CELEX: 51980PC0040
Language: de
Date: 1980-02-08
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER DIE METHODEN ZUR KONTROLLE DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT NICHTIONISCHER GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN UND ZUR ÄNDERUNG DER RICHTLINIE 73/404/EWG. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 40
Vol. 1980/0016
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             KOM(80)40 endg.
                                             Brüssel - den 8 . Februar 1980
                    VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES
         ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN
      ÜBER DIE METHODEN ZUR KONTROLLE     DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT
            NICHTIONISCHER GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN UND ZUR
                ÄNDERUNG DER RICHTLINIE 73 /404 / EWG •
                     (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 K0M(80 ) 40 endg .
 ---pagebreak---                                      flKcmra?ftu|îa
I . ALLOET-ETNES
    1 . Dieser R icht1 imsuvorschlag gehört zu dem vom. Rat asa 28 . Mai 19 6? ge­
         b iil igt er*. Allgemeinen Programm zur Beseitigung der t echnisohon Handels-
         hemmnisse , i:i dessen Rahmen bisher zwei Richtlinien für den gleichen Be­
         reich angenommen wurden -, die Richtlinie des Ret 63 vom 22 » November 1973
         über - etergentien sowie diö voia gleichen Zeitpunkt datierende Richtlinie
         des Rates 'Iber cxie Methoden, zur Kontrolle der biologischen Abbaubarkeit
         anioniscfier grenzflächenaktiver Substanzen ( i ).
    2 » rt'iid die biologische Aobaubarkeit mit Hilfe unterschiedlicher Methoden ge­
         messen , so kann dadurch eine Verzerrung des Marktes der Gemeinschaft mit
          entsprecnendea direkt en Auswirkungen auf ein - Funktionieren entstehen .
         Zur Lösung dieses Probleme auf Geraeinschaftsebeae erweist sich daher
         ein Vorschlag für eine einzige Methode als notwendig.
    3 . Die Prc.ge der biologischen Abbaubarkeit der Detergentien ist eines der
         Elemente des sehr viel umfassenderen und äußerst aktuellen Problems der
         Verschmutzung der natürlichen Umwelt im allgemeinen und der Wasserver-
         schmutzung im besonderen .
         Aus diesem Grund hat sich die Industrie im Benehmen, mit der öffentlichen
         Hand schrittweise auf die Herstellung von Detergentien mit biologisch
         aboaubaren grenzflächenaktiven Substanzen eingestellt . Dennoch müssen
         für bestimmte Verwendungszwecke in der Kahrungsmitt el Industrie , der
         Metallindustrie sowie bei Erzeugnissen für Geschirrspülmaschinen aus
         technischen Gründen auch weiterhin kleinere Mengen bestimmter nicht-
         ionischer grenzflächenaktiver Substanzen verwendet werden ^ da die in*
         diesen Industriezweigen eingesetzten und mit hoher Geschwindigkeit
         arbeitenden Maschinen grenzflächenaktive Stubstanzen mit einer hohen
         Reinigungskraft bei geringem Schau.aiaji.fall und/oder einer hohen Wider­
         standsfähigkeit in stark alkalischen Medien verwenden müssen® Diese
         Eigenschaft en besitzen derzeit keine der zu 80 % biologisch abbaubaren
         grenzflächenaktiven Substanzen .
         Die dabei eingesetzten Mengen sind nicht sehr groß . Sie werden für die
         gesamte EWG auf etwa 5 » 500 bis 8 . 500 Tonnen pro Jahr » d^h . a\\f weniger
         als 1 % aller in Reinigungsmitteln verwendeten grenzflächenaktiven Sub­
         stanzen veranschlage .
        Es erscheint femer angebracht 9 darauf hinzuweisen , daß diese grenz - -
         flachenaktiven Substanzen zwar nur geringfügig biologisch abbaubar sind »
        daß sie aber nach dem derzeitigen Stand der Kenntnisse nicht die Ur­
        sache der ökologischen Probleme in der Gemeinschaft sind ; selbst wenn dies
        der Fall sein solltsp wären diese Probleme örtlich eng begrenzt »
        In mehreren Ländern laufen Forschungsarbeiten zur Entwicklung zufrieden–
        stellender Substitutionsprödukte 8 die den Bestimmungen der Richtlinie
        in bezug auf die biologische Abbaubarkeit genügen .
    ( 1 ) AB1 L 347 vom 17.12.1973 , S. 51 uad 53
 ---pagebreak---                                                - 2 -
        4 « Der technische Fortschritt macht ein® rasche Anpassung dsr tsohniechai
             Vorschriften über die Methoden zur Kontrolle der biologischen Abbauba:
            keit von grenzflächenaktiven. Substanzen erforderlich .. Aus diesem Grun-
            sieht die vorliegende Richtlinie die Einfuhrung - eines Verfahrene für      e
            enge Zusamm enarb sit zwischen don Mitgl i edstaat en und der Kommission i;
            Rahmen des "Ausschusses für die Anpassung der Richtlinien über die
            seitigung der technischen Band el ah em^nis ae bei Betergentisn an den t e  i–
            sehen Fortschritt " vor . Hierbei handelt es Bich uns das aufgrund der B
            Schließung vom 28 « Mai 1969 vorgesehene V erfanren.; das d &r Rat rpät er
           verschiedenen Richtlinien angenommen hat ,
       5 . Entsprechend den St ellungnakraen des Europäischen Parlaments vJid des
           Wirtschafts– und Sozialausschusses zur Rahmenrichtlinie über
           " Betergent ien" wurde die " totale" Harmonisierung gewählt .
II . AHMERKUNGEN ZU DEN ARTIKELN
       Artikel 1                                   -
       Dieser Artikel legt den Anwendungsbereich der Richtlinie fest .
       Artikel 2
       Dieser Artikel untersagt das Inverkehrbringen von Detergentien , wenn die
       Messimg des Anteils der darin enthaltenen grenzflächenaktiven Substanzen
       einen Wert von weniger als 80 $ ergibt , und schreibt vor , daß für die
       Messung der biologischen Abbaubarkeit der nicht ionischen grenzflächen­
       aktiven Substanzen die Methoden, der OECD , oder Deutschlands , oder Frankr      hs
       oder des Vereinigten Königreichs in Frage kommen «
       Artikel 3
       Dieser Artikel regelt das für Streitfälle vorgesehene Verfahren .
       Artikel 4
        Der Artikel enthält.- eine vorübergehende Ausnahmegesiahniiguag für be­
        stimmte Verwendungszwecke nicht ionischer grenzflächenaktiver Substanzen
        mit einer biologischen 'Abbaubarkeit von weniger ala 80
    , Artikel 5
        Dieser Artikel sieht ein Verfahren zur Anpassung der Richtlinie über
        Detergentien an den technischen. Fortschritt vor «
     - Art ikel 6 und 7
        Diese Artikel sind allen Richtlinien gsseinsara .
III . AJIKQRUNG DER ETTvS CKLAGI GE.W KREI^B
      ' Die Kommission hat die von den, Vertretern der- eisBohia^igsn Inöirs >; rxe-
         zweige abgegebenen Stellut!£?u»hmen bei der                  dieser Richt­
         linie berücksichtigt ,              '
  IV . ANHÖRUNG DES gOROPSlSCHES P&?JL4»J3E»TS                                          JS
          Die Stellungnahme dieser . bei&fcH Organe ist gssc-'i iirvUäi             2
          erforderlich .
 ---pagebreak---                     VORSCHLAG FÜR EIK'fi RICHTLINIE DES RATES
            zur Angleichimg der Recht svorschrift ea der Mitgliedst&aten
            über die Methoden zur Kontrolle der biologischen. Abbaubarkeit
            nicht ionischer grenzflächenaktiver Substanzen und zur                  /
            Änderung der Richtlinie 73 / 404 /EWG            -
DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Diev in den verschiedenen Mitgliedstaaten geltenden Kontrollmethoden verfolgen
zwar alle das gleioha Ziel , weisen jedoch Unterschiede auf , die Auswirkungen
auf das Funktionieren des Gemeinsamen Marktes haben «
Artikel 4 der Richtlinie 73 / 404 / EWG des Rates vom 22 . November 1973 C1 )
über Detergentien sieht den Erlass von Richtlinien zur Festlegung von Kon-
trollmethoden zum Zweck der Feststellung vor , ob die dort festgelegten An­
forderungen erfüllt sind . Ausserdem wurden durch die Richtlinie 73 / 405 / EWG
des Rates vom 22 . November 1973 ( 2 ) über die Methoden zur Kontrolle der
biologischen Abbaubarkeit anionischer grenzflächenaktiver Substanzen ent­
sprechende Methoden und Toleranzen für anionische grenzflächenaktive Sub­
stanzen festgelegt .
 Damit die Mitgliedstaaten die biologische Abbaubarkeit der nicht ionischen
 grenzfläohenalct iven Substanzen messen können , empfiehlt es sich , die
 in einigen Mitgliedstaaten zu diesem Zweck bereits angewandten Kontroll-
 methoden hepianzuzishen . In Streitfällen          clie Kontrolle der biologischen
 Abbaubarkeit hingegen nach einer gesaeinsamen Referenzmsthode durchge– r
 führt werden «
 ( 1 ) AB1 . Nr. L 347 vom 17.12 . 1973 * S * 51
 ( 2 ) AB1 . Nr . L 347 vom 12.17.1973 , S. 53
 ---pagebreak---   Im Hinblick auf die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaat ea
  über Bet ergent ien sollten, wie in Artikel 4 der Richtlinie . 7 3/404/EWG vom
                      vorgesehen ist , geeignete Toleranzen für die Messung
  der biologischen Abbaubarkeit vorgesehen werden 3 im gsgen die Unsicherheit
  der Kontrollmethoden , die zu Ablehnungsbescheiden mit erheblichen wirt­
  schaftlichen Konsequenzen führen können, abzusichern® Ein. Ablehmxngsbe–
 scheid darf also nur ergehen , wenn die im Artikel 2 genannte Analyse ergibt ,
 daß die biologische Abbaubarkeit unter 80 % liege »
 Kleine Mengen nicht ionische grenzflächenaktive Substanzen mit niedriger
 biologischer Abbaubarkeit müssen vorläufig für bestimmte Zwecke aufgrund
technischer Probleme und zur Vermeidung anderer , nicht wünschenswerter
Auswirkungen auf Hygiene und Umwelt verwendet werden » Es wird also somit
notwendig sein , die Verwendung dieser weniger biologisch abbaubarer grenz-
flächenaktiver Substanzen im Hinblick auf den technischen Fortschritt noch­
mals zu untersuchen .
Der technische Fortschritt ma,cht eine rasche Anpassung der technischen Vor­
schriften der Richtlinien über Bet ergentien erforderliche Uns die Durch­
führung der hierfür notwendigen Maßnahmen zu erleichtern , nruß ein Ver­
fahren eingeführt werden , das eine enge- Zusammenprb eit zwischen den Mit–
gliedstaaten und der Kommission im Rahmen eines "Ausschusses für die An­
passung der Richtlinien über die Beseitigung der technischem Handels--
heiaronisse bei Det ergentien an den technischen Fortschritt " vorsieht -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLÄSSEN ?
                                 Artikel 1
Diese Richtlinie betrifft die Methoden zur Kontrolle der biologischen
Abbaubarkeit nicht ionischer grenzflächenaktiver Subst aasen ixt
Det ergentien .                                        i
 ---pagebreak---                                    Artikel 2
 Gemäß Artikel 4 der Richtlinie 73 /404 / EWG
                     untersagen die Mitgliedsstaaten in Anbetracht
der Unsicherheit der Kontrollmethoden das Inverkehrbringen
\ind die Verwendung derjenigen Detergentien in ihrem Hoheits­
gebiet , bei denen die Messung der biologischen Abbaubarkeit der in ihnen ent­
haltenen nicht ionischen1 grenzflächenaktiven Substanzen einen Satz von weniger
als 80 /o ergibt . Diese Messung wird nach einem der folgenden Verfahren
durchgeführt s
- der OECD-Methode , veröffentlicht im technischen Bericht vom 11 . Juni
   1976 / "vorgeschlagene Methode zur Bestimmung der biologischen Abbaubar­
   keit grenzflächenaktiver Stoffe in synthetischen Detergentien".
- der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Methode , ge-
 mäss Verordnung über die Abbaubarkeit anionischer und nicht ionischer
   grenzflächenaktiven Stoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln vom 30.1.1977 »
   die im Bundesgesetzblatt 1977 » Teil I , Seite 244 veröffentlicht worden ;
- ist 5
- der in Frankreich geltenden Methode , genehmigt durch den Erlaß vom
   28.12.1977 der im Journal Officiel de la Republique Frantjaise vom
   18.1.1978 veröffentlicht worden ist , und der Versuchsnorm T 73-270 ,
   Marz 1974 » herausgegeben von der Association française de normalisation
   (AFNOR)
- der als " Porous Pot Test" im Vereinigten Königreich geltenden Methode ,
   die im technischen Bericht Nr. 7® ( 1977 ) des Water Researoh Center be­
   schrieben iBt .
                            \                                                 •
                                   Artikel 3
Bei Anwendung des Artikels 5 Absatz 2 der Richtlinie      73 / 4Q4 / EWG
                     wird das Gutachten des Laboratoriums über nicht ionische
 grenzflächenaktive Substanzen nach den im Anhang
beschriebenen " Bestätigungstest " erstellt .                                 i
 ---pagebreak---                                             - 4 -
                                         Artikel 4 -
             In die Richtlinie des Rates 73 /404/EWG . 'werden folgende Artikel eingefügt
                                        " Artikel 2a
(f)          Bis zum 31 » Dezember 1934 ist Artikel 2 nioht anwendbar auf nicht ionische
 .;          grenzflächenaktive Stoffe t die verwendet werden als
            a. als s chwachschä/um ende Polyalkyl enoxid-Addit ionsprodukt e in gewerb­
               lichen Reiniguagsmitt ein und in Reinigungsmitteln für die
               maschinelle Geschirrspülung oder
           b« als alkaxiresist ent e endsta&dig "blockierte ALkyl– und Allcylarypoly^
               glykolather in gewerblichen Reinigungsmitteln dar Lsbensraitt el -,
               Getränk©- lind Metallindustrie* .
    ( 2 ) "Während des vorgesehenen Zeitraums wird diese AtisRahs« noohmal. * wrt er­
            sucht uiid gegeb£iiön.fall3   dem technischen Port-««hri+t
           Artikel 7 t ) festgelsgtsn Ycrfahrsn                 Sngcpasst .
    ^ 3) Im Falxe aer im A"bsai;z 1 vorgesslie&sii ßc*Ter"blich.eti Vsrvsiduuig der
           grenzflächenaktiven Stoffsj h&t der V eisender die besten verfügbaren.
          Mittel anzuwenden » um die Emissionen dieser grenzflächenaktiven
          Stoffe in die Gewässer zu begrenzen»
                                        Artikel 7a
     1 . Es wird ein Ausschuß für die Anpassung der Richtlinien über diQ Be­
          seitigung der technischen Handelshemmnisse bei Detergentien an den
          teohnisohen Port schritt – im folgenden "Ausschuß" genannt – eingesetzt ,
          der aus Vertretern der Mitgliedstaaten besteht und in dem ein Vertreter
          der Kommission den Vorsitz führt .
     2 . Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung .
 ---pagebreak---                                 Artikel Tb
1 « Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen, so
    befaßt der Vorsitzende den Aussohuß von sich aus oder auf Antrag des Ver­
    treters eines Mitgliedstaats .
£ . Der Vertreter der Kommission unt erbreit et dem Ausschuß einen Entwurf der zu
    treffenden Maßnahmen . Der Ausschuß nimmt zu dieBem Entwurf innerhalb einer
    Frist Stellung , die der Vorsitzende nach der Dringlichkeit der betreffenden
    Frage bestimmen kann . Die Stellungnahme kommt mit einer Mehrheit von
    12 Stimmen zustande , wobei die Stimmen der Mitgliedstaaten nach Artikel 148
    Absatz 2 des Vertrages gewogen werden .
    Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil .
3 . a)  Die Kommission trifft die in Aussicht genommenen Maßnahmen, wenn sie
        der Stellungnahme des Ausschusses entsprechen .
    b ) Entsprechen die in Aussioht genommenen Maßnahmen nicht der Stellung*-
        nahme des Ausschusses oder ist keine Stellungnahme ergangen , so schlägt
        die Kommission dem Rat
                           Bat unverzüglich die zu treffenden Maßnahmen vor .
                                 >
                                 \
    o ) Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von drei Monaten , nachdem ihm der Vor­
        schlag übermittelt worden ist , keinen Beschluß gefaßt , so werden die
        vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission getroffen .
                                Artikel 7c
Die geeigneten Kontrollmethoden und Toleranzen , die entweder auf direktem "
Wege oder unter Bezugnahme auf außerhalb des institutionellen Rahmens der Ge­
meinschaft aufgestellte Normen in den in Artikel 4 genannten Richtlinien fest­
gelegt werden , werden insbesondere zum Zweck ihrer Anpassung an den t echnisehen
Fortschritt entsprechend dem in Artikel 1 b ) festgelegten Verfahren geändert .
 ---pagebreak---                                  Artikel. 5
1 „ Die Mit gliedstaaten setzen die erforderliohen Bestimmungen in Kraft t um
    dieser Richtlinie binnen. 12 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzu­
    kommen und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis ,
2 „ Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der inner­
     staatlichen Rechtsvorschriften mit , d.ie sie auf dem unter diesa Richt­
    linie fallenden Qebiet erlassen .
                                 Artikel 6
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet »
 ---pagebreak---                               ANHANG
BESTIMMUNG DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT UND NICHTIONISCHEN GRENZFLÄCHEN^
                          AKTIVEN SUBSTANZEN
                          REFERENZMETHODE
                          ( Bestâti gungstext )
                                    KAPITEL 1
1.1 . Befrriffsbestiminung
      Als nicht ionische grenzflächenaktive Substanzen ( Tenside) im Sinne dieser
      Richtlinie gelten Verbindungen , die nach Durchgang durch einen Kationen-
      und Anionenaustauscher nach der unter Nr . 3 beschriebenen Analys envorschrift
       als wismutaktive Substanz ( BiAS ) bestimmt werden. -
1.2 . Erforderliche Ausrüstung
      Das Meßverfahren stützt sich auf die Verwendung einer Belebt schlammanlage ,
       die in Abb . 1 schematisch und in Abb . 2 ausführlicher dargestellt ist .
      Die Ausrüstung besteht aus einem Vorratsgefäß A für die synthetischen Ab­
       wässer , einer Dosierpumpe B , einem Belüftungsgefäß C , einem Absetzgefäß D ,
       einer Druckluft pumpe ( Mammut pumpe) E für den Belebtschlammrücklauf und
       einem Sammelgefäß F für das ablaufende behandelte Abwasser .
      Die Gefäße A und F müssen aus Glas oder geeignetem Kunststoff bestehen
      und mindestens 24 Liter fassen . Die Pumpe B muß einen gleichmäßigen Zufluß
       des synthetischen Abwassers zum Belüftungsgefäß gewährleisten . Im normalen
       Betrieb muß dieses Gefäß 3 Liter Gemisch fassen können . Ein Glas s int er–
       filter G zur Belüftung ist im Gefäß C in der Spitze des konisch geformten
       Gefäßbodens aufgehängt . Die durch das Sinterfilter eingeblasene Luftmenge
      muß mit einem Mengenmeßgerät H gemessen werden .
1.3 « Synthetisches Abwasser
       Zur Durchführung des Tests ist ein synthetisches Abwasser zu verwenden ;
       hierzu werden pro Liter Trinkwasser gelöst :
           160 mg Pepton
           110 mg Fleisch ext rakt
             30 mg Harnstoff
              7     Natriumchlorid
              4 mg Kalziumchlorid , 2 H_0
              4 mg Magnesiumsulfat , 7 «pO ,
            28 mg Dikaliumphosphat (KgHPO .)
       und  10 + 1 mg BiAS .
       Die BiAS wird aus dem zu prüfenden Produkt mit Hilfe der in Kapitel 2 an­
       gegebenen Methode extrahiert . Das synthetisohe Abwasser wird täglioh
       frisch hergestellt «
 ---pagebreak--- • vorbereitxmg der Proben
    1*4»1 . Wicht zusammengesetzte , grenzflächenaktive Substanzen können unver­
              ändert getestet, werden . Der Gehalt an B-iAS muß. zur Herstellung des
             synth et isohea Abwassers ( l»3 ) bestimmt werden»
             Bei zusammesgeset zt en Reinigungsmitteln wird der Gehalt aa BiAS ,
             MMS und Seife ennitt elt « Sa wird ein© aikohol isc-he Extraktion
             md 'dann eiae Abtrsmttmg der- BiAS durchgeführt (s. Kapitel 2 ),
   Der Gehalt aa BiA3 des Factr&kts mali zwc Harst allang das sg?a.thetisohen
  Abwassers bekannt sein .                       '
              der Priïf einrichtixn .?
   Za x>«ginn des Tests werden das Belebungsgefäß C cowia das Abeetsgefäß D
  mit synthetischem Abwasser gefüllt und das Abset^gefäß. D ia der Höhe so
  fixiert ,^ daß .das Belebungsgefäß 0 3 1 aufnimmt . Die Imvfiinp- erfolst durch
  die Einführung von 3 ml eines S efcimdärabjjass ers guter Qualität , das friech
  aera Aolauf einer biologischen Kläranlage für vorwiegend häusliches Ab­
  wasser entnonämen wird . Die Ablaufprobe muß von der Entnahme "bis zur Ver­
  wendung aerob gehalten , werden , Dann sind die Luft anfuhr G-, die Bx-üe.klv.n-
  pampe . ü, und. die Dosiereinrichtang 3 einzuschalten« Der Zulauf des
  synthetischen Abwassere ia das Belüffcaogsgefäß ö maß 1 Liter ■ ja Starke
  be „ragen, was • eiaar Ret eations zeit von etwa 3 Stränden est- spricht »
 Die Luftzufuhr ist so einzustellen, daß dar Inhalt des Belüftvngsgefäßea
  C standig in Suspension verbleibt und ein Mindestgehalt an gelöst an
 Sauerstoff von 2 mg/l aufrecht erhalt an wird» . Schaümbildung ist durch ge­
  eignete Mittel zu verhindern ; jedoch dürfen keine Entschäumer v^rwend#*
 werden, die sine hemmende Wirkung aaf den Belebtschlamm ausüben oder BiAS
 entnalten« Die Pampa E muß eo eingestellt sein, daß stets ©in' gleich­
 mäßiger Rücklauf von. Belebtschlamm aus dem Absertz-erefäß D mm BeJ üftun#««
 geias C erfolgt j (5er im oberen Teil des Belüftaagsgefäßes C , ara Bödea.~des
 Absetzgefaßes . D oder in der Rücklauf! eitang sich ansassmelnde Schlamm
 muß mindest ens^ einmal täglich durch Bürsten oder daroh ander® geeignete
 Mixt ei ia den Umlauf zurückgebracht werden» Werna, der Schlamm sich ».loht
 absetzt , kann seiae Dichte durch gegebenemfalls wiederholte Z^abe m ja
 2 ml einer 5%igen Eisenchloridlösung erhöht wes'den®
 Das aus dem Absetzgefäß D abfließende Wasser wird ia dem Samaelgafäß P
 waiiread_24 Standen aufgefangen. Nach A.blaaf dieser Zeit wird nach' gründ­
 lichan iAirchmisohea. die Probe ^tnoone».« Das Saamslgefäß F ist "sorg­
 fältig zu reinigen«
 ---pagebreak--- 1„6 3 Überwachung der Prüf einrichtung
      Der Gehalt des synthetischen Abwassers sn BiAS ( in mg/l ) wird unmiit el~
      bar vor dem Gebrauch bestimmt .
      Der Gehalt des Ablaufs aus dem Sammelgefäß F an, EiA3 ( in mg/l )
      wird analytisch nach derselben Methode unmittelbar nach der Proben-
      nahme bestimmt . Ist dies nicht möglich , muß die Probe kon­
      serviert werden ( vorzugsweise durch Einfrieren) • Die Konzentration ist auf
      0,1 mg BiAS/l genau zu bestimmen«
                                                      >
      Zur Überwachung des einwandfrei en Betriebe der Prüfanordnung wird zweimal
      wöchentlich der* chemische Sauerstoffb edarf ( GQlO oder der gelöst© organische
      Kohlenstoff ( DOC;) des gefilterten. Abwassers ita Sarameigefäö F und des
      synthetischen Abwassers im Vorrat sgefäß A gemessen »
      Nach Erreiche«. eines etwa gleichbleibenden Abbaus der BiAS ;]e Tegs d->.ho
      nach Ende dar Einarbeitungszeit im . Sinne der Asb , 3p sollte' die Ver­
      ringerung des CQB oder DOC weitgehend . stetig verlauf an «
      Der Anteil an Bs!est s ohlammtrockensubst &nz in g/l im B elüftungsgefä& ist
      zweimal wöchentlich zu ermitteln..» Ist er größer als 2,5 g/l ? so ist der"
      Überschuß an Bei ebt schlämm zu ent fernen ,■
   . Der Abbautest ist bei annaheirtd gleichbleibender Ranmt eaiperatur im Bereich
      zwischen 2.91 ( K ) und 298 ( K ) ( l3 - 2S°C ) durchzuführen,
1.7 » Berechnung der biologischen Abbaubarkeit
      Der Abbau der BiAS in. Prozent sn ist täglich aus dem Gehalt an BiAS im nsg/l
      des synthetischen Abwassers und des im SamraelgefäS F gesammelt m Ablaufs
      zu errechnen »
      Die : errechnet en Abbauwerte werde», entsprechend Abb » 3 graphisch dargestellt «
      Pur die Errechnung der biologischen Abbauwerte der BiAS " ist das arithmetische
      Mittel aus den Abbauwerte» in Prozenten zu bilden? die nach dem Ende der
      Einarb eitungs zeit a& 21 aufeinanderfolgenden. Tagen bei gleichbleibendem
      Abbau in störungsfreiem Betrieb emittelt wurden»                       *    "
      In keinem Fall soll die Einarbeitungszeit länger als 6 Wochen daue3ia.o
                                                         /
      Die täglichen Abbauwerte werden auf die nächsten 0 S 1 % berechnet . Das End­
      ergebnis ist jedoch durch die nächstliegende ganze Zahl wiederzugeben.
      In manchen Fällen kann die Häufigkeit der Bestimmungen beschränkt werden 5
      jedoch Bind zur Ermittlung des Mittelwerts die Ergebnisse von wenigstens
       14 Tagesprobenahmen zugrunde zu legen , die auf den auf die Einarbeitungs­
       zeit folgenden Zeitraum von 21 Tagen zu verteilen sind.
 ---pagebreak---                                  - 4 -
                                KAPITEL 2
               VORBEHANDLUNG DES ANALYS ENMATERIALS
2.1 . Vorbemerkungen
      2.1.1 . Behandlung: der Proben
               In bezug auf die Behandlung nicht ionischer grenzflächenaktiver
               Stoffe und zusammengesetzter Detergentien zur Bestimmung der
               biologischen Abbaubarkeit durch den Best ätigungst est ist wie
               folgt zu verfahren :
               PRODUKTE                         BEHANDLPNG
               Nicht ionische Tenside           Keine
               zusammengesetzte De–             Alkoholische Extraktionen mit an-
               tergentien                       schließender Isolierung der nicht­
                                                ionischen T©nside durch Ionenaus-
                                                tauscher
              Zweck der Extraktion ist die Entfernung unlöslicher und anorganischer
              Bestandteile der Pro Den , die die biologische Abbauprüfung gegebenen­
              falls stören können .
      2 9 1,2 Ionenaustauscher-V erfahren
              Zur genauen Durchführung des Tests in bezug auf die biologische Abbau­
              barkeit ist die Isolierung und Abtrennung der nicht ionischen Tanside
              – Seife , anionische und kationische Tensi.de - erforderlich »
              Dieses Ergebnis wird durch ein Ionenaustauscherverfahren . mittels
              eines makroporösen Austausch erharz es und geeigneter K-ltvfc ionsaitt el
              für fraktionelle Elution ersislto Auf diese Weise werden Seife ,
              anionisohe und nicht ionisoh© Tenside in einem V erfahr ea isoliert »
                                                                         Λ
 ---pagebreak---                                        5
      2.1.3 Analytische Kontrolle
               Die Konzentration an anionischen und nicht ionischen Tensiden in dem
               synthetischen Detergens wird nach Homogenisieren nach den MBAS- und BiAS-
              Analysenv erfahren "bestimmt . Der Seifengehalt wird mittels einer ge­
               eigneten Analysenmethode "bestimmt .
               Diese Analyse des Produkts ist zur Berechnung der Mengen erforderlich ,
               die zur Herstellung der Fraktionen für die "biologische Abbauprüfung
               erforderlich sind .
             . Eine quantitative Extraktion ist nicht erforderlich ? doch sollten min­
               destens 80 % der nicht ionischen Tenside extrahiert werden . In der Regel
               werden 90 % und mehr erhalten .
2.2 . Prinzip
      Aus der homogenen Probe (Rjlver, F&stai und -vorher getrocknete Flüssigkeit) wird ein
      Äthanol ext rakt gewonnen , der die Tenside , die Seife und andere alkonollösliche
      Bestandteile der Wasch- oder Reinigungsmittel-Probe enthält .
      Der Äthanol extrakt wird zur Trockne verdampft , in Isopropanol-Wasser-Gemisch
      gelöst und diese Lösung" durch eine auf 323 ( K) ( 50°C ) erhitzte Austauscher–
      kombination aus stark saurem Kationenaustauscher und schwach basischem
      makroporösen Ionenaustauscher gegeben . Diese Temperatur ist erforderlich ,
      um die Fällung von Fettsäuren in sauren Medien zu vermeiden .
      Nach Abdampfen des Durchlaufs erhält man die nicht ionischen Tenside .
      Kat ionische Tenside , die den Abbautest und das Analyseverfahren stören können,
      werden duroh den über dem Anionenaustausoher eingesetzten Kationenaus-
      tauscher eliminiert .
2.3 « Chemikalien und Geräte
      2.3*1 « Entsalztes Wasser
      2.3.2 . Âthanol , 95 V0I.-9& CgHcOH
                ( zulässig als Vergällungsmittel } Methyläthylketon oder Methanol )«
 ---pagebreak---                                  » 6 «·
2.3.3 . Isopropanol-Wasser-Gemisch ( 50/50 v/v) :
         50 Volumteile Isopropanol ( CH-CHOH . GH ,) auf
         50 Volumteile Wasser ( 2.3®l )
2.3.4 . Amraoniumhydrogenearbonat –Losung ( 60/ 40 ) s
 j       0,3 Mol NH.HCO . i)\ 1 000 ml lBopropanol-Wasser–Gemisch aus 60 Volvus–
      z teilen Isopropanol und 40 Volumteilan Wasser ( 2.3.Ï )                        >
2.3.5' Kationenaustausoher ( O.T), stark sauer , alkoholfest ( 50 - 100 mesh)
2.3.6 . AnIonenaustauscher (AAT) } isakroporös , Merck Lewatit MP 7080 ( jO - 100 mesh
         oder gleichwertig
2.3.7 . Salzsäure , 10 $ HCl w/w
2.3.8 -, Rur.cücoIben mit Sohliff und Rüokfraßkühler , Inhalt 2 COQ ml
2.3«9 « Nutsohe ( heizbar) für J^apierfilter , Durchmesser 90 n>m
2.3.10 Saugflasche , 2 000 ml
2.3.11 Austausohersä.ule mit Heizmantel und Hahn :
         Durchmesrer des Innenrohres 30 mm , Höhe 200 mm (Abb * 4)
2.3.12 Wasserbad
2.3.13 Vakuumtrockenschrank
2.3.14 Thermostat                            ,         ■ 1  •
2.3.15 Rotationsverdampfer
 ---pagebreak---                                                                                          1
                                                                                         1
2.4 » Herstellung des Extrakts und Abtrennung der nicht ionischen Tenside
      2.4.1 . Herstellung des Extrakts
                 Für den Abbautest sind etwa 25 g BiAS als Meng® der grenzflächen­
                 aktiven Substanz erforderlich .    ,
                 Bei der Herstellung der Extrakte für die Abbaut ests soll die einzu-      <■
                 setzende Produktmenge auf höchstens 2 000 g beschränkt bleiben . Es '
                 kann daher nötig werden , die Aufarbeitung zweimal durchzuführen !
                 um die für den Abbautest genügende Menge zu erhalten .                    >
                 Erfahrungsgemäß ist diese chargenweise Gewinnung ( Probenmengen von
                  250 g) arbeitstechnisch vorteilhafter als das Arbeiten in
              ' größerem Maßstab .
      2.4'.2 . Abtrennung der alkohollöslichen Bestandteile
                 Nach Eintragen von 250 ' g des zu untersuchenden synthetischen              <
                 Wasch- oder Reinigungsmittels in 1 250 ml Äthanol wird das Ge­
                 misch 1 Stunde Vinter Rühren und Rückfluß zum Siedepunkt erhitzt .
                  Die heiße alkoholische Lösung wird über eine auf 323 ( K)(50°C )
                  aufgeheizte Nutsche mit einem grobporigen Filter gegeben und
                  scharf abgesaugt . Anschließend spült man Kolben und Nutsche
                  mit 200 ml heißem Äthanol nach . Filtrat und Spülalkohol werden
                  in einer leeren Saugflasche aufgefangen .                            -
                                                                                              1
                 Bei pastosen und flüssigen Produkten wagt man soviel ein , daß nicht
                 mehr als 25g anionisches Tensid und 35 g Seife vorliegen . Biese
                 Einwage wird zur Trockne gebraoht . Der Rückstand wird in 500 ml ^
                 Äthanol aufgenommen und wie vorstehend beschrieben verfahren.                ;
                  Hat ein Waschpulver eine deutlich geringe Schüttwichte, so                  j
               „- empfiehlt sich die Erhöhung des Ät hanolg ehalt s bis zu einem
       - -        Mischungsverhältnis von 20 : 1 .
                  Das äthanolische Filtrat wird – vorzugsweise mittels eines                   ;
                  Rotat ionsverdampf ers - zur Trockne eingedampft . Wird eine größere         i
                  Extraktmenge benötigt , so wird das Verfahren wiederholt . Der Rück-        |
                  stand wird in 5 000 ml Isoprophanol-Wasser-Gemisch gelöst .
                                                                                              1
 ---pagebreak---                                          - 8 -
2 . 4 • 3 . Vorbereitung der Ion enaus t ausch ers äul a
            Kationenaust ausch ersäule
            600 ml KÄ.T werden in. ein 3 000–ml-Becherglas gegeben und darin mit
            2 000 ml Salzsäure übergössen . Man läßt mindestens 2 Stunden unter ge­
            legentlichem Umrühren stehen , dekant iert die Säure und spült dann, den
            KAT mit entsalzenem Wasser in die Säule ( 2.3<>il ) ein , in die man zuvor
            einen Glaswollebausch eingelegt hat . Die Säule wird mit entsalzten
            Wasser bei einer Durchlaufgeschwindigkext von 10™30 ml/iain chloridfrei ge­
            waschen . Anschließend verdrängt man clas Wasser mit 2 000 ml Isoprophanol-
            Wasser-Gemisch ( 2o3»3 ) ebenfalls bei einer Durchlaufgeschwindigkeit von
            10–30 ml/min.. Damit ist die KAT-Säxils betriebsbereit- .
            Amonenaustauech orsâul e
            600 ml AAT werden in ein Bacherglas gegeben und darin mit 2 000 ml entsalztan
            Wasser vollständig Übergossen . Darm läßt man den Austausch er mindestens
            2 Stunden. lang quellen « Anschließend spült man. den AAT mit entsalztem
            Wasser in die Säule , ia die zuvor ebenfalls ein Glaswol 1 ebausoh einge­
            bracht wurde .
            Die Säule wird mit 0 ? 3 Mol Aramoniumhydrogencarboiiat-Lösung ( 2e3«4)
            chloridfrei gewaschen. Hierzu werden etwa, 5 000 ml Lösung benötigt . An­
            schließend wird mit 2 000 ml entsalztem Wasser nachgewaschen und dann das
            Wasser mit 2 000 ml Isopropanoi-Wassergemisch ( 2.3.3 ) mit einer Durch-
            flußgeschwindigkeit von 10–30 ml/min, verdrängt . Die AAT-Säule be­
            findet sich nun in der CH-Form und ist betriebsbereit .
2.4.4       Verfahren des Ionenaustausches
            Mail verbindet beide Austausch ersäulen derart mit einander 9 daß sich die
            KAT-Säule vor der AAT-Säule befindet . Unter Verwendung eines Thermo­
            staten werden die Austauschersäulen auf 323 ( K)(50 C ) aufgeheizt .
            Dann werden 5 000 ml der nach 2.4»2 erhaltenen Lösung auf 333 ( K) ( 60 G )
            erwärmt und die heiße Lös-ng durch die Säulenkombination mit einer -
            Durchlaufgesohwindigkeit von 20 ml/min durchgegeben. Anschließend wäscht
            man mit 1 000 ml des heißen Isopropancl-Wass er–Gemisches die Säulen
            nach£2.3.3 ).
 ---pagebreak--- Zur Gewinnung der nicht ionischen grenzflächenaktiven Substanzen werden
Durchlauf und Waschalkohol vereint und - vorzugsweise im Rotationsver-
dampfer - zur Trockne eingedampft . - Der Rückstand enthält die BiAS ,
Entmin eralisiert es Wasser zugeben , bis ein bestimmtes Folumesa
erreicht ist , und den BiAS –Gehalt in . der Aliquote nach 3,3 bestimmen »
Diese Lösung wird als Stammlösüng für die Abbauprüfung der nicht­
ionischen grenzflächenaktiven Substanzen verwendet . Si* muß bei Tempera­
turen unter 2"fQ ( K ) ( 5°G) aufbewahrt werden®                         -
Behandlung der verwendeten Ausi a useher
Der Kat Ionenaustauscher wird nach Gebrauch verworfene
Der Anionenaustausoher wird durch Durchgabe von etwa 5 000 ~ 6 000 ml
Ammoniuitihydrogenlös-ung ( 2,3.-4) durch die Säule bei einer Durchfluß-
geschwind igkeit von etwa 10 ml/min® regeneriert , bis das Elu&t von
anionischen Stoffen ( Kethyl enblau-Test ) frei ist » Anschließend werden
noch 2 000 ml Isopropanol-Wassergemisch ( 2®3»3 ) durch den Anionenaus-
tausoher durchgewasohen® Danach ist der Anioaenaust ausoh er wieder
einsatzbereit „              '                                   -
 ---pagebreak---                             - 10 -
                            KAPITEL 3
          BESTIMMUNG NICHTIONISCHER GRENZFLÄCHENAKTIVER
SUBSTANZEN AUS TESTABWÄSSERN FÜR DIE BIOLOGISCHE ABBAUPRÜFüNG
3.1 .   Einleitung
        Grenzflächenaktive Substanzen werden konzentriert und durch Ausblasen,
        mit Gas isoliert . In der eingas et zten Prcbemaenge sollte , dar Gehalt
        an nicht ionischen Tensiden im Bereich zwischen 250-800 yug liegen.
        Das abgetrennte Tensid wird in Äthylacetat gelöst .
        Nach Phasentrennung und Abdampfen des Lösungsmittels werden die
        nioht ionischen Tenside in wässriger Lösung mit modifiziertem Dragen–
        dorffschen Reagenz (KBil^ + BaClg + Eisessig) gefällt .
        Der Niederschlag wird abfiltriert , mit Eisessig gewaschen und in
        Ammoniumtart rat -Lösung gelöst . Das in Lösung befindliche Wismut wird
        bei pH 4-5 mit Fyrrolidinditiocarbamat –Lösung unter Verwendung einer
        blanken Fiat inindikator«lekt rode und einer Kalomel- oder Silber/
        Silberchlorid-Referenzelektrode potent iometrisch titriert .
      . Die Methode ist auf nioht ionische Tenside mit 6-30 Alkylenoacidgruppen
        anwendbar .
        Das Titrationsergebnis wird mit dem empirischen. Eichfaktor 54 zur Um­
        rechnung auf die Bezugssubstanz Nonylphenol mit 10 Molen Äthylenoxid
        multipliziert .
 ---pagebreak--- Chemikalien und Geräte
Alle wassrigen Lösungen sind mit entsalztem Wasser herzustellen «
3.2.1 .  Reines Ithylaoetat , frisch destilliert
3.2.2 .  Nat riumhydrogencarbonat NaHCO^p.a .
3.2.3 .  HCl-Lösung ( 20 ml konzentrierte Salzsäure p.a . auf 1 000 ml Wasse
3*2.4 .  Methanol p.a ., frisoh destilliert , in Glasflaschen aufzubewahren
3.2.5 .  Bromkresolpurpur , 0.1 g in 100 ml Methanol
3.2.6 .  Fällungsreagenz : Das Fällungsreagenz ist eine Mischung von
         2 Volumteilen der Lösung A und 1 Volumteil der Lösung B.
         Die Mischung ist in einer braunen Flasche aufzubewahren und
          etwa eine Woche haltbar .
         3.2.6.1 . Losung A
                    1,7 g Wismuth ( ill-nitrat p.a . ( BiO.NO-ELO ) werden
                    in 20 ml Eisessig gelöst und mit         . v. fr . v/asser
                    auf 100 ml aufgefüllt . Dann werden 65 g Kaliumiodid p.a .
                    in 200 ml Wasser gelöst . Diese beiden Lösungen werden
                    in einem 1 000 ml-Meßkolben gemischt , 200 ml Eis­
                    essig hinzugefügt und mit Wasser bis zur Marke auf­
                    gefüllt .
          3.2.6.2 . Losung B
                    290 g BaCl_.2H_0 , p.a ., werden in 1 000 ml Wasser
                    gelost .
3.2.7 . Eisessig , 99-100 $ig ( Eisessig geringerer Konzentration ist
        ungeeignet )
3.2.8 . Ammoniumtartrat-Lösung: 12,4 S Weinsäure p.a . und 12,4 ml
        Ammoniaklösung p.a . (d ■ 0,91 ) .werden gemischt und mit Wasser
        auf 1 000 ml aufgefüllt ( oder einer gleichen Menge von Ammonium-
        tartrat p.a .) •
3.2.9 « Ammoniaklösung: 4P ml Ammoniaklösung p.a . (d «■ 0,9l ) werden
        mit 1 000 ml Wasser verdünnt .
3.2.10 St andardac etat puff er~Lösung: 40 g Natriumhydroxid p.a . werden
        in einen 1 000 ml-Meßkolben gegeben und mit etwa 500 ml Wasser
        gelöst . Dann werden 120 ml Eisessig ( 3.2.7 ) zugefügt . Naoh gründ­
        lichem Mischen und Abkühlen wird mit Wasser zur Marke aufgefüllt .
 ---pagebreak---                                  *• 12 ••
3.2.11 » Fyrrolidinindithiocarbamat-Lösung ( abgekürzt " Carbatlöaung"): Man
          löst 103 mg Fyrrolidindithiocarbonsäure-Natriumsalz ( Cj-HgNNa Sge2H20)
          in etwa 500 ral Wasser , gibt 10 ml n-Amylalkohol p.a . und 0,5 g
          Natriumhydrogencarbonat hinzu und füllt mit Wasser auf 1 000 ml auf .
3o2.12 . Kupfersulfat-Lösung ( für die Eichung der Lösung 3.2 . Ii ).
          Stemimlosung .                                               N
          1,249 g Kupfersulfat p.a. ( CuS0.«5Hg0) werden mit 50 ml 1-n-Sohwefel säure
          gemischt und zu 1 000 ml mit Wasser " aufgefüllt »
          Eichlosunsr
          50 ml der Siammlösung und 10 ml l-n-II^SO . werden gsmisoht und mit Wasser
          zu 1 000 ml aufgefüllt .
3 ®2.13 . Natriurachlorid p. a .
3.2.14 . Tensid-Ausblasegerät ( s . Abb , 5 )
          Der Durchmesser von Fritta und Zylinder muß gleich groß sein »
3*2.15 . Trenntrichter , 250 ml
3.2.1b . Magnetrührwerk mit Hagnetstab 25-30 mm
3.2.17 . Goochtiegel , Durchmesser des perforierten Bodens 25 mm , iyp G 4
3.2.18 Rundfilter aus Glasfaserpapier , Durchmesser 27 mm , Faserdurchmesser
          0,5 - 1»5 y'ura.
3.2.19 . Zwei Saugflaschen mit Vorstoß und Gummimanschette , Inhalt je 250
          und 500 ml .
3.2.20 . Registrierendes Potentiometer mit Plat in/Kalomel- oder Platin/Silber-
          oder Silberchlorid-Messkette , Messbereich 250 mV , mit automatischer
          Bürette von 20-25 ml Inhalt oder alternativ eine entsprechende manuelle
          Einrichtung .
 ---pagebreak---                                       - 13 -
3.3 » Methode
      3 . 3 »! » Anreicherung und Isolierung der grenzflächenaktiven Substanzen
                 Die   wässrige Probe wird durch qualitatives Filterpapier filtriert «
                 Die ersten 100 ml des Piltrats werden verworfen .
                 In das zuvor mit Äthylaoetat durchgespült e Ausblasgerät wird eine abge­
                 messene Probemenge gegeben , die zu 150 bis 800 /ug nichtionisohe Tenside
                 enthalten soll .                                 '
                 Zur Verbesserung des Isoliereffekts werden 100 g Natriumchlorid und 5 S
                 Natriumhydrogencarbonat hinzugegeben .
                 Beträgt das Probenvolumen über 500 ml , so werden diese Salze in fester
                 Form in daß Ausblasegerät gegeben und unter Durchleiten von Stickstoff
                 oder Luft gelöst .
                 Kommt ein geringeres Prob envolumen zur Anwendung , werden diese Salze in
                 etwa 400 ml Wasser gelöst und dann zugegeben .
                 In jedem Fall wird mit Wasser bis ZUJD oberen Ablaßhahn aufgefüllt .
                 Über die wässrige Phase werden vorsichtig 100 ml Äthylaoetat aufgegeben .
                 Die Waschflasche in der Gasstromzuleitung ( Stickstoff oder Luft ) wird zu
                  etwa 2/3 mit Äthylacetat gefüllt .
                 Man leitet einen. Gasstrora von 30 bis 60 1 je Stunde durch die Apparatur j
                 der Einbau eines Strömungsmessers ist zu empfehlen . Der Gasdurchsatz wird
                 anfangs schrittweise erhöht . Die Gasmengs muß so bemessen sein , daß
                 die Phasen erkennbar getrennt bleiben und eine Vermischung der Phasen
                 und ein Inlösunggehen des Ithylaoe'sats vermieden wird » Nach fünf Minuten
                 wird der Gasstrom abgestellt . '    ■ .
                 Ist das Volumen der organischen 'Phase durch Löasn in Wasser um mehr
                 als 20 % vermindert worden , so muß der Ansatz verworfen werdenj hierbei ist
                 besonder auf den Gasdurchsatz zu achten .
                 Die organische Phase wird in einen Scheidetrichter abgelassen . Die im
                 Scheidetrichter etwa abgesetzte wäßrige Phase - es sollen nur wenige ml
                 sein - wird in das Ausblasegerät zurückgegeben . Die Äthylaeetat-Phase wird
                 durch ein trockenes , qualitatives Filter in ein 250 ml-Becherglas
                 filtriert .
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          Ifen gibt erneut 100 ml Äthylaoetat in das Ausblas egerät und leitet
          weitere fünf Minuten lang Stickstoff oder Luft hindurch « Die organi­
          sche Phase wird in den bereits bei der ersten Abtrennung benutzten
         Scheidetrichter abgelassen » Die wäßrige Phase wird verworfen und die
          organische Phase über das gleiche Filter gegeben .
         Scheidetrichter und Folter werden mit 20 ml Äthylacetat
         nachgespült . Der Äthylacetat-Extrakt wird auf dem Wasserbad unter dem
         Abzug zur Trockne eingedampft . Zur Beschleunigung der Verdampfung
         wird auf die Oberfläche der Lösung ein leichter Luftstrom gerichtet .
3.3*2 . Fällen tmd Filtrieren
         Der nach 3.3.1 » erhaltene Trockenrückstand wird in 5        Methanol gelöst ,;
          dann werden 40 ml Wasser und 0,5 ml verdünnte Salzsäure ( 3»2.3 ) hinzu- (
         gegeben und die Lösung mit einem Magnetrührer durchgerührt .
         In diese Lösung gibt man aus einem Meßzylinder 30 ml Fällungsreagenz            i
          ( 3.2.6 ) hinzu. Der Niederschlag bildet sich bei fortgesetzten Rühren.        I
         Nach 10 Minuten bricht man das Rühren ab und läßt mindestens 5 Minuten
          stehen .
         Danach filtriert man durch einen Gooch-Tiegel , dessen Boden mit einem
          Glasfaser-Filterpapier belegt ist . Das Filter wird zuvor mit etwa
         2 ml Eisessig angefeuchtet und angesaugt . Becherglas , Magnetstab
         und Tiegel werden gründlich mit Eisessig nachgewaschen , wozu etwa
          40 bis 50 n>l notwendig sind . Es ist nicht erforderlich , den am Becher-
         glas fest anhaftenden Niederschlag quantitativ auf das Filter zu
         bringen , da die Lösung des Niederschlags vor der Filtration wieder in
         das Fällungs-Becherglas gegeben und der verbleibende Niederschlag
         dann gelöst wird .                                     ,
                                                                            t
3.3.3 . Lösen des Niederschlags
          Der Niederschlag wird durch Zugabe von heißer Ammoniumtart rat–Lösung
           ( etwa 80°C , 353 K) ( 3.2.8 ) in drei Portionen von je 10 ml gelöst .
         Jede Portion in dem Filter einige Minuten stehenlassen ,        bevor -. sie
      v   durch das Filter in die Flasche abgesaugt wird . Der Inhalt der Saug­
          flasche wird in das Fällungs-Becherglas gegeben . Dann läßt man
          weitere 20 ml Ammoniumtart rat -Lösung die Wandungen des Fällungs-
        , Becherglas hinablaufen , tun alle Reste des Niederschlags zu lösen .
          Filtertiegel , Vorstoß und Saugflasohe werden gründlich mit 150 bis 200 m]
          Wasser gewaschen und dieses Wasser in das Fällungsbeoherglas gegeben .
 ---pagebreak---                               - 15 -
3.3»4 « Titrât ion
        Man rührt die Lösung mit dem Magnet rührwerk ( 3*2.16), setzt einige
        Tropfen Bromkresol purpur-Lösung ( 3.2.5 ) zu und stellt mit'der verdünnten
        Ammoniaklösung ( 3.2.9 ) auf Farbumschlag nach violett ein ( die Lösung
        ist durch Essigsäurereste , die vom Naohwaschen herrühren , schwach sauer).
        Dann gibt man 10 ml Standardacetatpuffer-Lösung ( 3.2.10 ) hinzu , führt
        die Elektroden in die Lösung ein unt titriert mit eingetauchter Büretten-
        spitze potent iometrisch mit der Carbat-Lösung ( 3.2.11 )*
        Die Titrationsgeschwindigkeit soll 2 ml/min nicht überschreiten .
        Als Endpunkt gilt der Schnittpunkt der Tangenten , die man an die beiden
        Äste der Potentialkurve legt . Eine gelegentlich zu beobachtende Ver-
 '      flachung des Potential sprungs läßt sich durch Reinigen der Platin-
        Elektrode (durch Schleifen mit Schmirgelpapier) beheben.
3.3.5 . Blindversuch
        Parallel zu den eigentlichen Bestimmungen lauft ein Blindversuch mit ,
        bei dem 5 ml Methanol und '40 ml Wasser eingesetzt und nach 3.3.2 weiter­
        verarbeitet werden . Der Verbrauch im Blindversuch sollte unter 1 ml
        Meßlösung liegen , andernfalls bestehen Zweifel über die Reinheit der
        Reagentien ( 3.2.3 - 3.2.7 - 3.2.8 - 3.2.9 - 3.2.10 ), insbesondere
        über ihren Gehalt an Schwerm et allen ; 3.n diesem Fall sind
        die Reagentien neu anzusetzen und die Bestimmungen zu wiederholen .
        Das Ergebnis des Blindversuchs ist bei der Berechnung zu berücksichtigen .
3.3.6 . Kontrolle des Faktors der " Carbat-Losung"
        Der Faktor der Carbat –Lösimg wird täglich bestimmt . Hierzu werden 10 ml
        der Kupfersulfatlösung ( 3*2.12 ) mit Carbat -Lösung nach Zugabe von 100 ml
        Wasser und 10 ml Standardacetatpuffer ( 3.2.10) titriert . Beträgt die
        verbrauchte Menge " a" ml , so errechnet sich der Faktor
        " f" wie folgt :
                                     a
        mit diesem Faktor sind die Titrationsergebnisse zu multiplizieren «
 ---pagebreak---                           - 16 -
3»4 * Berechnung der Ergebnisse
      Jedes nicht ionische Tensid hat einen von der Länge seiner Äthylen-
      oxidket'ke abhängigen Eichfaktor . Die Konzentrationen an nicht ionischen
      Tensiden werden im Verhältnis zu einer Referenz Substanz ausgedrückt . Dies
      ist ein Nonylpheriol mit 10 Äthylenoxid-Einheiten (NP 10 ). Der Umrechnungs
      faktor für diese Tenside läßt sich mit Hilfe dieses Faktors in mg NP 10
      wie folgt .ausdrücken :
          ( b-c ) . f . 0.054 " mg nichtionische Tenside ;
          hierbei ist : b <* der Verbrauch an Carbat -Lö sung der Probe in ml ,
                         o m der Verbrauch an Carbat -Lösung des Blindversuchs
                              in ml .
                         f « der îkktor der Carbat-Losung.
      Die Ergebnisse sind als BiA.S/ 1 anzugeben .
 ---pagebreak---                                     47-
                                Abbildung i
                                                               Luft
                                         1                                      ·
                                         T        o'
                                             ..v
                                             •ο .     III
                                    ΐσ.·.·;Λΐ Μ                     Γ
                                     •      c \"*i
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                                                                         • •
•                     /
  A VorratsgefàS                               E Mammutpumpe
  B Dosiereinrichtung                          F SammelgefàS
  C Belebungsgefäß (Inhalt 3 1)                G Fritte
  O AbsetzgefâB                                H Luftmengenmesser
 ---pagebreak---                                                                                                                         8
                                                                                                                     •VJ.
           1 50 Φ              20 Γ                          . 90 0 Ι                                                              Hart-PVC
   '            ~f       ?l.5
                        -^ih5
                                                         ■.                      14                                                 ■©■
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                 i                  ...                                  i                          i          O
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                 \                                            •                                                             v-
                                                                      Berechnung der biologischen Abbaubarkeit
.                                                                   ' Dynamischer Simulationstest                                           '                               ■
  Biologische                  .      '                                             . ...                                          -
  Abbaurate                 '  '
  in vom Hundert      .                           •       '
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        I Einarbeitungszeit        /i                         Bewertungszeitraum (MTa<je )                         i •                           •                         ■.
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                                              • .                                    • •      . • . '                           .                               .      ;
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 ---pagebreak---    Luft
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