CELEX: 51990PC0156
Language: de
Date: 1990-05-28
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES UEBER EIN SPEZIFISCHES PROGRAMM FUER FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG IM BEREICH INDUSTRIELLE UND WERKSTOFFTECHNOLOGIEN ( 1990-1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTH
                                        K0M(90) 156 endg. - SYN 261
                                        Brüssel, den 28. Mai 1990
                        Vorschlag für eine
                      ENTSCHEIDUNG DES RATES
        über ein spezifisches Programm für Forschung und
              technologische Entwicklung im Bereich
             industrielle und Wericstofftechnologien
                            (1990-1994)
                     (von der Kommission vorgelegt)
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                                 INHALT
                                                Seite
Vorschlag für eine Entscheidung des Rates
über ein spezifisches Programm für
Forschung und technologische Entwicklung im
Bereich industrielle und Werkstofftechno loglen
(1990-1994)
ANHANG I
Wissenschaftliche und technische Ziele - Inhalt
ANHANG I I
Vorläufige Aufschlüsselung der Ausgaben          16
ANHANG I I I
Modalitäten der Durchführung des Programms und
Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der
Ergebnisse                                       17
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                            Vorschlag für eine
                          ENTSCHEIDUNG DES RATES
            über ein spezifisches Programm für Forschung und
                  technologische Entwicklung im Bereich
                  Industrielle und Werkstofftechnologien
                                (1990-1994)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130 q Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission^1),
In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Par lament(2>,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozlalausschusses(3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit   Beschluß    90/221/Euratom,EWG(4)    hat   der   Rat   ein   drittes
gemeinschaftliches Rahmenprogramm       Im Bereich    der  Forschung   und
technologischen Entwicklung      (1990-1994) angenommen, das Maßnahmen
vorsieht, die zur Wiederbelebung der europäischen FertIgungsindustrie
beitragen,   Indem durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ihre
wissenschaftliche und technologische Grundlage verbessert wird. Die
vorliegende Entscheidung muß Im Lichte der Begründung In der Präambel
zu dem genannten Beschluß ergehen.
Gemäß Artikel 130 k des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmen-
programms im Wege spezifischer Programme, die innerhalb einer jeden
Aktion entwickelt werden.
Die gemeinsame Forschungsstelle trägt mit      ihrem eigenen Programm zur
Durchführung der genannten Aktionen bei.
Eine Vorausschätzung der zur Durchführung dieses spezifischen Programms
notwendigen finanziellen Mittel der Gemeinschaft Ist erforderlich. Die
endgültigen Jährlichen Beträge werden von der Haushaltsbehörde unter
Einhaltung der finanziellen Vorausschau für den Zeltraum 1988-1992, im
Anhang zur Inter institutlonellen Vereinbarung vom 29. Juni 1988 (5 ^ und
entsprechender noch zu verabschiedender finanzieller Vorausschauen für
1993 und 1994 festgelegt.
(1) ABI. Nr.  C
(2) ABI. Nr.  C
(3) ABI. Nr.  C
(4) ABI. Nr.  L 117 vom 8. 5.1990, S. 28
(5) ABI. Nr.  L 185 vom 15. 7.1988, S. 33
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Gemäß Artikel 4 und Anhang 1 des Beschlusses 90/221/Euratom,EWG enthält
der für das gesamte Rahmenprogramm als notwendig erachtete Betrag eine
Summe von 57 Mio. ECU für die zentralisierten Maßnahmen zur Verbreitung
und Verwertung der Ergebnisse, die proportional zu dem für Jede Aktion
vorgesehenen Betrag aufzuteilen Ist. Der Umfang dieses spezifischen
Programms innerhalb der Aktion "Industrielle und Werkstofftechnologien"
führt zu einer Verringerung der zur Durchführung dieses Programms
erforderlichen geschätzten Finanzmittel von 6,7 Millionen ECU für die
genannten zentralisierten Maßnahmen, um Artikel 130 p Absatz 2 zweiter
Satz des Vertrags einzuhalten.
Die Durchführung des vorliegenden Programms obliegt der Kommission. Um
dieser   die   Erfüllung   ihrer   Aufgabe   zu erleichtern,      sind  die
Mitgliedstaaten gemäß Artikel 5 des Vertrags gehalten, ihr dafür Jede
erforderliche Hilfestellung zu gewähren, insbesondere im Rahmen eines
Ausschusses.
Das vorliegende     Programm   wird   hauptsächlich    durch   Auswahl  von
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durchgeführt, damit diesen eine
Beteiligung der Gemeinschaft zugute kommt. Die Kommission hat dafür zu
sorgen, daß solche Vorhaben auf dem üblichen Wege - nämlich der im
Amtsblatt    veröffentlichten    Aufforderungen    zur    Einreichung   von
Vorschlägen - vorgelegt werden. Ferner ist ein Sonderverfahren im
Hinblick auf die Wahrung einer gewissen Flexibilität vorzusehen, damit
die Kommission angesichts der ständigen Weiterentwicklung und des immer
schnelleren wissenschaftlichen und        technischen    Fortschritts  auch
spontane Vorschläge berücksichtigen kann, die den Zielen des Programms
entsprechen.
Bei der Auswahl der im Rahmen des Programms durchzuführenden Vorhaben
ist dem Grundsatz des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts, dem
grenzüberschreitenden Charakter der Vorhaben sowie der Unterstützung
für die kleinen und mittleren Unternehmen besondere Aufmerksamkeit zu
widmen.
Erst aufgrund der bei der Durchführung des laufenden Programms
gewonnenen Erfahrungen kann die Kommission unter Inanspruchnahme der in
den Artikeln 130 I, 130 m oder 130 o des Vertrags vorgesehenen
Möglichkeiten ergänzende Programmteile vorschlagen, über die der Rat
beschließt, wenn sie zur Verwirklichung der Programmziele gemäß den
Bedingungen in Artikel 2 Absatz 2 des Beschlusses 90/221/Euratom,EWG
beitragen.
Gemäß Artikel 130 g des Vertrags gehört zu den Maßnahmen der
Gemeinschaft zur Verstärkung der wissenschaftlichen und technischen
Grundlagen der europäischen Industrie und zur Förderung der Entwicklung
Ihrer Wettbewerbsfähigkeit die Förderung der Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der FTE mit dritten Ländern und Internationalen Organisationen;
eine solche Zusammenarbeit kann sich für die Entwicklung dieses
Programms als besonders fruchtbar erweisen.
 ---pagebreak--- Es ist notwendig, wie in Anhang II des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG
vorgesehen, die technische Grundlagenforschung, die Einbeziehung der
neuen Technologien durch die industriellen Anwender und den Erwerb der
für die Ausarbeitung von Normen und Verhaltenskodizes zur Erleichterung
des Transfers dieser Technologien erforderlichen Kenntnisse zu fördern.
Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist
gehört worden -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                 Artikel 1
    Ein spezifisches Programm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
    für    Forschung   und    technologische   Entwicklung     im   Bereich
     industrieller und Werkstofftechnologlen gemäß Anhang I wird für
    einen am 1. Januar      1990 beginnenden Zeitraum von 5 Jahren
    beschlossen.
                                 Artikel 2
1.  Der Gesamtbetrag der Gemeinschaftsausgaben für die Durchführung des
    den Gegenstand dieser Entscheidung bildenden spezifischen Programms
    beträgt 748 Mio. ECU. Dieser Betrag enthält 670 Mio. ECU zur
    Durchführung der in dieser Entscheidung vorgesehenen Aktionen, und
    78 Mio. ECU, die für Aktivitäten bestimmt sind, mit denen die GFS
    zu diesem Programm beitragen wird. Dies wird durch eine gesonderte
    Entscheidung des Rates festgelegt.
2.  Von dem genannten Betrag von 670 Mio. ECU werden 6,7 Mio. ECU für
    die Zentralisierte Aktion der Verbreitung und Bewertung abgezogen.
    Der somit auf 663,3 Mio. ECU verminderte Betrag enthält die
    Persona lausgaben, die sich auf höchstens 3 % belaufen dürfen.
3.  Die vorläufige   Aufschlüsselung    dieser Mittel   ist  in Anhang    II
    festgelegt.
4.  Faßt der Rat einen Beschluß in Anwendung von Artikel 1 Absatz 4 des
    Beschlusses 90/221/Euratom, EWG, so wird diese             Entscheidung
    angepaßt, um Jenem Beschluß Rechnung zu tragen.
5.  Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für Jedes Haushaltsjahr
    zur Verfügung stehenden Mittel.
                                 Artikel 3
Die Einzelheiten   der  Durchführung   des Programms  sind  in Anhang    IM
festgelegt.
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                                 Artikel 4
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft wird gemäß Anhang         IV des
Beschlusses 90/221/Euratom,EWG festgelegt.
                                 Artikel 5
1.   Im Jahre 1992 überprüft die Kommission das Programm und legt dem
    Rat und dem Europäischen Parlament einen Bericht über die
    Ergebnisse     dieser      Prüfung      vor,      dem     gegebenenfalls
    Änderungsvorschläge beigefügt sind.
2.  Nach Abschluß des Programms bewertet die Kommission die Ergebnisse.
    Sie übermittelt dem Rat und dem Europäischen Parlament einen
    entsprechenden Bericht.
3.  Die Berichte werden unter Berücksichtigung der              in Anhang I
    festgelegten Ziele und gemäß Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses
    90/221/Euratom,EWG erstellt.
                                 Artikel 6
1.  Die Kommission sorgt für die Durchführung des Programms. Sie wird
    dabei von einem Ausschuß - nachstehend             "Ausschuß" genannt -
    unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammen-
    setzt und dessen Vorsitz der Vertreter der Kommission führt.
2.  Die von der Kommission geschlossenen Verträge regeln die Rechte und
    Pflichten aller Parteien, einschließlich der Verbreitung, des
    Schutzes und der Verwertung der Forschungsergebnisse gemäß den in
    Anwendung von Artikel 130 k Absatz 2 des Vertrags erlassenen
    Vorschr iften.
3.  Es wird für      Jedes Jahr ein Arbeitsprogramm          festgelegt und
    gegebenenfalls    aktualisiert,     in   dem    Ziele    und   Art    der
    durchzuführenden Vorhaben sowie die entsprechenden finanziellen
    Bestimmungen genau festgelegt werden. Aufgrund der jährlichen
    Arbeitsprogramme    erstellt   die    Kommission    Aufforderungen    zur
    Einreichung von Vorschlägen.
                                 Artikel 7
    In den in Artikel 8 Absatz 1 genannten Fällen unterbreitet            der
    Vertreter der Kommission dem Ausschuß einen Entwurf der                zu
    treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt eine Stellungnahme             zu
    diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende           Je
    nach der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann.        Die
    Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die In Artikel         148
    Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag       der
    Kommission   zu fassenden Beschlüsse vorgesehen           ist. Bei    der
    Abstimmung   im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter             der
    Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel             gewogen.   Der
    Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
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2. Die Kommission erläßt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit
   der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.
3. Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des
   Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so
   unterbreitet die Kommission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag
   für   die   zu    treffenden Maßnahmen.      Der    Rat   beschließt   mit
   qualifizierter Mehrheit.
4. Hat der Rat nach Ablauf eines Monats nach dem Datum seiner
   Befassung keinen Beschluß gefaßt, so werden die vorgeschlagenen
   Maßnahmen von der Kommission erlassen.
                                 Artikel 8
1. Das in Artikel 7 festgelegte Verfahren gilt für:
       die Erstellung und Aktualisierung der         in Artikel   6 Absatz 3
       genannten Arbeltsprogramme;
       die Bewertung der unter Nr. 2 von Anhang IM vorgesehenen
       Vorhaben sowie des veranschlagten Betrags des finanziellen
       Beitrags     der    Gemeinschaft,   soweit     diese    Vorhaben   dem
       Normal verfahren, das unter N" 4 des Anhangs III vorgesehen
       ist, unterworfen werden und sofern dieser Betrag 5 Mio. ECU
       überschreitet ;
       die Bewertung aller Vorhaben, die dem unter Nr. 4 des
       Anhangs IM vorgesehenen Sonderverfahren unterworfen werden,
       sowie des veranschlagten Betrags des finanziellen Beitrags der
       Gemeinschaft ;
       die für die Bewertung des Programms zu treffenden Maßnahmen.
2. Die Kommission kann den Ausschuß zu allen Fragen          Im Zusammenhang
   mit dem Anwendungsbereich des Programms hören.
3. Die Kommission unterrichtet den Ausschuß über:
       den Fortgang des Programms,
       die Entwürfe für die in Artikel 6 Absatz 3                vorgesehenen
       Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen,
       die    unter     Nr. 2   des   Anhangs     III    vorgesehenen,    dem
       Normal verfahren     unterworfenen    Vorhaben,     bei    denen   die
       Beteiligung der Gemeinschaft unter 5 Mio. ECU liegt, sowie die
       Ergebnisse ihrer Bewertung,
       die unter Nr. 2 des Anhangs        III  vorgesehenen     flankierenden
       Maßnahmen,
       die unter     Nr. 2 des Anhangs    IM   vorgesehenen     konzertierten
       Akt Ionen.
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                                Artikel 9
Für die Durchführung des Programms können gegebenenfalls auch
Zusatzprogramme im Sinne von Artikel 130 I, Beteiligungen im Sinne von
Artikel 1 3 0 m und gemeinsame Unternehmen oder andere Strukturen Im
Sinne von Artikel 130 o des Vertrages beschlossen werden.
                               Artikel 10
Sofern die Zusammenarbeit mit den Drittländern und mit internationalen
Organisationen zur Erreichung der Ziele des Programms die Eingehung
rechtlicher    Verpflichtungen   zwischen    der   Gemeinschaft und den
beteiligten dritten Parteien erfordert, Ist die Kommission ermächtigt,
gemäß Artikel 130 n des Vertrags internationale Abkommen auszuhandeln,
in denen die Modalitäten dieser Zusammenarbeit festgelegt werden.
Die Entscheidung über den Abschluß dieser Abkommen wird nach dem In
Artikel 130 q Absatz 2 des Vertrags vorgesehenen Verfahren getroffen.
                               Artikel 11
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am
                                          Im Namen des Rates
                                             Der Präsident
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                                                                  Anhang I
                WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE ZIELE UND INHALT
 Die Richtlinien des dritten Rahmenprogramms, seine wissenschaftlich-technische Zielsetzung und
Begründung sind integraler Bestandteil des vorliegenden spezifischen Programms.
Paragraph 2 des Anhangs II des Rahmenprogramms, ohne die Bestimmungen bezüglich der
Aktionen Messen und Prüfen (die zu einem anderen spezifischen Programm gehören), ist ein
gänzlicher Bestandteil des vorliegenden spezifischen Programms.
Die Umweltaspekte von Erzeugnissen und Verfahren und die Arbeitsumgebung wird als
strategisches Element in alle Teile des Programms einbezogen. Das erfordert Verbindungen zu
anderen Programmen über Umweltschutz, Gesundheit sowie Messungen und Prüfungen, um
Fortschritte in der Risikobewertung und Toxikologie zu berücksichtigen.
In ausgewählten Bereichen werden integrierte Vorhaben unterstützt, bei denen eine Reihe von
Technologien zusammengebracht werden muß. Ein besonderes Beispiel ist der Verkehr -
ebenfalls unter Einbeziehung der logistischen Aspekte der Harmonisierung und Normung -,
wobei solche Vorhaben das "saubere Auto" und die Luftfahrttechnologie einschließen könnten
(vorbehaltlich einer positiven Bewertung der derzeitigen Aktion im Bereich 5 des Programms
BRITE/EURAM). Andere Vorhaben könnten das Baugewerbe, die Produktionstechnik (z.B.
saubere Herstellung) und die Bekleidung einbeziehen.
Verbindungen zu den EUREKA-Vorhaben werden ermutigt und können die Erfahrungen mit
BRITE/EURAM ausweiten, deren Ergebnisse in EUREKA-Vorhaben aufgenommen wurden.
Auf der Grundlage und im Lichte der vorgenannten Elemente wird im folgenden der Inhalt des
spezifischen Programms analytisch beschrieben.
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 Bereich 1. Werkstoffe - Rohstoffe
 Das Ziel besteht darin, die Leistungsfähigkeit von Werkstoffen zu verbessern, und zwar zu
 Kosten, die eine wettbewerbsfähige industrielle Nutzung in einem breiten Fächer von
 Anwendungen zulassen und nicht auf einige wenige Hochleistungserzeugnisse beschränken.
 Nachdruck liegt auf der innovativen Verwendung von industriellen Mineralien, Metallen und
Werkstoffen, einschließlich ihrer Exploration, Nutzung, Wiedergewinnung, Verarbeitung,
 Herstellung und Rückführung.
Rolistoffe
Hier geht es um die Verbesserung bestehender Verfahren und die Meisterung neuer und
wettbewerbsfähiger Technologien.
Die Forschungsarbeiten erstrecken sich auf die Entwicklung von Verfahren zur Prozeßanwendung
und Erprobung von Technologien, wodurch die Erträge verbessert, neue Bergwerke erschlossen
und andere wirtschaftlicher gemacht werden können. Besondere Aufmerksamkeit wird
integrierten Techniken und Modellen zur Exploration von Erzlagerstätten und zur Nutzung und
Verarbeitung von Mineralien und Gestein, insbesondere den Ressourcen komplexer Art
beigemessen, die Grund- und strategische Metalle enthalten.
Es werden Forschungsarbeiten im Hinblick auf ein besseres Verständnis der integrierten Systeme
durchgeführt,   um fortgeschrittene    Explorationsverfahren   für  verborgene    Lagerstätten,
hydrothermische, biologische oder chemische Verfahren, Abbau- und Steinbruchtechnologien
sowie solche Technologien zu unterstützen, die für die Herstellung von hochreinen Metallen,
gebranntem Ton und Industriemineralien notwendig sind. Ferner werden Arbeiten über neue und
verbesserte Bohrtechnologien zur kostensparend Exploration und Gewinnung durchgeführt.
Besondere     Aufmerksamkeit    gilt der   pränormativen    Forschung    in   bezug   auf   die
Sicherheitsbedingungen am Arbeitsplatz und die Umweltauswirkungen der zu entwickelnden
Gewinnungstechnologien.
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Rückführung
 Hier geht es um eine Ausweitung des Anwendungsbereichs und die verstärkte Wirksamkeit der
 Rückführungstechnologien. Die wirtschaftliche und strategische Besorgnis über den Verlust vieler
wertvoller Metalle und Werkstoffe, einschließlich derjenigen, die knapp sind, wird möglichst
gering gehalten. Die Umweltbelastung durch schädliche Abwässer wird verringert.
 Ein besonderes Ziel ist die Entwicklung neuer Verfahrenstechnologien als Antwort auf die
Herausforderung der Nutzung von Rückständen, insbesondere Abfall und Schrott, die
konventionelle sowie wertvolle und strategische Metalle enthalten und die aus den wichtigsten
Zweigen der Fertigungsindustrie stammen, wie Elektronik, Elektromechanik, Kraftfahrzeuge,
Luftfahrt, Metallurgie, Petrochemie, Baugewerbe usw.
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den komplexen Herausforderungen der Rückführung von
Verbundwerkstoffen und fortgeschrittenen Werkstoffen.
Forschungsarbeiten über Technologien zur physikalischen und/oder chemischen Trennung von
Metallen, die Rückstände enthalten, werden gefördert, um den Umfang und die Wirksamkeit der
Rückführung zu steigern und die Verwendbarkeit rückgeführter Werkstoffe zu verstärken.
Außerdem sind Forschungsarbeiten über Pyrometallurgie, Hydrometallurgie und Raffination
vorgesehen, die sich bei der Verarbeitung komplexer Rückstände von Verbundwerkstoffen,
modernen Werkstoffen, Legierungen und aus vielen Elementen bestehendem Schrott anwenden
lassen.
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Neue und verbesserte Werkstoffe
 Hier ist das Ziel die Entwicklung von konventionellen Massengüterwerk
Stoffen mit besseren Eigenschaften und höherer Leistungsfähigkeit zu angemessenen Kosten;
von fortgeschrittenen Strukturwerkstoffen für Hochleistungssysteme (d.h. Metalle, Keramik,
 Polymere     und    der  entsprechenden    Verbundwerkstofffe);   und    von   fortgeschrittenen
 Funktionsmaterialien (wie leitfähige Polymere, Starkstromsupraleiter, Hochleistungsmagnete und
neue elektronische Werkstoffe), einschließlich ihrer Verarbeitung.
Auf dem Gebiet der konventionellen Massengüterwerkstoffe wird der Herstellungs- und den
Qualitätskontrolltechnologien sowie den Regeln für die Langzeitverhaltensvorhersage besondere
Aufmerksamkeit gewidmet, um den Anforderungen der Verbraucher bzgl. Beständigkeit und
Zuverlässigkeit, gerecht zu werden.
Die Forschungsarbeiten werden auf neue Entwicklungen oder radikale Neuerungen in
fortgeschrittenen Werkstoffen für Anwendungen in der Spitzentechnologie ausgerichtet, die auch
einen bedeutenden indirekten Nutzen für anderen Industriebereichen haben können.
Besonderer Nachdruck wird auf die Entwicklung von Werkstoffen mit spezifizierten Eigenschaften
gelegt, die Fortschritte im Verständnis der Strukturauswirkungen nutzen. Dabei geht es um
Techniken zur kundenspezifischen Fertigung von Werkstoffen, die zu einer Verbesserung der von
FuE Wirksamkeit auf diesem Gebiet führen sollen.
In der technischen Keramik wird die Aufmerksamkeit auf eine bessere Kontrolle der Mikrostruktur
und der Verfahrenstechnologien und die grundlegenden Probleme im Zusammenhang mit der
Zuverlässigkeit und Sprödbruchverhalten gerichtet.
Bei den Forschungsarbeiten über Verbundwerkstofftechnik werden die mit der Massenherstellung
verbundenen Probleme behandelt.
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 Bei den Polymerwerkstoffe zielen die Forschungsarbeiten auf ein besseres Verständnis der
 Zusammenhänge zwischen Struktur, Morphologie und Eigenschaften ab. Die Entwicklung neuer
 und verbesserter Verfahrenstechnologien für die Herstellung zuverlässiger Komponenten soll
 dazu dienen, die Anwendung dieser Kategorien von Werkstoffen auszuweiten. Insbesondere sind
 Forschungen darauf ausgerichtet, technische Thermoplaste zu entwickeln, die ihre mechanischen
 Eigenschaften bei höheren Temperaturen behalten und die mit den kostengünstigeren
thermischen Verfahren hergestellt werden können.
 Bei den Supraleitern besteht die Herausforderung darin, die maximale kritische Stromdichte und
 Leistungsfähigkeit zu erhöhen, zusammen mit Fortschritten in den Anwendungstechnologien,
einschließlich Produktion, Kabelherstellung und Zuverlässigkeit. Die Forschung in diesem Bereich
ergänzt Arbeiten, die im Rahmen der spezifischen Programme über Informationstechnologie (IT)
gemäß dem Beschluß 90/         /EWG, Euratom über die Fertigung von Werkstoffen für spezielle
 IT-Anwendungen durchgeführt werden sollen.
 Pränormative Arbeiten, die zur Beschleunigung der Anwendbarkeit neuer Werkstoffe notwendig
sind, umfassen Forschungsarbeiten bzgl. Klassifizierung und Charakterisierung, um die
Leistungsfähigkeit festzulegen und Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt möglichst
gering zu halten.
Bereich 2. Entwurf und Fertigung
Das Ziel ist es die Fähigkeit der Industrie zu verbessern, Erzeugnisse zu entwerfen und
herzustellen, die sowohl sehr wettbewerbsfähig als auch umweltfreund
lieh und sozial akzeptabel sind.
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 Die Forschungen werden auf fortgeschrittene grundlegende Disziplinen wie Mechanik, Optik,
Akustik, Dynamik der flüssigen Körper und Prozeßtechnik und ihre Einbeziehung in neue
technologische Entwicklungen wie Optomatronik (Optik, Werkstoffe und Elektronik), Mechatronik
 (Maschinenbau,     Datenverarbeitung    und   Elektronik), verlustfreie   Schneidetechnologien,
Mikrotechnologie und Molekulartechnik ausgerichtet.
Die Arbeit in Entwurf und Fertigung ist ergänzend zur Arbeit der neuen Generation der Komputer
integrierten Fertigung Konzept in dem spezifischen Programm über Informationstechnologie
enthalten ist, das im Beschluß 90/.../EWG, Euratom vorgesehen ist.
Entwurf
Die Forschungsarbeiten bzgl. Design sind auf die Leistungsfähigkeit der Produkte, Fertigung und
Folgekosten     ausgerichtet.    Dieses   Konzept    stellt  eine   Verbindung   zwischen    den
Informationsanforderungen im technischen Entwurfsprozeß (z.B.
Ausgangs-Werkstoff, Fertigung und Funktion) und den organisatorischen Verfahren und den
menschlichen Faktoren, die dem Prozeß zugrundeliegen, her.
Die Forschung umfasst Ausfallarten und Fehleranalyse durch Modellierungstechniken unter
Berücksichtigung der Bruchmechanik, der Tribologie, der Dynamik flüssiger Körper, der
Korrosionsanalyse usw. Die Durchführung dieser Entwurfskonzepte kann die Anpassung von
Softwarewerkzeugen für spezifische Anwendungen erfordern.
Die Forschungsarbeiten werden auf einen Design ausgerichtet, das eine einfache Wartung,
Rückführung oder Wiederverwendung zwecks Reduzierung der Folgekosten sicherstellt.
Forschungsarbeiten      über   eine   bessere   Modellierung     und   Techniken   zur  raschen
Prototypherstellung    unterstützen den technischen         Entwurfsprozeß   in bezug auf die
Produktvalidierung, Optimierung und Vorhersage des Betriebsverhaltens.
Pränormative Forschung zielt auf die Erstellung von Richtlinien für eine gute Entwurfspraxis ab.
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Fertigung
Forschungsarbeiten bzgl. Qualität der Fertigung beziehen sich auf die Anwendung wirksamer
und kostengünstiger Fertigungsverfahren und die Einbeziehung anderer Aspekte, einschließlich
der Entnwurfsschnittstelle, der Qualitätskontrolle und der Arbeitsumgebung.
Besondere       Aufmerksamkeit         wird    auf    flexible    Kleinserien-  sowie    auf
Massenproduktionstechnologie gerichtet, um einem entstehenden Bedarf an identischen
technischen Produkten in großen Mengen nachzukommen. Insbesondere geht es um die
Anwendung geeigneter Werkstoffe und damit zusammenhängender Technologien, wie bei der
Präzisionstechnik oder der Einbeziehung der Keramik in eine Massenproduktionsumgebung
sowie um Technologien zur Formung, Zerspanung und Zusammensetzung miniaturisierter
Komponenten.
Die Forschungsarbeiten gelten der Anpassung erprobter CIM-Systeme auf den besonderen
Bedarf der Industrie und zwar insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen.
Es werden Forschungsarbeiten bzgl. endform oder endformnahen Formgebungsprozessen
unterstützt, um kostspielige und umweltbelastende Abfälle zu reduzieren.
Im Rahmen der Forschungsarbeiten über Verfahrenstechnik werden integrierte Konzepte
entwickelt. Themen für Untersuchungen könnten Prozeßmodellierung, Trennungstechnologie,
Molekulartechnik, Katalyse- und Oberflächenwissen
schatten und chemische Sensoren umfassen. Grundlegende Forschungsarbeiten zum Mischen
und Rühren, bzgl. Partikel- und Pulvertechnologie werden unterstützt, um ein besseres
Verständnis zu entwickeln als es zur Zeit durch die derzeitigen empirischen Konzepte geboten
wird. Die Forschung wird auch darauf ausgerichtet sein, ein Verständnis für die besonderen
Prozesse als Grundlage für einen an kundenspezifischen Bedarf angepaßte Software zu liefern.
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                                                 Anhang II
                   VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DER AUSGABEN
In Prozent für den Zeitraum 1990-1994
Bereich 1. Werkstoffe - Rohstoffe
  Rohstoffe und Rückführung                             12
  Werkstoffe                                           50 - 60
Bereich 2. Entwurf und Fertigung                       30 - 40
Die Aufschlüsselung zwischen verschiedenen Bereichen schliesst die Möglichkeit nicht aus, dass
Projekte mehrere Bereiche einschliessen können.
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                                                            Anhang I I I
       MODALITÄTEN DER DURCHFUHRUNG DES PROGRAMMS UND MASSNAHMEN
             ZUR VERBREITUNG UND VERWERTUNG DER ERGEBNISSE
1.  Die Kommission führt das Programm nach Maßgabe des in Anhang I
    festgelegten wissenschaftlichen und technischen Inhalts durch.
2.  Die Modalitäten der Durchführung des Programms gemäß Artikel 3
    umfassen Vorhaben der Forschung und technologischen Entwicklung,
    flankierende Maßnahmen und konzertierte Aktionen.
    Die Tätigkeiten der von der GFS ausgeführten direkten Forschung
    sind Gegenstand einer gesonderten Entscheidung des Rates.
    Die Vorhaben sind Gegenstand von Verträgen im Bereich der Forschung
    und technologischen Entwicklung auf Kostenteilungsbasis.
    Mit den flankierenden Maßnahmen sollen die Mittel eingesetzt
    werden, die eine gute technische Durchführung, Verwaltung und
    Bewertung des Programms sowie eine entsprechende Verbreitung und
    Zugänglichkeit der Ergebnisse, die Koordinierung, Ausbildung und
    Unterrichtung der Teilnehmer am Programm ermöglichen.
    Die konzertierten    Aktionen   sind  die   in der    Haushaltsordnung
    festgelegten.
3.  Die Teilnehmer an den Vorhaben müssen natürliche oder juristische
    Personen mit Sitz in der GerneInschaft^6^ sein, wie Hochschulen,
    Forschungsorganisationen und Industrieunternehmen, einschließlich
    kleiner und mittlerer Unternehmen oder Ihrer Verbände, Insbesondere
    Europäische Wirtschaft Iiche Interessenvereinigungen (EWIV).
    Natürliche oder Juristische Personen In Ländern, die mit der
    Gemeinschaft   Abkommen    geschlossen    haben,     In   denen    eine
    Zusammenarbeit   Im wissenschaftlichen und       technischen    Bereich
    vorgesehen   ist, können an den        im Rahmen dieses Programms
    durchgeführten Vorhaben auf der Grundlage des wechselseitigen
    Vorteils teilnehmen. Die ausgewählten Auftragnehmer werden nicht
    der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft teilhaftig. Sie
    leisten einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten.
4.  Die Auswahl der Vorhaben erfolgt nach folgenden Prioritäten, wobei
    das erste Verfahren die Regel und das zweite die Ausnahme
    darstelIt:
    Die Teilnehmer an den Vorhaben werden aufgrund des normalen
    Verfahrens der Aufforderung       zur Einreichung von Vorschlägen
    (Artikel 6 Absatz 3) ausgewählt und im Amtsblatt der Europäischen
    Gemeinschaften bekanntgegeben.
(6) Zum Zwecke des vorliegenden Programms kann sich die Europaische
    Organisation für Kernforschung (CERN) mit Sitz In Genf, deren
    Einrichtungen   sich   größtenteils   auf  dem    Hoheitsgebiete der
    Gemeinschaft befinden, an den Verträgen beteiligen.
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   Die Kommission kann auch nach einem Sonderverfahren und unter den
   nachfolgend genannten Bedingungen Vorschläge annehmen, wenn sie
   besonders vielversprechende und wichtige Beiträge aufgrund der
   Originalität des vorgeschlagenen Themas, der Neuartigkeit des
   wissenschaftlichen und technischen Konzepts und der Durchführungs-
   methodologie    sind,    wobei   der  individuelle   Charakter   des
   Antragstellers berücksichtigt wird.
   Eine befürwortende technische Bewertung derartiger Vorschläge
   allein ist für die Annahme eines Vorhabens nicht ausreichend; das
   Sonderverfahren kommt nämlich nur zur Anwendung, wenn der Charakter
   des jeweiligen Vorhabens entsprechend der obigen Definition das
   Vorgehen nach dem normalen Verfahren (Aufforderung zur Einreichung
   von Vorschlägen) nachweislich nicht rechtfertigt.
   Das Sonderverfahren muß vor dem normalen Verfahren durchgeführt
   werden, und zwar dergestalt, daß der für die finanzielle
   Beteiligung der Gemeinschaft an den im Normal verfahren ausgewählten
   Vorhaben verfügbare Betrag genau festgelegt werden kann. Die Frist
   für    das   Sonderverfahren    wird  jedes    Jahr   im   Amtsblatt
   veröffentIIcht.
   Die Höhe der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an allen im
   Sonderverfahren ausgewählten Vorhaben wird jedes Jahr festgelegt,
   und zwar     in Abhängigkeit    von den nach besonders strengen
   technischen Maßstäben ausgewählten Vorhaben. Auf keinen Fall darf
   dieser Betrag 15 X überschreiten; er kann jedes Jahr aufgrund der
   Erfahrungen überprüft werden.
   Die Kommission erstellt einen Leitfaden mit allen Vorschriften für
   das Sonderverfahren, um vollständige Transparenz zu gewährleisten.
5. Die Vorhaben müssen die Beteiligung von mindestens zwei voneinander
   unabhängigen Partnern mit Sitz in verschiedenen Mitgliedstaaten
   vorsehen.
6. Die Kommission kann die Teilnehmer dazu ermutigen, beispielsweise
   für besonders große Vorhaben eine EWIV zu bilden oder sonstige
   Vereinbarungen    zu   treffen, die eine     dezentralisierte,   den
   Besonderheiten des Vorhabens angepaßte Verwaltung ermöglichen.
7. Die Verbreitung der bei der Abwicklung der Vorhaben erworbenen
   Kenntnisse erfolgt einerseits innerhalb des spezifischen Programms
   und andererseits     in Übereinstimmung mit dem Beschluß gemäß
   Artikel 4 dritter Absatz des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG.
 ---pagebreak---                                 FINANCIAL STATEMENT (1)
1.   BUDGET HEADING AND TITLE
   Part B of the general budget
   Subsection 6, Item 6121
   Specific programme of Community RTD activities in the field of Industrial and Materials
   Technologies (1990 - 1994V
2.   LEGAL BASE
   Article 130 Q(2) of the Treaty.
3.   OBJECTIVES AND DESCRIPTION
   See Annex I of the proposal.
4.   FINANCIAL IMPLICATIONS
        Amounts deemed necessary in MIO ECU :
        Programme implementation                                                   663.30
        Centralised action for dissemination and exploitation                         6.70
        TOTAL                                                                     670.001
   The indicative operational breakdown of the ECU 663.3 million for the programme
   implementation is given in Annex II of the proposal.
    1
      excluding JRC activities (78 MIO ECU)
 ---pagebreak---    Indicative multiannual schedules
                 1990           1991          1992             1993            19942         TOTAL
Commitments       -            139           170.87           198             155.43          66330
Payments          -             13            94.50           154            401.80           66330
The definitive yearly amounts will be determined by the budgetary authority in accordance with the
financial perspectives for the period 1990-1992 (annexed to the Interinstitutional Agreement of 29
June 1984) and with subsequent financial perspectives which may be adopted for 1993 and 1994.
5.STAFF AND ADMINISTRATIVE EXPENDITURE
  In addition to the principal means of action which are contracts (annex III), the above amounts
  include programme-related staff and administrative expenditure estimated at no more than 35
  MIO ECU.
  The expenditure on staff will not exceed 3 % of the amount deemed necessary for the programme
  implementation. This implies a maximum of 81 statutory posts (A, B and/or C) at any given time
  during the life of the programme. The infrastructure costs related to statutory staff will be borne
  by Part A of the budget.
6.IMPLICATIONS FOR REVENUE
  The contributions by third country contractors towards the cost of administration of the
  programme will be reused pursuand to articles 27.2 and 96 of the Financial Regulation3.
7.TYPES OF CONTROL
   Control will be exercised by :
           the Programme Management Committee (scientific control)
           the services of the DG responsible for the execution of the programme, possibly assisted
           by independent experts
           the Commission's Financial Controller
       for the payment appropriations : 1994 and beyond
     3
        Financial Regulation of 21 December 1977, as last amended by Regulation 610/90 of
 March 1990.
 ---pagebreak--- In accordance with Article 2 of the Financial Regulation(3), the use of appropriations will be
subject to analyses of cost-effectiveness and the realisation of quantified objectives will be
monitored.
External audit may be carried out by the Court of Auditors in accordance with the Treaty.
 ---pagebreak---                   STATEMENT OF IMPACT ON COMPETITIVENESS AND EMPLOYMENT
1.        The main reason for introducing the measure
   The proposed programme is aimed at promoting collaborative technological research to enhance
   the competitive position of the Community's manufacturing industries, in particular SMEs. An
   important purpose of this European Community programme is to bring together complementary
   research of industrial firms, research institutes, universities and other organizations from different
   countries in the Community through transnational cooperation.
2.        Features of the businesses in question
   The proposed programme is directed at European manufacturing industries where there is a need
   to improve technology in order to enhance competitive performance. The target companies
   include a large proportion of SMEs such as those which already participate in the
   BRITE/EURAM and Raw Materials and Recycling programmes.
3.        Obligations imposed directly on business
   The same obligations are imposed on all institutions participating in the programme including :
   conformity of the proposed research with the technical annex of the project, transnational
   cooperation, sharing of costs, free site-access to Commission agents, participation in seminars and
   meetings of contractors organized by the Commission, and annual reports of activities and results.
4.        Indirect obligations likely to be imposed on business by national, regional or local
          authorities
   No such obligations are foreseen following the implementation of this Council decision.
5.        Special provisions in respect of SMEs
 ---pagebreak--- Subject to the success of the pilot scheme, the Commission will support Feasibility Awards to help
small and medium sized undertakings establish the feasibility of a device, process or concept as
a means of enhancing their potential to find a partner in a subsequent call for proposals under
the shared cost action. The Commission will support up to 75 % of the cost of research lasting
up to six months. High standards of evaluation will ensure that the awards are highly competitive
and recognized as prestigious.
The Commission will support Cooperative Research which will help companies, particularly small
and medium sized undertakings generally not having their own research facilities, to carry out
R&D to address their common problems.
When a choice has to be made between projects of similar technical merit and likely industrial
impact, preference will be given to those projects involving SMEs.
A particular advantage for SMEs in participating in the programme is that all signatories to a
contract are treated on an equal footing; even when making a relatively small contribution, a
contractor has the right of full access to the foreground information arising from the research
project.
 ---pagebreak--- 6.        Likely effects on :
   a.     The competitiveness of business
          As the programme is aimed at research not leading directly to new commercial products
          or processes, there will be no immediate effect on the competitiveness of businesses.
          In the longer term, the programme is directed at improving the technological competences
          of European industry in general and of small and medium sized enterprises in particular.
          A number of projects in the programme will deal with technical problems specific to SMEs.
          The majority of the participants in these projects will be SMEs. The results of the
          projects, if successful, will be of real benefit to SMEs in the longer term.
          As the technical work develops, dissemination of information about the research results
          will commence.
      b.   Employment
          The effects on employment (inasmuch as these can be measured) of the programme are
          and will continue to be of an indirect and positive nature in the immediate term.
7.        Consultation of representative organizations
   The Industrial Research and Development Advisory Committee (IRDAC), in which the European
   Trade Union Confederation (ETUC), the European Centre for Public Enterprises (ECPE), the
   Union of Industries of the European community (UNICE) and the Federation of European
   Industrial Cooperative Research Organizations (FEICRO) are represented, has been consulted
   during the preparation of the new programme, and has been consulted on the technical subjects
   of the programme.
 ---pagebreak---                                                                                ISSN 0254-1467
                                                            KOM(90)156endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                                    13 16
                                   Katalognummer : CB-CO-90-239-DE-C
                                                            ISBN 92-77-60707-6
VERKAUFSPREIS             bis 30 Seiten: 3,50 ECU      pro 10 weitere Seiten: 1,25 ECU
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg