CELEX: 32009R0771
Language: de
Date: 2009-08-25 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 771/2009 der Kommission vom 25. August 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 hinsichtlich der Vermarktungsnormen im Sektor Obst- und Gemüse

26.8.2009   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 223/3
            
         
      VERORDNUNG (EG) Nr. 771/2009 DER KOMMISSION
   
   vom 25. August 2009
   zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 hinsichtlich der Vermarktungsnormen im Sektor Obst- und Gemüse
   DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
   gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) (1), insbesondere auf Artikel 103a und Artikel 121 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 4,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               Die Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 der Kommission vom 21. Dezember 2007 mit Durchführungsbestimmungen zu den Verordnungen (EG) Nr. 2200/96, (EG) Nr. 2201/96 und (EG) Nr. 1182/2007 des Rates im Sektor Obst und Gemüse (2) wurde durch die Verordnung (EG) Nr. 1221/2008 der Kommission (3) mit Wirkung vom 1. Juli 2009 hinsichtlich der Vermarktungsnormen wesentlich geändert. Eine neue Bestimmung über von der allgemeinen Vermarktungsnorm ausgenommene Erzeugnisse sollte jedoch präzisiert werden.
            
         
               (2)
            
            
               Gemäß Artikel 53 Absatz 7 der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 berechnet sich der Wert der vermarkteten Erzeugung für den Referenzzeitraum nach den Rechtsvorschriften, die für den in dem Artikel genannten Referenzzeitraum gelten. Es empfiehlt sich, diesen Grundsatz auch auf den Wert der vermarkteten Erzeugung von Erzeugerorganisationen anzuwenden.
            
         
               (3)
            
            
               Im Jahr 2008 hat die Arbeitsgruppe für die Normung verderblicher Erzeugnisse und die Qualitätsentwicklung der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN/ECE) die UN/ECE-Normen für Salate, krause Endivie und Eskariol, Birnen sowie Tomaten/Paradeiser (4) überarbeitet. Gibt es spezielle Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse auf Gemeinschaftsebene, so sollten diese Normen — um unnötige Handelshemmnisse zu vermeiden — den UNECE-Normen entsprechen. Daher sollten die in der Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 vorgesehenen speziellen Vermarktungsnormen an die neuen UNECE-Normen angeglichen werden.
            
         
               (4)
            
            
               Die Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 sollte daher entsprechend geändert werden.
            
         
               (5)
            
            
               Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte —
            
         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
   Artikel 1
   Die Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 wird wie folgt geändert:
   
               1.
            
            
               Artikel 3 Absatz 3b Buchstabe a erhält folgende Fassung:
               
                           „a)
                        
                        
                           nicht gezüchtete Pilze des KN-Codes 0709 59“;
                        
                     
         
               2.
            
            
               Dem Artikel 44 wird folgender Absatz 3 angefügt:
               „(3)   Der Wert der vermarkteten Erzeugung wird nach den Rechtsvorschriften berechnet, die für den Zeitraum gelten, für den die Beihilfe beantragt wird.“;
            
         
               3.
            
            
               Die Teile 4, 6 und 10 von Teil B von Anhang I erhalten die Fassung der Teile A, B und C des Anhangs der vorliegenden Verordnung.
            
         Artikel 2
   Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
   Sie gilt ab dem 1. September 2009.
   
      Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
      Brüssel, den 25. August 2009
      
         
            Für die Kommission
         
         Mariann FISCHER BOEL
         
         
            Mitglied der Kommission
         
      
   
   
      (1)  ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1.
   
      (2)  ABl. L 350 vom 31.12.2007, S. 1.
   
      (3)  ABl. L 336 vom 13.12.2008, S. 1.
   
      (4)  Österreichischer Ausdruck gemäß Protokoll Nr. 10 zur Beitrittsakte 1994.
   
      ANHANG
      TEIL A
      
         „Teil 4:   Vermarktungsnorm für Salate, krause Endivie und Eskariol
         
         I.   BEGRIFFSBESTIMMUNG
         
         Diese Norm gilt für:
         
                     —
                  
                  
                     Salate der aus
                     
                                 —
                              
                              
                                 
                                    Lactuca sativa L. var. capitata L. (Kopfsalat einschließlich Eissalat),
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 
                                    Lactuca sativa L. var. longifolia Lam. (Römischer Salat),
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 
                                    Lactuca sativa L. var. crispa L. (Blattsalat) hervorgegangenen Anbausorten,
                              
                           
               
                     —
                  
                  
                     Kreuzungen dieser Varietäten und
                     
                                 —
                              
                              
                                 krauser Endivie der aus Cichorium endivia L. var. crispum Lam. hervorgegangenen Anbausorten und
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 Eskariol der aus Cichorium endivia L. var. latifolium Lam. hervorgegangenen Anbausorten,
                              
                           
               die zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher bestimmt sind.
         Diese Norm gilt weder für Erzeugnisse, die für die industrielle Verarbeitung bestimmt sind, noch für Erzeugnisse die in Form von einzelnen Blättern angeboten werden, noch für Salate in Töpfen.
         II.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN
         
         Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die die Erzeugnisse nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen müssen.
         A.   Mindesteigenschaften
         
         In allen Klassen müssen die Erzeugnisse vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen sein:
         
                     —
                  
                  
                     ganz,
                  
               
                     —
                  
                  
                     gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     sauber und geputzt, d. h. praktisch frei von Erde oder anderen Substraten und praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     von frischem Aussehen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     praktisch frei von Schädlingen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     praktisch frei von Schäden durch Schädlinge,
                  
               
                     —
                  
                  
                     prall,
                  
               
                     —
                  
                  
                     nicht geschossen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.
                  
               Bei Salat ist eine rötliche, durch niedrige Temperaturen während des Wachstums hervorgerufene Verfärbung zulässig, sofern das Aussehen des Salats dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
         Die Wurzeln müssen unmittelbar unter dem Blattansatz glatt abgeschnitten sein.
         Die Erzeugnisse müssen eine normale Entwicklung aufweisen. Entwicklung und Zustand der Erzeugnisse müssen so sein, dass sie
         
                     —
                  
                  
                     Transport und Hantierung aushalten und
                  
               
                     —
                  
                  
                     in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommen.
                  
               B.   Klasseneinteilung
         
         Die Erzeugnisse werden in die zwei nachstehend definierten Klassen eingeteilt:
         i)   Klasse I
         
         Erzeugnisse dieser Klasse müssen von guter Qualität sein. Sie müssen die typischen Merkmale der Sorte und/oder des Handelstyps, insbesondere hinsichtlich der Färbung, aufweisen.
         Sie müssen sein:
         
                     —
                  
                  
                     gut geformt,
                  
               
                     —
                  
                  
                     fest, unter Berücksichtigung der Anbaumethode und der Art der Erzeugnisse,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von Mängeln und Beschädigungen, die ihre Verzehrbarkeit beeinträchtigen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von Frostschäden.
                  
               Kopfsalat muss einen einzigen, gut ausgebildeten Kopf aufweisen. Bei Kopfsalat aus geschütztem Anbau ist jedoch ein weniger gut ausgebildeter Kopf zulässig.
         Römischer Salat muss einen Kopf aufweisen, der jedoch weniger gut ausgebildet sein kann.
         Das Herz der krausen Endivie und des Eskariols muss gelb sein.
         ii)   Klasse II
         
         Zu dieser Klasse gehören Erzeugnisse, die nicht in die Klasse I eingestuft werden können, die aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entsprechen.
         Sie müssen sein:
         
                     —
                  
                  
                     ziemlich gut geformt,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von Mängeln und Beschädigungen, die ihre Verzehrbarkeit ernstlich beeinträchtigen können.
                  
               Die folgenden Fehler sind zulässig, sofern die Erzeugnisse ihre wesentlichen Merkmale hinsichtlich Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung behalten:
         
                     —
                  
                  
                     leichte Verfärbung,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte Schäden durch Schädlinge.
                  
               Kopfsalat muss einen Kopf aufweisen, der aber weniger gut ausgebildet sein kann. Für Kopfsalat aus geschütztem Anbau ist jedoch die Kopfbildung nicht vorgeschrieben.
         Bei Römischem Salat ist eine Kopfbildung nicht erforderlich.
         III.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG
         
         Die Größe wird bestimmt nach dem Gewicht je Stück.
         A.   Mindestgewicht
         
         Für die Klassen I und II gelten folgende Mindestgewichte:
         
                      
                  
                  
                     Freilandanbau
                  
                  
                     Geschützter Anbau
                  
               
                     Kopfsalat (mit Ausnahme von Eissalat) und Römischer Salat (mit Ausnahme des Typs ‚Little Gem‘)
                  
                  
                     150 g
                  
                  
                     100 g
                  
               
                     Eissalat
                  
                  
                     300 g
                  
                  
                     200 g
                  
               
                     Blattsalat und Römischer Salat des Typs ‚Little Gem‘
                  
                  
                     100 g
                  
                  
                     100 g
                  
               
                     Krause Endivie und Eskariol
                  
                  
                     200 g
                  
                  
                     150 g
                  
               B.   Gleichmäßigkeit
         
         a)   Salate
         
         In allen Klassen darf der Unterschied zwischen dem leichtesten und dem schwersten Stück in einem Packstück nicht größer sein als
         
                     —
                  
                  
                     40 g, wenn das leichteste Stück weniger als 150 g wiegt,
                  
               
                     —
                  
                  
                     100 g, wenn das leichteste Stück mindestens 150 und weniger als 300 g wiegt,
                  
               
                     —
                  
                  
                     150 g, wenn das leichteste Stück mindestens 300 und weniger als 450 g wiegt,
                  
               
                     —
                  
                  
                     300 g, wenn das leichteste Stück mindestens 450 g wiegt.
                  
               b)   Krause Endivie und Eskariol
         
         In allen Klassen darf der Unterschied zwischen dem leichtesten und dem schwersten Stück in einem Packstück nicht größer sein als 300 g.
         IV.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN
         
         Güte- und Größentoleranzen sind in jeder Partie für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.
         A.   Gütetoleranzen
         
         i)   Klasse I
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl Stücke, die die Anforderungen der Klasse nicht erfüllen, aber denen der Klasse II genügen, ist zulässig. Diese Toleranz darf insgesamt nicht mehr als 1 % Erzeugnisse umfassen, die weder die Anforderungen der Klasse II noch die Mindesteigenschaften erfüllen. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.
         ii)   Klasse II
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl Stücke, die weder die Anforderungen der Klasse noch die Mindesteigenschaften erfüllen, ist zulässig. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.
         B.   Größentoleranzen
         
         In allen Klassen: eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl Stücke, die nicht den Anforderungen der Größensortierung entsprechen, jedoch von der jeweiligen Größe um nicht mehr als 10 % im Gewicht nach oben oder unten abweichen.
         V.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG
         
         A.   Gleichmäßigkeit
         
         Der Inhalt jedes Packstücks muss einheitlich sein und darf nur Erzeugnisse gleichen Ursprungs, gleicher Sorte oder gleichen Handelstyps, gleicher Güte und gleicher Größe umfassen.
         Die Packstücke (1) dürfen jedoch Mischungen von Erzeugnissen verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen enthalten, sofern sie gleicher Güte und je Farbe, Sorte und/oder Handelstyp gleichen Ursprungs sind.
         Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muss für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.
         B.   Verpackung
         
         Die Erzeugnisse müssen so verpackt sein, dass sie angemessen geschützt sind. Sie müssen unter Berücksichtigung der Größe und der Art des Gebindes ohne Hohlräume oder übermäßigen Druck angemessen verpackt sein.
         Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muss sauber und so beschaffen sein, dass es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben, ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet wird.
         Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.
         VI.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG
         
         Jedes Packstück (2) muss zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben tragen:
         A.   Identifizierung
         
         Packer und/oder Absender:
         
                     —
                  
                  
                     Name und Anschrift (z. B. Straße/Stadt/Region/Postleitzahl und – falls nicht mit dem Ursprungsland identisch – Land)
                     oder
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine von der nationalen Behörde offiziell anerkannte codierte Bezeichnung (3).
                  
               B.   Art des Erzeugnisses
         
         
                     —
                  
                  
                     ‚Kopfsalat‘, ‚Bataviasalat‘, ‚Eissalat‘, ‚Römischer Salat‘, ‚Schnittsalat‘ (oder gegebenenfalls beispielsweise ‚Eichblattsalat‘, ‚Lollo bionda‘ oder ‚Lollo rossa‘), ‚krause Endivie‘, ‚Eskariol‘ oder eine synonyme Bezeichnung, wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist;
                  
               
                     —
                  
                  
                     gegebenenfalls ‚Little Gem‘ oder eine synonyme Bezeichnung;
                  
               
                     —
                  
                  
                     gegebenenfalls Angabe ‚aus geschütztem Anbau‘ oder eine andere geeignete Angabe;
                  
               
                     —
                  
                  
                     Name der Sorte (wahlfrei);
                  
               
                     —
                  
                  
                     ‚Salatmischung‘ oder eine gleichwertige Bezeichnung, wenn die Packstücke eine Mischung von Erzeugnissen verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen enthalten. Wenn die Erzeugnisse von außen nicht sichtbar sind, müssen Farben, Sorten oder Handelstypen des Packstücks angegeben werden.
                  
               C.   Ursprung des Erzeugnisses
         
         
                     —
                  
                  
                     Ursprungsland und – wahlfrei – Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung.
                  
               
                     —
                  
                  
                     Bei Verkaufspackungen, die eine Mischung verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen von Erzeugnissen unterschiedlichen Ursprungs enthalten, muss das betreffende Ursprungslands in unmittelbarer Nähe der Angabe der jeweiligen Farbe, Sorte und/oder des jeweiligen Handelstyps angegeben werden.
                  
               D.   Handelsmerkmale
         
         
                     —
                  
                  
                     Klasse
                  
               
                     —
                  
                  
                     Größe, ausgedrückt durch das Mindestgewicht je Stück oder die Stückzahl;
                  
               
                     —
                  
                  
                     Nettogewicht (wahlfrei).
                  
               E.   Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)
         
         Packstücke müssen die Angaben gemäß Absatz 1 nicht tragen, wenn sie Verkaufspackungen enthalten, die von außen sichtbar sind und jeweils die betreffenden Angaben tragen. Diese Packstücke dürfen keine irreführende Kennzeichnung aufweisen. Befinden sich die Packstücke jedoch auf einer Palette, so muss auf mindestens zwei Seiten der Palette ein Zettel angebracht sein, der diese Angaben enthält.“
      
      TEIL B
      
         „Teil 6:   Vermarktungsnorm für Birnen
         
         I.   BEGRIFFSBESTIMMUNG
         
         Diese Norm gilt für Birnen der aus Pyrus communis L. hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Birnen für die industrielle Verarbeitung fallen nicht darunter.
         II.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN
         
         Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die Birnen nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen müssen.
         A.   Mindesteigenschaften
         
         In allen Klassen müssen Birnen, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen, sein:
         
                     —
                  
                  
                     ganz,
                  
               
                     —
                  
                  
                     gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     praktisch frei von Schädlingen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von Schäden durch Schädlinge, die das Fleisch beeinträchtigen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.
                  
               Entwicklung und Zustand der Birnen müssen so sein, dass sie
         
                     —
                  
                  
                     den Reifungsprozess fortsetzen können, damit der nach den jeweiligen Sortenmerkmalen angemessene Reifegrad erreicht werden kann,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Transport und Hantierung aushalten und
                  
               
                     —
                  
                  
                     in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommen.
                  
               B.   Klasseneinteilung
         
         Birnen werden in die drei nachstehend definierten Klassen eingeteilt:
         i)   Klasse Extra
         
         Birnen dieser Klasse müssen von höchster Qualität sein. Sie müssen die sortentypische Form, Größe und Färbung aufweisen und einen unverletzten Stiel besitzen.
         Das Fruchtfleisch muss frei von allen Mängeln und die Schale frei von rauer Berostung sein.
         Sie dürfen keine Mängel aufweisen mit Ausnahme sehr leichter oberflächlicher Schalenfehler, sofern diese das allgemeine Aussehen der Erzeugnisse und ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen.
         Die Birnen dürfen nicht grießig sein.
         ii)   Klasse I
         
         Birnen dieser Klasse müssen von guter Qualität sein. Sie müssen die sortentypische Form, Größe und Färbung aufweisen (4).
         Das Fruchtfleisch muss frei von allen Mängeln und die Schale frei von rauer Berostung sein.
         Die folgenden leichten Fehler an einzelnen Früchten sind jedoch zulässig, sofern diese das allgemeine Aussehen der Erzeugnisse und ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen:
         
                     —
                  
                  
                     ein leichter Formfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     ein leichter Entwicklungsfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte Farbfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte Schalenfehler, innerhalb nachstehender Grenzen:
                     
                                 —
                              
                              
                                 längliche Fehler bis zu 2 cm Länge,
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 sonstige Fehler bis zu einer Gesamtfläche von 1 cm2, ausgenommen Schorfflecken (Venturia pirina und V. inaequalis), die kumulativ nicht größer als 0,25 cm2 sein dürfen;
                              
                           
               
                     —
                  
                  
                     leichte Druckstellen bis zu einer Fläche von 1 cm2.
                  
               Der Stiel kann leicht beschädigt sein.
         Die Birnen dürfen nicht grießig sein.
         iii)   Klasse II
         
         Zu dieser Klasse gehören Birnen, die nicht in die höheren Klassen eingestuft werden können, die aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entsprechen.
         Das Fruchtfleisch muss frei von größeren Mängeln sein.
         Die folgenden Fehler sind jedoch zulässig, sofern die Birnen ihre wesentlichen Merkmale hinsichtlich Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung behalten:
         
                     —
                  
                  
                     Formfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Entwicklungsfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Farbfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte raue Berostung,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Schalenfehler, innerhalb nachstehender Grenzen:
                     
                                 —
                              
                              
                                 längliche Fehler bis zu 4 cm Länge,
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 sonstige Fehler bis zu einer Gesamtfläche von 2,5 cm2, ausgenommen Schorfflecken (Venturia pirina und V. inaequalis), die kumulativ nicht größer als 1 cm2 sein dürfen;
                              
                           
               
                     —
                  
                  
                     leichte Druckstellen bis zu einer Fläche von 2 cm2.
                  
               III.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG
         
         Die Größe wird bestimmt nach dem größten Querdurchmesser.
         Für die einzelnen Klassen sind folgende Mindestdurchmesser vorgeschrieben:
         
                      
                  
                  
                     Klasse Extra
                  
                  
                     Klasse I
                  
                  
                     Klasse II
                  
               
                     Großfrüchtige Sorten
                  
                  
                     60 mm
                  
                  
                     55 mm
                  
                  
                     55 mm
                  
               
                     Andere Sorten
                  
                  
                     55 mm
                  
                  
                     50 mm
                  
                  
                     45 mm
                  
               Sommerbirnen, die in der Anlage zu dieser Norm aufgeführt sind, müssen die Mindestgröße nicht einhalten.
         Um Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Größe im Packstück zu gewährleisten, ist der Unterschied im Durchmesser für Früchte eines Packstücks auf folgende Werte begrenzt:
         
                     —
                  
                  
                     5 mm bei Früchten der Klasse Extra und Früchten der Klassen I und II, die in Lagen gepackt sind,
                  
               
                     —
                  
                  
                     10 mm bei Früchten der Klasse I, die lose im Packstück oder in Verkaufspackungen verpackt sind.
                  
               Für Früchte der Klasse II, die lose im Packstück oder in Verkaufspackungen verpackt sind, ist Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Größe nicht vorgeschrieben.
         IV.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN
         
         Güte- und Größentoleranzen sind in jeder Partie für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.
         A.   Gütetoleranzen
         
         i)   Klasse Extra
         
         Eine Gesamttoleranz von 5 % nach Anzahl oder Gewicht Birnen, die die Anforderungen der Klasse nicht erfüllen, aber denen der Klasse I genügen, ist zulässig. Diese Toleranz darf insgesamt nicht mehr als 0,5 % Erzeugnisse umfassen, die die Anforderungen der Klasse II nicht erfüllen.
         ii)   Klasse I
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl oder Gewicht Birnen, die die Anforderungen der Klasse nicht erfüllen, aber denen der Klasse II genügen, ist zulässig. Diese Toleranz darf insgesamt nicht mehr als 1 % Erzeugnisse umfassen, die weder die Anforderungen der Klasse II noch die Mindesteigenschaften erfüllen. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen. Diese Toleranz gilt jedoch nicht für Birnen ohne Stiel.
         iii)   Klasse II
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl oder Gewicht Birnen, die weder die Anforderungen der Klasse noch die Mindesteigenschaften erfüllen, ist zulässig. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.
         Innerhalb dieser Toleranz sind höchstens 2 % nach Anzahl oder Gewicht Früchte mit folgenden Fehlern zulässig:
         
                     —
                  
                  
                     leichte, nicht vernarbte Verletzungen oder Risse,
                  
               
                     —
                  
                  
                     sehr leichte Fäulnisstellen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Vorhandensein von lebenden Schädlingen und/oder Schäden durch Schädlinge im Fruchtfleisch.
                  
               B.   Größentoleranzen
         
         In allen Klassen:
         
                     a)
                  
                  
                     für Früchte, die den Regeln der Gleichmäßigkeit unterliegen, 10 % nach Anzahl oder Gewicht Früchte, die der nächsthöheren oder nächstniedrigen als der auf dem Packstück angegebenen Größe entsprechen, wobei für die Früchte der kleinsten Größe eine Höchstabweichung von 5 mm unter der Mindestgröße zulässig ist;
                  
               
                     b)
                  
                  
                     für Früchte, die nicht den Regeln der Gleichmäßigkeit unterliegen, 10 % nach Anzahl oder Gewicht Früchte, die nicht die vorgeschriebene Mindestgröße erreichen, mit einer Höchstabweichung von 5 mm unter dieser Mindestgröße.
                  
               V.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG
         
         A.   Gleichmäßigkeit
         
         Der Inhalt jedes Packstücks muss einheitlich sein und darf nur Birnen gleichen Ursprungs, gleicher Sorte, gleicher Güte und gleicher Größe (falls nach Größen sortiert ist) sowie des gleichen Reifegrades umfassen.
         Für die Klasse Extra ist außerdem eine gleichmäßige Färbung vorgeschrieben.
         Die Packstücke (5) dürfen jedoch Mischungen von Birnen verschiedener Sorten enthalten, sofern die Birnen gleicher Güte sind und je Sorte gleichen Ursprungs sind.
         Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muss für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.
         B.   Verpackung
         
         Die Birnen müssen so verpackt sein, dass sie angemessen geschützt sind.
         Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muss sauber und so beschaffen sein, dass es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben, ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet wird.
         Auf einzelnen Erzeugnissen angebrachte Aufkleber müssen so beschaffen sein, dass ihre Entfernung weder Klebstoffrückstände noch Beschädigungen der Schale zur Folge hat.
         Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.
         VI.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG
         
         Jedes Packstück (6) muss zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben aufweisen.
         A.   Identifizierung
         
         Packer und/oder Absender:
         
                     —
                  
                  
                     Name und Anschrift (z. B. Straße/Stadt/Region/Postleitzahl und – falls nicht mit dem Ursprungsland identisch – Land)
                     oder
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine von der nationalen Behörde offiziell anerkannte codierte Bezeichnung (7).
                  
               B.   Art des Erzeugnisses
         
         
                     —
                  
                  
                     ‚Birnen‘, wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Name der Sorte. Bei Verkaufspackungen, die eine Mischung von Birnen verschiedener Sorten enthalten, die Namen der verschiedenen Sorten.
                  
               C.   Ursprung des Erzeugnisses
         
         
                     —
                  
                  
                     Ursprungsland und — wahlfrei — Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung. Bei Verkaufspackungen mit einer Mischung verschiedener Birnensorten unterschiedlichen Ursprungs Angabe des jeweiligen Ursprungslandes in unmittelbarer Nähe des Namens der betreffenden Sorte.
                  
               D.   Handelsmerkmale
         
         
                     —
                  
                  
                     Klasse
                  
               
                     —
                  
                  
                     Größe oder, bei in Lagen gepackten Früchten, Stückzahl. Ist die Größe angegeben, so muss diese wie folgt ausgedrückt werden:
                     
                                 a)
                              
                              
                                 bei Früchten, die den Regeln der Gleichmäßigkeit unterliegen, durch Angabe des Mindest- und Höchstdurchmessers;
                              
                           
                                 b)
                              
                              
                                 bei Früchten, die den Regeln der Gleichmäßigkeit nicht unterliegen, durch Angabe des Durchmessers der kleinsten Frucht im Packstück, gefolgt von der Angabe ‚und darüber‘ oder einer gleichwertigen Angabe oder gegebenenfalls von der Angabe des Durchmessers der größten Frucht im Packstück.
                              
                           
               E.   Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)
         
         Packstücke müssen die Angaben gemäß Absatz 1 nicht tragen, wenn sie Verkaufspackungen enthalten, die von außen sichtbar sind und jeweils die betreffenden Angaben tragen. Diese Packstücke dürfen keine irreführende Kennzeichnung aufweisen. Befinden sich die Packstücke jedoch auf einer Palette, so muss auf mindestens zwei Seiten der Palette ein Zettel angebracht sein, der diese Angaben enthält.
         
            Anlage
            
               Größenkriterien für Birnen
            
            
                        GF
                     
                     
                        =
                     
                     
                        Großfrüchtige Sorten
                     
                  
                        SB
                     
                     
                        =
                     
                     
                        Sommerbirnen, für die keine Mindestgröße vorgeschrieben ist.
                     
                  
               Nicht erschöpfende Liste der großfrüchtigen und der Sommerbirnensorten
            
            Die kleinfrüchtigen Sorten und die anderen Sorten, die nicht in der Liste aufgeführt sind, können vermarktet werden, sofern sie die in Abschnitt III der Norm festgelegten Bestimmungen betreffend die Größensortierung erfüllen.
            Einige der in der nachstehenden Liste aufgeführten Sorten können über Handelsmarken vermarktet werden, deren Schutz in einem oder mehreren Ländern beantragt oder gewährt wurde. Solche Handelsmarken erscheinen nicht in der ersten und zweiten Spalte. Einige bekannte Handelsmarken sind nur informationshalber in der dritten Spalte aufgeführt.
            
                        Sorte
                     
                     
                        Synonym
                     
                     
                        Handelsmarke
                     
                     
                        Größe
                     
                  
                        Abbé Fétel
                     
                     
                        Abate Fetel
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Abugo o Siete en Boca
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Akςa
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Alka
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Alsa
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Amfora
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Alexandrine Douillard
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Bergamotten
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Beurré Alexandre Lucas
                     
                     
                        Lucas
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Beurré Bosc
                     
                     
                        Bosc, Beurré d’Apremont, Empereur Alexandre, Kaiser Alexander
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Beurré Clairgeau
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Beurré
                     
                     
                        Hardenpont
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Beurré Giffard
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Beurré précoce Morettini
                     
                     
                        Morettini
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Blanca de Aranjuez
                     
                     
                        Agua de Aranjuez, Espadona, Blanquilla
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Carusella
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Castell
                     
                     
                        Castell de Verano
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Colorée de Juillet
                     
                     
                        Bunte Juli
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Comice rouge
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Concorde
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Condoula
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Coscia
                     
                     
                        Ercolini
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Curé
                     
                     
                        Curato, Pastoren, Del cura de Ouro, Espadon de invierno, Bella de Berry, Lombardia de Rioja, Batall de Campana
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        D’Anjou
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Dita
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        D. Joaquina
                     
                     
                        Doyenné de Juillet
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Doyenné d’hiver
                     
                     
                        Winterdechant
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Doyenné du Comice
                     
                     
                        Comice, Vereinsdechant
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Erika
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Etrusca
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Flamingo
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Forelle
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Général Leclerc
                     
                     
                         
                     
                     
                        Amber Grace™
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Gentile
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Golden Russet Bosc
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Grand champion
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Harrow Delight
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Jeanne d’Arc
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Joséphine
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Kieffer
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Klapa Mīlule
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Leonardeta
                     
                     
                        Mosqueruela, Margallon, Colorada de Alcanadre, Leonarda de Magallon
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Lombacad
                     
                     
                         
                     
                     
                        Cascade®
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Moscatella
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Mramornaja
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Mustafabey
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Packham’s Triumph
                     
                     
                        Williams d’Automne
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Passe Crassane
                     
                     
                        Passa Crassana
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Perita de San Juan
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Pérola
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Pitmaston
                     
                     
                        Williams Duchesse
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Précoce de Trévoux
                     
                     
                        Trévoux
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Président Drouard
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Rosemarie
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Suvenirs
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Santa Maria
                     
                     
                        Santa Maria Morettini
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Spadoncina
                     
                     
                        Agua de Verano, Agua de Agosto
                     
                     
                         
                     
                     
                        SB
                     
                  
                        Taylors Gold
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Triomphe de Vienne
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Vasarine Sviestine
                     
                     
                         
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  
                        Williams Bon Chrétien
                     
                     
                        Bon Chrétien, Bartlett, Williams, Summer Bartlett
                     
                     
                         
                     
                     
                        GF
                     
                  “
      TEIL C
      
         „Teil 10:   Vermarktungsnorm für Tomaten/Paradeiser*
         
         I.   BEGRIFFSBESTIMMUNG
         
         Diese Norm gilt für Tomaten/Paradeiser der aus Lycopersicum esculentum Mill hervorgegangenen Anbausorten, zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Tomaten/Paradeiser für die industrielle Verarbeitung fallen nicht darunter.
         Es werden vier Handelstypen unterschieden:
         
                     —
                  
                  
                     ‚runde‘ Tomaten/Paradeiser,
                  
               
                     —
                  
                  
                     ‚gerippte‘ Tomaten/Paradeiser,
                  
               
                     —
                  
                  
                     ‚längliche‘ Tomaten/Paradeiser,
                  
               
                     —
                  
                  
                     ‚Kirschtomaten/Kirschparadeiser‘ (einschließlich ‚Cocktailtomaten/Cocktailparadeiser‘).
                  
               II.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN
         
         Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die Tomaten/Paradeiser nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen müssen.
         A.   Mindesteigenschaften
         
         In allen Klassen müssen die Tomaten/Paradeiser vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen sein:
         
                     —
                  
                  
                     ganz,
                  
               
                     —
                  
                  
                     gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen;
                  
               
                     —
                  
                  
                     sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen;
                  
               
                     —
                  
                  
                     von frischem Aussehen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     praktisch frei von Schädlingen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von Schäden durch Schädlinge, die das Fleisch beeinträchtigen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,
                  
               
                     —
                  
                  
                     frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.
                  
               Bei Rispentomaten/Rispenparadeisern müssen die Stiele frisch, gesund, sauber und frei von Blättern und sichtbaren Fremdstoffen sein.
         Entwicklung und Zustand der Tomaten/Paradeiser müssen so sein, dass sie
         
                     —
                  
                  
                     Transport und Hantierung aushalten und
                  
               
                     —
                  
                  
                     in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommen.
                  
               B.   Klasseneinteilung
         
         Tomaten/Paradeiser werden in die drei nachstehend definierten Klassen eingeteilt:
         i)   Klasse Extra
         
         Tomaten/Paradeiser dieser Klasse müssen von höchster Qualität sein. Sie müssen festes Fleisch haben und hinsichtlich Form, Aussehen und Entwicklung die typischen Merkmale der Sorte aufweisen.
         Ihre vom Reifegrad abhängige Färbung muss so sein, dass sie den Anforderungen des letzten Unterabsatzes des vorstehenden Absatzes A genügt.
         Sie dürfen keine ‚Grünkragen‘ und andere Mängel aufweisen, mit Ausnahme sehr leichter oberflächlicher Fehler, sofern diese das allgemeine Aussehen der Erzeugnisse und ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen.
         ii)   Klasse I
         
         Tomaten/Paradeiser dieser Klasse müssen von guter Qualität sein. Sie müssen genügend fest sein und die typischen Merkmale der Sorte aufweisen.
         Sie dürfen keine Risse und keine sichtbaren ‚Grünkragen‘ aufweisen. Die folgenden leichten Fehler sind jedoch zulässig, sofern diese das allgemeine Aussehen der Erzeugnisse und ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen:
         
                     —
                  
                  
                     ein leichter Formfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte Farbfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     leichte Hautfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     sehr leichte Druckstellen.
                  
               Außerdem dürfen ‚gerippte‘ Tomaten/Paradeiser aufweisen:
         
                     —
                  
                  
                     vernarbte Risse von höchstens 1 cm Länge,
                  
               
                     —
                  
                  
                     geringe Verwachsungen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine kleine Nabelbildung, jedoch ohne Verkorkung,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Griffelnarbenverkorkung bis zu 1 cm2,
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine sehr schmale langgestreckte Griffelnarbe (nahtähnlich), jedoch nicht länger als zwei Drittel des größten Fruchtdurchmessers.
                  
               iii)   Klasse II
         
         Zu dieser Klasse gehören Tomaten/Paradeiser, die nicht in die höheren Klassen eingestuft werden können, die aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entsprechen.
         Sie müssen ausreichend fest sein (können aber etwas weniger fest sein als Tomaten/Paradeiser der Klasse I) und dürfen keine nicht vernarbten Risse zeigen.
         Die folgenden Fehler sind zulässig, sofern die Tomaten/Paradeiser ihre wesentlichen Merkmale hinsichtlich Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung behalten:
         
                     —
                  
                  
                     Form-, Entwicklungs- und Farbfehler,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Hautfehler oder Druckstellen, sofern sie die Frucht nicht ernsthaft in Mitleidenschaft ziehen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     vernarbte Risse von höchstens 3 cm Länge bei ‚runden‘, ‚gerippten‘ oder ‚länglichen‘ Tomaten/Paradeisern.
                  
               Außerdem dürfen ‚gerippte‘ Tomaten/Paradeiser aufweisen:
         
                     —
                  
                  
                     gegenüber der Klasse I stärkere Verwachsungen, jedoch keine Missbildungen,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Nabelbildung,
                  
               
                     —
                  
                  
                     Griffelnarbenverkorkung bis zu 2 cm2,
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine schmale langgestreckte Griffelnarbe (nahtähnlich).
                  
               III.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG
         
         Die Größe wird nach dem größten Querdurchmesser, dem Gewicht oder der Anzahl bestimmt.
         Die nachstehenden Bestimmungen gelten nicht für Rispentomaten/Rispenparadeisern und sind für Klasse II fakultativ.
         Um Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Größe zu gewährleisten,
         
                     a)
                  
                  
                     ist der Unterschied im Durchmesser der Früchte eines Packstücks auf folgende Werte begrenzt:
                     
                                 —
                              
                              
                                 10 mm, wenn der Durchmesser der kleinsten Frucht (laut Angabe auf dem Packstück) weniger als 50 mm beträgt;
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 15 mm, wenn der Durchmesser der kleinsten Frucht (laut Angabe auf dem Packstück) 50 mm oder mehr, aber weniger als 70 mm beträgt;
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 20 mm, wenn der Durchmesser der kleinsten Frucht (laut Angabe auf dem Packstück) 70 mm oder mehr, aber weniger als 100 mm beträgt.
                              
                           
                                 —
                              
                              
                                 Bei Früchten mit einem Durchmesser von 100 mm oder mehr gibt es keine Begrenzung des Unterschieds.
                              
                           Werden Größencodes verwendet, so gelten die Codes und Spannen gemäß nachstehender Tabelle:
                     
                                 Größencode
                              
                              
                                 Durchmesser in mm
                              
                           
                                 0
                              
                              
                                 ≤ 20
                              
                           
                                 1
                              
                              
                                 > 20 ≤ 25
                              
                           
                                 2
                              
                              
                                 > 25 ≤ 30
                              
                           
                                 3
                              
                              
                                 > 30 ≤ 35
                              
                           
                                 4
                              
                              
                                 > 35 ≤ 40
                              
                           
                                 5
                              
                              
                                 > 40 ≤ 47
                              
                           
                                 6
                              
                              
                                 > 47 ≤ 57
                              
                           
                                 7
                              
                              
                                 > 57 ≤ 67
                              
                           
                                 8
                              
                              
                                 > 67 ≤ 82
                              
                           
                                 9
                              
                              
                                 > 82 ≤ 102
                              
                           
                                 10
                              
                              
                                 > 102
                              
                           
               
                     b)
                  
                  
                     Bei Tomaten, die nach Gewicht oder Anzahl sortiert werden, sollte der Größenunterschied mit Buchstabe a im Einklang stehen.
                  
               IV.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN
         
         Güte- und Größentoleranzen sind in jeder Partie für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.
         A.   Gütetoleranzen
         
         i)   Klasse Extra
         
         Eine Gesamttoleranz von 5 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die die Anforderungen der Klasse nicht erfüllen, aber denen der Klasse I genügen, ist zulässig. Diese Toleranz darf insgesamt nicht mehr als 0,5 % Erzeugnisse umfassen, die die Anforderungen der Klasse II nicht erfüllen.
         ii)   Klasse I
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die die Anforderungen der Klasse nicht erfüllen, aber denen der Klasse II genügen, ist zulässig. Diese Toleranz darf insgesamt nicht mehr als 1 % Erzeugnisse umfassen, die weder die Anforderungen der Klasse II noch die Mindesteigenschaften erfüllen. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen. Im Falle von Rispentomaten/Rispenparadeisern 5 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die sich vom Stiel gelöst haben.
         iii)   Klasse II
         
         Eine Gesamttoleranz von 10 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die weder die Anforderungen der Klasse noch die Mindesteigenschaften erfüllen, ist zulässig. Ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen. Im Falle von Rispentomaten/Rispenparadeisern 10 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die sich vom Stiel gelöst haben.
         B.   Größentoleranzen
         
         In allen Klassen: 10 % nach Anzahl oder Gewicht Tomaten/Paradeiser, die der unmittelbar niedrigeren oder höheren Größe als der auf dem Packstück angegebenen entsprechen.
         V.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG
         
         A.   Gleichmäßigkeit
         
         Der Inhalt jedes Packstücks muss einheitlich sein und darf nur Tomaten/Paradeiser gleichen Ursprungs, gleicher Sorte oder gleichen Handelstyps, gleicher Güte und gleicher Größe (falls nach Größen sortiert ist) umfassen.
         Tomaten/Paradeiser der Klassen Extra und I müssen praktisch von einheitlicher Reife und Färbung sein. ‚Längliche‘ Tomaten/Paradeiser müssen außerdem annähernd die gleiche Länge haben.
         Die Packstücke (8) dürfen jedoch Mischungen von Tomaten/Paradeisern verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen enthalten, sofern sie gleicher Güte und je Farbe, Sorte und/oder Handelstyp gleichen Ursprungs sind.
         Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muss für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.
         B.   Verpackung
         
         Die Tomaten/Paradeiser müssen so verpackt sein, dass sie angemessen geschützt sind.
         Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muss sauber und so beschaffen sein, dass es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben, ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet wird.
         Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.
         VI.   BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG
         
         Jedes Packstück (9) muss zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben tragen:
         A.   Identifizierung
         
         Packer und/oder Absender:
         
                     —
                  
                  
                     Name und Anschrift (z. B. Straße/Stadt/Region/Postleitzahl und – falls nicht mit dem Ursprungsland identisch – Land)
                     oder
                  
               
                     —
                  
                  
                     eine von der nationalen Behörde offiziell anerkannte codierte Bezeichnung (10).
                  
               B.   Art des Erzeugnisses
         
         ‚Tomaten/Paradeiser‘ oder ‚Rispentomaten/Rispenparadeiser‘ sowie der Handelstyp, wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist. Diese Angaben sind in jedem Fall für ‚Kirschtomaten‘/‚Kirschparadeiser‘ (oder ‚Cocktailtomaten‘/‚Cocktailparadeiser‘) vorgeschrieben, unabhängig davon, ob diese als Rispentomaten/Rispenparadeiser aufgemacht sind oder nicht.
         
                     —
                  
                  
                     ‚Tomatenmischung/Paradeisermischung‘ oder eine gleichwertige Bezeichnung, wenn die Packstücke eine Mischung von Tomaten/Paradeisern verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen enthalten. Wenn die Erzeugnisse von außen nicht sichtbar sind, müssen die Farben, Sorten oder Handelstypen im Packstück angegeben werden.
                  
               
                     —
                  
                  
                     Name der Sorte (wahlfrei).
                  
               C.   Ursprung des Erzeugnisses
         
         Ursprungsland und — wahlfrei — Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung.
         Bei Verkaufspackungen, die eine Mischung verschiedener Farben, Sorten und/oder Handelstypen von Tomaten/Paradeisern unterschiedlichen Ursprungs enthalten, muss das betreffende Ursprungslands in unmittelbarer Nähe der Angabe der jeweiligen Farbe, Sorte und/oder des jeweiligen Handelstyps angegeben werden.
         D.   Handelsmerkmale
         
         
                     —
                  
                  
                     Klasse
                  
               
                     —
                  
                  
                     Größe (falls nach Größen sortiert ist), ausgedrückt durch den Mindest- und Höchstdurchmesser.
                  
               E.   Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)
         
         
                     —
                  
                  
                     Packstücke müssen die Angaben gemäß Absatz 1 nicht tragen, wenn sie Verkaufspackungen enthalten, die von außen sichtbar sind und jeweils die betreffenden Angaben tragen. Diese Packstücke dürfen keine irreführende Kennzeichnung aufweisen. Befinden sich die Packstücke jedoch auf einer Palette, so muss auf mindestens zwei Seiten der Palette ein Zettel angebracht sein, der diese Angaben enthält.
                  
               
      
         (1)  Die Packstücke sollten dazu bestimmt sein, als Ganzes gekauft zu werden.
      
         (2)  Packstücke mit vorverpackten Erzeugnissen zum direkten Verkauf an den Verbraucher fallen nicht unter diese Kennzeichnungsvorschriften, sondern müssen den nationalen Vorschriften entsprechen. Die genannten Kennzeichnungen sind aber auf jeden Fall auf der Transportverpackung anzubringen, die diese Packstücke enthält.
      
         (3)  In mehreren Ländern ist die ausdrückliche Angabe des Namen und der Anschrift gesetzlich vorgeschrieben. Wird jedoch eine codierte Bezeichnung verwendet, so muss der Hinweis ‚Verpacker und/oder Verwender (der gleichwertige Abkürzungen)‘ in enger Verbindung zu der codierten Bezeichnung angegeben werden, und der codierten Bezeichnung sollte der ISO-3166-Alpha-Länder-/Gebietscode des anerkennenden Landes vorangestellt werden, wenn es sich nicht um das Ursprungsland handelt.
      
         (4)  In der Anlage zu dieser Norm ist eine nicht erschöpfende Liste der großfrüchtigen Sorten und der Sommerbirnen aufgeführt.
      
         (5)  Die Packstücke sollten dazu bestimmt sein, als Ganzes gekauft zu werden.
      
         (6)  Packstücke mit vorverpackten Erzeugnissen zum direkten Verkauf an den Verbraucher fallen nicht unter diese Kennzeichnungsvorschriften, sondern müssen den nationalen Vorschriften entsprechen. Die genannten Kennzeichnungen sind aber auf jeden Fall auf der Transportverpackung anzubringen, die diese Packstücke enthält.
      
         (7)  In mehreren Ländern ist die ausdrückliche Angabe des Namen und der Anschrift gesetzlich vorgeschrieben. Wird jedoch eine codierte Bezeichnung verwendet, so muss der Hinweis ‚Verpacker und/oder Verwender (der gleichwertige Abkürzungen)‘ in enger Verbindung zu der codierten Bezeichnung angegeben werden, und der codierten Bezeichnung sollte der ISO-3166-Alpha-Länder-/Gebietscode des anerkennenden Landes vorangestellt werden, wenn es sich nicht um das Ursprungsland handelt.
      
         (8)  Die Packstücke sollten dazu bestimmt sein, als Ganzes gekauft zu werden.
      
         (9)  ‚Packstücke mit vorverpackten Erzeugnissen zum direkten Verkauf an den Verbraucher fallen nicht unter diese Kennzeichnungsvorschriften, sondern müssen den nationalen Vorschriften entsprechen. Die genannten Kennzeichnungen sind aber auf jeden Fall auf der Transportverpackung anzubringen, die diese Packstücke enthält.‘
      
         (10)  In mehreren Ländern ist die ausdrückliche Angabe des Namen und der Anschrift gesetzlich vorgeschrieben. Wird jedoch eine codierte Bezeichnung verwendet, so muss der Hinweis ‚Verpacker und/oder Verwender (der gleichwertige Abkürzungen)‘ in enger Verbindung zu der codierten Bezeichnung angegeben werden, und der codierten Bezeichnung sollte der ISO-3166-Alpha-Länder-/Gebietscode des anerkennenden Landes vorangestellt werden, wenn es sich nicht um das Ursprungsland handelt.“