CELEX: C2001/108/23
Language: de
Date: 2001-04-07 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 14. Dezember 2000 in der Rechtssache T-613/97, Union française de l'express (Ufex) u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Staatliche Beihilfen — Rechtliches Gehör — Akteneinsicht — Begründungspflicht — Postsektor — Quersubventionen zwischen dem ausschließlichen und dem dem Wettbewerb offen stehenden Sektor — Begriff der staatlichen Beihilfe — Normale Marktbedingungen)

C 108/14                DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               7.4.2001
                                                        GERICHT ERSTER INSTANZ
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                                       URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
                    vom 12. Dezember 2000
                                                                                              vom 14. Dezember 2000
in der Rechtssache T-296/97: Alitalia — Linee aeree
italiane SpA gegen Kommission der Europäischen Ge-                       in der Rechtssache T-613/97, Union française de l’express
                          meinschaften (1)                               (Ufex) u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemein-
                                                                                                        schaften (1)
(Staatliche Beihilfen — Kapitalerhöhung zugunsten von
Alitalia durch die italienischen Behörden — Qualifizierung
                                                                         (Staatliche Beihilfen — Rechtliches Gehör — Akteneinsicht
der Maßnahme — Grundsatz des privaten Kapitalgebers —
                                                                         — Begründungspflicht — Postsektor — Quersubventionen
                 Prüfung durch die Kommission)
                                                                         zwischen dem ausschließlichen und dem dem Wettbewerb
                                                                         offen stehenden Sektor — Begriff der staatlichen Beihilfe —
                          (2001/C 108/22)                                                    Normale Marktbedingungen)
                   (Verfahrenssprache: Italienisch)                                                  (2001/C 108/23)
In der Rechtssache T-296/97, Alitalia — Linee aeree italiane
SpA mit Sitz in Rom, Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte                                   (Verfahrenssprache: Französisch)
F. Sciaudone und G. M. Roberti, Neapel, M. Siragusa, Rom,
G. Scassellati Sforzolini, Bologna, M. Beretta, Bergamo, und
F. M. Moretti, Venedig, sowie ursprünglich A. Tizzano, Neapel,           In der Rechtssache T-613/97, Union française de l’express
und M. Bay, Mailand, Zustellungsanschrift: Kanzlei der Rechts-           (Ufex), Roissy-en-France (Frankreich), DHL International, Rois-
anwälte Elvinger, Hoss und Prussen, 2, place Winston Chur-               sy-en-France, Federal express international (France), Gennevil-
chill, Luxemburg, gegen Kommission der Europäischen Ge-                  liers (Frankreich), und CRIE, Asnières (Frankreich), Prozessbe-
meinschaften (Bevollmächtigte: D. Triantafyllou, A. Abate und            volmächtigte: Rechtsanwälte É. Morgan de Rivery, Paris, und
E. Cappelli), unterstützt durch Air Europe SpA mit Sitz                  J. Derenne, Brüssel und Paris, Zustellungsanschrift: Kanzlei des
in Gallarate (Italien), Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte            Rechtsanwalts A. Schmitt, 7, Val Sainte-Croix, Luxemburg,
L. Pierallini und A. Costantini, Rom, Zustellungsanschrift:              gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Be-
Kanzlei des Rechtsanwalts A. Lorang, 51, rue Albert 1er,                 vollmächtigte: G. Rozet und D. Triantafyllou), unterstützt
Luxemburg, und Air One SpA mit Sitz in Chieti (Italien),                 durch Französische Republik (Bevollmächtigte: K. Rispal-Bel-
Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte M. Merola, Rom, und                langer und F. Million), Chronopost SA, Issy-les-Moulineaux
A. Sodano del Foro Adele, Neapel, Zustellungsanschrift: Kanz-            (Frankreich), Prozessbevolmächtigte: Rechtsanwälte V. Bouaziz
lei des Rechtsanwalts A. Lorang, 51, rue Albert 1er, Luxem-              Torron und D. Berlin, Paris, Zustellungsanschrift: Kanzlei des
burg, wegen Nichtigerklärung der Entscheidung 97/789/EG                  Rechtsanwalts A. May, 398, route d’Esch, Luxemburg, und La
der Kommission vom 15. Juli 1997 über eine Kapitalerhöhung               Poste, Boulogne-Billancourt (Frankreich), Prozessbevolmäch-
zugunsten des Unternehmens Alitalia (ABl. L 322, S. 44), hat             tigter: Rechtsanwalt H. Lehman, Paris, Zustellungsanschrift:
das Gericht (Dritte erweiterte Kammer) unter Mitwirkung des              Kanzlei des Rechtsanwalts A. May, 398, route d’Esch, Luxem-
Präsidenten K. Lenaerts sowie der Richter J. Azizi, R. M. Moura          burg, wegen Nichtigerklärung der Entscheidung 98/365/EG
Ramos, M. Jaeger und P. Mengozzi — Kanzler: J. Palacio                   der Kommission vom 1. Oktober 1997 über angebliche
González, Verwaltungsrat — am 12. Dezember 2000 ein                     Beihilfen Frankreichs zugunsten von SFMI-Chronopost (ABl.
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                                     L 164, S. 37) hat das Gericht (Vierte erweiterte Kammer) unter
                                                                         Mitwirkung der Präsidentin V. Tiili, der Richterin P. Lindh
1.    Die Entscheidung 97/789/EG der Kommission vom 15. Juli             sowie der Richter R. M. Moura Ramos, J. D. Cooke und
      1997 über eine Kapitalerhöhung zugunsten des Unternehmens          P. Mengozzi — Kanzler: G. Herzig, Verwaltungsrat — am
      Alitalia wird für nichtig erklärt.                                 14. Dezember 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
2.    Die Kommission trägt ihre eigenen Kosten sowie die Kosten der
      Klägerin.                                                          1.    Artikel 1 der Entscheidung 98/365/EG der Kommission
                                                                               vom 1. Oktober 1997 über angebliche Beihilfen Frankreichs
3.    Die Air One SpA und die Air Europe SpA tragen jeweils ihre               zugunsten der SFMI-Chronopost wird insoweit für nichtig
      eigenen Kosten.                                                          erklärt, als darin festgestellt wird, dass die von der französischen
                                                                               Post „La Poste“ ihrer Tochtergesellschaft SFMI-Chronopost
                                                                               gewährte logistische und kommerzielle Unterstützung keine
(1) ABl. C 41 vom 7.2.98.                                                      staatliche Beihilfe zugunsten der SFMI-Chronopost darstellt.
                                                                         2.    Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
 ---pagebreak--- 7.4.2001                 DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 108/15
3.     Die Klägerinnen tragen 10 % ihrer eigenen Kosten.                  3.    Der Beklagte trägt in der Rechtssache T-130/98 sämtliche
                                                                                Kosten.
4.     Die Kommission trägt ihre eigenen Kosten und 90 % der
       Kosten der Klägerinnen.                                            4.    Jede der Parteien trägt in der Rechtssache T-131/98 ihre
                                                                                eigenen Kosten einschließlich derjenigen im Verfahren des
5.     Die Französische Republik, die Chronopost SA und die                     vorläufigen Rechtsschutzes.
       französische Post La Poste tragen ihre eigenen Kosten.
                                                                          (1) ABl. C 327 vom 24.10.1998.
( 1) ABl. C 72 vom 7.3.1998.
                                                                                  URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
         URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
                                                                                              vom 5. Dezember 2000
                     vom 13. Dezember 2000
                                                                          in der Rechtssache T-136/98, Anna Maria Campogrande
in den verbundenen Rechtssachen T-130/98 und T-131/                        gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
   98, Francis Panichelli gegen Europäisches Parlament (1)
                                                                          (Beamte — Beistands- und Fürsorgepflicht — Sexuelle
(Bediensteter auf Zeit — Einstellung nach Artikel 2 Buchsta-                                         Belästigung)
be c BSB — Aussicht auf Neubewertung des Dienstpostens
— Keine Beförderung in die Besoldungsgruppe A 4 —                                                  (2001/C 108/25)
Beurteilungen — Klage auf Aufhebung und Schadensersatz
— Zulässigkeit — Kündigung gemäß Artikel 47 Absatz 2
Buchstabe a BSB — Einhaltung des internen Verfahrens —
     Begründung der Kündigung — Ermessensmissbrauch)                                        (Verfahrenssprache: Französisch)
                          (2001/C 108/24)                                 In der Rechtssache T-136/98, Anna Maria Campogrande,
                                                                          Beamtin der Kommission der Europäischen Gemeinschaften,
                                                                          wohnhaft in Brüssel, Prozessbevolmächtigter: Rechtsanwalt
                                                                          A. Krywin, Brüssel, Zustellungsanschrift: Kanzlei des Rechtsan-
                    (Verfahrenssprache: Französisch)                      walts A. Lutgen, 1, rue Jean-Pierre Brasseur, Luxemburg, gegen
                                                                          Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmäch-
In den verbundenen Rechtssachen T-130/98 und T-131/98,                    tigte: C. Berardis-Kayser und F. Clotuche-Duvieusart) wegen
Francis Panichelli, ehemaliger Bediensteter auf Zeit des Euro-            Aufhebung der stillschweigenden Entscheidung der Kommis-
päischen Parlaments, wohnhaft in Wezembeek-Oppem (Bel-                    sion, mit der diese den Antrag der Klägerin vom 27. Juni 1997
gien), Prozessbevolmächtigter: Rechtsanwalt E. Boigelot,                  auf Gewährung von Beistand zurückgewiesen hat, und Ersatz
Brüssel, Zustellungsanschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts                  des erlittenen Schadens hat das Gericht (Vierte Kammer)
L. Schiltz, 2, rue du Fort Rheinsheim, Luxemburg, gegen                   unter Mitwirkung der Präsidentin V. Tiili sowie der Richter
Europäisches Parlament (Bevollmächtigte: M. Moore und J. San-             R. M. Moura Ramos und P. Mengozzi — Kanzler: B. Pastor,
t’Anna) wegen in der Rechtssache T-130/98 Aufhebung der                   Hauptverwaltungsrätin — am 5. Dezember 2000 ein Urteil
stillschweigenden Entscheidung, mit der der Antrag des Klägers            mit folgendem Tenor erlassen:
vom 11. Juli 1997 zurückgewiesen wurde, und Schadensersatz
sowie in der Rechtssache T-131/98 Aufhebung der am 2. Juli                1.    Die stillschweigende Entscheidung der Kommission, mit der
1998 mitgeteilten Entscheidung, den Vertrag des Klägers als                     diese den Antrag der Klägerin vom 27. Juni 1997 auf
Bedienstetem auf Zeit zu kündigen, hat das Gericht (Zweite                      Gewährung von Beistand zurückgewiesen hat, wird aufgehoben.
Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten J. Pirrung sowie
der Richter A. Potocki und A. W. H. Meij — Kanzler: B. Pastor,            2.    Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
Hauptverwaltungsrätin — am 13. Dezember 2000 ein Urteil
mit folgendem Tenor erlassen:                                             3.    Die Kommission trägt die Kosten des Verfahrens.
1.     Die Rechtssachen T-130/98 und T-131/98 werden zur
       gemeinsamen Entscheidung verbunden.                                (1) ABl. C 327 vom 24.10.1998.
2.     Die Klage in den Rechtssachen T-130/98 und T-131/98 wird
       abgewiesen.