CELEX: C2001/108/08
Language: de
Date: 2001-04-07 00:00:00
Title: Rechtssache C-30/01: Klage der Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen das Vereinigte Königreich, eingereicht am 24. Januar 2001

7.4.2001               DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 108/5
     —     Das Gericht habe eine falsche Rechtsauffassung an         —     die Rechtssache betreffend den Antrag auf Schadensersatz
           den Tag gelegt, indem es den angebotenen Beweis                 an das Gericht erster Instanz zur mündlichen Verhand-
           für den freien Wettbewerb falsch beurteilt habe. Das            lung zurückzuverweisen oder diesem Antrag stattzuge-
           Gericht hätte feststellen müssen, dass der Kommis-              ben;
           sion sieben schriftliche Angebote nachgewiesen wor-
           den seien und dass fünf der sieben Angebote zu            —     der Kommission die Kosten des vorliegenden Verfahrens
           getrennten Verträgen geführt hätten;                            und sämtliche Auslagen der Klägerin aufzuerlegen.
—    Verstoß gegen Artikel 68 § 1 der Verfahrensordnung
     des Gerichts, indem Zeugen nicht von Amts wegen                 Rechtsmittelgründe und wesentliche Argumente
     vernommen worden seien.
                                                                     Die Rechtsmittelgründe und wesentlichen Argumente sind die
—    Das Gericht hätte den beantragten Schadensersatz zuspre-        gleichen wie in der Rechtssache C-24/01 P (1).
     chen müssen, und die Sache sei daher für die weitere
     Behandlung an das Gericht zurückzuverweisen, sofern             (1) Siehe Seite 4 dieses Amtsblatts.
     der Gerichtshof nicht den beantragten Schadensersatz
     zubillige.
(1) ABl.1991, L 362, S. 89.
(2) ABl. 1992, L 191, S. 22.
                                                                     Klage der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                                                                     gegen das Vereinigte Königreich, eingereicht am 24. Ja-
                                                                                                  nuar 2001
                                                                                           (Rechtssache C-30/01)
                                                                                               (2001/C 108/08)
Rechtsmittel der Compagnie Continentale (France) gegen
das Urteil des Gerichts erster Instanz der Europäischen              Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften hat am
Gemeinschaften (Zweite Kammer) vom 8. November                       24. Januar 2001 eine Klage gegen das Vereinigte Königreich
2000 in den Rechtssachen T-494/93 und T-61/98, Com-                  beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften einge-
pagnie Continentale (France) gegen Kommission der Euro-              reicht. Bevollmächtigter der Klägerin ist R. Wainwright mit
                   päischen Gemeinschaften                           Zustellungsanschrift in Luxemburg.
                    (Rechtssache C-25/01 P)                          Die Klägerin beantragt,
                                                                     —     festzustellen, dass das Vereinigte Königreich dadurch
                         (2001/C 108/07)                                   gegen seine Verpflichtungen aus der Richtlinie
                                                                           67/548/EWG des Rates vom 27. Juni 1967 zur Anglei-
                                                                           chung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die
Die Compagnie Continentale (France) hat am 19. Januar 2001                 Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher
ein Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz              Stoffe (1), geändert durch die Richtlinien 88/302/EWG (2),
der Europäischen Gemeinschaften (Zweite Kammer) vom                        91/410/EWG (3), 92/32/EWG (4), 92/69/F-WG (5), 93/21/
8. November 2000 in den verbundenen Rechtssachen                           EWG (6), 93/67/EWG (7), 9 93/72/EWG (8), 93/101/EG (9),
T-485/93, T-491/93, T-494/93 und T-61/98, SA L. Dreyfus &                  93/105/EG (10), 94/69/EG (11), 96/54/EG (12) und 97/69/
Cie, Glencore Grain Ltd und Compagnie Continentale (France)                EG (13); der Richtlinie 87/18/EWG des Rates vom 18. De-
gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften, beim                     zember 1986 zur Angleichung der Rechts- und Verwal-
Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften eingelegt. Pro-                tungsvorschriften für die Anwendung der Grundsätze der
zessbevolmächtigte der Rechtsmittelführerin sind die Rechts-               Guten Laborpraxis und zur Kontrolle ihrer Anwendung
anwälte P.V.F. Bos und P. Chabrier; Zustellungsanschrift:                  bei Versuchen mit chemischen Stoffen (14); der Richtlinie
Kanzlei des Rechtsanwalts M. Loesch, 4, rue Carlo Hammer,                  93/12/EWG des Rates vom 23. März 1993 über den
Luxemburg.                                                                 Schwefelgehalt bestimmter flüssiger Brennstoffe (15) in
                                                                           der Fassung der Richtlinie 98/70/EG (16) ; der Richtlinie
Die Rechtsmittelführerin beantragt,                                        79/113/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur
                                                                           Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                                                                           betreffend die Ermittlung des Geräuschemissionspegels
—    das Urteil des Gerichts erster Instanz vom 8. November                von Baumaschinen und Baugeräten (17) geändert durch
     2000 aufzuheben;                                                      die Richtlinien 81/1051/EWG (18) und 85/405/EWG (19);
                                                                           der Richtlinie 84/533/EWG des Rates zur Angleichung
—    die Entscheidung der Kommission vom 1. April 1993 für                 der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zuläs-
     nichtig zu erklären;                                                  sigen Schallleistungspegel von Motorkompressoren an
 ---pagebreak--- C 108/6                 DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   7.4.2001
      den technischen Fortschritt (20) in der Fassung der Richtli-    Das Vereinigte Königreich habe der Kommission nicht die
      nie 85/406/EWG (21); der Richtlinie 84/534/EWG des              Umsetzung der vorgenannten Richtlinien in nationales Recht
      Rates vom 17. September 1984 zur Angleichung der                unter Einbeziehung Gibraltars mitgeteilt. Daher habe es gegen
      Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend den           seine Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag verstoßen.
      zulässigen Schallleistungspegel von Turmdrehkränen (22)
      in der Fassung der Richtlinie 87/405/EWG (23); der Richtli-
      nie 84/535/EWG des Rates vom 17. September 1984                 (1) ABl. Nr. 196 vom 16.8.1967, S. 1.
      zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-            (2) ABl. L 133 vom 30.5.1988, S. 1.
                                                                      (3) ABl. L 228 vom 17.8.1991, S. 67.
      staaten über den zulässigen Schallleistungspegel von
                                                                      (4) ABl. L 154 vom 5.6.1992, S. 1.
      Schweißstromerzeugern (24) in der Fassung der Richtlinie        (5) ABl. L 383 vom 29.12.1992, S. 113.
      85/407/EWG (25); der Richtlinie 84/536/EWG des Rates            (6) ABl. 110 vom 4.5.1993, S. 20.
      vom 17. September 1984 zur Angleichung der Rechts-              (7) ABl. L 227 vom 8.9.1993, S. 9.
      vorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen            (8) ABl. L 258 vom 16.10.1993, S. 29
      Schallleistungspegel von Kraftstromerzeugern (26) in der        (9) ABl. L 13 vom 15.1.1994, S. 1.
      Fassung der Richtlinie 85/408/EWG (27); der Richtlinie          (10) ABl. L 294 vom 30.11.1993, S. 21.
      84/537/EWG des Rates vom 17. September 1984 zur                 (11) ABl. L 381 vom 31.12.1994, S. 1.
      Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten          (12) ABl. L 248 vom 30.9.1996, S. 1.
      über den zulässigen Schallleistungspegel handbedienter          (13) ABl. L 343 vom 13.12.1997, S. 19.
      Betonbrecher und Abbau-, Aufbruch- und Spatenhäm-               (14) ABl. L 15 vom 17.1.1987, S. 29.
                                                                      (15) ABl. L 74 vom 27.3.1993, S. 81.
      mer (28) in der Fassung der Richtlinie 85/409/EWG (29);         (16) ABl. L 350 vom 28.12.1998, S. 58.
      der Richtlinie 84/538/EWG des Rates vom 17. September           (17) ABl. L 33 vom 8.2.1979, S. 15.
      1984 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mit-            (18) ABl. L 376 vom 30.12.1981, S. 49.
      gliedstaaten über den zulässigen SchallleistunKspegel von       (19) ABl. L 233 vom 30.8.1985, S. 9.
      Rasenmähern (30), geändert durch die Richtlinien 87/252/        (20) ABl. L 300 vom 19.11.1984, S. 123.
      EWG (31), 88/180/EWG (32) und 88/181/EWG (33); der              (21) ABl. L 233 vom 30.8.1985, S. 11.
      Richtlinie 86/594/EWG des Rates vom 1. Dezember                 (22) ABl. L 300 vom 19.11.1984, S. 130.
      1986 über die Geräuschemissionen von Haushaltsgerä-             (23) ABl. L 220 vom 8.8.1987, S. 60.
      ten (34); der Richtlinie 86/662/EWG des Rates vom 22. De-       (24) ABl. L300 vom 19.11.1984, S. 142.
                                                                      (25) ABl. L 233 vom 30.8.1985, S. 16.
      zember 1986 zur Begrenzung des Geräuschemissionspe-
                                                                      (26) ABl. L 300 vom 19.11.1984, S. 149.
      gels von Hydraulikbaggern, Seilbaggern, Planiermaschi-          (27) ABl. L 233 vom 30.8.1985, S. 18.
      nen, Ladern und Baggerladern (35), geändert durch die           (28) ABl. L 300 vom 19.11.1984, S. 156.
      Richtlinien 89/514/EWG (36) und 95/27/EG (37); der              (29) ABl. L 233 vom 30.8.1985, S. 20.
      Richtlinie 94/62/EG des Europäischen Parlaments und             (30) ABl. L 300 vom 19.11.1984, S. 171.
      des Rates vom 20. Dezember 1994 über Verpackungen               (31) ABl. L 117 vom 5.5.1987, S. 22.
      und Verpackungsabfälle (38) und der Richtlinie 97/35/EG         (32) ABl. L 81 vom 26.3.1988, S. 69.
      der Kommission vom 18. Juni 1997 (39) zur zweiten               (33) ABl. L 81 vom 26.3.1988, S. 71.
      Anpassung der Richtlinie 90/220/EWG über die absichtli-         (34) ABl. L 344 vom 6.12.1986, S. 24.
      che Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die         (35) ABl. L 384 vom 31.12.1986, S. 1.
      Umwelt an den technischen Fortschritt (40) verstoßen hat,       (36) ABl. L 253 vom 30.8.1989, S. 35.
                                                                      (37) ABl. L 168 vom 18.7.1995, S. 14.
      dass es im Hinblick auf Gibraltar nicht alle erforderlichen     (38) ABl. L 365 vom 31.12.1994, S. 10.
      Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen hat, um            (39) ABl. L 169 vom 27.6.1997, S. 72.
      diesen Richtlinien nachzukommen, oder oder zumindest            (40) ABl. L 117 vom 8.5.1990, S. 15.
      die Kommission hiervon nicht in Kenntnis gesetzt hat;
—     dem Vereinigten Königreich die Kosten des Verfahrens
      aufzuerlegen.
Klagegründe und wesentliche Argumente
                                                                      Klage der Portugiesischen Republik gegen die Kommis-
                                                                      sion der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am
Nach Artikel 249 Absatz 3 EG seien Richtlinien für jeden                                      1. Februar 2001
Mitgliedstaat, an den sie gerichtet seien, hinsichtlich des zu
erreichenden Zieles verbindlich. Nach Artikel 10 Absatz 1 EG
träfen die Mitgliedstaaten alle geeigneten Maßnahmen allge-                               (Rechtssache C-42/01)
meiner oder besonderer Art zur Erfüllung der Verpflichtungen,
die sich aus dem EG-Vertrag oder aus Handlungen der Organe                                    (2001/C 108/09)
der Gemeinschaft ergäben.
                                                                      Die Portugiesischen Republik hat am 1. Februar 2001 eine
Aus den Vorschriften des EG-Vertrags und aus der Akte von             Klage gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaf-
1972 über den Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten         ten beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften einge-
Königreichs ergebe sich die Verpflichtung des Vereinigten             reicht. Bevollmächtigte der Klägerin sind L. Inös Fernandes
Königreichs, die Umsetzung der in den Klageanträgen genann-           und L. Duarte im Beistand von M. Marques Mendes, advogado,
ten Richtlinien auf Gibraltar zu erstrecken.                          Zustellungsanschrift in Luxemburg.