CELEX: 51995PC0131
Language: de
Date: 1995-04-21
Title: Geänderter Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über einen Aktionsplan 1995-1999 zur Krebsbekämpfung im Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                        Brüssel, den 21 04.1995
                                        KOM(95) 131 endg.
                                        94/0105 (COD)
                Geänderter Vorschlag für einen
BESCHLUSS DES EUROPAISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
              über einen Aktionsplan 1995-1999
                    zur Krebsbekämpfung
                im Zuge des Aktionsrahmens
            im Bereich der öffentlichen Gesundheit
         (gemäß Artikel 189 a, Absatz 2 des EG-Vertrages
                von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                                     Begründung
1 Die Kommission hat ihren ursprünglichen Vorschlag für einen Beschluß des
  Europäischen Parlaments und des Rates über einen Aktionsplan 1995-1999 zur
  Krebsbekämpfung am 29. März 1994 angenommen.
2 Der Wirtschafts- und Sozialausschuß1 und der Ausschuß der Regionen2 haben den
  ursprünglichen Vorschlag der Kommission befürwortet.
3 Nach der Stellungnahme des Europäischen Parlaments in erster Lesung vom
  1. März 1995 legt die Kommission nun gemäß Artikel 189 a des Vertrags einen
  geänderten Vorschlag für einen Beschluß vor. Im wesentlichen sind zwei Arten
  von Änderungen vorgenommen worden:
           Durch bestimmte Änderungen des ursprünglichen Vorschlags werden
           präzisere Formulierungen eingebracht und Unklarheiten ausgeräumt.
  -        Andere Änderungen verstärken den Vorschlag geringfügig insofern, als sie
           ein intensiveres gemeinschaftliches Tätigwerden in den Bereichen der
           Prävention vorsehen, die vom Europäischen Parlament als vorrangig
           eingestuft wurden.
4 Das Europäische Parlament hat bei der Abstimmung vom 1. März 1995
  36 Änderungsanträge angenommen, von denen die Kommission 26 ganz oder
  teilweise akzeptieren kann (1, 2, 6, 7, 8, 10, 12, 13 ,14, 15, 16, 18, 20, 21, 22, 23,
  25, 26, 28, 30, 31, 32, 33, 34, 35 und 42).
5 Die restlichen zehn Änderungen konnte die Kommission nicht annehmen.
  Die Änderung Nr. 3 wird nicht angenommen, da der Text                              des
  Kommissionsvorschlags Artikel 3 b des Vertrags wortgetreuer widergibt.
  Die Annahme der Änderung Nr. 4 über die Verteilung der Haushaltsmittel auf die
  einzelnen Aktionsbereiche hätte die Abwicklung des Programms beeinträchtigt,
  da bestimmten Bereichen Mittel zugewiesen worden wären, bevor Informationen
  über die zu finanzierenden Projekte vorgelegen hätten.
  Plenarversammlung vom 14.09.1994
  Plenarversammlung vom 27./28.09.1994
 ---pagebreak--- Die Änderung Nr. 9 sieht die Aufnahme von Vertretern nichtstaatlicher
Organisationen in den Beratenden Ausschuß des Aktionsplans vor. Eine solche
Regelung würde gegen die für das Ausschußwesen geltenden Bestimmungen
verstoßen.
In der Änderung Nr. 17 ist ein Verbot der Werbung für Tabakprodukte
vorgesehen. Die Kommission stimmt mit den Beweggründen für diese Änderung
voll und ganz überein, hat jedoch bereits einen Vorschlag fur eine entsprechende
Richtlinie des Rates vorgelegt.
Die Änderung Nr. 19 sieht eine Art der Durchführung von Projekten vor, die nicht
in allen Fällen angemessen wäre.
Mit der Änderung Nr. 27 wird ein Pilotprojekt zur Einbeziehung politischer und
anderer Entscheidungsträger in die Bekämpfung des Tabakkonsums vorgeschlagen.
Diese Art von Maßnahmen fällt jedoch nicht unter den vorgeschlagenen
Aktionsplan.
Indem der Begriff UV-Strahlen durch den Begriff Sonnenstrahlen ersetzt wird,
begrenzt die Änderung Nr. 29 die von der Kommission vorgeschlagene
Maßnahme. Sie kann nicht akzeptiert werden, da sie den Anwendungsbereich der
Aktion einschränkt.
Im Zusammenhang mit den Änderungen 36 und 43 sei darauf hingewiesen, daß
Arbeit und Existenz des Krebssachverständigenausschusses nicht direkt von der
Annahme des Vorschlags über einen dritten Aktionsplan abhängen, da dieser
Ausschuß bereits seit der Aufstellung des Programms im Jahre 1986 besteht.
Darüber hinaus werden die Zusammenarbeit mit dem Ausschuß und seine
Forschungstätigkeit als zufriedenstellend beurteilt. Die beiden Änderungen wurden
nicht aufgenommen.
Die Änderung Nr. 46 betrifft die Einrichtung von Nichtraucherbereichen in den
Gebäuden des Europäischen Parlaments. Diese Maßnahme fallt nicht unter den
vorgeschlagenen Aktionsplan. Dennoch begrüßt die Kommission diese Initiative.
                                           <«-
 ---pagebreak---  Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates der
Europäischen Unkm fiber einen Aktionsplan 1995-1999 zur Krebsbekimpfung im
       Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit
                      KOM (94) 83 endg.                                     Geänderter Vorschlag
          Das Europäische Parlament und der Rat
          der Europäischen Union -
          gestützt auf den Vertrag zur Gründung
          der Europäischen              Gemeinschaft,
          insbesondere auf Artikel 129,
          auf Vorschlag der Kommission,
          nach Stellungnahme des Wirtschafts- und
          Sozialausschusses,
          nach Stellungnahme des Ausschusses der
          Regionen,
          in Erwägung nachstehender Gründe:
          1. Der Europäische Rat hat auf seinen                   1. Maßnahmen zur Senkung des
          Tagungen vom Juni 1985 in Mailand und                   Krebsrisikos durch Exposition gegenüber
          vom Dezember 1985 in Luxemburg die                      Karzinogenen sind in einer Reihe bereits
          Bedeutung eines europäischen                            bestehender    Programme      enthalten,
          Programms zur Krebsbekämpfung betont.                   insbesondere in den Programmen über
                                                                  Umweltschutz. Schutz der Arbeitnehmer.
                                                                  Verbraucherschutz.         Ernährung,
                                                                  Landwirtschaft und den Binnenmarkt.
          2. Der Rat und die im Rat vereinigten
          Vertreter der Regierungen der Mit-
         gliedstaaten haben am 7.7.1986 eine
          Entschließung über ein erstes Aktions-
          programm der Europäischen Gemein-
          schaften gegen den Krebs und am
          17.5.1990 einen Beschluß über einen
          zweiten Aktionsplan 1990-1994 im
          Rahmen des Programms "Europa gegen
          den Krebs" angenommen.
          3. Das Europäische Parlament hat in
          seiner Entschließung vom 15.12.1993
          gefordert, daß die Bemühungen im
          Bereich der Krebsbekämpfung inten-
          siviert werden.
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 ertdg.                      Geänderter Vorschlag
4. In seiner Entschließung vom           4a. (neu) Die Krebsforschung wird in
 13.12.1993 ersucht der Rat die                  spezifischen Programm für
Kommission, rechtzeitig eines Entwurf    Forschung und technologische Ent-
für einen dritten Aktionsplan vorzulegen wicklung im Beraten ..Biomedizin und
und dabei der Entschließung des Rates    ^aMHiheilswesen" ,1994-19951 berück-
vom 27. Mai 1993 über künftige           sichtigt
Maßnahmen im Bereich der öffentlichen
Gesundheit und den im Anhang
dargelegten Zielen und Verbesserungen
Rechnung zu tragen.
5. Die Krebsverhütung ist einer der
vorrangigen Aktionsbereiche der
Gemeinschaft im Zuge des von der
Kommission aufgestellten Aktionsrah-
mens im Bereich der öffentlichen
Gesundheit und trägt gleichzeitig den
anderen Maßnahmen der Gemeinschaft
im Bereich der öffentlichen Gesundheit
Rechnung.
6. Nach Maßgabe des Subsidiaritäts-
prinzips wird die Gemeinschaft in den
Bereichen, die nicht in ihre aus-
schließliche Zuständigkeit fallen, wie
beispielsweise die Krebsverhütung, nur
tätig, wenn die in Betracht gezogenen
Maßnahmen nach Umfang und Wirkung
besser auf Gemeinschaftsebene durch-
geführt werden können.
7. Es ist zweckmäßig, die Zusammen-
arbeit mit den zuständigen internatio-
nalen Organisationen sowie mit
Drittländern auszubauen.
8. Krebs ist eine schwere Krankheit, die
in Zusammenhang mit der Lebens-
führung steht. Daher ist es angebracht,
gegen die entsprechenden Risikofaktoren,
insbesondere gegen das Rauchen,
vorzugehen. Diese Maßnahmen werden
auch bei der Bekämpfung anderer
Krankheiten, vor allem der
kardiovaskulären Krankheiten, zum
Tragen kommen.
 ---pagebreak---            KOM(94) 83 endg.                         Geänderter Vorschlag
9. Laut Artikel 129 Absatz 1 des          9a. (neu) Die in den Medien betriebene
Vertrags ist die Tätigkeit der            Werbung für Gewohnheiten, die Krebs
Gemeinschaft auf die Verhütung von        begünstigen können. einschließlich
Krankheiten einschließlich der weit-      falscher Ernährungsgewohnheiten, muß
verbreiteten schwerwiegenden Krank-       bekämpft werden.
heiten gerichtet; dabei werden die Erfor-
schung der Ursachen und der Übertra-
gung dieser Krankheiten sowie die
Gesundheitsinformation und -erziehung
gefördert.
10. Der Beratende Ausschuß und die
nationalen      Koordinierungsausschüsse
spielen bei der Durchfuhrung des
Programms eine wichtige Rolle.
11. In operationeller Hinsicht empfiehlt
sich, die im Rahmen der vorhergehenden
Aktionspläne getätigten Investitionen auf
der Ebene sowohl der europäischen
Pilotnetze als auch der Mobilisierung
aller an der Krebsbekämpfung beteiligten
Akteure beizubehalten und auszubauen.
12. Es erscheint angebracht, zur          12. Es scheint angebracht, zur
Vermeidung von Doppelarbeit den           Vermeidung von Doppelarbeit den
Erfahrungsaustausch zu fördern und        Erfahrungsaustausch zu fördern und
gemeinsam Basismodule zur Aufklärung      gemeinsam Basismodule zur Aufklärung
der Öffentlichkeit, zur Gesundheits-      der Öffentlichkeit, zur Gesundheits-
erziehung und zur Ausbildung des Ge-      erziehung und zur Ausbildung des Ge-
sundheitspersonals zu erarbeiten.         sundheitspersonal zu erarbeiten, die mög-
                                          licherweise auf bestimmte Gruppen aus-
                                          gerichtet werden kann.
                                          12a. (neu) Die Grundsätze del
                                          Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung
                                          sind zu beachten, damit dieser Aktions-
                                          plan seine volle Wirksamkeit erhält.
 ---pagebreak---             KOM (94) 83 endg.                       Geänderter Vorschlag
13. Um den Nutzen und die Wirksamkeit
des Aktionsplans zu steigern, ist es
wichtig, die Aktionen insbesondere
hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und der
Verwirklichung der Ziele sowohl auf
n a t i o n a l e r als auch        auf
gemeinschaftlicher Ebene einer kontinu-
ierlichen Bewertung zu unterziehen und
gegebenenfalls die erforderlichen
Korrekturen vorzunehmen.
14. Dieser Aktionsplan sollte über eine   14a. (neu) Eine systematische Politik zur
Dauer von fünf Jahren durchgeführt       Krebsbekämpfung umfaßt alle Aspekte
werden, damit genug Zeit für die         der Primär-. Sekundär- und Tertiär-
Durchführung der Maßnahmen zur           prävention, einschließlich des Erfah-
Verfügung steht und die gesteckten Ziele rungsaustauschs im Bereich der Quali-
erreicht werden können.                  tätskontrolle von Diagnose und Behand-
                                         lung. Zu berücksichtigen sind auch
                                         psychosoziale Aspekte und insbesondere
                                         die Lebensqualität.
Artikel 1: Vom 1. Januar 1995 bis zum
31. Dezember 1999 wird ein gemein-
schaftlicher Aktionsplan zur Krebsbe-
kämpfung durchgeführt.
Artikel 2: Die Kommission gewährleistet  Artikel 2: Die Kommission gewährleistet
die Durchführung der im Anhang           in enger Zusammenarbeit mit den
dargelegten Aktionen nach Maßgabe von    Mitgliedstaaten, den nationalen
Artikel 5 dieses Beschlusses und in      Koordinierungsausschüssen und mit im
enger Zusammenarbeit mit den             Bereich der Krebsprävention tätigen
Mitgliedstaaten und mit im Bereich der   Institutionen und Organisationen die
Krebsprävention tätigen Einrichtungen    Durchfuhrung des Aktionsplans in
und Organisationen.                      folgenden Bereichen:
                                             I. Errichtung und Ausbau eines
                                             europäischen Netzes der Krebsregister
                                             und Unterstützung epidemiologischer
                                             Studien mit dem Schwerpunktthema
                                             Prävention:
                                             II. Aufklärung der Öffentlichkeit und
                                             Gesundheitserziehung:
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                        Geänderter Vorschlag
                                             IV. Früherkennung und systematische
                                             Vorsorgeuntersuchungen:
                                             V. Erfahrungsaustausch im Bereich
                                             der Qualitätskontrolle von Diagnose
                                             und Behandlung, einschließlich der
                                             Pafflativbehandlung. sowie Beiträge
                                             zur Festsetzung von Prioritäten in der
                                             Krebsforschung und Umsetzung von
                                             Ergebnissen aus der Grundlagen-
                                             forschung in klinische Versuche.
                                         Spezifische Maßnahmen in diesen
                                         Bereichen sind im Anhang aufgeführt.
Artikel 3: Die Haushaltsbehörde
bestimmt die Höhe der finanziellen
Mittel für jedes Haushaltsjahr.
Artikel 4: Die Kommission sorgt für      Artikel 4: Die Kommission sorgt für
Kontinuität und Komplementarität         Kontinuität und Komplementarität
zwischen den im Rahmen dieses            zwischen den im Rahmen dieses
Aktionsplans durchzuführenden gemein-    Aktionsplans durchzuführenden gemein-
schaftlichen Maßnahmen und den           schaftlichen Maßnahmen und den ande-
anderen einschlägigen Gemeinschafts-     ren einschlägigen Gemeinschaftspro-
programmen und -initiativen, einschließ- grammen und -initiativen, einschließlich
lich des Forschungsprogramms für         des Forschungsprogramms für Biomedi-
Biomedizin und Gesundheitswesen des      zin und Gesundheitswesen des Rahmen-
Rahmenprogramms im Bereich der           programms im Bereich der Forschung
Forschung.                               sowie den Programmen, die ein
                                         integriertes Informationsnetz gewähr-
                                         leisten (Telematik für Bereiche von all-
                                         gemeinem Interesse).
Artikel 5: Bei der Durchführung des
Aktionsplans wird die Kommission von
einem Beratenden Ausschuß unterstützt,
der sich aus Vertretern der Mit-
gliedstaaten zusammensetzt und in dem
der Vertreter der Kommission den
Vorsitz führt.
                                         5b. Die Kommission bemüht sich um
                                         eine Vereinfachung und Beschleunigung
                                         der grundlegenden Verwaltungsverfahren
                                         und sorgt für eine angemessene Infor-
                                         mation über diese Verfahren.
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.             Geänderter Vorschlag
Der Vertreter der Kommission
unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf
der zu treffenden Maßnahmen. Der
Ausschuß gibt - gegebenenfalls durch
Abstimmung - seine Stellungnahme zu
diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab,
die der V o r s i t z e n d e     unter
Berücksichtigung der Dringlichkeit der
betreffenden Frage festsetzen kann.
Die Stellungnahme wird in das Protokoll
aufgenommen; darüber hinaus hat jeder
Mitgliedstaat das Recht zu verlangen,
daß sein Standpunkt im Protokoll
festgehalten wird.
Die Kommission berücksichtigt soweit
wie möglich die Stellungnahme des
Ausschusses. Sie unterrichtet den
Ausschuß darüber, inwieweit sie seine
Stellungnahme berücksichtigt hat.
Artikel 6
1. Im Rahmen der Durchführung dieses
Aktionsplans wird die Zusammenarbeit
mit Drittländern und mit im Bereich der
öffentlichen Gesundheit tätigen inter-
nationalen Organisationen einschließlich
der Weltgesundheitsorganisation und des
Internati onalenKrebsforschungszentrums
gefördert
2. Die EFTA-Staaten und die mittel- und
osteuropäischen Länder können steh
unter den Bedingungen, die in den mit
der Europäischen Gemeinschaft
geschlossenen Abkommen vorgesehen
sind, an den im Anhang beschriebenen
Maßnahmen beteiligen.
 ---pagebreak---           KOM (94) 83 endg.                        Geänderter Vorschlag
Artikel 7:                               Artikel 7/1:
1. Die Kommission veröffentlicht regel-  Die Kommission veröffentlicht regel-
mäßig Informationen über den Stand des   mäßig Informationen über den Stand des
Aktionsplans und über die Möglichkeiten  Aktionsplans und die Möglichkeiten
einer Gemeinschaftsfinanzierung in den   einer Gemeinschaftsfinanzierung in den
verschiedenen Aktionsbereichen. Sie      verschiedenen Aktionsbereichen. In die-
übermittelt dem Europäischen Parlament,  sem Bericht wird besonders hervorge-
dem Rat, dem Wirtschafts- und            hoben, wie sich diese Aktionen und die
Sozialausschuß und dem Ausschuß der      übrigen in Artikel 4 genannten Aktionen
Regionen diese Informationen in Form     gegenseitig ergänzen. Sie übermittelt
eines Jahresberichts, in dem die von     dem Europäischen Parlament, dem Rat,
allen Mitgliedstaaten zu erstellenden    dem Wirtschafts- und Sozialausschuß
Berichte berücksichtigt werden.          und dem Ausschuß der Regionen diese
                                         Informationen in Form eines Jahres-
                                         berichts, in dem die von allen Mitglied-
                                         staaten zu erstellenden Berichte berück-
                                         sichtigt werden.
2. Ausgehend von einem Zwischen-
bericht, den die Kommission vor Ende
1997 vorlegt, unterziehen der Rat und
das Europäische Parlament die
durchgeführten Aktionen einer
Bewertung. Nach der Abwicklung des
Aktionsplans wird ein Gesamtbericht
vorgelegt.
ANHANG
AKTIONEN 1995 -1999
I. KREBSREGISTER       UND EPIDEMIO-
LOGISCHE STUDIEN
1. Unterstützung des Austauschs von      1. Unterstützung des Austauschs von
Informationen und Erfahrungen auf dem    Informationen und Erfahrungen auf dem
Gebiet der Sammlung und Weitergabe       Gebiet der Sammlung und Weitergabe
von zuverlässigen und vergleichbaren     von zuverlässigen und vergleichbaren
Daten für Krebsregister (Inzidenz,       Daten für Krebsregister (Prävalenz.
Mortalität und Überlebensraten). Errich- Inzidenz, Mortalität und Überlebensraten
tung und Ausbau eines europäischen       sowie Altersgruppen). Errichtung und
Netzes in Zusammenarbeit mit dem         Ausbau eines europäischen Netzes in
Internationalen Krebsforschungszentrum   Zusammenarbeit mit dem Internationalen
(IARC).                                  Krebsforschungszentrums (IARC).
 ---pagebreak---             KOM (94) 83 endg.                         Geänderter Vorschlag
 2. Unterstützung der Durchführung von     2. Unterstützung der Durchführung von
 epidemiologischen Studien auf euro-       epidemiologischen Studien auf euro-
 päischer Ebene und der Verbreitung ihrer  päischer Ebene und der Verbreitung ihrer
 Ergebnisse     auf   dem    Gebiet    der Ergebnisse     auf    dem     Gebiet    der
 Identifizierung    von   (physikalischen, Identifizierung    von     (physikalischen,
 biologischen und chemischen) Karzino-     biologischen und chemischen) Karzino-
 genen, der mit der Exposition gegenüber   genen, die mit der Exposition gegenüber
 diesen Agenzien verbundenen Risiken,      diesen Agenzien verbundenen Risiken
 der Präventivmaßnahmen         und    der fArten von Exposition und Untergruppen
 Schätzung der Überlebensraten sowie der   ÛSL betroffenen       BevölkerungV.     der
Ursachen für die dabei beobachteten        Präventivmaßnahmen sowie der Ein-
Unterschiede. Ausgehend von diesen         führung von Programmen zur objektiven
Ergebnissen: Unterstützung der Aus-        Schätzung der Überlebensraten aufgrund
arbeitung und Verbreitung von Empfeh-      bestimmter Kriterien (Alter. Geschlecht.
 lungen. Kohortenstudien über Krebs,       Lokalisierung des Tumors. Entwjck-
Ernährung und Gesundheit (EPIC-Netz),      lungsstadjum,     histologischer     Tvpus
 Unterstützung von epidemiologischen       usw.). der Präventivmaßnahmen und der
 Studien, die auf der Erforschung des      Schätzung der Überlebensraten sowie der
Präventionspotentials    der Ernährung     dabei     beobachteten       Unterschiede.
(Identifizierung krebshemmender Sub-       Ausgehend von diesen Ergebnissen:
stanzen, Änderung spezifischer Ernäh-      Unterstützung der Ausarbeitung und
rungsfaktoren) und eventuell von chemi-    Verbreitung von Empfehlungen, Kohor-
schen Stoffen mit protektiver Wirkung      tenstudien über Krebs, Ernährung und
basieren.                                  Gesundheit (EPIC-Netz), Unterstützung
                                           von epidemiologischen Studien, die auf
                                           der    Erforschung     des    Präventions-
                                           potentials der Ernährung (Identifizierung
                                           krebshemmender Substanzen, Änderung
                                           spezifischer Ernährungsfaktoren) und
                                           eventuell von chemischen Stoffen mit
                                           protektiver Wirkung basieren.
n . PRÄVENTION
A. AUFKLÄRUNG DER ÖFFENTLICHKEIT
3. Jährliche Veranstaltung einer euro-
päischen Woche der Krebsbekämpfung.
4. Wirksamere Übermittlung von             4. Größere Häufigkeit und wirksamere
Appellen zur Krebsverhütung, ins-          Übermittlung von Appellen zur
besondere der Empfehlungen des Euro-       Krebsverhütung, insbesondere der
päischen Kodex zur Krebsbekämpfung,        Empfehlungen des Europäischen Kodex
durch Unterstützung bei der Durch-         zur Krebsbekämpfung, durch Unter-
führung von Maßnahmen für spezifische      stützung bei der Durchführung von Maß-
Zielgruppen (Lehrer, Allgemeinärzte        nahmen für spezifische Zielgruppen
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                           Geänderter Vorschlag
usw.), Pilotprojekten, Studien und           (Erzieher. Onkologen. Allgemeinärzte,
Analysen der Methoden zur Gesund-            Apotheker. Journalisten und andere in
heitsförderung sowie bei der Bewertung       den Massenmedien tätige PersonenV
dieser Aktionen.                             Pilotprojekten, Studien und Analysen der
                                             Methoden zur Gesundheitsförderung
                                             sowie bei der Bewertung dieser
                                             Aktionen.
5. Unterstützung der Netze von Pilot-        5. Unterstützung und Ausweitung der
aktionen für Information und Austausch       Netze von Pilotaktionen fur Infor-
im Bereich der Krebsverhütung unter          mationen und Austausch im Bereich der
Berücksichtigung der Empfehlungen des        Krebsverhütung unter Berücksichtigung
Europäischen Kodex zur Krebsbe-              der Empfehlungen des Europäischen
kämpfung und der zu diesem Zweck ein-        Kodex zur Krebsbekämpfung und der zu
gesetzten Sachverständigenausschüsse,        diesem Zweck eingesetzten Sach-
um zur Ermittlung und Verbreitung der        verständigenausschüsse, um zur Ermitt-
zweckdienlichsten       Vorgehensweisen      lung und Verbreitung der zweckdien-
beizutragen.                                 lichsten Vorgehensweisen beizutragen.
6. Förderung von Aufklärungskam-
pagnen, mit denen bestimmte Bevölke-
rungsgruppen - insbesondere an öffent-
lich zugänglichen Orten und am
Arbeitsplatz - für die Gesundheits-
förderung und die Krebsverhütung
sensibilisiert werden sollen.
7. Anregung von Projekten zur För-
derung des Nichtrauchens, die eine euro-
 päische Dimension aufweisen; Bewer-
 tung der Umsetzung von Empfehlungen
bezüglich des Tabakkonsums in der
Öffentlichkeit, vor allem in öffentlichen
Verkehrsmitteln     und in      Schulen.
Förderung einer Politik gegen das
Passivrauchen zum Schutz der diesem
Risiko am stärksten ausgesetzten
Gruppen, insbesondere der Schwangeren
und Kinder. Bewertung der in den
Mitgliedstaaten     der     Gemeinschaft
ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung
des Tabakkonsums, wie beispielsweise
Verbot bzw. Einschränkung der direkten
und indirekten Werbung, Nichtein-
beziehung von Tabak in den Preisindex,
Verbreitung der im Rahmen dieser
                                          10
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                          Geänderter Vorschlag
Bewertungen gewonnenen Erkenntnisse.
Unterstützung und Bewertung von Pilot-
aktionen zur Förderung des Nicht-
rauchens in Zusammenarbeit mit
Gesundheitspersonal und Lehrkräften im
Rahmen der Netze zum Austausch
zwischen den Mitgliedstaaten wie den
Netzen der Nichtraucherstädte, Nicht-
raucherkrankenhäuser und der Jugend-
clubs.
8. Auswahl, Verbreitung und Bewertung
der bewährtesten Raucherentwöhnungs-
methoden in den Mitgliedstaaten im
Rahmen von Pilotaktionen, in denen
diese Methoden in Zusammenarbeit mit
dem Gesundheitspersonal eingesetzt
werden. Fortsetzung der Einstufung
gefährlicher Stoffe und Zubereitungen im
Hinblick auf eine bessere Verpackung
und Kennzeichnung.
B. GESUNDHEITSERZIEHUNG
9. Beitrag zur Ausarbeitung und             9. Beitrag zur Ausarbeitung und
Durchführung integrierter Gesundheits-      Durchführung integrierter Gesundheits-
erziehungsprogramme in verschiedenen        erziehungsprogramme in verschiedenen
Umfeldern, jedoch mit besonderem            Umfeldern, jedoch mit besonderem
Schwerpunkt auf der Krebsverhütung.         Schwerpunkt auf der Krebsverhütung.
Festlegung und Durchführung ergän-          Festlegung und          Durchführung
zender Krebsverhütungsprojekte für spe-     ergänzender Krebsverhütungsproj ekte für
zifische Zielgruppen in verschiedenen       spezifische Zielgruppen (Stadtplänen
Kontexten. Bewertung der auf                Umweltexperten. Architekten. Radio-
Jugendliche abzielenden Maßnahmen zur       logen) in verschiedenen Kontexten. Be-
Gesundheitserziehung mit Schwerpunkt        wertung der auf Jugendliche abzielenden
auf der Förderung des Verantwor-            Maßnahmen zur Gesundheitserziehung
tungsbewußtseins des einzelnen für seine    mit Schwerpunkt auf der Förderung des
Gesundheit, des Nichtrauchens und einer     Verantwortungsbewußtseins des einzel-
gesunden Ernährung sowie auf den            nen für seine Gesundheit, des Nicht-
Risiken einer übermäßigen Exposition        rauchens und einer gesunden Ernährung
der Haut gegenüber UV-Strahlen.             mit verstärktem Verzehr von Obst und
                                            Gemüse sowie angemessenen Medien-
                                            kampagnen für gesunde Ernährung und
                                            Warnungen vor den Risiken einer
                                         11
 ---pagebreak---           KÖM.(94)83 endg.                           Geänderter Vorschlag
                                           übermäßigen Exposition       der  Haut
                                           gegenüber UV-Strahlen.
10. Unterstützung des Erfahrungs-
austauschs im Rahmen der integrierten
Gesundheitserziehungsprogramme
zwecks Verbesserung der Erstausbildung
und der Weiterbildung der Lehrkräfte
und der Leiter von Projekten auf dem
Gebiet der Krebsverhütung unter
Berücksichtigung der im Rahmen von
Programmen wie Erasmus gesammelten
Erfahrungen und der unterstützenden
Maßnahmen der Kommission im
Bildungsbereich.
11. Unterstützung der Ausarbeitung, der
Verbreitung und der Bewertung von
Lehrmaterial von gemeinschaftlichem
Interesse zum Thema Krebsverhütung,
das im Rahmen der Pilotnetze getestet
wurde.
12. Durchführung von Studien und
Verbreitung ihrer Ergebnisse zwecks
Erweiterung des Wissensstands über die
Wahrnehmung, die Jugendliche von
Krebs, Rauchen, Ernährungsgewohn-
heiten und den Risiken einer über-
mäßigen Exposition der Haut gegenüber
UV-Strahlen haben. Durchführung von
Analysen zur Verbesserung der auf
Kinder und Jugendliche abzielenden
Präventionsprogramme.
C. AUSBILDUNG DES GESUNDHEITS-
PERSONALS
13. Fortsetzung der Durchführung der       13. Fortsetzung der Durchführung der
Empfehlung der Kommission vom              Empfehlung der Kommission vom
8. November 1989 über die krebs-           8. November 1989 über die krebs-
spezifische Ausbildung des Gesund-         spezifische Ausbildung des Gesund-
heitspersonals; Unterstützung der Er-      heitspersonals; Unterstützung der Er-
richtung und der regelmäßigen Bewer-       richtung und der regelmäßigen Bewer-
tung der Leistungsfähigkeit der euro-      tung der Leistungsfähigkeit der euro-
päischen Pilotnetze für die krebsspezi-    päischen Pilotnetze für die krebsspezi-
                                        12
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                          Geänderter Vorschlag
fische Erstausbildung und Weiterbildung     fische Erstausbildung und Weiterbildung
der medizinischen und zahnmedizi-           der medizinischen und zahnmedi-
nischen Berufe und der Pflegeberufe.        zinischen Berufe und der Pflegeberufe,
                                            insbesondere für das iunge Patienten
                                            betreuende Personal.
14. Verbesserung der krebsspezifischen      14. Verbesserung der krebsspezifischen
theoretischen und praktischen Kenntnisse    theoretischen und praktischen Kenntnisse
(Primärprävention, Reihenvorsorgeunter-     (Primärprävention, Früherkennung,
suchungen insbesondere auf Gebär-           Reihenvorsorgeuntersuchungen, insbe-
mutterhalskrebs und Brustkrebs, Früher-     sondere auf Gebärmutterhalskrebs und
kennung und Behandlungsqualität) durch      Brustkrebs, TherapjegrvrodgäUe, Behand-
Förderung der Mobilität des Gesund-         lungsprotokolle, individuelle Behand-
heitspersonals (insbesondere der Aus-       lung) durch Förderung der Mobilität des
bilder) zwischen den Spitzenforschungs-     Gesundheitspersonals (insbesondere der
zentren der Mitgliedstaaten, die eine       Ausbilder) zwischen den Spitzen-
hochwertige Ausbildung anbieten, in den     forschungszentren der Mitgliedstaaten,
Fällen, in denen die Mobilität nicht im     die eine hochwertige Ausbildung
Rahmen bereits bestehender Gemein-          anbieten, in den Fällen, in denen die
schaftsprogramme wie COMETT II oder         Mobilität nicht im Rahmen bereits
FORCE gefördert wird.                       bestehender Gemeinschaftsprogramme
                                            wie COMETT II oder FORCE gefördert
                                            wird.
15. Unterstützung des Erfahrungsaus-
tauschs, der Durchführung und der
Verbreitung der Empfehlungen von
Konsenskonferenzen über bewährte
medizinische Vorgehensweisen und von
Sachverständigengruppen mit dem Ziel
der Beschleunigung der Verbreitung und
Umsetzung der Ergebnisse der
kontrollierten Studien. Ausarbeitung von
Lehrmaterial von europäischem Interesse
zwecks        Verbesserung           der
krebsspezifischen Ausbildung des
Gesundheitspersonals insbesondere unter
Verwendung interaktiver Computer-
programme; Bewertung                 der
Leistungsfähigkeit dieses Materials im
Rahmen von Pilotnetzen. Insbesondere
Unterstützung der Entwicklung,
Durchführung und Bewertung von
Präventionsmodulen            für das
Gesundheitspersonal und von Modulen
                                         13
 ---pagebreak---           KOM (94) 83 endg.                            Geänderter Vorschlag
zur Hilfestellung bei Diagnose und Wahl
der Therapie.
DL PRÄVENTION DURCH FRÜHERKENNUNG
UND     SYSTEMATISCHE        VORSORGE-
UNTERSUCHUNGEN
16. Unterstützung der Errichtung und
Bewertung europäischer Netze von
Pilotprojekten im Bereich der
Reihenvorsorgeuntersuchungen auf
Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs
ausgehend von auf europäischer Ebene
abgegebenen Empfehlungen zur
Qualitätssicherung der Vorsorge-
untersuchungen sowie Unterstützung bei
der V e r a n s t a l t u n g       von
Zusammenkünften, auf denen geprüft
werden soll, ob die Pilotprojekte auf die
nationale und regionale Ebene
ausgeweitet werden können.
17. Unterstützung der gemeinschafts-
weiten Einfuhrung und Verbreitung einer
gemeinsamen Terminologie und
Klassifikation für die Zytopathologen der
Europäischen Gemeinschaft zwecks
Verbesserung der anatomisch-
zytopathologischen Auswertung von
Befunden, insbesondere bei Brustkrebs-
und Gebärmutterhalskrebsverdacht.
18. Unterstützung von europäischen           18a. Verbesserung der Verfahren der
Studien über die Durchführbarkeit von        Früherkennung und der systematischen
Reihenvorsorgeuntersuchungen          auf    Vorsorgeuntersuchungen       durch dei
andere Krebsarten (Eierstöcke, Prostata,     Fördrung von Pilotaktionen, bei denen
Haut, Kolon/Rektum, Mundhöhle) unter         interdisziplinäre Spezialistenteams auf
Berücksichtigung insbesondere der            den verschiedensten Gebieten wie
medizinischen, psychologischen, sozialen     Immunologie. Genetik. Anatomie.
und wirtschaftlichen Aspekte.                Zytopathologie. Molekularbiologie usw.
                                             zusammenarbeiten, und durch die
                                             Verstärkung der biomedizinischen und
                                             klinischen Zusammenarbeit.
                                          14
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                           Geänderter Vorschlag
IV. STUDIEN UND MABNAHMEN IM
BEREICH DER QÜALTTÄT DER BEHANDLUNG
VON KREBSPATIENTEN
19. Unterstützung von europäischen            19. Förderung von Initiativen und
Studien und Verbreitung ihrer                Unterstützung von europäischen Studien
Ergebnisse, insbesondere im Rahmen           und Verbreitung ihrer Ergebnisse,
von Zusammenkünflen und des                  insbesondere im Rahmen von
Erfahrungsaustauschs auf europäischer        Zusammenkünften              und     des
Ebene mit dem Ziel, neue Erkenntnisse        Erfahrungsaustauschs auf europäischer
über die Verfahren der Qualitätskontrolle    Ebene mit dem Ziel, Unzulänglichkeiten
sowohl für die Diagnostik (radiologische     aufzudecken und neue Erkenntnisse über
und anatomisch-zytopathologische             die Verfahren der Qualitätskontrolle
Untersuchungen) als auch für die             sowohl für die Diagnostik (radiologische
Behandlung         (Strahlen-       und      und an atom i sch-zy topath ol ogi sehe
Chemotherapie) einschließlich der            Untersuchungen) als auch für die
Palliativbehandlung zu gewinnen und          Behandlung          (Strahlen-      und
deren Wirksamkeit zu verbessern.             Chemotherapie) einschließlich einer
Berücksichtigung der psychologischen         ausreichend frühzeitigen und sachgemäß
und sozialen Aspekte insbesondere in         durchgeführten Palliativbehandlung zu
bezug auf die Lebensqualität der             gewinnen und deren Wirksamkeit zu
Kranken. Verbreitung und Bewertung der       verbessern. Berücksichtigung der
bewährtesten Vorgehensweisen zur             psychologischen und sozialen Aspekte
Qualitätssicherung im Rahmen der Netze       insbesondere in bezug auf die
von Pilotprojekten.                          Lebensqualität der Kranken. Verbreitung
                                             und Bewertung der bewährtesten
                                             Vorgehensweisen zur Qualitätssicherung
                                             im Rahmen der Netze von
                                             Pilotprojekten, einscMießlich derjenigen
                                             z u r       P r ü f u n g          v o n
                                             Str^lentherapieeinrichtungen und zur
                                             Ausbildung von Gesundheitspersonal.
                                             Bewertung und Verbreitung der
                                             Verfahren zur Qualitätssicherung, die im
                                             Rahmen der Netze von Pilotprojekten als
                                             angemessen erachtet werden.
                                             Unterstützung der europäischen Studien
                                             über die Einführung einer gemeinsamen
                                             Terminologie für die Klassifizierung und
                                             Bewertung der Komplikattonen aufgrund
                                             der Behandlung von Patienten, die an
                                             verschiedenen Formen von Krebs
                                             erkrankt sind.
                                          15
 ---pagebreak---            KOM (94) 83 endg.                        Geänderter Vorschlag
V.      FORSCHUNG
20. Beitrag zur Festlegung von            20. Beitrag zur Festlegung von
Prioritäten für die Krebsforschung im     Prioritäten für die Krebsforschung im
Zuge des Rahmenforschungsprogramms        Zuge des Rahmenforschungsprogramms
und       insbesondere            des     und i n s b e s o n d e r e       des
Forschungsprogramms im Bereich            Forschungsprogramms im Bereich
Biomedizin und Gesundheitswesen, das      Biomedizin und Gesundheitswesen, das
auch Grundlagenforschung und klinische    auch Grundlagenforschung und klinische
Forschung über Krebs umfaßt.              Forschung über Krebs umfaßt, und
Unterstützung bei der Erstellung eines    Förderung von Forschungsrichtungen, die
Verzeichnisses der Arbeiten von           darauf abzielen, eine richtige und
europäischem Interesse in der             zuverlässige Früherkennung durch
krebsbezogenen Grundlagenforschung        Techniken der Labordiagnose
und k l i n i s c h e n  Forschung:       insbesondere auf immunologischer und
Hilfestellungen bei der Umsetzung von     genetischer Basis zu ermöglichen.
Ergebnissen der Grundlagenforschung in    Unterstützugn bei der Erstellung eines
klinische Versuche; Netze zum             Verzeichnisses der Maßnahmen in der
Informationsaustausch über laufende       europäischen Grundlagenforschung und
klinische Versuche und Hilfe bei der      klinischen Forschung über Krebs:
Einleitung multizentrischer und           Hilfestellungen bei der Umsetzung von
multinationaler klinischer Versuche       Ergebnissen der Grundlagenforschung in
zwecks Beschleunigung der Bewertung       klinische Versuche; Netze zum
neuer Behandlungsverfahren.               Informationsaustausch über laufende
                                          klinische Versuche und Hilfe bei der
                                          Einleitung multizentrischer und
                                          multinationaler klinischer Versuche
                                          zwecks Beschleunigung der Bewertung
                                          neuer Behandlungsverfahren.
                                       16
 ---pagebreak---                                                                          ISSN 0256-2383
                                                            KOM(95) 131 endg.
                                               DOKUMENTE
DE                                                                                   §5
                                          Katalognummer : CB-CO-95-138-DE-C
                                                                  ISBN 92-77-87632-8
Amt für amzliclie \faföffißntliciraii£cn êer Europlischen Gemeinschaften
1 ^ 6 5 Luxemhu»^
                                              \9r