CELEX: 31962D0403(01)
Language: de
Date: 1962-03-21 00:00:00
Title: EWG: Entscheidung des Rates über die Einführung eines Verfahrens zur vorherigen Prüfung und Beratung künftiger Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet des Verkehrs

Avis juridique important

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31962D0403(01)

EWG: Entscheidung des Rates über die Einführung eines Verfahrens zur vorherigen Prüfung und Beratung künftiger Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet des Verkehrs  

Amtsblatt Nr. 023 vom 03/04/1962 S. 0720 - 0721 Dänische Sonderausgabe: Reihe I Kapitel 1959-1962 S. 0090  Englische Sonderausgabe: Reihe I Kapitel 1959-1962 S. 0096  Griechische Sonderausgabe: Kapitel 07 Band 1 S. 0027  Spanische Sonderausgabe: Kapitel 07 Band 1 S. 0054  Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 07 Band 1 S. 0054  Finnische Sonderausgabe: Kapitel 7 Band 1 S. 0034  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 7 Band 1 S. 0034 

EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT  DER RAT  INFORMATIONEN  ENTSCHEIDUNG DES RATES  über die Einführung eines Verfahrens zur vorherigen Prüfung und Beratung künftiger Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet des VerkehrsDER RAT DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 75, gestützt auf den Vorschlag der Kommission, nach Anhörung des Wirtschafts- und Sozialausschusses sowie des Europäischen Parlaments, in der Erwägung, daß es zur Verwirklichung der Ziele des Vertrages im Rahmen einer gemeinsamen Verkehrspolitik erforderlich ist, ein Verfahren zur vorherigen Prüfung und Beratung bestimmter Vorschriften einzuführen, welche die Mitgliedstaaten auf dem Gebiet des Verkehrs erlassen wollen, in der Erwägung, daß ein solches Verfahren zweckdienlich ist, um eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission zur Verwirklichung der Vertragsziele zu erleichtern und künftig eine Auseinanderentwicklung der Verkehrspolitik der einzelnen Mitgliedstaaten zu vermeiden, in der Erwägung, daß ein solches Verfahren ausserdem darauf abzielt, die schrittweise Einführung der gemeinsamen Verkehrspolitik zu erleichtern - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Beabsichtigt ein Mitgliedstaat, auf den Gebieten des Eisenbahn-, des Strassen- oder des Binnenschiffsverkehrs Rechts- oder Verwaltungsvorschriften zu erlassen, welche geeignet sind, die Verwirklichung der gemeinsamen Verkehrspolitik wesentlich zu berühren, so teilt er dies der Kommission rechtzeitig schriftlich mit und unterrichtet gleichzeitig die übrigen Mitgliedstaaten hiervon. Artikel 21. Die Kommission richtet innerhalb von dreissig Tagen nach Eingang der Mitteilung nach Artikel 1 eine Stellungnahme oder eine Empfehlung an den Mitgliedstaat ; sie unterrichtet hiervon gleichzeitig die übrigen Mitgliedstaaten. 2. Jeder Mitgliedstaat kann sich gegenüber der Kommission zu den betreffenden Vorschriften äussern ; er setzt gleichzeitig die anderen Mitgliedstaaten hiervon in Kenntnis. 3. Falls ein Mitgliedstaat es beantragt oder die Kommission es für zweckmässig hält, berät die Kommission die betreffenden Vorschriften gemeinsam mit den Mitgliedstaaten. Diese  Beratung kann in dem in Absatz (4) vorgesehenen Fall nachträglich innerhalb von dreissig Tagen stattfinden. 4. Die Kommission kann die in Absatz (1) festgesetzte Frist auf Antrag des Mitgliedstaates abkürzen oder mit seiner Zustimmung verlängern. Die Frist ist auf zehn Tage abzukürzen, wenn der Mitgliedstaat die von ihm vorgesehenen Vorschriften für dringlich erklärt. Wird die Frist abgekürzt oder verlängert, so unterrichtet die Kommission hiervon die Mitgliedstaaten. 5. Der Mitgliedstaat setzt die betreffenden Vorschriften erst in Kraft, nachdem die in Absatz (1) oder (4) vorgesehene Frist abgelaufen ist oder die Kommission ihre Stellungnahme abgegeben oder ihre Empfehlung ausgesprochen hat, es sei denn, daß ein Fall äusserster Dringlichkeit ein sofortiges Eingreifen des Mitgliedstaates erfordert. In diesem Falle teilt der Mitgliedstaat dies unverzueglich der Kommission mit ; darauf wird das in diesem Artikel vorgesehene Verfahren nachträglich innerhalb von dreissig Tagen nach Eingang der Mitteilung durchgeführt. Artikel 3Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.   Geschehen zu Brüssel am 21. März 1962 Im Namen des Rates Der Präsident M. COUVE de MURVILLE