CELEX: 32019D0215(01)
Language: de
Date: 2019-02-07 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 7. Februar 2019 zur Veröffentlichung eines Antrags auf Änderung der Produktspezifikation eines Namens im Weinsektor gemäß Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates im Amtsblatt der Europäischen Union (Barbera d’Asti (g. U.))

15.2.2019   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 60/4
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 7. Februar 2019
         zur Veröffentlichung eines Antrags auf Änderung der Produktspezifikation eines Namens im Weinsektor gemäß Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates im Amtsblatt der Europäischen Union
         
         (Barbera d’Asti (g. U.))
         (2019/C 60/05)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG) Nr. 1037/2001 und (EG) Nr. 1234/2007 des Rates (1), insbesondere auf Artikel 97 Absatz 3,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Italien hat gemäß Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 eine Änderung der Produktspezifikation des Namens „Barbera d’Asti“ beantragt.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag geprüft und festgestellt, dass die in den Artikeln 93 bis 96, in Artikel 97 Absatz 1 sowie in den Artikeln 100, 101 und 102 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 festgelegten Bedingungen erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit nach Artikel 98 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 Einspruch eingelegt werden kann, sollte der Antrag auf Änderung der Produktspezifikation des Namens „Barbera d’Asti“ im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden —
                  
               BESCHLIEẞT:
         
            Einziger Artikel
            Der Antrag auf Änderung der Produktspezifikation des Namens „Barbera d’Asti“ (g. U.) gemäß Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 ist im Anhang dieses Beschlusses wiedergegeben.
            Gemäß Artikel 98 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 besteht das Recht, innerhalb von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union Einspruch gegen die in Absatz 1 vorgesehene Änderung der Produktspezifikation einzulegen.
         
         
            Brüssel, den 7. Februar 2019
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671.
      
      
         
            ANHANG
            
               „Barbera d’Asti“
            
            
               PDO-IT-A1398-AM02
            
            
               Datum der Antragstellung: 2.12.2014
            
            ANTRAG AUF ÄNDERUNG EINER PRODUKTSPEZIFIKATION
            1.   Auf die Änderung anwendbare Vorschriften
            
            Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 — nicht geringfügige Änderung
            2.   Beschreibung und Änderungsgründe
            
            2.1.   Änderung der Produktspezifikation von „Barbera d’Asti“ DOCG (g. U.) — Entfernung der Verweise auf das Teilgebiet Nizza
            
            Änderung der Produktspezifikation mit einer Reihe von Änderungen des Einzigen Dokuments gemäß Artikel 94 Absatz 1 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013.
            Artikel 1 — Bezeichnung und Weine — Verweise auf das Teilgebiet Nizza wurden aus den Absätzen 1 und 2 gestrichen. Im Einzigen Dokument wurden aus den Abschnitten 2.4, 2.5 und 2.5.2 die Verweise auf Weine aus dem Teilgebiet Nizza gestrichen. Es handelt sich um formale Änderungen, die sich aus dem Antrag auf Umwandlung des Teilgebiets Nizza in eine eigenständige DOCG (g. U.) ergeben (gemäß Artikel 4 Absatz 5 des Gesetzesdekrets Nr. 61/2010), die mit dem Antrag auf Schutz der entsprechenden DOCG (g. U.) „Nizza“ formalisiert wurde (siehe Akte PDO-IT-01896).
            Die Änderung steht im Zusammenhang mit dem Antrag auf Schutz des Namens „Nizza“ DOCG (g. U.) (PDO-IT-01896) und betrifft das Erzeugungsgebiet der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“ gemäß Artikel 3 der Spezifikation. Die Streichung des Teilgebiets Nizza, das an sich ein zusätzliches geografisches Merkmal für Weine der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“ darstellte und dementsprechend in einer gesonderten dazugehörigen Spezifikation geregelt war, und seine Umwandlung in die eigenständige DOCG (g. U.) „Nizza“ haben keine Auswirkung auf das Erzeugungsgebiet der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“. Daher ist hervorzuheben, dass dieses Erzeugungsgebiet, das in Artikel 3 beschrieben ist, auch das in der Spezifikation der DOCG (g. U.) „Nizza“ ausgewiesene Erzeugungsgebiet umfasst, so wie es bisher auch das Teilgebiet „Nizza“ umfasste. Dies steht voll und ganz im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften der EU und Italiens zum Schutz von g. U. und g. g. A., die ein Nebeneinander von zwei oder mehr Bezeichnungen in einem Gebiet zulassen, sofern sie getrennt reguliert werden. In diesem Zusammenhang können die Erzeuger in der Erntezeit jedes Jahres wählen, welche Weine mit g. U. in den einzelnen Rebflächen erzeugt werden (natürlich vorausgesetzt, sie entsprechen den technischen und Erzeugungsmerkmalen der entsprechenden Spezifikation).
            2.2.   Artikel 4 — Weinbaunormen
            
            Absatz 2 — Änderung der Spezifikation: Mit dem Einfügen des Wortlauts „Notbewässerung ist gestattet“ nach dem Wortlaut „jegliche Art der Treiberei ist verboten“ wurde die Möglichkeit zu Notbewässerungsmaßnahmen eingeführt. Diese Änderung ist auf die Veränderungen der klimatischen Bedingungen in den letzten Jahren zurückzuführen, die durch geringe Niederschlagsmengen und hohe Durchschnitts- und Höchsttemperaturen im Sommer gekennzeichnet sind und die zu übermäßiger Wasserknappheit in unterschiedlichen Hanglagen und Klimaverhältnissen geführt haben. Die Zulassung der Notbewässerung ermöglicht es gegebenenfalls, möglichen negativen Auswirkungen auf die Qualität der Trauben und die Entwicklung von Jungpflanzen vorzubeugen.
            Absatz 4 — Änderung der Spezifikation: Das Wort „erforderlichenfalls“ wurde aus dem Satz „In einem Jahr mit einer schlechten Ernte … die regionale Regierung des Piemont erforderlichenfalls …“ gestrichen.
            Dies ist eine formale Änderung, da die regionale Regierung bei jeder schlechten Ernte im Hinblick auf die Ertragsminderung eingreift. Das Wort „erforderlichenfalls“ ist daher überflüssig und wurde gestrichen, ohne die Bedeutung des Absatzes zu ändern.
            2.3.   Artikel 5 — Weinbereitungsnormen
            
            Absatz 4 — Änderung der Spezifikation: Im Zusammenhang mit der Reifungszeit der Weine wird die gesonderte Erwähnung von „Eiche“ in der Tabelle über die Verwendung von Holz in der Formulierung „davon aus Holz (Eichenholzfässer jeder Größe)“ gestrichen.
            Dies ist darauf zurückzuführen, dass es den Herstellern heute möglich sein muss, andere Holzarten zu wählen, die ihrer Ansicht nach für die Verfeinerung ihrer Weine geeigneter sind, wobei sie sich gleichzeitig um eine hohe Qualität bemühen. In den EU-Rechtsvorschriften zu g. U. und g. g. A. ist in jedem Fall nicht vorgeschrieben, dass die botanische Art, aus der das Holz gewonnen wird, in den Produktspezifikationen aufgeführt wird. Bitte beachten Sie, dass die einzige Bestimmung der EU-Rechtsvorschriften zu dieser Frage in Artikel 66 Absatz 2 und Anhang XVI der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 enthalten ist, in dem unter den möglichen Angaben in der Etikettierung auch die Verwendung von Angaben wie „im Fass gereift“, „im Fass ausgebaut“ oder „im Barrique ausgebaut“, d. h. ohne die botanische Bezeichnung der Art, aus der das Holz gewonnen wird, zulässig ist.
            Absatz 4, letzter Unterabsatz — Änderung der Spezifikation: Die Formulierung „desselben Jahrgangs“ wurde in den Wortlaut „Fässer können mit demselben Wein aufgefüllt werden“ eingefügt.
            Es wurde als nützlich erachtet, festzulegen, dass während der Reifung dieselbe Weinart desselben Jahrgangs für die Auffüllung der Fässer verwendet werden muss.
            Artikel 5 Absatz 2 — Änderung der Spezifikation: Die Maßeinheit „kg“ in der Formulierung „die betreffenden Traubenerträge in kg/ha gemäß Artikel 4 Absatz 3“ wird durch „t“ ersetzt.
            Dies ist eine formale Änderung, um die Maßeinheit an die in Artikel 4 Absatz 3 genannte Maßeinheit anzupassen, auf die Bezug genommen wird und die den Traubenertrag in Tonnen angibt.
            2.4.   Artikel 6 — Merkmale bei Konsum
            
            Änderung der Spezifikation: Folgender Abschnitt wird gestrichen: „2. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten kann mit eigenem Dekret die Grenzwerte für die Gesamtsäure und den zuckerfreien Extrakt ändern.“
            Dies ist eine formale Änderung, da die genannte Option nicht mehr den geltenden Rechtsvorschriften entspricht.
            2.5.   Artikel 7 — Name und Aufmachung
            
            Artikel 7 Absatz 3 — Änderung der Spezifikation: Folgender Gedankenstrich wird gestrichen:
            
               „Das Wort ‚Vigna‘ [Rebfläche], gefolgt von der entsprechenden örtlichen Bezeichnung oder dem traditionellen Namen muss auf dem Etikett unter Verwendung einer Schriftgröße angegeben werden, die höchstens 50 % der Schriftgröße von ‚Barbera d’Asti‘ DOCG (g. U.) entspricht.“
            
            Zweck dieser Änderung ist es, restriktive Regeln für die Angabe der betreffenden Wörter (Vigna + örtliche Bezeichnung) zu vermeiden und sich stattdessen auf die allgemeinen nationalen und EU-Vorschriften zu beziehen, sodass die entsprechende Angabe, die ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Weinerzeugers darstellt, deutlicher erkennbar wird.
            2.6.   Artikel 8 — Verpackung
            
            Artikel 8 Absatz 1 — Änderung der Spezifikation: Formale Änderung, wonach das Fassungsvermögen der Behältnisse im Einklang mit dem einheitlichen Maßsystem in Litern anstelle von Zentilitern anzugeben ist. Gleichzeitig sind alle Größen von 0,187 l bis 12 l vorgesehen; dabei bleibt der Ausschluss von einem Fassungsvermögen von 2 l erhalten, es werden jedoch einige größere Größen, die zuvor nur für Werbezwecke genutzt werden konnten, berücksichtigt.
            Grundlage hierfür sind gewerbliche Anforderungen, nach denen das Erzeugnis in verschiedenen Marktsegmenten positioniert werden kann. Vor allem die Verwendung von Flaschen mit größerem Fassungsvermögen ermöglicht es, sowohl die Qualität (optimale Bedingungen für die Reifung in der Flasche) als auch das Image des Weins zu verbessern, da es sich dabei um sehr wertvolle Behältnisse handelt, die dem Prestige des Weins entsprechen.
            Artikel 8 Absatz 3 — Änderung der Spezifikation: Die Flaschenverschlüsse wurden im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften festgelegt und lediglich die Verwendung von Kronkorken ist für Barbera d’Asti und Barbera d’Asti Superiore verboten. Für Sorten, die mit der Bezeichnung „Vigna“ und der Angabe des Teilgebiets versehen sind, ist darüber hinaus nur der Einsatz von Naturkorken zulässig.
            Damit sollen übermäßig restriktive Maßnahmen für die Grundform der DOCG (g. U.), die in großen Mengen erzeugt wird, vermieden und stattdessen das Image der angesehensten Sorten gesteigert werden, bei denen die Rebflächen und/oder Teilgebiete angegeben und ausschließlich Naturkorken genutzt werden.
            2.7.   Änderung der Spezifikation von Weinen der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“ Überarbeitung des Anhangs am Ende der Produktspezifikation (Vorschriften für Teilgebiete: Nizza, Tinella, Colli Astiani oder Astiano)
            
            Änderung der Produktspezifikation, die eine Reihe von Änderungen des Einzigen Dokuments gemäß Artikel 94 Absatz 1 Buchstabe d der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 mit sich bringt.
            Der Anhang am Ende der Spezifikation wurde überarbeitet und die Vorschriften für das Teilgebiet „Nizza“ wurden gestrichen.
            Im Anschluss an den Antrag auf Schutz des Namens „Nizza“ DOCG (g. U.) (PDO-IT-01896) wurde der Anhang geändert, und es wurden nur die Vorschriften für die Teilgebiete „Tinella“ und „Colli Astiani“ oder „Astiano“ beibehalten.
            Die Streichung des Teilgebiets „Nizza“, das an sich ein zusätzliches geografisches Merkmal für Weine der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“ darstellte, hat keine Auswirkung auf das Erzeugungsgebiet von „Barbera d’Asti“.
            Dies steht voll und ganz im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften der EU und Italiens zum Schutz von g. U. und g. g. A., die ein Nebeneinander von zwei oder mehr Bezeichnungen zulassen, sofern sie getrennt reguliert werden.
            In diesem Zusammenhang können die Erzeuger in der Erntezeit jedes Jahres wählen, welche Weine mit g. U. in den einzelnen Rebflächen erzeugt werden (natürlich vorausgesetzt, sie entsprechen den technischen und Erzeugungsmerkmalen der entsprechenden Spezifikation).
            2.8.   Aktualisierung der Verweise auf Rechtsvorschriften
            
            Formale Änderungen von Artikel 4 Absatz 3 sowie Artikel 7 Absätze 3 und 10 der Produktspezifikation und des Einzigen Dokuments (im Folgenden die „Unterlagen“).
            Verweise auf Rechtsvorschriften wurden aktualisiert. Die Bezugnahme auf das „Gesetzesdekret Nr. 61/2010“ in der Produktspezifikation wurde durch eine Bezugnahme auf das „Gesetz Nr. 238/2016“ ersetzt. Das oben genannte Gesetz Nr. 238/2016 zur Festlegung der einzelstaatlichen Vorschriften für die Erzeugung, Vermarktung, Ursprungsbezeichnungen, geografischen Angaben, traditionellen Begriffe, Etikettierung und Aufmachung, Bewirtschaftung, Kontrollen und Sanktionen im Zusammenhang mit den Weinbauerzeugnissen gemäß den Verordnungen (EU) Nr. 1308/2013 und (EU) Nr. 1306/2013, der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1149 der Kommission und der Durchführungsverordnung (EU) 2016/1150 der Kommission wurde den Unterlagen beigefügt.
            EINZIGES DOKUMENT
            1.   Einzutragender Name
            
            Barbera d’Asti
            2.   Art der geografischen Angabe
            
            g. U. — geschützte Ursprungsbezeichnung
            3.   Kategorien von Weinbauerzeugnissen
            
            
                     
                        1.
                     
                     
                        Weine
                     
                  4.   Beschreibung des Weins/der Weine
            
            Barbera d’Asti, Barbera d’Asti Superiore
            
               Farbe: rubinrot, mit zunehmendem Alter eher granatrot
            
               Aroma: intensiv und unverwechselbar, mit zunehmendem Alter eher ätherisch
            
               Geschmack: trocken, still, körperreich, bei angemessener Reifung harmonischer, angenehm, vollmundig
            
               Minimaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol): 12,0 %, 12,5 % für Weine mit Angabe „Superiore“ oder „Vigna“
            
               Minimaler zuckerfreier Extrakt: 24 g/l, mit Angabe „Superiore“: 25 g/l
            Etwaige in der nachstehenden Tabelle nicht aufgeführte Analyseparameter entsprechen den in den nationalen und EU-Rechtsvorschriften festgelegten Grenzwerten.
            Allgemeine Analysemerkmale
            
                        Maximaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Minimaler vorhandener Alkoholgehalt (in % vol):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Mindestgesamtsäure:
                     
                     
                        4,5  Gramm pro Liter, ausgedrückt als Weinsäure
                     
                  
                        Maximaler Gehalt an flüchtiger Säure (in Milliäquivalent pro Liter):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Höchstgehalt an Schwefeldioxid (in mg/l):
                     
                     
                         
                     
                  Barbera d’Asti Superiore mit spezifiziertem Teilgebiet „Tinella“ und „Colli Astiani“ oder „Astiano“
            
               Farbe: rubinrot, mit zunehmendem Alter eher granatrot
            
               Aroma: intensiv und unverwechselbar, mit zunehmendem Alter eher ätherisch
            
               Geschmack: trocken, still, körperreich, bei angemessener Reifung harmonischer, angenehm, vollmundig
            
               Minimaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol): 13,0 %,
            
               Minimaler zuckerfreier Extrakt: 26 g/l
            Etwaige in der nachstehenden Tabelle nicht aufgeführte Analyseparameter entsprechen den in den nationalen und EU-Rechtsvorschriften festgelegten Grenzwerten.
            Allgemeine Analysemerkmale
            
                        Maximaler Gesamtalkoholgehalt (in % vol):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Minimaler vorhandener Alkoholgehalt (in % vol):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Mindestgesamtsäure:
                     
                     
                        5,0  Gramm pro Liter, ausgedrückt als Weinsäure
                     
                  
                        Maximaler Gehalt an flüchtiger Säure (in Milliäquivalent pro Liter):
                     
                     
                         
                     
                  
                        Höchstgehalt an Schwefeldioxid (in mg/l):
                     
                     
                         
                     
                  5.   Weinbereitungsverfahren
            
            5.1.   Spezifische önologische Verfahren
            
            Reifung
            Spezifisches önologisches Verfahren
            „Barbera d’Asti“, auch mit Angabe „Vigna“: muss mindestens 4 Monate ab dem 1. November des Jahres, in dem die Trauben geerntet werden, gereift werden.
            „Barbera d’Asti Superiore“, auch mit Angabe „Vigna“: muss mindestens 14 Monate ab dem 1. November des Jahres, in dem die Trauben geerntet werden, gereift werden, davon mindestens 6 Monate im Holzfass.
            Barbera d’Asti der Teilgebiete „Tinella“ und „Colli Astiani“ oder „Astiano“: muss mindestens 24 Monate ab dem 1. Oktober des Jahres, in dem die Trauben geerntet werden, gereift werden, davon mindestens 6 Monate im Holzfass und 6 Monate in der Flasche.
            Auffüllen der Fässer
            Spezifisches önologisches Verfahren
            Während der gesamten vorgeschriebenen Reifungszeit können Fässer mit demselben Wein desselben Jahrgangs aufgefüllt werden, der in anderen Behältnissen als Holzfässern gelagert werden und bis zu 10 % des Gesamtvolumens ausmachen darf. Dieses Verfahren wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass Fässer und andere Weinbehältnisse stets vollständig gefüllt sind. Wein, der während der Reifung verdunstet und/oder bei dem Volumen durch Temperaturabfälle verloren geht, wird durch Wein derselben Sorte wie in dem Behältnis ersetzt.
            Anreicherung
            Spezifisches önologisches Verfahren
            Die Anreicherung ist unter Einhaltung der Grenzwerte und Verfahren zulässig, die in den geltenden Rechtsvorschriften für die verschiedenen Arten von „Barbera d’Asti“ festgelegt sind.
            Einschränkung: Bei Weinen der Sorte „Barbera d’Asti Superiore“, auf deren Etikett das Teilgebiet „Tinella“ angegeben ist, kann der Alkoholgehalt um bis zu 0,5 % erhöht werden, während er für „Barbera d’Asti Superiore“ aus dem Teilgebiet „Colli Astiani“ oder „Astiano“ um höchstens 1 % erhöht werden darf.
            5.2.   Höchsterträge:
            
            Barbera d’Asti und Barbera d’Asti Superiore
            63 Hektoliter je Hektar
            Barbera d’Asti Superiore mit spezifiziertem Teilgebiet „Tinella“ und „Colli Astiani“ oder „Astiano“
            49 Hektoliter je Hektar
            Barbera d’Asti und Barbera d’Asti Superiore mit Angabe „Vigna“
            56 Hektoliter je Hektar
            6.   Abgegrenztes geografisches Gebiet
            
            Das Erzeugungsgebiet der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“ umfasst die Gebiete der folgenden Gemeinden:
            Provinz Asti:
            Agliano Terme, Albugnano, Antignano, Aramengo, Asti, Azzano d’Asti, Baldichieri, Belveglio, Berzano S. Pietro, Bruno, Bubbio, Buttigliera d’Asti, Calamandrana, Calliano, Calosso, Camerano Casasco, Canelli, Cantarana, Capriglio, Casorzo, Cassinasco, Castagnole Lanze, Castagnole Monferrato, Castel Boglione, Castell’Alfero, Castellero, Castelletto Molina, Castello d’Annone, Castelnuovo Belbo, Castelnuovo Calcea, Castelnuovo Don Bosco, Castel Rocchero, Celle Enomondo, Cerreto d’Asti, Cerro Tanaro, Cessole, Chiusano d’Asti, Cinaglio, Cisterna d’Asti, Coazzolo, Cocconato, Corsione, Cortandone, Cortanze, Cortazzone, Cortiglione, Cossombrato, Costigliole d’Asti, Cunico, Dusino San Michele, Ferrere, Fontanile, Frinco, Grana, Grazzano Badoglio, Incisa Scapaccino, Isola d’Asti, Loazzolo, Maranzana, Maretto, Moasca, Mombaldone, Mombaruzzo, Mombercelli, Monale, Monastero Bormida, Moncalvo, Moncucco Torinese, Mongardino, Montabone, Montafia, Montaldo Scarampi, Montechiaro d’Asti, Montegrosso d’Asti, Montemagno, Montiglio Monferrato, Moransengo, Nizza Monferrato, Olmo Gentile, Passerano Marmorito, Penango, Piea, Pino d’Asti, Piovà Massaia, Portacomaro, Quaranti, Refrancore, Revigliasco d’Asti, Roatto, Robella, Rocca d’Arazzo, Roccaverano, Rocchetta Palafea, Rocchetta Tanaro, San Damiano D’Asti, San Giorgio Scarampi, San Martino Alfieri, San Marzano Oliveto, San Paolo Solbrito, Scurzolengo, Serole, Sessame, Settime, Soglio, Tigliole, Tonco, Tonengo, Vaglio Serra, Valfenera, Vesime, Viale d’Asti, Viarigi, Vigliano, Villafranca d’Asti, Villa San Secondo, Vinchio.
            Provinz Alessandria:
            Acqui, Alfiano Natta, Alice Bel Colle, Altavilla Monferrato, Bergamasco, Bistagno, Borgoratto Alessandrino, Camagna Monferrato, Camino, Carentino, Casale Monferrato, Cassine, Castelletto Merli, Cellamonte, Cereseto, Cerrina, Coniolo, Conzano, Cuccaro Monferrato, Frascaro, Frassinello Monferrato, Fubine, Gabiano, Gamalero, Lu Monferrato, Mirabello Monferrato, Mombello Monferrato, Moncestino, Murisengo, Occimiano, Odalengo Grande, Odalengo Piccolo, Olivola, Ottiglio, Ozzano Monferrato, Pontestura, Ponzano Monferrato, Ricaldone, Rosignano Monferrato, Sala Monferrato, S. Giorgio Monferrato, S. Salvatore Monferrato, Serralunga di Crea, Solonghello, Strevi, Terruggia, Terzo, Treville, Vignale, Villadeati, Villamiroglio.
            In den Gemeinden Coniolo, Casale Monferrato, Occimiano und Mirabello Monferrato ist das Erzeugungsgebiet auf die Hanglagen am rechten Ufer des Flusses Po beschränkt, die wiederum durch die Casale-Ringstraße von der Brücke über den Po in Richtung Alessandria abgegrenzt werden und entlang des Santa-Anna-Hügels durch das Valentino-Gebiet und die Ortschaft San Germano verlaufen.
            Südlich der Gemeinde Casale fällt die Grenze des Erzeugungsgebiets bis zur Verwaltungsgrenze der Gemeinde San Salvatore Monferrato mit der Hauptstraße zusammen; dies schließt das Gebiet westlich dieser Straße ein.
            Abgrenzung der Teilgebiete des erweiterten Erzeugungsgebiets der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti“:
            
                        —
                     
                     
                        Das Erzeugungsgebiet der DOCG (g. U.) „Barbera d’Asti Superiore Tinella“ umfasst das gesamte Gebiet der Gemeinden Costigliole d’Asti, Calosso, Castagnole Lanze, Coazzolo und Isola d’Asti (beschränkt auf das Gebiet rechts der Straße Asti-Montegrosso).
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Das Erzeugungsgebiet von „Barbera d’Asti Superiore Colli Astiani“ oder „Barbera d’Asti Superiore Astiano“ umfasst — in Bezug auf die Gemeinde Asti — die Gemeinden Montemarzo und San Marzanotto Valle Tanaro und — in Bezug auf die Gemeinde Isola d’Asti — das Land links der Straße Asti-Montegrosso d’Asti und die gesamten Gebiete der Gemeinden Mongardino, Vigliano, Montegrosso d’Asti, Montaldo Scarampi, Rocca d’Arazzo und Azzano.
                     
                  7.   Wichtigste Keltertrauben
            
            Barbera N.
            8.   Beschreibung des Zusammenhangs bzw. der Zusammenhänge
            
            Natürliche Faktoren mit Bedeutung für den Zusammenhang
            Das Erzeugungsgebiet liegt in der Mitte des sogenannten Tertiärbeckens des Piemont und umfasst die Provinz Asti und Teile der Provinz Alessandria. Es handelt sich um ein Gebiet mit niedrigen Hügeln mit einer Höhe von meist 150 m bis 400 m, das ein gemäßigtes oder gemäßigtes bis warmes Klima (etwa 1 800 Wachstumsgradtage) mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von etwa 700 mm pro Jahr aufweist.
            Die Entstehung des Gebiets von „Barbera d’Asti“ liegt mehr als 2 Mio. Jahre zurück, als sich das Meer aus dem heutigen Po-Tal zurückzog und großumfängliche Erosion begann, wodurch die hügelige Landschaft in ihrer gegenwärtigen Form entstand. Die ältesten Gebiete liegen im Norden und Süden des Erzeugungsgebiets und bestehen aus Mergelböden (Sand- und Kalkstein) aus dem Miozän, den sogenannten „weißen Böden“, in denen leicht fossile Muscheln zu finden sind. Die jüngsten Gebiete sind die Sandböden von Asti (Pliozän) an den Ufern des Tanaro, bei denen es sich um Ablagerungen mariner Sedimente handelt. Diese vorwiegend kalkhaltigen Böden zeichnen sich durch einen Überfluss von Calciumcarbonat und einen geringen Gehalt an organischen Stoffen aus. Sie sind aufgrund der Hangneigung der Hügel im Sommer häufig trocken, d. h., das Wasser kann nicht gespeichert werden.
            Menschliche Faktoren mit Bedeutung für den Zusammenhang
            In dem Buch „Ampelografia della Provincia di Alessandria“ [Rebsorten der Provinz Alessandria] von Leardi und Dearia aus dem Jahr 1873 (damals schloss die Provinz Alessandria auch die gesamte heutige Provinz Asti ein, die sich 1936 von ihr abspaltete) wird über die Barbera-Sorte die Aussage getroffen, dass diese sehr bekannte Rebsorte eine der wichtigsten Sorten sei, die in den Weinen von Asti und Basso Monferrato verwendet werde; es handele sich um eine einheimische Sorte, die seit sehr langer Zeit angebaut werde.
            Die vollkommene Synergie zwischen Mensch und Umwelt im Gebiet von „Barbera d’Asti“ ergibt sich aus der Nutzung der traditionellen horizontalen und vertikalen Spaliererziehungssysteme, der Guyot-Erziehung und manchmal der Cordon-Erziehung mit Zapfen, der Beschränkung der Erträge und einer rationellen Bewirtschaftung des Blattwerks, was zusammen mit der Ausrichtung nach Süden die Qualität der Barbera-Trauben maximiert. Die Rebsorte Barbera, die viel Sonnenschein benötigt, wird normalerweise in den am besten der Sonne ausgesetzten Hanglagen (südöstliche bis westliche Ausrichtung) oberhalb der Tallagen angebaut.
            Angaben zur Qualität oder zu den Eigenschaften des Erzeugnisses, die überwiegend oder ausschließlich dem geografischen Umfeld zu verdanken ist bzw. sind
            Die Kombination von natürlichen und menschlichen Faktoren in dem Gebiet führt dazu, dass Barbera-d’Asti-Weine einen guten durchschnittlichen Alkoholgehalt von 13 % vol, eine gute Säure und eine ausgezeichnete Polyphenol-Zusammensetzung ausbilden. Die Merkmale der in diesem geografischen Gebiet erzeugten Weine sind eng mit den Böden verbunden. Die „weißen Böden“, die vornehmlich durch Schluff und Lehm sowie einen hohen Gehalt von Calciumcarbonat geprägt sind, bringen vollmundige Weine hervor, die kräftig in der Farbe sind und sich lange halten. Die Sandböden von Asti, die überwiegend im Zentrum des Gebiets Monferrato Astigiano links und rechts des Flusses Tanaro liegen, bringen Rotweine hervor, die intensive und elegante Aromen von roten Früchten und einen niedrigen Säuregehalt aufweisen und die schneller reifen.
            Beschreibung des kausalen Zusammenhangs
            Die Rebsorte Barbera findet sich im gesamten südlichen Piemont, ist jedoch in diesem Gebiet, in dem sie die wichtigste Sorte darstellt, besonders weitverbreitet. Das hügelige Gelände und die südöstliche bis südwestliche Ausrichtung der Hanglagen bilden ein ideales luftiges und helles Umfeld ohne Stauwasser. Das gemäßigte bis warme Klima, die Textur und die chemische/physikalische Zusammensetzung der Böden sowie die ständige Bewirtschaftung zur Erhaltung dieses Gebiets und seiner Weinberge durch den Menschen belegen die Verbindung zwischen dem Land und den Weinen, wodurch die besonderen Merkmale der Rotweine mit der geschützten Ursprungsbezeichnung „Barbera d’Asti“ besonders stark ausgeprägt werden.
            Die Vielseitigkeit der Barbera-Rebsorte in Verbindung mit dem Anbaugebiet ist ideal für die Erzeugung von für die Reifung geeigneten Weinen. Dank der traditionellen Verwendung großer Fässer und — in jüngerer Zeit — von Barriques dürfen diese Rotweine nun die Angabe „Superiore“ tragen. Sie verfügen über mehr Körper und eine größere organoleptische Komplexität und halten sich lange; sie haben der Ursprungsbezeichnung „Barbera d’Asti“ zu großer Bekanntheit und zunehmender Anerkennung auf internationaler Ebene verholfen.
            9.   Weitere wesentliche Bedingungen
            
            Verpackung
            Die Verpackungsgröße reicht von 0,187 l bis 12 l, wobei Fassungsvermögen von 2 l ausgeschlossen sind.
            Die Verwendung von Kronkorken als Flaschenverschluss ist für Barbera d’Asti und Barbera d’Asti Superiore verboten. Für Sorten, die mit der Bezeichnung „Vigna“ und der Angabe des Teilgebiets versehen sind, ist darüber hinaus nur der Einsatz von Naturkorken zulässig.
            
               Link zur Produktspezifikation
            
            https://www.politicheagricole.it/flex/cm/pages/ServeBLOB.php/L/IT/IDPagina/12402