CELEX: 52010PC0227
Language: de
Date: 2010-05-12
Title: Vorschlag für eine verordnung (EU) Nr. …/2010 des Rates zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 über bestimmte restriktive Maßnahmen gegenüber Libanon EN (gemeinsame Vorlage der Kommission und der Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik)

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52010PC0227

 Vorschlag für eine verordnung (EU) Nr. …/2010 des Rates zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 über bestimmte restriktive Maßnahmen gegenüber Libanon EN (gemeinsame Vorlage der Kommission und der Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik)  /* KOM/2010/0227 endg. - NLE 2010/0126 */  

	[pic] | EUROPÄISCHE KOMMISSION |Brüssel, den 12.5.2010KOM(2010)227 endgültig2010/0126 (NLE)Vorschlag für eineVERORDNUNG (EU) Nr. …/2010 DES RATESzur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 über bestimmte restriktive Maßnahmen gegenüber LibanonEN(gemeinsame Vorlage der Kommission und der Hohen Vertreterin der Unionfür Außen- und Sicherheitspolitik)BEGRÜNDUNG1.  Mit der Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 des Rates, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 690/2007 der Kommission, wurden im Einklang mit dem Gemeinsamen Standpunkt 2006/625/GASP und der Resolution 1701 (2006) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen bestimmte restriktive Maßnahmen gegen Libanon verhängt.2.  Die Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 sollte an die jüngsten Entwicklungen in der Sanktionspraxis angepasst werden, was die Bekanntmachung der zuständigen Behörden und die Haftung für bestimmte Verstöße angeht.3.  Im Interesse der Klarheit sollten die geänderten Artikel in ihrem vollen Wortlaut neu veröffentlicht werden.4.  2010/0126 (NLE)Vorschlag für eineVERORDNUNG (EU) Nr. …/2010 DES RATESzur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 über bestimmte restriktive Maßnahmen gegenüber LibanonDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION –gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 215 Absatz 1,gestützt auf den Gemeinsamen Standpunkt 2006/625/GASP des Rates vom 15. September 2006 betreffend das Verbot des Verkaufs oder der Lieferung von Rüstungsgütern und zugehörigen Gütern und die Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen an Einrichtungen oder Einzelpersonen im Libanon im Sinne der Resolution 1701 (2006) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen[1],auf gemeinsamen Vorschlag der Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und der Kommission,in Erwägung nachstehender Gründe:5.  Die Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 des Rates vom 25. September 2006 über bestimmte restriktive Maßnahmen gegenüber Libanon[2] enthält im Einklang mit dem Gemeinsamen Standpunkt 2006/625/GASP das Verbot, technische Hilfe, Finanzmittel und Finanzhilfe für Empfänger in Libanon oder zur Verwendung in Libanon bereitzustellen.6.  Die Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 sollte an die jüngsten Entwicklungen in der Sanktionspraxis angepasst werden, was die Bekanntmachung der zuständigen Behörden und die Haftung für bestimmte Verstöße angeht. Im Interesse der Klarheit sollten die geänderten Artikel in ihrem vollen Wortlaut neu veröffentlicht werden –HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Die Verordnung (EG) Nr. 1412/2006 wird wie folgt geändert:1. Folgender Artikel 2a wird eingefügt:„Artikel 2aDie natürlichen und juristischen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die Finanzmittel oder Finanzhilfe bereitgestellt haben, können im Zusammenhang mit dem Verbot nach Artikel 2 Buchstabe b nicht haftbar gemacht werden, wenn sie nicht wussten und keinen Grund zu der Annahme hatten, dass sie mit ihrem Handeln gegen das Verbot verstoßen.“2. Artikel 3 erhält folgende Fassung:„Artikel 3(1) Abweichend von Artikel 2 können die auf den Websites im Anhang angegebenen zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten nach schriftlicher Unterrichtung der libanesischen Regierung und der UNIFIL unter ihnen angemessen erscheinenden Bedingungen Folgendes genehmigen:a) die Bereitstellung von technischer Hilfe, Finanzmitteln oder Finanzhilfe für andere natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen in Libanon als die Streitkräfte der Libanesischen Republik und die UNIFIL im Zusammenhang mit Rüstungsgütern oder zugehörigen Gütern, die sich in Libanon befinden oder zur Verwendung in Libanon bestimmt sind, soferni) die Dienstleistungen nicht mittelbar oder unmittelbar für Milizen erbracht werden, zu deren Entwaffnung der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in seinen Resolutionen 1559 (2004) und 1680 (2006) aufgerufen hat,ii) die Genehmigungen unter Würdigung des Einzelfalls erteilt werden undiii) die libanesische Regierung oder die UNIFIL in jedem Einzelfall die Erbringung der betreffenden Dienstleistung an die jeweilige Person, Organisation oder Einrichtung genehmigt hat. Genehmigt die libanesische Regierung oder die UNIFIL eine bestimmte Lieferung oder Weitergabe bestimmter Rüstungsgüter oder zugehöriger Güter an eine Person, Organisation oder Einrichtung, so kann davon ausgegangen werden, dass sich die Genehmigung auch auf die Erbringung von technischer Hilfe im Zusammenhang mit der Bereitstellung, Herstellung, Instandhaltung und Verwendung der betreffenden Güter erstreckt;b) die Bereitstellung von technischer Hilfe für die Streitkräfte der Libanesischen Republik im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten und Rüstungsgütern oder zugehörigen Gütern sowie von Finanzmitteln und Finanzhilfe im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten, sofern die libanesische Regierung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Unterrichtung Einwände erhebt.(2) Abweichend von Artikel 2 können die auf den Websites im Anhang angegebenen zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten unter ihnen angemessen erscheinenden Bedingungen Folgendes genehmigen:a) die Erbringung von technischer Hilfe im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten sowie Rüstungsgütern und zugehörigen Gütern, soferni) die Güter, für die die Hilfe erbracht wird, gegenwärtig oder künftig von der UNIFIL bei der Ausübung ihrer Mission verwendet werden undii) die Dienstleistungen für Streitkräfte erbracht werden, die der UNIFIL gegenwärtig angehören oder künftig angehören werden;b) die Bereitstellung von Finanzmitteln und Finanzhilfe im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten sowie Rüstungsgütern und zugehörigen Gütern, soferni) die Finanzmittel oder die Finanzhilfe für die UNIFIL, für die Streitkräfte eines Truppen an die UNIFIL entsendenden Staates oder für eine Behörde bereitgestellt werden, die mit Beschaffungstransaktionen für die Streitkräfte eines solchen Staates beauftragt ist, undii) die Rüstungsgüter oder zugehörigen Güter für die Verwendung durch die UNIFIL oder durch die von dem betreffenden Staat an die UNIFIL entsandten Streitkräfte beschafft werden.(3) Die auf den Websites im Anhang angegebenen zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten können die in den Absätzen 1 und 2 genannten Genehmigungen nur im Vorfeld der Maßnahmen erteilen, für die sie beantragt werden.(4) Die Mitgliedstaaten unterrichten die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission über jede nach Absatz 1 erteilte Genehmigung.“3. Folgender Artikel 6a wird eingefügt:„Artikel 6a(1) Die Mitgliedstaaten benennen die in Artikel 3 genannten zuständigen Behörden und machen sie auf den Websites im Anhang bekannt. Die Mitgliedstaaten notifizieren der Kommission jede Änderung der Adressen ihrer Websites in dem Anhang II, bevor die Änderung wirksam wird.(2) Die Mitgliedstaaten notifizieren der Kommission ihre zuständigen Behörden einschließlich der für die Kontaktaufnahme erforderlichen Angaben bis zum 15. Juli 2010 und notifizieren ihr unverzüglich jede spätere Änderung.“4. Der Anhang erhält die Fassung des Anhangs der vorliegenden Verordnung.Artikel 2Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am […]Im Namen des RatesDer Präsident […]ANHANG„ANHANGWebsites mit Informationen über die in Artikel 3 genannten zuständigen Behörden und Anschrift für Notifikationen an die Europäische Kommission(von den Mitgliedstaaten zu ergänzen)BELGIENBULGARIENTSCHECHISCHE REPUBLIKDÄNEMARKDEUTSCHLANDESTLANDIRLANDGRIECHENLANDSPANIENFRANKREICHITALIENZYPERNLETTLANDLITAUENLUXEMBURGUNGARNMALTANIEDERLANDEÖSTERREICHPOLENPORTUGALRUMÄNIENSLOWENIENSLOWAKEIFINNLANDSCHWEDENVEREINIGTES KÖNIGREICHAnschrift für Notifikationen an die Europäische Kommission:Europäische KommissionGeneraldirektion AußenbeziehungenDirektion A: Krisenplattform – Politikkoordinierung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)Referat A.2: Krisenreaktion und FriedenskonsolidierungCHAR 12/1061049 Bruxelles/Brussel BELGIQUE/BELGIËE-Mail: relex-sanctions@ec.europa.euTel. +32 229-55585Fax +32 229-90873“[1] ABl. L 253 vom 16.9.2006, S. 36.[2] ABl. L 267 vom 27.9.2006, S. 2.