CELEX: 31989R2595
Language: de
Date: 1989-08-26 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2595/89 der Kommission vom 25. August 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Australien

26. 8 . 89                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. L 250/23
                             VERORDNUNG (EWG Nr. 2595/89 DER KOMMISSION
                                                  vom 25= August 1989
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                 Ursprung in Australien
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                 berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
GEMEINSCHAFTEN —
                                                                Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
                                                                anderen Märkten festgestellt werden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,                                        Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für Äpfel aus
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und            Australien lagen an sechs aufeinanderfolgenden Markt­
Portugals,                                                      tagen abwechselnd unter und über dem Referenzpreis.
                                                                Einer dieser Einfuhrpreise liegt um wenigstens 0,6 ECU
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates         unter dem Referenzpreis ; daher muß eine Ausgleichsgabe
vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­            für diese Äpfel mit Ursprung in Argentinien erhoben
                                                                werden .
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                        Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                                erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
in Erwägung nachstehender Gründe :                              zugrunde zu legen :
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72           — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei der Einfuhr            punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an fünf bis sieben           Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
aufeinanderfolgenden Markttagen abwechselnd unter und               nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
über dem Referenzpreis liegen, außer in Ausnahmefällen,             Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eine Ausgleichsabgabe für das betreffende Herkunftsland             gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
erhoben wird. Diese Abgabe wird erhoben, wenn drei                  Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
Einfuhrpreise unter dem Referenzpreis lagen und einer               Rates (*), zuletzt geändert durch die Verordnung
dieser Einfuhrpreise wenigstens 0,6 ECU unter dem Refe­             (EWG) Nr. 1636/87 0,
renzpreis liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unterschied
zwischen dem Referenzpreis und dem letzten, um wenig­           — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegenden                     sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
Einfuhrpreis.                                                       kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                    während     des   bestimmten    Zeitraums   für  die
In der Verordnung (EWG) Nr. 1736/89 der Kommission                  Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
vom 19 . Juni 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für           hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1989/90 (3) wurde der Refe­           vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
Monat August 1989 auf 40,86 ECU je 100 kg Eigenge­
wicht festgesetzt.
                                                                HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                  Artikel 1
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten         Auf Einfuhren von Äpfeln (KN-Code ex 0808 10 91 ,
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese          0808 10 93 und 0808 10 99) mit Ursprung in Australien
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz          wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 2,65 ECU je 100
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle              kg Eigengewicht angewandt.
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.                                                            Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                Diese Verordnung tritt am 29. August 1989 in Kraft.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 3811 /85 (^ müssen die zu                  Vorbehaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz 2
                                                                Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 gilt
(') ABl. Nr. L 118 vom 20.  5. 1972, S. 1.                      diese Verordnung bis 3. September 1989.
0   ABl. Nr. L 118 vom 29.  4. 1989, S. 12.
O   ABl. Nr. L 171 vom 20.  6. 1989, S. 28.
(4) ABl. Nr. L 220 vom  10. 8. 1974, S. 20.                     O ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O ABl . Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .                     O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 250/24                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        26. 8 . 89
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 25. August 1989
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Ray MAC SHARRY
                                                                Mitglied der Kommission