CELEX: 32018D1213(01)
Language: de
Date: 2018-12-06 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 6. Dezember 2018 über die Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens gemäß Artikel 49 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates im Amtsblatt der Europäischen Union „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha) (g.U.)

13.12.2018   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 449/11
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 6. Dezember 2018
         über die Veröffentlichung eines Antrags auf Eintragung eines Namens gemäß Artikel 49 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates im Amtsblatt der Europäischen Union
         
         „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha) (g.U.)
         (2018/C 449/04)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Bulgarien hat der Kommission gemäß Artikel 49 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 einen Antrag auf Schutz des Namens „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha) übermittelt.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bedingungen der Verordnung erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 Einspruch eingelegt werden kann, sollten gemäß Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung das Einzige Dokument und die Fundstelle der Veröffentlichung der Produktspezifikation für den Namen „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden —
                  
               BESCHLIESST:
         
            Einziger Artikel
            Das Einzige Dokument und die Fundstelle der Veröffentlichung der Produktspezifikation gemäß Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 für den Namen „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha) (g.U.) sind im Anhang dieses Beschlusses wiedergegeben.
            Im Einklang mit Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann innerhalb von drei Monaten ab der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union Einspruch gegen die Eintragung des in Absatz 1 angeführten Namens eingelegt werden.
         
         
            Brüssel, den 6. Dezember 2018
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.
      
      
         
            ANHANG
            EINZIGES DOKUMENT
            
               „СТРАНДЖАНСКИ МАНОВ МЕД“ (STRANDZHANSKI MANOV MED)/„MAНОВ МЕД ОТ СТРАНДЖА“ (MANOV MED OT STRANDZHA)
            
            
               EU-Nr.: PDO-BG-02306 — 12.4.2017
            
            
               g.U. ( X ) g.g.A. ( )
            
            1.   Name(n)
            
            „Странджански манов мед“ (Strandzhanski manov med)/„Maнов мед от Странджа“ (Manov med ot Strandzha)
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Bulgarien
            3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels
            
            3.1.   
                  Art des Erzeugnisses
               
            
            Klasse 1.4. Sonstige Erzeugnisse tierischen Ursprungs (Eier, Honig, verschiedene Milcherzeugnisse außer Butter usw.)
            3.2.   
                  Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
               
            
            „Strandzhanski manov med“ ist von Honigbienen innerhalb des in Punkt 4 genannten geografischen Gebiets aus den Sekreten lebender Pflanzenteile oder aus Ausscheidungen von an Pflanzen saugenden Insekten erzeugter Honig, der von den Bienen gesammelt, mit bestimmten eigenen Stoffen angereichert, eingelagert, dehydratisiert und in den Waben des Bienenstocks zum Reifen gespeichert wird. Das Erzeugnis „Strandzhanski manov med“ wird aus Honigtau hergestellt, der von bestimmten Insekten abgegeben wird, und aus dem Saft von Eicheln der Eiche; diese werden von den Bienen gesammelt.
            
               Organoleptische Eigenschaften
            
            Aussehen: trüb, etwas opaleszent, ohne Spuren von Brut oder sonstigen mechanischen Verunreinigungen und ohne Anzeichen von Fermentation;
            Farbe: Braun oder Dunkelbraun bis Schwarz mit einem Stich ins Grünliche. Nach der Kristallisation kann sich die Farbe ins Hellbraune oder Gräuliche verändern;
            Konsistenz: dichte, flüssige, halbkristalline oder kristalline Masse;
            Geschmack: süß, mit leichter Säure und bitteren Noten;
            Aroma: geröstete Früchte und Karamell.
            
               Anforderungen an die Zusammensetzung des Honigs:
            
            
               Physikalisch-chemische Eigenschaften:
            
            
                        Fructose- und Glucosegehalt
                     
                     
                        mindestens 45 g/100 g
                     
                  
                        Saccharosegehalt
                     
                     
                        höchstens 5 g/100 g
                     
                  
                        Feuchtigkeitsgehalt
                     
                     
                        höchstens 19 %
                     
                  
                        Gehalt an wasserunlöslichen Stoffen
                     
                     
                        höchstens 0,1  g/100 g
                     
                  
                        elektrische Leitfähigkeit
                     
                     
                        muss mehr als 0,95  mS/cm betragen
                     
                  
                        Gehalt an freien Säuren
                     
                     
                        höchstens 50 Milliäquivalent Säure je 1 000  g
                     
                  
                        Diastaseindex
                     
                     
                        mehr als 12 Einheiten auf der Schade-Skala nach der Honiggewinnung
                     
                  
                        Gehalt an Hydroxymethylfurfurol (HMF)
                     
                     
                        höchstens 10 mg/kg nach der Honiggewinnung
                     
                  Der Honig mit dem Namen „Strandzhanski manov med“ unterscheidet sich von Nektarhonigen im Wesentlichen durch seine hohe elektrische Leitfähigkeit, die auf seinen hohen Gehalt an Spurennährstoffen, nämlich Kalium (1 568-1 676 mg/kg), Magnesium (149-169 mg/kg), Lithium (0,11-0,33 mg/kg) und Mangan (34-51 mg/kg), sowie an Antioxidantien, und zwar Phenol (56-165 mg/kg), zurückzuführen ist. Er zeichnet sich durch hohe Gehalte an Melezitose (4-11 %) und Erlose aus. Ein weiteres Identitätsmerkmal ist das Vorhandensein von Quercitol und Kestose. Des Weiteren hat der Honig „Strandzhanski manov med“ die Eigenschaft, dass er Honigtaubestandteile (Pilzsporen, Konidien, Hyphen usw.) enthält, die das Ergebnis des besonderen Erzeugungs- und Ernteverfahrens sind.
            
               Melissopalynologische Merkmale:
            
            Bei „Strandzhanski manov med“ handelt es sich um Honigtauhonig mit einem Gehalt an Pollen unterschiedlicher botanischer Herkunft. Im Strandscha-Gebirge kommen viele Pflanzenarten vor, unter anderem folgende: Trifolium (Weißklee), Vicia (Futterwicke), Lotus (Hornklee), Tilia (Linde), Echium (Familie der Boraginaceae), Rubus (Brombeere), Matricaria (Familie der Asteraceae), Daucus (Familie der Umbelliferae), Potentilla (Rosaceae), Paliurus, Dorycnium (Familie der Fabaceae), Brassicaceae, Clematis (Gewöhnliche Waldrebe), Cistus (Salbeiblättrige Zistrose, Kretische Zistrose), Plantago (Wegerich) und Chenopodiaceae.
            Die melissopalynologischen Eigenschaften des Honigs „Strandzhanski manov med“ werden von bestimmten Pflanzen in der Strandscha-Region geprägt, die anderswo in Bulgarien nicht vorkommen. Diese sind: Ophrys reinholdii, Verbascum bugulifolium, Teucrium lamiifolium, Lorbeerblättrige Zistrose, Hypericum androsaemum, Stachys thracica und Epimedium pubigerum. Außerdem werden sie von der tertiären Reliktflora geprägt, also von Arten, die in der Strandscha-Region im Tertiär weitverbreitet waren, wie etwa Cicer montbretii, Erica arborea, Mispel, Besenheide, Salbeiblättrige Zistrose, Hypericum calycinum und weitere Arten.
            Das europäische Verbreitungsgebiet von sieben dieser Arten beschränkt sich auf die Strandscha-Region und den Kaukasus: Ilex colchica, Daphne pontica, Kaukasische Heidelbeere, Rhododendron ponticum, Strandscha-Eiche, Veronica turrilliana und Quercus polycarpa.
            3.3.   
                  Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
               
            
            Während der Gewinnung des Honigs ist jede Zufütterung der Bienen unzulässig. Eine Zufütterung der Bienen kann im Frühjahr und nach Abschleudern des Honigs vor Wintereintritt in einer Menge erfolgen, die für das Anlegen von Vorräten erforderlich ist und dem Bienenvolk das Überwintern sichert. Als Zusatzfutter kann den Bienen Zucker, Zuckerteig und Zuckersirup verabreicht werden. Ihnen kann auch Honig verabreicht werden, den sie selbst erzeugt haben. Die Imker müssen darauf achten, dass die Wintervorräte nicht in den zu verkaufenden überschüssigen Honig („Strandzhanski manov med“) gelangen.
            3.4.   
                  Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
               
            
            Der Honig „Strandzhanski manov med“ wird aus (überwiegend ortsfesten) Bienenstöcken in den innerhalb des abgegrenzten geografischen Gebiets gelegenen Eichenwäldern des Strandscha-Gebirges gewonnen, und zwar in den Monaten Juni, Juli und August. Die Bienenvölker müssen sich während des gesamten Jahres in dem abgegrenzten geografischen Gebiet befinden.
            Der Honig „Strandzhanski manov med“ wird wie folgt erzeugt:
            
                        1)
                     
                     
                        Verbringen der versiegelten Honigrahmen in die Verarbeitungsräume;
                     
                  
                        2)
                     
                     
                        Öffnen und Schleudern der Honigwaben;
                     
                  
                        3)
                     
                     
                        Filtern und Abfüllen in Aufbewahrungsbehälter;
                     
                  
                        4)
                     
                     
                        Verbringen der Behälter mit dem fertigen Honig in das Lager.
                     
                  Alle Erzeugungsschritte müssen in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen, um die Qualität des Erzeugnisses und seine vollständige Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.
            3.5.   
                  Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
               
            
            Um die Qualität und die vollständige Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses zu gewährleisten, wird der Honig in dem unter Punkt 4 abgegrenzten geografischen Gebiet verpackt, wobei das Gewicht von 1 500 g nicht überschritten werden darf.
            Zur Gewährleistung der Qualität und insbesondere zur Wahrung der organoleptischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften des Honigs „Strandzhanski manov med“ sollte das Verpacken und Etikettieren in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen, da sich bei der Beförderung des Erzeugnisses an einen Ort außerhalb dieses Gebiets die Qualität des Erzeugnisses aufgrund der höheren Temperaturen verändern kann. Alle Vorgänge sollten in dem geografischen Gebiet erfolgen, um eine Vermischung mit anderen Honigsorten zu vermeiden, die nicht unter diese geschützte Ursprungsbezeichnung fallen, und um die Aufnahme von Fremdgerüchen zu verhindern. Der Honig „Strandzhanski manov med“ darf zum Verpacken nicht aus dem geografischen Gebiet befördert werden, da er hygroskopisch ist und unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt werden muss, die zu einer Verschlechterung seiner organoleptischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften führt.
            Der Vertrieb des Honigs „Strandzhanski manov med“ in losem Zustand ist unzulässig.
            3.6.   
                  Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
               
            
            —
            4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
            
            Der Honig „Strandzhanski manov med“ wird in den folgenden Gemeinden erzeugt: Sosopol, Primorsko, Zarewo, Malko Tarnowo und Sredez.
            5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            5.1.   
                  Besonderheit des geografischen Gebiets
               
            
            Das geografische Gebiet umfasst das Strandscha-Gebirge und zeichnet sich durch ein gemäßigtes Kontinental- und feuchtes Meeresklima aus. Typisch für die Region sind das milde Klima, häufige Nebelbildung im Frühjahr und Sommer, wobei sich der Nebel manchmal erst am späten Vormittag auflöst, milde Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese Bedingungen sind der Sekretion der besonderen Stoffe, die die Insekten von der Oberfläche der Blätter sammeln, förderlich. Der leichte Nebel trägt dazu bei, dass die Safttropfen nicht verloren gehen, denn bei starkem Nebel werden diese Tropfen größer und fallen von den Blättern. Das Zusammenwirken der klimatischen Faktoren — ein maritimes, feuchtes Klima nahe dem Gebirge, jedoch ohne hohe Niederschläge, und eine relativ warme Witterung ohne extreme Temperaturen sowie die Nähe des Meeres und die Eichenwälder — bieten den Honigtauerzeugern, nämlich den Blattläusen (Lachnus roboris, L. pallipes, Monelliopsis caryae, Tuberculatus (Tuberculloides) querceus und T. annulatus), dem Gewöhnlichen Eichelbohrer (Curculio glandium) und dem Eichenwickler (Cydia Splendana), ausgezeichnete Entwicklungsbedingungen.
            Die besondere geografische Lage des Gebirgsmassivs in der Nähe von drei großen Gewässern (Schwarzes Meer, Ägäisches Meer und Marmarameer) und die hierdurch bedingten klimatischen Faktoren, nämlich eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit und milde Temperaturen, sowie seine paläontologische Vergangenheit (Quartär ohne Vereisung) schaffen die Bedingungen für das Vorkommen von Florenelementen, die in dieser Kombination auf dem europäischen Festland einzigartig sind. Die Strömungen feuchten Windes vom Meer in das Innere der Strandscha-Region werden durch die Bergkuppen, die tiefen Felsschluchten und die Flusstäler begünstigt. Bis heute hat sich hier eine Pflanzenwelt erhalten, die vor einigen Millionen Jahren während des Tertiärs in Europa weitverbreitet war.
            Die Flora der Strandscha-Region unterscheidet sich von europäischen Pflanzenformationen und ähnelt sehr der pontischen Flora des Kaukasus und Kleinasiens; sie weist zahlreiche Relikte aus dem Tertiär sowie endemische Arten auf, was sich anhand einer Analyse des Pollenspektrums nachweisen lässt. Die Strandscha-Region umfasst viele Schutzgebiete, Naturreservate und natürliche Lebensräume, wodurch sich günstige Rahmenbedingungen für die Honigbienen und die Imkerei ergeben. Strandscha ist als eines der fünf vorrangigen Gebiete für den Umweltschutz in der EU anerkannt und in das gesamteuropäische ökologische Netz Natura 2000 aufgenommen. In der Region vorherrschend sind Eichen- und Buchenwälder, wobei der größte Anteil der Eichenwälder mit Quercus petraea (Traubeneiche, 47,8 %) und Quercus frainetto (Ungarische Eiche, 41,8 %) bestanden ist, die Nahrung für die Läuse und Eichelbohrer bieten, welche den Honigtau erzeugen.
            Aufgrund der kargen Böden (zimtbraune Waldböden und Gelb-/Bleicherdeböden) und des Umstands, dass es dort keine Industrie gibt, ist der Anbau landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, deren Blüte sich nachteilig auf die Qualität des Honigs auswirken könnte, begrenzt.
            5.2.   
                  Menschliche Faktoren
               
            
            In der Strandscha-Region war die Imkerei schon immer verbreitet. Seit Jahrhunderten dient sie dem Lebensunterhalt, wovon die seit dem späten 19. Jahrhundert existierenden Stülper und Klotzbeuten zeugen. Um zu gewährleisten, dass nur der Honigtau erzeugt wird, führen die Imker insbesondere folgende Schritte aus:
            
               Schritt I
            
            Die Bienen sammeln Honigtau, und zwar überwiegend in den mit sommergrünen Eichen bestandenen Wäldern, und bereiten daraus den reifen Honig „Strandzhanski manov med“. Um die Abtrennung des überschüssigen Honigs zu ermöglichen, werden während der Hauptweidezeit Zargen und/oder Beuten über dem Brutraum platziert.
            
               Schritt II
            
            Sobald der Honig in der Wabe hinreichend gereift ist, wird diese aus dem Bienenstock genommen und zu dem Ort verbracht, an dem der Honig geschleudert wird.
            Nach dem Schleudern des Honigs wird dieser filtriert, homogenisiert und während einer Dauer von mindestens 24 Stunden in Absetzbehältern geklärt.
            
               Schritt III
            
            Der Honig wird in Behältnissen aufbewahrt, die für die Lagerung von Lebensmittelerzeugnissen bestimmt sind. Das Abfüllen, das Verpacken und das Etikettieren erfolgen in sauberen, hierfür geeigneten Räumlichkeiten. Kristallisierter Honig wird durch Erwärmen auf eine Temperatur von höchstens 42 °C verflüssigt, also auf die Temperatur, auf die sich der Honig im Bienenstock während der Ernte erwärmt. Bei dieser Temperatur bleibt die Diastaseaktivität erhalten.
            5.3.   
                  Besonderheit des Erzeugnisses
               
            
            Der einzigartige Charakter des Honigs „Strandzhanski manov med“ ist hauptsächlich auf seine physikalisch-chemischen, melissopalynologischen und organoleptischen Eigenschaften zurückzuführen.
            Eine besondere Eigenschaft des Honigs „Strandzhanski manov med“ ist seine besonders hohe spezifische elektrische Leitfähigkeit im Vergleich zu anderen Honigtauhonigen — sie muss mehr als 0,95 mS/cm betragen.
            Der Honig zeichnet sich durch eine hohe Diastaseaktivität aus (aufgrund der reichhaltigen Enzymzusammensetzung, die auf die Verarbeitung durch die Läuse und Eichelbohrer zurückzuführen ist) sowie einen geringen Gehalt an Hydroxymethylfurfurol (HMF).
            Diese Eigenschaften ergeben sich aufgrund der ausgedehnten Eichenwälder (mit denen mehr als 70 % der Region bestanden sind); dieser Umstand sowie die milden Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit schaffen die Bedingungen dafür, dass das Blattwerk eine große Fläche einnimmt, die den Läusen und Eichelbohrern ein günstiges Umfeld bietet. Ihre Ausscheidungen und die Sekrete lebender Pflanzenteile werden von den Bienen gesammelt und zu dem genannten Honig umgewandelt.
            Aufgrund seines Pollenspektrums, das Pollen von nur in der Strandscha-Region zu findenden Pflanzen umfasst (siehe Punkt 3.2), unterscheidet sich der Honig „Strandzhanski manov med“ von anderswo erzeugtem Honig, was wiederum direkt auf den Zusammenhang zwischen dem Erzeugnis „Strandzhanski manov med“ und dem Strandscha-Gebirge verweist. Anhand von Untersuchungen des Pollenspektrums konnten als geografische Merkmale endemische und tertiäre Reliktarten ermittelt werden; deren Vorhandensein bzw. Häufigkeit im Pollenspektrum ermöglicht es wiederum, das Gebiet in der Strandscha-Region geografisch abzugrenzen.
            Insbesondere kommt es darauf an, dass sich die Bienenstöcke während des gesamten Jahres in dem abgegrenzten geografischen Gebiet befinden und somit ortsfest sind.
            Im Vergleich zu Nektarhonig hat „Strandzhanski manov med“ eine deutlich dunklere Farbe sowie ein spezielles Aroma und einen leicht säuerlichen, bitteren Geschmack.
            5.4.   
                  Ursächlicher Zusammenhang zwischen dem geografischen Gebiet und der Qualität oder den Merkmalen des Erzeugnisses (im Falle einer g.U.) bzw. einer bestimmten Qualität, dem Ansehen oder sonstigen Eigenschaften des Erzeugnisses (im Falle einer g.g.A.)
               
            
            „Strandzhanski manov med“ ist ein Erzeugnis, das aufgrund des bioökologischen Zusammenwirkens der Populationen honigtauerzeugender Läuse und Eichelbohrer und des Gleichgewichts zwischen diesen sowie des Vorhandenseins ausgedehnter Eichen- und Buchengruppen und des typisch milden Klimas eng mit seiner Erzeugungsregion verbunden ist. Die örtliche Waldvegetation bietet den Honigtauerzeugern Nahrung und das besondere, milde Klima der Strandscha-Region (ausreichende Luftfeuchtigkeit, gemäßigte Temperaturen, Nebel im Frühjahr und Sommer) begünstigt die Sekretion von Honigtau und das Sammeln des Honigtaus durch die Bienen. In der Strandscha-Region besteht die Haupttracht für Bienen in den Monaten Juni, Juli und August in Eichenhonigtau. In dem Zeitraum, in dem die Bienen den Honigtau in der Strandscha-Region sammeln, blühen keine anderen Arten ergiebiger Trachtpflanzen, z. B. Gruppen von Akazien oder Linden, sodass es nicht zu einer Vermischung des Honigtauhonigs mit Nektarhonigen kommt. Aufgrund der Zusammensetzung des Honigtaus, der den Bienen als Nahrung dient, weist der betreffende Honig im Vergleich zu Nektarhonigen höhere Gehalte an Spurennährstoffen und Antioxidantien auf. Die Farbintensität sowie der leicht säuerliche, bittere Geschmack resultieren aus der im Honigtau vorhandenen Mikroflora und dem Zeitpunkt, zu dem der Honigtau gesammelt wird.
            Aufgrund des Umstands, dass das Strandscha-Gebiet als Naturpark den Status eines Schutzgebiets genießt, kann dort keine Intensivlandwirtschaft betrieben werden, was zur Reinheit des Erzeugnisses beiträgt. Die Phytogeografie der Strandscha-Region ist in Europa einzigartig. Die Pollen der Pflanzen, die typisch für die Strandscha-Region sind oder nur dort vorkommen, sind für das Pollenspektrum des Honigs „Strandzhanski manov med“ kennzeichnend. Zu den endemischen pontischen Arten, die nur entlang der südlichen Schwarzmeerküste zwischen der Strandscha-Region, dem Pontischen Gebirge und dem Kaukasus vorkommen, zählen Rhododendron ponticum, Daphne pontica und Ilex colchica; sie tragen zu den melissopalynologischen Eigenschaften des Honigs „Strandzhanski manov med“ bei. Diese einzigartige Vegetation wirkt sich ferner auf die organoleptischen Eigenschaften und das Aroma des Honigs aus, wodurch die natürliche Verbindung zwischen der Umwelt und dem Erzeugnis untermauert wird.
            
               Hinweis auf die Veröffentlichung der Produktspezifikation
            
            (Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 dieser Verordnung)
            http://www.mzh.government.bg/bg/politiki-i-programi/politiki-i-strategii/politiki-po-agrohranitelnata-veriga/zashiteni-naimenovaniya/zayavlenie-za-znp-strandzhanski-manov-medmanov-med-ot-strandzha/