CELEX: C2007/211/12
Language: de
Date: 2007-09-08 00:00:00
Title: Rechtssache C-182/06: Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 18. Juli 2007 (Vorabentscheidungsersuchen des Cour administrative — Luxemburg — Großherzogtum Luxemburg/Hans Ulrich Lakebrink, Katrin Peters-Lakebrink (Art. 39 EG — Einkommensteuer für Gebietsfremde — Berechnung des Steuersatzes — Unbewegliche Sachen, die im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats belegen sind — Nicht berücksichtigte Verluste aus Vermietung)

8.9.2007   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 211/7
            
         Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 18. Juli 2007 (Vorabentscheidungsersuchen des Cour administrative — Luxemburg — Großherzogtum Luxemburg/Hans Ulrich Lakebrink, Katrin Peters-Lakebrink
   (Rechtssache C-182/06) (1)
   
   (Art. 39 EG - Einkommensteuer für Gebietsfremde - Berechnung des Steuersatzes - Unbewegliche Sachen, die im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats belegen sind - Nicht berücksichtigte Verluste aus Vermietung)
   (2007/C 211/12)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Vorlegendes Gericht
   Cour administrative
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Kläger: Großherzogtum Luxemburg
   
      Beklagte: Hans Ulrich Lakebrink, Katrin Peters-Lakebrink
   Gegenstand
   Vorabentscheidungsersuchen — Cour administrative (Luxemburg) — Auslegung von Art. 39 EG — Nationale Einkommensteuerregelung für gebietsfremde Gemeinschaftsangehörige — Ablehnung der Berücksichtigung von negativen Einkünften aus der Vermietung von Immobilien, die auf dem Gebiet eines anderen Mitgliedstaats liegen, bei der Berechnung des Steuersatzes
   Tenor
   Art. 39 EG ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung entgegensteht, die einem Gemeinschaftsangehörigen, der in dem Mitgliedstaat, in dem er den wesentlichen Teil seiner steuerpflichtigen Einkünfte bezieht, gebietsfremd ist, keinen Anspruch darauf einräumt, dass die Verluste aus der Vermietung nicht selbst genutzter Immobilien, die in einem anderen Mitgliedstaat belegen sind, bei der Bestimmung des auf seine Einkünfte anwendbaren Steuersatzes berücksichtigt werden, während ein Gebietsansässiger im erstgenannten Mitgliedstaat die Berücksichtigung dieser Verluste aus Vermietung verlangen kann.
   
      (1)  ABl. C 143 vom 17.6.2006.