CELEX: C2005/182/21
Language: de
Date: 2005-07-23 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 12. Mai 2005 in der Rechtssache C-452/03 (Vorabentscheidungsersuchen des High Court of Justice (England & Wales), Chancery Division [Vereinigtes Königreich]): RAL (Channel Islands) Ltd u. a. gegen Commissioners of Customs & Excise (Mehrwertsteuer — Sechste Richtlinie — Artikel 9 Absätze 1 und 2 — Geldspielautomaten — Tätigkeiten auf dem Gebiet der Unterhaltung oder ähnliche Tätigkeiten — Dienstleister mit Sitz außerhalb der Gemeinschaft — Bestimmung des Ortes der Leistungserbringung)

23.7.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 182/11
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Erste Kammer)
   vom 12. Mai 2005
   in der Rechtssache C-452/03 (Vorabentscheidungsersuchen des High Court of Justice (England & Wales), Chancery Division [Vereinigtes Königreich]): RAL (Channel Islands) Ltd u. a. gegen Commissioners of Customs & Excise (1)
   
   (Mehrwertsteuer - Sechste Richtlinie - Artikel 9 Absätze 1 und 2 - Geldspielautomaten - Tätigkeiten auf dem Gebiet der Unterhaltung oder ähnliche Tätigkeiten - Dienstleister mit Sitz außerhalb der Gemeinschaft - Bestimmung des Ortes der Leistungserbringung)
   (2005/C 182/21)
   Verfahrenssprache: Englisch
   In der Rechtssache C-452/03 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom High Court of Justice (England & Wales), Chancery Division (Vereinigtes Königreich), mit Entscheidung vom 17. Oktober 2003, beim Gerichtshof eingegangen am 27. Oktober 2003 in dem Verfahre RAL (Channel Islands) Ltd, RAL Ltd, RAL Services Ltd, RAL Machines Ltd gegen Commissioners of Customs & Excise hat der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten P. Jann, des Richters K. Lenaerts (Berichterstatter), der Richterin N. Colneric sowie der Richter K. Schiemann und E. Juhász — Generalanwalt: M. Poiares Maduro; Kanzler: K. Sztranc, Verwaltungsrätin — am 12. Mai 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Die Dienstleistung, die darin besteht, der Allgemeinheit gegen Entgelt die Benutzung lizenzierter Geldspielautomaten zu ermöglichen, die in Spielhallen im Gebiet eines Mitgliedstaats aufgestellt sind, ist als Tätigkeit auf dem Gebiet der Unterhaltung oder ähnliche Tätigkeit im Sinne von Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe c erster Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage anzusehen, so dass der Ort dieser Leistungserbringung der Ort ist, an dem sie tatsächlich bewirkt wird.
   
      (1)  ABl. C 7 vom 10.1.2004.