CELEX: 51980PC0610
Language: de
Date: 1980-10-23
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG VON GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTEN FÜR SARDINEN, ZUBEREITET ODER HALTBAR GEMACHT, DER TARIFSTELLE 16.04 D DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS MIT URSPRUNG IN MAROKKO (1981)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG EINES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTEN FÜR SARDINEN, ZUBEREITET ODER HALTBAR GEMACHT, DER TARIFSTELLE 16.04 D DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS MIT URSPRUNG IN TUNESIEN (1981) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 610
Vol. 1980/0193
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                              KOM(80)610 endg.
                                                üssel / den 23 . Oktober 1980
                             M
                             /<Vs -
                                          <1 %
                                            J    V  \
              VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
             ZUR ERÖFFNUNG / AUFTEILUNG UND VERWALTUNG VON
        GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTEN FÜR SARDINEN, ZUBEREITET
      ODER HALTBAR GEMACHT/ DER TARIFSTELLE 16.04 D DES GEMEINSAMEN
              ZOLLTARIFS MIT URSPRUNG IN MAROKKO ( 1981 )
              VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
            ZUR ERÖFFNUNG / AUFTEILUNG UND VERWALTUNG EINES
         GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTEN FÜR SARDINEN / ZUBEREITET
      ODER HALTBAR GEMACHT , DER TARIFSTELLE 16.04 D DES GEMEINSAMEN
              ZOLLTARIFS MIT URSPRUNG IN TUNESIEN ( 1981 )
                (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 K0M(80) 610 endg .
 ---pagebreak---                                 •'     •.          *     ,   BEGRÜNDUNG -              ''    • ... V. '
     r                     '■   '                     '          :                                  -,                    '• v
             ' 1 . Die Abkommen aus dem Jahre ' 970 zwischen der Gemeinschaft einerseits und , . .V
     ' , . Marokko beziehungsweise Tunesien andererseits sehen vor, dass "die. Zube-. ^,
                 •    rcitungen und Konserven von Sardinen mit Ursprung in diesen Ländern '                               H'*:
                      zollfrei in die Gemeinschaft eingeführt werden dürfen , sofern bestimmte
   V                " Mindestpreise eingehalten werden . Die Geltungsdauer und die technischen
   i v ; Durchführungsbestimmungen dieser Regelung Xsind im Rahmen von Brief­
                      wechseln zwischen den Vertragsparteien festzulegen . Da diese Briefwechsel*,-;.' ]
   ;                  bisher nicht stattgefunden haben , konnte die in den Abkommen vorgesehene-.'.
     •           •    Regelung keine Anwendung finden ; vielmehr wurde jene Regelung , die sich -'.
                   ' aus den Assoziierungsabkommen zwischen der EWG einerseits und Marokko
                      beziehungsweise Tunesien andererseits, ergibt# bis' zum 31 i Dezember - 1977
                   . in Kraft belassen .             1 ;               ';                  ^         V               r- '             .
                      Diese frühere Regelung beinhaltete je nach Mitgliedstaat unterschiedliche .                                   '
        . . ■ Zollbehan^lungen , die Ober diesen Zeitpunkt hinaus^nicht verlängert werden v,
                                          : , ••           _                                                            _ ;•
     5 •' •           dürfen , da sie mit den Grundsätzen der Zollunion und den Regeln der gemein"
              . ■ samen. Handelspolitik urtvereinbar sind . -             ,   v;  ' . ■ ; ■      , , : i .:: . ' r :
       .        2 * Ab 1 . Januar 1978 hat die Gemeinschaft bis zum Abschluss der Brief wech~;\;
                      sei , welche die Voraussetzung für die Anwendung .der • Bestimmungen der ;
.                     Abkommen von 1978 über die Zubereitungen^ und Konserven "von Sardinen .
                      sind , diese Regelung durch Gemeinschaftszollkontingente ersetzt / die den -                             :
         ;            bestehenden Interessen Rechnung „tragen .                                              ' • ' . -i
' ^- 3. Oa' Änderungen seitdem ^                              nicht eingetreten, sind, schlägt 'dje                              i
                      Kommission dem Rat. vor, diese Zol.lkontingentsregelurig für das Jahr 1981 ,}^ ^ ,
                      zu . erneuern und deshalb die beulen anliegenden Verordnungsvorsch Läge' .
           , ,        über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung 'von ,Gemeinschdfts--;::>"'
               ... zollkontingenten für Zubereitungen und Konserven von Sardinen der '-vV
  ■ t"                Tankstelle 16.04 0 des Gemeinsamen Zolltarifs mit . Ursprung in Marokko ;                                   '
           -          beziehungsweise in Tunesien .            > zu genehmigen :
       V;1            fur Marokko : - 'ein Zollkontingent von 14.000 t / zoUf rei ,
     r;                  •              " ein Zo 1 Kontingent von 6.000' t , zum Zöllsatz von. 10 % ; ;; .
                      fu(] Turtes\?n : ** ein Zollkontingent, von 100 .t,' . zollfreiVj-:;/;;^"'':
     ^ °ieS ist Ge9enstand der anliegenden Vorschläge . '5'                                                                  v
 ---pagebreak---   ' 4.           In. den Verordnungevorschlägen zur Eröffnung dieser Zollkontingente ist - wie .
                 üblich - vorgesehen , da ss jedes Kontingentsvolumen in zwei Raten geteilt
                 wird , wobei die erste Rate in Quoten auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ' '
             . wird , während die' zweite die Reserve bildet .                                                   "
          . Es ist angezeigt , bei der Aufteilung der ersten Rate des Kontingents die \*.
 * > t normalerweise geltenden Regeln anzuwenden , das heisst , die Summe der in '
  " , jedem Hitgliedstaat in den drei letzten Jahren getätigten Einfuhren den
       - Gemeinschaftseinfuhren des gleichen Zeitraums, gegenüberzustellen und auf
  ... jeden Mitgliedstaat äie errechneten Prozentsätze, auf das " Volumen der *                                              • \
               ersten Rate anzuwenden .                                             '  ' •            '                   '•
              • ••_ •            - EINFUHREN VON SARDINEN, ZUBEREITET ODER HALTBAR - ' /                      '/ t
     '              . ;             GEMACHT, ' f'i I T_UR S P R UN G I N AROKKO_UND_ TUNESIEN
                                                        - in Tonnen -
Mjtgîieds-                   i
                                             • MAROKKO                                              TUNESIEN'              ' '
                                                                 !I                           1 ■ 1 1            )
Staat
                                   197 "   !     1978                   1979      1977                  1978 •     |   ,1979
Bx         '            . :    1.479              1.335                1.190
ÛK                                  78                105                  3
                         '     1.168              1.626                2.022
GR                                 335                578                196                i             ""         !   ~
F       '                      7.322              6.603
                                                                  j 7.100                   I         '
                                                                                                                         50
IRL ' •                             42                 42 .                5
                           V
IT ,            ■ ; "■            ■ 20                 88                 33
UK .                           1.126             1.531                 3.173
                                                                                                        '
                                                                                           ι
C.E. -, ,                    11.570            11.908                 13.662                                             50
                                                                    I
 ---pagebreak--- Die betreffenden Zollkontingente können noch im Hinblick auf das Ergebnis
                   *
der laufenden Verhandlungen mit dem Partnerland zum Abschluss eines An-
passungsprotokolls zum genannten Abkommen geändert werden . Bis zu einem'
Ergebnis gestatten die vorgeschlagenen Verordnungen die Erfüllung der
von der Gemeinschaft « ingegangenen Verpflichtung .
                               v-         1         .
Die Kommission behält sich also vor , ihren Vorschlag im Laufe des Verfahren
zu ändern, um ihn ggfs . dem Anpassungsprotokoll anzugleichen .
 ---pagebreak---                                                      Vorschlag einer                                                         Anhang A
                                         VERORDNUNG ( EWG)                           DES RATES
                   zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemcinschaftszollkontingenten für Sardinen,
                   zubereitet' oder haltbar gemacht, der Tarifstcllc 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit
                                                  Ursprung in Marokko ( 1981 )                                       x
    DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN –                           den Wirtschaftsaussichten , für den betreffenden Kontin-
                                                                        gentszeitraum zu berechnen ist.
                                                                    !    -
    gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               | Während der letzten drei Jahre, über die vollständige
■ ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­           | statistische Angaben vorliegen, verteilen sich die Einfuh-
    kel 113 ,                                                      ! ren der betreffenden Waren aus Marokko in die Ge-
                                                                 ■ r meinschaft prozentual auf die Mitgliedstaaten wie folgt:
    auf Vorschlag der Kommission,
 ■ in Erwägung nachstehender Gründe:                                             Mitglicdstaaten      |          197·^        19g         197Ç '
   Das Kooperationsabkommen zwischen der Gemein­                        Bénélux                              12,8           11,2         8,7
   schaft und Marokkp sieht vor, daß Sardinen, zubereitet               Dänemark                                 0,8         0/9     I   0,1
    oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Ge­               Deutschland                          10,0           13,7        14,8
    meinsamen Zolltarifs, mit Ursprung in Marokko, zoll­
    frei in die Gemeinschaft eingeführt werden dürfen. Die
                                                                       Griechenland                              2,9         4,8         1,4' v
    Einzelheiten dieser Regelung sind im Rahmen eines                  Frankreich                            63,2           55,4        51,9
    Briefwechsels zwischen der Gemeinschaft und -Marokko               Irland                             ■ 0,4              0,4         0,1
    festzulegen. Da dieser Briefwechsel bisher nicht stattge­          Italien                                 0,2 " 0,8                 0,3
    funden hat, sollte für das Jahr 1981 die bereits 1980              Vereinigtes
    angewandte gemeinschaftliche Regelung erneuert wer­
    den . Diese sieht für die Einfuhr dieser Waren in die
                                                                       Königreich                                9'7      |1 2,8 | 22,7
    Gemeinschaft die Eröffnung von zwei Gemeinschafts-
    zollkontingentcn vor, ein zollfreies über 14 000 Tonnen
    und eines über 6 000 Tonnen zum Zollsatz von 10 v. H.                Unter Berücksichtigung dieser Angaben und der Vor-
    Diese Zollkontingente gelten vom 1 . Januar 198 1 bis                ausschätzungen einiger Mitgliedstaaten läßt sich die
    entweder zum Abschluß des in Artikel 19 des Koopera-                 ursprüngliche prozentuale Beteiligung an den Kontin-
    tionsabkommens       zwischen    der   Gemeinschaft   und            gentsmengen annähernd wie folgt ermitteln :-
    Marokko vorgesehenen Briefwechsels oder bis zur
   Anwendung eines gemeinschaftlichen Einfuhrsystems                                                              Im Rahmen    - I  Im Rahmen
    für die betroffenen Waren, längstens aber bis zum                            Mitgliedstaaten               des Kontingents j des Kontingents
                                                                                                        i
                                                                                                             von 14 000 Tonnen j von 6 000 Tonnen
   31 . Dezember 198 1 . Demgemäß sind diese Gemein-                 ■                             ;    I  '            . .       I
   schaftszollkontingente zu eröffnen.
                                                                        Bénélux                                  10,8                  10,8
                                                                        Dänemark                • .               0,5                   0,5
   Es' ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure der
   Gemeinschaft den gleichen und kontinuierlichen Zu­                   Deutschland      '              I 12,9                         12,9
   gang zu diesen Kontingenten haben und daß die vorge­                 Griechenland -                       '"'3,0               I     3,0
   sehenen Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche               Frankreich.                             56,5                  56,5
   Einfuhren der betreffenden Waren in allen Mitgliedstaa- '            Irland                                    0,3 .                 0,3
   ten bis zur Ausschöpfung der Kontingente angewandt                   Ital ien                                  0,4                   0,4
   werden. Der Gemeinschaftscharakter dieser Kontingente
                                                                        Vereinigtes                            '
   kann unter Beachtung der oben aufgestellten Grund­
   sätze dadurch gewahrt werden, daß bei der Ausnutzung                 Königreich                   JI 15,6                     I   15,6
   des Gemeinschaftszollkontingents von einer Aufteilung
   der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird.
   Damit die tatsächliche Marktentwicklung der betreffen­
   den Waren möglichst weitgehend berücksichtigt wird , .                Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden
   ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Mit­                 Waren in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu
   gliedstäaten. vorzunehmen, der einerseits anhand der                  tragen, ist jede Kontingentsmenge in zwei Raten zu tei­
   statistischen Angaben über die während eines reprä­                   len, wobei die erste Rate zwischen den einzelnen Mit­
   sentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren der                   gliedstaaten aufgeteilt wird und die zweite Rate als
   genannten Waren aus Marokko und andererseits nach                     Reserve zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen
                                                                         Mitgliedstaaten bestimmt ist, die ihre ursprüngliche
                                                                         Quote ausgeschöpft haben. Um den Importeuren eines
                                                                         jeden Mitgliedstaats eine gewisse Sicherheit zu geben, ist
                                                                         es angezeigt, die erste Rate der Gemeinschaftszollkon-
                                                                         tingente auf einer ausreichenden Höhe festzusetzen, die
 ---pagebreak---                                                                - 2 -                                      1/4 *7 A Ci »
                                                                                                                            ) ÏT
- im vorliegenden Fall bei 90 v. H. jeder Kontin­                     zembei" 1981 , wird in der Gemeinschaft ein Gemein-
     gentsmenge liegen könnte.                                        schaftszollkontingent von 6 000 Tonnen zum Zollsatz
                                                                      von 10 v. H. für Sardinen, zubereitet oder haltbar ge­
     Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können             macht, der Tarifstelle 16.04 D des Gemeinsamen Zoll­
     mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden. Um             '•   tarifs mit Ursprung in Marokko eröffnet.
     dieser Tatsache Rechnung zu tragen und um Unter­
     brechungen auszuschalten, sollte jeder Mitgliedstaat,    "(3 ) Im Rahmen dieser Zol Lkont ingente wendet
     der eine seiner ursprünglichen Quoten fast völlig ausge­       Griechenland die nach den entsprechenden
     nutzt hat, die Ziehung einer zusätzlichen Quote auf die
    entsprechende Reserve vornehmen. Diese Ziehung muß              Bestimmungen der Beitrittsakte
    jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn seine zusätzlich
    gewährten Quoten fast völlig ausgenutzt sind und so oft                                                berechneten
                                                                                                                       •4».
    es die Reserve zuläßt. Die ursprünglichen und zusätz­           Zollsätze an .
    lichen Quoten müssen bis zum Ende des Kontin-
    gentszeitraums gelten. Diese Art der Verwaltung erfor­                                          Artikel 2
    dert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitglied-
    Staaten und der' Kommission, die vor allem die Mög­                 (1) Die in Artikel 1 genannte zollkontingente wer­
    lichkeit haben muß, den Stand der Ausnutzung der                   den in zwei Raten geteiit.
 ' Kontingentsmengen zu verfolgen und die Mitgliedstaa­                                                                  \  ,
    ten davon zu unterrichten .                                                                                                            • «
                                                                       (2) Eine erste Rate jedes Kontingents wird auf die Mit­
   Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-              gliedstaaten aufgeteilt; als Quoten, die vorbehaltlich des
   raums in einem der Mitgliedstaaten von einer der ur­                Artikels 5 bis zum Ende des in Artikel 1 festgelegten
   sprünglichen Quoten eine größere Restmenge vorhan­                  Zeitraums gelten, werden folgende Mengen festgesetzt:
   den, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil davon
   auf die entsprechende Reserve übertragen, damit nicht /                                                                    , - (m Tonnen)
   ein Teil eines der Gemeinschaftszollkontingente in
                                                                                                            Artikel 1
  einem Mitglicdstaat ungenutzt bleibt, während er in                          Mitgliedstaaten
                                                                                                           (Absatz l)
                                                                                                                                Artikel 1 •
                                                                                                                               (Absatz 2 )
  anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
                                                                      Benclux                         |   1.360                 ' 580 '
   Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­              Dänemark                                    60 .      ?          30
  lande und das Großherzogtum Luxemburg sith zu der
  Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben                 Deutschland               ■
                                                                                                          1.640                     700
  und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme               Griechenland                              380                  160
  im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt- -              Frankreich                           7,100                3.050
  schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines iheer Mit­             Irland                                       40                   15 ■
  glieder vorgenommen werden –
                                                                     Italien                                      50                  25
                                                                     Vereinigtes
                                                                    Königreich                            1.970         I           840
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:                                  Insgesamt                          12.600                 5.400
                           Artikel 1                                  (3) Die zweite Rate jedes Kontingents, d.h. 1 400 bzw.
                                                                      600 Tonnen, bildet die entsprechende Reserve.
  ( 1 ) Vom 1 . Januar 1981 bis entweder ium Abschluß K
 des in Artikel 19 des Kooperationsabkommens zwischen
 der Gemeinschaft und Marokko vorgesehenen Brief­
 wechsels oder bis zur Anwendung eines gemeinschaft­                                             1 Artikel 3                            '
lichen Einfuhrsystems, längstens aber bis zum
31 . Dezember 1981 , wird in der Gemeinschaft ein zoll­              ( 1 ) Hat ein Mitgliedstaat eine seiner in Artikel 2
 freies Gemeinschaftszollkontingent von 14 000 Tonnen               Absatz 2 festgesetzten ursprünglichen Quoten oder –
 für Sardinen, zubereitet oder haltbar gemacht, der Ta-             bei Anwendung des Artikels 'S – die gleiche Quote '
rifstelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ur­                abzüglich der auf die entsprechende Reserve übertrage­
sprung in Marokko eröffnet.                   -                     nen Menge zu 90 v. H. oder mehr ausgenutzt, so nirrimt
                                                                    er unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission die
 (2) Vom 1 . Januar 1981 bis entweder zum Abschluß ,                Ziehung einer gegebenenfalls aufgerundeten zweiten
des in Artikel 19 des Kooperationsabkommens zwischen                Quote in Höhe von 10 v. H. seiner ursprünglichen
der Gemeinschaft und Marokko vorgesehenen Brief­                    Quote vor, soweit die Reservemenge ausreicht.
wechsels oder bis zur Anwendung eines gemeinschaft­
lichen Einfuhrsystems, längstens aber bis zum 31. De­
                                                                    (2) Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
                                                                    Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene
                                                                    Quote zu 90 v. H.oder mehr ausgenutzt, so nimmt die­
                                                                    ser Mitgliedstaat gemäß . Absatz 1 die Ziehung einer
                                                                    gegebenenfalls aufgerundeten dritten Quote in Höhe
                                                                    von 5 v. H. seiner ursprünglichen Quote vor, soweit die
                                                                    Reservemenge ausreicht.
 ---pagebreak---                                                         - 3 -
(3 ) Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten die       Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens ■ am
dritte von einem Mitglicdstaat gezogene Quote zu 90           5 . Oktober 1981 über die Reservemengen, die nach den
v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitglied-         in Anwendung von Artikel 5 erfolgten Übertragungen
Staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote          verbleiben .                  x ~              ,
in Höhe der dritten Quote vor.
                                                              Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der eine der Re­
Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der                serven ausgeschöpft wird, auf die jeweils verfügbare
Reserve angewandt.                                            Restmenge beschränkt bleibt, ufid gibt zu diesem Zweck
                                                              dem Mitgliedstaat, der diese letzte Ziehung Vornimmt,
(4) In Abweichung von den Absätzen 1 , 2 und 3 kön­           den Restbetrag an.
nen die Mitglicdstaaten Ziehungen niedrigerer Quoten
als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen, wenn
Grund zu der Annahme besteht, daß diese unter Um­                                      Artikel 7                    -
ständen nicht ausgeschöpft werden. Sie unterrichten die"
Kommission über die Gründe, die sie zur Anwendung             ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Vor­
dieses Absatzes veranlaßt haben.
                                                              kehrungen, damit nach Eröffnung der zusätzlichen
                                                              Quoten, die sie gemäß Artikel 3 gezogen haben, die
                         Artikel 4 .   '                      fortlaufende Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil
                                                              an den Gemeinschaftszoll kontingenten erfolgen kann.
Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten
gelten bis zum Ende des in Artikel 1 festgelegten Zeit­       (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Gebiet
raums.                                                        ansässigen Importeuren der betreffenden Waren freien
                                                              Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
                         Artikel S
                                                              (3 ) Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten
                                                              der Mitgliedstaaten wird anhand der Einfuhren von
Die Mitglicdstaaten übertragen spätestens am 1 . Okto­        Waren mit Ursprung in Marokko festgestellt, die bei der
ber 198 1 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen         Zollstelle mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum
Quote den Teil auf die Reserve, der am 15. September          zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden.
1981 20 v.H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt.
Sic können eine größere Menge übertragen, wenn
Grund zu der Annahme besteht, daß die betreffende
Menge unter Umständen nicht ausgenutzt wird.                                           Artikel 8
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens          Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren
am 1 . Oktober 1981 die Gesamtmenge der Einfuhren             Antrag mit, welche Einfuhren der betreffenden Waren
der betreffenden Waren mit, die bis zum 15 . September        tatsächlich auf ihre Quoten angerechnet worden sind.
1981 einschließlich getätigt und auf die Gemeinschafts-
zollkontingente angerechnet wurden, sowie gegebenen­
falls den Teil ihrer einzelnen ursprünglichen Quoten, die
sie auf die entsprechende Reserve übertragen.                        .                 Artikel 9
                                                              Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                         Artikel 6                            Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                              zusammen .
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit-
glicdstaaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten
Quoten und unterrichtet die Mitgliedstaaten über den                                  Artikel 10
Stand der Ausschöpfung der Reserven, sobald ihr die,
Mitteilungen übermittelt werden.                              Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1981 in Kraft,
                                                      *
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat. .
              Geschehen zu Brüssel am
                                                                                 Im Namen des Rates
                                                                                    Der Präsident
 ---pagebreak---                                                                                                     ANLAGE B
                zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Sardinen,
               zubereitet oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit
                                               Ursprung in Tunesien ( 1981 )
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN –                      den Wirtschaftsaussichten für den betreffenden Kontin-
                                                                gentszeitraum zu berechnen ist.
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              Während der letzten drei Jahre, über die vollständige
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­         statistische Angaben vorliegen, verteilen sich die Einfuh­
 kel 113 ,                                                      ren der betreffenden Waren aus Tunesien in die Ge­
                                                                meinschaft prozentual auf die Mitgliedstaaten wie folgt:
 auf Vorschlag der Kommission,                        ,
                                                                                                                 I
 in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                          Mitgliedstaaten '    1977    | 1978    | 1979
                                                                Bénélux
  Das Kooperationsabkommen zwischen der Gemein­                  Dänemark
  schaft und Tunesien sieht vor, daß Sardinen, zubereitet        Deutscfiland
  oder haltbar gemacht, der Tarifstelle 16.04 D des Ge­         Griechenland
  meinsamen Zolltarifs, mit Ursprung in Tunesien, zollfrei
                                                                 Frankreich                 ,                        100
  in die Gemeinschaft eingeführt werden dürfen. Die
                                                                                                                    -( = 50 t >
  Einzelheiten dieser Regelung sind im Rahmen eines              Irland                ,
  Briefwechsels zwischen der Gemeinschaft und Tunesien           Italien                                               -    ■
  festzulegen. Da dieser Briefwechsel bisher nicht stattge­
                                                                 Vereinigtes Königreich
  funden hat, sollte für das Jahr 1981 die bereits 1980
  angewandte gemeinschaftliche Regelung erneuert wer­
  den. Diese sieht für die Einfuhr dieser Waren in die
  Gemeinschaft die Eröffnung eines zollfreien Gemein-           Diese Angaben können nicht als repräsentativ ange­
  schaftszollkontingents über 100 Tonnen vor. Dieses            sehen werden und damit nicht als Grundlage für eine
  Zollkontingent gilt vom 1 . Januar 1981 bis entweder          Aufteilung der Kontingentsmenge zwischen den Mit­
  zum Abschluß des in Artikel 18 des Kooperationsab-            gliedstaaten dienen. Eine Vorausschätzung der Einfuh­
  kommens zwischen • der Gemeinschaft und Tunesien               ren der. Mitglietistaaten für das Jahr 1980 erweist sich
  vorgesehenen Briefwechsels oder bis zur Anwendung             wegen der Unregelmäßigkeit der Einfuhren in den Vor­
  eines gemeinschaftlichen Einfuhrsystems für die betrof­       jahren als schwierig. Um aber die Kontingentsmenge
  fenen Waren,, längstens aber bis zum 31 . Dezember             gerecht aufzuteilen, könnte die ursprüngliche prozen­
   1981 .. Demgemäß ist dieses Gemeinschaftszollkontin-         tuale Beteiligung an der Kontingentsmenge annähernd
  gent zu eröffnen.                     " . '                   wie folgt festgelegt werden:      .
                                                                       Bénélux                                      10
 Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure der
 Gemeinschaft den gleichen und kontinuierlichen Zu­                    Dänemark                                       3
 gang zu diesem Kontingent haben und daß die vorgese­                  Deutschland                                  15
 henen Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche                  Griechenland .                                3
 Einfuhren der betreffenden Waren in allen Mitgliedstaa­               Frankreich            '                     47
 ten bis zur Ausschöpfung des Kontingents angewandt
 werden. Der Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents                 Irland          v "            ..  - •        3
  kann unter Beachtung der oben aufgestellten Grund­                   Italien          •                            4
 sätze dadurch gewahrt werden, daß bei der Ausnutzung                  Vereinigtes Königreich                      15 .
,des Gemeinschaftszollkontingents von einer Aufteilung
 der' Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird.            Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden
 Damit die tatsächliche Marktentwicklung der betreffen­          Waren in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu
 den Waren möglichst weitgehend berücksichtigt wird,             tragen,' ist die Kontingentsmenge in zwei Raten zu tei­
  ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Mit­          len, wobei die erste Rate auf die einzelnen Mitgliedstaa­
 gliedstaaten vorzunehmen, der einerseits anhand der             ten aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur
 statistischen Angaben über die - während eines reprä­         . späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaa­
 sentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren der             ten bestimmt ist, die ihre ursprüngliche Quote ausge­
 genannten Waren aus Tunesien und andererseits nach              schöpft haben. Um den Importeuren jedes Mitglied-
 ---pagebreak---                                                                                                     ANLAGE B
    Staats eine gewisse Sicherheit zu geben, ist es angezeigt,                                Artikel 2
    die erste Rare des Gemeinschaftszollkontingents auf
    einen Satz festzusetzen, der im vorliegenden Fall 80 v. H.      ( 1 ) Das in Artikel 1 genannte Zoll-
    der Kontingentsmenge betragen könnte.                                  kontingent wird in zwei Raten
                                                                           aufgetei It .
    Die ursprünglichen Quoten der Mitglicdsta-aten können
    mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden. Um
    dieser Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbre­               (2) Die. erste Rate von 80 Tonnen des in Artikel 1
   chungen "zu vermeidet, sollte jeder Mitgliedstaat, der            genannten Gemeinschaftszollkontingents wird auf die
   seine ursprüngliche Quote fast ganz ausgenutzt hat, die           l u ^ f^ten aufgeteilt. Die Quoten, die vorbehalt­
   Ziehung einer zusätzlichen Quote auf die Reserve vor­             lich des Artikels 5 bis zum Ende des in Artikel 1 festge­
   nehmen. Diese Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vor-,               legten Zeitraums gelten, belaufen sich auf folgende
                                                                  • Mengen:        <
   nehmen, wenn seine einzelnen zusätzlichen Quoten fast
   ganz ausgenutzt sind und soweit noch eine Reserve--                                                           m Tonnett
   menge vorhanden ist. Die ursprünglichen und die zu­                    Bénélux    9
                                                                                                                      8
   sätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des Kontin-                      Dänemark
                                                                                                                      2"
   gentszeitraums gelten. Diese Art der Verwaltung erfor­                 Deutschland
                                                                                                                     12
   dert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitglied­
                                                                          Griechenland                               2
   staaten und der Kommission, die vor allem die Mög­
   lichkeit haben muß, den Stand der Ausnutzung der                       Frankreich                               38
   Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten                  Irland                                     2
   davon zu unterrichten.                    *       -                    Italien                                    4
                                                                          Vereinigtes Königreich                    12 .
   Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontin-
   gentszeitraums in einem der Mitgliedstaaten eine grö­                               χ                · *–
   ßere Restmenge vorhanden, so muß dieser Staat einen                                       Artikel 3
   erheblichen Prozentsatz davon auf die Reserve übertra­
   gen, damit nicht eiri Teil des Gemeinschaftszollkontin-          ( 1 ) Hat ein Mitgliedstaat seine gemäß Artikel 2 Ab­
   gents in einem Mitgliedstaat ungenutzt bleibt, während           satz 2 festgesetzte ursptüngliche Quote oder – bei
   er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden              , Anwendung des Artikels 5 – die gleiche Quote abzüg­
   könnte.    •.                                                    lich der auf die Reserve übertragenen Menge zu 90 v. H.
                                                                    oder mehr ausgenutzt, so nimmt er unverzüglich durch
   Da sich das Königreich Belgien, das Königreich der               Mitteilung an die Kommission ■– soweit die Reserve-
   Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg zu der               menge ausreicht – die Ziehung einer zweiten Quote in
   Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben              Höhe von 15 v. H. seiner ursprünglichen Quote vor, die
   und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme            gegebenenfalls auf die höhere Einheit aufgerundet wird.
   im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
   schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­          (2) Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote
   glieder vorgenommen werden –                                    die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
                                                                   90 v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mit-
                                                                   gliedstaat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten
                                                                   Quote in Höhe von 7,5 v. H. seiner ursprünglichen
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:                               Quote vor.
                                                                   (3) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
                            Artikel 1
                                                                   von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
                                                                   oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitgliedstaat
   Vom 1 . Januar 1931 bis entweder zum Abschluß                   unter den gleichen Bedingungen die Ziehung einer vier­
   des in Artikel 18 des Kooperationsabkommens zwischen            ten Quote in Höhe der dritten Quote vor.
   der Gemeinschaft und Tunesien vorgesehenen Brief­
 . wechseis oder bis zur Anwendung eines gemeinschaft- '          Dieses Verfahren wird bis zur völligen Ausschöpfung
   liehen Einfuhrsystems, längstens ' aber bis zum                def Reserve angewandt.
   31 . Dezember 1981 , wird in der Gemeinschaft ein zoll­
  -freies Gemeinschaftszollkontingent von 100 Tonnen für           (4) Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 können
. Sardinen, zubereitet oder haltbar gemacht, der iarif-           die Mitgliedstaaten Ziehungen niedrigerer Quoten als in
   stelle 16.04 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ur­              diesen Absätzen vorgesehen vornehmen, wenn Grund zu
   sprung in Tunesien eröffnet.                                   der Annahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft ,
                                                                  werden können. Sie unterrichten die Kommission über
                                                                ■ die Gründe, die sie veranlaßt haben, diesen Absatz
                                                                  anzuwenden.»
                                                                                            Artikel 4
   Im Rahmen dieses Zollkontingents wendet                        Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten *
   Griechenland die nach den entsprechenden                       gelten bis zum Ende des in Artikel 1 festgelegten Zeit­
   Restimmunaen der Beitrittsakte                                 raums .
                                           berechneten
  Zollsätze        an .
 ---pagebreak---                                                         - 3 -                                   ANLAGE B
                          Artikel 5                                                    Artikel 7
 Die Mitglicdstaatcn übertragen spätestens am 1 . Okto­       ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die exforderlichen Vor­
 ber 198 ") von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen       kehrungen, um durch die Eröffnung der zusätzlichen
 Quote den Teil auf die Reserve, der am 15 . September        Quoten, die sie gemäß Artikel 3 gezogen haben, die
 1 98*1 20 v. H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt.      fortlaufende Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil
Sie können eine größere Menge übertragen, wenn              . an dem Gemeinschaftszollkontingent zu ermöglichen.
Grund zu der Annahme besteht, daß die betreffende'
Menge nicht ausgenutzt wird.                                  (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Gebiet
                                                              ansässigen Importeuren der betreffenden Waren den
Die Mitglicdstaatcn teilen der Kommission spätestens          freien Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
arfi 1 . Oktober 1981 die gesamte Menge der Einfuhren
der betreffenden Waren mit, die sie bis zum 15 . Sep­         (3 ) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
tember 1981 einschließlich durchgeführt und auf das           gliedstaaten wird anhand der Einfuhren von Waren mit
Gemeinschaftszollkontingent angerechnet haben, sowie          Ursprung in Tunesien festgestellt, die bei der Zollstelle
gegebenenfalls den Teil ihrer ursprünglichen Quote, den       mit einer Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich
sie auf die Reserve übertragen.                               freien Verkehr gestellt werden.
                         Artikel 6                                                     Artikel 8
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit-          Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
glicdstaatcn gemäß Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten          mit, welche Einfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über den       rechnet wurden.
Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die
Mitteilungen zugehen.
                                                                                      . Artikel 9
Sic unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am
5 . Oktober 198 1 über den Stand der Reserve nach den         Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
gemäß Artikel 5 erfolgten Übertragungen.                      Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                              zusammen.
Sic sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­
schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-                                     Artikel 10
gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, den Rest­
betrag an.                                                    Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1981 in Kraft
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Geschehen zu Brüssel am
                                                                               Im Namen des Rates
                                                                                   Der Präsident    /