CELEX: 51974PC2195(01)
Language: de
Date: 1974-12-20
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN BETREFFEND BAUGERAETE UND BAUMASCHINEN

14. 4. 75                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         Nr. C 82/91
             Vorschläge von Richtlinien des Rates
               I. zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend Baugeräte
                  und Baumaschinen
              II. zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend Baugeräte
                  und Baumaschinen: Messung des Geräuschemissionspegels
             III. zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend den zuläs-
                  sigen Geräuschemissionspegel von Betonbrechern und Preßlufthämmern
                        (Von der Kommission    dem Rat vorgelegt am 31. Dezember 1974)
                                                        I
             Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
             Mitgliedstaaten betreffend Baugeräte und Baumaschinen: Gemeinsame Bestimmungen
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                   Die Vorschriften in bezug auf die Straßensicherheit
GEMEINSCHAFTEN —                                           der Baugeräte und Baumaschinen können dagegen
                                                           nicht festgelegt werden, bevor nicht die technischen
                                                           und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Har-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-            monisierung gegeben sind.
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 100,
auf Vorschlag der Kommission,                              Um die Benutzer und dritte Personen wirksam zu
                                                           schützen, ist eine Kontrolle der Einhaltung der tech-
                                                           nischen Vorschriften erfoderlich. Da die Prüfver-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,            fahren von einem Mitgliedstaat zum andern verschie-
                                                           den sind, ist es — um den freien Verkehr der Bau-
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-         geräte und Baumaschinen innerhalb des Gemein-
schusses,                                                  samen Marktes zu verwirklichen und mehrfache Kon-
                                                           trollen zu vermeiden, die ebensoviele Hindernisse für
in Erwägung nachstehender Gründe:                          den freien Warenverkehr darstellten — notwendig,
                                                           eine gegenseitige Anerkennung der Kontrollen
                                                           zwischen den Mitgliedstaaten herbeizuführen.
In jedem Mitgliedstaat müssen Baugeräte und Bau-
maschinen bestimmten, zwingend vorgeschriebenen
technischen Merkmalen entsprechen. Diese Vor-
schriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat ver-     Zur Erleichterung dieser gegenseitigen Anerkennung
schieden; dadurch wird der Warenverkehr innerhalb          der Kontrollen müssen insbesondere geeignete Ver-
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft behindert.        fahren für die EWG-Bauartzulassung für Baugeräte
                                                           und Baumaschinen geschaffen werden.
Diese Hemmnisse für die Errichtung und das rei-
bungslose Funktionieren des Gemeinsamen Marktes
lassen sich verringern oder sogar beseitigen, wenn alle    Die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften auf dem
Mitgliedstaaten in Ergänzung oder an Stelle ihrer          Gebiet der Baugeräte und Baumaschinen betreffen
derzeitigen Rechtsvorschriften gleiche Vorschriften        zahlreiche Kategorien von Baugeräten und Bauma-
erlassen.                                                  schinen für sehr verschiedenartige Verwendungs-
                                                           zwecke. Zweckmäßigerweise werden in dieser Richt-
Die Vorschriften dieser Richtlinie sind auf Baugeräte      linie allgemeine Vorschriften über die EWG-Bauart-
und Baumaschinen anwendbar. Sie bezwecken im               zulassung festgelegt. Unterschiedliche Kontrollver-
allgemeinen, den Schutz der Umwelt gegen Geräusch-         fahren werden gegebenenfalls in Einzelrichtlinien ge-
beeinträchtigungen sowie die Arbeitssicherheit zu ge-      regelt. In diesen Einzelrichtlinien für jede Kategorie
währleisten. Vom Anwendungsbereich dieser Richt-           von Baugeräten oder Baumaschinen werden Vor-
linie ausgenommen sind Hebezeuge; die Baukräne             schriften über die technische Ausführung und die
und andere Bauhebezeuge werden gegebenenfalls in           Prüfmodalitäten für diese Baugeräte und Bauma-
besonderen Vorschriften behandelt.                         schinen sowie für Bauteile erlassen.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/92                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              14. 4. 75
In bestimmten Fällen kann die Übereinstimmung mit             2.2. „EWG-Prüfung" das Verfahren, durch das es
den Bestimmungen in einfacherer Form durch ein                     möglich ist, zu bestätigen, daß jedes hergestellte
zur EWG-Bauartzulassung alternatives Verfahren ge-                 Gerät oder jeder Gerätebauteil den harmonisier-
währleistet werden. Die „EWG-Prüfung" der Erzeug-                  ten Vorschriften entspricht und den Kontrollen
nisse kann als dieses Alternativverfahren gelten. Es ist           genügt, die in der sie betreffenden Einzelricht-
jedoch erforderlich, dieses Verfahren schon bei der                linie vorgesehen sind.
Vorlage der Einzelrichtlinien, bei denen hiervon Ge-
brauch gemacht wird, festzulegen.                                  In den die „EWG-Prüfung" regelnden Einzel-
                                                                   richtlinien wird festgelegt, ob diese vom Her-
Da der Fall eintreten kann, daß Baugeräte oder Bau-
                                                                   steller unter eigener Verantwortung oder von
maschinen in den Verkehr gebracht werden, die zwar
den Vorschriften der einschlägigen Einzelrichtlinie                dem Mitgliedstaat durchgeführt wird; ferner
                                                                   wird in diesem Rahmen das einzuhaltende Ver-
entsprechen, aber trotzdem die Gesundheit oder die
                                                                   fahren vorgeschrieben.
Sicherheit gefährden, ist ein Verfahren vorzusehen,
durch das diese Gefahr unterbunden wird —
                                                                                     Artikel 3
H A T FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                                                                  Einzelrichtlinien
Die in den Richtlinien über Baugeräte und Bauma-
schinen enthaltenen technischen Vorschriften erfor-
                                                              3.1. Die Einzelrichtlinien geben für die jeweiligen
dern eine rasche Anpassung an den technischen Fort-
                                                                   Gerätekategorien die technischen Durchfüh-
schritt. Infolgedessen muß zur Erleichterung der hier-
                                                                   rungs- und Betriebsvorschriften an und weisen
für erforderlichen Maßnahmen ein Verfahren vorge-
                                                                   außerdem darauf hin, welches der beiden Ver-
sehen werden, das eine enge Zusammenarbeit
                                                                   fahren — die EWG-Bauartzulassung oder die
zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission
                                                                   EWG-Prüfung — anwendbar ist.
im Rahmen eines Ausschusses vorsieht, der für die
Anpassung der Richtlinien zur Beseitigung der inner-
gemeinschaftlichen technischen Handelshemmnisse               3.2. Die Einzelrichtlinien legen ferner die harmoni-
auf dem Gebiet der Baugeräte und Baumaschinen an                   sierten Vorschriften fest, die für sämtliche Ge-
den technischen Fortschritt verantwortlich ist.                    räte gelten, insbesondere die Vorschriften in be-
                                                                   zug auf die Arbeitssicherheit und die Methode
                                                                   für die Messung des Geräuschemissionspegels
                       KAPITEL I
                    DEFINITIONEN
                                                                                    KAPITEL II
                        Artikel 1
                                                                    EWG-BAUARTZULASSUNG FÜR GERÄTE
                    Geltungsbereich
1.1. Als „Geräte" im Sinne dieser Richtlinie gelten zu                               Artikel 4
     Arbeiten auf Baustellen dienende Baugeräte,
     -ausriistungen, -einrichtungen und Baumaschinen            Antrag auf Erteilung der EWG-Bauartzulassung
     oder Bauteile hiervon, die ihrer Bauart nach nicht
     in erster Linie zur Beförderung von Gegenstän-           Der Antrag auf Erteilung der EWG-Bauartzulassung
     den oder Personen bestimmt sind.                         wird vom Hersteller oder von seinem Beauftragten
                                                              bei einem Mitgliedstaat gestellt. Dem Antrag sind ein
1.2. Vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie sind             Beschreibungsbogen nach dem Muster der jeweiligen
     ausgenommen: land- und forstwirtschaftliche              Einzelrichtlinie und die auf diesem Bogen bezeich-
     Zugmaschinen sowie Baukräne ansnahmlich der              neten Unterlagen beizufügen.
     harmonisierten Vorschriften betreffend „Lärm"
     und „StraßenVerkehrssicherheit".                         Für ein und denselben Gerätetyp kann dieser Antrag
                                                              jeweils nur bei einem Mitgliedstaat gestellt werden.
                        Artikel 2
                      Definitionen                                                   Artikel 5
Im Sinne dieser Richtlinie bedeutet:                                           EWG-Bauartzulassung
2.1. „EWG-Bauartzulassung" die Maßnahme, durch
     die ein Mitgliedstaat feststellt, daß ein Gerätetyp      5.1. Die Mitgliedstaaten erteilen die Bauartzulassung
     den harmonisierten Vorschriften entspricht und                für jeden Gerätetyp, der mit den in der ent-
     den Kontrollen genügt, die in den ihn betreffen-              sprechenden Einzelrichtlinie festgelegten harmo-
     den Einzelrichtlinien vorgesehen sind.                        nisierten Vorschriften übereinstimmt.
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. C 82/93
5.2. Für jeden von ihm zugelassenen Gerätetyp füllt               einer Konformitätsbescheinigung versehen ist,
     der Mitgliedstaat alle Spalten des Bauartzulas-              nicht mit dem Typ übereinstimmt, für den er
     sungsbogens nach dem Muster der Anlage I aus.                die Bauartzulassung erteilt hat, so trifft er die
                                                                  notwendigen Maßnahmen, um die Übereinstim-
5.3. Die zuständigen Behörden eines jeden Mitglied-               mung der Fertigung mit dem zugelassenen Typ
     staats übermitteln den zuständigen Behörden der              sicherzustellen. Die zuständigen Behörden dieses
     anderen Mitgliedstaaten binnen eines Monats                  Staates unterrichten die zuständigen Behörden
     Abschriften der Beschreibungsbögen zusammen                  der anderen Mitgliedstaaten von den getroffenen
     mit denen der Bauartzulassungsbögen für jeden                Maßnahmen, die gegebenenfalls bis zum Entzug
     Gerätetyp, für den sie die Bauartzulassung er-               der EWG-Bauartzulassung gehen können.
     teilen oder versagen.
5.4. Der Mitgliedstaat, der die Bauartzulassung er-               Die Behörden treffen die gleichen Maßnahmen,
     teilt hat, trifft — erforderlichenfalls in Zusam-            wenn sie von den zuständigen Behörden eines
     menarbeit mit den zuständigen Behörden der                   anderen Mitgliedstaats von einer derartigen
     übrigen Mitgliedstaaten — die notwendigen                    Nichtübereinstimmung unterrichtet werden.
     Maßnahmen, um die Übereinstimmung der Fer-
     tigung mit dem zugelassenen Typ zu über-                8.2. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten
     wachen. Diese Überwachung beschränkt sich auf                unterrichten sich gegenseitig binnen eines
     Stichproben.                                                 Monats vom Entzug einer erteilten EWG-Bau-
                                                                  artzulassung unter Angabe der Gründe.
                        Artikel 6
                                                                                     Artikel 9
               Konformitätsbescheinigung
                                                                                Sicherheitsklausel
6.2. Für alle Baugeräte und Baumaschinen, die ent-
     sprechend den in bezug auf jede harmonisierte
     Vorschrift zugelassenen Prototypen hergestellt          9.1. Stellt ein Mitgliedstaat fest, daß ein Gerät zwar
     werden, wird vom Hersteller oder von seinem                  den Vorschriften dieser Richtlinie genügt, aber
     Beauftragten im Zulassungsland eine Konformi-                dennoch eine Gefahr für die Gesundheit oder
     tätsbescheinigung nach dem Muster der Anlage                 die Sicherheit darstellt, so kann er das Inver-
     II ausgestellt.                                              kehrbringen auf seinem Hoheitsgebiet vorläufig
                                                                  untersagen. Er unterrichtet hiervon unverzüglich
                       KAPITEL III                                die Kommission und die übrigen Mitgliedstaaten
                                                                  unter Angabe der Gründe.
   HARMONISIERTE TECHNISCHE VORSCHRIFTEN
                                                             9.2. Die Kommission konsultiert innerhalb einer Frist
                                                                  von sechs Wochen die betreffenden Mitglied-
                        Artikel 7
                                                                  staaten. Sie gibt unverzüglich ihre Stellungnahme
     Klausel betreffend den freien Warenverkehr                   ab und trifft die geeigneten Maßnahmen.
7.1. Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die             9.3. Ist die Kommission der Ansicht, daß technische
     Inbetriebnahme oder die bestimmungsgemäße                    Anpassungen der Richtlinie erforderlich sind, so
     Verwendung eines neuen Gerätes, das mit einer                werden diese Anpassungen entweder von der
      Konformitätsbescheinigung nach dem Muster der               Kommission oder vom Rat nach dem in Artikel
     Anlage II — Bescheinigung der EWG-Bauartzu-                  12 vorgesehenen Verfahren beschlossen; in
     lassung und/oder der EWG-Prüfung — ver-                      diesem Fall kann der Mitgliedstaat, der Schutz-
     sehen ist, nicht aus Gründen ihrer Bau- oder                 maßnahmen getroffen hat, diese bis zum In-
     Arbeitsweise verbieten.                                      krafttreten dieser Anpassungen beibehalten.
     Die Mitgliedstaaten können verlangen, daß die
     Konformitätsbescheinigung beim Angebot oder                                   KAPITEL IV
     beim Verkauf zur definitiven Verwendung auf
     ihrem Hoheitsgebiet auch in der Landessprache                     AUSSCHUSS FÜR DIE ANPASSUNG
     abgefaßt ist.                                                 AN DEN TECHNISCHEN FORTSCHRITT
                        Artikel 8                                                   Artikel 10
                 Nichtübereinstimmung                        Die Änderungen die zur Anpassung
             mit einer zugelassenen Bauart                   — der Anhäge I und II dieser Richtlinie und
8.1. Stellt der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartzu-         — der technischen Anlagen zu den gemäß Artikel 3
     lassung erteilt hat, fest, daß ein Gerät, das mit           vorgesehenen Einzelrichtlinien
 ---pagebreak--- Nr. C 82/94                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              14. 4. 75
an den technischen Fortschritt notwendig sind, wer-                               KAPITEL V
den nach dem in Artikel 12 festgelegten Verfahren
erlassen.
                                                               ALLGEMEINE UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN
                      Artikel 11
                                                                                   Artikel 13
11.1. Es wird ein Ausschuß für die Anpassung der
      Richtlinien über die Beseitigung der tech-
      nischen Handelshemmnissen bei Baugeräten                   Verfügungen, Zustellungen und Rechtsmittel
      und Baumaschinen an den technischen Fort-
      schritt — im folgenden „Ausschuß" genannt —
                                                            Jede Verfügung auf Grund der zur Durchführung
      eingesetzt, der aus Vertretern der Mitglied-
                                                            dieser Richtlinie erlassenen Vorschriften, durch die
      staaten besteht und in dem ein Vertreter der
                                                            die EWG-Bauartzulassung verweigert oder zeitweilig
       Kommission den Vorsitz führt.
                                                            oder endgültig entzogen oder der Verkauf, die Inbe-
                                                            triebnahme oder die bestimmungsgemäße Verwen-
11.2. Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung.         dung verboten wird, ist eingehend zu begründen. Sie
                                                            ist den Beteiligten von dem Staat, der sie getroffen
                                                            hat, unter Angabe der in den Mitgliedstaaten nach
                        Artikel 12
                                                            dem geltenden Recht vorgesehenen Rechtsmittel und
                                                            Rechtsmittelfristen zuzustellen.
12.1. Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Ver-
       fahren Bezug genommen, so befaßt der Vor-
       sitzende den Ausschuß von sich aus oder auf
       Antrag des Vertreters eines Mitgliedstaats.                                 Artikel 14
12.2. Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem                              Inkraftsetzung
      Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden
      Maßnahmen. Der Ausschuß nimmt zu diesem
       Entwurf innerhalb einer Frist Stellung, die der      14.1. Die Mitgliedstaaten erlassen und veröffent-
      Vorsitzende nach der Dringlichkeit der betref-              lichen bis spätestens 31. Dezember 1976 die
      fenden Frage bestimmen kann. Die Stellung-                  Vorschriften, die erforderlich sind, um dieser
      nahme kommt mit einer Mehrheit von 41                       Richtlinie nachzukommen, und setzen die Kom-
      Stimmen zustande, wobei die Stimmen der Mit-                mission hiervon unverzüglich in Kenntnis.
       gliedstaaten nach Artikel 148 Absatz 2 des Ver-
      trages gewogen werden. Der Vorsitzende
       nimmt an der Abstimmung nicht teil.                        Sie bringen diese Vorschriften ab 1. Juli 1977
                                                                  zur Anwendung.
12.3. a) Die Kommission trifft die in Aussicht ge-
           nommenen Maßnahmen, wenn sie der Stel-
           lungnahme des Ausschusses entsprechen.           14.2. Die Mitgliedstaaten achten ferner vom Datum
                                                                  dieser Richtlinie ab darauf, der Kommission
      b) Entsprechen die in Aussicht genommenen                   rechtzeitig jeden Entwurf für Rechts- und/oder
           Maßnahmen nicht der Stellungnahme des                  Verwaltungsvorschriften mitzuteilen, die sie im
           Ausschusses oder ist keine Stellungnahme               Rahmen des Geltungsbereichs dieser Richtlinie
           ergangen, so schlägt die Kommission dem                zu erlassen beabsichtigen, um der Kommission
           Rat unverzüglich die zu treffenden Maß-                die Möglichkeit zu eventuellen Bemerkungen
           nahmen vor. Der Rat beschließt mit quali-              zu geben.
           fizierter Mehrheit.
       c) Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von
           drei Monaten, nachdem ihm der Vorschlag                                 Artikel 15
           übermittelt worden ist, keinen Beschluß ge-
           faßt, so werden die vorgeschlagenen Maß-
           nahmen von der Kommission getroffen.             Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      Nr. C 82/95
                                                         ANLAGE   1
                   MUSTER EINES EWG-BAUARTZULASSUNGSBOGENS FÜR BAUGERÄTE,
                          -AUSRÜSTUNGEN, -EINRICHTUNGEN ODER BAUMASCHINEN
          Name der zuständigen Behörde
          Angaben über die Erteilung, die Versagung oder den Entzug der Bauartzulassung über die harmo-
          nisierten Vorschriften:
          Nummer der Bauartzulassung
            1. Fabrik- oder Handelsmarke
            2. Name und Anschrift des Herstellers
            3. Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers
            4. Zur Bauartzulassung vorgelegt am
            5. Für folgende harmonisierte Vorschriften
            6. Prüfstelle
            7. Datum und Nummer des Prüfprotokolls
            8. Datum der Erteilung / Versagung / des Entzugs der Bauartzulassung (*•)
            9. Als Anlagen sind folgende mit der oben angegebenen Bauartzulassungsnummer gekenn-
                zeichnete Unterlagen beigefügt:
          10. Eventuelle zusätzliche Bemerkungen
                                           , den
                            'Ort)                                                   (Unterschrift)
          i1) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/96                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         14. 4. 75
                                                          ANLAGE II
                                          KONFORMITÄTSBESCHEINIGUNG FÜR
                BAUGERÄTE, -AUSRÜSTUNGEN, -EINRICHTUNGEN UND BAUMASCHINEN
            Der Unterzeichnete,
                                                         (Name und Vorname)
            bescheinigt, daß das Baugerät / die Baumaschine:
            1. Art
            2. Fabrikmarke
            3- Typ
            4. Nummer innerhalb der Typenserie der Maschine
            5. Nummer innerhalb der Typenserie des Fahrzeuggestells, wenn diese von derjenigen der
               Maschine abweicht
            6. Baujahr
            mit den in nachstehender Tabelle beschriebenen Prototypen (EWG-Bauartzulassung) und den
            harmonisierten Vorschriften (EWG-Prüfung) vollkommen übereinstimmt:
                                                                                EWG-Bauartzulassung
                              Harmonisierte Vorschriften
                                                                            Nummer                 Datum
                                           den
                        (Ort)                                                           (Unterschrift)
                                                                                        (Stellung)
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 N r . C 82/97
                                                                II
             Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
             Mitgliedstaaten betreffend Baugeräte und Baumaschinen: Messung des Geräusch-
                                                         emissionspegels
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                           gemäß einer nach den Vorschriften in der Anlage
GEMEINSCHAFTEN —                                                   durchgeführten Messung eingehalten sind.
gestützt auf den Vertrag zur G r ü n d u n g der Euro-
                                                                                                   Artikel 3
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 100,
                                                                   Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die Inbe-
                                                                   triebnahme oder die bestimmungsgemäße Benutzung
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                   eines neuen Geräts aus G r ü n d e n , die die Messung
                                                                   des Geräuschemissionspegels betreffen, nicht unter-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                    sagen, wenn die EWG-Bauartzulassung in bezug auf
                                                                   den Geräuschemissionspegel in der Konformitätsbe-
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                  scheinigung nach dem Muster der Anlage II der
schusses,                                                           Richtlinie des Rates vom                         bescheinigt
                                                                    ist.
in Erwägung nachstehender G r ü n d e :
In den Mitgliedstaaten bestehen Vorschriften be-                                                   Artikel 4
treffend die zulässigen Geräuschemissionspegel von
                                                                    Änderungen, die zur Anpassung der Vorschriften des
Baugeräten u n d Baumaschinen sowie über die Me-
                                                                   Anhangs an den technischen Fortschritt notwendig
thode zu ihrer Messung. Diese Vorschriften sind von
                                                                    sind, werden nach dem Verfahren g e m ä ß Artikel 12
Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden; dadurch
                                                                    der Richtlinie des Rates vom                          zur An-
wird der Warenverkehr mit diesen Baugeräten u n d
                                                                    gleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
Baumaschinen behindert. Es ist folglich notwendig,
                                                                    über die gemeinsamen Bestimmungen f ü r Baugeräte
diese Vorschriften zu harmonisieren.
                                                                    und Baumaschinen erlassen.
G e m ä ß Richtlinie des Rates vom                   ist eine
Angleichung der harmonisierten Vorschriften über                                                   Artikel 5
die Messung des Geräuschemissionspegels herbeizu-
führen, denen die Baugeräte und Baumaschinen ent-                   5.1. Die Mitgliedstaaten erlassen u n d veröffentlichen
sprechen müssen, u m ungehindert eingeführt, in den                      bis spätestens 1. Dezember 1976 die Vorschrif-
Verkehr gebracht u n d benutzt werden zu können,                         ten, die erforderlich sind, u m dieser Richtlinie
nachdem sie in vorgeschriebener Weise geprüft wor-                       n a c h z u k o m m e n , u n d setzen die Kommission
den sind u n d die vorgesehene Konformitätsbescheini-                    hiervon unverzüglich in Kenntnis.
gung erhalten haben —
                                                                         Sie bringen diese Vorschrift ab 1. Juli 1976 zur
                                                                         Anwendung.
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                             Artikel  1                             5.2. Die Mitgliedstaaten achten ferner v o m D a t u m
                                                                         dieser Richtlinie ab darauf, der Kommission
Diese Richtlinie ist auf Baugeräte und Baumaschinen                      rechtzeitig jeden Entwurf f ü r Rechts- u n d / o d e r
im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie des Rates vom                      VerwaltungsVorschriften mitzuteilen, die sie im
              a n w e n d b a r , bei denen es angezeigt ist,            R a h m e n des Geltungsbereichs dieser Richtlinie
die f ü r den Geräuschemissionspegel maßgeblichen                        zu erlassen beabsichtigen, u m der Kommission
Grenzwerte festzusetzen.                                                 die Möglichkeit zu eventuellen Bemerkungen zu
                                                                         geben.
                             Artikel  2
                                                                                                   Artikel 6
Die Mitgliedstaaten erteilen die Bauartzulassung f ü r
jeden Gerätetyp, dessen Geräuschemissionsgrenzwerte                 Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/98                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              14. 4. 75
                                                 ANHANG
                       LUFTSCHALLMESSUNG AN IM FREIEN BETRIEBENEN
                                 MASCHINEN UND EINRICHTUNGEN
                                        TEIL I: PRÜFVERFAHREN
            1.     ZWECK UND GELTUNGSBEREICH
            1.1.   Zweck
                   Dieses Meßverfahren gilt für die Messung der Geräuschemission aller Arten von
                   im Freien betriebenen Maschinen und Einrichtungen.
                   Ist aus wichtigen Gründen — z.B. Sicherheitsgründen — die Prüfung einer Maschine
                   mit Bezug auf deren EWG-Bauartgenehmigung nach dem Meßverfahren gemäß
                   Teil I nicht möglich, findet Teil II auch bei den Prüfungen für die EWG-Bauart-
                   genehmigung Anwendung.
            1.2.   Geltungsbereich
            1.2.1. Geräuscharten
                   Die in dieser Vorschrift angegebenen Verfahren gelten für gleichmäßige Geräusche,
                   können aber auch bei ungleichmäßigen Geräuschen Anwendung finden, ausge-
                   nommen einzelne Schallimpulse oder Impulsfolgen mit einer Wiederholungsrate
                   von weniger als 10 je Sekunde. Für die Messung von Schallimpulsen und von Ge-
                   räuschen, die Einzeltöne enthalten, gelten die Vorschriften gemäß Abschnitt 6.2.3.
                   und 6.2.4.
            1.2.2. Größe der Schallquelle
                   Für Messungen in einem offenen Gebäude im Freien ist die Größe der Schallquelle
                   nur durch die verfügbare reflektierende Fläche begrenzt.
            2.     BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
            2.1.   Schallreflektierende Fläche
                   Siehe Anhang A.
            2.2.   Meßflächenschalldruck
                   Für die Zwecke dieser Meßmethode der nach den Mittelungsverfahren gemäß Ab-
                   schnitt 6 über der Zeit quadratisch gemittelte und auch über die Meßfläche ge-
                   mittelte Schalldruck.
            2.3.   Meßflächenschalldruckpegel L p
                   Das Zehnfache des Briggschen Logarithmus des Verhältnisses des Quadrats des
                   Meßflächenschalldrucks zum Quadrat des Bezugsschalldrucks. Das Bewertungs-
                   diagramm oder die Breite des benutzten Frequenzbandes sind anzugeben, zum
                   Beispiel: A-bewerteter Schalldruckpegel, Oktav-Schalldruckpegel, Terz-Schall-
                   druckpegel usw.
                   Der Bezugsschalldruck ist 20 ^uPa. Einheit: Dezibel (db).
            2.4.   Schalleistungspegel L w
                   Das Zehnfache des Briggschen Logarithmus des Verhältnisses einer gegebenen
                   Schalleistung zur Bezugsschalleistung. Das Bewertungsdiagramm oder die Breite
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                des benutzten Frequenzbandes sind anzugeben, z.B.: A-bewerteter Schalleistungs-
                pegel, Oktav-Schalleistungspegel, Terz-Schalleistungspegel, usw. Der Bezugsschall-
                pegel ist 1 pW ( = 10— 12 W). Einheit: Dezibel (db).
                Anmerkung:     Der mittlere Schalldruckpegel bei irgendeinem Bezugsradius hat einen
                               anderen Zahlenwert als der Schalleistungspegel; seine Verwendung
                               an Stelle des Schalleistungspegels wird nicht empfohlen.
         2.5.   A-bewerteter Schalleistungspegel LWA
                Für die Zwecke dieses Meßverfahrens wird die Geräuschemission einer Maschine
                gekennzeichnet durch den A-bewerteten Schalleistungspegel.
         2.6.   Meßfläche
                Die Meßfläche ist eine gedachte Fläche des Inhalts S. Sie umschließt die Schallquelle
                und endet an der reflektierenden Ebene. Auf dieser Fläche liegen die Meßpunkte
                 (siehe Abschnitt 6.1.).
         2.7.   Fremdgeräusche
         2.7.1. Grundgeräusch
                Grundgeräusch ist jedes Geräusch an den Meßpunkten, das nicht von der zu unter-
                suchenden Schallquelle erzeugt wird.
         2.7.2. Störgeräusch
                Störgeräusch ist jedes Geräusch an den Meßpunkten, das von der zu untersuchenden
                Schallquelle erzeugt, aber nicht direkt abgestrahlt wird.
         3.     AKUSTISCHE UMGEBUNG
         3.1.   Allgemeines
                Im Idealfall ist die Meßumgebung bis auf die reflektierende Ebene frei von schall-
                reflektierenden Gegenständen, so daß der Schall in ein freies Feld über reflektierender
                Fläche abgestrahlt wird. In der Meßumgebung dürfen bis zum dreifachen Meßab-
                stand von der Außenfläche der Schallquelle keine schallreflektierenden Hindernisse
                sein.
                Eine für Messungen nach diesem Meßverfahren geeignete Meßumgebung ist ein
                flaches Gelände im Freien, in dem das Fremdgeräusch ausreichend niedrig ist.
         3.2.   Kriterien für die Meßumgebung
                Anlage A beschreibt ein Verfahren, nach dem eine Korrekturwerte zur Berücksichti-
                gung der Meßumgebung bestimmt wird.
         3.3.   Kriterien für den Fremdgeräuschpegel
                An den Meßpunkten (Mikrophon-Position) muß der Fremdgeräuschpegel um mehr
                als 6 db unter dem zu messenden Schalldruckpegel in jeder Frequenz innerhalb des
                interessierenden Frequenzbereichs liegen.
                Störgeräusche können durch sorgfältige Aufstellung der zu untersuchenden Ma-
                schine auf ein Alinimum begrenzt werden. Dieser Punkt ist in spezifischen Meßan-
                weisungen näher behandelt.
         3.4.   Kriterien für Temperatur und Feuchtigkeit
                Die Luftschallabsorption in der Meßumgebung schwankt mit der Temperatur und
                der Feuchtigkeit, insbesondere bei Frequenzen über 1 000 Hz. Bei Messungen gemäß
                diesem Meßverfahren sind Temperatur und relative Feuchtigkeit während der
                Schalldruckpegel-Messungen zu kontrollieren und so konstant wie möglich zu halten.
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            4.   MESSGERÄTE
            4.1. Allgemeines
                 Die Meßgeräte sollen so ausgelegt sein, daß"cler quadratische Mittelwert des bewer-
                 teten Schalldruckpegels und der Oktav- oder Terzpegel, seitlich und über die Meß-
                 fläche gemittelt, gemessen werden kann. Die Mittelung über die Meßfläche wird in
                 der Regel in der Weise durchgeführt, daß der zeitlich gemittelte Schalldruckpegel
                 mit einer vorgeschriebenen Zeit-Konstanten für eine gegebene Anzahl Mikrophon-
                 positionen (siehe Abschnitt 6.2.) gemessen^und der Mittelwert nach Abschnitt 7.1.
                 berechnet wird.
            4.2. Mit den verwendeten Meßgeräten kann die zeitliche Mitteilung auf zweierlei Weise
                 vorgenommen werden:
                 a) Durch kontinuierliches Mitteln der quadrierten Anzeige unter Verwendung
                     eines RC-Glättungskreises mit einer Zeit-Konstanten T . Die kontinuierliche
                     Mittelung liefert nur eine Annäherung des wahren zeitlichen Mittelwertes und
                     schränkt die „Einspiel"-Zeit und die Beobachtungszeit ein (siehe Abschnitt 6.3.3.).
                     Anmerkung:     Ein Beispiel für ein Gerät, bei dem diese Mittelung verwendet
                                    wird, ist ein Schallpegelmesser gemäß IEC Publikation 179, 2. Aus-
                                    gabe 1973, mit Anzeigeart „langsam" (slow).
                 b) Durch Integrieren der quadrierten Anzeige über einen gegebenen Zeitraum        Td
                     Diese Integration kann digital oder analog durchgeführt werden.
            4.3. Mikrophon und zugehöriges Kabel
                 Es wird ein Kondensatormikrophon oder ein in Genauigkeit, Stabilität und Fre-
                 quenzgang gleichwertiges Mikrophon verwendet. Das Mikrophon muß einen
                 flachen Frequenzgang über den interessierenden Frequenzbereich für den vom Her-
                 steller angegebenen Einfallswinkel haben.
                 Diesen Anforderungen entspricht normalerweise das Mikrophon eines genormten
                 Schallpegelmessers gemäß IEC Publikation 179, 2. Ausgabe 1973, das für Freifeld-
                 messungen geeicht ist.
            4.4. Bewertungs-Netzwerk, Frequenzanalysator
                 Es wird ein A-Bewertungs-Netzwerk, das den Toleranzen gemäß IEC Publikation
                 179, 2. Ausgabe 1973 entspricht, und/oder Oktav- oder Terzfilter gemäß IEC
                 Publikation 225 verwendet. Die Mittenfrequenzen der Frequenzbänder müssen
                 ISO 226 entsprechen.
                                                                                                         /
                 Werden außer der A-Bewertung noch andere Bewertungs-Netzwerke verwendet,
                 so sind deren Kennwerte im Meßbericht anzugeben.
            4.5. Eichung
                 Während jeder Meßreihe ist eine Eichtonquelle mit einer Genauigkeit von ± 0,5 db
                 am Mikrophon anzubringen zur Eichung des gesamten Meßsystems auf eine oder
                 mehrere Frequenzen über den interessierenden Frequenzbereich. Die Eichtonquelle
                 ist jährlich auf unveränderte Leistung zu überprüfen. Außerdem wird in regel-
                 mäßigen Zeitabständen eine elektrische Eichung des Meßsystems über den gesamten
                 interessierenden Frequenzbereich vorgenommen.
            5.   AUFSTELLUNG UND BETRIEB DER SCHALLQUELLE
            5.1. Allgemeines
                 In vielen Fällen hängt die abgestrahlte Schalleistung vom Fundament oder der Auf-
                 stellung und von der Betriebsweise der Schallquelle ab. In diesem Abschnitt werden
                 allgemeine Empfehlungen für Aufstellung und Betrieb der Schallquelle gegeben.
                 Nähere Einzelheiten über Aufstellung und Betrieb der verschiedenen Maschinen-
                 arten werden in speziellen Blättern festgelegt.
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                  Es ist genau festzulegen, welche Komponenten, Baugruppen, Hilfseinrichtungen,
                  Antriebsmaschine usw. zu der zu untersuchenden Maschine gehören. Maschinen
                  mit auswechselbaren Werkzeugen oder Ausrüstungen sind entweder mit der Grund-
                  ausrüstung oder in Verbindung mit den auswechselbaren Teilen zu messen. Das
                  Meßergebnis gilt nur für die geprüfte Kombination.
          5.2.    Anordnung der Schallquelle
                  Die zu untersuchende Schallquelle soll mit Bezug auf die schallreflektierende Fläche
                  gemäß Anhang A in einer oder mehreren für die normale Einsatzweise typischen
                  Positionen aufgestellt werden. Ist die betriebsmäßige Aufstellung nicht bekannt
                  oder bestehen hierfür verschiedene Möglichkeiten, so sind besondere Vereinbarun-
                  gen zu treffen, die im Meßbericht anzugeben sind. Bei der Anordnung der Maschine
                  in der Meßumgebung ist darauf zu achten, daß genügend Platz bleibt, so daß die
                  Meßfläche die Maschine gemäß Abschnitt 6.1. umschließt.
                  Die Maschine ist in genügendem Abstand von reflektierenden Wänden (einschl.
                  Decke) oder reflektierenden Gegenständen so aufzuteilen, daß die Vorschriften im
                  Anhang mit Bezug auf die Meßfläche erfüllt sind.
          5.3.    Hilfseinrichtungen
                  Alle Hilfseinrichtungen, die zum Betrieb der zu untersuchenden Maschine notwendig,
                  aber nicht Teil der Maschine sind (siehe Abschnitt 5.1.), sind nach Möglichkeit so
                  aufzustellen, daß sie das Meßergebnis nicht beeinflussen.
          5.4.    Betriebszustand der Schallquelle während der Messung
                  Während der Messungen soll die Schallquelle in einer für den normalen Einsatz
                  typischen Weise betrieben werden. Andernfalls ist die Messung bei einem oder
                  mehreren der nachstehenden Betriebszustände vorzunehmen. Für jede Maschinen-
                  art sind die Betriebszustände in den entsprechenden speziellen Blättern genau
                  definiert.
                   1) Normallastbetrieb bei Normalgeschwindigkeit;
                  2) Vollastbetrieb (wenn anders als 1));
                  3) Unbelastet (Leerlauf);
                  4) Betrieb mit der höchsten Geräuschentwicklung.
                   Der Schalleistungspegel kann für alle gewünschten Betriebsbedingungen (Tempera-
                   tur, Feuchtigkeit, Maschinengeschwindigkeit usw.) ermittelt werden. Diese Prüf-
                   bedingungen sind vorher festzulegen und während der Prüfung konstant zu halten.
                   Die Geräuschmessung wird erst vorgenommen, wenn ein stabiler Betriebszustand
                   eingetreten ist.
           6.      ERMITTLUNG DES SCHALLDRUCKPEGELS AN DER MESSFLÄCHE
           6.1.    Meßfläche
           6.1.1.  Allgemeines
                   Die Meßfläche umschließt die Schallquelle und endet an der schallreflektierenden
                   Ebene. Die geometrische Form der Meßfläche richtet sich nach dem Maschinen-
                   umriß.
                   Vorzug haben folgende Meßflächenformen (siehe Anhang A):
                   a) Quader,
                   b) Halbkugel.
                   Zur Bestimmung der Meßfläche wird eine Bezugsfläche festgelegt. Diese Bezugs-
                   fläche ist der kleinstmögliche Quader, der die Schallquelle gerade umschließt und
                   an der reflektierenden Ebene endet. Herausreichende Bauteile, die nicht wesentlich
                   zur Schallabstrahlung beitragen, bleiben bei der Festlegung des Quaders unberück-
                   sichtigt.
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                   Die Meßfläche (auf der die Mikrophonpositionen angeordnet sind) richtet sich
                   nach der Bezugsfläche. Der Meßabstand d ist der Abstand zwischen der Bezugsfläche
                   und der Meßfläche.
            6.1.2. Wahl der Meßfläche
                   Für Messungen an einer Reihe gleichartiger Schallquellen (z.B. Betonmischmaschi-
                   nen, Kompressoren usw.) wird dringend enpfohlen, jeweils die gleiche Form der
                   Meßfläche zu wählen. Bestehen spezielle Vorschriften für bestimmte Maschinenarten,
                   so ist die dort festgelegte Methode verbindlich.
                   Die Konstruktion des Bezugs-Quaders, Größe und Gestalt der Meßfläche und der
                   Meßabstand sind im Meßbericht anzugeben und in der Prüfvorschrift für die spezi-
                   fische Maschinenart festzulegen.
                   Für die Wahl der Meßfläche gilt folgendes:
                   a) Der Quader ist vorzuziehen, wenn die Abmessung D der Bezugsfläche gleich dem
                       Meßabstand d oder größer ist, wobei
                                        D = (lf+l|+l|)1/2
                       Ii, 12 und 13 sind Länge, Breite und Höhe des Bezugs-Quaders.
                       Anmerkung:       Es hat sich erwiesen, daß diese Meßfläche bei Maschinenarten
                                        sehr unterschiedlicher Größe anwendbar ist.
                       Der Meßflächeninhalt S wird berechnet als
                                        S = 4(ab + bc + ac)
                       hierbei ist:     a = 0,5 Ii + d
                                        b = 0,5 h + d
                                        c =      b + d
                       d ist der Meßabstand.
                   b) Die Halbkugel mit Radius R ist vorzuziehen, wenn die vorstehend definierte
                       Abmessung D gleich dem halben Meßabstand d oder kleiner ist. Der Meßab-
                       stand ist gegeben durch
                                        d = R — Do
                       hierbei ist D 0 = ((0,5 Ii) 2 + (0,5 12)2 + h 2 ) 1 / 2
                       Anmerkung;       Die halbkugelförmige Meßfläche ist geeignet zur Ermittlung der
                                        Richtcharakteristik der Schallquelle, wenn der Meßabstand d
                                        mindestens das Vierfache der größten Abmessung D der Bezugs-
                                        fläche beträgt.
                       Der Mittelpunkt der Halbkugel ist die Senkrechtprojektion des geometrischen
                       Mittelpunktes der Schallquelle auf die reflektierende Ebene (siehe Anhang B).
            6.2.   Mikrophonanordnung
                   Die Anordnung der Meßpunkte auf der gewählten Meßfläche ist im einzelnen in
                   Anhang B für Halbkugelform und in den speziellen Blättern für Quaderform ange-
                   geben.
                   Die Anzahl der Meßpunkte kann erhöht werden, um abzusichern, daß der Abstand
                   zwischen den Meßpunkten nicht größer als der Meßabstand ist.
            6.2.2. Messungen am Arbeitsplatz
                   Erfordert die Bedienung der Maschine den Aufenthalt von Bedienungspersonal —
                   z.B. Fahrer — an bestimmten Stellen, so sind Schallmessungen in Ohrhöhe und
                   20 ± 2 cm vor Kopf mitte durchzuführen. Nähere Anweisungen werden in den
                   speziellen Blättern gegeben.
            6.2.3. Ermittlung der Art des abgestrahlten Geräusches
                   Aus Umweltgründen ist es nützlich, die Art des abgestrahlten Geräusches zu kennen
                   (ISO 1996). Es ist daher erforderlich, eine Methode zur Kennzeichnung eines Im-
                   pulsgeräusches und eines Geräusches mit Einzeltönen zu bestimmen.
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          6.2.3.1. Nachweis von I m p u l s g e r ä u s c h
                   Impulsgeräusch kann nachgewiesen werden durch Beobachten der Zeitfunktion
                   des Geräuschsignals auf dem Bildschirm eines an das Meßsystem angeschlossenen
                   Oszillographen. (Die Verwendung einer Kamera oder eines Nachleucht-Oszillo-
                   graphen erleichtert die Beobachtung).
                   In vielen Fällen gibt der Vergleich der Anzeigen des Schallpegelmessers bei Anzeige-
                   art „Langsam" (slow) mit den Werten bei Anzeigeart „Impuls" (siehe IEC Publika-
                   tion 179A (1973) ) Aufschluß darüber, ob das Geräusch impulshaltig ist oder nicht.
                   Als Maß der Impulshaltigkeit dient gemäß diesem Meßverfahren die Differenz der
                   zeitlich gemittelten quadratischen Mittelwerte der A-bewerteten Schalldruckpegel
                   in den Anzeigearten „Langsam" und „Impuls". Der mit der Anzeige „Impuls"
                   erhaltene Wert wird als „Impuls-Schalldruckpegel" bezeichnet. Dies wird an einem
                   der Meßpunkte auf der Meßfläche geprüft.
                   Ein Geräusch gilt als impulshaltig, wenn die wie vorstehend beschrieben ermittelte
                   Differenz größer als oder gleich 2 db ist.
          6.2.3.2. N a c h w e i s von G e r ä u s c h mit E i n z e l t ö n e n
                   Das Vorliegen reiner Töne wird gemäß Abschnitt 6.3. unter Verwendung eines Terz-
                   filterbandes ermittelt.
                   Ein reiner Ton liegt vor, wenn der Schallpegel in einem Terzband den Schallpegel in
                   den beiden angrenzenden Bändern um mehr als 5 db übersteigt.
                   Fällt die Frequenz eines reinen Tones mit einer Abschaltfrequenz für die Terzfilter
                    zusammen, so liegt ein reiner Ton dann vor, wenn der Schallpegel in den beiden
                    angrenzenden Terzfilterbändern, die die Frequenz des reinen Tones enthalten, den
                    Schallpegel der an diese angrenzenden Terzbänder um mehr als 2 db übersteigt, j
          6.3.      Meßbedingungen
          6.3.1.    Allgemeines
                   Die Umgebungsbedingungen können einen Störeffekt an dem für die Messungen
                    verwendeten Mikrophon bewirken, Solche Einflüsse (z.B. starke elektrische oder
                    magnetische Felder, Wind, Abgasströmungen aus der zu untersuchenden Maschine,
                    hohe oder niedrige Temperaturen) müssen durch richtige Wahl bzw. Anordnung
                    des Mikrophons vermieden werden. Das Mikrophon ist immer so auszurichten,
                    daß der Einfallswinkel der Schallwellen der Winkel ist, für den das Mikrophon
                    geeicht ist.
                    Der Schalldruckpegel wird über eine typische Betriebszeit der Maschine beobachtet.
                    Der Schalldruckpegel (entsprechend dem quadratisch gemittelten Schalldruckpegel
                    P av 2 ) wird an jedem Meßpunkt mit A-Bewertung abgelesen. Die Geräte müssen den
                    Vorschriften gemäß Abschnitt 4 entsprechen. Für A-bewertete Schallpegel beträgt
                    die Beobachtungszeit mindestens 15 Sekunden.
          6.3.2.    Messungen mit dem Schallpegelmesser
                    Der Schallpegelmesser ist auf die Anzeigeart „Langsam" (slow) einzustellen.
                    Schwankt der Zeiger am Schallpegelmesser bei Einstellung „Langsam" um weniger
                    als ± 3 db, so gilt das Geräusch für die Zwecke dieser Internationalen Norm als
                    gleichmäßiges Geräusch, und als Meßwert gilt der zeitliche Mittelwert der Größt-
                    und Kleinstpegel. Sind die Pegelschwankungen während der Beobachtungszeit
                    größer als ± 3 db, so gilt das Geräusch als nicht-gleichmäßig; in diesem Falle ist
                    nach Abschnitt 6.2.3.1. zu verfahren.
          6.3.3.    Korrekturwerte      für die Berücksichtigung     des Fremdgeräusches
                    Auf die gemessenen Schalldruckpegel wird zur Berücksichtigung des Fremdgeräu-
                    sches jeweils ein Korrekturwert gemäß Tabelle 1 angewandt.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/104                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          14. 4. 75
                                                         TABELLE 1
                   KORREKTURWERTE ZUR BERÜCKSICHTIGUNG DES FREMDGERÄUSCHES
                                                      (Schalldruckpegel)
                                                                          Korrekturwert (in Dezibel), der von dem bei
                          Unterschied (in Dezibel) zwischen den gemes-    laufender Maschine gemessenen Schalldruck-
                          senen Schalldruckpegelwerten für die Maschine   pegel abgezogen wird, so daß sich der auf die
                          im Betrieb und für das Fremdgeräusch allein     Schallquelle allein zurückzuführende Schall-
                                                                                       druckpegel ergibt
                                                 6                                             1,0
                                                 7                                             1,0
                                                 8                                             1,0
                                                 9                                             0,5
                                               10                                              0,5
            6.3.4.      Korrektur zur Berücksichtigung         des Störgeräusches (Schalldruckpegel)
                        Die Korrektur wird vorgenommen, nachdem die Schallquelle abgeschirmt worden
                        ist. Die Abschirmungen müssen eine Massenbelegung von mindestens 25 kg/m 2
                        haben und auf der zur Schallquelle gerichteten Seite geräuschabsorbierend sein.
             7.         BERECHNUNG DES MESSFLÄCHEN-SCHALLDRUCKPEGELS UND
                        SCHALLEISTUNGSPEGELS
             7.1.       Berechnung des Schalldruckpegels L p über die Meßfläche (Meßflächen-Schall-
                        druckpegel)
                        Für die A-bewerteten Schalldruckpegel und den Pegel in jedem interessierenden
                        Frequenzband wird ein Mittelwert L p aus den gemessenen Pegelwerten L p i (gege-
                        benenfalls nach Korrektur gemäß Abschnitt 6.3.4.) nach folgender Gleichung] be-
                        rechnet :
                                                                   N
                                                                          0,1 L
                                                      10 log       i = l 10               K (1)
                                                              N
                        hierbei ist: L p     = Meßflächen-Schalldruckpegel in Dezibel. Bezugswert: 20^Pa.
                                       Lpi = A-bewerteter oder Banddruckpegel, der sich aus der i-ten Mes-
                                                 sung ergibt, in Dezibel. Bezugswert: 20^Pa.
                                        N    = Gesamtzahl der Messungen.
                                        K    = Korrekturwert für die Umgebung in Dezibel (siehe Anhang A).
             7.2.       Berechnung des Schalleistungspegels
                        Der Schalleistungspegel wird nach folgender Gleichung berechnet:
                                        Lw = Lp ±        10 log S/So
                        hierin bedeuten: L w        = A-bewerteter oder Bandleistungspegel in Decibel.
                                                        Bezugswert: 10~12 W
                                              Lp    — Gemäß Abschnitt 7.1. ermittelter Meßflächen-Schall-
                                                        druckpegel in Dezibel. Bezugswert: 20/uPa.
                                              S     = Meßflächeninhalt in m2
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 82/105
               Der Meßflächeninhalt S wird nach der Formel für die entsprechende geometrische
               Form berechnet (s. Abschnitt 6.1.2.).
               Der Meßflächeninhalt braucht nur angenähert bestimmt zu werden. Ein Fehler
               von 25 % entspricht einem Unterschied von nur 1 db im berechneten Schalleistungs-
               pegel.
          8.   AUFZUSCHREIBENDE I N F O R M A T I O N E N
               Bei allen nach diesem Meßverfahren durchgeführten Messungen sind folgende
               Informationen zu erfahren und aufzuschreiben:
          8.1. Untersuchte Schallquelle
               a) Beschreibung der untersuchten Schallquelle (einschließlich Abmessungen),
               b) Betriebsbedingungen,
               c) Bedingungen für die Aufstellung der Schallquelle,
               d) Anordnung der Schallquelle in der Meßumgebung,
               e) wenn der Meßgegenstand mehrere Geräuschquellen hat, Beschreibung             der
                  während der Messungen in Betrieb befindlichen Quelle(n).
          8.2. Akustische Umgebung
               a) Beschreibung der Meßumgebung; Skizze, aus der die Anordnung der Schall-
                  quelle mit Bezug auf schallreflektierende Gegenstände und das umliegende Gelände
                  ersichtlich ist, einschließlich physikalischer Beschreibung der Meßumgebung,
               b) Korrekturwerte zur Berücksichtigung der Meßumgebung gemäß Anhang A,
               c) Lufttemperatur (C), Luftdruck in Millibar, Windgeschwindigkeit und Wind-
                   richtung.
          8.3. Meßgeräte
               a) Benutzte Meßgeräte: Bezeichnung, Bauart, Seriennummer und Hersteller,
               b) Bandbreite des Frequenzanalysators,
               c) Frequenzeinstellung des Meßsystems,
               d) zur Eichung der Mikrophone verwendetes Verfahren; Datum und Ort der
                  Eichung.
          8.4. Akustische Daten
               a) Form der Meßfläche, Meßabstand, Anordnung und Orientierung der Meßpunkte
                   (Mikrophonposition) oder Meßstrecken,
               b) Meßflächeninhalt S,
               c) gegebenenfalls Korrekturwerte in Dezibel für jedes Frequenzband zur Berück-
                   sichtigung des Übertragungsverhaltens des Mikrophons, des Übertragungsver-
                   haltens des Paßfilters, des Fremdgeräusches usw.,
               d) nach einem der Verfahren gemäß Anhang A berechneter Umgebungs-Korrek-
                   tur wert K,
               e) Meßflächen-Schalldruckpegel L p , berechnet für A- (oder anders) bewerteten
                   Schalldruckpegel, und Pegel in jedem interessierenden Frequenzband, ausge-
                   drückt in Dezibel, bezogen auf 20/«Pa,
               f) Schalleistungspegel, berechnet aus dem Meßflächen-Schalldruckpegel für A-
                   Bewertung (oder sonstige Bewertung) und für alle verwendeten Frequenzbänder,
                   in Dezibel, bezogen auf 1 pW ( = 1 0 _ 1 U),
 ---pagebreak--- Nr. C 82/106                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             14. 4. 75
                              g) Schalldruckpegel am Bedienungsstand (gegebenenfalls),
                              h) bei einem Unterschied von mehr als 5 db zwischen dem A-bewerteten Schall-
                                   druckpegel an einem Meßpunkt und dem Mittelwert des A-bewerteten Schall-
                                   drucks an allen Meßpunkten ist die Anzahl der Meßpunkte mit dem höchsten
                                   Schalldruck sowie der Unterschied anzugeben,
                               i) subjektive Beurteilung des Geräusches (hörbare Einzeltöne, Impulscharakter,
                                   Spektrumbeschaffenheit, zeitabhängige Merkmale usw.),
                               j)  Zeitpunkt der Messungen (Tag und Uhrzeit).
            9.                 ANGABEN IM MESSBERICHT
                               Von den Daten gemäß Abschnitt 8 werden in den Meßbericht nur diejenigen
                               Daten aufgenommen, die für die Zwecke der Messungen benötigt werden.
                               Der Bericht muß die ausdrückliche Angabe enthalten, daß die Schalleistungspegel
                               in voller Übereinstimmung mit den Verfahren gemäß dieser ISO-Norm ermittelt
                               wurden und daß diese Schalleistungspegel in Dezibel, bezogen auf 1 pW angegeben
                               sind.
             10.               BEZUGSDOKUMENTE
                               IEC Publikation 225 — 1966 — Octave, half-octave and third-octave band Alters
                               intended for the analysis of sounds and vibrations
                               IEC Publication 179, 1973 — 2nd Ed — Precision sound level meters
                               IEC Publication 179A, 1973 — Precision sound level meters. Additional characteri-
                               stics for the measurement of impulsive noise
                               1SO/R266 — 1962 — Preferred frequencies for acoustical measurements
                               ISO 2204 — 1973 — A guide to the measurement of acoustical noise and evaluation
                               of its effects on man
                               IEC Publication 50(08) — 1966 — International Electrotechnical Vocabulary
                                (2nd edition) — Group 08: Electroacoustics
                               ISO 3740 — Determination of sound power levels of noise sources.
                               Part 0: Guidelines for the use of basic Standards and for the preparation of noise
                               test codes (*).
             KORREKTURWERTE ZUR BERÜCKSICHTIGUNG DER AKUSTISCHEN UMGEBUNG
             A.l.              Allgemeines
                               Für die Messungen nach diesem Verfahren ist die Meßumgebung so zu wählen,
                               daß ein Freifeld über einer reflektierenden Ebene gegeben ist. Ein Hindernis gilt
                               als schallreflektierend, wenn seine Größe mehr als 1/10 seines Abstands von der
                               Schallquelle beträgt.
                               Absolutvergleichsprüfung (siehe Abschnitt A.3) wird mittels einer Bezugsschall-
                               quelle durchgeführt.
             A.2.              Beschaffenheit der reflektierenden Ebene
                                Gemessen wird über einer reflektierenden Ebene unter Freifeldbedingungen. Bei
                               nichtreflektierender Grundfläche (z.B. Grasfläche) müssen die Korrekturwerte
                               gemäß Abschnitt A.3. mit Hilfe einer Bezugsschallquelle ermittelt werden; die
                               Bezugsschallquelle wird zu diesem Zweck unmittelbar auf der Grundfläche an der
                               für die zu untersuchende Maschine vorgesehenen Stelle angebracht.
                               Es ist sorgfältig darauf zu achten, daß die Ebene keinen Schall durch Vibration
                               abstrahlt.
             (*) At present at the stage of draft.
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 82/107
                 Die reflektierende Ebene darf nicht kleiner sein als die Projektion der Meßfläche
                 auf die Ebene.
          A.3.   Absolutvergleichstest
          A.3.1. Verfahren
                 Es wird eine Bezugsschallquelle, die den Anforderungen der Internationalen Norm
                 3741 (Anhang B) entspricht, in der Meßumgebung an der gleichen Stelle wie die zu
                 untersuchende Schallquelle aufgestellt.
                 Der Schalldruckpegel der Bezugsschallquelle wird nach den Verfahren gemäß Ab-
                 schnitt 6.0. und 7.0. ermittelt, wobei nach Möglichkeit die gleiche Meßfläche wie
                 für die zu untersuchende Maschine verwendet wird. Der Korrekturwert K zur Be-
                 rücksichtigung der Meßumgebung ist dann gegeben durch
                               K = Lw — Lwr
                 Hierbei ist Lw der nach Abschnitt 6.0. und 7.0. berechnete Bandleistungspegel
                                   der Bezugsschallquelle in Dezibel
                              Lwr der Nennwert des Bandleistungspegels der Bezugsschallquelle in
                                   Dezibel. Bezugswert: 1 pW
          A.3.2. Verfahren bei unbeweglicher Schallquelle
                 Läßt sich die zu untersuchende Schallquelle zur Aufstellung der Bezugsschallquelle
                 nicht von der Prüfstelle entfernen, dann kann die Messung auch bei anderer, gleich-
                 wertiger Anordnung der Schallquelle auf der gleichen reflektierenden Ebene durch-
                 geführt werden, sofern der Korrekturwert K für die zu untersuchende Schallquelle
                 bei dieser Anordnung mit einem Fehler von höchstens 0,5 db bestimmt werden kann.
          A.3.3. Anordnung der Bezugsschallquelle in der Meßumgebung
                 Selbst wenn sehr große Maschinen zu untersuchen sind, ist eine einzige Anordnung
                 der Bezugsschallquelle ausreichend, sofern das Verhältnis von Länge zu Breite der
                 zu untersuchenden Maschine nicht größer als 2 ist. Ist dieses Verhältnis größer als 2,
                 so muß die Bezugsschallquelle an vier Punkten auf dem Boden aufgestellt werden.
                 Unter der Annahme, daß die Projektion der zu untersuchenden Maschine auf die
                 Ebene annähernd rechteckige Form hat, liegen die vier Punkte jeweils am Mittel-
                 punkt der Seiten des Rechtecks. Um Lw zu erhalten, berechnet man den Meßflächen-
                 Schalldruckpegel L p bei jeder der vier Anordnungen der Bezugsschallquelle auf der
                 Ebene. An jedem Punkt auf der Meßfläche wird der Schalldruckpegel für die vier
                 Anordnungen der Schallquelle mit Hilfe der Gleichung (1) quadratisch gemittelt.
          B.l.   Empfohlene Mikrophonanordnung auf der Halbkugel (siehe Abschnitt 6.1.)
                 Die Messungen werden an 12 Punkten gemäß Abbildung 1 und Tabelle 2 vorge-
                 nommen.
                 Die Koordinaten x, y, z der Meßpunkte in Metern gemäß Tabelle 6a hängen nur
                 vom Radius R der als Meßfläche verwendeten Halbkugel ab.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/108                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             14. 4. 75
                                               TABELLE 2
                                                     X             Y            z
                                   • Nr.
                                                     R             R             R
                                       1            1             0           1,5/R
                                       2           0,7            0,7         1,5/R
                                       3            0             1           1,5/R
                                       4         —0,7             0,7         1,5/R
                                       5         —1               0           1,5/R
                                       6         —0,7             0,7         1,5/R
                                       7           0            —1            1,5/R
                                       8           0,7          —0,7          1,5/R
                                       9            0,65          0,27        0,71
                                      10          —0,27           0,65        0,71
                                      11          —0,65         —0,27         0,71
                                      12             0,27       —0,65         0,71
                 — Ist keine Abmessung des bei der Messung berücksichtigten Teils der Maschine
                     größer als 4 m, so ist als Meßfläche eine Halbkugel mit 10 m Radius zu bevor-
                     zugen.
                 — Ist keine Abmessung der Schallquelle größer als 1,5 m, soll die Meßfläche eine
                     Halbkugel mit 4 m Radius sein.
            B.2. Empfohlene Mikrophonanordnung auf dem Quader (siehe Abschnitt 6.1.)
                 Prinzipiell werden die Messungen an 9 Punkten gemäß Abbildung 2 vorgenommen
 ---pagebreak--- 14.4.75                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      N r . C 82/109
                   Surface de mesure parallelepipedique                jyZ
                                                                                             2
                                              4X
                                                         10                             \
                                            / Ä\       Q\
                                        /          x     *
                                    /                X v
                                   /                  \ \                    • /        ^*0$     \
                                  /                     X N
                                  /                          /
                                 51                        X
                                  1                       x        s
                                  \                 x         /         \ \              J
                                              O\ \        \              \ X            /
                                                                          \ X.         /
                                                                           \   X     /
                                                                             \   X /
                                             öta^                              er
                                                                                   12
                                                                                        /
          Surface de mesure parallelepipedique      Va
                                                                                                            .
                                                                                            M-d-*'—
                                                                  Ftgure 2
 ---pagebreak--- Nr. C 82/110                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          14.4. 75
                                            TEIL II: SURVEY METHOD
                      Messung der Geräuschemission von im Freien betriebenen Maschinen und Ein-
                      richtungen
                      Dieser Teil „Survey Tests" enthält die Meßverfahren, die bei der Nachprüfung
                      von Maschinen Anwendung finden, deren Prototyp bereits einer Messung gemäß
                      Teil I unterzogen wurde.
                      Ist aus wichtigen Gründen — z.B. Sicherheitsgründen — die Prüfung einer Maschine
                      mit Bezug auf deren EWG-Bauartgenehmigung nach dem Meßverfahren gemäß
                      Teil I nicht möglich, findet Teil II auch bei den Prüfungen für die EWG-Bauartge-
                      nehmigung Anwendung. Diese „Survey-Method" weicht in folgenden Punkten von
                      Teil I ab:
            6.1.2.    Meß fläche
                      Als Meßfläche gilt die Fläche, die bei den Bauartgenehmigungsprüfungen (Typ-
                      prüfung) verwendet wurde. Soll dieser Teil bei einer Bauartgenehmigungsprüfung
                      Anwendung finden, werden die erforderlichen Spezifikationen in dem speziellen
                      Blatt angegeben.
            6.2.      und Anhang B: Mikrophonanordnung
                      Bei halbkugelförmiger Meßfläche werden nur die 8 Meßpunkte der unteren Meß-
                      ebene verwendet.
                      Ist für die zu untersuchende Maschine keine Meßfläche vorgegeben, so liegen die
                      Meßpunkte in 1,5 m Höhe auf einer geschlossenen Linie in 8 m Abstand vom Umriß
                      der Maschine. Es sind mindestens 8 Meßpunkte vorzusehen.
            6.2.3.    Nachweis der Art des von der Maschine emittierten             Geräusches
                      Die Geräuschart wird nur bestimmt, wenn dies aus Gründen des Umweltschutzes
                      gefordert wird.
            6.3.3.    Korrektur    zur Berücksichtigung       des Fremdgeräusches
                      Es gelten die Korrekturwerte der nachstehenden Tabelle.
                                                        TABELLE 3
               KORREKTUR WERT K FÜR DIE BERÜCKSICHTIGUNG DES FREMDGERÄUSCHES
                                                                        Korrekturwert (in Dezibel), der von dem bei
                        Unterschied (in Dezibel) zwischen den gemes-    laufender Maschine gemessenen Schalldruck-
                        senen Schalldruckpegelwerten für die Maschine   pegel abgezogen wird, so daß sich der auf die
                        im Betrieb und für das Fremdgeräusch allein     Schallquelle allein zurückzuführende Schall-
                                                                                      druckpegel ergibt
                                              3                                 keine Messung möglich
                                              3                                              3
                                          4 bis 5                                            2
                                          6 bis 9                                            1
            6.3.5.    Korrektur    zur Berücksichtigung      des Störgeräuschs
                      Entfällt.
 ---pagebreak--- 14.4.75                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 82/111
        7.2. Berechnung des Schalleistungspegels
             Der Schalleistungspegel, ausgedrückt in db, wird bestimmt durch die Gleichung
             L"w = Lpm + Ls (siehe Teil I, Abschnitt 7.2.). Ist (durch das Meßverfahren oder durch
             einen speziellen Anhang) keine bestimmte Meßfläche vorgegeben und liegen die
             Meßpunkte auf einer geschlossenen Linie der Länge U, so ist der Schalleistungspegel
             durch die Gleichung
                                                 IT2
                           L w = L p m + 10 lg — db
             zu bestimmen, wobei U in Metern eingesetzt wird.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/112                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         14. 4. 75
                                                        111
             Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
             Mitgliedstaaten betreffend den zulässigen Geräuschemissionspegel von Betonbrechern
                                               und Preßlufthämmern
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                    HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
GEMEINSCHAFTEN —
                                                                                        Artikel 1
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf          Diese Richtlinie regelt den zulässigen Geräuschemis-
Artikel 100,                                                sionspegel von Betonbrechern und Preßlufthämmern.
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                                        Artikel 2
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
                                                            2.1. Die Mitgliedstaaten erteilen die EWG-Bauartzu-
                                                                  lassung für jede Bauart von Betonbrechern und
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
                                                                  Preßlufthämmern, deren nach den Vorschriften
schusses,
                                                                  des Anhangs I gemessener Geräuschemissions-
                                                                  pegel nicht den in nachstehender Tabelle in Ab-
in Erwägung nachstehender Gründe:                                 hängigkeit von Gewicht und Zeitpunkt ange-
                                                                  gebenen Geräuschemissionspegel überschreitet:
In den Mitgliedstaaten bestehen zwingende Vor-
schriften für den Bau und die Prüfung von Beton-                                               Zulässiger Geräuschemissionspegel
brechern und Preßlufthämmern. Diese Vorschriften                                                  (bewertet A, Referenz 1 pW)
                                                                 Gewicht des Betonbrechers
sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden;               oder Preßlufthammers
                                                                                                                        ab
dadurch wird der Warenverkehr mit diesen Beton-                                                 31. Dezem-          1. Januar
                                                                                                   ber 1977            1978
brechern und Preßlufthämmern behindert. Deshalb
muß eine Angleichung dieser Rechtsvorschriften her-
                                                            bis 20 kg                              112 db            107 db
beigeführt werden.
In der Richtlinie des Rates vom                    zur      ab (einschließlich) 20 kg
Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaa-        bis (einschließlich) 35 kg             115 db            110 db
ten betreffend gemeinsame Bestimmungen für Bauge-
räte und Baumaschinen ist insbesondere das Ver-
fahren für die EWG-Bauartzulassung festgelegt; nach         über 35 kg                             118 db            113 db
dieser Richtlinie sind die harmonisierten Vorschrif-
ten festzulegen, denen jede Gerätekategorie ent-
sprechen muß.                                               2.2. Dem Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauart-
                                                                  zulassung für den Geräuschemissionspegel einer
Einige Mitgliedstaaten haben der Kommission Ent-                  Bauart eines Betonbrechers oder eines Preßluft-
würfe mitgeteilt, die sich insbesondere auf die Fest-             hammers ist ein Beschreibungsbogen nach dem
setzung der Grenzwerte für die Geräuschemission von               Muster des Anhangs II beizufügen.
Betonbrechern und Preßlufthämmern beziehen.
                                                            2.3. Für jede von ihm zugelassene Bauart eines Be-
Im Hinblick auf die schwerwiegenden Auswirkungen                  tonbrechers oder Preßlufthammers füllt der
des von Baugeräten und Baumaschinen ausgehenden                   Mitgliedstaat alle Spalten des EWG-Bauartzu-
Lärms auf die Sicherheit der Arbeiter und die Umwelt              lassungsbogens nach dem Muster der Anlage II
und in Verbindung mit den oben genannten Entwür-                  der Richtlinie des Rates vom                              aus.
fen ist es notwendig, auf Gemeinschaftsebene schritt-
weise und fühlbar den zulässigen Geräuschemissions-         2.4. Für jeden entsprechend dem durch eine EWG-
pegel von Betonbrechern und Preßlufthämmern                       Bauartzulassung zugelassenen Typ hergestellten
herabzusetzen.                                                    Betonbrecher oder Preßlufthammer ergänzt der
                                                                  Hersteller die Konformitätsbescheinigung nach
Es ist erforderlich, schon jetzt den ab 1. Januar 1978            dem Muster der Anlage II der Richtlinie des
zulässigen Geräuschemissionspegel um 5 db niedriger               Rates vom                                 durch folgende
als den bis zu diesem Datum zulässigen anzusetzen —               Angaben:
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. C 82/113
     — in der Spalte „Harmonisierte Vorschrift":                                   Artikel 5
          Zulässiger Geräuschemissionspegel       db
                                                           Jeder Mitgliedstaat übermittelt den übrigen Mitglied-
                                                           staaten und der Kommission die Liste der für die
     — in den der EWG-Bauartzulassung ent-                 Bauartprüfung von Betonbrechern und Preßluft-
          sprechenden Spalten: Nummer und Datum            hämmern und die Erteilung der EWG-Bauartzulas-
          der Bauartzulassung.                             sung in bezug auf zulässigen Geräuschemissionspegel
                                                           zuständigen Behörden sowie die Liste der Empfänger
2.5. Auf jedem der EWG-Bauartzulassung ent-                des Schriftwechsels gemäß Artikel 6, 8 und 9 der
     sprechenden Betonbrecher oder Preßlufthammer          Richtlinie des Rates vom
     muß der vom Hersteller garantierte Geräusch-          Er teilt ferner jede Änderung dieser Listen mit.
     emissionspegel und das Gewicht des Geräts in
     unlöschbarer und dauerhafter Form angebracht
                                                                                   Artikel 6
     sein.
                                                                                 Inkraftsetzung
                        Artikel 3                          (1) Die Mitgliedstaaten erlassen und veröffentlichen
                                                           bis spätestens 31. Dezember 1976 die Vorschriften,
                                                           die erforderlich sind, um dieser Richtlinie nachzu-
Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die Inbe-          kommen, und setzen die Kommission hiervon un-
triebnahme oder die bestimmungsgemäße Benutzung            verzüglich in Kenntnis.
eines neuen Betonbrechers oder Preßlufthammers,
der mit einer Konformitätsbescheinigung gemäß Ar-          Sie bringen diese Vorschriften ab 1. Juli 1977 zur
tikel 2.4. versehen und gemäß Artikel 2.5. gekenn-         Anwendung.
zeichnet ist, nicht aus Gründen des zulässigen Ge-
räuschemissionspegels verbieten.                           (2) Die Mitgliedstaaten achten ferner vom Datum
                                                           dieser Richtlinie ab darauf, der Kommission recht-
                                                           zeitig jeden Entwurf für Rechts- und/oder Verwal-
                                                           tungsvorschriften mitzuteilen, die sie im Rahmen des
                        Artikel 4
                                                           Geltungsbereichs dieser Richtlinie zu erlassen beab-
                                                           sichtigen, um der Kommission die Möglichkeit zu
Änderungen, die zur Anpassung der Vorschriften             eventuellen Bemerkungen zu geben.
der Anhänge an den technischen Fortschritt not-
wendig sind, werden nach dem in Artikel 12 der                                     Artikel 7
Richtlinie des Rates vom                vorgesehenen
Verfahren erlassen.                                        Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/114                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 14. 4. 75
                                                            ANHANG        I
                                                        GELTUNGSBEREICH
            Die im folgenden beschriebene Prüfmethode gilt für druckluftbetriebene Abbau- und Aufbruch-
            hämmer und setzt die Prüfverfahren zur Messung der Lärmemission dieser Geräte für die EWG-
            Zulassung fest. Diese Verfahren entsprechen den Vorschriften des Anhangs zur Richtlinie des Rates
            vom                    betreffend die „Messung des Geräuschemissionspegels von Baumaschinen
            und -geräten".
                                    PRÜFMETHODE FÜR DRUCKLUFTBETRIEBENE
                                            ABBAU- UND AUFBRUCHHÄMMER
            Für druckluftbetriebene Abbau- und Aufbruchhämmer gilt der gesamte Anhang zur Richtlinie
            des Rates vom                        betreffend die Messung des Geräuschemissionspegels von Bau-
            maschinen und -geräten mit nachstehenden besonderen Anwendungsmodalitäten:
            Artikel 1 bis 5.1.: Unverändert
            Artikel 5.2.: Dieser Artikel wird durch folgenden Text ergänzt:
            5.2.          Abstützung der Maschine
                          Zur Sichersteilling der vollkommenen Reproduzierbarkeit der Ergebnisse ist das
                          Gerät mit eingespanntem Werkzeug zu prüfen, das seinerseits in einem kubischen
                          Betonblock festgehalten wird, der in eine entsprechende Ausgrabung im Boden ein-
                          gelassen ist.
            5.2.1.        Eigenschaften des Blocks
                          Der Block hat die Form eines Würfels mit möglichst regelmäßigen Kanten von je
                          0,60 m Länge und ist in bewehrtem Rüttelbeton mittels Rüttelflasche in jeweils
                          0,20 m hohen Schichten herzustellen, um zu starkes Absetzen zu vermeiden.
                          Z u s a m m e n s e t z u n g des B e t o n s :
                          Je Sack von 50 kg künstlichen Portland-Zement 250/315:
                          — 65 Liter kalkfreier Rohsand, Körnung 0,1 bis 5 mm,
                          — 115 Liter kalkfreier Kies, Körnung 5 bis 25 mm,
                          — 15 Liter Wasser,
                          — 1,5 Liter Härtemittel.
                          Der Würfel wird mit Rundeisen von 8 mm bewehrt, ohne Drahtverbindung, sodaß
                          jede Einlage für sich getrennt bleibt. Die Abbildung auf Seite 9 dieses Anhanges zeigt
                          schematisch das Prinzip der Herstellung.
            5.2.2.        Einspannwerkzeug
                          Das im Betonblock zu verankernde Werkzeug besteht aus einem Druckluftstampfer
                          220 0 , Normalausführung, mit Einspannschaft entsprechend der genormten Aus-
                          führung, jedoch um 0,20 m länger.
                          Diese beiden Teile sind in geeigneter Weise fest miteinander zu verbinden. Dieses
                          Werkzeug wird derart im Block verankert, daß die Unterseite des Stampfers 0,30 m
                          von der Oberseite des Würfels entfernt ist.
            5.2.3.        Einlassen des Würfels
                          Der Würfel ist in eine vollständig zementierte Ausgrabung so einzulassen, daß seine
                          Oberseite mit dem Boden fluchtet.
                          Außerdem ist der Block zwecks Ausschaltung aller störenden Übertragungen gegen
                          den Grund und die Seitenwände des Grabens durch geeignete Abschirmungen zu
                          isolieren (vgl. Punkt 6.3.5. von Teil I). Auf jeden Fall darf das in Bodenhöhe fest-
                          stellbare Spiel nicht größer sein als 1 cm.
 ---pagebreak--- 1 4 . 4 . 75                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 82/115
             Artikel 5.3.: unverändert
             Artikel 5.4.: Dieser Artikel wird durch folgenden Text ergänzt:
                                     ARBEITSWEISE DER DRUCKLUFTBETRIEBENEN
                          ABBAU- UND AUFBRUCHHÄMMER WÄHREND DER PRÜFUNG
             5.4.            Die Arbeitsweise des Gerätes muß akustisch stabil sein, derart, wie sie sich im Dauer-
                             betrieb unter nachfolgenden Bedingungen ergibt.
                             Das Gerät muß mit einem Arbeitsdruck von 6 bar oder mit dem Nenndruck betrie-
                             ben werden, wenn dieser als der normale Druck anzusehen ist. Während der Ver-
                             suche ist der Arbeitsdruck beim Betrieb des Gerätes zu messen. Das Gerät muß
                             normal arbeiten; Hindernisse am Luftaustritt, wie z.B. Vereisung, sind zu vermei-
                             den. Art, Qualität und Menge des verwendeten Schmiermittels müssen den Empfeh-
                             lungen des Herstellers entsprechen.
             5.4.1.          Versuchsanordnung
                             Die Maschinen müssen allein, ohne Bediener, in folgender Weise arbeiten:
                             a) die Maschine muß in senkrechter Stellung arbeiten, festgehalten durch eine
                                 Vorrichtung nach Punkt 5.2. mit einem Werkzeugschaft, dessen Abmessungen
                                 der Werkzeugaufnahme der Maschine entsprechen;
                             b) die Maschine ist mit Hilfe einer federnden Einrichtung fest nach abwärts zu
                                 drücken; die Federn sind so einzustellen, daß ein stabiler Betriebszustand wie
                                 unter normalen Arbeitsbedingungen erzielt wird, wenn der Meißel in den Beton
                                 eingedrungen ist, bevor der Bruch stattfindet;
                             c) folgende Maße sind als Richtwerte einzuhalten:
                                 — geometrischer Mittelpunkt der Maschinen: 1 m über dem Boden
                                — Abstand des (unteren) Endes der Maschine vom Boden: 0,10 bis 0,20 m je
                                     nach dem verwendeten Abstandsstück.
             5.4.2.          Einstellung des Arbeitsdruckes
                             Die Maschine muß bei einem Druck von 6 bar oder beim Nenndurck arbeiten, wenn
                             dieser hiervon abweicht. Der Druck ist an der Original-Manschette zu messen, an
                             der die Druckluft in die Maschine eintritt.
                             Der Druck kann mit Hilfe eines Zeigermanometers gemessen werden; wegen des
                             pulsierenden Betiebes der Maschine ist es jedoch zweckmäßiger, mit einem Wind-
                             kessel von 50 bis 100 Liter Inhalt zu arbeiten, der über einen 20 m langen Schlauch
                             von 19 mm 0 gespeist wird. Die Maschine wird von diesem Behälter aus durch
                             einen 3 m langen Schlauch von 25 bis 30 mm 0 gespeist, der an den Eintrittsstutzen
                             unter Vermeidung von Druckverlusten angeschlossen wird. Der Druck im Behälter
                             wird über eine Zapfleitung gemessen.
                             Die Druckregelung kann entweder durch das Auslaßventil des Kompressors oder
                             durch ein druckabhängiges Leckventil am Behälter mit Auslaß-Geräuschdämpfer
                             erfolgen.
                             Die Abbildung auf Seite 10 dieses Anhangs zeigt schematisch das Prinzip der Ver-
                             suchsanordnung.
             Artikel 6.1.1.:   unverändert
             Artikel 6.1.2.:   Dieser Artikel wird durch folgenden Text ergänzt:
             6.1.2.          Wahl der Meßfläche
                             Die für diesen Test zu verwendende Meßfläche ist ein Quader, dessen Abmessungen
                             und dessen Anordnung gegenüber der Maschine in Punkt 6.2. beschrieben sind.
 ---pagebreak--- Nr. C 82/116                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              14. 4. 75
            Artikel 6.2.: Dieser Artikel wird durch folgenden Text ergänzt:
            6.2.           Anordnung der Mikrophone
                           Bei allen Maschinen sind fünf Mikrophonstellungen in 1 Meter Entfernung auf einer
                           Ebene vorzusehen, die durch den geometrischen Mittelpunkt der Maschine geht
                           und zur Hauptachse der Maschine senkrecht steht. Die fünfte Stellung muß sich
                           in ein Meter Entfernung vom Hauptumriß der Maschine in Richtung von deren
                           Hauptachse gegenüber dem Arbeitswerkzeug befinden. Die Achse des Luftauslasses
                           der Maschine muß jeweils von zwei Meßpunkten gleichweit entfernt sein (die Mes-
                           sung wird verfälscht und damit unbrauchbar, wenn der Auslaß direkt auf ein Mikro-
                           phon gerichtet ist). Zu vermeiden ist die Aufstellung des Mikrophons zwischen Ma-
                           schine und reflektierender Fläche. Auf keinen Fall dürfen zur Durchführung des
                           Versuchs weniger als vier Mikrophonstellungen verwendet werden. Kann eine Ma-
                           schine sowohl senkrecht als auch waagerecht verwendet werden, so ist derjenigen
                           Stellung der Vorzug zu geben, für die die Belastungsanordnung und die akustischen
                           Umweltbedingungen am einfachsten sind. Gegebenenfalls müssen, um zu mindestens
                           vier Mikrophonstellungen zu gelangen, andere als die oben angegebenen Stellungen
                           in möglichst gleichen Abständen um die Maschine gewählt werden. Diese Mikro-
                           phonstellungen sind im Prüfprotokoll genau anzugeben.
                           Um eine Reproduzierbarkeit der Messungen zu erreichen, sind alle Schlagwerk-
                           zeuge wenn irgend möglich in senkrechter Stellung zu untersuchen.
                           Wenn es die Betriebsbedingungen erfordern, kann die Maschine gegenüber dem
                           Mikrophon geschwenkt werden, anstatt die Mikrophonstellung gegenüber der
                           Maschine zu verändern.
            Artikel6.2.2.:  Dieser Artikel wird durch folgenden Text ergänzt:
                           Messung in der Stellung des Bedieners
                           Die fünfte Mikrophonstellung gemäß der vorstehend unterPunkt 6.2. gegebenen Be-
                           schreibung wird als repräsentativ für die vomBediener des Werkzeugs eingenommene
                           Stellung angesehen.
            Artikel 6. 2. 3. bis 10 sowie Anhang A bleiben unverändert.
            Anhang B und Teil II, Meßverfahren in situ, sitid nicht in Betracht zu ziehen.
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 82/117
                                bß
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 ---pagebreak--- Nr. C 82/118 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 14. 4. 75 ---pagebreak--- 14. 4. 75        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften               Nr. C 82/119
          Messung der Lärmemission von Abbau- und Aufbruchhämmern
                                                                  1m
                                                           0,10 - 0,20 m
                                           ri
                         Anordnung der Meßpunkte
 ---pagebreak--- Nr. C 82/120                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          14. 4. 75
                                                        ANLAGE
                         MUSTER DES PRÜFPROTOKOLLS FÜR DRUCKLUFTBETRIEBENE
                                         ABBAU- UND AUFBRUCHHÄMMER
                         PRÜFPROTOKOLL FÜR DRUCKLUFTBETRIEBENE ABBAU- UND
                                                 AUFBRUCHHÄMMER
                              Nachstehende Prüfung wurde gemäß ISO 2151 ausgeführt.
             1. Gegenstand
                Hersteller:
                Bauart:                                        Serien-Nr.:
                Nennverbrauch:
                Hauptabmessungen:                              Gewicht:
                Beschreibung:
             2. Betriebsbedingungen
                Schlagzahl:                                    Arbeitsdruck:
                2.3. — Art des verwendeten Schalldämpfers
             3. Prüfbedingungen
                Luftdruck:                                     Umgebungstemperatur:
                Aufbau und Abmessungen der Reflektionsfläche:
                Bemerkungen:
             4. Prüfapparatur
                •Mikrophon:                                    Serien-Nr.:
                 Schallpegelmesser:                            Serien-Nr.:
                 Oktavband-Analysator:                         Serien-Nr.:
                Eichtongeber:                                   Serien-Nr.:
                 Verschiedenes (z.B. Windschirm oder Registriergerät)
                                                                 Serien-Nr.:
                    Schema der Mikrophonstellungen, Stauchrichtung (des Werkzeugs), Orientierung und
                    Entfernung großer Gegenstände in weniger als 25 m Abstand, Schema der geprüften
                    Maschine                                      »
                    Mittlerer Schallpegel:
                    Schallpegel an Meßstelle 5:
                    Fremdgeräuschpegel, gemessen in der
                    Anordnung Nr                                 des Mikrophons
                    Die Prüfergebnisse sind in den Tabellen und Schemata der folgenden Seiten zusammen-
                    gestellt.
                    Prüfprotokoll erstellt vom:                              Datum:
                    Genehmigt vom:                                           Datum:
 ---pagebreak--- 14. 4. 75                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften            N r . C 82/121
                                                   TABELLE
             Mikrophonanordnung                 1           2           3          4 5
             Schalldruckpegel
             Korrekturwert für
             Fremdgeräusch
             Korrekturwert für
             Abschirmung
             Korrigierter
             Schalldruckpegel
                                                  ANHANG      II
          MUSTER DES BAUART-BESCHREIBUNGSBOGENS FÜR BETONBRECHER UND PRESS-
          LUFTHÄMMER FÜR DIE EWG-BAUARTZULASSUNG BETREFFEND DEN ZULÄSSIGEN
                                        GERÄUSCHEMISSIONSPEGEL
          0. Allgemeines
             0.1. Marke (Firmenzeichen)
             0.2. Handelsbezeichnung (eventl. Varianten spezifizieren)
             0.3. Art
             0.4. Kategorie
             0.5. Firma und Anschrift des Herstellers
             0.7. Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers
             0.8. Anbringungsstelle und -art der vorgeschriebenen Kennzeichnung
          1. Maße
             1.1. Gesamtgewicht                                        kg
          2. Betriebsangaben
             2.1. Betriebsdruck:                                       Pascal
             2.2. Luftverbrauch:                                       m 3 /sec
             2.3. Schlagfolge:                                         Schläge/sec