CELEX: 51991PC0497
Language: de
Date: 1992-02-26
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES ÜBER BAUARTBEDINGTE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT, MAXIMALES DREHMOMENT UND MAXIMALE NUTZLEISTUNG DES MOTORS VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                      K0M(91) 497 endg. - SYN 371
                                       Brüssel, den 26 Februar 1992
                         Vorschlag für eine
                     VERORDNUNG (EWG) PES RATES
                                 ÜBER
                BAUARTBEDINGTE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT,
                       MAXIMALES DREHMOMENT UND
                   MAXIMALE NUTZLEISTUNG DES MOTORS
          VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
                   (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                                       - 2 -
                                   Beqrqndung
Der vorliegende Vorschlag betrifft die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit
(Meßmethode) von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen, das maximale
Drehmoment (Meßmethode) und die maximale Nutzleistung (zulässiger Grenzwert und
Meßmethode) von Motoren solcher Kraftfahrzeuge. Er steht im Zusammenhang mit dem
Betriebserlaubnisverfahren für diese Fahrzeuge, das Gegenstand eines
Verordnungsvorschlags (Rahmenverordnung) ist, der von der Kommission am 3. April
1991 an den Rat Übermittelt wurde.
Es handelt sich um Vorschriften für Methoden zur Ermittlung dieser Kennwerte der
betreffenden Fahrzeuge, die, ebenso wie die für die sonstigen der für die in
Anhang I des Vorschlags der Rahmenverordnung vorgesehenen Bedingungen und
Merkmale geltenden Vorschriften bei der Erteilung der Betriebserlaubnis für
diese Fahrzeuge sowie ihrem Inverkehrbringen in der Gemeinschaft angewandt
werden müssen.
Darüber hinaus wird die maximale Nutzleistung von Motoren für sämtliche
zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeuge auf 74 kW begrenzt.
Bei der Ausarbeitung dieses Vorschlags wurden von der Kommission weitgehend die
einschlägigen Vorschriften der Regelung 68 der UN- Wirtschaftskommission für
Europa, die Entwürfe zur Revision der ISO-Normen 4106, 4164, 7116 und 7117 sowie
die Richtlinie 80/1269/EWG über die Methode zur Ermittlung der maximalen
Motorleistung von vier- und mehrrädrigen Kraftfahrzeugen berücksichtigt.
Es sei hervorzuheben, daß die Methode zur Ermittlung der bauartbedingten
Höchstgeschwindigkeit für die Einstufung dieser Kraftfahrzeuge in
Kleinkrafträder, Krafträder und Dreiradkraftfahrzeuge, bei der die
Höchstgeschwindigkeit der ausschlaggebende Kennwert ist, von besonderer
Bedeutung ist.
 ---pagebreak---                                        - 3 -
                  VORSCHLAGS FÜR EINE VERORDNUNG (EWG) DES RATES
                                        ÜBER
                       BAUARTBEDINGTE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT,
                              MAXIMALES DREHMOMENT UND
                          MAXIMALE NUTZLEISTUNG DES MOTORS
                VON ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGEN
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
insbesondere auf Artikel 100a,
gestutzt auf die Verordnung (EWG) ... des Rates vom ... über die
Betriebserlaubnis fUr zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge*1*,
auf Vorschlag der Kommission,
 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses*2),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Es müssen Maßnahmen getroffen werden, damit der Binnenmarkt schrittweise bis
spätestens 31. Dezember 1992 verwirklicht wird. Der Binnenmarkt umfaßt einen
Raum ohne Binnengrenzen, in dem der freie Waren-, Personen-, Dienst leistungs-
und Kapital verkehr gewährleistet ist.
(1 )    AB I. Nr. L
(2)    ABI. Nr. C
 ---pagebreak---                                       - 4 -
Die Methoden zur Ermittlung der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit, des
maximalen Drehmoments und der maximalen Nutzleistung des Motors von zweirädrigen
und dreirädrigen Kraftfahrzeugen sind von Mitgliedstaaten zu Mitgliedstaat
verschieden. Dadurch wird der Warenverkehr in der europäischen Gemeinschaft
behindert.
Aus Gründen der Sicherheit erscheint es notwendig, die maximale Nutzleistung des
Motors der genannten Kraftfahrzeuge zu begrenzen, auch wenn eine solche
Bestimmung in keinem Mitgliedstaat existiert.
Die Hemmnisse für das Funktionieren des Binnenmarktes lassen sich beseitigen,
wenn alle Mitgliedstaaten anstelle ihrer nationalen Rechtsvorschriften gleiche
Vorschriften erlassen.
Die Einführung einheitlicher Vorschriften bezüglich der bauartbedingten Höchst-
geschwindigkeit, des maximalen Drehmoments und der maximalen Nutzleistung des
Motors von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen ist notwendig, damit
auf alle dieser Fahrzeugtypen die Betriebserlaubnis- und
Bauartgenehmigungsverfahren gemäß der Verordnung (EWG) ... des Rates angewendet
werden können.
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                    Artikel 1
Diese Verordnung gilt für die Methoden zur Ermittlung der bauartbedingten
Höchstgeschwindigkeit und des maximalen Motordrehmoments sowie für den
Grenzwert und die Methode zur Ermittlung der maximalen Nutzleistung des Motors
aller Fahrzeugtypen gemäß Artikel 1 der Verordnung (EWG) ... des Rates vom ...
über die Betriebserlaubnis für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge.
                                    Artikel 2
Das Verfahren zur Erteilung der Bauartgenehmigung in Bezug auf die
bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit und das maximale Motordrehmoment
 (Meßmethoden) sowie die maximale Nutzleistung des Motors (zulässiger Grenzwert
und Meßmethode) eines zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps sowie die
Bedingungen für den freien Wahrenverkehr dieser Fahrzeuge sind in der
Verordnung (EWG) ... festgelegt.
 ---pagebreak---                                        - 5 -
                                    Artikel 3
Änderungen zur Anpassung der Anhänge I und II an den technischen Fortschritt
werden nach folgendem Verfahren erlassen :
Es wird ein beratender Ausschuß zur Anpassung der Verordnungen für den Bereich
der zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeuge an den technischen
Fortschritt, nachstehend "Ausschuß" genannt, eingesetzt, der sich aus Vertretern
der Mitgliedstaaten zusammensetz und in dem der Vertreter der Kommission den
Vorsitz führt.
Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen, so gilt
folgendes : der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einem Entwurf
der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt eine Stellungnahme zu diesem
Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der
Dringlichkeit der betreffenden Frage - gegebenenfalls durch eine Abstimmung -
festsetzen kann.
Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen; darüber hinaus hat Jeder
Mitgliedstaat das Recht zu verlangen, daß sein Standpunkt im Protokoll
festgehalten wird. Die Kommission berücksichtigt so weit wie möglich die
Stellungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Ausschuß darüber, inwieweit
sie seine Stellungnahme berücksichtigt hat.
                                    Artikel 4
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1993 in Kraft.
                                     Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen
                                     verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                                     Mi tgliedstaat
                                     Geschehen zu Brüssel, am
                                      Im Namen des Rates.
 ---pagebreak---                                       - 6 -
                             VERZEICHNIS DER ANHANGE
ANHANG I:   Vorschriften über die Methode zur Ermittlung der bauartbedingten '
            Höchstgeschwi ndIgke11
   Anlage 1:    Verfahren zur Bestimmung des Korrektureffizienten mit Bezug auf
                die Prüfstrecke.
   Anlage 2:    Beschreibungsbogen zu den Hauptmerkmalen des Fahrzeugtyps, von
                denen die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit beeinflußt wird.
   Anlage 3:    Bauartgenehmigungsbogen bezüglich der bauartbedingten
                Höchstgeschwindigkeit eines zweirädrigen oder dreirädrigen
                Kraftfahrzeugtyps.
ANHANG II: Vorschriften über die maximal zulassige Leistung und die Methoden
             zur Ermittlung des maximalen Drehmoments und der maximalen
            Nutzleistung des Motors
   Anlage 1:    Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
                Nutzleistung eines Fremdzündungsmotors für Kleinkrafträder.
   * Unteranlage 1:          Beschreibungsbogen zu den Hauptmerkmalen des
                             Motortyps, von denen das maximale Drehmoment sowie
                             die maximale Nutzleistung beeinflußt werden.
   * Unteranlage 2:          Bauartgenehmigungsbogen bezüglich des maximalen
                             Drehmoments und der maximalen Nutzleistung eines
                             Kleinkraftradtyps.
   Anlage 2:    Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
                Nutzleistung eines Fremdzündungsmotors für Krafträder und
                DreIradkraftfahrzeuge.
 ---pagebreak---                                                                \
                                    - 7-
* Unteranlage 1:          Ermittlung des maximalen Drehmoments und der
                          maximalen Nutzleistung mit Hilfe der
                          Motortemperatürmetnode.
* Unteranlage 2:          Beschreibungsbogen zu den Hauptmerkmalen des
                          Motortyps, von denen das maximale Drehmoment und die
                          maximale Nutzleistung beeinflußt wird.
* Unteranlage 3:          Bauartgenehmigungsbogen bezüglich des maximalen
                          Drehmoments und der maximalen Nutzleistung eines
                          Kraftrad- oder Dreiradkraftfahrzeugtyps.
Anlage 3:    Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
             Nutzleistung eines Kompressionszündungsmotors für zweirädrige
             oder dreirädrige Kraftfahrzeuge.
* Unteranlage 1:           Beschreibungsbogen zu den Hauptmerkmalen des
                          Motortyps, von denen das maximale Drehmoment und die
                          maximale Nutzleistung beeinflußt wird.
 * Unteranlage 2:          Bauartgenehmigungsbogen bezüglich des maximalen
                          Drehmoments und der maximalen Nutzleistung eines
                          Kraftrad- oder Dreiradkraftfahrzeugtyps.
 ---pagebreak---                              - 8 -
                           ANHANG I
      VORSCHRIFTEN ÜBER DIE METHODE ZUR ERMITTLUNG DER BAUARTBEDINGTEN
      HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
1.    Vorschriften
1.1   Die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs wird nach
      den nachstehend aufgeführten Vorschriften ermittelt.
2.    Vorbereitung des Fahrzeugs
2.1   Das Fahrzeug hat zur Durchführung der Prüfung sauber und
       lediglich mit dem für seinen Betrieb erforderlichen Zubehör
      versehen zu sein.
2.2   Die Einstellung der KraftstoffZuführung und der Zündung, die
      Viskosität der Schmieröle für die beweglichen mechanischen Teile
      sowie der Reifendruck haben den Vorschriften des Herstellers zu
      entsprechen.
2.3   Der Motor, die Kraftübertragung und die Reifen müssen nach den
      Vorschriften des Herstellers vorschriftsmäßig eingefahren sein.
2.4   Vor der Prüfung müssen sich alle Teile des Fahrzeugs in einem
      wärmestabilen Zustand bei normaler Benutzungstemperatur
      befinden.
2.5   Das Fahrzeug muß die Masse haben, die dem fahrbereiten Zustand
      entspricht.
2.6   Die Lastverteilung auf die Räder muß den Angaben des Herstellers
      entsprechen.
3.    Fahrzeugführer
3.1   Fahrzeuge ohne Aufbau
3.1.1 Die Masse des Fahrzeugführers muß 75 ± 5 kg und seine Größe muß
       1,75 ± 0,05 m betragen. Für Kleinkrafträder werden diese
      Toleranzen jedoch auf ± 2 kg bzw. ± 0,02 m verringert.
3.1.2 Der Fahrzeugführer muß mit einer ihm passenden Kombination oder
      gleichwertiger Kleidung bekleidet eein.
3.1.3 Er muß auf den für den Führer vorgesehenen Sitz sitzen, die Füße
      auf den Pedalen oder Fußstützen und die Arme in normaler
      ausgestreckter Haltung haben. Bei Fahrzeugen, die mit sitzendem
       Fahrzeugführer eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 120 km/h
      erreichen, muß der Führer die Ausrüstung haben und sich in der
      Haltung befinden, die vom FahrzeughersteMer emfohlen werden.
       Diese Haltung muß es dem Fahrzeugführer Jedoch gestatten, das
       Fahrzeug während der gesamten Prüffahrt ständig unter Kontrolle
       zu halten. Die Haltung des Fahrzeugführers darf sich während der
      gesamten Prüfdauer nicht verändern; die Haltung ist im
       Prüfprotokoll zu beschreiben oder anhand von Fotografien
 ---pagebreak---                             - g -
      darzustellen.
3.2   Fahrzeuge mit Aufbau
3.2.1 Die Masse des Fahrzeugführers muß 75 ± 5 kg betragen. Für
      Kleinkrafträder wird diese Toleranz Jedoch auf ± 2 kg
      verringert.
4.    Merkmale der Prüfstrecke
4.1   Die Prüfversuche sind auf einer Straße durchzuführen, die
4.1.1 es gestattet, die Höchstgeschwindigkeit auf einer In Absatz 4.2
      definierten Meßbahn aufrechtzuerhalten. Die Zufahrt zu der
      Meßbahn muß so beschaffen sein (Belag und Längsprofil), daß
       letztere lang genug Ist, damit die Höchstgeschwindigkeit des
      Fahrzeugs erreicht werden kann;
4.2   sauber, glatt, trocken, asphaltiert oder mit einem
      gleichwertigen Belag versehen ist;
4.1.3 keine größere Steigung als 1 % in Längsrichtung und 3 % in
      Schräglage hat. Die Höhenunterschiede zwischen zwei beliebigen
      Punkte der Prüfbahn dürfen nicht größer als ein Meter sein.
4.2   Die möglichen Formen der Meßbahn sind in den Absätzen 4.2.1,
      4.2.2 und 4.2.3 abgebildet.
4.2.1 Typ 1
                               L    y  200 m
4.2.2 Typ 2
                                     > 50m
           L<20m     -                               ~L<20m
                                                              -O-
4.2.3 Typ 3
                              L    \    200
                              L     ^   200
 ---pagebreak---                              - 10 -
4.2.3.1 Die beiden Meßbahnen L müssen gleich lang sein und praktisch
        parallel verlaufen.
4.2.3.2 Sind die beiden Meßbahnen L gekrümmt, muß die Wirkung der
        Zentrifugalkräfte ungeachtet der Bestimmungen in Absatz 4.1.3
        durch entsprechende Kurvenüberhöhung ausgeglichen werden.
4.2.3.3 Statt der beiden Bahnen L gemäß Absatz 4.2.3.1 darf die Meßbahn
        mit der Gesamtlänge der Prüfstrecke zusammenfallen. In diesem
        Fall müssen der Halbmesser der Kurven mindestens 200 m betragen
        und die Wirkung der Zentrifugalkraft durch eine Kurvenüberhöhung
        ausgeglichen werden.
4.3     Die Länge L der Meßbahn ist in Abhängigkeit von der Genauigkeit
        der zur Bestimmung der Zelt t für das Durchfahren der Meßstrecke
        angewandten Methode zu wählen, damit der Wert der tatsächlichen
        Geschwindigkeit mit einer annähernden Genauigkeit von ± 1 %
        bestimmt werden kann. Werden die Meßgeräte manuell bedient, darf
        die Länge L der Meßbahn nicht geringer als 500 m sein. Wurde für
        die Meßbahn der Typ 2 gewählt, müssen zur Bestimmung der Zeit
        elektronische Geräte benutzt werden.
5.      Atmosphärische Bedingungen
        -   Luftdruck :,97 kPa ± 6 kPa
        -   Temperatur : zwischen 27S und 303 K
        -   relative Luftfeuchtigkeit : 50 bis 90 X
        -   maximale Windgeschwindigkeit : 3 m/s.
6.       Prüfverfahren
6.1     Es Ist der Getriebegang einzulegen, der es dem Fahrzeug
        gestattet, auf ebener Strecke seine Höchstgeschwindigkeit zu
        erreichen. Das Gaspedal muß voll durchgetreten bleiben, die •
        Gemischanreicherungseinrichtungen sind außer Betrieb zu setzen.
6.2     Bei Fahrzeugen ohne Führerhaus hat der Fahrzeugführer seine in
        Absatz 3.1.3 definierte Fahrhaltung einzuhalten.
6.3     Das Fahrzeug muß auf der Meßbahn mit stabilisierter
        Geschwindigkeit ankommen. Meßbahnen des Typs 1 und des Typs 2
        sind nacheinander in beiden Richtungen zu durchfahren.
6.3.1   Bei einer Meßbahn des Typs 2 ist es zulässig, daß die Prüfung
         nur in einer Richtung erfolgt, wenn es dem Fahrzeug aufgrund der
        Beschaffung der Prüfstrecke nicht möglich ist, in einer der
         beiden Richtungen seine Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.
         In diesem FalI :
6.3.1.1 muß die Prüfstrecke hintereinander fünfmal durchfahren werden;
6.3.1.2 muß die axiale Windkraft eine Geschwindigkeit haben, die 2 m/s
         nicht übersteigt.
 ---pagebreak---                                 - 11 -
6.4      Bei einer Meßbahn vom Typ 3 müssen die beiden Bahnen M L N ohne
         Unterbrechung nacheinander in einer Richtung durchfahren werden.
6.4.1    Fällt die Meßbahn mit der Gesamtlänge der Prüfstrecke zusammen,
         ist sie mindestens zweimal in einer Richtung zu durchfahren. Die
         Differenz zwischen den äußersten Zeitmeßwerten darf 3 X nicht
         übersteigen.
6.5      Kraftstoff und Schmiermittel müssen den Empfehlungen des
         Herstellers entsprechen.
6.6      Die Gesamtzeit t, die zum Durchfahren der MeBbahn in beiden
         Richtungen erforderlich ist, muß mit einer Genauigkeit von 0,7 X
         ermittelt werden.
6.7      Ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit. Die
         Durchschnittsgeschwindigkeit V (km/h) beim Prüfversuch wird wie
          folgt ermittelt:
6.7.1    Bei einer Meßbahn des Typs 1 oder 2
                  V - 3,6 x 2 L - 7,2 L
                           t         t
         mit:
          L - Länge der Meßbahn (m)
          t - Gesamtzeit für das Durchfahren der beiden Meßbahnen L      (s)
 6.7.2    Bei einer nur in einer Richtung durchfahrenen MeBbahn des Typs 2
                   V - Va ± Vw.f
          mit:
          Va -  bei der Jeweiligen Durchfahrt gemessene Geschwindigkeit
                (km/h) - 3,6 L
                           t
                mit t - zeit (s) für das Durchfahren der Meßbahn L (m)
          Vw - Windgeschwindigkeit (km/h); das Zeichen '+* steht für die
                axiale Windgeschwindigkeitskomponente bei Gegenwind, das
                 '-' bei Rückenwind.
          f  « Korrekturkoeffizient - 0,6.
 6.7.3    Bei einer MeBbahn des Typs 3
 6.7.3.1  Aus zwei Teilen L bestehende MeBbahn (siehe Absatz 4.2.3.1)
                   V • 3,6 x 2 L • 7,2 L
                           t        t
          mit:
          L - Länge der Meßbahn (m)
          t - Gesamtzeit für das Durchfahren der beiden Meßbahnen L (s)
 ---pagebreak---                                - 12 -
6.7.3.2 Bei einer Meßbahn, die mit der Gesamtlänge der
        Geschwindigkeitsprüfstrecke zusammenfällt (siehe Absatz 4.2.3.3)
            V - Va.k
        mit:
        Va -gemessene Geschwindigkeit (km/h) - 3,6 L
                                                    t
            mit
            L «   Länge der auf der Geschwindigkeitsprüfstrecke effektiv
                  durchfahrenen Teilstrecke (m);
            t -    für das Durchfahren einer vollständigen Runde
                  erforderliche Zeit (s)
                             n
                   (s) - 1      . ti
                         n  i-1
            mit:
            n - Anzahl der Runden
            t m Zeit (s), pro Runde
        k - Korrekturfaktor (1,00 <_k <_1,05); dieser Korrekturfaktor
             gilt nur für die Jeweilige Geschwindigkeitsprüfstrecke und
             muß gemäß der Anlage 1 durch Versuche bestimmt werden.
6.8     Die Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit muß mindestens
        zweimal hintereinander erfolgen.
7.      Höchstgeschwindigkeit
        Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs wird In km/h durch eine
        ganze Zahl ausgedrückt, die dem arithmetischen Mittel der bei
        zwei aufeinanderfolgenden Prüfungen ermittelten
        Geschwindigkeitswerte, die um nicht mehr als 3 X voneinander
        abweichen dürfen, am nächsten kommt.
8.      TOLERANZEN BEI DER ERMITTLUNG DER HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
8.1     Die durch den technischen Dienst ermittelte
        Höchstgeschwindigkeit darf um ± 5 X von dem vom Hersteller
        angegebenen Wert abweichen.
8.2      Im Rahmen einer Konformitätsprüfung der Produktion darf die
        Höchstgeschwindigkeit um 5 X von dem bei der
        Bauartgenehmigungsprüfung ermittelten Wert abweichen. Für
        Kleinkrafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit
        von < 30 km/h wird diese Toleranz auf ± 10 X erhöht.
 ---pagebreak---                             - 13 -
                          ANLAGE 1
    VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES KORREKTURKOEFFIZIENTEN
                MIT BEZUG AUF DIE PRÜFSTRECKE
1.    Der Korrekturkoeffizient k für die Prüfstrecke 1st bis zur
      zulässigen Höchstgeschwindigkeit festzulegen.
2.    Der Korrekturkoeffizient k ist für mehrere Geschwindigkeiten
      festzulegen, so daß die Differenz zwischen zwei nacheinander
      erzielten Geschwindigkeiten 30 km/h nicht übersteigt.
3.    Für Jede gewählte Geschwindigkeit ist die Prüfung gemäß den
      Vorschriften dieser Verordnung durchzuführen, wobei die Wahl
      zwischen beiden nachstehenden Möglichkeiten besteht.
3.1   Auf gerader Linie gemessene Geschwindigkeit Vd
3.2   Auf der Ringstrecke gemessene Geschwindigkeit Va
4.    Die Werte Va und Vd sind bei allen gemessenen Geschwindigkeiten
      auf ein Diagramm zu überragen (Bild 1) und die
      aufeinanderfolgenden Punkte durch Geradensegmente zu verbinden.
         Vd
                           (Bild 1)                        Va
5.    Für Jede gemessene Geschwindigkeit wird der Koeffizient k durch
      nachstehende Formel ausgedrückt
                  k - Vd
                      Va
 ---pagebreak---                                       - 14 -
                                     ANLAGE 2
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
                                MIT BEZUG AUF DEN
                   HAUPTMERKMALEN DES FAHRZEUGTYPS, VON DENEN
           DIE BAUARTBEDINGTE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT BEEINFLUSST WIRD.
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls diese unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gestellt wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben) :
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich der bauartbedingten
Höchstgeschwindigkeit eines zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugtyps muß
mit Informationen zu folgenden Punkten der Verordnung (EWG) ... vom ...,
Anhang II, Buchstabe A versehen sein:
0.1
0.2
0.4 bis 0.6
2.1 bis 2.2.1
3.0 bis 3.1.1
4.1 bis 4.6
5.2
5.2.2
 ---pagebreak---                                      - 15 -
                                    ANLAGE 3
                                                      Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
              BEZUGLICH DER BAUARTBEDINGTEN HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
             EINES ZWEIRÄDRIGEN ODER DREIRÄDRIGEN KRAFTFAHRZEUGTYPS
                                      MUSTER
PROTOKOLL Nr. ... des technischen Dienstes ... vom
Nr. der Bauartgenehmigung ...                Nr. der Erweiterung .,
1.              Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.              Fahrzeugtyp                        ,
3.              Name und Anschrift des Herstellers
4.              Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevol Imächt igten
                des Herstellers
5.              Fahrzeug zur Prüfung vorgestelit am
6.              Höchstgeschwindigkeit                               km/h
7.              Die BauartgenehmIgung wird erteilt/verweigert<*) ....
8.              Ort
g.              Datum
10.             Unterschrift
(*)   Unzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                               - 16 -
                             ANHANG II
    VORSCHRIFTEN ÜBER DIE MAXIMAL ZULASSIGE LEISTUNG UND DIE
        METHODEN ZUR BESTIIAIUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS
             UND DER MAXIMALEN NUTZLEISTUNG DES MOTORS
1.       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
1.1      Die maximale Nutzleistung von Motoren für zweirädrige oder
         dreirädrige Kraftfahrzeuge beträgt 74 kW.
1.2      Zur Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
         Nutzleistung des Motors (Ottomotor) für Kleinkrafträder findet
         Anlage 1 Anwendung.
1.3      Zur Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
         Nutzleistung des Motors (Ottomotor) für Krafträder und
         Dreiradkraftfahrzeuge findet Anlage 2 Anwendung.
1.4      Zur Bestimmung des maximalen Drehmoments und der maximalen
         Nutzleistung eines Dieselmotors findet Anlage 3 Anwendung.
 ---pagebreak---                                     - 17 -
                                   ANLAGE 1
                BESTIMMUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER
                   MAXIMALEN NUTZLEISTUNG EINES OTTOMOTORS
                              FÜR KLEINKRAFTRADER
1.            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              Im Sinne dieser Richtlinie bedeutet:
1.1           -Nutzleistung- -
              Leistung, die bei entsprechender Drehzahl auf einem Prüfstand an
              der Kurbelwelle oder dem entsprechenden Bauteil mit dem in
              Tabelle 1 aufgeführten Hilfseinrichtungen abgenommen wird. Wenn
              die Leistungsmessung nur an dem mit einem Getriebe ausgerüsteten
              Motor durchgeführt werden kann, wird dem Wirkungsgrad des
              Getriebes Rechnung getragen;
1.2           "maximale Nutzleistung- -
              größte Nutzleistung des Motors, gemessen unter
              VoIIastbedIngungen;
1.3           -Drehmoment11 -
              unter den in Absatz 1.1 angegebenen Bedingungen gemessenes
              Drehmoment ;
1.4           -maximales Drehmoment- -
              größtes Drehmoment des Motors, gemessen unter
              VoIIastbedIngungen;
1.5           -Hilfseinrichtungen- -
              Geräte und Einrichtungen, die in Tabelle 1 aufgeführt sind;
1.6           "serienmäßige Ausrüstung- -
              Jede vom Hersteller für eine bestimmte Anwendung vorgesehene
              Ausrüstung.
2.            GENAUIGKEIT DER DREHMOMENT- UND LEISTUNGSMESSUNGEN UNTER
              VOLLASTBEDI NGUNGEN
2.1           Drehmoment: ± 2 X des gemessenen Drehmoments^).
2.2           Drehzahl: die Meßgenauigkeit muß bel ± 1 X liegen.
2.3           Kraftstoffverbrauch: insgesamt ± 2 X für die verwendete
              Meßeinrichtung.
(1) Die zur Bestimmung des Drehmoments genutzte Meßeinrichtung ist
    unter Berücksichtigung der Reibungsverluste zu kalibrieren. Für
    Messungen bei einer Motorleistung von weniger als 50 X der
    Höchstleistung darf die Meßgenauigkeit ± 2 X betragen. Für die
    Messung des größten Drehmoments bleibt sie in allen Fällen ± 1 X.
 ---pagebreak---                             - 18 -
2.4   AnsaugIufttemperatur des Motors : ± 2 K.
2.5   Luftdruck : ± 70 Pa.
2.6   Druck und Unterdruck In der Auspuffen läge : ± 25 Pa.
3.    MESSUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN NUTZLEISTUNG
      DES MOTORS
3.1   Hilfseinrichtungen
3.1.1 Einzubeziehende Hilfseinrichtungen
      Bei der Prüfung sind die für das Funktionieren des Motors im
      Hinblick auf den Verwendungszweck erforderlichen
      Hilfseinrichtungen (gemäß Tabelle 1) auf dem Prüfstand möglichst
      an der Stelle anzubringen, die sie bei ihrer wirklichen
      Verwendung einnehmen würden.
3.1.2 Wegzulassende Hilfseinrichtungen
      Bestimmte Hilfseinrichtungen, die nur zur Benutzung des
      Fahrzeugs selbst erforderlich sind und am Motor angebracht
      werden, sind für die Prüfungen auszubauen.
      Bei nicht ausbaubaren Ausrüstungen darf die von ihnen
      aufgenommene Leer lauf le Istung ermittelt und zu der gemessenen
      Leistung addiert werden.
 ---pagebreak---                            \
                                   - 19 -
                                  TABELLE 1
           Hilfseinrichtungen, die in die Prüfung zur Ermittlung
    des Drehmoments und der Nutzleistung des Motors einzubeziehen sind
Nr.           Hilfseinrichtungen            In die Prüfung des Drehmoments
                                            und der Nutzleistung einbezogen
1             Einlaßsystem
              - Ansaugleitung
              - Luftfilter
              - Ansaugschalldämpfer                serienmäßig - Ja
              - Kurbelgehäuse entlüftung
              - Drehzahlbegrenzer
2             AbgasanIage
              - AbgasfI Iter
              - Auspuffkrümmer
                                     (1)
              - Abgasleltungen                     serienmäßig - Ja
                                      (1
              - Scha11 dämpfer           >
              - Endrohr              <1>
3             Vergaser                             serienmäßig - Ja
4             Kraftstoffeinspritzung
              - Vorfilter
              - Filter
              - Pumpe
              - Leitung
              - Einspritzdüse                       serienmäßig - Ja
              - Gegebenenfalls Luft-
                 druckfühler          (2)
              - Regler (falls vorhanden)
5              Flüssigkeitskühlung
              - Kühler
              - Lüfter             (4)(5)           serienmäßig - Ja<3>
              - Wasserpumpe
              - Thermostat            <6>
6              Luftkühlung
              - Luftleiteinrichtung                 serienmäßig - ja
              -Gebläse             C4H5>
              - Temperaturregelungs-
                 einrlchtung                       serienmäßig - ja
              - Hilfsgebläse des                    Ja, falls erforderlich
                 Prüfstandes
7              Elektrische Ausrüstung               serienmäßig - Ja<7>
8              Einrichtung zur Abgas-
              reinigung                            serienmäßig - Ja
 ---pagebreak---                           - 20 -
(1) Wenn es schwierig ist, die Auspuffschal I dämpferan läge in
    Standardausführung zu verwenden, darf mit Einverständnis des
    Herstellers zum Zweck der Prüfung eine
    Auspuffschal Idämpferan läge eingebaut werden, deren technische
    Beschaffenheit eine gleichwertige Belastung ergibt. Die
    Abgas leitung des Prüfstands darf bei laufendem Motor im
    Abzugskamin an dem Punkt, wo sie mit der Schal Idämpferanläge des
    Fahrzeugs verbunden ist, keinen Gegendruck erzeugen, der sich
    vom atmosphärischen Druck um ± 740 Pa (7,40 mbar) unterscheidet,
    es sei denn, daß der Hersteller vor der Prüfung einen höheren
    Gegendruck akzeptiert.
(2) Die Lufteinlaßklappe ist die Steuerklappe der pneumatischen
    Regelung der Einspritzpumpe.
(3) Kühler, Lüfter, dessen Luft leiteInr1 chtung, Wasserpumpe und
    Thermostat müssen In gleicher Lage wie im Fahrzeug angeordnet
    sein. Die Umwälzung der Kühlflüssigkeit darf ausschließlich
    durch die Wasserpumpe des Motors erreicht werden. Die Abkühlung
    der Flüssigkeit darf entweder über den Kühler des Motors oder
    über einen externen Kreislauf erfolgen, vorausgesetzt, daß der
    Druckverlust dieses Kreislaufs im wesentlichen dem des
    Kühlsystems des Motors entspricht. Die gegebenenfalls vorhandene
    Kühlerjalousie muß geöffnet sein.
(4)  im Falle eines'auskuppeIbaren Gebläses oder Lüfters ist zunächst
    die Nutzleistung des Motors bei ausgekuppeltem Gebläse (oder
    Lüfter) und dann die Nutzleistung des Motors bei eingekuppeltem
    Gebläse (oder Lüfter) anzugeben.
(5) Kann ein festverbundener elektrisch oder mechanisch geregelter
    Lüfter nicht am Prüfstand angebracht werden, muß die von dem
    Lüfter aufgenommene Leistung bei denselben Drehzahlen ermittelt
    werden, die bei der Feststellung der Motorleistung verwendet
    werden. Dieser Leistungswert ist zu Ermittlung der Nutzleistung
     von dem korrigierten Leistungswert abzuziehen.
(6) Der Thermostat darf in völlig geöffneter Stellung festgelegt
    werden.
(7) Mindestleistung der Lichtmaschine: Die Leistung der
     Lichtmaschine ist auf den Wert zu beschränken, der für die
    Versorgung der für den Betrieb des Motors unverzichtbaren
     Hilfseinrichtungen unbedingt erforderlich ist. Jede Aufladung
     der Batterie Ist während der Prüfung auszuschließen.
 ---pagebreak---                               - 21 -
3.2    EInste11bed Ingungen
       Die Elnste11 bed!ngungen für die Prüfungen zur Ermittlung des
       maximalen Drehmoments und der maximalen Nutzleistung sind aus
       Tabelle 2 zu ersehen.
                             TABELLE 2
                       EInste11 bed Ingungen
          1     EInsteI lung des(der)
                Vergaser(s)                   Einstellung gemäß den
                                              Angaben des Herste I-
          2     Einstellung der Einspritz-     lers für due Baureihe
                pumpen le istung              die ohne Änderungen
                                              für die in Betracht
          3     Zündeinstellung oder          kommende Verwendung
                Einspritzver8tellung          gilt.
                (EinsprItzverstelIkurve)
3.3    Prüfbedingungen
3.3.1  Die Prüfungen zur Ermittlung des maximalen Drehmoments und der
       maximalen Nutzleistung sind bei vollständigem Durchtreten des
       Gaspedals durchzuführen, wobei der Motor gemäß Tabelle 1
       ausgerüstet ist.
3.3.2  Die Messungen sind bei normalen und stabiIsierten
       Betriebsbedingungen durchzuführen; die Versorgung des Motors mit
       Luft muß ausreichend sein. Die Motoren müssen entsprechend dem
       vom Hersteller empfohlenen Bedingungen eingefahren worden sein.
       Die Verbrennungsräume dürfen in begrenztem Maße Rückstände
       enthalten. Die Prüfbedingungen, wie beispielsweise die
       Lufteintrittstemperatur, müssen den Bezugsbedingungen gemäß 4.2
       möglichst angenähert werden, damit die Bedeutung des
       Korrekturfaktors verringert wird.
 3.3.3 Die Temperatur der Ansaugluft des Motors (Umgebungsluft) darf
        höchstens 0,15 m vor der Einlaßöffnung des Luftfilters oder,
        falls kein Filter vorhanden 1st, 0,15 m vor dem
       Lufteintrittstrichter ermittelt werden. Das Thermometer oder das
       Thermoelement muß gegen Warmeabstrahiung geschützt und direkt im
       Luftstrom untergebracht werden. Es muß auch gegen die Benetzung
        durch Kraftstoff geschützt werden. Eine genügend große Anzahl
        von Meßstellen ist vorzusehen, damit eine repräsentative
       mittlere Eintrittstemperatur ermittelt werden kann.
 3.3.4 Es darf keine Messung durchgeführt werden, bevor nicht das
        Drehmoment, die Drehzahl und die Temperaturen mindestens 30
       Sekunden lang konstant bleiben.
 3.3.5  Eine für die Messungen zugrundegelegte Drehzahl darf um nicht
       mehr als ± 2 % schwanken.
 ---pagebreak---                                         - 22 -
3.3.6            Bremsleistung und Lufteintrittstemperatur müssen gleichzeitig
                 ermittelt werden. Die Meßwerte sind als Mittelwert zweier
                 stabilisierter Ablesewerte für die Bremsleistung zu bilden, die
                  Jeweils um nicht mehr als 2 % voneinander abweichen dürfen.
3.3.7             Bei der Messung der Drehzahl durch eine selbstaus lösende
                  Einrichtung muß die Meßzeit mindestens zehn Sekunden betragen;
                  bei einer Messung durch eine handbetätigte Einrichtung muß sie
                  mindestens 20 Sekunden betragen.
3.3.6             Die am Motoraustritt ermittelte Temperatur der Kühlflüssigkeit
                  muß auf ± 5 K genau auf der vom Hersteller angegebenen oberen
                  Regelungstemperatur des Thermostats gehalten werden. Macht der
                  Hersteller keine diesbezüglichen Angaben, muß die Temperatur bei
                  353 K ± 5 K liegen.
                  Bei luftgekühlten Motoren muß die Temperatur an einem vom
                  Hersteller angegebenen Punkt auf ± 20 K genau auf der vom
                  Hersteller für die Bezugsbedingungen vorgesehenen höchsten
                  Temperatur gehalten werden.
3.3.9             Die Temperatur des Kraftstoffs am Eintritt des Vergasers oder
                  der Einspritzpumpe muß innerhalb der vom Hersteller festgelegten
                  Grenzwerte gehalten werden.
3.3.10            Die im Kurbelgehäuse oder gegebenenfalls beim Austritt aus dem
                  Ölkühler gemessene Temperatur des Schmiermittels muß innerhalb
                  der vom Hersteller festgelegten Grenzwerte liegen.
 3.3.11           Die Temperatur der Abgase ist In der Auspuff leitung in der Nähe
                  des Auspuffkrümmerflansches (bzw. der Auspuffkrümmerflansche)
                  oder der Auspufföffnung(en) zu messen.
 3.3.12           Kraftstoff
                  Es ist ein handelsüblicher Kraftstoff zu verwenden, der keine
                  rauchverhindernden Zusatzstoffe enthält. In strittigen Fällen
                   ist der in der Verordnung (EWG) ... des Rates vom ... über
                  Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von
                  zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen^) festgelegte
                  Bezugskraftstoff zu verwenden.
 3.4              Durchführung der Prüfungen
                  Die Messungen sind mit einer ausreichenden Zahl von Drehzahlen
                  durchzuführen, damit die Vollastkennlinie zwischen der vom
                  Hersteller angegebenen Mindest- und Höchstdrehzahl richtig
                   festgelegt werden kann. Dieser Drehzahlbereich muß die Drehzahl
                  einbeziehen, bei der der Motor seine Nutzleistung abgibt.
                   Zugrundezulegen Ist der Mittelwert zweier stabilisierter
                  Meßwerte.
 (1)    ABI. Nr. L ...
 ---pagebreak---                             - 23 -
3.5   Festzuhaltende Daten
      Unteranlage 1 enthält die Daten, die festzuhalten sind.
4.    KORREKTURFAKTOREN FÜR DREHMOMENT UND LEISTUNG
4.1   Begriffsbestimmung für den Faktor K
      K ist der Faktor, mit dem das ermittelte Drehmoment bzw. die
      ermittelte Leistung multipliziert werden muß, um das Drehmoment
      bzw. die auf die Motorleistung zu ermitteln, das/die auf die
      atmosphärischen Bezugsbedingungen nach 4.2 bezogen Ist.
4.2   Atmosphärische Bezugsbedingungen
4.2.1 Temperatur : 25 *C (298 K)
4.2.2 Gesamtdruck
      100 kPa (1.000 mbar) ohne Angabe des Luftfeuchtigkeitsgrads.
      Anmerkung:
       In dem Temperaturbereich zwischen 283 K und 318 K wird man,
      obwohl dies in einigen Fällen nicht zutrifft, die Beeinflussung
      des Korrekturfaktors durch die Feuchtigkeit, übrigens auch in
      Anbetracht der Meßgenauigkeit, als unerheblich ansehen.
4.3   Grenzen für die Verwendung des Korrekturfaktors
      Die Korrekturformel läßt sich nur anwenden, wenn der
      Korrekturfaktor zwischen 0,93 und 1,07 Hegt.
      Werden diese zulässigen Grenzen überechrftten, müssen der
      erhaltene korrigierte Wert genannt und die Prüfbedingungen
       (Temperatur und Druck) im Prüfprotokoll im einzelnen genau
      beschrieben werden.
      Anmerkung :
       In klimatisierten Räumen, wo die atmosphärischen Bedingungen
      verändert werden können, durchgeführte Prüfungen sind zulässig.
4.4   Ermittlung der Korrekturfaktoren
      Der Korrekturfaktor Ist mit den in Absatz 4.3 definierten
      Einschränkungen unter Zugrundelegung nachstehender Formel zu
      ermitteln:
            (100 )  (    T )0'5
              P         298
      mit
      T - absolute Temperatur in K der vom Motor angesaugten Luft;
       P - der gesamte atmosphärische Druck in kPa.
 ---pagebreak---                           - 24 -
    Diese Formel gilt für das an der Bremse abgelesene Drehmoment
    bzw. die dort abgelesene Leistung ohne Berücksichtigung des
    mechanischen Wirkungsgrads des Motors.
5.  PRÜFPROTOKOLL
    Das Prüfprotokoll muß die Ergebnisse und alle erforderlichen
    Berechnungen zur Bestimmung des in Unteranlage 2 angegebenen
    maximalen Drehmoments bzw. der dort angegebenen maximalen
    Nutzleistung sowie die In Unteranlage 1 aufgeführten Merkmale
    des Motors enthalten.
6.  TOLERANZEN BEI DER ERMITTLUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER
    MAXIMALEN NUTZLEISTUNG
6.1 Das vom technlechen Dienst ermittelte maximale Drehmoment bzw.
    die entsprechend ermittelte maximale Nutzleistung des Motors
    darf bei einer gemessenen Leistung von <_ 1 kW um 10 % und bei
    einer gemessenen Leistung von > 1 kW um 5 % von den vom
    Hersteller angegebenen Werten abweichen.
6.2  Im Rahmen einer Konformitätsprüfung der Produktion darf das
    maximale Drehmoment bzw. die maximale Nutzleistung eines
    geprüften Motors bei einer gemessenen Leistung von < 1 kW um
    20 % und bei einer gemessenen Leistung von > 1 kW um 10 % von
    den bei der Bauartgenehmigungsprüfung ermittelten Werten
    abweIchen.
 ---pagebreak---                                       - 25 -
                                   UNTERANLAGE 1
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
                                 MIT BEZUG AUF DEN
                           HAUPTMERKMALEN DES MOTORTYPS*1>,
                        VON DENEN DAS MAXIMALE DREHMOMENT
               SOWIE DIE MAXIMALE NUTZLEISTUNG BEEINFLUSST WERDEN
                        (Ottomotoren für Kleinkrafträder)
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls diese unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gestellt wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben)
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich des maximalen Drehmoments und der
maximalen Nutzleistung eines Kleinkraftradmotors muß mit Informationen zu
folgenden Punkten der Verordnung (EWG) ... vom ..., Anhang II, Buchstabe A
versehen sein:
0.1.
0.2.
0.4. bis 0.6.
3. bis 3.2.1.5
3.2.2
3.2.4 bis 3.2.4.1.5
3.2.4.3 bis 3.2.6.8.2
3.2.7 bis 3.2.12.2.1
3.5 bis 3.6.3.1.2
(1)   Für nicht herkömmliche Motoren oder Systeme hat der Hersteller
      den nachstehenden Punkten entsprechende Angaben zu machen.
 ---pagebreak---                                      - 26 -
                                  UNTERANLAGE 2
                                                       Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHM IGUNGS80GEN
             BEZÜGLICH DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN
                      NUTZLEISTUNG EINES KLEINKRAFTRADTYPS
                                      MUSTER
PROTOKOLL Nr. ... des technischen Dienstes ... vom ...
Nr. der Bauartgenehmigung ...                Nr. der Erweiterung .
1.              Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.              Fahrzeugtyp
3.              Name und Anschrift des Herstellers
4.              Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten
                des Herstellers
5.              Fahrzeug zur Prüfung vorgestelit am
6.              Maximales Drehmoment                 Nm bei       U/min
7.              Maximale Nutzleistung :              kW bei       U/min
8.              Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert^*) ...
9.              Ort
10.             Datum
11.             Unterschrift
(*)   Unzutreffendes bitte streichen
 ---pagebreak---                                      - 27 -
                                    ANLAGE 2
                BESTIMMUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER
                   MAXIMALEN NUTZLEISTUNG EINES OTTOMOTORS
                   FÜR KRAFTRÄDE UND DREIRADKRAFTFAHRZEUGE
1.            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              Im Sinne dieser Verordnung bedeutet:
1.1           "Nutzleistung" -
              Leistung, die bei entsprechender Drehzahl auf einem Prüfstand an
              der Kurbelwelle oder dem entsprechenden Bauteil mit dem in
              Tabelle 1 aufgeführten Hilfseinrichtungen abgenommen wird. Wenn
              die Leistungsmessung nur an dem mit einem Getriebe ausgerüsteten
              Motor durchgeführt werden kann, wird dem Wirkungsgrad des
              Getriebes Rechnung getragen;
1.2           "maximale Nutzleistung" -
              größte Nutzleistung des Motors, gemessen unter
              Vo11astbed i ngungen;
1.3           "Drehmoment" -
              unter den in Absatz 1.1 angegebenen Bedingungen gemessenes
              Drehmoment ;
1.4           "maximales Drehmoment" -
              größtes Drehmoment des Motors, gemessen unter
              VoIIastbedIngungen;
1.5           "Hilfseinrichtungen"
              Geräte und Einrichtungen, die in Tabelle 1 aufgeführt sind;
1.6           "serlenmaBige Ausrüstung"
              Jede vom Hersteller für eine bestimmte Anwendung vorgesehene
              Ausrüstung.
2.            GENAUIGKEIT DER DREHMOMENT- UND LEISTUNGSMESSUNGEN UNTER
              VOLLASTBEDINGUNGEN
2.1           Drehmoment : ± 2 % des gemessenen Drehmoments^ 1 ).
2.2           Drehzahl : die Meßgenauigkeit muß bel ± 1 % liegen.
2.3           Kraftstoffverbrauch : insgesamt ± 1 % für die verwendete
              Meßeinrichtung.
(1) Die zur Bestimmung des Drehmoments genutzte Meßeinrichtung Ist
    unter Berücksichtigung der Reibungsverluste zu kalibrieren. Für
    Messungen bei einer Motorleistung von weniger als 50 X der
    Höchstleistung darf die Meßgenauigkeit ± 2 % betragen. Für die
    Messung des größten Drehmoments bleibt sie in allen Fällen
    ± 1 %.
 ---pagebreak---                             - 28 -
2.4   Ansaug Iufttemperatur des Motors : ± 1 K.
2.5   Luftdruck : ± 70 Pa.
2.6   Druck und Unterdruck In der Auspuffanlage : ± 25 Pa.
3.    MESSUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN NUTZLEISTUNG
      DES MOTORS
3.1   Hilfseinrichtungen
3.1.1 Einzubeziehende Hilfseinrichtungen
      Bei der Prüfung sind die für das Funktionieren des Motors im
      Hinblick auf den Verwendungszweck erforderlichen
      Hilfseinrichtungen (gemäß Tabelle 1) auf dem Prüfstand möglichst
      an der Stelle anzubringen, die sie bei Ihrer wirklichen
      Verwendung einnehmen würden.
3.1.2 Wegzulassende Hi Ifseinrichtungen
      Bestimmte Hilfseinrichtungen, die nur zur Benutzung des
      Fahrzeugs selbst erforderlich sind und am Motor angebracht
      werden, sind für die Prüfungen auszubauen.
      Bei nicht ausbaubaren Ausrüstungen darf die von ihnen
      aufgenommene Leer lauf le istung ermittelt und zu der gemessenen
      Leistung addiert werden.
 ---pagebreak---                                    - 29 -
                                 TABELLE 1
           Hilfseinrichtungen, die in die Prüfung zur Ermittlung
    des Drehmoments und der Nutzleistung des Motors einzubeziehen sind
Nr.      Hilfseinrichtungen        In die Prüfung des Drehmoments
                                   und der Nutzleistung einbezogen
 1    Einlaßsystem
      - Ansaugleitung
      - Luftfilter
      - Ansaugschalldämpfer               serienmäßig - Ja
      - Kurbelgehäuseentlüftung
      - Drehzahlbegrenzer
      - elektrische Kontrollein-
        richtung (falls vorhanden)
 2    Ansaug Iuftvorwärmung
      (ist nach Möglichkeit auf           serienmäßig - Ja
      die günstigste Stellung
      einzuregulleren)
 3    AbgasschalIdämpferanlage
      - Auspuffkrümmer
      - Abgasleltungen
      - Schalldämpfer                      serienmäßig - Ja
      - Endrohr
      - Auf lader
      - Gegebenenfalls elektrische
        Kontrolleinrichtung
 4    Kraftstoffpumpe                      serienmäßig - Ja
 5    Vergaser                             serienmäßig - Ja
 6    Kraftstoffeinspritzung
      - Vorfilter
      - Filter
      - Pumpe                              serienmäßig - Ja
      - Hochdruckleitung
      - Einspr itzdüse
 ---pagebreak--- \
                                  - 30 -
   7 Flüssigkeitskühlung
     - Motorhaube                        Nein
     - Kühler
     - Lüfter                            serienmäßig - Ja
     - Luft leiteinrichtung
       des Lüfters
     - Wasserpumpe
     - Thermostat
   8 Luftkühlung
     - Luft leiteinrichtung              serienmäßig - Ja
     - Gebläse
     - Temperaturrege Iungs-
       eInrichtung
   9 Elektrische Ausrüstung              serienmäßig - Ja
  10 Lader (falls vorhanden)
     - direkt vom Motor und/oder
       von den Auspuffgasen
       angetriebener Lader
     - Zwischenkühler
     - Kühlmittelpumpe oder -            serienmäßig - Ja
       vom Motor angetrieben)
     - Einrichtung zur Regelung
       des Kühl mitteldurchsatzes
       (falIs vorhanden)
  11 Ölkühler (falls vorhanden)          serienmäßig - Ja
  12 Einrichtungen                       serienmäßig - Ja
     zur Abgasreinigung
 ---pagebreak---                                         - 31 -
3.2            E i nste11 bed i ngungen
               Die Einste11bedIngungen für die Prüfungen zur Ermittlung des
              maximalen Drehmoments und der maximalen Nutzleistung sind aus
               Tabelle 2 zu ersehen.
                                      TABELLE 2
                                 EInste11bed Ingungen
  1   Einstellung des Vergasers/
      der Vergaser
                                                 EInsteIIung gemäß den
  2   Einstellung der Einspritzpumpen-            Angaben des Herstel-
      leistung                                    1ers für die Baureihe,
                                                 die ohne Änderungen
  3   Zündeinstellung oder                        für die In Betracht
      Einspritzverstellung                       kommende Verwendung
      (EinspritzverstelIkurve)                    gilt.
3.3            Prüfbedingungen
3.3.1          Die Prüfungen zur Ermittlung des maximalen Drehmoments und der
               maximalen Nutzleistung sind bei vollständigem Durchtreten des
               Gaspedals durchzuführen, wobei der Motor gemäß Tabelle 1
               ausgerüstet ist.
3.3.2          Die Messungen sind bei normalen und stabI Is 1erten
               Betriebsbedingungen durchzuführen; die Versorgung des Motors mit
               Luft muß ausreichend sein. Die Motoren müssen entsprechend dem
               vom Hersteller empfohlenen Bedingungen eingefahren worden sein.
               Die Verbrennungsräume dürfen in begrenztem Maße Rückstände
               enthalten.
               Die Prüfbedingungen, wie beispielsweise die Lufteintritts-
               temperatur, müssen den Bezugsbedingungen gemäß 4.2 möglichst
               angenähert werden, damit die Bedeutung des Korrekturfaktors
               verringert wird.
               Wenn die Kühlung des Prüfstandes den Mindestbedlngungen für eine
               sachgerechte Anlage genügt, Jedoch nicht die Schaffung
               hinreichender Bedingungen für die Kühlung des Motors und somit
               für die Durchführung der Messungen unter normalen und etabilen
               Betriebsbedingungen gestattet, darf die in der Anlage 1
               beschriebene Methode angewendet werden.
               Die durch die Prüfanlage zu erfüllenden Mindestbedlngungen sowie
               die Möglichkeit, die Prüfungen gemäß Anlage 1 durchzuführen,
               sind nachstehend definiert:
               Vi      ist die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs;
               V2      ist die Höchstgeschwindigkeit des Kühlluftstroms am
                       Austritt aus dem Gebläse;
               0        ist der Querschnitt des Kühlluftstroms.
 ---pagebreak---                               - 32 -
      Sind V 2 >_V-\ und 0 ^ 0 . 2 5 m 2 , so reichen die
      Mindestbedlngungen aus. Lassen sich die Betriebsbedingungen
      nicht stabilisieren, kann die in der Anlage 1 beschriebene
      Methode angewendet werden.
      Sind V 2 < V 1 und/oder 0 < 0,25 m 2 , so gilt folgendes:
      a. Wenn sich die Betriebsbedingungen stabilisieren lassen, wird
          die Methode nach 3.3 angewendet ;
      b. wenn sich die Betriebsbedingungen nicht stabilisieren lassen,
          gilt foIgendes :
          I   sind V 2 >_120 km/h und 0 >_ 0,25 m 2 , so erfülIt die
             Anlage die Mindestbedingungen, und die in der Anlage 1
             beschriebene Methode kann angewendet werden;
          II wenn V 2 < 120 km/h und/oder 0 < 0,25 m 2 , erfüllt die
             Anlage nicht die Mindestbedlngungen, und das Kühl system
             der Versuchseinrichtung muß verbessert werden.
3.3.3 Die Temperatur der Ansaugluft des Motors (Umgebungsluft) darf
      höchstens 0,15 m vor der Einlaßöffnung des Luftfilters oder,
       falls kein Filter vorhanden ist, 0,15 m vor dem
      Lufteintrittstrichter ermittelt werden. Das Thermometer oder das
      Thermoelement muß gegen Warmeabstrahiung geschützt und direkt im
      Luftstrom untergebracht werden. Es muß auch gegen die Benetzung
      durch Kraftstoff geschützt werden. Eine genügend große Anzahl
      von Meßstellen ist vorzusehen, damit eine repräsentative
      mittlere Eintrittstemperatur ermittelt werden kann.
3.3.4  Es darf keine Messung durchgeführt werden, bevor nicht das
       Drehmoment, die Drehzahl und die Temperaturen mindestens 30
       Sekunden lang konstant bleiben.
3.3.5  Eine für die Messungen zugrundegelegte Drehzahl darf um nicht
      mehr als ± 1 % schwanken.
3.3.6 Brems le istung und Lufteintrittstemperatur müssen gleichzeitig
       ermittelt werden. Die Meßwerte sind als Mittelwert zweier
       stabilisierter Ablesewerte für die Bremsleistung zu bilden, die
       Jeweils um nicht mehr als 2 % voneinander abweichen dürfen.
3.3.7  Die am Motoraustritt ermittelte Temperatur der Kühlflüssigkeit
      muß auf ± 5 K genau auf der vom Hereto H e r angegebenen oberen
       Rege lungstemperatur des Thermostats gehalten werden. Macht der
       Hersteller keine diesbezüglichen Angaben, muß die Temperatur bei
       353 K ± 5 K liegen.
       Bei luftgekühlten Motoren muß die Temperatur an einem vom
       Hersteller angegebenen Punkt auf ± 20 K genau auf der vom
       Hersteller für die Bezugsbedingungen vorgesehenen höchsten
       Temperatur gehalten werden.
 ---pagebreak---                                        - 33 -
3.3.8           Die Temperatur des Kraftstoffs am Eintritt des Vergasers oder
                der Einspritzpumpe muß innerhalb der vom Hersteller festgelegten
                Grenzwerte gehalten werden.
3.3.9           Die im Kurbelgehäuse oder gegebenenfalls beim Austritt aus dem
                Ölkühler gemessene Temperatur des Schmiermittels muß innerhalb
                der vom Hersteller festgelegten Grenzwerte liegen.
3.3.10           Die Temperatur der Abgase ist in der Auspuff leitung oder in der
                 Nähe des Auspuffkrümmerflansches (bzw. der Auspuffkrümmer-
                 flansche) zu messen.
3.3.11          Wird zur Ermittlung der Drehzahl und des Verbrauchs eine
                 selbstaus lösende Einrichtung verwendet, muß die Meßdauer
                 mindestens 10 s betragen; wird die Meßeinrichtung von Hand
                 bedient, muß die Meßdauer wenigstens 20 s betragen.
3.3.12           Kraftstoff
                 Es ist ein handelsüblicher Kraftstoff zu verwenden, der keine
                 rauchverhindernden Zusatzstoffe enthält. In strittigen Fällen
                  ist der in der Verordnung (EWG) ... des Rates vom ... über
                 Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von
                 zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen*1) festgelegte
                 Bezugskraftstoff zu verwenden.
3.3.13           Kann kein genormter Auspufftopf verwendet werden, Ist für die
                 Prüfung eines mit der entsprechenden Angabe des Herstellers
                 normalen Drehzahl des Motors kompartible Einrichtung zu wählen.
                  Insbesondere darf in der Prüfstelle bei im Betrieb befindlichen
                 Motor die Auspuf fan läge an dem Punkt, wo die Auspuf fan läge des
                 PrüfStandes angeschlossen let, In der Abgas leitung kein Druck
                 entstehen, der den athmospärIschen Druck um mehr als +_ 740 Pa
                  (7,4 mbar) übersteigt, es sei denn der Hersteller habe den vor
                 der Prüfung bestehenden Gegendruck ausdrücklich festgelegt; in
                 diesem Falle ist der geringere Wert der beiden Druckwerte
                 zugrunde zu legen.
 3.4             Verlauf der Prüfungen
                 Die Messungen sind bei hinreichend vielen Drehzahlen
                 durchzuführen, damit die Vollastenlinie zwischen der vom
                 Hersteller angegebenen Mindest- und Höchstdrehzahl richtig
                  festgelegt werden kann. Dieser Drehzahlbereich muß die Drehzahl
                 einbeziehen, bei der der Motor eine Nutzleistung abgibt. Für
                  Jede Drehzahl ist der Mittelwert von zumindest zwei
                 stabilisierten Messungen zu bestimmen.
 (1)   ABI. Nr. L ...
 ---pagebreak---                                     - 34 -
3.5        Festzuhaltende Daten
           Unteranlage 2 enthält die Daten, die festzuhalten sind.
4.         KORREKTURFAKTOREN FÜR DREHMOMENT UND LEISTUNG
4.1        Begriffsbestimmung der Faktoren <*\ und et 2
            Faktoren, mit denen das ermittelte Drehmoment bzw. die
            ermittelte Leistung multipliziert werden muß, um das Drehmoment
            bzw. die Motorleistung unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads
            der eventuell bei den Prüfungen verwendeten Kraftübertragung
            (FaktoruC-i) zu ermitteln und auf die atmosphärischen
            Bezugsbedingungen nach 4.2 zu beziehen (Faktor002).
            Die Formel zur Leistungskorrektur lautet wie folgt:
            P  o -O/  1 x0t/ 2 xP
            wöbe I
            P0,      der korrigierte Leistungswert (d.h. die Leistung unter
                    den Bezugsbedingungen und am äußersten Ende der
                    Kurbelwelle),
           oc 1     der Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad der
                    Kraftübertragung,
           c£ 2     der Korrekturfaktor für die atmosphärischen
                    Bezugsbedingungen    2a o d e r 2b u n d
            P        die gemessene (beobachtete) Leistung ist.
4.2         Atmosphärische Bedingungen
4.2.1       Atmosphärische Bezugsbedingungen
4.2.1.1     Bezugstemperatur (T0) : 298 K (25*C)
4.2.1.2     Bezugsdruck (trocken) (P^) : DD kPa
Anmerkung:  Der Druck (trocken) beruht auf einem Gesamtdruck von 100 kPa und
            einem Wasserdampfdruck von 1 kPa
            p
              so • pao " pwo
            wobei
            P a o der Gesamtbezugsdruck (100 kPa) und
            PgQ der Bezugs-Wasserdampfdruck (1 kPa) ist.
4.2.1.3     Gesamtbezugsdruck (P ao )
            100 kPa (1000 mbar) ohne Angabe des Luftfeuchtigkeitsgrads bei
            Zweitaktmotoren.
 ---pagebreak---                                   - 35 -
Anmerkung: Im Temperaturbereich zwischen 283 K und 318 K ist der Einfluß
           der Luftfeuchtigkeit als bedeutungslos anzusehen, obwohl dies in
           einigen Fällen unter anderem auch angesichts der Meßgenauigkeit
           nicht der Fall ist.
4.2.2.     Atmosphärische Prüfbedingungen
           Während der Prüfung müssen die atmosphärischen Bedingungen
           innerhalb der Spanne nachstehender Werte liegen.
4.2.2.1    Prüftemperatur (T) : 283 K < T < 318 K
4.3        Ermittlung der Korrekturfaktoren
4.3.1      Ermittlung des Faktors 00 -\
           -   Wenn der Meßpunkt am Ausgang der Kurbelwelle liegt, hat
               dieser Faktor den Wert von 1;
           -   wenn der Meßpunkt nicht am Ausgang der Kurbelwelle liegt, ist
               der Faktor nach folgender Formel zu errechnen :
             061-1
                   "t
           mit:
           n t - Wirkungsgrad der Kraftübertragung zwischen Kurbelwelle
           und Meßpunkt.
           Dieser Wirkungsgrad der Kraftübertragung nt wird durch das
           Produkt (Multiplikation) des Wirkungsgrades mj eines Jeden
           einzelnen Bauteile der Kraftübertragungseinrichtung nach
            folgender Gleichung bestimmt:
           n^ • n-j x n 2 x . ...x nj
           Der Wirkungsgrad n| der einzelnen Bauteile der Kraftüber-
            tragungseinrichtung ist nachstehender Tabelle zu entnehmen :
 ---pagebreak---         \
                                         - 36 -
                                    Typ                        Wirkungs-
                                                                grad
 Zahnradgetriebe        Geradverzahnt                             0,98
                        Schraubenverzahnung                       0,97
                        Kegel verzahnt                             0,96
 Kette                  Rollenkette                               0,95
                        Geräuscharme Kette                         0,98
 Treibriemen            Zahnriemen                                 0,95
                        Keilriemen                                 0,94
 Strömungskupplung      Strömungskupplung^1)                       0,92
 oder Stömungs-
 wandler                Strömungswandler C )                       0,92
4.3.2            Bestimmung des Faktors 0 6 2 ( 2 >
4.3.2.1          Begriffsbestimmung der physischen Größen T, P s und P a sowie
                 der Korrekturfaktoren 06 2 a und 0C/2D.
                 T    ist die absolute Temperatur der vom Motor angesaugten Luft,
                     ausgedrückt In Kelvin (K);
                 P 8 ist der atmosphärische Luftdruck (trocken), ausgedrückt in
                     Kilopascal (kPa), d.h. der Gesamt- luftdruck unter Abzug
                     des Wasserdampfdrucks;
                 P a ist der atmosphärische Luftdruck.
4.3.2.2          Viertaktmotoren - Faktoren 2 a
                 Der Korrekturfaktor06 2a für Viertaktmotoren wird nach
                 folgender Formel errechnet :
                             99 1-2        T    0.6
                et 2a      ( -- )       (      )
                             Ps           298
(1)    Wenn nicht verriegelt.
(2)    Die Prüfungen können in klimatisierten Versuchsräumen durchgeführt werden,
       in denen sich die atmosphärischen Bedingungen regeln lassen.
 ---pagebreak---                                   - 37 -
        Diese Formel ist nur anzuwenden, wenn
         0,95 <.0C/2a :L 1 »° 5 *
        Werden diese Grenzwerte überschritten, müssen der erhaltene
         korrigierte Wert angegeben und die Prüfbedingungen (Temperatur
         und Luftdruck) in dem Prüfprotokoll genau festgehalten werden.
4.3.2.3  Zweitaktmotoren - Faktor (Xy2b
         Der Korrekturfaktor 2b fur Viertaktmotoren wird nach
         folgender Formel errechnet :
                100         T °- 5
        0C2b "         •< >
                Pa        298
         Diese Formel ist nur anzuwenden, wenn :
         0,96 <_0C2b i 1 t04.
         Werden diese Grenzwerte überschritten, müssen der erhaltene
         korrigierte Wert angegeben und die Prüfbedingungen (Temperatur
         und Luftdruck) Im Prüfprotokoll genau festgehalten werden.
5.       PRÜFPROTOKOLL
         Das Prüfprotokoll muß die Ergebnisse und alle erforderlichen
         Berechnungen zur Bestimmung des In Unteranlage 3 angegebenen
         maximalen Drehmoments bzw. der dort angegebenen maximalen
         Nutzleistung sowie die In Unteranlage 2 aufgeführten Merkmale
         des Motors enthalten.
6.       TOLERANZEN BEI DER ERMITTLUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER
         MAXIMALEN NUTZLEISTUNG
6.1      Das vom technischen Dienst ermittelte maximale Drehmoment bzw.
         die entsprechend ermittelte maximale Nutzleistung des Motors
         darf bei einer gemessenen Leistung von <_ 11 kW um 5 % und bei
         einer gemessenen Leistung von > 11 kW um 2 % von den vom
         Hersteller angegebenen Werten abweichen, mit einer Toleranz von
         1,5 % für die Motordrehzahl.
6.2       Im Rahmen einer Konformitätsprüfung der Produktion darf das
         maximale Drehmoment bzw. die maximale Nutzleistung eines
         geprüften Motors bei einer gemessenen Leistung von <^11 kW um
          10 % und bei einer gemessenen Leistung von > 11 kW um 5 % von
         den bei der Bauartgenehmigungsprüfung ermittelten Werten
         abwe i chen.
 ---pagebreak---                           - 38 -
                       UNTERANLAGE 1
    ERMITTLUNG DES DREHMOMENTS UND DER MOTORLEISTUNG MIT HILFE DER
    TEMPERATURMETHODE
1.  PRÜFBEDINGUNGEN
1.1 Die Prüfung zur Bestimmung des maximalen Drhemoments und der
    maximalen Nutzleistung ist bei voll durchgetretenem Gaspedal
    durchzuführen, wobei der Motor gemäß Tabelle 1 ausgerüstet sein
    muß.
1.2 Die Messungen sind bei normalen Betriebsbedingungen
    durchzuführen. Die Versorgung des Motors mit Luft muß
    ausreichend sein. Die Motoren müssen entsprechend dem vom
    Hersteller empfohlenen Bedingungen angefahren worden sein. Die
    Verbrennungsräume dürfen im begrenztem Maße Rückstände
    enthalten.
    Die Prüfbedingungen wie beispielsweise die Lufteintritts-
    temperatur müssen den Bezugsbedingungen gemäß Absatz 4.2.1
    weitgehend angenähert sein, damit die Bedeutung des
    Korrekturfaktors verringert wird.
1.3 Die Temperatur der Ansaugluft des Motors darf höchstens 0,15 •
    vor dem Eintritt in den Luftfilter oder, wenn kein Filter
    vorhanden ist, 0,15 m vor dem Lufteintrittstrichter ermittelt
    werden. Das Thermometer oder das Thermoelement muß gegen
    Warmeabstrahiung geschützt und direkt Im Luftström untergebracht
    werden. Diese Geräte müssen auch gegen die Benetzung durch
    Kraftstoff geschützt sein. Es ist eine genügend große Anzahl von
    Meßstellen vorzusehen, damit eine representative mittlere
    Eintrittstemperatur erhalten wird.
1.4 Nachdem eine Drehzahl für die Messungen gewählt worden ist, darf
    deren Wert um nicht mehr als +.1% während der Ablesung
    schwanken.
1.5 Die Bremsleistung des geprüften Motors muß auf dem Dynamometer
     in dem Augenblick abgelesen werden, wo die Temperatur des
    Motorüberwachungsgerätes bei nahezu konstant gehaltener Drehzahl
    des Motors die Regeltemperatur erreicht.
1.6 Brems le Istung, Kraftstoffverbrauch und Lufteintrittstemperatur
    müssen gleichzeitig ermittelt werden; die Meßwerte sind als
    Mittelwert aus zwei stabilisierten Ablesewerten für die
     Bremsleistung und den Kraftstoffverbrauch zu bilden, die Jeweils
    um nicht mehr als 2% von einander abweichen dürfen.
1.7  Die Ablesung der Kraftstoffverbrauchswerte muß beginnen, wenn
     sichergestellt ist, daß der Motor die spezifizierte Drehzahl
     erreicht hat.
     Bei der Messung von Drehzahl und Verbrauch durch eine
     selbsttätige Einrichtung muß die Meßdauer mindestens 10 s
 ---pagebreak---                                       - 39 -
               betragen; bei der Messung von Drehzahl und Verbrauch durch eine
               handbetätigte Einrichtung muß die Meßdauer mindestens 20 s
               betragen.
1.8            Bei flüssigkeitsgekühlten Motoren darf die am Motoraustritt
               ermittelte Temperatur der Kühlflüssigkelt um nicht mehr als +_ 5
               K von der vom Hersteller angegebenen termostatgeregelten
               Höchsttemperatur abweichen. Hat der Hersteller keine
                diesbezüglichen Angaben gemacht, muß die Temperatur bei 353 K +_
                5 K I legen.
               Bei luftgekühlen Motoren muß die an der Unterlegscheibe der
                Zündkerze gemessene Temperatur auf + 10 K genau der vom
                Hersteller angegebenen Temperatur entsprechen. Hat der
                Hersteller keine diesbezüglichen Angaben gemacht, muß die
                Temperatur bei 483 K +_ 10 K liegen.
1.9             Die Temperatur der Unterlegscheibe der Zündkerze muß bei
                 luftgekühlten Motoren mit Hilfe eines Thermoelements und
                Dichtungsringes ermittelt werden.
1.10            Die Temperatur des Kraftstoffs am Eintritt der Einspritzpumpe
                oder des Vergasers muß innerhalb der vom Hersteller festgelegten
                Grenzwerte gehalten werden.
1.11            Die im Kurbelgehäuse oder gegebenenfalls beim Austritt aus dem
                Ölkühler gemessene Temperatur des Schmiermittels muß innerhalb
                der vom Hersteller festgelegten Grenzwerte gehalten werden.
1.12            Die Temperatur der Abgase let In der Auspuff leitung in der Nähe
                des (der) Auspuffkrümmerflansche(s) oder der AuspuffÖffnungen zu
                messen.
1.13            Es ist ein handelsüblicher Kraftstoff zu verwenden, der keine
                rauchverhindernden Zusatzstoffe enthält. In strittigen Fällen
                 ist der in der Verordnung (EWG) ... des Rates vom ... über
                Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von
                zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen*1) festgelegte
                Bezugskraftstoff zu verwenden.
 1.14           Läßt sich kein genormter Auspufftopf verwenden, let die Prüfung
                mit einer Anlage durchzuführen, die gemäß den Angaben des
                Herstellers mit der normalen Drehzahl dee Motors kompartibel
                 ist. Insbesondere darf in der Prüfstelle die Auspuffanlage bei
                 laufendem Motor an dem Punkt, wo die Auspuffenläge des
                Prüfstandes angeschlossen let. In der Abgas leItung keinen Druck
                erzeugen, der vom atmosphärischen Luftdruck um mehr als +_740 Pa
                 (7,4 mbar) abweicht, es sei denn, der Hersteller hätte den vor
                der Prüfung herechenden Gegendruck ausdrücklich angegeben; in
                diesem Falle let der geringere der beiden Druckwerte
                zugrundezulegen.
 (1)  ABI. Nr. L ...
 ---pagebreak---                                      - 40 -
                                  UNTERANLAGE 2
                               BESCHREIBUNGSBOGEN
                                MIT BEZUG AUF DEN
                          HAUPTMERKMALEN DES MOTORTYPS*1>
                        VON DENEN DAS MAXIMALE DREHMOMENT
                 UND DIE MAXIMALE NUTZLEISTUNG BEEINFLUSST WIRD
             (Otto-Motoren für Krafträder und Dreiradkraftfahrzeuge)
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls diese unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gestellt wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben) :
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich des maximalen Drehmoments und der
maximalen Nutzleistung eines Motors für Krafträder und Dreiradkraftfahrzeuge muB
mit Informationen zu folgenden Punkten der Verordnung (EWG) ... vom ..., Anhang
II, Buchstabe A versehen sein:
0.1.
0.2.
0.4. bis 0.6.
3. bis 3.2.1.5
3.2.2
3.2.4 bis 3.2.4.1.5
3.2.4.3 bis 3.2.6.8.2
3.2.7 bis 3.2.12.2.1
3.5 bis 3.6.3.1.2
(1)   Für nIchtherkomm11che Motoren oder Systeme hat der Hersteller den
      nachstehenden Punkten entsprechende Angaben zu machen.
 ---pagebreak---                                       - 41 -
                                   UNTERANLAGE 3
                                                Angabe der Behörde
                              BAUARTGENEHM IGUNGS80GEN
              BEZÜGLICH DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN
           NUTZLEISTUNG EINES KRAFTRAD- ODER DREI RADKRAFTFAHRZEUGTYPS
                                       MUSTER
PROTOKOLL Nr. ... des technischen Dienstes ... vom ...
Nr. der Bauartgenehmigung                      Nr. der Erweiterung .,
1.               Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.               Fahrzeugtyp                         ,
3.               Name und Anschrift des Herstellers
4.               Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten
                 des Herstellers
5.               Fahrzeug zur Prüfung vorgestelit am
6.               Maximales Drehmoment                  Nm bei      U/min
7.               Maximale Nutzleistung :               kW bei      U/min
8.               Die Bauartgenehmigung wird ertel It/verweigert(*> ...
9.               Ort
10.              Datum
11.              Unterschrift
 (*)  Unzutreffendes bitte streichen
 ---pagebreak---                                      - 42 -
                                    ANLAGE 3
            BESTIMMUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN
                 NUTZLEISTUNG EINES KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTORS
                FÜR ZWEIRÄDRIGE ODER DREIRÄDRIGE KRAFTFAHRZEUGE
1.             BEGRIFFBESTIIAIUNGEN
               Im Sinner dieser Verordnung bedeutet :
1.1.           "Nutzleistung" -
               Leistung, die bei entsprechender Drehzahl auf einem Prüfstand an
               der Kurbelwelle oder dem entsprechenden Bauteil mit den in
               Tabelle 1 aufgefürten HlIseinrichtungen abgenommen wird. Wenn
               die Leistungsmessung nur an dem mit einem Getriebe ausgerüsteten
               Motor durchgeführt werden kann, wird dem Wirkungsgrad des
               Getriebes Rechnung getragen;
1.2.           "Maximale Nutzleistung" -
               größte Nutzleistung des Motors, gemessen unter
               VoIIastbedIngungen;
1.3.           "Drehmoment" -
               unter den in Absatz 1.1 angegebenen Bedingungen gemessenes
               Drehmoment;
1.4.           "Maximales Drehmoment" -
               größtes Drehmoment des Motors, gemessen unter Vol last-
               bed Ingungen.
1.5.           "Hilfseinrichtungen" -
               Geräte und Einrichtungen, die In Tabelle 1 aufgeführt sind;
1.6.           "Serienmäßige Ausrüstung" -
               Jede vom Hersteller für eine bestimmte Anwendung vorgesehe
               Ausrüstung.
2.             GENAUIGKEIT DER LEISTUNGSMESSUNGEN BEI VOLLAST
2.1.           Drehmoment : ± 1 % des gemessenen Drehmoments^ 1 )
2.2.           Drehzahl : Die Meßgenauigkeit muß bei ± 1 % liegen. Die Motor-
               drehzahl ist vorugsweise mit Hilfe eines synchronisierten
               Drehzahlmessers und eines Chronometers zu messen.
2.3.           Kraftstoffverbrauch    : ± 1 % des gemessenen Verbrauchs.
2.4.           Kraftstofftemperatur : ± 2 K.
(1)  Das System zur Messung des Drehmoments ist so zu kalibrieren, daß
     Reibungsverluste dabei berücksichtigt werden. Die Genauigkeit darf in der
     unteren Hälfte des Meßbereichs des Dynamometers ± 2 % des gemessenen
     Drehmoments betragen.
 ---pagebreak---                                  - 43 -
2.5.   Ansaug Iufttemperatur des Motors : ± 2 K.
2.6.   Barometerdruck : ± 100 Pa.
2.7.   Druck in der Ansaugleitung : ± 50 Pa (siehe Anmerkung 1 a der
       Tabelle 1 ) .
2.8.   Abgasgegendruck der SchalIdämpferanlage des Fahrzeugs : ± 200 Pa
       (siehe 1 b der Tabelle 1 ) .
3.     PRÜFUNG ZUR BESTIMMUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXI-
       MALEN NUZLEISTUNG DES KOMPRESSIONSZÜNDUNGSMOTORS
3.1.   Hilfen
3.1.1  E i nzubez i ehende H11fse Inr i chtungen
       Bei der Prüfung sind die Hilfseinrichtungen, die für den Betrieb
       des Motors zu dem beabsichtigten Verwendungszweck erforderlich
        (und in Tabelle 1 aufgelistet) sind, möglichst an derselben
       Stelle wie bei dem beabsichtigten Verwendungszweck am Prüfstand
       anzubringen.
3.1.2  WegzuIassende H11fse InrIchtungen
       Bestimmte, ausschließlich für den Betrieb des Fahrzeugs
       erforder-11che und gegebenenfalls am Motor angebrachte
       Ausrüstungsteile sind für die Prüfungen auszubauen.
       Nachstehende, nicht erschöpfende Liste enthält Beispiele hierzu;
       - Kompressor für Bremsanlagen,
       - Hilfskrafteinrichtung der Lenkanlage,
        - Pumpe für die Radaufhängung,
        - Klimaanlage. -
        Bei ni chtausbaubaren Ausrüstungen darf die von ihnen
        aufgenommene Leer lauf le istung ermittelt und zu der gemessenen
        Leistung addiert werden.
 3.1.3  Hilfseinrichtungen für das Anlassen von
        Kompress Ionszündungsmotoren
        Be i H iIfse Inr i chtungen für das An Iassen von
        Kompressionszündungsmotoren sind die beiden folgenden Fälle in
        Betracht zu ziehen :
        a. Elektrisches Anlassen : Die Lichtmaschine ist angebaut und
            versorgt gegebenenfalls die für den Betrieb des Motors
            unbedingt erforderlichen Hilfseinrichtungen.
        b. Nichtelektrisches Anlassen : Sind elektrischen
            Hilfseinrichtungen für den Betrieb des Motors unbedingt
            erforderlich, dann ist die Lichtmaschine angebaut und
            versorgt die Hilfseinrichtungen. Anderfalls ist zie
            auszubauen.
 ---pagebreak---                                   - 44 -
                               . TABELLE 1
         Hilfseinrichtungen, die in die Prüfung zur Ermittlung
         des Drehmoments und der Nutzleistung des Kompressions-
                   zündungsmotors einzubeziehen sind.
Nr.    Hilfseinrichtungen          In die Prüfung des Drehmoments
                                  und der Nutzleistung einbezogen
 1  Einlaßsystem
    - Ansaugleitung
    - Luftfilter            (1a)
    - Ansaugschalldämpfer (1a)            serienmäßig - Ja
    - Kurbelgehäuseentlüftung
    - Drehzahlbegrenzer     (1a)
 2  Luftvorwärmung der              serienmäßig - Ja (sie ist im
    Ansaugleitung                   Rahmen des Möglichen In ihrer
                                    günstigsten Stellung zu
                                    betreiben)
 3  Abgasscha11 dämpferanIage
    - Abgasf11 ter
    - Auspuffkrümmer
    - Abgasleltungen        (1b)
    - Schalldämpfer         (1b)          serienmäßig - Ja
    - Endrohr               (1b)
    - Auf lader
    - Auspuffbremse          (2)
 4  Kraftstoffpumpe          (3)          serienmäßig - Ja
 5  Kraftstoffeinspritzung
    - Vorfilter
    - Filter
    - Pumpe
    - Leitung
    - Einspritzdüse                       serienmäßig - Ja
    - GegebenenfalIs,
      Luftdruckkühler        (4)
    - Elektronisches Steuer-
      system, Luftstrommesser,
      usw ... (als vorhanden)
 ---pagebreak---                                       - 45 -
  6     Flüssigkeitskühlung
       - Motorhaube                          Nein
       - Luftaustritt Motorhaube
        - Kühler
        - Lüfter              (5)(6*
        - Luftleiteinrichtung                serienmäßig - Ja(5)
          des Lüfters
        - Wasserpumpe
        - Thermostat             (7)
   7    Luftkühlung
        - Luft leiteinrichtung               serienmäßig - Ja
        - Gebläse             (5)(6)
        - Temperaturregelungs-
          einrichtung
   S    Elektrische Ausrüstung               serienmäßig - Ja(S)
   9    Lader (falls vorhanden)
        - Entweder'direkt durch den
          Motor und/oder durch die
          Auspuffgase angetriebener
           Lader
        - Lade luftkühler         (9)         serienmäßig - Ja
        - Kühlmittel pumpe oder-
           lüfter (vom Motor ange-
           trieben
        - Kühlmittel thermostat
           (falis vorhanden)
  10    Zusätzlicher Prüfstandlüfter         Ja - falls erforderlich
  11    Einrichtungen                        serienmäßig - Ja
        zur Abgasreinigung      (10)
(1a) Das komplette Einslaßsystem ist entsprechend der beabsichtigten Verwendung
     des Fahrzeugs einzubeziehen. Nämlich :
         wenn eine erhebliche Auswirkung auf die Motorleistung zu befürchten
          ist;
         bei Zweitaktmotoren;
         wenn der Hersteller darum ersucht.
     In anderen Fällen darf ein gleichwertiges System verwendet und muß eine
     Nachprüfung durchgeführt werden, damit sichergestellt ist, daß der Druck an
     der Ansaugleitung um nicht mehr als 100 Pa von dem vom Hersteller für einen
     sauberen Luftfilter genannten Grenzwert abweicht.
 ---pagebreak---                                       - 46 -
(1b) Die vollständige AuspuffschaIIdämpferanlage Ist entsprechend der
     beabsichtigten Verwendung einzubeziehen. Nämlich :
          wenn eine erhebliche Auswirkung auf die Motorleistung zu befürchten
          ist;
          bei Zweitaktmotoren;
          wenn der Hersteller darum ersucht.
     In anderen Fällen darf ein gleichwertiges System eingebaut werden, sofern
     der an der Mündung der AuspuffschalIdämpferanlage gemessene Druck von dem
     vom Hersteller angegebenen Druck um nicht mehr als 1.000 Pa abweicht. Unter
     der Mündung der AuspuffschaIIdämpferanlage ist ein Punkt zu verstehen, der
     150 MM hinter dem Ende des Teils der AuspuffschaIIdämpferanlage liegt, die
     am Motor angebracht ist.
(2) Wenn der Motor eine Auspuffbremse hat, let deren Klappe in vollständig
     geöffneter Stellung zu fixieren.
(3) Der Kraftstofförderdruck darf erforderlichenfalls nachgeregelt werden, um
     die bei dem betreffenden Verwendungszweck vorhandenen Drücke zu reprodu-
     zieren (insbesondere, wenn ein System mit Kraftstoffrührung verwendet
     wird).
(4) Der Luftdruckfühler ist der Geber für die luftdruckabhängige Regelung der
     Einspritzpumpe. Regler oder EinsprItzanläge können weitere Einrichtungen
     enthalten, die die Menge des eingespritzen Krafstoffs beeinflussen.
(5) Kühler, Lüfter, dessen Lufteinrichtung, Wasserpumpe und Thermostat sind auf
     dem Prüfstand in der gleichen Lage wie im Fahrzeug anzuordnen. Die
     Umwälzung der Kühlflüssigkeit darf ausschließlich durch die Wasserpumpe des
     Motors bewirkt werden. Die Abkühlung der Flüssigkeit darf entweder über den
     Kühler des Motors oder über einen externen Kreislauf erfolgen,
     vorausgesetzt, daß der Druckverlust des externen Kreislaufs und der Druck
     am Pumpeneintritt im wesentlichen dem des Kühlsystems des Motors
     entsprechen. Die gegebenenfalls vorhandene KlerJalousie muß geöffnet sein.
     Falls der Kühler, der Lter und dessen Luft leiteinrichtung aus praktischen
     Gründen nicht am Motor montiert werden können, muß die von dem getrennt und
      in der - relativ zum Kühler und dessen Lufteinrichtung (falIs vorhanden) -
     richtigen Anordnung montierten Lüfter aufgenommene Leistung bei den
     Drehzahlen, die den bei der Feststellung der Motorleistung verwendeten
     Drehzahlen des Motors entsprechen, entweder durch Berechnung anhand
     charakteristischer Merkmale oder anhand praktischer Prüfungen ermittelt
     werden. Die auf die normalen atmosphärischen Bedingungen gemäß 4.2.
     bezogene Leistung ist von der korrigierten Leistung abzuziehen.
(6) Bei einem abschaltbaren oder progressiv laufenden Lüfter oder Gebläse Ist
     die Prüfung bei ausgeschaltetem bzw. mit maximalem Schlupf laufendem Lüfter
     oder Gebläse durchzuführen.
(7)  Der Thermostat darf vollständig geöffnet fest eingestellt werden.
(8) Mindestleistung der Lichtmaschine : Die Leistung der Lichtmaschine Ist auf
     den Wert zu beschränken, der für die Versorgung der für den Betrieb des
 ---pagebreak---                                           - 47 -
     Motors unverzichtbaren Hi Ifseinrichtung unbedingt erforderlich ist. Muß
     eine Batterie angeschlossen werden, so hat diese vollständig geladen und in
     ordnungsgemäßem Zustand zu sein.
(9)  Lade luftgekühlte Motoren sind mit Ladeluftkühlung zu prüfen, wobei es
     unerheblich ist, ob diese mit Flüssigkeit oder mit Luft betrieben wird; auf
     Wunsch des Herstellers darf ein luftgekühler Jedoch ein Prüfstandsystem
     ersetzt werden. In Jedem Fall ist für alle Geschwindigkeiten der
     Leistungsmessung unter Druck- und Temperaturabfallen der den Ladeluftküh1er
     durchlaufenden Motorluft zu prüfen, die für das PrüfStandsystem dieselben
     sein müssen wie die, die vom Hersteller für das vollständige Fahrzeug
     angegeben werden.
(10) Dazu dürfen beispielsweise gehören : Abgasrückführung, Katalysator,
     Thermoreaktor, Nebenluftzufuhr und KraftstoffVerdampfungsschutz.
3.2.              E i nste11 bed Ingungen
                  Die EInste11bedIngungen für die Prüfungen zur Ermittlung des
                  maximalen Drehmoments und der maximalen Nutzleistung sind aus
                  Tabelle 2 zu ersehen.
                                         TABELLE 2
                                    EInste11 bed Ingungen
  1      Einstellung der Einspritzpumpen
         le istung
                                                     Serienmäßige EInsteI-
  2      Zündeinstellung oder Einspritz-              lung gemäß den
        Verstellung (Einstellkurve)                  Angaben des Herstel-
                                                      lers, die während der
  3      Reg Iere InsteI lung                         Prüfung beizubehal-
                                                     ten ist.
  4      Schadstoffemissions-
        verhinderer
3.3.              Prüfbedingungen
3.3.1.            Die Prüfungen zur Ermittlung des maximalen Drehmoments und der
                  Nutzleistung bei Motoren mit Fremdzündung bei vollständigem
                  Durchtreten des Gaspedals und bei Kompressionszündungsmotoren
                  bei Vol lastförder le Istung der Einspritzpumpe durchzuführen,
                  wobei der Motor gemäß Tabelle 1 ausgerüster ist.
3.3.2.            Die Messungen sind bei stabilisierten Betriebsbedingungen
                  durchzuführen. Die Versorgung des Motors mit Luft muß
                  ausreichend sein. Die Motoren müssen entsprecchend den vom
                  Hersteller empfohlenen Bedingungen eingefahren sein. Die
                  Verbrennungsräume dürfen In begrenztem Maße Rückstände
                  enthalten.
 ---pagebreak---                                 - 48 -
        Die Prüfbedingungen, wie beispielsweise die Lufteintritts-
        temperatur, müssen den Bezugsbedingungen gemäß 4.2. möglichst
        weitgehend angenähert werden, damit die Größenordnung des
        Korrekturfaktors verringert wird.
3.3.3.  Die Temperatur der Ansaugluft des Motors (umgebende Luft) darf
        höchstens 0,15 m vor dem Eintritt in den Luftfilter oder, wenn
        kein Filter vorhanden Ist, 0,15 m vor dem Lufteintrittstrichter
        ermittelt werden. Das Thermometer oder das Thermoelement muß
        gegen Wärmebestrahlung geschüzt und direkt im Luftstrom
        untergebracht sein. Es muß auch gegen Benetzung durch Kraftstoff
        geschützt sein. Es Ist eine genügend große Zahl von Meßstellen
        vorzusehen, damit eine repräsentative mittlere
        Eintrittstemperatur gemessen werden kann.
3.3.4.  Es darf keine Messung durchgeführt werden, bevor nicht das
        Drehmoment, die Drehzahl und die Temperatur mindestens eine
        Minute lang Im wesentlichen konstant bleiben.
3.3.5.  Eine für die Messungen zugrunde gelegte Drehzahl darf während
        eines Prüf laufs oder einer Ablesung um nicht mehr als i 1 % oder
        ± 1 0 min9"'1 schwanken; dabei wird der größere der Toleranzwerte
        berücksichtigt.
3.3.6.  Bremsleistung und Lufteintrittstemperatur sind gleichzeitig zu
        ermitteln und müssen den Mittelwert zweier stabilisierter
        nacheinander gemessener Werte bilden, die bei der Bremsleistung
        um nicht mehr als 2 % schwanken dürfen.
3.3.7.  Die am Motoraustritt ermittelte Temperatur der Kühlflüssigkeit
        muss auf ± 5 K genau auf der vom Hersteller angegebenen oberen
        Rege lungstemperatur des Thermostats gehalten werden. Wenn der
        Hersteller keine Angaben macht, muß die Temperatur bei
        353 K ± 5 K liegen.
        Bei luftgekühlten Motoren muß die Temperatur an einem vom
        Hersteller genannten Punkt innerhalb + 0/- 20 K des vom
        Hersteller in den Referenzbedingungen genannten Höchwertes
         I legen.
3.3.8.  Die Temperatur des Kraftstoffs ist am Eintritt in die
        Einspritzpumpe zu messen und innerhalb der vom Motorherstel1er
         festgelegten Grenzwerte zu halten.
3.3.9.  Die im Kurbelgehäuse oder gegebenefalIs beim Austritt aus dem
        Ölkühler gemessene Temperatur des Schmiermittels muß innerhalb
        der vom Motorherstel1er festgelegten Grenzwerte liegen.
3.3.10. Um die Temperatur innerhalb der Grenzwerte nach 3.3.7., 3.3.8-,
        und 3.3.9. halten zu können, darf gegebenenfalls ein Hilfssystem
         verwendet werden.
 ---pagebreak---                                          - 49 -
3.3.11.         Kraftstoff
                Es ist ein handelsüblicher Kraftstoff ohne rauchverhindernde
                Zusätze zu verwenden. In strittige Fällen ist der in der
                Verordnung (EWG) nr            des Rates vom           , über
                Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von
                 zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen^) festgelegte
                Bezugskraftstoff zu verwenden.
3.4.            Durchführung der Prüfungen
                 Die Messungen sind mit einer auseichenden Anzahl von
                Motordrehzahlen durchzuführen, um die LastkennI inlen zwischen
                der vom Hertseller angegebenen Mindest- und Höchstdrehzahl genau
                und vollständig festlegen zu können. Dieser Drehzahl bare ich muß
                 die Drehzahl einbeziehen, bei der der Motor seine Nennleistung
                 abgibt. Es ist Jeweils der Mittelwert von mindestens 2
                 stabilisierten Messungen zu bestimmen.
3.5.             Rußwertmessungen
                 Bei Kompressionszündungsmotoren ist der Rußwert im Rahmen der
                 Prüfung der Abgase gemäß Anhang III, Anlage 1 der Richtlinie
                 (EWG)         das Rates vom              über Maßnahmen gegen die
                 Verunreinigung der Luft durch Emissionen von zweirädrigen oder
                 dreirädrigen Kraftfahrzeugen^ 1 ).
4.               KORREKTURFAKTOREN FÜR DREHMOMENT UND LEISTUNG
4.1.             Begriffsbestimmung
                 Der Drehmoment und Leistungskorrekturfaktor ist der Be(wert zur
                 Ermittlung des auf die armosphärisehen Bezugsbedingungen nach
                 4.2. bezogenen Motordrehmoments bzw. der entsprechenden
                Motorleistung :
                 Po - OL . P
                 dabei ist :
                 P 0 Ist die korrigierte Leistung (d.h. die Leistung unter
                     atmosphärIsehen BezugsbedIngungen);
                00
                        ist der Korrekturfaktor {OC a oderc6<j);
                 P      ist die gemessene Leistung (Prüflelstung).
4.2.             Atmosphärische Bezugsbedingungen
4.2.1.           Temperatur (T 0 ) : 298 K (25° C)
4.2.2.           Druck (trocken) (P s o ) : 99kPa
                Anmerkung : Der Druck (trocken) beruht auf einem totalen Druck
                              vom 100 kPa und einem Wasserdampfdruck von 1 kPa.
(1)   ABI. Nr L
 ---pagebreak---                                           - 50 -
4.3.             Atmosphärische Bezugsbedingungen
                 Während der Prüfung müssen nachstehende atmosphärische
                 Bed i ngungen erfüllt se i n :
4.3.1.           Temperatur (T) : 283 K <^ T >_ 313 K.
4.3.2.           Druck (p s )     : 80 kPa ^ p s <_110 kPa.
4.4.             Ermittlung der Korrekturfaktorenc*^ undotd ( 1 )
                 Der Leistungskorekturfaktorctd wird mit konstantem
                 Kraftstoffdurchsatz anhand nachstehender Formel ermittelt :
                 öCd - < f a) f m
                 dabeI ist :
                  fa     ist der atmosphärische Faktor;
                  fm     ist der Je Motortyp und Einstellung charakteristische
                         Parameter.
4.4.1.           Atmosphärische Faktor f a
                 Dieser atmosphärische faktor dient zur Angabe der Auswirkungen
                 der Umweltbedingungen (Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit)
                 auf die vom Motor angesaugte Luft.
                 Die Formel den atmosphärischen Faktor schwankt Je nach Motorart
4.4.1.1.         Ansaugmotoren und mechanisch aufgeladen Motoren :
                              99         T     0- 7
                     fa - ( ~ ) . (          )
                              Ps        298
4.4.1.2.         Turboladermotoren mit oder ohne Kühlung der Ladeluft :
                            gg    0.7        j      1.5
                     fa - ( ~ )        • (       )
                            Ps              298
4.4.2.           Motorfaktor f
                                  m
                  f m ist die nachstehende Funktion von q c (korrigierter
                 Kraftstoffdurchzatz) :
                  f m - 0,036.qc - 1,14
 (1)   Die Prüfungen dürfen In klimatisierten Räumen durchgeführt werden, wo die
       atmosphärischen Bedingungen überwacht werden.
 ---pagebreak---                               - 51 -
       dabei ist :
       q c - q/r,
       dabei ist :
       q    ist der Kraftstoffdurchsatz In Milligramm Je Arbeitsspiel und
           Liter des gesamten Saugvolumens [mg/(I.Arbeitsspiel);
       r ist das Verdichtungsverhältnis zwischen Auslaß- und Einström-
       öffnung des Verdichters (r - 1 bei nicht aufgeladenen Motoren).
       Diese Formel gilt für q c Werte von einschließlich 40 mg
        (I.Arbeitsspiel) bis 65 mg/(l.Arbeitsspiel).
       Bei q c Werten unter 40 mg/(l.Arbeitsspiel) wird für f m ein
       konstanter Wert von 0,3(f,„ - 0,3) eingesetzt.
       Bei q c Werten über 65 mg/(I.Arbeltsspiel) wird für f m ein
        konstanter Wert von 1.2(fm - 1,2) eingesetzt (sieht Abbildung)
             L 4
4.4.3.  Vom Laboratorium zu erfüllende Bedingungen
        Damit eine Prüfung gültig ist, muß der Korrekturfaktorctd 0,9
        l A d <. 1,1 sein.
        Werden diese Grenzwerte überschritten, sind im Prüfbericht der
        tatsächlich ermittelte Korrekturwert und die Prüfbedingungen
         (Temperatur und Druck) genau anzugeben.
5.      PRÜFBERICHT
        Das Prüfbericht muß die Ergebnisse und alle erforderlichen
        Berechnungen zur Bestimmung des in Unteranlage 2 angegebenen
        maximalen Drehmoments bzw. der dort angegebenen maximalen
        Nutzleistung sowie die in Unteranlage 1 aufgeführten Merkmale
        des Motors enthalten.
 ---pagebreak---                           - 52 -
6.  TOLERANZEN BEI DER ERMITTLUNG DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER
    MAXIMALEN NUTZLEISTUNG
6.1 Das vom technischen Dienst ermittelte maximale Drehmoment bzw.
    die entsprechend ermittelte maximale Nutzleistung des Motors
    darf bei einer gemessenen Leistung von <_11 kW um 5 % und bei
    einer gemessenen Leistung von > 11 kW um 2 X von den vom
    Hersteller angegebenen Werten abweichen, mit einer Toleranz von
    1,5 % für die Motordrehzahl.
6.2  Im Rahmen einer Konformitätsprüfung der Produktion darf das
    maximale Drehmoment bzw. die maximale Nutzleistung eines
    geprüften Motors bei einer gemessenen Leistung von <^11 kW um
    10 X und bei einer gemessenen Leistung von > 11 kW um 5 X von
    den bei der Bauartgenehmigungsprüfung ermittelten Werten
    abweIchen.
 ---pagebreak---                                       - 53 -
                                   UNTERANLAGE 1
                                BESCHREIBUNGSBOGEN
                                 MIT BEZUG AUF DEN
                           HAUPTMERKMALEN DES MOTORTYPS* 1 )
                        VON DENEN DAS MAXIMALE DREHMOMENT
                  UND DIE MAXIMALE NUTZLEISTUNG BEEINFLUSST WIRD
      (Kompressionszündungsmotoren für Krafträder und Dreiradkraftfahrzeuge)
(dem Antrag auf Bauartgenehmigung beizufügen, falls diese unabhängig von dem
Antrag auf Betriebserlaubnis für das Fahrzeug gestellt wird)
Laufende Nummer (vom Antragsteller vergeben) :
Der Antrag auf Bauartgenehmigung bezüglich des maximalen Drehmoments und der
maximalen Nutzleistung eines Motors für Krafträder und Dreiradkraftfahrzeuge muß
mit Informationen zu folgenden Punkten der Verordnung (EWG) ... vom ..., Anhang
II, Buchstabe A versehen sein:
0.1.
0.2.
0.4. bis 0.6.
3. bis 3.2.1.5
3.2.2
3.2.4 bis 3.2.4.2.8.3.
3.2.5 bis 3.2.6.8.
3.2.7 bis 3.2.12.2.1
3.5 bis 3.6.3.1.2
(1)    Für nichtherkomm11che Motoren oder Systeme hat der Hersteller den
       nachstehenden Punkten entsprechende Angaben zu machen.
 ---pagebreak---                                       - 54 -
                                  UNTERANLAGE 2
                                              Angabe der Behörde
                             BAUARTGENEHMIGUNGS80GEN
             BEZÜGLICH DES MAXIMALEN DREHMOMENTS UND DER MAXIMALEN
           NUTZLEISTUNG EINES KRAFTRAD- ODER DREIRADKRAFTFAHRZEUGTYPS
                                      MUSTER
PROTOKOLL Nr. ... des technischen Dienstes ... vom ...
Nr. der Bauartgenehmigung ...                Nr. der Erweiterung ..
1.              Fabrikmarke oder Handelsbezeichnung des Fahrzeugs
2.              Fahrzeugtyp                        ,
3.              Name und Anschrift des Herstellers
4.              Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten
                des HersteIlers
5.              Fahrzeug zur Prüfung vorgestellt am
6.              Maximales Drehmoment                 Nm bei      U/min
7.              Maximale Nutzleistung :              kW bei      U/min
8.              Die Bauartgenehmigung wird erteiIt/verweigert**) ...
9.              Ort
10.             Datum
11.             Unterechrlft
(*)   Unzutreffendes bitte streichen
 ---pagebreak---                                      —5T-
                                    PINANZBQQEN
(Der GD XIX ist für die Abgabe ihrer Stellungnahme eine Frist von mindestens
10 Arbeltstagen einzuräumen. Diese Stellungnahme kann nur abgegeben werden,
wenn die drei nachstehenden Teile des Dokuments vorliegen.)
                         Teil 1 : Finanzielle Auswirkungen
1. Bezeichnung der Maßnahme :
   Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates über die bauartbedingte
   Höchstgeschwindigkeit, maximales Drehmoment und maximale Nutzleistung des
   Motors für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeugen.
2. HaushaitslInlen :
   -   A 2510 : Ausgaben für Sitzungen von Ausschüssen, deren Konsultierung im
                 Rahmen des Verfahrens zur Ausarbeitung von Gemeinschafts-
                 rechtsakten obligator isch ist.
   -   A 250   : Sitzungen und Einberufung im allgemeinen.
3. Rechtsgrundlage :
   -   Art. 100 A.
   -   Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates über die Betriebserlaubnis
       für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge (Dok. K0M(90)669 endg.-
       SYN331)
4. Beschreibung der Maßnahme :
   4.1    Harmonisierung der nationalen Rechtsvorschriften. Einführung eines
          Bauartgenehmigungsverfahrens in bezug auf die bauartbedingte
          Höchhstgeschwindigkeit, maximales Drehmoment und maximale
          Nutzleistung des Motors von zweirädrigen oder dreirädrigen
          Kraftfahrzeugen.
   4.2    Unbegrenzte Dauer (die Geltungsdauer der Verordnung ist zeitlich
          nicht befristet).
   4.3    Hersteller von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen und
          Hersteller von Bauteilen für diese Fahrzeuge.
 ---pagebreak---                                      -Té    -
5. Einstufung der Ausgaben und Einnahmen :
   5.1   Nicht ob 11ga tor i sehe Ausgaben.
   5.2    Nicht getrennte Mittel.
6. Welcher Art sind die Ausgaben bzw. Einnahmen :
   6.4    Ausgaben für Sitzungen der Ausschüsse.
   6.5    Nein.
   6.6    Nein.
7. Finanzielle Auswirkungen auf die Interventionsm ittel (Teil B des Haushalts)
   Keine, außer die Zuweisung der GD 111 aus Teil A des Haushalts ist
   erschöpft, was eine zusätzliche Finanzierung aus der Linie B 8-530
   (Aktionen zur Vollendung des Binnenmarktes - Unterstützungsausgaben)
   erforderlich machen würde.
8. Welche Vorkehrungen elnd zur Betrugsverhütung vorgesehen ?
   Normale Kontrolle der Organisation der Ausschußsitzungen.
               Teil 2 : Verwaltungsausgaben (Teil A des Haushalts)
Dieser Teil des Finanzbogens muß zur Stellungnahme an die GD IX übermittelt
werden, die ihn anschließend an die GD XIX weiterleitet.
1. Ist für die Maßnahme eine Verstärkung des Kommissionspersonais
   erforderlich 7 : Nein.
2. Geben Sie die Höhe der durch die Maßnahme entstehenden Betriebs- und
   PersonaIausgaben an. Erläutern Sie die Berechnungsweise :
   Die Ausgaben betreffend den Beratenden Ausschuß für die Anpassung der
   Verordnungen im Bereich der zweirädrigen und dreirädrigen Kraftfahrzeuge an
    den technischen Fortschritt, eingesetzt durch Artikel 16 des Vorschlags für
 ---pagebreak---                                             -'7 1
         eine Verordnung (EWG) des Rates über die Betriebserlaubnis für zweirädrige
         oder dreirädrige Kraftfahrzeuge (Dok. K0M(90) 669 endg., vom 3. April
         1991), wurden in dem dieser RahmenverOrdnung beiliegenden Finanzbogen ab
         1994 mit 16.860 ECU        veranschlagt. Dieser Betrag deckt auch die Ausgaben in
         Verbindung mit den Verfahren zur Anpassung aller im Anhang I der
         RahmenverOrdnung vorgesehenen Einzel Verordnungen an den technischen
         Fortschritt ab.
                                    Teil 3 : Kosten-Nutzen-AnaIvse
      1. Ziele und Berücksichtigung bei der Finanzplanung :
          1.1       Einführung eines Bauartgenehmigungsverfahrens in bezug auf die
                    bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, maximales Drehmoment und
                    maximale Nutzleistung des Motors von zweirädrigen oder dreirädrigen
                    Kraftfahrzeugen.
          1.2       Ja.
          1.3       Vollendung des Binnenmarktes.
                     Unterziel 1 : Beseitigung der technischen Handelshemmnisse
      2. Begründung der Maßnahme :
          2.1       Weißbuch : Einführung eines Typgenehmigungsverfahrens für zweirädrige
                    oder dreirädrige Kraftfahrzeuge und Anpassung der gemeinschaftlichen
                     Rechtsvorschriften.
                     Zur Erreichung dieser Ziele gibt es keine akzeptable Alternative.
      3. Folgemaßnahmen und Bewertung der Maßnahme :
          3.1        Bericht über den Stand der Arbeiten im Hinblick auf die
                    Verwirklichung des Binnenmarktes.
III/D/1  FSAP      09.12.1091
ld102/PROC-eClt/fin-4«-4097
 ---pagebreak---                                     \
                                      ç#
             AUSWIRKUNGEN AUF WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND BESCHÄFTIGUNG
                Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates über
  die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, maximales Drehmoment und maximale
Nutzleistung des Motors für zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeugen.
I.     Hauptgründe für diese Verordnung :
    -  Einführung eines Bauartgenehmigungsverfahrens für die bauartbedingte
       Höchstgeschwindigkeit, maximales Drehmoment und maximale Nutzleistung
       des Motors für zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeugen.
    -  Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten.
    -  Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr,
II.    Besondere Merkmale der betreffenden Unternehmen :
    -  Sind viele von ihnen KMU 7 Nein.
    -  Konzentrieren sie sich auf Regionen, für die :
       -  Regionalhilfen der Mitgliedstaaten gewährt werden 7 Nein.
       -  Zuschüsse aus dem EFRE gewährt werden 7 Nein.
IM.    Verpflichtungen der Mitgliedstaaten :
       Sie haben die Vorschriften der Verordnung zu beachten und so den freien
       Marktzugang der Fahrzeuge im gesamten Gebiet der Gemeinschaft zu
       gestatten.
IV.    Können die Gebietskörperschaften den Unternehmen mittelbar
      Verpflichtungen auferlegen ?
       Keine zusätzlichen Verpflichtungen.
V.     Besondere Vorschriften für KMU : nein.
VI.    Erwartete Auswirkungen auf :
       - die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen : keine.
       - die Beschäftigung : keine.
VII.   Sind die Sozialpartner gehört worden 7 Ja.
       - Stellungnahme der Sozialpartner : positiv.
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-146:
                                                          KOM(91)497endg
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                            07
                                 Katalognummer : CB-CO-91-569-DE-C
                                                           ISBN 92-77-78528-4
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg