CELEX: 31978R0845
Language: de
Date: 1978-04-27 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 845/78 der Kommission vom 26. April 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Griechenland

27 . 4 . 78                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. L 115/39
                             VERORDNUNG (EWG) Nr. 845/78 DER KOMMISSION
                                                   vom 26. April 1978
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit
                                               Ursprung in Griechenland
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 (EWG) Nr. 668 /78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                                den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                                und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 dem Koeffizienten multipliziert werden , der in Artikel
                                                                 1 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 244/78 festge­
                                                                setzt worden ist.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ( ! ), zuletzt geändert        Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für griechi­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­              sche Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                                dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
                                                                gleichsabgabe für diese Gurken erhoben werden .
in Erwägung nachstehender Gründe :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an           lauben , ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                  grunde zu legen :
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus            — für die Währungen, die untereinander zu jedem
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                      Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird . Die Aus­                  chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                       Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                   rität dieser Währungen stützt,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­
fügbaren Einfuhrpreise sein .
                                                                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
In der Verordnung (EWG) Nr. 244/78 der Kommis­
sion vom 6. Februar 1978 zur Festsetzung der Refe­                    kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
renzpreise für Gurken für die Monate Februar bis                      der während des fortgesetzten Zeitraums für die
April 1 978 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat April 1978                   hendem Absatz festgestellt wird —
auf 50,47 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht
festgesetzt.
                                                                HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­                                   Artikel 1
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen , ver­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Grie­
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                 chenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­            8,07 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht an­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­         gewandt.
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                                         Artikel 2
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
(') ABl.  Nr. L  118 vom 20.  5. 1972,  S. 1 .                  Diese Verordnung tritt am 28 . April 1978 in Kraft.
(2) ABl.  Nr. L  125 vom 19.  5. 1977,  S. 1 .
(J) ABl.  Nr. L  37 vom 7. 2.  1978, S.  11 .
(«) ABl.  Nr. L  220 vom 10.  8 . 1974, S. 20.                    5) ABl . Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
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           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
           Mitgliedstaat.
           Brüssel, den 26. April 1978
                                                                 Für die Kommission
                                                                  Der Vizepräsident
                                                                  Finn GUNDELACH