CELEX: 62016CA0329
Language: de
Date: 2017-12-07 00:00:00
Title: Rechtssache C-329/16: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 7. Dezember 2017 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État — Frankreich) — Syndicat national de l'industrie des technologies médicales (Snitem), Philips France/Premier ministre, Ministre des Affaires sociales et de la Santé (Vorlage zur Vorabentscheidung — Medizinprodukte — Richtlinie 93/42/EWG — Anwendungsbereich — Begriff „Medizinprodukt“ — CE-Kennzeichnung — Nationale Rechtsvorschriften, die Software zur Unterstützung bei der Verschreibung von Arzneimitteln einem von einer nationalen Behörde festgelegten Zertifizierungsverfahren unterwerfen)

12.2.2018   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 52/7
            
         Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 7. Dezember 2017 (Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État — Frankreich) — Syndicat national de l'industrie des technologies médicales (Snitem), Philips France/Premier ministre, Ministre des Affaires sociales et de la Santé
   (Rechtssache C-329/16) (1)
   
   ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Medizinprodukte - Richtlinie 93/42/EWG - Anwendungsbereich - Begriff „Medizinprodukt“ - CE-Kennzeichnung - Nationale Rechtsvorschriften, die Software zur Unterstützung bei der Verschreibung von Arzneimitteln einem von einer nationalen Behörde festgelegten Zertifizierungsverfahren unterwerfen))
   (2018/C 052/09)
   Verfahrenssprache: Französisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Conseil d’État — France
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Kläger: Syndicat national de l'industrie des technologies médicales (Snitem), Philips France
   
      Beklagte: Premier ministre, Ministre des Affaires sociales et de la Santé
   
      Tenor
   
   Art. 1 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte in der durch die Richtlinie 2007/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass Software, bei der eine der Funktionalitäten es ermöglicht, Patientendaten zu nutzen, um u. a. Kontraindikationen, Wechselwirkungen von Medikamenten und Überdosierungen festzustellen, in Bezug auf diese Funktionalität ein Medizinprodukt im Sinne dieser Bestimmungen darstellt, auch wenn diese Software nicht unmittelbar im oder am menschlichen Körper wirkt.
   
      (1)  ABl. C 296 vom 16.8.2016.