CELEX: 51993PC0447
Language: de
Date: 1993-10-01
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Änderung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von Ferrosilicium mit Ursprung in Rußland, Kasachstan, der Ukraine, Island, Norwegen, Schweden, Venezuela und Brasilien

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                         K0M(93) 447 endg.
                                         Brüssel, den 1. Oktober 1993
                            Vorschlag für eine
                        VERORDNUNG (EWG) DES RATES
     zur Änderung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren
         von Ferrosi I icium mit Ursprung in Rußland, Kasachstan,
   der Ukraine, Island, Norwegen, Schweden, Venezuela und Brasilien
                      (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                               Begründung
Die Kommission veröffentlichte gemäß Artikel              14 und 15 der
Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 des Rates im Amtsblatt Nr. C 115 vom
6.    Mai    1992    eine   Mitteilung     über   die    Überprüfung   der
Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von FerrosiI icium mit
Ursprung in Norwegen, Island, Schweden, Venezuela, Brasilien, den
Republiken der ehemaligen UdSSR und des ehemaligen Jugoslawien.
Die Untersuchung der Kommission betraf den Zeitraum vom 1. Januar
 1991 bis 30. Apr i I 1992.
Der    Normal wert    wurde    für   Norwegen,    Island   und   Venezuela
rechnerisch ermittelt, da die Verkäufe auf dem Inlandsmarkt nicht
repräsentativ waren.
 Im Falle Brasiliens wurde der Normalwert wegen der endemischen
 Inflation auf Monatsbasis entweder anhand der Inlandsverkäufe
oder,     soweit    notwendig,     rechnerisch    ermittelt,    wenn   die
 Inlandspreise keine Deckung aller Kosten ermöglichten.
Für Kasachstan, die Ukraine und Rußland, die nicht zu den
MarktwirtschaftsI ändern gehören, wurde Norwegen als VergleichsI and
gewählt. Dagegen wurden von den Ausführern keine Einwände erhoben.
Der Normal wert wurde anhand der norwegischen Produktionskosten
rechnerisch ermitelt.
Für die Republiken         des ehemaligen      Jugoslawien wurde keine
Dumpingberechnung angestellt, da ihr Beitrag zu der Schädigung
min imaI war.
Der Vergleich zwischen dem Normalwert und dem Ausfuhrpreis ergab
Dumpingspannen, die für Brasilien 9,2 bis 25 %, Venezuela 20,4 %,
Norwegen und Island 6,8 %, Schweden 7,4 %, die Ukraine, Kasachstan
und Rußland 74 % erreichten.
Die    Untersuchung     ergab,     daß   die    gegenwärtige    Lage   der
Gemeinschaftshersteller - Absatzrückgang sowie Marktanteil- und
Gewinneinbußen        weiterhin Schutzmaßnahmen gegen die gedumpten
Importe     aus   den   vorgenannten    Ländern    erfordert.   Nach   den
Feststellungen hatten die bisherigen Maßnahmen eine Unterbietung
der Preise der Gemeinschaftshersteller durch die gedumpten Importe
nicht verhindert. Unter diesen Umständen ist eine Aufhebung der
geltenden Antidumpingmaßnahmen kaum gerechtfertigt.
 ---pagebreak--- 6. Zu dem Interesse cier Gemeinschaft ist festzustellen, daß mst der
   Beseitigung     der auf Dumpingpraktiken     beruhenden   unlauteren
   Vorteile     eine   weitere Verschlechterung   der Situation des
   Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft verhindert und damit dazu
   beigetragen werden soll, daß die Abnehmer          weiterhin   unter
   möglichst vielen Herstellern wählen können.
   Da auf Ferrosi I icium nur ein geringer Teil der Kosten der
   Stahlproduktion entfällt, dürften die Verbraucherpreise durch die
   Antidumpingmaßnahmen kaum berührt werden.
7. Dementsprechend sollten die Antidumpingmaßnahmen aufrechterhalten
   und an die Ergebnisse der Überprüfung angepaßt werden.
8. Da die Schadensschwellen höher waren als die Dumpingspannen,
   so M ten die Zölle auf der Höhe der festgestellten Dumpingspannen
   festgesetzt werden, die folgende Werte erreichten:
            Norwegen                          6,8 %
            I s iana                            6,8%
            Schweden                          7,4 %
            Venezuela                        20,4 %
            Bras i I ien                        9,2 bis 25 %
            Rußland, Ukraine und Kasachstan  74 %
 ---pagebreak---                               Vorschlag für eine
                         VERORDNUNG (EWG) DES RATES
      zur Änderung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren
          von FerrosiI icium mit Ursprung in Rußland, Kasachstan,
    der Ukraine, Island, Norwegen, Schweden, Venezuela und Brasilien
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag      zur Gründung   der  Europäischen Wirtschafts-
geme inschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 des Rates vom 11. Juli
1988 über den Schutz gegen gedumpte oder subventionierte Einfuhren aus
nicht zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehörenden Ländern^ 1 ),
insbesondere auf Artikel 14 und 15,
auf Vorschlag der Kommission, vorgelegt nach Konsultationen in dem mit
der vorgenannten Verordnung eingesetzten Beratenden Ausschuß,
in Erwägung nachstehender Gründe:
A.    VERFAHREN
(1)   Mit Verordnung (EWG) Nr. 2409/87 ( 2 ) führte die Kommission einen
      vorläufigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Ferrosi I icium
      mit Ursprung in Brasilien ein und nahm Verpflichtungsangebote
      eines brasilianischen Unternehmens und von Promsyrioimport in der
      UdSSR an.
(2)   Mit   Verordnung    (EWG) Nr. 3650/87<3) führte       der   Rat  einen
      endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Ferrosi I icium
      mit Ursprung in Brasilien ein.
(3)   Im Februar 1990 nahm der Rat mit Verordnung (EWG) Nr. 341/90(4>
      Verpflichtungsangebote      an   und    führte    einen    endgültigen
      Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Ferrosi I icium mit Ursprung
       in Island, Jugoslawien, Norwegen, Schweden und Venezuela ein.
      Ausgenommen war das Ferrosi I icium der Unternehmen, deren Ver-
      pflichtungen angenommen worden waren.
(4)   Mit   Verordnung    (EWG) Nr.   1115/91 (5)  führte   der  Rat   einen
      endgültigen    Antidumpingzoll    im Rahmen    der   Überprüfung   der
      Antidumpingmaßnahmen betreffend die Einfuhren von Ferrosi I icium
      mit Ursprung in Brasilien ein.
(1) ABI.  Nr.  L 209 vom 2. 8.1988,   S.  1.
(2) ABI.  Nr.  L 219 vom 8. 8.1987,   S.  24
(3) ABI.  Nr.  L 343 vom 5.12.1987,   S.  1.
(4) ABI.  Nr.  L  38 vom 10. 2.1990,  S.  1.
(5) ABI.  Nr.  L 111 vom 3. 5.1991.   S.  1.
 ---pagebreak---      Mit Beschluß Ol /240/EWG^6^ nahm die Kommission im ft^nmôn           der
      Überprüfung der Antidumpingmaßnahmen betreffend die Einfuhren       von
      Ferrosi I icium    mit    Ursprung      in    Brasilien     die     Ver-
     pfiichtungsangebote bestimmter       Ausführer   an und stellt©      die
     Untersuchung gegenüber diesen Einführern ein.
(5)   Im Februar 1992 veröffentlichte sie gemäß Artikel 15 der Ver-
     ordnung (EWG) Nr. 2423/88 eine Mittei lung (7) über das bevor-
      stehende Auslaufen der Verpflichtung des Unternehmens in der UdSSR
      Promsyr ioimport.
(6)   Im Februar 1992 beantragte das Liaison Committee of Ferro-Alloys
      Industries in the European Community (CLIFA) - Verbindungsausschuß
      der Hersteller von Ferrolegierungen in der Europäischen Gemein-
      schaft - im Namen von Gemeinschaftsherstellern, auf die angeblich
      98 % der Ferrosi I iciumpoduktion der Gemeinschaft entfallen, eine
      Überprüfung aller vorgenannten Maßnahmen (Randnummern 1 bis 4 ) .
(7)   Die Kommission hat nach Konsultationen entschieden, daß genügend
     Beweise vorliegen, die eine Überprüfung rechtfertigen. Gemäß den
     Artikeln 14 und 15 der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 leitete sie
      daraufhin eine Überprüfung der unter Randnummern 1 bis 4 genannten
     Verordnungen und Beschlüsse ein und veröffentlichte im Mai 1992
     eine entsprechende Mitteilung^).
(8)   Im August 1992(9) veröffentlichte die Kommission gemäß Artikel 15
     Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 eine Mitteilung über das
      Inkraftbleiben der gegenüber der ehemaligen Sowjetunion geltenden
     Maßnahmen bis zum Abschluß der Überprüfung.
(9)  Die    Kommission    unterrichtete    offiziell    die   bekanntermaßen
     betroffenen     Ausführer   und  Gemeinschaftshersteller      über   die
      Einleitung des Verfahrens und gab          ihnen Gelegenheit,     ihren
     Standpunkt schriftlich darzulegen und eine Anhörung zu beantragen.
(10) Außerdem gab sie gemäß Artikel 7 Absatz 6 derselben Verordnung auf
     Antrag eines Einführers den unmittelbar betroffenen Parteien
     Gelegenheit zusammenzutreffen.
(11) Die Kommission holte alle für die Dumping- und Schadensermittlung
     für notwendig erachteten Informationen ein und prüfte sie nach.
     Sie führte ferner Untersuchungen         in den Betrieben folgender
     Unternehmen durch:
     a)   Gemeinschaftsherstel1er
              Sociedad Espanola de Carburos Metal icos, Spanien
              Péchiney E lectrométaIlurgie, Frankreich
              SKW Trostberg AG, Deutschland
(6) ABI.  Nr. L 111 vom 3.   5.1991, S.  47
(7) ABI.  Nr. C 37 vom 15.   2.1992, S.  22
(8) ABI.  Nr. C 115 vom 6.   5.1992, S. 2.
(9) ABI.  Nr. C 186 vom 23.  7.1992, S.  25
 ---pagebreak---      b)   Ausführer/HersteI 1er
              Fes il K S , Norwegen
              El kern A / S , Norwegen
              Icelandic Alloay, Island
              Vorgön Alloys, Schweden
              CVG Fesilven, Venezuela
              Companhia Brasileira Carbureto de Câlcio (CBCC), Brasilien
              Companhia de Ferroligas da Bahia Ferbasa, Brasilien
              Italmagnésio SA, Brasilien
              Companhia Paulista de Ferroligas, Brasilien
              Tovarna Dusika Ruse, Slowenien
     c)  Unabhängige Einführer
              Cons idar, Belgien
              S.A. des Minerals, Luxemburg
     d)  Verbundene Einführer
              El kern GmbH, Deutschland
              Elkem Alloys Ltd, Vereinigtes Königreich
              Fesil Alloys Ltd, Vereinigtes Königreich
              Fesi I GmbH, Deutschland
(12) Die Kommission erhielt auf ihren Antrag hin Sachäußerungen von den
     Antragstellern, den namentlich genannten Ausführern und zahl-
     reichen verbundenen und unabhängigen Einführern und prüfte diese
     Informationen in dem für notwendig erachteten Umfang nach.
(13) Die Ausführer, die verbundenen          Einführer, ein  unabhängiger
     Einführer und die antragstellenden Gemeinschaftshersteller wurden
     auf ihren Antrag über die wichtigsten Fakten und Erwägungen
     unterrichtet, auf deren Grundlage beabsichtigt wurde, die Ein-
     führung geänderter Antidumpingzölle zu empfehlen. Die Stellung-
     nahmen der      betroffenen Parteien     zu den Feststellungen der
     Kommission wurden gebührend berücksichtigt.
(14) Die Dumpinguntersuchung betraf den Zeitraum vom 1. Januar 1991 bis
     30. Apr i I 1992.
B.   Ware
(15) Warenbeschreibung
     Bei der Ware handelt es sich um Ferrosi I icium mit einem Gehalt an
     Silicium zwischen 20 und 96 GHT der KN-Codes 7202 21 90,
     7202 21 10 und ex 7202 29 00.
(16) Ein Ausführer und ein Einführer machten geltend, die materiellen
     Eigenschaften der am meisten gehandelten Ferrosi I iciumquaI itäten -
     Ferrosi I icium mit einem Si I iciumgeha I t von 45 GHT und Ferro-
     silicium mit einem S i I i c i umgeha I t von 75 GHT - seien wesentlich
     verschieden, was die chemische Zusammensetzung, die Schwere, das
     Gewicht, die Größe, die Dichte, die Farbe, die Härte und die
     Erstarrung anbetreffe, und ihre metallurgischen Eigenschaften
     seien nicht die gleichen. Sie behaupteten ferner, die Herstellung
     der beiden Qualitäten erfordere verschiedene Fertigungsanlagen,
     was Unterschiede bei Klassifizierung, Bereitstellung, Verbrauch,
     Versorgung und Preisgestaltung zur Folge habe.
                                       ü
 ---pagebreak---      Diese beiden Partelen erklärten außerdem, Ferrosi ! icsum r*it einem
     Si I iciumgeha!t von 45 GHT sei mit FerrosiI icium mit einem
     Si I iciumgeha 11 von 75 GHT nicht austauschbar. Aus all diesen
     Gründen solle Ferrosi I icium mit einem Si Mciumgeha 11 von 45 GHT
     aus dem Verfahren ausgeklammert werden.
(17) Die Kommission weist dazu darauf hin, daß, wenn die Ware in
     mehreren Qualitäten angeboten wird, die Frage, ob diese verschie-
     denen Qualitäten als eine einzige Ware anzusehen sind, nach
     Maßgabe der physikalischen oder chemischen Eigenschaften und der
     Verwendungen diese Qualitäten zu beantworten ist.
('8) Die Untersuchung ergab, daß Ferrosi I icium mit einem Si I iciumgehaIt
     von 45 GHT und von 75 GHT die gleichen physikalischen und
     chemischen Eigenschaften aufweist. Außerdem sind die beiden
     Qualitäten in den wichtigsten Anwendungen als Deoxidator in der
     Stzh I herste I lung und/oder als Legierungselement für hochwarmfeste
     Stah I ;<-<! ierungen und Bleche austauschbar, so daß sie als eine Ware
      für die Zwecke dieses Verfahrens anzusehen sind.
(19) Gle ichartige Ware
     Die Kommission stellte fest, daß das in der Gemeinschaft her-
     gestellte Ferrosilicium und das Ferrosi Iicium, das in Brasilien,
     Venezuela, Island, Norwegen, Schweden und den Republiken des
     ehemaligen Jugoslawien verkauft oder hergestellt wurde, in jeder
     Hinsicht den Exportwaren aus den von diesem Verfahren betroffenen
     Ländern gleichartig sind.
(20) Der Rat bestätigt diese Feststellungen.
C.   NORMALWERT UND AUSFUHRPREIS
1.   Norwegen
( a)  Norma I wer t
(21) Die norwegischen Hersteller gehörten zwei getrennten Unternehmens-
     gruppen an und verkauften über verbundene Verkaufsgesellschaften,
     die den größten Teil ihrer Ware an verbundene Einführer in der
     Gemeinschaft exportierten.
(22) In keinem Fall erreichten die Verkäufe auf dem norwegischen
      Inlandsmarkt 5 % der Exportverkäufe in die Gemeinschaft, die von
     der Kommission für den Vergleich als repräsentative Mindestmenge
     angesehen wurde.
(23) Der Normalwert für die norwegischen Hersteller wurde daher gemäß
     Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe b) (ii) der Verordnung              (EWG)
     Nr. 2423/88 rechnerisch ermittelt, und zwar auf der Grundlage der
     fixen und variablen Material- und Herstellungskosten der zur
     Ausfuhr     in die Gemeinschaft verkauften Ware zuzüglich eines
     angemessenen Betrags für Vertriebs-, VerwaItungs- und sonstige
     Gemeinkosten und einer angemessenen Gewinnspanne. Für die beiden
     norwegischen Unternehmensgruppen wurden jeweils die gewogenen
     durchschnittlichen Fertigungskosten ihrer Tochtergesellschaften
     berechnet.
 ---pagebreak---      Da in beiden Fällen weder FerrosiIicium noch Waren des gleichen
     Wirtschaftszweigs in repräsentativen Mengen auf dem Inlandsmarkt
     verkauft worden waren, wurden die Vertriebs-, Verwaltungs- und
     sonstigen Gemeinkosten und die Gewinnspanne anhand der Zahlen
     ermittelt, die der Kommission für diese Ware in Norwegen zur
     Verfügung standen. Diese Grundlage wurde als angemessen angesehen
     und war mit Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe b) (ii) der Verordnung
     (EWG) Nr. 2423/88 vereinbar.
     Den vollen Produktionskosten wurde eine Gewinnspanne von 6 %
     hinzugerechnet, die der Gewinnspanne entsprach, die für die
     Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft als notwendig
     angesehen wurde.
(b)  Ausfuhrpre i s
(24) Im Falle der Direktverkäufe an unabhängige Einführer         in der
     Gemeinschaft wurden die Ausfuhrpreise anhand der tatsächlich
     gezahlten oder zu zahlenden Preise der zur Ausfuhr          in die
     Gemeinschaft verkauften Ware ermittelt.
(25) Im Falle der Exporte an verbundene Einführer in der Gemeinschaft
     wurden die Ausfuhrpreise gemäß Artikel 2 Absatz 8 Buchstabe b) der
     Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 rechnerisch ermittelt anhand des
     Wiederverkaufspreises, der dem ersten unabhängigen Abnehmer in
     Rechnung gestellt wurde, nach gebührender Berichtigung für alle
     zwischen der Einfuhr und dem Wiederverkauf entstandenen Kosten und
     einer Gewinnspanne von 3 %, die nach den der Kommission vor-
      I iegenden Informationen als angemessen angesehen wurde.
2.    Island
(a)  Norma Iwert
(26) Da Ferrosi I icium auf dem Inlandsmarkt nicht verkauft wurde, wurde
     der Normalwert gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe b) (ii) der
     Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 rechnerisch ermittelt. Im Falle der
     Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Gemeinkosten        lag die
     gleiche Situation wie in Norwegen vor, und diese wurden folglich
     auf der gleichen Basis ermittelt (siehe Randnummer 23).
(b)  Ausfuhrpre i s
(27) Der einzige Hersteller in Island, Icelandic Alloys Ltd, verkaufte
     in die Gemeinschaft über eine norwegische Gruppe, die einen
     größeren Anteil an diesem Unternehmen besaß (siehe Randnummer 21).
(28) Für den Vergleich mit dem Normalwert mußte der Ausfuhrpreis
     folglich gemäß Artikel 2 Absatz 8 Buchstabe b) der Verordnung
     (EWG) Nr. 2423/88 anhand des Preises rechnerisch ermittelt werden,
     zu dem die Ware von dem norwegischen Unternehmen an unabhängige
     Abnehmer in der Gemeinschaft weiterverkauft wurde. Aufgrund dieser
     Bestimmung wurde eine Berichtigung für eine in diesem Sektor
     übliche Gewinnspanne von schätzungsweise 3 % vorgenommen.
 ---pagebreak--- 3.    Schweden
(a)   Norma Iwert
(29) Die Inlandsverkäufe des schwedischen Herstellers überstiegen 5 %
     der Exporte in die Gemeinschaft und waren daher repräsentativ
     genug, um eine angemessene Grundlage für die Berechnung des
     Normalwertes abzugeben.
(30) Der Normalwert wurde deshalb gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe a)
     der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 anhand der gewogenen durch-
     schnittlichen Preise berechnet, die für Ferrosi I icium im normalen
     Handelsverkehr auf dem Inlandsmarkt gezahlt wurden.
(31) Dabei     handelte    es   sich   um    Nettopreise    abzüglich    aller
     Preisnachlässe und Rabatte, die unmittelbar mit den betreffenden
     Verkäufen zusammenhingen.
(b)  Ausfuhrpre is
(32) Da alle Exporte direkt an unabhängige Einführer in der Gemein-
     schaft gingen, wurden die Ausfuhrpreise anhand der tatsächlich
     gezahlten oder zu zahlenden Preise der zur Ausfuhr                in die
     Gemeinschaft verkauften Ware ermittelt.
4.   Venezuela
(a)  Norma{wert
(33) Die Inlandsverkäufe des Herstellers in Venezuela überstiegen 5 %
     der Exporte in die Gemeinschaft und waren daher repräsentativ
     genug, um eine angemessene Grundlage für die Berechnung des
     Normalwertes zu liefern.
(34) 70 % der Inlandsverkäufe gingen an verbundene Unternehmen zwecks
     Weiterverarbeitung und konnten daher nicht als              im normalen
     Handelsverkehr     getätigt   angesehen    werden. Die     verbleibenden
     Verkäufe     wurden    zu   Preisen     getätigt,   die    im   normalen
     Handelsverkehr keine Deckung aller angemessenen aufgeschlüsselten
     Kosten ermöglichten. Der Normalwert wurde demnach gemäß Artikel 2
     Absatz 3 Buchstabe b) (ii) der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88
     rechnerisch ermittelt.
     Angesichts der auf dem Inlandsmarkt verkauften Mengen konnte die
     Kommission den Betrag für Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige
     Gemeinkosten anhand der Kosten berechnen, die diesem Hersteller
     bei seinen Inlandsverkäufen entstanden.
     Eine Gewinnspanne von 6 % der gesamten Produktionskosten wurde als
     angemessen angesehen (siehe Randnummer 23).
(b)  Ausfuhrpre i se
(35) Da   die    Verkäufe   direkt   an    unabhängige   Einführer    in der
     Gemeinschaft     gingen,   wurden    die   Ausfuhrpreise    anhand    der
     tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preise der zur Ausfuhr in
     die Gemeinschaft verkauften Ware ermittelt.
 ---pagebreak--- 5.   Br asM [en
(a)  Norma Iwert
(36) Die Inlandsverkäufe aller brasilianischen Hersteller überstiegen
     5 % der Exportverkäufe         in die Gemeinschaft und waren daher
     repräsentativ genug, um eine angemessene Basis für die Ermittlung
     des Normalwertes zu bilden.
(37) Wegen    der    erheblichen    Preisschwankungen    infolge    der   hohen
      Inflation in Brasilien wurde der Normalwert auf Monatsbasis
     entweder     anhand der     Inlandsverkäufe oder, soweit notwendig,
     rechnerisch ermittelt, wie nachstehend dargelegt.
(38) Die Kommission       prüfte, ob die       Inlandsverkäufe    im normalen
     Handelsverkehr getätigt worden waren, und verglich zu diesem Zweck
     die Inlandsgeschäfte mit den Produktionskosten pro Tonne je
     Geschäftsvorgang und je Hersteller in dem gleichen Monatszeitraum.
      In den Monaten, in denen die Verkäufe mit Gewinn getätigt wurden,
     wurde der Normalwert gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe a) der
     Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 anhand der Inlandspreise ermittelt.
      In allen anderen Fällen wurde der Normalwert gemäß Artikel 2
     Absatz 3 Buchstabe b) (ii) derselben Verordnung rechnerisch
     ermi tte 11.
      In Anbetracht der auf dem Inlandsmarkt verkauften Mengen konnte
     die   Kommission     die    Vertriebs-, Verwaltungs-      und    sonstigen
     Gemeinkosten anhand der Kosten berechnen, die dem Hersteller bei
     seinen Verkäufen auf dem Inlandsmarkt entstanden. Außerdem wurde
     eine Gewinnspanne von 6 % hinzugerechnet (siehe Randnummer 23).
(b)  Ausfuhrprei s
(39) Da die Verkäufe direkt an unabhängige Einführer in der Gemein-
     schaft gingen, wurden die Ausfuhrpreise anhand der tatsächlich
     gezahlten oder zu zahlenden Preise der zur Ausfuhr                 in die
     Gemeinschaft verkauften Ware ermittelt.
6.   Kasachstan. Ukraine, Rußland
(a)  Norma Iwert
(40) Nach den der Kommission vorliegenden Informationen bestanden
     Produktionsbetriebe       für   FerrosiI icium   in  den    Ländern    der
     ehemaI igen UdSSR nur in Kasachstan, der Ukraine und Rußland. Der
     genaue Ursprung der Waren ließ sich jedoch nicht ermitteln, da sie
     in die Gemeinschaft von einem russischen Händler exportiert
     wurden, der keine solche Unterscheidung traf.
     Da es sich bei allen drei Ländern um StaatshandeI s I ander im Sinne
     von Artikel 2 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88 handelt,
     wurde     der    Normal wert    anhand   der   Angaben     eines    Markt-
     wirtschaftslands, in dem die Ware hergestellt wurde, ermittelt.
                                        10
 ---pagebreak---      Die Kommission wählte zu diesem Zweck Norwegen. Diese Wahl wurde
     von den Herstellern in den drei betroffenen Ländern nicht in Frage
     gestellt. Die norwegischen Hersteller von Ferrosi I icium erzielten
     hohe Produktionsmengen und niedrige Produktionskosten und waren
     verglichen mit allen anderen bekannten Herstellern leistungsfähig,
     vor allem wegen der problemslosen Versorgung mit Strom aus
     Wasserkraft, dem teuersten Kostenfaktor bei der Herstellung von
     Ferrosi I icium. Norwegen wurde daher als angemessenes Vergleichs-
      land angesehen.
(41) Der Normalwert wurde für Norwegen nach der unter       Randnummer  23
     dargelegten Methode ermittelt.
(b)  Ausfuhrpre i se
(42) D M Hersteller in der Ukraine und in Rußland arbeiteten nicht an
     der Untersuchung mit, während der Hersteller in Kasachstan den
     Fragebogen    hinsichtlich   der   Ausfuhrpreise  nur  unvollständig
     beantwortet, so daß die erteilten Angaben nicht verwendet werden
     konnten.
     Die Kommission überprüfte mehr als 70 % der Gesamt importe, die
     über die Handelsorganisation Promsyrioimport getätigt wurden, die
     Hersteller in Kasachstan, der Ukraine und Rußland vertrat. Diese
     Menge wurde für alle Geschäftsvorgänge dieser Hersteller in
     Kasachstan, der Ukraine und Rußland während dieser Zeit als
     repräsentativ angesehen.
     Dementsprechend    wurden die Ausfuhrpreise anhand       der   Preise
     ermittelt, die dem ersten unabhängigen Käufer in Rechnung gestellt
     wurden.
D.   VERGLEICH
(43) Im Falle aller Länder berücksichtigte die Kommission bei dem
     Vergleich    des    Normalwertes     mit   den   Ausfuhrpreisen    je
     Geschäftsvorgang gemäß Artikel 2 Absätze 9 und 10 der Verordnung
     (EWG) Nr. 2423/88, soweit angemessen, die Vergleichbarkeit der
     Preise unmittelbar     beeinflussende Unterschiede wie bestimmte
     Verkaufskosten, das sind Kreditbedingungen, Transport-, Versiche-
     rungs- und Bereitstellungskosten, Verpackungs- und Nebenkosten.
     Im Falle Kasachstans, der Ukraine und Rußlands wurde eine
     Berichtigung für Unterschiede bei den materiellen Eigenschaften,
     insbesondere für Sieben, Brechen und Wiegen, vorgenommen. Der
     Normalwert wurde für alle drei Länder um den geschätzten Wert
     dieser Unterschiede berichtigt, soweit Anträge in dieser Richtung
     begründet waren.
(44) Alle Vergleiche wurden auf der gleichen Handelsstufe vorgenommen.
                                     11
 ---pagebreak--- E.   DUMP INGSPANNEN
(45) Die Dumningspannen entsprachen dem Betrag, um den der Normalwert
     den Preis bei der Ausfuhr in die Gemeinschaft überstieg.
1.   Norwegen
(46) Die gewogene durchschnittliche Dumpingspanne für die Unternehmen
     Elkem und Fesi I betrug, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-
     Preises frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, 6,8 %.
(47) Da nach den Festellungen auf diese beiden Unternehmen die gesamten
     Exporte     von    FerrosiI icium    norwegischen    Ursprungs    in  die
     Gemeinschaft entfielen, wurde es als angemessen angesehen, diese
     Dumpingspanne für Norwegen zu wählen.
2.    Island
(48) Die gewogene durchschnittliche Dumpingspanne für das betroffene
     Unternehmen beträgt, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Preises
     frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, 6,8 %.
(49) Da nach den Feststellungen auf dieses Unternehmen alle Exporte von
     Ferrosi Iicium      isländischen    Ursprungs     in   die   Gemeinschaft
     entfielen, wurde es als angemessen angesehen, für Island diese
     Spanne zu wählen.
3.   Schweden
(50) Die gewogene durchschnittliche Dumpingspanne für das betroffene
     Unternehmen beträgt, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Preises
     frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, 7,4 %.
(51) Da nach den Feststellungen auf dieses Unternehmen alle Exporte von
     FerrosiI icium     schwedischen     Ursprungs     in   die   Gemeinschaft
     entfielen, wurde es als angemessen angesehen, diese Dumpingspanne
     für Schweden zu wählen.
4•   VenezueI a
(52) Die gewogene durchschnittliche Dumpingspanne für das Unternehmen
     CVG Fesilven, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Preises frei
     Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, beträgt 20,4 %.
(53) Im Falle von Unternehmen, die nicht an der                   Untersuchung
     mitarbeiteten oder den Fragebogen der Kommission nicht                 in
     zufriedenstellender Weise beantworten, vertrat die Kommission die
     Auffassung, daß das Dumping gemäß Artikel 7 Absatz 7 Buchstabo b)
     der Verordnung (fWG) Nr. 2423/88 anhand der verfügbaren Fakten zu
     ermitteln     ist.    In diesem    Zusammenhang wurde die        für das
     Unternehmen Fesilven festgestellte Dumpingspanne als die am
     ehesten geeignete Grundlage angesehen.
5•   Bras i I ien
(54) Die     gewogenen     durchschnittlichen     Dumpingspannen     für   die
     betroffenen Unternehmen erreichten, ausgedrückt als Prozentsatz
     des cif-Preises frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, folgende
     Werte:
                                       12
 ---pagebreak---       Companhia Brasileira Carbureto de Calcio 9,2 %
      Ferbasa                                    22,8 %
       Italmagnésio                              25,0 %
 (55) Bei den brasilianischen Unternehmen, die an der Untersuchung
      mitarbeiteten und nach den Feststellungen im Untersuchungszeitraum
      nicht in die Gemeinschaft exportierten (Rima Electrometalurgia
      S.A., Companhia Paulista de Ferroligas, Companhia Ferroligas Minas
      Gerais Minasligas),      ist nach Auffassung der Kommission die
      gewogene durchschnittliche Dumpingspanne von 20,53 % zugrunde zu
       legen, die für die Unternehmen festgestellt wurde, die in dieser
      Zeit in die Gemeinschaft exportierten.
 (56) Hinsichtlich der Unternehmen, die nicht an der Untersuchung
      mitarbeiteten oder den Fragebogen der Kommission nicht zufrieden-
      stellend beantworteten, war die Kommission der Auffassung, daß das
      Dumpin;* gemäß Artikel 7 Absatz 7 Buchstabe b) der Verordnung (EWG)
      Nr. 24:3/8^ anhand der verfügbaren Fakten ermittelt werden
      sollten, in diesem Zusammenhang wurden die Untersuchungsergebnisse
      als die am besten geeignete Grundlage und die für Brasilien
      festgestellte höchste Dumpingspanne als angemessen angesehen, um
      eine Umgehung des Zolls zu verhindern und keine Prämie für
      mangelnde Mitarbeit zu gewähren.
6.    Kasachstan. Ukraine und Rußland
(57) Die gewogenen durchschnittlichen Dumpingspannen für die betroffe-
      nen Länder erreichten, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Wertes
      frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, folgende Werte:
      Kasachstan                          74,0 %
      Ukra ine                            74,0 %
      Rußland                             74,0 %
7.    Die übrigen Republiken der ehemaligen UdSSR
(58) Da die Ware aus den übrigen Republiken der ehemaligen UdSSR im
      Untersuchungszeitraum nicht in die Gemeinschaft exportiert wurde,
      erübrigte sich eine Überprüfung der Maßnahmen im Falle dieser
      Republiken. Die ihnen gegenüber getroffenen Antidumpingmaßnahmen
      können daher aufgehoben werden.
8.    EhemaI ige jugoslawi sehe Republik Mazedonien sowie Bosn ien-Herzego-
      wina und Slowenien
(59) Da der Beitrag der Hersteller in den vorgenannten Ländern zu der
      Schädigung äußerst gering war, wurde keine Dumpingberechnung
      vorgenommen (siehe Randnummer 62).
9.    Seh lußfoIgerung
(60) Der Rat bestätigt die obigen Schlußfolgerungen.
                                      13
 ---pagebreak---         F.   Schädigung
        1•   KumuI ierung
        (61) Die Auswirkungen der Einfuhren aus den von der Überprüfung
             betroffenen Ländern müssen        im allgemeinen zusammen genommen
             analysiert werden, da die Exporte aus diesen Ländern umfangreiche
             Mengen   der Ware     betrafen, sowohl     mit der Produktion der
             Gemeinschaftshersteller als auch untereinander konkurrierten und
             weil das MarktverhaI ten der Ausführer ähnlich war.
        (62) Die Einfuhren aus Bosnien-Herzegowina und Slowenien und aus der
             ehemaligen    jugoslawischen    Republik   Mazedonien    waren    jedoch
             minimal. Obgleich die Tatsache, daß die Einfuhren aus diesen
             Ländern nach der Einführung der Zölle nicht ins Gewicht fielen, an
             sich noch nicht die Aufhebung der Zölle gegenüber diesen Ländern
             oder die NichtkumuI ierung mit anderen Einfuhren rechtfertigt,
             wurde festgestellt, daß das Werk in Bosnien-Herzegowina stark
             beschädigt worden ist und lange Zeit außer Betrieb sein dürfte.
             Die derzeitige Kapazität in der ehemaligen jugoslawischen Republik
             Mazedonien und in Slowenien ist so gering, daß ihre Exporte in die
             Gemeinschaft    in absehbarer    Zukunft kaum     ins Gewicht     fallen
             dürften. Es ist daher damit zu rechnen, daß die Einfuhren aus
             diesen drei Ländern nach der Aufhebung der Maßnahmen weiterhin
             sehr gering sein werden. Sie dürften daher kaum zu einer weiteren
             Schädigung oder drohenden Schädigung beitragen.
        (63) Der Rat bestätigt diese Feststellungen.
        2.   Volumen. Marktanteil und Preise der gedumpten E i nfuhren
             Volumen der Einfuhren
        (64) Ausgedrückt als Prozentsatz des Verbrauchs erhöhten sich die
             Einfuhren    aus den von der Überprüfung         betroffenen    Ländern
             mengenmäßig von 56 % 1988 auf 60 % 1991 und 69 % Anfang 1992.
                 Die Einfuhren mit Ursprung in Kasachstan, Rußland und der
                 Ukraine stiegen erheblich an, und zwar von 30.000 Tonnen 1988
                  (Marktanteil von 6 %) auf 72.000 Tonnen 1991 (Marktanteil von
                 14 %) auf 90.000 Tonnen 1992 (Marktanteil 16 % ) - ,
\                 die Einfuhren aus Norwegen (schätzungsweise 200.000 Tonnen im
 \                Jahr), aus Island (etwa 20.000 Tonnen im Jahr) und aus
  \              Schweden (nahezu 12.000 Tonnen im Jahr) blieben zwischen 1988
   \
                 und 1992 relativ konstant mit einem Marktanteil von 40 % für
     \           Norwegen, 4 % für Island und etwas mehr als 2 % für Schweden
      \
                  im Jahre 1992;
                 die Einfuhren aus Brasilien stiegen von 9.000 Tonnen 1988
                 (Marktanteil fast 2 %) , auf 16.600 Tonnen 1991 (Marktanteil
                 3,2 %) auf      etwa   28.000   Tonnen   1992    (Marktanteil    auf
                 Jahresbasis 5,5 % ) ; in der gleichen Zeit erhöhten sich die
                 Einfuhren aus Venezuela von 1.000 Tonnen 1988 auf 8.600 Tonnen
                 1991 und etwa 9.000 Tonnen 1992 (Marktanteil etwa 2 % ) ;
                                             14
 ---pagebreak---           die Einfuhren aus Bosnien-Herzegowina und Slowenien und der
          ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, die als einzige
          Länder des ehemaligen Jugoslawien Ferrosi I icium herstellen,
         gingen erheblich zurück, und zwar von 18.000 Tonnen 1988
          (Marktanteil etwa 4 %) auf 3.000 Tonnen im Falle Sloweniens,
          auf 2.000 Tonnen im Falle der ehemaligen jugoslawischen
          Republik Mazedonien und weniger als 1.000 Tonnen im Falle
         Bosnien-Herzegowinas im Jahre 1992 (gemeinsamer Marktanteil
         dieser drei Länder weniger als 1,2 % ) .
     Preise der gedumpten Einfuhren
(65) Die cif-Preise frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, die dem
     ersten unabhängigen Abnehmer in der Gemeinschaft für die Importe
     aus den von der Überprüfung betroffenen Ländern in Rechnung
     gestellt wurden, lagen unter den durchschnittlichen Ab-Werk-
     Preiser. der Gemeinschaftshersteller, die bereits sehr niedrig
     waren.
     Der Vergleich wurde auf der gleichen Handelsstufe vorgenommen und
     ergab folgende durchschnittliche Preisunterbietungsspannen:
           9,9 % für Norwegen,
           9,9 % für Island,
           7,8 % für Schweden,
          20.1 % für Brasi I ien,
         20 %  für Venezuela
         58.2  % für die Ukraine, Rußland und Kasachstan.
(66) Der Rat bestätigt diese Feststellungen.
3.   Situation des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft
     Produktion, Kapazität und Auslastungsrate
(67) Die   Ferrosi I iciumproduktion der Gemeinschaft     fiel von etwa
     190.000 Tonnen 1989 auf 132.000 Tonnen 1991 und 102.000 Tonnen
     1992. Trotz des Abbaus der Produktionskapazität von etwa 255.000
     Tonnen 1989 auf schätzungsweise 200.000 Tonnen 1992 fiel die
     Kapazitätsauslastung von 75 % 1989 auf 48 % 1992.
     Absatz und Marktanteil
(68) Die Gemeinschaftshersteller verzeichneten einen Absatzrückgang von
     163.000 Tonnen 1989 auf 135.000 Tonnen 1990, 122.000 Tonnen 1991
     und etwa 100.000 Tonnen 1992.
     Zwischen 1989 und 1992 entwickelte sich der Marktanteil der
     Gemeinschaftshersteller wie folgt: 30 % 1989, 25 % 1990, 23 % 1991
     und 13 % 1992 (vier Monate), während der jährliche Verbrauch in
     der Gemeinschaft zwischen 1988 und 1989 von 490.000 Tonnen auf
     535.000 Tonnen anstieg und sich seither auf diesem Niveau hält.
                                    15
 ---pagebreak---      Preisentwicklung
(69) Das niedrige Niveau der Einfuhrpreises im Untersuchungszeitraum
     hatte zui folge, daß die Gerne i nschaf tsherste Mer die Ware in der
     Gemeinschaft zu Preisen verkaufen mußten, die in vielen Fällen
     ihre Produktionskosten nicht deckten. Diese niedrigen Preise
     hinderten sie nicht nur daran, ihre Preise zu erhöhen, um die
     gestiegenen Produktionskosten abzufangen, sondern zwangen sie
     auch, ihre Preise zu senken, obgleich dies den weiteren Verlust
     von Marktanteilen nicht verhinderte.
     Gewi nne
(70) Infolge des Preisverfalls und             der   rückläufigen Kapazitäts-
     auslastung,    die    die   Deckung     der    fixen   Kosten    in diesem
     hochkapitalintensiven      Industriezweig       nachteilig    beeinflußten,
     erzielten die Gemeinschaftshersteller seit 1989 insgesamt kaum
     noch positive Geschäftsergebnisse (abgesehen von 1989, wo geringe
     Gewinne erwirtschaftet wurden). Diese Situation hatte sich 1990
     und     ganz    besonders      im     Untersuchungszeitraum        erheblich
     verschlechtert, so daß         nunmehr     alle    Gemeinschaftshersteller
     schwere Verluste erlitten. Im gewogenen Durchschnitt lagen die
     Verluste in dieser Zeit bei etwa 34 %.
     Beschäftigung und Investitionen
(71) Die Ferrosi Iiciumindustrie ist bekanntlich nicht arbeitsintensiv.
     Dennoch kam es zu geringen, aber stetigen Arbeitsplatzverlusten.
     Die Investitionen wurden gekürzt, und in Italien             stellten drei
     Unternehmen die FerrosiI iciumproduktion ganz ein.
     Schlußfolgerung
(72) Wegen der finanziellen Verluste und der Marktanteileinbußen hatte
     sich   die   Situation     des    Wirtschaftszweigs      der   Gemeinschaft
     erheblich verschlechtert. Die Kommission kommt daher zu dem
     Schluß, daß dem Wirtschaftszweig eine bedeutende Schädigung im
     Sinne von Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2423/88
     verursacht wurde.
(73) Der Rat bestätigt diese Feststellungen und Schlußfolgerungen.
4
  -  Ursächlicher Zusammenhang zwischen den gedumpten E infuhren und der
     Schäd igung
(74) Die   Kommission    prüfte,     ob    die    bedeutende    Schädigung    der
     Gemeinschaftshersteller      durch     die Auswirkungen      der    Dumping-
     praktiken entstanden war, und stellt fest, daß der Anstieg der
     Einfuhren aus den von der Überprüfung betroffenen Ländern mit
     erheblichen Marktanteil- und Gewinneinbußen auf                 Seiten des
     Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft zusammentraf. Der Ferrosili-
     ciummarkt    in   der    Gemeinschaft      ist   ein   transparenter     und
     preisempfindlicher Markt, auf dem die Preisunterbietung seitens
     der Hersteller aus den von der Überprüfung betroffenen Ländern die
     Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft sofort nachteilig
     beeinflußte. Die Gemeinschaftshersteller mußten ihre Preise an
     diesen Abwärtstrend angleichen.
                                        16
 ---pagebreak---  (75) Der Rat bestätigt diese Feststeilungen.
5.    Andere Faktoren
 (76) Die Kommission prüfte ferner, ob andere Faktoren als die gedumpten
       Einfuhren     von      FerrosiIicium     für    die    Schädigung    des
      Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ursächlich waren.
 (77) Es war bereits festgestellt           worden, daß ein Großteil        der
      Schwierigkeiten der Ferrosi I iciumhersteI 1er in der Gemeinschaft
      den gedumpten Einfuhren aus anderen Drittländern (wie Südafrika
      und China) zuzuschreiben war. Dies ändert jedoch nichts an der
      Schlußfolgerung, daß die erheblichen Mengen und die niedrigen
      Preise der gedumpten Einfuhren aus den von der Überprüfung
      betroffenen Ländern ebenfalls die nachteilige Situation des
      Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft erheblich beeinflußt hatten.
(78) Die Kommission stellte keine weiteren Faktoren fest, die die
      schwierige     wirtschaftliche     Lage    der   Gemeinschaftshersteller
      erklären konnten. Denn zwischen 1990 und 1992 kam es weder zu
      umfangreichen Einfuhren aus anderen Ländern, noch zu irgendeinem
      Nachfragerückgang.
6.    Sehlußfolgerung
(79) Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung der Tatsache,
      daß die Einfuhren aus Südafrika, China, Polen und Ägypten
      ebenfalls zu der schwierigen Situation der Gemeinschaftshersteller
      beigetragen hatten, kam die Kommission zu dem Schluß, daß die
      Auswirkungen der gedumpten Importe von FerrosiIicium mit Ursprung
       in Brasilien, Venezuela, Norwegen, Island, Schweden, der Ukraine,
      Kasachstan und Rußland für sich genommen nach wie vor als die
      Ursache einer bedeutenden Schädigung des Wirtschaftszweigs der
      Gemeinschaft anzusehen sind. Folglich würde eine Aufhebung der
      Maßnahmen gegenüber diesen Herstellern den Schaden nur vergrößern.
      Unter diesen Voraussetzungen          rechtfertigen die gegenwärtigen
      Umstände keine Aufhebung der Maßnahmen. Vielmehr erfordert der
      festgestellte Sachverhalt eine Anpassung der geltenden Maßnahmen
      an die neue Situation.
      Denn sollten die geltenden Maßnahmen unverändert in Kraft bleiben,
      auslaufen oder aufgehoben werden, würde dies zwangsläufig zu einem
      weiteren Rückgang der Einfuhrpreise und damit zu einem weiteren
      Preisverfall     in der gesamten Gemeinschaft mit entsprechenden
      Marktanteil-      und    Gewinneinbußen    des   Wirtschaftszweigs   der
      Gemeinschaft führen.
(80) Der Rat bestätigt diese Feststellungen und Schlußfolgerungen.
G.    Interesse der Gemeinschaft
(81) Bei der Beurteilung des Interesses der Gemeinschaft berück-
      sichtigte die Kommission gewisse grundsätzliche Tatbestände.
      Antidumpingmaßnahmen zielen darauf at), Wettbewerbsverzerrungen
      infolge unlauterer Handelspraktiken zu verhindern und damit einen
      offenen    und     fairen   Wettbewerb    auf   dem   Gemeinschaftsmarkt
      wiederherzustellen, was grundsätzlich im allgemeinen Interesse der
      Gemeinschaft liegt. Mit dem Auslaufen der Maßnahmen würde sich die
                                        17
 ---pagebreak---      ohnehin     schwierige      Situation    des     Wirtschaftszweigs       der
     Gemeinschaft, die sich vor allem in Gewinn und Marktanteileinbußen
     zeigt, weiterhin verschlechtern, so daß sein überleben fraglich
     würde.    Sollte   dieser     Wirtschaftszweig     gezwungen    sein,    die
     Produktion einzustellen, wäre die Gemeinschaft in ihrer Versorgung
     vollständig auf Drittländer angewiesen.
     Ohne Antidumpingmaßnahmen werden einige Gemeinschaftshersteller
     wegen der anhaltend hohen Verluste wahrscheinlich in absehbarer
     Zukunft die Produktion aufgeben. In diesem Zusammenhang ist darauf
     hinzuweisen, daß einige italienische Hersteller Anfang 1991 den
     Betrieb einstellten. Eine weitere Verschlechterung würde Arbeits-
     plätze und Investitionen in diesem Sektor gefährden.
(82) Die    Kommission      erkennt     an,    daß     die    Einführung      von
     Antidumpingzöllen die Preise der betroffenen Ausführer               in der
     Gemeinschaft und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Waren
     beeinflussen könnte. Der Wettbewerbsvorteil, der auf diese Weise
     verlorengeht, ist jedoch auf unlautere Handelspraktiken zurück-
     zuführen, die mit Antidumpingmaßnahmen beseitigt werden sollen.
(83) Ferner wurde geltend gemacht, Antidumpingmaßnahmen würden die Zahl
     der Anbieter am Markt verringern. Die Kommission ist jedoch der
     Auffassung, daß die Zahl der Anbieter auf dem Gemeinschaftsmarkt
     durch Antidumpingmaßnahmen nicht berührt wird. Mit der Beseitigung
     der auf Dumpingpraktiken beruhenden unlauteren Vorteile soll der
     Verschlechterung      der    Situation    des    Wirtschaftszweigs       der
     Gemeinschaft Einhalt geboten und auf diese Weise dazu beigetragen
     werden, daß die Abnehmer           unter   einer    Vielzahl   von    Ferro-
     si I iciumhersteI lern wählen können.
(84) Was   die    Interessen    der   Verarbeitungsindustrie      anbetrifft
     Hersteller von Spezia IstahI, die die Endabnehmer der betreffenden
     Ware in der Gemeinschaft sind -, so sind ihre kurzfristigen
     Preisvorteile gegenüber den längerfristigen Auswirkungen eines
     unlauteren Wettbewerbs abzuwägen. Denn sollten die Maßnahmen
     auslaufen, würde die Lebensfähigkeit des Wirtschaftszweigs der
     Gemeinschaft ernsthaft gefährdet, mit dessen Fortfall Angebot und
     Wettbewerb auf Kosten der Verbraucher geringer würden. Außerdem
      ist zu bedenken, daß auf Fer ros i I i c ium im Durchschnitt nur 0,2 %
     der Kosten für die Produktion einer Tonne Stahl entfallen. Eine
     etwaige Preiserhöhung bei Ferrosi I icium durch Antidumpingmaßnahmen
     würde daher für die Endabnehmer kaum ins Gewicht fallen.
(85) Die Kommission ist deshalb der Auffassung, daß es im Interesse der
     Gemeinschaft liegt, Antidumpingmaßnahmen zur Verhinderung einer
     weiteren    Schädigung     durch    die  gedumpten     Importe    aufrecht-
     zuerhaI ten.
(86) Der Rat bestätigt diese Schlußfolgerungen.
H.   VerpfI i chtungen
(87) Zwei Unternehmen boten neue Preisverpflichtungen an.
(88) Die in den vorausgegangenen Verpflichtungen vereinbarten Preise
     wurden   systematisch     unterboten, so daß nach Auffassung             der
     Kommission Preisverpflichtungen nicht mehr als geeignete Abhilfe
     angesehen werden können.
                                       18
 ---pagebreak--- (89) Der Rat bestätigt dieses Vorgehen.
I .    Höhe des ZolIs
(90) Zur Anpassung der Maßnahmen an die veränderten Umstände und zur
     Verhinderung        einer     erneuten      Schädigung       sollten     die
     Antidumpingmaßnahmen in einer Form eingeführt werden, die dem
     Wirtschaftszweig der Gemeinschaft die Möglichkeit gibt, in Zukunft
     angemessene Gewinne zu erzielen und dem Absatzrückgang Einhalt zu
     geb ieten.
(91) Zu     diesem    Zweck   berechnete    die   Kommission     die    gewogenen
     durchschnittlichen       Produktionskosten     der     EG-Hersteller    ein-
     schließlich eines Gewinns von 6 %, der sich auf die bisherigen
     Leistungen stützt und als angemessen angesehen wird, um dem
     Wirtschaftszweig langfristige An I ageinvestitionen zu ermöglichen.
     Da die Differenz zwischen diesen Kosten und den durchschnittlichen
     cif-Preisen frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, für alle
     betroffenen       Länder   und    Unternehmen      höher    ist    als   die
     Dumpingspannen, sollten die Zölle auf der Höhe der festgestellten
     Dumpingspannen festgesetzt werden.
(92) Dementsprechend sind folgende Antidumpingzölle einzuführen:
     Norwegen:                                   6,8 %
      Island:                                    6,8 %
     Schweden:                                   7,4 %
     Venezuela :                                20,4 %
     Brasi I ien:                                25,0 %
        Companhia Brasi leira
        Carbureto de Calcio                      9,2  %
        Ferbasa                                 22,8  %
        Rima EIectrometalurgia                  20,5 %
        Companhia Paulista de Ferroligas        20,5 %
        Companhia Ferroligas Minas Gerais
        M i nasI i gas                            20,5 %
     Rußland:                                   74,0 %
     Ukraine:                                   74,0 %
     Kasachstan:                                74,0 %
(93) Im Falle       der   Unternehmen, die nicht         an der      Untersuchung
     mitarbeiteten, vertrat die Kommission die Auffassung, daß die
     Zölle gemäß Artikel 7 Absatz 7 Buchstabe b) der Verordnung (EWG)
     Nr. 2423/88 anhand der verfügbaren Fakten festgesetzt werden
     sollten. Um mangelnde Mitarbeit nicht zu belohnen, hielt sie
     dafür, daß die Untersuchungsergebnisse die am ehesten geeignete
     Grundlage dafür abgaben, zumal kein Grund zu der Annahme bestand,
     daß niedrigere Zölle als die für notwendig erachteten höchsten
     Zölle ausreichen würden, um den durch diese Importe verursachten
     Schaden zu beseitigen. Daher wurde es als angemessen angesehen,
     für die einzelnen Länder den für Ferrosi I icium ermittelten
     höchsten Zoll einzuführen.
                                       19
 ---pagebreak--- (94) Die Kommission ist jederzeit bereit, eine Überprüfung durchzu-
     führen, falls Unternehmen, die im Untersuchungszeitraum nicht in
     die   Gemeinschaft    exportierten    und  nicht   mit   Unternehmen
     geschäftlich verbunden sind, die in dieser Zeit exportierten, die
     Absicht haben, in die Gemeinschaft zu exportieren.
(95) Der Rat bestätigt dies.
J.   AUFHEBUNG DER VERORDNUNGEN UND BESCHLÜSSE
(96) Die Verordnungen (EWG) Nr. 2409/87, (EWG) Nr. 341/90, (EWG)
     Nr. 1115/91 und der Beschluß 91/240/EWG sind dementsprechend
     aufzuheben -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                 Artikel 1
     Auf die Einfuhren von Ferrosi Iicium mit einem Si I iciumgeha 11
     zwischen 20 GHT und 96 GHT der KN-Codes 7202 21 10, 7202 21 90
     und ex 7202 29 00 (TAR IC-Code 7202 29 00 11) mit Ursprung in
     Norwegen, Schweden, Island, Brasilien, Venezuela, Kasachstan,
     Rußland und der Ukraine wird ein endgültiger Antidumpingzoll
     erhoben.
     Der Zollsatz beträgt auf der Basis des Preises frei Grenze der
     Gemeinschaft, unverzollt:
      6,8 % für Ferrosi Iicium mit Ursprung in Norwegen,
      6,8 % für Ferrosi I icium mit Ursprung in Island,
      7,4 % für Ferrosi I icium mit Ursprung in Schweden,
     20,4 % für Ferrosi I icium mit Ursprung in Venezuela,
     25,0 % für Ferrosi I icium mit Ursprung       in Brasilien    (TARIC-
            Zusatzcode 8731); ausgenommen sind folgende Unternehmen,
            für die die nachstehenden Zollsätze gelten-.
               9,2 %  Cia Brasileira Carbureto de Câlcio, Rio de Janeiro
                      (TARIC-Zusatzcode 8729)
              22,8 %  Cia de Ferro Ligas de Bahia (Ferbasa), Pojuca,
                      Bahia (TARIC-Zusatzcode 8730)
              20,5 %  Cia Rima Electrometalurgia S.A., Belo Horizonte
                      (TARIC-Zusatzcode 8734)
              20,5 %  Cia Paulista de Ferroligas, Säo Paulo (TARIC-
                      Zusatzcode 8734)
              20,5 %  Cia Ferroligas Minas Gerais, Minasligas, Contagem,
                     MG (TARIC-Zusatzcode 8734)
     74,0 % für Ferrosi I icium mit Ursprung   in Rußland, Kasachstan und
            der Ukraine.
                                     20
 ---pagebreak--- 3.   Für die Erhebung   des Zolls sind die geltenden    ZoI ! bestimmungen
     maßgebend.
4.   Die Verordnungen (EWG) Nr. 2409/87, (EWG) Nr. 341/90 und        (EWG)
     Nr. 1115/91 und der Beschluß 91/240/EWG werden aufgehoben.
                               Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt
der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren       Teilen  verbindlich   und   gilt
unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen in Brüssel am                      Im Namen des Rates
                                             Der Präsident
                                  21
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                           KOM(93) 447 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             08
                                 Katalognummer : CB-CO-93-490-DE-C
                                                           ISBN 92-77-59452-7
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
JLr-2985 Luxemburg
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