CELEX: 51976PC0419
Language: de
Date: 1976-07-28
Title: Vorschlag eines Beschlusses des Rates zur Festlegung eines technologischen Forschungsprogramms für den Schuhsektor (Artikel 235 des Vertrages EWG) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (76) 419
Vol. 1976/0126
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                        KOM(76)419 endg.
                                        Brüssel , den 28 « Juli 1976 *
                                Vorschlag
                       eines Beschlusses des Rates
                   zur Festlegung eines technologischen
                 Forschungsprogramms für den Schuhsektor
                     (Artikel 235 des Vertrages EWG )
                 (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(76) 419 «ndg
 ---pagebreak---                     VORSCHLAG EINES BESCHLUSSES DES RATES
                    zur Festlegung eines technologischen
                 Forschungsprogramms für den Schuhsektor
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 235 »
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Der Rat hat am 14 » Januar 1974 die Entschließung über die Koordinierung
der einzelstaatlichen Politiken und die Definition der Aktionen von gemein­
schaftlichem Interesse im Bereich der Wissenschaft und Technologie ange­
nommen .
Nach Artikel 2 des Vertrages hat die Gemeinschaft unter andrem die Aufgabe ,
eine harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhaÜ : der gesamten
Gemeinschaft sowie eine beständige und ausgewogene Wirtschaftsau3weitung
zu fördern .
Die aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen notwendigen technologischen
Verbesserungen der Schuhproduktion , die einen Beitrag zur Verwirkli chung
der vorgenannten Ziele des Vertrags darstellen , setzen die Doxohführung
von bestimmten größeren Forschungsarbeiten voraus , mit dem Miel bespiels-
weise der Senkung der Gestehungskosten , einer sinnvolleren n"          der
Rohstoffe und der Energie , einer Erweiterung der F ] -r.bilitr ' de:* Prodvkticn
gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen des Verbraucher o unt' dei" Verbesserung
der arbeit s-psychologisohen und -physiologischen Bedingungen der Prcduk-
t ions verfahr en .
 ---pagebreak---                          - 2 -
Für die technische Entwicklung der Schuhindustrie spielt die kollektive
Forschung dieses Industriesektors eine große Rolle , da sich der Industrie-
zweig überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen zusammensetzt ,
die eigens Forschung nicht oder in nicht ausreichendem Maße durchführen
können .
Infolge der beschränkten nationalen Möglichkeiten auf dem Gebiet der
Schuh forschung haben die Schuhindustrie und ihre Forschungsinstitute ein
kollektives Forschungsprogramm , bestehend aus drei Forschungsprojekten
und über einen finanziellen Gesamtaufwand von 1.355*000 RE auf gemein­
schaftlicher Ebene konzipiert .
Zwei dieser Projekte mit einem Aufwand von 505*000 RE werden sofort in
Angriff genommen . Das dritte Projekt mit einem Aufwand von 85O.OOO RE wird
von der Schuhindustrie und ihren Forschungsinstituten erst dann begonnen ,
wenn positive Erfahrungen bei der Durchführung der beiden ersten Projekte
gesammelt sind .
Ein Forschungsprogramm der Gemeinschaft mit der Bestimmung , sich in das
vorgenannte kollektive Programm einzugliedern und seine Durchführung zu
erleichtern , stellt für die Schuhindustrie einen wesentlichen integrierenden
Faktor dar . Er trägt auch dazu bei , das technologische Niveau der Industrie
der Gemeinschaft anzuheben und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern .
Die finanziellen Aufwendungen der Schuhindustrie bei der Durchführung der
ersten beiden Projekte des kollektiven Programms sind höher als der Betrag ,
welcher für die Durchführung des Programms der Gemeinschaft zur Verfügung
gestellt wird . Dieser Betrag wird nicht für das dritte Projekt verwendet .
Das kollektive Forschungsprogramm ist das Ergebnis einer bereits über zehn
Jahre andauernden Zusammenarbeit der Schuhforschungsintitute der Gemein­
schaft und bietet auf Grund dieser Tatsache die Gewähr einer rationellen
und erfolgreichen Durchführung .
Das Gegenstand dieses Beschlusses bildende Programm scheint notwendig , um
die vorgenannten Ziele der Gemeinschaft im Rahmen des Gemeinsamen Marktes
zu verwirklichen .
 ---pagebreak--- Der Vertrag hat die hierfür erforderlichen Handlungsbefugnisse nicht
vorgesehen .
BESCHLIESST :
                            Artikel 1
Für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wird für einen am 1 . Januar
1977 beginnenden Zeitraum von vier Jahren nach Maßgabe des Anhangs zu
diesem Beschluß ein Forschungsprogramm für den Schuhsektor fe , 3alegt .
                            Artikel 2
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft am Programm ist durch da3
Haushai tsverfahren festgelegt . Er wird auf 235 « 000 RE veranschlagt }
der Wert der Rechnungseinheit ist durch die Haushaltsordnung über die
Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der Europäischen Gemein­
schaften und über die Verantwortimg der Anweisungsbefugten und der
Rechnungsführer festgelegt .
                           Artikel 3
Die Kommission führt dieses Programm auf Vertragsbasis durch .
                           Artikel 4
Auf die patentierbaren und nicht patentierbaren Erfindungen sowie die
Kenntnisse , die sich bei der Durchführung des Programms ergeben , findet
die Verordnung (EWG ) Nr . 2380/74 des Rates vom 17 « September 1974 über
die Regelung für die Verbreitung von Kenntnissen im Rahmen der Forschungs-
programme der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Anwendung.
Geschehen zu
                                            Im Namen des Rates
                                              Der Präsident
 ---pagebreak--- Technologisches kollektives Forschungsprogramm fu.r den Schuhsektor
Ptir die Durchführung des Programms wird ein Betrag von 235.000 RE
bereitgestellt . Das Programm umfasst folgende zwei Forsohungsprojekte *
Forschungspro ,jekt I : Rationelle Verwendung des Schubwerkstoffes
    Hauptzielet
    Einsparung von Rohstoffen, Erhöhung der Flexibilität der Produktion
    gegenüber Forderungen der Verbraucher , Verbesserung des Arbeitsplatzes ;
    Erarbeitung von technologischen Grundlagen für die ^twick3.uri£ neuer
    Maschinen und Regelgeräte .
    Programm :
    Analyse des Hut zungsgrade s der Rohstoffe bei Anwendung von "bisherigen
    Techniken mit Hilfe eines repräsentativen Kollektivs von 30 rinnen ,
    die in Abhängigkeit von angewandter Technik , Werkstoff, Schuhform und
       %
    Schuhart Bericht über den in den letzten J^Jxrcn erzielten Futzungsgrad
    geben , sowie ihre Techniken an einem oder mehreren Ste ic'ardf 1 ihmodel-
    len untersuchen .
    Aufbauend auf den Resultaten der Analyse Ausarbeitung von Py^temm der
    Hutzungsoptimierang auf der Grundlage der Eloktror^net rahlabt etung und
    elektronischer Datenverarbeitung .
 Forschungspro .jekt II : Rationalisierung der Schaftherstellung
    Hauptziele t
    Anpassung der Technik der Schaftproduktion an den übrigen Ablauf d<?r
    Schuhfabrikation zur Erhöhung der Produktivität , Y-r^in^eru.^ d«r Pro­
    duktionskosten und Verbesserung       Arbeit sbedi^grn
    Erarbeitung der Grundlagen ffiv neue nsmailaoh gestiu' rtt    , kzeugiaar-
    schinen .
 ---pagebreak--- Progxaram i
Systerauntersuchung der Produktion von drei Schuhtypen unterschiedli­
chen Produktionsanfwandes jeweils für Männer, Frauen und Kinder auf
der Basis der Erfahrungen von 120 Unternehmen. Die Untersuchung erfasst
die wichtigsten wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Produktion-
paraaieter, wie Werkstoffe, Werkzeug und Bearbeitungsaeit und analy­
 siert jeden einseinen der 18 Prodtrfrtionsschritte, um sie «a befriedi­
 genderen, integrierten Tätigkeitsgruppen zusammenzufassen.
 Zusammenstellung der für numerische Steuerung und Konstruktion der
 neuen Werkzeugmaschinen erforderlichen Daten in ffir die elektroni8ohe
 Datenverarbeitung angemessene Form«
 ---pagebreak---         KOMMISSIOIT
           DER
EUROPÄISCHEN GEMErNBCHfiFTEN
     Generaldirekt ion
 für Gewerbliche Wirtschaft
     und Technologie
                        Ausführungen und Begründung zum
                     Vorschlag eines Beschlusses des Rates
                             zur Festlegung eines
                      Technologischen Forschungsprogramms
                               für den Schuhsektor
                        (Artikel 235 des Vertrages EWG )
 ---pagebreak---                                 - 1 -
Begründung und Einführung
Das mit dieser Note vorgeschlagene technologische Forschungsprogramm
      soll dazu beitragen , die Produktionstechnik der Schuhindustrie den
heute gegebenen technischen Möglichkeiten , den gewachsenen Wünschen des
Verbrauchers und insbesondere den Notwendigkeiten des internationalen Wett­
bewerbs anzupassen.
In der Anlage I Bind verschiedene charakteristische Faktoren diec ,s Indu-
striezweiges und die wesentlichen industrie- und wirtschaftspolitischen Ge­
sichtspunkte , die für das Forschungsprogramm sprechen , dargestellt . Danach
handelt es sich um eine Industrie , die zwar fundamentale menschliche Be­
dürfnisse befriedigt , jedoch aus verschiedenen Gründen in sehr ernst zu neh­
mende wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist « Die Gemeinschaft steht
heute vor der Entscheidung , entweder sich auch für die Zukunft eine Schuh­
industrie zu erhalten , die gegenwärtig noch den Vorzug dynamischer Kraft
und eines im internationalen Vergleich hohen technischen Niveaus aufweist ,
oder hinzunehmen , dass sie aus der Gemeinschaft zugunsten anderer Länder
                                                       /
und Kontinente allmählich verschwindet . Der Verlust der Schuhindustrie wür­
de beträchtliche versorgungs-, handels-, Bozi&l- und regionalpolitische
Schwierigkeiten hervorrufen , so dass für die Gemeinschaft vernünftigerweise
keine andere Lösung bleibt , als bedacht zu sein , dass die Vitalität ihrer
Schuhindustrie erhalten bleibt .
Wie aus der Anlage I ebenfalls hervorgeht , können die gegenwärtigen Schwie­
rigkeiten der Schuhindustrie nur dann überwunden werden , wenn <? ie-so sich
tiefgreifenden Fabrikationsinnovationen unterzieht , deren Grundlaran durch
technologische Forschungen , wie sie das vorliegende Programm beinhaltet ,
erarbeitet werden . Auf die Ergebnisse dieser Forschungen aufbauend , können
dann diejenigen Produktionsmaschinen und -verfahren entwickelt werden , de­
ren heute eine leistungs- und konkurrenzfähige Schuhindustrie e Ines indu­
striell hochentwickelten Kontinents bedarf.
Somit fällt der Schuhforschung in der vorliegenden Situation eic? einmalige
Aufgabe zu , die in Umfang , Inhalt und Bedeutung über die in der Vergangen­
heit an sie gestellten Anforderungen hinausgeht »
 ---pagebreak---  Die Sehuhforschung wird , soweit Probleme "behandelt werden , die im Interesse der
 gesamten Branche liegen , überwiegend in kollektiver Forschung durchgeführt ,
 da die Schuhindustrie eine grosse Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen auf­
 weist , die keine oder nur in sehr beschränktem Umfang eigene Forschung betrei­
 ben können . Somit spielt die kollektive Forschung bei der technischen Entwick­
 lung der Schuhindustrie eine erhebliche Rolle .
 Wie aus der Anlage II zu ersehen , existieren in der Gemeinschaft fünf Insti­
 tute für kollektive Schuhforschung , die zusammen etwa 4oo Personen beschäfti­
 gen . Abgesehen davon , dass vier Mitgliedsländer kein kollektives Instrument
 für Schuhforschung besitzen , fällt auf jedes Land ein so geringes Forschungs–
 Potential , dass es unmöglich ist , auf nationaler Basis sämtlichen a» die Schuh-
 forschung gestellten auch nur alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden .
 Aus diesen Gründen pflegen die fünf Institute der Gemeinschaft bereits seit
 zehn Jahren eine Zusammenarbeit , indem sie regelmässig ihre Erfahrungen aus­
 tauschen und verschiedene Aufgaben untereinander koordinieren . Die Gemeinschaft
 besitzt somit bereits heute ein im Verlauf von Jahren zusammengewachsenes und
 erfahrenes Forsohungspotential für Schuhtechnik , dank dessen es möglich war ,
 das vorgeschlagene Forschungsprogramm zu entwerfen , das die jetzt notwendig ge­
 wordenen tiefgreifenden technologischen Umstellungen der Schuhfabrikation er­
 leichtern soll und dessen ungewöhnliche Dimension noch viel mehr über den Rah­
men eines einzelnen Instituts oder Landes hinausgeht .
Selbst wenn die nationalen Mittel und Möglichkeiten zur Realisierung des er­
forderlichen Forschungsprogramms ausreichen würden , wäre es nicht sinnvoll
nationale Programme zu konzipieren , da - ganz abgesehen von unnützer Doppel-
arbeit - die notwendige technologische Anpassung der Schuhindustrie nicht
ein lokales sondern ein europäisches Problem darstellt und die Fcrschungsre-
sultate aus wirtschaftlichen Gründen erst dann einen wirtschaftspolitisch
bedeutsamen Innovationsimpuls ausläsen , wenn diese Resultate für die gesamte
Europäische Gemeinschaft repräsentativ sind und über die g- .nze Breite der
Gemeinschaft in die Praxis umgesetzt werden k5nnen.
Wenn somit auch der organisatorische Ausgangspunkt für d* n Erfolg des Pro­
gramms recht günstig ist , darf man doch nicht die Schwierigkeiten verkennen ,
die sich der Durchführung des Programms entgegenstellen.
Das Programm , das hinsichtlich seines wissenschaftlichen Gehalts und Umfangs
die bisherigen Masse überschreitet , erfordert nämlich Aktivitätsverschiebun-
gen cV? einzelnen Institute * personelle Umstrukturierungen, GerBteiAvefe Vit Ionen
 ---pagebreak---                                  - 3 -
  und breite Kooperation , dies alles m einem Auemass , das kaum vom nationa­
  len Aspekt her , sondern eigentlich nur durch das gemeinschaftliche Inter­
  esse vertretbar ist . Es ist daher nicht leicht , die nötige kollektive Un­
  terstützung aller industriellen Kräfte eines jeden Lahdes für die Reali­
  sierung eines derartigen , die bisherige Tätigkeit der Institut® empfindlich
  beeinflussenden Programms zu finden , zumal sich die Industrie aus Firmen
  von recht unterschiedlicher Grösse und von unterschiedlichem technologi­
  schen Niveau zusammensetzt und das Programm nicht auf eine einfache Wei­
  terentwicklung bestehender sondern auf die ferschli&>?suiig grundle;      d neuer
  Technologien abzielt , die zudem voraussichtlich in jedem UnterneL an nicht
  unbedeutende Innovationsinvestitionen nach sich ziehen werden«
  Die Kommission erkennt an , dass solche in die Zukunft weisenden kollekti­
  ven Forschungsanstrengungen ohne einen von aussen wirkenden Integrator
  nicht rechtzeitig entfaltet werden können. Sie beabsichtigt deshalb , zugun­
  sten des vorgeschlagenen technologischen Forschungsprogramms , das sich als
  technologischer Wendepunkt auswirken soll , eine aktive Rolle als Stimula­
  tor und Koordinator einzunehmen. Sie geht hierbei auch von dem Standpunkt
  aus , dass es sinnvoller und wirtschaftlicher ist , der Industrie rechtzei­
  tig bei der gebotenen technologischen Anpassung behilfich zu sein , als spä­
  ter sozial- oder regionalpolitisch motivierte Hilfen vorzusehen , die sich
  in Zukunft aus der Existenz einer nicht mehr konkurrenzfähigen Industrie
  ergeben könnten und die öffentlichen Haushalte vielfach höher belasten
  werden.
  Inhalt des Forschungsprogramms
  Das Forschungsprogramm ist als kollektives Forschungsprogramm der gesamten
  gemeinschaftlichen Schuhindustrie , welches von der Confederaticn europeenne
  de la chaussuxe (C.E.C. ), die praktisch den gesaunten Sc'd'.or zu-^r nenfasst ,+^
  vertreten wird , konzipiert . Die für die Schuhindustrie zuständigen Organisationen
+^Die Mitgliedsorganisationen erfassen in % folgende Anteile des r ' ioi alen
  Produktionsvolumens :
                        100 % Belgien , Dänemark
                         98 % Deutschland
                         95 % Vereinigtes Königreich ( die Unternehmen der Region
                              Rossendale , welche hauptsächlich Pantoffeln, produ­
                              zieren , sind nicht organisatorisch erfaßt )
        ,                92 % Niederlande
                         80 % Irland
                         78 % Frankreich
                         70 % Italien (überwiegend sind dj ? Unternehmen der Grösse
                                      1 :u von Handwex'ksbetrisoen nicht organisiert )«
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 übernehmen "b«si de ? Ausarbeitung, BurohfCQirung und Auswertur^g des Programms
 xurtar Aufsicht der Kommission die volle Verantwortung gegenüber der Schuh­
 industrie und de;a Verbraucher . Auoh der wesentliche Teil der bei der Durch­
 führung des Programms anfallenden Kosten wird von diesen Organisationen ge­
 tragen «
Es besteht ans drei Projekten, die zwar als operationelle autonome Einheiten
 anzusehen » jedoch hinsichtlioh ihrer Zielsetzung miteinander verbunden sind .
Projekt 1 - Rationellere Verwendung des Schaftwerkstoffes
Der Anfall von Warksto ffabfallen ( Leder, Kunststoff) bei der Fabrikation
des Schuhschaftes igt wegen der verschiedenen Schaftformen und benutzten
Sohneidemethoden relativ gross « Bei Leder trägt auch die unregelmässige
Form der Tierhaut sowie Qualitätsunterschiede in der Haut zu Verlusten bei «
Durch Ausarbeitung logistischer Systeme und trägheitelos regelbarer Sohnei-
demethoden konnte der bisherige Schnittabfall an Werkstoff sicher auf die
Hälfte verringert werden. Allein bei 2 "fo besserer Werkstoffausnutzung wären
jährliche Einsparungen von ca . 13 Mi 11 . RE fEr die Gemeinschaft su erwarten «
Projekt 2 - Rationalisierung der Schaftherstellung
Die Herstellung des Schuhs besteht aus der Fabrikation des Schafts , der Fa­
brikation der Sohle und der Montage von Schaft und Sohle « Während für Sohle
und Montage bereits rationelle Methoden gefunden wurden, ist dies für die
 schwierige Aufgabe , nämlich der Fertigung des Schafts nooh nicht der Fall .
18 sehr unterschiedliche Arbeitsgänge , deren Umfang stark von dem jeweiligen
Schuhtyp abhängt , sind zu rationalisieren und aufeinander abzustimmen, um
nicht nur einen einfacheren Arbeitsfluss zu erreiohen, sor " am auch arbeits-
psychologisch befriedigendere Arbeitsplätze zu schaffen »
Diese Forschungsanfgabe erfordert eine relativ komplexe sjstemkundli che Un­
tersuchung , die auf die praktische Wirklichkeit und der Variationsbreite
der gemeinschaftlichen Schuhindustrie aufbaut . Die Zusammenarbeit einer grösse-
ren . Anzahl von Firmen, die über verschiedene Regionen der Gemeinschaft ver­
teilt sind, ist somit eine unerlässliohe Voraussetzung für die Losung der
Aufgabe .
 ---pagebreak---                                 - 5 -
Wenn die Forschungsarbeiten auch nur zu einer 20 $igen Minderung der Ar­
beit svorgänge beim Nähen der Schuhe fahren sollten , kann eine jährliche
Einsparung von 40 Millionen R.E. abgeschätzt werden .
Projekt 3 - Korrelation der Schuhtechnologie und der Bedürfnisse des
Verbrauchers
Je mehr sioh die Schuhfabrikation von der handwerklichen Methode entfernt ,
desto mehr wird der Zusammenhang zwischen Schuhtechnologie und Ve .t - rauche r-
bedürfni s -ein wissenschaftliches Problem , das mir noch durch besondere Me­
thoden und auf der Basis von umfangreichen Messdaten gelöst werden kann .
Die Erfassung der Daten und ihre für die Schuhfabrikation auswertbare Be­
handlung müssen sich im Hinblick auf die Vielfalt und den raschen Wechsel
der Gegebenheiten der automatischen Datenverarbeitung bedienen . Alle rele­
vanten Daten sind nach einem einheitlichen System zu erarbeiten « Hierzu
gehören beispielsweise die physiologischen , geometrischen und dynamischen
Gegebenheiten des Fusses , die physikalischen , chemischen und technologi­
schen Eigenschaften von Schuhwerkstoffen sowie der weite Komplex der Schuh­
formen , der nicht nur objektive und messbare Sachverhalte wie Gewicht f Be­
quemlichkeit , Stabilität oder Gebrauchsdauer, sondern auch modische Momen­
te beinhaltet .
Forschungsgiele und Orientierung der Durchführung
Die Hauptziele der drei Projekte liegen in
- der Rationalisierung der Produktion , um konkurrenzfähig zu bleiben •
- der besseren Ausnut zung von Rohstoffen und Energie ;
- der Erweiterung der Flexibilität der Produktion gegenüber den Wünschen
  und Bedürfnissen des Verbrauchers ;
- der Verbesserung der arbeit spsycho logischen und -physiologischen Bedin­
  gungen der Produktionsverfahren .
Diese Ziele werden durch kollektive Jbrsohung erreicht , indam Kenntnisse
und Methoden erarbeitet werden, die es der Werkaeuspnas chir>en- und Schuh-
Industrie erlauben , verschiedene neue Werkzeuge und Verfahren zu entwickeln
 ---pagebreak---                                   - 6 -
 UTd in die Schuhfabrikation einzuführen » Die Beschränkung dieser Zi olaetzung
 _C°ihri nicht nur za einer sparsamen und vi rkungsvo llen Verwendung öffentli­
 cher Mittel , sondern "bewirkt auch eine Anregung privater , marktgerechter
 Initiativen « Diese Arbeit sauft e i lung erscheint funktionsge recht , ausgewo­
 gen und effizient zu sein . Überdies soll bei der Durchführung des Programms
 auch vorgesehen werden , dass sich dem Programm neben den Trägern gswei n-
 nütaiger industrieller Forschung auch Unternehmen auf eigene Kosten mit
 eioe.TB ergänzenden Programm anschliessend soweit dadurch das gemeinnützige
 Pb r3«hurigßprogramm "bereichert wird und die für kollektive Fbrechung gege-
"benan Bedingungen respektiert werden® Durch diese Massnahme erwartet man
eine Vereinfachung des Technologietransfers und eine sinnvolle Abrondung
und Vertiefung des pbrschungsgegen Standes «
Modalitäten der Programmdurchführung
Aus materiellen und operationeilen Gründen wird die Schuhindustrie zunächst
nur die ersten beiden 5brschursgsp.ro jekte durchfahren , für welche eins Lauf­
zeit von 3-4 Jahren veranschlagt wird « Das dritte , wesentlich umfangreiche­
re Projekt , ist erst für einen späteren Zeitraum vorgesehen , sobald prak­
tische Erfahrungen und Erfolge der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit inner­
halb der Projekte 1 und 2 vorliegen «
Die Kommission wird zur Durchführung der Projekte 1 und 2        mit der C,E.C.
einen Vertrag für kollektive Forschung über einen Zeitraum von 4 Jahren
schliesaen . Dieser Vertrag ubertragt der C„E.C. die Verantwortung für die
Fo rs chungsdur ch führung und regelt die finanzielle Beteiligung der Kommission « .
Er gibt der Kommission auch die Möglichkeit die Pbrschu.ngsdu.rrh " Jirung und
die Auswertung der Arbeiten zu überwachen sowie in bestimmte -       " allen äu
intervenieren . Die Arbeiten selbst werden in den gerne innüti, _ m Forschungsinstituten
der Schuhindustrie ausgeführt .
Um bei der Gestaltung , Ausführung und Ausweitung des Pbrschungsprogramms
dem Interesse der gesamten Schuhindustrie mit der nc'tigen Sorgfalt und dem
nötigen Fachwissen Rechnung zu tragen , ruft der Vertragspartner in Verbin­
dung mit der Kommission Leitungs- und Beratungsorgane ins Lebe^» Diese sind
in der Anlage III skizziert . Die Kommission "behält sich vor . an den dort
 ---pagebreak---                                   - 7 -
genannten Kom itees  als Beobachter teilzunehmen .   Für die Verbreitung
und Hutzung der erworbenen Kenntnisse gilt die Ratave»rdntrag Fr« 2380/74
vom 17.9.1974 (Amtsblatt L/255/l ).
Finanzieller Aufwand des Programms
Der Aufwand für das gesamte Programm wird auf 1.355 «000 KE geschätzt , dar
von fallen auf die Projekte 1 und 2 505*000 RE . Dieser Betrag wir ! -oraae–
sichtlich wie folgt zeitlich und projektbezogen aufgeschlüsselt :
                  1977      1978         1979      1980       Total
Pro lekt 1       85.000     80.000       70.000    20.000     255.OOO
Projekt  2      130.000    100.000                            250.000
                                                              505.000 RE
270.000 RE werden von der Schuhindustrie der Gemeinschaft getragen « Es wird
vorgeschlagen, dass die Gemeinschaft 235*000 übernimmt . Dieser Betrag wird
in den Jahresbudgets    der Kommission ausgewiesen «
Das dritte Projekt mit einem Aufwand von 85O.OOO RE wird gegebenenfalls
von der Industrie voll getragen «
Vorschlag an den Rat
Der Rat möge die Projekte 1 und 2 " des dargelegten techno­
logischen fbrsohungsprogramms für den Schuhsektor festlegen .
 ---pagebreak---                                                              Anlage I
               DIDUSTRIEPOLITISCHE WERTUNG DER SCHUHINDUSTRIE
                    UND EINES KOLLEKTIVEN TECHNOLOGISCHEN
                             FORSCHUNGSPROGRAMMS
  Charakteristische Merkmale und    derzeitige Situation der Schuhindustrie
1   Bei der Schuhfabrikation handelt es sich um eine verarbeitend1 T industrielle
    Tätigkeit , die üblicherweise der traditionellen oder klassischen Industrie
    zuzuor*dnen ist . Die Schuhindustrie der Gemeinschaft läßt sich mit folgen­
    den wirtschaftlichen Peststellungen skizzieren :
    - Sie beschäftigt 360 000 Personen . Dazu muß man noch weitere 150 000 Per­
       sonen zählen , deren Existenz von der Schuhindustrie wesentlich abhängt .
      Diese arbeiten in Industriezweigen wie der Gerberei , dem Maschinenbau ,
      der Textilindustrie , der Kunststoffabrikation , der chemischen Industrie
      usw . ,
    - die Schuhindustrie zeigt geographische Konzentrationen in etwa 15 be­
      vorzugten Regionen ,
    - sie beschäftigt überwiegend weibliche Arbeitskräfte ,
    - die Bekleidung des Fußes stellt eine Herausforderung für verschiedene
      menschliche Qualitäten dar , wie Kreativität , künstlerische Gestaltungs-
      kraft , modische Anpassung , Suche nach Wohlbehagen ,
    - der jährliche Umsatz der Schuhindustrie beträgt 5-345 Mio « RE ( 1974t)
    - die Jahresproduktion erreicht beinahe 1 Milliarde (944 Millionen ) Paare}
      das ist ein Drittel der Weltproduktion ,
    - 1974 betrug der Exportüberschuß im Schuhbereich 557 Mio . RE ,
                                                   A
    – die Schuhfabrikation ermöglicht die Nutzung von Tiorhäuten , einer der
      wenigen Rohstoffe , deren die Gemeinschaft in reichlichem Maße verfügt ,
    - die Schuhindustrie genießt den Vorzug , kein großer Energieverbraucher zu
      sein .
 ---pagebreak---                               - 2 ~
     1.2 £>ie Schuhindustrie zeigte bis 1970 eig stetiges Wachstum»
           Ea folgte eine dreijährige Periode der Stagnation . Seit 1973 geht
           die Produktion zurück .
           Dieser Rückgang läßt sich nur zum Teil mit der derzeitigen allge­
           meinen wirtschaftlichen Regression Westeuropas erklären . Vielmehr
           ist der Anstieg der Produktionskosten von Gewicht , der den Binnen-
           absatz und insbesondere Export erheblich erschwert und die unter­
          nehmerische Dynamik ungünstig beeinflußt .
          Die Schuhindustrie der Gemeinschaft hält zwar zur Zeit noch die Posi­
          tion des grössten Produzenten und Exporteurs an Schuhen in der Welt .
          Diese Position ist jedoch von neuen Konkurrenten und kürzlich einge­
          leiteten (Australien , Schweden ) oder beantragten (USA) staatlichen
          Schutzmaßnahmen verschiedener Lander bedroht . Da die Ausfuhr für die
          Schuhindustrie eine sehr große Rolle spielt , wird ein Exportrückgang
          die Situation der Schuhindustrie der Gemeinschaft schwerwiegend be­
          lasten . Es sollte daher nicht als übertriebene Feststellung gewertet
          werden , dass die Gemeinschaft heute vor der Entscheidung steht , ent­
          weder diese sich noch behauptende Industrie in andere Kontinente ab­
          wandern zu lassen oder dafür zu sorgen , dass in Europa eine gesunde
          Schuhindustrie erhalten bleibt .
2 « Gründe für die Erhaltung einer europäischen Schuhindustrie
    2.1 - Der Erhaltung der Arbeitsplätze kommt derzeit eine industriepoliti-
          sche Priorität ersten Ranges zu . Angesichts verschiedener Regionen ,
          für die die Schuhindustrie von vitaler Bedeuturg ist und für die kei­
          ne Beschäftigungsalternativen bestehen , schei: t es sozialpolitisch
          kaum vertretbar zu sein , daß Schuhunternehmen ihre Tätigkeit einstel­
          len . Bei wachsenden Schwierigkeiten der Schuhindustrie würden weitere
          sozial- und regionalpolitisch motivierte Ausgaben der öffentlichen
          Hand anfallen, deren Umfang eine wesentliche Belastung der nationalen •$'
          und gemeinschaftlichen Budgets darstellen würde . In den letzten zwei
        . Jahren wurden im Sozial– und im Regionalfonds einige Millionen RE ,
 ---pagebreak---                          - 3 -
die durch die Schwierigkeiten der Schuhindustrie "begründet waxe*\ f
aufgewendet . Die derzeit vorliegenden Anträge "belaufen sich ebenfalls
über einige Millionen HE .
Das Vorhandensein der für die Schuhindustrie notwendigen Rohstoffe in
der Gemeinschaft erfordert , dass auoh die Verarbeitung dieser Rohstoffe
in der Gemeinschaft gesichert bleibt . Für einen iJohst offarmen Kontin nt
wie Europa ist es eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit , diese Roh­
stoffe weitmöglichst selbst zu nutzen . Ihr "Export 'and schlief. J. 5 eher
Rückkauf im verarbeiteten   Zustand des Schuhs warft yolkswirtr         ftlich
unrational . Selbst die Entwicklungsländer mit ihrer schmalen        udustrie–
basis streben danach , ihre Rohstoffe in immer größerem Umfange selbst
zu verarbeiten .
Die Schuhfabrikation in der Welt , insbesondere in d-\n Entwicklungs­
ländern ist kontinuierlich im Steigen begriffen . Man kann bis zum Jahre
2ooo einen Anstieg der Jahresproduktion von 3 auf 6–12 Milliarden
Paaren erwarten . Dieser wachsende Bedarf an Schuhen stellt für die Ge­
meinschaft einen wirtschaftlichen Sicherheitsfaktor dar und läßt vor
allem den Entwicklungsländern genügend Raum , sich auf diesem Industrie–
sektor zu entfalten .
Andererseits ist es für einen Kontinent zu riskant , auf eine Industrie
zu verzichten , deren Waohstum auf lange Sicht durch einen steigenden
Verbrauch gesichert ist und deren Produkte einen Gi undbedarf der BevölJ-
kerung befriedigen .
Da die technologische Entwicklung eines Kontinents ( im Gegensatz zu
einem kleinen Lande ) auf der Diversität seiner irdustrisllen ;>ktivit&-
ten  beruht , würde durch den Verlust der SchuhiaduF tri *», da ordere
"klassische" Industrien folgen würden , selbst die tcohnoü ojd sehe Ent­
wicklung der Gemeinschaft kompromittiert . Nur avs ' iner Br? '.ten indu­
striellen Basis heraus können auch hochtechnologische InduRtrl'ezwaige
herauswachsen , die rückwirkend wiederum einen günstigen in^rvlorer.den
Einfluß auf die klassischen gewerblichen Tätigkeit*' « M'cübcn . iV:.~ Ver­
kennung dieser Interdependenzen kann die te hnol cgi .--    und r; ^JLi-^ßlioh
wirtschaftliche Grundlage der Gemeinschaft in Ck*f?hJ. bringen .
 ---pagebreak---                               - 4 -
3 . Wege zur Erhaltung der Schuhindustrie
    3.1  Wie oben dargestellt , ist die Erhaltung der Schuhindustrie in der
                                          *
         Geraeinschaft im wesentlichen von öffentlichem und insbesondere volks­
         wirtschaftlichem Interesse .
         Zwar liegt beim kleinen und mittleren Unternehmen sogar ein existentielles
         privatwirtschaftliches Interesse vor . Da Betriebe dieser Größenordnung
         sich jedoch wegen ihrer beschränkten Mittel nicht selbst helfen können ,
         die Erhaltung der Kategorie der Klein- und Mittelbetriebe jedoch aus
         vielerlei gemeinnützigen Gründen wünschenswert ist , rückt das kollektive
         privatwirtschaftliche Interesse dieser Betriebe ebenfalls in die
         politische Interessensphäre . Überdies ist das wirtschaftliche Interesse
         des Großunternehmens an der geographischen Lokalisierung der Schuh-
         produktion relativ gering und rangiert hinter dem Interesse an den je­
         weiligen Produktionsbedingungen . Für ein Großunternehmen ist es unerheb­
         lich , ob seine Produkt ionsanlage in Europa oder beispielsweise in
         Singapur liegt , wenn nur am jeweiligen Ort billige Arbeitskräfte , Roh­
         stoffe und Betriebsmittel verfügbar sind .
         Infolge des vorwiegend öffentlichen Interesses ist es geboten , ein
         politisches Konzept zur Erhaltung der Schuhindustrie zu entwickeln .
    3.2 Für die Orientierung eines solchen Konzepts kämen folgende Gesichts­
         punkte in Betracht :
         - Die Ursachen der derzeitigen Schwierigkeiten liegen im wesentlichen
           in den zu hohen Produktionskosten . Diese Kosten durch strukturelle
           Rationalisierung zu verringern , ist ein laufender marktbedingter
           Vorgang, der jedoch im gegebenen Fall nicht ausreicht , da selbst
           Großbetriebe an überhöhten Produktionskosten leiöm .
         - Handelspolitische Maßnahmen zum Schutze der heimischen Schuhindustrie
           könnten zwar für den Augenblick Erleichterungen schaffen , brächten
           jedoch den Welthandel in Unordnung, würden von den Handelspartnern
           der Gemeinschaft kritisiert und könnten die Probleme , deren Ursache
           nur zum geringen Teil konjunktureller Natur sind , auf die Dauer
           dennoch nicht lösen .
 ---pagebreak---                       - 5 -
Das Gleiche gilt für Erhaltung3 Subventionen sozial- oder regional-
 politischer Motivierung der öffentlichen Hand zugunsten von am meisten
 in Bedrängnis geratenen Betrieben , abgesehen davon , daß hierfür Finanz­
mittel erforderlich wären , deren Höhe die Grenzen des politisch Erträg­
lichen überschreiten würden .
Der versprechendste Weg scheint zu sein , die derzeitige noch vorhandene
technologische Vitalität der Schuhindustrie zu nutzen , um dop-'  u einer
der Größe der Aufgabe entsprechenden kollektiven Aktion zu veranlassen .
Dadurch könnten die notwendigen technologiepolitischen Anpa^sung^maßnaJunen ,
die zu einer Senkung der Produktionskosten führen , realisiert werden .
Mittels einer solchen Aktion , die somit eine grundsätzliche Erneuerung
der Schuhproduktionstechnologie zum Ziele hätte , können dann zugleich
noch weitere an eine moderne Technik zu stellende Forderungen erfüllt
werden , wie Humanisierung des Arbeitsplatzes , rationelle Verwendung der
Energie , Flexibilität der Produktion gegenüber den Wünschen des Ver­
brauchers , harmonische Eingliederung der Produktionstechnologie in die
natürliche Umwelt usw .
Es ist klar , daß diese technologische Neuorientierung der Schuhindustrie
vor allem eine industrielle Aufgabe darstellt . Die öffentliche Hand kann
sich darauf beschränken , die kollektive Aktion der Schuhindustrie zu
stimulieren , diese eventuell entsprechend dem öffentlichen Interesse zu
beeinflussen und der Schuhindustrie die Gewißheit zu geben , daß ihre
technologischen Anstrengungen mit den gesamtpolitischen Zielen der Gemein­
schaft übereinstimmen .
 ---pagebreak---          KommiBsion                                                    Anlaße II
             der
Europäischen Gemeinschaften
     Ge ne raldi rekt io n
  Gewerbliche Wirtschaft
     und Technologie
                                    Zusaramenst e llung
                        der Forschungsinstitute ( Paohstellen) ~uf
                    dem Sohuhsektor in der Europäischen Genr-iniuohaft
 ---pagebreak--- Inhalt
1 ) Einleitung
2 ) Bezeichnung und Ansohrift der Sohuhforsohungsinstitute
3 ) Organe der Fbrsohungsinstitut®
4) ïbrschungsprogramme
5) Personal
6 ) Aufwendungen
 1 , Einleitung
     In den Ländern der Europäischen Gemeinschaft gibt es fürf Fbrschungs-
     institute , die sich entweder ausschliesslich mit dem Schuhsektor
     "befassen ( Deutschland , Grossbritannien) oder mit allen Problemen
      der Lederindustrie , insbesondere Gerberei und Sohuhherst eilung
      (Belgien , Prankreich, Niederlande )* Seit zehn Jahren besteht be­
      reits eine enge Zusammenarbeit zwischen diesen Instituten , denen
      sich auch das Schweizer Laboratoritun für Werkstoffprüfung ange­
      schlossen hat «
     In den fünf Ibrschungsinstituten sind 39^»5 fein Personal beschäf­
     tigt , davon 32 Akademiker , 111,5 Techniker und 255 Laboranten .
     Die jährlichen Aufwendungen belaufen sich auf ^,3 Millionen PE ,
     davon entfällt die Hälfte auf die eigentliche Fbrschurxj . Die an­
     dere Hälfte verteilt sich auf die technische Eil.fe für die Tr 4u-
     strieunternehmen , Veröffentlichung» Ver«uohsp7* r rfcion, rv gbildung
     und Verwaltung .
 ---pagebreak--- • Bezeichnung und Anschrift der Schuhforschungsinstitute
  – Centre de Recherches Techniques et
     Scientifiques de g Industries du Cuir : C.R.C »         Personal : 65
     27 , avenue Paul-Henri Spaak, B-1070 Bruxelles
     Tel .: (02 ) 522.48.95
  – Centre Technique du Cuir : C.T.C.                       Personal : 179
     181 , avenue Jean-Jaurès , F-69OO7 Lyon
     Tel.î ( 78) 69.50.12 - Telex : EUROL 330949 F
  - Prüf- und Forschungsinstitut für die Schuh-
                                                            Personal : 27
    herstellung : P.F.I.
    2 , Kane-Sachs-Str. , D-678 Pirmasens
    Tel . j (06331)74017
                      «
  - Shoe and Allied Trades Association: S.A.T.R.A.          Personal : 152
    Satra House , Rockingham Road , Kettering
    Northants Ml6 9JH.
    Tel .: (0536 ) 3151 - Telex : 3^323
 – Instituut voor Leder en Schoenen: T.N.0 .                Personal : 34
    55 » Mr . van Coothstraat , Waalwijk
    Tel .: (04160) 33255 - Telex 50502
 Organe der Ptarschungsinstit-ute
 - CRC
    Leitende Organe
    - Allgemeiner Rat ( 35 Mitglieder)
       18 Vertreter der verschiedenen Verbände
         1 Vertreter des Belgischen Unternehmensverbands ( FEB)
        4 Vertreter der Arbeitnehmerorganisationen
        6 Vertreter der Berufsverbände und Gewerkschafisn
        6 Vertreter des Instituts für Farechxmgsförde'-sxng in Industrie
           und Landwirtschaft ( IRSIA)
    – Ständiger Ausschuss (6 Hitglieder)
        Präsident und Vizepräsident des Allgemeinen Rats
        3 Vertreter der Verbände
        1 Vertreter der Gewerkschaften
        1 Vertreter des IRSIA
 ---pagebreak--- - Wissenschaftlicher Ausschuss ( 4 Mitglieder)
  Präsident des fbrsohungszentrums
  2 Ho chsohulprofe ssoren
  1 FEB-Vertreter
Beratende Organe
– Fachausschuss Gerberei
- Fachausschuss Schuhherstellung
  bestehend aus Vertretern der Industrie
Ausführende Organe
– Technischer Direktor
- Verwaltungs-Generalsekretär
CTC
Leitende Organe
– Aufsiohtsrat ( 19 Mitglieder)
  10 Vertreter der UnternehmenBleiter
    4 Vertreter des Fachpersonals ( Führungskräfte und Arbeiter )
    5 besonders kompetente Persönlichkeiten, davon ein Vertreter
      des Technischen Hochschulwesens
    Ferners ein Vertreter des Ministeriums für Industrie und
    Forschung und ein Vertreter des Finanzministeriums
– Gene raidi rektor
Beratende Organe
– Programmausschuss ( 11 Mitglieder)
  1 Vertreter des Spitzenverbandes
  6 Vertreter der verschiedenen Berufsverbände
  3 Vertreter des CTC
  1 Vertreter der Universität
- 6 Technische Ausschüsse ,
  je ein Ausschuss für :
  Rohhäute , Gerberei , Weissgerberei , Schuhe , Lederwaren und Handschuhe «
PFT
Leitende Organe
- Mitgliederversammlung ( 15 Mitglieder)
– der Bürgermeister der Stadt Pirmasens
  1 Ministerialrat
  13 Vertreter der Schuhindustrie
 ---pagebreak---                                 - 4 -
        - Wissenschaftliches Kuratorium (4 Mitglieder)
           Professoren der Technischen Hochsohulen» Textil : Kautsohuk,
           Kunststoffe und Polymeren
        - Technischer Beirat ( 18 Hitglieder)
           15 Technische Direktoren
            1 Vertreter des technischen Verbände für Klebstoffe
            1 Vertreter des technischen Verbands für Kunstleder
           Prof . Herfeld .
     -  SATRA
        Leitende Organe
        - Satrar-Rat ( 45 Personen)
           30 Vertreter des Verbandes der Schuhfirmen
           10 Vertreter verwandter Branchen ( Lieferanten und Einzelhändler)
            2 Vertreter der Gewerkschaften
            3 Vertreter repråsentativer Gremien (BLMRA, Trådning Board )
3 « Pbrschungspro gramme
    CRC
    - Entwicklung neuer Verfahren für Verbindung und Verzierung von bei
       der Schuhfabrikation und in anderen Verarbeitungsvertrieben ver­
       wendeten Werkstoffen }
    - Erforschung der Möglichkeit , das Leder diesen Verfahren besser an­
       zupassen ;
    - Automatisierung dieser Verfahren «
    CTC
    - Verwertung von Gerbereiabfällen
    - Umweltschutz
    - Automatische Schuhmontagekette
    - Normung und Neukonzeption der Form
    - Werkstoffprüfung : Bequemlichkeitsprüfung .
    PFT
    – Untersuchung über die Alterung von Leim
    – Erforschung neuer elastomerer Gummimischungen
   – Endbearbeitung von Leder und Kunststoffen mit Hilfe von Polyurethan
   – Geräteteohni sehe Untersuchungen) insbesondere auf dem Gebiet der
       Rationalisierung des Steppens «
 ---pagebreak--- SATRA
- Richtige Auswahl von S chuhwarenmat e ri al und -Komponenten und deren
  Ve rbe s se rung •
- Wirksamerer Arbeitskräfteeinsatz sowie Gesundheitsschutz und Ar-
  beitssicherheit in der Schuhwarenindustrie
- Wirksamere Herstellungsverfahren
- Verbesserte Qualität des Produkts , Befriedigung des Verbrauchers ,
  Gesundheitsschutz , Umweltschutz »
- Verbesserte Management-Information und Kontrollverfahren#
TNO
- Pbr8chungsverbesserung und Entwicklung von Werkstoffen und Verfah­
  ren in der Schuhindustrie und in ande reit le der- und kunststo fiVer-
  arbeitenden Industrien »
- Physikalische Werkstoffprüfung
- Einfluse von Pbrm und Gestaltung des Schuhe auf die Bequomliohkeit
  beim Tragen »
 ---pagebreak---                            PERSONAL NACH" TÄTIGKEITSBEREICHEN UND QUALIFIKATION
                                                                                                 ! !
                                  K AKADEMIKER           '            TECHNIKER ;                         IjABORANTüN                           1 NbUbbAl* T
                                  I                          J                          1_ t                                  «
                                                                              I
                                                                              I
1 Forschuntf CRC                               t                              I       ·                    0,5      i
                                                                                                                    i                  I         2 ;
|                   CTC                  ]                      i 1»                                     56       I                          75
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l                   SATf?A             10                         12                                     22                                  44
i                   TOO                 2 !I   i
                                                                  10
                                                                                             j
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                                                                                                      1 o,5                         !            2 '
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                   PF.I                0,5                                                                a      :                            4,5
                   SATRA               1                           5                      1
                                                                                                     30          i                           3r>
                   TNO
                                       °' 5 .                                                             4    ■                              4,5
                                                                                                                                                     1
                                                  2                                 7                                    65                                  74
                                                                                                                                                    I
                                                                                                             1
   INSGESAMT                                     32                             111,5                                   255                                 390,5
   I                       I
                                                                                                  !
                                                                                     f
 ---pagebreak---                                        ATTVWENnTTNfTlTN DF.R FtiNF. SCFUHFORSCHUNGSINSTLTUTE -                  1974
                                                                     ( in RE , abgerundet )
  i
            __     _ INSTITUT '            C • R #C •        , C.T.C.                   P.P.I.       I        3ATRA               T.N.O.
                                         ( Belgien )         ( Frankreich )         ( Deutschland )'        ( Ver.Königr . )    ( Niederlande > . INSGESAMT
      FORSCHUNG                           72.000               1.890.460         128.420                   603.600               304.690        2.999.170
                                                                                                                           I
    • TECHNISCHE HILFE                 ' 62.000                                       80.600               404.160               144.200           690.960
                                                                                                                                                             I" .
      VEPSUCHSPR0DUKTI0N
                                                                                                       '   148.320                                 14S.320
      VEROFFENTLI CHTJNG EN  .                                   313.280               2.730                                   - 44.480            360.490
                                                        1
                                   ---                  I
      VERSCHIEDENES - '                                                                                                            9.670  -
                                                                 288.070             19.130                 53.520                                 370.390
                                                                                                                             I
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I _ VEK','A:_,TUNG    _.         j       20.000           !      460.910             40.980                122.160                73.760           717.810
»                      ,
                                                          i
                                                                                  .     .
     TN-GKSAMT                         154.000             I   2.952.720         27 1.860          II    1.331.760         I    576.800         5.287.140
                                                           i
                                                                               !                    :!                    j
     1 RS entspricht : 50 bfrs
                          5,55419 FF          '                                       . -                                             "                       ■*
                 .        3.66DM
                          0,416667 f
                          3,62 hfl .         '                                                  •      :
                                                                                                                                                           1
                                                                                                                                                           –j
                                                                                                                                                           1
 ---pagebreak---                                                                  ANLAGE ITT
               BETREUUNG DES TECHNOLOGISCHEN FORSCHUNGSPROGRAMMS
                            FÜR DEN SCHUHSEKTOR
                              ( als Hinweis )
  I. AUFTRAGNEHMER
      Confédération Européenne de la Chaussure
      Vorsitzender : Herr Raufast
      GeneralsekretSr : Herr Maeyaert
 II . PROGRAMMLEITUNG
      Programmleiter : Dr. A.R. PAYNE ( SATRA )
      Leiter Projekt I : Herr PILKINGTON ( SATRA )
      Leiter Projekt Iis Herr SMADJA (CTC )
      Wahrnehmung der Verbindung Industrie-Forschung : Frau JENERlAT ( CTC )
III . PROGRAMM -LENKUNGSRAT
      Vorsitzender : Dr. A.R.PAYNE ( SATRA )
      Mitglieder , Delegierte der nationalen Verbände :
           - T. REINHARDT , G. Hoffmann GmbH .
             6909 Walldorf
             Postfach 1270                              Tel . s 06227/10^5
           - R. BERGUT , Industrie de la Chaussure de Fr^ce
             30 , avenue George V
             Paris 8e                                   Tel . : 261*51 . 86
           - L. ROSSI , Calzaturificio F.lli Rossi
             Via Venezia
             30039 Stra ( Venezia )
           - H. VAN SAMBEEK , c/o Federatie van Nederlandse Schoenfabrikanten
             Reitseplein 1
             Tilburg                                    Tel .: OI3/678OOO
           - A.T. CLOTHIER , Clarks Ltd.
             kO High Str.
             STREET , Somerset BA 16 OYA                Tel .: Street 3131
      Mitglieder , Delegierte der Forschungsinstitute :
           die Herren BAETEN      (TNO )
                       LESUISSE ( CRC )
                       MATTIL     ( PFI )
                       SMADJA     (CTC )
      Beobachter , Delegierte der Kommission i    noch    benenn ^
      Sekretariat : Frau JENERlAT ( CTC )
 ---pagebreak---                               - 2 -
IV . WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE PROJEKT-AUSSCHUSSE
     Projekt Ij Vorsitzender : Herr PILKINGTON (SATRA )
                 Sekretariat : Frau JEHERIAT      (CTC )
                 Mitglieder Forschung                 Mitglieder Verbraucher
                 die Herren LESUISSE (CRC-TNO )
                            MATTIL    (EFI )              noch zu benennen
                            SMADJA    (CTC )
     Projekt II t Vorsitzender : Herr SMADJA (CTC )
                  Sekretariat : Frau JENERIAT (CTC )
                  Mitglieder Forschung                Mitglieder Verbraucher
                  die Herren ALLOWAY (SATRA )
                              BAETEN (TNO-CRC )           noch zu benennen
                             MATTIL (PFI )
 V. AUSFÜHRENDE INSTITUTE
     - Centre de Recherches Techniques et Scientifiques      des
       Industries du Cuir : C.R.C.
       27 » avenue Paul-Henri Spaak , B - 1070 Bruxelles Tel.; (02)522.^8.95
                                                    ►
     - Centre Technique du Cuir : C.T.C.
       l8l . avenue Jean-Jaurès . F-69007 Lyon               Tel .: ( 78 ) 69.50.12
                                                             Telex : EUROL 3309*9 F
     - Prüf- und Forschungsinstitut für die Schuh-
       herstellung : P.F.I.
       2 . Hans Sachs Strasse , D - 678 Pirmasens            Tel.: (06331 ) 7*017
     - Shoe and Allied Trades Association : S.A.T.R.A.
       Satra House
       Rockingham Road, Kettering Northants NNl6 9JH         Tel .: (0536 ) 3151
                                                             Telex: 3^323
     - Instituut voor Leder en Schoenent T.N.O.
                                                             Tel. : (O^lôO ) 33255
       55 » Mr Van Coothstraat . Waalwijk                    T^lex : 50502
 ---pagebreak---                           Finanzbogen
Erster Teil : Interventionsmittel
1 . Stelle im Haushaltsplan : Posten 3721
2 * Bezeichnung der Stelle im Haushaltsplan : Aktionen im Sektor Sohuh Industrie
3 . Rechtsgrundlage : Artikel 235 EWGV
4 . Beschreibung . Ziele und Begründung der Aktion
    4.0 . Beschreitung der Aktion/betroffene Personen
          4.0.0 . Beschreibung: Durchführung von drei Forschungsvorhaben in
                  Zusammenarbeit mit der Schuhindustrie der Gemeinschaft
          4.0.1 . Betroffene Personen
                  Schuhindustrie der EWG
    4*1 * Ziel der Aktion
          4.1*0 . Allgemeines Ziel : Förderung der Forschung und der Nutzung
                  des technologischen Fortschritts im Schuhsektor
          4.1.1 * Spezifische Ziele : Rationalisierung der Produktion , bessere
                  Nutzung der Rohstoffe und der Energie sowie Verbesserung
                  der Produkt ionsbedingungen .
    4*2 . Begründung der gewählten Aktion
          Mit der Durchführung des von der Gemeinschaft und der Schuhindustrie
          gemeinsam finanzierten Programms werden Kollektiv-Forschungsinstitute
          beauftragt . Der begrenzte Charakter der gewählten Ziele gestattet
          nicht nur einen wirtschaftlichen und wirksamen Einsatz der öffent­
          lichen Mittel , sondern fördert auch die private Initiative , vor allem
          in Form von Ergänzungsprogrammen , die von einigen Unternehmen auf
          eigene Kosten durchgeführt werden * Hierbei ist zu bemerken , daß die
          Schuhindustrie zu den Sektoren gehört , die in Europa mit großen
          Schwierigkeiten zu kämpfen haben .
5 . Finanzielle Auswirkungen der Aktion
    5*0 - Auswirkungen auf die Ausgaben
 ---pagebreak---                               - 2 -
                                                                          *
                  1976         1977         1978          1979
                 Mittel       Bedarf     Vorgesehene Mittelbindungen
                                                                          I
                                                                          :
            :
                              90.000       80.000        65.000
            •
    5.1     Berechnungsweise : Pauschalbeteiligung der Gemeinschaft
6 . Vorgesehenes Kontroll System
    6.0 Kontrolle der Abwicklung der Forschungsverträge durch die Kommissions-
            dienststellen
    6.1 ) Nach Abschluß des Abwicklungszeitraums werden die Kommission und die
    6.2 )
            Industrie an Hand der Ergebnisse prüfen , ob und gegebenenfalls in
            welcher Form die Forschungen weitergeführt werden sollen .
Zweiter Teil : Zusätzliche Angaben für eine neue Aktion
7 . Oesamte finanzielle Auswirkungen der Aktion während der geplanten
    Gesamtdauer
    7.0 Auswirkungen auf die Ausgaben
          Haushaltsplan der Gemeinschaften                      235.000
                                                                235 « 000
          Privat sektor                                      1.120.000
          Gesamtkosten                                       1.355*000 RE
                                                             1.355.000
    7.1 Auswirkungen auf die vorhandenen Mittel
8 . Angaben über das Personal
    8.0 Notwendiges Personal
          ^     Teilzeitkräfte
    8.1 Zusätzliches Personal : keines
9 » Finanzierung der Aktion
    Die notwendigen Mittel sind in die künftigen Haushaltspläne einzu­
    setzen .