CELEX: 31990R0826
Language: de
Date: 1990-03-28 00:00:00
Title: VERORDNUNG  (EWG) Nr. 826/90 DER KOMMISSION  vom 28. Maerz 1990  ueber das Verfahren, das auf bestimmte landwirtschaftliche Waren mit Ursprung in den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) oder in den ueberseeischen Laendern und Gebieten (UeLG), die Referenzmengen unterworfen sind, anzuwenden ist (1990)

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31990R0826

VERORDNUNG  (EWG) Nr. 826/90 DER KOMMISSION  vom 28. Maerz 1990  ueber das Verfahren, das auf bestimmte landwirtschaftliche Waren mit Ursprung in den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) oder in den ueberseeischen Laendern und Gebieten (UeLG), die Referenzmengen unterworfen sind, anzuwenden ist (1990)  

Amtsblatt Nr. L 086 vom 31/03/1990 S. 0010 - 0012

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 826/90 DER KOMMISSION  vom 28. März 1990  über das Verfahren, das auf bestimmte landwirtschaftliche Waren mit Ursprung in den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) oder in den überseeischen Ländern und Gebieten (ÜLG), die Referenzmengen unterworfen sind, anzuwenden ist (1990)  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 715/90 des Rates vom 5. März 1990 über die Regelung für landwirtschaftliche Erzeugnisse und bestimmte aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellte Waren mit Ursprung in den AKP-Staaten oder in den überseeischen Ländern und Gebieten (ÜLG) (1), insbesondere auf die Artikel 16 und 27,  in Erwägung nachstehender Gründe:  In Artikel 16 der Verordnung (EWG) Nr. 715/90 ist vorgesehen, daß für bestimmte unter diese Verordnung fallende landwirtschaftliche Waren mit Ursprung in diesen Ländern die im Rahmen von Referenzmengen und innerhalb bestimmter im voraus festgesetzter Zeitpläne anwendbaren Zollsätze schrittweise abgebaut werden.  Da das Inkrafttreten der Verordnung (EWG) Nr. 715/90 nicht mit dem Beginn des Kalenderjahres oder gegebenenfalls mit dem Beginn der Saison dieser Waren zusammenfällt, sind diese Referenzmengen in Anwendung der Pro-rata-temporis-Klausel in Höhe der im Anhang angegebenen Mengen zu eröffnen.  Gilt für ein Erzeugnis, für das eine Referenzmenge festgesetzt wurde, aufgrund der Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 486/85 des Rates (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3530/89 (3), bei der Einfuhr in die Zehnergemeinschaft ein niedrigerer Zollsatz als für Spanien, für Portugal oder diese beiden Mitgliedstaaten, so beginnt der Zollabbau, sobald die auf die gleichen Waren Spaniens und Portugals anwendbaren Zollsätze niedriger sind als die Zollsätze auf die betreffenden Erzeugnisse. Aus diesem Grund werden im Anhang zu dieser Verordnung nur die Erzeugnisse aufgeführt, bei denen der Zollabbau im Laufe des Jahres 1990 beginnt.  Damit die zuständigen Dienststellen der Kommission eine jährliche Handelsbilanz für jede dieser Waren aufstellen können und um gegebenenfalls das in Artikel 16 Absatz 3 der obengenannten Verordnung (EWG) Nr. 715/90 vorgesehene Verfahren anzuwenden, werden diese Waren einer statistischen Überwachung unterworfen.  Gemäß den Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 1820/87 des Rates vom 25. Juni 1987 über die Durchführung des Beschlusses Nr. 2/87 des AKP-EWG-Ministerrates über die vorzeitige Anwendung des Protokolls zum dritten AKP-EWG-Abkommen im Anschluß an den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik zu den Europäischen Gemeinschaften (4) schiebt Portugal die Anwendung der Präferenzregelung auf dem Sektor Obst und Gemüse der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates (5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1119/89 (6), bis zum 31. Dezember 1990 auf. Folglich findet die obengenannte Zollbegünstigung in Portugal keine Anwendung. Spanien hat im Rahmen dieser Referenzmengen die gemäß dem Protokoll zum dritten AKP-EWG-Abkommen berechneten Zollsätze anzuwenden.  Die Verordnung (EWG) Nr. 486/85 endet am 28. Februar 1990. Folglich werden alle in dieser Verordnung vorgesehenen und durch die Verordnungen (EWG) Nr. 1734/89 (7) und (EWG) Nr. 3062/89 (8) der Kommission für 1990 eröffneten Gemeinschaftszollkontingente aufgehoben und durch diese Verordnung eröffnete Referenzmengen ersetzt.  Das Verwaltungsverfahren, bei dem die Einfuhren der betreffenden Erzeugnisse auf Gemeinschaftsebene auf die Referenzmengen innerhalb im voraus festgesetzter Zeitpläne nach Maßgabe der Gestellung dieser Erzeugnisse bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr angerechnet werden. Ab 1. März 1990 sind deshalb für die Waren im Anhang Referenzmengen zu eröffnen.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Vewaltungsausschusses für Obst und Gemüse -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1) Die Einfuhren der im Anhang aufgeführten Waren mit Ursprung in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean oder in den überseeischen Ländern und Gebieten unterliegen in der Gemeinschaft mit  Ausnahme von Portugal Referenzmengen und einer statistischen Überwachung. Die Bezeichnung dieser Waren, ihre KN-Code und die Geltungsdauer und Höhe der Referenzmengen sind im Anhang angegeben.  (2) Ab 1. März 1990 wendet das Königreich Spanien im Rahmen diese Referenzmengen die gemäß dem Protokoll zum dritten AKP-EWG-Abkommen im Anschluß an den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik zu den Europäischen Gemeinschaften berechneten Zollsätze an.  (3) Auf die Referenzmengen sind die Waren anzurechnen, die bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden und für die eine Warenverkehrsbescheinigung vorliegt. Wenn die Warenverkehrsbescheinigung nachträglich vorgelegt wird, erfolgt die Anrechnung auf die entsprechende Referenzmenge am Tag der Annahme der Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr.  Der Stand der Ausschöpfung der Referenzmengen wird auf Gemeinschaftsebene anhand der gemäß Unterabsatz 1 angerechneten Einfuhren festgestellt und dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften mitgeteilt.  Artikel 2  Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusammen.  Artikel 3  Die Verordnungen (EWG) Nr. 1734/89 und (EWG) Nr. 3062/89 sind aufgehoben.  Artikel 4  Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Sie gilt ab 1. März 1990.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 28. März 1990  Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 84 vom 30. 3. 1990, S. 85.  (2) ABl. Nr. L 61 vom 1. 3. 1985, S. 2.  (3) ABl. Nr. L 347 vom 28. 11. 1989, S. 3.  (4) ABl. Nr. L 172 vom 30. 6. 1987, S. 1.  (5) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.  (6) ABl. Nr. L 118 vom 29. 4. 1989, S. 12.  (7) ABl. Nr. L 171 vom 20. 6. 1989, S. 20.  (8) ABl. Nr. L 293 vom 12. 10. 1989, S. 32.  ANLAGE  1.2.3.4.5.6 //  //  //  //  //  //  // Laufende Nr.  // KN-Code   // Taric-Code (1)   // Warenbezeichnung  // Zeitplan   // Referenz- menge (in Tonnen)  //  //  //  //  //  //  // 12.0020   // ex 0703 10   // 0703 10 11 * 20 0703 10 11 * 30 0703 10 11 * 92 0703 10 11 * 93  // Speisezwiebeln, frisch oder gekühlt   // 1. 3.-15. 5. 1990  // 571   //    //   //   //   //   //   // 12.0040   // ex 0703 20 00   // 0703 20 00 * 20 0703 20 00 * 30   // Knoblauch, frisch oder gekühlt   // 1. 3.-31. 5. 1990   // 375   //    //  //   //   //   //   // 12.0050   // ex 0705 11 10   // 0705 11 10 * 21 0705 11 10 * 33   // »Iceberg" Salat, frisch oder gekühlt   // 1. 7.-31. 10. 1990   // 1 000   //    //   //  //   //   //   // 12.0010   // ex 0706 10 00   // 0706 10 00 * 22   // Karotten, frisch oder gekühlt   // 1. 3.-31. 3. 1990  // 266   //    //   //   //   //   //   // 12.0120   // ex 0706 90 90   // 0706 90 90 * 28   // Rote Rüben, frisch oder gekühlt   // 1. 3.-31. 12. 1990   // 83   //    //   //   //  //   //   // 12.0130   // ex 0707 00 11 ex 0707 00 19  // 0707 00 11 * 18 0707 00 19 * 10   // Gurken   // 1. 3.-31. 12. 1990   // 83   //    //   //   //   //   //   // 12.0060  // ex 0709 10 00   // 0709 10 00 * 10 0709 10 00 * 20  // Artischocken, frisch oder gekühlt   // 1. 10.-31. 12. 1990  // 1 000   //    //   //   //   //   //   // 12.0070   // ex 0802 31 00 ex 0802 32 00   // 0802 31 00 * 80 0802 32 00 * 80  // Walnüsse, in der Schale oder ohne Schale   // 1. 3.-31. 12. 1990   // 583   //    //   //   //   //   //   // 12.0080  // ex 0809 10 00   // 0809 10 00 * 40   // Aprikosen, frisch  // 1. 3.-30. 4. 1990   // 500   //    //   //   //   //   //  // 12.0090   // ex 0809 20 90   // 0809 20 90 * 41 0809 20 90 * 45 0809 20 90 * 49   // Kirschen, frisch   // 1. 3.-31. 3. 1990   // 400   //    //   //   //   //   //   // 12.0100  // ex 0809 30 00   // 0809 30 00 * 13 0809 30 00 * 93  // Pfirsiche, einschließlich Brugnolen und Nektarinen   // 1. 3.-31. 3. 1990   // 500   //    //   //   //   //   //  // 12.0110   // ex 0809 40 19   // 0809 40 19 * 51  // Pflaumen, frisch   // 1. 3.-31. 3. 1990   // 571   //  //   //   //   //   //  (1) Die angegebenen Taric-Code sind diejenigen, die am Datum des Inkrafttretens der vorliegenden Verordnung anzuwenden sind.