CELEX: 62018CN0406
Language: de
Date: 2018-06-20 00:00:00
Title: Rechtssache C-406/18: Vorabentscheidungsersuchen, eingereicht am 20. Juni 2018 — PG/Bevándorlási és Menekültügyi Hivatal

3.9.2018   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 311/8
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen, eingereicht am 20. Juni 2018 — PG/Bevándorlási és Menekültügyi Hivatal
      (Rechtssache C-406/18)
      (2018/C 311/08)
      Verfahrenssprache: Ungarisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Fővárosi Közigazgatási és Munkaügyi Bíróság
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: PG
      
         Beklagter: Bevándorlási és Menekültügyi Hivatal
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Sind Art. 47 der Charta der Grundrechte und Art. 31 der Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Rates (1) (die sog. „Asylverfahrensrichtlinie“) im Licht von Art. 6 und Art. 13 der Europäischen Menschenrechtskonvention dahin auszulegen, dass in einem Mitgliedstaat das Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf möglicherweise auch gewährleistet ist, wenn seine Gerichte die in Asylverfahren ergangenen Entscheidungen nicht abändern, sondern lediglich aufheben und die Durchführung eines neuen Verfahrens anordnen dürfen?
               
            
                  2.
               
               
                  Sind Art. 47 der Charta der Grundrechte und Art. 31 der Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Rates (die sog. „Asylverfahrensrichtlinie“), wiederum im Licht von Art. 6 und Art. 13 der Europäischen Menschenrechtskonvention, dahin auszulegen, dass es mit diesen Vorschriften vereinbar ist, wenn die Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats für gerichtliche Asylverfahren eine einzige, nicht verlängerbare Gesamtdauer von sechzig Tagen festlegen, die unabhängig von allen Umständen des Einzelfalls gilt und weder die Besonderheiten der jeweiligen Rechtssache noch mögliche Beweisschwierigkeiten berücksichtigt?
               
            
         (1)  Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (ABl. 2013, L 180, S. 60).