CELEX: 31994D1110
Language: de
Date: 1994-04-26 00:00:00
Title: Beschluß Nr. 1110/94/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. April 1994 über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994 - 1998)

Avis juridique important

|

31994D1110

Beschluß Nr. 1110/94/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. April 1994 über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994 - 1998)  

Amtsblatt Nr. L 126 vom 18/05/1994 S. 0001 - 0033 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 26 S. 0055  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 26 S. 0055 

BESCHLUSS Nr. 1110/94/EG DES EUROPÄISCHEN  PARLAMENTS UND DES RATES vom 26. April 1994 über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen  Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration  (1994-1998) DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i  Absatz 1, auf Vorschlag der Kommission (1), nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (2), gemäß dem Verfahren des Artikels 189b des Vertrages (3), in Erwägung nachstehender Gründe: Gemäß Artikel 130f des Vertrages hat die Gemeinschaft im Bereich der Forschung und technologischen  Entwicklung zum Ziel, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie der  Gemeinschaft zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern  sowie alle Forschungsmaßnahmen zu unterstützen, die für die Durchführung anderer  Gemeinschaftspolitiken für erforderlich gehalten werden. Für die Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten kommt es wesentlich darauf an, daß sie ihre  Tätigkeiten auf dem Gebiet der Forschung und der technologischen Entwicklung koordinieren, um die  Kohärenz der einzelstaatlichen Politiken und der Politik der Gemeinschaft sicherzustellen. Gemäß Artikel 130f Absatz 3 und Artikel 130i Absatz 1 des Vertrages wird ein mehrjähriges  Rahmenprogramm aufgestellt, in dem alle Aktionen der Gemeinschaft im Bereich Forschung und  technologische Entwicklung, einschließlich der Demonstrationsvorhaben (im folgenden FTE),  zusammengefasst werden. Mit dem Beschluß 90/221/Euratom, EWG (4) hat der Rat ein Drittes Rahmenprogramm für den Zeitraum  1990-1994 verabschiedet, das zur Zeit durchgeführt wird. Die Kommission hat am 9. April 1992 eine  Bewertung der Fortschritte bei der Durchführung des Dritten Rahmenprogramms vorgelegt. Durch den  Beschluß 93/167/Euratom, EWG wurden zusätzliche finanzielle Mittel für die beiden letzten Jahre des  Dritten Rahmenprogramms zur Verfügung gestellt. Die Kommission hat am 18. November 1992 ein Dokument über die Zukunft des EGKS-Vertrags und seiner  finanziellen Maßnahmen bis zum Jahr 2002, in dem er ausläuft, vorgelegt. Die gemeinschaftlichen FTE-Aktionen sollten weiterhin auf eine generische und vorwettbewerbliche  Forschung von branchenübergreifendem Charakter ausgerichtet sein; zwischen diesen Aktionen und den  Maßnahmen im Rahmen von EUREKA sollte eine bessere Synergie angestrebt werden. Der Europäische Rat hat auf seiner Tagung am 12. Dezember 1992 in Edinburgh erklärt, daß die  Entwicklung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit der Gesamtentwicklung der Ausgaben für  interne Politikbereiche der Kategorie 3 der Finanziellen Vorausschau in Einklang stehen und sich  zwischen der Hälfte und zwei Dritteln des Gesamtbetrags halten sollte. Bei den FTE-Aktionen der Gemeinschaft müssen ethische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Die Gemeinschaft sollte nur FTE-Aktionen von hoher Qualität unterstützen. Die FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft sollten im Einklang mit den im Vertrag festgelegten Zielen  bezwecken, den Wohlstand der Gemeinschaft auf der Grundlage von industrieller Wettbewerbsfähigkeit,  Lebensqualität sowie dauerhafter Entwicklung zu fördern; ausserdem sollten sie auch zum  wirtschaftlichen Wachstum und zu einem hohen Beschäftigungsniveau beitragen. Die kleinen und mittleren Unternehmen können einen wichtigen Beitrag zu dem technischen  Neuerungsprozeß leisten; bei der Durchführung der gemeinschaftlichen FTE-Maßnahmen sollte ihnen  eine wichtige Rolle zukommen. Daher ist den speziellen Bedürfnissen dieser Unternehmen besondere  Aufmerksamkeit zu widmen, um ihnen den Zugang zu Informationen zu erleichtern, sie zur Beteiligung  an Gemeinschaftsprogrammen zu ermutigen sowie ihre Fähigkeit, die Ergebnisse dieser Programme zu  nutzen, erforderlichenfalls zu fördern. Bei der Konzeption und Durchführung der Gemeinschaftspolitiken und -aktionen müssen die Ziele des  wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts berücksichtigt werden. Das Rahmenprogramm der  Gemeinschaft sollte zusammen mit anderen Gemeinschaftsinstrumenten dazu beitragen, daß die  wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten und das entsprechende Potential in allen Teilen  der Gemeinschaft gestärkt werden. Nach dem Subsidiaritätsprinzip wird die Gemeinschaft nur tätig, sofern und soweit die Ziele der in  Betracht gezogenen Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können  und daher wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkungen besser auf Gemeinschaftsebene erreicht werden  können. Ausserdem sollten die FTE-Anstrengungen der Gemeinschaft auf Aktionen ausgerichtet sein, die nach  genau festgelegten Kriterien sorgfältig ausgewählt werden. In Artikel 130g des Vertrages sind vier Aktionsbereiche festgelegt, die von der Gemeinschaft bei  der Verfolgung der Ziele nach Artikel 130f zu ergreifen sind. Der erste dieser Aktionsbereiche, der die Durchführung von FTE-Programmen betrifft, sollte den  Hauptbestandteil des Rahmenprogramms darstellen. Der zweite, der dritte und der vierte Aktionsbereich gelten jeweils der internationalen  Zusammenarbeit, der Verbreitung und Verwertung der FTE-Ergebnisse sowie der Förderung der  Ausbildung und der Mobilität der Forscher. Dabei kann es im Rahmen jedes der unter den ersten  Aktionsbereich fallenden spezifischen Programme entsprechende Maßnahmen geben, soweit dies  angemessen und für die sachgerechte Durchführung der Programme erforderlich ist. Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) trägt zur Durchführung des Rahmenprogramms bei, insbesondere  auf den Gebieten, auf denen sie über entsprechende Kompetenzen verfügt, um objektives und  unabhängiges Sachwissen zum Nutzen der Gemeinschaftspolitiken bereitzustellen. Die GFS wird auch  allmählich in den Wettbewerb um die Mittel eintreten, die durch indirekte Aktionen und für  wissenschaftliche und technische Unterstützungsmaßnahmen, die für einen wettbewerbsorientierten  Ansatz geeignet sind, verfügbar gemacht werden. Die Regeln für die Beteiligung der Unternehmen, der Forschungszentren und der Hochschulen sowie die  Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse sind gemäß Artikel 130j des Vertrages vom Rat  durch einen gesonderten Beschluß festzulegen. Die Durchführung des Rahmenprogramms erfolgt gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrages durch  spezifische Programme; sie kann auch durch den Rückgriff auf die in den Artikeln 130k bis 130n des  Vertrages vorgesehenen Mittel erfolgen. Der interdisziplinäre Charakter der nach diesem Rahmenprogramm durchzuführenden Maßnahmen erfordert  eine enge Koordinierung zwischen den verschiedenen disziplinübergreifenden Forschungsprogrammen. Die Bewertungs- und Überwachungsmaßnahmen sollten intensiviert und ausgeweitet werden, um eine  möglichst grosse Effizienz der FTE-Politik zu erreichen. Der Stand der Verwirklichung des Vierten Rahmenprogramms sollte ständig und systematisch überwacht  werden. Die Kommission unterbreitet dem Europäischen Parlament und dem Rat gemäß Artikel 130p des  Vertrages zu Beginn jeden Jahres Informationen über die Durchführung des Rahmenprogramms. Auch  sollten die Verwaltung des Programms und die Durchführung der Maßnahmen von unabhängiger Seite  überprüft werden, bevor die Kommission ihren Vorschlag für das Fünfte Rahmenprogramm vorlegt. Ausserdem bedarf es einer technologischen Überprüfung, um mögliche Risiken sowie Vor- und Nachteile  neuer Technologien, die nach diesem Rahmenprogramm entwickelt werden, zu überwachen. Gemäß Artikel 130i Absatz 1 des Vertrages ist es erforderlich, den Gesamthöchstbetrag und genaue  Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem Rahmenprogramm sowie die  jeweiligen Anteile der vorgesehenen Aktionsbereiche festzulegen. Zur Sicherstellung der Kohärenz zwischen den FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft und den Maßnahmen  aufgrund des Euratom-Vertrages sollte der Beschluß über das Rahmenprogramm für  Gemeinschaftsmaßnahmen auf dem Gebiet der Forschung und Ausbildung im Nuklearbereich zum gleichen  Zeitpunkt wie das vorliegende Rahmenprogramm und für die gleiche Laufzeit verabschiedet werden. Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (AWTF) wurde gehört - BESCHLIESSEN: Artikel 1 (1) Für den Zeitraum 1994-1998 wird ein mehrjähriges gemeinschaftliches Rahmenprogramm für  Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration, im folgenden "Viertes Rahmenprogramm"  genannt, beschlossen. (2) Das Vierte Rahmenprogramm enthält alle Maßnahmen der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Forschung  und der technologischen Entwicklung, einschließlich der Demonstrationsvorhaben. Der Begriff des  Demonstrationsvorhabens wird in Anhang III definiert. (3) Der Gesamthöchstbetrag für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Vierten  Rahmenprogramm beläuft sich auf 11 046 Mio. ECU. Davon werden 5 472 Mio. ECU als Richtbetrag für  den Zeitraum 1994-1996 und 5 574 Mio. ECU als Richtbetrag für den Zeitraum 1997-1998 angesetzt. Das  Europäische Parlament und der Rat werden nach dem Verfahren des Artikels 130i Absätze 1 und 2 des  Vertrages unter Berücksichtigung einer Beurteilung des Stands der Durchführung des Rahmenprogramms,  des Beitrags des Programms zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaftsindustrie, des  Ergebnis/Aufwand-Vergleichs und der Entwicklung der finanziellen Vorausschau der Europäischen Union  den Gesamthöchstbetrag bis spätestens 30. Juni 1996 mit der Möglichkeit überprüfen, ihn auf 11 641  Mio. ECU aufzustocken. In Anhang I ist der Anteil festgesetzt, der auf die einzelnen vorgesehenen Aktionsbereiche  entfällt; er gibt für den ersten Aktionsbereich eine Aufteilung der Mittel auf die einzelnen Themen  an. (4) Die bei der Durchführung des Vierten Rahmenprogramms zugrunde zu legenden Auswahlkriterien sind  in Anhang II festgelegt. (5) In Anhang III werden die wissenschaftlichen und technologischen Ziele, die in den  Aktionsbereichen nach Maßgabe der vorgenannten Kriterien erreicht werden sollen, sowie die  jeweiligen Prioritäten festgelegt und die Grundzuege der betreffenden Maßnahmen angegeben. Artikel 2 (1) Die Durchführung des Vierten Rahmenprogramms erfolgt durch spezifische Programme, die innerhalb  eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden, wobei für jedes Programm genaue Ziele in  Übereinstimmung mit den in Anhang III beschriebenen wissenschaftlichen und technologischen  Zielsetzungen festgelegt werden; in jedem Programm werden ferner die genauen Regelungen für seine  Durchführung, seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt. (2) Die Durchführung des Vierten Rahmenprogramms kann erforderlichenfalls auch zu Zusatzprogrammen  entsprechend Artikel 130k, zu einer Beteiligung der Gemeinschaft an FTE-Programmen mehrerer  Mitgliedstaaten entsprechend Artikel 130l oder zur Gründung gemeinsamer Unternehmen oder zur  Schaffung anderer Strukturen entsprechend Artikel 130n führen. Ferner kann sie zum Abschluß von  Kooperationsabkommen mit dritten Ländern oder internationalen Organisationen entsprechend Artikel  130m Absatz 2 Anlaß geben. Artikel 3 Die genauen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Vierten Rahmenprogramm  werden durch die besonderen Bestimmungen zu den FTE-Mitteln, die in der Haushaltsordnung für den  Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften enthalten sind, ergänzt durch Anhang IV dieses  Beschlusses, geregelt. Artikel 4 (1) Die Kommission überwacht die Durchführung des Vierten Rahmenprogramms ständig und systematisch  mit angemessener Unterstützung seitens unabhängiger externer Sachverständiger im Hinblick auf die  in Anhang II festgelegten Kriterien, zu denen auch der Beitrag zum wirtschaftlichen und sozialen  Zusammenhalt der Gemeinschaft zählt, und im Hinblick auf die in Anhang III festgelegten  wissenschaftlichen und technologischen Zielsetzungen. Sie überprüft insbesondere, ob die Ziele,  Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Erforderlichenfalls legt sie  Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Rahmenprogramms entsprechend den Ergebnissen dieser  Bewertung vor. Zu Beginn jeden Jahres unterbreitet die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen  Bericht über die FTE-Aktionen und die Verbreitung der Ergebnisse dieser Aktionen während des  Vorjahrs sowie das Arbeitsprogramm des laufenden Jahres. (2) Die Kommission beauftragt unabhängige qualifizierte Experten mit der externen Bewertung der  Verwaltung und Durchführung der gemeinschaftlichen FTE-Maßnahmen während der letzten fünf Jahre vor  dieser Bewertung. Sie übermittelt diese Bewertung und deren Schlußfolgerungen zusammen mit ihren  Bemerkungen dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß, bevor sie  ihren Vorschlag für das Fünfte Rahmenprogramm vorlegt. (3) Um dazu beizutragen, daß unter anderem eine kosteneffiziente Durchführung des Rahmenprogramms  gewährleistet ist, sind in allen spezifischen Programmen systematische Kontrollen mit angemessener  Unterstützung seitens unabhängiger externer Sachverständiger vorzusehen sowie eine Bewertung, die  nach Abschluß des Programms von unabhängiger Seite im Hinblick auf die genauen Ziele, auf die in  Artikel 2 Bezug genommen wird, vorzunehmen ist; die Einzelheiten für die Bewertung werden in den  einzelnen spezifischen Programmen festgelegt. Geschehen zu Brüssel am 26. April 1994. Im Namen des Europäischen Parlaments Der Präsident E. KLEPSCH Im Namen des Rates Der Präsident C. SIMITIS (1) ABl. Nr. C 230 vom 26. 8. 1993, S. 4. (2) ABl. Nr. C 34 vom 2. 2. 1994, S. 90. (3) Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 18. November 1993 (ABl. Nr. C 329 vom 6. 12.  1993, S. 264). Gemeinsamer Standpunkt des Rates vom 14. Januar 1994 (ABl. Nr. C 101 vom 9. 4. 1994,  S. 21). Beschluß des Europäischen Parlaments vom 9. Februar 1994 (ABl. Nr. C 61 vom 28. 2. 1994). (4) ABl. Nr. L 117 vom 8. 5. 1990, S. 28. Beschluß geändert durch den Beschluß 93/167/Euratom, EWG  (ABl. Nr. L 69 vom 20. 3. 1993, S. 43).  ANHANG I VIERTES RAHMENPROGRAMM (1994-1998): BETRAEGE UND AUFTEILUNG >PLATZ FÜR EINE  TABELLE> Indikative Aufteilung auf Themen und Bereiche des ersten Aktionsbereichs Millionen ECU (zu  laufenden Preisen) A. Informations- und Kommunikationstechnologien 3 405 1. Telematik 843 2.  Kommunikationstechnologien 630 3. Informationstechnologien 1 932 B. Industrielle Technologien 1 995  4. Industrielle und Werkstofftechnologien 1 707 5. Meß- und Prüfverfahren 288 C. Umwelt 1 080 (7)  6. Umwelt und Klima 852 7. Meereswissenschaften und -technologien 228 D. Biowissenschaften und  -technologien 1 572 8. Biotechnologie 552 9. Biomedizin und Gesundheitswesen 336 10. Landwirtschaft  und Fischerei (einschließlich Agrarindustrie, Lebensmitteltechnologie, Forstwirtschaft, Aquakultur  und Entwicklung des ländlichen Raums) 684 E. 11. Nichtnukleare Energien 1 002 F. 12. Verkehr 240 G.  13. Sozioökonomische Schwerpunktforschung 138 9 432 (1) (2) (1) Davon 600 Millionen ECU  für die operationellen Mittel der GFS. (2) Davon 91 Millionen ECU für in Programmen enthaltene wissenschaftliche und technische  Unterstützungsmaßnahmen, die wettbewerbsorientiert sein müssen. (3) Neben den Mitteln für den dritten Aktionsbereich wird durchschnittlich 1 % der Gesamtmittel des  Vierten Rahmenprogramms für die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse im Rahmen des ersten  Aktionsbereichs bereitgestellt. Eine enge Koordinierung der Verbreitungs- und  Verwertungsaktivitäten im Rahmen der spezifischen Programme des ersten Aktionsbereichs mit den  Verbreitungs- und Verwertungsaktivitäten im Rahmen des dritten Aktionsbereichs wird  sichergestellt. (4) Davon 37 Millionen ECU für die wissenschaftliche und technische Ad-hoc-Unterstützung anderer  Gemeinschaftspolitiken, die auf wettbewerbsorientierter Grundlage bereitgestellt werden. (5) Zusammen mit diesem Rahmenprogramm wird ein Rahmenprogramm 1994-1998 im Bereich der Forschung  und Ausbildung für die Europäische Atomgemeinschaft mit einem Betrag in Höhe von insgesamt 1 254  Millionen ECU beschlossen. Somit erhöht sich der Gesamtbetrag für sämtliche FTE-Maßnahmen der  Gemeinschaft auf 12 300 Millionen ECU. (6) Mit der Möglichkeit einer Aufstockung auf 11 641 Millionen ECU nach Artikel 1 Absatz 3. (7) Umweltbezogene Forschungsvorhaben werden auch im Rahmen anderer Bereiche des ersten  Aktionsbereichs durchgeführt, insbesondere in den Bereichen industrielle Technologien, Energie und  Verkehr.  ANHANG II AUSWAHLKRITERIEN FÜR GEMEINSCHAFTLICHE MASSNAHMEN Die Tätigkeiten der  Gemeinschaft auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung sowie der Demonstration  sollten die Maßnahmen in den Mitgliedstaaten ergänzen und auf genau definierte Ziele ausgerichtet  sein. Die Vorhaben werden aufgrund ihrer wissenschaftlichen und technischen Qualität ausgewählt.  Die Tätigkeiten sollten - die technologische Grundlage der Gemeinschaftsindustrie stärken und ihr das zur Verbesserung  ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit notwendige Wissen und Know-how liefern und/oder - zur Durchführung anderer Gemeinschaftspolitiken beitragen. Die Gemeinschaft wird nach dem Subsidiaritätsprinzip nur tätig, sofern und soweit die Ziele der in  Betracht gezogenen Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können  und daher wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkungen besser auf Gemeinschaftsebene erreicht werden  können. Die Maßnahmen der Gemeinschaft gehen nicht über das für die Erreichung der Ziele des  Vertrages erforderliche Maß hinaus. Die Maßnahmen sollten dazu beitragen, die allgemeinen Ziele der Gemeinschaft wie Förderung einer  dauerhaften Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität der Bürger der Gemeinschaft zu  erreichen. Die Maßnahmen sollten auf der Grundlage einer eingehenden Vorabbeurteilung ausgewählt  werden. Sie sollten ferner kurfristige, mittelfristige oder langfristige Vorteile (Mehrwert)  erbringen und dazu beitragen, daß eine maximale Kostenwirksamkeit erzielt wird, wobei die  eingesetzten Mittel der Zielsetzung angemessen sein müssen. Die Forschungstätigkeiten sollten weiterhin auf die generische und vorwettbewerbliche Forschung  branchenübergreifenden Charakters ausgerichtet sein. Zur Rechtfertigung gemeinschaftlicher Aktionen sollten insbesondere die nachstehenden Kriterien  dienen: - sehr groß angelegte Forschungen, für die die Mitgliedstaaten nicht oder nur unter Schwierigkeiten  die notwendigen Mittel und das erforderliche Personal bereitstellen könnten; - Forschungen, deren gemeinsame Durchführung - selbst nach Berücksichtigung der bei jeglicher  internationaler Zusammenarbeit anfallenden Sonderkosten - offensichtliche Vorteile bieten würde; - Forschungen, die es aufgrund der einander ergänzenden Natur der einzelstaatlichen Arbeiten in  Teilen eines bestimmten Gebiets ermöglichen, daß in der Gemeinschaft als Ganzes wesentliche  Ergebnisse bei Problemen erzielt werden, für deren Lösung Forschungen in einem - insbesondere  geographisch grösseren - Rahmen erforderlich sind; - Forschungen, die zur Vollendung des Binnenmarktes beitragen und die - wo es notwendig erscheint -  zur Erstellung einheitlicher Normen und Standards führen; - Forschungen, die zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft  und zur Förderung ihrer harmonischen Entwicklung in allen Bereichen beitragen und zugleich mit dem  Streben nach wissenschaftlicher und technischer Qualität übereinstimmen; - Forschungsaktionen, die zur Mobilisierung oder zur Verbesserung des wissenschaftlich-technischen  Potentials in Europa beitragen, und Aktionen, die die Koordinierung zwischen einzelstaatlichen  FTE-Programmen, zwischen einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen FTE-Programmen und zwischen  Gemeinschaftsprogrammen und Arbeiten in anderen internationalen Gremien verbessern.  ANHANG III WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELSETZUNGEN Dieser Anhang enthält  eine Beschreibung der wissenschaftlichen und technologischen Zielsetzungen einschließlich der zu  ihrer Umsetzung erforderlichen Mechanismen. Die vom Vierten Rahmenprogramm abgedeckten Aktionsbereiche umfassen das gesamte Bündel der  gemeinschaftlichen FTE-Anstrengungen. Sie sollen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen  Industrie und die Lebensqualität erhöhen und die wissenschaftliche und technologische Grundlage  liefern, die zur Förderung einer dauerhaften Entwicklung, des Umweltschutzes und anderer  gemeinsamer Politiken erforderlich ist. Entsprechend der gemeinschaftlichen Industriepolitik und zur Befriedigung der steigenden  gesellschaftlichen Bedürfnisse müssen diese Maßnahmen insbesondere einen Beitrag zur Verwirklichung  einer Reihe ganz spezifischer Ziele leisten: - leistungsfähige und verläßliche Infrastrukturen, beispielsweise für Information und  Kommunikation, sowie Infrastrukturen, die den Anforderungen der gemeinschaftlichen Verkehrs- und  Energiepolitik genügen; - effiziente, saubere, ungefährliche und umweltschonende Fertigung auf der Grundlage moderner  Fertigungsorganisation, bei der menschliche Faktoren berücksichtigt werden; - Förderung des Umweltschutzes als eine Möglichkeit für die Industrie, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu  verbessern; - Erhöhung der Lebensqualität mit besonderem Augenmerk auf Gesundheit und Hygiene; - Sicherstellung der technologischen und industriellen Integration innerhalb des Binnenmarktes  (insbesondere durch stärkere Koordinierung von FTE- und Normungspolitik); - frühzeitige Berücksichtigung technologischer und industrieller Veränderungen, um den Bedürfnissen  des Marktes und der Gesellschaft besser gerecht zu werden, wie etwa im Hinblick auf einen hohen  Beschäftigungsgrad; - Verstärkung der Synergieeffekte zwischen der internationalen Zusammenarbeit in Wissenschaft und  Technologie und den Aussenbeziehungen der Gemeinschaft; - Sicherstellung der wirksamen Verbreitung der wissenschaftlichen und technologischen  Errungenschaften in Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere bei den KMU; - Förderung der Beherrschung neuer Technologien. Zur Verwirklichung dieser Ziele wird die Gemeinschaft in vier Aktionsbereichen tätig: - Der erste Aktionsbereich umfasst die Programme auf dem Gebiet der Forschung, technologischen  Entwicklung und Demonstration; - im zweiten Aktionsbereich geht es um die Förderung der Zusammenarbeit mit Drittländern und  internationalen Organisationen auf dem Gebiet der gemeinschaftlichen FTE; - der dritte Aktionsbereich betrifft die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse der  gemeinschaftlichen FTE-Maßnahmen; - im vierten Aktionsbereich geht es um die Förderung der Ausbildung und Mobilität der Forscher in  der Gemeinschaft. Bei der Auswahl der FTE-Maßnahmen im Rahmen dieser Aktionsbereiche ist zu berücksichtigen, daß eine  stärkere Konzentration erforderlich ist, um den durch die FTE-Anstrengungen der Gemeinschaft  erzielten Mehrwert zu erhöhen. Die Gemeinschaft muß eine ausgeglichene Entwicklung ihrer wissenschaftlichen und technologischen  Ressourcen anstreben. Bei der Festlegung der vorrangigen Forschungsthemen des ersten  Aktionsbereichs sind die Interessen und Möglichkeiten aller Mitgliedstaaten, einschließlich der am  wenigsten fortgeschrittenen, zu berücksichtigen. Die Tätigkeiten im dritten und vierten  Aktionsbereich werden in den weniger entwickelten Regionen und Ländern wachsende Auswirkungen  haben. Die Unterstützung der Gemeinschaft für die FTE-Maßnahmen, die in den ersten Aktionsbereich fallen,  wird sich weiterhin auf generische und vorwettbewerbliche branchenübergreifende Forschung  konzentrieren. Hierzu gehören auch Forschungs- und Unterstützungstätigkeiten der GFS  institutioneller Art sowie wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten, die sich für  einen wettbewerbsorientierten Ansatz eignen. Darüber hinaus konzentrieren sich die  Gemeinschaftsmaßnahmen auf mehrere grosse Themenbereiche, die zum Ziel haben, daß europäische  Forschung zur Lösung der Probleme von Industrie und Gesellschaft besonders wirksam beitragen kann.  Eine Finanzierung von Produkt- bzw. Verfahrensentwicklung findet nicht statt. Es muß ein operationeller Ansatz entwickelt werden, mit dem eine effektive Schnittstelle zwischen  den disziplinübergreifenden Forschungsprogrammen und den Bedürfnissen der Industrie geschaffen  werden kann. Zu diesem Zweck konsultiert die Kommission Vertreter der Industrie, der  Forschungsstellen und der Anwender. Die Kommission koordiniert auch die Maßnahmen der einzelnen  disziplinübergreifenden Forschungsprogramme. EUREKA bleibt weiterhin Hauptträger der eher marktorientierten FTE-Maßnahmen. Die Synergie zwischen  den Gemeinschaftstätigkeiten und EUREKA wird verbessert. Zu diesem Zweck werden unter Wahrung der  spezifischen Merkmale des jeweiligen Programmrahmens folgende Ziele verfolgt: flexible und aktive  Zusammenarbeit zwischen den Vertretern von EUREKA- bzw. Gemeinschaftsvorhaben mittels regelmässigen  Informationsaustauschs, Weiterleitung der Vorschläge für FuE-Vorhaben an den jeweils geeignetsten  Rahmen und verbesserte Interaktion zwischen Gemeinschaftspolitiken und EUREKA-Vorhaben,  insbesondere durch verstärkte Beteiligung der Gemeinschaft an diesen Vorhaben unter gleichzeitiger  Einhaltung der Gemeinschaftsverfahren. Den Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskapazitäten von kleinen und mittleren Unternehmen,  Hochschuleinrichtungen und Forschungszentren wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.  Entsprechende Partnerschaften werden gefördert. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen an den  Gemeinschaftsprogrammen zu fördern, indem das Konzept der raschen Reaktion auf spontan eingereichte  Vorschläge ausgeweitet wird (technologischer Anreiz); dabei wird auf den Erfahrungen aufgebaut, die  mit der CRAFT-Aktion und den Durchführbarkeitsprämien im Rahmen von BRITE-EURAM gesammelt wurden. Was die Demonstrationsvorhaben anbelangt, so wird das Ziel angestrebt, die technische Machbarkeit  einer neuen Technologie sowie gegebenenfalls ihre möglichen und wirtschaftlichen Vorteile zu  belegen. Die Vorhaben betreffen den vorwettbewerblichen Bereich und sollten daher auf die Anwendung  neuer Technologien ausgerichtet sein und eine Beteiligung der Hersteller und der Anwender  vorsehen. In den einzelnen Aktionsbereichen wird ausserdem der Grundlagenforschung Aufmerksamkeit gewidmet,  soweit dies angebracht ist. In jedem Forschungsbereich wird auf die Zusammenarbeit und die Koordinierung der einzelstaatlichen,  der gemeinschaftlichen, und, wenn dies angemessen ist, der europäischen Maßnahmen besonderes  Gewicht gelegt. Über die Aktionen auf Kostenteilungsbasis in ausgewählten Forschungsbereichen  hinaus wird es durch den verstärkten Rückgriff auf konzertierte Aktionen möglich sein, diese  Zusammenarbeit auf vielfältigeren Gebieten - unter Einhaltung der Auswahlkriterien des Anhangs II -  voranzutreiben. Ferner ist auf die Komplementarität zwischen den institutionellen  Forschungsaktionen der GFS und Aktionen auf Kostenteilungsbasis zu achten. Die GFS wird zudem allmählich in den Wettbewerb um die Mittel eintreten, die im Rahmen der nicht  direkte Aktionen betreffenden Aktivitäten des Rahmenprogramms verfügbar gemacht werden, was auch  Unterstützungsaktivitäten einschließt, die für einen wettbewerbsorientierten Ansatz geeignet sind.  Im Rahmen des staatenübergreifenden Charakters der Gemeinschaftsforschung können die GFS-Institute  Netze mit einem oder mehreren Forschungsinstituten in den Mitgliedstaaten bilden. Die Konsultation repräsentativer Stellen aus Wissenschaft, Technik und Industrie der Gemeinschaft  wird ausgebaut, vor allem bei der Festlegung der wissenschafts- und technologiepolitischen Optionen  auf europäischer Ebene. Über die im ersten Aktionsbereich vorgesehene sozioökonomische Forschung hinaus werden in allen  Themenbereichen des ersten Aktionsbereichs sowie im zweiten, dritten und vierten Aktionsbereich  geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Forschungsarbeiten mit Forschungsarbeiten der exakten  Wissenschaften, der Natur- und Ingenieurwissenschaften koordiniert. Dadurch sollen insbesondere das  wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld der geplanten Maßnahmen sowie ihre möglichen  Auswirkungen erforscht werden. Forschungsarbeiten, die auch für die Kohle- und Stahlindustrie von Interesse sein könnten, werden  in die entsprechenden Themen des ersten Aktionsbereichs übernommen, sofern sie die Auswahlkriterien  des Rahmenprogramms erfuellen, insbesondere hinsichtlich der vorwettbewerblichen und  branchenübergreifenden Ausrichtung. Die Maßnahmen von gegenseitigem Interesse zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit  Drittländern und internationalen Organisationen werden einerseits zentral (zweiter Aktionsbereich),  andererseits innerhalb der Themen des ersten Aktionsbereichs durchgeführt, wenn sie zur Erfuellung  der Ziele dieser Themen beitragen. Die internationale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit  kann ein Faktor zur Bestimmung des wirtschaftlichen Nutzens der FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft  sein. Hier ist Kohärenz zwischen einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Forschungspolitik  sicherzustellen. Der Rat legt die Regelungen für die Verbreitung der Erkenntnisse aus den spezifischen Programmen  und die übrigen Modalitäten für die Durchführung des Rahmenprogramms fest. Innerhalb dieses  Rechtsrahmens müssen die Verbreitungsmaßnahmen kohärent und abgestimmt sein. Dies setzt nicht nur  eine zentrale Leitung (dritter Aktionsbereich), sondern auch Vorkehrungen bezueglich der Verbreitung  innerhalb der einzelnen spezifischen Programme des ersten Aktionsbereichs voraus. Bei diesen Maßnahmen geht es auch darum, kleinen und mittleren Unternehmen sowie privaten und  öffentlichen Forschungslabors den Zugang zu Informationen über Gemeinschaftsprogramme und  -maßnahmen zu erleichtern. Mit der gleichen Zielsetzung werden im Rahmen des dritten  Aktionsbereichs die Gründung und Erweiterung von Zentren auf nationaler oder regionaler Ebene  unterstützt, die als Schnittstelle für die Verbreitung und optimale Verwertung von Ergebnissen  fungieren. Auch wenn die Verwertung der Ergebnisse in erster Linie Aufgabe der Unternehmen und Laboratorien  ist, erfordert sie dennoch in einigen Fällen - vor allem auf nationaler bzw. regionaler Ebene  (einschließlich insbesondere obengenannter Verbindungsstellen) - eine konzertierte  Gemeinschaftsaktion mit den jeweils Beteiligten und mit den zuständigen öffentlichen bzw. privaten  Stellen, damit bestimmte Ergebnisse geschützt, der Einsatz der Technologien vereinfacht und der  bestmögliche Innovationstransfer sichergestellt werden. In den dritten Aktionsbereich fallen ferner  nicht vom ersten Aktionsbereich abgedeckte wissenschaftliche Ad-hoc-Dienste auf Wettbewerbsbasis,  die zugunsten anderer Kommissionsdienststellen zur Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken  dienen. Innerhalb sämtlicher Themen des ersten Aktionsbereichs werden Maßnahmen im Hinblick auf Ausbildung  und Mobilität von Forschern durchgeführt, damit den Anwendern in den für die Gemeinschaft  vorrangigen Bereichen nicht nur die notwendigen Ergebnisse der FTE, sondern auch die für deren  Anwendung erforderlichen personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Dank solcher  Maßnahmen kann der wirtschaftliche Nutzen der Tätigkeiten in diesen vorrangigen Bereichen erhöht  werden. Jedoch muß die europäische Dimension auch für allgemeinere Maßnahmen zur Entwicklung der  personellen Ressourcen genutzt werden, um auf wissenschaftlich-technische Entwicklungen in neuen  Fachgebieten sofort reagieren zu können. Im vierten Aktionsbereich, der auf eine fortgeschrittene  Ausbildung und Mobilität in den Laboratorien in der gesamten Gemeinschaft abzielt, wird daher das  Konzept der Öffnung beibehalten und das Schwergewicht auf Partnerschaften zwischen Hochschulen,  Forschungseinrichtungen und Industrie gelegt. Zur Durchführung dieser von der Gemeinschaft unterstützten Forschungsarbeiten wird ein  zweigleisiges Konzept verfolgt: zum einen die Konzentration der Finanzmittel auf eine begrenzte  Anzahl von Themen, die nach den Kriterien des Anhangs II ausgewählt wurden (Aktionen auf  Kostenteilungsbasis), und zum anderen eine verbesserte Koordinierung zwischen den einzelstaatlichen  FTE-Programmen sowie zwischen den einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen FTE-Programmen durch  zweckentsprechende Verfahren. Neben den herkömmlichen Netzen, die bisher im Rahmen der Gemeinschaftsaktionen realisiert wurden,  könnten insbesondere folgende organisatorische Mittel zum Einsatz kommen: - themenbezogene Forschungsnetze, in denen Hersteller, Anwender, Universitäten und  Forschungszentren mit dem gleichen technologischen oder industriellen Ziel zusammenfinden. Diese  Netze sollen die Integration und den Transfer von Wissen und Technologie erleichtern und dafür  sorgen, daß die Markterfordernisse besser berücksichtigt werden. Sie werden mit Unterstützung der  Gemeinschaft nach dem bereits während der Durchführung des Dritten Rahmenprogramms in den Bereichen  Mikrosysteme, Linguistik und flexible Fertigung erprobten Modell eingerichtet, wobei die  Gemeinschaft unterstützend tätig wird. Konzeption und Management dieser Netze bleiben der  Initiative der Forscher überlassen; - Konzertierungsnetze, die mit Unterstützung der Kommission organisiert werden und sich an dem  bereits früher, beispielsweise in den biomedizinischen Programmen, verwendeten Modell orientieren; - Arbeitsgemeinschaften für integrierte Projekte nach dem für das Fusionsprogramm in früheren  Rahmenprogrammen gewählten Modell. Die Mitgliedstaaten unterstützen die Kommission bei der Auswahl  der Laboratorien und Institute, die in ein integriertes, durch Bündelung der Mittel in der  Gemeinschaft gefördertes Projekt einbezogen werden. Grosse europäische Forschungseinrichtungen wie  CERN, ESA und EMBL können eine Beteiligung beantragen, wobei von der Gemeinschaft jedoch  grundsätzlich keine Mittel bereitgestellt werden. Die GFS kann einen Beitrag zur Umsetzung dieses neuen Konzepts leisten. Als wichtige  Forschungseinrichtung, die direkt an der Formulierung und Durchführung der gemeinschaftlichen  Politik beteiligt ist, könnte sie in den Bereichen von Wissenschaft und Technik, die in ihre  Zuständigkeit fallen, eine Rolle bei der Organisation von Netzen und Arbeitsgemeinschaften spielen,  die öffentliche und private Laboratorien aus den Mitgliedstaaten umfassen. In den folgenden Abschnitten werden der wissenschaftliche und technologische Inhalt der geplanten  Maßnahmen sowie die Gründe für deren Aufnahme in das Rahmenprogramm für 1994 bis 1998 beschrieben. ERSTER AKTIONSBEREICH (a) Durchführung von Forschungs-, technologischen Entwicklungs- und  Demonstrationsprogrammen durch Förderung der Zusammenarbeit mit und zwischen Unternehmen,  Forschungszentren und Hochschulen Dieser Aktionsbereich umfasst einen Grossteil der Gemeinschaftstätigkeiten auf dem Gebiet der  Forschung und technologischen Entwicklung. Das Grundkonzept besteht in der Beteiligung  transnationaler Zusammenschlüsse von Organisationen, Forschungszentren - einschließlich der  Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) -, Hochschulen und Unternehmen. Der Aktionsbereich weist im  Vierten Rahmenprogramm folgende Grundzuege auf: ALLGEMEINE ZIELE: Drei Hauptziele bilden die Grundlage des Vierten Rahmenprogramms: Förderung der  Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie; Beitrag von Wissenschaft und Technologie zur  Erfuellung der Anforderungen der Gesellschaft; Unterstützung der verschiedenen gemeinsamen  Politiken. Bei der Verwirklichung dieser Ziele wird eine ausgewogene Kombination von Kontinuität  und Innovation angestrebt. Ferner werden Forschungstätigkeiten, die derzeit verstreut in Verbindung  mit gemeinsamen Politiken oder ausserhalb vom Rahmenprogramm durchgeführt werden, in diesem Programm  zusammengefasst. 1. INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN Die übergreifende Funktion der  Informations- und Kommunikationstechnologien in allen Bereichen von Industrie und Gesellschaft ist  für die FTE-Politik von entscheidender Bedeutung. Die Grenzen zwischen der Informations- und  Kommunikationstechnologie und anderen Wirtschaftszweigen, zwischen Anbietern und Anwendern sowie  zwischen gewerblichen und privaten Benutzern verwischen immer mehr, da die Informations- und  Kommunikationstechnologien in allen Dienstleistungs- und Produktionsbranchen vermehrt Anwendung  finden. Eine neue "Digitalindustrie" entsteht. Verwaltung, Gesundheitswesen, Ausbildung, Verkehr,  Umwelt und Unterhaltung, Arbeitsplatz und Haushalt - überall steigt die Abhängigkeit von der  Informations- und Kommunikationstechnologie. Was diese Industrie selbst angeht, so müssen die  Anbieter aufgrund des Tempos des technologischen Fortschritts immer mehr Anstrengungen unternehmen,  um wettbewerbsfähig zu bleiben; dabei steigen jedoch die FTE-Kosten selbst für grosse Firmen in  schwindelerregende Höhen. Dahinter steht die Ausbildung einer neuen Informations- und  Kommunikationsinfrastruktur, die Informationsinhalt, Speicherung, Rechenkapazität, Kommunikation,  Dienste und Anwendungen miteinander verknüpft. Die doppelte Zielsetzung der gemeinschaftlichen FTE im Bereich der Informations- und  Kommunikationstechnologien ist die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie  angesichts der Vorteile des Binnenmarktes und die Befriedigung der Bedürfnisse der Gesellschaft  nach besserer Lebensqualität. Zur Erfuellung dieses Ziels und in Anbetracht der  technologiebestimmten, auf eine wachsende Informations- und Kommunikationsindustrie ausgerichteten  Politik der 80er Jahre wird künftig ein benutzer- und marktorientiertes Vorgehen im Vordergrund  stehen, das auf die Entwicklung der neuen Infrastruktur abgestimmt ist. Dabei werden sich die  Arbeiten auf die Ergebnisse des Zweiten und Dritten Rahmenprogramms stützen, da deren Programme wie  ESPRIT (Informationstechnologie), RACE (Kommunikationstechnologie) sowie DRIVE, AIM, DELTA und  sonstige Telematikanwendungen eine solide wissenschaftliche und konzeptuelle Grundlage für die  Einbindung der Informations- und Kommunikationstechnologien in die Gesellschaft und für den Aufbau  der neuen Infrastruktur geliefert haben. Die Tätigkeiten werden weiterhin vorwettbewerblicher Art  sein und den Schwerpunkt auf Demonstration, Validierung und Integration von Technologien,  Spezifikationen und Normen legen. Sie werden unterstützt durch längerfristige weiterführende  Forschungsarbeiten, vor allem durch interdisziplinäre Forschung auf Gebieten, die für mehrere  Industriezweige von Belang sind. Bei der neuen Ausrichtung der FTE auf die grundlegenden Technologien und Anwendungen, die für eine  europaweit angelegte Informationsinfrastruktur entscheidend sind, wird auf sorgfältige  Koordinierung mit einzelstaatlichen Maßnahmen geachtet und so das Subsidiaritätsprinzip gewahrt. Darüber hinaus stärken der Ausbau und die Erweiterung der Infrastruktur den wirtschaftlichen und  sozialen Zusammenhalt, indem Informationen, Dienstleistungen und moderne Kommunikationsdienste  Unternehmen und Bürgern in entlegenen Regionen zugänglich gemacht werden. KMU können dadurch ihr  gesamtes Wettbewerbspotential entfalten. Anhand der Erfordernisse der Infrastruktur lassen sich die  vorrangigen FuE-Bereiche festlegen; dies sichert eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur setzt sich aus vier Hauptbereichen zusammen:  Anwendungen, integrierte Systeme, Kommunikationsdienste und unterstützende  Informationstechnologien. Die Bereiche der grundlegenden Informations- und  Kommunikationstechnologien umfassen die Technologien, die den Kern der Infrastruktur bilden und die  für die Technologien für das digitale, insbesondere hochauflösende Fernsehen ebenfalls von grosser  Bedeutung sind; hierzu gehören Bauelemente, Computer, Software, Datenbanken,  Hochgeschwindigkeitsnetze für Informationen und Videodisplays. Sie stellen die Bausteine für die  komplexen integrierten Systeme dar, die Technologien wie Sprachdatenverarbeitung,  Hochleistungsrechnen und Multimediaschnittstellen zusammenführen. Diese wiederum bilden die  Grundlage für Anwendungen auf Gebieten wie Gesundheits- und Verkehrswesen, offene Lernsysteme,  Statistik, Bibliotheken und Unternehmensstruktur. Die wachsende Verzahnung von Informationstechnologien und Kommunikationstechniken in der  Informationsinfrastruktur führt zu einer grösseren Komplexität der Systeme, was wiederum von der  Verfügbarkeit von Technologien zur Integration der Systeme abhängt. Die FTE-Tätigkeiten in den verschiedenen Bereichen sind eng miteinander verwoben; dies spiegelt die  zunehmende Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien wider. Ausserdem hat die  breite Anwendung dieser Technologien zur Folge, daß es Berührungspunkte mit vielen anderen  Themenbereichen des Rahmenprogramms gibt. Projekte, die eine Zusammenarbeit zwischen Anbietern und Benutzern vorsehen, werden stärker  berücksichtigt. In Verbindung mit rationellen Verfahren für kleinere Projekte wird somit  insbesondere die Mitwirkung von KMU erleichtert. Um die industriellen und sozialen Auswirkungen von FTE-Ergebnissen zu verstärken, wurden  FTE-Maßnahmen in eine Reihe in sich geschlossener industriepolitischer Aktionen eingebettet. Danach  werden flankierende Maßnahmen vor allem durch eine kontinuierliche Analyse der Entwicklung des  Marktes sowie der industriellen und technologischen Entwicklung systematisch ermittelt. Diese  Analysen fungieren als Leitlinien für künftige Aktionen und bereiten die Durchführung geeigneter  industriepolitischer Maßnahmen vor. FTE-Aktivitäten, die über die Bereiche der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur  hinausgehen, werden in drei Themenbereiche untergliedert. A. Allgemeinrelevante Telematikanwendungen In diesem Unterbereich geht es um FTE-Maßnahmen für Anwendungen der Informations- und  Kommunikationstechnologien, die einerseits den Anforderungen aus den einzelnen Bereichen der  Gemeinschaftspolitik und den Grundbedürfnissen der modernen Gesellschaft auf Gebieten wie  Gesundheits-, Verkehrs- oder Bildungswesen beizutragen suchen und andererseits die europäische  Industrie auf die neuen Märkte, die sich aus den Forschungstätigkeiten ergeben, vorbereiten.  Allgemeines Ziel sind die Verbesserung der Effizienz bei der Entwicklung von Telematikanwendungen  und die Interoperabilität von Systemen und Telematiknetzen durch pränormative Forschung und  Entwicklung sowie Versuche zur technischen Validierung. Dabei wird auf die Erfahrungen aus dem  Dritten Rahmenprogramm zurückgegriffen, wobei sich jedoch der Schwerpunkt von der Datentelematik  auf die Multimediatelematik verlagert. Die Arbeiten werden sich auf sieben Themen konzentrieren und  eng mit anderen einschlägigen Tätigkeiten der Gemeinschaft koordiniert. In die FTE-Tätigkeiten zu  Telematikanwendungen werden die potentiellen Benutzer eng miteinbezogen, und diese Tätigkeiten  werden auch darauf abzielen, den allgemeinen Gegenstand jedes Projekts und die Gemeinsamkeiten  zwischen den Anwendungsmöglichkeiten in den einzelnen Bereichen optimal zu nutzen; hierbei wird den  Bedürfnissen, die sich aufgrund der im Rahmen der einschlägigen Programme (z. B. Verkehrswesen)  durchgeführten Tätigkeiten ergeben, Rechnung getragen und eine angemessene Koordinierung mit diesen  Programmen sichergestellt, um den Transfer von Forschungsergebnissen zu erleichtern. Ziel der Arbeiten im Themenbereich Sprach- und Nachrichtenverarbeitung sind die Entwicklung von  Technologien für die Verarbeitung gesprochener und geschriebener Sprache in Informations- und  Kommunikationssystemen sowie die Demonstration ihrer Integration in viele verschiedene  Anwendungsbereiche. Hierzu gehören auch Forschungsarbeiten über elektronische Sprachdatenträger,  einschließlich Wörterbücher und Korpora, und allgemeine Linguistik. Unter die Informationstechnik  fallen elektronische Publikationssysteme, neue Datenbankstrukturen zur Verbesserung des Zugriffs  auf Informationen, Verbesserungen bei der Nutzbarkeit von Informationen und bei der  Informationsverwaltung, kooperative FTE-Netze und Normungsarbeiten. Entwicklung und Verbesserung transeuropäischer Telematikanwendungen. Die europäische Forschung  braucht heute, um effizienter zu sein, moderne transeuropäische Netze und Dienste. Ausserdem ist  durch den Binnenmarkt der Bedarf an Diensten und Informationsaustausch zwischen Verwaltungen  gewachsen. Diesem Bedürfnis nach verbesserten Telematikdiensten wird mit FTE-Maßnahmen Rechnung  getragen, mit denen auf der Grundlage der ständig zunehmenden Palette neuer Technologien und mit  Hilfe verbesserter europäischer Telekommunikationsnetze kostengünstige Lösungen entwickelt und  validiert werden sollen. Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Anwendungen, die verteilte  Dienste für Informationsaustausch und Videokonferenzschaltungen zusammenführen. Die Ergebnisse der  FTE-Tätigkeit in diesem ersten Bereich, der sich ausschließlich mit transeuropäischen Anwendungen  befasst, werden für die übrigen Telematikanwendungen nutzbar gemacht. Anwendungen für die Gesundheitsfürsorge dienen der Förderung von Telematiktechnologien für die  nicht ortsgebundene Gesundheitsfürsorge, einschließlich der medizinischen Diagnose und der  Chirurgie. Im Mittelpunkt stehen hier der Zugang zu Informationen, Datenaustausch und -verwaltung,  Telemedizin sowie Fragen der Sicherheit und Privatsphäre, während bei Anwendungen für Behinderte  und ältere Menschen Systeme und Dienste entwickelt und validiert werden, die die Integration  älterer und behinderter Personen ermöglichen. Durch Maßnahmen auf dem Gebiet der flexiblen Aus- und Weiterbildung sowie des Fernunterrichts und  des Informationsaustauschs zwischen Bibliotheken wird eine effiziente Aus- und Weiterbildung  gewährleistet, die einen breiten Kreis erreicht und auf die Bedürfnisse einzelner, der Industrie  und der Forscher zugeschnitten ist. Zu diesen Maßnahmen gehört die Entwicklung von Technologien und  Systemen für den Entwurf und die Verwirklichung von Lernprodukten und -dienstleistungen sowie ihre  Integration in experimentelle Netze. Ferner erstrecken sich die Maßnahmen auf den Aufbau der  wissenschaftlichen und technologischen Grundlage für europäische Bibliotheken und eine vernetzte  Bibliotheksinfrastruktur. Auf dem Gebiet der FTE für Telematikanwendungen im Verkehr werden gemeinsame  Funktionsspezifikationen, Praktiken und Leitlinien für Telematiksysteme und -dienste für alle  Verkehrsmittel einschließlich des multimodalen Verkehrs entwickelt und validiert. Besonderes  Augenmerk gilt dabei Telmatiksystemen als Beitrag zum Management des Schienen-, Schiffs- und  Strassenverkehrs einschließlich des innerstädtischen und städteverbindenden Verkehrs und des  multimodalen Verkehrs sowie der Schaffung eines harmonisierten und schließlich einheitlichen  europäischen Luftverkehrsmanagementsystems. Die praktische Umsetzung dieser Anwendungsmöglichkeiten  setzt die Entwicklung geographischer Informationsdienste für das Verkehrswesen voraus. Bei den Anwendungen für Stadtgebiete und ländliche Regionen werden Lösungen validiert, wie  Telearbeit und Teledienst, die Arbeit und Dienstleistungen zu den Bürgern bringen und so unnötige  Fahrten vermeiden helfen. Es wird auch der Abwanderung von Firmen und Bewohnern aus ländlichen  Regionen vorgebeugt, und das tägliche Leben wird erleichtert. Besondere Aufmerksamkeit wird der  Benutzerfreundlichkeit dieser Telematikdienste geschenkt, insbesondere im Hinblick auf die  Allgemeinheit und kleine und mittlere Unternehmen. Schließlich wird in Sondierungsaktionen erkundet, welche Fragen in neuen Bereichen wie der Umwelt  durch Telematikdienste gelöst werden können (Beobachtung, Überwachung und Kontrolle der  Umweltverschmutzung, Frühwarnung vor grossen Naturkatastrophen, Umgang mit Umweltgefährdungen und  Nachweis gefährlicher Stoffe) und in welchen anderen Bereichen sinnvollerweise Telematikdienste im  Zuge des Vierten Rahmenprogramms entwickelt werden sollten. B. Technologien für fortgeschrittene Kommunikationsdienste Telekommunikationsnetze sind ein unerläßlicher Bestandteil der Informationsinfrastruktur.  Generelles Ziel dieses Themenunterbereichs ist die Entwicklung fortgeschrittener und  kostengünstigerer Kommunikationssysteme und -dienste für die Festigung des Binnenmarktes, den  wirtschaftlichen Fortschritt und den sozialen Zusammenhalt in Europa unter Berücksichtigung der  raschen technologischen Entwicklung, der geänderten ordnungspolitischen Lage und der Möglichkeiten  für die Entwicklung fortgeschrittener transeuropäischer Netze und Dienste. Für die Innovation der  Nutzungsmöglichkeiten und die weite Verbreitung europäischer Technologien und Fachkenntnisse soll  ein effizienter Rahmen geschaffen werden. Fünf Themen stehen im Vordergrund. Ziel der Arbeiten im Bereich der digitalen Multimediadienste ist die Stimulierung der Entwicklung  von modernen Technologien und Standardaustauschformaten für die Wiedergewinnung und Verbreitung  elektronischer Multimediainformationen (Text, Sprache, Bilder, Audio und Video). Hierin inbegriffen  ist die Entwicklung der Technologie für bodengestützte Funk-, Satelliten-, Glasfaser- und  Kabelübertragung interaktiver Digitalvideodienste. Ferner soll die Entwicklung von Vermittlungs-,  Verarbeitungs- und Aufnahmetechniken für Diensteanbieter, Netzbetreiber und Benutzer gefördert  werden; hierzu gehören auch Technologien für Bildkompression, variable Bit-Ratencodierung,  drahtlose Netze, Netzschnittstellen und Aufzeichnung. Die Arbeiten im Bereich der digitalen Audio-  und Videotechnik erstrecken sich auf die Entwicklung von Technologien für die gesamte  Signalverarbeitungs- und -übertragungskette. Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der  Photonentechnologie dienen der Förderung und Beschleunigung der europäischen Entwicklung  integrierter Photonensysteme; ausserdem geht es um die Entwicklung integrierter optischer  Subsysteme, modular integrierbare Bauelemente "free packaging") und Massenfertigungstechniken und  optische Rangierleitungen sowie um Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert: dreidimensionale  holographische Displays, Erkennung bewegter Bilder und neue Signalkompressionstechniken. Hinter dem  Thema mobile Kommunikation steht das Ziel, die Mobilität in ortsfesten Netzen sicherzustellen und  fortgeschrittene Funk- und Satellitensysteme in ganz Europa zu nutzen. Gegenstand der  Forschungsarbeiten sind die Entwicklung von Technologien der Zeichencodierung, Zugriffsysteme,  Kanal-, Netz- und Diensteverwaltung, die Entwicklung neuer Zeichengabeprotokolle und die Sicherung  der Kompatibilität und Interoperabilität von Netzen durch Protokolle für einen transparenten  gemeinsamen Netzbetrieb. Mit den Vorhaben zur Intelligenz in Netzen und dem Dienste-Engineering  sollen Technologien entwickelt werden für das flexible und das Echtzeitmanagement von  Kommunikationsbeständen, die schnelle und flexible Einführung neuer Dienste in fortgeschrittenen  Netzen und eine effiziente Netzverwaltung und Nutzung von Diensten in einer mannigfaltigen und  wettbewerbsbestimmten Umgebung. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung von Werkzeugen  für die Integration von Diensten und unterstützen die Erarbeitung von Protokollen und Normen. Die  Entwicklung, der Ausbau und die Prototyperstellung von Umgebungen für die Schaffung neuer Dienste  sowie die Entwicklung moderner "Betriebssysteme" für Kommunikationsdienste sollen ebenfalls  behandelt werden. Die Arbeiten zur Sicherheit der Informations- und Kommunikationssysteme erstrecken sich auf die  Entwicklung und Demonstration von Technologien für die Integrität, Vertraulichkeit und  Verfügbarkeit von Informationen in integrierten Systemen. Geforscht werden soll auf dem Gebiet  neuer technologischer Möglichkeiten zur Gewährleistung der Sicherheit, zur Entwicklung von  Software, Protokollen und Komponenten und zu ihrer Integration in sichere Systeme und Dienste;  hinzu kommen Validierung und Erprobung in integrierten Systemen. Besonders wichtig sind die  Bereiche elektronischer Zahlungsverkehr, Gesundheitsfürsorge und Telearbeitssysteme. C. Informationstechnologien Den Schwerpunkt dieses Themenunterbereichs bilden Technologien zur Unterstützung der  Informationsinfrastruktur, wobei Maßnahmen ausgewählt werden, die von entscheidender Bedeutung und  auf europäischer Ebene am ertragreichsten sind. Hier besteht ein enger Zusammenhang mit den drei  anderen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien: Arbeiten auf dem Gebiet der  Informationstechnologien liefern wichtige Ergebnisse, die in den anderen Bereichen verwertet  werden, umgekehrt bestimmen diese Bereiche die Arbeiten zu den Informationstechnologien. Letztere  umfassen sechs Themengebiete. Ziel des Themas Halbleitertechnologien einschließlich anwendungsspezifischer Schaltungen (ASICs)  ist die Erstellung wichtiger mikrölektronischer Bauelemente, die die Wettbewerbsfähigkeit der  gesamten Hochtechnologieindustrie untermauern. Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit stehen  Halbleitertechnologien, die gegen Ende der 90er Jahre viel genutzt werden dürften; hierzu gehören  auch digitale CMOS und CMOS-gestützte analoge Schaltkreise und A/D-Mischschaltkreise,  Hochleistungsschaltkreise (smart power) und Hochleistungssensoren (smart sensors) sowie auf  III-V-Werkstoffe (z. B. GaAs) gestützte Technologien im Hinblick auf deren Verwendung in künftigen  informations- und kommunikationstechnologischen Systemen. Darüber hinaus werden passive Bauteile  und Leistungsbauteile behandelt, so daß gleichzeitig ein Beitrag zur Ermittlung ihrer Merkmale  geleistet wird; im Mittelpunkt dieser Tätigkeit stehen die Verkleinerung, die Integration von  Bauteilen, die Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit und die Senkung der Kosten. Alle Aspekte des  Prozesses einschließlich Entwurf, Betriebsmittel und Fertigung werden unterstützt. Die  Systemintegration fortgeschrittener Bausteine in ASICs ist ein Schlüsselbereich. Die Arbeiten über  offene Mikroprozessorsysteme sollen Europa zu einer allgemein anerkannten Kompetenz auf dem Gebiet  der Mikroprozessorsysteme verhelfen und deren weltweite Akzeptanz in Anwendungssystemen  vorantreiben. Es soll eine offene Bibliothek von Hardware-Bausteinen erstellt werden, die in  Ein-Chip-Systeme für eine ganze Palette von Anwendungen, Software für offene Systeme und sowohl  Hardware- als auch Software-Integrationswerkzeuge integriert werden können. Im Themenbereich  integrierte Mikrosysteme geht es um Technologien für den immer bedeutenderen Bereich der  Mikrosysteme, in dem die Mikrölektronik mit anderen Mikrotechnologien wie Mikromechanik und  Mikrooptik verbunden wird. Im Vordergrund stehen multidisziplinäres Entwerfen, Herstellung von  Miniatur-Multitechnologiesystemen sowie Integrations- und Packungsmethoden. Die Anwendbarkeit von  Mikrosystemen wird für spezifische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Maßnahmen im Rahmen der fortgeschrittenen peripheren Technologien konzentrieren sich auf  Technologien, die für kostengünstige, hochauflösende Flachbildschirme und Speicherungssubsysteme  für Computer, Fernsehgeräte und intelligente Systeme im Bereich der Luftfahrtelektronik, der  Kraftfahrzeugindustrie, der Telekommunikation, der Fertigung und im Einzelhandel benötigt werden.  Bei den Displays geht es um die Sichtqualität sowie um Grösse und Dicke des Bildschirms; die  LCD-Technologie steht hierbei im Vordergrund. Bei der Entwicklung von Speicherungssubsystemen wird  auf erhöhte Kapazität, Kompaktheit und Lese-/Schreibleistung geachtet. Mit dem Thema beste  Softwarepraxis sollen Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit bei der europäischen  Softwareherstellung verbessert werden, indem der optimale Einsatz von Softwarewerkzeugen und  -techniken, einschließlich Hilfen für den erneuten Einsatz und die Übertragbarkeit in eine  verteilte Umgebung, gefördert wird. Neben der Weiterentwicklung heutiger Techniken stehen auch  industrielle Experimente, Aufklärungskampagnen und Ausbildungsmaßnahmen für die Einführung neuer  Verfahren auf dem Programm; hierbei wäre gegebenenfalls auch das Europäische Software-Institut zu  beteiligen. Im Vordergrund des Themenbereichs verteilte Datenverarbeitung stehen Fragen der  Vereinbarkeit von Informationensverarbeitung und Kommunikationstechnologien, verteilte  Datenbankverwaltung, verteilte Statistiksysteme, offene verteilte Datenverarbeitung und  fortgeschrittene Mensch/Maschine-Schnittstellen. Im Themenbereich Hochleistungsrechner und -netze sollen die Nutzung der Technologien der  Hochleistungsrechner und der verteilten Systeme für den breitgestreuten Einsatz in Bereichen wie  Herstellung, Ingenieurtechnik und Vertrieb im Hinblick auf Anwendungen untersucht werden, die von  der zerstörungsfreien Simulation der Kollision von Kraftfahrzeugen und der Entwicklung von  Arzneimitteln und modernen Bildtechniken für die Erdbeobachtung bis zu Hoechstleistungsdatenbanken  reichen. Der Transfer von Anwendungen und die Implementierung von Benutzerumgebungen für die  Nutzung paralleler, verteilter und eingebetteter Systeme sowie die Entwicklung ausgewählter neuer  Anwendungen und Technologien wie Simulation und Echtzeit-Verarbeitung gehören ebenfalls in diesen  Bereich. Die Arbeiten auf dem Gebiet der integrierten Privatkommunikationssysteme (personal systems) dienen  der Entwicklung von Systemen zur Unterstützung des ortsunabhängigen individuellen Zugangs zu  Diensten der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur und der lokalen Datenbearbeitung. Die  Maßnahmen umfassen Miniaturisierung, neuartige multimodale Benutzerschnittstellen-Paradigmen,  hochgradige Systemintegration, Integration der "Smart card"-Technologie und individuelle  Anwendungen. Die Anwendbarkeit wird bei Systemen demonstriert wie der Computerunterstützung durch  "personal digital assistants" und Systemen für Einzel- und Gruppenarbeit. Die Forschungstätigkeiten zu den Multimedia-Systemen werden leistungsfähige Hardware- und  Softwarewerkzeuge für Entwurfts- und Entwicklungssysteme, Server für Multimedia-Informationen,  Hypermedia-Vorführungen, Dokumenten-Management, fortgeschrittene Kompressionsalgorithmen, Software  für den Schutz von Urheberrechten, Techniken der "virtüllen Realität" und Pilotanwendungen,  insbesondere im Bereich der Arbeitsabläufe in Unternehmen, abdecken. Eine informations- und kommunikationstechnologische Unterstützung der funktionsspezifischen  Integration im Bereich der Fertigung zielt auf die Entwicklung neuer Lösungen für die Fertigung und  Konstruktion ab, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und einen besseren Wirkungsgrad sowie  umweltfreundliche und sichere Arbeitsabläufe nach dem Konzept der "schlanken Produktion" zu  erreichen. Es werden eine spezifische Informations- und Kommunikationsinfrastruktur und moderne  Informations- und Kommunikationstechnologien für verteilte Arbeitsabläufe an verschiedenen  Standorten zur Unterstützung der Innovation entwickelt. Die Maßnahmen werden auf die Nutzung neuer  Organisationskonzepte unter Einbindung grundlegender Softwaretechniken, offener Systeme, der  Datenmodellierung und Datenbankerstellung, des rechnergestützten Entwerfens, der Mikrölektronik,  der Mikrosysteme und - gezielt - der Mechatronik zugeschnitten. 2. INDUSTRIELLE TECHNOLOGIEN Die weltweite Ausrichtung der Märkte, das  Auftreten neuer Wettbewerber, die Internationalisierung der Beschaffungsverfahren für neue  Technologien und die notwendige Verstärkung des Umweltschutzes zwingen die europäische Industrie,  ihre Strukturen und ihre Kooperations- und Wettbewerbsstrategien anzupassen. In den  Industrieländern geht der Anteil der verarbeitenden Industrie, der etwa 30 % des BIP (Baugewerbe  eingeschlossen) ausmacht, zurück. Dieser Wirtschaftszweig muß angekurbelt und wettbewerbsfähiger  gemacht werden, insbesondere durch eine verbesserte Zusammenarbeit mit den wissensorientierten  Bereichen (z. B. Dienstleistungen, Ingenieurtechnik, Ausbildung, Gesundheitswesen und Sicherheit).  Denn trotz der bisherigen Bemühungen befindet sich Europa noch immer in einer schwierigen Lage. Die  FuE-Ausgaben der Industrie und die Zahl der Forscher liegen noch beträchtlich unter denen Japans  und der Vereinigten Staaten (1,3 % des BSP gegenüber 2,2 % bzw. 1,9 %). Diese Kluft könnte sich  noch vergrössern. Vor diesem Hintergrund muß die Strategie der Gemeinschaft eine bedeutende  Katalysatorfunktion übernehmen und die Initiativen der Industrie sowie die weitere technologische  Innovation und die Ausarbeitung europäischer Normen unterstützen. Die für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie immer wichtigere Beherrschung eines breiten  Spektrums an Technologien rechtfertigt verstärkte Gemeinschaftsmaßnahmen in diesem Bereich. Die vorgeschlagenen Forschungsmaßnahmen stellen eine Fortführung der früheren dar. Sie  konzentrieren sich aber disziplinen- und branchenübergreifend auf die Entwicklung und Anwendung  grundlegender Wissenschaften und Technologien (wie die auf Industriesysteme angewandte Mathematik  und Physik, die neuen Entwurfs- und Organisationsmethoden, die Entwicklung von  Hochleistungswerkstoffen, die schnelle Entwicklung von Prototypen oder die Molekulartechnik).  Darüber hinaus werden die Entwicklung harmonisierter Meß- und Prüfverfahren sowie die pränormative  Forschung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beitragen und gleichzeitig die  gemeinschaftliche Rechtsetzung unterstützen. Die Forschungsaktionen zu den industriellen Technologien werden sich in Anlehnung an die neue  Industriepolitik der Gemeinschaft auf industrielle Technologien konzentrieren, deren Anwendung sich  rasch auf zahlreiche Industriezweige auswirken könnte. Die Erforschung neuer Technologien, die  umweltfreundliche ("saubere") Fertigungsverfahren oder flexible Fertigung ermöglichen, ist hierfür  ein anschauliches Beispiel, und ihr wirtschaftlicher Nutzen ist beträchtlich. Zahlreiche  Unternehmen, darunter auch kleine und mittlere Unternehmen, könnten sich diese  Forschungstätigkeiten zunutze machen, die sich auf strategische Ziele konzentrieren und bei denen  Zulieferer, Hersteller, Benutzer, Hochschulen und Forschungszentren gemeinsam mitwirken. Durch die  vorgeschlagenen Maßnahmen und insbesondere die Koordinierungsbemühungen wird der Aufbau  technologischer Netze angeregt, die vor allem über die Ausarbeitung von Industrienormen und  -spezifikationen eine verbesserte Kohärenz der Forschungsvorhaben sowie eine bessere Verwertung und  Verbreitung der Ergebnisse nach sich ziehen. Die Forschungsmaßnahmen der und für die kleinen und  mittleren Unternehmen sowie die Ausbildung im industriellen Umfeld werden ebenfalls ausgebaut. Die vorgeschlagene Aktion teilt sich auf vier Bereiche auf: Die ersten drei dienen der Integration  der Technologien des Lebenszyklus von Werkstoffen und Produkten (einschließlich der Anwendung der  bereits verfügbaren Informations- und Kommunikationstechnologien), während der vierte Bereich sich  eher der pränormativen Forschung widmet. A. Entwurfs- und Konstruktionstechnologien sowie Systeme für eine menschlichere Organisation der  Fertigung Dieser Themenbereich ist von entscheidender Bedeutung; er betrifft die gesamte Fertigungs- und  Verarbeitungsindustrie, einschließlich der traditionellen Industriezweige. Ziel ist die auf  Umweltverträglichkeit und Verbesserung der Lebensqualität und der Arbeitsbedingungen und speziell  der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer ausgerichtete Entwicklung und Anwendung neuartiger  Methoden, Techniken, Verfahren und Werkzeuge in jeder Phase des industriellen Prozesses, die für  die Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebend ist (Entwurf, Konstruktion, Fertigung und Wartung,  Qualität der Produkte), die verschiedenen Verbreitungstechnologien werden so in Fertigungssystemen  integriert und angewendet, daß sie den Bedürfnissen unternehmensübergreifender Netze und der  menschlichen Organisation der Fertigung angepasst sind. Hier geht es vor allem um die Anpassung und Anwendung grundlegender Lösungen für  computerintegrierte Technologien (CIT) (einschließlich der computerintegrierten Fertigung und  Konstruktion - CIME), die Technologie der Mikrosysteme, die Mensch/Maschine-Schnittstellen, die  "schlanke" Produktion/JIT-Produktion, die rasche Prototyperstellung und die für umweltfreundliche  Fertigung erforderlichen Technologien (z. B. biotechnologische Verfahren und andere energiesparende  und die natürlichen Ressourcen schonende Technologien) und die rasche Entwicklung neuer Produkte  insbesondere in den Bereichen Industriemaschinen, Verkehrswesen, chemische Verfahren und  menschliche Siedlungsstruktur. B. Werkstoffe und Werkstofftechnologien (einschließlich Werkstoffbearbeitung und -verwertung) Das Ziel ist ein doppeltes: Zum einen sollen die derzeit üblichen Verfahren der werkstoffbezogenen  Industriezweige (Bergbau, Hüttenwerke, Chemie, Bau) verbessert werden, zum anderen soll  sichergestellt werden, daß für die Fertigungsindustrie (Elektromechanik, Werkzeugmaschinen,  Verkehrsmittel usw.) und die Spitzenindustrie (wie Luftfahrt- und Elektronikindustrie) die  modernsten Werkstoffe verfügbar sind und daß Verfahren der Spitzentechnologie auf herkömmliche  Werkstoffe angewandt werden. Vorrang erhalten Forschungstätigkeiten zu Hochleistungswerkstoffen  (Strukturwerkstoffe, aber auch biologische, magnetische und optische Werkstoffe sowie Supraleiter)  und auf dem Gebiet der Verbesserung der Qualität, der Zuverlässigkeit und der Leistung von  Werkstoffen und Produkten sowie längerfristige Forschungsarbeiten, die trotz ihres exploratorischen  Charakters rasch zu konkreten Anwendungen führen können und somit der europäischen Industrie zu  einem technologischen Vorsprung verhelfen können. Das Programm beinhaltet das Recycling und die  Behandlung von Abfällen, die Rückgewinnung von Werkstoffen am Ende des Lebenszyklus der Produkte  und die erforderliche Qualitätssicherung. Besondere Aufmerksamkeit wird den Technologien für eine  rationelle Nutzung der Primärrohstoffe und die Wiederverwendung der Sekundärstoffe und -produkte  geschenkt, um der Entwicklung umweltfreundlicher Verfahren und Technologien Vorschub zu leisten.  Der Substitution gefährlicher Werkstoffe sollte mit Blick auf eine umweltfreundliche und sichere  Fertigung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. C. Technologien auf dem Gebiet der Verkehrsmittel Die europäische Integration und die wirtschaftliche Entwicklung schaffen einen wachsenden Bedarf an  flexiblen und effizienten Verkehrssystemen, die von wettbewerbsfähigen europäischen Unternehmen  entwickelt und gebaut werden und mit denen den Bedürfnissen aufgrund einer grösseren individuellen  Mobilität und einer Zunahme des Güterverkehrsaufkommens entsprochen werden kann. Die Verkehrsmittel  müssen ganz konkreten Zielen entsprechen, damit Komfort, Qualität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit,  Beförderungskapazität, Schnelligkeit und Umweltverträglichkeit im Rahmen der europäischen  Verkehrspolitik gewährleistet werden. Die Forschungsthemen betreffen vorrangig Entwurf,  Konstruktion und Fertigung neuer Produkte. Die Forschung erstreckt sich auf die praktische Anwendung fortgeschrittener Ausrüstungen und  Systeme im Wege der Anwendung und Integration der verschiedenen Technologien, wie Entwurf,  Produktion und Wartung, Modellierung und Simulation, Einsatz fortgeschrittener Werkstoffe und  Verringerung der Umweltbelastung. Besondere Beachtung finden Antriebssysteme, Ärodynamik,  Überwachungs- und Steuersysteme sowie fahrzeugintegrierte Ausrüstungen. Die Zuweisung von Mitteln für diesen Bereich bewirkt, daß Forschungsarbeiten für die Automobil-,  die Schienenfahrzeug- und die Schiffbauindustrie unternommen werden; dabei wird jedoch auch  weiterhin besonderer Nachdruck auf die Luftfahrtforschung gelegt, um die Kontinuität der  Tätigkeiten des Dritten Rahmenprogramms sicherzustellen und die wesentlichen  Spitzentechnologieanforderungen dieser Industrie und ihre Fähigkeit, die Anwendbarkeit  fortgeschrittener grundlegender Technologien zu erproben, weiter zum Tragen kommen zu lassen; diese  Technologien können dann auf andere Verkehrs- oder Industriebereiche übertragen werden. D. Forschungsarbeiten in den Bereichen Normung sowie Meß- und Prüfverfahren Hauptziel sind Forschungsarbeiten für die Entwicklung neuer Meß- und Prüfmethoden sowie die  raschere Ausarbeitung von europäischen Richtlinien und Normen, die zur Stärkung des Binnenmarktes -  insbesondere in bezug auf die Aspekte Gesundheit, Sicherheit und Verbraucherschutz sowie  Ernährungswirtschaft - und zur Verwirklichung der sonstigen Politik der Gemeinschaft, insbesondere  auf dem Gebiet des Umweltschutzes, erforderlich sind. Im industriellen Bereich wird auf die  Verbesserung der Schnittstelle von Normung und Rechtsetzung mit Entwurf, Bau und Qualität der  Produkte besonderes Gewicht gelegt. Mit der Entwicklung wirksamerer Meß- und Prüfverfahren und  einer umfassenderen gegenseitigen Anerkennung von Konformitätsbescheinigungen wird die Anerkennung  der Zulassungs- und Auditsysteme, die im Rahmen von industriellen Partnerschaften oder der Vergabe  von Unteraufträgen entwickelt wurden, erleichtert. Die organisatorische Infrastruktur wird auf  europäischer Ebene ausgebaut, wobei bestehende Vereinbarungen optimal genutzt werden. Die  Koordinierung mit den Arbeiten des CEN/CENELEC wird verstärkt. Zusammen mit den Netzen  einzelstaatlicher Laboratorien werden koordinierte Maßnahmen und Aktionen auf Kostenteilungsbasis  durchgeführt. Ausbildungsseminare und -praktika ermöglichen die Verbreitung bewährter Messpraktiken  in allen Mitgliedstaaten. Die Aktionen werden hauptsächlich im Weg der Forschungszusammenarbeit durchgeführt. Auf der  Grundlage der Erfahrungen aus dem Dritten Rahmenprogramm (CRAFT, Durchführbarkeitsprämien) werden  die spezifischen Maßnahmen zur Förderung der Forschungstätigkeit der und für die kleinen und  mittleren Unternehmen verbessert und verstärkt, insbesondere durch Anwendung vereinfachter  Verfahren, die sich stärker auf ein dezentralisiertes Netz stützen. Ein verstärkter Rückgriff auf  konzentrierte Aktionen sollte, wenn sich der gemeinschaftliche Zusatznutzen mit derartigen Aktionen  erreichen lässt, eine gezieltere Auswahl der Aktionen auf Kostenteilungsbasis (Schwergewicht auf  strategischen Themen mit einer kritischen Mindestgrösse) ermöglichen. Bei der Festlegung der  Verfahren für die Aktionen wird auf Flexibilität geachtet, da dadurch eine grösstmögliche Effizienz  der Aktionen und eine schnelle Reaktion auf neue Erfordernisse gewährleistet werden. Begleitmaßnahmen, mit denen der Nutzen der Gemeinschaftsmaßnahmen erhöht werden soll, werden  optimiert. Dazu gehören Studien, Evaluierungen, Ausbildungsmaßnahmen, Förderung und Verbreitung und  Verwertung von FTE-Ergebnissen, gemeinsame Aktionen mit den Unterstützungsnetzen für die KMU,  Maßnahmen zum dezentralisierten Management und Abstimmung der Forschungstätigkeiten der Industrie  auf gemeinsame Ziele. Damit soll die Integration von Technologien und der Wissenstransfer zwischen  Projekten und Branchen sowie die Koordinierung mit anderen europäischen Initiativen, wie EUREKA,  erleichtert werden. Die GFS wird diese Maßnahmen mit Forschungsarbeiten über fortgeschrittene, keramische und  Verbundwerkstoffe (insbesondere für Hochtemparturanwendungen) und zerstörungsfreie Prüfverfahren  ergänzen. Die pränormative Forschung erstreckt sich auf Arbeiten zur Sturkturmechanik, Messungen  und Referenzwerkstoffe. Diese Arbeiten umfassen ferner die wissenschaftlich-technische  Unterstützung der gemeinschaftlichen Industrie- und Binnenmarktpolitik durch die GFS. 3. UMWELT Die Forschung im Umweltbereich trägt wesentlich zur Stärkung der  Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Gemeinschaft  bei. Dies sind wesentliche Elemente bei der Festlegung und Durchführung der Umweltpolitik der  Gemeinschaft und einem auf dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung basierenden  Wirtschaftsaufschwung im Sinne der Zielsetzungen des Fünften Umwelt-Aktionsprogramms der  Gemeinschaft. Dort wurde eine neue Strategie mit dem Ziel festgelegt, Maßnahmen, die sich auf die  natürlichen Ressourcen auswirken bzw. die Umwelt schädigen, im Geiste einer  Verantwortungsgemeinschaft anzugehen. Damit soll umweltzerstörenden Tendenzen und Praktiken  entgegengewirkt werden, damit sowohl die Lebensqualität als auch die soziale und wirtschaftliche  Entwicklung heute und für künftige Generationen gesichert werden können. Hierzu wird die Palette  der Instrumente, mit denen Veränderungen im Verhalten der Beteiligten erreicht werden können,  erweitert. Zu berücksichtigen sind ebenso die Verpflichtungen, die die Gemeinschaft auf der  UNCED-Konferenz in Rio de Janeiro eingegangen ist. Die Umweltforschung und ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgeeffekte haben eine  weltweite Dimension bekommen. Ihr zunehmend multidisziplinärer Charakter und der Aufwand und die  Finanzmittel, die sie erfordert, verlangen ein weitgehend integriertes und koordiniertes  internationales Vorgehen, das in einigen Fällen die Möglichkeiten einzelner Mitgliedstaaten  übersteigt. Die Gründe für die aktive Beteiligung der Europäischen Gemeinschaft an den Bemühungen  liegen in den politischen und geostrategischen Herausforderungen in Bereichen wie weltweite  Veränderung (global change) oder Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Gemeinschaft mit ihren FTE-Arbeiten im Umweltbereich vorrangig  folgende Ziele: a) Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Grundlage für die Festlegung und Umsetzung der  gemeinschaftlichen Umweltpolitik mit dem Ziel eines hohen Umweltschutzniveaus; b) Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durch i) Förderung der  Entwicklung grundlegender Technologien, in denen die Umweltbelastungen vor dem Hintergrund einer  dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung berücksichtigt sind, und ii) Verbesserung der  Möglichkeiten zur Lösung und frühzeitigen Berücksichtigung von Umweltproblemen; c) Beitrag zur Beobachtung des Ablaufs und zur Verdeutlichung der Prozesse, die sich im System Erde  abspielen, sowie Untersuchung der Auswirkungen der Tätigkeiten des Menschen auf diese Merkmale und  Prozesse; d) Suche nach Technologien für die ökologische Sanierung schadstoffbelasteter Gebiete; e) Weiterentwicklung der Forschung und der Technologie zur Beschreibung, Überwachung,  Prognostizierung und zum Schutz der Meeresumwelt. Art und Tragweite dieser Probleme verlangen die Konzentration der Gemeinschaftstätigkeit auf  vorrangige Forschungsthemen: natürliche Umwelt und weltweite Veränderung, neue Technologien für den  Umweltschutz sowie Meereswissenschaften und -technologien. Die konzertierten Aktionen sowie die Aktionen auf Kostenteilungsbasis stellen wie schon im Dritten  Rahmenprogramm die wichtigsten Durchführungsarten dar. Um die Forschungstätigkeiten der  Gemeinschaft zu konzentrieren, werden im Bereich Forschung über die Umweltqualität und die globale  Veränderung jedoch die Aktionen gegebenenfalls in themenbezogene Forschungsnetze eingebunden, in  denen die nationalen Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen sind. Die Netze werden gemeinsam  mit der GFS und in enger Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Forschungsprogrammen  (EWS, IGBP, WCRP und HDP) sowie den Raumfahrtbehörden errichtet. Zur Bewältigung der spezifischen Probleme einzelner europäischer Regionen im Bereich sowohl der  Böden als auch der Gewässer werden interdisziplinäre regionale Forschungsnetze errichtet. Darüber hinaus wird auch auf Behandlung der sozioökonomischen Gesichtspunkte der drei vorrangigen  Themenbereiche geachtet, die mit dem allgemeinen Thema der dauerhaften und umweltgerechten  Entwicklung in Zusammenhang stehen. Diese Gesichtspunkte sind für eine Veränderung des Verhaltens  der Beteiligten von grosser Bedeutung und werden gleichzeitig im Rahmen jeder Aktion und mit  spezifischen Maßnahmen für die methodologische und konzeptuelle Entwicklung angegangen. A. Natürliche Umwelt, Umweltqualität und weltweite Veränderung In diesem Bereich liegt das Schwergewicht der Gemeinschaftstätigkeit auf den Gesichtspunkten im  Vorfeld der Normen- und Rechtsetzung, wodurch die Umsetzung des Fünften Programms der Europäischen  Gemeinschaft für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und umweltgerechte  Entwicklung unterstützt werden soll. Zu den gemeinschaftlichen Maßnahmen gehören auch die Arbeiten  der GFS auf dem Gebiet der mit chemischen Produkten verbundenen Risiken (Europäisches Büro für  chemische Produkte) und der Validierung alternativer Prüfmethoden (Europäisches Zentrum zur  Validierung alternativer Methoden). Im Vordergrund stehen folgende Ziele: - Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage für die Beurteilung des Zustands der Umwelt und zur  frühzeitigen Schärfung des Bewusstseins für Umweltprobleme; dies verlangt die Entwicklung  ökologischer Indikatoren und Parameter sowie moderner Systeme für die Überwachung und Evaluierung  der Auswirkungen des menschlichen Tuns und von Naturereignissen, die eine Gefahr für Mensch und  Gesellschaft darstellen; - Verdeutlichung der grundlegenden Umweltprozesse sowie der Auswirkungen des menschlichen Tuns.  Hier sind langfristige, strategische Forschungsarbeiten gefordert, die es der Gemeinschaft  ermöglichen, ihr Konzept in bezug auf die globale Veränderung unter Berücksichtigung der  UNCED-Schlußfolgerungen von Rio sowie der auf europäischer Ebene angenommenen Schlußfolgerungen  festzulegen. Hierbei werden der Schutz empfindlicher Ökosysteme, die biologische Vielfalt und die  integrierte Bewirtschaftung gefährdeter natürlicher Ressourcen gebührend berücksichtigt. In diesem Rahmen konzentrieren sich die Gemeinschaftsmaßnahmen auf folgende Aufgaben: a)  Beobachtung der Merkmale und Verdeutlichung der Grundprozesse und der Veränderungen der  natürlichen, der Erd-, Meeres- und Klimasysteme sowie der Atmosphäre mit Betonung der europäischen  Dimension und ihrer Zusammenhänge, aber auch unter globalem Gesichtspunkt; b) Bestimmung und  Beurteilung der Auswirkungen der Tätigkeiten des Menschen auf diese Merkmale und Prozesse und c)  Beurteilung der Auswirkungen eventueller Veränderungen des Klimas, der Biosphäre oder der  Atmosphäre auf Mensch, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Diese Aufgaben werden innerhalb  themenbezogener Forschungsnetze angegangen, die konzertierte Aktionen, Arbeitsgemeinschaften für  integrierte Projekte und Arbeiten der GFS umfassen. Die themenbezogenen Forschungsnetze werden im  Hinblick auf Konsistenz, insbesondere bei der Verbreitung der Ergebnisse und der Erstellung von  Modellen untereinander, koordiniert. Die GFS wird hierbei eng einbezogen. Die Maßnahmen werden im  Rahmen des ENRICH-Netzes (European Network for Research on Global Change) und in Zusammenarbeit mit  dem CEO (Centre for Earth Observation) durchgeführt. B. Neue Technologien für den Umweltschutz Hier richtet sich das Augenmerk der Gemeinschaft auf drei vorrangige Themen:  Instrumententechnologie, Technologien für Industrieprozesse und Produkte und Technologien zur  ökologischen Sanierung und Vorbeugung gegen natürliche Gefahren. Im Bereich der Instrumententechnologien geht es um einen Beitrag zur Entwicklung von Technologien  zur Beobachtung, Überwachung und Erforschung der Umwelt. Dies beinhaltet in erster Linie die  Entwicklung von Technologien zur weltraumgestützten Erdbeobachtung einschließlich Sensoren,  Technologien zur Beobachtung und Überwachung der einzelnen Bereiche der Biosphäre, der  Weiterentwicklung von Technologien zur Untersuchung der Ökosysteme sowie Technologien zur  Verarbeitung, Validierung und Verbreitung der Daten. Miteinbezogen werden auch Frühwarninstrumente  für natürliche Gefahren und Geräte zur Überwachung von Kontaminationen, die von Industrieanlagen  ausgehen. Mit diesen Forschungstätigkeiten sollen auch die übrigen Bereiche der  Gemeinschaftspolitik unterstützt werden. Ziel bei den Technologien für Industrieprozesse und Produkte ist - unter Berücksichtigung des  spezifischen Bedarfs der kleinen und mittleren Unternehmen - a) die Entwicklung von Techniken zur  Verringerung und Vermeidung von Umweltbelastungen durch industrielle und agroindustrielle Vorgänge,  Produkte und Stoffe einschließlich einer Risikobewertung, b) die Erarbeitung von Methoden zur  Untersuchung des Lebenszyklus von Produkten und zur Umweltverträglichkeitsprüfung industrieller  Verfahren und Produkte, c) die Entwicklung von Technologien zur Behandlung, Verwertung und  Entsorgung von Abfällen mit dem Ziel, zu einem möglichst geschlossenen Wirtschaftskreislauf zu  gelangen, d) die Entwicklung von Technologien für die Wasseraufbereitung mit Blick auf den Schutz  und die Sanierung der Umwelt sowie die Bekämpfung der Umweltverschmutzung, e) die Entwicklung von  Technologien auf dem Gebiet der Siedlungsstrukturen und des Verkehrs, die Umwelterfordernissen  Rechnung tragen und zu besseren Lebensbedingungen beitragen, in enger Verbindung mit den übrigen  relevanten Themenbereichen, f) die Entwicklung von wertsteigernden Verfahren im Bereich der  Erdbeobachtung. Bei den Technologien zur ökologischen Sanierung liegt der Schwerpunkt auf der Wiederherstellung der  Qualität der Umwelt, während im Bereich der natürlichen Gefahren den Technologien zur Überwachung  und Warnung die grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Bildung von Netzen bei der europäischen seismologischen Forschung sollte gefördert werden. Bei der technologischen Forschung auf Gebieten, in denen der Aufbau eines Forschungspotentials mit  europäischer Dimension vonnöten ist, wird vorzugsweise auf Konzertierungsnetze und  Arbeitsgemeinschaften für integrierte Projekte zurückgegriffen. Die GFS stellt ihr Fachwissen zur  Verfügung. Die Maßnahmen können in Abstimmung mit EUREKA durchgeführt werden. Die Industrie und die  Benutzer der Produkte werden einbezogen. Branchenübergreifende und Verbreitungstechniken stehen im  Mittelpunkt der Forschung. Mit begleitenden Maßnahmen soll der Technologietransfer zu den  Unternehmen verbessert werden. C. Meereswissenschaften und -technologien Zwar ist ein Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen dem Meeressystem und anderen globalen  Systemen bei der Untersuchung der Klimaveränderungsvorgänge und ihrer Auswirkungen erforderlich,  doch werden sich die Anstrengungen der Gemeinschaft mit einer weiteren Phase des Programms für  Meereswissenschaft und -technologie auf die Weiterentwicklung und Verstärkung der europäischen  Maßnahmen im Bereich richten. Diese Tätigkeiten konzentrieren sich auf die Klärung und die Beschreibung biologischer, chemischer  und physikalischer Prozesse, und zwar hauptsächlich im Rahmen disziplinübergreifender  Prozessuntersuchungen, die für die europäischen Meere von besonderem Interesse sind. Darunter fallen  die Küstengebiete, die Tiefsee und auch das Nördliche Eismeer, um so die Wechselbeziehungen  zwischen Meeres- und Eiszonen miteinzubeziehen. Zu den Zielen gehört die Entwicklung von Methoden und grundlegenden Technologien, die insbesondere  in rauher Umgebung zum Einsatz kommen, zur Beschreibung, Überwachung, Prognostizierung, zum Schutz  und zur Bewirtschaftung der Meeresumwelt als Ressource. Hierunter fallen sowohl Küstengebiete als  auch die Tiefsee und Gebiete des Nördlichen Eismeeres; auf Gemeinschaftsebene wird somit ein  Beitrag zu internationalen Tätigkeiten unter anderem im Rahmen des Global Ocean Observation System  (GOOS) geleistet. Spezifische Projekte werden sich mit der Untersuchung europäischer Regionalmeere  befassen. Mit den Tätigkeiten wird die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in bezug auf Grossanlagen  gefördert (ozeanographische Schiffe, ferngesteuerte Fahrzeuge, hydrodynamische Kanäle usw.); dies  betrifft auch ihren effizienteren Einsatz im Wege einer verbesserten Koordinierung zwischen  nationalen und Gemeinschaftstätigkeiten. 4. BIOWISSENSCHAFTEN UND -TECHNOLOGIEN Betrachtet man die Schwierigkeiten von  Landwirtschaft und Industrie in Europa sowie die Bedürfnisse der Gesundheitsdienste in den  einzelnen Mitgliedstaaten und die technologischen Aspekte der Umsetzung der Gemeinschaftspolitiken,  so wird deutlich, daß noch viel getan werden muß, um das Forschungspotential im Bereich der  Biowissenschaften und -technologien besser zu nutzen und so allen sozioökonomischen Gruppen in der  Gemeinschaft die Möglichkeit zu geben, unmittelbar von den künftigen technologischen  Errungenschaften zu profitieren. Darüber hinaus sind die auf Gemeinschaftsebene zur Verfügung  stehenden Mittel begrenzt. Daher ist es von grösster Bedeutung, das wissenschaftlich-technische  Angebot und den wirtschaftlichen und sozialen Bedarf aufeinander abzustimmen, wie dies in den  politischen Konzepten und Maßnahmen der Gemeinschaft zum Ausdruck kommt. In Europa zeichnet sich das wissenschaftliche Angebot zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nur durch  eine hohe Qualität der Grundlagenforschung, sondern auch durch eine Zersplitterung in zu viele  Fachbereiche aus, deren jeweilige Beiträge zum Gesamtnutzen oft unausgewogen sind. Gleichzeitig  wurde noch nie ein so starkes und deutliches soziales Verlangen nach Schutz und Organisation der  gesamten Umwelt des Menschen geäussert. In einer Gesellschaft, die drastischen demographischen  Veränderungen unterliegt, entstehen immer grössere therapeutische - und damit ökonomische -  Bedürfnisse, die auf die Krankheitsforschung in weitergesteckten geographischen und kulturellen  Dimensionen einwirken. Die Liberalisierung des Handels und die weltweite Beeinträchtigung der  Biosphäre stellen in neuer Form die Frage der Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Industriezweige, die  sich traditionell auf die Nutzung biologischer Ressourcen stützen. Der neue Gesichtspunkt ist hier die grosse Vielfalt der neuen wissenschaftlichen Herausforderungen,  die insbesondere mit den modernen Methoden der Biotechnolgie, gegebenenfalls in enger Verzahnung  mit anderen industriellen Technologien, gemeistert werden können. Es steht mittlerweile fest, daß  Biowissenschaften und -technologien eine gesellschaftliche Rolle spielen, so daß es nun zu  ergründen gilt, wo und wie dieser Forschungsbereich zum grössten wirtschaftlichen und sozialen  Gemeinwohl beitragen kann. Dabei geht es in diesem Themenbereich insgesamt um die Verpflichtung,  Biowissenschaften und -technologien so harmonisch wie möglich in bezug auf die gängige Praxis  einzusetzen, um die gesellschaftlichen Grundbedürfnisse zu decken. Wo immer möglich, sollten Tierversuche und Tests an Tieren durch In-vitro-Verfahren oder andere  Methoden ersetzt werden. Dieses Rahmenprogramm wird keine Forschung ermöglichen, bei der der  genetische Aufbau des Menschen durch Eingriffe in Keimzellen oder in Embryos gleich welcher  Entwicklungsstufe so geändert wird oder geändert werden soll, daß diese Änderungen erblich werden,  noch wird es Forschung zulassen, die darauf ausgerichtet ist, Zellkerne von Embryos durch Zellkerne  von Personen, Embryos oder Weiterentwicklungen von Embryos zu ersetzen, also die sogenannte  Klonierung. Die Möglichkeiten der Mitgliedstaaten sind heutzutage viel weiter entwickelt als noch vor einem  Jahrzehnt, wenn auch in sehr unterschiedlicher Weise. In bestimmten Schlüsselbereichen sind sie so  zersplittert, daß weder eine kritische Masse erreicht wurde noch ein Synergieeffekt durch die  Integration von komplementären Konzepten möglich ist, während an anderer Stelle unnötige  Doppelarbeit geleistet wird. Die Schaffung von wissenschaftlichen Netzen hat bereits den Wert eines  solchen Instruments gezeigt, das allerdings noch nicht ausreichend entwickelt ist. Die unter diesem  Aspekt angezeigten Vorgehensweisen werden zuallererst den Möglichkeiten einer gegenseitigen  Ergänzung der einzelstaatlichen Maßnahmen Rechnung tragen. Davon ausgehend sollen die nachstehenden  drei Bereich behandelt werden: - Biotechnologie, - Biomedizin und Gesundheitswesen, - Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agrarindustrie, Lebensmitteltechnik, Forstwirtschaft  und Entwicklung des ländlichen Raumes). Die wichtigsten Tätigkeiten sollen durch eine Reihe von Maßnahmen unterstützt werden, mit denen  günstigere Rahmenbedingungen für die rechtzeitige Anwendung von Biowissenschaften und -technologien  geschaffen werden sollen. Dabei werden Demonstrationsvorhaben durchgeführt, um das Verständnis und  die Akzeptanz technologischer Alternativen zu erhöhen. Die Auswahl der Demonstrationsprojekte muß  besonders sorgfältig erfolgen, damit der erwartete Erfolg sichergestellt werden kann. Unter  entsprechenden Voraussetzungen sollen auch Verbindungen zum EUREKA-Programm geknüpft werden.  Aufmerksamkeit gilt den Untersuchungen und Diskussionen über ethische und ordnungspolitische  Aspekte technologischer Innovationen. Darüber hinaus sollen weitere Vorhaben wie  "Weiterbildungsbörsen" und spezielle Maßnahmen für die Beteiligung von KMU (z. B. nach dem Muster  der CRAFT-Initiative) realisiert werden. A. Biotechnologie Eine spezifische Schwäche Europas angesichts des Durchbruchs der Biotechnologie besteht in der  Aufsplitterung der Verantwortlichkeiten und einem nur wenig ausgeprägten sozialen Konsens über die  erforderlichen wissenschaftlichen Aufgaben. Diese übermässige Zurückhaltung bei der Festlegung und  Verwirklichung der notwendigen Aktivitäten muß dadurch überwunden werden, daß die breite Palette  der verfügbaren wissenschaftlichen Möglichkeiten systematischer berücksichtigt wird und daß man  sich auf die Punkte konzentriert, die mit zentralen Problemen von Industrie und Gesellschaft im  Zusammenhang stehen. Im Programm der Gemeinschaft sollen umfassende Konzepte Vorrang vor reduktionistischen Konzepten  erhalten, die Integration verschiedener Disziplinen sollte einer übermässigen Spezialisierung  vorgezogen werden. Das Programm sollte den Bedürfnissen der Industrie Rechnung tragen und  gleichzeitig die Auffassungen unterschiedlicher Interessengruppen - einschließlich  Verbraucherverbände, ordnungspolitische Instanzen, Berufsverbände - berücksichtigen. In diesem  Zusammenhang wird auch EUREKA-Projekten und nationalen Programmen Rechnung getragen. Es liegt auf  der Hand, daß die thematische Auswahl zahlenmässig auf die Bereiche beschränkt werden muß, bei denen  alle oben beschriebenen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit auf Gemeinschaftsebene vorliegen. Im Bestreben, die Biotechnologie auf das zurückzuführen, worin sie sich grundlegend von  alternativen Technologien unterscheidet, muß der Klärung der Frage, wie die lebende Zelle eine so  hohe Produktivität erzielt und wie die Industrie aus Zellprozessen Nutzen ziehen kann, höchste  Priorität eingeräumt werden. Beträchtliche Fortschritte können durch vier vorrangige integrierte Aktionen erzielt werden, bei  denen einzelstaatliche und gemeinschaftliche Bemühungen zusammenlaufen könnten. Dabei gibt es  folgende Schwerpunkte: - Verständnis des Konzepts der Zellfabrik und seine Übertragung auf die Auslegung neuer  industrieller Bioprozesse. Dies erfordert die Förderung eines multidisziplinären Ansatzes der  biochemischen Verfahrenstechnik, der durch Forschungsarbeiten in den Wissenschaftszweigen der  biochemischen Verfahrenstechnik untermauert wird; - Analyse und Sequenzierung von Modellgenomen, Auswertung vergleichender Ansätze bei der  Genom-Kartierung, einschließlich der Kartierung des menschlichen Genoms, und Entwicklung von  geeigneten Verfahren und Infrastrukturen; - Weiterentwicklung der Molekular- und Zellbiologie von Pflanzen, einschließlich des  Protein-Engineerings sowie der Physiopathologie von Pflanzen und Tieren, insbesondere im Hinblick  auf landwirtschaftliche und agrarindustrielle Anwendungen; - Forschungsarbeiten verschiedener Disziplinen wie Pharmakologie, Zellbiologie, Molekularbiologie  und medizinische Chemie zum Verständnis der inter- und intrazellularen Vorgänge, die für die  Informationsverarbeitung in der Nervenzelle verantwortlich sind, und zur Förderung von  Neurowissenschaften, die sich der gemeinsamen Grundlage dieser Disziplinen bedienen. Drei weitere Ziele werden im Rahmen von FTE-Projekten oder Konzertierungsnetzen zur Ergänzung  nationaler Bemühungen verfolgt: - Anbau der wissenschaftlich-technischen Forschung in den Bereichen Tierphysiologie, Immunologie  und Strukturbiologie; - Beibehaltung eines einheitlichen Rahmens für pränormative Forschungsarbeiten und für Studien zur  Artenvielfalt und zur Bioethik unter Berücksichtigung der Arbeiten an der Europäischen Übereinkunft  über die Bioethik sowie für ökologische Aspekte; - Bereitstellung von Informationstechnologien und Telematikmitteln und Sammlungen genetischen  Materials zur Unterstützung der obengenannten Forschungsarbeiten, wobei für die sachgerechte  Koordinierung der Ziele von Informationstechnologie und Biotechnologie gesorgt wird. Auf der Grundlage all dieser Tätigkeiten sollen unter Anwendung des der Biotechnologie eigenen  multidisziplinären Arbeitskonzepts die Kenntnisse erworben werden, die für den industriellen  Fortschritt in den durch Gemeinschaftsmaßnahmen unterstützten Bereichen unerläßlich sind. Der  Erfolg der Tätigkeiten wird davon abhängen, inwieweit die Kontinuität der in diesem Bereich  durchgeführten grundlegenden Maßnahmen im Verhältnis zu den anderen biomedizinischen oder  agrarindustriellen Anwendungsbereichen gewahrt wird. B. Forschung in den Bereichen Biomedizin und Gesundheitswesen Die Gesundheit ist nicht nur das kostbarste Gut jedes europäischen Bürgers: Mit einem Anteil von 6  bis 8 % am BSP und über 6 Millionen Beschäftigten stellt das Gesundheitswesen auch einen der  wichtigsten Wirtschaftsbereiche dar. Die Forschung auf diesem Gebiet dient der Bekämpfung der  häufigsten Krankheiten. AIDS ist eine der besorgniserregendsten Ansteckungskrankheiten, die eine  bessere Koordinierung der Forschungsarbeiten verlangen. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nerven-  und Geisteskrankheiten, andere chronische Erkrankungen sowie altersbedingte Krankheiten und  Behinderungen bedürfen ebenfalls besonderer Beachtung. Die Kostensteigerung im Gesundheitswesen ist  in allen Ländern zu einem grossen Problem geworden, während die Bürger in den Mitgliedstaaten eine  hochwertige Gesundheitsfürsorge fordern. Von den neuen medizinischen Technologien und den  Gesundheitsfürsorgesystemen wird erwartet, daß sie sich diesen gemeinsamen Problemen stellen. Eine  zentrale Herausforderung für Europa besteht darin, im Interesse sowohl des Gesundheitswesens als  auch der europäischen Industrie, einschließlich der Gesundheitsfürsorge, ein positives Verhältnis  zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung sicherzustellen. Die folgenden Ziele sollen  verfolgt werden: - Entwicklung der wissenschaftlich-technischen Grundlagen, die für die Bewertung neuer Arzneimittel  - insbesondere zur Behandlung von Nerven- und Geisteskrankheiten sowie von Krankheiten des  Immunsystems und von Viruserkrankungen - erforderlich sind (dabei sollten auch die Tätigkeiten der  Europäischen Arzneimittelagentur unterstützt werden). Eingeschlossen sind neue In-vitro-Prüfungen,  Zellinien und, soweit notwendig, Tiermodelle sowie deren Validierung, klinische Tests in  verschiedenen Kliniken und die Überwachung der Arzneimittelsicherheit. Die Forschungsarbeiten  werden gemeinsam von Unternehmen, Forschungszentren, Krankenhäusern, Hochschulen und den für die  Prüfung von Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität der neuen Arzneimittel verantwortlichen Behörden  durchgeführt; - Weiterentwicklung der biomedizinischen Technik, insbesondere durch Forschungsarbeiten über  medizinische Geräte und Instrumente für minimal-invasive Chirurgie sowie über Abbildungstechniken,  Biosensoren, Biowerkstoffe und die Rechnersimulation von Humanfunktionen;- Beteiligung am "Jahrzehnt des Gehirns" durch molekül- und zellorientierte sowie klinische Ansätze  zur Bekämpfung von Erkrankungen des menschlichen Gehirns und Nervensystems und durch die  Entwicklung und Anwendung der Methoden, Instrumente und der modernsten Technologien und  Infrastrukturen, die für die Erforschung des Nervensystems als notwendig angesehen werden. Dieser  Ansatz basiert auf Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen; - Integration der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung zur Verbesserung der Verhütung,  Diagnose und Behandlung von Krankheiten mit starken sozioökonomischen Auswirkungen (z. B. Krebs,  AIDS, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen oder berufsbedingte Krankheiten usw.)  und bisher vernachlässigte Krankheiten einschließlich der Sammlung und Analyse statistischer und  epidemiologischer Daten; - Analyse und Sequenzierung des menschlichen Genoms, Auswertung vergleichender Ansätze bei der  Kartierung, Entwicklung geeigneter Technologien und Anwendung der Erkenntnisse zur Verbesserung der  menschlichen Gesundheit, einschließlich der somatischen Gentherapie; gemeinsame Nutzung und  Harmonisierung der Datenbanken über genetische Krankheiten, einschließlich einer  Gemeinschaftsbeteiligung an der Verwaltung der internationalen Datenbank über das menschliche  Genom; - Forschungsarbeiten über Systeme und gesundheitsbezogene Technologien des Gesundheitswesens sowie  über gesundheitsbezogene Information und Ausbildung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem  Basis-Gesundheitsdienst, der Bewertung des Bedarfs im Gesundheitswesen, den Leistungskriterien für  die Gesundheitspolitik und der Bewertung der gesundheitsbezogenen Technologien. Der Einfluß des  Binnenmarktes auf die grenzueberschreitende Erbringung von Gesundheitsdiensten soll untersucht  werden. Weitere Themen sind die Reglementierung und Liberalisierung, das Gleichgewicht zwischen  privat und öffentlich finanzierten Systemen des Gesundheitswesens, die Notwendigkeit der Festlegung  eines europäischen Konzepts für die Einführung neuer Technologien in den Gesundheitssystemen; - Forschungsarbeiten zur biomedizinischen Ethik zwecks Erarbeitung allgemeiner Normen für die  Achtung der Menschenwürde und den Schutz des einzelnen in der biomedizinischen Forschung und bei  der klinischen Anwendung ihrer Ergebnisse. C. Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agrarindustrie, Lebensmitteltechnologie,  Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raumes) In den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes, Agrarindustrie und  Fischerei bestehen die Zielsetzungen und Herausforderungen darin, die FTE-Grundlage für eine  wettbewerbsfähige, effiziente und umweltgerechte Primärproduktion (Landwirtschaft, Gartenbau,  Forstwirtschaft und Fischerei) und Agrarindustrie (für Ernährung und Non-Food-Anwendungen,  einschließlich Biönergie und Biokunststoffe) zu schaffen, die Durchführung der sich  weiterentwickelnden Gemeinschaftspolitiken (insbesondere Landwirtschaft und Fischerei) zu  unterstützen, den Bedarf der Gesellschaft an einer breiten Palette von gesundheitlich  unbedenklichen und nahrhaften Lebensmitteln und umweltfreundlichen sonstigen Produkten zu decken  und zu einer umweltgerechten Entwicklung des ländlichen Raumes und zur Erhaltung und Pflege der  Umwelt auf dem Land und an der Küste beizutragen. Zur Erreichung der Ziele des Programms wurden  vier Hauptthemen festgelegt, die Gegenstand von FTE-Projekten sowie von Konzertierungsnetzen und  themenbezogenen Forschungsnetzen zur Unterstützung der einzelstaatlichen Anstrengungen sein sollen.  Diese Themen betreffen: - integrierte Produktions- und Verarbeitungsketten, in denen alle erforderlichen Qualifikationen  und Technologien in bezug auf die Verwendung biologischer (einschließlich aquatischer) Rohstoffe  durch eine bestimmte Branche vereint sind, wobei der Schwerpunkt auf die Produktionszweige gelegt  werden soll, die ein bedeutendes Marktpotential aufweisen und wirtschaftlich machbar sind; - Entwicklung und Verbesserung der Verfahren (z. B. strukturierte Modelle und Simulationsmethoden)  zur Hochskalierung, zur Auslegung und zum Test von Produktionsprozessen in der Agrarindustrie; - allgemeine Lebensmittelwissenschaft und neue Technologien zur besseren Erfuellung der  Verbraucherbedürfnisse für eine sichere und gesundheitsfördernde Diät; die Forschungsarbeiten  sollen auf grundlegende Technologien für die Verarbeitung von Lebensmitteln konzentriert werden,  die der molekularen Grundlage für die Umwandlung von biologischen Rohstoffen in fertige  Lebensmittel Rechnung tragen und neue fortgeschrittene Technologien in diesen Bereich einbeziehen; - Land- und Forstwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes und Fischerei zur Unterstützung der  Reform der gemeinsamen Politiken sowie zur Festlegung von Konzepten, die auf die Veränderungen in  ländlichen Raum zugeschnitten sind. Hier sollten neue Produktionssysteme und -ketten entwickelt  werden, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltverträglich sind und darüber hinaus ein  ausreichend hohes Beschäftigungsniveau bieten. Ferner ist über hochwertige Produkte, durch die  Diversifizierung der Produktion (Lebensmittel und Non-food-Produkte) und anderer Aktivitäten sowie  durch Kostensenkungen eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Landwirtschaft und  Fischerei anzustreben. Voraussetzung für Kostensenkungen ist die Einführung neuer Technologien und  die bessere Nutzung effizienterer Einsatzmittel. Aufgrund der Anforderungen der Verbraucher und der  Vollendung des Binnenmarktes sind Anstrengungen in den Bereichen Tier- und Pflanzengesundheit sowie  Tierschutz erforderlich. Ferner sollten neue Nutzungsmöglichkeiten, beispielsweise für stillgelegte  Anbauflächen, gefunden werden. In der Forstwirtschaft besteht das Ziel in einer multifunktionellen  Waldbewirtschaftung (Holzproduktion, Freizeitangebot und Umweltschutz). Besondere Aufmerksamkeit  soll schließlich - in Übereinstimmung mit der verstärkten Gemeinschaftspolitik in diesem Bereich -  auch der Entwicklung des ländlichen Raumes zuteil werden. Das gleiche gilt für die Entwicklung der  Küstengebiete. Mit den nachstehend genannten Hauptaufgaben soll die Primärproduktion (einschließlich aquatischer  Primärproduktion) im Einklang mit den Gemeinschaftspolitiken in die Lage versetzt werden, den  Bedarf von Verbrauchern und Industrie durch die Bereitstellung von Rohstoffen in ausreichender  Menge und Qualität im Interesse der Produzenten und zum ökonomischen Nutzen der Landwirtschaft zu  decken. Als vorrangige Koordinierungs-/Netzaktionen sollen sie die bereits bestehenden  beträchtlichen Anstrengungen der Mitgliedstaaten insbesondere in folgenden Bereichen unterstützen: - Primärproduktion in Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie der Aquakultur mit dem  Schwerpunkt auf einer dauerhaften, qualitativ hochwertigen und sicheren Versorgung sowie der  Umweltverträglichkeit; - Entwicklung des ländlichen Raumes und der Küstengebiete unter besonderer Berücksichtigung der  Weiterbildung und alternativer Wirtschaftstätigkeiten; - Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln unter Berücksichtigung sozioökonomischer und  gesundheitsbezogener Aspekte sowie der Lebensmittelsicherheit. In diesem Bereich sollen auch Maßnahmen der GFS erfolgen, die wie folgt zum Programm beiträgt: - durch die Nutzung eines Labors zur Analyse von pharmazeutischen Produkten und Lebensmitteln; - durch ein Projekt zur technischen Unterstützung der Durchführung und Überwachung der gemeinsamen  Agrarpolitik mit Hilfe der Satellitenkommunikation; - durch Fortführung des Projekts zur Anwendung der Fernerkundung für landwirtschaftliche  Statistiken und durch Förderung der Fernerkundung von Pflanzenkrankheiten. In diesem Bereich sollen die in der Biotechnologie, der Biomedizin und der Fernerkundung  entwickelten grundlegenden Technologien breitere Anwendung finden. 5. ENERGIE (Technologien für eine umweltfreundlichere und rationellere  Energieerzeugung und -nutzung) Die Energiepolitik, deren Aufgabe darin besteht, die Versorgungssicherheit (insbesondere durch die  Förderung und bessere Nutzung einheimischer Technologien und Ressourcen und die Streuung der  Versorgungsquellen) zu gewährleisten, sieht sich heute einer neuen Herausforderung gegenüber: der  Vereinbarkeit von Energie und Umweltschutz. Die Nutzung verschiedener Energiequellen beinhaltet  jetzt und auch in Zukunft Risiken, die Mensch und Umwelt sowohl auf europäischer Ebene als auch  weltweit, sowohl lokal als auch regional und global bedrohen: wachsende Verschmutzung,  Treibhausgase usw. Ziel der Gemeinschaftsmaßnahmen ist die Entwicklung und Demonstration  effizienter Technologien, die zugleich sauberer und sicherer sind und die Vereinbarkeit von  Energienutzung, biologischem Gleichgewicht und wirtschaftlicher Entwicklung unter den verschiedenen  Gesichtspunkten (Wettbewerbsfähigkeit sowie wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt)  gewährleisten. Während der Laufzeit des Zweiten und des Dritten Rahmenprogramms konnten mit gemeinschaftlichen  FuE-Vorhaben und Demonstrations- bzw. Verbreitungsmaßnahmen im Energiebereich Netze für die  Forschungskooperation und Netze zur Förderung und Verbreitung von ausgereiften Energietechnologien  eingerichtet werden (insbesondere das OPET-Netz). Diese Tätigkeiten sollen weiterverfolgt werden, wobei die Integration von FuE und Demonstration (im  Anschluß an das Thermie-Programm) verstärkt werden soll, um die Hauptzielsetzungen der Gemeinschaft  im Hinblick auf die Energieerzeugung, eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung und die  Förderung der Wettbewerbsfähigkeit zu verwirklichen. Auf der Grundlage dieser  Integrationsbemühungen wird es möglich sein, die relative Effizienz von FuE und Demonstration für  jeden Technologiezweig besser zu bewerten, grössere Synergieeffekte zu erzielen und die notwendigen  Anpassungen zwischen vorgelagerten und nachfolgenden Tätigkeiten vorzunehmen. Darüber hinaus wird  eine gegenseitige Ergänzung zwischen den Aktionen auf Kostenteilungsbasis in diesem Bereich und den  direkten Aktionen der GFS angestrebt. In bezug auf FuE sollen die Arbeiten auf die kritischen wissenschaftlich-technischen Bereiche  konzentriert werden, um mittel- bis langfristig signifikante technologisch-ökonomische Durchbrüche  erzielen zu können. Dabei sollen die europäische und weltweite Dimension der neuen  Energieproblematik genauso berücksichtigt werden wie eventuell anwendbare Lösungsmöglichkeiten. Mit  Modellberechnungen und Systemstudien zum besseren Verständnis der Schnittstellen zwischen Energie,  Umwelt und Wirtschaft soll zur Analyse und Festlegung der Gemeinschaftsstrategie im Energiebereich  beigetragen und das weitere Vorgehen genauer bestimmt werden. Den Themen Energieeinsparung,  erneuerbare Energiequellen und umweltverträgliche Nutzung fossiler Energieträger wird unter  Berücksichtigung der Ziele Umweltschutz und Versorgungssicherheit gebührende Aufmerksamkeit  geschenkt werden. Im Hinblick auf Demonstration und Verbreitung werden sowohl auf dem Gebiet der rationellen  Energienutzung als auch im Bereich der erneuerbaren Energien und bei den sauberen Technologien zur  Kohleverbrennung besondere Anstrengungen unternommen. Diese Gemeinschaftsaktion wird notwendig  sein, um eine sichere Energieversorgung zu akzeptablen Preisen gewährleisten zu können.  Gleichzeitig wird dadurch die bessere Nutzung der Ressourcen in den einzelnen Regionen der  Gemeinschaft ermöglicht und ein entscheidender Beitrag zum Technologietransfer im Rahmen der  Kooperationsmaßnahmen mit Entwicklungsländern geleistet. Die gemeinschaftlichen Bemühungen im Hinblick auf Forschung (einschließlich pränormativer  Gesichtspunkte), technologische Entwicklung, Demonstration und Verbreitung/Nutzung konzentrieren  sich auf drei Hauptgebiete: die rationellere Energienutzung, die Einführung erneuerbarer  Energiequellen in grossem Maßstab und die effizientere und umweltfreundlichere Verbrennung fossiler  Brennstoffe. Die rationellere Energienutzung betrifft im wesentlichen den Verkehrssektor und die Industrie. Im  Hinblick auf den Verkehrssektor konzentrieren sich die Arbeiten auf integrierte Projekte zum  innerstädtischen Verkehr und die Erforschung und Entwicklung von Technologien wie Batterien,  Brennstoffzellen oder neue Kraftstoffe. In bezug auf die Industrie liegt der Schwerpunkt der  Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben auf Technologien, mit denen sich der Energieverbrauch  deutlich senken lässt. Beim Wohnungsbau und im Dienstleistungssektor sollten die Maßnahmen  insbesondere auf die Entwicklung, die Prüfung und die Marktvorbereitung effizienterer Technologien,  auf Alternativen zu energieverschwendenden Systemen, die Änderung des Verbraucherverhaltens hin zu  sparsamerer Energienutzung und die pränormative Forschung über den Energieverbrauch in Gebäuden  abzielen. Diese Tätigkeiten sollten durch Schwerpunktprojekte zur Förderung einer effizienteren  Energienutzung (intelligentes Haus) sowie durch integrierte Projekte im Zusammenhang mit bestimmten  Verbrauchsstrukturen (Wärme-Kraft-Koppelung und Gestaltung von Industriegebieten) verstärkt  werden. Mit dem zweiten Hauptgebiet soll - in kohärenter und integrierter Form - ein Beitrag zur  Erforschung, Entwicklung und Demonstration erneuerbarer Energien - sauberer heimischer Ressourcen -  geleistet werden, um eine bessere Integration von Energien und Umwelt sowie eine grössere  Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Mit den geplanten Maßnahmen soll ein europäischer  industrieller und technologischer Rahmen geschaffen werden, durch den die Einführung erneuerbarer  Energien in grossem Maßstab gefördert wird. In gleicher Weise sollte mit diesem Programm die Bildung  von themenorientierten Forschungsnetzen angeregt werden, die spezialisierte Forschungszentren,  Elektrizitätserzeugungsunternehmen, Städte, Regionen und Inseln sowie Architekten und Bauingenieure  einschließen. Das Programm ist gekennzeichnet durch einen Kompromiß zwischen Kontinuität und Innovation. Zur  Weiterverfolgung und Beschleunigung der bereits laufenden Tätigkeiten wird das Hauptaugenmerk auf  die Erforschung, Entwicklung und Demonstration der aussichtsreichsten Technologien gelegt:  Photovoltaik, Solarheizung, Klimatisierung und natürliche Beleuchtung von Gebäuden sowie  Windenergie und Biomasse. Weitere Erkundungen können z. B. der Meeresenergie, der Solarenergie über  einen thermodynamischen Kreislauf, der Erdwärme (Hot-Dry-Rock-Verfahren) und der umweltfreundlichen  Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff gelten. Die GFS wird diese Tätigkeiten in erster Linie durch pränormative Forschungsarbeiten auf dem Gebiet  der Photovoltaik und der Energieerhaltung in Gebäuden unterstützen. Es sollen neue Initiativen ergriffen werden, um die Integration erneuerbarer Energien unter  technischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten zu erleichtern. Integrierte Grossprojekte  wie die Weiterentwicklung der Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus  Biomasse, oder die bessere Integration erneuerbarer Energien in künftigen elektrischen Systemen  sind vorrangige Ziele. Die in grossem Maßstab realisierte Integration von erneuerbaren Energien im ländlichen Raum, auf  regionaler und städtischer Ebene und auf Inseln ist ebenfalls äusserst wichtig. Ein grosses Potential  bietet die Nutzung erneuerbarer Energien ebenso für die ländliche Entwicklung in der Dritten Welt,  wo auch beträchtliche Folgeeffekte zu erwarten sind. Für eine wirkungsvolle Durchführung dieser integrierten Projekte sind enge Verbindungen zu anderen  Gemeinschaftspolitiken und -programmen erforderlich. Das dritte Hauptgebiet betrifft die Erzeugung und Umwandlung von Energien aus fossilen  Brennstoffen. Vorrang erhält dabei das Thema Verbrennung als ein Hauptgebiet der  Grundlagenforschung sowohl für die rationelle Energienutzung als auch für die Umwandlung fossiler  Brennstoffe. Bei der Umwandlung fossiler Brennstoffe geht es um die umweltfreundlichere und  kostengünstigere Entsorgung der bei der Umwandlung anfallenden Stoffe. Die Arbeiten werden sich auf  Schlüsseltechnologien wie integrierte kombinierte Prozesse (Heißgasreinigung und Verbrennung unter  Druck) oder Brennstoffzellen für die dezentrale Elektrizitätserzeugung konzentrieren. Ebenso sollen  Verfahren zum Ersatz fossiler Brennstoffe durch Biomasse oder brennbare Abfälle eingehender  behandelt werden. Ergänzende Forschungsarbeiten sollten langfristig eine höhere Versorgungssicherheit gewährleisten.  Bei den Kohlenwasserstoffen werden die Arbeiten hauptsächlich die Entwicklung und Demonstration von  effizienteren Technologien im Hinblick auf Exploration (Geophysik), Förderung, Umwandlung und  Transport betreffen. In diesem Zusammenhang wird ein ergänzendes Programm zur geowissenschaftlichen  Grundlagenforschung durchgeführt. 6. VERKEHR Die Mobilität von Personen und Gütern und der damit einhergehende  Kapital- und Informationsfluß innerhalb Europas, seiner Länder, Regionen und Inseln sowie innerhalb  der Ballungsräume ist eine Erscheinung unserer modernen Gesellschaft, die immer schwierigere  Probleme aufwirft. In diesem Zusammenhang soll in erster Linie mit der Entwicklung der  transeuropäischen Verkehrsnetze im Hinblick auf den Zusammenschluß und die Kompatibilität der  nationalen Netze sowie mit dem Zugang zu diesen Netzen ein Schlüsselbeitrag zu einem offenen und  wettbewerbsorientierten Markt geleistet werden. Diesbezueglich wird in der Mitteilung der Kommission an den Rat über die künftige Entwicklung der  gemeinsamen Verkehrspolitik ausgeführt, daß es oberstes Ziel der Forschung für eine europäische  Verkehrspolitik sein muß, einen Beitrag zur Entwicklung, zur Integration und zum Management  effizienterer, sichererer und mit der Umwelt und der Lebensqualität im Einklang stehender  Verkehrssysteme zu leisten, um eine dauerhaft tragfähige Mobilität von Personen und Gütern zu  fördern. Zur Erreichung dieses Ziels wird ein europäisches Konzept entwickelt, um die Synergien zwischen den  verschiedenen einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen Tätigkeiten sowie den von anderen  internationalen Organisationen durchgeführten Maßnahmen auszuschöpfen. Die Forschungsarbeiten  werden auf zwei Ebenen erfolgen: - zum einen auf europäischer strategischer Ebene, - zum anderen auf der Ebene der Netzwerkoptimierung. Die Forschungsarbeiten sollen in einem einheitlichen und koordinierten Rahmen durchgeführt werden,  wobei die Ergebnisse anderer Programme, insbesondere in den Bereichen "Industrietechnologien",  "Telematik", "Umweltschutz" und "Energie" sowie auf dem Gebiet der sozioökonomischen  Schwerpunktforschung berücksichtigt werden, um die Ziele der gemeinsamen Verkehrspolitik zu  erreichen. Die Tätigkeiten zu diesem Thema werden sich auf die für die Interoperabilität und den  Zusammenschluß verschiedener Netze notwendigen Voraussetzungen konzentrieren, wobei vor allem der  kombinierte Verkehr und die Zugangsmöglichkeiten zu den Netzen berücksichtigt werden. Dies soll die  Planung und das Management von Infrastrukturen erleichtern, damit sie umweltverträglicher und für  die Benutzer sicherer und kostengünstiger sind. In diesem Sinn werden sich die Forschungsarbeiten im wesentlichen auf die Ermittlung des Bedarfs,  zu dessen Deckung neue Technologien erforderlich sind, auf die Bewertung und die umfassende  Integration der innerhalb anderer Themenbereiche entwickelten technologischen Innovationen und auf  deren Validierung konzentrieren. Ziel ist dabei ein Beitrag zur Optimierung der transeuropäischen Verkehrsnetze, zur  Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsmittel und einzelner Verkehrsunternehmer, zur  Fähigkeit jedes Verkehrsträgers, mit den anderen zusammenzuarbeiten, zur Zugänglichkeit für die  Benutzer sowie zur Unterstützung der Entwicklung eines multimodalen Verkehrssystems auf  städtischer, ländlicher, regionaler und transeuropäischer Ebene. Um dies zu erreichen, wird den Tätigkeiten im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung  ein ganzheitlicher integrierender Ansatz zugrunde liegen, wobei zum einen die strategischen  Ausrichtungen der europäischen Verkehrspolitik und zum andern die Ergebnisse der innerhalb der  anderen Themenbereiche des ersten Aktionsbereichs durchgeführten Forschungsarbeiten berücksichtigt  werden, damit spezifische Lösungen entwickelt werden, die auf den Verkehrssektor anwendbar sind. Diese Arbeiten können erforderlichenfalls zur Durchführung von Demonstrationsvorhaben führen. Die Forschungsarbeiten werden sich vor allem mit der Optimierung der Verkehrssysteme -  einschließlich vom Standpunkt der Benutzer aus - der Verbesserung der Sicherheit, der Verminderung  von Schadstoffemissionen und der sozialen Akzeptanz befassen. Dieser Ansatz wird insbesondere in  folgenden Bereichen entwickelt: - Beim kombinierten Verkehr sollten die Forschungsarbeiten zu Spezifikationen für die Anforderungen  an multimodale integrierte Verkehrswege sowie zu Pilotvorhaben führen, mit denen die neuen  Technologien für den Umschlag, sein Management und seine Überwachung integriert und bewertet werden  können. - Beim Schienenverkehr soll mit den Forschungsarbeiten insbesondere die Interoperabilität der  Eisenbahnnetze - einschließlich der Hochgeschwindigkeitsnetze - durch den schrittweisen Abbau der  technischen, ordnungspolitischen und operationellen Schranken gewährleistet werden. - Im Bereich des Luftverkehrs werden die Forschungsarbeiten darauf abheben, die Überlastung des  Luftraums und der Flughäfen insbesondere unter Berücksichtigung der Ergebnisse im Bereich der  Verkehrstelematik abzubauen, die Sicherheit der Passagiere weiter zu verbessern und die  Umweltbelastung zu verringern. - Im Bereich des städtischen Verkehrs sind durch eine ganzheitliche Vorgehensweise und geeignete  Modelle spezifische Lösungen zu entwickeln, um das Bedarfsmanagement zu verbessern, Verkehrsstaus  und den Energieverbrauch zu reduzieren und eine ausgewogenere Verteilung zwischen den  Verkehrsträgern, insbesondere zwischen öffentlichem Verkehr und Individualverkehr, zu erzielen,  wobei die in den anderen Programmen erzielten und ausgewerteten Ergebnisse über grundlegende  Technologien mit einzubeziehen sind. - Im Bereich des Seeverkehrs sollten integrierte Forschungs- und Demonstrationsvorhaben die  Möglichkeit bieten, die Leistungsfähigkeit von schnellen Kurzstreckenverkehrssystemen und von neuen  Schnittstellen zwischen Seeverkehr, Landverkehr und Binnenschiffahrt, einschließlich neuer  Hafenanlagen, bei einem Personaleinsatz zu optimieren, der die Anforderungen der Sicherheit und des  Umweltschutzes und ein effizientes Verkehrsmanagementsystem nicht ausser acht lässt. - Im Bereich des Strassenverkehrs müssen geeignete Methoden zur Bestimmung der Instrumente  entwickelt werden, die für die Verwirklichung einer gemeinsamen Politik der Sicherheit im  Strassenverkehr - Fußgänger und Radfahrer einbegriffen - und die Optimierung der  Verkehrsverbindungen zwischen Städten sowie der Strassenverkehrsvermeidung erforderlich sind; dabei  müssen die technologischen Lösungen vor allem hinsichtlich des Verkehrsmanagements und der  Gestaltung der Infrastruktur integriert und bewertet werden. Bei allen diesen Tätigkeiten wird der Ergonomie und den menschlichen Faktoren in einem  funktionellen Rahmen sowie dem Umweltschutz besondere Aufmerksamkeit geschenkt.1110.2Diese Tätigkeiten werden auf europäischer strategischer Ebene von Forschungsarbeiten begleitet, die  sich auf die Erstellung von Verkehrsmodellen und -szenarien konzentrieren. Die Forschung in diesem  Bereich dient dem Ziel, zu einem besseren Verständnis der Entwicklung des Verkehrsbedarfs und der  Auswirkungen der Verkehrssysteme in Europa zu gelangen. Dabei geht es um die Entwicklung gemeinschaftsweit harmonisierter Verfahren zur Analyse der  Verkehrsentwicklung und der Verkehrsfluesse sowie deren Wechselwirkungen. Des weiteren müssen nicht  nur die Auswirkungen der Industriestandorte und Vertriebsnetze auf den Bedarf, sondern auch die  Ermittlungen von Veränderungen in den Industriestrukturen, in den logistischen Anforderungen und  der Wahl der Verkehrsmittel im grossen Europäischen Wirtschaftsraum ermittelt werden. Ferner müssen entsprechend der europäischen Verkehrspolitik die technologischen Innovationen von  Forschungsarbeiten über ihre Einbindung in einen neuen funktionellen und institutionellen Rahmen  (einschließlich der Erarbeitung von technischen Normen und Leitlinien für die transeuropäischen  Verkehrsnetze) begleitet werden. Schließlich sind zu diesem Zweck - insbesondere zur Optimierung der transeuropäischen Netze - neue  harmonisierte Methoden zur Bewertung aller Auswirkungen des europäischen Verkehrssystems  erforderlich. Die GFS wird sich an den Arbeiten in diesem Bereich, insbesondere durch die Analyse der Sicherheit  von Verkehrssystemen sowie ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf die Umwelt im  allgemeinen, beteiligen. 7. SOZIOÖKONOMISCHE SCHWERPUNKTFORSCHUNG Die enge Wechselbeziehung zwischen  wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gegebenheiten einerseits und Technologie, Wachstum und  Beschäftigung andererseits prägt wesentlich das Umfeld, in dem die FTE-Aktionen dieses Bereichs  durchgeführt werden sollten. Dieses neue Forschungsthema wird die Erneuerung und Erweiterung der  für Entscheidungen notwendigen Wissensbasis unter Berücksichtigung der Entwicklung in Technologie  und Know-how durch Aktivitäten zur Bewertung der wissenschafts- und technologiepolitischen Optionen  ermöglichen. Die jüngsten Entwicklungen in der Gemeinschaft verdeutlichen auch, daß es zunehmend wichtig ist,  die Wissenschaft für die Allgemeinheit verständlich zu machen und die Verbindungen zwischen  Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft zu stärken. Unter Berücksichtigung der Forschungsarbeiten, die im Rahmen anderer einschlägiger Teilbereiche des  ersten Aktionsbereichs, insbesondere auf dem Gebiet der industriellen Technologien, durchgeführt  werden, werden auch die sozioökonomischen Faktoren, die die Sicherheit und den Gesundheitsschutz  der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz fördern und zu allgemeinen Verbesserungen in diesem Bereich  beitragen können, in die Überlegungen einbezogen. Zusätzlich zu diesen horizontalen und zielgerichteten Forschungstätigkeiten sollen im Rahmen  sämtlicher FTE-spezifischer Themen des ersten Aktionsbereichs (Bewertung der sozioökonomischen  Folgen und Risiken), jedoch auch im zweiten (sozioökonomische Aspekte der internationalen  wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit), im dritten (Steigerung der Effizienz beim Transfer  der FTE-Ergebnisse) und im vierten Aktionsbereich (Ausbildung und Mobilität von Wirtschafts- und  Sozialwissenschaftlern) sozioökonomische Forschungsarbeiten durchgeführt werden. Dabei werden  weiterhin enge Verbindungen zu den COST-Aktionen auf dem Gebiet der Sozialwissenschaften und zu  europäischen Organisationen dieses Bereichs unterhalten. A. Bewertung der wissenschafts- und technologiepolitischen Optionen Mit der Bewertung der wissenschafts- und technologiepolitischen Optionen in Europa soll für die  Entscheidungsträger in der Wissenschafts- und Technologiepolitik auf nationaler und  gemeinschaftlicher Ebene sowie für die Verantwortlichen in anderen, mit Wissenschaft und  Technologie in Verbindung stehenden Bereichen der Gemeinschaftspolitik eine gemeinsame  Wissensgrundlage bereitgestellt werden. Diese Tätigkeiten erfolgen auf der Grundlage der Tätigkeiten im Rahmen des Programms MONITOR (FAST,  SAST, SPEAR), durch die Arbeiten des Instituts für technologische Zukunftsforschung der GFS, durch  die Tätigkeiten im Rahmen der Programme VALÜ, SPRINT und EUROSTAT und auf der Grundlage der  Erfahrungen mit den spezifischen Programmen (Bewertung der sozioökonomischen Auswirkungen der  Forschung), in Erfuellung einer Entscheidung, die bei der Genehmigung des Dritten Rahmenprogramms  getroffen wurde. Das Ziel besteht darin, Forschern, Entscheidungsträgern und FTE-Anwendern einen kohärenten Rahmen  für die Bewertung der wissenschafts- und technologiepolitischen Optionen in Zusammenhang mit den  auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene durchgeführten Aktivitäten an die Hand zu geben. Hierzu zählen zukunftsgerichtete Studien zu den Beziehungen zwischen Wissenschaft, Technologie und  Gesellschaft, die Beobachtung von Entwicklungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie,  strategische Analysen hauptsächlich von grundlegenden Technologien und die Bewertung von  FTE-Programmen und -politiken mit besonderem Schwerpunkt auf industrieller Wettbewerbsfähigkeit  unter Berücksichtigung der globalen Dimension. Besonderes Augenmerk wird auf die Zusammenarbeit in  Netzen gelegt. Bei Durchführung dieser Aktionen kommen auch Konzertierungs- und  Unterstützungsmaßnahmen (Studien, Methodikforschung, offene Datenbanken, Verzeichnisse von  Indikatoren, Jahrbücher für die Technologiebewertung usw.) angemessen zur Geltung. Gebührende  Berücksichtigung finden Verbreitungsmaßnahmen (Workshops, Seminare). Diese Aktivitäten werden in  enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden staatlichen Organisationen, parlamentarischen Stellen  und Wissenschaftsnetzen für die Bewertung der wissenschaftlichen und technischen Entscheidungen auf  regionaler, nationaler und europäischer Ebene (insbesondere mit dem Europäischen Parlamentarischen  Amt für die Bewertung der wissenschaftlichen und technischen Entscheidungen (STOA) und dem  Europäischen Parlamentarischen Netz für Technologiebewertung (EPTAN)), öffentlichen und privaten  Einrichtungen in diesem Bereich und Vertretern von betroffenen Wirtschaftszweigen und  Sozialpartnern durchgeführt werden. Eine begrenzte Anzahl von Aktionen sollte als Beitrag dafür vorgesehen werden, die Vorarbeiten und  die Voruntersuchungen für neue gemeinschaftliche FTE-Aktivitäten in die Wege zu leiten,  insbesondere zur Vorbereitung des Fünften Rahmenprogramms. Die GFS wird zu diesen Tätigkeiten durch das Institut für technologische Zukunftsforschung  beitragen, das eine zentrale Stelle zur Beobachtung technologischer Entwicklungen einrichten wird,  in der Informationen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen  gesammelt und analysiert sowie - im wesentlichen auf Antrag der Gemeinschaftsorgane -  Zukunftsstudien und technologische Bewertungen durchgeführt werden sollen; hierbei wird den in  diesem Bereich von einschlägigen internationalen Organisationen, z. B. der ÖCD, entfalteten  Aktivitäten Rechnung getragen. B. Forschungsarbeiten über die allgemeine und berufliche Bildung Die Geschwindigkeit des Wandels der wirtschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und  wissenschaftlich-technischen Kenntnisse und der zugehörigen Qualifikationen einerseits und der  Systeme für die allgemeine und die berufliche Bildung - die Ausbildung der Ausbilder eingeschlossen  - andererseits klafft immer weiter auseinander und macht es dadurch extrem schwierig, den Transfer  zwischen diesen Bereichen in angemessener und ausgewogener Weise sicherzustellen. Zur Lösung dieser  Probleme wurden auf nationaler Ebene beträchtliche Anstrengungen unternommen. Die jüngsten  Entwicklungen auf europäischer Ebene mit der Schaffung von Forschungs- und Ausbildungsnetzen sowie  dem Abschluß von Industrie- und Handelsabkommen auf Unternehmensebene erfordern gemeinsame  Bemühungen der Europäer, um diesen Problemen mit ihrer zunehmend globalen Dimension Herr zu  werden. Die Zielsetzung der gemeinschaftlichen Forschungsaktivitäten in diesem Bereich sollte darin  bestehen, die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen zu unterstützen, Forschung, allgemeine Bildung  und berufliche Bildung miteinander zu verknüpfen und ihre Systeme der allgemeinen und beruflichen  Bildung durch Weitergabe positiver praktischer Erfahrungen zu verbessern. Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip werden diese Maßnahmen die Maßnahmen der Mitgliedstaaten ergänzen;  sie werden mit den übrigen Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der allgemeinen und der  beruflichen Bildung im Einklang stehen. Unter umfassender Berücksichtigung laufender  Forschungstätigkeiten (auf lokaler, regionaler, nationaler und Gemeinschaftsebene) sollte dabei  vier Forschungsbereichen Vorrang eingeräumt werden: erstens: Ausbildungsanforderungen für die  Entwicklung eines wettbewerbsfähigen europäischen Arbeitsmarktes; zweitens: kostengünstige und  sachgerechte Methoden der allgemeinen und beruflichen Bildung; drittens: Analyse des künftigen  speziellen Ausbildungsbedarfs von Unternehmen einschließlich Innovationsmanagement; viertens:  vergleichende Forschungsarbeiten über die Schlüsselfaktoren, die Art und Erfolg von Systemen der  allgemeinen und beruflichen Bildung beeinflussen, wobei regionale Unterschiede und der Zusammenhang  mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen zu betrachten sind. Die Forschungstätigkeiten der Gemeinschaft auf diesem Gebiet sind notwendigerweise eng mit den  Arbeiten zu koordinieren, die im Rahmen bestehender Gemeinschaftsprogramme für Berufsausbildung,  insbesondere COMETT, FORCE, EUROTECNET, und ihrer Nachfolgeprogramme durchgeführt werden. C. Forschungsarbeiten zu den Problemen der sozialen Integration und sozialen Ausgrenzung Ein neuer Forschungsbereich wird den Problemen der sozialen Integration gewidmet. Armut und soziale  Ausgrenzung stellen für die Mitgliedstaaten grosse Probleme dar. Forschungsarbeiten in diesem  Bereich sind erforderlich, um über einen besseren Einblick in die Sachverhalte diese Probleme  angehen zu können. Die Gemeinschaft wird ihre Forschungstätigkeit auf die verschiedenen Formen der sozialen  Ausgrenzung, auf ihre Ursachen und mögliche Lösungen konzentrieren und hierbei dem  Informationsaustausch über diese drei Aspekte besondere Beachtung schenken. Die Voruntersuchungen werden sich auf die folgenden Themenbereiche richten: - Formen und Prozesse der sozialen Ausgrenzung (einschließlich demographischer und regionaler  städtischer Aspekte), - Gründe, einschließlich Arbeitslosigkeit, - Migration, - integrationspolitische Erfahrungen auf nationaler und Gemeinschaftsebene, - Beitrag technologischer Entwicklungen zur sozialen Integration. ZWEITER AKTIONSBEREICH Förderung der Zusammenarbeit mit Drittländern und  internationalen Organisationen im Bereich der gemeinschaftlichen Forschung, technologischen  Entwicklung und Demonstration Dieser zweite Aktionsbereich deckt verschiedene, zusammenhängende Formen der  Gemeinschaftsintervention ab. Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit wird ausgebaut und  wird auch Tätigkeiten der internationalen Forschungszusammenarbeit, die bisher ausserhalb des  Rahmenprogramms durchgeführt wurden, mit umfassen. Beteiligt werden die Industrienationen, die  Staaten in Mittel- und Osteuropa, die neuen unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion und die  Entwicklungsländer. Eine derartige Zusammenarbeit kann auf bilateraler oder multilateraler Basis  direkt oder über internationale Organisationen erfolgen. Mit dieser Zusammenarbeit sollen sowohl  die Kapazitäten der Gemeinschaft im Bereich der Wissenschaft und Technologie gestärkt als auch die  gemeinschaftliche Politik gegenüber Drittländern unterstützt werden. Dies erfolgt nach dem  Grundsatz des gegenseitigen Nutzens. Die Herausforderung besteht darin, den zusätzlichen Wert der FTE-Aktionen der Gemeinschaft und der  Mitgliedstaaten sowie der anderen gemeinschaftlichen Politiken durch eine selektive, dem  gegenseitigen Nutzen dienende Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen,  die die Maßnahmen der Mitgliedstaaten ergänzt und mit diesen koordiniert werden kann, zu steigern.  Eine wichtige Komponente dabei ist der Beitrag der Wissenschaft zur Lösung regionaler oder  weltweiter Probleme und zur Verbesserung der Lage in den Entwicklungsländern und in den Ländern  Mittel- und Osteuropas. Ferner ist eine ausreichende Flexibilität erforderlich, damit auf  Entwicklungen in Drittländern reagiert werden kann. Falls gewerbliche Schutzrechte betroffen sind,  findet die gemeinsame Erklärung des Rates und der Kommission vom Juni 1992 Anwendung, in der die  Leitprinzipien für die Zuerkennung gewerblicher Schutzrechte aufgeführt sind. Hauptzweck ist die Stärkung der Kapazitäten der Gemeinschaft im Bereich der Wissenschaft und  Technologie, die Unterstützung bei der Durchführung der Gemeinschaftspolitik gegenüber Drittländern  und der Beitrag zur Lösung regionaler oder weltweiter Probleme durch eine verbesserte Koordinierung  mit den Mitgliedstaaten. Die Ausarbeitung von Normen kann in diesem Zusammenhang als gutes Beispiel  für die Möglichkeiten einer nutzbringenden Zusammenarbeit dienen. A. Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in Europa 1. Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlich-technischen Kooperationsinitiativen in Europa Diese Aktion dient der Optimierung der europäischen Forschung durch zweckdienliche Zusammenarbeit,  wobei einzelstaatliche Maßnahmen, sowohl der EG- als auch der EFTA-Länder, und Tätigkeiten von  COST, EUREKA und anderen europäischen Organisationen berücksichtigt werden. Die daraus abzuleitende Zielsetzung ist die Schaffung engerer Beziehungen zu diesen Initiativen und  Organisationen auch auf Projektebene. Dadurch soll die Entwicklung von wissenschaftlich-technischen  Spitzenforschungsnetzen gefördert werden, die über die Grenzen der Gemeinschaft hinausgehen. Die konzertierten COST-Aktionen stellen eine Ergänzung der im Rahmen von Gemeinschaftsprogrammen  durchgeführten Projekte dar und behalten ihren speziellen Charakter im Vergleich zu anderen  europäischen Forschungsstrukturen. Die Beziehungen zwischen Aktionen der Gemeinschaft und Aktionen von EUREKA werden insbesondere im  Rahmen des dritten Aktionsbereichs verstärkt. Es wird berücksichtigt, daß diejenigen EFTA-Länder, die dem Europäischen Wirtschaftsraum  beigetreten sind, sich vollständig am Rahmenprogramm beteiligen und daß andere EFTA-Staaten durch  bilaterale Zusammenarbeitsabkommen angeschlossen sind. 2. Zusammenarbeit mit den Staaten Mittel- und Osteuropas und den aus der ehemaligen Sowjetunion  hervorgegangenen neuen unabhängigen Staaten Ziel dieser Maßnahme ist ein Beitrag zur Sicherung des wissenschaftlich-technischen Potentials  dieser Staaten und zu dessen Umstrukturierung, beispielsweise durch die Förderung der Mobilität von  Wissenschaftlern und den Ausbau der Beziehungen zwischen den örtlichen universitären  Forschungsstätten und der Industrie. Durch Zusammenarbeit auf Gebieten von beiderseitigem Interesse, die in Form von gemeinsamen  Projekten erfolgen könnte, sowie durch verstärkte Kontakte zwischen Wissenschaftlern und Forschern  ergibt sich auch für Wissenschaft und Technologie in der Gemeinschaft ein Nutzen. Mit dieser Maßnahme sollen die anderen Gemeinschaftsaktivitäten, insbesondere PHARE und TACIS -  beispielsweise zur Erneuerung der FTE-Infrastruktur - ergänzt und eine enge Verbindung mit den  Aktionen der Mitgliedstaaten gesucht werden. Im Energiebereich könnten auch die "Energiezentren" in  Anspruch genommen werden, die die Gemeinschaft in diesen Ländern eingerichtet hat. Für die genannten Länder ist die Beteiligung an spezifischen Programmen des ersten Aktionsbereichs  vorgesehen. Zur Erleichterung ihrer Beteiligung können gemeinschaftliche Finanzmittel im Rahmen des  zweiten Aktionsbereichs zur Verfügung gestellt werden. Ferner werden im Rahmen dieser Maßnahme spezifische Forschungsthemen im Zusammenhang mit dem  gegenwärtig kritischen Bedarf in diesen Staaten behandelt, die nicht im ersten Aktionsbereich  enthalten sind, wie die Bekämpfung von Umwelt- und Volksgesundheitsproblemen, insbesondere solchen,  die durch schwere Unfälle verursacht werden. B. Zusammenarbeit mit den aussereuropäischen Industriestaaten Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Förderung von Gemeinschaftsinteressen und die Optimierung ihrer  Bemühungen auf dem Gebiet der FTE durch die Erleichterung des Zugangs zu den  wissenschaftlich-technischen Einrichtungen dieser Staaten. Es sollte hervorgehoben werden, daß diese Staaten, vor allem in Handel und Industrie, sowohl  Partner als auch Konkurrenten der Gemeinschaft sind. Daher ist es wichtig, die Grundsätze der  Selektivität in folgenden Bereichen zu respektieren: Zusammenarbeit, Konzentration auf wenige,  sorgfältig ausgewählte Gebiete, Flexibilität bei den Kooperationsmodalitäten, ausgewogener  beiderseitiger Nutzen und Nichtübertragung von Finanzmitteln. Die Modalitäten einer Zusammenarbeit mit diesen Staaten umfassen die Verständigung über bestimmte  Themen wie Megaprojekte, die Durchführung gemeinsamer Forschungs- und Studienvorhaben sowie den  Austausch von Informationen und Fachleuten. Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit diesen Staaten dient zur Unterstützung der  externen Maßnahmen der Gemeinschaft; gleichzeitig erhalten die Mitgliedstaaten gleichberechtigten  Zugang zu den wissenschaftlich-technischen Grundlagen der genannten Drittländer. Eine Koordinierung  mit den Mitgliedstaaten ist hier dringend erforderlich, um Doppelarbeit und eine zu starke Streuung  von Finanzmitteln zu vermeiden und den Geltungsbereich gemeinschaftlicher Maßnahmen auf der  Grundlage des Subsidiaritätsprinzips besser festlegen zu können. C. Wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern Die meisten Mitgliedstaaten haben eigene Programme zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den  Entwicklungsländern, deren Bedeutung oft mit kulturellen Traditionen oder früheren Beziehungen  zusammenhängt. Der zweite Aktionsbereich soll in erster Linie die unterschiedlichen  Forschungsinitiativen nach einem umfassenden, koordinierten Konzept zueinander in Beziehung  bringen, bei dem Synergieeffekte zu Entwicklungsmaßnahmen der Gemeinschaft erzielt werden. Die Maßnahme soll es erlauben, die auf die Probleme der Entwicklungsländer bezogenen  wissenschaftlichen Anstrengungen in Europa beizubehalten bzw. in bestimmten Mitgliedstaaten sogar  zu intensivieren. Gleichzeitig soll sie auf der Grundlage gemeinsamer Forschungsarbeiten im Rahmen  von Projekten auf Kostenteilungsbasis sowie dank einer Festigung der Beziehungen mit Hilfe von  Netzen die Stärkung des Forschungspotentials in den Entwicklungsländern selbst erleichtern. Die Themen werden sich auf Fragen konzentrieren, die für alle Entwicklungsländer identisch und für  ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung von herausragender Bedeutung sind, wie z. B.  natürliche erneuerbare Ressourcen, Landwirtschaft, Umweltschutz und Gesundheitsforschung. Für jede  einzelne Region sollte eine flexible Festlegung der Prioritäten in den Arbeitsprogrammen  entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus ist eine Beteiligung von Entwicklungsländern an bestimmten spezifischen Programmen  des ersten Aktionsbereichs vorzusehen. Dies betrifft Themen von allgemeinem oder eindeutig  definiertem beiderseitigen Interesse und gilt insbesondere für Länder mit einem bereits  entwickelten wissenschaftlichen Potential. Zur Erleichterung der Beteiligung von Laboratorien in Entwicklungsländern können gemeinschaftliche  Finanzmittel im Rahmen des zweiten Aktionsbereichs zur Verfügung gestellt werden. DRITTER AKTIONSBEREICH Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse der Gemeinschaftsmaßnahmen auf  dem Gebiet der gemeinschaftlichen Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration Der dritte Aktionsbereich betrifft alle gemeinschaftlichen FTE-Tätigkeiten, ohne daß einem  einzelnen Forschungsbereich besonderes Gewicht beigemessen wird. Mit diesem Aktionsbereich werden  folgende Ziele angestrebt: Sicherstellung einer umfassenden Verbreitung der Forschungsergebnisse;  Erleichterung ihrer optimalen Nutzung durch Anreize für die Umsetzung der Ergebnisse in  Innovationen mit Unterstützung der Beteiligten; Förderung des Technologietransfers insbesondere an  die kleinen und mittleren Unternehmen; Unterstützung von Initiativen auf nationaler bzw. regionaler  Ebene, um ihnen eine gemeinschaftliche Dimension zu geben. Die Gemeinschaft muß in erheblichem Umfang zu einer verbesserten Verbreitung und Verwertung der  Forschungsergebnisse beitragen. Sie sollte auch bessere Voraussetzungen für den Transfer und die  Aufnahme neuer Technologien - ungeachtet ihres Ursprungs - durch die Industrie und insbesondere  durch die kleinen und mittleren Unternehmen in der gesamten Gemeinschaft schaffen, vor allem in den  Mitgliedstaaten oder Regionen, denen Forschungs- und Entwicklungsprogramme in geringerem Masse  zugute kommen. Die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft haben sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene  Konzepte zur Verwertung von Forschungsergebnissen und zur Verbreitung neuer Technologien  verwirklicht. Einerseits sind jedoch diese Initiativen von Region zu Region sehr verschieden, und  andererseits wird der gemeinschaftlichen Dimension oft nicht ausreichend Rechnung getragen, obwohl  sie durchaus geeignet wäre, aufgrund des Binnenmarktes einen erheblichen Zusatznutzen zu  gewährleisten. Die Bemühungen um Verbreitung und Verwertung der Forschungsergebnisse insbesondere  im Rahmen der Programme VALÜ, SPRINT und THERMIE sind innerhalb des Vierten Rahmenprogramms durch  geeignete Gemeinschaftsmaßnahmen fortzuführen und, falls sich dies im Licht der Bewertung als  erforderlich erweist, zu verbessern. Die Verbreitungs- und Verwertungsmaßnahmen müssen ferner mit den im Rahmen der spezifischen  Programme durchgeführten und finanzierten Tätigkeiten koordiniert werden. Dabei ist der  nichtlineare, komplexe und iterative Charakter des Innovationsprozesses genauso zu berücksichtigen  wie die besonderen Merkmale des Technologietransfers und der Verwertung, die spezielle Kenntnisse  und einen multisektoralen Ansatz erfordern. Dieser Aktionsbereich zielt in erster Linie auf die kleinen und mittleren Unternehmen ab, die sich  an spezifischen Programmen beteiligen oder die aus diesen Programmen gewonnenen Kenntnisse nutzen  können. Er zielt ferner auf die grosse Gruppe der KMU ab, die in ihre Tätigkeiten die Kenntnisse und  neuen Technologien einfließen lassen müssen, die sie zur Festigung bzw. Verbesserung ihrer  Wettbewerbsfähigkeit benötigen und die sie aufgrund ihres mangelnden internen FTE-Potentials  ausserhalb erwerben müssen. Er umfasst Maßnahmen zur Verbesserung des Finanzrahmens für die  Optimierung der Ergebnisse und die Verbreitung von Technologien. Mit Blick auf die Synergie mit dem EUREKA-Programm ist eine bessere Verbreitung der Informationen  über Vorhaben und Unterstützungsmaßnahmen erforderlich, um auf diese Weise die Berücksichtigung der  Ergebnisse der gemeinschaftlichen Forschung in den EUREKA-Vorhaben zu erleichtern. Diese  verbesserten Verbindungen sollten den Transfer von FTE-Ergebnissen auf die Märkte sowie die  Festlegung von Normen erleichtern. Die Optimierung des Know-how-Transfers, eventuell in Verknüpfung  mit EUREKA-Projekten, wird ebenfalls gefördert. In den dritten Aktionsbereich fällt auch die Ad-hoc-Unterstützung für andere  Gemeinschaftspolitiken, die durch Forschungseinrichtungen in der Gemeinschaft, einschließlich der  GFS, geleistet werden kann. A. Verbreitung und Nutzung der Forschungsergebnisse Dieser Bereich umfasst folgende Maßnahmen: - die Intensivierung der Arbeiten des Schaltstellennetzes, um die FTE- und Demonstrationsmaßnahmen  der Gemeinschaft besser bekanntzumachen, die Verbreitung von Informationen und die Verwertung der  FTE-Ergebnisse zu erleichtern und die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zu fördern. Dieses  Netz beruht unter anderem auf dem Ausbau des Informationsdienstes für Forschung und Entwicklung  (CORDIS), wobei besonderes Gewicht auf die Qualität der Daten und den benutzerfreundlichen Zugang  zu den Informationen gelegt wird; - Sonderdienste, die sich in Ergänzung der durch die Schaltstellen angebotenen Dienste insbesondere  an kleine und mittlere Unternehmen wenden, um die transnationale und sektorübergreifende Verwertung  der Forschungsergebnisse zu fördern. Dazu gehören die Unterstützung auf dem Gebiet der geistigen  Eigentumsrechte, Marktstudien, Ausbildungsmaßnahmen, Förderungsmaßnahmen im Hinblick auf den  Know-how-Transfer, die Gründung von Technologieclubs und die Förderung sektorübergreifender  Betriebsvorhaben; - Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz des Transfers von FTE-Ergebnissen (einschließlich  Akzeptanz und Bewertung der sozialen Auswirkungen, Forschungsmanagement, einschließlich  wirtschaftlicher Aspekte, und Pilotprojekte für die öffentliche Präsentation). B. Verbreitung der Technologien bei den Unternehmen Ziel dieses Bereichs ist es, eine breitere Nutzung von Technologien, insbesondere durch kleine und  mittlere Unternehmen, zu fördern und insbesondere zur Schaffung von Dienstleistungsnetzen in der  Gemeinschaft für den Technologietransfer beizutragen, in denen die auf nationaler und regionaler  Ebene zuständigen Stellen zusammengefasst werden. Schwerpunkte sind die Verbesserung von Qualität und Effizienz der Dienste zur Förderung von  Innovation und Technologietransfer sowie die Verbesserung der Übernahme neuer Technologien durch  die Industrie, insbesondere durch kleine und mittlere Unternehmen und die traditionellen  Industriezweige, um auf diese Weise eine grössere Zahl von Unternehmen als die an FTE-Tätigkeiten  der Gemeinschaft beteiligten zu erreichen. Dabei soll ein koordiniertes Konzept zum Tragen kommen,  das vom Bedarf der Unternehmen ausgeht und alle Gesichtspunkte des Transfers und der Nutzung von  Technologien berücksichtigt. Dieser Bereich umfasst: - den Aufbau transnationaler Netze von Unternehmen, die am Transfer und an der Verbreitung von  Technologien beteiligt sind, wozu insbesondere Stellen wie Forschungseinrichtungen und  Einrichtungen zur technologischen Entwicklung, die technischen Zentren der einzelnen  Wirtschaftszweige, Wissenschaftsparks usw. gehören; Ziele sind die Förderung der Technologienutzung  in kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Austausch bewährter Praktiken; - die Durchführung von Maßnahmen zur Erleichterung der Verbreitung technologischer Möglichkeiten  und der Annäherung zwischen Anbietern, Abnehmern und Vermittlern; - die Demonstration von Mechanismen und Bedingungen für den Transfer und den Einsatz von  Technologien durch neue Nutzer im Rahmen von überregionalen und sektorübergreifenden Pilotvorhaben;  diese Vorhaben stützen sich auf Mittlerorganisationen, die für die Verbreitung von neuen  Technologien und Managementpraktiken in KMUs einen grossen Multiplikatoreffekt haben; - die Aufklärung der Unternehmen über die besten Technologiemanagementverfahren; - eine bessere Kenntnis der Mechanismen sowie ein stärkerer Erfahrungsaustausch über die  betreffenden Politiken und Instrumentarien. C. Finanzrahmen für die Verbreitung der Technologien Da der jeweils verfügbare Finanzrahmen die industrielle Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst, dient  dieser dritte Bereich der Verbesserung der gemeinschaftlichen Rahmenbedingungen für die  Finanzierung der Verwertung, Anpassung und Verbreitung von Technologien durch eine geeignete  Gemeinschaftsmaßnahme entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip. Dieser Bereich umfasst: - indirekte Maßnahmen zur Verbesserung der Verbindungen zwischen Kapitalgebern und den Trägern  technologischer Projekte, zur Förderung effizienter Verfahren für das Aufbringen von Privatkapital  und das spätere Abstossen einer Investition ("exit") sowie zur Analyse und Förderung der  geeignetsten Rechtsformen. In diesem Zusammenhang sollen Instrumente wie der im Rahmen des  SPRINT-Programms begonnene Versuch einer Technologiefinanzierung nach Leistungskennwerten erprobt  werden; - Pilotmaßnahmen zur Förderung des Transfers und der Nutzung von Technologien durch kleine und  mittlere Unternehmen (z, B. Zuschüsse an kleine und mittlere Unternehmen, damit diese sich an  Aktionen zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse gemeinschaftlicher FTE-Tätigkeiten  beteiligen können); - technische und managementorientierte Unterstützung für öffentliche oder private Finanzinstitute,  die in den Mitgliedstaaten ausgewählt werden oder dort zu errichten sind und die den kleinen und  mittleren Unternehmen Mittel aus Beteiligungskapital zur Kofinanzierung bereitstellen. Diese Aktionen sollen in enger Zusammenarbeit mit anderen Gemeinschaftsmaßnahmen aus diesem Bereich  durchgeführt werden (Eurotech-Kapital, Europäischer Investitionsfonds, Unternehmenspolitik). D. Wissenschaftliche Dienstleistungen für die Politik der Gemeinschaft Hierbei geht es um einen wissenschaftlichen Beitrag zur Durchführung der Gemeinschaftspolitiken auf  Anfrage der jeweils verantwortlichen Direktionen überall dort, wo dies erforderlich ist. Dieser  Bereich steht allen Forschungseinrichtungen in der Gemeinschaft, einschließlich der GFS, offen. Diese im allgemeinen punktüllen und kurzfristigen Tätigkeiten eignen sich an sich kaum für eine  langfristige Planung, da sie kurzfristig auftauchende Bedürfnisse der Generaldirektionen erfuellen  sollen. Ihr Nutzen erweist sich ausschließlich bei der Durchführung des Rahmenprogramms. VIERTER AKTIONSBEREICH Förderung der Ausbildung und Mobilität von Forschern in der Gemeinschaft Das Ziel dieser Aktion besteht darin, die Ausbildung und Mobilität von Forschern in der  Gemeinschaft auf Gebieten - einschließlich der Grundlagenforschung - zu fördern, die nicht für eine  Unterstützung im Rahmen des ersten Aktionsbereichs in Frage kommen. Es besteht ein auch von der  Industrie anerkannter Bedarf an Ausbildung und Spitzenforschung, die im wesentlichen der Initiative  der Forscher selbst überlassen bleibt und die auf Gemeinschaftsebene in europäischen  Forschungslaboratorien geplant und durchgeführt wird. Auf längere Sicht geht es darum, ein hohes  Ausbildungsniveau für Wissenschaftler sicherzustellen; dies ist ein zentraler Punkt für die  Innovationsfähigkeit der Gemeinschaft. Der optimale Einsatz personeller Ressourcen ist ein grundlegender Parameter jeder sozioökonomischen  Tätigkeit. Obwohl Europa in der Forschung über ein Humankapital verfügt, das weltweit eine  Spitzenposition einnimmt, ist dessen Einsatz oft schwerfällig und wird durch Unterschiede  behindert, die immer noch zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen den verschiedenen Disziplinen  bestehen. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, daß männlichen und weiblichen  Forschern gleiche Chancen eingeräumt werden. Die Entwicklung der personellen Ressourcen mittels  "Ausbildung durch Forschung" und ihre bessere Nutzung durch grenzueberschreitende Mobilität und  Zusammenarbeit sind wesentliche Mittel zur Erreichung der allgemeinen Ziele des Rahmenprogramms. Im vierten Aktionsbereich, der eine moderne Ausbildung in Laboratorien in der gesamten Gemeinschaft  zum Ziel hat, wird das Konzept der Öffnung gewahrt und zusätzlich Wert auf die Partnerschaft mit  der Industrie gelegt. Die Hauptziele dieses Aktionsbereichs lassen sich wie folgt aufgliedern: - Förderung der "Ausbildung durch Forschung" sowie Anstoß zu einem besseren Einsatz von  hochqualifizierten Forschern innerhalb der Gemeinschaft im Weg der Zusammenarbeit; - Verbesserung der Mobilität von europäischen Forschern in der ganzen Gemeinschaft und Förderung  der Mobilität zwischen den Disziplinen sowie zwischen Hochschulen, Forschungsinstituten und  Industrie, um auf diese Weise das Forschungspotential in den verschiedenen Disziplinen besser  nutzen zu können; - Förderung der transnationalen Zusammenarbeit, beispielsweise durch Vernetzung, zugunsten von  Forschungstätigkeiten, die im wesentlichen von den Wissenschaftlern selbst vorgeschlagen werden und  nicht für eine Unterstützung im Rahmen des ersten Aktionsbereichs in Frage kommen; - Erleichterung des Zugangs aller europäischen Forscher zu den bestehenden, für die  Spitzenforschung unerläßlichen Grossanlagen; - Ausbau des wissenschaftlichen und technologischen Zusammenhalts in der Gemeinschaft und Schaffung  eines günstigen Umfelds für die Erlangung eines allgemeinen wissenschaftlichen Spitzenniveaus durch  Bereitstellung von Forschungsmöglichkeiten für wissenschaftliche Einrichtungen und Forscher aus  allen Gebieten der Gemeinschaft. Die Rückkehr von Forschern aus benachteiligten Gebieten in ihre  Herkunftsländer wird wie bisher finanziert. Der Bereich muß sowohl exakte und Naturwissenschaften als auch Volkswirtschafts- und  Betriebswirtschaftslehre sowie Sozial- und Humanwissenschaften umfassen, die zur Erreichung der  FTE-Ziele der Gemeinschaft beitragen. Die geplanten Tätigkeiten werden in drei Untergruppen zusammengefasst: a) Vernetzung von Laboratorien aus unterschiedlichen Ländern Mit einer Vernetzung erhalten Forscher aus möglichst vielen Ländern der Gemeinschaft die  Möglichkeit, ihre Bemühungen in einem Netz europäischer Laboratorien ("European laboratories  without walls") zu vereinen und auf diese Weise Gruppen zu bilden, die zu höherwertigen  Forschungsarbeiten in der Lage sind. Für eine Unterstützung können aber auch zahlenmässig kleine  Vereinigungen von Laboratorien aus unterschiedlichen Ländern (einschließlich Partnerschaften) in  Betracht kommen, wenn sie als Kern eines künftigen grösseren Netzes angesehen werden. Die Forscher  erhalten eine finanzielle Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, sich zu treffen, gemeinsame  Versuche durchzuführen, Ergebnisse auszutauschen, in Ausnahmefällen die Zusatzkosten aufgrund von  wissenschaftlichen Ausrüstungen zu decken, sofern diese für die gemeinsame Forschung innerhalb des  Netzes erforderlich sind, oder das Forschungspersonal über Zeitverträge mit Gastwissenschaftlern  (vorzugsweise aus anderen Ländern) zu verstärken. b) Zugang zu Grossanlagen Die Tätigkeit der Gemeinschaft, die einzelstaatliche und internationale Anstrengungen ergänzen  soll, umfasst dabei: - die Unterstützung der Forscher, um ihnen den Zugang zu (den für die Forschung notwendigen und in  der Gemeinschaft nur in geringer Zahl vorhandenen) Grossanlagen und -instrumenten zu erleichtern; - Unterstützung zur Verbesserung von Grossanlagen (soweit eine Verbesserung notwendig ist), um für  Forscher der Gemeinschaft erweiterte Zugangsmöglichkeiten zu schaffen und somit die effiziente  Nutzung dieser Anlagen zu fördern. c) Ausbildung durch Forschung und Förderung der Mobilität - Durchführung von Maßnahmen zur "Ausbildung durch Forschung" und zur Förderung der Mobilität von  Forschern. Hier handelt es sich um dreimonatige bis dreijährige Auslandsaufenthalte europäischer  Forscher, in erster Linie von Forschern mit einem Doktorgrad oder gleichwertigem Ausbildungsniveau,  zur Weiterbildung und Spezialisierung. Die Mittel sollen die Kosten für die Mobilität und den  Unterhalt sowie einen angemessenen Anteil der Forschungs- und Verwaltungskosten - auch bei den  Aufnahmelaboratorien - decken. Ziel der getroffenen Regelungen wird es sein, den Forschern unter  Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten vergleichbare Bedingungen für Vergütung und Unterstützung  quer durch die Programme und in der ganzen Gemeinschaft zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit  verdient die Weiterbildung im Managementbereich zur betriebsinternen Bewältigung des  technologischen Wandels; - Harmonisierung der Durchführungsmodalitäten der Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen der in den ersten  drei Aktionsbereichen festgelegten spezifischen Programme. Dadurch soll gewährleistet werden, daß  die Verfahren zur Auswahl der Stipendiaten, die Vergütungsmodalitäten und die  Durchführungsmodalitäten bei allen spezifischen Programmen vergleichbar sind, ohne daß eine  systematische Vereinheitlichung angestrebt würde; - Fortsetzung der Analyse der verschiedenen Regelungen für die Vergabe von Gemeinschaftsmitteln in  den einzelnen Mitgliedstaaten. Ferner sollten Anstrengungen unternommen werden, um allzu grosse  Abweichungen von Land zu Land zu vermeiden; - Koordinierung sämtlicher Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen der spezifischen Programme mit dem Ziel  einer Steigerung der Synergieeffekte; - Organisation von "Eurokonferenzen", Vergabe von Wissenschaftspreisen und andere vergleichbare  Maßnahmen wie beispielsweise Sommerkurse. (a) Forschung und Ausbildung im Nuklearbereich fallen unter den Beschluß über das  Euratom-Rahmenprogramm.  ANHANG IV REGELUNGEN FÜR DIE FINANZIELLE BETEILIGUNG DER GEMEINSCHAFT 1. Die  finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an FTE-Aktionen innerhalb der spezifischen Programme  erfolgt gemäß den nachstehenden Grundsätzen: a) Indirekte Aktionen - Aktionen auf Kostenteilungsbasis mit Dritten (1) - Bei FTE-Projekten, einschließlich Arbeitsgemeinschaften für integrierte Projekte: nicht mehr als  50 % der Projektkosten und schrittweise geringere Beteiligung bei zunehmender Marktnähe. Diejenigen  Universitäten, Hochschuleinrichtungen und anderen Forschungszentren, die keine analytische  Haushaltsrechnung anwenden, erhalten eine Erstattung auf der Grundlage von 100 % der zusätzlichen  Kosten; - bei themenbezogenen Netzen sowie für Ausbildung und Mobilität der Forscher: 100 % der  zusätzlichen Kosten. - Bei Maßnahmen für bestimmte spezifische Programme, z. B. Durchführbarkeitsprämien: bis zu 100 %  der Kosten der Maßnahme. - Bei Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen bis zu 100 % der Kosten der Maßnahme. - Konzertierte Aktionen Bei konzertierten Aktionen, die in der Koordinierung von FTE-Projekten bestehen (z. B.  Konzertierungsnetze): bis zu 100 % der Kosten der Konzertierung. b) Direkte Aktionen Bei direkten Aktionen der GFS, die aus FTE-Programmen oder Programmteilen bestehen, sowie  wissenschaftlichen und technischen Unterstützungstätigkeiten mit institutionellem Charakter (d. h.  die für die Durchführung anderer Gemeinschaftspolitiken notwendig sind und die Neutralität der GFS  erfordern): in der Regel 100 % der Kosten. c) Wettbewerbsorientierte Unterstützungstätigkeiten Für wissenschaftliche und technische Tätigkeiten zur Unterstützung anderer Gemeinschaftspolitiken,  die sich für einen wettbewerbsorientierten Ansatz eignen: in der Regel 100 % der Kosten. Abweichungen von diesen allgemeinen Grundsätzen sind nur unter den im jeweiligen spezifischen  Programm vorgesehenen Bedingungen möglich. 2. Die Modalitäten einer möglichen finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an Tätigkeiten gemäß  Artikel 2 Absatz 2 dieses Beschlusses sind in den vom Rat gemäß Artikel 130o des Vertrages  festgelegten diesbezueglichen Bestimmungen enthalten. 3. Die Modalitäten der finanziellen Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen  an der Umsetzung der spezifischen Programme werden in den in Artikel 130j des Vertrages genannten  Regeln festgelegt. (1) Die GFS kann zusammen mit Partnern mit Sitz in den Mitgliedstaaten an Aktionen auf  Kostenteilungsbasis auf derselben Grundlage wie Dritte teilnehmen.