CELEX: 42010X0630(05)
Language: de
Date: 2010-06-30 00:00:00
Title: Regelung Nr. 98 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Kraftfahrzeugscheinwerfer mit Gasentladungs-Lichtquellen

30.6.2010   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 164/92
            
         Nur die von der UN/ECE verabschiedeten Originalfassungen sind international rechtsverbindlich. Der Status dieser Regelung und das Datum ihres Inkrafttretens sind der neuesten Fassung des UN/ECE-Statusdokuments TRANS/WP.29/343 zu entnehmen, das von folgender Website abgerufen werden kann:
   http://www.unece.org/trans/main/wp29/wp29wgs/wp29gen/wp29fdocstts.html
   Regelung Nr. 98 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Kraftfahrzeugscheinwerfer mit Gasentladungs-Lichtquellen
   Einschließlich des gesamten gültigen Textes bis:
   Ergänzung 13 zur Regelung in der ursprünglichen Fassung — Tag des Inkrafttretens: 19. August 2010
   INHALTSVERZEICHNIS
   REGELUNG
   A.   VERWALTUNGSBESTIMMUNGEN
   
               0.
            
            ANWENDUNGSBEREICH
         
               1.
            
            Begriffsbestimmungen
         
               2.
            
            Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für einen Scheinwerfer
         
               3.
            
            Aufschriften
         
               4.
            
            Genehmigung
         B.   TECHNISCHE VORSCHRIFTEN FÜR SCHEINWERFER
   
               5.
            
            Allgemeine Vorschriften
         
               6.
            
            Beleuchtung
         
               7.
            
            Prüfung der Blendbelästigung und/oder Behinderung
         C.   WEITERE VERWALTUNGSVORSCHRIFTEN
   
               8.
            
            Änderung des Scheinwerfertyps und Erweiterung der Genehmigung
         
               9.
            
            Übereinstimmung der Produktion
         
               10.
            
            Maßnahmen bei Abweichungen in der Produktion
         
               11.
            
            Endgültige Einstellung der Produktion
         
               12.
            
            Namen und Anschriften der Technischen Dienste, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführen, und der Behörden
         
               13.
            
            Übergangsbestimmungen
         ANHÄNGE
   
               Anhang 1 —
            
            Mitteilung über die Genehmigung oder die Versagung oder die Erweiterung oder die Zurücknahme einer Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion für einen Scheinwerfertyp nach der Regelung Nr. 98
         
               Anhang 2 —
            
            Beispiele für die Anordnung der Genehmigungszeichen
         
               Anhang 3 —
            
            Messschirme
         
               Anhang 4 —
            
            
               Prüfungen auf Beständigkeit der fotometrischen Merkmale bei eingeschalteten Scheinwerfern
               
                           Anlage
                        
                        
                           —
                        
                        
                           Übersicht über die Ein- und Ausschaltzeiten bei der Prüfung der Beständigkeit der fotometrischen Merkmale
                        
                     
         
               Anhang 5 —
            
            
               Vorschriften für Scheinwerfer mit Kunststoff-Abschlussscheiben — Prüfung von Abschlussscheiben oder Werkstoffproben und von vollständigen Scheinwerfern
               Anlage 1— Zeitliche Reihenfolge der Prüfungen für die Genehmigung
               Anlage 2— Verfahren zur Messung des Streulichtes und des Lichttransmissionsgrades
               Anlage 3— Verfahren für den Sprühversuch
               Anlage 4— Verfahren für den Sprühversuch
            
         
               Anhang 6 —
            
            Bezugspunkt
         
               Anhang 7 —
            
            Angabe der Spannung
         
               Anhang 8 —
            
            Mindestanforderungen für Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion
         
               Anhang 9 —
            
            Mindestanforderungen für stichprobenartige Überprüfungen durch einen Prüfer
         
               Anhang 10 —
            
            Instrumentelle Überprüfung der Hell-Dunkel-Grenze bei Abblendscheinwerfern
         
               Anhang 11 —
            
            Vorschriften für LED-Module und Scheinwerfer mit LED-Modulen
         A.   VERWALTUNGSBESTIMMUNGEN
   0.   ANWENDUNGSBEREICH (1)
   
   Diese Regelung gilt für:
   
               a)
            
            
               Scheinwerfer und
            
         
               b)
            
            
               Lichtleitsysteme,
            
         die Gasentladungs-Lichtquellen verwenden, für Fahrzeuge der Klassen M, N and L3
   
   1.   BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
   Im Sinne dieser Regelung ist (sind)
   1.1.   Für diese Regelung gelten die Begriffsbestimmungen der Regelung Nr. 48 und ihrer Änderungsserien, die zum Zeitpunkt des Antrags auf Typgenehmigung in Kraft sind;
   1.2.   „Abschlussscheibe“ der äußerste Teil des Scheinwerfers (der Scheinwerfereinheit), der durch die Lichtaustrittsfläche Licht durchlässt;
   1.3.   „Beschichtung“ ein Produkt oder Produkte, die in einer oder mehreren Schichten auf die Außenfläche einer Abschlussscheibe aufgebracht sind;
   1.4.   „Vorschaltgerät“ das Stromversorgungsteil für die Gasentladungs-Lichtquelle. Dieses Vorschaltgerät kann sich teilweise oder vollständig innerhalb oder außerhalb des Scheinwerfers befinden;
   1.5.   „zusammengehöriges Paar“ der Leuchtensatz mit denselben Funktionen an der linken und der rechten Seite des Fahrzeuges;
   1.6.   Scheinwerfer unterschiedlicher „Typen“ sind Scheinwerfer, die sich in folgenden wesentlichen Punkten voneinander unterscheiden:
   
               1.6.1.
            
            
               Fabrik- oder Handelsmarke.
            
         
               1.6.2.
            
            
               die Merkmale des optischen Systems;
            
         
               1.6.3.
            
            
               zusätzliche oder weggelassene Bauteile, die die optische Wirkung durch Reflexion, Brechung oder Absorption und/oder Verformung während des Betriebes verändern können;
            
         
               1.6.4.
            
            
               die Eignung für Rechts- oder Linksverkehr oder für beide Verkehrsrichtungen;
            
         
               1.6.5.
            
            
               Lichtart (Abblendlicht oder Fernlicht oder beides);
            
         
               1.6.6.
            
            
               Werkstoffe, aus denen die Abschlussscheiben und die etwaige Beschichtung bestehen;
            
         
               1.6.7.
            
            
               Eine Einrichtung für den Anbau auf der linken Seite des Fahrzeugs und die entsprechende Einrichtung für den Anbau auf der rechten Seite des Fahrzeugs sind jedoch als typgleich anzusehen.
            
         1.7.   Bei Angaben in dieser Regelung, die sich auf Prüfglühlampen und Gasentladungs-Lichtquellen beziehen, ist auf die Regelung Nr. 37 bzw. 99 und ihre bei der Beatragung der Typgenehmigung geltende Änderungsserie zu verweisen.
   2.   ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER GENEHMIGUNG FÜR EINEN SCHEINWERFER (2)
   
   2.1.   Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung ist vom Inhaber der Fabrik- oder Handelsmarke oder von seinem ordentlich bevollmächtigten Vertreter einzureichen. In dem Antrag ist anzugeben,
   
               2.1.1.
            
            
               ob der Scheinwerfer für Abblendlicht, Fernlicht oder für beide Lichtarten bestimmt ist;
            
         
               2.1.2.
            
            
               sofern es sich um einen Scheinwerfer für Abblendlicht handelt, ob der Scheinwerfer für Linksverkehr und Rechtsverkehr oder nur für Linksverkehr oder Rechtsverkehr gebaut ist;
            
         
               2.1.3.
            
            
               die Einbaulage(n) des Scheinwerfers in Bezug auf den Boden und die Längsmittelebene des Fahrzeuges, falls der Scheinwerfer mit einem einstellbaren Reflektor ausgestattet ist;
            
         
               2.1.4.
            
            
               der jeweils größte vertikale Winkel über und unter der Soll-Lage (den Soll-Lagen), der mit der Einstelleinrichtung erreicht werden kann;
            
         
               2.1.5.
            
            
               welche Lichtquellen eingeschaltet werden, wenn die verschiedenen Kombinationen der Lichtarten verwendet werden;
            
         
               2.1.6.
            
            
               ob ein Lichtleitsystem verwendet wird und welche(r) Typ(en) von Lichtstrahlen zur Versorgung dieses Systems bestimmt sind;
            
         
               2.1.7.
            
            
               die Kategorie der Lichtquelle entsprechend der Angabe in der Regelung Nr. 37 oder 99 und ihrer bei der Beantragung der Typgenehmigung geltenden Änderungsserie.
               Für ein Lichtleitsystem mit einer nicht auswechselbaren Gasentladungs-Lichtquelle, die nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt wurde, wird die Teilenummer für den Lichterzeuger durch den Hersteller des Lichterzeugers zugeteilt.
            
         2.2.   Jedem Antrag sind beizufügen:
   
               2.2.1.
            
            
               ausreichend detaillierte Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die die Feststellung des Typs gestatten (siehe die Absätze 3.2 und 4.2). In den Zeichnungen müssen die Stelle, an der die Genehmigungsnummer und die zusätzlichen Zeichen in Bezug auf den Kreis des Genehmigungszeichens angebracht werden sollen, und bei LED-Modulen außerdem die Fläche für den (die) speziellen Identifizierungscode(s) des Moduls (der Module) angegeben sein, und es muss der Scheinwerfer im Vertikal-(Axial-)Querschnitt und von vorn mit den wichtigsten Einzelheiten der optischen Gestaltung einschließlich der etwaigen Riffelung dargestellt sein;
            
         
               2.2.2.
            
            
               eine kurze technische Beschreibung, in der gegebenenfalls die Marke und der Typ des Vorschaltgeräts (der Vorschaltgeräte) und bei einem Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion die äußersten Stellungen nach Absatz 6.2.7 angegeben sind. Bei Verwendung von LED-Modulen müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:
               
                           a)
                        
                        
                           eine kurze technische Beschreibung des LED-Moduls (der LED-Module);
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           eine bemaßte Zeichnung mit den elektrischen und fotometrischen Grundwerten und dem Soll-Lichtstrom;
                        
                     zusätzlich bei einem Lichtleitsystem eine kurze technische Beschreibung mit der Liste der Lichtleiter und der damit zusammenhängenden optischen Bauteile sowie Angaben über den (die) Lichterzeuger, die so detailliert sind, dass die Feststellung des Typs möglich ist. Darin müssen die vom Hersteller des Lichterzeugers zugeteilte Teilenummer, eine bemaßte Zeichnung mit den elektrischen und fotometrischen Grundwerten und ein Gutachten, das sich auf die in Absatz 5.8 dieser Regelung genannten Bedingungen bezieht, enthalten sein.
            
         
               2.2.3.
            
            
               folgende Muster:
               
                           2.2.3.1.
                        
                        
                           für die Genehmigung eines Scheinwerfers zwei Muster jedes Scheinwerfertyps, von denen das eine für den Anbau auf der linken Seite des Fahrzeugs und das andere für den Anbau auf der rechten Seite des Fahrzeugs bestimmt ist, einschließlich der Gasentladungs-Prüflichtquelle und gegebenenfalls eines Vorschaltgeräts jedes zu verwendenden Typs;
                           Für die Genehmigung eines Lichtleitsystems mit einer nicht auswechselbaren Gasentladungs-Lichtquelle, die nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt wurde, zwei Muster des Systems einschließlich des Lichterzeugers und einem Vorschaltgerät von jedem verwendeten Typ, wo zutreffend.
                        
                     
         
               2.2.4.
            
            
               für die Prüfung des Kunststoffes, aus dem die Abschlussscheiben hergestellt sind:
               
                           2.2.4.1.
                        
                        
                           vierzehn Abschlussscheiben;
                           
                                       2.2.4.1.1.
                                    
                                    
                                       zehn dieser Abschlussscheiben können durch zehn Werkstoffproben ersetzt werden, die mindestens 60 mm × 80 mm groß sind, eine ebene oder gewölbte Außenfläche und eine mindestens 15 mm × 15 mm große, vorwiegend ebene Fläche in der Mitte haben (Krümmungsradius nicht unter 300 mm);
                                    
                                 
                                       2.2.4.1.2.
                                    
                                    
                                       jede dieser Abschlussscheiben oder Werkstoffproben muss nach dem bei der Serienfertigung anzuwendenden Verfahren hergestellt worden sein;
                                    
                                 
                     
                           2.2.4.2.
                        
                        
                           ein Reflektor, an dem die Abschlussscheiben nach den Anweisungen des Herstellers angebracht werden können.
                        
                     
         
               2.2.5.
            
            
               für die Prüfung der Beständigkeit der aus Kunststoff bestehenden lichtdurchlässigen Bauteile gegen die Ultraviolettstrahlung der Gasentladungs-Lichtquellen im Scheinwerfer:
               
                           2.2.5.1.
                        
                        
                           jeweils eine Probe des bei dem Scheinwerfer verwendeten entsprechenden Werkstoffes oder ein Muster des Scheinwerfers, das diese Werkstoffe enthält. Hinsichtlich des Aussehens und der etwaigen Oberflächenbehandlung muss jede Werkstoffprobe mit dem entsprechenden Teil des zu genehmigenden Scheinwerfers übereinstimmen.
                        
                     
                           2.2.5.2.
                        
                        
                           Die Prüfung der Beständigkeit der innen verwendeten Werkstoffe gegen Ultraviolettstrahlung der Lichtquelle ist nicht erforderlich:
                           
                                       2.2.5.2.1.
                                    
                                    
                                       wenn entsprechend den Angaben in der Regelung Nr. 99 Gasentladungs-Lichtquellen mit geringer Ultraviolettstrahlung verwendet werden oder
                                    
                                 
                                       2.2.5.2.2.
                                    
                                    
                                       wenn Maßnahmen getroffen werden, um die entsprechenden Bauteile des Scheinwerfers zum Beispiel durch Glasfilter gegen die Ultraviolettstrahlung abzuschirmen.
                                    
                                 
                     
         2.3.   Für ein Lichtleitsystem zehn Stichproben des Werkstoffs (der Werkstoffe) und der etwaigen betreffenden Schutzbeschichtung/-abdeckung, aus dem der Lichtleiter und andere optische Teile des Systems gefertigt werden.
   2.4.   Den Angaben der Merkmale der Werkstoffe, aus denen die Abschlussscheibe und im Fall eines Lichtleitsystems die optischen Teile des Systems und die etwaigen betreffenden Beschichtungen/Abdeckungen bestehen, ist das Gutachten für diese Werkstoffe und Beschichtungen beizufügen, falls sie bereits geprüft worden sind.
   3.   AUFSCHRIFTEN
   3.1.   Auf den zur Genehmigung vorgelegten Scheinwerfern oder Lichtleitsystemen muss deutlich lesbar und dauerhaft die Fabrik- oder Handelsmarke des Antragstellers angebracht sein.
   3.2.   Auf der Abschlussscheibe und auf dem Scheinwerferkörper (3) muss eine ausreichend große Fläche für das Genehmigungszeichen und die zusätzlichen Zeichen nach Absatz 4 vorhanden sein; diese Anbringungsstellen müssen in den Zeichnungen nach Absatz 2.2.1 angegeben sein.
   3.3.   An Scheinwerfern, die für die wahlweise Verwendung bei Rechts- und Linksverkehr gebaut sind, müssen beide Stellungen des Scheinwerfers am Fahrzeug oder der Gasentladungs-Lichtquelle im Reflektor angegeben sein, und zwar mit den Buchstaben „R/D“ für die Stellung für Rechtsverkehr und „L/G“ für die Stellung für Linksverkehr.
   3.4.   Auf der Lichtaustrittsfläche aller Scheinwerfer kann entsprechend der Darstellung in Anhang 6 ein Bezugspunkt markiert sein.
   3.5.   Im Fall eines Lichterzeugers eines Lichtleitsystems mit nicht auswechselbarer Gasentladungs-Lichtquelle, die nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt wurde, muss der Lichterzeuger die Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers und die Teilenummer nach Absatz 2.2.2 tragen.
   3.6.   An Scheinwerfern mit einem oder mehreren LED-Modulen müssen die Nennspannung, die Nennleistung und der spezielle Lichtquellenmodul-Identifizierungscode angegeben sein.
   3.7.   LED-Module, die bei der Beantragung der Typgenehmigung für den Scheinwerfer vorgelegt werden,
   
               3.7.1.
            
            
               müssen mit dem speziellen Identifizierungscode des Moduls versehen sein. Diese Aufschrift muss deutlich lesbar und dauerhaft sein;
            
         
               3.7.2.
            
            
               müssen mit dem speziellen Identifizierungscode des Moduls versehen sein. Diese Aufschrift muss deutlich lesbar und dauerhaft sein.
               Dieser spezielle Identifizierungscode muss die Buchstaben „MD“ für „MODUL“ enthalten, gefolgt von dem Genehmigungszeichen ohne den Kreis nach Absatz 4.2.1 und — bei mehreren ungleichen Lichtquellenmodulen — zusätzlichen Symbolen oder Zeichen. Dieser spezielle Identifizierungscode muss in den Zeichnungen nach Absatz 2.2.1 angegeben werden. Das Genehmigungszeichen braucht nicht dasselbe wie das an der Leuchte, in die das Modul eingebaut wird, zu sein, beide Aufschriften müssen jedoch von demselben Antragsteller stammen.
            
         3.8.   Wird zum Betrieb eines LED-Moduls (mehrerer LED-Module) ein elektronisches Lichtquellen-Steuergerät verwendet, das nicht Teil eines LED-Moduls ist, so ist das Steuergerät mit der Kennzeichnung seines (bzw. seiner) speziellen Identifizierungscodes, der Nenneingangsspannung und der Leistung zu versehen.
   4.   GENEHMIGUNG
   4.1.   Allgemeines
   4.1.1.   Entsprechen alle nach Absatz 2 vorgelegten Muster eines Scheinwerfertyps den Vorschriften dieser Regelung, so ist die Genehmigung zu erteilen
   4.1.2.   Scheinwerfer, die dieser Regelung entsprechen, können mit anderen Beleuchtungs- oder Lichtsignaleinrichtungen zusammengebaut, kombiniert oder ineinandergebaut sein, sofern ihre jeweilige Beleuchtungsfunktion nicht beeinträchtigt wird.
   4.1.3.   Entsprechen zusammengebaute, kombinierte oder ineinandergebaute Leuchten den Vorschriften von mehr als einer Regelung, so kann ein einziges internationales Genehmigungszeichen angebracht werden, sofern jede der zusammengebauten, kombinierten oder ineinandergebauten Leuchten den jeweiligen Vorschriften entspricht.
   4.1.4.   Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Ihre ersten beiden Ziffern (derzeit 00) bezeichnen die Änderungsserie mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind. Dieselbe Vertragspartei darf diese Nummer keinem anderen Scheinwerfertyp nach dieser Regelung zuteilen.. Das zusammengehörige Paar gilt jedoch als ein Typ.
   4.1.5.   Über die Erteilung, Erweiterung, Versagung oder Zurücknahme einer Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion für einen Scheinwerfertyp nach dieser Regelung sind die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
   4.1.6.   Zusätzlich zu der Aufschrift nach Absatz 3.1 ist ein Genehmigungszeichen nach den Absätzen 4.2 und 4.3 an den Stellen nach Absatz 3.2 an jedem Scheinwerfer anzubringen, der einem nach dieser Regelung genehmigten Typ entspricht
   4.2.   Bestandteile des Genehmigungszeichens
   Das Genehmigungszeichen setzt sich zusammen aus
   
               4.2.1.
            
            
               einem internationales Genehmigungszeichen, bestehend aus:
               
                           4.2.1.1.
                        
                        
                           einem Kreis, in dessen Innerem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat (4);
                        
                     
                           4.2.1.2.
                        
                        
                           der Genehmigungsnummer nach Absatz 4.1.4;
                        
                     
         
               4.2.2.
            
            
               dem oder den folgenden zusätzlichen Zeichen:
               
                           4.2.2.1.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die nur für Linksverkehr bestimmt sind, ein waagerechter Pfeil, der, von vorn gesehen, nach rechts zeigt, das heißt nach der Fahrbahnseite, auf der die Fahrzeuge fahren;
                        
                     
                           4.2.2.2.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die durch Umstellung der Optik oder der Lichtquelle für beide Verkehrsrichtungen verwendet werden können, ein waagerechter Pfeil mit zwei Spitzen, von denen eine nach rechts und eine nach links zeigt;
                        
                     
                           4.2.2.3.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die den Vorschriften dieser Regelung nur hinsichtlich des Abblendlichtes entsprechen, die Buchstaben „DC“;
                        
                     
                           4.2.2.4.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die den Vorschriften dieser Regelung nur hinsichtlich des Fernlichtes entsprechen, die Buchstaben „DR“;
                        
                     
                           4.2.2.5.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die den Vorschriften dieser Regelung sowohl hinsichtlich des Abblendlichtes als auch hinsichtlich des Fernlichtes entsprechen, die Buchstaben „DCR“;
                        
                     
                           4.2.2.6.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe die Buchstaben „PL“ in der Nähe der Zeichen nach den Absätzen 4.2.2.3 bis 4.2.2.5;
                        
                     
                           4.2.2.7.
                        
                        
                           bei Scheinwerfern, die den Vorschriften dieser Regelung hinsichtlich des Fernlichtes entsprechen, eine Angabe der maximalen Lichtstärke durch eine Kennzahl nach Absatz 6.3.2.2 in der Nähe des Kreises, in dem sich der Buchstabe „E“ befindet.
                           Bei ineinandergebauten Scheinwerfern ist der Gesamtwert für die maximale Lichtstärke der Fernscheinwerfer, wie im vorstehenden Absatz beschrieben, anzugeben.
                        
                     
                           4.2.2.8.
                        
                        
                           bei Lichtleitsystemen ersetzen die Buchstaben „DLS“ den in den Absätzen 4.2.2.3, 4.2.2.4 und 4.2.2.5 vorgeschriebenen Buchstaben „D“ bei Anwendung derselben Kriterien.
                        
                     
         
               4.2.3.
            
            
               In jedem Fall sind die während der Prüfung nach Absatz 1.1.1.1 des Anhanges 4 benutzte jeweilige Betriebsweise und die zulässige(n) Spannung(en) nach Absatz 1.1.1.2 des Anhanges 4 in den Genehmigungs- und Mitteilungsblättern anzugeben, die den Ländern, die Vertragsparteien des Übereinkommens sind und diese Regelung anwenden, übersandt werden.
               In den jeweiligen Fällen muss die Einrichtung wie folgt gekennzeichnet sein:
               
                           4.2.3.1.
                        
                        
                           Bei Scheinwerfern, die den Vorschriften dieser Regelung entsprechen und so gebaut sind, dass der Leuchtkörper des Abblendscheinwerfers nicht gleichzeitig mit dem einer anderen Leuchte, mit der er ineinandergebaut sein kann, eingeschaltet werden kann, ist hinter das Zeichen für den Abblendscheinwerfer im Genehmigungszeichen ein Schrägstrich (/) zu setzen.
                        
                     
                           4.2.3.2.
                        
                        
                           Die Vorschrift des Absatzes 4.2.3.1 gilt nicht für Scheinwerfer, die den Vorschriften dieser Regelung entsprechen und so gebaut sind, dass das Abblendlicht und das Fernlicht von derselben Gasentladungs-Lichtquelle erzeugt werden.
                        
                     
         
               4.2.4.
            
            
               Die beiden Ziffern der Genehmigungsnummer (derzeit 00), die die Änderungsserie mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen bezeichnen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind, und gegebenenfalls der vorgeschriebene Pfeil können in der Nähe der obengenannten zusätzlichen Zeichen angeordnet werden.
            
         
               4.2.5.
            
            
               Die Zeichen nach den Absätzen 4.2.1 bis 4.2.3 müssen deutlich lesbar und dauerhaft sein. Sie können an einem inneren oder äußeren Teil (der lichtdurchlässig sein kann) des Scheinwerfers angebracht werden, der nicht von dem lichtdurchlässigen Teil des lichtemittierenden Scheinwerfers getrennt werden kann. Im Fall eines Lichtleitsystems mit eingebauter äußerer Abschlussscheibe am Lichtleiter gilt diese Anforderung als erfüllt, wenn das Genehmigungszeichen mindestens am Lichterzeuger und am Lichtleiter oder an seiner Schutzabdeckung angebracht ist. In jedem Fall muss das Zeichen sichtbar sein, wenn der Scheinwerfer oder das System an das Fahrzeug angebaut ist oder ein bewegliches Teil, wie z. B. die Motorhaube, geöffnet wird.
            
         4.3.   Anordnung des Genehmigungszeichens
   4.3.1.   Einzelne Leuchten
   Anhang 2, Abbildungen 1 bis 9 dieser Regelung enthalten Beispiele für Genehmigungszeichen mit den obengenannten zusätzlichen Zeichen.
   4.3.2.   Zusammengebaute, kombinierte und ineinandergebaute Leuchten
   
               4.3.2.1.
            
            
               Entsprechen zusammengebaute, kombinierte oder ineinandergebaute Leuchten den Vorschriften mehrerer Regelungen, so kann ein einziges internationales Genehmigungszeichen angebracht werden, das aus einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat, und einer Genehmigungsnummer besteht. Dieses Genehmigungszeichen kann an den zusammengebauten, kombinierten oder ineinandergebauten Leuchten an einer beliebigen Stelle angebracht sein, sofern
               
                           4.3.2.1.1.
                        
                        
                           es gemäß Absatz 4.2.5 sichtbar ist;
                        
                     
                           4.3.2.1.2.
                        
                        
                           kein lichtdurchlässiges Teil der zusammengebauten, kombinierten oder ineinandergebauten Leuchten ausgebaut werden kann, ohne dass gleichzeitig das Genehmigungszeichen entfernt wird.
                        
                     
         
               4.3.2.2.
            
            
               Das Zeichen zur Identifizierung jeder Leuchte, die der jeweiligen Regelung entspricht, nach der die Genehmigung erteilt worden ist, muss zusammen mit der Nummer der entsprechenden Änderungsserie, die die neuesten, wichtigsten technischen Änderungen enthält, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen sind, und erforderlichenfalls dem vorgeschriebenen Pfeil wie folgt angebracht werden:
               
                           4.3.2.2.1.
                        
                        
                           entweder auf der entsprechenden Lichtaustrittsfläche
                        
                     
                           4.3.2.2.2.
                        
                        
                           oder in einer Anordnung, bei der jede der zusammengebauten, kombinierten oder ineinandergebauten Leuchten eindeutig identifiziert werden kann (siehe hierzu Beispiele für vier verschiedene Möglichkeiten in Anhang 2 Abbildung 10).
                        
                     
         
               4.3.2.3.
            
            
               Die Größe der einzelnen Teile solch eines einzigen Genehmigungszeichens darf nicht kleiner sein als die Mindestabmessungen, die für die kleinsten einzelnen Zeichen in der Regelung vorgeschrieben sind, nach der die Genehmigung erteilt worden ist.
            
         
               4.3.2.4.
            
            
               Jede Genehmigung umfasst die Zuteilung einer Genehmigungsnummer. Dieselbe Vertragspartei darf diese Nummer keinem anderen Typ von zusammengebauten, kombinierten oder ineinandergebauten Leuchten zuteilen, für den diese Regelung gilt.
            
         
               4.3.2.5.
            
            
               Anhang 2, Abbildung 10 dieser Regelung enthält Beispiele für Genehmigungszeichen für zusammengebaute, kombinierte oder ineinandergebaute Leuchten mit allen obengenannten zusätzlichen Zeichen.
            
         4.3.3.   Leuchten, deren Abschlussscheibe für unterschiedliche Scheinwerfertypen verwendet wird und die mit anderen Leuchten ineinandergebaut oder zusammengebaut sein können
   Es gelten die Vorschriften des Absatzes 4.3.2.
   
               4.3.3.1.
            
            
               Wird dieselbe Abschlussscheibe verwendet, so können darauf die verschiedenen Genehmigungszeichen für die verschiedenen Typen von Scheinwerfern oder Leuchteneinheiten angebracht sein, sofern der Scheinwerferkörper oder das Lichtleitsystem des Scheinwerfers, auch wenn er mit der Abschlussscheibe unlösbar verbunden ist, ebenfalls die Fläche nach Absatz 3.2 aufweist und die Genehmigungszeichen für die tatsächlichen Funktionen trägt.
            
         
               4.3.3.2.
            
            
               Anhang 2, Abbildung 11 dieser Regelung enthält Beispiele für die Anordnungen der entsprechenden Genehmigungszeichen.
            
         4.3.4.   Lichtleitsysteme
   Lichtleitsysteme müssen den anzuwendenden Vorschriften der Absätze 4.3.1 bis 4.3.3.2in Verbindung mit den Vorschriften des Absatzes 3.4 entsprechen.
   B.   TECHNISCHE VORSCHRIFTEN FÜR SCHEINWERFER (5)
   
   5.   ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
   5.1.   Jedes Muster muss den Vorschriften der Absätze 6 bis 8 entsprechen.
   5.2.   Die Scheinwerfer müssen so beschaffen sein, dass sie bei üblicher Verwendung trotz der dabei möglicherweise auftretenden Erschütterungen weiterhin einwandfrei funktionieren und sich ihre vorgeschriebenen fotometrischen Eigenschaften nicht verändern.
   5.2.1.   Die Scheinwerfer müssen mit einer Einrichtung versehen sein, mit der sie vorschriftsmäßig am Fahrzeug eingestellt werden können. Diese Einrichtung kann bei Scheinwerfern fehlen, deren Reflektor und Abschlussscheibe unlösbar miteinander verbunden sind, sofern die Verwendung solcher Scheinwerfer auf Fahrzeuge beschränkt wird, bei denen die Scheinwerfer auf andere Weise eingestellt werden können.
   Sind ein Scheinwerfer für Abblendlicht und ein Scheinwerfer für Fernlicht, die je mit einer eigenen Lichtquelle (eigenen Lichtquellen) bestückt sind, zu einer Einheit zusammengebaut, so muss mit der Einstelleinrichtung jedes optische System für sich vorschriftsmäßig eingestellt werden können. Dieselbe Vorschrift gilt für Einheiten von Nebelscheinwerfern und Scheinwerfern für Fernlicht, Einheiten von Scheinwerfern für Abblendlicht und Nebelscheinwerfern sowie für Einheiten, bei denen diese drei Scheinwerferarten zusammengefasst sind.
   5.2.2.   Diese Vorschriften gelten jedoch nicht für Scheinwerfereinheiten, deren Reflektoren unteilbar miteinander verbunden sind. Für diese Bauart gelten die Vorschriften des Absatz 6.3 dieser Regelung.
   5.3.   Bei Scheinwerfern, die für die wahlweise Verwendung bei Rechts- und Linksverkehr gebaut sind, darf die Einstellung auf eine bestimmte Verkehrsrichtung entweder bei der Erstausrüstung des Fahrzeuges oder durch den Benutzer vorgenommen werden. Diese Ersteinstellung oder nachträgliche Umstellung kann darin bestehen, dass zum Beispiel entweder die Optik in einem bestimmten Winkel am Fahrzeug oder die Lichtquelle(n) in einem bestimmten Winkel in Bezug auf die Optik befestigt wird (werden). In jedem Fall dürfen nur zwei deutlich unterschiedliche Rastenstellungen möglich sein (eine für Rechts- und eine für Linksverkehr), wobei unbeabsichtigte Verdrehungen sowie Zwischenstellungen ausgeschlossen sein müssen. Kann die Lichtquelle in zwei verschiedenen Stellungen eingesetzt werden, so müssen die Teile für die Befestigung am Reflektor so gebaut sein, dass der Sitz der Lichtquelle in jeder der beiden Stellungen ebenso genau wie bei Scheinwerfern für nur eine Verkehrsrichtung ist. Die Einhaltung der Vorschriften dieses Absatzes ist durch Augenschein und gegebenenfalls durch probeweises Anbringen zu prüfen.
   5.4.   Anpassung der Beleuchtung je nach der Verkehrsrichtung
   5.4.1.   Bei Scheinwerfern, die für die Verwendung bei nur einer Verkehrsrichtung (entweder Rechts- oder Linksverkehr) gebaut sind, sind geeignete Maßnahmen zu treffen, damit Verkehrsteilnehmer in einem Land, in dem eine andere als die Verkehrsrichtung gilt, für die der Scheinwerfer gebaut ist, nicht belästigt werden (6). Dabei kann es sich um folgende Maßnahmen handeln:
   
               a)
            
            
               Abdeckung eines Teils der Fläche der äußeren Abschlussscheibe;
            
         
               b)
            
            
               Verschiebung des Lichtbündels nach unten. In diesem Fall muss die vertikale Verschiebung mindestens 0,5° betragen.
            
         
               c)
            
            
               jede andere Maßnahme, mit der der asymmetrische Teil des Abblendlichts zurückgehalten wird.
            
         5.4.2.   Nachdem diese Maßnahme(n) getroffen worden ist (sind), müssen bei der Beleuchtungsstärke die folgenden Werte eingehalten werden:
   
               5.4.2.1.
            
            
               Für Rechtsverkehr ausgelegtes Abblendlicht, das für Linksverkehr angepasst wurde:
               
                           bei 0,86D-1,72L
                        
                        
                           ≥ 5 Lux
                        
                     
                           bei 0,57U-3,43R
                        
                        
                           ≤ 1,4 Lux
                        
                     
         
               5.4.2.2.
            
            
               Für Linksverkehr ausgelegtes Abblendlicht, das für Rechtsverkehr angepasst wurde:
               
                           bei 0,86D-1,72R
                        
                        
                           ≥ 5 Lux
                        
                     
                           bei 0,57U-3,43L
                        
                        
                           ≤ 1,4 Lux
                        
                     
         5.5.   Bei Scheinwerfern, die für die alternative Ausstrahlung von Fernlicht oder Abblendlicht oder die für Abblendlicht und/oder Fernlicht mit Kurvenlichtfunktion gebaut sind, in die eine mechanische, elektro-mechanische oder sonstige Einrichtung für diese Zwecke (7) eingebaut ist, muss diese wie folgt beschaffen sein:
   
               5.5.1.
            
            
               Die Einrichtung muss 50 000 Betätigungen bei üblicher Verwendung standhalten. Zur Überprüfung der Einhaltung dieser Vorschrift kann der Technische Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt,
               
                           a)
                        
                        
                           von dem Antragsteller verlangen, dass er die für die Durchführung der Prüfung erforderlichen Geräte bereitstellt,
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           auf die Prüfung verzichten, wenn der Antragsteller außer dem Scheinwerfer ein Gutachten vorlegt, das von einem Technischen Dienst erstellt worden ist, der Genehmigungsprüfungen an Scheinwerfern derselben Bauart durchführt, und in dem die Einhaltung dieser Vorschrift bestätigt wird.
                        
                     
         
               5.5.2.
            
            
               Bei einem Ausfall darf die Beleuchtungsstärke über der Linie H-H die Werte für Abblendlicht nach Absatz 6.2.6 nicht überschreiten; außerdem muss bei Scheinwerfern, die für ein Abblend- und/oder Fernlicht mit Kurvenlichtfunktion gebaut sind, eine Mindestbeleuchtungsstärke von wenigstens 5 Lux im Prüfpunkt 25 V (Linie VV, D 75 cm) erreicht werden.
               Bei der Durchführung der Prüfungen zur Überprüfung der Einhaltung dieser Vorschriften muss der Technische Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt, die Anweisungen des Antragstellers beachten.
            
         
               5.5.3.
            
            
               Es muss stets ohne jede Möglichkeit einer Zwischenstellung entweder Abblendlicht oder Fernlicht erzeugt werden können;
            
         
               5.5.4.
            
            
               es darf dem Benutzer nicht möglich sein, die Form oder die Stellung der beweglichen Teile mit üblichen Werkzeugen zu verändern.
            
         5.6.   Es sind ergänzende Prüfungen nach den Vorschriften des Anhanges 4 durchzuführen, um sicherzustellen, dass sich die fotometrischen Eigenschaften bei der Benutzung nicht zu stark verändern.
   5.7.   Lichtdurchlässige Bauteile aus Kunststoff sind nach den Vorschriften des Anhanges 5 zu prüfen.
   5.8.   Auswechselbarkeit von Lichtquellen
   5.8.1.   Die Gasentladungs-Lichtquellen in Gasentladungs-Scheinwerfern oder Lichtleitsystemen müssen nach der Regelung Nr. 99 und ihrer bei der Beantragung der Typgenehmigung geltenden Änderungsserie genehmigt worden sein. Gasentladungs-Lichtquellen, die nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt worden sind, können nur dann verwendet werden, wenn sie nicht auswechselbarer Teil eines Lichterzeugers sind. Bei Lichtleitsystemen kann der Lichterzeuger jedoch ohne Verwendung von Spezialwerkzeugen auswechselbar sein, auch wenn die darin verwendete Lichtquelle nicht typgenehmigt ist.
   5.8.2.   Wenn eine oder mehr (zusätzliche) Glühlampen-Lichtquellen in dem Gasentladungs-Scheinwerfer verwendet werden, müssen diese Glühlampen-Lichtquellen nach der Regelung Nr. 37 und ihrer bei der Beantragung der Typgenehmigung geltenden Änderungsserie genehmigt worden sein, sofern in der Regelung Nr. 37 und ihrer bei der Beantragung der Typgenehmigung geltenden Änderungsserie kein Hinweis auf eine Einschränkung der Verwendung enthalten ist.
   5.8.3.   Die Einrichtung muss so gebaut sein, dass die Glühlampe nur in der richtigen Stellung eingesetzt werden kann.
   5.8.4.   Bei auswechselbaren Gasentladungs-Lichtquellen und zusätzlichen Glühlampen-Lichtquellen muss die Lampenfassung den in dem Datenblatt der IEC-Publikation 60061 für die jeweilige Kategorie der verwendeten Lichtquelle(n) angegebenen Abmessungsmerkmalen entsprechen. Die Lichtquelle(n) muss (müssen) in den Scheinwerfer leicht hineinpassen.
   5.9.   Nicht auswechselbare Gasentladungs-Lichtquellen, die nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt wurden, in Lichtleitsystemen müssen außerdem den folgenden Vorschriften entsprechen (entsprechend den in der Regelung Nr. 99 für die Genehmigung von Gasentladungs-Lichtquellen angegebenen Vorschriften):
   
               5.9.1.
            
            
               Zünd-, Anlauf- und Warmstarteigenschaften wie in Absatz 3.6 der Regelung Nr. 99 vorgeschrieben;
            
         
               5.9.2.
            
            
               Farbe wie in Absatz 3.9 der Regelung Nr. 99 vorgeschrieben. Die Farbe muss weiß sein;
            
         
               5.9.3.
            
            
               UV-Strahlung wie in Absatz 3.10 der Regelung Nr. 99 vorgeschrieben, wenn es so im Antrag auf Genehmigung (Absatz 2.2.2) angegeben wurde.
            
         5.10.   Das aus Scheinwerfer und Vorschaltgerät bestehende System darf keine abgestrahlten oder durch den Kabelstrang übertragenen Störungen erzeugen, die bei anderen elektrischen/elektronischen Baugruppen des Fahrzeuges eine Funktionsstörung hervorrufen können. (8)
   
   5.11.   Falls es für das Prüfverfahren erforderlich ist, kann das Prüfunternehmen vom Hersteller zusätzliche Stichprobenprüfungen, Prüfstände (Halterungen) oder spezielle Energieversorgungen verlangen.
   5.12.   Das Prüfverfahren muss unter Beachtung der Montagevorschriften des Herstellers durchgeführt werden.
   5.13.   Ein Scheinwerfer, der mit LED-Modulen bestückt ist, und die LED-Module selbst müssen den einschlägigen Vorschriften in Anhang 11 dieser Regelung entsprechen. Die Einhaltung der Vorschriften ist zu überprüfen.
   6.   BELEUCHTUNG
   6.1.   Allgemeine Vorschriften
   6.1.1.   Die Scheinwerfer oder Lichtleitsysteme müssen so gebaut sein, dass sie mit der geeigneten Gasentladungs-Lichtquelle bei Abblendlicht eine ausreichende Beleuchtung ohne zu blenden und bei Fernlicht eine gute Beleuchtung erzeugen.
   6.1.2.   Zur Prüfung der vom Scheinwerfer erzeugten Beleuchtung ist ein vertikaler Messschirm zu verwenden, der in 25 m Entfernung vor dem Scheinwerfer senkrecht zu seinen Achsen aufgestellt ist (siehe Anhang 3 dieser Regelung); der Messschirm muss so breit sein, dass die Hell-Dunkel-Grenze des Abblendlichts bis zu mindestens 5° beiderseits der Linie V-V geprüft und eingestellt werden kann.
   6.1.3.   Der Scheinwerfer oder die Lichtleitsysteme gelten als zufrieden stellend, wenn die fotometrischen Vorschriften des Absatzes 6 bei Verwendung einer Prüflichtquelle eingehalten sind, die nach Anhang 4 Absatz 4 der Regelung Nr. 99 mindestens 15 Zyklen lang gealtert worden ist.
   Wird die Gasentladungs-Lichtquelle nach der Regelung Nr. 99 genehmigt, muss es eine Prüflichtquelle sein und der Lichtstrom kann von dem in der Regelung Nr. 99 angegebenen Soll-Lichtstrom abweichen. In diesem Fall sind die Beleuchtungsstärken entsprechend zu korrigieren.
   Die vorstehende Korrektur wird bei Lichtleitsystemen mit nicht auswechselbarer Gasentladungs-Lichtquelle oder bei Scheinwerfern mit vollständig oder teilweise integriertem Vorschaltgerät (integrierten Vorschaltgeräten) nicht vorgenommen.
   Wird die Gasentladungs-Lichtquelle nicht nach der Regelung Nr. 99 genehmigt, muss es eine serienmäßige nicht auswechselbare Lichtquelle sein.
   6.1.4.   Die Abmessungen, die die Lage des Lichtbogens in der Gasentladungs-Prüflichtquelle bestimmen, sind in dem entsprechenden Datenblatt der Regelung Nr. 99 angegeben.
   6.1.5.   Die Einhaltung der fotometrischen Vorschriften ist nach Absatz 6.2.6 oder 6.3 dieser Regelung zu überprüfen. Dies gilt auch für die Hell-Dunkel-Grenze zwischen 3 °R und 3 °L (ein Messverfahren für die Farbe an der Hell-Dunkel-Grenze wird derzeit geprüft).
   6.1.6.   Das von Scheinwerfern mit Gasentladungs-Lichtquellen ausgestrahlte Licht muss weiß sein.
   6.1.7.   Vier Sekunden nach dem Einschalten eines Scheinwerfers, der 30 Minuten oder länger nicht betrieben worden ist,
   
               6.1.7.1.
            
            
               müssen in dem Punkt HV bei einem Scheinwerfer nur für Fernlicht mindestens 60 Lux erreicht sein;
            
         
               6.1.7.2.
            
            
               müssen in dem Punkt 50 V bei Scheinwerfern, die entweder nur Abblendlicht oder abwechselnd Abblendlicht und Fernlicht erzeugen (siehe Absatz 5.4 dieser Regelung) mindestens 10 Lux erreicht sein.
            
         
               6.1.7.3.
            
            
               In beiden Fällen muss das Stromversorgungsgerät so leistungsfähig sein, dass der erforderliche Anstieg des Hochstromimpulses gewährleistet ist.
            
         6.2.   Vorschriften für Abblendlicht
   6.2.1.   Bei der Lichtverteilung des Abblendscheinwerfers muss eine Hell-Dunkel-Grenze (siehe die Abbildung 1) vorhanden sein, mit deren Hilfe der Scheinwerfer für die fotometrischen Messungen und die Einstellung am Fahrzeug richtig eingestellt werden kann.
   Die Hell-Dunkel-Grenze setzt sich wie folgt zusammen:
   
               a)
            
            
               bei Scheinwerfern für Rechtsverkehr
               
                           i)
                        
                        
                           aus einem geraden horizontalen Teil auf der linken Seite,
                        
                     
                           ii)
                        
                        
                           aus einem vom Knick ausgehenden rechts ansteigenden Teil.
                        
                     
         
               b)
            
            
               bei Scheinwerfern für Linksverkehr
               
                           i)
                        
                        
                           aus einem geraden horizontalen Teil auf der rechten Seite,
                        
                     
                           ii)
                        
                        
                           aus einem vom Knick ausgehenden links ansteigenden Teil.
                        
                     
         In jedem Fall muss der ansteigende Teil stark ausgeprägt sein.
   6.2.2.   Der Scheinwerfer muss mit Hilfe der Hell-Dunkel-Grenze (siehe die Abbildung 1) wie folgt visuell eingestellt werden:
   
               6.2.2.1.
            
            
               Bei der vertikalen Einstellung wird, ausgehend von einem Punkt unter der Linie B, der horizontale Teil der Hell-Dunkel-Grenze so angehoben, dass er sich in seiner Soll-Lage 1 % (25 cm) unter der Linie H-H befindet.
               
                  Abbildung 1
               
               
                  
            
         
               6.2.2.2.
            
            
               Bei der horizontalen Einstellung muss der ansteigende Teil der Hell-Dunkel-Grenze wie folgt verschoben werden:
               
                           a)
                        
                        
                           bei Rechtsverkehr von rechts nach links, bevor er horizontal so ausgerichtet wird, dass
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           über der Linie 0,2 °D der ansteigende Teil nach links nicht über die Linie A hinausgeht,
                        
                     
                           c)
                        
                        
                           auf der Linie 0,2 °D oder darunter der ansteigende Teil die Linie A schneidet und
                        
                     
                           d)
                        
                        
                           der Knick sich im Wesentlichen auf der Linie V-V befindet;
                        
                     oder
               bei Linksverkehr von links nach rechts, bevor er horizontal so ausgerichtet wird, dass
               
                           a)
                        
                        
                           über der Linie 0,2 °D der ansteigende Teil nach rechts nicht über die Linie A hinausgeht,
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           auf der Linie 0,2 °D oder darunter der ansteigende Teil die Linie A schneidet und
                        
                     
                           c)
                        
                        
                           der Knick sich im Wesentlichen auf der Linie V-V befindet.
                        
                     
         
               6.2.2.3.
            
            
               Wenn ein nach den vorstehenden Angaben eingestellter Scheinwerfer den Vorschriften der Absätze 6.2.5, 6.2.6 und 6.3 nicht entspricht, darf seine Einstellung verändert werden, sofern die Achse des Lichtbündels,
               ausgehend von der Linie A, horizontal nicht um mehr als
               
                           a)
                        
                        
                           0,5° nach links oder 0,75° nach rechts (bei Rechtsverkehr) oder
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           0,5° nach rechts oder 0,75° nach links (bei Linksverkehr) und,
                        
                     ausgehend von der Linie B, nach oben oder nach unten nicht um mehr als 0,25° verschoben wird.
            
         
               6.2.2.4.
            
            
               Wenn die vertikale Einstellung allerdings nicht mehrmals so durchgeführt werden kann, dass die vorgeschriebene Lage innerhalb der in Absatz 6.2.2.3 angegebenen Toleranzen erreicht wird, ist das instrumentelle Verfahren nach Anhang 10 Absätze 2 und 3 anzuwenden, damit die Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestqualität der Hell-Dunkel-Grenze überprüft und die vertikale und die horizontale Einstellung des Scheinwerfers vorgenommen werden können.
            
         6.2.3.   Bei dieser Einstellung muss der Scheinwerfer, bei dem nur die Genehmigung für Abblendlicht beantragt wird, nur den Vorschriften der Absätze 6.2.4 und 6.2.5 entsprechen; Scheinwerfer für Abblendlicht und Fernlicht müssen den Vorschriften der Absätze 6.2.4 bis 6.2.6 entsprechen. Die für den Bereich II in Absatz 6.2.5 genannten Werte gelten nicht für den Messschirm 2 in Anhang 3.
   6.2.4.   Es ist nur eine Gasentladungs-Lichtquelle je Abblendscheinwerfer zulässig. Es sind höchstens zwei zusätzliche Lichtquellen wie folgt zulässig:
   
               6.2.4.1.
            
            
               Eine zusätzliche Lichtquelle nach der Regelung Nr. 37 oder ein oder mehr zusätzliche LED-Module innerhalb des Abblendscheinwerfers dürfen Kurvenlicht erzeugen.
            
         
               6.2.4.2.
            
            
               Eine zusätzliche Lichtquelle nach der Regelung Nr. 37 und/oder ein oder mehr zusätzliche LED-Module innerhalb des Abblendscheinwerfers dürfen infrarote Strahlung erzeugen. Sie darf (dürfen) nur zur selben Zeit wie die Gasentladungs-Lichtquelle eingeschaltet werden. Für den Fall, dass die Gasentladungs-Lichtquelle ausfällt, müssen diese zusätzliche Lichtquelle und/oder dieses LED-Modul (diese LED-Module) automatisch ausgeschaltet werden.
               Die Prüfspannung für die Messung mit dieser zusätzlichen Lichtquelle und/oder diesem (diesen) zusätzlichen LED-Modul(en) ist dieselbe wie in Absatz 6.2.4.4.
            
         
               6.2.4.3.
            
            
               Im Falle einer Fehlfunktion einer zusätzlichen Lichtquelle oder eines zusätzlichen LED-Moduls muss der Scheinwerfer weiterhin den Vorschriften für Abblendlicht entsprechen.
            
         
               6.2.4.4.
            
            
               Die an die Klemmen des Vorschaltgerätes (der Vorschaltgeräte) angelegte Spannung beträgt
               
                           Entweder
                        
                        
                           13,5 V ± 0,1
                        
                        
                           bei 12-V-Anlagen
                        
                     
                           oder
                        
                        
                           einen anderen Wert
                        
                        
                           (siehe Anhang 7)
                        
                     
         6.2.5.   Mehr als zehn Minuten nach dem Zünden müssen die Beleuchtungsstärken auf dem Messschirm 1 oder 2 (oder bei Linksverkehr nach Spiegelung an der Linie VV) folgenden Vorschriften entsprechen:
   Anmerkung: In der Tabelle:
   
                
            
            
               besagt der Buchstabe L, dass der Punkt oder der Bereich links von der Linie VV liegt.
            
         
                
            
            
               besagt der Buchstabe R, dass der Punkt oder der Bereich rechts von der Linie VV liegt.
            
         
                
            
            
               besagt der Buchstabe U, dass der Punkt oder der Bereich über der Linie HH liegt.
            
         
                
            
            
               besagt der Buchstabe D, dass der Punkt oder der Bereich unter der Linie HH liegt.
            
         
               Punkte oder Bereiche
            
            
               Bezeichnung
            
            
               Beleuchtungsstärken
               (Lux)
            
            
               Horizontale
               Abstände (cm)
            
            
               Vertikale
               Abstände (cm)
            
         
                
            
            
               Auf und über Linie H/H2 oder
               Auf und über Linie auf und über Linie H/H3/H4
            
            
               1 max
            
            
                
            
            
                
            
         
               1
            
            
               HV
            
            
               ≤ 1
            
            
               0
            
            
               0
            
         
               2
            
            
               B 50 L
            
            
               ≤ 0,5
            
            
               L 150
            
            
               U 25
            
         
               3
            
            
               75 R
            
            
               ≥ 20
            
            
               R 50
            
            
               D 25
            
         
               4
            
            
               50 L
            
            
               ≤ 20
            
            
               L 150
            
            
               D 37,5
            
         
               5
            
            
               25 L1
            
            
               ≤ 30
            
            
               L 150
            
            
               D 75
            
         
               6
            
            
               50 V
            
            
               ≥ 12
            
            
               0
            
            
               D 37,5
            
         
               7
            
            
               50 R
            
            
               ≥ 20
            
            
               R 75
            
            
               D 37,5
            
         
               8
            
            
               25 L2
            
            
               ≥ 4
            
            
               L 396
            
            
               D 75
            
         
               9
            
            
               25 R1
            
            
               ≥ 4
            
            
               R 396
            
            
               D 75
            
         
               10
            
            
               25 L3
            
            
               ≥ 2
            
            
               L 670
            
            
               D 75
            
         
               11
            
            
               25 R2
            
            
               ≥ 2
            
            
               R 670
            
            
               D 75
            
         
               12
            
            
               15 L
            
            
               ≥ 1
            
            
               L 910
            
            
               D 125
            
         
               13
            
            
               15 R
            
            
               ≥ 1
            
            
               R 910
            
            
               D 125
            
         
               14
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               L 350
            
            
               U 175
            
         
               15
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               0
            
            
               U 175
            
         
               16
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               R 350
            
            
               U 175
            
         
               17
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               L 175
            
            
               U 87,5
            
         
               18
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               0
            
            
               U 87,5
            
         
               19
            
            
                
            
            
               
                   (9)
               
            
            
               R 175
            
            
               U 87,5
            
         
               20
            
            
                
            
            
               ≥ 0,1
            
            
               L 350
            
            
               0
            
         
               21
            
            
                
            
            
               ≥ 0,2
            
            
               L 175
            
            
               0
            
         
               A bis B
            
            
               Bereich I
            
            
               ≥ 6
            
            
               L 225 bis R 225
            
            
               D 37,5
            
         
               C bis D
            
            
               Bereich II
            
            
               ≤ 6
            
            
               R 140 bis R 396
            
            
               U 45
            
         
               E bis F
            
            
               Bereich III und darunter
            
            
               ≤ 20
            
            
               L 417 bis R 375
            
            
               D 187,5
            
         
                
            
            
               E max R
            
            
               ≤ 70
            
            
               rechts von Linie VV
            
            
               über D 75
            
         
                
            
            
               E max L
            
            
               ≤ 50
            
            
               links von Linie VV
            
            
                
            
         6.2.6.   Die Vorschriften des Absatzes 6.2.5 gelten auch für Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion und/oder mit der zusätzlichen Lichtquelle oder einem oder mehr zusätzlichen LED-Modulen nach Absatz 6.2.4.2. Bei einem Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion darf die Einstellung verändert werden, sofern die Achse des Lichtbündels vertikal nicht um mehr als 0,2° verschoben wird.
   
               6.2.6.1.
            
            
               Falls Kurvenlicht erzeugt wird, indem
               
                           6.2.6.1.1.
                        
                        
                           der Abblendscheinwerfer geschwenkt oder der Knick der Hell-Dunkel-Grenze horizontal verschoben wird, sind die Messungen durchzuführen, nachdem die vollständige Scheinwerfereinheit, z. B. mit Hilfe eines Goniometers, horizontal neu eingestellt wurde;
                        
                     
                           6.2.6.1.2.
                        
                        
                           ein oder mehr optische Teile des Scheinwerfers bewegt werden, ohne dass der Knick der Hell-Dunkel-Grenze horizontal verschoben wird, sind die Messungen durchzuführen, wenn sich diese Teile in ihrer äußersten Arbeitsstellung befinden;
                        
                     
                           6.2.6.1.3.
                        
                        
                           eine zusätzliche Lichtquelle oder ein oder mehr LED-Module eingeschaltet werden, ohne dass der Knick der Hell-Dunkel-Grenze horizontal verschoben wird, sind die Messungen durchzuführen, wenn diese Lichtquelle oder die LED-Module eingeschaltet sind.
                        
                     
         6.3.   Vorschriften für Fernlicht
   6.3.1.   Bei einem Scheinwerfer für Fernlicht und Abblendlicht muss die auf dem Messschirm durch das Fernlicht erzeugte Beleuchtungsstärke bei der gleichen Scheinwerfereinstellung wie bei den Messungen nach Absatz 6.2.5 gemessen werden; bei einem Scheinwerfer nur für Fernlicht erfolgt die Einstellung so, dass der Bereich der größten Beleuchtungsstärke im Schnittpunkt der Linien H-H und V-V liegt; ein solcher Scheinwerfer braucht nur den Vorschriften des Absatzes 6.3 zu entsprechen. Die Prüfspannungen sind dieselben wie in Absatz 6.2.4.4.
   6.3.2.   Für die Erzeugung des Fernlichts dürfen verschiedene Lichtquellen verwendet werden; diese Lichtquellen sind entweder in der Regelung Nr. 37 (in diesem Fall müssen die Glühlampen bei ihrem Bezugslichtstrom in Betrieb sein) oder in der Regelung Nr. 99 angegeben.
   Es ist ferner möglich, dass ein Teil des Fernlichts, das eine dieser Lichtquellen erzeugt, entsprechend einer Erklärung des Antragstellers ausschließlich für kurzzeitige Signale (Lichthupe) verendet wird. Dies ist in der jeweiligen Zeichnung anzugeben und auf dem Mitteilungsblatt zu vermerken.
   6.3.3.   Die auf dem Messschirm durch das Fernlicht erzeugte Beleuchtungsstärke muss den folgenden Vorschriften entsprechen:
   
               6.3.3.1.
            
            
               Der Schnittpunkt HV der Linien HH und VV muss sich innerhalb der Isoluxlinie für 80 % der größten Beleuchtungsstärke befinden. Diese größte Beleuchtungsstärke, die im folgenden als Emax bezeichnet wird, muss 70 Lux bis 180 Lux betragen.
            
         
               6.3.3.2.
            
            
               Die Kennzahl nach Absatz 4.2.2.7 wird mit Hilfe der nachstehenden Formel berechnet:
               Kennzahl = 0,146 Emax
               
               Dieser Wert ist jeweils auf folgenden Wert zu runden: 17,5 – 20 – 25 – 27,5 – 30 – 37,5 – 40.
            
         
               6.3.3.3.
            
            
               Von Punkt H ausgehend darf die Beleuchtungsstärke in horizontaler Richtung nach rechts und links bis zu einer Entfernung von 1,125 m 40 Lux und bis zu einer Entfernung von 2,25 m 10 Lux nicht unterschreiten.
            
         6.4.   Die in den Absätzen 6.2.5 bis 6.3.2.3 angegebenen Beleuchtungsstärken auf dem Messschirm sind mit einem Fotoempfänger zu messen, dessen wirksame Oberfläche innerhalb eines Quadrats von 65 mm Seitenlänge liegt.
   6.5.   Vorschriften für verstellbare Reflektoren
   6.5.1.   In allen in Absatz 2.1.4 angegebenen Lagen muss der Scheinwerfer den fotometrischen Vorschriften des Absatzes 6.2 oder 6.3 oder beider Absätze entsprechen.
   6.5.2.   Zusätzliche Prüfungen werden durchgeführt, nachdem der Reflektor mit Hilfe der Einstellvorrichtungen des Scheinwerfers um den in Absatz 2.1.4 angegebenen Winkel oder um zwei Grad, je nachdem, welcher Winkel kleiner ist, vertikal nach oben geschwenkt worden ist. Anschließend wird der Scheinwerfer (mit Hilfe des Goniometers) wieder nach unten verstellt; die fotometrischen Vorschriften müssen an folgenden Punkten eingehalten sein:
   Abblendlicht: HV und 75 R (beziehungsweise 75 L)
   Fernlicht: Emax, HV als Prozentsatz von Emax
   
   Ist eine stufenlose Einstellung mit den dafür bestimmten Vorrichtungen nicht möglich, so wird die Lage gewählt, die einer Verstellung um 2o am nächsten kommt.
   6.5.3.   Der Reflektor wird erneut in seine Soll-Winkelstellung nach Absatz 6.2.2 und das Goniometer in seine Ausgangsstellung gebracht. Der Reflektor wird mit Hilfe der Einstellvorrichtungen des Scheinwerfers um den in Absatz 2.1.4 angegebenen Winkel oder um zwei Grad, je nachdem, welcher Winkel kleiner ist, vertikal nach unten geschwenkt. Anschließend wird der Scheinwerfer (zum Beispiel mit Hilfe des Goniometers) wieder nach oben verstellt, und die in Absatz 6.5.2 genannten Punkte werden überprüft.
   7.   PRÜFUNG DER BLENDBELÄSTIGUNG UND/ODER BEHINDERUNG
   Die vom Abblendlicht der Scheinwerfer verursachte Blendbelästigung und/oder Behinderung ist zu prüfen. (10)
   
   C.   WEITERE VERWALTUNGSVORSCHRIFTEN
   8.   ÄNDERUNG DES SCHEINWERFERTYPS UND ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
   8.1.   Jede Änderung des Scheinwerfertyps einschließlich des Vorschaltgerätes ist der Behörde mitzuteilen, die die Genehmigung für den Scheinwerfertyp erteilt hat. Diese Behörde kann dann:
   
               8.1.1.
            
            
               entweder die Auffassung vertreten, dass die vorgenommenen Änderungen keine nennenswerten nachteiligen Auswirkungen haben und der Scheinwerfer in jedem Fall noch den Vorschriften entspricht, oder
            
         
               8.1.2.
            
            
               bei dem technischen Dienst, der die Prüfungen durchführt, ein weiteres Gutachten anfordern.
            
         8.2.   Die Bestätigung oder Versagung der Genehmigung ist den Vertragsparteien des Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, unter Angabe der Änderungen nach dem Verfahren nach Absatz 4.1.5 mitzuteilen.
   8.3.   Die zuständige Behörde, die die Erweiterung der Genehmigung bescheinigt, teilt jedem Mitteilungsblatt, das bei einer solchen Erweiterung ausgestellt wird, eine laufende Nummer zu und unterrichtet hierüber die anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, mit einem Mitteilungsblatt, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
   9.   ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
   9.1.   Die nach dieser Regelung genehmigten Scheinwerfer müssen so gebaut sein, dass sie dem genehmigten Typ insofern entsprechen, als die Vorschriften des Absatzes 6 eingehalten sind.
   9.2.   Die Einhaltung der Vorschriften des Absatzes 9.1 ist durch entsprechende Kontrollen der Produktion zu überprüfen..
   9.3.   Der Inhaber der Genehmigung muss vor allem:
   
               9.3.1.
            
            
               sicherstellen, dass Verfahren zur wirksamen Qualitätskontrolle vorhanden sind;
            
         
               9.3.2.
            
            
               Zugang zu Prüfeinrichtungen haben, die für die Kontrolle der Übereinstimmung mit jedem genehmigten Typ erforderlich sind;
            
         
               9.3.3.
            
            
               sicherstellen, dass Prüfergebnisse aufgezeichnet werden und einschlägige Unterlagen während eines nach Absprache mit der Behörde festzulegenden Zeitraums verfügbar bleiben;
            
         
               9.3.4.
            
            
               die Ergebnisse jeder Art von Prüfung analysieren, um die Unveränderlichkeit der Produktmerkmale zu überprüfen und zu gewährleisten, wobei gewisse Abweichungen bei der industriellen Fertigung zu berücksichtigen sind;
            
         
               9.3.5.
            
            
               sicherstellen, dass bei jedem Produkttyp zumindest die in Anhang 8 dieser Regelung vorgeschriebenen Prüfungen durchgeführt werden;
            
         
               9.3.6.
            
            
               sicherstellen, dass eine weitere Probenahme und eine weitere Prüfung veranlasst werden, wenn sich bei einer Auswahl von Mustern eine Abweichung bei der betreffenden Prüfung herausstellt. Es sind alle erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Übereinstimmung der entsprechenden Produktion zu treffen.
            
         9.4.   Die zuständige Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, kann jederzeit die bei jeder Fertigungseinheit angewandten Verfahren zur Kontrolle der Übereinstimmung überprüfen..
   9.4.1.   Bei jeder Überprüfung sind dem betreffenden Prüfer die Kontroll- und Produktionsaufzeichnungen vorzulegen.
   9.4.2.   Der Prüfer kann stichprobenweise Muster für die Prüfung im Labor des Herstellers auswählen. Die Mindestzahl der Muster kann entsprechend den Ergebnissen der eigenen Prüfungen des Herstellers festgelegt werden.
   9.4.3.   Erscheint das Qualitätsniveau unzureichend oder wird es für notwendig erachtet, die Gültigkeit der Prüfungen nach Absatz 9.4.2 zu überprüfen, so wählt der Prüfer anhand der Kriterien des Anhanges 9 Muster aus, die dem Technischen Dienst zugesandt werden, der die Prüfungen für die Typgenehmigung durchgeführt hat.
   9.4.4.   Die zuständige Behörde kann jede in dieser Regelung vorgeschriebene Prüfung durchführen. Diese Prüfungen werden an stichprobenweise ausgewählten Mustern anhand der Kriterien des Anhanges 9 durchgeführt, ohne dass die Lieferverpflichtungen des Herstellers beeinträchtigt werden.
   9.4.5.   Die zuständige Behörde ist bemüht, im Abstand von zwei Jahren eine Prüfung zu veranlassen. Dies ist jedoch in das Ermessen der zuständigen Behörde gestellt und hängt von ihrem Vertrauen zu den Maßnahmen ab, die getroffen werden, um eine wirksame Kontrolle der Übereinstimmung der Produktion zu gewährleisten. Sind die Prüfergebnisse nicht zufriedenstellend, so veranlasst die zuständige Behörde, dass alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, damit die Übereinstimmung der Produktion so schnell wie möglich wiederhergestellt wird.
   9.5.   Scheinwerfer mit offensichtlichen Mängeln werden nicht berücksichtigt.
   9.6.   Die Kennzahl wird nicht berücksichtigt.
   9.7.   Die Messpunkte 14 bis 21 nach Absatz 6.2.6 dieser Regelung werden nicht berücksichtigt.
   10.   MASSNAHMEN BEI ABWEICHUNGEN IN DER PRODUKTION
   10.1.   Die für einen Scheinwerfertyp nach dieser Regelung erteilte Genehmigung kann zurückgenommen werden, wenn die Vorschriften nicht eingehalten sind oder ein mit dem Genehmigungszeichen versehener Scheinwerfer dem genehmigten Typ nicht entspricht.
   10.2.   Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens, die diese Regelung anwendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie unverzüglich die anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
   11.   ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
   Stellt der Inhaber der Genehmigung die Produktion eines nach dieser Regelung genehmigten Scheinwerfertyps endgültig ein, so hat er hierüber die Behörde, die die Genehmigung erteilt hat, zu unterrichten. Nach Erhalt der entsprechenden Mitteilung hat diese Behörde die anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, hierüber mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in Anhang 1 dieser Regelung entspricht.
   12.   NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER TECHNISCHEN DIENSTE, DIE DIE PRÜFUNGEN FÜR DIE GENEHMIGUNG DURCHFÜHREN, UND DER BEHÖRDEN
   Die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung anwenden, übermitteln dem Sekretariat der Vereinten Nationen die Namen und Anschriften der technischen Dienste, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführen, und der Behörden, die die Genehmigung erteilen und denen die in anderen Ländern ausgestellten Mitteilungsblätter über die Erteilung, Erweiterung, Versagung und Zurücknahme einer Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion zu übersenden sind.
   13.   ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN
   13.1.   Nach dem offiziellen Datum des Inkrafttretens der Ergänzung 9 darf keine Vertragspartei, die diese Regelung anwendet, die Erteilung von Genehmigungen nach dieser Regelung in ihrer durch die Ergänzung 9 zur ursprünglichen Fassung der Regelung geänderten Fassung versagen.
   13.2.   Nach Ablauf einer Frist von 24 Monaten nach dem Inkrafttreten der Ergänzung 9 dürfen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, Genehmigungen nur dann erteilen, wenn der zu genehmigende Scheinwerfertyp den Vorschriften dieser Regelung in ihrer durch die Ergänzung 9 zur ursprünglichen Fassung der Regelung geänderten Fassung entspricht.
   13.3.   Genehmigungen, die nach vorhergehenden Ergänzungen zu dieser Regelung erteilt wurden, bleiben gültig.
   13.4.   Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, erteilen weiterhin Genehmigungen nach vorhergehenden Ergänzungen zu dieser Regelung, sofern die Scheinwerfer als Austauschscheinwerfer in zugelassene Fahrzeuge eingebaut werden sollen.
   13.5.   Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden, dürfen Erweiterungen von Genehmigungen nach vorhergehenden Ergänzungen zu dieser Regelung nicht versagen.
   
      (1)  Keine Vorschrift dieser Regelung hindert eine Vertragspartei des Übereinkommens, die diese Regelung anwendet, die Kombination eines nach dieser Regelung unter der Bezeichnung „PL“ (Kunststoff-Abschlussscheibe) genehmigten Scheinwerfers mit einer mechanischen Scheinwerfer-Reinigungsanlage (mit Wischern) an Fahrzeugen zu verbieten, die von ihr zugelassen werden.
   
      (2)  Gasentladungs-Lichtquellen: siehe Regelung Nr. 99.
   
      (3)  Sind Abschlussscheibe und Scheinwerferkörper unlösbar miteinander verbunden, so genügt eine eindeutige Aufschrift gemäß Absatz 4.2.5.
   
      (4)  1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5 für Schweden, 6 für Belgien, 7 für Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9 für Spanien, 10 für Serbien und Montenegro, 11 für das Vereinigte Königreich, 12 für Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 (-), 16 für Norwegen, 17 für Finnland, 18 für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal, 22 für die Russische Föderation, 23 für Griechenland, 24 für Irland, 25 für Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für die Slowakei, 28 für Weißrussland, 29 für Estland, 30 (-), 31 für Bosnien und Herzegowina, 32 für Lettland, 33 (-), 34 für Bulgarien, 35 (-), 36 für Litauen, 37 für die Türkei, 38 (-), 39 für Aserbaidschan, 40 für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, 41 (-), 42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren Mitgliedstaaten unter Verwendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 (-), 45 für Australien, 46 für die Ukraine, 47 für Südafrika, 48 für Neuseeland, 49 für Zypern, 50 für Malta und 51 für die Republik Korea. Die folgenden Zahlen werden den anderen Ländern, die dem Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden, beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen werden den Vertragsparteien des Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt.
   
      (5)  Technische Vorschriften für Gasentladungs-Lichtquellen: siehe Regelung Nr. 99.
   
      (6)  Anweisungen zum Einbau von entsprechend ausgestatteten Scheinwerfern enthält Regelung Nr. 48.
   
      (7)  Diese Vorschriften gelten nicht für den Betätigungsschalter.
   
      (8)  Die Einhaltung der Vorschriften für die elektromagnetische Verträglichkeit hängt vom einzelnen Fahrzeugtyp ab.
   
      (9)  Die Beleuchtungsstärken in den Punkten 14 bis 19 müssen folgende Werte haben:
   
                
            
            
               14 + 15 + 16 ≥ 0,3 Lux und
            
         
                
            
            
               17 + 18 + 19 ≥ 0,6 Lux.
            
         
      (10)  Diese Vorschrift wird Gegenstand einer Empfehlung an die Behörden sein.
   
      ANHANG 1
      
         MITTEILUNG
      
      (Größtes Format: A4 (210 mm × 297 mm))
      
         
      
         
   
   
      ANHANG 2
      
         BEISPIELE FÜR ANORDNUNGEN DER GENEHMIGUNGSZEICHEN
      
      
         Abbildung 1
      
      
         
      
                  
                     Abbildung 2
                  
               
               
                  
                     Abbildung 3a
                  
               
            
                  
                     
               
            
                  Ein Scheinwerfer mit diesem Genehmigungszeichen entspricht den Vorschriften dieser Regelung sowohl hinsichtlich des Abblendlichtes als auch des Fernlichtes und ist
               
            
                  nur für Linksverkehr
               
               
                  für Rechts- und Linksverkehr durch Umstellung der Optik oder der Lichtquelle am Fahrzeug gebaut.
               
            
         Abbildung 3b
      
      
         
      
                  
                     Abbildung 4
                  
               
               
                  
                     Abbildung 5
                  
               
            
                  
                     
               
            
                  Ein Scheinwerfer mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe mit diesem Genehmigungszeichen entspricht den Vorschriften dieser Regelung in ihrer ursprünglichen Fassung, ist mit einer Gasentladungs-Lichtquelle nur für Abblendlicht bestückt und ist
               
            
                  für Rechts- und Linksverkehr
               
               
                  nur für Rechtsverkehr gebaut.
               
            
         Abbildung 6
      
      
         
      
                  
                     Abbildung 7a
                  
               
               
                  
                     Abbildung 7b
                  
               
            
                  
                     
               
            
                  Ein Scheinwerfer mit diesem Genehmigungszeichen entspricht den Vorschriften dieser Regelung
               
            
                  Nur hinsichtlich der Gasentladungs-Lichtquelle für das Abblendlicht und ist nur für Linksverkehr gebaut.
               
               
                  Dieselbe Anordnung wie bei der Abbildung 6, allerdings kann der Nebelscheinwerfer nicht gleichzeitig mit dem Scheinwerfer für Fernlicht eingeschaltet werden.
               
            
                  
                     Abbildung 8
                  
               
               
                  
                     Abbildung 9
                  
               
            
                  
                     
               
            
                  Kennzeichnung eines Scheinwerfers für Abblendlicht mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe, der den Vorschriften dieser Regelung entspricht
               
            
                  und mit einem Halogenscheinwerfer für Fernlicht (entsprechend der Regelung Nr. 8) kombiniert, zusammengebaut oder ineinandergebaut ist.
               
               
                  und für Rechts- und Linksverkehr gebaut ist.
               
            
                  Der Scheinwerfer für Abblendlicht darf nicht gleichzeitig mit dem Halogenscheinwerfer für Fernlicht einschaltbar sein. Der Scheinwerfer für Abblendlicht ist nur für Rechtsverkehr gebaut.
               
               
                  Der Scheinwerfer für Abblendlicht darf nicht gleichzeitig mit einem anderen ineinandergebauten Scheinwerfer einschaltbar sein.
               
            
         Abbildung 10
      
      
         
      
         Abbildung 11
      
      
         Beispiele für die mögliche vereinfachte Kennzeichnung für zusammengebaute, kombinierte oder ineinandergebaute Leuchten an der Vorderseite des Fahrzeuges
      
      (Die senkrechten und waagerechten Linien stellen schematisch die Form und die Gesamtanordnung der Lichtsignaleinrichtung dar. Sie sind nicht Teil des Genehmigungszeichens.)
      MUSTER A
      
         
      MUSTER B
      
         
      MUSTER C
      
         
      MUSTER D
      
         
      ANMERKUNG:
      Diese vier Beispiele entsprechen einer Beleuchtungseinrichtung mit einem Genehmigungszeichen für
      
                   
               
               
                  eine vordere Begrenzungsleuchte für linksseitigen Einbau, die nach der Änderungsserie 01 der Regelung Nr. 7 genehmigt wurde;
               
            
                   
               
               
                  einen Scheinwerfer mit einem Gasentladungs-Abblendlicht für Rechts- und Linksverkehr und einem Gasentladungs-Fernlicht mit einer maximalen Lichtstärke zwischen 86 250 cd und 101 250 cd (durch die Zahl 30 ausgedrückt), der nach dieser Regelung in ihrer ursprünglichen Fassung genehmigt wurde und mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe versehen ist;
               
            
                   
               
               
                  einen Nebelscheinwerfer, der nach der Änderungsserie 02 der Regelung Nr. 19 genehmigt wurde und mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe versehen ist;
               
            
                   
               
               
                  einen vorderen Fahrtrichtungsanzeiger der Kategorie 1a, der nach der Änderungsserie 01 der Regelung Nr. 6 genehmigt wurde.
               
            
         Abbildung 12
      
      
         Mit einem Scheinwerfer ineinandergebaute oder zusammengebaute Leuchte
      
      Beispiel 1
      
         
      Der Scheinwerferkörper darf nur eine gültige Genehmigungsnummer tragen, beispielsweise:
      
                   
               
               
                  
                     
               
               
                  oder
               
               
                  
                     
               
            
                  oder
               
               
                  
                     
               
               
                  oder
               
               
                  
                     
               
            Beispiel 2
      
         
      
         Abbildung 13
      
      
         LED-Module
      
      
         
   
   
      ANHANG 3
      
         Abbildung A
      
      
         Messschirm 1
      
      
                  *
               
               
                  Nicht skalieren.
               
            Abblendlicht
      
         
      
         Abbildung B
      
      
         Messschirm 2
      
      
                  *
               
               
                  Nicht skalieren.
               
            Abblendlicht
      
         
      
         Abbildung C
      
      
         Messpunkte für die Beleuchtungsstärken
      
      
         
   
   
      ANHANG 4
      
         Prüfungen der beständigkeit der fotometrischen merkmale bei eingeschalteten scheinwerfern
      
      PRÜFUNG AN VOLLSTÄNDIGEN SCHEINWERFERN
      Sind die fotometrischen Werte nach den Vorschriften dieser Regelung im Punkt Emax für Fernlicht und in den Punkten HV, 50 R und B 50 L für Abblendlicht (oder HV, 50 L und B 50 R bei Scheinwerfern für Linksverkehr) ermittelt, so ist das Muster eines vollständigen Scheinwerfers auf die Beständigkeit der fotometrischen Merkmale in eingeschaltetem Zustand zu prüfen. „Vollständiger Scheinwerfer“ ist die vollständige Leuchte einschließlich des Vorschaltgerätes (der Vorschaltgeräte) und der sie umgebenden Karosserieteile und Leuchten, die ihre Wärmeableitung beeinflussen können.
      Die Prüfungen sind
      
                  a)
               
               
                  in einer trockenen, ruhigen Umgebung bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C ± 5 °C durchzuführen; dabei muss der vollständige Scheinwerfer entsprechend seiner Einbaulage im Fahrzeug an einem Halter befestigt sein.
               
            
                  b)
               
               
                  im Fall von auswechselbaren Lichtquellen wie folgt durchzuführen: Die zu verwendenden Glühlampen-Lichtquellen aus Serienfertigung werden wenigstens eine Stunde lang gealtert, Gasentladungs-Lichtquellen aus Serienfertigung wenigstens 15 Stunden und LED-Module aus Serienfertigung wenigstens 48 Stunden; sie müssen auf Umgebungstemperatur abkühlen, bevor die Prüfungen gemäß den Vorschriften dieser Regelung beginnen. Es werden die vom Antragsteller bereitgestellten LED-Module verwendet.
               
            Die Messgeräte müssen den Geräten entsprechen, die für die Typgenehmigungsprüfungen von Scheinwerfern verwendet werden.
      Das Prüfmuster wird betrieben, ohne es aus seiner Prüfhalterung auszubauen oder in Bezug zu dieser neu einzustellen. Die verwendete Lichtquelle muss der Kategorie von Lichtquellen angehören, die für den Scheinwerfer vorgeschrieben ist.
      1.   PRÜFUNG AUF BESTÄNDIGKEIT DER FOTOMETRISCHEN EIGENSCHAFTEN
      Die Prüfungen sind in einer trockenen, ruhigen Umgebung bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C ± 5 °C durchzuführen; dabei muss der vollständige Scheinwerfer entsprechend seiner Einbaulage im Fahrzeug an einem Halter befestigt sein.
      1.1.   Sauberer Scheinwerfer
      Der Scheinwerfer muss zwölf Stunden lang nach 1.1.1 in Betrieb sein und ist nach 1.1.2 zu überprüfen.
      1.1.1.   Prüfverfahren
      Der Scheinwerfer muss während der vorgeschriebenen Zeit wie folgt in Betrieb sein:
      
                  a)
               
               
                  Soll nur eine Beleuchtungsfunktion (Fern- oder Abblendlicht) genehmigt werden, so wird die entsprechende Lichtquelle für die vorgeschriebene Zeit eingeschaltet. (1)
                  
               
            
                  b)
               
               
                  Bei einem Scheinwerfer für Abblendlicht, der mit einem Scheinwerfer für Fernlicht ineinandergebaut ist, oder einem Nebelscheinwerfer, der mit einem Scheinwerfer für Fernlicht ineinandergebaut ist:
                  Erklärt der Antragsteller, dass der Scheinwerfer jeweils nur mit einer eingeschalteten Lichtquelle (2) benutzt werden soll, ist die Prüfung dieser Bedingung entsprechend durchzuführen, wobei (1) die genannten Leuchten nacheinander jeweils für die Hälfte der in 1.1 angegebenen Zeit eingeschaltet werden.
                  In allen anderen Fällen (1)
                      (2) muss der Scheinwerfer entsprechend dem nachstehenden Zyklus so oft eingeschaltet werden, bis die vorgeschriebene Zeit erreicht ist:
                  
                               
                           
                           
                              für 15 Minuten: Einschalten des Abblendlichtes,
                           
                        
                               
                           
                           
                              für 5 Minuten: Einschalten aller Leuchtkörper.
                           
                        Wenn das Abblendlicht und das Fernlicht von derselben Gasentladungs-Lichtquelle erzeugt werden, wird der Scheinwerfer entsprechend dem nachstehenden Zyklus eingeschaltet:
                  
                               
                           
                           
                              für 15 Minuten: Einschalten des Abblendlichts,
                           
                        
                               
                           
                           
                              für 5 Minuten: Einschalten aller Fernlichtquellen.
                           
                        
            
                  c)
               
               
                  Bei zusammengebauten Leuchten müssen alle einzelnen Leuchten gleichzeitig während der Zeit eingeschaltet sein, die für die einzelnen Beleuchtungsfunktionen a) vorgeschrieben ist, wobei ebenfalls die Verwendung von ineinandergebauten Leuchten b) nach den Angaben des Herstellers zu berücksichtigen ist.
               
            
                  d)
               
               
                  Bei einem Abblendlicht, bei dem die Kurvenlichtfunktion mit einer zusätzlichen Lichtquelle erzeugt wird, muss diese Lichtquelle während der Funktion des Abblendlichts nur für Minute eingeschaltet und für 9 Minuten ausgeschaltet sein (siehe Anlage 1).
               
            
                  e)
               
               
                  Falls für das Fernlicht mehrere Lichtquellen gemäß Absatz 6.3.2 verwendet werden und der Antragsteller erklärt, dass ein Teil des Fernlichtes (eine dieser zusätzlichen Lichtquellen) ausschließlich für kurzzeitige Signale (Lichthupe) verwendet wird, wird die Prüfung ohne diesen Teil des Fernlichtes durchgeführt.
               
            1.1.1.2.   Prüfspannung
      Die Spannung wird wie folgt an die Klemmen des Prüfmusters angelegt:
      
                  a)
               
               
                  Bei auswechselbaren Glühlampen-Lichtquellen, die unmittelbar unter den Spannungsbedingungen der elektrischen Anlage des Fahrzeugs betrieben werden,
                  werden die Prüfungen mit der jeweils geeigneten Spannung von 6,3 V, 13,2 V oder 28,0 V durchgeführt, sofern der Antragsteller nicht angegeben hat, dass das Prüfmuster mit einer anderen Spannung verwendet werden kann. In diesem Fall wird die Prüfung mit der Glühlampen-Lichtquelle mit der höchsten zulässigen Spannung durchgeführt.
               
            
                  b)
               
               
                  Im Fall auswechselbarer Gasentladungs-Lichtquellen beträgt die Prüfspannung für das elektronische Lichtquellen-Steuergerät bei 12-V-Anlagen 13,2 ± 0,1 V oder hat einen anderen, im Genehmigungsantrag angegebenen Wert.
               
            
                  c)
               
               
                  Bei nicht auswechselbaren Lichtquellen, die unmittelbar unter den Spannungsbedingungen der elektrischen Anlage des Fahrzeugs betrieben werden, erfolgen alle Messungen an Leuchteinheiten, die mit nicht auswechselbaren Lichtquellen (Glühlampen-Lichtquellen und/oder andere) ausgestattet sind, mit 6,3 V, 13,2 V bzw. 28 V oder mit anderen Spannungen, die der Antragsteller für die elektrische Fahrzeuganlage jeweils angegeben hat.
               
            
                  d)
               
               
                  Im Fall von auswechselbaren oder nicht auswechselbaren Lichtquellen, die unabhängig von der Fahrzeug-Versorgungsspannung arbeiten und vollständig vom System gesteuert werden, oder im Fall von Lichtquellen, die an einem Versorgungs- und Betriebsgerät betrieben werden, werden die oben angegebenen Prüfspannungen an die Eingangsklemmen des Geräts angelegt. Das Prüflabor kann das Versorgungs- und Betriebsgerät oder das besondere Stromversorgungsgerät für diese Lichtquellen beim Hersteller anfordern.
               
            
                  e)
               
               
                  LED-Module werden bei 6,75 V, 13,2 V bzw. 28,0 V gemessen, sofern in dieser Regelung nichts anderes vorgeschrieben ist. Bei LED-Modulen, die mit einem elektronischen Lichtquellen-Steuergerät betrieben werden, erfolgen die Messungen gemäß den Angaben des Antragstellers.
               
            
                  f)
               
               
                  Sind Signalleuchten im Prüfmuster zusammengebaut, kombiniert oder ineinandergebaut und werden sie mit anderen Spannungen als den Nennspannungen 6 V, 12 V bzw. 24 V betrieben, so wird die Spannung entsprechend den Herstellerangaben angepasst, um das korrekte fotometrische Funktionieren dieser Leuchte zu erreichen.
               
            1.1.2.   Prüfergebnisse
      1.1.2.1.   Sichtprüfung
      Ist der Scheinwerfer auf Umgebungstemperatur stabilisiert, so sind die Abschlussscheibe des Scheinwerfers und die etwaige äußere Abschlussscheibe mit einem sauberen, feuchten Baumwolltuch zu reinigen. Anschließend ist eine Sichtprüfung durchzuführen; dabei darf an der Scheinwerferabschlussscheibe oder der etwaigen äußeren Abschlussscheibe keine Verzerrung, Verformung, Rissbildung oder Farbänderung festzustellen sein.
      1.1.2.2.   Fotometrische Prüfung
      Nach den Vorschriften dieser Regelung sind die fotometrischen Werte in folgenden Punkten zu prüfen:
      
                   
               
               
                  Abblendlicht:
                  
                               
                           
                           
                              50 R – B 50 L – HV bei Scheinwerfern für Rechtsverkehr,
                           
                        
                               
                           
                           
                              50 L – B 50 R – HV bei Scheinwerfern für Linksverkehr.
                           
                        
            
                   
               
               
                  Fernlicht: Punkt von Emax.
               
            Eine weitere Einstellung darf durchgeführt werden, um eventuelle Verformungen des Scheinwerferhalters durch Wärmeeinwirkung zu berücksichtigen (Veränderung der Lage der Hell-Dunkel-Grenze: siehe Absatz 2 dieses Anhanges).
      Eine 10 %ige Abweichung zwischen den fotometrischen Werten und den vor der Prüfung gemessenen Werten einschließlich der Toleranzen des fotometrischen Verfahrens ist zulässig.
      1.2.   Verschmutzter Scheinwerfer
      Nach der Prüfung nach 1.1 muss der nach 1.2.1 vorbereitete Scheinwerfer eine Stunde lang nach 1.1.1 in Betrieb sein und ist dann nach 1.1.2 zu prüfen.
      1.2.1.   Vorbereitung des Scheinwerfers
      1.2.1.1.   Prüfmischung
      
                  1.2.1.1.1.
               
               
                  Bei Scheinwerfern mit Glas-Abschlussscheiben:
                  
                               
                           
                           
                              muss die auf den Scheinwerfer aufzubringende Mischung aus Wasser und einem Schmutzstoff aus folgenden Teilen bestehen:
                              
                                           
                                       
                                       
                                          9 Masseteilen Silikatsand mit einer Teilchengröße zwischen 0 μm und 100 μm,
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          1 Masseteil pflanzlichem Kohlenstaub (Buchenholz) mit einer Teilchengröße zwischen 0 μm und 100 μm,
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          0,2 Masseteilen NaCMC (3) und
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          einer entsprechenden Menge destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von ≤ 1 mS/m.
                                       
                                    
                        
                               
                           
                           
                              Die Mischung darf nicht älter als 14 Tage sein.
                           
                        
            
                  1.2.1.1.2.
               
               
                  Bei Scheinwerfern mit Kunststoff-Abschlussscheiben
                  
                               
                           
                           
                              muss die auf den Scheinwerfer aufzubringende Mischung aus Wasser und einem Schmutzstoff aus folgenden Teilen bestehen:
                              
                                           
                                       
                                       
                                          9 Masseteilen Silikatsand mit einer Teilchengröße zwischen 0 μm und 100 μm,
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          1 Masseteil pflanzlichem Kohlenstaub (Buchenholz) mit einer Teilchengröße zwischen 0 μm und 100 μm,
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          0,2 Masseteilen NaCMC (3) und
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          13 Masseteilen destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von ≤ 1 mS/m und
                                       
                                    
                                           
                                       
                                       
                                          2 ± 1 Masseteilen eines Benetzungsmittels (4).
                                       
                                    
                        
                               
                           
                           
                              Die Mischung darf nicht älter als 14 Tage sein.
                           
                        
            1.2.1.2.   Aufbringen der Prüfmischung auf den Scheinwerfer
      Die Prüfmischung wird gleichmäßig auf die gesamte Lichtaustrittsfläche des Scheinwerfers aufgebracht und muss dann trocknen. Dieses Verfahren ist zu wiederholen, bis der Beleuchtungsstärkewert auf 15 % bis 20 % der Werte gefallen ist, die für jeden nachstehenden Punkt unter den in diesem Anhang beschriebenen Bedingungen gemessen worden sind:
      
                   
               
               
                  Punkt Emax bei Abblendlicht/Fernlicht und nur bei Fernlicht,
               
            
                   
               
               
                  50 R und 50 V (5) für einen Scheinwerfer nur für Abblendlicht für Rechtsverkehr,
               
            
                   
               
               
                  50 L und 50 V (5) für einen Scheinwerfer nur für Abblendlicht für Linksverkehr.
               
            2.   PRÜFUNG DER VERÄNDERUNG DER VERTIKALEN LAGE DER HELL-DUNKEL-GRENZE UNTER WÄRMEEINFLUSS
      Durch diese Nachprüfung soll sichergestellt werden, dass die vertikale Verschiebung der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss den für einen eingeschalteten Scheinwerfer für Abblendlicht vorgeschriebenen Wert nicht überschreitet.
      Der nach Absatz 1 geprüfte Scheinwerfer muss der Prüfung nach Absatz 2.1 unterzogen werden, ohne dass er aus seiner Prüfhalterung entfernt oder in seiner Stellung zu ihr verändert wird.
      Hat der Scheinwerfer einen verstellbaren Reflektor, so ist bei dieser Prüfung nur die Position zu wählen, die dem mittleren vertikalen Verstellwinkel am nächsten kommt.
      2.1.   Prüfung für Scheinwerfer für Abblendlicht
      Die Prüfung ist in einer trockenen, ruhigen Umgebung bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C ± 5 °C durchzuführen.
      Der Scheinwerfer ist mit einer serienmäßigen Gasentladungs-Lichtquelle, die vorher mindestens 15 Stunden lang eingeschaltet war, bei Abblendlicht zu prüfen, ohne dass er aus seiner Prüfhalterung entfernt oder seine Stellung zu ihr verändert wird. (Für diese Prüfung muss die Spannung nach Absatz 1.1.1.2 eingestellt werden.) Die Lage der Hell-Dunkel-Grenze ist in ihrem waagerechten Teil (zwischen VV und der vertikalen Linie durch Punkt B 50 L für Rechtsverkehr oder B 50 R für Linksverkehr) drei Minuten (r3) und 60 Minuten (r60) nach Beginn der Prüfung zu überprüfen.
      Die Messung der oben beschriebenen Veränderung der Lage der Hell-Dunkel-Grenze ist nach einem beliebigen Verfahren durchzuführen, bei dem eine annehmbare Genauigkeit und reproduzierbare Ergebnisse erreicht werden.
      2.2.   Prüfergebnisse
      2.2.1.   Das in Milliradiant (mrad) ausgedrückte Ergebnis gilt bei einem Scheinwerfer für Abblendlicht als annehmbar, wenn der bei dem Scheinwerfer ermittelte Absolutwert  nicht mehr als 1,0 mrad (Δ rI ≤ 1,0 mrad) beträgt.
      2.2.2.   Ist dieser Wert jedoch größer als 1,0 mrad, aber nicht größer als 1,5 mrad (1,0 mrad < Δ r1 ≤ 1,5 mrad), so ist ein zweiter Scheinwerfer nach 2.1 zu prüfen, nachdem er dreimal hintereinander entsprechend dem nachstehenden Zyklus ein- und ausgeschaltet worden ist, um die Lage der mechanischen Teile des Scheinwerfers an einem Halter zu stabilisieren, an dem er entsprechend seiner Einbaulage im Fahrzeug befestigt ist:
      
                   
               
               
                  Einschalten des Scheinwerfers für Abblendlicht für eine Stunde (die Spannung ist nach 1.1.1.2 einzustellen),
               
            
                   
               
               
                  Ruhezeit von einer Stunde.
               
            Der Scheinwerfertyp gilt als annehmbar, wenn das Mittel der Absolutwerte Δ rI (am ersten Muster gemessen) und Δ rII (am zweiten Muster gemessen) nicht mehr als 1,0 mrad beträgt:
      
         
      
         (1)  Ist der Prüfscheinwerfer mit Signalleuchten zusammen- und/oder ineinandergebaut, dann müssen diese während der Prüfung eingeschaltet sein; dies gilt nicht für eine Tagfahrleuchte. Ein Fahrtrichtungsanzeiger muss mit etwa gleich langen Ein- und Ausschaltzeiten blinken.
      
         (2)  Werden zwei oder mehr Lichtquellen gleichzeitig eingeschaltet, wenn der Scheinwerfer als Lichthupe benutzt wird, so gilt dies nicht als normale gleichzeitige Verwendung von Lichtquellen.
      
         (3)  NaCMC stellt das Natriumsalz der Karboxylmethylzellulose dar, die gewöhnlich als CMC bezeichnet wird. Das bei der Schmutzmischung verwendete NaCMC muss einen Substitutionsgrad von 0,6 bis 0,7 und eine Viskosität von 200-300 cP bis 300 cP in einer 2 %igen Lösung bei 20 °C aufweisen.
      
         (4)  Die Mengentoleranz erklärt sich aus der Notwendigkeit, eine Schmutzschicht zu erhalten, die die gesamte Kunststoff-Abschlussscheibe richtig bedeckt.
      
         (5)  50 V liegt 375 mm unter HV auf der senkrechten Linie VV auf dem in 25 m Entfernung aufgestellten Messschirm.
      
         Anlage
         
            Übersicht über die ein- und ausschaltzeiten bei der prüfung der beständigkeit der fotometrischen merkmale
         
         
            
      
   
   
      ANHANG 5
      
         Vorschriften für scheinwerfer mit kunststoff-abschlussscheiben — prüfung von abschlussscheiben oder werkstoffproben und von vollständigen scheinwerfern
      
      1.   ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
      1.1   Die nach den Absätzen 2.2.5 und 2.3 dieser Regelung vorgelegten Muster müssen den Vorschriften der Absätze 2.1 bis 2.5 entsprechen.
      1.2   Die nach Absatz 2.2.4 dieser Regelung vorgelegten beiden Muster vollständiger Scheinwerfer/Systeme mit Kunststoff-Abschlussscheiben müssen hinsichtlich des Werkstoffes der Abschlussscheiben den nachfolgenden Vorschriften entsprechen.
      1.3   An den Mustern der Kunststoff-Abschlussscheiben oder den Werkstoffproben sind gegebenenfalls zusammen mit dem Reflektor, an dem sie angebracht werden sollen, die Prüfungen für die Genehmigung in der in Tabelle A der Anlage 1 zu diesem Anhang vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge durchzuführen.
      1.4   Kann der Hersteller des Scheinwerfers jedoch nachweisen, dass das Erzeugnis die Prüfungen nach den Absätzen 2.1 bis 2.5 oder die gleichwertigen Prüfungen nach einer anderen Regelung bereits bestanden hat, so brauchen diese Prüfungen nicht wiederholt zu werden; nur die Prüfungen nach Anlage 1 Tabelle B sind zwingend vorgeschrieben.
      1.5   Sind die Scheinwerfer nur für rechtsseitigen oder nur für linksseitigen Einbau vorgesehen, so können die Prüfungen nach diesem Anhang auf Wunsch des Antragstellers an nur einem Muster vorgenommen werden.
      2.   PRÜFUNGEN
      2.1   Temperaturwechselbeständigkeit
      2.1.1   Prüfungen
      Drei neue Muster (Abschlussscheiben) sind in fünf Zyklen bei wechselnden Temperaturen und wechselndem Feuchtigkeitsgehalt nach folgendem Programm zu prüfen:
      
                   
               
               
                  3 Stunden bei 40 °C ± 2 °C und 85 %-95 % relativer Luftfeuchtigkeit;
               
            
                   
               
               
                  1 Stunde bei 23 °C ± 5 °C und 60 %-75 % relativer Luftfeuchtigkeit;
               
            
                   
               
               
                  15 Stunden bei – 30 °C ± 2 °C;
               
            
                   
               
               
                  1 Stunde bei 23 °C ± 5 °C und 60 %-75 % relativer Luftfeuchtigkeit;
               
            
                   
               
               
                  3 Stunden bei 80 °C ± 2 °C;
               
            
                   
               
               
                  1 Stunde bei 23 °C ± 5 °C und 60 %-75 % relativer Luftfeuchtigkeit;
               
            Vor dieser Prüfung müssen die Muster mindestens vier Stunden lang einer Temperatur von 23 °C ± 5 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 %-75 % ausgesetzt werden.
      Anmerkung: In den einstündigen Zeitabschnitten mit einer Temperatur von 23 °C ± 5 °C sind die Zeiten für den Übergang von einer Temperatur zur anderen enthalten, die notwendig sind, um Wärmeschockwirkungen zu vermeiden.
      2.1.2   Fotometrische Messungen
      2.1.2.1   Verfahren
      An den Mustern sind vor und nach der Prüfung fotometrische Messungen vorzunehmen.
      Diese Messungen sind mit einer Prüflampe an folgenden Punkten vorzunehmen:
      
                   
               
               
                  B 50 L und 50 R bei Abblendlicht eines Scheinwerfers für Abblendlicht oder eines Scheinwerfers für Abblend- und Fernlicht (B 50 R und 50 L bei Scheinwerfern für Linksverkehr);
               
            
                   
               
               
                  Emax bei Fernlicht eines Scheinwerfers für Fernlicht oder eines Scheinwerfers für Abblend- und Fernlicht.
               
            2.1.2.2   Ergebnisse
      Die bei jedem Muster vor und nach der Prüfung ermittelten fotometrischen Werte dürfen unter Berücksichtigung der Toleranzen des fotometrischen Verfahrens nicht um mehr als 10 % voneinander abweichen.
      2.2   Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse und Chemikalien
      2.2.1   Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse
      Drei neue Muster (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben) sind der Strahlung einer Quelle auszusetzen, deren spektrale Energieverteilung der eines schwarzen Körpers bei einer Temperatur von 5 500 K bis 6 000 K entspricht. Zwischen der Quelle und den Mustern sind geeignete Filter so anzubringen, dass Strahlungen mit Wellenlängen von weniger als 295 nm und mehr als 2 500 nm so weit wie möglich abgeschwächt werden. Die Muster werden einer Energiebestrahlung von 1 200 W/m2 ± 200 W/m2 für eine Dauer ausgesetzt, die so bemessen ist, dass die Strahlungsenergie, die sie empfangen, 4 500 MJ/m2 ± 200 MJ/m2 beträgt. Innerhalb der Prüfanlage muss die Temperatur, die an der schwarzen Platte gemessen wird, die sich auf gleicher Höhe mit den Mustern befindet, 50 °C ± 5 °C betragen. Damit die gleichmäßige Bestrahlung gewährleistet ist, müssen sich die Muster mit einer Geschwindigkeit von einer bis fünf Umdrehungen pro Minute um die Strahlungsquelle drehen.
      Die Muster werden mit destilliertem Wasser mit einer Leitfähigkeit von weniger als 1 mS/m bei einer Temperatur von 23 °C ± 5 °C nach folgendem Zyklus besprüht:
      
                  Sprühen
               
               
                  :
               
               
                  5 Minuten;
               
            
                  Trocknen
               
               
                  :
               
               
                  25 Minuten.
               
            2.2.2   Chemikalienbeständigkeit
      Nach der Prüfung gemäß 2.2.1 und der Messung nach 2.2.3.1 ist die Außenfläche der drei Muster entsprechend dem Verfahren nach 2.2.2.2 mit der Mischung nach 2.2.2.1 zu behandeln.
      2.2.2.1   Prüfmischung
      Die Prüfmischung besteht zu 61,5 % aus n-Heptan, zu 12,5 % aus Toluol, zu 7,5 % aus Ethyltetrachlorid, zu 12,5 % aus Trichlorethylen und zu 6 % aus Xylol (Volumenprozent).
      2.2.2.2   Aufbringen der Prüfmischung
      Ein Stück Baumwollstoff (nach ISO 105) wird mit der Mischung nach 2.2.2.1 bis zur Sättigung getränkt und vor Ablauf von zehn Sekunden zehn Minuten lang mit einem Druck von 50 N/cm2, der einer Kraft von 100 N entspricht, die auf eine Prüffläche von 14 mm × 14 mm ausgeübt wird, gegen die Außenfläche des Musters gepresst.
      Während dieser zehn Minuten wird der Stoff erneut mit der Mischung getränkt, damit die Zusammensetzung der aufgebrachten Flüssigkeit während der gesamten Dauer der vorgeschriebenen Prüfmischung entspricht.
      Während des Aufbringens darf der auf das Muster ausgeübte Druck ausgeglichen werden, um die Bildung von Rissen zu verhindern.
      2.2.2.3   Reinigung
      Nach dem Aufbringen der Prüfmischung müssen die Muster an der Luft trocknen und werden dann mit der Lösung nach 2.3 (Beständigkeit gegen Reinigungsmittel) mit einer Temperatur von 23 °C ± 5 °C abgewaschen.
      Danach werden die Muster sorgfältig mit destilliertem Wasser abgespült, das bei 23 °C ± 5 °C nicht mehr als 0,2 % Verunreinigungen enthält, und dann mit einem weichen Tuch abgewischt.
      2.2.3   Ergebnisse
      2.2.3.1   Nach der Prüfung der Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse darf die Außenfläche der Muster keine Risse, Kratzer, abgesplitterten Teile und Verformungen aufweisen, und der Mittelwert der Änderung des Lichttransmissionsgrades
      Δt = (T2 – T3)/T2, der bei den drei Mustern nach dem in der Anlage 2 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren gemessen wird, darf nicht größer als 0,020 sein
      (Δtm < 0,020).
      2.2.3.2   Nach der Prüfung der Chemikalienbeständigkeit dürfen die Muster keine Spuren einer chemischen Verfärbung aufweisen, die eine Änderung der Streuung des Lichtes verursachen kann, deren Mittelwert der Änderung
      Δd = (T5 – T4)/T2, der bei den drei Mustern nach dem in der Anlage 2 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren gemessen wird, nicht größer als 0,020 sein darf
      (Δdm < 0,020).
      2.2.4   Beständigkeit gegen die Strahlung der Lichtquelle
      Es ist folgende Prüfung durchzuführen:
      
                   
               
               
                  Flache Muster jedes lichtdurchlässigen Kunststoff-Bauteiles des Scheinwerfers werden dem Licht der Gasentladungs-Lichtquelle ausgesetzt. Bei diesen Mustern müssen die Parameter, wie Winkel und Abstände, dieselben wie im Scheinwerfer sein. Diese Muster müssen dieselbe Farbe und etwaige Oberflächenbehandlung wie die Teile des Scheinwerfers haben.
               
            
                   
               
               
                  Nach einer Dauerbestrahlung von 1 500 Stunden müssen die vorgeschriebenen kolorimetrischen Werte des durchgelassenen Lichtes mit einer neuen Gasentladungs-Prüflichtquelle eingehalten sein, und die Oberflächen der Muster dürfen keine Risse, Kratzer, abgeplatzten Teile oder Verformungen aufweisen.
               
            2.3   Beständigkeit gegen Reinigungsmittel und Kohlenwasserstoffe
      2.3.1   Beständigkeit gegen Reinigungsmittel
      Die Außenfläche der drei Muster (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben) wird auf 50 °C ± 5 °C erwärmt und fünf Minuten lang in eine Mischung getaucht, deren Temperatur auf 23 °C ± 5 °C gehalten wird und die aus 99 Teilen destilliertem Wasser, das nicht mehr als 0,02 % Verunreinigungen enthält, und einem Teil Alkylarylsulfonat besteht.
      Nach der Prüfung werden die Muster bei 50 °C ± 5 °C getrocknet. Die Oberfläche der Muster wird mit einem feuchten Tuch gereinigt.
      2.3.2   Beständigkeit gegen Kohlenwasserstoffe
      Die Außenfläche dieser drei Muster wird dann eine Minute lang leicht mit einem Stück Baumwollstoff abgerieben, das in einer Mischung aus 70 % n-Heptan und 30 % Toluol (Volumenprozent) getränkt wurde, und muss dann an der Luft trocknen.
      2.3.3   Ergebnisse
      Nachdem diese beiden Prüfungen nacheinander durchgeführt worden sind, darf der Mittelwert der Änderung des Lichttransmissionsgrades
      Δt = (T2 – T3)/T2, der bei den drei Mustern nach dem in der Anlage 2 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren gemessen wird, darf nicht größer als 0,010 sein
      (Δtm < 0,010).
      2.4   Beständigkeit gegen mechanische Beschädigung
      2.4.1   Prüfverfahren
      Die Außenfläche von drei neuen Mustern (Abschlussscheiben) wird nach dem in der Anlage 3 zu diesem Anhang beschriebenen Verfahren geprüft, bei dem eine gleichmäßige mechanische Beschädigung dieser Fläche erreicht werden soll.
      2.4.2   Ergebnisse
      Nach dieser Prüfung werden die Änderungen:
      
                  Des Lichttransmissionsgrades
               
               
                  :
               
               
                  Δt = (T2 – T3)/T2
               
            
                  und des Streulichtes
               
               
                  :
               
               
                  Δd = (T5 – 4)/T2
               
            nach dem in der Anlage 2 beschriebenen Verfahren bei der Fläche nach 2.2.4 gemessen. Für die Mittelwerte bei den drei Mustern gilt Folgendes:
      
                   
               
               
                  Δtm ≤ 0,100;
               
            
                   
               
               
                  Δdm ≤ 0,050.
               
            2.5   Prüfung des Haftvermögens von Beschichtungen (falls vorhanden)
      2.5.1   Vorbereitung des Musters
      In die Beschichtung einer Abschlussscheibe wird auf einer Fläche von 20 mm × 20 mm mit einer Rasierklinge oder einer Nadel ein gitterartiges Muster eingeritzt, dessen Quadrate eine Seitenlänge von ungefähr 2 mm × mm haben. Der auf die Klinge oder die Nadel ausgeübte Druck muss so stark sein, dass zumindest die Beschichtung aufgeritzt wird.
      2.5.2   Beschreibung der Prüfung
      Es ist ein Klebestreifen mit einer Adhäsionskraft von 2 N/(cm Breite) ± 20 % zu verwenden, die unter den in der Anlage 4 zu diesem Anhang festgelegten Normalbedingungen gemessen wurde. Dieser Klebestreifen, der mindestens 25 mm breit sein muss, wird mindestens fünf Minuten lang auf die nach den Vorschriften in 2.5.1 vorbereitete Fläche gedrückt.
      Dann wird das Ende des Klebestreifens so belastet, dass die Adhäsionskraft an der betreffenden Fläche durch eine Kraft ausgeglichen wird, die senkrecht zu dieser Fläche wirkt. In dieser Phase wird der Klebestreifen mit einer konstanten Geschwindigkeit von 1,5 m/s ± 0,2 m/s abgezogen.
      2.5.3   Ergebnisse
      An der mit dem gitterartigen Muster versehenen Fläche darf keine nennenswerte Beschädigung vorhanden sein. Beschädigungen an den Schnittpunkten der Quadrate oder den Kanten der Ritze sind zulässig, sofern die beschädigte Fläche nicht größer als 15 % der mit dem gitterartigen Muster versehenen Fläche ist.
      2.6   Prüfungen des vollständigen Scheinwerfers mit einer Kunststoff-Abschlussscheibe
      2.6.1   Beständigkeit der Oberfläche der Abschlussscheibe gegen mechanische Beschädigung
      2.6.1.1   Prüfungen
      An der Abschlussscheibe des Scheinwerfermusters Nr. 1 wird die Prüfung nach 2.4.1 durchgeführt.
      2.6.1.2   Ergebnisse
      Nach der Prüfung dürfen die Ergebnisse der fotometrischen Messungen, die an dem Scheinwerfer nach dieser Regelung durchgeführt worden sind, die für die Punkte B 50 L und HV vorgeschriebenen Maximalwerte nicht um mehr als 30 % überschreiten und die für den Punkt 75 R vorgeschriebenen Mindestwerte nicht um mehr als 10 % unterschreiten (bei Scheinwerfern für Linksverkehr sind die Punkte B 50 R, HV und 75 L zu berücksichtigen).
      2.6.2   Prüfung des Haftvermögens von Beschichtungen (falls vorhanden)
      An der Abschlussscheibe des Scheinwerfermusters Nr. 2 wird die Prüfung nach 2.5 durchgeführt.
      
         Anlage 1
         
            ZEITLICHE REIHENFOLGE DER PRÜFUNGEN FÜR DIE GENEHMIGUNG
         
         A.   Prüfungen bei Kunststoffen (Abschlussscheiben oder Werkstoffproben, die nach Absatz 2.2.4 dieser Regelung vorgelegt worden sind)
         
                     Muster
                     Prüfungen
                  
                  
                     Abschlussscheiben oder Werkstoffproben
                  
                  
                     Abschlussscheiben
                  
               
                     1
                  
                  
                     2
                  
                  
                     3
                  
                  
                     4
                  
                  
                     5
                  
                  
                     6
                  
                  
                     7
                  
                  
                     8
                  
                  
                     9
                  
                  
                     10
                  
                  
                     11
                  
                  
                     12
                  
                  
                     13
                  
                  
                     14
                  
               
                     
                                 1.1.
                              
                              
                                 Bestimmte fotometrische Messungen (2.1.2)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.1.1.
                              
                              
                                 Temperaturwechsel (2.1.1)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.2.
                              
                              
                                 Bestimmte fotometrische Messungen (2.1.2)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.2.1.
                              
                              
                                 Messung des Lichttransmissionsgrades
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
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                     x
                  
                  
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                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.2.2.
                              
                              
                                 Messung des Streulichtes
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.3.
                              
                              
                                 Atmosphärische Einflüsse (2.2.1)
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.3.1.
                              
                              
                                 Messung des Lichttransmissionsgrades
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.4.
                              
                              
                                 Atmosphärische Einflüsse (2.2.1)
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.4.1.
                              
                              
                                 Messungen des Streulichtes
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.5.
                              
                              
                                 Reinigungsmittel (2.3.1)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.6.
                              
                              
                                 Kohlenwasserstoffe (2.3.2)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.6.1.
                              
                              
                                 Messung des Lichttransmissionsgrades
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.7.
                              
                              
                                 Beschädigung (2.4.1)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.7.1.
                              
                              
                                 Messung des Lichttransmissionsgrades
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.7.2.
                              
                              
                                 Messung des Streulichtes
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 1.8.
                              
                              
                                 Haftvermögen (2.5)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
               
                     
                                 1.9.
                              
                              
                                 Beständigkeit gegen die Strahlung der Lichtquelle (2.2.4)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
                  
                      
                  
               
            
         B.   Prüfungen an vollständigen Scheinwerfern (die nach Absatz 2.2.3 dieser Regelung vorgelegt worden sind)
         
                     Prüfungen
                  
                  
                     Vollständiger Scheinwerfer
                  
               
                     Muster Nr.
                  
               
                     1
                  
                  
                     2
                  
               
                     
                                 2.1.
                              
                              
                                 Beschädigung (2.6.1.1.1)
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 2.2.
                              
                              
                                 Fotometrische Messungen (2.6.1.2)
                              
                           
                  
                     x
                  
                  
                      
                  
               
                     
                                 2.3.
                              
                              
                                 Haftvermögen (2.6.2.)
                              
                           
                  
                      
                  
                  
                     x
                  
               
      
         Anlage 2
         
            Verfahren zur Messung des Streulichtes und des Lichttransmissionsgrades
         
         1.   MESSEINRICHTUNG (siehe Abbildung)
         Das Strahlenbündel eines Kollimators K mit einer halben Divergenz β/2 = 17,4 × 10–4 wird durch eine Blende DT mit einer Öffnung von 6 mm begrenzt, bei der der Halter für das Muster angebracht ist.
         Eine achromatische Sammellinse L2, die für sphärische Aberrationen korrigiert ist, verbindet die Blende DT mit dem Strahlungsempfänger R; der Durchmesser der Linse L2 muss so bemessen sein, dass sie das Licht, das von dem Muster in einem Kegel mit einem halben oberen Öffnungswinkel β/2 = 14° gestreut wird, nicht abblendet.
         Eine Ringblende DD mit den Winkeln α/2 = 1° and αmax/2 = 12° wird in einer Bildebene der Linse L2 angebracht.
         Der undurchsichtige Mittelteil der Blende ist erforderlich, um das Licht, das direkt von der Lichtquelle kommt, abzuschirmen. Der Mittelteil der Blende muss so von dem Lichtbündel entfernt werden können, dass er genau in seine Ausgangslage zurückkehrt.
         Die Strecke L2DT und die Brennweite F2
             (1) der Linse L2 sind so zu wählen, dass das Bild von DT den Strahlungsempfänger R vollständig bedeckt.
         Werden für den anfänglich auffallenden Lichtstrom 1 000 Einheiten angenommen, so muss die absolute Ablesegenauigkeit weniger als eine Einheit betragen.
         2.   MESSUNGEN
         Folgende Werte sind abzulesen:
         
                     Ablese- wert
                  
                  
                     mit Muster
                  
                  
                     mit Mittelteilvon DD
                     
                  
                  
                     entsprechende Größe
                  
               
                     T1
                     
                  
                  
                     nein
                  
                  
                     nein
                  
                  
                     auffallender Lichtstrom bei erster Ablesung
                  
               
                     T2
                     
                  
                  
                     ja
                     (vor der Prüfung)
                  
                  
                     nein
                  
                  
                     Lichtstrom, der von dem neuen Werkstoff in einem Bildwinkel von 24° durchgelassen wird
                  
               
                     T3
                     
                  
                  
                     ja
                     (nach der Prüfung)
                  
                  
                     no
                  
                  
                     Lichtstrom, der von dem geprüften Werkstoff in einem Bildwinkel von 24° durchgelassen wird
                  
               
                     T4
                     
                  
                  
                     ja
                     (vor der Prüfung)
                  
                  
                     ja
                  
                  
                     von dem neuen Werkstoff durchgelassener Lichtstrom
                  
               
                     T5
                     
                  
                  
                     ja
                     (nach der Prüfung)
                  
                  
                     ja
                  
                  
                     von dem geprüften Werkstoff durchgelassener Lichtstrom
                  
               
            Abbildung 1
         
         
            Prüfaufbau für die Messung der Abweichungen bei Streuung und Transmission
         
         
            
         
            (1)  Für L2 wird eine Brennweite von ungefähr 80 mm empfohlen.
      
      
         Anlage 3
         
            VERFAHREN FÜR DEN SPRÜHVERSUCH
         
         1.   Prüfgerät
         1.1.   Sprühpistole
         Die verwendete Sprühpistole muss mit einer Düse mit einem Durchmesser von 1,3 mm versehen sein, die einen Flüssigkeitsdurchfluss von 0,24 ± 0,02 l/Minute bei einem Betriebsdruck von 6,0 bar + 0,5 bar zulässt.
         Unter diesen Betriebsbedingungen muss die von dem Sandstrahl in einem Abstand von 380 mm ± 10 mm von der Düse erzeugte Struktur auf der Oberfläche, die der schädigenden Einwirkung ausgesetzt ist, einen Durchmesser von 170 mm ± 50 mm haben.
         1.2.   Prüfmischung
         Die Prüfmischung besteht aus
         Quarzsand der Härte 7 nach der Mohr-Härteskala mit einer Korngröße von 0 bis 0,2 mm und einer nahezu normalen Verteilung bei einem Winkelfaktor von 1,8 bis 2;
         Wasser, dessen Härtegrad 205 g/m3 nicht übersteigt, für eine Mischung, die 25 g Sand pro Liter Wasser enthält.
         2.   Prüfung
         Die Außenfläche der Scheinwerfer-Abschlussscheiben wird einmal oder mehrere Male der Einwirkung des nach dem oben beschriebenen Verfahren erzeugten Sandstrahles ausgesetzt. Dabei wird der Sandstrahl nahezu senkrecht zu der zu prüfenden Oberfläche gerichtet.
         Die Beschädigung wird an einer oder mehreren Werkstoffproben nachgeprüft, die als Referenzproben in der Nähe der zu prüfenden Abschlussscheiben angebracht sind. Die Mischung wird so lange aufgesprüht, bis die nach dem Verfahren nach Anlage 2 gemessene Änderung der Streuung des Lichtes an dem Probestück oder den Probestücken dem nachstehenden Wert entspricht:
         
            
         Zur Nachprüfung der gleichmäßigen Beschädigung der gesamten zu prüfenden Oberfläche können mehrere Referenzproben verwendet werden.
      
      
         Anlage 4
         
            BESTIMMUNG DER ADHÄSIONSKRAFT VON KLEBESTREIFEN
         
         1.   ZWECK
         Nach diesem Verfahren kann unter Normalbedingungen die lineare Adhäsionskraft eines Klebestreifens an einer Glasplatte bestimmt werden.
         2.   PRINZIP
         Messung der Kraft, die aufgewendet werden muss, um einen Klebestreifen in einem Winkel von 90° von einer Glasplatte abzuziehen.
         3.   VORGESCHRIEBENE UMGEBUNGSBEDINGUNGEN
         Die Umgebungsluft muss eine Temperatur von 23 °C ± 5 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 65 % ± 15 % aufweisen.
         4.   PRÜFSTÜCKE
         Vor der Prüfung wird die Probenrolle 24 Stunden lang unter den vorgeschriebenen Umgebungsbedingungen konditioniert (siehe Absatz 3).
         Von jeder Rolle werden fünf jeweils 400 mm lange Prüfstücke geprüft. Diese Prüfstücke werden von der Rolle abgewickelt, nachdem die ersten drei Schichten entfernt worden sind.
         5.   VERFAHREN
         Die Prüfung wird unter den vorgeschriebenen Umgebungsbedingungen nach Absatz 3 durchgeführt.
         Die fünf Prüfstücke werden von der Rolle abgenommen, während das Klebeband mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 300 mm/s radial abgerollt wird, anschließend werden sie innerhalb von 15 Sekunden wie folgt aufgebracht:
         Der Klebestreifen wird auf die Glasplatte aufgebracht, indem man mit dem Finger in einer fortlaufenden Bewegung in Längsrichtung und ohne übermäßigen Druck leicht darüberstreicht, ohne dass sich zwischen dem Klebestreifen und der Glasplatte Luftblasen bilden.
         Die Glasplatte mit den Klebestreifen bleibt zehn Minuten lang den vorgeschriebenen Umgebungsbedingungen ausgesetzt.
         Ungefähr 25 mm des Prüfstückes werden in einer Ebene senkrecht zur Achse des Prüfstückes von der Platte abgezogen.
         Die Platte wird befestigt, und das lose Ende des Klebestreifens wird um 90° von der Platte weg umgefaltet. Die Zugkraft wird so ausgeübt, dass die Trennlinie zwischen dem Klebestreifen und der Platte senkrecht zur Wirkungslinie dieser Kraft und zur Platte verläuft.
         Der Klebestreifen wird mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/s ± 30 mm/s abgezogen, und die dabei ausgeübte Kraft wird aufgezeichnet.
         6.   ERGEBNISSE
         Die fünf ermittelten Werte werden in einer Reihenfolge angeordnet, und der Mittelwert wird als Ergebnis der Messung eingetragen. Dieser Wert wird in Newton pro Zentimeter Breite des Klebestreifens ausgedrückt.
      
   
   
      ANHANG 6
      
         BEZUGSPUNKT
      
      Durchmesser = a
      
         
   
   
      ANHANG 7
      
         ANGABE DER SPANNUNG
      
      
         
      
                  Diese Aufschrift muss am Gehäuse jedes Scheinwerfers, der nur Gasentladungs-Lichtquellen und ein Vorschaltgerät enthält, und an jedem außen liegenden Teil des Vorschaltgerätes angebracht sein.
                  Das Vorschaltgerät ist (Die Vorschaltgeräte sind) für eine **-V-Anlage ausgelegt.
               
               
                   
               
               
                  Diese Aufschrift muss am Gehäuse jedes Scheinwerfers angebracht sein, der mindestens eine Gasentladungs-Lichtquelle und ein Vorschaltgerät enthält.
                  Das Vorschaltgerät ist (Die Vorschaltgeräte sind) für eine **-V-Anlage ausgelegt.
                  Keine der Glühlampen und/oder keines der LED-Module des Scheinwerfers ist für eine 24-V-Anlage ausgelegt.
               
            
   
      ANHANG 8
      
         Mindestanforderungen für verfahren zur kontrolle der übereinstimmung der produktion
      
      1.   ALLGEMEINES
      1.1.   Die Vorschriften über die Übereinstimmung der Produktion gelten hinsichtlich der mechanischen und geometrischen Eigenschaften als eingehalten, wenn die Differenzen nicht größer als die unvermeidlichen Fertigungstoleranzen nach den Vorschriften dieser Regelung sind.
      1.2.   Hinsichtlich der fotometrischen Eigenschaften wird die Übereinstimmung von Serienscheinwerfern mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei der Prüfung der fotometrischen Eigenschaften eines stichprobenweise ausgewählten und bei 13,5 V ± 0,1 V oder bei einer anderen angegebenen Spannung betriebenen Scheinwerfers, der
      
                   
               
               
                  entweder
                  mit einer auswechselbaren Gasentladungs-Prüflichtquelle nach Absatz 6.1.3. Der Lichtstrom dieser Gasentladungs-Lichtquelle kann von dem in der Regelung Nr. 99 angegebenen Bezugslichtstrom abweichen. In diesem Fall sind die Beleuchtungsstärkewerte entsprechend zu korrigieren;
               
            
                   
               
               
                  oder
                  mit der Serien-Gasentladungs-Lichtquelle und dem Serienvorschaltgerät ausgerüstet ist. Der Lichtstrom dieser Lichtquelle kann aufgrund der in der Regelung Nr. 99 für die Lichtquelle und das Vorschaltgerät angegebenen Toleranzen von dem Nennlichtstrom abweichen; dementsprechend können die gemessenen Beleuchtungsstärkewerte um 20 % in die günstige Richtung korrigiert werden.
               
            
                  1.2.1.
               
               
                  Kein Wert der Beleuchtungsstärke, wenn er entsprechend dem oben erwähnten Absatz 1.2 gemessen und korrigiert wurde, darf im ungünstigsten Fall mehr als 20 % von dem in dieser Regelung vorgeschriebenen abweichen. Bei den Werten B 50 L (oder R) und auf der Linie H/H2 (oder H/H3/H4) und darüber darf die höchste ungünstige Abweichung jeweils folgende Werte erreichen:
                  
                              B 50 L (oder R) (1)
                              
                           
                           
                              :
                           
                           
                              0,20 lx entsprechend 20 %,
                              0,30 lx entsprechend 30 %,
                           
                        
                              auf der Linie H/H2 (oder der Linie H/H3/H4) und darüber
                           
                           
                              :
                           
                           
                              0,30 lx entsprechend 20 %,
                              0,45 lx entsprechend 30 %,
                           
                        
            
                  1.2.2.
               
               
                  oder wenn
                  
                              1.2.2.1.
                           
                           
                              bei Abblendlicht die in dieser Regelung vorgeschriebenen Werte bei HV (mit einer Toleranz von + 0,2 lx) und — bei dieser Einstellung — bei einem Punkt jedes Bereiches, der auf dem Messschirm (in 25 m Entfernung) durch einen Kreis mit einem Radius von 15 cm um die Punkte B 50 L (oder R) (1) (mit einer Toleranz von + 0,1 lx), 75 R (oder L), 50 V, 25 R1 und 25 L2 begrenzt wird, sowie im Bereich I erreicht werden;
                           
                        
                              1.2.2.2.
                           
                           
                              und wenn bei Fernlicht sich HV innerhalb der Isoluxlinie 0,75 Emax befindet, eine Toleranz von + 20 % bei den Größtwerten und – 20 % bei den Kleinstwerten bei den fotometrischen Werten an jedem in Absatz 6.3 dieser Regelung angegebenen Messpunkt eingehalten ist.
                           
                        
            
                  1.2.3.
               
               
                  Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen nicht den Vorschriften, so kann die Einstellung des Scheinwerfers verändert werden, sofern die Achse des Lichtstrahles seitlich nicht um mehr als 0,5° nach rechts oder links und nach oben oder unten um nicht mehr als 0,2° verschoben wird.
               
            
                  1.2.4.
               
               
                  Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen nicht den Vorschriften, so müssen die Prüfungen am Scheinwerfer mit einer anderen Gasentladungs-Prüflichtquelle oder einer anderen Gasentladungs-Lichtquelle und einem anderen Vorschaltgerät wiederholt werden, je nachdem, was nach den Vorschriften des Absatzes 1.2 erforderlich ist.
               
            1.3.   Bei der Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss ist folgendes Verfahren anzuwenden:
      
                   
               
               
                  Einer der stichprobenweise ausgewählten Scheinwerfer ist nach dem in Anhang 4 Absatz 2.1 beschriebenen Verfahren zu prüfen, nachdem er dreimal hintereinander dem in Anhang 4 Absatz 2.2.2 beschriebenen Zyklus unterzogen worden ist.
               
            
                   
               
               
                  Der Scheinwerfer gilt als annehmbar, wenn Δr (das in den Absätzen 2.1 und 2.2 des Anhangs 4 dieser Regelung definiert ist) nicht mehr als 1,5 mrad beträgt.
               
            
                   
               
               
                  Ist dieser Wert größer als 1,5 mrad, aber nicht größer als 2,0 mrad, so ist ein zweiter Scheinwerfer der Prüfung zu unterziehen, nach der das Mittel der an beiden Mustern gemessenen Absolutwerte nicht mehr als 1,5 mrad betragen darf.
               
            1.4.   Die Farbwertanteile müssen eingehalten werden.
      1.5.   Wenn die vertikale Einstellung allerdings nicht mehrmals so durchgeführt werden kann, dass die vorgeschriebene Lage innerhalb der in Absatz 6.2.2.3 dieser Regelung angegebenen Toleranzen erreicht wird, ist ein Muster nach dem in den Absätzen 2 und 3 des Anhangs 10 beschriebenen Verfahren zu prüfen.
      2.   MINDESTANFORDERUNGEN FÜR DIE KONTROLLE DER ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION DURCH DEN HERSTELLER
      Für jeden Scheinwerfertyp muss der Inhaber des Genehmigungszeichens in angemessenen Abständen zumindest die nachstehenden Prüfungen durchführen. Die Prüfungen müssen nach den Vorschriften dieser Regelung durchgeführt werden.
      Stellt sich bei der Probenahme eine Abweichung bei der betreffenden Prüfung heraus, so sind weitere Muster auszuwählen und zu prüfen. Der Hersteller muss Maßnahmen treffen, um die Übereinstimmung der betreffenden Produktion zu gewährleisten.
      2.1.   Art der Prüfungen
      Die Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften dieser Regelung beziehen sich auf die fotometrischen Eigenschaften und umfassen die Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss.
      2.2.   Anzuwendende Prüfverfahren
      
                  2.2.1.
               
               
                  Die Prüfungen sind im Allgemeinen nach den in dieser Regelung beschriebenen Verfahren durchzuführen.
               
            
                  2.2.2.
               
               
                  Bei jeder vom Hersteller durchgeführten Prüfung der Übereinstimmung der Produktion können mit Zustimmung der zuständigen Behörde, die die Prüfungen für die Genehmigung durchführt, gleichwertige Verfahren angewandt werden. Der Hersteller muss nachweisen, dass die angewandten Verfahren mit den in dieser Regelung festgelegten gleichwertig sind.
               
            
                  2.2.3.
               
               
                  Voraussetzung für die Anwendung der Vorschriften der Absätze 2.2.1 und 2.2.2 ist die regelmäßige Kalibrierung der Prüfeinrichtung und ihre Übereinstimmung mit Messungen der zuständigen Behörde.
               
            
                  2.2.4.
               
               
                  In jedem Fall gelten als Referenzverfahren die in dieser Regelung festgelegten Verfahren, die insbesondere bei Nachprüfungen und Probenahmen durch die Behörden anzuwenden sind.
               
            2.3.   Art der Probenahme
      Muster von Scheinwerfern sind stichprobenweise aus der Produktion einer einheitlichen Fertigungsreihe auszuwählen. Eine einheitliche Fertigungsreihe besteht aus einer Reihe von Scheinwerfern desselben Typs, die entsprechend den Fertigungsverfahren des Herstellers festgelegt wird.
      Die Bewertung erstreckt sich im Allgemeinen auf die Serienfertigung aus einzelnen Fabriken. Ein Hersteller kann jedoch aus mehreren Fabriken Prüfprotokolle, die sich auf den gleichen Typ beziehen, zusammenfassen, sofern dort gleiche Qualitätssicherungs- und -managementsysteme angewandt werden.
      2.4.   Gemessene und aufgezeichnete fotometrische Eigenschaften
      An den stichprobenweise ausgewählten Scheinwerfern sind an den in der Regelung vorgeschriebenen Punkten fotometrische Messungen durchzuführen, wobei die Werte bei Fernlicht nur an den Punkten Emax, HV (2), HL und HR (3) und bei Abblendlicht nur an den Punkten B 50 L (oder R) (4), HV, 50 V, 75 R (oder L) und 25 L2 (oder R2) abgelesen werden (siehe die Abbildung in Anhang 3).
      2.5.   Maßgebende Kriterien für die Annehmbarkeit
      Der Hersteller ist dafür verantwortlich, dass eine statistische Untersuchung der Prüfergebnisse durchgeführt wird und nach Absprache mit der zuständigen Behörde die Kriterien für die Annehmbarkeit seiner Produkte festgelegt werden, damit die für die Nachprüfung der Übereinstimmung der Produktion in Absatz 9.1 dieser Regelung genannten Vorschriften eingehalten werden.
      Die Kriterien für die Annehmbarkeit müssen so festgelegt sein, dass bei einem Zuverlässigkeitsgrad von 95 % die geringste Wahrscheinlichkeit, eine stichprobenartige Prüfung nach den Vorschriften des Anhangs 9 (erste Probenahme) zu bestehen, 0,95 betragen würde.
      
         (1)  Die in Klammern stehenden Buchstaben gelten für Scheinwerfer für Linksverkehr.
      
         (2)  Ist der Fernscheinwerfer mit dem Scheinwerfer für Abblendlicht ineinandergebaut, so muss HV bei Fernlicht derselbe Messpunkt wie bei Abblendlicht sein.
      
         (3)  HL und HR: Punkte auf der Linie „hh“, die jeweils im Abstand von 1,125 m links und rechts des Punktes HV angeordnet sind.
      
         (4)  Vgl. Fußnote 1.
   
   
      ANHANG 9
      
         MINDESTANFORDERUNGEN FÜR STICHPROBENARTIGE ÜBERPRÜFUNGENDURCH EINEN PRÜFER
      
      1.   ALLGEMEINES
      1.1.   Die Vorschriften über die Übereinstimmung der Produktion gelten hinsichtlich der mechanischen und geometrischen Eigenschaften entsprechend den Vorschriften dieser Regelung als eingehalten, wenn die Abweichungen nicht größer als die unvermeidlichen Fertigungstoleranzen sind.
      1.2.   Hinsichtlich der fotometrischen Eigenschaften wird die Übereinstimmung von Serienscheinwerfern mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei der Prüfung der fotometrischen Eigenschaften eines stichprobenweise ausgewählten und bei 13,5 V ± 0,1 V oder bei einer anderen angegebenen Spannung betriebenen Scheinwerfers, der
      
                   
               
               
                  entweder
                  mit einer auswechselbaren Gasentladungs-Prüflichtquelle nach Absatz 6.1.3 Der Lichtstrom dieser Gasentladungs-Lichtquelle kann von dem in der Regelung Nr. 99 angegebenen Bezugslichtstrom abweichen. In diesem Fall sind die Beleuchtungsstärkewerte entsprechend zu korrigieren.
               
            
                   
               
               
                  oder
                  mit der Serien-Gasentladungs-Lichtquelle und dem Serienvorschaltgerät ausgerüstet ist. Der Lichtstrom dieser Lichtquelle kann aufgrund der in der Regelung Nr. 99 für die Lichtquelle und das Vorschaltgerät angegebenen Toleranzen von dem Nennlichtstrom abweichen; dementsprechend können die gemessenen Beleuchtungsstärkewerte um 20 % in die günstige Richtung korrigiert werden;
               
            
                  1.2.1.
               
               
                  kein Messwert von dem in dieser Regelung vorgeschriebenen Wert um mehr als 20 % in ungünstiger Richtung zu den Grenzwerten abweicht.
                  Im Blendbereich darf die größte Abweichung jeweils folgende Werte erreichen:
                  
                              B 50 L (oder R) (1)
                              
                           
                           
                              :
                           
                           
                              0,20 lx entsprechend 20 %,
                              0,30 lx entsprechend 30 %,
                           
                        
                              auf der Linie H/H2 (oder der Linie H/H3/H4) und darüber
                           
                           
                              :
                           
                           
                              0,30 lx entsprechend 20 %,
                              0,45 lx entsprechend 30 %,
                           
                        
            
                  1.2.2.
               
               
                  oder wenn
                  
                              1.2.2.1.
                           
                           
                              bei Abblendlicht die in dieser Regelung vorgeschriebenen Werte bei HV (mit einer Toleranz von + 0,2 lx) und — bei dieser Einstellung — bei einem Punkt jedes Bereiches, der auf dem Messschirm (in 25 m Entfernung) durch einen Kreis mit einem Radius von 15 cm um die Punkte B 50 L (oder R) (1) (mit einer Toleranz von 0,1 lx), 75 R (oder L), 50 V, 25 R1 und 25 L2 begrenzt wird, sowie im Bereich I erreicht werden;
                           
                        
                              1.2.2.2.
                           
                           
                              und wenn bei Fernlicht sich HV innerhalb der Isoluxlinie 0,75 Emax befindet, eine Toleranz von + 20 % bei den Größtwerten und – 20 % bei den Kleinstwerten bei den fotometrischen Werten an jedem in Absatz 6.3 dieser Regelung angegebenen Messpunkt eingehalten ist. Die Kennzahl wird nicht berücksichtigt.
                           
                        
            
                  1.2.3.
               
               
                  Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen nicht den Vorschriften, so kann die Einstellung des Scheinwerfers verändert werden, sofern die Achse des Lichtstrahles seitlich nicht um mehr als 0,5° nach rechts oder links und nach oben oder unten um nicht mehr als 0,2° verschoben wird.
               
            
                  1.2.4.
               
               
                  Entsprechen die Ergebnisse der oben beschriebenen Prüfungen nicht den Vorschriften, so müssen die Prüfungen am Scheinwerfer mit einer anderen Gasentladungs-Prüflichtquelle oder einer anderen Gasentladungs-Lichtquelle und einem anderen Vorschaltgerät wiederholt werden, je nachdem, was nach den Vorschriften des Absatzes 1.2 erforderlich ist.
               
            1.3.   Bei der Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss ist folgendes Verfahren anzuwenden:
      
                   
               
               
                  Einer der stichprobenweise ausgewählten Scheinwerfer ist nach dem in Anhang 4 Absatz 2.1 beschriebenen Verfahren zu prüfen, nachdem er dreimal hintereinander dem in Anhang 4 Absatz 2.2.2 beschriebenen Zyklus unterzogen worden ist.
               
            
                   
               
               
                  Der Scheinwerfer gilt als annehmbar, wenn Δr (das in den Absätzen 2.1 und 2.2 des Anhanges 4 dieser Regelung definiert ist) nicht mehr als 1,5 mrad beträgt.
               
            
                   
               
               
                  Ist dieser Wert größer als 1,5 mrad, aber nicht größer als 2,0 mrad, so ist ein zweiter Scheinwerfer der Prüfung zu unterziehen, nach der das Mittel der an beiden Mustern gemessenen Absolutwerte nicht mehr als 1,5 mrad betragen darf..
               
            1.4.   Die Farbwertanteile müssen eingehalten werden.
      1.5.   Wenn die vertikale Einstellung allerdings nicht mehrmals so durchgeführt werden kann, dass die vorgeschriebene Lage innerhalb der in Absatz 6.2.2.3 dieser Regelung angegebenen Toleranzen erreicht wird, ist ein Muster nach dem in den Absätzen 2 und 3 des Anhangs 10 beschriebenen Verfahren zu prüfen.
      2.   ERSTE PROBENAHME
      Bei der ersten Probenahme werden vier Scheinwerfer stichprobenweise ausgewählt. Die ersten erste von zwei Stichproben wird mit A gekennzeichnet und die zweite mit B.
      2.1.   Die Übereinstimmung wird nicht beanstandet
      
                  2.1.1.
               
               
                  Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Serienscheinwerfern mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei den Messwerten der Serienscheinwerfern folgende Abweichungen in ungünstige Richtungen festgestellt werden:
                  
                              2.1.1.1.
                           
                           
                              Stichprobe A
                              
                                          A1:
                                       
                                       
                                          bei einem Scheinwerfer
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          A2:
                                       
                                       
                                          bei beiden Scheinwerfern mehr als
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          weiter zu Stichprobe B
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                        
                              2.1.1.2.
                           
                           
                              Stichprobe B
                              
                                          B1:
                                       
                                       
                                          bei beiden Scheinwerfern
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                        
            
                  2.1.2.
               
               
                  oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe A eingehalten sind.
               
            2.2.   Die Übereinstimmung wird beanstandet
      
                  2.2.1.
               
               
                  Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren wird die Übereinstimmung von Serienscheinwerfern mit dem genehmigten Typ beanstandet und der Hersteller aufgefordert, bei seiner Produktion die Vorschriften einzuhalten (Anpassung), wenn bei den Messwerten der Scheinwerfer folgende Abweichungen festgestellt werden:
                  
                              2.2.1.1.
                           
                           
                              Stichprobe A
                              
                                          A3:
                                       
                                       
                                          bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          30 %
                                       
                                    
                        
                              2.2.1.2.
                           
                           
                              Stichprobe B
                              
                                          B2:
                                       
                                       
                                          bei den Ergebnissen von A2:
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer mehr als
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          B3:
                                       
                                       
                                          bei den Ergebnissen von A2:
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          30 %
                                       
                                    
                        
            
                  2.2.2.
               
               
                  oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe A nicht eingehalten sind.
               
            2.3.   Zurücknahme der Genehmigung
      Die Übereinstimmung wird beanstandet, und die Vorschriften des Absatzes 10 werden angewendet, wenn nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren bei den Messwerten der Scheinwerfer folgende Abweichungen festgestellt werden:
      
                  2.3.1.
               
               
                  Stichprobe A
                  
                              A4:
                           
                           
                              bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              30 %
                           
                        
                              A5:
                           
                           
                              bei beiden Scheinwerfern mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
            
                  2.3.2.
               
               
                  Stichprobe B
                  
                              B4:
                           
                           
                              bei den Ergebnissen von A2:
                           
                           
                               
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              0 %
                           
                        
                              aber nicht mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              B5:
                           
                           
                              bei den Ergebnissen von A2:
                           
                           
                               
                           
                        
                              bei beiden Scheinwerfern mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              B6:
                           
                           
                              bei den Ergebnissen von A2:
                           
                           
                               
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer
                           
                           
                              0 %
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              30 %
                           
                        
            
                  2.3.3.
               
               
                  oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei den Stichproben A und B nicht eingehalten sind.
               
            3.   WIEDERHOLTE PROBENAHME
      Bei den Ergebnissen von A3, B2 und B3 muss binnen zwei Monaten nach Erhalt der entsprechenden Mitteilung eine wiederholte Probenahme erfolgen, bei der die dritte Stichprobe C mit zwei Scheinwerfern und die vierte Stichprobe D mit zwei Scheinwerfern gezogen werden, die jeweils der Serienproduktion nach erfolgter Anpassung entnommen werden.
      3.1.   Die Übereinstimmung wird nicht beanstandet
      
                  3.1.1.
               
               
                  Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren wird die Übereinstimmung von serienmäßig hergestellten Scheinwerfern mit dem genehmigten Typ nicht beanstandet, wenn bei den Messwerten der Scheinwerfer folgende Abweichungen festgestellt werden:
                  
                              3.1.1.1.
                           
                           
                              Stichprobe C
                              
                                          C1:
                                       
                                       
                                          bei einem Scheinwerfer
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          C2:
                                       
                                       
                                          bei beiden Scheinwerfern mehr als
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          weiter zu Stichprobe D;
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                        
                              3.1.1.2.
                           
                           
                              Stichprobe D
                              
                                          D1:
                                       
                                       
                                          bei den Ergebnissen von C2:
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                                          bei beiden Scheinwerfern
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                        
            
                  3.1.2.
               
               
                  oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe C eingehalten sind.
               
            3.2.   Die Übereinstimmung wird beanstandet
      
                  3.2.1.
               
               
                  Nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren wird die Übereinstimmung von Serienscheinwerfern mit dem genehmigten Typ beanstandet und der Hersteller aufgefordert, bei seiner Produktion die Vorschriften einzuhalten (Anpassung), wenn bei den Messwerten der Scheinwerfer folgende Abweichungen festgestellt werden:
                  
                              3.2.1.1.
                           
                           
                              Stichprobe D
                              
                                          D2:
                                       
                                       
                                          bei den Ergebnissen von C2:
                                       
                                       
                                           
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer mehr als
                                       
                                       
                                          0 %
                                       
                                    
                                          aber nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                                          bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                                       
                                       
                                          20 %
                                       
                                    
                        
                              3.2.1.2.
                           
                           
                              oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei der Stichprobe C nicht eingehalten sind.
                           
                        
            3.3.   Zurücknahme der Genehmigung
      Die Übereinstimmung wird beanstandet, und die Vorschriften des Absatzes 11 werden angewendet, wenn nach dem in der Abbildung 1 dieses Anhangs dargestellten Probenahmeverfahren bei den Messwerten der Scheinwerfer folgende Abweichungen festgestellt werden:
      
                  3.3.1.
               
               
                  Stichprobe C
                  
                              C3:
                           
                           
                              bei einem Scheinwerfer nicht mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
                              C:4
                           
                           
                              bei beiden Scheinwerfern mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
            
                  3.3.2.
               
               
                  Stichprobe D
                  
                              D3:
                           
                           
                              bei den Ergebnissen von C2:
                           
                           
                               
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer 0 % oder mehr als
                           
                           
                              0 %
                           
                        
                              bei einem Scheinwerfer mehr als
                           
                           
                              20 %
                           
                        
            
                  3.3.3.
               
               
                  oder wenn die Vorschriften des Absatzes 1.2.2 bei den Stichproben C und D nicht eingehalten sind.
               
            4.   VERÄNDERUNG DER VERTIKALEN LAGE DER HELL-DUNKEL-GRENZE
      Bei der Nachprüfung der Veränderung der vertikalen Lage der Hell-Dunkel-Grenze unter Wärmeeinfluss ist folgendes Verfahren anzuwenden:
      
                   
               
               
                  Einer der Scheinwerfer der Stichprobe A, der nach dem Probenahmeverfahren in der Abbildung 1 dieses Anhanges ausgewählt wurde, ist nach dem in Anhang 4 Absatz 2.1 beschriebenen Verfahren zu prüfen, nachdem er dreimal hintereinander dem in Anhang 4 Absatz 2.2.2 beschriebenen Zyklus unterzogen worden ist.
               
            
                   
               
               
                  Der Scheinwerfer gilt als annehmbar, wenn Δr nicht mehr als 1,5 mrad beträgt.
               
            
                   
               
               
                  Ist dieser Wert größer als 1,5 mrad, aber nicht größer als 2,0 mrad, so ist der zweite Scheinwerfer der Stichprobe A der Prüfung zu unterziehen, nach der das Mittel der an beiden Mustern gemessenen Absolutwerte nicht mehr als 1,5 mrad betragen darf.
               
            
                   
               
               
                  Wird dieser Wert von 1,5 mrad bei der Stichprobe A jedoch überschritten, so sind die beiden Scheinwerfer der Stichprobe B nach demselben Verfahren zu prüfen; bei beiden darf der Wert für Δr nicht mehr als 1,5 mrad betragen.
               
            
         Abbildung 1
      
      
         
      
         (1)  Die in Klammern stehenden Buchstaben gelten für Scheinwerfer für Linksverkehr.
   
   
      ANHANG 10
      
         Instrumentelle überprüfung der Hell-Dunkel-Grenze bei abblendscheinwerfern
      
      1.   ALLGEMEINES
      In dem in Absatz 6.2.2.4 dieser Regelung genannten Fall ist die Qualität der Hell-Dunkel-Grenze nach den Vorschriften des Absatzes 2 zu prüfen; die vertikale und die horizontale instrumentelle Einstellung des Scheinwerfers sind nach den Vorschriften des Absatzes 3 vorzunehmen.
      Vor der Messung der Qualität der Hell-Dunkel-Grenze und der instrumentellen Einstellung ist eine visuelle Voreinstellung nach den Absätzen 6.2.2.1 und 6.2.2.2 dieser Regelung durchzuführen.
      2.   MESSUNG DER QUALITÄT DER HELL-DUNKEL-GRENZE
      Zur Bestimmung der Mindestschärfe sind Messungen durchzuführen, bei denen der horizontale Teil der Hell-Dunkel-Grenze in Winkelschritten von 0,05° in einem Messabstand von
      
                  a)
               
               
                  10 m mit einem Detektor mit einem Durchmesser von ungefähr 10 mm oder
               
            
                  b)
               
               
                  25 m mit einem Detektor mit einem Durchmesser von ungefähr 30 mm vertikal abgetastet wird.
               
            Der Messabstand bei der Prüfung ist in dem Mitteilungsblatt nach Anhang 1 dieser Regelung unter Punkt 9 einzutragen.
      Zur Bestimmung der maximalen Schärfe sind Messungen durchzuführen, bei denen der horizontale Teil der Hell-Dunkel-Grenze in Winkelschritten von 0,05° ausschließlich in einem Messabstand von 25 m mit einem Detektor mit einem Durchmesser von ungefähr 30 mm vertikal abgetastet wird.
      Die Qualität der Hell-Dunkel-Grenze gilt als annehmbar, wenn die Vorschriften der Absätze 2.1 bis 2.3 bei mindestens einer Messreihe eingehalten sind.
      2.1.   Es darf nicht mehr als eine Hell-Dunkel-Grenze sichtbar sein (1).
      2.2.   Schärfe der Hell-Dunkel-Grenze
      Der Schärfefaktor G wird bestimmt, indem der horizontale Teil der Hell-Dunkel-Grenze bei 2,5° von der Linie V-V vertikal abgetastet wird.
      G = (log Eβ - log E(β + 0,1
         o)); dabei ist β die vertikale Position in Grad.
      Der Wert von G darf nicht kleiner als 0,13 (Mindestschärfe) und nicht größer als 0,40 (maximale Schärfe) sein.
      2.3.   Linearität
      Der Teil der Hell-Dunkel-Grenze, mit dessen Hilfe die vertikale Einstellung vorgenommen wird, muss zwischen 1,5° und 3,5° von der Linie V-V horizontal sein (siehe die Abbildung 1).
      
                  a)
               
               
                  Der Teil der Hell-Dunkel-Grenze, mit dessen Hilfe die vertikale Einstellung vorgenommen wird, muss zwischen 1,5° und 3,5° von der Linie V-V horizontal sein (siehe die Abbildung 1).
                  (d2 (log E)/dβ2 = 0).
               
            
                  b)
               
               
                  Der größte vertikale Abstand zwischen den bestimmten Wendepunkten darf 0,2° nicht überschreiten.
               
            3.   VERTIKALE UND HORIZONTALE EINSTELLUNG
      Wenn die Hell-Dunkel-Grenze den Qualitätsvorschriften des Absatzes 2 dieses Anhangs entspricht, kann die Scheinwerfereinstellung instrumentell erfolgen.
      
         Abbildung 1
      
      
         Messung der Qualität der Hell-Dunkel-Grenze
      
      
         
      3.1.   Vertikale Einstellung
      Ausgehend von einem Punkt unter der Linie B (siehe die Abbildung 2), wird der horizontale Teil der Hell-Dunkel-Grenze bei 2,5o von der Linie V-V vertikal abgetastet. Der mit Hilfe der Formel [d2 (log E)/dv2 = 0] bestimmte Wendepunkt muss auf der Linie B liegen, die sich 1 % unter der Linie H-H befindet.
      3.2.   Horizontale Einstellung
      Der Antragsteller muss eines der nachstehenden Verfahren für die horizontale Einstellung angeben:
      
                  a)
               
               
                  Das Verfahren „mit der Linie 0,2 D“ (siehe die Abbildung 2)
                  Nach der vertikalen Einstellung des Scheinwerfers wird eine einzige horizontale Linie bei 0,2° D zwischen 5° links und 5o rechts abgetastet. Der maximale Schärfefaktor „G“, der mit Hilfe der Formel G = (log Eβ – log E(β + 0,1°)) bestimmt wird, bei der β die horizontale Position in Grad ist, darf nicht kleiner als 0,08 sein.
                  Der auf der Linie 0,2 D bestimmte Wendepunkt muss auf der Linie A liegen
                  
                     Abbildung 2
                  
                  
                     Vertikale und horizontale instrumentelle Einstellung — Abtastung einer horizontalen Linie
                  
                  
                     
               
            
                  b)
               
               
                  Das Verfahren „mit drei Linien“ (siehe die Abbildung 3)
                  Nach der vertikalen Einstellung des Scheinwerfers werden drei vertikale Linien zwischen 2° D und 2° U bei 1° R, 2° R und 3° R abgetastet. Die Werte des maximalen Schärfefaktors „G“, die mit Hilfe der Formel
                  G = (log Eβ – log E(β + 0.1
                     o))
                  bestimmt werden, bei der β die vertikale Position in Grad ist, dürfen nicht kleiner als 0,08 sein. Anhand der auf den drei Linien bestimmten Wendepunkte wird eine Gerade konstruiert. Der Schnittpunkt dieser Linie mit der Linie B, der bei der vertikalen Einstellung bestimmt worden ist, muss auf der Linie V liegen.
                  
                     Abbildung 3
                  
                  
                     Vertikale und horizontale instrumentelle Einstellung — Abtastung von drei Linien
                  
                  
                     
               
            
         (1)  Dieser Absatz wird geändert, wenn ein objektives Prüfverfahren vorhanden ist.
   
   
      ANHANG 11
      
         Vorschriften für LED-module und scheinwerfer mit LED-modulen
      
      1.   ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
      1.1.   Jedes vorgelegte Muster eines LED-Moduls muss bei der Prüfung mit dem (den) mitgelieferten elektronischen Lichtquellen-Steuergerät(en) (falls vorgesehen) den einschlägigen Vorschriften dieser Regelung entsprechen.
      1.2.   LED-Module müssen so beschaffen sein, dass sie einwandfrei sind und bei normalem Gebrauch weiterhin einwandfrei arbeiten. Außerdem dürfen sie keinen Konstruktions- oder Herstellungsfehler aufweisen.
      1.3.   LED-Module müssen manipulationssicher sein.
      1.4.   Auswechselbare LED-Module müssen wie folgt gebaut sein:
      
                  1.4.1.
               
               
                  Wenn das LED-Modul ausgebaut und durch ein anderes Modul ersetzt wird, das vom Antragsteller zur Verfügung gestellt wird und mit demselben Lichtquellenmodul-Identifizierungscode versehen ist, müssen die für den Scheinwerfer vorgeschriebenen fotometrischen Werte eingehalten werden.
               
            
                  1.4.2.
               
               
                  LED-Module mit unterschiedlichen Lichtquellenmodul-Identifizierungscodes in demselben Leuchtengehäuse dürfen nicht auswechselbar sein.
               
            1.5.   Elektronische Lichtquellen-Steuergeräte können Teil der LED-Module sein.
      2.   KONSTRUKTION
      2.1.   Die LED in dem LED-Modul muss (müssen) mit geeigneten Befestigungsteilen versehen sein.
      2.2.   Die Befestigungsteile müssen belastbar und mit der (den) LED und dem LED-Modul fest verbunden sein.
      3.   PRÜFBEDINGUNGEN
      3.1.   Anwendung
      3.1.1.   Alle Muster sind nach den Vorschriften des Absatzes 4 zu prüfen.
      3.1.2.   Die Lichtquellen in einem LED-Modul müssen Leuchtdioden (LED) sein, die insbesondere hinsichtlich des Elements für die sichtbare Strahlung der Begriffsbestimmung in der Regelung Nr. 48 Absatz 2.7.1 entsprechen. Andere Arten von Lichtquellen sind nicht zulässig.
      3.2.   Betriebsbedingungen
      3.2.1.   Betriebsbedingungen für LED-Module
      Alle Muster sind unter den in Absatz 6.2.4.4 dieser Regelung genannten Bedingungen zu prüfen. Sofern in diesem Anhang nichts anderes angegeben ist, müssen LED-Module in dem vom Hersteller vorgelegten Scheinwerfer geprüft werden.
      3.2.2.   Umgebungstemperatur
      Bei der Messung der elektrischen und fotometrischen Werte muss der Scheinwerfer in einer trockenen, ruhigen Atmosphäre bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C + 5 °C betrieben werden.
      3.3.   Alterung
      Auf Wunsch des Antragstellers muss das LED-Modul 15 Stunden lang betrieben und vor Beginn der in dieser Regelung vorgeschriebenen Prüfungen auf Umgebungstemperatur abgekühlt werden.
      4.   BESONDERE VORSCHRIFTEN UND PRÜFUNGEN
      4.1.   Ultraviolette Strahlung
      Die ultraviolette Strahlung eines LED-Moduls wird wie folgt berechnet:
      
         
      Dabei ist
      
                   
               
               
                  S(λ) (Einheit: l) die spektrale Bewertungsfunktion,
               
            
                   
               
               
                  km = 683 lm/W der Höchstwert der Lichtausbeute.
               
            (Zu den Definitionen der anderen Symbole siehe die Regelung Nr. 112 Anhang 9 Absatz 4.1.1.)
      Dieser Wert ist in Abständen von einem Nanometer zu berechnen. Die ultraviolette Strahlung wird anhand der in der nachstehenden UV-Tabelle angegebenen Werte gewichtet:
      
                  l
               
               
                  S(l)
               
            
                  250
               
               
                  0,430
               
            
                  255
               
               
                  0,520
               
            
                  260
               
               
                  0,650
               
            
                  265
               
               
                  0,810
               
            
                  270
               
               
                  1,000
               
            
                  275
               
               
                  0,960
               
            
                  280
               
               
                  0,880
               
            
                  285
               
               
                  0,770
               
            
                  290
               
               
                  0,640
               
            
                  295
               
               
                  0,540
               
            
                  300
               
               
                  0,300
               
            
                  305
               
               
                  0,060
               
            
                  310
               
               
                  0,015
               
            
                  315
               
               
                  0,003
               
            
                  320
               
               
                  0,001
               
            
                  325
               
               
                  0,00050
               
            
                  330
               
               
                  0,00041
               
            
                  335
               
               
                  0,00034
               
            
                  340
               
               
                  0,00028
               
            
                  345
               
               
                  0,00024
               
            
                  350
               
               
                  0,00020
               
            
                   
               
               
                   
               
            
                  355
               
               
                  0,00016
               
            
                  360
               
               
                  0,00013
               
            
                  365
               
               
                  0,00011
               
            
                  370
               
               
                  0,00009
               
            
                  375
               
               
                  0,000077
               
            
                  380
               
               
                  0,000064
               
            
                  385
               
               
                  0,000530
               
            
                  390
               
               
                  0,000044
               
            
                  395
               
               
                  0,000036
               
            
                  400
               
               
                  0,000030
               
            
                   
               
               
                   
               
            UV-Tabelle: Die Werte entsprechen den „Richtlinien der IRPA/INIRC für Expositionsgrenzwerte für Ultraviolettstrahlung“. Die gewählten Wellenlängen (in Nanometer) sind repräsentativ; andere Werte sind durch Interpolation zu bestimmen.