CELEX: 51994PC0243(07)
Language: de
Date: 1994-06-03
Title: Geänderter Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998)

Avis juridique important

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51994PC0243(07)

Geänderter Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998)  /* KOM/94/243ENDG - CNS 94/0088 */  

Amtsblatt Nr. C 262 vom 20/09/1994 S. 0018

Geänderter Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998) (94/C 262/07) (Text von Bedeutung für den EWR) COM(94) 243 endg. - 94/0088(CNS) (Gemäß Artikel 189a Absatz 2 des EG-Vertrags von der Kommission vorgelegt am 6. Juni 1994)Der Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) (1994-1998) (KOM(94) 0068 endg. - 94/0088(CNS)) ist wie folgt geändert:Erwägung 4Gemäß Artikel 130i Absatz 3 sollte eine Schätzung der für die Verwirklichung dieses spezifischen Programms notwendigen finanziellen Mittel durchgeführt werden. Die endgültigen Beträge werden durch die Haushaltsbehörde je nach Verfügbarkeit der Mittel der Finanziellen Vorausschau gemäß der dem Gebiet eingeräumten relativen Priorität, das Gegenstand dieses Programms innerhalb des Aktionsbereichs I des vierten Rahmenprogramms ist, festgelegt.Erwägung 5a(neu)Die Gemeinschaftsbeihilfe für die Forschung im Bereich der Fischerei kann mehr Wirkung zeigen, wenn eine getrennte Haushaltslinie für die Erfassung von Daten sowie die Unterhaltung und Entwicklung angemessener Datenbanken in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden in den Mitgliedstaaten geschaffen wird.Erwägung 5b(neu)Die Aufstockung des Gesamthöchstbetrags des Rahmenprogramms hängt insbesondere von der Bewertung des Stands seiner Durchführung ab. Der Stand der Durchführung dieses Programms kann nur als zufriedenstellend angesehen werden, wenn die ersten Mittelbindungen innerhalb einer vertretbaren Frist nach der Verabschiedung des Programms durchgeführt werden. Diese Frist darf auf keinen Fall zwölf Monate überschreiten.Erwägung 6, vierter Gedankenstrich- beizutragen zu dauerhafter Entwicklung, Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt sowie der Verbesserung des ländlichen Raumes und der Küstenregionen.Erwägung 11a(neu)Die Bemühungen der Kommission um Vereinfachung, Beschleunigung und verstärkte Transparenz der Bewerbungs- und Auswahlverfahren müssen fortgesetzt werden, um die Durchführung des Programms zu fördern und die Schritte zu erleichtern, die die Unternehmen, insbesondere die KMU, die Forschungszentren und die Hochschulen, unternehmen müssen, um an einer FuE-Maßnahme der Gemeinschaft teilzunehmen.Artikel 2, Absatz 1(1)  Der zur Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf 607 Millionen ECU, wovon höchstens 7,3% auf Personal- und Verwaltungskosten entfallen.Die ersten Mittelbindungen werden innerhalb einer Frist von höchstens zwölf Monaten nach der Verabschiedung des Programms durchgeführt, es sei denn, triftige Gründe rechtfertigten die Überschreitung dieser Frist.Artikel 2, Absatz 4(4)  Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für jedes Haushaltsjahr zur Verfügung stehenden Mittel je nach Verfügbarkeit der Mittel der Finanziellen Vorausschau und unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen und technologischen Prioritäten des vierten Rahmenprogramms.ANHANG 1 "Zielsetzungen und wissenschaftlich-technischer Inhalt des spezifischen Programms", Absatz 5 Die Forschung in diesem Bereich wird eine starke wissenschaftliche Basis für eine wettbewerbsfähige, effiziente und dauerhafte Primärproduktion und Agro-Industrie bereitstellen, um die sich entwickelnden Gemeinschaftspolitiken zu unterstützen (insbesondere die bedeutenden Gemeinschaftspolitiken für Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes, Fischerei, Umwelt und den Binnenmarkt) und um den gesellschaftlichen Bedürfnissen nach einer Vielzahl gesunder und nahrhafter Lebensmittel, deren organoleptische Eigenschaften Bestandteil des Qualitätskriteriums sind, und neuer Nichtnahrungsprodukte, die umweltverträglich erzeugt werden, zu entsprechen."Maßstabsvergrösserung (Scaling-Up) und Verarbeitungsverfahren", Absatz 3 Die auf nachwachsenden Rohstoffen basierende, aufbauende "grüne" Chemie, angewandte Biotechnologien, die enzymatische und fermentative Biosyntheseverfahren einschließen, und die Verarbeitungsvorgänge der Fraktionierung, Trennung und Produktentwicklung sind typische Beispiele für Verfahren, die technologische Schwierigkeiten beim Übergang zum industriellen Maßstab bereiten und bei denen Synergien zwischen der chemischen Verfahrenstechnik und dem Biowissenschaftler bei Anlagenkonzeption, Meß- und Regeltechnik und Ausrüstung am wirkungsvollsten werden. Forschungsarbeiten zur Nutzung der Nebenprodukte der Fermentierung und anderer verarbeitender Industrien werden durchgeführt werden, einschließlich der Behandlung landwirtschaftlicher und agro-industrieller Abfälle, aber unter Ausschluß von Hausmüll, um z. B. Nebenprodukte oder landwirtschaftliche Düngemittel zu erzeugen."Generische Wissenschaft und fortgeschrittene Technologien für hochwertige Lebensmittel", Absatz 1 Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, einschließlich der Fischverarbeitung, steht mit ihrem Umsatz in Europa an zweiter Stelle. Forschung sollte die Wettbewerbslage der Industrie verbessern, aber auch den Verbrauchern eine sichere, qualitativ hochwertige, nahrhafte und gesunde Ernährung ermöglichen (einschließlich organoleptischen Eigenschaften)."Generische Wissenschaft und fortgeschrittene Technologien für hochwertige Lebensmittel", Absatz 3 Weitere Forschungsarbeit wird sich auf generische wissenschaftliche Phänomene konzentrieren, die an der Umwandlung biologischer Rohstoffe in Lebensmittel und ihrem Stoffwechsel beteiligt sind. Das Gewicht wird auf interdisziplinäre, molekular- und zellphysiologische Ansätze gelegt werden, die neue, fortgeschrittene Technologien für die Nahrungsqualität, Sicherheit und Vollwertigkeit, eingeschlossen Frische und Haltbarkeit von Meeresprodukten und anderen Lebensmitteln, unterstützen."Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ländliche Entwicklung, Fischerei und Aquakultur" Absatz 2a (neu)Im landwirtschaftlichen Bereich wird sich die Forschung sehr aufmerksam mit Fragen im Zusammenhang mit der Erhaltung des Erbguts und der biologischen Vielfalt bei Saatgut bodenständiger Pflanzenarten befassen, die ihre Anpassung an negative klimatische Auswirkungen, wie z. B. Trockenheit, oder ihre Resistenz gegen bestimmte Schädlinge bewiesen haben. Gleichzeitig werden Anstrengungen zur Entwicklung von in bezug auf diese negativen Faktoren resistenteren Pflanzenarten unternommen, wie die Unterstützung von Extensivkulturen in der Trockenlandwirtschaft."Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ländliche Entwicklung, Fischerei und Aquakultur", Absatz 2b (neu)Im gleichen Sektor werden Modelle für die Wasserbewirtschaftung entwickelt, damit die Erhaltung von Kulturen bei geringen oder unregelmässigen Niederschlägen ohne Absinken des Grundwasserspiegels durch zu starke Bewässerung aus dem Grundwasser möglich wird; ferner werden Modelle für die Änderung von Verfahren entwickelt, damit die Versalzung der Gewässer und der Oberflächenschichten verhindert wird. Im gleichen Sinn wird der Bewirtschaftung der Bodenressourcen besondere Aufmerksamkeit gewidmet; insbesondere gefördert werden die Methoden zur Erosionsbekämpfung."Fischerei und Aquakultur", Absatz 2 zweiter Gedankenstrich Umweltwirkungen von Fischerei- und Aquakulturaktivitäten: Ziel ist die Erzeugung besseren Wissens und Verständnisses der Auswirkugnen von Fischerei und Aquakultur auf Ökosysteme einschließlich Arbeiten an einer verbesserten Selektivität der Fischfanggeräte zur Verminderung der Sterblichkeit bei Jungfischen und Beifang vor dem Hintergrund anderer Umweltstörungen natürlicher (z. B hydrographischer) oder anthropogener Faktoren ausser Fischerei (z. B. Wasserverschmutzung, Eutrophierung, Kiesabbau), damit die Bedingungen für eine ausgewogene Nutzung der Fisch- und Aquakulturressourcen der Gemeinschaft geschaffen werden können.