CELEX: 51979PC0229
Language: de
Date: 1979-05-04
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE ( EWG ) DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER KRAFTBETRIEBENE FLURFOERDERZEUGE

2. 7. 79                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 165/1
                                                               II
                                                  (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                 KOMMISSION
               Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
                                         staaten über kraftbetriebene Flurförderzeuge
                                  (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 11. Mai 1979)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                         Die in Anhang I aufgeführten technischen Vorschriften
                                                                   beeinträchtigen nicht die gemeinschaftlichen oder ein-
                                                                   zelstaatlichen Maßnahmen hinsichtlich der übrigen
                                                                  Sicherheitsmerkmale dieser Flurförderzeuge, wie der
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-                 Sicherheit der elektrischen Anlage (vgl. Richtlinie
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf                  73/23/EWG des Rates vom 19. Februar 1973 betref-
Artikel 100,                                                      fend elektrische Betriebsmittel zur Verwendung inner-
                                                                  halb bestimmter Spannungsgrenzen (1)), der Abgase und
auf Vorschlag der Kommission,                                     des Lärms.
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                   Zur Erhöhung der Sicherheit erscheint es angebracht,
                                                                  Vorschriften über die Anordnung der Pedale und über
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                den Kraftstofftank einzuführen. Eine Übergangsfrist ist
schusses,                                                          angebracht, um den Herstellern eine Anpassung ihrer
                                                                  Produktion an die neuen Vorschriften zu ermöglichen.
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                  Der technische Fortschritt erfordert eine rasche Anpas-
Die in den einzelnen Mitgliedstaaten für die Konstruk-            sung der technischen Vorschriften. Etwaige Änderungen
tion und den Bau von kraftbetriebenen Flurförderzeu-              der Richtlinie müssen daher dem Verfahren gemäß
gen geltenden Sicherheitsvorschriften weichen stark               Artikel 22 der Richtlinie 7 8 / . . ./EWG unterworfen
voneinander ab und behindern dadurch den Handel mit               werden.
diesen Fördergeräten. Diese Vorschriften sollten deshalb
angeglichen werden.                                               Bei der Festlegung der Prüfverfahren und Versuche
                                                                   handelt es sich um technische Durchführungsmaßnah-
Die     Richtlinie   7 8 / . . ./EWG     des   Rates    vom        men. Es ist daher angebracht, daß sie von der Kommis-
                   zur Angleichung der Rechtsvorschrif-            sion gemäß dem gleichen Verfahren erlassen werden —
ten der Mitgliedstaaten über gemeinsame Vorschriften
für Hebezeuge und Fördergeräte hat eine Reihe gemein-
samer Verfahren — insbesondere die EWG-Bauart-
                                                                   HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
zulassung, die EWG-Baumusterprüfung, die EWG-Her-
stellerbescheinigung — für das Inverkehrbringen dieser
Hebezeuge und Fördergeräte geschaffen. Es empfiehlt                                        Artikel  1
sich, der geläufigsten Praxis in den Mitgliedstaaten zu
folgen und für kraftbetriebene Flurförderzeuge die                 (1) Diese Richtlinie gilt für kraftbetriebene Flurförder-
EWG-Herstellerbescheinigung vorzusehen.                            zeuge.
Diese Richtlinie ist eine Einzelrichtlinie gemäß Artikel 2
Absatz 2 der Richtlinie 7 8 / . . ./EWG.                          (!) ABl. Nr. L 77 vom 26. 3. 1973, S. 29.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/2                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 7. 79
(2) Diese Richtlinie gilt nicht für                                     mit einem vertikal bewegbaren Lastträger an
                                                                        einem festen oder neigbaren Hubgerüst ausge-
a) Fahrzeuge, die auf Baustellen zum Einsatz kommen,
                                                                        stattet sind und eine große Bodenfreiheit haben.
    z. B. Kipper;
b) Straßenzugmaschinen, Lastkraftwagen; land- und              (3) Als EWG-Flurförderzeug gilt jedes kraftbetriebene
   forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Baumaschinen            Flurförderzeug, das den Bestimmungen dieser Richtlinie
    und Flurförderzeuge vor Ort (Bergbau);                    entspricht.
c) fahrbare Förderer, die auf Baustellen zum Einsatz
    kommen und die der Definition gemäß Artikel 2
    Absatz 1 nicht entsprechen;                                                          Artikel 3
d) Geräte, die nur in Führungsvorrichtungen zum Ein-
                                                               (1) EWG-Flurförderzeuge können gemäß Artikel 2 der
    satz gelangen und unter der Bezeichnung „Regal-
                                                               Richtlinie 7 8 / . . ./EWG in den Genuß der EWG-Her-
    bediengeräte" bekannt sind;
                                                               stellerbescheinigung kommen.
e) kraftbetriebene Flurförderzeuge mit einer Trag-
    fähigkeit von mehr als 10 000 kg;                          (2) Hierzu müssen die EWG-Flurförderzeuge mit den
f)  Portalhubwagen und Portalstapler;                         Vorschriften des Anhangs I übereinstimmen. Die Über-
                                                              einstimmung wird vom Hersteller durch Ausstellung
g) fahrerlose Schlepper und Flurförderzeuge.                  einer Übereinstimmungsbescheinigung nach dem Muster
                                                              in Anhang II sowie durch Anbringung des Überein-
                                                              stimmungszeichens nach Maßgabe des Anhangs III
                          Artikel  2                          bestätigt.
(1) Als kraftbetriebene Flurförderzeuge im Sinne dieser
Richtlinie gelten alle Fahrzeuge auf Rädern außer Gleis-
                                                                                         Artikel 4
fahrzeuge, die Lasten aller Art befördern, ziehen, schie-
ben, heben oder stapeln, die mitgängergeführt sind oder
von einem Fahrer gelenkt werden, der auf einem eigens          Die Mitgliedstaaten dürfen aufgrund der in dieser Richt-
hierfür angebrachten, am Fahrgestell befestigten oder          linie genannten Anforderungen das Inverkehrbringen
hebbaren Fahrerplatz sitzt oder steht.                         und die Inbetriebnahme der EWG-Flurförderzeuge nicht
                                                               verweigern, verbieten oder beschränken, wenn sie den
(2) Die kraftbetriebenen Flurförderzeuge gemäß dieser          Vorschriften gemäß Anhang I entsprechen. Sind sie
Richtlinie umfassen drei Gruppen:                              gemäß Artikel 3 mit einer Übereinstimmungsbescheini-
                                                               gung und mit dem Übereinstimmungszeichen versehen,
a) Flurförderzeuge    zum. Tragen (Wagen),                     durch die bescheinigt wird, daß sie den Vorschriften
    die die Last auf einer festen Plattform oder auf           dieser Richtlinie entsprechen, so ist davon auszugehen,
    einem nicht hebbaren Lastaufnahmemittel beför-             daß sie mit dieser Richtlinie übereinstimmen.
    dern;
b) Flurförderzeuge      zum    Ziehen und/oder  Schieben
    (Industrieschlepper),                                                                Artikel  5
    die mit einer Zug- oder Schubvorrichtung ausgestat-         Die Mitgliedstaaten ergreifen alle notwendigen Maß-
    tet und speziell für das Ziehen oder Schieben von           nahmen, um sicherzustellen, daß die Hersteller oder
    Fahrzeugen ausgelegt sind, die entweder auf Flur            Importeure die Übereinstimmungsbescheinigung nur
     (Anhänger, Flugzeuge usw.) oder auf Schienen               dann ausfertigen, wenn die in Artikel 1 genannten
     (Waggons) fahren;                                          kraftbetriebenen Flurförderzeuge den Anforderungen
c) Flurförderzeuge zum Heben (mit Hubeinrichtung)               dieser Richtlinie entsprechen.
    — mit hohem oder niedrigem Hub, ob mit oder
        ohne Gegengewicht, feststehendem oder mit der
        Last hebbarem Fahrerplatz. Dabei ist es gleich-                                 Artikel  6
        gültig, ob sie in einer oder mehreren Richtungen
         oder überhaupt nicht stapeln, ob sie auf be-          (1) Etwaige Änderungen, die erforderlich werden, um
         festigtem oder unbefestigtem Boden frei oder         Anhang I dieser Richtlinie an den technischen Fort-
         innerhalb von Führungen fahren, durch die ihre        schritt anzupassen, werden gemäß Artikel 22 der Richt-
        Standsicherheit nicht erhöht wird, und ob sie         linie 78/ . . ./EWG erlassen.
        mit einer Gabel oder mit einem anderen Last-
        aufnahmemittel ausgerüstet sind;
                                                              (2) Nach dem gleichen Verfahren werden auch die zur
    — geländegängige Gabelstapler, die besonders zum          Kontrolle der Übereinstimmung eines kraftbetriebenen
        Laden, Heben, Befördern und Stapeln von La-           Flurförderzeugs mit dieser Richtlinie erforderlichen
        sten auf nicht befestigtem Boden ausgelegt und        Prüf- und Versuchsmethoden erlassen.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             N r . C 165/3
                         Artikel 7                              (2) Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie sorgen die
                                                                Mitgliedstaaten ferner dafür, daß die Kommission von
(1) Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen               allen Entwürfen von Rechts- und Verwaltungsvorschrif-
Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, um die-           ten, die sie auf dem von dieser Richtlinie erfaßten Ge-
ser Richtlinie binnen 18 M o n a t e n nach ihrer Bekannt-      biet zu erlassen beabsichtigen, so rechtzeitig unterrichtet
gabe nachzukommen. Jedoch setzen sie die Vorschrif-             wird, daß diese dazu Stellung nehmen kann.
ten, die erforderlich sind, um den Punkten 10.5.1.2 und
10.7.1.2.2 des Anhangs I nachzukommen, am 1. Januar                                     Artikel 8
1985 in Kraft. Die Kommission wird hiervon unverzüg-
lich unterrichtet.                                              Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/4                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 7. 79
                                                       ANHANG      I
                   TECHNISCHE ANFORDERUNGEN FÜR KRAFTBETRIEBENE FLURFÖRDERZEUGE
            1.             ANWENDUNGSBEREICH
                           Der Anwendungsbereich erstreckt sich auf alle kraftbetriebenen Flurförderzeuge mit
                           einer Tragfähigkeit von bis zu 10 000 kg.
                           Ausgenommen sind:
                           a) Fahrzeuge, die auf Baustellen zum Einsatz kommen, z. B. Kipper;
                           b) Straßenzugmaschinen, Lastkraftwagen; landwirtschaftliche und forstwirtschaftli-
                               che Schlepper, Baumaschinen und Flurförderzeuge vor Ort (Bergbau);
                           c) die fahrbaren Förderer, die auf Baustellen zum Einsatz kommen und der Defini-
                               tion der Richtlinie nicht entsprechen;
                           d) die Geräte, die nur in Führungsvorrichtungen zum Einsatz gelangen und die unter
                               der Bezeichnung „Regalbediengeräte" bekannt sind;
                           e) alle kraftbetriebenen Flurförderzeuge mit einer Tragfähigkeit von über 10 000 kg;
                           f)  Portalhubwagen und Portalstapler;
                           g) fahrerlose Schlepper und Flurförderzeuge.
            2.             EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DER BENUTZUNGSART
            2.1.           Wagen
                           Flurförderzeuge, die ihre Last auf einer nicht hebbaren Plattform oder einem nicht
                           hebbaren Lastträger befördern.
            2.2.           Schlepper (Industrieschlepper)
                           Ein Flurförderzeug, das auf Flur fährt und mit einer Kuppeleinrichtung versehen ist.
                           Es ist speziell dazu bestimmt, auf Flur fahrende Fahrzeuge zu ziehen.
            2.3.           Schubschlepper
                           Ein Schlepper, der an der Vorder- und/oder Rückseite mit einer Pufferplatte versehen
                           ist und der auf Flur oder auf Eisenbahnschienen fahrende Fahrzeuge auch schieben
                           kann.
            2.4.           Flurförderzeug mit Hubeinrichtung
                           Ein Flurförderzeug, das in der Lage ist, Lasten aufzunehmen, zu heben und zu beför-
                           dern.
            2.4.1.         Stapelndes Flurförder zeug
                           Flurförderzeug mit einer Plattform, einer Gabel oder einem anderen Lastträger, das
                           Lasten, die palettiert sein können oder auch nicht, bis zu einer ausreichenden Höhe
                           anheben kann, um sie zu stapeln oder in Regale einzusetzen.
            2.4.1.1.       Gabelstapler = stapelndes Flurförderzeug, bei dem sich die Last entweder vor den
                           Vorderrädern oder hinter den Hinterrädern befindet.
            2.4.1.2.       Schubstapler (mit Schubmast oder Schubgabel) = stapelndes Flurförderzeug mit
                           Radarmen, bei dem die Last durch Ausschieben des Hubgerüstes oder des Gabelträ-
                           gers in eine freitragende Position gebracht werden kann.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 165/5
         2.4.1.3.  Spreizenstapler = stapelndes Flurförderzeug mit Radarmen, ausgerüstet mit einer
                   Gabel zwischen diesen Radarmen, bei denen der Schwerpunkt der Last sich innerhalb
                   der Radbasis befindet.
         2.4.1.4.  Gabelhochhubwagen = stapelndes Flurförderzeug mit Radarmen, deren Gabelzinken
                   über den Radarmen angeordnet sind.
         2.4.1.5.  Hochhubwagen = stapelndes Flurförderzeug mit Radarmen, dessen Plattform über
                   den Radarmen angeordnet ist.
         2.4.1.6.  Flurförderzeug mit hebbarem Fahrerplatz = stapelndes Flurförderzeug, das mit einem
                   Fahrerplatz ausgerüstet ist, der mit dem Lastträger (Plattform oder Gabel) zum Einla-
                   gern von Lasten in Regale angehoben wird.
         2.4.1.7.  Quergabelstapler = Flurförderzeug mit Gabel, dessen Schubmast zwischen den Ach-
                   sen und rechtwinkelig zur Längsachse des Flurförderzeuges angeordnet ist. Dadurch
                   können Lasten auf einer Seite außerhalb der Radbasis aufgenommen, gehoben und
                   auf einer zum Flurförderzeug gehörenden Ladeplattform abgesetzt werden.
         2.4.1.8.  Geländegängiger Gabelstapler = Gabelstapler, der besonders zum Laden, Heben,
                   Befördern und Stapeln von Lasten auf nicht befestigtem Boden ausgelegt ist und eine
                   große Bodenfreiheit hat und der mit einem vertikal bewegbaren Lastträger an einem
                   festen oder neigbaren Hubgerüst ausgestattet ist.
         2.4.1.9.  Seitenstapler = stapelndes Flurförderzeug, mit dem Lasten nach einer oder beiden
                   Seiten quer zur Fahrtrichtung eingestapelt oder entnommen werden können.
         2.4.1.10. Dreiseitenstapler = stapelndes Flurförderzeug, mit dem Lasten zu beiden Seiten quer
                   zur und in Fahrtrichtung eingestapelt oder entnommen werden können.
         2.4.1.11. Portalstapler = stapelndes Flurförderzeug, dessen Rahmen und Hubeinheit die Last
                   umgreifen, um sie zu heben, zu bewegen und zu stapeln.
         2.4.2.    Nichtstapelndes Flurförderzeug    mit niedrigem Hub
                   Kraftbetriebenes Flurförderzeug, das mit einer Plattform, einer Gabel oder einem
                   anderen Lastträger ausgerüstet ist und mit dem die Last auf eine Höhe gehoben
                   werden kann, die gerade für deren Beförderung ausreicht.
         2.4.2.1.  Gabelhubwagen = nichtstapelndes Flurförderzeug, das mit einer Gabel zum Beför-
                   dern von Paletten ausgerüstet ist.
         2.4.2.2.  Hubwagen = nichtstapelndes Flurförderzeug mit einer Plattform oder einem Rahmen
                   zum Befördern von Ladepritschen.
         2.4.2.3.  Portalhubwagen = nichtstapelndes Flurförderzeug, dessen Rahmen und Hubeinheit
                   die Last umgreifen, um sie zu heben und zu befördern.
         2.4.3.    Flurförderzeug mit hohem und mit hebbarem Fahrerplatz (Kommissionier-Flurförder-
                   zeuge)
                   Flurförderzeug mit hebbarem Fahrerplatz und einer Einrichtung für das Zusammen-
                   stellen von Ladungen (normalerweise Gabelzinken zum Aufnehmen einer Palette oder
                   einer Ladepritsche) beim Auslagern (und gegebenenfalls Einlagern in Regale) gelager-
                   ter Waren.
                   Die mittlere Hubhöhe ist kennzeichnend für ein Flurförderzeug, dessen Fahrerplatz
                   bis höchstens 2,50 m angehoben werden kann.
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            3.                      EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DER ART DER STEUERUNG
            3.1.                    Sitz- und Stand-Flurförderzeuge
            3.1.1.                  Sitz-Flurförderzeuge       mit nicht hebbarem Fahrerplatz
                                    — Sitz in Fahrtrichtung,
                                    — Sitz quer zur Fahrtrichtung;
            3.1.2.                  S/te-Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz
                                    — Sitz in Fahrtrichtung,
                                    — Sitz quer zur Fahrtrichtung;
            3.1.3.                  StanJ-Flurförderzeuge mit nicht hebbarem Fahrerplatz
                                    — Stand in Fahrtrichtung,
                                    — Stand quer zur Fahrtrichtung;
            3.1.4.                  Stand-Flurförderzeuge        mit hebbarem Fahrerplatz
                                    — Stand in Fahrtrichtung,
                                    — Stand quer zur Fahrtrichtung.
            3.2.                    Geh-Flurförderzeuge (J)
            3.3.                     Fahrerlose Flurförderzeuge
            3.3.1.                  fahrerlos zwangsgelenkt,
            3.3.2.                   fahrerlos ferngesteuert.
             4.                      EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DER H U B H Ö H E
            4.1.                     Ohne H u b (hierzu gehören Wagen, Schlepper und Schubschlepper) — (siehe 2.1, 2.2,
                                     2.3)
            4.2.                     mit niedrigem H u b (nicht stapelnd) (siehe 2.4.2.)
             4.3.                    mit hohem H u b
             4.3.1.                  — stapelnd (siehe 2.4.1)
             4.3.2.                  — nicht stapelnd (siehe 2.4.3)
             5.                      EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DER ART DES FAHRENS
            5.1.                    Frei verfahrbares Flurförderzeug
             5.1.1.                 In einer Richtung
                                     Flurförderzeug, das in Richtung seiner Längsachse verfahren werden kann.
            (') Diese Flurförderzeuge können gegebenenfalls auch mit einer Möglichkeit zum Mitfahren der Bedienungsperson eingerichtet sein. Diese
                werden somit von den Bestimmungen erfaßt, die für Flurförderzeuge der Kategorie 3.1 vorgesehen sind.
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         5.1.2. In zwei Richtungen   (Vierwegestapler)
                Flurförderzeug, das in der Richtung seiner Längsachse und rechtwinkelig dazu ver-
                fahren werden kann.
         5.1.3. In allen Richtungen  (Mehrwegestapler)
                Flurförderzeug, das, bezogen auf seine Längsachse, in allen Richtungen verfahren
                werden kann.
         5.2.   Geführt verfahrbar
                Flurförderzeug, das besonders dafür ausgerüstet ist, sich nur entlang einer von äuße-
                ren feststehenden Einrichtungen begrenzten Fahrstrecke zu bewegen.
         5.3.   Frei oder geführt verfahrbar
                Flurförderzeug, das sowohl frei als auch geführt verfahren werden kann.
         6.     EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DEM ANTRIEB
         6.1.   V erbrennungsmotor
         6.1.1. Benzin
         6.1.2. Flüssiggas
         6.1.3. Flüssiggas/Benzin
         6.1.4. Diesel
         6.2.   Elektrisch
         6.2.1. Batterie-elektrisch
         6.2.2. Verbrennungsmotorisch-elektrisch
         6.2.3. Elektrisch: Stromquelle außerhalb des Fahrzeugs
         7.      EINTEILUNG DER FLURFÖRDERZEUGE N A C H DER ART DER RÄDER
         7.1.    Räder mit Luftreifen
         7.2.    Räder mit Vollreifen mit Luftreifenquerschnitt
         7.3.    Räder mit Vollreifen
         7.4.   Massivräder mit Metallreifen.
         8.     DEFINITION DER WESENTLICHEN BAUTEILE V O N FLURFÖRDERZEUGEN
         8.1.   Wesentliche Bauteile der Flurförderzeuge
         8.1.1. Fahrgestell und zugehörige Teile
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             8.1.1.1.     Rahmen, der die verschiedenen Aggregate des Flurförderzeuges trägt: Antriebseinheit,
                          Hubeinheit usw.
            8.1.1.2.      Gegengewicht
                          Schweres, massives Teil, das am Ende des Fahrgestells auf der gegenüberliegenden
                          Seite der Last angebracht ist, um sie auszugleichen.
            8.1.1.3.      Gegengewichtsbehälter
                          Behälter, der als Gegengewicht wirkt, wenn er mit Ballast gefüllt ist.
            8.1.1.4.      Zusatzballast
                          Ballast, der zusätzlich am Fahrgestell eines Flurförderzeuges angebracht werden kann,
                          um dessen ursprüngliche Standsicherheit zu erhöhen.
            8.1.1.5.      Karosserie
                          A m Fahrgestell angebrachte Verkleidungs- und Schutzbleche.
            8.1.1.6.      Fahrerplatz
                          Platz, der für den Fahrer und die Betätigungseinrichtungen zum Fahren und, wenn
                          vorhanden, zum Bewegen der Last eingerichtet ist.
            8.1.1.7.      Abstützungen
                          Bewegliche Teile, die im allgemeinen paarweise benützt werden, die normalerweise
                          mechanisch oder hydraulisch bewegt werden und die zum Sicherstellen oder zum
                          Erhöhen der Standsicherheit des Flurförderzeuges w ä h r e n d des H a n d h a b e n s der Last
                          verwendet werden (siehe auch 8.1.4.1.5).
             8.1.2.       Achsen
             8.1.2.1.     Antriebsachse
             8.1.2.2.     Lenkachse
            8.1.2.3.      Angetriebene Lenkachse
            *8.1.2.4.     Lastachse
            8.1.3.        Antriebs-      und Lenkeinheit
                          Antriebseinheit, die um eine vertikale Achse gedreht wird, die ein Einzel- oder Dop-
                          pelrad hat und mit der das Flurförderzeug angetrieben und gelenkt wird.
            8.1.4.        Räder
            8.1.4.1.      Funktion der Räder
            8.1.4.1.1.    Antriebsrad
            8.1.4.1.2.    Gelenktes R a d
            8.1.4.1.3.    Gelenktes Antriebsrad
            8.1.4.1.4.    Lastrad
            8.1.4.1.5.    Stützräder
                          Zusatzräder oder -rollen, die im allgemeinen paarweise fest oder beweglich am Fahr-
                          gestell eines Flurförderzeuges angebracht sind, u m dessen Standsicherheit zu erhalten,
                          wenn es Kippkräften ausgesetzt ist.
             8.1.4.2.     A n o r d n u n g der Räder
             8.1.4.2.1.   Anzahl der Räder je Achse
             8.1.4.2.1.1. Einfach (1)
             8.1.4.2.1.2. Doppel (2)
            8.1.4.2.1.3.  Vielfach (größer als 2)
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         8.1.4.2.2.   Einbau der Räder
         8.1.4.2.2.1. Am freien Achsende
         8.1.4.2.2.2. Als Lenkrolle oder Bockrolle
         8.1.4.3.     Bauart der Räder
         8.1.4.3.1.   Einteilig hergestellte Räder (z. B. Metall, Kunststoff, Gummi)
         8.1.4.3.2.   Räder für aufvulkanisierte Reifen
         8.1.4.3.3.   Räder für aufgepreßte Reifen
         8.1.4.3.4.   Abnehmbare, zweiteilige Räder für Vollreifen mit flachem Fuß
         8.1.4.3.5.   Abnehmbare, zweiteilige Räder für Vollreifen mit konischem Fuß
         8.1.4.3.6.   Räder für Luftreifen oder für Vollreifen mit Luftreifenquerschnitt
         8.1.4.4.     Aufhängung der Radachsen
         8.1.4.4.1.   Gelenkig
         8.1.4.4.2.   Gefedert
         8.1.4.4.3.   In Ballanciers
         8.1.4.4.4.   In Tandemanordnung
          .1.5.       Antriebsmittel
          .1.5.1.     Elektromotor
          .1.5.2.     Verbrennungsmotor
          .1.5.2.1.   Benzin
          .1.5.2.2.   Flüssiggas
          .1.5.2.3.   Zweistoff (Benzin/Flüssiggas)
          .1.5.2.4.   Diesel
          .1.6.       Übertragungssystem
          .1.6.1.     Hydraulisch
          .1.6.1.1.   Hydrodynamisch
                      System, bei dem das Motordrehmoment mittels hydraulischer Verdrängerpumpe und
                      Hydraulikmotor übertragen wird.
          .1.6.1.2.   Hydrostatisch
                      System, bei dem das Motordrehmoment mittels hydraulischer Verdrängerpumpe und
                      Hydraulikmotor übertragen wird.
          .1.6.2.     Mechanisch
                      System, bei dem das Motordrehmoment entweder mittels einer Reibungskupplung
                      und einem Zahnradgetriebe/Kettentrieb/Riementrieb oder direkt mittels einem Zahn-
                      radgetriebe/Kettentrieb/Riementrieb übertragen wird.
          .1.6.3.     Elektrisch
                      System, bei dem das Motordrehmoment mittels Stromquelle im Motor erzeugt wird.
          .1.7.       Ausrüstung    der Antriebe
          .1.7.1.     Elektro-Flurförderzeuge
          .1.7.1.1.   Antriebsbatterien
          .1.7.1.2.   Ladeeinrichtung (eingebaut oder nicht)
 ---pagebreak--- Nr. C 165/10                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 7. 79
           8.1.7.1.3.    Steuereinrichtung, Fahrschalter, Widerstände, Schütze, elektronische Steuereinrich-
                         tung
           8.1.7.1.4.    Zubehör (Stecker, Kabel usw.)
           8.1.7.2.      Flurförderzeuge mit Antrieb durch Verbrennungsmotor
           8.1.7.2.1.    Anlaßbatterie
           8.1.7.2.2.    Ladeeinrichtung (Lichtmaschine)
           8.1.7.2.3.    Anlasser
           8.1.7.3.      Elektrische Zusatzeinrichtungen
           8.1.7.3.1.    Beleuchtung
           8.1.7.3.1.1.  Fahrscheinwerfer
           8.1.7.3.1.2.  Arbeitsscheinwerfer
           8.1.7.3.2.    Zähler (Ampere-Stunden, Fahrtenschreiber) und Anzeiger (Kraftstoffüllung, Tempe-
                         ratur usw.)
           8.1.8.        Kraftstoffzuführung  zu Verbrennungsmotoren
           8.1.8.1.      Benzin
           8.1.8.1.1.    Vergaser
           8.1.8.2.      Zuführsystem für Flüssiggas
           8.1.8.2.1.    Abnehmbare Behälter
           8.1.8.2.2.    Fester Behälter mit Füllventil
           8.1.8.2.3.    Verdampfer
           8.1.8.2.4.    Gas-Luft-Mischer
           8.1.8.2.5.    Ventile
           8.1.8.2.6.    Sicherheitsventil
           8.1.8.2.7.    Rohrleitungen
           8.1.8.3.      Diesel
           8.1.8.3.1.    Einspritzpumpe
           8.1.9.       'Lenkung
           8.1.9.1.      Handlenkung
           8.1.9.1.1.    Mit Lenkrad
           8.1.9.1.2.    Lenkung mit Hebel
           8.1.9.1.3.    Lenkung mit Deichsel
           8.1.9.1.4.    Lenkung durch Lenktritthebel
           8.1.9.2.      Mit Lenkhilfe
           8.1.9.2.1.    Hydraulisch
           8.1.9.2.2.    Pneumatisch
           8.1.9.2.3.    Elektrisch
           8.1.9.3.      Servolenkung
           8.1.10.       Bremssystem
           8.1.10.1.     Art der Bremse
           8.1.10.1.1.   Betriebsbremse
           8.1.10.1.2.   Feststellbremse
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 165/11
         8.1.10.2.       Art der Betätigung
         8.1.10.2.1.     Mechanisch
         8.1.10.2.2.     Hydraulisch
         8.1.10.2.3.     Elektrisch
         8.1.10.2.4.     Pneumatisch
         8.1.10.2.5.     M i t Bremshilfe
         8.1.11.         Lastträger
         8.1.11.1.       Gabelzinke
         8.1.11.1.1.     Mit Gabelhaken
         8.1.11.1.2.     Für Bolzenaufhängung
         8.1.11.1.3.     Angeschraubt                                           "
         8.1.11.1.4.     Gabelverlängerung
         8.1.11.2.       Lastplattform
         8.1.11.2.1.     Fest
         8.1.11.2.2.     Hebbar
         8.1.11.2.3.     Kippbar
         8.1.11.3.       Andere Anbaugeräte
         8.1.11.3.1.     Arten der Anbaugeräte
         8.1.11.3.1.1.   Fest — in bezug auf den Gabelträger (Kranausleger, D o r n usw.) oder in bezug auf das
                         Fahrgestell (Behälter, T a n k usw.)
         8.1.11.3.1.2.   Lastträger oder Teil davon beweglich in bezug auf den Gabelträger (Gabelstapler)
                         oder das Fahrgestell (andere Flurförderzeuge)
         8.1.11.3.1.2.1. Mechanisch (Behälter mit aufklappbarem Boden oder Schaufel)
         8.1.11.3.1.2.2. Hydraulisch (Klammer, Seitenschieber, Drehgerät)
         8.1.11.3.1.2.3. Pneumatisch (Vakuum usw.)
         8.1.11.3.1.2.4. Elektrisch (Elektromagnete)
         8.1.11.3.2.     Wirkungsweise von Anbaugeräten
         8.1.11.3.2.1.   Einfache Klammereinrichtungen zum Festhalten der Last (z. B. Lasthalter, Klammer)
         8.1.11.3.2.2.   Einfache Anbaugeräte zum H a n d h a b e n der Last (z. B. Seitenschieber, Klemmschieber,
                         Drehgerät)
         8.1.11.3.2.3.   Mehrfachanbaugerät (z. B. drehende Klammer)
         8.1.12.         Bauteile für das Bewegen der Last (außer Fahren)
         8.1.12.1.       Allgemeine Bauteile
         8.1.12.1.1.     Motor
         8.1.12.1.2.     Pumpe, Regelventil, Rohrleitungen, Z u b e h ö r
         8.1.12.2.       Hubeinrichtung (oder Hubgerüst) = bestehend aus
                         — einem festen Mast, in dem entweder der Gabelträger oder einer oder mehrere
                               bewegliche Mäste gleiten, und
                         — einem oder mehreren Hubzylindern, die entweder mittels Ketten/Drahtseilen oder
                               direkt einen Gabelträger (oder eine Ladeplattform) und den (die) beweglichen
                               Mast(en) heben.
         8.1.12.2.1.     Mast(e) (feststehend, beweglich):
                         Gerüst gebildet aus Profilen, die im allgemeinen paarweise angeordnet und mit Quer-
                         streben verbunden sind.
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             .1.12.2.2.   Hubzylinder
                          — einfache Hubzylinder:
                              Zylinder mit einem Kolben zum Heben der Last
                          — Teleskophubzylinder:
                              Zylinder mit mehreren konzentrischen Kolben, die sich nacheinander oder gleich-
                              zeitig heben.
             .1.12.2.3.   Andere Hubeinrichtungen (z. B. Winden, Schraubspindel)
             .1.12.2.4.   Hubketten
                          — Rollenketten
                          — Fleyerketten
             .1.12.2.4.1. Hubseile
             .1.12.2.5.   Trageinrichtung
                          Teil, der in einem Mast geführt ist und die Trageinrichtungselemente aufweist.
             .1.12.3.     Andere Teile
             .1.12.3.1.   Neigesystem (z. B. Neigungszylinder)
             .1.12.3.2.   Schubsystem
             .1.12.3.3.   Andere Hubsysteme als der Mast (z. B. Kranarm)
                          — Ketten- oder Seilwinden
                          — Hubmechanismen für Flurförderzeuge mit niedrigem H u b .
             .1.12.4.     Hubgerüst (Klassifizierung nach A n o r d n u n g der Mäste)
             .1.12.4.1.   Einfach-Hubgerüst (Simplex-Mast):
                          Mast, der nur aus einem feststehenden R a h m e n besteht.
             .1.12.4.2.   Teleskopierendes Hubgerüst:
                          bestehend aus einem festen und einem oder mehreren beweglichen Masten.
             .1.12.4.2.1. Doppelmast (einfach teleskopierend):
                          Hubgerüst, bestehend aus einem feststehenden Außenmast und einem beweglichen
                          Innenmast.
             .1.12.4.2.2. Triplex-Hubgerüst:
                          Hubgerüst, bestehend aus einem feststehenden Außenmast und zwei beweglichen
                          Innenmasten.
             .1.12.4.2.3. Quadruplex-Hubgerüst:
                          Hubgerüst, bestehend aus einem feststehenden Außenmast und drei beweglichen
                          Innenmasten.
             .2.          Kennwerte des Flurförderzeuges
             .2.1.        Leergewicht, betriebsbereit
                          Gesamtmasse des kompletten Flurförderzeuges mit allem Z u b e h ö r u n d betriebsbereit,
                          d.h. einschließlich Energiequelle:
                          — voller Treibstofftank für Flurförderzeuge mit Antrieb durch Verbrennungsmotor
                          — Antriebsbatterie für Elektro-Flurförderzeuge. Das Flurförderzeug ist dabei ohne
                              Last und Personen.
             .2.2.        Leergewicht
                          Masse des kompletten Flurförderzeuges mit Z u b e h ö r , benutzungsbereit, aber ohne
                          Energiequelle, d.h. ohne Antriebsbatterie oder Brennstoff, ohne Last und Personenbe-
                          lastung.
                          Bemerkung:
                          Der Ausdruck „ o h n e Brennstoff" bedeutet:
                          — f ü r Flurförderzeuge mit Benzin-, Diesel- oder Flüssiggasantrieb und fest am Flur-
                              förderzeug angebrachtem Treibstofftank: mit leerem T a n k ;
                          — f ü r Flurförderzeuge mit Flüssiggasantrieb und a b n e h m b a r e m Ta nk: ohne Gas-
                              flasche.
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          8.2..?.                G e w i c h t der A n t r i e b s b a t t e r i e - F i n h e i t
                                  G e s a m t m a s s e b e s t e h e n d a u s Batterie, T r o g und e t w a i g e m Ballast.
          8.2.4.                  Achslast ( V o r d e r a c h s e , H i n t e r a c h s e ) des b e t r i e b s b e r e i t e n , u n b e l a d e n e n F l u r f ö r d e r -
                                  zeuges
          8.2.5.                  Achslast ( V o r d e r a c h s e , H i n t e r a c h s e ) des b e t r i e b s b e r e i t e n F l u r f ö r d e r z e u g e s mit N e n n -
                                  last
          8.2.6.                  R a d l a s t ( V o r d e r r a d , H i n t e r r a d ) des b e t r i e b s b e r e i t e n , u n b e l a d e n e n F l u r t ö r d e r z e u g e s
          8.2.7.                  R a d l a s t ( V o r d e r r a d , H i n t e r r a d des betriebsbereiten F l u r f ö r d e r z e u g e s mit N e n n l a s t
          8.2.8.                  S p u r w e i t e der V o r d e r r ä d e r u n d H i n t e r r ä d e r
          8.2.9.                  Radstand
          8.2.10.                 N c n n - T r a g f ä h i g k c i t (siehe Kapitel 9)
          8.2.1 I.                L a s t s c h w e r p u n k t a b s t a n d (')
          8.2.12.                 A b m e s s u n g e n über alles
                                  H ö h e (kleinste H ö h e des H u b g e r ü s t e s , G e s a m t h ö h e bei a u s g e f a h r e n e m H u b g e r ü s t ,
                                  H ö h e über S c h u t z d a c h o d e r F a h r e r k a b i n e )
                                  B a u h ö h e grölste H ö h e (über H u b g e r i i s t , S c h u t z d a c h o d e r Kabine) bei auf F r e i h u b
                                  angehobener Gabel
                                  F ä n g e o h n e G a b e l z i n k e n (')
                                  Breite (')
          8.2                     F r e i h u b (')
          8.2                     Grölste H u b h ö h e mir N e n n l a s t (')
          8.2                     Grölste H u b h ö h e (')
          8.2                     Ü b e r g a n g ( A u s k r a g e n ü b e r die S t a n d f l ä c h e ) nach v o r n , nach h i n t e n , seitlich
          8.2                     Bodenfreiheit unter dem Hubgerüst
          8.2                     B o d e n f r e i h e i t in der M i t t e des R a d s t a n d e s
          8.2                     Rampenanschlulswinkel
                                  a Anfahrtswinkel (maximaler)
                                   b Abfahrtswinkel (maximaler)
                                  c K u p p e - W i n k e l (minimaler)
                                  (siehe A b b i l d u n g )
                                                                                                                                       j tt
              Siehe AhhilJuim Seite 14.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/14                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  2. 7. 79
                                             ABMESSUNGEN — MERKMALE
Al  Kleinste Höhe des Hubgerüstes (Bauhöhe)                   O  Überhand vorne
A2  Gesamthöhe, Hubgerüst ausgefahren                         PI Bodenfreiheit unter dem Hubgerüst
B   Höhe über Fahrerschutzdach oder Fahrerkabine              P2 Bodenfreiheit in der Mitte des Radstandes
C   Breite über alles                                         S   äußerer Wenderadius
D   Länge über alles                                          T  innerer Wenderadius
E   Gabellänge                                                U  theoretische Mindestbreite des Ganges für rechtwinkliges
F   Lastschwerpunktabstand                                       Einbiegen
G   Lastschwerpunkt                                           V   theoretische Mindestbreite des Ganges für rechtwinkliges
J   Neigung nach vorn (in Grad)                                  Stapeln
K   Neigung nach hinten (in Grad)                             W  Freihub: W 1 großer Freihub,'W2 kleiner Freihub
L  Spurweite vorn                                             X  größte Hubhöhe bei Nennlast
M  Spurweite hinten                                           Y   größte Hubhöhe
N  Radstand
                                I
                                l
   A2
                               I                                                                               v ,r
                               I
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           W1       X
                           " O—o
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 165/15
         8.2.20.                 Kleinster Wenderadius (x)
         8.2.21.                 Theoretische Mindestbreite des Ganges für rechtwinkeliges Einbiegen, leer und bela-
                                 den (1)
         8.2.22.                 Theoretische Mindestbreite des Ganges für rechtwinkeliges Stapeln (*)
         8.2.23.                 Zugkraft an der Anhängekupplung
         8.2.24.                 Größte zulässige Steigung, für die das Flurförderzeug leer oder beladen vom Herstel-
                                 ler zugelassen ist.
         8.3.                    Besondere Begriffe zum Handhaben der Last
         8.3.1.                  Aufnehmen der Last
         8.3.2.                  Absetzen der Last
         8.3.3.                  Heben der Last
         8.3.4.                  Senken der Last
         8.3.5.                  Stapeln — Entstapeln
                                 Stapeln:            Vorgang bestehend aus dem Heben einer Last und deren Absetzen
                                                     auf einem Stapel ähnlicher Lasten
                                 Entstapeln:         Vorgang bestehend aus dem Aufnehmen einer Last von dem ober-
                                                     sten Teil eines Stapels und deren Absenken
         8.3.6.                  In Regale einsetzen — herausnehmen
                                 Einsetzen:          Vorgang bestehend aus dem Heben einer Last und deren Einsetzen
                                                     in ein Regalfach
                                 Herausnehmen:       Vorgang bestehend aus dem Aufnehmen einer Last aus einem
                                                     Regalfach und deren Absenken
         8.3.7.                  Neigen des Hubgerüstes (oder der Gabel) nach vorn — nach hinten
         8.3.8.                  Ausschieben oder Zurückziehen des Hubgerüstes oder der Gabel (nach vorn - - nach
                                 hinten, seitlich)
         8.3.9.                  Fahren
          8.3.10.                 Im Schleichgang fahren
                                 Fahren eines Flurförderzeuges über kurze Strecken bei Geschwindigkeiten bis zu
                                 2,5 km/h, damit bei einem Handhabevorgang (z. B. beim Stapeln) die Last genau
                                 positioniert werden kann.
         8.3.11.                 Ziehen
         8.3.12.                 Ankuppeln — Abkuppeln
         8.3.13.                 Drehen — eines Anbaugeräts
         8.3.14.                 Schwenken (Hubgerüst oder Anbaugerät)
                                 Drehen um eine vertikale Achse der gesamten Hubeinrichtung oder eines einzelnen
                                 Lastträgers, das einen Übergang von einer seitlichen in eine frontale Stellung — und
                                 umgekehrt — erlaubt.
         8.3.15.                 Last Abschieben — Last aufziehen
         8.3.16.                 Seitlich verschieben
         (*) Siehe Abbildung Seite 14.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/16                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                2. 7. 79
           8.3.17.    Gabelzinken verstellen
           8.3.18.    Drehen der Gabelzinken
           8.3.19.    Klammern — Klammer Lösen
           8.3.20.    Last festhalten
            8.3.21.   Mit der Schaufel aufnehmen — Schaufel entleeren
           8.3.22.    Abstützungen setzen — Abstützungen einziehen (z. B. für Quergabelstapler)
           8.3.23.    Abkippen
            8.4.      Sicherheitseigenschaften und -einrichtungen
           8.4.1.     Standsicherheit
                      Eigenschaft eines Flurförderzeuges, beladen oder unbeladen, dem Umkippen entge-
                      genzuwirken, das sich aus den bei seiner Benutzung entstehenden statischen oder
                      dynamischen Kräften ergibt.
           8.4.1.1.   Standsicherheit in Längsrichtung
                      Widerstand gegen Umkippen nach vorn oder nach hinten
           8.4.1.2.   Standsicherheit in Querrichtung
                      Widerstand gegen Umkippen auf die linke oder rechte Seite
           8.4.1.3.   Statische Standsicherheit
                      Widerstand gegen Umkippen des stillstehenden Flurförderzeuges lediglich als Folge
                      seiner Belastung
           8.4.1.4.   Dynamische Standsicherheit
                      Widerstand gegen Umkippen des in Betrieb befindlichen Flurförderzeuges durch
                      Kippkräfte, die entstehen bei
           8.4.1.4.1. — Fahren geradeaus oder in der Kurve
           8.4.1.4.2. — dem Handhaben der Last
           8.4.1.4.3. — einer aus 1 und 2 zusammengesetzten Bewegung
            8.4.2.    Bremsen
                      Abbremsung
                      Anhalteweg
           8.4.3.     Sicherheitsausrüstung
           8.4.3.1.   Schutzeinrichtung für den Fahrerplatz
                      Vollwandige oder durchbrochene Abschirmung des Fahrerplatzes — besonders wenn
                      er sich am Ende des Flurförderzeuges befindet — , die den Fahrer seitlich und/oder
                      frontal bei Zusammenstoß mit feststehenden Hindernissen oder anderen Fahrzeugen
                      schützt.
           8.4.3.2.   Schutzdach
                      Auf einem Flurförderzeug angebrachter Aufbau über dem Fahrer, um ihn vor herab-
                      fallenden Gegenständen zu schützen.
           8.4.3.3.   Schutzgitter
                      Vertikale Absicherung, die im allgemeinen am Gabelträger angebracht ist, um das
                      Herabfallen eines Teiles der beförderten Last auf den Fahrer zu verhindern.
           8.4.3.4.   Funkenfänger
            8.4.3.5.  Abgaskühler
           8.4.3.6.   Abgasreiniger
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 165/17
         8.4.3.7.  Explosionsschutz-Ausrüstung
         8.4.3.8.  Batterie-Ladungsanzeige
         8.4.3.9.  Überlastanzeige
         8.4.3.10. Hupe
         8.4.3.11. Anlaßschalter
         8.4.3.12. Sicherheitsschalter (am Elektro-Flurförderzeug)
                   Schalter, mit dem der Fahrmotor abgeschaltet wird (und gegebenenfalls die Bremsen
                   angelegt werden), sobald der Fahrer nicht mehr auf die Einrichtung einwirkt und sie
                   damit betätigt, z. B.: Sitz bei Sitzflurförderzeugen, Pedal bei Stand-Flurförderzeugen,
                   Deichsel bei Geh-Flurförderzeugen.
         8.4.3.13. Sicherheitsumschalter
                   Einrichtung am Deichselende eines Geh-Flurförderzeuges, die die Fahrtrichtung
                   umkehrt, sobald sie mit dem Fahrer (oder einem Hindernis) in Berührung kommt.
         8.4.3.14. Notabschaltung
                   Einrichtung zum Abschalten der Motoren von Elektro-Flurförderzeugen, die unab-
                   hängig vom Steuerschalter wirkt, die den Motorstrom auch bei Störungen an den
                   Schützen sicher unterbricht.
          .4.3.15. Rückspiegel
          .4.3.16. Schutz gegen Überstrom
          .4.3.17. Auffahrtsicherung
                   Schutzeinrichtung an der in Fahrtrichtung vorderen Seite eines fahrerlosen Flurför-
                   derzeuges, die auf irgendeine Weise (mechanisch, optisch, magnetisch usw.) die
                   Stromzufuhr des Fahrmotors abschaltet und die Bremsen anlegt, sobald das Flurför-
                   derzeug mit einem Hindernis in Berührung oder in dessen unmittelbare Nähe kommt.
         9.        TRAGFÄHIGKEIT           VON     FLURFÖRDERZEUGEN               UND   ABNEHMBAREN
                   ANBAUGERÄTEN
         9.1.      Stapler mit hohem Hub
         9.1.1.    Nenn-Tragfähigkeit    von Staplern mit hohem Hub
                   Die Nenn-Tragfähigkeit eines kraftbetriebenen Staplers mit hohem Hub entspricht der
                   vom Hersteller zugelassenen Last in kg, die der Staplertyp im normalen Betrieb unter
                   definierten Bedingungen befördern oder heben kann (siehe Addendum A).
         9.1.2.    Wirkliche Tragfähigkeit    von Staplern mit hohem Hub
                   Die wirkliche Tragfähigkeit eines kraftbetriebenen Staplers mit hohem H u b ent-
                   spricht der vom Hersteller (in der Regel aufgrund von Standsicherheitsversuchen)
                   zugelassenen größten Last in kg (bezogen auf Anbaugerät und Hubhöhe), die der
                   jeweilige Stapler im normalen Betrieb unter definierten Bedingungen transportieren
                   oder heben kann (siehe Addendum A).
         9.2.      Flurförderzeuge mit fester Plattform oder niedrigem Hub
         9.2.1.    Nenn-Tragfähigkeit    von Flurförderzeugen   mit fester Plattform oder niedrigem Hub
                   Die Nenn-Tragfähigkeit eines Flurförderzeuges mit fester Plattform oder niedrigem
                   H u b entspricht der vom Hersteller zugelassenen größten Last in kg, die gleichförmig
                   über die die Last tragende Plattform oder Einrichtung verteilt ist und die das Flurför-
                   derzeug unter normalen Betriebsbedingungen befördern kann.
 ---pagebreak--- Nr. C 1 6 5 / 1 8                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                   2. 7. 7 9
                9.3.       Schlepper (Industrieschlepper)
                9.3.1.     Nenn-Zugkraft      von Industrieschleppern
                           Die Nenn-Zugkraft eines Industrieschleppers ist die vom Hersteller zugelassene
                           Nenn-Zugkraft an der Anhängekupplung in Newton, die der Industrieschlepper in
                           einer spezifizierten Kupplungshöhe entwickeln kann, während er mit einer gleichför-
                           migen Geschwindigkeit von nicht weniger als 1 % der größten Geschwindigkeit ohne
                           Last auf glattem, trockenem und horizontalem Zementboden fährt. Für Stand- oder
                           Sitzschlepper muß das Fahrergewicht 90 kg betragen (gegebenenfalls durch Ballast
                           ausgeglichen).
                           Luftreifen müssen den vom Schlepperhersteller angegebenen Innendruck haben.
                 9.4.      Abnehmbare Anbaugeräte
                 9.4.1     Die Nenn-Tragfähigkeit von abnehmbaren Anbaugeräten entspricht der vom Herstel-
                           ler zugelassenen größten Last in kg, die das Anbaugerät im normalen Betrieb unter
                           definierten Bedingungen handhaben hann.
                 10.       ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
                 10.1.     Schilder mit Angaben
                           Alle Schilder müssen in der (den) Landessprache(n) des Betreibers beschriftet sein.
                 10.1.1.   Fabrikschilder
                 10.1.1.1. An jedem Flurförderzeug muß an auffälliger Stelle ein dauerhaftes Fabrikschild ange-
                           bracht sein, das die folgenden Angaben enthält:
                                     Flurförderzeuge mit Antrieb                                      Batterie-elektrisch
                                      durch Verbrennungsmotor                                    betriebene Flurförderzeuge
                           a) Name des Herstellers (oder Impor-                      a)  dito
                                teurs) des Flurförderzeuges •
                           b) Typ                                                    b) dito
                           c) Serien- oder Fabriknummern und                         c) dito                                 \
                                Baujahr
                           d) Leergewicht (x) (Masse) des be-                        d) Leergewicht (*) (Masse) des be-
                                triebsbereiten       Flurförderzeuges,                   nutzungsbereiten Flurförderzeuges
                                ohne abnehmbare Anbaugeräte,                             ohne         Antriebsbatterie,     ohne
                                aber Stapler mit Gabelzinken                             abnehmbare Anbaugeräte, aber
                                                                                         Stapler mit Gabelzinken
                                                                                     e) zulässiges Mindest- und Höchst-
                                                                                         gewicht (Masse) der Antriebs-
                                                                                         batterie
                                                                                     f)  Batteriespannung
                           (') Das Gewicht kann geringfügig unter oder über dem auf dem Schild angegebenen liegen.
                 10.1.1.2. Abnehmbare Anbaugeräte
                           An jedem abnehmbaren Anbaugerät muß ein getrenntes Fabrikschild mit den folgen-
                           den Angaben angebracht sein:
                           a) Name des Anbaugerät-Herstellers (oder -Importeurs)
                           b) Typ
                           c) Serien- oder Fabriknummer und Baujahr
                           d) Masse des Anbaugeräts
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 165/19
                     e) Abstand des Anbaugerät-Schwerpunkts von seiner Befestigungsfläche am Flurför-
                         derzeug
                     f)  Nenn-Tragfähigkeit
                     g) Bei hydraulisch betriebenen Anbaugeräten: der benötigte Arbeitsdruck, der nach
                          den Angaben des Anbaugerät-Herstellers für die Betätigung erforderlich ist
                     h) Tragfähigkeit der Kombination von Flurförderzeug und Anbaugerät einhalten
         10.1.1.3.   Unter besonderen Bedingungen betriebene Flurförderzeuge
                     Wenn ein Flurförderzeug so gebaut ist, daß es unter besonderen Bedingungen betrie-
                     ben werden kann, dann muß an ihm an einer auffälligen Stelle ein dauerhaftes
                     Schild mit den folgenden Angaben angebracht sein:
                     a) Bezeichnung der besonderen Betriebsbedingung(en)
                     b) Tragfähigkeit des Flurförderzeuges in jeder der besonderen Betriebsbedingung(en)
         10.1.1.4.   Antriebsbatterien
                     An jedem Trog ist ein dauerhaftes Fabrikschild mit den folgenden Angaben an auffäl-
                     liger Stelle zu befestigen:
                     a)   Name des Batterie-Herstellers
                     b) Typ
                     c) Seriennummer
                     d) Nennspannung
                     e) Kapazität in Ampere-Stunden bei 5stündiger Entladung
                     f)  Betriebsgewicht (mit Zusatzmasse, um eine zu geringe Masse der Batterie auszu-
                         gleichen).
                     Ferner kann die Masseangabe auf den abnehmbaren Trog in der Nähe der Hub-
                     punkte aufgeschlagen werden.
         10.1.2.     Tragfähigkeitsscbilder
                     Jedes Flurförderzeug und jeder Schlepper muß ein dauerhaftes Tragfähigkeitsschild
                   \ haben, das an gut sichtbarer Stelle und leicht lesbar für den Fahrer befestigt ist und
                     auf dem die unten angegebenen Daten angegeben sind. Wenn gewünscht, kann dieses
                     Tragfähigkeitsschild mit dem Fabrikschild kombiniert sein.
         10.1.2.1.   Stapler mit hohem H u b
                     Auf dem Tragfähigkeitsschild müssen die in Addendum B spezifizierten Daten ange-
                     geben sein.
         10.1.2.2.   Flurförderzeuge mit fester Plattform oder niedrigem Hub
                     Auf dem Tragfähigkeitsschild muß die Nenn-Tragfähigkeit in kg angegeben sein, wie
                     sie in Abschnitt 9.2.1 definiert ist.
         10.1.2.3.   Schlepper
                     Auf dem Zugkraftschild muß die Zugkraft an der Anhängekupplung in Newton
                     angegeben sein, wie sie in 9.3.1 definiert ist, unter gleichzeitiger Angabe, für welche
                     Dauer diese Zugkraft ausgeübt werden kann.
                     Bei Elektroschleppern oder Schleppern mit Drehstromumwandlern muß die Zugkraft
                     für eine einstündige Betriebsdauer angegeben werden.
         10.1.3.     Sonstige Angaben
                     Diese Angaben erfordern nicht zwingend die Verwendung eines Schildes.
         10.1.3.1.   Anschlagstellen
                     Anschlagstellen am Flurförderzeug müssen deutlich angegeben sein (siehe Punkt
                      10.8.4).
         10.1.3.2.   Reifendruck
                     Der Druck im Luftreifen muß deutlich am Flurförderzeug angegeben sein.
         10.1.3.3.   Größte zulässige Steigung
 ---pagebreak--- Nr. C 165/20                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                      2. 7. 79
           10.2.    Sicherung gegen unbeabsichtigte Bewegung und unbefugte Benutzung
           10.2.1.  Eine Feststellbremse m u ß vorgesehen werden, die den Anforderungen der Abschnitte
                    10.3.4.1 und 10.3.4.2 genügt.
                    Für Kommissionier-Flurförderzeuge siehe die besonderen Bestimmungen des Kapitels
                    11.
           10.2.2   Das Flurförderzeug m u ß so eingerichtet sein, d a ß es durch eine besondere Einrichtung
                    gegen unbefugte Benutzung gesichert werden kann, z. B. Schlüsselschalter.
                   Schaltschlüssel für Geh-Flurförderzeuge einerseits und Fahrerstand- bzw. Fahrersitz-
                    Flurförderzeuge andererseits dürfen nicht gegeneinander austauschbar sein.
           10.3.    Bremsen — Auslegung
           10.3.1. Bremsen
                   Flurförderzeuge müssen mit Bremsen ausgerüstet sein, die in der Lage sind, in beiden
                   Fahrtrichtungen auf glattem, waagerechtem, trockenem und sauberem Z e m e n t b o d e n
                   mindestens die Abmessung „ F " zu entwickeln:
                   — f ü r alle Flurförderzeuge außer Schleppern in Prozent von der Bruttomasse des
                         Flurförderzeuges mit seiner Nennlast;
                   — f ü r Schlepper in Prozent von der Bruttomasse des Schleppers ohne Anhänger.
                   Der Mindestwert für „ F " wird in der nachstehenden Tabelle in Abhängigkeit von der
                   Höchstgeschwindigkeit, die das Flurförderzeug mit Nennlast (oder der Schlepper
                   ohne Anhänger) erreichen kann, angegeben (V] in km/h).
                   Wenn die tatsächliche Abbremsung eines Flurförderzeuges sich selbsttätig in Abhän-
                   gigkeit von der Geschwindigkeit ändert, kann „ F " entsprechend der jeweiligen Ge-
                   schwindigkeit gewählt werden (siehe Abbildung A).
                   Der Mindestwert für „ F " aus der nachstehenden Tabelle m u ß bei der jeweils zutref-
                   fenden Betätigungskraft nach Absatz 10.3.2 erreicht werden.
                                                                                                 Wert von F für
                       Gruppe                 Typ des Flurförderzeuges
                                                                                    V, < B , 4 k m / h     V, > 13,4 k m / h
                        AH             Flurförderzeuge aller Typen
                                       außer denen der Gruppen
                                       B, C, D                                    F ^    1,86 VjO/o          F      25%
                        B              Schlepper mit 1 oder 2 ge-
                                       bremsten Rädern                             F ^ 2,6 VjO/o             F ^    35%
                        C              Schlepper mit 4 gebremsten
                                       Rädern                                     F^    3,72 Vt°/o           F > 50%
                                                                                                 Wert von F für
                                                                                    V, < 9,0 k m / h       V, > 9 , 0 k m / h
                       D (2)           Kommissionierflurförderzeuge,
                                       Flurförderzeuge mit hohem
                                       und mittlerem H u b , Zwei- und
                                       Dreiseitenstapler                           F ^    1,0 V^/o            F ^    9%
                   (') Sind Hubgerüst oder Gabel ausschiebbar, so gelten die Werte für das Flurförderzeug mit zurückgezogenem
                       Hubgerüst bzw. zurückgezogener Gabel.
                   (2) Für weitere Einzelheiten siehe Abschnitte 11.1 und 11.2
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 165/21
                                            ABBILDUNG           A
                                                                                          C Schlepper mit 4 gebrem-
                                                                                            sten Rädern
                                                                                          B Schlepper mit 1 oder 2
                                                                                            gebremsten Rädern
                                                                                          A Flurförderzeuge       aller
                                                                                            Typen außer den Gruppen
                                                                                            B, C, D
                                                                                          D Kommissionnierflur-
                                                                                             förderzeuge, Flurförder-
                                                                                             zeuge mit mittlerem und
                                                                                             hohem Hub, Zwei- und
                                                 8    9 10        12 1.^4 14  16   ^km/h     Dreiseitenstapler
                                                 5 5,6                  8,33  10  V mph
         10.3.2.                 Betätigung von Betriebsbremsen             H
                                 a) Bremsen, die durch Drücken des Bremspedals angelegt werden, müssen die in der
                                      obigen Tabelle angegebenen Abbremsungen bei einer maximalen Pedalkraft von
                                      600 N erreichen.
                                 b) Bremsen, die durch Loslassen des Bremspedals angelegt werden, müssen der obi-
                                      gen Tabelle der Abbremsungen entsprechen. Die größte Kraft, die zum Lösen der
                                      Bremse und zum Halten in gelöster Stellung während der Fahrt benötigt wird,
                                      darf 300 N nicht überschreiten.
                                 c) Bremsen, die mit einem Handhebel angelegt werden, müssen der obigen Tabelle
                                      der Abbremsungen entsprechen, wenn eine größte Kraft von 150 N auf den
                                      Handhebel aufgebracht wird.
                                 d) Selbsttätig wirkende Bremsen bei Fahrerstand- und Geh-Elektro-Flurförderzeugen
                                      müssen der obigen Tabelle entsprechen.
         10.3.3.                 Reibungsbremsen, hydrostatische Übertragung und elektrische Bremssysteme sind als
                                 Betriebsbremsen zulässig.
         10.3.4.                 Feststellbremse
         10.3.4.1.                Alle Flurförderzeuge außer Schleppern müssen mit einer Feststellbremse ausgerüstet
                                  sein, die in der Lage ist, das Flurförderzeug mit seiner Höchstlast auf der vom Her-
                                  steller angegebenen Steigung ohne Mithilfe des Fahrers festzuhalten.
                                  Diese Steigung darf nachstehende Werte nicht überschreiten:
                                  a) Sitz- oder Stand-Flurförderzeuge, elektrisch oder mit Verbrennungsmotor ange-
                                       trieben, mit Ausnahme der Bauarten b) und c): 15 %,
                                  b) Schubstabier, Spreizenstabier, Gabelhochhub wagen, Hochhubwagen und Hub-
                                       wagen mit niedrigem Hub: 10 %,
                                  c) Zweiseitenstapler, Dreiseitenstapler: 5 %,
                                  d) Geh-Flurförderzeuge: 10 %.
          10.3.4.2.               Alle Schlepper, außer den fahrerlosen Schleppern, müssen mit einer Feststellbremse
                                  ausgerüstet sein, die den Schlepper selbst, ohne Anhänger und ohne Mitwirkung des
                                  Fahrers auf der größten Steigung halten kann, die er ohne Last bergauf fahren kann
                                  oder auf der folgenden Steigung:
                                  Sitz- oder Stand-Schlepper, Antrieb durch Verbrennungsmotor oder elektrisch: 15 %,
                                  Geh-Schlepper: 10 %.
          (') Für Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz siehe Kapitel 11.
 ---pagebreak--- Nr. C 1 6 5 / 2 2                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                  2. 7. 7 9
                10.3.4.3.  Betätigungssysteme der Bremsen
                           Betriebsbremse und Feststellbremse müssen durch unabhängige Systeme betätigt
                           werden, sie können aber auf das gleiche Halteelement (z. B. Bremsbacken) wirksam
                           werden.
                           Dies gilt nicht für Flurförderzeuge mit einer selbsttätig wirkenden Betriebs-/Feststell-
                           bremse. Siehe 10.3.2 b) und d).
                 10.4.     Räder
                           Wenn geteilte Räder mit Luftreifen benutzt werden, müssen Einrichtungen vorhanden
                           sein, durch die der Benutzer gehindert wird, die Radhälften auseinanderzunehmen,
                           bevor das Rad von der Achse genommen ist.
                 10.5.     Bedienteile
                 10.5.1.   Bedienteile für die Fahrtrichtung
                10.5.1.1.  Gültig bis 31. Dezember 1984
                           Gemäß Norm ISO 3691, Punkt 8.1 bis 8.2.3.3, 8.3.1 a), b), e), 8.3.1.1 bis 8.4.3.2.
                 10.5.1.2. Gültig ab 1. Januar 1985
                           (Gemäß Norm ISO 3691, Punkt 8.1 bis 8.2.3.3, 8.3.1 a), b), e), 8.3.1.1 bis 8.4.3.2.,
                           mit nachstehenden Änderungen:
                           8.4.1.1. P e d a l e
                           Gaspedale, Bremspedal und, wenn vorhanden, Kupplungspedal von Fahrersitz-Flur-
                           förderzeugen müssen, wie es im Kraftfahrzeugbau üblich ist, angeordnet sein, gemäß
                           Abbildung 25 (der nachstehende Absatz ist zu streichen).
                           8.4.1.2. H e b e l f ü r G a n g s c h a l t u n g
                           Die Lage der einzelnen Gänge ist deutlich anzugeben.
                           8.4.1.3. H e b e l f ü r R i c h t u n g s ä n d e r u n g
                           Die Wahl der Fahrtrichtung muß verbindlich von Hand vorgenommen werden. Die
                           Hebel für die Richtungsänderung müssen so angeordnet werden, daß die Betätigungs-
                           richtung mit der gewünschten Fahrtrichtung korrespondiert.
                           8.4.1.4 S i c h e r h e i t s h e b e l    und Bremsen —              Elektro-Fahrersitz-Flurför-
                                     derzeuge
                           — Die ersten beiden Absätze bleiben unverändert;
                           — die drei letzten Absätze werden ersetzt durch:
                                Das Beschleunigungspedal muß mit dem rechten Fuß bedient werden, wobei sich
                                beim Herabdrücken eine Erhöhung der Geschwindigkeit ergeben muß. Die Be-
                                triebsbremsen müssen durch den rechten Fuß bedient werden können und müssen
                                durch Herabdrücken des Pedals angelegt werden.
                           8.4.1.5. S i c h e r h e i t s e i n r i c h t u n g e n u n d B r e m s e n — F a h r e r s i t z - F l u r f ö r -
                                      derzeuge mit V e r b r e n n u n g s m o t o r
                           — Der erste Satz des 1. Absatzes bleibt unverändert;
                           — der zweite Satz des 1. Absatzes wird ersetzt durch:
                                Das Beschleunigüngspedal muß mit dem rechten Fuß betätigt werden, wobei sich
                                beim Herabdrücken eine Erhöhung der Geschwindigkeit ergeben muß.
                           — Die übrigen Absätze werden ersetzt durch:
                                Die Betriebsbremsen müssen immer durch den rechten Fuß bedient werden kön-
                                nen und müssen beim Herabdrücken angelegt werden. Wenn vorhanden, so muß
                                das Kupplungspedal die Lösung der Kupplung bewirken durch Herabdrücken mit
                                dem linken Fuß.
                                Dieses Pedal kann auch die Bremsen bedienen; in diesem Fall können die beiden
                                Funktionen mittels eines einzigen breiten Pedals erfüllt werden, vorausgesetzt,
                                daß seine Oberfläche annähernd die Oberfläche der beiden Pedale — Bremse und
                                Kupplung — gemäß Abbildung 25 umfaßt. Die Betätigung (Herunterdrücken)
                                dieser Pedale muß zu Beginn die Kupplung lösen und am Ende die Bremsen anle-
                                gen.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 165/23
          10.5.2.                Bedienteile zum Handhaben             der Last
                                 Gemäß Norm ISO 3691 (Punkt 8.5)
          10.5.3.                Bildzeichen für die Steuerung
                                 Gemäß Norm ISO 3287
          10.6.                  Geschwindigkeitsbegrenzung ( ! )
          10.6.1.                Geh-Flurförderzeuge müssen so gebaut sein, daß sie unbeladen und auf ebenem
                                 Boden keine größere Geschwindigkeit als 6 km/h entwickeln können.
                                 Ausnahme:
                                 In besonderen Bereichen, die vom Fußgänger- und sonstigem Verkehr abgeteilt sind,
                                 dürfen fahrerlose Flurförderzeuge mit höheren Geschwindigkeiten betrieben werden.
                                 Geh-Flurförderzeuge mit einstufigem Antrieb müssen so konstruiert sein, daß sie leer
                                 und auf ebenem Boden keine Geschwindigkeit über 4 km/h oder keine Anfahrbe-
                                 schleunigung über 5 % entwickeln können. Diese Flurförderzeuge dürfen keine
                                 Hochhubeinrichtung haben.
          10.6.2.                Stand-Flurförderzeuge müssen so gebaut sein, daß sie beladen und bei Betneb auf
                                 ebenem Boden keine Geschwindigkeit über 16 km/h entwickeln können.
          10.6.3.                Bei Sitz- und Stand-Flurförderzeugen mit einer Geschwindigkeit von mehr als
                                 12 km/h wird empfohlen, diese mit einem Tachometer auszurüsten, der es gestatter,
                                 die Fahrgeschwindigkeit den Betriebsbedingungen anzupassen und die Einhaltung der
                                 vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu gewährleisten.
          10.7.                  Anforderungen an Antriebssysteme und Zubehör
          10.7.1.                Flurförderzeuge     mit Antrieb durch Verbrennungsmotor
          10.7.1.1.              Auspuff- und Kühlsysteme
          10.7.1.1.1.            Das Auspuffsystem soll unter sorgfältiger Beachtung der Bequemlichkeit und des
                                 Wohlbefindens des Fahrers und des anderen Personals gebaut und angeordnet sein.
                                 Insbesondere muß das Auspuffrohr, ob hoch oder tief angebracht, so ausgerichtet
                                 sein, daß das Personal möglichst wenig beeinträchtigt wird.
          10.7.1.1.2.-           Der Luftstrom durch das Kühlsystem soll ebenfalls so angeordnet sein, daß Belästi-
                                 gung des Fahrers vermieden wird.
          10.7.1.2.              Kraftstofftank
                                 Wenn der Tank innerhalb oder direkt anstoßend an den Maschinenraum ist, muß er
                                 und/oder die Fülleinrichtung von den elektrischen und Auspuffsystemen durch eine
                                 besondere Umkleidung oder durch Dämmplatten isoliert sein. Die Anordnung des
                                 Tanks und die Einrichtungen zum Einfüllen müssen so sein, daß verschütteter oder
                                 auslaufender Kraftstoff auf den Boden abgeleitet wird und weder in den Maschinen-
                                 oder Fahrerraum noch auf Teile des elektrischen oder Auspuffsystems gelangt. Unter
                                 Betriebsbedingungen soll es nicht möglich sein, Kraftstoff zu verschütten.
          10.7.1.2.1.            Gültig bis 31. Dezember 1984
                                 Der Kraftstofftank und die Füllöffnung müssen so angeordnet sein, daß die Möglich-
                                 keit der Beschädigung des Tanks und seiner Füllöffnung auf ein Minimum verringert
                                 wird.
         10.7.1.2.2.             Gültig ab 1. Januar 1985
                                 Der Kraftstofftank muß ausbaubar sein. Dieser Kraftstofftank und sein Einfüllstutzen
                                 müssen so angeordnet sein, daß die Möglichkeit einer Beschädigung des Tanks und
                                 seiner Zubehörteile auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
         10.7.1.3.               Kraftstoffsysteme müssen sicher am Flurförderzeug befestigt und die Befestigungsteile
                                 so angeordnet sein, daß die Wirkungen von Schwingungen auf ein Minimum begrenzt
                                 werden.
         (') Für Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz siehe Kapitel 11.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/24                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     2. 7. 79
           10.7.2.      Zusätzliche Anforderungen       an Flurförderzeuge mit Antrieb   durch Flüssiggas-Ver-
                        brennungsmotor
           10.7.2.1.    Behälter
           10.7.2.1.1.  Die Behälter für Flüssiggas können entweder fest auf dem Flurförderzeug angebracht
                        oder leicht auswechselbar sein. Bestehen Gemeinschaftsrichtlinien, so müssen diese
                        eingehalten werden.
           10.7.2.1.2.  Die Behälter müssen so auf dem Flurförderzeug befestigt sein, daß sie nicht unnötig
                        der Erosion ausgesetzt sind, noch Korrosionsangriffen durch die Erzeugnisse, die vom
                        Flurförderzeug gehandhabt werden. Sie müssen gegen Korrosion geschützt sein.
           10.7.2.1.3.  Die Behälter müssen sicher am Flurförderzeug befestigt sein, und die Befestigung darf
                        durch Schwingungen nicht beeinträchtigt werden.
           10.7.2.1.4.  Sowohl feste als auch abnehmbare Behälter müssen mit einer Einrichtung versehen
                        sein, mit der das plötzliche Ausströmen eines großen Gasvolumens verhindert wird,
                        insbesondere bei einem Rohrbruch. Der Kraftstoffauslaß am BEhälter muß mit einem
                        leicht zugänglichen, schnell von Hand verschließbaren Ventil ausgerüstet sein.
                        Der Kraftstoff muß in flüssiger Form entnommen werden, soweit nicht Behälter und
                        Motor besonders für die gasförmige Entnahme ausgerüstet sind.
           10.7.2.1.5.  Alle Behälter, die vom Benutzer bis zu einem festen maximalen Flüssigkeitsniveau
                        gefüllt werden müssen, müssen die folgenden Einrichtungen haben:
                        a) ein geeignetes Überdruckventil, das mit dem Gasraum des Behälters verbunden
                            ist. Wo solche Behälter in Innenräumen von Flurförderzeugen untergebracht sind,
                            muß die Abblasseite des Sicherheitsventils über ein Rohr mit der Atmosphäre
                            verbunden sein.
                            Das Gas muß gefahrlos abgeführt werden können;
                        b) eine feste Anzeige des maximalen Füllstandes.
                            Wo solche Behälter in Innenräumen von Flurförderzeugen angeordnet sind, muß
                            die Abblasseite jeder Füllstandsanzeige, die durch Abblasen von Gas in die Atmo-
                            sphäre wirksam wird, an einer deutlich sichtbaren Stelle an der Außenseite des
                            Flurförderzeuges enden.
                            1. Die Anzeigeeinrichtung für den höchsten Füllstand, die durch Abblasen in die
                                 Atmosphäre wirksam wird, muß so bemessen sein, daß die Abblasöffnung
                                 nicht größer ist als 1,5 mm Durchmesser und ferner so, daß die Teile der Ein-
                                 richtung beim normalen Meßvorgang nicht vollständig außer Betrieb gesetzt
                                 werden können.
                            2.   Alle Anzeigeeinrichtungen für den höchsten Füllstand müssen für das be-
                                 nutzte Flüssiggas geeignet sein und den höchsten Füllstand anzeigen, der nicht
                                 höher sein darf als' derjenige, der den Gemeinschaftsregeln oder, sofern diese
                                 nicht bestehen, den Vorschriften des Bestimmungslandes entspricht.
                        c) Wenn eine Meßeinrichtung für den Flüssigkeitsstand angebracht ist, darf sie nicht
                            in die Atmosphäre abblasen.
           10.7.2.1.6.  Sind Behälter in einem Innenraum eingebaut, dann muß dieser Raum an der tiefsten
                        Stelle ständige Öffnungen von insgesamt mindestens 200 cm 2 haben, mit denen ohne
                        Beeinträchtigung des Fahrers eine ausreichende Lüftung möglich ist.
           10.7.2.1.7.  Die Befestigung abnehmbarer Behälter muß leichtes Handhaben und leichtes Prüfen
                        des Anschlusses nach dem Auswechseln des Behälters ermöglichen.
           10.7.2.1.8.  Wenn abnehmbare Behälter mit eingebautem Sicherheitsventil eingebaut werden,
                        müssen sie so auf dem Flurförderzeug angeordnet sein, daß die Öffnung des Sicher-
                        heitsventils immer in Verbindung mit dem Gasraum des Behälters ist. Das kann mit
                        einem Indexstift erfolgen, der den Behälter bei ordnungsgemäßem Einbau in seiner
                        Lage fixiert.
           10.7.2.1.9.  Wenn ein leerer oder zusätzlicher Behälter auf dem Flurförderzeug mitgeführt wird,
                        muß er mit einer geeigneten Befestigung wie nach den Abschnitten 10.7.2.1.3 und
                        10.7.2.1.8 befestigt sein.
           10.7.2.1.10. Es müssen Wetterschutzkappen vorgesehen werden, um die Verbindungen (Ver-
                        schraubungen) bei Lagerung im Freien zu schützen.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 165/25
         10.7.2.1.11.  Es muß möglich sein, ein Hitzeschild anzubringen, um einen Schutz gegen anormalen
                       Temperaturanstieg des Flüssiggasbehälters (LPG) aufgrund von Sonnenstrahlung oder
                       einer Wärmequelle sicherzustellen. Die Behälter müssen vom Motor und von der
                       Auspuffanlage möglichst weit entfernt sein.
         10.7.2.2.     Gasleitungen
         10.7.2.2.1.   Verbindungsrohre und alle zugehörigen Teile müssen leicht zugänglich sein, geschützt
                       gegen Beschädigung und Verschleiß und ausreichend biegsam, um Schwingungen und
                       Verformungen im Betrieb zu widerstehen.
                       Die Leitungen müssen
                       1. so angeordnet sein, daß Schäden oder Lecks leicht erkannt werden können und
                       2. so eingebaut sein, daß sie durch heiße Teile des Motors nicht beschädigt werden
                           können.
                       Zum Verbinden des Behälters mit dem Motor dürfen keine völlig starren Rohre
                       benutzt werden.
         10.7.2.2.2.   Schläuche, starre Rohre sowie alle Verbindungen, die bei einem Druck von über 1 bar
                       verwendet werden, müssen für einen Arbeitsdruck von 25 bar ausgelegt sein und
                       ohne zu bersten einem Druck von 75 bar standhalten.
                       Schläuche, starre Rohre und alle Verbindungen, die bei einem Druck von unter 1 bar
                       zum Einsatz kommen, müssen ohne zu bersten einem Prüfdruck standhalten, der dem
                       5 fachen maximal möglichen Arbeitsdruck entspricht.
         10.7.2.2.3.   Der Behälter und seine Anschlüsse müssen so eingebaut sein, daß sie nicht über die
                       Außenkontur des Flurförderzeuges überstehen. Behälteranschlüsse müssen gegen
                       Beschädigung geschützt sein.
         10.7.2.2.4.   Alle Teile des Rohrsystems, die Flüssiggas zwischen zwei Abschlußventilen enthalten,
                       die beide geschlossen sein können, müssen mit einem Überdruckventil oder anderen
                       geeigneten Mitteln gegen übermäßig hohen Druck geschützt werden.
         10.7.2.2.5.   Die Benutzung von Aluminiumrohren für Flüssiggasleitungen ist nicht zulässig.
         10.7.2.2.6.   Schläuche müssen so kurz wie möglich gehalten werden.
         10.7.2.3.     Ausrüstung
         10.7.2.3.1.   Die Zuleitung von Gas muß automatisch geschlossen werden, wenn der M o t o r zum
                       Stillstand kommt, unabhängig davon, ob die Zündung ausgeschaltet wurde oder
                       nicht.
         10.7.2.3.2.   Bei Anwendung mehrerer Kraftstoffe muß das System so gebaut sein, daß die Mög-
                       lichkeit verhindert wird, daß Flüssiggas in andere Kraftstoffbehälter gelangt, und daß
                       jede Kraftstoffzuleitung abgeschaltet wird, bevor eine andere geöffnet wird.
         10.7.2.3.2.1. Werden mehrere Behälter auf dem Flurförderzeug mitgeführt, um aus ihnen Treib-
                       stoff zu entnehmen, so müssen sie über ein Mehrwegeventil oder jedes andere geeig-
                       nete Mittel angeschlossen sein, damit Flüssiggas nur aus jeweils einem Behälter ent-
                       nommen werden kann. Die Zusammenschaltung von mehreren Behältern ist nicht
                       zulässig.
         10.7.2.3.3.   Sicherheitsventile oder Füllstandsanzeiger müssen so eingebaut sein, daß sie nicht auf
                       solche Teile des Flurförderzeuges abblasen können, die eine Zündquelle darstellen.
         10.7.2.3.4.   Wenn die Korrosion eines Teiles seine Funktionsfähigkeit beeinträchtigt, dann muß es
                       mit einem korrosionsbeständigen Schutzüberzug versehen sein.
         10.7.2.3.5.   Alle Teile des Kraftstoffsystems müssen sicher am Flurförderzeug befestigt, und die
                       Befestigungen sollen so angeordnet sein, daß die Wirkung von Schwingungen auf ein
                       Minimum herabgesetzt wird.
         10.7.3.       Elektro-Flurförderzeuge
         10.7.3.1.     Batterie
         10.7.3.1.1.   Abdeckungen aus Metall müssen so konstruiert sein, daß über den spannungsführen-
                       den Teilen der Batterie ein freier Luftraum von mindestens 10 mm verbleibt. Ersatz-
                       weise müssen die Abdeckungen oder spannungsführenden Teile der Batterie isoliert
                       werden. Die Isolierung muß so angebracht sein, daß im normalen Gebrauch ein Ver-
                       schieben verhindert ist.
         10.7.3.1.2.   Die Abdeckung(en) muß (müssen) so gefertigt sein, daß bei normalem Gebrauch
                       keine Verformung auftritt, durch die eine unzulässige Kraft auf die Batteriepole über-
                       tragen oder ein Kontakt hergestellt wird. Diese Bedingung muß erfüllt sein, wenn eine
                       Kraft von 980 N über eine quadratische Fläche von 300 X 300 mm auf die Abdek-
                       kung(en) aufgebracht wird. Die Abdeckung(en) muß (müssen) so befestigt sein, daß
                       Verschiebungen bei normalem Gebrauch vermieden sind.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/26                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 2. 7. 79
            10.7.3.1.3.   In Batterie-Trog, -Raum oder -Deckel müssen geeignete Lüftungslöcher so vorgesehen
                         sein, daß gefährliche Ansammlungen von Gasen nicht auftreten können, wenn die
                         Anlage ordnungsgemäß benutzt wird.
            10.7.3.1.4.  Batterien und Tröge aller Flurförderzeuge müssen im Flurförderzeug gesichert sein,
                         um unvorhergesehenes Verschieben während der normalen Benutzung zu verhindern.
                         Bei Fahrerstand- und -sitz-Flurförderzeugen müssen Vorkehrungen getroffen werden,
                         damit bei einem Umkippen des Flurförderzeuges um 90° der Batterieteil festgehalten
                         wird, um zu verhindern, daß die sich verschiebende Batterie eine Verletzungsgefahr
                         darstellt.
            10.7.3.1.5.  Im Batterie-Trog oder -Raum dürfen keine funkenbildenden Teile eingebaut sein.
                         Batteriestecker können als nicht funkenbildende Teile angesehen werden, wenn sie
                         nicht Teil einer Notabschalteinrichtung sind (siehe Abschnitt 10.7.3.7).
            10.7.3.1.6.  Spannung
                         Die Nenn-Batteriespannung darf 96 V nicht überschreiten.
           10.7.3.1.7.   Spannungsgrenzen
                         Die elektrische Ausrüstung muß so bemessen sein, daß alle Funktionen betriebsfähig
                         bleiben und daß die Sicherheit nicht gefährdet ist, wenn die Batteriespannung um
                         30 % unter die Nennspannung (siehe Bemerkung 1) fällt, das heißt auf 0,70 x Nenn-
                        spannung.
                        Bemerkung     1
                        Definition: Nennspannung = größte Anzahl der Zellen, die in Reihe geschaltet sind,
                        vervielfacht mit der Nennspannung jeder Zelle, z. B. 2,0 V für Blei/Schwefelsäure-
                        Zellen, 1,2 V für alkalische Zellen.
           10.7.3.2.    Stecker (andere als Ladestecker)
                        Die Steckvorrichtungen für die Verbindung der Antriebsbatterien mit den Ausrüstun-
                        gen der Elektro-Flurförderzeuge oder den Ladegeräten müssen den Bestimmungen des
                        Addendums C entsprechen.
           10.7.3.3.     Es darf nicht möglich sein, die Betriebsstromkreise des Flurförderzeuges einzuschal-
                         ten, solange Anschlüsse zu einer außerhalb befindlichen Ladestromquelle vorhanden
                         sind.
           10.7.3.4.    Widerstände
                        Alle Widerstände sind so anzuordnen und einzubauen, daß Überhitzungen und Schä-
                        den an benachbarten Teilen des Flurförderzeuges vermieden werden.
           10.7.3.5.    Schutz
           10.7.3.5.1.   Unter normalen Betriebsbedingungen müssen die nicht isolierten, spannungsführen-
                        den Teile des Flurförderzeuges gegen direkte Berührung gesichert sein.
           10.7.3.5.2.  Zum Flurförderzeug-Rahmen darf keine elektrische Verbindung bestehen, mit den
                        folgenden Ausnahmen:
                        a) Systeme zum Feststellen von Masseschluß,
                        b) Beleuchtungs- und Hilfsstromkreise, wenn deren Betriebsspannung 24 V nicht
                             überschreitet und sie elektrisch von der Hauptstromquelle getrennt sind.
           10.7.3.5.3.  Motorstromkreise müssen gegen Kurzschluß gesichert sein. Hilfsstromkreise müssen
                        gegen Kurzschluß und gefährliche Überströme geschützt sein.
                        Mehrere parallel geschaltete Hilfsstromkreise, deren Gesamtstrom 10 A nicht über-
                        schreitet, können durch eine einzige Einrichtung geschützt sein.
           10.7.3.5.4.  Die elektrischen Kreise müssen so angeordnet und gegebenenfalls geschützt sein, daß
                        zwei oder mehr Masseschlüsse keine ungesteuerte Bewegung verursachen können.
           10.7.3.5.5.  Impulssteuerungen müssen so ausgeführt sein, daß sie die Hauptstromquelle selbst-
                        tätig abschalten, wenn ein Fehler im Elektronikkreis zu einer ungesteuerten Bewegung
                        führt (Sicherheitsschaltung). Ersatzweise kann jedes System doppelt ausgeführt und
                        über Kreuz überwacht werden. Einrichtungen zur Überprüfung des Sicherheitskreises
                        oder Systems müssen vorgesehen werden.
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          10.7.3.5.6.  Prüfen der elektrischen Eigenschaften
                         I. Typeprüfung: Uberspannung (siehe 10.7.3.9),
                        II. Routineprüfung: Isolierwiderstand (siehe 10.7.3.10).
          10.7.3.6.    Leiter
                       Alle Leiter müssen entweder wirksam isoliert und, soweit notwendig, geschützt oder
                       so angeordnet und verkleidet sein, daß Gefahren vermieden werden, wenn das Flur-
                       förderzeug normal betrieben wird.
                       Der Querschnitt von Leitern muß so gewählt sein, daß die Temperatur während des
                       Flurförderzeug-Betriebs die für die benutzte Isolationsklasse spezifizierte nicht über-
                       schreitet.
                       Nachstehende Forderungen gelten für Leiter außerhalb elektrischer Baugruppen (aus-
                       genommen kurze Kabelenden, die zu einer Klemmleiste führen):
                       a) alle Leitungen müssen flexibel sein;
                       b) der Leiterquerschnitt gebündelter Leitungen oder Kabelbäume darf nicht weniger
                            als 0,5 mm 2 betragen;
                       c) einadrige Leiter müssen einen Querschnitt von mindestens 1,0 mm 2 haben.
          10.7.3.7.   Notabschaltung
                      Eine Einrichtung oder Einrichtungen zur Notabschaltung müssen vorgesehen sein, die
                      für den Fahrer jederzeit leicht zugänglich sein müssen, wenn er in einer der vom Her-
                      steller empfohlenen Bedienungspositionen ist.
                      Die Abschalteinrichtung muß gleichzeitig alle Pole der Hauptstromkreise abschalten,
                      und sie muß in der Lage sein, den normalen, maximalen Strom (einschließlich An-
                      laufstrom) auf eine der folgenden Weisen zu unterbrechen:
                      a)    Stecker nach Abschnitt 10.7.3.2,
                      b) handbetätigter Schalter,
                      c) Notschalter im Haltestromkreis von zwei getrennten Schützen.
          10.7.3.8.   Elektromechanische Bremsen
                      Werden elektromechanische Bremsen vorgesehen, d^nn müssen diese mechanisch
                      angelegt und elektrisch gelöst werden.
          10.7.3.9.   Isolationsprüfung
                      Bei trockenen, fabrikneuen Flurförderzeugen mit abgetrennter Antriebsbatterie wird
                      zwischen aktiven Teilen und Rahmen eine Prüfwechselspannung von 25 bis 100
                      Hertz angelegt.
                      Halbleiter oder ähnliche elektronische Teile, die durch die Prüfspannung beschädigt
                      werden können, dürfen überbrückt oder herausgenommen werden.
                       Wird die Wechselspannungsprüfung wiederholt, so ist nur der 0,8fache Wert der in
                       der folgenden Tabelle angegebenen Prüfwechsel Spannung anzuwenden:
                            Nenngleichspannung            Prüfwechselspannung                   Prüfzeit
                                < 48 V                           500 V                )
                                                                                      > 1 Minute
                                > 48 V                         1 500 V
                                                                                      f
          10.7.3.10.   Routine-Isolationsprüfung
                       Die Isolierung von Flurförderzeugen muß einen ausreichenden Isolationswiderstand
                       haben.
                       Im Rahmen der vorgeschriebenen Prüfung sind Flurförderzeug und Antriebsbatterie
                       getrennt zu prüfen. Die Meßspannung soll größer als die Nennspannung und kleiner
                       als 500 V sein.
                       Der Isolationswiderstand aller aktiven Teile des Flurförderzeuges gilt als ausreichend,
                       wenn er mindestens 1 000 Ohm je Volt Nennspannung der Batterie gegen Körper
                       beträgt.
                       Der Isolationswiderstand der Antriebsbatterie gilt als ausreichend, wenn er minde-
                       stens 1 000 Ohm gegen das Gehäuse beträgt.
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             10.7.3.11.               Sicherheitseinrichtung für elektrische und elektronische Kreise
                                      Die unter den nachstehenden Punkten erwähnten Sicherheitseinrichtungen für elektri-
                                      sche und elektronische Kreise:
                                      10.7.3.7.            Notabschalter
                                      10.10.5.             Schutz des gehenden Fahrzeugführers
                                      11.1.1.2.       I
                                      11.1.1.3.       I    Geschwindigkeitsbegrenzung und Abbremsung
                                      11.1.2.1.      )
                                      11.1.1.4.           Geschwindigkeitsbegrenzung und Verhinderung seitlichen Einfahrens
                                      11.2.5.2.           Schlaffseil oder Schlaffkette
                                      11.2.5.11           zweite Endbegrenzung des Hubweges
                                      müssen so konstruiert und eingebaut sein, daß die betreffenden Einrichtungen selbst
                                      bei einem oder mehreren Fehlern nicht außer Betrieb gesetzt werden können.
                                      Mechanische Schalter müssen durch Öffnen des Stromkreises wirken, wobei ihre
                                      Betätigung über ein Mindestmaß an Zwischenorganen bewirkt werden muß. Sie darf
                                      nicht nur vom Aufbringen von Gewicht oder Kraft abhängen.
                                     Bemerkung:
                                     Können die obigen Anforderungen nicht durch einen einfachen elektrischen oder
                                     elektronischen Stromkreis erfüllt werden, so ist es ebenfalls möglich, die elektrischen
                                     oder elektronischen Stromkreise zwecks Kontrolle ihrer korrekten Arbeitsweise zu
                                     verdoppeln. Eine Störung muß zum Stillstand der betreffenden Bewegung führen. Die
                                     Wiederinbetriebnahme des Flurförderzeugs darf nur nach Entstörung des Stromkrei-
                                     ses möglich sein.
             10.8.                   Systeme und Einrichtungen zum Heben, Neigen und für andere Bewegungen
            10.8.1.                  Einrichtungen        zum Heben und Neigen ('}
            10.8.1.1.                Laschenketten (Rollen- oder Fleyerketten)
                                     Nur diese Ketten sind zugelassen.
                                     Wenn zu diesen Einrichtungen Ketten gehören, muß der Flurförderzeug-Hersteller
                                     Laschenketten auswählen, die mindestens einen Faktor (2) 5 : 1 haben als Verhältnis
                                     zwischen der vom Kettenhersteller gewährleisteten Mindestbruchlast und der Last,
                                    die bei als gleichmäßig belastet angenommenen Ketten auftreten würde, wenn die
                                    größte Traglast in Transportstellung ist und keine Reibung im Hubgerüst angenom-
                                    men wird. Der Durchmesser der Kettenrollen muß mindestens gleich dem 3 fachen der
                                    Kettenteilung sein.
            10.8.1.2.               Drahtseile
                                    Wenn zu diesen Einrichtungen Seile gehören, muß der Flurförderzeug-Hersteller Seile
                                    auswählen, die mindestens einen Faktor (2) 6 : 1 haben als Verhältnis zwischen der
                                    vom Seilhersteller gewährleisteten Mindestbruchlast und der Last, die bei gleichmäßig
                                    belastet angenommenen Seilen auftreten würde, wenn die größte Traglast in Trans-
                                    portstellung ist und keine Reibung im Hubgerüst angenommen wird. Der Durchmes-
                                    ser von Seilrollen, gemessen auf Rillengrund, muß mindestens das 22fache des Draht-
                                    seildurchmessers betragen.
            10.8.1.3.               Hubzylinder
                                    Der gesamte Leckverlust des Hubhydrauliksystems (Zylinder, Steuerventile usw). darf
                                    kein schnelleres Absinken der Last zulassen als 100 mm in 10 Minuten, wenn ein
                                    Hubzylinder entsprechend den Bedingungen der vollen Auslastung des Flurförderzeu-
                                    ges belastet und an den Hydraulikkreis des Flurförderzeuges angeschlossen ist, wobei
                                    die Hydraulikflüssigkeit normale Betriebstemperatur hat.
           (') Für Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz siehe Kapitel 11.
           (2) K =              Mindestbruchlast
                    Nutzlast + M a s s e der Lasttrageinrichtung.
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         10.8.1.4. Begrenzung des Hubsystems
                   Die Hubeinrichtung muß so gebaut sein, daß Endanschläge (positiv stops) vorgesehen
                   sind, um Überfahren (der Endstellungen) zu vermeiden. Zusätzlich müssen Einrich-
                   tungen vorgesehen werden, um zu verhindern, daß der Gabelträger und bewegliche
                   Mastelemente versehentlich aus dem oberen Ende des Hubgerüstes herausfahren.
                   Alle Bewegungen mit begrenztem Arbeitsbereich müssen mit Endanschlägen gegen
                   Uberfahren der Endstellungen gesichert sein.
         10.8.1.5. Begrenzung der Senkgeschwindigkeit
                   In den Hubkreis muß eine Kontrolleinrichtung eingebaut sein, mit der selbst bei
                   einem Schaden im Hydraulikkreis die Senkgeschwindigkeit des belasteten Hebe-
                   mechanismus so niedrig wie möglich gehalten wird, und in keinem Fall 0,6 m/s
                   übersteigen darf.
         10.8.1.6. Hydraulische Neigungszylinder
                   Der gesamte Leckverlust der Neigungseinrichtung (Zylinder, Steuerventil) darf nur
                   eine Vorwärtsneigung des Mastes von weniger als 5 Grad in den ersten 10 Minuten
                   zulassen, wobei von einer vertikalen Maststellung ausgegangen wird und das Flur-
                   förderzeug seine Nennlast bei 2,5 m Hubhöhe oder bei Flurförderzeugen mit niedri-
                   gerem Hub bei maximaler Hubhöhe trägt.
                   Die Geschwindigkeit der Vorwärtsneigung darf bei Flurförderzeugen mit einer maxi-
                   malen Neigung von weniger als 5 Grad nicht mehr als 0,5 Grad pro Minute
                   betragen.
         10.8.2.   Hydraulische Ausrüstung
         10.8.2.1. Hydraulikkreise
                   Schläuche, starre Rohre sowie alle Verbindungen müssen ohne zu bersten einem
                   Druck standhalten, der dem dreifachen des tatsächlichen Arbeitsdrucks entspricht.
         10.8.2.2. Alle hydraulischen Systeme müssen eine zuverlässige Einrichtung haben, die verhin-
                   dert, daß der für das System vorgegebene zulässige Druck nicht überschritten wird
                   (Überdruckventil).
                   Die Einrichtung muß so konstruiert und angebracht werden, daß ein versehentliches
                   Lockern oder Verstellen verhindert wird. Eine Änderung der Druckeinstellung darf
                   nur mit einem Werkzeug oder einem Schlüssel möglich sein.
         10.8.2.3. Die hydraulische Ausrüstung muß so ausgelegt sein, daß bei Ausfall oder Unterbre-
                   chung der Energiezufuhr die Pumpe nicht infolge der Krafteinwirkung auf den
                   Hydraulikkreis als Hydraulikmotor wirkt.
         10.8.2.4. Das Hydrauliksystem muß so ausgelegt und installiert sein, daß seine Wirksamkeit
                   und Zuverlässigkeit nicht durch äußere Beanspruchungen, Schwingungen oder Bewe-
                   gungen des Flurförderzeugs usw. herabgesetzt oder seine Bauteile beschädigt werden.
         10.8.2.5. Das Hydrauliksystem muß so konstruiert sein, daß das umlaufende Öl ständig und
                   selbsttätig gefiltert wird.
         10.8.3.   Gabelzinken und Gabelträger
         10.8.3.1. Gabelzinken mit Gabelhaken — Technische Bedingungen und Prüfung nach der In-
                   ternationalen Norm ISO 2330.
         10.8.3.2. Gabelzinken — seitliches Verschieben
                   In Gabelzinken und Gabelträger müssen Einrichtungen eingebaut sein, mit denen das
                   unbeabsichtigte seitliche Verschieben verhindert wird. Ein wirksamer Halt muß vor-
                   gesehen sein, mit dem das seitliche Herabgleiten an den Enden verhindert wird.
         10.8.3.3. Gabelverlängerungen müssen so gebaut sein, daß unbeabsichtigtes Lösen von der
                   Gabelzinke verhindert wird.
         10.8.4.   Einrichtungen zum Anschlagen
                   Einrichtungen zum Anschlagen müssen so gebaut sein, daß unvorhergesehenes Aus-
                   hängen vermieden wird.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/30                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 7. 79
            10.9.            Fahrerplatz
            10.9.1.          Abmessungen
                             Der Fahrersitz- oder -Standplatz muß so gebaut sein, daß der Fahrer während der
                             Bedienung des Flurförderzeuges ausreichend Platz hat, sich in das Innere der Außen-
                             kontur des Flurförderzeuges zurückzuziehen.
                             Die Abmessungen müssen mindestens mit den folgenden übereinstimmen (in mm):
                     Fahrersitz in                                                    Fahrersitz quer zur
                     Fahrtrichtung                                                       Fahrtrichtung
                                                                    250
                      320
                      Füße
                                                          380
                                                         Füße
                                                                                  Fahrerstand
                                                          400
                                                         Hüften
                                                          500
                                                       Schultern
                              Anmerkung:
                              Fahrerplätze, andere als in Fahrtrichtung (längs und quer), sind ebenfalls gestattet
                              und müssen mindestens die gleichen Abmessungen haben.
             10.9.2.          Zugang
                              Sitz- und Stand-Flurförderzeuge müssen so gebaut sein, daß sie leichtes Auf- und
                              Absteigen gestatten, ohne unzulässiges Risiko auszugleiten oder zu fallen.
                              Die Oberfläche des Bodens muß rutschhemmend sein. Eine ausreichende Anzahl von
                               Stufen oder Laufstegen mit rutschhemmenden Oberflächen oder Belägen muß vorge-
                               sehen sein.
                               Für die unterste Trittstufe sollte die Höhe 550 mm angestrebt werden; die Höhe von
                               700 mm darf nicht überschritten werden. Soweit notwendig, müssen sichere Hand-
                               griffe vorgesehen werden.
             10.9.3.           Der Fahrersitz muß ausreichend gepolstert und, wenn notwendig, dämpfend aufge-
                               hängt sein, um die Übertragung von Erschütterungen auf den Körper des Fahrers
                               abzumindern.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 165/31
         10.9.4.      Temperatur
                      Der Fahrersitz und alle Teile des Flurförderzeuges innerhalb der Reichweite des Fah-
                      rers, wenn er in seiner normalen Bedienungsposition ist, oder wenn er auf seinen
                      Bedienungsplatz geht oder ihn verläßt, müssen, soweit notwendig, gegen zu hohe
                      Temperaturen isoliert sein, die vom Motor oder anderen Einrichtungen herrühren.
         10.10.       Schutzeinrichtungen
         10.10.1.     Schutzdach gegen herabfallende   Gegenstände
                      Jedes Flurförderzeug mit hohem H u b und mitfahrendem Fahrer muß mit einem
                      Schutzdach ausgerüstet werden können.
                      (Dies gilt nicht für Geh-Flurförderzeuge oder Geh-Flurförderzeuge mit Einrichtung
                      zum Mitfahren.)
                      Schutzdächer müssen den nachtstehenden Anforderungen genügen:
         10.10.1.1.   Konstruktive Angaben
         10.10.1.1.1. Allgemeines
                      Das Schutzdach muß unter allen normalen Arbeitsumständen der Flui förderzeug-
                      Bedienung über den Fahrer hinausreichen.
         10.10.1.1.2. Bei Versagen des Neigemechanismus darf weder direkt noch indirekt der Fahrer
                      durch das Schutzdach gefährdet werden.
         10.10.1.2.   Abmessungen
         10.10.1.2.1. Das Schutzdach muß so gebaut und konstruiert sein, daß es gute Sichtverhältnisse
                      nicht beeinträchtigt.
         10.10.1.2.2. Öffnungen auf der Oberseite des Schutzdaches dürfen in einer der beiden Richtungen,
                      Breite oder Länge, 150 mm nicht überschreiten.
         10.10.1.2.3. Bei Sitz-Flurförderzeugen muß ein lotrechter Abstand von mindestens 1 000 mm von
                      der Stelle der maximalen Durchdrückung des Sitzes unter dem Fahrer bis zur Unter-
                      seite des Schutzdaches in der Umgebung des Fahrerkopfes vorgesehen sein, wenn der
                      Fahrer in seiner normalen Bedienposition ist.
         10.10.1.2.4. Bei Stand-Flurförderzeugen muß ein lotrechter Abstand von mindestens 1 880 mm
                      zwischen der Plattform, auf der der Fahrer steht, bis zur Unterseite des Schutzdaches
                      in der Umgebung des Fahrerkopfes vorgesehen sein, wenn dieser in seiner normalen
                      Bedienposition ist.
         10.10.1.2.5. Das Fahrerschutzdach darf den Fahrer beim Ein- und Aussteigen nicht behindern.
         10.10.1.3.   Prüfung von Schutzdächern
         10.10.1.3.1. Allgemeines
                      Die folgenden Versuche werden durchgeführt, um den Schutz des Fahrers vor fallen-
                      den Teilen (aber nicht vor dem Stoß einer herabfallenden Last in der Größe der Trag-
                      fähigkeit) zu prüfen. Sie werden an Prototypen von Schutzdächern durchgeführt, die
                      an einem Flurförderzeug des Typs befestigt sind, für den sie vorgesehen sind.
                      Die Befestigung auf einem Prüfgestell ist ebenfalls zulässig, wenn sie derjenigen am
                      Flurförderzeug entspricht.
         10.10.1.3.2. Statischer Versuch
                      Das Schutzdach in sich muß in der Lage sein, 1 Minute lang eine statische steife Prüf-
                      last zu tragen, die über die Fläche des oberen Teiles des Hauptrahmens gleichmäßig
                      verteilt ist und deren Größe der folgenden Tabelle und dem folgenden Diagramm
                      entspricht:
 ---pagebreak--- Nr. C 165/32                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      2. 7. 79
                                          Tragfähigkeit Q                               Statische Prüflast
                                     des Fiurförderzeuges in kg                                in kg
                                   bis 2 000                                       2 x Q      maximal 4 000 kg
                                   von 2 000 bis        5 000                 2 000 + Q       maximal 7 000 kg
                                   von 5 000 bis 10 000                       4 500 + Q / 2 maximal 9 500 kg
                            10 000
                             9 000
                             7 000
                             6 000
                             5 000
                             4 000
                             3 000
                             2 000
                             1 000 .
                                                                Tragfähigkeit des Flurförderzeuges in kg
           10.10.1.3.3. Ein dynamischer Versuch
                        Ein Schutzdach muß in der Lage sein, dem Stoß eines Hartholzwürfels zu wider-
                        stehen, der nicht weniger als 45 kg wiegt.
                        Der Prüfwürfel soll so angeordnet sein, daß er im freien Fall mit einer flachen Seiten-
                        fläche etwa parallel zur Oberseite des Schutzdaches fällt und nicht mit einer Kante
                        oder Ecke aufschlägt. Der Würfel muß lOmal aus einer Höhe von 1,5 m so fallen-
                        gelassen werden, daß er das Schutzdach an beliebigen Stellen innerhalb eines Kreises
                        von 600 mm Durchmesser trifft, dessen Mittelpunkt lotrecht über dem Mittelpunkt
                        des Fahrersitzes oder Fahrerstandplatzes ist.
           10.10.1.3.4. Prüfergebnisse (statisch und dynamisch)
                        Nach der Durchführung beider Versuche darf das Schutzdach keine Brüche, Tren-
                        nung von Teilen oder bleibende vertikale Verformung über 20 mm aufweisen, auf der
                        Unterseite des Schutzdaches innerhalb eines Kreises von 600 mm Durchmesser ge-
                        messen, dessen Mittelpunkt lotrecht über dem Mittelpunkt des Fahrersitzes oder
                        Fahrerstandplatzes ist.
           10.10.1.3.5. Hilfsteile
                        Während der dynamischen Versuche soll die Verformung unberücksichtigt bleiben,
                        die an Hilfsteilen wie Drahtgeflecht, Verkleidung, Plexiglas usw. auftreten kann.
           10.10.2.     Lastschutzgitter
                        Flurförderzeuge mit hohem H u b (Stapler) müssen so gebaut sein, daß sie mit einem
                        Schutzgitter ausgerüstet werden können.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 Nr. C 165/33
         10.10.3.                 Plattform
         10.10.3.1.               Fahrerstand-Plattformen an von einem Ende aus gesteuerten Flurförderzeugen müs-
                                  sen über den Fahrerplatz hinausreichen. Sie müssen so bemessen sein, daß sie einer
                                  Druckkraft widerstehen, die der Masse des beladenen Flurförderzeuges entspricht
                                  und die in Richtung der Längsachse des Flurförderzeuges aufgebracht wird mit der
                                  äußeren Projektion der Plattform gegen eine flache vertikale Fläche.
                                  Bemerkung:
                                  Für den Zweck dieses Abschnitts gehören zur Fahrerplattform alle umgrenzenden
                                  Verstärkungen oder Teile des Flurförderzeuges, die für den Widerstand der Plattform
                                  gegen Zusammendrücken sorgen.
         10.10.3.2.               Fahrerstand-Plattformen, die über das Flurförderzeug hinausragen, müssen mit
                                  Seiten- oder Vorderschutz versehen sein.
         10.10.3.3.               Fahrerstand-Plattformen, die sich zusammenfalten oder drehen, müssen mit Einrich-
                                  tungen versehen sein, die das unbeabsichtigte Falten oder Drehen dieser Plattform
                                  verhindern, wenn der Fahrer darauf steht.
         10.10.3.4.               Fahrerstand-Plattformen, die in Höhen über 1 200 mm über Flur angeordnet sind,
                                  müssen mit Geländern oder anderen gleich wirksamen Einrichtungen (*) von einer
                                  Höhe von nicht weniger als 900 mm oder nicht mehr als 1 100 mm versehen sein,
                                  gemessen von der Oberseite des Handlaufs bis zur Plattform. Geländer müssen aus
                                  Handlauf, Zwischenstab und Fußleiste von mindestens 100 mm Höhe bestehen. Die
                                  Geländer müssen in der Lage sein, einer Kraft von 900 N zu widerstehen, die in jeder
                                  horizontalen Richtung aufgebracht werden kann.
                                  Abnehmbare oder schwenkbare Geländer müssen so gebaut sein, daß der richtige
                                  Verschluß des Geländers leicht hergestellt und daß der Verschluß selbst durch Sicht-
                                  prüfung überprüft werden kann.
                                  Sind schwenkbare Geländer vorgesehen, so dürfen sie sich nur nach oben oder innen
                                  oder seitlich öffnen lassen.
         10.10.4.                 Radschutz
                                  Flurförderzeuge, bei denen die Reifen über die Außenkontur des Fahrgestells hinaus-
                                  ragen, müssen wirksam abgeschirmt werden, um das Risiko der Verletzung des Fah-
                                  rers durch vom Reifen hochgeschleuderte Gegenstände (Schlamm, Splitt, Steine,
                                  Schrauben usw.) zu vermindern, wenn er in seiner normalen Bedienposition ist.
         10.10.5.                 Schutz des Fahrers bei Geh-Flurförderzeugen
                                  Die Deichsel von Geh-Flurförderzeugen muß eine Einrichtung haben, mit der der
                                  Fahrstrom umgepolt oder das Flurförderzeug angehalten wird, wenn der Deichsel-
                                  kopf in der Betriebsstellung mit einem Hindernis in Berührung kommt (z. B. dem
                                  Körper des Fahrers).
         10.10.6.                  Warneinrichtungen
                                  Sitz- und Stand-Flurförderzeuge müssen mit einer deutlich hörbaren Warneinrichtung
                                  ausgerüstet sein.
         10.10.7.                  Quetsch- und Scherstellen
                                   Die sich gegeneinander bewegenden Teile im Bereich des Hubgerüstes stellen eine
                                   Gefahr für den Fahrer in seiner normalen Arbeitsposition dar. Zwischen ihnen muß
                                   ein Mindestabstand wie folgt bestehen:
                                  — Stellen, an denen die Finger des Fahrers gequetscht werden können: 25 mm,
                                  — Stellen, an denen die Hände oder Füße des Fahrers gequetscht werden können:
                                       50 mm,
                                  — Stellen, an denen die Arme oder Beine des Fahrers gequetscht werden können:
                                        100 mm.
                                   Wahlweise kann es als ausreichend angesehen werden, wenn die Gefahrenstellen
                                   angemessen geschützt sind.
         (') Als solche gelten nicht Ketten und Seile.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/34                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                2. 7. 79
           10.11.                 Sichtverhältnisse
                                  Sichtverhältnisse an Flurförderzeugen mit hohem H u b und mitfahrendem Fahrer
                                  Mit dieser Vorschrift soll ein Verfahren angegeben werden, mit dem die Sicht von
                                  unbeladenen Flurförderzeugen, die mit Gabelzinken oder Plattform ( J ) ausgerüstet
                                  sind, in der Richtung durch das Hubgerüst und parallel zu den Gabelzinken geprüft
                                  werden kann.
           10.12.                 Umgebungsbedingungen
           10.12.1.               Lärm
                                  Die Lärmemission eines Flurförderzeuges mit Verbrennungsmotor ist nach den fol-
                                  genden Spezifikationen zu messen.
           10.12.1.1.             Umgebungsgeräusch
                                  Der größte zulässige Geräuschpegel in der Umgebung soll 90 dB (A) betragen.
           10.12.1.2.             Geräusche am Fahrerplatz
                                  Der größte zulässige äquivalente Geräuschpegel (Leq) am Fahrerplatz soll 90 dB (A)
                                  betragen
           10.12.2.               Fahrerkabine
           10.12.2.1.             Wenn anstelle eines Schutzdaches eine Kabine vorgesehen ist, muß sie den Anforde-
                                  rungen des Abschnitts 10.10.1 genügen.
           10.12.2.2.             Wenn eine geschlossene Kabine mit einer Heizung ausgerüstet ist, dann muß der
                                  Lufteinlaß des Heizgeräts mit einem Frischlufteinlaß verbunden sein.
           10.12.2.3.             Vorkehrungen für ausreichende Lüftung der Kabine sollen vorgesehen werden.
           10.12.2.4.             Wenn in den Fensteröffnungen Glas benutzt wird, dann muß dies Sicherheitsglas sein.
           10.13.                 Anbaugeräte
           10.13.1.               Anbaugeräte (z. B. Klammern, Seitenschieber usw.) müssen so bemessen und gebaut
                                  sein, daß unbeabsichtigtes Aushängen und seitliches Verschieben verhindert sind.
                                  Die Bewegungen der Anbaugeräte und deren Teile müssen in den Endstellungen
                                  mechanisch begrenzt sein.
           10.13.2.               Klammernde Anbaugeräte müssen so eingerichtet sein, daß der Klammerdruck in der
                                  Neutralstellung der Steuerung selbsttätig erhalten bleibt.
                                  Bei Störungen im Energiezuführsystem von Anbaugeräten dürfen sich lasttragende
                                  Einrichtungen nicht unbeabsichtigt bewegen oder von der Last lösen können.
           10.13.3.               Wenn der Hydraulikkreis des Anbaugeräts mit einem eigenen regelbaren Sicherheits-
                                  ventil ausgerüstet ist, muß dieses Einrichtungen haben, mit denen versehentliches
                                  Lockern oder unberechtigtes Verstellen verhindert werden können.
           10.13.4.               Hydraulikleitungen (Rohre, Schläuche) und Verbindungen müssen so verlegt sein,
                                  daß einer Beschädigung durch Stoß und Hängenbleiben entgegengewirkt wird.
                                  Hydraulikanschluß und -druck des Anbaugeräts müssen zum Flurförderzeug passen.
           10.13.5.               Anbaugeräte müssen, soweit dies technisch möglich ist, so gestaltet und am Flurför-
                                  derzeug so angebracht sein, daß der Fahrer ausreichende Sicht auf die Fahrbahn, das
                                  Lastaufnahmemittel und die Last hat.
           (') Wenn Flurförderzeuge mit Anbaugeräten ausgerüstet sind, die die Sicht beeinträchtigen können, sollen sie als teilweise beladen angese-
               hen und entsprechend gefahren werden.
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         10.13.6.  Quetsch- und Scherstellen an Anbaugeräten müssen außer an ihren Lastaufnahme-
                   stellen den Anforderungen von 10.10.7 genügen.
         10.13.7.  Das kombinierte Lastmoment aus einem Anbaugerät und seiner Last darf das zuläs-
                   sige Lastmoment des Flurförderzeuges, an dem es angebracht ist, nicht überschreiten.
                   Die Standsicherheit des Flurförderzeuges mit Anbaugerät m u ß vom Flurförderzeug-
                   hersteller oder nach dessen Anweisungen geprüft werden.
                   Bei der Bestimmung der Restlast einer Kombination Stapler/Anbaugerät m u ß auch
                   der Stoß berücksichtigt werden, der beim Anfahren der Endstellungen (z. B. Seiten-
                   schieber) mit Nennlast auftritt.
         10.14.    Lenkungs-Rückschlagbegrenzung
                   Die Übertragung von Fahrbahnstößen auf das Lenkrad von Sitz- und Stand-Flurför-
                   derzeugen m u ß auf ein solches M a ß begrenzt werden, d a ß Verletzungen der H a n d
                   oder des Armes des Fahrers vermieden werden.
         10.15.    Beleuchtung
                   Sitz- und Standflächen müssen erforderlichenfalls mit einer Beleuchtungseinrichtung
                   versehen werden können, und zwar mit Fahrbahnleuchten, roten Schlußleuchten und
                   gegebenenfalls mit einer drehbaren Arbeitsleuchte.
         11.       BESONDERE B E S T I M M U N G E N
                   Stapler mit hebbarem Fahrerplatz und Stapler, die für das Fahren mit angehobener
                   Last gebaut sind.
         11.1.     Allgemeine Anforderungen
                   Die Stapler müssen für den Betrieb bei ihren besonderen Bedingungen gebaut sein
                   (siehe Addendum D), d a ß ihre Standsicherheit ein sicheres Fahren des beladenen oder
                   unbeladenen Staplers zuläßt, während die Hubeinrichtung oder die Lastbewege-
                   einrichtung betätigt wird oder wenn die Hubeinrichtung angehoben ist. V o m Hefstel-
                   ler können Einschränkungen der Bewegungen vorgesehen werden, wenn selbsttätige
                   Begrenzungseinrichtungen vorhanden sind.
                   Die folgenden Flurförderzeuge sind aus Kapitel 11 ausgenommen:
                   a)   Flurförderzeuge ohne H u b (mit nichthebbarem Fahrerplatz und Lastaufnahme-
                        mittel),
                   b) Kommissionier-Flurförderzeuge mit niedrigem H u b , bei denen die Last nur auf
                        eine solche H ö h e gehoben wird, die gerade f ü r deren Beförderung ausreicht,
                   c)   Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz von mittlerem H u b , bei denen der
                        Fahrerplatz auf kleiner oder gleich 1,20 m angehoben werden kann,
                   d) Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz der „Übersteige-Bauart", bei denen
                        der Fahrer die Plattform oder die Palette des Flurförderzeuges verläßt und in das
                        Regalfach einsteigt, um Lasten auf die Plattform oder Palette zu befördern.
         11.1.1.   Sicherheitseinrichtungen    für die Benützung
         11.1.1.1. Soweit die Standsicherheit des Flurförderzeuges durch eine Herabsetzung der Fahrge-
                   schwindigkeit und/oder der Abbremsung bei einer bestimmten H u b h ö h e (oder bei
                   bestimmten Hubhöhen) erreicht wird, m u ß der Betrieb außerhalb dieser Grenzen
                   selbsttätig unterbunden sein.
                   Wenn das Fahren des Flurförderzeuges oberhalb bestimmter H u b h ö h e n n u r mit
                   Kriechgeschwindigkeit (nicht mehr als 2,5 km/h) zulässig ist, dann m u ß der Betrieb
                   oberhalb dieser Geschwindigkeit selbsttätig verhindert sein.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/36                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    2. 7. 79
                       Bei Dreisatenstaplern muß eine selbsttätige Einrichtung
                       a) das Fahren mit mehr als 2,5 km/h mit nach vorn verlagertem Lastschwerpunkt
                            unterbinden,
                       b) die horizontale Verlagerung des Lastschwerpunkts nach vorn verhindern, wenn
                            das Flurförderzeug fährt.
                       Diese Anforderung gilt nicht, wenn der Hersteller die Standsicherheit auf andere
                       Weise gewährleistet.
            11.1.1.2.  Bei Staplern, die dazu gebaut sind, mit angehobenem Fahrerplatz oder angehobener
                      •Last frei zu fahren (außerhalb von Gängen mit Führungen)
                       a) muß eine Einrichtung vorhanden sein, die selbsttätig das Fahren mit einer Ge-
                            schwindigkeit über 4 km/h verhindert, wenn der Fahrerplatz oder die Hubein-
                            richtung mehr als 500 mm über seine/ihre niedrigste Stellung angehoben sind
                            (siehe Bild 1);
                       b) muß die Fahrgeschwindigkeit selbsttätig auf maximal 4 km/h begrenzt werden,
                            wenn der Fahrerplatz oder die Hubeinrichtung über 500 mm aber nicht mehr als
                            2 500 mm über seine/ihre niedrigste Stellung angehoben ist und bei diesen Hub-
                            höhen auf die Kriechgeschwindigkeit (nicht mehr als 2,5 km/h) begrenzt sein,
                            wenn die Lenkung auf mehr als 10° von der Geradeausfahrt aus eingeschlagen
                            wird (siehe Bild 1);
                       c) muß das Fahren selbsttätig verhindert oder auf Kriechgeschwindigkeit (nicht
                            mehr als 2,5 km/h) begrenzt sein, wenn der Fahrerplatz oder die Hubeinrichtung
                            mehr als 2 500 mm über seine/ihre niedrigste Stellung angehoben ist (siehe Bild
                            1);
                       d) muß das Fahren außer bei Kriechgang selbsttätig verhindert werden, wenn die
                            Hubeinrichtung betätigt wird.
            11.1.1.3.  Wenn irgend ein Teil des Flurförderzeuges seitlich in das Regalfach einfahren kann,
                       muß eine Einrichtung oder müssen Einrichtungen vorhanden sein, die eine solche
                       Bewegung verhindern, solange das Flurförderzeug fährt, hebt oder senkt. Ferner muß
                       das Fahren außer mit Kriechgeschwindigkeit (nicht mehr als 2,5 km/h) verhindert
                       sein, wenn dieser Ausschubmechanismus in das Regalfach einfährt oder eingefahren
                       ist.
            11.1.1.4.  Bei Hubhöhen, bei denen das Fahren des Staplers auf Kriechgeschwindigkeit (nicht
                       mehr als 2,5 km/h) begrenzt ist, muß die Beschleunigung selbsttätig auf einen Wert
                       herabgesetzt sein, der nicht größer ist als die vom Hersteller für diese Hubhöhe zuge-
                       lassene maximale Verzögerung.
           11.1.2.    Betriebsbremsen
           11.1.2.1.   Für das Fahren außerhalb von Regalgängen mit Führungen und wenn der Fahrerplatz
                       oder die Hubeinricbxpng nicht mehr als 500 mm über seiner/ihrer niedrigsten Stel-
                      lung ist, muß die Abbremsung den Anforderungen von Abschnitt 10.3.1, Gruppe A,
                      entsprechen, oder die Fahrgeschwindigkeit muß statt dessen selbsttätig auf nicht mehr
                      als 9 km/h herabgesetzt sein (siehe Bild 1).
           11.1.2.2.  Wenn sowohl innerhalb von Gängen mit Führungen als auch bei freier Fahrt der
                      Fahrerplatz oder die Hubeinrichtung mehr als 500 mm über seine/ihre niedrigste Stel-
                      lung angehoben ist, dann darf die Abbremsung F nach Abschnitt 10.3.1 im gleichen
                      Sinn wie die Geschwindigkeit entsprechend der Formel geändert werden, vorausge-
                      setzt, daß die Abbremsung selbsttätig von der Geschwindigkeit abhängig ist.
           11.1.3.    Sicherheitsanforderungen
                      Alle Stellteile und ihre Übertragungselemente, mit denen Bewegungen eingeleitet
                      werden, müssen selbsttätig in die Nullstellung zurückgehen und so gebaut sein, daß
                      sie bei Versagen abschalten. Wo eine solche Ausführung praktisch nicht vertretbar ist,
                      muß ein Warnsystem vorgesehen sein, das das Versagen anzeigt.
                       Besondere Anforderungen an Stapler mit hebbarem Fahrerplatz
                      G es chwindigkeit
                       Stapler mit hebbarem Fahrerplatz müssen so gebaut sein, daß sie beladen auf hori-
                       zontalem Boden nicht schneller als 16 km/h fahren können (siehe Bild 1).
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         11.2.2.   Fahrwerksbremsen
         11.2.2.1. Betriebsbremsen und Feststellbremsen können mit dem gleichen Übertragungssystem
                   betätigt werden. Wenn diese Bauart benützt wird, m u ß das Versagen des Übertra-
                   gungssystems zum Schließen der Bremsen führen.
         11.2.2.2. Betriebsbremsen und Feststellbremsen können auf die gleichen mechanischen Brems-
                   elemente wirken (z. B. Bremsbacken, N o c k e n und Nockenhebel).
         11.2.2.3. Bremsen müssen zur Wirkung komme n, sobald die D r u c k k r a f t auf dem Betätigungs-
                   teil nachläßt (Bremsen, die durch Drücken gelöst werden). Durch Entfernen der Betä-
                   tigungskraft müssen die Bremsen selbsttätig eine Verzögerungskraft ergeben, die der
                   Standsicherheit (siehe Abschnitt 10.3.1, G r u p p e D) entspricht. Die zusätzliche Ab-
                   bremsung, die für die Geschwindigkeiten über 9 k m / h erforderlich ist, m u ß nicht so
                   erfolgen (siehe Abschnitt 11.1.2.1).
         11.2.2.4. Bremsen können mit Bremskraftunterstützung arbeiten, es m u ß aber möglich sein, die
                   in Abschnitt 10.3.4.1 c) angegebene Mindestbremswirkung auch bei Ausfall der
                   Servo-Bremsanlage zu erreichen.
         11.2.3.   Fahrerplatz
         11.2.3.1. Der Fahrerplatz von Staplern, die f ü r Arbeiten über 1,2 m H ö h e gebaut sind, m u ß
                   mit Geländern entsprechend den Anforderungen nach 10.10.3.4 versehen sein.
         11.2.3.2. Klappen, Türen usw. dürfen sich nur nach innen, oben und der Seite ö f f n e n lassen
                   und sollen vorzugsweise selbstschließend sein. W e n n der Stapler dazu gebaut ist, d a ß
                   der Fahrerplatz über 1,2 m gehoben wird, dann müssen die Türen, Klappen usw. eine
                   Einrichtung besitzen, durch die die Fahr- und Hubbewegungen verhindert werden,
                   solange die Türen, Klappen usw. nicht ordnungsgemäß geschlossen sind.
         11.2.3.3. Bei Flurförderzeugen, bei denen eine Palette oder ähnliches als betretbarer Fußboden
                   benutzt wird, müssen Einrichtungen vorgesehen sein, die deren unbeabsichtigtes
                   Verschieben verhindern. Zusätzlich müssen solche Flurförderzeuge, die eine H u b h ö h e
                   von mehr als 1,2 m über dem Boden aufweisen, Einrichtungen besitzen, die einen
                   Absturz des Fahrers von der Plattform verhindern, wenn die Palette oder ähnliches
                   nicht an ihrem Platz ist.
         11.2.3.4. Bei Staplern nach 11.2.3.3, bei denen der Fahrerplatz auf H ö h e n über 1,2 m angeho-
                   ben werden kann, müssen die in Abschnitt 11.2.3.1 beschriebenen Geländer so weit
                   geführt werden, daß sie die gesamte, dem Fahrer (und Helfer, soweit dieser bauart-
                   bedingt zugelassen ist) zugängliche Fläche umwehren.
                   W e n n der Fahrerplatz so umwehrt ist, d a ß der Fahrer darin eingeschlossen werden
                   kann, müssen entweder die Türen so gebaut sein, d a ß sie von außen geöffnet werden
                   können, oder es m u ß eine zusätzliche Z u - und Ausgangsmöglichkeit vorgesehen
                   werden, z. B. eine Klappe im Dach.
         11.2.3.6. Der Boden des Fahrerplatzes m u ß etwa horizontal und rutschsicher sein, sowie bei
                   vorwiegender Verwendung außerhalb von Hallen, so ausgebildet sein, d a ß das An-
                   sammeln von Wasser vermieden wird.
                   Er m u ß in der Lage sein, einen Druck von 1 800 N / m 2 und eine Masse von 100 kg,
                   gleichmäßig auf eine Fläche von 0,16 m 2 verteilt, an jeder Stelle seiner Oberfläche zu
                   tragen.
                   Wenn der Boden eine Verglasung aufweist, m u ß diese die gleiche Festigkeit wie der
                   Boden besitzen oder so geschützt sein, daß ihre Sicherheit der des Bodens mindestens
                   gleichwertig ist.
                   Bei Benützung von Lochblechen oder Rosten dürfen die Ö f f n u n g e n das Durchfallen
                   einer Kugel von 20 mm Durchmesser nicht zulassen. Die Fläche jeder dieser Ö f f n u n -
                   gen darf nicht größer sein als 4 0 0 mm 2 .
         11.2.3.7. Die für die Herstellung des Fahrerplatzes benützten Werkstoffe müssen schwer ent-
                   flammbar sein.
         11.2.3.8. Wenn die Seiten des Fahrerplatzes verglast sind, m u ß der in Abschnitt 11.2.3.1 ange-
                   gebene Schutz in geeigneter Form auf die Scheiben ausgedehnt werden.
         11.2.4.   Schutzdach
                   Ein Schutzdach, das den Anforderungen des Abschnitts 10.10.1 genügt, m u ß ober-
                   halb des Fahrerplatzes angebracht werden. Von Abschnitt 10.10.1.3.2 kann abgese-
 ---pagebreak--- Nr. C 165/38                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    2. 7. 79
                         hen werden, wenn über dem Schutzdach oder Kabinendach eine Auffahrtsicherung
                         angebracht ist. An den hydraulischen Hubsystemen kann das Überdruckventil diesbe-
                         züglich eingesetzt werden, wenn das Schutzdach von geeigneter Widerstandsfähigkeit
                         ist.
           11.2.5.       Sicherheitseinrichtungen  und Konstruktionseinzelheiten
           11.2.5.1.     Eine Einrichtung oder Einrichtungen müssen vorgesehen werden oder die Stellteile
                         müssen so angeordnet werden, daß sichergestellt ist, daß der Fahrer (und sein Helfer,
                         wo ein solcher zugelassen ist) (siehe Bemerkung 1) sicher innerhalb des Umrisses der
                         Kabine oder Plattform ist (sind), bevor irgendeine Bewegung des Staplers oder der
                         Plattform vom Fahrer eingeleitet werden kann. Außerdem ist sicherzustellen, daß
                         er/sie nicht wesentlich über den Umriß der Kabine oder Plattform hinausragen kann
                         (können), ohne daß die Bewegung des Flurförderzeuges unterbrochen wird.
                         Bemerkung     J.-
                         Wenn ein Stapler mit hebbarem Fahrerplatz mit Sicherheitseinrichtungen für mehrere
                         Fahrer ausgerüstet ist, muß ein Umschalter eingebaut werden, mit dem eine Änderung
                         der Anzahl der Bedienungsleute möglich ist. Dieser Schalter muß mit einem Schlüssel
                         abschließbar sein, der sich von allen am Stapler benützten Schlüsseln unterscheidet.
           11.2.5.2.     Wenn das Hubwerk für den Fahrerplatz Drahtseile oder Ketten verwendet, muß eine
                         Schlaffseil- oder schlaffkettensicherung eingebaut sein, die automatisch die Senkbe-
                         wegung des Fahrerplatzes unterbricht, bis der Fehler behoben ist und die Sicherheits-
                         einrichtung wieder auf den Betriebszustand zurückgestellt wird.
                         Das Hubwerk muß so eingerichtet sein, daß das Verwickeln, Verdrehen und Heraus-
                         springen von Seilen aus der normalen Betriebsposition verhindert wird.
           11.2.5.3.     Die gesamte Mindestbruchlast aller Ketten oder Drahtseile, die vom Hersteller der
                         Kette oder des Drahtseils garantiert wird, muß mindestens das lOfache bei Ketten
                         und das 12fache bei Drahtseilen der statischen Betriebslast betragen, die von all die-
                         sen Ketten oder Drahtseilen zusammen getragen wird.
           11.2.5.4.     Sicherheit der Hubeinrichtung
           11.2.5.4.1.   Das Flurförderzeug muß mit einer Einrichtung versehen sein, die beim Versagen oder
                         Ausfall der Hubeinrichtung einem Absturz des Fahrerplatzes entgegenwirkt.
           11.2.5.4.2.   Um der Forderung in 11.2.5.4.1 zu genügen, kann eine der folgenden Maßnahmen
                         getroffen werden:
           11.2.5.4.2.1. — daß eine Fachvorrichtung vorhanden ist,
                         — daß mindestens 1 Fangkette oder Fangseil verwendet wird.
                         Diese müssen den Anforderungen der Punkte 10.8.1.1 bzw. 10.8.1.2 genügen.
                         Sie müssen im normalen Betrieb unbelastet sein. Die Befestigung(en) muß (müssen) so
                         beschaffen sein, daß sie der Stoßbelastung beim Ansprechen der Sicherheitseinrich-
                         tung standhalten.
                         Es darf dem Fahrer nicht möglich sein, diese Einrichtung zu lösen, es sei denn, die
                         Senkgeschwindigkeit wird auf 0,6 m/s begrenzt.
           11.2.5.4.2.2. Vollhydraulische Hubeinrichtungen
                         Es muß eine Einrichtung vorhanden sein, die bei Rohr- oder Schlauchbruch ein Ab-
                         senken verhindert. Diese Einrichtung muß am Zylinder angebracht oder im Zylinder
                         eingebaut sein.
           11.2.5.4.2.3. Gemischte Hubeinrichtungen (hydraulisch-mechanisch)
                         — die unter 11.2.5.4.2.2 genannten Bestimmungen müssen auf das hydraulische
                              Hubwerk angewandt werden;
                         — das mechanische Hubwerk muß mindestens zwei gleiche Ketten oder Drahtseile
                              umfassen, deren Sicherheitsfaktor den Bestimmungen gemäß 11.2.5.3 genügen
                              muß.
                         Die Last muß gleichmäßig auf die Ketten oder Seile verteilt sein.
                         Es sind alle zweckdienlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit beim Bruch einer Kette
                         (von Ketten) oder eines Seiles (von J Seilen) die verbleibenden betriebsfähigen Ketten
                         oder Seile sowie ihre Befestigungen instand bleiben ohne Verformung der tragenden
                         Teile des Geräts.
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                    Der Bruch einer Kette oder eines Drahtseils muß den Stillstand der in Gang befindli-
                    chen Bewegung bewirken.
         11.2.5.5.  Wenn zwei Fahrerplätze vorhanden sind, einer auf dem hebbaren Teil und der andere
                    auf dem nicht hebbaren Teil, müssen die Steuerteile auf dem nicht hebbaren Teil
                    gegen Inbetriebnahme gesichert sein, bevor die Steuerteile auf dem hebbaren Teil in
                    Betrieb genommen werden. Die gemäß Abschnitt 11.2.5.8 vorgeschriebene Not-Ab-
                    senkeinrichtung muß jedoch betriebsfähig sein.
                    Der auf dem nicht hebbaren Teil angeordnete Fahrerplatz muß außerhalb des Bewe-
                    gungsbereichs des hebbaren Fahrerplatzes angeordnet werden.
         11.2.5.6.  Die Energiequelle (normalerweise die Batterie) muß zuverlässig von den Antrieben
                    zum Fahren, Heben und Verschieben der Last mittels einer Einrichtung abtrennbar
                    sein, die dem Fahrer, unabhängig von der Stellung des Fahrerplatzes, leicht zugänglich
                    ist.
                    Das System muß so angelegt sein, daß beim Ausfall der Stromversorgung während
                    des Absenkens keine Gefahr für den Fahrer entstehen kann.
         11.2.5.7.  Flurförderzeuge, bei denen der Fahrerplatz auf eine Höhe von mehr als 2,5 m ange-
                    hoben werden kann, müssen mit Einrichtungen versehen sein, mittels derer der Fahrer
                    den Boden im Falle des Blockierens des Fahrerplatzes in gehobener Stellung erreichen
                    kann.
         11.2.5.8.  Bei Staplern, deren Fahrerplatz auf mehr als 2,5 m Höhe angehoben werden kann,
                    muß eine vom Boden aus zu betätigende Not-Absenkeinrichtung vorhanden sein, die
                    auch nach Abschalten der Antriebsquelle wirksam bleibt. Die Bedienungsstelle muß
                    derart angebracht werden, daß sich für die eingreifende Person keine Gefahren
                    ergeben.
         11.2.5.9.  Die Hubeinrichtung muß Endbegrenzungen besitzen. Eine davon muß unbedingt ein
                    mechanischer Anschlag sein, der verhindert, daß die Hubeinrichtung am Ende des
                    Hubweges außer Eingriff kommt.
                    Außerdem müssen auch Einrichtungen vorgesehen werden, die verhindern, daß der
                    Fahrerplatz über den gesamten Bewegungsbereich unabsichtlich vom Hubwerk
                    getrennt werden kann.
         11.2.5.10. Stapler, deren Fahrerplatz auf mehr als 2,5 m angehoben werden kann, müssen mit
                    einem Warnlicht ausgerüstet sein, das vom Boden aus sichtbar ist, wenn der Stapler
                    absenkt oder verfährt.
         11.2.5.11. Luftbereifte Stapler müssen eine entsprechende Einrichtung oder Einrichtungen besit-
                    zen, durch die die Neigung im Falle eines Reifendefekts die Standsicherheit nicht
                    gefährdet wird.
         11.2.6.    Schilder
         11.2.6.1.  Auf dem Tragfähigkeitsschild (siehe Abschnitt 10.1.2) muß nicht nur das Verhältnis
                    Tragfähigkeit/Höhe angegeben sein, sondern auch gegebenenfalls Einzelheiten über
                    die automatische Bremskraftbegrenzung bei entsprechenden Höhen.
                    Das Tragfähigkeitsschild muß dauerhaft angebracht sein und vom Fahrer von seinem
                    Bedienungsplatz aus lesbar sein.
         11.2.6.2.   Zusätzlich zu den gemäß Abschnitt 10.1 und anderen geforderten Schildern muß am
                    Stapler auch ein weiteres Schild dauerhaft angebracht sein, das die Zahl der zulässi-
                    gen Personen auf dem Fahrerplatz angibt.
         12.        DOKUMENTATION, ANWEISUNGEN FÜR BEDIENUNG UND WARTUNG
                    Jedes kraftbetriebene Flurförderzeug (oder mit Zustimmung des Betreibers jede Serie
                    von Flurförderzeugen) muß von einem Buch (oder Büchern) begleitet sein, worin die
                     detaillierten Angaben über Bedienung und Wartung enthalten sind.
                     Die Unterlagen brauchen nicht gleichzeitig mit dem Flurförderzeug geliefert zu
                     werden.
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                                                                           BILD 1
    Betrieb             in Gängen                                                                frei fahrbar
    Geschwin-
    digkeit      über 9 bis          bis 9
                                                              r
                                                        Kriechge-
                                                                                    r~                          über 9 bis      über 9 bis
                                                     schwindigkeit           bis 4 km/h           bis 9 km/h
    Vj        max. 16 km/M 1 )       km/h           (max. 2,5 km/h)                                             13,4 km/h    max. 16 km/h (x)
                       nur durch die Standsicherheit                       über 500 mm
    Hubhöhe                                                                                                     bis 500 mm
                                   begrenzt                                bis 2 500 mm
    Lenkungsein-
    schlag                          geführt m—mmm unbegrenzt                     ±10°                           unbegrenzt
    Mindestab-
    bremsung F      ^ y                                                                                          1,86 V a %       25 %
                                                                   1,0 Vj %
    der
    Betriebs-
    bremse
     Art der      Sonder-                                           Sonder-                                   übliche Bremse
     Bremse       bremse                                            bremse
              (*) Die Maximalgeschwindigkeit von 16 km/h gilt nicht bei nicht hebbarem Fahrersitzplatz.
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                                             Addendum    A
                               DEFINITION DER TRAGFÄHIGKEIT
         1. EINFÜHRUNG
            Dieser Anhang definiert die Nenn-Tragfähigkeit und dient dazu, den Vergleich der
            Grundmodelle verschiedener Hersteller zu erleichtern. Sie bezieht sich auf eine Norm-
            hubhöhe.
            Dieser Anhang definiert auch die wirkliche Tragfähigkeit eines Staplers mit zugeordne-
            tem Hubgerüst. Sie wird aus den entsprechenden genormten Standsicherheitsversuchen
            abgeleitet.
         2.  NENN-TRAGFÄHIGKEIT
             Die Nenn-Tragfähigkeit eines Staplers muß der größten Last Q (siehe Bemerkung 1)
             entsprechen, die er auf Gabelzinken oder einer Plattform tragen und stapeln kann. Sie gilt
             für ein lotrechtes, zweiteiliges Hubgerüst, dessen größte Hubhöhe gleich der Norm-Hub-
             höhe H nach Abschnitt 3 ist und bei einem Norm-Lastschwerpunkt-Abstand D nach
             Abschnitt 4, der horizontal und vertikal gemessen wird zwischen dem Schwerpunkt G
             und der Last und
             a)   der Lastanlagefläche des Gabelschaftes und
             b) ' der Lastauflagefläche des Gabelblattes (s. Bild 1)
             oder entsprechende Maße bei Flurförderzeugen mit Plattform.
             Bemerkung     1: Bei Staplern mit hebbarem Fahrerplatz müssen 90 kg zusätzlich zur Last
                              berücksichtigt werden.
             Selbst wenn der Stapler nicht mit zweiteiligem Hubgerüst benutzt wird oder wenn er
             nicht auf die genormte Hubhöhe H heben kann, muß die Nenn-Tragfähigkeit so ange-
             geben sein als ob der Mast verfügbar wäre.
                                             ABBILDUNG 1
             D = Norm-Lastmittenabstand
             G = Lastschwerpunkt in der Längensymmetrieebene zwischen den Schenkeln des
                     Hubrahmens liegend
             H = Norm-Hubhöhe
             Q = Last
                             D
              H            Q
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           3.   NORM-HUBHÖHE
                Die Norm-Hubhöhen H werden wie folgt festgelegt:
                H = 2,5 m für Gabelhochhubwagen und Hochhubwagen mit einer Breite bis 690 mm
                                über Gabelzinken oder Plattform,
                H = 3,3 m für alle anderen Stapler.
           4.   GENORMTER LASTSCHWERPUNKT-ABSTAND
           4.1. Für serienmäßig hergestellte Gabelstapler bis zu 10 000 kg Tragfähigkeit, die in Länder
                geliefert werden, die das Internationale Einheitensystem (SI-Einheiten) benutzen, muß der
                genormte Lastschwerpunkt-Abstand für die Bestimmung der Tragfähigkeit wie folgt sein:
                                           Last Q                                 Normabstände D
                bis unter 1 000 kg                                                   400  mm
                1 000 kg bis unter 5 000 kg                                          500  mm
                5 000   kg bis zu 10 0 0 0  kg                                       600  mm
                — Bei allen anderen Staplern, außer Quergabelstaplern, muß der genormte Lastschwer-
                     punkt-Abstand für die Tragfähigkeit 600 mm betragen.
                — Bei Quergabelstaplern muß der für die Tragfähigkeit maßgebende Lastschwer-
                     punkt-Abstand vom Hersteller angegeben sein.
                — Für Flurförderzeuge für besondere Anwendungen darf der Lastschwerpunkt-Abstand
                     entsprechend der Anwendung festgelegt sind.
           5.   WIRKLICHE TRAGFÄHIGKEIT
                 Die wirkliche Tragfähigkeit eines Staplers wird aus den zugehörigen Standsicherheitsver-
                 suchen abgeleitet. Sie kann für die verschiedenen Bauformen und Höhen der Hubgerüste
                 und den verschiedenen Lastschwerpunkt-Abständen für die Bestimmung der Tragfähig-
                 keit (siehe Punkt 4) unterschiedlich sein. Die Tragfähigkeit muß für Norm-Gabelzinken
                 oder -Plattform festgelegt werden. Zusätzliche Festlegungen der tatsächlichen Tragfähig-
                keit bei auswechselbaren Anbaugeräten können ebenfalls vorgesehen werden, wo sie
                durch die Festlegung der Standsicherheit zulässig sind.
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                                               Addendum    B
                           ANGABEN AUF DEM TRAGFÄHIGKEITSSCHILD
         1.     EINFÜHRUNG
                Mit diesem Anhang wird die gleichförmige Angabe von Informationen auf Tragfähig-
                keitsschildern erleichtert.
                Die Ableitung der Tragfähigkeitsdaten ist in Addendum A angegeben.
         2.     NENN-TRAGFÄHIGKEIT
                Die Nenn-Tragfähigkeit kann auf dem Tragfähigkeitsschild und/oder dem Fabrikschild
                angegeben sein.
                Wenn sie auf dem Tragfähigkeitsschild angegeben sind, muß die Nenn-Tragfähigkeit in
                Kilogramm und so angegeben sein, daß sie mit den Angaben über die wirkliche Tragfä-
                higkeit nicht verwechselt werden kann.
              . Beispiel: Nenn-Tragfähigkeit = 6 000 kg.
                Bei Angabe auf dem Fabrikschild kann die Nenn-Tragfähigkeit Teil der Typbezeichnung
                des Herstellers sein, und sie kann in Tonnen oder Kilogramm angegeben sein.
                Beispiel: Typ: XYZ/6.0.
                WIRKLICHE TRAGFÄHIGKEIT
                Die auf dem Tragfähigkeitsschild anzugebenden wirklichen Tragfähigkeiten, Hubhöhen
                und Lastschwerpunkt-Abstände müssen den folgenden Anforderungen genügen:
         3.1.   Die wirkliche Tragfähigkeit bei größter Hubhöhe des Staplers und Norm-Lastschwer-
                punkt-Abstand muß immer angegeben sein.
                Wirkliche Tragfähigkeiten bei einem oder mehreren anderen Lastschwerpunkt-Abständen
                müssen ebenfalls angegeben sein, wenn die Bauform des Flurförderzeuges dies zuläßt
                 (siehe Bemerkung 1).
         3.2.   Wenn es zulässig ist, bei Hubhöhen unter der maximalen wirkliche Lasten zu heben, die
                größer sind als die in Abschnitt 3.1 angegebene Tragfähigkeit, dann müssen diese Trag-
                fähigkeiten und die zugehörigen Hubhöhen und der Norm-Lastschwerpunkt-Abstand
                angegeben sein. Die wirklichen Tragfähigkeiten bei einer oder mehreren weiteren Last-
                schwerpunkt-Abständen müssen ebenfalls angegeben sein, wenn die Staplerbauart dies
                zuläßt (siehe Bemerkung 1).
                Für Sonderzwecke können andere wirkliche Tragfähigkeiten und Lastschwerpunkt-Ab-
                stände ebenfalls angegeben werden.
                Bemerkung 1:
                Der (die) zusätzliche(n) Lastschwerpunkt-Abstand (-Abstände) soll(en) vorzugsweise (ein)
                genormte(r) Lastschwerpunkt-Abstand (-Abstände) sein. Für Stapler, die in Länder gelie-
                fert werden, die die SI-Einheiten benutzen, muß einer dieser Abstände, soweit nicht bereits
                benutzt, 600 mm sein.
         4.     ANBAUGERÄTE
                Wenn ein Stapler mit einem oder mehreren abnehmbaren Anbaugerät(en) vom Flurför-
                derzeughersteller ausgeliefert wird, dann muß dieser Stapler zusätzliche Tragfähigkeits-
                angaben zu den in Abschnitt 3 angegebenen erhalten.
                Die wirklichen Tragfähigkeiten, Hubhöhen und Lastschwerpunkt-Abstände mit angebau-
                t e m ^ ) Anbaugerät(en) müssen wie folgt angegeben sein:
         4.1.   Die wirkliche Tragfähigkeit bei größter Hubhöhe des Flurförderzeuges (wenn nach der
                Bauart des Flurförderzeuges zulässig — sonst bei größter zulässiger Hubhöhe) und die
                bauartmäßigen Lastschwerpunkt-Abstände müssen immer angegeben sein.
         4.2.   Wenn es zulässig ist, auf Hubhöhe unterhalb der maximalen wirkliche Tragfähigkeiten
                zu heben, die größer sind als diejenigen nach Abschnitt 4.1, dann müssen diese wirkli-
                chen Tragfähigkeiten mit ihren zugehörigen Hubhöhen und dem (den) bauartmäßigen
                Lastschwerpunkt-Abstand (-Abständen) angegeben sein.
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              Zusätzlich muß das Tragfähigkeitsschild klar angeben, zu welchem Anbaugerät die
              Angaben gehören.
           5. EINHEITEN
              Die zur Angabe der Tragfähigkeitsangaben benutzten Einheiten sollen sein:
              Hubhöhe: Millimeter mm,
              Last: Kilogramm kg,
              Schwerpunktabstand: Millimeter mm.
           6. KENNZEICHEN
              Einzelheiten auf dem Tragfähigkeitsschild können in der Form einer Tabelle oder eines
              Diagramms angegeben sein.
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                                                          Addendum    C
                 A N F O R D E R U N G E N FÜR STECKVORRICHTUNGEN FÜR ANTRIEBSBATTERIEN
         1.               SPEZIFIZIERUNG
         1.1.             Zahl der Modelle
                          Diese Spezifizierung gilt für drei durch ihren Nennstrom in Ampere definierte Modelle:
                          80 — 160 — 320 Ampere.
         1.2.             Definitionen
         1.2.1.           Nennstrom
                          Der Nennstrom ist der Strom in Ampere, den die Steckvorrichtung dauernd führen kann,
                          ohne die im Absatz 1.3.8 festgelegte zulässige Erwärmung zu überschreiten.
         1.2.2.           Notstrom
                          Die Steckvorrichtung ist nicht bestimmt zur Unterbrechung des Stromes im Normalbe-
                          trieb. Der Notstrom ist der höchste Strom, den die Steckvorrichtung bei außergewöhnli-
                          chen Umständen oder bei Gefahr unterbrechen können soll.
         1.2.3.           Spannung
         1.2.3.1.         Höchstspannung
                          Die Steckvorrichtungen sollen für eine maximale Gleichspannung von 150 Volt ausgelegt
                          werden. Die maximale Spannung soll auf der Außenseite der Steckvorrichtung angegeben
                          sein (siehe 1.3.11).
         1.2.3.2.         Betriebsspannung
                          Die Nennspannung der Antriebsbatterie darf nicht höher als 96 Volt sein.
         1.3.             Konstruktionseinzelheiten
                          Jede Steckvorrichtung besteht aus zwei zusammenfügbaren Steckvorrichtungshälften.
                          Jede Steckvorrichtungshälfte soll mit Befestigungsmitteln ausgerüstet werden können.
         1.3.1.           Gehäuse
                          Die Gehäuse sollen einen entsprechenden mechanischen Widerstand aufweisen; sie sollen
                          feuerfest, nicht saugend und widerstandsfähig gegen Säure, Batteriegase und verdünnte
                          Lauge (z. B. Kali) sein. Sie sollen mit allen üblichen Farben eingefärbt werden können.
          1.3.2.          Kontakte
                          Jede Steckvorrichtungshälfte soll zwei Hauptkontakte haben. Außerdem soll die Mög-
                          lichkeit bestehen, zusätzlich zwei Hilfskontakte einzubauen. Alle Kontakte sind zweck-
                          mäßig gegen Korrosion zu schützen.
                           An den drei Steckvorrichtungsmodellen sollen die Hilfskontakte einen Strom von
                          20 Ampere führen können. Die Hilfskontakte dürfen erst nach den Hauptkontakten
                           Kontakt geben.
          1.3.3.          Mechanische     Teile
                          Mechanische Teile sind zweckmäßig gegen Korrosion zu schützen.
         1.3.4.           Unverwechselbarkeit
                          Die Gehäuse sollen eine eingebaute und nicht abnehmbare Vorrichtung mit einschließen,
                          welche die Unverwechselbarkeit der beiden Steckvorrichtungshälften sicherstellt und
                          jede Falschpolung verhindert.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/46                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   2. 7. 79
            1.3.5.  , Isolierung
                      Wenn die beiden Steckerhälften getrennt sind, dürfen die Kontakte oder unter Spannung
                      stehende Teile nicht mit irgendwelchen Metallteilen in Berührung kommen können.
                      Die Isolierstoffe sollen Temperaturen zwischen + 90 °C und — 20 °C aushalten können.
                      Da die Grenztemperatur 90 °C nicht überschreiten darf, müssen die Innen- und Außen-
                      isolierungen mindestens der Klasse Y aus der Empfehlung 85 der Internationalen elektro-
                      technischen Kommission von 1957 entsprechen.
           1.3.6.     Schutzart
           1.3.6.1.   Sind die beiden Steckerhälften zusammengefügt, so soll die gesamte Steckvorrichtung
                      — gegen die zufällige Berührung unter Spannung stehender Teile durch Personen und
                           gegen das Eindringen von Fremdkörpern mittlerer Größe,
                      — gegen das Eindringen von Wasser unter normalen Anwendungsbedingungen
                      geschützt sein.
           1.3.6.2.   Die Halbstecker, die dauernd mit der Batterie verbunden sind, sollen gegen die zufällige
                      Berührung durch Personen und gegen das Eindringen mittlerer Fremdkörper geschützt
                      sein.
                      Diese verschiedenen Schutzarten sollen H D 365 des CENELEC entsprechen, d.h.:
                      IP 2* — Schutz gegen Berührung mit den Fingern unter Spannung stehender Teile.
                                 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mittlerer Größe.
                      IP *3 — Wasser, das in einem beliebigen Winkel bis 60° (circa 1 rad) zur Senkrechten
                                 fällt, darf keine schädliche Wirkung haben.
           1.3.7.     Kodierung
                      Jede Steckvorrichtung soll — wenn erforderlich — mit einer Kodiereinrichtung versehen
                      werden können, die sicherstellt, daß ein Anschlußstecker nur in eine Anschlußdose glei-
                      cher Betriebsspannung eingesteckt werden kann.
           1.3.8.     Erwärmung
                      Die Kontakte, Kabelanschlußstellen, Gehäuse und mechanischen Teile sollen eine maxi-
                      male Temperatur von 90 °C, d.h. eine Temperaturerhöhung von 65 °C bei einer Umge-
                      bungstemperatur von 25 °C aushalten. Die Endtemperatur darf auch bei besonderen Be-
                      triebsbedingungen, wie höhere Umgebungstemperatur, Verwendung von Leitungen mit
                      kleinerem Querschnitt usw. 90 °C nicht überschreiten.
                      Sie sollen außerdem eine Mindesttemperatur von —20 °C aushalten.
           1.3.9.     Leitungen
                      Die Steckvorrichtungshälften sind durch Leitungen an die Batterie oder an die Betriebs-
                      stromkreise (oder an die Ladestromkreise) anzuschließen. Die nachstehende Tabelle gibt
                      für die drei Steckvorrichtungsmodelle den Höchstquerschnitt der vorzusehenden Kupfer-
                      leitungen an:
                      Nennstrom in Ampere:                               80           160           320
                      Höchstquerschnitt des Kabels in mm 2 :             16            35             95
                      Anmerkung:    Für Aluminiümleitungen gelten andere Werte.
           1.3.10.    Verriegelung — Handlichkeit
                      Sind zwei beliebige Steckvorrichtungen zusammengefügt, so sind sie durch eine Verriege-
                      lungsvorrichtung fest zusammenzuhalten. Diese Vorrichtung soll im Notfall schnell ent-
                      riegelt werden können.
                      Die beiden Steckerhälften sollen in jeder Lage getrennt werden können. Ein Teil der Ver-
                      riegelungsvorrichtung kann so ausgebildet sein, daß dadurch die Unverwechselbarkeit
                      gewährleistet wird. Es kann ein Griff vorgesehen werden, um das Zusammenstecken oder
                      die Trennung zu ermöglichen. Dieser Griff kann mit der Verriegelungsvorrichtung kom-
                      biniert werden.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 165/47
         1.3.11. Kennzeichnung
                 Die Steckvorrichtungen sollen folgende Kenzeichnung deutlich und unauslöschbar füh-
                 ren:
                 — Name oder Marke des Herstellers,
                 — höchste Betriebsspannung: 150 V,
                 — Nennstrom in Ampere (z. B. 160 A),
                 — die Zeichen „ + " und        " zur Kennzeichnung der mit den entsprechenden Batterie-
                      polen verbundenen Kontakte.
         2.      VERSUCHE A N PROTOTYPEN
                 Die folgenden Versuche sollen an den Prototypen der drei Steckvorrichtungsmodelle
                 durchgeführt werden. Für die serienmäßig erzeugten Steckvorrichtungen muß garantiert
                 werden, daß sie die gleichen Versuche mit Erfolg bestehen.
         2.1.    Erwärmungsversuch
                 Die Steckvorrichtung soll durch Leitungen mit höchstzulässigem Querschnitt angeschlos-
                 sen werden. Die Leitungen sollen nach den von den Herstellern empfohlenen Methoden
                 befestigt werden. Sie sollen eine Länge von 2 Metern haben.
                 Der Versuch soll mit Nennstrom erfolgen.
                 Der Versuch soll beendet werden, wenn die Endtemperaturen erreicht sind.
                 Die Erwärmungen sollen mit Thermoelementen oder gleichwertigen Instrumenten gemes-
                 sen werden. Die Verwendung normaler Thermometer ist verboten.
                 Die Temperaturen und die Erwärmungen sollen die im Abschnitt 1.3.8 festgelegten Werte
                 nicht überschreiten.
         2.2.    Lebensdauerversuch
                 Zwei normal verbundene Steckerhälften sollen ohne Strom getrennt und wieder verbun-
                 den werden.
                 Dieser Versuch soll 5 000 mal wiederholt werden. Nach diesem Versuch soll die gesamte
                 Steckvorrichtung die unter Abschnitt 2.1 vorgeschriebenen Erwärmungsversuche bestehen.
         2.3.     Trennungsversuche unter Last
         2.3.1.  Trennungsversucb   bei Überlast
                 Eine Einheit von zwei zusammengefügten Steckerhälften soll über eine Induktivität von
                 0,50 —0 Millihenry an eine Gleichstromquelle von 96 Volt angeschlossen werden.
                        + 0,05
                 Die Steckvorrichtung soll:
                 — beim Modell 80 Ampere mit 200 Ampere,
                 — beim Modell 160 Amper£ mit 400 Ampere,
                 — beim Modell 320 Ampere mit 800 Ampere
                  belastet werden.
                  Nach Einschaltung des Stromes soll dieser durch Trennung der beiden Steckerhälften
                  unterbrochen werden.
                  Dieser Versuch soll 5 mal hintereinander durchgeführt werden.
                  Nach diesen Versuchen soll die Steckvorrichtung auf eventuelle Schäden geprüft, wieder
                  zusammengesteckt und dem unter Abschnitt 2.1 vorgesehenen Erwärmungsversuch un-
                  terzogen werden.
                  Falls das Zusammenstecken nicht möglich ist oder der Erwärmungsversuch nicht mit
                  Erfolg bestanden wird, ist der Stecker zu verwerfen.
         2.3.2.  Trennungsversuch   bei Kurzschluß
                  Eine Einheit von zwei zusammengefügten Steckerhälften soll über einen Induktionskreis
                  mit einer Zeitkonstante von 15 Millisekunden an eine Spannungsquelle angeschlossen
                  werden und mit dem 4fachen Nennstrom bei einer Spannung von 96 Volt belastet wer-
                  den.
                  Die Steckvorrichtung soll in der Lage sein, alle Lichtbögen, die bei dieser Notabschaltung
                  auftreten können, zu löschen. Es ist nicht erforderlich, daß die beiden Steckerhälften nach
                  diesem Versuch funktionsfähig sind.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/48                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                2. 7. 79
            2.4. Tauchversuch
                 Zwei zusammengefügte Steckerhälften ohne Leitung sollen 4 Stunden in eine Schwefel-
                 säurelösung von der Dichte 1,10 ± 0,05 bei Raumtemperatur getaucht werden. Nach
                 Abspülung mit Frischwasser und nach Abtrocknung sollen sich die beiden Steckerhälften
                 korrekt zusammenfügen lassen und den unter Abschnitt 2.1 vorgesehenen Erwärmungs-
                 versuch bestehen.
                 Der Versuch soll unter den gleichen Bedingungen mit einer Alkalilösung von der Dichte
                 1,10 ± 0,05 wiederholt werden.
                 Die beiden zusammengefügten Steckerhälften sollen außerdem vor Durchführung des
                 unter Abschnitt 2.6 vorgesehenen Fallversuchs für mindestens 48 Stunden in gasförmigen
                 Wasserstoff gehängt werden.                                             /
            2.5. Durchschlagfestigkeitsversuch
                 Jede Steckerhälfte soll ohne Leitung 1 Minute lang eine sinusförmige Wechselspannung
                 von 2 000 Volt effektiv mit einer Frequenz zwischen 25 und 100 Hertz
                 — zwischen den beiden Hauptkontakten,
                 — zwischen dem (oder den) Hilfskontakt(en), soweit diese vorhanden sind, und den
                     Hauptkontakten,
                 — zwischen allen Kontakten und den Metallteilen der Steckvorrichtung (und den Me-
                     tallteilen, die am Gehäuse befestigt sind, wenn dieses aus Isolierstoff ist)
                 aushalten können.
            2.6. Fallversuch
                 Eine Steckvorrichtungshälfte soll mit zwei Kabellängen von 1,50 m mit höchstzulässigem
                 Querschnitt, deren Ende 1 Meter über dem Boden befestigt wird, verbunden werden.
                 Die Steckerhälfte soll aus einer Höhe von 2,00 m auf einen Zementboden fallen gelassen
                 werden.
                 Dieser Versuch soll 25 mal durchgeführt werden.
                 Nach diesen Versuchen soll kein Teil der Steckvorrichtung Risse oder bleibende Verfor-
                 mungen aufweisen.
                 Die Steckerhälfte soll einwandfrei mit einer anderen zusammengesteckt werden können.
 ---pagebreak--- 2. 7. 79                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 165/49
                                                      Addendum   D
         BETRIEBSBEDINGUNGEN FÜR STAPLER MIT HEBBAREM FAHRERPLATZ UND FÜR STAP-
          LER, DIE BESONDERS DAFÜR GEBAUT SIND, UM MIT ANGEHOBENER LAST ZU FAHREN
         1. Die Bedingungen für den nicht geführten (frei fahrend) Betrieb von Staplern, die die Last und/oder
            den Fahrer während des Fahrens heben/drehen oder die mit angehobener Last und/oder angehobe-
            nem Fahrer fahren, sind die folgenden:
            a) ebenen und waagerechten Boden, entsprechend den Angaben des Staplerherstellers, der in der
                Lage ist, die Masse des Staplers, des Fahrers und der Last während des Betriebes zu tragen;
            b) Boden frei von Fremdkörpern und Gegenständen, die den Betrieb oder die Standsicherheit des
                Staplers beeinträchtigen können.
            Wenn der Stapler so geführt wird, daß Kippkräfte nicht aufgenommen werden, außerdem:
            c) Führungsschienen oder ähnliche Einrichtungen, die die Abweichung der Längsachse des Staplers
                von der Längsachse des Ganges auf maximal 2° begrenzen.
            Betriebsbedingungen, die von den oben angegebenen Bedingungen abweichen, müssen zwischen den
            interessierten Parteien vereinbart werden.
         2. BETRIEB IN FÜHRUNGEN
            Wenn ein Stapler so geführt ist, daß alle Kippkräfte durch äußere Einrichtungen aufgenommen
            werden, z. B. durch Rollen am Stapler, die in Führungsschienen am Regal laufen, sind die entspre-
            chenden besonderen Standsicherheitsversuche für den Betrieb in Gängen nicht erforderlich. Die
            während des Betriebes auftretenden und vom Hersteller des Staplers angegebenen Kräfte müssen
            jedoch von der Einrichtung (oder den Einrichtungen) an festen Bauteilen aufgenommen werden
            können, und ein Verlassen dieser Führungen durch das Gerät in den Gängen muß verhindert wer-
            den, während in angehobener Stellung gearbeitet wird.
         3. SICHERHEITSABSTAND
            Wenn Stapler in Gängen geführt werden, ist ein Sicherheitsabstand, wie er bei normalen Staplern
            erforderlich ist, nicht notwendig.
 ---pagebreak--- Nr. C 165/50                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       2. 7. 79
                                                         ANHANG       II
           ÜBEREINSTIMMUNGSBESCHEINIGUNG DES HERSTELLERS (ODER                                   IMPORTEURS)      FÜR
                                       KRAFTBETRIEBENE FLURFÖRDERZEUGE
           Der Unterzeichnete
                                                        (Name und Vorname)
           bescheinigt hiermit, daß das nachstehend spezifizierte kraftbetriebene Flurförderzeug in jeder Hinsicht
           den Bestimmungen der Einzelrichtlinie
                                                 (Titel und Nummer der Richtlinie)
            entspricht.
            1. Kategorie:
            2. Hersteller/Importeur:
            3- Typ:
            4. Typen-/Seriennummer des Flurförderzeugs:
            5. Baujahr:
            6. Andere zusätzliche Angaben:
            Datum:
                                                                                            (Unterschrift)
                                                                                   (Stellung des Unterzeichneten)
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                                                 ANHANG      III
                                        ÜBEREINSTIMMUNGSZEICHEN
                                         <D
         1. Das Übereinstimmungszeichen muß gut sichtbar und dauerhaft sein. Es ist an einer Stelle direkt
            neben oder auf dem Typenschild anzubringen.
         2. Die Abmessungen des Zeichens sollen so gewählt werden, daß die Information noch gut leserlich
            und sichtbar ist. Der Durchmesser des das Zeichen umgebenden Kreises muß mindestens 15 mm
            betragen.
         3. Das Übereinstimmungszeichen muß in seinem oberen Teil die Nummer 3 als Nummer dieser Richt-
            linie aufweisen.