CELEX: 51983PC0476
Language: de
Date: 1983-07-25 00:00:00
Title: EMPFEHLUNG BESCHLUSS DES RATES betreffend die Unterzeichnung des Ubereinkommens zur Zusammenarbeit der Verschmutzung der Nordsee durch 01 und andere Schadstoffe zu unterzeichnen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (83) 476
Vol. 1983/0180
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                      K0M(83) 476 endg.
                                      Brüssel, den 25. Juli 1983
                                 EMPFEHLUNG
                            BESCHLUSS DES RATES
           betreffend die Unterzeichnung des Übereinkommens zur
     Zusammenarbeit der Verschmutzung der Nordsee durch 01 und ande
                        Schadstoffe zu unterzeichnen
                   (von der Kommission dem Rat vorgelegt)
 KOm(83) 476 endg.
 ---pagebreak---                                Begründung
Gemäss der Entscheidung des Rates vom 19. Mai 1981 verhandelte die Kommission
den Beitritt der Europäischen Wirtschäftgsgemeinschaft zum Bonner Überein­
kommen, das die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Ölverschmutzungen
der Nordsee betrifft.
Dem Beschluss des Rates entsprechend hat die Kommission bei gleichzeitiger
Konsultation der Vertreter der Mitgliedstaaten die Verhandlungen geführt.
Geichzeitig mit den Verhandlungen wurden unter den Vertragsparteien Verhandlungen
über ein neues Übereinkommen geführt, mit dem Ziel, die gegenseitige Zusammen­
arbeit zu stärken, die geographischen Grenzen des Anwendungsbereichs des
Übereinkommens anzupassen und eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von
Verschmutzungen zu ermöglichen, die durch nicht aus Kohlenwasserstoffen
bestehende Schadstoffe verursacht werden.
Das Ergebnis der Verhandlungen ergibt sich aus den beigefügten Texten, deren
Unterzeichnung anlässlich einer Diplomatischen Konferenz Anfang September 1983
in Bonn erwartet wird.
Damit die Gemeinschaft dieses Übereinkommen mit den anderen Vertragsparteien
auf der Diplomatischen Konferenz unterzeichnen kann, ist erforderlich, dass
der Rat den Präsidenten des Rates ermächtigt, die Personen zu bestimmen, die
das Übereinkommen im Namen der Gemeinschaft unterzeichnen können.
Die Kommission empfiehlt dem Rat möglichst bald darüber zu entscheiden, dass
das Übereinkommen über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Ölverschmutzung
und der Verschmutzung durch andere gefährliche Substanzen der NOrdsee unter­
zeichnet werden kann und den Präsidenten des Rates zu ermächtigen, die Personen
zu benennen, die dieses Übereinkommen unter Vorbehalt seiner Annahme im Namen
der Gemeinschaft während d    Diplomatischer Konferenz Anfang September in Bonn
unterzeichnen.
 ---pagebreak--- Mitteilung der Kommission an den Rat
Ergebnisse der Verhandlungen über den Beitritt der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft zum Bonner Übereinkommen (1969) zur Zusammen­
arbeit bei der Bekämpfung von Ölverschmutzungen der Nordsee.
Empfehlung zur Unterzeichnung des Übereinkommens zur Zusammenarbeit bei
der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee durch Öl und andere Schadstoffe.
 ---pagebreak---                                     - 1 -
  I. FinJU.'j_tung
     Durch seinen Beschluss vom 19. Mai 1981 hat der Rat die Kommission dazu
     ermächtigt, Verhandlungen über den Beitritt der Europäischen Wirtschafts­
     gemeinschaft zürn Bonner Übereinkommen vom 9. Juni 1969 zur Zusammenarbeit
     bei der Bekämpfung von ölverschmutzungen der Nordsee zu führen.
     Gleichzeitig mit den Verhandlungen über den Beitritt der Gemeinschaft zum
     Bonner Übereinkommen wurden unter den Vertragsparteien Verhandlungen über
     bestimmte Änderungen des Übereinkommens geführt. Diese hatten den Zweck:
     - gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit im Kampf gegen die Verschmutzung
       zu entwickeln;
     - die geographischen Grenzen des Anwendungsbereichs des Übereinkommens
       anzupassen;
     - eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Verschmutzungen zu ermöglichen,
       die durch nicht aus Kohlenwasserstoffen bestehende Schadstoffe verursacht
       werden.
     Dem Beschluss des Rates entsprechend hat die Kommission bei gleichzeitiger
     Konsultation der Vertreter der Mitgliedstaaten die Verhandlungen geführt.
II. Ablauf der Verhandlungen
    Im Laufe der Verhandlungen zeigte sich, dass verschiedene Fragen bezüglich .
    der Möglichkeit des Beitritts der Gemeinschaft zum Übereinkommen näher
    geprüft werden mussten. Das waren u.a.:
    - das Stimmrecht,
    - die Finanzbestimmungen,
    - die Wahl des Vorsitzes.
    Stimmrecht: Es erschien     omessen, sich an die in diesem Zusammenhang
    vorhandenen PräzedenzfälU j halten (die Texte des Übereinkommens
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    entsprechen in dieser Frage Artikel 19 der Pariser Konvention). Auch
    erschien es nicht sehr wahrscheinlich, dass die vertragsch liessenden
    Teile bezüglich der Anwendung des Übereinkommens, das sich vor allem
     auf einen Informationsaustausch bezieht (1), zur Abstimmung schreiten
     würden.
     Finanzbestimmungen: Der Beitrag der Gemeinschaft beträgt 2,5% der gewöhn­
     lichen Ausgaben (2).
     Wählbarkeit für den Vorsitz der Sitzungen der vertragschliessenden Parteien:
     Die Gruppe Umwelt hat sich damit einverstanden erklärt (3), in das Protokoll
     der Ratstagung, auf der über den Abschluss des Übereinkommens entschieden
     wird, die drei folgenden Erklärungen aufnehmen zu lassen:
      - "Der Rat und die Kommission sind der Auffassung, dass der Vorsitz im Rahmen
          des   Bonner Übereinkommens im Wege der Abstimmung durch Aufruf und
         nicht durch turnusmässigen Wechsel der verschiedenen Vertragsparteien
         bestellt werden sollte."
      - "Der Rat erklärt, dass die Frage einer etwaigen Kandidatur der Gemeinschaft
         zum Vorsitz im Rahmen des Bonner Übereinkommens im Rat erörtert und
         entschieden wird."
      - "Die Kommission erklärt, dass sie nicht beabsichtigt, sich bei den
         Vertragsparteien ohne die Genehmigung des Rates für die Gemeinschaft
         um den Vorsitz im Rahmen des Bonner Übereinkommens zu bewerben."
III.    Abschluss der Verhandlungen
       Auf der Sitzung der Vertragsparteien des Bonner Übereinkommens, die vom
       26. bis 29. April 1983 in Den Haag abgehalten wurde, haben alle Vertrags­
       parteien den beigefügten Textentwurf des neuen Übereinkommens, das auch
       die übrigen Schadstoffe mit einschl iesst, angenommen.
        (1) Siehe Dokumente 7129/82 vom 24. Kai 1982 und 7644/82 vom 10. Juni 1982.
        (2) Siehe Dok. 7644/82 des Rates vom iO. Juni 1982.
        (3) Siehe Dok. 9694/82 des Rates vom 7. Oktober 1982.
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     Dieser Text entspricht den Wünschen der Gemeinschaft hinsichtlich des
     StinuiirechLeOünVcler IM nanzbest irrimungen^} Zur^rage der Wahl des Vorsitzes
     sind die Vorl rogsparteion ohne weitere Beratung (ibereinriokommeif, das:, der
    Vorsitz im Woge der Abstimmung durch Aufruf und nicht durch turnusmässiyen
    Wechsel der verschiedenen Vertragsparteien bestellt wird (Art. 12 Par. 2).
IV. Unterzeichnung und Abschluss des Übereinkommens        (Art. 18)
    Dieses Übereinkommen muss auf einer Diplomatischen Konferenz der Vertrags­
    parteien des Bonner Übereinkommens, die Anfang September 1983 abgehalten
    wird, unterzeichnet werden.
    Damit die Gemeinschaft das Übereinkommen gemeinsam mit den übrigen Vertrags­
    parteien auf der genannten diplomatischen Konferenz unterzeichnen kann,
    muss der Rat dem Ratspräsidenten die Genehmigung erteilen, die Personen
    zu bestellen, die berechtigt sind, das Übereinkommen im Namen der Gemeinschaft
    zu unterzeichnen.
    Die Kommission behäLt sich vor, dem Rat, nachdem das Übereinkommen auf
    der diplomatischen Konferenz unterzeichnet wurde, einen Vorschlag für
    einen Beschluss des Rates über den Abschluss des Übereinkommens vorzulegen.
 V. Schluss
    Die Kommission empfiehlt dem Rat, baldigst die Unterzeichnung des Überein­
    kommens zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee
    durch Öl und andere Schadstoffe zu beschliessen und den Präsidenten des
    Rates zu ermächtigen, die Personen zu bestellen, die berechtigt sind, dieses
    Übereinkommen im Namen o’·^ Gemeinschaft zu unterzeichnen, wenn dieses auf
    der diplomatischen Konferenz, die Anfang September 1983 in Bonn stattfindet,
    angenommen wird.
 ---pagebreak---                               EMPFEHLUNG
                         BESCHLUSS  DBS RATES
betreffend die Unterzeichnung des Übereinkommens zur Zusammenarbeit bei
der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee durch OL und andere Schad”
                       Stoffe zu unterzeichnen
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
 gemeinschaft,
 auf Empfehlung der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 Durch seinen Beschluss vom 19. Mai 1981 hat der Rat die Kommission ermächtigt,
 Verhandlungen über den Beitritt der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
 zum Bonner Übereinkommen vom 9. Juni 1969 zur Zusammenarbeit bei der Be­
 kämpfung von Ölverschmutzungen der Nordsee zu führen.
 Es empfiehlt sich für die Gemeinschaft, das Übereinkommen zur Zusammen­
 arbeit bei der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee durch öl und andere
 Schadstoffe, das von der Diplomatischen Konferenz im September 1983 in Bonn
 unterzeichnet werden soll, zu unterzeichnen -
 BESCHLIESST:
                                Einziger Artikel
 Der Präsident des Rates wird ermächtigt, die Personen zu bestellen, die
 befugt sind, das Übereinkommen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der
 Verschmutzung der Nordsee durch öl und andere Schadstoffe rechtsverbindlich
 für die Gemeinschaft zu unterzeichnen.
                                           Geschehen zu          am
                                           Für den Rat
                                           Der Präsident
 ---pagebreak--- ÜBEREINKOMMEN ZUR ZUSAMMENARBEIT BEI DER BEKÄMPFUNG DER
VERSCHMUTZUNG DER NORDSEE DURCH OL UND ANDERE SCHADSTOFFE
D ie      R e g ie r u n g e n      ...........................................................................   u n ^ d ie        E u ro p ä is c h e
W ir ts c h a f ts g e m e in s c h a ft -
in d e r        E r k e n n tn is ,     daß        d ie      V e r s c h m u tz u n g              der        See d u r c h         Öl     und     an­
d e re       S c h a d s to ffe    im N o r d s e e g e b ie t d ie M e e re s u m w e lt u n d d ie In te re s s e n
d e r K ü s te n s ta a te n g e f ä h r d e n k a n n ,
in    A n b e tra c h t d essen ,                daß        e in e      s o lc h e       V e r s c h m u tz u n g            v ie le     U rs a c h e n
hat       und      daß      U n f ä lle      und        a n d e re         E r e ig n is s e         auf        See A n la ß         zu     g ro ß e r
B e s o rg n is g e b e n ,
ü b e rz e u g t,       d a ß d ie F ä h ig k e it z u r B e k ä m p fu n g e in e r so lch en V e r s c h m u t­
zung          so w ie    d ie    w ir k s a m e          Z u s a m m e n a rb e it              und        g e g e n s e itig e       U n te rs tü t­
z u n g d e r S ta a te n f ü r d e n S c h u tz i h r e r K ü s te n                                     u n d d a m it zu s a m m e n h ä n ­
g e n d e n In te r e s s e n n o tw e n d ig s in d ,
e rfre u t        über      d ie    F o r ts c h r itte ,            d ie     b e r e it s       im R ahm en               des      am 9 . J u n i
1969         in   Bonn       U n t e r z e ic h n e te n          Ü b e re in k o m m e n s                zur      Z u s a m m e n a rb e it bei
der        B e k ä m p fu n g      von        Ö lv e r s c h m u tz u n g e n                  der        N o rd s e e       e r z ie l t   w o rd e n
s in d ,
in     dem       W unsch,          d ie      g e g e n s e itig e            U n te rs tü tz u n g               und        Z u s a m m e n a rb e it
b e i d e r B e k ä m p fu n g d e r V e r s c h m u tz u n g w e it e r z u e n tw ic k e ln -
s in d w ie f o l g t ü b e re in g e k o m m e n :
                                                                A R T IK E L            1
D ie s e s      Ü b e re in k o m m e n           fin d e t        A nw endung,                     w enn         d ie      V e rs c h m u tz u n g
oder         d ro h e n d e    V e r s c h m u tz u n g             der       See d u r c h              Öl      oder        a n d e re     Schad­
s to ff e      im N o r d s e e g e b ie t ,         w ie es            in     A r t i k e l 2 fe s t g e le g t is t ,              e in e e r n s te
und        u n m it t e lb a r b e v o r s te h e n d e G e f a h r f ü r d ie K ü s te o d e r d a m it zu s a m ­
m enhängende                In te r e s s e n       e in z e ln e r o d e r m e h r e r e r                      V e r t r a g s p a r t e ie n    d a r­
s t e ll t .
 ---pagebreak---                                                               -    2   -
                                                             A R T IK E L 2
Im S in n e d ie s e s Ü b e re in k o m m e n s b e z e ic h n e t d e r A u s d r u c k                         N o r d s e e g e b ie t
d ie e ig e n t lic h e        N o rd s e e      s ü d lic h     des      B r e it e n g r a d s 6 1 ° n ö r d lic h e r       B r e it e
sow ie
a)           den       S k a g e rra k ,       dessen           s ü d lic h e     B e g re n zu n g        ö s tlic h    von      Kap
             S kagen d u rc h            d e n B r e i t e n g r a d 5 7 ° 4 4 ' ,8         n ö r d lic h e r B r e it e b e s tim m t
             w ir d ;
 b)          den       Ä r m e lk a n a l     und       s e in e     E in g a n g s g e w ä s s e r ö s tlic h       e in e r   L in ie ,
             d ie     fü n fz ig      S e e m e ile n       w e s tlic h     e in e r    d ie    S c illy -In s e ln      und      d ie
              In s e l O u e s s a n t v e r b in d e n d e n L in ie v e r l ä u f t .
                                                              A R T IK E L 3
 (1 )         D ie     V e r tr a g s p a r te ie n      s in d d e r A u f f a s s u n g ,          d a ß d e r S c h u tz g e g e n
 e in e V e r s c h m u tz u n g d e r             in     A r tik e l    1 e r w ä h n te n        A r t e in e     w irk s a m e     Zu­
 s a m m e n a rb e it z w is c h e n ih n e n e r f o r d e r t .
  (2 )         D ie    V e r tr a g s p a r te ie n       e r a r b e it e n    und      e r la s s e n    g e m ein s am     R ic h tli­
  n ie n f ü r       d ie    p r a k t is c h e n ,    e in s a tz m ä ß ig e n       und       te c h n is c h e n    A s p e k te    ge­
  m e in s a m e r M a ß n a h m e n .
                                                                A R T IK E L 4
   D ie     V e r tra g s p a rte ie n         v e r p f li c h t e n    s ic h    zur     U n te r r ic h tu n g      der    a n d e re n
   V e r t r a g s p a r t e ie n
   a)           ü b e r ih r e n a tio n a le O r g a n is a t io n ,              der     d ie     B e k ä m p fu n g    e in e r    V e r­
                s c h m u tz u n g d e r in A r t i k e l            1 e r w ä h n t e n A r t o b lie g t ;
   b)           über       d ie     z u s t ä n d ig e      B e h ö rd e ,      d ie    fü r     d ie    E n tg e g e n n a h m e     und
                A bgabe          von      M e ld u n g e n        über       e in e    s o lc h e     V e r s c h m u tz u n g     sow ie
                fü r    d ie     B e h a n d lu n g       von       F ra g e n    der      g e g e n s e itig e n     U n te rs tü tz u n g
                d e r V e r t r a g s p a r t e i e n v e r a n t w o r t lic h is t ;
 ---pagebreak---                                                             -3 -
c)         über         ih r e    n a tio n a le n      M itte l     zur       V e rm e id u n g       oder      B e k ä m p fu n g
           e in e r     s o lc h e n    V e rs c h m u tz u n g ,         d ie    fü r     e in e   in te r n a tio n a le      H ilfe
           z u r V e r f ü g u n g g e s t e llt w e r d e n k ö n n te n ;
d)         über         neue       W ege      zur       V e r m e id u n g      e in e r     so lch en      V e rs c h m u tz u n g
           u n d ü b e r n e u e w ir k s a m e M a ß n a h m e n zu d e re n B e k ä m p fu n g ;
e)         ü b e r g rö ß e re         V e r s c h m u tz u n g s e r e ig n is s e         d ie s e r A r t ,    d ie b e k ä m p ft
           w u rd e n .
                                                           A R T IK E L 5
 (1 )      E r f ä h r t e in e       V e r tr a g s p a r te i,     d a ß sich         im N o r d s e e g e b ie t e in         U n fa ll
e r e ig n e t h a t o d e r d a ß d o r t Ö l o d e r a n d e r e S c h a d s to ffe v o r h a n d e n s in d ,
so d a ß m it e in e r e r n s t e n              G e f a h r f ü r d ie K ü s te o d e r d a m it z u s a m m e n h ä n ­
g e n d e In te r e s s e n e in e r a n d e r e n             V e r t r a g s p a r t e i zu re c h n e n        is t ,   so u n t e r ­
 r ic h te t     s ie    d ie s e    V e rtra g s p a rte i         u n v e r z ü g lic h      d u rc h    ih r e     z u s tä n d ig e
 B e h ö rd e .
 (2 )       D ie      V e r tra g s p a rte ie n        v e r p f lic h t e n     s ic h ,    d ie    K a p itä n e     a lle r    ih re
 F la g g e     fü h re n d e n      S c h if fe    sow ie d ie          F ü h r e r d e r in ih r e n         S ta a te n e in g e ­
 tr a g e n e n     L u ftfa h rz e u g e       zu     e rs u c h e n ,      a u f dem je           nach     den       U m s tä n d e n
 g a n g b a r s t e n u n d g e e ig n e ts te n W eg u n v e r z ü g lic h fo lg e n d e s zu m e ld e n :
 a)          a lle    U n f ä lle ,    d ie    e in e    V e r s c h m u tz u n g        der     See v e r u r s a c h e n        oder
             v o r a u s s ic h t lic h v e r u r s a c h e n w e r d e n ;
 b)          d a s V o r h a n d e n s e in ,       d ie A r t u n d d e n U m fa n g v o n ö l o d e r a n d e re n
             S c h a d s to ffe n ,      d ie    v o r a u s s ic h tlic h      d ie K ü s te o d e r d a m it zu s a m m e n ­
             hängende             In te r e s s e n     e in z e ln e r      oder       m e h re re r      V e r t r a g s p a r t e ie n
             e r n s t lic h g e f ä h r d e n w e r d e n .
  (3 )       D ie     V e r tra g s p a rte ie n        'e g e n     e in    M u s te r fo r m b la tt      fü r     d ie    in     Ab­
  s a tz 1 v o r g e s c h r ie b e n e M ei           „ g ü b e r V e r s c h m u tz u n g e n f e s t .
 ---pagebreak---                                                               - 4 -
                                                           A R T IK E L 6
(1 )        A lle in    fü r     d ie    Zw ecke        d ie s e s     Ü b e re in k o m m e n s        w ir d    das      N o rd s e e ­
g e b ie t    in   d ie    in    der      A n la g e zu dem Ü b e re in k o m m e n b e z e ic h n e te n                        Zonen
e in g e te ilt.
(2 )         D ie V e r t r a g s p a r t e i ,    in d e r e n        Z o n e e in      F a ll n ach A r t i k e l        1 e in tr itt,
tr ifft      d ie   n o tw e n d ig e n        F e s t s t e llu n g e n      über       d ie    A rt     und      das        A usm aß
je d e s     U n fa lls    oder       g e g e b e n e n fa lls       über       d ie    A rt     und      u n g e fä h re        M enge
d e s Ö ls       oder d er           a n d e re n     S c h a d s to ffe        und     ü b e r d e re n       B e w e g u n g s r ic h ­
t u n g u n d G e s c h w in d ig k e it .
 (3 )        D ie    b e tre ffe n d e        V e rtra g s p a rte i          u n te r r ic h te t    s o fo r t    a lle     a n d e re n
 V e r tr a g s p a r te ie n       d u rc h     d e re n      z u s tä n d ig e     B e h ö rd e n      über       ih r e    F e s t s t e l­
 lu n g e n     u n d ü b e r je d e M a ß n a h m e ,              d ie sie z u r          B e k ä m p fu n g      des       Ö ls o d e r
 der       a n d e re n     S c h a d s to ff e     g e tro ffe n         h a t,    und       b e o b a c h te t     d ie s e    S to ffe
 s t ä n d ig , s o la n g e s ie sic h in i h r e r Z o n e b e f in d e n .
  (4 )        D ie    V e r p f li c h t u n g e n     der        V e r t r a g s p a r t e ie n     n ach      d ie s e m      A r tik e l
  h in s ic h t lic h    der        Zonen        g e m e in s a m e r        V e ra n tw o rtu n g        w e rd e n      d u rc h      be­
  s o n d e r e te c h n is c h e        V e r e in b a r u n g e n        z w is c h e n    den      b e t e ilig t e n    V e rtra g s ­
  p a r t e ie n    g e r e g e lt.      D ie     a n d e re n       V e r t r a g s p a r t e ie n    w e rd e n       von       d ie s e n
  V e r e in b a r u n g e n u n t e r r i c h t e t .
                                                              A R T IK E L 7
   B e n ö t ig t    e in e    V e rtra g s p a rte i          U n te rs tü tz u n g ,         um     e in e     V e r s c h m u tz u n g
   o d e r d ro h e n d e        V e r s c h m u t z u n g a u f S ee o d e r an i h r e r K ü s te zu b e k ä m p ­
   fe n ,     so k a n n      s ie     d ie   a n d e re n       V e r t r a g s p a r t e ie n    um H ilf e         b itte n .      V e r­
   tr a g s p a r te ie n ,      d ie    U n te rs tü tz u n g          a n fo rd e rn ,       geben       genau         d ie    A rt     der
   b e n ö t ig t e n    U n te rs tü tz u n g        an.       D ie n a ch d ie s e m           A r tik e l    um H ilf e         g e b e te ­
   nen       V e r tr a g s p a r te ie n      bem ühen             s ic h     n a ch     b e s te n    K rä fte n ,       im R a h m en
    i h r e r M c - J ic h k e it e n      H ilf e z u      le is t e n ,    u n t e r B e r ü c k s ic h t ig u n g        -   in s b e s o n ­
    d e r e im F a ll e in e r V e r s c h m u tz u n g d u r c h                    a n d e r e S c h a d s to ffe als ö l              - der
    ih n e n z u r V e r f ü g u n g s te h e n d e n te c h n is c h e n M it t e l.
 ---pagebreak---                                                             - 5 ‘
                                                          A R T IK E L 8
(1 )         D ie se s Ü b e re in k o m m e n         is t n ic h t so a u s z u le g e n ,            als b e e in trä c h tig e
es    in     ir g e n d e in e r W eise d ie           R e c h te      und     P flic h te n    d e r V e r tr a g s p a r te ie n
a u fg ru n d        des V ö lk e r r e c h t s ,       in s b e s o n d e re a u f dem            G e b ie t    der      V e rh ü ­
t u n g u n d B e k ä m p fu n g d e r M e e re s v e rs c h m u tz u n g .
(2 )         D ie     in A r t i k e l 6 e r w ä h n te E in te ilu n g in Zonen d a r f k e in e s fa lls als
V o r e n ts c h e id u n g o d e r B e g r ü n d u n g in e in e r F ra g e d e r S o u v e rä n itä t o d e r
H o h e its g e w a lt g e lte n d g e m a c h t w e r d e n .
                                                          A R T IK E L 9
 (1 )        S o lan g e     k e in e     a u f z w e is e it ig e r o d e r m e h rs e itig e r G ru n d la g e o d e r
aus A n la ß e in e r gem ein sam en                      B e k ä m p fu n g s a k tio n       g e sch lo ssen e         Ü b e r e in ­
 k u n ft     über        d ie    fin a n z ie lle n    R e g e lu n g e n     b e z ü g lic h    d e r M aßnahm en             der
 V e r t r a g s p a r t e ie n     z u r B e k ä m p fu n g e in e r V e rs c h m u tz u n g              v o r lie g t ,  tra g e n
d ie      V e r t r a g s p a r t e ie n    d ie   K o s te n    ih r e r    je w e ilig e n     M aßnahm en           zur     Be­
 k ä m p fu n g        der     V e r s c h m u tz u n g      nach       M aß g ab e      des      B u c h s ta b e n s a o d e r
b.
a)           W u rd e d ie M a ß n ah m e vo n e in e r V e r t r a g s p a r t e i a u f a u s d rü c k lic h e s
             E rs u c h e n      e in e r   a n d e re n    V e r t r a g s p a r t e i e r g r if f e n ,   so h a t d ie e r ­
             suchende             V e rtra g s p a rte i      der       h ilfe le is te n d e n      V e rtra g s p a rte i      d ie
             K o sten f ü r ih r e M aßnahm e zu e r s ta tt e n ;
b)           w u r d e d ie M a ß n a h m e v o n             e in e r V e r t r a g s p a r t e i     a u f e ig e n e V e r a n ­
             la s s u n g e r g r i f f e n ,    so t r ä g t d iese V e r t r a g s p a r t e i d ie K osten ih r e r
             M aßnahm e.
 (2 )        D ie e r s u c h e n d e V e r t r a g s p a r t e i k an n ih r E rs u c h e n je d e r z e it w id e r ­
 ru fe n ,       hat     aber        in   diesem       F all d ie d e r         h ilfe le is te n d e n     V e rtra g s p a rte i
b e r e its e n ts ta n d e n e n o d e r v ^ n ih r übernom m enen K osten zu tr a g e n .
 ---pagebreak---                                                              -   6   -
                                                           A R T IK E L       10
S o fe r n    n ic h ts a n d e r e s v e r e i n b a r t is t .          w e rd e n     d ie    K o s te n      der     von      e in e r
V e rtra g s p a rte i         auf     E rs u c h e n      e in e r    a n d e re n    V e rtra g s p a rte i        e r g r if f e n e n
M aßnahm e           nach        den      R e c h t s v o r s c h r if t e n    und      den         ü b lic h e n     V e rfa h re n
des      h ilf e le is t e n d e n     Landes          fü r    d ie     E rs ta ttu n g       s o lc h e r     K o s te n    d u rc h
e in e h a f t p f li c h t i g e n a t ü r lic h e o d e r ju r is t is c h e P e rs o n b e r e c h n e t .
                                                           A R T IK E L       11
A r t ik e l 9 is t       n ic h t    so a u s z u le g e n ,         als   b e e in t r ä c h t ig e     er    in    ir g e n d e in e r
W eise      d ie     R e c h te     der      V e r tr a g s p a r te ie n ,      von      D r itte n        d ie    K o s te n     fü r
M a ß n a h m e n z u r B e k ä m p fu n g e in e r V e r s c h m u tz u n g                      o d e r e in e r       d ro h e n d e n
V e rs c h m u tz u n g          a u fg ru n d        a n d e re r      a n w e n d b a re r         B e s tim m u n g e n         und
R e g e ln     des     in n e r s t a a t lic h e n     R e c h te s     und     des      V ö lk e r r e c h t s     w ie d e r z u e r -
'a n g e n .
                                                           A R T IK E L       12
(1 )        Tagungen             der      V e r t r a g s p a r t e ie n     w e rd e n     in      r e g e lm ä ß ig e n     Z e it a b ­
s tä n d e n     s o w ie     im m e r d a n n        a b g e h a lte n ,     w enn      d ie s     a u fg ru n d      b e s o n d e re r
U m s tä n d e n a c h M a ß g a b e d e r G e s c h ä f ts o r d n u n g b e s c h lo s s e n w i r d .
(2 )        Auf      ih r e r e rs te n       Tagung           a r b e it e n   d ie     V e r t r a g s p a r t e ie n    e in e     G e­
s c h ä fts o rd n u n g        und      e in e     F in a n z o r d n u n g      aus;       fü r       ih r e   Annahm e            is t
E in s t im m ig k e it e r f o r d e r l i c h .
(3 )        D ie V e r w a h r r e g i e r u n g b e r a u m t d ie e r s t e T a g u n g d e r V e r t r a g s p a r ­
te ie n     so b a ld         w ie    m ö g lic h      n a ch     In k ra fttr e te n        d ie s e s      Ü b e re in k o m m e n s
an.
                                                           A R T I K E L 13
 [In     den       in     ih r e    Z u s t ä n d ig k e it     fa lle n d e n      B e r e ic h e n      s te h t    der      E u ro ­
p ä is c h e n    W ir t s c h a f t s g e m e in s c h a ft e in e         A nzahl       von        S tim m en      zu,      d ie    der
 ---pagebreak---                                                              -   7   -
Z a h l i h r e r M itg lie d s t a a te n e n t s p r ic h t ,           d ie V e r t r a g s p a r t e ie n d ie se s         Ü b e r­
e in k o m m e n s        s in d .    D ie      E u ro p ä is c h e      W ir ts c h a fts g e m e in s c h a ft         übt       ih r
S tim m r e c h t in F ä lle n ,           in d e n e n       ih r e M itg lie d s ta a te n         ih r   S tim m re c h t a u s ­
ü b e n , n ic h t a u s ; das g le ic h e g i l t im u m g e k e h rte n F a l l . ]
                                                           A R T IK E L       14
A u f g a b e d e r T a g u n g e n d e r V e r t r a g s p a r t e ie n is t e s ,
a)          e in e    a llg e m e in e     A u f s ic h t    über       d ie   D u rc h fü h ru n g         d ie se s      Ü b e r e in ­
            ko m m en s a u s z u ü b e n ;
b)          d ie W ir k s a m k e it d e r           a u fg ru n d      d ie s e s    Ü b e re in k o m m e n s       e r g r if f e n e n
            M a ß n a h m e n zu ü b e r p r ü f e n ;
c)          a lle    a n d e re n     A u fg a b e n      w a h rz u n e h m e n ,        d ie    nach      diesem         Ü b e r e in ­
            kom m en e r f o r d e r lic h s in d .
                                                           A R T IK E L       15
(1 )        D ie     V e r t r a g s p a r t e ie n    s o rg e n     fü r    d ie   W a h rn e h m u n g        der       S e k re ta ­
r ia t s a u f g a b e n     im     Zusam m enhang               m it d ie s e m        Ü b e re in k o m m e n ,      w obei b e ­
s te h e n d e     R e g e lu n g e n      im R a h m en          a n d e re r     in t e r n a t io n a le r   Ü b e r e in k ü n ft e
ü b e r d ie       V e rh ü tu n g       d e r M e e r e s v e r s c h m u tz u n g zu b e r ü c k s ic h tig e n                  s in d ,
d ie f ü r d ie s e lb e R e g io n in K r a f t s in d w ie d ie s e s Ü b e re in k o m m e n .
[(2)        Jede       V e rtra g s p a rte i        le is t e t e in e n     B e it r a g     in    Höhe      von       2 ,5 v . H .
zu      den      jä h r lic h e n     A usgaben           fü r      das     Ü b e re in k o m m e n .        Der      R e s tb e tr a g
d e r A usgaben               fü r   d as      Ü b e re in k o m m e n       w ir d     z w is c h e n    den      V e rtra g s p a r­
te ie n     [ m it A u s n a h m e        d e r EW G ]         im V e r h ä lt n is       ih r e s B r u tt o s o z ia lp r o d u k ts
und       e n ts p re c h e n d       dem        re g e lm ä ß ig      von       der       G e n e ra lv e rs a m m lu n g          der
V e r e in t e n     N a tio n e n     b e s c h lo s s e n e n      B e itr a g s s c h lü s s e l    a u f g e t e ilt .   In     k e i­
nem       F a ll   d a rf der         B e it r a p    e in e r    V e rtra g s p a rte i        zu     d iesem       R e s tb e tr a g
20 v . H .       d e s R e s t b e t r a g s L o c ~sch r e i t e n . ]
 ---pagebreak---                                                                  -  8      -
                                                               A R T IK E L          16
  (1 )      U n b e s c h a d e t des           A r tik e ls        17 w ir d         e in      V o r s c h la g     e in e r    V e rtra g s ­
 p a rte i    zur      Ä n d e ru n g        d ie s e s       Ü b e re in k o m m e n s             oder       s e in e r    A n la g e      auf
 e in e r   Tagung           der      V e r t r a g s p a r t e ie n         g e p rü ft.         N a ch      e in s tim m ig e r      A nnah­
 me     d es     V o r s c h la g s      w ir d     d ie       Ä n d e ru n g         den        V e r t r a g s p a r t e ie n     von      der
 V e r w a h r r e g i e r u n g m i t g e t e il t .
 (2 )       E in e     s o lc h e    Ä n d e ru n g          tr itt       am     e r s te n        Tag       d es     z w e ite n     M o n a ts
 n ach     dem       Tag       in     K ra ft,       an       d em       d ie    V e r w a h r r e g ie r u n g          N o t if ik a t io n e n
 ü b e r d ie G e n e h m ig u n g v o n a lle n V e r t r a g s p a r t e ie n e r h a lt e n h a t .
                                                              ARTIKEL               17
 (1)        Zw ei o d e r m eh r             V e r t r a g s p a r t e ie n          können            d ie    g e m e in s a m e n      G re n ­
 zen     ih r e r   in    der      A n la g e      zu      d ie s e m        Ü b e re in k o m m e n           b e z e ic h n e te n      Zonen
ä n d e rn .
 (2 )      E in e     s o lc h e Ä n d e r u n g          tr itt       fü r      a lle      V e r t r a g s p a r t e ie n     am      e r s te n
Tag      des      s e c h s te n     M o n a ts     n a ch         dem       Tag       in      K ra ft,       an    dem s ie v o n d e r
 V e r w a h r r e g ie r u n g      m i t g e t e il t    w o rd e n         is t ,     s o fe r n        n ic h t    in n e r h a lb      von
d re i    M o n a te n     n a ch     d ie s e r M it t e ilu n g             e in e     V e rtra g s p a rte i          E in s p r u c h     e r­
h o b e n o d e r K o n s u lta tio n e n ü b e r d ie A n g e le g e n h e it b e a n t r a g t h a t .
                                                              A R T IK E L          18
(1 )       D ie s e s Ü b e re in k o m m e n             l i e g t f ü r d ie R e g ie r u n g e n                 der     S ta a te n ,      d ie
z u r T e iln a h m e an d e r vo m                  ....................    b is    ....................   in B o n n a b g e h a lte n e n
K o n fe re n z      zur      B e k ä m p fu n g        der         V e r s c h m u tz u n g            e in g e la d e n   w a re n ,       und
f ü r d ie E u r o p ä is c h e W ir t s c h a f t s g e m e in s c h a ft z u r U n t e r z e ic h n u n g a u f .
(2 )       D ie s e     S ta a te n      und       d ie       E u r o p ä is c h e       W ir ts c h a f ts g e m e in s c h a ft          kön­
nen       V e r tr a g s p a r te ie n       d ie s e s        Ü b e re in k o m m e n s              w e rd e n ,      in d e m      s ie    es
o h n e V o r b e h a lt d e r R a t i f i k a t io n ,             A n n a h m e o d e r G e n e h m ig u n g                  u n t e r z e ic h ­
nen      oder       in d e m     s ie     es     v o r b e h a lt lic h          der       R a t if ik a t io n ,      Annahm e            oder
G e n e h m ig u n g        u n t e r z e ic h n e n        und         danach            r a tifiz ie r e n ,       annehm en            oder
g e n e h m ig e n .
 ---pagebreak---                                                                -9-
 (3 )       D ie R a t i f i k a t io n s - ,      A n n a h m e - o d e r G e n e h m ig u n g s u rk u n d e n             w e rd e n
b e i d e r R e g ie r u n g d e r B u n d e s r e p u b lik D e u ts c h la n d h in t e r le g t .
                                                             A R T IK E L      19
(1 )       D ie s e s     Ü b e re in k o m m e n           tr itt   am      e r s te n    Tag      des     z w e ite n    M onats
nach       dem      Tag       in    K ra ft,       an     dem      d ie    R e g ie r u n g e n    a lle r    in   A r t ik e l   18
b e z e ic h n e te n      S ta a te n       und      d ie     E u ro p ä is c h e     W ir ts c h a fts g e m e in s c h a ft     es
o h n e V o r b e h a lt d e r R a t if ik a t io n ,             A n n a h m e o d e r G e n e h m ig u n g u n te r z e ic h ­
net      oder       e in e     R a t i f i k a t io n s - ,    A nnahm e-           oder       G e n e h m ig u n g s u rk u n d e
h in te r le g t h a b e n .
(2 )       M it d em        In k ra fttr e te n        d ie s e s Ü b e re in k o m m e n s t r i t t das am 9 . J u n i
1969      in   Bonn         b e s c h lo s s e n e     Ü b e re in k o m m e n        zur     Z u s a m m e n a rb e it bei d e r
B e k ä m p fu n g v o n Ö lv e r s c h m u tz u n g e n d e r N o rd s e e a u ß e r K r a f t .
                                                             A R T IK E L 20
(1 )       D ie     V e r t r a g s p a r t e ie n       können           je d e n     a n d e re n     K ü s te n s ta a t     des
N o r d o s t a t la n t ik g e b ie t s      e in s tim m ig       e in la d e n ,     d iesem      Ü b e re in k o m m e n     b e i­
z u tre te n .
(2 )       In    e in e m      s o lch e n      F a ll w e r d e n      A r tik e l 2 u nd          d ie A n la g e e n t s p r e ­
chend g e ä n d e rt.            D ie Ä n d e r u n g e n          s in d a u f e in e r T a g u n g           der     V e rtra g s ­
p a r te ie n e in s tim m ig a n z u n e h m e n ;               s ie t r e t e n    m it dem I n k r a f t t r e t e n      dieses
Ü b e re in k o m m e n s f ü r d e n b e it r e t e n d e n S ta a t in K r a f t .
                                                             A R T IK E L 21
(1 )       F ü r je d e n        S ta a t ,     der     d ie se m      Ü b e re in k o m m e n       b e itr itt,   tr itt     es am
e r s te n T a g d e s z w e ite n M o n a ts                  n ach     dem T a g          in   K ra ft,      an   dem      d ie s e r
S ta a t s e in e B e i t r i t t s u r k u n d e h i n t e r l e g t .
(2 )       D ie     B e itr itts u r k u n o c r .        w e rd e n     bei     der      R e g ie r u n g   der     B u n d e s re ­
p u b lik D e u ts c h la n d h in te rle ^
 ---pagebreak---                                                              -   10   -
                                                            A R T I K E L 22
(1 )         N a c h d e m d ie s e s Ü b e re in k o m m e n f ü n f J a h r e                la n g     in   K r a ft gew esen
is t , k a n n es v o n j e d e r V e r t r a g s p a r t e i g e k ü n d ig t w e r d e n .
(2 )         D ie    K ü n d ig u n g      e r fo lg t d u rc h         e in e   an    d ie    V e r w a h r r e g ie r u n g    ge­
r ic h t e t e    s c h r if t lic h e    N o t if ik a t io n :   d ie s e    R e g ie r u n g    n o tifiz ie r t    a lle n    an­
d e re n       V e r tra g s p a rte ie n        den       E in g a n g     je d e r   K ü n d ig u n g       so w ie   den     Tag
 ih r e s E in g a n g s .
 (3 )        D ie K ü n d ig u n g w i r d e in J a h r n a c h dem T a g                          w ir k s a m ,    an    dem      sie
 b e i d e r V e r w a h r r e g i e r u n g e in g e g a n g e n is t .
                                                             A R T I K E L 23
  D ie      V e r w a h r r e g ie r u n g       u n te r r ic h te t      d ie   V e r t r a g s p a r t e ie n    und      d ie   in
  A r t i k e l 18 B e z e ic h n e te n
  a)           v o n j e d e r U n t e r z e ic h n u n g d ie s e s Ü b e re in k o m m e n s ;
  b)           v o n je d e r H in t e r l e g u n g          e in e r   R a tifik a t io n s -,     A n n a h m e -,      G e n e h m i-
               g u n g s - o d e r B e i t r i t t s u r k u n d e u n d vom E in g a n g je d e r K ü n d ig u n g s ­
               a n z e ig e ;
  c)           vom Z e i t p u n k t d e s I n k r a f t t r e t e n s d ie s e s Ü b e re in k o m m e n s ;
   d)           vom E in g a n g j e d e r           N o t if ik a t io n     über     d ie    G e n e h m ig u n g     von      Ände­
                ru n g e n      d ie s e s   Ü b e r e in k o m m e n s       oder     s e in e r A n la g e u n d vom Z e i t ­
                p u n k t d e s I n k r a f t t r e t e n s d ie s e r Ä n d e r u n g e n .
 ---pagebreak---                               \
                                                               -    11     -
                                                             A R T IK E L 24
D ie   U r s c h r ift      d ie s e s     Ü b e re in k o m m e n s ,                d e ss e n         d e u ts c h e r ,          e n g lis c h e r
und     f r a n z ö s is c h e r W o r t la u t g le ic h e rm a ß e n                     v e r b in d lic h           is t ,    w ir d bei d e r
R e g ie r u n g d e r B u n d e s r e p u b lik D e u ts c h la n d h in t e r le g t ;                                 d ie s e      ü b e r m itte lt
d e n V e r t r a g s p a r t e ie n     b e g la u b ig t e A b s c h r if te n                   sow ie dem G e n e r a ls e k r e tä r
der     V e r e in t e n     N a tio n e n       e in e       b e g la u b ig t e          A b s c h r if t         zur        R e g is t r ie r u n g
und      V e r ö f f e n t lic h u n g      nach         A r t i k e l 102            der        C h a r ta        der        V e r e in te n         Na­
tio n e n .
Z u U r k u n d d e s s e n .....................................................................................................................
G e s c h e h e n z u .................................................................................................................................
 ---pagebreak---                                                          ANLAGE
               B e z e ic h n u n g d e r Z o n e n n a c h A r t i k e l 6 d e s Ü b e re in k o m m e n s
        Die Zonen - mit Ausnahme der Zonen gemeinsamer Verantwortung - werden durch
die Verbindungslinien folgender Punkte begrenzt:
D'är.emark                                                            Norwegen
 51 C3 '0 0 ",0     N        8 a22'00" ,0                             61°00' 00" ,0   N         4 °30'00" ,0    0
 55°10'0 0 " ,0     N        7 ° 3 0 ' 00 " ,0                        61°00'00" ,0    N         2°00'00" ,0     0
 55°10'0 0 ",0      N        2 ° 1 5 ' 0 0 ",0                        57°00' 00" ,0   N         1 ° 3 0 '00" ,0 0
 5 7 °0 0 '0 0 ",0  N        1 ° 3 0 ' 0 0 ",0                         57°00' 00" ,0  N         2°25'04" ,6     0
 57°00 '00",0       N         2 ° 2 5 ' 0 4 ",6                        56035’ 42" ,0   N        2°36'48" ,0     0
 56°35'4 2 ",0      N         2 °3 6 ' 48 " ,0                         56°05112" ,0    N        3°15'00" ,0     0
 56°05'1 2 ",0      N         3 ° 15 ' 0 0 ",0  0                      56°351'30" ,0   N        5°02'00" ,0     0
 56°35 '30",0       N         5 °0 2 ' 0 0 ",0  0                      57°10'' 30" ,0  N        6°56'12" ,0     0
 57°10 '30",0       N         6 ° 5 6 ' 12 " ,0                        57°29’'54" ,0   N        7°59'00" ,0     0
 57°29 '54",0       N         7 ° 5 9 ' 00 " ,0                        57°37 '06" ,0   N        8°27'30" ,0     0
 57°37' G6",0        N        8 °2 7 ' 30 " ,0                         57°41 '48" ,0   N        8°53'18" ,0     0
 57°41'48",0         N        8 ° 5 3 ' 18 " ,0                        57°59 '18" ,0   N        9°23'00" ,0     0
 57°59118",0         N        9 ° 2 3 100 " ,0                         58°15 '41" ,2   N       10°01'48" ,1      0
 58°15'4 1 " ,2      N      10 °0 1 ' 48 " , 1                         58°10 '00 " ,0  N       10°00'00" ,0      0
 58°1G, 0 0 " ,0     N      10 °0 0 ' 0 0 ",0                          58° 54 '00" ,0  N       10°43'00" ,0      0
  57°48'0 0 " ,0     N      10 ° 5 7 ' 00 " ,0                         Weiter entlang der norwegisch-
  57°44'48",0        N      10 ° 3 8 ' 0 0 ",0                         schwedischen Grenze
  Deutschland                                                          Schweden
  53°34'                    6°38'                                       57°54' N               11°281 0
  54°00'                     5°30'                                      57°48' N               10°57' 0
  54°001                     2°40'                                      58°10' N               10°00' 0
  55°10'                     2°15'                                      58054' N               10°43' 0
  55°10'                     7°30'                                      Weiter entlang der norwegisch-
  53°03'                     8 Ö 22 '                                   schwedischen Grenze
  Niederlande                                                           Vereinigtes Königreich
  51°32' N                   3°18'                                      61°001 N                0°50'
  51°32' N                   2°06'                                      61°00' N                2° 0 0 '
   52°30' N                  3°10'                                      57°00' N                1°30'
   54°00' N                  2°40'                                      52°30' N                3°10'
   54°00' N                  5°30'                                      51°32' N                2°06'
   53°34' N                  6°38'
   Die Zonen gemeinsamer Verantwortung sind wie folgt festgelegt:
   (1)       Belgien, Frankreich und Vereinigtes Königreich
             Seegebiet zwischen den Breitengraden 51°32' N und 51°06' N.
    (2)      Frankreich und Vereinigtes Königreich
             Der Ärmelkanal südwestlich des Breitengrades 51°06' N bis zu ei
             Verbindungslinie zwischen folgenden Punkten:
             49°52' N 07°44' W und
             48°27' N 06°25' W.
    (3)       Dänemark und Schweden
             Seegebiet im Skagerrak zwischen den Verbindungslinien folgender Punkte;
             57°54' N              11°28' 0
             57°44' ,8 N 10°38' 0
             57°44' ,8 N 11°28' 0