CELEX: 31978R1995
Language: de
Date: 1978-08-22 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1995/78 der Kommission vom 21. August 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflaumensorten mit Ursprung in Jugoslawien

22. 8 . 78                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 230/ 17
                          VERORDNUNG ( EWG) Nr. 1995 /78 DER KOMMISSION
                                                 vom 21 . August 1978
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflau­
                                      mensorten mit Ursprung in Jugoslawien
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                               21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                               (EWG) Nr. 668 /78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
                                                               den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                Märkten festgestellt werden .
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für jugoslawi­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­            sche Pflaumen der Gruppe I an zwei aufeinanderfol­
organisation für Obst und Gemüse ( l), zuletzt geändert        genden Markttagen um mindestens 0,5 Rechnungsein­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1766/78 (2), insbe­             heiten unter dem Referenzpreis gelegen . Daher muß
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,                 eine Ausgleichsabgabe für diese Pflaumen erhoben
                                                               werden .
in Erwägung nachstehender Gründe :                             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
                                                               lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
                                                               grunde zu legen :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei           — für die Währungen, die untereinander zu jedem
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an               Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                      chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                    ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                Parität dieser Währungen stützt,
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird . Die Aus­           — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs,
                                                                    der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                 kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­              der während eines fortgesetzten Zeitraums für die
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                       Währungen der Gemeinschaft entsprechend vor­
                                                                    hergehendem Absatz festgestellt wird —
In der Verordnung (EWG) Nr. 1233/78 der Kommis­
sion vom 8 . Juni 1978 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Pflaumen für das Wirtschaftsjahr 1978 (3)           HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
wird der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güte­
klasse I von Gruppe I für den Monat August 1978 auf
33,52 Rechnungseinheiten pro Doppelzentner Eigen­                                      Artikel 1
gewicht festgesetzt.
                                                               Es wird auf Einfuhren von Pflaumen (Zolltarifstelle
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist          08.07 D) anderer Sorten als der folgenden : Haus­
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder          zwetschge (Quetsche commune , Altesse simple), Reine­
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung           claude d'Oullins (Oullins Gage), Sveskeblommer,
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen          Ruth Gerstetter, Ontario, Wangenheimer (Quetsche
Märkten , für welche Notierungen vorliegen , ver­              precoce de Wangenheim), Pershore (Yellow egg), Mira­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               belle, Bosnische, mit Ursprung in Jugoslawien eine
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die            Ausgleichsabgabe in Höhe von 3,87 Rechnungseinhei­
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                ten je 100 kg Eigengewicht angewandt.
1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
                                                                                       Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                               Diese Verordnung tritt am 23 . August 1978 in Kraft.
(') ABl . Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 204 vom 28 . 7. 1978 , S. 12.                   (4) ABl . Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20 .
(3) ABl. Nr. L 153 vom 9. 6. 1978 , S. 14.                   . (5) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
 ---pagebreak--- Nr. L 230 / 18                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      22 . 8 . 78
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 21 . August 1978
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Der Vizepräsident
                                                                    Finn GUNDELACH