CELEX: 31989R2451
Language: de
Date: 1989-08-10 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2451/89 der Kommission vom 9. August 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von frischen Zitronen mit Ursprung in Brasilien

10 . 8 . 89                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 233/23
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 2451/89 DER KOMMISSION
                                                     vom 9. August 1989
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von frischen Zitronen
                                                 mit Ursprung in Brasilien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                   Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 Q, müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                                  berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                                  Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen            anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                  Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für frische
                                                                  Zitronen mit Ursprung in Brasilien an zwei aufeinander­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und              folgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter dem
Portugals,                                                        Referenzpreis gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe
                                                                  für diese frische Zitronen erhoben werden.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die          erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/88 Q, insbesondere auf                 zugrunde zu legen :
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                                  — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
in Erwägung nachstehender Gründe :                                     punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                       Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                   nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr                Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­               gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 zweiter
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                    Unterabsatz letzter Gedankenstrich der Verordnung
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­                (EWG) Nr. 1676/85 des Rates (*), zuletzt geändert
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in                     durch die Verordnung (EWG) Nr. 1636/87 Q,
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
                                                                   — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                     sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                    kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­              während     des   bestimmten      Zeitraums   für  die
baren Einfuhrpreise sein.                                              Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
                                                                        hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1373/89 der Kommission                    vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
vom 19 . Mai 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für
 frische Zitronen für das Wirtschaftsjahr 1989/90 (3) wurde
der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I
auf 60,82 ECU je 100 kg Eigengewicht für die Monate
Juli und August 1989 festgesetzt.                                  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                     Artikel 1
 für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
 Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten
 Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese            Auf Einfuhren von frischen Zitronen (KN-Code ex
 Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz            0805 30 10) mit - Ursprung in Brasilien wird eine
 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle                Ausgleichsabgabe in Höhe von 15,65 ECU je 100 kg
 und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­            Eigengewicht angewandt.
 tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
 (EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                            Artikel 2
 Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
                                                                   Diese Verordnung tritt am 11 . August 1989 in Kraft.
 (0  ABl. Nr. L 118 vom 20.   5. 1972, S. 1.
 (2) ABl. Nr. L 118 vom 29 .  4. 1989, S. 12.                      O ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .
 f)  ABl. Nr. L 137 vom 20.   5. 1989, S. 24.                      («) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6 . 1985, S. 1 .
 (4) ABl. Nr. L 220 vom  10 . 8. 1974, S. 20.                      O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 233/24                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        10. 8 . 89
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 9. August 1989
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Ray MAC SHARRY
                                                                Mitglied der Kommission