren Beachtung
         nur durchsetzen, wenn sie die Möglichkeit haben, diese Entscheidung gemäß Art. 230 Abs. 4 EG vor dem Unionsrichter anzufechten.
         Dieser Grundsatz gilt sowohl dann, wenn die Entscheidung deshalb getroffen wurde, weil die Kommission die Beihilfe für mit
         dem Gemeinsamen Markt vereinbar hält, als auch dann, wenn nach ihrer Auffassung überhaupt keine Beihilfe vorliegt (Urteil
         Kommission/Sytraval und Brink’s France, Randnr. 47), sowie auch dann, wenn sie der Auffassung ist, dass es sich um eine bestehende
         Beihilfe handelt (vgl. in diesem Sinne Urteile CIRFS u. a./Kommission, Randnr. 27, sowie ARAP u. a./Kommission, Randnr. 62).
      
      55      Art. 20 der Verordnung Nr. 659/1999, der die Rechte der Beteiligten regelt, bestätigt diese Feststellung. Abs. 2 Satz 2 und
         3 dieser Vorschrift sieht vor, dass die Kommission, wenn ihr von einem Beteiligten Mitteilung über mutmaßlich rechtswidrige
         Beihilfen und über eine mutmaßlich missbräuchliche Anwendung von Beihilfen gemacht wurde, entweder befindet, dass für sie
         in Anbetracht der ihr vorliegenden Informationen keine ausreichenden Gründe bestehen, zu dem Fall eine Auffassung zu vertreten,
         und den betreffenden Beteiligten hiervon unterrichtet oder dass sie in einem Fall, zu dem ihr eine solche Mitteilung zugegangen
         ist, eine Entscheidung trifft. Hieraus folgt, dass die Kommission, wenn sie solche Informationen geprüft und zu ihnen Stellung
         genommen hat, eine Entscheidung trifft.
      
      56      Daher ist eine Klage auf Nichtigerklärung einer Entscheidung über die Weigerung, das Verfahren gemäß Art. 88 Abs. 2 EG zu
         eröffnen, die von einem Beteiligten im Sinne dieses Artikels erhoben wird, zulässig, wenn der Kläger auf diese Weise die Verfahrensrechte
         wahren möchte, die ihm nach dieser Bestimmung zustehen (vgl. Urteil Athinaïki Techniki/Kommission, Randnr. 36 und die dort
         angeführte Rechtsprechung).
      
      57      Im vorliegenden Fall ist unstreitig, dass die Kommission die Beschwerde der Rechtsmittelführerin unter Berücksichtigung ergänzender
         Informationen geprüft hat, die von dieser und von den schwedischen Behörden aufgrund von Auskunftsersuchen übersandt worden
         waren, die die Kommission an sie gerichtet hatte. Nach Prüfung der Beschwerde hat die Kommission in ihrem Schreiben vom 24.
         März 2006 festgestellt, dass keine ausreichenden Gründe vorlägen, die die Fortsetzung dieser Prüfung rechtfertigen könnten,
         und weiter mitgeteilt, dass sie in dieser Sache keine weiteren Schritte beabsichtige. Außerdem hat sie in ihrem Schreiben
         vom 28. April 2006 ausgeführt, dass die streitigen finanziellen Maßnahmen keine rechtswidrigen Beihilfen darstellten.
      
      58      Da die Kommission das Fehlen ausreichender Gründe festgestellt hat, die die Fortsetzung der Prüfung der Beschwerde rechtfertigen
         könnten, ergibt sich aus dem Sachgehalt der streitigen Handlung, dass sie sich eine endgültige Meinung in Bezug auf die geprüften
         Maßnahmen gebildet und so ihren Willen zum Ausdruck gebracht hat, ihre Vorprüfung abzuschließen. Mit dieser Feststellung hat
         sie es, wie aus der in Randnr. 52 des vorliegenden Urteils angeführten Rechtsprechung hervorgeht, implizit abgelehnt, das
         förmliche Prüfverfahren nach Art. 88 Abs. 2 EG zu eröffnen.
      
      59      Als Unternehmen, das mit der durch die beanstandeten Maßnahmen begünstigten Gesellschaft in Wettbewerb steht, gehört die Rechtsmittelführerin
         unstreitig zu den Beteiligten im Sinne von Art. 88 Abs. 2 EG (vgl. Urteile Kommission/Sytraval und Brink’s France, Randnr.
         41, sowie vom 9. Juli 2009, 3F/Kommission, C‑319/07 P, Slg. 2009, I‑5963, Randnr. 32) in Anbetracht der Definition dieses
         Begriffs in Art. 1 Buchst. h der Verordnung Nr. 659/1999.
      
      60      Somit ist festzustellen, dass das Gericht einen Rechtsfehler begangen hat, indem es entschieden hat, dass die streitige Handlung
         nicht die Merkmale einer Entscheidung mit verbindlichen Rechtswirkungen aufweise, die geeignet sind, die Interessen der Rechtsmittelführerin
         zu beeinträchtigen, und insbesondere, dass sie keine Entscheidung gemäß Art. 4 der Verordnung Nr. 659/1999 darstelle. Folglich
         ist die streitige Handlung als anfechtbare Handlung im Sinne von Art. 230 EG anzusehen.
      
      61      Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass dem zweiten, dem dritten und dem vierten Rechtsmittelgrund von NDSHT zu
         folgen ist.
      
      62      Da der Gerichtshof in den Randnrn. 52 und 60 des vorliegenden Urteils ausgeführt hat, dass eine Entscheidung wie die streitige
         Handlung auch dann eine anfechtbare Handlung darstellt, wenn darin festgestellt wird, dass es sich bei den von einem Beschwerdeführer
         gerügten Maßnahmen um bestehende Beihilfen handelt, ist darüber hinaus über den ersten Rechtsmittelgrund, mit dem die Rechtsmittelführerin
         eine Verfälschung der streitigen Schreiben geltend gemacht hat, nicht mehr zu entscheiden.
      
      63      Unter diesen Umständen ist das angefochtene Urteil aufzuheben. 
      
       Zur Zurückverweisung der Rechtssache an das Gericht
      64      Gemäß Art. 61 Abs. 1 der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union kann dieser, wenn er die Entscheidung des Gerichts
         aufhebt, entweder den Rechtsstreit selbst endgültig entscheiden, wenn dieser zur Entscheidung reif ist, oder die Sache zur
         Entscheidung an das Gericht zurückverweisen. 
      
      65      Der Gerichtshof ist jedoch nicht in der Lage, über die Begründetheit der von NDSHT erhobenen Klage zu entscheiden. Dieser
         Aspekt des Rechtsstreits und insbesondere die Frage, ob die Kommission zu Unrecht entschieden hat, das förmliche Prüfverfahren
         gemäß Art. 88 Abs. 2 EG nicht zu eröffnen, weil die fraglichen Maßnahmen bestehende Beihilfen darstellten, die auf jeden Fall
         mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar seien, erfordert die Würdigung von Tatsachen auf der Grundlage von Angaben, die weder
         vom Gericht geprüft noch vor dem Gerichtshof erörtert worden sind. Dagegen verfügt der Gerichtshof über die erforderlichen
         Angaben, um endgültig über die von der Kommission im Verfahren des ersten Rechtszugs erhobene Einrede der Unzulässigkeit zu
         entscheiden. 
      
      66      Aus den in den Randnrn. 44 bis 62 des vorliegenden Urteils genannten Gründen ist diese Einrede der Unzulässigkeit, mit der
         geltend gemacht wird, dass die streitige Handlung nicht Gegenstand einer Nichtigkeitsklage sein könne, zurückzuweisen. 
      
      67      Somit ist die Rechtssache zur Entscheidung über den Antrag von NDSHT auf Aufhebung der in den streitigen Schreiben enthaltenen
         Entscheidung der Kommission, die Prüfung der Beschwerde der Rechtsmittelführerin betreffend mutmaßlich rechtswidrige Beihilfen,
         die die Stadt Stockholm SVB gewährt haben soll, nicht fortzusetzen, an das Gericht zurückzuverweisen.
      
       Kosten
      68      Da die Sache an das Gericht zurückverwiesen wird, bleibt die Entscheidung über die Kosten des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens
         vorbehalten.
      
      Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Dritte Kammer) für Recht erkannt und entschieden:
      1.      Das Urteil des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften vom 9. Juni 2009, NDSHT/Kommission (T‑152/06), wird
            aufgehoben.
      2.      Die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vor dem Gericht erhobene Unzulässigkeitseinrede wird zurückgewiesen.
      3.      Die Rechtssache wird zur Entscheidung über den Antrag der NDSHT Nya Destination Stockholm Hotell & Teaterpaket AB auf Aufhebung
            der in den Schreiben der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom 24. März 2006 und 28. April 2006 enthaltenen Entscheidung,
            die Prüfung der Beschwerde dieser Gesellschaft betreffend mutmaßlich rechtswidrige Beihilfen, die die Stadt Stockholm der
            Stockholm Visitors Board AB gewährt habe, nicht fortzusetzen, an das Gericht der Europäischen Union zurückverwiesen. 
      4.      Die Kostenentscheidung bleibt vorbehalten. 
      Unterschriften
      * Verfahrenssprache: Englisch.