CELEX: C2000/163/05
Language: de
Date: 2000-06-10 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Fünfte Kammer) vom 30. März 2000 in der Rechtssache C-266/97 P: Coöperatieve Vereniging De Verenigde Bloemenveilingen Aalsmeer BA (VBA) gegen Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerĳproducten (VGB) u. a. (Rechtsmittel — Wettbewerb — Einstellung des Beschwerdeverfahrens bei Fehlen einer Antwort der Beschwerdeführer innerhalb der gesetzten Frist — Vereinbarkeit einer Gebühr, die bei Lieferanten erhoben wird, die Verträge über die Lieferung von Waren des Blumenhandels an auf dem Gelände einer Versteigerungsgenossenschaft niedergelassene Unternehmen geschlossen haben, mit Artikel 85 Absatz 1 EG-Vertrag — Vereinbarkeit einer ausschließlichen Bezugsverpflichtung, die bestimmte Großhändler übernommen haben, die solche Erzeugnisse an Einzelhändler in bestimmten Geschäftsräumen auf diesem Gelände weiterverkaufen, mit Artikel 85 Absatz 1 EG-Vertrag — Diskriminierung — Auswirkung auf den Handel zwischen Mitgliedstaaten Beurteilung im Gesamtrahmen eines Regelungskomplexes — Keine spürbare Auswirkung)

10.6.2000              DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 163/3
2. Die gemäß Artikel 11a der Verordnung (EWG) Nr. 574/72                tigter: B. J. Drijber), hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer)
     des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der              unter Mitwirkung des Präsidenten der Sechsten Kammer J. C.
     Verordnung Nr. 1408/71 in ihrer durch die Verordnung Nr.           Moitinho de Almeida in Wahrnehmung der Aufgaben des
     2001/83 und danach durch die Verordnung Nr. 3811/86                Präsidenten der Fünften Kammer sowie der Richter L. Sevón,
     geänderten und aktualisierten Fassung ausgestellte E-101-          J.-P. Puissochet, P. Jann (Berichterstatter) und M. Wathelet —
     Bescheinigung bindet, solange sie nicht zurückgezogen oder         Generalanwalt: A. Saggio; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin
     für ungültig erklärt worden ist, den zuständigen Träger des        — am 30. März 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
     Mitgliedstaats, in den sich der Selbständige zur Ausführung
     einer Arbeit begibt, wie auch die Person, die Leistungen dieses    1. Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
     Selbständigen in Anspruch nimmt.
                                                                        2. Die Coöperatieve Vereniging De Verenigde Bloemenveilingen
3. Die gemäß Artikel 11a der Verordnung Nr. 574/72 ausgestellte              Aalsmeer BA (VBA) trägt ihre eigenen Kosten sowie die Kosten
     E-101-Bescheinigung kann Rückwirkung entfalten.                         der Florimex BV und der Vereniging van Groothandelaren in
                                                                             Bloemkwekerijproducten (VGB) im Zusammenhang mit dem
                                                                             Verfahren vor dem Gerichtshof.
(1) ABl. C 212 vom 12.7.1997.
                                                                        3. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften trägt ihre
                                                                             eigenen Kosten.
                                                                        (1) ABl. C 295 vom 30.3.2000.
                URTEIL DES GERICHTSHOFES
                         (Fünfte Kammer)
                       vom 30. März 2000
                                                                                       URTEIL DES GERICHTSHOFES
in der Rechtssache C-265/97 P: Coöperatieve Vereniging
De Verenigde Bloemenveilingen Aalsmeer BA (VBA)                                                 (Fünfte Kammer)
                    gegen Florimex BV u. a. (1)
                                                                                               vom 30. März 2000
(Rechtsmittel — Wettbewerb — Entscheidung über die
Zurückweisung einer Beschwerde — Vereinbarkeit einer                    in der Rechtssache C-266/97 P: Coöperatieve Vereniging
Gebühr, die bei externen Lieferanten auf Waren des Blumen-              De Verenigde Bloemenveilingen Aalsmeer BA (VBA)
handels erhoben wird, mit denen sie auf dem Gelände einer               gegen Vereniging van Groothandelaren in Bloemkweke-
Versteigerungsgenossenschaft niedergelassene Großhändler                                   rijproducten (VGB) u. a. (1)
beliefern, mit Artikel 2 der Verordnung Nr. 26 — Begrün-
                               dung)                                    (Rechtsmittel — Wettbewerb — Einstellung des Beschwerde-
                                                                        verfahrens bei Fehlen einer Antwort der Beschwerdeführer
                          (2000/C 163/04)                               innerhalb der gesetzten Frist — Vereinbarkeit einer Gebühr,
                                                                        die bei Lieferanten erhoben wird, die Verträge über die
                                                                        Lieferung von Waren des Blumenhandels an auf dem Gelände
                 (Verfahrenssprache: Niederländisch)                    einer Versteigerungsgenossenschaft niedergelassene Unter-
                                                                        nehmen geschlossen haben, mit Artikel 85 Absatz 1 EG-
                                                                        Vertrag — Vereinbarkeit einer ausschließlichen Bezugs-
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der  verpflichtung, die bestimmte Großhändler übernommen ha-
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)               ben, die solche Erzeugnisse an Einzelhändler in bestimmten
                                                                        Geschäftsräumen auf diesem Gelände weiterverkaufen, mit
In der Rechtssache C-265/97 P, Coöperatieve Vereniging De               Artikel 85 Absatz 1 EG-Vertrag — Diskriminierung —
Verenigde Bloemenveilingen Aalsmeer BA (VBA) mit Sitz in                Auswirkung auf den Handel zwischen Mitgliedstaaten Beur-
Aalsmeer (Niederlande), Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt            teilung im Gesamtrahmen eines Regelungskomplexes —
G. van der Wal, Brüssel, Zustellungsanschrift: Kanzlei des                                Keine spürbare Auswirkung)
Rechtsanwalts A. May, 398, route d’Esch, Luxemburg, betref-
fend ein Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts erster                                       (2000/C 163/05)
Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Zweite erweiterte
Kammer) vom 14. Mai 1997 in den Rechtssachen T-70/92
und T-71/92 (Florimex und VGB/Kommission, SIg. 1997,                                    (Verfahrenssprache: Niederländisch)
II-693) wegen Aufhebung dieses Urteils, andere Verfahrensbe-
teiligte: Florimex BV und Vereniging van Groothandelaren
in Bloemkwekerijproducten (VGB) mit Sitz in Aalsmeer,                   (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt J. A. M. P. Keijser,                         Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
Nimwegen, Zustellungsanschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts
A. Kronshagen, 22, rue Marie-AdéIaïde, Luxemburg, und                   In der Rechtssache C-266/97 P, Coöperatieve Vereniging De
Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmäch-                 Verenigde Bloemenveilingen Aalsmeer BA (VBA) mit Sitz in
 ---pagebreak--- C 163/4               DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         10.6.2000
Aalsmeer (Niederlande), Prozeßbevollmächtigter: Rechtsan-                           URTEIL DES GERICHTSHOFES
walt G. van der Wal, Brüssel, Zustellungsanschrift: Kanzlei
des Rechtsanwalts A. May, 398, route d’Esch, Luxemburg,
                                                                                             (Sechste Kammer)
betreffend ein Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts
erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Zweite
erweiterte Kammer) vom 14. Mai 1997 in der Rechtssache                                      vom 30. März 2000
T-77/94 (VGB u. a./Kommission, SIg. 1997, II-759) wegen
Aufhebung dieses Urteils, andere Verfahrensbeteiligte: Vereni-
                                                                     in der Rechtssache C-236/98 (Vorabentscheidungsersu-
ging van Groothandelaren in Bloemkwekerijproducten (VGB),
                                                                     chen des Arbetsdomstol): Jämställdhetsombudsmannen
Florimex BV, Inkoop Service Aalsmeer BV und M. Verhaar
                                                                                      gegen Örebro läns landsting (1)
BV, alle mit Sitz in Aalsmeer, Prozeßbevollmächtigter:
Rechtsanwalt J. A. M. P. Keijser, Nimwegen, Zustellungs-
anschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts A. Kronshagen, 22,              (Sozialpolitik — Männliche und weibliche Arbeitnehmer —
rue Marie-AdéIaïde, Luxemburg, und Kommission der                    Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit — Artikel 119 EG-
Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigter: B. J. Drij-           Vertrag (die Artikel 117 bis 120 EG-Vertrag sind durch die
ber), hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung           Artikel 136 EG bis 143 EG ersetzt worden) — Richtlinie
des Präsidenten der Sechsten Kammer J. C. Moitinho de                75/117/EWG — Vergleich des Entgelts einer Hebamme mit
Almeida in Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten der              dem eines Krankenhausingenieurs — Berücksichtigung einer
Fünften Kammer sowie der Richter L. Sevón, J.-P. Puissochet,        Zulage und einer Arbeitszeitverkürzung wegen ungünstiger
P. Jann (Berichterstatter) und M. Wathelet — Generalanwalt:                                       Arbeitszeit)
A. Saggio; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin — am
30. März 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                                               (2000/C 163/06)
                                                                                        (Verfahrenssprache: Schwedisch)
1. Das Rechtsmittel und das Anschlußrechtsmittel werden zurückge-
    wiesen.
                                                                     (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
                                                                               Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
2. Die Coöperatieve Vereniging De Verenigde Bloemenveilingen
    Aalsmeer BA (VBA) trägt ihre eigenen Kosten sowie die Kosten     In der Rechtssache C-236/98 betreffend ein dem Gerichtshof
    der Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerijproducten     nach Artikel 177 EG-Vertrag (jetzt Artikel 234 EG) vom
    (VGB), der Florimex BV, der Inkoop Service Aalsmeer BV und       schwedischen Arbetsdomstol in dem bei diesem anhängigen
    der M. Verhaar BV im Zusammenhang mit dem Rechtsmittel.          Rechtsstreit Jämställdhetsombudsmannen gegen Örebro läns
                                                                     landsting vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über
                                                                     die Auslegung von Artikel 119 EG-Vertrag (die Artikel 117 bis
                                                                     120 EG-Vertrag sind durch die Artikel 136 EG bis 143 EG
3. Die Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerijproducten      ersetzt worden) und der Richtlinie 75/117/EWG des Rates
    (VGB), die Florimex BV, die Inkoop Service Aalsmeer BV und       vom 10. Februar 1975 zur Angleichung der Rechtsvorschriften
    die M. Verhaar BV tragen ihre eigenen Kosten und die Kosten      der Mitgliedstaaten über die Anwendung des Grundsatzes des
    der Coöperatieve Vereniging De Verenigde Bloemenveilingen        gleichen Entgelts für Männer und Frauen (ABl. L 45, S. 19) hat
    Aalsmeer BA (VBA) im Zusammenhang mit dem Anschluß-              der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwirkung des
    rechtsmittel.                                                    Kammerpräsidenten J. C. Moitinho de Almeida sowie der
                                                                     Richter R. Schintgen (Berichterstatter), C. Gulmann,
                                                                     J.-P. Puissochet und der Richterin F. Macken — Generalanwalt:
                                                                     F. G. Jacobs; Kanzler: H. A. Rühl, Hauptverwaltungsrat — am
                                                                     30. März 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
4. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften trägt ihre
    eigenen Kosten.
                                                                     1. Eine Zulage für ungünstige Arbeitszeit darf nicht bei der
                                                                          Berechnung des Gehalts berücksichtigt werden, das als Grundlage
                                                                          des Vergleichs der Entgelte im Sinne von Artikel 119 EG-
                                                                          Vertrag (die Artikel 117 bis 120 EG-Vertrag sind durch die
                                                                          Artikel 136 EG bis 143 EG ersetzt worden) und der Richtlinie
(1) ABl. C 318 vom 18.10.1997.                                            75/117/EWG des Rates vom 10. Februar 1975 zur Anglei-
                                                                          chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die An-
                                                                          wendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und
                                                                          Frauen dient. Wird ein Unterschied beim Entgelt zwischen den
                                                                          beiden Vergleichsgruppen festgestellt und ergibt sich aus den
                                                                          verfügbaren statistischen Daten, daß Frauen einen wesentlich
                                                                          größeren Anteil an der benachteiligten Gruppe ausmachen als
                                                                          Männer, so hat der Arbeitgeber diesen Unterschied mit objektiven
                                                                          Umständen zu begründen, die nichts mit einer Diskriminierung
                                                                          aufgrund des Geschlechts zu tun haben.