CELEX: C2002/169/50
Language: de
Date: 2002-07-13 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 28. Februar 2002 in der Rechtssache T-86/95: Compagnie générale maritime u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Wettbewerb — Linienkonferenzen — Multimodaler Transport — Verordnung (EWG) Nr. 4056/86 — Geltungsbereich — Gruppenfreistellung — Verordnung (EWG) Nr. 1017/68 — Einzelfreistellung — Geldbuße)

13.7.2002             DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 169/29
                                                      GERICHT ERSTER INSTANZ
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                             1.     Artikel 5 der Entscheidung 94/985/EG der Kommission vom
                                                                              21. Dezember 1994 in einem Verfahren nach Artikel 85 des
                                                                              EG-Vertrags (IV/33.218 — Far Eastern Freight Conference)
                    vom 28. Februar 2002                                      wird für nichtig erklärt, soweit darin eine Geldbuße gegen die
                                                                              Klägerinnen festgesetzt wird.
in der Rechtssache T-86/95: Compagnie générale maritime                2.     Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaf-
                              ten (1)                                  3.     Die Klägerinnen tragen ihre eigenen Kosten und vier Fünftel
                                                                              der Kosten der Kommission und des ECTU einschließlich der
                                                                              Kosten des Verfahrens der einstweiligen Anordnung.
(Wettbewerb — Linienkonferenzen — Multimodaler Trans-
port — Verordnung (EWG) Nr. 4056/86 — Geltungsbereich                  4.     Die Kommission trägt ein Fünftel ihrer eigenen Kosten ein-
— Gruppenfreistellung — Verordnung (EWG) Nr. 1017/68                          schließlich der Kosten des Verfahrens der einstweiligen Anord-
              — Einzelfreistellung — Geldbuße)                                nung.
                                                                       5.     Die ECSA und die JSA tragen ihre eigenen Kosten einschließlich
                        (2002/C 169/50)                                       der Kosten, die der Kommission durch ihre Streithilfe entstanden
                                                                              sind.
                   (Verfahrenssprache: Englisch)                       6.     Der ECTU trägt ein Fünftel seiner eigenen Kosten einschließlich
                                                                              der Kosten des Verfahrens der einstweiligen Anordnung.
                                                                       (1) ABl. C 137 vom 3.6.95.
In der Rechtssache T-86/95, Compagnie générale maritime
mit Sitz in Suresnes (Frankreich), Hapag Lloyd Aktiengesell-
schaft mit Sitz in Hamburg (Deutschland), Kawasaki Kisen
Kaisha Ltd mit Sitz in Tokio (Japan), Lloyd Triestino di
Navigazione SpA mit Sitz in Triest (Italien), A.P. Møller-
Mærsk Line mit Sitz in Kopenhagen (Dänemark), Malaysian
International Shipping Corporation Berhad mit Sitz in Kuala                     URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
Lumpur (Malaysia), Mitsui OSK Lines Ltd mit Sitz in Tokio,
Nedlloyd Lijnen BV mit Sitz in Rotterdam (Niederlande),                                         vom 10. April 2002
Neptune Orient Lines Ltd mit Sitz in Singapur (Singapur),
Nippon Yusen Kabushiki Kaisha mit Sitz in Tokio, Orient
Overseas Container Line mit Sitz in Hongkong (China), P & O            in der Rechtssache T-209/00, Frank Lamberts gegen Euro-
Containers Ltd mit Sitz in London (Vereinigtes Königreich),                              päischen Bürgerbeauftragten (1)
Wilh. Wilhemsen Ltd A/S mit Sitz in Oslo (Norwegen),
Prozessbevollmächtigte: Solicitor P. Rutley sowie Rechtsanwäl-         (Schadensersatzklage — Zulässigkeit — Außervertragliche
te J. Pheasant und A. Mariott, Zustellungsanschrift in Luxem-          Haftung — Bürgerbeauftragter — Behandlung einer
burg, unterstützt durch The European Community Shipow-                            Beschwerde durch den Bürgerbeauftragten)
ners’ Associations ASBL mit Sitz in Brüssel (Belgien), Prozessbe-
vollmächtigter: Rechtsanwalt D. Waelbroeck, Zustellungs-                                          (2002/C 169/51)
anschrift in Luxemburg, und The Japanese Shipowners’ Associ-
ation mit Sitz in Tokio, Prozessbevollmächtigte: Barrister                                 (Verfahrenssprache: Französisch)
F. Randolph und Solicitor F. Murphy, Zustellungsanschrift in
Luxemburg, gegen Kommission der Europäischen Gemein-
schaften (Bevollmächtigte: B. Langeheine und R. Lyal), unter-
stützt durch The European Council of Transport Users ASBL              In der Rechtssache T-209/00, Frank Lamberts, wohnhaft in
mit Sitz Brüssel, der der European Shippers Council angehört,          Linkebeek (Belgien), Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt
Prozessbevollmächtigter: Barrister M. Clough, Zustellungs-             E. Boigelot, Zustellungsanschrift in Luxemburg, gegen Euro-
anschrift in Luxemburg, wegen Nichtigerklärung der Entschei-           päischen Bürgerbeauftragten (Bevollmächtigter: J. Sant’Anna)
dung 94/985/EG der Kommission vom 21. Dezember 1994                    wegen Ersatz des materiellen und immateriellen Schadens, den
in einem Verfahren nach Artikel 85 des EG-Vertrags (IV/                der Kläger angeblich durch die Behandlung seiner Beschwerde
33.218 — Far Eastern Freight Conference) (ABl. L 378,                  durch den Europäischen Bürgerbeauftragten erlitten hat, hat
S. 17) hat das Gericht (Dritte Kammer) unter Mitwirkung des            das Gericht (Dritte Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten
Präsidenten K. Lenaerts sowie der Richter J. Azizi und M. Jaeger       M. Jaeger sowie der Richter K. Lenaerts und J. Azizi — Kanzler:
— Kanzler: Y. Mottard, Referent — am 28. Februar 2002 ein              J. Plingers, Verwaltungsrat — am 10. April 2002 ein Urteil mit
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                                   folgendem Tenor erlassen: