CELEX: C2001/095/16
Language: de
Date: 2001-03-24 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 8. November 2000 in der Rechtssache T-158/98: Bernard Bareyt u. a. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Beamte — Bedienstete auf Zeit — Verwendung in einem Drittstaat — Vergütung — Festsetzung eines spezifischen Berichtigungskoeffizienten für die Stadt Naka (Japan) — Rückwirkung — Wiedereinziehung des zu viel gezahlten Betrages)

24.3.2001             DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 95/9
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                            1.     Die Klage wird abgewiesen.
                                                                      2.     Die Kläger tragen die Kosten des Verfahrens. Das Königreich
                   vom 29. November 2000                                     Großbritannien und Nordirland trägt seine eigenen Kosten.
                                                                      (1) ABl. C 318 vom 18.10.1997.
in der Rechtssache T-213/97, Komitee der Baumwoll- und
verwandten Textilindustrien der Europäischen Union
   (Eurocoton) u. a. gegen Rat der Europäischen Union(1)
(„Dumping — Nichteinführung eines endgültigen Antidum-
pingzolls durch den Rat — Nichtigkeitsklage — Anfechtba-                      URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
            rer Rechtsakt — Schadensersatzklage“)
                                                                                           vom 8. November 2000
                         (2001/C 95/15)
                                                                      in der Rechtssache T-158/98: Bernard Bareyt u. a. gegen
                                                                           Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)
                   (Verfahrenssprache: Englisch)                      (Beamte — Bedienstete auf Zeit — Verwendung in einem
                                                                      Drittstaat — Vergütung — Festsetzung eines spezifischen
                                                                      Berichtigungskoeffizienten für die Stadt Naka (Japan) —
                                                                      Rückwirkung — Wiedereinziehung des zu viel gezahlten
In der Rechtssache T-213/97, Komitee der Baumwoll- und
                                                                                                   Betrages)
verwandten Textilindustrien der Europäischen Union (Euroco-
ton), Brüssel (Belgien), Ettlin Gesellschaft für Spinnerei und
Weberei AG, Ettlingen (Deutschland), Textil Hof Weberei                                         (2001/C 95/16)
GmbH & Co. KG, Hof (Deutschland), H. Hecking Söhne GmbH
& Co., Stadtlohn (Deutschland), Spinnweberei Uhingen GmbH,
Uhingen (Deutschland), F. A. Kümpers GmbH & Co., Rheine                                 (Verfahrenssprache: Französisch)
(Deutschland), Tenthorey SA, Éloyes (Frankreich), Les tissages
des héritiers de G. Perrin — Groupe Alain Thirion (HPG-GAT            In der Rechtssache T-158/98, Bernard Bareyt, Ivone Benfatto,
Tissages), Cornimont (Frankreich), Établissements des fils de        Denis Bessette, Giuliano Dalle Carbonare, Enrico Di Pietro,
Victor Perrin SARL, Thiéfosse (Frankreich), Filatures et tissages     Barry John Green, Remmelt Haange, Michel Huguet, Marcus
de Saulxures-sur-Moselotte, Saulxures-sur-Moselotte (Frank-           Iseli, Cornelis Jorg, Neil Mitchell, Pier Luigi Mondino, Alfredo
reich), Tissage Mouline Thillot, Thillot (Frankreich), Tessival       Portone, Carlo Sborchia, Alessandro Tesini, Mike Michael
SpA, Azzano S. Paolo (Italien), Filature Niggeler & Küpfer            Wykes, Bedienstete auf Zeit der Kommission der Europäischen
SpA, Capriolo (Italien), Standardtela SpA, Mailand (Italien)          Gemeinschaften, wohnhaft in Naka (Japan), vertreten durch
(Prozessbevollmächtigte: C. Stanbrook, QC, und Barrister              Rechtsanalt N. Lhoëst, Brüssel; Zustellungsanschrift: Fiduciaire
A. Dashwood, Zustellungsanschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts          Becker et Cahen, 3, rue des Foyers, Luxemburg, gegen Kommis-
A. Kronshagen, 12, boulevard de la Foire, Luxemburg) gegen            sion der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigte:
Rat der Europäischen Union (Bevollmächtigte: Rechtsberater            G. Valsesia und F. Clotuche-Devieusart), unterstützt durch den
M. A. Santacruz, A. Tanca und S. Marquardt, Juristischer              Rat der Europäischen Union (Bevollmächtigte: C. Strömholm
Dienst; Beistand: Rechtsanwälte H.-J. Rabe und G. M. Berrisch,        und T. Blanchet), wegen Aufhebung der Gehaltsabrechnungen
Hamburg und Brüssel; Zustellungsbevollmächtigter: A. Morbil-          der Kläger für den Monat November 1997 und die nachfolgen-
li, Generaldirektor der Direktion für Rechtsfragen der Euro-          den Monate, soweit darin der durch die Verordnung (EGKS,
päischen Investitionsbank, 100, boulevard Konrad Adenauer,            EG, Euratom) Nr. 1785/97 des Rates vom 11. September
Luxemburg), unterstützt durch Vereinigtes Königreich                  1997 zur Festsetzung der Berichtigungskoeffizienten, die mit
Großbritannien und Nordirland (Bevollmächtigter: J. E. Collins,       Wirkung vom 1. Januar 1997 auf die Dienstbezüge der
Assistant Treasury Solicitor, Zustellungsanschrift: Botschaft         Beamten der Europäischen Gemeinschaften in Drittländern
des Vereinigten Königreichs, 14, boulevard Roosevelt, Luxem-          anwendbar sind (ABl. L 254, S. 1) festgesetzte spezifische
burg), wegen Nichtigerklärung der „Entscheidung“ des Rates,           Berichtigungskoeffizient für die Stadt Naka angewandt wird,
den Vorschlag für eine Verordnung zur Einführung eines                und wegen Verurteilung der Kommission, den Klägern die von
endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren roher Baum-            ihren Dienstbezügen zum Zweck der Wiedereinziehung zuviel
wollgewebe mit Ursprung in der Volksrepublik China, Ägyp-            gezahlter Beträge abgezogenen Beträge auszuzahlen und ihnen
ten, Indien, Indonesien, Pakistan und der Türkei                      die Differenz zwischen dem auf der Grundlage des für Tokio
(KOM[97] 160 endg. vom 21. April 1997) nicht zu verabschie-           (Japan) festgesetzten Berichtigungskoeffizienten berechneten
den, und wegen Ersatzes des durch diese „Entscheidung“                Gehalt und dem ihnen ab November 1997 auf der Grundlage
verursachten Schadens hat das Gericht erster Instanz (Zweite          des spezifischen Berichtigungskoeffizienten gezahlten Gehalt
erweiterte Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten             zu zahlen, hat das Gericht (Zweite Kammer) unter Mitwirkung
J. Pirrung sowie der Richter J. Azizi, A. Potocki, M. Jaeger und      des Präsidenten J. Pirrung sowie der Richter J. Azizi und
A. W. H. Meij — Kanzler: G. Herzig, Verwaltungsrat — am               A. Potocki — Kanzler: G. Herzig, Verwaltungsrat — am
29. November 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:            8. November 2000 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
 ---pagebreak--- C 95/10                 DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     24.3.2001
1.   Die Klage wird abgewiesen.                                         3.   Die Kommission hat der Klägerin die von deren Ruhegehalt
                                                                             einbehaltenen Beträge in Höhe von 181 446 LUF zu erstatten.
2.   Jede Partei trägt ihre eigenen Kosten.
                                                                        4.   Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
(1) ABl. C 358 vom 21.11.1998.                                          5.   Die Kommission trägt die Kosten des Verfahrens.
                                                                        (1) ABl. C 86 vom 27.3.1999.
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
                     vom 8. November 2000
                                                                                URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
in der Rechtssache T-210/98: E gegen Kommission der
              Europäischen Gemeinschaften (1)                                               vom 26. Oktober 2000
(Beamte — Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder —                     in den verbundenen Rechtssachen T-83/99, T-84/99 und
Doppelte Zulage für geistig oder körperlich behinderte                  T-85/99: Carlo Ripa di Meana u. a. gegen Europäisches
Kinder — Aussetzung — Rückforderung zuviel gezahlter                                              Parlament (1)
                               Beträge)
                                                                        (Abgeordnete des Europäischen Parlaments — Vorläufige
                           (2001/C 95/17)                               Ruhegehaltsregelung — Frist für die Antragstellung —
                                                                                      Kenntniserlangung — Zulässigkeit)
                   (Verfahrenssprache: Französisch)                                              (2001/C 95/18)
In der Rechtssache T-210/98, E, ehemalige Beamtin der
Kommission der Europäischen Gemeinschaften, wohnhaft in                                   (Verfahrenssprache: Italienisch)
Luxemburg (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwalt
C. Revoldini, dann Rechtsanwalt J. Choucroun, Luxemburg,                In den verbundenen Rechtssachen T-83/99, T-84/99 und
Zustellungsanschrift: Kanzlei des Letztgenannten, 84, Grand-            T-85/99, Carlo Ripa di Meana, ehemaliger Abgeordneter des
Rue, Luxemburg), gegen Kommission der Europäischen Ge-                  Europäischen Parlaments, Montecastello di Vibio (Italien),
meinschaften (Bevollmächtigte: C. Berardis-Kayser, F. Clotuche-         Leoluca Orlando, ehemaliger Abgeordneter des Europäischen
Duvieusart und B. Wägenbaur), wegen Aufhebung einer Ent-                Parlaments, Palermo (Italien), Gastone Parigi, ehemaliger Abge-
scheidung der Kommission vom 14. Juli 1998, mit der die                 ordneter des Europäischen Parlaments, Pordenone (Italien),
Zahlung einer doppelten Kinderzulage ausgesetzt und die                 Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte V. Viscardini Donà und
Zulage rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Januar 1997 bis              G. Donà, Padua, Zustellungsanschrift in Luxemburg: Kanzlei
zum 14. Juli 1998 gestrichen wurde, und einer Entscheidung              des Rechtsanwalts E. Arendt, 8-10, rue Mathias Hardt, gegen
der Kommission vom 22. Juli 1998, mit der beschlossen                   Europäisches Parlament (Bevollmächtigte: A. Caiola, G. Ricci
wurde, die im Rahmen dieser Zulage angeblich zuviel gezahlten           und F. Capelli), wegen Nichtigerklärung der Entscheidungen
Beträge in Höhe von 181 446 LUF vom Ruhegehalt der                      des Europäischen Parlaments vom 4. Februar 1999, mit denen
Klägerin einzubehalten, sowie wegen Verurteilung der Kom-               die Anträge von C. Ripa di Meana, L. Orlando und G. Parigi
mission zur Erstattung der vom Ruhegehalt der Klägerin                  zurückgewiesen wurden, rückwirkend die vorläufige Ruhege-
einbehaltenen Beträge hat das Gericht (Zweite Kammer) unter             haltsregelung der Anlage III der Kostenerstattungs- und Ver-
Mitwirkung des Präsidenten J. Pirrung sowie der Richter                 gütungsregelung für die Mitglieder des Europäischen Parla-
A. Potocki und A. W. H. Meij — Kanzler: Palacio González,              ments anzuwenden, hat das Gericht (Vierte Kammer) unter
Verwaltungsrat — am 8. November 2000 ein Urteil mit                     Mitwirkung der Präsidentin V. Tiili sowie der Richter
folgendem Tenor erlassen:                                               R. M. Moura Ramos und P. Mengozzi — Kanzler: G. Herzig,
                                                                        Verwaltungsrat — am 26. Oktober 2000 ein Urteil mit
1.   Die Entscheidung der Kommission vom 14. Juli 1998 wird             folgendem Tenor erlassen:
     aufgehoben, soweit sie die Streichung der in Artikel 67
     Absatz 3 des Statuts der Beamten der Europäischen Gemein-          1.   Die Entscheidungen des Europäischen Parlaments
     schaft vorgesehenen doppelten Kinderzulage für den Zeitraum             Nrn. 300762 und 300763 vom 4. Februar 1999, mit
     vom 1. Januar 1997 bis zum 14. Juli 1998 betrifft.                      denen die Anträge der Kläger Ripa di Meana und Orlando
                                                                             zurückgewiesen wurden, rückwirkend die vorläufige Ruhege-
2.   Die Entscheidung der Kommission vom 23. Juli 1998 über                  haltsregelung der Anlage III der Kostenerstattungs- und Ver-
     die Einbehaltung eines Betrages von 181 446 LUF wird                    gütungsregelung für die Mitglieder des Europäischen Parla-
     aufgehoben.                                                             ments anzuwenden, werden aufgehoben.