CELEX: 62013CA0051
Language: de
Date: 2015-04-29 00:00:00
Title: Rechtssache C-51/13: Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 29. April 2015 (Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank Rotterdam — Niederlande) — Nationale-Nederlanden Levensverzekering Mij NV/Hubertus Wilhelmus Van Leeuwen (Vorlage zur Vorabentscheidung — Direktversicherung [Lebensversicherung] — Richtlinie 92/96/EWG — Art. 31 Abs. 3 — Dem Versicherungsnehmer zu erteilende Informationen — Verpflichtung des Versicherers, aufgrund allgemeiner Grundsätze des nationalen Rechts dem Versicherungsnehmer zusätzliche Informationen über die Kosten und Risikoprämien zu erteilen)

29.6.2015   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 213/4
            
         Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 29. April 2015 (Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank Rotterdam — Niederlande) — Nationale-Nederlanden Levensverzekering Mij NV/Hubertus Wilhelmus Van Leeuwen
   (Rechtssache C-51/13) (1)
   
   ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Direktversicherung [Lebensversicherung] - Richtlinie 92/96/EWG - Art. 31 Abs. 3 - Dem Versicherungsnehmer zu erteilende Informationen - Verpflichtung des Versicherers, aufgrund allgemeiner Grundsätze des nationalen Rechts dem Versicherungsnehmer zusätzliche Informationen über die Kosten und Risikoprämien zu erteilen))
   (2015/C 213/06)
   Verfahrenssprache: Niederländisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Rechtbank Rotterdam
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Mij NV
   
      Beklagter: Hubertus Wilhelmus Van Leeuwen
   
      Tenor
   
   
               1.
            
            
               Art. 31 Abs. 3 der Richtlinie 92/96/EWG des Rates vom 10. November 1992 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung (Lebensversicherung) sowie zur Änderung der Richtlinien 79/267/EWG und 90/619/EWG (Dritte Richtlinie Lebensversicherung) ist dahin auszulegen, dass er nicht dem entgegensteht, dass ein Versicherungsunternehmen auf Grundlage allgemeiner Grundsätze des nationalen Rechts, wie der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden „offenen und/oder ungeschriebenen Vorschriften“, verpflichtet ist, dem Versicherungsnehmer gewisse Angaben zusätzlich zu den in Anhang II genannten Auskünften mitzuteilen, sofern die verlangten Angaben klar, genau und für das tatsächliche Verständnis der wesentlichen Bestandteile der Versicherungspolice durch den Versicherungsnehmer notwendig sind und eine ausreichende Rechtssicherheit bieten, was vom vorlegenden Gericht zu prüfen ist.
            
         
               2.
            
            
               Welche Auswirkungen die Nichterteilung dieser Auskünfte nach innerstaatlichem Recht hat, ist für die Vereinbarkeit der Mitteilungspflicht mit Art. 31 Abs. 3 der Richtlinie 92/96 grundsätzlich unerheblich.
            
         
      (1)  ABl. C 141 vom 18.5.2013.