CELEX: 51977PC0383
Language: de
Date: 1977-07-28
Title: VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES ZUR FESTLEGUNG EINES FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROGRAMMS DER EUROPÄISCHEN ATOMGEMEINSCHAFT AUF DEM GEBIET DER URANSCHÜRFUNG UND URANGEWINNUNG. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (77) 383
Vol. 1977/0125
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---      KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                  KOM(77)383 endg.
                                                                  Brüssel . 28 . Juli 1977
                                               /g^
                                                en M
           ^ VORSCHLAG FÜR i EINEN BESCHLUSS DES RATES ZUR FESTLEGUNG
                  • EI NE S FOR SC HUNGS-- UND                     DER EUROPÄISCHEN
         ATOMGEMEINSCHAFT AUF. DEM . GEBIET, DER UR/ANSCHÜRFUNG UNDr URANGEWINNUNG*
                       (von der Kommission dem Hat vorgelegt )
KCM(77) 383 endg.
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VORSCHLAG FÜR EIN FORSCHUNG- UND ENTWICKLUNGSPROGRAMM
           DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
  AUF DEM GEBIET DER URANSCHORFUNG UND URANGEWINNUNG
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                          INHALT
                                                                 Seite
Einleitung                                                           3
                                                           *
1.1 Uranbedarf                                                       3
1.2 Stand der Uranreserven                                           3
1.3 Stand der F&E in den Mitgliedstaaten                             4
Inhalt des F8E-Programms                                             5
2.1 Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über Uranschur-             5
    fungsverf ahren
    2.1.1 . Entdeckung von Uranprovinzen                             5
    2.1.2 . Entdeckung spezifischer Uranvorkommen                    6
    2.1.3 . Eichung von Instrumenten                                 7
2.2 Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Zusammenhang             7
    mit der Urangewinnung
    2.2.1 . Studien zur technisch-wirtschaftlichen                   8
            Durchführbarkeit
    2.2.2 . F&E-Projekte                                             9
Finanzierung und Abwicklung des F&E-Programms                       11
                                 f
                                 1
Anhang I                                                            13
Anhang I                         !                                  14
Anhang II                                                -15
Anhang III                                                          16
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1.    EINLEITUNG                                                                  ,     ;
    ' Die Kommission ist mit verschiedenen Aktionen zur Gewährlei­
      stung einer ausreichenden und sicheren Natururanve.r sorgung der
      Gemeinschaft befasst . Dazu ge~          .                       . .
      hören Aktionen ausserhalb der Gemeinschaft , die darauf hinzielen ,
      die Uranversorgung der Mitgliedstaaten durch Verbesserung der Be­
      dingungen zu erleichtern , unter denen Industriefirmen der Gemein­
      schaft in dritten Ländern Uranschürfung und Urangewinnung betreiben .
      können . Innerhalb der Gemeinschaft leistet die Kommission im Rahmer»
      von Artikel 70 Euratom-Vertrag einen finanziellen Beitrag zur Uran-
      schurfung . Zur Ergänzung dieser Massnahmen halten die Kommission
      und Sachverständige in der Gemeinschaft eine Unterstützung der For-
      schungs- und Entwicklungstätigkeit auf dem Gebiet der Uranschürfung
      und Uranerzaufbereitung auf Gemeinschaftsebene , wie sie in den Ent-
      sch Ii essungen des Rates vom 14 . Januar 1974 über ein Aktionsprogramm •
      auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie vorgesehen ist , für
      notwendig .
      Die Notwendigkeit , F&E zu finanzieren , ergibt sich aus dem wachsen­
      den Natururanbedarf der Gemeinschaft und aus dem Gebot , modernere
      Uranschürfungsmethoden und eine weiter fortgeschrittene Technologie
      der Urangewinnung         und - aufbereitung zu entwickeln , um potentielle ;
      Uranreserven bewerten und in Abbau nehmen zu können .                         j
1,1   URANBEDARF                                                                      •
      Voraussichtlich wird der Natururanbedarf der Gemeinschaft , der sich ;
      gegenwärtig auf 6.000 t U beläuft , bis 1985 einen Stand von 18.000 t U / Ja
         erreicht haben ( siehe Anlage II ), was rund einem Dritte des
      wachsenden Weltbedarfs an Uran entsprechen wird ( siehe Anlage II ).
       Selbst wenn es weitere leichte Gleitungen in den Nuklearprogrammen
       gibt und die Entdeckung und Erschliessung von Uranvorkommen 7 bis
       10 Jahre dauert, messen Massnahmen - zur Erleichterung des Nachweises
       und der Nutzbare..', chung neuer Uranvorkommen jetzt . getroffen werden ,
       damit sie sich Mitte der 80er Jahre auf den Harkt auswirken .
1.2   STAND DER URANRESERVEN
      Die hinreichend gesi cherten Uranreserven ( siehe Anlage III ) zu
      Kosten von weniger als 15 £ / 1b           werden gegenwärtig auf 1.250»000 t
      Uran veranschlagt . Die geschätzten zusätzlichen Reserven in der
      gleichen Kostenspanne werden mit 980.000 t Uran angenommen . Die hin~
      reichend gesicherten Reserven der Gruppe 15 bis 30 £ / 1b U-0g belau­
      fen sich auf S20.000 t Uran und die geschätzten zusätzlichen Re­
      serven der gleichen Kostengruppe werden mit 890.000 t angesetzt »
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  j           Diese geschätzten zusätzlichen Reserven müssen allerdings in vielen
  !           Fällen noch gefunden werden . Es bestehen jedoch gute Aussichten ,
  U * •'      überall in der Welt umfangreiche neue Vorkommen zu finden , sofern
  1           F&E betrieben wird , um zweckdienliche Explorationsmethoden zu schaf­
  '           fen .
  »
  5
              Es wird angenommen , dass über diese geschätzten zusätzlichen Reserven
              hinaus mindestens weitere 10 Millionen Tonnen Uran zu Kosten von
              weniger als 30 £ / Ib vorhanden sein dürften ; man weiss bisher aber
  I           nicht , wo diese Vorräte gelegen sind * Für die Kostengruppe über
   |          30 S/ lb können noch keine zuverlässigen Schätzungen angestellt werden.
              Die jährliche Nachweisrate liegt schätzungsweise gegenwärtig zwischen
    i         40.000 und 80.000 t Uran . Da der Welturanbedarf bis 1990 auf
    I         120.000 Tonnen angewachsen sein konnte , muss die Nachweisrate ver­
              dreifacht werden , wenn ausreichende Reserven zur Verfügung stehen
    j         sollen .                                                                '
V ;                                                                                   |
              Viele der bedeutenden Uranprovinzen der Welt wurden vor 1950 ent-       j
              deckt . Wenn es auch noch aussichtsreiche Gebiete gibt , in denen       !
              bisher nur wenig Uranschürfung betrieben wurde , müssen grössere An- j
              strengungen zur Entdeckung neuer Uranprovinzen und zum Nachweis von
      '       Erzvorkommen in grossen Tiefen unternommen werden .
 . I
      !       Durch die jüngsten Uranpreiserhöhungen hat sich die Zahl der in Be­
      i       tracht kommenden Zielgebiete innerhalb und ausserhalb der Gemein-
       i      schaft ebenfalls erhöht .
       ! 1.3  STAND DER F&E IN DEN MITGLIEDSTAATEN
       «
       I       Die Kommission und Sachverstandige der Mitgliedstaaten haben den
               Stand der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Uranschür-
       ;       fung und der Uranerzaufbereitung geprüft .
       !
        |      Sie sind zu dem Schluss gelangt , dass der Umfang der auf diesen Ge-
        ;      bieten , namentlich in den frühen 60er Jahren , durchgeführten For-
         i     schungen zwar erheblich war , dass seitdem aber nur begrenzte Arbei-
         |     ten auf dem öffentlichen wie dem privaten Sektor in der Gemeinschaft
               unternommen worden sind . Zur Entdeckung der erforderlichen neuen
         i     Uranreserven kommt es unbedingt darauf an , dass F&E im Zusammenhang
         ;     mit neuen Schürftechniken gefördert wird . F&E im Bereich der Erz-
         i     aufbereitungsverfahren ist ebenfalls notwendig , damit vor allem die :
          f    kleinen erzreichen Vorkommen in der Gemeinschaft sowie ärmere Erze
         i     gewonnen werden können . Durch eine Koordinierung auf Gemeinschafts-
          '    ebene ist sicherzustellen , dass diese F&E wirksam und unter Ver-
           ;   meidung von Doppelarbeit durchgeführt werden kann . Durch finanzielle
           !   Unterstützung muss der Industrie ein Anreiz gegeben werden , neue
            i  fortgeschrittene Verfahren zu erarbeiten , technische und wirtschaft­
                liche Studien durchzuführen und Technologien zu entwickeln , die ge­
               gebenenfalls auch' exportiert werden können . Es würde sich um eine
                Unterstützung in Form von Kostentei lungsverträger, handeln , in deren ;
                Rahmen die Kommission sich an der Finanzierung der F&E-Projekte
                beteiligt , die als Bestandteil eines gemeinsam zu koordinierenden      '
                und abzuwickelnden Programms durchgeführt werden .                       |
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INHALT DES F&E-PROGRAMMS
2.1 .   FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSARBEITEN ÜBER URANSCHÜRFUNGSVER-
        FAHREN
F&E ist notwendig , um ausreichende Uranreserven für den wachsenden
Bedarf der Zukunft zu entdecken und um insbesondere die geologischen
Kenntnisse und die Fähigkeit zur Deutung von Anzeichen zu verbessern ,
Verschiedene Methoden müssen gefördert werden , da sich das künftige
Spektrum der für * die verschiedenen geologischen Verhältnisse geeig­
neten Verfahren von Gebiet zu Gebiet erheblich unterscheiden wird .
Wahrscheinlich werden viele zu entdeckende Uranvorkommen in grosser
Tiefe oder unter Deckschichten liegen , so dass verbesserte Nachweis-
methoden erforderlich sind , um die Schwächen der Gamma-Nachweisver-
fahren auszugleichen .
2.1.1 .           ENTDECKUNG VON URANPROVINZEN
2.1.1.1 .   Studien zur Urangeologie und - metallurgie
Obwohl den Problemen der Uranerzentstehung viel Aufmerksamkeit ge­
widmet wurde , besteht noch erhebliche Ungewissheit in bezug auf die
wichtigen Faktoren der Uranmineralisierung . Hier sind Fortschritte
notwendig , um eine bessere Informationsbasis für die Planung von
Uranschürfungsvorhaben zu erlangen » Die für Uran günstigen geolo-
gischen-Einheiten in Europa einschliesslich ihrer Position im metall
bildenden Zyklus sollten beurteilt werden . Die Beziehungen zwischen
Uranmineralisation und Sedimentationsprozessen , Tektonik und Ge-
steinsgeochemie müssten untersucht werden . Einige dieser Forschungen
könnten mit der Förderung der Uranschürfung gemäss Artikel 70 Eura-
tom-Vertrag gekoppelt werden .
2.1.1.2 .   Untersuchung von Bleiisotopen
Die Messung des Isotopenverhältnisses liefert wichtige Angaben über
die Bedingungen , unter denen die Ablagerung stattgefunden hat . Es
wird eine Durchf ül rbarkeitsstudie von der Dauer eines Jahres vorge­
schlagen , um die Möglichkeiten der Verwendung von Bleiisotopen zum
Nachweis von Uranprovinzen zu beurteilen . Die Studie würde die Samm­
lung und Analyse von Gesteinsproben zur Bestimmung von Pb 204, 206,
207 und 208 in Verbindung mit Routineschürfvorhaben einschliessen .
2.1.1.3 .   Entwicklung von Verfahren für schnelle geochemische
            Routineanalysen
Schnelle , genaue und kostenwirksame Analysen im Gelände und im
Labor liefern die Informationsgrundlage für Schürfprogramme . Da die
Saison für Geländeexplorationen häufig begrenzt - ist ( z.B. in Grön­
land ), kommt schnellen Probenanalysen grösste Bedeutung zu . Auf dem
Gebiet der Massenspektrometrie wäre es lohnend , ein Verfahren zur
direkten Probenanalyse bei Atmosphärendruck mit angemessener Emp­
findlichkeit und möglichst für eine grosse Zahl von Elementen zu
entwickeln.'
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  2.1.1.4 .   Fernaiessung
  Oie Vorteile und Grenzen der Angaben , die mittels Fernmesstechmken
 erlangt werden können , vor allem wenn sie zur Abgrenzung spezifi scher
  Uranprovinzen und Lagerstätten benutzt werden , müssen gründlicher
  untersucht werden . Eine weitere Auswertung der bereits verfügbaren
  Informationen ist angebracht . Die spezifische Anwendung von multi­
  spektraler Erfassung und von Radartechniken ( Breitwinkelradar) zur
  Er lei chterung des Nachweises uranhöffiger Bezirke soll beurteilt
  werden .
  2.1.1.5 .   Bodenferne qeochemi sehe Untersuchungen
  Die richtige Interpretation der bei bodenfernen Strahlungsmessungen
• erlangten Ergebnisse wurden den Nutzen dieses Werkzeugs der Uran-
  schürfung signifikant erhöhen . Die Ausrüstungen und Interpretations-
  verfahren müssen weiterentwickelt werden , vor allem im Bereich von
  Radon, Pb210 / Bi^10 uncj po^O zur Bestimmung ihres Mobilitätsmusters .
                                                                          ;
  2.1.2 .        ENTDECKUNG SPEZIFISCHER URANVORKOMMEN                    }.
  2.1.2.1 .   Ausbreitung gasförmiger Folgeprodukte des Urans
  Eine Studie über die Ausbreitung und die Messung gasförmiger Folge-
  produkte radioaktiver Mineralisationen zum Nachweis tiefliegender         !
  Vorkommen ist vorgesehen , wobei der Nachdruck auf Radon , Helium und 1
  Argon gelegt werden soll . Die vorhandenen Techniken zur Messung von .
   Radon ( Pumpmonitoren , statische Monitoren , Bahnspurendetektoren und
   Festkörperdetektoren ) und seiner Effekte ( Thermolumineszenz ) werden
  miteinander verglichen . Es ist eine Pilot-Phase von der Dauer eines ,
   Jahres vorgesehen ; bei gutem Ergebnis wird sich ein Zweijahrespro-
   jekt anschliessen .
   2.1.2.2 .   Beförderung und Ablagerung von Uran aus der Lösung
   Uran ist im hydrogeochemischen Milieu in der Regel beweglich . Es ist
   jedoch schwierig , anomale Uranwerte zu interpretieren , da die in
   diesem Milieu wirksamen Faktoren nicht in vollem Umfang bekannt sind *
   Eine Untersuchung über den Transport von Uran und anderen Begleit-
   elementen im Wasser , die Übertragung auf den Boden , die See-Sedi-
   mente und die Vegetation in bekannten Urangebieten ist erforderlich ,
   um die physikalisch-chemischen Faktoren zu bestimmen .
   2.1.2.3 .   Direkte Messung von Uran in situ
    Die Direktmessung von Uran in situ wäre von besonderem Nutzen für den
   Uranbergbau , da ein mangelndes Gleichgewicht zwischen den Folgepro-
   dukten des Urans Probleme bei der Bohr lochbewertung aufwirft . Die
    verfügbaren Techniken ( Röntgenf luoreszenz , Californiumneutronen-
    quellen und Neutronengeneratoren ) müssen noch durchentwickelt werden .
    Auch die vorhandenen Instrumente bedürfen einer Weiterentwicklung
    und Beurteilung . Die Interpretation der bei Bohr lochunter suchungen
    gewonnenen Daten wirft ebenfalls schwierige Probleme auf / mit deren :
    Untersuchung sich eine Expertengruppe befassen wird «
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   2.1.3 .              EICHUNG VON INSTRUMENTEN
  Damit die Prospektionsergebnisse interpretiert und mit denen ander-*
  weitig durchgeführten Arbeiten verglichen werden können , müssen für
  die Europäische Gemeinschaft allgemein zur Verfügung stehen :
. a ) Zählstandards ( Radium , Thorium , Kalium ) für die Eichung von
      Schürf inst rumenten ,
  b ) Strahlenquellen mit grossem Durchmesser für die Eichung von
      Szinti llometern und Spektrometern für Geländeuntersuchungen ,
  c ) Teststreifen , mit denen an Bord von Luftfahrzeugen befindliche
      Strahlungsmessgeräte während des Fluges geeicht werden können .
  Zur Bereitstellung der genannten Ausrüstungen ist eine Gemeinschafts­
  aktion notwendig .
  2.2 .    FORSCHUNGS - UND ENTWICKLUNGSARBEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT
           DER URANGEWINNUNG
  Mit Unterstützung nationaler Sachverständiger hat die Kommission den
  Stand der F&E-Arbeiten im Zusammenhang mit der Uranerzaufbereitung
  und Urangewinnung in verschiedenen Mitgliedstaaten analysiert .
  Die Untersuchung hat ergeben , dass sich das Interesse in diesem Be­
  reich aus folgenden Gründen belebt :
  - Wachstum des Uranweltbedarfs
  - Steigen der Uranpreise
  - Vorsorge für eine sichere Uranversorgung aus auswärtigen Quellen .
  Da die Uranreserven innerhalb der Gemeinschaft begrenzt sind , müssen
   F&E-Bemühungen auf Gemeinschaftsebene unternommen werden , um das
   Interesse an der Urangewinnung aus armen Erzen und anderen Quellen
  zu fördern .
  Es handelt sich hier um eine Lebensnotwendigkeit für die Gemeinschaft
  wenn, sie ihre Versorgung mit diesem kritischen Material sichern will .
  Wenn fortgeschrittene Verfahren zur Urangewinnung entwickelt werden ,
  erhalten die Mitgliedstaaten auch die Möglichkeit zur Ausfuhr moder­
  ner Technologie .. Der Erlös würde zusammen mit dem Wert des gewonnenen
  Urans die Zahlungsbilanzdefizite verringern .
  Die ausgewählten Forschungsthemen würden entweder zu einer signifi­
  kanten Senkung der Aufbereitungskosten oder zur Urangewinnung aus
  Vorkommen führen , die bishsr noch nicht abgebaut worden sind .
  Mit Sorgfalt wurden Forschungsarbeiten ausgewählt , die zur Entwick­
  lung von Methoden führen , bei deren Anwendung - sich die Urangewin-
  nungsprozesse erheblich verbilligen würden . Solche Forschungsarbeiter
  - sind für alle Mitgliedstaaten unmittelbar oder indirekt irteresr
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- ergänzen oder verstärken die einzelstaatliche F&E ;
- vermeiden unnütze Überschneidungen mit einzelstaatlicher FSE .
Der vorliegende Vorschlag gliedert sich in zwei Hauptabschnitte :
a ) Untersuchungen zur technisch-wirtschaftlichen Durchführbarkeit
    mit dem Ziel , die Beurteilung der Urangewinnung aus verschie­
    denen Quellen zu verbessern ;
b ) F&E-Vorhaben
     zur Verbesserung der Aufbereitungs- und Gewinnungsverf ahren , wo­
     bei das Schwergewicht auf armen Erzen und schwach erzhaltigen
     Vorkommen als möglichen alternativen Versorgungsquellen liegt .
 2.2.1 . STUDIEN ZUR TECHNISCH-WIRTSCHAFTLICHEN DURCHFOHRBARKEIT
 2.2.1.1 . Urangewinnung aus phosphorsäurehaltigen Flüssigkeiten
 Die hohen Uranpreise bieten der Phosphatindustrie eine attraktive
 Gelegenheit zur Gewinnung von Uran als Nebenprodukt der Düngemittel-
 herstellung . Mit der Ruckgewinnung aus phosphorsäurehaltigen Flüssig­
 keiten würden bedeutende Ressourcen geschaffen , mit denen die Ver­
 sorgung der Kernbrennstoff industrie der Gemeinschaft verbessert wer­
 den könnte ; gleichzeitig würde ein kontaminierender radioaktiver
 Stoff aus den Prozessrückständen und Düngemitteln entfernt . Um die
 Durchführbarkeit der Urangewinnung aus dieser Quelle sowie die
 kommerziellen und die Umweltauswirkungen zu beurteilen , soll bei den
 phosphatverarbeitenden Unternehmen in der EWG eine Untersuchung
 durchgeführt werden , in deren Rahmen die Mengen veranschlagt sowie
 möglicherweise auftretende technisch-wirtschaftliche Probleme beur­
 teilt werden sollen . In einigen Fällen kann es sich als notwendig
 erweisen , analytische Daten über die Urankonzentrationen der Erze ,
 Prozessflüssigkeiten und Rückstände zu erlangen . Dieses Projekt
 würde das-Projekt 2.2.2.3.1 . ergänzen . 1
 2.2.1.2 .   Urange 1.. innung aus Meerwasser
 Mehrere Gemeinschaftsländer haben umfangreiche Studien über die Uran-
 gewinnung aus Meerwasser und verdünnten Lösungen durchgeführt . Ober
 einen grossen Teil der dabei erzielten Ergebnisse ist noch nicht in
 vollem Umfang berichtet worden .
  Die Berichterstattung über diese Arbeiten wird als wesentliche Vor­
  aussetzung zur Erleichterung weiterer Studien über Absorptions-
  Schlämmungs- Prozesse und über die Auswahl und Entwicklung der Sorp-
  tionsstoffe angesehen , damit unnötige Doppelarbeiten . vermieden werden
  können . Es wird vorgeschlagen , die vorliegende Erfahrung in diesem
  Bereich ins einzelnen zu prüfen .
 ---pagebreak---                                -  9  -                XI 1 / 1 78/ 77
 2.2.1.3 .    Verhütung von Verunreinigungen durch die Erzaufbereitung
 Ein wichtiges Problem ist die Verhütung von Umweltbelastungen durch
Abfälle , die be'i der gegenwärtigen und künftigen konventionellen
 Erzaufbereitung entstehen . Es dürften sich noch grössere Schwierig­
 keiten ergeben , wenn arme Erze mit Laugungsmethoden in situ behan­
delt werden . Die Probleme und ihre möglichen Lösungen sollen im ein­
 zelnen untersucht werden .               -
 2.2.2 .                     F&E-PROJEKTE
 2. 2. 2. 1 . Entwicklung von Gewinnungsverfahren
 2.2.2.1.1 .    In situ-Laugung bei Vorkommen begrenzter Grösse
Um die Möglichkeiten des Abbaus kleiner ( 10 bis 500 t Uranmetallge-
halt ) mittel - bis hochwertiger Erzlagerstätten in der Gemeinschaft
zu beurteilen , sollen Tests unter Verwendung von in situ-Laugungs-
verfahren mit sauren oder alkalischen Lösungen durchgeführt werden .
Besonderes Gewicht wird darauf gelegt , dass die Erzlagerstätten so
vorbereitet werden , dass
 ( a ) Umweltbelastungen , vor allem eine Verschmutzung des Grund­
       wassers , vermieden werden ;
 ( b ) der Kontakt zwischen Erzen und Reagenzien verbessert wird .
Ein oder mehrere geeignete Standorte sollen für Feldversuche ausge­
wählt werden , in deren Rahmen auch die Kosten der Urangewinnung zu
veranschlagen sind .
2.2.2.1.2 .     Bakterielle Laugung
Verschiedene bakterielle Laugungsprozesse ( Botti chlaugung , Aus­
 laugung von Abraum , Auslaugung der aufgehäuften Erze , bakterielle
Regenerierung der Laugen ) können verschiedene Vorteile wie gerin­
gen Chemikalienaufwand , reduzierte Kapitalkosten , niedrigere Wirt­
schaft Ii chkeitsschwelle der Erze und Milderung der Umweltprobleme
bieten . Es sollen Labor- und Pilotanlagentests durchgeführt werden ,
um die in Betracht kommenden Methoden miteinander zu vergleichen ,
das Schwergewicht soll auf den wirtschaftlichen Aspekten im Vergleich
zu anderen Aufbereitungsverfahren liegen . Bisher ist die bakterielle
Laugung nur auf pyrithaltige Erze angewandt worden ; es wird vorge­
schlagen , sie auf andere Arten von Erzen ( z.B. Sandstein ) anzuwenden
und Angaben über die technische Auslegungsparameter zu erlangen .
2.2.2.1.3 .     Höcht emperatur-Hcchdruck-Laugung
Diese Technik soll im Labor- und Pilotanlagenmassstab an Erzen wie
Sandstein und Schiefer erprobt werden .
Es besteht die Möglichkeit ,» die Laugungsdauer durch Anwendung der
Hochtemperatur-Hochdruck-Laugung# z.B. in röhrenförmigem Reaktions-
gef 'ässen , von Tagen auf Minuten zu reduzieren .
 ---pagebreak---                                         -  10  -               XII / 178/ 77
 2 . 2 „ 2t. 1 . 4 .   Gewinnung von Uran und sonstigen Wertstoffen aus schwer
                       suf scfliess'-jaren Erzen und Abbrand
 In einigen Gebieten der Gemeinschaft gibt es Anzeichen für grosse
Mengen Uran in schwer auf schliessbaren Mineralien sowie in Ölschiefer
und ßraunkohleformationen . Eine allgemeine Methode zur Aufbereitung
dieser Erzarten wird mit Laugung sowie mit Rost- und Chlor ierungs-
prozsssen arbeiten . In Betracht gezogen werden auch :
- schwer auf schliessbares Erz aus Grönland ( steenstrupine ) : Labor­
    untersuchungen zur Simulierung hydrothermaler Veränderungsprozesse
    als ein Schritt bei der Entwicklung von Verfahren zur Gewinnung die­
     ses potentiellen Erzes ;
- Ölschiefer und Braunkohle : Anwendung des Wirbelschichtrostver-
    fahrens ; Gewinnung von Uran und anderen Wertstoffen, zum Beispiel :
    Vanadin und Aluminium , durch alkalische Extraktion oder mittels
    anderer Methoden aus Abbrand ;
- Gewinnung von Uran als flüchtiges Chlorid aus schwer aufschliess-
    baren Erzen .
2.2.2.2 .            Aufbereitung von armen Erzen und Abfällen
2.2.2.2.1 .            Gewinnung von Uran aus Phosphatsedimenten
Das Interesse richtet sich gegenwärtig auf die Möglichkeit , Uran in
Phosphatsedimenten in Europa zu finden , und einige Vorkommen sind be­
reits nachgewiesen worden . Mineralogische Untersuchungen und Labor*
tests sollen durchgeführt werden , um die technologischen Wege zur
Gewinnung von Uran und anderen wertvollen Komponenten ( NE-Metalle
usw .) zu ermitteln .
Auf den erfolgreichen Abschluss der Laborarbeiten könnten Arbeiten
im Pilotmassstab folgen .
2„2.2,2„2 .           Urang ^ ■i rmung bei der Aufbereitung der Abfälle von
                      phosphal i schem Gestein
Bei der Produktion von Phosphorsäure und Düngemitteln in der Gemein- *
Schaft entstehen Abfälle wie Laugungsrückstande und phosphati scher ;
Gips , die wertvolles Uran enthalten und deren Beseitigung Probleme
aufwirft . Es wsrd vorgeschlagen , Methoden zur Rückgewinnung dieses
Urans und zur Eindämmung der Beseitigungsprobleme zu untersuchen «
2.2*2.3',           Uranqewinnunq aus armen Ressourcen
2m 2 a 2.3- 1 «       Urangewinnung aus phosphorsäureha It igen Flüssigkeiten
Phosphatgestein mit einem U– Gehalt von 50 bis 2C 0 ppm wird zur Er-*
zeugung von rund 2.500.000 t /a Pp0 5 in die Gemeinschaftsländer ein­
geführt « Ein grosser Teil des Urans geht in die Prozessflüssigkeiten
ein und es besteht die Häßlichkeit , 1000 bis 2000 t /a ruck Zugewinnen *
 ---pagebreak---                                                       XI 1 / 1 78/ 77
                             -  11
  Sehr komplexe Verfahren der Lösungsmittel-Extraktion sind in den USA
  entwickelt worden ; sie wurden aber noch nicht kommerziell eingesetzt ,
  da die Handhabung sehr saurer Flüssigkeiten mit Schwierigkeiten ver­
  bunden ist .
  Es wird vorgeschlagen , alternative Verfahren einschliesslich ähnlicher»
 Losungsmittel-Extraktions- und I.onenaustausch-Techni ken , aber mit
 neuen Reagenzien , mit denen die Rückgewinnung einfacher und wirf
 schaft licher ist , zu entwickeln .
 2.2.2.3.2 .   Urangewinnung aus Meerwasser
 Die Gewinnung von Uran aus dem Meerwasser war und ist Gegenstand um­
 fangreicher Arbeiten in einigen Mitgliedstaaten ( siehe 2 . 2 . 2.1 . 2 .).
 Die Untersuchungen haben ergeben , dass die Gewinnungskosten hoch
 sind . Aus Gründen der Versorgungssicherheit und wegen der Verfügbar­
 keit dieser umfangreichen Ressourcen wird der Urangewinnung aus Meer­
 wasser erneut Interesse entgegengebracht .
 Nach Vorschlagen und Berichten aus einigen EWG-Ländern ist es mög­
  lich , Uran unter Verwendung spezieller Systeme , die mit neuen Typen
 von anorganischen oder organischen synthetischen Sorptionsstoffen
 sowie anderen Verbindungen mit dem biologischen System arbeiten , die
 Uranionen in stark verdünnten Lösungen an sich ziehen können , aus
 Meerwasser zu gewinnen . Es sollten Forschungen im Labormassstab und
 anschliessend Pilotversuche durchgeführt werden , um die Aussichten
 einer wirtschaftlichen Gewinnung neu zu beurteilen .
 FINANZIERUNG UND ABWICKLUNG DES F&E-PROGRAWIS
 3.1 . Das Programm wird als indirekte Aktion der Gemeinschaft durch­
 geführt . Die Gesamtkosten des Programms für einen ersten Zeitraum von
 drei Jahren ( 1978-1980 ) werden auf 9,3 Mio RE veranschlagt . Der fi­
 nanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu dieser indirekten Aktion wird
: auf maximal 4»65 Mio RE veranschlagt , d.h .: >
 1,40 Mio RE für F&E auf dem Gebiet der Uranschürfung
 3,25 Mio RE für FSE im Bereich der Erzaufbereitung und -gewinnung
 ( siehe vorläufige Aufschlüsselung in Anlage I ).
 3.2 . Die Kommission wird das Programm in enger Zusammenarbeit mit
dem Beratenden Programmausschuss für das F&E-Programm betreffend
 Natururan durchführen , der im Wege eines Ratsbeschlusses einzusetzen
 ist »
 Der Ausschuss wird alle eingehenden F&E-Vorschläge prüfen und die
Kommission über die jeweilig ?n Vorzüge dieser Vorschläge unterrich­
ten . Er wird die Durchführung der Projekte verfolgen und die Ergeb­
nisse nach Abschluss der Arbeiten beurteilen . Er wird auch Empfeh™
 lungen zu notwendigen weiteren Forschungsarbeiten und Prioritäten
für die Wetterführung des Programms aussprechen «
 ---pagebreak---                                 12  -                 XII / 178/ 77
3» 3» Die Kennt ni sse , die sich aus der Durchführung dieses Programms
ergeben / ue^den gemäss Verordnung des Rates ( EWG) Nr . 2380/ 74 vom
17» September 1974 (ABL« L 255 vom 20.9.1974/ S. 1 ) verbreitet .
 ---pagebreak---                                          13 -               XII / "1 78/ 77
                                     ANLAGE I
               F&E-Programm UranschCirfung und Urangewinnung
                                                Gesamt-               Gemeinchafts-
                                                kosten    Jahre '          beitrag
                                              ( Mio RE >    3            ( Nio RE >
2.1 . Uranschurfung
2.1.1 . Suche nach neuen Uranprovinzen            1.6                        0.7
        - Untersuchung zur Urangeologie
        - Untersuchung von Pb-Isotopen
        - Verfahren für schnelle geo-
          cbemische Analysen
        - Fernmessungen fûr Schurfungs-
          zwecke
        - Geochemische Analysen aus der
          Luft
2.1.2 . Entdeckung spezifischer Uranvor-          1.0                        0%5
        kommen
        - Ausbreitung gasförmiger Uran-
          folgeprodukte
        - Transport und Ablagerung von
          Uran aus Lösungen
        - 1n s1tu-Dlrektirt<?ssung von Uran
2.1.3. Eichung von Instrumenten                   0.2                        0.2
                              Zwischensumme       2.8                      s 1.4
 ---pagebreak---                                    14                      XI 1 / 178/ 7 ?
                                ANLAGE I ( Fortsetzung )
             F&E-Programm Uranschürfung und Urangewinnung
                                                  Gesamt-          Gemei nschafts
                                                  kosten               beitrag
                                                ( Mio RE )              ( Mio RE )
Uranerzauf bereitung
                                                    0.2                     0.2
2.1 . Studien zur technisch-wirtschaft-
      lichen Durchführbarkeit
2.2 . Entwicklung von Extraktionsverfahren          3.7                     1.8
      - in situ-Laugung
      - bakterielle Laugung
      - Hochtemperatur-Hochdruck- Laugung
      - Extraktion aus schwer aufschliess-
         baren Erzen und Abbrand
2.3 . Aufbereitung von armen Erzen und                                      0.2
      Abfällen
      - Gewinnung aus Phosphatsüdimenten
      - Gewinnung aus Phosphorsäure in
         Aufbereitungsanlagen
2.4 . Gewinnung aus armen Vorkommen                  2.2                     1.05
      ** Phosphorsäurel'altige Flüssig­
         keiten
      - Meerwasser
                               Zwischensumme         6.5                     3.25
                               Total                 9.3                     4.65
                                                     B5B                     8S8B
 ---pagebreak---               Schätzung der Kernenergiekraftwerkskapazität und des Uranbedarfs
          - '                    I                                                   I
Zei le Schätzung                   Einheiten                1976     1980      1985    1990
 1.    EWG                       I GWe                       19,1      47         90     160
 2.    Welt AIEA                   GWe                                178      ( 350   ( 550
       ( World Nuclear Power                                                   ( 400   ( 750
       Growth , not included
       countries with centra­
       lized economics )
 3.    Jahresbedarf EWG            1000 Tonnen U / Jahr       6        12,5       18      28
 4.    Kumulierter Bedarf EWG      1000 Tonnen U              6        40        120     250
 ---pagebreak---                                             -   16  -                   XI 1 / 1 78/ 77
                                          ANLAGE III
                        Zusammenfassung der Welt-Uranreserven
                                  Hinreichend gesicherte        Geschätzte zusätzliche
                                            Reserven                      Reserven
                                  15 8 / lb          15 - 30    15 8 / lb              15 - 30
                                  U308               2/ lb      U3°8                . £ / lb
                                  ( Reserven )       U3 «                              U3°8
  Australien                      312 ( 1 )          41 ( 1 )   . 80             nicht bekannt
  Kanada                          145 ( 2>           28 ( 2)    303 ( 2)               302 ( 2>
  Sudafrika                       186                90            6                    68
  USA                             420«C3)            180«< 3) . 500                    312
  Westeuropa                        54               423          35                   131
  Sonstige                        133                  61         60                    77
  Insgesamt ( abgerundet )      1250                 820        980                    890
  Änderung gegenüber
| Quelle*                       + 170                + 90       - 20                 + 210
  + Es handelt sich um Preise von t 20 und t 20 bis 40 und nicht um Kosten
  ♦ Einschliesslich Nebenprodukte der Phosphat- und Kupferproduktion
  * Die Zahlen wurden entnommen :
    Nuclear Energy Agency and International Atomic Energy Agency Uranium :
    Resources , production <ind emand , including other nuclear fuel cycle data
    ( Paris : 0ECD , 1976 ), 73 p.
    wenn nichts anderes angegeben
    ( 1 ) Gray A.J. Australian uranium - will it ever become available?^
          Reference 5 .  28-37
    ( 2 ) Canada , Department of Energy , Mines and Resources ,
          1975 Assessment of Canada 's uranium supply and demand
          ( Ottawa : The Department , June 1976 )
    ( 3 ) United States , ERDA , National uranium resource evaluation
          ( Washington , D.C : ERDA , June 1976 )
 ---pagebreak---                                                                         XlI / 178 / 77 - D
          VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES ZUR FESTLEGUNG
                EINES FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROGRAMMS PER EUROPÄISCHEN
      ATOMGEMEINSCHAFT AUF DEM GEBIET DER URANSCHÜRFUNG UND URANGEWINNUNG .
                                     ( INDIREKTE AKTION )
   Der Rat der Europäischen Gemeinschaften -
   gestützt auf rlen Vertrag zur Grün­
  dung der Europäische Atomgemeinschaft , insbesondere auf Artikel 7, nach
  Kenntnisnahme des nach Anhörung des wissenschaftlichen und technischen                   '
  Ausschusses von der Kommission vorgelegten Vorschlags , nach Stellungnahme
  des Europäischen Parlaments .                        in Erwägung nachstehender Gründe :
             H
  Im Rahmen der Wissenschafts- und Technologiepol iti k stellt das mehrjährige
  Forschungs - und Entwicklungsprogramm einen wesentlichen Beitrag der Gemein­
  schaft zur                                       Kernindustrie und zur Erlangung und
  Verbreitung von Kenntnissen auf dem Nuklearsektor dar .
* Da die Versorgung der Gemeinschaft mit Natururan in hohem Maße von Dritt­
  ländern abhängt , liegt es im Intr-resse der Gemeinschaft , die auf ihrem
  Gebiet liegende Ressourcen in verstärktem Maße zu nutzen .
  Die Forschungs- und r-    c'-'. I. ungstäi 1 gke f t d:5 r Gemeinschaft auf dem Gebiet
  der Uranschürfung und Urangewlnnunfj kann ?.u der Verwirklichung dieses Ziels
 beitragen -
 BESCHLIESST :
                                         A RU.  L    1
 Mit Wirkung vom ... Januar 1978 wird für die Dauer von drei Jahren ein Forscho
 und Entwicklungsprogramm für Uranschürfung und Urangewinnung im Sinne de'; A'ha
 AS AS , der Bestandteil dieses Beschlusses ist , durchgeführt .
 ---pagebreak---                                                      XIl / 178 / 77 -D
                          ARTIKEL 2
Der Höchstbetrag der zur Durchführung dieses Programms erforderlichen Verpflich-
tungsermächtigung wird auf 4,65 Millionen Rechnungseinheiten und der Personalbe­
darf auf höchstens drsi Bedienstete veranschlagt . Für die Rechnungseinheit gilt die
Definition der geltenden Haushaltsordnung .
                            Geschehen zu Brüssel
                            Im Namen des Rates
                            Der Präsident
 ---pagebreak---                                                     XI 1 / 1 78/ 77 - 0
                                                    ANLAGE
Forschungsbereich I : Uranschürfung
2.1.1 . Suche nach neuen Uranprovinzen
        - Untersuchung zur Urangeologie
        - Untersuchung von Pb-Isotopen
        - Verfahren für schnelle geochemische Analysen
        - Fernmessungen fur Schiirfungszwecke
        - geochemische Analysen aus der Luft
2.1.2 . Entdeckung spezifischer Uranvorkommen
        - Ausbreitung gasförmiger Uranfolgeprodukte i
        - Transport und Ablagerung von Uran aus Lösungen
        - In- situ- Di rektmessung von Uran
2.1.3 . Eichung von Instrumenten
Uranerzaufbereitung und Urangewinnung                             v
2.2.1 . Studien zur technisch-wirtschaftlichen Durchführbarkeit
        2.2.2.1 . Entwicklung von Extraktionsverfahren
                  ρ
                  - In-si tu- Laugung
                  - bakterielle Laugung
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                       - Hochtemperatur-Hochdruck- Laugung
                       - Extraktion aus schwer auf schließbaren Erzen und
                         Abbrand
             2.2.2.2 . Aufbereitung von armen Erzen und Abfälle
                       - Gewinnung aus Phosphat Sedimenten
                       - Gewinnung aus Phosphoraure in Aufbereitungsanlagen
             2.2.2.3 . Gewinnung aus armen Vorkommen
                       - phosphorsaurehaltige Flussigkeit
                       - Meerwasser
Die Forschungsarbeiten werden im Wege von Verträgen durchgeführt .
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                             FINANZBOGEN
  STELLE IM HAUSHALTSPLAN : 3364 .
  BEZEICHNUNG DES VORHABENS : Forschungsprogramm im Bereich der Uran-
  schürfung und der Urangewinnung Cindirekte Aktion '1978-1980)
  RECHTSGRUNDLAGE : Artikel 7 EAG Vertrag
                        Beschlufî des Rates
  BESCHREIBUNG . ZIEL(E ) UND BEGRÜNDUNG DES VORHABENS :
  4.1 .   Beschreibung
'      i  Uranschurfung und Urangewinnung .
          Durch Kostentei lungsverträge mit Forschungsorgam smen der
          Mitgliedstaaten in nachstehenden Bereichen durchgeführte
          Forschungsprogramme . .
          1)        Forschung und Entwicklung im Bereich Uranschürfung ;
          2)        Forschung und Entwicklung im Bereich Urangewinnung
                    und Erzaufbereitung .
  4.2 .   Ziel
          F- &- E- Ziele.
          1)        Kapazitätserweiterung der Selbstversorgung der E6 mit
                    Uran ,
          2)        Entwicklung neuer Techniken der Schürfung und der Aus"
                    beutung von Uranablagerungen .
  4.3 .   Begründung des Vorhabens
          Aktionen auf Gemeinschaftsebene optimieren die Produktivität
          der in den Mitgliedstaaten durchgeführten Froschung durcb
          Verhinderung von Doppelgleisigkeit und durch Füllen von
          Kapazitätslücken . Sie ermöglichen auch eine Konzentrierung
          der Kapazität derForschungsorgani smen der Mitgliedstaaten auf
          Probleme von Gemeinschaft sbeteutung und fördern die Entwick­
          lung fortgeschrittener Technologien .
  GESAMTE FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN DES VORHABENS WÄHREND D£R V0RAUS6
  SICHTLICHEN GESAMTDAUER ( in ERE )
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       5.0 .   Auswirkungen auf die Ausgaben ( Kosten )
               - des Gemeinschaftshaushalts                   4.650.000 ERE
               - des Mitgliedstaatlichen Verwaltung
               - andere Sektoren auf einzelstaat Ii eher      4.200.000 ERE
                                          Ebene
               INSGESAMT                                      8.850.000 ERE
       5.0.0 . Mehrjähriger Ausgabenplan
               Verpf lichtungsermâchtigungen                  in ERE
                          1978          1979        .   1980              1981
Personal                  123.100       132.948       142.796
Sachausgaben                30.900       33.372         35.844
der Verwaltung
Verträge                2.846.000     1.183.680       121.360
INSGESAMT               3.000.000     1.350.000       300.000
Zahlungsermachtigungen
                          1978          1979            1980              1981
Personal                   123.100      132.948       142.796
Sachausgaben                30.900       33.372         35.844
der Verwaltung
Vertrage                   646.000      833.680     2.421.360            250.000
INSGESAMT                  800.000    1.000.000     2.600.000            250.000
       5.0.1 . Berechnungswei se
                ( anschuessli ch der Mehrjahresvoranschlage )
               a)         Personalausgaben
   *            Der Drittelbedarf wurde auf der Basis eines Personaleinsatzes
                von 3 Bediensteten für dieses Programm ermittelt :
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        1978-1980 ( 3 Jahre )
        2 Beamte(r ) der Laufbahngruppe A
        1 Beamte(r ) der Laufbahngruppe C.
        Ausser der Berechnung für das reinen Personalbestand berück­
        sichtigen die angegebenen Zahlen auch die Gegebenheiten im
        Sinne des Ratsbeschlusses vom 21.12.1976 in bezug auf die An­
   *    passung der Bezüge der Beamten der Europäische Gemeinschaften
        und in diesem Zusammenhang gegebenfalls anzuwenden Beri chtigungs1
        koeffizienten zur Berücksichtigung eventueller Erhöhungen auf­
       grund der Entwicklung des allgemeinen Preisniveaus in der Ge­
        meinschaft . Die für Berechnung veranschlagten Steigerungsraten
        Schätzungen für des Drei jahreszeitraum 1978/ 1980 überein .
        Die Berechnung der Ausgabenerhöhungen des bis 1982 wurde an­
        hand folgender Indizes vorgenommen : 1978-108; 1979-116; 1980-
        124 ; 1981-132 .
        b)      Ausgaben für Verträge
        Im Hinblick auf die Art der jeweiligen Themen und die QuaU -     '
        fikation der Vertragsnehmer kann hier eine einheitliche Be-
        rechnungsweise nicht festgelegt werden .
5.1 .   Auswirkung auf die Einnahmen ( auszufüllen durch die GD XIX )
                Erträgen aus der Steuer auf die Bezüge der Beamten
                Beitrage des Personals zur Altersversorgung .
FINANZIERUNG DES VORHABENS
6.0 .
6.1 .
6.2 .
6.3 .   In den nächsten ( künftigen ? Haushaltsplan ( Haushaltsplännen ?
        einzusetzende Mittel 080