CELEX: 42010X0930(04)
Language: de
Date: 2010-09-30 00:00:00
Title: Regelung Nr. 120 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Verbrennungsmotoren für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen und mobile Maschinen und Geräte, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind, hinsichtlich der Messung der Nutzleistung, des Nutzdrehmoments und des spezifischen Kraftstoffverbrauchs

30.9.2010   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 257/280
            
         Nur die von der UN/ECE verabschiedeten Originalfassungen sind international rechtsverbindlich. Der Status dieser Regelung und das Datum ihres Inkrafttretens sind der neuesten Fassung des UN/ECE-Statusdokuments TRANS/WP.29/343 zu entnehmen, das von folgender Website abgerufen werden kann:
   http://www.unece.org/trans/main/wp29/wp29wgs/wp29gen/wp29fdocstts.html
   Regelung Nr. 120 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Verbrennungsmotoren für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen und mobile Maschinen und Geräte, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind, hinsichtlich der Messung der Nutzleistung, des Nutzdrehmoments und des spezifischen Kraftstoffverbrauchs
   Datum des Inkrafttretens: 6. April 2005
   INHALTSVERZEICHNIS
   REGELUNG
   
               1.
            
            Anwendungsbereich
         
               2.
            
            Begriffsbestimmungen
         
               3.
            
            Antrag auf Genehmigung
         
               4.
            
            Genehmigung
         
               5.
            
            Anforderungen und Prüfungen
         
               6.
            
            Übereinstimmung der Produktion
         
               7.
            
            Maßnahmen bei Abweichungen in der Produktion
         
               8.
            
            Änderung eines Motortyps oder einer Motorenfamilie und Erweiterung der Genehmigung
         
               9.
            
            Endgültige Einstellung der Produktion
         
               10.
            
            Namen und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführen, und der Behörden
         ANHÄNGE
   
               Anhang 1 —
            
            
               Hauptmerkmale des Verbrennungsmotors und allgemeine Angaben über die Durchführung der Prüfungen
               Anlage 1— Hauptmerkmale des Motors/Stamm-Motors
               Anlage 2— Hauptmerkmale der Motorenfamilie
               Anlage 3— Hauptmerkmale des Motortyps innerhalb der Motorenfamilie
            
         
               Anhang 2 —
            
            Mitteilung über die Erteilung oder Erweiterung oder Versagung oder Zurücknahme der Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion für einen Motor oder eine Motorenfamilie nach der Regelung Nr. 120
         
               Anhang 3 —
            
            Anordnungen der Genehmigungszeichen
         
               Anhang 4 —
            
            
               Verfahren zur Messung der Nutzleistung des Verbrennungsmotors
               Anlage— Ergebnisse der Prüfungen zur Messung Motornutzleistung
            
         
               Anhang 5 —
            
            Hauptmerkmale der Motorenfamilie
         
               Anhang 6 —
            
            Kontrollen der Übereinstimmung der Produktion
         
               Anhang 7 —
            
            Technische Daten der Bezugskraftstoffe
         1.   ANWENDUNGSBEREICH
   
               1.1.
            
            
               Diese Regelung gilt für die Darstellung der Volllastkurven für Leistung, Drehmoment und spezifischen Kraftstoffverbrauch als Funktion der Motordrehzahl, die vom Hersteller für die Verbrennungsmotoren angegeben werden, die in folgenden Geräten und Maschinen zu verwenden sind:
               
                           1.1.1.
                        
                        
                           in Fahrzeugen der Klasse T (1)
                           
                        
                     
                           1.1.2.
                        
                        
                           in Maschinen und Geräten, die auf dem Boden mit oder ohne Fahrbahn fahren oder geführt werden sollen und mit veränderlicher oder konstanter Drehzahl betrieben werden.
                        
                     
         
               1.2.
            
            
               Verbrennungsmotoren werden den folgenden Kategorien zugeordnet:
               
                           1.2.1.
                        
                        
                           Hubkolben-Verbrennungsmotoren (Fremdzündung oder Selbstzündung), aber keine Freikolbenmotoren,
                        
                     
                           1.2.2.
                        
                        
                           Kreiskolbenmotoren (Fremdzündung oder Selbstzündung).
                        
                     
         2.   BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
   
               2.1.
            
            
               „Genehmigung eines Motors“ ist die Genehmigung eines Motortyps hinsichtlich seiner Nutzleistung, die nach dem Verfahren nach Anhang 4 dieser Regelung gemessenen wird;
            
         
               2.2.
            
            
               „Genehmigung einer Motorenfamilie“ ist die Genehmigung der Motoren einer Motorenfamilie hinsichtlich ihrer Nutzleistung unter Anwendung der Vorschriften in den Anhängen 5 oder 6 dieser Regelung;
            
         
               2.3.
            
            
               „Motortyp“ ist eine Kategorie von Motoren, die sich in den in Anhang 1 Anlage 3 festgelegten wesentlichen Motormerkmalen nicht voneinander unterscheiden;
            
         
               2.4.
            
            
               „Motorenfamilie“ ist eine vom Hersteller vorgenommene Klassifizierung von Motoren, die aufgrund ihrer Bauart die in Anhang 5 dieser Regelung festgelegten Kriterien für die Klassifizierung erfüllen;
            
         
               2.5.
            
            
               „Stamm-Motor“ ist ein Motor, der aus einer Motorenfamilie so ausgewählt wird, dass er den Vorschriften von Anhang 5 dieser Regelung entspricht;
            
         
               2.6.
            
            
               „Nutzleistung“ ist die Leistung, die auf einem Prüfstand am Ende der Kurbelwelle oder einem vergleichbaren Bauteil bei der entsprechenden Motordrehzahl abgenommen und unter atmosphärischen Referenzbedingungen ermittelt wird; dabei muss der Motor mit den in Anhang 4 Tabelle 1 angegebenen Ausrüstungsteilen und Nebenverbrauchern versehen sein;
            
         
               2.7.
            
            
               „Nennwert der Nutzleistung“ ist die vom Hersteller angegebene Nutzleistung des Motors bei Nenndrehzahl;
            
         
               2.8.
            
            
               „maximale Nutzleistung“ ist der Höchstwert der bei voller Motorlast gemessenen Nutzleistung;
            
         
               2.9.
            
            
               „Nenndrehzahl“ ist die vom Regler begrenzte Höchstdrehzahl bei Volllast nach den Angaben des Herstellers;
            
         
               2.10.
            
            
               „Drehzahl bei maximaler Nutzleistung“ ist die vom Hersteller angegebene Motordrehzahl, bei der die maximale Nutzleistung erreicht wird.
            
         
               2.11.
            
            
               „Drehzahl bei maximalem Drehmoment“ ist die vom Hersteller angegebene Motordrehzahl, bei der das höchste Drehmoment zur Verfügung steht.
            
         
               2.12.
            
            
               „Maximales Drehmoment“ ist der Höchstwert des bei voller Motorlast gemessenen Nutzdrehmoments.
            
         3.   ANTRAG AUF GENEHMIGUNG
   
               3.1.
            
            
               Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für einen Motortyp oder eine Motorenfamilie hinsichtlich Messung der Nutzleistung ist von dem Hersteller oder seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzureichen.
            
         
               3.2.
            
            
               Dem Antrag ist in dreifacher Ausfertigung Folgendes beizufügen: eine Beschreibung des Motortyps oder der Motorenfamilie mit allen wesentlichen Angaben nach Anhang 1 dieser Regelung.
            
         
               3.3.
            
            
               Dem technischen Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt, ist ein Motor, der dem zu genehmigenden Motortyp entspricht, oder — bei einer Motorenfamilie — der Stamm-Motor mit den in Anhang 4 dieser Regelung vorgeschriebenen Ausrüstungsteilen zur Verfügung zu stellen.
            
         4.   GENEHMIGUNG
   
               4.1.
            
            
               Wenn die Leistung des zur Genehmigung nach dieser Regelung vorgeführten Motors nach den Vorschriften von Absatz 5 gemessen wurde, ist die Genehmigung für den Motortyp oder die Motorenfamilie zu erteilen.
            
         
               4.2.
            
            
               Jede Genehmigung eines Motortyps oder einer Motorenfamilie umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Ihre ersten beiden Ziffern (derzeit 00 für die Regelung in ihrer ursprünglichen Fassung) bezeichnen die Änderungsserie mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind. Dieselbe Vertragspartei darf diese Nummer weder einem anderen Motortyp noch einer anderen Motorenfamilie zuteilen.
            
         
               4.3.
            
            
               Über die Erteilung oder Erweiterung oder Versagung einer Genehmigung für einen Motortyp oder eine Motorenfamilie nach dieser Regelung sind die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 2 dieser Regelung entspricht.
            
         
               4.4.
            
            
               An jedem Motor, der einem Motortyp oder einer Motorenfamilie entspricht, der/die nach dieser Regelung genehmigt worden ist, ist sichtbar und an gut zugänglicher Stelle, die in dem Mitteilungsblatt anzugeben ist, ein internationales Genehmigungszeichen anzubringen, bestehend aus:
               
                           4.4.1.
                        
                        
                           einem Kreis, in dem sich der Buchstabe E und die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat (2),
                        
                     
                           4.4.2.
                        
                        
                           der Nummer dieser Regelung mit dem nachgestellten Buchstaben R, einem Bindestrich und der Genehmigungsnummer rechts neben dem Kreis nach Absatz 4.4.1.
                           Anstatt diese Genehmigungszeichen und -symbole an dem Motor anzubringen, kann der Hersteller auch entscheiden, dass dem nach dieser Regelung genehmigten Motor ein Dokument mit diesen Angaben beigefügt wird, damit die Genehmigungszeichen und -symbole an dem Fahrzeug angebracht werden können.
                        
                     
         
               4.5.
            
            
               Entspricht der Motor einem Motortyp oder einer Motorenfamilie, der oder die auch nach einer oder mehreren anderen Regelungen zum Übereinkommen in dem Land genehmigt wurde, das die Genehmigung nach dieser Regelung erteilt hat, dann braucht das Zeichen nach Absatz 4.4.1 nicht wiederholt zu werden; in diesem Fall sind die Regelungs- und Genehmigungsnummern und die zusätzlichen Zeichen aller Regelungen, aufgrund deren die Genehmigung erteilt wurde, untereinander rechts neben dem Zeichen nach Absatz 4.4.1 anzuordnen.
            
         
               4.6.
            
            
               Das Genehmigungszeichen ist in der Nähe des vom Hersteller an dem Motor des genehmigten Typs angebrachten Typschilds oder auf diesem selbst anzugeben.
            
         
               4.7.
            
            
               Anhang 3 dieser Regelung enthält Beispiele der Anordnungen der Genehmigungszeichen.
            
         
               4.8.
            
            
               An jedem Motor, der einem Motorentyp oder einer Motorenfamilie entspricht, der oder die nach dieser Regelung genehmigt wurde, müssen zusätzlich zu dem Genehmigungszeichen angegeben sein:
               
                           4.8.1.
                        
                        
                           die Fabrik- oder Handelsmarke des Motorenherstellers,
                        
                     
                           4.8.2.
                        
                        
                           die vom Hersteller vergebene Motornummer.
                        
                     
         5.   ANFORDERUNGEN UND PRÜFUNGEN
   5.1.   Allgemeines
   Die Teile, die einen Einfluss auf die Leistung des Motors haben können, müssen so konstruiert, gebaut und montiert sein, dass der Motor bei betriebsüblicher Beanspruchung trotz der dabei möglicherweise auftretenden Erschütterungen den Vorschriften dieser Regelung entspricht.
   5.2.   Beschreibung der Prüfungen bei Verbrennungsmotoren
   5.2.1.   Die Prüfung zur Messung der Nutzleistung besteht bei Fremdzündungsmotoren aus einem Prüflauf mit Vollgas und bei Selbstzündungsmotoren aus einem Prüflauf mit auf Volllast fix eingestellter Kraftstoffeinspritzpumpe, wobei der Motor mit den in Anhang 4 Tabelle 1 dieser Regelung angegebenen Ausrüstungsteilen versehen sein muss.
   5.2.2.   Die Messungen sind bei ausreichend vielen Motordrehzahlen vorzunehmen, damit die Kurven für Leistung, Drehmoment und spezifischen Kraftstoffverbrauch zwischen der vom Hersteller jeweils empfohlenen niedrigsten und höchsten Motordrehzahl korrekt dargestellt werden können. In diesem Drehzahlbereich müssen die Drehzahlen liegen, bei denen der Motor den Nennwert der Nutzleistung, die maximale Leistung und das maximale Drehmoment erreicht.
   5.2.3.   Es ist folgender Kraftstoff zu verwenden:
   
               5.2.3.1.
            
            
               Bei Fremdzündungsmotoren, die mit Benzin betrieben werden:
               der in Anhang 7 beschriebene Bezugskraftstoff;
            
         
               5.2.3.2.
            
            
               Bei Fremdzündungsmotoren, die mit Flüssiggas (LPG) betrieben werden:
               
                           5.2.3.2.1.
                        
                        
                           bei einem Motor mit Kraftstoff-Selbstanpassung:
                           der im Handel verfügbare Kraftstoff. In Streitfällen ist einer der Bezugskraftstoffe nach Anhang 7 zu verwenden;
                        
                     
                           5.2.3.2.2.
                        
                        
                           bei einem Motor ohne Kraftstoff-Selbstanpassung:
                           der in Anhang 7 genannte Bezugskraftstoff mit dem niedrigsten C3-Gehalt
                        
                     
                           5.2.3.2.3.
                        
                        
                           bei einem Motor, für den eine einzige bestimmte Kraftstoffzusammensetzung angegeben ist:
                           der Kraftstoff, der für den Motor angegeben ist.
                        
                     
                           5.2.3.2.4.
                        
                        
                           Der verwendete Kraftstoff ist in dem Gutachten anzugeben.
                        
                     
         
               5.2.3.3.
            
            
               Bei Fremdzündungsmotoren, die mit Erdgas betrieben werden:
               
                           5.2.3.3.1.
                        
                        
                           bei einem Motor mit Kraftstoff-Selbstanpassung:
                           Der im Handel verfügbare Kraftstoff. In Zweifelsfällen ist einer der Bezugskraftstoffe nach Anhang 7 zu verwenden.
                        
                     
                           5.2.3.3.2.
                        
                        
                           bei einem Motor ohne Kraftstoff-Selbstanpassung:
                           der im Handel verfügbare Kraftstoff mit einem Wobbe-Index von mindestens 52,6 MJm–3 (20 °C, 101,3 kPa). In Streitfällen ist als Kraftstoff der in Anhang 7 angegebene Bezugskraftstoff GR, d. h. der Kraftstoff mit dem höchsten Wobbe-Index zu verwenden, oder
                        
                     
                           5.2.3.3.3.
                        
                        
                           bei einem Motor, für den eine bestimmte Gasgruppe angegeben ist:
                           der im Handel verfügbare Kraftstoff mit einem Wobbe-Index von mindestens 52,6 MJm–3 (20 °C, 101,3 kPa), wenn für den Motor die Gasgruppe H angegeben ist, oder ein Kraftstoff mit einem Wobbe-Index von mindestens 47,2 MJm–3 (20 °C, 101,3 kPa), wenn für den Motor die Gasgruppe L angegeben ist. In Streitfällen ist als Kraftstoff der in Anhang 7 angegebene Bezugskraftstoff GR zu verwenden, wenn für den Motor die Gasgruppe H angegeben ist, oder der Bezugskraftstoff G23, wenn für den Motor die Gasgruppe L angegeben ist, d. h. der Kraftstoff mit dem höchsten Wobbe-Index für die entsprechende Gruppe (3), oder
                        
                     
                           5.2.3.3.4.
                        
                        
                           bei einem Motor, für den eine einzige bestimmte Kraftstoffzusammensetzung angegeben ist:
                           der Kraftstoff, der für den Motor angegeben ist.
                        
                     
                           5.2.3.3.5.
                        
                        
                           Der verwendete Kraftstoff ist in dem Gutachten anzugeben.
                        
                     
         
               5.2.3.4.
            
            
               Bei Selbstzündungsmotoren:
               der in Anhang 7 angegebene Bezugskraftstoff.
            
         5.2.4.   Die Messungen sind nach den Vorschriften des Anhangs 5 dieser Regelung vorzunehmen.
   5.2.5.   Das Gutachten muss die Ergebnisse und alle Berechnungen enthalten, die in der Anlage zu Anhang 4 dieser Regelung genannt und für die Bestimmung der Nutzleistung erforderlich sind; außerdem müssen die Merkmale des Motors entsprechend den Angaben in Anhang 1 dieser Regelung aufgeführt sein.
   5.3.   Auswertung der Ergebnisse
   5.3.1.   Nutzleistung
   Die vom Hersteller für den Motortyp (oder den Stamm-Motor) angegebene Nutzleistung wird akzeptiert, wenn die Abweichung gegenüber den vom Technischen Dienst bei dem zur Prüfung vorgeführten Motor gemessenen Werten bei der maximalen Nutzleistung nicht mehr als ± 2 % und bei den anderen Messpunkten der Kurve nicht mehr als ± 4 % mit einer Toleranz von ± 1,5 % für die Motordrehzahl beträgt.
   5.3.2.   Nenndrehzahl
   Die vom Hersteller angegebene Nenndrehzahl darf nicht um mehr als 100 min–1 von dem angegebenen Wert abweichen.
   5.3.3.   Kraftstoffverbrauch
   Die vom Hersteller für den Motortyp (oder den Stamm-Motor) vorgelegte Kurve für den spezifischen Kraftstoffverbrauch wird akzeptiert, wenn an allen Messpunkten die Abweichung gegenüber den vom Technischen Dienst bei dem zur Prüfung vorgeführten Motor an denselben Punkten gemessenen Werten nicht mehr als ± 8 % beträgt.
   5.3.4.   Motorenfamilie
   Entspricht der Stamm-Motor den Vorschriften der Absätze 5.3.1 und 5.3.2, dann werden alle für die Motoren einer Motorenfamilie vorgelegten Kurven automatisch akzeptiert.
   6.   ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
   Die Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion müssen den in Anlage 2 zum Übereinkommen (E/ECE/324-E/ECE/TRANS/505/Rev.2) beschriebenen Verfahren entsprechen, wobei folgende Vorschriften eingehalten sein müssen:
   
               6.1.
            
            
               Die nach dieser Regelung genehmigten Motoren müssen so gebaut sein, dass sie dem genehmigten Typ entsprechen.
            
         
               6.2.
            
            
               Die Mindestanforderungen für Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion nach Anhang 6 dieser Regelung müssen eingehalten sein.
            
         7.   MASSNAHMEN BEI ABWEICHUNGEN IN DER PRODUKTION
   
               7.1.
            
            
               Die für einen Motortyp oder eine Motorenfamilie nach dieser Regelung erteilte Genehmigung kann zurückgenommen werden, wenn die Vorschriften des Absatzes 6.1 nicht eingehalten sind oder ein Motor oder eine Motorenfamilie, die mit dem Genehmigungszeichen versehen ist, dem genehmigten Typ nicht entspricht.
            
         
               7.2.
            
            
               Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie unverzüglich die anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 2 dieser Regelung entspricht.
            
         8.   ÄNDERUNG EINES MOTORTYPS ODER EINER MOTORENFAMILIE UND ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
   
               8.1.
            
            
               Jede Änderung eines Motortyps oder einer Motorenfamilie hinsichtlich der Merkmale in Anhang 1 ist der Behörde mitzuteilen, die die Genehmigung für den Motortyp oder die Motorenfamilie erteilt hat. Die Behörde kann dann entweder
               
                           8.1.1.
                        
                        
                           die Auffassung vertreten, dass die vorgenommenen Änderungen keine nennenswerte nachteilige Auswirkung haben dürften und der Motor in jedem Fall noch den Vorschriften entspricht, oder
                        
                     
                           8.1.2.
                        
                        
                           bei dem technischen Dienst, der die Prüfungen durchführt, ein weiteres Gutachten anfordern.
                        
                     
         
               8.2.
            
            
               Die Bestätigung oder die Versagung der Genehmigung ist den Vertragsparteien des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, unter Angabe der Änderungen nach dem Verfahren des Absatzes 4.3 mitzuteilen.
            
         
               8.3.
            
            
               Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung bescheinigt, teilt dieser Erweiterung eine laufende Nummer zu und unterrichtet hierüber die anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungsblatt, das dem Muster in Anhang 2 dieser Regelung entspricht.
            
         9.   ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
   Stellt der Inhaber einer Genehmigung die Produktion eines Motortyps oder einer Motorenfamilie, die nach dieser Regelung genehmigt wurde, endgültig ein, hat er die Behörde, die die Genehmigung erteilt hat, hiervon zu unterrichten. Nach Erhalt der entsprechenden Mitteilung hat diese Behörde die anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, hiervon mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 2 dieser Regelung entspricht.
   10.   NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER TECHNISCHEN DIENSTE, DIE DIE PRÜFUNGEN FÜR DIE GENEHMIGUNG DURCHFÜHREN, UND DER BEHÖRDEN
   Die Vertragsparteien des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, übermitteln dem Sekretariat der Vereinten Nationen die Namen und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführen, und/oder der Behörden, die die Genehmigung erteilen und denen die in anderen Ländern ausgestellten Mitteilungsblätter über die Erteilung, die Erweiterung, oder die Versagung der Genehmigung zu übersenden sind.
   
      (1)  Entsprechend der Beschreibung in Anhang 7 zur Gesamtresolution über Fahrzeugtechnik (R.E.3) (TRANS/WP.29/78/Rev.1/Amend.2).
   
      (2)  1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5 für Schweden, 6 für Belgien, 7 für Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9 für Spanien, 10 für Serbien und Montenegro, 11 für das Vereinigte Königreich, 12 für Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 (—), 16 für Norwegen, 17 für Finnland, 18 für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal, 22 für die Russische Föderation, 23 für Griechenland, 24 für Irland, 25 für Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für die Slowakei, 28 für Weißrussland, 29 für Estland, 30 (—), 31 für Bosnien und Herzegowina, 32 für Lettland, 33 (—), 34 für Bulgarien, 35 (—), 36 für Litauen, 37 für die Türkei, 38 (—), 39 für Aserbaidschan, 40 für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, 41 (—), 42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren Mitgliedstaaten unter Verwendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 (—), 45 für Australien, 46 für die Ukraine, 47 für Südafrika, 48 für Neuseeland, 49 für Zypern, 50 für Malta und 51 für die Republik Korea. Die folgenden Zahlen werden den anderen Ländern, die dem Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden, beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen werden den Vertragsparteien des Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt.
   
      (3)  „Wobbe-Index (unterer Wobbe-Index Wl oder oberer Wobbe-Index Wu)“ ist der Quotient aus dem entsprechenden Heizwert eines Gases pro Volumeneinheit und der Quadratwurzel der relativen Dichte des Gases unter denselben Bezugsbedingungen: 
   
      ANHANG 1
      
         Hauptmerkmale des Verbrennungsmotors und allgemeine Angaben über die Durchführung der Prüfungen
      
      Stamm-Motor/Motortyp (1): …
      1.   Allgemeines
      
                  1.1.
               
               
                  Marke (Name des Unternehmens): …
               
            
                  1.2.
               
               
                  Typ und Handelsbezeichnung des Stamm-Motors und gegebenenfalls der Motoren der Motorenfamilie (1): …
               
            
                  1.3.
               
               
                  Vom Hersteller vergebener Code für die Typenbezeichnung entsprechend der Angabe am Motor (an den Motoren) (1): …
               
            
                  1.4.
               
               
                  Angabe der Maschinen bzw. Geräte, die durch den Motor angetrieben werden sollen (2): …
               
            
                  1.5.
               
               
                  Name und Anschrift des Herstellers: …
               
            
                  1.6.
               
               
                  Gegebenenfalls Name und Anschrift des bevollmächtigten Vertreters des Herstellers: …
               
            
                  1.7.
               
               
                  Anbringungsstelle, Kodierung und Art der Anbringung der Motorkennzeichnung: …
               
            
                  1.8.
               
               
                  Anbringungsstelle und Art der Anbringung des Genehmigungszeichens: …
               
            
                  1.9.
               
               
                  Anschrift(en) des Montagewerks (der Montagewerke): …
               
            2.   Beigefügte Unterlagen
      
                  2.1.
               
               
                  Hauptmerkmale des Stamm-Motors (der Stamm-Motoren) (siehe Anlage 1) …
               
            
                  2.2.
               
               
                  Hauptmerkmale der Motorenfamilie (siehe Anlage 2) …
               
            
                  2.3.
               
               
                  Hauptmerkmale der Motortypen innerhalb der Motorenfamilie (siehe Anlage 3) …
               
            3.   Merkmale der Teile der mobilen Maschinen/Geräte, die in Verbindung mit dem Motor arbeiten (falls zutreffend) …
      4.   Fotografien des Stamm-Motors …
      5.   Weitere beigefügte Unterlagen:
      
                  5.1.
               
               
                  Anlage 1/Anlage 2/Anlage 3 (1)
                  
               
            
                  5.2.
               
               
                  Kurven für die angegebene Leistung, das angegebene Drehmoment und den angegebenen spezifischen Kraftstoffverbrauch des Motors/Stamm-Motors und der Motoren innerhalb der Motorenfamilie (1)
                  
               
            
                  5.3.
               
               
                  Gegebenenfalls weitere beigefügte Unterlagen: …
               
            
         (1)  Nichtzutreffendes streichen.
      
         (2)  Typen und Modelle angeben.
      
         ANLAGE 1
         
            HAUPTMERKMALE DES MOTORS/STAMM-MOTORS
             (1)
         
         1.   BESCHREIBUNG DES MOTORS
         1.1.   Hersteller: …
         1.2.   Vom Hersteller vergebener Code für den Motor: …
         1.3.   Arbeitsweise: Fremdzündung/Selbstzündung, Viertakt-/Zweitaktverfahren (1):
         1.4.   Bohrung (2): … mm
         1.5.   Hub (2): …mm
         1.6.   Zahl, Anordnung und Zündfolge der Zylinder: …
         1.7.   Hubraum (3): …cm3
         
         1.8.   Volumetrisches Verdichtungsverhältnis (4): …
         1.9.   Beschreibung des Verbrennungssystems: …
         1.10.   Zeichnung(en) des Brennraums und des Kolbenbodens: …
         1.11.   Mindestquerschnitt der Einlass- und Auslasskanäle: …
         1.12.   Kühlungssystem: Flüssigkeits-/Luftkühlung (1)
         
         1.12.1.   Flüssigkeitskühlung
         1.12.1.1.   Art der Flüssigkeit: …
         1.12.1.2.   Umwälzpumpe(n): ja/nein (1)
         
         1.12.1.3.   Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): …
         1.12.1.4.   Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): …
         1.12.2.   Luftkühlung
         1.12.2.1.   Gebläse: ja/nein (1)
         
         1.12.2.2.   Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): …
         1.12.2.3.   Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): …
         1.13.   Vom Hersteller zugelassene Temperatur
         1.13.1.   Flüssigkeitskühlung: höchste Temperatur am Motoraustritt: … K
         1.13.2.   Luftkühlung: Bezugspunkt: …
         1.13.3.   höchste Temperatur am Bezugspunkt: … K
         1.13.4.   Höchste Ladelufttemperatur am Austritt des Ladeluftkühlers (falls zutreffend): …K
         1.13.5.   Höchste Abgastemperatur des (der) Auspuffkrümmer(s): … K
         1.13.6.   Schmiermitteltemperatur:
         
                      
                  
                  
                     mindestens: … K
                  
               
                      
                  
                  
                     höchstens: …K
                  
               1.14.   Lader: ja/nein (5)
         
         1.14.1.   Marke: …
         1.14.2.   Typ: …
         1.14.3.   Beschreibung des Systems (z. B. maximaler Ladedruck, Druckablassventil, falls zutreffend):
         1.14.4.   Ladeluftkühler: ja/nein (5)
         
         1.15.   Ansaugsystem: höchstzulässiger Ansaugunterdruck bei Motornenndrehzahl und bei 100 % Last: … kPa
         1.16.   Auspuffanlage: höchstzulässiger Abgasgegendruck bei Motornenndrehzahl und bei 100 % Last: … kPa
         2.   ZUSÄTZLICHE EINRICHTUNGEN GEGEN LUFTVERUNREINIGUNG (falls vorhanden und nicht unter einer anderen Ziffer erfasst)
         2.1.   Beschreibung und/oder Schaubild(er): …
         3.   KRAFTSTOFFSYSTEM FÜR SELBSTZÜNDUNGSMOTOREN
         3.1.   Kraftstoffpumpe
         3.1.1.   Druck oder Kennlinie (6): …kPa
         3.2.   Einspritzanlage
         3.2.1.   Pumpe
         3.2.1.1.   Marke(n): …
         3.2.1.2.   Typ(en): …
         3.2.1.3.   Maximale Fördermenge: … mm3
             (5)
             (6) je Hub oder Takt bei Vollförderung bei einer Pumpendrehzahl von jeweils … min–1 (Nennwert) und … min–1 (maximales Drehmoment) oder Kennlinie: …
         3.2.1.3.1.   Angabe des angewandten Verfahrens: am Motor/auf dem Pumpenprüfstand (5)
         
         3.2.1.4.   Einspritzzeitpunktverstellung
         3.2.1.4.1.   Verstellkurve des Spritzverstellers (6): …
         3.2.1.4.2.   Einstellung des Einspritzzeitpunkts (6): …
         3.2.2.   Einspritzleitungen
         3.2.2.1.   Länge: …mm
         3.2.2.2.   Innendurchmesser: …mm
         3.2.3.   Einspritzdüse(n)
         3.2.3.1.   Marke(n): …
         3.2.3.2.   Typ(en): …
         3.2.3.3.   Öffnungsdruck oder Kennlinie (5)
             (6): … kPa
         3.2.4.   Regler
         3.2.4.1.   Marke(n): …
         3.2.4.2.   Typ(en): …
         3.2.4.3.   Abregeldrehzahl bei Volllast (7): … min–1
         
         3.2.4.4.   Höchste Drehzahl ohne Last (7): … min–1
         
         3.2.4.5.   Leerlaufdrehzahl (7): …min–1
         
         3.3.   Kaltstarteinrichtung
         3.3.1.   Marke(n): …
         3.3.2.   Typ(en): …
         3.3.3.   Beschreibung: …
         3.3.4.   Elektronisches Motormanagement-Steuergerät
         3.3.4.1.   Marke(n): …
         3.3.4.2.   Typ: …
         3.3.4.3.   Abgasrelevante Einstellmöglichkeiten: …
         3.3.4.4.   Weitere Dokumentation: …
         4.   KRAFTSTOFFSYSTEM FÜR FREMDZÜNDUNGSMOTOREN
         4.1.   Vergaser
         4.1.1.   Marke(n): …
         4.1.2.   Typ(en): …
         4.2.   Saugrohreinspritzung: Ein-Punkt oder Mehrpunkt (8)
         
         4.2.1.   Marke(n): …
         4.2.2.   Typ(en): …
         4.3.   Direkteinspritzung
         4.3.1.   Marke(n): …
         4.3.2.   Typ(en): …
         4.4.   Kraftstoffdurchfluss [g/h] und Luft-/Kraftstoff-Verhältnis bei Nenndrehzahl und voll geöffneter Drosselklappe: …
         4.5.   Elektronisches Motormanagement-Steuergerät: …
         4.5.1.   Marke(n): …
         4.5.2.   Typ: …
         4.5.3.   Abgasrelevante Einstellmöglichkeiten: …
         4.5.4.   Weitere Dokumentation: …
         5.   VENTILSTEUERZEITEN
         5.1.   Maximale Ventilhübe und Öffnungs- sowie Schließwinkel, bezogen auf die Totpunkte, oder entsprechende Angaben: …
         5.2.   Bezugs- und/oder Einstellbereiche (9): …
         5.3.   Variable Ventilsteuerung (falls zutreffend wo: Einlass und/oder Auslass) (9):
         5.3.1.   Art: Dauerbetrieb oder Ein/Aus-Betrieb (9)
         
         5.3.2.   Winkel der verdrehbaren Nockenwelle: …
         6.   ANSAUG- UND AUSPUFFKANALANORDNUNG
         6.1.   Lage, Größe und Zahl: …
         7.   ZÜNDANLAGE
         7.1.   Zündspule
         7.1.1.   Marke(n): …
         7.1.2.   Typ(en): …
         7.1.3.   Zahl: …
         7.2.   Zündkerze(n)
         7.2.1.   Marke(n): …
         7.2.2.   Typ(en): …
         7.3.   Zündmagnet
         7.3.1.   Marke(n): …
         7.3.2.   Typ(en): …
         7.4.   Zündeinstellung
         7.4.1.   Zündzeitpunkt in Bezug zum oberen Totpunkt [in Grad Kurbelwinkel] …
         7.4.2.   Gegebenenfalls Verstellkurve …
         8.   Motordaten (nach den Angaben des Herstellers)
         
                     Nenndrehzahl (min–1)
                  
                  
                      
                  
               
                     Drehzahl bei maximaler Leistung (min–1)
                  
                  
                      
                  
               
                     Drehzahl bei maximalem Drehmoment (min–1)
                  
                  
                      
                  
               
                     Nennwert der Nutzleistung (kW)
                  
                  
                      
                  
               
                     Maximale Nutzleistung (kW)
                  
                  
                      
                  
               
                     Maximales Nutzdrehmoment (Nm)
                  
                  
                      
                  
               
            (1)  Nichtzutreffendes streichen.
         
            (2)  Dieser Wert ist auf den nächsten Zehntelmillimeter zu runden.
         
            (3)  Dieser Wert ist mit π = 3,1416 zu berechnen und auf den nächsten Wert in cm3 zu runden.
         
            (4)  Toleranz angeben.
         
            (5)  Nichtzutreffendes streichen.
         
            (6)  Toleranz angeben.
         
            (7)  Toleranz angeben.
         
            (8)  Nichtzutreffendes streichen.
         
            (9)  Nichtzutreffendes streichen.
      
      
         ANLAGE 2
         
            WESENTLICHE MERKMALE DER MOTORENFAMILIE
         
         1.   GEMEINSAME KENNGRÖSSEN (1):
         
                     1.1.
                  
                  
                     Arbeitsweise: …
                  
               
                     1.2.
                  
                  
                     Kühlmittel: …
                  
               
                     1.3.
                  
                  
                     Luftansaugverfahren: …
                  
               
                     1.4.
                  
                  
                     Art/Ausführung des Brennraums:…
                  
               
                     1.5.
                  
                  
                     Ventil- oder Schlitzanordnung — Anordnung, Größe und Anzahl:…
                  
               
                     1.6.
                  
                  
                     Kraftstoffsystem: …
                  
               
                     1.7.
                  
                  
                     Motormanagementsysteme
                     Nachweis der Übereinstimmung gemäß der Zeichnungsnummer(n):…
                     
                                 1.7.1.
                              
                              
                                 Ladeluftkühlung: …
                              
                           
                                 1.7.2.
                              
                              
                                 Abgasrückführung (2): …
                              
                           
                                 1.7.3.
                              
                              
                                 Wassereinspritzung/-emulsion (2): …
                              
                           
                                 1.7.4.
                              
                              
                                 Lufteinblasung (2): …
                              
                           
               
                     1.8.
                  
                  
                     Nachweis des gleichen (oder bei dem Stamm-Motor des niedrigsten) Quotienten: Systemkapazität/Kraftstoff-Fördermenge je Hub gemäß Schaubild(er) Nummer (3): …
                  
               2.   ZUSAMMENSTELLUNG DER MOTOREN DER MOTORENFAMILIE
         
                     2.1.
                  
                  
                     Bezeichnung der Motorenfamilie: …
                  
               
                     2.2.
                  
                  
                     Merkmale der Motoren innerhalb dieser Motorenfamilie: .…
                     …
                     …
                     
                                 Merkmale
                              
                              
                                 Motoren der Motorenfamilie
                              
                              
                                 Stamm-Motor (1)
                                 
                              
                           
                                 Motortyp
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Zylinderzahl
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Nenndrehzahl (min-1)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Fördermenge pro Hub (mm3) bei Selbstzündungsmotoren, Kraftstoffdurchfluss (g/h) bei Fremdzündungsmotoren
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Nennwert der Nutzleistung (kW)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Maximale Nutzleistung (kW)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Drehzahl bei maximaler Leistung (min-1)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Drehzahl bei maximalem Drehmoment (min-1)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Kraftstoff-Fördermenge je Hub (mm3)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Maximales Drehmoment (Nm)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Niedrige Leerlaufdrehzahl (min-1)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
                                 Zylinderhubraum (in % des größten Wertes) (siehe Anhang 5 Ziffer 1.3)
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                              
                                  
                              
                           
               
            (1)  Nähere Angaben dazu siehe Anhang 1 Anlage 1.
         
            (2)  Alle diesbezüglichen technischen Daten angeben.
         
            (3)  Siehe Anhang 5 Absatz 1.9.
      
      
         ANLAGE 3
         
            Wesentliche Merkmale des Motortyps innerhalb der Motorenfamilie
             (1)
         
         1.   BESCHREIBUNG DES MOTORS
         1.1.   Hersteller: …
         1.2.   Vom Hersteller vergebener Code für den Motor: …
         1.3.   Arbeitsweise: Viertakt/Zweitaktverfahren (2)
         
         1.4.   Bohrung (3): … mm
         1.5.   Hub (3): …mm
         1.6.   Zahl, Anordnung und Zündfolge der Zylinder: …
         1.7.   Hubraum (4): …cm3
         
         1.8.   Nenndrehzahl … min–1
         
         1.9.   Drehzahl bei maximalem Drehmoment: … min–1
         
         1.10.   Volumetrisches Verdichtungsverhältnis (5): …
         1.11.   Beschreibung des Verbrennungssystems: …
         1.12.   Zeichnung(en) des Brennraums und des Kolbenbodens: …
         1.13.   Mindestquerschnittsfläche der Einlass- und Auslasskanäle: …
         1.14.   Kühlsystem: Flüssigkeits/Luftkühlung (2)
         
         1.14.1.   Flüssigkeitskühlung
         1.14.1.1.   Art der Flüssigkeit: …
         1.14.1.2.   Umwälzpumpe(n): ja/nein (2)
         
         1.14.1.3.   Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): …
         1.14.1.4.   Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): …
         1.14.2.   Luftkühlung
         1.14.2.1.   Gebläse: ja/nein (2)
         
         1.14.2.2.   Kenndaten oder Marke(n) und Typ(en) (falls zutreffend): …
         1.14.2.3.   Übersetzungsverhältnis(se) des Antriebs (falls zutreffend): …
         1.15.   Vom Hersteller zugelassene Temperatur
         1.15.1.   Flüssigkeitskühlung: höchste Temperatur an der Austrittsstelle: …K
         1.15.2.   Luftkühlung:
         
                      
                  
                  
                     Bezugspunkt: …
                  
               
                      
                  
                  
                     höchste Temperatur am Bezugspunkt: K
                  
               1.15.3.   Höchste Ladelufttemperatur am Austritt des Ladeluftkühlers (falls zutreffend): … K
         1.15.4.   Höchste Abgastemperatur am Austrittsflansch des (der) Auspuffkrümmer(s): …K
         1.15.5.   Schmiermitteltemperatur:
         
                      
                  
                  
                     mindestens … K
                  
               
                      
                  
                  
                     höchstens … K
                  
               1.16.   Aufladung: ja/nein (6)
         
         1.16.1.   Marke: …
         1.16.2.   Typ: …
         1.16.3.   Beschreibung des Systems (z. B. maximaler Ladedruck, Druckablassventil (falls zutreffend):
         1.16.4.   Ladeluftkühler: ja/nein (6)
         
         1.17.   Ansaugsystem: höchstzulässiger Ansaugunterdruck bei Motornenndrehzahl und bei 100 % Last kPa
         1.18.   höchstzulässiger Abgasgegendruck bei Motornenndrehzahl und bei 100 % Last: … kPa
         2.   ZUSÄTZLICHE EINRICHTUNGEN GEGEN LUFTVERUNREINIGUNG (falls vorhanden und nicht unter einer anderen Ziffer erfasst)
         Beschreibung und/oder Schaubild(er): …
         3.   KRAFTSTOFFSYSTEM FÜR SELBSTZÜNDUNGSMOTOREN
         3.1.   Kraftstoffpumpe
         Druck oder Kennlinie (7) …kPa …kPa
         3.2.   Einspritzanlage
         3.2.1.   Pumpe
         3.2.1.1.   Marke(n): …
         3.2.1.2.   Typ(en): …
         3.2.1.3.   Maximale Fördermenge: … mm3
             (6)
             (7) pro Hub oder Takt bei Vollförderung bei einer Pumpendrehzahl von jeweils … min–1 (Nennwert) und … min–1 (maximales Drehmoment) oder Kennlinie
         3.2.1.3.1.   Angabe des angewandten Verfahrens: am Motor/auf dem Pumpenprüfstand (8).
         3.2.1.4.   Einspritzzeitpunkt
         3.2.1.4.1.   Verstellkurve des Spritzverstellers (7): …
         3.2.1.4.2.   Einstellung des Einspritzzeitpunkts (7): …
         3.2.2.   Einspritzleitungen
         3.2.2.1.   Länge: mm
         3.2.2.2.   Innendurchmesser: mm
         3.2.3.   Einspritzdüse(n)
         3.2.3.1.   Marke(n): …
         3.2.3.2.   Typ(en): …
         3.2.3.3.   Öffnungsdruck oder Kennlinie (6)
             (7): … kPa
         3 2.4.   Regler
         3.2.4.1.   Marke(n): …
         3.2.4.2.   Typ(en): …
         3.2.4.3.   Abregeldrehzahl bei Volllast (7): … min–1
         
         3.2.4.4.   höchste Drehzahl ohne Last (7): … min–1
         
         3.2.4.5.   Leerlaufdrehzahl (7): …min–1
         
         3.3.   Kaltstarteinrichtung
         3.3.1.   Marke(n): …
         3.3.2.   Typ(en): …
         3.3.3.   Beschreibung: …
         3.4.   Elektronisches Motormanagement-Steuergerät: …
         3.4.1.   Marke(n): …
         3.4.2.   Typ: …
         3.4.3.   Abgasrelevante Einstellmöglichkeiten: …
         3.4.4.   Weitere Dokumentation: …
         4.   KRAFTSTOFFSYSTEM FÜR FREMDZÜNDUNGSMOTOREN
         4.1.   Vergaser
         4.1.1.   Marke(n): …
         4.1.2.   Typ(en): …
         4.2.   Saugrohreinspritzung: Ein-Punkt oder Mehrpunkt (9)
         
         4.2.1.   Marke(n): …
         4.2.2.   Typ(en): …
         4.3.   Direkteinspritzung
         4.3.1.   Marke(n): …
         4.3.2.   Typ(en): …
         4.4.   Kraftstoffdurchfluss [g/h] und Luft-/Kraftstoff-Verhältnis bei Nenndrehzahl und weit geöffneter Drosselklappe
         4.5.   Elektronisches Motormanagement-Steuergerät
         4.5.1.   Marke(n): …
         4.5.2.   Typ: …
         4.5.3.   Abgasrelevante Einstellmöglichkeiten: …
         4.5.4.   Weitere Dokumentation: …
         5.   VENTILSTEUERZEITEN
         5.1.   Maximale Ventilhübe und Öffnungs- sowie Schließwinkel, bezogen auf die Totpunkte, oder entsprechende Angaben: …
         5.2.   Bezugs- und/oder Einstellbereich (9): …
         5.3.   Variable Ventilsteuerung (falls zutreffend, wo: Einlass und/oder Auslass) (9):
         5.3.1.   Art: kontinuierlich oder Ein/Aus-Betrieb (9)
         
         5.3.2.   Winkel der verdrehbaren Nockenwelle(n): …
         6.   ANSAUG- und AUSPUFFKANALANORDNUNG
         6.1.   Lage, Größe und Zahl: …
         7.   ZÜNDANLAGE
         7.1.   Zündspule
         7.1.1.   Marke(n): …
         7.1.2.   Typ(en): …
         7.1.3.   Zahl
         7.2.   Zündkerze(n)
         7.2.1.   Marke(n): …
         7.2.2.   Typ(en): …
         7.3.   Zündmagnet
         7.3.1.   Marke(n): …
         7.3.2.   Typ(en): …
         7.4.   Zündeinstellung
         7.4.1.   Statischer Zündzeitpunkt in Bezug zum oberen Totpunkt [in Grad Kurbelwinkel]: …
         7.4.2.   Gegebenenfalls Verstellkurve: …
         
            (1)  Nähere Angaben dazu siehe Anhang 1 Anlage 1.
         
            (2)  Nichtzutreffendes streichen.
         
            (3)  Dieser Wert ist auf den nächsten Zehntelmillimeter zu runden.
         
            (4)  Dieser Wert mit π = 3,1416 zu berechnen und auf den nächsten Wert in cm3 zu runden.
         
            (5)  Toleranz angeben.
         
            (6)  Nähere Angaben dazu siehe Anhang 1 Anlage 1.
         
            (7)  Nichtzutreffendes streichen.
         
            (8)  Dieser Wert ist auf den nächsten Zehntelmillimeter zu runden.
         
            (9)  Nichtzutreffendes streichen.
      
   
   
      ANHANG 2
      
         MITTEILUNG
      
      (Größtes Format: A4 (210 × 297 mm))
      
         
      
         
   
   
      ANHANG 3
      
         ANORDNUNGEN DER GENEHMIGUNGSZEICHEN
      
      MUSTER A
      (siehe Absatz 4.4 dieser Regelung)
      
         
      MUSTER B
      (siehe Absatz 4.5 dieser Regelung)
      
         
      
         (1)  Die zweite Nummer dient nur als Beispiel.
   
   
      ANHANG 4
      
         Verfahren zur Messung der Nutzleistung des Verbrennungsmotors
      
      1.   Diese Vorschriften gelten für das Verfahren zur Bestimmung der Volllast-Leistungskurve eines mit veränderlicher Drehzahl betriebenen Verbrennungsmotors als Funktion der Motordrehzahl sowie der Messung der Nenndrehzahl und des Nennwerts der Nutzleistung eines mit konstanter Drehzahl betriebenen Verbrennungsmotors.
      2.   PRÜFBEDINGUNGEN
      2.1.   Der Motor muss entsprechend den Empfehlungen des Herstellers eingefahren worden sein.
      2.2.   Wenn die Leistungsmessung nur an einem Motor mit angebautem Getriebe durchgeführt werden kann, ist der Getriebewirkungsgrad zu berücksichtigen.
      2.3.   Nebenverbraucher und Ausrüstungsteile
      2.3.1.   Anzubauende Nebenverbraucher und Ausrüstungsteile
      Während der Prüfung müssen die für den Motorbetrieb bei der beabsichtigten Verwendung erforderlichen Nebenverbraucher (siehe Tabelle 1) auf dem Prüfstand möglichst in derselben Lage wie bei der beabsichtigten Verwendung angebaut sein.
      2.3.2.   Abzubauende Nebenverbraucher und Ausrüstungsteile
      Bestimmte Nebenverbraucher, die nur für den Betrieb der Maschine erforderlich sind und an den Motor angebaut werden können, müssen für die Prüfung abgebaut werden. Die folgende nicht abschließende Aufzählung enthält als Beispiele:
      
                  i)
               
               
                  Bremsluftkompressor,
               
            
                  ii)
               
               
                  Druckpumpe für die Servolenkung,
               
            
                  iii)
               
               
                  Kompressor für die Luftfederung,
               
            
                  iv)
               
               
                  Klimaanlage.
               
            Können Nebenverbraucher nicht abgebaut werden, dann kann die Leistung, die sie in unbelastetem Zustand aufnehmen, bestimmt und zu der gemessenen Motorleistung addiert werden (siehe Anmerkung h zu Tabelle 1). Beträgt dieser Wert mehr als 3 % der maximalen Leistung bei der Prüfdrehzahl, dann kann er von der Prüfstelle überprüft werden.
      
         Tabelle 1
      
      
         Ausrüstungsteile und Nebenverbraucher, die zur Bestimmung der Motorleistung anzubauen sind
      
      
                  Nr.
               
               
                  Ausrüstungsteile und Nebenverbraucher
               
               
                  Bei Emissionsprüfung angebaut
               
            
                  1
               
               
                  Ansaugsystem
               
               
                   
               
            
                  Ansaugkrümmer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Kurbelgehäuseentlüftung
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Betätigungseinrichtungen für Doppel-Ansaugkrümmer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Luftmengenmesser
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Lufteinlassskanal
               
               
                  Ja (1)
                  
               
            
                  Luftfilter
               
               
                  Ja (1)
                  
               
            
                  Ansauggeräuschdämpfer
               
               
                  Ja (1)
                  
               
            
                  Drehzahlbegrenzer
               
               
                  Ja (1)
                  
               
            
                  2
               
               
                  Einlassvorwärmvorrichtung des Ansaugkrümmers
               
               
                  Ja, Serienausrüstung Möglichst auf den günstigsten Zustand einstellen.
               
            
                  3
               
               
                  Auspuffanlage
               
               
                   
               
            
                  Abgasreiniger
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Abgaskrümmer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Verbindungsrohre
               
               
                  Ja (2)
                  
               
            
                  Schalldämpfer
               
               
                  Ja (2)
                  
               
            
                  Auspuffendrohr
               
               
                  Ja (2)
                  
               
            
                  Abgasbremse
               
               
                  Nein (3)
                  
               
            
                  Einrichtung zur Aufladung
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  4
               
               
                  Kraftstoffpumpe
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (4)
                  
               
            
                  5
               
               
                  Ausrüstung zur Gemischbildung
               
               
                   
               
            
                  Vergaser
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Elektronisches Steuersystem, Luftmengenmesser usw.
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Ausrüstung für Gasmotoren
               
               
                   
               
            
                  Druckminderer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Verdampfer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Mischer
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  6
               
               
                  Kraftstoffeinspritzung (Benzin und Diesel)
               
               
                   
               
            
                  Vorfilter
               
               
                  Ja, Serienausrüstung oder Prüfstandsausrüstung
               
            
                  Filter
               
               
                  Ja, Serienausrüstung oder Prüfstandsausrüstung
               
            
                  Pumpe
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Hochdruckleitung
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Einspritzdüse
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Lufteinlassventil
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (5)
                  
               
            
                  Elektronisches Steuersystem, Luftmengenmesser usw.
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Regler/Steuersystem
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  automatischer Regelstangen-Volllastanschlag in Abhängigkeit von den atmosphärischen Bedingungen
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  7
               
               
                  Flüssigkeitskühlung
               
               
                   
               
            
                  Kühler
               
               
                  Nein
               
            
                  Lüfter
               
               
                  Nein
               
            
                  Lüfterabdeckung
               
               
                  Nein
               
            
                  Wasserpumpe
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (6)
                  
               
            
                  Thermostat
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (7)
                  
               
            
                  8
               
               
                  Luftkühlung
               
               
                   
               
            
                  Abdeckung
               
               
                  Nein (8)
                  
               
            
                  Lüfter oder Gebläse
               
               
                  Nein (8)
                  
               
            
                  Einrichtung zur Temperaturregelung
               
               
                  Nein
               
            
                  9
               
               
                  Elektrische Anlage
               
               
                   
               
            
                  Lichtmaschine
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (9)
                  
               
            
                  Zündverteiler
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Zündspule(n)
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Verkabelung
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Zündkerzen
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Elektronisches Steuersystem einschließlich Klopfsensor/Zündzeitpunktverstellung nach spät
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  10
               
               
                  Einrichtung zur Aufladung
               
               
                   
               
            
                  Verdichter, der entweder direkt durch den Motor und/oder durch die Abgase angetrieben wird
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  Ladeluftkühler
               
               
                  Ja, Serienausrüstung oder Prüfstandsausrüstung (8)
                      (10)
                  
               
            
                  Kühlmittelpumpe oder Kühlgebläse (vom Motor angetrieben)
               
               
                  Nein (8)
                  
               
            
                  Kühlmittel-Durchflussregler
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            
                  11
               
               
                  Zusatzlüfter am Prüfstand
               
               
                  Ja, falls erforderlich
               
            
                  12
               
               
                  Abgasreinigungsanlage
               
               
                  Ja, Serienausrüstung (11)
                  
               
            
                  13
               
               
                  Anlasssystem
               
               
                  Prüfstandsausrüstung (12)
                  
               
            
                  14
               
               
                  Schmierölpumpe
               
               
                  Ja, Serienausrüstung
               
            2.4.   Einstellvorschriften
      Die Einstellvorschriften für die Prüfung zur Bestimmung der Nutzleistung sind in der Tabelle 2 angegeben.
      
         Tabelle 2
      
      
         Einstellvorschriften
      
      
                  
                              1.
                           
                           
                              Einstellung des Vergasers (der Vergaser), Verdampfers/Druckreglers
                           
                        
               
                  Sie entsprechen den Fertigungsvorschriften des Herstellers und sind ohne weitere Änderung bei der jeweiligen Verwendung anzuwenden.
               
            
                  
                              2.
                           
                           
                              Einstellung der Fördermenge der Einspritzpumpe
                           
                        
            
                  
                              3.
                           
                           
                              Einspritz- oder Zündverstellung (Verstellkurve)
                           
                        
            
                  
                              4.
                           
                           
                              Einstellung des Reglers
                           
                        
            
                  
                              5.
                           
                           
                              Abgasreinigungssysteme
                           
                        
            
                  
                              6.
                           
                           
                              Ladedruckregelung
                           
                        
            3.   AUFZUZEICHNENDE DATEN
      
                  3.1.
               
               
                  Es sind die unter Ziffer 4 der Anlage zu diesem Anhang aufgeführten Daten aufzuzeichnen. Leistungsdaten sind unter stabilisierten Betriebsbedingungen bei ausreichender Frischluftzufuhr zum Motor zu ermitteln. Die Brennräume dürfen Ablagerungen aufweisen, allerdings nur in begrenzter Menge. Die Prüfbedingungen, wie z. B. die Ansauglufttemperatur, müssen den Referenzbedingungen (siehe Absatz 5.2 dieses Anhangs) möglichst genau entsprechen, damit die Größenordnung des Korrekturfaktors gering gehalten werden kann.
               
            
                  3.2.
               
               
                  Die Temperatur der Ansaugluft ist im Einlasskanal zu messen. Die Messung des Ansaugunterdrucks muss an derselben Stelle vorgenommen werden. Das Thermometer oder das Thermoelement muss vor zerstäubtem Kraftstoff und vor Strahlungswärme geschützt sein und sich direkt im Luftstrohm befinden. Die Messungen sind an ausreichend vielen Stellen durchzuführen, damit man einen repräsentativen Mittelwert der Ansaugtemperatur erhält.
               
            
                  3.3.
               
               
                  Der Ansaugunterdruck ist, bezogen auf Einlasskanäle, Ansauggeräuschdämpfer oder Drehzahlbegrenzer (falls vorhanden), stromabwärts zu messen.
               
            
                  3.4.
               
               
                  Der absolute Druck am Einlass des Motors ist, bezogen auf den Verdichter und den Wärmetauscher (falls vorhanden), stromabwärts im Ansaugkrümmer und an jeder beliebigen Stelle, an der der Druck zur Berechnung der Korrekturfaktoren zu bestimmen ist, zu messen.
               
            
                  3.5.
               
               
                  Der Abgasgegendruck ist jeweils stromabwärts an einer Stelle, deren Abstand von dem (den) Austrittsflansch(en) des (der) Auspuffkrümmer(s) mindestens dem dreifachen Rohrdurchmesser entspricht, und an dem (den) Turbolader(n) (falls vorhanden) zu messen. Die Stelle ist anzugeben.
               
            
                  3.6.
               
               
                  Es dürfen keine Daten aufgezeichnet werden, bevor das Drehmoment, die Drehzahl und die Temperaturen nicht mindestens eine Minute lang im Wesentlichen konstant sind.
               
            
                  3.7.
               
               
                  Die Motordrehzahl darf während eines Prüflaufs oder Messdurchgangs nicht um mehr als ± 1 % oder ± 10 min–1 von der gewählten Drehzahl abweichen; es gilt der jeweils größere Wert.
               
            
                  3.8.
               
               
                  Die Daten über die Bremsbelastung, den Kraftstoffverbrauch und die Ansaugtemperatur müssen gleichzeitig aufgezeichnet werden und das Mittel zweier aufeinander folgender stabilisierter Werte sein, die im Fall der Bremslast nicht um mehr als 2 % voneinander abweichen.
               
            
                  3.9.
               
               
                  Die Kühlmittel-Austrittstemperatur muss auf dem vom Hersteller angegebenen Wert gehalten werden.
                  Fehlt eine Herstellerangabe, dann muss die Temperatur 353 K ± 5 K betragen. Bei luftgekühlten Motoren muss die Temperatur an einer vom Hersteller angegebenen Stelle mit einer Toleranz von + 0/– 20 K auf dem vom Hersteller unter den Referenzbedingungen angegebenen Höchstwert gehalten werden.
               
            
                  3.10.
               
               
                  Bei Selbstzündungsmotoren ist die Kraftstofftemperatur am Einlass der Kraftstoffeinspritzpumpe zu messen und auf einem Wert zwischen 306 K und 316 K (33 C und 43 C) zu halten, und bei Fremdzündungsmotoren ist die Kraftstofftemperatur möglichst nah am Einlass des Vergasers oder der Gruppe der Kraftstoffeinspritzdüsen zu messen und auf einem Wert zwischen 293 K und 303 K (20 C und 30 C) zu halten.
               
            
                  3.11.
               
               
                  Die in der Ölpumpe oder an der Auslassseite des Ölkühlers (falls vorhanden) gemessene Temperatur des Schmieröls muss innerhalb der vom Motorhersteller angegebenen Grenzwerte liegen.
               
            
                  3.12.
               
               
                  Ein zusätzliches Regelsystem kann gegebenenfalls verwendet werden, um die Temperaturen auf Werten innerhalb der in den Absätzen 3.9, 3.10 und 3.11 dieses Anhangs angegebenen Grenzwerte zu halten.
               
            4.   MESSGENAUIGKEIT
      
                  4.1.
               
               
                  Drehmoment: ± 1 % des gemessenen Drehmoments. Das System zur Messung des Drehmoments muss so kalibriert sein, dass Reibungsverluste berücksichtigt werden. Die Genauigkeit in der unteren Hälfte des Messbereichs des Leistungsprüfstands darf ± 2 % des gemessenen Drehmoments betragen.
               
            
                  4.2.
               
               
                  Motordrehzahl: 0,5 % der gemessenen Drehzahl.
               
            
                  4.3.
               
               
                  Kraftstoffverbrauch: ± 1 % des gemessenen Verbrauchs.
               
            
                  4.4.
               
               
                  Kraftstofftemperatur: ± 2 K.
               
            
                  4.5.
               
               
                  Ansauglufttemperatur: ± 2 K.
               
            
                  4.6.
               
               
                  Luftdruck: ± 100 Pa.
               
            
                  4.7.
               
               
                  Ansaugunterdruck: ± 50 Pa.
               
            
                  4.8.
               
               
                  Abgasgegendruck: ± 200 Pa.
               
            5.   LEISTUNGSKORREKTURFAKTOREN
      5.1.   Begriffsbestimmung
      Der Leistungskorrekturfaktor ist der Koeffizient zur Bestimmung der Motorleistung unter den atmosphärischen Referenzbedingungen nach Absatz 5.2.
      Po = α P
      Dabei sind:
      
                  Po
                  
               
               
                  die korrigierte Leistung (d. h. die Leistung unter atmosphärischen Referenzbedingungen),
               
            
                  α
               
               
                  der Korrekturfaktor (αa oder αd),
               
            
                  P
               
               
                  die gemessene Leistung (Prüfleistung).
               
            5.2.   Atmosphärische Referenzbedingungen
      5.2.1.   Temperatur (To): 298 K (25 °C)
      5.2.2.   Druck der trockenen Luft (Pso): 99 kPa
      Der Druck der trockenen Luft ist auf einem Gesamtdruck von 100 kPa und einen Wasserdampfdruck von 1 kPa bezogen.
      5.3.   Atmosphärische Prüfbedingungen
      Während der Prüfung müssen folgende atmosphärischen Bedingungen herrschen:
      5.3.1.   Temperatur (T)
      
                  Bei Fremdzündungsmotoren
               
               
                  :
               
               
                  288 K ≤ T ≤ 308 K
               
            
                  Bei Selbstzündungsmotoren
               
               
                  :
               
               
                  283 K ≤ T ≤ 313 K
               
            5.3.2.   Druck (ps)
      90 kPa < ps < 110 kPa
      5.4.   Bestimmung der Korrekturfakturen αa und αd
          (13).
      5.4.1.   Selbstansaugender oder aufgeladener Fremdzündungsmotor
      Der Korrekturfaktor αa wird mit Hilfe der nachstehenden Formel berechnet:
      
         
      Dabei sind:
      
                  ps
                  
               
               
                  Der Gesamtdruck der trockenen Luft in Kilopascal (kPa), d. h. der Gesamtluftdruck minus Wasserdampfdruck,
               
            
                  T
               
               
                  die absolute Temperatur der vom Motor angesaugten Luft in Kelvin (K).
               
            Bedingungen, die im Labor erfüllt sein müssen
      Damit eine Prüfung gültig ist, muss der Korrekturfaktor αa die folgende Bedingung erfüllen:
      0,96 ≤ αa ≤ 1,06
      Sind diese Grenzwerte überschritten, dann sind der ermittelte korrigierte Wert und die Prüfbedingungen (Temperatur und Druck) im Prüfbericht genau anzugeben.
      5.4.2.   Selbstzündungsmotoren — Faktor αd
      
      Der Leistungskorrekturfaktor (αd) für Selbstzündungsmotoren bei konstantem Kraftstoffdurchfluss wird mit Hilfe der nachstehenden Formel berechnet:
      αd = (fa)fm
      
      Dabei sind:
      
                  fa
                  
               
               
                  der atmosphärische Faktor,
               
            
                  fm
                  
               
               
                  der charakteristische Parameter für jede Art von Motor und Einstellung.
               
            5.4.2.1.   Atmosphärischer Faktor fa
      
      Dieser Faktor berücksichtigt die Auswirkungen der Umgebungsbedingungen (Druck, Temperatur und Feuchtigkeit) auf die von dem Motor angesaugte Luft. Die Formel für den atmosphärischen Faktor ist je nach Typ des Motors unterschiedlich.
      5.4.2.1.1.   Selbstansaugende und mechanisch aufgeladene Motoren
      
         
      5.4.2.1.2.   Motoren mit Turbolader mit oder ohne Ladeluftkühlung
      
         
      5.4.2.2.   Motorfaktor fm
      
      fm ist eine Funktion von qc (korrigierter Kraftstoffdurchfluss):
      
                   
               
               
                  fm = 0,036 qc - 1,14
                  und
               
            
                   
               
               
                  qc = q/r
               
            Dabei sind:
      
                  q
               
               
                  der Kraftstoffdurchfluss in Milligramm pro Liter des Gesamthubraums (mg/l. Zyklus)),
               
            
                  r
               
               
                  das Druckverhältnis zwischen Verdichterauslass und Verdichtereinlass (r = 1 bei selbstansaugenden Motoren).
               
            Diese Formel gilt für ein Wertintervall von qc zwischen 37,2 mg/(l. Zyklus) und 65 mg/(l. Zyklus).
      Bei qc-Werten von weniger als 37,2 mg/(l. Zyklus) wird ein konstanter Wert von fm gleich 0,2 (fm = 0,2) genommen.
      Bei qc-Werten von mehr als 65 mg/(l. Takt) wird ein konstanter Wert von fm gleich 1,2 (fm = 1,2) genommen (siehe die nachstehende Abbildung):
      
         
      5.4.2.3.   Bedingungen, die im Labor erfüllt sein müssen
      Damit eine Prüfung gültig ist, muss der Korrekturfaktor αa die folgende Bedingung erfüllen:
      0,93 ≤ αa ≤ 1,07
      Sind diese Grenzwerte überschritten, dann sind der ermittelte korrigierte Wert und die Prüfbedingungen (Temperatur und Druck) im Prüfbericht genau anzugeben.
      
         (1)  Das vollständige Ansaugsystem ist so anzubauen, wie es für die beabsichtigte Verwendung vorgesehen ist:
      
                  i)
               
               
                  wenn es einen wesentlichen Einfluss auf die Motorleistung haben kann,
               
            
                  ii)
               
               
                  wenn es sich um selbstansaugende Fremdzündungsmotoren handelt,
               
            
                  iii)
               
               
                  wenn der Hersteller dies wünscht.
               
            In anderen Fällen kann ein gleichwertiges System verwendet werden; dann ist eine Prüfung vorzunehmen, um sicherzustellen, dass der Ansaugdruck um nicht mehr als 100 Pa von dem oberen Grenzwert abweicht, den der Hersteller für einen sauberen Luftfilter angegeben hat.
      
         (2)  Die vollständige Auspuffanlage ist so anzubauen, wie es für die beabsichtigte Verwendung vorgesehen ist:
      
                  i)
               
               
                  wenn sie einen wesentlichen Einfluss auf die Motorleistung haben kann,
               
            
                  ii)
               
               
                  wenn es sich um selbstansaugende Fremdzündungsmotoren handelt,
               
            
                  iii)
               
               
                  wenn der Hersteller dies wünscht.
               
            In anderen Fällen kann eine gleichwertige Anlage angebaut werden, sofern der gemessene Druck um nicht mehr als 1 000 Pa von dem vom Hersteller angegebenen oberen Grenzwert abweicht.
      
         (3)  Ist in den Motor eine Abgasbremse eingebaut, dann muss die Drosselklappe in vollständig geöffneter Stellung arretiert sein.
      
         (4)  Der Kraftstoff-Förderdruck kann gegebenenfalls so eingestellt werden, dass er dem Druck entspricht, der bei der jeweiligen Verwendung des Motors herrscht (vor allem dann, wenn ein „Kraftstoff-Rückführungssystem“ verwendet wird).
      
         (5)  Das Lufteinlassventil ist das Steuerventil für den pneumatischen Regler der Einspritzpumpe. An dem Regler oder der Kraftstoffeinspritzausrüstung können noch weitere Vorrichtungen vorhanden sein, die einen Einfluss auf die Menge des eingespritzten Kraftstoffs haben können.
      
         (6)  Der Kühlflüssigkeitsumlauf darf nur mit Hilfe der Wasserpumpe des Motors erfolgen. Die Flüssigkeit kann durch einen außerhalb befindlichen Kreislauf in der Weise gekühlt werden, dass der Druckabfall in diesem Kreislauf und der Druck am Pumpeneinlass im Wesentlichen den für das Motorkühlsystem vorgeschriebenen Werten entsprechen.
      
         (7)  Der Thermostat kann in vollständig geöffneter Stellung arretiert sein.
      
         (8)  Wenn das Kühlgebläse oder der Lüfter für die Prüfung angebaut ist, ist die aufgenommene Leistung zu den Ergebnissen zu addieren, außer bei Motoren, bei denen diese Nebenverbraucher Bestandteil des Motors sind (d. h. Kühlgebläse von luftgekühlten Motoren, die direkt an der Kurbelwelle angebaut sind). Die Leistung des Lüfters oder Gebläses ist bei den Prüfdrehzahlen entweder durch Berechnung anhand von Standardwerten oder durch praktische Prüfungen zu bestimmen.
      
         (9)  Mindestleistung der Lichtmaschine: Die elektrische Leistung der Lichtmaschine ist auf die Leistung zu begrenzen, die unbedingt nötig ist, damit die für den Motorbetrieb erforderlichen Nebenverbraucher betrieben werden können. Muss eine Batterie angeschlossen werden, dann ist eine voll aufgeladene Batterie in gutem Zustand zu verwenden.
      
         (10)  Ladeluftgekühlte Motoren sind mit einem flüssigkeits- oder luftgekühlten Ladeluftkühler zu prüfen; auf Wunsch des Herstellers kann der Ladeluftkühler aber auch durch ein Prüfstandsystem ersetzt werden. In jedem Fall ist die Leistungsmessung bei jeder Drehzahl entsprechend den Angaben des Herstellers bei dem größten Druckabfall und dem kleinsten Temperaturabfall der Ansaugluft beim Durchgang durch den Ladeluftkühler am Prüfstandsystem durchzuführen.
      
         (11)  Dazu können zum Beispiel ein Abgasrückführungssystem (EGR-System), ein Katalysator, ein Thermoreaktor, ein Sekundärluft-Zufuhrsystem und ein Kraftstoffverdunstungs-Schutzsystem gehören.
      
         (12)  Die Energie für elektrische oder andere Anlasssysteme muss über den Prüfstand zugeführt werden.
      
         (13)  Die Prüfungen können in klimatisierten Prüfräumen durchgeführt werden, in denen die atmosphärischen Bedingungen geregelt werden können.
      Wenn bei Motoren mit automatischer Lufttemperaturregelung der Regler so arbeitet, dass bei Volllast bei 25 °C keine erwärmte Luft zugeführt wird, ist die Prüfung bei vollständig geschlossenem Regler durchzuführen. Wenn der Regler bei 25 °C noch arbeitet, wird die Prüfung bei normal funktionierendem Regler durchgeführt und der Exponent des Temperaturterms des Korrekturfaktors gleich Null gesetzt (keine Temperaturkorrektur).
      
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            ERGEBNISSE DER PRÜFUNGEN ZUR MESSUNG DER MOTORNUTZLEISTUNG
         
         Dieses Formblatt ist von dem Labor auszufüllen, der die Prüfung durchführt.
         1.   PRÜFBEDINGUNGEN
         
                     1.1.
                  
                  
                     Lage des Messpunkts für den Abgasgegendruck
                  
               
                     1.2.
                  
                  
                     Lage des Messpunkts für den Ansaugunterdruck
                  
               
                     1.3.
                  
                  
                     Merkmale des Leistungsprüfstands
                  
               
                     1.3.1.
                  
                  
                     Marke: …Modell: …
                  
               
                     1.3.2.
                  
                  
                     Typ: …
                  
               2.   KRAFTSTOFF
         
                     2.1.
                  
                  
                     Für Fremdzündungsmotoren, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben werden
                  
               
                     2.1.1.
                  
                  
                     Marke: …
                  
               
                     2.1.2.
                  
                  
                     Spezifikation: …
                  
               
                     2.1.3.
                  
                  
                     Antiklopfadditive (Blei usw.): …
                  
               
                     2.1.3.1.
                  
                  
                     Typ: …
                  
               
                     2.1.3.2.
                  
                  
                     Gehalt: … mg/l
                  
               
                     2.1.4.
                  
                  
                     Research-Oktanzahl: … (ASTM D 26 99-70)
                  
               
                     2.1.4.1.
                  
                  
                     Dichte: … g/cm3 bei 288 K
                  
               
                     2.1.4.2.
                  
                  
                     Unterer Heizwert: …kJ/kg
                  
               
                     2.2.
                  
                  
                     für Fremdzündungsmotoren, die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben werden
                  
               
                     2.2.1.
                  
                  
                     Marke: …
                  
               
                     2.2.2.
                  
                  
                     Spezifikation: …
                  
               
                     2.2.3.
                  
                  
                     Speicherdruck: … bar
                  
               
                     2.2.4.
                  
                  
                     Verwendungsdruck: … bar
                  
               
                     2.2.5.
                  
                  
                     unterer Heizwert: …kJ/kg
                  
               
                     2.3.
                  
                  
                     Für Selbstzündungsmotoren, die mit gasförmigen Kraftstoffen betrieben werden
                  
               
                     2.3.1.
                  
                  
                     Fördersystem: Gas
                  
               
                     2.3.2.
                  
                  
                     Spezifikation des verwendeten Gases: …
                  
               
                     2.3.3.
                  
                  
                     Dieselkraftstoff/Gas-Verhältnis: …
                  
               
                     2.3.4.
                  
                  
                     unterer Heizwert: …
                  
               
                     2.4.
                  
                  
                     Für Selbstzündungsmotoren, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben werden
                  
               
                     2.4.1.
                  
                  
                     Marke: …
                  
               
                     2.4.2.
                  
                  
                     Spezifikation des verwendeten Kraftstoffs: …
                  
               
                     2.4.3.
                  
                  
                     Cetanzahl (ASTM D 976-71): …
                  
               
                     2.4.4.
                  
                  
                     Dichte: … g/cm3 bei 288 K
                  
               
                     2.4.5.
                  
                  
                     unterer Heizwert: …kJ/kg
                  
               3.   SCHMIERMITTEL
         
                     3.1.
                  
                  
                     Marke: …
                  
               
                     3.2.
                  
                  
                     Spezifikation: …
                  
               
                     3.3.
                  
                  
                     SAE-Viskosität: …
                  
               Detaillierte Messergebnisse (1)
         
         
                     Motordrehzahl, min– 1
                     
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Gemessenes Drehmoment, Nm
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Gemessene Leistung, kW
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Gemessener Kraftstoffdurchfluss, g/h
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Luftdruck, kPa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Wasserdampfdruck, kPa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Ansauglufttemperatur, K
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Leistung, die für zusätzliche Ausrüstungsteile und Nebenverbraucher (außer den Teilen nach Tabelle 1) zu addieren ist, kW
                  
                  
                     Nr. 1
                     Nr. 2
                     Nr. 3
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     insgesamt kW
                  
                  
                      
                  
               
                     Leistungskorrekturfaktor
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     korrigierte Bremsleistung, kW
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Nutzleistung, kW
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Nutzdrehmoment, Nm
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Korrigierter spezifischer Kraftstoffverbrauch (2), g/(kWh)
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Kühlflüssigkeits-Austrittstemperatur, K
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Schmieröltemperatur am Messpunkt, K
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Lufttemperatur hinter dem Auflader, K (3)
                     
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Kraftstofftemperatur am Einspritzpumpeneintritt, K
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Lufttemperatur nach dem Ladeluftkühler, K (3)
                     
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Druck hinter dem Auflader, kPa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Druck hinter dem Ladeluftkühler, kPa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Ansaugunterdruck, Pa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Abgasgegendruck, Pa
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     Fördermenge, mm3/Hub oder Zyklus (3)
                     
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
            (1)  Die Kennkurven für die Nutzleistung und das Nutzdrehmoment sind als Funktion der Motordrehzahl zu zeichnen.
         
            (2)  Bei Selbstzündungs- und Fremdzündungsmotoren anhand der Nutzleistung berechnet und bei letzteren mit dem Leistungskorrekturfaktor multipliziert.
         
            (3)  Nichtzutreffendes streichen.
      
   
   
      ANHANG 5
      
         HAUPTMERKMALE DER MOTORENFAMILIE
      
      1.   KENNGRÖSSEN DER MOTORENFAMILIE
      Die Motorenfamilie kann durch Basiskenngrößen der Konstruktion definiert werden, die allen Motoren innerhalb der Familie gemein sind. In einigen Fällen kann eine Wechselwirkung zwischen den Kenngrößen eintreten. Diese Wirkungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden, damit sichergestellt ist, dass nur Motoren mit vergleichbaren Abgasmerkmalen zu einer Motorenfamilie gehören.
      Damit Motoren derselben Motorenfamilie zugeordnet werden können, müssen sie die in der nachstehenden Liste aufgeführten Basiskenngrößen miteinander gemeinsam haben:
      
                  1.1.
               
               
                  Arbeitsweise:
                  
                               
                           
                           
                              Viertaktverfahren
                           
                        
                               
                           
                           
                              Zweitaktverfahren
                           
                        
            
                  1.2.
               
               
                  Kühlmittel:
                  
                               
                           
                           
                              Luft
                           
                        
                               
                           
                           
                              Wasser
                           
                        
                               
                           
                           
                              Öl
                           
                        
            
                  1.3.
               
               
                  Hubraum der Einzelzylinder
                  Der Hubraum der Einzelzylinder muss zwischen 85 % und 100 % des größten Hubraums innerhalb der Motorfamilie betragen.
               
            
                  1.4.
               
               
                  Luftansaugverfahren
                  
                               
                           
                           
                              selbstansaugend
                              aufgeladen
                           
                        
            
                  1.5.
               
               
                  Kraftstoffart
                  
                               
                           
                           
                              Dieselkraftstoff
                           
                        
                               
                           
                           
                              Benzin
                           
                        
                               
                           
                           
                              gasförmiger Kraftstoff (Erdgas oder Flüssiggas)
                           
                        
            
                  1.6.
               
               
                  Art/Ausführung des Brennraums
                  
                               
                           
                           
                              Vorkammer
                           
                        
                               
                           
                           
                              Wirbelkammer
                           
                        
                               
                           
                           
                              Direkteinspritzung
                           
                        
            
                  1.7.
               
               
                  Ventile, Ansaug- und Auslasskanalanordnung, Größe und Zahl
                  
                               
                           
                           
                              Zylinderkopf
                           
                        
                               
                           
                           
                              Zylinderwand
                           
                        
                               
                           
                           
                              Kurbelgehäuse
                           
                        
            
                  1.8.
               
               
                  Kraftstoffsystem
                  
                              1.8.1.
                           
                           
                              bei Selbstzündungsmotoren
                              
                                           
                                       
                                       
                                          Pumpe-Leitung-Düse
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Reihenpumpe
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Verteilerpumpe
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Einzelelpumpe
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Pumpe-Düse-Einspritzsystem
                                       
                                    
                        
                              1.8.2.
                           
                           
                              bei Fremdzündungsmotoren
                              
                                           
                                       
                                       
                                          Vergaser
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Saugrohreinspritzung
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          Direkteinspritzung
                                       
                                    
                        
            
                  1.9.
               
               
                  Verschiedene Merkmale
                  
                               
                           
                           
                              Abgasrückführung (EGR)
                           
                        
                               
                           
                           
                              Wassereinspritzung (-emulsion)
                           
                        
                               
                           
                           
                              Lufteinblasung
                           
                        
                               
                           
                           
                              Ladeluftkühlsystem
                           
                        
            
                  1.10.
               
               
                  Abgasnachbehandlung
                  
                               
                           
                           
                              Oxidationskatalysator
                           
                        
                               
                           
                           
                              Reduktionskatalysator
                           
                        
                               
                           
                           
                              Thermoreaktor
                           
                        
                               
                           
                           
                              Partikelfilter
                           
                        
            2.   WAHL DES STAMM-MOTORS
      
                  2.1.
               
               
                  Bei Dieselmotoren ist bei der Auswahl des Stamm-Motors der Motorenfamilie als Hauptkriterium die größte Fördermenge je Hub bei maximalem Drehmoment und der angegebenen Drehzahl zugrunde zu legen.
                  Falls zwei oder mehr Motoren die Anforderungen dieses Hauptkriteriums teilen, ist der Stamm-Motor nach dem zweitrangigen Kriterium der größten Fördermenge je Hub bei der Nenndrehzahl auszuwählen. Unter bestimmten Umständen kann die Genehmigungsbehörde zu dem Schluss kommen, dass die Merkmale der Motorenfamilie am besten durch Prüfung eines zweiten Motors bestimmt werden können. In diesem Fall darf die Genehmigungsbehörde einen zusätzlichen Motor für die Prüfung auswählen.
               
            
                  2.2.
               
               
                  Bei Fremdzündungsmotoren ist bei der Auswahl des Stamm-Motors der Motorenfamilie als Hauptkriterium der Kraftstoffdurchfluss (g/h) zugrunde zu legen.
               
            
   
      ANHANG 6
      
         KONTROLLEN DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
      
      1.   ALLGEMEINES
      Diese Vorschriften gelten für Prüfungen, die zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion nach Absatz 6.2 dieser Regelung durchzuführen sind.
      2.   PRÜFVERFAHREN
      Die Prüfverfahren und Messgeräte sind in Anhang 4 dieser Regelung beschrieben.
      3.   AUSWAHL DER MUSTER
      3.1.   bei einem Motortyp
      Es ist ein Motor auszuwählen. Wenn nach der Prüfung nach Absatz 5.1 dieses Anhangs festgestellt wird, dass der Motor den Vorschriften dieser Regelung nicht entspricht, sind zwei weitere Motoren zu prüfen.
      3.2.   bei einer Motorenfamilie
      Bei einer Genehmigung für eine Motorenfamilie ist die Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion an einem Motor der Motorenfamilie vorzunehmen, der nicht der Stamm-Motor ist. Sind die Ergebnisse der Kontrolle nicht zufrieden stellend, dann sind zwei weitere Motoren zu prüfen, die zu demselben Typ wie der erste geprüfte Motor gehören müssen.
      4.   MESSKRITERIEN
      4.1.   Nutzleistung und spezifischer Kraftstoffverbrauch des Verbrennungsmotors
      Die Messungen sind bei ausreichend vielen Motordrehzahlen vorzunehmen, damit die Kurven für Leistung, Drehmoment und spezifischen Kraftstoffverbrauch zwischen der vom Hersteller jeweils empfohlenen niedrigsten und höchsten Motordrehzahl nach den Absätzen 2.9 und 2.11 dieser Regelung genau dargestellt werden können.
      Die von dem Technischen Dienst bei dem ausgewählten Motor gemessenen Werte dürfen bei allen Messpunkten der Kurve, mit einer Toleranz von ± 5 % für die Motordrehzahl, bei der Nutzleistung (dem Drehmoment) nicht um mehr als ± 5 % und bei dem spezifischen Kraftstoffverbrauch nicht um mehr als ± 10 % abweichen.
      5.   AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
      Wenn die Werte für die Nutzleistung und den Kraftstoffverbrauch des zweiten und/oder dritten Motors nach Absatz 3 den Vorschriften des Absatzes 4 nicht entsprechen, wird festgestellt, dass die Produktion den Vorschriften dieser Regelung nicht entspricht, und es werden die Vorschriften des Absatzes 7 dieser Regelung angewendet.
   
   
      ANHANG 7
      
         TECHNISCHE DATEN DER BEZUGSKRAFTSTOFFE
      
      1.   Technische Daten der Bezugskraftstoffe für Flüssiggase
      
                  Eigenschaften
               
               
                  Einheit
               
               
                  Grenzwerte Kraftstoff A
               
               
                  Grenzwerte Kraftstoff B
               
               
                  Prüfverfahren
               
            
                  min.
               
               
                  max.
               
               
                  min.
               
               
                  max.
               
            
                  Motoroktanzahl
               
               
                  1
               
               
                  92,5 (1)
                  
               
               
                   
               
               
                  92,5
               
               
                   
               
               
                  EN 589 Anhang B
               
            
                  Zusammensetzung:
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  C3-Gehalt
               
               
                  Vol.-%
               
               
                  48
               
               
                  52
               
               
                  83
               
               
                  87
               
               
                   
               
            
                  C4-Gehalt
               
               
                  Vol.-%
               
               
                  48
               
               
                  52
               
               
                  13
               
               
                  17
               
               
                  ISO 7941
               
            
                  Olefine
               
               
                  Vol.-%
               
               
                   
               
               
                  12
               
               
                   
               
               
                  14
               
               
                   
               
            
                  Abdampfrückstand
               
               
                  mg/kg
               
               
                   
               
               
                  50
               
               
                   
               
               
                  50
               
               
                  NFM 41-015
               
            
                  gesamter Schwefelgehalt
               
               
                  ppm Masse (1)
                  
               
               
                   
               
               
                  50
               
               
                   
               
               
                  50
               
               
                  EN 24260
               
            
                  Schwefelwasserstoff
               
               
                  —
               
               
                   
               
               
                  keine
               
               
                   
               
               
                  keine
               
               
                  ISO 8819
               
            
                  Korrosionswirkung auf Kupfer
               
               
                  Korrosionsgrad
               
               
                   
               
               
                  Klasse 1
               
               
                   
               
               
                  Klasse 1
               
               
                  ISO 6251 (2)
                  
               
            
                  Wassergehalt bei 0 °C
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                  wasserfrei
               
               
                   
               
               
                  wasserfrei
               
               
                  Sichtprüfung
               
            2.   Technische Daten der Bezugskraftstoffe für Erdgas
      Handelsübliche europäische Kraftstoffe sind in zwei Gasgruppen erhältlich:
      
                  —
               
               
                  Gasgruppe H, deren jeweilige Extrem-Bezugskraftstoffe GR und G23 sind,
               
            
                  —
               
               
                  Gasgruppe L, deren jeweilige Extrem-Bezugskraftstoffe G23 und G25 sind.
               
            Die Eigenschaften der Bezugskraftstoffe GR, G23 und G25 sind nachstehend zusammengefasst:
      
         Bezugskraftstoff GR
      
      
                  Eigenschaften
               
               
                  Einheit
               
               
                  Basis
               
               
                  Grenzwerte
               
               
                  Prüfverfahren
               
            
                  min.
               
               
                  max.
               
            
                  Zusammensetzung
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  Methan
               
               
                   
               
               
                  87
               
               
                  84
               
               
                  89
               
               
                   
               
            
                  Ethan
               
               
                   
               
               
                  13
               
               
                  11
               
               
                  15
               
               
                   
               
            
                  Rest (3)
                  
               
               
                  Mol.-%
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  1
               
               
                  ISO 6974
               
            
                  Schwefelgehalt
               
               
                  mg/m3
                      (4)
                  
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  10
               
               
                  ISO 6326-5
               
            
         
      
         Bezugskraftstoff G23
      
      
                  Eigenschaften
               
               
                  Einheit
               
               
                  Basis
               
               
                  Grenzwerte
               
               
                  Prüfverfahren
               
            
                  min.
               
               
                  max.
               
            
                  Zusammensetzung
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  Methan
               
               
                   
               
               
                  92,5
               
               
                  91,5
               
               
                  93,5
               
               
                   
               
            
                  Rest (5)
                  
               
               
                  Mol.-%
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  1
               
               
                  ISO 6974
               
            
                  N2
                  
               
               
                   
               
               
                  7,5
               
               
                  6,5
               
               
                  8,5
               
               
                   
               
            
                  Schwefelgehalt
               
               
                  mg/m3
                      (6)
                  
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  10
               
               
                  ISO 6326-5
               
            
         
      
         Bezugskraftstoff G25
      
      
                  Eigenschaften
               
               
                  Einheit
               
               
                  Basis
               
               
                  Grenzwerte
               
               
                  Prüfverfahren
               
            
                  min.
               
               
                  max.
               
            
                  Zusammensetzung
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  Methan
               
               
                   
               
               
                  86
               
               
                  84
               
               
                  88
               
               
                   
               
            
                  Rest (7)
                  
               
               
                  Mol.-%
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  1
               
               
                  ISO 6974
               
            
                  N2
                  
               
               
                   
               
               
                  14
               
               
                  12
               
               
                  16
               
               
                   
               
            
                  Schwefelgehalt
               
               
                  mg/m3
                      (8)
                  
               
               
                  —
               
               
                  —
               
               
                  10
               
               
                  ISO 6326-5
               
            3.   Bezugskraftstoff für Fremdzündungsmotoren
      
                  Eigenschaften
               
               
                  Einheit
               
               
                  Grenzwerte (2)
               
               
                  Prüfverfahren
               
               
                  Veröffentlichung
               
            
                  min.
               
               
                  max.
               
            
                  Research-Oktanzahl, ROZ
               
               
                   
               
               
                  95,0
               
               
                  —
               
               
                  EN 25164
               
               
                  1993
               
            
                  Motoroktanzahl, MOZ
               
               
                   
               
               
                  85,0
               
               
                  —
               
               
                  EN 25163
               
               
                  1993
               
            
                  Dichte bei 15 °C
               
               
                  kg/m3
                  
               
               
                  748
               
               
                  775
               
               
                  ISO 3675
               
               
                  1995
               
            
                  Dampfdruck nach Reid
               
               
                  kPa
               
               
                  56,0
               
               
                  95,0
               
               
                  EN 12
               
               
                  1993
               
            
                  Siedeverlauf:
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Siedebeginn
                           
                        
               
                  °C
               
               
                  24
               
               
                  40
               
               
                  EN-ISO 3405
               
               
                  1988
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              bei 100 °C verdampft
                           
                        
               
                  Vol.-%
               
               
                  49,0
               
               
                  57,0
               
               
                  EN-ISO 3405
               
               
                  1988
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              bei 150 °C verdampft
                           
                        
               
                  Vol.-%
               
               
                  81,0
               
               
                  87,0
               
               
                  EN-ISO 3405
               
               
                  1988
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Siedeende
                           
                        
               
                  °C
               
               
                  190
               
               
                  215
               
               
                  EN-ISO 3405
               
               
                  1988
               
            
                  Rückstand
               
               
                  %
               
               
                  —
               
               
                  2
               
               
                  EN-ISO 3405
               
               
                   
               
            
                  Analyse der Kohlenwasserstoffe
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Olefine
                           
                        
               
                  Vol.-%
               
               
                  —
               
               
                  10
               
               
                  ASTM D 1319
               
               
                  1995
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Aromate (4)
                           
                        
               
                  Vol.-%
               
               
                  28,0
               
               
                  40,0
               
               
                  ASTM D 1319
               
               
                  1995
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Benzol
                           
                        
               
                  Vol.-%
               
               
                  —
               
               
                  1,0
               
               
                  pr. EN 12177
               
               
                  1998
               
            
                  
                              —
                           
                           
                              Alkane
                           
                        
               
                   
               
               
                  —
               
               
                  Rest
               
               
                  ASTM D 1319
               
               
                  1995
               
            
                  Verhältnis Kohlenstoff/Wasserstoff
               
               
                   
               
               
                  angeben
               
               
                  angeben
               
               
                   
               
               
                   
               
            
                  Oxidationsbeständigkeit (5)
               
               
                  Min
               
               
                  480
               
               
                  —
               
               
                  EN-ISO 7536
               
               
                  1996
               
            
                  Sauerstoffgehalt (6)
               
               
                  Masse-%
               
               
                  —
               
               
                  2,3
               
               
                  EN 1601
               
               
                  1997
               
            
                  Abdampfrückstand
               
               
                  mg/ml
               
               
                  —
               
               
                  0,04
               
               
                  EN-ISO 6246
               
               
                  1997
               
            
                  Schwefelgehalt (7)
               
               
                  mg/kg
               
               
                  —
               
               
                  100
               
               
                  pr. EN-ISO 14596
               
               
                  1998
               
            
                  Kupferkorrosion bei 50 °C
               
               
                   
               
               
                  —
               
               
                  1
               
               
                  EN-ISO 2160
               
               
                  1995
               
            
                  Bleigehalt
               
               
                  g/l
               
               
                  —
               
               
                  0,005
               
               
                  EN 237
               
               
                  1996
               
            
                  Phosphorgehalt
               
               
                  g/l
               
               
                  —
               
               
                  0,0013
               
               
                  ASTM D 3231
               
               
                  1994
               
            4.   Bezugskraftstoff für Selbstzündungsmotoren (1)
      
                   
               
               
                  Grenzwerte und Einheiten (2)
               
               
                  Prüfverfahren
               
            
                  Cetanzahl (4)
               
               
                  min. 45(7) max. 50
               
               
                  ISO 5165
               
            
                  Dichte bei 15 °C
               
               
                  min. 835 kg/m3max. 845 kg/m3 10
               
               
                  ISO 3675, ASTM D 4052
               
            
                  Siedeverlauf (3) 95 %-Punkt
               
               
                  max. 370 °C
               
               
                  ISO 3405
               
            
                  Viskosität bei 40 °C
               
               
                  min. 2,5 mm2/s max. 3,5 mm2/s
               
               
                  ISO 3104
               
            
                  Schwefelgehalt
               
               
                  min. 0,1 Masse-% (9) max. 0,2 Masse-% (8)
               
               
                  ISO 8754, EN 24260
               
            
                  Flammpunkt
               
               
                  Mindestens 55 °C
               
               
                  ISO 2719
               
            
                  CFPP
               
               
                  min. — max. + 5 °C
               
               
                  EN 116
               
            
                  Korrosionswirkung auf Kupfer
               
               
                  max. 1
               
               
                  ISO 2160
               
            
                  Koksrückstand nach Conradson (10 % Destillationsrückstand)
               
               
                  max. 0,3 Masse-%
               
               
                  ISO 10370
               
            
                  Aschegehalt
               
               
                  max. 0,01 Masse-%
               
               
                  ASTM D 482 (12)
               
            
                  Wassergehalt
               
               
                  max. 0,05 Massen-%
               
               
                  ASTM D 95, D 1744
               
            
                  Neutralisationszahl (starke Säure)
               
               
                  max. 0,20 mg KOH/g
               
               
                   
               
            
                  Oxidationsbeständigkeit (5)
               
               
                  max. 2,5 mg/100 ml
               
               
                  ASTM D 2274
               
            
                  Zusatzmittel (6)
               
               
                   
               
               
                   
               
            
         Anmerkungen:
      
      
                  (1)
               
               
                  Muss der thermische Wirkungsgrad eines Motors oder Fahrzeugs berechnet werden, dann kann der Heizwert des Kraftstoffs nach folgender Formel ermittelt werden:
                  Spezifische Energie (Heizwert) (netto)
                  MJ/kg = (46,423 - 8,792 × d2 + 3,17 × d) × (1 - (x + y + s)) + 9,42 × s - 2,499 × x
                  Dabei sind:
                  
                              d
                           
                           
                              =
                           
                           
                              die gemessene Dichte bei 288 K (15 °C),
                           
                        
                              x
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der Wassergehalt in Masse-% (%/100)
                           
                        
                              y
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der Aschegehalt in Masse-% (%/100)
                           
                        
                              s
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der Schwefelgehalt in Masse-% (%/100).
                           
                        
            
                  (2)
               
               
                  Die in der Vorschrift angegeben Werte sind „tatsächliche Werte“. Bei der Festlegung ihrer Grenzwerte wurden die Bestimmungen aus der ASTM-Norm D 3244 „Definition einer Grundlage bei Streitigkeiten über die Qualität von Erdölprodukten“ angewendet, und bei der Festlegung eines Mindestwerts wurde eine Mindestdifferenz von 2R über Null berücksichtigt; bei der Festlegung eines Mindest- und eines Höchstwerts beträgt die Mindestdifferenz 4R (R = Reproduzierbarkeit).
                  Ungeachtet dieses Maßes, das aus statistischen Gründen notwendig ist, sollte der Kraftstoffhersteller jedoch einen Nullwert anstreben, wenn der festgelegte Höchstwert 2R ist, und einen Mittelwert, wenn Höchst- und Mindestwerte angegeben sind. Falls geklärt werden muss, ob ein Kraftstoff die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt, gelten die Bestimmungen des ASTM-Dokuments D 3244.
               
            
                  (3)
               
               
                  Die genannten Zahlen geben die gesamten verdampften Mengen an (prozentualer zurückgewonnener Anteil + prozentualer Verlustanteil).
               
            
                  (4)
               
               
                  Die für die Cetanzahl angegebene Spanne entspricht nicht der vorgeschriebenen Mindestdifferenz von 4R.
                  Bei Streitigkeiten zwischen Kraftstofflieferanten und -verbrauchern können jedoch die Bestimmungen der ASTM-Norm D 3244 angewendet werden, sofern an Stelle einer Einzelmessung eine ausreichene Anzahl von Wiederholungsmessungen durchgeführt wurde, um die erforderliche Genauigkeit zu erzielen.
               
            
                  (5)
               
               
                  Obwohl die Oxidationsbeständigkeit überwacht wird, ist die Lagerfähigkeitsdauer wahrscheinlich begrenzt. Hinsichtlich der Lagerbedingungen und der Lagerfähigkeit sind Informationen vom Lieferanten anzufordern.
               
            
                  (6)
               
               
                  Für diesen Kraftstoff sollten nur Straight-run-Benzin und Krackkomponenten verwendet werden; eine Entschwefelung ist zulässig. Er darf keine metallischen Zusätze oder sonstigen Zusätze zur Verbesserung der Cetanzahl enthalten.
               
            
                  (7)
               
               
                  Niedrigere Werte sind zulässig, jedoch muss dann die Cetanzahl des verwendeten Bezugskraftstoffs eingetragen werden.
               
            
                  (8)
               
               
                  Höhere Werte sind zulässig, jedoch muss dann der Schwefelgehalt des verwendeten Bezugskraftstoffs eingetragen werden.
               
            
                  (9)
               
               
                  Dieser Wert soll unter Berücksichtigung von Markttendenzen ständig überprüft werden. Bei der Erstgenehmigung eines Motors ohne Abgasnachbehandlung ist auf Wunsch des Antragstellers ein Mindestwert des Schwefelgehalts von 0,05 Massen-% zulässig; in diesem Fall muss der gemessene Partikelwert entsprechend dem Mittelwert der für den Krartstoff-Schwefelgehalt angegebenen Werte (0,15 Masse-%) anhand der nachstehenden Gleichung nach oben korrigiert werden:
                  PTadj = PT + [SFC × 0,0917 × (NSLF — FSF)]
                  Dabei sind:
                  
                              PTadj
                              
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der berichtigte Wert für PT (g/kWh),
                           
                        
                              PT
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der gemessene gewichtete Wert der spezifischen Emissionen für die Partikelemission (g/kWh),
                           
                        
                              SFC
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der gewichtete spezifische Kraftstoffverbrauch (g/kWh) berechnend anhand der nachstehenden Formel,
                           
                        
                              NSLF
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der Mittelwert des angegebenen Schwefelgehalts als Masseanteil (d. h. 0,15 %/100),
                           
                        
                              FSF
                           
                           
                              =
                           
                           
                              der Masseanteil des Kraftstoff-Schwefelgehalts (%/100).
                           
                        Gleichung für die Berechnung des gewichteten spezifischen Kraftstoffverbrauchs:
                  
                     
                  Dabei ist:
                  Pi = Pm,i + PAE,i
                  
                  Bei Kontrollen der Übereinstimmung der Produktion nach Absatz 6 müssen die Vorschriften eingehalten sein, wenn Bezugskraftstoff mit einem Schwefelgehalt verwendet wird, dessen Mindestwert 0,1 Masse-% und dessen Höchstwert 0,2 Masse-% beträgt.
               
            
                  (10)
               
               
                  Höhere Werte sind bis zu 855 kg/m3 zulässig; dann muss aber die Dichte des verwendeten Bezugskraftstoffs eingetragen werden. Bei Kontrollen der Übereinstimmung der Produktion nach Absatz 6 müssen die Vorschriften unter Verwendung eines Bezugkraftstoffs mit einem Mindestwert/Höchstwert von 835 kg/m3/845 kg/m3 eingehalten sein.
               
            
                  (11)
               
               
                  Alle technischen Daten und Grenzwerte der Kraftstoffe sollen unter Berücksichtigung von Markttendenzen ständig überprüft werden.
               
            
                  (12)
               
               
                  Mit Einführung der Norm EN/ISO 6245 durch diese zu ersetzen.
               
            
         (1)  Wert, der im Normalzustand zu bestimmen ist, 293,2 K (20 °C) und 101,3 kPa.
      
         (2)  Bei diesem Verfahren kann möglicherweise das Vorhandensein korrosiver Stoffe nicht genau bestimmt werden, wenn die Probe Korrosionsschutzwirkstoffe oder andere Chemikalien enthält, die die Korrosionswirkung der Probe auf den Kupferstreifen verringern. Deshalb ist der Zusatz solcher Mittel verboten, wenn damit nur der Zweck verfolgt wird, das Prüfverfahren zu beeinflussen.
      
         (3)  Inertgase + C2+.
      
         (4)  Wert, der im Normalzustand zu bestimmen ist, 293,2 K (20 °C) und 101,3 kPa.
      
         (5)  Inertgase (außer N2) + C2 + C2+.
      
         (6)  Wert, der im Normalzustand zu bestimmen ist, 293,2 K (20 °C) und 101,3 kPa.
      
         (7)  Inertgase (außer N2) + C2 + C2+.
      
         (8)  Wert, der im Normalzustand zu bestimmen ist, 293,2 K (20 °C) und 101,3 kPa.