CELEX: 51987PC0595
Language: de
Date: 1987-11-23
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur dritten Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 über technische Massnahmen zur Erhaltung der Fischbestände (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 595
Vol. 1987/0288
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak---  KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                         KOM(87 ) 595 endg
                                                         Brüssel , den 23 . November 1987
                                  Vorschlag für eine
                              VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
            zur dritten Änderung der Verordnung ( EWG ) Nr . 3094 / 86 über
               technische Massnahmen zur Erhaltung der Fischbestände
                           ( von der Kommission vorgelegt )
                                                                            d
K0M(87 ) 595 endg .
 ---pagebreak---                                              rL                           SW ■
                                  ERLÄUTERUNG
 Ziel dieses Vorschlags ist die Änderung der Verordnung ( EWG ) Nr . 3094 /86 des
 Rates vom 7 . Oktooer 1986 ( 1 ) Ober technische Maßnahmen zur Erhaltung der
 Fischbestände , zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 2968/ 87 vom
 27 . September 1987 ( 2 ) . Vorgeschlagen werden fGnf Änderungen :
 1.    Anhebung der MindestmaschenSf fnung in Region 3 von 50 mm auf 55 mm bei der
       Fischerei auf Kaisergrant ( Nephrops norvegicus )   und Garnelen ( Pa rapenaeus
       longi rostris , Aristeus antennatus und Aristaeomorpha foliacea ) ; Gemäß Artikel 2
       der genannten Verordnung muß vor dem 31 . Dezember 1987 Ober die fGr den
       Kaisergrant- und Garnelenfang in der Region 3 vorgeschriebene MaschenSf fnung
       neu entschieden werden . Im Anschluß an eine Untersuchung der ad hoc-Arbeits-
       gruppe des wissenschaftlich-technischen Fischereiausschusses fGr die
       Festsetzung der MaschenSffnung beim Kaisergrant - und Garnelenfang in Region 3
       hat der Ausschuß die Anhebung der MindestmaschenSf fnung empfohlen ( 3 ).
2.     Herabsetzung der MindestanlandungsgrSß-'en fGr Kaisergrant in Region 2 ,
       ausgenommen Skagerrak und Kattegat , in Anbetracht der vielen verschiedenen
       Längen , die mit Schleppnetzen , Snurrewaden    und anderen Schleppfanggeräten
       eingebrachter Kaisergranat aufweist . Da die MindestanlandungsgrSßen fGr Region 3
       bereits der vorgeschLagenen neuen MaschenSffnung entsprechen , wird keine
       Änderung         vorgeschlagen . Die MindestanlandungsgrSßen im Skagerrak und
       Kattegat werden in Beratungen mitNorwegen und Schweden festgelegt .
 ---pagebreak--- Schließung einer Lücke in der jetzigen Verordnung , deren Wortlaut s )
ausgelegt werden kann , als sei die Anlandung von untermaßigen
geschützten Arten , die mit Netzen mit geringerer Maschenöffnung als
für die betreffende Region vorgeschrieben gefangen wurden , unter al en
Umständen gestattet und nicht nur in dem Fall , in denen eine Sortie - ung des
Fangs und damit Trennung vcn den Zielarten unmöglich ist .
Streichung der Vorschrift , daß für Kabeljau , der während der letzte i drei
Monate des Jahres in der Irischen See gefangen wird , eine Mindestar . andungs -
größe von 45 cm gilt . Diese Vorschrift ist angesichts der jüngsten
wissenschaftlichen Gutachten über das Verhältnis Raubfisch/ Kabeljau
Beute     Kaisergranat nicht länger angemessen .
Änderung der wissenschaftlichen Bezeichnungen einiger Arten in Ober ; in-
stimmung mit der wissenschaftlichen Nomenklatur .
( 1 ) ABI . Nr . L 288 vom 11.10.1986 , S. 1
( 2 ) ABI . Nr . L 280 vom 3.10.1987 , S. 1
( 3 ) SEK(87 ) 1557
 ---pagebreak---                                                   ч
                         VERORDNUNG ( EWG )                 ' DES RATES
               zur dritten Änderung der Verordnung ( EWG ) Nr . 3094 / 86 über
                  technische Maßnahmen         zur Erhaltung der Fischbestände
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
  gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr . 170 / 83 des Rates vom 25 . Januar 1985
  zur Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Erhaltung und Bewirt-
                                         (1 )
  schaftung der Fischerei ressourcen          , zuletzt geändert durch die Akte über den
  Beitritt Spaniens und Portugals , insbesondere auf Artikel 11 ,
  auf Vorschlag der Kommission ,
  in Erwägung nachstehender Gründe :
Gemäß Artikel 2 der Verordnung ( EWG ) Nr . 170/ 83 werden die Bestandserha Itur gs-
  maßnahmen ,  die zur Erreichung der in Artikel 1 derselben Verordnung genannten
  Ziele erforderlich sind , anhand der verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten
  festgelegt .
                                       ( 2)
  Die Verordnung ( EWG ) Nr . 3094/ 86      , zuletzt geändert durch die Verordnut g ( EWG )
  Nr . 2968/87 ^ , enthält Grundregeln für den Fang und die Anlandung von b ologi -
  schen Meeresschätzen aus Gemeinschaftsgewässern .
  Angesichts der jüngsten wissenschaftlichen Empfehlungen sollten für den fang
  von Kaisergranat (Nephrops norvegicus ) und Garnelen ( Parapenaeus longi ro : tris ,
  Aristeus antennatus und Aristaeomorpha foliacea            in der Region 3 größer * Maschen¬
  öffnungen vorgeschrieben werden .
  Mit Schleppnetzen eingebrachte Kaisergranatfänge enthalten keine ausgewäf Lten
  Größen , sondern Kaisergranat ganz unterschiedlicher Länge . Aus diesem Grt nde soll¬
  ten die Mindestanlandungsgrößen        für Kaisergranat auf die Größen herabge : etzt
  werden , bei denen 25% der gefischten Kaisergranate            in Region 2 , ausgei ommen
 ---pagebreak---                                         s
Skagerrak und Kattegat , wo die Mindestanlandungsgrößen auf der Grundlage
tri lateraler Beratungen mit Norwegen und Schweden festgelegt werden ,      im
Schleppnetz       verbleiben .         Die vorgeschriebenen Mindestanlandungs' roßen
für Kaisergranat in Region 3 entsprechen bei Berücksichtigung der erweit rten
Mindestmaschenöffnung bereits diesem Maßstab und sollten daher nicht geä dert
werden .
Ausgehend von den jüngsten wissenschaftlichen Gutachten ließe        sich die fewirt -
schaftungder Kaisergranat - und Kabeljaubestände in der Irischen See zwe kmäßiyer
gestalten , wenn die Dezimierung der Kaisergranatbestände durch den Kabel au
auf ein Mindestmaß beschränkt werden könnte .      Die      Beibehaltung eine ;
Mi ndestan landungsg röße von 45 cm für Kabeljau , der während der letzten 3 Monate
des Jahres in der Irischen See gefangen wird , ist daher nicht länger angt brache .
Die Bestimmungen über die Nichtanwendung von Mindestanlandungsgrößen auf
Fänge geschützter Arten , die mit kleinmaschigen Netzen eingebracht und n cht
sortiert wurden , müssen erhellt werden .
Die wissenschaftlichen Bezeichnungen einiger Arten müssen in Übereinstimr ung
mit der neuesten wissenschaftlichen Nomenklatur geändert werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
( 1 ) ABI . Nr . L 24 vom 27.1.1983 , S. 1
( 2 ) ABI . Nr . L 288 vom 11.10.1986 , S.1
( 3 ) ABI . Nr . L 280 vom 3.10.1987 , S. 1 .
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                                          Artikel 1
 Die Verordnung ( EWG ) Nr . 3094/ 86 wird wie folgt geändert :
 1.    Artikel 2 Absatz 9 wird gestrichen .
2 . Artikel 5 Absatz 3 Unterabsatz ( a ) erhält folgende Fassung :
      "( a ) für Fänge geschützter Arten , die entsprechend der Bedingungen von Artikel
      2 Absatz 1 eingebracht und nicht von den zulässigen Zielarten getrennt wurden
      sowie weder für den Nahrungsverbrauch verkauft , feilgehalten noch zun Kauf
      angeboten werden ;"
 3 . In Anhang I werden die Eintragungen für Region 3 für die gesamte Rec ion
       für die zulässigen Zielarten
       - Garnelen (Parapeneus long 1 rost ris . Aristeus antennatus und Aristae omorph a
          foliacea ) und
       ~ Kaisergranât ( Nephrops norvegicus )
       Durch die Eintragungen in Anhang I dieser Verordnung ersetzt .
 4.     In den Anhängen I und II wird die wissenschaftliche Bezeichnung "Sol*a so Lea "
       durch " Solea vulgaris " ersetzt . In Anhang I wird die wissenschaf tlic >e Be¬
        zeichnung "Clupea sprattus " durch "Sprattus sprattus " und die wissen ichaftliche
        Bezeichnung "Leander adspersus " durch "Palaemon adspersus " ersetzt .
  5.    Fußnote 1 in Anhang II wird gestrichen .
   6.    Die Eintragungen in Anhang III für Region 2 , ausgenommen Skagerrak i id
         Kattegat , für ganzen Kaisergranat (Nephrops norvegicus ) und für Kais ? rgranat-
         schwänze werden durch die Eintragungen in Anhang II dieser Verordnur ) ersetzt .
 ---pagebreak---                                      Artikel 3
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amts ! latt
der Europäischen Gemeinschaften ir Kraft .
Diese Verordnung ist in alten ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelb r
in jedem Mitgliedstaat .
Geschehen zu                                Im Namen des Rates
 ---pagebreak---                                                ANHANG I
  Region Geographisches  Zusätzliche Bedingungen   Mindestmaschen¬      Zu lässige         Mindestan -  Höchstantei l der
         Gebiet                                    öffnung ( mm )       Zi eiarten         tei l der    geschützten
                                                                                           Zielarten    A rten
3        Die gesamte    Bis 31 . Dezember 1988          50         Garnelen ( Parapenaeus       30              50
         Region                                                    Longi rostris .
                                                                   Aristeus antennatus
                                                                   und Aristaeomorpha
                                                                   f o li acea )
                        Vom 1 . Januar 1989             55         Garnelen ( Parapeneus        30             50
                                                                   longi rost ri s ,
                                                                   Aristeus antennatus
                                                                   und Aristaeomorpha
                                                                   f o li acea )
         Die gesamte    Bis 31 . Dezember 1988          50         Kaisergranat                 30     60 , davon 30 %
         Region                                                    ( Nephrops norvegicus )             Seehecht
                        Vom 1 . Januar 1989             55         Kaisergranat                 30     60 , davon 30 %
                                                                   ( Nephrops norvegicus )             Seehecht
 ---pagebreak---                               ANHANG   II
         Arten          Region      Geographi sches       Mindestg ~öße
                                    Gebiet
Ganzer Kaisergranat       2         Ausgenommen Skagerrak 17 mm Pa izerlänge
( Nephrops norvegicus )             und Kattegat          und 58 m \ Gesamt ¬
                                                          länge
Kaiserg ranatschwänze     2         Ausgenommen Skager ¬  31 mm
                                     rak und Kattegat
 ---pagebreak---                                          \o
            ABSCHÄTZUNG DER FOLGEN FÜR WIRTSCHAFT UND BESCHÄFTIGUNG
Ziel des Vorschlags i st eine Regulierung der Fischereitätigkeit in Gemeinsc laftsgewäs -
sern zum Schutze der biologischen Meeresschätze . Bestandserhaltungsmaßnah nen
stehen langfrisitg im Interesse kleiner und mittlerer Unternehmen und der
Wirtschaft ganz allgemein .
Der Vorschlag , einzelne Mindestanlandungsgrößen für Kaisergranat herabzus etzen ,
wird in bestimmten Gebieten mit schwieriger Beschäftigungslage , in denen die
Beibehaltung einer unangemessenen Mindestanlandungsgroße ernste Probleme
ayfwerfen könnte , beträchtliche Vorteile nach sich ziehen .