CELEX: 51990PC0164
Language: de
Date: 1990-05-28
Title: VORSCHLAG FUER EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES UEBER EIN SPEZIFISCHES PROGRAMM FUER FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG IM BEREICH DER NICHTNUKLEAREN ENERGIEN ( 1990-1994 )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                        KOM(90) 164 endg. - SYN 269
                                        Brüssel, den 28. Mal 1990
                        Vorschlag für eine
                      ENTSCHEIDUNG DES RATES
        über ein spezifisches Programm für Forschung und
              technologische Entwicklung Im Bereich
                   der nichtnuklearen Energien
                           (1990-1994).
                     (von der Kommission vorgelegt)
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                                 INHALT
                                                Seite
Vorschlag für eine Entscheidung des Rates
über ein spezifisches Programm für
Forschung und technologische Entwicklung im
Bereich der nichtnuklearen Energien
(1990-1994)
ANHANG I
Wissenschaftliche und technische Ziele - Inhalt
ANHANG II
Vorläufige Aufschlüsselung der Kittel            19
ANHANG I II
Modalitäten der Durchführung des Programms und
Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der
Ergebnisse                                      20
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                               Vorschlag für eine
                             ENTSCHEIDUNG DES RATES
             über ein spezifisches Programm für Forschung und
                    technologische Entwicklung im Bereich
                          der nichtnuklearen Energien
                                  (1990-1994).
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen             Wirtschafts-
gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130 q Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission^ 1 ),
 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Par lament<2>,
nach Stellungnahme des Wlrtschafts- und Sozlalausschusses (3) ,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit    Beschluß    90/221/Euratom,EWG(4)     hat    der   Rat     ein   drittes
gemeinschaftliches      Rahmenprogramm    Im Bereich     der    Forschung   und
technologischen Entwicklung (1990-1994) angenommen, das Maßnahmen zur
Entwicklung     der    wissenschaftlichen     Kenntnisse     und    technischen
Kompetenzen vorsieht, die die Gemeinschaft Insbesondere im Bereich der
nichtnuklearen Energien braucht. Die vorliegende Entscheidung muß im
Lichte der Begründung in der Präambel zu dem genannten Beschluß
ergehen.
Gemäß Artikel 130 k des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmen-
programms Im Wege spezifischer Programme, die Innerhalb einer jeden
Aktion entwickelt werden.
Eine Vorausschätzung der zur Durchführung dieses spezifischen Programms
notwendigen finanziellen Mittel der Gemeinschaft Ist erforderlich. Die
endgültigen Jährlichen Beträge werden von der Haushaltsbehörde unter
Einhaltung der finanziellen Vorausschau für den Zeltraum 1938-1992 im
Anhang zur Inter inst I tutionellen Vereinbarung vom 29. Juni 1 9 8 8 ( 5 ) und
entsprechender noch zu verabschiedender finanzieller Vorausschauen für
1993 und 1994 festgelegt.
(1)  ABI. Nr.  C
(2)  ABI. Nr.  C
(3)  ABI. Nr.  C
(4)  ABI. Nr.  L 117     n 8. 5.1990, S. 28
(5)  ABI. Nr.  L 185
                 185 vom 15. 7.1988, S. 33
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Gemäß Artikel 4 und Anhang 1 des Beschlusses 90/221/Euratom,EWG enthält
der für das gesamte Rahmenprogramm als notwendig erachtete Betrag eine
Summe von 57 Mio. ECU für die zentralisierten Maßnahmen zur Verbreitung
und Verwertung der Ergebnisse, die proportional zu dem für jede Aktion
vorgesehenen Betrag aufzuteilen Ist. Der Umfang dieses spezifischen
Programms Innerhalb der Aktion "Energie- führt zu einer Verringerung
der zur Durchführung dieses Programms erforderlichen geschätzten
Finanzmittel von 1,57 MI 11 Ionen ECU für die genannten zentralisierten
Maßnahmen, um Artikel 130 p Absatz 2 zweiter Satz des Vertrags
einzuhalten.
Die Durchführung des vorliegenden Programms obliegt der Kommission. Um
dieser    die Erfüllung    ihrer Aufgabe zu erleichtern,       sind die
Mitgliedstaaten gemäß Artikel 5 des Vertrags gehalten, Ihr dafür jede
erforderliche Hilfestellung zu gewähren, insbesondere Im Rahmen eines
Ausschusses.
Das vorliegende Programm wird hauptsächlich durch Auswahl           von
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durchgeführt, damit diesen eine
Beteiligung der Gemeinschaft zugute kommt. Die Kommission hat dafür zu
sorgen, daß solche Vorhaben auf dem üblichen Wege - nämlich der im
Amtsblatt    veröffentlichten   Aufforderungen   zur   Einreichung  von
Vorschlägen - vorgelegt werden. Ferner Ist ein Sonderverfahren im
Hinblick auf die Wahrung einer gewissen Flexibilität vorzusehen, damit
die Kommission angesichts der ständigen Weiterentwicklung und des immer
schnelleren wissenschaftlichen und technischen Fortschritts auch
spontane Vorschläge berücksichtigen kann, die den Zielen des Programms
entsprechen.
Bei der Auswahl der im Rahmen des Programms durchzuführenden Vorhaben
 ist dem Grundsatz des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts, dem
grenzüberschreitenden Charakter der Vorhaben sowie der Unterstützung
für die kleinen und mittleren Unternehmen besondere Aufmerksamkeit zu
w i dmen.
Erst aufgrund der bei der Durchführung des laufenden Programms
gewonnenen Erfahrungen kann die Kommission unter Inanspruchnahme der in
den Artikeln 130 I, 130 m oder 130 o des Vertrags vorgesehenen
Möglichkeiten ergänzende Programmteile vorschlagen, über die der Rat
beschließt, wenn sie zur Verwirklichung der Programmziele gemäß den
Bedingungen in Artikel 2 Absatz 2 des Beschlusses 90/221/Euratom,EWG
beitragen.
Gemäß Artikel 130 g des Vertrags gehört zu den Maßnahmen der
Gemeinschaft zur Verstärkung der wissenschaftlichen und technischen
Grundlagen der europäischen Industrie und zur Förderung der Entwicklung
Ihrer Wettbewerbsfähigkeit die Förderung der Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der FTE mit dritten Ländern und Internationalen Organisationen;
eine solche Zusammenarbeit kann sich für die Entwicklung dieses
Programms als besonders fruchtbar erweisen.
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Es ist notwendig, wie in Anhang II des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG
vorgesehen, zur Entwicklung neuer Mögt Ichkelten der Energienutzung, die
wirtschaftlich und umweltfreundlich sind, beizutragen.
Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist
gehört worden -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
                                Artikel 1
    Ein spezifisches Programm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
    für Forschung und technologische Entwicklung         Im Bereich der
    nichtnuklearen Energien gemäß Anhang I wird für einen am 1. Januar
    1990 beginnenden Zeitraum von 5 Jahren beschlossen.
                                Artikel 2
1.  Der Mittelbedarf der Gemeinschaft für die Durchführung der mit
    dieser     Entscheidung    eingeleiteten    Maßnahmen     wird   auf
    157 Mio. ECU    veranschlagt,   abzüglich   1,57 Mio. ECU   für  die
    zentralisierten Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der
    Ergebnisse. Der auf 155,43 Mio. ECU reduzierte Betrag umfaßt die
    Persona lausgaben, die sich auf höchstens 7 % belaufen dürfen. Eine
    vorläufige Aufschlüsselung dieser Mittel ist In Anhang II gegeben.
2.  Wird ein Beschluß nach Artikel 1 Absatz 4 des Beschlusses
    90/221/Euratom,EWG gefaßt, so wird die vorliegende Entscheidung
    angepaßt, um jenem Beschluß Rechnung zu tragen.
3.  Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für jedes Haushaltsjahr
    zur Verfügung stehenden Mittel.
                                Artikel 3
Die Einzelheiten der Durchführung     des Programms sind   in Anhang III
festgelegt.
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                                 Artikel 4
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft wird gemäß Anhang        IV des
Beschlusses 90/221/Euratom,EWG festgelegt.
                                 Artikel 5
1.  Im Jahre 1992 überprüft die Kommission das Programm und legt dem
    Rat und dem Europäischen Parlament           einen Bericht über      die
    Ergebnisse     dieser      Prüfung      vor,     dem     gegebenenfalls
    Änderungsvorschläge beigefügt sind.
2.  Nach Abschluß des Programms bewertet die Kommission die Ergebnisse.
    Sie übermittelt dem Rat und dem Europäischen Parlament einen
    entsprechenden Bericht.
3.  Die Berichte werden unter Berücksichtigung der            in Anhang I
    festgelegten Ziele und gemäß Artikel 2 Absatz 4 des Beschlusses
    90/221/Euratom,EWG erstellt.
                                 Artikel 6
    Die Kommission sorgt für die Durchführung des Programms. Sie wird
    dabei von einem Ausschuß mit beratender Funktion - nachstehend
    "Ausschuß" genannt - unterstützt, der sich aus Vertretern der
    Mitglledstaaten zusammensetzt und dessen Vorsitz der Vertreter der
    Kommission führt.
    Die von der Kommission geschlossenen Verträge regeln die Rechte und
    Pflichten aller Parteien, einschließlich der Verbreitung, des
    Schutzes und der Verwertung der Forschungsergebnisse gemäß den In
    Anwendung von Artikel 130 k Absatz 2 des Vertrags erlassenen
    VorschrIf ten.
    Es wird    für   jedes Jahr ein Arbeitsprogramm        festgelegt    und
    gegebenenfalls    aktualisiert,     in   dem    Ziele   und   Art    der
    durchzuführenden Vorhaben sowie die entsprechenden finanziellen
    Bestimmungen genau festgelegt werden. Aufgrund der Jährlichen
    Arbeitsprogramme    erstellt    die   Kommission   Aufforderungen    zur
    Einreichung von Vorschlägen.
                                 Artikel 7
     In den in Artikel 8 Absatz 1 genannten Fällen unterbreitet der
    Vertreter der Kommission dem Ausschuß einen Entwurf der zu
    treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt eine Stellungnahme zu
    diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende nach
    der Dringlichkeit der betreffenden Frage gegebenenfalls durch
    Abstimmung festsetzen kann.
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2. Die Stellungnahme wird in den Sitzungsbericht aufgenommen; jeder
   Mitglledstaat hat das Recht zu verlangen, daß sein Standpunkt in
   dem Bericht wiedergegeben wird.
3. Die    Kommission     trägt    der    Stellungnahme      des    Ausschusses
   weitestgehend Rechnung. Sie teilt dem Ausschuß mit, in welcher Form
   sie diese Stellungnahme berücksichtigt hat.
                                 Artikel 8
1. Das in Artikel 7 festgelegte Verfahren gilt für:
       die Erstellung und Aktualisierung der          In Artikel 6 Absatz 3
       genannten Arbeitsprogramme;
       die Bewertung der unter Nr. 2 von Anhang IM vorgesehenen
       Vorhaben sowie des veranschlagten Betrags des finanziellen
       Beitrags     der    Gemeinschaft,    soweit     diese    Vorhaben   dem
       Normal verfahren, das unter Nr. 4 des Anhangs III vorgesehen
        ist, unterworfen werden und sofern dieser Betrag 5 Mio. ECU
       überschreitet;
       die Bewertung aller Vorhaben, die dem unter Nr. 4 des
       Anhangs III vorgesehenen Sonderverfahren unterworfen werden,
       sowie des veranschlagten Betrags des finanziellen Beitrags der
       Gemeinschaft;
       die für die Bewertung des Programms zu treffenden Maßnahmen.
2. Die Kommission kann den Ausschuß zu allen Fragen           im Zusammenhang
   mit dem Anwendungsbereich des Programms hören.
3. Die Kommission unterrichtet den Ausschuß über:
       den Fortgang des Programms,
       die Entwürfe für die in Artikel 6 Absatz 3                 vorgesehenen
       Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen,
       die    unter     Nr. 2   des   Anhangs      IM     vorgesehenen,    dem
       Normal ver fahren    unterworfenen     Vorhaben,     bei    denen   die
       Beteiligung der Gemeinschaft unter 5 Mio. ECU liegt, sowie die
       Ergebnisse ihrer Bewertung,
       die unter Nr. 2 des Anhangs         IM   vorgesehenen     flankierenden
       Maßnahmen,
       die unter     Nr. 2 des Anhangs     MI   vorgesehenen     konzertierten
       Akt Ionen.
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                                Artikel 9
Für die Durchführung       des Programms können gegebenenfalls auch
Zusatzprogramme im Sinne von Artikel 130 I, Beteiligungen Im Sinne von
Artikel 1 3 0 m und gemeinsame Unternehmen oder andere Strukturen im
Sinne von Artikel 130 o des Vertrages beschlossen werden.
                               Artikel 10
Sofern die Zusammenarbeit mit den Drittländern und mit internationalen
Organisationen zur Erreichung der Ziele des Programms die Eingehung
rechtlicher    Verpflichtungen   zwischen    der   Gemeinschaft und den
beteiligten dritten Parteien erfordert, Ist die Kommission ermächtigt,
gemäß Artikel 130 n des Vertrags internationale Abkommen auszuhandeln,
in denen die Modalitäten dieser Zusammenarbeit festgelegt werden.
Die Entscheidung über den Abschluß dieser Abkommen wird nach dem In
Artikel 130 q Absatz 2 des Vertrags vorgesehenen Verfahren getroffen.
                               Artikel 11
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am
                                          Im Namen des Rates
                                             Der Präsident
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                                                                            Anhang I
          WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE ZIELE UND INHALT
Die Richtlinien des dritten Rahmenprogramms, seine wissenschaftlich-technische
Zielsetzung und Begründung sind integraler Bestandteil des vorliegenden spezifischen
Programms.
Paragraph 5A von Annex II des Rahmenprogramms ist integraler Bestandteil des
vorliegenden spezifischen Programms.
Die Entwicklung von Modellen, ein horizontaler Forschungsbereich, soll die Bewertung
von technologischen Strategien ermöglichen.
Auf der Grundlage und im Lichte der vorgenannten Elemente wird im folgenden der
Inhalt des spezifischen Programms analytisch beschrieben.
Bereich 1. Strategieanalyse und Modellentwicklung
Ziel der Modellentwicklung ist die Festlegung von FuE-Energiestrategien und die
Analyse einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Energie- und Umweltpolitik. Durch
die Einbeziehung der neuen Dimensionen Umwelt und Binnenmarkt wird die
vorhandene Kapazität zur Ausarbeitung von Energievorhersagen und zur Bewertung
energiepolitischer Maßnahmen erweitert. Es sollen neue Konzepte entwickelt werden,
die noch nicht in Angriff genommen oder im Rahmen früherer Arbeiten nicht
entsprechend behandelt wurden.
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Stragieanalyse
ZUT Bewertung der strategisch wichtigen Rolle der rationellen Energienutzung auf
Angebots- und Nachfrageebene und der erneuerbaren Energiequellen für die
Verringerung der Umweltbelastungen, die durch die Energieerzeugung und -nutzung
zustande kommen, sollen Modelle herangezogen werden. Der Schwerpunkt wird dabei
besonders auf den für den Treibhauseffekt verantwortlichen Gasemissionen, vor allem
den C02-Emissionen liegen. Energiepolitische Möglichkeiten, bei denen verschiedene
Szenarien der COz-Belastungen berücksichtigt sind, sollen vorgeschlagen werden.
Entwicklung neuer Methoden
Die Aufgabe wird darin bestehen, das Konzept zu erforschen, wonach die
Auswirkungen des Binnenmarktes auf das Energiesystem, die sozialen Belange bei der
politischen Beschlußfassung,     Unsicherheitsfaktoren  sowie    die   wirtschaftlichen
Auswirkungen der im Modell entwickelten Politik berücksichtigt werden können. Neue
Arbeitswerkzeuge sollen geprüft und für die Strategieanalyse eingesetzt werden.
Bereich 2. Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen bei geringster Emission
Die Forschung in diesem Bereich ist auf die Verringerung der Umweltbelastungen
ausgerichtet,   die   durch   die   weitverbreitete  Nutzung    fossiler   Brennstoffe
Zustandekommen. Geplant sind zwei Aktionsschwerpunkte, die sich von Anfang an mit
experimentellen Arbeiten über fortgeschrittene Technologien der Energieerzeugung und
die C02-Bindung befassen. Es werden mehrere mögliche Wege in technisch-
wirtschaftlicher Hinsicht bewertet. Parallel dazu werden geophysikalische Methoden
und Instrumente entwickelt. Führen diese technisch-wirtschaftlichen Bewertungen zu
einem positiven Ergebnis, sollen auf dieser Grundlage weitere experimentelle Arbeiten
über vielversprechendere Energieerzeugungssysteme hohen Wirkungsgrads mit C02-
Abscheidung und -beseitigung durchgeführt werden.
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Fortgeschrittene Technologien für die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen
Ziel ist es, den Wirkungsgrad der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen durch
den Einsatz fortgeschrittener Technologien zu erhöhen. Dabei sollen die technische
Durchführbarkeit     und die Kosten dieser fortgeschrittenen      Technologien
Kapitalaufwand je produzierter Einheit kWh- festgestellt werden. Die Arbeit trägt zur
Entwicklung       sehr    effizienter  Mehrweg-Umwandlungssysteme          für     die
Elektrizitätserzeugung aus fossilen Brennstoffen bei. Der Wirkungsgrad kann 50 %
oder mehr betragen (im Vergleich zu derzeit 38 %). Damit können die C02-Bildung
pro erzeugter kWh verringert und die Energieverluste und Aufwendungen für eine
möglichst geringe Emission ausgeglichen werden. Zu diesem Zweck wird die
Verfeuerung fossiler Brennstoffe mit Sauerstoffzusatz         und C02-Rückfuhrung
untersucht,    da sich    diese Verfeuerungsart    positiv auf   Wirkungsgrad     und
Emissionsbegrenzung auswirken kann.
Emissionssenkung
Ziel ist es, die Emissionen durch Abscheidung und sichere Lagerung der Schadstoffe
zu senken. Diese Arbeit umfaßt zwei Teile: Erstens, die technisch-wirtschaftliche
Bewertung und entsprechende Verfahrensuntersuchungen zur Senkung der Emissionen,
die in mit fossilen Brennstoffen befeuerten Kraftwerken und bei der Methanol- und
Wasserstofferzeugung aus fossilen Brennstoffen verursacht werden. Diese Arbeit betrifft
möglicherweise auch die Forschung und Entwicklung von Katalyseuren zur Reduktion
von Emissionen aus mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken und aus
Erdölraffinerien. Zweitens, die Entwicklung einer sicheren und zuverlässigen
geologischen Lagerung von C02 in neuen Lagerstätten, sowie in ausgebeuteten oder
in Betrieb befindlichen Öl- und Gasfeldern. Dadurch wird sich die Forschung mit der
Wechselwirkung zwischen C02 und mineralischen Elementen der geologischen
Lagerstätten befassen. Die Lagerung von C02 in den Tiefen des Ozeans soll ebenfalls
untersucht werden. Zur Unterstützung dieses Programmteils werden fortgeschrittene
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geophysikalische Methoden und Instrumente für die Beurteilung der C02-Lagerung, die
Erschließung von Kohlenwasserstoffen und die Reservoir-Technik entwickelt. Reinigung,
Absorption oder andere Methoden zur Abscheidung von C0 2 aus dem Rauchgas mit
anschließender C02-Bindung werden ebenfalls untersucht.
Bereich 3: Erneuerbare Energiequellen
Ziel ist es, die technologische Entwicklung zu beschleunigen und die Voraussetzungen
zu schaffen, die vielversprechendsten technischen Möglichkeiten frühzeitig auf den
Markt zu bringen. Zu den besonderen Zielen, die in ein Gesamtkonzept eingebettet
sind, gehören die Erhöhung des Wirkungsgrads der Umwandlung von Solar-,
Windenergie-, Wasserkraft-, Biomasse- und Erdwärmesystemen und die Senkung der
Kosten, um sie für Konstrukteure, Industrie und Verbraucher attraktiver zu gestalten.
Das Solarhaus
Ziel ist es, zur Entwicklung von Sonnenenergiekonzepten beizutragen und ihren
Einsatz    in   neuen   und   alten  Wohnungen    und   Gebäuden    zu fördern.   Die
Forschungsarbeiten sollen eine möglichst rationelle Nutzung der Sonnenstrahlung und
der Umgebungswärme für Heizung und Energiebereitstellung in diesen Gebäuden
ermöglichen,      um   dadurch    den   Bewohnern    verbesserte  Lebens-   und/oder
Arbeitsbedingungen bieten zu können. Für den Bau sollen die Modularbauweise und
kostengünstige Bauteile verwendet werden.
In dem Programm werden besonders die Weiterentwicklung von Solarkomponenten,
Wärmespeichervorrichtungen und -konzepten sowie die Entwicklung und Verwendung
von photovoltaischen Zellen und Modulen unterstrichen. Die Entwicklung von
technischen Konzepten und Pilotsystemen ist Bestandteil eines breit angelegten
Versuchs, die Solar-Architektur in Neu- und Umbauten und den Einsatz neuer
Technologien in der Architektur im allgemeinen zu entwickeln und zu fördern.
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Kraftwerke mit erneuerbaren Energiequellen
Ziel ist die Nutzung erneuerbarer Energien für künftige großtechnische Anwendungen
im Bereich der Elektrizitätsversorgung, z.B. an das Verbundnetz angeschlossene
Sonnenkraftwerke, Windgeneratoren, Wellen- und Gezeitenkraftwerke sowie kleine
Wasserkraftanlagen, einschließlich umweltfreundlicher Speicherung und Zusatzsystemen
wie solarer Wasserstoff und Energie aus Biobrennstoffen.
Es werden Forschungsarbeiten durchgeführt, um im Hinblick auf eine weitere
Kostensenkung große Windgeneratoren in bezug auf Größe und Technologie zu
optimieren. Dies schließt Arbeiten über neue Werkstoffe und Komponenten, z.B.
Schaufeln aus Verbundwerkstoffen,       Auslegungskriterien und eine Serie neuer
Pilotsysteme, ein.
Die Forschungsarbeiten werden außerdem darauf ausgerichtet sein, die an das
Verbundnetz angeschlossenen photovoltaischen Systeme und die entsprechenden
Komponenten zu optimieren. Einer der Schwerpunkte ist die weitere Verbesserung
des Wirkungsgrads und der Kosten von Solarzellen. Arbeiten über solare Wärmekraft,
Wellen- und Gezeitenkraftkonzepte werden auf Studien und erste Forschungsarbeiten
beschränkt sein. Analysearbeiten werden die kombinierte Nutzung der verschiedenen
Energiesysteme, die erneuerbare Energiequellen für die künftige Energieversorgung
verwenden, behandeln.
Erneuerbare Energien für die Elektrizitätsversorgung auf dem Land, für die örtliche
Brennstoff- und Wasserversorgung
Ziel im Bereich der Elektrizitäts- und Wasserversorgung ist es, ein integriertes Konzept
für die Entwicklung ländlicher Gebiete vorzulegen. Dies betrifft allein operierende,
mittels Photovoltaik und Windenergie betriebene Energiesysteme für ländliche Gebiete
(elektrische Versorgung abgelegener Häuser, neue agroindustrielle Unternehmen,
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Solarwasserpumpen, solare Seewasserentsalzung usw.). Die Entwicklung von
Stromspeichergeräten ist eine besonders wichtige Voraussetzung für diese nicht ans
Netz angeschlossenen Systeme. Bei der örtlichen Brennstoffversorgung wird die
Nutzung     örtlich   anfallender  Biomasserückstände     und   Energiepflanzen    als
kostengünstige und umweltfreundliche Energieerzeugungsysteme für die direkte
Nutzung oder die Einspeisung in Ortsnetze weiter entwickelt. Ein wichtiger Aspekt ist
die kombinierte Nutzung dieser Systeme und ihre Verbindung mit anderen
erneuerbaren Energiequellen. Dabei werden insbesondere die Bedürfhisse in ländlichen
Gebieten - z.B. in den Mittelmeerländern der Gemeinschaft und in einigen
Entwicklungsländern - berücksichtigt.
Geothermische Energie
Hauptziel ist die Auswahl eines Versuch-Standorts und die anschließende Entwicklung
eines einheitlichen europäischen Prototypkonzepts für heißes Trockengestein. Nach der
Auswahl des Standorts wird eine der wichtigstenn Aufgaben darin bestehen, im
Grundgestein mit natürlichen Rissen, ein künstliches Reservoir zu schaffen und zu
kontrollieren. Wichtigste Punkte der wissenschaftlichen Untersuchungen sind Ortung
der Risse, Entwicklung und Kontrolle des Reservoirs und Wechselwirkung zwischen
Wasser und Gestein.
Korrosion und Ablagerungen in herkömmlichen geothermischen               Hoch- und
Niederenenthalpiesystemen sowie Probleme der Wiedereinleitung bereits genutzter
Flüssigkeiten werden untersucht. Dadurch sollen vorhandene geothermische Ressourcen
besser genutzt werden.
Ferner wird die Tiefengeologie Europas untersucht, um die Vorgänge besser zu
verstehen, die zur Entwicklung von Erdwärme- und Kohlenwasserstoffvorkommen
geführt haben. Neue Verfahren zur Erzeugung seismischer Wellen und die
entsprechende Datenverarbeitung werden untersucht.
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Bereich 4: Energienutzung und -einsparung
Neue Möglichkeiten der Energieumwandlung
Das umfassende Ziel ist die Entwicklung von sauberen elektrochemischen
Energieumwandlungssystemen hohen Wirkungsgrads für die Elektrizitätserzeugung, die
Kraft-Wärmekopplung, die Wasserstoff- und Methanolerzeugung, den Transport
industriellen elektrochemischen Reaktoren.
Bei den leistungsfähigen      Brennstoffzellen für die Elektrizitätserzeugung, Kraft-
Wärmekopplung und für den Einsatz in Schiffsmotoren ist das langfristige Ziel die
Entwicklung von Öl-, Gas- oder Kohle-Kraftwerken im MW-Bereich, in denen feste
Oxidbrennstoffzellen (SOFC) sowie geschmolzene Karbonate Brennstoffzellen (MCFC)
verwendet werden. Es sollen Anlagen mit Brennstoffzellen entwickelt werden, in denen
im Vergleich zu den herkömmlichen Systemen 30 bis 40 % Energie eingespart und die
Verschmutzung auf ein Zehntel oder sogar bis auf ein Hundertstel gesenkt wird.
Derzeitige Ziele sind die Entwicklung einer 20 kW SOFC Prototypanlage als Teü eines
Programms mit 200 kW-Kraftwärmekopplungsblöcken für die Industrie im Jahr 1997
sowie die Entwicklung intern und extern reformierender MCFC Prototypanlagen von
10 bzw. 100 kW.
20 - 50 kW Methanol- und Wasserstoffbrennstoffzellen für die Elektrizitätserzeugung
und -Übertragung im kleineren Maßstab sollen entwickelt werden.
Forschungsarbeiten im Hinblick auf eine saubere und energiesparende Erzeugung von
Wasserstoff und Methanol mit SOFC-Technologien, mit denen im Falle von Wasserstoff
eine 40 %ige Elektrizitätseinsparung erreicht werden dürfte, sollen ebenfalls
durchgeführt werden. Industrielle elektrochemische Reaktoren für die Erzeugung von
chemischen Verbindungen mittels         Elektrolyse und   Oxidation werden      auch
berücksichtigt.
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Technologien für die Energieeinsparung
Es sollen Technologien entwickelt und verbessert werden, bei denen Aussichten auf
Wärme-     und   Elektrizitätseinsparungen    sowie  auf    eine   Verringerung    der
Umweltverschmutzung bestehen. Damit müßten Energieeinsparungen von 20 bis 25
% in neuen Anlagen, Gebäuden und bei Verfahren erzielt werden.
Aufgrund laufender Arbeiten über Energieeinsparungen in der Industrie konnten neue
Ziele festgelegt werden. Verfahrensintensivierung und -integration sollen erweitert
werden, um Umweltschutzaspekte einzubeziehen. Deshalb wurden folgende Prioritäten
in enger     Zusammenarbeit     mit  der   Industrie herausgearbeitet:    Betrieb  von
Einzelkomponenten,     z.B.   Wärmetauscher,    Verfahrensintensivierung,    chemische
Reaktoren, Verfahrensintegration, die zur Energieeinsparung und einer Verringerung
der Umweltverschmutzung führt; Energieumwandlungseinrichtungen, z.B. katalytische
Verbrennung, industrielle Hochtemperatur-Wärmepumpen für Heizung und Kühlung,
wobei es auch um die Frage der Ersatzstoffe für FCKW geht; Energieeinsparungen.
Mit Hilfe von Forschungsarbeiten über Energieeinsparungen in Gebäuden, die die
passive Kühlung miteinbeziehen, soll die Senkung des Elektrizitätsbedarfs für
Kühlzwecke, insbesondere in südeuropäischen Ländern erreicht werden. Neue
Techniken zur Ausnutzung des Tageslichts sollen entwickelt werden, um Licht- und
Kühlbedarf zu senken. Im Bereich der Wärmepumpen sollen die künftigen Arbeiten auf
die Verwendung von Katalysatoren und preisgünstigen kompakten Wärmetauschern
ausgerichtet werden. Die Aerosilicagel-Forschung soll auf die Entwicklung "gut
durchdachter,    lichtdurchlässiger    SchaumstofP'-Fenster    ausgedehnt      werden.
Belüftungssysteme in Gebäuden sind ebenfalls ein neues Thema, das untersucht
werden wird. Neue Konstruktionssysteme für die Energieeinsparung sollen entwickelt
werden,      um     den     Architekten     Werkzeuge     zur     Einführung      von
Energieeinsparungstechniken im Wohnungsbau und bei der Stadtplanung an die Hand
zu geben.
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Energetischer Wirkungsgrad im Verkehr, einschließlich geeigneter Ersatzstoffe für
herkömmliche Kraftstoffe
Ziel ist die Entwicklung fortgeschrittener Technologien, die zu sehr leistungsfähigen
und sauberen Fahrzeugen führen können. In diesem Bereich, an dem die Industrie
aktiv beteiligt ist, geht es um kurz-, mittel- und langfristige Forschungen sowohl über
Verbrennungsmotoren als auch über Fahrzeuge mit Brennstoffzelle und mit
Elektroantrieb. Sie ergänzen die Tätigkeiten im Bereich des Verkehrs, die im Rahmen
der Programme über industrielle und Werkstofftechnologien durchgeführt werden.
Als    Fortsetzung      bereits  durchgeführter     Arbeiten    zur   Optimierung     von
Verbrennungsmotoren sind Forschungsarbeiten über folgende Themen vorgesehen:
fortgeschrittene Benzinmotoren, wie Magergemischmotoren, Zweitaktmotoren und
Motoren mit Ladungsschichtung; Katalysatoren und ihre motortechnische Integrierung
und Optimierung. Fortsetzung der Grundlagenforschung im Bereich der Verbrennung,
Verbrennungsmotoren, die saubere Kraftstoffe verwenden (Wasserstoff, Methanol,
komprimiertes Erdgas (CNG), Kraftstoffe aus Biomasse). Forschungsarbeiten über
Dieselmotoren werden auf den energetischen Wirkungsgrad und die Verringerung der
Ruß- und Teilchenbildung auf den in Zukunft geforderten Stand ausgerichtet werden.
(Fortsetzung der IDEA-Integrated Diesel European Action).
Die Forschungsarbeiten über wasserstoffbetriebene             Polymerbrennstoffzellen  in
Elektrofahrzeugen streben einen Wirkungsgrad von 60 - 65 % an (drei- bis viermal
höher als bei Benzinmotoren). Es sollen auch kompakte und preisgünstige Methan-
und Methanolreformer entwickelt werden, damit auch Methanol und Methan in diesen
Elektrofahrzeugen verwendet werden kann. Andere Forschungsarbeiten sind darauf
ausgerichtet, Brennstoffzellen zu verwenden, die Methanol direkt ohne Reformer
oxidieren. Die Arbeiten konzentrieren sich darauf, im Jahr 1994 1 kWh zu erreichen.
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Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die neuen Fest-Li-Batterien mit Polymerelektrolyten
auf 20 kWh einzustellen und in Elektrofahrzeuge einzubauen, damit diese mit einer
Batterieladung 300 km zurücklegen können.
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                                                                          Anhang II
                  VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DER MITTEL
in % für den Zeitraum 1990-1994
Bereich 1:     Strategieanalyse und Modell                      5 - 7
Bereich 2:     Energieerzeugung aus fossüen Brennstoffen?
              bei möglichst geringer Emission                  20 - 30
Bereich 3:    Erneuerbare Energiequellen                        30-40
Bereich 4:    Energienutzung und -einsparung                   30 - 40
Die Aufschlüsselung in verschiedene Bereiche schließt die Möglichkeit nicht aus, daß
Vorhaben auch mehrere Bereiche betreffen können.
 ---pagebreak---                                      20 -
                                                           Anhang 111
      MODAL ITATEN DER DURCHFUHRUNG DES PROGRAMMS UND MASSNAHMEN
             ZUR VERBREITUNG UND VERWERTUNG DER ERGEBNISSE
1. Die Kommission führt das Programm nach Maßgabe des in Anhang I
   festgelegten wissenschaftlichen und technischen Inhalts durch.
2. Die Modalitäten der Durchführung des Programms gemäß Artikel 3
   umfassen Vorhaben der Forschung und technologischen Entwicklung,
   flankierende Maßnahmen und konzertierte Aktionen.
   Die Vorhaben sind Gegenstand von Verträgen im Bereich der Forschung
   und technologischen Entwicklung auf Kostenteilungsbasis.
   Mit den flankierenden Maßnahmen sollen die Mittel eingesetzt
   werden, die eine gute technische Durchführung, Verwaltung und
   Bewertung des Programms sowie eine entsprechende Verbreitung und
   Zugänglichkeit der Ergebnisse, die Koordinierung, Ausbildung und
   Unterrichtung der Teilnehmer am Programm ermöglichen.
   Die konzertierten     Aktionen  sind   die   in  der  Haushaltsordnung
   festgelegten.
3. Die Teilnehmer an den Vorhaben müssen natürliche oder juristische
   Personen mit Sitz in der Gemeinschaft sein, wie Hochschulen,
   Forschungsorganisationen und Industrieunternehmen, einschließlich
   kleiner und mittlerer Unternehmen oder Ihrer Verbände, insbesondere
   Europäische Wirtschaft Iiche Interessenvereinigungen (EWIV).
   Natürliche oder juristische Personen in Ländern, die mit der
   Gemeinschaft     Abkommen   geschlossen    haben,    In   denen    eine
   Zusammenarbeit     im wissenschaftlichen und      technischen   Bereich
   vorgesehen    Ist, können    an den     im Rahmen    dieses   Programms
   durchgeführten Vorhaben auf der Grundtage des wechselseitigen
   Vorteils teilnehmen. Die ausgewählten Auftragnehmer werden nicht
   der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft teilhaftig. Sie
   leisten einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten.
4. Die Auswahl der Vorhaben erfolgt nach folgenden Prioritäten, wobei
   das erste Verfahren die Regel und das zweite die Ausnahme
   darstelIt :
   Die Teilnehmer an den Vorhaben werden aufgrund des normalen
   Verfahrens der Aufforderung       zur   Einreichung   von   Vorschlägen
   (Artikel 6 Absatz 3) ausgewählt und Im Amtsblatt der Europäischen
   Gemeinschaften bekanntgegeben.
   Die Kommission kann auch nach einem Sonderver fahren und unter den
   nachfolgend genannten Bedingungen Vorschläge annehmen, wenn sie
   besonders vielversprechende und wichtige Beiträge aufgrund der
   Originalität des vorgeschlagenen Themas, der Neuartigkeit des
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   wissenschaftlichen und technischen Konzepts und der Durchführungs-
   methodologie    sind,    wobei    der   Individuelle   Charakter    des
   Antragstellers berücksichtigt wird.
   Eine befürwortende technische Bewertung derartiger Vorschläge
   allein Ist für die Annahme eines Vorhabens nicht ausreichend; das
   Sonderverfahren kommt nämlich nur zur Anwendung, wenn der Charakter
   des jeweiligen Vorhabens entsprechend der obigen Definition das
   Vorgehen nach dem normalen Verfahren (Aufforderung zur Einreichung
   von Vorschlägen) nachweislich nicht rechtfertigt.
   Das Sonderver fahren muß vor dem normalen Verfahren durchgeführt
   werden, und zwar dergestalt, daß der für die finanzielle
   Beteiligung der Gemeinschaft an den Im Normal ver fahren ausgewählten
   Vorhaben verfügbare Betrag genau festgelegt werden kann. Die Frist
   für    das   Sonderverfahren      wird   jedes   Jahr    im   Amtsblatt
   veröffentIicht.
   Die Höhe der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an allen im
   Sonderverfahren ausgewählten Vorhaben wird jedes Jahr festgelegt,
   und zwar     In Abhängigkeit      von den nach besonders       strengen
   technischen Maßstäben ausgewählten Vorhaben. Auf keinen Fall darf
   dieser Betrag 15 % überschreiten; er kann jedes Jahr aufgrund der
   Erfahrungen überprüft werden.
   Die Kommission erstellt einen Leitfaden mit allen Vorschriften für
   das Sonderverfahren, um vollständige Transparenz zu gewährleisten.
5. Die Vorhaben müssen die Beteiligung von mindestens zwei voneinander
   unabhängigen Partnern mit Sitz in verschiedenen Mitgliedstaaten
   vorsehen.
6. Die Kommission kann die Teilnehmer dazu ermutigen, beispielsweise
   für besonders große Vorhaben eine EWIV zu bilden oder sonstige
   Vereinbarungen    zu    treffen,    die  eine   dezentralisierte,   den
   Besonderheiten des Vorhabens angepaßte Verwaltung ermöglichen.
7. Die Verbreitung der bei der Abwicklung der Vorhaben erworbenen
   Kenntnisse erfolgt einerseits innerhalb des spezifischen Programms
   und andererseits      in Übereinstimmung mit dem Beschluß gemäß
   Artikel 4 dritter Absatz des Beschlusses 90/221/Euratom, EWG.
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                               FINANCIAL STATEMENT
1. BUDGET HEADING AND TITLE
   Part B of the general budget
   Subsection 6, Item 6231
   Specific research and technological development programme in the field of Non-
   nuclear energies (1990 - 1994V
2. LEGAL BASE
   Article 130 Q(2) oi the Treaty.
3. OBJECTIVES AND DESCRIPTION
   See Annex I of the proposal.
4. FINANCIAL IMPLICATIONS
   Amounts in ECU million:
       Programme implementation                            155.43
       Centralised action for dissemination
       and exploitation                                        1.57
       TOTAL                                               157.00
   The indicative operational breakdown of the ECU 155.43 million for the programme
   implementation is given in Annex II of the proposal.
 ---pagebreak--- Indicative multiannual schedules:
                      1990   1991    1992   1993    19941  TOTAL
Commitments            --     38    32.29    65     20.14  155.43
Payments               -      16      32     45     62.43  155.43
The definitive yearly amounts will be determined by the budgetary authority in
accordance with the financial perspectives for the period 1990-1992 (annexed to the
Interinstitutional  Agreement    of 29 June     1984) and   with  subsequent    financial
perspectives which may be adopted for 1993 and 1994.
5. STAFF A N D ADMINISTRATIVE EXPENDITURE
In addition to the principal means of action which are contracts (annex III), the above
amounts include programme-related staff and administrative expenditure estimated at
no more than 18 MioECUS.
The expenditure on staff will not exceed 1% of the amount deemed necessary for the
programme implementation. This implies a maximum of 36 statutory posts (A, B and/or
C) at any given time during the life of the programme. The infrastructure costs related
to statutory staff will be borne by Part A of the budget.
6. IMPLICATIONS FOR R E V E N U E
The contributions by third country contractors towards the cost of administration of the
programme will be reused pursuant to articles 27.2 and 96 of the Financial Regulation 2 .
     1
        for the payment appropriations: 1994 and beyond
     2
        Financial Regulation of 21 December 1977, as last amended by Regulation
       610/90 of March 1990
 ---pagebreak--- 7. TYPES OF CONTROL
Control will be exercised by:
- the Programme Management Committee (scientific control);
- the services of the DG reponsible for the execution of the programme, possibly
   assisted by independent experts;
- the Commission's Financial Controller.
In accordance with Article 2 of the Financial Regulation2, the use of appropriations will
be subject to analyses of cost-effectiveness and the realisaiton of quantified objectives
will be monitored.
External audit may be carried out by the Court of Auditors in accordance with the
Treaty.
        Financial Regulation of 21 December 1977, as last amended by Regulation
        610/90 of March 1990
 ---pagebreak---                                    riCHK DK 1/IMPAÇT
                         Süll \A C0MPRT1TIVITR RT 1/RMPI.Ol
 1. Justification en faveur de la proposition
La proposition de programme est soumise pour la mise en oeuvre de la partie "Energies
non nucléaires" du troisième programme cadre pour des actions communautaires de
recherche et de développement technologique (1990-1994).
Un des objectifs du programme est de contribuer à l'amélioration de la capacité et de
la compétitivité des industries de la Communauté dans le domaine des techniques et des
technologies énergétiques.
2. Caractéristiques des entreprises concernées
La participation au programme est d'autant plus largement ouverte au secteur industriel
que le développement de certaines technologies est plus de la compétence des industries
- y compris'les PME - que du ressort des universités et des centres de recherche. Une
combinaison de ces différentes entités est d'ailleurs recherchée pour l'exécution de
projets spécifiques qui constituent le programme. Les entreprises peuvent être de toute
nature et de toutes dimensions, y compris les petites et moyennes entreprises. Leurs
intérêts résideront principalement dans le développement de technologies, procédés,
composants et équipements nouveaux ou améliorés en matière d'énergies fossiles et
renouvelables et d'utilisation et maîtrise de l'énergie.
 ---pagebreak--- 3. Obligations imposées directement aux entreprises
Il s'agit des mêmes obligations qui sont imposées à tous les institutions participant au
programme, à savoir: conformité de la recherche proposée à l'annexe technique du
programme, partage des frais (en règle générale à 50%), coopération transnationale,
libre accès des sites aux agents de la Commission, participation à des séminaires et à
des réunions de contractants organisés par la Commission, rapports annuels d'activités
et des résultats.
4. Obligations indirectes susceptibles d'être imposées aux entreprises par les autorités
     nationales, régionales ou locales
Aucunes.
5. Dispositions relatives aux PME
Pour la mise en oeuvre du présent programme, l'exécution de projets innovatifs de
petites et moyennes entreprises sera encouragé plus particulièrement. Souvent incapables
d'entreprendre à elles seules de longues et difficiles recherches, ces entreprises
dépendent des résultats de la recherche-développement financée en partie par des fonds
publics.
La dissémination de l'information relative aux résultats de la recherche et du
développement, et tout particulièrement à l'intention des PME, sera mise au premier
rang des priorités.
 ---pagebreak---   /• seidene« probable sur:
     a) la com| -titivitc des entreprises
     Ce prograi me ne devrait pas avoir d'effet immédiat sur la compétitivité des
     entreprises Toutefois, il pourrait avoir divers effets à court et moyen termes et de
     nombreux effets à long terme - voir point 1.
     b) Temp' >i
     Les ré dl rats des recherches couvertes par le programme et le stade de
    l'indu? ialisation relèvent du moyen et long termes de sorte que les effets sur
    Tempi i sont difficiles à estimer sauf en ce qui concerne le maintien ou l'embauche
    du pe.3onnel de recherche directement impliqué.
7. Cons iltations des organisations représentatives
Le Cor é consultatif (CAN) pour le programme "Energies non nucléaires" en cours et
un groi e d'experts désignés par le CREST ont émis leurs avis. Le Comité économique
et social îst consulté sur la proposition de la Commission à l'occasion de la soumission
du progr«. mme au Conseil pour décision.
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                                                               ISSN 0254-1467
                                                            KOM(90)164endg.
                                                      DOKUMENTE
DE                                                                                    12 16
                                    Katalognummer : CB-CO-90-247-DE-C
                                                             ISBN 92-77-60779-3
VERKAUFSPREIS              bis 30 Seiten: 3,50 ECU      pro 10 weitere Seiten: 1,25 ECU
Amt ftir amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg