CELEX: 62020CN0033
Language: de
Date: 2020-01-23 00:00:00
Title: Rechtssache C-33/20: Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Ravensburg (Deutschland) eingereicht am 23. Januar 2020 — UK gegen Volkswagen Bank GmbH

11.5.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 161/27
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Ravensburg (Deutschland) eingereicht am 23. Januar 2020 — UK gegen Volkswagen Bank GmbH
      (Rechtssache C-33/20)
      (2020/C 161/36)
      Verfahrenssprache: Deutsch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Landgericht Ravensburg
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: UK
      
         Beklagte: Volkswagen Bank GmbH
      
         Vorlagefragen:
      
      
                  1.
               
               
                  Ist Art. 10 Abs. 2 lit. l) der Richtlinie 2008/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.04.2008 über Verbraucherkreditverträge und zur Aufhebung der Richtlinie 87/102/EWG des Rates (1) dahin auszulegen, dass im Kreditvertrag
                  
                              a)
                           
                           
                              der bei Abschluss des Kreditvertrages geltende Verzugszinssatz als absolute Zahl mitzuteilen ist, zumindest aber der geltende Referenzzinssatz (vorliegend der Basiszinssatz gem. § 247 BGB), aus dem sich der geltende Verzugszinssatz durch einen Zuschlag (vorliegend von fünf Prozentpunkten gem. § 288 Abs. 1 Satz 2 BGB) ermittelt, als absolute Zahl anzugeben ist?
                           
                        
                              b)
                           
                           
                              der Mechanismus der Anpassung des Verzugszinssatzes konkret zu erläutern ist, zumindest aber auf die nationalen Normen, aus denen sich die Anpassung des Verzugszinssatzes entnehmen lässt (§ § 247, 288 Absatz 1 Satz 2 BGB), verwiesen werden muss?
                           
                        
            
                  2.
               
               
                  Ist Art. 10 Absatz 2 lit. r) der Richtlinie 2008/48 dahin auszulegen, dass im Kreditvertrag ein konkreter vom Verbraucher nachvollziehbarer Rechenweg für die Ermittlung der bei vorzeitiger Rückzahlung des Darlehens anfallenden Vorfälligkeitsentschädigung anzugeben ist, so dass der Verbraucher die Höhe der bei vorzeitiger Kündigung anfallenden Entschädigung zumindest annäherungsweise berechnen kann?
               
            
                  3.
               
               
                  Ist Art. 10 Absatz 2 lit. s) der Richtlinie 2008/48 dahingehend auszulegen, dass im Kreditvertrag
                  
                              a)
                           
                           
                              auch die im nationalen Recht geregelten Kündigungsrechte der Parteien des Kreditvertrags angegeben werden müssen, insbesondere auch das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers aus wichtigem Grund gemäß § 314 BGB bei befristeten Darlehensverträgen?
                           
                        
                              b)
                           
                           
                              bei sämtlichen Kündigungsrechten der Parteien des Kreditvertrags auf die bei der Ausübung des Kündigungsrechts jeweils vorgeschriebene Frist und Form für die Kündigungserklärung hinzuweisen ist?
                           
                        
            
         (1)  ABl. 2008, L 133, S. 66.