CELEX: 31994D0911
Language: de
Date: 1994-12-15 00:00:00
Title: 94/911/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich Umwelt und Klima (1994 - 1998)

Avis juridique important

|

31994D0911

94/911/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich Umwelt und Klima (1994 - 1998)  

Amtsblatt Nr. L 361 vom 31/12/1994 S. 0001 - 0024 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 3 S. 0012  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 3 S. 0012 

ENTSCHEIDUNG DES RATES vom 15. Dezember 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich Umwelt und Klima (1994-1998) (94/911/EG)  DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,  auf Vorschlag der Kommission (1),  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit dem Beschluß Nr. 1110/94/EG  (4) haben das Europäische Parlament und der Rat ein Viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (nachstehend  "FTE" genannt) für den Zeitraum 1994-1998  angenommen, in dem unter anderem die Tätigkeiten im Bereich Umwelt und Klima festgelegt werden. Diese Entscheidung trägt der in der Präambel zu dem genannten Beschluß dargelegten Begründung Rechnung.  Gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden; in jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung,  seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt.  Die zur Durchführung dieses Programms für notwendig erachteten Mittel belaufen sich auf 532 Millionen ECU. Die Mittelansätze für jedes Haushaltsjahr werden von der Haushaltsbehörde entsprechend den verfügbaren Mitteln im Rahmen der Finanziellen  Vorausschau und gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  Die im Rahmen dieses Programms durchzuführenden Tätigkeiten tragen zur Entwicklung der wissenschaftlichen Kenntnisse und des technischen Sachverstandes bei, die die Union braucht, um ihren umweltpolitischen Auftrag gemäß dem Dritten Teil Titel XVI des  Vertrags zu erfuellen.  Wie im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung dargelegt, kann das vorliegende Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stimulierung des Wachstums, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Verbesserung der  Beschäftigungssituation in der Gemeinschaft leisten.  Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE- Tätigkeiten wurde in Einklang mit dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. In dem vorliegenden spezifischen Programm sind die nach diesem Prinzip im Bereich Umwelt und Klima durchzuführenden  Tätigkeiten beschrieben.  Nach dem Beschluß Nr. 1110/94/EG ist eine Gemeinschaftsaktion gerechtfertigt, wenn unter anderem die Forschung zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zur Förderung ihrer allgemeinen harmonischen Entwicklung  beiträgt und gleichzeitig mit dem Streben nach wissenschaftlicher und technischer Qualität vereinbar ist. Das vorliegende Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.  Die Gemeinschaft sollte nur FTE-Tätigkeiten von hohem qualitativen Niveau fördern.  Für dieses spezifische Programm gelten die Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS)) und Hochschulen sowie die Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse gemäß Artikel  130j des Vertrags.  Es sollten Maßnahmen für eine stärkere Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an diesem Programm, insbesondere durch Technologieförderung, vorgesehen werden.  Die Bemühungen der Kommission um eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie um grössere Transparenz müssen fortgesetzt werden, um die Durchführung des Programms zu fördern und die Maßnahmen zu erleichtern, die die  Unternehmen, insbesondere die KMU, sowie die Forschungszentren und Hochschulen im Hinblick auf die Teilnahme an einer FTE-Aktion der Gemeinschaft treffen müssen.  Dieses Programm trägt bei zu einer Verstärkung der Synergien zwischen den im Bereich Umwelt und Klima durchgeführten FTE-Tätigkeiten der Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen - insbesondere der KMU - in den Mitgliedstaaten sowie zwischen diesen  Tätigkeiten und den entsprechenden FTE-Tätigkeiten der Gemeinschaft.  Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich eine internationale Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern als zweckmässig erweisen.  Dieses Programm sollte auch Tätigkeiten zur Verbreitung und Verwertung der FTE-Ergebnisse, insbesondere für KMU, vor allem in den am wenigsten am Programm beteiligten Mitgliedstaaten oder Regionen umfassen; des weiteren sollte es Aktionen zur Förderung  der Mobilität sowie der Aus- und Weiterbildung von Forschern im Rahmen dieses Programms beinhalten, soweit sie zu dessen ordnungsgemässer Durchführung erforderlich sind.  Ferner sollte eine Bewertung der möglichen sozioökonomischen Auswirkungen und technologischen Risiken des Programms vorgenommen werden.  Die Fortschritte bei der Durchführung dieses Programms sollten ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zu gegebener Zeit sollte eine  unabhängige Bewertung der durch das Programm erzielten Fortschritte vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des Fünften FTE-Rahmenprogramms erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Nach Abschluß dieses Programms  sollten die Ergebnisse anhand der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele bewertet werden.  In der Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten vom 1. Februar 1993 über ein Gemeinschaftsprogramm für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung   (5) wurden die wissenschaftliche Forschung und der technische Fortschritt als eines der wichtigsten Instrumente für die Umsetzung dieser Politik genannt.  Dieses Programm muß Teil einer Gesamtstrategie der Europäischen Union sein, damit die sich aus der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung ergebenden internationalen Verpflichtungen, insbesondere die Verpflichtungen in bezug auf die  Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen, erfuellt werden.  Die Art der im Rahmen dieses Programms geplanten Aktionen erfordert eine Abstimmung mit Aktionen, die im Rahmen anderer spezifischer Programme durchgeführt werden, und eine bessere Wechselwirkung mit Aktionen, die anderweitig, z. B. im Rahmen von EUREKA  und COST, durchgeführt werden.  Die Koordinierung insbesondere mit Tätigkeiten im Rahmen des GFS-Programms und des Programms zur Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen ist zu verstärken.  Die GFS kann sich an den indirekten Aktionen dieses Programms beteiligen.  Die GFS trägt ferner mit ihrem eigenen Programm für direkte Aktionen zur Verwirklichung der Ziele der gemeinschaftlichen FTE in den unter das vorliegende Programm fallenden Bereichen bei.  Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist gehört worden - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Für den Zeitraum vom Datum der Annahme dieser Entscheidung bis zum 31. Dezember 1998 wird ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich Umwelt und Klima gemäß Anhang I  beschlossen.   Artikel 2  (1)  Die für die Durchführung des Programms für notwendig erachteten Mittel belaufen sich - einschließlich höchstens 7,4 v. H. für Personal- und Verwaltungsausgaben der Kommission - auf 532 Millionen ECU.  (2)  Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.  (3)  Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und in Einklang mit Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest, wobei dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften Rechnung zu tragen ist.   Artikel 3  (1)  Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2)  Die Modalitäten für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse werden in den in Artikel 130j des Vertrags genannten Regeln festgelegt.  (3)  Die spezifischen Regelungen für die Durchführung des Programms, die die Regelungen und Modalitäten gemäß den Absätzen 1 und 2 ergänzen, sind in Anhang III festgelegt.   Artikel 4  (1)  Um unter anderem zu einer kosteneffizienten Durchführung des Programms beizutragen, überwacht die Kommission mit Hilfe unabhängiger externer Experten kontinuierlich und systematisch, welche Fortschritte das Programm in bezug auf die im  Arbeitsprogramm weiter ausgeführten Ziele gemäß Anhang I erzielt. Sie überprüft insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überwachung unterbreitet sie dem Rat  gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Programms.  (2)  Als Beitrag zur Bewertung der Tätigkeiten der Gemeinschaft gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Einklang mit dem dort festgelegten Zeitplan beauftragt die Kommission unabhängige qualifizierte Experten mit der externen  Bewertung der Tätigkeiten in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung.  (3)  Nach Ablauf dieses Programms lässt die Kommission eine unabhängige Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den in Anhang III des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Anhang I dieser Entscheidung festgelegten Zielen verglichen  werden. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.   Artikel 5  (1)  Die Kommision erstellt ein Arbeitsprogramm gemäß den Zielen in Anhang I und der vorläufigen Aufschlüsselung der Finanzmittel in Anhang II, das bei Bedarf auf den neuesten Stand gebracht wird. Das Arbeitsprogramm enthält im einzelnen - die wissenschaftlichen und technologischen Ziele und Forschungsaufgaben, gegebenenfalls unter Nennung der vorgesehenen Endnutzer der Ergebnisse;  - den Zeitplan für die Durchführung, einschließlich der Termine für die Ausschreibungen;  - die vorgeschlagenen Finanz- und Verwaltungsregelungen, einschließlich besonderer Modalitäten zur Durchführung technologiebezogener Fördermaßnahmen für KMU, sowie die allgemeinen Leitlinien für sonstige Maßnahmen, einschließlich vorbereitender,  begleitender und unterstützender Maßnahmen;  - Regelungen für die Abstimmung mit anderen FTE-Tätigkeiten, die in diesem Bereich insbesondere im Rahmen des GFS-Programms für die Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen sowie anderer spezifischer Programme durchgeführt  werden, und gegebenenfalls für die Gewährleistung einer besseren Wechselwirkung mit den in einem anderen Rahmen, wie EUREKA und COST, durchgeführten Tätigkeiten;  - Regelungen für die Verbreitung, den Schutz und die Nutzung der Ergebnisse von im Rahmen des Programms durchgeführten FTE-Tätigkeiten.  (2)  Die Kommission veröffentlicht Ausschreibungen für Vorhaben auf der Grundlage des Arbeitsprogramms.   Artikel 6  (1)  Für die Durchführung des Programms ist die Kommission zuständig.  (2)  In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission von einem Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.  (3)  Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der  betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung im  Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.  (4)  Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.  (5)  Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit  qualifizierter Mehrheit.  (6)  Hat der Rat binnen drei Monaten nach Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.   Artikel 7  (1)  Das Verfahren des Artikels 6 Absätze 2 bis 6 gilt insbesondere für - die Erstellung und Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;  - den Inhalt der Ausschreibungen, einschließlich der Einzelheiten der Auswahlkriterien;  - die Bewertung der für eine Gemeinschaftsfinanzierung vorgeschlagenen FTE-Tätigkeiten sowie des veranschlagten Betrags für die Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen Tätigkeiten, wenn sich dieser auf mindestens 0,25 Millionen ECU beläuft;  - Anpassungen der vorläufigen Aufschlüßlung des Betrags gemäß Anhang II;  - die spezifischen Modalitäten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen geplanten Maßnahmen;  - die Maßnahmen und Vorgaben für die Programmbewertung;  - Abweichungen von den Regelungen gemäß Anhang III;  - die Beteiligung von juristischen Personen aus Drittländern und internationalen Organisationen an einem Vorhaben.  (2)  Beläuft sich der Gemeinschaftsbeitrag gemäß Absatz 1 dritter Gedankenstrich auf weniger als 0,25 Millionen ECU, so unterrichtet die Kommission den Ausschuß über die Vorhaben sowie über das Ergebnis ihrer Bewertung.  (3)  Die Kommission unterrichtet den Ausschuß regelmässig über die Fortschritte bei der Durchführung des gesamten Programms.   Artikel 8  In Drittländern niedergelassene juristische Personen können ohne finanzielle Unterstützung durch die Gemeinschaft an einzelnen Projekten des Programms teilnehmen, falls diese Teilnahme in effizienter Weise zur Durchführung des Programms  beiträgt und der Grundsatz des gegenseitigen Nutzens berücksichtigt wird.   Artikel 9  Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am 15. Dezember 1994.  Im Namen des Rates Der Präsident A. MERKEL  (1) ABl. Nr. C 228 vom 17. 8. 1994, S. 78.(2) ABl. Nr. C 341 vom 5. 12. 1994.(3) Stellungnahme vom 14. September 1994 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).(4) ABl. Nr. L 126 vom 18. 5. 1994, S. 1.(5) ABl. Nr. C 138 vom 17. 5. 1993, S. 1.    ANHANG I   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALT   Einleitung  Das vorliegende spezifische Programm spiegelt voll und ganz die Vorgaben des Vierten Rahmenprogramms wider, wendet seine Auswahlkriterien an und präzisiert dessen wissenschaftliche und technologische Ziele.  Anhang III erster Aktionsbereich Abschnitt 3 (Einleitung sowie die Buchstaben A und B) des Rahmenprogramms ist Bestandteil dieses Programms.  Das Programm bietet das Maß an Kontinuität, das zur Erhaltung und Weiterentwicklung der im Rahmen früherer Programme aufgebauten FTE-Kapazitäten erforderlich ist. Zusätzlich zur Fortsetzung und Nutzung der Arbeiten zum Aufbau der FTE im Bereich Umwelt  auf europäischer Ebene wird das Programm die Errichtung von Forschungsnetzen konsolidieren und dabei gegebenenfalls der Notwendigkeit einer Förderung des Zusammenhalts Rechnung tragen.  Das Programm konzentriert sich auf eine begrenzte Zahl von Themen und Bereichen, in denen ein Tätigwerden der Gemeinschaft gerechtfertigt ist. Die Umweltprobleme werden jedoch immer komplexer, was einen interdisziplinären Ansatz und systemanalytische  Forschungen erfordert.  Das Programm umfasst vier Themen: A. Natürliche Umwelt, Umweltqualität und globale Veränderungen; B. Umwelttechnologien; C. Weltraumtechnologien zur Umweltüberwachung und -forschung; D. Mensch und Umweltveränderung.  Zur Konzentrierung des Forschungsaufwands der Gemeinschaft und zu seiner besseren Profilierung im Zusammenhang mit der weltweiten Forschung über die globalen Veränderungen werden die in diesem Bereich vorgesehenen Forschungstätigkeiten im Rahmen des  europäischen Forschungsnetzes für globale Veränderungen ENRICH (European Network for Research into Global Change) durchgeführt. Diese Tätigkeiten werden dazu beitragen, die Ziele des internationalen Geosphären-/Biosphären-Programms IGBP (International  Geosphere-Biosphere Programme), des Weltklimaforschungsprogramms WCRP (World Climate Research Programme) und des Programms über die Menschlichen Dimensionen der weltweiten Umweltveränderungen HDP (Human Dimensions of Global Environmental Change  Programme) zu erreichen, so daß die Ergebnisse in die Umweltforschungsmaßnahmen des Fünften Rahmenprogramms einfließen können. Berücksichtigt werden auch die wissenschaftlichen Erfordernisse, die bei der Einrichtung des globalen Klimabeobachtungssystems  GCOS (Global Climate Observing System) und des Globalen Erdbeobachtungssystems GTOS (Global Terrestrial Observing System) deutlich geworden sind. Darüber hinaus werden die Programmtätigkeiten mit denjenigen des Programms über Meereswissenschaften und  -technologien abgestimmt.  Gemäß dem Rahmenprogramm müssen die Forschungsarbeiten im Rahmen der einzelnen Themen und der verschiedenen Bereiche die nachstehenden Ziele verfolgen.  1. Beitrag zur Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlage, die für die Umsetzung der Umweltpolitik der Union erforderlich ist, indem gegebenenfalls durch Grundlagenforschung die strategischen Kapazitäten für diese Umsetzung entwickelt und die  Konzepte der Gesundheit und Sicherheit des Menschen, des Umweltschutzes und der dauerhaften und umweltgerechten Bewirtschaftung der Ressourcen mit den legitimen Ansprüchen Europas auf Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum miteinander in Einklang  gebracht werden (Themen A bis D).  2. Beitrag zur Verwirklichung der Ziele der weltweiten Forschungsprogramme über die globalen Veränderungen (Themen A, C und D) durch Konzentration auf die Aspekte, bei denen nur durch ein Tätigwerden der Union im Rahmen von zusammen mit den  Mitgliedstaaten organisierten Grossprojekten bedeutende Ergebnisse erzielt werden können.  3. Beitrag zur Entwicklung von umweltfreundlichen Produkten, Technologien, Techniken und Dienstleistungen, die neuen Bedürfnissen entsprechen und deren Nutzung zur Förderung des Wirtschaftswachstums (auf einer dauerhaften und umweltgerechten Grundlage)  beitragen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen könnte, wie im Weißbuch der Kommission über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung unterstrichen (Themen B bis D).  Die tatsächliche Verwirklichung dieser Ziele wird dadurch erleichtert, daß gegebenenfalls die vorgesehenen Endnutzer der Ergebnisse ermittelt werden. Forschung zur Festigung der wissenschaftlichen Grundlagen sollte auf spezifische Forschergruppen, Netze  und internationale Programme abstellen. Forschung zur Unterstützung der Entwicklung und Umsetzung der Umweltpolitik der Union sollte den Bedürfnissen des Gemeinschaftsprogramms für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und  umweltgerechte Entwicklung (1) und der Europäischen Umweltagentur entsprechen. Die potentielle industrielle Nutzung der Projektergebnisse sollte durch eine Orientierung auf spezifische Wirtschaftskreise und -foren, insbesondere diejenigen, in denen KMU  vertreten sind, erleichtert werden.  Diese Aktionen werden in enger Zusammenarbeit von Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen einschließlich KMU in den Mitgliedstaaten durchgeführt.  Maßnahmen zur Technologieförderung, die sich auf die Erfahrungen mit den CRAFT-Aktionen stützen, und Durchführbarkeitsprämien werden eingeführt, um die Beteiligung der KMU unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Unternehmen in den am wenigsten  entwickelten Regionen zu fördern und zu erleichtern.  Es können regionale Netze für interdisziplinäre Forschung eingerichtet werden, damit die spezifischen Probleme bestimmter europäischer Regionen, darunter auch des Mittelmeerraums, des Ostsee- und des Nordseegebietes, der Alpen sowie der nördlichen und  arktischen Regionen einschließlich Polarkreis, aus europäischer Sicht untersucht werden.  Ergänzende Aktionen wird die GFS im Rahmen ihrer Zuständigkeiten durchführen, insbesondere in den nachfolgend beschriebenen Bereichen A I  "Klimaveränderung und Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen", A II  "Physik und Chemie der Atmosphäre,  Wechselwirkungen mit der Biosphäre und Mechanismen der Auswirkungen der Umweltveränderung", B I  "Instrumente, Techniken und Methoden der Umweltüberwachung", B II  "Technologien und Methoden zur Bewertung der Umweltgefährdung sowie zum Schutz und zur  Sanierung der Umwelt" und C  "Weltraumtechnologien zur Umweltüberwachung und Umweltforschung" (2).   INHALT  A. Forschung über die natürliche Umwelt, Umweltqualität und globale Veränderungen Im Arbeitsprogramm wird eine klare Orientierung für die Aufteilung nach Zielen und Aufgaben im Rahmen dieses Themas und entsprechender Teile insbesondere des Programms über Meereswissenschaften und -technologien sowie gegebenenfalls anderer spezifischer  Programme gegeben. Die entsprechenden Koordinierungsmechanismen im Rahmen von ENRICH sind zu berücksichtigen.  Bereich I: Klimaveränderungen und Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen A.I.1. Grundlegende Prozesse im Klimasystem Zielsetzung - Ermöglichung eines besseren Verständnisses und einer besseren Beschreibung der grundlegenden Prozesse des Klimasystems, insbesondere ihrer gegenseitigen Beeinflussung auf globaler und regionaler Ebene.  - Verbesserung der Klimamodelle unter Berücksichtigung und Einbeziehung einer besseren Kenntnis der zentralen Klimaprozesse.  Forschungsaufgaben A.I.1.1. Analyse und Beschreibung der Wechselwirkung Atmosphäre - Erdoberfläche, einschließlich Erforschung der Rolle von Treibhausgassenken und -reservoirs im Zusammenhang mit den dynamischen Prozessen des Klimasystems sowie der Rolle im hydrologischen  Kreislauf, insbesondere auf regionaler Ebene.  A.I.1.2. Analyse und Beschreibung der Wechselwirkung zwischen atmosphärischen Prozessen und Meeresströmung.  A.I.1.3. Analyse und Beschreibung der Wechselwirkung Atmosphäre - Kryosphäre - Ozean und ihrer Rolle im Klimasystem.  A.I.1.4. Untersuchung von Strahlungszusammenhängen, einschließlich der Rolle der Treibhausgase in der Troposphäre und der unteren Stratosphäre der Wolken und ihrer Dynamik und der Aerosole.  A.I.1.5. Untersuchung der globalen Kreisläufe der Treibhausgase, ihrer atmosphärischen Bilanz und ihrer Ströme sowie ihrer Umwandlung in den Meeren, der Biosphäre und der Lithosphäre.  A.I.2. Das Klimasystem in der Vergangenheit Zielsetzung Beitrag zur hochauflösenden Rekonstruktion der klimatischen und klimaabhängigen Umweltbedingungen im Hinblick auf eine umfassendere Dokumentation und ein besseres Verständnis des Funktionierens des Klimasystems.  Forschungsaufgaben A.I.2.1. Rekonstruktion der Klima- und Umweltbedingungen auf globaler und regionaler Ebene während der letzten Klimazyklen (± 250 000 Jahre).  A.I.2.2. Gewinnung, Validierung, Analysen und Interpretation von Daten tiefreichender Bohrkerne in alten Glazialschichten und damit verbundener glaziologischer Untersuchungen, Modellierung der Rheologie des Eises und des Fließverhaltens der Gletscher.  A.I.2.3. Rekonstruktion der Entwicklung des Klimas und seiner Veränderlichkeit im Holozän und späten Holozän.  A.I.2.4. Analyse der Dynamik von Klimaveränderungen und der Veränderlichkeit des rekonstruierten Klimas.  A.I.3. Veränderlichkeit des Klimas, Klimasimulation und Voraussage der Klimaveränderung Zielsetzung -Beschreibung der Entwicklung des Klimas und seiner Veränderlichkeit in jüngerer Zeit (voriges Jahrhundert in etwa) und entsprechende Schätzungen für etwa die nächsten hundert Jahre, insbesondere entsprechend realisierbaren Szenarien der sich ändernden  atmosphärischen Konzentration von Treibhausgasen, Sulfatärosolen und Ozonabbau.  - Verbesserung der Klimamodelle, insbesondere durch verbesserte Darstellung der zentralen dynamischen, physischen, chemischen und biologischen Prozesse, von denen angenommen wird, daß sie den derzeitigen Zustand und die künftige Entwicklung des  klimatischen Systems entscheidend beeinflussen.  -Entwicklung verbesserter Szenarien der Klimaveränderung mit regionaler (europäischer) Auflösung zur Vorhersage der Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.  An den Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels werden die europäischen Klimamodellierungszentren im Rahmen einer konzertierten Aktion beteiligt, damit die wissenschaftlichen Teams Zugang zu den neuesten Modellen und Instrumenten erhalten.  Forschungsaufgaben A.I.3.1. Entwicklung, Validierung und Anwendung verbesserter Klimamodelle ausgehend von derzeitigen und früheren Bedingungen.  A.I.3.2. Analyse und Beschreibung des derzeitigen Klimas und seiner Veränderlichkeit mit Hilfe globaler und regionaler Daten.  A.I.3.3. Analyse der Klimavariabilität nach den gegenwärtigen klimatischen Modellen, Entwicklung und Anwendung von geeigneten statistischen Verfahren zur Validierung der Modellvorhersagen gegenüber den tatsächlichen Daten.  A.I.3.4. Entwicklung neuer, verbesserter Szenarien der Klimaveränderung sowohl in globalem als auch in regionalem Maßstab.  A.I.3.5. Entwicklung von Modellen für die jahreszeitliche Vorhersage klimatischer Parameter, einschließlich der Modelle für die Vorhersage von jahreszeitlichen Extremfällen (Niederschläge, Trockenheit); Entwicklung von Validierungsverfahren für diese  Modelle.  A.I.3.6. Entwicklung von Verfahren zur Maßstabreduzierung ( "downscaling") im Hinblick auf eine korrekte Simulierung der Wettervariabilität (z. B. Niederschläge) mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung, Entwicklung von verbesserten  Vorhersageverfahren für die Veränderungen der Art, der Verteilung und der Häufigkeit der meteorologischen Extremfälle.  A.I.3.7. Untersuchung der Rückwirkungen von längerfristigen Umweltveränderungen (Jahrzehnte/Jahrhunderte) - insbesondere von Veränderungen der Biosphäre und des hydrologischen Kreislaufs - auf das Klimasystem.  A.I.3.8. Untersuchung der Veränderungen des mittleren Meeresspiegels, Statistiken über Meeresspiegel, Stürme und Überschwemmungen, insbesondere in überschwemmungsgefährdeten Gebieten.  A.I.4. Auswirkungen der Klimaveränderungen und anderer Umweltfaktoren auf die natürlichen Ressourcen Zielsetzung Bewertung der wichtigsten Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und der Fähigkeit zur nachhaltigen Anpassung unter verändertem anthropogenem Einfluß sowie aufgrund der Klimavariabilität und -veränderung.  A.I.4.a) Europäische Wasserressourcen Zielsetzung Erweiterung des Wissens über die voraussichtlichen Auswirkungen der Klimaveränderung und sonstiger Umweltveränderungen (einschließlich der veränderten Ansprüche des Menschen und des Bevölkerungsdrucks) auf Oberflächen- und Grundwasser in qualitativer  und quantitativer Hinsicht mit dem Ziel, das Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse zu verbessern und eine Grundlage für die Entwicklung von Strategien für den künftigen Umgang mit diesen Prozessen zu schaffen.  Forschungsaufgaben A.I.4.a)1. Entwicklung von Verfahren (einschließlich Modellen) zur Abschätzung, Vorhersage und Verbesserung der Verfügbarkeit der Wasserressourcen infolge von Umweltveränderungen, insbesondere in den Gebieten, in denen eine Diskrepanz zwischen der  Verfügbarkeit und dem Bedarf an Wasser zu erwarten ist.  A.I.4.a)2. Entwicklung von Techniken zur Beurteilung und Verbesserung der Grundwasserreserven und zur Beurteilung der Zusammenhänge zwischen Grundwasser und Wasser-Boden-Wechselwirkungen unter verschiedenen geologischen Gegebenheiten sowie des  Transports von Schadstoffen durch die gesättigte und die ungesättigte Grundwasserzone sowie bei der Wechselwirkung zwischen Meerwasser und Grundwasser.  A.I.4.a)3. Entwicklung von Untersuchungen über integrierte Einzugsgebiete und Modellierung von Flußsystemen (einschließlich Strömungsmodelle).  A.I.4.a)4. Entwicklung von Techniken zur Sanierung von Oberflächen- und Grundwasser, das durch Schadstoffe aus der Landwirtschaft, durch unsachgemässe Bodennutzung und andere Quellen der Umweltverschmutzung belastet ist.  A.I.4.a)5. Bewertung und Validierung von Techniken und Verfahren der integrierten Bewirtschaftung sowohl des Oberflächen- als auch des Grundwassers im Zusammenhang mit den entsprechenden Aktionen des Telematik-Programms.  A.I.4.a)6. Bewertung der Auswirkungen einer Veränderung des Meeresspiegels auf die Wasserversorgung von Küstengebieten unter Berücksichtigung weiterer Einflußfaktoren.  A.I.4.a)7. Bewertung der Auswirkungen der Klimaveränderungen auf Quantität und Qualität der Wasserressourcen in Gebirgszonen, einschließlich Bewertung alpiner Gletscher als Wasserquelle. Festlegung von Verfahren zur Überwachung und Bewertung des  Potentials einer nachhaltigen Nutzung.  A.I.4.b) Land- und Forstwirtschaft und natürliche Umwelt Zielsetzung Untersuchung und Bewertung der voraussichtlichen Auswirkungen der Klimaveränderung und anderer Umweltveränderungen auf landwirtschaftliche Kulturen, Wälder und andere terrestrische Ökosysteme und ihre Folgen für die terrestrischen Ressourcen in Europa;  Schaffung der Grundlage für die Bewertung der sozioökonomischen Auswirkungen dieser Folgen und der Grundlage für die Entwicklung von Strategien zu ihrer künftigen Bewältigung.  Forschungsaufgaben A.I.4.b)1. Analyse und Beschreibung der langfristigen Auswirkungen von Klimaveränderungen und anderer anthropogener Faktoren auf die natürliche Umwelt sowie die Umweltverträglichkeit und Produktivität der Land- und Forstwirtschaft in Europa.  A.I.4.b)2. Entwicklung, Validierung und Anwendung regionaler mechanistischer Modelle, die die Auswirkungen einer Veränderung des Klimas und der mit dem Klima verbundenen Parameter wie der CO2-Konzentration auf die Land- und Forstwirtschaft und die  natürlichen Ökosysteme unter Berücksichtigung anderer anthropogener Faktoren beschreiben.  A.I.4.b)3. Entwicklung von Vorhersagemodellen zur Bewertung von Veränderungen der biologischen Vielfalt infolge langfristiger Umweltveränderungen, Bewertung der Folgen der Klimaveränderung für die biologische Vielfalt; Schaffung der wissenschaftlichen  Grundlage für In-situ-Erhaltungsstrategien; Festlegung von Kriterien zur Optimierung der Landschaftsstruktur zwecks Vermeidung des Aussterbens von Arten und zur Erhaltung einer angemessenen Vielfalt.  A.I.4.b)4. Untersuchung von speziellen Auswirkungen der Klimaveränderung auf den borealen Waldgürtel und Grenzökosysteme wie Feuchtgebiete, Tundra und Taiga im arktischen und subarktischen Raum sowie auf mediterrane Wälder.  A.I.4.b)5. Integrierte Untersuchungen der Auswirkungen von Klima und anthropogenen Faktoren auf alpine Ökosysteme und Herstellung der Zusammenhänge zur sozioökonomischen Bewertung dieser Auswirkungen.  A.I.4.b)6. Entwicklung von Modellen zur Bewertung potentieller Auswirkungen einer erhöhten UV-B-Strahlung sowohl auf die natürliche als auch auf die städtische Umwelt und die Gesundheit.  A.I.4.b)7. Bewertung der Art und Weise, wie Landnutzung mittels Aktivitäten wie Forstwirtschaft, landwirtschaftliche Nutzung, Urbanisierung, Abfalldeponierung und -aufbereitung, Entwässerung, Konzentration spezieller industrieller Tätigkeiten im  Küstenbereich, Tourismus und technische Baumaßnahmen die Eutrophierung und Verschmutzung aquatischer Systeme beeinflussen kann.  A.I.4.b)8. Beitrag zum Verständnis der Veränderungen und der Wiederherstellung von Waldökosystemen nach Waldbränden.  A.I.4.c) Terrestrische Ressourcen und drohende Desertifikation und Bodenerosion in Europa Zielsetzung - Erstellung eines integrierten Konzepts für das Verständnis des Desertifikations- und Bodenerosionsprozesses in Europa im Zusammenhang mit Klimaveränderungen, wobei eine Umkehr dieses Prozesses angestrebt wird. Darin wird das komplexe System der  verschiedenen voneinander abhängigen Faktoren berücksichtigt, die zur Verschlechterung terrestrischer Ressourcen im für Desertifikation und Bodenerosion anfälligen Gebieten führen.  - Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen für eine rationelle Bewirtschaftung der terrestrischen Ressourcen in bestimmten europäischen Gebieten, die von Desertifikation und Bodenerosion bedroht oder betroffen sind.  Forschungsaufgaben A.I.4.c)1. Integrierte Forschung zur qualitativen und quantitativen Bewertung der relativen Bedeutung der verschiedenen an Desertifikation und Bodenerosion beteiligten Prozesse: klimatische, hydrologische, biologische und pedologische Prozesse.  A.I.4.c)2. Modellierung der komplexen Dynamik der verschiedenen einschlägigen Prozesse auf unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Ebene in Systemen, die von Desertifikation oder Bodenerosion betroffen oder dafür anfällig sind, einschließlich ihrer  Auswirkungen auf das Klima, damit die Entwicklung des Phänomens vorhergesagt werden kann.  A.I.4.c)3. Erstellung geeigneter Datenreihen, mit deren Hilfe etwaige Veränderungen erfasst werden können, sowie Validierung von Modellen, Ermittlung von Indikatoren für potentielle Desertifikation und Bodenerosion.  A.I.4.c)4. Entwicklung und Verbesserung von Gegenmaßnahmen und Bekämpfungsstrategien zur Kontrolle und Verringerung der Verschlechterung terrestrischer Ressourcen in den für Desertifikation und Bodenerosion anfälligen Gebieten, einschließlich einer  Bewertung der unerläßlichen technologischen Maßnahmen.  Bereich II: Physik und Chemie der Atmosphäre, Wechselwirkungen mit der Biosphäre und Mechanismen der Auswirkungen der Umweltveränderung A.II.1. Physik und Chemie der Atmosphäre Zielsetzung - Verständnis der Prozesse, die Zustand und Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre bestimmen, insbesondere der Prozesse, die einen Abbau der Ozonschicht bewirken können, und Verständnis der Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten, damit  Veränderungen des Zustands der Ozonschicht vorhergesagt werden können.  - Verständnis und Quantifizierung der chemischen Prozesse in der Troposphäre; Bewertung des Beitrags der regionalen Prozesse (auf europäischer Ebene) zur Umweltveränderung in den einzelnen Hemisphären oder auf dem gesamten Planeten.  Es ist erforderlich, die Infrastruktur für die Erhebung und den Austausch von Daten aus Versuchen, die in europäischer Zusammenarbeit durchgeführt werden, zu verbessern und den Zugang zu gemeinsamen Einrichtungen für die Durchführung der Versuche, z. B.  zu Forschungsflugzeugen, speziellen Beobachtungsstellen am Boden und entsprechenden Laboreinrichtungen zu erleichtern. Der ENRICH-Mechanismus wird bei diesen Tätigkeiten einbezogen. Dies erfordert ausserdem eine enge Zusammenarbeit mit anderen  Programmen.  Forschungsaufgaben A.II.1.a) Chemie der Stratosphäre und Abbau der Ozonschicht Es steht ausser Frage, daß gegebenenfalls Unterstützung angefordert werden muß, um den Zugang zu bestimmten Grosseinrichtungen zu erleichtern, damit die im Rahmen der nachstehend genannten Forschungsaufgaben vorgesehenen Großversuche im Rahmen  europäischer Zusammenarbeit effektiv durchgeführt werden.  - Datensammlung, Auslegung und Modellierung der Dynamik und der Entwicklung der chemischen Zusammensetzung der unteren Stratosphäre hoher und mittlerer Breiten der nördlichen Hemisphäre; Erfassung des Beginns und des Ausmasses der chemischen Störungen  und des dadurch verursachten Ozonverlustes; Kartierung der Entwicklung der Ozonkonzentration und von Spurenverbindungen in der unteren Stratosphäre in zeitlicher und räumlicher Dimension; Bewertung der Auswirkungen des Transportes chemisch gestörter  Luftmassen (latitudinal und longitudinal).  - Verständnis und Modellierung der homogenen und heterogenen Prozesse, die die Verteilung und Verbreitung der aktiven Radikale von Halogenen, Stickstoff und Wasserstoff in der Stratosphäre beeinflussen; Untersuchung der Dynamik und der Zusammensetzung  der Luft in der unteren Stratosphäre; Bewertung der Verteilung und der Entwicklung der UV-Sonnenstrahlung in Europa; Bewertung des Austauschs von Luftmassen zwischen Troposphäre und Stratosphäre.  A.II.1.b) Physik und Chemie der Troposphäre - Selbstreinigungsfähigkeit der Atmosphäre: Untersuchung der chemischen und meteorologischen Prozesse, die die Konzentrationen der oxidierenden Verbindungen wie Hydroxylradikale und Ozon bestimmen, einschließlich der Auswirkung von Flugzeugemissionen  und sonstigen Verbrennungsemissionen auf die Ozonkonzentration in der Atmosphäre und ihrer Entwicklung sowie der Auswirkung der Emissionen im Mittelmeerbecken auf die freie Troposphäre anderer Regionen.  - Feststellung der Herkunft und der physikalisch-chemischen Veränderungen von Aerosolteilchen in der Atmosphäre und ihrer Wechselwirkungen mit den Wolken; Untersuchung der Eigenschaften und der Chemie der Wolken.  - Quantifizierung der Rolle der natürlichen Emissionen (Gas und Partikelstoffe) in der Atmosphärenchemie: Freisetzung der fluechtigen organischen Verbindungen durch die Vegetation und ihr Beitrag zur Ozonbildung, Freisetzung von Schwefel- und  Halogenverbindungen durch die biologische Aktivität des Meeresmilieus und biologische Freisetzung reduzierter und oxidierter Stickstofformen; Bewertung der Auswirkung der Emissionen von fossilen Brennstoffen.  - Beschreibung  "chemischer Frühwarnsignale" möglicher globaler Veränderungen in der Atmosphäre, wie Abbau des troposphärischen Ozons in der Arktis und hohe winterliche Konzentrationen von salpetriger Säure in den Städten (als ein Schritt zur  Entwicklung regionaler Frühwarnsysteme).  - Entwicklung und Validierung von Modellen und Bewertungsinstrumenten zur Beschreibung der räumlichen und zeitlichen Dynamik von Ozon in Gebirgsregionen.  A.II.2. Prozesse in der Biosphäre Zielsetzung - Besseres Verständnis der Prozesse innerhalb von terrestrischen, aquatischen und Flußsystemen sowie Küstenökosystemen und ihrer Störung durch Umweltveränderungen (einschließlich des Verhaltens und der Wirkungen toxischer Substanzen sowie der Wirkungen  der UV-B-Strahlung).  - Besseres Verständnis der Rolle der biologischen Vielfalt in Ökosystemen sowie der Mechanismen, die die Erhaltung oder Entwicklung der biologischen Vielfalt bestimmen, und der Beeinflussung dieser Mechanismen durch Umweltveränderungen, einschließlich  der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten.  Forschungsaufgaben A.II.2.a) Funktionsweise von Ökosystemen A.II.2.a)1. Analyse der Prozesse innerhalb von Ökosystemen; Feststellung von Störungen dieser Prozesse infolge veränderter Umweltfaktoren unter Berücksichtigung ihrer räumlichen und zeitlichen Variabilität.  Schwerpunktmässig behandelt werden sollten die Primärerzeugung und der Austausch von chemischen Elementen, organischen Stoffen, Wasser und Energie innerhalb der Ökosysteme und zwischen ihnen (z. B. zwischen terrestrischen und Küstenökosystemen), die  physikalisch-chemischen und biologischen Mechanismen, die diesen Austausch bestimmen - insbesondere der Kreislauf der organischen Stoffe - und Feedbackprozesse (z. B. diejenigen, die die gasförmigen Emissionen aus Ökosystemen in die Atmosphäre, die  Absorption und Freisetzung von Kohlenstoff usw. steuern) sowie biologische Prozesse, die bei demographischen Vorgängen und der Bevölkerungsdynamik von Bedeutung sind (demographische und genetische Aspekte sowie Entwicklung der Biomasse).  A.II.2.a)2. Quantifizierung der Ströme organischer und anorganischer Schadstoffe innerhalb der Ökosysteme und zwischen ihnen; Analyse des Verhaltens und der Umwandlung dieser Schadstoffe und ihrer Auswirkungen auf die Prozesse in den Ökosystemen;  Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Schadstoffeffekten und Eutrophierung.  A.II.2.a)3. Entwicklung von Indikatoren für die Umweltauswirkungen von unterschiedlichen Schadstoffen und Treibhausgasen. Wenn nötig, können diese als Orientierungshilfe für die Auswahl der geeigneten Technologien und Strategien regional differenziert  werden, sofern Wechselwirkungen zwischen den Emissionen bestehen. Eine derartige Forschung könnte zur Definition von Indikatoren beitragen, die geeignet sind, die Minderung von verschiedenen Schadstoffen anzuzeigen.  A.II.2.a)4. Untersuchung der Faktoren, die die Stabilität der Strukturen von Ökosystemen, ihre Anpassung und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen steuern, einschließlich der Reaktion auf verbesserte Umweltbedingungen.  A.II.2.a)5. Bewertung der Auswirkungen der - natürlichen und anthropogenen - Umweltfaktoren auf die zentralen biologischen Prozesse und Strukturen unter dem Gesichtspunkt von Ökosystemen.  A.II.2.a)6. Entwicklung von Verfahren der funktionalen Analyse als Grundlage für die integrierte Bewirtschaftung von Ökosystemen und ausgewählten Lebensräumen unter schwerpunktmässiger Berücksichtigung von empfindlichen Ökosystemen wie alpinen Gebieten  und Gebirgsregionen, Feuchtgebieten, Inseln und Küstenregionen.  A.II.2.a)7. Ermittlung und Vergleich der Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen verschiedenen Ablauf- und Einflussphänomenen auf regionaler und lokaler Ebene, wie beispielsweise der Beziehungen zwischen den Änderungen der Bodennutzung, der  Verschmutzung und der Eutrophierung, sowie Auswirkungen physikalischer Prozesse in gegensätzlichen Umweltsituationen.  A.II.2.a)8. Ökotoxikologische Untersuchungen über die Verteilung und die Auswirkungen toxischer Substanzen und Kombinationen; kombinierte Auswirkungen von Schadstoffen und anderen Umweltfaktoren.  A.II.2.b) Veränderung von Prozessen aufgrund von UV-B-Strahlung (3) A.II.2.b.1. Verbesserung der Genauigkeit des Verhältnisses zwischen der Dosis, in Abhängigkeit von der Wellenlänge der UV-Strahlung, und der Reaktion im Fall der signifikantesten Wirkungen.  A.II.2.b)2. Feststellung der Mechanismen, die die Anpassung, Toleranz und Anfälligkeit der Lebewesen in genotypischer und phänotypischer Hinsicht bestimmen.  A.II.2.b)3. Quantifizierung der Synergien und der Antagonismen zwischen UV-B-Strahlung und anderen Faktoren der globalen Veränderungen, z. B. Erhöhung der Temperatur und des CO2-Gehalts.  A.II.2.b)4. Bewertung der Kette der sekundären Auswirkungen der UV-B-Strahlung auf die Prozesse in den Ökosystemen und auf die bio-geochemischen Kreisläufe, z. B. Veränderung der Zusammensetzung, der Artenassoziation, der Zersetzungsgeschwindigkeit, des  Konkurrenzverhaltens usw.  A.II.2.c) Biologische Vielfalt und Umweltveränderung A.II.2.c)1. Verständnis der Rolle der biologischen Vielfalt (einschließlich Bevölkerungsdynamik) bei der Erhaltung der Struktur, der Funktion und der Stabilität von Ökosystemen.  A.II.2.c)2. Verständnis der Anpassungsmechanismen, die auf die biologische Vielfalt auf Landschaftsebene einwirken (Forschungen über die biologische Vielfalt auf niedrigeren Organisationsstufen können in diesem Zusammenhang erforderlich sein). Bewertung  der Auswirkungen der Landschaftszergliederung.  B. Umwelttechnologien Bereich I: Instrumente, Techniken und Methoden für die Umweltüberwachung Zielsetzung - Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung von Analyse- und Überwachungsverfahren für Schadstoffemissionen und bestimmte Umweltsegmente, um eine bessere Überwachung und Vorhersage der Umweltveränderungen zu ermöglichen.  Dieser Beitrag wird wie folgt geleistet: a) in Form konzertierter Aktionen, an denen die potentiellen Benutzer und die Hersteller von Instrumenten, die GFS für die sie betreffenden Bereiche sowie das FTE-Programm  "Meß- und Prüfverfahren" beteiligt  sind; mit diesen konzertierten Aktionen soll der Bedarf der potentiellen Benutzer festgestellt und für eine geeignete Ausrichtung der Entwicklungsarbeiten gesorgt werden; b) in Form von FTE-Projekten auf Kostenteilungsbasis in Abstimmung mit dem  FTE-Programm  "Meß- und Prüfverfahren".  - Entwicklung von Verfahren und Methoden zur Feststellung und Untersuchung der Umweltveränderungen (terrestrische Umwelt, Binnengewässer und Küstenumwelt).  Mit diesen Zielsetzungen soll unter anderem die Arbeit der Europäischen Umweltagentur unterstützt werden.  Forschungsaufgaben B.I.1. Beitrag zur Entwicklung von Instrumenten mit geeigneter Spezifität, Empfindlichkeit, Genauigkeit und Präzision zur am Boden oder in der Luft vorgenommenen Messung der Spurenverbindungen und Aerosole der Atmosphäre zwischen dem Emissionspunkt und  der freien Troposphäre, die die Ursache für bedeutende Umweltphänomene (Abbau der Ozonschicht, Veränderung der UV-Strahlung, fotochemische Reaktionen usw.) sind.  B.I.2. Beitrag zur Entwicklung von Analyseverfahren zur Identifizierung und Messung bestimmter Schadstoffe und Bestandteile von Industrieabwasser und nicht aus der Industrie stammendem Wasser.  B.I.3. Beitrag zur Entwicklung von neuartigen Sensoren, z. B. Biosensoren für Umweltmonitoring, wo sich die herkömmlichen Verfahren in bezug auf die Empfindlichkeit, Selektivität, Präzision, Zuverlässigkeit, Probenaufbereitung, On-line-Überwachung und  Kosteneffizienz als unzureichend erweisen.  B.I.4. Entwicklung und Validierung von am Boden und in der Luft angewandten Methoden und Verfahren zur Früherkennung der Veränderungen in der kontinentalen und Küstenumwelt und zur Untersuchung des Verlaufs dieser Veränderungen (raumfahrttechnische  Verfahren werden unter Thema C behandelt).  B.I.5. Entwicklung neuer Technologien zu Verbesserung der UV-B-Strahlungsdosimetrie.  B.I.6. Entwicklung neuer Techniken (Archäometrie) im Hinblick auf eine Rekonstruktion früherer Umweltbedingungen.  Bereich II: Technologien und Verfahren zur Bewertung der Risiken für die Umwelt sowie zum Umweltschutz und zur Umweltsanierung Zielsetzung - Entwicklung von Verfahren zur Erfassung, zum Verstehen, zur Abschätzung, zur vergleichenden Bewertung, zum Management und zur Verringerung der Risiken für die Umwelt, die natürlichen Ressourcen sowie die Gesundheit und Sicherheit des Menschen, die  durch landwirtschaftliche Praktiken, Industrieverfahren, Produkte (einschließlich chemischer Produkte), die Verstädterung und kulturbedingte Prozesse entstehen.  - Beitrag zur Entwicklung industrieller Verfahren und synthetischer Produkte, die weniger Risiken für die Umwelt mit sich bringen; Beitrag zur Entwicklung, Verbesserung und Anwendung sowohl von präventiven Technologien als auch von  Sanierungstechnologien.  Dieser Beitrag wird wie folgt geleistet: a) in Form von konzertierten Aktionen, an denen die für die Analyse und das Verständnis von Umweltrisiken und grösseren industriebedingten Gefahren zuständigen Wissenschaftler, die für die technologischen  Entwicklungen verantwortlichen Unternehmen, die von den technologischen Entwicklungen profitierenden Unternehmen, die GFS für die sie betreffenden Bereiche, der Gesetzgeber sowie das Programm  "Werkstoff- und Industrietechnologien" beteiligt sind; b) in  Form von FTE-Projekten auf Kostenteilungsbasis in Abstimmung mit den einschlägigen FTE-Programmen.  Forschungsaufgaben B.II.1. Methoden der Analyse und des Managements von Risiken für Mensch und Umwelt B.II.1.1. Verbesserung der Verfahren zur Bewertung der von chemischen Produkten ausgehenden Risiken und Gefahren für die Gesundheit und die nicht arbeitsplatzbezogene Umwelt (insbesondere Frühindikatoren der Belastung); Entwicklung von Verfahren für  eine geeignete Bewertung der Auswirkungen, einschließlich Alternativen für Tierversuche. Dieses Forschungsthema umfasst auch die Vorhersage von Belastungen. Die Schlüsselelemente dieser Aktionen sind die Validierung der derzeitigen Test- und  Bewertungsverfahren durch Verbesserung der Qualität der verwendeten Daten und der wissenschaftlichen Grundlagen für Hypothesen. Dies betrifft insbesondere die Gültigkeit von Extrapolationen, z. B. von In-vitro- auf In-vivo-Tests, vom Tiermodell auf den  Menschen, vom Laborresultat auf die freie Natur, von hohen Dosen auf niedrige Dosen, von langer auf kurze Belastung, von speziellen Bevölkerungsgruppen auf anfällige Gruppen und von Einzelbelastungen auf Belastungen durch eine Mischung chemischer  Substanzen.  B.II.1.2. Besseres Verständnis der Mechanismen, die der unfallbedingten Freisetzung von für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit schädlichen Substanzen durch Industrieanlagen zugrunde liegen; Ausarbeitung von Systemen für das Sicherheitsmanagement  und die Verringerung der Auswirkungen. Die Forschungsarbeiten sollten sich in erster Linie auf die Substanzen, Produktionssysteme und -vorgänge konzentrieren, die durch ihre hohe Toxizität, Entzuendlichkeit und Explosionsneigung, ihre industrielle  Verwendung in grossem Maßstab oder ihre physikalischen Eigenschaften z. B. Tendenz zur Bildung von Wolken, die in Bodennähe bleiben oder komplexe unzugängliche Bereiche ausfuellen, Risiken verursachen, die in grosser Entfernung von ihrer Quelle auftreten.  Die Arbeiten über dieses Thema sollten mit der Politik der Europäischen Union auf dem Gebiet der Unfallverhütung in der Industrie und am Arbeitsplatz im Zusammenhang stehen und auf die Entwicklung von Eindämmungstechnologien und -verfahren sowie von gut  validierten Bewertungsinstrumenten abzielen.  Die Luftverschmutzung soll als Beispiel dienen, um alle obigen Aspekte in ein Paradigma des Risikomanagements für die Luftqualitätskontrolle einzubeziehen, d. h. von der Beschreibung der Emissionen über die Bewertung der Belastung und der Auswirkungen,  das Bio-Monitoring und die Risikoanalyse bis hin zu Beiträgen für die Entwicklung von Kontrollmaßnahmen.  B.II.2. Analyse des Lebenszyklus von industriellen und synthetischen Produkten Entwicklung und Validierung von Methoden zur Analyse und Bewertung des Lebenszyklus von industriellen und synthetischen Produkten, z. B. Papier- und Verpackungsprodukten.  B.II.3. Technologien zum Schutz und zur Sanierung der Umwelt B.II.3.1. Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung industrieller Verfahren und Produkte, um Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu minimieren.  B.II.3.2. Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung von integrierten Technologien zur möglichst weitgehenden Reduzierung fester, fluessiger und gasförmiger Emissionen in die Umwelt. Die Entscheidung für eine bestimmte Technologie muß auf einem gründlichen  Verständnis der Austauschbeziehungen zwischen Schadstoffen beruhen.  B.II.3.3. Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung neuer Technologien zum Recycling von Materialien, einschließlich ihrer Umwandlung zu wiederverwertbaren Rohstoffen und der Rückgewinnung von Energie und Verwertung von Abfällen. Systemstudien zur  Förderung der Wiederverwertbarkeit von Produkten.  B.II.3.4. Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung von Verfahren zur Behandlung organischer Abfälle aus Industrie, Landwirtschaft und Siedlungsräumen. Systemstudien und Untersuchung mikrobiologischer Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des Kreislaufs  von organischen Stoffen und Nährstoffen. B.II.3.5. Behandlung gefährlicher Abfälle; Entwicklung von sicheren Verfahren für die Behandlung gefährlicher Abfälle, gegebenenfalls einschließlich Recycling der Stoffe oder Energierückgewinnung zur Erhöhung der Kosteneffizienz. Behandlung der  Reststoffe, um ihre Entgiftung, Stabilisierung und sichere Deponierung zu gewährleisten.  B.II.3.6. Das Programm soll zur Entwicklung von Technologien für die Sanierung von verseuchten Industriestandorten und Altlastdeponien beitragen; Entwicklung rasch arbeitender nichtinvasiver Methoden zur Lokalisierung und Messung von Schadstoffen, zur  Untersuchung von Absorptions-/Desorptionsprozessen sowie der Ausbreitungspfade und biologischen Verfügbarkeit von Schadstoffen als Beitrag zur Entwicklung geeigneter In-situ-Verfahren der Geländesanierung.  B.II.4. Technologien zum Schutz und zur Sanierung historischer Stätten In Übereinstimmung mit den Politiken der Europäischen Union soll die Forschung zur Erhaltung und zum Schutz von Kulturgütern verstärkt werden. Die wissenschaftliche Basis für die Ermittlung und Abschätzung von Technologiefolgen muß erweitert werden. Die  Forschung zu diesem Thema soll ergänzt werden um die Bewertung von Risikofaktoren für die Umwelt (einschließlich der Auswirkungen des Tourismus) bei einer Reihe von Materialien durch Entwicklung und Verbesserung von zerstörungsfreien Analyse- und  Meßmethoden, Methoden zur Risiko- und Schadenskartierung usw.  Bereich III: Technologien für die Vorhersage, Verhütung und Eindämmung naturbedingter Risiken Zielsetzung Erhebung quantitativer Daten und Entwicklung physikalischer Modelle zur Verbesserung der Methoden für die Vorhersage, Überwachung und Bewältigung von Naturkatastrophen und naturbedingter Risiken. Vergleich zwischen theoretischen Vorhersagen,  Beobachtungen und Feldmessungen sollten ebenso gefördert werden wie multidisziplinäre Ansätze.  Forschungsaufgaben B.III.1. Hydrologische und hydrogeologische Risiken B.III.1.1. Entwicklung und Validierung von Methodologien zur Verhütung von Überschwemmungen auf der Grundlage von In-situ-Daten und Fernerkundung, einschließlich der Entwicklung von Methodologien für die Modellierung der räumlichen und zeitlichen  Verteilung von Niederschlägen, besonders in komplexen Gebieten. Entwicklung und Erprobung von Überschwemmungsmodellen (Auffangmodelle) unter geeigneter Berücksichtigung des Verhaltens von Schnee- und Eisdecken. Entwicklung und Erprobung der Kopplung  meteorologischer und hydrologischer Modelle zur Verbesserung der Überschwemmungsvorhersage. Entwicklung von integrierten Wasserressourcen- und Flußmodellen zur Bewertung der regionalen und langfristigen Folgen von Flußregulierungsarbeiten.  B.III.1.2. Untersuchung der Entwicklungen sowie Überwachung und Kartierung der Risiken von Überschwemmungen, Erdrutschen und Lawinen, insbesondere in Gebirgszonen und vornehmlich im Zusammenhang mit den Auswirkungen einer Veränderung der Landnutzung und  des Tourismus und im Zusammenhang mit Veränderungen der Schnee- und Eisdecke. Verbesserung der Überwachung von Erdrutschen, Schlammströmen und Lawinen sowie der Warntechniken, einschließlich der Auslösemechanismen. Evaluierung der Mechanismen der  schwerkraftbedingten Verformung und der Auslösung von Erdrutschen.  B.III.2. Seismische Risiken B.III.2.1. Entwicklung fortgeschrittener Technologien zur Beobachtung und Untersuchung von Belastungen, Spannungen und Verschiebungen in Gebieten mit grossen potentiellen seismischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, einschließlich  Untersuchungen aktiver Verwerfungen und der Wiederholungsfrequenz der Ereignisse. Ebenso könnten die von Tsunamis ausgehenden Risiken näher untersucht werden. Entwicklung von Hochleistungsinstrumenten für die Lokalisierung und Erfassung von Erdbeben  sowie von lokalen Bodenbewegungen aufgrund ortsspezifischer Bedingungen. Speziellere Untersuchungen könnten die Reaktionen verschiedener Gesteinsarten auf Erdbeben, Verwerfungsmechanismen in porösen Medien und geomorphologische Reaktionen auf Erdbeben  einschließen.  B.III.2.2. Entwicklung automatischer Hochleistungsmeßfühler für die ständige Überwachung und Kontrolle der mit Erdbeben verbundenen Phänomene, die bei oder vor seismischen Vorgängen, einschließlich der Auswirkungen auf Wohngebiete, in tektonisch aktiven  Zonen auftreten. Integration und Validierung von Warnsystemen sowie der obengenannten Systeme zur Vorhersage von Erdbeben und Tsunamis. Verbesserung und Harmonisierung der Strukturen und technischen Vorrichtungen zur Erfassung, Übermittlung, Speicherung  und zum Austausch seismischer Daten auf europäischer Ebene. Anwendung von Vorhersagemodellen mit lokalen geologischen und geotechnischen Bedingungen auf Stadtplanung und Städtebau.  B.III.2.3. Verbesserung der europäischen Datenbanken auf dem Gebiet der seismischen Risiken und gegebenenfalls Unterstützung zur Erleichterung des Zugangs zu Grossanlagen, insbesondere zur Erprobung und Überprüfung neuer Strukturen und neuer Werkstoffe,  die am besten zur Verringerung seismischer Risiken geeignet sind.  B.III.3. Vulkanische Risiken B.III.3.1. Entwicklung automatischer Meßfühler zur Überwachung der geophysikalischen und geochemischen Phänomene im Verbund mit weiterer Grundlagenforschung über die Natur und das Verhalten von Vulkanen und weiterer Untersuchung an europäischen  Vulkanen, die sich als natürliches Labor eignen. Entwicklung und Validierung von automatischen Systemen zur Überwachung der Vulkantätigkeit. Entwicklung und Erprobung von Fernerkundungstechniken zur Überwachung der Eruptionsfahnen. Entwicklung von  Datenverarbeitungsmethoden zur Integration der verschiedenen Informationsquellen (z. B. Überwachungsdaten sowie geophysikalische und geochemische In-situ-Daten).  B.III.3.2. Entwicklung beweglicher Warnsysteme B.III.4. Waldbrände Kartierung der Brandgefahr und Bewertung der Waldbrandschäden durch Fernerkundung; Modellierung des Brandverhaltens; Verbesserung der für die Entwicklung von Instrumenten zur Kontrolle und Eindämmung von Waldbränden erforderlichen wissenschaftlichen  Grundlage. Verbesserung der Risikobewertung, Sammlung und Analyse statistischer Daten über Waldbrände.  C. Weltraumtechnologien zur Umweltüberwachung und Umweltforschung Als relativ neue Technologie erfordert die Erdbeobachtung weitere FuE-Tätigkeiten sowie praktische Anwendung, damit sie ihr volles Potential entfaltet, um für die Öffentlichkeit einen den derzeitigen Investitionen in die Raumfahrttechnik entsprechenden  Nutzen zu bringen, die Fähigkeit zur Beobachtung und Erforschung des Erdsystems in globalem, regionalem und lokalem Maßstab zu verbessern, die Kommission und die Mitgliedstaaten im Hinblick auf eine effizientere Durchführung ihrer eigenen Politik zu  unterstützen und die Verwendung von Erdbeobachtungsdaten zur Entwicklung des Dienstleistungssektors für die Bereitstellung entsprechender Informationen zu verbessern.  Bereich I: Methodologische Forschung und Pilotprojekte Zielsetzung -  Verbesserung und angemessene Ausrichtung der europäischen technischen und wissenschaftlichen Kapazität auf dem Gebiet der Verarbeitung und Interpretation von Erdbeobachtungsdaten.  - Entwicklung von Anwendungen der Erdbeobachtungsdaten von europäischem Interesse und Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der daraus gewonnenen Informationen.  Mit diesen Zielsetzungen soll unter anderem den Bedürfnissen der Europäischen Umweltagentur entsprochen werden.  Forschungsaufgaben Die in diesem Bereich finanzierten Forschungsprojekte sollen sich auf Anwendungsgebiete konzentrieren, die für die Umweltpolitik der Europäischen Union und auch für relevante Aspekte anderer Unionspolitiken von Bedeutung sind. Die Projekte sollten mit  anderen geeigneten Forschungstätigkeiten des Rahmenprogramms, insbesondere auf dem Gebiet der Meereswissenschaften und -technologien, der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei verbunden sein.  Aktionen auf Kostenteilungsbasis und konzertierte Aktionen werden ergänzt durch die direkten Aktionen der GFS in den Bereichen, in denen sie zuständig ist und entsprechende Forschungsarbeiten durchführt; dabei wird eine verbesserte Zusammenarbeit  zwischen Umweltforschern, Erdbeobachtungswissenschaftlern, an der Wertschöpfung beteiligten Unternehmen, praktischen Anwendern und Anbietern von Fernerkundungsdaten gefördert.  C.I.1. Methodologische Forschungen sollten auf die Lösung spezifischer Probleme von hoher Priorität bei der Verwendung von Erdbeobachtungsdaten abzielen. Diese Forschung ist in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern verschiedener  Anwendungsdisziplinen und Entwicklern von Instrumenten durchzuführen, damit die volle Nutzung der Erdbeobachtungsdaten gewährleistet ist.  Folgende technische Themen werden abgedeckt: - Entwicklung verbesserter Datensätze aus Erdbeobachtungsinstrumenten, die sich für eine Übernahme in die Datenstrukturen der geographischen Informationssysteme eignen. Dadurch wird die Einbeziehung von Erdbeobachtungsdaten in den Datenbestand der  statistischen Informationssysteme erleichtert, die von besonderem Interesse sind für die Klimaveränderung, die Früherkennung und Untersuchung von Umweltveränderungen in der terrestrischen Umwelt und der Meeresküstenumwelt, die Umweltbeobachtung, den  Umweltschutz sowie Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei.  - Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Nutzern von Satellitendaten für Umweltzwecke mit dem Ziel, eine breitere Nutzung von Erdbeobachtungsdaten und -technologien zu erreichen und den Transfer geeigneter Daten und Anwendungen zu fördern.  - Entwicklung grundlegender Instrumente und Techniken für die automatisierte Aufbereitung, Interpretation und Integration von Fernerkundungs- und Bodendaten. Entwicklung von Methoden zur Datenreduzierung. Sofern die GFS zuständig ist und entsprechende  Forschungen über Expertensysteme, neuronale Netze, Parallelverarbeitung und integrierte geographische Informationssysteme (GIS) durchführt, wird sie einen ergänzenden Beitrag zu den Projekten auf diesem Gebiet leisten. Insbesondere werden Modelle und  Strukturen geeigneter Daten für die GIS mit dem Ziel entwickelt, die Integration von Daten aus der Erdbeobachtung in die statistischen Informationssysteme zu erleichtern.  - Unterstützung der Planung von Feldmessungen und Kampagnen zur Erfassung von Bodendaten sowie Entwicklung verbesserter Kalibrierungs- und Validierungsverfahren.  C.I.2. Mit den Pilotprojekten soll die Wirtschaftlichkeit von satelliten- und luftfahrzeuggestützten Sensoren in einem operationellen Umfeld ausgewählter Anwendungen geprüft werden.  Die Pilotprojekte berücksichtigen das Erfordernis, daß vorab konzertierte Aktionen auf diesem Gebiet entwickelt werden, und sie bestehen in der Regel aus folgenden Elementen: Untersuchung der operationellen Bedürfnisse des oder der beteiligten Benutzer  sowie des Wertes der abgeleiteten Informationen in Abhängigkeit von der Informationsqualität; Identifizierung einer geeigneten Datenbeschaffungskette und angemessener Verarbeitungsschemata zur Erlangung der notwendigen Informationen; Erstellung eines  Durchführungsplans, aus dem die enge Zusammenarbeit mit einem beteiligten Nutzer hervorgeht; Schaffung eines voroperationellen Pilotsystems.  Gegebenenfalls werden Verbindungen mit den entsprechenden Aktionen der GFS angestrebt, insbesondere auf den Gebieten Umweltüberwachung, Beurteilung des Bestands des tropischen Regenwaldes, Verbrennung von Biomasse, landwirtschaftliche Überwachung und  Meeresfärbung.  Pilotprojekte können auch im Zusammenhang mit der Errichtung des Zentrums für Erdbeobachtung (Forschungsbereich III) vorgesehen werden, um die Infrastrukturen der Datenverarbeitung und -verwaltung zu prüfen und die Schaffung von kohärenten  Benutzergruppen zu unterstützen.  Bereich II: Forschung und Entwicklung für mögliche künftige operationelle Dienste Zur Unterstützung der in die Wege geleiteten Politik tritt die Kommission selbst als wichtiger Kunde und vertretend für andere Nutzer auf, und sie bemüht sich insbesondere um die Förderung der Entwicklung kosteneffizienter operationeller Dienste und  Tätigkeiten. Dies erfordert einen Systemansatz für das Verständnis der operationellen Anforderungen, einschließlich Ermittlung der Nutzerkreise, Instrumente, Einsätze, Verarbeitung und Verwaltung der Bodensegmentdaten, Datenverarbeitung- und  -verbreitung. Zur Erreichung des Ziels dieses Programms kann die Entwicklung von Instrumenten in Fällen unterstützt werden, in denen deutlich ist, daß die laufenden oder geplanten Satelliteneinsätze nicht ausreichen, um den Bedarf an Umweltforschung  oder -überwachung zu decken. Die Spezifikationen für diese Instrumente, die im Rahmen dieser Aktion zu finanzieren sind, müssen vom Nutzerkreis festgelegt werden.  Zielsetzung - Ermittlung und Bewertung der sich auf EU-Ebene ergebenden Nutzeranforderungen an operationelle Tätigkeiten der satellitengestützten Erdbeobachtung.  - Garantie dafür, daß bei der Ermittlung und Entwicklung raumfahrttechnischer Instrumente für die Politik der Europäischen Union den Anforderungen der vorhandenen und der potentiellen Nutzer entsprochen wird.  Forschungsaufgaben C.II.1. Der Schwerpunkt der Forschung sollte darin bestehen, in bezug auf die EU-Politik die Nutzeranforderungen an raumfahrt- und luftfahrttechnische Dienste im Hinblick auf eine kosteneffiziente Erfassung operationeller Daten zu ermitteln und die  erforderlichen Instrumente, Einsätze und bodengebundenen Strukturen festzulegen.  C.II.2. Der Entwicklung neuer Instrumente sollte die Ermittlung der Nutzeranforderungen vorausgehen. Eine Verbesserung der operationellen Merkmale und eine Gewährleistung der Kontinuität von Prototyp-Instrumenten, die über die Programme der Europäischen  Raumfahrtagentur und von operationell ausgerichteten europäischen Weltraumorganisationen wie EUMETSAT entwickelt wurden, wird entsprechend den obengenannten Zielen geprüft. Der Abschluß der Entwicklung der Instrumente VEGETATION und AMAS auf der  Grundlage der Tätigkeiten der entsprechenden Stellen der Mitgliedstaaten ist von besonderer Bedeutung und wird entsprechend den obengenannten Zielen geprüft; die Ergebnisse werden als Orientierung für die Behandlung ähnlicher Vorschläge in der Zukunft  dienen.  Bereich III: Zentrum für Erdbeobachtung (CEO) Eine wirksame Infrastruktur am Boden ist erforderlich, damit die wachsende Gemeinschaft der Nutzer die verfügbaren Daten optimal nutzen kann und operationelle Anwendungen entstehen können.  Zielsetzung Das Zentrum für Erdbeobachtung wird einen Beitrag zur Errichtung eines koordinierten dezentralen europäischen Erdbeobachtungsnetzes EEOS (European Earth Observation System) leisten, um die Nutzung und den Wert von Erdbeobachtungsdaten zu verbessern.  Forschungsaufgaben Die Arbeiten haben folgende Schwerpunkte:  C.III.1. Förderung einer besseren Kommunikation zwischen Einzelnutzern und zwischen Nutzergemeinschaften;  C.III.2. gegebenenfalls Schaffung von Anreizen für die Entwicklung hochwertiger Produkte;  C.III.3. Förderung verbesserter Datenstandardisierung und Qualitätssicherung;  C.III.4. Koordinierung der Konzeption und des Betriebs bestehender und künftiger dezentraler Datenarchive und Datenbanken sowie Datenbereitstellungsdienste;  C.III.5. Verbesserung der Transparenz der Erdbeobachtungsdaten und -dienste sowie der entsprechenden Sachkompetenz.  Ein Projektplan für die Konzeption und die Verwirklichung des Zentrums für Erdbeobachtung wird am Ende der Studie über die  "Pathfinder"-Phase vorgeschlagen, die im Sommer 1995 abgeschlossen werden soll.  D. Mensch und Umweltveränderungen Bereich I: Die sozioökonomischen Ursachen und Auswirkungen der Umweltveränderungen Alle Tätigkeiten im Rahmen dieses Programmabschnitts sollten eng mit den FTE-Programmen für nichtnukleare Energie, Verkehr, sozioökonomische Schwerpunktforschung und Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen koordiniert werden.   Zielsetzung - Besseres Verständnis der wichtigsten sozialen und wirtschaftlichen Faktoren der Umweltveränderungen auf weltweiter und europäischer Ebene,  - Abschätzung der grössten Risiken und wichtigsten Auswirkungen der Umweltveränderungen auf Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere auf die Entwicklung der Europäischen Union,  - Verständnis der Wechselwirkung zwischen Produktions- und Verbrauchsstrukturen, ihrer Veränderungsfähigkeit und der Umweltauswirkungen solcher Veränderungen auf weltweiter und europäischer Ebene.  Mit diesen Zielsetzungen soll unter anderem den Bedürfnissen der Europäischen Umweltagentur entsprochen werden.  Forschungsaufgaben D.I.1. Untersuchung des absoluten und des relativen Beitrags der wichtigsten wirtschaftlichen Tätigkeiten sowie des sozialen und des Konsumverhaltens zu den Umweltveränderungen auf weltweiter und europäischer Ebene; Entwicklung geeigneter Maßstäbe und  Indikatoren für die Umweltbelastung sowie von Modellen für die Bedingungen und die Voraussagen kritischer Wechselwirkungen, die zu einer Verschlechterung der Umweltsituation führen.  D.I.2. Beurteilung des Umfangs der Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Gesellschaft und wirtschaftliche Schlüsselbereiche wie Land- und Forstwirtschaft, verarbeitende Industrie, Verkehr und Tourismus sowie zentrale Infrastrukturbereiche wie  Energie- und Wasserversorgung unter besonderer Berücksichtigung der Regionen mit stark gefährdeter Umwelt- und Gesellschaftsstruktur (z. B. Bergregionen, Küstengebiete, Flußsysteme, Stadtgebiete, Hochgebirgsregionen mit hoher Arbeitslosigkeit).  D.I.3. Bewertung der Zusammenhänge zwischen Handelsliberalisierung und umweltverträglicherem Konsumverhalten und deren Auswirkungen auf die Umwelt sowie auf die wirtschaftliche und die gesellschaftliche Entwicklung in Europa und in den  Entwicklungsländern.  Bereich II: Wirtschaftliche und soziale Maßnahmen als Reaktion auf Umweltprobleme Zielsetzung - Ermittlung und Erweiterung des Spektrums der möglichen Optionen im Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Maßnahmen als Reaktion auf kritische Umweltsituationen.  - Entwicklung wirtschaftlicher und sozialer Indikatoren und Kriterien zur Bewertung der Fortschritte bei der Konkretisierung einer dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung.  Forschungsaufgaben D.II.1. Festlegung geeigneter quantitativer Indikatoren für die  "dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung" unter zeitlichen und räumlichen Gesichtspunkten in wirtschaftlichen Schlüsselbereichen unter Bezugnahme auf die gesamten natürlichen und  menschlichen Ressourcen, die Belastbarkeit des Ökosystems (einschließlich der ökologischen Vielfalt und des Funktionierens der Ökosysteme), den wirksamen Einsatz von Werkstoffen und die Energienutzung (industrieller Metabolismus) sowie unter  Einbeziehung ethischer Umweltüberlegungen (z. B. Fairneß gegenüber und zwischen der heutigen und künftigen Generationen).  D.II.2. Untersuchung kultureller, historischer und wertorientierter Hemmnisse für eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung.  D.II.3. Verbesserung der Instrumente zur Bewertung und zum Vergleich der verschiedenen umweltpolitischen Instrumentarien.  D.II.4. Verbesserung methodologischer Konzepte für die Einbeziehung von Umweltkosten und ökologischem Nutzen in die wirtschaftlichen Leistungsindikatoren und die Rechnungsführung; Entwicklung von Schlüsselkonzepten für die Anwendung ökobezogener Systeme  der Rechnungsführung auf verschiedenen Ebenen; Verbesserung der Methoden zur Einbeziehung von Umweltkosten; Bewertung von Hypothesen und ethischen Zusammenhängen bei gleichzeitiger Betonung alternativer Umweltbewertungssysteme.  D.II.5. Entwicklung von Strategien und Instrumenten zur Erreichung einer dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung in den wirtschaftlichen Kernbereichen von Land- und Forstwirtschaft, Entwicklungshilfe, Energie, Tourismus und Verkehr durch  Verbesserung der wirtschaftlichen Effizienz und der wissenschaftlichen Grundlage für die optimierte Kombination von Umweltinstrumenten (Regelungsmaßnahmen und wirtschaftliche Anreize), Festlegung und Qualität von Umweltnormen unter besonderer  Berücksichtigung von geographische und administrative Grenzen überschreitenden Sektoren und Problemen.  Bereich III: Einbeziehung wissenschaftlicher Kenntnisse sowie wirtschaftlicher und sozialer Überlegungen in die Formulierung der Umweltpolitiken Zielsetzung - Untersuchung und bessere Nutzung wissenschaftlicher Kenntnisse und Entwicklung von Methoden zur Berücksichtigung von Unsicherheitsfaktoren bei der Formulierung der Umweltpolitiken.  - Festlegung generischer und fachübergreifender Konzepte zur Optimierung der Verbindung von wissenschaftlicher Risikoabschätzung mit der sozioökonomischen Risikobewertung im Umweltrisikomanagement.  - Stärkung der Möglichkeiten zur Nutzung von Umweltstatistiken im Hinblick auf die Ausarbeitung der betreffenden Politiken.  - Analyse und Verbesserung von Modellen und Instrumenten für das Management von Umweltrisiken in Fällen, in denen Ursachen und Wirkungen die internationalen und regionalen Grenzen überschreiten.  Forschungsaufgaben D.III.1. Entwicklung neuer Konzepte zur Einbeziehung wissenschaftlicher und sozioökonomischer Parameter in das Management natürlicher und technologischer Risiken, Fallstudien über komplexe Probleme, die mehrere Umweltsegmente betreffen, zwecks  Untersuchung und Verbesserung des auf lokaler und regionaler Ebene integrierten Risikomanagements (z. B. Mittelmeerbecken, Feuchtgebiete, alpine Regionen, städtische Umwelt, Abfälle und Probleme der Wasserwirtschaft).  D.III.2. Bewertung und Verbesserung von Methoden und Verfahren zur Einbeziehung wissenschaftlicher Kenntnisse in die Formulierung, Durchführung und Evaluierung von Umweltpolitik und anderen Politiken; Analyse alternativer Ansätze zur Berücksichtigung  wissenschaftlicher Unsicherheitsfaktoren bei der Formulierung von Politiken und auch zur Berücksichtigung grundlegender Umweltprinzipien wie beispielsweise des  "Vorsorgeprinzips".  D.III.3. Entwicklung von Modellen zur Feststellung der Zusammenhänge zwischen Umweltschäden und anderen relevanten physikalischen und sozioökonomischen Variablen. Dies wird erreicht durch bessere Konzeption und Definition der Informationssysteme für  Umweltschäden und der Techniken zur Einbeziehung von Umweltdaten.  D.III.4. Entwicklung von Methoden zur Bewertung von Umweltdaten und zu deren Umwandlung in nutzbare Informationen, d. h. nutzbar für Politiker und öffentliche Interessengruppen.  Bereich IV: Dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung und technologische Veränderung Zielsetzung - Verständnis der Schlüsselparameter der dauerhaften und umweltgerechten technologischen Entwicklung und ihrer Wechselwirkungen mit der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung in der Europäischen Union.  - Entwicklung von Methodologien zur Bewertung und Maximierung des FTE-Beitrags zu einer dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung.  Forschungsaufgaben D.IV.1. Entwicklung und Anwendung von Kriterien (betreffend z. B. Wirtschaft, Rechtsvorschriften, Beschäftigungspotential, gesellschaftliche Akzeptanz) zur Festlegung von entscheidenden Technologien, die Wettbewerbsvorteile aufgrund ökologischer  Verbesserungen entweder durch  "generische" Innovation wie Minimierung von Werkstoffen, bessere Produktgestaltung usw. oder durch systematische Bewertung möglicher technologischer Lösungen für Umweltprobleme (z. B. globale Erwärmung, Abbau der  Ozonschicht, Verminderung der biologischen Vielfalt, Wasserknappheit, Verschlechterung der Böden) versprechen.  D.IV.2. Entwicklung von Methoden zur Kosten-Risiko-Nutzen-Abschätzung von Technologien mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt unter Einbeziehung integrierter Bewertungskonzepte auf regionaler Verarbeitungs- und Produktionsebene (z. B.  Kosten-Nutzen-Analyse, Öko-Audit, Bewertung von kumulativen Umweltauswirkungen, industrieller Metabolismus/Untersuchung des Lebenszyklus, Prozeßneugestaltung); Einbeziehung von Kriterien der dauerhaften Umweltverträglichkeit in die Formulierung,  Bewertung und Anwendung der europäischen FTE-Tätigkeiten.  D.IV.3. Klärung der Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen Präferenzen aufgrund von ökologischen Überlegungen und technologischen Veränderungen, z. B. gesellschaftliche Akzeptanz der Technologien, Präferenz der Gesellschaft für umweltfreundliche  Erzeugnisse; Auswirkungen neuer Umweltschutzideen, wie Steuerung des Lebenszyklus, Erweiterung der Herstellerhaftung usw.; Entwicklung kombinierter Indikatoren für die ökologische/kommerzielle Leistung; Studien über erfolgreiche Konzepte für eine  dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung auf Unternehmensebene.  D.IV.4. Klärung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Arten umweltpolitischer Instrumente (Gesetzgebung, Marktinstrumente) und ihres Einflusses auf die technologische Entwicklung.   (1) Entschließung 93/C 138/01 des Rates vom 1. Februar 1993 (ABl. Nr. C 138 vom 17. 5. 1993, S. 1).(2) Eine Beschreibung der für diese Bereiche geplanten Tätigkeiten der GFS ist im Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über die Tätigkeiten  der GFS (Dok. KOM. (94) 68 endg. 94/0095 (CNS) vom 30. März 1994) enthalten. Ein Auszug aus diesem Vorschlag ist der vorliegenden Entscheidung beigefügt.(3) Die Verbesserung der Dosimetrie von UV-B-Strahlung durch Perfektionierung der Messtechniken wird  in Bereich I der Umwelttechnologien behandelt.    ANHANG II    VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR NOTWENDIG ERACHTETEN MITTELBEDARFS  "(in Millionen ECU) "" ID="1">Thema A " ID="1">Natürliche Umwelt, Umweltqualität und globale Veränderungen  > ID="2">250 "" ID="1">Thema B " ID="1">Umwelttechnologien > ID="2">133 "" ID="1">Thema C " ID="1">Weltraumtechnologien zur Umweltüberwachung und Umweltforschung  > ID="2">109 "" ID="1">Thema D " ID="1">Mensch und Umweltveränderung > ID="2">40 "" ID="1">Insgesamt > ID="2">532 (1) (2) "">Die Aufschlüsselung nach Bereichen schließt nicht aus, daß Vorhaben unter mehrere Bereiche fallen.   (1) Davon:  - höchstens 3,8 v. H. für Personalausgaben und 3,6 v. H. für Verwaltungsausgaben;  - 5 Millionen ECU für die Verbreitung und Optimierung der Ergebnisse;  - 2 v. H. für Ausbildungsmaßnahmen;  - bis zu 5 v. H. für spezifische Maßnahmen zugunsten von KMU.(2) Ein Betrag von 320 Millionen ECU, der die Differenz zwischen dem für dieses Programm als notwendig erachteten Mittelbedarfs und dem im Vierten FTE-Rahmenprogramm für Umwelt und Klima  festgelegten Betrag darstellt, ist für Tätigkeiten des spezifischen Programms vorgesehen, die zum einen im Wege direkter Aktionen (GFS) und zum anderen im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes als W/T-Unterstützung für die Gemeinschaftspolitiken  (1995-1998) durchzuführen sind.     ANHANG III   SPEZIFISCHE REGELUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS  Das Programm wird über indirekte Aktionen durchgeführt, mit denen die Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag zu FTE-Tätigkeiten leistet, die von Dritten oder den Instituten der GFS in  Zusammenarbeit mit Dritten durchgeführt werden:  1. Aktionen auf Kostenteilungsbasis in folgender Form:  1.1. FTE-Vorhaben, die von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen durchgeführt werden, gegebenenfalls einschließlich industrierelevanter Grundlagenforschung.  Die Gemeinschaftsfinanzierung beträgt in der Regel höchstens 50 v. H. der Projektkosten, wobei die Beteiligung bei zunehmender Marktnähe schrittweise geringer wird. Universitäten und ähnliche Einrichtungen, die keine analytische Haushaltsrechnung  anwenden, erhalten eine Erstattung auf der Grundlage von 100 v. H. der zusätzlichen Kosten.  1.2. Technologieförderung als Anreiz und Erleichterung für die Beteiligung der KMU an FTE-Tätigkeiten - durch Gewährung von Prämien für die Durchführung der Sondierungsphase einer FTE-Tätigkeit - einschließlich Suche nach Partnern -- während eines Zeitraums von bis zu zwölf Monaten. Die Prämie wird nach der Auswahl von schematischen Vorschlägen  vergeben, die gewöhnlich von mindestens zwei nichtverbundenen KMU aus zwei verschiedenen Mitgliedstaaten vorgelegt werden müssen. Die Prämie deckt bis zu 75 v. H. der Kosten der Sondierungsphase bis zu einem Hoechstbetrag von 45 000 ECU;  -  durch Unterstützung von kooperativen Forschungsvorhaben, bei denen KMU mit vergleichbaren technischen Fragestellungen, die jedoch nicht über die entsprechenden eigenen Forschungsanlagen verfügen, andere juristische Personen beauftragen, in ihrem  Namen FTE-Arbeiten durchzuführen. Die Gemeinschaftsfinanzierung für kooperative Forschungsvorhaben, an denen nichtverbundene KMU aus mindestens zwei verschiedenen Mitgliedstaaten beteiligt sind, deckt in der Regel 50 v. H. der Forschungskosten.  Nach einer ersten Aufforderung können in beiden Fällen während der Laufzeit des Arbeitsprogramms jederzeit Vorschläge unterbreitet werden.  Diese Tätigkeiten werden insbesondere durch spezifische Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen ergänzt.  2. Für dieses spezifische Programm geeignete Maßnahmen:  - Unterstützung der Finanzierung von Infrastrukturen oder Einrichtungen, die für die Durchführung einer konzertierten Aktion erforderlich sind.  Die Gemeinschaftsfinanzierung kann bis zu 50 v. H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  3. Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen, z. B.  - Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen, einschließlich Sitzungen zur branchen- oder fachübergreifenden Koordinierung;  - Nutzung externer Sachkompetenz, einschließlich Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken;  - wissenschaftliche Veröffentlichungen und Maßnahmen zur Verbreitung, Förderung und Nutzung der Ergebnisse in Abstimmung mit den im dritten Aktionsbereich durchgeführten Tätigkeiten; die für die Förderung der Nutzung der Ergebnisse maßgeblichen Faktoren  werden von Beginn an und während der Laufzeit der FTE-Vorhaben berücksichtigt, deren Partner ein Basisnetz für die Verbreitung und die Nutzung der Ergebnisse bilden;  - Studien zur Bewertung der sozioökonomischen Folgen und der Risiken für die Umwelt im Zusammenhang mit allen Projekten dieses Programms. Diese Studien werden in enger Zusammenarbeit mit den Programmen über nichtnukleare Energie, Verkehr, internationale  Zusammenarbeit und sozioökonomische Schwerpunktforschung durchgeführt, damit eine optimale Verwertung und eine kontinuierliche Nutzung der Ergebnisse gewährleistet ist;  - Ausbildungstätigkeiten im Zusammenhang mit den Forschungsbereichen dieses Programms;  - unabhängige Bewertung der Verwaltung des Programms und der Durchführung der Tätigkeiten;  - Entwicklung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere auf dem Gebiet der Forschung über globale Veränderungen, einschließlich der Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern;  - vernetzungsunterstützende Maßnahmen zur Bereitstellung von Information und dezentraler Unterstützung für die KMU in Abstimmung mit Euromanagement-FTE-Audits.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v. H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  4. Konzertierte Aktionen, bei denen FTE-Vorhaben des Programms mit den bereits von staatlichen oder privaten Stellen finanzierten FTE-Vorhaben insbesondere über  "Konzertierungsnetze" koordiniert werden. Konzertierte Aktionen können auch als notwendige  Koordinierung für die Arbeit von Interessengemeinschaften dienen, die durch FTE-Vorhaben auf Kostenteilungsbasis Hersteller, Netzbetreiber, Softwareproduzenten, Diensteanbieter, Benutzer, Universitäten und Forschungszentren im Hinblick auf dasselbe  technologische oder industrielle Ziel zusammenführen.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v. H. der Konzertierungskosten decken.    Auszug aus dem Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über das GFS-Programm (KOM(94) 68 endg. - 94/0095 (CNS)) betreffend die für die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) vorgesehenen Tätigkeiten in den von dem spezifischen Programm über Umwelt  und Klima erfassten Bereichen  In enger Abstimmung mit den entsprechenden Programmen auf Kostenteilungsbasis wird die GFS in drei Bereichen zur Förderung des Umweltschutzes beitragen:  - natürliche Umwelt, Umweltqualität und globale Veränderung (Global change);  - Umwelttechnologien;  - Weltraumtechnologien zur Umweltüberwachung und Umweltforschung.  Die Europäische Gemeinschaft sollte einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Global-Change-Forschung leisten, insbesondere durch die Teilnahme an wichtigen Initiativen der Wissenschaftsgemeinschaft, wie dem  "International Geosphere Biosphere  Programme" (IGBP) - die Tätigkeiten des europäischen  "International Global Atmosphere Chemistry" (IGAC) Project Office (EIPO) werden in Ispra für IGBP fortgesetzt -, dem  "World Climate Research Programme" (WCRP) und dem  "Human Dimension Programme"  (HDP).  Die Gemeinsame Forschungsstelle wird ihre Forschungsarbeiten in diesem Rahmen auf folgende Bereiche konzentrieren:  - Überwachung und Untersuchung - insbesondere durch Techniken der Fernerkundung - der Wechselwirkungen zwischen Biosphäre/Atmosphäre sowie zwischen den Prozessen, die an Land und Ozean stattfinden, und der die Klimaveränderung beeinflussenden Parameter;   - physikalische und chemische Analysen von atmosphärischen Prozessen (insbesondere Untersuchung von Schwefel in der Atmosphäre), einschließlich des Verhaltens biogener und anthropogener Emissionen. Dies beinhaltet sowohl Messungen als auch  Modellierungen;  - Überwachung globaler Veränderungen durch Fernerkundung und Entwicklung moderner Erdbeobachtungstechniken. Dies soll Forschung und Entwicklung von Verfahren zur Nutzung von Weltraumdaten aus der Satellitenüberwachung zur Beobachtung der Meeresumwelt  sowie der Veränderungen im Ökosystem der Erde beinhalten. Ebenso sollen fortschrittliche (auch statistische) Verfahren entwickelt werden, um das neue Erdbeobachtungssystem zu nutzen.  Darüber hinaus wird die GFS einen wichtigen Beitrag zur Einrichtung des Zentrums für Erdbeobachtung (CEO) leisten.  Die Wissenschaftsgemeinschaft und die Entscheidungsträger benötigen genaue und kohärente Erdbeobachtungsdaten über einen längeren Zeitraum. Um diesen dringenden Bedarf zu erfuellen, sollte die Europäische Gemeinschaft das Zentrum zur Erdbeobachtung in  enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und in Verbindung mit der Europäischen Weltraumagentur einrichten. Durch dieses Projekt sollen kontinuierlich und langfristig kohärente Daten zur Erdbeobachtung bereitgestellt werden; es soll ein  dezentralisiertes Netz interessierter europäischer Einrichtungen geschaffen werden, in das Nutzer, Einrichtungen für die thematische Analyse der Daten sowie Rechenzentren einbezogen werden. Die GFS sollte der Knotenpunkt dieses Netzes sein, während die  Programme auf Kostenbeteiligungsbasis die einzelstaatlichen Komponenten des Netzes unterstützen sollten.  Die GFS wird ausserdem durch die Bereitstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten über globale Veränderungen einen Beitrag zum ENRICH-Netz leisten.  Die Gemeinsame Forschungsstelle wird auch weiterhin zum Thema  "Verbesserung der Umweltqualität" beitragen, hauptsächlich durch ihre Arbeiten über die Luft- und Wasserqualität sowie die Abschätzung der Risiken chemischer Erzeugnisse und Abfälle.  Fortgesetzt werden auch die Forschungsarbeiten über die Luftqualität in Gebäuden und über die Verschmutzung durch Spurenmengen von Metallen.  Die Forschungen über neue Technologien zum Schutz der Umwelt zielen auf:  - Verbesserung der industriellen Sicherheit und des Umgangs mit der Umwelt, indem der Industrie, den Forschungseinrichtungen und den öffentlichen Stellen neue Verfahren (insbesondere Planungswerkzeuge) zur Verfügung gestellt werden, mit denen die  Sicherheit chemischer Anlagen bewertet werden kann;  - Entwicklung von Mechanismen zur Kontrolle chemischer Reaktionen, die ausser Kontrolle geraten könnten, und von Werkzeugen, die die Verbreitung toxischer oder entzuendlicher Stoffe sowie die Auswirkungen von Verbrennungen und Explosionen vohersagen  können.