CELEX: 32013B0566
Language: de
Date: 2013-07-14 00:00:00
Title: 2013/566/EU: Beschluss des Europäischen Parlaments vom 17. April 2013 betreffend die Entlastung zur Ausführung des Haushaltsplans der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2011

16.11.2013   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 308/196
            
         
      BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
   
   vom 17. April 2013
   betreffend die Entlastung zur Ausführung des Haushaltsplans der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2011
   (2013/566/EU)
   DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT,
   
               —
            
            
               in Kenntnis des endgültigen Rechnungsabschlusses der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2011,
            
         
               —
            
            
               in Kenntnis des Berichts des Rechnungshofs über den Jahresabschluss 2011 der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde zusammen mit den Antworten der Behörde (1),
            
         
               —
            
            
               in Kenntnis der Empfehlung des Rates vom 12. Februar 2013 (05753/2013 — C7-0041/2013),
            
         
               —
            
            
               gestützt auf Artikel 319 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
            
         
               —
            
            
               gestützt auf die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates vom 25. Juni 2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (2), insbesondere auf Artikel 185,
            
         
               —
            
            
               gestützt auf die Verordnung (EU, Euratom) Nr. 966/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates (3), insbesondere auf Artikel 208,
            
         
               —
            
            
               gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Bankenaufsichtsbehörde), zur Änderung des Beschlusses Nr. 716/2009/EG und zur Aufhebung des Beschlusses 2009/78/EG der Kommission (4), insbesondere auf Artikel 64,
            
         
               —
            
            
               gestützt auf die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2343/2002 der Kommission vom 19. November 2002 betreffend die Rahmenfinanzregelung für Einrichtungen gemäß Artikel 185 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (5), insbesondere auf Artikel 94,
            
         
               —
            
            
               gestützt auf Artikel 77 und Anlage VI seiner Geschäftsordnung,
            
         
               —
            
            
               in Kenntnis des Berichts des Haushaltskontrollausschusses sowie der Stellungnahme des Ausschusses für Wirtschaft und Währung (A7-0113/2013),
            
         
               1.
            
            
               erteilt dem Exekutivdirektor der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde die Entlastung zur Ausführung des Haushaltsplans der Behörde für das Haushaltsjahr 2011;
            
         
               2.
            
            
               legt seine Bemerkungen in der nachstehenden Entschließung nieder;
            
         
               3.
            
            
               beauftragt seinen Präsidenten, diesen Beschluss und die als integraler Bestandteil dazugehörige Entschließung dem Exekutivdirektor der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, dem Rat, der Kommission und dem Rechnungshof zu übermitteln und ihre Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union (Reihe L) zu veranlassen.
            
         
      
         
            Der Präsident
         
         Martin SCHULZ
         
      
      
         
            Der Generalsekretär
         
         Klaus WELLE
         
      
   
   
      (1)  ABl. C 388 vom 15.12.2012, S. 60.
   
      (2)  ABl. L 248 vom 16.9.2002, S. 1.
   
      (3)  ABl. L 298 vom 26.10.2012, S. 1.
   
      (4)  ABl. L 331 vom 15.12.2010, S. 12.
   
      (5)  ABl. L 357 vom 31.12.2002, S. 72.
   
      
         ENTSCHLIEßUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
      
      vom 17. April 2013
      mit den Bemerkungen, die integraler Bestandteil des Beschlusses betreffend die Entlastung zur Ausführung des Haushaltsplans der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2011 sind
      DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT,
      
                  —
               
               
                  in Kenntnis des endgültigen Rechnungsabschlusses der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2011,
               
            
                  —
               
               
                  in Kenntnis des Berichts des Rechnungshofs über den Jahresabschluss 2011 der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde zusammen mit den Antworten der Behörde (1),
               
            
                  —
               
               
                  in Kenntnis der Empfehlung des Rates vom 12. Februar 2013 (05753/2013 — C7-0041/2013)
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf Artikel 319 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates vom 25. Juni 2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (2), insbesondere auf Artikel 185,
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf die Verordnung (EU, Euratom) Nr. 966/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 des Rates (3), insbesondere auf Artikel 208,
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Bankenaufsichtsbehörde), zur Änderung des Beschlusses Nr. 716/2009/EG und zur Aufhebung des Beschlusses 2009/78/EG der Kommission (4), insbesondere auf Artikel 64,
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2343/2002 der Kommission vom 19. November 2002 betreffend die Rahmenfinanzregelung für Einrichtungen gemäß Artikel 185 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1605/2002 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften (5), insbesondere auf Artikel 94,
               
            
                  —
               
               
                  gestützt auf Artikel 77 und Anlage VI seiner Geschäftsordnung,
               
            
                  —
               
               
                  in Kenntnis des Berichts des Haushaltskontrollausschusses sowie der Stellungnahme des Ausschusses für Wirtschaft und Währung (A7-0113/2013),
               
            
                  A.
               
               
                  in der Erwägung, dass der Rechnungshof erklärt hat, er habe mit angemessener Sicherheit feststellen können, dass der Jahresabschluss der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde („die Behörde“) für das Haushaltsjahr 2011 zuverlässig ist und die zugrunde liegenden Vorgänge rechtmäßig und ordnungsgemäß sind;
               
            
                  B.
               
               
                  in der Erwägung, dass die Behörde — eine neu geschaffene Agentur mit Sitz in London — durch die Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 errichtet wurde und am 1. Januar 2011 offiziell ihren Betrieb als eigenständige Einrichtung aufgenommen hat,
               
            
                  C.
               
               
                  in der Erwägung, dass die Behörde vor dem Hintergrund des rechtlichen Übergangs von ihrer Vorgängerorganisation, dem Ausschuss der europäischen Bankaufsichtsbehörden (CEBS), betrachtet werden sollte, und dass sie daher zusätzlich zu ihrem neuen Mandat alle bestehenden und laufenden Aufgaben und Zuständigkeiten des CEBS übernommen hat,
               
            
                  D.
               
               
                  in der Erwägung, dass die Behörde ein integraler Bestandteil des Europäischen Finanzaufsichtssystems ist und im Rahmen des Gemeinsamen Ausschusses eng mit den beiden anderen Aufsichtsbehörden, der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde und der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, zusammenarbeitet sowie mit dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken,
               
            
                  E.
               
               
                  in der Erwägung, dass der Behörde im Haushaltsjahr 2011 ein Gesamtbudget in Höhe von 12 685 000 EUR zur Verfügung stand,
               
            
                  F.
               
               
                  in der Erwägung, dass der Haushalt 2011 im Einklang mit der Gründungsverordnung der Behörde (6) zu 60 % aus Beiträgen von Mitgliedstaaten und Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und zu 40 % aus dem Unionshaushalt finanziert wurde,
               
            
                  G.
               
               
                  in der Erwägung, dass die Behörde Ende 2011 einen Haushaltsüberschuss von 3 579 861 EUR verzeichnete (7), der im Jahresabschluss als Verbindlichkeit gegenüber der Kommission ausgewiesen wurde,
               
            
         Haushaltsführung und Finanzmanagement
      
      
                  1.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss (8), dass sich der ursprüngliche Beitrag der Union zum Haushalt der Behörde für 2011 auf 5 073 000 EUR belief; weist darauf hin, dass das Jahr 2011 das erste Jahr der Tätigkeit der Behörde war;
               
            
                  2.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass sich der Gesamthaushalt der Behörde für 2011 auf 12 865 000 EUR belief, (wovon 7 413 000 EUR auf Beiträge von nationalen Aufsichtsbehörden und 199 000 EUR auf Beiträge von Beobachtern entfielen);
               
            
                  3.
               
               
                  fordert die Kommission auf, zu prüfen, ob sie einen Vorschlag vorlegen kann, der sicherstellt, dass die Haushalte der europäischen Aufsichtsbehörden in vollem Umfang aus dem Haushalt der Union finanziert werden;
               
            
                  4.
               
               
                  nimmt mit Besorgnis zur Kenntnis, dass die Bestimmungen der Haushaltsordnung nicht voll und ganz auf das Finanzierungssystem der Behörde zugeschnitten sind, da der Haushalt der Behörde zu 60 % aus den Beiträgen von Mitgliedstaaten und EFTA-Ländern finanziert wird; ist der Ansicht, dass dieses Problem spätestens bei der nächsten Überarbeitung der Haushaltsordnung in Bezug auf die Agenturen angegangen werden sollte, und fordert die Kommission auf, eine Bewertung dieser Situation vorzunehmen und der Entlastungsbehörde darüber Bericht zu erstatten;
               
            
                  5.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass sich die Behörde im Jahr 2011 auf ihre Errichtung und Erweiterung konzentrierte;
               
            
                  6.
               
               
                  hebt hervor, dass es ein angemessenes Verhältnis zwischen den zugewiesenen Haushaltsmitteln und verfügbaren Planstellen einerseits und den der Behörde zugewiesenen Aufgaben andererseits geben muss, da ein Missverhältnis in Bezug auf das von der Behörde eingestellte Personal einerseits und die Einbeziehung von nationalen Experten andererseits zu einer unausgewogenen Personalausstattung führen könnte; stellt mit Sorge fest, dass die Kommission Änderungen an dem von der Behörde vorgeschlagenen Stellenplan vorgenommen hat, ohne hierauf klar hinzuweisen; fordert die Kommission auf, in dieser und anderen Angelegenheiten volle Transparenz zu gewährleisten;
               
            
                  7.
               
               
                  verweist auf die Bedenken, die in den vorläufigen Schlussfolgerungen der IWF-Bewertung des Finanzsektors vom Dezember 2012 in Bezug auf die Union geäußert wurden, in denen empfohlen wurde, die Europäischen Aufsichtsbehörden mit mehr Ressourcen und Befugnissen auszustatten, damit sie die ihnen übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrnehmen können und ihre operative Unabhängigkeit gestärkt wird;
               
            
                  8.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass der Verwaltungsrat der Behörde in seiner Eröffnungssitzung am 12. Januar 2011 die zentralen Finanzvorschriften und die Finanzregelung der Behörde erlassen und gebilligt hat, damit die Behörde ihre Befugnisse als europäische Einrichtung wahrnehmen kann;
               
            
                  9.
               
               
                  stellt fest, dass die beiden angemieteten Büros bei einer Gesamtfläche von 1 089 m2 Kosten von 1 016 512,64 EUR verursachen und fordert die Behörde auf, dafür zu sorgen, dass die Büromieten und -kosten den Rahmen der örtlichen marktüblichen Preise nicht überschreiten, und darüber hinaus auch jährlich zu versuchen, bei sich bessernden Marktbedingungen die Kosten zu senken;
               
            
         Rechnungsführungssystem
      
      
                  10.
               
               
                  entnimmt der Jahresrechnung (9), dass die Anfang 2011 von der Behörde verabschiedete reguläre und allgemeine Haushaltsstruktur den tatsächlichen Bedürfnissen der Behörde angepasst werden musste (da der Haushaltplan vor dem ersten Tätigkeitsjahr der Behörde aufgestellt wurde, konnte man auf keine entsprechenden Erfahrungswerte zurückgreifen);
               
            
                  11.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass die Behörde am 10. Juni 2011 die periodengerechte Rechnungsführung (Accrual Based Accounting — ABAC), das von der Kommission für die Haushaltsbuchführung verwendete Rechnungsführungssystem, eingeführt hat; nimmt ferner zur Kenntnis, dass die Behörde während des Übergangszeitraums vom 1. Januar bis 10. Juni 2011 ein auf Excel gestütztes System für ihre Haushaltsbuchführung verwendete, und dass zum Zeitpunkt der Übergangs ein Bericht über die in ABAC verbuchten Verpflichtungen und Zahlungen erstellt wurde;
               
            
                  12.
               
               
                  nimmt zur Kenntnis, dass sich die vor der Einführung des ABAC-Systems getätigten Zahlungen nur im Übergangssystem und nicht im ABAC-System widerspiegeln; stellt fest, dass jedes Mal, wenn ein Bericht über die Verausgabung und den Vollzug von Haushaltsmitteln im ABAC-System abgerufen wird, eine manuelle Aggregation in einer Excel-Kalkulationstabelle vorgenommen wird, damit die ursprünglichen Haushaltsmittel und die verausgabten Mittel für Verpflichtungen und Zahlungen für das gesamte Haushaltsjahr umfassend abgebildet werden;
               
            
                  13.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass von 2012 an alle finanziellen Transaktionen umfassend im ABAC-System abgebildet werden;
               
            
                  14.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass die Behörde am 10. Juni 2011 für die allgemeine Rechnungsführung das SAP-System eingeführt hat, das unmittelbar mit dem ABAC-System verbunden ist, das auch von der Kommission verwendet wird; stellt ferner fest, dass die Behörde bis zu diesem Zeitpunkt das vom CEBS eingeführte SAGE-System (10) für die Finanzbuchhaltung benutzte, und dass zum 10. Juni 2011 eine Übergangsbilanz erstellt wurde;
               
            
                  15.
               
               
                  nimmt zur Kenntnis, dass die Behörde am 28. August 2011 das von der Kommission verwendete System zur Registrierung von Vermögenswerten (ABAC Assets) eingeführt hat, um die einzelnen physischen Gegenstände des Anlagevermögens zu erfassen (ABAC Assets ist in das Rechnungsführungssystem der Behörde integriert); stellt ferner fest, dass der CEBS über kein solches System verfügte;
               
            
                  16.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss (11), dass die Behörde im August und September 2011 eine physische Bestandsaufnahme des vom CEBS erhaltenen Anlagevermögens durchgeführt hat und zu dem Ergebnis kam, dass keine signifikanten Abweichungen vorlagen;
               
            
                  17.
               
               
                  begrüßt die Validierung des Rechnungsführungssystems der Behörde, die von dem externen Rechnungsprüfungsunternehmen Deloitte Consulting durchgeführt wurde (12); stellt fest, dass im November 2012 eine Überprüfung des Rechnungsführungssystems der Behörde vorgenommen wurde;
               
            
                  18.
               
               
                  entnimmt dem Deloitte-Bericht, dass Deloitte „auf der Grundlage der durchgeführten Compliance-Validierungsverfahren zu dem Gesamtergebnis gelangt ist, dass das Rechnungsführungssystem der EBA die von der Kommission (GD Haushalt) aufgestellten Kriterien erfüllt. Eine Reihe von internen Kontrollen wurden bereits eingeführt und werden von dem EBA-Bediensteten, der für die Rechnungsführung und für die Gewährleistung des Zugangs zu den wesentlichen beteiligten IT-Infrastrukturelementen im Einklang mit guten Praktiken verantwortlich ist, angemessen durchgeführt.“
               
            
         Mittelbindungen
      
      
                  19.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass die Behörde Ende 2011 eine Ausführungsrate von 71 % bei den Mitteln für Verpflichtungen und 59 % bei den Mitteln für Zahlungen erreicht hat;
               
            
                  20.
               
               
                  nimmt zur Kenntnis, dass die Verwendungsrate bei den Mitteln für Verpflichtungen bei Titel I (Personalausgaben) bei 91 % lag und damit der Anzahl der zum 31. Dezember 2011 besetzten Stellen (41 von 46 im Stellenplan vorgesehenen Stellen) entsprach; stellt ferner fest, dass die niedrigere Rate bei den Mitteln für Zahlungen (83 %) in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass die Leistungen von abgeordneten Mitarbeitern der nationalen Aufsichtsbehörden zu spät in Rechnung gestellt wurden; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um diesen Mangel zu beheben;
               
            
                  21.
               
               
                  entnimmt dem Jahresabschluss, dass die niedrigere Verwendungsrate bei den Mitteln für Verpflichtungen bei Titel III („Ausgaben für den Dienstbetrieb“) in erster Linie mit dem IT-Bereich zusammenhängt und darauf zurückzuführen ist, dass die Rekrutierung des erforderlichen IT-Personals länger dauerte als erwartet und sich die Beschaffungsverfahren in die Länge zogen; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Ausführungsrate bei Titel III zu verbessern;
               
            
                  22.
               
               
                  entnimmt dem Jahresbericht der Behörde (13), dass diese 2011 ausschließlich nichtgetrennte Mittel verwendet hat; stellt ferner fest, dass sich die gebundenen Mittel auf 9 054 030 EUR bzw. 71 % des Haushalts 2011 beliefen, wovon 7 436 217 EUR ausgegeben wurden und 1 617 813 EUR nach Artikel 10 der Finanzregelung der Behörde automatisch übertragen wurden;
               
            
                  23.
               
               
                  nimmt mit Besorgnis zur Kenntnis, dass der Rechnungshof darauf hingewiesen hat, dass die Mittelbindungsraten insbesondere bei Titel II („Verwaltungsausgaben“) (57 %) und Titel III („Ausgaben für den Dienstbetrieb“) (46 %) niedrig waren, was Auswirkungen auf die IT-Ziele der Behörde hatte, die nicht ganz erreicht wurden; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Mittelbindungsraten zu verbessern, da niedrige Ausführungsquoten auf Probleme bei der Planung und Ausführung des Haushaltsplans schließen lassen;
               
            
                  24.
               
               
                  entnimmt den Bemerkungen des Rechnungshofes, dass bei drei rechtlichen Verpflichtungen, die vor den Mittelbindungen (742 000 EUR) eingegangen wurden, Schwachstellen festgestellt wurden; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um diesen Mangel zu beheben;
               
            
         Beschaffungsverfahren
      
      
                  25.
               
               
                  entnimmt dem Jahresbericht der Behörde (14), dass 2011 eine Reihe von Verfahren zur Beschaffung von Waren und Dienstleistungen eingeleitet wurden; stellt ferner fest, dass die Behörde auf bestehende Musterverträge der Kommission zurückgegriffen hat, und zwar insbesondere im IT-Bereich, wo sie mehrere interne IT-Systeme in Betrieb genommen hat, wie etwa E-Mail und Intranetsysteme, aber auch eine IT-Plattform für das Sammeln und Auswerten von Daten der nationalen Aufsichtsbehörden;
               
            
                  26.
               
               
                  erkennt an, dass die Behörde erhebliche Fortschritte bei der Aktualisierung ihrer Beschaffungsverfahren gemacht hat, um diese in Einklang mit den Beschaffungsvorschriften der Union zu bringen; stellt fest, dass der Rückstand bei den ausstehenden Beschaffungsverfahren erheblich abgebaut wurde und der noch bestehende Rückstand und vorhandene Unvereinbarkeiten 2013 behoben werden; fordert die Behörde auf, diese Angelegenheit weiterzuverfolgen und die Entlastungsbehörde über die erreichten Fortschritte zu unterrichten;
               
            
                  27.
               
               
                  nimmt zur Kenntnis, dass einige Ausnahmen von den Beschaffungsvorschriften gewährt wurden; stellt jedoch fest, dass 2012 weniger Ausnahmen gewährt wurden als 2011 und dass die meisten Bereiche erheblicher Unvereinbarkeit korrigiert worden sind; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen wurden, um diesen Mangel zu beheben;
               
            
         Einstellungsverfahren
      
      
                  28.
               
               
                  entnimmt den Bemerkungen des Rechnungshofes, dass die Behörde die Transparenz der Einstellungsverfahren verbessern muss; fordert die Behörde auf, der Entlastungsbehörde mitzuteilen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um diesen Mangel zu beheben; ist sich dessen bewusst, dass einige Bestimmungen des Personalstatuts eine beachtliche administrative Belastung darstellen können; fordert daher die Kommission auf, bei der Anwendung von Artikel 110 des Personalstatuts ein gewisses Maß an Vereinfachung in Bezug auf die Agenturen zuzulassen;
               
            
                  29.
               
               
                  entnimmt dem Jahresbericht der Behörde (15), dass 2011 ein entscheidendes Jahr für den Aufbau und die Erweiterung der Mitarbeiterbasis der Behörde war, um die neuen Funktionen und Aufgaben ordnungsgemäß wahrnehmen zu können; nimmt ferner zur Kenntnis, dass insgesamt 33 Einstellungsverfahren durchgeführt wurden, und dass der Personalbestand der Behörde zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2011 von 31 auf 52 angestiegen ist und 19 Nationalitäten umfasst;
               
            
                  30.
               
               
                  verweist, was weitere horizontale Bemerkungen zum Entlastungsbeschluss betrifft, auf seine Entschließung vom 17. April 2013 (16) zur Leistung, zur Haushaltsführung und zur Kontrolle der Agenturen.
               
            
         (1)  ABl. C 388 vom 15.12.2012, S. 60.
      
         (2)  ABl. L 248 vom 16.9.2002, S. 1.
      
         (3)  ABl. L 298 vom 26.10.2012, S. 1.
      
         (4)  ABl. L 331 vom 15.12.2010, S. 12.
      
         (5)  ABl. L 357 vom 31.12.2002, S. 72.
      
         (6)  ABl. L 331 vom 15.12.2010, S. 12, Artikel 62 Absatz 1.
      
         (7)  Jahresabschluss 2011, S. 19.
      
         (8)  Jahresabschluss 2011, S. 18.
      
         (9)  Jahresabschluss 2011, S. 31.
      
         (10)  Bei SAGE handelt es sich um ein auf kleine und mittlere Unternehmen, Organisationen und Institutionen zugeschnittenes Rechnungsführungssystem.
      
         (11)  Jahresabschluss 2011, S. 26.
      
         (12)  Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), Validierung der Rechnungsführungssysteme, 7.12.2012, Deloitte.
      
         (13)  Jahresbericht 2011, S. 41.
      
         (14)  Jahresbericht 2011, S. 36.
      
         (15)  Jahresbericht 2011, S. 36.
      
         (16)  Angenommene Texte, P7_TA(2013)0134 (siehe Seite 374 dieses Amtsblatts).