CELEX: 21987A1024(02)
Language: de
Date: 1987-06-14 00:00:00
Title: Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens - Protokoll über die Fischereimöglichkeiten und den finanziellen Beitrag für die Zeit vom 1. Juli 1987 bis zum 30. Juni 1990

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21987A1024(02)

Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens - Protokoll über die Fischereimöglichkeiten und den finanziellen Beitrag für die Zeit vom 1. Juli 1987 bis zum 30. Juni 1990  

Amtsblatt Nr. L 302 vom 24/10/1987 S. 0026 - 0035 L 388 31/12/1987 P. 0003

ABKOMMEN zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Islamischen Republik Mauretanien über die Fischerei vor der Küste Mauretaniens DIE EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT,nachstehend "Gemeinschaft" genannt, undDIE ISLAMISCHE REPUBLIK MAURETANIEN,nachstehend "Mauretanien" genannt,IM GEISTE der Zusammenarbeit als Folge des Abkommens von Lome und eingedenk der Beziehungen enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und Mauretanien,ANGESICHTS der Absicht Mauretaniens, die rationelle Nutzung seiner Fischereiressourcen durch eine verstärkte Zusammenarbeit zu fördern,EINGEDENK der Tatsache, daß Mauretanien seine Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit in der 200-Seemeilen-Zone vor seiner Küste vor allem in der Seefischerei ausübt,IN ANBETRACHT der Tatsache, daß beide Parteien die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet haben,IN DER ERKENNTNIS, daß sich die Küstenstaaten bei der Ausübung ihrer Hoheitsgewalt in den ihrer Gerichtsbarkeit unterliegenden Gewässern zum Zwecke der Forschung, Nutzung, Erhaltung und Bewirtschaftung der lebenden Meeresschätze an die Grundsätze des Völkerrechts zu halten haben,IN DEM BEWUSSTSEIN, daß der Fischereisektor für das allgemeine wirtschaftliche Gleichgewicht Mauretaniens im Rahmen der neuen mauretanischen Fischereipolitik von Bedeutung ist,IN DER FESTEN ABSICHT, ihre Beziehungen im Geiste gegenseitigen Vertrauens und der Wahrung ihrer gegenseitigen Interessen im Bereich der Seefischerei zu gestalten,IN DEM WUNSCH, die Einzelheiten und Bedingungen für die Ausübung der Fischerei, die von gemeinsamem Interesse für beide Parteien ist, festzulegen -KOMMEN WIE FOLGT ÜBEREIN:Artikel 1Gegenstand dieses Abkommens ist die Aufstellung der Grundsätze und Regeln, die künftig sämtliche Bedingungen für die Ausübung der Fischereitätigkeit durch die unter der Flagge von Mitgliedstaaten der Gemeinschaft fahrenden Fischereifahrzeuge, nachstehend "Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft" genannt, in den Gewässern bestimmen werden, die im Bereich der Fischerei der Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit Mauretaniens nach Maßgabe der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen und anderer völkerrechtlicher Regelungen unterliegen und die nachstehend als "Fischereizone Mauretaniens" bezeichnet werden.Artikel 2Mauretanien verpflichtet sich, die Ausübung der Fischereitätigkeit durch die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft in der Fischereizone Mauretaniens in Übereinstimmung mit diesem Abkommen zu gestatten.Artikel 3(1)  Die Gemeinschaft verpflichtet sich, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um zu gewährleisten, daß ihre Fischereifahrzeuge die Vorschriften dieses Abkommens und die Bestimmungen über die Fischereitätigkeit in der Fischereizone Mauretaniens im Einklang mit den Vorschriften der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen und anderen völkerrechtlichen Regelungen befolgen.(2)  Die Behörden Mauretaniens teilen der Kommission der Europäischen Gemeinschaften jede Änderung der betreffenden Bestimmungen vor ihrer Anwendung mit.(3)  Die von den Behörden Mauretaniens getroffenen Maßnahmen bezueglich der Bewirtschaftung der Fischerei aus Gründen der Erhaltung stützen sich auf objektive und wissenschaftliche Kriterien. Unbeschadet der zwischen Entwicklungsländern desselben geographischen Raums geschlossenen Vereinbarungen, einschließlich gegenseitigerFischereivereinbarungen, sind diese Maßnahmen für die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft nicht diskriminierend.Artikel 4Die Parteien verpflichten sich zur direkten Konzertation oder zur Absprache im Rahmen internationaler Organisationen, um die Bewirtschaftung und Erhaltung der lebenden Meeresschätze im mittleren und östlichen Atlantischen Ozean zu gewährleisten und diesbezueglich wissenschaftliche Forschungen zu erleichtern.Artikel 5Die im Rahmen des vorliegenden Abkommens zum Fischfang in der Fischereizone Mauretaniens befugten Fischereifahrzeuge sind verpflichtet, den zuständigen Behörden Mauretaniens die Fangmeldungen nach den im Anhang festgelegten Bedingungen mitzuteilen.Artikel 6Unbeschadet der Finanzierungen, die Mauretanien im Rahmen des Abkommens von Lome erhält, zahlt die Gemeinschaft als Gegenleistung für die in Artikel 2 eingeräumten Fischereimöglichkeiten an Mauretanien einen finanziellen Beitrag gemäß den Einzelheiten und Bedingungen des diesem Abkommen beigefügten Protokolls.Artikel 7Streitigkeiten betreffend die Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens bilden Gegenstand von Beratungen zwischen den Parteien.Artikel 8Die Parteien vereinbaren, sich über Fragen im Zusammenhang mit der Durchführung und dem ordnungsgemässen Funktionieren dieses Abkommens zu beraten. Zu diesem Zweck vereinbaren sie, einen Gemischten Ausschuß einzusetzen, der praktische Fragen bezueglich der Anwendung dieses Abkommens regeln wird. Aufgabe des Gemischten Ausschusses wird es insbesondere sein,- die Durchführung, die Auslegung und das ordnungsgemässe Funktionieren des Abkommens zu überwachen;- in Fischereiangelegenheiten von gemeinsamem Interesse die notwendige Verbindung herzustellen.Der Ausschuß hält einmal jährlich sowie auf Antrag einer der Vertragsparteien eine Sitzung abwechselnd in Mauretanien und in der Gemeinschaft ab.Artikel 9Beschließen die Behörden Mauretaniens aufgrund der Entwicklung der Bestandslage Erhaltungsmaßnahmen, die die Tätigkeit der Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft berühren, so finden Beratungen zwischen den Parteien statt, um den Anhang und das Protokoll zu diesem Abkommen entsprechend anzupassen.Diese Beratungen finden statt, um den finanziellen Beitrag der Gemeinschaft nach einer etwaigen Verminderung der im Protokoll vorgesehenen Fischereimöglichkeiten entsprechend herabzusetzen.Artikel 10Dieses Abkommen berührt oder präjudiziert in keiner Weise die Standpunkte einer der Parteien in Seerechtsfragen.Artikel 11Dieses Abkommen gilt für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft angewendet wird, und nach Maßgabe jenes Vertrages einerseits, sowie für das Gebiet der Islamischen Republik Mauretanien andererseits.Artikel 12Der Anhang und das Protokoll sind Bestandteil dieses Abkommens, und jede Bezugnahme auf dieses Abkommen ist gleichzeitig eine Bezugnahme auf diesen Anhang und dieses Protokoll.Artikel 13Dieses Abkommen wird vom Tag seines Inkrafttretens an für die Dauer von drei Jahren geschlossen. Wird es nicht sechs Monate vor Ablauf dieser drei Jahre von einer der Parteien gekündigt, so wird es um jeweils zwei Jahre verlängert, wenn es nicht mindestens drei Monate vor Ablauf eines jeden dieser Zeiträume von zwei Jahren gekündigt wird.Im Falle der Kündigung des Abkommens leiten die Vertragsparteien Verhandlungen ein. Vor Ende der Gültigkeitsdauer des Protokolls nehmen die Vertragsparteien Verhandlungen auf, um im gemeinsamen Einvernehmen die Änderungen oder Ergänzungen des Anhangs und des Protokolls zu bestimmen.Artikel 14Dieses in zwei Urschriften in dänischer, deutscher, englischer, französischer, griechischer, italienischer, niederländischer, portugiesischer, spanischer und arabischer Sprache abgefasste Abkommen, von denen jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, tritt am Tage seiner Unterzeichnung in Kraft.ANHANG BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG DER FISCHEREITÄTIGKEIT IN DER FISCHEREIZONE MAURETANIENS DURCH DIE SCHIFFE DER GEMEINSCHAFT A. LIZENZANTRAEGE UND FORMALITÄTEN DER LIZENZERTEILUNGFür die Beantragung und Erteilung von Lizenzen, aufgrund derer die Schiffe der Gemeinschaft in der Fischereizone Mauretaniens fischen dürfen, gilt folgendes Verfahren:a) Die Ausstellung einer Lizenz ist gebührenpflichtig. Die Gebühr muß von dem betreffenden Reeder einschließlich aller nationalen und lokalen Angaben mit Ausnahme der in Buchstabe c) genannten Kosten gezahlt werden.b) Über ihre Delegation in Mauretanien legt die Kommission der Europäischen Gemeinschaften den Fischereibehörden Mauretaniens für jedes Fahrzeug einen Lizenzantrag vor, der vom Reeder, der im Rahmen des vorliegenden Abkommens eine Fischereitätigkeit ausüben will, mindestens zwanzig Tage vor Beginn der gewünschten Gültigkeitsdauer gestellt wird. Der Antrag muß auf dem zu diesem Zweck von Mauretanien vorgesehenen Formblatt gestellt werden, dessen Muster in Anlage I enthalten ist. Jedem Lizenzantrag wird der Beleg darüber beigefügt, daß die der Gültigkeitsdauer der Lizenz entsprechende Gebühr gezahlt wurde.c) Vor Erteilung der Lizenz muß sich jedes Schiff im Hafen von Nauadhibou einfinden, um sich den aufgrund der geltenden Regelung durchzuführenden Inspektionen zu unterziehen. Diese Inspektionen erfolgen innerhalb von 48 Stunden nach Ankunft des Schiffes im Hafen. Die hiermit verbundenen Kosten sind von den Reedern zu tragen und dürfen die üblicherweise von den anderen Schiffen für dieselben Dienste gezahlten Beträge nicht übersteigen.d) Die Lizenz wird für ein bestimmtes Schiff erteilt. Auf Antrag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften kann - bzw. im Falle höherer Gewalt wird - die für ein Schiff erteilte Lizenz durch eine für ein anderes Schiff der Gemeinschaft mit denselben Merkmalen erteilte Lizenz ersetzt.e) Die Lizenz wird dem Kapitän des Schiffes oder seinem Vertreter von den mauretanischen Behörden übergeben. Die Delegation der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Mauretanien erhält hiervon eine Mitteilung.f) Die Lizenz muß ständig an Bord des Schiffes verbleiben.g) Die Behörden Mauretaniens teilen vor Inkrafttreten des Abkommens die für die Zahlung der Gebühr zu verwendenden Bankkonten und Währungen mit.B. GÜLTIGKEIT DER LIZENZEN UND ZAHLUNGEN DER GEBÜHREN DURCH DEN REEDER1.  Vorschriften für Thunfischfänger und Langleinenfischereibootea)  Die Lizenzen für diese Schiffe werden für jeweils zwölf Monate ausgestellt.b)  Die Gebühr der Reeder beträgt 20 ECU für jede in der Fischereizone Mauretaniens gefischte Tonne.c)  Die Lizenzen werden erteilt, nachdem an das mauretanische Schatzamt eine pauschale Summe von 2 000 ECU für jeden Thunfischfänger und jedes Langleinenfischereiboot jährlich überwiesen wurde. Dieser Betrag entspricht den Gebühren für:- 100 Tonnen Thunfisch, die jährlich je Thunfischfänger gefangen werden,- 100 Tonnen Schwertfisch, die jährlich von den Langleinenfischereibooten gefangen werden.Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften stellt Ende eines jeden Kalenderjahres auf der Grundlage der von den Reedern abgegebenen und sowohl den Behörden Mauretaniens als auch der Kommission der Europäischen Gemeinschaften mitgeteilten Fangmeldungen eine vorläufige Gebührenabrechnung für das Fischereiwirtschaftsjahr aus. Die Reeder überweisen spätestens zum 31. März des darauffolgenden Jahres den entsprechenden Betrag an das mauretanische Schatzamt.Die endgültige Gebührenabrechnung wird von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften nach Überprüfung der Fangmengen durch eine in der Region sachkundige wissenschaftliche Einrichtung aufgestellt. Diese endgültige Abrechnung wird den Behörden Mauretaniens und den Reedern mitgeteilt, die innerhalb von dreissig Tagen ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen müssen.Ist jedoch die Abrechnung niedriger als die vorerwähnte Vorauszahlung, so kann der Reeder die Differenz zurückfordern.Ausserdem führt der Kapitän nach dem Muster in der Anlage II für jeden Fischereizeitraum in der Fischereizone Mauretaniens ein Logbuch.2.  Vorschriften für andere Schiffea)  Die Lizenzen für diese Schiffe werden für jeweils zwölf Monate erteilt. Sie können erneuert werden.b)  Die Gebühren der Reeder für die Lizenzen werden für jede Bruttoregistertonne jährlich in ECU wie folgt festgesetzt:1. Fang besonderer Fischartena) Langustenfischer 121,b) Garnelenkutter 138,c) Seehecht-Trawler 71;2. Fang der pelagischen KüstenartenPelagische Wadenfischer 55,Handwerklich arbeitende pelagische Wadenfischer 55.C. FANGMELDUNG1.  Alle zum Fischfang in der Fischereizone Mauretaniens im Rahmen des Abkommens befugten Fischereifahrzeuge mit Ausnahme der Thunfischfänger und Langleinenfischereiboote sind verpflichtet, dem Nationalen Zentrum für Ozeonographie und Fischereiforschung von Nouadhibou (C.N.R.O.P.) über die Delegation der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Nouakchott eine Fangmeldung entsprechend dem in der Anlage III beigefügten Muster mitzuteilen.Diese Fangmeldungen sind monatlich abzugeben und mindestens einmal halbjährlich mitzuteilen.2.  Bei Nichtbefolgung dieser Vorschriften behält sich Mauretanien das Recht vor, die Lizenz des betreffenden Fahrzeugs bis zur Erfuellung der Förmlichkeiten auszusetzen. Die Delegation der Kommission der Euro-päischen Gemeinschaften in Nouakchott wird in einem solchen Fall unverzueglich in Kenntnis gesetzt.D. ANHEUERUNG VON SEELEUTEN1.  Die Verpflichtung der Reeder der Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, während der Dauer ihrer Fischereitätigkeiten in der Fischereizone Mauretaniens mauretanische Matrosen/Fischer anzuheuern, besteht für jedes Fahrzeug für 35 % seiner mit der Leitung oder den Tätigkeiten des Fischfangs beauftragten Belegschaft - ausser Offizieren - nach den für Seeleute mauretanischer Schiffe geltenden Vergütungsbedingungen.2.  Während der Anwendungsdauer dieses Protokolls darf jedoch der Anteil der tatsächlich anzuheuernden Matrosen/Fischer 25 % der Belegschaft nicht unterschreiten. Wird dieser Prozentsatz unterschritten, sind die Reeder verpflichtet, den mauretanischen Behörden für jeden Monat und jeden nicht angeheuerten Seemann eine Entschädigung von 200 ECU bis zur Höhe der Differenz zwischen 35 % und der Zahl der tatsächlich angeheuerten Seeleute zu zahlen; diese Entschädigung ist zur Ausbildung der mauretanischen Fischer bestimmt.3.  Im Rahmen des Prozentsatzes der vorgeschriebenen Anheuerung von Seeleuten nehmen die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft auf Antrag der mauretanischen Behörden einen Seemann/wissenschaftlichen Berater an Bord auf.Diese Aufnahme an Bord darf sich auf die Fischereivorgänge nicht nachteilig auswirken.4.  Die Arbeitsverträge dieser Seeleute werden in Mauretanien zwischen den Reedern oder ihren Vertretern und den betreffenden Personen mit Zustimmung der Fischereibehörden Mauretaniens geschlossen. Diese Verträge umfassen die Sozialversicherung des Seemanns (unter anderem Lebensversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung).E. INSPEKTION UND KONTROLLE DER FISCHEREITÄTIGKEITENAlle in der Fischereizone Mauretaniens tätigen Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft gestatten jedem mit der Inspektion und Kontrolle der Fischereitätigkeiten beauftragten Beamten Mauretaniens, an Bord zu kommen, und unterstützen ihn bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben.Die Anwesenheit dieses Beamten an Bord darf die zur Erfuellung seiner Aufgabe notwendige Zeit nicht überschreiten.F. EINFAHRT IN DIE FISCHEREIZONE UND VERLASSEN DER ZONEDie Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, die in der Fischereizone Mauretaniens aufgrund des Abkommens Fischereitätigkeiten ausüben, mit Ausnahme der Fahrzeuge von weniger als 150 BRT, teilen der Funkstation in Nouadhibou (Funkrufzeichen FC5TA) den Tag und die Stunde sowie ihren Standort bei jeder Einfahrt in die mauretanische Fischereizone und bei jedem Verlassen dieser Zone mit.G. FISCHEREIZONENBei den den Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft zugänglichen Fischereizonen handelt es sich um die in Artikel 1 des Abkommens genannten Gewässer, die:- für die Langustenfischer:jenseits der ersten drei Seemeilen von den Basislinien im Norden des Kap Timiris,jenseits der ersten sechs Seemeilen von den Basislinien im Süden des Kap Timiris liegen;- für die Garnelenfischer:jenseits der ersten sechs Seemeilen von den Basislinien liegen;- für die Seehecht-Trawler:jenseits der ersten zwölf Seemeilen von den Basislinien liegen;- für die pelagischen Wadenfischer und die handwerklich tätigen pelagischen Wadenfischer:jenseits der ersten sechs Seemeilen von den Basislinien liegen;- für die Thunfischfänger und Langleinenfischereiboote:jenseits der ersten drei Seemeilen von den Basislinien liegen;- für den Fang von lebendem Köder der Thunfischfänger:jenseits der ersten drei Seemeilen bis zu den ersten zwölf Seemeilen von den Basislinien im Süden des Kap Timiris liegen.H. BEIFÄNGEFischereifahrzeuge, die Garnelen, Seehecht und die pelagischen Küstenarten fangen, dürfen nicht mehr als 10 % des gesamten Fanggewichts als Beifänge an Bord behalten.I. ZULÄSSIGE MASCHENÖFFNUNGDie mauretanische Gesetzgebung sieht folgende Mindestmaschenöffnungen vor:für Garnelenfischer: 40 mm,für Seehechtfischer: 60 mm,für pelagische Wadenfischer und handwerklich tätige pelagische Wadenfischer: 20 mm,für den Fang lebenden Köders der Thunfischfänger: 8 mm.24. 10. 87Amtsblatt der Europäischen GemeinschaftenAnlage I FORMBLATT FÜR DEN ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER LIZENZ FÜR DEN FISCHFANG IN DER FISCHEREIZONE MAURETANIENSAntragsteller- Name und Vorname und/oder Firma:  .   .- Beruf:  .- Handelsregisternummer:  .- Anschrift:  .   .Fischereifahrzeug- Name:  .- Registriernummer:  .- Baujahr und Bauort:  .- Flagge:  .- Äussere Identifizierung:  .- Länge über alles:  .- Breite:  .- Bruttoregistertonnen:  .- Nettoregistertonnen:  .- Motorart und -leistung:  .- Zahl der Seeleute an Bord:  .- Fischfangart, für die die Lizenz beantragt wird:  .  - Krebstierfang (Arten):  .  - Seehechtfang:  .  - Pelagischer Fischfang (Arten):  .  - Thunfischfang:  .- Gerät und Maschenöffnung, die bei diesem Fischfang verwendet werden:  .   .- Ist das Fischereifahrzeug ein Froster?  .  Wenn ja:  Gesamte Kälteleistung:  .  Gefrierleistung:  .  Lagerkapazität:  .- Beantragter Gültigkeitszeitraum:  .Datum des Antrags:  .Name und Unterschrift:  .Anlage II Anlage III Name des Fischereifahrzeugs. FANGMELDUNGVerwendete FanggeräteReederei:  .Konsignatär:  .Lizenznummer:  .Motorleistung:  .Bruttoregistertonnen:  .>PLATZ FÜR EINE TABELLE>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>PROTOKOLL über die Fischereimöglichkeiten und den finanziellen Beitrag für die Zeit vom 1. Juli 1987 bis zum 30. Juni 1990 Artikel 1Die in Artikel 2 des Abkommens eingeräumten Fischereimöglichkeiten werden ab 1. Juli 1987 für die Zeit von drei Jahren wie folgt festgesetzt:1.  Fang besonderer Fischartena)  Langustenfischer (Korbfischer):3 500 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt,b)  Garnelenkutter:10 000 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt,c)  Seehecht-Trawler:15 000 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt.Abweichend hiervon dürfen die Langustenfischer der Gemeinschaft während des ersten Jahres, in dem das Protokoll angewandt wird, Wandnetze bei einer Gesamttonnage von nicht mehr als 873 BRT verwenden.2.  Fang der pelagischen KüstenartenPelagische Wadenfischer:2 000 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt,Handwerklich arbeitende pelagische Wadenfischer:3 500 BRT monatlich im Jahresdurchschnitt.3.  Fang der besonders weite Strecken zurücklegenden Wanderfischea)  Thunfischfänger:41 Fahrzeuge,b)  Langleinenfischereiboote4 Fahrzeuge.Die Thunfischfänger dürfen ausserdem den für ihre Tätigkeit notwendigen lebenden Köder innerhalb der im Anhang festgesetzten Grenzen und unter den dort genannten Bedingungen (Gebiete und Maschenöffnungen) fangen.Artikel 2(1)  Die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 6 des Abkommens wird für die in Artikel 1 vorgesehene Zeit auf 20 250 000 ECU festgesetzt, die in drei jährlichen Raten zahlbar sind.(2)  Die Verwendung dieser Gegenleistung fällt unter die ausschließliche Zuständigkeit Mauretaniens.(3)  Die Gegenleistung wird auf ein Konto überwiesen, das bei einem von Mauretanien bestimmten Finanzinstitut oder anderen Empfänger eröffnet wird.Artikel 3Den Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft können Fischereimöglichkeiten für die Bodenfische angeboten werden, falls Mauretanien unter Berücksichtigung der Entwicklung der Bestände erneut beschließt, diesen Fischfang anderen als den einheimischen Fischereifahrzeugen zu ermöglichen.In diesem Fall wird die in Artikel 2 genannte finanzielle Gegenleistung proportional pro rata temporis erhöht.Artikel 4(1)  Die Gemeinschaft beteiligt sich ausserdem während der in Artikel 1 genannten Zeit mit bis zu 600 000 ECU an der Finanzierung wissenschaftlicher oder technischer Programme Mauretaniens (Ausrüstung, Infrastruktur . . .) zur Verbesserung der Kenntnisse der Fischereiressourcen in der Fischereizone Mauretaniens.(2)  Die Behörden Mauretaniens übermitteln den Dienststellen der Kommission einen Kurzbericht über die Verwendung dieses Betrages.(3)  Die Beteiligung der Gemeinschaft an den wissenschaftlichen oder technischen Programmen wird auf ein jeweils von Mauretanien angegebenes Konto überwiesen.Artikel 5Die Gemeinschaft erleichtert die Aufnahme der Staatsangehörigen Mauretaniens in den Lehranstalten ihrer Mitgliedstaaten bzw. aller anderen mit der Gemeinschaft durch ein Kooperationsabkommen verbundenen Staaten und stellt zu diesem Zweck während der in Artikel 1 genannten Zeit6 fünfjährige Stipendien für Studien und Ausbildung für insgesamt 30 Jahre in den verschiedenen wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Fachbereichen der Fischerei zur Verfügung.Zwei dieser fünfjährigen Stipendien von insgesamt nicht mehr als 90 000 ECU können auf Antrag Mauretaniens umgewandelt werden, um die Veranstaltung von Fischereiseminaren in Mauretanien oder die Teilnahme an internatio-nalen Tagungen, die der Verbesserung der Fischereikenntnisse dienen, zu finanzieren.Artikel 6Die Nichtüberweisung der in diesem Protokoll vorgesehenen Beträge durch die Gemeinschaft kann zur Aussetzung des Fischereiabkommens führen.Artikel 7Die Parteien unterstützen die Zusammenarbeit im Fischereisektor. Sie fördern die Integration der Interessen der Gemeinschaftsunternehmen und der mauretanischen Unternehmen durch Interessenverbände für die Nutzung der Fischerei-ressourcen und die Verarbeitung und Vermarktung derFischereierzeugnisse.