CELEX: 32004D0453
Language: de
Date: 2004-04-29 00:00:00
Title: 2004/453/EGENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION, vom 29. April 2004, mit Maßnahmen zur Durchführung der Richtlinie 91/67/EWG des Rates hinsichtlich bestimmter Zuchtfischseuchen (Text von Bedeutung für den EWR) Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004)1679)

30.4.2004          DE                Amtsblatt der Europäischen Union                         L 156/5
                            ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
                                          vom 29. April 2004
   mit Maßnahmen zur Durchführung der Richtlinie 91/67/EWG des Rates hinsichtlich
                                   bestimmter Zuchtfischseuchen
                       (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004) 1679)
                               (Text von Bedeutung für den EWR)
                                             (2004/453/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 91/67/EWG des Rates vom 28. Januar 1991 betreffend die
tierseuchenrechtlichen Vorschriften für die Vermarktung von Tieren und anderen
Erzeugnissen der Aquakultur2, insbesondere auf Artikel 12 Absatz 2, Artikel 13 Absatz 1
Unterabsatz 2 und Artikel 13 Absatz 2,
gestützt auf die Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der
veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit
lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt3, insbesondere auf
Artikel 10,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)      Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, dass sein Hoheitsgebiet oder ein Teil seines
         Hoheitsgebiets frei von einer oder mehreren der in Anhang A Liste III Spalte 1 der
         Richtlinie 91/67/EWG aufgelisteten Seuchen ist, so kann er der Kommission
         hinsichtlich der Zuerkennung des Seuchenfreiheitsstatus gemäß Artikel 13 der
         genannten Richtlinie Unterlagen übermitteln, die die Seuchenfreiheit belegen.
         Dänemark, Finnland, Irland, Schweden und dem Vereinigten Königreich haben der
         Kommission entsprechende Unterlagen übermittelt.
(2)      Mitgliedstaaten, die zur Tilgung einer oder mehrerer der in Anhang A Liste III Spalte
         1 der Richtlinie 91/67/EWG aufgelisteten Seuchen ein Bekämpfungsprogramm
         erarbeiten, können der Kommission dieses Programm gemäß Artikel 12 der genannten
         Richtlinie zur Genehmigung vorlegen. Finnland, Irland, Schweden und das Vereinigte
         Königreich haben der Kommission entsprechende Programme übermittelt.
2
         ABL. L 46 vom 19.2.1991, S. 1. Richtlinie zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 806/2003
         (ABL. L 122 vom 16.5.2003 S. 1).
3
         ABL. L 224 vom 18.8.1990, S. 24. Richtlinie zuletzt geändert durch die Richtlinie 2002/33/EG des
         Europäischen Parlaments und des Rates (ABL. L 315 vom 19.11.2002, S. 14).
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(3)      Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 706/73 des Rates vom 12. März 1973 über die
         gemeinschaftliche Regelung im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen für die
         Kanalinseln und die Insel Man4 werden für Erzeugnisse, die auf diese Inseln
         eingeführt oder aus diesen Inseln in die Gemeinschaft ausgeführt werden, dieselben
         Veterinärvorschriften angewandt, wie sie für das Vereinigte Königreich gelten.
(4)      Es muss geregelt werden, welche Bedingungen die Mitgliedstaaten erfüllen müssen,
         um für seuchenfrei erklärt zu werden, und welche Kriterien im Rahmen der
         Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme anzuwenden sind. Ferner müssen die
         zusätzlichen Garantien festgelegt werden, die zur Einsetzung bestimmter Fischarten in
         seuchenfreie und unter die Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme fallende Gebiete
         erfüllt sein müssen. Dabei sollten die Empfehlungen der Weltorganisation für
         Tiergesundheit (OIE) berücksichtigt werden.
(5)      Dänemark hat Unterlagen übermittelt, aus denen hervorgeht, dass Dänemark frei von
         Frühlingsvirämie des Karpfens (SVC) ist, und sollte daher für seuchenfrei erklärt
         werden.
(6)      Finnland hat Unterlagen übermittelt, aus denen hervorgeht, dass das gesamte finnische
         Hoheitsgebiet frei von SVC und ein Teil des Hoheitsgebiets frei von Gyrodactylus
         salaris und Infektiöser Pankreasnekrose (IPN) ist. Die betreffenden Territorien sollten
         daher für frei von diesen Seuchen erklärt werden. Finnland hat ferner ein Programm
         zur Bekämpfung und Tilgung der Bakteriellen Nierenerkrankung (BKD) übermittelt,
         das auf dem finnischen Festland durchgeführt werden soll. Dieses Programm sollte im
         Interesse der Seuchentilgung und mit Blick auf die Zuerkennung des
         Seuchenfreiheitsstatus genehmigt werden.
(7)      Irland hat Unterlagen übermittelt, aus denen hervorgeht, dass das gesamte irische
         Hoheitsgebiet frei von SVC, BKD und Gyrodactylus salaris ist, und sollte daher für
         frei von diesen Seuchen erklärt werden.
(8)      Schweden hat Unterlagen übermittelt, aus denen hervorgeht, dass das gesamte
         schwedische Hoheitsgebiet frei von SVC und IPN ist, und sollte daher für frei von
         diesen Seuchen erklärt werden. Schweden hat ferner ein Programm zur Bekämpfung
         und Tilgung der BKD übermittelt, das auf dem schwedischen Festland durchgeführt
         werden soll. Dieses Programm sollte im Interesse der Seuchentilgung und mit Blick
         auf die Zuerkennung des Seuchenfreiheitsstatus genehmigt werden.
(9)      Dem Vereinigten Königreich hat Unterlagen übermittelt, aus denen hervorgeht, dass
         das gesamte britische Hoheitsgebiet frei von Gyrodactylus salaris und ein Teil des
         Hoheitsgebiets frei von IPN, BKD und SVC ist. Die betreffenden Territorien sollten
         daher für frei von diesen Seuchen erklärt werden. Das Vereinigte Königreich hat
         ferner Programme zur Bekämpfung und Tilgung von SVC und BKD in anderen Teilen
         seines Hoheitsgebiets übermittelt. Diese Programme sollten im Interesse der
         Seuchentilgung und mit Blick auf die Zuerkennung des Seuchenfreiheitsstatus
         genehmigt werden.
4
         ABL. L 68 vom 15.3.1973, S. 1. Verordnung geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1274/86
         (ABL. L 107 vom 24.4.1986, S. 1).
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(10)     Unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen mit der Bekämpfung und Tilgung
         dieser Seuchen und alternativen Bekämpfungsmaßnahmen, wie beispielsweise der
         Entwicklung von Impfstoffen, sollten die in dieser Entscheidung festgelegten
         zusätzlichen Garantien nach drei Jahren überprüft werden.
(11)     Mit der Entscheidung 93/44/EG der Kommission5 wurden in Bezug auf SVC
         zusätzliche Garantien für Sendungen bestimmter Fischarten nach Großbritannien,
         Nordirland sowie der Inseln Man und Guernsey festgelegt. Die Entscheidung
         93/44/EG sollte aufgehoben und durch die vorliegende Entscheidung ersetzt werden.
(12)     Die Entscheidung 2003/513/EG der Kommission6 enthält Maßnahmen zum Schutz
         bestimmter Regionen der Gemeinschaft gegen die Einschleppung von Gyrodactylus
         salaris. Diese Maßnahmen sind seit 1996 in Kraft und sind ihrem Wesen nach
         zusätzliche Garantien und keine Schutzmaßnahmen. Die Entscheidung 2003/513/EG
         sollte daher aufgehoben und durch die vorliegende Entscheidung ersetzt werden.
(13)     Die Garantieanforderungen der Entscheidungen 93/44/EG und 2003/513/EG sollten
         aktualisiert werden, um neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den jüngsten
         Empfehlungen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) Rechnung zu tragen.
(14)     Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme
         des Ständigen Veterinärausschusses —
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                                Artikel 1
           Bedingungen für die Anerkennung der Seuchenfreiheit von Territorien
Die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Territorium als frei von einer oder
mehreren der in Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG aufgelisteten Seuchen
anerkannt wird, sind in Anhang I Kapitel I dieser Entscheidung festgelegt.
                                                Artikel 2
                             Als seuchenfrei anerkannte Territorien
Die in Anhang I Kapitel II dieser Entscheidung genannten Territorien werden als frei von den
in Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG aufgelisteten Seuchen anerkannt.
                                                Artikel 3
                     Kriterien für Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme
Die Kriterien, die die Mitgliedstaaten im Rahmen eines Programms zur Bekämpfung und
Tilgung einer oder mehrerer der in Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG
aufgelisteten Seuchen anwenden müssen, sind in Anhang II Kapitel I dieser Entscheidung
festgelegt.
5
         ABL. L 16 vom 25.1.1993, S. 53. Entscheidung geändert durch die Entscheidung 94/865/EG (ABL. L
         352 vom 31.12.1994, S. 75).
6
         ABL. L 177 vom 16.7.2003, S. 22.
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                                            Artikel 4
               Genehmigung von Bekämpfungs- und Tilgungsprogrammen
Die Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme für die in Anhang II Kapitel II dieser
Entscheidung genannten Territorien werden genehmigt.
                                            Artikel 5
                                    Zusätzliche Garantien
(1)      Lebende Zuchtfische, Eier und Gameten, die in die in Anhang I Kapitel II oder
Anhang II Kapitel II genannten Territorien verbracht werden, müssen die in der
Gesundheitsbescheinigung, die nach dem Muster in Anhang III unter Berücksichtigung der
Erläuterungen gemäß Anhang IV ausgestellt wird, festgelegten Garantien, einschließlich der
Verpackungs- und Etikettierungsanforderungen und der entsprechenden spezifischen
zusätzlichen Garantien, erfüllen.
(2)      Die Anforderungen gemäß Absatz 1 gelten nicht für Eier, die zum Zwecke des
menschlichen Verzehrs in die in Anhang I Kapitel II oder Anhang II Kapitel II genannten
Territorien verbracht werden.
(3)      Die zusätzlichen Garantien sollten aufrecht erhalten werden, wenn die die
Anforderungen gemäß Anhang V erfüllt sind.
                                            Artikel 6
                                           Transport
Lebende Zuchtfische, Eier und Gameten, die in die in Anhang I Kapitel II oder Anhang II
Kapitel II genannten Territorien verbracht werden, sind so zu befördern, dass ihr
Gesundheitszustand und der Gesundheitsstatus am Bestimmungsort nicht beeinträchtigt
werden.
                                            Artikel 7
                                          Aufhebung
Die Entscheidungen 93/44/EG und 2003/513/EG werden aufgehoben.
                                            Artikel 8
                                         Überprüfung
Die Kommission überprüft die in dieser Entscheidung festgelegten zusätzlichen Garantien
spätestens am [drei Jahre nach dem Tag der Veröffentlichung dieser Entscheidung - TT/MM/JJJ]. Dabei
wird den Erfahrungen mit der Bekämpfung und Tilgung der betreffenden Seuchen und
alternativen Bekämpfungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Entwicklung von Impfstoffen,
Rechnung getragen.
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                                           Artikel 9
                                         Adressaten
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 29. April 2004
                                              Für die Kommission
                                              David BYRNE
                                              Mitglied der Kommission
                                             _____
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                                            ANHANG I
                                      Seuchenfreiheitsstatus
                                               Kapitel I
                Bedingungen für die Zuerkennung des Seuchenfreiheitsstatus
A.        Seuchenfreiheit eines Landes
          Ein Mitgliedstaat gilt als seuchenfrei, wenn keine empfänglichen Arten präsent oder
          die Bedingungen gemäß Nummern 1 oder 2 erfüllt sind.
          Teilt ein Mitgliedstaat mit einem oder mehreren anderen Mitgliedstaaten ein
          Wassereinzugsgebiet, so kann er nur für seuchenfrei erklärt werden, wenn alle diesen
          Mitgliedstaaten gemeinsamen Wassereinzugsgebiete erklärt seuchenfreie Gebiete
          sind.
          1.    Ein Mitgliedstaat, in dem zumindest in den letzten 25 Jahren trotz
                Bedingungen, die die klinische Erscheinung der Seuche begünstigen, kein
                Seuchenvorkommen festgestellt wurde, kann als seuchenfrei angesehen
                werden, sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
                1.1. Seit mindestens 10 Jahren werden zumindest folgende elementare
                     Seuchenschutzvorkehrungen getroffen:
                     a)    Die Seuche ist anzeigepflichtig; bereits jeder Seuchenverdacht
                           muss der zuständigen Behörde mitgeteilt werden;
                     b)    es existiert ein Frühwarnsystem, das die Früherkennung von
                           Verdachtssymptomen oder von Anzeichen neu auftretender
                           Krankheiten schließen lassen, oder einer anomalen Mortalität von
                           Tieren in einer Fischzuchtanlage oder in freien Gewässern
                           ermöglicht und die schnelle Mitteilung dieser Feststellungen an die
                           zuständige Behörde gewährleistet, sodass möglichst schnell eine
                           diagnostische Untersuchung eingeleitet werden kann und die
                           zuständige Behörde in der Lage ist, effiziente Nachforschungen
                           anzustellen und die Ergebnisse mitzuteilen, auch durch
                           Inanspruchnahme von Laboratorien zur Differentialdiagnose
                           zwecks Abgrenzung von anderen Krankheiten und Ausbildung von
                           Tierärzten oder Fischseuchenspezialisten in Fragen der Erkennung
                           und Mitteilung ungewöhnlicher Seuchenvorkommen. Ein
                           Frühwarnsystem muss dabei zumindest Folgendes gewährleisten:
                           i)     Aufklärung,           beispielsweise des  Personals       von
                                  Fischzuchtanlagen oder Verarbeitungsbetrieben, über die
                                  charakteristischen Symptome der aufgelisteten Seuchen;
                           ii)    Tierärzte und Spezialisten für Wassertierkrankheiten, die in
                                  Fragen der Erkennung und Mitteilung von Verdachtsfällen
                                  geschult sind;
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                              iii) Fähigkeit der zuständigen Behörde, eine schnelle und
                                   wirksame epidemiologische Untersuchung durchzuführen;
                              iv)  Zugang der zuständigen Behörde zu Laboratorien, die über
                                   die zur Diagnose der aufgelisteten und neu auftretender
                                   Krankheiten und zur Differentialdiagnose erforderlichen
                                   Einrichtungen verfügen.
                 1.2. Der Krankheitserreger ist nach bestem Wissen nicht in Wildpopulationen
                       präsent.
                 1.3. Es existieren Handels- und Einfuhrvorschriften zur Verhütung der
                       Einschleppung von Seuchenerregern in den betreffenden Mitgliedstaat.
           2.    Mitgliedstaaten, in denen der letzte bekannte klinische Fall innerhalb der
                 vergangenen 25 Jahre aufgetreten ist oder dessen Seuchenstatus vor
                 Einführung einer gezielten Seuchenüberwachung unbekannt war,
                 beispielsweise weil keine Bedingungen vorlagen, die eine klinische
                 Krankheitserscheinung begünstigten, kann als seuchenfrei angesehen werden,
                 sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
                 2.1. Es werden elementare Seuchenschutzvorkehrungen im Sinne von
                       Nummer 1.1 getroffen, und
                 2.2. seit mindestens zwei Jahren wird in Fischzuchtanlagen, die ohne
                       Feststellung von Seuchenerregern empfängliche Arten halten, eine
                       gezielte Seuchenüberwachung betrieben. Gibt es in dem betreffenden
                       Land Gebiete, in denen die Überwachung von Fischzuchtanlagen allein
                       nicht genügend epidemiologische Daten liefert (d.h. in denen die Zahl
                       der Fischzuchtanlagen begrenzt ist), in denen jedoch Wildpopulationen
                       empfänglicher Arten vorkommen, so müssen diese Wildpopulationen in
                       die gezielte Seuchenüberwachung einbezogen werden. Die
                       Probenahmemethoden und der Stichprobenumfang sollten den
                       diesbezüglichen Vorschriften der Entscheidung 2001/183/EG der
                       Kommission oder der einschlägigen Kapitel des Internationalen
                       Gesundheitskodex des OIE für Wassertiere und des OIE-Handbuchs für
                       diagnostische Untersuchungen von Wassertieren zumindest gleichwertig
                       sein. Die Diagnosemethoden sollten den diesbezüglichen Vorschriften
                       der einschlägigen Kapitel des OIE-Handbuchs für diagnostische
                       Untersuchungen von Wassertieren zumindest gleichwertig sein.
B.         Seuchenfreiheit eines Gebiets
           Innerhalb des Hoheitsgebiets eines Mitgliedstaats mit Infektionsstatus oder
           unbekanntem Seuchenstatus kann ein seuchenfreies Gebiet abgegrenzt werden,
           sofern keine empfänglichen Arten präsent oder die Bedingungen gemäß Nummern 1
           oder 2 erfüllt sind.
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        Seuchenfreie Gebiete müssen Folgendes umfassen: ein oder mehrere vollständige
        Wassereinzugsgebiete von der Quelle der Wasserläufe bis zur Meeresmündung oder
        einen Teil eines Wassereinzugsgebiete von der (den) Quelle(n) bis zu einem
        natürlichen oder künstlichen Hindernis, das die Stromaufwärtswanderung von
        Fischen verhindert. Diese Gebiete müssen von der zuständigen Behörde auf einer
        Karte des gesamten Hoheitsgebiets des betreffenden Landes deutlich eingezeichnet
        sein.
        Erstreckt sich ein Wassereinzugsgebiet über mehrere Mitgliedstaaten, so kann es nur
        für seuchenfrei erklärt werden, wenn die nachstehenden Bedingungen auf alle
        Wassereinzugsgebiete in dem betreffenden Gebiet zutreffen. Alle betroffenen
        Mitgliedstaaten sollten in diesem Falle die Gebietszulassung beantragen.
        1.    Ein Gebiet, in dem zumindest in den letzten 25 Jahren trotz Bedingungen, die
              die klinische Erscheinung einer Seuche begünstigen, kein Seuchenvorkommen
              festgestellt wurde, kann als seuchenfrei angesehen werden, sofern folgende
              Anforderungen erfüllt sind:
              1.1. Seit mindestens 10 Jahren werden kontinuierlich elementare
                    Seuchenschutzvorkehrungen getroffen, die zumindest Folgendes
                    umfassen:
                    a)     Die Seuche ist anzeigepflichtig; bereits jeder Seuchenverdacht
                           muss der zuständigen Behörde mitgeteilt werden;
                    b)     es existiert ein Frühwarnsystem, das die Früherkennung von
                           Verdachtssymptomen oder von Anzeichen neu auftretender
                           Krankheiten schließen lassen, oder einer anomalen Mortalität von
                           Tieren in einer Fischzuchtanlage oder in freien Gewässern
                           ermöglicht und die schnelle Mitteilung dieser Feststellungen an die
                           zuständige Behörde gewährleistet, sodass möglichst schnell eine
                           diagnostische Untersuchung eingeleitet werden kann und die
                           zuständige Behörde in der Lage ist, effiziente Nachforschungen
                           anzustellen und die Ergebnisse mitzuteilen, auch durch
                           Inanspruchnahme von Laboratorien zur Differentialdiagnose
                           zwecks Abgrenzung von anderen Krankheiten und Ausbildung von
                           Tierärzten oder Fischseuchenspezialisten in Fragen der Erkennung
                           und Mitteilung ungewöhnlicher Seuchenvorkommen. Ein
                           Frühwarnsystem muss dabei zumindest Folgendes gewährleisten:
                           i)    Aufklärung,          beispielsweise des    Personals       von
                                 Fischzuchtanlagen oder Verarbeitungsbetrieben, über die
                                 charakteristischen Symptome der aufgelisteten Seuchen;
                           ii)   Tierärzte und Spezialisten für Wassertierkrankheiten, die in
                                 Fragen der Erkennung und Mitteilung von Verdachtsfällen
                                 geschult sind;
                           iii)  Fähigkeit der zuständigen Behörde, eine schnelle und
                                 wirksame epidemiologische Untersuchung durchzuführen;
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                       iv)   Zugang der zuständigen Behörde zu Laboratorien, die über
                             die zur Diagnose der aufgelisteten und neu auftretender
                             Krankheiten und zur Differentialdiagnose erforderlichen
                             Einrichtungen verfügen.
           1.2. Der Krankheitserreger ist nach bestem Wissen nicht in Wildpopulationen
                 präsent.
           1.3. Es existieren Handels- und Einfuhrvorschriften zur Verhütung der
                 Einschleppung von Seuchenerregern in den betreffenden Mitgliedstaat.
        2. Ein Gebiet, in dem der letzte bekannte klinische Fall in den vergangenen
           25 Jahren aufgetreten ist oder dessen Seuchenstatus vor Einführung einer
           gezielten Seuchenüberwachung unbekannt war, beispielsweise weil keine
           Bedingungen vorlagen, die eine klinische Erscheinung der Krankheit
           begünstigten, kann als seuchenfrei angesehen werden, sofern folgende
           Anforderungen erfüllt sind:
           2.1. Es werden elementare Seuchenschutzvorkehrungen im Sinne von
                 Nummer 1.1 getroffen;
           2.2. seit mindestens zwei Jahren wird in Fischzuchtanlagen, die ohne
                 Feststellung von Seuchenerregern empfängliche Arten halten, eine
                 gezielte Seuchenüberwachung betrieben. Reicht in dem Gebiet die
                 Überwachung von Fischzuchtanlagen allein nicht aus, um genügend
                 epidemiologische Daten zu liefern (d.h. ist die Zahl der
                 Fischzuchtanlagen        begrenzt),        sind    jedoch Wildpopulationen
                 empfänglicher Arten präsent, so müssen diese Wildpopulationen in die
                 gezielte     Seuchenüberwachung                einbezogen  werden.       Die
                 Probenahmemethoden und der Stichprobenumfang sollten den
                 diesbezüglichen Vorschriften der Entscheidung 2001/183/EG der
                 Kommission oder der einschlägigen Kapitel des Internationalen
                 Gesundheitskodex des OIE für Wassertiere und des OIE-Handbuchs für
                 diagnostische Untersuchungen von Wassertieren zumindest gleichwertig
                 sein. Die Diagnosemethoden sollten den diesbezüglichen Vorschriften
                 der einschlägigen Kapitel des OIE-Handbuchs für diagnostische
                 Untersuchungen von Wassertieren zumindest gleichwertig sein.
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                                               Kapitel II
        Territorien mit anerkanntem Seuchenfreiheitsstatus in Bezug auf bestimmte
  Krankheiten gemäß Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG des Rates
Krankheit                     Mitgliedstaat            Hoheitsgebiet bzw. Teil des Hoheitsgebiets
Frühlingsvirämie des Karpfens Dänemark                 Gesamtes Hoheitsgebiet
(SVC)
                              Finnland                 Gesamtes Hoheitsgebiet; das Wassereinzugsgebiet
                                                       des Vuoksi sollte als Pufferzone angesehen werden.
                              Irland                   Gesamtes Hoheitsgebiet
                              Schweden                 Gesamtes Hoheitsgebiet
                              Vereinigtes              Hoheitsgebiet von Nordirland, der Inseln Man
                              Königreich               Jersey und Guernsey
Bakterielle Nierenerkrankung Irland                    Gesamtes Hoheitsgebiet
(BKD)
                              Vereinigtes              Hoheitsgebiet von Nordirland, der Inseln Man und
                              Königreich               Jersey
Infektiöse Pankreasnekrose    Finnland                 Binnenwassergebiete des finnischen Hoheitsgebiets;
(IPN)                                                  die Wassereinzugsgebiete des Vuoksi und des
                                                       Kemijoki sollten als Pufferzonen angesehen
                                                       werden.
                              Schweden                 Gesamtes Hoheitsgebiet
                              Vereinigtes              Hoheitsgebiet der Insel Man
                              Königreich
                                                       Wassereinzugsgebiete des Tenojoki und des
Gyrodactylus salaris          Finnland
                                                       Näätämönjoki; die Wassereinzugsgebiete des
                                                       Paatsjoki, des Luttojoki und des Uutuanjoki sollten
                                                       als Pufferzonen angesehen werden.
                              Irland                   Gesamtes Hoheitsgebiet
                                                       Hoheitsgebiet von Großbritannien, Nordirland
                              Vereinigtes
                                                       sowie der Inseln Man, Jersey und Guernsey.
                              Königreich
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                                        ANHANG II
                         Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme
                                            Kapitel I
Mindestkriterien für Programme zur Bekämpfung und Tilgung bestimmter Tierseuchen
          gemäß Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG des Rates
A.        Mindestkriterien, die der Mitgliedstaat im Rahmen eines genehmigten
          Bekämpfungs- und Tilgungsprogramms erfüllen muss:
          1.  Die Seuche ist anzeigepflichtig; bereits jeder Seuchenverdacht muss der
              zuständigen Behörde mitgeteilt werden.
          2.  Es existiert ein Frühwarnsystem, das die Früherkennung von
              Verdachtssymptomen der betreffenden Seuche bei Tieren in einer
              Fischzuchtanlage oder in freien Gewässern ermöglicht und die schnelle
              Mitteilung dieser Feststellungen an die zuständige Behörde gewährleistet,
              sodass möglichst schnell eine diagnostische Untersuchung eingeleitet werden
              kann und die zuständige Behörde in der Lage ist, effiziente Nachforschungen
              anzustellen und die Ergebnisse mitzuteilen, auch durch Inanspruchnahme von
              Laboratorien zur Differentialdiagnose zwecks Abgrenzung von anderen
              Krankheiten und Ausbildung von Tierärzten oder Fischseuchenspezialisten in
              Fragen der Erkennung und Mitteilung ungewöhnlicher Seuchenvorkommen.
              Ein Frühwarnsystem muss dabei zumindest Folgendes gewährleisten:
              2.1. Aufklärung, beispielsweise des Personals von Fischzuchtanlagen oder
                    Verarbeitungsbetrieben, über die charakteristischen Symptome der
                    aufgelisteten Seuchen;
              2.2. Tierärzte und Spezialisten für Wassertierkrankheiten, die in Fragen der
                    Erkennung und Mitteilung von Verdachtsfällen geschult sind;
              2.3. Fähigkeit der zuständigen Behörde, eine schnelle und wirksame
                    epidemiologische Untersuchung durchzuführen;
              2.4. Zugang der zuständigen Behörde zu Laboratorien, die über die zur
                    Diagnose der aufgelisteten und neu auftretender Krankheiten und zur
                    Differentialdiagnose erforderlichen Einrichtungen verfügen.
          3.  Es existieren Handels- und Einfuhrvorschriften zur Verhütung               der
              Einschleppung von Seuchenerregern in den betreffenden Mitgliedstaat.
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        4. in Fischzuchtanlagen, die empfängliche Arten halten, wird eine gezielte
           Seuchenüberwachung betrieben. Gibt es innerhalb des betreffenden Landes
           Gebiete, in denen die Überwachung von Fischzuchtanlagen allein nicht
           ausreicht, um genügend epidemiologische Daten zu liefern (d.h. ist die Zahl der
           Fischzuchtanlagen begrenzt), sind jedoch Wildpopulationen empfänglicher
           Arten präsent, so müssen diese Wildpopulationen in die gezielte
           Seuchenüberwachung einbezogen werden. Die Probenahmemethoden und der
           Stichprobenumfang sollten den diesbezüglichen Vorschriften der Entscheidung
           2001/183/EG der Kommission oder der einschlägigen Kapitel des
           Internationalen Gesundheitskodex des OIE für Wassertiere und des OIE-
           Handbuchs für diagnostische Untersuchungen von Wassertieren zumindest
           gleichwertig sein. Die Diagnosemethoden sollten den diesbezüglichen
           Vorschriften der einschlägigen Kapitel des OIE-Handbuchs für diagnostische
           Untersuchungen von Wassertieren zumindest gleichwertig sein.
        5. Die Bekämpfungs- und Tilgungsprogramme sollten beibehalten werden, bis die
           Kriterien gemäß Anhang I erfüllt sind und der Mitgliedstaat oder Teil des
           Mitgliedstaats als seuchenfrei angesehen werden könnte.
        6. Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission vor dem 1. Mai jeden Jahres
           in Form der folgenden Tabelle einen Bericht mit Angaben über die Zahl der
           Verdachtsfälle, der bestätigten Fälle, der gesperrten Zuchtbetriebe und
           Anlagen, der aufgehobenen Sperren sowie das Ergebnis etwaiger aktiver
           Überwachungsmaßnahmen,             die      im     vorangegangenen Kalenderjahr
           durchgeführt wurden.
             Mitgliedstaat und Seuche
             Zahl der Verdachtsfälle
             Zahl der bestätigten Fälle
             Zahl der gesperrten Zuchtbetriebe
             und Anlagen
             Zahl der aufgehobenen Sperren
             Zahl der Stichprobenuntersuchungen
             von Zuchtbetrieben und
             Fischen/Fischbecken
             Zahl der Stichprobenuntersuchungen
             von Wildfischen/Fischbecken
             (Wassereinzugsgebiete angeben)
             Ergebnis der
             Stichprobenuntersuchung
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B.         Bei Seuchenverdacht trägt die zuständige Stelle des betreffenden Mitgliedstaats
           dafür Sorge, dass folgende Maßnahmen getroffen werden:
           1.    Zur Feststellung des etwaigen Vorhandenseins              des    betreffenden
                 Seuchenerregers werden geeignete Proben entnommen.
           2.    Bis das Ergebnis der Untersuchung gemäß Nummer 1 vorliegt, stellt die
                 zuständige Behörde den Zuchtbetrieb unter amtliche Überwachung und trifft
                 geeignete Kontrollmaßnahmen; Fische dürfen nur mit amtlicher Genehmigung
                 aus dem betroffenen Zuchtbetrieb verbracht werden.
           3.    Ergibt die Untersuchung gemäß Nummer 1, dass Seuchenerreger vorhanden
                 sind, oder zeigen sich bei der Untersuchung klinische Krankheitsanzeichen, so
                 führt die amtliche Stelle eine epidemiologische Untersuchung durch, um die
                 möglichen Übertragungswege festzustellen und zu prüfen, ob Fische während
                 des maßgeblichen Zeitraums vor Auftreten des Seuchenverdachts aus dem
                 Zuchtbetrieb verbracht wurden.
           4.    Ergibt die epidemiologische Untersuchung, dass die Seuche in einen oder
                 mehrere Zuchtbetriebe oder freie Gewässer eingeschleppt wurde, so gelten die
                 Bestimmungen gemäß Nummer 1 sowie folgende Vorschriften:
                 4.1. Alle in dem ´betreffenden Wassereinzugsgebiet oder Küstengebiet
                       liegenden Zuchtbetriebe werden unter amtliche Überwachung gestellt;
                 4.2. Fische, Eier oder Gameten dürfen nur mit amtlicher Genehmigung aus
                       diesen Zuchtbetrieben verbracht werden.
           5.    Im Falle weitläufiger Wassereinzugs- oder Küstengebiete kann die amtliche
                 Stelle beschließen, diese Maßnahme auf ein begrenzteres Gebiet in Nähe des
                 seuchenverdächtigen Zuchtbetriebs beschränken, wenn sie der Auffassung ist,
                 dass die Abgrenzung eines kleineren Gebietes ausreicht, um der
                 Seuchenverschleppung vorzubeugen.
C.         Bei Seuchenbestätigung trägt der betreffende Mitgliedstaat dafür Sorge, dass
           folgende Maßnahmen getroffen werden:
           1.    Zuchtbetriebe oder Anlagen mit infizierten Fischen werden sofort gesperrt, und
                 lebende Fische dürfen nicht mit ausdrücklicher Genehmigung der amtlichen
                 Stellen des betreffenden Mitgliedstaats in den oder aus dem Zuchtbetrieb
                 verbracht werden.
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        2. Die Sperre wird aufrecht erhalten, bis die Seuche entweder durch Anwendung
           der Maßnahmen gemäß Nummer 2.1 oder der Maßnahmen gemäß Nummer 2.2
           endgültig getilgt ist:
           2.1. Sofortige Bestandsräumung durch
                 a)    Tötung aller lebenden Fische unter Überwachung der amtlichen
                       Stelle oder - im Falle von Fischen, die ihre handelsübliche Größe
                       erreicht haben und keine klinischen Krankheitsanzeichen zeigen -
                       Schlachtung unter Überwachung der amtlichen Stelle zwecks
                       Vermarktung oder Verarbeitung zum menschlichen Verzehr. In
                       letzterem Falle trägt die amtliche Stelle dafür Sorge, dass die
                       Fische unverzüglich so geschlachtet und ausgenommen werden,
                       dass, dass die Übertragung von Seuchenerregern ausgeschlossen
                       ist. Der Mitgliedstaat kann auf Fallbasis und unter
                       Berücksichtigung des Risikos der Verschleppung des Erregers in
                       andere Zuchtbetriebe oder Wildbestände genehmigen, dass Fische,
                       die ihre handelsübliche Größe noch nicht erreicht haben, weiterhin
                       in dem betreffenden Zuchtbetrieb gehalten werden, bis dies der Fall
                       ist; und
                 b)    Stilllegung des betreffenden Zuchtbetriebs oder der betreffenden
                       Anlage (und ggf. Desinfektion) während eines angemessenen
                       Zeitraums nach Räumung des Fischbestands, wobei den
                       Bestimmungen von Kapitel 1.7 der letzten Ausgabe Internationalen
                       Gesundheitskodex des OIE für Wassertiere Rechnung zu tragen ist.
           2.2. Schrittweise Maßnahmen zur Liquidierung des Seuchenherdes durch
                 sorgfältige Bewirtschaftung infizierter Zuchtbetriebe oder Anlagen durch
                 a)    Entfernung und unschädliche Beseitigung von verendeten Fischen
                       und Fischen mit klinischen Krankheitsanzeichen und Abfischen
                       von Fischen ohne klinische Krankheitsanzeichen, bis alle
                       infizierten epidemiologischen Einheiten der Anlage geräumt und
                       desinfiziert sind; oder
                 b)    Entfernung und unschädliche Beseitigung von verendeten Fischen
                       und Fischen mit klinischen Krankheitsanzeichen im Falle von
                       Zuchtanlagen, deren Räumung und/oder Desinfektion aufgrund der
                       Art der Anlage (z.B. Flusssystem oder weitläufiger See) unter
                       Umständen nicht möglich ist.
        3. Um die Seuche zügig und rasch aus infizierten Anlagen zu tilgen, kann die
           zuständige Behörde des betroffenen Mitgliedstaats genehmigen, dass Fische
           ohne klinische Krankheitsanzeichen unter amtlicher Aufsicht in andere im
           selben Mitgliedstaat gelegene Zuchtbetriebe oder Zuchtgebiete ohne
           Seuchenfreiheitsstatus, oder die Gegenstand eines genehmigten Bekämpfungs-
           oder Tilgungsprogramms sind, umgesetzt werden.
 ---pagebreak--- 30.4.2004      DE             Amtsblatt der Europäischen Union              L 156/19
        4. Die Beseitigung von Fischen, die gemäß Nummer 2.1 oder Nummer 2.2 zu
           entfernen und zu beseitigen sind, erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften der
           Verordnung (EG) Nr. 1774/2002.
 ---pagebreak--- 30.4.2004          DE                Amtsblatt der Europäischen Union                          L 156/20
        5.    Fische, die zur Wiederbesetzung von Zuchtanlagen verwendet werden, müssen
              aus zertifiziert seuchenfreien Quellen stammen.
        6.    Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Vorkehrungen, um die
              Verschleppung von Seuchenerregern in andere Zuchtbetriebe oder in
              Wildbestände zu verhüten.
                                             Kapitel II
Territorien mit genehmigten Programmen zur Bekämpfung und Tilgung bestimmter
Krankheiten gemäß Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG des Rates
 Krankheit                  Mitgliedstaat            Hoheitsgebiet bzw. Teil des Hoheitsgebiets
 Frühlingsvirämie des       Vereinigtes              Hoheitsgebiet von Großbritannien
 Karpfens                   Königreich
 Bakterielle                Finnland                 Binnenwassergebiete des finnischen Hoheitsgebiets
 Nierenerkrankung
                            Schweden                 Binnenwassergebiete des schwedischen Hoheitsgebiets
                            Vereinigtes              Hoheitsgebiet von Großbritannien
                            Königreich
 ---pagebreak---      30.4.2004                    DE                                Amtsblatt der Europäischen Union                                                              L 156/21
                                                                              ANHANG III
 MUSTER DER TIERGESUNDHEITSBESCHEINIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN VON (1)[LEBENDEN
   FISCHEN] (1)[UND] (1)[EIERN] (1)[UND] (1)[GAMETEN] DER FÜR (1)[FRÜHLINGSVIRÄMIE DES KARPFENS]
(1)
    [UND] (1)[INFEKTIÖSE PANKREASNEKROSE] (1)[UND] (1)[BAKTERIELLE NIERENERKRANKUNG] (1)[UND]
   (1)
      [GYRODACTYLUS SALARIS] EMPFÄNGLICHEN ARTEN ZUR HALTUNG ODER ZUCHT IN GEBIETEN
          MIT IN BEZUG AUF EINE ODER MEHRERE DIESER KRANKHEITEN GEMEINSCHAFTLICH
         ANERKANNTEM SEUCHENFREIHEITSSTATUS ODER GEMEINSCHAFTLICH GENEHMIGTEN
                                               BEKÄMPFUNGS- UND TILGUNGSPROGRAMMEN
                                                                                         Bezugscode-Nr.                                                           ORIGINAL
1.           Ort der Herkunft der Sendung                                                  2.          Bestimmung der Sendung
1.1.         Herkunftsmitgliedstaat: ....................................                  2.1.        Mitgliedstaat: ....................................................
             ..........................................................................                ..........................................................................
1.2.         Name des Herkunftszuchtbetriebs: ...................                          2.2.        Gebiet oder Teil des Mitgliedstaats: .................
             ..........................................................................                ..........................................................................
1.3.         Anschrift des Zuchtbetriebs:.............................                     2.3.        Name des Bestimmungszuchtbetriebs: .............
             ..........................................................................                ..........................................................................
(2)
   [1.4.     Ernteort:............................................................         2.4.        Anschrift des Zuchtbetriebs: .............................
             .........................................................................]                ..........................................................................
                                                                                           (3)
1.5.         Name, Anschrift und Telefonnummer des                                            [2.5.    Bestimmungsort:...............................................
             Versenders: .......................................................                       ........................................................................ ]
             ..........................................................................    2.6.        Name, Anschrift und Telefonnummer des
             ..........................................................................                Empfängers:......................................................
             ..........................................................................                ..........................................................................
3.           Transportmittel und Angaben zur Identifizierung der Sendung(4)
3.1.         Transportmittel: (1)[LKW] (1)[Eisenbahnwaggon] (1)[Schiff] (1)[Flugzeug]
             (1)
3.2.            [Zulassungsnummer(n)] (1)[Schiffsname] (1)[Flugnummer]: ................................................................................
3.3.         Angaben zur Identifizierung der Sendung: .............................................................................................................
4.      Beschreibung der Sendung
     Zuchtbestände            Wildbestände                   Gameten                    Befruchtete Eier           Unbefruchtete Eier                        Larven/Rogen
                             Art                                          Gesamtgewicht der                  Menge an                            Alter lebender Tiere
Wissenschaftlicher Name: Gemeiner Name:                                            Sendung                   (1)
                                                                                                                [Eiern]
                                                                           (1)
                                                                              [Anzahl Fische]             (1)
                                                                                                              [Gameten]
                                                                                                                                                >24 Monate
                                                                                                                                                12-24 Monate
                                                                                                                                                0-12 Monate
                                                                                                                                                unbekannt
 ---pagebreak---    30.4.2004               DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                                   L 156/22
5.         Gesundheitsbescheinigung
           Ich der unterzeichnete amtliche Kontrolleur bestätigte, dass die unter Nummer 4 dieser Bescheinigung genannten
           (1)
              [Fische] (1)[und] (1)[Eier] (1)[und] (1)[Gameten] der für (1)[Frühlingsvirämie des Karpfens (SVC)] (1)[und]
           (1)
              [Infektiöse Pankreasnekrose (IPN)] (1)[und] (1)[Bakterielle Nierenerkrankung (BKD)] (1)[und] (1)[Gyrodactylus
           salaris] empfänglichen Arten(5) folgende Anforderungen erfüllen:
5.1
           (1)
entweder       [Sie stammen aus dem Gebiet…………………, das für frei von (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD]
                  (1)
                     [und] (1)[G. salaris] im Sinne von Anhang I der Entscheidung 2004/xxxx/EG(6) angesehen wird und in dem
                  alle Zuchtbetriebe, die für (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD] (1)[und] (1)[G. salaris] empfängliche
                  Arten(5) halten, von der zuständigen Behörde überwacht werden, und]
           (1)
oder           [sie stammen aus dem behördlich überwachten Zuchtbetrieb…………………(7), der zumindest in den letzten
                  zwei Jahren, und zwar zu dem Zeitpunkt des Jahres, an dem sich (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD]
                  in der Regel manifestiert, von der zuständigen Behörde kontrolliert wurde, wobei die
                  Stichprobenuntersuchungen den in der Entscheidung 2001/183/EG der Kommission(8) festgelegten
                  Programmen oder den im OIE-Diagnosehandbuch für Wassertierkrankheiten, Kapitel 1.1.4, sowie den
                  einschlägigen Krankheitskapiteln festgelegten Überwachungsmethoden zumindest entsprachen und die
                  Laboranalysen gemäß den einschlägigen Kapiteln der letzten Ausgabe des OIE-Diagnosehandbuchs für
                  Wassertierkrankheiten insgesamt mit Negativbefund durchgeführt wurden, und ]
 ---pagebreak--- 30.4.2004 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 156/23
                            Bezugscode-.Nr.   ORIGINAL
 ---pagebreak---     30.4.2004                 DE                      Amtsblatt der Europäischen Union                                 L 156/24
             (9)
oder            [sie stammen aus dem behördlich überwachten Landbetrieb…………………(7), in dem in den letzten zwei
                    Jahren (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD] aufgetreten ist, dessen gesamter Fischbestand jedoch
                    geräumt und dessen Teiche, Becken und anderen Einrichtungen und Ausrüstungen unter der Überwachung
                    der zuständigen Behörde desinfiziert wurden, und der mit Fischen aus einer Quelle wiederbesetzt wurde, die
                    aufgrund von Stichprobenuntersuchungen, die den in der Entscheidung 2001/183/EG der Kommission(8)
                    festgelegten Programmen oder den im OIE-Diagnosehandbuch für Wassertierkrankheiten, Kapitel 1.1.4,
                    sowie den einschlägigen Krankheitskapiteln festgelegten Überwachungsmethoden zumindest entsprachen,
                    wobei die Laboranalysen gemäß den einschlägigen Kapiteln der letzten Ausgabe des OIE-
                    Diagnosehandbuchs für Wassertierkrankheiten insgesamt mit Negativbefund durchgeführt wurden, von der
                    zuständigen Behörde als seuchenfrei zertifiziert wurden, und ]
             (10)
oder             [ sie stammen aus dem behördlich überwachten Landbetrieb…………………(7), der zumindest in den letzten
                    zwei Jahren, und zwar zu dem Zeitpunkt des Jahres, an dem sich (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD]
                    in der Regel manifestiert, von der zuständigen Behörde kontrolliert wurde, wobei der Stichprobenumfang den
                    in der Entscheidung 2001/183/EG der Kommission(8) festgelegten Programmen zumindest entsprach und die
                    Probenahmen und Laboranalysen gemäß den einschlägigen Kapiteln der letzten Ausgabe des OIE-
                    Diagnosehandbuchs für Wassertierkrankheiten insgesamt mit Negativbefund durchgeführt wurden, und der
                    Betrieb liegt entweder in einem Teil(11) eines Wassereinzugsgebiets, das anerkannt frei(12) von G. salaris ist,
                    oder er liegt in einem Wassereinzugsgebiet, das anerkannt frei(12) von G. salaris ist, und alle anderen
                    Wassereinzugsgebiete, die in dasselbe Mündungsgebiet einfließen, sind ebenfalls anerkannt frei(12,13) von G.
                    salaris, und ]
             (10)
oder             [ sie stammen aus dem behördlich überwachten Küstenbetrieb…………………(7), der in einem Küstengebiet
                    mit einer Salinität von unter 25 ppt liegt, in dem alle Wasserläufe in ein Mündungsgebiet einfließen, das
                    anerkannt frei(12,13) von G. salaris ist, und ]
             (10)
oder             [sie stammen aus dem behördlich überwachten Küstenbetrieb…………………(7), der in einem Küstengebiet
                    mit einer Salinität von über 25 ppt liegt und in den in den letzten 14 Tagen keine lebenden Fische
                    empfänglicher Arten(5)eingesetzt wurden, und ]
             (14)
oder             [sie stammen aus dem behördlich überwachten Zuchtbetrieb…………………(7), dessen Eierbestände gemäß
                    dem Internationalen Tiergesundheitskodex des OIE für Wassertiere, sechste Ausgabe 2003, Anhang 5.2.1,
                    desinfiziert wurden, um sicherzustellen, dass Parasiten der Art G. salaris sicher abgetötet werden, und ]
     –     in dem (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD] (1)[und] (1)[G. salaris] anzeigepflichtig sind und jeder
           Seuchenverdacht von den zuständigen amtlichen Stellen unverzüglich abgeklärt werden muss, und
     –     in das (den) nur für (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD] (1)[und] (1)[G. salaris] empfängliche Arten(5) aus
           einem Gebiet oder einem Zuchtbetrieb eingesetzt werden, das (der) anerkannt frei von (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN]
           (1)
              [und] (1)[BKD] (1)[und] (1)[G. salaris] ist, und
           (15)
     –         [- dessen Fischbestände nicht gegen (1)[IPN] (1)[und] (1)[BKD] geimpft worden sind, und]
5.2.         Die (1)[Fische] (1)[und] (1)[Eier] (1)[und] (1)[Gameten] erfüllen folgende Anforderungen:
             (a)       Sie sind seit (1)[ihrer Ernte] (1)[ihrem Fang] nicht mit anderen lebenden Wassertieren, Eiern oder Gameten
                       mit niedrigerem Gesundheitsstatus in Berührung gekommen ,
             (b)       sie sind nicht dazu bestimmt, zur Tilgung der Seuchen gemäß Anhang A Spalte 1 der Richtlinie
                       91/67/EWG unschädlich beseitigt oder getötet zu werden,
             (c)       sie stammen nicht aus einem Zuchtbetrieb, der aus tierseuchenrechtlichen Gründen gesperrt ist,
             (d)       sie wurden am Tag ihres Verladens untersucht und zeigten keine klinischen Krankheitsanzeichen,
             (e)       sie wurden nach dem Zufallsprinzip aus der Sendung, einschließlich jedem Teil unterschiedlicher
                       Herkunft, ausgewählt und einzeln inspiziert, und es wurden keine anderen als die unter Nummer 4 dieser
                       Bescheinigung genannten Fischarten festgestellt,
             (f)       sie lagern [in Wasser]1 [auf Eis]1 einer Qualität, die ihren Gesundheitszustand nicht beeinträchtigt, und
             (g)       sie lagern in (1)[verplombten, undurchlässigen, sauberen Behältnissen, die zuvor mit einem zugelassenen
                       Desinfektionsmittel desinfiziert wurden und die auf der Außenseite ein lesbares Etikett tragen] (1)[einem
                       Schiff, dessen Becken, Rohr und Pumpensysteme zuvor mit einem zugelassenen Desinfektionsmittel
                       desinfiziert wurden, dessen Manifest]1, das die maßgeblichen Informationen16 gemäß Nummer 1 und
                       Nummer 2 dieser Bescheinigung sowie folgende Erklärung enthält:
                       "(1)[Lebende Fische] (1)[und] (1)[Eier] (1)[und] (1)[Gameten] der für (1)[SVC] (1)[und] (1)[IPN] (1)[und]
                       (1)
                          [BKD] (1)[und] (1)[Gyrodactylus salaris] empfänglichen Arten, die zum Inverkehrbringen in
                       Gemeinschaftsgebieten mit in Bezug auf (1)[Frühlingsvirämie des Karpfens] (1)[und] (1)[Infektiöse
                       Pankreasnekrose] (1)[und] (1)[Bakterielle Nierenerkrankung] (1)[und] (1)[G. salaris] gemeinschaftlich
                       anerkanntem Gesundheitsstatus oder gemeinschaftlich genehmigtem Bekämpfungs- oder
                       Tilgungsprogramm zugelassen sind″
 ---pagebreak---      30.4.2004                   DE                              Amtsblatt der Europäischen Union                                                                       L 156/25
                                                                                            Bezugscode-Nr.                                                              ORIGINAL
                 Ausgestellt in ......................................................... ,       am ............................................................................
                                              (Ort)                                                                                   (Datum)
                 Amtssiegel                                                                        .................................................................................
                                                                                                                (Unterschrift des amtlichen Kontrolleurs)
                                                                                                  .................................................................................
                                                                                                            (Name in Großbuchstaben, Qualifikation und
                                                                                                                 Amtsbezeichnung des Unterzeichneten)
Erläuterungen
(1)              Nicht Zutreffendes streichen.
(2)              Falls es sich nicht um den Herkunftsort handelt, nicht Zutreffendes streichen.
 3
()               Falls es sich nicht um den Bestimmungsbetrieb handelt, nicht Zutreffendes streichen.
(4)              Zulassungsnummer(n) des Eisenbahnwaggons o
                                                                der LKWs bzw. Schiffsnamen angeben. Bei Flugzeugen, soweit bekannt, Flugnummer
                            .       ransport in ontainern oder Kästen
                 angeben Bei T                 C                        unter Punkt 3.3 Gesamtzahl, Zulassungs- und, soweit vorhanden, Plombennummern angeben
 5                                                        (siehe Tabelle)
()               Bekannte empfängliche Arten
Seuche                                                                                       Empfängliche Arten*
Frühlingsvirämie des Karpfens (SVC)                                                          Gemeiner Karpfen und Japanischer Farbkarpfen (Cyprinus
                                                                                             carpio),         Graskarpfen               (Ctenopharyngodon                      idellus),
                                                                                             Silberkarpfen                   (Hypophthalmichthys                             molitrix),
                                                                                             Marmorkarpfen                (Aristichthys              nobilis),          Europäische
                                                                                             Karausche (Carassius carassius), Goldfisch (C.auratus),
                                                                                             Rotauge (Rutilus rutilus), Aland (Leuciscus idus), Schleie
                                                                                             (Tinca tinca) und Wels (Silurus glanis)
Infe
    ktiöse Pankreasnekrose (IPN)                                                             Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss), Bachsaibling
                                                                                             (Salvelinus fontinalis), Bachforelle (Salmo trutta),
                                                                                             Atlantischer Lachs (Salmo salar) und verschiedene
                                                                                             Pazifische Lachsarten (Oncorhynchus spp.)
Bakterielle Nierenerkrankung (BKD)                                                           Fische der Familie der Salmonidae
Gyrodactylus salaris
                                                                                             Atlantischer Lachs (Salmo salar), Regenbogenforelle
                                                                                             (Oncorhynchus mykiss), Seesaibling (Salvelinus alpinus),
                                                                                             Amerikanischer Bachsaibling (S. fontinalis), Äsche
                                                                                             (Thymallus           thymallus),             Amerikanischer                  Seesaibling
                                                                                             (Salvelinus namaycush) und Bachforelle (Salmo trutta).
                                                                                             Andere Fischarten in Zuchtanlagen, die Fische der
                                                                                             vorgenannten Arten halten, gelten ebenfalls als empfängliche
                                                                                             Arten.
*                und etwaige andere Arten, die in der letzten Ausgabe des Internationalen Tiergesundheitskodex des OIE für Wassertiere
                 und/oder des OIE-Handbuchs für Diagnosetests von Wassertieren als empfänglich ausgewiesen sind.
(6)              Diese Entscheidung (SANCO/xxxx/2004/EG).
(7)              Name und
                           Anschrift des Zuchtbetriebs.
(8)              Entscheidung 2001/183/EG der Kommission zur Festlegung von EU-Modell A – mindestens vier Jahre
                 nachweislich seuchenfrei, einschließlich zweijähriges gezieltes Überwachungsprogramm, oder EU-Modell B –
                 mindestens sechs Jahre nachweislich seuchenfrei, einschließlich zweijähriges gezieltes Überwachungsprogramm,
                 oder Überwachungsmethoden gemäß dem OIE-Diagnosehandbuch für Wassertierkrankheiten, Kapitel 1.1.4, und
                 den einschlägigen Krankheitskapiteln.
(9)              Gilt nur für Landbetriebe, für die die epidemiologische Untersuchungen ergeben haben, dass die Seuche nicht auf
                 andere Zuchtbetriebe oder Wildbestände übergegriffen hat. Nicht Zutreffendes streichen.
(10)             Gilt nur für Gebiete mit zusätzlichen Garantien für Gyrodactylus salaris. Nicht Zutreffendes streichen.
(11)             Gemäß Anhang B Kapitel I Abschnitt A der Richtlinie 91/67/EWG kann ein Teil eines Wassereinzugsgebiets nur
                 dann für seuchenfrei erklärt werden, wenn es aus dem oberen Teil des Einzugsgebiets von den Quellen der
                 Wasserläufe bis zu einem natürlichen oder künstlichen Hindernis besteht, das die Stromaufwärtswanderung der
                 Fische verhindert.
(12)             Die zuständige Behörde des Mitgliedstaats kann ein Wassereinzugsgebiet für frei von Gyrodactylus salaris
                 erklären, sofern die Anforderungen von Anhang I Kapitel 1 Abschnitt B dieser Entscheidung
                 (SANCO/2004/xxxx/EG) eingehalten sind. Jede Seuchenfreiheitserklärung wird der Kommission und den anderen
                 Mitgliedstaaten mitgeteilt und kann auf Antrag überprüft werden.
 ---pagebreak---     30.4.2004               DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                      L 156/26
                                                                         Bezugscode-Nr.                         ORIGINAL
(13)        Werden Festlandgebiete für frei von Gyrodactylus salaris erklärt, so muss berücksichtigt werden, dass die Seuche
            durch Wanderung von Fischen zwischen verschiedenen Binnengewässern verschleppt werden kann, wenn die
            Salinität der einzelnen Gewässer niedrig bis moderat (unter 25 ppt) ist. Daher kann ein einzelnes
            Binnenwassergebiet nicht für seuchenfrei erklärt werden, wenn ein anderes Binnengewässer, das in dasselbe
            Küstengebiet einfließt, infiziert ist oder einen unbekannten Gesundheitsstatus hat, es sei denn, die
            Binnengewässer sind durch Meerwasser einer Salinität von über 25 ppt voneinander getrennt.
(14)        Gilt nur für Gebiete mit zusätzlichen Garantien für Gyrodactylus salaris und für den Handel mit Eiern. Nicht
            Zutreffendes streichen. (15) Gilt nur für die für SVC, IPN und/oder BKD empfänglichen Arten, die in Gebiete mit
            zusätzlichen Garantien für SVC, IPN und/oder BKD verbracht setzt werden. Nicht Zutreffendes streichen.
(16)        Mitgliedstaat bzw. Gebiet des Mitgliedstaats und Bestimmungsland bzw. Bestimmungsgebiet sowie Namen und
            Telefonnummer von Versender und Empfänger angeben.
 ---pagebreak---     30.4.2004            DE                     Amtsblatt der Europäischen Union                                  L 156/27
                                                       ANHANG IV
Erläuterungen für Transportdokumente und Etikettierung
(a)         Die Transportbescheinigungen werden unter           (e)        Werden        der      Bescheinigung      zwecks
            Berücksichtigung       der      die       Sendung              Identifizierung der die Sendung ausmachenden
            ausmachenden Arten und des Gesundheitsstatus                   Waren weitere Seiten hinzugefügt, so gelten
            des Bestimmungsortes nach dem in Anhang I                      auch diese als Teil des Bescheinigungsoriginals,
            dieser Entscheidung vorgesehenen Muster                        und jede einzelne dieser Seiten muss mit
            ausgestellt.                                                   Unterschrift        und         Stempel       des
                                                                           bescheinigungsbefugten amtlichen Kontrolleurs
(b)         Das Bescheinigungsoriginal besteht aus einem                   versehen sein.
            einzelnen Blatt, beidseitig bedruckt oder, soweit
            mehr Text erforderlich ist, so formatiert, dass     (f)        Das Bescheinigungsoriginal muss die Sendung
            alle erforderlichen Seiten ein einheitliches,                  bis zur Ankunft am Bestimmungsort begleiten.
            zusammenhängendes Ganzes bilden.
                                                                (g)        Die Bescheinigung gilt ab dem Tag ihrer
            Die Bescheinigung trägt am Seitenkopf rechts                   Ausstellung für die Dauer von zehn Tagen. Im
            die Angabe "Original" und die von der                          Falle     des     Schiffstransports   wird    die
            zuständigen Behörde zugeteilte Codenummer.                     Gültigkeitsdauer um die Dauer der Beförderung
            Die Seiten sind als Seite ... (Seite 1, 2, 3 usw.)             an Bord verlängert.
            von ... (Gesamtseitenzahl) zu nummerieren
                                                                (h)        Die Wassertiere, ihre Eier und Gameten werden
(c)         Das Bescheinigungsoriginal und die in der                      nicht zusammen mit anderen Wassertieren,
            Musterbescheinigung genannten Etikette sind in                 Eiern und Gameten befördert, die einen
            mindestens einer der Amtssprachen des                          niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen. Sie
            Bestimmungsmitgliedstaates auszustellen. Die                   dürfen ferner nicht unter Bedingungen befördert
            Mitgliedstaaten können jedoch, wenn dies für                   werden, die ihren Gesundheitszustand oder den
            erforderlich gehalten wird, andere Sprachen                    Gesundheitsstatus        des     Bestimmungsorts
            zulassen, soweit eine offizielle Übersetzung                   beeinträchtigen könnten.
            beiliegt.
(d)         Das Bescheinigungsoriginal ist am Tag des
            Verladens der Sendung von einem von der
            zuständigen       Behörde       bevollmächtigten
            amtlichen         Kontrolleur         auszufüllen,
            abzustempeln und zu unterzeichnen. Dabei trägt
            die        zuständige         Behörde          des
            Herkunftsmitgliedstaates dafür Sorge, dass die
            angewandten Bescheinigungsvorschriften den
            diesbezüglichen Vorschriften der Richtlinie
            96/93/EG des Rates gleichwertig sind.
            Unterschrift und Amtssiegel (ausgenommen
            Prägestempel) müssen sich farblich von der
            Druckfarbe der Bescheinigung absetzen.
 ---pagebreak---   30.4.2004       DE               Amtsblatt der Europäischen Union                L 156/28
                                        ANHANG V
  Mindestkriterien für die Aufrechterhaltung zusätzlicher Garantien für bestimmte in
   Anhang A Liste III Spalte 1 der Richtlinie 91/67/EWG des Rates genannte Seuchen
              gemäß Artikel 12 und 13 der Richtlinie 91/67/EWG des Rates
A.        Zur Aufrechterhaltung zusätzlicher Garantien müssen die Mitgliedstaaten
          zumindest folgende Kriterien erfüllen:
          1.  Die Seuche ist anzeigepflichtig; bereits jeder Seuchenverdacht muss der
              zuständigen Behörde mitgeteilt werden.
          2.  Alle Zuchtbetriebe mit empfänglichen Arten, denen der betreffende
              Mitgliedstaat Seuchenfreiheit zuerkannt hat, stehen unter der Überwachung der
              zuständigen Behörde.
          3.  Es existiert ein Frühwarnsystem, das die Früherkennung von
              Verdachtssymptomen der betreffenden Seuche bei Tieren in einer
              Fischzuchtanlage oder in freien Gewässern ermöglicht und die schnelle
              Mitteilung dieser Feststellungen an die zuständige Behörde gewährleistet,
              sodass möglichst schnell eine diagnostische Untersuchung eingeleitet werden
              kann und die zuständige Behörde in der Lage ist, effiziente Nachforschungen
              anzustellen und die Ergebnisse mitzuteilen, auch durch Inanspruchnahme von
              Laboratorien zur Differentialdiagnose zwecks Abgrenzung von anderen
              Krankheiten und Ausbildung von Tierärzten oder Fischseuchenspezialisten in
              Fragen der Erkennung und Mitteilung ungewöhnlicher Seuchenvorkommen.
              Ein Frühwarnsystem muss dabei zumindest Folgendes gewährleisten:
              3.1. Aufklärung, beispielsweise des Personals von Fischzuchtanlagen oder
                    Verarbeitungsbetrieben, über die charakteristischen Symptome der
                    aufgelisteten Seuchen;
              3.2. Tierärzte und Spezialisten für Wassertierkrankheiten, die in Fragen der
                    Erkennung und Mitteilung von Verdachtsfällen geschult sind;
              3.3. Fähigkeit der zuständigen Behörde, eine schnelle und wirksame
                    epidemiologische Untersuchung durchzuführen;
              3.4. Zugang der zuständigen Behörde zu Laboratorien, die über die zur
                    Diagnose der aufgelisteten und neu auftretender Krankheiten und zur
                    Differentialdiagnose erforderlichen Einrichtungen verfügen.
          4.  Es existieren Handels- und Einfuhrvorschriften sowie Vorschriften für die
              Bewirtschaftung von Wildfischbeständen empfänglicher Arten, um die
              Einschleppung der betreffenden Seuche in den Mitgliedstaat oder unter diese
              Entscheidung fallende Teile des Mitgliedstaats zu verhindern. Fische mit
              Ursprung in Küstengebieten sollten nicht in Landbetriebe verbracht werden, es
              sei denn, die zuständige Behörde des Bestimmungsmitgliedstaats hat dies
              ausdrücklich genehmigt.
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        5. In Mitgliedstaaten, in denen nur Teile des Hoheitsgebiets gemäß Anhang I
           Kapitel II für seuchenfrei erklärt wurden (d.h. nicht das gesamte Hoheitsgebiet)
           müssen in den für seuchenfrei erklärten Gebieten gemäß Anhang II Kapitel I.4
           gezielte Überwachungsmaßnahmen durchgeführt werden.
        6. Lebende Zuchtfische, Eier und Gameten, die in die in Anhang I Kapitel II oder
           Anhang II Kapitel II genannten Gebiete verbracht werden, sind unter
           Bedingungen zu befördern, die ihren Gesundheitszustand und den
           Gesundheitsstatus des Bestimmungsortes nicht beeinträchtigen. Die
           Beförderung erfolgt in Wasser, das insofern als frei von dem betreffenden
           Seuchenerreger angesehen werden kann, als es aus der Wasserquelle des
           Herkunftszuchtbetriebs oder der Herkunftszuchtanlage stammt und während
           der Beförderung nur an Orten gewechselt wird, die von der zuständigen
           Behörde des Bestimmungsmitgliedstaats entsprechend zugelassen wurden,
           gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der zuständigen Behörde des
           Herkunftsmitgliedstaats.
        7. Es wird nicht gegen die betreffenden Seuchen geimpft.
        8. Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission vor dem 1. Mai jeden Jahres
           in Form der folgenden Tabelle einen Bericht mit Angaben über die Zahl der
           Verdachtsfälle, der bestätigten Fälle, der gesperrten Zuchtbetriebe und
           Anlagen, der aufgehobenen Sperren sowie das Ergebnis etwaiger aktiver
           Überwachungsmaßnahmen,             die      im     vorangegangenen Kalenderjahr
           durchgeführt wurden.
             Mitgliedstaat und Seuche
             Zahl der Verdachtsfälle
             Zahl der bestätigten Fälle
             Zahl der gesperrten Zuchtbetriebe
             und Anlagen
             Zahl der aufgehobenen Sperren
             Zahl der Stichprobenuntersuchungen
             von Zuchtbetrieben und
             Fischen/Fischbecken
             Zahl der Stichprobenuntersuchungen
             von Wildfischen/Fischbecken
             (Wassereinzugsgebiete angeben)
             Ergebnis der
             Stichprobenuntersuchung
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B.         Bei Seuchenverdacht trägt die zuständige Stelle des betreffenden Mitgliedstaats
           dafür Sorge, dass folgende Maßnahmen getroffen werden:
           2.    Zur Feststellung des etwaigen Vorhandenseins              des    betreffenden
                 Seuchenerregers werden geeignete Proben entnommen.
           2.    Bis das Ergebnis der Untersuchung gemäß Nummer 1 vorliegt, stellt die
                 zuständige Behörde den Zuchtbetrieb unter amtliche Überwachung und trifft
                 geeignete Kontrollmaßnahmen; Fische dürfen nur mit amtlicher Genehmigung
                 aus dem betroffenen Zuchtbetrieb verbracht werden.
           3.    Ergibt die Untersuchung gemäß Nummer 1, dass Seuchenerreger vorhanden
                 sind, oder zeigen sich bei der Untersuchung klinische Krankheitsanzeichen, so
                 führt die amtliche Stelle eine epidemiologische Untersuchung durch, um die
                 möglichen Übertragungswege festzustellen und zu prüfen, ob Fische während
                 des maßgeblichen Zeitraums vor Auftreten des Seuchenverdachts aus dem
                 Zuchtbetrieb verbracht wurden.
           4.    Ergibt die epidemiologische Untersuchung, dass die Seuche in einen oder
                 mehrere Zuchtbetriebe oder freie Gewässer eingeschleppt wurde, so gelten die
                 Bestimmungen gemäß Nummer 1 sowie folgende Vorschriften:
                 4.1. Alle in dem ´betreffenden Wassereinzugsgebiet oder Küstengebiet
                       liegenden Zuchtbetriebe werden unter amtliche Überwachung gestellt;
                 4.2. Fische, Eier oder Gameten dürfen nur mit amtlicher Genehmigung aus
                       diesen Zuchtbetrieben verbracht werden.
           5.    Im Falle weitläufiger Wassereinzugs- oder Küstengebiete kann die amtliche
                 Stelle beschließen, diese Maßnahme auf ein begrenzteres Gebiet in Nähe des
                 seuchenverdächtigen Zuchtbetriebs beschränken, wenn sie der Auffassung ist,
                 dass die Abgrenzung eines kleineren Gebietes ausreicht, um der
                 Seuchenverschleppung vorzubeugen.
C.         Bei Seuchenbestätigung trägt der betreffende Mitgliedstaat dafür Sorge, dass
           folgende Maßnahmen getroffen werden:
           1.    Zuchtbetriebe oder Anlagen mit infizierten Fischen werden sofort gesperrt, und
                 lebende Fische dürfen nicht mit ausdrücklicher Genehmigung der amtlichen
                 Stellen des betreffenden Mitgliedstaats in den oder aus dem Zuchtbetrieb
                 verbracht werden.
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        2. Die Sperre wird aufrecht erhalten, bis die Seuche entweder durch Anwendung
           der Maßnahmen gemäß Nummer 2.1 oder der Maßnahmen gemäß Nummer 2.2
           endgültig getilgt ist:
           2.1. Sofortige Bestandsräumung durch
                 a)    Tötung aller lebenden Fische unter Überwachung der amtlichen
                       Stelle oder - im Falle von Fischen, die ihre handelsübliche Größe
                       erreicht haben und keine klinischen Krankheitsanzeichen zeigen -
                       Schlachtung unter Überwachung der amtlichen Stelle zwecks
                       Vermarktung oder Verarbeitung zum menschlichen Verzehr. In
                       letzterem Falle trägt die amtliche Stelle dafür Sorge, dass die
                       Fische unverzüglich so geschlachtet und ausgenommen werden,
                       dass, dass die Übertragung von Seuchenerregern ausgeschlossen
                       ist. Der Mitgliedstaat kann auf Fallbasis und unter
                       Berücksichtigung des Risikos der Verschleppung des Erregers in
                       andere Zuchtbetriebe oder Wildbestände genehmigen, dass Fische,
                       die ihre handelsübliche Größe noch nicht erreicht haben, weiterhin
                       in dem betreffenden Zuchtbetrieb gehalten werden, bis dies der Fall
                       ist; und
                 b)    Stilllegung des betreffenden Zuchtbetriebs oder der betreffenden
                       Anlage (und ggf. Desinfektion) während eines angemessenen
                       Zeitraums nach Räumung des Fischbestands, wobei den
                       Bestimmungen von Kapitel 1.7 der letzten Ausgabe Internationalen
                       Gesundheitskodex des OIE für Wassertiere Rechnung zu tragen ist.
           2.2. Schrittweise Maßnahmen zur Liquidierung des Seuchenherdes durch
                 sorgfältige Bewirtschaftung infizierter Zuchtbetriebe oder Anlagen durch
                 a)    Entfernung und unschädliche Beseitigung von verendeten Fischen
                       und Fischen mit klinischen Krankheitsanzeichen und Abfischen
                       von Fischen ohne klinische Krankheitsanzeichen, bis alle
                       infizierten epidemiologischen Einheiten der Anlage geräumt und
                       desinfiziert sind; oder
                 b)    Entfernung und unschädliche Beseitigung von verendeten Fischen
                       und Fischen mit klinischen Krankheitsanzeichen im Falle von
                       Zuchtanlagen, deren Räumung und/oder Desinfektion aufgrund der
                       Art der Anlage (z.B. Flusssystem oder weitläufiger See) unter
                       Umständen nicht möglich ist.
        3. Um die Seuche zügig und rasch aus infizierten Anlagen zu tilgen, kann die
           zuständige Behörde des betroffenen Mitgliedstaats genehmigen, dass Fische
           ohne klinische Krankheitsanzeichen unter amtlicher Aufsicht in andere im
           selben Mitgliedstaat gelegene Zuchtbetriebe oder Zuchtgebiete ohne
           Seuchenfreiheitsstatus, oder die Gegenstand eines genehmigten Bekämpfungs-
           oder Tilgungsprogramms sind, umgesetzt werden.
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        4. Die Beseitigung von Fischen, die gemäß Nummer 2.1 oder Nummer 2.2 zu
           entfernen und zu beseitigen sind, erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften der
           Verordnung (EG) Nr. 1774/2002.
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        5. Fische, die zur Wiederbesetzung von Zuchtanlagen verwendet werden, müssen
           aus zertifiziert seuchenfreien Quellen stammen.
        6. Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Vorkehrungen, um die
           Verschleppung von Seuchenerregern in andere Zuchtbetriebe oder in
           Wildbestände zu verhüten.
        7. Sobald die Seuche gemäß Abschnitt C Nummer 2.1 dieses Anhangs aus einem
           Landbetrieb getilgt wurde und die Ergebnisse der epidemiologischen
           Untersuchungen gemäß Abschnitt B Nummer 3 dieses Anhangs darauf
           schließen lassen, dass die Seuche nicht auf andere Zuchtbetriebe oder
           Wildbestände übergegriffen hat, wird der Seuchenfreiheitsstatus unverzüglich
           wieder zuerkannt. Andernfalls kann der Seuchenfreiheitsstatus nur
           vorbehaltlich der Erfüllung der Bedingungen gemäß Anhang I wieder erlangt
           werden.