CELEX: 51977PC0547
Language: de
Date: 1977-11-03
Title: Entwurf eines BESCHLUSSES DES ASSOZIATIONSRATES zur Bestimmung der Ziele einer Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und Malta (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (77) 547
Vol. 1977/0175
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                     KOM(77)547 endg.
                                                     Brüssel , den 3 . November 1977
                                 . Entwurf eines
                        BESCHLUSSES DES ASSOZIATIONSRATES
                zur Bestimmung der Ziele einer Zusammenarbeit
                zwischen der Gemeinschaft und Malta
                     ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 K0M(77 ) 547 endg .
 ---pagebreak---                      MITÏEILUI a DER KOMIS S ION M DFÏI RAT
        Auf der zweiten Sitzung des Assoziationsrates EWG-Malta vom 24 « März
1977 erklärte die Gemeinschaft ihre Bereitschaft , im Zusammenwirken mit
Malta die Vorarbeiten zur Durchführung der im Protokoll zur Festlegung
"bestimmter Vorschriften im Zusammenhang mit dem Assoziierungsabkommen
EWG-Walta vorgesehenen Zusammenarbeit in Angriff zu nehmen «
        Auf Ersuchen der Malteser Regierung hat die Kommission sich v ferner
damit einverstanden erklärt , dass die Vorhaben im Rahmen der technischen
und finanziellen Zusammenarbeit geprüft werden , so dass bei Inkrafttreten
des Protokolls einschlägige Beschlüsse gefasst werden können# Auch erklärte
sich die Kommission bereit , der Regierung Maltas bei der Bildung einer
Gruppe von Industriefachleuteh behilflich zu sein , deren Aufgabe es sein
wird , eine Strategie industrieller Wirtschaftsentwicklung auszuarbeiten ,
die Vorhaben im einzelnen zu bestimmen und die europäischen Unternehmer
 zu ihrer Verwirklichung initiativ werden zu lassen «
        In Durchführung des Beschlusses des Assoziationsrates unterbreitet
die Kommission mit vorliegender Mitteilung Vorschläge zur Festlegung der
von der. Gemeinschaft einzunehmenden Haltung,
        Auf der Grundlage der von der Kommission festgelegten Ziele sollen
nunmehr die Vorarbeiten zwischen der Gemeinschaft und Malta im Hinblick
 auf die wirtschaftliche , technische und finanzielle Zusammenarbeit in
Angriff genommen werden» Diese Ziele müssen sodann von beiden Parteien
 auf einer nächsten Sitzung des Assoziationsrates genehmigt werden .
        Aufgrund der Schlussfolgerungen des Gutachtens der vorgenannten
 Industriefachleutegruppe wird es anschliessend möglich sein , die Verwendung
 der Gemeinschaftsbeihilfe im Rahmen der vom Assoziationsrat festgelegten
 Ziele konkret zu bestimmen.
 ---pagebreak---        Die Kommission uberreicht in der Anlage eine /. .fzeichnurv^ Uber
die Wirtschafts– und Finanzlage Maltas , deren Daten von Vertretern der Kom­
mission und der Europäischen Investitionsbank auf einer " fact finding"-
Reise an Ort und Stelle ermittelt werden konnten. Die Investitionsbank war
ferner eng an der Ausarbeitung der beiliegenden Vorschläge zur Verwirklichung
der technischen und finanziellen Zusammenarbeit beteiligt , '
                                 \
 ---pagebreak---                                 VORSCHLAG EINES
                      Beschlusses des Assoziationsrates
                zur Bestimmung der Ziele einer Zusammenarbeit
                     zwischen der Gemeinschaft und Malta
GESTUTZT auf das Protokoll zur Bestimmung einzelner Vorschriften betreffend
                                                                          \
das Abkommen zur Gründung einer Assoziierung zwischen der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und Malta und insbesondere auf dessen Artikel 18
und 21 Absatz 1 sowie Artikel 9 Absatz 1 des Pinarizprotokolls ;
IN DER ERWÄGUNG , dass Artikel 18 die Verwirklichung einer Zusammenarbeit
vorsieht , deren Ziel einmal die Leistung eines Beitrags zur Entwicklung
Maltas durch flankierende Massnahmen zu den von diesem Lande unt ernommenen
Anstrengungen , zum anderen die Stärkung der bestehenden wirtschaftlichen
Bindungen auf möglichst breiten Grundlagen und zum gegenseitigen Nutzen der
Parteien ist ;            '  ' /              '                              \
         X
IN DER ERWÄGUNG , dass es gilt , entsprechend den Bestimmungen von Artikel 21
Absatz 1 des Protokolls und Artikel 9 Absatz 1 des Protokolls und Artikel 9
Absatz 1 des Finanzprotokolls die allgemeine Zielsetzung der Zusammenarbeit
sowie die spezifischen Ziele der finanziellen und technischen Zusammenarbeit
zu bestimmen :
                                                                «
BESCHLIESSTî       '
                                   Artikel 1
        Die nachstehend bezeichneten Ziele gelten als allgemeine Zielsetzung
fUr die zwischen der Gemeinschaft und Malta zum gegenseitigen Nutzen beider
                                                                       V.
Parteien zu verwirklichenden Zusammenarbeit s
        - Entwicklung und Modernisierung der maltesischen Industrie , um die
Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern , die Produktivität dieses Sektors zu
steigern und zum Ausgleich der Zahlungsbilanz beizutragen :
 ---pagebreak---                                       - 2 -
        - Entwicklung der Grundinfrastrukturen und der Massnahmen auf dem
Gebiet der Berufsausbildung und der Forschung, die eine Voraussetzung für
die Verwirklichung der vorstehenden Ziele sind :
        - Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen europäischen und mättesischen
Wirtschaftskräften im Industriebereich im Hinblick auf eine Erleichterung
der Übertragung von Technologien und der Kapital zufuhr.
                   '              Artikel 2                              \
   f»                                                                         '
        Die technische und finanzielle Zusammenarbeit wird in Anlehnung an
nachstehende Grundsätze verwirklicht werden :
        Die Hilfe der Gemeinschaft wird sich bem'Ihen , die aufgrund von
Artikel 20 des Protokolls durchzuführenden Massnahmen wirtschaftlicher
Zusammenarbeit zu unterstützen .
        Besondere Aufmerksamkeit wird solchen Initiativen gelten , die eine
konvergierende Nutzung der einzelnen Massnahmen ermöglichen , vor allem
jener , die geeignet sind , den Einsatz von Technologie , Kapital und  sonstiger
Vorteile mit der Durchführung vorgenannten ARtikels 20 verbundener Vorteile
zu veranlassen .                                    v           '
                                                                    ι
        Die Beiträge der Gemeinschaft sind so geplant , dass sie nach Möglich­
keit auch andere Geldgeber anreizen , ihrersäfcs einen Beitrag - namentlich _
im Rahmen einer Dreieckszusammenarbeit - zu leisten .                       -
                                  Artikel 3
        Auf der Grundlage der in Artikel 1 dargelegten Grundsätze und in Be­
rücksichtigung der Ziele des Plans zur Entwicklung Maltas     wird der in
Artikel 2 des Fina.nz Protokolls festgelegte Beihilfebetrag entsprechend den
Bestimmungen dieses Protokolls zur Finanzierung bzw. zur Beteiligung an
der Finanzierung von Vorhaben und Massnahmen verwendet werden , die nachste­
henden wirtschaftlichen Prioritäten entsprechen !                 -
                                    •                         x            /
 ---pagebreak---   I. TECHNISCHE HILFE UND AUSBILDUNG
      • Aktionen im Rahmen der technischen Hilfe , durch die zur Ausarbeitung
      einer Entwicklung Strategie "beigetragen werden soll und mit denen eine
      erfolgreiche Auswahl , Vorbereitung, DurohfUhrung und Verwaltung der Vor­
      haben sichergestellt werden kann ;     -
      • Aktionen im Rahmen der technischen Hilfe zur Entwicklung der Export-
      mSrkte (Marktforschung, geschäftliche Beziehungen, Verteilernetze ).
                                                                       V
 II . ENTWICKLUNG DER PRODUKTION
                          : /
      Industrie   ,           !
      . Schaffung der zur industriellen Entwicklung erforderlichen Infrastruk­
      tur ( z.B. Industriegebiete oder Vorhaben fUr die Produktion bestimmter
      Grunderzeugnisse) j
      • Entwicklung der Industriezweige , die sichere Arbeitsplätze bieten , ins
      besondere derjenigen," in denen qualifizierte Fachkräfte gebraucht werden
      • Entwicklung der Industriezweige , die die Verwendung des in den Militär
      basen zurückgelassenen Produktions- oder Reparaturmaterials ermöglichen !
      • Vorhaben, in denen die geographische Lage Maltas und die bestehende
      Infrastruktur (Dienstleistungs- und Versorgungsbasen) genutzt werden.
      Landwirtschaft                                  •
      . Entwicklung und Modernisierung der Landwirtschaft und der Fischerei .
III . FREMDENVERKEHR                 /
      • Ausbau der Fremdenverkehrseinrichtungen und Diversifizierung der Auf­
      nahmekapazität , insbesondere Vorhaben zugunsten der entsprechenden Infra
                                             \
      struktur .                                ,
                                                                         • •  t •
 ---pagebreak---                                         - 4 -
• IV . WISSENSCHAFTLICHE - ZUSAMMENARBEIT
              Zusammenarbeit in   Wissenschaft , Technologie und. Umweltschutz
       insbesondere "bei Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Sonnenenergie
       der Wasser- und Luftverschmutzung , der Standardmasse und Referenz­
       materialien sowie im Bereich der Informatik .
 ---pagebreak---                                  ANHANG
                             • \
          MALT A
                                      \
WIRTS CHAPTS- UND FINANZLAGE
 ---pagebreak---                               INHALTSVERZEICHNIS
                                                                 Seite
ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSPOLGERUNGEN                                1
1 • ALLGEMEINER RAHMEN                        .                       5
2 . BEVÖLKERUNG UND BESCHÄFTIGUNG                                v    5
3 . WIRTSCHAFTLICHE PLANZIELE        (              '                 6
4 . JÜNGSTE ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTSLAGE                  •        8
    a) Wachstum und Ursprung des Sozialproduktes          •    '      8
    b) Verbrauch , Spartätigkeit und Investitionen                   10
    c) Öffentliche Finanzen                                          13
    d) Währung, Kredit und Bankwesen                                 15
    e) Preise und Löhne '               - ,                          17
    f) Äussenhandel und Zahlungsbilanz . .                           18 ,
    g) Auslandsverschuldung                                          20
5 . LAGE DER WICHTIGSTEN SEKTOREN         ' . '                      22
    a) Landwirt schaft und Fischerei                       -         22
    b) Fertigungsindustrie                                         , 23
    c) Schiffswerften -       , •                                    25   '
    d) Wasser und Energie -            /                             26
                                                        m
    e) Verkehr und Nachrichtenwesen         -                        26
    f) Fremdenverkehr                                                27
6 . KURZ- UND MITTELFRISTIGE AUSSICHTEN '       . ■   •              28
 ---pagebreak---                                 IM TEXT ENTHALTENE TABELLE!.
                                                                        Seite
  Tabelle  1   ï     Mittleres jährliches Wachstum und sektorale
                     Aufgliederung des Bruttoindlandsprodukts (BIP)
                     nach dem Plan 1973-1980
  Tabelle  2   s  ' Jährliches mittlere? Wachstum des Bruttosozial­
                     produkts ( BSP)                                       8
  Tabelle 3          Struktur des BIP
                                   i
                                       nach Ent st ehungs Sektoren .       9
  Tabelle  4       ' Struktur von Aufkommen und Verwendung                11
  Tabelle  5         Finanzierung der Investitionen                       12
  Tabelle  6         Allgemeiner Staatshaushalt (1969-1976)               14
  Tabelle  7         Bargeldumlauf und Gegenwerte                         16
  Tabelle Q •        Jährliche Steigerung der Einzelhandelspreise         17
  Tabelle  9         Entwicklung der Zahlungsbilanz (1970-1976 )          19
  Tabelle 10         Öffentliche Auslandsverschuldung (tatsächlich
                     gezahlter Teil ) in Hundertsätzen des BIP des
                     laufenden Jahres                                     20
  Tabelle 11   :     Schuldendienst in Hundertsätzen der nicht –fakto­
                     riellen GUter- und Dienstleistungsausfuhren     '    21
  Tabelle 12   ï     Aufgliederung der Industrieunternehmen nach
                     Beschäftigtenzahlen im Jahre 1975                    23
                                   STATISTISCHE ANLAGEN
  Anlage   1   :     Sektorale Aufgliederung der beschäftigten Arbeits-
                 . kräfte
  Anlage   2   î     Sektorale Aufgliederung der Bildung des Brutto-
                     Anlagevermögens              ■'
  Anlage   3 ' :     Aufgliederung der oif-Einfuhren nach Erzeugnissen
                     und wichtigsten Herkunftsländern
- Anlage   4   :     Aufgliederung der Ausfuhren nach Erzeugnissen und
                     wichtigsten Bestimmungsländern ( fob )
  Anlage   5   Ï     Gold- und Devisenbestande
  Anlage   6   ï     Aufgliederung des Werts der landwirtschaftlichen
                     Erzeugung
  Anlage   7   s     Wachstum des Fertigungsindustrießektors und Auf­
                     gliederung seines Mehrwerts ( in Hundertsätzen)
 ---pagebreak---                        UMRECHNUNGSKURSE
                                        \
                  • 1 RE                            1 I1 h
           - in Maltapfunden
                                          = in US 2        = m RE
                   (Mfc)
Ende 1973     .    0,47 .                    2.59            2,15
              *                      \
Einde 1974         0,47                      2,66            2,12
                t
Ende 1975          0,47                      2,48            2,13
Ende 1976          0,48 '                  ■ 2,34            2,07
 ---pagebreak---  ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG              . ,
           Die Republik Malta zählt 320.000 Einwohner auf einem Gebiet von 320 km^
 Sie besteht aus vier Inseln . Rund. 90 v.H. der Bevölkerung leben auf der Insel
                                                                   2
Malta , deren Bevölkerungsdichte Uber 1.000 Einwohner je km          liegt « Die Inseln
 zeichnen sich durch zerklüftete , jedoch nicht allzu hohe Bodenerhebungen aus .
Als einzigen natürlichen Trumpf hat die im Zentrum des Mittelmeers gelegene
 Inselgruppe lediglich ihr Klima und den Fremdenverkehr aufzuweisen. Die Mög­
lichkeiten des Agrarsektors sind durch den Wassermangel "begrenzt , während
der Industriesektor unter der Enge des örtlichen Marktes zu leiden hat . Die
wirtschaftliche und soziale Infrastruktur ist gut entwickelt ; mit einem
Bruttosozialprodukt von 1.700 US ^ je Einwohner erreicht Malta ein demjenigen
Portugals vergleichbares Niveau .
           Trotz der zurückliegenden Bemühungen der Regierung hängt die Wirtschaft
Maltas nach wie vor weitgehend von den britischen Stützpunkten ab . Ihre durch
gegenseitiges Abkommen auf 1979 festgelegte endgültige Schliessung wird dem­
nach nicht ohne bedeutende wirtschaftliche Folgen bleiben. Sie zwingt dem
Land eine vermehrte Restrukturierungsbemühung auf , durch die die infolge des
 stufenweisen Rückzugs der .britischen Truppen verursachten Einkommens- und
 Bor-:ch!ifti,'jun/:f-;vf:rluEte aufgefangen werden sollen. Dieser Ziel-eetzung dient der
r»r/i'ii%r*.«s"PlaA 197i M *> 1^60 ", der für den Zeitraum 1977 bis 1979 ein Investi
tionsvolurnen von 240 Mio Kl» vorsieht , das die Schaffung von 23*700 neuen
Arbeitsplätzen ( l ) und die Erreichung eines jährlichen BIP-Wachstums von
7,5 v.H. pro Jahr (2 ) vorsieht .
           In den ersten vier Jahren des Plans übertraf das Wirtschaftswachstum         >
die Planziele . Dac BIP stieg im Jahresdurchschnitt um 16 v.H. an. Diese günsti­
ge Entwicklung ist vor allem der Zunahme der Ausfuhren im industriellen Sektor
( Fertigkleidun/i , Nahrungsmittel ) sowie den Fremdenverkehrstätigkeiten zu ver­
danken , Die Fertigungsindustrie stellt nunmehr ein Drittel des BIP gegen
                                                S'                            •••/•••
 (1 ) Die Investitionskosten je neugeschaffenem Arbeitsplatz sind relativ
        gering ( rund 21.000 RE ); dabei sind die zur Schaffung von rund 12.000
        neuen Arbeitsplätzen erforderlichen Investitionen bereits ganz oder zu­
        mindest zum grössifjn Teil verwirklicht . Auch fallen die meisten der ge­
        planten lleuinvestitionen in den Bereich der Leichtindustrie .
  ( 2 ) Sofern im Text nichts anderes vermerkt ist , drüoken alle Wachstumssätze
        reale Zunahmen aus .          ,                ,
 ---pagebreak---   lediglich ein Viertel im Jahre 1952 « Sie beschäftigt nind 25 v.h . der erwerbs­
  tätigen Bevölkerung. Den Löwenanteil an der Wirtschaft Maltas nimmt jedoch nach
  wie vor der Dienstleistungssektor ein ( 52 v.H. des BIP).
          Nach einem ziemlich starken Rückgang zwischen 1967 und 1972 , der durch
  eine I<jrise auf dem Grundstücksmarkt und durch Haushaltseinschrärikungen ausge­
  löst wurde , hat sich die Bildung des Bruttoanlagevermögens rasch verbessert
  (Anstieg von 19 v.H. des BIP im Jahre 1973 auf 27 v.H. im Jahre 1976 ; während
  der Plan lediglich 25 v.H. vorsah ). Diese Erholung geht im wesentlichen
  auf die öffentlichen Investitionen zurück , deren Volumen – namentlich^" infolge
  der unmittelbaren Beteiligung des Staates an Vorhaben des industriellen Sektors -
  angestiegen ist . 1975 und 1976 wurden mehr als 50 v.H. des Investitionsvolumens
  durch inländische Spareinlagen finanziert , während 1972 dieser Anteil lediglich
  8 v.H. betragen hatte . Berücksichtigt man die Zunahme der Nettoeinkommen ,
  der Überweisungen aus dem Ausland ( Gastarbeiterüberweisungen , Mieten für die
  Militärstutzpunkte , Zuschüsse aus dem Vereinigten Königreich ) und die unter
  günstigen Bedingungen gewährten Darlehen , so übersteigen gegenwärtig die
  verfügbaren Finanzmittel weitgehend den Gesamtbetrag der Investitionen .
          Die Mifiteinnahmen aus den Militärstutzpunkten stellen einen erheblichen
  Posten des öffentlichen Haushalts dar . Dank dieser Zahlungen deckt der laufende
  Haushaltsüberschuss rund 2/3 des öffentlichen Kapitalaufwands ab . Seit einigen
  Jahren beteiligt sich der Staat aktiv an der Ankurbelung neuer Industrietätig-
  keiten , insbesondere durch die Entwicklung von Industriezonen und die unmittel­
  bare Gründung von neuen Unternehmen . Dadurch wurden die öffentlichen Kapital­
■ ausgaben erheblich gesteigert , was zu einem bedeutenden Haushaltsdefizit führte
  (1976 * 12,5 Mio Mir s» 15 v.H. der Haushalt seinnahmen und 6 v.H. des' BIP),
  Dieses Haushaltsdefizit wurde vorwiegend durch Zuwendungen und Darlehen zu
  günstigen Bedingungen finanziert , die vor allem aus dem Vereinigten Königreich ,
  der Volksrepublik China und mehreren arabischen Staaten stammen.
          Die Knappheit an Bodenschätzen und die Enge des Raums zwingen Malta dazu t
  seinen Bedarf vorwiegend durch Einfuhren zu decken» Die Handelsbilanz ist seit
  eh und je unterschüssig ; die vorwiegend auf den Textilselctor zurückgehende
  äusserst günstige Aus fuhrentWicklung konnte nicht verhindern , dass seit 1974
  das Haushaltsdefizit von Jahr zu Jahr zunimmt : 1976 erreichte es **und 200 Mio'
      _/     .  ..      _  '
  US p . Trotz des Umfangs der Einnahmen aus dem Fremdenverkehr und den Überwei­
  sungen ausgewanderter Gastarbeiter , braucht Malta die Zahlungen für die Nutzung
  der Militärstützpunkte , um nach wie vor einen Überschuss .seiner laufenden Zah­
  lungsbilanz zu erzielen. Dank der langfristigen Nett okapital anlagen nahmen
 ---pagebreak---                                        - 3 -
die Gold- und Devisenbestände regelmässig zu und erreichten Enc ■* 1976 mit
620 Mio US ^ das Äquivalent von 17 Einfuhrmonaten.                                 v
        Die der Republik Malta gewährte Äuslandshilfe 'besteht zu einem grossen
Teil aus Zuwendungen und Darlehen zu glinstigen Bedingungen« Dadurch "blieb die
öffentliche Auslandsverschuldung verhältnismässig gering (40 Mio US » 8
des BIP) und der Zins– und Tilgungsdienst macht weniger als 1 v.H. der nicht–
faktoriellen Güter- und Dienstleistungsausfuhren aus .
        Die anscheinende Verbesserung der Wirtschaftslage in den letzten Jahren
kann jedoch nicht die Probleme verdecken , denen Malta sich mittelfristig gegen­
übergestellt sieht :
                                        f
- Seit 1975 hat sich die traditionelle Ausfuhrbewegung maltesischer Arbeit­
   nehmer in ihr Gegenteil verkehrt , so dass in den zwei letzten Jahren die Zahl
   der Rückkehrer um 2.700 höher liegt als die der Auswanderer . Dieser Vorgang
   sowie der Zustrom zahlreicher Jungarbeiter zum Arbeitsmarkt , der Abbau der
   Arbeitsplätze auf den Militärstützpunkten und die Arbeitskündigunger in be­
   stimmten Industrien führten zu einer erheblichen Steigerung der Zahl der
   Arbeitsuchenden . Zur Vermeidung zunehmender Arbietslosigkeit hat die Regie­
   rung besondere Arbeitsbrigaden ("Pioneers' Corps ") ins Leben gerufen , die aus
   Haushaltsmitteln bezahlt und vorwiegend zu grossen Infrastrukturarbeiten ein­
   gesetzt werden ; dadurch konnte eine Arbeitslosenquote von rund 4 v.H.der
   erwerbstätigen Bevölkerung aufrechterhalten werden . Die Neueingliederung
   der Arbeitskräfte dieser Sonderbrigaden in das Wirtschaftsleben , die voraus­
   sichtliche Zunahme der erwerbstätigen Bevölkerung und die Räumung der Militär-
   stützpunkte werden zur Vermeidung einer zunehmenden Arbeitslosigkeit die
   Schaffung von 23.700 neuen Arbeitsplätzen bis 1979 erforderlich machen.
   Nach Angaben der Regierung Maltas ist bereits die Hälfte dieser zusätzlichen
   Arbeitsplätze praktisch durch in der Verwirklichung befindliche Vorhaben
    gesichert ( Fremdenverkehr, Infrastruktur, Schiffswerften, Industrie ). Zur
   Erreichung des Planziels von 23.700 neuen Arbeitsplätzen müssen weitere
    12.000 Arbeitsplätze geschaffen werden , was eine Gesamtinvestition von rund
    240 Mio Mfc zwischen 1977 und 1979 erforderlich macht . Beide Ziele erscheinen
    reichlich ehrgeizig , denn ihre Verwirklichung setzt voraus , dass die Zahl
    der neugeschaffenen Arbeitsplätze im Zeitraum 1971 bis 1975 jährlich um
    1.400 und im Zeitraum 1977 "biß' 1979 jährlich um 5.800 zunimmt und dass das '
                       «
    jährliche Investitionsvolumen um 44 v«H» Uber dem des Jahres 1976 lieget# Em
    derartiger Sprung nach vorn dürfte .nur schwer zu verwirklichen sein , zumal
    die Enge des Malteser Marktes dazu zwingt , fast ausschliesslich ausfuhrorien-
    tierte Industrien zu entwickeln. Die Durchführung derartiger Vorhaben dürfte /
 ---pagebreak---       ι                                - 4 -
                                                         ■ '                   ι
   einen längeren als den vorgesehenen Zeitraum beanspruchen ; . ach ist die
   derzeitige internationale Konjunktur nicht gerade einstig . .:s steht deshalb '
   zu "befürchten , dass die beschäftigungspolitischen Ziele ni   t verwirklicht
   werden können und dass die Arbeitslosenquote weit Uber die vorzeitige zu
   liegen kommen wird .
– Versiegen ab 1979 die MilitärstUtzpunkteinnahmen , die rund 14 v.H. des BIP ,
   20 v.H « der Haushaltseinnahmen und 25 bis 30 v.H. der. Deviseneinnahmen aus­
   machen , so wird sich die Wirtschaft des Landes vor die Notwendigkeit gestellt
   sehen , sich neuen Einnahmequellen zuzuwenden. Die entsprechend ziemlich
   schwierige Übergangslage dürfte freilich während einiger Jahre dtirch das Vor­
   handensein eines üppigen Devisenpdsters ( 620 Mio US-Dollar => 17 Einfuhrmonate )
   erleichtert werden .
        Bei' der Schaffung eines ausgewogenen , nicht mehr von der Tätigkeit der
Militärstützpunkte abhängigen wirtschaftlichen Gleichgewichts kann Malta sicher–i-
lich eine Reihe von Trümpfen ausspielen , als da sind : qualifizierte Arbeits­
kräfte , verhältnismässig niedrige Löhne , Fremdenverkehr . Eine solche Umstellung
dürfte jedoch die Kräfte des Landes überfordern und nicht ohne äussere Beihilfe
zu verwirklichen sein . Diese Auslandshilfe wird im wesentlichen die Form tech­
nischen Beistands und wirtschaftlicher Zusammenarbeit anzunehmen haben . Sie
könnte vor allem zu folgendem beitragen:
–  Zur Erarbeitung einer Strategie der Industrieentwicklung , einschliesslich
   der Festlegung und Vorbereitung spezifischer Vorhaben . Angesichts der Enge
   des örtlichen Marktes und der Gefahr starker Abhängigkeit von den Export­
   märkten , erweist sich die Auswahl der Wirtschaftszweige , deren Tätigkeit
   förderungswürdig sein dürfte , im Falle Maltas als besonders heikel . Sie
   setzt eine sehr sorgfältige Abwägung der Absatzmöglichkeiten auf den Export­
   märkten voraus .                  '                >
– Zur Förderung von Vorhaben , die mit Hilfe von Auslandsinvestitionen durch­
    zuführen sind .
– Zur Vorbereitung der Märkte , zur Anknüpfung von Handelsbeziehungen und zuu
   Ausbau von Handelsnetzen .
        Ganz allgemein dürfte die wirtschaftliche Zukunft Maltas im wesentlichen
davon abhängen , inwieweit neue Industrien dort im Laufe der nächsten Jahre durch
ausländische Unternehmer angesiedelt werden können« Nun steht allerdings keines­
wegs. fest , dass die »dem Lande zur Verfügung stehenden vergleichsmässigen Vor­
teile an sich allein attraktiv genug sind , um die spontane Schaffung ausreichen­
der industrieller Tätigkeiten hervorzurufen. Die Wirksamkeit der, Gemeinschafts- .
 ---pagebreak---                                         - 5 -
  boihilfe wird letztlich davon abhangen, inwieweit sie zu diese;- Ziele "beiträgt .
  I. ALLGEMEINER RAHMEN
          Dank seiner Lage zwischen Libyen und Sizilien beherrscht die Inselgruppe
1 Malta den Zugang vom westlichen zum östlichen Mittelmeerbecken. Durch diese
  strategische Lage sah sich Malta wiederholt zahlreichen Eroberungen ausgesetzt ;
  im zweiten Weltkrieg hat es schwere Schäden erlitten. Seit 1964 ist das Land
  unabhängig , und laut einem 1972 mit Grossbritannien geschlossenen Abkommen
  müssen die von der britischen Admiralität , und der Natp besetzten Militärstutz-
  punkte ab 1979 endgUltig geräumt werden.                              v
                                                                             )
                                                                  2   . .
          Die Republik Malta bedeckt eine Flache von knapp 320 km und besteht
  aus vier Inseln , von denen lediglich die InselnMalta und Gozo bewohnt sind . Die
  Inseln enthalten als einzigen natürlichen Reichtum lediglich einige Steinbrüche ,
  während die an den Meeressträn* en 'unternommenen Erdölbohrungen bisher zu keinem
  Ergebnis geführt haben. Das Mittelmeerklima lässt den Anbau von Getreide , Gemüse
  und Blumen sowie in geringerem Masse die Baumzucht zu , doch sind dem Agrarsekuor
  durch die Wasserknappheit Grenzen gesetzt .
          Das Land verfügt Uber eine Verkehrsinfrastruktur, die allgemein als aus­
  reichend gilt . Das Strassennetz verbindet alle bewohnten Ortschaften * Der Flug­
  hafen , der von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Fremdenverkehrs
  ist , befindet sich in Luqa , und seine Landebahn wurde kürzlich verlängert , um
  die Anlandung aller Arten von Langstreckenflugzeugen zu ermöglichen. 1973 bzw .
  1974 wurden eine nationale Seeschiffahrt s- bzw . eine Luftfahrtgesellschaft
  gegründet .                             •
  2 . BEVÖLKERUNG UFP BESCHÄFTIGUNG
          Die Bevölkerung Maltas bleibt seit mehr als zehn Jahren mit rund
  320,000 Einwohnern unverändert . Die Bevölkerungsdichte ist äusserst hoch
   (1.000 Einwohner je km ) und 90 v.H. der Bevölkerung bewohnen die Hauptinsel
  Malta . Die Hauptstatt La Valetta zählt nur 14.000 Einwohner .
                v
          Die traditionelle Auswanderungsbewegung,- die 1974 ihren Höchststand erreicht
  hatte (Nettoauswanderung: 3»700 Personen) hat sich 1975 plötzlich in ihr Gegen­
  teil verkehrt , so dass in den beiden letzten Jahren die Zahl der Heimkehrer mit
  2.700 die der Auswanderer übertraf . Diese (Tatsache und das Einströmen zahlreicher
   jugendlicher Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt haben die Zahl der Arbeitsuchen-
  den mit 115 .000 Personen im Jahre 1976 gegen 100,000 im Jahre 19&9 rasch
 ---pagebreak--- anschwellen lassen (l ), Dank nicht zuletzt der seit "^ 972 in die Wege geleiteten "
Schaffung besonderer Arbeiterbrigaden ("Pioneers Corpo"), die s s staatlichen         \
Haushaltsmitteln besoldet und vor allem zu bedeutend :- ! Tiefbauarbeiten einge- .
setzt werden (Bestand rund 8,000 Personen), stieg die Zahl der Beschäftigten -
zwischen 1969 und 1976 von 95.000 auf 110,000 an. Diese Massnahme sowie die '
Erhöhung des schulpflichtigen Alters bieten eine Erklärung dafür , dass die
Arbeit slosenquote anscheinend ziemlich gering ist : 3,3 v,H, der erwerbstätigen
Bevölkerung im Jahre 1976 » .
         Die sektorale Aufgliederung der erwerbstätigen Bevölkerung hat sich seit
1969 grundlegend geändert ( siehe Anlage l ), und! zwar namentlich zugunsten der
Fertigungsindustrie ( 25 v.H. ), deren neugeschaffene Arbeitsplätze {mehr als ;
10,000 ) einen teilweisen Ausgleich fUr den Rückgang der auf den britischen
Militärstutzpunkten beschäftigen Personen (7.800 im Jahre 1969 , 3.300 im
Jahre 1976 ) und fUr die Entlassungen im Baugewerbe nach dem Boom der letzten
sechziger Jahre bilden. Der Anteil der privaten Dienstleistungen bleibt mit             .
rund 30 v,II, der Beschäftigten unverändert . Dabei nimmt der' Anteil der im Frem­
denverkehr unmittelbar tätigen Personen 'stetig zu (3.800 im Jahre 1975 0 3,4 v,H»
der Beschäftigten) ,                               ., . ' ,
3 , WIRTSCHAFTLICHE 'PLANZIELE                           >                         '
          Bis zum Ende der fünfziger Jahre stand der Aufbau der Malteser Volks­
wirtschaft voll und ganz irn Zeichen des Bedarfs der britischen Militärstutz-
punkte , Rund 50 v,H» des BSP dery Insel geht auf sie-zur'ück , beschäftigten sie
doch etwa 25 v»H. der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung, Seither ist die
Regierung Maltas darum bemUht , die Wirtschaft ihres Landes so umzustellen , dass
die sich aus dem stufenweisen RUckzug der britischen Truppen ergebenen Einkom­
mens- und Beschäftigungsverluste ausgeglichen werden. Alle seit 1959 aufgestell­
ten Pläne zielen auf eine Entwicklung der stark arbeitsintensiven Fertigungs–
industrien , auf eine Erweiterung des Fremdenverkehrs und eine Verstärkung der
Landwirt schaft ab , ,   .
          Die Väter des letzten Plans (1973 bis 1980 ) erstrebten die Schaffung von
20,600 neuen Arbeitsplätzen , durch die die Wirkungen der Schliessung der Militär-
stutzpunkte im Jahre 1979 aufgefangen werden sollen. Die rascher als vorhergesehen
eintretende Zusnahme der erwerbstätigen Bevölkerung (115.300 im «fahr 1976 gegen
111,800 wie vorgesehen) sowie die infolge der internationalen Handelskrise durch­
geführten oder geplanten Entlassungen (vor allem in den Textilfabriken) zwangen
         v                                                  ,
den Staat zu einer Neuplanung . der für die letzten Planjahre vorgesehenen Ziele ,
      -                                                                   • • •/• • •
 (l ) Auf der Grundlage der Zahl der Uber 16 Jahr© alten in Arbeit stehenden oder
 ---pagebreak---                                                                   - 7 -
  TAILLE 1 : MITTLERES JÄHRLICHES WACHSTUM UND SEKTORALE AUFGLIEDERUNG DES BIP NACH DEN SCHÄTZUNGEN DES "PLANS 1973-1980 "
                                          ( Originalfassung ) ( in v.H. , zu 1972er Preisen )
                                                                    Vorgesehenes                 Sekt orale Aufgliederung
                                                                     jahrliches
 1 '                                            !_                     Wachstum                1972                   1979
   Landwirtschaft und Fischerei                                          ' 4,0                   7,5                   6,7
I Industrie (einschliesslich Schiffswerften)                           •  11.6                  24,6                  36,3
I Öffentliche Unternehmen                                                  5,5                   4,9    -  .           4,9
I "P=m, Steine und Erden -                                                 0.0 -                 4,9                   3,4
I Fremdenverkehr und private Dienstleistungen                             12,4                   5,9                   9,2
I Dienstleistungen für die Militärstutzpunkte                        -    31,4                - 6,3                    0,3
   Öffentliche Verwaltung                                                  3,2                 16,1                   13,7
   Sonstige Dienstleistungen                                               3,2                 29,8                   25,5
   BIP zu Faktorkosten                                                     5,5                100,0                  100,0
   Quelle : Office of the Prime Minister : Outline of Develop ent plan for I-'.alta 1973-19&0 (August 1973 )
 ---pagebreak--- so dass für den Zeitraum 1977-19 9 23.700 neue Arbeit, s; lätze geschaffen v/erden
müssen , wenn man eine Steigerung der derzeitigen Arbeitslosenquc ; e vermeiden will «
Zur Erfüllung dieser Aufgabe muss Malta 240 Millionen I'-' -J* währenu. dieser drei    1
Jahre investieren , von denen rund die Hälfte in Devisen zahlbar ^ ein wird . Durch
diese zusätzliche Anstrengung soll eine Steigerang des BIP um 7 "; £ jährlich er­
möglicht werden« Dieses Wachstum soll vorwiegend aus solchen Fertigungsindustrien
 ( sektoraler Mehrwert : + 19,5 i° jährlich) stammen, die ausfuhrorientiert sind
 (Ausfuhr-Gesamtvolumen : + 26 ~jo jährlich), um so ah 1980 auch eine ausgeglichene
laufende Zahlungsbilanz zu erzielen ,
4 « JÜ1TGSTB ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE '
                                                                            V
 ,   •' ) Wachstum und Ursprung des Sozialprodukts
           Das Bruttosozialprodukt Maltas entspricht für 1976 einem Wert von 530
Killionen US-Dollar « Das BSP je Einwohner beträgt demnach im gleichen Jahr rund
1.700 US-Dollar , was etwa dem beispielsweise in Portugal verzeichneten Stand ent-
sprich ".
           Seit Beginn der 60er Jahre kannte die Wirtschaft Maltas abwechselnd Perio­
den der Stagnation und eines raschen Wachstums *
Tabelle 2 : Mittleres jährliches Wachstum des BSP ( in realen Werten) •
                                                                                         /
                                 1960-1965     : 0,3 1o
                                 1965-1970     : 10,3 $
                                 1970-1972     :   4,2 5»
                                 1972-1976 (1 ):   15,5 %
           Nach einer schweren Wirtschaftskrise infolge des Abbaus- der britischen
Militärstutzpunkte seit 1959 , haben Investitionszuschüsse und Steuerbefreiungen
seit 1965 die Entwicklung der Fertigungsindustrie (+ 16 °jo pro Jah"1 von 1965 bi$
1970 ) erleichtert , während die Erweiterung des Fremdenverkehrssektors (Einnahmen:
+ 36 io jährlich) zu einem ähnlichen Aufschwung im Baugewerbe und im Dienstleistungs
sektor führte . Die schrumpfende Touristenzahl 1970 » der " Zusammenbruch der Grund­
stücksspekulation und schliesslich die vorübergehende Aufhebung der Steuererleich­
terungen für neue Unternehmen 1971 haben dazu beigetragen , das Wachstum der wirt­
schaftlichen Tätigkeit bis 1972 zu bremsen«               '
                                                                              • ••/•••
 (l ) Rlr 1976 auf der Grundlage der Wachstumsraten des BIP
 ---pagebreak---                                       TABELLE 3 : STRUKTUR DES BIP NACH ENTSTEHUNGSSEKTOREN
j                                             (in von Hundert auf der Grundlage laufender
|                                                            ^ Preise )
                                                                         1965      . 1969    1972    1975    1976 (1 )
  Landwirtschaft und Fischerei                                            7,5          7,4    7,5     6,0     5,4
I Fertigungsindustrie (2)                                                19,3        22,4    24,6    30,5 .  33,1
J Bau, Steine und Erden          -          - .     :                     5,5        , 6,8    4,9     6,0     5,8
I öffentliche Unternehmen                                                 3,9          4,6    4,5     3,9     3,4
I Verkehrs– und Fermeldewesen                                             4,6          3,8    3,3     4,4     4,6
I Öffentliche Verwaltungen                                               13,3        13,8    16,1    14,6    14,4
I Dienstleistungen für die Militärstutzpunkte                            11,8          7,7    6,2     4,2     3,2
  Sonstige Dienstleistungen                                              34,1        33,5    32,9    30,4    30.1
  InlandshruttoProdukt ( zu Faktorkosten)                        ν
                                                                        100,0      100,0    100,0 • 100,0   100,0
  ( l ) Vorläufige Ausgaben
  (2 ) einschliesslich Schiffswerften
  Quelle : Central Office of Statistics   ,»■
 ---pagebreak---                                           - 10 -
          Eine Wachstumserholung traJ erst 1973 ein ( BIP : + 10 %) , dank einerseits
  einer Beschleunigung des staatlichen Investitionsprogramms und an . ererseits der
  Entwicklung der Güter- und Dienstleistungsausfuhren (+ .21 % im Jahre 1973 , + 20 $ 1
  im Jahresdurchschnitt 1973 his 1975 ), vor allem im Bereich der landwirtschaftlichen
  Veredelungserzeugnisse , der Fertigfäeidung und des Fremdenverkehre Die Ziele des
  Plans 1973-1980 sind somit in den ersten vier Jahren eindeutig Überschritten wor­
  den , wenn man "bedenkt , dass das mittlere jährliche BIP-Wachstum 16 ^ gegen die
  ursprünglich festgelegten 5?5 i° erreichte . Wie aus Tabelle 3 ersichtlich , geht
  diese Beschleunigung vor allem auf die Fertigungsindustrie zurück , die kUnftig ein
  Drittel des BIP gegen lediglich ein Viertel im Jahre 1972 darstellt . Die Dienst­
  leistungen bl einen gleichwohl der Hauptsektor der Malteser Volkswirtschaft ( 52 cJo
  des BIP im Jahre 1976 ), und dies ^ rotz der zunehmenden Schrumpfung der Dienst­
  leistungen für die Militärstützpunkte (3 °Jo des BIP im Jahre, 1976 gegen 12 fc im
  Jahre 1965 )«
                                  ,                 1
  b ) Verbrauch , 'Spartätigkeit und Investitionen
          Während der Privatverbrauch von 1965 "bis 1970 rasch anstieg , blieb sein
  Wachstum zwischen 1971 und 1973 (2,3 i« .jährlich ) bescheiden , da es unter den
  Rückschlägen der Wirtschaftsrezession und des vom Staat 1972 beschlossenen zeit­
  weiligen Einfrierens der Beamtengehälter zu leiden hatte . In den letzten drei
  Jahren stieg hingegen der Privatverbrauch im Durchschnitt um 8,7 ^ pro Jahr an ;
  dieses Wachstum bleibt freilich weit hinter der äusserst raschen Steigerung des
  Inlandsprodukts ( s . Tabelle 4 ) zurück . Da der öffentliche Verbrauch eine ziemlich
  ähnliche Entwicklung durchmachte , erholte äch die innere Spartätigkeit , deren
  Volumen bis 1972 stetig abgenommen hatte ( es stellte letztlich weniger als 2 "fo des
  BIP dar ), in zufriedenstellenderer Weise ab 1974 » so dass sie nunmehr 17 /» des
  BIP im Jahre 1976 erreichte . Sie deckte 1975 rund 43 $ des Investitionsvolumens
  und 1976 rund 59 % dieses Volumens ab , während der entsprechende Anteil 1972 erst
  8 $ betragen hatte . Berücksichtigt man die Steigerung des Nettoeinkommens , des
  im' Ausland angelegten Kapitals , der Überweisungen ( l ) und des Kapital Zuflusses ,
   so haben die Finanzierungsmittel den Umfang der Investitionen bei weitem über­
   schritten ( s . Tabelle 5 )» Nach einem ziemlich starken, auf die Grundstückskrise
  und die Haushaltseinschränkungen zurückzuführenden Rückgang ( um rund 30 %)
  zwischen 1969 und- 1972 , hat sich die Bildung des Brutto-Anlagevermögens rasch ver­
  bessert , indem es von 1973 bis 1976 von 19 °1° des BIP auf 27 $ ( gegenüber dem Plan-
  soll von 25 %) anstieg. Diese Erholung ist vor allem auf die öffentlichen • • •// • • • *
                             *
' (l ) Überweidungen ausgewanderter Gastarbeiter , Mieten für die Militärstützpunkte
       vmd Zuwendungen des Vereinigten Königreichs .
 ---pagebreak---                                        TABELLE 4 : STRUKTUR VON AUFKOMMEN UND VERWENDUNG
                                            X
                                                         In Tausenden Malta-4» zu laufenden Preisen                               Struktur in $                 I
                                                 1965            1969       1972          1975           1976(1 )          1965          1972            1976
   Verbrauch                                   48.283          .77.650 - 100.193 .      149.183           169.000          91,6          98,1            83,0
   - Privât verbrauch         .               ( 39.217 )     ( 36.986 )  ( 80.407 )   ( 118.660 )        (135.200 )      ( 74,4 )      ( 78,7 )        ( 66,6 )
   – öffentlicher Verbrauch                   ( 9.0 66' )    ( 13.664 )  (19.786 )    ( 30.800 )         ( 33.800 )      (17,2 )       (19,4 )      - (16,6 )
 ► Bildung des Brutto-Anlage-
   vermBgens
                                               11.784           25.456     22.533        37.482        «
                                                                                                          ' 54.800
                                                                                                                           22,3 j        22^0   I
                                                                                                                                                         26,9
   – privât                                   ( 7.687 )      ( 18.356 )  (16.255 )    ( 19.500 )             n.d ,       (14,6 ) ; (15,9 );
   - öffentlich                               ( 4.097 )      ( 7.100 )   ( 6.278 )    ( 17.982 )             n.d . ■ j   ( 7.7 )       ( 6,1 )
 f Vorrat sveränderungen                         1.683           1.348      2.967         1.475              3.900          3,2           2,9             1,9
   Brutt oi ni andsverbrauch                    61.750       104.454     125.693        188.140 '         227.700        117,1         123,0          111,8
   Ausfuhren nichtfaktorieller ■
   C'.i-ir und Dienstleistungen                 28.377         46.584     53.460        137.327      :    171.700          53,8         52,3             84,3
 - Einfuhren nichtfaktorieller
   Güter und Dienstleistungen                   37.392.         69.042     76.948      159.710            195.800        -70,9         -75,3          -96,1
[= AufkommGnsdefizit (-)                     - 9.015        - 22.458     -23.488        -22.383    -      -24.100        -17fl         -23,0      . -11,8
I Bruttoindlandsprodukt                         52.735          81.996   102.205       165.757            203.600        100,0         100,0          100,0
 f äussere Faktoreinnahmen                 )     *               9.949    12.448         23.880   )                    )                12,2      )
                                                                                                                                                  )       9,4
 - Süssere Paktorausgaben                 j 4.261            - 3.423     - 4 . '-19    - 5.623
                                                                                                  )
                                                                                                  !_
                                                                                                            19.200     )
                                                                                                                       L.
                                                                                                                            8,1 .    -    4,0
                                                                                                                                                 J
   Bruttosozialprodukt                          56.996          88.522   110 . S34     184.014            222.800        108,1        108,2           109,4
   (l ) Vorläufige Schätzungen
   Quellen : - Central Office of . Statistics , Kalta : Annual abstract of Statistics 1975
               _ Vnn rtp-p VfrMallun ^ thltas fttr 1976 rcm.ichte An^p.bon                     .
 ---pagebreak---                                                 TABELLE 5 - FINANZIERUNG DER INVESTITIONEN
                                                             In Tausenden Malta-fe zu laufenden Preisen                                   Struktur in /£ .
                                                            1965          1969         1972      i      1975    :      1976(1 )     1965         1972        1976
  (-) Investition                                        13.467         26.804       25.500 i    ! 38.957 1         . 58.700        100.0        100,0       100,0
I     davon                                                                                 .  I
                                                                                               ι
                                                                                                           ■
I         . Bildung von Brutt o-Anl ageverSgen           11.784         25.456       22.533           37.482           54.800         87,5         88,4 >      93,4 '
                                                          ( 7.687 )    (18.356 )   ( 16.255 ) ( 19.500 )             (25.200 )      ( 57,1 )     ( 63,7 )    (42,9 )
               öffentlich                                 (4.097       ( 7.100 )   ( 6.278)i ( 17.982 )             .(29.600 )      ( 30,4 )     ( 24,6 )    ( 50,4 )
I         . Vorratsschwankungen                  j    \ 1.683 I " 1.348
                                                                     J
                                                                                       2.967 i          1.475     |     3.900 '       12,5         n ,6    |    6,6
|(+) Gesamte SpartStigkeit Maltas                           8.719       10.872    .,10.341 1          34.831           54.800      . 64,7       . 40,6         91,7
I     davon       .                           . j
I.        . Inlandssparen                                  4.452          4.346        2.012          16.574           34.600         33,1          7,9      . 58,9
               privât                                       n.d .       (2.371 )     (1.817 )       ( 14.622 ) !        n.d .                       7,1 )        -
              •öffentlich                                - n.d .        (1.975 )   -( 195 )         ( 1.952 )           n.d .                      (0,8
          • Nett o-Auslandsaufkommen                       4.261          6.526        8.329          18.257 i         19.200         3!, 6       •32,7        32,7
                                                   \
  = Aul'kommensdefizit (-) bzw . Überschuss (+ ) -4.754                -15.932    -15.159             -4.L26 i         -4.900   . - 35,3       - 59,5        - e,3 ,-.
                                                     _ _
I Auslandsfinanzierungen                 ■ .                                                                  .
   Nettottberweisungen ( l )                                6.303       10.268       24.787 !         29.178           31.900        46,8          97,8        54,3
      . davon Überweisungen 'ausgewandert er
         Malteser Gastarbeiter                               ( 913 )    ( 5.433 )    ( 5.244 )     . "( 6.275 )      ( 10.400 )       ( 6,8 )    ( 21.1 )    ( 17,7 )
   Nettokapital aufkommen .                                    716-     -2.341       19.612           14.401            n.d .           5,3        76,9
I Schwankungen der Auslandsguthaben
                                                                                                                                    -16,8
1
1
      ( Zunahme : -, Abnähmet
                           ,
                                +) ( 2 )
                                     :
                                           ■
                                                  !
                                                         -2.265         +8.005    -29.240          -39.453              n.d .                  -114,7
                                                                                                                                                             _u
      ( 1 ) einschl . Mieteinnahmen aus Militärstützpunkten ab 1972
      (2 ) einschl . Irrtümern und Unterlassungen in der Handelsbilanz
  Quellen: - Central Office of Statistics , Malta : Annual abstract of Statistics , 1975
             - Von der Verwaltung Kaltas gemachte Angaben
 ---pagebreak--- Investitionen zurückzuführen , deren Umfang -ganz erheblich .iunahm , nicht zuletzt
dank der unmittelbaren Staatsbeteiligung an Vorhaben des industriellen Sektors .
Dagegen haben die Investitionen des privaten Sektors von 1973 um 12 v.H. in realen
Werten abgenommen, dies als Folge der internationalen Konjunkturlage und ungeachtet
der Wiedereinführung von Steuervergünstigungen für Industrie- und Fremd ,enverkehrs-
unternehmen . Eine Tendenzwende dürfte 1976 (+ 20 v.H. zu laufenden Preisen) einge­
treten sein.uhd zwar infolge des Umfangs der 'zahlreichen für die Ingangsetzung neuer
Fabriken eingeführten Ausrüstungsgüter. Gleichwohl stellt im Jahre 1976 der Anteil
der Privatinvestitionen nicht mehr als 46 v.H. der Bildung von Bruttoanlagevermögen
dar . während er sich 1969                1972 noch auf 72 v.H « belief#          .
                               «
c ) Öffentliche Finanzen (siehe Tabelle 6 )
        Seit 1969 haben die Staatseinnahmen wesentlich rascher zugenommen als das
Sozialprodukt ( 33 v.H. des BSP 1969 gegen 49 v.H. im Jahre 1975 )« Doch ist diese
mehr als anteilmässige Steigerung vor aliem auf die Mieteinnahmen aus britischen
Militärstützpunkten und der von anderen Ländern im Rahmen der Nato geleisteten Zuwen­
dungen (10 v.H. des BSP) zurückzufahren.
        £/*:.    V.tTifc, ts.T- 'üin3e.iiHifcpos- -;. esr. uri eint            Abnc-iune cleF      der
 Zölle (47 v.H. im Jahre 1969 » 21 v.H. im Jahre 1975 ) zu verzeichnen , deren Ursache
 wohl in der seit 1971 den EWG–Ländern eingeräumten Zollsenkungen liegen dürfte . Die
 seit kurzem zu verzeichnende Zunahme der                      Zentralbankgewinne aus ihren Auslands-
 kapitalanlagen (6 v.H. der laufenden Einnahmen im Jahre 1969 , 18 v.H. im Jahre 1975 )
 mag insoweit als vorübergehend gelten , als sie mit der vor allem in Devisen ausge­
 drückten Überschuscanhäufung aus/Stützpunktmi et einnahmen verbunden ist .
          •                                                                                1
        Die laufenden Einnahmen des Staatshaushalts haben sich seit 1969 etwa im
 gleichen Masse wie das BSP entwickelt . Die auf dem Weltmarkt verzeichnete Preisstei­
 gerung für Rohstoffe hat die Regierung Maltas veranlasst , von 1973 auf 1975 den Be­
 trag ihrer Zuschüsse für besonders lebenswichtige Erzeugnisse zu verdreifachen ( l)#
 Diese Zuschüsse (9 v.H. der laufendenden Aufwendungen ) müssen nach und nach abge­
 baut werden .      -                                                      1 '
 (l ) Speiseöle, Kondensmilch, Mehl , Teigwaren und Brot , Zucker
 ---pagebreak---                                           TABELLE 6 - ALLGEKEINER STAATSHAUSHALT (1969-I976 )
                                                               In Tausenden Malta-Pfunden                    In v • H , der Einkünfte
     ■ Haushaltsjahre vorn 1 » April zum                                                Verabschie­                                  1976/77
                     31 * März                         Durchgeführte Haushaltspläne     deter Haus­
                                                                                                    1969/70          1975/76      (Haushalts-
                                                                                         haltsplan                                voranschlag)
                                                     1969/70     1972/73     1975/76     1976/77
  ♦ Einnav r.en                                         24,0       49,8        81,6         83,9     100,0             100,0         100,0
    davon ■                                                                                                                     I
     i • Mieteinnahmen aus Militärstutzpunkten         '(-).      (13,5 )     (13,5 )     (13,5 )      (-)         ~ (16 '5 )        (16,1 )
     ■ « Gewinne der Zentralbank                        (1,5 )      (2.4 )    (15,1 )     ( 15,0 )     (6,3 ) -        ( 18,5 )        17,9 )
       • Einkommen- und Erbschaftssteuern ,             (3,3 )      ( 8.5 )   (14,4 )     ( 15,4 )   (13,8)            ( 17,7 )      ( 18.4 )
       • Zölle                                        (11,4 )     (12,8 )     (17,1 )     (17,2 )    (47,5 )           (21,0         (20.5 )
  - Laufende Aufwendungen                               23,7       33,4        57,6         63,3       98,8              70,6          75,5
    davon       .       •              '
       • Subventionierung lebenswichtiger
          Nahrungsmittel                                (1,4 )      (1,6 )     (7,1 )       ( 6,6 )    ( 5,8)            (8,7 )        (7,9 )
I = Saldo                                                0 ,3      14 ,4       24,0         20,6         1,2      r 29,4               24,5
       • (Saldo ohne Stiltzpunktmi et einnahmen)"       (0,3 )      (0,9 )    (10,5 )       ( 7,1 )    (1,2 )          (12,9 )         (8,5 )
  - Kapitalaufwerdungen                                  9,8       - 8,8       36,5         32,8       40,8              44,7     .    39,1
    davon
       • Schuldentilgung                                            (0,5 )     (0,3 )       (0,3 )     (1,3 )            (0,4 )        (0,3 )
       • Investitionen                                              ( 8,3 )   (36,2       ( 32,5 )   ( 39,5 ) -        (44,3 )       (38,7 )
f = Globalsaldo                                        -9,5           5,6     -12,5      -12,2       -39,6             -15,3         -14,6
  + örtliche Anleihen                                    9,5                                           39,6
  + Auslandszuwendungen und -darl ehen                                2,1       6,7           5,7                         8,2           6,8
  – Schwankungen des StaatsVermögens                               +7,7        -5,8         -6,5                         -7,1         -7,8
  Quelle ? - Finanzministeriun : The Malta Financial Report                                                                                    j
            – Von den Verwaltungsbehörden Maltas gemachte Angaben                                                           1                 j
 ---pagebreak---                                              - 15 -
            Die Kapi t al aufWendungen des Staates stellen im resentlic^an Festanlagen
  dar ; sie bestehen im Haushaltsplan 1975 "bis 1976 zu annähernd 60 v.H. aus Bei­
  hilfen oder Beteiligungen an Investitionen (Schiffswerften, Industrien, Fremden-
t verkehr) und zu 25 v.H. aus Infrastrukturarbeiten. Der Staat beteiligt sich
  tatkräftig an der Ankurbelung neuer Industrietätigkeiten , indem er insbesondere
  infrastrukturell 'oder auch in Fabrikbauten ausgerüstete Industrie zonen schafft
  oder selbst neue Unternehmen gründet ( z.B. im Textilsektor) • Diese Zielsetzung
  ist auch in den Haushalt 1976 bis '1977 übernommen worden , der voraussichtlich
  5 Mio MI* für Schiffswerften und 10 Mio Mir fUr Industrievorhaben ausweisen
  dtlrfte .      '                 t
            Die für die Nutzung der Militärstutzpunkte vereinnahmten Mieten lassen
  die Bildung eines laufenden Haushaltsaldos zu , der rund 2/3 der Kapitalauf-
  wendungen abdeckt ; freilich führte die rasche Zunahme dieses Aufwands (l * Mio
  1974 /75 » mehr als 30 Mio in den zwei folgenden Jahren) zu einem erheblichen
  Gesamtdefizit (6 v.H. des BSP 1976 ). Die Malta gewährten Zuweisungen und Dar­
  lehen zu Suaserst günstigen Bedingungen reichten zur Finanzierung dieses Defi­
  zits nichts aus , so dass der Staat sich zu Rückgriffen auf die von ihm zuvor
  bei der Zentralbank angehäuften Rücklagen gezwungen sah «
                                          V ,
  d ) Währung , Kredit - und Bankwesen
                                              t
            Die Entwicklung der Währungslage Maltas zeichnet 'sich durch eine
  ständige Steigerung der Nettoauslandsguthaben aus , worin wohl die Hauptursachs
  fUr das Anschwellen des Geldvolumens1 ( siehe       \
                                                          Tabelle 7 ) zu erblicken ist . Die-
  se Geldmenge besteht zu rund 37 v.H, aus Banknoten und fUr mehr als die Hälfte
  aus mit 3 bis 5 v.H. jährlich verzeinsten Termin- und Spareinlagen. Der
  Zustrom von Haushaltsmitteln aus der Vermietung der Militärstutzpunkte erklärt
  den geringen Anteil der Staats Verschuldung. Der Gesamtbetrag der Darlehen an
  den Privatsektor , der von 1966 auf 1972 nicht zuletzt wegen des Davonlaufens
  der Baupreise auf das Vierfache gestiegen war , hat sich inzwischen stabili­
  siert « Bis 1967 lagen die Auslandsguthaben vor allem in Händen der Handels-
  banken; diese wurden jedoch inzwischen von der Regierung gezwungen, ihre
  Aktivwerl e wieder ins Inland zurückzuführen, so dass die Zentralbank nunmehr
   85 v«H» dieser Guthaben innehat «            ;       ■
                             ■ *                  • .            .           •
                                                                                   • ••/•••
 ---pagebreak---                                                                  - 16-
                                     TABELLE 7 - EMIGELDUMLAUF UND WICHTIGSTE GEGENWERTE
                                                            (1969 - 1976 )
                                                          C
                                                                                                                in v.H. des gesamten
                                                                  In Millionen Maltapfunden
                                                                                                                    Bargel duml aufs
       \                           •    •
                                                                  ( jeweils zum Jahresschluss )
                                                   1969          1972          1974        1975       1976          1969     |     1976
I Bargeld                                          56.4          76.5          93,1       117,1   |   144.5        41,7           45,0
  davon Banknoten                            ]   (40,9 )       ( 62,4 )      ( 79,5 )     (98,8 ) 1
                                                                                                    ( 119,6 )     ( 30,2 )       ( 37,3 )
I Quasi-Gelder                                     78,8        114,9         127,9        148,0       176,4         58,3     I     55,0
  Gesamter Bargeldumlauf                         135,2         191,4         220,3        265,1       320,9       100,0          100,0
  Netto-Auslandsguthapen                         100,3         132,9         174,5        228,6       286,5         74,2           89,3
I davoü im Besitze der Zentralbank               ( 58,5 ) -  ( 103,4 )      (130,7 )    ( 183,4 )   ( 237,8 )     (43,3 )      I ( 74,1 )
I Hettoverschuldung der Staatskasse                 6,8          14,6          12,9        12,9        22,1          5,0            6,9
  Verschuldung des privaten Sektors                38,2          54,7          55,9        53,1        56.5         28,3           17,6
I Sonstige Kattooosten                         - 10,1        - 10,8         - 23,0      - 29,5      - 44,2        - 7,5           13.8
                                                                                                              1
  Gegenwerte insgesamt                         - 135,2         191,4         220,3        265,1       320,9   I 100,0            100,0
  Quelle : Central Bank of Malta : Quarterly Review , M&rz 1977
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                                                - 17 -
                                                                                      .Mm±ï .
              Auf der Gegenseite verfilmen die Handelsbanken irfdge der schwachen
     Kreditnachfrage auf der Insel Uber bedeutende Barbestände , so daös ihre Liqui–
     ditätsquote zwischen 5° und 55 v0H. liegen dürfte , während der gesetzliche
     Mindestsatz lediglich 25 v.H« beträgt .
              Die Malteser Zentralbank ist nicht nur als Notenbank tätig, sondern
     Überwacht den Devisenverkehr und die Tätigkeiten der Übrigen Banken« Sie ist-
     das Ausführungsorgan für die staatlichen Finanzen« Das Bankwesen besteht im
     übrigen noch aus drei Handelsbanken, zwei Vokssparbanken, drei Anstalten für
     langfristige Finanzierungen (l ) und schliesslich zwei Kapitalsverwaltungsinsti-
     tuten für auf Malta ansässige Ausländer.
                                       S              '
e ) Preise und Löhne
            \                            • \
              Ein Preisschwankungsindex liegt nur für Einzelhandelspreise vor#
   ' weist einen seit i960 verhältnismässig bescheidenen Preisanstieg aus . Eine
     Ausnahme bildet der Zeitraum 1973 bis 1975 als Folge der Preissteigerung
     bei den Einfuhrwaren. Die Aussagekraft dieses Indizes ist aber insoweit
     gemindert , als der Staat bei lebenswichtigen Gütern Preisstüt zungsmas snahmen
     durchführte . Ihr schrittweiser Abbau dürfte eine mindestens dreiprozentige
     Steigerung der Lebenshaltungskosten herbeiführen.            x
              Tabelle 8 : Jährliche Steigerung der Einzelhandelspreise
                           (in v.H. , bis 1974 Bezugsjähr i960 , sodann
                                       Bezugsjahr 1974 )
                                                    1
           1060      W         IZZ        L2??.         1X1   "Jïll 1T1
                                             ΐ /έ
               Von 1969 auf 1976 haben sioh die Mindestlöhne im öffentlichen Sektor
      mehr als verdoppelt « Seit April 1976 belaufen sie; sich auf monatlich rund
      145 RE * In der Privatwirtschaft neigen die Lohnerhöhungen immer mehr dazu,
      sich denjenigen in der Verwaltung anzupassen« Der Mindestlohn kommt auf 125 RS
      im Monat sdurch schnitt zu stehen« Die gesetzlichen Mindestlöhnte dürften etwas
      rascher angewachsen sein als die Durchschnittslöhne.
                                                                            #••/•• •
                      * \    v *     •                      '           •
      (l ) Siehe Seite 24
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f) Aussenhandel und Zahlungsbilanz
            Die Knappheit an natürlichen Bodenschätzen und die räumliche Enge
    zwingen Malta dazu , sich überwiedend durch Einfuhren zu versorgen« Dieser
   Trend nimmt im Zuge der Produktions Steigerung noch zu, so dass die Güter–
    und Dienstleistungseinfuhren , die 1970 erst 61 v.H. des inlSndisohen Brutto-
    aufwands ausmachten, 1975 auf einen entsprechenden Anteil von 85 v.H. ange­
    stiegen waren.
                                                                          V
           Die Handelsbilanz ist seit eh und je unterschüssig, seit 1970 aller­
    dings in geringerem Kasse « Während die Ausfuhren in den sechziger Jahren
    nur rund ein Viertel der Einfuhren ausmachten , hat sich dieser Anteil 1971
    auf 29 v«H., 1972 auf 47 v«H« und 1973 auf 51 v.H« erhöht « Der Auftrieb der
    Rohst offpreise und vor allem die seit 1974 eingetretene Rezession auf den
    wichtigsten Exportmärkten führten noch im gleichen Jahre zu einer Auswei­
    tung des Handelsdefizits um 60 v0H« ( zu laufenden Preisen)« Dieses Defizit
    steigerte sich 1976 auf 200 Mio US-Dollar «
            Die Struktur der Einfuhren ( siehe Anlage 3 ) nach Erzeugnissen unterlag
    einem spürbaren Wandel zugunsten von Halbfabrikaten, insbesondere von Textil–
    fasern« Darin spiegelt sich die zunehmende Bedeutung der export orientierten
    Fertigungsindustrien im Rahmen der malt es er Volkswirtschaft wider« Der Anteil
    der Halbfabrikate stieg so auf 31 v«H « gegen 21 v.H« im Jahre 1967 an «
            Die Struktur der Ausfuhren ( siehe Anlage 4 ) weist nach wie vor die vor­
    herrschende Stellung der Textilerzeugnisse aus (Ausfuhranteil 20 v.H« i«J«
  ' 1962 und 62 v«H« i«J« 1975 )« Garne und Gewebe machen freilich innerhalb dieses
    Kontingents nur nooh 7 v«H « aus , wShrend der Anteil der FertigWöidung 55 v«H« .
    beträgt « Die Übrigen Ausfuhrwaren verteilen sich auf die Hauptagrarprodukte
    der Insel und auf die Erzeugnisse neugegründeter Industrien ( Kunststoffarti–
    kel , Spielzeug, elektronische Bestandteile , Gummiartikel , Teigwaren)« Die
    Pertigwarenaus fuhren machen nunmehr 76 . v.H« des gesamten Exports aus . 1967
    waren es erst 33 v.H«
            Die Aufgliederung des Aussenhandels nach Ursprungs - und Bestimmungs­
    ländern lässt die führende Rolle der Länder der Europäischen Gemeinschaft
     erkennen ( ihr Anteil * 65 v«H« der Einfuhren und 68 v«H« der Ausfuhren)«
    Die Lookerung der Bande mit Grossbrüannien drückt Bich in einer Abnahme des
    Anteils dieses Landes am gesamten Aussenhandel Maltas aus (siehe Anlagen 3 und 4)«
                                  1    .      ' ·                     ·
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                                         TAEBLLE 9 - EOTivICKLIHG DER ZAHLICTCSBILA3TZ ( 1970-1976')
                                                          (in l^ÖOO Kaltapfuiiden)
                                                                                                                                                           1
                                                         1970         1971          1972          1973               1974       1975       Jan.-Sept . 1
                                                                                                                                      1       1976
  I - Ausfuhren (fob) (l)                   x
                                                                                                                                             ■  r, i
                                                        17.103       19-089        28.414       40.275              59.723     69.199       79.900
  I - Einfuhren (fob )                                  59.931       58.252        59.852       78.886             121.937    129.521      112.600
i Eandelubilaiu                                      - 42.828      - 39.163     - 31.438    - 38.611              - 62.214   - 60.322     - 32.700      1
    – Reisen, Fremdenverkehr (netto )                    7.769        8.308         5.874       13.139              18.853 .   23.491       17.500
 I - Transportwesen                                    - 4.957      - 5.253      - 6.036      - 7.203              - 7.606    - 2.042      - 1.600
 I  «■> ïnvestitionfodrtrSge                             7.278        7.498         8.329         7.507             12.465     18.257       16.300
 I  –   Staatliche Einnahmen (2 )                     - 13.190       12.751         8.990       11.65b              14.146     18.859       10.200
j   -   Sonstige Di enstl ei stimmen                     1.592      - 1.841      - 878        - 1.691 .            - 1.202    - 2.369      - 3.000
I   -   Private Überweisungen (3 )                      11*526       IC.446         8.569 •     10.332              10.282     11.534          8.500
J - Öffentliche Überweisungen (4)                        7*314        9.661        16.218       18.128              20.341     17.644       13.600
    Bilanz der /unsichtbaren Transaktionen              40*528       41.570        41.066       51.868 .            67.280 !   85.374       61.500       ι
    Bilanz der laufenden Zahlungen                     - 2 ©300       2*407         9c 628      13.257               5.066     25.052       28.800
                                                                                            ■ 1 – "    – 1 ■" 1
I - Uettokapital zufuhr              • -                 6.373        1.204        18.905   -     1.306        II    6.648     14.401
                                                                                                               I
j – DTS-^uweisung                                           700         713            707                             •M
                                                                                                                                        }      7.000 (5)
I – Irrtümer und Auslassungen                            2.868        3.494      - 1.067          2.610         !    4.531      4.352
I Nettoschwankung der Bestände                     |   - 7.641      - 7.818      -28.173    - 14.561               -16.245    -43.805 I -35.800
I (Erhöhung;         Abnähmet -Q      .                                                                                                                  !
    (1 ) Einschliesslich Schiffsbau– und Schiffsreparatuxarbeiten sowie Wiederausfuhren (Schiffstreibstoffe , vorübergehend einge-
          mottete Erdtflbohrungsausrüstungen)
    (2 ) Mieteinnahmen aus Militärstützpunkten, Verkauf von Gütern und Dienstleistungen an die MilitSrstützpunkte und ihre Mit­
          glieder sowie Löhne der auf diesen Stützpunkten beschSftigteri. malteser Bürger .                                        .                   '
    (3 ) überwiegend Überweisungen ausgewanderter maltesischer Gastart aiter .
    (4 ) Insbesondere Zuwendungen aus Grossbritannien zur Gründung neuer Unternehmen.
    ( 5 ) SchStzungen
    Quelle : General Office of Statistics , Malta : Annual Abstracts of Statistics ( 1975 ) sowie Angaben maltesischer Regierungsstellen
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              Dank der umfangreichen Überweisungen und der Eni icklung das Fremden­
 • Verkehrs konnte die laufende Zahlungsbilanz seit 1971 stets einen Aktivsaldo
    aufweisen» Die Netto-Einnahmen aus dem Fremdenverkehr deoken allein schon ein
    Drittel des Aussenhandelsdefizits (12 ,6 Mio M -fe 1976 ) J ihr Betrag verdreifachte
    sich zwischen 1970 und 1975 » Der Löwenanteil der unsichtbaren Einnahmen entfällt
    jedoch nach wie vor auf die Direkt einnahmen (Mietzinsen in Höhe von rund 14 Mio
    M -£j 1972 ), die eine Folge der britischen Militärpräsenz sind und denen nooh die
    Löhne der bei den Stutzpunkten beschäftigten Arbeitnehmer sowie die fUr die
    britische Admiralität erbrachten Dienstleistungen zuzuschlagen sind» 1^79
                                                    1
    durfte diese Einnahmequelle normalerweise versiegen^ und dies erklärt nicht zu­
    letzt das vorrangige Bestreben der malteser Regierung, sich andere Devisenein–
    nahmequelle zu erschliessen»
            . Die Nettoprivatinvestitionen sind seit 1970 ziemlich unregelmässig ange-
                                                      / '
    stiegen , und zwar im Ergebnis von 5*8 Mio M-4* i.J» 1970 auf 13,7 Mio I» i.J« 1975 »
  , Der Übrige Kapitalverkehr setzt sich aus unter gemeinhin äusserst günstigem Be­
    dingungen erwerbbaren Staatsanleihen und aus kurz– und mittelfristigen Auslands-
    darlehen der Handelsbanken zusammen , wobei beide Posten sich ungefähr die Waag®
    halten.
              Der Überschuss der laufenden Zahlungsbilanz und die langfrisitge-Netto–
    kapitalzufuhr ermöglichten seit 1970 eine regelmässige Zunahme des Gold– -und
    Devisenbestands des Landes » Dieser belief sich Ende 1975 auf 500 Mio M-l» und im
    Dezember 1976 au^ 620 Mio M-fc» Dank dieser Vorräte dürfte Malta die Übergangs­
    zeit besser Uberstehen, die 1979 mit dem Versiegen der Stutzpunkteinnahmen ein­
    setzen wird , und in der Lage sein , die sioh daraus ergebende unterschUssige
    laufende Zahlungsbilanz während einiger Jahre auszugleichen»                            '
                                                                  , • I         .   • ^ *
g)z Aùslandsverschuldung
              Die öffentliche Auslandsschuld Maltas ist seit der Unabhängigkeit verhält-
    nismässig gering geblieben. Im März 1976 belief sie sich auf 40 Mio US-Dollar.
    Tabelle 10 t Öffentliche Auslandsverschuldung ( tatsächlich gezahlter Teil ) in
                    Hundert sätzen des BIP, ( l ) des laufenden Jahres (.jeweils zum
                     31 » März des fraglichen Jahres )                        .           :
                                4 .
              1222       1211       1211   1211 ' 121A           1211   1211
              11,4       13,3 ■      6,9    7.7 '         7,1      6,3    8,1
(l ) Zu Marktpreisen                                          ••                  '
 ---pagebreak---            Die Verschuldung gegenttbar der Volksrepublik China mach * etwa ein
 Viertel der Gesamtverschuldung aus . Die übrigen Hauptgläubiger sind Gross–
 britannien (15 v.H. ), Saudi-Arabien ( 13 v.H. ), Italien (10 v.H»), Deutsch­
 land (7 v.H. ) und Libyen (7 v.H. ),               '
           Von seinen Gläubigern erhält Malta in der Regel sehr günstige Zah­
 lungsbedingungen « Der Wert der Zugeständnisse bei den 1971 "bis 1974 erhal­
 tenen Darlehen und Zuweisungen beläuft sich im Durchschnitt auf 94 v.H.
Ende 1974 waren mehr als 45 v.H. der Gesamtschuld auf einen Zeitraum von
 mehr als 10 Jahren befristet . Dies versetzte Malta in die Lage , seinen
Auslandsschuldendienst auf einem äusserst niedrigen Stand zu halten.
Tabelle 11 s Schuldendienst in Hundert Betzen der ni cht faktori eilen GPter-
                • und Di enstleSstungsausfuhren           <
   1967      '1968       1969      121°'    2âH       1972  ■ 1973    " 1974    1975
     0,3        1,4       1,7       2,0    12,4(1 ) .  0,7     0,5       0,8 0,7(2 ),
               i
                                                                           • ••/•••
  ( l ) Infolge vorzeitiger RUokzahlung ' '
                                         t   s
,(2 ) Schätzung
 ---pagebreak---                                      - 22 -
>• LAGE D33 WICHTIGSTES? SEKTOREN
    a ) Landwirtschaft und Fischerai ( siehe Anlage 6 )
                                  X-
            Im Agrarsektor sind nur etwas mehr als 6 v.H. der erwerbstätigen 1
    Bevölkerung beschäftigt « Übsr die Hälfte der Landwirte hat das fünfzigste
    Lebensjahr überschritten« Die räumliche Enge , die Unfruchtbarkeit
    des Bodens und die tinzureichenden Regenfälle geben die Erklärung dafür,
    dass dieser Sektor in der Volkswirtschaft Haltas nur eine begrenzte Rolle
    spielt . Die inländische Agrarerzeugung macht nur knapp 5 v0H. des BIP aus
    und deckt nur ein Viertel des Hahrungsraitt elbedarfs des Landes .    \
            Die Ackerböden bedecken zwei Drittel des Landes » Die Anbauflächen
    unterliegen einem stetigen Schrumpfungsprozess (Abnahme um 15 v.H. von
    1968 auf 1975 ) t nicht zuletzt wegen der Ausdehnung der Städte . Sie umfassen
    12.000 Hektar , das sind etwas weniger als 40 v.H. des gesamten Landesge–
  . biets . Bewässert sind davon nur rund 600 ha . Die Höfe sind insgesamt zu
    klein : 90 v.H. der landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschaften weniger
    als 3 ha , bei einem ( im übrigen noch weiter schrumpfenden) Landesdurch-
    schnitt von 1,1 ha. Mehr als zwei Drittel der Betriebe werden von Pächtern
    bewirtschaftet , wobei Staat und Kirche sich jeweils mit einem Viertel in
    dip Hälfte der Ackerböden teilen.                            ,          \
       *
            Seit der Unabhängigkeit sielt die staatliche Agrarpolitik vor allem
    auf eine Eindämmung der Landflucht ab , tun so eine Verschärfung der Arbeits–
    marktlage auf Landesebene zu vermeiden. Der Staat hat sioh um eine Ausdeh­
    nung des Ackerlands durch Schaffung von Wasserstau- und -berieselungsanlagen
    bemüht . Im April 1976 wurde ein Grossvorhaben zur 'Rückgewinnung aufgegebenen
    Ackerlands und zur Gründung    von Musterfarmen in Angriff genommen. Die
    Preise für Saaten , Düngemittel , Schädlingsbekämpfungs– und Futtermittel .
    werden ebenso staatlich bezuschusst wie die Betriebskosten der Bewässerungs­
    anlagen. Für Bewässerungs - und Agrarausrüstungsarbeiten werden erhebliche
    Beihilfen und Zinsvergütungen gewährt .
            Dank dieser Förderungsmas snahmen hat sich der jährliche sektorale
    Durchschnitt smehrwert um 11 v.H. zu laufenden Preisen ( gegenüber 13 v.H.
    für das gesamte BIP in. den letzten zehn Jahren) erhöht . Hand in Hand mit
                    β
    diesem GlobalwachBtupi ging eine erhebliche Steigerung der sektoralen
,   Produktivität einher , nicht zuletzt dank der Entwicklung von Kulturen ,
    die ein grösseres : "know how" voraussetzen. Trotz dieser Umstellung bleibt
    jedoch die Agrahandelsbilanz stark unterschttssig (die Ausfuhren decken knapp
    32 v.H. der Einfuhren). Die Regierung' kontrolliert den Agraraussenhandel ; sie
 ---pagebreak---                                      - 23 -
         Die Fischerei wird nach wie vor vorwiegend auf handwerklicher Grund­
lage betrieben. Man zählt rund 500 Fischer auf der Inel , die annähernd 3/4                 ^
der Fischversorgung sichern. Das jährliche Fangvolumen liegt bei 1.500 Tonnen.
b) Fortigungsindustrie (ausgenommen Schiffsbau)                                 ,
        Maltas Industrie hängt weitgehend von den Absatzmöglichkeiten auf den
Auslandsmärkten ab . 1976 wurden 58 v.H. der Erzeugung ausgeftthrt , wobei der
Textil – und Bekleidungsanteil 80 v.H. davon ausmacht . Der Sektor stand in
den letzten zehn Jahren im Zeichen eines äusserst raschen Wachsturas : rund
9,5 v.H. pro Jahr in realen Werten (l ). Zur BIP-Bildung trug dieser Wirtschafts­
zweig 1976 mit 29 v.H« gegen nur 18 v.H. im Jahre 1964 bei . Die Fertigungsindus-
trien beschäftigen rund 28.000 Personen, das sind 25 v.H.der erwerbstätigen
Bevölkerung gegen nur 17 v.H. 1964 « Die Gründung neuer Unternehmen, in der
Regel mit Hilfe von Auslandskapital ist grossenteils fttr diesen raschen Auf­
schwung verantwortlich .
        Als Hauptzweige kommen jene in Frage , die am mehrwertträchtigsten und
arbeitsintensivsten sind . Nahrungsmittel-, Textil- und vor allem Bekleidungs-
bereich (Haupterzeugnisse : Jeans und Säuglingswäsche ) beschäftigen mehr als
die Hälfte der in der Industrie beschäftigten erwerbstätigen Bevölkerung und
sind mit 56 v.H. am sekt oralen Mehrwert beteiligt . Weitere 20 v.H. des sekto–
ralen Mehrwerts entfallen auf Metallbauten ( Krane , Trockendocks ) und sonstige
Metallverarbeitungen und –bauten.
         Die Unternehmen zeichnen sich , naoh wie vor durch ihren bescheidenen
Umfang aus . Die zehn bedeutendsten beschäftigen im Durchschnitt 600 Personen,
während die Belegschaft von annähernd drei Vierteln aller Unternehmen fünf
oder nooh weniger Personen beträgt .                             .
                                                 t *
                     V
                                                                           I
Tabelle 12 : Aufliederung der Industrieunternehmen nach Beechgftigtenzahlen
               im Jahre 1975 ( 2 ) ■ "    '    '     ^
Zahl der Lohnempfänger:     1 bis 49   50 bis 99         100 bis 299 über 300      INSGESAMT
Zahl der Unternehmen :       2.499          54 '       ,     47         10          2*606
                                                                                    2.606
                                                                             • ••••/•••
                                                                                  ••/•(
 (1 ) Grundlage : Produktionsindexzahlen – siehe Anlage 7
 (2 ) Quelle : von der Regierung Maltas mitgeteilte Unterlagen        ■
 ---pagebreak---                                        - 24 -
           Die seit 1959 gebotenen zahlreichen steuerlichem Anreize haben die
Niederlassung ausländischer Unternehmen in Malta "begünstigt ( l ). Diese Unter­
nehmen geniessen eine "beschleunigte Tilgung, steuerliche Erleichterung für
wiederangelegte Gewinne und verfügen über Industrieräume zu Niedrigmieten.
Das zweifellos unter , dem spanischen -und selbst unter dem griechischen Stand
liegende verhältnismässig niedrige Lohnniveau sowie die auf den Militärstütz-
punkten gewonnenen Fachkenntnisse und schliesslich der auf ein Abkommen
zwischen der Regierung und der "General Workers Union" gründende soziale
Friede stellen weitere Trümpfe dar , die eine Dezentralisierung europäischer
Produktionseinheiten begünstigen.
           Die 1967 ins Leben gerufene Malta Development Corporation (MDC) ist
mit der Durchführung der Industriepolitik der Regierung beauftragt » Einziger
Besitzer der mit einem Kapital von 1 Million M-i» ausgestatteten MDC ist der
Staat « Die MDC begutachtet Anträge neuer Unternehmen und lässt sie in den O^.uss
steuerlicher Vergünstigungen kommen, leistet ihnen technische Hilfe -und stellt
ihnen die von ihnen benötigten Hilfsdienste zur Verfügung» Sie kann auch die
Geschäfte der staatlich kontrollierten Unternehmen führen (in rund 10 Gesell­
schaften ist der Staat einziger Kapitaleigner und in weiteren 20 nimmt er die
Stellung eines Hauptaktionärs ein); sie kann sioh auoh direkt an den Unter­
nehmen beteiligen (die MDC ist Hauptaktionär in 10 joint ventures und Minder­
heitsaktionär in weiteren 10 solcher Unternehmen)«
           Drei weitere , kürzlich ins Leben gerufene Einrichtungen sind ebenfalls
berufen , die Gründung neuer* Industrieunternehmen zu fordern« Es handelt sich um
a) die vom Staat 197^ unter Beteiligung libyschen und italienischen Kapitals
      gegründete "Investment Finance Bank", die Darlehen gewährt , deren Zinsen
      8 v.H» pro Jahr nicht übersteigen;        .
b ) das 'Small Scale Industries Development Center" zur Stützung von Unternehmen
      mit einer Belegschaft von weniger als 50 Personen ;
c ) die von den Regierungen Maltas und Libyens mit einem Stammkapital von 3 Mio
      M-£t ausgestattete "Libyan-Arab-Maltese Holding Company Ltd «" zur Förderung
      der Industrialisierung beider Länder , insbesondere Maltas ,
                                                                            •• •/•••
 ( 1 ) Zur Zeit zählt man rund 100 ausländische Unternehmen
 (2 ) 5 v.H« Gewinnsteuer , statt - 32,5 v,H#
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           In den Jahren 1974 'und 197!? hat sich das Tempo dar Niederlassung neuer
Gesellschaften anscheinend verringert ; einige Grossfabi ken haben ihr Personal
abgetaut , andere konnten eich nur mit staatlicher Hilfe 9 die ihren als Gegen­
leistung für die Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze gewShrt wurdo , Uber Wasser
halten« Gleichwohl bleibt die Zahl neugeschaffener Arbeitsplätze unzureiohend ,
                                                            I
vor allem , wenn man die neuen Daten über die erwerbstätige Bevölkerung berück­
sichtigt ( siehe Seite 5 )* Aus diesem Grunde hat der Staat seine ursprünglichen
Planvoraus Schätzungen geändert und sich die Schaffung zusätzlicher 12.000
Arbeitsplätze ( l ) im industriellen Sektor für die Jahre 1977 Ms 1979 zum Ziel
gesetzt® Dieses äusserst ehrgeizige Planziel dürfte jedoch nur schwer zu ver­
wirklichen sein , wenn man bedenkt , dass seit 1971 die Gründung neuer Industrien
nur zur Schaffung von 1.400 neuen Arbeitsstellen pro Jahr führte .
o ) Schiffswerften
          Die in der "Malta Drydocks Corporation" zusamm^ngefassten ScLr       swerften
beschäftigen 5*200 Personen , das entspricht 5 v.H. der beschäftigten erwerbs­
tätigen Bevölkerung ; ihr Mehrwert macht 4 v.H. des BIP und ihr Anteil an den
Gesamtausfuhren rund 20 v.H. aus .
          Die Schiffswerften wurden 1959 von der britischen Regierung verstaat­
licht und anschliessend naoh und nach auf den zivilen Bedarf umgestellt . Die
Regierung Maltas übernahm die Werften ab 1970 in eigener Regie . Zur Zeit
verwalten sie sich selbst .                                                     •
           Während die Leistungen für die britisohe Admiralität 1964 nooh 44 vIh.
                                             /
des Umsatzes betrugen , sind sie seit 1970 a11** fast Null abgesunken. Die Schiffs-
werften hatten ausserdem stark unter der Schliessung des Suez-Kanals zu leiden
 (Nichtmiüitärische Verkäufe : – 30 v.H. im Jahre 196ß gegenüber 1967 ); bis 1974
blieb ihr Betrieb unterschüssig . Mit Hilfe der Volksrepublik China einerseits
uhd Saudi-Arabiens andererseits hat die Regierung mit dem Bau zweier neuer
Dooks begonnen ( 2 ). Die schwere Krise , unter der der Sohiffsbau derzeit vor
allem in Europa zu leiden hat , dürfte die Möglichkeiten einer Ausdehnung der
V.n 1 ta T/ry'JocVrn Corporation ViTrenzer..
                                                                           • ••/•••
  (1 ) Nicht inbegriffen sind die Arbeitsplätze , die eich aus der Arbeitsaufnahm®
    , bereits im Bau befindlicher Fabriken ergeben.
  (2) Das eine Dook ist für die Instandsetzung von Schiffen mit einer Tonnage bis
       zu 300.000 und das andere für den Bau von Schiffen mit einer Tonnage bis zu
       120.000 vorgesehen.                     . i
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                                        - 26 -
   d ) Wasser und Energie
                                V
           Die Insel verfügt nur über "begrenzte Wasserverso.'gungsmögl '.chkeiten; •
   die zunehmende Verstädterung und Industrialisierung zwingen zu einer immer
   stärkeren Inanspruchnahme des Grundwassers , das zu 90 v.H. zur Deckung des
   Wasserverbrauchs beiträgt und dessen Salzgehalt Uber das normale Mass hinaus
   zunimmt , zumindest auf der Hauptinsel . Auf jeder der beiden Inseln gibt es eine
   Meerwasserentsalzungsanlage . Zusammen decken sie 10 v.H. des Wasserbedarfs . Der
   mit den industriellen Wachstumszielen verbundene Bedarf hemmt die Entwicklung
   der Bewässerung und der Landwirtschaft im allgemeinen und zwingt zu eir\er Ver­
   schärfung der Massnahmen zur Beschränkung des HaushaltsVerbrauchs .
         ^ Malta verfügt über keinerlei Energiequellen. Erdölbohrungen wurden in
   den Küstenstrichen unternommen , blieben jedoch bisher ergebnislos . Die
 " Erdöl - und Kohle einfuhren kosteten 1976 rund 14»2 Mio M-i», das entspricht
. rund 8 v.H. der Gesamteinfuhren bzw. 6 v.H. des BSP. Der von Libyen auf Erdöl–
   erzeugnisse gewährte Preisnachlass maoht etwa ein Viertel ihres Wertes aus . Im
                                                                               I
   Gespräch ist die Nutzung von Sonnenenergie .
           Die Stromerzeugung des Malta Eleotricity Board-Kraft beläuft sich auf
   350 Mio kWh ■» 1.150 kWh pro Einwohner (l ). Der Verbrauch des Industriesektors
   hat von 1972 auf 1975 nicht zugenommen und stellt rund 34 v.H# des Gesamtver-
   brauchs dar .
                                  1                          1
   e ) Verkehrs- und Nachrichtenwesen
           Das Strassennetz umfasst rund 1.200 km , von denen 90 v.H. asphaltiert
   sind ; es verbindet alle bewohnten Ortschaften und dürfte hinreichend entwickelt
   sein. Ein Omnibusnetz verbindet in hinreichender Weise die wichtigsten Ortschaf­
   ten untereinander.                                           ,
           Der Flughaven Luqa wird derzeit ausgebaut : Er wird demnächst Grossflug- .
   zeuge aufnehmen können. 1975 landeten 376.000 Fluggäste , das sind 95 v.H. aller
   Besucher , auf der Insel . Die 1974 von der Regierung und ausländischen Aktionären
   gegründete Air Malta-Fluggesellschaft hat 1976 230.000 Pluggäste befördert .
   (l ) 3*850 kWh per capita 1974 in der EWG
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         Der Güterumschlag in den Seehäfen , vor allem ir Hafen La Valette , ist
  verhältnismässig "bedeutend.« Er bolief sich 1975 auf annähernd 5 Killionen
  Tonnen Einfuhrwaren« Die 1973 gegründete Schiffahrtsgesellschafi. Sea Malta
  verfügt Uber 5 Frachtschiffe ; 1976 beförderte sie Waren von einem Gesamtge– '
  wicht von 130,000 Tonnen« Sie verbindet mehrere europäische Häfen und unter­
  nimmt den Versuch , sich in der Umladung von Waren zu spezialisieren, die für
  andere besonders stark beanspruchte Mittelmeerhäfen bestimmt sind . Zu den von
 der Regierung in Aussicht genommenen TransportinfraBtrukturvorhaben zählt auch
 der Bau eines zweiten internationalen Grosshafens im südlichen Inselteil *
Dieser Hafen soll vor allem in der Container-Umladung spezialisiert sein«
         Das fernmeldewesen wird seit 1975 von der Telemalta Corporation ver­
waltet , die gerade ein umfangreiches Erweiterungsprogramm in Angriff genommen
hat , dessen Gesamtkosten auf 13 Millionen M-4» für die näohsten 3 Jahre geschätzt
wird «                         ■                '           ,
 f) Fremdenverkehr                 '                   .<     ■ .                     \
         In diesem Sektor sind augenblicklich 4*000 Personen beschäftigt ; sein
 Anteil am BIP beläuft sich auf ^ bis 8 v«H«, während die Devisen-Bruttoein-
  nahmen 1976 28,6 Mio MI» ausmachten, das entspricht 36 v«H. der Warenausfuhren«
  19^6 besuchten rund 340«000 Touristen die Insel , während es 1966 erst 76«000
 waren«      *
               '                 -
                                            ,     '
                                                    '                    .    •     '
   • 1     .     /
                                     ;                              •
         Seit 1959 gewährt der Staat Hotelbesitzern zahlreiche Vorteile : für 1
  jedes neugobauto Hotel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 80 Betten ge­
  währt er einen Zusohuss in der Form von Subventionen, die im Durchschnitt
  28 v«H« der Baukosten abdecken, sowie eine auf 10 Jahre befristete Steuerbe­
  freiung« Dank dieser Massnahmen ist die Beherbergungskapazität von 1.900 Betten
  im Jahre 1968 und 9«ö00 im Jahre 1976 gestiegen«                ,
.      ' Der Staat . bemüht sich um eine Diversifizierung der Kundschaft und eine
  bessere zeitliche Erstreckung der Fremdenverkehrssaison. Er hat den Kreuzfahrt–
  tourismus und die Abhaltung internationaler Konferenzen nach Kräften gefördert » .
  Die Hotelbelegungsquoten gelten als zufriedenstellend# Gleichwohl halten sich
  rund 40 v0H. der Inselbesucher während der 3 Sommermonate auf Malta auf,
  und dieser Hundert satz* hat sioh seit 10 Jahren nicht geändert « .
                             '                            '                ••«/• ••
 ---pagebreak---                                       ' - 28 -
6 . KURZ - UND MITTELFRISTIGE AUSSICHTEN
             Die Anfang 1977 neugef;?ssten Planrichtlinien legen al j vorrangiges
     Ziel für den Zeitraum 1977 bis 1979 die Schaffung von 23.700 neuen Arbeits­
     plätzen fest , wodurch lediglich eine Erhöhung der Arbeitsloser.qpiota ( z.Z •
     rund 4 v.H. der erwerbstätigen Bevölkerung) vermieden werden könnte .
             Naoh Auffassung der Regierung ist rund die Hälfte dieser Arbeits­
     plätze praktisch gesichert :
                        \
     – das Wachstum des Fremdenverkehrssektors wird zu einem Bedarf vonVtwa
        700 neuen Arbeitsplätze führen ;
     – die neuen Infrastrukturvorhaben dürften 2.500 Personen Arbeit geben ( vor–
   ^    aussichtlichj Ausdehnung der landwirtschaftlichen Nutzungsflächen , Bau
        eines neuen Hafens usw.)}
     - die neuen Trockendooks der "Malta Drydocks Corp ." sollen etwa 1.500 Perso­
        nen Arbeit und Brot geben ;
     – die noch nicht auf vollen Touren laufende Steigerung der Industrieproduk­
        tion wird zur Schaffung von 3.000 Arbeitsplätzen führen , während die der­
        zeit im Aufbau befindlichen Produktionsstätten rund 2.40Ö Personen be­
        schäftigen sollen.                          1
             Zur Erreichung des Planziels von 23.700 Stellen müssen bis 1979
     12.000 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden und dies wohl ausschliesslich
     im Industriesektor .
             Diese Ziele zeugen insgesamt von einem sehr grossen Optimismus ; auf
     der einen Seite wird nämlich die Ausdehnung der Schiffswerften gleich bei
     ihrer Inbetriebnahme auf einen äusserst ungünstigen Weltmarkt stossen ; auf
     der anderen Seite dürfte sich' die derzeitige Lage im Welthandel kaum dazu
     eignen , Industriekapazitäten ausserhalb Europas oder Nordamerikas im Hin­
     blick auf die Ausfuhr nach diesen Gegenden zu dezentralisieren ; schliess-
'■   lieh erweisen sich die Investitionsbeschlüsse . und ihre konkrete Durchführung
     in der Regel als zu langwierig, um die Schaffung von 12.000 neuen Arbeits­
      plätzen innerhalb von 3 Jahren zu ermöglichen, (von 1971 "bis 1975 konnten
                          4                                        • '
                                                                            ......
 ---pagebreak---                                       - 29 -
in der Industrie im Jahre sdurchschnitt 1.400 neue Arb.,itsplätz ; geschaffen
werden ; um der Gesamtplanung der Regierung gerecht zu werden, mftssten
demnach zwischen 1977 und 1979 im industriellen- Bereich alljährlich 5,800 neue
Arbeitsplätze geschaffen werden). Aus all dem ergibt sich, dass die 'beschäf-
tigungspolitischen Ziele wohl kaum zu verwirlichen sind und daas die Arbeits­
losenquote mit Sicherheit den derzeitigen Stand überschreiten wird } sie dürfte
sich 1980 auf 10 bis 15 v.H. der erwerbstätigen Bevölkerung belaufen«
         Was die Bildung des Bruttoanlagevermttgens betrifft , so schätzt der
Staat den Betrag der erforderlichen Investitionen für den Zeitraum 1977
bis 1979 auf 240 Mio M-I» (l ), und dies in Berücksichtigung der Zahl der
erstrebten Arbeitsplätze , d.h« im Jahresdurchschnitt um 44 v.H« mehr als die
im Jahre 1976 verwirklichten Investitionen« Da es sich vorwiegend um Industrie–
Investitionen "handelt , ist es nicht sicher, dass Malta über die zv* raschen
Verwirklichung einer hinreichend grossen Zahl lebensfähiger Vorhaben erforder­
lichen Planungs- und Organisationskapazitäten verfügt « Dagegen dürfte das
zum Ankauf der gewünschten Ausrüstungsgüter erforderliche Devisenvolumen keine
besonderen Probleme hervorrufen, da der Staat bis 1979 Über ausserordentliche
Einnahmen aus den Mieten für die Militärstützpunkte und den dadurch erzfelten
Kebeneinkünften verfügt«'           ,    ^        .          .  ..      -       .    "
         Ab 1980 wird sioh Malta gleichzeitig 2 Problemen gegenübergestellt
sehen: .1 « einer voraussichtlichen höheren Arbeitslosenquote als bisher ,
2 « einem stark unterschüssigen Haushalt und einer ebenso defizitären Zahlungs­
bilanz , so dass die Investitionsbemühungen sioh weit über den Zeitpunkt '
hinaus erstrecken müssen, von welchem an das Land nicht mehr über die Ein­
künfte aus den Militärstützpunkten verfügen wird « Der Eintritt in diese schwie­
rige Übergangszeit dürfte freilich durch die Verwendung der umfänglichen Devi–
senvorräte während einiger Jahre erleichtert werden: 620 Mio US-$ Ende 1976 ,
das entspricht den Einfuhren von 17 Monaten« Beim Legen der Grundlagen einer
ausgewogenen und nicht mehr von der Militärpräsenz abhängigen ausgewogenen
Wirtsohaftsentwicklung kann sich Malta ausserdem auf eine Reihe von Trümpfen
stützen, und zwar :                                                            /
                                                                          • ••/ • ••
 (l ) Die Investitionskosten sind auf den ersten Bliok verhältnismässig besoheif
      den (rund 21.000 «RE ); die zur Schaffang von rund 12*000 Arbeitsplätzen
      erforderlichen Investitionen sind jedoch bereits in vollem Umfang oder
    . zumindest zu einem sehr grossen Teil verwirklicht « Schliesslich entfalten
      die meisten der. geplanten Neuinvestitionen auf die Leichtindustrie «
 ---pagebreak---                                        - 30 -
  – eine Bestand von Facharbeitern ( insbesondere im mechanischen ?^reich ),
    zu verhältnismässig geringen Lohnkostens
                          ι        . .               ι
  - seine geographische Lage , vor allem als Knotenpunkt auf der Reute Gibrai –
  . tar-Suez-Kanal;
  – ein ftlr die Förderung des Fremdenverkehrs günstiges Klima »
          Der Erfolg einer solchen Umstellung wird auch noch in weitgehendem
  Masse von' der Wiederherstellung einer günstigeren Weltwirt schafiskonjunktur
  abhängen. Er wird schliesslich davon abhSngen , inwieweit Malta "bei der Ver­
  wirklichung seiner Industriestrategie wirksame Hilfe geleistet wird , und
  zwar insbesondere bei ?        1                            -
– der Auswahl der Exportindustriezweige , der Bestimmung und Vorbereitung der
  Vorhabenj          ■  '   - ""                            '                 ,
– bei der Förderung der bei potentiellen Auslandsanlegem ausgewählten Vor­
  haben }
– bei der Herstellung von Handelsbeziehungen und Handelsnetzen».          1
 ---pagebreak--- STATISTISCHE ANLAGEN ---pagebreak---                                            -u-
     ANLAGE I.    SEKTORALE AUFGLIEDERUNG DER BESCHÄFTIGTEN ARBEITSKRÄFTE
                                                    Zahl                v .. H.
                                                                                      \
                                            1969        1976     1969         1976
Landwirtschaft und Fischerei                 6.280         7.210  6,3           6,5
Fertigungsindustrie                      i  17.590
                                                     I
                                                        27.960   17,5         25,3
Schi f f sbau                                5.200   [ 5.400      5,2           4,9
Bau . Steine und Erden                      12.370       . 4.700 12,3           4,3
Gross - una Kleinhandet                     12.530      11.880   12,5         1 0,8
Sonstige Dienstleistungen des          i    18.360      20.450   18,3         18,5
pri vaten . Sektors                    I
                                        I
Gas , Elektrizitat                               920         660  .0,9     |    0,6
Zentral Verwaltung                          19.430      20.940   19,3         19,0
Britische Militärstützpunkte                 7.780         3.330  7,7           3,0
Pionierkorps ,    Izza u Rabbi " usw .        (1)          7.880                7,1
                                           100.460     110.410   00 / 0      100,0
( 1 ) Die ersten Spezialbrigaden zur Eingliederung von Arbeitslosen wurden
      1972 gegründet .                         .
Quelle : - Central Office of Statistics , Annual Abstract of Statistics
            - Office v of the Prime Minister , Economic Survey ( 1976 ).            »
 ---pagebreak---                           ANLAGE 2. : SEKTORALE AUFGLIEDERUNG OER BILDUNG DES BRUTTOANLAGEVERMOGENS
rr>
 ,                                                                       –   ■
                                                                •          I               •        .•
                                                   In Tausenden Malta-Pfunden zu laufenden Preisen              Struktur in v.H.
                                         1970         1971          1972         1973    •     1974      1975   1970         1975
                                                                                                                          I
    Landwirtschaft und Fischerei          292          270    .      255          529           480       468    1.1  .   I 1"3
                                        4.918        3.907   .     3.601 .      4.402         4.517     7.664 - 17.7  "      20.5 -
    Fertigur.gs industrie
                                        1.182          946           822        1.108         1.701     1.472    4.3          3.9
    Bau , Steine und Erden
    Verkehr und Fernmeldewesen          3.617        3.369         2.226        2.459         3.062     3.545   13.0          9.5
                                        4.578        6.335         7.431        5.280         4.096     3.305   16.5          8.8
    Wohnungsbau
                                        1.282          861 .         544          621           923       947    4.6          2.5
    Hotelgewerbe
                                        1.870          976         1.376        2.264         2.623     2.099    6.7          5.6
    Sonstige Dienstleitungen     1
    Privater Sektor insgesamt          17.737       16.664        16.254       16.663        17.401    19.500   63.8         52.0
 :  """ΐ           γ-~     :       πτ
    Öffentlicher Sektor ingesamt-      10.076        8.857         6.279        5.590 ..     13.795    17.982   36.2    » ; 48.0
                                                                                                                          I
                                                                  22.533       22.251        31.196    37.482  100.0      j 100.0
    INGESAMT                           27.813
                                                  j 25.521                                                                t
    ( 1 ) Die sektorale Aufgliederung der öffentlichen Investitionen ist nicht bekannt .
    Quelle : Central. Of f ice of Statistics , Malta : National accounts of the Maltese Islands 1966 - 1975
 ---pagebreak---    ,                              ANLAGE 3 . : AUFGLIEDERUNG OER CIF-EINFUHRFN NACH ERZEUGNISSEN UND WICHTIGSTEN HERKUNFTSLANDERN
 cr
 **»                                                           ( In Tauserden Malta-Pfunden zu laufenden Preisen )
  i
                                        1967    I   1972             1974        I  1975     I 9 monate      I   9 monate     Mittlerer    Struktur in v.H.
                                                                                                    1975             1976        Jahres-
                                                                                                                              Zuwachs     1967       Π           ^
                                                                                                                            1967-1975
                                                                                                                                 v.H.
Nahrungsmittel                      I 1 ?. 709     18.513           35.720          37.332   I 25.008     H     28.265         .  14.4    31.4          25.8
- Getreide                              2.878       3.834           10.564          11.487       n.d .           n.d .            18.9     7. 1          8.0
- Tiere und Fleichwaren           I     2.444       3.408            4.050           4.715         II
                                                                                                                                   8.6     6.0           3.3
- Obst und Cev;-,e                      1.680       2.219            3.176           3.645         II
                                                                                                                             •    10.2     4-2 :    I    2.5
- Molkereierzeugnisse, Eier             1.350       2.409       •    3.199   ■       3.371                        I»
                                                                                                                                  12.1     3.3     I     2.3
- Zucker                                    736     1.424            4.709           3.228                        II
                                                                                                                                  20.3                   2.2         !
Rohstoffe und Energie                   4.752     . 7.422           20.757          17.432      13.074          14.547            17.6    11.7          12.1
- Erdöl und Erdölerzeugmsse             2.442       4.996           15.558          13.643      10.369          11.442            24.0     6.0           9.4
- Pfanzliche und tierische                               516         1.542           1.069            744            723          15.8     0.8           0.7
     OI P
                                    j       331
                                                                                                                                                               ι
Halbfertigwaren                         8 . 455    19.041    "      41.172 .        44.050      31.240          40.922            22.9    20.9 ■        30.5
- Textilien                             2.958       9.397           20.487          20.755       n.d .           n.d .            27.6     7.3          14.4     ■ .
Chemische Erzeugnisse                   2.683       4.890            9.121           8.474       6.352           8.264            15.5     6.6           5.9
Sonstige Fertigwaren                  11.436       16.517           30.523          35.745      24.130          36.144            15.3    28.2 .        24.7 .
- Maschinen                             4.727       7.264           14.857          18.165      AC
                                                                                                 J.7I I
                                                                                                           I         U£U
                                                                                                                                  18.3    11.7          12.6
- Befôrderungdmittel                    2.241       2.846            5.372           5.943                                        13.0     5.5           4.1
- Fertigkleidung und Schule             1.514       2.169            3.362           3.364       n.d .           n.d .            10.5     3.7           2.3
Verschiedenes                               475          827         1.675           1.415       1.187       L       905          14.6     1.2           1.0
ING L SANT                            40.510       67.210          138.969         144.448     100.992         129.049            17.2   100.0         100.0
                                                                                                                                                     i
Wichngste Herkunft slander                                                                   i
                                                                                             I                                                       i
Grossbritannien                       15.803       21.231           34.148          38.386      27.811          32.046            11.7    39.0          26.6
Deutschand                              1.524       4.C90           11.592          13.213       8.007          13.522            31.0     3.8           9.2
Italien                                 6.411      12.556           23.940          26.100      18.486          22.564            19.2    15.8          18.1
Bénélux                                 8.223       n.d .           13.798          11.802       8.744           9.162             4.6    20.3         . 8.2
Frankreich               –              1.288       3.144            6.298           6.606       4.855           6.933            22.7   ' 3.2           4.6
Neuner EWG                            27.720        n -. d .        91.C46          97.423      68.749          85.502            17.0    68.4          67.5
Vereimgte Staten                        1.293       3.818            8.143     .    11.540
                                                                                                 n.d .           n.d .    |       31.5
                                                                                                                                           3- 2 - I      8.0
 Quel ten : - Central Office of Statistics / Malta : Annual Abstract of Statistics 1975
            - Von der Verwaltunq Maltas qemachte Angaben                                   •
 ---pagebreak---                                                                                                              \
                                       ANLAGE 4 . : AUFGl IEDlRUNG DER AUSFUHREN MACH ERZEUC.NIV.I 'N UND WICHTIGSTEN
    I
   <Λ                                                             BESTIMMUNGSLANDERN ( FOB )
                                                                                                                               /
                                                            ( In Malta-Pfunden zu laufenden PrrK «- »'
                                                                                                                                                                *
                                                                                                           I                Jährliches  I    Struktur    in v.H.
                                                      1972         1974        1975          9                  9 Monate    mitt leres
                                          1967
                                                                                                  1 9 «"'•         1976      Wachstum        1967          1975
                                                                                                                            1967-1975
                                                                                                                                 v.H.
                                                                    4.453      4.9?δ         3.68Λ              6.311   •     15.3 .         21.2        I 9.8
Nahrungsmittel                            1.519     1.784
■ Kartoffeln                                                                     547                                            4.8           5.3  •        1.1     .
                                              376      475              365
                                                                                 226             ISO              249        - 3.6            4.2           0.5
- Blumen , Saatcr.                            303      229              223
                                                                               1.930         1.3V0              1.680         32 . 8  •       2.8           3.8
- Tabak                                 ■     200       54          1.045
- Landwirtschaftliche                                                          1.957                                          36.5            2.3           3.9
                                              162      532          2.049
    Veredelungserzeugm sse
                                                                                                 561              781           6.1           4.6           1.1       •
Rohstoffe                                     329      435              926      528
                                                                                 464             3λ :>            452           5.4           4.0           0.9
- Schrott                                     283      340              781
                                                                                             4.77«              6.117         10.1           41.6          12.8
< albfertigwaren                          2.978     5.140           8.224      6.444
• Textilien ( Garne und Gewebe )                                                             2. 5               1.460     .     5.2          33.4      -    7.1
                                          2.390     2.735           4.5ÛÔ      3.585
• Gummi waren                                                                                1 . 7Γ·«           1.460         19.0            7.6  '        4.3
                                              542   1.913           3.136      2.180
                                                                                                              44.088          41.9           32.6          76.3   .
: ertigwaren                              2 . 333  14.209          28.950     38.435       27 . 39'«
                                                                                                              29.063          44.3           20.6          55.0
• Fertigkleiduny                          1.474     7.968          19.256     27.698       20.031
                                                                                                                                                            3.9
• Sanitäre Einrichtungen                            1.439           2.245      1.939
• Kunststoff artikel .                                                                           97 ."          1.199         35.1            1.7           2.6
                                              120      641          1.419      1.331
                                                                                                 49 ::          1.613         59.5            1.2           7.1
• Spielzeug             _                      85      281          2 . S£6    3.560
• Elektronische Bestandteile                           435              419      635                                                          -      u      1.3       .
  NGESAMT                                                                                  36.4 . λ           57.302          27.6          100.0         I00.0
                                          7.159    21.563         42.553      50.335
  yi2il ££jerung_naçh
  ÊSilSDyDSSiëDëËIG
  rossbritannien                                                                                               11.452         22.0           38.3          26.6
                                          2.739     8.236          13.777     13.400         9.55 .
  eutschland                                                                                 9.0ί·°            16.112         76.4            1.8          24.4
                                              131   3.670           4.901     12.294
  enelux                                                                                     4.2Γ7              5.927         39.4        ■   5.4    .     10.9
                                              386   2.525           5.429      5.495
  UG                                                                                       27.00 *            39.615                                       73.4
                                                                   31.436     36.954
                                                                                                                6.477         26.7    *       8.4           7.9
  i byen                                      600    • 815          2.533      3.987         3.1 -ν
                               ( 2)                                                                                                           1.3           4.5
  onstige arabische Länder                     95      347          1.451      2.264                                                                                    »
    ( 1 ) Ausscliesslich Schiffsbau- und Schiffsreparaturarbeiten und Wiederausfuhren
   ( 2 ) Schätzungen
 ---pagebreak---                ANLAGE 5 - GOLD UND DEVISENBESTÄNDE
                     ( Jeweils zum Jahresende )
Jahr                    . In Millionen US-Dollar            Zahl der Einfuhrmonate
                                                                    des Jahres
1969                            ,       139,2                       11.3
1970               '               .    157,9  ,                    11.8
1971                                 .7 198,1 . ,                 - 14.8
1972                                    275,1    1                  18.8
1973                                    325,2                       16.3
1974                     ' .            401,9      '             . 13.4
1975                         -          500,3                       15.9
1976                      <             622,2                       17.3
                 '             ' 1                        i
                                                                       \
                            Λ
Quelle : FMI , International Financial Staistics , Februar 1977
 ---pagebreak---                                       ANLAGE 6. : AUFGLIEDERUNG DES WERTES DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN ERZEUGUNG
 I
t*-
                                                                     In Tausenden Malta-Pfunden                  In v.H.    des            Erzeugung
                                                                       ( zu laufende Preisen )                Gesamtbetrags            In Tausenden Tonnen
                                                               Durchschnitt |i Durchschnitt ■
                                                                                                     Durchschnitt     I Durchschnitt   Durchschnitt I
                                                               1968-1971        1972-1975     1975   1968-1971          1972-1975      1972-1975 I     1975
    Getreide , Futtermittel usw .                                  642              976       1.381-    21.5              22.2           25.4           26.2   „
    - Weizen                                                        73              174         327      2.4               4.0            2.1            2.3
    - Gerste                                                        48 '          .  95         137      1.6        .      2.1 .          1.8 .          2.0
    - Futtermittel                                                 392              564         752     13.1              12.8   •       19.2           19.9
    Gemüse                                                       1.782         ' 2.785        3.911     59.7              63.4           60.4           60.6
    - Kartoffeln                                                   691              893       1.225     23.1              20.3           20.1           18.3
    - Zwiebeln                                                     126              149         171      4.2               3.4            4.3            4.5
    - Tomaten                                                      298              760       1.162     10.0              17.3           14.3           15.6
    - Melonen                                                       62              106         145      2.1               2.4            1.4            1-1
    Obst ( 1 )                                                     298 ,   '        363         419     10.0               8.0            4.1
    - Sudfruchte                                                    61               68           81     2.0               1.5            0.6            0.8
    - Erdbeeren                                                                   .  30           44     -        ■        0.7
    Blumen und Saaten                                              263              279          280     8.8    - -        6.4
    INGESAMT     (1) ( ohne Viehzucht )                       i 2.985            4.393        5.991    100.0   •         100.0       | 89.9        ]  " 91.1 •
    Rinder ( Bestand in Tausenden )                                                                                                     10.5            11.2 .
    Schafe    ( Bestand in Tausenden )                                                                                                   7.3 ;           8.0
       ( 1 ) Unter Ausklammerung der Weintraubenerzeugung                                 v
      Quelle : Central Office of Statistics , Malta : Annual Abstract of Statistics 1975
 ---pagebreak---    I                                                              »                     •               I                  •
  Qû           ~                    .
   ,
   I
                  AK'LAGE 7. : WACHSTUM DES FERTIGUNGSINDUSTRIESEKTORS UND AUFGLIEDERUNG SEINES MEHRWERTS ( In Hundersätzen )  «
                                                                   [mittleres jährliches Wachstum der           Struktur des Mehrwerts < 1 )
                                                                 I  Grundlage der Produktionsindizes .    ( auf der Grundlage laufender Preis'
                                                                          1964-1969          1969-1974         1969                1975
Nahrungsmittel                                                               4?7    ê
                                                                                      Π       4.8        Π     9^6                 8.6
Getränke und Tabak                                                       .   7.7             11.6             14.9                11.8
                                                                                                                                              »
Textilien, Fertigkleidung , Leder und Schule                                19.1             12.3             24.2                37.9 .
Holz und Mobiliar                                                           12.8              1.8              5.6             .   6.3
Druckereigeuerbe                                                            16.7            . 5.4              6.0                 5.5
Chemische und Kunststofferzeugnisse ( 2 )                                   14.3             12.1              6.2                 3.8
Nichtmetallische Mineralien                                                 19.4           - 1.6               4.7                 2.9   .
Maschinenbau                                                                12.6             16.4              4.3                 7.0
Transportmittel                                                            • 4.4              7.9                                  7.4 .
Sonstige Metallbearbeitungen                                                16.9             13.5              4.2                 6.1
Sonstige Fer iiyur.gsindustrien                                             12.3           - 1.3               4.2                 2.7
Fertigungsindustrie ingesamt ( 3)                                           10.1 .            9.0            100.0               100.0
 ( 1 ) Zu Faktorkosten
 ( 2 ) Die Gumniwaren wurden für die Berechnung der Produktionsindizes mit den chemischen Erzeugnissen und für die Berechnung
       des Mehrwerts mit den Transportmitteln, zusammengelegt
 ( 3 ) Ausser Schiff swerften