CELEX: C2000/316/32
Language: de
Date: 2000-11-04 00:00:00
Title: Rechtssache C-337/00: Klage der Bundesrepublik Deutschland gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 14. September 2000

4.11.2000              DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     C 316/17
     —      Richtlinie 98/87/EG der Kommission vom 13. No-         2.    der Beklagten die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.
            vember 1998 zur Änderung der Richtlinie
            79/373/EWG des Rates über den Verkehr mit Misch-
            futtermitteln (2) und                                  Klagegründe und wesentliche Argumente
     —      Richtlinie 98/100/EG der Kommission vom 21. De-        Die Klagegründe und wesentlichen Argumente entsprechen
            zember 1998 zur Änderung der Richtlinie               denen der Rechtssache C-377/99 (1).
            92/76/EWG zur Anerkennung von gemeinschaftli-
            chen Schutzgebieten mit besonderen pflanzenge-         Die Klägerin greift die Entscheidung über die finanzielle
            sundheitlichen Risiken (3);                            Berichtigung betreffend Ausgaben des Landes Mecklenburg-
                                                                   Vorpommern im Sektor Kulturpflanzen für die Ernte 1995
2.   dem Großherzogtum Luxemburg die Kosten des Verfah-            insoweit an, als die Kommission:
     rens aufzuerlegen.
                                                                   —     von den Ausgaben, deren Berechtigung mittels der Klassi-
                                                                         schen Vor-Ort-Kontrolle geprüft worden war, nunmehr
Klagegründe und wesentliche Argumente                                    5 % statt, wie ursprünglich vorgesehen, 2 % anlastet, und
                                                                   —     für die Ausgaben, deren Berechtigung mittels Fernerkun-
Nach den Artikeln 10 und 249 EG seien die Mitgliedstaaten
                                                                         dung geprüft worden war, eine Anlastung von 2 %
verpflichtet, innerhalb der festgesetzten Frist die für die              vorsieht.
Umsetzung der an sie gerichteten Richtlinien in innerstaatli-
ches Recht erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die in den
in Punkt 1 der Anträge genannten Artikeln festgelegten Fristen     (1) ABl. C 366 vom 18.12.1999, S. 19.
seien am 31. März, am 30. Juni und am 1. Januar 1999
abgelaufen, ohne dass das Großherzogtum Luxemburg die
erforderlichen Maßnahmen ergriffen habe.
(1) ABl. L 261, S. 32.
(2) ABl. L 318, S. 43.                                             Rechtsmittel des Conseil national des professions de
(3) ABl. L 351, S. 35.                                             l’automobile, der Fédération nationale des distributeurs,
                                                                   loueurs et réparateurs de matériels de bâtiments de
                                                                   travaux publics et de manutention, der Auto Contrôle 31
                                                                   SA, der YAM 31 SARL, der Roux SA, des Marc Foucher-
                                                                   Creteau und der Verdier distribution SARL gegen den
                                                                   Beschluss des Gerichts erster Instanz der Europäischen
                                                                   Gemeinschaften (Dritte Kammer) vom 12. Juli 2000 in
Klage der Bundesrepublik Deutschland gegen die Kom-                der Rechtssache T-45/00, Conseil national des professions
mission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht               de l’automobile, Fédération nationale des distributeurs,
                     am 14. September 2000                         loueurs et réparateurs de matériels de bâtiments de
                                                                   travaux publics et de manutention, Auto Contrôle 31 SA,
                                                                   YAM 31 SARL, Roux SA, Marc Foucher-Creteau und
                     (Rechtssache C-337/00)                        Verdier distribution SARL gegen Kommission, eingelegt
                                                                                       am 18. September 2000
                         (2000/C 316/32)
                                                                                      (Rechtssache C-341/00 P)
Die Bundesrepublik Deutschland hat am 14. September 2000
eine Klage gegen die Kommission der Europäischen Gemein-                                   (2000/C 316/33)
schaften beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften
eingereicht. Prozessbevollmächtigte sind Ministerialrat Wolf-      Der CNPA u. a. haben am 18. September 2000 beim Gerichts-
Dieter Plessing und Regierungsrat Thomas Jürgensen, Bun-           hof der Europäischen Gemeinschaften ein Rechtsmittel gegen
desministerium der Finanzen, Graurheindorfer Str. 108,             den Beschluss des Gerichts erster Instanz der Europäischen
D-53117 Bonn.                                                      Gemeinschaften (Dritte Kammer) vom 12. Juli 2000 in der
                                                                   Rechtssache T-45/00, CNPA u. a. gegen Kommission, einge-
Die Klagepartei beantragt:                                         legt. Prozessbevollmächtigter der Rechtsmittelführer ist Rechts-
                                                                   anwalt Christian Bourgeon, Paris, Zustellungsanschrift: Kanzlei
1.   die Entscheidung 2000/449/EG der Kommission vom               des Rechtsanwalts François Brouxel, 6, rue Zithe, Luxemburg.
     5. Juli 2000 über den Ausschluss bestimmter von den
     Mitgliedstaaten zu Lasten des Europäischen Ausrichtungs-      Die Rechtsmittelführer beantragen,
     und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL), Abtei-
     lung Garantie, getätigter Ausgaben von der gemeinschaft-      hinsichtlich des Artikels 115 § 1 der Verfahrensordnung des
     lichen Finanzierung insoweit aufzuheben, als gemäss           Gerichts erster Instanz
     Artikel 1 ein Betrag von 17 412 165,44 DM nicht von
     dem EAGFL übernommen, sondern der Bundesrepublik              —     den angefochtenen Beschluss wegen eines wesentlichen
     Deutschland angelastet wird.                                        Verfahrensfehlers aufzuheben;