CELEX: 32019D0522(01)
Language: de
Date: 2019-05-14 00:00:00
Title: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 14. Mai 2019 über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Crème d’Isigny“ (g.U.) im Amtsblatt der Europäischen Union

22.5.2019   
               
               
                  DE
               
               
                  Amtsblatt der Europäischen Union
               
               
                  C 176/7
               
            
         DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
         vom 14. Mai 2019
         über die Veröffentlichung eines Antrags auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung einer Produktspezifikation gemäß Artikel 53 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „Crème d’Isigny“ (g.U.) im Amtsblatt der Europäischen Union
         
         (2019/C 176/05)
         DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
         gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
         gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (1), insbesondere auf Artikel 50 Absatz 2 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 53 Absatz 2,
         in Erwägung nachstehender Gründe:
         
                     (1)
                  
                  
                     Frankreich hat gemäß Artikel 49 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 einen Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation für „Crème d’Isigny“ (g.U.) eingereicht. Die Änderungen umfassen eine Namensänderung von „Crème d’Isigny“ zu „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“.
                  
               
                     (2)
                  
                  
                     Die Kommission hat den Antrag gemäß Artikel 50 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bedingungen der Verordnung erfüllt sind.
                  
               
                     (3)
                  
                  
                     Damit gemäß Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 Einspruch eingelegt werden kann, sollte der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission (2), einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Veröffentlichung der entsprechenden Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Crème d’Isigny“ (g.U.) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden —
                  
               BESCHLIEẞT:
         
            Einziger Artikel
            Der Antrag auf Genehmigung einer nicht geringfügigen Änderung der Produktspezifikation gemäß Artikel 10 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission, einschließlich des geänderten Einzigen Dokuments und der Fundstelle der Produktspezifikation, für den eingetragenen Namen „Crème d’Isigny“ (g.U.) findet sich im Anhang dieses Beschlusses.
            Im Einklang mit Artikel 51 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann innerhalb von drei Monaten ab der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Amtsblatt der Europäischen Union gegen die Änderung gemäß Absatz 1 dieses Artikels Einspruch erhoben werden.
         
         
            Brüssel, den 14. Mai 2019
            
               
                  Für die Kommission
               
               Phil HOGAN
               
                  Mitglied der Kommission
               
            
         
         
            (1)  ABl. L 343 vom 14.12.2012, S. 1.
         
            (2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 668/2014 der Kommission vom 13. Juni 2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 179 vom 19.6.2014, S. 36).
      
      
         
            ANHANG
            ANTRAG AUF GENEHMIGUNG EINER NICHT GERINGFÜGIGEN ÄNDERUNG DER PRODUKTSPEZIFIKATION EINER GESCHÜTZTEN URSPRUNGSBEZEICHNUNG ODER EINER GESCHÜTZTEN GEOGRAFISCHEN ANGABE
            
               Antrag auf Genehmigung einer Änderung gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012
            
            
               „CRÈME D’ISIGNY“
            
            
               EU-Nr.: PDO-FR-0139-AM01 — 18.10.2017
            
            
               g.U. ( X ) g.g.A. ( )
            
            1.   Antragstellende Vereinigung und berechtigtes Interesse
            
            
                        Syndicat Professionnel de Défense des Producteurs de Lait et Transformateurs de Beurre et Crème d’Isigny-sur-Mer — Baie des Veys
                     
                  
                        2, rue du docteur BOUTROIS
                     
                  
                        14230 Isigny-sur-Mer
                     
                  
                        FRANCE
                     
                  
                        Tel.. +332 31513310
                     
                  
                        Fax +332 31923397
                     
                  
                        E-Mail: ODG.beurrecremeisigny@isysme.com
                     
                  Zusammensetzung: Die Vereinigung setzt sich aus Produzenten von Milch und Butter zusammen. Daher ist sie berechtigt, den Änderungsantrag vorzulegen.
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Frankreich
            3.   Rubrik der Produktspezifikation, auf die sich die Änderung bezieht
            
            
                        —
                     
                     
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                        Name des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Beschreibung des Erzeugnisses
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Geografisches Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Ursprungsnachweis
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Erzeugungsverfahren
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Kennzeichnung
                     
                  
                        —
                     
                     
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                        Sonstiges [Kontaktangaben der zuständigen Stelle des Mitgliedstaats und der antragstellenden Vereinigung, Kontaktangaben der Kontrollstelle, einzelstaatliche Rechtsvorschriften]
                     
                  4.   Art der Änderung(en)
            
            
                        —
                     
                     
                        ☐
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g.U. oder g.g.A.
                     
                  
                        —
                     
                     
                        ☒
                     
                     
                        Gemäß Artikel 53 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 als nicht geringfügig geltende Änderung der Produktspezifikation einer eingetragenen g.U. oder g.A., für die kein Einziges Dokument (oder etwas Vergleichbares) veröffentlicht wurde
                     
                  5.   Änderung(en)
            
            5.1.   
                  Rubrik „Name des Erzeugnisses“
               
            
            Die Begriffe „Crème d’Isigny“ werden durch die Begriffe „Crème d’Isigny“ oder „Crème fraîche d’Isigny“ ersetzt.
            Es wird eine Alternative zu dem Namen „Crème d’Isigny“ vorgeschlagen: Es soll auch der Name „Crème fraîche d’Isigny“ verwendet werden können. Dieser Name wird seit vielen Jahren verwendet, um Produkte zu bezeichnen, die den Rechtsvorschriften für „Crème fraîche“ entsprechen. Durch diese Änderung kann die Praxis bei der Vermarktung von Crème fraîche schriftlich festgehalten werden. Mit Crème fraîche wird pasteurisierter Rahm bezeichnet, der nur einer Pasteurisierung unterzogen und spätestens 24 Stunden nach der Pasteurisierung am Herstellungsort verpackt wurde.
            5.2.   
                  Rubrik „Beschreibung des Erzeugnisses“
               
            
            Die im Jahr 1996 eingetragene Produktspezifikation betraf die beiden Produkte „Beurre d’Isigny“ (Butter) und „Crème d’Isigny“ (Rahm); das Kapitel mit der Beschreibung der Merkmale betrifft jedoch ausschließlich „Crèm d’Isigny“.
            Der Abschnitt
            
               „Diese beiden Milchprodukte verfügen über außergewöhnliche Eigenschaften. Sie haben eine natürliche goldgelbe Farbe, einen angenehmen Duft und eine geschmeidige Konsistenz.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „‚Crème d’Isigny‘ ist pasteurisierter — süßer (douce) oder gereifter (maturée) — Rahm; er hat eine glänzende Oberfläche, eine elfenbeinweiße bis blassgelbe Farbe und einen Mindestfettgehalt von 35 g je 100 g Produkt.
               ‚Crème d’Isigny‘ douce hat eine flüssige Konsistenz mit leicht süßlichen Milcharomen.
               ‚Crème d’Isigny‘ maturée hat eine feste Konsistenz und zeichnet sich durch einen frischen, milchigen Geschmack mit leichter Säure aus.
               Bei ‚Crème fraîche d’Isigny‘ handelt es sich um eine Sorte ‚Crème d’Isigny‘, die nur einmal pasteurisiert und anschließend innerhalb von 24 Stunden am Herstellungsort verpackt wurde.“
            
            Bei den Angaben zum Aussehen des Erzeugnisses wird eine Berichtigung vorgenommen: Die Farbe „goldgelb“ in der geltenden Produktspezifikation, die sich speziell auf „Beurre d’Isigny“ bezog, wird gestrichen.
            Außerdem wird der Begriff „glänzend“ hinzugefügt, wodurch das Aussehen des Rahms besser beschrieben wird.
            Ferner kommt in der Rubrik mit der Beschreibung des Erzeugnisses deutlicher zum Ausdruck, dass es sich um pasteurisierten Rahm handelt, wie in der Rubrik der geltenden Produktspezifikation zum Herstellungsverfahren beschrieben wird („Der verwendete Rahm muss einer auf die Pasteurisierung zur Keimabtötung beschränkten thermischen Behandlung worden sein“).
            Außerdem wird in diesem Teil hinzugefügt, dass der Mindestfettgehalt des Rahms 35 g je 100 g beträgt, was in der geltenden Produktspezifikation nur in der Rubrik zum Herstellungsverfahren angeführt ist.
            Die Beschreibung der organoleptischen Merkmale in der geltenden Produktspezifikation („er hat einen angenehmen Duft und eine geschmeidige Konsistenz“) wurde für zu knapp und teilweise für falsch befunden, weil sie nicht deutlich zwischen süßem und der gereiftem Rahm unterscheidet. Deshalb wird für den süßen und den gereiften Rahm jeweils eine Beschreibung der organoleptischen Merkmale eingefügt.
            Diese Änderung wird auch in Punkt 3.2 des Einzigen Dokuments vorgenommen, indem die Angabe „Rahm mit reichhaltigen und geschmeidigen Fettstoffen und von gelber Farbe“ ersetzt wird.
            5.3.   
                  Rubrik „Geografisches Gebiet“
               
            
            In die Rubrik „Abgrenzung des geografischen Gebiets“ werden alle Schritte, die in dem geografischen Gebiet erfolgen, hinzugefügt. Außerdem werden die Namen der einzelnen zu dem Gebiet gehörenden Gemeinden aktualisiert.
            Durch diese Änderungen sollen die einzelnen Schritte genauer erläutert und die Liste der Gemeinden aktualisiert werden, ohne dass die Abgrenzung des geografischen Gebiets geändert wird.
            Die Verpackung in dem Gebiet ist unverzichtbar. Dieser Vorgang muss zeitnah nach der Herstellung erfolgen, um einerseits Betrugsfälle zu verhindern (Vermischung mit anderen Arten von Rahm) und andererseits zu vermeiden, dass sich der Rahm bei zu langer Transportdauer durch Oxidierung verändert. „Crème d’Isigny“ und „Crème fraîche d’Isigny“ douce kann jedoch — ausschließlich zum Zweck der Verarbeitung zu gereiftem Rahm oder zu Butter — in Tanks zwischen den einzelnen Werksräumen innerhalb des geografischen Gebiets transportiert werden.
            5.4.   
                  Rubrik „Ursprungsnachweis“
               
            
            Aufgrund der geänderten nationalen Rechts- und Verwaltungsvorschriften wurden die Bestimmungen der Produktspezifikation in der Rubrik mit den Faktoren zum Nachweis, dass das Erzeugnis aus dem abgegrenzten geografischen Gebiet stammt, konsolidiert; sie umfassen jetzt Meldepflichten und die Vorschriften für das Führen von Registern zur Rückverfolgbarkeit und zur Überwachung der Herstellungsbedingungen.
            Deshalb wurden mehrere Absätze hinzugefügt, die Folgendes betreffen:
            
                        —
                     
                     
                        die Erklärung zur Identifizierung der Marktteilnehmer und ihre anderen Meldepflichten, insbesondere bezüglich der vorübergehenden Unterbrechung der Herstellung („Voraberklärung, dass keine Produktion beabsichtigt ist“ und „Voraberklärung der Wiederaufnahme der Produktion“),
                     
                  
                        —
                     
                     
                        das „Führen von Registern“ mit der Festlegung der Verpflichtungen für die Tierhalter und der Anführung der geltenden nationalen Bestimmungen für Rahmproduzenten,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        die bereits in den geltenden nationalen Bestimmungen vorgesehenen Kontrollmodalitäten: „Ergänzt wird das Verfahren durch unangekündigt durchgeführte stichprobenartige Analysen und organoleptische Prüfungen der verpackten verkaufsfertigen Produkte.“
                     
                  5.5.   
                  Rubrik „Erzeugungsverfahren“
               
            
            Die Produktspezifikation enthält zahlreiche Angaben zum Produktionsverfahren, um die Bedingungen, unter denen die Milch erzeugt und zu „Crème d’Isigny“ verarbeitet wird, besser zu beschreiben. Diese Angaben tragen dazu bei, den Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet zu unterstreichen.
            Die Bestimmungen zur Haltung der Milchviehherde (Rasse, Ernährung) wurden eingeführt, um die traditionellen Verfahren schriftlich festzuhalten.
            
               Herdenhaltung
            
            Die Milchviehherde wird wie folgt definiert: „Eine Herde im Sinne der vorliegenden Spezifikation ist der gesamte Bestand eines Betriebes an laktierenden und trockenstehenden Kühen.“
            Diese Bestimmung der Produktspezifikation dient dazu, eindeutig festzulegen, auf welche Tiere mit den Begriffen „Milchviehherde“ und „Milchkühe“ Bezug genommen wird, genauere Hinweise für die Kontrolle zu geben und etwaige Missverständnisse zu vermeiden.
            Folgende Absätze werden hinzugefügt:
            
               „Die Dauer der Weidehaltung der Herde beträgt mindestens 7 Monate.“
            
            
               „Die Hauptfutterfläche eines Betriebs muss zu mindestens 50 % aus Grasfläche bestehen. Während der Laktationszeit stehen für jede Milchkuh mindestens 35 Ar Weidefläche (natürliche Weiden, Wechsel- oder Dauerweiden) zur Verfügung, von denen mindestens 20 Ar beweidet werden bzw. mindestens 10 Ar beweidet werden und eine ergänzende Ernährung mit Gras erfolgt.“
            
            Der Hinweis auf das Grasfutter (Weidehaltung, Heu usw.) im Zusammenhang mit der im geografischen Gebiet anzutreffenden Tradition der Haltung auf den Weideflächen wird hinzugefügt, um den Zusammenhang zwischen dem Erzeugnis und dem geografischen Gebiet zu bekräftigen.
            
               Rasse
            
            Folgende Absätze werden hinzugefügt:
            
               „In den Herstellungsbetrieben stammt die gesammelte Milch zur Herstellung von ‚Crème d’Isigny‘ von einer Herde, die zu mindestens 30 % aus Milchkühen der normannischen Rasse besteht.“
            
            
               „Als Milchsammlung gilt die gesamte Milch, die ein Hersteller in einem Zeitraum von 48 Stunden gesammelt und verwendet hat.“
            
            Mit diesen Angaben wird sichergestellt, dass zur Herstellung von „Crème d’Isigny“ in erheblichem Umfang Milch von Kühen verwendet wird, die der normannischen Rasse angehören.
            Diese Angaben werden auch in Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            
               Ernährung der Herde
            
            Folgende Absätze werden hinzugefügt:
            
               „Die Grundration der Herde stammt zu 80 % (in Trockenmasse) aus dem geografischen Gebiet. Sie besteht aus den folgenden frischen oder haltbar gemachten Futterpflanzen: Gras, Mais, Getreide oder grüne Eiweißpflanzen (alle Pflanzenteile), Stroh, Luzerne, Futterrübe, Wurzelgemüse und getrocknete Rübenpulpe.“
            
            
               „Während der mindestens siebenmonatigen Weidehaltung macht das frische oder haltbar gemachte Gras mindestens 40 % der Futterration (in Trockenmasse) aus. Während des restlichen Jahres muss der Anteil (in Trockenmasse) mindestens 20 % täglich betragen.“
            
            Mit diesen Angaben soll der Zusammenhang zwischen dem Erzeugnis und dem geografischen Gebiet durch eine Ernährung der Milchkühe, die hauptsächlich aus diesem Gebiet stammt, unterstrichen werden. Außerdem wird eine Positivliste der zulässigen Futterpflanzen festgelegt, um die Art des verwendeten Futters besser zu beschreiben.
            Diese Bestimmungen zur Ernährung der Herde werden auch in Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            Folgender Absatz wird eingefügt: „Die Bereitstellung von Ergänzungsfuttermitteln ist auf 1 800 kg (in Trockenmasse) pro Kuh in der Herde und Kalenderjahr begrenzt.“
            Damit soll vermieden werden, dass der Anteil dieser Futtermittel an der Ernährung zu hoch wird, und hierdurch dafür gesorgt werden, dass die Grundration aus dem geografischen Gebiet stammt.
            Diese Bestimmung wird auch in Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            Es wird folgender Absatz hinzugefügt:
            „Folgende Erzeugnisse dürfen weder in der Grundration noch als Ergänzungsfuttermittel verwendet werden: Kohl, weiße Rübe, Rübsen und grüner Raps.
            Folgende Rohstoffe gemäß dem Anhang Teil C der Verordnung (EU) Nr. 68/2013 zum Katalog der Einzelfuttermittel dürfen in Ergänzungsfuttermitteln nicht enthalten sein:
            
                        —
                     
                     
                        Palm-, Erdnuss-, Sonnenblumen- oder Olivenöl, unverarbeitet oder deren Isomere (Nummer 2.20.1),
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Milcherzeugnisse und daraus gewonnene Erzeugnisse (Nummer 8),
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Erzeugnisse von Landtieren und daraus gewonnene Erzeugnisse (Nummer 9),
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Fisch, andere Wassertiere und daraus gewonnene Erzeugnisse (Nummer 10) mit Ausnahme von Lebertran von Dorsch,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Verschiedene Zutaten (Nummer 13) mit Ausnahme von Melasse und Glukose.
                     
                  Harnstoff und seine Derivate gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung sind ebenfalls als Futterzusätze verboten.“
            Wegen der nachteiligen Auswirkungen einiger Produkte und Rohstoffe auf die organoleptischen Merkmale der Milch dürfen mehrere Produkte und Rohstoffe nicht als Futter für laktierende Kühe verwendet werden.
            Diese Angaben werden auch in Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            Außerdem werden verschiedene Bestimmungen zu den einzelnen Herstellungsschritten des Rahms hinzugefügt, um die traditionellen Verfahren besser zu beschreiben.
            
               Sammlung und Annahme der Milch
            
            Folgender Absatz wird hinzugefügt:
            
               „Die Sammlung erfolgt spätestens 48 Stunden nach dem ersten Melken. Die in den Betrieben gesammelte Milch wird direkt ohne Umladen bei den Entrahmungsbetrieben abgeliefert. Bei der Annahme weist die Rohmilch einen Säuregrad von 14-16 ° Dornic, d. h. einen ph-Wert von 6,6-6,85 auf.“
            
            Die Lagerdauer der zur Herstellung von „Crème d’Isigny“ oder „Crème fraîche d’Isigny“ verwendeten Milch wird begrenzt, um Probleme durch die Veränderung des Rohstoffs auf dem Hof zu vermeiden. Zur besseren Rückverfolgbarkeit ist außerdem das Umladen der Milch zwischen den Erzeugungsbetrieben und dem Rahmherstellungsbetrieb verboten. Es wird ein Kriterium für den Säuregrad der Rohmilch eingeführt, um zu gewährleisten, dass sich der Rohstoff nicht verändert hat.
            Diese Bestimmung wird auch in Punkt 3.3 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            
               Verarbeitung und Verpackung
            
            Der Satz „Der Rahm muss den jeweiligen Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Herde, für den Rahm und für die Milch entsprechen“ wird gestrichen, da dies unter die allgemeinen Rechtsvorschriften fällt.
            
               Entrahmung und Pasteurisierung
            
            Folgender Absatz wird hinzugefügt: „Die Lagerdauer der Milch von der Annahme bis zur Entrahmung darf höchstens 48 Stunden betragen.“
            Diese Bestimmung dient der Erhaltung der Qualität des Rohstoffs.
            Es wird folgender Absatz hinzugefügt:
            
               „Vor der Entrahmung kann die gesammelte Milch eine erste Stufe der Vorpasteurisierung bei einer Temperatur von 74 °C durchlaufen. Nach der Entrahmung wird der Rahm während eines Zeitraums von 30-180 Sekunden bei einer Temperatur von 86-95 °C pasteurisiert.“
            
            Damit werden die Pasteurisierungsstufen für die Herstellung des Produkts festgelegt.
            Der Abschnitt
            
               „Diese Behandlung muss spätestens 36 Stunden nach der Entrahmung der Milch erfolgen.“
            
            erhält folgende Fassung:
            
               „Die letztgenannte Behandlung muss spätestens 36 Stunden nach Abschluss des Entrahmungsvorgangs zur Herstellung von „Crème d’Isigny“ douce erfolgen.“
            
            Zur Erhaltung der Qualität des Rohstoffs wird eine Angabe zum maximalen Zeitraum zwischen dem Ende des Entrahmungsvorgangs und der Pasteurisierung hinzugefügt. Außerdem kann durch die Festlegung der Zeiträume für die Durchführung der Verarbeitungsschritte zur Herstellung der einzelnen Rahmsorten die Kontrolle erleichtert werden.
            Der Abschnitt
            „Folgende Stoffe dürfen bei der Herstellung und Vermarktung von ‚Crème d’Isigny‘ nicht verwendet werden:
            
                        —
                     
                     
                        Molkenrahm, Salzlake, rekonstituierter, gefrorener oder tiefgefrorener Rahm
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Farbstoffe oder Antioxidantien,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Entsäuerungsmittel zur Senkung des Säuregrads der Milch oder des Rahms,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        jede andere Zutat mit Ausnahme spezieller Milchfermente.“
                     
                  erhält folgende Fassung:
            
               „Die Verwendung von Molkenrahm, Buttermilch, rekonstituiertem Rahm, gefrorenem oder tiefgefrorenem Rahm, Farbstoffen oder Antioxidantien, Entsäuerungsmitteln zur Verringerung des Säuregrads des Rahms, Zusatzstoffen, technologischen Hilfsmitteln oder sonstigen Zutaten mit Ausnahme von Milchfermenten bei der Herstellung von ‚Crème d’Isigny‘ douce ist verboten.“
            
            Die Liste der bei der Herstellung von „Crème d’Isigny“ oder „Crème frâiche d’Isigny“ verbotenen Zutaten wird berichtigt und ergänzt, indem angegeben wird, dass die Verwendung von Buttermilch ebenso wie die Hinzufügung von Zusatzmitteln, technologischen Hilfsmitteln oder jeder anderen Zutat mit Ausnahme von Milchfermenten ebenfalls verboten ist. Das Verbot der Verwendung von Salzlake wird gestrichen, da es sich um einen Fehler in der geltenden Produktspezifikation handelt.
            
               Beimpfung und Reifung
            
            Es wird folgender Absatz hinzugefügt:
            
               „Zur Herstellung von ‚Crème d’Isigny‘ maturée wird ‚Crème d’Isigny‘ douce vor dem Beimpfen auf 12-23 °C erwärmt.
               Die Beimpfung von ‚Crème d’Isigny‘ douce erfolgt spätestens 72 Stunden nach Abschluss des Entrahmungsvorgangs und spätestens 96 Stunden nach Annahme der Milch.
               Die Reifung erfolgt während eines Zeitraums von mindestens 12 Stunden bei einer Temperatur von 12-23 °C.“
            
            Die Parameter zur Reifungsphase werden ergänzt, um die traditionellen Verfahren schriftlich festzuhalten.
            Außerdem wird hinzugefügt, dass die Verpackungsbehälter ein Fassungsvermögen von höchstens 1 000 l haben, dass „Crème d’Isigny“ douce jedoch zwischen den Werksräumen im abgegrenzten Gebiet auch in Tanks transportiert werden kann, allerdings ausschließlich zum Zweck der Verarbeitung zu „Crème d’Isigny“ maturée oder „Beurre d’Isigny“.
            Diese Angaben werden auch in Punkt 3.5 des Einzigen Dokuments eingefügt.
            5.6.   
                  Rubrik „Kennzeichnung“
               
            
            Die nachstehenden Absätze
            
               „Auf den Verpackungen oder Behältern muss unter der Verantwortung des betreffenden Marktteilnehmers eine Vignette mit den Wörtern ‚Crème d’Isigny — Appellation d’Origine Contrôlée‘ angebracht oder abgebildet sein.
               Es ist verboten, beim Inverkehrbringen von Butter, die nicht entsprechend dem Erlass über die betreffende Bezeichnung hergestellt, verpackt und vermarktet wurde, die geografischen Begriffe ‚Isigny‘ oder ‚Isigny-sur-Mer‘ oder andere auf dieses Gebiet Bezug nehmende Wörter, Zeichen oder Bilder zu verwenden.“
            
            erhalten folgende Fassung:
            
               „Jede in Verkehr gebrachte Verpackung von ‚Crème d’Isigny‘ g.U. oder ‚Crème fraîche d’Isigny‘ g.U. wird mit einer Kennzeichnung versehen, auf der der Name der Ursprungsbezeichnung in einer Schriftgröße angebracht ist, die mindestens zwei Drittel der Schriftgröße der größten auf der Kennzeichnung erscheinenden Buchstaben beträgt.
               Auf den Verpackungen oder Behältern muss unter der Verantwortung des betreffenden Marktteilnehmers eine Vignette mit den Wörtern ‚Crème d’Isigny — Appellation d’Origine Protégée‘ angebracht oder abgebildet sein.
               Das EU-Symbol für g.U. wird neben, unter oder über der Vignette angebracht und ist durch keinen anderen Hinweis getrennt. Die Angaben zur Mindestbuchstabengröße für die Ursprungsbezeichnung gelten nicht für die Vignette, sofern der Name bereits an anderer Stelle auf der Kennzeichnung erscheint.
               Die Kennzeichnung umfasst insbesondere die Angabe des Fettgehalts je 100 g des Produkts.“
            
            Durch diese Angaben können die Anforderungen an die Kennzeichnung des Erzeugnisses genauer gefasst werden.
            Die Bestimmung zum Verbot der Wörter „Isigny“ oder „Isigny-sur-Mer“ oder anderer auf dieses Gebiet verweisender Wörter, Zeichen oder Bilder wird gestrichen, weil dies nicht zur Produktspezifikation gehört.
            Diese Änderungen werden auch in Punkt 3.6 des Einzigen Dokuments vorgenommen.
            5.7.   
                  Rubrik „Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet“
               
            
            Die Rubrik „Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet“ wurde vollständig umgeschrieben, um den Nachweis des Zusammenhangs zwischen „Crème d’Isigny“ und dem geografischen Gebiet deutlicher hervorzuheben. Bei diesem Nachweis werden insbesondere die Bedingungen herausgestellt, unter denen die Milch produziert wird, namentlich die Tatsache, dass die Ernährung auf der optimalen Nutzung von Graspflanzen und einer langen Weideperiode beruht, welche dem Fett in der Milch die zur Herstellung des Rahms (welche ein besonderes Fachwissen voraussetzt) erforderliche Qualität verleiht. Dabei wurde der Hinweis auf den hohen Gehalt von Ölsäure in „Crème d’Isigny“ gestrichen, weil dies nicht als kennzeichnend angesehen wurde.
            Unter dem Punkt „Besonderheit des geografischen Gebiets“ werden die natürlichen Faktoren des geografischen Gebiets, die menschlichen Faktoren und der historische Aspekt unter Hervorhebung des besonderen Fachwissens erläutert. Unter dem Punkt „Besonderheit des Erzeugnisses“ werden einige Merkmale hervorgehoben, die in der Beschreibung des Erzeugnisses enthalten waren. Ferner wird unter dem Punkt „Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet“ das Zusammenwirken der natürlichen und menschlichen Faktoren beim Produkt beschrieben.
            Diese Änderung wird auch in dem Einzigen Dokument vorgenommen.
            5.8.   
                  Rubrik „Sonstiges“
               
            
            Die Anschrift der INAO wird aktualisiert.
            Die Kontaktangaben der Vereinigung werden auf den neuesten Stand gebracht.
            In der Rubrik „Angaben zu den Kontrollstellen“ werden der Name und die Kontaktangaben der offiziellen Einrichtungen aktualisiert. In dieser Rubrik werden die Kontaktangaben der in Frankreich für die Kontrolle zuständigen Stellen genannt: Das Institut national de l’origine et de la qualité (INAO) und die Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes (DGCCRF). Es wird hinzugefügt, dass der Name und die Kontrollangaben der Zertifizierungsstelle auf der Website des INAO und in der Datenbank der Europäischen Kommission abrufbar sind.
            In die Rubrik „Einzelstaatliche Rechtsvorschriften“ wird eine Tabelle mit den wichtigsten zu kontrollierenden Punkten und den jeweiligen Bewertungsverfahren eingefügt. Darin sind in Tabellenform die wichtigsten zu kontrollierenden Punkte mit den jeweiligen Referenzwerten und Bewertungsverfahren aufgeführt.
            EINZIGES DOKUMENT
            
               „CRÈME D’ISIGNY“/„CRÈME FRAÎCHE D’ISIGNY“
            
            
               EU-Nr.: PDO-FR-0139-AM01 — 18.10.2017
            
            
               g.U. ( X ) g.g.A. ( )
            
            1.   Name(n)
            
            „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“
            2.   Mitgliedstaat oder Drittland
            
            Frankreich
            3.   Beschreibung des Agrarerzeugnisses oder des Lebensmittels
            
            3.1.   Art des Erzeugnisses
            
            Klasse 1.4 Sonstige Erzeugnisse tierischen Ursprungs (Eier, Honig, verschiedene Milcherzeugnisse außer Butter usw.)
            3.2.   Beschreibung des Erzeugnisses, für das der unter Punkt 1 aufgeführte Name gilt
            
            „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ ist pasteurisierter — süßer (douce) oder gereifter (maturée) — Rahm; er hat eine glänzende Oberfläche, eine elfenbeinweiße bis blassgelbe Farbe und einen Mindestfettgehalt von 35 g je 100 g Produkt.
            „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ douce hat eine flüssige Konsistenz mit leicht süßlichen Milcharomen.
            „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ maturée hat eine feste Konsistenz und zeichnet sich durch einen frischen, milchigen Geschmack mit leichter Säure aus.
            Bei „Crème fraîche d’Isigny“ handelt es sich um eine Sorte „Crème d’Isigny“, die nur einmal pasteurisiert und anschließend innerhalb von 24 Stunden am Herstellungsort verpackt wurde.
            3.3.   Futter (nur für Erzeugnisse tierischen Ursprungs) und Rohstoffe (nur für Verarbeitungserzeugnisse)
            
            Um den engen Zusammenhang zwischen dem geografischen Gebiet und dem Erzeugnis zu gewährleisten, der durch das Grünfutter aus dem Gebiet entsteht, werden die Milchkühe mindestens 7 Monate im Jahr auf den Weiden gehalten, wobei jeder Haltungsbetrieb über mindestens 0,35 ha Weideland je Milchkuh verfügt, davon müssen mindestens 0,20 ha — bzw. mindestens 0,10 ha mit ergänzender Grasfütterung — von den Melkständen aus zugänglich sein. Jeder Betrieb muss über eine Hauptfutterfläche mit mindestens 50 % Grasfläche verfügen.
            Die Nahrung der Milchkühe kann jedoch nicht vollständig aus dem geografischen Gebiet stammen. Der Eiweißbedarf der Milchkühe lässt sich nämlich nicht immer durch die Anbauflächen in diesem Gebiet decken. Zudem lässt sich die Herkunft der Rohstoffe, aus denen die Ergänzungsfuttermittel bestehen, nicht garantieren. Die Grundration der Herde besteht aus Futter, das zu 80 % (jährlich, in Trockenmasse) im geografischen Gebiet erzeugt wurde. Da die Grundration ungefähr 70 % des gesamten Futters der Milchkühe ausmacht, beläuft sich der Anteil des Futters, das aus dem Gebiet stammt, auf schätzungsweise mindestens 56 %.
            Während der mindestens siebenmonatigen Weideperiode besteht die Grundration zu mindestens 40 % und während der übrigen Zeit zu mindestens 20 % aus Graspflanzen in unterschiedlicher Form. Die Bereitstellung von Ergänzungsfuttermitteln ist auf 1 800 kg pro Kuh einer Herde und Kalenderjahr begrenzt.
            Als Futter ist Folgendes zugelassen: Gräser, Mais, grünes Getreide oder grüne Eiweißpflanzen (alle Pflanzenteile), Stroh, Luzerne (alles frisch oder haltbar gemacht) sowie Futterrübe, Wurzelgemüse und getrocknete Rübenpulpe.
            Kohl, Rübe, Rübsen und grüner Raps sowie Harnstoff und seine Derivate sind sowohl in der Grundration als auch im Ergänzungsfutter verboten.
            Folgende Rohstoffe im Ergänzungsfutter sind verboten:
            
                        —
                     
                     
                        Palm-, Erdnuss-, Sonnenblumen- oder Olivenöl, unverarbeitet oder deren Isomere,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Milcherzeugnisse und daraus gewonnene Erzeugnisse,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Erzeugnisse von Landtieren und daraus gewonnene Erzeugnisse,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Fisch, andere Wassertiere und daraus gewonnene Erzeugnisse mit Ausnahme von Lebertran von Dorsch,
                     
                  
                        —
                     
                     
                        Verschiedene Zutaten mit Ausnahme von Melasse und Glukose.
                     
                  In den Herstellungsbetrieben stammt die gesammelte Milch zur Herstellung von „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ von einer Herde, die zu mindestens 30 % aus Milchkühen der normannischen Rasse besteht; als Milchsammlung gilt die gesamte gesammelte Milch, die ein Hersteller innerhalb von 48 Stunden verarbeitet.
            Die Sammlung erfolgt spätestens 48 Stunden nach dem ersten Melken. Die in den Betrieben gesammelte Milch wird direkt ohne Umladen bei den Entrahmungsbetrieben abgeliefert. Bei der Annahme weist die Rohmilch einen Säuregrad von 14-16 ° Dornic, d. h. einen ph-Wert von 6,6-6,85 auf.
            3.4.   Besondere Erzeugungsschritte, die in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen müssen
            
            Die Erzeugung der Milch und die Herstellung des Rahms erfolgen in dem unter Punkt 4 abgegrenzten geografischen Gebiet.
            3.5.   Besondere Vorschriften für Vorgänge wie Schneiden, Reiben, Verpacken usw. des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Der Rahm muss im geografischen Gebiet verpackt werden. Die Verpackung des Rahms ist sehr wichtig, um die Qualität der Produkte zu erhalten, weil das Fett leicht oxidiert. Deshalb muss die Verpackung zeitnah nach dem Ende der Herstellung erfolgen. Aus diesem Grund erfolgt die Verpackung in dem unter Punkt 4 abgegrenzten geografischen Gebiet in Behältern mit einem Fassungsvermögen von höchstens 1 000 l.
            3.6.   Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung des Erzeugnisses mit dem eingetragenen Namen
            
            Jede in Verkehr gebrachte Verpackung von „Crème d’Isigny“ g.U. oder „Crème fraîche d’Isigny“ g.U. wird mit einer Kennzeichnung versehen, in der der Name der Ursprungsbezeichnung in einer Schriftgröße angebracht ist, die mindestens zwei Drittel der Schriftgröße der größten auf der Kennzeichnung erscheinenden Buchstaben beträgt.
            Auf den Verpackungen oder Behältern muss unter der Verantwortung des betreffenden Marktteilnehmers eine Vignette mit den Wörtern „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ — „Appellation d’Origine Protégée“ angebracht oder abgebildet sein.
            Das EU-Symbol für g.U. wird neben, unter oder über der Vignette angebracht und ist durch keinen anderen Hinweis getrennt. Die Angaben zur Mindestbuchstabengröße für die Ursprungsbezeichnung gelten nicht für die Vignette, sofern der Name bereits an anderer Stelle auf der Kennzeichnung erscheint.
            Die Kennzeichnung umfasst insbesondere die Angabe des Fettgehalts je 100 g des Produkts.
            4.   Kurzbeschreibung der Abgrenzung des geografischen Gebiets
            
            Das abgegrenzte geografische Gebiet erstreckt sich über die Gemeinden der folgenden Departements:
            
               Departement Calvados (82 Gemeinden):
            
            Kanton Bayeux: alle Gemeinden mit Ausnahme von Chouain, Condé-sur-Seulles, Ellon, Esquay-sur-Seulles, Juaye-Mondaye, Le manoir, Manvieux, Ryes, Tracy-sur-Mer, Vaux-sur-Seulles, Vienne-en-Bessin;
            Kanton Trévières: alle Gemeinden mit Ausnahme von La Bazoque, Cahagnolles, Cormolain, Foulognes, Litteau, Planquery, Sainte-Honorine-de-Drucy, Sallen.
            
               Departement Manche (93 Gemeinden):
            
            Kanton Agon-Coutainville: die Gemeinden Auxais, Feugères, Gonfreville, Gorges, Marchésieux, Nay, Périers, Raids, Saint-Germain-sur-Sèves, Saint-Martin-d’Aubigny, Saint-Sébastien-de-Raids;
            Kanton Bricquebec: die Gemeinden Etienville, Les Moitiers-en-Bauptois, Orglandes;
            Kanton Carentan-les-Marais: alle Gemeinden;
            Canton: Créances: die Gemeinden Montsenelle (nur die Gebiete der ehemaligen Gemeinden Coigny, Prétot-Sainte-Suzanne, Saint-Jores), Le Plessis-Lastelle;
            Kanton Pont-Hébert: alle Gemeinden mit Ausnahme von Bérigny, Saint-André-de-l’Epine, Saint-Georges-d’Elle, Saint-Germain-d’Elle, Saint-Pierre-de-Semilly;
            Kanton Saint-Lô-1: alle Gemeinden mit Ausnahme von Agneaux, Le Lorey, Marigny-Le-Lozon (nur das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lozon), Le Mesnil-Amey, Saint-Gilles, Saint-Lô;
            Kanton Valognes: alle Gemeinden mit Ausnahme von Brix, Huberville, Lestre, Lieusaint, Montaigu-la-Brisette, Saint-Germain-de-Tournebut, Saint-Joseph, Saint-Martin-d’Audouville, Saussemesnil, Tamerville, Valognes, Vaudreville, Yvetot-Bocage.
            5.   Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet
            
            Das geografische Gebiet, in dem „Beurre d’Isigny“ hergestellt wird, hat einen halbmondförmigen Umriss, besteht aus Sedimentsböden und liegt in geringer Höhe (< 50 m ü. M.). Dieses auch Col du Cotentin genannte Gebiet bildet eine bemerkenswerte geologische Einheit, die sich aus mehreren Lagen von Meeressediment herausgebildet hat. Man unterscheidet zwischen dem „Tiefland“ aus großen meeresnahen trockenen, aber überschwemmbaren Sumpf- und Alluvialgebieten, dem „Hochland“, einer Heckenlandschaft aus einem Plateau mit vereinzelten Zonen aus Kalkgestein sowie einem Gelände mit niedrigen steinigen Lehmhügeln im Osten. Hauptmerkmal des Bodens ist die große Menge an Meeres- und Flussablagerungen, insbesondere in der Baie des Veys und an den Ufern der dortigen Flussmündungen.
            Das Klima im Col du Cotentin lässt sich, mit einer Niederschlagsmenge von 800 mm und mehr als 170 über das gesamte Jahr verteilten Regentagen, kühlen Sommer- und milden Wintertemperaturen und geringeren Temperaturschwankungen als in Saint-Lô oder Caen, als gemäßigt mediterran beschreiben. Durch die Abwesenheit von Gebirgsformationen herrscht ein feuchtes, nebliges und mildes Klima. Der Einfluss des Meeres zeigt sich auch am salzhaltigen Dunst, dem das Weideland ausgesetzt ist.
            Das Col du Cotentin ist eine zentrale Weidelandschaft der Normandie, die bereits vor der im Jahr 1800 in der Region begonnenen Umwandlung der Ackerflächen in Weideland bestanden hat. Die Nutztierhalter haben das Gebiet um Isigny zu einem wertvollen Weideland weiterentwickelt, das 1874 von der Association Normande wie folgt beschrieben wurde „mit üppigen Weiden, echten Quellen von Rahm und Butter“.
            Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Tierhalter im Cotentin bemüht, das Cotentin-Rind, das insbesondere wegen der Eigenschaften der Milchkühe zum wichtigsten Zuchtstamm der örtlichen Rinderrassen wurde, möglichst reinrassig zu halten. Deren Bedeutung als Ausgangsrasse war jedoch ungünstig für die Tierhalter vor Ort, die erst zu einem späteren Zeitpunkt die Vorteile der künstlichen Befruchtung nutzen konnten und stattdessen leistungsfähige und gleichförmige Holstein-Rinder eingesetzt haben.
            Nach Nutzung der Gräser für die Milchviehherden begannen die Einwohner des Col du Cotentin auch sehr bald, die gewonnene Milch durch die Herstellung und Vermarktung des Rahms zu verwerten.
            Auch heute noch bilden die Weideflächen die Grundlage für die Ernährung der Milchkühe, die mindestens sieben Monate im Jahr auf ihnen grasen und sich während des restlichen Jahrs von den bereitgestellten Grasvorräten ernähren. Die Verbundenheit der Produzenten mit den normannischen Rindern, die dank ihrer fett- und eiweißreichen Milch hervorragend für die Rahmherstellung geeignet sind, macht es möglich, dass weiterhin große Bestände in dem geografischen Gebiet anzutreffen sind. Das Fachwissen der Hersteller kommt insbesondere bei der biologischen Reifung des Rahms zur Anwendung.
            Die Konsistenz von „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ ist geschmeidig, frei von Granularität und flüssig (Sorte „douce“/süßer Rahm) bzw. fest (Sorte „maturée“/gereifter Rahm). Das Produkt hat einen Fettgehalt von mindestens 35 g je 100 g sowie einen hohen Gehalt an Iod und Spurenelementen. Es hat eine elfenbeinweiße bis blassgelbe Farbe, eine glänzende Oberfläche und einen zarten, deutlich wahrnehmbaren, milchigen Duft. Es ist flüssig im Mund, hat einen frischen, angenehmen und milden Geschmack und bei der Sorte „maturée“ eine leicht säuerliche Note.
            Die geografische Lage (Nähe zum Meer) und das Gelände (Abwesenheit von Bergformationen) haben zur Folge, dass die Niederschlagsmenge über das gesamte Jahr gleichmäßig bleibt und selbst im Winter milde Temperaturen herrschen. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass während des gesamten Jahres Gras wächst und die Tiere über einen langen Zeitraum auf der Weide gehalten werden können. Dank der lehm- und kalkhaltigen, von jungem Meeresschwemmland bestimmten und mineralreichen Böden entsteht auf den Weiden ein großer Pflanzenreichtum, wobei die Schlammgebiete im „Hochland“ als wirksame Feuchtigkeitsregulatoren dienen, die das gleichmäßige Pflanzenwachstum fördern.
            Die Qualität des in der Milch enthaltenen Fetts ergibt sich aus dem Zusammenwirken der Graspflanzen, die ihr die für die g.U. typischen organoleptischen Eigenschaften und die typische Geschmeidigkeit verleihen, sowie des energiereicheren Trockenfutters, das die Bildung großer Fetttröpfchen begünstigt, an denen die durch die Graspflanzen in die Milch gelangten Aromaverbindungen haften bleiben.
            Kennzeichen von „Crème d’Isigny“/„Crème fraîche d’Isigny“ ist also die optimale Nutzung der Graspflanzen aus dem geografischen Gebiet durch die lange Weidehaltung der Milchkühe und die Verfütterung des für die Winterzeit eingelagerten Trockenfutters in Verbindung mit anderen Trockenfutterarten. Der Transport von Trockenfutter aus dem Tiefland in das Hochland und dessen Lagerung ist eine traditionelle Praxis, die sich aus der Lage der Haltungsbetriebe — in der Regel im Hochland, aber mit Weideflächen im Tiefland — ergibt.
            Diese Ernährung der Milchkühe, die teilweise der normannischen Rasse angehören, führt zu einer Milch von hoher Qualität, deren Fette dem Produkt seine ausgezeichnete Geschmeidigkeit verleihen.
            Das Festhalten an den traditionellen Verfahren der Rahmherstellung, bei denen nur die natürliche Reifung zugelassen ist und z. B. die Verwendung von rekonstituiertem Rahm, Entsäuerungsmitteln oder anderer Zutaten oder Zusatzstoffe verboten ist, trägt wesentlich dazu bei, die besonderen Merkmale des von den Milchviehherden gewonnenen Rohstoffs zu erhalten.
            
               Hinweis auf die Veröffentlichung der Spezifikation
            
            (Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 668/2014)
            https://info.agriculture.gouv.fr/gedei/site/bo-agri/document_administratif-ba1010a1-bc3a-4468-a1d2-7578d8fd5494