CELEX: 51964PC0287
Language: de
Date: 1964-07-28
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG DER KOMMISSION zur Festsetzung der gemeinsamen Qualitätsnormen für SPARGEL und GURKEN (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (64) 287
Vol. 1964/0064
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                   ^COMMISSION
                                            VI/KOM(64)287     endg .
                                            Brüssel , den 28 . Juli 1964
                     Vorschlag einer
                VERORDNUNG DER KOMMISSION
       zur Festsetzung der gemeinsamen Qualitäts­
              normen für SPARGEL und GURKEN
       (Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   VI/KOM(64) 287 endg .
 ---pagebreak---                                     B3GR.TJNDUÎTG
         Der vorliegende Entwurf einer iLatsverordnung beabsichtigt , den Anwendungs­
  bereich der Verordnung Nr . 23/62 , die sich mit der schrittweisen Errichtung
  einer gemeinsamen I'arktorganisation für Obst und Gemüse                    befaßt , auf
  Sparjel und Gurken auszudehnen .
         Die Produktion der zwei in Frage stehenden „irzeugnisse interessiert die
  Gesamtheit der luitgliedstaaten und erreicht einen Stand von ungefähr
  125.0CO t für Spargel und von ungefähr 350 . 000 t für Gurken .
                                                               Produktion in 1000 t
                           jp.'jiA    -ij i cti. j IT-ALUU j  niUD         B.L.^.U.      G.3SAMT
                            :                    l         i                           i
              1
                                                 I
  SPAPlGjL i                                     I
        1960      17               60                 29           6          8           120
        1961      14               68                 31           6          9           128
        1962      14               68                 32           5          5           124
  GFŒKKJ3N
                  62    I                             49    !
r
j       i960                       48                            117                      276
        1961      58    j          50             |   54         146
                                                                                     I
                                                                                          308
        1962      63               54                 58         170                      345
                        1
                         1
         Der innergemoinschaf tliche Handel dieser Erzeugnisse geht vor allem nach
  der Bundesrepublik . Für Spargel erreichen die Zahlen zur Zeit den Stand von
 ungefähr 9*0^0 t | für Gurken betragen die entsprechenden Zahlen ungefähr
  140.000 t .
         Das von den verschiedenen Iiitgliedstaaten angewandte Verfahren für die
  Sinfuhr der betreffenden ürzeugnisso enthält keine besonderen Hindernisse .
 Die Spargel einfuhren sind in jedem Mitgliedstaat liberalisiert . Für Gurken
  wird das Liberalisierungs-Verfahren ebenfalls angewendet mit Ausnahme der
  Bundesrepublik , wo ein I'Iindestpreis-System für Einfuhren seit einigen Jahren
  in Kraft ist .
                                                                                    •••/•••
  ( l ) Amtsblatt der europäischen Gemeinschaften Nr . 30 vom 20 . April 1962 ,
        s . 965/ 62
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      Indessen bleibt für jeden _ Mitglieds taat die Möglichkeit offen - für
besondere Marktlagen - zu den Verfügungen gemäß Artikel 44 des Vortrages
Zuflucht zu nehmen .
      Die Hinzufügung von Spargel und Gurken zum Anhang der Verordnung
Nr . 23/ 62 antwortet auf die Notwendigkeit , welche vorlangt , daß für die
Vermarktung dieser Erzeugnisse gemeinsame Qualitätsnormen angenommen werden
die auf den gleichen Grundlagen beruhen wie diejenigen , die gemäß Artikel
2 und 3 der Verordnung Nr . 23 angenommen wurden , um den innergomeinsehaft-
lichen Handel der anderen Gemüse zu regeln . In der Tat dient die Anwendung
der gemeinsamen Qua -i.it ätsnormen für die fraglichen Erzeugnisse gleicher­
maßen de-' Förderung des Handels zwischen den J-Iitgli eds taaten einerseits -
indem es die geschäftlichen Verhandlungen erleichtert - als auch der Aus­
richtung der Erzeugung auf eine Qualitätsverbesserung der für den Markt be­
stimmten Erzeugnisse .              ,
      Außerdem regelt diese Hinzufügung - anwendbar mit       ent­
sprechend gültigen Merkmalen für ähnliehe Erzeugnisse - die vollständige Be
suitigung dox' mengenmäßigen Einschränkungen , die noch zwischen Mitglied­
staaten bestehen , indem sie gleichzeitig gestattet , auf die Anwendung der
Verfügungen des Artikels 44 des Vertrages gegenüber diesen Erzeugnissen zu
verzichten#
      Von da ab wird die Annahme der vorgeschlagenen Verordnung dazu beitra­
gen , in einem neeli ausgeglicheneren Zustand die Errichtung des gemeinsamen
Marktes für die genannten Erzeugnisse zu verwirklichen .
 ---pagebreak---                                  Vorschlag oinor
                             V3RQRPIÏÏJITG D5S RAT3S
                   ZTJR F5STSJÎTZUNG G TiM5Ii:SAM5R QJJALITATSNl RMSN
                              FUR SP&LîG'îL UND GURK3N
           DJüfi RAT D.3S .HUROPilloOH "N iflll'TSoHAFTSG SM uINS CHAFT -
           gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
           gemeinschaft ,
           gestützt auf die Verordnung Hr . 23 über die schrittweise Errichtung
           cino : gemeinsamen Marktorganisation für übst und Gemüse und insbe­
           sondere auf Artikel 4 Absatz 1
           auf Vorschlag der Kommission und
in Erwägung nachstehender Gründe s
Spargel und Gurken sind Gegenstand eines umfangreichen Binnenhandels in meh­
reren IDrzeugcrmitgliedstaaten und tines beträchtlichen innergemeinschaf tli-
chen Handels .
2s ist daher erforderlich , auf diese Waren die Verordnung Nr . 23 und insbe­
sondere Artikel 9 Absatz 2 betreffend die Zeitfolge der Liberalisierung
des Handels anzuwenden . .3s ist somit zweckmäßig , auch diese Erzeugnisse in
das Verzeichnis in Anhang I der Verordnung Nr . 23 aufzunehmen , gemeinsame
Qualitätsnormen festzulegen und den Zeitpunkt ihrer Anwendung festzusetzen .–
            HAT FOLG,;;ND 3 V:LR-2DMJNG lilLASS l'N i
iHinzigcr Artikel
1 . In Anhang I der Verordnung Nr . 23 werden noch nachstehende Erzeugnisse
     aufgenommen 5
            ÀNHANG I C
          07.01 K        SPARG3L
          07.01 0        GURKEN
                                                                        • • •j« • •
( l ) Amtsblatt der europäischen Gemeinschaften , Nr . 30 vom 20 . April 1962 ,
      s . 965/62
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2 . Die Qualitätsnormen für folgende Erzeugnisse s
            - Spargel ( Nr . 07.01 K des Gemeinsamen Zolltarifs )
            - Gurkcn ( ür . 07.01 0 des Gemeinsamen Zolltarifs )
    sind in den Anhängen der vorliegenden Verordnung aufgeführt und sind ab
    1 . Januar 19&5 anzuwenden .
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
    unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Geschahen zu Briissel , am                    Im Nam en des Hâtes
                                                Der Pràsident
 ---pagebreak---                                                             AITLAGj 1/1
                        0ΐΜϊΤ3ΔΜ*ί ^ϋΑΛ,ΙΤΑΤ3ΗΟ..ίΚ^7 Μία ΒΡΑϊΐα^
B^jGR I F'F S BiiST IMMTJNG
        Diese Norm betrifft Spargelstangen aus "Asparagus officinalis L " zur
Lieferung in frischem Zustande an don Verbrauchor . Spargel für die Verar­
beitung fällt nicht darunt ; r .
        Dia Spargelstangen sind nach ihrer Färbung in drei Gruppen eingeteilt
        1 ) weifîer Spargels
        2 ) violetter Spargel | dar Spargelkopf und ain Tail dar Spargalstange
             müssen eine rosa bis violette Färbung aufweisen .
        3 ) Grüner Spargel , der Spargelkopf muß eine grüna Färbung aufweisen .
        Diese Norm gilt nicht für Spargel mit einem Durchmesser von weniger
als 10 mm (" balais " im französischen Sprachgebrauch ).
GÏÏT^I GJXS CJHAFTEN
A. Allgjmainas
        Die Norm seil die Anforderungen bestimmen , denen das Erzeugnis nach
    Aufbereitung und Verpackung beim Versand entsprechen muß .
B. Kindestaigenschaf ten
        Die Spargelstangen mussen sein 1
    ~ ganz ,
    - von frisohem Àussehen und aeruch ,
    - gesund ,
    - frei von Schäden durch Nagetiere oder Insaktjn ,
 ---pagebreak--- - praktisch frei von Druckstellen ,
- sauber , d.h . praktisch frei von jjrds oder sonstigen Verunreinigungen ,
- frei von übermäßiger äußerer Feuchtigkeit , d.h . nach etwaigem Waschen
    wieder ausreichend getr- cicnet ( die Spargelstangen dürfen gewaschen ,
  ■ aber nicht gewàssert sein ) ,
- frei von fremdem Geruch oder Geschmack .                            <
     Die Schnittfläche am unteren jtfade muß möglichst glatt und rechtwink­
lig zur Längsachse der Spargelstange sein .
     Dij Spargelstangen dürfen nach dem Stechen nur einer Kältebehandlung
unterzogen werden , um ihnen ihr frisches Aussehen zu erhalten oder wie-
                                               v
derzugeben .
     Außerdem dürfen die Spargelstangen weder hohl , noch gespalten , noch
abgeschält , noch geknickt sein . Kleine iiinrisso nach dem Stechen sind
jedoch zulässig , sof jrn sie die in dem Abschnitt " Toleranzen " festgeleg­
ten Grenzen nicht üborscliraiten . Der Zustand des Erzeugnisses muß so
sein , daß der Spargel Transport und Hantierung aushält und den jjrfor-
dernissen des Marktes am Bestimmungsort- entspricht .
Klasseneinteilung
     Dor Sparge 1 wird in die drei naclistehend definierten Guteklassen
oingeteilt s
i ) Klasse " jjxtra "                                                       '
        Die Spargelstange dieser Klasse müssen gerade und sehr gut ge­
     formt sein . Unter Berücksichtigung der normalen Merkmale der Gruppe ,
     zu der sie gehören , müssen ihre Köpfe gut geschlossen sein . Nur weni­
     ge sehr leichte Spuren von äost sind zulässig , sofern sie sich beim :
     normalen Schälen durch den Verbraucher entfernen lassen .
        In der Gruppe " weißer Spargel " müssen Spitzen und Stangen weiß sein .
     Nur eine nach dem Stechen aufgetretene leichte rosa Färbung auf den
     Spargelstangen ist zulässig .
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         " '/ /oifìj Spargel " un .. 'Violottjr Spargel " diirfen koinè Anzjichen be-
      ginnender Verholzung aufweisen | boi "grùnem Spargel " ist eine beginnende
      leichte Verholzung zulàssig .
                                                                               t
          Um eine schönere Aufmachung zu erreichen , kann gebündelter Spargel
      am Außenrand dos Bündels leicht abgeschrägt werden , jedoch darf die ,
      Hoho dar Abschrägung nicht mehr als 1 ciu betragen .
 ii ) Klasso " I "
      Die Sparge lstan jen dioser Klassa miissen gut geformt som .
      Sia kônnen leicht gabogen Sein .
      Unter Berücksichtigung der normalen Eigenschaften der Gruppe , zu aor
      sie gehören , müssen die Köpfe gut geschlossen sein .
      Leichte Spuren von Äost sind zulässig , scf^rn sie sich beim normalen
      Schälen durch den Verbraucher entfernen lassen .
          Zur Gruppe " weißer Spargel " gehören auch Spargelstangen , deren
      Spitze vor dem Stechen leioht gefärbt ist , sowie Spargelstangen , die
      sich nach djin Stechen rosa verfärbt haben , da diese Vorfärbungen beim
      Kochen verschwinden .
          Holzige Stangen sind in der Gruppe " weiBor Spargel " nicht zulassig .
           In don Gruppen "violetter Spargel " und "griiner Spargel " konnen die
      Spargelstangan eine leichte Verhclzung aufweisen .
iii ) Klasse " II "
           Im Vergleich zur vorangehenden Klasse können die Spargelstangen we­
      niger gut geformt und stärker gebogen seinj die Spargelköpfe brauchen
      nicht so gut geschlossen zu sein .
          jiiine leichte Spur von ilo st ist zulässig , sof ern sie sich beim
      Schälen entfernen läßt .
          Die Stangen dürfen leicht holzig sein .
           Bei "weifiem Spargel " darf dio Spitze eine Fàrbung aufweisen , die
      jedoch nicht - riin sein darf .
                                                                              m  ! • • •
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III . GflOSS^TSG vriLialUNG
      Bei Sparj3l erfolgt dis Größonsortierunj nach Länge und Durchmesser .
      A. GroG enscrtierung nach Lange
           Die Langa der Sp arge 1 3 1 an.; j n muu betragen i
           - 17 "bis 22 cm , wenn es sicli urn lan^en Spargel hanaelt
           - 12 "bis 17 cm , wenn es sich um kurzen Spargel handelt
           - 12 bis 22 cm für geschichteten , uicht gebündelten Spargel der Klasse
               II .
           - weniger als 12 crn für " Spargelspitzen ".
            Grüne Spargelstangen dürfen jed ah eine Köchstlänge von 27 cm haben ,
            wenn zumindest ein Drittel der Stange eine grüne Färbung aufweist .
      B. GroBensertieruiig nach Duioriineseer
          Als Durchmesser der Stange gilt der Durchnus ^ er in der Mitte der Spar­
           gelstange .
          Der Mindestquerdurchmessor und die Größensortierung sind wie folgt fest­
           gesetzt %
                                                                   |                                l
          !         Giiteklass'e    | liindestquerdurchme sser    !    Grofîenscrtierung            j
          I
                      jjxxra            12 mm     12 bis 16  mm
                                                                   j 16 mm und mehr mit oinem
                                                           »       | Unterschied von höchstens
                                  i
                                                                     10 mm in einem Packstück
                                                                   i oder einem Bündel
                                  I                               I
                         I              10 mm     10 bis 16  mm      16 mm und mehr mit einem
                                                                     Unterschied von höchstens
         (                                                           10 mm in einem Packstück
         Î                                                           oder einem Bündel
         i
         i
                         II                                          Koinj Vorschnf ton
 IV . TOLiiRAITZjjjïF
      Güte - und Grölientoleranzen sind in jedem Packstück für nicht der Klasse
      entsprechende Erzeugnisse zugelassen .
      A. Gùtetoleranzen
            i ) Klasse "iibctra "                                                       '
                5 v.H. nach Gewicht oAar Anzahl Stangen , die nicht den Anforderungen
                der Klasse "jüctra "         , ügen , aber denen der unmittelbar niedrigeren
                                                                                       • • •I • • •
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                                          - 5 -
             Klasse entsprechen , oder die leichte nicht V ; rnarbte einrisse aufweisen ,
             die nach dorn Stachen entstanden sind ,
       ii ) Klasse I                       1         -
             10 v.H. nach Gewicht oder Anzahl Stangen , die nicht don Anforde rungon
             der Klasse I genügen , aber danon der unmittelbar niedrigeren ^ Klasse
           . entsprochen , oder die leichte nicht vjrnarbte einrisse aufweisen , die
             nach dem Stechen entstanden sind ,
      iii ) Klasse II
             10 v.H. nach Gewicht oder Anzahl Standen , die zwar nicht den Anforde­
             rungen der Klasse II entsprechen , aber keine Fehler aufweisen , die sie
             für den Verbrauch, ungeeignet machen .
    B. GrbOentoleranzen
             10 v.H. nach Gewicht oder Anzahl Standen , die nicht den Größenanforde-
        rungen entsprechen , vorbehaltlich einer Höchstabweichung von 1 cm in der
        Länge und von 2 mm im Durchmesser .
V. VjjiiffiACKUNG Tfflp AUFKAOIIUNO
    A. G1 jichmaBigkeit
             Per Inhalt jedes Packstuckes odor jedes Bundels in ein und demselbon
        Packs tiick mufi gleichmaCig seinj jedes Packs tuck darf nur Sparge lst^ngon
        gleicher Gxitj , gleicher Farbe und , abgesehen von dor Klasse II , gleicher
        GroBe enthalten .
    B. Verpacicun- •
             Die Verpackung muß so sein , daß sie der Ware einen angemessenen Schutz
        gewährt .
             Das im Inneren des Packstüekes verwendete Papier oder anderes Katerial
        muß neu und für den Menschen unschädlich sein . Falls Angaben aufgedruckt
        sind , dürfen diese nur außen erscheinen , damit sie nicht mit dem Erzeugnis
        in Berührung kommen .
             Folgende Aufmachungen sind zulässig s
        i ) in ( fest geschnürten ) Bündeln von 0,5 . kg , 1 kg oder 2 kg .
             Dio Sparge ls tangen an ¿Lar AuSonseite eines jjden Bündels müssen in
                                        \
             Aussehen und Größe den Durchschnitt der ^ Spargelstangen im Inneren des
             Bündels entsprechen .
 ---pagebreak---                                          – 6 –                               >
                                               \
            Dio Spargolstangon musso11 boi diosar Art dar Vorpackung gì ai eh. lang soin .
            Die Bündol mussen in dom Packs tück rogolmafiig gjschichtot soinj jodos
        Bündol kann durch Papier goschützt worden .
            Dio Bündel jinjs i-acicstuckjs müssen gleich schwor und gleich lang sein .
            ii ) Geschichtet , nicht gebündelt im Packstück
VI . KtOIZjjICHMPNG        ■                                     ,
            Jodes Packstück muß außen in ljsbarjr und unverwischbarer Schrift folgen­
      de Angab jn tragon s
     A. Idjntifiziorung
          Packor    v   )
                        J           Name und Anschrift odor Geschäf tssymbol
          Abs.jndor     )
     B. Art dos ^rzougnissos
          " Spargol " mit dor woiteren Angabo "woiB ", "viola tt " ocbr "grun ", wonn dor
          Inhalt dos Packs tuck j s nicht von aufion siclitbar ist , und gogobcnonfalls
          dio Angaba , "kurzjr Spargjl " odor " Spargelspitzon ". , .
     C. Ursprung uos jjrzougnissos           '                       . >■
          Anbaugobiot odor nationale , gebietlich'o odor örtliche Bezeichnung .
   . D. Handolsoigonschaf ton
          - Giïtoklasse
          - Größe s bestimmt durch Höchst- und Mindestquerdurchmosser der Spargel­
             stangen oder durch dio Angabe "keine Größonsortiorung " ,               ■ " -
          - Boi der Vorpackung in Bündeln Anzahl der Bündel und iäinheitsgo wicht je
             Bündel .                            \
     ii). Amtlicher IControllstempel' ( walilfrei )
 ---pagebreak---                                                                         AELAG2 1/ 2
                       G3IÍEIIÍSAII3 QUALI TA í SJT02M IlíT FUft GUHKflN
B3GRIFFSB5STIMM0NG
                                                                1
          Diese Norm gilt für Gurkon ( Sorten von Cucumis sativus L. ), die zum
Verbrauch in frischem Zustand abgegeben werden . Sie bezieht sich weder auf
zur Verarbeitung bestimmte Gurken noch auf 3ssiggurken ( Cornichons ) .
GU T.3 ul G DIT 3 CIIAFTjlilif
A. Aligemeines
    Die Norm seil die Anforderungen bestimmen , denen die Gurken nach Aufbe­
    reitung und Verpackung beim Versand entsprechen müssen .
B. Mindesteigenschaf ton
    i ) Die Gurken müssen sein %
         -* ganz ,
         - gesund ( unbeschadet der Sonderbestimmungen für die Klassen " I " und
             " II ")
         - von frischem Aussehen ,
         - fest
         - sauber (frei von Schmutz , Erde und sichtbaren Rückständen von
             Schädlingsbekämpfungsmitteln )
         - nicht bitter ,
         - frei von übermäßiger äußerer Feuchtigkeit ,
 ---pagebreak---                                  - 2 -
       - frei von fremdem Geruch edor Geschmack ,
  ii ) Die Gurken müssen genügend ausgereift , die Samen jedoch noch
       weich sein . Der Zustand dar Ware muß so sein , daß die Gurken Trans­
       port und normale Hantierung aushalten , um den am Bestimmungsort gelten­
       den Srfordernisson dos Marktes zu entsprechen .
C. Klasssneinteilung
   Die Gurken \ierdon in dio drei nachstehend definierten Güteklassen einge­
   teilt  %
   i ) Klasso "Sxtra "
       Gurken dieser Klasse müssen von höchster Qualität sein und alle typi­
       schen Merkmale der Sorte aufweisen . Sie müssen 2
       - einon gut en Reifograd hatjon ,
       - dio sortentypisehe und nahezu gerade Form haben ( maximale Krümmung s
         10 mm auf 10 cm Gurkenlänge )
       - einc gute , fur die Sortc typischo Farbung habon
       - frei von Fehlern sein , einschließlich Verformungen , namentlich sol­
         cher , dio auf dio Samenentwicklung zurückzuführen sind .
  ii ) Klasso " I "                                          ^
       Gurken dieser Klasse müssen von guter Qualität sein . Sic müssen s
       - don erforderlichen Reifegrad haben ,
       - ziemlich gut geformt und nahezu gerade sein ( maximale Krümmung 8 10
         mm auf 10 cm Gurkenlänge ).
       Sie dürfen folgende Fehler aufweisen s
       - eine leichte Verformung , die jedoch nicht auf die Samenentwicklung
         zurückzuführen sein darf .
                                                                 •••/•««
 ---pagebreak---                                       - 3 -
          - eine geringe Abweichung in der Färbung , insbesondere eine hellere
            Färbung des Teils der Gurke , der während des/ Vachstums mit dem
            Beden in Berührung war ,
          - leichte Schäden der Oberhaut , die auf Reibung , Hantierung oder Ab­
            kühlung zurückzuführen sind , sofern sie vernarbt sind und die Halt­
            barkeit nicht beeinflussen .
    iii ) Klasse " II "
          Gurken dieser Klasse müssen von marktfähiger Qualität sein . Sie müssen
          den oben genannten Mindestanforderungen entsprechen , dürfen jedoch
          folgende Fehler haben s
          - Verf urmunj'jn » diu nicht auf eine fortgeschrittene Samenentwicklung
            zurückzuführen sind ,
*         - Farbfehler , auf nicht mehr als einem Drittel der Oberfläche ( bei Haus-
            gurken sind starke Farbfehler der betreffenden Teile nicht zulässig),
          - vcrnarbte ftiss^c ,
                                   i
          - leichte Schäden , die durch .'Äeibung und Hantierung entstanden sind ,
            jedoch ihre Haltbarkeit und ihren Handelswert nicht wesentlich
            beeinträchtigen .
          Gerade und gebogene Gurken s Diese Gurken dürfun alle Verformungen auf­
          weisen , die nicht aurch eine fortgeschrittene Samenentwicklung hervor­
          gerufen wurden .
          Krumme Gurken s Diese Gurken sind zulässig , wenn sie nur leichte Ab­
          weichungen in der Färbung und keine weiteren Verformungen aufweisen .
          Die gebogenen Gurken können eine, maximale Krümmung von 20 mm auf 10
  <       cm Gurkenlänge aufweisen . Die krummen Gurken können eine größere
          Krümmung aufweisen und müssen bei ihrer Verpackung als "krumme Gurken"
          gekennzeichnet werden .
                                                                         •••/•••
 ---pagebreak---                                       - A -
III , GROSS TS ^. RTI ?UI\TG
      i ) Das Mindestgewicht für Gurken aller Güteklassen "beträgt 200 g. Für die
          'in der Zeit vom 1 . Juni "bis 3    September vermarkteten Haus- und
          Kastengurken sind außerdem vorgeschrieben :
          - einc Mindostlànge von 30 cm , .
          - ein Durchmesser ( in der Mitte der Gurkenlänge gemessen ) von 4 cm
              bis 7 cm .
     ii ) Die Größeneinstufung ist vorgeschrieben für Gurken der Klasse " 3xtra "
          und der Klasse " I ". Der Gewichtsunterschied zwischen dem schwersten
          und dem leichtesten Stück einer Größenklasse darf höchstens 150 g
          betragen .
      i
                                                    f
 IV . T0LJ1HANZ3N
      Für nicht normgerechte       Ware sind in jedem Packstück folgende Gute- und
      Größentoleranzen zulässig s
      A. Giitetoleranzen
          i ) Klasse "Uixtra "
               Bis zu 5 v.Ii . der Stückzahl brauchen nicht den Qualitätsmerkmalen ■
               dieser Klasse zu entsprechen , müssen jedouh diejenigen der Klasse
               " I " aufweisen .
         ii ) Klasse "I "
               Bis zu 10 v.H. der Stückzahl brauchen nicht den Qualitätsmerkmalen
               dieser Klasse zu entsprechen , müssen jedoch diejenigen der Klasse
               " II " aufweisen .
        iii ) Klasse " II "
             . Bis zu 10 v.H. der Stückzahl brauchen nicht den Qualitätsmerkmalen
               dieser Klasse zu entsprochen , müssen aber den Mindestanforderungen
               gerecht werden .
      B. Grofientoleranzen
          Für alle Klassen 3 10 v.H. der Stückzahl , die nicht der angegebenen
          Größensortierung entsprochen . Diese Toleranz gilt jedoch nur für
          Gurken , deren Größe und Gewicht nicht mehr als 10 v.H. unter oder über
          den festgesetzten Grenzen liegen .
                                                                         • • • !• • •
 ---pagebreak---                                                                      (
                               - 5 -
C.  Gesamttoleranzen
    Güte- und Größcntoleranzen zusammen dürfen auf keinen Fall folgende
    Werte überschreiten :
    - 10 % boi dor Klasso " 3xtra ",
    - 15 % bei don Klassen " I " und " II ".
VS3PACKTJNG UND • 'AUI*UCETJMG
A. GleichmaI3igkeit "dor Ware
    Jodos Packstück , jedor Waggon oder Abteil dos Waggons darf nur Gurken
    der gleichen Sorte , der gleichen Güteklasse und , im Falle einer Größon-
    einstufung , dor gleichen Größe enthalten .
B.  verpaokung
    Eino Verpackung ist für     die Gurken der Klassen " ülxtra " und " I " vorge­
    schrieben . Bei der Verpackung müssen die Gurkon so eng geschichtet
    werden , daß keine Transportschäden entstehen können .
    Im Inntrn des Packstückes , Waggons oder Abteils des Waggons verwende­
    tes Ripier oder sonstiges Vorpackungsmaterial muß neu lind für den
    Menschen unschädlich sein . Stwaige Aufdrucke dürfen nur außen erschei­
    nen , so da£ sie nicht mit der Ware in Berührung kommen .
    Bei der Verpackung müssen diu Gurken fr i von jeglichen Fremdkörpern
    sein .   '
K3MZHI CHNUNG
1 . Für die verpackten Waren muß jedes Packstück außen in gut lesbaren und
    unverwischbaren Buchstaben folgende Angaben tragen s
 ---pagebreak--- A. Vorsandvormork
    Verpackor )
                j       Name und Anschrift oder Geschäf tssymbol
    Abs^ndor    )
                                         '                     .   .
B. Art dar tfarc
    Je nach Inhalt ist anzugeben %
    "Troibgurken" ( Schlangongurkon )
    "FreilancLgurken "
C « Ursprung des ICrzougnisses      ,                                 '
    Anbaugebiet oder nationale , gebietliche odor örtliche Bezeichnung
D « Handelsmerkmale
                                      \
    - Klasse , gegobonenfalls mit dor Angabe "krummo Gurken " für die Klasse
      " II ",     -
    - Größensortierung % Im Falle einer Größen^instufung müssen das Min-
      dest- und Höchstgewicht angegeben werden .
E. Amtlichor Kontrollstompel ( wahlfrei )
Für die lose ( direkt und ordnungsmäßig in einem Transportmittel vorpackt )
                                                                        \
golieferte tfaro dor Klasso " II " miisson diese Angaben auf dom Begloit-
schcin dor Ilare stehen .