CELEX: 51991PC0281(01)
Language: de
Date: 1991-07-22
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES UEBER DIE VON DER GEMEINSAMEN FORSCHUNGSSTELLE FUER DIE EUROPAEISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT DURCHZUFUEHRENDEN SPEZIFISCHEN PROGRAMME IM BEREICH DER FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNG ( 1992-1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             K0M(91) 281 endg. - SYN 352
                                             Brüssel, den 22. Juli 1991
                   MITTEILUNG PER KOMMISSION AN PEN RAT
                               betreffend eine
                          ENTSCHLIESSUNG DES RATES
  über die künftigen Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS)
                             Vorschlag für eine
                           ENTSCHEIDUNG DES RATES
    über die von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die Europäische    - SYN 352
     Wirtschaftsgemeinschaft durchzuführenden spezifischen Programme
         im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung
                                 (1992-1994)
                             Vorschlag für eine
                           ENTSCHEIDUNG DES RATES
     zur Festlegung der von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die
        Europäische Atomgemeinschaft durchzuführenden spezifischen
                      Forschungsprogramme (1992-1994)
                             Vorschlag für eine
                           ENTSCHEIDUNG DES RATES
    über ein von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die Europäische
          Atomgemeinschaft durchzuführendes Zusatz-Programm für
                 Forschung und technologische Entwicklung
                       (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---      VORSCHLAG FUR EIN
     PROGRAMM DER GFS
             1992 - 1994
I.   EINLEITUNG - WISSENSCHAFTLICHE ZIELE
II.  ORGANISATION UND MITTEL
III. VORSCHLÄGE FÜR EINE ENTSCHLIESSUNG
     UND FÜR ENTSCHEIDUNGEN DES RATES
     Technischer Anhang : Wissenschaftlich-
     Technische Tätigkeiten (nach Instituten)
     Finanzbögen
     Erklärung über die Auswirkung auf
     Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung
 ---pagebreak---  ---pagebreak---          KAPITEL I
      EINLEITUNG -
WISSENSCHAFTUCHE ZIELE
 ---pagebreak--- EINLEITUNG
1.    Dieses Dokument enthält die Kommissionsvorschläge für die Tätigkeiten der
      GFS (Gemeinsame Forschungsstelle) im Zeitraum 1992-1994.
2.    Nach eingehender Prüfung der GFS durch ein Gremium hochrangiger
      Industrieller hat die Kommission 1988 eine grössere Umstrukturierung der
      GFS vorgenommen; seither hat die GFS mit Zustimmung des Rates' und des
      Parlaments2 vier Arten von Tätigkeiten durchgeführt:
                spezifische Forschungsprogramme innerhalb des Rahmenprogramms3
                wissenschaftlich-technische Unterstützungsarbeiten für andere
                Dienststellen der Kommission;
                Auftragsarbeiten für externe Dritte;
                orientierende Forschung.
3.    Es wird vorgeschlagen, die Tätigkeiten in diesen vier Bereichen in Zukunft
      f o r t z u f ü h r e n ; obgleich nach den geltenden Vertragsbestimmungen
      Ratsentscheidungen nur für spezifische Forschungsprogramme des Rahmen-
      programms und des Euratom-Ergänzungsprogramms für den Betrieb des
      HFR-Reaktors (Beitrag zur Tätigkeit "Vertragsarbeiten für externe Dritte")
      erforderlich sind, scheint es doch angezeigt, die Kommissionsvorschläge für
      diese Entscheidungen in einen allgemeinen Rahmen einzubeziehen, in dem
      dargelegt w i r d , wie die GFS insgesamt ihre Tätigkeiten abzuwickeln
      beabsichtigt. Aus diesem Grunde sollte - ebenso w i e 1988 - eine
      Ratsentschliessung über die Gesamttätigkeit der GFS ergehen.
4.    Nachdem die Umstrukturierung nun fortgeschritten ist, möchte die
      Kommission die Rolle der GFS innerhalb der Europäischen Gemeinschaft in
      einer langfristigen Perspektive sehen; der Vorschlag der Kommission für den
      Zeitraum 1992-1994 wurde daher - gleichlaufend mit dem D r i t t e n
      Rahmenprogramm - in der Optik einer längerfristigen Strategie bis zum Jahr
      2000 erstellt. Diese Strategie ist in den nachstehenden Abschnitten kurz
      umrissen.
5.    Wichtigstes Merkmal der Betriebsvorqänge der GFS war die Umstruk-
      turierung in Institute, die sich zum Rückgrat des neuen Systems entwickelt
      haben. Die Gesamttätiqkeiten der GFS im Zeitraum 1992-1994 werden daher
      in dem technischen Anhang nach den einzelnen Instituten vorgestellt.
Seit 1988 erreichte Ergebnisse
6.    Die Vorschläge für 1992-1994 basieren vor allem auf einer gründlichen
      Analyse, in der die derzeitigen Ergebnisse der GFS mit den vom Rat 1988
      g  egebenen spezifischen Zielen verglichen wurden. Besonders werden die
         isnerigen A r b e i t e n b e r ü c k s i c h t i g t , über die in d e n j e w e i l i g e n
      Jahresberichten der GFS für 1988,1989 und 1990 berichtet worden ist.
1.      s. Ratsentschliessungen vom 29.7.1988 Nr. 88/C 197/03 in ABI. Nr. C 197/4
2.      s. Entschliessung mit Stellungnahme des Europäischen Parlaments, Abi. Nr G94/31 vom
        11.4.1988, S. 74
3.      s. Entscheidungen des Rates vom 14.10.1988 Nr. 88/521/EWG, ABl. Nr. L 286/29 und Nr.
        88/52/EURATOM, ABI. Nr. 286/33
 ---pagebreak---                                      -2-
7. Ferner werden die Leitlinien in Betracht gezogen, die zur Halbzeit des
   Programms anhand einer Bewertung durch ein hochrangiges Gremium
   unabhängiger Sachverständiger unter dem Vorsitz von Dr. Harry Beckers,
   SHELL International, gegeben worden sind. Die Bewertung erfolgte gemäss
   den Ratsbeschlüssen zum Programm 1988-1991; dem Bericht liegen die
   Bemerkungen des Aufsichtsrates bei, der von der Kommission dem Rat und
   dem Europäischen Parlament am 16. Oktober 1990 vorgelegt wurde. Diese
   Arbeiten waren die Grundlage für die langfristige strategische Planung für
   die GFS und die Durchorganisation ihrer internen Struktur, vor allem durch
   den Zusammenschluss von zwei Instituten zum Institut für Systemtechnik
   und Informatik. Die Empfehlungen des Gremiums führten ferner zu einer
   Erweiterung und Vertiefung des Prinzips Kunde/Auftraggeber sowohl bei
   der Unterstützung der Kommissionstätigkeiten als auch bei den
   Beziehungen zwischen den Instituten der GFS und den übrigen Dienststellen
   der GFS. Betreffend die Kommissions- bzw. Gemeinschaftsbestimmungen
   schliesslich wurden die Verwaltungsverfahren flexibler gestaltet, vor allem
   die Einstellung von Personal.
8. Im Einklang mit den vorgenannten Ratsbeschlüssen wird Ende 1991 eine
   abschliessende Bewertung der erzielten Fortschritte seit 1988 durchgeführt.
   Besonders werden die wissenschaftlichen, technischen und ökonomischen
   Ergebnisse der durchgeführten Forschung im Hinblick auf die vom Rat 1988
   gesetzten Ziele bewertet wie auch die Kosteneffizienz der GFS-Tätigkeiten
   unter Berücksichtigung der Auswirkungen der seit 1988 durchgeführten
   Verwaltungs- una Finanzumstrukturierung. In Einverständnis mit dem
   Aufsichtsrat ist ein Bewertungsgremium unter dem Vorsitz von Sir Hermann
   Bondi, FRS, benannt worden.
WELCHE STRATEGIE SOLL FÜR DIE GFS MIT ZEITHORIZONT 2000 ANGENOMMEN
WÊkbËM
9. Aufgabe der GFS für die kommenden Jahre sollte es nach Ansicht der
   Kommission sein, als Bestandteil der europäischen Wissenschafts- und
   Technologiepolitik Grundlagen-/strategische und angewandte/ziel-
   orientierte Forschungsarbeiten durchzuführen; hierbei sollte man sich von
   den Grundsätzen "Auftraggeber/Auftragnehmer" und "Subsidiarität" mit
   den nachstehenden Merkmalen leiten lassen :
         herausragende wissenschaftlich/technische Leistung;
         Neutralitat und Unabhängigkeit;
         einzigartige Forschungseinrichtungen;
         Öffnung fur alle Mitqfiedstaaten der Gemeinschaft.
   Die in der ÜFS durchgerührten Arbeiten der angewandten und der
   Grundlagenforschung im wissenschaftlich-technologischen Bereich sollten
   den Bedürfnissen der Gemeinschaft insgesamt, ihrer Institutionen und ihrer
   Mitgliedstaaten entsprechen und die nachstehenden Ziele verfolgen:
         Stärkung der wissenschaftlich/technologischen Grundlage der
         europäischen Industrie und Förderung ihrer internationalen
         Wettbewerbsfähigkeit;
         Beitrag zur Schonung der Natur und zur Verbesserung der
         Lebensqualität des Menschen;
         Verbesserung der Aspekte der öffentlichen Sicherheit neuer
         Technologien;
         Abbau der wissenschaftlichen und technologischen Diskrepanzen
         zwischen den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft;
         den Gemeinschaftsinstitutionen sollen wissenschaftliche und
         technische Dienste erbracht werden, und das Fachwissen und die
         wissenschaftlich-technischen Einrichtungen der GFS sollen öffentlichen
         und privaten Stellen zugänglich gemacht werden.
 ---pagebreak--- 10. Welche Form auch auf lange Sicht für die GFS angenommen werden mag,
     herrscht doch Einvernehmen darüber, dass ihr unverwechselbarer Charakter
     gewahrt bleiben muss. Die Struktur muss sich nach der Aufgabenstellung
     richten, und die Forschungsstelle muss weiterhin ihre institutionelle Rolle
     spielen, d.h. sie muss nicht nur wissenschaftlichen und technischen Beistand
     bei der praktischen Durchführung der Gemeinschaftspolitiken leisten,
     sondern auch nach aussen offen sein. In jedem Falle sollte jedoch die GFS ein
     fester Bestandteil der europäischen FuE-Politik sein, wie dies im
     vorliegenden Vorschlag klar zum Ausdruck kommt.
DIE MARKTLAGE IST AUSSCHLAGGEBEND FÜR DIE AUFGABENSTELLUNG DER GFS
11.  Eingedenk der Tatsache, dass die GFS von den Geqebenheiten des Marktes
     bestimmt wird, dass sie dem Grundsatz der Subsidiarität Rechnung tragen
     und ihre spezifischen Aktionen nach den für das Verhältnis
     Auftraggeber/Auftragnehmer geltenden Grundsätzen abwickeln muss,
     können für die Beiträge der GFS zur Gemeinschaftspoiitik Kriterien
     aufgestellt werden, die auf lange Sicht Gültigkeit haben:
           Durchführung von Forschungsarbeiten in den Bereichen, in denen sich
           die spezifische Gemeinschaftsnatur der Forschungsstelle als vorteilhaft
           erweist, sei es wegen ihrer unabhängigen Meinungsbildung und ihrer
           Neutralität oder wegen ihrer engen Bindung zu den für die
           Durchführung der Gemeinschaftspoiitik zuständigen Generaldirek-
           tionen der Kommission. Dies gilt in erster Linie für Forschungsarbeiten
           im Hinblick auf den Erlass von Rechtsvorschriften, für pränormative-
           und für Forschungen im öffentlichen Interesse. Hier tritt auch die
           institutionelle Funktion der GFS am deutlichsten zutage;
           Durchführung von herkömmlichen bzw. von überwachenden
           wissenschaftlichen Arbeiten in Bereichen, in denen es von Vorteil ist,
           spezifische und auf lange Sicht bedeutsame Forschungsarbeiten mit
           hohem Risikofaktor an einer zentralen Stelle in der Gemeinschaft zu
           konzentrieren, um wissenschaftliche Kompetenz auf Gebieten zu
           bewahren, die ein Entwicklungspotential aufweisen oder die später
           Bedeutung erlangen könnten. Anerkannte wissenschaftlich-technische
           Kompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass
           Forschungsarbeiten in der GFS konzentriert werden können.
           Die GFS kann als Brennpunkt für Forschungsarbeiten über grenzüber-
           schreitende Probleme dienen, indem sie ihre eigenen Vorhaben mit
           den Arbeiten industrieller oder staatlicher Laboratorien verbindet und
           auf diese Weise zu den europäischen Bemühungen um herausragendes
           Fachwissen und um den Zusammenhalt zwischen den Mitgliedstaaten
           der Gemeinschaft beiträgt und als Brücke zwischen Gruppen von
           Mitgliedstaaten dient, die einen unterschiedlichen Stand der
           wissenschaftlich-technischen Entwicklung aufweisen;
           Die GFS kann einen Beitrag zur Anknüpfung von Verbindungen zu den
           Ländern der EFTA und vor allem zu den mittel- und osteuropäischen
           Reformländern leisten;
           In enger Verbindung mit diesen Tätigkeiten kann die GFS in
           ausgewählten Bereichen, in denen sie hochqualifiziert ist, zur
           Abwicklung von im Kostenteilungswege durchgeführten Aktionen
           und ähnlichen Vorhaben beitragen.
           Die externen Dimensionen der GFS weisen ihr eine Rolle als aktiver
           Partner von ausgewählten EUREKA-Vorhaben zu. Sie wird ebenfalls zu
           den Aktionen der Kommission beitragen, die im Zusammenhang mit
           einer umfassenderen internationalen Zusammenarbeit stehen;
           Spezialisierte Ausbildung im Forschungsbereich. Dabei handelt es sich
           nicht um die blosse Fortführung des herkömmlichen Systems der
           Gewährung von Forschungsstipendien (sektorale wissenschaftlich-
           technische Stipendien), sondern man muss sich die GFS angesichts ihres
           künftigen Beitrages zur Zievorgabe "Humankapital und Mobilität" -
 ---pagebreak---                                                     -4-
            wie sie sich aus dem Dritten Rahmenprogramm ergibt - als permanente
            Einrichtung vorstellen, die einen Beitrag zur Schaffung einer echten
            wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaft in Europa leistet;
            Durch Tätigkeiten, die im Rahmen von Assoziierungs- und spezifischen
            V e r t r ä g e n d u r c h g e f ü h r t w e r d e n , soll der I n d u s t r i e , d e n
            einzelstaatlichen Behörden und ähnlichen Einrichtungen, einschliess-
            lich der Europäischen Umweltagentur, die bei der Abwicklung der
            Forschungen erarbeiteten Einrichtungen und das spezifische
            Fachwissen zur Verfügung gestellt werden;
            in der GFS entwickelte spezialisierte und kostspielige Einrichtungen,
           deren Nachbau im nationalen oder kommerziellen Rahmen nicht
            vertretbar wäre, werden nicht nur für die Programme der GFS
            eingesetzt, sondern auch anderen Organisationen im Rahmen von
            Abkommen über Zusammenarbeit oder öffentlichen oder privaten
            Stellen aufgrund vertraglicher Vereinbarung zur Verfügung gestellt.
FÄCHERÜBERGREIFENDER CHARAKTER DER FORSCHUNGSSTELLE
12.  Eine wesentliche Stärke der GFS und Grundlage ihrer Aufgabenstellung ist
     die europäische Dimension ihrer Arbeit: sie beschränkt sich nicht nur auf
     wissenschaftlich-technische Tätigkeiten in einigen wissenschaftlichen
     Fachbereichen, sondern eine weitere Stärke ist die fächerübergreifende
     Natur der Anstalt; das Fachwissen und die Fertigkeiten erstrecken sich -
     w e n n auch in u n t e r s c h i e d l i c h e m U m f a n g - ü b e r z a h l r e i c h e
     Wissenschaftsdisziplinen. Die GFS sieht auf eine lange Tradition in der
     Durchführung multidisziplinärer Vorhaben zurück. Dieser multidisziplinäre
     Charakter kommt bereits in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen der
     meisten Institute zum Ausdruck und lässt darauf hoffen, dass sich die GFS
     angesichts ihrer Flexibilität, wie sie von einem europäischen Labor erwartet
     wird, auch künftig im Bedarfsfalle neuen Herausforderungen stellen kann.
     Auf diese fächerübergreifenden Aspekte sollte daher auch in Zukunft
     besonderer Wert gelegt werden.
     Andererseits sollte dies nicht zu einer übermässigen Streuung der
     unternommenen Tätigkeiten führen. Wenn auch die GFS weiterhin
     kundenorientiert bleiben muss, sollte die Geschäftsleitung der Anstalt doch
     klare Vorstellungen von den eigentlichen wissenschaftlich-technischen
     Ausrichtungen der GFS haben und ein Gleichgewicht dahingehend her-
     stellen, dass die Tätigkeiten und die angenommenen Verträge jederzeit mit
     dem - qualitativ wie quantitativ - erforderlichen Grad an Sachkenntnis
     ausgeführt werden können.
DIE WISSENSCHAFTLICH-TECHNOLOGISCHEN TÄTIGKEITEN DER GFS
13.  Wie bereits unter Punkt 2 erwähnt, legt die Ratsentschliessung vom 29. Juni
     1988 als erste Tätigkeit und als vorrangige Aufgabe der GFS für den
     Zeitraum 1988 bis 1991 die Durchführung des Rahmenprogramms durch
     spezifische Programme und orientierende Forschung fest. Diese Definition
     gilt auch noch für den Zeitraum 1992-1994 und ist Gegenstand der hier
     vorgelegten Vorschläge.
     Die A r b e i t e n sind auf die E r r e i c h u n g d e r g l o b a l e n Ziele des
     Rahmenprogramms und der Ziele der Einzellinien des Rahmenprogramms
     ausgerichtet, zu denen die GFS beiträgt, bzw. im einzelnen auf die Ziele der
     spezifischen Forschungsprogramme, deren Durchführung der GFS obliegt.
     Der Aufsichtsrat der GFS ist zwar nach wie vor das eigentliche Kontrollorgan
     der GFS und ihrer Tätigkeiten und wacht darüber, dass sich die Forschungen
     der GFS beständig in Richtung auf die festgelegten Ziele hin entwickeln,
     aber dennoch besteht eine enge Koordinierung mit den einschlägigen
     Kostenteilungsprogrammen, vor allem durch umfassenden und detaillierten
 ---pagebreak---     Informationsaustausch über die betreffenden Forschungsarbeiten der GFS
    mit den jeweiligen Ausschüssen.
SPEZIFISCHE PROGRAMME
14. Die GFS leistet über die nachstehenden Programmlinien einen Beitrag zur
    Erreichung der Ziele des Dritten Rahmenprogramms:
          Industrielle und Werkstofftechnologien;
          Mess- und Prü fverfa hren;
          Umwelt-
          Sicherheit der Kernspaltung;
          kontrollierte Kernfusion,
          Mensch und Mobilität
    Die allgemeinen Ziele des GFS-Beitrags zu diesen Programmlinien sind
    nachstehend aufgeführt. Eingehendere Beschreibungen sind in dem
    Technischen Anhang enthalten.
15. Im Bereich der Industriellen- und Werkstofftechnoloqien erstreckt sich der
    geplante Beitrag der GFS auf :
           Arbeitsumfeld und
          Werxstoffe.
    Beim Arbeitsumfeld muss nicht nur der üblichen Anwendung des Subsidiari-
    tätsprinzips Rechnung getragen werden, sondern ein weiteres wichtiges
    Kriterium für die Projektauswahl wird die Ausrichtung auf die pränormative
    Forschung sein. Es w i r d der G e m e i n s c h a f t o b l i e g e n , w e i t e r e
    Rechtsetzungsmassnahmen in Bereichen wie Gesundheitsvorsorge und
    Risikoüberwachung zu e r g r e i f e n , Höchst- und Mindestwerte (z.B.
    Toxikologie) festzulegen, sowie Standard-Bewertungsverfahren und
    Analyseverfahren, Risikoabschätzung für Arbeiter una Bewertung des
    Arbeitsumfelds im Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien
    vorzunehmen. Die Forschungsarbeiten sollten in enger Zusammenarbeit mit
    den einschlägigen nationalen Gremien der Mitgliedstaaten und mit der
    künftigen Europäischen Agentur für die Sicherheit am Arbeitsplatz
    abgewickelt werden.
    Unterstützend zu diesen Arbeiten hat die GFS die ihrem Fachwissen
    entsprechenden nachstehenden Forschungsthemen in dem Bestreben
    ausgewählt, einen aktiven Beitrag zu leisten:
           Toxikologie und Arbeitshygiene;
          Forschungen über Arbeitsunfälle und
          Risikovernütung.
    Im Bereich der Werkstoffe werden die Forschungsarbeiten auf die
     nachstehenden Gebiete ausgerichtet sein, die deutlich pränormative
    Aspekte aufweisen und wichtige Technologien darstellen, die eine breite
    Skala fortgeschrittener industrieller Anwendungen möglich machen:
           Legierungen und intermetallische Verbindungen;
           keramische Werkstoffe und Verbundwerkstoffe;
           Überzüge und Verfahrenstechnik;
           Technologie der Oberflächenbehandlung;
           neue funktionelle Werkstoffe;
          zerstörungsfreie   und Bewertungstechniken       für         fortgeschrittene
           Werkstoffe und Komponenten;
           Information und Datenverwaltung.
                                                                                8
 ---pagebreak---                                                - 6-
    Mit diesen Vorhaben soll sichergestellt werden, dass die Fertigungsindustrie
    der Gemeinschaft einen besseren Zugang zu einer Reihe kostenwirksamer
    fortgeschrittener Werkstoffe mit genau bekannten Merkmalen erhält und
    dass diese Werkstoffe in Hochleistungsbauteile integriert werden können.
    Diese Tätigkeit bietet ferner einen Sammelpunkt für den Austausch von
    I n f o r m a t i o n e n über p r ä n o r m a t i v e Forschung auf d e m G e b i e t
    fortgeschrittener Werkstoffe. Für die Forschungsarbeiten stehen in der GFS
    einzigartige Einrichtungen zur Verfügung, die Arbeiten werden in enger
    Verbindung mit der Fertigungs- und der Verarbeitungsindustrie abgewickelt
    und zielen auf verstärkte europäische und i n t e r n a t i o n a l e
    Normungsbemühungen auf dem umfassenden Gebiet der neuen Werkstoffe
    ab.
16. Im Bereich der Mess- und Prüfverfahren besteht der wichtigste Beitrag der
    GFS in der Fortführung der nuklearen und nichtnuklearen Tätigkeiten des
    Zentralbüros für Kernmessungen über Referenzmaterialien und Messungen,
    vor allem in den nachstehenden Bereichen:
             Darstellung, Charakterisierung und Zertifizierung von Proben;
             Massenspektrometrie langlebiger oder stabiler Isotope;
             Messung und Auswertung kern technischer Daten;
             Metrologie von Radionukliden;
             angewandte Strahlentechniken.
    Die v o r h a n d e n e n V e r s u c h s e i n r i c h t u n g e n e i n s c h l i e s s l i c h d e r
    Teilchenbeschleuniger werden auch bei den Forschungsarbeiten über die
    z u n e h m e n d e A n w e n d u n g dieser s p e z i a l i s i e r t e n T e c h n i k e n in
    nichtnuklearen Bereichen eingesetzt werden.
    Ferner werden auf dem Gebiet der Zuverlässigkeit von Strukturen und - in
    geringem Masse - auf dem Gebiet der erneuerbaren Energiequellen
    (photovoltaische Energie) die spezifischen                                   pränormativen
    Forschungsarbeiten fortgeführt; bei der letztgenannten Tätigkeit wird vor
    allem die bestehende Europäische Solartestanlage (ESTj) eingesetzt.
    Schwerpunkt der Forschungsarbeiten über die Zuverlässigkeit von
    Strukturen ist wiederum der Einsatz der neuen Reaktionswand, einer in
    Europa einmaligen Anlage, die eine echte Ergänzung der ü b r i g e n
    Forschungsinstrumente in den Mitgliedstaaten darstellt. Die Nutzung dieser
    Anlage wurde in einem multinationalen Programm vereinbart. Weitere
    signifikante Tätigkeiten mit nationaler Beteiligung werden in den Bereichen
    der Vorhersage der Lebensdauer von Strukturen und der Abschätzung ihrer
    betrieblichen Lebensdauer durchgeführt.
    Insgesamt stehen diese Tätigkeiten im Zusammenhang mit der IRDAC-
    Initiative zur Ankurbelung verstärkter Gemeinschaftsforschungen in
    pränormativen Bereichen.
17. Im Bereich der Umwelt sind Beiträge der GFS zur Durchführung der
    gemeinschaftlichen Umweltpolitik auf den drei nachstehenden Gebieten
    vorgesehen:
             Beteiligung an den Global Change - Programmen;
             Umwelttechnologien und
             Forschungsarbeiten über wirtschaftliche und soziale Aspekte.
    Schwerpunkt des Bereichs Global Change wird eine engere Zusammenarbeit
    mit den Laboratorien und Instituten in den Mitgliedstaaten und auf
    internationaler Ebene sein; der Beitrag der GFS wird sich in erster Linie
    erstrecken auf:
 ---pagebreak---                                             -7
        Modellierung und Transport von Schadstoffen in der Luft;
        Chemie der Atmosphäre, vor allem in Verbindung mit dem Verbleib
        biogener und anthropogener Emissionen;
        Wechselwirkung Biosphäre-Atmosphäre;
        einschlägige Anwendungen der Fernerkundung mit Schwerpunkt auf
        Wechselwirkungen zwischen Oberflächenparametern über Land/Meer
        und Klima. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Verfahren der
        Fernerkundung, die auf kritische Komponenten im Zusammenhang
        mit den globalen Veränderungen angewandt werden können.
Die Tätigkeiten im Bereich Umwelttechnologien erstrecken sich vor allem
auf:
        Umweltchemikalien (Wanderung/Umwandlung im Boden und ihre
        Auswirkung auf das Grundwasser, Harmonisierung der Verfahren der
       Wasseranalyse, E n t w i c k l u n g eines f a h r b a r e n Labors f ü r
        FeldmessungenAanalysen von Schadstoffen im Boden und im Wasser,
       Charakterisierung von Algenblühen, biologische Überwachung von
        Umweltchemikalien, Spurenmetalle und Krankheiten des Menschen,
        Risikobewertung von Umweltchemikalien); diese Tätigkeiten werden
        vor allem auf die Probleme der chemischen Abfälle ausgerichtet.
        Weiterentwicklung von Techniken und Systemen zum Schutz der
        Umwelt, insbesondere zur Verhütung oder Abschwächung von
     ' Defekten oder Ausfall bei der Fertigung oder in den Anlagen der
        chemischen und der Verarbeitungsindustrie;
        Überwachung der Umwelt vor allem durch Einsatz fortgeschrittener
        Techniken der Fernerkundung.
Neue und bestehende Beiträge der GFS im Bereich der Umwelt sollten
d a d u r c h w e i t g e h e n d k o n z e n t r i e r t w e r d e n , dass in der GFS in
Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur (ESA) ein Zentrum
für Erdbeobachtung (CEO) eingerichtet wird. Der auf die GFS entfallende
Teil des Zentrums wird im Wege aktiver Zusammenarbeit zwischen den
einschlägigen Instituten errichtet, d.h. dem Institut für die Anwendung der
Fernerkundung, dem Institut für Systemtechnik und Informatik und dem
Institut für Umwelt.
Hauptziel dieses Zentrums ist es, ein wirksames Netz für die gründliche
A u s w e r t u n g der E r d b e o b a c h t u n g s d a t e n e i n s c h l i e s s l i c h d e r
weltraumgebundenen Daten zur Verfügung zu stellen. Die Tätigkeiten des
Zentrums würden die Archivierung, Verarbeitung, Auswertung und
Normung globaler Umweltdaten einschliessen. Die Arbeiten würden in
Zusammenarbeit mit der ESA und nationalen Organisationen durchgeführt
und sollen angemessene und aktuelle Angaben über den Zustand der
Umwelt liefern, wie sie z.B. von der Europäischen Umweltagentur benötigt
w e r d e n . Für die Einrichtung des Zentrums wären V o r l a u f p h a s e n
erforderlich, die 1992 beginnen und 1993-1994 mit der prototypischen
Durchführung auslaufen. Diese Prototypen sollen im anschliessenden
Programmzeitraum voll einsatzfähig sein. Während der Vorlaufphasen des
CEOP in den Jahren 1992-1994 könnten die Institute einen Beitrag zu
Prototypstudien leisten, die auf thematischen Anwendungen basieren (z.B.
laufende Vorhaben wie TREES, OCEAN und MARS: Fernüberwachung
landwirtschaftlich genutzter Flächen), um auf diese Weise die Erfordernisse
für CEO uneingeschränkt erproben zu können.
                                                                                            10
 ---pagebreak---                                        8
    Die Forschungen über die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte werden
    sich im wesentlichen mit Fragen des Risikomanagements und der Sicherheit
    der herkömmlichen Industriezweige befassen, z.B. Hilfssysteme für die
    Entscheidungsfindung bei der Anlagensicherheit, Betriebsnotstandspläne
    und Management des Territorialrisikos.
    Die bereits laufenden Arbeiten über Zuverlässigkeit, Risikobewertung und
    Unfallmanagement werden verstärkt.
    Angesichts der fächerübergreifenden Natur der sicherheitsrelevanten
    Prooleme und der zu ihrer Lösung erforderlichen Forschungsarbeiten
    könnten die oben genannten Arbeiten zusammen mit anderen
    einschlägigen Forschungen innerhalb der GFS zur Errichtung eines
    Europäischen Büros für Sicherheit führen, welches über Zentren tätig
    werden könnte, die folgende Aktivitäten durchführen könnten : "
          ein Zentrum für Unfallanalyse mit dem Schwerpunkt der Entwicklung
          und Verifizierung    von Bezugsrechenwerkzeugen        in denjenigen
          Bereichen, in denen die Komplexität und die Art der zu analysierenden
          Vorfälle ein einr etliches Vorgehen in den Gemeinschaftsländern
          erforderlich mach i;
          ein Zentrum     fu< die Unversehrtheit     von Strukturen;      seine
          Hauptaufgabe wäre die Unfallverhütung in den Bereichen:
          Validierung und weitere Verbesserung von Baunormen und -
          Standards, Strukturdiagnose,    Zuverlässigkeit,   Validierung    und
          Harmonisierung von Inspektionsverfahren',
          ein Unfallhilfszentrum, das den lnterventions-/Rettungsstellen im
          Notfall schnell verfügbare Informationen und Forschungsergebnisse
          liefern würde; unter die Aufgaben würden ferner die Datenerfassung
          und -Verwaltung zur leichteren Analyse nach dem Unfall und zur
          Minderung seiner Folgen fallen. Besondere Aufmerksamkeit sollte der
          Frage der Beförderung gefährlicher Stoffe und Güter gewidmet
          werden.
    Neben FuE- und Unterstützungsarbeiten würde das Büro Aufgaben der
    Ausbildung und Fortbildung in den oben genannten Bereichen
    wahrnehmen, Datensammlungen anlegen und bei Bedarf Dienste de
    Dateninterpretation und -Verbreitung anbieten.
    Nach seiner Errichtung wäre das Büro, das mit den einschlägigen Instituten
    der GFS eng zusammenarbeitet, die Kontaktstelle und gemeinsame
    Schnittstelle für einzelstaatliche Organisationen, insbesondere
    Behördenund Industriebetriebe, und würde andere Dienststellen der
    Kommission, einschliesslich der GD V und der GD XI, unterstützen.
18. Im Bereich der Sicherheit der Kernspaltung sollen Beiträge in den
    nachstehenden Bereichen die wissenschaftlich-technischen Kenntnisse
    vertiefen:
          Reaktorsicherheit;
          Sicherheitsüberwachung und Bewirtscha ftung von Spaltmaterial;
          Entsorgung von radioaktiven Abfällen;
          Aktimden      im Zusammenhang          mit der Sicherheit         des
          Kernbrennstoffkr slaufs.
    Reaktorsicherheit
    Schwerpunkte der Tätigkeiten der GFS werden sein :
          Untersuchungen zur Unfallverhütung;
          Untersuchungen        über   schwere     Unfälle,     Beiträge     zur
          Risikoabschätzung, vor allem Untersuchung von Phänomenen unter
          Einsatz der Anlage FARO in Ispra, und Gemeinschaftsarbeiten        am
          Projekt PHEBUS PF in Cadarache (CEA, Frankreich).
                                                                                 11
 ---pagebreak---     Sicherheitsüberwachung und Bewirtschaftung von Spaltmaterial
    Die Forschungstätigkeiten im Bereich der Sicherheitsüberwachung und der
    Bewirtschaftung von Spaltmaterial werden in drei Hauptgebiete gegliedert:
           Entwicklung von Messverfahren für Kernmaterial;
           Entwicklung von Techniken der Einschliessung und der Überwachung;
           Einbeziehung von Massnahmen der Sicherheitsüberwachung.
    Diese in Netzen kooperierender nationaler Laboratorien durchgeführten
    Forschungsarbeiten liefern und untermauern aktuelle Ergebnisse über die
    K o n z i p i e r u n g neuer Techniken, die f ü r die W a h r n e h m u n g der
    Verpflichungen der Kommission im Bereich der Sicherheitsüberwachung in
    der Gemeinschaft und für das Übereinkommen mit der Internationalen
    Atomenergie-Organisation (IAEO) von wesentlicher Bedeutung sind.
    Entsorgung von radioaktiven Abfällen
    Die Tätigkeiten der GFS zur Entsorgung von radioaktiven Abfällen haben
    eine zweifache Zielsetzung:
           Unterstützung der gegenwärtigen Strategie der Mitgliedstaaten, die
           auf die Endlagerung            der radioaktiven      Abfälle    aus der
           Brennstoffwiederaufarbeitung       (bzw. unmittelbare Lagerung der als
           Abfälle betrachteten abgebrannten Brennstoffe) in geologischen
           Formationen abzielt;
           Durchführung von Forschungsarbeiten über           Managementstrategien,
           die zu einer Verringerung            der in künftigen     Anlagen     des
           Brennstoff kreislau fs anfallenden Abfallstoffe führen und die somit die
           Probleme der Akzeptanz, die sich im Zusammenhang                  mit der
           Entsorgung stellen, vermindern können.
    Aktiniden und Sicherheit des Kernbrennstoffkreislaufs
    Die bisher unter dem Kapitel "Kernbrennstoffe und            Aktinidenforschung"
    unternommenen Forschungsarbeiten sollen im Rahmen eines neuen
    Programms m i t dem T i t e l "Aktiniden               und Sicherheit        des
    Kernbrennstoffkreislaufs" fortgeführt werden.
    Das Programm 1992-1994 umfasst insbesondere:
           Sicherheitsuntersuchungen über das Verhalten von Brennstoff (UO2
           und MOX) bei verlängertem Abbrand, im Transientenzustand, unter
           anomalen und Unfallbedingungen;
           grundlegende physikalisch-chemische und Festkörperuntersuchungen
           an Aktiniden;
           Untersuchung nuklearer Aerosole;
           Abschwächung von im Kernbrennstoffkreislauf            anfallenden    MA
           (minor actinides) und anderen langlebigen radioaktiven Nukliden;
           Technologie des Plutoniumbrennstoffs (Aktivität geringen Umfangs -
           es soll die Kompetenz in diesem Bereich erhalten bleiben).
19. Die Tätigkeiten der GFS auf dem Gebiet der kontrollierten thermonuklearen
    Fusion werden - wie im europäischen Fusionsprogramm gefordert -
    weitgehend darauf ausgerichtet sein, die Wissensgrundlage über die
    sicherheits- und umweltrelevanten Aspekte von Fusionsmaschinen zu
    verbessern. Die signifikanteste Anlage für die GFS ist ETHEL, das
    gegenwärtig in Ispra vor der Fertigstellung stehende Laboratorium zur
    Tritiumhandhabung.
                                                                                12
 ---pagebreak---                                          -10-
    Schwerpunkt der Tätigkeiten der GFS wird die Unterstützung des Next Step
    (NET/ITER) sein, nämlich:
          Beitrag zur Auslegung und Sicherheitsanalyse              reaktorinterner
          Komponenten;
          Entwicklung von Instrumenten und Verfahren zur Fernbedienung von
          Reaktorkomponenten;
          Bewertung, Erprobung und Einrichtung einer Datenbank für die
          Eigenschaften von Strukturmaterialien und für kerntechnische Daten.
    Die Langzeituntersuchungen umfassen:
          Entwicklung von Materialien geringer     Aktivierung.
20. Zum Kapitel Mensch und Mobilität des Rahmenprogramms wird die GFS
    beitragen, indem sie Gelegenheiten bietet wie:
          zeitweilige Abstellung zu Ausbildungszwecken und zur Erschliessung
          neuer Möglichkeiten (Mobilität) für vielversprechende junge Forscher-
          vor allem nach der Promotion -, die im Einvernehmen mit nationalen
          Forschungszentren und -laboratorien ausgewählt worden sind, welche
          sich am Programm über Mensch und Mobilität beteiligen und mit
          denen die GFS zusammenarbeitet Diese Aktion trägt somit sowohl zur
          Ausbildung als auch zur Mobilität junger Forscher in Europa und zur
          Herstellung und Konsolidierung von Netzen für eine              potentielle
          wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit              zwischen
          Forscherteams und Laboratorien bei. Schwerpunkte der Ausbildung
          sind fortgeschrittene Forschungsthemen und Forschungsarbeiten, die
          den Zugang zu einzigartigen Versuchseinrichtungen erfordern, wobei
          stets das Subsidiaritätsprinzip gewahrt bleiben muss.
    Während des Aufenthalts in der GFS sollen diesen zahlreichen
    Forschungspraktikanten zusätzliche Gelegenheiten geboten werden, sich
    mit der europäischen Forschungsdimension, den Gemeinschaftspoiitik*n
    und einem multikulturellen Umfeld vertraut zu machen - eine mc.it
    unbedeutende Nebenwirkung, die von früheren und jetzigen Gastforschern
    der GFS stets sehr begrüsst worden ist.
WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE
KOMMISSION
21. Mit der oben genannten Ratsentschliessung (Punkt 13) wird die Arbeit der
    GFS offiziell als "wissenschaftliche und technologische Unterstützung für die
    Kommission" bezeichnet. Im Mehrjahreszeitraum 1988-1991 wurde diese
    Art von Tätigkeit mit heute geschätzten Ausgaben von 131 MECU im
    Vergleich zu den ursprünglich im Haushaltsplan veranschlagten Mittel (120
    MECU) immer bedeutender. Es wurde sorgfältig darauf geachtet, dass alle
    Arbeiten nach dem Grundsatz " A u f t r a g g e b e r / A u f t r a g n e h m e r "
    durchgeführt wurden, und für alle - ausser für die wirklich geringfügigen -
    Aufträge wird ein formeller Vertrag zwischen der GFS und dem "Kunden" -
    d.h. der Generaldirektion oder Dienststelle - geschlossen. Der Erfolg dieser
    Tätigkeit zeigt, dass die GFS einen wichtigen Beitrag zum sehr viel grösseren
    Bedarf der Kommission an sachverständiger Unterstützung und Beratung
    leistet. Das gleiche erprobte Verfahren wird im Zeitraum 1992- 1994
    angewandt mit Schwerpunkt auf:
          die Stärkung des Prinzips Auftraggeber/Auftragnehmer, namentlich
          durch die Gewähr, dass alle vorhersehbaren Mehrjahresvorhaben
          durch einen Mehrjahresvertrag, der eine präzise Aufgabenstellung
          und Abrechnung e r f o r d e r t , mit dem K u n d e n , d . h . der
          Generaldirektion, abgedeckt sind und dass für umfassendere
                                                                                       13
 ---pagebreak---                                        -11-
          Mehrjahresprojekte auf Initiative der betreffenden Generaldirektion
          ein Rats- oder Kommissionsbeschluss ergeht. Dies ist gegenwärtig der
          Fall bei einem Vorhaben für die Generaldirektion Landwirtschaft und
          für das Statistische Amt; ein Kommissionsbeschluss über neue Arbeiten
          der Direktion Sicherheitsüberwachung der Generaldirektion Energie
          ist geplant;
          die Entscheidung, dass andere Anträge auf Dienste - zumeist
          beratender Natur - zeitlich eindeutig begrenzt sind und dass für sie der
          Subsidiaritätsgrundsatz gilt.
    Zu den neuen Tätigkeiten für 1992-1994 zählen der Betrieb eines
    Bewertungszentrums für alternative Versuchsverfahren (d.h. als Alternative
    zu Tierversuchen in der Toxikologie) als Unterstützung für die GD XI und der
    Betrieb von on-site-Laboratorien für Sicherheitsüberwachung als
    Unterstützung für die GD XVII.
VERTRAGSARBEITEN FÜR EXTERNE DRITTE
22. Gleichzeit.g mit der Einsetzung der übrigen Tätigkeiten der GFS vertrat der
    Rat in seiner EntSchliessung die Auffassung, dass die Auftragsarbeiten für
    externe Dritte verstärkt werden sollten; auf diese Weise soll der Grundsatz
    Auftraggeber/Auftragnehmer unter den strengsten Bedingungen in der
    Gemeinschaft und auf den Wissenschaftsmärkten weltweit demonstriert
    werden. Obgleich sich die ursprünglich angestrebten Zahlen für 1988-1991
    als zu ehrgeizig herausgestellt haben (von ursprünglichen 52 MECU nach
    letzten Schätzungen während dieser Zeit zu 40 MECU für unterschriebene
    Verträge) wurden doch grosse Anstrengungen unternommen, und aus den
    Reaktionen der Kunden der GFS geht hervor, dass die Dienste hinsichtlich
    der Qualität und der Ausführungsfristen als ausgezeichnet betrachtet
    werden.
    Die Kommission misst der stimulierenden Wirkung dieser Massnahme grosse
    Bedeutung bei, denn sie bewirkt:
          einen engeren Kontakt mit der "realen Welt";
          ein Messen der eigenen Wettbewerbsfähigkeit;
          die Valorisierung der potentiellen zusätzlichen Einkünfte.
    Für 1992-1994 ist ein neues Ziel gesetzt worden; zu seiner Erreichung hat die
    GFS - sowohl auf Ebene der Institute als auf zentraler Ebene - bereits ihre
    Marketing-Anstrengungen verstärkt. Mit den herkömmlichen Marketing-
    Tätigkeiten ist es jedoch nicht getan: um ihre Rolle voll wahrnehmen zu
    können, muss die GFS von den einzelstaatlichen Forschungslabors unbedingt
    als Partner und nicht als Konkurrent betrachtet werden. Dieses Anliegen
    erfordert neue und erfindungsreiche Systeme für eine gemeinsame
    Absatzstrategie mit nationalen Partnern, wie in Abschnitt 25 beschrieben.
ORIENTIERENDE FORSCHUNG
23. Eine weitere Gruppe von ausgereiften Tätigkeiten ist die orientierende
    Forschung, früher als "vorbereitende Forschung" bezeichnet. Ziele der
    einschlägigen Vorhaben sind:
                                                                           14
 ---pagebreak---                                       -12-
          Verbesserung der wissenschaftlichen Vitalität und des Potentials;
           Erforschung geeigneter und erfolgversprechender Wege;
          Erprobung neuer Ideen oder Konzepte im kleinen Versuchsmassstab;
          Erstellung zusätzlicher Einrichtungen für Gastwissenschaftler und
          Forschungsstipendiaten;
          Stärkung von Tätigkeiten für "Industrieklubs"
    Der Stellenwert dieser Aufgaben - wie vom Aufsichtsrat betont - findet
    seinen Ausdruck in der Festlegung des Tätigkeitsvolumens für 1992-1994.
VERWERTUNG UND VERBREITUNG DER FORSCHUNGSERGEBNISSE
24. Die Verwertung und Verbreitung der Forschungsergebnisse erfolgt weiter-
    hin in enger Koordinierung mit der Generaldirektion XIII "Telekommunika-
    tion, Informationsindustrie und Innovation". In der GFS selbst sollte ein Netz
    errichtet werden, das Informationszentren mit genau definierten
    Schwerpunkten (z.B. das Informationszentrum für fortgeschrittene
    Werkstoffe oder das Informationszentrum über Aktiniden) miteinander
    verbindet. Dieses Netz könnte so ausgedehnt werden, dass es ein oder
    mehrere Informationszentren für pränormative Forschung umfasst über:
          zerstörungsfreie Bewertungstechniken;
          Zuverlässigkeit von Strukturen und Verhaltenskodizes;
          Messvorrichtungen zur Überwachung von Verschmutzung;
           und vor allem das vorgeschlagene Zentrum für die Erdbeobachtung.
    Ferner soll in der GFS ein Europäisches Büro für Sicherheit mit den
    nachstehenden Abteilungen (s. Punkt lij eingerichtet werden:
           Europäisches Zentrum für Unfallanalyse;
           Europäisches Zentrum für die Unversehrtheit von Bauteilen;
           Europäisches Zentrum für Unfallmanagement.
    Die Verwertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen erhielt im
    Rahmenprogramm 1990-1994 eine neue Dimension: 1% aller Mittel wurden
    diesem Ziel zugewiesen. Die Aufgabe der Verbreitung und Auswertung
    wissenschaftlicher Ergebnisse ist durch Kommissionsbeschluss der
    Generaldirektion XIII übertragen worden
25. In engem Zusammenhang mit der Auswertung der Forschungsergebnisse
    steht die Frage einer möglichen Rolle der GFS bei der Innovation von
    Produkten oder Verarbeitungstechniken. Wenn auch weiterhin gilt, dass
    eine Einrichtung wie die GFS Forschungsarbeiten vorwiegend auf
    nachfrageorientierter Grundlage durchführen sollte, ist doch ein gewisses
    Mass an FuE, die einen Technologie-Schub bewirken kann, angemessen.
    Orientierende Forschungen können ein wichtiger Ausgangspunkt hierfür
    sein.
                                                                               15
 ---pagebreak---                                             -13-
    Innovative FuE erfordert ein positives, motivierendes Konzept sowie
    Einfallsreichtum und Kenntnis der Marktgegebenheiten. Diese Tätigkeit
    f ä l l t e i n d e u t i g eher in den Bereich einer Industrie, die sich m i t
    Produktentwicklung und Absatzstrategien befasst. Dennoch besteht
    Spielraum für eine Förderung innovativer FuE in der GFS, schon allein
    deshalb, weil der erfolgreiche Abschluss eines innovativen FuE-Vorhabens -
    das sich letztlich in Industrieprodukten konkretisiert - eine ungeheure
    Werbewirkung für die GFS haben und eine Quelle beträchtlicher Einkünfte
    sein kann.
    Die GFS sollte so vorgehen, dass die Kreativität gefördert wird und neue
    Ideen sogar bis zur Erstellung eines Prototyps heranreifen, so dass
    Industrieunternehmen daran interessiert sein könnten, diese Ideen zu
    übernehmen und sie in gewinnbringende Produkte umzusetzen. Dieses
    Konzept wird heutzutage in den meisten Forschungsorganisationen
    akzeptiert. Wichtig dabei ist, dass nicht versucht wird, innovative Forschung
    als eine neue Kategorie von FuE zu entwickeln, sondern die Institutsleitung
    muss neue Ideen erkennen und das Personal zur Entwicklung seines
    innovativen Potentialsermutigen.
GEMEINSAME fORSCHUNGSEINRICHTUNGEN
26. Einer der wichtigsten Trümpfe der GFS sind ihre hochspezialisierten und in
    einigen Fällen einmaligen Einrichtungen. Sie stellen eine beträchtliche
    Investition dar, und ihr Betrieb kann sehr kostspielig sein, vor allem im Fall
    der kerntechnischen Anlagen. Dennoch sind hochspezialisierte Anlagen im
    europäischen Massstab, die zu einer Vermeidung von Doppelgleisigkeit in
    der Gemeinschaft beitragen, ein wichtiger Aktivposten der GFS, und allein
    schon ihr Vorhandensein könnte eine der Antriebskräfte für die Zukunft
    sein.
    Der Aufsichtsrat überwacht daher natürlich ständig die Nutzung und die
    Weiterentwicklung der Spezialeinrichtungen der GFS. Jahresberichte und
    andere für ein breites Publikum bestimmte Veröffentlichungen der GFS
    enthalten ausführliche Angaben über diese Anlagen und ihre Verfügbar-
    keit.
    Aus Gründen der strategischen Planung - und ohne hier auf Einzelheiten
    einzugehen - werden die nachstehenden Leitlinien vorgeschlagen:
              es ist ein fortwährendes Mandat der GFS, spezialisierte Einrichtungen
              zu bauen und instand zu halten; dabei ist Voraussetzung, dass:
              •       die Gegebenheiten des Kunden für die betreffende Einrichtung
                      zum Zeitpunkt der Konzipierung der Anlage und während ihrer
                      gesamten Lebensdauer eingehend und überzeugend bewertet
                      wird;
              •       die Gegebenheiten des Kunden für alle sonstigen Tätigkeiten der
                      GFS identisch sind: spezifische Forschungsprogramme, Unter-
                      stützung für die Kommission und Vertragsarbeiten für externe
                      Dritte. Einige Anlagen können jedoch als ein Faktor des Beitrags
                      der GFS zum w i r t s c h a f t l i c h e n und w i s s e n s c h a f t l i c h e n
                      Zusammenhalt in Europa betrachtet werden, aber auch hier
                      müssen die Gegebenheiten des Kunden für die betreffende
                      Anlage eindeutig definiert sein.
                                                                                                     16
 ---pagebreak---                                          -14-
27. Ein separater, aber damit im Zusammenhang stehender Aspekt ist die
    Bereitschaft der GFS, auf ihrem Gelände einzigartige Einrichtungen
    unterzubringen, die zwar von nationalen oder privaten Organisationen
    gebaut worden sind, aber als allen Partnern innerhalb der Gemeinschaft
    zugängliche "open shops" konzipiert sind. Dies gilt auch für die im Rahmen
    von europäischen Joint Ventures entwickelten Einrichtungen.
    Die Standorte der GFS können diese "gemeinsamen" Einrichtungen mit
    angemessener technischer Unterstützung und entsprechender wissen-
    schaftlicher Umgebung zwar zur Verfügung stellen, jedoch die GFS würde
    nicht in die Geschäftsleitung eingreifen, die somit unabhängig bliebe.
    Gastforscher, die diese Einrichtungen benutzen, können auch andere
    Dienste der GFS in Anspruch nehmen, zum Beispiel im Bereich der Schulung
    und Ausbildung.
ZUSAMMENARBEIT MIT EINZELSTAATLICHEN FORSCHUNGSVORHABEN
28. Es ist Aufgabe der GFS, zur Entwicklung der innereuropäischen Zusammen-
    arbeit und zum harmonischen Wachstum aller Regionen der Gemeinschaft
    beizutragen. Dieses Ziel wird bereits durch eine Reihe formeller und
    informeller Kooperationsabkommen mit nationalen Forschungslaboratorien
    erreicht und kann durch aktive Zusammenarbeit mit öffentlichen oder
    privaten Wissenschaftsorganisationen in allen M i t g i i e d s t a a t e n der
    Gemeinschaft noch weiter vertieft werden, vor allem durch Unterbringung
    einzelner Gastwissenschaftler, Stipendiaten und abgestellter nationaler
    Sachverständiger in der GFS und durch Errichtung von Netzen assoziierter
    Laboratorien. Die Zusammenarbeit wird noch vertieft durch die Beteiligung
    am Programm Mensch und Mobilität.
    Einige der mit nationalen Laboratorien geschlossenen Abkommen erfordern
    die gemeinsame Vermarktung kollektiver Fachkenntnisse sowie die
    gemeinsame Durchführung von Forschungsarbeiten im Rahmen von
    Verträgen mit Dritten. In einem Fall hat dies zu Plänen für die Gründung
    einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessen Vereinigung (EMIV) zwischen
    d e r GFS u n d i h r e n P a r t n e r n g e f ü h r t , zu d e n e n n a t i o n a l e
    Forschungslaboratorien auf dem Gebiet der Materialforschung gehören.
    Dieses Modell könnte auch in anderen Bereichen angewandt werden und zu
    einer weiteren Stärkung der signifikanten und wirksamen Zusammenarbeit
    zwischen der GFS und ihren einzelstaatlichen Partnern führen.
    Eine weitere Möglichkeit zur Vertiefung der Wechselwirkung mit der
    nationalen Forschung könnte in der Ausdehnung der Tätigkeiten der GFS
    auf andere Orte als die vier gegenwärtigen Standorte sein.
    Eine einfache Erweiterung nach dem Muster der vier bestehenden Standorte
    - d.h. vollgültige neue Anstalten - würde vor allem finanzielle und
    personelle Probleme aufwerfen. Neue Standorte, die sich an das
    gegenwärtige Konzept anlehnen, würden durch signifikante Erhöhung der
    Gemeinkosten die beschränkten personellen und finanziellen Mittel der GFS
    noch weiter belasten.
    Es sollte im Gegenteil ein neues Konzept in Erwägung gezogen werden, d.h.
    die Schaffung von Aussenposten der GFS, die in enger Synergie mit
    Gastlaboratorien in den Mitgliedstaaten arbeiten. Diese Aussenstellen
    müssten sich auf starke Motivation und beiderseitiges Interesse sowohl
    seitens der GFS als auch des Gastlabors zur Durchführung gemeinsamer
    Forschungsarbeiten stützen. Die Aussenstellen müssten gemeinsam von der
    GFS und einer Regierung, einer Region oder einem Wissenschaftspark
    errichtet werden, wobei die Gastbehörde die Infrastruktur finanziert und                 . n
    die laufenden Folgekosten übernimmt, während die GFS ein vollständiges                   X •
 ---pagebreak---                                         -15-
     Forscherteam stellt und die spezifischen Mittel für die wissenschaftlichen
     Aufgaben bereitstellt.
     Ein Aussenposten der GFS könnte auf flexible Weise für einen bestimmten
     Zeitraum - zum Beispiel für die Laufzeit eines gemeinsamen Versuchs - oder
     in einer längerfristigen Perspektive errichtet werden. Die Personalstärke
     richtet sich streng nach den Forschungsbedürfnissen jedes einzelnen Falls
     und kann zeitlich variieren. Im Gegensatz zu den bereits bestehenden
     Standorten wird man daher nicht darauf achten müssen, dass zur
     Gewährleistung der Kontinuität und der Signifikanz der Vorhaben ein
     minimaler (und zwar recht grosser) Personalbestand beibehalten wird.
     Durch die Abstellung eines Forscherteams an einen Aussenposten würde die
     GFS für die Forscher der Anstalt nicht nur eine neue Dimension der
     Herausforderung ins Spiel bringen, sondern auch neue Möglichkeiten für
     eine erhöhte Mobilität bieten und somit eine wirksamen Transfer von
     Fachkenntnissen zwischen der GFS und den nationalen Forschungsgemein-
     schaften gewährleisten.
     In jedem Fall wäre eine grösstmögliche Synergie mit einer fest etablierten
     einzelstaatlichen Tätigkeit für den Erfolg des Vorhabens unabdingbar.
     Insgesamt wird eine aktive Politik der Schaffung von Aussenstellen als neue
     Möglichkeit betrachtet, die Bindungen mit der nationalen Forschung in den
     Mitgliedstaaten zu stärken, genau umrissene Erfordernisse einzelner
     Regionen zu e r f ü l l e n u n d die europäische Gesamtschau u n d
     Vorgehensweise auf lokale Akteure zu übertragen. Mit der Anwendung
     dieser Politik sollte bereits in früheren Phasen des Zeitraums 1992-1994
     begonnen werden.
EIN GRUNDSZENARIO FÜR DIE GFS IM JAHR 2000
29.  Nach der Erstellung eines Grundplans hat die Geschäftsleitung der GFS in
     Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat verschiedene Szenarios für die
     Entwicklung der GFS bis zum Jahr 2000 erstellt. Diese Szenarios gehen von
     der Fortführung der gegenwärtigen Betriebsweise auf lange Sicht aus:
           spezifische Forschungsprogramme unter dem Rahmenprogramm;
           wissenschaftlich-technische Unterstützung der Dienststellen der
           Kommission;
           Vertragsarbeiten für externe Dritte;
           orientierende Forschung.
     Für diese Betriebsweisen wurden verschiedene Relationen in Erwägung
     gezogen, angefangen von der gegenwärtigen Mischform bis hin zu
     Mischformen, in denen die Unterstützung der Kommission oder aber
     Arbeiten für Dritte zur vorherrschenden Tätigkeit der GFS werden.
30.  Nach diesen Erörterungen wurde eine Entwicklung in Richtung einer GFS
     mit Verlagerung des Schwerpunkts auf d\e Tätigkeit der wissenschaftlichen
     und technischen Unterstützung der Kommission b e f ü r w o r t e t . Die
     Entscheidung ist durch die wachsende Komplexität und den Umfang der
     wissenschaftlichen und technischen Probleme gerechtfertigt, denen sich die
     Kommission bei der Durchführung der Gemeinschaftspoiitik in den
     neunziger Jahren gegenübersehen wird. Dies impliziert den Rückgriff auf
     eine breite Palette kompetenter Gremien, zum Beispiel nationale oder
     europäische Organisationen, Fachagenturen einschliesslich der GFS, die
     enger denn je an die für die Erstellung und Anwendung von Politiken
     zuständigen Generaldirektionen gebunden sein wird. Diese Tendenz findet
     ihren Ausdruck in einem etwa 30%igen Anstieg der Unterstützung für die
     Kommission im Zeitraum 1992-1994 gegenüber 1991.
 ---pagebreak---                                   16
Ein weiteres Merkmal des Szenarios ist eine GFS, die weiterhin einen
wichtigen, jedoch rückläufigen Beitrag zu den einzelnen Rahmenpro-
grammen in Bereichen leistet, in denen die Gemeinschaft einen echten
Nutzen aus der neutralen und unabhängigen Position der GFS zieht; solche
Bereiche sind: pränormative Forschungsarbeiten über Werkstoffe, Umwelt-
forschung und das gesamte Spektrum der auf Sicherheits- und Risikobe-
w e r t u n g ausgerichteten Forschung. Unter die Beiträge des
Rahmenprogramms fallen ferner zentrale Funktionen wie FuE in der
Sicherheitsüberwachung oder der Aktinidenforschung und Bereiche, die
den aus dem Vertrag erwachsenden Verpflichtungen entsprechen
(Zentralbüro für Kernmessungen). Dazu kommt noch die bedeutende
horizontale Frage der menschlichen Ressourcen und der Mobilität, die die
Dimension der Anstalt als Ausbildungsstätte für junge Forscher erweitert
und die Zusammenarbeit mit der einzelstaatlichen Forschung vertieft.
Insgesamt wird sich der Anteil der Aufgaben aus dem Rahmenprogramm
1988-1991 - 69 % der gesamten Tätigkeiten der GFS - in den Jahren 1992-
1994 verringern.
Vertragsarbeiten für externe Dritte nach neuen Modalitäten der
Zusammenarbeit mit nationalen Forschungslaboratorien (siehe Punkte 22
und 28) dürften im Planungszeitraum auf mittlere und lange Sicht weiterhin
eine wichtige Aufgabe der GFS sein, auf die sicherlich 15-20 % der gesamten
Tätigkeiten der GFS entfallen dürften.
Ein relativ geringer, aber nicht vernachlässigbarer Teil der Gesamt-
tätigkeiten muss schliesslich weiterhin der orientierenden Forschung vor-
behalten sein, die von grösster Bedeutung ist, um die wissenschaftliche
Lebensfähigkeit der Anstalt zu erhalten und um zu gewährleisten, dass sich
die GFS bei neu auftretendem Bedarf auch neuen wissenschaftlichen
Herausforderungen stellen kann.
Die im vorliegenden Dokument beschriebenen Vorschläge sind als erster
Schritt zur Durchführung dieses Grundszenarios "GFS 2000 zu verstehen.
                                                                          19
 ---pagebreak---       jit.».
   KAPITEL II
ORGANISATION
    UND
   MITTEL
              20
 ---pagebreak---                                      -17-
                       ORGANISATION UND MITTEL
STRUKTUR
    Die Kommission beabsichtigt, die vor kurzem vorgenommene
    Strukturierung der Institute der GFS im Programm-Zeitraum 1992-1994
    beizubehalten, da diese Struktur als angemessen betrachtet wird.
    Ein Thema, dem beständig Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, ist die
    Erlangung eines angemessenen Gleichgewichts zwischen übermässiger
    Zentralisierung und vollständiger Dezentralisierung. Zentrale Funktionen
    sollten nur beibehalten werden, wenn sich durch Personal- oder
    Haushaltseinsparungen wirtschaftliche Vorteile bieten, wenn die Überein-
    stimmung mit den allgemeinen Vorschriften überwacht und hergestellt
    werden muss und wenn das Image der GFS auf dem Spiel steht.
    Ferner müssen die angemessenen Schnittstellen zwischen den einzelnen
    Instituten ständig überwacht werden, vor allem in Zeiten neuer Programm-
    planung. Es wird jedoch generell niemals ein Zustand erreicht werden
    können, an dem nicht die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen
    den Instituten besteht, und dies wäre auch nicht wünschenswert.
    Hauptpunkt ist die Zusammenarbeit und Beibehaltung kollegialer
    Beziehungen bei Projekten, bei denen eine solche Zusammenarbeit
    erforderlich ist und g e w ä h r l e i s t e t w e r d e n muss, dass die
    Verantwortlichkeiten eindeutig festgelegt sind.
    Die wachsende Autonomie der Institute hat - vor allem in Ispra - zur Folge,
    dass die Institute einen grösseren Teil der Verwaltung selbst übernehmen
    möchten. Sie würden dann weniger auf die zentralen Verwaltungsdienste
    zurückgreifen. Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits getan, und
    zwar im Bereich der Finanzen. Generell ist zu sagen, dass auf diese Weise in
    den gesamten Verwaltungsdiensten der GFS zweifellos Einsparungen und
    Rationalisierungen erzielt werden können.
    Gegenwärtig wird in der Verwaltung ein neues Buchführungssystem einge-
    führt, um die tatsächlichen Kosten für den Betrieb der Anstalt zu ermitteln
    und dann den korrekten Preis festlegen zu können. Dies wiederum wird es
    den Instituten ermöglichen, die Kosten für ihre gesamten Tätigkeiten besser
    zu kalkulieren, das Preisbewusstsein zu erhöhen und eine Grundlage für
    umfassendere interne Beziehungen Kunde/ Auftragnehmer zwischen den
    Instituten und den Zentraldiensten zu schaffen.
    Die bereits eingerichtete Einheit für Managementeffizienz sollte ebenfalls
    ständig darüber wachen, dass die allgemeinen Dienste der GFS den
    bestmöglichen Gegenwert für die eingesetzten Mittel bieten und zur
    Herstellung der internen Beziehungen Kunde/Auftragnehmer zwischen den
    Instituten und den zentralen Verwaltungsdiensten beitragen.
    In Ispra hat sich bei der Einführung der neuen Struktur der Institute
    natürlich eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit der Infrastruktur
    gestellt, die auch heute noch nicht ganz gelöst sind. Aus praktischen und
    psychologischen Gründen sollten - soweit dies möglich und wirtschaftlich
    vertretbar ist - die einzelnen Teile jedes Instituts geographisch
    zusammengefasst sein, wodurch auch ihr individueller Charakter gestärkt
    würde.
                                                                            21
 ---pagebreak---                                                                                         -18-
                                                                     Tabelle 1 - Finanzmittel (in Mio ECU)
                                                        (alle Beträge sind in der heute gültigen Währung wiedergegeben)
                                                                                            Institut
                                                                                                                                Institut              Institut für
                                                             Zentral-                      für Fort-   Institut für                      Institut für
                                                                             Institut                                              für                 Technolo-
                                                             Bürofür                       geschrit-     System-     Umwelt-               Sicher-
                                          Gesamte GFS                           für                                           Anwendung                 gische
                                                              Kern-                      tene Werk-   technik und    Institut             heitstech-
                                           Beiträge (*)                   Transurane                                           der Fern-               Zukunfts-
                                                               mes-                          stoffe    Inform«           El                nologie
                                                                               ITU                                            erkundung               forschung
                                                             sungen                           IAM          ISEI                             (IST)
                                                                                                                                  IRSA                 (PROMT)
Werkstoffe                                     65,34                                          65,34
Arbeitsumfeld                                  11,88                                                        4,95         4,95                  1,98
Messen und Prüfen                              89,10           62,37                                        8,91                              17,82
Umwelt                                       148,50                                                        11,88        66,82    36,63       33,17
Kernspaltung                                 164,34                           60,39                        16,83                             87,12
Fusion                                         40,59                                          11,88        11,88                             16,83
Mensch und     Mobilität                       24,75            2,97           2,97            2,97         3,96         1,98      2,97        3,96       2,97
Rahmenprogramm Insgesamt (••)                544,50            65,34          63,36           80,19        58,41        73,75    39,60     160,88         2,97
WIT Unterstützung    für  Kommission         190,00             4,00          22,00           14,00        39,00        47,00    37,00       18,00        9,00
Vertragsarbeit für Externe   Dritte
                                               68,00            3,00          10,00           12,00        12,00        10,00      4,00      15,00        2,00
Parteien
                         GESAMT              802,50            72,34          95.36         106.19       109,41       130.75     80,60     193,88        13.97
HPR Zusatzprogramm                            69,00                                          69,00
                         INSGESAMT           871,50            72,34          95,36         175,19       109.41       130,75     80,60     193,88       13.97
      gemäss Ratsbeschluss zur Beschränkung des Umweltprogramms auf 150 Mio ECU einer der beiden Tätigkeiten zuzuweisen
      abzüglich 1 % fur die zentralisierte Massnahme der Verbreitung und Verwertung
   to
   to
 ---pagebreak---                                                 19-
FINANZMITTEL
7.    Die F i n a n z m i t t e l f ü r d e n P r o g r a m m z e i t r a u m 1 9 9 2 - 1 9 9 4 -
      Rahmenprogramm, Unterstützung für die Kommission und
      Vertragsarbeiten für externe Dritte - sind in Tabelle 1 aufgeschlüsselt.
      Der vierte Tätigkeitsbereich - Orientierende Forschung - w i r d nach
      Genehmigung der Haushaltsgremien wie folgt finanziert:
      6 % der Mittel des Rahmenprogramms
      3 % der Mittel für die Unterstützung der Kommission (•>
      3 % der Mittel für Vertragsarbeiten für externe dritte Parteien (*)
      (ausserhalb des Zusatzproqramms HFR)
      In der nachstehenden Tabelle 2 sind die Tätigkeiten der GFS 1992 1994
      gegenüber dem Zeitraum 1988-1991 (in Prozent) aufgeschlüsselt:
                                           Tabelle 2
                                              1988-1991        1988-1991          1992-1994
                                             (Plan 1988)      (Geschätzt)            (Plan)
      A.     Spezifische
             Forschungsprogramm                  70.0            70.7                   59
      B.     Vertragsarbeiten
      B.1    Wissenschaftlich-
             technische Unter-
             stützung für die                    12.6             14.1                  21
             Kommission
      B.2    Arbeiten für externe                13.7             12.4               15.5
             öffentliche oder
             private Einrichtungen
             (einschl.
             Zusatzprogramm HFR)
      Insgesamt                                  26.3             26.5               36.5
      C.     Orientierende                     bis zu
             Forschung                            3.7                2.8              4.5
      Insgesamt                                100.0            100.0              100.0
       Die hier vorgeschlagene Entwicklung entspricht einem allmählichen Übergang zu einer
       Verteilung gemäss dem im ersten Kapitel beschriebenen Grundszenario für GFS 2000
       (Abschnitf29).
PERSONELLE MITTEL
8.     Für den Zeitraum 1988-1991 wurde der Bestand an statutärem Personal der
       GFS auf insgesamt 2180 Bedienstete festgelegt; diese Zahl wurde für den in
      jedem Haushaltsjahr zu genehmigenden Personalbestand zugrundegelegt.
       Es handelt sich um einen Plafond, der zu keiner Zeit erreicht worden ist, da
       1988 vereinbart worden war, einen Teil der Personalmittel zur Finanzierung
      von Gastwissenschaftlern, abgestelltem nationalem Personal u n d
      Stipendiaten zu verwenden. Diese Rücklage entspricht den Mitteln für etwa
       100 Planstellen.
* Diese beiden Posten für die Orientierende Forschung stellen für die Institute echte Anreize zur
   Verstärkung ihrer diesbezüglichen Tätigkeiten dar.
                                                                                              23
 ---pagebreak---                                        20
9.   Im Zeitraum 1992-1994 bietet sich die Lage anders dar. Dank der im Rahmen
     des Programms "Mensch und Mobilität" in der GFS verfügbaren Mittel
     werden junge Forscher unmittelbar aus den Mitteln des spezifischen
     Programms bezahlt. Im Zeitraum 1992-1994 werden in der GFS
     voraussichtlich 200 junge Forscher aufgenommen.
10.  Erfahrene Gastwissenschaftler und Personal, das von einzelstaatlichen
    Organisationen in den Mitgliedstaaten abgestellt ist, werden weiterhin aus
    den Mitteln für das ständige Personal bezahlt. Es dürfte sich um jährlich 30-
    40 Personen handeln.
11. Angesichts dieser neuen Situation und der Finanzmittel, die aus dem
     Gesamthaushalt der GFS für Personalausgaben aufgewendet werden
     können, soll der ständige Personalbestand auf 2080 Bedienstete reduziert
    werden. Dieser Personalabbau entspricht dem Wunsch des Europäischen
     Parlaments nach einer Verringerung der Spanne zwischen den genehmigten
     Planstellen und dem Istbestand.
Massnahmen zur vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand
12.  Nach Bestärkung durch einige Mitgliedstaaten im Jahr 1988 hat die GFS
     zusammen mit dem Aufsichtsrat einen Plan zur vorzeitigen Versetzung von
     beamteten Bediensteten der GFS in den Ruhestand geprüft. Angesichts der
     Altersstruktur und der für den Ausbau der GFS erforderlichen
    wissenschaftlich- technischen Sachkenntnisse wurde die Zahl der
     ausscheidenden Bediensteten im Alter über 55 Jahren mit mindestens 15
     abgeleisteten Dienstjahren wie folgt festgelegt: 1992: 30; 1993: 25; 1994:
     20. Bei diesen Massnahmen muss den Bedürfnissen der GFS Rechnung
     getragen werden, vor allem bei den höheren Dienstgraden. Die Kommission
     wird hierfür einen getrennten Vorschlag vorlegen.
BESCHLUSSFASSUNGS- UND KONSULTATIONSSTRUKTUREN
Aufsichtsrat der GFS
13.  Im Zuge der Revitalisierung der GFS (KOM(87)491 endg.2) hat die
     Kommission beschlossen, dem Aufsichtsrat der GFS einen stärkeren Einfluss
     bei den Beschlussfassungsverfahren der GFS zu geben. Insbesondere wurde
     eingeräumt, dass die Verantwortung für die Festlegung und Durchführung
     der Forschungstätigkeiten, die den Zielen des Rahmenprogramms
     entsprechen, bei der GFS und ihrem Aufsichtsrat jetzt eine zentrale Rolle bei
     den Verwaltungsentscheidungen der GFS spielt. Die Kommission hat dem
     Aufsichtsrat ihre volle Würdigung für seine Arbeiten ausgesprochen; sie
     beabsichtigt keine Änderungen an der gegenwärtigen Regelung.
Beratende Ausschüsse für die Wissenschaftlichen Institute
14.  Für die meisten Institute der GFS gibt es jetzt funktionierende Beratende
     Aus-schüsse, und die übrigen Ausschüsse werden in Kürze eingesetzt. Ihre
     Aufgabe ist es, durch Abgabe von Stellungnahmen zu gewährleisten, dass
     die Tätigkeiten der Institute auf die echten Bedürfnisse ihrer Kunden und
     Benutzer ausgerichtet sind und dass innerhalb der Institute ein hohes
     wissenschaftliches Niveau gewahrt bleibt.
                                                                                 24
 ---pagebreak---                                       21
Kontakte zu anderen Gremien und Beratenden Ausschüssen
15.  Eine Anhörung des Wirtschafts- und Sozialausschusses ist nach dem EWG-
     Vertrag und nach dem Euratom-Vertrag bindend vorgeschrieben.Gemäss
    dem Euratomvertrag wird der wissenschaftlich-technische Ausschuss von
     Euratom (AWT) weiterhin zu Forschungsprogrammen konsultiert. Der AWT
    wird dafür Sorge tragen, dass diese Programme auf die Bedürfnisse des
    Kunden - bei dem es sich in diesem Fall im wesentlichen um die gesamte
    Gemeinschaft h a n d e l t - a u s g e r i c h t e t s i n d . Der Ausschuss f ü r
    wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) berät die Kommission
    und den Rat betreffend die Rolle der GFS in der gesamten W&T-Politik der
    Gemeinschaft; er soll ausserdem für die (nichtnukiearen) spezifischen
    Forschungsprogramme unter dem EWG-Vertrag eine ähnliche Rolle spielen
    wie der AWT für den nuklearen Teil, d.h. er stellt sicher, dass die
    ausgewählten Themen dem Bedarf des Kunden (d.h. der Gemeinschaft)
    gerecht werden.
    Betreffend die Tätigkeiten der GFS im Bereich der Fusion w e r d e n
    Stellungnahmen vom Lenkungsausschuss für Fusionstechnologie, der alle
    diesbezüglichen Gemeinschaftstätigkeiten abdeckt, eingeholt.
     Es wird eine enge Koordinierung mit den entsprechenden CGC und CAN
    (Ausschüssen beratender Natur) hergestellt oder ähnlichen Ausschüssen;
    diesen Ausschüssen werden regelmässig Informationen über die Tätigkeiten
    der GFS zugestellt. Auf diese Weise ist im Bedarfsfall eine Koordinierung mit
    den im Kostenteilungswege d u r c h g e f ü h r t e n V o r h a b e n u n d d e n
    entsprechenden einzelstaatlicnen Tätigkeiten gewährleistet.
    Der BPA (Beratende Programmausschuss) für das Zusatzprogramm HFR
    bleibt bestehen.
                                                                                25
 ---pagebreak---               &. a.
         KAPITEL III
      VORSCHLAGE
FUR EINE ENTSCHLIESSUNG
UND FUR ENTSCHEIDUNGEN
        DES RATES
                       26
 ---pagebreak---                                                -22
                                    ENTSCHLIESSUNG DES RATES
                                            vom
              über die künftigen Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
eingedenk der dem Rat am ... von der Kommission unterbreiteten Mitteilung ....,
eingedenk der Kommissionsvorschläge betreffend die spezifischen Forschungs- und
Entwicklungsprogramme, die von der Gemeinsamen Forschungsstelle in Ausführung des Dritten
Rahmenprogramms im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990-1994)
durchzuführen sind,
in der Erwägung, dass der Rat in seiner Entschliessung vom 29. Juni 19880) den Umfang der von
der Gemeinsamen Forschungsstelle durchzuführenden Tätigkeiten festgelegt und eine Schätzung
der Gesamtausgaben der Anstalt für den Zeitraum 1988-1991 gegeben hat,
in der Erwägung, dass ein signifikanter Beitrag der Gemeinsamen Forschungsstelle zur
Gemeinschaftspoiitik im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung auf lange Sicht
eine Umschichtung in den Tätigkeiten der Grundlagen- und der angewandten Forschung bedingt
1.     BEKRÄFTIGT den Gemeinschaftscharakter der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) und
       ihrer Rolle bei der Verwirklichung des auf eine Stärkung der wissenschaftlichen und
       technologischen Grundlage der europäischen Industrie und der Förderung ihrer
       Wettbewerbsfähigkeit gerichteten Gemeinschaftsziels;
2.     VERTRITT DIE ANSICHT, dass es eine der Aufgaben der GFS ist, zur Durchführung des
       Rahmenprogramms beizutragen, vor allem in den Bereichen, in denen sie zum Nutzen der
       gesamten Gemeinschaftspoiitik unparteiische und unabhängige Gutachten abgeben kann;
3.     VERTRITT DIE ANSICHT, dass die GFS im Hinblick auf einen Beitrag zu dem Ziel des
       wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft auch praktische und
       bedeutsame Initiativen zur Stärkung der Zusammenarbeit mit den Forschungszentren und
       Laboratorien in allen Mitgliedstaaten entwickeln und dabei die Rolle eines Katalysators der
       europäischen Wissenschaftsintegration übernehmen sollte;
4.     BEKRÄFTIGT, dass die GFS neben ihrer Aufgabe der Durchführung spezifischer
       Forschungsprogramme einschliesslich orientierender Forschungen die Einrichtungen und
       das Personal ihrer Institute verstärkt dafür einsetzen sollte, ihre Arbeit für andere
       Kommissionsdienststellen und für Vertragsarbeiten für externe Dritte in den Bereichen zu
       verstärken und auszubauen, in denen sie kompetent ist;
5.     FORDERT, dass im Zeitraum 1992-1994 die Ziele der GFS sowie ihre Gesamtausgaben gemäss
       dem Anhang festgelegt werden;
6.     FORDERT die Kommission AUF, in ihrem jährlichen Durchführungsbericht an das
       Europäische Parlament und den Rat entsprechende Informationen über alle genannten
       Arbeitsbereiche aufzunehmen.
(1)    ABI. Nr. C 197 vom 27.7.1988 S. 4                                                         ~
 ---pagebreak---                                               23-
                                          ANHANG
                         Schätzung der Gesamtausgaben für die GFS
                                         (1992-1994)
    Durchführung des Rahmenprogramms im                                        (in Mio ECU)
    Wege spezifischer Forschungsprogramme
    und orientierender Forschung
          EWG-Forschungsprogramme                                              339,57
          EAG-Forschungsprogramme                                              204.93
                                                      Zwischensumme A          544,50(1)
    Vertragsarbeiten
          Wissenschaftlich-technische
          Unterstützung für die Kommission                                     190,0
          Durch externe private oder öffentliche
           Einrichtungen finanzierte Arbeit <*>                                137.0
                                                      Zwischensumme B          327,0
                                                      Insgesamt                871.5
<•> Bemerkung: HFR = 69Mic       :u
(1) Der Betrag von 5,5 Mio ECU, der in den 544,5 Mio ECU nicht enthalten ist, ist für die
    zentralisierte Aktion der Verbreitung und Verwertung gemäss Artikel 4 des Ratsbeschlusses
    vom 23. April 1990 über das gemeinschaftliche Rahmenprogramm im Bereich der Forschung
    und technologischen Entwicklung (1990-1994) bestimmt.
                                                                                              28
 ---pagebreak---                                                    24
                                             Vorschlag
                                für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES
                                          vom
                über die von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die Europäische
                Wirtschaftsgemeinschaft durchzuführenden spezifischen Programme
             im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1992-1994)
                                            (.../.../EWG)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere
auf Artikel 130 q Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission01,
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament*2',
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses(3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
M i t Beschluss 90/221/Euratom, EWG ( 4 \hat der Rat ein d r i t t e s g e m e i n s c h a f t l i c h e s
Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990-1994)
verabschiedet; in diesem Programm sind vor allem die Aktionen festgelegt, die in den Bereichen
der grundlegenden Technologie, der Nutzung der natürlichen Ressourcen und der Nutzung der
geistigen Ressourcen durchzuführen sind. Die vorliegende Entscheidung ist im Lichte der in der
Präambel zum genannten Beschluss aufgeführten Begründung zu treffen.
Nach Artikel 130 k des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms im Wege
spezifischer Programme, die innerhalb der einzelnen Aktionen festgelegt werden.
Gemäss Beschluss 90/221/Euratom, EWG ist die Gemeinsame Forschungsstelle aufgerufen, zur
Durchführung des Rahmenprogramms vor allem in den Bereichen beizutragen, in denen sie zum
Nutzen der gesamten Gemeinschaftspoiitik unparteiische und unabhängige Gutachten abgeben
kann.
Die Gemeinsame Forschungsstelle kann zur Durchführung der genannten Aktionen vor allem in
den Bereichen Industrielle- und Werkstoff-Technologien, Messen und Prüfen, Mensch und
Mobilität sowie Umwelt beitragen.
Zum Nutzen dieser Aktionen sollten in der GFS ein Zentrum für die Erdbeobachtung und ein
Europäisches Büro für Sicherheit eingerichtet werden.
Die Gemeinsame Forschungsstelle kann mit ihren Laboratorien und Einrichtungen einen
wirksamen Beitrag zur Ausbildung junger Forscher leisten.
Es ist angezeigt, im Rahmen der vorliegenden Programme eine Abschätzung der wirtschaftlichen
und sozialen Auswirkungen sowie der etwaigen technologischen Risiken vornehmen zu lassen.
(1)     ABI Nr. C
(2)     ABI Nr. C
(3)     ABI Nr. C
(4)     ABI Nr. L 117 vom 8.5.1990S. 28
                                                                                                 29
 ---pagebreak---                                                   25
Gemäss Artikel 4 und Anhang I des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG enthält der für das gesamte
Rahmenprogramm für erforderlich erachtete Betrag eine Summe von 57 Millionen ECU für die
zentralisierten Massnahmen der Verbreitung und Verwertung der Kenntnisse, die proportional
nach dem Mittelansatz für jedes spezifische Programm aufzuteilen ist.
Der Beschluss 90/221/Euratom, EWG sieht vor, dass die gemeinschaftlichen Forschungsaktionen
zur Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlage der europäischen Industrie
beitragen und für sie ein Anreiz sind, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene zu
verbessern. Nach dem Beschluss ist eine gemeinschaftliche Aktion gerechtfertigt, wenn die
Forschungsarbeiten unter anderem zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen
Zusammenhalts der Gemeinschaft beitragen und ihre harmonische Gesamtentwicklung unter
Wahrung des angestrebten Ziels der wissenschaftlichen und technischen Qualität fördern. Die
Programme der Gemeinsamen Forschungsstelle sollen zur Erreichung dieser Ziele beitragen.
Dem Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle kommt sowohl bei der administrativen
Abwicklung der Tätigkeiten der Forschungsstelle als auch bei der Durchführung ihrer
Forschungsprogramme eine wichtige Rolle zu.
Der Ausschuss für * ssenschaftliche und Technische Forschung (CREST) ist angehört worden -
BESCHLIESST:
                                               Artikel 1
Die von der Gemeinsamen Forschungssteile für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft auf den
Gebieten industrielle- und Werkstoff-Technologien, Mess- und Prüfwesen, Umwelt sowie im
Bereich Mensch und Mobilität durchzuführenden spezifischen Programme der Forschung und
technologischen Entwicklung wie in Anhang I aufgeführt, einschliesslich der orientierenden
Forschung, werden für den Zeitraum vom 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1994 festgelegt.
                                               Artikel 2
 1.    Der für die Durchführung der Programme für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf
339,57 Mio ECU.
2.     Eine indikative Aufteilung der Mittel ist in Anhang II gegeben.
3.     Trifft der Rat eine Entscheidung gemäss Artikel 1 Absatz 4 des Beschlusses 90/221/Euratom,
       EWG, wird die vorliegende Entscheidung entsprechend abgeändert.
                                               Artikel 3
Die Durchführungsmodalitäten der Programme sind in Anhang III festgelegt.
                                               Artikel 4
 1.    Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem 31. März
einen Bericht über die Durchführung der vorliegenden Entscheidung vor.
2.     Dem Bericht liegen die Bemerkungen des AufSichtsrates bei. Der Aufsichtsrat kann dem
Europäischen Parlament und dem Rat ausserdem auf dem Wege über die Kommission einen
gesonderten Bericht über alle Aspekte der Durchführung der vorliegenden Entscheidung
unterbreiten.
                                                                                           30
 ---pagebreak---                                                     26-
                                                 ArtikelS
    1.      Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführten Forschungsarbeiten werden
    von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger bewertet, die von der Kommission
    nach Anhörung des Aufsichtsrats eingesetzt wird. Nach Ablauf der Programme wird ein Bericht
    erstellt.
    2.      Der Bewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament und dem Rat von der
    Kommission zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats der Gemeinsamen
    Forschungsstelle übermittelt.
                                                 Artikel 6
    Die in Artikel 4 und 5 genannten Berichte werden nach Massgabe der in Anhang I der
    vorliegenden Entscheidung aufgeführten Ziele und gemäss Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses
    90/221/Euratom, EWG erstellt.
                                                 Artikel 7
    1.      Die Kommission ist verantwortlich für die Durchführung dieser Entscheidung; der
    Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle unterstützt sie bei dieser Aufgabe. Die
    Kommission nimmt dabei die Dienste der Gemeinsamen Forschungsstelle in Anspruch, denen die
    Verantwortung für die Festlegung und Durchführung der Forschungstätigkeiten zur Erlangung
    der Ziele des Rahmenprogramms obliegt.
    2.      Die Kommission trägt dafür Sorge, dass in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat
    regelmässig Konsultationen mit den zuständigen Ausschüssen stattfinden, damit die
    Koordinierung zwischen den im Kostenteilungswege durchgeführten Vorhaben und den
    einschlägigen Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle sowie ein kohärentes Vorgehen
    gewährleistet sind.
                                                 Artikel 8
    Die Kommission beschliesst das Mandat des Aufsichtsrates.
                                                 Artikel 9
    Die Kommission ist ermächtigt, gemäss Artikel 130 n des Vertrags internationale Abkommen mit
    Drittländern, die Mitglieder von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der
    Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel,
    diese Länder am gesamten Programm oder an Teilen des Programms zu beteiligen.
                                                Artikel 10
    Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
    Geschehen zu Brüssel am
                                                              Für den Rat
                                                              Der Präsident
                                                                                           31
(5)
 ---pagebreak---                                                -27-
                                             ANHANGI
                                  Wissenschaftlich-technische Ziele
In den für die EWG durchgeführten Forschungsprogrammen kommen das im Dritten
Rahmenprogramm verankerte Konzept für die wissenschaftlich-technischen Ziele und die
zugrundeliegenden Bestrebungen klar zum Ausdruck.
Die Absätze 2a und c, 3a, b und d und 6 von Anhang II des Rahmenprogramms sind Bestandteil des
laufenden Mehrjahresprogramms der GFS.
Nachstehend sind die Programmzieie unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren
zusammengefasst.
I.    Technologien
      2.     Industrielle und Werkstofftechnologien
             Es soll ein Beitrag zur Stärkung der europäischen Industrie und ihres Arbeitsumfeldes
             durch Erweiterung ihrer wissenschaftlichen Basis im Wege entsprechender
             Forschungs- und Entwicklungsarbeiten geleistet werden. Neben der technologischen
             Grundlagenforschung wird der Schwerpunkt auf der Erlangung der
            wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse liegen, die für die Erstellung von
             Normen und Verhaitenskodizes notwendig sind und die dem Technologietransfer
             und der Harmonisierung von Mess- und Prüfverfahren dienen.
            Arbeitsumfeld: Diese in Zusammenarbeit mit nationalen Forschungsstellen
             durchgeführte Tätigkeit ist auf pränormative Forschungsarbeiten über Themen wie
             Toxikologie und Gesundheit am Arbeitsplatz, Betriebsunfälle und Risikoverhütung
             ausgerichtet und zielt darauf ab, die Übertragung neugewonnener Kenntnisse an die
             zuständigen Stellen der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten sicherzustellen.
            Werkstoffe: Die Forschungsarbeiten sind auf Bereiche ausgerichtet, die alle einen
            starken pränormativen Aspekt aufweisen und wichtige praktische Technologien für
             ein ganzes Spektrum fortgeschrittener industrieller Anwendungen darstellen. Im
             Rahmen der Vorhaben soll gewährleistet werden, dass die Fertigungsindustrie der
             Gemeinschaft leichteren Zugang zu einer Reihe kostenwirksamer, gut
             charakterisierter fortgeschrittener Werkstoffe hat und dass diese Werkstoffe in
             Hochleistungsbauteile integriert werden. Auf diese Weise wird auch eine
             Sammelstelle für den Austausch von Informationen über pränormative Forschung
             über fortgeschrittene Werkstoffe geschaffen. Die Forschungsarbeiten an einigen der
             einzigartigen Anlagen der GFS erfolgen in engem Kontakt mit der Fertigungs- und
             der Benutzerindustrie; sie zielen auf verstärkte europäische und internationale
             Normungsbemühungen im weitgefassten Bereich der neuen Werkstoffe ab.
             Messen und Prüfen: Schwerpunkte sind die Tätigkeiten des Zentralbüros für
             Kernmessungen sowohl im nuklearen als auch im nichtnuklearen Bereich. Bei
             Forschungsarbeiten im expandierenden Bereich der Anwendung dieser
             spezialisierten Techniken auf nichtnukleare Bereiche werden die bestehenden
             Versuchseinrichtungen einschliesslich der Teilchenbeschleuniger nutzbringend
             eingesetzt. Ziel der Arbeiten ist es, die Verfügbarkeit aktualisierter Methoden und
             Referenzmaterialien für die Industrie, die Normungsstellen und nationalen und
             gemeischaftlichen Behörden zu gewährleisten. Ein ähnliches Ziel wird mit den
             spezifischen pränormativen Forschungstätigkeiten im Bereich der Zuverlässigkeit von
             Strukturen - vor allem für die Bauwirtschaft - angestrebt. Diese Tätigkeiten werden
            weitgehend in Zusammenarbeit mit nationalen Forschungsstellen durchgeführt; sie
             konzentrieren sich in erster Linie auf theoretische Modelle und die Nutzung von
             Versuchsanlagen, befassen sich jedoch auch in geringem Umfang mit erneuerbaren
             Energiequellen (photovoltaische Energie) in Zusammenhang mit den bestehenden
             Prüf- und Messeinrichtungen.
                                                                                               QO
 ---pagebreak---                                            -28
II. Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
    3.    Umwelt
          In diesem Rahmen soll ein Beitrag zu den in der Gemeinschaft benötigten
          wissenschaftlichen Kenntnissen, dem technischen Know-how und den Daten
          erbracht werden, die insbesondere erforderlich sind, damit die Gemeinschaft ihre
          Rolle auf dem Gebiet der Umwelt gemäss Titel VII EWG-Vertrag und unter
          besonderer Beachtung der pränormativen Arbeiten wahrnehmen kann.
          Schutz der Umwelt: In Zusammenarbeit mit nationalen Forschungsstellen werden
          pränormative Forschungen über die Chemie der Atmosphäre, Modellierung des
          Transports von Schadstoffen in der Luft, Forschungen über die Wechselwirkung
          Biosphäre/Atmosphäre insbesondere im Rahmen des Global Change-Programme
          durchgeführt. Weitere Tätigkeiten betreffen die Entwicklung von Techniken und
          Systemen zum Schutz und zur Sanierung der natürlichen Umwelt und vor allem zu
          ihrer Überwachung sowie Forschungen über die Behandlung von toxischen Abfällen,
          verseuchten Böden und Abwässern.
          Einholung, Auswertung, Speicherung von Daten für die oben genannten
          Forschungstätigkeiten; Weitergabe dieser Daten an öffentliche und private Stellen.
          Anwendungen der Fernerkundung: Im Zusammenhang mit der Entwicklung von
          Techniken zur Anwendung der Daten aus Erdbeobachtungssatelliten
          Forschungsarbeiten über die Kartierung und Überwachung der Erde, besonders der
          weniger begünstigten Gebiete der Gemeinschaft. Anwendung ähnlicher Techniken
          als Beitrag zum Programm über Globale Veränderungen mit Schwerpunkt auf der
          Überwachung der Meeresumwelt und auf Prozessen im Zusammenhang mit
          weiträumigen Veränderungen in terrestrischen Ökosystemen. Entwicklung einer
          Reihe fortgeschrittener Techniken, ihrer Technologie und praktischen Anwendung
          zum Einsatz für den Betrieb neuer Erdbeobachtungssysteme, einschliesslich
          Mikrowellen-Fernerkundung, Bilderzeugungsspektroskopie und Datenverarbeitung.
          Die Forschungsarbeiten über Umwelttechniken tragen mit der Entwicklung neuer
          Instrumente und Versuchstechniken zur Unterstützung der Europäischen
          Umweltagentur und zur Harmonisierung von Verfahren zur Messung und
          Ringeichung bei.
          Die Forschungsarbeiten und die Anwendung von Fernerkundungstechniken erfolgen
          in Zusammenarbeit mit nationalen Forschungsstellen und Benutzern sowie mit der
          Europäischen Weltraumagentur.
          Mittelpunkt der obigen auf Daten ausgerichteten Tätigkeiten wird ein Zentrum für
          die Erdbeobachtung sein, das in Abstimmung mit der Europäischen
          Weltraumagentur und nationalen Organisationen in dem Bestreben errichtet wird,
          angemessene und aktuelle Angaben über den Zustand unserer Umwelt zu liefern.
          Die vorbereitenden Phasen und prototypischen Durchführungen dieses Zentrums
          sind für den Programmzeitraum 1992-1994 vorgesehen.
          Industrielle Gefahren: Pränormative Forschungen über die Zuverlässigkeit von
          Systemen und über Studien zur Bewertung und Behandlung technologischer Risiken,
          einschliesslich der Benutzung von Versuchseinrichtungen zur Risikoabschätzung und
          zur Unfallforschung. Diese Arbeiten schliessen die Erarbeitung von
          Beschlussfassungshilfen für die Anlagensicherheit, die Notstandsplanung der Anlage
          sowie das Management des territorialen Risikos ein. Um eine schnellere
          Wechselwirkung zwischen den nationalen Forschungsarbeiten zu erreichen und die
          Übertragung der Kenntnisse auf die Industrie und die nationalen und
          gemeinschaftlichen Behörden zu erleichtern, wird innerhalb der GFS ein
          Europäisches Büro für Sicherheitsfragen errichtet, das anfangs auf dem Wege über
          drei vollberechtigte Zentren für Unfallanalyse, Unfallmanagement und
          Unversehrtheit der Strukturen tätig wird; das letztgenannte Zentrum bedient sich
          auch der Forschungsergebnisse, die im Rahmen des Programms Messen und Prüfen
          erzielt worden sind.
                                                                                           33
 ---pagebreak---                                      -29
6. Mensch und Mobilität
   Es soll ein besonderer Beitrag geleistet werden, um die personellen Ressourcen, die
   die Mitgliedstaaten im nächsten Jahrzehnt für Forschung und technologische
   Entwicklung benötigen werden, zu erhöhen. Besondere Beachtung finden dabei die
   Wechselwirkung und die Zusammenarbeit zwischen einzelstaatlichen Teams und
   Laboratorien in den Mitgliedstaaten und der GFS.
   Die Tätigkeiten zielen in erster Linie auf die Ausbildung junger Forscher ab, die eine
   Laufbahn in der Forschung und technologischen Entwicklung anstreben; sie sollen
   auf bestimmte Zeit an die Institute der GFS abgestellt und in die Forschungsteams
   integriert werden, die in Zusammenarbeit mit nationalen Teams und Laboratorien in
   allen Mitgliedstaaten sowohl an theoretischen Projekten als auch an der praktischen
   Nutzung bestehender oder neuer Versuchseinrichtungen arbeiten. Besondere
   Aufmerksamkeit wird dabei der Mobilität zwischen den nationalen Teams und
   Laboratorien und den Instituten der GFS gewidmet; dies geschieht in Abstimmung
   über gemeinsame Vorhaben innerhalb der Forschungsbereiche der nationalen Teams
   und Laboratorien und der GFS im Wege eines gemeinsamen Auswahlmechanismus,
   so dass die jungen Forscher den bestmöglichen Nutzen aus diesem System ziehen.
   Wenn sich auch die Zusammenarbeit auf alle Mitgliedstaaten ersteckt, müssen doch
   demographische Faktoren sowie die spezifischen Forschungs- und
   Ausbildungsstrukturen der einzelnen Staaten berücksichtigt werden, damit jedes
   Land das bestmögliche Potential erwerben kann.
                                                                                        34
 ---pagebreak---                                                30
                                          ANHANG II
                 Mittelbedarf für die spezifischen Programme mit indikativer
                 Aufschlüsselung der Ausgaben für den Zeitraum 1992-1994
    GRUNDLEGENDE TECHNOLOGIEN
    2.     Industrielle und Werkstofftechnologien
           -Industrielle- und Werkstofftechnologien                           77,22 Mio ECU(1)
                 Messen und Prüfen                                            89,10 Mio ECU0»
II. NUTZUNG DER NATÜRLICHEN RESSOURCEN
    3.     Umwelt
                  Umwelt                                                     148,50 Mio ECU01
    NUTZUNG DER GEISTIGEN RESSOURCEN
    6.     Mensch und Mobilität
                  Mensch und Mobilität                                        24,75 Mio ECU0'
                                                         INSGESAMT           339,57 Mio ECU(2)
(1) Für die orientierende Forschung kann ein Betrag verwendet werden, der 6 % dieser Beträge
    entspricht.
(2) Ein Betrag von 3,43 Mio ECU, der in den 339,57 Mio ECU nicht enthalten ist, wird als Beitrag
    der spezifischen Programme der vorliegenden EntSchliessung für die zentralisierte
    Massnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse zurückgestellt.
                                                                                          35
 ---pagebreak---                                               31
                                          ANHANG
              Durchführungsmodalitäten der Programme und der Tätigkeiten
                       zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse
   Die Kommission führt die Programme mit Unterstützung des Aufsichtsrats der
   Gemeinsamen Forschungsstelle auf der Grundlage der in Anhang I aufgeführten
   wissenschaftlich-technischen Ziele und des darin beschriebenen Inhalts durch.
2. Die in Artikel 3 genannten Durchführungsmodalitäten erstrecken sich auf Programme der
   Forschung und technologischen Entwicklung und auf flankierende Massnahmen.
   Die Arbeiten der Forschung und technologischen Entwicklung betreffend die einzelnen
   Vorhaben werden in den zuständigen Instituten der GFS (Gemeinsame Forschungsstelle)
   durchgeführt.
3. Die Institute der GFS sind bemüht, die Vorhaben nach Möglichkeit in angemessener
   Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der
   Mitgliedstaaten durchzuführen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den in
   Assoziierung mit der Industrie, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen,
   abgewickelten Gemeinschaftsvorhaben gewidmet. In Drittländern ansässige
   Forschungsstellen, die mit der Europäischen Gemeinschaft gemäss Artikel 130 n des
   Vertrags internationale Abkommen geschlossen haben, können sich gleichermassen an den
   Vorhaben beteiligen.
4. Die flankierenden Massnahmen umfassen:
          Veranstaltung von Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Konferenzen;
          interne Koordinierungstätigkeiten, einschliesslich der Einrichtung besonderer
          interner Zentren, die ein einheitliches Konzept und eine einzige gemeinsame
          Schnittstelle für die Benutzer und Partner der Vorhaben gewährleisten;
          Fachausbildung, besonders fächerübergreifende Ausbildung;
          ein System des Informationsaustauschs;
          Unterstützung bei der Verwertung der Forschungsergebnisse;
          unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Leistung der
          Vorhaben und Programme.
5. Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnen*          <enntnisse erfolgt
   im Rahmen der Programme selber sowie durch die in Artikel 4 Abs-          3 des Beschlusses
   90/221/Euratom, EWG beschriebene zentralisierte Massnahme.
                                                                                        36
 ---pagebreak---                                                      32
                                          Vorschlag für eine
                                      ENTSCHEIDUNG DES RATES
                                           vom
                  zur Festlegung der von der Gemeinsamen Forschungsstellefür die
                         Europäische Atomgemeinschaft durch zuführenden
                           spezifischen Forschungsprogramme (1992-1994)
                                            (.../.../Euratom)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 7,
auf Vorschlag der Kommission, die den Ausschuss für Wissenschaft und Technik angehört hat 0 ',
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments'2',
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses(3>,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Der Rat hat m i t Beschluss 90/221/Euratom, EWG(4> ein d r i t t e s g e m e i n s c h a f t l i c h e s
Rahmenprogramm im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990-1994)
angenommen, in dem vor allem die Aktionen festgelegt sind, die im Bereich der Nutzung der
natürlichen Ressourcen durchzuführen sind. Die vorliegende Entscheidung ist im Lichte der in der
Präambel zum genannten Beschluss aufgeführten Begründung zu treffen.
Für die Tätigkeiten unter dem EGKS-Vertrag sieht Artikel 2 des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG
vor, dass das Rahmenprogramm im Wege von Programmen durchgeführt wird, die gemäss Artikel
7 des Vertrags festgelegt worden sind.
Gemäss Beschluss 90/221/Euratom, EWG ist die Gemeinsame Forschungsstelie aufgerufen, zur
Durchführung des Rahmenprogramms vor allem in den Bereichen beizutragen, in denen sie zum
Nutzen der gesamten Gemeinschaftspoiitik unparteiische und unabhängige Gutachten abgeben
kann;
Die Gemeinsame Forschungsstelle kann zur Durchführung der Aktionen vor allem im Bereich der
Forschung über die Sicherheit der Kernspaltung und über die kontrollierte thermonukleare Fusion
unter besonderer Berücksichtigung der pränormativen Aspekte beitragen.
Es ist angezeigt, im Rahmen der vorliegenden Programme eine Abschätzung der wirtschaftlichen
und sozialen Auswirkungen sowie der etwaigen technologischen Risiken vornehmen zu lassen;
Gemäss Artikel 4 und Anhang I des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG enthält der für das gesamte
Rahmenprogramm für erforderlich erachtete Betrag einen Betrag von 57 Millionen ECU für die
zentralisierten Massnahmen der Verbreitung und Verwertung der Kenntnisse, der proportional
nach dem Mittelansatz für jedes spezifische Programm aufzuteilen ist.
(1)     ABI Nr. C
(2)     ABI Nr. C
(3)     ABI Nr. C
(4)     ABI Nr. L 117 vom 8.5.1990S. 28                                                    3 /
 ---pagebreak---                                                       33
Der Beschluss 90/221/Euratom, EWG sieht vor, dass die gemeinschaftlichen Forschungsaktionen
zur Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlage der europäischen Industrie
beitragen und für sie ein Anreiz sind, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene zu
verbessern Nach dem Beschluss ist eine gemeinschaftliche Aktion gerechtfertigt, wenn die
Forschungsarbeiten unter anderem zur Stärkung des w i r t s c h a f t l i c h e n und sozialen
Zusammenhalts der Gemeinschaft beitragen und ihre harmonische Gesamtentwicklung unter
Wahrung des angestrebten Ziels der wissenschaftlichen und technischen Qualität fördern. Die
Programme der Gemeinsamen Forschungsstelle sollen zur Erreichung dieser Ziele beitragen.
Dem Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle kommt sowohl bei der administrativen
A b w i c k l u n g der Tätigkeiten der Forschungsstelle als auch bei der Durchführung ihrer
Forschungsprogramme eine wichtige Rolle zu.
BESCHLIESST:
                                                  Artikel 1
Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die Europäische Atomgemeinschaft auf den
Gebieten der Forschung über die Sicherheit der Kernspaltung und über die k o n t r o l l i e r t e
thermonukleare Fusion durchzuführenden spezifischen Programme für Forschung und
technologische Entwicklung - wie in Anhang I aufgeführt, unter besonderer Berücksichtigung der
pränormativen Aspekte und einschliesslich der orientierenden Forschung - werden für den
Zeitraum vom 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1994 festgelegt.
                                                  Artikel 2
 1.       Der für die Durchführung der Programme für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf
204,93 Millionen ECU.
2.        Eine indikative Aufteilung der Mittel ist in Anhang II gegeben.
3.        Trifft der Rat eine Entscheidung gemäss Artikel 1 Absatz 4 des Beschlusses 90/221/Euratom,
EWG, wird die vorliegende Entscheidung entsprechend angepasst.
                                                  Artikel 3
Die Durchführungsmodalitäten der Programme sind in Anhang III festgelegt.
                                                  Artikel 4
 1.       Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem 31. März
einen Bericht über die Durchführung der vorliegenden Entscheidung vor.
2.        Dem Bericht liegen die Bemerkungen des Aufsichtsrats bei. Der Aufsichtsrat kann dem
Europäischen Parlament und dem Rat ausserdem auf dem Wege über die Kommission einen
gesonderten Bericht über alle Aspekte der Durchführung der vorliegenden Entscheidung
unterbreiten.
                                                  Artikel 5
1.        Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführten Forschungsarbeiten werden
von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger bewertet, die von der Kommission
nach Anhörung des Aufsichtsrats eingesetzt wird. Nach Ablauf der Programme wird ein Bericht
erstellt.
                                                                                                    38
 ---pagebreak---                                               -34-
2.     Der Bewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament und dem Rat von der
Kommission zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats der Gemeinsamen
Forschungsstelle übermittelt.
                                            Artikel 6
Die in Artikel 4 und 5 genannten Berichte werden nach Massgabe der in Anhang I der
vorliegenden Entscheidung genannten Ziele und gemäss Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses
90/221/Euratom, EWG erstellt.
                                            Artikel 7
1.     Die Kommission ist verantwortlich für die Durchführung der vorliegenden Entscheidung;
der Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstellt unterstützt sie bei dieser Aufgabe. Die
Kommission nimmt dabei die Dienste der Gemeinsamen Forschungsstelle in Anspruch, denen die
Verantwortung für die Festlegung und Durchführung der Forschungstätigkeiten zur Erlangung
der Ziele des Rahmenprogramms obliegt.
2.     Die Kommission trägt dafür Sorge, dass in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat
regelmässig Konsultationen mit den zuständigen Ausschüssen stattfinden, damit die
Koordinierung zwischen den im Kostenteilungswege durchgeführten Vorhaben und den
einschlägigen Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle sowie ein kohärentes Vorgehen
gewährleistet sind.
                                            Artikel 8
Die Kommission beschliesst das Mandat des Aufsichtsrates.
                                            Artikel 9
Die Kommission ist ermächtigt, gemäss Artikel 101 Absatz 2 des Vertrags internationale
Abkommen mit Drittländern, die Mitglieder von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den
Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern,
mit dem Ziel, diese Länder am gesamten Programm oder an Teilen der Programme zu beteiligen.
                                            Artikel 10
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am.
                                                         Für den Rat
                                                         Der Präsident
                                                                                        39
 ---pagebreak---                                              -35-
                                           ANHANGI
                               Wissenschaftlich-technische Ziele
In den für die EAG durchgeführten Forschungsprogrammen kommen das im Dritten
Rahmenprogramm verankerte Konzept für die wissenschaftlich-technischen Ziele und die
zugrundeliegenden Bestrebungen klar zum Ausdruck.
Die Absätze 5b und 5c von Anhang II des Rahmenprogramms sind Bestandteil des laufenden
Mehrjahresprogramms der GFS.
Nachstehend sind die Programmziele unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren
zusammengefasst.
II.   Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
      5.    Energie
            Sicherheit der Kernspaltung: Ziel der Aktion ist die Unterstützung der
            Mitgliedsländer bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Regulierung und
            den Schutz der Umwelt sowie bei der Erfüllung der aus dem Vertrag erwachsenden
            Verpflichtungen. Die besonderen Arbeiten, die die pränormative Dimension
            unterstreichen, tragen durch Forschungen über die Unfallverhütung und durch die
            Untersuchung schwerer Unfälle zur Vertiefung der wissenschaftlichen und
            technischen Kenntnisse der Reaktorsicherheit bei; ferner ist eine Beteiligung bei der
            Entwicklung von Verfahren und Techniken der Risikoabschätzung unter besonderer
            Untersuchung der auftretenden Phänomene vorgesehen; dabei sollen die in der GFS
            vorhandenen Versuchseinrichtungen eingesetzt und die nationalen
            Forschungseinrichtungen gemeinsam genutzt werden. Im Bereich der
            Sicherheitsüberwachung und der Bewirtschaftung von Spaltstoffen stellen diese
            Tätigkeiten eine Unterstützung der in vernetzten nationalen Laboratorien
            durchgeführten Forschungen dar und zielen auf die Bereitstellung aktueller oder
            neuer Techniken ab, die für die Erfüllung der aus dem Vertrag erwachsenden
            Verpflichtungen der Sicherheitsüberwachung und der Verpflichtungen des Vertrags
            über die Nichtweiterverbreitung von spaltbarem Material von ausschlaggebender
            Bedeutung sind. Die Arbeiten umfassen Messungen an Kernmaterial, Techniken der
            Einschliessung und Überwachung sowie die Einbeziehung von Massnahmen der
            Sicherheitsüberwachung. Im Bereich der Bewirtschaftung radioaktiver Abfälle zielen
            die Tätigkeiten der GFS auf eine Unterstützung der gegenwärtigen Strategie der
            Mitgliedstaaten ab, die auf die Endlagerung radioaktiver Abfälle in geologischen
            Formationen ausgerichtet sind; ferner sollen Forschungsarbeiten über
            Bewirtschaftungsstrategien durchgeführt werden, die zu einer Verminderung der
            Abfallstoffe aus den künftigen Anlagen des Kernbrennstoffkreislaufs führen
            könnten. Den in Zusammenarbeit mit einzelstaatlichen Laboratorien durchgeführten
            Forschungsarbeiten werden die bestehenden und neu errichteten
            Versuchseinrichtungen zugute kommen.
            Schwerpunkte der Tätigkeiten im Bereich der Sicherheit des nuklearen
            Brennstoffkreislaufs sind Sicherheitsstudien über das Verhalten von Kernbrennstoff,
            Grundlagenstudien über Aktiniden, Untersuchung nuklearer Aerosole sowie die
            Verminderung untergeordneter Aktiniden und anderer langlebiger radioaktiver
            Nuklide im Kernbrennstoffkreislauf.
            Kontrollierte thermonukleare Fusion: Im Rahmen dieser Tätigkeit sollen die
            Wissensgrundlage, die Technologie der Sicherheit und die umweltrelevanten
            Aspekte künftiger Fusionsmaschinen für das Europäische Fusionsprogramm
            verbessert werden. Der grösste Teil der Arbeiten dient der Unterstützung von Next
            Step (NET/ITER). Ein wichtiges Merkmal dieses Programms ist der Betrieb des
            Laboratoriums ETHEL zur experimentellen Untersuchung der sicheren Handhabung
            von Tritium. Weitere Arbeiten zur Unterstützung des Next Step umfassen
            Konzipierungs- und Entwicklungsarbeiten in spezifischen technologischen
            Bereichen, z.B. Fernsteuerung reaktorinterner Komponenten, Erprobung von
            Komponenten in Plasmaumgebung, Datenbasen für die Eigenschaften von
            Strukturmaterialien und kerntechnische Daten. Auf längere Sicht umfassen die
            Aktionen auch Forschungsarbeiten über Werkstoffe geringer Aktivierung.
                                                                                                  40
 ---pagebreak---                                               -36
                                          ANHANG II
                 Mittelbedarf für die spezifischen Programme mit indikativer
                  Aufschlüsselung der Aufgaben für den Zeitraum 1992-1994
II. Nutzuno der natürlichen Ressourcen
    5 Energie
           Sicherheit der Kernspaltung                                       164,34 Mio ECU'"
           kontrollierte thermonukleare Fusion                                40,59 Mio ECU01
                                                         INSGESAMT           204,93 Mio ECU'"
(1)  Für die orientierende Forschung kann ein Betrag verwendet werden, der 6 % dieser Beträge
    entspricht.
(2) Ein Betrag von 3,43 Mio ECU, der in den 339,57 Mio ECU nicht enthalten ist, wird als Beitrag
    der spezifischen Programme der vorliegenden Entschliessung für die zentralisierten
    Massnahmen der Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse zurückgestellt.
                                                                                           41
 ---pagebreak---                                              37-
                                          ANHANG
              Durchführungsmodalitäten der Programme und der Tätigkeiten
                       zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse
1. Die Kommission führt das Programm mit Unterstützung des Aufsichtsrats der Gemeinsamen
   Forschungsstelle auf der Grundlage der in Anhang I aufgeführten wissenschaftlich-
   technischen Ziele und des darin beschriebenen Inhalts durch.
2. Die in Artikel 3 genannten Durchführungsmodalitäten erstrecken sich auf Programme der
   Forschung und technologischen Entwicklung und auf flankierende Massnahmen.
   Die Arbeiten der Forschung und technologischen Entwicklung betreffend die einzelnen
   Vorhaben werden in den zuständigen Instituten der GFS (Gemeinsame Forschungsstelle)
   durchgeführt.
   Die Institute der GFS sind bemüht, die Vorhaben nach Möglichkeit in angemessener
   Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der
   Mitgliedstaaten durchzuführen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den in
   Assoziierung mit der Industrie, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen,
   abgewickelten Gemeinschaftsvorhaben gewidmet. In Drittländern ansässige
   Forschungsstellen, die mit der Europäischen Gemeinschaft gemäss Artikel 101 des
   Vertrages internationale Abkommen oder Verträge geschlossen haben, können sich
   gleichermassen an den Vorhaben beteiligen.
   Die flankierenden Massnahmen umfassen:
          Veranstaltung von Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Konferenzen;
          interne Koordinierungstätigkeiten, einschliesslich der Einrichtung besonderer
          interner Zentren, die ein einheitliches Konzept und eine einzige gemeinsame
          Schnittstelle für die Benutzer und Partner der Vorhaben gewährleisten;
          Fachausbildung, besonders fächerübergreifende Ausbildung;
          ein System des Informationsaustauschs;
          Unterstützung bei der Verwertung der Forscherergebnisse;
          unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Leistung der
          Vorhaben und Programme.
   Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Kenntnisse erfolgt
   im Rahmen der Programme selber und durch die in Artikel 4 Absatz 3 des Beschlusses
   90/221/Euratom, EWG beschriebene zentralisierte Massnahme.
                                                                                     42
 ---pagebreak---                                                      38
                                         Vorschlag für eine
                                     ENTSCHEIDUNG DES RATES
                                           vom
                       über ein von der Gemeinsamen Forschungsstelle für die
                     Europäische Atomgemeinschaft durchzuführendes Zusatz-
                      Programm für Forschung und technologische Entwicklung
                                            (.../.../Euratom)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft, insbesondere auf
Artikel 7,
auf Vorschlag der Kommission, die den Ausschuss für Wissenschaft und Technik angehört hat'1',
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments12',
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses1*',
in der Erwägung, dass das Programm für Forschung und technologische Entwicklung im Rahmen
der gemeinsamen Wissenschafts- und Technologiepolitik eines der wichtigsten M i t t e l der
Europäischen Atomgemeinschaft zur Förderung der sicheren Nutzung der Kernenergie sowie zur
Erlangung und Verbreitung von Kenntnissen auf diesem Gebiet sind -
BESCHLIESST:
                                                 Artikel 1
Mit Wirkung v o m i . Januar 1992 wird für die Dauer von vier Jahren das Zusatzprogramm über den
Betrieb des Hochfluss-Forschungsreaktors (HFR), nachstehend "Programm" genannt, aufgestellt,
die Ziele des Programmes sind in Anhang I aufgeführt.
                                                 Artikel 2
Die Mittel für die Durchführung des Programms werden auf 79.0 Millionen ECU veranschlagt.
Eine indikative Aufteilung dieser Mittel ist in Anhang II aufgeführt.
                                                 Artikel 3
Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der GFS unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des
Programms. Sie nimmt dabei die Dienste der GFS in Anspruch.
(1)    ABI. Nr. C
(2)    ABI Nr. C
(3)    ABI. Nr. C
                                                                                           43
 ---pagebreak---                                               -39
                                             Artikel 4
Die Kommission beschliesst das Mandat des Aufsichtsrats.
                                             Artikels
1.     Die Kommission unterbreitet dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem
31. März einen Bericht über die Durchführung dieser Entscheidung.
2.     Dem Bericht werden die Bemerkungen des Aufsichtsrats beigefügt. Der Aufsichtsrat kann
ferner dem Europäischen Parlament und dem Rat über die Kommission einen gesonderten Bericht
über die einzelnen Aspekte der Durchführung dieser Entscheidung vorlegen.
                                             Artikel 6
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am
                                                          Für den Rat
                                                          Der Präsident
                                                                                           44
 ---pagebreak---                                                40
                                          ANHANG I
                               Wissenschaftlich-technische Ziele
Hauptziele des Programms sind :
1.   Der sichere Betrieb des HFR (Hochflussreaktor) in Petten. Dies umfasst den normalen
     Betrieb der Anlage während einer Dauer von über 250 Tagen/Jahr, das Management des
     Brennstoffkreislaufs sowie Sicherheits- und Qualitätsmanagement.
2.   Effiziente Nutzung des Reaktors in einem weiten Bereich festumrissener Sektoren :
     Bestrahlungsprüfung von Werkstoffen für Spaltreaktoren sowie für künftige
     Kernfusionsreaktoren, Neutronenanwendungen auf die Festkörperphysik und Forschungen
     auf dem Gebiet der Werkstoffkunde, Herstellung von Radioisotopen und einschlägige
     Tätigkeiten, Neutronenradiographie als zerstörungsfreies Prüfverfahren sowie
     Neutronenbehandlung (Bor-Neutroneneinfangtherapie) bestimmter Krebsarten und
     einschlägige Forschungsarbeiten.
                                                                                      45
 ---pagebreak---                                                -41-
                                             ANHANG II
                          Indikative Aufschlüsselung der Mittel für den HFR
Die Mittel für das Zusatzprogramm werden wie folgt aufgeschlüsselt:
                    Deutschland:                           50%
                    Niederlande:                            50 %
Zusätzlich zum Zusatzprogramm werden weitere Mittel entweder unter der Haushaltslinie
"Spezifische Programme der GFS" oder unter der Haushaltslinie "Vertragsarbeiten" bereitgestellt.
Indikative Aufschlüsselung:
      Zusatzprogramm:
      a)      Reaktorbetrieb
                    Deutschland:                                            34,5 Mio ECU
                    Niederlande:                                            34,5 Mio ECU
      b)      Vorbereitung von Experimenten (Studien, Prüfstand usw.):
                    Deutschland:                                            10,0 Mio ECU
                    Niederlande:                                                          p.m.,,)
                                                            Gesamtmittel    79,0 Mio ECU + p.m.
      Spezifische Programme der GFS und Vertragsarbeiten                                   p.m.
       für externe Dritte
(1)   Von den Niederlanden unmittelbar zu erbringende Arbeitsleistungen, deren Gegenwert
      von der Kommission mit 10 Millionen ECU veranschlagt wird.
                                                                                                 46
 ---pagebreak---        TECHNISCHER ANHANG:
      WISSENSCHAFTLIGH-
    TECHNISCHE TÄTIGKEITEN
            (nach Instituten)
                              47
(7)
 ---pagebreak---                                             1-
        CENTRAL BUREAU FOR NUCLEAR MEASUREMENTS (CBNM)
/.   OBJECTIVES
The activities of the Central Bureau for Nuclear Measurements (CBNM) are
dedicated to the promotion of European standards, reference data and materials
needed by users in the nuclear and non-nuclear fields. In the nuclear field, the
activities continue to fulfil the obligations laid down in the EURATOM Treaty and
to meet the necessity to maintain in and for Europe an independent, specialized
institute for prenormative research on nuclear measurements.
During the years the Institute has evolved into a high-standing laboratory known
worldwide for its concept of the search for the true value with the highest
accuracy possibly attainable with reasonable efforts.
//.    1992- 1994 ACTIVITIES
The Institute's activities will be pursued in the following fields:
       preparation, characterisation, certification of samples e.g. bulk samples for
      targets of elements, alloys, compounds as reference materials for nuclear
      and other industries or thin layers as reference samples for electronic and
      chemical industry, or special reference biological materials for trace metal
      analysis;
       long-lived or stable isotope Mass Spectrometry, in particular for the
      development and application of Isotope Dilution Mass Spectrometry (IDMS)
      e.g. for improved analysis in different parts of the nuclear fuel cycle or, for
      accurate isotope composition or ratio measurement in the frame of atomic
      weight determination (National Institute of Standards and Technology
      (NIST), Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), International Union of
      Pure and Applied Chemistry (IUPAQ);
      nuclear data measurements and evaluation applying the high energy
      resolution neutron sources available (Linear Accelerator (UNAC), 7 MeV Van
      de Graaf (VdG) e.g. fission, fusion and standard application neutron reaction
      cross-sections, upon request from national or international organisations
      (Commissariat à l'Energie Atomique (CEA), Organization for Economic
      Cooperation and Development (OECD), International Atomic Energy Agency
      (IAEA), EC Task Force for "European Fusion File");
      radionuclide metrology e.g. for intercomparisons upon request from
      international bodies (Bureau International des Poids et Mesures (BIPM),
      International Committee for Radionuclide Metrology (ICRM)) or for
      application in non-destructive testing of conditioned waste;
      applied radiation techniques adapted to the existing accelerators e.g. for
      using neutron and particle beams for irradiation/radiation damage studies
      of biological/semiconductor materials and for microbeam analysis of
      surfaces and reference aerosol filters;
      new and non-nuclear activities are expected to further develop in the fields'
      of chemical analysis with improved accuracy due in part to the convincing
      potential of isotope specific methods like mass spectrometry, of microbeam
      analysis of surfaces or thin layers and, in particular, in the field of
                                                                                   48
 ---pagebreak---                                          -2
      applications of the linear accelerator for transition or channelling radiation.
      Indeed the installation of a multipurpose equipment to generate X-rays with
      strongly enhanced intensity in the few keV region by transition radiation,
      and the production of hard X-rays in the 100 to 300 keV region with the
      intensity concentrated in a few discrete lines, would open up a large
      potential of applications, that are currently under investigation at
      synchrotron light sources (such as photoelectron spectroscopy, X-ray
      lithography, EXAFS, Raman spectroscopy, X-ray fluorescence, etc.).
SPECIFIC PROGRAMMES
CBNM's work falls under the Framework Programme line "Measurements and
Testing". The programme is executed under the heading "Reference Materials
and Reference Methods" to be broken down into the two projects "Nuclear and
Non-Nuclear Reference Materials" and "Nuclear Measurements and Reference
Methods".
Reference Materials and Reference Methods
The activities backed by the existing and modernized large facilities on site
(LINAC, VdG, clean lab, mass spectrometers, computer) are o f importance for the
international scientific/technical research communities relying upon accurate
data, reliable measuring methods and basic reference data, materials and
methodologies.
For fission technology, requests are related to data evaluation (Joint European
File (JEF)) or to experimental verification of fission cross sections, of inelastic
neutron scattering cross sections and of resonance parameters of structural
materials (Nuclear Energy Agency's Committee f o r Reactor Physics
(NEACRP)/Nuclear Energy Agency s Nuclear Data Committee (NEANDC)). For
fusion technology, important improvements are aimed at neutron data on tritium
breeding, nuclear heating, activation and radiation amage. These items are
requested by the EC Task Force on Neutronics for deve ping the European Fusion
File (EFF) to serve the Next European Torus (NET), ne International Thermal
Experimental Reactor (ITER) project in a worldwide frame (EC, Japan, USA, USSR)
coordinated by the IAEA will enhance future fusion data needs. Radionuclide
metrology is dedicated to the knowledge of decay scheme data, special standards
and the improvement in the application of methodologies.
The availability of high quality nuclear Reference Materials (RMs) t o the
international scientific research community, industry and safeguards' authorities
will be guaranteed. RMs for Non Destructive Assay (NDA), solid spike RMs and
reactor neutron dosimetry materials need refined preparation and to undergo
characterization and certification procedures. The p r e p a r a t i o n and
characterization of special nuclear targets and samples for the nuclear data
research activities will be pursued.
In the non-nuclear field, the determination of atomic weights will be aiming at an
ultimate accuracy. The new clean-laboratory facility .vill be concerned with the
development and application of isotope specific ana: cal methods and involved
in trace element determinations in complex matrice». Particle Induced X-Ray
Emission (PIXE) spectroscopy, IDMS and special micro and trace element
determination methods will find appropriate medical/biological research
applications. The PIXE microbeam technique will be used in connection with
environmental/occupational health problems.
CBNM, in addition to its work on nuclear data and nuclear reference materials
and methods, also will contribute to research, development and certification
                                                                                      49
 ---pagebreak---                                            3-
work of non-nuclear reference materials and standards for more general
application in industry. This is done partly on request of the Community
Reference Bureau (BCR). Other work to be executed on behalf of BCR is the
organization and the management of "round robin" tests and the storage,
conditioning, bookkeeping and distribution of various kinds of reference samples.
Human Capital and Mobility
CBNM has developed into an world-wide acknowledged centre of excellence in
the field of high accuracy measurements that attracted senior scientists from
many countries and enabled young scientists to be trained by research on
increasingly non-nuclear subjects.
Particular attention will be devoted to the exploration of the potential of the
high performance linear electron accelerator (LINAC) for the training of young
scientists in the development and application of transition or channelling
radiation and to establishing a cooperation network that started already with
research groups in Orsay and Lyon and is expected to be extended to research
teams and laboratories in other Member countries as well.
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
Support activities will be ongoing in the areas of safeguarding (DG I: IAEA and
DGXVII: European Commission's Safeguards Analytical Measurements (ECSAM))
and of innovation transfer (DG XIII).
Special aspects of the described activities are:
      the response to international requests and needs;
      the reference character and
      the possible use in support to quality control schemes.
In general, on the basis of its activities, the Institute supports the overall
harmonization policy of the Commission for the realization and the consolidation
of the internal European common market starting in 1992.
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
The efforts to open a market for products based on CBNM expertise (reference
data and materials) will further be developed despite the expectation of
organizations in the Member States to receive data and reference materials
(almost) free of charge in recognition of their countries' contributions to the
Framework Programme.
In addition to the sale of nuclear reference materials for analytical measurement
in the fuel cycle and the supply of various tailor-made samples and target, there is
an increasing number of requests for the preparation and characterization of
non-nuclear samples, e.g. trace analysis in inorganic or organic matrices.
Applied radionuclide metrology is increasingly used , e.g. for solving problems of
radioactive waste management or for the determination of reactor neutron
fluences.
Utilisation of accelerator radiation ("selling beam time") for customers is
becoming increasingly important by irradiating biological or new (semi-
                                                                                 50
 ---pagebreak---                                          -4
conductor) materials in well defined particle beams. Conventional and micro
techniques for surface analysis are offered to industry and research institutes.
Training courses on CBNM specific subjects (i.e. isotope mass spectrometry,
application of reference materials, quality control, metrology and data
evaluation) are considered to further promote in Europe and worldwide the
awareness of the necessity of using common reference data and materials.
                                                                                 51
 ---pagebreak---                                            5-
               1NSTITUTE FOR TRANSURANIUM ELEMENTS (ITU)
/.   OBJECTIVES
Thanks to its highly specialized installations, to the expertise of its staff and to the
fact that it is in possession of one of the rare licences to handle large amounts of
radioactive materials, the Institute for Transuranium Elements has a well defined
mission and can be considered as a model case for community research. Its
technological research programmes deal principally with nuclear safety matters
(safety of nuclear fuels, characterisation of radioactive waste, nuclear safeguards
and management of fissionable materials, safety of handling nuclear materials).
It collaborates closely with a large number of academic and industrial research
establishments in Europe and overseas and performs contractual research for
industry and services to the Commission services.
The Institute for Transuranium Elements will continue to be one of the few
centres in the world where general knowledge on the chemical and physical
properties of the transuranium elements, their toxicity, their environmental
effects and the measures to bring the latter under control, as well as on their
technical applications, is systematically collected by specialists in the field and
kept readily available for broad use by the scientific and technological world.
//.    1992-1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
The Specific Research Programme of the Institute for Transuranium Elements will
remain entirely nuclear-safety oriented. It will concentrate on the Safety of
Actinides in the Nuclear Fuel Cycle, the name of its 1992-1994 Specific
Programme.
While fuel development work for advanced power reactors will be decreased to a
minimum level (compatible with the need to maintain competence in the field)
and studies of certain aspects of reprocessing will come to an end, investigations
in the field of nuclear waste management will gain considerably in importance,
with an accent on the characterisation of unprocessed spent fuel waste forms.
Fuel pin codes developed in the past years at the Institute will be applied to a
wide range of scenarios, and theoretical and experimental studies on the fission
product inventory (source term) and on release mechanisms will be stepped up,
partly in conjunction with the international PHEBUS PF project. The effect of high
burn up on the life expectancy of a fuel pin is of large interest and requires
extensive studies, especially on the evolution of fuel chemistry at increased burn-
up (High Burn-Up Chemistry).
Studies to improve and automate destructive analytical techniques for safeguards
work will be stepped-up and an intensified effort applied to the adaptation of
existing methods to non-destructive analysis of spent fuel for fissile material
accounting purposes.
Taking into account the ever increasing amounts of transuranium elements which
have to be dealt with year by year, the study of their basic physical and chemical
properties, their radio-toxic potential, their possible interaction w i t h the
environment, represents an important aspect of the nuclear fuel cycle and must
be further elucidated.
                                                                                      52
 ---pagebreak--- Basic actinide research, as it has been carried out successfully at the Institute over
the last twenty years, provides an important contribution to world knowledge on
the subject and will be maintained.
Some key elements of the ITU programme will be:
      Study of structural phenomena affecting in-pile performance and life-time
      of fuel in a reactor; Measurement of thermochemical and thermophysical
      parameters of irradiated fuel materials;
      Studies of methods of aerosol abatement and of size-dependent transport
      of radioactive aerosols in ducts and chimneys;
      Experiments to recover minor actinides from specially prepared fuel
      samples; Improvement of the efficiency of lanthanide/actinide separation
      processes; Improvements in the determination of cross sections for actinide
      transmutation;
      Quality control of waste forms as a function of fabrication parameters;
      Further development and improvement of destructive and non-destructive
      techniques for the determination of radionuclides in waste forms; Extension
      of analytical techniques to "exotic" waste forms; Development of
      tomographic methods for waste form characterisation; Organisation and
      participation in Community exercises for evaluating non-destructive
      techniques to be applied to studies of the behaviour of radionuclides in
      waste forms;
      Setting up of an intelligent data base for predicting the chemical and
      physical properties of hitherto unknown actinide compounds in order to
      "tailor" them to the needs of applications and fundamental research;
      Research with actinide compounds in the fields of soft and hard magnets,
      superconductors, heavy fermions, large Kerr effect compounds, metallic
      glasses; Increased use of synchrotron radiation from European and US
      sources for electronic and structural investigations of ac nides and actinide
      compounds; Extension of high-pressure studies with actinides into the
      "virgin" range of 1 to 2 Mbar;
      Melting of ceramics or glasses by heating under lévitation in an acoustic
      field.
For the efficient implementation of the Institute's activities set out above, it is
intended to install a dedicated facility for handling the heavier actinide elements
(Americium Labs).
The Institute will continue to substantially contribute to the programme on
Radioactive Waste Management with studies on the characterisation of vitrified
high-level waste forms and of non-processed spent fuel.
Efforts will continue to improve destructive techniques for safeguards analysis in
the frame of the programme on Safeguards and Fissile Materials Managements.
Human Capital and Mobility
Due to its unique facilities for handling radioactive materials and an established
cooperation with a large number of academic institutions in Europe and overseas,
The Institute is in an excellent position to contribute to the Human Capital and
Mobility programme by offering, as in the past, training opportunities to young
scientists in the fields of nuclear safety and in areas related to the chemistry, the
physical chemistry and the solid state physics of actinides.
                                                                                       53
 ---pagebreak---                                         -7
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
The Institute will continue to provide assistance to DG XVII Safeguards Directorate
by analysing nuclear material samples for safeguards measures taken in various
European nuclear installations, both at the Institute laboratories and on-site (at
Cap de la Hague and Sellafield). The International Atomic Energy will be
supported - as requested by DG I - in their efforts to refine, automate, and field-
test analytical equipment for safeguards activities on an international scale.
In collaboration with DG XIII, the Institute will be active in the exploitation of
research results by transferring certain equipment and techniques developed at
the ITU for laboratory use (such as a multi-colour pyrometer or an ultrasonic
device for aerosol scavenging) to industry for commercial exploitation.
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
Besides performing research in specific areas defined in the Commission's
multiannual Framework Programme, the facilities of the Institute and its licence
for handling major amounts of highly radio-toxic materials will continue to
attract national safety authorities, the radio-pharmaceutical industry, and
institutions and industries concerned with ecological problems, as potential
customers to carry out work ranging from the preparation of actinide compounds
and radio-isotopes for medical applications to the post-irradiation analysis of
nuclear fuel pins.
                                                                             54
 ---pagebreak---                                          8
                 INSTITUTE FOR ADVANCED MATERIALS (IAM)
/. OBJECTIVES
It is being increasingly recognised that advanced materials constitute a broad,
enabling technology, which allows the more effective operation of machines and
structures of modern industrial society and stimulates the innovation and
successful exploitation of other technologies.
Although the widespread perception of the importance of industrial materials is
expressed today in work in Member States, the effort on advanced materials
within the Joint Research Centre provides additionality through the European
dimension and neutrality of the JRC and the opportunity to contribute to
European cohesion through training and exploitation of unique installations and
specialisms.
The aims of the Institute for Advanced Materials are to contribute to enhancing
the industrial competitivity and safety of components, structures and engines
relevant mainly to the Energy, Transport, Environment and Manufacturing
sectors, through advances in the understanding of the basic properties, the
processability and engineering performance of materials.
The Institute will carry out its tasks mainly within the explicit aims of the
Framework Programme, with a significant contribution to scientific and technical
work in Support to the Commission as well as through industrial contractual work
with external third parties.
//.    1992- 1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
Under the Framework Programme heading "Industrial                  and    Materials
Technologies", the research will be oriented towards the following areas which
derive from an extensive forward planning exercise, which have considerable
  otential for enhancing European technological awareness, which require sound
C asic scientific input, technological applications as well as a testing and pre-
normative focus:
Alloys and Intermetallics:
Improvement in performance of alloys and intermetallics in extreme operational
conditions as well as under interactive conditions of corrosive degradation, creep
and fatigue deformation; emphasis on prenormative features. The action should
stimulate a wider awareness of the potential of new classes of intermetallic
materials for future engineering application; to help steer the newly formed
European Group on Structural Intermetallics and to plan together with DG XII to
launch a Concerted Action in this field.
Ceramics and Composites:
Improvement in performance of structural ceramics and composites in simulated
industrial environments; emphasis on pre-normative features and suitable test
methodologies. A continuous ceramics fibres initiative should encourage the
development and application of long, thin ceramic fibres as a reinforcement for
ceramic and metal matrix composites; to build up this initiative together with the
                                                                                    55
 ---pagebreak---                                          9-
Experts Group and DG XII with the aim of completing a future market study; to
define and give birth to a new EUREKA project as a prelude to the setting up in
industry of a manufacturing capability.
Coatings and Processes:
Development, testing and diagnostics of protective coating techniques and
products. Development of new manufacturing techniques for ceramic materials
and components.
Operation of joint venture on Advanced Coatings with a Dutch national
laboratory (ECN).
Surface Modification      Technology:
Improvement in materials properties - wear, corrosion, fatigue resistance -
through modification of surface state using ion implantation and laser beam
mixing.
New Functional Materials:
Innovation and testing of functional materials for environmental gas sensors and
for optical and photovoltaic properties.
Non Destructive       and Evaluation   Techniques of Advanced      Materials  and
Components:
Development of new non-intrusive evaluation techniques for ceramics,
composites and thin films. Validation of NDE techniques used in the inspection of
industrial critical facilities.
Life Prediction and Reliability Technology:
Life prediction modelling and life extension treatments on alloys and ceramics.
Information and Data Management:
Development of Materials Databanks, appropriate to materials processing.
Training Workshops on advanced materials and initiating specific initiatives on
pre-normative research where the objective is to establish a European focal point
for the exchange of information and to encourage discussion between experts
from all sectors.of pre-normative research and development in materials, and to
provide an environment suitable for the training of young scientists interested in
careers in materials-related standards and their background.
In the field of Controlled Thermonuclear Fusion of the Framework Programme,
the Institute intends to contribute through research along the following fines;
Support to the Next Step Design:
Plasma facing components - thermal fatigue: irradiation testing in HFR,
experiments in the Cyclotron; elaboration of a databank on austenitic steels;
Long Term Technical Developments:
Low Activation Materials: to evolve along the lines of SiC composites; to consider'
chromium and vanadium and related metallurgical problems; to test potential of
intermetallics;
                                                                           56
 ---pagebreak---                                           -10
Human Capital and Mobility
The Institute has a long tradition of postgraduate training with success in the
preparation of PhD's and has developed a network of European academic
contacts. The intention is to maintain this important activity, and to expand upon
it in the above fields of expertise, as well as in the use of large facilities. In
particular, one will aim to provide an environment suitable for the training of
young scientists interested in careers in materials-related measurement and
standards.
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
The Institute activities in Scientific and Technological Support for the Commission
are aimed to support the development of the European industrial standards base
through pre-normative scientific and technical activities. The following describes
the fields for which there exists a demand from Commission Directorates General :
Information and Data Management:
Support to strategic initiatives and valorisation in Scientific and Technical
Information Management; initiatives and management of pre-normative
research and systems development on computerised materials data and
knowledge bases in engineering materials (DG XIII);
Initiatives on Standards for Ceramics and Composites:
Support to and setting up external networks for pre-normative R & D in advanced
ceramics, composites and other materials as a prelude to CEN/CENELEC
standardisation (DG III). Evaluation of degradation mechanisms in catalyst
carriers; development of performance inspection procedures in support of
Community directives (DG VII; DG XI);
Development of Codes for Nuclear Components:
Extend the PISC exercise to the non-destructive evaluation of aged components in
long serving nuclear installations: verification of NDE procedures for inspection
and development of safety related codes and standards for large critical industrial
installations (DG III and DG XVII).
Standardisation of Radiopharmaceuticals:
Standardisation of radiopharmaceuticals in support of Council directives
concerning radio protection of medical staff and patients (DG XI).
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
The Institute's High Flux Reactor is recognised as one of Europe's foremost multi-
purpose materials research reactors and it is intended to continue to contribute to
the European research effort through:
       Supplementary Programme in support of the Dutch and German S & T
       strategies with work on materials and fuel aspects of fission reactors and
       thermonuclear fusion;
       The development of Boron Neutron Capture Therapy as a technique for
       treating certain forms of cancer, in cooperation with the Commission
                                                                               57
 ---pagebreak---                                           11
      concerted action on this subject, carried out with the participation of most
      Member States;
      Application of neutron scattering as a diagnostic technique for materials
      investigations;
      Contractual work for external third parties, for example radio-isotope
      production, neutron radiography and silicon doping.
Since the introduction of contractual work for external third parties, the Institute
has already attracted a good number of contracts, both in connection with
materials technologies and also the exploitation of large facilities. The cultural
transformation has taken root in the Institute and contractual work for external
third parties is well accepted as an indicator of the relevance of the research and
as a vital complement of research conducted under the Specific Programme.
This type of work represents a key element in future Institute planning and it is
expected that contract research will continue its rapid growth path in the near
future to reach a steady state and a significant proportion of the Institute's
turnover.
In the materials fields, the industrial sectors which experience indicates should
have a good response for contract work are: aerospace, power engineering,
transport. These will continue to be targeted. For the large facilities, the
Cyclotron in Ispra, following a recent long term agreement with an industrial
partner, will enter into the production of medical radio-isotopes.
                                                                                   58
 ---pagebreak---                                             12
    INSTITUTE FOR SYSTEMS ENGINEERING AND INFORMATICS (ISEI)
/.    OBJECTIVES
To be the European Commission's centre of excellence in the field of 'complex
systems' engineering, focussing on the evaluation and development of methods
addressing the safety, standards and performance of systems which involve
industrial, social and environmental issues on a pan-European scale.
In particular, to take the broad, 'systems approach' to the understanding of the
human, societal and environmental implications of scientific, technological and
industrial developments in order to provide technical advice for the Balanced
social and industrial develc nent of European society.
ISEI will be launching, early in the period, new initiatives in the areas of
Environmental Accident Management, Safety at Work and later, Safety Critical
Computer Systems as well as a contribution to the proposed Centre for Earth
Observation. ISEI's new initiatives will be built on top of the Institute's existing
strengths of systems engineering orientated to safety of systems, and ISEI s
underlying strength in informatics which is based both on ISEI's JRC-wide
informatics service and the Institute's advanced applications work.
//.    1992-1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
Environment
ISEI activity under the Environment Programme will relate essentially to industr
safety and environmental risk management and will focus on the development or
decision support systems for plant safety, emergency management and territorial
risk management, including methods and approaches for modelling relevant
decision processes.
 ISEI will strengthen the work on the development of methodology and
technology to support the assessment of the reliability and safety of industrial
 and technical systems by widening the scope to take into account the human and
social interfaces, and the environmental compatibility. In this context, new
approaches to modelling decision processes and control strategies will be
developed, based on recent advances in system science and on the outcome of
exploratory researches performed in the 1988-1991 programme. These objectives
will be tackled in partnership with industrial and academic researchers from
across Europe.
Additionally,   ISEI's efforts in areas of public concer uch as the environmental
 impact of r he releases of chemicals from industrial     d transport activities will
 lead to a ajor new initiative: the establishment c       n Accident Management
Centre, forming part of the European Office for Safet) The Centre's objective is
to create, in connection with DG XI and national authorities, a comprehensive
information system on accident prevention, mitigation and response, based on
the best available information technology (hypermedia, expert systems, etc.) to
enhance the dissemination of information on preventive measures and'
emergency management for industrial and transportation accidents having
severe impact on the population and the environment. The Centre will provide
 response/rescue organizations with information and research results quickly
                                                                                    59
 ---pagebreak---                                            13
available to help in an actual emergency. The activity will include the
development of decision support systems for environmental emergency
management, education and training, post accident analyses, auditing of
emergency plans for accidents having cross border impacts and studies of
communicating with the public about risks taking into account cultural and
legislative differences between European regions.
A further new activity of the Institute in the environmental area would be its
informatics and data handling support to the Centre for Earth Observation (CEO)
which is described in section 17 of chapter I.
Industrial and Materials Technologies
ISEI's second new initiative will bt in the area of Safety at Work. Here, the
objective will be to conduct and coordinate research activities concerning
occupational and organisational aspects of the working environment as well as
prevention and management of accidents. The work will have two main thrusts:
the organisation of an information and documentation service concerning EEC
regulations and norms plus occupational accidents statistics and analyses
developed by the Member States; and the establishment of a laboratory of
human-machine systems interaction which will, by simulation and experimental
studies using real domains, evaluate the impact of new technologies on safety at
work (computerised diagnostic systems, robots, distributed decision making and
communication, cognitive models in use by industrial designers) and research on
cognitive and organisational factors affecting the development of a safety culture
in the work place.
Measurement and Testing
ISEI will perform specific prenormative research in the field of probabilistic
residual life prediction of structures. The activity will be centred around existing
specialized installations such as STRIKE (Structural Reliability Investigation by
Knowledge Engineering) where integral testing on complex structures can be
performed.
The existing work on the development and validation of probabilistic codes and
expert systems for the evaluation of the lifetime of steel and composite structures
(pressure vessels, offshore platforms, steam headers) will be extended to consider
a larger variety of operational conditions and environments (e.g. marine
environment).
The specific research on non-intrusive synoptic methods for diagnostics (optical
diagnostics by coherent light and image processing) will be scaled-up to assess its
full potential in industrial applications.
To respond to the needs of the photovoltaic industry, the European Solar Test
Installation (ESTI) focusses on prenormative research in the field of photovoltaic
systems with the development of measurement techniques for thin-film and high
efficiency devices.
Work in support of the preparation of new standards will put emphasis on
reliability o f grid-connected photovoltaic systems in buildings as well as on high-
value applications. The projects are selected in line with the marketing strategy
forcontractual work for external third parties.
                                                                                  60
 ---pagebreak---                                           14-
Nuclear Fission Safety
Reactor Safety
The existing activities of ISEI on risk and reliability evaluation will be oriented
towards the development of methodology and technology to assess in time the
"level of safety" of an aging plant, and at optimising maintenance and control.
This includes the integration into the methodology of the consideration of the
change of the component reliability, of the modification of in-plant configuration
and operation, of the aging of structural parts, of the transfer of knowledge
between subsequent generations of operators and of changes of man-machine
interfaces. "Living PSA" techniques, incorporating knowledge based systems, will
be developed. The effort on the System Response Analyser will be continued with
particular reference to human behaviour modelling, taking into account the
changes in man-machine interfaces, e.g. the possible introduction of novel types
of supervisory systems for the management of accidents.
Moreover, a benchmark exercise on expert judgment elicitation and combination
is planned.
Safeguards and Fissile Materials Management Programme
The activities in Safeguards and Fissile Materials Management will cover two
main areas:
      Development of Containment and Surveillance Techniques (OS)
      C/S techniques are expected to play a much larger role in the
      implementation of nuclear safeguards than in the past because of the
      changing fuel cycle characteristics in terms of size and level of process
      automation.
      They are based on sealing and identification techniques and on optical
      surveillance and monitoring techniques.
            For sealing and tagging of items and containers, there should be wide
            application of some techniques (based on ultrasonic and surface
            topography) presently developed and demonstrated on spent fuel
            containers, etc.
            Multisensor systems based on GS are now being introduced on an
            experimental basis and demonstrated in nuclear facilities. Further
            development of such systems with the appropriate data management
            is required, in particular for video data reduction and analysis of
            images.
            Demonstration and Performance assessment of existing and new C/S
            devices and development of new procedures will be performed in the
            new LASCO laboratory, including the computer aided tele-operation
            for remote inventory verification in a model of an advanced storage
            area.
    . Integration of Safeguards Measures
      The need for development and support activities is conditioned by the.
      evolution of the nuclear fuel cycle, the new safeguards strategies designed
      to respond to this evolution and the overall pressures of resource
      limitations. A careful monitoring of the above parameters will be made in
      order to make a more clear and systematic forecasting of safeguards needs
                                                                                    61
 ---pagebreak---                                           -15
       and identification of research requirements and to integrate the
       development work in other areas.
      Furthermore, specific data evaluation methods will be developed and
      applied to assess the performances of multisensor measurement systems, for
      instance, for the determination of nuclear materials in large tanks.
Controlled Thermonuclear Fusion
The present contribution to the European Fusion Programme concerns the pre-
design activity in support to the Next Step (NET/ITER), as well as exploratory
studies for the long term development of fusion. In the 1992-1994 period ISEI will
devote the largest part of its activity in support to the Next Step design (Area 1 of
the European Fusion Programme Proposal for the period 1990-1994).
Design work on components of the Next Step will be carried out under specific
request of the NET-Team. The areas of contribution are:
      structural analysis of plasma facing components during plasma disruption
      events, including validation of the codes used for this purpose;
      Safety analysis of in-vessel components.
Technological actions will be focused on the construction of mock-ups of in-vessel
components of the Next Step and tests of remote handling procedures to bring
the Remote Handling Equipment to the required level of confidence for fully
remote operation in the reactor. This work will be a continuation of the present
activity dealing with simulation of remote handling of a 1/3 mock-up of the
blanket handling device (TELEMAC laboratory).
In the field of Long-Term Technical Developments (Area 2 of the European
Fusion Programme), ISEI could, if requested, contribute to the reference design of
a commercial fusion reactor to be undertaken in Europe. This contribution would
cover, in particular, the safety and environmental problems - an area where a
relevant know-how exists in the Institute.
Work for JET will be done under specific request.
Human Capital and Mobility
ISEI will participate in the Human Capital and Mobility programme via 'networks
of excellence' built from cooperation between the JRC and national institutions.
In particular, ISEI will focus its training and research programmes for young
researchers towards two themes: risk management and advanced computing
techniques. ISEI is well known for its risk assessment and accident management
research and in this area acts as a focal point of various networks of industrial and
academic institutions. Moreover, ISEI is a centre for advanced (parallel)
computation, being part of DG XIH's drive to exploit Europe's innovative lead in
the area of transputer applications.
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
The scientific/technical support to the Commission's services for the period 1992-
94 will address the requests coming from nine Directorates General and will cover
various scientific disciplines available within ISEI. This activity is a large and very
important component of ISEI's work.
                                                                                  62
 ---pagebreak---                                           16
The activities may be summarised as follows:
a)    development and analysis of computerised information systems for:
            management of control systems (for the coordination of Fraud
            Prevention Unit) and management of parliamentary petitions
            (Secretariat General),
            world shipbuilding (DG III);
            aircraft incidents (DG VII);
            civil protection for cooperation and mutual assistance in case of
            disaster (DG XI);
b)    support for the implementation of EC directives notably on major accidents
      (DG XI);
c)    Valorisation of R/D results (DG XIII). As is the case for the other Institutes,
      the ISEI is also involved with DG XIII for the exploitation and dissemination
      of research results. Current projects at the Institute are:
            object identification by surface texture;
            on high speed camera holography and image processing;
            support to CORDIS data bases on Community research and
            technological development activities.
d)    development of information systems and containment and surveillance
      techniques for inspectors of the IAEA (DG I) and of the Safeguards
      Directorate (DG XVII);
e)    support to DG XVII demonstration programmes, notably in the photovoltaic
      area while energy savings and energy conservation support will be gradually
      phased out;
f)    support activities for the information technology programmes of DG XIII,
      with a particular emphasis on technology demonstration and 'applications
      pull' activities such as:
            application of software and knowledge engineering R/D results;
            application of parallel computing R/D results;
            training support;
            pilot networking project.
Support is also provided to the Statistical Office by assistance with the
development of new methods of data analysis.
The Support to the Commission areas which are expected to expand are the
activities for the information technology programmes (point f), the
implementation of EC directives (point b) and proposals are also being made in
the field of safety at work (DG V).
                                                                                      CO
 ---pagebreak---                                            17-
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
ISEI marketing policy will be mainly based on its accumulated know-how and
recognized competence in developing methods and tools for industrial safety
and environmental risk assessment and management, backed up by a strong
informatics expertise. In this area, a particular perspective is open by the
possibility of participating in projects of national or regional public interest and
funded at regional or national level. This should include provision of
informatics and other support to the European Environment Agency.
Development initiatives undertaken (e.g. Eureka projects or associative projects
like STARS) jointly with industrial partners in the 1988-1991 programme should
lead to commercial exploitation in the period 1992-1994.
An additional potentially significant contribution to the contractual work for
external third parties income should derive as a spin-off of the expertise
continuously developed in the frame of the Framework Programme in the area
of advanced diagnostics, systems performance assessment and systems physical
protection.
The possibility of valorizing the European Solar Test Facility (ESTI) in the frame
of a commercial initiative, that could cover the full operation cost will also be
explored.
                                                                                   64
 ---pagebreak---                                          -18-
                          ENVIRONMENT INSTITUTE (El)
/.   OBJECTIVES
The existence of man is intrinsically connected to his environment via
biogeochemical cycles which in turn, are affected by material and energy cycles.
Environmental research, i.e., research relating to the living conditions of man and
its changes in view of assessing the possibilities and limits of science and
technology in their endeavour to conserve or regenerate the natural bases of
human life, is the first member of the logical chain environmental research -
environmental policy - measures of environmental protection - environmental
conservation.
Environmental research at the JRC started in 1972. It offered, and is continuing to
offer, multidisciplinary R&D approaches for the clarification and description of
environmental stresses and, in particular, those relative to global environmental
changes, reduction of pollutant emissions, toxicological and ecotoxicological
effects of environmental chemicals.
An increasing percentage of its efforts is dedicated to technical and scientific
support to other Commission services dealing with environmental matters. This
support includes methods for chemical analysis in the air, water, waste and food
sectors, and the development and maintenance of data banks and modelling
activities.
Major achievements were e.g. in the fields of pollution abatement technologies
(development of a new flue gas desulphurisation process), environmental
chemicals (establishment and evaluation of an inventory of industrial chemicals
on the European market), the elucidation of the origin of lead in human blood
and a post-event comparison of the evolution of the Chernobyl cloud and
radioactive deposition.
The scientific disciplines represented in the Institute are (in decreasing numbers)
chemists, physicists, mathematicians (modellers), biologists, biochemists,
information scientists, geochemists, meteorologists, chemical and nuclear
engineers.
//.    1992- 1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
The research activities envisaged for 1992-94 of the Environment Institute match
the Framework Programme themes "Participation                   in Global Change
Programmes" (with a natural emphasis on strong cooperation between
laboratories in the Member States and worldwide), "Technologies and
Engineering for the Environment" and "Working Environment". Within these
themes the activities of the El concentrate on the following subjects of research :
Three activities of the Institute deal with aspects of "Global Change».
       Physics of the Atmosphere. It deals with modelling of atmospheric transport
       of pollutants at regional, European and, in collaboration with the Safety
      Technology Institute, at global level. The emphasis is on intercomparison
       and validation of existing models and improving links with experimental
       input data.
                                                                                    65
 ---pagebreak---                                          19
     The main experimental means are an aerosol laboratory for the study of
     gas/particle interactions and advanced equipment for the use of inert
     atmospheric "tracers", which follow the trajectories of air masses the same
     way as air pollutants do. Within the framework of the Eureka/Eurotrac-
     Tract project, first results show that pollutants can well climb the steep
     slopes of the Alps and cross the central Alpine spine.
     Chemistry of the Atmosphere. The scope is to examine the chemical fate of
     biogenic and anthropogenic emissions by studying the kinetics and
     mechanisms of their transformation with relevance to the generation of
     noxious compounds and the build-up of radiatively active gases in the
     troposphere. A part of the activities lies within the framework of the COST
     611-Eureka/Eurotrac-Lactoz project. Sidelines are the monitoring of
     pollutants on a local and regional basis and the development of abatement
     technologies for pollutants from powerstations(desulphurisation,denoxing
     and their combination).
     Biosphere-Atmosphere Interactions. The focus is on the deposition/emission
     exchanges of substances from different vegetation types and their reactions
     in the near-to-surface atmosphere. Particular attention is given to their'role
     in the Mediterranean areas and their contribution to the formation of
     ozone over Europe. In this field of biosphere/atmosphere interactions there
     is a collaboration with the Institute for Remote Sensing Applications which
     focuses on marine and large area aspects.
     The activity contributes to the Eureka/Eurotrac-Biatex project and to the
     IGBP-IGAC project.
Three further activity areas concentrate on Environmental Chemicals:
      "Soil, Waste, Water" which originates from radio-chemical research
     activities and combines the expertise of soil chemists, geologists and
     modellers acquired in research on radioactive waste disposal to study the
     migration and transformation of organic and inorganic pollutants which
     could reach the ground- and surface waters. The influence of humic
     substances and natural colloids on mobility is particularly considered.
     The development of a mobile laboratory for in-field analysis of
     contaminants in soil, water and chemical waste is under development in the
     framework of the Eureka/Euroenviron project. Further activities are expert
     systems for the management of toxic and hazardous wastes and the
     development of specific analytical methods for persistent organo-chlorine
     compounds in soils and waters.
     The above activities will be strongly focussed on the area of chemical wastes
     and their disposal.
     Activities on water quality include two projects focussed on the
     Mediterranean area and developed in collaboration with different
     European laboratories. The first one on microphyte toxins (MITO project)
     aims at the development of fast and easy-to-use systems for the
     characterization, identification and quantification of algal blooms in fresh
     and marine waters. The second one on analytical quality control aims at the
     detection, quantification and reduction of error sources associated with the
     sampling and analysis procedures for environmental micro contaminant
     monitoring.
     Life Sciences. Work is focused on the evaluation of toxicological and
     ecotoxicolcgical effects of environmental chemicals in four directions:
                                                                                    66
 ---pagebreak---                                            20-
      (a)   experimental activities on trace metals and genotoxic compounds
            including new in-vitro and in-vivo test systems;
      (b)   biomonitoring of trace metals for the establishment of background
            values and risk groups in human populations in Europe;
      (c)   risk evaluation of environmental chemicals using methods of
            quantitative structure-activity relationships and closely related to this
            activity
      (d)   updating and distribution of the ECDIN data bank.
      Activity (b) is part of the Eureka -Euroenviron project. Activities (a), (c) and
      (d) are related to technical support to DG XI for the evaluation of existing
      chemicals and the updating of EC directives on chemicals and some
      exploratory research.
      Indoor Pollution. There are two closely related lines of action:
      (a)   Experimental activity aimed at assessing human exposure to a broad
            range of organic pollutants originating from indoor sources and its
            contribution to total exposure, identification and characterization of
            indoor sources and development and validation of related methods;
      (b)   Management and Technical Secretariat of the Concerted Action
            "Indoor Air Quality and Its Impact on Man" establishing a 'Europe-
            wide' collaboration in this field.
The activity Environmental Informatics deals with problems related to the real or
potential presence of harmful compounds in the environment including their
impact on humans and the different environmental compartments. It includes
the diagnosis and trend of the environmental contamination by making use of
pollution environmental data, pollution environmental indices, toxicological
data, dispersion, transport and migration models from the other activities of the
Institute. Work is done in collaboration with the ISEI Institute.
Several of the activities mentioned here or above in the area of global change
could be concentrated towards a substantial contribution, to the initial phases in
1992-1994 of the Centre for Earth Observation as described in section 17 of
Chapter I.
Human Capital and Mobility
An important role of the Institute lies in the further education and training of
young scientists w i t h research aspirations in environmental science and
technology. The Institute, with its established collaborations with networks of
national laboratories thus intends to contribute •-* an essential way, to the aims of
training of young researchers under the Humaf        tpital and Mobility Programme.
SCIENThfCAND TECHf           OGICAL SUPPORT FOn THE COMMISSION
The scientific and technological support to the Commission responds to the
requests of DG XI to support the implementation of present and future EC
Directives on Air Quality, Water Quality, Chemicals and Chemical Waste, under
the headings Physics of the Atmosphere, Chemistry of the Atmosphere and So/7,
Waste, Water, respectively. Activities on indoor air pollution will include work
requested by the Consumer Policy Service.
                                                                                       67
 ---pagebreak---                                           21
The evolution of radioactivity in the environment both under normal conditions
and in the case of nuclear emergencies is also studied to support the DG XI
obligations on radiological protection.
The activity on Food & Drug Analysis, Consumer Protection is performed
essentially by request of DG III, VI and the Consumer Policy Service, on reference
methods for the detection of origin, genuineness, adulteration and food fraud
(e.g. fruit juices, dairy products and wine, for which a data bank will also be set
up) and looks after the purity of raw materials used in medicines. In addition to
this work, requests from the Consumer Policy Service include safety-related
evaluations on cosmetics, food products and a data bank on safety aspects of a
wide range of products. Furthermore, analytical work is routinely performed for
DGXXI
The setting-up of A Centre for Validation of Alternative Testing Methods (i.e.
alternative to animal tests in toxicology) requested by DG XI within the frame of
the Institute by making use of the existing toxicological laboratories, the
multidisciplinary scientific support and the experience gained in the validation of
analytical methods and in the operation of data banks.
The main task of the Centre will be the coordination, at Community level, of the
validation of alternative testing methods by establishing analytical protocols and
intercomparison exercises.
As a complement to this, the Centre should favour the exchange of information
by setting up and operating a data bank on alternative testing methods and
promoting meetings and workshops in order to facilitate dialogue between
industry, associations for animal protection and regulatory bodies.
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
Contractual work is developing for public authorities and industry notably in the
areas of air pollution, water quality, chemical industrial waste and evaluation of
toxic substances.
The Environment Institute has already contributed to the Task Force for setting up
the European Environment Agency and plans are being drawn up for substantial
support on the harmonisation of analytical methods, intercalibration of
instruments, standardisation of data formats, d e v e l o p m e n t of new
environmental measurement methods and instruments, as outlined in the Annex
of the Council Regulation on the establishment of the European Environment
Agency.
                                                                               68
 ---pagebreak---                                            22
          INSTITUTE FOR REMOTE SENSING APPLICATIONS (IRSA)
/.   OBJECTIVES
The objectives of IRSA are:
a)    to evaluate and demonstrate possible applications of remote sensing in
      support of the sectorial policies of the Commission;
b)    to undertake research on advanced methods for the interpretation and
      utilisation of satellite data, including their integration with geographical
      data;
c)    to help stimulate the scientific community in the use of satellites (a role
      complementary to the mission of the European Space Agency (ESA)). This
      objective should be carried out via collaborative programmes and pilot
      projects of European significance.
Within this context, IRSA takes part in all four JRC tasks and furthermore serves as
a focal point for the management of other European or Community projects,
such as TREES and EARSEC.
//.    1992- 1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
The specific programme will contribute to the Framework Programme objectives
of the Environment line, and notably to the themes "Participation in global
change programmes" and "Technologies and engineering for the environment".
This includes the following research:
Environmental Mapping and Monitoring
This research activity is aimed at the development of techniques for the
application of data derived from high resolution earth observation satellites, in
conjunction with collateral data and information, for the monitoring and
management of marginal (less favoured) areas of the European Community.
The activity incorporates the development of advanced image interpretation
techniques, including the use of artificial intelligence and neural networks in
conjunction with geographical information systems in order to improve land use
classification.
Global change
Two major contributions to the study of global change are to be developed.
      Monitoring of the Marine Environment. Global Change studies related to
      the marine environment will concentrate upon studies of the temporal and
      spatial variability of sea surface temperature, ocean colour, biological
      activity and associated bio-geochemical fluxes in the North-East Atlantic.
      Within this activity the development and validation of numerical models of
      the area will be undertaken (see also the S/T Support Commission study,
      OCEAN).
                                                                                     69
 ---pagebreak---                                           23-
      Processes Related to Large Scale Changes in Terrestrial Ecosystems. The
      principal objective of this work is to develop approaches to the study of
      changes in terrestrial vegetation canopies at regional to global scales using
      remote sensing data. In so doing, it is intended to model the interactions
      between terrestrial surfaces and the climate in order to better understand
      the possible impacts of change in the biosphere-atmosphere coupling.
Technologies and Engineering
Evaluation of a number of advanced techniques which will become important in
the future as new earth observation systems are developed. These advanced
techniques include:
a)    Microwave remote sensing
b)    Imaging spectrometry
c)    Data processing
Each of these are described in more detail below:
      Microwave Remote Sensing. The objective of this work is to undertake
      signature research in the microwave region of the electro-magnetic
      spectrum via laboratory, airborne and spaceborne techniques, in order to
      improve the knowledge of the status and dynamics of ecosystem
      components. Particular emphasis will be given to the implementation and
      use of a signature laboratory, the implementation of a European
      programme for airborne remote sensing experiments, the application and
      interpretation of ERS-1 data, and to the development of advanced
      techniques of information extraction from microwave data.
      Imaging Spectrometry. This activity will evaluate the potential of high
      spectral resolution data for use in land resources applications, land
      degradation and soil erosion processes. Atmospheric, bi-directional and
      polarization effects will be evaluated.
      In addition, field radiometry will be applied in an evaluation of water,
      plants and the atmosphere; this will include the organisation of radiometric
      ground data campaigns in order to calibrate airborne and space sensors and
      to validate atmospheric corrections and classification algorithms.
      Data Processing. Data processing techniques will be developed to handle
      data from advanced sensors, such as imaging spectrometers and radars.
      Methodologies will also be developed to include advanced image
      interpretation techniques using artificial intelligence and neural networks
      and processing imaging spectrometry data.
Human Capital and Mobility
The Institute, being involved in the implementation of a new and advanced
technique like observation of the earth from space, is particularly adapted to the
training of young scientists in the field. Through a network with national teams
and laboratories the areas for this training can be:
      microwave signature
      high resolution spectrometry
      expert systems applied to spaceborne data processing
      development of geographical information systems
      thematic applications of remote sensing
                                                                                    •70
 ---pagebreak---                                            24
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
Agriculture
Two studies will be undertaken in the field of agricultural policy:
      Common Agricultural Policy (Agriculture, DG VI) and the Statistical Office
      (EUROSTAT): Pilot Project of Remote Sensing Applied to Agricultural
      Statistics. The objective of this work is to develop and demonstrate, up to
      the semi-operational scale, methodologies which integrate remote sensing
      data into the collection of statistics of crop acreage and agricultural
      production in the CEC.
      Common Agricultural        Policy (DG VI, FEOGA): Integrated System of
      Agricultural Subsidy Control based on Area Declaration. In order to support
      operational applications in agricultural subsidy control related to the
      declaration of areas under crop, for durum wheat, cotton, olive trees, set-
      aside land and vineyard removal, as well as vineyard and citrus registers,
      airborne and spaceborne remotely sensed data will be integrated in a
      complete system which will reduce the quantity of fieldwork and also
      reduce the subjectivity of the control decision.
Tropical Vegeta tion Monitoring
Two studies will be undertaken involving the monitoring of tropical vegetation:
      Development Policy (DG VIII): Application of Remote Sensing to the
      Monitoring of Tropical Vegetation. The objective of this work is to continue
      the development of remote sensing techniques in the monitoring and
      forecasting of foodcrop production in West Africa, the evaluation of the
      impact of vegetation conditions upon water resources in West African river
      basins, and to undertake an inventory of tropical forests and deforestation
      on a global scale (see also Specific Programme, Global Change).
      External Affairs (DG I): Detection of Narcotic Plants A feasibility study
      regarding the potential detection of narcotic crops (coca, poppy) using
      remotely sensed data will be undertaken for specific sites throughout the
      world.
Marine Environment
Two studies will be undertaken including the marine environment:
       External Affairs (DG I): Applications of Remote Sensing to Marine
      Productivity. The application of remote sensing data, in conjunction with
      conventional oceanography and meteorological data, will be evaluated for
      the study of coastal upwelling and fishery management off the Northwest
      African coast (see also the Specific Programme, Global Change).
      Environment (DG XI): Ocean Colour European Archive Network (OCEAN)
      Project. OCEAN, a joint initiative of IRSA and ESA, aims at a thorough
      reappraisal of ail ocean colour data derived from the Coastal Zone Colour
      Scanner (CZCS) on seas of European concern, and at their exploitation for an
      improved understanding of marine environmental issues (reference should
      also be made to the Specific Programme, Global Change).
                                                                                   71
 ---pagebreak---                                           -25
Land Use
      Environment (DG XI): Corine Land Cover. The objective of this ongoing
      study is to implement methods to update the Corine land cover database
      using existing methods developed under the S/T Support Commission study
      on Agricultural Statistics, and new methods incorporating automatic
      classification techniques to permit regular updating.
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
The contractual work for external third parties comprises the developments,
implementation and testing of the lidar fluorosensor on a helicopter-based
platform in cooperation with an industrial firm. The Institute also plans to make
available to outside third parties, its specialised scientific installations, such as the
radar signature laboratory. Its planned support to the European Environment
Agency, notably by the application of remote sensing techniques, will be
included under this heading.
Cooperation with ESA
In addition to the OCEAN project, the Institute is implementing two other
European projects:
      Tropical Forest Monitoring (TREES). The TREES Project, jointly undertaken
      with ESA, will develop a satellite-based methodology for a continuous
      monitoring of the tropical forest at global levels using AVHRR and ERS-1,
      SAR data (see also Specific Programme Global Change).
      European Airborne Remote Sensing Capabilities (EARSEC). The objective of
      this work, jointly undertaken with ESA, is to establish a European capability
      for carrying out airborne remote sensing campaigns. This capability
       incorporates sensors, aircraft and processor, and includes the development
      of these facilities to JRC specifications.
Several of the activities of the Institute both under the specific research
programme and other headings, could be concentrated on a shorter term and a
longer term basis around the Centre for Earth Observation (CEO) to be
established at the JRC through a collaboration inside with the other relevant JRC
Institutes (El and ISEI) and outside the JRC with ESA and national authorities.
                                                                                          72
 ---pagebreak---                                             26
                     SAFETY TECHNOLOGY INSTITUTE (STI)
/.   OBJECTIVES
The Institute's role in the context of JRC activities is to contribute to the
understanding of complex physical and chemical phenomena and the
development and validation of calculational tools in areas which are of particular
concern for the public at large such as safety of nuclear and non-nuclear
installations, environment, waste treatment of nuclear materials and safeguards.
Experience shows that due to the complexity and severity of problems, reference
solutions have to be prepared at European level which make best use of available
experience in the Member States.
The approach to the problem conducted by the Institute is deterministic in nature
and has to be seen as a logical complement to the probabilistic and system frame
which is being developed by the Institute for Systems Engineering and
Informatics. Coordination of the two approaches is guaranteed by the European
Office for Safety described in the introduction chapter, section 14.
STI is keen to keep a balanced approach between experimentation and
theoretical analysis. For particular purposes unique facilities are designed,
constructed and operated. Member States are invited to make extensive use of
these expensive installations in order to avoid similar expenditures in their home
organisations and draw the benefits from well coordinated programmes executed
at Commission and national level.
//.    1992- 1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
The Institute's contribution to the Measurement and Testing programme will be
centred around the Reaction Wall facility that is designed to test full scale
structures to seismic and other loadings and can be used to help define norms and
standards particularly in the civil engineering industry. It is fully complementary
to smaller scale shaking tables in Member States. The analysis and experimental
activities are part of a programme which has been agreed by an Association of
European Laboratories.
The research activities to be undertaken by STI under the Environment
Programme regard industrial safety. This activity involves, to a large extent,
disciplinary scientific competences and technical know-how in the field of fluid
dynamics and multiphase flow which have been developed in the past years by
the Institute in nuclear reactor safety investigations.
Industrial safety concentrates on processes in the chemical industry.         Strong
motives for research efforts in this area are:
      the necessity for industry to implement appropriate engineering safety
       measures and to update the latter in the light of technical progress;
      the need to improve continuously knowledge regarding anomalies and
      safety features of processes;
      the need to formulate guidelines for safety methodologies for industrial
       applications, especially in view of the completion of the internal market.
                                                                                     73
 ---pagebreak---                                         -27
Phenomena investigated regard a sequence of failures and engineering safety
 measures in chemical processes: (a) off-normal chemical reactor operation
leading to "runaway", (b) emergency pressure relief and fluid discharge from
reactor vessels, (c) release of hazardous fluids with subsequent formation of a
 "dense vapour cloud" which may disperse in the environment and which may
explode if the substances released are flammable.
STI will strengthen its expertise in the above area by operating experimental
facilities ("FIRES" for chemical runaway reations, MPMC for emergency venting
on problems of industrial relevance) and by applying and validating computer
programmes (dealing with runaway, venting, "dense" vapour cloud dispersion,
explosion, and flame propagation).
The work will be done in close association and partnership with chemical industry
and address the safety aspects of prevention, mitigation and consequence
assessment. A strong link already exists with Shared Cost Action programme
STEP, executed by the Commission.
In the ERCOFTAC consortium, the JRC has become a pilot centre for multiphase
multicomponent flow. Here, the specialised informatics infrastructure and
expertise of the Institute will be placed at the disposal of the participants of the
consortium.
In Nuclear Fission Safety and Controlled Thermonuclear Fusion the Institute has
to accommodate substantial reduction while keeping and developing scientific
competence in those areas which are of renewed public concern. The Institute
will concentrate on those projects where a coordinated effort on a European or
international scale is necessary to make best use of resources and to reach
common views in the scientifically most complex areas.
In the Reactor Safety programme the Institute will concentrate on the following
main items which are all intended to be a focal point and substantial contribution
to severe accident control and mitigation measures:
       the development and validation of computer codes for the estimation of the
       amount and quality of radioactive products which could potentially be
       released to the environment in the case of severe accidents in light water
       reactors (ESTER);
       the execution of large and small scale tests to study different aspects of
       aerosols and FP chemistry and physics and to provide a data base for code
       validation. Of particular importance in this context will be the continued
       participation of the Commission in the Phebus in pile fission product release
       testing programme and related activities which will be partially performed
       in-house;
       also for light water reactors, the study of complex phenomena like melt
       quenching in the coolant (in-vessel or ex-vessel) in the case of fuel melting
       and release on the vessel bottom or in the reactor cavity. In the FARO plant,
       tests with real reactor material in representative conditions will be
       performed. Later on, ex-vessel situations are also expected to be studied;
       new studies will be undertaken on the containment (loading and response)
       in the case of severe accidents in close cooperation with Member States'
       organizations.
In the Safeguards Research Programme, the STI contributes to research aiming at
seeking at medium term and longer term basis new and improved methods for
the Safeguards activities executed by the Commission inspectors (DG XVII) and
                                                                                  74
 ---pagebreak---                                            -28-
IAEA inspectors in the frame of the EURATOM Treaty and the Non-Proliferation
Treaty. The research and collaboration with national research thus underpins the
technical support provided by the JRC to DG XVII and to DG I (for IAEA).
The main scope of the programme is:
       Design and construction of integrated non destructive assay instruments;
       Development of techniques for NDA monitoring of Fissile Material;
       Setting up facilities for calibration and training.
The Safety Technology Institute has set up the calibration and training laboratory
PRE PERLA that started operation in 1987 having an important inventory of well
characterized reference materials. An average of 12 training courses for this
facility are given each year to Euratom and IAEA inspectors as part of the later
described scientific and technological support to the Commission.
In 1991, the new PERLA laboratory will be operational and will gradually
substitute PRE PERLA.
A new generation of intelligent instruments specifically studied for customers will
be developed to be delivered to the DG XVII Safeguards Directorate and IAEA.
New Fissile Material bulk standards will be characterized and acquired for the
PERLA inventory.
The Institute's contribution to the Radioactive Waste Management programme
has always pursued a double objective: to support available technologies for fuel
reprocessing and waste disposal and to carry out research which may lead to
diminution of waste and mitigate the acceptability problems of final waste
disposal.
In particular the PETRA facility has been designed and constructed to undertake
tasks on a significant scale which may be summarised as follows :
       extend the Purex process to handle fuel elements having a high-burn-up;
       provide an independent characterisation of vitrified waste;
       verify new partitioning processes for the separation of long lived
       radioisotopes;
       process non-standard spent fuel;
       test methods and procedures pertaining to fissile material accountancy.
Because of the multipurpose nature of the programme and the diverse interests
of customers, PETRA will be operated with funding which is shared equally by the
JRC programme, and interested organisations in Member States or third
countries. It is foreseen at this stage to ensure a gradual operation of PETRA
which should not be initiated before the availability of funds outside the
programme is confirmed.
The JRC activities in Controlled Thermonuclear Fusion are largely oriented
towards nuclear safety-relevant aspects of fusion machines aimed at preventing
and eventually mitigating adverse effects from both routinely and accidentally
originated release of radioactive materials, prevailingly tritium, into the working
and generic environment. In this context, STI will concentrate almost entirely on
                                                                                    75
 ---pagebreak---                                           29
the operation of ETHEL, the European Tritium Handling Experimental Laboratory.
JRC and KfK cooperated in the design and construction of their tritium
laboratories and together they will propose a detailed plan which takes into
account the urgency of problems to be solved for JET and NET/ITER. ETHEL is more
safety-oriented with particular emphasis given to investigating the migration
modes of tritium in materials, components and equipments and to assessing
transfer mechanisms with the ultimate aim of improving the protection of both
the workers and the general public. ETHEL presents unique possibilities for
studying loss mechanisms through containment barriers, investigating multiple
containment systems and developing improved solid tritiated waste handling,
treatment, conditioning and disposal techniques.
With the availability of two "climate chambers", the small and the large caisson
of respectively 5 and 350 nr»3 volume ETHEL is particularly suited for bench mark
and scale-up tests of any kind of large gas volume treatment systems, thus closing
the gap between laboratory-scale results and plant-scale design specifications.
In particular, the following topical areas will be addressed in separate series of
experiments:
      Tritium interaction with first wall materials;
      Detritiation of large scale air or inert atmospheres in both normal and
      accidental conditions;
      Purification of plasma exhaust and tritium recovery from helium;
      Removal of impurities from hydrogen isotopes and subsequent hydrogen,
      deuterium, tritium separation;
      Development of improved tritiated waste management techniques.
The above activities will be mainly oriented by the NET/ITER needs. In addition,
work has been identified in support to JET, the inclusion of which in the
experimental activities of the ETHEL was judged most useful.
The most urgent problem for JET in connection with the preparation of the
tritium phase is to demonstrate to the licensing authorities experimentally the
tritium permeation rate through thin wall stainless steel bellows at elevated
temperatures under dynamic operating conditions. It can be anticipated that
many similar problems will arise for NET, where confidence of the licensing bodies
will be obtainable only by practical demonstration. ETHEL is a candidate facility
for such support work.
The Institute is called to give a minor contribution to the Working Environment
programme. Laboratories presently working in this area are mostly involved in
solving problems that require immediate solutions. The aim of STI is to find
general calculation methods that can be used in the development of norms. The
work will have the following thrusts:
- ,   basic activities on noise generation and study of transport of toxic and
      inflammable products in a closed environment.
All the above are contributions to the Framework Programme and reinforce the
objectives in the various chapters in which the JRC participates.
                                                                                76
 ---pagebreak---                                           30
Human Capital and Mobility
By its multidiscipiinary nature, and because of the focal role of some of its
important and unique installations, the Institute is particularly well prepared to
contribute to this programme. The Institute offers training for young researchers
and also draws upon the established networks with national laboratories and
teams which could be further developed. This will include ERCOFTAC and the
European Association of Structural Mechanics Laboratories.
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
It is planned that the Institute will take a more vigorous part in the Scientific and
Technological Support for the Commission task.
This will include continuing provision of safeguards tools as requested by the
DG XVII Safeguards Directorate and the IAEA (Support to DG I). In the same
frame, as mentioned above, there will be organised training courses for
safeguards inspectors both from DG XVII and from IAEA using the unique facilities
offered by the PERLA facility.
As already initiated, the STI will continue, but at an increased level, to respond to
the request of DG XIII for testing and implementing new techniques and
equipment developed in the ESPRIT programme. Furthermore, it will continue to
honour the demand from DG XIII for exploitation of research results stemming
from the activities of the Institute.
Assistance and transfer of know-how is expected to be provided for DG XI (Safety)
and DG III (Norms and Standards) and the verification work on imported
instruments for DG XXI.
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
Concerning Contractual Work for External Third Parties, the Institute is planning
a vigorous effort for selling the use of existing facilities to industry and national
organizations and to put a wider range of multidiscipiinary competences at the
disposal of clients from public or private bodies.
Ongoing contract work and promising potentials are notably related to industrial
hazards studies for chemical industries, behaviour of structures submitted to
dynamic loading for building and construction industries, nuclear industries and
 petrochemical industries. Particular nuclear safety studies are ongoing for
 national authorities or the nuclear industry both related to reactor design and
operation and to nuclear fuel cycle safety. Furthermore, it is intended to perform
specific studies related to tritium technology for public authorities or industry.
                                                                                  77
 ---pagebreak---                                             31
          INSTITUTE FOR PROSPECTIVE TECHNOLOGICAL STUDIES
/.   OBJECTIVES
The basic task of the Institute is the acquisition, treatment and analysis of
information concerning the state and trends of science and technology (S&T) and
the execution of prospective studies in targeted areas of S&T.
The aim of the Institute's programme of work is to provide the Institute's
customers with the background knowledge - data and reasoned arguments,
scenarios, etc - necessary for informed decision making in matters concerning S&T.
Thus, the Institute carries out strategic studies of technological developments for
external customers (mainly other Services of the Commission, but also third party
customers) and for the JRC (other Institutes, or at the request of the Director
General's Office). The Institute acts as a consulting office, with no independent
programme, operating in accordance with the customer-contractor principle and
this clearly affects the structure of its activities.
In order to carry out its tasks the Institute has two main functions. The first of
these is the observatory function in which the Institute endeavours to:
       collect information on trends in technological innovation;
       analyse, process and present the information in order to help determine
       research and technological development strategies;
       develop and use specialized databases of the information collected by the
       Institute, and
       describe the state of science and technology in selected areas of interest to
       the Community.
The second function is to execute prospective technological studies. This involves
preparing S&T assessments, forecasts and scenarios as an aid to the formulation of
research and development strategies, including analyses of economic, social and
environmental impacts.
In pursuit of both functions, the Institute will make the best possible use of
existing national bodies active in the same area, organizing European networks of
S&T observatories and prospective studies units.
In this context, the Commission has received an offer from the Spanish
Government to host the Institute at Seville within the Science Park which will be
developed there following the EXPO 92. With assurance that the Institute would
work in a scientific and technical environment, where a strong interaction occurs
with research structures located at the same place and assurance that the
 implantation would not lead to any additional financial burden to the JRC, the
Commission considers the proposal favourably.
The potential availability of work for third parties will be a strong determining
factor in the decision concerning the location of the Institute.
                                                                             78
 ---pagebreak---                                          -32-
IL
       WM'     1994 ACTIVITIES
SPECIFIC PROGRAMMES
Work for other JRC institutes will constitute the Institute's input t o the
Framework Programme (the main contribution being under Human Capital and
Mobility which is described below). As an example of this work, it is expected that
the studies on Advanced Materials will continue under this heading.
Human Capital and Mobility
The Institute will offer young research fellows the opportunity to receive
specialized training in the field of technological prospective and assessment.
Basically, the programme will involve "training-through-research", whereby sma?
teams, (e.g. 4 to 6 people each) are formed, including young scientists and at leas
one member of the Institute's staff.
Each team will be in charge of a project concerning technology assessment and
study of technological prospects in a selected field, chosen from among the
priority subjects for the Institute.
Collaboration and exchange of people with other institutes in the Member States
will be organized and bi-annual seminars, with the participation of external
experts, will allow the review and evaluation of the work done by each team.
In addition, the research fellows will be provided with training courses in
Technological Forecasting and Assessment, language courses and introductory
courses in European Affairs.
SCIENTIFIC AND TECHNOLOGICAL SUPPORT FOR THE COMMISSION
The future priority envisaged for the Institute is the execution of projects under
the "Support to the Commission" umbrella. This represents the central mission of
the Institute and it will be covered by a series of multiannual contracts with
several Commission Services (Forward Studies Unit (CdP), DG III, DG VII, DG XI,
etc.). The work will consist of prospective studies in a restricted number of
sectors and horizontal fields in which the Institute has, or is building up, expertise
and reputation. These subjects will be reflected in the Institute's Annual Work
 Plans. They w i l l be revised/modified as a p p r o p r i a t e f o l l o w i n g t h e
customer/contractor principle. The main fields of activity are expected to be the
 following:
      Energy systems: technological and market penetration potential of
      renewable energies; energy conservation; future options, such as fusion
      energy; problems related to C0 2 control and other environmental issues.
       Transport systems: air transport and aeronautical industries; high speed
      surface transportation; urban transport, etc.
      Environment: environmental impact of new technologies; technological
      options related to pollution avoidance; environmental technologies
      Future technologies: market penetration of selected advanced materials,;
      materials in space applications; space markets; etc.
                                                                                      79
 ---pagebreak---                                           33-
CONTRACTUAL WORK FOR EXTERNAL THIRD PARTIES
To date, this has been largely restricted to central or regional public bodies in the
Member States. The BMFT (German Federal Ministry for Research and
Technology) Fusion contract is a good example. In the future it is hoped to
introduce an industrial and private sector element.
ADDITIONAL ACTIVITIES
Some "horizontal" or ad-hoc studies will be performed for and with DG XII and
the JRC DG on issues such as:
      innovation process and industrial competitiveness;
      cross-impact of technologies (dual use and cross-sectoral fertilization);
      future strategies for the JRC and for some of its Institutes.
Baseline studies will be executed, with marginal resources, together with DG
Xll/Monitor and OECD, to improve the tools required by prospective activities (S&T
indicators, interfacing national data bases, etc.).
Finally, the network activities should be consolidated in the 1992-1994 time
frame. The Institute's antennae in North America and Japan should be fully
operational and they, together with a network of national experts in the Member
States, will make significant contributions to the studies of the Institute.
                                                                                  80
 ---pagebreak--- FINANZBOGEN
            81
 ---pagebreak---                                                                 Fiche financière We 1 page
                            FICHE FINANCIERE N ° 1 :
                 Activités de recherche: 3ème programme cadre
1. Intitulé de l'action:
   Voir ci-dessus.
2. Lignes budgétaires concernées:
   B6.11        personnel (en partie);
   B6.121       infrastructures administratives et techniques (en partie);
   B6.122       supports scientifiques et techniques (en partie);
   B6.3         crédits opérationnels directs.
3. Base légale:
   Proposition de programme du CCR 1992-1994 (3ème programme cadre
   1990-94).
4. Description de l'action:
   4.1. Objectif spécifique de l'action: activités de recherche, action directe,
         menées par le CCR dans les domaines suivants:
         Technologies industrielles et des matériaux:                 Matériaux,
         Environnement du travail-
         Mesures et essais;
         Environnement;
         Sûreté de la fission;
         Fusion;
         Capital humain et mobilité.
         Il est prévu d'autre part de consacrer une partie des crédits et moyens,
         à concurrence de 6 % des montants initialement prévus, à des activités
         de recherche exploratoire dans des domaines prometteurs.
   4.2. Durée:
         Exercice 1992-94.
   4 3. Population visée par l'action :
         Communauté scientifique internationale.
5. Classification de la dépense ou des recettes
   5.1. DNO (Dépenses non obligatoires).
   5.2. CD (Crédits dissociés).
   5.3. Types de recettes visées: ressources propres de la Communauté.
                                                                                    89,
 ---pagebreak---                                                                                   Fiche financière N° 1 page 2
        6.     La nature de la dépense:
               Couverture des différents moyens mis en oeuvre pour l'exécution des
               programmes de recherches tels que repris au point 2.
               Incidence financière:
               7.1. Mode de calcul du coût total de l'action:
                             prévision des dépenses de personnel sur base de l'évolution
                             économique à moyen terme dans les divers pays de la
                             Communauté hôtes des centres de recherche du CCR;
                             prévision des frais généraux et des supports scientifiques et
                             techniques, dans les mêmes conditions;
                             évaluation des crédits spécifiques nécessaires à l'exécution des
                             programmes de recherches (dépenses directes pour
                            fonctionnement, équipements et contrats).
                      Le tableau ci-après met en évidence la nature des dépenses par
                      programme spécifique.
                                           Programme CCR 1992-94
                                             Moyens de réalisation
                                    Infrastructure    Support                        Crédits
      Activité         Personnel                                      Total                        TOTAL
                                     ad m in./tech. Scient/techn.                opérationnels
Matériaux               49 306 812       8.027.726      1.639.471    9 667.197        6.366.000   65.340.009
Environnement
                         8.073 477       1.322.509        207.524     1.530.033       2.277.000   11880.510
du travail
Mesures et essais       53.688813       10.012 396     11.561.275  21.573671         13.837.000   89.099.484
Environnement          99.207.976       16.513872       3 832.520  20.346.392       28.945.000   148.499.368
Fission            r"~ 97 480.344       18 436 924     23 813 932  42.250.856       24.609.000   164.340.200
Fusion                 25996697          4.591.464      5.205.721    9.797.185        4.796.000   40.589.882
Capital humain
                         3087 557        4 508.344         29726     4.538 070      17.124.000    24.749.627
et mobilité
                                                                   •ir-iTrr-nnnm
Total Prog.-cadre     336*841 676^     eTUTttS        46.290169"  109.703 404       97 954.000  544.499.080
                     Il est à noter que la Commission prévoit un développement des
                     activités de l'Institut des Matériaux de Petten s'accompagnant d'un
                     accroissement des effectifs de cet Institut. A cette fin un nouveau
                     bâtiment à usage de bureaux et laboratoires sera construit sur le te
                     de Petten; cette construction fera l'objet d'un contrat de lea. ng
                     immobilier avec l'ECN de Petten.
                     La signature en est prévue à la fin de l'exercice 1991 avec un premier
                     versement de 320.000 écus. Le solde payable en 5 annualités de
                     300.000 écus permettra au CCR de devenir propriétaire de cette-
                     construction à l'issue de cette période. Le coût global de l'opération y
                     compris travaux annexes et aménagements intérieurs est estimé à
                     1.900.000 écus.
                                                                                                      83
 ---pagebreak---                                                                   Fiche financière N° 1 page 3
         Il est à noter également l'intention de la Commission de procéder à la
         réhabilitation d'un ensemble de logements sociaux dont dispose le
         CCR Ispra (Village Brebbia) pour augmenter les capacités d'accueil des
        jeunes arrivés, notamment boursiers, stagiaires, visiteurs scientifiques;
         cette politique se situe en particulier dans le cadre de la politique
        d'ouverture du CCR, menées depuis le début 1988 aux jeunes
        scientifiques de tous les horizons.
         Le coût de cette réhabilitation est estimée à 1.600.000 écus pour les
        travaux de restructuration proprement dit (exercice 1993) et environ
         350.000 écus pour les aménagements internes (exercice 1993).
   7.2. Part du "mini-budget" dans le coût total du programme environ 1 %.
   7.3. Programmation indicative.
8. Dispositions anti-fraude prévues dans la proposition d'action:
   Système de contrôle interne du CCR lui-même et du contrôleur financier
   dans les quatre centres du CCR.
9. Eléments d'analyse coût-efficacité:
   9.1. Appréciation et analyse des objectifs:
         Les programmes spécifiques de R & D répondent aux objectifs définis
        dans le programme-cadre 1990-1994 en tenant compte du principe de
        subsidiarité.
         Les objectifs spécifiques du CCR pour son programme 1992-1994
        seront fixés dans les annexes aux décisions du Conseil. Comme prévu
        dans l'article 2 du Règlement financier, chacun de ces objectifs
        spécifiques fera l'objet, tout en tenant compte de la nature de la
        recherche, d'une quantification par le CCR, en termes opérationnels.
        Cette quantification devrait permettre l'établissement d'indicateurs
        de performance qui seront utilisés dans le cadre de l'évaluation future
        des résultats acquis par rapport aux objectifs.
   9.2. Justification de l'action:
         Participation du CCR dans une partie des actions (actions nucléaires et
         non nucléaires) dont le montant global et les thèmes ont été définis
         par décision du Conseil (décision 90/224/EURATOM CEE du Conseil du
         13.04.90 J.O.L 117/90).
   9.3. Evaluation:
        C'est dans le cadre de l'exécution proprement dite des activités du CCR
        (objectif de recherche, support à la Commission, activités pour le
        compte de tiers) que l'efficacité des moyens mis en oeuvre, dont le
        personnel représente la composante la plus importante, est analysée
        selon les critères suivants:
                l'application du principe contractant-client pour les activités de
                R&D du CCR garantit leur utilisation - 1 % du montant réservé au
                sein du programme cadre sera utilisé pour la diffusion et
                l'utilisation des résultats dans le cadre du programme VALUE;              o A
 ---pagebreak---                                                    Fiche financière N° 1 page 4
l'ensemble des activités du CCR font l'objet de "work schedules"
annuels soumis à l'approbation du Conseil d'Administration du
CCR. Ils indiquent les étapes des différents projets de R&D;
le système informatisé MACS de comptabilité de gestion,
récemment mis en service, doit permettre un contrôle plus précis
des coûts. Par ailleurs, la mise en place d'une unité d'efficacité de
gestion (Management Efficiency Unit) doit assurer la revue
permanente des procédés de gestion pour assurer, entre autres,
la diminution des frais généraux.
De manière à juger de leur efficacité, les activités du CCR feront
l'objet d'un suivi et d'une évaluation afin d'examiner dans quelle
mesure chacun des objectifs spécifiques fixés par le Conseil aura
été a t t e i n t t o u t en t e n a n t compte des indicateurs de
performance préétablis et du rapport coût-efficacité.
                                                                    85
 ---pagebreak---                                                                 Fiche financière N° 2 page 1
                           FICHE FINANCIERES 2:
        Activités de Support scientifique et technique à la Commission
1. Intitulé de l'action:
   Activités de Support à la Commission
2. Lignes budgétaires concernées:
   B6.11        personnel (en partie);
   B6.121       infrastructures administratives et techniques (en partie);
   B6.122      supports scientifiques et techniques (en partie);
   B6.421      crédits opérationnels directs.
3. Base légale:
   Article 8 du Traité instituant la Communauté Européenne de l'Energie
   Atomique (EURATOM);
   Proposition de programme du CCR 1992-1994.
4. Description de l'action:
   4.1. Objectif spécifique de l'action:
         Apporter aux politiques sectorielle de la Commission, chaque fois que
         de besoin, l'expertise ou le support scientifique et technique du CCR
         dans les domaines de sa compétence.
   4.2. Durée:
         La plupart de ces actions s'étendent sur plusieurs exercices et font
         l'objet d'accords pluriannuels avec les Directions générales
         concernées. Certaines d'entre elles ont toutefois un caractère
         ponctuel et ne font pas l'objet d'un accord pluriannuel.
   4.3. Population visée par l'action:
         l'ensemble de la population concernée par les politiques sectorielles
         communautaires faisant appel à des technique relevant du domaine
         de la Recherche et du Développement.
5. Classification de la dépense:
   5.1. DNO (Dépenses non obligatoires).
   5.2. CD (Credits dissociés).
   5.3. Types de recettes visées: ressources propres de la Communauté.
                                                                                  86
 ---pagebreak---                                                                               Fiche financière N° 2 page 2
           Type de la dépense:
           Couverture des différents moyens rms en oeuvre pour l'exécution des
           activités de support scientifique et technique tels que repris au point 2.
   7.      Incidence financière:
           7.1. Mode de calcul du coût total de l'action:
                         prévision des dépenses de personnel sur base de l'évolution
                        économique à moyen terme dans les divers pays de la
                        Communauté hôtes clés centres de recherche du CCR;
                         prévision des frais généraux et des supports scientifiques et
                        techniques, dans les mêmes conditions;
                        évaluation des crédits spécifiques nécessaires à l'exécution des
                         p r o g r a m m e s de recherches (dépenses d i r e c t e s p o u r
                        fonctionnement, équipements et contrats).
                  Le tableau ci-après met en évidence la nature des dépenses par
                  programme spécifique.
                                           Programme CCR 1992-94
                                            Moyens de réalisation
                                Infrastructure    Support                     Crédits
  Activité      Personnel                                        Total                      TOTAL
                                 ad m in./tech. Scient/techn.              opérationnels
Support
               108278832            18 285 928      8.084.742   26.370.670    55.351.000   190.000.502
Commission
           7.2. Part du "mini-budget" dans le coût total de l'action:
                  La part du mini-budget représente environ 6 % du coût total de
                  l'action.
           7.3. Programmation indicative:
                  Le tableau ci-après met en évidence l'effort que le CCR prévoit
                 d'effectuer dans ce domaine au cours des exercices 1992-1994.
   8.      Dispositions anti-fraude prévues dans la proposition d'action:
           Système de contrôle interne du CCR lui-même et du contrôleur financier
           dans les quatre centres du CCR.
   9.       Eléments d'analyse coût-efficacité:
           9.1. Appréciation et analyse des objectifs:
                  Les activité de support à la Commission sont destinées à appuyer la
                  mise en oeuvre -et/ou la formation) des politiques communautaires.
                                                                                                       87
 ---pagebreak---                                                                Fiche financière N° 2 page 3
9.2. Justification de l'action:
     L'application du principe contractant-client pour les activités de R & D
     garantit
     n a r a n t i t leur
                     l o n r utilisation
                             utilkatinn
9 3. Evaluation
              ces activités sont analysées et contrôlées comme toute les autres
              activités du CCR;
              l'ensemble des activités du CCR font l'objet de "work schedules"
              annuels soumis à l'approbation du Conseil d'Administration du
              CCR. Ils indiquent les étapes des différents projets de R&D;
              le système informatisé MACS de comptabilité de gestion,
              récemment mis en service, doit permettre un contrôle plus précis
              des coûts. Par ailleurs, la mise en place d'une unité d'efficacité de
              gestion (Management Efficiency Unit) doit assurer la revue
              permanente des procédés de gestion pour assurer, entre autres,
              la diminution des frais généraux;
              de plus, les objectifs à atteindre, les moyens nécessaires et les
              résultats obtenus font l'objet d'examens périodiques entre les
              responsables de la Direction générale du CCR et les autres
              Directions générales concernées.
                                                                               88
 ---pagebreak---                                                                  Fiche financière N° 3 page 1
                            FICHE FINANCIERES3:
                  Prestations de services pour le compte de tiers
1. Intitulé de l'action:
   Voir ci-dessus.
2. Lignes budgétaires concernées:
   B6.11        personnel (en partie);
   B6.121       infrastructures administratives et techniques (en partie);
   B6.122       supports scientifiques et techniques (en partie);
   B6.431.
   Cette dernière ligne est destinée a accueillir les crédits nécessaires aux
   dépenses spécifiques des divers travaux exécutés pour le compte de tiers qui
   font, cas par cas, l'objet d'une évaluation avec les tiers concernés.
   Conformément aux dispositions de l'article 96 paragraphe 1 du règlement
   financier, cette ligne fera l'objet, en cours d'exercice, de l'ouverture de
   crédits supplémentaires pour les dépenses spécifiques propres à chaque
   contrat avec un tiers, à concurrence des recettes à inscrire au poste
   correspondant du budget général.
3. Base légale:
   Règlement Financier, Article 96:
   Résolution du Conseil du 29 juin 1988, concernant les activités devant être
   exécutées par le Centre Commun de recherche (CCR) (J.P. n° C 197 du
   27.7.1988, p. 4);
   Décision 89/340/CEE du Conseil, du 3 mai 1988, concernant les travaux en
   rapport avec la Communauté économique européenne, réalisés pour des
   tiers par le Centre commun de recherche (JO n° L 142 du 25.5.1989, p. 10);
   Proposition de programme du CCR 1992-1994.
4. Description de l'action:
   4 1 Objectifs spécifiques de l'action:
          Exécuter sur demande et contre rémunération des travaux pour le
         compte de tiers.
   4.2. Durée:
         Actions ponctuelles renouvelables ayant souvent un caractère
         pluriannuel.
   4.3. Population visée par l'action:
         Organismes de recherche, industries et PME (Petites et Moyennes
          Entreprises).
                                                                                      89
 ---pagebreak---                                                                   Fiche financière N° 3 page 2
5. Classification de la dépense ou des recettes:
   5.1. DNO (Dépenses non obligatoires).
   5.2. CD (Crédits dissociés).
   5.3. Types de recettes visées:
          Ressources propres de la Communauté donnant lieu à remboursement
          et recettes tiers.
6. La nature des recettes:
   Types de la dépense et de la recette:
   Les travaux donnent par principe lieu à recettes dans le cadre de contrats
   signés avec des tiers.
   Toutefois pour garantir la couverture légale du personnel relevant du
   Tableau des effectifs et assurer le fonctionnement des Instituts et des
   services responsables du site d'Ispra une avance sous forme de crédits
   budgétaires, articles 86-111, B6-121 et B6-122 correspondant aux moyens
   (frais généraux correspondant au personnel de recherche envisagé et
   utilisation des Supports scientifiques et techniques) que le CCR prévoit de
   mettre à disposition de ce type d'activité est demandée à l'Autorité
   Budgétaire. Dans ces conditions une recette correspondante est constituée
   parles ressources propres de la Communauté, mais elle devrait être
   couverte par des contrats tiers d'un montant équivalent.
   Les recettes provenant de contrats tiers au-delà de ce remboursement
   permettent la création de crédits supplémentaires à l'article B6 431 afin de
   couvrir des dépenses spécifiques nécessaires pour l'exécution des contrats
   (article 96 du R.F.)
7. Incidence financière:
   7.1. Mode de calcul du coût total de l'action :
          Compte tenu de l'expérience du passé et du personnel que le CCR
          prévoit de mettre à disposition de ces activités le mode de calcul est
          celui des autres activités du CCR.
                prévisions des dépenses de personnel sur base de l'évolution
                économique à moyen terme dans les divers pays de la
                Communauté hôtes des centres de recherche du CCR;
                prévision des frais généraux et des supports scientifiques et
                techniques, dans les mêmes conditions;
                évolution des crédits spécifiques nécessaires à l'exécution de ces
                activités pour le compte de tiers. Sur base de l'expérience acquise
                lors du programme 1988-1991 ces crédits spécifiques sont évalués
                à 40 % du coût total des contrats tiers.
   7.2. Part du "mini-budget" dans le coût total de l'action:
          Sans objet.                                                                    8 0
 ---pagebreak---                                                                              Fiche financière N° 3 page 3
              7.3. Programmation indicative:
                   En principe sans objet, s'agissant d'actions ponctuelles.
                   Le tableau ci-après met toutefois en évidence l'effet que le CCR
                   prévoit d'effectuer dans ce domaine au cours des exercices 1992 à
                   1994.
                                          Programme CCR 1992-94
                                            Moyens de réalisation
                                  Infrastructure    Support                    Crédits
     Activité       Personnel                                     Total                       TOTAL
                                   ad m in./tech. ScientVtechn.             opérationnels
Prestations tiers    34 068 064        5837.027       3.728.573   9.565.600    24.367.000    68.000.664
              7.4. Gestion des recettes:
                   Les recettes provenant des prestations pour tiers donnent lieu à
                   remboursement des lignes budgétaires concernées (voir point 2) à
                   concurrence des recettes encaissées.
                   A cette fin les recettes provenant des prestations pour tiers sont
                   ventilées entre:
                          les recettes d o n n a n t       lieu à l'ouverture       de    crédits
                          supplémentaires;
                          les recettes donnant lieu à remboursement au budget général.
                          Ces dernières correspondent aux remboursements dus au titre
                          des avances effectuées par le budget général.
                    Elles concernent:
                          les dépenses de personnel;
                          les frais généraux;
                          les éventuels supports scientifiques et techniques.
                    Les montants donnant lieu à remboursement sont déterminés lors de
                   l'établissement de chaque contrat de prestations pour tiers,
                   conformément aux règles internes.
                    Lors de leur encaissement, les recettes dont imputées à l'état des
                   recettes sur les lignes budgétaires ouvertes à cet effet.
      8.      Dispositions anti-fraude prévues dans la proposition d'action:
              Système de contrôle interne du CCR lui-même et du contrôleur financier
              dans les quatre centres du CCR.
      9.      Eléments d'analyse coût-efficacité:
              9.1.   Appréciation et analyse des objectifs:
                    Les activités pour comptes de tiers sont destinées pour l'essentiel à
                    renforcer la compétitivité industrielle de la Communauté.
                                                                                                       91
 ---pagebreak---                                                             Fiche financière N° 3 page 4
9.2. Justification de l'action :
     L'application du principe contractant-client pour les activités de R & D
     du CCR garantit leur utilisation.
9.3. Evaluation:
           le nombre et le volume des contrats signés dans ce cadre est un
           indice d'évaluation du coût /efficacité;
           le système informatisé MACS de comptabilité de gestion,
           récemment mis en service, doit permettre un contrôle plus précis
           des coûts. Par ailleurs, la mise en place d'une unité d'efficacité de
           gestion (Management Efficiency Unit) doit assurer la revue
           permanente des procédés de gestion pour assurer, entre autres,
           la diminution des frais généraux.
                                                                              92
 ---pagebreak---                                          {Actual    !Eetimate    I Total       1Objective
                                         !1988-90   11991        I(estimate)tfor 1992|
                                                    i
                                                    i            !1988-91      J-1994 ;
 VAi.Uk OF C0NTRAC1S SIGNFD              !  23.S    !   18.0     !   40.0      :   6a    i
 Wl TH miRO PARTUS                                                             i          i
                                                                               i          i
                                                                 1                        i
                                                                                          •
       PittCotpts rrom 3rd parties                               1
       used to "reimburse" appro-                                              i          :
                                                                 1                        •
                                                                                          i
       priation* granted for per-        I   3.8       19.0*  1 23.0«            41-44 }
       *onn* J . i nf r*»tructure and                            1             i         •
                                                                                         t
      overnead expenditure                                                               i
                                                                                         i
                                                                             1           i
      fteceipts forecast for 1991                                            i
                                                                             i
                                                                                         i
      and following years in order                                           i
      to "reimburse" the appro-                         3,3*  {      3.3*  I
      priation* granted for the                                              1
       "fond* U'evanco-                                                      •
                                                                             •
                                                                             •
      neceipts used to created                                               1
      supplementary appropriations*    2
      for specific expenditure on
                                                                             1
                                            7.8   !     8.0-  I                  27-24 !
      individual contracts with        I                            14.0*  1
                                                               1             i
                                                                             i
      third parties                    {                                    1
                                                                            i
                                                                            •
                                                                            •
                                                                            i           I
TOTAL HfcCeiPTS                        !   11.4   •/t/28,0    ;     40.0    :     68    :
                                                               i            •           i
                                                               1            i           1
      Appropriations granted           !                       I            i           1
      ror personnel, infrastructure S                                       •
                                                               1
      and overhead expenditure         :   io.a   :   9-12    S 19-22             p.m. ;
                                                                            •
      wnch were not usud and           !                                    i
      tunfafore cancell«d              {                                    i
                                                                            r
                                                                            t
                                                                            (
                                                                            t
                                                                           1
                                                                           1
TA.IflST WORK FOR THIRD PAR*IBS                                    59-62   I       68   :
                                                                           i
                                                                            i
                                                                            1
      • -jiudng receipt* in tuture years (1892, etc) resultinfl fron              contracts
     c, ,'tsd during th* perl od 1988-01.
                                                                           93
 ---pagebreak---                                                                Fiche financière N° 4 page 1
                           FICHE FINANCIERE N° 4:
                          Exploitation du réacteur HFR
1. Intitulé de l'action:
   Voir ci-dessus.
2. Lignes budgétaires concernées:
   B6.11       personnel (en partie);
   6220        recettes provenant de l'exploitation du HFR et destinées au
               remboursement de crédits inscrits à l'état des dépenses;
   6221        recettes provenant de l'exploitation du HFR et donnant lieu à
               l'ouverture de crédits supplémentaires.
3. Base légale:
   Proposition de programme du CCR 1992-1994, Programme complémetaire
   (le Royaume des Pays Bas et la République Fédérale d'Allemagne)
   1992-1995.
4. Description de l'action:
   4.1   Exploitation du réacteur à haut flux (HFR) de l'Institut des Matériaux
         de Petten pour les besoins des 2 gouvernements concernés.
   4.2. Durée:
          Exercices 1992-94. (Le programme complémentaire est pour le
         période 1992-1995 bien que la programmation financière porte
         seulement sur les trois premières années).
   4.3. Population visée par l'action:
          Les gouvernements du Royaume des Pays Bas et de la République
          Fédérale d'Allemagne.
5. Classification de la dépense ou des recettes:
   5.1. DNO (Dépenses non obligatoires).
   5.2. CD (Crédits dissociés).
   5.3. Types de recettes visées:
               ressources propres de la Communauté;
               recettes tiers.
6. La nature de la dépense:
   Couverture des différents moyens mis en oeuvres pour l'exploitation du
   HFR.
                                                                               94
 ---pagebreak---                                                                          Fiche financière N° 4 page 2
     7.     Incidence financière:
            7.1. Mode de calcul du coût total de l'action:
                         prévision des dépenses de personnel sur base de l'évolution
                         économique à moyen terme dans les divers pays de la
                        Communauté hôtes clés centres de recherche du CCR;
                         prévision des frais généraux et des supports scientifiques et
                        techniques, dans les mêmes conditions;
                        évolution des crédits spécifiques nécessaires à l'exécution des
                        programmes de recherches (dépenses directes pour
                        fonctionnement, équipements et contrats).
                  Le tableau ci-après met en évidence la nature des dépenses envisagées
                  pour cette activité.
                                       Programme CCR 1992-94
                                        Moyens de réalisation
                             infrastructure   Support                     Crédits
   Activité     Personnel                                    Total                     TOTAL
                              admin./tech.  Scient./techn.             opérationnels
Exploitation
                 20.591.428       3.574.891    34.780.435   38 355.326    10 053.000   68.999.754
du HFR
                  Il est à noter que le calcul de l'incidence financière a été mené en
                  tenant compte d'une contribution en nature fournie par le
                  Gouvernement néerlandais évaluée à 7,5 Mio écus en 3 ans.
                  Compte tenu de cette contribution en nature la participation
                  financière de chacun des 2 gouvernements concernés est de 50 %.
                  Les dépenses de personnel donnent lieu à remboursement du budget
                  général.
            7.2. Part du "mini-budget" dans le coût total du programme:
                  Sans objet.
            7.3. Programmation indicative.
     8.     Dispositions anti-fraude prévues dans la proposition d'action:
            Système de contrôle interne du CCR lui-même et du contrôleur financier
            dans les quatre centres du CCR.
     9.     Eléments d'analyse coût-efficacité:
          - Eléments d'analyse coût efficacité de la responsabilité du Comité inter-
            gouvememental de Gestion du HFR.
                                                                                            95
 ---pagebreak---                                  PROGRAMME            C C R .         1992-94
       ACTIVITE                                 MOYENS OE REALISATION
                                       Infrastructure Support            Totti           crédits        TOTAL
                        Personnel      «dütn./techn. scient./techn.                   opérationnels
  MATERIAUX               49.306.812        8.027.726       1.639.471     9.667.197       6.366.000 I   6S.340.009
  ENVIRONMENT TRAVAIL      8.073.477        1.322.509         207.524     1.530.033       2.277.000 |   11.880.510
  MESURES i ESSAIS        53.688.813       10.012.396     ll.561.27S     21.S73.67l      13.837.000     89.099.484
: ENVIRONNEMENT           99.207.976       16.S13.872 i     3.832.520 |  20.346.392      28.945.000    148.499.368
! FISSION                 97.480.344 !     18.436.924 j   23.813.932 i   42.250.856      24.609.000 :  164.340.200
  FUSION                  25.996.697        4.591.464 i    5.205.721      9.797.185       4.796.000 j   40.589.882
  CAPITAL HUMAIN           3.087.557        4.508.344          29.726     4.538.070      17.124.000 !   24.749.627
 Total Prog. Cadre       336.841.676      63.413.235 '    46.290.169    109.703.404      97.954.000    544.499.080
  SUPPORT COMMISSION ;   108.278.832 i     18.285.926 ;     8.084.742    26.370.670 j    S5.351.000    190.000.502 ,
   PRESTATIONS TIERS
                     +    34.068.064        5.837.027       3.728.573      9.565.600 {   24.367.000 ;   58.000.664
                                                                                     I               •
 Total CCR en Budget !   479.188.572 !     87.536.190 !    58.103.484   145.639.674 ;   177.672.000    802.500.246
   EXPLOITATION OU HFR!   20.591.428 •>     3.574.891      34.780.435     38.255.326      10.053.000     68.999.754
  Total général CCR   :  499.780.000       91.111.081     92.883.919 :  183.996.J00 < 187.725.000      971.500.000
                                                                                                                96
 ---pagebreak---                                          PROGRAM)« OU CENTRE COMMUN OE RECHERCHE 1992. 1994.
                                              ECHEANCIER PLURIANNUEL OES ENGAGEMENTS
                                                                            Credits d'anoegwent
    Crioitre                        Intitulé                                P r o g r a m 992-1994
    *rti:!e
    Poste                         ActMtets                           1992        1993        1994   , Totsl
 , 36-3           CENTRE COMMUN OE «CHERCHEl
                ! PROGRAMME CADRE 1992-1994
f 36-31         I TECHNOLOGIES DIFFUSANTES
I              i
I 36.312 'Technologies industrielles et des matériau*
j 36.3121 i Teennologles industrielles et des matériau*              25.081     25.563      26.557     77.221
I 36-3122 ; Mesures et eist1 s                                      27.796      29.743       31.561    89.100
               i
               i
               i Tots) de l'article 86*512                           52.677     59.326      58.116    156.321
   36-32       'GESTION OES RESSOURCES NATURELLES
   86-321      lEnvlronnennt
   86-3211    | Environnement                                       48.049      46.736      51.716    148.499
              !
   36.323     |Energie
   86-3232 | SQreté de la fission nucléaire                         56.460      52.787      S5.073   164.340
   B6-3233 | Fusion thermonueléolrt contrôlés)                      12.674      13.311      14.206     40.390
              I
              | Totti dt l'article 66.323
                                                                   117.403    UI.033       120.993   3 S3.429
   86-33
              I
              |VALORISATION OES ItESSOultCtS INTELLECTUELLES
  86.331      I                                                       7.920      8.217       8.613     24.750
              I Capital humlfl et mobilité
              I
  36-35       ; RECHERCHE EXPLORATOIRE
             I
  36.351     I Recherche uplorttûlrt                                  pm            pm         pm         pm
              iTMay^MiwttCAflEQug,;,«..                            178.200   171.576      187.724    544.500
             iCENTRE COMMUN OC RCCHERCNCt
             |ACTIONS O'ACCOttAGMMCJfT ET 01 tWOOT
            I
  36-42     | SUPPORT S/T AUX AUTRES DIRECTIONS GENERALES           58.617     66.601       67.577   190.000
            I
  86-43                                                             21.437     22.747       23.616     68.000
            'PRESTATIONS POUR LE CCMJTC 01 TIERS
  86-44     I                                                       20.886     22.977       29.139     69.000
            1 EXPLOITATION OU REACT Jl A HAUT FLUX
               TOTAL ACTIONS Q'ACCOMPAGNQtlNT ET M SUPPORT          98.130   112.330      116.532    327.000
            i TOTAL, mm        caiTFC c m « os KCHacHt            276.331    290.906      304.236    671.500
                                                                                                              97
 ---pagebreak---  ERKLÄRUNG ÜBER DIE
  AUSWIRKUNG AUF
WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
 UND BESCHÄFTIGUNG
                     98
 ---pagebreak--- 1. The main reason for introducing the measure
   The proposed EEC and EAEC specific programmes constitute a contribution
   to the implementation of the Third Framework Programme for Community
   Research and Technological Development (1990-1992) in those fields, where
   the JRC can offer an impartial and independent expert opinion for the
   benefit of all Community policies. This applies notably to prenormative
   research in the fields of materials, working environment, reference
   measurements and methods in non-nuclear and nuclear areas, t o
   environmental research and to research on nuclear and industrial safety.
   Finally, the human capital and mobility scheme will provide training for
   around 200 young researchers annually in the JRC, collaborating with
   national laboratories.
2. Features of the business in question
   The programmes by their very nature are deemed to be of interest to a wide
   range of businesses, including small and medium sized ones. In relevant
   areas of mutual interest, active collaboration for achieving the programme
   objectives will be sought with industry throughout the Community.
3. Obligations imposed on business
   In general, no direct obligations are foreseen following the implementation
   of the proposed Council Decisions. Industries possibly entering into
   collaboration agreements with the JRC related to the execution of part of
   the programmes will satisfy obligations under such agreements.
4. Indirect obligations likely to be imposed on business by national, regional
   or local authorities
   None are envisaged.
5. Special provisions in respect of SME's
   The JRC will - as in the past - endeavour, through the appropriate channels
   and schemes, to make the results of its research under the programmes
   available to small and medium-sized enterprises. Such enterprises are users
   of the JRC research installations and execute projects for the exploitation of
   JRC research.
   Finally, the JRC for the general operation of its geographical sites in many
   areas, draws upon the services provided by small and medium-sized firms.
6. Likely effects on:
   a)    The competitiveness of business
         The research envisaged under the proposed programmes possesses
         chiefly a prenormative dimension, and its outcome should lead to the
         setting up of further norms, standards and codes of practice in several
         areas of industry, business and societal affairs, including the protection
         of the human and natural environments. The overall effect is a
         contribution to the further fostering of the large internal market of
                                                                                    99
 ---pagebreak---           the Community and thereby an addition to the measures for the
          increase of the competitivity of industry and other businesses. The
          prenormative research, both long and short-term, will inter alia lead to
          new technological developments of industrial interest and to the
          provision of new instrumentation for correctly gauging compliance to
          norms, standards and regulations set by European or international
          standardization bodies, as well as national or Community regulatory
          authorities. The development and access of industry to such
          instrumentation (ranging from large scale test and experimental
          facilities to reference materials for numerous purposes) will contribute
          to quality, reliability and safety of products and processes, and thus to
         the competitiveness of business and industry.
   b)     Employment
          In addition to the jobs provided by the JRC on its four geographical
         sites housing the scientific Institutes, the housing of 2000 staff and
         their families, young researchers under training, scientific visitors and
         seconded national experts, the staff of the European schools and local
         services, have an important social aspect extending well beyond the
          research activities and their supporting services. The highly diversified
         demands for services and consumer goods from the entire JRC-related
         population has led, in fact, and continues to lead to the creation and
          maintaining of jobs, both in the local communities around the JRC sites
         and more widely throughout Europe. The increasing efforts of
         associating JRC research with similar national research has likewise on
          national grounds, led to the creation of new jobs specifically concerned
         with the collaboration with the JRC. This trend may accelerate with
         the proposals for the JRC programmes for 1992-1994.
          In a broader context, there are examples of the results obtained at the
         JRC leading to new initiatives either in existing firms or in the creation
         of new firms: this obviously tends to create new jobs. This trend will
         continue, with the Centre more and more closely oriented to the needs
         of European industry and operating in collaboration with it.
7. Consultation of representative organisations
   The proposed EEC and EAEC programmes will be submitted to the Economic
   and Social Committee for opinion and the EAEC programmes likewise to the
   Scientific and Technical Committee. During preparation of the programmes,
   close contact has been maintained, notably for the prenormative dimension,
   with the Industrial Research and Development Advisory Committee.
   The programme proposals are elaborated in a long-lasting dialogue with the
   JRC Board of Governors and discussed or to be discussed with the relevant
   committees for the Shared Cost Action programmes belonging to the same
   lines of the Framework Programme as the JRC programmes.
   Finally, the programmes which will be executed by the JRC scientific
   institutes are included in the standing consultations with the Institute
   Advisory Boards for the JRC Institutes, as well as the JRC Scientific
   Committee.
                                                                              100
 ---pagebreak---                                                                     rSSN 01254-1467
                                                          KOM(91) 281 öndg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             J5
                                 Katalognummer : CB-CO-91-333-DE-C
                                                           ISBN 92-77-74730-7
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg