CELEX: 31989R1263
Language: de
Date: 1989-05-09 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1263/89 der Kommission vom 8. Mai 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Chile

Nr. L 126/ 18                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 9 . 5 . 89
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 1263/89 DER KOMMISSION
                                                     vom 8 . Mai 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                    Ursprung in Chile
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                  Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (*), müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                                 berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                                 Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen           anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                 Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Äpfel mit
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und             Ursprung in Chile an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
Portugals,                                                       tagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis
                                                                 gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates          Äpfel erhoben werden.
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die         Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf              erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                         zugrunde zu legen :
in Erwägung nachstehender Gründe :                               — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
                                                                      punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                      Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                 nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr              Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­             gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                  Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­              Rates (6), zuletzt geändert durch die Verordnung
nisses aus dem betreffenden Herkunftslands außer in
                                                                     (EWG) Nr. 1636/87 0,
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der              — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz der
                                                                      sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­
baren Einfuhrpreise sein.                                             kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                     während     des    bestimmten    Zeitraums   für      die
                                                                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
In der Verordnung (EWG) Nr. 1789/88 der Kommission                    hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
vom 24. Juni 1988 zur Festsetzung der Referenzpreise für             vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1988/89 (3) wurde der Refe­
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
Monat Mai 1989 auf 56,31 ECU je 100 kg Eigengewicht
festgesetzt.
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen
                                                                                          Artikel 1
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese           Auf Einfuhren von Äpfeln (KN-Code 0808 10 91 ,
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz           0808 1 0 93 und 0808 1 0 99) mit Ursprung in Chile wird
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle               eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 3,33 ECU je 100 kg
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­           Eigengewicht angewandt.
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                           Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
                                                                 Diese Verordnung tritt am 10 . Mai 1989 in Kraft.
O   ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1.
(2) ABl.  Nr. L 118 vom 29 . 4. 1989, S. 12.                     O ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .
(3) ABl.  Nr. L 158 vom 25.  6. 1988, S. 18.                     («) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O   ABl.  Nr. L 220 vom 10.  8. 1974, S. 20.                     O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- 9 . 5. 89                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. L 126/ 19
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
          Mitgliedstaat.
          Brüssel, den 8. Mai 1989
                                                                Für die Kommission
                                                                 Ray MAC SHARRY
                                                             Mitglied der Kommission