CELEX: 51997PC0250
Language: de
Date: 1997-05-30
Title: Vorschlag für eine Verordnung (EG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 zur Festlegung der gemeinschaftlichen Standardqualität frischer oder gekühlter Tierkörper von Schafen und der Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 über das gemeinschaftliche Handelsklassenschema für Schafschlachtkörper und die gemeinschaftliche Standardqualität frischer oder gekühlter Schafschlachtkörper

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                Brüssel, den 30.05.1997
                                                KOM(97) 250 endg.
                         BERICHT DER KOMMISSION
      ÜBER DEN STAND DER DURCHFÜHRUNG DER VERORDNUNG (EWG)
           NR. 2137/92 DES RATES ÜBER DAS GEMEINSCHAFTLICHE
     HANDELSKLASSENSCHEMA FÜR SCHAFSCHLACHTKÖRPER UND DIE
  GEMEINSCHAFTLICHE STANDARDQUALITÄT FRISCHER ODER GEKÜHLTER
 SCHAFSCHLACHTKÖRPER UND ZUR VERLÄNGERUNG DER GELTUNGSDAUER
                       DER VERORDNUNG (EWG) NR. 338/91
                               Vorschlag für eine
                       VERORDNUNG (EG) DES RATES
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 zur Festlegung der gemeinschaftlichen
 Standardqualität frischer oder gekühlter Tierkörper von Schafen und der Verordnung
       (EWG) Nr. 2137/92 über das gemeinschaftliche Handelsklassenschema für
Schafschlachtkörper und die gemeinschaftliche Standardqualität frischer oder gekühlter
                                  Schafschlachtkörper
                        (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                            BERICHT DER KOMMISSION
    ÜBER DEN STAND DER DURCHFÜHRUNG DER VERORDNUNG (EWG)
          NR. 2137/92 DES RATES ÜBER DAS GEMEINSCHAFTLICHE
   HANDELSKLASSENSCHEMA FÜR SCHAFSCHLACHTKÖRPER UND DIE
 GEMEINSCHAFTLICHE STANDARDQUALITÄT FRISCHER ODER GEKÜHLTER
SCHAFSCHLACHTKÖRPER UND ZUR VERLÄNGERUNG DER GELTUNGSDAUER
                       DER VERORDNUNG (EWG) NR. 338/91
1.    EINLEITUNG
     Die Festlegung von Marktpreisen im Schaffleischsektor ist insofern von
     besonderer Bedeutung, als der Gemeinschaftsmarktpreis bei der Berechnung der
    jährlichen Mutterschafprämie eine zentrale Rolle spielt. Zur Zeit werden diese
     Preise von den Mitgliedstaaten auf der Grundlage einer 1991 vereinbarten und bis
     Ende des Wirtschaftsjahres 1997 geltenden gemeinschaftlichen Standardqualität
     für Schafschlachtkörper wöchentlich ermittelt und in den durchschnittlichen
     Gemeinschaftsmarktpreis umgerechnet.
     Im Interesse einer größeren Markttransparenz hat der Rat 1992 ein
     gemeinschaftliches Handelsklassenschema für Schafschlachtkörper festgelegt, das
     auf freiwilliger Basis angewendet wird. Es umfaßt ein Verfahren zur Einstufung
     von Schlachtkörpern in Handelsklassen nach vorgegebenen Kriterien und gibt
     Erzeugern insofern die Möglichkeit, sich nach diesen Kriterien bezahlen zu lassen.
     Außer in Finnland und Schweden werden nach dem Handelsklassenschema
     notierte Preise bei der Berechnung des durchschnittlichen Gemeinschafts-
     marktpreises nicht berücksichtigt.
     Langfristig war u.a. geplant, daß das gemeinschaftliche Handelsklassenschema die
     Grundlage für eine neue Definition der Standardqualität von Schafschlachtkörpern
    bildet.
     In diesem Sinne ist in Artikel 9 der Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 des Rates
     über das gemeinschaftliche Handelsklassensschema für Schafschlachtkörper und
     die gemeinschaftliche Standardqualität frischer oder gekühlter Schafschlachtkörper
     und zur Verlängerung der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 zur Festlegung der
     gemeinschaftlichen Standardqualität frischer oder gekühlter Tierkörper von
     Schafen vorgesehen, daß die Kommission dem Rat spätestens am 31. Dezember
      1996 einen Bericht über die Anwendung dieser Verordnung vorlegt.
     Der vorliegende Bericht prüft entsprechend den Stand der Anwendung             der
     Schafschlachtkörperklassifizierung sowie die Frage, inwieweit die bis Ende     des
     Wirtschaftsjahres 1997 für die Preisberichterstattung geltende Definition      der
     Standardqualität auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen mit              der
     Schlachtkörperklassifizierung verbessert werden könnte.
 ---pagebreak---    Vorbehaltlich der Schlußfolgerungen dieses Berichts hat sich der Rat zum Ziel
   gesetzt, die Anwendung des gemeinschaftlichen Handelsklassenschemas in allen
   zum innergemeinschaftlichen Handel zugelassenen Schlachthöfen möglichst im
   Laufe des Wirtschaftsjahres 1999, auf jeden Fall jedoch vor dem 1. Januar 2000,
   verbindlich vorzuschreiben, wobei jedoch weiterhin die Möglichkeit besteht, kleine
   Schlachtbetriebe in Gebieten, in denen der Einfluß der in diesen Betrieben
   erschlachteten Mengen auf den Marktpreis unwesentlich ist, von dieser Regelung
   auszunehmen.
   Die beiliegenden Vorschläge tragen den Schlußfolgerungen              des Berichts
   Rechnung.
2.  STANDARDQUALITÄT
   Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 ist die Standardqualität z.Z. wie folgt
   definiert:
   "Lämmer, die bei der Schlachtung noch nicht ein Jahr alt sind, einen normalen
   Fettanteil und ein Tierkörpergewicht oder geschätztes Tierkörpergewicht von
   mindestens 12 kg aufweisen".
   Diese Definition, die im Zuge der 1989er Reform zur Vereinheitlichung der
   Regelung zum Zwecke der Preisbildung und Prämienberechnung eingeführt
   worden war, galt für die Wirtschaftsjahre 1991 bis 1997.
   In der Praxis hat diese Definition dazu geführt, daß in Spanien, Italien,
   Griechenland und Portugal leichte Schlachtkörper (9 bis 11,9 kg) von der
   Preisberichterstattung ausgeschlossen wurden. Außerdem wurde der Begriff
   "normaler      Fettanteil"    in   Ermangelung       eines   Standards    für   die
   Schlachtkörperklassifizierung in den Durchführungsvorschriften der Kommission
   dahingehend ausgelegt, daß entsprechend den in den einzelnen Mitgliedstaaten
   gängigen Produktionspraktiken unterschiedliche Schlachtkörperhöchstgewichte
   angewendet wurden: 16 kg in Spanien, Italien, Griechenland und Portugal, 21,5 kg
   in Großbritannien, Irland und Nordirland, 22 kg in Frankreich und Österreich und
   23 kg in Dänemark, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Finnland und
   Schweden.
   Seit ihrer Einführung im Mai 1991 funktioniert die auf der Standardqualität
   basierende Preisberichterstattung in der Praxis problemlos (Verordnung (EWG)
   Nr. 1481/86 der Kommission). Außer in Italien, wo die Preise 1991 angepaßt
   werden mußten, um sie mit der Standardqualität in Einklang zu bringen, wurden
   die Preise für die unter die Standardqualität fallenden Gewichtskategorien ohne
   Schwierigkeiten ermittelt.
   Das Diagramm in Anhang 1 zeigt die Preisentwicklungstendenz in den Mitglied-
   staaten seit 1981 und die deutliche Preiskonvergenz nach 1991, als die auf der
   Standardqualität basierende Preisberichterstattung eingeführt wurde.
   Dennoch bestehen zwischen den Mitgliedstaaten nach wie vor beträchtliche
   Preisunterschiede, die im wesentlichen zurückzuführen sind auf Produktions- und
   Verbrauchsschwankungen, die Saisonabhängigkeit des Angebots und den
                                        -2-
 ---pagebreak---    Selbstversorgungsgrad der einzelnen Mitgliedstaaten kombiniert mit qualitativen
   Unterschieden in bezug auf Schlachtkörpergewicht, Fleischigkeit und Fettanteil.
   Außerdem scheinen Verbraucher in "Einführ"-Mitgliedstaaten einheimisches
   Lammfleisch dem Fleisch aus anderen Mitgliedstaaten vorzuziehen.
   Auch im Rahmen der Standardqualität gibt es de facto also qualitative
   Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Die Beseitigung dieser
   qualitativen Unterschiede durch Mitteilung von Preisen für Schlachtkörper gleicher
   Qualität würde die Transparenz der nach Standardqualität mitgeteilten Preise
   fördern.
3.  SCHLACHTKÖRPERKLASSIFIZIERUNG
   3.1     Gesetzliche Regelung
           Die Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 regelt die Einstufung von
           Schafschlachtkörpern ins gemeinschaftliche Handelsklassenschema. Sie
           enthält insbesondere Kriterien für die Schlachtkörperaufmachung, die
           Klassifizierung als solche, die Preisberichterstattung und die Kontrollen
           und läßt für die Klassifizierung zwei Systeme zu:
           - ein System, bei dem als Bewertungskriterien Fleischigkeit und
               Fettgewebeanteil berücksichtigt werden, in der Regel "SEUROP-
               Tabelle" genannt,
           - ein System, das nur auf unter 13 kg schwere Lämmer angewendet wird
               und bei dem als Bewertungskriterien Schlachtkörpergewicht,
               Fleischfarbe und Fettgewebe berücksichtigt werden, in der der Regel als
               "Schema A" bezeichnet.
           Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 461/93 der Kommission mit
           Bestimmungen zum gemeinschaftlichen Handelsklassenschema für
            Schlachtkörper von Schafen, die am 6. März 1993 in Kraft getreten ist, gilt
           die auf der Schlachtkörperklassifizierung basierende Preisberichterstattung
           ab 8. April 1993.
           Anfang 1995 hat das Amt für amtliche Veröffentlichungen der
           Europäischen Gemeinschaften in allen Amtssprachen der Gemeinschaft
           außer Finnisch und Schwedisch Kommissionsbroschüren herausgegeben, in
           denen die gemeinschaftlichen Handelsklassenschemen für Schaf- bzw. für
           leichte Lämmerschlachtkörper erläutert sind. Diese Broschüren sind unter
           der Nummer Ref. SEUROP: CM-84-94-694; Schema A: CM 84-94-703
           bei obigem Amt erhältlich.
            Seit ihrer Einführung werden sowohl die Schlachtkörperklassifizierung als
            auch die daran ausgerichtete Preisberichterstattung von den Schlachthöfen
           freiwillig durchgeführt.
           Den Verordnungen entsprechend haben in allen Mitgliedstaaten, die die
           Handelsklassenschemen anwenden, zwischen               1993 und 1995
 ---pagebreak---       Kontrollbesuche stattgefunden, um zunächst die Klassifizierungskriterien
      der einzelstaatlichen Sachverständigen in Einklang zu bringen und um
      sicherzustellen, daß sich die besuchten Schlachthöfe effektiv an diese
      Kriterien halten.
3.2   Anwendung auf einzelstaatlicher Ebene (für Angaben zu den
      einzelnen Mitgliedstaaten siehe Anhang 2)
      Die Schlachtkörperklassifizierung nach der SEUROP-Tabelle ist in
      Finnland, Frankreich, Schweden und Deutschland verbindlich. Dieses
      Handelsklassenschema wird außerdem, wenn auch weniger intensiv, in
      Dänemark und Irland und - in sehr viel geringerem Maße - im VK und in
      Griechenland angewendet.
      Spanien, Portugal, Italien und Griechenland haben mitgeteilt, daß sie
      beabsichtigen, weniger als 13 kg schwere Lämmerschlachtkörper nach
      Schema A einzustufen. Bisher wird diese Art der Klassifizierung in
      geringem Umfang jedoch nur in Spanien, Portugal und Griechenland
      durchgeführt.
      In Österreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Italien wird so
      gut wie keine Schlachtkörperklassifizierung vorgenommen.
      Für diesen geringen Erfolg wurden diverse Gründe angeführt:
    - In zahlreichen Mitgliedstaaten verkaufen Erzeuger ihre Lämmer lebend auf
       Viehmärkten oder direkt ab Hof an Schlachthöfe oder Händler, und für sie
       ist die Sache damit erledigt. Der Erzeuger wird für das lebende Tier
       bezahlt. Im VK und in Spanien laufen rund 80 % des Handels in dieser
       Form ab;
    - bei Direktverkäufen von Hof an Schlachthof veräußern Erzeuger ihre
       Lämmer oft partienweise zu einem vereinbarten Preis pro Kilo
       Schlachtkörpergewicht. Jegliches Erzeugerinteresse an der Klassifizierung
       ist - mit Ausnahme bestimmter Erzeugergemeinschaften - demnach eher
       akademischer als finanzieller Art;
    - in bestimmten Mitgliedstaaten sind die Schlachthöfe eher Gemeinde- als
       Privat- oder Genossenschaftsbesitz; entsprechend sind Ausrüstungen
       und/oder Fachpersonal für die Klassifizierung nicht unbedingt vorhanden;
    - Schlachthöfe und Großhändler führen mitunter an, daß das
       gemeinschaftliche Handelsklassenschema für Groß-/Einzelhandelstrans-
       aktionen, bei denen eine einfache Einstufung in erst-, zweit- und
       drittklassige Qualität die Norm ist, nicht relevant ist;
    - es kommt zu Unstimmigkeiten zwischen Schlachthöfen und Erzeugern
       hinsichtlich der Frage, wer für die Durchführung und Finanzierung der
       Klassifizierung aufzukommen hat;
                                     4-
 ---pagebreak---         - in Mitgliedstaaten, die traditionsgemäß in großem Umfang Lebendvieh
            ausführen, gibt es kaum eine nennenswerte Schlachthofstruktur.
            Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß nichtsdestotrotz viele Erzeuger,
            und vor allem Erzeugergemeinschaften, großes Interesse an der
             Schlachtkörperklassifizierung zeigen, auch wenn sie gelegentlich zögern,
            sich nach Handelsklassen bezahlen zu lassen. Sie sind im allgemeinen der
             Auffassung, daß die Klassifizierung und die Preisvorteile erstklassigen
            Lammfleisches dazu beitragen, die Qualität des auf einheimischen und
             Ausführmärkten verkauften Erzeugnisses zu verbessern. In diesem Sinne
            könnte die Klassizifierung längerfristig gesehen zu besseren
            Erzeugerpreisen und einer verbrauchergerechteren Erzeugnisqualität
            führen.
4. Preise und Qualität der Preisberichterstattung auf der Grundlage der
   Schlachtkörperklassifizierung
   Anhang 3 enthält Preistabellen für 1995 und 1996 sowie Diagramme zum
   Vergleich der Preise nach Handelsklassen und der Preise auf der Grundlage der
   Standardqualität, einschließlich unterschiedlicher Qualitätsklassen für 1996. Die
   Qualität der Preisberichterstattung aus den Mitgliedstaaten, die sich an der
   Schlachtkörperklassifizierung beteiligen, variiert jedoch aus verschiedensten
   Gründen.
   Nur in Schweden und Finnland, wo die Klassifizierung verbindlich ist und die
   Preisberichterstattung nach Handelsklassen den Großteil oder die gesamte
   Lammfleischerzeugung ausmacht, können die Preise als zufriedenstellend
   angesehen werden. Sie werden effektiv für die Berechnung des wöchentlichen
   Gemeinschaftsmarktpreises zugrunde gelegt (Verordnung (EWG) Nr. 1841/86),
   der seinerseits Grundlage für die Prämienberechnung ist.
   In Frankreich, wo die Klassifizierung ebenfalls verbindlich ist, haben acht
   Schlachthöfe (10% der nationalen Erzeugung) zugestimmt, nach Handelsklassen
   gezahlte Preise im Rahmen eines nationalen Observatoriums (Notierungsstelle)
   mitzuteilen.
   In den anderen Mitgliedstaaten sind die Repräsentativität der Preise und die
   geographische Repräsentativität der beteiligten Schlachthöfe fragwürdig.
   So sind in Deutschland nur 3 % der gesamtdeutschen Produktion betroffen,
   obgleich 14 Schlachthöfe an der Preisberichterstattung nach Handelsklassen
   beteiligt sind.
   In Irland sind nur zwei Schlachthöfe beteiligt, die aber 20 % der nationalen
   Schlachtleistung klassifizieren.
   In Großbritannien sind nur zwei Schlachthöfe, deren Schlachtausbeute weniger als
    1 % der nationalen Schlachtleistung ausmacht, an der Preisberichterstattung
   beteiligt.
 ---pagebreak---    Die Repräsentativität der Schlachtleistung dieser Schlachthöfe im Vergleich zur
   nationalen Produktion ist in der Tat fragwürdig. Es scheint, daß einzelne Erzeuger
   ihre besseren Lämmer nach Handelsklassen als Zahlungsgrundlage verkaufen. Im
   übrigen tendieren Erzeugergemeinschaften, deren Mitglieder in der Regel mehr
   Wert auf Qualität legen, dazu, die Klassizierungsmethode anzuwenden.
   Was Schema A anbelangt, so ist die Entwicklung ähnlich. In Spanien sind sechs
   Schlachthöfe auf freiwilliger Basis an der Preisberichterstattung beteiligt. In
   Portugal haben 1995 drei Schlachthöfe Preisangaben mitgeteilt, obgleich nur
   wenige Schlachtkörper klassifiziert wurden, während in Griechenland nur ein
   Schlachthof an der Berichterstattung teilnimmt.
5.  Schlußfolgerungen
   Es ist bedauerlich, daß die Schlachtkörperklassifizierung und die darauf basierende
   Preisberichterstattung in den letzten vier Jahren in einigen Mitgliedstaaten derart
   erfolglos war.
   In Finnland, Schweden und Frankreich ist die Schlachtkörperklassifizierung die
   Norm. In allen anderen Mitgliedstaaten, mit Ausnahme Deutschlands, hängt ihre
   Umsetzung vom Wohlwollen der Erzeuger und Schlachthöfe ab. Die Mehrheit der
   Erzeuger scheint aus verschiedensten Gründen, auch aus Vorliebe für die
   Lebendvermarktung und den Verkauf von Lämmern an Schlachtbetriebe auf der
   Grundlage fester Kilopreise, abgeneigt, Lammfleisch auf Klassifizierungsbasis zu
   verkaufen. Angesichts der in einigen Mitgliedstaaten geringen Zahl freiwillig
   Beteiligter sind eindeutig auch Schlachthöfe wenig dazu bereit.
   Dieser Mangel an Erfolg wirft nicht nur die Frage auf, ob der Rat sein Ziel weiter
   verfolgen und das gemeinschaftliche Handelsklassenschema bis zum Jahre 2000
   verbindlich einführen sollte, sondern auch, ob diese Zielsetzung überhaupt
   gerechtfertigt ist. Es fragt sich, ob ein gemeinschaftliches Handelsklassenschema
   nicht an sich fragwürdig ist, wenn kein wirkliches Interesse daran besteht.
   Dennoch weist die Kommission daraufhin, daß die Preise im Schaffleischsektor im
   Gegensatz zu anderen Sektoren die Jahresprämien und folglich die Höhe der
   jährlichen Aufwendungen der Gemeinschaft für den Schaffleischsektor unmittelbar
   beeinflußen. Die Transparenz der Preisberichterstattung ist daher wesentlich. Sie
   wird sich sehr verbessern, wenn qualitative Preisunterschiede eliminiert werden.
   Die Kommission ist der Auffassung, daß sich das vom Rat verfolgte Ziel der
   verbindlichen Anwendung des Handelsklassenschemas nicht verwirklichen läßt. Sie
   hält es aber auch nicht für gerechtfertigt, dieses Ziel völlig aufzugeben, weil einige
   Mitgliedstaaten die Schlachtkörperklassifizierung in diesem Stadium nicht
    anwenden. Der positive Einfluß der Schlachtkörperklassifizierung auf die
   Preistransparenz und die Schlachtkörperqualität im allgemeinen führen die
   Kommission zu dem Schluß, daß die Schlachtkörperklassifizierung für den Sektor
   von Interesse ist und gefördert werden sollte. Daher hält sie es für wünschenswert,
    die Preise für klassifizierte Schlachtkörper in die Preisberichterstattung zur
    Festsetzung des durchschnittlichen Gemeinschaftsmarktpreises und folglich zur
    Prämienberechnung einzubeziehen.
                                          6-
 ---pagebreak---    Was die Standardqualität anbelangt, so steht - wie bereits erwähnt - fest, daß es
   bei der praktischen Anwendung zwar keine Probleme gegeben hat, zwischen den
   Mitgiedstaaten jedoch noch immer große Preisunterschiede bestehen, die zum Teil
   qualitativen Ursprungs sind.
6.  Vorschläge
   In bezug auf die Schlachtkörperklassifizierung schlägt die Kommission vor, daß
   der Rat das Ziel, das er sich vorbehaltlich der Schlußfolgerungen dieses Berichts
   gesetzt hat und das darauf hinausläuft, das gemeinschaftliche Handelsklassen-
   schema möglichst während des Wirtschaftsjahres 1999, auf jeden Fall jedoch vor
   dem 1. Januar 2000, für alle für den innergemeinschaftlichen Handel zugelassene
   Schlachthöfe verbindlich vorzuschreiben, vorerst aufzugeben.
   In der Praxis bedeutet dies, daß die Schlachtkörperklassifizierung EU-weit als
   freiwilliges Instalment beibehalten und eingesetzt werden sollte, wenn sie für den
   Schaffleischsektor nachweislich von Vorteil ist.
   In diesem Sinne schlägt die Kommission vor, die derzeitige Definition der
   Standardqualität künftig nicht mehr zu ändern.
   Nichtsdestotrotz hält es die Kommission für wünschenswert, daß die
   Schlachtkörperklassifizierung entsprechend dem Stand ihrer Anwendung in den
   verschiedenen Mitgliedstaaten in den Preisberichtserstattungsmechanismus für die
   Standardqualität einbezogen wird, und sie wird im Rahmen ihrer eigenen
   Kompetenzen auf dieses Ziel hinarbeiten. Sie ist der Auffassung, daß diese
   Maßnahme die Preistransparenz fördern und dazu beitragen wird, die
   Marktpreisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten zu erläutern.
   Die Kommission beabsichtigt daher, einen Prozentanteil des Preises, der für die
   einzelnen Mitgliedstaaten für Standardqualität mitgeteilt wird, so weit wie möglich
   Preisen vorzubehalten, die nach den gemeinschaftlichen Handelsklassenschemen
   ermittelt werden, d.h. es ist vorgesehen, mit einem relativ kleinen und je nach
   Mitgliedstaat variablen Preisanteil die Preise für klassifizierte Schlachtkörper
   einzubeziehen.
   Zur Verwirklichung dieses Ziels wird es notwendig sein, einige Aspekte der
   Verordnungen       (EWG) der Kommission Nr.                  1481/86 über die
   Preisberichterstattung und Nr. 461/93 mit Bestimmungen zum gemeinschaftlichen
   Handelsklassenschema für Schlachtkörper von Schafen zu ändern, um die
   Preisberichterstattung nach beiden Handelsklassenschemen (SEUROP-Tabelle und
   Schema A) in die Preisberichterstattung für die Berechnung der einzelstaatlichen
   und gemeinschaftlichen Marktpreise, die in erster Linie für die Prämienberechnung
   zugrunde gelegt werden, einzubeziehen. Darüber hinaus wird eine technische
   Anpassung der Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 erforderlich sein, um die
   Schlachtkörperkategorie C in Schema A zum Zwecke der Preisberichterstattung
   unterteilen zu können.
   Abschließlich weist die Kommission darauf hin, daß sie ferner beabsichtigt,
   innerhalb ihrer eigenen Kompetenzen die Tätigkeit der im Rahmen der Verordnung
   (EWG) Nr. 2137/92 eingesetzten Überwachungsgruppe der Gemeinschaft zu
                                       -7-
 ---pagebreak--- überprüfen. Damit wird insbesondere bezweckt, die Gruppe leistungsfähiger und
ihre Tätigkeit kostenwirksamer zu machen, indem sie verkleinert und ihre Tätigkeit
auf Mitgliedstaaten konzentriert wird, in denen die Preisberichterstattung auch
Preise für klassifizierte Schlachtkörper beinhaltet.
Die Kommission wird die geplanten Änderungen der Verordnungen in Kraft
setzen, sobald der Rat diesen Bericht erörtert und den beiliegenden
Verordnungsentwurf angenommen hat.
Der beiliegende Vorschlag hat keine finanziellen Auswirkungen.
Nur die Europäische Union ist befügt, die vorgeschlagenen Maßnahmen in Kraft
zu setzen. Mit den Vorschlägen wird die Laufzeit einer geltenden Verordnung
verlängert und eine zweite Verordnung geändert.
Anhänge.
 ---pagebreak---               Prix de la viande ovine - Prices of sheepmeat - Preise für Schaf-Fleisch
        650                                                                                    • B
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                                                                                               • i  CD
                                                                                               ^ NL
     Q) 3 5 0
                                                                                               eo
     >                                                                                         * P
     O
                                                                                               ^FIN
        250
                                                                                               • S
                                                                                               * UK
                                                                                               -UE
        150
               1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996
 ---pagebreak---                                     Anhang 2
       Anwendung des Handelsklassenschemas für Schafschlachtkörper
                              in den Mitgliedstaaten
         Übersicht über die Beiträge der Delegationen im Rahmen der
   Arbeitsgruppensitzungen bis einschließlich 2. Februar 1996 mit aktuellen
          Informationen der Mitglied Staaten (Stand Dezember 1996)
BELGIEN
   - Die Klassifizierung ist nicht verbinddlich, und Schlachthöfe klassifizieren
      nicht systematisch; ein Schlachthof wird möglicherweise ab 1996 auf sehr
      begrenzter Basis mit der Klassifizierung beginnen;
   - es gibt kaum Fördermaßnahmen; einige Lebendklassifizierungen auf der
      Grundlage des Handelsklassenschemas;
   - Direktverkäufe von Erzeuger an Verbraucher: 50 % der Gesamtverkäufe.
DÄNEMARK
   - Ziel ist die Schlachtkörperklassifizierung in allen Schlachthöfen; die
      Klassifizieaing ist jedoch nicht verbindlich;
   - die Einstellung der Erzeuger ist positiv;
   - das System ist funktionsfähig (27,2 % der nationalen Schlachtleistung);
   - ein Unternehmen zahlt nach Handeklassen; Klassifizierer werden vom
      Schlachthof bezahlt;
   - 22,6% der Zahlungen erfolgen auf Grund der Klassifizierung;
   - für die Klassifizierung ist das Schlachthofpersonal, für die Kontrolle das
      dänische Klassifizierungsamt zuständig;
   - Unterschiede bei der Aufmachung (Entfernung von Nieren und Nierenfett)
      werden durch einen Berichtigungskoeffizienten ausgeglichen.
DEUTSCHLAND
   - Für Schlachthöfe mit einer wöchentlichen Schlachtleistung von über 50
      Lämmern ist die Klassifizierung verbindlich;
   - nur 3 % der nationalen Produktion wird nach Handelsklassen bezahlt
      (60 000 Lämmer);
   - Erzeuger sind eher zurückhaltend (Mißtrauen gegenüber Schlachthöfen
      und Bevorzugung des pauschalen Stück- oder Kilopreises);
                                     10
 ---pagebreak---    - mittlerweile sind 14 Schlachthöfe auf freiwilliger Basis an der
      Schlachtkörperklassifizierung beteiligt; die Schlachthöfe sind jedoch
      unzufrieden mit den gesetzlich vorgegebenen zusätzlichen Kosten
      (65 DM/Stunde für unabhängige Klassifizierer); nur 23,4 % ihrer
      Schlachtausbeute (3 % der nationalen Produktion) wird ausschließlich
      nach Handelsklassen bezahlt;
   - Direktverkäufe von Erzeuger an Verbraucher: 50 % der Gesamtverkäufe.
GRIECHENLAND
   - Die Klassifizierung nicht verbindlich;
   - es besteht wenig Interesse an der SEUROP-Tabelle; Schema A wird
      bevorzugt;
   - ein freiwillig beteiligter Schlachthof führt Schlachtkörperklassifizierungen
      durch; zwei weitere Schlachthöfe zeigen Interesse (1995 wurden 100 000
      Lammschlachtkörper klassifiziert);
   - die Preisunterschiede sind hauptsächlich gewichtsbedingt;
   - Probleme bei der Schlachtkörperaufmachung
   - Probleme aufgrund kleiner Schlachthöfe;
    - Probleme infolge       der wenigen     Direktverkäufe   von   Erzeuger   an
      Schlachthöfe;
    - Klassifizierer werden vom Staat bezahlt.
SPANIEN
    - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich, und die SEUROP-Tabelle ist
      ungeeignet;
    - Schema A: sechs freiwillig beteiligte Schlachthöfe teilen regelmäßig Preise
      mit (gute geographische Verteilung); wachsendes Interesse;
    - Direktverkäufe von Erzeuger an Schlachthöfe: 20 %. Da mit lebenden
      Tieren gehandelt wird, ist der Lebendviehpreis das wichtigste Element.
 FRANKREICH
    - Die Klassifizierung ist seit 1977 verbindlich;
    - das System ist funktionsfähig (85 % der nationalen Produktion);
    - die Preise werden nach der SEUROP-Tabelle von OFIVAL notiert (8
      Korrespondenten für 10 % der nationalen Produktion);
    -  1995 wurden Erzeuger (vor allem die Erzeugergemeinschaften) für
      617 000 Lämmerschlachtkörper nach der SEUROP-Tabelle bezahlt;
                                   -11 -
 ---pagebreak---       - Direktverkäufe von Erzeuger an Schlachthöfe: 70 %;
      - für die Klassifizierung ist das Schlachthofpersonal zuständig;
      - für die Preisberichterstattung werden gemäß der Verordnung Nr. 1481/86
        die Kriterien für das frühere Handelsklassenschema (EUROP-Tabelle)
        zugrunde gelegt;
      - die Gesamtzahlungen für Klassifizierungen entsprechen 50 % der
        nationalen Produktion.
IRLAND
      - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich; diese Option wird jedoch ins
        Auge gefaßt;
      - gute Fortschritte bei der Anwendung der SEUROP-Tabelle:
        Klassifizierung nach 5 unterschiedlichen und variablen Preisniveaus anhand
        zusammengezogener Tabellenpositionen;
      - zwei Schlachthöfe (20 % der nationalen Schlachtleistung) wenden das
        Handelsklassenschema mittlerweile an und zahlen nach Handelsklassen (in
        einem der beiden Betriebe gibt es saisonbedingt noch Zahlungsschwierig-
        keiten); 1995 wurden 440 000 Lämmerschlachtkörper klassifiziert;
      - die Klassizierung erfolgt durch das Schlachthofpersonal unter technischer
        Überwachung des Landwirtschaftsministeriums.
  ITALIEN
      - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich, und Schlachthöfe und Erzeuger
        zeigen wenig Interesse;
      - die SEUROP-Tabelle ist ungeeignet;            Schlachthöfe   arbeiten nach
        Schema A;
      - es bestehen Probleme bei der Berechnung der Erzeugerpreise (Lämmer
        werden in Partien verkauft);
      - die Einstellung der Erzeuger ist eher zurückhaltend (sie befürchten
        niedrigere Preise);
      - Direktverkäufe von Erzeuger an Schlachthöfe: 35 %;
      - saisonale Probleme (Spitzenverkäufe von Oktober bis April);
      - Lehrgänge für Schlachthöfe und Erzeuger sind geplant;
      - die Einrichtung eines Observatoriums (Notierungsstelle) wird erwogen.
  NIEDERLANDE
      - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich;
                                     -12-
 ---pagebreak---    - Schlachthöfe zeigen wenig Interesse; ein Schlachthof ist beteiligt (1 % der
     Tiere werden klassifiziert und die Erzeuger nach Handelsklassen bezahlt -
     4 000 Lämmer 1995);
   - Größeres Interesse im Sektor Lebendviehausführ: 1995 wurden 558 000
     lebende Tiere exportiert (50 % der Gesamtproduktion) - ein Konzern
     kauft und klassifiziert Lebendvieh nach Handelsklassen (33 000 Tiere);
     Kosten der Klassifizierung: 0,5 HFL/Tier;
   - Direktverkäufe von Erzeuger an Schlachthöfe: 5 % (Schätzwert);
   - 90 % aller Schlacht- bzw. Exportlämmer werden über einen Händler im
     Haltungsbetrieb verkauft;
   - der Umstand, daß Lämmer von Kleinerzeugern, die nebenberuflich Schafe
     halten, in Partien verkauft werden, erschwert die Weiterleitung von
     Klassifizierungsinformationen an Kleinerzeuger;
   - die Klassizierung wird von unabhängigen Klassifizierern durchgeführt, die
     vom Schlachthof (207 HFL/Tag plus MwSt) oder vom Erzeuger
     (Lebendvieh) bezahlt werden.
PORTUGAL
   - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich;
   - Erzeuger zeigen Interesse an Schema A; die SEUROP-Tabelle ist
     ungeeignet;
   - es gibt drei freiwillig beteiligte Schlachthöfe, z.Z. werden jedoch nur
     wenige Tiere klassifiziert und nach Handelsklassen bezahlt (5 % der
     Gesamtproduktion);
   - die Klassifizierung wird von der regional zuständigen Stelle des
     Landwirtschaftsministeriums durchgeführt und zentral kontrolliert;
   - das Preisniveau ist eher gewichts- als qualitätsabhängig;
   - ein Großteil der Erzeugung wird an Händler verkauft.
VEREINIGTES KÖNIGREICH
   - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich;
   - es gibt zwei (von rund 400) freiwillig beteiligte Schlachthöfe, die nach
     Handelsklassen bezahlen (weniger als 1 % der Gesamtproduktion) (44 000
     Lämmer 1995);
   - in Nordirland sind zwei Schlachthöfe freiwillig beteiligt (10 % der
     Gesamtproduktion) (148 000 Lämmer 1995);
                                  -13-
 ---pagebreak---     - die Klassifizierung wird vom MCL (vom Schlachthof bezahlt) oder vom
      Schlachthof selbst durchgeführt; MAFF-Kontrollen sind eher selten;
    - es gibt drei Probleme:
       1.     Schlachthöfe sind an der Bezahlung nach Handelsklassen nicht
       interessiert (sie sehen keinen Vorteil in diesem System).
       2.     Schlachthofbesitzer sind nicht davon überzeugt, daß die Mitteilung
       von Erzeugerpreisen in ihrem Interesse liegt (vor allem gegenüber ihren
       Hauptkonkurrenten und Geschäftspartnern).
       3.     Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Schlachthöfen                und
       Ministerium, hauptsächlich aus kommerziellen Gründen.
    - Direktverkäufe von Erzeuger an Schlachthöfe: 20 %. Die restlichen 80 %
      werden über Auktionsmärkte verkauft;
    - die Bemühungen, Schlachthöfe zu finden, die sich freiwillig an der
      Schlachtkörperklassifizierung beteiligen, laufen weiter, bisher jedoch mit
      wenig Erfolg.
SCHWEDEN
    - Die Klassifizierung ist verbindlich, und Erzeuger werden nach Handels-
      klassen bezahlt (2 100 t im Jahre 1995);
    - Erzeuger verkaufen direkt an die Schlachthöfe (Erzeuger sind positiv
      eingestellt);
    - die Klassifizierung wird vom Schlachthof durchgeführt            und vom
      Landwirtschaftsministerium kontrolliert;
    - Schlachtkörper werden nach Handelsklassen klassifiziert; Klasse S wird
      nicht angewendet;
    - Unterschiede bei der Aufmachung (Entfernung von Nieren und Nierenfett)
      werden durch einen Berichtigungskoeffizienten ausgeglichen;
    - der Schlachtkörperhandel basiert auf dem Handelsklassenschema.
FINNLAND
    - Die Klassifizierung ist verbindlich;
    - die Klassifizierung wird vom Schlachthof durchgeführt            und vom
      Ministerium kontrolliert;
    - alle Schafe werden ohne Differenzierung               zwischen  Kategorien
      (Mutterschafe, Lämmer, Böcke) klassifiziert;
                                     14
 ---pagebreak---    - Unterschiede bei der Aufmachung (Entfernung von Nieren und Nierenfett)
     werden durch einen Berichtigungskoeffizienten ausgeglichen;
   - über 90 % aller Tiere werden klassifiziert und die gezahlten Preise
     mitgeteilt.
ÖSTERREICH
   - Die Klassifizierung ist nicht verbindlich;
   - Schafe werden direkt auf Lebendviehmärkten verkauft;
   - Schlachthöfe sind klein (nur 14 % der Gesamtschlachtungen - 287 000
     Tiere - erfolgen in den 30 österreichischen Schlachthöfen;
   - Direktverkäufe von Erzeuger an Verbraucher: 80 % bis 90 % der
     Gesamtproduktion.
                                    15-
 ---pagebreak---                                       Annexe 3
Prix selon la grille de classement et selon la qualité type pour 1995 et 1996
et graphiques comparatifs entre les prix selon la grille et selon la qualité type
pour 1996.
Classification grid and standard quality prices for 1995 and 1996
and comparative graphs between classification grid and standard
quality prices for 1996.
Preise 1995 und 1996 gemäss Handelsklassenschema und
Standardqualitätspreisen sowie Grafiken zum Vergleich der Preise
gemäss Handelsklassenschema mit den Preisen der
Standardqualität für 1996.
                                                ft
 ---pagebreak---                                                               1996
                                                    Prix - Prices - Preise
                                                                                                  ECU/100 kg
              DK                                             IRL          Fin             GB     IRLN
                           386,9                           318.1                289.1
            402.0          391.0           511.7           333.9        291.3   428,7
            374,3          388,6           484.3           322.6        242.2            348,9   331,6
                           361.6           398.9           324.6                                 304.3
                           338.1           363,1           304,0
                           388.7           355,5           272,6                308,9
            339,2          386.1           471.7           332,4        250.9   402.3    275,7   325.4
            342,9          381.1           457,3           317,7        229.7   367.1    311.8   322.8
                           360.5           368.3           322.5        186.3   243,9    302.5   305.3
                           339,0           335,9           307,3                175,7    274.1   269,6
                           371.7           348.5           303,4        207,7   303,1
            295.3          378,5           443.6           313.0        229,3   335,4    319.9   328,0
            302,8          370,3           420.2           319.0         183,4  307,9    296.7   326.0
                           349,8           344.6           302.5         145,3  207.6    299,1   304.4
                           314.1           325.2           248.7         124,4   151.8   271,8   281.9
                           356.4           317.4           278,4         188,6   229.0
            247,2          364.8           369.8           290,4         198,4   287.4   259,9   270,9
            273,8           364,7          386,1            314.6        168,6   279.6   290.8   323,5
                            343.0           327,6          299.8         127,4   182,5   271,6   293,7
                            320,6           302,4                                143.6
                            266,5           294,9           277,1        134,2   115,5
             137.4          272.0           330.8           237.8        130,6   146,6
             128.9          245.0           315,6                         96,6   139,9
                                                                          76.6
                                                                          43,1
0 SEUROP
             304,8          364,5           421,5           314,1        186,3   289,6    295,3   318,2
0 Qualité type - Standard quality - Standardqualität
             270,6          358,6           380,2           308,4        186,3   289,6    336,7   310,1
                                     Quantités en % • Quantity in % • Menge in %
                DK              D                              IRL         FIN              GB     IRLN
    1          0,0            0,3             0,0             0,0          0,0     0,0     0,0      0,0
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     400
                                                       * D
  o  360                                               * F
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                                                       * S
                                                       * GB
     280
                                                       • IrIN
     240
     200
     160
           11 16  21        26       31    36 41 46 51
                 Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                    Danmark
                         1996
   500
                                 i i Qualité type - Standard quality - Standardqualität
   400                          • • Grille - Grid - Schema
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   300 h-
   200
          11 16 21        26        31      36       41     46      51
                Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                Deutschland
                       1996
     500
     400
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     300
                                     Qualité type - Standard quality - Standardqualität
                                  — Grille - Grid - Schema
     200
         11 16  21       26       31     36       41     46      51
               Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                     France
                       1996
    500
    400
 O)
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3
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    300                             Qualité type - Standard quality - Standardqualität
                                 — Grille - Grid - Schema
    200
        11 16 21       26        31       36       41     46       51
              Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                         Ireland
                           1996
      500
                                    Qualité type - Standard quality - Standardqualität
                                    Grille - Grid - Schema
      400
   o
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      300 -
      200
            11 16  21       26       31       36      41     46       51
                  Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---               Finland/Suomi
                        1996
    400
    300
 CD
o
o                                       Qualité type - Standard quality - Standardqualität
3                                       Grille - Grid - Schema
O
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    200
                                S**** #"   %#%
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    100
        11 16  21       26        31        36       41     46            51
               Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                         Sverige
                            1996
         500
         400
      CO
     o                                    Qualité type - Standard quality - Standardqualität
     o
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         300
                                                    "V***^
         200
             11 16 21        26       31     36        41     46     51
                   Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                    Great Britain
                            1996
        500
               &m.
                                         Qualité type - Standard quality - Standardqualität
        400                              Grille - Grid - Schema
     CD
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        300
        200
            11  16  21       26       31      36       41     46     51
                   Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                 Northern Ireland
                          1996
      500
                                           Qualité type - Standard quality - Standardqualität
      400                                  Grille - Grid - Schema
   CO
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      300
      200
          11 16   21       26           31       36       41    46      51
                 Semaines - W e e k s - Wochen
 ---pagebreak---                         Elias
                         1996
      850
      800
      750
                              •* Qualité type - Standard quality - Standardqualität
      700
                              — Grille bis - A Grid - Schema a
      650
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      450
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      300
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          11 16 21       26         31        36   41      46       51
                Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                          Spain
                           1996
   850
                                        s   *
   800                                       m
                                              • m
                                                  *
                                                    *
   750
                                                  \ .«-
   700
               \ * '
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                                                                  Grille bis - À Grid - Schema a
   400
   350
   300                                                Qualité type - Standard quality - Standardqualität
   250
                      I I I l i i I ! i
   200 11 16  21       26        31      36     41         46        51
             Semaines - Weeks - Wochen
 ---pagebreak---                              Prix - Prices - Preise
                 Qualité type - Standard quality - Standardqualität
       520 —
       480 -
                                                                        • DK
       440 -                                                            * D
                                                                        e Gr
       400 -
                                                                        ^ E
    O  360 -                                                            A FIN
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       280                                                              • S
                                                                        • UK
       240
                                                                        • U.E
       200
                                             „tri"
       160
             Jan   Fév  Mars Avril Mai  Juin Juil  Août Sep Oct Nov Dec
                                       1996
 ---pagebreak---                        Prix - Prices -
         Qualité type - Standard quality - Standardqualität
     435                                                            520
                                                                  H 480
                                                                            * DK
                                                                    440     * D
                                                                         D)
  :*                                                                    O   e Gr
                                                                        O
  |  335                                                            400
                                                                        3
                                                                            oE
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                                                                         <D + F
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                                                                            •   Irl
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  Io 235                                                            280 ö   • S
                                                                         >
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  <
                                                                    240
                                                                            •    U.E
                                                                    200
     135                                                            160
         Jan Fév  Mars   Avril Mai Juin Juil Août Sep Oct Nov Dec
                                    1995
 ---pagebreak---                                       Vorschlag für eine
                            VERORDNUNG (EG) DES RATES
  zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 zur Festlegung der gemeinschaftlichen
   Standardqualität frischer oder gekühlter Tierkörper von Schafen und der Verordnung
          (EWG) Nr. 2137/92 über das gemeinschaftliche Handelsklassenschema für
  Schafschlachtkörper und die gemeinschaftliche Standardqualität frischer oder gekühlter
                                        Schafschlachtkörper
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3013/89 des Rates vom 25. September 1989 über die
gemeinsame Marktorganisation fur Schaf- und Ziegenfleisch ', zuletzt geändert durch die
Verordnung (EG) Nr. 1589/96 2, insbesondere auf Artikel 4 Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
In Erwartung gemeinschaftlicher Standards für die Schlachtkörperklassifizierung gilt die
Verordnung (EWG) Nr. 338/91 des Rates vom 5. Februar 1991 zur Festlegung der
gemeinschaftlichen Standardqualität frischer oder gekühlter Tierkörper von Schafen3, zuletzt
geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1278/944, bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 1997. Es
sind noch nicht genügend Fortschritte erzielt worden, um die derzeitige Standardqualität der
Gemeinschaft durch die vorgenannten Standards ersetzen zu können. Daher ist die derzeitige
Standardqualität beizubehalten.
Den Schlußfolgerungen des Berichts der Kommission über die Anwendung der Verordnung
(EWG) Nr. 2137/92 5, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1278/94, zufolge sollte
das Ziel nicht mehr verfolgt werden, das sich der Rat selbst gesetzt hatte und das darin bestand,
die Anwendung des Gemeinschaftsschemas in allen zum innergemeinschaftlichen Handel
zugelassenen Schlachthöfen der Gemeinschaft möglichst im Laufe des Wirtschaftsjahres 1999,
spätestens aber bis zum 1. Januar 2000 verbindlich vorzuschreiben (kleine Schlachthöfe in
Gebieten, in denen der Einfluß der in diesen Schlachthöfen erschlachteten Mengen auf den
Marktpreis unwesentlich ist, konnten jedoch ausgenommen werden).
Um die Preisfesteilung zu erleichtern, sollten die Mitgliedstaaten ermächtigt werden, die
Kategorie C in Anhang 111 der Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 in zwei Unterkategorien
aufzuteilen.
1
    ABl. Nr. L 289 vom 7.10.1989. S. 1.
2
    ABl. Nr. L 206 vom 16.8.1996. S. 25.
3
    ABl. Nr. L 41 vom 14.2.199 LS. I.
4
    ABl. Nr. L 140 vom 3.6.1994. S. 5.
5
    ABl. Nr. L 214 vom 30.7.1992. S. 1.                3Ç
 ---pagebreak--- HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                             Artikel 1
Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 338/91 wird gestrichen.
                                             Artikel 2
Die Verordnung (EWG) Nr. 2137/92 wird wie folgt geändert:
1.   In Artikel 3 Absatz 3 wird folgender Unterabsatz angefügt:
    "Die Mitgliedstaaten, die das in Anhang III aufgeführte Handelsklassenschema anwenden,
     werden ermächtigt, die Kategorie C in zwei Unterkategorien aufzuteilen."
2.   Artikel 9 wird gestrichen.
                                                Artikel 3
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am
                                                              Im Namen des Rates
                                                    3e
 ---pagebreak---                        FINANZBOGEN
                                                                                               DATUM: 9.4.97
        HAUSHALTSLINIE: B1-2220                                                                MITTELANSATZ: 1.656,4 Mio. ECU
 2.     BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
        Verordnung des Rates zur Änderung der VO 338/91 zur Festlegung der gemeinschaftlichen Standardqualität frischer oder gekühlter
        Tierkörper von Schafen und der VO 2137/92 über das gemeinschaftliche Handelsklassenschema für Schafschlachtkörper und die
        gemeinschaftliche Standardqualität frischer oder gekühlter Schafschlachtkörper
T.      RECHTSGRUNDLAGE: Artikel 4 der VO 3013/89 des Rates
~4~     ZIELE DES VORHABENS:
                 Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Begriffsbestimmung der gemeinschaftlichen Standardqualität
                  Streichung von Artikel 9 der VO 2137/92 (vorgeschriebene Anwendung des Gemeinschaftsschemas)
                  Anpassung der Anwendung von Anhang III der VO 2137/92
        FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN                                       12-MONATS-              LAUFENDES                KOMMENDES
                                                                        ZEITRAUM                  HAUS-                     IIAUS-
                                                                                            HALTSJAHR (97)             IALTSJAIIR{98!
 5.0.   AUSGABEN ZU LASTEN
        - DES EG-HAUSHALTS
          (ERSTATTUNGEN/INTERVENTIONEN)
          NATIONALER HAUSHALTE
        - ANDERER SEKTOREN
 5.1.    EINNAHMEN
        - EIGENE MITTEL DER EG
          (ABSCHÖPFUNGEN/ZÖLLE)
          IM NATIONALEN BEREICH
                                                                         1999           2000               2001                 2002
 5.0.1. VORAUSSICHTLICHE AUSGABEN
 5.1.1. VORAUSSICHTLICHE EINNAHMEN
 5.2.   BERECHNUNGSWEISE:
 6.0.   FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH IM BETREFFENDEN
        KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                                                                             JA/NEIN
 6.1.   FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL ZU KAPITEL IM
        LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                                                                               JA/NEIN
 6.2.   NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                                                                JA/N EIN
 6.3.   ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKUNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN                                                    M/NEIN
 ANMERKUNGEN:
                                                                             2'f
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                       KOM(97) 250 endg.
                                          DOKUMENTE
DE                                                                              03
                                    Katalognummer : CB-CO-97-239-DE-C
                                                            ISBN 92-78-20151-0
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg