CELEX: 62009CJ0319
Language: de
Date: 2011-12-21
Title: Urteil des Gerichtshofes (Sechste Kammer) vom 21. Dezember 2011.#ACEA SpA gegen Europäische Kommission.#Rechtsmittel - Staatliche Beihilfen - Beihilferegelung für gemeinwirtschaftliche Unternehmen - Steuerbefreiungen - Entscheidung, mit der die Beihilferegelung für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt wird - Nichtigkeitsklage - Zulässigkeit - Klagebefugnis - Rechtsschutzinteresse - Art. 87 EG - Begriff der Beihilfe - Art. 88 EG - Begriff der neuen Beihilfe - Verordnung [EG] Nr. 659/1999 - Art. 1 und 14 - Rechtmäßigkeit einer Rückforderungsanordnung - Begründungspflicht.#Rechtssache C-319/09 P.

Urteil des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 21. Dezember 2011 – ACEA/Kommission
      (Rechtssache C‑319/09 P)
      „Rechtsmittel – Staatliche Beihilfen – Beihilferegelung für gemeinwirtschaftliche Unternehmen – Steuerbefreiungen – Entscheidung, mit der die Beihilferegelung für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt wird – Nichtigkeitsklage – Zulässigkeit – Klagebefugnis – Rechtsschutzinteresse – Art. 87 EG – Begriff der ‚Beihilfe‘ – Art. 88 EG – Begriff der ‚neuen Beihilfe‘ – Verordnung (EG) Nr. 659/1999 – Art. 1 und 14 – Rechtmäßigkeit einer Rückforderungsanordnung – Begründungspflicht“
      1.                     Nichtigkeitsklage – Natürliche oder juristische Personen – Handlungen, die sie unmittelbar und individuell betreffen – Entscheidung
            der Kommission, mit der eine sektorielle Beihilferegelung verboten wird – Klage eines Unternehmens, das eine nach dieser Regelung
            gewährte und rückzufordernde individuelle Beihilfe in Anspruch genommen hat – Zulässigkeit (Art. 230 Abs. 4 EG) (vgl. Randnrn. 54-59)
      2.                     Nichtigkeitsklage – Rechtsschutzinteresse – Voraussetzung – Klage, die der Partei, die sie erhoben hat, einen Vorteil verschaffen
            kann – Entscheidung der Kommission über die Rückforderung der staatlichen Beihilfen (vgl. Randnrn. 67-69)
      3.                     Rechtsmittel – Gründe – Unzureichende Begründung – Rückgriff des Gerichts auf eine implizite Begründung – Zulässigkeit – Voraussetzungen
            (Art. 225 EG; Satzung des Gerichtshofs, Art. 36 und 53 Abs. 1) (vgl. Randnr. 82)
      4.                     Rechtsmittel – Gründe – Fehlerhafte Tatsachenwürdigung – Unzulässigkeit – Überprüfung der Tatsachen- und Beweiswürdigung durch
            den Gerichtshof – Ausschluss außer bei Verfälschung (Art. 225 EG; Satzung des Gerichtshofs, Art. 58 Abs. 1) (vgl. Randnrn. 114-116)
      5.                     Rechtsmittel – Gründe – Vorbringen gegen eine Erwägung im Urteil, die kein tragender Bestandteil der Entscheidung ist – Ins
            Leere gehender Rechtsmittelgrund (vgl. Randnr. 120)
      Gegenstand 
      
         
               Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz (Achte erweiterte Kammer) vom 11. Juni 2009, ACEA/Kommission (T‑297/02),
                  mit dem das Gericht eine Klage auf Nichtigerklärung der Art. 2 und 3 der Entscheidung 2003/193/EG der Kommission vom 5. Juni
                  2002 betreffend eine staatliche Beihilfe durch von Italien gewährte Steuerbefreiungen und Vorzugsdarlehen für Unternehmen
                  der Daseinsvorsorge mit öffentlicher Mehrheitsbeteiligung (ABl. 2003, L 77, S. 21) abgewiesen hat
               
            Tenor 
      
         
                  1.
               
               
                  
               
               
                  	Das Rechtsmittel und das Anschlussrechtsmittel werden zurückgewiesen. 
               
            
         
                  2.
               
               
                  
               
               
                  	Die ACEA SpA trägt die Kosten im Zusammenhang mit dem Rechtsmittel. 
               
            
         
                  3.
               
               
                  
               
               
                  	Die Europäische Kommission trägt die Kosten im Zusammenhang mit dem Anschlussrechtsmittel. 
               
            
         
                  4.
               
               
                  
               
               
                  	Die Iride SpA trägt ihre eigenen Kosten.