CELEX: 32002D0323
Language: de
Date: 2000-12-20 00:00:00
Title: 2002/323/EG: Entscheidung der Kommission vom 20. Dezember 2000 zur Genehmigung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts für die Strukturinterventionen der Gemeinschaft in der im Vereinigten Königreich im Rahmen von Ziel 1 übergangsweise unterstützten Region Nordirland (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 4284)

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32002D0323

2002/323/EG: Entscheidung der Kommission vom 20. Dezember 2000 zur Genehmigung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts für die Strukturinterventionen der Gemeinschaft in der im Vereinigten Königreich im Rahmen von Ziel 1 übergangsweise unterstützten Region Nordirland (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 4284)  

Amtsblatt Nr. L 122 vom 08/05/2002 S. 0009 - 0010

Entscheidung der Kommissionvom 20. Dezember 2000zur Genehmigung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts für die Strukturinterventionen der Gemeinschaft in der im Vereinigten Königreich im Rahmen von Ziel 1 übergangsweise unterstützten Region Nordirland(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 4284)(Nur der englische Text ist verbindlich)(2002/323/EG)DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 des Rates vom 21. Juni 1999 mit allgemeinen Bestimmungen über die Strukturfonds(1), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 4,nach Anhörung des Ausschusses für die Entwicklung und Umstellung der Regionen, des Ausschusses nach Artikel 147 des Vertrags, des Ausschusses für Agrarstrukturen und die Entwicklung des ländlichen Raums und des Ausschusses für Fischerei- und Aquakulturstrukturen,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) In Titel II Artikel 13 und folgende der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 sind die Bestimmungen für die Ausarbeitung und Durchführung der gemeinschaftlichen Förderkonzepte festgelegt.(2) Gemäß Artikel 15 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 kann ein Mitgliedstaat nach Konsultation der in Artikel 8 der Verordnung genannten Partner der Kommission einen Entwicklungsplan vorlegen, der die in Artikel 16 der Verordnung genannten Angaben enthält.(3) Gemäß Artikel 15 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 erstellt die Kommission auf der Grundlage des vom Mitgliedstaat vorgelegten Regionalentwicklungsplans im Rahmen der Partnerschaft gemäß Artikel 8 derselben Verordnung und im Einvernehmen mit dem betreffenden Mitgliedstaat das gemeinschaftliche Förderkonzept.(4) Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat der Kommission am 15. November einen Regionalentwicklungsplan für die im Rahmen von Ziel 1 gemäß Artikel 6 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 übergangsweise unterstützte Region Nordirland vorgelegt. Der Plan wurde am 3. März ergänzt. Er enthält die in Artikel 16 der Verordnung genannten Angaben, und zwar insbesondere die Beschreibung der gewählten Schwerpunkte sowie Angaben zur finanziellen Beteiligung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL), Abteilung "Ausrichtung", des Finanzinstruments für die Ausrichtung der Fischerei (FIAF) und der sonstigen für die Durchführung des Plans vorgesehenen Finanzinstrumente.(5) Das gemeinschaftliche Förderkonzept wurde im Einvernehmen mit dem betreffenden Mitgliedstaat und im Rahmen der Partnerschaft ausgearbeitet.(6) Die Kommission hat die Übereinstimmung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts mit dem Prinzip der Zusätzlichkeit überprüft.(7) Gemäß Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 obliegt es der Kommission und dem Mitgliedstaat, unter Wahrung des Partnerschaftsprinzips für die Koordinierung zwischen den Interventionen der verschiedenen Fonds und der EIB und der sonstigen vorhandenen Finanzinstrumente zu sorgen.(8) Die EIB wurde nach Artikel 15 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 bei der Erstellung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts hinzugezogen.(9) Die für den gesamten Zeitraum verfügbare finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft und deren jährliche Aufteilung werden in Euro festgelegt. Die jährliche Aufteilung muss mit der geltenden Finanziellen Vorausschau vereinbar sein. Gemäß Artikel 7 Absatz 7 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 wurde die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft bereits mit jährlich 2 v. H. indexiert. Bei der Halbzeitbewertung, und spätestens bis zum 31. März 2004, kann diese Beteiligung unter Berücksichtigung der Realentwicklung der Preise und der Zuweisung der leistungsgebundenen Reserve gemäß Artikel 7 Absatz 7 und Artikel 44 Absatz 2 der Verordnung angepasst werden.(10) Um dem Fortschreiten der Durchführung der Schwerpunkte des vorliegenden Gemeinschaftlichen Förderkonzeptes vor Ort Rechnung zu tragen, muss die Verteilung der Finanzmittel zwischen den Schwerpunkten oder den Interventionen im Einvernehmen mit dem Mitgliedstaat nach Bedarf und innerhalb vorher festgelegter Grenzen angepasst werden können -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Das gemeinschaftliche Förderkonzept für die Strukturinterventionen der Gemeinschaft in der im Vereinigten Königreich im Rahmen von Ziel 1 übergangsweise unterstützten Region Nordirland für den Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2006 wird genehmigt.Artikel 2(1) Gemäß Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 enthält das gemeinschaftliche Förderkonzept folgende Angaben:a) die Schwerpunkte für die gemeinsame Aktion der gemeinschaftlichen Strukturfonds und des betreffenden Mitgliedstaats, deren spezifische quantifizierte Ziele, eine Ex-ante-Bewertung der erwarteten Auswirkungen und Angaben zur Kohärenz mit der Wirtschafts-, der Sozial- und der Regionalpolitik sowie mit der Beschäftigungsstrategie des Vereinigten Königreichs;die Schwerpunkte lauten:- Frieden und Versöhnung,- Wirtschaftswachstum und Erneuerung,- Beschäftigung, Humanressourcen und soziale Integration,- ausgewogene Entwicklung der städtischen und ländlichen Gebiete der Region,- Nord-Süd-Kooperation und umfassendere Zusammenarbeit;b) einen Überblick über die durchzuführenden operationellen Programme mit Angabe ihrer spezifischen Ziele und der ausgewählten Schwerpunkte;c) den indikativen Finanzierungsplan, der für jeden Schwerpunkt Angaben enthält zu dem vorgesehenen Hoechstbetrag für die Beteiligung der einzelnen Fonds in jedem Jahr, gegebenenfalls der EIB und der sonstigen Finanzinstrumente, sowie zum Gesamtbetrag der zuschussfähigen öffentlichen und der geschätzten privaten Beiträge des Vereinigten Königreichs. Im Finanzierungsplan werden die vorgesehenen Mittel für die im Rahmen von Ziel 1 übergangsweise unterstützten Regionen gesondert ausgewiesen.Die jährlich für das gemeinschaftliche Förderkonzept vorgesehene Gesamtbeteiligung der Fonds ist mit der geltenden Finanziellen Vorausschau vereinbar;d) Bestimmungen zur Durchführung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts, einschließlich der Benennung der Verwaltungsbehörde und der Bestimmungen für die Beteiligung der Partner in den Begleitausschüssen;e) die Ex-ante-Überprüfung der Zusätzlichkeit und die Informationen betreffend die Transparenz der Geldströme;f) Angaben zu den erforderlichen Mitteln für die Vorbereitung, Begleitung und Bewertung des gemeinschaftlichen Förderkonzepts und der operationellen Programme.(2) Der indikative Finanzierungsplan beziffert die Gesamtkosten der von der Gemeinschaft und dem betreffenden Mitgliedstaat zur Durchführung der gemeinsamen Aktion gewählten Schwerpunkte für den gesamten Zeitraum auf 2109,503 Mio. EUR und den vorgesehenen Betrag für die Beteiligung der Strukturfonds auf 1315,495 Mio. EUR.Der daraus resultierende nationale Finanzierungsbedarf in Höhe von 588,308 Mio. EUR für den öffentlichen und 205,700 Mio. EUR für den privaten Sektor kann teilweise durch Inanspruchnahme von Gemeinschaftsdarlehen der Europäischen Investitionsbank oder der sonstigen Darlehensinstrumente gedeckt werden.Der Gesamtbetrag der gewährten Gemeinschaftsbeteiligung wird vorerst indikativ wie folgt zwischen den Strukturfonds aufgeteilt:>PLATZ FÜR EINE TABELLE>(3) Während der Durchführung des Finanzierungsplanes können die Gesamtausgaben (für die gesamte Förderperiode) eines Schwerpunktes oder einer Intervention oder die dafür vorgesehene Beteiligung der Fonds im Einvernehmen mit dem Mitgliedstaat angepasst werden, sofern diese Anpassung nicht mehr als 25 % der Gesamtbeteiligung der Fonds an dem gemeinschaftlichen Förderkonzept beträgt und der in Absatz 1 genannte Gesamtbetrag der Beteiligung der Fonds unberührt bleibt. Dieser Prozentsatz kann jedoch überschritten werden, sofern der Änderungsbetrag 60 Mio. EUR nicht übersteigt.Artikel 3Diese Entscheidung ist an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland gerichtet.Brüssel, den 20. Dezember 2000Für die KommissionMichel BarnierMitglied der Kommission(1) ABl. L 161 vom 26.6.1999, S. 1.