CELEX: 52006PC0826
Language: de
Date: 2006-12-18
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Ausweitung des mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 des Rates eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall, ob als Ursprungserzeugnis der Republik Korea angemeldet oder nicht

Wichtiger rechtlicher Hinweis

|

52006PC0826

Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Ausweitung des mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 des Rates eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall, ob als Ursprungserzeugnis der Republik Korea angemeldet oder nicht  /* KOM/2006/0826 endg. */  

	[pic] | KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN |Brüssel, den 18.12.2006KOM(2006)826 endgültigVorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Ausweitung des mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 des Rates eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall, ob als Ursprungserzeugnis der Republik Korea angemeldet oder nicht(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNG1.  KONTEXT DES VORSCHLAGS1-  Gründe für den Vorschlag und ZielsetzungDieser Vorschlag betrifft die Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates vom 22. Dezember 1995 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2117/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005, (nachstehend „Grundverordnung“ genannt) in dem Verfahren betreffend die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China.120-  Allgemeiner KontextDieser Vorschlag erfolgt im Rahmen der Durchführung der Grundverordnung und ist das Ergebnis einer Untersuchung, die gemäß den in der Grundverordnung genannten inhaltlichen und verfahrenstechnischen Anforderungen durchgeführt wurde.139-  Bestehende Rechtsvorschriften auf diesem GebietIn dem Bereich, den dieser Vorschlag betrifft, gibt es keine einschlägigen Rechtsvorschriften.141-  Vereinbarkeit mit anderen Politikbereichen und Zielen der UnionEntfällt2.  ANHÖRUNG INTERESSIERTER PARTEIEN UND FOLGENABSCHÄTZUNG3.  Anhörung interessierter ParteienDie von dem Verfahren betroffenen interessierten Parteien hatten gemäß den Bestimmungen der Grundverordnung bereits während der Untersuchung die Gelegenheit, ihre Interessen zu vertreten.-  Einholung und Nutzung von Expertenwissen229Die Einholung externen Expertenwissens war nicht erforderlich.230-  FolgenabschätzungDieser Vorschlag resultiert aus der Anwendung der Grundverordnung.Die Grundverordnung sieht zwar keine allgemeine Folgenabschätzung vor, enthält aber eine abschließende Liste der zu prüfenden Voraussetzungen.4.  RECHTLICHE ASPEKTE305-  Zusammenfassung der vorgeschlagenen MaßnahmeMit der Verordnung (EG) Nr. 2200/90 des Rates führte der Rat einen endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China ein. Kurz danach legte der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft Beschwerde ein; aufgrund der darauf folgenden Untersuchung der Kommission kam der Rat in der Verordnung Nr. 1607/92 zu dem Schluss, dass der geltende Antidumpingzoll übernommen worden war und führte einen zusätzlichen Zoll auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China ein.Es sei darauf hingewiesen, dass in zwei Überprüfungen wegen bevorstehenden Außerkrafttretens der geltenden Maßnahmen (vgl. Verordnungen Nr. 2496/97 und Nr. 398/2004) der endgültige Antidumpingzoll auf den Nettopreis frei Grenze der Gemeinschaft in einer Höhe von 49 % bestätigt wurde.Am 6. März 2006 erhielt die Kommission erneut einen Antrag auf Untersuchung einer angeblichen Umgehung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in China durch Versand über die Republik Korea.Die Untersuchung ergab, dass es neben der Einführung von Antidumpingmaßnahmen keine hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung für die Veränderung im Handelsgefüge gab und dass die Abhilfewirkung der geltenden Antidumpingmaßnahmen im Hinblick auf Menge und Preis untergraben wurde. Offensichtlich haben große Einfuhrmengen der betroffenen Ware aus der Republik Korea Silicium-Einfuhren aus China ersetzt. Außerdem lagen hinreichende Beweise dafür vor, dass die Preise dieser Einfuhren unter dem nicht schädigenden Preis lagen, der in der Untersuchung, die zu den geltenden Maßnahmen führte, festgesetzt wurde, und dass weiterhin in beträchtlichem Maße gedumpt wurde.Daher wird vorgeschlagen, die Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die aus der Republik Korea versandten Einfuhren derselben Ware auszuweiten.Die Mitgliedstaaten wurden gehört, und eine Mehrheit sprach sich für diesen Vorschlag aus.Dem Rat wird vorgeschlagen, den beigefügten Vorschlag für eine Verordnung anzunehmen, damit die Verordnung so bald wie möglich im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden kann.310-  RechtsgrundlageVerordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates vom 22. Dezember 1995 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2117/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005.329-  SubsidiaritätsprinzipDer Vorschlag fällt unter die ausschließliche Zuständigkeit der Gemeinschaft. Daher findet das Subsidiaritätsprinzip keine Anwendung.-  Grundsatz der VerhältnismäßigkeitDer Vorschlag entspricht aus folgenden Gründen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit:331Die Art der Maßnahme wird in der vorgenannten Grundverordnung beschrieben und lässt keinen Raum für nationale Entscheidungen.332Es sind keine Angaben darüber erforderlich, wie die finanzielle Belastung und der Verwaltungsaufwand für die Gemeinschaft, die Regierungen der Mitgliedstaaten, die regionalen und lokalen Behörden, die Wirtschaftsbeteiligten und die Bürger so gering wie möglich gehalten werden und wie dafür gesorgt wird, dass sie in einem angemessenen Verhältnis zur Zielsetzung des Vorschlags stehen.-  Wahl des Instruments341Vorgeschlagenes Instrument: Verordnung342Andere Instrumente wären aus folgendem Grund nicht angemessen:Die vorgenannte Grundverordnung sieht keine Alternativen vor.5.  AUSWIRKUNGEN AUF DEN HAUSHALT409Der Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den Gemeinschaftshaushalt.Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Ausweitung des mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 des Rates eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China auf die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall, ob als Ursprungserzeugnis der Republik Korea angemeldet oder nichtDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates vom 22. Dezember 1995 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern[1] (nachstehend „ Grundverordnung “ genannt), insbesondere auf Artikel 13,auf Vorschlag der Kommission nach Anhörung des Beratenden Ausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:A. VERFAHREN1. Geltende Maßnahmen(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 2200/90[2] (nachstehend „Ausgangsuntersuchung“ genannt) führte der Rat endgültige Antidumpingmaßnahmen in Form eines festen Zollsatzes für jede in die Gemeinschaft eingeführte Tonne Silicium-Metall mit Ursprung in der Volksrepublik China ( „VR China“) ein.(2) Kurz danach stellte der Rat infolge eines Antrags des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft in der Verordnung Nr. 1607/92[3] fest, dass die chinesischen Ausführer den geltenden Antidumpingzoll übernommen hatten, und führte einen zusätzlichen Zoll auf Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der VR China ein.(3) 1997 wurden eine Überprüfung wegen des bevorstehenden Außerkrafttretens sowie eine Interimsüberprüfung eingeleitet. Beide Überprüfungen mündeten in die Verordnung Nr. 2496/97[4]. Aufgrund dieser Überprüfungen wurden die Maßnahmen aufrechterhalten, gleichwohl wurde es als sinnvoller angesehen, die Form der Maßnahmen zu ändern und statt eines festen Zollsatzes einen Wertzoll einzuführen. Der Zollsatz betrug 49 % des cif-Preises der betreffenden Einfuhren. Gemäß der Regel des niedrigeren Zolls entsprach dieser Satz der Schadensspanne.(4) Nach einer Überprüfung wegen des bevorstehenden Außerkrafttretens der Maßnahmen stellte der Rat mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004[5] fest, dass der Antidumpingzoll aufrechterhalten werden sollte.2. Antrag(5) Am 6. März 2006 erhielt die Kommission einen Antrag gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Grundverordnung auf Untersuchung der angeblichen Umgehung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der VR China, das unter KN-Code 2804 69 00 eingereiht wird (Gehalt an Silicium von weniger als 99,99 GHT). Der Antrag wurde von EUROALLIAGES, dem Verbindungsausschuss der Ferrolegierungsindustrien (nachstehend "Antragsteller" genannt), im Namen der Hersteller eingereicht, auf die ein Großteil, nämlich 100 %, der Gemeinschaftsproduktion von Silicium-Metall entfällt. Dem Antrag zufolge wurden die gegenüber den Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der VR China geltenden Maßnahmen durch Versand der Waren über die Republik Korea (nachstehend „Korea“ genannt) umgangen.(6) Der Antragsteller behauptete ferner, dass es neben der Einführung von Antidumpingmaßnahmen keine hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung für die Veränderung im Handelsgefüge gebe und dass die Abhilfewirkung der geltenden Antidumpingmaßnahmen im Hinblick auf Menge und Preis untergraben wurde. Dem Anschein nach sind bedeutende Einfuhrmengen von Silicium-Metall aus Korea an die Stelle der Importe von Silicium-Metall aus der VR China getreten. Ferner lagen hinreichende Beweise dafür vor, dass die Preise dieser Einfuhren unter den Produktionskosten und einer angemessenen Gewinnspanne lagen, wie sie in der Untersuchung, die zu den geltenden Maßnahmen führte, für den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft ermittelt wurden.(7) Schließlich brachte der Antragsteller vor, dass die Preise von aus Korea versandtem Silicium-Metall gemessen an dem vorher für die betroffene Ware ermittelten Normalwert gedumpt waren.3. Einleitung des Verfahrens(8) Die Kommission kam, nach Anhörung des Beratenden Ausschusses, zu dem Schluss, dass genügend Anscheinsbeweise vorlagen, um die Einleitung einer Untersuchung gemäß Artikel 13 der Grundverordnung zu rechtfertigen, und leitete mit der Verordnung (EG) Nr. 607/2006[6] (nachstehend „Einleitungsverordnung“ genannt) eine Untersuchung ein. Gemäß Artikel 13 Absatz 3 und Artikel 14 Absatz 5 der Grundverordnung wies die Kommission mit der Einleitungsverordnung gleichzeitig die Zollbehörden an, die aus Korea versandten Einfuhren von Silicium-Metall, ob als Ursprungserzeugnisse Koreas angemeldet oder nicht, zollamtlich zu erfassen.4. Untersuchung(9) Die Kommission unterrichtete die chinesischen und koreanischen Behörden, die Hersteller/Ausführer, die bekanntermaßen betroffenen Einführer in der Gemeinschaft sowie den antragstellenden Wirtschaftszweig der Gemeinschaft offiziell über die Einleitung der Untersuchung. Den Herstellern/Ausführern in Korea sowie den chinesischen und koreanischen Behörden wurden Fragebogen zugesandt. Die interessierten Parteien erhielten Gelegenheit, innerhalb der in der Einleitungsverordnung gesetzten Frist schriftlich Stellung zu nehmen und eine Anhörung zu beantragen. Allen Parteien wurde mitgeteilt, dass bei einer etwaigen Nichtmitarbeit Artikel 18 der Grundverordnung zur Anwendung kommen und die Feststellungen auf der Grundlage der verfügbaren Fakten getroffen werden könnten.(10) Die Ausführer/Hersteller in China ließen den Fragebogen unbeantwortet und auch von den chinesischen Behörden gingen keine Stellungnahmen ein.(11) Zwei koreanische Unternehmen boten an, an der Untersuchung mitzuarbeiten. Lediglich einer von ihnen führte Silicium-Metall aus China nach Korea ein, exportierte es aber nicht in die Gemeinschaft. Das zweite kooperierende koreanische Unternehmen produzierte und importierte überhaupt kein Silicium-Metall.5. Untersuchungszeitraum(12) Die Untersuchung betraf den Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. März 2006 (nachstehend „UZ“ abgekürzt). Es wurden Informationen über die Zeit von 2001 bis zum Ende des UZ (nachstehend „Bezugszeitraum“ genannt) eingeholt, um die angebliche Veränderung des Handelsgefüges zu untersuchen.B. UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE1. Allgemeines/Umfang der Mitarbeit(13) Wie unter Randnummer (10) erwähnt, arbeitete kein Hersteller/Ausführer von Silicium-Metall in der VR China an der Untersuchung mit, und kein Gemeinschaftseinführer übermittelte für diese Untersuchung relevante Informationen. Wie unter Randnummer (11) erläutert, kooperierten lediglich zwei Unternehmen in Korea, die jedoch im Bezugszeitraum kein Silicium-Metall in die Gemeinschaft ausführten. Folglich mussten die Feststellungen betreffend den Versand von Silicium-Metall aus Korea in die Gemeinschaft gemäß Artikel 18 der Grundverordnung auf der Grundlage der verfügbaren Fakten getroffen werden.2. Betroffene Ware und gleichartige Ware(14) Die betroffene Ware ist dieselbe wie in der Ausgangsuntersuchung, nämlich Silicium-Metall mit Ursprung in der VR China, das unter KN-Code 2804 69 00 eingereiht wird (Gehalt an Silicium von weniger als 99,99 GHT). Bekanntlich wird Silicium-Metall mit einem höheren Reinheitsgrad, d. h. mit einem Gehalt an Silicium von mindestens 99,99 GHT vorwiegend in der Halbleiterindustrie verwendet; es wird unter einem anderen KN-Code eingereiht und ist nicht Gegenstand dieses Verfahren.(15) Aus den Informationen der beiden kooperierenden koreanischen Unternehmen sowie aus den Angaben im Antrag wurde der Schluss gezogen, dass Silicium-Metall, das aus China in die Gemeinschaft ausgeführt wird, und Silicium-Metall, das aus Korea in die Gemeinschaft versandt wird, dieselben grundlegenden materiellen Eigenschaften und dieselben Verwendungen aufweisen. Daher werden sie als gleichartige Waren im Sinne des Artikels 1 Absatz 4 der Grundverordnung angesehen. Im Laufe der Untersuchung wurden keine gegenteiligen Sachäußerungen vorgebracht.3. Veränderungen im Handelsgefüge zwischen Drittländern und der Gemeinschaft(16) Wie bereits erwähnt war die Veränderung des Handelsgefüges dem Antragsteller zufolge auf den Versand über Korea zurückzuführen.(17) Aufgrund der mangelnden Kooperationsbereitschaft koreanischer Ausführer wurden Menge und Wert der koreanischen Ausfuhren der betroffenen Ware in die Gemeinschaft aufgrund der verfügbaren Informationen bestimmt, in diesem Fall anhand der Eurostat-Einfuhrstatistik.(18) Die Veränderung des Handelsgefüges ist aus der ersten der nachfolgenden Tabellen ersichtlich. Große Mengen von Silicium-Metall wurden zuerst 2002 und 2003 und danach bis zum UZ aus Korea in die Gemeinschaft eingeführt. Parallel zu den signifikanten, wenn auch schwankenden, Einfuhren aus Korea, insbesondere von 2003 bis zum UZ, gingen die Einfuhren aus China kontinuierlich in erheblichem Umfang (mehr als 50 %) zurück.Tabelle 1: Einfuhren von Silicium-Metall aus China und KoreaLand | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | UZ (04/2005 – 03/2006 |China (in Tonnen) | 39 705 | 56 226 | 55 939 | 30 346 | 22 358 |Korea (in Tonnen) | 1 070 | 5 540 | 2 340 | 4 380 | 3 658 |Quelle : Eurostat4. Festgestellte Umgehung und Fehlen einer hinreichenden Begründung oder wirtschaftlichen Rechtfertigung(19) Da kein koreanisches Unternehmen, das Silicium-Metall in die EU ausführte, an dieser Untersuchung mitarbeitete, stützte sich die Feststellung der Umgehung gemäß Artikel 18 der Grundverordnung auf die verfügbaren Fakten, d. h. unter anderem auf die im Antrag enthaltenen Angaben. Die Untersuchung ergab keine Hinweise darauf, dass das betreffende Silicium-Metall in Korea hergestellt wurde. . Ganz im Gegenteil, beide koreanischen kooperierenden Unternehmen bestätigten, dass in Korea kein Silicium-Metall hergestellt wird.(20) Da es keine andere hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung im Sinne des Artikels 13 Absatz 1 zweiter Satz der Grundverordnung gibt, wird der Schluss gezogen, dass sich die Veränderung des Handelsgefüges aus dem Antidumpingzoll ergibt, der auf Einfuhren von Silicium-Metall mit Ursprung in der VR China erhoben wird, und vermutlich, wie vom Antragsteller vorgebracht, durch den Versand über Korea verursacht wird.5. Untergrabung der Abhilfewirkung des Zolls aufgrund der Preise und/oder der Mengen der gleichartigen Ware(21) Aus den unter Randnummer (18) genannten Daten geht eindeutig hervor, dass sich die Gemeinschaftseinfuhren der betroffenen Ware mengenmäßig verändert haben und dass die chinesischen Einfuhren in die Gemeinschaft 2005 stark zurückgegangen sind, während gleichzeitig die Ausfuhren der betroffenen Ware aus Korea in die Gemeinschaft erheblich zunahmen, wobei Korea ein Land ist, in dem gar kein Silicium-Metall hergestellt wird. Es liegt auf der Hand, dass die stark veränderten Handelsströme die Abhilfewirkung der Maßnahmen gemessen an den in die Gemeinschaft eingeführten Mengen aufhoben, auch wenn die Einfuhren aus Korea während des UZ deutlich weniger stiegen als die Einfuhren aus China von 2004 bis zum UZ abnahmen.(22) Aufgrund mangelnder Kooperation mussten die Preise für aus Korea versandtem Silicium-Metall anhand von Eurostat-Daten ermittelt werden. Die Untersuchung ergab, dass die Durchschnittspreise der Ausfuhren von Korea in die Gemeinschaft weit unter den Verkaufspreisen und Kosten des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft lagen, die in der Untersuchung ermittelt wurden, die zur Einführung der geltenden Maßnahmen führte.Tabelle 2: Einfuhren von Silicium-Metall aus China und Korea (in EUR/Tonne)Land | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | UZ (04/2005 – 03/2006 |China | 1 063 | 1 000 | 1 026 | 964 | 1 001 |Korea | 1 031 | 912 | 961 | 1 039 | 1 061 |Quelle : Eurostat(23) Daher wurde der Schluss gezogen, dass die Einfuhren der betroffenen Ware aus Korea die Abhilfewirkung des Zolls sowohl hinsichtlich der Mengen als auch hinsichtlich der Preise untergruben.6. Beweise für Dumping im Verhältnis zu dem zuvor für die gleichartige Ware festgestellten Normalwert(24) Wie unter den Randnummern (10) und (11) erläutert, wurden im Rahmen der Untersuchung, ob die Ausfuhren der betroffenen Ware aus Korea in die Gemeinschaft im UZ gedumpt waren, aufgrund der Nichtmitarbeit gemäß Artikel 18 der Grundverordnung Eurostat-Daten auf KN-Ebene zur Ermittlung der Ausfuhrpreise in die EU herangezogen.(25) Gemäß Artikel 13 Absatz 1 der Grundverordnung wurden diese Ausfuhrpreise mit dem vorher ermittelten Normalwert verglichen, in diesem Fall mit dem in der Überprüfung wegen des bevorstehenden Außerkrafttretens der Maßnahmen ermittelten Normalwert.(26) Ein Vergleich nach Artikel 2 Absätze 11 und 12 der Grundverordnung des in jener Überprüfung ermittelten gewogenen durchschnittlichen Normalwerts mit dem gewogenen durchschnittlichen Ausfuhrpreis im UZ dieser Untersuchung bestätigte, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Preises frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, eine erhebliche Dumpingspanne.C. MASSNAHMEN(27) In Anbetracht der vorstehenden Feststellungen wird der Schluss gezogen, dass die Maßnahmen im Sinne des Artikels 13 Absatz 1 zweiter Satz der Grundverordnung umgangen wurden. Gemäß Artikel 13 Absatz 1 erster Satz der Grundverordnung sollten die gegenüber den Einfuhren der betroffenen Ware mit Ursprung in China geltenden Maßnahmen auf die aus Korea versandten Einfuhren derselben Ware, ob als Ursprungserzeugnis Koreas angemeldet oder nicht, ausgeweitet werden.(28) Bei diesen Maßnahmen sollte es sich um den in Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 festgelegten Antidumpingzoll in Höhe von 49 % des Nettopreises frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt, handeln.(29) Laut Artikel 13 Absatz 3 und Artikel 14 Absatz 5 der Grundverordnung, denen zufolge etwaige ausgeweitete Maßnahmen auf Einfuhren in die Gemeinschaft erhoben werden sollten, die gemäß der Einleitungsverordnung zollamtlich erfasst werden, sollte auf die aus Korea versandten und zollamtlich erfassten Einfuhren ein Antidumpingzoll erhoben werden.D. ANTRÄGE AUF BEFREIUNG(30) Obwohl es den Ergebnissen dieser Untersuchung zufolge in Korea keine „echten“ Hersteller/Ausführer von Silicium-Metall in die Gemeinschaft gibt und sich während der Untersuchung auch keine solchen Ausführer selbst meldeten, müssen andere betroffene Ausführer, die einen Antrag auf Befreiung von dem ausgeweiteten Antidumpingzoll gemäß Artikel 13 Absatz 4 der Grundverordnung zu stellen beabsichtigen, einen Fragebogen beantworten, damit die Kommission feststellen kann, ob eine Befreiung gerechtfertigt wäre. Eine solche Befreiung kann gewährt werden, nachdem die Marktsituation der betroffenen Ware, die Produktionskapazität und die Kapazitätsauslastung, die Beschaffung und die Verkäufe sowie die Wahrscheinlichkeit eines Anhaltens von Praktiken, für die es keine hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung gibt, und die Dumpingbeweise geprüft worden sind. Die Kommission führt normalerweise auch einen Kontrollbesuch vor Ort durch. Befreiungsanträge sollten unverzüglich bei der Kommission eingereicht werden, und zwar zusammen mit allen sachdienlichen Informationen, insbesondere über eine Änderung der Tätigkeit des Unternehmens in Verbindung mit der Produktion und den Verkäufen.(31) Ist eine Befreiung gerechtfertigt, so schlägt die Kommission nach Anhörung des Beratenden Ausschusses eine entsprechende Änderung der Verordnung vor. Die Einhaltung der in den gewährten Befreiungen enthaltenen Bedingungen wird kontrolliert.E. VERFAHREN(32) Die interessierten Parteien wurden über die wesentlichen Tatsachen und Erwägungen unterrichtet, auf deren Grundlage der Rat beabsichtigt, den geltenden endgültigen Antidumpingzoll auszuweiten, und erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Anhörung. Es gingen keine Stellungnahmen ein, die zu einer Änderung der vorstehenden Schlussfolgerungen Anlass boten -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 11. Der mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 des Rates eingeführte endgültige Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Silicium-Metall des KN-Codes 2804 69 00 mit Ursprung in der Volksrepublik China wird hiermit auf die Einfuhren von aus der Republik Korea versandtem Silicium-Metall des KN-Codes ex 2804 69 00 (TARIC-Code 2804 69 00 10), ob als Ursprungserzeugnis der Republik Korea angemeldet oder nicht, ausgeweitet.2. Die mit Absatz 1 ausgeweiteten Zölle werden auf die gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 607/2006 der Kommission und Artikel 13 Absatz 3 und Artikel 14 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates zollamtlich erfassten Einfuhren erhoben.3. Für die Erhebung dieses Zolls sind die geltenden Zollvorschriften maßgebend.Artikel 21. Anträge auf Befreiung von dem mit Artikel 1 ausgeweiteten Zoll sind schriftlich in einer der Amtssprachen der Gemeinschaft zu stellen und von einer vom Antragsteller bevollmächtigten Person zu unterzeichnen. Der Antrag ist an folgende Anschrift zu senden:Europäische KommissionGeneraldirektion HandelDirektion BBüro: J-79 05/17B - 1049 BrüsselFax: +(32 2) 295 65 052. Gemäß Artikel 13 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates kann die Kommission, nach Anhörung des Beratenden Ausschusses, per Beschluss die Einfuhren von Unternehmen, die die mit der Verordnung (EG) Nr. 398/2004 eingeführten Antidumpingmaßnahmen nicht umgehen, von dem mit Artikel 1 ausgeweiteten Zoll befreien.Artikel 3Die Zollbehörden werden angewiesen, die zollamtliche Erfassung der Einfuhren nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 607/2006 der Kommission einzustellen.Artikel 4Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am [...]Im Namen des RatesDer Präsident [1] ABl. L 56 vom 6.3.1996, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2117/2005 (ABl. L 340 vom 23.12.2005, S. 17).[2] ABl. L 198 vom 28.7.1990, S. 57.[3] ABl. L 170 vom 25.6.1992, S. 1[4] ABl. L 345 vom 16.12.1997, S. 1.[5] ABl. L 66 vom 22.3.2004, S.15.[6] ABl. L 107 vom 20.4.2006, S. 24.