CELEX: 51983PC0509
Language: de
Date: 1983-07-29
Title: VORSCHLAG FUR EINE VERORDNUNG DES RATES (EWG) zur Einführung eins endgültigen Antidumpingzolls azuf die Einfuhren von Bariumchlorid mit Ursprung in der Volksrepublik China und der Deutschen Demokratischen Republik (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (83) 509
Vol. 1983/0196
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                  KOM( 8 3 ) 509 endg.
                                  Brüssel, den 29. Juli 1983
                VORSCHLAG FUR EINE VERORDNUNG DES RATES (EWG)
          zur Einführung eins endgültigen Antidumpingzolls azuf die
        Einfuhren von Bariumchlorid mit Ursprung in der Volksrepublik
               China und der Deutschen Demokratischen Republik
                    (von der Kommission dem Rat vorgelegt)
  KOM(83) 509 endg.
 ---pagebreak---                                    ERLAEUTERUNGEN
1. Im Juni 1982 ging der Kommission ein Antrag zu, der vom Europäischen Ausschuss
    der Verbände der chemischen Industrie (CEFIC) im Namen des französischen Hei—
     S te lle rs g e s t e l l t wurde, auf den der grösste T e il der Gemeinschaftsproduktion
    an Bariumchlorid e n t f ä l l t . In dem Antrag wurde behauptet, dass Bariumchlorid
    mit Ursprung in der Volksrepublik China und in der Deutschen Demokratischen
    Republik gedumpt w ird, wodurch eine bedeutende Schädigung verursacht wird.
    Diesen Behauptungen waren genügend Beweismittel beigefügt, um die Einleitung
    eines Verfahrens durch die Kommission zu re c h tfe rtig e n , und eine Bekanntmachung
    über die Einleitung eines Antidumpingverfahrens wurde am 10. August 1982 ver­
    ö f f e n t l i c h t (ABI. Nr. C 207).
2. Bei ih re r ersten Ermittlung s t e l l t e die Kommission Dumpingspannen von über
    75 % sowie eine dadurch verursachte bedeutende Schädigung f e s t . Mit der Ver­
   ordnung (EWG) Nr. 985/83 der Kommission (ABI. Nr. L 110 vom 27.04.1983) wurden
    vorläufig e Antidumpingzölle in Höhe des Betrags eingeführt, um den der Preis
    je Tonne Eigengewicht, f r e i Gemeinschaftsgrenze, u n v e rz o llt, unter 319 ECU
    l i e g t . Diese' Z ö lle gelten bis zum 27. August 1983.
3. Angesichts der rapiden Zunahme der Einfuhren aus China in den ersten drei Mo­
   naten des Jahres 1983 und der sich daraus ergebenden Auswirkungen h insicht­
    lich der Schädigung, die dem betreffenden GemeinschaftsherstelLer entsteht,
   h i e l t man es fü r angezeigt, als Untersuchungszeitraum s ta tt August 1981 bis
   Juli 1982 den Zeitraum Januar 1982 bis März 1983 zu wählen. Aufgrund der
   neuesten Informationen, die während der anschliessenden Untersuchung von der
   Kommission eingeholt wurden, kam man zu folgenden Schlussfolgerungen:
   a) Dumping: die Dumpingspannen für das betreffende Erzeugnis mit Ursprung
          sowohl in der Volksrepublik China als auch in der Deutschen Demokratischen
         Republik betragen nach wie vor über 75 %;
   b) Schädigung:
         1. Den von der Kommission bekannten Einführern angegebenen Zahlen zufolge
               stiegen die Einfuhren von k r i s t a ll is ie r t e m Bariumchlorid mit Ursprung
               in China in die EWG zwischen 1980 und 1982 um 42%. Diese Steigerung
               i s t im Zusammenhang mit einem Rückgang im Verbrauch dieses Erzeugnisses
               in der erwähnten Form in der EWG zwischen 1980 und 1982 um 38 % zu sehen.
               Von weiteren umfangreichen Mengen, die dem Versandverfahren u n t e r s t e llt
               wurden i s t ebenfalls eine Schädigung zu befürchten.
         2. Die Einfuhren des betreffenden Erzeugnisses mit Ursprung in der DDR
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        stiegen von 0 Tonnen im Jahre 1980 auf 253 Tonnen im Jahre '1981 und gingen
        1982 Leicht zurück. Obwohl es 1983 nur zu sehr geringen Einfuhren kam, be­
        steht die Gefahr einer Schädigung aufgrund der Ausfuhrkapazität des Aus­
        führers in der DDR und der W ahrscheinlichkeit, dass er seine Ausfuhren in
        die Gemeinschaft steigern wird, wenn nur auf die Einfuhren mit Ursprung in
        China ein Antidumpingzoll erhoben wird.
   3. Die Preise des chinesischen und des DDR-Erzeugnisses lagen 7 bis 17 % bzw.
        13 % unter den Gemeinschaftspreisen.
   4. Für den betroffenen Gemeinschaftshersteller ergeben sich folgende Aus-
        wi rkungen:
        - die für den Markt verfügbare Produktion an k r i s t a l l i s i e r t e m Bariumchlorid
           ging zwischen 1980 und 1981 um 6 % und zwischen 1981 und 1982 um 52              X
           zurück;
        - der Absatz des Erzeugnisses in dieser Form an EWG-Kunden ging zwischen
           1980 und 1981 um 33 % zurück und b lie b 1982 nahezu s t a b i l;
        - der M arktanteil nahm von 30        7.auf 33 % le ic h t zu, während der Marktan­
           t e i l des chinesischen Erzeugnisses von 36 % auf 48 % stieg und der Markt­
           a n t e il des DDR-Erzeugnisses unverändert 8 % betrug;
        - die Verluste nahmen w eiter erheblich zu.
4. Angesichts der ausserordentlich schweren V e rlu s te , die dem betroffenen Gemein­
   s c h a fts h e rs te lle r bei Produktion und Absatz des betreffenden Erzeugnisses drohen,
   und um eine Schliessung des Werks vorzubeugen, die die weitgehende Abhängig­
   k e it der Gemeinschaft von Lieferungen aus dem Ausland zur Folge h ä tte , lie g t
   es im Interesse der Gemeinschaft, dass Massnahmen g etroffen werden.
5. Da die betreffenden Ausführer keine befriedigenden Preisverpflichtungen ange-
   boten haben, e rfo rd e rt der Schutz der Interessen der Gemeinschaft die Erhebung
   von endgültigen Antidumpingzöllen, deren Höhe dem Betrag e n ts p ric h t, um den der
   Preis je Tonnen Eigengewicht, f r e i Gemeinschaftsgrenze, u n v e r z o llt , unter 323
   ECU l i e g t . Dieser Betrag wurde anhand der Daten für den geänderten Bezugszeit­
   raum errechnet. Es i s t ferner angezeigt, dass der v o rlä u fig e Z o ll angesichts
   der rapiden Zunahme der Einfuhren des gedumpten Erzeugnisses mit Ursprung in
   China s e it Eröffnung des Verfahrens bis zu maximal 319 ECU vereinnahmt wird.
 ---pagebreak---                    Vorschlag fü r eine VERORDNUNG DES RATES (EWG)
  zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von
  Bariumchlorid mit Ursprung in der Volksrepublik China und der Deutschen
  Demokratischen Republik
  DER RAT DER EUROPAEISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  g e s tü tzt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
  g e s tü tzt auf die Verordnung des Rates (EWG) Nr. 3017/79 vom 20 Dezember 1979
  über den Schutz gegen gedumpte oder subventionierte Einfuhren aus nicht zur
  Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehörenden Ländern ( 1 ) , geändert durch
 die Verordnung (EWG) Nr. 1580/82 ( 2 ) , insbesondere auf A r t ik e l 12,
 g e s tü tzt auf den Vorschlag der Kommission nach Konsultationen in dem in der
vorgenannten Verordnung vorgesehenen Beratenden Ausschuss,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
 A. V o rlä u fig e Massnahmen
 1. Die Kommission fü h rte mit Verordnung (EWG) Nr. 985/83 (3) einen vorläufig en
 Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Bariumchlorid mit Ursprung in der Volks­
 republik China und der Deutschen Demokratischen Republik e in .
B. Anschliessende Verfahren
2. Nach der Einführung des vorläufig en Antidumpingzolls wurden die Sachtleben
GmbH (im Folgenden auch "Sachtleben" genannt), der d e r z e it einzige Einführer
der betreffen den Ware mit Ursprung in der Volksrepublik China, sowi« der Aus­
führer und d ie hauptsächlichen Einführer der betreffenden Ware mit Ursprung
in der Deutschen Demokratischen Republik und der b etro ffen e Gemeinschaftshei—
s te ile r
(1) ABI.      Nr. L 339 vom 31.12.1979, S. 1.
(2) ABI.      Nr. L 178 vom 22.06.1982, S. 9.
(3) ABI.      Nr. L 110 vom 27.04.1982, S. 11.
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auf ihren Antrag hin von der Kommission angehört. Ferner Legten a l l e der ge­
nannten Parteien ihren Standpunkt zu dem vorläufigen Antidumpingzoll s c h r i f t ­
lic h dar.
3. Die Firma Sachtleben beantragte ausserdem, über bestimmte Tatsachen und
massgebliche Erwägungen in Kenntnis gesetzt zu werden; auf deren Grundlage
beschlossen wurde, endgültige Massnahmen zu empfehlen; diesem Antrag wurde
stattgegeben.
4. Angesichts der erheblichen Zunahme der Einfuhren der gedumpten Ware mit
Ursprung in der Volksrepublik China während der ersten drei Monate des Jahres
1983 (siehe Punkt 19 der Verordnung (EWG) Nr. 985/83) und ih re r möglichen
Auswirkungen h in s ic h tlic h der vom betroffenen Gemeinschaftshersteller erfah­
 renen Schädigung h i e l t man es für angebracht, den sich ursprünglich vom Au­
gust 1981 bis J u li 1982 erstreckenden Untersuchungszeitraum auf die Z eit
 zwischen Januar 1982 und März 1983 zu verlegen. Deshalb wurden a l l e P a rteien,
die den von der Kommission nach Eröffnung des Verfahrens versandten Frage­
 bogen beantwortet hatten, gebeten, dieser Aenderung entsprechend neue An­
 gaben vorzulegen. Ferner wurden Untersuchungen an Ort und S t e lle beim be­
 troffenen Gemeinschaftshersteller, bei einem wichtigen Einführer und Ab­
 nehmer der betreffenden Ware, sowei bei dem V e rtr e te r der Firma Sachtleben
 in Antwerpen vorgenommen.
 C. Dumpingspanne
  5. Da man es für angebracht h i e l t , den Untersuchungszeitraum vorzuverlegen,
 wurden die daraufhin vorgelegten neuen Angaben betreffend die Ausfuhrpreise
  der gedumpten Waren und den Normalwert b erü c k s ic h tig t.
  6. Die auf der Grundlage der neuen Angaben e r m itte lte n d u rch schnittlich ge­
  wogenen Dumpingspannen fü r die betreffende Ware mit Ursprung in der Volks­
  republik China und der Deutschen Demokratischen Republik betrugen jedoch
  w eiterhin mehr als 75 %.
  7. Hinreichende Beweismittel zur Rechtfertigung der von Sachtleben beantrag­
  ten Anpassung des Normalwerts, um Qualitätsunterschiede zwischen dem chinesischen
  und dem Gemeinschaftserzeugnis zu berücksichtigen, wurden nicht vorgenommen,
  weshalb der Antrag abgelehnt wurde.
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8. Eine von Sachtleben beantragte Aenderung des Normalwerts, um angebliche
V o r t e ile bei den Rohstoffkosten und angeblich unterschiedliche Herstellungs­
verfahren in China zu berücksichtigen, konnte nicht vorgenommen werden. Es
 i s t nur schwer einzusehen, wie solche V o r t e ile , f a l l s sie w irk lic h vorhanden
 sind und nicht durch Wettbewerbsnachteile zunichte gemacht werden, sich im
Normalwert nied rschlagen s o llte n , wenn in dem für die Ermittlung des Normal­
werts herangezogenen Land mit M arktw irtsch aft, den Vereinigten Staaten, die
gleichen Bedingungen vorherrschen. Da die Preise nicht nur von den Kosten,
 sondern auch von der Nachfrage abhängen, hat ein H e r s te lle r , der einen be­
 stimmten V o r t e il geniesst, die Wahl, seine Verkaufspreise entweder niedrig
 zu halten oder sie an die Preise der Konkurrenz anzugleichen und den zusätz­
 lichen sich aus seinem besonderen V o r te il ergebenden Gewinn einzustreichen.
 Selbst wenn man fü r den Normalwert den im D rittla n d             (USA) mit Marktwirtschaft und
n ic h t , wie von Sachtleben vorgeschlagen, den in der EWG rechnerisch erm it­
t e lt e n Wert zugrundelegen        s o l l t e , müssten bei der Aenderung der in einem
Land mit M arktw irtschaft e rm itte lte n Kosten die A rb e its -, M a t e r ia l- , Energie-
und sonstige Kosten sowie die Ressourcenverteilung                  in einem Land ohne Markt­
w irts c h a ft zugrundegelegt werden, was mit A r tik e l 2 Absatz (5) der Verordnung
(EWG) Nr. 3017/79 ausdrücklich verhindert werden s o l l . Sachtlebens Vorschlag, für
den Normalwert den rechnerisch e rm itte lte n Wert in der EWG zugrundezulegen, kann
nicht gefolgt werden, da dies A r tik e l 2 Absatz 2 der genannten Verordnung wider­
sprechen würde, der vom rechnerisch e rm itte lte n Wort der gleichartigen Ware in
einem D r it t la n d mit Marktwirtschaft ausgeht.
9. Bei der Ermittlung des Vorliegens von Dumping konnten die möglichen Aus­
wirkungen des angeblichen Preiskampfes zwischen dem ehemaligen H e rs te lle r
 in der Bundesrepublik Deutschland und dem betroffenen Gemeinschaftshersteller
nicht b erücksichtigt werden, da diese Ermittlung auf einem Vergleich der Aus­
fuhrpreise der Ausführer mit dem Preis fü r die auf dem D r ittla n d mit Markt­
w ir t s c h a f t , den Vereinigten Staaten, verkaufte g le ic h a rtig e Ware beruht und
mit den ehemaligen Preisen der betreffenden Ware in der EWG in k e in e rle i
Beziehungen s te h t.
D. Schädigung
10. Nach der Aenderung des                  gszeitraums wurden auch die daraufhin geänder­
ten Angaben über die von dem                   roffenen Gemeinschaftshersteller e r l i t t e n e
Schädigung b e rü c k s ic h tig t. Die        :mmission hat deshalb die in der Verordnung
(EWG) Nr. 985/83 enthaltenen Schlussfolgerungen geändert.
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11. Hinsicht lie h der durch Bariumchloriddihydrat mit Ursprung in der Volks­
republik China verursachten Schädigung geht aus den s ta tis tis c h e n Angaben
hervor, dass die Einfuhren nach der Gemeinschaft von 3.088 t im Jahr 1980
auf 3.838 t im Jahr 1981, auf 5.849 t im Jahr 1982 und auf 3.451 t in den
-.rsten drei Monaten des Jahres 1983 angestiegen sind. Dies entspricht einer
 ixeigerung von 24 % zwischen 1980 und 1981, von 53 % fü r das Jahr 1982 sowie
von 136 % (auf Jahresbasis umgerechnet) fü r die ersten drei Monate des Jahres
1983. Die Firma Sachtleben hat die o f f i z i e l l e E i n f u h r s t a t is t i k der EWG und
insbesondere die Zahlen fü r das uc.hr 1983 mit der Begründung angefochten,
dass sich ein G ro ssteil ih r e r Zahlen le d ig lic h auf die in den z o l lr e c h t l i c h
fr e ie n Verkehr überführten Waren beziehe, die schon im Jahr 1982 im Rahmen
des externen Versandverfahrens in die Gemeinschaft gelangt                             und in den sta­
 tis tis c h e n Angaben fü r dieses Jahr b e r e its enthalten seien. Daraufhin übei—
 p rü fte die Kommission die von Sachtleben in den Jahre 1981, 1982 und 1983
 vorgenommenen Einfuhren. Auf der Grundlage der Zahlen, die von den der Kom­
 mission bekannten Einführern b e s tä t ig t worden sind, erhöhten sich die Ein­
 fuhren von Bariumchloriddihydrat in die EWG mit Ursprung in der Volksrepublik
  China zwischen 1980 und 1982 um 42 %. Dieser Zunahme muss der Verbrauchs­
  rückgang dieser Ware in der EWG zwischen 1980 und 1982 von 38 % gegenüber­
  g e s t e l l t werden. Die Tatsache, dass ein G ro ssteil der Waren bei der Firma
  Sachtleben gelagert w ird, ändert nichts an der Schlussfolgerung, dass sie
  ein Element der Schädigung d a r s t e lle n , da sie je d e r z e it auf den Markt ge­
  bracht werden können. Auch h ä lt die Firma Sachtleben in Antwerpen eine e r ­
  hebliche Menge an Bariumchloriddihydrat im Rahmen des externen gemeinschaft­
  lichen Versandverfahrens. Diese Waren s t e lle n zumindest eine drohende Schä­
  digung d ar, da sie sehr k u r z f r i s t i g a b g e fe rtig t und in den f r e ie n Verkehr
  der Gemeinschaft überführt werden können. Im Hinblick auf zukünftige Ein­
   fuhren hat sich Sachtleben v e r t r a g lic h v e r p f l i c h t e t , von dem chinesischen
   Ausführer über mehrere Jahre eine b e trä c h tlic h e und sich steigernde Menge
   von Bariumchloriddihydrat zu beziehen.
   12. H in s ic h tlic h der von wasserfreiem Bariumchlorid mit Ursprung in der Volks­
   republik China verursachten Schädigung sind zwischen 1980 und 1982 erhebliche
   Einfuhrsteigerungen zu verzeichnen. Diese Einfuhren, die von einem Hauptab­
   nehmer Ger betreffenden Ware vorgenommen worden waren, sollen zwar aufgrund
    technischer Schwierigkeiten zum Erliegen gekommen s ein , doch hat die Firma
    Ster.,·      ' e.', ...ei t ä t i g t , dass diese Schwierigkeiten b e s e it ig t worden sind. Auch
    is t diese Firma in der Lage
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das eingeführte Bariumchloriddihydrat in wasserfreies Bariumchlorid umzuwan­
deln. Um zu verhindern, dass Sachtleben wasserfreies Bariumchlorid unmittel­
bar aus der Volksrepublik China einführt oder eingeführtes Bariumchlorid-
dihydrat in wasserfreies Bariumchlorid umwandelt, hat sich der betroffene
Gemeinschaftshersteller entschlossen, mit Sachtteben einen Mehrjahresvertrag
über die Lieferung von wasserfreiem Bariumchlorid zu einem weit unter seinen
Herstellungskosten liegenden Verkaufspreis abzuschliessen.
13. Hin sic ht lich der von den gedumpten Einfuhren mit Ursprung in der Deutschen
Demokratischen Republik verursachten Schädigung geht aus den vorliegenden Be­
weismittel hervor, dass die Einfuhren von Bariumchloriddihydrat in das Ver­
e i ni gt e Königreich, dem Hauptabsatzmarkt der betreffenden Ware mit Ursprung
in der Deutschen Demokratischen Republik, von 0 t im Jahr 1980 auf 253 t im
Jahr 1981 zugenommen haben und im Jahr 1982 leicht zurückgegangen sind. Obwohl
im Jahr 1983 von der betreffenden Ware mit Ursprung in der Deutschen Demo­
kratischen Republik nur geringe Mengen eingeführt worden sind, sind sie doch
als drohende Schädigung anzusehen, da der Ausführer in der Deutschen Demo­
kratischen Republik erhebliche Mengen ausführen kann und seine Ausfuhren nach
der Gemeinschaft wahrscheinlich wieder aufnehmen wird, f a l l s ein Antidumping­
z o l l ausschliesslich auf die Einfuhren mit Ursprung in der Volksrepublik China
eingeführt werden s o l l t e .
14. Die Preise des Gemeinschaftsherstellers wurden im Untersuchungszeitraum
von den durchschnittlich gewogenen Wiederverkaufspreisen für diese Einfuhren
um jeweils 7, 17 und 13 % unterboten. Die Wiederverkaufspreise dieser einge­
führten Waren lagen unter den Preisen, die zur Deckung der Kosten des betr of ­
fenen Gemeinschaftsherstellers erforderlich gewesen wären.
15. Hi ns ic ht lic h der Auswirkungen dieser Preisunterbietungen auf den be tr of ­
fenen Gemeinschaftshersteller geht aus den vorliegenden Beweismitteln hervor,
dass die für den Markt bestimmte Erzeugung des betroffenen Gemeinschaftsher­
s t e l l e r s von Bariumchloriddihydrat zwischen 1980 und 1981 um 6 % und zwischen
1981 und 1982 um 52 % zurückgegangen i s t . Auch geht aus diesen Beweisen hervor,
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dass die Kapazitätsauslastung des betroffenen Gemeinschaftsherstellers im
gleichen Masse zurückgegangen ist.
16. Die Verkäufe des b e t r o f f e n e n G e m e i n s c h a f t s h e r s t e t i e r s von B a r i u m c h l o r i d ”
d i h y d r a t mit Ursprung in d e r V o l k s r e p u b l i k China an Abnehmer in d e r EWG g in g e n
i r i s c h e n 1980 und 1981 um 33 % zur ü ck und v e r ä n d e r t e n s i c h nu r g e r i n g f ü g i g im
Jahr       1982.
17. Der M a r k t a n t e i l des b e t r o f f e n e n G e m e i n s c h a f t s h e r s t e l l e r s nahm zw ischen
1980 und 1982 g e r i n g f ü g i g von 30 au,' 33 % z u , während d e r M a r k t a n t e i l d e r
b e t r e f f e n d e n Ware mit Ursprung i n d e r V o l k s r e p u b l i k China im g l e i c h e n Z e i t ­
 raum von 36 auf 48 % a n g e s t i e g e n i s t und d i e s e r A n t e i l d e r b e t r e f f e n d e n Ware
mit Ursprung i n d e r D euts chen D e m o kr a tis c h e n R e p u b l ik u n v e r ä n d e r t b e i 8 % t a g .
 18. Die V e r l u s t e d es b e t r o f f e n e n G e m e i n s c h a f t s h e r s t e l l e r s be i B a r i u m c h l o r i d -
d i h y d r a t nahmen zwi sc he n 1980 und 1982 sowie in den e r s t e n d r e i Monaten des
 J a h r e s 1983 w e i t e r h i n e r h e b l i c h zu.
 19. Die B e s c h ä f t i g t e n z a h l des b e t r o f f e n e n G e m e i n s c h a f t s h e r s t e l l e r s h a t s i c h
 s e i t 1980 nur g e r i n g f ü g i g g e ä n d e r t . Die M ö g l i c h k e i t , d a s s e i n e r s e i t s d e r
 A u s f ü h r e r d e r b e t r e f f e n d e n Ware i n d e r D eu tsc he n D e m o k ra tis c h e n R e p u b lik
 s e i n e Ausfuhren zu D umpingpre isen w ie d e r a u fn im m t, wenn f ü r d i e s e E i n f u h r e n
 k e i n A n ti d u m p in g z o l l e i n g e f ü h r t w i r d , und d a s s a n d e r e r s e i t s w e i t e r h i n Bariu m-
  c h l o r i d d i h y d r a t aus d e r V o l k s r e p u b l i k China e i n g e f ü h r t wird und d i e Gefahr
 b e s t e h t , d a s s w a s s e r f r e i e s B a r i u m c h l o r i d e r n e u t aus d e r V o l k s r e p u b l i k China
  ein g efü h rt w ird, s t e l l t           j e d o c h e i n e e r n s t h a f t e Bedrohung f ü r d i e A r b e i t s ­
  p l ä t z e i n diesem W i r t s c h a f t s z w e i g d a r und k ö n n te s o g a r z u r S c h l i e s s u n g d e r
  F e r t i g u n g s s t ä t t e d es b e t r o f f e n e n G e m e i n s c h a f t s h e r s t e l l e r s f ü h r e n .
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20 . Nach A n s i c h t d e r Kommission geht somit aus den e n d g ü l t i g e r m i t t e l t e n
T a t s a c h e n h e r v o r , d a s s d i e von den gedumpten E i n f u h r e n von B a r i u m c h l o r id
mit Ursprung i n d e r V o l k s r e p u b l i k China und d e r Deutschen Demokratischen
R e p u b lik v e r u r s a c h t e Schädigung unabhängig von e i n e r Schädigung aufg ru nd
a n d e r e r F a k t o r e n f ü r s i c h genommen a l s b ed eu te nd angesehen werden muss.
F e r n e r wurde auch a e r Forderung d e r Firma S a c h t l e b e n nachgegangen, dass
d i e Auswirkungen des a n g e b l i c h e n P re is k a m p fe s zwischen dem ehemaligen
H e r s t e l l e r i n d e r B u n d e s r e p u b l ik D eu tsc hl an d und dem g r ö s s t e n G e m e i n s c h a f ts ­
h e r s t e l l e r b e r ü c k s i c h t i g t werden m u s s te n . Dabei h at s i c h e r g e b e n , d a s s d i e s e r
P r e i s k a m p f , f a l l s e r t a t s ä c h l i c h s t a t t g e f u n d e n h a t , im J a h r 1981, a l s d e r
e h e m a li g e H e r s t e l l e r in d e r B u n d e s r e p u b l ik D eu tschl and s e i n e Erzeugung d e r
b e t r e f f e n d e n Ware e i n s t e l l t e , zum E r l i e g e n gekommen i s t .            Demgegenüber haben
d i e e r h e b l i c h gedumpten E in f u h r e n aus d e r V o l k s r e p u b l i k China und d e r Deut­
schen D e m o kr at is ch en Repu blik so schwerwiegende Auswirkungen a u f den b e t r e f ­
fe nd e n G e m e i n s c h a f t s m a r k t , d a s s s i e f ü r s i c h genommen a l s b ed e u te n d e Schä­
di gun g an g e s e h e n werden müssen.
E.       I n t e r e s s e d e r Gem einschaft
21. Die Firma S a c h t l e b e n h a t v o r g e b r a c h t , d a s s d i e Einfü hru ng von S c h u tz ­
massnahmen f ü r d i e b e t r e f f e n d e Ware n i c h t im I n t e r e s s e von v e r s c h i e d e n e n
S e k t o r e n d i e s e s W i r t s c h a f t s z w e i g e s d e r Gemeinschaft l i e g e n würde. Ferner
wurde g e l t e n d gem ac ht, d a s s d e r b e t r e f f e n d e Markt nur e i n e b e g r e n z t e P r e i s ­
 e l a s t i z i t ä t a u f w e i s e und d i e Einfü hru ng von e n d g ü l t i g e Z ö l l e n i n d e r Höhe
d e r v o r l ä u f i g e n A n ti d u m p in g z ö l le zu einem w e i t e r e n Rückgang d e r Nachfrage
 nach d e r b e t r e f f e n d e n Ware f ü h r e n würde. Weder S a c h t l e b e n noch e i n e a n d e re
 Partei         l e g t e n zu diesem Einwand B e w e i s m i t t e l v o r .
 22. A n g e s i c h t s d e r a u s s e r o r d e n t l i c h hohen V e r l u s t e , denen s i c h d e r b e t r o f f e n e
 G e m e i n s c h a f t s h e r s t e l l e r bei d e r Erzeugung und dem Verkauf d e r b e t r e f f e n d e n Ware
 g e g e n ü b e r s i e h t , und um e i n e S c h l i e s s u n g d e r F e r t i g u n g s s t ä t t e des G e m e i n s c h a f ts ­
 h e r s t e l l e r s zu v e r h i n d e r n , d i e d i e Gemeinschaft in e r h e b l ic h e m Masse von L i e ­
 f e r u n g e n d i e s e r Ware aus D r i t t l ä n d e r n ab hä ng ig machen würde, i s t d e r Rat zu
 dem S c h l u s s gekommen, d a s s es im I n t e r e s s e d e r Gemeinschaft l i e g t , Massnahmen
 zu e r g r e i f e n .
 23. U nte r d i e s e n Umständen i s t es ^ur Wahrung d e r G e m e i n s c h a f t s i n t e r e s s e n
 e r f o r d e r l i c h , a u f d i e E i n f u h r e n von B a r i u m c h l o r i d mit Ursprung in d e r Volks­
 r e p u b l i k China und d e r Deutschen Dem okratischen R ep ub lik e i n e n e n d g ü l t i g e n
 Antidumpingzoll ein z u fü h re n .
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F. E n d g ü l t i g e r Z o l l
24.      In A n b e t r a c h t des Ausmasses d e r Schädigung s o l l t e d e r Z o l l n i e d r i g e r s e i n
a l s d i e e r m i t t e l t e n Dumpingspannen, a b e r a u s r e i c h e n d , um d i e Schädigung zu
beseitigen.
25'. Durch e i n e n V e r g l e i c h d e r gewogenen D u r c h s c h n i t t s p r e i s e und - k o s t e n                  des
   . i r a g s t e l l e r s mit den Kosten und b e s o n d e r e n V e r t r i e b s b e d i n g u n g e n d e r e i n ­
z e l n e n E i n f ü h r e r h a t d i e Kommission e r m i t t e l t , d a s s d i e d e r z e i t i g e Schädigung
b e s e i t i g t w i r d , wenn d e r Z o l l s a t z dem B e t r a g e n t s p r i c h t , um den d e r P r e i s f r e i
G e m e i n s c h a f t s g r e n z e , u n v e r z o l l t , f ü r den e r s t e n E i n f ü h r e r im E i n f u h r m i t g l i e d ­
 s t a a t u n t e r 323 ECU            j e Tonne l i e g t .
 G. Vereinnahmung d e r v o r l ä u f i g e n Z ö l l e
 26. Obwohl s e i t E in f ü h r u n g d e r v o r l ä u f i g e n Z ö l l e a n s c h e i n e n d k e i n e umfang­
 r e i c h e n E i n f u h r e n d e r b e t r e f f e n d e n Ware mit Ursprung i n den b e i d e n A u s f u h r ­
  l ä n d e r n vorgenommen worden s i n d , i s t es a n g em es se n , d i e v o r l ä u f i g e n z o l l e
 zu v e r e i n n a h m e n , vo r a l l e m , da s e i t E r ö f f n u n g d es A n ti d u m p i n g v e r f a h r e n s d i e
 E i n f u h r e n d e r gedumpten Ware mit Ursprung i n d e r V o l k s r e p u b l i k China e r h e b ­
  l i c h zugenommen h ab en . Die a l s v o r l ä u f i g e Z ö l l e e i n b e h a l t e n e n B e t r ä g e s in d
  b i s zu einem H ö c h s t b e t r a g von 319 ECU                   j e Tonne zu ver ei n n ah m e n -
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                                  A rtikel 1
   1. Auf B a r i u m c h l o r i d d e r T a r i f s t e l l e 2 8 . 3 0 A I I d e s Gemeinsamen Z o l l t a r i f s
    (NIMEXE-Kennziffer 2 8 . 3 0 - 2 0 ) mit Ursprung i n d e r V o l k s r e p u b l i k China und
   d e r D eutschen D e m ok ra tis ch en R e p u b l ik w ird e i n e n d g ü l t i g e r A n t i d u m p i n g z o l l
   erhoben.
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2. Der Z o l l b e t r a g e n t s p r i c h t dem B e t r a g , um den d e r N e t t o p r e i s j e Tonne
f r e i G e m e i n s c h a f t s g r e n z e , u n v e r z o l l t , u n t e r 323 ECU l i e g t .
Der P r e i s f r e i       G e m e i n s c h a f ts g r e n z e g i l t a l s N e t t o p r e i s , wenr d i e V e rk a u fs ­
be di ng un g en e i n Z a h l u n g s z i e l von 30 Tagen ab Versanddatum v o r s e h e n ; e r wird
f ü r j e d e V e r lä n g e r u n g o de r Verkürzung des Z a h l u n g s z i e l s um e i n e n Monat um
1   % verringert              bzw.      erhöht.
3. Für d i e Anwendung d i e s e s Z o l l s s in d d i e g e l t e n d e n Zollbestimmungen mass­
ge be n d.
                                              A rtikel 2
Die a l s v o r l ä u f i g e r An tid um pi n gz o ll gemäss Verordnung (EWG) Nr. 985/83 e i n ­
b e h a l t e n e n B e t r ä g e werden b i s zu einem H ö c h s t b e t r a g von 319 ECU v e r e i n n a h m t .
                                              A rtikel 3
D ies e Verordnung t r i t t am Tag nach i h r e r V e r ö f f e n t l i c h u n g im A m t s b l a t t der
E u r o p ä i s c h e n G em ei ns ch af te n in K r a f t .
Die Verordnung i s t in a l l e n i h r e n T e i l e n v e r b i n d l i c h und g i l t u n m i t t e l b a r
in jedem M i t g l i e d s t a a t .
Geschehen zu Brüssel am                                                             Im Namen des Rates