CELEX: 51986PC0484
Language: de
Date: 1986-12-02
Title: VORSCHLAG FUER EINE VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES ZUR AENDERUNG DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. /86 UEBER DIE GEMEINSAME MARKTORGANISATION FUER WEIN

Nr. C 326/6                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                19.12.86
             Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) über
                                       die gemeinsame Marktorganisation für Wein
                                                   KOM(86) 484 enäg.
                               (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 5. Dezember 1986)
                                                      (86/C 326/07)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                      HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-
                                                                                          Artikel 1
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel
43,                                                            Die Verordnung (EWG) Nr               wird wie folgt geän-
                                                                dert:
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                1. Artikel 18 Absatz 3 wird durch den nachstehenden
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                    Unterabsatz ergänzt:
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                 „Die Kommission legt dem Rat vor dem Ende des
schusses,                                                          Wirtschaftsjahres 1989/90 einen Bericht über die Ab-
                                                                   grenzung der Weinbauzonen in der Gemeinschaft
in Erwägung nachstehender Gründe:                                  vor. Der Rat beschließt auf Vorschlag der Kommis-
                                                                   sion mit qualifizierter Mehrheit die Abgrenzung der
Unter Berücksichtigung des Beitritts Spaniens sollte die           Weinbauzonen für die gesamte Gemeinschaft, wobei
Abgrenzung der mit Artikel 18 der Verordnung (EWG)                 diese Vorschriften vom Wirtschaftsjahr 1990/91 an
Nr           eingeführten Weinbauzonen angepaßt wer-               anwendbar sind."
den.
                                                                2. Artikel 15 Absatz 2 erster Unterabsatz erhält folgende
Unter Berücksichtigung insbesondere der klimatischen
                                                                   Fassung:
Merkmale sollte spätestens vor dem Ende des Wirt-
schaftsjahres 1989/90 anhand eines von der Kommission              „(2)    Abweichend von Absatz 1 können die Mit-
zu erstellenden Berichtes eine neue Abgrenzung der                 gliedstaaten in bezug auf Wein und die für die Wein-
Weinbauzonen in der gesamten Gemeinschaft vorgese-                 bereitung bestimmten Erzeugnisse, die aus in ihrem
hen werden.                                                        Hoheitsgebiet geernteten Trauben gewonnen worden
                                                                   sind,
Die vor dem Beitritt geltenden spanischen Rechtsvor-
schriften sehen für fast das gesamte Weinbaugebiet Spa-            — die in Anhang VI genannten önologischen Verfah-
niens — entsprechend der Weinbauzone C III — einen                     ren und Behandlungen untersagen oder
natürlichen Mindestalkoholgehalt von 9 % vol. vor. Die-            — für die Anwendung der in dem genannten Anhang
ser Lage sollte bis zum Ende des Wirtschaftsjahres                     aufgeführten önologischen Verfahren und Be-
 1989/90 Rechnung getragen werden, indem der über-                     handlungen stärkere Auflagen machen."
wiegende Teil des spanischen Weinbaugebiets in die
Weinbauzone C III b) einbezogen wird.                           3. Anhang IV wird wie folgt geändert:
Von den in der gesamten Gemeinschaft zugelassenen                  a) Nummer 3 erhält folgende Fassung:
önologischen Verfahren und Behandlungen werden
einige in einem Mitgliedstaat oder in mehreren Mitglied-               „3. Die Weinbauzone C I a) umfaßt:
 staaten überhaupt nicht, selten oder nur unter Bedingun-
gen angewandt, die deutlich stärker eingeschränkt als                      a) in Frankreich die Rebflächen:
vorgesehen sind. In dem Bestreben, die Technik auf die
 Gewinnung von Wein mit einem dank der eigentlichen                           — in den nachstehenden Departements:
Werte des verwendeten Grunderzeugnisses ausgeprägten                              Allier, Alpes-de-Haute-Provence, Hau-
natürlichen Charakter auszurichten, sollten die Stoffe                            tes-Alpes, Alpes-Maritimes,      Ariege,
 auf ein Minimum reduziert werden, die dem Wein wäh-                              Aveyron, Cantal, Charente, Charente-
rend seiner Bereitung oder Lagerung zugesetzt werden                              Maritime, Correze, Cöte-d'Or, Dor-
dürfen. Die Mitgliedstaaten sollten deshalb die Anwen-                            dogne, Haut-Garonne, Gers, Gironde,
dung bestimmter önologischer Praktiken oder Behand-                               Isere, Landes, Loire, Haute-Loire, Lot,
lungen bei der Weingewinnung auf ihrem Hoheitsgebiet                              Lot-et-Garonne, Lozere, Nievre (mit
untersagen oder zumindest einschränken können, soweit                             Ausnahme des Arrondissements Cosne-
die getroffenen Maßnahmen dem Schutz des Verbrau-                                 sur-Loire), Puy-de-D6me, Pyrenees-At-
chers in den anderen Mitgliedstaaten und der normalen                             lantiques, Hautes-Pyrenees,      Rhone,
Entwicklung des innergemeinschaftlichen Handels nicht                             Saöne-et-Loire,    Tarn,   Tarn-et-Ga-
abträglich sind —                                                                 ronne, Haute-Vienne, Yonne;
 ---pagebreak--- 19.12.86                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 326/7
            — in den Arrondissements Valence und                            — in den Provinzen Barcelona und Tarra-
                Die in dem Departement Drome (mit                              gona:
                Ausnahme der Kantone Dieulefit, Lo-                            das bestimmte Anbaugebiet (comarca)
                riol, Marsanne und Montelimar);                                Alto Penedes.
            — im Arrondissement Tournon und in den              b) Nummer 7 wird wie folgt ergänzt:
                Kantonen d'Antraigues, Buzet, Cou-
                couron, Montpezat-sous-Bauzon, Pri-                ,,d) in Spanien die nicht unter Nummer 3 Buch-
                vas, Saint-Etienne-de-Lugdares, Saint-                 stabe b) fallenden Rebflächen."
                Pierreville, Valgorge und Voulte-sur-           c) Nummer 8 wird wie folgt ergänzt:
                Rhöne im Departement Ardeche;
                                                                   „und in Spanien die am 1. März 1986 gelten-
         b) in Spanien die Rebflächen:                             den. . . ."
            — in den nachstehenden Provinzen:
                Asturias, Cantabria, Guipüzcoa, La Co-                                 Artikel 2
                runa, Pontevedra und Vizcaya;
                                                             Diese Verordnung tritt am 1. September 1986 in Kraft.
            — in der Provinz Tarragona:
                das bestimmte Anbaugebiet (comarca)          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich
                Conca de Barbera;                            und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.