CELEX: 51994PC0593
Language: de
Date: 1994-12-16
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EG) DES RATES zum Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen Gemeinschaft

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                  KOM(94) 593 endg.
                                                  Brüssel, den 16.12.1994
                                                  94/0314 (CNS)
                                 Vorschlag  für  eine
                             VERORDNUNG (EG) DES RATES
       zum Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
      auf nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen Gemeinschaft
                          (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---  ---pagebreak---                                        BEKUNDUNG
Das Europäische System volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) bildet den
Bezugsrahmen für die Erstellung der von der Gemeinschaft benötigten Konten, denn mit ihm wird
eine Methodik geschaffen, die zwischen den Mitgliedstaaten vergleichbare Ergebnisse ermöglicht.
1.     Zweck des Verordnungsentwurfs ist die Einführung
               einer Methodik für gemeinsame Normen, Definitionen, Systematiken und
               Buchungsregeln, die die Bezeichnung Europäisches System Vokswirtschaftlicher
               Gesamtrechnungen (ESVG) trägt und zur Erstellung von Konten und Tabellen auf
               vergleichbaren Grundlagen für die Zwecke der Europäischen Gemeinschaft bestimmt
               ist,
               eines Programms zur Übermittlung der nach dem ESVG erstellten Konten und
               Tabellen an die Kommission nach einem genauen Zeitplan.
2.     An dem Vorhaben sind die Mitgliedstaaten beteiligt. Es zielt darauf ab, die Begriffe und
       Systematiken für die Datensammlung zu harmonisieren und festzulegen, welche
       Informationen für die wichtigsten Benutzer benötigt werden: Gemeinschaftsinstitutionen,
       nationale, regionale und kommunale Behörden, Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
       Für die Datensammlung selbst und die dafür eingesetzten Methoden sind die Mitgliedstaaten
       zuständig.
3.     Es sind alle Mitgliedstaaten betroffen. Schon heute sammeln die Mitgliedstaaten ein
       gewisses Maß an Informationen über die Konten. Im Rahmen der geplanten Maßnahme
       werden zusätzliche Informationen (für die meisten Mitgliedstaaten in ziemlich begrenztem
       Umfang) gesammelt und Änderungen an den verwendeten Begriffen und Systematiken
      vorgenommen werden.
       In dem Verordnungsvorschlag werden die einschlägigen internationalen Empfehlungen
       respektiert. Er berücksichtigt der Notwendigkeit der Anpassung der statistischen
       Definitionen an die Veränderungen im Zusammenhang mit den sozioökonomischen und
      technischen Entwicklungen, die sich auf das Produktionssystem auswirken. Er nimmt
       Einfluß auf die Qualität der Beobachtung und der Analyse des Bedarfs für die
       Wirtschaftspolitiken.
4.    Nur eine gemeinschaftliche Maßnahme wie diese ermöglicht die Fixierung des
       Bezugsrahmens fur die gemeinschaftlichen Normen, Definitionen, Systematiken und
       Buchungsregeln und die Auflistung der benötigten Informationen; die Konten der
       Mitgliedstaaten werden dann von den Mitgliedstaaten selbst in dem auf Gemeinschaftsebene
       festgelegten Rahmen erstellt.
 ---pagebreak--- 5. Mit dieser Rechtsvorschrift wird es möglich, die gemeinschaftlichen statistischen
   Informationen im Bereich der nationalen und regionalen volkswirtschaftlichen
   Gesamtrechnungen zu verbessern und kohärenter zu gestalten. Mit ihrer Hilfe wird die
   Vergleichbarkeit verbessert, wodurch wiederum die Anforderungen im Zusammenhang mit
   der Verwaltung der Wirtschafts- und Währungsunion und der Verwendung der
   Gesamtgrößen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für die gemeinschaftlichen
   Berechnungen im administrativen und insbesondere im budgetären Bereich besser erfüllt
   werden können. Ohne eine solche Rechtsvorschrift stünden für die Erarbeitung, das Follow-
   up, die Kontrolle und die Bewertung der gemeinschaftlichen Wirtschafts- und
   Währungspolitiken nur unvollständige, nicht harmonisierte und nicht ausreichend aktuelle
   Statistiken zur Verfügung, was mit entsprechenden Risiken verbunden wäre.
6. Mit einer Rechtsvorschrift, und zwar einer Verordnung des Rates, kann der Bezugsrahmen
   (Begriffe, Systematiken, Liste der benötigten Informationen) festgelegt werden, ohne daß im
   Detail auf organisatorische Fragen und Methoden zur Erstellung der Konten eingegangen
   werden muß.
7. Eine Verordnung des Rates ist notwendig, um den Bezugsrahmen festzulegen, für das
   Vorgehen bei der Erstellung der Konten sind jedoch weiterhin die Mitgliedstaaten zuständig,
   deren Aufgabe es auch ist, ihre statistischen Systeme anzupassen.
                                              -2<9K^
 ---pagebreak---                         Entwurf eines Vorschlags für eine Verordnung des Rates
               zum Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
            auf nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen Gemeinschaft
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel
213,
nach Kenntnisnahme von dem Verordnungsentwurf der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Europäischen Währungsinstituts,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,
nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Zur Schaffung und laufenden Beobachtung der Wirtschafts- und Währungsunion sind vergleichbare,
aktuelle und zuverlässige Informationen über Struktur und Entwicklung der Wirtschaft eines jeden
Landes bzw. einer jeden Region erforderlich.
Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind als Instrument für die Analyse der Wirtschaft
eines Landes bzw. einer Region von grundlegender Bedeutung, sofern sie nach strengen
Grundsätzen erstellt werden, die unterschiedliche Auslegungen nicht zulassen.
Das dem Vertrag über die Europäische Union beigefügte Protokoll über das Verfahren bei einem
übermäßigen Defizit nimmt auf das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
Bezug, und die Verordnung (EG) Nr. 3605/93W des Rates über die Anwendung des Protokolls über
das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit sieht in Artikel 7 vor, daß die Änderung dieses
Systems vom Rat der Europäischen Union beschlossen wird.
Die Richtlinie 89/130/EWG(2) , Euratom des Rates zur Harmonisierung der Erfassung des
Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen (BSPmp) sieht vor, daß die begriffliche Vergleichbarkeit des
BSPmp durch die Einhaltung der Definitionen und der Verbuchungsregeln des Europäischen
Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen gewährleistet wird, und die Verordnung Nr.
1553/89/EWG(3) , Euratom über die endgültige einheitliche Regelung für die Erhebung der
Mehrwertsteuereigenmittel legt fest, daß zur Berechnung des gewogenen mittleren
Mehrwertsteuersatzes die Aufgliederung der besteuerbaren Transaktionen mit Hilfe der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bestimmt wird, die gemäß dem Europäischen System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen erstellt werden.
M        ABl. Nr. L 332 vom 31.12.1993
<2)      ABI. Nr. L 49 vom 21.2.1989
(3>      ABI Nr. L I 55 vom 7.6.1989
                                                  -1-
 ---pagebreak---  In den Verordnungen (EWG) Nr. 2052/88(4) und Nr. 2081/93<5) des Rates über die Aufgaben der
 Strukturfonds ist festgelegt, daß die Förderungswürdigkeit der Regionen im Rahmen der Ziele 1
 und 5 b) der Strukturfonds im wesentlichen durch den Vergleich ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP)
 pro Kopf mit dem Gemeinschaftsdurchschnitt bestimmt wird.
 Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen muß für die Zwecke der
 Wirtschafts- und Währungsunion überarbeitet und danach zur Erstellung der durch
gemeinschaftliche            Rechtsvorschriften vorgesehenen    nationalen     und     regionalen
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen verwendet werden.
Das überarbeitete System mit dem Titel „Europäisches System Volkswirtschaftlicher
Gesamtrechnungen (ESVG)" bildet den Bezugsrahmen der gemeinsamen Normen, Definitionen,
Klassifizierungen und Verbuchungsregeln für die Erstellung der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen der Mitgliedstaaten für die Zwecke der Europäischen Gemeinschaft und
ermöglicht es dadurch, zu Ergebnissen zu gelangen, die zwischen den Mitgliedstaaten vergleichbar
sind.
Die Ergebnisse der gemäß dem überarbeiteten ESVG (ESVG 95) erstellten Konten und Tabellen
aller Mitgliedstaaten sind den Benutzern von der Kommission insbesondere im Hinblick auf die
Überwachung der Konvergenz der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedstaaten zu genau festgelegten
Zeitpunkten zur Verfügung zu stellen.
Die Zeitpunkte für die Erstellung sind nach großen Kategorien von Konten und Tabellen zu staffeln,
und lediglich die für die Zwecke der Europäischen Gemeinschaft wesentlichen Informationen
müssen zu genau festgelegten Zeitpunkten statistisch aufbereitet und der Kommission mitgeteilt
werden.
Angesichts des Umfangs und der Bedeutung der einschlägigen Konten, der Untergliederungsebene
und der geographischen Reichweite sowie der jeweiligen Lage in den Mitgliedstaaten werden
denjenigen Mitgliedstaaten, die objektiv nicht in der Lage sind, die von der Verordnung
vorgeschriebenen Fristen einzuhalten, ausnahmsweise und zeitlich begrenzt gewisse zusätzliche
Fristen für die Übermittlung der Daten eingeräumt.
Die Lösung des Problems der Zuordnung der indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit (IEDFM) würde eine wesentliche qualitative Verbesserung der Methodik des
ESVG 95 bedeuten, und die Mitgliedstaaten sowie die Kommission verpflichten sich, bis zum
31. Dezember 1996 eine zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten, die für die erste
Datenübermittlung 1998 angewandt werden kann.
Nach dem Subsidiaritätsprinzip ist die Schaffung gemeinsamer statistischer Normen, die die
Erstellung harmonisierter Informationen ermöglichen, eine Maßnahme, die nur auf
Gemeinschaftsebene effizient ausgeführt werden kann; ihre Anwendung wird in den einzelnen
Mitgliedstaaten unter der Aufsicht der für die Erstellung der amtlichen Statistik zuständigen
Organisationen und Institutionen erfolgen.
Die Europäische Gemeinschaft arbeitet in einer für beide Seiten vorteilhaften Weise mit
Drittländern zusammen, insbesondere mit den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
(4)       ABl. Nr. L 185 vom 15.7.1988
<5)       ABI. Nr. L 193 vom 31.7.1993
                                                 -i/sx.
 ---pagebreak--- Die Statistische Kommission der Vereinten Nationen hat im Februar 1993 das neue System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (SNA) angenommen, um in allen Ländern die
Vergleichbarkeit der Ergebnisse auf weltweiter Ebene sicherzustellen.
Das ESVG, das die auf die volkswirtschaftlichen Strukturen der Mitgliedstaaten zugeschnittene
Fassung des SNA darstellt, muß dessen Aufbau Rechnung tragen, damit Informationen zur
Verfügung stehen, die mit den von den wichtigsten Weltwirtschaftspartnern erstellten Daten
vergleichbar sind.
Es ist ein Verfahren zur Anpassung und Aktualisierung der Bestimmungen der vorliegenden
Verordnung in Zusammenarbeit mit dem durch den Beschluß 89/382/EWG, Euratom^6) des Rates
eingesetzten Ausschuß für das Statistische Programm (ASP) vorzusehen.
Der Ausschuß für das Statistische Programm und der durch den Beschluß 91/115/EWG(?) des Rates
eingesetzte Ausschuß für die Währungs-, Finanz- und Zahlungsbilanzstatistiken (AWFZ) haben
sich für den Verordnungsentwurf ausgesprochen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                                 Artikel 1
                                                   Ziele
 1.     Ziel dieser Verordnung ist die Anpassung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher
        Gesamtrechnungen durch:
        a)         eine im Anhang aufgeführte Methodik mit den gemeinsamen Normen, Definitionen,
                   Klassifizierungen und Verbuchungsregeln, nachstehend Europäisches System
                   Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 95 (ESVG 95) genannt, die die Erstellung
                   der Konten und Tabellen auf vergleichbaren Grundlagen für die Zwecke der
                   Europäischen Gemeinschaft ermöglichen soll, und
        b)         ein in Artikel 3 aufgeführtes Übermittlungsprogramm für die gemäß dem ESVG 95
                   erstellten Konten und Tabellen für die Zwecke der Gemeinschaft zu genau
                   festgelegten Zeitpunkten.
2.      Diese Verordnung verpflichtet keinen Mitgliedstaat dazu, für seine eigenen Zwecke die
        Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nach dem ESVG 95 zu erstellen.
(6)
          ABl. Nr. L 181 vom 28.6.1989
W         ABl. Nr. L 59 vom 6.3.1991
                                                         <S>»-
 ---pagebreak---                                                    Artikel 2
                                                   Methodik
 Die in Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a) dieser Verordnung genannte Methodik des ESVG 95 wird in
 Anhang A wiedergegeben.
 Änderungen an der Methodik des ESVG 95, die inhaltliche Klarstellungen und Verbesserungen
 zum Ziel haben, werden von der Kommission nach dem in Artikel 5 vorgesehenen Verfahren
 beschlossen, sofern sich durch sie die Grundkonzepte nicht ändern, für ihre Durchführung keine
 zusätzlichen Mittel erforderlich sind und ihre Anwendung keine Erhöhung der Eigenmittel der
 Gemeinschaft verursacht.
 Das Verfahren nach Artikel 5 findet auch auf die Einführung des in Anhang 1 der Methodik
beschriebenen Systems der Zuordnung der indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit Anwendung. Die Kommission beschließt darüber spätestens am 31. Dezember
 1996.
                                                   Artikel 3
                                        Übermittlung an die Kommission
         Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission (Eurostat) die Konten und Tabellen des
         Anhangs B innerhalb der für die einzelnen Tabellen vorgesehenen Fristen.
         Die einigen Mitgliedstaaten gemäß Anhang B gewährten zusätzlichen Fristen laufen
         spätestens am 1. Januar 2005 aus.
         Nach Anhörung des ASP erstattet die Kommission dem Rat der Europäischen Union
         spätestens am 1. Juli 2003 Bericht über die Nutzung der gewährten zusätzlichen Fristen, um
         zu prüfen, ob sie weiterhin gerechtfertigt sind.
         Der Rat der Europäischen Union beschließt vor dem 1. Januar 2005 auf Vorschlag der
         Kommission über eine Verlängerung der einigen Mitgliedstaaten für die Übermittlung der
         Daten gewährten zusätzlichen Fristen.
         Die Mitgliedstaaten übermitteln gemäß den Bestimmungen der Verordnung (Euratom,
         EWG) Nr. 1588/90(8) des Rates über die Übermittlung von unter die Geheimhaltungspflicht
         fallenden Informationen an das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften die
         Ergebnisse des Anhangs B einschließlich der von ihnen entsprechend ihrer nationalen
         Gesetzgebung oder ihren nationalen Gepflogenheiten betreffend die statistische
         Geheimhaltung für vertraulich erklärten Daten.
         Im Rahmen von Artikel 2 Absatz 2 können von der Kommission nach dem in Artikel 5
         vorgesehenen Verfahren Anpassungen hinsichtlich der von den Mitgliedstaaten zu
         liefernden          Informationen - neue    Tabellen,  einbezogene    Länder      und/oder
         Regionen - beschlossen werden.
(8)        ABI. Nr. L 151 vom 15.6.1990
                                                      4- ^ • w
 ---pagebreak---                                           Artikel 4
                          Ausschuß und Aufgaben des Ausschusses
 1.  Die Kommission wird vom Ausschuß für das Statistische Programm, nachstehend
     "Ausschuß" genannt, unterstützt.
2.   Der Ausschuß prüft alle Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Verordnung,
     die der Vorsitzende entweder von sich aus oder auf Antrag eines Mitgliedstaates zur Sprache
     bringt.
                                          Artikel 5
                                         Verfahren
1.  Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden
    Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer
    Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der jeweiligen
    Angelegenheit festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in
    Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages für die Annahme der vom Rat der Europäischen Union
    auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der
    Abstimmung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß
    dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.
2.  Die Kommission erläßt Maßnahmen, die unmittelbar durchzuführen sind. Stimmen diese
    Maßnahmen jedoch mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein, so werden sie
    sofort von der Kommission dem Rat mitgeteilt. In diesem Fall verschiebt die Kommission
    die Durchführung der von ihr beschlossenen Maßnahmen vom Zeitpunkt der Mitteilung an
    gerechnet um drei Monate.
3.  Der Rat kann innerhalb des in Absatz 2 genannten Zeitraums mit qualifizierter Mehrheit
    einen anderslautenden Beschluß fassen.
                                         Artikel 6
                        Zusammenarbeit mit anderen Ausschüssen
1.  Zu allen Fragen, die in den Zuständigkeitsbereich des AWFZ fallen, holt die Kommission
    gemäß Artikel 2 des Beschlusses 91/115/EWG die Stellungnahme dieses Ausschusses ein.
2.  Die Kommission übermittelt dem durch die Richtlinie 89/130/EWG, Euratom eingesetzten
    Ausschuß für das Bruttosozialprodukt alle für die Ausführung seines Auftrags erforderlichen
    Informationen über die Durchführung dieser Verordnung.
                                             i-  &v.
 ---pagebreak---                                              Artikel 7
                                     Erste Datenübermittlung
Die Datenübermittlung nach dem ESVG 95 wird gemäß den in Anhang B vorgesehenen Fristen für
die Jahre 1995, 1996 und 1997 spätestens am 1.1.1998 beginnen.
Bis zur erstmaligen Übermittlung nach dem ESVG 95 übersenden die Mitgliedstaaten der
Kommission die Konten und Tabellen weiterhin nach den geltenden Verordnungen und Richtlinien.
                                             Artikel 8
                           Auf das ESVG bezogene Rechtsvorschriften
Bei Bezugnahmen auf das ESVG in einer bestehenden oder künftigen Rechtsvorschrift wird davon
ausgegangen, daß sie mit den Definitionen des ESVG 95 in Einklang stehen.
Für die Anwendung dieser Rechtsvorschriften beginnen die Mitgliedstaaten mit der erstmaligen
Übermittlung der Ergebnisse nach dem ESVG 95 für die Jahre 1995, 1996 und 1997 spätestens am
1.1.1998.
                                             Artikeln
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
                                                     Ö ^
 ---pagebreak--- Anlage I:   Mitteilung an die Kommission
Anlage Ia:  Zusammenfassung
Anlage II:  Finanzbogen
Anlage III: Folgenabschätzung
Anlage IV:  Auswirkungen für die EFTA-Länder
                                    $ •
                                        Os^
 ---pagebreak--- Anlage I
                                  Mitteilung an die Kommission
Betr.: Entwurf eines Vorschlags für eine Verordnung des Rates zum Europäischen System
       Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene in der
       Europäischen Gemeinschaft
Begründung
1.     Die statistischen Dienste der Mitgliedstaaten, deren Arbeiten von Eurostat koordiniert
       werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Deckung des gemeinschaftlichen Bedarfs an
       Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR).
       In den vergangenen beiden Jahren hat Eurostat in enger Zusammenarbeit mit den
       Mitgliedstaaten und verschiedenen internationalen Organisationen eine grundlegende
       Revision des bestehenden Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
       (ESVG) vorgenommen. Diese Revision sollte es ermöglichen, das ESVG im Hinblick auf
       die wirtschaftlichen Entwicklungen zu aktualisieren, es in einigen Punkten klarer zu
       gestalten und mit anderen gemeinschaftlichen statistischen Systemen zu harmonisieren und
       die Unterschiede zu beseitigen, die zwischen ihm und dem volkswirtschaftlichen
       Gesamtrechnungssystem bestanden, das in der OECD sowie weltweit angewendet wird
       (SNA).
2.     Zu dem Verordnungsentwurf gehören zwei Anhänge: Anhang A, der die Methodik des
       europäischen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungssystems enthält, und Anhang B, bei
       dem es sich um die Aufstellung der Tabellen handelt, die der Kommission von den
       nationalen statistischen Ämtern zu übermitteln sind.
       Die revidierte Methodik steht voll und ganz in Einklang mit dem volkswirtschaftlichen
       Gesamtrechnungssystem der Vereinten Nationen (SNA), ist jedoch stärker auf die
       Institutionen und Gegebenheiten in der Europäischen Gemeinschaft abgestellt; die sich
       daraus ergebende bessere Vergleichbarkeit der Daten ermöglicht es, den Erfordernissen
       besser gerecht zu werden, die im Zusammenhang mit der Verwaltung der Wirtschafts- und
       Währungsunion und mit der Verwendung von VGR-Aggregaten für administrative,
       insbesondere haushaltsbezogene Berechnungen der Gemeinschaft enstehen.
       Was die Produktion von VGR-Daten betrifft, so werden insbesondere die Auswertung und
       Verbreitung der Daten innerhalb kürzerer Fristen, ein höherer Erfassungsgrad (auch in
       geographischer Hinsicht) und eine stärkere Harmonisierung der Daten angestrebt. Damit
       wird zweifellos ein Beitrag zu einer besseren Verwaltung und Bewertung der Fortschritte bei
       der Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion geleistet.
                                                ^yio,^
 ---pagebreak--- Finanzielle Auswirkungen
3.     Die Gesamtkosten zu Lasten des Gemeinschaftshaushalts in den ersten drei Jahren der
       Durchführung der Maßnahme (1995-1997) belaufen sich auf 9 Mio. ECU; davon entfallen
       90 % auf Maßnahmen zur Unterstützung der statistischen Dienste der Mitgliedstaaten und
       10 % auf Operationelle Ausgaben für Studien und Datenverwaltung.
Auswirkungen auf die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
4.     Die benötigten Daten werden im Rahmen amtlicher Statistiken und überwiegend auf der
       Grundlage von bereits bestehenden Erhebungssystemen erstellt. Die Maßnahme hat daher
       deutlich begrenzte Auswirkungen auf die Unternehmen.
Verordnungsentwurf
5.     Die Kommission wird gebeten, den beiliegenden Verordnungsentwurf zu billigen und ihn
       dem Rat zur Annahme vorzulegen.
                                              jiA  .
 ---pagebreak--- Anlage I a
                                        Zusammenfassung
                                 Verordnungsçntwurf zum ESVG
Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) bildet den
Bezugsrahmen für die Erstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für die Zwecke der
Gemeinschaft, denn mit ihm wird eine Methodik eingeführt, durch die die Ergebnisse der
Mitgliedstaaten vergleichbar werden.
Durch den Verordnungsentwurf sollen festgelegt werden:
       eine als Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) bezeichnete
       Methodik, die gemeinsame Normen, Definitionen, Systematiken und Verbuchungsregeln
       umfaßt und es ermöglichen soll, daß für die Zwecke der Europäischen Gemeinschaft Konten
       und Tabellen auf vergleichbarer Basis erstellt werden;
       ein Programm, das die Übermittlung der gemäß dem ESVG erstellten Konten und Tabellen
       an die Kommission nach einem genauen Zeitplan vorsieht.
Die Durchführung der Maßnahme wird in den ersten drei Jahren 9 Mio. ECU kosten, von denen
90 % für die statistischen Dienste der Mitgliedstaaten bestimmt sind.
Die Kommission wird gebeten, den Verordnungsentwurf zu billigen und ihn dem Rat zur Annahme
vorzulegen.
                                                 s%& ûv
 ---pagebreak--- Anlage II
                                     Finanzbogen
1       BEZEICHNUNG DER MABNAHME
        Entwurf eines Vorschlags für eine Verordnung des Rates zum Europäischen System
        Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene in der
        Europäischen Gemeinschaft.
2       HAUSHALTSLINIE(N)
        Teileinzelplan B-5 - Verbraucherschutz, Binnenmarkt, Industrie und transeuropäische
       Netze
        Kapitel B5-60 - Politik auf dem Gebiet der statistischen Information im Zusammenhang
       mit der Verwirklichung des Binnenmarktes und den flankierenden Maßnahmen zur Politik
       der Gemeinschaft
       Artikel B5-60O - Politik auf dem Gebiet der statistischen Information mit Beteiligung der
       Drittstaaten.
3       RECHTSGRUNDLAGE
       Artikel 213 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft;
       Vertrag über die Europäische Union;
       Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum;
       Entscheidung des Rates 93/464/EWG vom 22. Juli 1993 über das Rahmenprogramm für
       prioritäre Maßnahmen im Bereich der statistischen Information 1993-1997, insbesondere
       die Bestimmungen zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und
       Währungsunion (ABl. Nr. L 219 vom 28.8.1993, S. 1);
       Richtlinie 89/190/EWG, Euratom des Rates vom 13. Februar 1989 zur Harmonisierung der
       Erfassung des Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen (ABl. Nr. L 49 vom 21.2.1989, S. 26);
       Entscheidung der Kommission 93/570/EWG, Euratom vom 4. Oktober 1993 bezüglich der
       Abgrenzung der "sonstigen Produktionssteuern" von den "Vorleistungen" im
       Zusammenhang mit der Anwendung von Artikel 1 der Richtlinie 89/130/EWG, Euratom
       des Rates zur Harmonisierung der Erfassung des Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen
       (ABl. Nr. L 276 vom 9.11.1993, S. 13);
       Entscheidung der Kommission 94/168/EG vom 22. Februar 1994 über Maßnahmen zur
       Durchführung der Richtlinie 89/130/EWG, Euratom des Rates zur Harmonisierung der
       Erfassung des Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen (ABl. Nr. L 77 vom 19.3.1994, S. 51);
       Verordnung (EWG) Nr. 2081/93 des Rates vom 20. Juli 1993 zur Änderung der
       Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 über Aufgaben und Effizienz der Strukturfonds und über
       die Koordinierung ihrer Interventionen untereinander sowie mit denen der Europäischen
       Investitionsbank und der anderen vorhandenen Finanzinstrumente (ABl. Nr. L 193 vom
       31.7.1993, S. 5);
       Verordnung (EG) Nr. 1164/94 des Rates vom 16. Mai 1994 zur Errichtung des
       Kohäsionsfonds (ABl. Nr. L 130 vom 25.5.1994, S. 1).
                                             À*T <ù..
 ---pagebreak--- 4         BESCHREIBUNG DER MABNAHME
4.1       ALLGEMEINES Z I E L DER MABNAHME
Mit der Maßnahme sollen den Verantwortlichen der europäischen Institutionen und der nationalen
Regierungen harmonisierte statistische Indikatoren an die Hand gegeben werden, mit denen sie
feststellen können, inwieweit die im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion beschlossenen
Ziele erreicht werden. Die europäischen Institutionen und die Mitgliedstaaten benötigen diese
statistischen Daten, um verfolgen zu können, inwieweit die Grundsätze eingehalten werden, die in
Artikel 3 a und den Artikeln 130a bis 130e des Vertrags über die Europäische Union zur
Konvergenz der Wirtschaftspolitiken und zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt
vorgesehen sind.
Mit der Maßnahme wird den statistischen Systemen der Mitgliedstaaten im Bereich
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen die Durchführung von statistischen Erhebungen oder die
Aufbereitung vorhandenen Datenmaterials nach einheitlichen Modalitäten ermöglicht.
Die Maßnahme hat folgende Ziele:
          Einführung von Normen, Methoden und Organisationsstrukturen, mit deren Hilfe in der
          gesamten Gemeinschaft vergleichbare, zuverlässige und aussagekräftige Statistiken erstellt
          werden können;
          Lieferung der Informationen, die die europäischen Institutionen und die Regierungen der
          Mitgliedstaaten zur Förderung, Überwachung und Bewertung der Konvergenz der
          Wirtschaftspolitiken und der Regionalentwicklung der EU benötigen;
          Verbreitung der statistischen Informationen an die Öffentlichkeit, die Unternehmen und
          alle im Wirtschafts- und Sozialbereich tätigen Kräfte, um sie bei ihren Entscheidungen zu
          unterstützen;
          Verbesserung der statistischen Systeme in den Mitgliedstaaten.
4.2       DAUER DER MABNAHME UND GGF. BESTIMMUNGEN ÜBER IHRE ERNEUERUNG ODER
          VERLÄNGERUNG
Mehrjährige Maßnahme, da die benötigten statistischen Informationen fortlaufend zu liefern sind.
5         EINSTUFUNG DER AUSGABEN/EINNAHMEN
5.1       OBLIGATORISCHE/NICHTOBLIGATORISCHE AUSGABEN             (OA/NOA)
NOA
5.2       GETRENNTE/NICHTGETRENNTE MITTEL           (GM/NGM)
GM
5.3       BETROFFENE EINNAHMEN: EINNAHMEN AUS DEM VERKAUF DER STATISTIKEN, DURCH
          DIE DIE PRODUKTIONSKOSTEN DER VERÖFFENTLICHUNGEN TEILWEISE GEDECKT
          WERDEN
6         ART DER AUSGABEN/EINNAHMEN
                                                 ÄUc
 ---pagebreak---    CA-         100%iger Zuschuß
        Nein:   Der Beitrag aus dem Gemeinschaftshaushalt deckt nur einen geringen Teil (± 5 %)    der
                tatsächlichen Datenerhebungskosten, da das Subsidiaritätsprinzip bei der Tätigkeit der
                Gemeinschaft im Bereich der Statistik sehr weitgehend zur Anwendung kommt;         die
                Ausgaben sind dennoch von entscheidender Bedeutung für die Standardisierung        der
                erhobenen Daten, ihre Aufbereitung und ihre Übermittlung an Eurostat.
  C ,t  ~      Zuschuß zwecks Kofinanzierung mit anderen öffentlichen und/oder privaten Geldgebern
        Ja:     Kofinanzierung mit dem öffentlichen Sektor (Haushalte der nationalen statistischen
                Dienste) und dem privaten Sektor (Einnahmen aus dem Verkauf der Statistikprodukte und
                Finanzierung von Erhebungen durch die Unternehmen).
 C. ?>. -      Zinsvergünstigung
        Nein
 C.^      -     Sonstige
        Keine
C. C. -         Ist bei wirtschaftlichem   Erfolg der Maßnahme eine teilweise oder vollständige
                Rückzahlung des Finanzbeitrags der Gemeinschaft vorgesehen?
C £ , Entfällt
              Ändert sich durch die Maßnahme die Höhe der Einnahmen?
        Ja:     Durch die Ergebnisse der statistischen Arbeiten zu den Indikatoren für die Eigenmittel
                (BSP, MwSt, Zölle) kann sich das Gesamtvolumen des Haushalts u. U. ändern.
£'. 1 . -      Wiederverwendung
        Die Ausgaben können zu Einnahmen führen, die wiederverwendet werden können.
                                                     A<-,
 ---pagebreak--- 7         FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
7.1      BERECHNUNGSWEISE FÜR DIE GESAMTKOSTEN DER MABNAHME IM
         HAUSHALTSJAHR 1995
Veranschlagter jährlicher Mittelbedarf nach der Art der Ausgaben aus Operationellen Mitteln:
Die Gesamtkosten der Maßnahme untergliedern sich in drei Posten:
Beitrag für die statistischen Ämter der Mitgliedstaaten:                 8,1 Mio. ECU
Dienstleistungen von privaten Forschungsstellen und
privaten Unternehmen aus den Mitgliedstaaten:                            0,8 Mio. ECU
Information und Veröffentlichung:                                        0,1 Mio. ECU
7.2      AUFSCHLÜSSELUNG JE HAUSHALTSJAHR (IN TSD.            ECU)
                                              1995          1996         1997
                                              3000          3000         3000
7.3      IN T E I L B BERÜCKSICHTIGTE OPERATIONELLE AUSGABEN FÜR STUDIEN,
         SACHVERSTÄNDIGENSITZUNGEN USW.
Die administrativen Ausgaben, die unmittelbar mit dem Ziel der Maßnahme zusammenhängen und
Bestandteil der Maßnahme sind, belaufen sich auf 0,9 Mio. Ecu:
                                              1995          1996         1997
Studien                                       0,25          0,25         0,15
Sachverständigensitzungen                     0,05          0,05         0,05
Konferenzen und Kongresse                      -
Information und Veröffentlichung               -             -            &,A.
1A       FÄLLIGKEITSPLAN BEI MEHRJÄHRIGEN MAßNAHMEN, FÜR DIE EIN NOTWENDIG
         ERACHTETER BETRAG FESTGELEGT IST
8        VORGESEHENE BETRUGSBEKÄMPFUNGSMAßNAHMEN (UND GEGEBENENFALLS
         ERGEBNISSE)
Die statistische Information gilt als Instrument zur objektiven Bewertung der gemeinschaftlichen
Aktionsprogramme und trägt daher zur Konsolidierung des Instrumentariums für die
Betrugsbekämpfung bei.
                                                 À6-o _
 ---pagebreak--- 9        ANGABEN ZUR KOSTEN-WIRKSAMKEITS-ANALYSE
9.1      QUANTIFIZIERBARE EINZELZIELE, ZIELGRUPPE
Einzelziele:
Das unter Ziffer 4.1 genannte Ziel steht in Zusammenhang mit den Bestimmungen des Vertrages
über:
die Wirtschafts- und Währungsunion.
Zur Erreichung dieses Ziels werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
a)       Entwicklung gemeinsamer Systematiken, Methodiken und Definitionen, die in den
         einzelnen Mitgliedstaaten unmittelbar angewendet werden können und sich auf
         gemeinschaftliche Rechtsvorschriften stützen;
b)       Durchfuhrung von gemeinsamen statistischen Erhebungen auf einer harmonisierten
         methodischen Grundlage;
c)       Aufbereitung, Analyse und Verbreitung der statistischen Ergebnisse der Gemeinschaft;
         dies beinhaltet auch Vergleiche zwischen einzelnen Ländern und Regionen;
d)       Einarbeitung des gemeinschaftlichen Besitzstandes in die statistischen Programme der
         Mitgliedstaaten;
e)       Verstärkte Angleichung der in den Mitgliedstaaten angewendeten Verfahren mit Hilfe
         gemeinsamer Aus- und Fortbiidungsmaßnahmen;
f)       Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Entwicklung ihrer statistischen Systeme durch
         strukturelle Maßnahmen und einen Technologie- und Erfahrungsaustausch zwischen ihnen.
Sektorale Programme
Die sektoralen Programme für die Wirtschafts- und Währungsunion: Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnungen; Statistik des Sektors Staat und Zahlungsbilanzstatistik; die Indikatoren für die
Koordinierung der Währungspolitik und Eeu-Statistik; Außenhandelsstatistik.
Zielgruppe
Die Maßnahme kommt zugute: den EU-Institutionen, den Regierungen der Mitgliedstaaten, den
Unternehmen, den wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungsträgern der Mitgliedstaaten sowie
Forschungsinstituten, Hochschulen und Medien.
9.2      BEGRÜNDUNG DER MABNAHME
Notwendigkeit des Einsatzes von Haushaltsmitteln der Gemeinschaft
                                                > # %v_
 ---pagebreak--- Die Maßnahme erfüllt einen vierfachen Zweck:
         Sie gibt den EU-Institutionen die quantitativen Informationen an die Hand, die erforderlich
        sind, damit alle Aktionsprogramme in Einklang mit Artikel 3 der Haushaltsordnung
        aufgestellt, durchgeführt und bewertet werden können, und ermöglicht so einen
        effizienteren und sachdienlicheren Einsatz der Haushaltsmittel der Gemeinschaft. Sie trägt
        ferner zur Betrugsbekämpfüng bei und ermöglicht es, daß auf allen in sie einbezogenen
        Gebieten möglichst angemessene Entscheidungen getroffen werden.
        Sie stellt den nationalen Behörden auf nationaler und regionaler Ebene vergleichbare
        Statistiken über sämtliche Mitgliedstaaten zur Verfügung, die es diesen ermöglichen, die
        Entwicklung der gemeinschaftlichen politischen Programme zu bewerten und zu
        überwachen.
        Sie liefert auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene tätigen Akteuren der
        Europäischen Gemeinschaft das Datenmaterial, das diese für ihre Entscheidungen auf
        ihrem jeweiligen Fachgebiet und für deren Bewertung benötigen. Sie ist damit ein
        wichtiger     Bestandteil    des europäischen Informationsmarktes,          da sie die
        Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft gegenüber Drittländern gewährleistet.
        Sie gibt der Wissenschaft die Informationen an die Hand, die diese benötigt, um das
        Wissen über das wirtschaftliche und soziale Leben in der Gemeinschaft voranzubringen.
Wahl der Interventionsmodalitäten
        Die Maßnahme wird im wesentlichen von den Mitgliedstaaten finanziert (vgl. Ziffer 6
        Absatz 1), die über ein gut eingeführtes Erhebungs- und Aufbereitungssystem verfügen.
        Falls die Kommission die Maßnahme vollständig finanzieren müßte, würden ihr dadurch
        extrem hohe Kosten entstehen und das Ergebnis wäre weniger zuverlässig.
        Die Maßnahme trägt zur Verbesserung der statistischen Informationen bei, die im
        Zusammenhang mit den Arbeiten auf folgenden Gebieten verwendet werden: Höhe des
        Bruttosozialprodukts (BSP) der Mitgliedstaaten, Verteilung der Mittel des Regional- und
        des Kohäsionsfonds, Agrarabschöpfüngen, MwSt.-Berechnungen und Zolleinnahmen.
        Die Erhebung der statistischen Informationen erfolgt im Rahmen einer Struktur, die durch
        eine sehr weitgehende Anwendung des Subsidiaritätsprinzips gekennzeichnet ist und bei
        der die nationalen Systeme auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten Verantwortung
        tragen. Das gemeinschaftliche statistische Programm wird zum integralen Bestandteil der
        nationalen statistischen Programme und trägt damit zur Schaffung eines europäischen
        Statistikraumes bei.
        Es werden Impulse gegeben für einen europäischen Statistikraum und damit für eine
        stärkere Integration der nationalen statistischen Systeme.
        Im Rahmen des gemeinschaftlichen statistischen Programms werden die Mittel der
        nationalen statistischen Systeme mobilisiert, die einen bedeutenden Beitrag zu seiner
        Durchführung leisten.
        Die Maßnahme hat Auswirkungen auf Forschungs- und Hochschulkreise, die über ein
        einzigartiges wissenschaftliches Instrumentarium für Studien und sozioökonomische
        Analysen verfügen.
                                                 - $ - s^__
 ---pagebreak--- Wichtigste Unsicherheitsfaktoren, die die Ergebnisse der Maßnahme beeinträchtigen können
Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel.
9.3      FOLLOW-UP UND BEWERTUNG DER MABNAHME
Erfolgsindikatoren
Zur Beurteilung des Standes der Arbeiten werden drei Arten von Erfolgsindikatoren herangezogen:
Haushaltsbezogene Indikatoren: Sie geben Auskunft darüber, inwieweit die für die Maßnahme
vorgesehenen Haushaltsmittel Ende 1998 wie geplant verwendet worden sind; der Haushaltsplan
muß zu 100 % ausgeführt sein;
Planungsindikatoren: Sie ermöglichen den Vergleich der statistischen Ergebnisse mit dem zuvor
festgelegten Programm sowie mit dem für seine Durchführung veranschlagten Mittelbedarf;
Indikatoren für die Ressourcen Verwendung: Vorgesehen sind vergleichende Untersuchungen, die es
ermöglichen sollen, den Mittelbedarf für vergleichbare Maßnahmen festzustellen und die
Berechnungen zu korrigieren.
A.       Ausführung des Haushaltsplans (Mio. ECU)
                      Verpflichtungen        Zahlungen
1995                          3,0                   2,1
Ende 1996                     3,0                   3,0
Ende 1997                     3,0                   3,0
Ende 1998                     nicht veranschlagt    0,9
Insgesamt                     9,0                   9,0
B.       Durchführung der Maßnahme
Bestehende Programme
         Verkürzung der Frist, innerhalb derer die Daten den Benutzern zur Verfügung gestellt
         werden;
         Umfang der Datennachfrage.
Neue Programme
         Durchführung der Erhebungen und/oder Datenaufbereitung innerhalb der im Rahmen des
         Programms beschlossenen Fristen;
         Durchführung der Erhebungen und/oder der Datenaufbereitung innerhalb des finanziellen
         Rahmens der einzelnen Programme;
         Umfang der den Benutzern zur Verfügung stehenden neuen Datenbanken.
C.      Verwendung der personellen und finanziellen Mittel
         Analyse und Bewertung der für Standardmaßnahmen erforderlichen Ressourcen;
                                                 A%
 ---pagebreak---           verstärkter DV-Einsatz in den Dienststellen, um die Arbeiten mit geringeren Ressourcen
          durchführen zu können.
Vorgesehene Modalitäten und Periodizität der Bewertung
Die Durchführung dieser Maßnahme, zu der die Zustimmung des Rates erforderlich ist
(Verordnung), wird von einem Ausschuß überwacht, der sich aus einem Vorsitzenden und den
Leitern der nationalen statistischen Ämter zusammensetzt:
Ausschuß für das Statistische Programm (Beschluß 89/382/EWG, Euratom des Rates vom 19. Juni
1989).
Der Ausschuß beschäftigt sich mit allen die Durchführung der Verordnung betreffenden Fragen, die
vom Vorsitzenden von sich aus oder auf Ersuchen eines Mitgliedstaates zur Sprache gebracht
werden.
Ist die Maßnahme in der Finanzplanung der GD für die betreffenden Jahre berücksichtigt?
Die Maßnahme ist durch das Statistische Programm abgedeckt, ihre Finanzierung wurde jedoch
seinerzeit nicht berücksichtigt.
Welchem in der Finanzplanung der GD festgelegten allgemeineren Ziel entspricht die Maßnahme?
10       VERWALTUNGSAUSGABEN (TEIL A DES HAUSHALTSPLANS)
10.1     ERFORDERT DIE MABNAHME EINE ERHÖHUNG DES PERSONALBESTANDS DER
         KOMMISSION?
Nein.
10.2     GEBEN SIE BITTE DIE DURCH DIE MABNAHME ENTSTEHENDEN VERWALTUNGS- UND
         PERSONALAUSGABEN AN.
                                               M
 ---pagebreak--- Anlage III
                                      FOLGENABSCHÄTZUNG
     DIE AUSWIRKUNGEN DES VORGESCHLAGENEN RECHTSAKTS AUF DIE UNTERNEHMEN
                      UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER K M U
BEZEICHNUNG DES VORGE
SCHLAGENEN RECHTSAKTS:        Entwurf eines Vorschlags für eine Verordnung des Rates zum
                              Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf
                              nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen Gemeinschaft
DER VORGESCHLAGENE RECHTSAKT
1     Durch den vorgeschlagenen Rechtsakt soll eine gemeinsame statistische Sprache
      festgeschrieben werden, mit deren Hilfe harmonisierte statistische Indikatoren erstellt
      werden können, die Aufschluß darüber geben, inwieweit die im Rahmen der Wirtschafts-
      und Währungsunion beschlossenen Ziele erreicht werden. Ferner soll den statistischen
      Systemen der Mitgliedstaaten im Bereich Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen die
      Durchführung von statistischen Erhebungen oder die Aufbereitung vorhandenen
      Datenmaterials nach einheitlichen Modalitäten ermöglicht werden.
AUSWIRKUNGEN AUF DIE UNTERNEHMEN
2     Der vorgeschlagene Rechtsakt hat keine direkten Auswirkungen auf die Unternehmen; dabei
      ist es unerheblich, welchem Wirtschaftszweig die Unternehmen angehören, wie groß sie
      sind und in welcher Region sie sich befinden.
3     Mit dem vorgeschlagenen Rechtsakt sind für die Unternehmen keine besonderen
      Verpflichtungen verbunden; dank der Entwicklung und Einführung geeigneter Normen,
      Methoden und Organisationsstrukturen wird ihnen vielmehr ein Bezugsrahmen für innerhalb
      der Gemeinschaft vergleichbare, zuverlässige und aussagekräftige Statistiken an die Hand
      gegeben.
4     Die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen sind beträchtlich; zu erwarten sind darüber
      hinaus Zeiteinsparungen und ein besseres gegenseitiges Verstehen der Gesprächspartner
      aufgrund der einheitlichen Anwendung einer stringenteren Terminologie.
5     In dem vorgeschlagenen Rechtsakt werden Normen, Konzepte, eine Terminologie und
      Prioritäten festgelegt. Spezielle Maßnahmen für eine bestimmte Art von Unternehmen sind
      in ihm nicht vorgesehen.
KONSULTIERUNG
6      Die UNICE und die wichtigsten europäischen Industrieverbände (FEBI) wurden über andere
      Entwürfe dieses Verordnungsvorschlags indirekt informiert.
                                                 •M-^
 ---pagebreak--- Anlage IV
                           AUSWIRKUNGEN FÜR DIE E F T A - L Ä N D E R
BEZEICHNUNG DES VORGESCHLAGENEN RECHTSAKTS
Entwurf eines Vorschlags für eine Verordnung des Rates zum Europäischen System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen
Gemeinschaft.
AUSWIRKUNGEN AUF DIE E F T A - L Ä N D E R
Der Verordnungsentwurf betrifft auch die EFTA-Länder, die in die Diskussion über den Text
einbezogen wurden.
Die EFTA-Länder haben an den Sitzungen der Arbeitsgruppe „Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnungen" teilgenommen, auf denen der Verordnungsentwurf erörtert wurde.
                                            -i&Ou
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                             <m44Ki* *$F Js^V^^'Ä^H^iÖSSS
                            NOVEMBRE 1994
                                              A
 ---pagebreak---                                              ESVG 1995
                                                LNFLALT
Kapitel:
          I.   Die wichtigsten Merkmale des Systems                                  5
         II    Die Einheiten und ihre Zusammenfassungen                             33
         III.  Gütertransaktionen                                                   69
         IV.   Verteilungstransaktionen                                            113
         V.    Finanzielle Transaktionen                                           163
         VI.   Sonstige Ströme                                                     201
         VII   Vermögensbilanzen                                                   219
         VIII. Kontenfolge und Kontensalden                                        255
         IX.   Der Input-Output-Rahmen                                             329
         X.    Preis- und Volumenmessungen                                         361
         XI.   Bevölkerung und Arbeitsinput                                        383
         XII. Vierteljährliche Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen               395
         XIII. Regionale Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen                     399
Anhang:
         1.    Indirekt erfaßte Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit 411
         2.    Leasing und Teilzahlungskauf von dauerhaften Gütern                 419
         3.    Versicherungen                                                      425
         4.    Systematiken und Konten                                             447
                                        - L    - 3
 ---pagebreak---                Kapitel I
Die wichtigsten Merkmale des Systems
              -t/ -5
 ---pagebreak--- I    EINLEITUNG
1.01  Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und re-
      gionaler Ebene (ESVG 1995 oder kurz "ESVG") ist ein international kompatibles Gesam-
      trechnungssystem, das die systematische und genaue Beschreibung einer Gesamtwirtschaft
      (d.h. einer Region, eines Landes oder einer Ländergruppe), ihrer Bestandteile und ihrer
      Beziehungen zu anderen Gesamtwirtschaften ermöglicht.
      Das ESVG 1995 ersetzt das 1970 veröffentliche Europäische System Volkswirtschaftlicher
      Gesamtrechnungen (ESVG 1970; 1978 erschien eine zweite, leicht geänderte Auflage).
      Das ESVG 1995 steht voll und ganz in Einklang mit den revidierten weltweit gültigen
      Leitlinien für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, dem "System of National Ac-
      counts" (SNA 1993 oder kurz "SNA"; diese Leitlinien wurden von den Vereinten Natio-
      nen, dem IWF, der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, der OECD und der
      Weltbank gemeinsam erarbeitet). Das ESVG berücksichtigt jedoch stärker die Gegebenhei-
      ten in der Europäischen Union und deren Datenbedarf. Wie das SNA ist auch das ESVG
      auf die Konzepte und Systematiken abgestimmt, die bei zahlreichen anderen Wirtschafts
      und Sozialstatistiken (etwa der Beschäftigungs und Außenhandelsstatistik, der Statistik des
      Verarbeitenden Gewerbes) Verwendung finden. Das ESVG kann daher als zentraler Be-
      zugsrahmen für die Wirtschafts und Sozialstatistik der Europäischen Union und ihrer
      Mitgliedstaaten dienen.
1.02  Das ESVG enthält zwei große Gruppen von Tabellen:
           die Sektorkonten (vgl. Kapitel VIII);
           die Input-Output-Rechnung (vgl. Kapitel IX) und die Konten nach Tätigkeitsberei-
           chen (vgl. Kapitel VIII).
      Die Sektorkonten liefern, untergliedert nach institutionellen Sektoren, eine systematische
      Beschreibung der verschiedenen Phasen des Wirtschaftskreislaufs, d.h. der Produktion, der
      Einkommensentstehung, Verteilung, Umverteilung und Verwendung sowie der Bildung von
      finanziellem und nichtfinanziellem Vermögen. Zu den Sektorkonten gehören auch Vermö-
      gensbilanzen, aus denen die Bestände an Aktiva und Passiva am Anfang und am Ende des
      Rechnungszeitraums ersichtlich sind.
      Die Input-Output-Rechnung und die Konten nach Tätigkeitsbereichen liefern eine genauere
      Beschreibung des Produktionsprozesses (Kostenstruktur, entstandenes Einkommen und
      Beschäftigung) und der Waren- und Dienstleistungsströme (Output, Einfuhr, Ausfuhr,
      letzter Verbrauch, Vorleistungen und Investitionen nach Gütergruppen).
      Im ESVG werden Bevölkerungs- und Beschäftigungskonzepte definiert (vgl. Kapitel XI).
      Sie sind sowohl für die Sektorkonten als auch für die Input-Output-Rechnung relevant.
      Das ESVG gilt nicht nur für jährliche, sondern auch für vierteljährliche und regionale
      Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (vgl. Kapitel XII und XIII).
 ---pagebreak--- II   Die Verwendungsmöglichkeiten des ESVG
1.03 Mit Hilfe des ESVG können analysiert und bewertet werden:
         die Struktur einer Gesamtwirtschaft:
         * Wertschöpfung und Beschäftigung nach Tätigkeitsbereichen,
         * Wertschöpfung und Beschäftigung nach Regionen,
         * Einkommensverteilung nach Sektoren,
         * Einfuhr und Ausfuhr nach Gütergruppen,
         * Ausgaben für den letzten Verbrauch nach Gütergruppen,
         * Anlageinvestitionen und Anlagevermögen nach Tätigkeitsbereichen,
         * Zusammensetzung der Bestände und Ströme von finanziellen Aktiva nach Arten
            von Aktiva und nach Sektoren;
         einzelne Teile oder Aspekte einer Gesamtwirtschaft:
         * der Banken- und Finanzsektor in der Gesamtwirtschaft,
         * die Rolle des Staates,
         * die Volkswirtschaft einer bestimmten Region (im Vergleich zur Volkswirtschaft
            des gesamten Landes);
         die Entwicklung einer Gesamtwirtschaft im Zeitablauf, etwa durch:
         * Analyse der Wachstumsraten des BIP,
         * Inflationsanalyse,
         * Analyse der saisonalen Entwicklung des privaten Verbrauchs anhand vierteljährli-
            cher Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (VGR),
         * Analyse der sich verändernden Bedeutung von bestimmten Finanzinstrumenten,
            z.B. der zunehmenden Bedeutung von Optionen,
         * Beobachtung der industriellen Strukturen der Volkswirtschaft über einen langen
            Zeitraum hinweg (z.B. 30 Jahre);
        eine Gesamtwirtschaft im Vergleich zu anderen Gesamtwirtschaften, etwa durch:
        * den Vergleich der Rolle des Staates in zwei Mitgliedstaaten der Europäischen
            Union,
        * die Analyse der Interdependenzen zwischen den Volkswirtschaften der Europäi-
            schen Union,
        * die Analyse von Zusammensetzung und Bestimmung der Ausfuhr der Europäischen
            Union,
        * den Vergleich der Wachstumsraten des BIP oder des verfügbaren Einkommens je
            Einwohner in der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und Japan.
                                           -7
 ---pagebreak--- 1.04  Für die EU und ihre Mitgliedstaaten spielen die Daten, die das ESVG liefert, eine wichtige
     Rolle bei der Festlegung und Überwachung ihrer Wirtschafts und Sozialpolitik.
     Des weiteren gibt es für diese Daten (1995) einige sehr wichtige speziellere Verwendungs-
     zwecke:
          Überwachung und Steuerung der europäischen Währungspolitik: Die Konvergenzkri-
          terien für die Europäische Währungsunion basieren auf Größen der Volkswirtschaft-
          lichen Gesamtrechnungen (öffentliches Defizit, öffentlicher Schuldenstand und BIP);
          Gewährung finanzieller Unterstützung für die Regionen der EU: Die Ausgaben für
          die Strukturfonds der EU basieren z.T. auf Daten der regionalen VGR;
          Festlegung der Eigenmittel der EU, die in dreierlei Hinsicht von VGR-Daten abhän-
          gen:
          * Die Höhe der Gesamtmittel der EU wird als Prozentsatz des Volkseinkommens
              der Mitgliedstaaten festgelegt (im ESVG 1970 wurde das Bruttovolkseinkommen
              als Bruttosozialprodukt (BSP) bezeichnet).
          * Die dritte Eigenmittelquelle der EU ist die MwSt.-Eigenmittelquelle. Die Beiträge
              der Mitgliedstaaten im Rahmen dieser Eigenmittelquelle hängen weitgehend von
              VGR-Daten ab, da diese Daten zur Berechnung des durchschnittlichen MwSt.
              Satzes herangezogen werden.
          * Die Beiträge der Mitgliedstaaten im Rahmen der vierten Eigenmittelquelle der EU
              richten sich nach dem Brutto Volkseinkommen der einzelnen Länder.
1.05 Im Interesse einer möglichst weitgehenden Anpassung der auf der Basis des ESVG ermit-
     telten Daten an den tatsächlichen Datenbedarf weisen die im ESVG verwendeten Konzepte
     acht wichtige Merkmale auf:
     1. Sie sind international kompatibel.
     2. Sie sind auf die in anderen Wirtschafts und Sozialstatistiken verwendeten Konzepte
          abgestimmt.
     3. Sie sind konsistent.
     4. Sie sind Operationen.
     5. Sie unterscheiden sich von den meisten für administrative Zwecke verwendeten
          Konzepten.
     6. Sie haben sich bereits bewährt und bleiben lange Zeit gültig.
     7. Sie dienen primär der Beschreibung des Wirtschaftskreislaufs in monetären und
          leicht erfaßbaren Kategorien.
     8. Es handel sich bei ihnen um flexible Mehrzweckkonzepte.
1.06 Die Konzepte sind international kompatibel, denn:
          für die EU-Mitgliedstaaten ist das ESVG die Norm, auf deren Basis nationale
          VGR-Daten an sämtliche internationalen Organisationen zu übermitteln sind; ledig-
          lich in nationalen Publikationen können Daten veröffentlicht werden, die nicht voll
          mit dem ESVG übereinstimmen;
          die Konzepte des ESVG stehen voll und ganz in Einklang mit den weltweit geltenden
          Leitlinien für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, d.h. dem SNA.
 ---pagebreak---       Die internationale Kompatibilität der Konzepte ist für Vergleiche der Daten verschiedener
      Länder von entscheidender Bedeutung.
1.07  Die Konzepte sind auf die in anderen Wirtschafts- und Sozialstatistiken verwendeten Kon-
      zepte abgestimmt, denn:
           im ESVG findet eine Vielzahl von Konzepten und Systematiken (z. B. die NACE
           Rev. 1) Verwendung, die auch für die anderen Wirtschafts- und Sozialstatistiken
           (etwa die Beschäftigungs- und Außenhandelsstatistik, die Statistik des Verarbeiten-
           den Gewerbes) der EU-Mitgliedstaaten gelten; konzeptuelle Unterschiede wurden
           auf ein Minimum begrenzt. Ferner sind die EU-Konzepte und -Systematiken auf die
           von den Vereinten Nationen verwendeten Konzepte und Systematiken abgestimmt;
           die Konzepte des ESVG sind ebenso wie die des SNA auch auf die Konzepte abge-
           stimmt, die in den wichtigsten internationalen Leitlinien für bestimmte andere Wirt-
           schaftsstatistiken verwendet werden; zu nennen sind hier insbesondere die
           IWF-Veröffentlichungen "Balance of Payments Manual" und "Government Finance
           Statistics", die OECD-Publikation "Revenue Statistics" und dieAO-Entschließungen
          zu den Konzepten Beschäftigung, geleistete Arbeitsstunden und Arbeitskosten.
     Durch diese Harmonisierung mit anderen Wirtschafts- und Sozialstatistiken werden die
     Verknüpfung und der Vergleich mit Daten aus diesen Quellen beträchtlich erleichtert. Da-
     her können jetzt bessere VGR-Daten erstellt werden, und die Informationen, die die ande-
     ren Statistiken liefern, können besser zu den allgemeinen Angaben über die Volkswirt-
     schaft, d. h. zu den VGR-Daten wie BSP oder Wertschöpfung je Tätigkeitsbereich oder
     Sektor, in Beziehung gesetzt werden.
1.08 Die im ESVG geltenden Identitätsbeziehungen kommen der Konsistenz der Konzepte zu-
     gute, die zur Beschreibung der verschiedenen Phasen des Wirtschaftskreislaufs
     (Produktion, Einkommensverteilung und -Verwendung, Vermögensbildung) herangezogen
     werden. Dank dieser internen Konsistenz können Daten aus verschiedenen Teilen des Ge-
     samtrechnungssystems zueinander in Beziehung gesetzt werden. So ist es z. B. möglich,
     die folgenden Verhältniszahlen zu berechnen:
          Produktivitätsangaben wie Wertschöpfung je geleistete Arbeitsstunde (diese Angabe
          setzt die Konsistenz der Konzepte Wertschöpfung und geleistete Arbeitsstunden vor-
          aus),
          das verfügbare Volkseinkommen pro Kopf der Bevölkerung (diese Verhältniszahl
          setzt die Konsistenz der Konzepte verfügbares Volkseinkommen und Bevölkerung
          voraus),
          die Anlageinvestitionen im Verhältnis zum Anlagevermögen (diese Verhältniszahl
          setzt die Konsistenz der Definitionen dieser Strom- bzw. Bestandsgrößen voraus),
          das öffentliche Defizit und der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum Brutto-
          inlandsprodukt (diese Angaben setzen die Konsistenz der Konzepte öffentliches De-
          fizit, öffentlicher Schuldenstand und Bruttoinlandsprodukt voraus).
     Aufgrund dieser internen Konsistenz sind ferner Schätzungen durch Restgrößenbildung
     möglich; so kann die Ersparnis z. B. anhand der Differenz zwischen dem verfügbaren Ein-
     kommen und den Ausgaben für den letzten Verbrauch geschätzt werden (vgl. auch Kapitel
     IX).
                                             -9
 ---pagebreak--- 1.09 Die Konzepte des ESVG sind operationeile Konzepte, da sie zu Meßzwecken entwickelt
     wurden. Ihr operationeller Charakter wird auf verschiedene Weise deutlich:
          Für bestimmte Tätigkeiten und Positionen sind nur Werte anzugeben, wenn sie einen
          signifikanten Umfang erreichen. Dies gilt z. B. für die für eigene Rechnung erfol-
          gende Warenproduktion der privaten Haushalte. Daher sind das Weben von Stoffen
          und die Produktion von Töpferwaren nicht als Produktion zu erfassen, da man davon
          ausgeht, daß diese Art der Produktion in den EU-Ländern keinen signifikanten Um-
          fang hat. Ebenso werden Kleinwerkzeuge und -gerate, die nicht teuer sind, nur dann
          als Anlageinvestitionen verbucht, wenn die Ausgaben des Produzenten für derartige
          dauerhafte Güter 500 ECU (zu Preisen von 1995) pro Artikel (bzw., wenn sie in
          größeren Mengen gekauft werden, für die insgesamt gekaufte Menge) überschreiten;
          andernfalls sind sie unter den Vorleistungen auszuweisen.
          Bei einigen Konzepten wird genau angegeben, wie sie zu schätzen sind. So wird bei
          der Definition der Abschreibungen z. B. auf die lineare Abschreibung verwiesen,
         und zur Schätzung des Anlagevermögens wird die Perpetual-Inventory-Methode
          empfohlen. Ein weiteres Beispiel ist die Bewertung der Produktion für eigene Rech-
          nung. Grundsätzlich sollte sie zu Herstellungspreisen erfolgen, falls erforderlich,
          können Näherungswerte für die Herstellungspreise jedoch durch Addition der ange-
          fallenen Kosten ermittelt werden.
          Es wurden bestimmte Vereinbarungen im Interesse einer Vereinfachung getroffen.
          Z. B. wurde vereinbart, daß es sich bei den vom Staat erbrachten kollektiven
          Dienstleistungen ausnahmslos um Ausgaben für den letzten Verbrauch handelt.
         Keine dieser Dienstleistungen (z. B. die Bereitstellung von Bildungs- und Infrastruk-
          tureinrichtungen) wird als Input in den inländischen Produktionsprozeß behandelt.
          Die Konzepte sind auf die Konzepte der Wirtschafts- und Sozialstatistiken abge-
          stimmt, die in die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eingehen.
1.10 Gleichzeitig sind die Konzepte allerdings nicht immer leicht zu operationalisieren, da sie in
     der Regel in bestimmten Punkten von den in administrativen Datenquellen verwendeten
     Konzepten abweichen. Dies betrifft z. B. Angaben aus der betrieblichen Buchführung oder
     über bestimmte Abgabenarten (MwSt., Einkommensteuer, Einfuhrabgaben usw.), Sozial-
     versicherungsdaten und Angaben von Aufsichtsorganen des Banken- und Versicherungs-
     wesens. Diese administrativen Daten werden häufig zur Erstellung der Volkswirtschaftli-
     chen Gesamtrechnungen herangezogen. Zu diesem Zweck müssen sie daher im allgemei-
     nen zuvor auf die ESVG-Konzepte umgestellt werden.
     Die ESVG-Konzepte unterscheiden sich in der Regel in bestimmten Punkten von den ent-
     sprechenden administrativen Konzepten, denn:
          administrative Konzepte sind von Land zu Land verschieden; daher ist internationale
          Kompatibilität bei Verwendung von administrativen Konzepten nicht gewährleistet;
          administrative Konzepte ändern sich in Laufe der Zeit; daher kann Vergleichbarkeit
          über bestimmte Zeiträume hinweg nicht durch die Verwendung von administrativen
          Konzepten erreicht werden;
          die in den administrativen Datenquellen verwendeten Konzepte sind normalerweise
          untereinander nicht konsistent; die Verknüpfung und der Vergleich von Daten
          (beides ist für die Erstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen von ent-
          scheidender Bedeutung) ist jedoch nur bei konsistenten Konzepten möglich;
                                              10
 ---pagebreak---            die administrativen Konzepte sind für wirtschaftliche Analysen und die Bewertung
           der Wirtschaftspolitik in der Regel nicht optimal.
      Dennoch werden administrative Datenquellen dem Datenbedarf sowohl der Volkswirt-
      schaftlichen Gesamtrechnungen als auch anderer Statistiken gelegentlich durchaus gerecht,
      denn:
           bisweilen werden Konzepte und Systematiken, die ursprünglich für statistische
           Zwecke entwickelt wurden, auch für administrative Zwecke verwendet (so etwa die
           Systematik der Ausgaben des Staates nach der Art);
           in administrativen Datenquellen wird der (spezielle) Datenbedarf der Statistik z. T.
           ausdrücklich berücksichtigt; dies gilt z. B. für das Intrastat-Berichtssystem über Wa-
           renlieferungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten.
1.11 Die wichtigsten Konzepte des ESVG haben sich bereits bewährt und bleiben lange Zeit
     gültig, denn:
          sie wurden als internationale Normen für die kommenden Jahrzehnte angenommen;
          der größte Teil der grundlegenden Konzepte wurde in den verschiedenen internatio-
          nalen Leitlinien für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, die im Laufe der
          Zeit veröffentlicht wurden, kaum geändert.
     Aufgrund dieser konzeptuellen Kontinuität verringert sich die Notwendigkeit zur Neube-
     rechnung von Zeitreihen und zum Lernen neuer Konzepte. Ferner sind die Konzepte so
     weniger anfällig für nationalen und internationalen politischen Druck. Daher dienen die
     VGR-Daten der Wirtschaftspolitik und -analyse seit Jahrzehnten als objektive Grundlage.
1.12 Die ESVG-Konzepte dienen primär der Beschreibung des Wirtschaftskreislaufs in monetä-
     ren und leicht erfaßbaren Kategorien. Strom- und Bestandsgrößen, die in monetären Kate-
     gorien nicht leicht erfaßbar sind oder zu denen es nicht eindeutig einen monetären Gegen-
     posten gibt, werden daher überwiegend nicht berücksichtigt.
     Dieser Grundsatz wurde nicht durchgehend befolgt, da auch dem Erfordernis der Konsi-
     stenz und dem unterschiedlichen Datenbedarf Rechnung zu tragen ist. Die Konsistenz ver-
     langt z. B., daß die vom Staat erbrachten kollektiven Dienstleistungen als Output erfaßt
     werden, da sowohl die Zahlung von Einkommen aus unselbständiger Arbeit als auch der
     Kauf aller Arten von Waren und Dienstleistungen seitens des Staates unschwer in monetä-
     ren Kategorien erfaßt werden kann. Ferner können die Volkswirtschaftlichen Gesamtrech-
     nungen als Ganzes besser für die Zwecke der Wirtschaftspolitik und -analyse verwendet
     werden, wenn die vom Staat erbrachten kollektiven Dienstleistungen im Verhältnis zum
     Rest der Volkswirtschaft beschrieben werden.
1.13 Zur Verdeutlichung des Darstellungsgegenstands der Konzepte des ESVG sind nachste-
     hend einige wichtige Grenzfalle aufgeführt.
     Unter das Produktionskonzept des ESVG (vgl. Ziffern 3.07-3.09) fallen:
          die Produktion von individuellen und kollektiven Dienstleistungen seitens des Staa-
          tes,
          die Produktion von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz,
 ---pagebreak---       die Produktion von Waren (z.B. landwirtschaftlichen Erzeugnissen) für den eigenen
      letzten Verbrauch,
      Bautätigkeit (auch von privaten Haushalten) für eigene Rechnung,
      die Produktion von Dienstleistungen durch bezahlte Hausangestellte,
      das Heranwachsen von Fischen in Fischzuchtbetrieben,
      gesetzlich untersagte Produktion (z. B. Prostitution und Produktion von Drogen),
      Produktion, bei der die aus ihr erzielten Einnahmen den Steuerbehörden nicht voll-
      ständig gemeldet werden (z. B. die Untergrundproduktion von Textilien).
 Unter das Produktionskonzept fallen nicht:
     häusliche und persönliche Dienste, die von ein und demselben privaten Haushalt er-
     bracht und in Anspruch genommen werden (z. B. Reinigungsdienste, Zubereitung
     von Speisen, Betreuung kranker oder älterer Menschen),
     freiwillig erbrachte Dienstleistungen, die nicht zur Produktion von Waren führen (z.
     B. unentgeltliche Hausmeister- oder Reinigungstätigkeiten),
     das natürliche Heranwachsen von Fischen in Ozeanen.
Generell wird im ESVG sämtlicher Output erfaßt, der das Ergebnis einer unter das Pro-
duktionskonzept des ESVG fallenden Produktionstätigkeit ist. Von dieser Regel gibt es al-
lerdings einige Ausnahmen:
     Der Output einer Hilfstätigkeit ist nicht auszuweisen; alle durch eine Hilfstätigkeit
     verbrauchten Inputs wie Material, Arbeitskräfte, Abschreibungen usw. werden als
     Inputs für die durch die Hilfstätigkeit unterstützte Haupt- oder Nebentätigkeit behan-
     delt.
     Der von einer örtlichen fachlichen Einheit (FE) (vgl. auch Ziffer 1.29) produzierte
     Output, der von derselben örtlichen FE als Vorleistungen verwendet wird, ist nicht
     zu erfassen; dagegen sind alle Güter, die für andere örtlichen FE derselben institu-
     tionellen Einheit produziert werden, als Output auszuweisen.
Aus den Verbuchungsregeln des ESVG ergibt sich folgendes: Wird eine Tätigkeit der Pro-
duktion zugerechnet und ist ihr Output zu erfassen, so sind Einkommen, Beschäftigung,
letzter Verbrauch usw., die mit dieser Tätigkeit in Zusammenhang stehen, ebenfalls zu er-
fassen. Da z. B. die Produktion von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz
als Produktion verbucht wird, sind auch die durch sie für die betreffenden Wohnungseigen-
tümer entstehenden Einkommen und Ausgaben für den letzten Verbrauch zu verbuchen.
Das Umgekehrte gilt, wenn eine Tätigkeit nicht als Produktion erfaßt wird. Durch häusli-
che Dienste, die in ein und demselben Haushalt erbracht und in Anspruch genommen wer-
den, entstehen weder Einkommen noch Ausgaben für den letzten Verbrauch, und nach den
ESVG-Regeln liegt in diesem Fall auch keine Beschäftigung vor.
Im ESVG werden ferner zahlreiche Vereinbarungen für bestimmte Einzelfalle getroffen;
dies betrifft z. B.:
     die Bewertung des Outputs des Staates,
     die Bewertung des Outputs an Versicherungsdienstleistungen und an indirekt erfaß-
     ten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit,
                                         12
 ---pagebreak---           die Tatsache, daß die vom Staat erbrachten kollektiven Dienstleistungen ausnahmslos
          als Ausgaben für den letzten Verbrauch (und nicht z.T. als Vorleistungen) ausgewie-
          sen werden,
          die Tatsache, daß die Verwendung von indirekt erfaßten Dienstleistungen der finan-
          ziellen Mittlertätigkeit als Vorleistungen eines fiktiven Sektors oder Tätigkeitsbe-
          reichs erfaßt wird.
1.14 Bei den Konzepten des ESVG handelt es sich um Mehrzweckkonzepte: Sie sind für eine
     Vielzahl von Verwendungszwecken akzeptabel, für bestimmte Zwecke müssen sie mögli-
     cherweise jedoch ergänzt werden (vgl. auch Ziffer 1.18).
1.15 Der Detaillierungsgrad des konzeptuellen Rahmens des ESVG ermöglicht Flexibilität:
     Bestimmte Konzepte werden im ESVG nicht ausdrücklich erwähnt, können aus ihm jedoch
     leicht abgeleitet werden. So erhält man z. B. die Wertschöpfung zu Faktorkosten, indem
     man den Nettowert der sonstigen Produktionssteuern von der Wertschöpfung zu Herstel-
     lungspreisen in Abzug bringt. Ebenso können durch Neugruppierung der im ESVG defi-
     nierten Teilsektoren neue Sektoren geschaffen werden.
1.16 Eine flexible Verwendung ist auch durch die Einbringung zusätzlicher Kriterien möglich,
     die der Logik des Gesamtsystems nicht widersprechen. Ein solches Kriterium wäre z. B.
     bei Unternehmen die Beschäftigtenzahl und bei privaten Haushalten die Einkommenshöhe.
     Die Beschäftigung könnte nach Bildungsniveau, Alter und Geschlecht der Beschäftigten
     untergliedert werden.
1.17 Diese flexible Verwendung kann in einer Sozialrechnungsmatrix erfolgen. Sie verdeutlicht
     die Verbindung zwischen einer Aufkommens- und Verwendungstabelle und den Sektor-
     konten. Eine Sozialrechnungsmatrix liefert in der Regel durch eine Aufgliederung des Ein-
     kommens aus unselbständiger Arbeit nach Gruppen von Beschäftigten zusätzliche Infor-
     mationen über Umfang und Zusammensetzung von Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit.
     Die erwähnte Aufgliederung betrifft sowohl den (aus den Aufkommens- und Verwen-
     dungstabellen hervorgehenden) Arbeitseinsatz nach Tätigkeitsbereichen als auch das (im
     Primäreinkommensallokationskonto der privaten Haushalte dargestellte) Arbeitsangebot
     nach sozioökonomischen Haushaltsgruppen. Auf diese Weise werden das Angebot an und
     der Einsatz von verschiedenen Kategorien von Arbeitskräften systematisch dargestellt.
1.18 Auf bestimmten Gebieten kann der Datenbedarf am besten durch die Erstellung separater
     Satellitenkonten gedeckt werden. Dies gilt z. B. für den Datenbedarf im Zusammenhang
     mit folgenden Analysen:
          volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus,
          Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens,
          volkswirtschaftliche Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Humankapital,
          Untersuchung von Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte anhand von
          mikroökonomischen Einkommens- und Ausgabenkonzepten,
          Interaktion von Umwelt und Volkswirtschaft,
          Haushaltsproduktion,
          Wohlfahrtsveränderungen,
                                             - 13-
 ---pagebreak---             Unterschiede zwischen VGR-Daten und Daten der betrieblichen Buchführung und
            ihre Auswirkungen auf Aktien- und Devisenmärkte,
            Schätzung des Steueraufkommens.
1.19  Dieser Datenbedarf kann durch Satellitenkonten gedeckt werden, die:
            soweit erforderlich, einen größeren Detaillierungsgrad aufweisen und gleichzeitig
            keine überflüssigen Angaben beinhalten,
            nichtmonetäre Daten, z. B. über Umweltverschmutzung und Umweltvermögen, lie-
            fern und damit den Darstellungsgegenstand der Volkswirtschaftlichen Gesamtrech-
            nungen erweitern,
            bestimmte grundlegende Konzepte erweitern, z. B. Investitionen um die Ausgaben
            für Forschung und Entwicklung oder für das Bildungswesen.
1.20  Ein wichtiges Merkmal von Satellitenkonten besteht darin, daß grundsätzlich alle grundle-
      genden Konzepte und Systematiken des Standard-Geamtrechnungssystems beibehalten
      werden. Die grundlegenden Konzepte werden nur dann geändert, wenn dies aufgrund des
      speziellen Verwendungszwecks eines Satellitenkontos unbedingt erforderlich ist. Das Sa-
      tellitenkonto sollte dann auch eine Tabelle beinhalten, aus der die Beziehung zwischen den
     wichtigsten Gesamtgrößen des Satellitenkontos und denen des Standardsystems hervor-
     geht. Auf diese Weise bleibt das Standardsystem weiterhin der Bezugsrahmen, während
     gleichzeitig einem spezielleren Datenbedarf Rechnung getragen wird.
1.21  Strom- und Bestandsgrößen, die nicht leicht in monetären Kategorien erfaßbar sind (oder
     zu denen es nicht eindeutig einen monetären Gegenposten gibt) bleiben im Standardsystem
     weitgehend unberücksichtigt. Aufgrund ihres besonderen Charakters lassen sich derartige
     Größen in der Regel genausogut mit Hilfe von Statistiken in nichtmonetären Kategorien
     analysieren, wie folgende Beispiele zeigen:
            Die Haushaltsproduktion läßt sich am leichtesten anhand der für die verschiedenen
           Tätigkeiten aufgewendeten Stunden beschreiben.
           Das Bildungswesen kann anhand der Unterrichtsart, der Schüler-/Studentenzahl, der
           durchschnittlichen Zeit bis zum Erreichen eines Abschlusses u. ä. Größen dargestellt
           werden.
           Die Auswirkungen der Umweltverschmutzung lassen sich am besten anhand der
           Veränderung der Anzahl lebender Arten, des Zustands des Waldes, des Müllauf-
           kommens, des Umfangs der Kohlenmonoxidemissionen und der Strahlenbelastung
           usw. beschreiben.
     Über Satellitenkonten kann eine Verbindung zwischen derartigen Statistiken in nichtmone-
     tären Kategorien und dem Standardsystem der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen
     hergestellt werden, wenn bei diesen nichtmonetären Statistiken soweit als möglich die
     Klassifikationen des Standardsystems (etwa die Klassifikation nach Haushaltsgruppen oder
     nach Tätigkeitsbereichen) verwendet werden. Auf diese Weise wird ein konsistentes er-
     weitertes System entwickelt, das dann die Datengrundlage für die Untersuchung und Be-
     wertung aller Arten von Interdependenzen zwischen den Variablen des Standardsystems
     unci denen der Satellitenkonten liefern kann.
                                               14
 ---pagebreak--- 1.22 Wohlfahrtsveränderungen werden durch das Standardsystem und seine wichtigsten Ge-
     samtgrößen nicht ausgewiesen. Zu diesem Zweck können erweiterte Konten erstellt wer-
     den, in denen u. a. auch der unterstellte monetäre Wert folgender Sachverhalte erfaßt wird:
          häusliche und persönliche Dienste, die von ein und demselben Haushalt erbracht
          und in Anspruch genommen werden,
          die Entwicklung der Freizeit,
          Vor- und Nachteile des Lebens in der Stadt,
          Unterschiede in der Einkommensverteilung auf Einzelpersonen.
     Ferner können in diesen erweiterten Konten die Ausgaben für bedauerliche Notwendigkei-
     ten (wie etwa Verteidigung) den Vorleistungen (d. h. den nicht zur Wohlfahrt beitragenden
     Ausgaben) zugerechnet werden. Ebenso kann auch der durch Überschwemmungen und an-
     dere Naturkatastrophen verursachte Schaden als Vorleistungen (d. h. als Verringerung der
     (absoluten) Wohlfahrt) ausgewiesen werden.
     Auf diese Weise könnte man versuchen, einen sehr groben und unvollkommenen Indikator
     der Wohlfahrtsveränderungen zu erstellen. Wohlfahrt hat jedoch viele Dimensionen, von
     denen die meisten möglichst nicht in monetären Kategorien dargestellt werden sollten. Für
     die Zwecke der Wohlfahrtsmessung ist es daher besser, wenn für jede dieser Dimensionen
     eigene Indikatoren und Maßeinheiten verwendet werden. Geeignete Indikatoren wären
     z. B. Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung, Analphabetenquote oder Volkseinkommen
     je Einwohner. Sie könnten in ein Satellitenkonto aufgenommen werden.
1.23 Im Interesse eines konsistenten, international kompatiblen Systems wurden in das ESVG
     keine administrativen Konzepte aufgenommen. Für verschiedene nationale Verwendungs-
     zwecke können Daten, die auf administrativen Konzepten basieren, jedoch sehr nützlich
     sein. Zur Schätzung des Steueraufkommens sind z. B. Angaben über das steuerpflichtige
     Einkommen erforderlich. Diese Angaben lassen sich ableiten, wenn an VGR-Daten be-
     stimmte Änderungen vorgenommen werden. Bei einigen für die nationale Wirtschaftspoli-
     tik relevanten Konzepten könnte in ähnlicher Weise verfahren werden. Zu nennen sind in
     diesem Zusammenhang z. B.:
          das Inflationskonzept, das bei der Erhöhung von Renten, Arbeitslosenunterstützung
          oder des an öffentliche Bedienstete gezahlten Einkommens aus unselbständiger Ar-
          beit zugrunde gelegt wird,
          die bei der Diskussion über die optimale Größe des öffentlichen Sektors verwende-
          ten Konzepte Steuern, Sozialbeiträge, Staat und öffentlicher Sektor,
          das im Zusammenhang mit der nationalen Wirtschaftspolitik und der Wirtschaftspo-
          litik der EU verwendete Konzept der strategischen Sektoren/Tätigkeitsbereiche,
          das ebenfalls für die nationale Wirtschaftspolitik relevante Konzept der Investitions-
          tätigkeit der Unternehmen.
      Satellitenkonten oder einfache Zusatztabellen könnten diesem in der Regel speziellen na-
     tionalen Datenbedarf gerecht werden.
                                                15-
 ---pagebreak--- 1.24 Das ESVG (ESVG 1995) steht voll und ganz in Einklang mit dem revidierten volkswirt-
     schaftlichen Gesamtrechnungssystem der Vereinten Nationen (SNA 1993), in dem für
     sämtliche Länder der Welt Leitlinien für die Erstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamt-
     rechnungen festgelegt werden. Dennoch bestehen zwischen dem ESVG 1995 und dem
     SNA 1993 gewisse Unterschiede:
         Unterschiede in der Darstellung, wie etwa die folgenden:
         * Das ESVG enthält jeweils ein Kapitel über die Gütertransaktionen, die Vertei-
             lungstransaktionen und die finanziellen Transaktionen. Im SNA dagegen werden
             diese Transaktionen in sieben Kapiteln dargestellt, die jeweils einem Konto (z. B.
             dem Produktionskonto, dem primären Einkommensverteilungskonto, dem Ver-
             mögensveränderungskonto und dem Konto der Übrigen Welt) gewidmet sind.
         * Das ESVG erklärt ein Konzept durch eine Definition und eine Auflistung der
             Sachverhalte, die unter dieses Konzept fallen, und derjenigen, die nicht von ihm
             abgedeckt werden. Im SNA werden Konzepte dagegen meist durch allgemeinere
             Ausführungen erklärt und es wird zusätzlich erläutert, welche grundsätzlichen
             Überlegungen den getroffenen Vereinbarungen zugrunde liegen. ,
         * Das ESVG enthält Kapitel zu regionalen und vierteljährlichen Volkswirtschaftli-
             chen Gesamtrechnungen.
         * Das SNA enthält ein Kapitel zum Thema Satellitenkonten.
         Die ESVG-Konzepte sind in einigen Fällen konkreter und präziser als die des SNA;
         Beispiele:
         * Im SNA wird der marktbestimmte Output anhand des Begriffs "wirtschaftlich si-
             gnifikante Preise" definiert. Im ESVG wird zusätzlich darauf hingewiesen, daß
             ein wirtschaftlich signifikanter Preis in den Ländern der EU mindestens 50 % der
             Produktionskosten des betreffenden Gutes decken sollte.
         * Nur im ESVG werden konkrete Schwellenwerte angegeben, etwa für die Verbu-
             chung von Kleinwerkzeugen und *geräten als Vorleistungen.
         * Im ESVG geht man davon aus, daß bestimmte Formen der Haushaltsproduktion
             von Waren, wie z. B. das Weben von Stoffen und die Möbelherstellung, in den
             EU*Mitgliedstaaten nicht signifikant sind und daher nicht erfaßt zu werden brau-
             chen.
         * Im ESVG wird ausdrücklich auf bestimmte institutionelle Regelungen in der EU
             verwiesen, so etwa auf das Intrastat-System zur Erfassung der Warenströme in-
             nerhalb der EU oder auf die Beiträge der Mitgliedstaaten zur EU.
         *   Das ESVG enthält EU*spezifische Systematiken, z. B. die Gütersystematik CPA
             und die Wirtschaftszweigsystematik NACE Rev. 1 (die trotz ihres
             EU-spezifischen Charakters auf die entsprechenden Systematiken der Vereinten
             Nationen abgestimmt sind).
             Das ESVG sieht eine zusätzliche Untergliederung der Transaktionen mit der Üb-
             rigen Welt vor: Bei ihnen sollte zwischen Transaktionen zwischen Gebietsansäs-
             sigen der EU einerseits und Transaktionen mit Gebietsansässigen von Drittlän-
             dern andererseits unterschieden werden.
                                               16-
 ---pagebreak---      Da das ESVG ausschließlich für die EU-Mitgliedstaaten gilt, kann es konkreter sein als das
     SNA. Angesichts des Datenbedarfs der EU sollte es dies aber auch.
1.25 Das ESVG 1995 unterscheidet sich vom ESVG 1970 sowohl hinsichtlich der dargestellten
     Sachverhalte als auch in hinsichtlich einzelner Konzepte. Diese Unterschiede ergeben sich
     überwiegend aus den Unterschieden zwischen dem SNA 1968 und dem SNA 1993. Hin-
     sichtlich der berücksichtigten Sachverhalte sind u. a. folgende Unterschiede zu nennen:
          die Aufnahme von Vermögensbilanzen,
          die Aufnahme von Konten für die sonstigen Veränderungen der Aktiva, d. h. die
          Einführung der Korfzepte sonstige Volumenveränderungen, nominale Ge-
          winne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva und reale Gewin-
          ne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva,
          die weitere Untergliederung des Sektors Private Haushalte,
          die Einführung eines neuen Konzepts des letzten Verbrauchs: den tatsächlichen letz-
         ten Verbrauch,
          die Einführung eines neuen preisbereinigten Einkommenskonzepts: das reale verfüg-
         bare Volkseinkommen,
         die Aufnahme des Konzepts der Kaufkraftparitäten.
     Beispiele für wichtige konzeptuelle Unterschiede:
         Literarisch-künstlerische Arbeiten (Schreiben von Büchern, Komponieren von Mu-
         sikstücken) werden jetzt der Produktion zugerechnet; bei Zahlungen für litera-
         risch-künstlerische Arbeiten handelt es sich daher um Zahlungen für Dienstleistun-
         gen und nicht um Einkommen aus Vermögen.
         Die Bewertung des Outputs an Versicherungsdienstleistungen hat sich in verschiede-
         ner Hinsicht geändert; so werden bei der Bewertung des Outputs an Nichtlebensver-
         sicherungsdienstleistungen jetzt auch die versicherungstechnischen Rückstellungen
         berücksichtigt.
         Handelsspannen und Transportkosten werden jetzt differenzierter behandelt.
         Zur Berechnung von konstanten Preisen wird Verkettung eingeführt.
         Das Konzept des Finanzierungsleasing wird eingeführt (im SNA 1968 und im ESVG
          1970 wurde nur Operating-Leasing berücksichtigt).
         Ausgaben für die Exploration von Bodenschätzen und für DV-Software werden jetzt
         den Investitionen (und nicht den Vorleistungen) zugerechnet.
         Abschreibungen sind auch für Infrastruktureinrichtungen des Staates (Straßen,
         Dämme usw.) zu verbuchen.
         Neue Finanzinstrumente, wie Pensionsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente
         (z. B. Optionen), werden berücksichtigt.
     Einige Unterschiede zwischen dem ESVG 1995 und dem ESVG 1970 sind nicht auf Ände-
     rungen im SNA zurückzuführen. Beispiele:
         die Einführung von Aufkommens- und Verwendungstabellen (sie waren bereits im
         SNA 1968 enthalten);
                                              17-
 ---pagebreak---            die Einführung von Erfassungsschwellen und der Verweis auf bestimmte institutio-
           nelle Regelungen in der EU (vgl. Ziffer 1.24);
           die eindeutige Entscheidung für eine Bewertung des Outputs zu Herstellungspreisen
           (laut ESVG 1970, SNA 1968 und SNA 1993 ist auch eine Bewertung zu
           Ab-Werk-Preisen zulässig).
           die Einführung der Konzepte Erwerbsbevölkerung und Arbeitslosigkeit (sie enthält
           weder das SNA 1968 noch das SNA 1993).
III  Das ESVG als System
1.26 Im folgenden werden die Grundzüge des Systems beschrieben:
           die statistischen Einheiten und ihre Zusammenfassung,
           Strom- und Bestandsgrößen,
           das Kontensystem und die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen,
           die Input-Output-Rechnung.
A)   Die Statistischen Einheiten und ihre Zusammenfassung1
1.27 Das ESVG ist durch die Verwendung von zwei verschiedenen Arten von Einheiten und
     Aufteilungsformen der Volkswirtschaft gekennzeichnet, wobei jede von ihnen besonderen
     analytischen Anforderungen entspricht.
     Zur Darstellung der Einkommen, ihrer Verwendung, der finanziellen Ströme und der Ver-
     mögensbilanzen werden im ESVG. institutionelle Einheiten anhand ihrer wichtigsten
     Funktionen, Verhaltensmerkmale und Ziele zu Sektoren zusammengefaßt.
     Zur Beschreibung des Produktionsprozesses und für die Zwecke der Input-Output-Analyse
     werden im ESVG örtliche fachliche Einheiten (örtliche FE) anhand ihrer Tätigkeit zu Tä-
     tigkeitsbereichen zusammengefaßt. Eine Tätigkeit ist durch einen Input an Gütern, einen
     Produktionsprozeß und einen Output an Gütern gekennzeichnet.
1)   Institutionelle Einheiten und Sektoren
1.28 Institutionelle Einheiten sind wirtschaftliche Einheiten, die Eigentümer von Waren und
     Vermögenswerten sein können und eigenständig Verbindlichkeiten eingehen, wirtschaftli-
     che Tätigkeiten ausüben und Transaktionen mit anderen Einheiten vornehmen können. Im
     ESVG sind die institutionellen Einheiten zu fünf institutionellen Sektoren zusammenge-
     faßt, wobei sie jeweils nur einem dieser Sektoren angehören können:
           nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften,
           finanzielle Kapitalgesellschaften,
           Staat,
           private Haushalte,
           Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten.
     Vgl. Kapitel II "Die Einheiten und ihre Zusammenfassungen"
 ---pagebreak---      Die fünf Sektoren bilden zusammen die Gesamtwirtschaft. Jeder Sektor ist in Teilsektoren
     untergliedert. Das System sieht vor, daß für jeden Sektor (und Teilsektor, sofern ge-
     wünscht) sowie für die Gesamtwirtschaft ein vollständiger Satz von Stromkonten und
     Vermögensbilanzen erstellt wird.
2)   Örtliche fachliche Einheiten und Tätigkeitsbereiche
1.29 Die meisten institutionellen Einheiten üben als Produzenten mehrere Tätigkeiten aus; wenn
     technisch-wirtschaftliche Beziehungen aufgezeigt werden sollen, ist eine auf der Art der
     Tätigkeit basierende Aufgliederung der institutionellen Einheiten erforderlich.
     Um diesem Erfordernis in operationeller Weise gerecht zu werden, wird das Konzept der
     örtlichen fachlichen Einheit (örtliche FE) eingeführt. Die örtliche FE umfaßt sämtliche
     Teile einer institutionellen Einheit in deren Eigenschaft als Produzent, die an einem Stand-
     ort oder mehreren nahe beieinanderliegenden Standorten zu einer Tätigkeit entsprechend
     der vierstelligen Ebene (Klasse) der NACE Rev. 1 beitragen.
     Grundsätzlich sind so viele örtliche FE zu erfassen, wie Nebentätigkeiten bestehen; wenn
     die Rechnungslegungsunterlagen, die für den Ausweis dieser Nebentätigkeiten als eigene
     örtliche FE erforderlich wären, nicht vorliegen, kann eine örtliche FE jedoch mehrere Ne-
     bentätigkeiten umfassen.
     Die Gruppe aller örtlichen FE, die dieselbe oder vergleichbare Tätigkeiten ausüben, bildet
     einen Tätigkeitsbereich.
     Zwischen institutionellen Einheiten und örtlichen FE besteht eine hierarchische Beziehung.
     Eine institutionelle Einheit umfaßt eine oder mehrere komplette örtliche FE; eine örtliche
     FE gehört zu genau einer institutionellen Einheit.
     Für detaillierte Untersuchungen des Produktionsprozesses wird eine analytische Produkti-
     onseinheit eingeführt. Diese Einheit, die (außer wenn es sich um eine örtliche FE handelt,
     die nur einen Gütertyp produziert) nicht beobachtet werden kann, ist die homogene Pro-
     duktionseinheit, die definitionsgemäß keine Nebentätigkeiten hat. Die homogenen Produk-
     tionseinheiten werden zu homogenen Produktionsbereichen zusammengefaßt.
3)   Gebietsansässige und gebietsfremde Einheiten; Gesamtwirtschaft und Übrige Welt
1.30 Die Gesamtwirtschaft besteht aus gebietsansässigen Einheiten. Eine Einheit wird als ge-
     bietsansässige Einheit eines Landes bezeichnet, wenn ein Schwerpunkt ihres wirtschaftli-
     chen Interesses im Wirtschaftsgebiet des betreffenden Landes liegt, d. h. wenn sie während
     eines längeren Zeitraums (ein Jahr oder länger) wirtschaftliche Tätigkeiten in diesem Ge-
     biet ausübt. Die obengenannten institutionellen Sektoren sind Gruppen von gebietsansässi-
     gen institutionellen Einheiten,
     Gebietsansässige Einheiten führen Transaktionen mit gebietsfremden Einheiten durch
     (d. h. mit Einheiten, die gebietsansässige Einheiten anderer Volkswirtschaften sind). Diese
     Transaktionen werden als Transaktionen der Volkswirtschaft mit der Übrigen Welt be-
     zeichnet und im Konto der Übrigen Welt nachgewiesen. Innerhalb der Struktur des ESVG
     spielt die Übrige Welt daher eine ähnliche Rolle wie die institutionellen Sektoren, wobei
     gebietsfremde Einheiten nur dann der Übrigen Welt zugerechnet werden, wenn sie Trans-
     aktionen mit gebietsansässigen institutionellen Einheiten vornehmen. Daher wird am Ende
     der Sektoraufgliederung jeweils eine spezielle Position "Übrige Welt" aufgeführt.
 ---pagebreak---      Als fiktive gebietsansässige Einheiten, die im ESVG wie institutionelle Einheiten behan-
     delt werden, sind definiert:
           die Teile von gebietsfremden Einheiten, die im Wirtschaftsgebiet des Landes einen
           Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Interesses haben (was in den meisten Fällen be-
           deutet, daß sie ein Jahr lang oder länger wirtschaftliche Transaktionen in diesem
           Gebiet durchführen oder daß sie, wenn es sich bei ihrem Output um Bruttoanlagein-
           vestitionen handelt, in diesem Gebiet weniger als ein Jahr lang eine Bautätigkeit
           ausüben);
           gebietsfremde Einheiten in ihrer Eigenschaft als Eigentümer von Grundstücken oder
           Gebäuden im Wirtschaftsgebiet des Landes, jedoch ausschließlich im Zusammen-
           hang mit Transaktionen mit diesen Grundstücken oder Gebäuden.
B)   Strom- und Bestandsgrößen
1.31 Im ESVG werden zwei Grundtypen von Angaben erfaßt: Strom- und Bestandsgrößen.
     Während Stromgrößen Vorgänge und Auswirkungen von Ereignissen betreffen, die inner-
     halb eines bestimmten Zeitraums stattfinden, geben Bestandsgrößen die Situation zu einem
     bestimmten Zeitpunkt wieder.
1)   Stromgrößen
1.32 Stromgrößen beschreiben die Schaffung oder Umwandlung, den Austausch oder die Über-
     tragung oder Auflösung von wirtschaftlichen Werten. Sie implizieren Veränderungen des
     Wertes der Aktiva oder Passiva einer institutionellen Einheit. Es gibt zwei Arten von wirt-
     schaftlichen Stromgrößen: i) Transaktionen und ii) sonstige Veränderungen der Aktiva.
     Transaktionen werden außer im Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der
     Aktiva und im Umbewertungskonto in allen Konten und Tabellen nachgewiesen, die
     Stromgrößen enthalten. Sonstige Veränderungen der Aktiva werden lediglich im Konto für
     die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva und im Umbewertungskonto nach-
     gewiesen.
     Es gibt unzählige einzelne Transaktionen und sonstige Stromgrößen. Im ESVG werden sie
     nach ihrer Art zu einer relativ geringen Zahl von Gruppen zusammengefaßt.
a)   Transaktionen
1.33 Eine Transaktion ist eine wirtschaftliche Stromgröße, bei der es sich entweder um eine im
     gegenseitigen Einvernehmen erfolgende Interaktion zwischen institutionellen Einheiten
     oder um einen Vorgang innerhalb einer institutionellen Einheit handelt, der sinnvollerweise
     als Transaktion behandelt wird, da die Einheit bei ihm häufig in zwei verschiedenen Eigen-
     schaften agiert. Es lassen sich vier Hauptgruppen von Transaktionen unterscheiden:
     1-    Gütertransaktionen
     Sie beschreiben die Herkunft (inländischer Output oder Einfuhr) und die Verwendung
     (Vorleistungen, letzter Verbrauch, Investitionen oder Ausfuhr) von Gütern.2
     Vgl. Kapitel III "Gütertransaktionen"
                                               20-
 ---pagebreak---        2-       Verteilungstransaktionen
       Sie beschreiben, wie die Wertschöpfüng der Produktion auf Arbeit, Kapital und den Staat
       verteilt wird und wie Einkommen und Vermögen umverteilt werden (Einkommen- und
       Vermögensteuern und sonstige Übertragungen).3
       3-      Finanzielle Transaktionen
       Sie beschreiben für jede Kategorie von Finanzinstrumenten den Nettoerwerb von finanziel-
       len Aktiva bzw. den Nettoanstieg der Passiva. Derartige Transaktionen bilden oft die Ge-
       genleistung zu nichtfinanziellen Transaktionen, ihnen können jedoch auch andere
       finanzielle Transaktionen gegenüberstehen.4
       4-      Transaktionen, die keiner der drei genannten Gruppen zuzuordnen sind
       Hierbei handelt es sich um Abschreibungen und Erwerb abzüglich Veräußerungen von
      nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva.5
b)    Merkmale von Transaktionen
b. 1)  Interaktionen im Gegensatz zu Transaktionen innerhalb von Einheiten
1.34  Bei den meisten Transaktionen handelt es sich um Interaktionen zwischen zwei oder mehr
      institutionellen Einheiten. Im ESVG werden jedoch auch bestimmte Vorgänge innerhalb
      von institutionellen Einheiten den Transaktionen zugeordnet. Der Ausweis dieser Transak-
      tionen innerhalb von Einheiten dient einer aussagekräftigeren Beschreibung von Output,
      letzter Verwendung und Kosten.
      Abschreibungen, die im ESVG den Kosten zugerechnet werden, sind eine wichtige Trans-
      aktion innerhalb von Einheiten. Alle anderen Transaktionen innerhalb von Einheiten sind
      Gütertransaktionen, die in der Regel dann auszuweisen sind, wenn institutionelle Einhei-
      ten, die sowohl als Produzenten als auch als Letztverbraucher auftreten, einen Teil ihres ei-
      genen Outputs verbrauchen. Dies gilt oft für private Haushalte und den Staat.
135   Erfaßt wird dabei der gesamte selbstproduzierte Output, der in die letzte Verwendung in-
      nerhalb derselben institutionellen Einheit eingeht. Selbstproduzierter Output, der in die
      Vorleistungen derselben institutionellen Einheit eingeht, wird nur dann ausgewiesen, wenn
      Produktion und Vorleistungen in unterschiedlichen örtlichen FE ein und derselben institu-
      tionellen Einheit stattfinden. Output, der in ein und derselben örtlichen FE produziert wird
      und in die Vorleistungen eingeht, wird nicht erfaßt.
b.2)  Monetäre im Gegensatz zu nichtmonetären Transaktionen
1.36  Bei den im ESVG ausgewiesenen Transaktionen handelt es sich überwiegend um monetäre
      Transaktionen, d. h. um Transaktionen, bei denen die beteiligten Einheiten Zahlungen vor-
      nehmen oder erhalten, Verbindlichkeiten eingehen oder Vermögenswerte erhalten, die auf
      Währungseinheiten lauten.
      Vgl. Kapitel IV "Verteilungstransaktionen"
      Vgl. Kapitel V "Finanzielle Transaktionen"
      Vgl. Kapitel VI "Sonstige Ströme".
                                                 21 -
 ---pagebreak---         Transaktionen, bei denen kein Austausch von Bargeld oder von auf Währungseinheiten
         lautenden Aktiva oder Passiva stattfindet, sind nichtmonetäre Transaktionen. Bei den
         Transaktionen innerhalb von Einheiten handelt es sich in der Regel um nichtmonetäre
        Transaktionen. Nichtmonetäre Transaktionen zwischen institutionellen Einheiten kommen
        bei Gütertransaktionen (Gütertausch), Verteilungstransaktionen (Sachbezüge, Sachübertra-
        gungen usw.) und sonstigen Transaktionen (Tausch von nichtproduzierten nichtfinanziellen
        Aktiva) vor.
        Im ESVG werden sämtliche Transaktionen in monetären Kategorien ausgewiesen. Die für
        nichtmonetäre Transaktionen anzugebenden Werte müssen daher indirekt erfaßt oder in
        anderer Weise geschätzt werden.
b.3)    Transaktionen mit und ohne Gegenleistung
1.37    Transaktionen, an denen nicht nur eine Einheit beteiligt ist, sind entweder zweiseitig oder
        einseitig. Bei zweiseitigen Transaktionen handelt es sich um Tauschgeschäfte zwischen
        institutionellen Einheiten, d. h. Waren, Dienstleistungen oder Vermögenswerte werden für
        eine Gegenleistung, etwa Geld, bereitgestellt. Bei einseitigen Transaktionen werden in der
        Regel Sach- oder Geldleistungen von einer institutionellen Einheit für eine andere ohne
        Gegenleistung erbracht. Transaktionen mit Gegenleistung kommen bei allen vier Arten von
        Transaktionen vor, Transaktionen ohne Gegenleistung dagegen überwiegend bei den Ver-
        teilungstransaktionen (z. B. Steuern, Leistungen der Sozialhilfe oder Schenkungen).
b.4)    Abgewandelte Transaktionen
1.38    Im ESVG werden die meisten Transaktionen so verbucht, wie sie von den beteiligten insti-
        tutionellen Einheiten wahrgenommen werden. Einige Transaktionen werden jedoch so ab-
        gewandelt, daß die ihnen zugrunde liegenden wirtschaftlichen Beziehungen deutlicher er-
        kennbar sind. Die Abwandlung von Transaktionen kann auf drei Arten erfolgen: durch
        "Rerouting", Aufteilung oder Betonung des Haupttransaktionspartners.
"Rerouting"
1.39    Eine Transaktion, die für die beteiligten Einheiten direkt zwischen den Einheiten A und C
        stattzufinden scheint, ist u. U. so zu verbuchen, als ob eine dritte Einheit B zwischenge-
        schaltet wäre. Die Transaktion zwischen A und C, bei der es sich faktisch nur um eine
        Transaktion handelt, wird somit als zwei Transaktionen verbucht, nämlich als Transaktion
        zwischen A und B und als Transaktion zwischen B und C.
        Ein bekanntes Beispiel für diese Art des "Rerouting" ist die Verbuchung der Sozialbeiträge
        der Arbeitgeber, die von diesen direkt an Sozialschutzsysteme gezahlt werden. Im ESVG
        werden diese Zahlungen als zwei Transaktionen verbucht: i) die Arbeitgeber zahlen an ihre
        Arbeitnehmer die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, ii) die Arbeitnehmern führen dieselben
        Beiträge an Sozialschutzsysteme ab. Wie immer bei Anwendung des "Rerouting" so soll
        auch in diesem Fall die der Transaktion zugrunde liegende wirtschaftliche Realität deutli-
        cher erkennbar werden, was in diesem Fall bedeutet, daß die Sozialbeiträge der Arbeitge-
        ber so ausgewiesen werden, daß erkennbar ist, daß sie zugunsten der Arbeitnehmer gezahlt
        werden.
                                                 22-
 ---pagebreak---          Eine andere Art des "Rerouting" findet bei Transaktionen Anwendung, die so verbucht
         werden, als ob sie zwischen zwei oder mehr institutionellen Einheiten stattfanden, obwohl
         aus Sicht der Transaktionspartner überhaupt keine Transaktion stattfindet. Ein Beispiel
         hierfür ist die Behandlung des bei bestimmten Versicherungen anfallenden Einkommens
         aus Vermögen, das von Versicherungsunternehmen einbehalten wird. Im ESVG wird es so
         ausgewiesen, als ob es von den Versicherungsunternehmen an die Versicherungsnehmer
         gezahlt würde und als ob diese dann den gleichen Betrag in Form von zusätzlichen Prä-
         mien an die Versicherungsunternehmen zurückzahlen würden.
Aufteilung
1.40     Wird eine Transaktion, die von den Transaktionspartnern als eine einzige Transaktion
         wahrgenommen wird, als zwei oder mehr Transaktionen verbucht, die unterschiedlichen
         Kategorien zuzuordnen sind, spricht man von einer aufgeteilten Transaktion. Aufteilung
         bedeutet in der Regel nicht, daß zusätzliche Einheiten als Transaktionspartner eingeführt
         werden.
         Die Verbuchung der Zahlung von Nichtlebensversicherungsprämien ist ein typisches Bei-
         spiel für die Aufteilung einer Transaktion. Obwohl Versicherungsnehmer wie auch Versi-
         cherer derartige Zahlungen als eine einzige Transaktion wahrnehmen, werden sie im ESVG
         in zwei völlig verschiedene Transaktionen aufgeteilt, nämlich in: i) Zahlungen als Gegen-
         leistung für Nichtlebensversicherungsdienstleistungen und ii) Nichtlebensversiche-
         rungs-Nettoprämien. Ein weiteres wichtiges Beispiel für die Aufteilung einer Transaktion
         ist die Verbuchung von Handelsspannen.
Betonung des Haupttransaktionspartners
1.41     Wird eine Transaktion von einer Einheit für eine andere Einheit vorgenommen, wird sie
         ausschließlich in den Konten des Haupttransaktionspartners verbucht. Generell sollte man
        nicht über diesen Grundsatz hinausgehen, und z. B. nicht versuchen, Steuern oder Subven-
        tionen unter Zugrundelegung von bestimmten Annahmen der sie letztlich zahlenden bzw.
        der von ihnen letztlich begünstigten Einheit zuzurechnen.
b.5)     Grenzfalle
1.42    Eine Interaktion zwischen institutionellen Einheiten ist definitionsgemäß nur dann eine
        Transaktion, wenn sie in gegenseitigem Einvernehmen stattfindet, d. h. wenn sie mit Wis-
         sen und Zustimmung der beteiligten institutionellen Einheiten erfolgt. Dies bedeutet jedoch
        nicht, daß alle Einheiten eine Transaktion grundsätzlich freiwillig vornehmen, denn be-
         stimmte Transaktionen sind gesetzlich vorgeschrieben. Dies gilt vor allem für bestimmte
        Verteilungstransaktionen, wie etwa die Zahlung von Steuern oder Zahlungen aufgrund von
        Geldstrafen und gebührenpflichtigen Verwarnungen. Bei der entschädigungslosen Be-
        schlagnahme von Aktiva handelt es sich allerdings, auch wenn sie gesetzlich vorgeschrie-
        ben ist, nicht um eine Transaktion.
         Illegale wirtschaftliche Vorgänge sind nur dann Transaktionen, wenn alle beteiligten Ein-
        heiten an ihnen freiwillig teilnehmen. Beim Kauf, Verkauf oder Tausch von illegalen Dro-
         gen oder Diebesgut handelt es sich daher um Transaktionen, bei Diebstahl dagegen nicht.
                                                -23
 ---pagebreak---   c)    Sonstige Veränderungen der Aktiva
  1.43  Sonstige Veränderungen der Aktiva sind Veränderungen, die nicht auf Transaktionen zu-
        rückzuführen sind6. Sie umfassen i) sonstige Veränderungen des Volumens der Aktiva und
        Passiva und ii) Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva.
 c.l)   Sonstige Veränderungen des Volumens 'der Aktiva und Passiva
  1.44  Sie lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:
        i)   normales, nicht auf Transaktionen zurückzuführendes Entstehen bzw. Verschwinden
             von Aktiva
        ii) Veränderungen der Aktiva und Passiva aufgrund von außergewöhnlichen, unvorher-
             gesehenen Ereignissen
        iii) Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart.
  1.45 Unter Kategorie i) fallen z. B. die Entdeckung und der Abbau von Bodenschätzen oder das
       natürliche Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen. Kategorie ii) umfaßt
       Veränderungen (in der Regel Verluste) von Aktiva aufgrund von Naturkatastrophen, Krieg
       oder schweren Verbrechen7 sowie einseitige Schuldenaufhebung oder entschädigungslose
       Beschlagnahme von Aktiva. Unter Kategorie iii) fallen Veränderungen, die auf eine Ände-
       rung der Sektorzuordnung von institutionellen Einheiten oder der Vermögensart zurückzu-
       führen sind.
c.2)   Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
 1.46  Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva entstehen durch Veränderun-
       gen des Preises der Aktiva bzw. Passiva. Sie können sämtliche Arten von finanziellen und
       nichtfinanziellen Aktiva sowie von Passiva betreffen. Sie entstehen einzig und allein da-
       durch, daß die Aktiva bzw. Passiva während eines bestimmten Zeitraums gehalten werden,
       ohne daß sie in irgendeiner Form umgewandelt würden.
       Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva, die sich bei Zugrundelegung
       der jeweiligen Marktpreise ergeben, werden als nominale Gewinne/Verluste aus dem Hal-
       ten von Aktiva bzw. Passiva bezeichnet. Ausgehend davon unterscheidet man neutrale
       Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva, die Veränderungen des allge-
       meinen Preisniveaus widerspiegeln, und reale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Akti-
       va bzw. Passiva, die durch Veränderungen der relativen Preise der Aktiva bzw. Passiva
       bedingt sind.
2)     Bestandsgrößen
1.47   Bestandsgrößen liefern Angaben über die zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen
       Bestände an Aktiva und Passiva. Sie werden am Anfang und am Ende jedes Rechnungs-
       zeitraums in den sogenannten Vermögensbilanzen ausgewiesen8.
       Darüber hinaus werden Bestandsgrößen für die Bevölkerung und den Arbeitsinput erfaßt.
       Bei ihnen handelt es sich allerdings um Durchschnittswerte des Rechnungszeitraums.
6
       Vgl. Kapitel VI "Sonstige Ströme"
7
       Die Auswirkungen von geringfügigeren Verbrechen, wie etwa Ladendiebstalil, können als Vorratsveränderung und damit als
       Transaktion verbucht werden.
°      Vgl. Kapitel VII "Vermögcnsbilanzen".
                                                            -24
 ---pagebreak---      Bestandsgrößen werden für sämtliche unter die Konzepte des ESVG fallenden Aktiva bzw.
     Passiva ausgewiesen, d.h. für finanzielle Aktiva und für Passiva und für produzierte und
     nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva. Dabei werden allerdings lediglich diejenigen Ak-
     tiva berücksichtigt, die für die Zwecke einer wirtschaftlichen Tätigkeit eingesetzt werden
     und an denen Eigentumsrechte bestehen. Für Aktiva wie Humanvermögen und natürliche
     Ressourcen, an denen keine Eigentumsrechte bestehen können, werden daher keine Be-
     standsgrößen ausgewiesen.
     Innerhalb der beschriebenen Grenzen werden im ESVG sämtliche Strom und Bestandsgrö-
     ßen erfaßt, so daß sämtliche Veränderungen von Bestandsgrößen vollständig durch die
     verbuchten Stromgrößen erklärt werden können.
C)   Das Kontensystem und die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen9
1)   Verbuchungsregeln
1.48 In einem Konto werden für einen bestimmten Aspekt des Wirtschaftsprozesses das Auf-
     kommen und die Verwendung oder die Veränderungen von Aktiva und Passiva während
     des jeweiligen Rechnungszeitraums oder die Bestände an Aktiva und Passiva am Anfang
     und am Ende dieses Zeitraums verbucht.
a)   Bezeichnung der beiden Kontenseiten
1.49 Im ESVG wird die rechte Seite der Konten für die laufenden Transaktionen, auf der die
     Transaktionen verbucht werden, die für einen Einheit oder einen Sektor einen Wertezufluß
     bewirken, mit "Aufkommen" überschrieben. Die linke Kontenseite, auf der die Transaktio-
     nen ausgewiesen werden, die für eine Einheit oder einen Sektor einen Werteabfluß zur
     Folge haben, trägt die Bezeichnung "Verwendung".
     Die rechte Seite der Vermögensbildungskonten wird mit "Veränderung der Passiva und
     des Reinvermögens", die linke Seite mit "Veränderung der Aktiva" überschrieben.
     In den Vermögensbilanzen werden "Passiva und Reinvermögen" (die Differenz zwischen
     Aktiva und Passiva) auf der rechten und "Aktiva" auf der linken Seite ausgewiesen. Ein
     Vergleich der Vermögensbilanzen für zwei aufeinanderfolgende Rechnungszeiträume gibt
     Aufschluß über die Veränderung der Passiva und des Reinvermögens und die Veränderung
     der Aktiva.
b)    Doppelbuchung/Vierfachbuchung
1.50 Was eine einzelne Einheit oder einen einzelnen Sektor betrifft, so basieren die Volkswirt-
     schaftlichen Gesamtrechnungen auf dem Prinzip der doppelten Buchführung, d. h. jede
     Transaktion ist zweimal zu verbuchen, einmal auf der Aufkommensseite (oder auf der Seite
     "Veränderung der Passiva") und einmal auf der Verwendungsseite (oder der Seite
     "Veränderung der Aktiva"). Da die Summe der auf der Aufkommensseite oder der Seite
     "Veränderung der Passiva" verbuchten Transaktionen gleich der Summe der auf der Ver-
     wendungsseite oder der Seite "Veränderung der Aktiva" ausgewiesenen Transaktionen sein
     muß, kann die Konsistenz der Konten überprüft werden.
     Vgl. Kapitel VII "Vermögensbilanzen" und Kapitel Vlll "Kontenfolge und Kontensalden"
                                                             25
 ---pagebreak---      Betrachtet man sämtliche Einheiten und Sektoren insgesamt, so gilt für die Volkswirt-
     schaftlichen Gesamtrechnungen in der Praxis jedoch das Prinzip der vierfachen Buchfüh-
     rung, da an den meisten Transaktionen zwei institutionelle Einheiten beteiligt sind und jede
     dieser Transaktionen von den beteiligten Transaktionspartnern zweimal zu verbuchen ist.
     So wird z. B. eine von einer staatlichen Einheit an einen privaten Haushalt gezahlte soziale
     Geldleistung in den Konten des Staates auf der Verwendungsseite als Übertragung und als
     negativer Erwerb von Aktiva unter Bargeld und Einlagen verbucht, während sie in den
     Konten des Sektors Private Haushalte auf der Aufkommensseite unter Übertragungen und
     als Erwerb von Aktiva unter Bargeld und Einlagen ausgewiesen wird.
     Für Transaktionen, die innerhalb ein und derselben Einheit stattfinden (etwa der Verbrauch
     von Output durch dieselbe Einheit, von der er produziert wurde), sind dagegen lediglich
     zwei Buchungen vorzunehmen, deren Werte geschätzt werden müssen.
c)   Bewertung
1.51 Abgesehen von einigen Variablen zu Bevölkerung und Arbeit werden im ESVG alle Strom
     und Bestandsgrößen in monetären Kategorien ausgewiesen, und es wird nicht versucht, ih-
     ren Nutzwert zu ermitteln. Die Angaben zu den Strom- und Bestandsgrößen basieren viel-
     mehr auf deren Tauschwert, d.h. dem Wert, zu dem sie effektiv gegen Bargeld eingetauscht
     werden bzw. eingetauscht werden könnten. Im ESVG erfolgt die Bewertung daher grund-
     sätzlich anhand von Marktpreisen.
1.52 Im Falle von monetären Transaktionen und von Bargeldbeständen und -Verbindlichkeiten
     liegen die benötigten Werte unmittelbar vor. In den meisten anderen Fällen sollten zur Be-
     wertung die Marktpreise von vergleichbaren Waren, Dienstleistungen oder Vermögenswer-
     ten herangezogen werden. Dieses Verfahren findet z.B. bei Tauschhandel und Dienstlei-
     stungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz Anwendung. Liegen keine Marktpreise von
     vergleichbaren Gütern vor, wie etwa bei nichtmarktbestimmten Dienstleistungen des Staa-
     tes, so sind zur Bewertung die Produktionskosten heranzuziehen. Kann keines der beiden
     Verfahren eingesetzt werden, können die Strom- und Bestandsgrößen anhand des Gegen-
     wartswertes der erwarteten künftigen Erträge bewertet werden. Da dieses Verfahren mit
     großen Unsicherheiten behaftet ist, wird es jedoch nur als letzte Möglichkeit empfohlen.
1.53 Bestandsgrößen sind zu den am Bilanzstichtag geltenden jeweiligen Preisen zu bewerten
     und nicht zu den Preisen, die zum Zeitpunkt der Produktion oder des Erwerbs der Waren
     bzw. Vermögenswerte gelten, aus denen sich die Bestände zusammensetzen. Bisweilen ist
     es erforderlich, zur Bewertung von Bestandsgrößen Schätzungen für deren um die Ab-
     schreibungen berichtigten jeweiligen Anschaffungswert oder deren Produktionskosten her-
     anzuziehen.
                                             -26
 ---pagebreak--- cl)    Besondere Regeln für die Bewertung von Gütern 10
1.54   Aufgrund von Transportkosten, Handelsspannen und Gütersteuern abzüglich Gütersubven-
       tionen stellt sich der Wert eines bestimmten Gutes für die Einheit, die das Gut produziert
       und die Einheit, die es verwendet, in der Regel unterschiedlich dar. Damit die Sichtweise
       der Transaktionspartner weitgehend gewahrt bleibt, wird im ESVG die Verwendung von
       Gütern grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bewertet, die Transportkosten, Handelsspan-
       nen und Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen einschließen, während der Output von
       Gütern zu Herstellungspreisen ausgewiesen wird, in die die genannten Elemente nicht ein-
       gehen.
1.55   Die Ein und die Ausführ von Gütern wird zum Wert der Güter an der Grenze verbucht. Die
       Bewertung der Gesamteinfuhr und ausfuhr erfolgt zum Wert der Güter an der Zollgrenze
       des Ausfuhrlandes, d.h. zum fob Wert. Da für Gütergruppen in einer detaillierteren Unter-
       gliederung fob-Werte u.U. nicht zu beschaffen sind, wird die Einfuhr in den Tabellen, die
       nähere Angaben zum Außenhandel enthalten, zum Wert der Güter an der Zollgrenze des
       Einfuhrlandes (d. h. zum cifWert) ausgewiesen; zusätzlich enthalten diese Tabellen globale
       Angaben zur Anpassung an den fob-Wert. Der cif-Wert enthält zwischen der Grenze des
       Ausfuhrlandes und der des Einfuhrlandes angefallene Versicherungs und Transportkosten.
c.2)   Bewertung zu konstanten Preisen11
1.56   Bewertung zu konstanten Preisen heißt, daß die Strom und Bestandsgrößen eines Rech-
       nungszeitraums zu Preisen eines früheren Rechnungszeitraums bewertet werden. Auf diese
       Weise sollen die im Zeitablauf aufgetretenen Veränderungen der Werte der Strom und Be-
       standsgrößen in Preis und in Volumenänderungen aufgegliedert werden. Strom und Be-
       standsgrößen in konstanten Preisen werden als Größen in Volumenwerten bezeichnet.
       Viele Strom und Bestandsgrößen, wie z.B. Einkommen, haben keine eigene Preis- und
       Mengendimension. Die Kaufkraft dieser Variablen läßt sich jedoch ermitteln, indem die
       jeweiligen Werte anhand eines geeigneten Preisindex, z. B. des Preisindex der letzten in-
       ländischen Verwendung ohne die Vorratsveränderung, deflationiert werden. Deflationierte
     . Strom und Bestandsgrößen werden als Größen in realen Werten bezeichnet. Ein Beispiel
       hierfür ist das reale verfügbare Einkommen.
d)      Verbuchungszeitpunkt
1.57    Stromgrößen werden im ESVG nach dem Grundsatz der periodengerechten Zuordnung
       verbucht, d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem ein wirtschaftlicher Wert geschaffen, umgewan-
       delt oder aufgelöst wird bzw. zu dem Forderungen oder Verbindlichkeiten entstehen, um-
        gewandelt oder aufgehoben werden.
        Output wird daher nicht verbucht, wenn der Käufer ihn bezahlt, sondern wenn er produziert
       wird, und der Verkauf eines Vermögenswertes wird zu dem Zeitpunkt ausgewiesen, zu
        dem der Eigentümer des Vermögenswertes wechselt, und nicht zu dem Zeitpunkt, zu dem
        die entsprechende Zahlung erfolgt. Zinsen werden in dem Rechnungszeitraum verbucht, in
        dem sie auflaufen, unabhängig davon, ob sie in diesem Rechnungszeitraum tatsächlich ge-
        zahlt werden. Die Verbuchung nach dem Grundsatz der periodengerechten Zuordnung gilt
        für alle Stromgrößen, d.h. für monetäre ebenso wie für nichtmonetäre und für Transaktio-
        nen innerhalb ein und derselben Einheit ebenso wie für Transaktionen zwischen Einheiten.
10      Vgl. Kapitel III "Gütertransaktionen".
n       Vgl. Kapitel X "Preis- und Volumenmessungen".
                                                      27
 ---pagebreak---      In einigen Fällen ist bezüglich des Verbuchungszeitpunkts jedoch eine gewisse Flexibilität
     erforderlich. Dies gilt vor allem für Steuern und andere den Staat betreffende Ströme, die
     in der Buchführung des Staates häufig auf der Basis der Zahlungsvorgänge erfaßt werden.
     Es ist bisweilen schwierig, diese auf der Basis der Zahlungsvorgänge verbuchten Ströme
     korrekt nach dem Grundsatz der periodengerechten Zuordnung zu verbuchen. In diesen
     Fällen müssen daher u.U. Näherungswerte verwendet werden.
     Jede Transaktion sollte von allen an ihr beteiligten institutionellen Einheiten und in allen
     relevanten Konten zum gleichen Zeitpunkt verbucht werden. Dieser einfach erscheinende
     Grundsatz ist nicht immer leicht zu befolgen, denn nicht in allen institutionellen Einheiten
     gelten dieselben Verbuchungsregeln, und selbst wenn dies der Fall ist, kann die effektive
     Verbuchung aus praktischen Gründen, wie etwa einer verspäteten Mitteilung, unterschied-
     lich aussehen. Transaktionen werden daher von den beteiligten Transaktionspartnern u.U.
     zu unterschiedlichen Zeitpunkten verbucht. Diese Diskrepanzen müssen durch Anpassun-
     gen beseitigt werden.
e)   Konsolidierung und Saldierung
e.l) Konsolidierung
1.58 Konsolidierung bedeutet, daß Transaktionen zwischen Einheiten, die derselben Gruppe von
     Einheiten angehören, sowohl auf der Aufkommens als auch auf der Verwendungsseite
     ebenso wie wechselseitige finanzielle Aktiva und Passiva eliminiert werden.
     Auf der Ebene der Sektoren und Teilsektoren findet grundsätzlich keine derartige Konso-
     lidierung statt.
     Konsolidierte Konten können jedoch für die Zwecke von ergänzenden Darstellungen und
     Analysen erstellt werden. Für bestimmte Arten von Analysen sind Angaben über die
     Transaktionen zwischen diesen Sektoren bzw. Teilsektoren und anderen Sektoren und über
     die entsprechende finanzielle Position dieser Sektoren gegenüber den anderen Sektoren
     aussagekräftiger als globale Bruttodaten.
     Ferner geben die Konten und Tabellen, aus denen die Gläubiger Schuldner Beziehung er-
     sichtlich ist, genauen Aufschluß über die Finanzierung der Volkswirtschaft und sind sehr
     hilfreich, wenn es darum geht, den Weg der Finanzierungsüberschüsse von den als Kredit-
     geber zu den als Kreditnehmer auftretenden Sektoren nachzuvollziehen.
e.2) Saldierung
1.59 In den Konten einzelner Einheiten oder Sektoren erscheint die gleiche Art von Transaktion
     u. U. sowohl auf der Aufkommens- als auch auf der Verwendungsseite (z. B. wenn Einhei-
     ten Zinsen sowohl zahlen als auch erhalten); ebenso stellt die gleiche Art von Finanzin-
     strument für einzelne Einheiten oder Sektoren möglicherweise sowohl ein Aktivum als
     auch ein Passivum dar.
     Im ESVG wird, abgesehen von der Saldierung, die durch die Systematiken vorgegeben ist,
     der Bruttoausweis empfohlen.
                                              28
 ---pagebreak---       Bestimmte Transaktionskategorien implizieren eine Saldierung; das deutlichste Beispiel
      hierfür ist die Position "Vorratsveränderung", die so gewählt wurde, da der Schwerpunkt
      auf dem analytisch wichtigen Aspekt der Gesamtinvestitionen und nicht auf der Beobach-
      tung der täglichen Zu- und Abgänge liegt.
      Ebenso wird, abgesehen von wenigen Ausnahmen, im Finanzierungskonto und in den
      Konten für die sonstigen Veränderungen der Aktiva der Nettoanstieg der Aktiva und Passi-
      va ausgewiesen, wodurch die sich am Ende des Rechnungszeitraums letztlich ergebenden
     Auswirkungen der entsprechenden Ströme verdeutlicht werden.
f)    Konten, Kontensalden und volkswirtschaftliche Gesamtgrößen
1.60 Für die Einheiten (institutionelle Einheiten; örtliche fachliche Einheiten) oder Gruppen von
     Einheiten (institutionelle Sektoren und in Anlehnung daran die Übrige Welt; Tätigkeitsbe-
     reiche) werden die Transaktionen und sonstigen Stromgrößen, die einen bestimmten
     Aspekt des Wirtschaftsprozesses (z. B. die Produktion) betreffen, in verschiedenen Unter-
     konten verbucht. Die in einem solchen Unterkonto ausgewiesenen Transaktionen gleichen
     sich in der Regel nicht aus, d.h. der auf der Aufkommensseite ausgewiesene Gesamtbetrag
     ist normalerweise nicht gleich dem auf der Verwendungsseite ausgewiesenen Gesamtbe-
     trag. Daher ist ein Saldo erforderlich. Ein Saldo ist in der Regel auch zum Ausgleich des
     Gesamtbetrags der Aktiva und des Gesamtbetrags der Passiva einer institutionellen Einheit
     oder eines institutionellen Sektors erforderlich. Die Kontensalden als solche sind aussage-
     kräftige Maßgrößen der wirtschaftlichen Leistung. Wenn sie für die Gesamtwirtschaft be-
     rechnet werden, stellen sie aussagekräftige volkswirtschaftliche Gesamtgrößen dar.
2)   Die Kontenfolge
1.61 Das Kernstück des ESVG ist eine Folge von miteinander verbunden Konten.
     Die vollständige Kontenfolge für die institutionellen Einheiten und die Sektoren besteht
     aus Konten für die laufenden Transaktionen, Vermögensbildungskonten und Vermögensbi-
     lanzen.
     In den Konten für die laufenden Transaktionen werden die Produktion, die Entstehung,
     Verteilung und Umverteilung von Einkommen sowie seine Verwendung in Form des letz-
     ten Verbrauchs dargestellt. In den Vermögensbildungskonten werden die Veränderungen
     der Aktiva und Passiva und die Veränderung des Reinvermögens (der Differenz zwischen
     den Aktiva und Passiva einer institutionellen Einheit oder einer Gruppe von Einheiten)
     nachgewiesen. In den Vermögensbilanzen werden Bestände an Aktiva und Passiva und das
     Reinvermögen dargestellt.
1.62 Für eine örtliche fachliche Einheit kann keine vollständige Kontenfolge, die auch Vermö-
     gensbilanzen einschießen würde, erstellt werden, da örtliche FE in der Regel weder Eigen-
     tümer von Waren oder Vermögenswerten sein noch Einkommen empfangen oder zahlen
     können. Daher umfaßt die TContenfolge für örtliche FE und für Tätigkeitsbereiche nur die
     ersten Konten für die laufenden Transaktionen: das Produktionskonto und das Einkom-
     mensentstehungskonto, dessen Saldo der Betriebsüberschuß ist.
                                             -29
 ---pagebreak--- 3)    Das Waren- und Dienstleistungskonto
 1.63 Das Waren- und Dienstleistungskonto zeigt für die Gesamtwirtschaft oder für Gütergrup-
      pen das Aufkommen (Produktion und Einfuhr) und die Verwendung von Waren und
      Dienstleistungen (Vorleistungen, letzter Verbrauch, Vorratsveränderung, Bruttoanlagein-
      vestitionen, Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen sowie Ausfuhr).
4)    Die Konten der Übrigen Welt
1.64  In den Konten der Übrigen Welt werden Transaktionen zwischen gebietsansässigen und
      gebietsfremden institutionellen Einheiten und, sofern relevant, die entsprechenden Bestän-
      de an Aktiva und Passiva dargestellt.
      Da die Übrige Welt innerhalb des Kontensystems eine ähnliche Rolle spielt wie ein insti-
      tutioneller Sektor, wird das Konto der Übrigen Welt aus der Sicht der Übrigen Welt er-
      stellt. Was im Konto der Übrigen Welt auf der Aufkommensseite verbucht wird, erscheint
      auf der Verwendungsseite der Konten der Gesamtwirtschaft und umgekehrt. Ein positiver
      Saldo bedeutet für die Übrige Welt einen Überschuß und für die Gesamtwirtschaft ein De-
      fizit; im Falle eines negativen Saldos ist es umgekehrt.
5)    Kontensalden
1.65  Ein Saldo ist ein Konstrukt des Rechnungswesens, das man erhält, indem man den Ge-
      samtwert der Positionen auf der einen Kontenseite vom Gesamtwert der Positionen auf der
      andern Kontenseite in Abzug bringt. Ein Saldo kann nicht unabhängig von den übrigen
      Positionen ermittelt werden; da es sich bei ihm um eine abgeleitete Position handelt,
      schlägt sich in ihm die Anwendung der allgemeinen Buchungsregeln auf die einzelnen
      Positionen der beiden Kontenseiten nieder.
      Salden dienen jedoch nicht nur dem Kontenausgleich, sondern sind an sich sehr aussage-
      kräftig und stellen einige der wichtigsten Positionen des ESVG, wie etwa Wertschöpfung,
      Betriebsüberschuß, verfügbares Einkommen, Ersparnis, Finanzierungsüberschuß/-defizit
      oder Reinvermögen.
6)    Volkswirtschaftliche Gesamtgrößen
1.66  Die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen zeigen das Ergebnis der Tätigkeit der Gesamt-
      wirtschaft, wobei diese Tätigkeit unter bestimmten Gesichtspunkten betrachtet werden
      kann, wie etwa unter dem des Outputs, der Wertschöpfung, des verfügbaren Einkommens,
      des letzten Verbrauchs, der Ersparnis, der Investitionen usw. Obwohl die Bildung von
      volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen weder das einzige noch das wichtigste Ziel des ESVG
      darstellt, wird deren Bedeutung als Indikatoren einer Gesamtbetrachtung und als Bezugs-
      größen für die makroökonomische Analyse sowie für zeitliche und räumliche Vergleiche
      anerkannt.
      Es lassen sich zwei Arten von Gesamtgrößen unterscheiden:
            Gesamtgrößen, die unmittelbar bestimmten Transaktionen des Systems entsprechen,
            wie z. B. Output an Waren und Dienstleistungen, tatsächlicher letzter Verbrauch,
                                               -30-
 ---pagebreak---                          Gesamtgrößen, die Kontensalden darstellen, wie z. B. Bruttoinlandsprodukt
           zu Marktpreisen (BIP), Betriebsüberschuß der Gesamtwirtschaft, Volkseinkommen,
           verfügbares Volkseinkommen, Ersparnis, Saldo der laufenden Transaktionen mit der
           Übrigen Welt, Reinvermögen der Gesamtwirtschaft.
1.67 Verschiedene VGR-Daten können für zusätzliche Verwendungszwecke eingesetzt werden,
     wenn sie pro-Kopf berechnet werden. Weitgefaßte Gesamtgrößeji wie BIP, Volkseinkom-
     men oder letzter Verbrauch der privaten Haushalte sind in der Regel auf die
     (gebietsansässige) Gesamtbevölkerung bezogen. Sollen die Konten oder ein Teil der Kon-
     ten auch für Teilsektoren des Sektors Private Haushalte erstellt werden, sind Angaben über
     die Anzahl der Haushalte und der natürlichen Personen in den einzelnen Teilsektoren er-
     forderlich.12
D)   DIE INPUT-OUTPUT-RECHNUNG 13
1.68 Die Input-Output-Rechnung besteht aus Aufkommens- und Verwendungstabellen nach
     Tätigkeitsbereichen, Tabellen zur Herstellung der Verbindung zwischen Aufkommens- und
     Verwendungstabellen und Sektorkonten sowie Input-Output-Tabellen nach homogenen
     Produktionsbereichen (Gütern).
1.69 Aufkommens und Verwendungstabellen zeigen in Matrixform (wobei die Güter in den
     Zeilen und die Tätigkeitsbereiche in den Spalten dargestellt sind), wie sich ein Güterauf-
     kommen auf inländische Tätigkeitsbereiche und Einfuhr verteilt und in welcher Aufteilung
     es den verschiedenen Arten der intermediären und der letzten Verwendung, einschließlich
     der Ausfuhr, zugeführt wird. Sie machen ferner Aussagen über die Struktur der Produkti-
     onskosten und das durch diese Produktion entstandene Einkommen, da sie für jeden Tätig-
     keitsbereich die Stromgrößen ausweisen, die im Waren und Dienstleistungskonto und den
     nach Tätigkeitsbereichen untergliederten Konten für die laufenden Transaktionen verbucht
     sind.
     Die Aufkommens und Verwendungstabellen sind der zentrale Rahmen für sämtliche Tabel-
     len nach Tätigkeitsbereichen und (oder) nach Gütern, die Angaben über Arbeitsinput,
     Bruttoanlageinvestitionen, Bestände an Anlagevermögen oder detaillierte Preisindizes be-
     inhalten, und liefern daher eine genaue Beschreibung der Kostenstruktur, des entstandenen
     Einkommens, der Beschäftigung, der Arbeitsproduktivität und der Kapitalintensität.
1.70 Zwischen den Aufkommens- und Verwendungstabellen und den Sektorkonten kann eine
     Verbindung hergestellt werden, indem man für Output, Vorleistungen und die Bestandteile
     der Wertschöpfung eine Kreuztabellierung nach Sektoren und nach Tätigkeitsbereichen
     vornimmt.
1.71 Input-Output-Tabellen vom Typ Güter x Güter unterscheiden sich konzeptuell insofern von
     Aufkommens- und Verwendungstabellen nach Tätigkeitsbereichen, als in ihnen sowohl in
     den Zeilen als auch in den Spalten eine Gütersystematik zur Gliederung verwendet wird.
'2    Vgl. Kapitel XI "Bevölkerung und Arbeitsinput".
13
      Vgl. Kapitel IX "Der Input-Output-Rahmen"
                                                      -31
 ---pagebreak---                   Kapitel II
Die Einheiten und ihre Zusammenfassungen
          -     lL-33-
 ---pagebreak--- 2.01   Die Wirtschaft eines Landes setzt sich aus der Tätigkeit einer Vielzahl von Einheiten zu-
       sammen, die zahlreiche, verschiedenartige Transaktionen durchführen, welche auf die Pro-
       duktion, die Finanzierung, die Versicherung, die Umverteilung und den Verbrauch
       gerichtet sind.
2.02   Die im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zu betrachtenden Einheiten
       und Gruppen von Einheiten müssen jeweils nach den Modellen der Wirtschaftsanalyse de-
       finiert werden, deren Untersuchung vorgesehen ist, und nicht nach den Typen von
       Einheiten, die üblicherweise für statistische Erhebungen gewählt werden. Diese
       letztgenannten Einheiten (Unternehmen, Holdinggesellschaften, fachliche Einheiten, örtli-
       che Einheiten, öffentliche Körperschaften, Organisationen ohne Erwerbscharakter, private
       Haushalte usw.) können nicht immer den für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen
       bestimmten Definitionen genügen, da sie im allgemeinen auf hergebrachten Kriterien juri-
       stischer, verwaltungs- oder buchmäßiger Art beruhen.
       Die Statistiker werden die im ESVG verwendeten Definitionen der Darstellungseinheiten
       berücksichtigen müssen, damit in den Erhebungen über die konkret zu untersuchenden
       Einheiten nach und nach alle erforderlichen Unterlagen erscheinen, mit deren Hilfe die
       Angaben für die Darstellungseinheiten des ESVG gewonnen werden können.
2.03   Bezeichnend für das ESVG ist die Verwendung von drei Typen von Darstellungseinheiten,
       die zwei deutlich unterschiedlichen Arten der Aufgliederung einer Volkswirtschaft
       entsprechen. Für die Analyse der Stromgrößen des Produktionsprozesses müssen Einheiten
       gewählt werden, welche die technisch-wirtschaftlichen Beziehungen aufzeigen; für die
       Analyse insbesondere der Einkommens-, Vermögens-, finanziellen und Vermögensbilanz-
       ströme ist es unumgänglich, Einheiten zu wählen, welche die Verhaltensweisen der Wirt-
       schaftssubjekte aufzeigen.
       Ausgehend von diesen beiden Zielsetzungen werden im folgenden die sogenannten institu-
       tionellen Einheiten für die Analyse von Verhaltensweisen und die sogenannten örtlichen
       fachlichen Einheiten und homogenen Produktionseinheiten für die Analyse technisch-wirt-
       schaftlicher Beziehungen definiert. In der Praxis erhält man diese drei Typen von Einheiten
       durch Zusammenfassung oder Aufspaltung der Grundeinheiten statistischer Erhebungen; in
       einigen Fällen sind sie direkt statistischen Erhebungen zu entnehmen. Bevor die drei Typen
       von Einheiten des ESVG definiert werden, ist die Abgrenzung des Begriffs der Volkswirt-
       schaft eines Landes als Ganzes notwendig.
Abgrenzung der Volkswirtschaft eines Landes
2.04   Als institutionelle Einheiten, örtliche fachliche Einheiten bzw. homogene
       Produktionseinheiten, welche die Wirtschaft eines Landes bilden und deren Transaktionen
       im ESVG erfaßt sind, werden diejenigen angesehen, die einen Schwerpunkt ihres
       wirtschaftlichen Interesses im Wirtschaftsgebiet dieses Landes besitzen. Diese als
       gebietsansässig bezeichneten Einheiten können die Staatsanhörigkeit dieses oder eines an-
       deren Landes besitzen, eigene Rechtspersönlichkeit haben oder nicht und sich im
       Augenblick der Durchführung einer Transaktion auf dem Wirtschaftsgebiet dieses Landes
       oder außerhalb desselben aufhalten. Die Volkswirtschaft eines Landes wird also durch die
       gebietsansässigen Einheiten abgegrenzt, wobei die Bedeutung der Ausdrücke Wirtschafts-
       gebiet und Schwerpunkt des wirtschaftlichen Interesses zu klären ist.
                                             34-
 ---pagebreak--- 2.05 Unter Wirtschaftsgebiet eines Landes ist zu verstehen:
     a)    das von einem Staat verwaltete geographische Gebiet, innerhalb dessen Freiheit des
           Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs herrscht,
     b) Zollfreigebiete, Zollfreilager und Fabriken unter Zollaufsicht,
     c)    der Luftraum, die Hoheitsgewässer und der Festlandsockel unterhalb von internationa-
           len Gewässern, über den das betreffende Land Hoheitsrechte besitzt1,
     d) territoriale Exklaven, d. h. Gebietsteile der übrigen Welt, die aufgrund internationaler
           Verträge oder zwischenstaatlicher Vereinbarungen von inländischen staatlichen Stellen
           (Botschaften, Konsulaten, Militär- und Forschungsbasen usw.) genutzt werden,
     e)    Bodenschätze in internationalen Gewässern außerhalb des zum betreffenden Land ge-
           hörenden Festlandsockels, die von Einheiten ausgebeutet werden, die in dem in den
           vorstehenden Absätzen abgegrenzten Gebiet ansässig sind.
2.06 Nicht zum Wirtschaftsgebiet eines Landes zählen exterritoriale Enklaven, d. h. die von
     staatlichen Stellen eines anderen Landes, von Institutionen der Europäischen Union oder
     von internationalen Organisationen aufgrund internationaler Verträge oder zwischenstaatli-
     cher Vereinbarungen genutzten Teile des geographischen Gebietes des betreffenden Lan-
     des2.
2.07 Mit dem Ausdruck Schwerpunkt des wirtschaftlichen Interesses soll darauf hingewiesen
     werden, daß es in innerhalb des Wirtschaftsgebietes einen Ort gibt, an dem oder von dem
     aus eine Einheit entweder auf unbestimmte Zeit oder über einen bestimmten, jedoch länge-
     ren Zeitraum (mindestens ein Jahr) hinweg in bedeutendem Umfang wirtschaftliche
     Tätigkeiten und Transaktionen ausübt und weiterhin auszuüben beabsichtigt. Daraus fol-
     gend unterstellt man, daß eine Einheit, die unter diesen Bedingungen Transaktionen im
     Wirtschaftsgebiet mehrerer Länder durchführt, Schwerpunkte ihres wirtschaftlichen Inter-
     esses in mehreren Ländern besitzt.
     Das Eigentum an Grundstücken und Gebäuden innerhalb des Wirtschaftsgebietes gilt an
     sich bereits als ausreichender Beleg dafür, daß der Eigentümer einen Schwerpunkt seines
     wirtschaftlichen Interesses in diesem Wirtschaftsgebiet besitzt.
2.08 Ausgehend von diesen Definitionen können in einer Aufzählung die Einheiten angegeben
     werden, die als Gebietsansässige des Landes anzusehen sind. Man unterscheidet hierbei im
     einzelnen:
     a)     Einheiten, deren Hauptfunktion darin besteht zu produzieren, zu finanzieren, zu versi-
            chern und umzuverteilen, für alle Transaktionen außer ihrer Tätigkeit als Eigentümer
           von Grundstücken und Gebäuden,
     b)     Einheiten, deren Hauptfunktion darin besteht zu verbrauchen3, für. alle Transaktionen
            außer ihrer Tätigkeit als Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden,
     Fischereifahrzeuge, sonstige Schiffe, schwimmende Bohrinseln und Luftfahrzeuge werden im ESVG wie alle übrigen beweglichen
     Ausrüstungen behandelt, die gebietsansässigen Einheiten gehören und/oder von ihnen betrieben werden bzw. die als Eigentum
     gebietsfremder von gebietsansässigen Einheiten betrieben werden. Die Transaktionen im Zusammenhang mit dem Eigentum
     (Bruttoanlageinvestitionen) und dem Betrieb dieser Ausrüstungen (Vermietung, Versicherung usw.) werden der Volkswirtschaft des
     Landes zugerechnet, in dem der Eigentümer bzw. der Unternehmer gebietsansässig ist. Im Falle des Finanzierungsleasing wird ein
     Eigentümerwechsel unterstellt.
     Die von Institutionen der Europäischen Union und von den internationalen Organisationen genutzten Gebiete bilden somit
     Wirtschaftsgebiete eigener Art, die dadurch gekennzeichnet sind, daß darin nur die betreffenden Institutionen bzw. Organisationen
     ansässig sind (vgl. 210 e).
     Der Verbrauch ist nicht die einzige Tätigkeit, die private Haushalte ausüben können. Sie können als Unternehmer allen Arten von
     wirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen.
                                                        - 35
 ---pagebreak---      c)     alle Einheiten hinsichtlich ihrer Tätigkeit als Eigentümer von Grundstücken und Ge-
            bäuden, mit Ausnahme der Eigentümer von exterritorialen Enklaven, die Teil des
            Wirtschaftsgebietes anderer Länder sind oder Wirtschaftsgebiete eigener Art bilden
            (vgl. 206).
2.09 Bei den Einheiten, deren Hauptfunktion darin besteht zu produzieren, zu finanzieren, zu
     versichern und umzuverteilen, werden für alle Transaktionen außer ihrer Tätigkeit als Ei-
     gentümer von Grundstücken und Gebäuden folgende zwei Fälle unterschieden:
     a)     ausschließlich im Wirtschaftsgebiet des betreffenden Landes ausgeübte Tätigkeit: Die
            Einheiten, die eine solche Tätigkeit ausüben, sind gebietsansässige Einheiten dieses
            Landes;
     b) über ein Jahr oder länger ausgeübte Tätigkeit im Wirtschaftsgebiet mehrerer Länder:
            Nur der Teil der Einheit, der einen Schwerpunkt seines wirtschaftlichen Interesses im
            Wirtschaftsgebiet des betreffenden Landes besitzt, wird als gebietsansässige Einheit
            betrachtet. Dabei kann es sich handeln
            - entweder um eine gebietsansässige institutionelle Einheit (vgl. 212), von der die
                 während eines Jahres oder länger ausgeübte Tätigkeit in der übrigen Welt abge-
                trennt worden ist4,
            - oder eine fiktive gebietsansässige Einheit (vgl. 215), der die während eines Jahres
                 oder länger im betreffenden Land ausgeübte Tätigkeit einer gebietsfremden Einheit
                 zugerechnet wird4.
2.10 Unter den Einheiten, deren Hauptfunktion darin besteht zu verbrauchen (außer ihrer Tätig-
     keit als Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden), werden als gebietsansässige Einhei-
     ten die privaten Haushalte angesehen, die einen Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Inter-
     esses im betreffenden Land besitzen, auch wenn sie sich für kürzere Zeit (weniger als ein
     Jahr) in die übrige Welt begeben. Damit sind insbesondere folgende Fälle einbegriffen:
     a)     Grenzgänger, d.h. Personen, die täglich die Landesgrenzen überschreiten, um ihre Ar-
            beitstätigkeit in einem Nachbarland auszuüben,
     b)     Saisonarbeiter, d. h. Personen, die aus dem Land ausreisen, um in einem anderen Land
            für einen Zeitraum von einigen Monaten, aber weniger als einem Jahr, eine Tätigkeit
            in bestimmten Wirtschaftszweigen auszuüben, in denen saisonbedingt ein Bedarf an
            zusätzlichen Arbeitskräften besteht,
     c)     Touristen, Kurgäste, Studenten5, Beamte auf Dienstreisen, Geschäftsreisende, Han-
            delsvertreter, Künstler, Mitglieder von Besatzungen, die sich in die übrige Welt bege-
            ben,
     d) örtliche Bedienstete von ausländischen staatlichen Stellen, die in exterritorialen Enkla-
            ven tätig sind,
     e)     Bedienstete von Institutionen der Europäischen Union und von militärischen oder
            nichtmilitärischen Organisationen, die ihren Sitz in exterritorialen Enklaven haben,
     Nur wenn diese Tätigkeit für einen kürzeren Zeitraum als ein Jahr ausgeübt wird, soll sie nicht von derjenigen der produzierenden
     institutionellen Einheit abgelöst werden. Das mag auch dann gelten, wenn eine derartige - während eines Jahres oder länger ausgeübte
     - Tätigkeit sehr unbedeutend ist, und auf jeden Fall, wenn Ausrüstungen im Ausland installiert werden. Bei einer in einem anderen
     Land gebietsansässigen Einheit, die in dem betreffenden Land für eine Dauer von weniger als einem Jahr eine Bautätigkeit ausübt,
     wird hingegen davon ausgegangen, daß sie einen Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Interesses im Wirtschaftsgebiet des betreffenden
     Landes besitzt, sofern der Output dieser Bautätigkeit als Bruttoanlageinvestition anzusehenist. Daher sollte solch eine Einheit als
     fiktive gebietsansässige Einheit betrachtet werden
     Studenten werden immer als Gebietsansässige behandelt, unabhängig davon, wie lange sie im Ausland studieren.
                                                          36-
 ---pagebreak---           f)    akkredierte zivile und militärische Bedienstete inländischer staatlicher Stellen
                (einschließlich der zugehörigen privaten Haushalte), die ihren Sitz in territorialen
                Exklaven haben.
2.11      In ihrer Eigenschaft als Eigentümer von Grundstücken und/oder Gebäuden, die Teil des
          Wirtschaftsgebietes sind, werden alle Einheiten als gebietsansässige Einheiten oder als fik-
          tive gebietsansässige Einheiten (vgl. 215) des Landes betrachtet, in dem diese Grundstücke
          und Gebäude - geographisch betrachtet - liegen.
Die institutionellen Einheiten
2.12      Definition: Die institutionelle Einheit ist ein grundlegendes                 wirtschaftliches
                        Entscheidungszentrum, das ein einheitliches Verhalten aufweist und Entschei-
                        dungsfreiheit in der Ausübung seiner Hauptfunktion besitzt. Eine gebietsan-
                        sässige Einheit wird als institutionell bezeichnet, wenn sie Entscheidungsfrei-
                       heit in bezug auf ihre Hauptfunktion besitzt und entweder über eine vollstän-
                       dige Rechnungsführung verfügt oder es sowohl aus wirtschaftlicher wie auch
                       aus juristischer Sicht möglich und sinnvoll wäre, eine vollständige Rechnungs-
                       führung zu erstellen, sofern dies erforderlich ist.
               Entscheidungsfreiheit in der Ausübung ihrer Hauptfünktion heißt, daß die Einheit
               * berechtigt ist, selbst Eigentümer von Gütern oder Aktiva zu sein; sie kann aus die-
                   sem Grund das Eigentum an Gütern oder Aktiva im Wege von Transaktionen mit
                   anderen institutionellen Einheiten austauschen;
               * wirtschaftliche Entscheidungen treffen kann und wirtschaftliche Tätigkeiten aus-
                   üben kann, für die sie selbst direkt verantwortlich und haftbar ist;
               * in ihrem eigenen Namen Verbindlichkeiten eingehen, andere Schuldtitel aufnehmen
                   oder weitergehende Verpflichtungen übernehmen sowie Verträge abschließen kann.
               Das Vorhandensein einer vollständigen Rechnungsführung bedeutet, daß die Einheit
              zugleich Rechnungsunterlagen, aus denen die Gesamtheit ihrer wirtschaftlichen und
              finanziellen Transaktionen für den Berichtszeitraum hervorgeht, und eine Bilanz
               ihrer Aktiva und Passiva besitzt.
2.13     In Anwendung dieser Regeln wird für Institutionen, die nicht eindeutig die beiden genann-
         ten Voraussetzungen einer institutionellen Einheit erfüllen, folgendes bestimmt:
         a)   Private Haushalte genießen Entscheidungsfreiheit in der Ausübung ihrer Hauptfünk-
              tion und sind daher institutionelle Einheiten, auch wenn sie keine vollständige Rech-
              nungsführung besitzen.
         b) Institutionen, die über keine vollständige Rechnungsführung verfügen oder für die es
              nicht möglich oder sinnvoll wäre, erforderlichenfalls eine vollständige Rechnungsfüh-
              rung zu erstellen, sind den Einheiten zuzuordnen, in deren Rechnung ihre Teilbuchfüh-
              rung enthalten ist.
         c)   Institutionen mit vollständiger Rechnungsführung, aber ohne Entscheidungsbefugnis
              für die Ausübung ihrer Hauptfunktion, sind in die Einheiten einzubeziehen, von denen
              sie beherrscht werden.
                                              - 37-
 ---pagebreak---      d) Institutionen, die der Definition der institutionellen Einheit entsprechen, werden auch
           dann als solche betrachtet, wenn sie ihre Rechnungsführung in keiner Form veröffent-
           lichen.
     e)    Zu einem Unternehmenskonzern6 gehörende Einheiten, die eine vollständige Rech-
           nungsführung besitzen, werden als institutionelle Einheiten betrachtet, selbst wenn sie
           einen Teil ihrer Entscheidungsbefugnis an die Dachgesellschaft (Holdinggesellschaft)
           abgetreten haben, welche die Gesamtleitung des Konzerns wahrnimmt. Die Holding-
           gesellschaft selbst gilt als selbständige institutionelle Einheit neben den von un-
           kontrollierten Einheiten, es sei denn, es gilt b).
     f)    Quasi-Kapitalgesellschaften verfügen über eine vollständige Rechnungsführung, haben
           jedoch keine eigene Rechtspersönlichkeit. Ihr wirtschaftliches und finanzielles Verhal-
           ten unterscheidet sich jedoch von dem ihrer Eigentümer und entspricht in etwa dem
           von Kapitalgesellschaften. Deshalb wird davon ausgegangen, daß sie Entscheidungs-
           freiheit besitzen, und sie werden somit als getrennte institutionelle Einheiten angese-
           hen.
2.14 Holdinggesellschaften sind institutionelle Einheiten, deren Hauptfünktion,darin besteht, ei-
     ne Gruppe von Tochterunternehmen zu kontrollieren und ihre Gesamtleitung wahrzuneh-
     men.
2.15 Unter fiktiven gebietsansässigen Einheiten sind zu verstehen:
     -     die Teile von gebietsfremden Einheiten, die einen Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen
           Interesses im Wirtschaftsgebiet des Landes haben (in den meisten Fällen sind das
           diejenigen gebietsfremden Einheiten, die während eines Zeitraums von mindestens ei-
           nem Jahr dort wirtschaftliche Transaktionen verrichten oder die für die Dauer von
           weniger als einem Jahr dort eine Bautätigkeit ausüben, wobei der Output als Bruttoan-
           lageinvestition anzusehen ist),
     -     gebietsfremde Einheiten als Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden, die im
           Wirtschaftsgebiet des betreffendes Landes gelegen sind, und zwar nur hinsichtlich der
           Transaktionen mit diesen Grundstücken und Gebäuden.
     Die fiktiven gebietsansässigen Einheiten werden wie institutionelle Einheiten behandelt,
     auch wenn sie nur eine Teilbuchführung besitzen und in der Regel keine Entscheidungs-
     freiheit genießen.
2.16 Abschließend sind also als institutionelle Einheiten anzusehen:
           Einheiten mit vollständiger Rechnungsführung und Entscheidungsbefugnis:
           a) private und öffentliche Kapitalgesellschaften
           b) Genossenschaften und Personengesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit,
           c) öffentliche Unternehmen mit besonderen Statut, das ihnen Rechtspersönlichkeit
               verleiht,
           d) Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit,
           e) öffentliche Körperschaften.
     Das Unternehmen stellt im ESVG-95 keine separate statistische Einheit dar. In Übereinstimmung mit dem SNA wird der Begriff
     "Unternehmen" für Einheiten verwendet, die eine Produktionstätigkeit ausüben.
                                                       38-
 ---pagebreak---               Einheiten mit vollständiger Rechnungsführung, denen eine Entscheidungsbefugnis
              zugeschrieben wird:
               f) Quasi-Kapitalgesellschaften (vgl. 213 f)
              Einheiten, die nicht unbedingt eine vollständige Rechnungsführung besitzen, denen
              jedoch vereinbarungsgemäß eine Entscheidungsbefugnis unterstellt wird:
              g) private Haushalte,
              h) fiktive gebietsansässige Einheiten (vgl. 215).
Die institutionellen Sektoren
2.17     In einer zusammenfassenden Darstellung ist es nicht möglich, die institutionellen Einheiten
         einzeln zu betrachten. Diese müssen daher zu Gesamtheiten zusammengefaßt werden, die
         institutionelle Sektoren oder kurz Sektoren genannt werden und in Teilsektoren unterglie-
         dert werden können.
                                            - 39
 ---pagebreak---               Im ESVG werden folgende Sektoren und Teilsektoren unterschieden:
Sektoren und Teilsektoren                                Öffentlich   Inländisch Unter usländischer
                                                                      privat     Kontrolle
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften S.ll              S.llOOl      S.11002    S.11003
Finanzielle Kapitalgesellschaften      S.12
Zentralbank                                      S.121
Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute           S. 122 S.12201       S.12202   S.12203
Sonstige finanzielle Mittler, außer Versicherungsunter-
nehmen und Pensionskassen S. 12 3                        S.12301      S.12302    S.12303
Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsge-
werbes                        S.124                      S.12401       S.12402   S.12403
Versicherungsunternehmen und Pensionskassen S. 125 S.12501            S.12502    S.12503
    Staat                               S.13
    Zentralstaat                                 S.1311
    Bundesländer                                 S. 1312
    Lokale Gebietskörperschaften                 S. 1313
    Sozialversicherung                           S.1314
    Private Haushalte                   S. 14
    Arbeitgeber (einschließlich
    für eigene Rechnung
    tätige Personen)                              S.141+S.142
    Arbeitnehmer                                  S.143
    Empfänger von Einkommen
    aus Vermögen                                  S.1441
    Empfänger von Renten                          S.1442
    Empfänger von sonstigen
    Übertragungseinkommen                        S.1443
    Sonstige                                      S.145
    Organisationen ohne
    Erwerbscharakter im
    Dienst von privaten
    Haushalten                          S.15
    Übrige Welt                         S.2
    Europäische Union                   S.21
    Mitgliedstaaten der EU                       S.211
    Institutionen der EU                         S.212
    Drittländer und internationale
    Organisationen                      S.22
                                                40-
 ---pagebreak--- 2.18 Die Sektoren und Teilsektoren fassen die institutionellen Einheiten zusammen, die ein
     gleichartiges wirtschaftliches Verhalten aufweisen.
     Die institutionellen Einheiten werden den Sektoren aufgrund ihrer Hauptfunktion zugeord-
     net, wobei diese als ausschlaggebend fur ihr wirtschaftliches Verhalten angesehen wird.
     Wenn die Hauptfunktion der Einheit nicht deutlich erkennbar ist, wird sie durch Bezug-
     nahme auf die Hauptmittel der Einheit bestimmt. Die Aufgliederung der Sektoren in
     Teilsektoren erfolgt für jeden Sektor nach eigenen Regeln, die das wirtschaftliche
     Verhalten der Einheiten im einzelnen besser zu kennzeichnen vermögen.
     Die Konten der Sektoren und Teilsektoren erfassen alle - hauptsächlich oder nebenbei aus-
     geübten - Tätigkeiten der dort eingeordneten institutionellen Einheiten.
     Jede institutionelle Einheit gehört nur einem Sektor oder Teilsektor an.
2.19 Besteht die Hauptfunktion der Einheit darin, Waren- und Dienstleistungen zu produzieren,
     so muß im Hinblick auf ihre sektorielle Zuordnung zunächst unterschieden werden, um
     welche Art von Output an Waren und Dienstleistungen es sich handelt:
     -       marktbestimmter Output (P. 11 ) (vgl. 317)
     -       Output für die eigene letzte Verwendung (P.12) (vgl. 322)
     -       sonstiger nichtmarktbestimmter Output (P. 13) (vgl. 325)
     Institutionelle Einheiten, bei deren Output es sich im wesentlichen um marktbestimmten
     Output7 handelt, werden den Sektoren Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S.ll), Fi-
     nanzielle Kapitalgesellschaften (S.12) oder Private Haushalte (S.14) zugeordnet.
     Für die eigene letzte Verwendung produzierter und für den eigenen letzten Verbrauch ein-
     behaltener Output kann nur von privaten Haushalten erzeugt werden (vgl. 323). Institutio-
     nelle Einheiten, bei deren Output es sich im wesentlichen um für die eigene letzte
     Verwendung produzierten und für den eigenen letzten Verbrauch zurückbehaltenen Out-
     put8 handelt, sind dem Sektor Private Haushalte (S.14) zuzuordnen.
     Institutionelle Einheiten, bei deren Output es sich im wesentlichen um sonstigen nicht-
     marktbestimmten Output9 handelt, werden den Sektoren Staat (S.13) oder Organisationen
     ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (S.15) zugeordnet.
     Marktbestimmter Output ist der Output von Produzenten, deren Verkäufe (ohne Gütersteuern) im allgemeinen den größten Teil ihrer
     Produktionskosten decken (vgl. 327).
     Wichtigste Beispiele für einen derartigen Output sind Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz, von Landwirten
     einbehaltene landwirtschaftliche Erzeugnisse oder durch bezahlte Hausangestellte erbrachte Dienstleistungen (vgl. 323).
     Sonstiger nichtmarktbestimmter Output ist Output, der anderen institutionellen Einheiten unentgeltlich bzw. zu wirtschaftlich nicht
     signifikanten Preisen zur Verfügung gestellt wird (vgl. 325)
                                                       - 41 -
 ---pagebreak--- 2.20     Die Hauptfunktion und die Art der Hauptmittel, die es ermöglichen, jeden Sektor zu kenn-
         zeichnen, sind in der nachstehenden Übersicht aufgeführt:
 Sektor                        Ausschlaggebende Faktoren    für das wirtschaftliche Ver-
                               halten:
                                Hauptfunktion                  Hauptmittel
 Nichtfinanzielle Kapital-      Produktion von marktbe-       Einnahmen aus dem
 gesellschaften                 stimmten Waren und            Verkauf von marktbe-
 (vgl. 221)           (S.ll)   nichtfinanziellen Dienstlei-   stimmtem Output
                               stungen
 Finanzielle Kapitalgesell-    Finanzielle Mittlertätigkeit   Aufgenommene fman-
 schaften             (S.12)   einschließlich Versiehe-       ziehe Mittel; Zinsen,
 (vgl. 232)                    rungswesen                     Provisionen; Gebühren;
                               Tätigkeiten des Kredit- und    vertragsbestimmte Prämi-
                               Versicherungshilfsgewerbe      en
                               s
 Staat                (S.13)   Produktion und Angebot         Unmittelbar oder mittelbar
 (vgl. 268)                    von nichtmarktbestimmtem       empfangene Zwangsabga-
                               Output für den Kollektiv-      ben von anderen Sektoren
                               und den Individualver-         angehörenden Einheiten
                               brauch sowie Durchführung
                               von Umverteilungstransak-
                               tionen des Volkseinkom-
                               mens und
                               -Vermögens
 Private Haushalte    (S.14)                                  Einkommen aus unselb-
                                                              ständiger Arbeit, Ein-
   - in ihrer Eigenschaft      Verbrauch                      kommen aus Vermögen,
   als Verbraucher                                            Übertragungen von
                                                              anderen Sektoren
                                                              Einnahmen aus dem
                                                              Verkauf des marktbe-
   - in ihrer Eigenschaft      Produktion von marktbe-        stimmten Output
   als Unternehmer             stimmtem Output; Produk-       Unterstellte Einnahmen
 (vgl. 275)                    tion von Waren und nichtfi-    für Güter des eigenen letz-
                               nanziellen Dienstleistungen    ten Verbrauchs
                               für den eigenen letzten Ver-
                               brauch
 Organisationen ohne           Produktion und Angebot         Freiwillige Beiträge von
 Erwerbscharakter im           von nichtmarktbestimmtem       privaten Haushalten in ih-
 Dienst von privaten           Output für den Kollektiv-      rer Eigenschaft als
 Haushalten                    und den Individualver-         Verbraucher; Einkommen
 (vgl. 287)           (S.15)   brauch                         aus Vermögen
                                             42-
 ---pagebreak---         Die übrige Welt (S.2) ist eine Zusammenfassung institutioneller Einheiten (vgl. 289), die
        nicht durch eine bestimmte Hauptfunktion und durch bestimmte Hauptmittel gekennzeich-
        net ist. Dieser Sektor faßt die gebietsfremden institutionellen Einheiten zusammen,
        insofern sie Transaktionen mit gebietsansässigen Einheiten durchführen.
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S.ll)
2.21    Definition: Der Sektor nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S.ll) umfaßt institutionelle
                          Einheiten, deren Verteilungs- und finanzielle Transaktionen von denen ihrer
                          Eigentümer getrennt sind und deren Hauptfunktion in der Produktion von
                          marktbestimmten Waren und nichtfinanziellen Dienstleistungen besteht. Beim
                          Output dieser Einheiten handelt es sich im wesentlichen um marktbestimmten
                          Output (vgl. 219)10.
2.22    Zum Sektor nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften zählen ebenfalls nichtfinanzielle Quasi-
        Kapitalgesellschaften.
2.23    Unter der Bezeichnung "nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften" versteht man alle Einheiten
        mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Hauptfunktion in der Produktion von Waren und
        nichtfinanziellen Dienstleistungen zum Verkauf auf dem Markt besteht.
        Hierzu zählen folgende institutionelle Einheiten:
        a)     private und öffentliche Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion darin besteht,
               marktbestimmte Waren und nichtfinanzielle Dienstleistungen zu produzieren,
        b) Genossenschaften und Personengesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren
               Hauptfunktion darin besteht, marktbestimmte Waren und nichtfinanzielle Dienstlei-
               stungen zu produzieren,
        c)     öffentliche Unternehmen mit besonderem Statut, das ihnen Rechtspersönlichkeit ver-
               leiht, und deren Hauptfunktion darin besteht, marktbestimmte Waren und nichtfinan-
               zielle Dienstleistungen zu produzieren,
        d) Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst
               von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion darin besteht, markt-
               bestimmte Waren und nichtfinanzielle Dienstleistungen zu produzieren11,
        e)     Holdinggesellschaften, die einen Unternehmenskonzern kontrollieren (vgl. 226), so-
               fern die überwiegende Tätigkeit des Konzerns insgesamt - gemessen an der Wert-
                schöpfung - in der Produktion von marktbestimmten Waren und nichtfinanziellen
               Dienstleistungen besteht,
         f)    private und öffentliche Quasi-Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion darin be-
                steht, marktbestimmte Waren und nichtfinanzielle Dienstleistungen zu produzieren.
2.24     Als nichtfinanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften gelten alle Einheiten ohne eigene Rechts-
         persönlichkeit, deren Hauptfunktion in der Produktion von marktbestimmten Waren und
         nichtfinanziellen Dienstleistungen besteht und die die Bedingungen für die Einstufung als
         Quasi-Kapitalgesellschaften (vgl. 213 f) erfüllen.
         Marktordnungsstellen, deren Tätigkeit ausschließlich oder hauptsächlich der Ankauf, die Lagerung und der Verkauf
         landwirtschaftlicher Erzeugnisse und von Nahrungsmitteln ist, sind vereinbarungsgemäß im Sektor S.l 1 zu erfassen (vgl. 269, Fußnote
 n        »>.
 1
         Einschließlich der Organisationen, die aus freiwilligen Beiträgen mit abgabeähnlichem Charakter finanziert werden, welche von
         Unternehmen an Einheiten zu zahlen sind, deren Hauptfunktion darin besteht, als Gegenleistung dafür Dienstleistungen
         bereitzustellen. Diese Beitrage werden Käufen von marktbestimmten Dienstleistungen gleichgestellt.
 ---pagebreak---      Quasi-Kapitalgesellschaften müssen über eine vollständige Rechnungsführung verfügen
     und werden geführt wie Kapitalgesellschaften. Das De-facto-Verhältnis zu ihrem
     Eigentümer entspricht dem Verhältnis zwischen einer Kapitalgesellschaft und ihren Gesell-
     schaftern.
     Daher werden nichtfinanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften, die im Eigentum von privaten
     Haushalten, staatlichen Einheiten oder Organisationen ohne Erwerbscharakter stehen, mit
     den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Sektor nichtfinanzielle Kapitalgesellschaf-
     ten zusammengefaßt.
     Das      Vorhandensein       einer     vollständigen     Rechnungsführung        einschließlich
     Vermögensbilanzen ist keine hinreichende Bedingung für die Einstufung von Unternehmen
     als Quasi-Kapitalgesellschaften. Daher sind Personengesellschaften und öffentliche Unter-
     nehmen mit Ausnahme der unter 223 a), b) c) und f) genannten sowie Einzelunternehmen,
     auch wenn sie über eine vollständige Rechnungsführung verfügen, in der Regel keine ge-
     trennten institutionellen Einheiten, weil sie keine Entscheidungsfreiheit genießen. Ihre Ge-
     schäftsführung bleibt von den privaten Haushalten, Organisationen ohne Erwerbscharakter
     oder öffentlichen Körperschaftenstellen abhängig, in deren Eigentum sie stehen.
2.25 Zu den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zählen ebenfalls alle fiktiven
     gebietsansässigen Einheiten (vgl. 215), die vereinbarungsgemäß wie Quasi-Kapitalgesell-
     schaften behandelt werden.
2.26 Kontrolle über eine Kapitalgesellschaft ist definiert als die Möglichkeit, die allgemeine Un-
     ternehmenspolitik festzulegen, indem - falls erforderlich - geeignete Personen in die Unter-
     nehmensleitung berufen werden.
     Eine einzelne institutionelle Einheit, eine andere Kapitalgesellschaft, ein privater Haushalt
     oder eine staatliche Einheit kontrolliert eine Kapitalgesellschaft, wenn sie über mehr als die
     Hälfte der stimmberechtigten Gesellschaftsanteile verfügt oder auf anderem Wege mehr als
     die Hälfte der Stimmrechte der Anteilseigner kontrolliert. Darüber hinaus kann die
     Kontrolle einer Kapitalgesellschaft durch den Staat aufgrund eines besonderen Gesetzes,
     Erlasses oder einer besonderen Verordnung erfolgen, die den Staat ermächtigt, die Unter-
     nehmenspolitik festzulegen oder die Unternehmensleitung einzusetzen.
     Um mehr als die Hälfte der Stimmrechte der Anteilseigner kontrollieren zu können, muß
     eine institutionelle Einheit nicht selbst Eigentümer von stimmberechtigten Gesellschaftsan-
     teilen sein. So könnte eine Kapitalgesellschaft C auch Tochterunternehmen einer anderen
     Kapitalgesellschaft B sein, bei der eine dritte Kapitalgesellschaft A über die Mehrheit an
     stimmberechtigten Gesellschaftsanteilen verfügt.
     Die Kapitalgesellschaft C gilt als Tochterunternehmen der Kapitalgesellschaft B, wenn die
     Kapitalgesellschaft B mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Anteile an der Kapitalge-
     sellschaft C kontrolliert oder wenn die Kapitalgesellschaft B Anteilseigner von C ist und
     das Recht hat, die Mehrheit der Mitglieder der Unternehmensleitung von C einzusetzen
     oder zu entlassen.
2.27 Der Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften ist in drei Teilsektoren untergliedert:
     -    Öffentliche nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S. 11001 )
     -    Inländische private nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S. 11002)
                                           44-
 ---pagebreak---          -      Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kontrolle (S.ll003)
 Der Teilsektor Öffentliche nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S.11001)
 2.28    Definition: Der Teilsektor Öffentliche nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften umfaßt alle
                           nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften, die
                           von staatlichen Einheiten kontrolliert werden (vgl. 226).
 2.29    Öffentliche Quasi-Kapitalgesellschaften sind Quasi-Kapitalgesellschaften, deren direkte
         Eigentümer staatliche Einheiten sind.
 Der Teilsektor Inländische private nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (S.11002)
 2.30    Definition: Der Teilsektor inländische private nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften um-
                           faßt alle nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaf-
                           ten, die nicht vom Staat oder von gebietsfremden institutionellen Einheiten
                           kontrolliert werden. Zu diesem Teilsektor zählen alle Organisationen ohne Er-
                           werbscharakter, die dem Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften angehö-
                          ren (vgl. 223 d).
         Dieser Teilsektor umfaßt Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften, die Ge-
         genstand einer ausländischen Direktinvestition sind (vgl. 465) und die nicht zum Teilsektor
         Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kontrolle (S.l 1003) gehören.
Der Teilsektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kontrolle (S.l 1003)
2.31     Definition: Der Teilsektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kon-
                          trolle umfaßt alle nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalge-
                          sellschaften, die von gebietsfremden institutionellen Einheiten kontrolliert
                          werden (vgl. 226).
         Zu diesem Teilsektor gehören:
        -      alle Tochterunternehmen von gebietsfremden Kapitalgesellschaften,
        -      alle von einer gebietsfremden institutionellen Einheit, die selbst keine
               Kapitalgesellschaft ist, kontrollierten Kapitalgesellschaften, beispielsweise eine von
               einem ausländischen Staat kontrollierte Kapitalgesellschaft. Dazu zählen Kapitalge-
               sellschaften unter der Kontrolle einer Gruppe von gebietsfremden Einheiten, die
               gemeinsam handeln,
        -      alle       Zweigniederlassungen                  oder        sonstigen          Vertretungen            ohne         eigene
               Rechtspersönlichkeit von gebietsfremden Kapitalgesellschaften oder Unternehmen oh-
               ne eigene Rechtspersönlichkeit, die fiktive gebietsansässige Einheiten sind und als
               nichtfinanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften zu behandeln sind (vgl. 225).
Finanzielle Kapitalgesellschaften (S.12)
2.32    Definition: Der Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (S.12) umfaßt alle Kapitalgesell-
                         schaften und Quasi-Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion in der finan-
                         ziellen Mittlertätigkeit besteht (finanzielle Mittler) und/oder die hauptsächlich
                          im Kredit- und Versicherungshilfsgewerbe tätig sind (Unternehmen des Kredit-
                         und Versicherungshilfsgewerbes)12.
12      Vereinbarungsgemäß umfaßt der Sektor S. 12 Holdinggesellschaften, die eine Gruppe von Tochterunternehmen, die vorwiegend
        finanzielle Minlertatigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, kontrollieren und ihre
 ---pagebreak---      Finanzielle Mittlertätigkeit ist die Tätigkeit einer institutionellen Einheit, die darin besteht,
     für eigene Rechnung (vgl. 233) finanzielle Aktiva zu erwerben und gleichzeitig im Wege
     finanzieller Transaktionen auf dem Markt (vgl. 237, 238) Verbindlichkeiten (Passiva)
     einzugehen (vgl. 234). Die Aktiva und Passiva der finanziellen Mittler weisen unterschied-
     liche Merkmale auf. Die Mittel werden im Verlauf der finanziellen Mittlertätigkeit umge-
     wandelt und umgeschichtet, insbesondere was die Laufzeit, die Staffelung, das Risiko und
     dergleichen anbetrifft.
     Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes sind solche Tätigkeiten, die in en-
     gem Zusammenhang mit der finanziellen Mittlertätigkeit stehen, selbst jedoch keine fi-
     nanzielle Mittlertätigkeit sind (vgl. 239).
2.33 Im Wege der finanziellen Mittlertätigkeit werden finanzielle Mittel zwischen Dritten, die
     über einen Überschuß an Mitteln verfugen, und Dritten, die eine Finanzierungslücke zu
     verzeichnen haben, kanalisiert. Ein finanzieller Mittler fungiert nicht nur als Beauftragter
     der letztgenannten institutionellen Einheiten, sondern übernimmt durch den Erwerb finan-
     zieller Aktiva und das Eingehen von Verbindlichkeiten für eigene Rechnung selbst
     Risiken.
2.34 Gegenstand der finanziellen Mittlertätigkeit können alle Kategorien von Passiva sein, mit
     Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (AF.7).
     Bei den finanziellen Aktiva, die Gegenstand der finanziellen Mittlertätigkeit sind, kann es
     sich um finanzielle Aktiva aller Kategorien handeln, mit Ausnahme der Kategorie
     Versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6), jedoch einschließlich der Kategorie Son-
     stige Forderungen (Factoring). Darüber hinaus können finanzielle Mittler ihre Mittel in
     nichtfinanzielle Aktiva einschließlich Immobilien anlegen. Um jedoch als finanzieller
     Mittler eingestuft zu werden, sollte eine Kapitalgesellschaft zusätzlich auf dem Markt
     Verbindlichkeiten eingehen und Mittel umwandeln. Aus diesem Grunde werden Immobili-
     engesellschaften (NACE-Abteilung 70) nicht als finanzielle Mittler angesehen.
2.35 Die Haupttätigkeit von Versicherungsunternehmen und Pensionskassen besteht in der Zu-
     sammenfassung von Versicherungsrisiken. Die wichtigsten Passiva dieser institutionellen
     Einheiten sind die versicherungstechnischen Rückstellungen (AF.6). Die Gegenposten die-
     ser Rückstellungen bilden Investitionen der Versicherungsunternehmen und Pensionskas-
     sen, die damit als finanzielle Mittler fungieren.
2.36 Investmentfonds gehen hauptsächlich Verbindlichkeiten ein, indem sie Anteile (AF.52)
     ausgeben. Sie wandeln diese Mittel um, indem sie finanzielle Aktiva und/oder Immobilien
     erwerben. Aus diesem Grunde werden Investmentfonds als finanzielle Mittler angesehen.
     Wie bei anderen Kapitalgesellschaften kommt jede Veränderung des Wertes ihrer Aktiva
     und Passiva mit Ausnahme ihrer eigenen Anteile in Eigenmitteln der Investmentfonds zum
     Ausdruck (vgl. 705). Da der Betrag der Eigenmittel eines Investmentfonds normalerweise
     dem Wert der Anteile an diesem Fonds entspricht, spiegelt sich jede Veränderung des Wer-
     tes der Aktiva und Passiva des Fonds im Marktpreis der Fondsanteile wider.
     Investmentfonds, die ausschließlich in Immobilien investieren, werden ebenfalls als finan-
     zielle Mittler angesehen.
     Gesamtleitung wahrnehmen (vgl. 243), sowie Organisationen ohne Etwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst von
      finanziellen Kapitalgesellschaften (vgl. 244)
                                                     46
 ---pagebreak--- 2.37  Als finanzielle Mittlertätigkeit gelten im allgemeinen nur finanzielle Transaktionen auf
      dem Markt. Mit anderen Worten, beim Erwerb von Aktiva und beim Eingehen von
      Verbindlichkeiten sollte es sich um Transaktionen mit der Allgemeinheit oder mit
      speziellen oder relativ großen Gruppen davon handeln. Beschränkt sich die Tätigkeit auf
      kleine Gruppen von Einzelpersonen oder Familien, liegt in der Regel keine finanzielle
      Mittlertätigkeit vor. Nicht zur finanziellen Mittlertätigkeit zählt insbesondere die Tätigkeit
      einer institutionellen Einheit, die für einen Unternehmenskonzern die Aufgaben einer Fi-
     nanzabteilung wahrnimmt. Die Sektorzuordnung dieser institutionellen Einheiten erfolgt
      anhand der Hauptfunktion des Unternehmenskonzerns im Wirtschaftsgebiet. Unterliegt die
      institutionelle Einheit, die die Aufgaben der Finanzabteilung wahrnimmt, jedoch der Fi-
     nanzaufsicht, so wird sie vereinbarungsgemäß dem Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaf-
     ten zugerechnet.
2.38 Es gibt jedoch möglicherweise Ausnahmen von der Regel, daß als finanzielle Mittlertätig-
     keit lediglich finanzielle Transaktionen auf dem Markt gelten, beispielsweise kommunale
     Kreditinstitute, die weitgehend von den betreffenden kommunalen Körperschaften
     abhängen, oder Finanzierungsleasing-Kapitalgesellschaften, die, was den Erwerb oder die
     Anlage von Mitteln anbetrifft, von einem Mutterkonzern abhängen. Um als finanzielle
     Mittler eingestuft zu werden, sollte das Kredit- und Spareinlagengeschäft dieser Institute
     jedoch unabhängig von der betreffenden kommunalen Körperschaft bzw. dem Mutterkon-
     zern getätigt werden.
2.39 Zum Kredit- und Versicherungshilfsgewerbe zählen Hilfstätigkeiten, die zur Durclrfuhrung
     von Transaktionen mit finanziellen Aktiva und mit Passiva oder zur Umwandlung bzw.
     Umschichtung von Mitteln ausgeübt werden. Unternehmen des Kredit- und Versiche-
     rungshilfsgewerbes übernehmen selbst keine Risiken durch den Erwerb finanzieller Aktiva
     oder das Eingehen von Verbindlichkeiten. Sie erleichtern lediglich die finanzielle
     Mittlertätigkeit.
2.40 Im Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (S.12) sind folgende institutionelle Einheiten
     zu erfassen:
     a)    private oder öffentliche Kapitalgesellschaften, die hauptsächlich finanzielle Mittlertä-
           tigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben,
     b)    Genossenschaften und Personengesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, die
           hauptsächlich finanzielle Mittlertätigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und
           Versicherungshilfsgewerbes ausüben,
     c)    öffentliche Unternehmen mit besonderem Statut, das ihnen Rechtspersönlichkeit ver-
           leiht, die hauptsächlich finanzielle Mittlertätigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit-
           und Versicherungshilfsgewerbes ausüben,
     d) Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit, die haupt-
           sächlich finanzielle Mittlertätigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versiche-
           rungshilfsgewerbes ausüben oder die im Dienst von finanziellen Kapitalgesellschaften
           stehen,
     e)    Holdinggesellschaften (vgl. 214), wenn die Gruppe von im Wirtschaftsgebiet ansässi-
           gen Tochterunternehmen als ganzes hauptsächlich finanzielle Mittlertätigkeiten
           und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausübt,
                                            47
 ---pagebreak---      f)   Investmentfonds ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die Wertpapierbestände umfassen,
          welche den Anteilseignern gemeinsam gehören, und die in der Regel von anderen
          finanziellen Kapitalgesellschaften verwaltet werden. Diese Fonds werden vereinba-
          rungsgemäß als von den für ihre Verwaltung zuständigen finanziellen Kapitalgesell-
          schaften getrennte institutionelle Einheiten angesehen,
     g) finanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften:
          - Bei Einheiten ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die hauptsächlich finanzielle
             Mittlertätigkeiten ausüben und der Regulierung und Aufsicht unterstehen (in mei-
             sten Fällen werden diese Einheiten dem Teilsektor Sonstige geldschöpfende
             Finanzinstitute oder dem Teilsektor Versicherungsunternehmen und Pensionskas-
             sen zugerechnet), wird unterstellt, daß sie Entscheidungsfreiheit genießen und über
             eine von ihren Eigentümern unabhängige, autonome Unternehmensleitung verfü-
             gen. Das wirtschaftliche und finanzielle Verhalten dieser einheilen ähnelt demjeni-
             gen von finanziellen Kapitalgesellschaften. Deshalb werden sie als separate institu-
             tionelle Einheiten behandelt. Ein Beispiel sind die Zweigniederlassungen gebiets-
             fremder finanzieller Kapitalgesellschaften.
          - Sonstige Einheiten ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die hauptsächlich finanzielle
             Mittlertätigkeiten ausüben, jedoch keiner Regulierung oder Aufsicht unterstehen,
             werden nur dann als finanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften betrachtet, wenn sie
             die Voraussetzungen für die Einstufung als Quasi-Kapitalgesellschaften (vgl. 213 f)
             erfüllen;
          - Einheiten ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die hauptsächlich finanzielle Mittler-
             tätigkeiten ausüben, werden nur dann als finanzielle Quasi-Kapitalgesellschaften
             betrachtet, wenn sie die Voraussetzungen für die Einstufung als Quasi-Kapitalge-
             sellschaften (vgl. 213 f) erfüllen.
2.41 Der Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften gliedert sich in fünf Teilsektoren:
     -    Zentralbank (S.l21),
     -    Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute (S.122),
     -    Sonstige finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
          (S.123),
     -    Unternehmendes Kredit-und Versicherungshilfsgewerbes (S.l 24),
     -    Versicherungsunternehmen und Pensionskassen (S.l25).
     Der Teilsektor Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute entspricht dem in den Abschnitten
     4.88-4.94 des SNA 1993 definierten Teilsektor "Other depository corporations". Während
     mit der Definition des Teilsektors Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute (vgl. 248) die-
     jenigen finanziellen Mittler erfaßt werden sollen, über die die Wirkung der Geldpolitik der
     Zentralbank auf die übrigen Wirtschaftsteilnehmer weitergegeben wird, wird in der
     Definition des Teilsektors"4" Other depository corporations" im SNA 1993 aufweitgefaßte
     Geldmengenaggregate Bezug genommen. Zusammengenommen entsprechen die
     Teilsektoren S.121 und S.122 den vom EWI für statistische Zwecke definierten geldschöp-
      fenden Finanzinstituten (vgl. 249).
                                         - 48-
 ---pagebreak--- 2.42    Mit Ausnahme des Teilsektors S.121 lassen sich alle Teilsektoren folgendermaßen tiefer
        untergliedern:
        -     öffentliche finanzielle Kapitalgesellschaften,
        -      inländische private finanzielle Kapitalgesellschaften,
        -     finanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kontrolle.
        Dabei gelten die gleichen Kriterien wie für die Untergliederung                                                des Sektors
        Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (vgl. 226-231).
2.43    Holdinggesellschaften, die eine Gruppe von Tochterunternehmen, die vorwiegend finan-
        zielle Mittlertätigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes
        ausüben, kontrollieren und ihre Gesamtleitung wahrnehmen, sind dem Teilsektor Sonstige
        finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen und Pensionskassen (S.123)
        zuzuordnen.13 Holdinggesellschaften, die selbst finanzielle Kapitalgesellschaften sind, sind
        dagegen unter Berücksichtigung ihrer hauptsächlichen finanziellen Tätigkeit den
        entsprechenden Teilsektoren zuzuordnen.
2.44    Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst von fi-
        nanziellen Kapitalgesellschaften, die selbst weder finanzielle Mittlertätigkeiten noch Tä-
        tigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, sind im Teilsektor
        Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes (S.l24) zu erfassen.
Der Teilsektor Zentralbank (S.121)
2.45    Definition: Der Teilsektor Zentralbank umfaßt alle finanziellen Kapitalgesellschaften und
                         Quasi-Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion darin besteht, Zahlungsmit-
                         tel auszugeben, den inneren und den äußeren Wert der Landeswährung auf-
                         rechtzuerhalten und die internationalen Währungsreserven des Landes zu hal-
                         ten.
2.46    Im Teilsektor S.121 sind folgende finanzielle Mittler zu erfassen:
        a)    die Zentralbank des Landes, auch für den Fall, daß sie Teil eines Europäischen Sy-
              stems der Zentralbanken ist,
        b) zentrale, im wesentlichen vom Staat geschaffene geldschöpfende Institutionen, (z. B.
              Devisenverrechnungsstellen oder Stellen, die Zahlungsmittel ausgeben), die über eine
              vollständige Rechnungsführung verfügen und gegenüber dem Zentralstaat Entschei-
              dungsfreiheit besitzen. Diese Tätigkeiten werden überwiegend entweder vom Zentral-
              staat oder von der Zentralbank ausgeübt. In diesen Fällen handelt es sich nicht um ge-
              trennte institutionelle Einheiten.
2.47    Nicht in diesem Teilsektor zu erfassen sind andere Institutionen und Stellen als die Zen-
        tralbank, die für die Regulierung und Beaufsichtigung finanzieller Kapitalgesellschaften
        oder der Finanzmärkte zuständig sind. Sie werden im Teilsektor S.l24, Unternehmen des
        Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes, erfaßt (vgl. 258 g).14
1o
        Die Zuordnung von Holdinggesellschaften, die dem Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften angehören, weicht von Abschnitt 4.100
        des SNA 1993 ab, um die Übereinstimmung mit den vom EWI für statistische Zwecke definierten geldschöpfenden Finanzinstituten
        und den amtlichen Statistiken über Versicherungsuntemchmen zu gewährleisten
        Hier wird von Abschnitt 4.86 und 4 101 des SNA 1993 abgewichen, um die Übereinstimmung mit den vom I:WI für statistische
        Zwecke definierten geldschöpfenden Finanzinstituten zu gewährleisten
                                                        - 49
 ---pagebreak--- Der Teilsektor Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute (S.122)
2.48    Definition: Der Teilsektor Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute (S.122) umfaßt alle
                      nicht zum Teilsektor Zentralbank zählenden finanziellen Kapitalgesellschaften
                      und Quasi-Kapitalgesellschaften, die hauptsächlich finanzielle Mittlertätigkei-
                      ten ausüben und deren Geschäftstätigkeit darin besteht, Einlagen und/oder
                      Substitute für Einlagen von anderen institutionellen Einheiten als geldschöp-
                      fenden Finanzinstituten entgegenzunehmen und für eigene Rechnung Kredite
                      zu gewähren und/oder Wertpapieranlagen zu tätigen.
2.49    Zu den geldschöpfenden Finanzinstituten zählen der Teilsektor Zentralbank (S.121) und
        der Teilsektor Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute (S.122). Sie entsprechen den vom
        EWI für statistische Zwecke definierten geldschöpfenden Finanzinstituten (vgl. 241).
2.50    Geldschöpfende Finanzinstitute sind nicht mit "Banken" gleichzusetzen, da sie möglicher-
        weise finanzielle Kapitalgesellschaften umfassen, die sich selbst nicht als Banken
        bezeichnen, oder solche, die in einigen Ländern die Bezeichnung "Bank" nicht führen
        dürfen, während andere finanzielle Kapitalgesellschaften, die sich selbst als Banken be-
        zeichnen, möglicherweise überhaupt keine geldschöpfenden Finanzinstitute sind. Im Teil-
        sektor S.122 sind im großen und ganzen die folgenden finanziellen Mittler zu erfassen:
        a)   Geschäftsbanken, Universalbanken;
        b)   Sparkassen (einschließlich Trustee Savings Banks und Savings and Loan Associati-
             ons);
        c)   Postscheckämter, Postbanken, Girobanken;
        d) Agrarkreditinstitute, Landwirtschaftsbanken;
        e)   Genossenschaftsbanken, Kreditgenossenschaften;
        f)   Spezialbanken (z. B. Merchant Banks, Emissionshäuser, Privatbanken);
2.51    Die folgenden finanziellen Mittler können ebenfalls dem Teilsektor S.122 zugeordnet wer-
        den, wenn ihre Tätigkeit darin besteht, von der Allgemeinheit rückzahlbare Mittel in Form
        von Einlagen oder anderen Anlageinstrumenten wie Daueranleihen oder sonstigen ver-
        gleichbaren Wertpapieren entgegenzunehmen. Andernfalls sollten sie im Teilsektor S.123
        erfaßt werden:
        a)   Kapitalgesellschaften, die Hypothekarkredite gewähren (einschließlich Bausparkassen,
             Hypothekenbanken und Realkreditinstitute);
        b) Investmentfonds, Investmentgesellschaften und sonstige gemeinschaftliche Kapitalan-
             lagesysteme;
        c)   kommunale Kreditinstitute.
2.52    Nicht zum Teilsektor S.122 gehören:
        -    Holdinggesellschaften, die einen Unternehmenskonzern, der sich überwiegend aus
             sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten zusammensetzt, kontrollieren und seine
             Gesamtleitung wahrnehmen, selbst jedoch keine sonstigen geldschöpfenden Finanzin-
             stitute sind. Sie sind dem Teilsektor S.123 zuzurechnen (vgl. 243);
                                           - 50
 ---pagebreak---         -    Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst
             von sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten, die selbst keine finanzielle Mittlertä-
             tigkeit ausüben. Sie sind dem Teilsektor S.124 zuzurechnen (vgl. 244).
Der Teilsektor Sonstige          finanzielle  Mittler   außer    Versicherungsunternehmen      und
Pensionskassen (S.123)
2.53    Definition: Der Teilsektor Sonstige finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen
                     und Pensionskassen (S.123) umfaßt alle finanziellen Kapitalgesellschaften und
                     Quasi-Kapitalgesellschaften, deren Hauptfunktion darin besteht, finanzielle
                     Mittlertätigkeiten auszuüben, und die zu diesem Zweck Verbindlichkeiten ein-
                     gehen, die nicht die Form von Zahlungsmitteln, Einlagen und/oder Substituten
                     für Einlagen, die von anderen institutionellen Einheiten als geldschöpfenden
                     finanziellen Kapitalgesellschaften entgegengenommen werden, oder von versi-
                     cherungstechnischen Rückstellungen haben.
2.54    Zum Teilsektor S.123 zählen verschiedene Arten von finanziellen Mittlern, insbesondere
        diejenigen, die überwiegend im Bereich der langfristigen Finanzierung tätig sind. In den
        meisten Fällen unterscheidet sich dieser Teilsektor aufgrund der vorwiegend langen Fri-
        stigkeit vom Teilsektor Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute. Die Abgrenzung
        gegenüber dem Teilsektor Versicherungsunternehmen und Pensionskassen erfolgt durch
        den Ausschluß von Passiva in Form von versicherungstechnischen Rückstellungen.
2.55    Sofern es sich nicht um geldschöpfende Finanzinstitute handelt, sind insbesondere die fol-
        genden finanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften in Teilsektor
        S.123 zu erfassen:
        a)      Finanzierungsleasing-Kapitalgesellschaften,
        b)     Teilzahlungskauf-Kapitalgesellschaften und Kapitalgesellschaften, die Konsumen-
        tenkredite oder Handelskredite gewähren,
        c)    Factoring-Kapitalgesellschaften,
        d) Wertpapierhändler und Händler, die (für eigene Rechnung) mit derivativen Finanzin-
             strumenten handeln,
        e)   spezielle finanzielle Kapitalgesellschaften wie Wagniskapital- Beteiligungsgesell-
             schaften und im Bereich Entwicklungsfinanzierung und Export-/Importfinanzierung
             tätige Unternehmen,
        f)   finanzielle Mantel-Kapitalgesellschaften, die eigens gegründet wurden, um verbriefte
             Vermögenswerte zu halten,
        g) finanzielle Mittler, die ausschließlich von geldschöpfenden Finanzinstituten Einlagen
             und/oder Substitute für Einlagen entgegennehmen;
        h) Holdinggesellschaften, die eine Gruppe von Tochterunternehmen, die vorwiegend fi-
             nanzielle Mittlertätigkeiten und/oder Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfs-
             gewerbes ausüben, kontrollieren und ihre Gesamtleitung wahrnehmen, selbst jedoch
             keine finanziellen Kapitalgesellschaften sind (vgl. 243).
                                             51
 ---pagebreak--- 2.56    Nicht zum Teilsektor S.123 zählen die Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener
        Rechtspersönlichkeit im Dienst von sonstigen finanziellen Mittlern außer
        Versicherungsunternehmen und Pensionskassen, die selbst keine finanzielle Mittlertätig-
        keit ausüben. Sie sind dem Teilsektor S.l24 zuzurechnen (vgl. 244).
Der Teilsektor Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes (S.124)
2.57    Definition: Der Teilsektor Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes
                     (S.124) umfaßt alle finanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesell-
                     schaften, die in ihrer Hauptfunktion Tätigkeiten des Kredit- und Versiche-
                     rungshilfsgewerbes ausüben, d. h. Tätigkeiten, die in engem Zusammenhang
                     mit der finanziellen Mittlertätigkeit stehen, selbst jedoch keine finanzielle
                     Mittlertätigkeit darstellen (vgl. 239).
2.58  Zum Teilsektor S.124 zählen insbesondere die folgenden finanziellen Kapitalgesellschaften
      und Quasi-Kapitalgesellschaften:
        a)   Versicherungsmakler, im Bereich Bergung und Havarieregulierung tätige Unterneh-
             men, Versicherungs- und Rentenberater usw.,
        b)   Finanzmakler, Effektenmakler, Anlageberater usw.,
        c)   Kapitalgesellschaften,     die     die   Emission   von    Wertpapieren    übernehmen
             (Emissionshäuser),
        d) Kapitalgesellschaften, die in ihrer Hauptfunktion Bürgschaften durch Indossierung von
             Wechseln und ähnlichen Finanzinstrumenten gewähren,
        e)   Kapitalgesellschaften, die derivative Finanzinstrumente und Sicherungsinstrumente
             wie Swaps, Optionen und Terminkontrakte vermitteln (sie jedoch nicht emittieren),
        f)   Kapitalgesellschaften, die Infrastrukturen für Finanzmärkte bereitstellen,
        g) zentrale Aufsichtsbehörden für finanzielle Mittler und Finanzmärkte, sofern es sich um
             separate institutionelle Einheiten handelt,
        h) Verwalter von Pensionskassen, Investmentfonds usw.,
        i)   Kapitalgesellschaften, die Wertpapier- und Versicherungsbörsen betreiben,
        j)   Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst
             von finanziellen Kapitalgesellschaften, die selbst weder finanzielle Mittlertätigkeiten
             noch Tätigkeiten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben (vgl. 244).
2.59    Nicht zum Teilsektor S.124 zählen Holdinggesellschaften, die lediglich eine Gruppe von
        Tochterunternehmen, die vorwiegend finanzielle Mittlertätigkeiten ausüben, kontrollieren
        und ihre Gesamtleitung wahrnehmen, selbst jedoch keine finanziellen Mittler sind. Sie sind
        dem Teilsektor S.123 zuzurechnen (vgl. 243)
Der Teilsektor Versicherungsunternehmen und Pensionskassen (S.125)
2.60     Definition: Der Teilsektor Versicherungsunternehmen und Pensionskassen (S.125) um-
         faßt alle finanziellen Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften, die in ihrer
         Hauptfunktion als Folge der Zusammenfassung von Versicherungsrisiken finanzielle
         Mittlertätigkeiten ausüben (vgl. 235).
                                             - 5?.
 ---pagebreak--- 2.61  Bei den abgeschlossenen Versicherungsverträgen kann es sich um Einzelverträge und/oder
      Gruppenverträge handeln, was aus einer allgemeinen, vom Staat auferlegten Verpflichtung
      beruhen kann oder nicht. Darüber hinaus kann es sich bei einem Großteil der abgeschlos-
      senen Verträgen um Versicherungsverträge im Rahmen des Sozialschutzes (vgl. 483-491)
      handeln.
2.62  Zum Teilsektor S.125 zählen sowohl firmeneigene Versicherungsunternehmen als auch
      Rückversicherungsunternehmen.
2.63  Nicht zum Teilsektor S.125 zählen:
      -    institutionelle Einheiten, die alle drei der in Abschnitt 274 aufgeführten Kriterien
           erfüllen. Sie sind dem Teilsektor S.l314 zuzurechnen;
     -     Holdinggesellschaften, die einen Unternehmenskonzern, der sich überwiegend aus
           Versicherungsunternehmen und Pensionskassen zusammensetzt, kontrollieren und
           seine Gesamtleitung wahrnehmen, selbst jedoch keine Versicherungsunternehmen und
          Pensionskassen sind. Sie sind dem Teilsektor S.123 zuzurechnen (vgl. 243);
     -     Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit im Dienst
          von Versicherungsunternehmen und Pensionskassen, die selbst keine finanzielle
          Mittlertätigkeit ausüben. Sie sind dem Teilsektor S.124 zuzurechenen (vgl. 244).
2.64 Der Teilsektor Versicherungsunternehmen und Pensionskassen läßt sich untergliedern in:
     -     Versicherungsunternehmen,
     -     (rechtlich selbständige) Pensionskassen.
     Rechtlich selbständige Pensionskassen sind Pensionskassen, die Entscheidungsfreiheit be-
     sitzen und über eine vollständige Rechnungsführung verfügen. Aus diesem Grunde sind sie
     als institutionelle Einheiten anzusehen. Rechtlich unselbständige Pensionskassen sind
     keine institutionellen Einheiten und bleiben deshalb Bestandteil der institutionellen Ein-
     heit, die sie betreibt.
2.65 Lebensversicherungsunternehmen wie auch Nichtlebensversicherungsunternehmen kön-
     nen sowohl Einzel- als auch Gruppenrisiken übernehmen. Einige Versicherungsunterneh-
     men beschränken sich jedoch möglicherweise auf Gruppenversicherungsverträge. Diese
     Unternehmen können alle Arten von Gruppen versichern.
2.66 Pensionskassen sind Einrichtungen, die im Zusammenhang mit sozialen Risiken und Be-
     dürfnissen (vgl. 484) der Versicherten Gruppenrisiken übernehmen. Typische Teilnehmer-
     gruppen solcher Versicherungssysteme sind Arbeitnehmer eines einzigen Unternehmens
     oder einer Gruppe von Unternehmen, Arbeitnehmer eines Produktionsbereichs oder eines
     Tätigkeitsbereichs sowie Personen, die der gleichen Berufsgruppe angehören. Bei den ver-
     traglich vereinbarten Leistungen kann es sich um Leistungen handeln, die nach dem Tod
     des Versicherten an seine Hinterbliebenen gezahlt werden (insbesondere bei Arbeitsunfäl-
     len), um Leistungen, die nach dem Eintritt in den Ruhestand gezahlt werden, oder um Lei-
     stungen, die nach der Invalidisierung des Versicherten gezahlt werden.
                                        - 53-
 ---pagebreak--- 2.67    In einigen Ländern können alle diese Arten von Risiken gleichermaßen von
        Lebensversicherungsunternehmen und von Pensionskassen abgesichert werden. In anderen
        Ländern wiederum können diese Risikokategorien nur von Lebensversicherungsunterneh-
        men versichert werden. Im Gegensatz zu Lebensversicherungsunternehmen sind
        Pensionskassen (von Gesetzes wegen) auf spezifische Gruppen von Arbeitnehmern und
        Selbständigen beschränkt.
Der Sektor Staat (S.13)
2.68    Definition: Der Sektor Staat (S.13) umfaßt alle institutionellen Einheiten, die in ihrer
        Hauptfunktion (sonstige) nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen (vgl. 325) für
        den Individual- und den Kollektiwerbrauch produzieren und/oder Transaktionen zur Um-
        verteilung des Volkseinkommens und -Vermögens vornehmen. Die Hauptmittel des
        Sektors stammen aus direkt oder indirekt empfangenen Zwangsabgaben, die von Einheiten,
        die anderen Sektoren angehören, geleistet werden.
2.69    Im Sektor S.13 sind folgende institutionelle Einheiten zu erfassen:
        a)    öffentliche Stellen (ohne öffentliche Unternehmen in der Rechtsforrh von Kapitalge-
              sellschaften oder mit besonderem Statut, das ihnen Rechtspersönlichkeit verleiht, oder
              in Form von Quasi-Kapitalgesellschaften, sofern sie den nichtfinanziellen oder finan-
              ziellen Sektoren zugeordnet werden), die eine Gesamtheit von Tätigkeiten, welche
              hauptsächlich in der Bereitstellung von nichtmarktbestimmten Waren und Dienstlei-
              stungen bestehen, für die Allgemeinheit ausführen und finanzieren15;
        b) Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener Rechtspersönlichkeit, die haupt-
              sächlich nichtmarktbestimmte Waren- und Dienstleistungen produzieren, vom Staat
              kontrolliert werden und deren Hauptmittel (außer aus Verkaufserlösen) aus Zuwen-
              dungen der unter a) erwähnten öffentlichen Körperschaften stammen;
        c)    rechtlich selbständige Pensionskassen, sofern sie die drei in Abschnitt 274 genannten
              Kriterien erfüllen.
2.70    Der Sektor Staat gliedert sich in vier Teilsektoren:
        -     Zentralstaat (S.1311)
        -     Bundesländer (S.l312)
        -     lokale Gebietskörperschaften (S. 1313)
        -     Sozialversicherung (S.l314)
Der Teilsektor Zentralstaat (S.1311)
2.71    Definition: Der Teilsektor Zentralstaat umfaßt alle zentralen öffentlichen Körperschaften,
                         deren Zuständigkeit sich über das gesamte Wirtschaftsgebiet erstreckt, mit
                         Ausnahme der Zentralverwaltung der Sozialversicherung.
        Zum Teilsektor S.1311 zählen ebenfalls die vom Zentralstaat kontrollierten Organisationen
        ohne Erwerbscharakter, deren Zuständigkeit sich über das gesamte Wirtschaftsgebiet er-
        streckt.
        Vereinbarungsgemäß werden die Institutionen mit marktregulierender Funktion, die ausschließlich oder hauptsächlich Subventionen
        gewähren, im Sektor S.13, Teilsektor Zentralstaat (S.1311), erfaßt. Dagegen werden diejenigen Institutionen, deren Tätigkeit
        ausschließlich oder hauptsächlich im Ankauf, in der Lagerung und im Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder
        Nahrungsmitteln besteht, im Sektor S.l 1 erfaßt (vgl. 221, Fußnote 1).
                                                          - 54-
 ---pagebreak--- Der Teilsektor Bundesländer (S.1312)
2.72    Definition: Der Teilsektor Bundesländer umfaßt die als separate institutionelle Einheiten
                    angesehenen Bundesländer, die auf der Ebene unterhalb des Zentralstaates und
                    oberhalb der staatlichen institutionellen Einheiten auf lokaler Ebene staatliche
                    Funktionen wahrnehmen, mit Ausnahme der Zentralverwaltung der Sozialver-
                    sicherung.
        Zum Teilsektor S.1312 zählen die von den Bundesländern kontrollierten Organisationen
        ohne Erwerbscharakter, deren Zuständigkeit auf das Wirtschaftsgebiet der Bundesländer
        beschränkt ist.
Der Teilsektor Lokale Gebietskörperschaften (S.1313)
2.73    Definition: Der Teilsektor Lokale Gebietskörperschaften umfaßt alle öffentlichen Körper-
                    schaften, deren Zuständigkeit auf einen örtlich begrenzten Teil des Wirt-
                    schaftsgebiets beschränkt ist, mit Ausnahme der lokalen Stellen von Sozial-
                    versicherungen.
        Zum Teilsektor S.1313 zählen die von lokalen Gebietskörperschaften kontrollierten Or-
        ganisationen ohne Erwerbscharakter, deren Zuständigkeit auf das Wirtschaftsgebiet der lo-
        kalen Gebietskörperschaften beschränkt ist.
Der Teilsektor Sozialversicherung (S.1314)
2.74    Definition: Der Teilsektor Sozialversicherung umfaßt alle institutionellen Einheiten des
                    Zentralstaates, der Bundesländer und der lokalen Gebietskörperschaften, deren
                    Haupttäitigkeit in der Gewährung von Sozialleistungen besteht und die die fol-
                    genden drei Kriterien erfüllen:
                    -    bestimmte Bevölkerungsgruppen sind aufgrund von Gesetzen oder
                         Rechtsverordnungen - mit Ausnahme der Rechtsverordnungen betreffend
                         die Bediensteten des Staates - zur Teilnahme an dem System oder zur Bei-
                         tragszahlung verpflichtet,
                      - der Zentralstaat ist, unabhängig von seiner Funktion als Aufsichtsbehörde
                         oder Arbeitgeber, für die Leitung der Einrichtung zuständig, soweit es um
                         die Festlegung oder Genehmigung der Beiträge und Leistungen geht,
                      - der Zentralstaat garantiert die Zahlung der Leistungen.
Der Sektor Private Haushalte (S.14)
2.75    Definition: Der Sektor Private Haushalte (S.14) umfaßt die Einzelpersonen und Gruppen
                    von Einzelpersonen in ihrer Funktion als Verbraucher und ggf. in ihrer Funkti-
                    on als Unternehmer, die marktbestimmte Waren, nichtfinanzielle und finanziel-
                    le Dienstleistungen produzieren, soweit nicht im letzteren Fall für die betref-
                    fenden Tätigkeiten gesonderte Einheiten gebildet werden, die als Quasi-Kapi-
                    talgesellschaften behandelt werden. Der Sektor umfaßt ebenfalls die Einzelper-
                    sonen und Gruppen von Einzelpersonen in ihrer Funktion als Produzenten von
                    Waren und nichtfinanziellen Dienstleistungen, die ausschließlich für den eige-
                    nen letzten Verbrauch bestimmt sind (vgl. 322-323).
                                             55
 ---pagebreak---                  Die privaten Haushalte in ihrer Funktion als Verbraucher können als kleine
                 Gruppen von Personen definiert werden, die in der gleichen Wohnung leben,
                 einen Teil ihres Einkommens und Vermögens oder ihr gesamtes Einkommen
                 und Vermögen zusammenlegen und bestimmte Arten von Waren- und Dienst-
                 leistungen, insbesondere Wohnung und Essen, gemeinsam verbrauchen. Fer-
                 ner kann das Kriterium der Existenz familiärer oder emotionaler Bindungen zur
                 Définition herangezogen werden.
                 Die Hauptmittel der in diesem Sektor erfaßten Einheiten stammen aus Ein-
                 kommen aus unselbständiger Arbeit, Vermögenserträgen, Übertragungen von
                 anderen Sektoren, Einnahmen aus dem Verkauf von marktbestimmten Gütern
                 oder unterstellten Einnahmen für den Output an Gütern, die für den eigenen
                 letzten Verbrauch produziert werden.
2.76 Im Sektor private Haushalte werden erfaßt:
     -   Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen, deren Hauptfunktion der Verbrauch
         ist;
     -   Personen, die auf Dauer in Einrichtungen leben und in wirtschaftlichen Fragen nur ge-
         ringe oder überhaupt keine Handlungs- oder Entscheidungsfreiheit                genießen
         (beispielsweise in Klöstern lebende Mitglieder religiöser Orden, Langzeitpatienten in
         Krankenhäusern, lange Haftstrafen verbüßende Strafgefangene, auf Dauer in Alters-
         heimen lebende ältere Menschen). Bei diesen Personen wird davon ausgegangen, daß
         sie zusammen eine institutionelle Einheit, d. h. einen privaten Haushalt, bilden;
     -   Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen, deren Hauptfunktion der Verbrauch
         ist und die ausschließlich Waren und nichtfinanzielle Dienstleistungen produzieren,
         die für ihren eigenen letzten Verbrauch bestimmt sind. Im ESVG werden lediglich
         zwei Kategorien von Dienstleistungen erfaßt, die für den eigenen letzten Verbrauch
         produziert werden, und zwar Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz
         und von bezahlten Hausangestellten erbrachte häusliche Dienste;
     -   Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit -
         soweit sie nicht als Quasi-Kapitalgesellschaften behandelt werden - deren Hauptfunk-
         tion darin besteht, marktbestimmte Waren und Dienstleistungen zu produzieren;
     -   Organisationen ohne Erwerbscharakter ohne eigene Rechtspersönlichkeit im Dienst
         von privaten Haushalten und solche mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Bedeu-
         tung gering ist (vgl. 288); ihre Hauptmittel stammen aus freiwilligen Beiträgen von
         privaten Haushalten in ihrer Eigenschaft als Verbraucher sowie aus Vermögenserträ-
         gen.
2.77 Der Sektor Private Haushalte gliedert sich in sechs Teilsektoren:
     -   Arbeitgeber (einschließlich für eigene Rechnung tätige Personen) (S. 141 + S.142)
     -   Arbeitnehmer (S.l43)
     -   Empfänger von Einkommen aus Vermögen (S. 1441 )
     -   Empfänger von Renten (S. 1442)
     -   Empfänger von sonstigen Übertragungseinkommen (S. 1443)
     -   Sonstige (S.l45)
                                       - 56 -
 ---pagebreak--- 2.78    Die Zuordnung der privaten Haushalte zu den Teilsektoren erfolgt anhand der wichtigsten
        Einkommenskategorie (Einkommen aus Unternehmertätigkeit, Einkommen aus unselb-
        ständiger Arbeit usw.) des privaten Haushalts insgesamt. Werden in einem privaten
        Haushalt mehrere Einkommen unterschiedlicher Kategorien erzielt, so erfolgt die
        Zuordnung auf der Grundlage des Gesamteinkommens des privaten Haushalts innerhalb
        der einzelnen Kategorien.                :
Der Teilsektor Arbeitgeber (einschließlich für eigene Rechnung tätige Personen) (S.141 +
S.142)
2.79    Definition: Der Teilsektor Arbeitgeber (einschließlich für eigene Rechnung tätige Perso-
                    nen) umfaßt die Gruppe von privaten Haushalten, für die das (gemischte) Ein-
                    kommen (B.3), das von Eigentümern von dem Sektor Private Haushalte zuge-
                    rechneten Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit mit oder ohne be-
                    zahlten Arbeitnehmern aufgrund ihrer Tätigkeit als Produzenten von marktbe-
                    stimmten Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet wird, die wichtigste Ein-
                    kommensquelle für den Haushalt insgesamt darstellt, selbst wenn dieses Ein-
                    kommen weniger als die Hälfte des gesamten Haushaltseinkommens ausmacht.
Der Teilsektor Arbeitnehmer (S.l43)
2.80    Definition: Der Teilsektor Arbeitnehmer umfaßt die Gruppe von privaten Haushalten, für
                    die das Einkommen aus unselbständiger Arbeit (D.l) die wichtigste Einkom-
                    mensquelle für den Haushalt insgesamt darstellt.
Der Teilsektor Empfänger von Einkommen aus Vermögen (S.1441)
2.81    Definition: Der Teilsektor Empfänger von Einkommen aus Vermögen umfaßt die Grup-
        pe von privaten Haushalten, für die das Einkommen aus Vermögen (D.4) die wichtigste
        Einkommensquelle für den Haushalt insgesamt darstellt.
Der Teilsektor Empfänger von Renten (S.1442)
2.82    Definition: Der Teilsektor Empfänger von Renten umfaßt die Gruppe von privaten Haus-
                    halten, für die das Renteneinkommen die wichtigste Einkommensquelle für den
                    Haushalt insgesamt darstellt.
        Rentnerhaushalte sind private Haushalte, die den größten Teil ihres Einkommens aus Al-
        tersruhegeldern und sonstigen Renten einschließlich Rentenzahlungen früherer Arbeitgeber
        beziehen.
Der Teilsektor Empfänger von sonstigen Übertragungseinkommen (S.1443)
2.83    Definition: Der Teilsektor Empfänger von sonstigen Übertragungseinkommen umfaßt die
                    Gruppe von privaten Haushalten, für die das Einkommen aufgrund von sonsti-
                    gen laufenden Übertragungen die wichtigste Einkommensquelle für den Haus-
                    halt insgesamt darstellt.
        Sonstige laufende Übertragungen sind alle anderen laufenden Übertragungen als Einkom-
        men aus Vermögen, Renten und Einkommen von Personen, die auf Dauer in Einrichtungen
        leben.
                                              57
 ---pagebreak--- Der Teilsektor Sonstige (S.145)
2.84    Definition: Der Teilsektor Sonstige umfaßt Personen, die auf Dauer in Einrichtungen le-
                     ben.
        Auf Dauer in Einrichtungen lebende Personen sind getrennt zu erfassen, da diese Personen
        anhand des Kriteriums der wichtigsten Einkommensquelle keinem der vorstehend
        genannten Teilsektoren zugerechnet werden können.
2.85    Ist die wichtigste Einkommensquelle des privaten Haushalts insgesamt nicht bekannt, um
        die Sektorzuordnung vornehmen zu können, so ist als Kriterium für die Klassifizierung das
        Einkommen der Referenzperson heranzuziehen. Die Referenzperson eines privaten Haus-
        halts ist in der Regel die Person mit dem höchsten Einkommen. Ist nicht bekannt, welche
        Person das höchste Einkommen bezieht, so kann zur sektoriellen Zuordnung der privaten
        Haushalte das Einkommen derjenigen Personen herangezogen werden, die erklärt, daß sie
        die Referenzperson ist.
2.86    Für verschiedene Arten von Analysen oder als Grundlage für politische Entscheidungen
        sind jedoch eventuell andere Kriterien geeignet, beispielsweise die Untergliederung der
        privaten Haushalte in ihrer Funktion als Unternehmer nach der Tätigkeit in landwirtschaft-
        liche Haushalte und nichtlandwirtschaftliche Haushalte (Tätigkeitsbereich, Produktion von
        Dienstleistungen für den Verkauf, Produktion von Dienstleistungen zur unentgeltlichen
        Abgabe).
                                            58
 ---pagebreak--- Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (S.15)
2.87   Definition: Der Sektor Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
                        Haushalten (S.15) umfaßt Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener
                        Rechtspersönlichkeit, die privaten Haushalten dienen und in ihrer Hauptfunk-
                        tion nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen für bestimmte Gruppen
                        von privaten Haushalten produzieren. Ihre Hauptmittel stammen, von etwaigen
                        Verkaufserlösen abgesehen, direkt oder indirekt aus freiwilligen Geld- oder
                        Sachbeiträgen, die private Haushalte in ihrer Eigenschaft als Verbraucher lei-
                        sten, aus Zahlungen des Staates16 sowie aus Vermögenserträgen .
2.88   Organisationen von geringer Bedeutung sind nicht in diesen Sektor einbezogen; ihre
       Transaktionen werden zusammen mit denen der privaten Haushalte (S:14) erfaßt.
       Zum Sektor Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten
       zählen die folgenden wichtigsten Arten von Organisationen ohne Erwerbscharakter im
       Dienst von privaten Haushalten, die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen für
       private Haushalte bereitstellen:
       -     Gewerkschaften,                  Fachverbände               und          wissenschaftliche              Gesellschaften,
             Verbraucherverbände, politische Parteien, Kirchen und Religionsgemeinschaften
             (einschließlich derjenigen, die vom Staat finanziert, jedoch nicht kontrolliert werden)
             sowie soziale und kulturelle Vereinigungen, Sport- und Freizeitclubs;
       -      Wohlfahrtsverbände sowie Hilfswerke und Entwicklungshilfeorganisationen, die sich
             aus freiwilligen Sach- oder Geldübertragungen anderer institutioneller Einheiten
             finanzieren.
       Zum Sektor S.15 gehören Wohlfahrtsverbände sowie Hilfswerke und Entwicklungshilfeor-
       ganisationen im Dienst von gebietsfremden Einheiten, nicht jedoch Organisationen, deren
       Mitglieder automatisch Anspruch auf bestimmte Waren und Dienstleistungen haben.
Übrige Welt (S.2)
2.89   Definition: Die übrige Welt (S.2) ist eine Zusammenfassung von Einheiten, die nicht durch
                        eine Funktion oder überwiegende Mittel gekennzeichnet ist. Sie faßt die ge-
                        bietsfremden Einheiten17 zusammen, soweit sie Transaktionen mit gebietsan-
                        sässigen institutionellen Einheiten durchführen oder andere Wirtschaftsbezie-
                        hungen mit gebietsansässigen Einheiten unterhalten. Die Konten dieses Sektors
                        sollen einen Gesamtüberblick über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der
                        Volkswirtschaft des betreffenden Landes und der übrigen Welt geben.
        Vom Staat finanzierte und kontrollierte Organisationen ohne Iirwerbscharakter werden dem Sektor Staat zugerechnet (vgl. 269 b).
        Dazu zahlen auch die Institutionen der IIU und internationale Organisationen (vgl. 206).
                                                            59-
 ---pagebreak--- 2.90    Die übrige Welt ist kein Sektor, für den eine vollständige Rechnungsführung zu erstellen
         ist, wenngleich es häufig praktisch erscheinen mag, bei der Beschreibung der übrigen Welt
         so zu tun, als handele es sich um einen Sektor. Sektoren ergeben sich aus der Zerlegung der
         Gesamtwirtschaft mit dem Ziel, homogenere Gruppen gebietsansässiger institutioneller
        Einheiten zu erhalten, die sich in ihrem wirtschaftlichen Verhalten, ihren Zielen und Funk-
        tionen ähneln. Dies ist nicht der Fall beim Sektor Übrige Welt, in dem die Transaktionen
        und sonstige Ströme von nichtfinanziellen und finanziellen Kapitalgesellschaften,
        Organisationen ohne Erwerbscharakter, privaten Haushalten und des Staates mit
        gebietsfremden institutionellen Einheiten sowie sonstige Wirtschaftsbeziehungen zwischen
        Gebietsansässigen und Gebietsfremden, beispielsweise Forderungen von Gebietsansässi-
        gen gegenüber Gebietsfremden, erfaßt werden.
2.91    Es daraufhinzuweisen, daß die Regel, wonach die Konten der übrigen Welt alle Transak-
        tionen zwischen gebietsansässigen institutionellen Einheiten und gebietsfremden Einheiten
        erfassen, folgenden Ausnahmen unterworfen ist:
        a)    Von gebietsansässigen Einheiten erbrachte Verkehrsdienstleistungen (bis zur Grenze
              des ausführenden Landes) im Zusammenhang mit Wareneinfuhren werden im Konto
              der Übrigen Welt zum fob-Wert der Einfuhren erfaßt, obwohl es sich um eine Leistung
              gebietsansässiger Einheiten handelt (vgl. 3114).
        b) Transaktionen zwischen Gebietsansässigen verschiedener Sektoren, die sich auf Aus-
              landsforderungen beziehen, werden im aufgegliederten Finanzierungskonto der
              übrigen Welt erfaßt; zwar verändern sie nicht die finanzielle Position des Landes
              gegenüber der übrigen Welt, doch führen sie zu einer Veränderung der finanziellen
              Beziehungen jedes Sektors mit der übrigen Welt.
        c)    Die Transaktionen zwischen Gebietsfremden in Forderungen gegenüber Gebietsan-
              sässigen werden, wenn die Gebietsfremden verschiedenen Ländergruppen angehören,
              im regional gegliederten Konto für die übrige Welt erfaßt. Obwohl diese Transaktio-
              nen nicht die finanziellen Verbindlichkeiten des Landes gegenüber der übrigen Welt
              insgesamt verändern, führen sie zu einer Veränderung der finanziellen Verbindlichkei-
              ten des Landes gegenüber Teilen der übrigen Welt.
2.92    Der Sektor Übrige Welt (S.2) gliedert sich in:
              Europäische Union (S.21)
              * Mitgliedstaaten der EU (S.211)
              * Institutionen der EU (S.212)
              Drittländer und internationale Organisationen (S.22)
Sektorielle Zuordnung der produzierenden Einheiten nach gebräuchlichen Bezeichnungen
2.93    In den nachstehenden Abschnitten werden die Grundsätze der sektoriellen Zurechnung der
        produzierenden Einheiten noch einmal zusammengefaßt, und zwar ausgehend von den ge-
        bräuchlichen Bezeichnungen der Rechtsformen dieser Einheiten.
                                             60
 ---pagebreak---        SEKTORIELLE ZUORDNUNG DER PRODUZIERENDEN EINHEITEN NACH DEN
GEBRAUCHLICHE BEZEICHNUNG                            PRODUZIEREN VON                       FINANZIELLE
(Rechtsform)                                         MARKTBESTIMMTEN WA-                   MITTLERTÄTIG-
                                                     REN UND NICHTFINANZIEL-               KEIT
                                                     LEN DIENSTLEISTUNGEN
HAUPTFUNKTION
(und ggf. Hauptmittel)
Private und öffentliche Kapitalgesellschaften       S.l 1 Nichtfinanzielle Kapital-       S.12 Finanzielle Kapi-
                                                    gesellschaften (vgl. 223 a)           talgesellschaften (vgl.
                                                                                          240 a und 240 f)
Genossenschaften und Personengesellschaften mit     S.l 1 Nichtfinanzielle Kapital-       S.12 Finanzielle Kapi-
eigener Rechtspersönlichkeit                        gesellschaften (vgl. 223 b)           talgesellschaften (vgl.
                                                                                          240 b)
Öffentliche Unternehmen mit besonderem Statut,      S.l 1 Nichtfinanzielle Kapital-       S.12 Finanzielle Kapi-
das ihnen eine eigene Rechtspersönlichkeit verleiht gesellschaften (vgl. 223 c)           talgesellschaften (vgl.
                                                                                          240 c)
Öffentliche Unterneh-      mit den Merkmalen von    S. 11 Nichtfinanzielle Kapital-       S.12 Finanzielle Kapi-
men ohne eigene            Quasi-Kapitalgesell-     gesellschaften (vgl. 223 f)           talgesellschaften (vgl.
Rechtspersönlichkeit       schaften                                                       240 g)
                           andere                   S.13 Staat (vgl. 269 a)
                                                                                        /             /
Organisationen ohne Erwerbscharakter mit eigener    S. 11 Nichtfinanzielle Kapi-          S.12 Finanzielle Kapi-
Rechtspersönlichkeit                                talgesellschaften (vgl. 223 d)        talgesellschaften
                                                                                          (vgl. 240 d)
Personengesellschaften     mit den Merkmalen von    S.ll Nichtfinanzielle Kapi-           S.12 Finanzielle Kapi-
ohne eigene Rechts-        Quasi-Kapitalgesell-     talgesellschaften (vgl. 223 f)        talgesellschaften
persönlichkeit             schaften                                                       (vgl. 240 g)
Einzelunternehmen
                           andere                   S.14 Private Haushalte                S.14 Private Haushalte
                                                    (vgl. 275)                            (vgl. 275)
Holdinggesellschaften                               Die sektorielle Zuordnung derartiger Einheiten geht nicht
                                                    unmittelbar aus ihren Hauptfunktionen hervor, sondern
                                                    richtet sich nach der Haupttätigkeit des von ihnen kon-
                                                    trollierten Unternehmenskonzerns: je nach dem Einzelfall
                                                    sind sie dem Sektor S. 11 Nichtfinanzielle Kapitalgesell-
                                                    schaften (vgl. 223 e) oder S.12 Finanzielle Kapitalge-
                                                    sellschaften (vgl. 240 e) zuzurechnen.
 ---pagebreak---                          WICHTIGSTEN GEBRÄUCHLICHEN BEZEICHNUNGEN
PRODUZIEREN VON NICHTMARKTBESTIMMTEN WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN                                                 "j
VON ANDEREN EINHEITEN GELEISTETE                            I FREIWILLIGE BEITRÄGE VON PRIVATEN
ZWANGSABGABEN                                                 HAUSHALTEN IN IHRER EIGENSCHAFT ALS
                                                              VERBRAUCHER, ZAHLUNGEN DES STAATES
                                                              UNDVERMÖGENSERTRÄGE
S.13 Staat (vgl. 269 b)                                       S.15 Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                              Dienst von privaten Haushalten^ (vgl. 287)
            Mit Ausnahme von Organisationen ohne lîrwerbscharakter, die nur geringe Bedeutung haben (vgl. 288).
                                                           62
 ---pagebreak--- 2.94 Private und öffentliche Kapitalgesellschaften werden zugeordnet:
     a)  wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und nichtfi-
         nanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.ll Nichtfinanzielle Kapitalgesell-
         schaften (vgl. 223 a)
     b) wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkeiten des
         Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finanzielle Kapi-
         talgesellschaften (vgl. 240 a und 240 f).
2.95 Genossenschaften und Personengesellschaften         mit eigener Rechtspersönlichkeit werden
     zugeordnet:
     a)  wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und nichtfi-
         nanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.ll Nichtfinanzielle Kapitalgesell-
         schaften (vgl. 223 b),
     b) wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkeiten des
         Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finanzielle Kapi-
         talgesellschaften (vgl. 240 b).
2.96 Öffentliche Unternehmen mit besonderem Statut, das ihnen Rechtspersönlichkeit verleiht,
     werden zugeordnet:
     a)  wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und nichtfi-
         nanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.ll Nichtfinanzielle Kapitalgesell-
         schaften (vgl. 223 c),
     b) wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkeiten des
         Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finanzielle Kapi-
         talgesellschaften (vgl. 240 c).
2.97 Öffentliche Untenehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit werden zugeordnet:
         sofern sie Quasi-Kapitalgesellschaften sind (vgl. 213 f):
             a)     wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und
             nichtfinanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.l 1 Nichtfinanzielle Kapi-
             talgesellschaften (vgl. 223 f),
             b)     wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkei-
             ten des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finan-
             zielle Kapitalgesellschaften (vgl. 240 g );
         wenn sie keine Quasi-Kapitalgesellschaften sind, dem Sektor S.13 Staat (sie werden
         dann in die Einheiten einbezogen, die sie beherrschen) (vgl. 269 a).
2.98 Organisationen (Vereinigungen, Stiftungen usw.) ohne Erwerbscharakter mit eigener
     Rechtspersönlichkeit werden zugeordnet:
     a)  wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und nichtfi-
         nanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.ll Nichtfinanzielle Kapitalgesell-
         schaften (vgl. 223 d),
     b)  wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkeiten des
         Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finanzielle Kapi-
         talgesellschaften (vgl. 240 d);
                                         -63-
 ---pagebreak---         c)   wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren nichtmarktbestimmter Dienstleistungen be-
             steht und
             - ihre Hauptmittel vom Staat stammen: dem Sektor S.13 Staat (vgl. 269 b),
             - ihre Hauptmittel, von etwaigen Verkaufserlösen abgesehen, aus freiwilligen Beiträ-
                gen von privaten Haushalten in ihrer Eigenschaft als Verbraucher, aus Zahlungen
                des Staates oder aus Vermögenserträgen stammen: dem Sektor S.15 Organisationen
                ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (vgl. 287).
2.99    Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit und Einzelunternehmen werden
        zugeordnet:
             sofern sie Quasi-Kapitalgesellschaften sind (vgl. 213 f):
            a) wenn ihre Hauptfunktion im Produzieren von marktbestimmten Waren und nichtfi-
                nanziellen Dienstleistungen besteht, dem Sektor S.l 1 Nichtfinanzielle Kapitalge-
                sellschaften (vgl. 223 f),
            b) wenn sie in ihrer Hauptfunktion finanzielle Mittlertätigkeiten oder Tätigkeiten des
                Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes ausüben, dem Sektor S.12 Finanzielle
                Kapitalgesellschaften (vgl. 240 g);
            wenn sie keine Quasi-Kapitalgesellschaften sind, dem Sektor S.14 Private Haushalte
            (vgl. 275).
2.100  Holdinggesellschaften (d. h. Kapitalgesellschaften, welche die Gesamtleitung eines Unter-
       nehmenskonzerns wahrnehmen) werden zugeordnet:
       a)   dem Sektor S.ll Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften, wenn die Haupttätigkeit des
            Unternehmenskonzerns insgesamt im Produzieren von marktbestimmten Waren und
            nichtfinanziellen Dienstleistungen besteht (vgl. 223 e),
       b) dem Sektor S.12 Finanzielle Kapitalgesellschaften, wenn der Unternehmenskonzern
            insgesamt überwiegend finanzielle Mittlertätigkeiten ausübt (vgl. 240 e).
2.101  In der Übersicht auf Seite 61 und 62 sind die einzelnen oben erwähnten Fälle schematisch
       dargestellt.
ÖRTLICHE FACHLICHE EINHEITEN UND TÄTIGKEITSBEREICHE
2.102  In Wirklichkeit haben die institutionellen Einheiten, die Waren und Dienstleistungen pro-
       duzieren, in ihrer Mehrzahl gemischte oder nebeneinander- laufende Tätigkeiten. Außer ih-
       rer Haupttätigkeit haben sie gegebenfalls Nebentätigkeiten und Hilfstätigkeiten (vgl. 310-
       313).
2.103 Eine Tätigkeit ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Mitteln (Ausrüstungen, Arbeits-
      kräfte, Fabrikationsprozesse, Informationsnetze, Erzeugnisse), die zur Erzeugung
      bestimmter Waren oder Dienstleistungen fuhren. Eine Tätigkeit ist durch den Input von Er-
      zeugnissen (Waren oder Dienstleistungen), einen Produktionsprozeß und die produzierten
      Erzeugnisse gekennzeichnet.
      Die Tätigkeiten werden mit Bezug auf eine spezifische Ebene der NACE Rev. 1 bestimmt.
                                           - M
 ---pagebreak--- 2.104     Werden mehrere Tätigkeiten in ein und derselben Einheit ausgeführt so werden die Tätig-
          keiten, bei denen es sich nicht um Hilfstätigkeiten handelt, nach der von ihnen erzeugten
          Bruttowertschöpfung geordnet. Auf der Grundlage der überwiegenden Bruttowertschöp-
          fung wird dann zwischen Haupttätigkeit und Nebentätigkeiten unterschieden. Hilfstätigkei-
          ten werden weder zu gesonderten Einheiten isoliert noch von den Haupt- oder Nebentätig-
          keiten derjenigen Einheiten, denen sie dienen, getrennt.
2.105     Für die Analyse der Ströme, die im Produktionsprozeß und im Zuge der Verwendung von
          Waren und Dienstleistungen von Bedeutung sind, müssen Einheiten gewählt werden, die
          die technisch-wirtschaftlichen Zusammenhänge aufzeigen. Dies bedeutet, daß institutionel-
          le Einheiten in der Regel im Hinblick auf ihre Produktion in kleinere und homogenere Ein-
          heiten aufgeteilt werden müssen. Als erster, praxisorientierter operationeller Ansatz hier-
          fur dienen die örtlichen fachlichen Einheiten.
Die örtliche fachliche Einheit
2.106    Definition: Die örtliche fachliche Einheit (örtliche FE) ist der Teil einer fachlichen Ein-
         heit, der sich auf örtlicher Ebene befindet.19 Die fachliche Einheit (FE) faßt innerhalb einer
         institutionellen Einheit in ihrer Funktion als Produzent sämtliche Teile zusammen, die zur
         Ausübung einer Tätigkeit auf der Ebene der (vierstelligen) Klasse der NACE Rev. 1
         beitragen. Es handelt sich um eine Einheit, die einer oder mehreren Operationellen Unterab-
         teilungen der institutionellen Einheit entspricht. Die institutionelle Einheit muß über ein
         Informationssystem verfugen, das es ermöglicht, den Wert der Produktion und der
         Vorleistungen, des Einkommens aus unselbständiger Arbeit, den Betriebsüberschuß sowie
         Beschäftigung und Bruttoanlageinvestitionen festzustellen oder zu berechnen.
         Die örtliche Einheit ist eine an einem räumlich festgestellten Ort gelegene, Waren- und
         Dienstleistungen produzierende institutionelle Einheit oder ein Teil davon.
         Eine örtliche FE kann einer institutionellen Einheit in ihrer Eigenschaft als Produzent oder
         einem Teil davon entsprechen, sie kann jedoch nie zwei verschiedenen institutionellen
         Einheiten angehören.
2.107    Wenn eine Waren und Dienstleistungen produzierende institutionelle Einheit eine Haupt-
         tätigkeit und eine oder mehrere Nebentätigkeiten hat, ist sie in eine entsprechende Zahl
         von FE zu zerlegen, wobei die Nebentätigkeiten in andere Positionen der Systematik ein-
         zuordnen sind als die Haupttätigkeit. Dagegen werden die Hilfstätigkeiten nicht von den
         Haupt- oder Nebentätigkeiten, zu denen sie gehören, getrennt. Die in einer bestimmten
         Position der Systematik eingeordneten FE können jedoch wegen der diesen FE
         zugeordneten Nebentätigkeiten, die aus den verfügbaren Rechnungsunterlagen nicht her-
         vorgehen, Güter produzieren, die nicht zu der für ihre Tätigkeit typischen homogenen
         Gruppe gehören. Demnach kann eine FE eine oder mehrere Nebentätigkeiten ausüben.
Der Tätigkeitsbereich
2.108    Definition: Ein Tätigkeitsbereich umfaßt eine Gruppe örtlicher FE, die die gleiche oder
                        ähnliche Arten von Tätigkeiten ausüben. Auf der tiefsten Gliederungsstufe
                        umfaßt ein Tätigkeitsbereich alle örtlichen FE, die einer einzigen (vierstelligen)
                        Klasse der NACE Rev. 1 angehören und demnach die gleiche Tätigkeit wie in
                        der NACE Rev. 1 definiert ausüben.
 J
         Im SNA und in der 1S1C Rev. 3 wird die örtliche fachliche Hinheit "establishment" genannt.
                                                           65
 ---pagebreak---        Tätigkeitsbereiche umfassen sowohl örtliche FE, die marktbestimmte Waren und Dienst-
       leistungen produzieren, als auch örtliche FE, die nichtmarktbestimmte Waren und
       Dienstleistungen produzieren. Definitionsgemäß umfaßt ein Tätigkeitsbereich eine Gruppe
       örtlicher FE, die die gleicher Art von Produktionstätigkeit ausüben, unabhängig davon, ob
       die institutionellen Einheiten, denen sie angehören, marktbestimmten oder nichtmarktbe-
       stimmteri Output erzeugen.
2.109  Tätigkeitsbereiche können drei Kategorien zugeordnet werden:
       a)     Tätigkeitsbereiche, die marktbestimmte Waren und Dienstleistungen erzeugen
              (marktbestimmte Tätigkeitsbereiche), sowie Waren und Dienstleistungen fur die eige-
              ne letzte Verwendung20,
       b) Tätigkeitsbereiche des Staates die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen
              erzeugen: nichtmarktbestimmte Tätigkeitsbereiche des Staates,
       c)     Tätigkeitsbereiche der Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
              Haushalten, die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen erzeugen: nicht-
              marktbestimmte Tätigkeitsbereiche der Organisationen ohne Erwerbscharakter im
              Dienst von privaten Haushalten.
SYSTEMATIK DER TÄTIGKEITSBEREICHE
2.110  Die Zusammenfassung örtlicher FE zu Tätigkeitsbereichen erfolgt anhand der NÂCE Rev.
        1.
HOMOGENE PRODUKTIONSEINHEITEN UND HOMOGENE PRODUKTIONSBEREICHE
2.111  Die örtliche FE entspricht den Erfordernissen der Analyse des Produktionsprozesses nur
       annähernd (vgl. 2105 und 2107). Die optimale Einheit für diese Art der Analyse, d. h. die
       Input-Output-Analyse, ist die homogene Produktionseinheit.
Die homogene Produktionseinheit
2.112  Definition: Die homogene Produktionseinheit ist durch eine einheitliche Tätigkeit, nämlich
                        durch Gütereingänge, einen Produktionsprozeß und durch einen Produktions-
                        ausstoß homogener Güter gekennzeichnet. Die Güter, die die Eingänge und den
                        Produktionsausstoß darstellen, sind in bezug auf eine Gütersystematik gleich-
                        zeitig durch ihre Beschaffenheit, ihren Verarbeitungsgrad und die angewandte
                        Produktionstechnik gekennzeichnet (vgl. 2118).
2.113  Wenn eine Waren und Dienstleistungen produzierende institutionelle Einheit eine Haupt-
       tätigkeit und eine oder mehrere Nebentätigkeiten hat, ist sie in eine entsprechende Zahl von
       homogenen Produktionseinheiten zu zerlegen. Hilfstätigkeiten werden nicht von den
       Haupt- oder Nebentätigkeiten getrennt. Ebenso wie die örtliche FE kann die homogene
       Produktionseinheit einer institutionellen Einheit oder einem Teil einer solchen entsprechen;
       sie kann jedoch nie zwei verschiedenen institutionellen Einheiten angehören.
20     Dienstleistungen für die eigene letzte Verwendung sind lediglich Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz und von
       bezahlten Hausangestellten erbrachte hausliche Dienste (vgl. 323).
                                                         66
 ---pagebreak--- Der homogene Produktionsbereich
2.114  Definition: Der homogene Produktionsbereich stellt eine Zusammenfassung von homo-
       genen Produktionseinheiten dar. Die Beschreibung der in einem homogenen Produktions-
       bereich zusammengefaßten Tätigkeiten erfolgt durch Bezugnahme auf eine Gütersystema-
       tik. Der homogene Produktionsbereich stellt die in der Systematik bezeichneten Waren und
       Dienstleistungen her, und zwar alle und nur diese.
2.115  Die homogenen Produktionsbereiche sind Einheiten für die Analyse der Ergebnisse, die im
       allgemeinen nicht unmittelbar beobachtet werden können; sie werden daher anhand von
       Angaben zusammengestellt, die für Erhebungseinheiten ermittelt werden.
2.116  Die homogenen Produktionsbereiche können in drei Arten zusammengefaßt werden:
       a)    homogene Produktionsbereiche, die marktbestimmte Waren und Dienstleistungen er-
             zeugen (Marktproduktionsbereiche), sowie Waren und Dienstleistungen für die eigene
             letzte Verwendung21,
       b) homogene Produktionsbereiche des Staates, die nichtmarktbestimmte Waren und
             Dienstleistungen erzeugen: Bereiche der nichtmarktbestimmten Produktion des
             Staates,
       c)    homogene Produktionsbereiche der Oranisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst
             von privaten Haushalten, die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen erzeu-
             gen: Bereiche der nichtmarktbestimmten Produktion der Organisationen ohne Er-
             werbscharakter im Dienst von privaten Haushalten.
2.117  Die homogenen Produktionsbereiche, die marktbestimmte Waren und Dienstleistungen
       und Waren und Dienstleistungen für die eigene letzte Verwendung erzeugen, fassen alle
       homogenen Produktionseinheiten aus allen insitutionellen Sektoren zusammen, deren aus-
       schließliche Tätigkeit darin besteht, marktbestimmte Waren und Dienstleistungen oder Wa-
       ren und Dienstleistungen für die eigene letzte Verwendung zu erzeugen. Der auf die Erzeu-
       gung von marktbestimmten Waren- und Dienstleistungen (einschließlich der für den Staat
       oder die Organisationen ohne Erwerbscharakter selbst bestimmten) entfallende Teil der
       Tätigkeit der Sektoren Staat und Organisationen ohne Erwerbscharakter bildet homogene
       Produktionseinheiten, die den betreffenden Marktproduktionsbereichen zugeordnet wer-
       den.
       Die homogenen Bereiche der nichtmarktbestimmten Produktion des Staates, die
       nichmarktbestimmte Waren- und Dienstleistungen produzieren, umfassen alle homogenen
       Produktionseinheiten des Sektors Staat, die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstlei-
       stungen erzeugen.
       Die homogenen Bereiche der nichtmarktbestimmten Produktion der Organisationen ohne
       Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten umfassen alle homogenen Produkti-
       onseinheiten des Sektors Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
       Haushalten, die nichtmarktbestimmte Waren und Dienstleistungen produzieren.
21     Dienstleistungen für die eigene letzte Verwendung sind lediglich Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz und von
       bezahlten Hausangestellten erbrachte hausliche Dienste (vgl. 323).
                                                         67-
 ---pagebreak--- D I E SYSTEMATIK DER HOMOGENEN PRODUKTIONSBEREICHE
2.118    Bei der in den Input-Output-Tabellen verwendeten Systematik der homogenen Produkti-
         onsbereiche handelt es sich um die Güterklassifikation in Verbindung mit den Wirtschafts-
         zweigen (C?A). Die CPA ist eine Güterklassifikation, deren Elemente gemäß dem
         Kriterium des industriellen Ursprungs nach der Definition der NACE Rev. 1 strukturiert
         sind.
                                           68-
 ---pagebreak---     Kapitel III
Gütertransaktionen
        69-
 ---pagebreak--- INLEITUNG
3.01    Definition: Unter Gütern sind sämtliche Waren und Dienstleistungen zu verstehen, die in-
                    nerhalb der Produktionsgrenze geschaffen werden. Die Definition der letzteren
                    folgt in Abschnitt 3.07.
3.02 Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) weist folgende
Hauptkategorien von Gütertransaktionen aus:
      Transaktionskategorien                              Schlüssel
        Output                                             PI
        Vorleistungen                                      P2
        Ausgaben für den letzten Verbrauch                 P3
        Tatsächlicher letzter Verbrauch                    P4
        Bruttoinvestitionen                                P5
        Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen             P6
        Einfuhr von Waren und Dienstleistungen             P7
3.03    Gütertransaktionen werden in folgenden Konten verbucht:
            Im Waren- und Dienstleistungskonto werden Output und Einfuhr als Aufkommen ver-
            bucht, die anderen Gütertransaktionen werden als Verwendung ausgewiesen.
            Im Produktionskonto werden der Output als Aufkommen und die Vorleistungen als
            Verwendung verbucht.
            Im Konto für die Verwendung des verfugbaren Einkommens werden die Ausgaben für
            den letzten Verbrauch als Verwendung ausgewiesen.
            Im Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens wird der tat-
            sächliche letzte Verbrauch als Verwendung verbucht.
            Im Vermögensveränderungskonto werden Bruttoinvestitionen          als   Verwendung
            (Veränderung der Aktiva) ausgewiesen.
            Im Konto für den Waren- und Dienstleistungsverkehr mit der Übrigen Welt wird die
            Einfuhr von Waren und Dienstleistungen als Aufkommen verbucht, während die
            Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen als Verwendung ausgewiesen wird.
3.04   In der Aufkommenstabelle werden Output und Einfuhr als Aufkommen verbucht. In der
       Verwendungstabelle werden Vorleistungen, Bruttoinvestitionen, Ausgaben für den letzten
       Verbrauch und Ausfuhr als Verwendung ausgewiesen. In der symmetrischen Input-Output-
       Tabelle werden Output und Einfuhr als Aufkommen verbucht, die anderen Gütertransak-
       tionen werden als Verwendung ausgewiesen.
3.05   Güteraufkommen werden zu Herstellungspreisen (Definition siehe Abschnitt 3.38) bewer-
       tet. Güterverwendungen werden zu Anschaffungspreisen (Definition siehe Abschnitt 3.06)
       bewertet. Für einige Arten von Aufkommen und Verwendungen, zum Beispiel für die
       Einfuhr und Ausfuhr von Waren, werden genauere Bewertungsprinzipien verwendet.
                                              -70
 ---pagebreak--- 3.06 Definition: Zum Kaufzeitpunkt ist unter dem Anschaffungspreis der Preis zu verstehen,
                  den der Käufer tatsächlich fur die Güter bezahlt:
          einschließlich sämtlicher Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen (jedoch ohne ab-
          zugsfahige Gütersteuern wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer);
          einschließlich aller Transportkosten, die vom Käufer gesondert zu bezahlen sind, um
          Waren zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort abnehmen zu können;
          nach Abzug aller eventuellen Rabatte von den üblichen Preisen oder Kosten bei Men-
          geneinkäufe.i oder bei Käufen außerhalb der Hauptnachfragezeit;
          ohne laut Kreditvereinbarungen zusätzlich anfallende Zinsen oder Dienstleistungsent-
          gelte;
          ohne irgendwelche Preisabschläge, die bei Nichtzahlung innerhalb einer zum Zeit-
          punkt des Kaufabschlusses festgelegten Frist fallig werden.
     Falls Verwendungs- und Kaufzeitpunkt nicht übereinstimmen, sind Korrekturen vorzu-
          nehmen, mit denen sich aus der zeitlichen Verschiebung ergebende Preisänderungen
          (symmetrisch zu den Vorratspreisänderungen) berücksichtigt werden, Diese Änderun-
          gen sind besonders wichtig, wenn sich die Preise der betroffenen Güter innerhalb eines
          Jahres drastisch ändern.
PRODUKTION UND OUTPUT
3.07 Allgemeine Definition der Produktion: Produktion ist eine unter Kontrolle und Verantwor-
     tung einer institutionellen Einheit ausgeführte Tätigkeit, bei der diese Einheit durch den
     Input von Arbeitskräften, Kapital sowie Waren und Dienstleistungen wiederum Waren und
     Dienstleistungen produziert. Natürliche Prozesse ohne jedes menschliche Zutun wie das
     unbeeinflußte Wachsen von Fisehbeständen in internationalen Gewässern rechnen nicht zur
     Produktion (wohl aber die Fischzucht).
3.08 Die Produktion schließt ein:
     a)  die Produktion sämtlicher Güter und Dienstleistungen für den privaten oder kollekti-
         ven Verbrauch, die an andere Einheiten, die sje nicht selbst herstellen, geliefert werden
          (oder die zur Lieferung an diese bestimmt sind);
     b) die für eigene Rechnung vorgenommene Produktion aller Waren, die von ihren Produ-
         zenten für den eigenen letzten Verbrauch oder eigene Bruttoanlageinvestitionen einbe-
         halten werden. Die für eigene Rechnung vorgenommene Produktion für Bruttoanlage-
         investitionen (selbsterstellte Anlagen) umfaßt die Produktion von Anlagevermögen
         wie Gebäuden, die Entwicklung von Software und die Exploration von Bodenschätzen
         für eigene Bruttoanlageinvestitionen (Bruttoanlageinvestitionen als Begriff siehe die
         Abschnitte 3.90-3.117).
         Die für eigene Rechnung vorgenommene Produktion von Waren durch private Haus-
         halte bezieht sich im allgemeinen auf:
         - den Bau von Wohnungen für eigene Rechnung;
         - die Produktion und Lagerung landwirtschaftlicher Erzeugnisse;
         - die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, wie die Produktion von Mehl
             durch Mahlen, die Konservierung von Obst durch Trocknen und Einmachen, die
             Produktion von Molkereierzeugnissen wie Butter und Käse sowie die Produktion
             von Bier, Wein und Spirituosen;
                                               71
 ---pagebreak---              - die Produktion von Grundstoffen vie den Abbau von Salz in Bergwerken, das Ste-
                 chen von Torf und den Transport von Wasser;
             -   sonstige Arten der Veredelung wie das Weben von Stoffen, die Produktion von
                 Töpferwaren sowie die Möbelproduktion.
             Die für eigene Rechnung vorgenommene Produktion einer Ware durch private Haus-
             halte ist zu erfassen, wenn diese Art der Produktion signifikant ist, d.h. wenn sie im
             Verhältnis zu dem Gesamtaufkommen an dieser Ware in einem Land als quantitativ
             bedeutsam angesehen wird.
             Das ESVG umfaßt vereinbarungsgemäß nur den Bau von Wohnungen für eigene
             Rechnung sowie die Produktion, Lagerung und Veredelung landwirtschaftlicher Er-
             zeugnisse; die übrige Produktion von Waren für eigene Rechnung durch private
             Haushalte wird als für die EU-Länder nicht signifikant gewertet;
         c)  Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz;
         d) häusliche und persönliche Dienste, die durch die Beschäftigung bezahlter Hausange-
             stellter geleistet werden;
        e)   freiwillig übernommene Tätigkeiten, die Waren zur Folge haben, zum Beispiel der
             Bau einer Wohnung, einer Kirche oder eines sonstigen Gebäudes, die als Produktion
             zu verbuchen sind. Davon ausgenommen sind freiwillig übernommene Tätigkeiten, die
             keine Waren zur Folge haben, zum Beispiel unentgeltliche Hausmeister- und Reini-
             gungsarbeiten.
             Alle derartigen Tätigkeiten sind auch dann eingeschlossen, wenn sie illegal sind oder
             weder bei Steuer-, Sozialversicherungs- oder Statistikbehörden noch bei sonstigen Be-
             hörden gemeldet sind.
3.09    Von der Produktion sind die häuslichen und persönlichen Dienste ausgeschlossen, die ein
        privater Haushalt für sich selbst erbringt (mit Ausnahme der durch die Beschäftigung be-
        zahlter Hausangestellter erbrachten Dienste sowie der Dienstleistungen aus eigengenutztem
        Wohnungsbesitz). Es geht hierbei um folgende Fälle:
        a)  Reinigung, Innenausstattung und Instandhaltung von Wohnungen, wenn es sich dabei
            um Tätigkeiten handelt, die auch für Mieter normal sind;
        b) Reinigung, Wartung und Reparatur von langlebigen Haushaltsgütern;
        c)  Zubereitung und Auftragen von Speisen;
        d) Betreuung, Ausbildung und Unterrichtung von Kindern;
        e)  Betreuung kranker, gebrechlicher oder alter Menschen;
        f)  Beförderung von zum privaten Haushalt gehörenden Personen oder ihrer Waren.
Haupt-, Neben- und Hilfstätigkeiten
3.10    Definition: Die Haupttätigkeit einer örtlichen fachlichen Einheit (FE) ist die Tätigkeit, de-
                     ren Wertschöpfung die Wertschöpfung jeder anderen innerhalb der gleichen
                     Einheit NACE Rev 1 zunächst auf der höchsten und danach auf den tieferen
                     Gliederungsebenen.
                                                 -72-
 ---pagebreak--- 3.11    Definition: Eine Nebentätigkeit ist eine innerhalb einer einzelnen örtlichen FE neben der
                    Haupttätigkeit ausgeübte Tätigkeit. Der Output aus der Nebentätigkeit ist ein
                    Nebenprodukt.
3.12    Definition: Der Output aus einer Hilfstätigkeit ist nicht zur Verwendung außerhalb des
                    Unternehmens bestimmt. Die Hilfstätigkeit ist eine unterstützende Tätigkeit,
                    die innerhalb eines Unternehmens verrichtet wird, um die Voraussetzungen
                    dafür zu schaffen, daß die Haupt- oder Nebentätigkeiten der örtlichen FE aus-
                    geübt werden können. Charakteristisch für die bei Hilfstätigkeiten erzeugten
                    Outputs ist, daß sie als Inputs in fast alle Arten von Produktionstätigkeiten -
                    gleich welchen Umfangs - eingehen.
              Zu den Hilfstätigkeiten können beispielsweise Ankauf, Verkauf, Marketing, Buch-
         führung, Datenverarbeitung, Transport, Lagerung, Instandhaltung, Reinigung und Sicher-
         heitsleistungen gehören. Unternehmen können die Wahl haben, Hilfstätigkeiten entweder
         selbst auszuüben oder diese Dienstleistungen von spezialisierten Dienstleistern auf dem
         Markt zu erwerben.
              Investitionen für eigene Rechnung werden nicht als Hilfstätigkeit betrachtet.
3.13   Hilfstätigkeiten werden als Bestandteil der Haupt- oder Nebentätigkeiten behandelt, mit
       denen sie im Zusammenhang stehen. Infolgedessen:
            wird der Output aus einer Hilfstätigkeit nicht ausdrücklich gesondert ausgewiesen und
            verbucht, woraus folgt, daß die Verwendung dieses Outputs ebenfalls nicht verbucht
            wird;
            werden alle in eine Hilfstätigkeit eingehenden Inputs wie Material, Arbeit, Abschrei-
            bungen usw. als Inputs in die durch die Hilfstätigkeit unterstützte Haupt- oder Neben-
            tätigkeit behandelt.
Output (PI)
3.14   Definition: Der Output besteht aus den Gütern, die während des Rechnungszeitraums ge-
                    schaffen werden.
       Als Sonderfälle gehören hierzu:
            Waren und Dienstleistungen, die eine örtliche FE einer anderen örtlichen FE liefert,
            die zur selben institutionellen Einheit gehört;
            Waren, die von einer örtlichen FE produziert werden und am Ende des Zeitraums, in
            dem sie produziert werden, in den Vorräten verbleiben, ungeachtet ihrer späteren Ver-
            wendung.
       Waren oder Dienstleistungen, die im gleichen Rechnungszeitraum und von der gleichen
       örtlichen FE produziert und verbraucht worden sind, werden jedoch nicht gesondert aus-
       gewiesen. Sie werden daher nicht als Teil des Outputs oder der Vorleistungen dieser örtli-
       chen FE verbucht.
3.15   Wenn eine institutionelle Einheit mehr als eine örtliche FE umfaßt, so ist der Output der
       institutionellen Einheit die Summe der Outputs der zu ihr gehörenden örtlichen FE ein-
       schließlich der Outputs, mit denen sich die einzelnen örtlichen FE untereinander beliefern.
                                                 73-
 ---pagebreak--- 3.16 Das ESVG weist drei Typen von Output aus:
            marktbestimmten Output (PI 1);
            für die eigene letzte Verwendung erzeugten Output (PI2);
            sonstigen nichtmarktbestimmten Output (PI3).
       Diese Unterscheidung ist von grundlegender Bedeutung, weil dadurch die für den Output
       anzuwendenden Bewertungsgrundsätze festgelegt werden: Der marktbestimmte Output
       und der für die eigene letzte Verwendung erzeugte Output werden zu Herstellungspreisen
       bewertet, wohingegen der sonstige nichtmarktbestimmte Output unter dem Kostenaspekt
       (siehe Abschnitt 3.43) bewertet wird. Außerdem wird die Unterscheidung für die Klassifi-
       zierung der Produzenten nach Marktproduzenten, Produzenten für die eigene letzte Ver-
       wendung und sonstigen Nichtmarktproduzenten verwendet (siehe Abschnitt 3.25-3.34).
Marktbestimmter Output (PI 1)
3.17   Definition: Unter marktbestimmtem Output wird der Output zusammengefaßt, der auf dem
                    Markt veräußert wird (siehe Abschnitt 3.18) bzw. für die Veräußerung auf dem
                    Markt bestimmt ist.
3.18 Zum marktbestimmten Output gehören:
       a)   zu wirtschaftlich signifikanten Preisen verkaufte Güter;
      b) getauschte Güter;
       c)   für Sachleistungen (einschließlich Sachbezüge) verwendete Güter;
       d) von einer örtlichen FE an eine andere örtliche FE innerhalb der gleichen institutionel-
            len Einheit gelieferte Güter, die als Vorleistungen oder zur letzten Verwendung einge-
            setzt werden;
      e)    Zugänge von Gütern zu den Vorräten an Fertigerzeugnissen und unfertige Erzeugnisse
            bzw. in Durchführung befindliche Arbeiten, die für eine der obengenannten Verwen-
            dungen bestimmt sind (einschließlich natürliches Wachstum im Zusammenhang mit
            tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen und noch nicht vollendete Bauten, deren
            Käufer unbekannt sind).
3.19  Definition: Unter einem wirtschaftlich signifikanten Preis ist ein Preis zu verstehen, der auf
                    dem Markt Anwendung findet. Als Markt wird der gesamte Output zusammen-
                    gefaßt, der zu Marktbedingungen geliefert wird. Unter Marktbedingungen ist es
                    die freie Entscheidung der Produzenten, was und wie sie erzeugen und an wen
                    sie liefern; sie müssen lediglich einige allgemeine Vorschriften, zum Beispiel
                    hinsichtlich der Beschäftigungsbedingungen und der Qualität der Güter, befol-
                    gen. Preis(änderungs)regelungen stehen im allgemeinen im Einklang mit den
                    Marktbedingungen, da der Wettbewerb außer auf Preisen auch auf anderen
                    Variablen, beispielsweise auf dem Kundendienst und der Qualität der Güter,
                    aufbauen kann.
                    Im ESVG hat ein wirtschaftlich signifikanter Preis (ohne Gütersteuern und ein-
                    schließlich Gütersubventionen) vereinbarungsgemäß mindestens 50 % der Ko-
                    sten der Produktion des jeweiligen Gutes zu decken.
                                                -74
 ---pagebreak--- 3.20 Der Umsatz zu wirtschaftlich signifikanten Preisen kann aus verschiedenen Elementen
     bestehen. Bei den medizinischen Versorgungsleistungen eines Krankenhauses kann der
     Umsatz zum Beispiel entsprechen:
          Käufen durch Arbeitgeber, die als Sacheinkommen ihrer Arbeitnehmer und deren
          Ausgaben für den letzten Verbrauch verbucht werden;
          Käufen durch private Versicherungsgesellschaften;
          Käufen durch die Sozialversicherung und den Staat, die als soziale Sachleistungen
          eingestuft werden;
          Käufen durch private Haushalte ohne Erstattung (Ausgaben für den letzten Ver-
          brauch).
     Nur Subventionen und Geschenke (z.B. von Wohlfahrtseinrichtungen) rechnen nicht zum
     Umsatz.
     Analog dazu kann der Umsatz an Verkehrsleistungen durch Unternehmen Vorleistungen
     durch Produzenten, von Arbeitgebern bereitgestellten Sacheinkommen, vom Staat gewähr-
     ten sozialen Sachleistungen und Käufen durch private Haushalte ohne Erstattung entspre-
     chen.
3.21 Für den Fall, daß ein Produzent nur ein Gut produziert (oder alle Güter unter die gleiche
     Gütergruppe fallen), müssen die Kosten der Produktion dieses Gutes die in Abschnitt 3.43
     definierten Produktionskosten einschließen. In allen anderen Fällen sollten die Kosten der
     Nebentätigkeiten aufgegliedert werden, um die Produktionskosten nach Gütern zu berech-
     nen.
     In der statistischen Praxis kann eine klare Unterscheidung zwischen den verschiedenen
     Gütern der örtlichen FE des Staates und der Organisationen ohne Erwerbscharakter im
     Dienst von privaten Haushalten schwierig sein. Dies gilt um so mehr für die Produktions-
     kosten im Verhältnis zu den einzelnen Gütern. In diesem Fall besteht eine einfache Lösung
     darin, alle Einnahmen sonstiger Nichtmarktproduzenten aus einer oder mehreren Nebentä-
     tigkeiten als Einnahmen aus einer Art von marktbestimmtem Output zu behandeln. Dies
     gilt zum Beispiel für die Einnahmen eines Museums aus dem Verkauf von Plakaten und
     Postkarten (auch wenn diese Einnahmen unter Umständen nicht ausreichen, um 50% aller
     Kosten des Museumsladens zu decken, zum Beispiel weil dazu auch das Einkommen aus
     unselbständiger Arbeit des Ladenpersonals gehört).
     Sonstige Nichtmarktproduzenten können auch Einnahmen aus dem Verkauf ihres nicht-
     marktbestimmten Outputs zu wirtschaftlich nicht signifikanten Preisen haben, zum Bei-
     spiel die Einnahmen des Museums aus dem Verkauf der Eintrittskarten. Diese Einnahmen
     betreffen den sonstigen nichtmarktbestimmten Output. Wenn jedoch die Unterscheidung
     zwischen diesen beiden Arten von Einnahmen (Einnahmen aus dem Verkauf von Eintritts-
     karten und Einnahmen aus dem Verkauf von Plakaten und Postkarten) schwierig ist, kön-
     nen sie beide entweder als Einnahmen aus marktbestimmtem Output oder Einnahmen aus
     sonstigem nichtmarktbestimmtem Output behandelt werden. Die Entscheidung für die eine
     oder die andere Erfassungsalternative sollte man von der relativen Bedeutung abhängig
     machen, die man den beiden Einnahmearten zumißt (Verkauf von Eintrittskarten im Ver-
     hältnis zum Verkauf von Plakaten und Postkarten).
                                           -75
 ---pagebreak---         Vereinbarungsgemäß kann der Output eines Marktproduzenten niemals sonstiger nicht-
        marktbestimmter Output sein (siehe Abschnitt 3.34). Somit sind die primären und sekundä-
        ren Outputs eines Marktproduzenten stets marktbestimmter Output oder Output für die ei-
        gene letzte Verwendung.
Output für die eigene letzte Verwendung (P12)
3.22    Definition: Der fur die eigene letzte Verwendung erzeugte Output besteht aus Waren und
                     Dienstleistungen, die entweder von einer institutionellen Einheit für ihren eige-
                     nen letzten Verbrauch oder von einer örtlichen FE für ihre eigenen Bruttoanla-
                     geinvestitionen einbehalten werden.
3.23    Nur der Sektor der privaten Haushalte kann zum eigenen letzten Verbrauch einbehaltene
        Güter produzieren. Typische Beispiele hierfür sind:
             von Landwirten einbehaltene landwirtschaftliche Erzeugnisse
             Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz
             häusliche Dienste, die durch die Beschäftigung bezahlter Hausangestellter geleistet
             werden.
3.24    Für eigene Bruttoanlageinvestitionen verwendete Güter können in jedem Sektor produziert
        werden. Dies sind zum Beispiel:
             von Maschinenbauunternehmen hergestellte spezielle Werkzeugmaschinen;
             von privaten Haushalten erstellte Wohnungen oder Ausbauten;
             für eigene Rechnung errichtete Bauten einschließlich der von Gruppen privater Haus-
            halte gemeinschaftlich errichteten Bauten.
Sonstiger nichtmarktbestimmter Output (P13)
3.25    Definition: Sonstiger nichtmarktbestimmter Output setzt sich aus Output zusammen, der
                     anderen Einheiten unentgeltlich bzw. zu wirtschaftlich nicht signifikanten Prei-
                     sen zur Verfügung gestellt wird.
Drei Kategorien von Produzenten
3.26    Produzenten lassen sich unterteilen in:
            Marktproduzenten;
             Produzenten für die eigene letzte Verwendung;
             sonstige Nichtmarktproduzenten .
3.27    Definition: Marktproduzenten sind örtliche FE, deren Output zum größten Teil marktbe-
                     stimmten Output darstellt, d. h. deren Verkäufe (ohne Gütersteuern) im allge-
                     meinen den größten Teil ihrer Produktionskosten decken.
        Eine dem institutionellen Sektor Staat zugehörige und hauptsächlich wirtschaftlich signifi-
        kante Preise anwendende örtliche FE ist als Marktproduzent und nicht als sonstiger
        Nichtmarktproduzent zu behandeln.
                                                 76
 ---pagebreak--- 3.28     Definition: Produzenten für die eigene letzte Verwendung sind örtliche FE, deren Output
                      (wertmäßig) zum größten Teil für die eigene letzte Verwendung bestimmt ist.
                      Im ESVG gilt dies vereinbarungsgemäß nur für die Produzenten von Dienst-
                      leistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz und in sehr begrenztem Maße
                      für die für eigene Rechnung vorgenommene Produktion von Waren durch pri-
                     vate Haushalte (siehe Abschnitt 3.08 b).
3.29     Definition: Sonstige Nichtmarktproduzenten sind örtliche FE, deren Output (wertmäßig)
                     zum größten Teil unentgeltlich oder zu wirtschaftlich nicht signifikanten Prei-
                     sen zur Verfügung gestellt wird.
3.30     Der in den Abschnitten 3.27-3.29 verwendete Ausdruck "zum größten Teil" bezieht sich
         auf mindestens 50 % des Outputs (oder im Fall von Abschnitt 3.27 der Produktionskosten).
         Im Extremfall könnten es 34 % sein, da es hier um 3 Kategorien geht und die geringeren
         Anteile jeweils 33 % betragen könnten. In der Praxis wird die Tendenz allerdings dahin
         gehen, daß ein oder zwei Outputtypen dominieren.
3.31     Wenn das Kriterium "zum größten Teil" für mehrere Jahre erfüllt ist oder wenn es für das
         laufende Jahr erfüllt ist und dies auch für die nahe Zukunft zu erwarten ist, sollte es ange-
         wandt werden. Im Falle unterschiedlicher Outputtypen mit ungefähr gleichem Umfang ma-
         chen jährliche Schwankungen des jeweiligen Umfangs jedoch keine Neueinstufung der
         örtlichen FE erforderlich.
3.32     Da abgesehen von den privaten Haushalten als Eigentümer ihrer Wohnungen in Europa die
         Zahl der getrennten örtlichen FE, die Output für die eigene letzte Verwendung erzeugen,
         unerheblich ist, werden im ESVG praktisch nur zwei Unterkategorien von Tätigkeitsberei-
         chen verwendet:
              Marktproduzenten und Produzenten für die eigene letzte Verwendung;
              sonstige Nichtmarktproduzenten.
3.33     Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Kategorien von Produzenten und ihren Out-
         puts werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
                                Marktp       Produzenten für     Sonstige Nicht-              Insgesamt
                        roduzenten           die eigene letzte  marktproduzenten
                                               Verwendung
  Marktbestimmter               X                   0                   X              Marktbestimmter
       Output                                                                           Gesamt- output
  Output für die ei-            X            Dienstleistungen                         Gesamtoutput für
   gene letzte Ver-                         aus eigengenutz-            X              die eigene letzte
      wendung                                tem Wohnungs-                               Verwendung
                                                   besitz
   Sonstiger nicht-                                                                     Sonstiger nicht-
  marktbestimmter               0                   0                   X              marktbestimmter
       Output                                                                            Gesamtoutput
         Gesamt          Gesamtoutput       Gesamtoutput der    Gesamtoutput der               Gesamt-
                         der Marktpro-       Produzenten für     sonstigen Nicht-     output
                            duzenten         die eigene letzte  marktproduzenten
                                               Verwendung
X = umfangreicher Output; x = geringer Output; 0 = kein Output (vereinbarungsgemäß)
                                                   -77
 ---pagebreak--- 3.34   Marktproduzenten und Produzenten für die eigene letzte Verwendung könnten im Prinzip
       auch sonstigen nichtmarktbestimmten Output liefern. Es wird jedoch vereinbarungsgemäß
       angenommen, daß dieser Sekundäroutput gleich Null ist1. Dies hat zur Folge, daß dieser
       Output entweder als Teil ihres sonstigen Outputs oder - durch die Schaffung und Erfas-
       sung einer getrennten örtlichen FE, die sich ausschließlich oder hauptsächlich mit der Pro-
       duktion dieses sonstigen nichtmarktbestimmten Outputs befaßt - als Teil des Outputs von
       sonstigen Nichtmarktproduzenten verbucht wird.
3.35   Sonstige Nichtmarktproduzenten können als Sekundäroutputs marktbestimmten Output
       und für die eigene letzte Verwendung bestimmten Output liefern. Dies könnte zum Bei-
       spiel der Fall sein, wenn staatliche Krankenhäuser für ihre Dienstleistungen wirtschaftlich
       signifikante Preise in Rechnung stellen. Weitere Beispiele sind der Verkauf von Repro-
       duktionen durch staatliche Museen und der Verkauf von Wettervorhersagen durch meteo-
       rologische Institute.
Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Output
3.36   Output ist dann zu verbuchen und zu bewerten, wenn er im Produktionsprozeß entsteht.
3.37   Der gesamte Output wird zu Herstellungspreisen bewertet. Für die Bewertung des sonsti-
       gen nichtmarktbestimmten Outputs gelten gesonderte Vereinbarungen (siehe die Abschnit-
       te 3.43-3.45).
3.38   Definition: Der Herstellungspreis ist der dem Produzenten vom Käufer für eine als Output
                       erzeugte Waren- oder Dienstleistungseinheit zu zahlende Preis abzüglich der
                       für diese Einheit als Folge ihrer Produktion oder ihres Verkaufs zu entrichten-
                       den Steuern und zuzüglich der dafür zu fordernden Subventionen. Eventuelle
                       Transportkosten, die vom Produzenten gesondert in Rechnung gestellt werden,
                       sind in diesem Preis nicht enthalten. Enthalten sind hingegen alle vom Produ-
                       zenten mit gleicher Rechnung berechneten Transportspannen, selbst wenn sie
                       als gesonderte Position in der Rechnung ausgewiesen werden.
3.39   Output fur die eigene letzte Verwendung (PI2) ist zu den Herstellungspreisen ähnlicher,
       auf dem Markt verkaufter Güter zu bewerten; folglich kann im Zusammenhang mit diesem
       Output ein Nettobetriebsüberschuß oder ein gemischtes Einkommen entstehen. Dies gilt
       auch für Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz (siehe Abschnitt 3.54). Es
       wird allerdings meistens notwendig sein, den Output von Bauleistungen fur eigene Rech-
       nung über die Produktionskosten zu bewerten.
3.40   Zugänge bei unfertigen Erzeugnissen werden anteilmäßig zum geschätzten jeweiligen
       Herstellungspreis der Fertigerzeugnisse bewertet.
       Sofern genügend Informationen verfügbar sind (siehe Abschnitt 2.106), kann für die Verbuchung des sonstigen nichtmarktbestimmten
       Outputs eines Marktproduzenten eine getrennte örtliche FE vorgesehen werden.
                                                                 78
 ---pagebreak--- 3.41  Wenn der Wert des Outputs, der als unfertige Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindli-
      che Arbeit behandelt wird, im voraus zu schätzen ist, muß diese Schätzung auf den tat-
      sächlich entstandenen Kosten basieren* zuzüglich eines Aufschlags für den geschätzten
     Betriebsüberschuß oder eines Schätzwertes für das gemischte Einkommen. Die vorläufigen
      Schätzwerte müssen später durch die bei der Verteilung des tatsächlichen Wertes (sobald
     dieser bekannt wird) der Fertigerzeugnisse erhaltenen Zahlenwerte ersetzt werden. Der tat-
     sächliche Wert ist die Summe der Werte der:
          verkauften oder getauschten Fertigerzeugnisse;
          Zugänge von Fertigerzeugnissen zu den Vorräten abzüglich Abgängen;
          von ihrem Produzenten verbrauchten Fertigerzeugnisse.
3.42 Für in nicht vollendetem Zustand erworbene Gebäude und Bauten (unbewegliche Anlage-
     güter) wird ausgehend von den bis dahin entstandenen Kosten ein Wert geschätzt, der auch
     einen Aufschlag für Betriebsüberschuß oder gemischtes Einkommen enthält. (Dieser Auf-
     schlag ergibt sich durch die Schätzung des Wertes ausgehend von den Preisen für ver-
     gleichbare Gebäude und Bauten.) Die Beträge der etappenweisen Zahlungen können ver-
     wendet werden, um die Werte der vom Käufer in jeder Etappe getätigten Bruttoanlagein-
     vestitionen zu schätzen (ohne Berücksichtigung von Vorauszahlungen oder Rückständen).
     Wird die Errichtung eines Bauwerks für eigene Rechnung innerhalb eines Rechnungszeit-
     raums nicht abgeschlossen, so ist der Wert des Outputs und der entsprechenden Bruttoan-
     lageinvestitionen zu schätzen, indem der in diesem Zeitraum anfallende Anteil der Ge-
     samtproduktionskosten zu dem geschätzen jeweiligen Herstellungspreis in Beziehung ge-
     setzt wird. Ist eine Schätzung des Herstellungspreises für das fertige Bauwerk nicht mög-
     lich, so muß es zu seinen Gesamtproduktionskosten bewertet werden. Wird die Arbeit ganz
     oder teilweise kostenlos erbracht, wie dies z.B. bei von privaten Haushalten gemeinschaft-
     lich durchgeführter Bautätigkeit der Fall sein kann, so wird in die geschätzten Gesamtpro-
     duktionskosten eine Schätzung der Kosten für entsprechende bezahlte Arbeit einbezogen ,
     die auf den Löhnen für vergleichbare Arbeiten in der Umgebung oder der Region basiert.
3.43 Der Output eines sonstigen Nichtmarktproduzenten ist anhand der Gesamtproduktionsko-
     sten zu bewerten, d.h. anhand der Summe aus:
          Vorleistungen;
          Einkommen aus unselbständiger Arbeit;
          Abschreibungen;
          sonstigen Produktionssteuern (D29).
     Vereinbarungsgemäß gehen Zinszahlungen nicht in die Kosten der sonstigen nichtmarkt-
     bestimmten Produktion ein. Das gleiche gilt für den Mietwert von Nichtwohngebäuden, die
     als Eigentum in der sonstigen nichtmarktbestimmten Produktion vorhanden sind und ge-
     nutzt werden.
                                              79-
 ---pagebreak--- 3.44  Wenn bei sonstigen Nichtmarktproduzenten kein marktbestimmter Sekundäroutput vor-
      handen ist, ist der sonstige nichtmarktbestimmte Output zu Produktionskosten zu bewerten.
      Ist bei sonstigen Nichtmarktproduzenten marktbestimmter Sekundäroutput vorhanden, so
      ist der sonstige nichtmarktbestimmte Output als Restposten, d.h. als Differenz zwischen
      den Gesamtproduktionskosten der sonstigen Nichtmarktproduzenten und ihrem Einkom-
      men aus marktbestimmtem Output, zu bewerten.
3.45  Grundsätzlich ist der marktbestimmte Output sonstiger Nichtmarktproduzenten zu Herstel-
      lungspreisen zu bewerten. Manchmal kann es jedoch schwierig sein, zu entscheiden, ob
      bestimmte Nebentätigkeiten sonstiger Nichtmarktproduzenten zu marktbestimmtem Output
      führen (siehe Abschnitt 3.21). Aus praktischen Gründen können in diesen Fällen alle Ein-
      nahmen aus Nebentätigkeiten entweder als Einnahmen aus marktbestimmtem Output oder
      als Einnahmen aus sonstigem nichtmarktbestimmtem Output betrachtet werden.
3.46  Die Einnahmen aus dem Verkauf sonstigen nichtmarktbestimmten Outputs haben keinen
      Einfluß auf den Outputwert, denn:
      sie sind für die Ermittlung des Wertes des Gesamtoutputs eines sonstigen Nichtmarktpro-
           duzenten nicht relevant (Abschnitt 3.43),
           sie sind zur Ermittlung des Wertes des sonstigen nichtmarktbestimmten Outputs eines
           sonstigen Nichtmarktproduzenten nicht relevant (Abschnitt 3.44),
           sie sind für die Bestimmung des Wertes des marktbestimmten Outputs eines sonstigen
           Nichtmarktproduzenten nicht relevant (Abschnitt 3.21; lediglich aus praktischen
           Gründen können sie in einigen Fällen als Teil von Einnahmen aus dem Verkauf von
           marktbestimmtem Sekundäroutput verbucht werden).
3.47  Bei bestimmten Outputtypen unterliegen die Zeitpunkte für die Verbuchung und Bewer-
      tung des Outputs nachstehenden Erklärungen und Ausnahmeregelungen, die in der Reihen-
      folge der Abschnitte der CPA aufgeführt werden.
3.48  A. Erzeugnisse der Landwirtschaft, gewerblichen Jagd und Forstwirtschaft;
     B. Fische
      Der Output landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist so zu verbuchen, als würde er kontinuier-
      lich über die gesamte Produktionszeit hin produziert (nicht nur zur Erntezeit für pflanzliche
      bzw. zur Schlachtzeit für tierische Erzeugnisse).
      Im Wachstum befindliche Anbaukulturen, Holz auf dem Stamm und für Nahrungszwecke
      aufgezogene Fisch- bzw. Tierbestände sind während des Produktionsprozesses als Vorräte
      an unfertigen Erzeugnissen und nach Beendigung dieses Prozesses als Vorräte an Fertiger-
      zeugnissen zu behandeln.
                                              -80-
 ---pagebreak--- 3.49  D. Erzeugnisse des verarbeitenden Gewerbes; F. Bauleistungen
      Wird für ein Gebäude oder ein sonstiges Bauwerk, dessen Errichtung sich über mehrere
      Rechnungszeiträume erstreckt, im voraus ein Kaufvertrag abgeschlossen, so wird der in je-
     dem Zeitraum erzeugte Output als zum Ende des jeweiligen Zeitraums an den Käufer ver-
     äußert behandelt, d. h. als Anlageinvestition des Käufers und nicht als unfertiges Erzeugnis
     bzw. in Durchführung befindliche Arbeit im Baugewerbe. Der erzeugte Output wird als in
     den Etappen an den Käufer verkauft betrachtet, in denen dieser rechtlich Besitz von dem
     Output ergreift. Sind im Vertrag etappenweise Zahlungen vorgesehen, so kann der Wert
     des Outputs oftmals anhand des Wertes der in jedem Zeitraum vorgenommenen etappen-
     weisen Zahlungen geschätzt werden. Ist jedoch kein Kaufvertrag vorhanden, so wird der in
     jedem Zeitraum erzeugte unvollendete Output als unfertiges Erzeugnis bzw. in Durchfuh-
     rung befindliche Arbeit verbucht.
3.50 G. Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern
     Der Output von Leistungen des Groß- und Einzelhandels wird anhand der Handelsspannen
     bewertet, die mit den Waren erzielt werden, die dieser zum Weiterverkauf erwirbt.
     Definition: Eine Handelsspanne ist die Differenz zwischen dem tatsächlichen oder unter-
                  stellten Preis, der mit einer für den Weiterverkauf erworbenen Ware erzielt
                  wird, und dem Preis, der vom Händler gezahlt werden müßte, um die Ware
                  zum Zeitpunkt ihres Verkaufs oder ihrer anderweitigen Veräußerung wiederzu-
                  beschaffen.
     Vereinbarungsgemäß sind Gewinne und Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
     nicht in der Handelsspanne enthalten. In der Praxis kann es jedoch vorkommen, daß es die
     Datenquellen nicht erlauben, alle derartigen Gewinne und Verluste gesondert auszuweisen.
3.51 H. Dienstleistungen des Gastgewerbes
     Der Dienstleistungsoutput von Hotels und Gaststätten schließt den Wert der dort verzehr-
     ten Speisen, Getränke usw. ein.
3.52 I. Dienstleistungen des Verkehrs, der Lagerei und der Nachrichtenübermittlung
     Der Output von Verkehrsleistungen wird in Höhe der für die Beförderung von Waren oder
     Personen zu zahlenden Beträge gemessen. Die Beförderung für die Eigenverwendung in
     den örtlichen FE wird als Hilfstätigkeit betrachtet und nicht gesondert ausgewiesen und
     verbucht.
     Der Output von Lagereileistungen wird als der Wert eines Zugangs bei den unfertigen Er-
     zeugnissen bzw. den in Durchführung befindlichen Arbeiten gemessen, und zwar entweder
     als zusätzlicher Output im Sinne der Beförderung über einen Zeitraum (z. B. Lagerung für
     andere örtliche FE), oder als physische Veränderung (z. B. beim Ausreifen von Wein).
     Der Output von Reisebüroleistungen wird gemessen als der Wert des Dienstleistungsent-
     gelts der Büros (Gebühren oder Provisionen) und nicht anhand der vollen Ausgaben der
     Reisenden im Reisebüro. In den letzteren können zum Beispiel auch die Kosten für die
     Beförderung durch Dritte enthalten sein.
 ---pagebreak---      Der Output von Reiseveranstalterleistungen wird anhand der vollen Ausgaben gemessen,
     die den Reisenden gegenüber dem Reiseveranstalter entstehen.
     Der Unterschied zwischen Reisebüroleistungen und Reiseveranstalterleistungen besteht
     darin, daß Reisebüroleistungen lediglich Vermittlungsleistungen für den Reisenden sind,
     während mit Reiseveranstalterleistungen ein neues Produkt geschaffen wird, d.h. eine
     Reise wird organisiert, bei der die Preise für die einzelnen Komponenten (z. B. Fahrt, Un-
     terbringung, Unterhaltung) als solche für den Reisenden nicht erkennbar sind.
3.53 J. Dienstleistungen des Kredit- und Versicherungsgewerbes
     Der Output von Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit, für die keine ausdrückli-
     chen Gebühren erhoben werden, wird vereinbarungsgemäß gemessen als das von der die
     Leistungen erbringenden Einheit erzielte gesamte Einkommen aus Vermögen abzüglich
     ihrer gesamten Zinszahlungen, ausgenommen der Wert aller Einnahmen aus der Anlage ih-
     rer Eigenmittel (da diese Einnahmen nicht aus der finanziellen Mittlertätigkeit stammen)
     und bei Nebentätigkeiten der Firianzmittler im Versicherungssektor ausgenommen das
     Einkommen aus der Anlage von versicherungstechnischen Rückstellungen. Bei der Mes-
     sung dieses Outputs sind Gewinne und Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
     außer acht zu lassen, da im Rahmen des Systems derartige Gewinne nicht im Produktions-
     konto, sondern auf einem getrennten Konto (dem Konto für die sonstigen Veränderungen
     der Aktiva) verbucht werden. Dies gilt auch für Gewinne aus dem Halten von Devisen und
     Wertpapieren durch berufsmäßige Händler (wenngleich diese Gewinne im allgemeinen
     positiv sein und von den Händlern selbst als Teil ihrer normalen Einnahmen betrachtet
     werden dürften). Die Handelsspannen bei Devisen und Wertpapieren (d. h. die normalen
     Differenzbeträge zwischen den Anschaffungspreisen für den Händler und den Anschaf-
     fungspreisen für den Käufer) sind hingegen ähnlich wie für Groß- und Einzelhändler in den
     Output einzuschließen. Hierbei kann es ebenfalls zu Problemen mit den Daten bei der Un-
     terscheidung dieser Handelsspannen von den Gewinnen aus dem Halten von Aktiva bzw.
     Passiva kommen, die so gut wie möglich zu bewältigen sind.
     Der Output der von Zentralbanken erbrachten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertä-
     tigkeit ist in gleicher Weise wie der Output der Leistungen der sonstigen Finanzmittler zu
     messen.
     Die Tätigkeit von Geldverleihern, die nur ihre eigenen Mittel verleihen, wird nicht als Pro-
     duktion von Dienstleistungen behandelt.
     Die Finanzmittler können auch verschiedene Finanzdienstleistungen und Dienstleistungen
     für Unternehmen erbringen, für die ausdrücklich Gebühren oder Provisionen erhoben wer-
     den. Gemeint sind hier zum Beispiel das Geldwechselgeschäft und die Anlageberatung
     sowie die Beratung beim Erwerb von Immobilien und die Steuerberatung. Die Bewertung
     des Outputs dieser Dienstleistungen erfolgt auf der Grundlage der erhobenen Gebühren
     oder Provisionen.
     Der Output von Versicherungsdienstleistungen (Dienstleistungsentgelt) wird wie folgt ge-
     messen:
     +    Gesamtbetrag der verdienten tatsächlichen Prämien
     +    Gesamtbetrag der zusätzlichen Prämien (gleich dem Ertrag aus der Anlage der versi-
          cherungstechnischen Rückstellungen)
                                              -82
 ---pagebreak---               Gesamtbetrag der fälligen Leistungen
              Veränderungen der Deckungsrückstellungen und der Rückstellungen für Gewinnbetei-
              ligung der Versicherten.
         Gewinne und Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva bleiben bei der Messung
         des Outputs von Versicherungsdienstleistungen unberücksichtigt. Sie sind weder als Ein-
         kommen aus der Anlage von versicherungstechnischen Rückstellungen noch als Verände-
         rungen der Deckungsrückstellungen und der Rückstellungen für Gewinnbeteiligung der
         Versicherten zu betrachten.
         Es ist daraufhinzuweisen, daß versicherungstechnische Rückstellungen in Nebentätigkei-
         ten der Versicherungsgesellschaften investiert werden können, zum Beispiel in die Vermie-
         tung von Wohnungen oder Büros. In diesem Fall ist der Nettobetriebsüberschuß aus diesen
         Nebentätigkeiten Einkommen aus der Anlage von versicherungstechnischen Rückstellun-
         gen.
In ähnlicher Weise wird der Output von Dienstleistungen der Pensionskassen gemessen, nämlich:
         +    Gesamtbetrag der tatsächlichen Beiträge an die Pensionskassen
         +    Gesamtbetrag der zusätzlichen Beitragsleistungen (gleich dem Einkommen aus der
              Anlage der versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen)
              fällige Leistungen
              Veränderungen der Deckungsrückstellungen.
3.54     K. Dienstleistungen des Grundstücks- und Wohnungswesens, Vermietung beweglicher Sa-
         chen, Dienstleistungen für Unternehmen
         Der Output von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz ist in der geschätz-
         ten Höhe des Mietbetrages zu bewerten, den ein Mieter für die gleiche Unterkunft zahlen
         würde, wobei Faktoren wie Lage, Wohnqualität des Viertels usw. sowie Größe und Quali-
         tät der Wohnung selbst zu berücksichtigen sind. Dennoch ist dieser Output zu Herstel-
         lungspreisen zu bewerten. Das bedeutet, daß alle normalerweise von Mietern, nicht aber
         von Unternehmen zu entrichtenden Steuern ausgeschlossen werden. Bei getrennt von der
         Wohnung gelegenen Garagen, die vom Eigentümer in Verbindung mit der Nutzung der
         Wohnung für Zwecke des eigenen letzten Verbrauchs genutzt werden, ist eine ähnliche
         Unterstellung vorzunehmen. Für Garagen, die von ihren privaten Eigentümern lediglich
         zum Parken in der Nähe des Arbeitsplatzes genutzt werden, sind keine Unterstellungen
         vorzunehmen. Der Mietwert von eigengenutzten Wohnungen im Ausland, zum Beispiel
         von Ferienhäusem, wird nicht als Teil der Inlandsproduktion verbucht, sondern als Einfuhr
         von Dienstleistungen und der entsprechende Nettobetriebsüberschuß als aus der Übrigen
         Welt erhaltenes Primäreinkommen. Für eigengenutzte Wohnungen, deren Eigentümer
         Gebietsfremde sind, sollten entsprechende Buchungen vorgenommen werden. Im Falle von
         Time-Sharing-Wohnungen ist ein Anteil des Dienstleistungsentgelts als solches zu verbu-
         chen.
         Bei Immobiliendienstleistungen im Zusammenhang mit Nichtwohngebäuden ist der Output
         in Höhe der zu entrichtenden Miete zu verbuchen.
                                               -83
 ---pagebreak---      Der Output von Dienstleistungen des Operating Leasing (Vermietung beweglicher Anlage-
     güter) wird in Höhe des Mietbetrages gemessen, den der Mieter (Leasingnehmer) an den
     Vermieter (Leasinggeber) entrichtet. Operating Leasing ist klar vom Finanzierungs-Lea-
     sing zu unterscheiden, das eine Methode zur Finanzierung des Erwerbs von Anlagevermö-
     gen ist, indem der Leasingnehmer vom Leasinggeber einen Kredit erhält. Beim Finanzie-
     rungs-Leasing bestehen die Leasingeinnahmen (hauptsächlich) aus Rückzahlungen und
     Zinszahlungen, und der Wert der Dienstleistungen ist im Vergleich zu den gezahlten Ge-
     samtleasinggebühren sehr gering (siehe Anhang zum Leasing).
     Soweit möglich sollte für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (F&E) eine getrennte
     örtliche FE berücksichtigt werden. Ist dies nicht möglich, so sind alle F&E-Tätigkeiten von
     signifikantem Umfang (verglichen mit der Haupttätigkeit) als Nebentätigkeit der örtlichen
     FE zu verbuchen.
     Der Output von Dienstleistungen der F&E wird wie folgt gemessen:
          F&E durch darauf spezialisierte kommerzielle Forschungslabors oder -institute wird in
          der üblichen Weise nach den Einnahmen aus dem Verkauf, aus Verträgen, Provisio-
          nen, Gebühren usw. bewertet.
          Der Output von F&E zur Verwendung innerhalb desselben Unternehmens sollte prin-
          zipiell auf der Grundlage der geschätzten Herstellungspreise bewertet werden, die zu
          zahlen wären, wenn der Forschungsauftrag auf kommerzieller Grundlage weiterverge-
          ben würde. In der Praxis wird er jedoch wahrscheinlich auf der Grundlage der gesam-
          ten Produktionskosten zu bewerten sein.
          F&E durch staatliche Einheiten, Universitäten, Forschungsinstitute ohne Erwerbscha-
          rakter usw. ist in der Regel sonstige nichtmarktbestimmte Produktion und daher auf
          der Grundlage der Produktionskosten zu bewerten. Einnahmen aus dem Verkauf von
          F&E durch sonstige Nichtmarktproduzenten von F&E sind als Einnahmen aus markt-
          bestimmtem Nebenoutput zu verbuchen.
     Ausgaben für F&E sind von Ausgaben für Bildung und Ausbildung zu trennen. Ausgaben
     für F&E enthalten nicht die Kosten für die Entwicklung von Software als Haupt- oder Ne-
     bentätigkeit. Ihre Behandlung bei der Verbuchung ist jedoch beinahe gleich; der einzige
     Unterschied besteht darin, daß Software als immaterielles produziertes Aktivum angesehen
     und nicht patentiert wird.
3.55 L. Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung
     Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und gesetzlichen Sozialversi-
     cherung werden stets als sonstige nichtmarktbestimmte Dienstleistungen erbracht und sind
     dementsprechend zu bewerten.
                                              84
 ---pagebreak--- 3.56  M. Dienstleistungen des Bereichs Erziehung und Unterricht;
     N. Dienstleistungen des Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesens
      Im Falle von Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen kann es oft notwendig sein, eine
      genaue Grenze zwischen Marktproduzenten und sonstigen Nichtmarktproduzenten und
     zwischen ihrem marktbestimmten und nichtmarktbestimmten Output zu ziehen. Für einige
     Formen der Ausbildung und der medizinischen Behandlung können staatliche Einrichtun-
     gen (oder andere Einrichtungen infolge spezieller Subventionen) beispielsweise symboli-
     sche Gebühren erheben, während sie für andere Ausbildungsmaßnahmen und spezielle
     medizinische Behandlungen gewerbliche Tarife berechnen. Ein weiterer einschlägiger Fall
      ist beispielsweise, wenn die gleiche Art von Dienstleistungen (z. B. die Hochschulbildung)
     zum einen vom Staat (oder durch seine Vermittlung) und zum anderen von gewerblichen
     Einrichtungen erbracht wird. Dann bestehen oft große Unterschiede zwischen den in Rech-
     nung gestellten Preisen und der Qualität der Dienstleistungen.
     Von den Dienstleistungen des Bildungs- und des Gesundheitswesens sind F&E- Arbeiten
     ausgeschlossen; von den Dienstleistungen des Gesundheitswesens sind Ausbildungsmaß-
     nahmen im Gesundheitssektor, z. B. an Universitätskliniken, ausgeschlossen.
3.57 O. Sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen
     Die Produktion von Büchern, Aufnahmen, Filmen, Software, Bändern, Platten usw. ist ein
     in zwei Etappen ablaufender Prozeß und wird entsprechend gemessen:
     (i) Der Output aus der Produktion von Originalen, d.h.immateriellen Werten, wird bei
           Verkauf ausgehend von dem bezahlten Preis und bei Nichtverkauf ausgehend von
           dem für ähnliche Originale bezahlten Herstellungspreis, von ihren Produktionskosten
           oder vom Gegenwartswert der aus ihrer Nutzung in der Produktion künftig zu erwar-
           tenden Einnahmen gemessen.
     (ii) Der Eigentümer der immateriellen Werte kann diese direkt verwenden oder in späteren
           Zeiträumen davon Kopien anfertigen (als Abschreibungen zu verbuchen). Wenn der
           Eigentümer anderen Produzenten eine Lizenz zur Nutzung der Originale in der Pro-
           duktion erteilt, sind die Gebühren, Provisionen, usw., die er aus den Lizenzen erhält,
           sein Output aus den Dienstleistungen. In dieser zweiten Etappe ist der Verkauf der
           immateriellen Werte eine negative Anlageinvestition.
3.58 P. Private Haushalte (mit Arbeitnehmern)
     Vereinbarungsgemäß wird der Output häuslicher Dienste, die durch die Beschäftigung be-
     zahlter Hausangestellter geleistet werden, nach dem Einkommen aus unselbständiger Ar-
     beit bewertet, das den Angestellten gezahlt wird; darin ist jede Art von Sachbezügen wie
     etwa Verpflegung und Unterkunft inbegriffen.
VORLEISTUNGEN (P2)
3.59 Definition: Die Vorleistungen setzen sich aus dem Wert der als Inputs in einem Produkti-
                   onsprozeß verbrauchten Waren und Dienstleistungen zusammen, ausgenom-
                   men das Anlagevermögen, dessen Verbrauch als Abschreibungen verbucht
                   wird. Die Waren und Dienstleistungen können im Produktionsprozeß entweder
                   verarbeitet oder verbraucht werden.
                                                85
 ---pagebreak--- 3.60 Folgende Grenzfalle sind in den Vorleistungen enthalten:
     a)  der Wert aller als Input in Hilfstätigkeiten verwendeten Waren und Dienstleistungen.
         Es handelt sich hierbei um Käufe, Verkäufe, Marketing, Buchhaltung, Datenverarbei-
         tung, Transport, Lagerung, Instandhaltung, Sicherheit usw. Dabei wird nicht unter-
         schieden zwischen diesen Waren und Dienstleistungen und den von einer örtlichen FE
         im Rahmen ihrer Haupt- (oder Neben-)Tätigkeiten verbrauchten Waren und Dienstlei-
         stungen;
     b) der Wert der von einer anderen örtlichen FE der gleichen institutionellen Einheit erhal-
         tenen Waren und Dienstleistungen (sofern sie der allgemeinen Definition in Abschnitt
         3.59 entsprechen);
     c)  die Kosten für die Nutzung gemieteten Anlagevermögens, z.B. für Operating Leasing
         von Maschinen oder Kraftfahrzeugen;
     d) Mitgliedsbeiträge und sonstige Zahlungen an Wirtschaftsverbände ohne Erwerbscha-
         rakter;
     e)  nicht zu den Bruttoinvestitionen rechnende Posten, zum Beispiel:
         - Kleinwerkzeuge, die nicht teuer sind und für verhältnismäßig einfache Arbeits-
            gänge verwendet werden, wie etwa Sägen, Hämmer, Schraubendreher und andere
            Handwerkzeuge, sowie kleine Geräte wie etwa Taschenrechner. Alle Ausgaben für
            solche dauerhaften Güter, die 500 ECU (in Preisen von 1995) pro Artikel (bzw. als
            Gesamtkaufpreis, wenn sie in größeren Mengen gekauft werden) nicht überschrei-
            ten, sind nach dem ESVG vereinbarungsgemäß als Vorleistungen zu verbuchen;
         - die normale, regelmäßige Instandhaltung und Reparatur des in der Produktion ver-
            wendeten Anlagevermögens;
         - militärische Vernichtungswaffen und für ihre Lieferung benötigte Ausrüstungen
            (nicht jedoch von Polizei- und Sicherheitskräften erworbene leichte Waffen oder
            gepanzerte Fahrzeuge, da diese zu den Bruttoanlageinvestitionen rechnen);
                   Dienstleistungen der Forschung und Entwicklung, Schulung von Mitarbei-
            tern, Marktforschung und ähnliche Tätigkeiten, die von einer außenstehenden Ein-
            richtung gekauft oder von einer getrennten örtlichen FE derselben institutionellen
            Einheit erbracht bzw. durchgeführt werden;
     f)  Zahlungen für die Nutzung von immateriellen nichtproduzierten Aktiva wie patentier-
         ten Aktiva, Warenzeichen, Urheberrechten usw. (ausgenommen Zahlungen für den
         Kauf der entsprechenden Eigentumsrechte, die als Erwerb eines immateriellen nicht-
         produzierten Aktivums behandelt werden);
     g) vom Arbeitgeber erstattete Ausgaben der Arbeitnehmer für Artikel, die für den Pro-
         duktionsprozeß des Arbeitgebers notwendig sind, z. B. bei vertraglicher Verpflichtung,
         Werkzeuge oder Schutzbekleidung für eigene Rechnung zu kaufen;
     h) Ausgaben des Arbeitgebers, die sowohl zu seinem eigenen Nutzen als auch zum Nut-
         zen seiner Arbeitnehmer sind, weil sie für die Produktion des Arbeitgebers notwendig
         sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um:
         - Erstattungen für Reise-, Trennungs-, Umzugskosten und Repräsentationsausgaben,
            die Arbeitnehmern im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten entstehen;
         - Ausstattung der Arbeitsräume.
                                              86
 ---pagebreak---             In den Abschnitten zum Einkommen aus unselbständiger Arbeit (Dl) wird eine umfas-
            sendere Aufstellung gegeben;
        i)  von örtlichen FE für Nichtlebensversicherungsdienstleistungen gezahltes Entgelt: Um
            nur das Dienstleistungsentgelt als Vorleistungen zu verbuchen, müssen von den ge-
            zahlten Prämien z. B. die ausgezahlten Leistungen und die Netto Veränderungen der
            Deckungsrückstellungen abgezogen? werden. Letztere können als Anteil der gezahlten
            Prämien auf die örtlichen FE umgelegt werden;
       j)   nur für die Gesamtwirtschaft: alle von gebietsansässigen Produzenten erbrachten indi-
            rekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit (IEDFM).
3.61   Die Vorleistungen enthalten nicht:
       a)   als Bruttoinvestitionen behandelte Posten wie:
            - Wertgegenstände;
            - Exploration von Bodenschätzen;
            - größere Verbesserungen, die beträchtlich über das hinausgehen, was erforderlich
                ist, um das Anlagevermögen einfach in gutem, betriebsfähigem Zustand zu halten,
                z B. Renovierungen, Umbauten bzw. Erweiterungen;
            - für eigene Rechnung gekaufte oder hergestellte Software.
       b) Ausgaben von Arbeitgebern, die als Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen
            gelten (siehe Abschnitt 5.05);
       c)   durch staatliche Einheiten erbrachte kollektive Dienstleistungen, die von für den Markt
            produzierenden Einheiten oder von für eigene Rechnung produzierenden Einheiten in
            Anspruch genommen werden (sie werden als Ausgaben für den Kollektiwerbrauch
            durch den Staat gehandelt); :
       d) innerhalb des gleichen Rechnungszeitraums und der gleichen örtlichen FE produzierte
            und verbrauchte Waren oder Dienstleistungen (sie werden ebenfalls nicht als Output
            verbucht);
       e)   Zahlungen für staatliche Genehmigungen und Gebühren, die als Produktionssteuern
            (siehe Abschnitt 4.14 und 4.15) behandelt werden.
Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Vorleistungen
3.62   Als Vorleistungen verwendete Güter sind zu dem Zeitpunkt zu verbuchen und zu bewerten,
       da sie in den Produktionsprozeß eingehen. Sie sind zu den Anschaffungspreisen für ähnli-
       che Waren oder Dienstleistungen zu diesem Zeitpunkt zu bewerten.
3.63   In der Praxis verbuchen produzierende Einheiten gewöhnlich die tatsächliche Verwendung
       der Waren im Produktionsprozeß nicht direkt. Sie verbuchen die Käufe, die als Inputs ver-
       wendet werden sollen, und die Veränderungen der Vorräte an diesen Waren. Deshalb müs-
       sen die Vorleistungen geschätzt werden, indem die Veränderungen der Vorräte an Inputs
       (für deren korrekte Bewertung siehe die Abschnitte 3.111-3.114) von den Käufen abgezo-
       gen werden.
                                                 87
 ---pagebreak--- LETZTER VERBRAUCH (P3, P4)
3.64    Es werden zwei Begriffe für den letzten Verbrauch verwendet:
             Ausgaben für den letzten Verbrauch (P3),
            tatsächlicher letzter Verbrauch (P4).
        Der Begriff der Ausgaben für den letzten Verbrauch bezieht sich auf die Ausgaben eines
        Sektors für Konsumgüter und Dienstleistungen. Im Gegensatz dazu bezieht sich der tat-
        sächliche letzte Verbrauch auf den Erwerb von Konsumgütern und Dienstleistungen durch
        diesen Sektor. Der Unterschied zwischen diesen Begriffen liegt in der Behandlung be-
        stimmter Waren und Dienstleistungen, die vom Staat oder von Organisationen ohne Er-
        werbscharakter im Dienst von privaten Haushalten finanziert, aber privaten Haushalten als
        soziale Sachübertragungen zur Verfügung gestellt werden.
Ausgaben für den letzten Verbrauch (P3)
3.65  'Definition: Ausgaben für den letzten Verbrauch sind Ausgaben, die gebietsansässigen in-
                    stitutionellen Einheiten für Waren und Dienstleistungen entstehen, die zur
                    unmittelbaren Befriedigung individueller Bedürfnisse und Wünsche oder kol-
                    lektiver Bedürfnisse der Allgemeinheit verwendet werden. Ausgaben für den
                    letzten Verbrauch können im Inland oder im Ausland getätigt werden.
3.66   Die Ausgaben für den letzten Verbrauch der privaten Haushalte enthalten folgende Grenz-
       fâlle:
       a)   Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz;
       b)   Sacheinkommen wie:
            - Waren und Dienstleistungen, die als Sacheinkommen aus unselbständiger Arbeit
               bezogen werden;
            - Waren und Dienstleistungen, die als Output von privaten Haushalten gehörenden
               Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit produziert und fur den Verbrauch
               durch Mitglieder dieser Haushalte einbehalten werden. Es handelt sich hierbei um
               Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, Dienstleistungen aus
               eigengenutztem Wohnungsbesitz, häusliche Dienste, die durch die Beschäftigung
               bezahlter Hausangestellter (Dienstboten, Köche, Gärtner, Chauffeure usw.) geleistet
               werden;
       c)   nicht unter Vorleistungen fallende Posten wie:
            - Material für kleine Reparaturen und Innenausstattungsarbeiten in Wohnungen, wie
               sie normalerweise sowohl von Mietern als auch von Eigentümern ausgeführt wer-
               den;
            - Material für Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten an dauerhaften Konsumgü-
               tern einschließlich Fahrzeugen;
       d)     nicht unter Investitionen fallende Posten, insbesondere dauerhafte Konsumgüter, die
       ihre Funktion über mehrere Rechnungszeiträume ausüben; dies schließt die Übertragung
       des Eigentums an bestimmten dauerhaften Gütern von einem Unternehmen an einen priva-
       ten Haushalt ein (siehe Transaktionen mit vorhandenen Gütern, Abschnitt 3.137);
       e)     direkt in Rechnung gestellte Finanzdienstleistungen;
                                                 88-
 ---pagebreak---       f)     Versicherungsdienstleistungen in Höhe des einbegriffenen Dienstleistungsentgelts
      (siehe Abschnitt 3.53);
     g)     Dienstleistungen der Pensionskassen in Höhe des einbegriffenen Dienstleistungsent-
     gelts (siehe Abschnitt 3.53);
     h)     Zahlungen privater Haushalte für Genehmigungen, Zulassungen usw., die als Erwerb
     von Dienstleistungen betrachtet werden (siehe Abschnitt 4.14 und 4.15);
     i)     den Kauf von Output zu wirtschaftlich nicht signifikanten Preisen, z. B. Eintrittsge-
     bühren für Museen (siehe Abschnitt 3.21).
3.67 In den Ausgaben für den letzten Verbrauch der privaten Haushalte sind nicht enthalten:
     a)     soziale Sachübertragungen, wie etwa zunächst von den privaten Haushalten getra-
     gene, aber von der Sozialversicherung später erstattete Ausgaben, zum Beispiel einige
     Ausgaben für medizinische Zwecke;
     b)     Posten, die unter Vorleistungen oder Bruttoinvestitionen fallen, wie'etwa:
           - Ausgaben privater Haushalte als Eigentümer von Unternehmen ohne eigene
              Rechtspersönlichkeit, wenn sie für geschäftliche Zwecke getätigt werden, z. B. für
              dauerhafte Güter wie Fahrzeuge, Möbel oder elektrische Ausrüstungen
              (Bruttoanlageinvestitionen) sowie ferner für Verbrauchsgüter wie Brennstoffe
              (Vorleistungen);
          - Ausgaben, die privaten Haushalten für Innenausstattungs-, Instandhaltungs- und
              Reparaturarbeiten bei eigengenutztem Wohnungsbesitz entstehen, die von Mietern
              normalerweise nicht ausgeführt werden (sie werden als Vorleistungen bei der Er-
              bringung häuslicher Dienste behandelt);
          - Wohnungserwerb (wird als Bruttoanlageinvestitionen behandelt);
          - Ausgaben für Wertgegenstände (werden als Bruttoinvestitionen behandelt);
     c)     unter den Erwerb nichtproduzierter Aktiva fallende Positionen, insbesondere
     Grundstückserwerb;
     d)     alle Zahlungen privater Haushalte, die als Steuern zu betrachten sind, wie etwa Ge-
     nehmigungen für den Besitz von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen sowie Jagd-, Waffen-
     oder Angelscheine (siehe Abschnitt 4.14 und 4.15).
     e)     Beiträge und sonstige Zahlungen von privaten Haushalten an Organisationen ohne
     Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten wie Gewerkschaften, Berufsverbän-
     de, Verbraucherverbände, Kirchen sowie soziale und kulturelle Vereine, Freizeitklubs und
     Sportvereine;
     f)     freiwillige Geld- oder Sachübertragungen von privaten Haushalten an wohltätige
     Einrichtungen und Hilfsorganisationen.
                                             -89
 ---pagebreak--- 3.68    In den Ausgaben für den letzten Verbrauch von Organisationen ohne Erwerbscharakter im
        Dienst von privaten Haushalten sind zwei gesonderte Kategorien enthalten:
        a)   der Wert der von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haus-
             halten erzeugten Waren und Dienstleistungen außer selbsterstellten Anlagen und außer
             Ausgaben privater Haushalte und sonstiger Einheiten;
        b) Ausgaben von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushal-
             ten für Waren und Dienstleistungen von Marktproduzenten, die ohne irgendwelche
             Umwandlungen als soziale Sachleistungen den privaten Haushalten für ihren Ver-
             brauch zur Verfügung gestellt werden.
3.69    In den Ausgaben des Staates für den letzten Verbrauch sind zwei Ausgabenkategorien ent-
        halten, die den Kategorien der Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von priva-
        ten Haushalten ähneln:
        a)   der Wert der Waren und Dienstleistungen, die vom Staat selbst erzeugt werden
             (vereinbarungsgemäß wird angenommen, daß sie auch vom Staat selbst verbraucht
             werden), außer selbsterstellten Anlagen und außer Ausgaben anderer Einheiten;
        b) vom Staat gekaufte Waren und Dienstleistungen, die von Marktproduzenten produziert
             worden sind und ohne irgendwelche Umwandlungen als soziale Sachleistungen den
            'privaten Haushalten für ihren Verbrauch zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet,
             daß der Staat lediglich für Waren und Dienstleistungen zahlt, die die Verkäufer den
             privaten Haushalten zur Verfügung stellen.
3.70    Kapitalgesellschaften tätigen keine Ausgaben für den letzten Verbrauch. Ihre Käufe von
        Waren und Dienstleistungen der gleichen Art, wie sie die privaten Haushalte für den letz-
        ten Verbrauch verwenden, werden entweder für Vorleistungen verwendet oder Arbeitneh-
        mern als Sacheinkommen aus unselbständiger Arbeit zur Verfügung gestellt, d.h. sie wer-
        den als unterstellte Ausgaben privater Haushalte für den letzten Verbrauch behandelt.
        Selbst dann, wenn die Gesellschaften den Individualverbrauch beispielsweise durch Wer-
        bung finanzieren, werden diese Ausgaben zu den Vorleistungen gerechnet.
Tatsächlicher letzter Verbrauch
3.71    Definition: Der tatsächliche letzte Verbrauch setzt sich zusammen aus den von gebietsan-
                     sässigen institutionellen Einheiten zur unmittelbaren Befriedigung individueller
                     oder kollektiver menschlicher Bedürfnisse erworbenen Waren und Dienstlei-
                     stungen.
3.72    Definition: Waren und Dienstleistungen für den Individualverbrauch ("individuelle Waren
                     und Dienstleistungen") werden von einem privaten Haushalt zur Befriedigung
                     der Bedürfnisse und Wünsche der Mitglieder dieses Haushalts erworben und
                     verwendet. Individuelle Waren und Dienstleistungen besitzen folgende Merk-
                     male:
                     (a) Es muß möglich sein, den Erwerb der Waren oder Dienstleistungen durch
                          einen einzelnen privaten Haushalt oder ein Haushaltsmitglied sowie den
                          Zeitpunkt dieses Erwerbs zu beobachten und zu verbuchen.
                                                   90
 ---pagebreak---                   (b) Der private Haushalt muß der Entgegennahme der Ware oder Dienstlei-
                       stung zugestimmt haben und alle erforderlichen Schritte einleiten, um sie
                       zu ermöglichen - beispielsweise durch den Besuch einer Schule oder den
                       Aufenthalt in einer Klinik.
                  (c) Die Ware oder Dienstleistung muß so beschaffen sein, daß ihr Erwerb
                       durch einen einzigen privaten Haushalt oder eine einzige Person oder auch
                       durch eine begrenzte Personengruppe ihren Erwerb durch andere private
                       Haushalte oder Personen ausschließt.
3.73 Definition: Dienstleistungen für den Kollektiwerbrauch ("kollektive Dienstleistungen")
                  werden allen Mitgliedern der Bevölkerung oder allen Angehörigen einer be-
                  stimmten Bevölkerungsgruppe, beispielsweise allen privaten Haushalten einer
                  bestimmten Region, gleichzeitig zur Verfügung gestellt. Kollektive Dienstlei-
                  stungen haben folgende Merkmale:
                (a)    Sie können jedem einzelnen Mitglied der Bevölkerung oder einer
                       bestimmten Bevölkerungsgruppe, beispielsweise allen in einer bestimmten
                       Region oder Ortschaft lebenden Personen, gleichzeitig erbracht werden.
                (b)    Die Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen erfolgt gewöhnlich passiv
                       und erfordert nicht das ausdrückliche Einverständnis oder die aktive Be-
                       teiligung aller betroffenen Personen.
                (c)    Das Erbringen einer kollektiven Dienstleistung für eine Einzelperson ver-
                      ringert nicht die für andere Personen derselben Bevölkerungsgruppe oder
                       der Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehende Dienstleistungsmenge. Es
                       gibt beim Erwerb keinerlei Konkurrenz.
3.74 Alle Ausgaben privater Haushalte für den letzten Verbrauch sind individueller Natur. Alle
     von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten zur Verfü-
     gung gestellten Waren und Dienstleistungen werden vereinbarungsgemäß als individuelle
     Waren und Dienstleistungen behandelt.
3.75 Bei Waren und Dienstleistungen, die von Einheiten des Staates zur Verfügung gestellt
     werden, wird die Grenze zwischen Waren und Dienstleistungen für den Individualver-
     brauch und für den Kollektiwerbrauch auf der Grundlage der Systematik und Schlüsselung
     der Aufgabenbereiche des Staates (COFOG) gezogen.
     Vereinbarungsgemäß sind alle Ausgaben des Staates für den letzten Verbrauch unter sämt-
     lichen nachstehenden Positionen als Ausgaben für den Individualverbrauch von Dienstlei-
     stungen zu behandeln, außer den Ausgaben für allgemeine Verwaltung, Regulierung, For-
     schung usw. in jeder dieser Kategorien:
          04        Unterrichtswesen;
          05        Gesundheitswesen;
          06        Soziale Sicherung;
          08.01     Sport und Erholung;
     -    08.02     Kultur.
                                                 91 -
 ---pagebreak---           Außerdem sind die Ausgaben zu folgenden Unterpositionen ebenfalls zu den Ausgaben für
          den Individualverbrauch zu rechnen, wenn sie signifikant sind:
                07.11     Bereitstellung von Wohnungen (teilweise);
                07.31     Hausmüllabfuhr (teilweise);
                12.12     Betrieb von Verkehrsnetzen (teilweise).
          Die Ausgaben für den Kollektiwerbrauch sind die restlichen Ausgaben des Staates für den
          letzten Verbrauch. Sie setzten sich im einzelnen zusammen aus Ausgaben für:
                Verwaltung und Regulierung der Gesellschaft;
                Gewährleistung von Sicherheit und Verteidigung;
                Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Gesetzgebung und Regulierung;
                Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheit;
                Umweltschutz;
                Forschung und Entwicklung;
                Entwicklung der Infrastruktur und der Wirtschaft.
3.76       Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Begriffen können mit Hilfe einer Tabelle
          veranschaulicht werden:
                       Sektor, in dem Ausgaben anfallen
                       Staat            Org. ohne Er-            private              Erwerb
                                       werbscharakter     Haushalte          insgesamt
                                        im Dienst von
                                      privaten Haushal-
                                              ten "
   Indivi-              X                     X                   X          Tatsächlicher
    dual-       (= soziale Sach-                                             letzter Individu-
    ver-         übertragungen)                                              alverbrauch
   brauch
    Kol-               X                      0                   0             Tatsächlicher
   lektiv-                                                                    letzter Kollektiv-
    ver-                                                                          verbrauch
   brauch
          I       Ausgaben des        Ausgaben für den     Ausgaben priva-       Tatsächlicher
 nsgesam         Staates für den      letzten Verbrauch   ter Haushalte für   letzter Verbrauch
 t             letzten Verbrauch         der Org. ohne     den letzten Ver-    = Gesamtausga-
                                      Erwerbscharakter          brauch         ben für den letz-
                                        im Dienst von                           ten Verbrauch
                                      privaten Haushal-
                                              ten
3.77       Alle Ausgaben für den letzten Verbrauch der Organisationen ohne Erwerbscharakter im
           Dienst von privaten Haushalten sind vereinbarungsgemäß individuelle Ausgaben. Demzu-
           folge ist der gesamte tatsächliche letzte Verbrauch gleich der Summe aus dem tatsächli-
           chen letzten Verbrauch der privaten Haushalte und dem tatsächlichen letzten Verbrauch
           des Staates.
                                                     -92-
 ---pagebreak--- 3.78    Vereinbarungsgemäß gibt es keine sozialen Sachübertragungen mit der Übrigen Welt
        (obwohl es entsprechende Geldübertragungen gibt). Folglich ist der gesamte tatsächliche
        letzte Verbrauch gleich den Gesamtausgaben für den letzten Verbrauch.
Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Ausgaben für den letzten Verbrauch
3.79    Wie schon in Kapitel I erklärt wurde, sind Waren und Dienstleistungen im allgemeinen
        dann zu verbuchen, wenn die Verbindlichkeiten eintreten, also wenn dem Käufer eine
        Verpflichtung gegenüber dem Verkäufer erwächst. Das bedeutet, Ausgaben für eine Ware
        sind zum Zeitpunkt des Eigentümerwechsels zu verbuchen; Ausgaben für eine Dienstlei-
        stung sind zu dem Zeitpunkt zu verbuchen, wenn diese Dienstleistung vollständig erbracht
        worden ist.
3.80    Die Verbuchung von Ausgaben für eine durch Teilzahlungskauf oder eine ähnliche Kredit-
        vereinbarung (auch durch Finanzierungs-Leasing) erworbene Ware erfolgt zum Zeitpunkt
        der Lieferung der Ware, selbst wenn in diesem Augenblick kein rechtsgültiger Eigentü-
        merwechsel stattfindet.
3.81   Verbrauch für eigene Rechnung wird zum Zeitpunkt der Produktion des für den eigenen
        letzten Verbrauch einbehaltenen Outputs verbucht.
3.82   Die Verbuchung der Ausgaben privater Haushalte für den letzten Verbrauch erfolgt zu An-
       schaffungspreisen. Darunter ist der Preis zu verstehen, den der Käufer zum Kaufzeitpunkt
       tatsächlich für die Güter bezahlt. Eine genauere Definition ist in Abschnitt 3.06 enthalten.
3.83   Die Bewertung von Waren und Dienstleistungen, die als Sacheinkommen aus unselbstän-
       diger Arbeit zur Verfügung gestellt werden, erfolgt zu Herstellungspreisen, wenn sie vom
       Arbeitgeber erzeugt worden sind, und zu den Anschaffungspreisen des Arbeitgebers, wenn
       sie von ihm angekauft worden sind.
3.84   Für den eigenen Verbrauch einbehaltene Waren oder Dienstleistungen werden zu Herstel-
       lungspreisen bewertet.
3.85   Ausgaben des Staates oder der Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von priva-
       ten Haushalten für den letzten Verbrauch von durch diese jeweils selbst erzeugten Gütern
       werden zum Zeitpunkt ihrer Produktion verbucht, der zugleich der Zeitpunkt der Bereitstel-
       lung dieser Güter durch den Staat bzw. die Organisationen ohne Erwerbscharakter im
       Dienst von privaten Haushalten ist. Bei Ausgaben für den letzten Verbrauch von durch
       Marktproduzenten gelieferten Waren und Dienstleistungen ist der Zeitpunkt der Lieferung
       der Verbuchungszeitpunkt.
3.86   Ausgaben des Staates oder der Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von priva-
       ten Haushalten für den letzten Verbrauch sind gleich der Summe ihrer jeweiligen Outputs,
       zuzüglich der Ausgaben für den privaten Haushalten über Marktproduzenten (d.h. als so-
       ziale Sachübertragungen) zur Verfügung gestellte Güter und abzüglich der Zahlungen
       durch andere Einheiten sowie abzüglich selbsterstellter Anlagen.
                                                93
 ---pagebreak--- Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung des tatsächlichen letzten Verbrauchs
3.87.   Der Erwerb von Waren und Dienstleistungen durch institutionelle Einheiten erfolgt dann,
        wenn sie die neuen Eigentümer der Waren werden bzw. die Lieferung der Waren und
        Dienstleistungen an sie abgeschlossen ist.
3.88    Der Erwerb - der tatsächliche letzte Verbrauch - wird für die Einheiten, bei denen die Aus-
        gaben entstehen, zu Anschaffungspreisen bewertet.
        Sachübertragungen, die keine sozialen Sachübertragungen vom Staat oder von Organisa-
        tionen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten sind, werden wie Geld-
        übertragungen behandelt. Folglich werden die Werte der Waren oder Dienstleistungen ef-
        fektiv als Ausgaben der sie erwerbenden institutionellen Einheiten oder Sektoren verbucht.
3.89    Die Werte der beiden Gesamtgrößen Ausgaben für den letzten Verbrauch und tatsächlicher
        letzter Verbrauch sind gleich. Die Bewertung der von gebietsansässigen privaten Haushal-
        ten durch soziale Sachübertragungen erworbenen Waren und Dienstleistungen wird somit
        zu den gleichen Preisen vorgenommen wie ihre Bewertung in den Ausgabenaggregaten.
BRUTTOINVESTITIONEN (P5)
3.90    Die Bruttoinvestitionen setzen sich zusammen aus:
             Bruttoanlageinvestitionen (P51 );
             Vorratsveränderungen (P52);
             Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen (P53).
3.91    Bruttoinvestitionen sind Investitionen inklusive Abschreibungen. Die Nettoinvestitionen
        lassen sich durch Abziehen der Abschreibungen von den Bruttoinvestitionen errechnen.
Bruttoanlageinvestitionen
3.92    Definition: Die Bruttoanlageinvestitionen enthalten den Erwerb von Anlagevermögen
                     durch gebietsansässige Produzenten abzüglich Veräußerungen von Anlagever-
                     mögen in einem bestimmten Zeitraum zuzüglich gewisser Erhöhungen des
                     Wertes nichtproduzierter Aktiva durch die Produktionstätigkeit von produzie-
                     renden oder institutionellen Einheiten. Als Anlagevermögen bezeichnet man
                     als Output in Produktionsprozessen entstandene Sachanlagen und immaterielle
                     Werte, die selbst wiederholt oder kontinuierlich länger als ein Jahr in Produkti-
                     onsprozessen verwendet werden.
3.93    Bruttoanlageinvestitionen enthalten sowohl positive als auch negative Werte:
        a)   positive Werte:
             - gekauftes neues oder vorhandenes Anlagevermögen;
             - für die eigene Verwendung der Produzenten erzeugtes und einbehaltenes Anlage-
                vermögen (einschließlich der Produktion von noch nicht völlig fertiggestelltem
                oder voll ausgewachsenem Anlagevermögen für eigene Rechnung);
             - im Tausch erworbenes neues oder vorhandenes Anlagevermögen;
                                                  94
 ---pagebreak---           - in Form von S ach Vermögensübertragungen erhaltenes neues oder vorhandenes An-
              lagevermögen;
          - vom Nutzer mittels Finanzierungs-Leasing erworbenes neues oder vorhandenes
              Anlagevermögen;
          - maßgebliche Verbesserungen an Anlagevermögen und vorhandenen Baudenkmä-
              lern;
          - natürliches Wachstum natürlicher Aktiva, die Dauerkulturen darstellen;
     b) negative Werte (d.h. als negativer Erwerb verbuchte Veräußerungen von Anlagever-
          mögen):
          - verkauftes vorhandenes Anlagevermögen;
          - vom Eigentümer abgerissenes, verschrottetes oder geschlachtetes vorhandenes An-
              lagevermögen;
          - im Tausch aufgegebenes vorhandenes Anlagevermögen;
          - als Sachvermögensübertragung aufgegebenes vorhandenes Anlagevermögen.
3.94 Zu den Bestandteilen von Anlagevermögensveräußerungen zählen nicht:
          Abschreibungen (einschließlich vorhersehbare normale Schadensfälle);
          außerordentliche Verluste wie Dürreverluste oder Verluste durch andere Naturkata-
          strophen (sie werden verbucht unter sonstige Veränderungen des Volumens der Akti-
          va).
3.95 Es lassen sich folgende Arten von Bruttoanlageinvestitionen unterscheiden:
     a)   Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen:
          - Wohnungen;
          - sonstige unbewegliche Anlagegüter;
         - bewegliche Anlagegüter;
         - kultivierte Aktiva (Bäume und Vieh);
     b) Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten:
         - Exploration von Bodenschätzen;
         -    Computersoftware;
         - Originale der Unterhaltungsindustrie, literarische und künstlerische Originale
         - sonstige immaterielle Werte.
     c)  maßgebliche Verbesserungen an materiellen nichtproduzierten Aktiva, insbesondere
          solche, die Grund und Boden betreffen (wobei der Erwerb nichtproduzierter Aktiva
         nicht enthalten ist).
     d) mit der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten Aktiva wie etwa Grund und
         Boden sowie Patenten verbundene Kosten (wobei der Erwerb dieser Aktiva selbst
         nicht enthalten ist).
                                           -95
 ---pagebreak--- 3.96 Maßgebliche Verbesserungen an Grund und Boden beinhalten:
           Landgewinnung aus dem Meer durch den Bau von Deichen, Dämmen und Sperrmau-
           ern für diesen Zweck;
           Rodung von Wäldern, Beseitigung von Felsgestein usw., um den Grund und Boden
           erstmals fur die Produktion zu nutzen;
           Trockenlegung von Marschland oder Bewässerung von Wüsten durch den Bau von
           Deichen, Gräben und Bewässerungskanälen;
           Vorbeugung gegen Überschwemmungen und Bodenerosion durch Meer und Flüsse
           durch den Bau von Wellenbrechern, Dämmen oder Hochwassersperren.
     Diese Tätigkeiten können zur Schaffung großer neuer unbeweglicher Anlagegüter wie etwa
     Dämmen, Hochwassersperren und Staumauern führen, die allerdings selbst nicht wie sonst
     bei unbeweglichen Anlagegütern üblich unmittelbar zur Produktion anderer Waren und
     Dienstleistungen verwendet werden. Sie werden gebaut, um dadurch mehr bzw. besseren
     Grund und Boden zu bekommen, und es ist der Grund und Boden, ein nichtproduziertes
     Aktivum, der für die Produktion benötigt wird. Eine Staumauer, die zur Produktion von
     Elektrizität gebaut worden ist, dient z. B. einem ganz anderen Zweck als ein Damm, der
     gebaut worden ist, um das Meer abzuhalten. Nur die Errichtung des letztgenannten Damms
     ist als Verbesserung von Grund und Boden einzuordnen.
3.97 Bruttoanlageinvestitionen enthalten folgende Grenzfälle:
          Erwerb von Hausbooten, Binnenschiffen, Wohnwagen und Caravans, die als Wohnsitz
          privater Haushalte genutzt werden, sowie alle damit in Verbindung stehenden Bauten
          wie etwa Garagen;
          militärisch genutzte Bauten und Anlagen - ähnlich denjenigen, die von zivilen Produ-
          zenten genutzt werden - beispielsweise Flugplätze, Hafenanlagen, Straßen und Kran-
          kenhäuser;
          leichte Waffen und gepanzerte Fahrzeuge, die von nichtmilitärischen Einheiten genutzt
          werden;
          Veränderungen des Jahr für Jahr für die Produktion genutzten Viehbestands, zum Bei-
          spiel Zucht- und Milchvieh, Wollschafe und Zugtiere;
          Veränderungen des Jahr für Jahr kultivierten Baumbestandes, zum Beispiel Obst-
          bäume, Weinstöcke, Kautschukbäume, Palmen usw.;
          Verbesserungen an vorhandenem Anlagevermögen, die weit über die Erfordernisse
          von normaler Instandhaltung und Reparaturen hinausgehen;
          Erwerb von Anlagevermögen über Finanzierungs-Leasing.
3.98 Bruttoanlageinvestitionen enthalten nicht:
     a)   in den Vorleistungen enthaltene Transaktionen wie:
          - Erwerb von Klein Werkzeugen für Produktionszwecke (siehe Abschnitt 3.60e);
          - normale Instandhaltung und Reparaturen;
          - Kauf von militärischen Waffen und Systemen für ihre Unterstützung;
          - Erwerb von Anlagevermögen im Rahmen eines Operating-Leasing-Vertrags (siehe
              auch den Anhang über Leasing und Teilzahlungskauf von dauerhaften Gütern);
                                               96-
 ---pagebreak---         b) als Vorratsveränderungen verbuchte Transaktionen:
             - Produktion von Schlachtvieh einschließlich Geflügel;
             - Baumaufzucht für die Nutzholzproduktion (unfertige Erzeugnisse);
        c)   von privaten Haushalten zu Zwecken des letzten Verbrauchs (Ausgaben für den letzten
             Verbrauch) erworbene bewegliche Anlagegüter;
        d)   Gewinne und Verluste aus Anlagevermögen (sonstige Veränderungen der Aktiva);
        e)   Katastrophenverluste aus Anlagevermögen (sonstige Veränderungen der Aktiva), z.B.
             Zerstörung von kultivierten Aktiva und Viehbeständen durch Ausbruch von Krankhei-
             ten (von der Versicherung in der Regel nicht gedeckte Schäden) oder Schäden infolge
             von ungewöhnlichem Hochwasser, Stürmen oder Waldbränden (siehe Kapitel VI).
3.99    Bruttoanlageinvestitionen in Form von Verbesserungen an vorhandenem Anlagevermögen
        sind wie der Erwerb gleichartigen neuen Anlagevermögens einzustufen.
3.100   Immaterielle Werte bestehen normalerweise aus neuen Informationen, Spezialwissen usw.
        und umfassen:
            Exploration von Bodenschätzen, einschließlich der Kosten für tatsächliche Versuchs-
            bohrungen, Luftbild- und sonstige Erhebungen, Transportkosten usw.;
            Computersoftware und große Datenbanken, die länger als ein Jahr in der Produktion
            eingesetzt werden;
            literarische und künstlerische Originale von Manuskripten, Übertragungen, Modellen,
            Filmen, Tonaufzeichnungen usw.
3.101   Sowohl bei Anlagevermögen als auch bei nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva bein-
       halten die dem neuen Eigentümer bei der Eigentumsübertragung entstehenden Kosten fol-
        gende Positionen:
       a)   bei der Abnahme dieser (neuen oder vorhandenen) Aktiva am jeweils gewünschten Ort
            und zum gewünschten Zeitpunkt entstehende Kosten, zum Beispiel Transportkosten,
            Bau- und Montagekosten usw.;
       b) anfallende Honorare oder Provisionen, zum Beispiel an Sachverständige, Ingenieure,
            Anwälte, Schätzer usw. gezahlte Gebühren, ferner an Grundstücksmakler, Auktionato-
            ren usw. gezahlte Provisionen;
       c)   vom neuen Eigentümer bei der jeweiligen Eigentumsübertragung entrichtete Steuern.
       All diese Kosten sind als Bruttoanlageinvestitionen des neuen Eigentümers zu verbuchen.
       Dabei sind die Steuern als Steuern auf die Dienstleistungen der Mittler und nicht als Steu-
       ern auf die gekauften Aktiva zu behandeln.
Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Bruttoanlageinvestitionen
3.102  Die Verbuchung von Bruttoanlageinvestitionen erfolgt zum Zeitpunkt der Übertragung des
       Eigentums am Anlagevermögen auf die institutionelle Einheit, die seine Nutzung in der
       Produktion beabsichtigt.
                                                97
 ---pagebreak---         Von dieser allgemeinen Regel ist abzuweichen im Falle von:
             Finanzierungs-Leasing (dann wird ein Eigentümerwechsel unterstellt);
             selbsterstellten Anlagen.
        Mittels Finanzierungs-Leasing erworbene Aktiva werden so verbucht, als würde der Nutzer
        zum Eigentümer, wenn er die Waren in Besitz nimmt. Selbsterstellte Anlagen werden bei
        der Produktion verbucht.
3.103   Die Bewertung von Bruttoanlageinvestitionen erfolgt zu Anschaffungspreisen einschließ-
        lich Montagekosten und anderer Kosten der Eigentumsübertragung. Die Bewertung
        selbsterstellter Anlagen erfolgt zu den Herstellungspreisen für ähnliches Anlagevermögen
        (was einen Aufschlag für Nettobetriebsüberschuß oder gemischtes Einkommen impliziert)
        oder zu Produktionskosten, falls solche Preise nicht zur Verfügung stehen.
3.104   Die Bewertung des Erwerbs von immateriellen Werten erfolgt auf unterschiedliche Art und
        Weise:
        a)   Exploration von Bodenschätzen: zu den Kosten der tatsächlichen Versuchsbohrungen
             und sonstigen Bohrungen sowie den Kosten, die entstehen, um Versuchsbohrungen
             überhaupt erst zu ermöglichen (zum Beispiel Luftbild- und andere Erhebungen);
        b) Computersoftware: zu Anschaffungspreisen, wenn sie auf dem Markt erworben wurde,
             wohingegen sie bei betriebsinterner Entwicklung zum geschätzten Herstellungspreis
             (oder ihren Produktionskosten, wenn nicht anders machbar) bewertet wird;
        c)   Originale der Unterhaltungsindustrie, literarische und künstlerische Originale: Sie
             werden zu dem Preis bewertet, den der Käufer beim Kauf zahlt, oder, wenn sie nicht
             verkauft werden, zu den Herstellungskosten für ähnliche Originale, zu ihren Produkti-
             onskosten oder zum Gegenwartswert der aus ihrer Nutzung in der Produktion künftig
             zu erwartenden Einnahmen.
3.105   Veräußerungen vorhandenen Anlagevermögens durch Verkauf werden zu (Herstellungs-
       preisen nach Abzug aller dem Verkäufer durch die Eigentumsübertragung entstehenden
       Kosten bewertet.
3.106   Die Kosten für die Eigentumsübertragung gelten sowohl für produzierte Aktiva, wozu auch
        das Anlagevermögen zählt, als auch für nichtproduzierte Aktiva wie Grund und Boden.
        Bei produzierten Aktiva werden diese Kosten in die Anschaffungspreise einbezogen. Im
        Falle von Grund und Boden sowie sonstigen nichtproduzierten Aktiva müssen sie von den
        Käufen und Verkäufen getrennt und als gesonderte Position bei den Bruttoanlageinvesti-
       tionen verbucht werden.
Vorratsveränderungen (P52)
3.107   Definition: Vorratsveränderungen werden in Höhe des Wertes der Vorratszugänge abzüg-
                     lich des Wertes der Abgänge sowie des Wertes aller wiederkehrenden Verluste
                     von bevorrateten Waren bewertet.
                                                98
 ---pagebreak--- 3.108 Durch natürlichen Verderb, Schadensfälle oder kleinere Diebstähle können bei allen be-
      vorrateten Waren wiederkehrende Verluste auftreten, zum Beispiel:
           Verluste von Material, Hilfs- und Betriebsstoffen
           Verluste von unfertigen Erzeugnissen;
           Verluste von Fertigerzeugnissen;
           Verluste von Waren für den Weiterverkauf (z.B. Ladendiebstahl).
3.109 Vorräte setzen sich aus folgenden Kategorien zusammen:
      a)   Material, Hilfs- und Betriebsstoffe;
           zu Material, Hilfs- und Betriebsstoffen gehören alle Waren, die mit der Absicht auf
           Lager gehalten werden, sie als intermediäre Inputs in der Produktion zu verwenden.
           Hierunter fallen auch vom Staat auf Lager gehaltene Waren. Positionen wie Gold,
           Diamanten usw. werden dann mit aufgenommen, wenn sie für die industrielle Ver-
          wendung oder eine andere Produktion eingesetzt werden sollen;
      b) unfertige Erzeugnisse;
           unfertige Erzeugnisse sind erzeugter Output, der noch nicht fertiggestellt ist. Sie wer-
          den in den Vorräten der sie produzierenden Einheit verbucht. Es kann sich dabei um
          die unterschiedlichsten Outputarten handeln, z. B.:
          - im Wachstum befindliche Anbaukulturen;
          - heranwachsende Baum- und Viehbestände;
          - unvollendete Bauten (außer den Bauten, die auf der Grundlage eines im voraus ab-
              geschlossenen Kaufvertrages oder für eigene Rechnung errichtet werden und zu den
              Anlageinvestitionen zählen);
          - unvollendetes sonstiges Anlagevermögen, z. B. Schiffe und Bohrinseln;
          - noch nicht abgeschlossene Nachforschungen im Rahmen von Rechts- oder Bera-
              tungsvorgängen,
          - zum Teil fertiggestellte Filmproduktionen;
          - zum Teil fertiggestellte Computerprogramme.
          Unfertige Erzeugnisse sind für jeden Produktionsprozeß zu verbuchen, der zum Ende
          des jeweiligen Zeitraums noch nicht abgeschlossen ist. Das ist insbesondere für die
          Quartalsabschlüsse von Bedeutung, z. B. wenn die Produktion pflanzlicher Erzeugnis-
          se innerhalb eines Quartals nicht abgeschlossen ist.
          Abgänge unfertiger Erzeugnisse finden bei Abschluß des Produktionsprozesses statt.
          Zu diesem Zeitpunkt werden sämtliche unfertigen Erzeugnisse in fertige Erzeugnisse
          umgewandelt.
      c)  Fertigwaren;
          Fertigwaren als Teil der Vorräte bestehen aus Outputs, die ihr Produzent vor der Aus-
          lieferung nicht weiterverarbeiten will (auch wenn sie als intermediäre Inputs für andere
          Produktionsprozesse geliefert werden);
      d) für den Weiterverkauf bestimmte Waren;
          Waren für den Weiterverkauf werden zum Zwecke ihrer Weiterveräußerung in unver-
          ändertem Zustand erworben.
                                              -99-
 ---pagebreak--- Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Vorratsveränderungen
3.110   Der Zeitpunkt der Verbuchung und Bewertung von Vorratsveränderungen sollte mit dem
        anderer Gütertransaktionen übereinstimmen. Das gilt besonders für Vorleistungen (z. B.
        Material, Hilfs- und Betriebsstoffe), Output (z. B. unfertige Erzeugnisse und Output aus
        der Lagerhaltung landwirtschaftlicher Erzeugnisse) und Bruttoanlageinvestitionen (z. B.
        unfertige Erzeugnisse). Konsistenz ist auch bei den Strömen der Lohnveredelung erforder-
        lich. Wenn Waren beispielsweise im Ausland veredelt werden und es dabei zu wesentli-
        chen physischen Veränderungen kommt, müssen sie zur Ausfuhr (und später dann zur
        Einfuhr) gerechnet werden (siehe Abschnitt 3.125). Diese. Ausfuhr spiegelt sich in einer
        gleichzeitigen Abnahme der Vorräte wider, und die damit verbundene Einfuhr wird später
       auch als Zunahme der Vorräte verbucht (wenn nicht sofort eine Verwendung bzw. ein Ver-
       kauf erfolgt).
3.111  Vorratsveränderungen sind zum Ze;tpunkt des Lagereingangs (Wareneingang) oder zum
       Zeitpunkt des Lagerausgangs (Warenausgang) zu verbuchen.
3.112  Die verwendeten Preise sollten mit den Preisen für andere Ströme konsistent sein, was
       konkreter gesagt bedeutet, daß:
       a)    der Output an Fertigerzeugnissen, der in die Vorräte des Produzenten dieser Erzeug-
             nisse übernommen wird, so bewertet wird, als wäre er zu diesem Zeitpunkt zum je-
             weiligen Herstellungspreis verkauft worden;
       b) Zugänge zu den unfertigen Erzeugnissen im Verhältnis zum geschätzten jeweiligen
             Herstellungspreis der Fertigerzeugnisse bewertet werden;
       c)    Abgänge unfertiger Erzeugnisse (als Lagerausgang nach Abschluß der Produktion) zu
             Herstellungspreisen bewertet werden;
       d) zum Verkauf aus den Vorräten entnommene Waren zu Herstellungspreisen bewertet
             werden;
       e)    zum Weiterverkauf bestimmte Waren, die in die Vorräte von Groß- und Einzelhänd-
             lern usw. eingehen, zu den tatsächlichen oder geschätzten Anschaffungspreisen des
             Händlers bewertet werden;
       f)    zum Weiterverkauf bestimmte Waren, die aus den Vorräten entnommen werden, zu
             den Anschaffungspreisen bewertet werden, zu denen sie zum Zeitpunkt ihres Lager-
            ausgangs (nicht ihres Erwerbs) wiederbeschafft werden können.
3.113  Verluste durch natürlichen Verderb, versicherbare Schadensfalle oder kleinere Diebstähle
       werden wie folgt verbucht und bewertet:
            bei Material, Hilfs- und Betriebsstoffen: als tatsächliche Lagerausgänge zur Verwen-
            dung in der Produktion (Vorleistungen);
            bei unfertigen Erzeugnissen: als Abzug von den im gleichen Zeitraum durch Produk-
            tion entstandenen Zugängen;
            bei fertigen Erzeugnissen und für den Weiterverkauf bestimmten Waren: als Entnah-
            men zum jeweiligen Preis von einwandfreien Waren.
                                               - 100-
 ---pagebreak--- 3.114  In den vorstehenden Abschnitten ist die begrifflich korrekte Bewertung jeder einzelnen La-
       gereingangs- und -ausgangstransaktion beschrieben worden, die erforderlich ist, um die
       Übereinstimmung mit der Bewertung des Outputs, der Vorleistungen und der letzten Ver-
       wendungen zu gewährleisten. In der Praxis wird ein solches Vorgehen oft zu schwierig
       sein, und daher sollten Näherungsmethoden verwendet werden:
       (a) Verändert sich das Voiratsvolurnen einigermaßen regelmäßig, so besteht eine prakti-
            sche Methode, die dem theoretischen Bewertungsgrundsatz sehr nahekommt, darin,
            die Volumenveränderung der Vorräte mit den Durchschnittspreisen für den jeweiligen
            Zeitraum (Anschaffungspreise für bei Benutzern, Groß- und Einzelhändlern lagernde
            Vorräte und Herstellungspreise für Vorräte, die von den Produzenten gehalten werden)
            zu multiplizieren.
       (b) Sofern die Preise der betreffenden Waren weitgehend konstant bleiben, kann selbst bei
            starken Schwankungen des Vorratsvolumens die einfache Näherung, d.h. die Multipli-
            kation der Volumenänderung mit dem Durchschnittspreis, angewandt werden.
       (c) Wenn sich im Rechnungszeitraum sowohl das Volumen als auch die Preise der Vorrä-
            te wesentlich ändern, sind differenziertere Näherungsverfahren erforderlich, beispiels-
            weise die vierteljährliche Bewertung der Vorratsveränderungen oder die Verwendung
            von Vorabinformationen über die Verteilung der Schwankungen innerhalb des Rech-
            nungszeitraums (die Schwankungen können gegen Ende des Kalenderjahres, während
            der Erntezeit usw. am größten sein).
       (d) Falls nur Informationen über die Werte zu Beginn und am Ende des Zeitraums zur
            Verfügung stehen (z.B. beim Groß- oder Einzelhandel, wo die Vorräte oft aus vielen
            unterschiedlichen Gutem bestehen), sind die Volumenveränderungen zwischen Beginn
            und Ende des Zeitraums ebenfalls zu schätzen. Dies läßt sich erreichen, indem die
            Umschlaghäufigkeit nach Güterarten geschätzt (angenommen) wird.
       Zu den saisonbedingten Preisänderungen sei bemerkt, daß sie zum Teil Qualitätsunter-
       schiede reflektieren können, z.B. Ausverkaufspreise oder Preise für Obst und Gemüse au-
       ßerhalb der Saison. Diese Veränderungen in der Qualität sind als Volumenänderungen zu
       behandeln.
Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen (P53)
3.115  Definition: Wertgegenstände sind in erster Linie als Wertanlage erworbene und einbehal-
       tene nichtfinanzielle Waren, die nicht hauptsächlich für die Produktion bzw. den Verbrauch
       verwendet werden und unter normalen Bedingungen im Laufe der Zeit nicht dem
       (natürlichen) Verderb unterliegen.
3.116  Zu den Wertgegenständen zählen folgende Arten von Waren:
       a)   Edelsteine und Edelmetalle wie Diamanten, Nichtwährungsgold, Platin, Silber usw.;
       b) Antiquitäten und sonstige Kunstgegenstände wie Gemälde, Skulpturen usw.;
       c)   sonstige Wertgegenstände wie aus Edelsteinen und Edelmetallen gefertigte Schmuck-
            stücke und Sammlerstücke.
       Diese Arten von Waren werden als Erwerb oder Veräußerung von Wertgegenständen ver-
       bucht:
            bei Erwerb oder Veräußerung von Nichtwährungsgold,                Silber  usw.   durch
            (Zentral-)Banken und sonstige finanzielle Mittler;
                                              - 101
 ---pagebreak---            bei Erwerb oder Veräußerung derartiger Waren durch Unternehmen, sofern die Pro-
           duktion dieser Warenarten bzw. der Handel mit ihnen nicht zu ihrer Haupt- oder Ne-
           bentätigkeit gehört; infolgedessen sind Erwerb und Veräußerung derartiger Waren
           nicht in den Vorleistungen oder Anlageinvestitionen dieser Unternehmen enthalten;
           bei Erwerb oder Veräußerung dieser Waren durch private Haushalte; infolgedessen ist
           der Erwerb derartiger Waren nicht in den Ausgaben der privaten Haushalte für den
           letzten Verbrauch enthalten.
      Im ESVG werden vereinbarungsgemäß auch die folgenden Fälle als Erwerb oder Veräuße-
      rung von Wertgegenständen verbucht:
           Erwerb oder Veräußerung dieser Waren durch Juweliere und Kunsthändler (nach der
           allgemeinen Definition von Wertgegenständen müßte der Erwerb derartiger Waren
           durch Juweliere und Kunsthändler eigentlich als Bestandsveränderungen verbucht
           werden);
           Erwerb oder Veräußerung dieser Waren durch Museen (nach der allgemeinen Defini-
           tion von Wertgegenständen müßte der Erwerb derartiger Waren durch ein Museum ei-
           gentlich als Anlageinvestitionen verbucht werden).
      Durch diese Vereinbarung wird eine häufige Umbuchung zwischen den drei Hauptarten
      von Investitionen vermieden, d. h. zwischen Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wert-
      gegenständen, Anlageinvestitionen und Bestandsveränderungen (z. B. bei Transaktionen
      mit diesen Waren zwischen privaten Haushalten und Kunsthändlern).
3.117 Die Produktion von Wertgegenständen wird zu Herstellungspreisen bewertet (siehe auch
      Abschnitt 3.57 zur Produktion von Originalen). Sämtlicher sonstiger Erwerb von Wertge-
      genständen wird zu den für sie gezahlten Anschaffungspreisen einschließlich der Vertre-
      terprovisionen bewertet. Sie enthalten auch die Handelsspannen, wenn vom Händler ge-
      kauft wird. Veräußerungen von Wertgegenständen werden zu den Preisen bewertet, die die
      Verkäufer nach Abzug aller an Vertreter oder andere Mittler gezahlten Gebühren oder
      Provisionen erzielen. Läßt man die Produktion von Wertgegenständen außer acht, so glei-
      chen sich insgesamt Erwerb und Veräußerungen zwischen den gebietsansässigen Sektoren
      aus, übrig bleiben nur die Gewinnspannen der Vertreter bzw. Händler.
EINFUHR UND AUSFUHR VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN (P6 UND P7)
3.118 Definition: Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen umfaßt Transaktionen mit Waren
                   und Dienstleistungen (Verkäufe, Tausch, Schenkungen oder Übereignungen)
                   von Gebietsansässigen an Gebietsfremde.
3.119 Definition: Die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen umfaßt Transaktionen mit Waren
                   und Dienstleistungen (Verkäufe, Tausch, Schenkungen oder Übereignungen)
                   von Gebietsfremden an Gebietsansässige.
3.120 Die Einfuhr und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen enthält nicht:
           Establishment Trade, d.h.:
           * Lieferungen an Gebietsfremde durch gebietsfremde Beteiligungsgesellschaften von
              gebietsansässigen Unternehmen, zum Beispiel Auslandsumsätze durch ausländische
              Beteiligungsgesellschaften eines im Eigentum/unter der Kontrolle von Gebietsan-
              sässigen befindlichen multinationalen Unternehmens;
                                              102
 ---pagebreak---              * Lieferungen an Gebietsansässige durch gebietsansässige Beteiligungsgesellschaften
                von gebietsfremden Unternehmen, zum Beispiel Umsätze inländischer Beteili-
                gungsgesellschaften eines ausländischen multinationalen Unternehmens.
             Primäreinkommensströme mit dem Ausland wie Einkommen aus unselbständiger Ar-
             beit, Zinsen und Einnahmen aus Direktinvestitionen; in den Einnahmen aus Direktin-
             vestitionen kann ein nicht getrennt ausweisbarer Anteil für das Erbringen verschiede-
             ner Dienstleistungen enthalten sein, z.B. für die Ausbildung von Arbeitnehmern, für
             Managementdienstleistungen sowie für die Nutzung von Patenten und Warenzeichen;
             den Verkauf oder Kauf von finanziellen oder nichtproduzierten Aktiva wie Grund und
             Boden oder Patenten.
3.121   Bei der Einfuhr und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen ist zu unterscheiden zwi-
        schen:
             Intra-EU-Lieferungen
             Extra-EU-Einfuhr und -Ausfuhr
        Aus praktischen Gründen wird hier beides als Einfuhr und Ausfuhr bezeichnet.
Einfuhr und Ausfuhr von Waren (P61 und P71)
3.122   Einfuhr und Ausfuhr von Waren findet statt, wenn zwischen Gebietsansässigen und Ge-
        bietsfremden ein Wechsel des Eigentums an den Waren erfolgt (unabhängig davon, ob
        auch entsprechende physische grenzüberschreitende Warenbewegungen stattfinden).
3.123   In vier Fällen wird jedoch der Grundsatz des Eigentumswechsels für die Verbuchung der
        Einfuhr und Ausfuhr von Waren modifiziert:
        a)   Finanzierungs-Leasing: Bei Finanzierungs-Leasing ist der Wechsel des Eigentums an
             den Waren vom Leasinggeber zum Leasingnehmer zu unterstellen; er wird dann ver-
             bucht, wenn der Leasingnehmer die Güter in Besitz nimmt (siehe den Anhang über
             Leasing und Teilzahlungskauf von dauerhaften Gütern);
        b) Lieferungen zwischen verbundenen Unternehmen (Filialen, Tochtergesellschaften oder
             ausländischen Beteiligungsgesellschaften): Ein Eigentumswechsel wird immer dann
             unterstellt, wenn zwischen den verbundenen Unternehmen Warenlieferungen stattfin-
             den;
        c)   Waren, die Gegenstand von signifikanten Lohnveredelungs- oder Reparaturarbeiten
             sind, werden sowohl bei der Einfuhr als auch bei der Ausfuhr verbucht, wenngleich es
             nicht zum Eigentumswechsel kommt;
        d) Merchanting (Transithandel): Es wird weder Einfuhr noch Ausfuhr verbucht, wenn
             Kaufleute oder Warenmakler von Gebietsfremden kaufen und anschließend im glei-
             chen Rechnungszeitraum wieder an Gebietsfremde verkaufen. In ähnlicher Weise wird
             das Merchanting durch Gebietsfremde behandelt.
3.124   In folgenden Fällen findet Ausfuhr von Waren statt, ohne daß die Waren dabei jemals die
        Staatsgrenze überschreiten:
        a)   Von gebietsansässigen Einheiten, die in internationalen Gewässern tätig sind, werden
             Waren erzeugt und direkt an Gebietsfremde in anderen Ländern verkauft (Erdöl, Erd-
             gas, Fischereierzeugnisse, maritimes Bergungsgut usw.).
                                               - 103
 ---pagebreak---       b) Transporteinrichtungen oder sonstige bewegliche Ausrüstungen, die nicht an einen fe-
           sten Ort gebunden sind, müssen die Grenze des Ausfuhrlandes beim Verkauf durch ei-
          nen Gebietsansässigen an einen Gebietsfremden nicht unbedingt überschreiten.
      c)   Waren gehen nach dem Eigentumswechsel verloren oder werden zerstört, noch bevor
           sie die Grenze des Ausfuhrlandes überschritten haben.
      Ähnliches gilt auch für die Einfuhr von Waren.
3.125 Zur Einfuhr und Ausfuhr von Waren gehören Transaktionen zwischen Gebietsansässigen
      und Gebietsfremden mit:
          Nichtwährungsgold, d.h. Gold, das nicht (mehr) für währungspolitische Zwecke ver-
          wendet wird;
           Silberbarren, Diamanten sowie sonstigen Edelmetallen und Edelsteinen;
          nicht im Umlauf befindlichem Papiergeld und Münzen sowie genehmigten, noch nicht
          emittierten Wertpapieren (bewertet als Waren, nicht zu ihrem Nennwert);
          Elektrizität, Gas und Wasser;
          über die Grenzen gebrachtem Vieh;
          Postpaketen;
          Ausfuhren des Staates einschließlich von mit Zuschüssen und Krediten finanzierten
          Waren;
          Waren, die in das oder aus dem Eigentum einer Ausgleichslager-einrichtung übertra-
          gen werden;
          Waren, die von gebietsansässigen Unternehmen an gebietsfremde Beteiligungsgesell-
          schaften geliefert werden;
          Waren, die gebietsansässige Unternehmen von gebietsfremden Beteiligungsgesell-
          schaften erhalten;
          Schmuggelwaren;
          sonstigen nicht verbuchten Sendungen, zum Beispiel Geschenken und unter einem
          festgesetzten Mindestwert liegenden Sendungen;
          im Ausland lohnveredelten Waren, wenn an ihnen wesentliche physische Veränderun-
          gen vorgenommen werden, sowie ähnlichen Waren, die im Inland im Auftrag von
          Gebietsfremden lohnveredelt werden;
             im Ausland reparierten Investitionsgütern, wenn ein beträchtlicher Umfang an Sanie-
      rungs- bzw. Fertigungsarbeiten anfällt, sowie im Inland im Auftrag von Gebietsfremden
      reparierten ähnlichen Gütern.
3.126 Nicht zur Einfuhr und Ausfuhr von Waren gehören folgende Waren, selbst wenn sie die
      Staatsgrenze überschreiten:
          Waren bei der Durchfuhr durch ein Land;
          Waren, die an Botschaften, Militärstützpunkte oder sonstige Enklaven eines Landes
          innerhalb der Grenzen eines anderen Landes oder von ihnen versandt werden;
                                              - 104-
 ---pagebreak---           Fahrzeuge und sonstige bewegliche Ausrüstungen, die ohne irgendeinen Eigentums-
          wechsel das Land vorübergehend verlassen, (z.B. Bauausrüstungen für Bau- und
          Montagearbeiten im Ausland);
          Ausrüstungen und sonstige Waren, die für kleinere Veredelungs-, Instandhaltungs-,
          Dienstleistungs- oder Reparaturarbeiten ins Ausland geschickt werden;
          sonstige vorübergehend das Land verlassende und im allgemeinen innerhalb eines Jah-
          res in ihrem Originalzustand und ohne Eigentumswechsel wieder zurückgeführte Wa-
          ren (z.B. für Ausstellungen bzw. zu Unterhaltungszwecken ins Ausland geschickte
          Waren, im Zuge von Operating Leasing - auch über mehrere Jahre - versandte Waren,
          infolge nicht zustande gekommener erwarteter Verkäufe zurückgehende Waren);
          nach Überschreiten der Grenze vor Zustandekommen des Eigentumswechsels verlo-
          rengegangene oder zerstörte Kommissionswaren.
3.127 Die Einfuhr und Ausfuhr von Waren ist grundsätzlich bei der Übertragung des Eigentums
      an den Waren zu verbuchen. In der Praxis wird der Zeitpunkt als Vollzug des Eigentums-
      wechsels betrachtet, zu dem die an der Transaktion Beteiligten diese in ihren Büchern oder
      Konten ausweisen. Es kann sein, daß hierbei keine Übereinstimmung mit den einzelnen
      Etappen des Vertragsprozesses besteht, wie zum Beispiel:
          mit dem Verpflichtungszeitpunkt (Datum des Vertragsabschlusses);
          mit dem Zeitpunkt der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen sowie des Er-
          werbs eines Zahlungsanspruchs (Datum der Übertragung);
          mit dem Zeitpunkt der Befriedigung dieses Anspruchs (Zahlungstermin).
3.128 Die Bewertung der Einfuhr und Ausfuhr von Waren erfolgt zum fob-Wert (frei an Bord) an
      der Grenze des Ausfuhrlandes. Dieser Wert enthält folgende Bestandteile:
          den Wert der Waren zu Herstellungspreisen;
          zuzüglich der damit zusammenhängenden Verkehrs- und Verteilungsdienstleistungen
          bis zu diesem Punkt der Grenze einschließlich Kosten der Verladung auf ein Beförde-
          rungsmittel für den Weitertransport (im Bedarfsfall) (siehe Tabelle 3.1 zweiter Teil
          zweite Spalte);
          zuzüglich sämtlicher Steuern abzüglich Subventionen auf die ausgeführten Waren; bei
          Intra-EU-Lieferungen sind darin die Mehrwertsteuer sowie sonstige im Ausfuhrland
          auf die Waren erhobene Steuern enthalten.
      In den Aufkommens- und Verwendungstabellen sowie in den symmetrischen Input-Out-
      put-Tabellen ist die Einfuhr von Waren für einzelne Gütergruppen anders zu bewerten:
      zum cif-Preis (Kosten, Versicherung, Fracht) an der Grenze des Einfuhrlandes.
      Definition: Der cif-Preis ist der Preis einer an die Grenze des Einfuhrlandes gelieferten
                  Ware oder der Preis einer einem Gebietsansässigen erbrachten Dienstleistung
                  vor der Zahlung eventueller Einfuhrzölle oder sonstiger Einfuhrabgaben oder
                  Handels- und Transportspannen im Lande. (Zum Preis einschließlich Handels-
                  und Transportspannen siehe auch Tabelle 3.2 zweiter Teil dritte Spalte.)
                                             - 105
 ---pagebreak--- 3.129   Die Verwendung von Ersatzwerten für den fob-Wert kann zum Beispiel unter folgenden
        Umständen erforderlich werden:
        a)   Beim Tausch von Waren ist der Herstellungspreis zu berücksichtigen, der bei ihrem
             Verkauf gegen bar erzielt worden wäre.
        b) Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen: In der Regel sind, die tatsächli-
            chen Übertragungswerte zu verwenden. Wenn diese allerdings sehr stark von den
            Marktpreisen abweichen, sind sie durch ein geschätztes Marktpreisäquivalent zu erset-
            zen oder zumindest für Analysezwecke besonders zu kennzeichnen.
        c)   Im Rahmen von Finanzierungs-Leasing übertragene Waren: Die Waren sind auf der
            Grundlage des vom Leasinggeber gezahlten Anschaffungspreises (nicht zum kumulier-
            ten Wert der Leasingzahlungen) zu bewerten.
        d) Die Wareneinfuhr ist auf der Grundlage von Zollangaben (beim Extra-EU-Handel)
            oder von Intrastat-Informationen (beim Intra-EU-Handel) zu schätzen. Beide Daten-
            quellen wenden nicht den fob-Wert an, sondern den cif-Wert an der EU-Grenze bezie-
            hungsweise die cif-Werte an der jeweiligen Staatsgrenze. Da fob-Werte nur auf der
            höchsten Aggregationsebene und cif-Werte auf Gütergruppenebene verwendet werden,
            sind diese Änderungen auch nur auf der höchsten Aggregationsebene, d.h. bei der
            cif/fob-Anpassung, anzuwenden.
        e)  Die Einfuhr und Ausfuhr von Waren ist auf der Grundlage von Erhebungsdaten oder
            verschiedener Arten von Ad-hoc-Informationen zu bewerten. In diesen Fällen läßt sich
            normalerweise nur das nach Gütern aufgegliederte Gesamtumsatzvolumen ermitteln.
            Folglich wird die Schätzung von den Anschaffungspreisen und nicht von den fob-
            Werten ausgehen.
Einfuhr und Ausfuhr von Dienstleistungen (P62 und P72)
3.130   Definition: Die Ausfuhr von Dienstleistungen umfaßt alle von Gebietsansässigen an Ge-
                     bietsfremde erbrachten Dienstleistungen.
3.131   Definition: Die Einfuhr von Dienstleistungen umfaßt alle von Gebietsfremden an Gebiets-
                     ansässige erbrachten Dienstleistungen.
3.132   Die Ausfuhr von Dienstleistungen umfaßt folgende Grenzfälle:
            Transport von ausgeführten Waren, nachdem diese die Grenze des Ausfuhrlandes ver-
            lassen haben, sofern er von einem gebietsansässigen Spediteur durchgeführt wird (Fall
            2 und 3 in Tabelle 3.1);
            Transport von eingeführten Waren durch einen gebietsansässigen Spediteur
            * bis zur Grenze des Ausfuhrlandes, wenn die Waren fob bewertet werden, um den
                im fob-Wert enthaltenen Transportanteil abzurechnen (Fall 3 in Tabelle 3.2);
            * bis zur Grenze des Einfuhrlandes, wenn die Waren cif bewertet werden, um den im
                cif-Wert enthaltenen Transportanteil abzurechnen (Fall 3 und 2 cif in Tabelle 3.2);
            Transport von Waren durch Gebietsansässige im Aufttag von Gebietsfremden, ohne
            daß es dabei zur Einfuhr oder Ausfuhr der Waren kommt (z. B. der Transport von Wa-
            ren, die das Land nicht als Ausfuhr verlassen, oder der Transport von Waren im Aus-
            land)
                                               - 106
 ---pagebreak---           internationale oder nationale Personenbeförderung im Auftrag von Gebietsfremden
          durch gebietsansässige Beförderungsunternehmen;
          kleinere Veredelungs- und Reparaturarbeiten im Auftrag von Gebietsfremden;
          Bauleistungen, wenn das Büro einer Baustellenleitung im Ausland nicht als Quasi-
          Kapitalgesellschaft behandelt wird. Dies gilt für Bauvorhaben, die weniger als ein Jahr
          dauern und deren Output keine Bruttoanlageinvestition ist (siehe Abschnitt 2.09 und
          besonders die dazugehörige Fußnote);
          Montage von Ausrüstungen im Ausland, wenn ein Vorhaben seinem Wesen nach von
          begrenzter Dauer ist;
          Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit in Höhe der effektiven Provisionen
          und Gebühren;
          Versicherungsdienstleistungen in Höhe des Dienstleistungsentgelts;
          Ausgaben von gebietsfremden Touristen und Geschäftsreisenden (sie werden verein-
          barungsgemäß als Dienstleistungen eingestuft; für die Zwecke der Aufkommens- und
          Verwendungstabellen sowie der symmetrischen Input-Output-Tabellen kann jedoch
          eine globale Aufschlüsselung nach Gütern erforderlich werden);
          Ausgaben von Gebietsfremden für Gesundheits- und Bildungsdienstleistungen, die
          von Gebietsansässigen erbracht werden; dies gilt für die Erbringung dieser Dienstlei-
          stungen im Inland ebenso wie im Ausland ;
          Dienstleistungen aus eigengenutzten Ferienhäusern gebietsfremder Eigentümer (siehe
          Abschnitt 3.54);
          Nutzungs- und Lizenzgebühren, deren Einnahme mit der genehmigten Nutzung von
          immateriellen nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva und Eigentumsrechten wie
          Patenten, Urheberrechten, Warenzeichen, industriellen Herstellungsverfahren, Fran-
          chisen usw. sowie mit der Verwendung von produzierten Originalen oder Prototypen,
          z. B. Manuskripten, Gemälden usw., im Rahmen von Lizenzvereinbarungen zusam-
          menhängt.
3.133 Bei der Einfuhr von Dienstleistungen sind die Grenzfälle meist das Spiegelbild der ent-
      sprechenden Fälle bei der Ausfuhr dieser Dienstleistungen; daher sind nur einige wenige
      spezielle Klarstellungen zur Einfuhr von Dienstleistungen erforderlich.
3.134 Die Einfuhr von Verkehrsleistungen schließt folgende Grenzfalle ein:
          Transport von ausgeführten Waren bis zur Grenze des Ausfuhrlandes, wenn er von ei-
          nem gebietsfremden Spediteur durchgeführt wird, um den im fob-Wert der ausgeführ-
          ten Waren enthaltenen Transportanteil abzurechnen (Fall 4 in Tabelle 3.1);
          Transport von eingeführten Waren durch einen gebietsfremden Spediteur
          * von der Grenze des Ausfuhrlandes als getrennte Transportleistung, wenn die einge-
              führten Waren fob bewertet werden (Fall 4 und 5 fob in Tabelle 3.2);
          * von der Grenze des Einfuhrlandes als getrennte Transportleistung, wenn die einge-
              führten Waren cif bewertet werden (in diesem Fall ist der Wert der Transportlei-
              stung zwischen der Grenze des Ausfuhrlandes und der Grenze des Einfuhrlandes
              bereits im cif-Wert der Ware enthalten (Fall 4 in Tabelle 3.2);
                                              107
 ---pagebreak---            Transport von Waren durch Gebietsfremde im Auftrag von Gebietsansässigen, ohne
           daß es dabei zur Einfuhr oder Ausfuhr von Waren kommt (jedoch z. B. zum Transit
           von Waren bzw. zum Transport von Waren im Ausland);
           internationale oder nationale Personenbeförderung im Auftrag von Gebietsansässigen
           durch gebietsfremde Beförderungsunternehmen.
      Die Einfuhr von Verkehrsleistungen beinhaltet nicht den Transport von ausgeführten Wa-
      ren nach Verlassen der Grenze des Ausfuhrlandes, wenn er durch einen gebietsfremden
      Spediteur durchgeführt wird (Fall 5 und 6 in Tabelle 3.1). Die Ausfuhr von Waren wird fob
      bewertet, und alle diesbezüglichen Verkehrsleistungen werden somit als Transaktionen
      zwischen Gebietsfremden betrachtet, d. h. zwischen einem gebietsfremden Spediteur und
      einem gebietsfremden Importeur. Dies gilt auch dann, wenn diese Verkehrsleistungen vom
      Exporteur im Rahmen von cif-Ausfuhrverträgen bezahlt werden.
3.135 Die Einfuhr im Zusammenhang mit Direktkäufen im Ausland durch Gebietsansässige um-
      faßt alle Käufe von Waren und Dienstleistungen durch Gebietsansässige bei geschäftlichen
      oder privaten Auslandsreisen. Es ist hierbei zwischen zwei Kategorien zu unterscheiden,
      die unterschiedlich zu behandeln sind:
           Ausgaben von Geschäftsreisenden sind Vorleistungen;
           Ausgaben von Privatreisenden sind Ausgaben für den letzten Verbrauch privater
           Haushalte.
3.136 Die Einfuhr und Ausfuhr von Dienstleistungen wird zum Zeitpunkt ihrer Erbringung ver-
      bucht, der meistens mit dem Zeitpunkt ihrer Produktion übereinstimmt. Die Einfuhr wird
      zu Anschaffungspreisen, die Ausfuhr zu Herstellungspreisen bewertet.
                                              108-
 ---pagebreak--- Tabelle 3.1 Die Behandlung des Transports von ausgeführten Waren
        Erläuterung: Der erste Teil dieser Tabelle zeigt, daß es sechs verschiedene Möglichkeiten
        des Transports von ausgeführten Waren gibt, je nachdem, ob der Spediteur gebietsansässig
        oder gebietsfremd ist und wo der Transport stattfindet, nämlich von einem Ort im Inland
        zur Landesgrenze, von der Landesgrenze zur Grenze des Einfuhrlandes oder von der Gren-
        ze des Einfuhrlandes zu einem Ort innerhalb des Einfuhrlandes. Im zweiten Teil der Tabel-
        le wird für jede dieser sechs Möglichkeiten angegeben, ob eine Verbuchung als Ausfuhr
        von Waren, Ausfuhr von Dienstleistungen, Einfuhr von Waren oder Einfuhr von Dienst-
        leistungen vorzunehmen ist.
 Inland                        Gebiet zwischen       Inland   Einfuhrland
                               und Einfuhrland
 1.     gebietsansässiger      2.     gebietsansässiger       3.     gebietsansässiger
        Spediteur =>                  Spediteur =>                   Spediteur =>
 4.     gebietsfremder         5.     gebietsfremder          6.     gebietsfremder
        Spediteur =>                  Spediteur =>                   Spediteur =>
         Ausfuhr von Wa-     Ausfuhr       von    Einfuhr von Wa-      Einfuhr       von
         ren (fob)           Dienstleistungen     ren (cif/fob)        Dienstleistungen
 1.      x
 2.                          X
 J.                          X
 4       X                                                             X
 5.                                               -
 6.
                                               - 109
 ---pagebreak--- Tabelle 3.2     Die Behandlung des Transports von eingeführten Waren
                Erläuterung: Der erste Teil dieser Tabelle zeigt, daß es sechs verschiedene Möglich-
                keiten des Transports von eingeführten Gütern gibt, je nachdem, ob der Spediteur
                gebietsansässig oder gebietsfremd ist und wo der Transport stattfindet, nämlich von
                einem Ort innerhalb des Ausfuhrlandes zur Grenze des Ausfuhrlandes, von der
                Grenze des Ausfuhrlandes zur Grenze des Einfuhrlandes oder von der Grenze des
                Einfuhrlandes zu einem Ort innerhalb des Einfuhrlandes. Im zweiten Teil der Tabelle
                wird für jede dieser sechs Möglichkeiten angegeben, ob eine Verbuchung als Einfuhr
                von Waren, Einfuhr von Dienstleistungen, Ausfuhr von Waren oder Ausfuhr von
                Dienstleistungen vorzunehmen ist. In einigen Fällen (2 und 5) hängt die Verbuchung
                von dem für eingeführte Waren gewählten Bewertungsgrundsatz ab.
  Inland                         Gebiet zwischen       Inland   Ausfuhrland
                                 und Ausfuhrland
  1.     gebietsansässiger       2.     gebietsansässiger      3.      gebietsansässiger
         Spediteur <=                   Spediteur <=                  Spediteur <=
  4.     gebietsfremder          5.     gebietsfremder         6.      gebietsfremder
         Spediteur <=                   Spediteur c=                  Spediteur <=
          Bewertung        Einfuhr   von   Einfuhr von       Ausfuhr von     Ausfuhr von
          eingeführter     Waren           Dienst-lei-       Waren (fob)     Dienst-lei-
          Waren                            stungen                           stungen
  1.      cif/fob
  2.      fob
          cif             X                                                  X
  3.      cif/fob         X                                  -               X
  4.      cif/fob                          X
  5.      fob                              X
          cif             X
  6.      cifyfob         X
Der Übergang von der cif-Bewertung der eingeführten Güter zur fob-Bewertung erfolgt durch:
-        cif-/fob-Anpassung, d. h. von 2 cif an 2 fob (verringert die Geamteinfuhr und -ausfuhr),
-        cif-/fob-Umbuchung, d. h. von 5 cif auf 5 fob (läßt die Gesamteinfuhr und -ausfuhr unver-
               ändert).
                                                   110
 ---pagebreak--- TRANSAKTIONEN MIT VORHANDENEN GÜTERN
3.137 Definition:    Vorhandene Güter sind bereits verwendete Güter (Vorräte nicht inbegriffen).
3.138 Zu den vorhandenen Gütern gehören:
          vorhandene Gebäude und sonstige Anlagegüter, die von produzierenden Einheiten an
          andere Einheiten verkauft werden:
          * um unverändert wiederverwendet zu werden;
          * um abgebrochen zu werden, wobei das Ergebnis in den meisten Fällen einen Roh-
              stoff (z. B. Schrott) für die Produktion neuer Waren (z. B. Stahl) bildet;
          Wertgegenstände, die von einer Einheit an eine andere verkauft werden;
          vorhandene dauerhafte Konsumgüter, die von privaten Haushalten oder Militärbehör-
          den an andere Einheiten verkauft werden:
          * um unverändert wiederverwendet zu werden;
          * um abgebrochen und damit zu Abbruchmaterial zu werden;
          vorhandene Verbrauchsgüter (z.B. Altpapier, Lumpen, getragene Kleidungsstücke, ge-
          brauchte Flaschen), die von Einheiten verkauft werden, um unverändert wiederver-
          wendet zu werden oder als Rohstoff für die Produktion neuer Waren zu dienen
          (Rückgewinnungsgüter).
3.139 Die Übertragung vorhandener Güter wird als Negativausgabe (-erwerb) für den Verkäufer
      und als Positivausgabe (-erwerb) für den Käufer verbucht.
3.140 Das hat folgende Konsequenzen:
      (a) Findet der Verkauf eines vorhandenen Anlagegutes oder Wertgegenstandes zwischen
          zwei gebietsansässigen Produzenten statt, so heben sich die für Bruttoanlageinvestitio-
          nen verbuchten positiven und negativen Werte für die Gesamtwirtschaft gegenseitig
          auf, wenn man von den Kosten der Eigentumsübertragung absieht.
      (b) Der Verkaufeines vorhandenen unbeweglichen Anlagegutes (z. B. eines Gebäudes) an
          einen Gebietsfremden wird vereinbarungsgemäß so behandelt, als würde dieser ein fi-
          nanzielles Aktivum, d. h. Eigenkapital einer fiktiven gebietsansässigen Einheit erwer-
          ben, und diese fiktive gebietsansässige Einheit wird dann als Käufer des Anlagegutes
          betrachtet. Folglich finden Verkauf und Kauf des Anlagegutes zwischen gebietsansäs-
          sigen Einheiten statt.
      (c) Bei der Ausfuhr eines beweglichen Anlagegutes, zum Beispiel eines Schiffes oder ei-
          nes Flugzeugs, wird nirgends in der Wirtschaft eine positive Bruttoanlageinvestition
          verbucht, um die negative Bruttoanlageinvestition des Verkäufers auszugleichen.
                                               -ill
 ---pagebreak---       (d) Einige dauerhafte Güter, zum Beispiel Fahrzeuge, können je nach Eigentümer und
          Verwendungszweck als Anlagegüter oder als dauerhafte Konsumgüter eingestuft wer-
          den. Infolgedessen wird, wenn das Eigentum an einem solchen Gut von einem Unter-
          nehmen auf einen privaten Haushalt zur Verwendung für den letzten Verbrauch über-
          tragen wird, für das Unternehmen eine negative Bruttoanlageinvestition und für den
          privaten Haushalt eine positive Ausgabe für den letzten Verbrauch verbucht. Würde,
          was seltener vorkommt, das Eigentum an einem solchen Gut von einem privaten
          Haushalt auf ein Unternehmen übertragen, so müßte für den privaten Haushalt eine
          negative Ausgabe für den letzten Verbrauch und für das Unternehmen eine positive
           Bruttoanlageinvestition verbucht werden.
      (e) Transaktionen mit vorhandenen Wertgegenständen sind als Erwerb von Wertgegen-
           ständen (positive Bruttoinvestition) durch den Käufer und als Veräußerung von Wert-
           gegenständen (negative Bruttoinvestition) durch den Verkäufer zu verbuchen. Im Falle
           einer Transaktion mit der Übrigen Welt ist die Einfuhr oder Ausfuhr einer Ware zu
           verbuchen (siehe Abschnitt 3.125). Der Verkaufeines Wertgegenstandes durch einen
          privaten Haushalt ist nicht als negative Ausgabe für den letzten Verbrauch zu verbu-
           chen.
      (f) Der Verkauf vorhandener militärischer dauerhafter Güter durch den Staat im Ausland
           ist als Ausfuhr von Waren und als negative Vorleistungen (und letzter Verbrauch)
           durch den Staat zu verbuchen.
3.141 Die dem früheren Eigentümer entstehenden Verkaufskosten (Kosten der Eigentumsüber-
      tragung) sind als Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva zu verbuchen. Eine
      ähnliche Buchung ist für den Teil seiner ursprünglichen Anschaffungskosten vorzunehmen,
      der nicht als Abschreibungen verbucht worden ist.
3.142 Transaktionen mit vorhandenen Gütern sind zum Zeitpunkt ihres Eigentumswechsels zu
      verbuchen. Dabei sind jeweils die den betreffenden Transaktionsarten angemessenen Be-
      wertungsgrundsätze anzuwenden.
                                                12
 ---pagebreak---        Kapitel IV
Verteilungstransaktionen
           113-
 ---pagebreak--- INLEITUNG
4.01    Verteilungstransaktionen sind diejenigen Transaktionen, durch die die Wertschöpfung der
        Produktion auf Arbeit, Kapital und den Staat verteilt wird, sowie diejenigen Transaktionen,
        durch die Einkommen und Vermögen umverteilt werden.
        Im System wird zwischen laufenden Übertragungen und Vermögensübertragungen unter-
        schieden; durch letztere wird nicht Einkommen, sondern Ersparnis oder Vermögen
        umverteilt.
EINKOMMEN AUS UNSELBSTÄNDIGER ARBEIT (D.l)
4.02    Definition: Einkommen aus unselbständiger Arbeit (D.l) ist definiert als sämtliche Geld-
        und Sachleistungen, die von einem Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer als Entgelt für die
        von diesem im Rechnungszeitraum geleistete Arbeit erbracht werden.
        Das Einkommen aus unselbständiger Arbeit untergliedert sich in:
            Löhne und Gehälter (D.l 1): Löhne und Gehälter in Form von Geldleistungen; Löhne
            und Gehälter in Form von Sachleistungen;
            Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.l2): tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            (D.l21); unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.l22).
Löhne und Gehälter (D.ll)
1)      Löhne und Gehälter in Form von Geldleistungen
4.03   Zu den Löhnen und Gehältern in Form von Geldleistungen gehören sämtliche vom Arbeit-
       nehmer gezahlten Sozialbeiträge, Einkommensteuern usw., selbst wenn diese vom
       Arbeitgeber einbehalten und für den Arbeitnehmer direkt an Sozialschutzsysteme,
        Steuerbehörden usw. abgeführt werden.
       Die Löhne und Gehälter in Form von Geldleistungen umfassen folgende Arten von Vergü-
       tungen:
       a)   regelmäßig gezahlte Direktlöhne und -gehälter;
       b) Zuschläge für Überstunden, Nacht- oder Sonntagsarbeit, unangenehme oder gefährli-
            che Arbeitsbedingungen;
       c)   Teuerungszulagen und Auslandszulagen;
       d) Ergebnisprämien, Produktivitätszuschläge, Weihnachts- und Neujahrsgratifikationen,
            außer Sozialleistungen für Arbeitnehmer (vgl. 4.07c), zusätzliche Monatsgehälter;
       e)   Fahrtkostenzuschüsse, nicht jedoch Entschädigungen oder Erstattungen für Reise-,
            Trennungs-, Umzugskosten und Repräsentationsausgaben von Arbeitnehmern bei der
            Ausübung ihrer Berufstätigkeit (vgl. 4.07a);
       f)   Entgelte für arbeitsfreie Feiertage und bezahlte Urlaubstage;
       g) Provisionen, Trinkgelder, Anwesenheitsvergütungen und Tantiemen, die an Arbeit-
            nehmer gezahlt werden;
       h) Prämien oder andere an den Gesamterfolg des Unternehmens geknüpfte Sonderzah-
            lungen auf Leistungsbasis;
                                                  14
 ---pagebreak---        i) Zahlungen von Arbeitgebern an ihre Arbeitnehmer zum Zwecke der Vermögensbil-
          dung;
      j)  außertarifliche Sonderzahlungen im Falle des Ausscheidens eines Arbeitnehmers aus
          dem Unternehmen;
      k)  Wohnungszuschüsse, die Arbeitgeber in bar an ihre Arbeitnehmer zahlen.
2)   LÖHNE UND GEHÄLTER IN FORM VON SACHLEISTUNGEN
4.04  Definition: Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen umfassen Waren, Dienstlei-
                   stungen und sonstige Leistungen, die unentgeltlich oder verbilligt von den
                   Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden und von den Arbeitnehmern
                   nach eigenem Ermessen zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse oder der
                   Bedürfnisse von Mitgliedern ihres Haushalts verwendet werden können.
                   Diese Waren, Dienstleistungen und sonstigen Leistungen sind für den Pro-
                   duktionsprozeß des Arbeitgebers nicht erforderlich. Für die Arbeitnehmer
                   sind Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen zusätzliches Einkom-
                   men, da sie einen Marktpreis hätten zahlen müssen, wenn sie diese Leistun-
                   gen gekauft hätten.
4.05  Die gängigsten Arten von Löhnen und Gehältern in Form von Sachleistungen sind:
      a)  Mahlzeiten und Getränke, auch bei Geschäftsreisen (da sie der Arbeitnehmer ohnehin
          zu sich genommen hätte), nicht jedoch Mahlzeiten und Getränke, die aufgrund von
          außergewöhnlichen Arbeitsbedingungen erforderlich werden. Verbilligte Preise in
          kostenlosen oder subventionierten Kantinen oder in Form von Essensgutscheinen sind
          als Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen zu verbuchen;
      b) für eigene Rechnung erbrachte oder gekaufte Wohnungs- oder Unterbringungsdienst-
          leistungen, die von allen Mitgliedern des Haushalts des Arbeitnehmers in Anspruch
          genommen werden können;
      c)  Uniformen und andere spezielle Bekleidung, die von den Arbeitnehmern nicht nur am
          Arbeitsplatz, sondern auch außerhalb des Arbeitsplatzes häufig getragen wird;
      d) Fahrzeuge und andere dauerhafte Güter, die den Arbeitnehmern zur persönlichen Be-
          nutzung zur Verfügung gestellt werden;
      e)  im Rahmen des Produktionsprozesses des Arbeitgebers produzierte Waren und
          Dienstleistungen, etwa Freifahrten und -flüge für die Arbeitnehmer von Eisenbahn-
          oder Fluggesellschaften, Deputatkohle für Bergarbeiter oder kostenlose Lebensmittel
          für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft,
      f)  Sport-, Freizeit- und Ferieneinrichtungen für Arbeitnehmer und ihre Familien;
      g) Beförderung zum und vom Arbeitsplatz, sofern sie nicht während der Arbeitszeit
          stattfindet, Parkraum;
      h)  Betriebskinderkrippen;
      i)  Zahlungen der Arbeitgeber an Betriebsräte oder vergleichbare Gremien;
      j)  Wert der an Arbeitnehmer ausgegebenen Gratisaktien;
                                               115
 ---pagebreak---      k) Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen können auch den Wert der Zinsein-
         nahmen einschließen, auf die Arbeitgeber verzichten, wenn sie ihren Arbeitnehmern
         zinsverbilligte oder zinsfreie Darlehen gewähren. Diese entgangenen Zinseinnahmen
         lassen sich berechnen, indem man von dem Betrag, den der Arbeitnehmer bei Zugrun-
         delegung von durchschnittlichen Hypothekenzinsen (im Falle des Wohnungskaufs)
         bzw. durchschnittlichen Verbraucherkreditzinsen (im Falle des Kaufs von sonstigen
         Waren oder Dienstleistungen) zahlen müßte, den Betrag der tatsächlich gezahlten Zin-
         sen abzieht.
     Im primären Einkommensverteilungskonto wird eine unterstellte Zinszahlung des Arbeit-
     nehmers an den Arbeitgeber verbucht.
4.06 Die Waren, Dienstleistungen und sonstige Leistungen sind, wenn sie vom Arbeitgeber pro-
     duziert werden, zum Herstellungspreis und, wenn sie vom Arbeitgeber gekauft werden,
     zum Anschaffungspreis (d. h. zu dem vom Arbeitgeber tatsächlich gezahlten Preis) zu be-
     werten.
     Werden die Waren, Dienstleistungen und sonstigen Leistungen kostenlos zur Verfügung
     gestellt, wird der Gesamtwert der Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen anhand
     des Herstellungspreises (bzw. im Falle ihres Kaufs seitens des Arbeitgebers anhand des
     Anschaffungspreises) der betreffenden Waren, Dienstleistungen und sonstigen Leistungen
     berechnet.
     Werden die Waren, Dienstleistungen und sonstigen Leistungen verbilligt zur Verfügung
     gestellt, ergibt sich der Gesamtwert der Löhne und Gehälter in Form von Sachleistungen
     aus der Differenz zwischen dem wie oben angegeben berechneten Betrag und dem vom
     Arbeitnehmer tatsächlich gezahlten Betrag.
4.07 Löhne und Gehälter umfassen nicht:
     a)  Ausgaben der Arbeitgeber, die diesen ebenso zugute kommen wie ihren Arbeitneh-
         mern, da sie für den Produktionsprozeß der Arbeitgeber erforderlich sind:
         - Entschädigungen oder Erstattungen für Reise-, Trennungs-, Umzugskosten und Re-
             präsentationsausgaben von Arbeitnehmern bei der Ausübung ihrer Berufstätigkeit;
         - Ausgaben für die Ausstattung der Arbeitsräume, für ärztliche Untersuchungen, die
              aufgrund der Art der Arbeit erforderlich sind, und für Arbeitskleidung, die aus-
              schließlich oder überwiegend am Arbeitsplatz getragen wird;
         - Unterbringungsdienstleistungen am Arbeitsplatz, die nicht von den Mitgliedern des
              Haushalts des Arbeitnehmers in Anspruch genommen werden können (Kasernen,
              Bauunterkünfte, Schlafräume, usw.);
         - Mahlzeiten und Getränke, die aufgrund von außergewöhnlichen Arbeitsbedingun-
              gen erforderlich werden;
         - Vergütungen, die an Arbeitnehmer zum Kauf von Werkzeugen, Material oder von
              besonderer Arbeitskleidung gezahlt werden, die ausschließlich oder überwiegend
              für die Arbeit benötigt wird, bzw. der Teil der Löhne und Gehälter, den die Arbeit-
              nehmer aufgrund vertraglicher Verpflichtungen für derartige Käufe aufwenden
              müssen.
                                               11£.
 ---pagebreak---         Derartige Ausgaben für Waren und Dienstleistungen, die die Arbeitgeber ihren Arbeitneh-
        mern zur Verfügung stellen, müssen, damit diese ihre Arbeit ausfuhren können, werden als
        Vorleistungen der Arbeitgeber behandelt;
        b) Löhne und Gehälter, die vom Arbeitgeber während eines bestimmten Zeitraums im
               Falle von Krankheit, Mutterschaft, Arbeitsunfall, Invalidität, Entlassung usw. ihrer
               Arbeitnehmer weitergezahlt werden; diese Lohn- und Gehaltsfortzahlungen werden zu
               den nach dem Umlageverfahren finanzierten Sozialleistungen für Arbeitnehmer
               (D.623) gerechnet und erscheinen mit dem gleichen Betrag bei den unterstellen
               Sozialbeiträgen der Arbeitgeber (D.l22);
        c)     sonstige nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer in
               Form von Kindergeld, Ehegattenzuschlägen, Erziehungszulagen oder anderen Zulagen
               für Familienangehörige oder in Form von kostenloser medizinischer Versorgung des
               Arbeitnehmers und seiner Familie (sofern sie nicht aufgrund der Art der Arbeit erfor-
               derlich ist);
        d) sämtliche vom Arbeitgeber auf die Lohnsumme zu zahlenden Steuern. Sie werden als
               sonstige Produktionssteuern behandelt.
Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.12)
4.08    Unter der Position "Einkommen aus unselbständiger Arbeit" ist ein Betrag in Höhe des
        Wertes der-Sozialbeiträge zu verbuchen, die von den Arbeitgebern gezahlt werden, damit
        ihre Arbeitnehmer Anspruch auf Sozialleistungen haben. Bei den Sozialbeiträgen der Ar-
        beitgeber handelt es sich entweder um tatsächliche oder um unterstellte Beiträge.
Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.121)
4.09    Definition: Die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.121) umfassen deren
                         Zahlungen an Versicherungsträger (Sozialversicherung oder nach dem Kapi-
                         taldeckungsverfahren finanzierte private Systeme) zugunsten ihrer Arbeit-
                         nehmer. Diese Zahlungen umfassen die gesetzlich vorgeschriebenen, die ge-
                         wohnheitsmäßig gewährten, die vertraglichen sowie die freiwilligen Beiträge
                         zur Versicherung gegen soziale Risiken oder Bedürfnisse (vgl. D.6).
        Obwohl diese Arbeitgeberbeiträge von den Arbeitgebern direkt an die Versicherungsträger
        gezahlt werden, sind sie als ein Bestandteil des Einkommens aus unselbständiger Arbeit
        anzusehen, den die Arbeitnehmer empfangen und anschließend an die Versicherungsträger
        abfuhren.
Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.122)
4.10    Definition: Die unterstellen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D. 122) stellen den Gegen-
                         wert der nach dem Umlageverfahren finanzierten Sozialleistungen (abzüglich
                         des eventuellen Arbeitnehmeranteils der tatsächlichen Sozialbeiträge) dar, die
                         von den Arbeitgebern direkt, ohne Zwischenschaltung eines Versicherungs-
                         unternehmens oder einer rechtlich selbständigen Pensionskasse, und ohne daß
                         zu diesem Zweck ein spezieller Fonds oder spezielle Rückstellungen gebildet
                         werden, an die von ihnen gegenwärtig oder früher beschäftigten Arbeitneh-
                         mer oder sonstige Berechtigte gezahlt werden1.
        Die unterstellen Sozialbeiträge der Arbeitgeber schließen einen Betrag in Höhe der Löhne und Gehälter ein, die vom Arbeitgeber
        während eines bestimmten Zeitraums im Falle von Krankheit, Mutterschaft, Arbeitsunfall, Invalidität, Entlassung usw. ihrer
        Arbeitnehmer weitergezahlt werden, sofern dieser Betrag getrennt ausgewiesen werden kann.
                                                                   17
 ---pagebreak---      Die Tatsache, daß einige Sozialleistungen direkt von den Arbeitgebern und nicht über die
     Sozialversicherung oder sonstige Versicherungsträger gewährt werden, ändert nichts an ih-
     rer Eigenschaft als Sozialleistungen. Da aber die Aufwendungen für diese Leistungen einen
     Teil der Lohnkosten des Arbeitgebers bilden, ist es angebracht, sie dem Einkommen aus
     unselbständiger Arbeit zuzurechnen.
4.11 In den Konten der Sektoren erscheinen die Ausgaben für direkte Sozialleistungen einmal
     auf der Verwendungsseite des Einkommensentstehungskontos als Bestandteil der
     Einkommen aus unselbständiger Arbeit und ein zweites Mal auf der Verwendungsseite des
     sekundären Einkommensverteilungskontos als Sozialleistungen. Um das letztgenannte
     Konto auszugleichen, wird angenommen, daß die Arbeitnehmerhaushalte an den
     jeweiligen Arbeitgebersektor die unterstellen Sozialbeiträge der Arbeitgeber zurückzahlen,
     welche (zusammen mit dem eventuellen Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträ-
     ge) die direkten Sozialleistungen finanzieren, die von diesen Arbeitgebern an sie gezahlt
     werden. Dieser unterstellte Kreislauf entspricht dem der tatsächlichen Sozialbeiträge der
     Arbeitgeber, welche die Konten des Sektors Private Haushalte durchlaufen, so daß sie bu-
     chungsmäßig von diesen an die Versicherer gezahlt werden.
     Die Frage der Bewertung der unterstellen Sozialbeiträge der Arbeitgeber, deren Betrag
     nicht unbedingt gleich dem der direkten Sozialleistungen sein muß, wird bei der Position
     D.612 behandelt.
4.12 Verbuchungszeitpunkt des Einkommens aus unselbständiger Arbeit:
          Löhne und Gehälter (D.l 1) werden in dem Zeitraum verbucht, in dem die
          Arbeitsleistung erbracht wird. Prämien und andere Sonderzahlungen, zusätzliche
          Monatsgehälter usw. werden jedoch zum Fälligkeitszeitpunkt ausgewiesen.
          Die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.121) werden in dem Zeitraum
          verbucht, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird.
          Die unterstellten Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D. 122):
          * werden, soweit ihnen als Gegenbuchung direkte gesetzliche Sozialleistungen ge-
             genüberstehen, in dem Zeitraum verbucht, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird;
          * werden, soweit ihnen als Gegenbuchung direkte freiwillige Sozialleistungen gegen-
             überstehen, zum Zeitpunkt der Erbringung dieser Leistungen verbucht.
4.13 Beim Einkommen aus unselbständiger Arbeit kann es sich handeln um:
      a)  von gebietsansässigen Arbeitgebern an gebietsansässige Arbeitnehmer geleistete Ein-
          kommen aus unselbständiger Arbeit;
     b) von gebietsfremden Arbeitgebern an gebietsansässige Arbeitnehmer geleistete Ein-
          kommen aus unselbständiger Arbeit;
      c)  von gebietsansässigen Arbeitgebern an gebietsfremde Arbeitnehmer geleistete Ein-
          kommen aus unselbständiger Arbeit.
 ---pagebreak---         Im ESVG werden diese verschiedenen Bestandteile folgendermaßen gebucht:
            Von gebietsansässigen Arbeitgebern an gebietsansässige und gebietsfremde Arbeit-
            nehmer geleistete Einkommen aus unselbständiger Arbeit umfassen die Bestandteile a
            und c und erscheinen auf der Verwendungsseite des Einkommensentstehungskontos
            der Sektoren und Tätigkeitsbereiche, denen die Arbeitgeber angehören.
            An gebietsansässige Arbeitnehmer von gebietsansässigen und gebietsfremden Arbeit-
            gebern geleistete Einkommen aus unselbständiger Arbeit umfassen die Bestandteile a
            und b und erscheinen auf der Aufkommensseite des Primäreinkommensallokations-
            kontos der privaten Haushalte.
            Der Bestandteil b, von gebietsfremden Arbeitgebern an gebietsansässige Arbeitnehmer
            geleistete Einkommen aus unselbständiger Arbeit, erscheint auf der Verwendungsseite
            des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
            Der Bestandteil c, von gebietsansässigen Arbeitgebern an gebietsfremde Arbeitnehmer
            geleistete Einkommen aus unselbständiger Arbeit, erscheint auf der Aufkommensseite
            des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
PRODUKTIONSSTEUERN UND EINFUHRABGABEN (D.2)
4.14    Definition: Produktionssteuern und Einfuhrabgaben (D.2) sind Zwangsabgaben in Form
                    von Geld- oder Sachleistungen, die der Staat oder die Institutionen der Euro-
                    päischen Union ohne Gegenleistung auf die Produktion und die Einfuhr von
                    Waren und Dienstleistungen, die Beschäftigung von Arbeitskräften oder das
                    Eigentum an oder den Einsatz von Grundstücken, Gebäuden oder anderen im
                    Produktionsprozeß eingesetzten Aktiva erheben. Diese Steuern sind ohne
                    Rücksicht darauf zu zahlen, ob Betriebsgewinne erzielt worden sind oder
                    nicht.
4.15    Produktionssteuern und Einfuhrabgaben untergliedern sich in:
            Gütersteuern (D. 21 )
            * Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.) (D.211);
            * Einfuhrabgaben ohne MwSt. (D.212)
                      infuhrzölle(D.2121)
                      infuhrabgaben ohne MwSt. und Einfuhrzölle (D.2122)
                *      Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben (D.214)
            Sonstige Produktionssteuern (D.29).
Gütersteuern (D.21)
4.16    Definition: Gütersteuern (D.21) sind Steuern, die pro Einheit einer produzierten oder in
                    eine Transaktion einbezogenen Ware oder Dienstleistung zu entrichten sind.
                    Sie können entweder als ein bestimmter Geldbetrag pro Mengeneinheit einer
                    Ware oder Dienstleistung oder wertbezogen festgesetzt werden, d. h. als be-
                    stimmter Prozentsatz des Preises pro Einheit oder des Wertes der produzier-
                    ten oder den Gegenstand der Transaktion bildenden Waren oder Dienstlei-
                    stungen. Generell gilt, daß Steuern, die auf ein Gut erhoben werden, unab-
                    hängig davon, von welcher institutionellen Einheit sie gezahlt werden, den
                    Gütersteuern zuzurechnen sind, es sei denn, sie sind ausdrücklich in eine an-
                    dere Position einbezogen.
                                               -119-
 ---pagebreak--- Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.) (D.211)
4.17    Definition: Eine Steuer vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.) ist eine Steuer auf Waren und
                       Dienstleistungen, die stufenweise bei den Unternehmen erhoben und letztlich
                       vollständig vom Endabnehmer getragen wird.
        Die Position Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (D.211) - im folgenden der Einfachheit hal-
        ber bezeichnet als "MwSt." - umfaßt die vom Staat auf Güter der Inlandsproduktion und
        auf Einfuhren erhobene Mehrwertsteuer ebenso wie etwaige sonstige abzugsfahige Güter-
        steuern, soweit sie ähnlichen Regeln wie die Mehrwertsteuer unterliegen.
        Sie umfaßt ferner Steuern, bei denen es sich rechtlich um Mehrwertsteuern handelt, die je-
        doch nicht auf ein Gut im Sinne der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erhoben
        werden (z. B. auf den Verkauf von Grundstücken)2.
        Die Produzenten müssen lediglich die Differenz zwischen der MwSt. auf ihre Verkäufe
        und der MwSt. auf ihre Käufe von Vorleistungen und für Bruttoanlageinvestitionen zahlen.
        Die MwSt. ist nach dem Nettosystem zu verbuchen; dies bedeutet:
             Die Produktion von Waren und Dienstleistungen sowie Einfuhren werden ohne in
             Rechnung gestellte MwSt. verbucht.
             Käufe von Waren und Dienstleistungen werden einschließlich der nichtabzugsfahigen
             MwSt. verbucht. Bei der Verbuchung der MwSt. wird davon ausgegangen, daß diese
             nicht vom Verkäufer, sondern vom Käufer getragen wird, sofern sie für diesen nicht
             abzugsfahig ist. Die MwSt. wird daher im ESVG zum größten Teil als Steuer ver-
             bucht, die auf die letzte Verwendung, d. h. überwiegend auf den letzten Verbrauch der
             privaten Haushalte, gezahlt wird. Ein Teil der MwSt. kann jedoch von den Unterneh-
             men, vor allem den nicht mehrwertsteuerpflichtigen, gezahlt werden.
        Für die Gesamtwirtschaft entspricht die MwSt. der Differenz zwischen der gesamten in
        Rechnung gestellten und der gesamten abzugsfähigen MwSt.
Einfuhrabgaben ohne MwSt. (D.212)
4.18    Definition: Die Einfuhrabgaben ohne MwSt. (D.212) umfassen alle Zwangsabgaben,
                       ausgenommen die Mehrwertsteuer, die vom Staat oder von Institutionen der
                       Europäischen Union auf eingeführte Güter, die in den freien Verkehr des
                       Wirtschaftsgebiets eingehen, oder auf Dienstleistungen erhoben werden, die
                       von gebietsfremden Einheiten für gebietsansässige Einheiten erbracht wer-
                       den.
        Hierzu gehören:
        a)   Einfuhrzölle (D.2121): Sie umfassen Zölle und sonstige Einfuhrabgaben, die aufgrund
             von Zolltarifen auf bestimmte Waren zu entrichten sind, wenn diese zur Verwendung
             in das Wirtschaftsgebiet des Verwendungslandes eingehen.
        MwSt. auf den Verkauf von Grundstücken wird in Aufkommens- und Verwendungstabellen als Steuer auf die Dienstleistung von
        Immobilienmaklern behandelt.
                                                           120-
 ---pagebreak---         b) Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Einfuhrzölle (D.2122)
            Sie umfassen:
            - Abschöpfungsbeträge auf eingeführte landwirtschaftliche Erzeugnisse;
            - Währungsausgleichsbeträge,' die bei der Einfuhr erhoben werden;
            - allgemeine und spezielle Verbrauchsabgaben auf eingeführte Güter, wenn dieselben
                Steuern auf vergleichbare inländische Güter durch die produzierende Einheit selbst
                entrichtet werden;
            - allgemeine Umsatzsteuern auf die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen;
            - Abgaben auf bestimmte Dienstleistungen, die von gebietsfremden Unternehmen für
                gebietsansässige Einheiten im Wirtschaftsgebiet erbracht werden;
            - an den Staat abgeführte Gewinne von öffentlichen Unternehmen, die das Einfuhr-
                monopol für bestimmte Waren oder Dienstleistungen besitzen.
        Die Nettoeinfuhrabgaben werden als Differenz zwischen den Einfuhrabgaben ohne Mehr-
            wertsteuer (D.212) und den Einfuhrsubventionen (D.311 ) ermittelt.
Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben (D.214)
4.19    Definition: Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben (D.214) umfassen Steuern auf
                     Waren und Dienstleistungen, die aufgrund der Produktion, der Ausführ, des
                     Verkaufs, der Übertragung, des Leasing oder der Lieferung dieser Waren
                     und Dienstleistungen oder aufgrund ihrer Verwendung für den Eigenver-
                     brauch oder für die Produktion von selbsterstellten Anlagen zu entrichten
                     sind.
4.20    Hierzu gehören insbesondere:
        a)  Verbrauchsabgaben und -steuern (mit Ausnahme der in den Einfuhrabgaben enthalte-
            nen);
        b)  Stempelgebühren auf den Verkauf bestimmter Güter, etwa von alkoholischen Geträn-
            ken oder Tabak, oder auf Urkunden oder Schecks;
        c)  Steuern auf finanzielle Transaktionen und Vermögenstransaktionen, die auf den Kauf
            oder Verkauf von nichtfinanziellen und finanziellen Aktiva, einschließlich Devisen, zu
            entrichten sind. Sie sind zahlbar, wenn der Eigentümer von Grund und Boden oder an-
            deren Aktiva wechselt, es sei denn, dies geschieht aufgrund von Vermögensübertra-
            gungen (vor allem Vermächtnisse und Schenkungen). Diese Steuern werden als
            Steuern auf die Dienstleistung der Mittler behandelt;
        d)   Kfz.-Zulassungssteuern;
        e)  Vergnügungsteuern;
        f)  Wert-, Spiel- und Lotteriesteuern ohne Steuern auf die erzielten Gewinne;
        g) Steuern auf die Versicherungsprämien;
        h) sonstige Steuern auf bestimmte Dienstleistungen: Dienstleistungen des Hotel- und
            Gaststättengewerbes, Dienstleistungen aus Wohnungsbesitz, Transport-, Kommunika-
            tions-, Werbedienstleistungen;
                                                121
 ---pagebreak---         i)   allgemeine Steuern auf Verkäufe oder den Umsatz (ohne Steuern vom Typ MwSt.):
             hierzu gehören z. B. Steuern auf die Verkäufe von Herstellern, Groß- und Einzelhänd-
             lern und Steuern auf Käufe.
        j)   an den Staat abgeführte Gewinne von Staatsmonopolen, außer von öffentlichen Unter-
             nehmen, die das Einfuhrmonopol für bestimmte Waren oder Dienstleistungen besitzen
             (die entsprechenden Gewinne werden Position D.2122 zugeordnet). Staatsmonopole
             sind öffentliche Unternehmen, denen nicht aus wirtschafts- oder sozialpolitischen
             Gründen, sondern zur Einnahmenbeschaffung das Monopol der Produktion oder des
             Vertriebs bestimmter Waren oder Dienstleistungen gewährt wurde. Ein öffentliches
             Unternehmen, dem aufgrund des besonderen Charakters der betreffenden Ware,
             Dienstleistung oder Produktionstechnik durch eine bewußte wirtschafts- oder sozial-
             politische Entscheidung ein Monopol gewährt wurde, gilt dagegen nicht als Staatsmo-
             nopol - dies ist z. B. der Fall bei öffentlichen Versorgungsbetrieben, Post- und Tele-
             kommunikationsunternehmen, den Eisenbahnen usw. Staatsmonopole produzieren im
             allgemeinen Waren oder Dienstleistungen, die in anderen Ländern hoch besteuert wer-
             den; ihre Produktion beschränkt sich in der Regel auf bestimmte Verbrauchsgüter
             (alkoholische Getränke, Tabakwaren, Streichhölzer usw.) oder Treibstoffe;
        k) Ausfuhrabgaben und bei der Ausfuhr erhobene Währungsausgleichsbeträge.
4.21    Die Nettogütersteuern werden als Differenz zwischen den Gütersteuern (D.21) und den Gü-
        tersubventionen (D.31 ) ermittelt.
Sonstige Produktionssteuern (D.29)
4.22    Definition: Die sonstigen Produktionssteuern (D.29) umfassen sämtliche Steuern, die von
                     Unternehmen aufgrund ihrer Produktionstätigkeit, unabhängig von der
                     Menge oder dem Wert der produzierten oder verkauften Güter, zu entrichten
                     sind.
        Sie sind zahlbar auf den Grund und Boden, das Anlagevermögen oder die Arbeitskräfte,
        die im Rahmen des Produktionsprozesses eingesetzt werden, oder auf bestimmte
        Tätigkeiten oder Transaktionen.
4.23    Die sonstigen Produktionssteuern (D.29) umfassen insbesondere:
        a)   Steuern auf das Eigentum an oder den Einsatz von Grundstücken, Gebäuden und ande-
             ren im Produktionsprozeß eingesetzten unbeweglichen Anlagegütern;
        b) Steuern auf den Einsatz von beweglichen Anlagegütern (Fahrzeugen, Maschinen und
             Anlagen) für Produktionszwecke, unabhängig davon, ob diese Anlagegüter Eigentum
             der produzierenden Einheiten oder von diesen gemietet sind;
        c)   Steuern auf die Lohnsumme oder die Beschäftigtenzahl;
        d) Steuern auf internationale Transaktionen (Auslandsreisen, Auslandsüberweisungen
             und vergleichbare Transaktionen mit Gebietsfremden), die zu Produktionszwecken
             getätigt werden;
                                                - 122
 ---pagebreak---        e)   von Unternehmen zu entrichtende Abgaben für Berechtigungen zur Ausübung einer
            gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit, sofern diese Berechtigungen automatisch
            gegen Zahlung des verlangten Betrages erteilt werden. Prüft der Staat vor Erteilung der
            Berechtigungen jedoch die Eignung oder Sicherheit der Geschäftsräume, die Zuver-
            lässigkeit oder Sicherheit der Anlagen, die fachliche Qualifikation der Beschäftigten
            oder die Qualität oder Vorschriftsmäßigkeit der produzierten Waren oder Dienstlei-
            stungen, werden die Zahlungen als Dienstleistungskäufe behandelt, es sei denn, die
            Höhe der für die Berechtigungen in Rechnung gestellten Beträge steht in keinem
            Verhältnis zu den Kosten der vom Staat vorgenommenen Überprüfungen;
       f)   Abgaben auf Umweltverschmutzung infolge von Produktionstätigkeiten; sie umfassen
            Abgaben auf die Einleitung von schädlichen Gasen, Flüssigkeiten oder anderen
            Schadstoffen in die Umwelt. Hierzu gehören nicht Zahlungen für die Sammlung oder
            Beseitigung von Abfällen oder Schadstoffen durch den Staat; sie sind den Vorleistun-
            gen der Unternehmen zuzuordnen;
       g) die in der Landwirtschaft häufig anzutreffende MwSt.-Unterkompensation infolge des
           Pauschalierungssystems.
4.24   Diese Position umfaßt nicht von den privaten Haushalten zu entrichtende Steuern auf die
       Benutzung von Kraftfahrzeugen usw. für private Zwecke; sie sind den laufenden Steuern
       auf Einkornmen, Vermögen usw. zuzuordnen.
Produktionssteuern und Einfuhrabgaben an die Institutionen der Europäischen Union
4.25   Die Produktionssteuern und Einfuhrabgaben an die Institutionen der Europäischen Union
       umfassen insbesondere:
       a)  Steuern, die von gebietsansässigen produzierenden Einheiten direkt an Institutionen
           der Europäischen Union abgeführt werden (EGKS-Umlage bei Kohle- und Stahlunter-
           nehmen);
       b)  Steuern, die von den zuständigen einzelstaatlichen Stellen für Rechnung von Institu-
           tionen der Europäischen Union erhoben werden, z. B.:
           - Einnahmen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik:
               Abschöpfungsbeträge für eingeführte landwirtschaftliche Erzeugnisse, Währungs-
               ausgleichsbeträge, die bei der Ausfuhr oder Einfuhr erhoben werden, Zuckerabgabe
               und Isoglucosesteuer sowie die Mitverantwortungsabgabe auf Milch und Getreide;
           - Einnahmen aus dem Handel mit Drittländern: Zölle, die auf der Grundlage des inte-
               grierten Zolltarifs der Europäischen Gemeinschaften (TARIC) erhoben werden;
           - Einnahmen aus dem Mehrwertsteueraufkommen in den Mitgliedstaaten.
4.26   Verbuchung der Produktionssteuern und Einfuhrabgaben: Produktionssteuern und Einfuhr-
       abgaben werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Tätigkeiten, Transaktionen oder
       sonstigen Ereignisse stattfinden, durch die die Steuerverbindlichkeiten entstehen.
                                                 123
 ---pagebreak--- 4.27   Einige wirtschaftliche Tätigkeiten, Transaktionen oder Ereignisse, mit denen für die betref-
       fenden Einheiten gemäß den Steuervorschriften die Verpflichtung zur Entrichtung von
        Steuern verbunden ist, entgehen jedoch dauerhaft der Aufmerksamkeit der Steuerbehörden.
       Es wäre unrealistisch anzunehmen, daß durch derartige Tätigkeiten, Transaktionen oder
       Ereignisse finanzielle Aktiva oder Passiva in Form von Forderungen oder Verbindlichkei-
       ten entstehen. Für die im System zu verbuchenden Beträge sind daher nur dann die falligen
       Beträge maßgebend, wenn sie durch Steuerbescheide, -erklärungen oder andere Unterlagen
       nachgewiesen werden, durch die Verbindlichkeiten in Form von eindeutigen Zahlungs-
       verpflichtungen seitens der Steuerpflichtigen entstehen. Nicht gezahlte Steuern, für .die
       keine Steuerbescheide vorliegen, werden im System nicht unterstellt.
       Steuern, für die Steuerbescheide vorliegen, die jedoch nie gezahlt werden (z. B. aufgrund
       eines Konkurses) werden zunächst behandelt, als ob sie gezahlt wurden; dann bestehen
       zwei Möglichkeiten:
              Der Staat schreibt die Forderung als uneinbringlich endgültig ab; diese Abschreibung
              wird im Konto des Staates- und des zahlungsunfähigen Schuldners für die sonstigen
              Veränderungen des Volumens der Aktiva verbucht.
              Die Verbindlichkeit wird von Staat und Schuldner im gegenseitigen Einvernehmen
              aufgehoben; diese Schuldenaufhebung wird im Vermögensveränderungskonto als
              Vermögensübertragung des Staates an den Schuldner verbucht; gleichzeitig wird die
              entsprechende Forderung im Finanzierungskonto ausgebucht.
4.28   Der zu buchende Steuerbetrag enthält auch Verzugszuschläge und Steuerstrafen, wenn
       diese nicht getrennt von den Steuern verbucht werden können, sowie eventuelle zusätzliche
       Einziehungs- und Veranlagungskosten; er ist vermindert um Steuererstattungen, die der
       Staat im Rahmen seiner Wirtschaftspolitik vornimmt, sowie um Rückzahlungen bei
       ungerechtfertigter Erhebung.
4.29   Im Kontensystem erscheinen die Produktionssteuern und Einfuhrabgaben (D.2):
             auf der Verwendungsseite des Einkommensentstehungskontos der Gesamtwirtschaft;
             auf der Aufkommensseite des Primäreinkommensallokationskontos des Sektors Staat
             und des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
       Die Gütersteuern werden auf der Aufkommensseite des Waren- und Dienstleistungskontos
       der Gesamtwirtschaft verbucht. Durch diesen Buchungsvorgang kann das Aufkommen an
       Waren und Dienstleistungen, das abzüglich der Gütersteuern bewertet wird, mit der ein-
       schließlich dieser Steuern bewerteten Verwendung ausgeglichen werden.
       Die sonstigen Produktionssteuern (D.29) erscheinen auf der Verwendungsseite des Ein-
       kommensentstehungskontos der Tätigkeitsbereiche und Sektoren, die sie entrichten.
SUBVENTIONEN (D.3)
4.30   Definition: Subventionen (D.3) sind laufende Zahlungen ohne Gegenleistung, die der
                         Staat oder Institutionen der Europäischen Union im Rahmen ihrer Wirt-
                         schafts- und Sozialpolitik an gebietsansässige3 Marktproduzenten und andere
                         gebietsansässige Produzenten auf deren marktbestimmten Output leisten, um
                         den Umfang der Produktion dieser Einheiten oder ihre Verkaufspreise zu
                         beeinflussen und/oder um eine hinreichende Entlohnung der Produktionsfak-
                         toren zu ermöglichen.
       Die Institutionen der Europäischen Union gewähren Subventionen an gebietsansässige Einheiten in der gesamten EU.
                                                            - 124
 ---pagebreak--- 4.31     Von Institutionen der Europäischen Union gewährte Subventionen betreffen nur die von
         diesen direkt an gebietsansässige Produktionseinheiten geleisteten laufenden Übertragun-
         gen.
4.32     Da die zu Marktproduktionsbereichen zusammengefaßten produzierenden Einheiten insti-
         tutionell zu verschiedenen Sektoren gehören können, sind Subventionen an jeden Sektor
         möglich, soweit sie mit entsprechenden marktbestimmten Produktionstätigkeiten
         zusammenhängen.
         Die Subventionen untergliedern sich in:
               Gütersubventionen (D.31)
               * Einfuhrsubventionen (D.311)
               * Sonstige Gütersubventionen (D.319)
               Sonstige Produktionssubventionen (D.39)
Gütersubventionen (D.31)
4.33    Definition: Gütersubventionen (D.31) sind Subventionen, die pro Einheit einer produ-
                      zierten oder eingeführten Ware oder Dienstleistung geleistet werden. Sie
                      können entweder als ein bestimmter Geldbetrag pro Mengeneinheit einer Wa-
                      re oder Dienstleistung oder wertbezogen festgesetzt werden, d. h. als be-
                      stimmter Prozentsatz des Preises pro Einheit. Sie können ferner als Differenz
                      zwischen einem angestrebten Preis und dem vom Käufer tatsächlich gezahlten
                      Marktpreis berechnet werden. Gütersubventionen sind in der Regel zahlbar,
                      wenn die Ware oder Dienstleistung produziert, verkauft oder eingeführt
                      wird.
Einfuhrsubventionen (D.311)
4.34    Definition: Einfuhrsubventionen (D.311) sind Subventionen auf Waren oder
                      Dienstleistungen, die zahlbar sind, wenn die Waren die Grenze zur Verwen-
                      dung im Wirtschaftsgebiet überschreiten oder wenn die Dienstleistungen für
                      gebietsansässige institutionelle Einheiten erbracht werden. Zu den Einfuhr-
                      subventionen gehören auch auf eine bewußte staatliche Politik zurückzufüh-
                      rende Verluste von staatlichen Handels- und Vorratsstellen, die die Aufgabe
                      haben, Güter von gebietsfremden Einheiten zu kaufen und zu niedrigeren
                      Preisen an gebietsansässige Einheiten zu verkaufen.
Sonstige Gütersubventionen (D.319)
4.35    Die sonstigen Gübersubventionen (D.319) umfassen:
        a)    Subventionen auf im Inland verwendete Güter: Hierbei handelt es sich um Subventio-
              nen, die an gebietsansässige Produzenten für ihren im Wirtschaftsgebiet eingesetzten
              oder verbrauchten Output geleistet werden;
        b) Verluste von staatlichen Handels- und Vorratsstellen, die die Aufgabe haben, die von
              gebietsansässigen Produzenten produzierten Güter zu kaufen und zu verkaufen, sofern
              diese Verluste auf eine bewußte staatliche Wirtschafts- oder Sozialpolitik zurückzu-
              fuhren sind;
                                                   125
 ---pagebreak---        c)    Subventionen, die an öffentliche Kapital- und Quasi-Kapitalgesellschaften gezahlt
             werden, um anhaltende Verluste aus ihrer Produktionstätigkeit auszugleichen, die
             darauf zurückzuführen sind, daß die von diesen Gesellschaften verlangten Preise
             aufgrund einer bewußten staatlichen Wirtschafts- oder Sozialpolitik unter ihren
             durchschnittlichen Produktionskosten liegen;
       d) direkte Ausfuhrsubventionen, die unmittelbar an gebietsansässige Produzenten
             geleistet werden, wenn die Waren das Wirtschaftsgebiet verlassen oder die
             Dienstleistungen für gebietsfremde Einheiten erbracht werden, mit Ausnahme von an
             der Zollgrenze erfolgenden Rückzahlungen von zuvor gezahlten Gütersteuern und des
             Erlasses der Steuern, die im Falle des Verkaufs oder der Verwendung der Waren im
             Wirtschaftsgebiet zu entrichten wären;
       e)    Verluste von staatlichen Handels- und Vorratsstellen, die die Aufgabe haben, die von
             gebietsansässigen Unternehmen produzierten Güter zu kaufen und zu niedrigeren
             Preisen an gebietsfremde Einheiten zu verkaufen.
SONSTIGE PRODUKTIONSSUBVENTIONEN                       (D.39)
4.36   Definition: Bei den sonstigen Produktionssubventionen (D.39), die an gebietsansässige
                        Produktionseinheiten aufgrund ihrer Produktionstätigkeit gezahlt werden,
                        handelt es sich um Subventionen, die nicht an die Menge oder den Wert der
                        produzierten oder verkauften Waren oder Dienstleistungen gebunden sind.
4.37    Sie umfassen insbesondere:
       a)    Subventionen auf die Lohnsumme oder die Beschäftigten: Hierbei handelt es sich um
             Subventionen, die an die Lohnsumme oder die Gesamtbeschäftigtenzahl oder an die
             Beschäftigung von Angehörigen bestimmter Personengruppen, z. B. von Körperbehin-
             derten oder von Langzeitarbeitslosen, gekoppelt sind oder zur Deckung der Kosten
             von seitens der Unternehmen veranstalteten oder finanzierten Fortbildungsmaßnahmen
             gewährt werden;
       b)    Subventionen zur Verringerung der Umweltverschmutzung: Hierbei handelt es sich
             um laufende Subventionen zur partiellen oder vollständigen Deckung der Kosten, die
             mit zusätzlichen Maßnahmen zur Verringerung oder Vermeidung der Abgabe von
             Schadstoffen in die Umwelt verbunden sind;
       c)    Zinszuschüsse an gebietsansässige Produktionseinheiten, selbst wenn sie dazu be-
             stimmt, sind, Investitionstransaktionen zu erleichtern4. Sie stellen nämlich laufende
             Übertragungen dar, deren Zweck darin besteht, die Betriebskosten des Produzenten zu
             verringern. Sie werden als Subventionen gebucht, die an den begünstigten Produzenten
             gezahlt werden, auch dann, wenn die Zinsdifferenz tatsächlich von der staatlichen
             Stelle an das Kreditinstitut gezahlt wird, das den Kredit gewährt;
       d) die in der Landwirtschaft häufig anzutreffende MwSt.-Überkompensation infolge des
             Pauschalierungssysteins.
4.38   Nicht als Subventionen gelten:
       a)    laufende Übertragungen des Staates an private Haushalte in ihrer Eigenschaft als Ver-
             braucher; diese Übertragungen werden entweder bei den Sozialleistungen oder bei den
             laufenden Übertragungen a.n.g. gebucht;
       Jedoch ist in den Fällen, in denen ein Zuschuß gleichzeitig zur Tilgung des aufgenommenen Kredits und zur Zinszahlung verwendet
       werden kann, ohne daß diese beiden Elemente getrennt nachweisbar sind, der gesamte Zuschuß als Investitionszuschuß zu buchen.
                                                                  126
 ---pagebreak---       b) laufende Übertragungen zwischen staatlichen Stellen untereinander in ihrer Eigen-
         schaft als Produzenten von nichtmarktbestimmten Waren und Dienstleistungen; sie
         werden in der Position Laufende Übertragungen innerhalb des Staates (D.73) gebucht;
      c) laufende Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter in ihrer Eigenschaft
         als Produzenten von nichtmarktbestimmten Waren und Dienstleistungen; sie werden in
         der Position Laufende Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter im
         Dienst von privaten Haushalten (D.75) gebucht;
      d) Investitionszuschüsse (D.92);
      e) Sonderzahlungen an Sozialschutzsysteme, durch die die Deckungsrückstellungen die-
         ser Systeme erhöht werden sollen. Derartige Zahlungen werden unter der Position
         Sonstige Vermögensübertragungen (D.99) nachgewiesen;
     f)  Übertragungen        des      Staates     an    nichtfinanzielle    Kapital-      und
         Quasi-Kapitalgesellschaften zwecks Deckung von angesammelten Verlusten aus
         mehreren Geschäftsjahren oder von außerordentlichen Verlusten, deren Ursachen au-
         ßerhalb der Verantwortlichkeit des Unternehmens liegen; derartige Übertragungen
         sind in der Position Sonstige Vermögensübertragungen (D.99) zu buchen;
     g) Aufhebung von Schulden von produzierenden Einheiten gegenüber dem Staat (z. B.
         aus Vorschüssen, die einem Produktionsunternehmen, bei dem sich im Laufe mehrerer
         Geschäftsjahre Verluste angehäuft haben, von einer staatlichen Stelle gewährt
         wurden); diese Transaktionen sind in der Position Sonstige Vermögensübertragungen
         (D.99) einzuordnen;
     h)  Schadenleistungen für Katastrophenschäden an Anlagegütern, die vom Staat oder von
         der Übrigen Welt gezahlt werden; diese sind ebenfalls in der Position Sonstige Ver-
         mögensübertragungen (D.99) einzuordnen;
     i)  Erwerb von Aktien und sonstigen Beteiligungen an Gesellschaften durch den Staat;
         dieser Vorgang wird in der Position Aktien und sonstige Beteiligungen nachgewiesen;
     j)  Zahlungen, die der Staat zur Erfüllung außergewöhnlicher Pensionslasten von öffentli-
         chen Unternehmen übernimmt. Derartige Zahlungen sind in der Position Laufende
         Übertragungen a.n.g. (D.75) nachzuweisen.
4.39 Verbuchungszeitpunkt: Subventionen werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die
         Transaktion oder das Ereignis (Produktion, Verkauf, Einfuhr usw.) stattfindet, das die
         Subvention nach sich zieht.
     Sonderfälle:
         Subventionen, die in Form von unterschiedlich hohen An- und Verkaufspreisen durch
         staatliche Handels- und Vorratsstellen gewährt werden, werden zum Zeitpunkt des
         Ankaufs der Waren durch die betreffende Stelle verbucht, wenn zu diesem Zeitpunkt
         der Verkaufspreis bekannt ist.
         Subventionen zum Zwecke der Deckung eines Betriebsverlustes einer in einen Markt-
         produktionsbereich eingeordneten Einheit werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem
         der Staat die Verlustdeckung beschließt.
4.40 Im Kontensystem erscheinen die Subventionen:
         mit einem negativen Vorzeichen auf der Verwendungsseite des Einkommensentste-
         hungskontos der Gesamtwirtschaft;
                                            - 127-
 ---pagebreak---             mit einem negativen Vorzeichen auf der Aufkommensseite des Primäreinkommensal-
            lokationskontos des Sektors Staat sowie des Kontos der Übrigen Welt für Primärein-
            kommen und laufende Übertragungen:
        Die Gütersubventionen werden mit einem negativen Vorzeichen auf der Aufkommensseite
        des Waren- und Dienstleistungskontos der Gesamtwirtschaft verbucht. Durch diesen Bu-
        chungsvorgang kann das Aufkommen an Waren und Dienstleistungen mit der Verwendung
        ausgeglichen werden.
        Die Sonstigen Produktionssubventionen (D.39) werden mit einem negativen Vorzeichen
        auf der Verwendungsseite des Einkommensentstehungskontos der Tätigkeitsbereiche und
        Sektoren verbucht, die sie erhalten.
        Auswirkungen multipler Wechselkurse auf die Produktionssteuern und Einfuhrabgaben
        und auf die Subventionen: Die Mitgliedstaaten der EU wenden derzeit untereinander keine
        multiplen Wechselkurse an. Bei Vorliegen multipler Wechselkurse gilt:
            Die impliziten Einfuhrabgaben werden als Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Einfuhr-
            zölle (D.2122) behandelt.
            Die impliziten Ausfuhrabgaben werden als Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrab-
            gaben (D.214) behandelt.
            Die impliziten Einfuhrsubventionen werden als Einfuhrsubventionen (D.311) behan-
            delt.
            Die impliziten Ausfuhrsubventionen werden als sonstige Gütersubventionen (D.319)
            behandelt.
EINKOMMEN AUS VERMÖGEN (D.4)
4.41    Definition: Einkommen aus Vermögen (D.4) ist das Einkommen, das der Eigentümer ei-
                    nes finanziellen Aktivums oder eines materiellen nichtproduzierten Aktivums
                    als Gegenleistung dafür erhält, daß er einer anderen institutionellen Einheit
                    finanzielle Mittel oder das materielle nichtproduzierte Aktivum zur Verfü-
                    gung stellt.
        Einkommen aus Vermögen werden im ESVG wie folgt untergliedert:
        -   Zinsen (D.41);
            verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften (D.42);
                      Dividenden (D.421);
                      entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften (D.422);
            reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen (D.43)
            auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen (D.44);
            Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen (D.45).
Zinsen (D.41)
4.42    Definition: Zinsen (D.41) sind der Betrag, den der Schuldner dem Gläubiger gemäß den
                    Modalitäten des zwischen beiden vereinbarten Finanzinstruments während ei-
                     nes bestimmten Zeitraums zu zahlen hat, ohne daß sich dadurch der ausste-
                    hende Kapitalbetrag verringert.
                                              - 128-
 ---pagebreak--- 4.43 Durch Mittelausleihungen von Gläubigern an Schuldner entstehen die nachstehend aufge-
     führten Finanzinstrumente.
     Diese Art des Einkommens aus Vermögen steht den Eigentümern folgender Arten von fi-
     nanziellen Aktiva zu:
     Einlagen (AF.2)
     Wertpapiere, außer Aktien (AF.3)
     Kredite (AF.4)
     Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7)
1)   Zinsen auf Einlagen, Kredite und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
4.44 Die Zinsforderungen bzw. -Verbindlichkeiten aus diesen finanziellen Aktiva und Passiva
     werden berechnet, indem man den relevanten Zinssatz auf den während des gesamten
     Rechnungszeitraums jeweils ausstehenden Kapitalbetrag anwendet.
2)   Zinsen auf Wertpapiere
     a)   Zinsen auf Geldmarktpapiere:
4.45 Die Verzinsung während der Laufzeit eines Papiers errechnet sich als Differenz zwischen
     dem Nennwert und dem Emissionskurs (d. h. als der sogenannte Diskontabschlag). Bei
     dem Wertzuwachs eines Geldmarktpapiers aufgrund aufgelaufener Zinsen handelt es sich
     nicht um einen Gewinn aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva, da dieser Wertzuwachs
     auf einen Anstieg des ausstehenden Kapitalbetrages und nicht auf eine Änderung des Kur-
     ses des Papiers zurückzuführen ist. Sonstige Änderungen des Wertes des Papiers werden
     als Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva behandelt.
     b) Zinsen auf Schuldverschreibungen
4.46 Schuldverschreibungen sind langfristige Wertpapiere, mit denen für ihren Inhaber der un-
     bedingte Anspruch auf ein festes oder vertraglich festgelegtes variables regelmäßiges
     Geldeinkommen in Form von Zahlungen auf Kupons oder auf Zahlung eines bestimmten
     Festbetrages zu einem oder mehreren festgelegten Tilgungszeitpunkten oder auf beides
     verbunden ist.
          * Null-Kupon-Anleihen:
     Die Anleihen sind nicht mit Kupons ausgestattet. Die sich aus der Differenz zwischen dem
     Rückzahlungs- und dem Emissionskurs ergebende Verzinsung muß über den Zeitraum bis
     zur Fälligkeit der Anleihe verteilt werden. Die jährlich auflaufenden Zinsen werden vom
     Inhaber der Anleihe in die Anleihe reinvestiert; daher ist im Finanzierungskonto ein Betrag
     in Höhe der aufgelaufenen Zinsen als Erwerb weiterer Anleihestücke durch den Inhaber
     und als Emission weiterer Anleihestücke durch den Emittenten oder Schuldner (d. h. als
     Anstieg des "Volumens" der ursprünglichen Anleihe) zu verbuchen.
          * Sonstige Anleihen, einschließlich Anleihen mit niedriger Nominalverzinsung und
             hohem Rückzahlungskurs ("Deep discount bonds"):
                                             129-
 ---pagebreak---       Die Zinsen setzen sich aus zwei Bestandteilen zusammen:
           dem pro Rechnungszeitraum anfallenden Geldeinkommen aus Zahlungen auf Kupons;
           den pro Rechnungszeitraum aufgrund der Differenz zwischen Rückzahlungs- und
           Emissionskurs auflaufenden Zinsen; sie werden wie bei Null-Kupon-Anleihen berech-
           net.
           * Indexgebundene Wertpapiere:
      Die Hohe der Zahlungen auf Kupons und/oder des ausstehenden Kapitalbetrages ist an ei-
      nen Preisindex gekoppelt. Die durch die Entwicklung dieses Indexes bedingte Veränderung
      des Wertes des ausstehenden Kapitalbetrages zwischen dem Anfang und dem Ende eines
      bestimmten Rechnungszeitraums wird als in diesem Zeitraum auflaufende Zinsen
      behandelt, die zu den in diesem Zeitraum fälligen Zinsen hinzukommen. Die aufgrund der
      Indexierung aufgelaufenen Zinsen werden in das Wertpapier reinvestiert und sind im Fi-
      nanzierungskonto des Inhabers und des Emittenten des Papiers zu verbuchen.
3)    Zinsswaps und Forward Rate Agreements
4.47  Swaps sind Verträge zwischen zwei institutionellen Einheiten, in denen diese vereinbaren,
      Zahlungsströme, die sich auf Verbindlichkeiten gleichen Umfangs beziehen, während eines
      bestimmten Zeitraums auszutauschen. Gängige S waparten sind Zins- und Währung s swaps.
      Die Zinszahlungen aufgrund der Swapvereinbarungen sind nach Abzug von Zahlungen zu
      verbuchen, die an Dritte für die Vermittlung des Swaps erfolgen; diese Zahlungen werden
      als Käufe von Dienstleistungen verbucht.
      Bei Forward Rate Agreements wird nach dem gleichen Grundsatz verfahren.
4)   ZINSEN AUF FINANZIERUNGSLEASING
4.48  Finanzierungsleasing ist eine Alternative zur Kreditaufnahme als Möglichkeit der Finan-
      zierung des Kaufs von beweglichen Anlagegütern. Es handelt es sich dabei um einen Ver-
      trag, der vorsieht, daß ein Kreditgeber einem Kreditnehmer Mittel zur Verfügung stellt:
      Der Leasinggeber kauft das Anlagegut, und der Leasingnehmer verpflichtet sich zur Zah-
      lung von Leasingraten, die es dem Leasinggeber ermöglichen, während der Vertragslauf-
      zeit die ihm entstandenen Kosten einschließlich Zinsen vollständig oder praktisch
      vollständig zu decken.
      Der Leasinggeber gewährt dem Leasingnehmer einen Kredit in Höhe des
      Anschaffungspreises des Anlagegutes, und dieser Kredit wird während der Vertragslaufzeit
      nach und nach vollständig zurückgezahlt. Man geht daher davon aus, daß sich die vom
      Leasingnehmer gezahlten Leasingraten jeweils aus zwei Bestandteilen zusammensetzen:
      einer Tilgungszahlung und einer Zinszahlung. Der für den unterstellten Kredit gezahlte
      Zinssatz ergibt sich implizit aus dem Verhältnis des Gesamtbetrages der während der Ver-
      tragslaufzeit gezahlten Leasingraten zum Anschaffungspreis des Anlagegutes. In dem Ma-
      ße, in dem der Kapitalbetrag zurückgezahlt wird, verringert sich während der Laufzeit des
      Vertrages der auf die Zinszahlung entfallende Teil der Leasingraten. Der vom Leasing-
      nehmer ursprünglich in Anspruch genommene Kredit und die Tilgungszahlungen werden
      im Finanzierungskonto des Leasinggebers und des Leasingnehmers verbucht. Die
      Zinszahlungen werden unter der Position Zinsen im primären Einkommensverteilungskon-
      to der beiden Transaktionspartner ausgewiesen.
                                              130-
 ---pagebreak--- 4.49 5        In die Position Zinsen sind ebenfalls einzubeziehen:
     a)    Überziehungsprovisionen, Treueprämien und auf festverzinsliche Wertpapiere ausge-
           loste Prämien;
     b) den Anteilsinhabern zugerechnete Zinseinnahmen von Investmentfonds aus den von
           diesen vorgenommenen Anlagen, selbst wenn diese Einnahmen kapitalisiert werden,
           abzüglich eines Teils der Verwaltungskosten; dazu gehören nicht Gewinne/Verluste
           aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva im Zusammenhang mit im Besitz von In-
           vestmentfonds befindlichen Finanzinstrumenten; sie werden nicht als Einkommen aus
           Vermögen behandelt. Der in Abzug zu bringende Teil der Verwaltungskosten ist
           proportional zum Anteil der Zinsen an der Gesamtsumme aus Zinsen und Dividenden.
4.50 Verbuchungszeitpunkt:
     Die Verbuchung der Zinsen erfolgt nach dem Grundsatz der periodengerechten Zuordnung
     entsprechend ihrem Auflaufen, d. h. bei der Verbuchung der Zinsen wird davon ausgegan-
     gen, daß die Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dem Gläubiger kontinuierlich zu-
     wachsen. Die pro Rechnungszeitraum auflaufenden Zinsen sind unabhängig davon zu ver-
     buchen, ob sie tatsächlich ausgezahlt oder dem ausstehenden Kapitalbetrag zugeschlagen
     werden. Werden die Zinsen nicht ausgezahlt, ist der Anstieg des Kapitalbetrages im Fi-
     nanzierungskonto als weiterer Erwerb des betreffenden finanziellen Aktivums durch den
     Gläubiger und als Erhöhung der entsprechenden Verbindlichkeit des Schuldners
     auszuweisen.
4.51 Die Zinsen sind vor Steuern zu verbuchen. Empfangene und geleistete Zinszahlungen sind
     grundsätzlich einschließlich von Zinszuschüssen auszuweisen, selbst wenn diese direkt an
     Finanzeimichtungen und nicht an die Begünstigten gezahlt werden (vgl. Abschnitt
     "Subventionen").
     Da der Wert der von den finanziellen Mittlern erbrachten Dienstleistungen nicht verschie-
     denen Kunden zugerechnet wird, werden die von finanziellen Mittlern tatsächlich
     geleisteten oder empfangenen Zinszahlungen nicht um die Spanne bereinigt, bei der es sich
     um das implizite Entgelt der finanziellen Mittler handelt. Im Primäreinkommensallokati-
     onskonto der finanziellen Mittler und eines fiktiven Tätigkeitsbereichs, dem vereinba-
     rungsgemäß der gesamte Output der finanziellen Mittler als Vorleistungen zugerechnet
     wird, ist ein Berichtigungsposten erforderlich.
4.52 Im Kontensystem erscheinen die Zinsen:
           auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Primäreinkommensallokations-
           kontos der Sektoren5;
           auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
           Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
     Dieses Verfahren unterscheidet sich von dem, das meistens in der Rechnungsführung der Unternehmen angewendet wird, wo gezahlte
     Zinsen normalerweise ebenso wie andere Produktionskosten als Aufwendungen in der Erfolgsrechnung erscheinen.
                                                              13
 ---pagebreak--- Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften (D.42)
Dividenden (D.421)
4.53     Definition: Dividenden (D.421) sind eine Form vom Einkommen aus Vermögen, das die
                      Eigentümer von Aktien (AF.5) als Gegenleistung dafür erhalten, daß sie Ka-
                      pitalgesellschaften finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Die Beschaffung
                      von Eigenkapital durch die Ausgabe von Aktien ist eine Alternative zur Auf-
                      nahme von Fremdmitteln. Anders als mit Fremdkapital ist mit Eigenkapital
                     jedoch keine in monetärer Hinsicht feste Verbindlichkeit verbunden, und die
                      Aktionäre einer Kapitalgesellschaft haben kein Anrecht auf ein festes oder im
                      voraus festgelegtes Einkommen.
4.54     Die Position Dividenden umfaßt auch:
         a)   Aktien, die anstelle der Dividende für den Geschäftszeitraum an die Aktionäre ausge-
              geben werden, nicht jedoch die Ausgabe von Kapitalberichtigungsaktien, hinter der die
              Einbeziehung von Eigenmitteln in Form von Rücklagen und nicht ausgeschütteten
              Gewinnen in das Grundkapital steht und bei der der Aktionär neue Titel nach Maßgabe
              seines bisherigen Beteiligungsverhältnisses erhält;
         b) den Anteilsinhabern zugerechnete Dividendeneinnahmen von Investmentfonds aus den
              von diesen vorgenommenen Anlagen, selbst wenn diese Einnahmen kapitalisiert
              werden, abzüglich eines Teils der Verwaltungskosten; dazu gehören nicht Gewin-
              ne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva im Zusammenhang mit im Besitz
              von Investmentfonds befindlichen Finanzinstrumenten; sie werden nicht als Einkom-
              men aus Vermögen behandelt. Der in Abzug zu bringende Teil der Verwaltungskosten
              ist proportional zum Anteil der Dividenden an der Gesamtsumme aus Zinsen und
              Dividenden;
         c)   Gewinnabführungen von öffentlichen Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit,
              die nicht die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft haben, an den Staat.
4.55     Verbuchungszeitpunkt: Die Dividenden werden zu dem von der Kapitalgesellschaft festge-
         legten Fälligkeitszeitpunkt verbucht.
         Im Kontensystem erscheinen die Dividenden :
              auf der Verwendungsseite des Primäreinkommensallokationskontos der Sektoren, de-
              nen die Kapitalgesellschaften zugeordnet sind;
              auf der Aufkommensseite des Primäreinkommensallokationskontos der Sektoren, de-
              nen die Aktionäre zugeordnet sind;
              auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
              Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften (D.422)
4.56     Definition: Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften (D.422) sind die Be-
                      träge, welche die Eigentümer für ihren eigenen Bedarf tatsächlich aus den
                      erzielten Gewinnen ihrer Quasi-Kapitalgesellschaften entnehmen.
4.57     Diese Beträge sind vor Abzug der laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. dar-
         zustellen, da diese Steuern immer als von den Eigentümern gezahlt nachgewiesen werden.
                                                    132
 ---pagebreak--- 4.58  Wenn eine Quasi-Kapitalgesellschaft Gewinne erzielt, kann die Einheit, der sie angehört,
      ihr ganz oder teilweise das Verfügungsrecht darüber einräumen, insbesondere zu
      Investitionszwecken. Diese der Verfügung von Quasi-Kapitalgesellschaften überlassenen
      Einkommen erscheinen als eigene Ersparnis dieser Gesellschaften, da lediglich die von den
      Eigentümern tatsächlich entnommenen Gewinne bei den entnommenen Gewinnen aus
      Quasi-Kapitalgesellschaften gebucht werden.
4.59  Wenn in der Übrigen Welt von Zweigstellen, Niederlassungen, Geschäftsstellen usw. ge-
      bietsansässiger Unternehmen Gewinne erzielt werden, werden einbehaltene Gewinne als
      reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen (D.43) ausgewiesen, sofern
      diese Zweigstellen usw. als gebietsfremde Einheiten zu behandeln sind. Nur die tatsächlich
      an das Mutterunternehmen abgeführten Gewinnanteile werden als von der Übrigen Welt
      empfangenes Einkommen von Quasi-Kapitalgesellschaften nachgewiesen. Entsprechend
      wird vorgegangen, um die Beziehungen zwischen den im Berichtsland tätigen Zweigstel-
      len, Niederlassungen, Geschäftsstellen usw. und den gebietsfremden Unternehmen, von
      denen sie abhängen, darzustellen.
4.60  Die Position schließt auch den Nettobetriebsüberschuß ein, den Gebietsansässige als
      Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden in der Übrigen Welt erhalten bzw. den Ge-
      bietsfremde aus dem Eigentum von Grundstücken und Gebäuden im Inland erzielen. Ge-
      bietsfremde Einheiten werden nämlich nach den Regeln des ESVG hinsichtlich aller ihrer
      Transaktionen in Grundstücken und Gebäuden im Wirtschaftsgebiet eines Landes als fikti-
     ve gebietsansässige Einheiten dieses Landes angesehen, deren Eigenkapital sich im Besitz
      der gebietsfremden Eigentümer befindet.
     Der Mietwert von Eigentümerwohnungen in der Übrigen Welt wird als Einfuhr von
     Dienstleistungen und der entsprechende Nettobetriebsüberschuß wird als von der Übrigen
      Welt empfangenes Primäreinkommen verbucht; der Mietwert von Eigentümerwohnungen,
      die Eigentum von Gebietsfremden sind, wird als Ausfuhr von Dienstleistungen und der
     entsprechende Nettobetriebsüberschuß wird als an die Übrige Welt gezahltes Primärein-
     kommen erfaßt.
4.61 Nicht einbezogen in die Position Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
     sind die Beträge, die den Eigentümern aus folgenden Transaktionen zufließen:
           aus dem Verkauf von vorhandenen Anlagegütern;
           aus dem Verkauf von Grundstücken und immateriellen Werten;
           aus Kapitalentnahmen (z. B. der Liquidation            einer  Beteiligung    an   der
           Quasi-Kapitalgesellschaft oder eines Teils derselben).
     Diese Beträge werden im Finanzierungskonto als Kapitalentnahmen ausgewiesen. Entspre-
     chend werde Mittel, die der oder die Eigentümer einer Quasi-Kapitalgesellschaft für den
     Erwerb von Aktiva oder die Verringerung der Passiva der Gesellschaft zur Verfügung
     stellen, als Kapitalaufstockung behandelt. Wenn sich die Quasi-Kapitalgesellschaft in
      Staatsbesitz befindet und aufgrund einer bewußten staatlichen Wirtschafts- und
      Sozialpolitik anhaltende Betriebsverluste ausweist, sind sämtliche regelmäßigen
     Mittelübertragungen des Staates an das Unternehmen zur Deckung von dessen Verlusten
     jedoch als Subventionen zu behandeln.
4.62 Verbuchungszeitpunkt: Die entnommenen Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften wer-
     den zum Zeitpunkt der Entnahme durch die Eigentümer verbucht.
                                             - 133-
 ---pagebreak--- 4.63    Im Kontensystem erscheinen die entnommenen Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften:
              auf der Verwendungsseite des Primäreinkommensallokationskontos der Sektoren, de-
             nen die Quasi-Kapitalgesellschaften zugeordnet sind;
              auf    der     Aufkommensseite      des     Primäreinkommensallokationskontos       der
              Eigentümersektoren;
             auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
              Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen (D.43)
4.64     Definition:
        Die reinvestierten Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen (D.43) errechnen sich
        wie folgt:
        Betriebsüberschuß des Unternehmens, das Gegenstand einer ausländischen Direktinvesti-
        tion ist
             + empfangene Einkommen aus Vermögen und laufende Übertragungen
             - gezahlte Einkommen aus Vermögen und laufende Übertragungen, einschließlich
                 der tatsächlichen Zahlungen an ausländische Direktinvestoren sowie sämtlicher
                 Steuern auf das Einkommen, Vermögen usw. des Unternehmens, das Gegenstand
                 einer ausländischen Direktinvestition ist.
4.65    Bei einem Unternehmen, das Gegenstand einer ausländischen Direktinvestition ist, handelt
        es sich um ein Unternehmen mit oder ohne Rechtspersönlichkeit, bei dem ein ausländi-
        scher Investor mindestens 10 Prozent der Stammaktien oder der Stimmrechte (im Falle ei-
        nes Unternehmens mit Rechtspersönlichkeit) oder einen vergleichbaren Anteil (im Falle
        eines Unternehmens ohne Rechtspersönlichkeit) besitzt. Unternehmen, die Gegenstand ei-
        ner ausländischen Direktinvestition sind, umfassen Tochterunternehmen (Anteil des Inve-
        stors: mehr als 50 Prozent), verbundene Unternehmen, an denen der Investor zu höchsten
        50 Prozent beteiligt ist, und Zweigniederlassungen (Unternehmen ohne eigene Rechtsper-
        sönlichkeit, die sich vollständig oder teilweise im Besitz des Investors befinden), an denen
        der Investor direkt oder indirekt beteiligt ist. Der Begriff "Unternehmen, das Gegenstand
        einer ausländischen Direktinvestition ist", ist daher umfassender als der Begriff
        "Kapitalgesellschaft unter ausländischer Kontrolle".
4.66    Ausschüttungen aus dem Einkommen aus Unternehmertätigkeit eines Unternehmens, das
        Gegenstand einer ausländischen Direktinvestition ist, können in Form von Dividenden oder
        entnommenen Gewinnen aus Quasi-Kapitalgesellschaften erfolgen.
        Einbehaltene Gewinne werden behandelt, als ob sie an die ausländischen Direktinvestoren
        im Verhältnis zur ihrer Beteiligung ausgeschüttet und von diesen dann reinvestiert würden.
        Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen können negativ oder positiv
        sein.
4.67    Verbuchungszeitpunkt: Die reinvestierten Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
        werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem sie erzielt werden.
                                                - 134
 ---pagebreak---         Im Kontensystem erscheinen die reinvestierten Gewinne aus ausländischen Direktinvesti-
        tionen:
             auf der Aufkommens- und der Verwendüngsseite des Primäreinkommensallokations-
             kontos der Sektoren;
             auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
             Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen (D.44)
4.68    Definition: Das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vermögen ist
                     gleich den gesamten Primäreinkommen aus der Anlage von versicherungs-
                     technischen Rückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen
                     werden von Versicherungsunternehmen und rechtlich selbständigen Pensions-
                     kassen in finanziellen Aktiva oder Grundstücken (in diesem Fallen entstehen
                     Nettoeinkommen aus Vermögen, d. h. Einkommen aus Vermögen nach Ab-
                     zug sämtlicher Zinszahlungen) oder in Gebäuden angelegt (in letzterem Fall
                     entstehen Nettobetriebsüberschüsse). Damit das Nettoeinkommen aus der
                     Anlage der eigenen Mittel von Versicherungsunternehmen unberücksichtigt
                     bleibt, ist vom Gesamtnettoeinkommen aus der Anlage der vesicherungs-
                     technischen Rückstellungen und der eigenen Mittel der Versicherungsunter-
                     nehmen ein Prozentsatz in Abzug zu bringen, der dem Verhältnis der Ei-
                     genmittel zur Summe aus Eigenmitteln und versicherungstechnischen Rück-
                     stellungen entspricht.
4.69    Da es sich bei den versicherungstechnischen Rückstellungen um Forderungen der Versi-
        cherungsnehmer handelt, werden die Erträge aus ihrer Anlage im Kontensystem als auf die
        Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen ausgewiesen, das von den
        Versicherungsgesellschaften und rechtlich selbständigen Pensionskassen an die
        Versicherungsnehmer gezahlt wird.
        Da dieses Einkommen in der Praxis jedoch von den Versicherungsunternehmen und recht-
        lich selbständigen Pensionskassen einbehalten wird, wird es so behandelt, als ob es an die
        Versicherungsunternehmen und rechtlich selbständigen Pensionskassen in Form von zu-
        sätzlichen Prämien- und Beiträgen, die zu den tatsächlich gezahlten Prämien und Beiträgen
        hinzukommen, zurückgezahlt würde.
        Diese zusätzlichen Prämien und Beiträge für Nichtlebensversicherungen und für Lebens-
        versicherungen im Rahmen von Sozialschutzsystemen werden zusammen mit den
        tatsächlichen Prämien- und Beitragszahlungen im sekundären Einkommensverteilungskon-
        to der betreffenden Einheiten verbucht.
        Die zusätzlichen Prämien für Einzellebensversicherungen, die nicht im Rahmen eines So-
        zialschutzsystems abgeschlossen wurden, sind ebenso wie die tatsächlichen Prämien keine
        laufenden Übertragungen und werden daher nicht im sekundären Einkommensverteilungs-
        konto verbucht. Sie werden direkt als eines der Elemente berücksichtigt, die zur
        Veränderung der "Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
        Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen" beitragen, die im Fi-
        nanzierungskonto der betreffenden Einheiten verbucht wird.
                                                 135
 ---pagebreak--- 4.70  Verbuchungszeitpunkt: Das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus
      Vermögen wird zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem es anfällt.
4.71  Im Kontensystem erscheint das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus
      Vermögen:
           auf    der    Aufkommensseite       des  Primäreinkommensallokationskontos       der
           Versicherungsnehmer;
           auf der Verwendungsseite des Primäreinkommensallokationskontos der Versicherer;
           auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
           Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
PACHTEN UND ENTSCHÄDIGUNGEN FÜR DEN ABBAU VON BODENSCHÄTZEN             (D.45)
1)     Pachten
4.72  Bei den Pachten, die einem Grundeigentümer von einem Pächter gezahlt werden, handelt
      es sich um eine Form von Einkommen aus Vermögen.
      Zu der Position gehören auch die an die Eigentümer von Binnengewässern zu zahlenden
      Vergütungen für die Nutzung dieser Gewässer zu Erholungs- und anderen Zwecken, ein-
      schließlich des Fischfangs.
      Ein Grundeigentümer muß u. U. Grundsteuern zahlen oder bestimmte Ausgaben für den
      laufenden Unterhalt einzig und allein infolge seines Grundeigentums entrichten. Diese
       Steuern und Ausgaben werden vereinbarungsgemäß als von der zur Nutzung des Grund
      und Bodens berechtigten Person zu zahlende Steuern und Ausgaben behandelt; man geht
      dabei davon aus, daß sie von dieser Person von den Pachten in Abzug gebracht werden, die
      diese andernfalls an den Grundeigentümer zahlen müßte.
4.73  Pachten schließen nicht die Mieten für auf dem entsprechenden Grund und Boden befindli-
      che Gebäude und Wohnungen ein; diese Mieten werden als Preis einer marktbestimmten
      Dienstleistung angesehen, die vom Eigentümer an den Mieter des Gebäudes oder der
       Wohnung erbracht wird, und sind als Vorleistungen oder als letzter Verbrauch der
      mietenden Einheiten nachzuweisen. Fehlt eine objektive Basis für die Aufteilung der Zah-
       lung in Pacht und in Miete für die auf dem Grund und Boden befindlichen Gebäude, gilt
       folgendes: Wird der Wert des Grund und Bodens höher eingeschätzt als der der auf ihm
      befindlichen Gebäude, so wird die gesamte Zahlung als Pacht behandelt; andernfalls ist sie
       als Miete auszuweisen.
2)     Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
4.74   Diese Position umfaßt die Vergütungen, die die Eigentümer von Mineralvorkommen oder
       von Vorkommen fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) dafür erhalten, daß sie
       anderen institutionellen Einheiten während eines bestimmten Zeitraums die Exploration
       oder Ausbeutung dieser Vorkommen gestatten.
4.75   Verbuchungszeitpunkt: Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
       werden in dem Zeitraum verbucht, in dem sie fällig sind.
                                             - 136
 ---pagebreak--- 4.76  Im Kontensystem erscheinen Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Boden-
      schätzen:
          auf der Aufkommens- und der Verwendüngsseite des Primäreinkommensallokations-
          kontos der Sektoren;
          auf der Aufkommens- und der Verwendüngsseite des Kontos der Übrigen Welt für
          Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
LAUFENDE STEUERN AUF EINKOMMEN, VERMÖGEN USW. (D.5)
4.77  Definition: Die laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. (D.5) umfassen alle
                  Zwangsabgaben in Form von Geld- oder Sachleistungen, die regelmäßig vom
                  Staat und von der Übrigen Welt ohne Gegenleistung auf Einkommen und
                  Vermögen von institutionellen Einheiten erhoben werden, sowie einige re-
                  gelmäßig zu entrichtende Steuern, die weder auf das Einkommen noch auf
                  das Vermögen erhoben werden.
      Die laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. untergliedern sich in:
          Einkommensteuern (D. 51 )
          sonstige laufende Steuern (D.59).
EINKOMMENSTEUERN     (D.51)
4.78  Definition: Die Einkommensteuern (D.51) umfassen Steuern auf Einkommen, Gewinne
                  und Kapitalerträge. Sie werden auf das tatsächliche oder angenommene Ein-
                  kommen von natürlichen Personen, privaten Haushalten, Kapitalgesellschaf-
                  ten oder Organisationen ohne Erwerbscharakter erhoben. Sie schließen auch
                  Vermögen-, Grund- und Immobiliensteuern ein, wenn die entsprechenden
                  Vermögenswerte zur Schätzung des Einkommens ihrer Eigentümer herange-
                  zogen werden. Zu den Einkommensteuern gehören:
      a)  Steuern auf das Einkommen von natürlichen Personen oder privaten Haushalten (aus
          unselbständiger Arbeit, Vermögen, Unternehmertätigkeit, Renten usw.), einschließlich
          von den Arbeitgebern einbehaltener Steuern (Quellensteuern). Die Position umfaßt
          auch Steuern auf das Einkommen der Eigentümer von Unternehmen ohne eigene
          Rechtspersönlichkeit;
      b)  Steuern auf das Einkommen und die Gewinne von Kapitalgesellschaften;
      c)  Steuern auf Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva;
      d)  Steuern auf Lotterie- und Spielgewinne, die auf die von den Gewinnern erhaltenen Be-
          träge zu entrichten sind, nicht jedoch Steuern auf den Umsatz der Produzenten, die
          Spiele oder Lotterien veranstalten; sie werden als Gütersteuern behandelt.
                                             - 137
 ---pagebreak--- Sonstige laufende Steuern (D.59)
4.79    Die sonstigen laufenden Steuern (D.59) umfassen:
        a)     laufende Abgaben vom Vermögen: hierzu gehören von den Eigentümern regelmäßig
               auf das Eigentum an oder die Nutzung von Grundstücken oder Gebäuden zu entrich-
               tende Steuern sowie laufende Steuern auf das Reinvermögen und andere Vermögens-
               werte (Schmuck und andere äußere Zeichen von Wohlstand), nicht jedoch die Position
               D.29 zuzuordnenden Steuern (die von den Unternehmen aufgrund ihrer Produktions-
               tätigkeit zu entrichten sind) und die unter Position D.51 (Einkommensteuern) fallen-
               den Steuern;
        b) Kopfsteuern, die je Erwachsener oder je Haushalt, unabhängig von Einkommen und
               Vermögen, erhoben werden;
        c)     Ausgabensteuern, die auf die Gesamtausgaben von natürlichen Personen oder privaten
               Haushalten zu entrichten sind;
        d) Zahlungen von privaten Haushalten für Berechtigungen zum Erwerb des Eigentums an
               oder zur Nutzung von Kraftfahrzeugen, Booten oder Flugzeugen (die nicht zu gewerb-
               lichen Zwecken genutzt werden) oder für Jagd- oder Angelscheine, Schießgenehmi-
               gungen usw.6;
        e)     Abgaben auf internationale Transaktionen (Auslandsreisen, Auslandsüberweisungen,
               Auslandsinvestitionen usw.), außer von Produzenten zu entrichtenden Abgaben und
               von privaten Haushalten zu zahlenden Einfuhrzöllen.
4.80    Die laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. umfassen nicht:
        a)     Erbschaft- und Schenkungssteuern, bei denen angenommen wird, daß sie aus der Ver-
               mögenssubstanz der Erben bzw. Beschenkten entrichtet werden, und die daher bei den
               vermögenswirksamen Steuern (D.91) ausgewiesen werden;
        b) außerordentliche                 Vermögensabgaben;                 diese         Ströme         werden          bei       den
               vermögenswirksamen Steuern (D.91) gebucht;
        c)     Steuern auf Grundstücke, Gebäude und andere Vermögenswerte, deren Eigentümer
               oder Mieter Unternehmen sind und die von diesen im Produktionsprozeß eingesetzt
               werden; diese Steuern werden als sonstige Produktionssteuern (D.29) behandelt;
        d) Zahlungen von privaten Haushalten für Berechtigungen, bei denen es sich nicht um
               Berechtigungen zur Nutzung von Kraftfahrzeugen, Booten oder Flugzeugen, um Jagd-
               oder Angelscheine oder um Schießgenehmigungen handelt: Kraftfahrzeugführerschei-
               ne oder Pilotenscheine, Fernseh- und Hörfunkgenehmigungen, Waffenscheine,
               Eintrittskarten für Museen und Bibliotheken, Abfallbeseitigungsgebühren usw.; derar-
              tige Zahlungen werden in den meisten Fällen als Dienstleistungskäufe beim Staat
               behandelt.6
        Die Abgrenzung zwischen Steuern und Dienstleistungskäufen beim Staat erfolgt anhand der gleichen Kriterien wie im Falle der von
        Unternehmen zu entrichtenden Abgaben: Werden die Berechtigungen automatisch gegen Zahlung des verlangten Betrages erteilt,
        werden die entsprechenden Zahlungen als Steuern behandelt. Benutzt der Staat die Erteilung der Berechtigungen jedoch, um eine
        Kontrollfunktion auszuüben (etwa durch Prüfung der Befähigung oder der Qualifikation der betreffenden Person), sind die Zahlungen
        nicht als Steuern, sondern als Dienstleistungskäufe beim Staat zu behandeln, es sei denn, die Höhe der Zahlungen steht in keinem
        Verhältnis zu den Kosten der Erbringung der Dienstleistungen.
                                                                 138-
 ---pagebreak--- 4.81 Der zu buchende Steuerbetrag enthält auch Verzugszuschläge und Steuerstrafen, wenn
     diese nicht getrennt verbucht werden können, sowie eventuelle zusätzliche Einziehungs-
     und Veranlagungskosten; er ist vermindert um Steuererstattungen, die der Staat im Rah-
     men seiner Wirtschaftspolitik vornimmt, sowie um Rückzahlungen bei ungerechtfertigter
     Erhebung.
4.82 Verbuchung der laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.:
     Die laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. werden zu dem Zeitpunkt ver-
     bucht, zu dem die Tätigkeiten, Transaktionen oder sonstigen Ereignisse stattfinden, durch
     die die Steuerverbindlichkeiten entstehen.
     Einige wirtschaftliche Tätigkeiten, Transaktionen oder Ereignisse, mit denen für die betref-
     fenden Einheiten gemäß den Steuervorschriften die Verpflichtung zur Entrichtung von
     Steuern verbunden ist, entgehen jedoch dauerhaft der Aufmerksamkeit der Steuerbehörden.
     Es wäre unrealistisch anzunehmen, daß durch derartige Tätigkeiten, Transaktionen oder
     Ereignisse finanzielle Aktiva oder Passiva in Form von Forderungen oder Verbindlichkei-
     ten entstehen. Für die im System zu verbuchenden Beträge sind daher nur dann die fälligen
     Beträge maßgebend, wenn sie durch Steuerbescheide, -erklärungen oder andere Unterlagen
     nachgewiesen werden, durch die Verbindlichkeiten in Form von eindeutigen Zahlungs-
     verpflichtungen seitens der Steuerpflichtigen entstehen. Nicht gezahlte Steuern, für die
     keine Steuerbescheide vorliegen, werden im ESVG nicht unterstellt.
     Steuern, für die Steuerbescheide vorliegen, die jedoch nie gezahlt werden (z. B. aufgrund
     eines Konkurses) werden behandelt, als ob sie gezahlt wurden; danach bestehen zwei
     Möglichkeiten:
          Der Staat schreibt die Forderung als uneinbringlich endgültig ab; diese Abschreibung
          wird unter den sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva des Staates bzw.
          der Passiva des zahlungsunfähigen Schuldners verbucht.
          Die Verbindlichkeit wird von Staat und Schuldner in gegenseitigem Einvernehmen
          aufgehoben; diese Schuldenaufhebung wird im Vermögensveränderungskonto als
          Vermögensübertragung des Staates an den Schuldner verbucht; gleichzeitig wird die
          entsprechende Forderung im Finanzierungskonto ausgebucht.
     In einigen Fällen kann die Einkommensteuerverbindlichkeit erst in einem späteren Rech-
     nungszeitraum als dem, in dem das Einkommen anfällt, festgelegt werden. Hinsichtlich des
     Verbuchungszeitpunkts derartiger Steuern ist daher eine gewisse Flexibilität erforderlich.
     An der Quelle einbehaltene Einkommensteuern und regelmäßige Einkommensteuervoraus-
     zahlungen können in den Zeiträumen verbucht werden, in denen sie gezahlt werden, und
     die Verbuchung der endgültigen Steuerverbindlichkeit kann in dem Zeitraum erfolgen, in
     dem diese festgelegt wird.
     Im Kontensystem erscheinen die laufenden Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.:
          auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommnesverteilungskontos der Sekto-
          ren, denen die Steuerpflichtigen angehören;
          auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos des Sektors
          Staat;
          auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
          Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
                                            - 139
 ---pagebreak--- SOZIALBEITRÄGE UND SOZIALLEISTUNGEN (D6)
Definitionen:
4.83      Sozialleistungen sind Geld- oder Sachübertragungen, die im Rahmen kollektiver Vorsorge-
          systeme oder außerhalb von ihnen von staatlichen Einheiten oder Organisationen ohne Er-
         werbscharakter an private Haushalte erbracht werden, um die Lasten zu decken, die den
         privaten Haushalten durch bestimmte Risiken oder Bedürfnisse entstehen.
4.84     Das Verzeichnis der Risiken und Bedürfnisse, die Anlaß für Sozialleistungen sein können,
         wird vereinbarungsgemäß folgendermaßen festgelegt:
         a)    Krankheit,
         b) Invalidität, Gebrechen,
         c)    Arbeitsunfall, Berufskrankheit,
         d)    Alter,
         e)    Hinterbliebene,
         f)     Mutterschaft,
         g) Familie,
         h)     Beschäftigungsförderung,
         i)    Arbeitslosigkeit,
         j)    Wohnung7,
         k)    Bildung,
         1)    allgemeine Bedürftigkeit.
4.85     Sozialleistungen umfassen:
         a)    laufende oder einmalige Übertragungen im Rahmen von beitragsfinanzierten Syste-
               men, in die die gesamte Bevölkerung oder weite Kreise der Bevölkerung einbezogen
               sind und die von staatlichen Einheiten vorgeschrieben und kontrolliert werden
               (Sozialversicherungssysteme);
         b) laufende oder einmalige Übertragungen im Rahmen von Systemen, die von Unter-
               nehmen für die von ihnen gegenwärtig oder früher beschäftigten Arbeitnehmer oder
               deren Angehörige eingerichtet werden (nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzier-
               te private oder nach dem Umlageverfahren finanzierte betriebliche Systeme); Beiträge
               können von den Arbeitnehmern, den Arbeitgebern und von Selbständigen geleistet
               werden;
         c)    laufende Übertragungen von staatlichen Einheiten und Organisationen ohne Erwerbs-
               charakter im Dienst von privaten Haushalten, die keine vorherigen Beitragszahlungen
               voraussetzen (Sozialhilfe).
         Als Sozialleistungen gelten die Zahlungen des Staates an Wohnungsmieter zwecks Senkung ihrer Mietbelastung, nicht jedoch
         Sonderzuschüsse des Staates in seiner Eigenschaft als Arbeitgeber.
                                                                   140-
 ---pagebreak--- 4.86 Sozialleistungen umfassen nicht:
     a)   Versicherungsleistungen aufgrund von Versicherungsverträgen, die vom Versicherten
          unabhängig von seinem Arbeitgeber und vom Staat ausschließlich im eigenen Inter-
          esse abgeschlossen wurden;
     b) Versicherungsleistungen aufgrund von Versicherungsverträgen, die ausschließlich
          zwecks Erhalt eines Rabatts abgeschlossen wurden, selbst wenn diese Verträge durch
          eine Kollektiwereinbarung bedingt sind.
4.87 Ein Einzelversicherungsvertrag kann nur dann als Teil eines Sozialschutzsystems behan-
     delt werden, wenn die Ereignisse und Umstände, gegen die die Versicherungsnehmer ver-
     sichert sind, den in Ziffer 4.84 aufgeführten Risiken oder Bedürfnissen entsprechen und
     wenn darüber hinaus mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
     a)   Die Teilnahme an dem System ist entweder gesetzlich für eine bestimmte Kategorie
          von Arbeitnehmern oder Nichtarbeitnehmern oder aufgrund der für einen Arbeitneh-
          mer oder eine Gruppe von Arbeitnehmern geltenden Beschäftigungsbedingungen
          vorgeschrieben.
     b) Bei dem System handelt es sich um ein kollektives System, das zugunsten einer be-
          stimmten Gruppe von Arbeitnehmern oder Nichtarbeitnehmern besteht, und die Teil-
          nahme an dem System ist auf Mitglieder dieser Gruppe beschränkt.
     c)   Ein Arbeitgeber leistet zu dem System einen (tatsächlichen oder unterstellten) Beitrag
          für einen Arbeitnelimer, unabhängig davon, ob dieser ebenfalls einen Beitrag leistet.
4.88 Sozialschutzsysteme sind Systeme, durch die Arbeitskräfte von ihren Arbeitgebern oder
     vom Staat dazu verpflichtet oder ermutigt werden, sich gegen bestimmte Ereignisse oder
     Umstände zu versichern, die ihr Wohlergehen oder das ihrer Angehörigen beeinträchtigen
     können.
     Folgende Arten von Sozialschutzsystemen lassen sich unterscheiden:
     a)   Sozialversicherungssysteme, in die die gesamte Bevölkerung oder weite Kreise der
          Bevölkerung einbezogen sind und die von staatlichen Einheiten vorgeschrieben,
          kontrolliert und finanziert werden;
     b) nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Systeme; sie umfassen:
          - Systeme, bei denen die Sozialbeiträge an Dritte (Versicherungsunternehmen, recht-
             lich selbständige Pensionskassen) gezahlt werden;
          - Systeme, bei denen Arbeitgeber getrennt von ihren sonstigen Rückstellungen spe-
             zielle Rückstellungen bilden, auch wenn dadurch keine von den Arbeitgebern ge-
             trennten institutionellen Einheiten entstehen. In diesem Fall spricht man von recht-
             lich unselbständigen Pensionskassen. Die Rückstellungen werden als Vermögens-
             werte der Begünstigten und nicht als Vermögenswerte der Arbeitgeber behandelt;
     c)   nach dem Umlageverfahren finanzierte Systeme, bei denen Arbeitgeber den von ihnen
          gegenwärtig oder früher beschäftigten Arbeitnehmern oder deren Angehörigen
          Sozialleistungen aus ihren eigenen Mitteln gewähren, ohne zu diesem Zweck spezielle
          Rückstellungen zu bilden.
4.89 Sozialschutzsysteme, die von staatlichen Einheiten für ihre eigenen Arbeitnehmer und
     nicht für die gesamte Erwerbsbevölkerung eingerichtet werden, sind nicht den Sozialversi-
     cherungssystemen, sondern den nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierten privaten
     oder den nach dem Umlageverfahren finanzierten Systemen zuzuordnen.
                                              - 141
 ---pagebreak--- 4.90    Die Sozialbeiträge lassen sich untergliedern in tatsächliche Sozialbeiträge im Rahmen der
        beiden unter Ziffer 4.88a und b genannten Systeme und in unterstellte Sozialbeiträge im
        Rahmen von nach dem Umlageverfahren finanzierten Systemen.
4.91    Die Sozialbeiträge lassen sich ferner untergliedern in gesetzlich vorgeschriebene und ge-
        setzlich nicht vorgeschriebene Beiträge.
SOZIALBEITRÄGE     (D.61)
Tatsächliche Sozialbeiträge (D.611)
4.92    Die tatsächlichen Sozialbeiträge umfassen:
        a)   die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.6111); sie sind mit dem Strom
             D.121 identisch.
             Die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber werden von den Arbeitgebern an die
             Sozialversicherung, Versicherungsunternehmen oder rechtlich selbständige oder
             rechtlich unselbständige Pensionskassen, die Sozialschutzsysteme verwalten, gezahlt,
             damit die Arbeitnelimer dieser Arbeitgeber Sozialleistungen erhalten.
             Da die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber zugunsten der Arbeitnehmer dieser
             Arbeitgeber gezahlt werden, werden sie ebenso wie die Löhne und Gehälter in Form
             von Geld- und von Sachleistungen als einer der Bestandteile des Einkommens aus un-
             selbständiger Arbeit verbucht. Sie werden ferner als laufende Übertragungen der
             Arbeitnehmer an die Sozialversicherung, die Versicherungsunternehmen, die rechtlich
             selbständigen oder die rechtlich unselbständigen Pensionskassen ausgewiesen.
        b) Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge (D.6112):
             Hierbei handelt es sich um die Sozialbeiträge, die von den Arbeitnehmern an die So-
             zialversicherung, an nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozial-
             schutzsysteme oder an nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialschutzsysteme
             gezahlt werden. Der Arbeitneluneranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge umfaßt die
             tatsächlich gezahlten Beiträge sowie, im Falle von nach dem Kapitaldeckungsverfah-
             ren finanzierten privaten Systemen, die zusätzlichen Beiträge aus dem auf die Versi-
             cherungsnehmer entfallenden Einkommen aus Vermögen, das den an den Systemen
             teilnehmenden Arbeitnehmern zufließt, abzüglich des Dienstleistungsentgelts. Das
             Dienstleistungsentgelt wird grundsätzlich als Kosten angesehen, die aus den Sozialbei-
             trägen der Arbeitnehmer und nicht aus den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber gedeckt
             werden.
        c)   Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern (D.6113):
             Hierbei handelt es sich um die Sozialbeiträge, die von Nichtarbeitnehmern, d. h. von
             Selbständigen (Arbeitgebern und für eigene Rechnung tätigen Personen), Arbeitslosen
             oder Nichterwerbspersonen, zu ihren eigenen Gunsten gezahlt werden. Sie umfassen
             auch die zusätzlichen Beiträge aus dem auf die Versicherungsnehmer entfallenden
             Einkommen aus Vermögen, das den an den Systemen teilnehmenden Nichtarbeitneh-
             mern zufließt, und das so behandelt wird, als ob es von diesen zusätzlich zu ihren
             sonstigen Beiträgen an die Versicherungsunternehmen zurückgezahlt würde.
                                                 142
 ---pagebreak--- 4.93 Die Entrichtung tatsächlicher Sozialbeiträge kann aufgrund eines Gesetzes oder einer
     Rechtsverordnung, aufgrund eines Tarifvertrags für einen Wirtschaftszweig, aufgrund einer
     Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern auf Unternehmensebene, aufgrund
     des Arbeitsvertrags selbst und in bestimmten Fällen auf freiwilliger Grundlage erfolgen.
     Bei den hier angesprochenen freiwilligen Beiträgen handelt es sich um:
     a)   Sozialbeiträge, die Personen, die nicht oder nicht mehr gesetzlich dazu verpflichtet
          sind, an Institutionen der Sozialversicherung zahlen oder weiterzahlen;
     b)   Sozialbeiträge an Versicherungsunternehmen (oder im gleichen Sektor eingeordnete
          Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Pensionskassen) im Rahmen von
          Zusatzversicherungssystemen, die von den Unternehmen zugunsten ihrer Arbeitneh-
          mer geschaffen wurden und denen letztere freiwillig angehören;
     c)   Beiträge an Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit für Arbeitnehmer oder selb-
          ständige Gewerbetreibende.
4.94 Zur Unterscheidung zwischen Pflichtsozialbeiträgen und anderen Sozialbeiträgen wird eine
     weitere Systematikebene eingeführt:
          tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber (D.61111);
          tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.61112);
          Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer (D.61121);
          freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer (D.61122);
          Pflichtsozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern (D.61131);
          freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern (D.61132).
4.95 Die tatsächlichen Sozialbeiträge an die Sozialversicherung und andere Institutionen des
     Staates werden mit ihrem Bruttobetrag in den Verteilungstransaktionen nachgewiesen.
     Die Sozialbeiträge, die an Versicherungsunternehmen im Rahmen von nach dem Kapital-
     deckungsverfahren finanzierten privaten Systemen oder an im gleichen Sektor eingeordne-
     te Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit oder rechtlich selbständige Pensionskassen
     entrichtet werden, werden dagegen auf Nettobasis gebucht, d. h. nach Abzug des Teils der
     Beiträge, der dem Entgelt für die den (gebietsansässigen oder gebietsfremden) privaten
     Haushalten erbrachte Versicherungsdienstleistung enspricht. Vereinbarungsgemäß stellt
     dieser Teil des Beitrages nämlich die Bezahlung einer marktbestimmten Dienstleistung dar,
     die in den letzten Verbrauch der privaten Haushalte bzw. - im Falle von Sozialbeiträgen
     von gebietsfremden privaten Haushalten - in die Ausfuhr von Dienstleistungen eingeht.
     Im Falle von rechtlich unselbständigen, nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierten
     privaten Sozialschutzsystemen, bei denen die Arbeitgeber getrennte Rückstellungen bilden,
     wird von den Beiträgen der Arbeitnehmer kein Dienstleistungsentgelt in Abzug gebracht.
     Da in diesem Fall keine von den Arbeitgebern getrennten institutionellen Einheiten entste-
     hen, werden die mit der Verwaltung der Mittel verbundenen Kosten zu den allgemeinen
     Produktionskosten der Arbeitgeber gerechnet.
                                               143
 ---pagebreak--- 4.96     Verbuchungszeitpunkt:
        Die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.6111) und der Arbeitnehmeranteil der
        tatsächlichen Sozialbeiträge (D.6112) werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Ar-
        beitsleistung erbracht wird, durch die die Verpflichtung zur Entrichtung der Beiträge ent-
        steht. Die Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern (D.6113) werden zu dem Zeitpunkt aus-
        gewiesen, zu dem die Zahlungsverpflichtung entsteht.
4.97    Im Kontensystem erscheinen die tatsächlichen Sozialbeiträge:
             auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der privaten
             Haushalte;
             auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
             laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder privater Haushalte);
             auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der Sekto-
             ren, denen die gebietsansässigen Versicherer bzw. Arbeitgeber angehören;
             auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
             laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Versicherer bzw. Arbeitgeber).
Unterstellte Sozialbeiträge (D.612)
4.98    Definition: Die unterstellten Sozialbeiträge (D.612) stellen den Gegenwert der Soziallei-
                     stungen (abzüglich des eventuellen Arbeitnehmeranteils der tatsächlichen So-
                    zialbeiträge) dar, die direkt, d. h. ohne Zwischenschaltung von Beitragszah-
                     lungen, von Arbeitgebern an die von ihnen gegenwärtig oder früher beschäf-
                    tigten Arbeitnehmer oder sonstige Berechtigte gezahlt werden. Sie sind mit
                     Strom D.122 identisch.
4.99    Ein Kreislauf von unterstellten Sozialbeiträgen muß ausgewiesen werden, um die direkten
        Sozialleistungen des Arbeitgebers bei den Sozialleistungen und die Kosten dieser
        Leistungen (soweit sie nicht durch den Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
        gedeckt sind) in dem vom Arbeitgeber verteilten Einkommen aus unselbständiger Arbeit
        nachweisen zu können.
        Wenn Arbeitgeber den von ihnen gegenwärtig oder früher beschäftigten Arbeitnehmern
        oder deren Angehörigen Sozialleistungen direkt aus ihren eigenen Mitteln zahlen, d. h. oh-
        ne Zwischenschaltung der Sozialversicherung, eines Versicherungsunternehmens oder ei-
        ner rechtlich selbständigen Pensionskasse und ohne daß zu diesem Zweck ein spezieller
        Fonds oder spezielle Rückstellungen gebildet werden, kann man davon ausgehen, daß die
        Begünstigten gegen bestimmte Bedürfnisse oder Umstände geschützt sind, auch wenn zum
        Zwecke dieses Schutzes keine Zahlungen erfolgen.
                                                  144-
 ---pagebreak---       Für die Arbeitnehmer ist daher ein Einkommen aus unselbständiger Arbeit in Höhe der
      Sozialbeiträge zu unterstellen, die gezahlt werden müßten, damit sie de facto einen An-
      spruch auf die entsprechenden Sozialleistungen hätten. Die Höhe der zu unterstellenden
      Beiträge ist nicht nur von der Höhe der gegenwärtig erbrachten Leistungen abhängig, son-
      dern auch von der zu erwartenden künftigen Entwicklung der Verbindlichkeiten der Ar-
      beitgeber aufgrund derartiger Systeme, die wiederum von Faktoren abhängt wie der erwar-
      teten Entwicklung der Anzahl, der Altersstruktur und der Lebenserwartung der von ihnen
      gegenwärtig oder früher beschäftigten Arbeitnehmer. Die Höhe der zu unterstellenden Bei-
      träge sollten daher grundsätzlich nach denselben versicherungsmathematischen Prinzipien
      festgelegt werden, die auch für die Berechnung der an die Versicherungsunternehmen zu
      zahlenden Prämien ausschlaggebend sind. Wenn sich infolge politischer Ereignisse oder
      wirtschaftlicher Veränderungen das Verhältnis zwischen der Zahl der gegenwärtig be-
      schäftigten Arbeitnehmer und der der Renten beziehenden früheren Arbeitnehmer wesent-
      lich verschiebt und anormal wird, ist die Höhe der unterstellten Sozialbeiträge für die ge-
      genwärtig beschäftigten Arbeitnehmer zu schätzen, wobei dieser Schätzwert vom Wert der
      tatsächlich gezahlten Renten abweichen wird. Hierfür kann ein angemessener Prozentsatz
      der an die gegenwärtig beschäftigten Arbeitnehmer gezahlten Löhne und Gehälter als Be-
      rechnungsgrundlage herangezogen werden.
      In der Praxis ist es jedoch u. U. schwierig, die Höhe derartiger unterstellter Sozialbeiträge
      festzulegen. Möglicherweise erstellt das Unternehmen selbst Schätzungen - etwa anhand
      der Beiträge, die an vergleichbare nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte Systeme
      gezahlt werden -, um seine zu erwartenden künftigen Verbindlichkeiten zu ermitteln. An-
      dernfalls besteht die einzig gangbare Alternative u. U. darin, die unterstellten Sozialbeiträ-
      ge und das entsprechende unterstellte Einkommen aus unselbständiger Arbeit anhand der
      nach dem Umlageverfahren finanzierten Sozialleistungen (abzüglich des Arbeitnehmeran-
      teils der tatsächlichen Sozialbeiträge) zu schätzen, die von dem Unternehmen während des-
      selben Rechnungszeitraums gezahlt werden. Zweifellos gibt es viele Gründe dafür, warum
      die erforderlichen unterstellten Sozialbeiträge von den nach dem Umlageverfahren finan-
      zierten Sozialleistungen abweichen könnten, die in demselben Rechnungszeitraum tatsäch-
      lich ausgezahlt wurden (etwa die sich ändernde Zusammensetzung und Altersstruktur der
      Arbeitskräfte des Unternehmens); dennoch lassen sich die unterstellen Sozialbeiträge und
      das entsprechende Einkommen aus unselbständiger Arbeit u. U. am besten anhand der in
      dem jeweiligen Rechnungszeitraum tatsächlich gezahlten Sozialleistungen schätzen.
4.100 Die Verbuchung der unterstellten Sozialbeiträge im Einkommensentstehungskonto erfolgt
      unter der Annahme, daß die Arbeitgeber an die von ihnen gegenwärtig beschäftigten Ar-
      beitnehmer als Bestandteil des Einkommens aus unselbständiger Arbeit einen als
      unterstellte Sozialbeiträge bezeichneten Betrag zahlen, dessen Höhe den geschätzten Sozi-
      albeiträgen enspricht, die als Gegenleistung für die nach dem Umlageverfahren finanzier-
      ten Sozialleistungen entrichtet werden müßten, auf die die Arbeitnehmer Anspruch haben.
      Für die Verbuchung der unterstellen Sozialbeiträge im sekundären Einkommensvertei-
      lungskonto ist die Annahme ausschlaggebend, daß die Arbeitnehmer an ihre Arbeitgeber
      den gleichen Betrag an unterstellten Sozialbeiträgen (d. h. laufende Übertragungen) so zu-
      rückzahlen, als ob sie sie an ein getrenntes Sozialschutzsystem zahlen würden.
                                                145-
 ---pagebreak--- 4.101     Verbuchungszeitpunkt:
         Unterstellte Sozialbeiträge, denen als Gegenbuchung direkte gesetzliche Sozialleistungen
         gegenüberstehen, werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Verpflichtung zur Er-
         bringung der Leistungen entsteht.
         Unterstellte Sozialbeiträge, denen als Gegenbuchung direkte freiwillige Sozialleistungen
         gegenüberstehen, werden zum Zeitpunkt der Erbringung der Leistung verbucht.
4.102    Im Kontensystem erscheinen die unterstellten Sozialbeiträge:
              auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der privaten
              Haushalte und im Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Über-
              tragungen;
              auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der Sekto-
              ren, denen die Arbeitgeber angehören, und im Konto der Übrigen Welt für Primärein-
              kommen und laufende Übertragungen.
Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen (D.62)
4.103    Diese Position umfaßt:
Geldleistungen der Sozialversicherung (D.621),
         die an private Haushalte von Institutionen der Sozialversicherung erbracht werden (außer
         Erstattungengen, vgl. D.6311); derartige Leistungen erfolgen im Rahmen von Sozialversi-
         cherungssystemen;
nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen (D.622)
         (in Form von Geld- oder von Sachleistungen), die an private Haushalte von
         Versicherungsunternehmen oder anderen institutionellen Einheiten erbracht werden, die
         nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialschutzsysteme verwalten;
nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer (D.623)
         (in Form von Geld- oder von Sachleistungen), die von Arbeitgebern, die nach dem Umla-
         geverfahren finanzierte Sozialschutzsysteme verwalten, an die von ihnen beschäftigten Ar-
         beitnehmer sowie deren Angehörige oder Hinterbliebene gezahlt werden. Typische Bei-
         spiele hierfür sind:
         a)   die uneingeschränkte oder eingeschränkte Lohn- und Gehaltsfortzahlung im Falle von
              Krankheit, Unfall, Mutterschaft usw.;
         b) Kindergeld, Ehegattenzuschläge, Erziehungszulagen und anderen Zulagen für Famili-
              enangehörige;
         c)   die Zahlung von Alters- und Hinterbliebenenrenten an frühere Arbeitnehmer oder de-
              ren Hinterbliebene und die Zahlung von Abfindungen an Arbeitnehmer oder deren
              Hinterbliebene im Falle von Entlassungen, Invalidität, Unfalltod usw. (sofern diese
              Zahlungen an Kollektivvereinbarungen geknüpft sind);
         d) allgemeine medizinische Versorgung, die nicht mit der Arbeit des Arbeitnehmers in
              Zusammenhang steht;
                                                - 146
 ---pagebreak---          e)   Genesungs- und Altenheime.
         Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer, die von Ar-
         beitgebern an ihrer früheren Arbeitnehmer und sonstige Berechtigte gezahlt werden, sind
         einschließlich der tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber zu verbuchen, d. h. der
         Zahlungen, die von den Arbeitgebern zugunsten der Betreffenden an Versicherer geleistet
         werden.
Geldleistungen der Sozialhilfe (D.624),
         die an private Haushalte von staatlichen Einheiten oder Organisationen ohne Erwerbscha-
         rakter im Dienst von privaten Haushalten zur Deckung derselben Bedürfnisse, auf die So-
         zialschutzleistungen ausgerichtet sind, jedoch nicht im Rahmen eines Sozialschutzsystems
         erbracht werden, das Sozialbeiträge und Sozialschutzleistungen beinhaltet. Zu den Geldlei-
         stungen der Sozialhilfe gehören nicht laufende Übertragungen aufgrund von Ereignissen
         oder Umständen, die in der Regel nicht durch Sozialschutzsysteme abgedeckt sind (d. h.
         Übertragungen aufgrund von Naturkatastrophen; sie werden den sonstigen laufenden Über-
        tragungen zugeordnet.)
Soziale Sachübertragungen (D.63)
4.104    Definition: Soziale Sachübertragungen (D.63) sind einzelne Waren und Dienstleistungen,
                     die einzelnen privaten Haushalten von staatlichen Einheiten und Organisatio-
                     nen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten als Sachüber-
                     tragungen zur Verfügung gestellt werden, unabhängig davon, ob sie von den
                     staatlichen Einheiten und Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst
                     von privaten Haushalten am Markt gekauft werden oder Teil von deren
                     nichtmarktbestimmtem Output sind. Soziale Sachübertragungen können aus
                     Steuereinnahmen, sonstigen staatlichen Einkommen oder Sozialversiche-
                     rungsbeiträgen bzw., im Falle von Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                     Dienst von privaten Haushalten, aus Schenkungen oder Einkommen aus
                     Vermögen finanziert werden.
         Obwohl einige der nichtmarktbestimmten Dienstleistungen, die von Organisationen ohne
         Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten erbracht werden, Merkmale von kol-
         lektiven Dienstleistungen aufweisen, werden sämtliche nichtmarktbestimmten Dienstlei-
         stungen von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten der
         Einfachheit halber vereinbarungsgemäß als individuelle Dienstleistungen behandelt.
        Dienstleistungen, die für private Haushalte kostenlos oder zu einem wirtschaftlich nicht si-
        gnifikanten Preis erbracht werden, werden als individuelle Dienstleistungen bezeichnet, um
         sie von kollektiven Dienstleistungen zu unterscheiden, die für die gesamte Bevölkerung
        oder weite Bevölkerungskreise erbracht werden. Die individuellen Dienstleistungen umfas-
         sen im wesentlichen Bildungs- und Gesundheitsleistungen, wobei häufig jedoch auch and-
         ere Arten von Dienstleistungen, etwa Dienstleistungen aus Wohnungsbesitz oder Kultur-
         und Freizeitdienstleistungen, auf dieser Basis erbracht werden.
         Soziale Sachübertragungen (D.63) untergliedern sich in soziale Sachleistungen und Über-
        tragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen.
                                                - 147-
 ---pagebreak--- Soziale Sachleistungen (D.631)
4.105    Soziale Sachleistungen sind soziale Sachübertragungen (D.63), die unter die Definition der
         Sozialleistungen (vgl. 4.83) fallen. Sie lassen sich untergliedern in Sachleistungen, bei de-
         nen die begünstigten privaten Haushalte die Waren bzw. Dienstleistungen tatsächlich selbst
        kaufen und deren Kosten dann erstattet bekommen, und Sachleistungen, die direkt an die
         Begünstigen erbracht werden.
        a)   Erstattungen der Sozialversicherung (D.6311):
             Bei diesen Leistungen handelt es sich um von Institutionen der Sozialversicherung
             vorgenommene Erstattungen von genehmigten Ausgaben der privaten Haushalte für
             bestimmte Waren oder Dienstleistungen.
             Ein privater Haushalt, der eine Ware oder Dienstleistung kauft, deren Kosten ihm dann
             von einer Institution der Sozialversicherung vollständig oder teilweise erstattet wer-
             den, handelt praktisch für Rechnung dieser Institution. Er gewährt ihr faktisch einen
             kurzfristigen Kredit, der mit der Erstattung der Kosten getilgt wird.
             Der Erstattungsbetrag wird so verbucht, als ob die Ausgaben zu dem Zeitpunkt, zu
             dem der private Haushalt den Kauf vornimmt, direkt von der Institution der Sozial-
             versicherung getätigt würden; als einzige Ausgabe des privaten Haushalts wird eine
             gegebenenfalls bestehende Differenz zwischen dem gezahlten Anschaffungspreis und
             dem Erstattungsbetrag verbucht. Letzterer wird somit nicht als laufende Geldübertra-
             gung der Institutionen der Sozialversicherung an die privaten Haushalte behandelt.
        b) Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung (D.6312):
             Sie umfassen soziale Sachübertragungen, außer Erstattungen, von Institutionen der
             Sozialversicherung an private Haushalte. Dabei dürfte es sich im wesentlichen um
             ärztliche, zahnärztliche oder chirurgische Behandlungen, stationäre Versorgung,
             Brillen oder Kontaktlinsen, medizinische Hilfsmittel und Geräte sowie vergleichbare
             Waren und Dienstleistungen der Gesundheitsversorgung handeln. Die Leistung wird
             von Markt- oder Nichtmarktproduzenten direkt, ohne daß Erstattungen erfolgen, an die
             Begünstigten erbracht und ist entsprechend zu bewerten. Eventuelle symbolische
             Zahlungen der privaten Haushalte sind in Abzug zu bringen.
        c)   Sachleistungen der Sozialhilfe (D.6313):
             Hierbei handelt es sich um Sachübertragungen, die von staatlichen Einheiten oder Or-
             ganisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten an private
             Haushalte erbracht werden und von der Art her den Sachleistungen der Sozialversiche-
             rung vergleichbar sind, jedoch nicht im Rahmen eines Sozialschutzsystems erfolgen.
                                                  148-
 ---pagebreak--- Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen
(D.632)
4.106   Definition: Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienst-
                     leistungen (D.632) umfassen Waren und Dienstleistungen, die einzelnen
                     Haushalten von Nichtmarktproduzenten staatlicher Einheiten oder von Orga-
                     nisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten kosten-
                     los oder zu einem Preis zur Verfügung gestellt werden, der wirtschaftlich
                     nicht signifikant ist.
                     Sie entsprechen den Ausgaben der Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                     Dienst von privaten Haushalten und des Staates für den Individualverbrauch
                     (vgl. 3.75) abzüglich sozialer Sachleistungen (D.631), die für private Haushalte
                     im Rahmen von Sozialversicherungs- oder Sozialhilfesystemen erbracht wer-
                     den.
4.107   Verbuchungszeitpunkt der Sozialleistungen:
             Geldleistungen werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Ansprüche auf die Lei-
             stungen begründet werden;
             Sachleistungen werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Leistungen erbracht
             werden bzw. zu dem die Waren, die privaten Haushalten von Nichtmarktproduzenten
             direkt zur Verfügung gestellt werden, den Eigentümer wechseln.
4.108   Im Kontensystem erscheinen Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen (D.62):
             auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der Sekto-
             ren, die die Leistungen gewähren;
             auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
             laufende Übertragungen (im Falle von seitens der Übrigen Welt erbrachten Leistun-
             gen);
             auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der privaten
             Haushalte;
             auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
             laufende Übertragungen (im Falle von an gebietsfremde private Haushalte erbrachten
             Leistungen).
        Soziale Sachübertragungen (D.63) werden nachgewiesen:
            auf der Verwendungsseite des Naturaleinkommensumverteilungskontos der Sektoren,
            die die Leistungen gewähren;
             auf der Aufkommensseite des Naturaleinkommensumverteilungskontos der privaten
             Haushalte;
        Der Verbrauch der übertragenen Waren und Dienstleistungen wird im Konto für die Verw-
        endung des berichtigten verfügbaren Einkommens verbucht.
        Vereinbarungsgemäß gibt es keine sozialen Sachübertragungen, die an die Übrige Welt
        geleistet oder von ihr empfangen werden (derartige Übertragungen werden unter Position
        D.62 "Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen" verbucht).
                                                - 149
 ---pagebreak--- SONSTIGE LAUFENDE ÜBERTRAGUNGEN (D.7)
Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien (D.71)
4.109   Definition: Die Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien (D.71) umfassen die Prämien
                          aufgrund von Versicherungsverträgen, die von institutionellen Einheiten ab-
                         geschlossen wurden. Bei den von einzelnen privaten Haushalten abgeschlos-
                          senen Versicherungsverträgen handelt es sich um die Versicherungsverträge,
                         die von diesen privaten Haushalten nicht im Rahmen eines Sozialschutzsy-
                          stem, sondern, unabhängig von ihren Arbeitgebern und vom Staat, aus-
                          schließlich im eigenen Interesse abgeschlossen wurden8. Die Nichtlebensver-
                         sicherungs-Nettoprämien umfassen sowohl die tatsächlichen Prämien, die von
                         den Versicherten im Rechnungszeitraum gezahlt werden, um den Versiche-
                         rungsschutz zu erlangen (verdiente Prämien), als auch die zusätzlichen Prä-
                         mien aus dem auf die Versicherungsnehmer entfallenden Einkommen aus
                         Vermögen, abzüglich des Entgelts für die Dienstleistung der Versicherungs-
                         unternehmen.
        Die Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien ermöglichen die Deckung der Risiken ver-
        schiedener Ereignisse oder Umstände, die auf natürliche Ursachen oder menschliche Ein-
        flußnahme zurückzuführen sind und Personen- oder Sachschäden zur Folge haben - wie
        etwa Feuer, Überschwemmung, Zusammenstoß, Schiffbruch, Diebstahl, Gewaltanwen-
        dung, Unfall, Krankheit usw. -, sowie des Risikos von finanziellen Verlusten aufgrund von
        Ereignissen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unfall usw.
4.110   Verbuchungszeitpunkt: Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien werden zu dem Zeitpunkt
        verbucht, zu dem sie verdient werden:
        Bei den Versicherungsprämien abzüglich des Dienstleistungsentgelts handelt es sich um
        den Teil der im laufenden oder in früheren Rechnungszeiträumen insgesamt eingezahlten
        Prämien, der im laufenden Rechnungszeitraum zur Risikodeckung bestimmt ist.
        Die im laufenden Rechnungszeitraum verdienten Prämien sind von den im laufenden
        Rechnungszeitraum fälligen Prämien zu unterscheiden, die der Risikodeckung sowohl im
        laufenden als auch in künftigen Rechnungszeiträumen dienen dürften.
4.111   Im Kontensystem erscheinen die Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien:
               auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos gebietsan-
               sässiger Versicherungsnehmer;
               auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
               laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Versicherungsnehmer);
               auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos gebietsan-
               sässiger Versicherungsunternehmen;
               auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
               laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Versicherungsunternehmen).
        Bei den Lebensversicherungsprämien, die nicht als solche im Kontensystem erscheinen, werden unterschieden:
            a) Prämien, die eine Art von Sozialbeiträgen darstellen (sie werden an Sozialschutzsysteme gezahlt);
            b) Prämien für Einzellebensversicherungen.
        Erstere werden in der Position Tatsächliche Sozialbeiträge ausgewiesen, während letztere nicht als Verteilungstransaktionen angesehen
        werden. Durch beide Kategorien der Lebensversicherungsprämien erhöhen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen, die im
        Finanzierungskonto und in der Vermögensbilanz ausgewiesen werden.
                                                                   150
 ---pagebreak--- Nichtlebensversicherungsleistungen (D.72)
4.112   Definition: Nichtlebensversicherungsleistungen (D.72) sind die aufgrund von
                         Nichtlebensversicherungsverträgen fälligen Leistungen9, d. h. die Beträge,
                         die von Versicherungsunternehmen zur Regelung von Schadensfällen zu zah-
                         len sind, die Personen oder Sachen (einschließlich Anlagegüter) erleiden.
4.113   Nicht zu den Nichtlebensversicherungsleistungen gehören die Zahlungen, die als Soziallei-
        stungen anzusehen sind.
4.114   Da das Dienstleistungsentgelt für die Nichtlebensversicherung gleich der Differenz zwi-
        schen der Summe aus verdienten und zusätzlichen Prämien und den fälligen Leistungen ist,
        muß der Gesamtbetrag der fälligen Leistungen eines Versicherungsunternehmens gleich
        den an dieses Unternehmen während desselben Rechnungszeitraums gezahlten
        Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien sein. Dies verdeutlicht, daß der Nichtlebensversi-
        cherung im wesentlichen eine Umverteilungsfunktion zukommt.
        Die Erbringung einer Nichtlebensversicherungsleistung wird als Übertragung an den Ge-
        schädigten behandelt. Derartige Zahlungen werden immer als laufende Übertragungen be-
        handelt, selbst wenn es bei ihnen infolge der unabsichtlichen Zerstörung eines Anlagegutes
        oder eines schwerwiegenden Personenschadens um große Beträge geht. Die an den Ge-
        schädigten gezahlten Beträge sind in der Regel nicht an eine bestimmte Verwendung ge-
        bunden, und die beschädigten oder zerstörten Vermögenswerte müssen nicht unbedingt re-
        pariert oder ersetzt werden.
        Bestimmte Versicherungsleistungen sind zu erbringen, da der Versicherungsnehmer einem
        Dritten einen Personen- oder Sachschaden verursacht hat. Diese Leistungen werden als von
        dem Versicherungspnternehmen direkt an den Geschädigten und nicht als indirekte, über
        den Versicherungsnehmer erbrachte Leistungen verbucht.
4.115   Verbuchungszeitpunkt: Die Nichlebensversicherungsleistungen werden zum Zeitpunkt des
        Schadenseintritts verbucht.
4.116   Im Kontensystem erscheinen die Nichtlebensversicherungsleistungen:
               auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der gebiets-
               ansässigen Versicherungsunternehmen;
               auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
               laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Versicherungsunternehmen);
               auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der Empfän-
               gersektoren;
               auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
               laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Leistungsempfanger).
        Bei den Lebensversicherungsleistungen, die nicht als solche im Kontensystem erscheinen, werden unterschieden:
            a) Leistungen, die eine Art von Sozialleistungen darstellen;
            b) Leistungen aus Einzellebensversicherungen.
        Erstere werden in der Position Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen ausgewiesen, während letztere nicht als
        Verteilungstransaktionen angesehen werden.
        Durch beide Kategorien der Lebensversicherungsleistungen verringern sich die versicherungstechnischen Rückstellungen, die im
        Finanzierungskonto und in der Vermögensbilanz ausgewiesen werden.
                                                                - 151
 ---pagebreak--- Laufende Übertragungen innerhalb des Staates (D.73)
4.117  Definition: Die laufenden Übertragungen innerhalb des Staates (D.73) enthalten alle
                         Übertragungsvorgänge zwischen den verschiedenen Teilsektoren des Staates
                         (Zentralstaat, Bundesländer, Lokale Gebietskörperschaften, Sozialversiche-
                         rung) mit Ausnahme von Subventionen, Investitionszuschüssen und sonstigen
                         Vermögensübertragungen.
4.118  Zu den laufenden Übertragungen zwischen den Teilsektoren des Staates gehören nicht die
       Transaktionen zugunsten einer anderen institutionellen Einheit; diese sind nur einmal zu
       verbuchen, und zwar als Aufkommen der Einheit, zu deren Gunsten die Transaktion
       durchgeführt wird. Dies geschieht immer dann, wenn eine Körperschaft des Staates (z. B.
       der Zentralstaat) Steuern einnimmt, die voll oder zu einem bestimmten Anteil automatisch
       an eine andere staatliche Stelle (z. B. eine lokale Gebietskörperschaft) abgetreten werden
       müssen. In diesem Fall wird der der anderen staatlichen Stelle zustehende Anteil als direkt
       von dieser Stelle erhobene Steuer und nicht als laufende Übertragung des Staates verbucht.
       Diese Lösung bietet sich insbesondere dann an, wenn Steuern in Form von Zuschlägen zu
       Steuern des Zentralstaates erhoben werden, jedoch für andere staatliche Stellen bestimmt
       sind. Verzögerungen bei der Weiterleitung der Steuern von der einen an die andere staatli-
       che Einheit sind im Finanzierungskonto als sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten zu
       verbuchen.
       Zu den laufenden Übertragungen innerhalb des Staates gehören jedoch Übertragungen von
       Steuereinnahmen des Zentralstaates zugunsten anderer staatlicher Verwaltungen, wenn
       diese Übertragungstransaktionen unabhängig von den Einnahmen des Staates sind. Diese
       Übertragungen sind an keine besondere Steuerart gebunden und erfolgen nicht
       automatisch, sondern hauptsächlich über bestimmte Fonds (Provinzialfonds, Gemeinde-
       fonds) und entsprechend bestimmten vom Zentralstaat festgesetzten Verteilungsschlüsseln
       (z. B. allgemeine Finanzzuweisung).
4.119  Verbuchungszeitpunkt: Die laufenden Übertragungen innerhalb des Staates werden zu dem
       Zeitpunkt verbucht, zu dem sie gemäß der geltenden Rechtsvorschriften zu erfolgen haben.
4.120  Im Kontensystem erscheinen die laufenden Übertragungen innerhalb des Staates auf der
       Verwendungs- und der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos
       der Teilsektoren des Staates10.
Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit (D.74)
4.121  Definition: Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit
                        (D.74) umfassen alle Sach- oder Geldübertragungstransaktionen zwischen
                        dem Staat und staatlichen Stellen oder internationalen Organisationen1 ' in der
                        Übrigen Welt außer Investitionszuschüssen und sonstigen Vermögensübertra-
                        gungen.
       Bei den laufenden Übertragungen innerhalb des Staates handelt es sich um innersektorale Ströme, die in den konsolidierten Konten für
       den gesamten Staatssektor nicht erscheinen.
       Der Begriff 'internationale Organisationen', wie er im ESVG verwendet wird, bezeichnet internationale Organisationen, die ihre
       Befugnisse entweder direkt oder - über andere internationale Organisationen, deren Mitglieder Einzelstaaten sind - indirekt von ihren
       Mitgliedstaaten ableiten.
                                                                 152
 ---pagebreak--- 4.122  Die Position D.74 enthält:
       a)    Beiträge des Staates an Institutionen der Europäischen Union, bei denen es sich nicht
             um Steuern handelt, mit Ausnahme der Beiträge im Rahmen der auf dem BSP basie-
             renden vierten Eigenmittelquelle12;
       b) Beiträge des Staates an internationale Organisationen (mit Ausnahme der von Mit-
             gliedstaaten an supranationale Organisationen zu entrichtenden Steuern);
       c)    laufende Übertragungen, die der Staat von den unter a und b genannten Organisationen
             empfangt;13
       d) laufende Übertragungen, die ein Staat einem anderen Staat in Form von Geldleistun-
             gen (z. B. Zuschüsse zur Finanzierung von Haushaltsdefiziten des anderen Staates oder
             überseeischer Gebiete) oder von Sachleistungen (z. B. Gegenwert von Geschenken
             von Nahrungsmitteln, militärischer Ausrüstung oder Katastrophenhilfe in Form von
             Nahrungsmitteln, Kleidung, Medikamenten usw.) gewährt;
       e)    die Löhne und Gehälter, die eine staatliche Stelle, eine Institution der Europäischen
             Union oder eine internationale Organisation an ihre Beamten und sonstigen Bedienste-
             ten während deren Abordnung zur Dienstleistung in einem Entwicklungsland zahlt.
       Die laufenden Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit umfassen
       Übertragungen zwischen dem Staat und den im Lande ansässigen internationalen
       Organisationen, da internationale Organisationen nicht als gebietsansässige institutionelle
       Einheiten des Landes, in dem sie ansässig sind, behandelt werden.
4.123  Verbuchungszeitpunkt: Die laufenden Übertragungen im Rahmen der internationalen Zu-
       sammenarbeit werden entweder zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die Übertragungen
       gemäß den geltenden Rechtsvorschriften vorzunehmen sind (Pflichtübertragungen), oder
       zu dem Zeitpunkt, tu dem sie erfolgen (freiwillige Übertragungen).
4.124  Im Kontensystem erscheinen die laufenden Übertragungen im Rahmen der internationalen
       Zusammenarbe it :
             auf der Verwendungs- und der Aufkommensseite des sekundären Einkommensvertei-
             lungskontos des Sektors Staat;
             auf der Verwendungs- und der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für
             Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
Laufende Übertragungen a.n.g. (D.75)
1)    Laufende Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von
      privaten Haushalten
4.125  Laufende Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
       Haushalten umfassen alle Spenden (außer Vermächtnissen), Mitgliedsbeiträge und Zu-
       schüsse, die Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten von
       privaten Haushalten (einschließlich gebietsfremder privater Haushalte) und in zweiter Linie
       auch von anderen Einheiten erhalten.
12     Abgaben, die Institutionen der Europäischen Union direkt von gebietsansässigen produzierenden Einheiten erheben, werden als von
       diesen an die Übrige Welt gezahlte Produktionssteuem gebucht; Beiträge im Rahmen der auf dem BSP basierenden vierten
       Eigenmittelquelle, die durch den Beschluß des Rates vom 24. Juni 1988 über das System der Eigenmittel der Gemeinschaften
       geschaffen wurde, werden der Position D.75 Laufende Übertragungen a.n.g. zugeordnet.
13     Laufende Übertragungen, die gebietsansässige Marktproduktionseinheiten direkt von Institutionen der Europäischen Union
       empfangen, werden als Subventionen der Übrigen Welt nachgewiesen.
                                                               .53
 ---pagebreak--- 4.126  Die Position umfaßt:
       a)   wiederkehrende Mitgliedsbeiträge von privaten Haushalten an Gewerkschaften, politi-
            sche, sportliche, kulturelle, religiöse Vereinigungen usw., die diesem Sektor angehö-
            ren;
       b)   Spenden (außer Vermächtnissen) von Kapitalgesellschaften, privaten Haushalten und
            der Übrigen Welt an Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
            Haushalten, einschließlich Sachübertragungen in Form von Geschenken von Nah-
            rungsmitteln, Kleidung, Decken, Medikamenten usw. an karitative Eimichtungen zur
            Verteilung an gebietsansässige und gebietsfremde private Haushalte;
       c)   vom Staat gewährte Beihilfen und Zuschüsse, jedoch mit Ausnahme der Übertragun-
            gen, die speziell zur Finanzierung von Investitionsausgaben bestimmt sind; diese sind
            in der Position Investitionszuschüsse enthalten.
       Die Position umfaßt nicht Mitgliedsbeiträge an zu den Marktproduzenten gehörende Or-
       ganisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von Unternehmen, wie etwa Industrie- und
       Handelskammern oder Fachverbände, die als Zahlungen für erbrachte Dienstleistungen be-
       handelt werden.
4.127  Verbuchungszeitpunkt: Die laufenden Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscha-
       rakter im Dienst von privaten Haushalten werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem sie
       erfolgen.
4.128  Im Kontensystem erscheinen die laufenden Übertragungen an Organisationen ohne Er-
       werbscharakter im Dienst von privaten Haushalten:
            auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der Spen-
            dersektoren;
            auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
            laufende Übertragungen;
            auf der Aufkommensseite des sekundären Einkommensverteilungskontos des Sektors
            Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten.
2)    Laufende Übertragungen zwischen privaten Haushalten
4.129  Definition: Laufende Übertragungen zwischen privaten Haushalten umfassen sämtliche
                    laufenden Geld- und Sachübertragungen, die gebietsansässige private Haus-
                    halte an andere gebietsansässige oder an gebietsfremde private Haushalte lei-
                    sten oder von diesen empfangen. Hierbei handelt es sich insbesondere um
                    Geldüberweisungen von Auswanderern und dauernd im Ausland wohnenden
                    (oder mindestens ein Jahr lang im Ausland arbeitenden) Arbeitnehmern an ih-
                    re im Herkunftsland verbliebenen Familienangehörigen oder von Eltern an
                    ihre an einem anderen Ort lebenden Kinder.
4.130  Verbuchungszeitpunkt: Die laufenden Übertragungen zwischen privaten Haushalten wer-
       den zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem sie erfolgen.
                                                  154-
 ---pagebreak--- 4.131  Im Kontensystem erscheinen die laufenden Übertragungen zwischen privaten Haushalten:
            auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des sekundären Einkommensvertei-
            lungskontos der privaten Haushalte ;
            auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
            Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
3)    Geldstrafen und gebührenpflichtige Verwarnungen
4.132  Definition: Geldstrafen und gebührenpflichtige Verwarnungen, die gegen institutionelle
                    Einheiten von Gerichten oder Organen mit quasi-richterlichen Aufgaben aus-
                    gesprochen wurden, werden als laufende Pflichtübertragungen behandelt.
4.133  Die Position umfaßt nicht:
       a)   Geldstrafen und gebührenpflichtige Verwarnungen, die von den Steuerbehörden we-
            gen Steuerumgehung oder verspäteter Steuerzahlung ausgesprochen wurden, da sie in
            der Regel nicht von den Steuern an sich unterschieden werden können;
       b) Zahlungen für die Erteilung von Berechtigungen, da es sich bei ihnen entweder um
            Steuern oder um Zahlungen für von staatlichen Einheiten erbrachte Dienstleistungen
            handelt (vgl. D.29, D.59).
4.134  Verbuchungszeitpunkt: Geldstrafen und gebührenpflichtige Verwarnungen werden zum
            Zeitpunkt des Entstehens der Verbindlichkeit verbucht.
4)    Lotterien und Spiel
4.135  Die für Lotterielose gezahlten oder bei Wetten eingesetzten Beträge bestehen aus drei Be-
       standteilen: einem Dienstleistungsentgelt für die die Lotterie oder das Spiel veranstaltende
       Einheit, einer laufenden Übertragung zwischen privaten Haushalten (von den Verlierern an
       die Gewinner) und einer laufenden Übertragung an anderb, von den Veranstalten benannte
       Begünstigte (karitative Einrichtungen). Die laufenden Übertragungen werden zu dem Zeit-
       punkt verbucht, zu dem sie erfolgen.
5)    Entschädigungszahlungen
4.136  Definition: Entschädigungszahlungen sind laufende Übertragungen, mit Ausnahme von
                   Nichtlebensversicherungsleistungen, die von institutionellen Einheiten an an-
                   dere institutionelle Einheiten geleistet werden, um sie für von ersteren verur-
                   sachte Personen- oder Sachschäden zu entschädigen. Bei den Entschädi-
                   gungszahlungen handelt es sich entweder um gerichtlich angeordnete Pflicht-
                   zahlungen oder um außergerichtlich vereinbarte freiwillige Zahlungen. Die
                   Position umfaßt auch freiwillige Entschädigungszahlungen von staatlichen
                   Einheiten oder Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
                   Haushalten für Katastrophenschäden, sofern sie nicht den Vermögensübertra-
                   gungen zuzuordnen sind.
4.137  Verbuchungszeitpunkt: Entschädigungszahlungen werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu
       dem sie erfolgen (freiwillige Zahlungen) oder zu dem sie zu erfolgen haben
       (Pflichtzahlungen).
                                                 55
 ---pagebreak--- 6)    Zahlungen im Rahmen der auf dem BSP basierenden vierten Eigenmittelquelie
4.138  Die Zahlungen im Rahmen der auf dem BSP basierenden vierten Eigenmittelquelle, die
       durch den Beschluß des Rates von 24. Juni 1988 über das System der Eigenmittel der Ge-
       meinschaften geschaffen wurde, sind laufende Übertragungen des Sektors Staat der ver-
       schiedenen EU-Mitgliedstaaten an die Institutionen der Europäischen Union.
       Es handelt sich bei ihnen um zusätzliche Beiträge zum Haushalt dieser Institutionen, die
       auf der Grundlage des BSP der einzelnen Länder bemessen werden.
       Verbuchungszeitpunkt: Die, Zahlungen im Rahmen der auf dem BSP basierenden vierten
       Eigenmittelquelle werden zum Fälligkeitszeitpunkt verbucht.
       Im Kontensystem erscheinen die Zahlungen im Rahmen der auf dem BSP basierenden
       vierten Eigenmittelquelle:
            auf der Verwendungsseite.des sekundären Einkommensverteilungskontos des Sektors
            Staat;
            auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
            laufende Übertragungen.
7)    Sonstige
4.139  a)     Laufende Übertragungen von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von
       privaten Haushalten an den Staat, die keinen Abgabencharakter haben;
       b) Zahlungen des Staates an öffentliche Unternehmen, die dem Sektor Nichtfinanzielle
            Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften zugeordnet sind, soweit diese
            Zahlungen der Deckung außergewöhnlicher Pensionslasten dienen;
       c)   Reisestipendien und Belohnungen, die vom Staat oder von Organisationen ohne Er-
            werbscharakter im Dienst von privaten Haushalten an private Haushalte oder an die
            Übrige Welt gewährt werden;
       d) wiederkehrende Zahlungen des Staates an private Haushalte als Prämien für Sparlei-
            stungen im Rechnungszeitraum;
       e)   Erstattungen von Leistungen, die private Haushalt von Trägern der Sozialhilfe erhalten
            haben;
       f)   laufende Übertragungen von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von
            privaten Haushalten an die Übrige Welt;
       g)   Sponsoring-Zahlungen von Kapitalgesellschaften, wenn es sich bei ihnen nicht um
            Käufe von Werbe- oder sonstigen Dienstleistungen handelt (z. B. Übertragungen für
            Wohltätigkeitszwecke oder Stipendien).
4.140  Verbuchungszeitpunkt: Mit Ausnahme der Übertragungen des Staates und der Übertragun-
       gen an den Staat, die zum Fälligkeitszeitpunkt auszuweisen sind, sind diese Übertragungen
       zu dem Zeitpunkt zu verbuchen, zu dem sie erfolgen.
       Im Kontensystem erscheinen die laufenden Übertragungen a.n.g.:
            auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des sekundären Einkommensvertei-
            lungskontos sämtlicher Sektoren;
                                               156-
 ---pagebreak---             auf der Aufkommens- und der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für
            Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
BERICHTIGUNGSPOSTEN FÜR DIE VERÄNDERUNG                 DER  NETTOANSPRÜCHE       DER   PRIVATEN
HAUSHALTE AN PENSIONSKASSEN (D.8)
4.141  Definition: Der Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der priva-
                    ten Haushalte an Pensionskassen (D.8) hat den Zweck, als Ersparnis der pri-
                    vaten Haushalte die Veränderung der Deckungsrückstellungen für Pensionen
                    erscheinen zu lassen, auf welche die privaten Haushalte einen festen An-
                    spruch haben (der sich auf finanzieller Ebene als Forderung in der Position
                    F.61 niederschlägt) und die durch Prämien- und Beitragszahlungen gespeist
                    werden, die im sekundären Einkommensverteilungskonto als Sozialbeiträge
                    nachgewiesen werden.
4.142  Im System werden die Rückstellungen von rechtlich selbständigen und rechtlich unselb-
       ständigen nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierten privaten Pensionssystemen in
       den Finanzierungskonten und in den Vermögensbilanzen als Forderungen der privaten
       Haushalte behandelt; daher muß durch einen Berichtigungsposten gewährleistet werden,
       daß sich der Betrag, um den die Pensionsbeiträge die Pensionsleistungen (d. h. die geleiste-
       ten die empfangenen "Übertragungen") gegebenenfalls übersteigen, nicht auf die Ersparnis
       der privaten Haushalte auswirkt.
       Zu diesem Zweck wird in den Einkommensverwendungskonten das verfügbare oder das
       berichtigte verfügbare Einkommen der privaten Haushalte vor dem Ausweis der Ersparnis
       um einen Posten berichtigt, der sich wie folgt errechnet:
               Gesamtbetrag der tatsächlichen Sozialbeiträge für Pensionen an nach dem Kapital-
               deckungsverfahren finanzierte private Pensionssysteme
            + Gesamtbetrag der zusätzlichen Beiträge aus dem auf die Versicherungsnehmer ent-
               fallenden Einkommen aus Vermögen
            - Entgelt für die entsprechenden Dienstleistungen
            - Gesamtbetrag der Pensionen, die von nach dem Kapitaldeckungsverfahren finan-
               zierten privaten Pensionssystemen als Sozialschutzleistungen ausgezahlt werden.
       Auf diese Weise ergibt sich für die Ersparnis der privaten Haushalte derselbe Wert, der
       sich ergeben hätte, wenn die Pensionsbeiträge und -leistungen nicht im sekundären Ein-
       kommensverteilungskonto als laufende Übertragungen verbucht worden wären. Dieser Be-
       richtigungsposten ist unabdingbar, damit die Ersparnis der privaten Haushalte mit der im
       Finanzierungskonto ausgewiesenen Veränderung ihrer Netto ansprüche auf die
       versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionkassen in Einklang gebracht werden
       kann. Im Einkommensverwendungskonto der Versicherungsunternehmen, der rechtlich
       selbständigen Pensionskassen und der Arbeitgeber, die rechtlich unselbständige
       Pensionskassen verwalten, ist selbstverständlich eine entsprechende Gegenberichtigung
       vorzunehmen.
                                               157-
 ---pagebreak--- 4.143 Verbuchungszeitpunkt: Die Verbuchung des Berichtigungspostens erfolgt entsprechend der
      seine Bestandteile bildenden Ströme.
4.144 Im Kontensystem erscheint der Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprü-
      che der privaten Haushalte an Pensionskassen:
           auf der Verwendungsseite des Einkommensverwendungskontos des Sektors Versiche-
           rungsunternehmen sowie sonstiger Sektoren, die rechtlich unselbständige Pensions-
           kassen verwalten;
           auf der Verwendungsseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
           laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder Versicherer);
           auf der Aufkommensseite des Einkommensverwendungskontos des Sektors Private
           Haushalte;
           auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und
           laufende Übertragungen (im Falle gebietsfremder privater Haushalte).
VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN          (D.9)
4.145 Vermögensübertragungen unterscheiden sich dadurch von laufenden Übertragungen, daß
      sie den Erwerb oder die Veräußerung eines oder mehrerer Vermögenswerte seitens minde-
      stens eines der Transaktionspartner beinhalten. Sie müssen, unabhängig davon, ob es sich
      um Geld- oder um Sachübertragungen handelt, eine entsprechende Veränderung der in der
      Vermögensbilanz eines oder beider Transaktionspartner ausgewiesenen finanziellen oder
      nichtfinanziellen Aktiva nach sich ziehen.
4.146 Eine Sachvermögensübertragung beinhaltet die Übertragung des Eigentums an einem
      Vermögenswert (außer an Vorräten und an Bargeld) oder die Aufhebung einer Verbind-
      lichkeit seitens eines Gläubigers, ohne daß dafür eine Gegenleistung erfolgt.
      Eine Geldvermögensübertragung beinhaltet die Übertragung von Bargeld, das sich entwe-
      der ein Transaktionspartner durch die Veräußerung eines oder mehrerer Vermögenswerte
      (außer Vorräten) beschafft hat oder das von einem Transaktionspartner für den Erwerb ei-
      nes oder mehrerer Vermögenswerte (außer Vorräten) verwendet werden dürfte oder zu
      verwenden ist. Geldvermögensübertragungen erfolgen häufig unter der Bedingung, daß ihr
      Empfänger einen oder mehrere Vermögenswerte erwirbt.
4.147 Vermögensübertragungen umfassen vermögenswirksame Steuern (D.91), Investitionszu-
      schüsse (D.92) und sonstige Vermögensübertragungen (D.99).
Vermögenswirksame Steuern (D.91)
4.148 Definition: Vermögenswirksame Steuern (D.91) sind Abgaben, die in unregelmäßigen
                   und sehr großen Abständen auf den Wert der Vermögensgegenstände oder
                   das Reinvermögen der institutionellen Einheiten oder auf den Wert der Ver-
                   mögenswerte erhoben werden, die zwischen institutionellen Einheiten auf-
                   grund von Vermächtnissen, Schenkungen oder anderen Übertragungstransak-
                   tionen übertragen werden.
                                                ss
 ---pagebreak--- 4.149    Die vermögenswirksamen Steuern umfassen:
         a)     Steuern auf Vermögensübertragungen: Erbschaft- und Schenkungssteuern, die als Ab-
                gaben vom Vermögen des Begünstigten behandelt werden, mit Ausnahme von Steuern
                auf die Veräußerung von Vermögenswerten, da es sich hierbei nicht um Übertragun-
                gen handelt;
         b) Vermögensabgaben: außerordentliche Abgaben auf die Vermögenswerte oder das
                Reinvermögen der institutionellen Einheiten14. Hierzu gehören Abgaben auf die Stei-
                gerung des Wertes von landwirtschaftlichem Grund und Boden aufgrund der Geneh-
                migung zu seiner Erschließung für gewerbliche oder Wohnzwecke.
4.150    Verbuchungszeitpunkt: Vermögenswirksame Steuern werden zum Zeitpunkt des Entste-
         hens der Steuerverbindlichkeit verbucht.
4.151    Im Kontensystem erscheinen die vermögenswirksamen Steuern:
                bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens (-) im Vermögensverände-
                rungskonto der Sektoren, denen die Steuerpflichtigen angehören;
                bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens (+) im Vermögensverände-
                rungskonto des Sektors Staat;
                bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens im Vermögensveränderungs-
                konto der Übrigen    i
                                       t> % Welt.
Investitionszuschüsse (D.92)
4.152    Definition: Investitionszuschüsse (D.92) sind Geld- oder Sachvermögensübertragungen
                           des Staates oder der Übrigen Welt13 an andere gebietsansässige oder gebiets-
                           fremde institutionelle Einheiten, die dazu bestimmt sind, die Kosten des Er-
                           werbs von Anlagevermögen seitens dieser Einheiten ganz oder teilweise zu
                           finanzieren.
4.153    Bei Investitionszuschüssen kann es sich um Geld- oder um Sachübertragungen handeln.
         Investitionszuschüsse in Form von Sachübertragungen umfassen Übertragungen von
         Transportmitteln, Ausrüstung und sonstigen beweglichen Anlagegütern seitens des Staates
         an andere gebietsansässige oder gebietsfremde Einheiten sowie die direkte Bereitstellung
         von Gebäuden oder sonstigen unbeweglichen Anlagegütern an gebietsansässige oder ge-
         bietsfremde Einheiten.
4.154    Investitionszuschüsse umfassen nicht Übertragungen von Waffen oder sonstiger militäri-
         scher Ausrüstung, die ausschließlich zum Zweck der Benutzung dieser Waffen erfolgen, da
         es sich bei diesen nicht um Gegenstände des Anlagevermögens handelt.
4.155    Der Wert der Bruttoanlageinvestitionen des Staates zugunsten anderer Sektoren der
         Volkswirtschaft ist unter den Investitionszuschüssen zu verbuchen, soweit der Begünstigte
         eindeutig feststeht und das Eigentum an den Anlagen erwirbt. In diesem Fall ist die
         Anlageinvestition auf der Verwendungsseite des Vermögensveränderungskontos des be-
         günstigten Sektors nachzuweisen, finanziert durch einen Investitionszuschuß gleicher Hö-
         he der auf der Aufkommensseite desselben Kontos erscheint.
         Kapitalertragsteuern sind jedoch unter der Position Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw. zu erfassen.
         Investitionszuschüsse aus der Übrigen Welt sind namentlich diejenigen, die direkt von Institutionen der Europäischen Union
         überwiesen werden (z. B. Vermögensübertragungen des EAGFL).
                                                                    159-
 ---pagebreak--- 4.156 Die Position D.92 umfaßt nicht nur einmalige Zahlungen für die Finanzierung von Investi-
      tionen während des gleichen Zeitraums, sondern auch zeitlich gestaffelte Zahlungen, die
      sich auf Anlageinvestitionen beziehen, die im Lauf einer früheren Periode durchgeführt
      wurden. So werden jährliche Zahlungen des Staates, die Tilgungsraten von Schulden dar-
      stellen, die Unternehmen zur Realisierung von Investitionsvorhaben aufgenommen haben
      und die von der öffentlichen Hand ganz oder teilweise getilgt werden, ebenfalls als
      Investitionszuschüsse angesehen.
      Nicht dazu gehören dagegen vom Staat gewährte Zinszuschüsse, selbst wenn diese die Er-
      leichterung von Investitionen zum Ziel haben. Die Übernahme eines Teils der Zinsbela-
      stung durch die öffentliche Hand bildet nämlich wie der Zinsstrom selbst eine Einkom-
      mensverteilungstransaktion. Dies gilt nicht für den Fall, in dem ein Zuschuß gleichzeitig
      zur Tilgung des aufgenommenen Kredits und zur Zinszahlung verwendet werden kann, oh-
      ne daß diese beiden Elemente getrennt nachweisbar sind; in diesem Fall ist der gesamte
      Zuschuß als Investitionszuschuß zu buchen.
4.157 Investitionszuschüsse an den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften und
      Quasi-Kapitalgesellschaften umfassen außer den Kapitalzuschüssen an private Kapital- und
      Quasi-Kapitalgesellschaften auch die Zuweisungen an öffentliche Unternehmen mit eige-
      ner Rechtspersönlichkeit, soweit nicht die staatliche Stelle, welche die Mittel gewährt,
      damit eine Forderung gegenüber den öffentlichen Unternehmen erwirbt.
4.158 Investitionszuschüsse an den Sektor Private Haushalte umfassen außer den Rationalisie-
      rungsprämien an Unternehmen, die keine Kapital- oder Quasi-Kapitalgesellschaften sind,
      die Prämien, die den privaten Haushalten für den Wohnungsbau, -erwerb oder -umbau ge-
      währt werden.
4.159 Investitionszuschüsse an staatliche Stellen umfassen alle Zahlungen (außer Zinszuschüs-
      sen) an Teilsektoren des Staates16, die den Zweck haben, Anlageinvestitionen zu
      finanzieren. Der wichtigste Fall betrifft die Zuweisungen des Zentralstaates an lokale Ge-
      bietskörperschaften, deren ausdrücklicher Zweck in der Finanzierung von Anlageinvesti-
      tionen besteht. Es ist wichtig, zu betonen, daß Übertragungen allgemeiner Art für
      vielfältige oder unbestimmte Zwecke als laufende Übertragungen innerhalb des Staates ge-
      bucht werden, selbst wenn sie teilweise zur Deckung von Investitionsausgaben herangezo-
      gen werden.
4.160 Investitionszuschüsse des Staates oder der Übrigen Welt an Organisationen ohne Erwerbs-
      charakter sind von den laufenden Übertragungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter
      aufgrund desselben Kriteriums abzugrenzen.
4.161 Investitionszuschüsse an die Übrige Welt sind ebenfalls auf Übertragungen zu beschrän-
      ken, deren besonderer Zweck die Finanzierung von Anlageinvestitionen gebietsfremder
      Einheiten ist. Sie betreffen beispielsweise verlorene Zuschüsse zum Bau von Brücken, Fa-
      briken, Krankenhäusern, Schulen in Entwicklungsländern oder für den Bau von Gebäuden
      für internationale Organisationen. Sie könne sowohl einmalige als auch zeitlich gestaffelte
      Zahlungen umfassen. Die geschenkweise Lieferung von Anlagegütern ist ebenfalls in die-
      ser Position nachzuweisen.
16    Investitionszuschüsse zwischen staatlichen Stellen sind inncrsektorale Ströme, die in den konsolidierten Konten für den gesamten
      Staatssektor nicht erscheinen.
                                                             - 160
 ---pagebreak--- 4.162   Verbuchungszeitpunkt: Investitionszuschüsse in Form von Geldübertragungen werden zum
        Fälligkeitszeitpunkt verbucht. Investitionszuschüsse in Form von Sachübertragungen wer-
        den zu dem Zeitpunkt ausgewiesen, zu dem das Eigentum an dem Vermögenswert
        übertragen wird.
4.163   Im Kontensystem erscheinen Investitionszuschüsse:
              bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens (-) im Vermögensverände-
              rungskonto des Sektors Staat;
              bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens (+) im Vermögensverände-
              rungskonto der Sektoren, die die Zuschüsse empfangen;
              bei der Veränderung der Passiva und des Reinvermögens im Vermögensveränderungs-
              konto der Übrigen Welt.
Sonstige Vermögensübertragungen (D.99)
4.164   Definition: Als sonstige Vermögensübertragungen (D.99) werden alle Übertragungsvor-
                         gänge (außer Investitionszuschüssen und vermögenswirksamen Steuern) er-
                         faßt, die keine Transaktionen der Einkommensverteilung darstellen, sondern
                         eine Ersparnis- oder Vermögensumverteilung zwischen den verschiedenen
                         Sektoren oder Teilsektoren der Volkswirtschaft oder mit der Übrigen Welt
                         bewirken.
4.165   Die Position Sonstige Vermögensübertragungen enthält folgende Transaktionen:
        a)    Entschädigungszahlungen des Staates oder der Übrigen Welt an die Eigentümer von
              Anlagegütern, die infolge von Kriegshandlungen, sonstigen politischen Ereignissen
              oder Naturkatastrophen (Überschwemmungen usw.) zerstört oder beschädigt worden
              sind;
        b) Übertragungen                    des        Staates           an        nichtfinanzielle              Kapital-           und
              Quasi-Kapitalgesellschaften zur Deckung von angesammelten Verlusten aus mehreren
              Geschäftsjahren oder von außerordentlichen Verlusten, deren Ursachen außerhalb der
              Verantwortlichkeit des Unternehmens liegen;
        c)    Übertragungen zwischen Teilsektoren des Staates zur Deckung von außerordentlichen
              Ausgaben oder von angesammelten Verlusten17;
        d) einmalige Zahlungen des Staates an private Haushalte als Prämien für Sparleistungen,
              die diese im Laufe mehrerer Jahre erbracht haben;
        e)    Vermächtnisse und umfangreiche Schenkungen zwischen institutionellen Einheiten,
              die verschiedenen Sektoren angehören, einschließlich Vermächtnisse und umfangrei-
              che Schenkungen an Organisationen ohne Erwerbscharakter (z. B. Schenkungen an
              Universitäten zur Deckung der Baukosten von Studentenheimen, Bibliotheken, Labo-
              ratorien usw.);
17      Diese Übertragungen zwischen staatlichen Stellen sind inncrsektorale Ströme des Staates, die in den konsolidierten Konten für den
        gesamten Staatssektor nicht erscheinen.
                                                                161
 ---pagebreak---       f)  im gemeinsamen Einvernehmen erfolgende Schuldenaufhebungen zwischen institutio-
          nellen Einheiten, die verschiedenen Sektoren oder Teilsektoren angehören (z. B.
          Aufhebung von Schulden einer nichtfinanziellen Kapitalgesellschaft oder eines frem-
          den Landes gegenüber dem Staat, Garantieleistung zur Befreiung eines zahlungsunfä-
          higen Schuldners von seiner Verpflichtung). Derartige Schuldenaufhebungen werden
          als Vermögensübertragungen der Gläubiger an die Schuldner in Höhe der zum Zeit-
          punkt der Aufhebung ausstehenden Schuld behandelt. Bei der Abschreibung einer
          Schuld handelt es sich dagegen nicht um eine Transaktion zwischen institutionellen
          Einheiten, so daß sie weder im Vermögensveränderungskonto noch im Finanzierungs-
          konto erscheint. Stimmt der Gläubiger einer Abschreibung bzw. einem Ausfall in die-
          sem Sinne zu, erfolgt die Verbuchung unter den sonstigen Veränderungen des Volu-
          mens der Aktiva des Gläubigers bzw. der Passiva des Schuldners. Rückstellungen für
          zweifelhafte Forderungen werden als Positionen der betrieblichen Buchführung
          behandelt, die im System nicht erscheinen. Die einseitige Nichtanerkennung einer
          Schuld durch den Schuldner ist ebenfalls keine Transaktion und erscheint daher nicht
          im System;
      g) der Teil der realisierten Kapitalgewinne (-Verluste), der an andere Sektoren ausge-
          schüttet wird;
      h) umfangreiche       Entschädigungszahlungen      für    Großschäden,       die   durch
          Versicherungsverträge nicht abgedeckt sind (außer den unter a aufgeführten Zahlungen
          des Staates oder der Übrigen Welt). Die Zahlungen werden entweder gerichtlich
          zuerkannt oder außergerichtlich vereinbart. Sie umfassen Entschädigungszahlungen
          für Schäden aufgrund von schweren Explosionen, Ölverschmutzungen, Arzneimittel-
          nebenwirkungen usw.
      i)  Sonderzahlungen, die von Arbeitgebern (einschließlich des Staates) oder vom Staat
          (im Rahmen von dessen sozialen Aufgaben) an Sozialschutzsysteme zur Erhöhung der
          Deckungsrückstellungen dieser Systeme geleistet werden. Die entsprechende Berichti-
          gung zwischen den Sozialschutzsystemen und den privaten Haushalten wird ebenfalls
          unter den sonstigen Vermögensübertragungen (D.99) erfaßt (vgl. Anhang 3
          "Versicherungen", Ziffer 20).
4.166 Verbuchungszeitpunkt:
          Sonstige Geldvermögensübertragungen werden zum Fälligkeitszeitpunkt verbucht.
          Sonstige Sachvermögensübertragungen werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem
          das Eigentum an dem Vermögenswert übertragen wird, oder zu dem der Gläubiger die
          Verbindlichkeit aufhebt.
4.167 Im Kontensystem erscheinen die sonstigen Vermögensübertragungen unter der Verände-
      rung der Passiva und des Reinvermögens im Vermögensveränderungskonto der Sektoren
      und der Übrigen Welt.
                                            162
 ---pagebreak---         Kapitel V
Finanzielle Transaktionen
           - 163
 ---pagebreak--- 5.01 Definition: Finanzielle Transaktionen sind Transaktionen mit finanziellen Aktiva und mit
                       Passiva zwischen institutionellen Einheiten sowie zwischen diesen und der
                       Übrigen Welt.
5.02 Ausgehend von der Definition des Begriffs "Transaktion" (vgl. 1.33) handelt es sich bei ei-
     ner finanziellen Transaktion um eine im gegenseitigen Einvernehmen erfolgende
     Interaktion zwischen institutionellen Einheiten oder zwischen einer institutionellen Einheit
     und der Übrigen Welt, in deren Rahmen ein finanzielles Aktivum und die ihm gegenüber-
     stehende Verbindlichkeit gleichzeitig geschaffen oder aufgelöst werden, der Eigentümer
     eines finanziellen Aktivums wechselt oder eine Verbindlichkeit übernommen wird.
5.03 Finanzielle Aktiva sind wirtschaftliche Werte, die Zahlungsmittel, finanzielle Forderungen
     und wirtschaftliche Werte, die finanziellen Forderungen von ihrer Art her nahekommen,
     umfassen.
5.04 Zahlungsmittel sind Währungsgold, Sonderziehungsrechte, Bargeld und übertragbare Ein-
     lagen.
     Finanzielle Forderungen berechtigen ihre Eigentümer (die Gläubiger) dazu, von anderen
     institutionellen Einheiten (den Schuldnern), die die den Forderungen gegenüberstehenden
     Verbindlichkeiten (oder Passiva) eingegangen sind, eine Zahlung oder eine Reihe von
     Zahlungen ohne Gegenleistung zu erhalten.
     Beispiele für wirtschaftliche Werte, die finanziellen Forderungen von ihrer Art her nahe-
     kommen, sind Aktien und sonstige Beteiligungen sowie z. T. Eventualforderungen. Man
     geht davon aus, daß die institutionelle Einheit, die ein derartiges finanzielles Aktivum
     ausgibt, die ihm gegenüberstehende Verbindlichkeit eingegangen ist.
5.05 Eventualforderungen sind vertragliche Vereinbarungen zwischen institutionellen Einheiten
     oder zwischen diesen und der Übrigen Welt, in denen eine oder mehrere Bedingungen
     festgelegt werden, die erfüllt sein müssen, bevor eine finanzielle Transaktion stattfindet.
     Beispiele sind Bürgschaften Dritter, Akkreditive, Kreditlinien, durch Kreditlinien abgesi-
     cherte Note Issuance Facilities (NIF) sowie zahlreiche derivative Finanzinstrumente. Im
     ESVG ist eine Eventuaiforderung dann als finanzielles Aktivum zu verbuchen, wenn die
     vertragliche Vereinbarung selbst einen Marktwert besitzt, da sie handelbar ist oder am
     Markt verrechnet werden kann. Andernfalls werden Eventualforderungen nicht im ESVG
     erfaßt.1
5.06 Es werden sieben Positionen von finanziellen Aktiva unterschieden: Währungsgold und
     Sonderziehungsrechte (AF.l), Bargeld und Einlagen (AF.2), Wertpapiere außer Aktien
     (AF.3), Kredite (AF.4), Aktien und sonstige Beteiligungen (AF.5), versicherungstechni-
     sche Rückstellungen (AF.6) und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7).
5.07 Mit Ausnahme der finanziellen Aktiva, die der Position Währungsgold und
     Sonderziehungsrechte (A.l) zuzuordnen sind, steht im ESVG jedem finanziellen Aktivum
     eine Verbindlichkeit gegenüber. Es werden sechs Passiva-Positionen unterschieden, die
     den Positionen der ihnen gegenüberstehenden finanziellen Aktiva entsprechen.
     Versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6) sind unbedingte Verbindlichkeiten von Versicherungsunternehmen oder
     Pensionskassen. Bei den ihnen gegenüberstehenden finanziellen Aktiva der einzelnen Versicherungsnehmer und Leistungsempfänger
     handelt es sich dagegen in den meisten Fällen um Eventualforderungen.
                                                              164
 ---pagebreak--- 5.08 Die Systematik der finanziellen Transaktionen entspricht der Systematik der finanziellen
     Aktiva und der Passiva. Es werden sieben Positionen von finanziellen Transaktionen unter-
     schieden: Transaktionen mit Währungsgold und Sonderziehungsrechten (SZR) (F.l),
     Transaktionen mit Bargeld und Einlagen (F.2), Transaktionen mit Wertpapieren außer Ak-
     tien (F.3), Transaktionen mit Krediten (F.4), Transaktionen mit Aktien und sonstigen
     Beteiligungen (F.5), Transaktionen mit versicherungstechnischen Rückstellungen (F.6) und
     Transaktionen mit sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten (F.7).
5.09 Die zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen Bestände an finanziellen Aktiva und an
     Passiva (eines Sektors oder der Übrigen Welt) werden in der Vermögensbilanz erfaßt (vgl.
     Kapitel VII). Finanzielle Transaktionen bewirken eine Veränderung der Vermögensbe-
     stände. Die Veränderungen zwischen der Vermögenseröffnungsbilanz und der Vermögens-
     schlußbilanz können jedoch auch sonstige Ströme umfassen (vgl. Kapitel VI). Diese sind
     nicht auf im gegenseitigen Einvernehmen erfolgende Interaktionen zwischen institutionel-
     len Einheiten oder zwischen diesen und der Übrigen Welt zurückzuführen. Sie unterglie-
     dern sich in Umbewertungen von finanziellen Aktiva und von Passiva und in nicht auf fi-
     nanzielle Transaktionen zurückzuführende Veränderungen des Volumens der finanziellen
     Aktiva und der Passiva. Erstere werden im Umbewertungskonto verbucht, letztere im
     Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva als Katastrophenverluste,
     entschädigungslose Beschlagnahme, sonstige Veränderungen des Volumens der
     finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g. oder Änderung der Sektorzuordnung oder der
     Vermögensart.
5.10 Finanzielle Transaktionen zwischen institutionellen Einheiten werden im Finanzierungs-
     konto der betreffenden Sektoren verbucht. Finanzielle Transaktionen zwischen institutio-
     nellen Einheiten und der Übrigen Welt werden im Finanzierungskonto der betreffenden
     Sektoren und im Finanzierungskonto der Übrigen Welt ausgewiesen (vgl. Kapitel VIII).
     Auf der linken Seite des Finanzierungskontos (eines Sektors oder der Übrigen Welt) wer-
     den Erwerb abzüglich Veräußerungen von finanziellen Aktiva, auf der rechten Seite die
     eingegangenen abzüglich der zurückgezahlten Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Saldo
     des Finanzierungskontos, d. h. der Nettoerwerb von finanziellen Aktiva abzüglich des Net-
     toanstiegs der Passiva, ist gleich dem Finanzierungsüberschuß (+) bzw. dem Finanzie-
     rungsdefizit (-) (B.9).
5.11 Das Finanzierungskonto eines Sektors kann konsolidiert sein oder nicht. Das anicht konso-
     lidierte Finanzierungskonto eines Sektors zeigt die Veränderung der fiananziellen Aktiva
     und der Passiva aufgrund sämtlicher finanziellen Transaktionen, an denen institutionelle
     Einheiten beteiligt sind, die dem betreffenden Sektor angehören. Das konsolidierte Finan-
     zierungskonto eines Sektors zeigt die Veränderung der finanziellen Aktiva und der Passiva
     aufgrund finanzieller Transaktionen zwischen institutionellen Einheiten des betreffenden
     Sektors und anderen institutionellen Einheiten oder der Übrigen Welt. Im Gegensatz zum
     nicht konsolidierten Finanzierungskonto werden im konsolidierten Finanzierungskonto die
     finanziellen Transaktionen zwischen institutionellen Einheiten des betreffenden Sektors
     nicht berücksichtigt. Das Finanzierungskonto der Übrigen Welt ist definitionsgemäß kon-
     solidiert.
                                              165-
 ---pagebreak--- 5.12  Eine finanzielle Transaktion zwischen zwei institutionellen Einheiten bewirkt einen An-
      stieg des Finanzierungsüberschusses/-defizits der einen institutionellen Einheit und eine
      Verringerung des Finanzierungsüberschusses/-defizits der anderen institutionellen Einheit
      um den gleichen Betrag. Durch finanzielle Transaktionen zwischen institutionellen
      Einheiten, die ein und demselben Sektor angehören, ändert sich der Finanzierungsüber-
      schuß/das Finanzierungsdefizit des betreffenden Sektors nicht. Das konsolidierte und das
      nicht konsolidierte Finanzierungskonto eines Sektors weisen den gleichen Finanzierungs-
      überschuß/das gleiche Finanzierungsdefizit aus. Ebenso haben finanzielle Transaktionen
      zwischen institutionellen Einheiten keine Änderung des Finanzierungsüberschus-
      ses/-defizits der Gesamtwirtschaft zur Folge. Der Finanzierungsüberschuß/das Finanzie-
      rungsdefizit der Gesamtwirtschaft hat den gleichen Umfang, allerdings mit umgekehrtem
      Vorzeichen, wie der Finanzierungsüberschuß/das Finanzierungsdefizit, das aus dem Fi-
      nanzierungskonto der Übrigen Welt hervorgeht. Der Finanzierungsüberschuß/das
      Finanzierungsdefizit sämtlicher institutionellen Einheiten und der Übrigen Welt insgesamt
      ist daher gleich null.
5.13  Bei dem Finanzierungskonto (eines Sektors oder der Übrigen Welt) nach Schuld-
      nern/Gläubigern2 handelt es sich um eine erweiterte Fassung des Finanzierungskontos, die
      zusätzlich eine Aufgliederung des Nettoerwerbs an finanziellen Aktiva nach Schuldnersek-
      toren und eine Aufgliederung des Nettoanstiegs der Passiva nach Gläubigersektoren ent-
      hält. Sie liefert daher Informationen über die Schuldner-Gläubiger-Beziehungen und ist
      konsistent mit der finanziellen Vermögensbilanz nach Schuldnern/Gläubigern (vgl. 7.63).
      Was die finanziellen Transaktionen auf Sekundärmärkten betrifft, so kann aus dem
      Finanzierungskonto nach Schuldnern/Gläubigern allerdings nicht entnommen werden, an
      welche institutionellen Einheiten finanzielle Aktiva verkauft bzw. von welchen institutio-
      nellen Einheiten finanzielle Aktiva gekauft wurden, d. h. es beantwortete die Frage, wer
      von wem in einem Rechnungszeitraum finanziert wurde, nur unvollständig.
5.14  Das Finanzierungskonto ist das letzte Konto der kompletten Kontenfolge, in der Transak-
     tionen verbucht werden (vgl. Kapitel VIII). Es hat daher keinen Saldo, der auf ein anderes
     Konto übertragen wird. Im Kontensystem ist sein Saldo identisch mit dem Saldo des Ver-
     mögensveränderungskontos. In der Praxis dürften die beiden Salden in der Regel
     voneinander abweichen, da sie anhand unterschiedlicher statistischer Daten berechnet wer-
     den.
5.15 Einer finanziellen Transaktion steht im Kontensystem immer eine andere Transaktion ge-
     genüber, bei der es sich entweder ebenfalls um eine finanzielle Transaktion oder um eine
     Transaktion handelt, die nicht im Finanzierungskonto, sondern in einem anderen Konto zu
     verbuchen ist.
     Die gleichzeitige Erhöhung oder Verringerung von finanziellen Aktiva und von Passiva
     wird ebenso wie der Austausch eines finanziellen Aktivums gegen ein anderes vollständig
     im Finanzierungskonto (eines Sektors oder der Übrigen Welt) verbucht. Handelt es sich bei
     einer Transaktion und der ihr gegenüberstehenden Transaktion um finanzielle Transaktio-
     nen, haben sie eine Änderung des Bestandes an finanziellen Aktiva und an Passiva und
     u. U. auch der Gesamtsumme der finanziellen Aktiva und der Passiva der betreffenden in-
     stitutionellen Einheiten bzw. der Übrigen Welt, nicht jedoch des Finanzierungsüberschus-
     ses/-defizits oder des Reinvermögens, zur Folge.
     Im SNA 1993 (11.103-11.111) wird hierfür die Bezeichnung "detailed flow of funds account" (detaillierte Finanzierungsrechnung)
     verwendet.
                                                          - 166
 ---pagebreak---      Bei der einer finanziellen Transaktionen gegenüberstehenden Transaktion kann es sich fer-
     ner um eine Gütertransaktion (vgl. Kapitel III), eine Verteilungstransaktion (vgl. Kapitel
     IV) oder eine Transaktion mit nichtfinanziellen nichtproduzierten Aktiva (vgl. 6.06)
     handeln. Steht einer finanziellen Transaktion keine andere finanzielle Transaktion
     gegenüber, ändert sich der Finanzierungsüberschuß/das Finanzierungsdefizit der beteiligten
     institutionellen Einheiten bzw.der Übrigen Welt.
5.16 Einer finanziellen Transaktion kann eine laufende Übertragung oder eine
     Vermögensübertragung gegenüberstehen (vgl. Kapitel IV). In diesem Fall wechselt im
     Rahmen der finanziellen Transaktion der Eigentümer eines finanziellen Aktivums, oder ei-
     ne Verbindlichkeit wird von einem Schuldner übernommen (Schuldenübernahme), oder ein
     finanzielles Aktivum und die ihm gegenüberstehende Verbindlichkeit werden gleichzeitig
     aufgelöst (Schuldenaufhebung oder Schuldenerlaß). Die einer Schuldenübernahme oder
     Schuldenaufhebung gegenüberstehende Übertragung wird den Vermögensübertragungen
     (D.9) zugeordnet und im Vermögensveränderungskonto verbucht. Einer Schuldenüber-
     nahme oder Schuldenaufhebung muß jedoch nicht immer eine Übertragung gegenüberste-
     hen. In den Fällen, in denen der Eigentümer einer Kapitalgesellschaft oder
     Quasi-Kapitalgesellschaft von dieser Gesellschaft Verbindlichkeiten übernimmt oder fi-
     nanzielle Forderungen an sie annulliert, steht der Schuldenübernahme bzw. Schuldenauf-
     hebung eine Transaktion mit Aktien und sonstigen Beteiligungen (F.5) gegenüber.
     Im Gegensatz zu Schuldenübernahme und Schuldenaufhebung werden die vollständige
     oder teilweise Abschreibung von zweifelhaften Forderungen durch einen Gläubiger und die
     einseitige Annullierung einer Verbindlichkeit durch einen Schuldner (Nichtanerkennung
     einer Schuld) nicht als finanzielle Transaktionen behandelt, da es sich bei ihnen nicht um
     im gegenseitigen Einvernehmen erfolgende Interaktionen zwischen institutionellen Einhei-
     ten oder zwischen diesen und der Übrigen Welt handelt. Die vollständige oder teilweise
     Abschreibung von zweifelhaften Forderungen durch einen Gläubiger wird im Konto für die
     sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva verbucht (vgl. 6.27d). Die Nichtaner-
     kennung einer Schuld wird im ESVG nicht erfaßt.
5.17 Bei der einer finanziellen Transaktion gegenüberstehenden Transaktion kann es sich um
     Zinsen (D.41) handeln. Zinsen werden von den Schuldnern an die Gläubiger bestimmter
     Arten von finanziellen Forderungen gezahlt, die den Positionen Bargeld und Einlagen
     (AF.2), Wertpapiere außer Aktien (AF.3), Kredite (AF.4) oder Sonstige Forderungen und
     Verbindlichkeiten (AF.7) zugeordnet sind. Die Verbuchung der Zinsen erfolgt im ESVG
     nach dem Grundsatz der periodengerechten Zuordnung entsprechend ihrem Auflaufen,
     d. h. bei der Verbuchung der Zinsen wird davon ausgegangen, daß die Zinsen auf den aus-
     stehenden Kapitalbetrag dem Gläubiger kontinuierlich zuwachsen (vgl. 4.50). Einem Ein-
     trag unter der Position Zinsen (D.41) steht immer eine finanzielle Transaktion gegenüber,
     durch die eine zusätzliche finanzielle Forderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner
     entsteht. Diese finanzielle Transaktion hat zur Folge, daß die Zinsen reinvestiert werden.
     Die eigentliche Zahlung der Zinsen wird nicht als Zinsen (D.41) verbucht, sondern
     beinhaltet eine Transaktion im Zusammenhang mit dem Wechsel des Eigentümers des
     Zahlungsmittels. Dem steht eine finanzielle Transaktion gegenüber, durch die sich die fi-
     nanzielle Nettoforderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner verringert. Werden
     aufgelaufene Zinsen nicht bei Fälligkeit gezahlt, entstehen Zinsrückstände. Da aufgelau-
     fene Zinsen im System bereits verbucht sind, ändert sich durch Zinsrückstände zwar nicht
     der Gesamtbetrag der finanziellen Aktiva oder der Passiva, u. U. jedoch deren Zuordnung
     (vgl. 5.131).
                                            - 167
 ---pagebreak--- 5.18   Bei der einer finanziellen Transaktion gegenüberstehenden Transaktion kann es sich um
       zugerechnetes, aber nicht ausgeschüttetes Einkommen aus Vermögen handeln. Beispiele
       sind Zins- und Dividendeneinnahmen (D.41 bzw. D.421) von Investmentfonds aus den von
       diesen vorgenommenen Anlagen, die den Anteilsinhabern zugerechnet, aber nicht an sie
       ausgeschüttet werden (vgl. 4.49b und 4.54b), reinvestierte Gewinne aus ausländischen Di-
       rektinvestitionen (D.43) und auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus
       Vermögen (D.44) im Falle von Einzellebensversicherungen, die nicht im Rahmen eines
       Sozialschutzsystems abgeschlossen wurden. Die dieser Transaktion gegenüberstehende fi-
       nanzielle Transaktion hat zur Folge, daß das (positive oder negative) Einkommen aus
       Vermögen reinvestiert wird.
DIE SYSTEMATIK DER FINANZIELLEN TRANSAKTIONEN
5.19   Die Systematik der finanziellen Transaktionen besteht aus Positionen, die in Unterpositio-
       nen und z. T. weiter in Teilpositionen aufgegliedert sind. Die Systematik der Transaktionen
       mit finanziellen Aktiva und mit Passiva entspricht der Systematik der finanziellen Aktiva
       und der Passiva (vgl. 5.06 - 5.08). Daher finden sich die Definitionen der Positionen, Un-
       terpositionen und Teilpositionen sowie die ergänzenden Erläuterungen nur an einer Stelle
       im ESVG, nämlich im vorliegenden Kapitel "Finanzielle Transaktionen". Im Hauptteil des
       Kapitels "Vermögensbilanzen" werden die Definitionen und zugehörigen Erläuterungen
       nicht wiederholt; Anhang 1 zu diesem Kapitel enthält jedoch eine Übersicht über sämtliche
       im ESVG definierten Aktiva und Passiva.
5.20   Die Systematik der finanziellen Transaktionen und der finanziellen Aktiva und der Passiva
       basiert in erster Linie auf der Liquidität und den rechtlichen Merkmalen der finanziellen
       Aktiva. Mit Ausnahme der Position "unter dem Strich" "Ausländische Direktinvestitionen"
       enthält die Systematik keine funktionellen Positionen. Die Definitionen der Positionen,
       Unterpositionen und Teilpositionen sind im allgemeinen unabhängig von der Systematik
       der institutionellen Einheiten. Falls erforderlich, kann die Systematik der finanziellen Ak-
       tiva und der Passiva jedoch durch eine Kreuztabellierung mit der Systematik der
       institutionellen Einheiten weiter aufgegliedert werden. Ein Beispiel hierfür wäre die Klasse
       Einlagen zwischen geldschöpfenden Finanzinstituten. Auf welcher Detaillierungsebene die
        Systematik der finanziellen Aktiva und der Passiva verwendet werden kann, richtet sich
       danach, welcher institutionelle Sektor untersucht werden soll.
                                                 168
 ---pagebreak--- Die Systematik der finanziellen Transaktionen                       Code
Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                         F.l
  Währungsgold                                                           F.ll
  Sonderziehungsrechte (SZR)                                             F.12
Bargeld und Einlagen                                                F.2
  Bargeld                                                                F.21
  Übertragbare Einlagen                                                  F.22
  Sonstige Einlagen                                                      F.29
Wertpapiere außer Aktien                                            F.3
  Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanz-
  instrumenten                                                           F.33
     Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen
     Finanzinstrumenten                                                       F.331
     Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen                    F.332
     Finanzinstrumenten
  Derivative Finanzinstrumente                                           F.34
Kredite                                                             F.4
  Kurzfristige Kredite                                                   F.41
  Langfristige Kredite                                                   F.42
Aktien und sonstige Beteiligungen                                   F.5
  Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen                       F.51
  an Investmentfonds
     Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmenfonds                   F.511
     Nicht börsennotierte Aktifen außer Anteilen an Investmentfonds           F.512
     Sonstige Beteiligungen                                                   F.513
  Anteile an Investmentfonds                                             F.52
Versicherungstechnische Rückstellungen                              F.6
  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
  versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebens
  Versicherungen und von Pensionskassen                                  F.61
     Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
     versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebens-
     versicherungen                                                           F.611
     Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
     versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen               F.612
  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen                            F.62
Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten                          F.7
  Handelskredite und Anzahlungen                                         F.71
  Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten außer Handels-
  krediten und Anzahlungen                                               F.79
Position "unter dem Strich": Ausländische Direktinvestitionen       F.m
                                                    169
 ---pagebreak--- 5.21   Damit untersucht werden kann, wie geldpolitische Maßnahmen weitergegeben werden,
       müssen in den Vermögensbilanzen und im Finanzierungskonto der Sektoren und der Übri-
       gen Welt u. U. Geldmengenaggregate ausgewiesen werden. Die Definitionen der
       Geldmengenaggregate sind jedoch von Land zu Land verschieden und ändern sich im
       Laufe der Zeit. Darüber hinaus entsprechen die Bestandteile der Geldmengenaggregate in
       den meisten Fällen nicht den im ESVG definierten Positionen, Unterpositionen und Teil-
       positionen der finanziellen Aktiva und der Passiva. Ferner hängt die Zusammensetzung des
       geldschöpfenden, des geldhaltenden und des geldneutralen Sektors von der Definition des
      jeweiligen Geldmengenaggregates ab. Daher werden im ESVG keine Geldmengenaggrega-
       te definiert. Im Anhang zu dem vorliegenden Kapitel wird jedoch ein Verfahren dargestellt,
       mit dem in den Vermögensbilanzen und im Finanzierungskonto jedes beliebige Geldmen-
       genaggregat ausgewiesen werden kann.
5.22   Aufgrund der Innovationen an den Finanzmärkten hat die Unterscheidung zwischen kurz-
       fristigen und langfristigen finanziellen Aktiva und Passiva an Aussagekraft verloren. Wenn
       Laufzeiten wichtig sind, etwa für Analysen von Zinssätzen und Renditen von Aktiva, ist
      jedoch u. U. eine Aufgliederung nach Laufzeiten erforderlich. Die Laufzeit kann daher,
       wenn sie relevant ist, als sekundäres Klassifizierungskriterium verwendet werden.
       Definition: Kurzfristige finanzielle Aktiva (Passiva) sind finanzielle Aktiva (Passiva), de-
                        ren ursprüngliche Laufzeit in der Regel höchstens ein Jahr und in außerge-
                        wöhnlichen Fällen bis zu zwei Jahren beträgt.3
                        Langfristige finanzielle Aktiva (Passiva) sind finanzielle Aktiva (Passiva), de-
                        ren ursprüngliche Laufzeit in der Regel mehr als ein Jahr und in außergewöhn-
                        lichen Fällen mehr als zwei Jahre beträgt.
5.23  Viele der Positionen, Unterpositionen und Teilpositionen der finanziellen Aktiva und der
       Passiva können nach den Einheiten aufgegliedert werden, auf die sie lauten.
      Definition: Finanzielle Aktiva (Passiva) in Landeswährung sind finanzielle Aktiva
                        (Passiva), die auf die Währungseinheit(en) der gesetzlichen Zahlungsmittel des
                        betreffenden Landes lauten.
                        Finanzielle Aktiva (Passiva) in Fremdwährung sind finanzielle Aktiva
                        (Passiva), die nicht auf die Währungseinheit(en) der gesetzlichen Zahlungsmit-
                        tel des betreffenden Landes lauten.
      Finanzielle Aktiva in Fremdwährung umfassen finanzielle Aktiva, die auf einen Wäh-
      rungskorb lauten (z. B. Ecu oder Sonderziehungsrechte) und finanzielle Aktiva, die auf
      Gold lauten. Die Unterscheidung zwischen Landes- und Fremdwährung ist bei der Position
      Bargeld und Einlagen (AF.2) besonders sinnvoll.
WÄHRUNGSGOLD UND SONDERZIEHUNGSRECHTE ( S Z R ) ( F . l )
5.24  Position F.l untergliedert sich in zwei Unterpositionen von finanziellen Transaktionen:
             Währungsgold (F. 11 )
             Sonderziehungsrechte (SZR) (F. 12).
      In bestimmten Fällen können vom Staat ausgegebene Wertpapiere, außer Aktien, mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren den
      kurzfristigen Papieren zugeordnet werden.
                                                          - 170
 ---pagebreak--- 5.25  Die unter die Position Währungsgold und SZR (AF.l) fallenden finanziellen Aktiva sind
      die einzigen finanziellen Aktiva, denen im Kontensystem keine Verbindlichkeit gegen-
      übersteht. Im Rahmen von Transaktionen mit Währungsgold und SZR (F.l) wechselt daher
      immer der Eigentümer von finanziellen Aktiva (vgl. 5.02)
Währungsgold (F.ll)
5.26  Definition: Die Unterposition "Währungsgold" (F.l 1) umfaßt sämtliche Transaktionen mit
                  Währungsgold (AF.ll), d. h. mit Gold, das von Währungsbehörden oder von
                  anderen, die der effektiven Kontrolle der Währungsbehörden unterstehen, als
                  Bestandteil der Währungsreserven gehalten wird.
5.27  Der Sektor Währungsbehörden, der auf einem funktionalen Konzept basiert, besteht aus
      dem Teilsektor Zentralbank (S.121) sowie aus Institutionen des Zentral Staats, die Aufgaben
      wahrnehmen, die in der Regel der Zentralbank zukommen. Hierzu gehört die Ausgabe von
      Zahlungsmitteln, das Halten und die Verwaltung von Währungsreserven sowie die
      Verwaltung von Währungsausgleichsfonds.
      Daher kann Gold in der Regel nur für die Zentralbank oder den Zentralstaat ein finanzielles
      Aktivum darstellten. Unter bestimmten Bedingungen können jedoch auch andere
      finanzielle Kapitalgesellschaften Gold halten, das sie nur mit der ausdrücklichen
      Zustimmung der Währungsbehörden veräußern können. In diesen Ausnahmefällen kann
      das Konzept der effektiven Kontrolle auf den Goldbestand von finanziellen Kapitalgesell-
      schaften bezogen werden, bei denen es sich nicht um die Zentralbank handelt.
5.28  Währungsgold hat normalerweise die Form von Barren mit einer Feinheit von mindestens
      995/1000.
5.29  Bei Transaktionen mit Währungsgold handelt es sich vor allem um den Kaufund den Ver-
      kauf von Währungsgold zwischen Währungsbehörden. Der Kauf von Währungsgold wird
      im Finanzierungskonto der inländischen Währungsbehörden als Erhöhung der finanziellen
      Aktiva verbucht. Ihr steht als Gegenbuchung eine Verringerung der finanziellen Aktiva der
      Übrigen Welt gegenüber.
5.30  Transaktionen mit Nichtwährungsgold, d. h. mit Gold, bei dem es sich nicht um Wäh-
      rungsgold handelt, werden (sofern sie ausschließlich zum Erwerb eines Wertaufbewah-
      rungsmittel getätigt werden) als Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen
      und andernfalls als letzter Verbrauch oder Vorleistungen und/oder als Vorratsveränderung
      behandelt. Transaktionen mit Nichtwährungsgold umfassen Transaktionen der Währungs-
      behörden mit Gold, das nicht Bestandteil ihrer Währungsreserven ist.
5.31  Wenn Währungsbehörden Nichtwährungsgold in ihre Währungsgoldbestände aufnehmen
      oder Währungsgold aus ihren Beständen zu anderen als währungspolitischen Zwecken ab-
      ziehen, wird dies als Monetisierung bzw. Demonetisierung von Gold bezeichnet. Die Mo-
      netisierung und Demonetisierung von Gold wird nicht im Finanzierungskonto verbucht;
      die Veränderung der Vermögensbestände wird vielmehr im Konto für die sonstigen
      Veränderungen des Volumens der Aktiva als Änderung der Vermögensart erfaßt, d. h. als
      Umbuchung des Goldes von den Wertgegenständen (AN. 13) in die Position Währungsgold
      (AF.l 1) (vgl. 6.32). Die Demonetisierung von Gold wird entsprechend ausgewiesen.
                                              171
 ---pagebreak--- 5.32    Auf Gold lautende Einlagen, Wertpapiere und Kredite werden als finanzielle Aktiva außer
        Währungsgold behandelt und zusammen mit den entsprechenden finanziellen Aktiva in
        Fremdwährung der jeweils zutreffenden Position zugeordnet.
        Der vorübergehende Tausch von Nichtwährungsgold gegen Einlagen wird wie ein Lom-
        bardkredit behandelt (vgl. 5.8le).
Sonderziehungsrechte (SZR) (F. 12)
5.33    Definition: Die Unterposition Sonderziehungsrechte (SZR) (F. 12) umfaßt sämtliche Trans-
                    aktionen mit SZR (AF.12), d.h. mit einem vom Internationalen Währungs-
                    fonds (IWF) geschaffenen internationalen Reservemedium, das den Mitglie-
                    dern des IWF zur Ergänzung der bestehenden Währungsreserven zugeteilt
                    wird.
5.34    SZR werden nicht als Verbindlichkeiten des IWF angesehen, und für die IWF-Mitglieder,
        denen SZR zugeteilt werden, besteht keine (unbedingte) Verpflichtung zur Rückzahlung
        dieser SZR-Zuteilungen. SZR werden ausschließlich von amtlichen Inhabern gehalten, bei
        denen es sich in der Regel um Zentralbanken handelt, und die Mitglieder der
        SZR-Abteilung des IWF und sonstige Inhaber von SZR, die vom IWF benannt werden
        (andere Zentralbanken und bestimmte internationale Einrichtungen), können SZR
        untereinander übertragen. In SZR ist das gesicherte und unbedingte Recht ihrer Inhaber auf
        Erhalt anderer Reserveaktiva, insbesondere Devisen, verbrieft.
5.35    Veränderungen des SZR-Bestandes einer Währungsbehörde können aufgrund von Trans-
        aktionen mit SZR eintreten, in deren Rahmen SZR an den IWF, andere Mitglieder seiner
        SZR-Abteilung oder sonstige SZR-Inhaber gezahlt oder von diesen empfangen werden.
        Diese Veränderungen werden im Finanzierungskonto der Währungsbehörden bzw. der
        Übrigen Welt erfaßt. Weitere mögliche Ursachen von Veränderungen der SZR-Bestände
        sind Veränderungen des Wertes der SZR (sie werden im Umbewertungskonto verbucht)
        sowie die Zuteilung und Einziehung von SZR (die im Konto für die sonstigen Veränderun-
        gen des Volumens der Aktiva nachgewiesen werden - vgl. 6.27a).
Bargeld und Einlagen (F.2)
5.36    Definition: Die Position Bargeld und Einlagen (F.2) umfaßt sämtliche Transaktionen mit
                    Bargeld und Einlagen (AF.2), d. h. mit im Umlauf befindlichen Bargeld sowie
                    mit allen Arten von Einlagen in Landeswährung und in Fremdwährung.
5.37    Position F.2 untergliedert sich in drei Unterpositionen von finanziellen Transaktionen:
        -    Bargeld (F.21)
             Übertragbare Einlagen (F.22)
             Sonstige Einlagen (F.29).
        Die Unterscheidung zwischen übertragbaren und nicht übertragbaren Einlagen ist im Falle
        einiger Länder u. U. schwierig und für Analysezwecke wenig sinnvoll (zur Unterscheidung
        zwischen Einlagen und Krediten vgl. 5.74-5.76).
                                                  172
 ---pagebreak--- Bargeld (F.21)
5.38    Definition: Die Unterposition Bargeld (F.21) umfaßt sämtliche Transaktionen mit Bargeld
                     (AF.21), d. h. mit im Umlauf befindlichen Noten und Münzen, die üblicher-
                     weise als Zahlungsmittel verwendet werden.
5.39    Unterposition AF.21 setzt sich zusammen aus:
        a)   von gebietsansässigen Währungsbehörden ausgegebenen und im Umlauf befindlichen
             Banknoten und Scheidemünzen;
        b) von gebietsfremden Währungsbehörden ausgegebenen und im Umlauf befindlichen
             Banknoten und Scheidemünzen, die sich im Besitz von Gebietsansässigen befinden.
5.40    Unterposition AF.21 umfaßt nicht:
        a)   Banknoten und Scheidemünzen, die sich nicht im Umlauf befinden, z. B. die Zentral-
             bankbestände an eigenen Banknoten oder Krisenbestände an Banknoten;
        b)   Gedenkmünzen, die nicht üblicherweise als Zahlungsmittel verwendet werden.
5.41    Bargeld kann von allen Sektoren und der Übrigen Welt gehalten werden; ausgegeben wird
        es von der Zentralbank, dem Zentralstaat, der Übrigen Welt und in Ausnahmefällen von
        sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten. Bargeld wird als Verbindlichkeit der
        institutionellen Einheit behandelt, die es ausgibt.
Übertragbare Einlagen (F.22)
5.42    Definition: Die Unterposition Übertragbare Einlagen (F.22) umfaßt sämtliche
                     Transaktionen mit übertragbaren Einlagen (AF.22), d. h. mit Einlagen (in Lan-
                     des- oder in Fremdwährung), deren sofortige Umwandlung in Bargeld verlangt
                     werden kann oder die durch Scheck, Überweisung, Lastschrift oder ähnliche
                     Verfügungen übertragbar sind, und zwar beides ohne nennenswerte Beschrän-
                     kung oder Strafgebühr.
5.43    Unterposition F.22 umfaßt übertragbare Einlagen bei gebietsansässigen und gebietsfrem-
        den geldschöpfenden Finanzinstituten. Hierzu gehören übertragbare Einlagen von geld-
        schöpfenden Finanzinstituten bei anderen Finanzinstituten, wie z. B. Einlagen, die sonstige
        geldschöpfende Finanzinstitute bei der Zentralbank als Mindestreserven unterhalten, sofern
        diese Einlagen übertragbar bleiben, oder "working balances" und Transaktionen zwischen
        Zentralbanken oder zwischen sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten, die den vor-
        übergehenden Tausch von Fremdwährung gegen Einlagen beinhalten.
5.44    Übertragbare Einlagen können von allen Sektoren und der Übrigen Welt gehalten werden.
        Als Verbindlichkeiten kommen übertragbare Einlagen im wesentlichen bei geldschöpfen-
        den Finanzinstituten und der Übrigen Welt sowie bisweilen beim Staat vor.
                                                - m
 ---pagebreak--- Sonstige Einlagen (F.29)
5.45    Definition: Die Unterposition Sonstige Einlagen (F.29) umfaßt sämtliche Transaktionen
                         mit sonstigen Einlagen (AF.29), d. h. mit Einlagen (in Landes- oder in Fremd-
                         währung), bei denen es sich nicht um übertragbare Einlagen handelt. Sonstige
                         Einlagen können nicht jederzeit als Zahlungsmittel verwendet werden, und es
                         ist nicht ohne nennenswerte Beschränkung oder Strafgebühr möglich, ihre
                         Umwandlung in Bargeld oder übertragbare Einlagen zu verlangen.
5.46    Zu Unterposition AF.29 gehören:
        a)    Termineinlagen; über sie kann nicht jederzeit verfügt werden, da für sie ein fester
              Kündigungstermin oder eine Kündigungsfrist gilt. Hierzu gehören z. B. bei der Zen-
              tralbank als Mindestreserven unterhaltene Einlagen, soweit die Einleger nicht jederzeit
              und uneingeschränkt über sie verfügen können;
        b)    Spareinlagen, Sparbücher, Sparbriefe oder Einlagenzertifikate, die nicht handelbar sind
              oder deren - theoretisch mögliche - Umlauffähigkeit in Wirklichkeit stark einge-
              schränkt ist;
        c)    Einlagen, die auf einem Sparvertrag oder Sparplan beruhen; bei derartigen Einlagen ist
              der Einleger häufig während eines festgelegten Zeitraums zu regelmäßigen Einzahlun-
              gen verpflichtet, und die eingezahlten Sparraten und die aufgelaufenen Zinsen sind bis
              zum Fälligkeitstermin festgelegt. Bisweilen sind derartige Einlagen nach Ablauf der
              Sparfrist auch mit einer jeweils nach dem Ansparguthaben bemessenen Darlehensge-
              währung verbunden, womit der Erwerb oder der Bau einer Wohnung finanziert werden
              kann;
        d) von Bausparkassen, Kreditgenossenschaften u. ä. ausgegebene und bisweilen als
              "Aktien" bezeichnete Einlagenpapiere, die rechtlich oder faktisch jederzeit oder relativ
              kurzfristig kündbar sind;
        e)    rückzahlbare Einschußzahlungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumen-
              ten, bei denen es sich um Verbindlichkeiten von geldschöpfenden Finanzinstituten
              handelt (vgl. 5.81c);
        f)    kurzfristige Pensionsgeschäfte, bei denen es sich um Verbindlichkeiten von geldschöp-
              fenden Finanzinstituten handelt (vgl. 5.8ld).4
5.47    Unterposition AF.29 umfaßt nicht marktfähige Einlagenzertifikate und marktfähige Spar-
        briefe. Sie fallen unter die Position Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzin-
        strumenten (AF.33).
        Das SNA 1993 (11.32, 11.72 und 11.83) ordnet Pensionsgeschäfte den Krediten zu, sofern es sich bei ihnen nicht um
        Bankverbindlichkeiten handelt und sie nicht Teil der nationalen Geldmenge im weiten Sinne sind; im letztgenannten Fall werden sie
        den sonstigen Einlagen zugerechnet.
                                                                   174-
 ---pagebreak--- 5.48  Zu Unterposition AF.29 gehören ferner:
      a)     amtliche Ecu, die von der Zentralbank gehalten werden; bei diesen finanziellen Aktiva
             handelt es sich um die Ecu, die vom EWI zur Durchführung des EWS-Abkommens als
             Gegenwert für die Währungsreserven ausgegeben werden, die es von den Zentralban-
             ken der Mitgliedstaaten erhält. Diese Ecu können vom EWI und den Zentralbanken der
             Mitgliedstaaten zum Saldenausgleich und für Geschäfte zwischen den Zentralbanken
             und dem EWI verwendet werden. Das EWI kann den Währungsbehörden dritter Län-
             der sowie internationalen Währungseinrichtungen den Status eines "sonstigen Halters"
             von Ecu verleihen;5
      b) finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten der Zentralbank aufgrund des Systems
             der sehr kurzfristigen Finanzierung und des Systems des kurzfristigen Währungsbei-
             stands; sie werden vom EWI verwaltet;6
      c)     finanzielle Forderungen gegenüber dem IWF, die Bestandteil der Währungsreserven
             sind und denen keine Kredite zugrunde liegen; hierbei handelt es sich um die Reserve-
             tranche eines IWF-Mitgliedstaates, die sich aus dem eingezahlten Teil der Subskrip-
             tion des betreffenden Mitgliedstaates und der vom IWF vorgenommenen Nettover-
             wendung der Währung dieses Mitgliedstaates ergibt;
             Verbindlichkeiten gegenüber dem IWF, denen keine Kredite zugrunde liegen; sie um-
             fassen die in Anspruch genommenen IWF-Kredite im Rahmen des
             IWF-Generalkontos, das ausweist, in welcher Höhe ein Mitgliedstaat eigene Währung
             von IWF zurückkaufen muß.
5.49  Sonstige Einlagen können von allen Sektoren und der Übrigen Welt gehalten werden. Als
      Verbindlichkeiten kommen derartige Einlagen im wesentlichen bei geldschöpfenden Fi-
      nanzinstituten und der Übrigen Welt, bisweilen jedoch auch bei anderen Sektoren, etwa
      beim Staat, vor (vgl. 5.74-5.76).
WERTPAPIERE AUBER AKTIEN (F.3)
5.50  Definition: Die Position Wertpapiere außer Aktien (F.3) umfaßt sämtliche Transaktionen
                        mit Wertpapieren außer Aktien (AF.3), d. h. mit finanziellen Aktiva, bei denen
                        es sich um Inhaberpapiere handelt, die in der Regel begebbar sind und an Se-
                        kundärmärkten gehandelt werden oder am Markt verrechnet werden können
                        und mit deren Besitz für die Inhaber keinerlei Eigentumsrecht an den institu-
                        tionellen Einheiten verbunden ist, die die Papiere ausgeben.
5.51  Position AF.3 umfaßt finanzielle Aktiva, die in umlauffähigen Titeln verbrieft sind und
      deren Nennwert bei der Ausgabe festgelegt wird. Hierzu gehören z. B. Wechsel, Anleihen,
      Einlagenzertifikate, Commercial Paper, handelbare derivative Finanzinstrumente und ver-
      gleichbare Papiere, die üblicherweise an den Finanzmärkten gehandelt werden (zur Unter-
      scheidung zwischen Wertpapieren außer Aktien und Krediten vgl. 5.77-5.80).
5.52  Wertpapiere außer Aktien können von allen Sektoren und der Übrigen Welt als finanzielle
      Aktiva gehalten werden. Als Verbindlichkeiten kommen sie im wesentlichen bei finanziel-
      len und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften, dem Zentralstaat, Bundesländern und loka-
      len Gebietskörperschaften sowie der Übrigen Welt vor.
      Artikel 6.2 und 6.3 des dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft beigefügten Protokolls über die Satzung des
      Europäischen Währungsinstituts.
      Artikel 6.1 zweiter Spiegelstrich des dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft beigefügten Protokolls über die
      Satzung des Europäischen Währungsinstituts.
                                                                175
 ---pagebreak--- 5.53    Position F.3 untergliedert sich in zwei Unterpositionen von finanziellen Transaktionen:7
               Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.33)
               derivative Finanzinstrumente (F.34).
WERTPAPIERE AUCER AKTIEN UND DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN                                                 (F.33)
5.54    Definition: Die Unterposition Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumen-
                           ten (F.33) umfaßt sämtliche Transaktionen mit Wertpapieren außer Aktien und
                           derivativen Finanzinstrumenten (AF.33), d. h. mit Wertpapieren, bei denen es
                           sich nicht um Aktien handelt und mit denen für ihre Inhaber der unbedingte
                           Anspruch auf ein festes oder vertraglich festgelegtes variables regelmäßiges
                           Geldeinkommen in Form von Zahlungen auf Kupons (Zinsen) und/oder auf
                           Zahlung eines bestimmten Festbetrages zu einem oder mehreren festgelegten
                           Zeitpunkten oder ab einem bei der Emission festgelegten Zeitpunkt verbunden
                           ist.
5.55    Unterposition F.33 kann erforderlichenfalls in zwei Teilpositionen von finanziellen Trans-
        aktionen untergliedert werden:
               kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.331)
               langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.332).
Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.331)
5.56    Definition: Die Teilposition Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Fi-
                           nanzinstrumenten (F.331) umfaßt sämtliche Transaktionen mit kurzfristigen
                           Wertpapieren außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (AF.331), d. h.
                           mit Wertpapieren mit kurzer ursprünglicher Laufzeit (vgl. 5.22), bei denen es
                           sich weder um Aktien noch um derivative Finanzinstrumente handelt.
5.57    Kurzfristige Wertpapiere außer Aküen und derivativen Finanzinstrumenten werden in der
        Regel mit einem Disagio begeben.
5.58    Teilposition AF.331 umfaßt:
        a)     Schatzwechsel, Schatzanweisungen und sonstige kurzfristige Staatspapiere einschließ-
               lich der von sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten im Rahmen der Mindestre-
               servevorschriften gezeichneten Papiere;
        b) von finanziellen oder nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften emittierte marktfähige
               kurzfristige Wertpapiere, wie etwa Commercial Paper, gezogene und eigene Wechsel
               oder Einlagenzertifikate;
        c)     im Rahmen von langfristigen durch Kreditlinien abgesicherten Note Issuance Facilities
               (NIF) emittierte kurzfristige Wertpapiere;
        Das SNA 1993 (11.79, 11.80 und 11.81) empfiehlt für Transaktionen mit Wertpapieren außer Aktien eine fakultative Untergliederung
        in kurzfristige (F.31) und langfristige Papiere (F.32). Zusätzlich sieht das SNA 1993 (11.82) eine fakultative Untergliederung von
        Transaktionen mit Wertpapieren außer Aktien vor, wonach derivative Finanzinstrumente dann getrennt ausgewiesen werden können,
        wenn sie unter analytischen oder währungspolitischen Gesichtspunkten wichtig sind. Im ESVG hat man sich für die letztgenannte
        Alternative entschieden. Sie erleichtert auch die Verbindung zu der im Balance of Payments Manual von 1993 definierten
        Unterposition Schuldrechtliche Wertpapiere ("debt securities"), die dort untergliedert werden in Anleihen, Notes, Geldmarktpapiere
        und derivative Finanzinstrumente. Um Verwechslungen mit den Codes des SNA 1993 zu vermeiden, werden im ESVG die Codes F.31
        und F.32 nicht verwendet.
                                                                      176
 ---pagebreak---         d) Bankakzepte; ein Bankakzept ist ein von einer finanziellen Kapitalgesellschaft akzep-
             tierter Wechsel, der von einer nichtfinanziellen Kapitalgesellschaft ausgestellt wurde
             und das unbedingte Versprechen auf Zahlung eines bestimmten Betrages zu einem be-
             stimmten Zeitpunkt beinhaltet. In einem Bankakzept ist eine unbedingte finanzielle
             Forderung des Inhabers und eine unbedingte Verbindlichkeit der finanziellen Kapital-
             gesellschaft, die ihn akzeptiert hat, verbrieft. Bei der dem Bankakzept gegenüberste-
             henden Transaktion handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit der finanziellen
             Kapitalgesellschaft an ihren Kunden. Daher wird vorgeschlagen, Bankakzepte als
             Verbindlichkeit der sie akzeptierenden finanziellen Kapitalgesellschaft und als finan-
             zielles Aktivum des Inhabers zu behandeln, auch wenn u. U. keine Mittel ausgetauscht
             wurden. Diese Empfehlung muß flexibel angewendet werden, wenn den nationalen
             Praktiken im Zusammenhang mit diesen Finanzinstrumenten und deren unterschiedli-
             cher Ausgestaltung Rechnung getragen werden soll.
5.59         Teilposition AF.331 umfaßt nicht Wertpapiere, deren - theoretisch mögliche - Umlauf-
             fähigkeit in Wirklichkeit stark eingeschränkt ist und die daher der Unterposition Son-
             stige Einlagen (AF.29) bzw. Kurzfristige Kredite zuzuordnen sind (vgl. 5.74-5.76).
Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.332)
5.60    Definition: Die Teilposition Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Fi-
                     nanzinstrumenten (F.332) umfaßt sämtliche Transaktionen mit langfristigen
                     Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (AF.332), d. h.
                     mit Wertpapieren mit langer ursprünglicher Laufzeit (vgl. 5.22), bei denen es
                     sich weder um Aktien noch um derivative Finanzinstrumente handelt.
5.61    Langfristige Wertpapiere werden im allgemeinen mit einem Kupon ausgegeben.
5.62    Teilposition AF.332 umfaßt:
        a)   Inhaberschuldverschreibungen;
        b) nachrangige Anleihen, häufig auch bezeichnet als nachrangige Verbindlichkeiten;
        c)  Anleihen mit fakultativen Rückzahlungsterminen, deren spätester länger als ein Jahr
            entfernt ist;
        d) ewige Anleihen;
        e)  Floating Rate Notes (FRN);
        f)  indexgebundene Wertpapiere, bei denen der Wert des Kapitalbetrages an einen Preis-
            index, den Preis einer Ware oder einen Wechselkursindex gekoppelt ist;
        g) Anleihen mit niedriger Nominalverzinsung und hohem Rückzahlungskurs ("Deep dis-
            count bonds") sowie Null-Kupon-Anleihen;
        h) Euroanleihen, d. h. Anleihen, die (in der Regeln von internationalen Konsortien, denen
             finanzielle Kapitalgesellschaften mehrerer Länder angehören) gleichzeitig in minde-
            stens zwei Ländern aufgelegt werden und auf eine Währung lauten, bei der es sich
            nicht unbedingt um die Währung eines dieser beiden Länder handeln muß;
        i)   Privatplazierungen, d. h. aufgrund von zweiseitigen Abkommen bestimmen Anlegern
             vorbehaltene Emissionen von Anleihen, sofern sie zumindest potentiell übertragbar
             sind; andernfalls werden sie als langfristige Kredite behandelt;
                                                - 177-
 ---pagebreak---          j)   Kredite, die de facto begebbar sind, d. h. die an organisierten Sekundärmärkten gehan-
              delt werden (vgl. 5.79);
         k) durch die Umwandlung von Krediten entstandene Wertpapiere; bei einer derartigen
              Umwandlung finden zwei finanzielle Transaktionen statt: die Löschung des Kredits
              und die Schaffung der neuen Wertpapiere;
         1)   Wandelschuldverschreibungen bis zur tatsächlichen Umwandlung, unabhängig davon,
              ob sie in Aktien der sie ausgebenden Kapitalgesellschaft oder in Aktien einer anderen
              Kapitalgesellschaft umwandelbar sind; bei einer derartigen Umwandlung finden zwei
              finanzielle Transaktionen statt: die Löschung der Schuldverschreibungen und die
              Ausgabe der Aktien. Von der eigentlichen Anleihe getrennt vorliegende Wandeloptio-
              nen sind als eigene finanzielle Aktiva anzusehen und der Unterposition Derivative
              Finanzinstrumente (AF.34) zuzuordnen (vgl. 5.67a und 5.67b);
         m) Aktien oder Anteilsscheine, deren Inhaber feste regelmäßige Zahlungen erhalten, je-
              doch nicht am Liquidationserlös der betreffenden Kapitalgesellschaft beteiligt werden,
              einschließlich Vorzugsaktien ohne Beteiligung am Liquidationserlös.
5.63     Teilposition AF.332 umfaßt ferner finanzielle Aktiva, die im Rahmen der Verbriefung von
         Krediten, Hypotheken, Kreditkartenverbindlichkeiten, Forderungen aus Lieferungen und
         Leistungen und sonstigen Aktiva begeben werden. Z. T. ersetzen die neuen Wertpapiere
         die ursprünglichen Aktiva, die effektiv gelöscht werden. Z. T. werden die ursprünglichen
        Aktiva auf eine andere institutionelle Einheit übertragen, und die neuen Wertpapiere treten
         in der Vermögensbilanz der institutionellen Einheit, von der die ursprünglichen Aktiva ge-
        halten wurden, an deren Stelle. Im letztgenannten Fall sind die ursprünglichen Aktiva in
        der Vermögensbilanz der neuen institutionellen Einheit auszuweisen, von der sie gehalten
        werden.
5.64    Teilposition F.332 umfaßt nicht:
             Wertpapiertransaktionen im Rahmen von Pensionsgeschäften; Pensionsgeschäfte sind
             je nach den an ihnen beteiligten institutionellen Einheiten der Unterposition Sonstige
             Einlagen (vgl. 5.46f) oder der Position Kredite (vgl. 5.8ld) zuzuordnen. Die Papiere,
             die Gegenstand von Pensionsgeschäften sind, werden nicht von der Vermögensbilanz
             der einen in die Vermögensbilanz der anderen Einheit umgebucht und bleiben weiter-
             hin Teilposition AF.332 zugeordnet;
             Transaktionen mit nicht begebbaren Wertpapieren; sie sind Teil der Unterposition
             Langfristige Kredite;
             Transaktionen mit nicht begebbaren Krediten, einschließlich derjenigen Kredite, die an
             Dritte verkauft wurden, für die jedoch, kein organisierter Sekundärmarkt existiert
             (vgl. 5.79).
Derivative Finanzinstrumente (F.34)
5.65    Definition: Die Unterposition Derivative Finanzinstrumente umfaßt                  sämtliche
                     Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten (AF.34), d. h. mit finanziel-
                     len Aktiva, die auf einem anderen Instrument basieren oder aus ihm abgeleitet
                     sind. Bei dem einem derivativen Finanzinstrument zugrunde liegenden Instru-
                     ment handelt es sich in der Regel um ein anderes finanzielles Aktivum, in be-
                     stimmten Fällen jedoch auch um eine Ware oder einen Index.
                                                 178
 ---pagebreak--- 5.66 Derivative Finanzinstrumente werden auch als sekundäre Finanzinstrumente oder als
     Hedging-(Absicherungs-)Instrumente bezeichnet, da sie häufig zur Risikovermeidung ge-
     schaffen werden. Im ESVG gelten nur diejenigen sekundären Finanzinstrumente als finan-
     zielle Aktiva, die einen Marktwert besitzen, da sie handelbar sind oder am Markt verrech-
     net werden können; sie werden Unterposition AF.34 zugerechnet (vgl. 5.05).
5.67 Unterposition AF.34 umfaßt:
     a)   Handelbare Optionen und Freiverkehrsoptionen (OTC-Optionen); Optionen sind
          Eventualforderungen, durch die der Käufer der Option das Recht, jedoch nicht die
          Verpflichtung, erwirbt, innerhalb einer bestimmten Frist (amerikanische Option) oder
          zu einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Option) finanzielle oder nichtfinanzielle
          Aktiva (das Basisinstrument) zu einem festgelegten Preis (dem Basispreis) vom Opti-
          onsverkäufer zu kaufen (Kaufoption) oder an diesen zu verkaufen (Verkaufsoption).
          Der Optionskäufer zahlt eine "Prämie" (den Optionspreis) dafür, daß sich der Options-
          verkäufer verpflichtet, den vereinbarten Betrag des Basisinstruments zu verkaufen
          bzw. zu kaufen oder auf Aufforderung des Käufers eine entsprechende Vergütung zu
          zahlen. Diese Verpflichtung wird vereinbarungsgemäß als Verbindlichkeit des Opti-
          onsverkäufers behandelt, da der Optionspreis den jeweiligen Kosten entspricht, die
          dem Verkäufer entstehen, wenn er sich aus seiner Eventual Verbindlichkeit "freikauft";
     b) Optionsscheine; sie sind eine Art von handelbaren Optionen, die ihren Inhaber berech-
          tigen, vom Emittenten des Optionsscheins (in der Regel eine Kapitalgesellschaft)
          während eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Anzahl von Aktien oder Anlei-
          hen zu bestimmten Bedingungen zu kaufen. Es gibt ferner Währungsoptionsscheine,
          deren Wert auf dem Betrag einer Währung basiert, der erforderlich ist, um eine andere
          Währung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder während eines bestimmten Zeitraums
          zu kaufen, sowie Währungsoptionsscheine, die an Drittwährungen gekoppelt sind
          ("cross-currency warrants"). Man geht vereinbarungsgemäß davon aus, das der
          Emittent derartiger Wertpapiere eine Verbindlichkeit eingeht, die den jeweiligen
          Kosten entspricht, die ihm entstehen, wenn er sich aus seiner Eventualverbindlichkeit
          "freikauft";
     c)   Termingeschäfte, jedoch nur, wenn sie einen Marktwert besitzen, da sie handelbar sind
          oder zur verrechnet werden können; Termingeschäfte beinhalten die Zusage, eine
          bestimmte Menge einer standardisierten Basisgröße, bei der es sich um eine Ware,
          eine Währung oder ein Wertpapier handeln kann, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder
          während eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Preis zu liefern oder
          abzunehmen. Bei der Basisgröße kann es sich statt um ein bestimmtes finanzielles
          oder nichtfinanzielles Aktivum auch um einen Index handeln!
                                             179
 ---pagebreak---       d)  Swaps, jedoch nur, wenn sie einen Marktwert besitzen, da sie handelbar sind oder ver-
          rechnet werden können; Swaps sind Verträge zwischen zwei Transaktionspartnern, in
          denen diese vereinbaren, Zahlungsströme, die sich auf Verbindlichkeiten gleichen
          Umfangs beziehen, während eines bestimmen Zeitraums zu im voraus festgelegten
          Bedingungen auszutauschen. Die beiden gängigsten Swaparten sind Zins- und
          Währungsswaps. Bei Zinsswaps werden unterschiedliche Zinszahlungen ausgetauscht,
          z. B. Zahlungen auf der Basis eines festen gegen Zahlungen auf der Basis eines varia-
          blen Zinssatzes, Zahlungen auf der Basis von zwei verschiedenen variablen Zinssät-
          zen, Zahlungen auf der Basis eines festen Zinssatzes in einer Währung gegen Zahlung-
          en auf der Basis eines variablen Zinssatzes in einer anderen Währung usw. (vgl. 4.47).
          Bei Währungsswaps werden bestimmte Beträge von zwei verschiedenen Währungen
          einschließlich der Zins- und Tilgungszahlungen während eines bestimmten Zeitraums
          zu im voraus festgelegten Bedingungen ausgetauscht;
      e)  Forward Rate Agreements (FRA), jedoch nur, wenn sie einen Marktwert besitzen, da
          sie handelbar sind oder verrechnet werden können; Forward Rate Agreements sind
          Verträge zwischen zwei Transaktionspartnern, in denen diese, um sich gegen das
          Wechselkursrisiko zu schützen, einen Zinssatz vereinbaren, der zu einem bestimmten
          Erfüllungstag auf einen fiktiven Kapitalbetrag zu zahlen ist, der nie ausgetauscht wird.
          Die Zahlungen ergeben sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten FRA-Satz
          und dem am Erfüllungstag geltenden Marktzinssatz; sie werden im Kontensystem als
          Einkommen aus Vermögen verbucht (vgl. 4.47).
5.68  Unterposition AF.34 umfaßt nicht:
          das einem derivativen Finanzinstrument zugrunde liegende Instrument;
          rückzahlbare Einschußzahlungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumen-
          ten; sie werden je nach den beteiligten institutionellen Einheiten den Sonstigen
          Einlagen (AF.29) (vgl. 5.46e) oder den Krediten (AF.4) (vgl. 5.81c) zugeordnet;
          sekundäre Finanzinstrumente, die nicht handelbar sind und nicht am Markt verrechnet
          werden können.
     KREDITE (F.4)
5.69  Definition: Die Position Kredite (F.4) umfaßt sämtliche Transaktionen mit Krediten
                  (AF.4), d. h. mit finanziellen Aktiva, die entstehen, wenn Gläubiger Mittel an
                  Schuldner entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Vermittlers
                  ausleihen, und die entweder in einem nicht begebbaren Titel oder gar nicht
                  verbrieft sind.
5.70  Kredite weisen im allgemeinen folgende Merkmale auf:
          Die Bedingungen eines Kredits werden entweder von der finanziellen
          Kapitalgesellschaft festgelegt, die den Kredit gewährt, oder zwischen dem Kreditgeber
          und dem Kreditnehmer direkt oder unter Zwischenschaltung eines Vermittlers ausge-
          handelt.
          Die Initiative zu einem Kredit geht in der Regel vom Kreditnehmer aus.
          Ein Kredit ist eine unbedingte Verbindlichkeit gegenüber dem Gläubiger, die bei Fäl-
          ligkeit zurückgezahlt werden muß und verzinslich ist.
                                              -180-
 ---pagebreak--- 5.71    Position F.4 kann erforderlichenfalls in zwei Unterpositionen von finanziellen Transaktio-
        nen untergliedert werden:
              kurzfristige Kredite (F.41)
              langfristige Kredite (F.42).
KURZFRISTIGE KREDITE             (F.41)
5.72    Definition: Die Unterposition Kurzfristige Kredite (F.41) umfaßt sämtliche Transaktionen
                          mit kurzfristigen Krediten (AF.41), d. h. mit Krediten mit kurzer ursprüngli-
                         cher Laufzeit (vgl. 5.22) und mit jederzeit rückzahlbaren Krediten.
Langfristige Kredite (F.42)
5.73    Definition: Die Unterposition Langfristige Kredite (F.41) umfaßt sämtliche Transaktionen
                         mit langfristigen Krediten (AF.41), d. h. mit Krediten mit langer ursprünglicher
                          Laufzeit (vgl. 5.22).
5.74    Die Unterscheidung zwischen Transaktionen mit Krediten (F.4) und Transaktionen mit
        Einlagen (F.22, F.29) kann häufig anhand des Transaktionspartners erfolgen, von dem die
        Initiative zu der Transaktion ausgeht. Geht sie vom Schuldner aus, liegt ein Kredit vor.
        Geht sie vom Gläubiger aus, ist die Transaktion einer der Einlagen-Unterpositionen zuzu-
        ordnen. Die Frage, wer eine Transaktion initiiert hat, ist allerdings häufig eine Ermessens-
        frage.
5.75    Vereinbarungsgemäß gilt folgendes: Kurzfristige Kredite an gebietsansässige oder gebiets-
        fremde geldschöpfende Finanzinstitute werden in der Regel einer der Einla-
        gen-Unterpositionen (AF.22, AF.29) zugeordnet, und kurzfristige Einlagen bei gebietsan-
        sässigen oder gebietsfremden institutionellen Einheiten, bei denen es sich nicht um geld-
        schöpfende Finanzinstitute handelt, werden normalerweise in der Unterposition
        Kurzfristige Kredite (AF.41) verbucht. Einlagen sind daher überwiegend Verbindlichkeiten
        von gebietsansässigen und gebietsfremden geldschöpfenden Finanzinstituten (vgl. 5.44 und
        5.49), während kurzfristige Kredite im Kontensystem in der Regel nicht als Verbindlich-
        keiten von geldschöpfenden Finanzinstituten vorkommen.
5.76    Für Analysezwecke ist es u. U. sinnvoll, Ausnahmen von diesen Vereinbarungen vorzuse-
        hen. Dies gilt z. B. für Spareinlagen beim Staat und Transaktionen zwischen geldschöpfen-
        den Finanzinstituten, die den vorübergehenden Tausch von Nichtwährungsgold gegen
        Einlagen beinhalten (vgl. 5.8le).8
5.77    Die Unterscheidung zwischen Transaktionen mit Krediten (F.4) und Transaktionen mit
        Wertpapieren außer Aktien (F.3) kann anhand des Grades der Marktfähigkeit der
        finanziellen Aktiva und der sich daraus ergebenden Implikationen erfolgen.
5.78    Wertpapieremissionen bestehen aus einer großen Zahl identischer Papiere, die jeweils auf
        einen runden Betrag lauten und zusammen den gesamten aufgenommenen Betrag
        ausmachen. Demgegenüber liegt über einen Kredit in der Regel nur ein Vertrag vor, und
        Transaktionen mit Krediten finden zwischen einem einzigen Gläubiger und einem einzigen
        Schuldner statt. Konsortialkredite werden allerdings von mehreren Gläubigern gewährt.
        Transaktionen zwischen der Zentralbank und sonstigen geldschöpfenden Finanzinstituten, bei denen sich die Zentralbank bei einem
        anderen geldschöpfenden Finanzinstitut Fremdwährung gegen eine Einlage bei der Zentralbank beschafft und sich die
        Transaktionspartner verpflichten, die Transaktion zu einem späteren Zeitpunkt umzukehren, werden nicht der Position Kredite
        zugeordnet. In diesem Punkt weicht das ESVG vom SNA 1993 (11.33) ab.
 ---pagebreak--- 5.79 Sekundärhandel mit Krediten existiert. Einzelne Kredite werden jedoch nur gelegentlich
     gehandelt. Wird ein Kredit an einem organisierten Markt handelbar, ist er der Position
     Wertpapiere außer Aktien zuzuordnen. In der Regel findet in einem solchen Fall eine aus-
     drückliche Umwandlung des ursprünglichen Kredits statt (vgl. 5.62j und 5.62k).
5.80 Standardkredite werden meist von finanziellen Kapitalgesellschaften angeboten und häufig
     privaten Haushalten gewährt. Die finanziellen Kapitalgesellschaften legen die Kreditbedin-
     gungen fest, und die privaten Haushalt können sie lediglich annehmen oder nicht
     annehmen. Die Bedingungen von Nichtstandardkrediten werden dagegen in der Regel zwi-
     schen Gläubiger und Schuldner ausgehandelt. Dies ist ein wichtiges Kriterium, das die Un-
     terscheidung zwischen Nichtstandardkrediten und Wertpapieren außer Aktien erleichtert.
     Bei öffentlichen Emissionen von Wertpapieren werden die Bedingungen vom Schuldner
     (eventuell in Absprache mit seiner Bank/dem Konsortialführer) festgelegt. Bei Privatpla-
     zierungen werden die Bedingungen der Emission allerdings zwischen Schuldner und
     Gläubiger ausgehandelt (vgl. 5.62i).
5.81 Position AF.4 umfaßt:
     a)    Salden auf Kontokorrentkonten, z. B. gruppeninterne                 Salden zwischen
           nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und ihren gebietsfremden Tochtergesellschaf-
           ten, jedoch nicht Guthaben, bei denen es sich um Verbindlichkeiten von geldschöp-
           fenden Finanzinstituten handelt und die einer der Einlagen-Unterpositionen zugeordnet
           werden;
     b) aus ihrer Beteiligung an den Gewinnen der Kapitalgesellschaft resultierende Guthaben
           von Arbeitnehmern;
     c)    rückzahlbare Einschußzahlungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumen-
           ten, bei denen es sich um Verbindlichkeiten von institutionellen Einheiten handelt, die
           keine geldschöpfenden Finanzinstitute sind (vgl. 5.46e);
     d) kurzfristige Pensionsgeschäfte, bei denen es sich um Verbindlichkeiten von institutio-
           nellen Einheiten handelt, die keine geldschöpfenden Finanzinstitute sind (vgl. 5.46f),
           sowie langfristige Pensionsgeschäfte;
     e)    Kredite aufgrund des vorübergehenden Tauschs von Nichtwährungsgold gegen Einla-
           gen; derartige Transaktionen sind in wirtschaftlicher Hinsicht mit einem Lombardkre-
           dit vergleichbar, da der Käufer des Goldes dem Verkäufer einen Kredit gewährt, der
           während der Laufzeit der entsprechenden Vereinbarung durch das Gold besichert ist,
           und dafür eine Vergütung erhält, die sich aus dem festgelegten Rückkaufpreis des
           Goldes ergibt;
     f)    Kredite, bei denen es sich um die Bankakzepten gegenüberstehen Transaktionen han-
           delt (vgl. 5.58e);
     g) Verträge über Finanzierungsleasing und Teilzahlungskauf9;
     h) Kredite zur Finanzierung von Handelskrediten;
     i)    Hypothekarkredite;
     j)    Konsumentenkredite;
     k) revolvierende Kredite;
     1)    Ratenkredite;
     Vgl. Anhang 2 "Leasing und Teilzahlungskauf von dauerhaften Gütern".
                                                         - 182
 ---pagebreak---        m) Kredite, die als Sicherheit für die Erfüllung bestimmter Verpflichtungen ausgezahlt
              werden.
5.82   Position AF.4 umfaßt ferner:
       a)     finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten aufgrund des mittelfristigen finanziel-
              len Beistands zur Stützung der Zahlungsbilanzen der Mitgliedstaaten; diese Kredite
              werden vom EWI verwaltet;10
       b)     finanzielle Forderungen gegenüber dem IWF, denen Kredite im Rahmen der Allge-
              meinen Kreditvereinbarungen oder im Rahmen von speziellen Kreditvereinbarungen
              mit den IWF-Mitgliedstaaten zugrunde liegen;
              Verbindlichkeiten gegenüber dem IWF, denen Kredite im Rahmen der
              Strukturanpassungsfazilität, der Erweiterten Strukturanpassungsfazilität oder des
              Treuhandfonds zugrunde liegen.
5.83   Position AF.4 umfaßt nicht:
              sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7), einschließlich Handelskrediten
              und Vorauszahlungen (AF.71);
              finanzielle Aktiva und Passiva, die entstehen, wenn Gebietsfremde Eigentümer von
              Grundstücken oder Gebäuden sind; sie werden der Teilposition Sonstige Beteiligungen
              (AF.513) zugeordnet (vgl. 5.95f).
5.84   Kredite können bei allen Sektoren und der Übrigen Welt als finanzielle Aktiva oder als
       Passiva vorkommen. Kurzfristige Kredite sind im Kontensystem allerdings normalerweise
       keine Passiva von geldschöpfenden Finanzinstituten.
5.85   Die Unterpositionen Kurzfristige Kredite und Langfristige Kredite werden im ESVG nicht
       in Teilpositionen aufgegliedert. Für Analysezwecke kann es insbesondere bei langfristigen
       Krediten dennoch sinnvoll sein, Konsumentenkredite11, Hypothekarkredite12 und sonstige
       Kredite zu unterscheiden.
AKTIEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN (F.5)
5.86   Definition: Die Position Aktien und sonstige Beteiligungen (F.5) umfaßt sämtliche Trans-
                          aktionen mit Aktien und sonstigen Beteiligungen (AF.5), d. h. mit finanziellen
                          Aktiva, in denen Eigentumsrechte an Kapitalgesellschaften                                                 oder
                          Quasi-Kapitalgesellschaften verbrieft sind. Mit diesen finanziellen Aktiva ist in
                          der Regel ein Anspruch auf einen Anteil am Gewinn dieser Kapital- oder
                          Quasi-Kapitalgesellschaften und auf einen Anteil an ihren Eigenmitteln im
                          Falle der Liquidation verbunden.
5.87   Position F.5 untergliedert sich in die folgenden beiden Unterpositionen:
              Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds (F.51)
10
       Artikel 6.1 dritter Spiegelstrich des dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft beigefügten Protokolls über die
       Satzung des Europäischen Währungsinstituts.
       Konsumentenkredite sind Kredite an private Haushalte, die diese Transaktionen nicht zu beruflichen oder geschäftlichen Zwecken
       tätigen. Hypothekarkredite zur Finanzierung des Baus oder Kaufs von Wohnungen (hierzu gehören u. a. Zwischenkredite) gehören
       nicht zu den Konsumentenkrediten. Konsumentenkredite sind ausschließlich Kredite für den Kauf von Waren und/oder
       Dienstleistungen, die von privaten Haushalten individuell verbraucht werden. Aufgrund von in der Praxis bestehenden nationalen
       Unterschieden ist diese Definition u. U. leicht abzuändern.
12
       Hypothekarkredite sind langfristige Kredite, die durch eine Hypothek auf eine Wohnung besichert sind, die vom Kreditnehmer selbst
       genutzt wird. Aufgrund von in der Praxis bestehenden nationalen Unterschieden ist diese Definition u. U. leicht abzuändern.
                                                                   183
 ---pagebreak---              Anteile an Investmentfonds (F.52).
Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds (F.51)
5.88    Definition: Die Unterposition Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an In-
                    vestmentfonds (F.51) umfaßt sämtliche Transaktionen mit Aktien und sonsti-
                    gen Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds (AF.51), d. h. mit finan-
                    ziellen Aktiva außer Anteilen an Investmentfonds, in denen Eigentumsrechte
                    an Kapitalgesellschaften oder Quasi-Kapitalgesellschaften verbrieft sind. Mit
                    diesen finanziellen Aktiva ist in der Regel ein Anspruch auf einen Anteil am
                    Gewinn dieser Kapital- oder Quasi-Kapitalgesellschaften und auf einen Anteil
                    an ihren Eigenmitteln im Falle der Liquidation verbunden.
5.89    Unterposition F.51 kann erforderlichenfalls in drei Teilpositionen von finanziellen Trans-
        aktionen untergliedert werden:
             Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (F.511 )
             Nicht börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (F.512)
             Sonstige Beteiligungen (F.513)
Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (F.511) und nicht börsennotierte
Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (F.512)
5.90    Definition: Die Teilposition Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
                    (F.511) umfaßt sämtliche Transaktionen mit börsennotierten Aktien außer An-
                    teilen an Investmentfonds (AF.511); die Teilposition Nicht börsennotierte Ak-
                    tien außer Anteilen an Investmentfonds (F.512) umfaßt sämtliche Transaktio-
                    nen mit nicht börsennotierten Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
                    (AF.512). Aktien sind grundsätzlich begebbare Wertpapiere, in denen Beteili-
                    gungen am Kapital von Kapitalgesellschaften verbrieft sind. Teilposition
                    AF.511 umfaßt diejenigen Aktien, deren Kurs an einer amtlichen Börse oder
                    einem anderen Sekundärmarkt notiert wird; Teilposition AF. 512 umfaßt die-
                    jenigen Aktien, deren Kurs nicht notiert wird.
5.91    Die Teilpositionen AF.511 und AF.512 umfassen:
        a)   von Aktiengesellschaften begebene Kapitalaktien, d. h. Titel, die ihren Inhabern die
             Eigenschaft von Teilhabern verleihen und ihnen zugleich einen Anspruch auf einen
             Anteil am gesamten ausgeschütteten Gewinn sowie am gesamten Nettovermögen im
             Liquidationsfall gewähren;
        b) von Aktiengesellschaften begebenen Genußscheine, d. h. Titel, die nach Rückzahlung
             des Kapitals an die bisherigen Anteilseigner ausgegeben werden, welche weiter
             Teilhaber bleiben und am restlichen auszuschüttenden Gewinn (nach Bedienung des
             Aktienkapitals) sowie gegebenenfalls am Liquidationsüberschuß (Nettovermögen
             abzüglich Aktienkapital) teilhaben;
                                                 184
 ---pagebreak---         c)   von Aktiengesellschaften begebene Dividendenaktien: Hierbei handelt es sich um
             Wertpapiere, die
             - von Land zu Land und je nach den Umständen ihrer Begebung unter verschiedenen
                Bezeichnungen wie Gründeranteile, Gewinnanteile, Dividendenaktien usw. auftre-
                ten und nicht Bestandteil des im Handelsregister eingetragenen Kapitals sind,
             - ihren Inhabern nicht die Rechte von eigentlichen Teilhabern gewähren (Anteil am
                Kapital und dessen Ertrag, Stimmrecht in der Hauptversammlung usw.),
             - Anspruch auf einen Teil des nach Bedienung des Aktienkapitals verbleibenden aus-
                schüttungsfähigen Gewinns und auf einen Anteil am Liquidationsüberschuß geben;
        d) Vorzugsaktien, deren Inhaber am Liquidationserlös der betreffenden Kapitalgesell-
             schaft beteiligt werden, unabhängig davon, ob diese Aktien an einer amtlichen Börse
             notiert werden oder nicht.
5.92    Die Teilpositionen AF.511 und AF.512 umfassen nicht:
             Aktien, die bei der Emission nicht plaziert werden konnten; sie werden im Kontensy-
             stem nicht erfaßt;
             in Aktien konvertierbare Wandelschuldverschreibungen; sie werden bis zum Zeitpunkt
             der Umwandlung unter AF.33 gebucht (vgl. 5.621);
             Beteiligungen der persönlich haftenden Gesellschafter am                Kapital   von
             Kommanditgesellschaften auf Aktien; sie werden unter AF.513 erfaßt;
             Beteiligungen des Staates am Kapital internationaler Organisationen in der Rechtsform
             von Aktiengesellschaften; sie werden unter AF.513 ausgewiesen (vgl. 5.95c).
5.93    Die Teilpositionen F.511 und F.512 umfassen nicht Kapitalberichtigungsaktien, die an die
        Aktionäre nach Maßgabe ihres bisherigen Beteiligungsverhältnisses ausgegeben werden.
        Dieser Vorgang, bei dem sich weder der Wert des gesamten Gesellschaftskapitals noch der
        dem einzelnen Aktionär hieran zustehende Anspruch ändert, stellt keine finanzielle Trans-
        aktion dar und wird im Kontensystem nicht erfaßt (vgl. 6.56). Das gleiche gilt für den
        Aktiensplit.
Sonstige Beteiligungen (F.513)
5.94    Definition: Die Teilposition Sonstige Beteiligungen (F.513) umfaßt sämtliche
                     Transaktionen mit sonstigen Beteiligungen (AF.513), d. h. mit allen Arten von
                     Beteiligungen mit Ausnahme derjenigen, die der Teilposition AF.511 oder
                     AF.512 oder der Unterposition AF.52 zugeordnet werden.
5.95    Teilposition AF.513 umfaßt:
        a)   sämtliche Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, bei denen es sich nicht um Aktien
             handelt:
             - Beteiligungen der persönlich haftenden Gesellschafter am Kapital von Kommandit-
                gesellschaften auf Aktien;
             - Geschäftsanteile an Gesellschaften mit beschränkter Haftung;
             - Beteiligungen an Personengesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit;
             - Beteiligungen an Genossenschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit;
                                                 185-
 ---pagebreak---         b) Beteiligungen des Staates am Kapital von öffentlichen Unternehmen, deren Kapital
               nicht in Aktien aufgeteilt ist und die ein besonderes Statut besitzen, das ihnen Rechts-
               persönlichkeit verleiht (vgl. 2.16c); hierzu gehören Zahlungen des Staates zur Ände-
               rung der Finanzstruktur des öffentlichen Unternehmens, durch die sich die finanziellen
               Aktiva des Staates gegenüber dem öffentlichen Unternehmen erhöhen;
        c)     Beteiligungen des Staates am Kapital internationaler oder supranationaler Organisatio-
               nen mit Ausnahme des IWF, auch wenn diese Organisationen die Rechtsform einer
               Aktiengesellschaft besitzen (z. B. Europäische Investitionsbank);
        d) die finanziellen Mittel des EWI, die aus Beiträgen der nationalen Zentralbanken auf-
               gebracht werden;13
        e)     Kapitaleinlagen in finanziellen und nichtfinanziellen Quasi-Kapitalgesellschaften
               (vgl. 2.13f); der Betrag dieser Beteiligungen entspricht den Bar- und Sacheinlagen ab-
               züglich Kapitalrückforderungen (vgl. 4.61);
        f)     die Forderungen von gebietsfremden Einheiten gegenüber fiktiven gebietsansässigen
               Einheiten (vgl. 2.15) sowie die Forderungen der letztgenannten gegenüber den erstge-
               nannten Einheiten.
Anteile an Investmentfonds (F.52)
5.96     Definition: Die Unterposition Anteile an Investmentfonds (F.52) umfaßt sämtliche Trans-
                          aktionen mit Anteilen an Investmentfonds (AF.52), d. h. mit den Kapitalantei-
                           len, die von einer besonderen Art von finanziellen Kapitalgesellschaften ausge-
                           geben werden, deren einziger Unternehmenszweck darin besteht, die aufge-
                           nommen Mittel am Geldmarkt, am Kapitalmarkt und/oder in Immobilien anzu-
                           legen.
5.97     Unterposition AF.52 umfaßt die Kapitalanteile, die von finanziellen Kapitalgesellschaften
         ausgegeben werden, die je nach Land als Investmentfonds, Investmenttrusts oder
         Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren bezeichnet werden, unabhängig da-
        von, ob es sich um offene, halboffene oder geschlossene Gesellschaften handelt. Die Antei-
         le können börsennotiert oder nicht börsennotiert sein. Im letztgenannten Fall sind sie in der
         Regel jederzeit rückzahlbar, und zwar zu einem Wert, der ihrem Anteil an den Eigenmit-
        teln der finanziellen Kapitalgesellschaft entspricht. Diese Eigenmittel werden anhand der
         Marktpreise ihrer verschiedenen Bestandteile regelmäßig neu bewertet.
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN                              (F.6)14
5.98     Definition: Die Position Versicherungstechnische Rückstellungen (F.6) umfaßt sämtliche
                           Transaktionen mit versicherungstechnischen Rückstellungen, d. h. mit den
                           versicherungstechnischen Rückstellungen, die, wie in der Richtlinie
                           91/674/EWG des Rates vom 19. Dezember 1991 über den Jahresabschluß und
                           den konsolidierten Abschluß von Versicherungsunternehmen15 festgelegt, von
                           Versicherungsunternehmen und (rechtlich selbständigen oder rechtlich unselb-
                           ständigen) Pensionskassen fur Forderungen von Versicherungsnehmern und
                           Leistungsempfängern gebildet werden.
         Artikel 16.2 des dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft beigefügten Protokolls über die Satzung des Europäischen
         Währungsinstituts.
14
         Wie Versicherungen im Rahmen des Sozialschutzes und sonstige Versicherungen im ESVG behandelt werden, wird in Anhang 3
.,       "Versicherungen" beschrieben.
         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L374 vom 31. Dezember 1991, S. 7-31.
                                                                 186
 ---pagebreak--- 5.99  Position AF.6 umfaßt:
           Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
           gen für Lebensversicherungen
           Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
           gen von Pensionskassen
           Beitragsüberträge
           Schadenrückstellungen.
5.100 Versicherungstechnische Rückstellungen sind finanzielle Aktiva:
           der Versicherungsnehmer (im Falle der Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
           versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensi-
           onskassen sowie im Falle der Beitragsüberträge);
           der Leistungsempfanger (im Falle der Schadenrückstellungen).
5.101 Versicherungstechnische Rückstellungen sind Verbindlichkeiten:
           von Lebens- und Nichtlebensversicherungs-Kapitalgesellschaften und rechtlich selb-
           ständigen Pensionskassen, die dem Teilsektor Versicherungsunternehmen und Perisi-
           onskassen (S.125) angehören;
           von rechtlich unselbständigen Pensionskassen, die demselben Sektor angehören, wie
           die institutionellen Einheiten, von denen sie eingerichtet wurden.
      Rückstellungen oder vergleichbare Reserven, die von Arbeitgebern gebildet werden, um
      Renten für ihre Arbeitnehmer zu gewährleisten, (rechtlich unselbständige Pensionskassen)
      werden nur dann Position AF.6 zugeordnet, wemi sie nach denselben versicherungsmathe-
      matischen Grundsätzen berechnet werden, deren sich auch Versicherungsunternehmen und
      rechtlich selbständige Pensionskassen bedienen. Andernfalls sind diese Rückstellungen
      durch die Aktien oder sonstigen Beteiligungen gedeckt, die von der institutionellen Einheit
      ausgegeben werden, die die Rückstellungen bildet.
5.102 Position AF.6 umfaßt nicht Rückstellungen von institutionellen Einheiten, die dem Teil-
      sektor Sozialversicherung (S.1314) zugerechnet werden; im ESVG werden derartige Rück-
      stellungen nicht als Verbindlichkeiten des Teilsektors Sozialversicherung behandelt.
5.103 Position F.6 untergliedert sich in zwei Unterpositionen von finanziellen Transaktionen:
           Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
           gen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen (F.61)
           Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen (F.62).
                                              -187-
 ---pagebreak--- Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für
Lebensversicherungen und von Pensionskassen (F.61)
5.104   Definition: Die Unterposition Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versiche-
                      rungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensions-
                      kassen (F.61) umfaßt sämtliche Transaktionen mit Nettoansprüchen der priva-
                      ten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebens-
                      versicherungen und von Pensionskassen (AF.61), d. h. mit versicherungstech-
                      nischen Rückstellungen, die von den betreffenden Kapitalgesellschaften oder
                      Quasi-Kapitalgesellschaften gebildet werden, damit die vorgesehen Leistungen
                      erbracht werden'können, wenn die festgelegten Bedingungen erfüllt sind.
5.105   Unterposition (F.61) untergliedert sich in zwei Teilpositionen von finanziellen Transaktio-
        nen:
             Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
             gen fiir Lebensversicherungen (F.611)
             Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
             gen von Pensionskassen (F.612).
Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für
Lebensversicherungen (F.611)
5.106  Definition: Die Teilposition Nettoansprüche der              privaten Haushalte auf die
                     vesicherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen (F.611)
                     umfaßt sämtliche Transaktionen mit Nettoansprüchen der privaten Haushalte
                     auf die vesicherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen
                     (AF.611), d. h. mit Deckungsrückstellungen und Rückstellungen für Gewinn-
                     beteiligung der Versicherten, die zur Versicherungssumme von Erlebensfall-
                     versicherungen mit Gewinnbeteiligung und vergleichbaren Versicherungen
                     hinzukommen.
5.107  Teilposition AF.611 umfaßt Deckungsrückstellungen, Rückstellungen für erfolgsabhängige
       und      erfolgsunabhängige       Beitragsrückerstattung   sowie     versicherungstechnische
       Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, wenn das Anlagerisiko von den Ver-
       sicherungsnehmern getragen wird, wie sie in den Artikeln 27, 29 und 31 der Richtlinie
       91/674/EWG des Rates vom 19. Dezember 1991 über den Jahresabschluß und den
       konsolidierten Abschluß von Versicherungsunternehmen definiert sind.
5.108  Transaktionen mit den Nettoansprüchen der privaten Haushalte auf die versicherungstech-
       nischen Rückstellungen für Lebensversicherungen bestehen aus Zugängen abzüglich Ab-
       gängen, die von nominalen Gewinnen bzw. Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw.
       Passiva im Zusammenhang mit den von den Versicherungsunternehmen angelegten Mit-
       teln zu unterscheiden sind (vgl. 6.57):
       Die Zugänge umfassen:
             die im laufenden Rechnungszeitraum tatsächlich verdienten Prämien
             zuzüglich zusätzlicher Prämien, die dem auf die privaten Haushalte der
             Versicherungsnehmer entfallenden Einkommen aus der Anlage der Rückstellungen
             entsprechen,
 ---pagebreak---              abzüglich des Dienstleistungsentgelts für Lebensversicherungen.
        Die Abgänge umfassen:
             die Beträge, die an die Versicherungsnehmer von Erlebensfall- und vergleichbaren
             Versicherungen am Ende der Vertragslaufzeit oder an die Leistungsempfanger im
             Todesfall der Versicherten zu zahlen sind,
             zuzüglich der im Falle des Rückkaufs von Versicherungen zu zahlenden Beträge.
5.109   Versicherungstechnische Rückstellungen für Lebensversicherungen sind finanzielle Aktiva
        von gebietsansässigen oder gebietsfremden privaten Haushalten und Verbindlichkeiten von
        gebietsansässigen oder gebietsfremden Versicherungsunternehmen.
        Im Falle von Gruppenversicherungsverträgen, die z. B. von Kapitalgesellschaften für ihre
        Arbeitnehmer geschlossen werden, gelten die Arbeitnehmer und nicht der Arbeitgeber als
        Gläubiger, da sie als die tatsächlichen Versicherungsnehmer angesehen werden.
Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
Pensionskassen (F.612)
5.110   Definition: Die Teilposition Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
                     versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen (F.612) umfaßt
                     sämtliche Transaktionen mit Nettoansprüchen der privaten Haushalte auf die
                     versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen (AF.612), d.h.
                     mit versicherungstechnischen Rückstellungen von rechtlich selbständigen oder
                     rechtliche unselbständigen Pensionskassen, die von Arbeitgebern und/oder Ar-
                     beitnehmern oder Gruppen von Selbständigen eingerichtet werden, um fur Ar-
                     beitnehmer oder Selbständige Renten zu gewährleisten.
5.111   Transaktionen mit den Nettoansprüchen der Privaten Haushalte auf die versicherungstech-
        nischen Rückstellungen von Pensionskassen bestehen aus Zugängen abzüglich Abgängen,
        die von nominalen Gewinnen bzw. Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva im
        Zusammenhang mit den von den Pensionskassen angelegten Mitteln zu unterscheiden sind
        (vgl. 6.57):
        Die Zugänge umfassen:
             die tatsächlichen Beiträge zu den Pensionskassen, die von Arbeitnehmern, Arbeitge-
             bern, Selbständigen oder anderen institutionellen Einheiten für natürliche Personen
             oder private Haushalte gezahlt werden, die Anspruchsberechtigte der Pensionskassen
             sind,
             zuzüglich der zusätzlichen Beiträge, die dem Einkommen aus der Anlage der
             Rückstellungen der Pensionskassen entsprechen und die den an diesen Systemen teil-
             nehmenden privaten Haushalte zugerechnet werden,
             abzüglich des im Rechnungszeitraum zu zahlenden Dienstleistungsentgelts für die
             Verwaltung der Pensionskassen.
        Die Abgänge umfassen:
             die Sozialleistungen, die den Beträgen entsprechen, die an im Ruhestand befindliche
             natürliche Personen und deren Angehörige in Form von regelmäßigen Zahlungen oder
             sonstigen Leistungen gezahlt werden,
                                                 189-
 ---pagebreak---              zuzüglich der Sozialleistungen, bei denen es sich um einmalige Kapital betrage handelt,
             die an natürliche Personen beim Eintritt in den Ruhestand gezahlt werden.
5.112    Transaktionen mit den Nettoansprüchen der privaten Haushalte auf die versicherungstech-
         nischen Rückstellungen von Pensionskassen umfassen nicht die Mittelübertragungen einer
         rechtlich unselbständigen Pensionskasse an eine dem Teilsektor Versicherungsunterneh-
        men und Pensionskassen (S.125) zugerechnete rechtlich selbständige Pensionskasse, die im
        Rahmen der Umwandlung der einen Pensionskasse in die andere stattfinden. Dieser Vor-
        gang ist im Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva unter der
        Position Änderung der Sektorzuordnung (K.12.1) auszuweisen (vgl. 6.30).
5.113   Die versicherungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen sind finanzielle Aktiva
        von gebietsansässigen oder gebietsfremden privaten Haushalten, nicht jedoch der institu-
        tionellen Einheiten, von denen sie verwaltet werden.
Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen (F.62)
5.114   Definition: Die Unterposition Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen (F.62) umfaßt
                     sämtliche Transaktionen mit Beitragsüberträgen und Schadenrückstellungen
                     (AF.62), d. h. mit versicherungstechnischen Rückstellungen, die von Versiche-
                    rungsunternehmen und (rechtlich selbständigen oder rechtlich unselbständigen)
                    Pensionskassen gebildet werden, und zwar in Höhe:
                         des Teils der Bruttoprämien, der dem folgenden Rechnungszeitraum zuzu-
                         rechnen ist (Beitragsüberträge);
                         der geschätzten Gesamtaufwendungen, die aus der Abwicklung der bis
                         zum Ende des Rechnungszeitraums angefallenen - gemeldeten oder nicht
                         gemeldeten - Versicherungsfälle entstanden sind oder noch entstehen wer-
                         den, abzüglich der für solche Versicherungsfälle bereits gezahlten Beträge
                         (Schadenrückstellungen).
5.115   Beitragsüberträge ergeben sich daraus, daß Versicherungsprämien im allgemeinen zu Be-
        ginn des Versicherungszeitraums gezahlt werden müssen und daß dieser Zeitraum im all-
        gemeinen nicht mit dem Rechnungszeitraum übereinstimmt. Am Ende des Rechnungszeit-
        raums, wenn die Bilanz erstellt wird, dient daher ein Teil der im zurückliegenden Rech-
        nungszeitraum gezahlten Prämien der Risikodeckung im folgenden Rechnungszeitraum.
        Bei der Festlegung der Beitragsüberträge wird von einer gleichmäßigen Risikoverteilung
        im Zeitablauf der Versicherungsverträge ausgegangen.
        Bei den Beitragsüberträgen, die im Finanzierungskonto als Transaktionen zwischen Versi-
        cherungsnehmern und Versicherungsunternehmen zu verbuchen sind, handelt es sich um
        die verdienten Prämien, d. h. den Teil der Prämien, der im jeweiligen Rechnungszeitraum
        gezahlt wurde und zur Risikodeckung im folgenden Rechnungszeitraum bestimmt ist.
5.116   Beitragsüberträge sind finanzielle Aktiva der Versicherungsnehmer. Bei Lebensversiche-
        rungen sind die Versicherungsnehmer gebietsansässige oder gebietsfremde private Haus-
        halte, bei NichtlebensVersicherungen können sie hingegen jedem beliebigen inländischen
        Sektor oder der Übrigen Welt angehören. Als Kriterium für die Verteilung der Beitrags-
        überträge auf die Sektoren der Volkswirtschaft und die Übrige Welt können die von den
        Versicherungsnehmern gezahlten Versicherungsprämien oder Sozialbeiträge herangezogen
        werden.
                                                - 1QO
 ---pagebreak--- 5.117  Schadenrückstellungen werden von Versicherungsunternehmen zur Deckung der voraus-
       sichtlichen Verbindlichkeiten aus Schadensfällen gebildet, die, z. B. da sie strittig sind,
       noch nicht abgewickelt sind. Berechtigte Ansprüche, die von Versicherungsunternehmen
       anerkannt wurden, gelten als fällig, wenn das Ereignis eintritt, durch das der Anspruch ent-
       steht, unabhängig davon, wie lange es dauert, bis strittige Schadensfälle abgewickelt sind.
5.118  Schadenrückstellungen sind finanzielle Aktiva der Leistungsempfanger, die jedem Sektor
       der Volkswirtschaft oder der Übrigen Welt angehören können.
5.119  Unterposition AF.62 umfaßt Beitragsüberträge, sonstige versicherungstechnische Rück-
       stellungen, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfalle und die
       Schwankungsrückstellung, wie sie in den Artikeln 25, 26, 28 und 31 der Richtlinie
       91/674/EWG des Rates vom 19. Dezember 1991 über den Jahresabschluß und den
       konsolidierten Abschluß von Versicherungsunternehmen definiert sind.
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN (F.7)
5.120  Definition: Die Position Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (F.7) umfaßt sämtli-
                     che Transaktionen mit sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7),
                     d. h. mit finanziellen Forderungen, die durch eine finanzielle oder nichtfinan-
                     zielle Transaktion entstehen, bei der ein zeitlicher Abstand zwischen der betref-
                     fenden Transaktion und der entsprechenden Zahlung besteht.
5.121  Position F.7 umfaßt Transaktionen mit finanziellen Forderungen, die durch vorzeitige oder
       verspätete Zahlungen für Waren- oder Dienstleistungstransaktionen, Verteilungstransak-
       tionen oder den Sekundärhandel mit finanziellen Aktiva entstanden sind. Hierzu gehören
       die Transaktionen, die als Gegenposten zu fälligen und noch nicht geleisteten Zahlungen
       zu verbuchen sind. Darüber hinaus fallen unter diese Position antizipative Aktiva und Pas-
       siva sowie Zahlungsrückstände.
5.122  Position F.7 umfaßt nicht:
            statistische Diskrepanzen (mit Ausnahme eines zeitlichen Abstandes) zwischen Wa-
            ren- und Dienstleistungstransaktionen, Verteilungstransaktionen oder finanziellen
            Transaktionen und den entsprechenden Zahlungen;
            ihrer Art nach wenig bekannte Vorgänge; sie sind anhand der vorliegenden Anhalts-
            punkte einer Position zuzuordnen;
            völlig unbekannte Vorgänge;
            den sogenannten Restposten der Zahlungsbilanz, der auch als "Fehler und Auslassun-
            gen insgesamt" (net errors and omissions) bezeichnet wird;
            vorzeitige oder verspätete Zahlungen (einschließlich Zahlungsrückständen) im Zu-
            sammenhang mit der Schaffung von finanziellen Aktiva oder der Rückzahlung von
            Verbindlichkeiten, die nicht der Position F.7 zuzuordnen sind. Sie werden weiterhin
            der entsprechenden Position zugerechnet.
5.123  Position F.7 untergliedert sich in zwei Unterpositionen von finanziellen Transaktionen:
            Handelskredite und Anzahlungen (F.71)
            Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen
            (F.79).
 ---pagebreak---  Handelskredite und Anzahlungen (F.71)
 5.124   Definition: Die Unterposition Handelskredite und Anzahlungen (F.71) umfaßt sämtliche
                      Transaktionen mit Handelskrediten und Anzahlungen (AF.71), d. h. mit finan-
                      ziellen Forderungen, die durch die direkte Kreditgewährung durch Lieferanten
                      oder Käufer für Waren- oder Dienstleistungstransaktionen entstehen, sowie mit
                      Anzahlungen auf in Durchführung befindliche oder geplante Arbeiten im Zu-
                      sammenhang mit derartigen Transaktionen.
5.125    Unterposition AF.71 umfaßt:
         a)  finanzielle Forderungen im Zusammenhang mit der Lieferung von Waren oder
             Dienstleistungen, für die keine Zahlung erfolgt ist;
         b) von Factoring-Kapitalgesellschaften übernommene Handelskredite, sofern sie nicht
             den Krediten zuzurechnen sind;
         c)  aufgelaufene Gebäudemiete;
         d) Zahlungsrückstände auf Waren oder Dienstleistungen, sofern ihnen keine Kredite zu-
             grunde liegen.
5.126    Unterposition AF.71 umfaßt nicht Kredite zur Finanzierung von Handelskrediten, sie sind
        Position AF.4 zuzuordnen (vgl. 5.81h).
5.127   Handelskredite und Anzahlungen können als finanzielle Aktiva oder als Passiva sämtlicher
         Sektoren und der Übrigen
                               L y
                                b   Welt vorkommen.
Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen (F.79)
5.128   Definition: Die Unterposition Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten außer Han-
                     delskrediten und Anzahlungen (F.79) umfaßt sämtliche Transaktionen mit son-
                     stigen Forderungen und Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzah-
                     lungen (AF.79), d. h. mit finanziellen Forderungen, die aufgrund eines zeitli-
                     chen Abstands zwischen Verteilungstransaktionen oder finanziellen Transak-
                     tionen am Sekundärmarkt und den entsprechenden Zahlungen entstehen. Zu der
                     Unterposition gehören ebenfalls antizipative Aktiva und Passiva.
5.129   Unterposition AF.79 umfaßt finanzielle Forderungen, die bedingt sind durch einen zeitli-
        chen Abstand zwischen Transaktionen und Zahlungen im Zusammenhang mit z. B.:
        a)   Steuern;
        b)   Sozialbeiträgen;
        c)   Löhnen und Gehältern;
        d) Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen;
        e)   Dividenden;
        f)   Zinsen;
        g) am Sekundärmarkt stattfindenden Transaktionen mit finanziellen Aktiva.
                                               _ irr
 ---pagebreak--- 5.130  Sofern möglich, sollte die finanzielle Transaktion, die auf finanzielle Aktiva aufgelaufenen
       Zinsen gegenübersteht (vgl. 5.17), so verbucht werden, als ob die aufgelaufenen Zinsen in
       die betreffenden finanziellen Aktiva reinvestiert würden. Die Verbuchung der Zinsen muß
       sich jedoch an den nationalen Praktiken orientieren. Werden die aufgelaufenen Zinsen
       nicht so ausgewiesen, als ob sie in die betreffenden finanziellen Aktiva reinvestiert würden,
       sind sie Unterposition F.79 zuzuordnen.
5.131  Am Fälligkeitstermin der Zinsen werden zwei finanzielle Transaktionen verbucht
       (vgl. 5.17). Erstens: im Falle der Zahlung eine Transaktion mit dem für die Zahlung
       verwendeten finanziellen Aktivum und im Falle der Nichtzahlung (in Unterposition F.79)
       eine Erhöhung der Zinsrückstände; zweitens die finanzielle Gegentransaktion, durch die
       sich die finanzielle Nettoforderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner verringert.
POSITION "UNTER DEM STRICH": AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTITIONEN (F.M)
5.132  Definition: Ausländische Direktinvestitionen (F.m) umfassen sämtliche Transaktionen
       mit ausländischen Direktinvestitionen (AF.m), d. h. mit langfristigen Investitionen, durch
       die     gebietsansässige              institutionelle           Einheiten            einer Volkswirtschaft (die
       "Direktinvestoren") langfristige Beteiligungen an gebietsansässigen institutionellen Einhei-
       ten einer anderen Volkswirtschaft (den "Unternehmen, die Gegenstand einer ausländischen
       Direktinvestition sind") erwerben. Der Direktinvestor tätigt die Investition, um maßgebli-
       chen Einfluß auf das Management des in der anderen Volkswirtschaft ansässigen
       Unternehmens ausüben zu können. Zu den Direktinvestitionen gehören sowohl die
       ursprüngliche Transaktion zwischen dem Direktinvestor und dem Unternehmen, das Ge-
       genstand einer ausländischen Direktinvestition ist, als auch alle nachfolgenden
       Vermögenstransaktionen zwischen diesen und zwischen verbundenen Unternehmen mit
       und ohne eigene Rechtspersönlichkeit.16
5.133  Transaktionen mit finanziellen Aktiva und mit Passiva, bei denen es sich um
       Direktinvestitionen handelt, sind unter der zutreffenden Position von finanziellen
       Transaktionen zu verbuchen, d. h. als Kredite (F.4), Aktien und sonstige Beteiligungen
       (F.5) oder Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (F.7). Zusätzlich sind die in diesen
       Aktiva-Positionen auf Direktinvestitionen entfallenden Beträge jedoch getrennt "unter dem
       Strich" auszuweisen.
REGELN FÜR DIE VERBUCHUNG VON FINANZIELLEN TRANSAKTIONEN
Bewertung
5.134  Finanzielle Transaktionen werden zum Transaktionswert verbucht, d. h. zu dem Wert in
       Landeswährung, zu dem die betreffenden finanziellen Aktiva bzw. Passiva aus rein
       kommerziellen Gründen geschaffen, aufgelöst, übernommen oder zwischen institutionellen
       Einheiten oder zwischen diesen und der Übrigen Welt ausgetauscht werden.
16
       OECD-Referenzdefinition des Begriffs "ausländische Direktinvestitionen", 3. Auflage.
                                                               193
 ---pagebreak--- 5.135 Finanzielle Transaktionen und die ihnen gegenüberstehenden finanziellen bzw. nichtfi-
      nanziellen Transaktionen werden mit demselben Transaktionswert ausgewiesen. Dabei
      sind drei Möglichkeiten denkbar:
      a)   Bei der finanziellen Transaktion handelt es sich um eine Transaktion mit
           Zahlungsmitteln in Landeswährung (vgl. 5.04 und 5.23): Der Transaktionswert ist
           gleich dem Betrag der ausgetauschten Zahlungsmittel.
      b) Bei der finanziellen Transaktion handelt es sich um eine Transaktion mit
           Zahlungsmitteln in Fremdwährung (vgl. 5.04 und 5.23), und bei der ihr gegenüberste-
           henden Transaktion handelt es sich nicht um eine Transaktion mit Zahlungsmitteln in
           Landeswährung: Der Transaktions wert ist gleich dem in Landeswährung umgerechne-
           ten Betrag der ausgetauschten Zahlungsmittel, wobei zur Umrechnung der Markt-
           wechselkurs zugrunde zu legen ist, der zu dem Zeitpunkt gilt, zu dem die Zahlung
           erfolgt.
      c)   Weder bei der finanziellen Transaktion noch bei der ihr gegenüberstehenden Transak-
           tion handelt es sich um eine Transaktion mit Zahlungsmitteln (vgl. 5.04): Als Trans-
           aktionswert wird der jeweilige Marktwert der betreffenden finanziellen Aktiva bzw.
           Passiva herangezogen.
5.136 Der Transaktionswert bezieht sich auf eine bestimmte finanzielle Transaktion und die ihr
      gegenüberstehende Transaktion. Konzeptuell ist der Transaktionswert klar zu unterschei-
      den von einem Wert, der auf einem am Markt notierten Preis, einem angemessenen
      Marktpreis oder einem Preis basiert, der für die Mehrheit der Preise einer Gruppe von ver-
      gleichbaren oder sogar identischen finanziellen Aktiva oder Passiva steht. In den Fällen, in
      denen einer finanziellen Transaktion z. B. eine Übertragung gegenübersteht und die finanz-
      ielle Transaktion daher nicht aus rein kommerziellen Gründen erfolgt, wird als Transakti-
      onswert jedoch der jeweilige Marktwert der betreffenden finanziellen Aktiva bzw. Passiva
      herangezogen.
5.137 Der Transaktionswert schließt Dienstleistungsentgelte, Gebühren, Provisionen und ver-
      gleichbare Zahlungen für bei Durchführung der Transaktionen erbrachte Dienstleistungen
      nicht ein; sie sind als Zahlungen für Dienstleistungen zu verbuchen. Er versteht sich ferner
      ausschließlich Steuern auf finanzielle Transaktionen, die als Steuern auf Dienstleistungen
      behandelt und in der Position Gütersteuern ausgewiesen werden. Werden im Rahmen einer
      finanziellen Transaktion neue Verbindlichkeiten ausgegeben, ist der Transaktionswert
      gleich dem Betrag der eingegangenen Verbindlichkeiten abzüglich im voraus gezahlter
      Zinsen. Wird eine Verbindlichkeit aufgelöst, ist der Transaktionswert sowohl für den
      Gläubiger als auch für den Schuldner gleich dem Betrag, um den sich die entsprechenden
      Verbindlichkeiten verringern.
      Spezielle Kriterien für die Bewertung bestimmter Unterpositionen von finanziellen Trans-
      aktionen:
5.138 Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (F.33)
      a)   Werden Wertpapiere über Emissionskonsortien oder andere finanzielle Mittler aufge-
           legt und dann zu einem höheren Preis an die Anleger verkauft, sind die finanziellen
           Aktiva und die Passiva zu dem von den Anlegern gezahlten Preis zu verbuchen. Die
           Differenz zwischen den von den Anlegern gezahlten und den an die Emittenten geflos-
           senen Beträgen ist als Zahlung der Emittenten an die Mittler für eine erbrachte
           Dienstleistung zu behandeln.
                                               194-
 ---pagebreak--- b) Wertpapieremissionen werden zum Ausgabepreis bewertet. Werden Wertpapiere mit
   einem Disagio oder Agio begeben, wird als Ausgabepreis der für den Emittenten zum
   Verkaufszeitpunkt entstehende Erlös und nicht der Nennwert der Emission verbucht.
   Die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem Rückzahlungspreis ist als wäh-
   rend der Laufzeit der Papiere aufgelaufene Zinsen zu behandeln.
c) Anleihen mit niedriger Nominalverzinsung und hohem Rückzahlungskurs ("Deep di-
   scount bonds") und Null-Kupon-Anleihen sind als mit einem Disagio begebene Wert-
   papiere zu behandeln. Bei den Zinsen ist davon auszugehen, daß sie während der
   Laufzeit der Papiere auflaufen und in weitere Stücke derselben Anleihen reinvestiert
   werden (vgl. 4.46).
d) Werden langfristige Wertpapiere mit einem nicht signifikanten Disagio begeben, kann
   die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem Rückzahlungspreis zum Emissi-
   onszeitpunkt unterstellt werden.
e) Im Fall von Wertpapieren, bei denen der Wert des Kapitalbetrages an einen Preisin-
   dex, den Preis einer Ware oder einen Wechselkursindex gekoppelt ist, wird der Aus-
   gabepreis des Wertpapiers als Kapitalbetrag verbucht, und die aufgrund der Indexie-
   rung regelmäßig und/oder bei Fälligkeit erfolgende Zahlung wird als während der
   Laufzeit des Papiers auflaufende Zinsen behandelt; sie werden, da man davon ausgeht,
   daß sie reinvestiert werden, im Finanzierungskonto als Erwerb von Wertpapieren
   außer Aktien gegengebucht.
f) Der Erwerb von umlaufenden Wertpapieren am Sekundärmarkt wird zum Börsenkurs
   oder Marktpreis bewertet.
g) Zur Rückzahlung fällige Wertpapiere werden zum Rückzahlungspreis, gegebenenfalls
   einschließlich eines Rückzahlungsagios, aber ohne ausgeloste Prämien und Sparprä-
   mien (sie sind als Zinsen zu verbuchen), bewertet.
h) Die Umwandlung von Anleihen in Aktien ist als Verkauf von Anleihepapieren und
   Kauf von Aktien zu behandeln (vgl. 5.621). Den Transaktionswert erhält man anhand
   des Marktwertes der verkauften Anleihepapiere, aus dem sich u. U. ein auf die Aktien
   entfallender Gewinn oder Verlust aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva ergibt, der
   im Umbewertungskonto zu verbuchen ist (vgl. 6.54).
                                       195
 ---pagebreak--- 5.139 Derivative Finanzinstrumente (F.34)
      a)  Beim Sekundärhandel mit Optionen und beim vorzeitigen Glattstellen vor Optionen
          finden finanzielle Transaktionen statt. Wird eine Option fällig, kann sie ausgeübt
          werden oder nicht. Wird sie ausgeübt, erfolgt u. U. eine Zahlung des Optionsverkäu-
          fers an den Optionskäufer in Höhe der Differenz zwischen dem geltenden Marktpreis
          des Basisinstruments und dem Basispreis, oder es findet ein Kauf oder Verkauf des
          Basisinstruments (bei dem des sich um ein finanzielles oder um eine nichtfinanzielles
          Aktivum handeln kann) statt, der zum geltenden Marktpreis verbucht wird und dem
          eine Zahlung zwischen dem Optionskäufer und dem Optionsverkäufer in Höhe des
          Basispreises gegenübersteht. Die Differenz zwischen dem geltenden Marktpreis des
          Basisinstruments und dem Basispreis ist in beiden Fällen gleich dem Liquidationswert
          der Option, d. h. dem Optionspreis bei Fälligkeit. Wird die Option nicht ausgeübt,
          findet keine Transaktion statt. Vielmehr erzielt der Optionsverkäufer einen Gewinn
          und der Optionskäufer einen Verlust aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva, der im
          Umbewertung Skonto zu verbuchen ist.
      b) Bei derivativen Finanzinstrumenten, die keine Optionen sind, liegen in der Regel Kon-
          trakte vor, in denen die beiden Vertragsparteien vereinbaren, zu einem oder mehreren
          Zeitpunkten in der Zukunft bestimmte finanzielle oder nichtfinanzielle Aktiva auszu-
          tauschen. Im Zusammenhang mit derartigen derivativen Finanzinstrumenten ist so-
          wohl der Handel mit den Kontrakten als auch der Nettowert am Abrechnungstag zu
          verbuchen. Ferner müssen u. U. Transaktionen im Zusammenhang mit dem Abschluß
          von derartigen Kontrakten verbucht werden. In vielen Fällen schließen die beiden
          Parteien jedoch den Kontrakt ab, ohne daß eine Zahlung zwischen ihnen erfolgt; in
          diesen Fällen ist der Wert der Transaktion, durch die der Kontrakt abgeschlossen wird,
          gleich null, so daß keine Buchung im Finanzierungskonto erforderlich ist.
      c)  Sämtliche Zahlungen, die an Dritte oder von Dritten ausdrücklich fur die Vermittlung
          von Optionen, Termingeschäften, Swaps oder anderen Verträgen über derivative
          Finanzinstrumente geleistet werden, sind in den entsprechenden Konten als Zahlungen
          für Dienstleistungen zu behandeln. Zinszahlungsströme aufgrund von Swapvereinba-
          rungen sind als Einkommen aus Vermögen auszuweisen, und Tilgungszahlungen sind
          im Finanzierungskonto zu verbuchen. Man geht davon aus, daß die Transaktionspart-
          ner eines Swaps füreinander keine Dienstleistung erbringen; vielmehr sind Zahlungen
          an Dritte für die Vermittlung des Swaps als Käufe von Dienstleistungen zu behandeln
          (vgl. 4.47). Theoretisch kann man zwar davon ausgehen, daß der an den Verkäufer
          einer Option gezahlte Optionspreis (die "Prämie") ein Dienstleistungsentgelt ein-
          schließt, in der Praxis ist es in der Regel jedoch nicht möglich, dieses Dienstleistungs-
          element getrennt auszuweisen. Daher ist der gesamte Optionspreis als Erwerb eines fi-
          nanziellen Aktivums seitens des Käufers und als eingegangene Verbindlichkeit des
          Verkäufers zu verbuchen.
5.140 Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds (F.51)
      a) Neu emittierte Aktien werden zum Ausgabepreis bewertet, d. h. in der Regel zum
          Nennwert zuzüglich des Agios.
      b) Transaktionen mit umlaufenden Aktien werden zum Transaktionswert erfaßt. Ist dieser
          Wert nicht bekannt, können börsennotierte Aktien zu ihrem Börsenkurs oder Markt-
          preis und nicht börsennotierten Aktien zu ihrem Buchwert bewertet werden.
      c)  Dividendenanrechtsscheine werden zu dem sich aus dem Dividendenvorschlag des
          Emittenten ergebenden Preis ausgewiesen.
 ---pagebreak---        d) Die Ausgabe von Kapitalberichtigungsaktien wird im ESVG nicht nachgewiesen
             (vgl. 5.93). Hat die Ausgabe von Kapitalberichtigungsaktien jedoch eine Änderung des
             Gesamtmarktwertes der Aktien einer Kapitalgesellschaft zur Folge, ist diese Änderung
             im Umbewertungskonto zu verbuchen (vgl. 6.56).
       e)    Der Transaktionswert von sonstigen Beteiligungen (F.513) ist gleich dem Betrag der
             von den Eigentümern an die Kapitalgesellschaften oder Quasi-Kapitalgesellschaften
             übertragenen Mittel. In bestimmten Fällen kann eine Mittelübertragung durch die
             Übernahme         von     Verbindlichkeiten      der      Kapitalgesellschaft    oder
             Quasi-Kapitalgesellschaft erfolgen.
5.141  Anteile an Investmentfonds (F.52)
       a)    Der Wert von Transaktionen mit Anteilen an Investmentfonds ergibt sich aus dem
             Wert des Nettobeitrags zu dem betreffenden Fonds.
       b) Von Investmentfonds empfangenes Einkommen aus Vermögen abzüglich eines Teils
             der Verwaltungskosten, das den Anteilsinhabern zugerechnet wird, ist, obwohl es nicht
             ausgeschüttet wird, im Finanzierungskonto unter "Anteile an Investmentfonds" gegen-
             zubuchen; dies hat zur Folge, daß das Einkommen aus Vermögen reinvestiert wird.
Verbuchungszeitpunkt
5.142  Finanzielle Transaktionen und die ihnen gegenüberstehenden Transaktionen sind zum sel-
       ben Zeitpunkt zu verbuchen.
5.143  Steht einer finanziellen Transaktion eine nichtfinanzielle Transaktion gegenüber, werden
       beide Transaktionen zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die nichtfinanzielle Transaktion
       stattfindet. Wird z. B. beim Verkauf von Waren oder Dienstleistungen ein Handelskredit
       gewährt, ist diese finanzielle Transaktion zu dem Zeitpunkt auszuweisen, zu dem die Ver-
       buchung in den entsprechenden Konten für nichtfinanzielle Transaktionen erfolgt.
5.144  Steht einer finanziellen Transaktion eine andere finanzielle Transaktion gegenüber, sind
       drei Möglichkeiten denkbar:
       a)   Bei beiden finanziellen Transaktionen handelt es sich um Transaktionen mit Zah-
            lungsmitteln (vgl. 5.04): Sie werden zu dem Zeitpunkt verbucht, zu dem die erste
            Zahlung stattfindet.
       b) Nur bei einer der beiden finanziellen Transaktionen handelt es sich um eine Transak-
            tion mit Zahlungsmitteln (vgl. 5.04): Die beiden Transaktionen werden zu dem Zeit-
            punkt verbucht, zu dem die Zahlung stattfindet.
       c)   Bei keiner der beiden finanziellen Transaktionen handelt es sich um eine Transaktion
            mit Zahlungsmitteln (vgl. 5.04): Die beiden Transaktionen werden zu dem Zeitpunkt
            verbucht, zu dem die erste finanzielle Transaktion stattfindet.
                                                 197-
 ---pagebreak--- Die Ermittlung von finanziellen Transaktionen anhand der Veränderung der Vermögensbe-
stände
5.145  Liegen keine Basisdaten über finanzielle Transaktionen vor, können letztere anhand der
       Veränderung der finanziellen Vermögensbestände ermittelt werden, d. h. anhand der aus
       der Vermögensschlußbilanz gegenüber der Vermögenseröffnungsbilanz ersichtlich wer-
       denden Veränderung der Bestände an finanziellen Aktiva und an Passiva. Die Differenz
       zwischen dem Betrag der finanziellen Transaktionen und der Veränderung der finanziellen
       Vermögensbestände besteht aus im Umbewertungskonto und im Konto für die sonstigen
       Veränderungen des Volumens der Aktiva zu verbuchenden Positionen.
                                            - 198
 ---pagebreak---                                            ANHANG
                  VERBINDUNG ZU DEN GELDMENGENAGGREGATEN
5.146 Im vorliegenden Anhang wird gezeigt, wie Geldmengenaggregate in den Vermögensbilan-
      zen und im Finanzierungskonto ausgewiesen werden können.
5.147 Die Definitionen der Geldmengenaggregate sind von Land zu Land verschieden und än-
      dern sich im Laufe der Zeit. Darüber hinaus basieren sie nicht notwendigerweise auf der im
      ESVG verwendeten Systematik der finanziellen Aktiva und der Sektoren. Daher werden
      Geldmengenaggregate im ESVG nicht definiert.
5.148 Die Einbeziehung von Geldmengenaggregaten in die Vermögensbilanzen und das Finan-
      zierungskonto wirft folgende Probleme auf: Erstens stimmen die Bestandteile der
      Geldmengenaggregate u. U. nicht mit den im ESVG definierten Klassen, d. h. Positionen,
      Unterpositionen und Teilpositionen, von finanziellen Aktiva überein. So kann ein
      Geldmengenaggregat z. B. nur einen Teil der Position Bargeld und Einlagen (AF.2)
      umfassen, der anhand der Laufzeit und/oder anhand der institutionellen Einheiten definiert
      sein kann, die Bargeld und Einlagen halten oder ausgeben bzw. hereinnehmen. Zweitens
      können die Geldmengenaggregate geldschöpfende, geldhaltende und geldneutrale Sektoren
      implizieren, die sich nicht aus den im ESVG definierten Sektoren und Teilsektoren
      zusammensetzen lassen. Drittens werden in der Praxis zur Berechnung der Geldmengenag-
      gregate u. U. andere Datenquellen verwendet als zur Erstellung der Vermögensbilanzen
      und des Finanzierungskontos der Sektoren und der Übrigen Welt.
5.149 Damit ein Geldmengenaggregat MX in den Vermögensbilanzen oder im
      Finanzierungskonto ausgewiesen werden kann, ist es gegebenenfalls erforderlich, jede im
      ESVG definierte Klasse i von finanziellen Aktiva und von Passiva in zwei Teilklassen zu
      untergliedern, nämlich in:
           MXJ:      die Teilklasse der zu Klasse i gehörenden finanziellen Aktiva (Passiva), die
           Teil des Geldmengenaggregats MX sind;
           MX_;: die Teilklasse der zu Klasse i gehörenden finanziellen Aktiva (Passiva), die
           nicht Teil des Geldmengenaggregats MX sind.
      In der Praxis sind bestimmte Klassen von finanziellen Aktiva (Passiva) nicht einmal Teil
      weitgefaßter Geldmengenaggregate; dies gilt z. B. für Währungsgold und SZR (AF.l) oder
      versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6). MX, und MX6 würden daher den Wert
      null annehmen, d. h. eine Untergliederung von AF.l in MX, und MX., oder von AF.6 in
      MX6 und MX^ ist nicht erforderlich.
5.150 Das Geldmengenaggregat MX ist gleich der Summe aller Teilklassen MX; der finanziellen
      Aktiva der geldhaltenden Sektoren und gleich der Summe aller Teilklassen MX; der
      Passiva der geldschöpfenden Sektoren.
5.151 Ein wichtiger Vorteil dieses Verfahrens ist seine Flexibilität. Wird die Definition eines
      Geldmengenaggregats geändert, ist lediglich die Aufgliederung einiger Klassen von finan-
      ziellen Aktiva und von Passiva in MX; und MXj entsprechend anzupassen.
                                             -199-
 ---pagebreak---    Geldmengenaggregate in den Vermögensbilanzen und im Finanzierungskonto
FINANZIELLE AKTIVA DER GELDHALTENDEN SEKTOREN                     PASSIVA DER GELDSCHÖPFENDEN SEKTOREN
Insgesamt     Private Haus-   Nichtfinanzielle Ka-                Geldschöpfende   Übrige Welt   Insgesamt
              halte           pitalgesellschaften                 Finanzinstitute
                                                   AF.l
                                                   AF.2
                                                   davon MX2
                                                           MX.2
                                                   AF.3
                                                   AF.33
                                                   davon MX33
                                                           MX.33
                                                   AF.34
                                                   davon   MXJ4
                                                           MX.34
                                                   AF.4
                                                   AF.41
                                                   davon   MX,,
                                                           MX 4I
                                                   AF.42
                                                   davon MX42
                                                           MX.«
                                                   AF.5
                                                   AF.51
                                                   davon   MXM
                                                           Mx\,
                                                   AF.52
                                                   davon   MX52
                                                           MX;52
                                                   AF.6
                                                   AF.7
                                                   AF.71
                                                   davon   MX71
                                                           MX.7I
                                                   AF.79
                                                   Finanzielle
                                                   Aktiva und
                                                   Passiva insge-
                                                   samt
                                                   davon MX
                                                            200
 ---pagebreak---   Kapitel VI
Sonstige Ströme
      201
 ---pagebreak--- 6.01   Zu den sonstigen Strömen gehören Abschreibungen (K.l), Erwerb und Veräußerung von
       nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva (K.2) und sonstige Veränderungen der Aktiva
       (K.3-K.12).
       Die sonstigen Veränderungen der Aktiva bestehen aus verschiedenen Arten von Verände-
       rungen der Aktiva, der Passiva und des Reinvermögens, die nicht das Ergebnis der
       Verbuchung von Transaktionen im Vermögensveränderungskonto und im Finanzierungs-
       konto sind. Sie umfassen sonstige Veränderungen des Volumens (K.3 - K.10 und K.l2)
       sowie Gewinne und Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (K.l 1).
Abschreibungen (K.l)
6.02   Definition: Abschreibungen (Kl) messen die Wertminderungen, welchen das
                    Anlagevermögen während eines bestimmten Zeitraums durch normalen Ver-
                    schleiß und normales wirtschaftliches Veralten unterliegt, unter Einschluß einer
                    Rückstellung für Verluste von Anlagevermögen durch versicherbare Schadens-
                    fälle.
6.03   Abschreibungen sind zu berechnen fur das gesamte Anlagevermögen einschließlich Sach-
       anlagen und immaterielle Werte wie Kosten für Exploration von Bodenschätzen und Soft-
       ware, größere Verbesserungen an nichtproduzierten Aktiva und Kosten für die Eigentums-
       übertragung im Zusammenhang mit nichtproduzierten Aktiva.
6.04   Bei der Berechnung der Abschreibungen im Sinne der Volkswirtschaftlichen Gesamtrech-
       nungen (die von den steuerlichen oder betriebswirtschaftlichen Abschreibungen zu unter-
       scheiden sind) ist grundsätzlich von dem Bestand an Anlagevermögen und von der
       normalen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der einzelnen Gütergruppen auszugehen. Zur
       Berechnung des Bestands an Anlagevermögen wird die Methode der laufenden Inventur
       empfohlen, wenn direkte Informationen über den Bestand an Anlagevermögen fehlen. Der
       Bestand an Anlagevermögen ist zu den Anschaffungspreisen des jeweiligen Zeitraums zu
       bewerten.
       Verluste an Anlagevermögen aufgrund von versicherbaren Schadensfällen werden berück-
       sichtigt, indem die durchschnittliche Nutzungsdauer der betreffenden Güter berechnet wird.
       Für die Volkswirtschaft insgesamt kann davon ausgegangen werden, daß der tatsächliche
       normale Schadensfall innerhalb eines gegebenen Rechnungszeitraums gleich oder nahe
       dem Durchschnitt ist. Für einzelne Einheiten und Gruppen von Einheiten kann jedoch der
       tatsächliche normale Schadensfall vom durchschnittlichen Schadensfall abweichen. In die-
       sem Fall wird für die Sektoren jede Differenz als sonstige Veränderungen des Volumens
       des Anlagevermögens verbucht.
       Die Abschreibungen werden nach der „linearen" Methode berechnet, das heißt der abzu-
       schreibende Wert wird gleichmäßig über die gesamte Nutzungsdauer des jeweiligen Anla-
       gegutes verteilt.
       Je nachdem, wie die Wertminderung eines Anlagegutes verläuft, kann es jedoch erforder-
       lich sein, die Abschreibungen nach der Methode der geometrischen Abschreibungen zu be-
       rechnen.
                                              -202
 ---pagebreak--- 6.05   Im Kontensystem werden die Abschreibungen unter den einzelnen jeweils brutto und netto
       ausgewiesenen Kontensalden verbucht. „Bruttoverbuchung" bedeutet Verbuchung ohne
       Abzug der Abschreibungen, und „Nettoverbuchung" bedeutet Verbuchung nach Abzug der
       Abschreibungen.
Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva (K.2)
6.06   Definition: Nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva1 sind Grund und Boden, sonstige ma-
                         terielle nichtproduzierte Aktiva, die zur Produktion von Waren und Dienstlei-
                         stungen verwendet werden können, und immaterielle nichtproduzierte Aktiva.
6.07   Grund und Boden wird definiert als der Boden selbst einschließlich Bodendecke und zuge-
       hörige Oberflächengewässer1. Zu den zugehörigen Oberflächengewässern gehören alle
       Binnengewässer - Stauseen, Seen, Flüsse usw. -, an denen Eigentumsrechte bestehen kön-
       nen.
6.08   Die folgenden Posten sind in Grund und Boden nicht enthalten:
       a)      Gebäude und sonstige Bauten auf dem Grund und Boden oder durch ihn hindurch -
               Straßen, Tunnel usw.,
       b) Reb- und Obstbaumanlagen sowie andere Anpflanzungen von Bäumen und sonstige
               Anbaukulturen usw.,
       c)      Bodenschätze,
       d) nichtkultivierte biologische Ressourcen,
       e)      unterirdische Wasservorkommen.
       Die Posten a) und b) sind produziertes Anlagevermögen, die Posten c), d) und e) gehören
       zu den materiellen nichtproduzierten Aktiva.
6.09   Erwerb und Veräußerungen von Grund und Boden werden zu den jeweiligen Marktpreisen
       bewertet, die zum Zeitpunkt des Erwerbs/ der Veräußerung gelten. Transaktionen mit
       Grund und Boden werden in den Konten des Käufers und in den Konten des Verkäufers
       mit demselben Wert verbucht. Dieser Wert beinhaltet nicht die im Zusammenhang mit der
       Übertragung des Eigentums an dem Grund und Boden entstehenden Kosten, die als Brutto-
       anlageinvestitionen behandelt werden.
6.10   Erwerb und Veräußerungen sonstiger materieller nichtproduzierter Aktiva erstrecken sich
       auch auf Bodenschätze, nichtkultivierte biologische Ressourcen und Wasservorkommen.
       Zu den Bodenschätzen gehören Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorkommen, metallische Mine-
       ralvorkommen und nichtmetallische Mineralvorkommen
6.11   Erwerb und Veräußerungen sonstiger materieller nichtproduzierter Aktiva werden zu den
       jeweiligen Marktpreisen bewertet, die zum Zeitpunkt des Erwerbs/der Veräußerung gelten.
       Erwerb und Veräußerung schließen die damit verbundenen Kosten der Eigentumsübertra-
       gung aus. Letztere werden als Bruttoanlageinvestitionen verbucht.
      Definition von Aktiva siehe Anhang 1 zu Kapital VII.
                                                           203
 ---pagebreak--- 6.12    Immaterielle nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva sind Patente, Miet- und Pachtver-
        träge sowie sonstige übertragbare Verträge, derivativer Firmenwert und sonstige
        immaterielle nichtproduzierte Aktiva. Miet- und Pachtverträge beziehen sich auf Grund
        und Boden, Bodenschätze sowie Wohn- und Nichtwohngebäude1. Weitere Beispiele sind
        übertragbare Verträge mit Sportlern und Urhebern. Der Wert des Erwerbs oder der Veräu-
        ßerung von Miet- und Pachtverträgen sowie sonstigen übertragbaren Verträgen besteht in
        den Zahlungen, die an die ursprünglichen oder nachfolgenden Mieter oder Pächter geleistet
        werden, wenn die Miet- bzw. Pachtverträge oder Konzessionen an andere institutionelle
        Einheiten verkauft oder auf sie übertragen werden. Der Wert des Erwerbs und der
        Veräußerung immaterielle^ nichtproduzierter Aktiva schließt die damit verbundenen Ko-
        sten der Eigentumsübertragung aus. Letztere sind eine Komponente der Bruttoanlageinve-
        stitionen.
6.13    Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva werden
        im Kapitalkonto der Sektoren, der Gesamtwirtschaft und der übrigen Welt verbucht.
Sonstige Veränderungen der Aktiva (K.3 - K.12)
6.14    Definition: Sonstige Veränderungen der Aktiva sind Ströme, die nicht das Ergebnis von
                    Transaktionen sind, die im Vermögensveränderungskonto und im Finanzie-
                    rungskonto verbucht werden. Es wird zwischen zwei Arten von sonstigen Ver-
                    änderungen unterschieden. Die erste besteht in Veränderungen des Volumens
                    der Aktiva. Die zweite besteht in Veränderungen des Wertes der Aktiva, der
                    Passiva und des Reinvermögens aufgrund von Veränderungen in Höhe und
                    Struktur der Preise, die zu Gewinnen oder Verlusten aus dem Halten von Ak-
                    tiva bzw. Passiva fuhren.
Sonstige Veränderungen des Volumens ( K.3 - K.10 und K.12)
6.15    Sonstige Veränderungen des Volumens sind Ströme mit unterschiedlichen Funktionen. Ei-
        ne wichtige Funktion besteht darin, die Möglichkeit zu schaffen, daß bestimmte Aktiva im
        Zuge des normalen Laufs der Dinge in das System eintreten und es wieder verlassen kön-
        nen, zum Beispiel Zugänge und Abgänge von in der Natur vorkommenden Aktiva. Dies ist
        wichtig für die Verbuchung der Entdeckung, des Abbaus und der Erschöpfung von Natur-
        vermögen. Eine zweite Funktion besteht darin, zu verbuchen, wie sich außerordentliche,
        nicht vorhersehbare Ereignisse auf die mit Aktiva verbundenen wirtschaftlichen Vorteile
        auswirken.
6.16    Die sonstigen Veränderungen des Volumens erstrecken sich auf 9 Kategorien:
        Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva (K.3)
        Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva (K.4)
        Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen (K.5)
        Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva (K.6)
        Katastrophenverluste (K.7)
        Entschädigungslose Beschlagnahme (K.8)
        Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g. (K.9)
        Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und Passiva a.n.g. (K.10)
                                                204-
 ---pagebreak---        Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart (K.12).
Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva (K.3)
6.17   Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva (K.3) stellt die
       Zunahme des Volumens dieser Art von Aktiva dar, die nicht das Ergebnis einer Produktion
       ist.
       Hierzu gehören:
       a)    Bruttozunahme der abbaubaren Bodenschätze: nachgewiesene Kohle-, Erdöl- und
             Erdgasvorkommen, metallische Mineralvorkommen oder nichtmetallische Mineral-
             vorkommen, die wirtschaftlich abbaubar sind. Außerdem ist die Zunahme von Vor-
             kommen inbegriffen, deren Abbau durch den technischen Fortschritt oder durch
             relative Preisänderungen wirtschaftlich wird.
       b) Übertragungen von sonstigem Naturvermögen in den Bereich einer wirtschaftlichen
             Tätigkeit: in der Natur vorkommende Werte, die ihren Status ändern und zu wirt-
             schaftlichen Werten werden, wobei es sich bei wirtschaftlichen Werten um Werte
             handelt, die Gegenstand von durch institutionelle Einheiten wahrgenommenen Eigen-
             tumsrechten sind und aus denen ihre Eigentümer wirtschaftliche Vorteile ziehen
             können (z. B. die Ausbeutung von Urwäldern, die Umwandlung von Ödland in Grund
             und Boden, der wirtschaftlich genutzt werden kann, die Neulandgewinnung).
       c)    Qualitative Veränderungen der nichtproduzierten Aktiva aufgrund von Veränderungen
             bei den wirtschaftlichen Verwendungen. Veränderungen der Qualität werden wie
             Veränderungen des Volumens behandelt. Die hier verbuchten qualitativen Verände-
             rungen treten als Gegenstück zu den Veränderungen bei der wirtschaftlichen Verwen-
             dung ein, die als Änderung der Zuordnung ausgewiesen werden (siehe 6.32) - zum
             Beispiel von Kulturflächen zu Grundstücken, auf denen sich Gebäude befinden.
       d) Entstehen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva. Immaterielle nichtproduzierte
             nichtfinanzielle Aktiva entstehen, wenn Werte patentiert oder übertragbare Verträge
             abgeschlossen werden. Wenn Unternehmen zu Preisen verkauft werden, die ihre
             Eigenmittel übersteigen (siehe 7.05), ist die Differenz zwischen Kaufpreis und Eig-
             enmitteln das Aktivum „derivativer Firmenwert". Ein Firmenwert, der nicht durch
             Verkauf/Kauf belegt ist, wird nicht als wirtschaftlicher Wert betrachtet.
Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva (K.4)
6.18   Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva (K.4) liegt 'vor bei Waren, die noch
       nicht in den Vermögensbilanzen verbucht worden sind. Damit wird ein signifikanter oder
       spezifischer Wert anerkannt, der als ein wirtschaftlich entstandener Wert betrachtet wird,
       der unter sonstigen Veränderungen des Volumens zu verbuchen ist.
       Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva beinhaltet:
       a)    Wertgegenstände wie Edelsteine und Kunstgegenstände, wenn der hohe Wert oder die
             künstlerische Bedeutung eines in der Vermögensbilanz noch nicht verbuchten Gegen-
             stands zum erstenmal erkannt wird;
       b) Historische Bauten, wenn die spezifische archäologische, historische oder kulturelle
             Bedeutung eines in der Vermögensbilanz noch nicht verbuchten Bauwerks oder
             Geländes zum erstenmal erkannt wird.
                                                 205
 ---pagebreak--- Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen (K.5)
6.19    Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen (K.5) unterliegt
        nicht der direkten Kontrolle, Verantwortung und Verwaltung einer institutionellen Einheit
        und gilt damit nicht als Produktion. Der Zuwachs bei diesen wirtschaftlichen Werten, z. B.
        bei natürlichem Baumbestand oder bei Fischbeständen in Flußmündungen ist als
        wirtschaftliches Entstehen zu betrachten.
6.20    Natürliches Wachstum sollte als Zugang (K.5), der Abbau dieser Ressourcen als wirt-
        schaftliches Verschwinden (K.61) verbucht werden. In der Praxis kann jedoch natürliches
        Wachstum nur netto verbucht werden, weil die physischen Messungen, die vermutlich die
        einzige verfugbare Grundlage für die Verbuchung sein werden, effektiv Nettomessungen
        sind.
Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva (K.6)
6.21    Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva (K.6) bein-
        haltet:
        a)   den Abbau von Naturvermögen (K.61), der die Verringerung der Vorkommen an Bo-
             denschätzen und der nichtkultivierten biologischen Ressourcen umfaßt, die zu den
             Aktiva gehören (siehe 6.19);
        b) das sonstige wirtschaftliche Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva (K.62):
                -      sonstige Verringerung des Bestands an abbaubaren Bodenschätzen
                (Neubewertung der Abbaubarkeit aufgrund der technischen Entwicklung oder der
                relativen Preisentwicklung),
             - qualitative Veränderung der nichtproduzierten Aktiva aufgrund von Änderungen in
                der wirtschaftlichen Nutzung,
             - Beinträchtigung der nichtproduzierten Aktiva durch wirtschaftliche Tätigkeit. Hier-
                unter fällt die Beeinträchtigung von Grund und Boden, Wasservorkommen und
                grundsätzlich auch von sonstigem Naturvermögen;
             - Abschreibung von derivativem Firmenwert, Aufhebung übertragbarer Verträge und
                Ablauf des Patentschutzes.
Katastrophenverluste (K.7)
6.22    Als sonstige Veränderungen des Volumens der Aktiva verbuchte Katastrophenverluste
        (K.7) sind das Ergebnis erkennbarer Einzelereignisse großer Tragweite, die innerhalb
        sämtlicher Kategorien von (nichtfinanziellen oder finanziellen) wirtschaftlichen Werten zur
        Zerstörung von Aktiva fuhren können.
6.23    Zu solchen Ereignissen zählen starke Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen, außerge-
        wöhnlich heftige Hurrikane, Dürre- und sonstige Naturkatastrophen, kriegerische
        Handlungen, Aufruhr und sonstige politische Ereignisse, technische Unfälle wie das Aus-
        treten größerer Mengen toxischer Substanzen oder das Entweichen radioaktiver Partikel in
        die Luft.                                                                        ^
        Hier sind insbesondere zu erwähnen:
        a)   die Verschlechterung der Qualität von Grund und Boden durch außergewöhnlich star-
             ke Überschwemmungen oder Sturmschäden,
                                                -206-
 ---pagebreak---         b) die Zerstörung kultivierter Aktiva durch Dürre oder Seuchen,
        c)   die Zerstörung von Gebäuden, Anlagen oder Wertgegenständen durch Waldbrände
             oder Erdbeben,
        d) die unbeabsichtigte Zerstörung von Bargeld oder Inhaberpapieren im Zusammenhang
             mit Naturkatastrophen oder politischen Ereignissen.
       Entschädigungslose Beschlagnahme (K.8)
6.24    Entschädigungslose Beschlagnahme (K.8) erfolgt, wenn Regierungen oder sonstige insti-
        tutionelle Einheiten aus Gründen, die nichts mit der Zahlung von Steuern, Geldstrafen oder
        ähnlichen Abgaben zu tun haben, ohne volle Entschädigung von den Aktiva anderer insti-
        tutioneller Einheiten einschließlich gebietsfremder Einheiten Besitz ergreifen. Der nicht
        entschädigte Teil derartiger einseitiger Beschlagnahmen ist keine im Vermögensverände-
        rungskonto zu verbuchende Vermögensübertragung.
Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g. (K.9)
6.25    Unter sonstigen Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g. (K.9)
        werden die Auswirkungen nicht vorhersehbarer Ereignisse auf die mit Aktiva verbundenen
        wirtschaftlichen Vorteile verbucht.
        Hierzu gehören:
        a)   Unvorhersehbares Veralten. Abschreibungen umfassen nicht das unvorhersehbare
             Veralten von Anlagevermögen, und der für ihr normalerweise zu erwartendes Veralten
             angesetzte Betrag kann verglichen mit der tatsächlichen Veraltung zu niedrig sein.
             Deshalb müssen Buchungen erfolgen, um die Wertminderung des Anlagevermögens
             als Ergebnis der Einführung verbesserter Technologien zu berücksichtigen,
       b)      Unterschiede zwischen Abschreibungsrückstellungen für normale Schadensfalle und
               tatsächlichen Verlusten. Abschreibungen umfassen keine unvorhersehbaren Scha-
               densfälle, und der für normalerweise zu erwartende Schadensfälle angesetzte Betrag
               kann niedriger (oder höher) sein als der tatsächlich entstandene Schaden. Deshalb
               müssen für die unvorhersehbaren Wertminderungen (oder Wertsteigerungen) des
               Anlagevermögens aufgrund dieser Ereignisse Berichtigungen vorgenommen werden.
        c)   In den Abschreibungen nicht berücksichtigte Minderung des Anlagevermögens:
             Wertminderung des Anlagevermögens z. B. durch die unvorhersehbaren Auswirkun-
             gen von säurehaltiger Luft und saurem Regen auf Gebäudefassaden oder Fahrzeugka-
             rosserien.
        d) Aufgabe von Produktionsanlagen vor der Fertigstellung oder vor Beginn der wirt-
             schaftlichen Nutzung.
        e)   Außerordentliche Vorrats Verluste (z. B. durch Brandschäden, Diebstahl, Insektenbefall
             von Getreidevorräten).
        f)   Statistische Abweichungen         bei nichtfinanziellen     Aktiva   zwischen     der
             Vermögensschlußbilanz und der Vermögenseröffnungsbilanz.
                                               -207
 ---pagebreak--- Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g. (K.10)
6.26    Hier sind alle Veränderungen der finanziellen Aktiva und der Passiva zu verbuchen, die
        weder auf im Finanzierungskonto erfaßte finanzielle Transaktionen zurückzuführen sind,
        noch den im Umbewertungskonto erfaßten Gewinnen oder Verlusten aus dem Halten von
        Aktiva bzw. Passiva zuzuweisen sind, noch eine Änderung der Sektorzuordnung oder der
        Vermögensart darstellen und auch nicht durch Katastrophenverluste oder entschädigungs-
        lose Beschlagnahme verursacht worden sind.
6.27    Die Kategorie K. 10 beinhaltet:
        a) Zuteilungen und Einziehungen von SZR (AF.l2) (siehe 5.33-5.35): Den SZR steht
             nicht einmal ein fiktives Passivum gegenüber. Die Schaffung und die Annullierung
             von SZR (als Zuteilung und Einziehung von SZR bezeichnet) werden deshalb nicht als
             Vorgänge behandelt, die Transaktionen nach sich ziehen, sondern als Vorgänge, die im
             Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva verbucht werden.
             Durch Zuteilungen von SZR werden die finanziellen Aktiva der Währungsbehörden
             erhöht, durch Einziehungen von SZR werden sie verringert;
        b) sonstige Veränderungen des Volumens im Zusammenhang mit Pensionssystemen mit
             im voraus festgelegten Leistungen: Bei Pensionssystemen mit im voraus festgelegten
             Leistungen wird den beteiligten Arbeitnehmern eine bestimmte Pensionshöhe garan-
            tiert. Mit Hilfe einer Formel werden die Leistungen an die Beschäftigungsdauer und
             die Gehälter der beteiligten Arbeitnehmer gebunden und hängen nicht ausschließlich
            von den Aktiva der Pensionskasse ab. Bei Pensionssystemen mit im voraus festgeleg-
            ten Leistungen werden mit einer Buchung im Konto für die sontigen Veränderungen
            des Volumens der Aktiva Veränderungen des versicherungsmathematisch ermittelten
            Passivums erfaßt, die sich aus Veränderungen der Leistungsstruktur ergeben, welche
            zu unterscheiden sind von Veränderungen der Altersstruktur und der Struktur der
            Beschäftigungsdauer des Versicherungspools. Zu Veränderungen der Leistungsstruk-
            tur kommt es beispielsweise bei Änderungen der Formel, Herabsetzung des Pensions-
            alters oder Finanzierung einer jährlichen Erhöhung zukünftiger Pensionen oder aller
            jeweils gezahlten Pensionen (normalerweise definiert als fester Prozentsatz x pro
            Jahr);
        c)  außerordentliche Verluste von Bargeld oder Inhaberpapieren zum Beispiel durch
            Brandschäden oder Diebstahl;
        d) Abschreibung uneinbringlicher Forderungen durch die Gläubiger: einseitige Anerken-
            nung durch einen Gläubiger, daß ein finanzielles Aktivum aufgrund eines Konkurses
            oder sonstiger Faktoren nicht mehr eingezogen werden kann. Hier ist die darauf
            folgende Löschung dieses finanziellen Aktivums durch den Gläubiger aus seiner
            Vermögensbilanz sowie die Löschung des entsprechenden Passivums des Schuldners
            zu berücksichtigen. Wird jedoch die schuldnerische institutionelle Einheit vom Gläu-
            biger kontrolliert, so wird die Abschreibung von Forderungen durch den Gläubiger,
            die nicht durch Konkurs begründet ist, in den Vermögensbildungskonten verbucht;
        e)  statistische Abweichungen bei finanziellen Aktiva und Passiva zwischen der Vermö-
            gensschlußbilanz und der entsprechenden Vermögenseröffnungsbilanz.
                                                ?0R -
 ---pagebreak--- 6.28   Kategorie K. 10 beinhaltet nicht:
       -    die Streichung einer Schuld im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Schuldner und
            Gläubiger (Schuldenstreichung oder Schuldenerlaß): Sie wird als Transaktion zwi-
            schen Gläubiger und Schuldner behandelt, der als Gegentransaktion die Löschung des
            finanziellen Aktivums und des den Gegenwert bildenden Passivums im Finanzie-
            rungskonto gegenübersteht (siehe 5.16).
       -    die Ablehnung einer Schuld: Die einseitige Streichung einer Verbindlichkeit durch ei-
            nen Schuldner wird im System nicht anerkannt.
Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart (K.12)
6.29   Die Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart (K.12) umfaßt die Änderung
       der Sektorzuordnung der institutionellen Einheiten (K.l2.1) und die Änderung der
       Vermögensart der Aktiva und Passiva (K.l2.2).
Änderung der Sektorzuordnung (K.12.1)
6.30   Die Änderung der Zuordnung einer institutionellen Einheit von einem Sektor zu einem an-
       deren bedeutet die Übertragung ihrer gesamten Vermögensbilanz; z. B. wird eine dem Sek-
       tor der privaten Haushalte zugeordnete institutionelle Einheit zu einer Quasi-Kapitalgesell-
       schaft, die nun dem Sektor der Kapitalgesellschaften zuzuordnen ist.
       Die Änderung der Sektorzuordnung institutioneller Einheiten umfaßt das Entstehen und
       Verschwinden von bestimmten finanziellen Aktiva und von Passiva im Zusammenhang
       mit der Umstrukturierung von Unternehmen. Wenn eine Kapitalgesellschaft als unabhän-
       gige rechtliche Einheit verschwindet, weil sie von einer oder mehreren anderen Kapitalge-
       sellschaften übernommen wird, verschwinden alle finanziellen Aktiva/alle Passiva
       einschließlich Aktien und sonstige Beteiligungen zwischen dieser Kapitalgesellschaft und
       den sie übernehmenden Kapitalgesellschaften aus dem System. Der Erwerb von Aktien
       und sonstigen Beteiligungen an einer Kapitalgesellschaft im Rahmen einer Fusion ist je-
       doch als finanzielle Transaktion zwischen der erwerbenden Kapitalgesellschaft und dem
       bisherigen Inhaber zu verbuchen. Der Ersatz vorhandener Aktien durch Aktien an der
       übernehmenden oder neuen Kapitalgesellschaft ist als Rücknahme von Aktien und gleich-
       zeitige Ausgabe neuer Aktien zu verbuchen. Finanzielle Aktiva/Passiva im Verhältnis
       zwischen der übernommenen Kapitalgesellschaft und Dritten bleiben unverändert und ge-
       hen auf die übernehmende(n) Kapitalgesellschaft(en) über.
       Entsprechend werden, wenn eine Kapitalgesellschaft rechtlich in zwei oder mehr institu-
       tionelle Einheiten geteilt wird, neue finanzielle Aktiva und Passiva (Entstehen von
       finanziellen Aktiva) in dieser Kategorie (K.12.1) verbucht.
Änderung der Vermögensart (K12.2)
6.31   Die Kategorie K.l2.2 unterscheidet zwischen Monetisierung/Demonetisierung von Gold
       (K.l2.21) und Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von
       Gold(K.12.22).
                                               209
 ---pagebreak--- 6.32   Die Monetisierung/Demonetisierung von Gold (K.l2.21) wird im Konto für die sonstigen
       Veränderungen des Volumens der Aktiva der Währungsbehörden verbucht (siehe 5.27).
       Monetisierung von Gold erfolgt, wenn die Währungbehörden das Gold von den Beständen
       an Wertgegenständen zu den von ihnen gehaltenen Währungsreserven umbuchen. Im
       Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva wird dann eine
       Verringerung der von ihnen gehaltenen Wertgegenstände und eine Zunahme des von ihnen
       gehaltenen Währungsgoldes verbucht.
       Der Erwerb von Währungsgold direkt von anderen Währungsbehörden wird als Transak-
       tion mit Währungsgold behandelt (F.l 1). Alle anderen Käufe einschließlich Käufe von fi-
       nanziellen Mittlern oder über einen organisierten Goldmarkt sind als Erwerb von
       Wertgegenständen mit anschließender Änderung der Vermögensart zu verbuchen.
       Demonetisierung von Gold erfolgt, wenn die Währungsbehörden Gold aus den Währungs-
       beständen zu den Wertgegenständen übertragen. Dann werden die Währungsgoldbestände
       der Währungsbehörden geringer, und bei ihren Beständen an Wertgegenständen ist eine
       Zunahme zu verzeichnen. Verkäufe von Währungsgold direkt an andere Währungsbehör-
       den werden als Transaktionen mit Währungsgold (F. 11) eingestuft. Alle sonstigen
       Verkäufe einschließlich Verkäufe an finanzielle Mittler oder über einen organisierten
       Goldmarkt sind als Verkäufe von Wertgegenständen mit vorangegangener Änderung der
       Vermögensart zu verbuchen.
6.33   Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold (K.l2.22):
       Als Beispiele sind Änderungen in der Bodennutzung oder die Umstellung der Nutzung von
       Wohnungen zu Wohnzwecken auf kommerzielle Nutzung oder umgekehrt zu nennen. Bei
       Grund und Boden sind beide Buchungen - die eine mit negativen Vorzeichen für die alte
       Kategorie, die andere mit positiven Vorzeichen für die neue Kategorie - mit demselben
       Wert in der Kategorie K.l2.22 vorzunehmen. Die Änderung des Grundstückwertes
       aufgrund dieser Nutzungsänderung wird als wirtschaftliches Entstehen (siehe 6.17 c) oder
       Verschwinden (siehe 6.21 b) von nichtproduzierten Aktiva verbucht und als Volumenände-
       rung betrachtet.
       K. 12.22 beinhaltet nicht die Umwandlung von Anleihen in Aktien, die als zwei finanzielle
       Transaktionen dargestellt wird (siehe 5.62 1).
6.34   Sonstige Änderungen des Volumens (K.3-K.10 und K.12) werden in den Konten für die
       sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva der Sektoren, der Gesamtwirtschaft
       und der übrigen Welt verbucht.
Nominale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (K.ll)
6.35   Nominale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva2 sind die Kategorie der son-
       stigen Veränderungen des Wertes von Aktiva, Passiva und damit Reinvermögen, die die
       Veränderungen in Höhe und Struktur ihrer Preise widerspiegelt. Nominale Gewinne aus
       dem Halten von Aktiva bzw. Passiva untergliedern sich in neutrale und reale Gewinne aus
       dem Halten von Aktiva bzw. Passiva.
     Der Begriff „Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva" wird sowohl für Gewinne als auch Verluste aus dem Halten von Aktiva
     bzw. Passiva verwandt unter der klaren Voraussetzung, daß derartige Gewinne sowohl negativ als auch positiv sein können.
     Entsprechend können mit dem Begriff „Aktiva" sowohl Aktiva als auch Passiva abgedeckt werden.
 ---pagebreak--- 6.36 Definition: Der nominale Gewinn (K.ll) aus dem Halten einer bestimmten Menge eines
                  Aktivums wird definiert als die Veränderung des Wertes dieses Aktivums fur
                  den Eigentümer infolge einer Änderung seines Preises. Der nominale Gewinn
                  aus dem Halten eines Passivums wird definiert als die Änderung des Wertes
                  dieses Passivums infolge einer Änderung seines Preises, jedoch mit umgekehr-
                  tem Vorzeichen.
6.37 Ein positiver Gewinn aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva ergibt sich durch eine
     Wertsteigerung eines gegebenen Aktivums oder durch eine Wertminderung eines
     gegebenen Passivums. Ein negativer Gewinn aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva -
     d. h. ein Verlust - ergibt sich durch eine Wertminderung eines gegebenen Aktivums oder
     eine Wertsteigerung eines gegebenen Passivums.
6.38 Nominale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva werden unabhängig davon,
     ob sie realisiert worden sind oder nicht, im Umbewertungskonto verbucht. Ein Gewinn aus
     dem Halten von Aktiva bzw. Passiva gilt als realisiert, wenn das entsprechende Aktivum
     verkauft, abgelöst oder in irgendeiner Weise verbraucht oder die Verbindlichkeit
     zurückgezahlt worden ist. Ein nicht realisierter Gewinn ist somit ein Gewinn aus einem am
     Ende des Rechnungszeitraums noch bestehendem Aktivum bzw. einer noch bestehenden
     Verbindlichkeit. Ein realisierter Gewinn versteht sich normalerweise als der während des
     gesamten Zeitraums des Bestehens des Aktivums bzw. Passivums realisierte Gewinn, un-
     abhängig davon, ob dieser Zeitraum dem Rechnungszeitraum entspricht oder nicht. Da je-
     doch Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva im System nach dem Grundsatz
     der periodengerechten Zuordnung verbucht werden, wird in den Klassifikationen und Kon-
     ten nicht zwischen realisierten und nicht realisierten Gewinnen unterschieden, auch wenn
     dies für bestimmte Zwecke nützlich wäre.
6.39 Gewinne aus dem Halten von Aktiva beinhalten Gewinne aus allen Arten von Aktiva: aus
     produzierten und nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva und aus finanziellen Aktiva.
     Es sind also auch Gewinne aus von den Produzenten gehaltenen Vorräten an Waren aller
     Art einschließlich unfertiger Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindlicher Arbeiten ab-
     gedeckt.
                                            -211
 ---pagebreak--- 6.40 Nominale Gewinne können im Zusammenhang mit Aktiva entstehen, die im
     Rechnungszeitraum während einer beliebigen Zeitspanne gehalten werden, und nicht nur
     im Zusammenhang mit Aktiva, die in der Vermögenseröffnungsbilanz und/oder der
     Vermögensschlußbilanz erscheinen. Der nominale Gewinn, der sich fur den Eigentümer
     zwischen zwei Zeitpunkten aus einem bestimmten Aktivum oder einer bestimmten Menge
     eines speziellen Typs von Aktivum ergibt, wird definiert als:
     der Geldwert dieses Aktivums zu dem späteren Zeitpunkt
     abzüglich
     des Geldwerts dieses Aktivums zu dem früheren Zeitpunkt,
     wobei davon ausgegangen wird, daß sich das Aktivum selbst in der Zwischenzeit weder
     qualitativ noch quantitativ verändert. Der nominale Gewinn G aus dem Halten einer gege-
     benen Menge q eines Aktivums zwischen den Zeitpunkten o und t kann wie folgt
     ausgedrückt werden:
                                  G = (pt-p0) • q,
     wobei p0 und pt die Preise für das Aktivum zu den Zeitpunkten o bzw t sind. Bei finanziel-
     len Aktiva und Passiva mit festen jeweiligen Werten, für die p0 und pt definitionsgemäß
     gleich 1 sind, sind die nominalen Gewinne aus dem Halten dieser Aktiva bzw. Passiva stets
     gleich 0.
6.41 Zur Berechnung nominaler Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva müssen Er-
     werb und Veräußerung von Aktiva auf dieselbe Weise bewertet werden wie in den
     Vermögensveränderungskonten und im Finanzierungskonto, und Bestände an Aktiva sind
     auf dieselbe Weise zu bewerten wie in den Vermögensbilanzen. Im Falle des Erwerbs von
     Anlagevermögen ist der Wert der Betrag, den der Käufer an den Produzenten oder Verkäu-
     fer bezahlt, zuzüglich der dem Käufer dabei entstehenden Kosten der Eigentumsübertra-
     gung. Bei der Veräußerung eines vorhandenen Gegenstands des Anlagevermögens ist der
     Wert der Betrag, den der Verkäufer vom Käufer erhält, abzüglich der dem Verkäufer ent-
     stehenden Kosten der Eigentumsübertragung.
     Es kann zwischen vier Situationen unterschieden werden, die zu nominalen Gewinnen aus
     dem Halten von Aktiva bzw. Passiva fuhren:
     1) Ein während des gesamten Rechnungszeitraums gehaltenes Aktivum: Der während des
          Rechnungszeitraums aus dem Halten des Aktivums entstehende nominale Gewinn ist
          gleich dem Wert der Vermögensschlußbilanz abzüglich des Wertes der Vermögen-
          seröffnungsbilanz. Dabei wird geschätzt, welchen Wert die Aktiva hätten, wenn sie
          zum Zeitpunkt der Erstellung der Bilanzen erworben würden. Der nominale Gewinn
          wird nicht realisiert.
     2) Ein zu Beginn des Rechnungszeitraums gehaltenes Aktivum, das innerhalb dieses
          Zeitraums verkauft wird: Der aus dem Halten des Aktivums entstehende nominale
          Gewinn ist gleich dem tatsächlichen oder geschätzten Veräußerungswert abzüglich des
          Wertes der Vermögenseröffnungsbilanz. Der nominale Gewinn wird realisiert.
 ---pagebreak---         3) Ein während des Rechnungszeitraums erworbenes Aktivum, das am Ende dieses Zeit-
              raums noch gehalten wird: Der aus dem Halten des Aktivums entstehende nominale
              Gewinn ist gleich dem Wert der Vermögensschlußbilanz abzüglich des tatsächlichen
              oder geschätzten Erwerbs wertes des Aktivums. Der nominale Gewinn wird nicht
              realisiert.
        4) Ein im Verlauf des Rechnungszeitraums erworbenes und wieder veräußertes Aktivum:
              Der aus dem Halten des Aktivums entstehende nominale Gewinn ist gleich dem tat-
              sächlichen oder geschätzten Veräußerungswert abzüglich des tatsächlichen oder ge-
              schätzten Erwerbs wertes. Der nominale Gewinn wird realisiert.
6.42    Als nominale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva gelten alle im Zusam-
        menhang mit Aktiva und Passiva entstehenden nominalen Gewinne, unabhängig davon, ob
        sie realisiert werden oder nicht. Sie werden im Umbewertungskonto der Sektoren, der Ge-
        samtwirtschaft und der übrigen Welt verbucht.
Neutrale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (K.l 1.1)
6.43    Definition: Ein neutraler Gewinn aus dem Halten eines Aktivums (K.l 1.1) wird definiert
                      als der Wert des Gewinns aus dem Halten eines Aktivums, der sich ergäbe,
                      wenn sich der Preis des Aktivums im Zeitablauf im selben Verhältnis ändern
                      würde wie das allgemeine Preisniveau.
        Neutrale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva werden ermittelt, um die Ab-
        leitung realer Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva zu vereinfachen, die zur
        Umverteilung der realen Kaufkraft zwischen den Sektoren führen.
6.44    Bezeichnet man den allgemeinen Preisindex mit r, so kann der neutrale Gewinn NG aus
        dem Halten einer gegebenen Menge q eines Aktivums vom Zeitpunkt o bis zum Zeitpunkt
        t wie folgt ausgedrückt werden:
                                         NG = p 0 . q ( r , / r 0 - l ) .
        Dabei ist p 0 . q der jeweilige Wert des Aktivums zum Zeitpunkt o und rt / r0 der Faktor der
        Veränderung des allgemeinen Preisindex zwischen den Zeitpunkten o und t. Das Element r,
        / r0 wird fur alle Aktiva und Passiva verwendet.
6.45    Es gibt keinen idealen allgemeinen Preisindex zur Berechnung neutraler Gewinne aus dem
        Halten von Aktiva bzw. Passiva. Vereinbarungsgemäß wird zur Berechnung derartiger
        Gewinne als allgemeiner Preisindex der Preisindex für die letzte Verwendung durch Ge-
        bietsansässige ohne Vorratsveränderungen herangezogen.
6.46   Neutrale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva werden im Konto fur die neu-
        tralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva verbucht, einem
        Unterkonto des Umbewertungskontos der Sektoren, der Gesamtwirtschaft und der übrigen
        Welt.
                                                  213 -
 ---pagebreak---        Reale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (K. 11.2)
6.47   Definition: Die realen Gewinne aus dem Halten von Aktiva (K.l 1.2) werden definiert als
                   die Differenz zwischen den nominalen und den neutralen Gewinnen aus dem
                   Halten dieser Aktiva.
      Der reale Gewinn RG aus dem Halten einer gegebenen Menge q eines Aktivums vom Zeit-
      punkt o bis zum Zeitpunkt t wird ausgedrückt als:
                                       RG= G - NG oder
                                  RG = ( p t / p 0 - r t / r 0 ) . p 0 . q .
      Die Werte der realen Gewinne aus dem Halten von Aktiva hängen somit von der Entwick-
      lung ihrer Preise während des fraglichen Zeitraums im Verhältnis zu der mit dem allge-
      meinen Preisindex gemessenen durchschnittlichen Entwicklung anderer Preise ab.
6.48  Reale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva werden im Konto für die realen
      Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva verbucht, einem Unterkonto
      des Umbewertungskontos der Sektoren, der Gesamtwirtschaft und der übrigen Welt.
      Gewinne aus dem Halten von finanziellen Aktiva nach Arten von finanziellen Aktiva
      Bargeld und Einlagen (F.2)
6.49  Der jeweilige Wert von Bargeld und Einlagen, die auf Landeswährung lauten, bleibt im
      Zeitablauf konstant. Der „Preis" eines solchen Aktivums ist stets gleich 1, während die
      Menge durch die Anzahl der Einheiten der Währung, auf die sie lauten, bestimmt wird. Die
      nominalen Gewinne aus dem Halten solcher Aktiva sind stets gleich 0. Aus diesem Grund
      ist die Differenz zwischen den Werten der Eröffnungs- und der Schlußbestände derartiger
      Aktiva mit Ausnahme der sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva ausschließ-
      lich auf die Werte der Transaktionen mit den Aktiva zurückzuführen. In diesem Fall ist es
     normalerweise möglich, letztere von den Vermögensbilanzzahlen abzuziehen.
6.50 Zur Berechnung der neutralen und realen Gewinne aus dem Halten von Aktiva mit festem
     jeweiligem Wert werden jedoch Daten über Transaktionszeitpunkte und -werte ebenso be-
     nötigt wie die Werte aus den Vermögenseröffnungs- und Vermögensschlußbilanzen. Wenn
     beispielsweise ein Kredit innerhalb des Rechnungszeitraums gewährt und zurückgezahlt
     wird, während das allgemeine Preisniveau steigt, ist aus der Sicht des Gläubigers der neu-
     trale Gewinn aus dem Kredit positiv und der reale Gewinn negativ, wobei die Höhe von
     der Laufzeit des Kredits und von der Inflationsrate abhängt. Ohne Angaben über den Wert
     der während des Rechnungszeitraums gewährten und zurückgezahlten Kredite und über die
     Zeitpunkte ihrer Gewährung und Rückzahlung können solche realen Verluste nicht ver-
     bucht werden. Im allgemeinen kann davon ausgegangen werden, daß, wenn der gesamte
     absolute Wert der positiven und negativen Transaktionen im Verhältnis zu den Werten der
     Vermögenseröffnungs- und der Vermögensschlußbilanz hoch ist, ausschließlich aus den
     Daten der Vermögensbilanzen abgeleitete approximative Schätzungen der neutralen und
     realen Gewinne aus dem Halten finanzieller Aktiva und Passiva mit festen jeweiligen Wer-
     ten nicht sehr zufriedenstellend sein können. Selbst die Verbuchung der Werte der finan-
     ziellen Transaktionen auf Bruttobasis - d. h. die getrennte Verbuchung von gewährten und
     zurückgezahlten Krediten anstatt die Verbuchung des Gesamtwertes der Kredite abzüglich
     der Rückzahlungen - kann unter Umständen ohne Informationen über die zeitliche Abwick-
     lung der Kredite unzureichend sein.
                                              -214
 ---pagebreak---        Kredite (AF.4) und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7)
6.51   Was für Bargeld und Einlagen gilt, ist auch anwendbar auf Kredite und sonstige Forderun-
       gen und Verbindlichkeiten, die nicht gehandelt werden. Wird jedoch ein bestehender Kre-
       dit oder Handelskredit an eine andere institutionelle Einheit verkauft, so sollte die
       Differenz zwischen dem Rückkaufpreis und dem Transaktionspreis zum Zeitpunkt der
       Transaktion im Umbewertungskonto des Verkäufers und des Käufers verbucht werden.
       Wertpapiere außer Aktien (AF.3)
6.52   Werden Anleihen mit Emissionsagio oder -disagio ausgegeben - einschließlich Anleihen
      mit niedriger Nominalverzinsung und hohem Rückzahlungskurs sowie Null-Kupon-
       Anleihen -, so bestimmt die Differenz zwischen ihrem Emissionskurs und ihrem Nennwert
       oder Rückzahlungswert bei Fälligkeit die Zinsen, die der Emittent während der Laufzeit
       der Anleihe zahlen muß. Diese Zinsen werden als Besitzeinkommen verbucht, das der An-
       leiheemittent zahlen muß und der Anleihegläubiger zusätzlich zu allen vom Emittenten in
       bestimmten Abständen während der Laufzeit der Anleihe effektiv gezahlten Anleihezinsen
      erhält. Die auflaufenden Zinsen werden im Finanzierungskonto als gleichzeitig vom
      Anleihegläubiger in die Anleihe reinvestiert verbucht3. Deshalb werden sie im Finanzie-
      rungskonto als der Erwerb eines Aktivums verbucht, das zu dem bestehenden Aktivum
      hinzugefugt wird (siehe 5.17). Somit spiegelt die allmähliche Erhöhung des Marktwertes
      einer Anleihe, die auf das Anwachsen der aufgelaufenen reinvestierten Zinsen zurückzu-
      führen ist, ein Anwachsen des ausgegebenen Anleihekapitals wider, d. h. der Größe des
      Aktivums. Es handelt sich dabei im wesentlichen um eine Mengen- oder Volumenerhö-
      hung, nicht um eine Preiserhöhung. Dabei entsteht für den Anleihegläubiger keinerlei
       Gewinn und für den Anleiheemittenten keinerlei Verlust. Die Situation ist vergleichbar mit
      der einer Ware wie beispielsweise Wein, der während seiner Lagerung reift. Jede Erhöhung
      des Weinpreises, die auf eine Verbesserung der Weinqualität zurückzufuhren ist, spiegelt
      eine Zunahme des Volumens und keine Preissteigerung wider. Die Qualität der Anleihen
      ändert sich in dem Maße, wie ihr Rückzahlungstermin näherrückt, und es muß unbedingt
      berücksichtigt werden, daß Erhöhungen ihres Wertes aufgrund der Zunahme der
      aufgelaufenen Zinsen keine Preisveränderungen sind und keine Gewinne aus dem Halten
      von Aktiva ergeben.
6.53  Die Kurse festverzinslicher Anleihen ändern sich jedoch auch, wenn sich der Marktzins
      ändert, wobei sich die Kurse in umgekehrtem Verhältnis zu den Zinssätzen verändern. Die
      Auswirkung einer gegebenen Zinssatzänderung auf den Kurs einer einzelnen Anleihe ist
      umso geringer, je kürzer die Frist bis zum Fälligkeitstermin der Anleihe ist. Änderungen
      der Anleihekurse, die auf Änderungen der Marktzinsen zurückzuführen sind, stellen keine
      Mengenänderungen, sondern Preisänderungen dar. Sie führen somit zu nominalen Gewin-
      nen oder Verlusten sowohl für die Anleiheemittenten als auch für die Anleihegläubiger.
      Eine Erhöhung der Zinssätze führt zu einem nominalen Gewinn fur den Emittenten der
      Anleihe und einem entsprechenden nominalen Verlust für den Anleihegläubiger, und im
      Falle der Senkung der Zinssätze ist es umgekehrt.
     Das System empfiehlt diese Vorgehensweise, läßt jedoch auch die Verbuchung dieser Zinsen unter sonstigen Forderungen und
     Verbindlichkeiten (AF.7) zu, wenn dies zur Anpassung an nationale Gepflogenheiten erforderlich ist (siehe 5.127).
                                                             -215
 ---pagebreak---      Ebenso wie aus dem Halten von Anleihen können nominale Gewinne oder Verluste auch
     aus dem Halten von Wechseln entstehen. Da es sich bei Wechseln jedoch um kurzfristige
     Wertpapiere mit sehr viel kürzeren Laufzeiten handelt, sind die durch Zinssatzänderungen
     entstehenden Gewinne aus ihrem Halten im allgemeinen sehr viel geringer als bei Anleihen
     mit demselben Nennwert.
6.54 Die Umwandlung von Anleihen in Aktien wird als zwei finanzielle Transaktionen verbucht
     (siehe 5.62 1). Sie erfolgt normalerweise zu einem Kurs unterhalb des Börsenkurses der
     Aktien, und die sich daraus ergebenden Gewinne sind als Preisänderung bei Aktien und
     sonstigen Beteiligungen im Umbewertungskonto zu verbuchen (siehe 5.135).
6.55 Der Wert der derivativen Finanzinstrumente (AF.34) kann sich durch Änderungen im Wert
     oder in der Kursvolatilität des zugrunde liegenden Instruments oder mit dem Herannahen
     des Erfüllungs- oder Fälligkeitstermins ändern. All diese wertmäßigen Änderungen sind als
     Preisänderungen zu betrachten und unter K.ll zu verbuchen.
     Aktien und sonstige Beteiligungen (AF.5)
6.56 Gratisaktien (siehe 5.93) führen zur Erhöhung der Aktienzahl und des Nennwertes der aus-
     gegebenen Aktien, verändern aber theoretisch nicht den Marktwert sämtlicher Aktien.
     Vereinbarungsgemäß werden sie deshalb in den Konten überhaupt nicht erfaßt. Da mit die-
     sen Emissionen jedoch die Liquidität der Aktien auf dem Markt verbessert werden soll und
     infolgedessen der gesamte Marktwert der ausgegebenen Aktien steigen kann, sind derartige
     Änderungen als Umbewertungseffekt zu verbuchen.
     Versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6)
6.57 Änderungen der Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
     Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen (AF.61), die zwischen
     Beginn und Ende des Rechnungszeitraums eintreten und sich aus nominalen Gewinnen
     oder Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva im Zusammenhang mit den
     investierten Rücklagen von Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen ergeben,
     werden im Umbewertungskonto verbucht, und dasselbe gilt für Beitragsüberträge und
     Schadensrückstellungen (AF.62) im Zusammenhang mit Gewinnen oder Verlusten aus
     dem Halten von Aktiva bzw. Passiva.
                                             216-
 ---pagebreak--- Finanzielle Aktiva in Fremdwährung
6.58     Der Wert von auf Fremdwährung lautenden finanziellen Aktiva wird an ihrem jeweiligen
         Marktwert in der Fremdwährung gemessen, der zum jeweiligen Wechselkurs in Landes-
         währung umgerechnet wird. Nominale Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
         können somit nicht nur dann entstehen, wenn sich der Preis des Aktivums in Landeswäh-
         rung ändert, sondern auch, wenn sich der Wechselkurs ändert. Der Gesamtwert der wäh-
         rend des Rechnungszeitraums auflaufenden nominalen Gewinne aus dem Halten von Akti-
         va bzw. Passiva kann auf die übliche Weise berechnet werden, indem man den Wert der
         Transaktionen von der Differenz zwischen dem Wert der Vermögenseröffnungsbilanz und
         der Vermögensschlußbilanz abzieht. Zu diesem Zweck muß bei Transaktionen mit auf
         Fremdwährung lautenden finanziellen Aktiva eine Umrechnung in die Landeswährung
         vorgenommen werden, wobei die Wechselkurse zum Zeitpunkt der Transaktionen
         verwendet werden, während die Werte der Vermögenseröffnungsbilanz und der Vermö-
         gensschlußbilanz unter Verwendung der Wechselkurse umzurechnen sind, die zu den Zeit-
        punkten gelten, auf die sich die Vermögensbilanzen beziehen. Dies bedeutet, daß der Ge-
         samtwert der Transaktionen - Erwerb abzüglich Veräußerung - ausgedrückt in Fremdwäh-
         rung effektiv umgerechnet wird mittels eines gewogenen mittleren Wechselkurses, bei dem
         die Gewichte die Werte der Transaktionen erhalten, die zu verschiedenen Zeitpunkten
         durchgeführt worden sind.
                                                217
 ---pagebreak---    Kapitel VII
Vermögensbilanzen
 XAÎ  -219-
 ---pagebreak--- 7.01 Definition: Eine Vermögensbilanz ist eine zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellte Auf-
                  stellung von gehaltenen Vermögenswerten (Aktiva) und ausstehenden Ver-
                  bindlichkeiten (Passiva). Ihr Saldo wird als Reinvermögen (B.90) bezeichnet.
                  Die in der Vermögensbilanz erfaßten Bestände an Aktiva und Passiva werden
                  zu den am Bilanzstichtag geltenden Marktpreisen bewertet.
7.02 Vermögensbilanzen werden fur die Sektoren, die Gesamtwirtschaft und die Übrige Welt
     erstellt.
     Aus der Vermögensbilanz eines Sektors wird der Wert sämtlicher - produzierten, nichtpro-
     duzierten und finanziellen - Aktiva und Passiva dieses Sektor sowie sein Reinvermögen
     ersichtlich.
     In der Vermögensbilanz der Gesamtwirtschaft wird als Saldo das nachgewiesen, was häu-
     fig als "Volksvermögen" bezeichnet wird: die Summe der nichtfinanziellen Aktiva und der
     finanziellen Nettoaktiva gegenüber der Übrigen Welt.
     Die Vermögensbilanz der Übrigen Welt enthält ausschließlich finanzielle Aktiva und Pas-
     siva.
7.03 Kapitalgesellschaften haben zusätzlich zum Wert der ausgegebenen Aktien und sonstigen
     Beteiligungen       ein     eigenes      Reinvermögen.       Das     Reinvermögen        von
     Quasi-Kapitalgesellschaften ist gleich null, da man davon ausgeht, daß die Differenz zwi-
     schen ihren Aktiva und ihren Passiva gleich dem Eigenkapital ihres Eigentümers ist. Das
     Reinvermögen von gebietsansässigen Unternehmen, die Gegenstand einer Direktinvestition
     und Zweigniederlassungen von gebietsfremden Unternehmen sind und daher als
     Quasi-Kapitalgesellschaften behandelt werden, ist daher gleich null.
7.04 Die Differenz zwischen den gesamten finanziellen Aktiva und den gesamten Passiva wird
     als finanzielle Nettoaktiva bezeichnet (vgl. 7.67).
7.05 Im Falle der Sektoren Nichtfinanzielle und Finanzielle Kapitalgesellschaften liefert die Be-
     rechnung der Eigenmittel einen für Analysezwecke aussagekräftigen Indikator.
     Die Eigenmittel sind gleich der Summe des Reinvermögens (B.90) und der ausgegebenen
     Aktien und sonstigen Beteiligungen (AF.5).
7.06 Die Vermögensbilanz vervollständigt den Kontensatz, da aus ihr das Endergebnis der Bu-
     chungen im Produktionskonto, in den Einkommensverteilungskonten, im Einkommens-
     verwendungskonto und in den Vermögensbildungskonten ersichtlich wird (vgl. Kapi-
     tel VIII "Kontenfolge und Kontensalden").
7.07 Die Vermögensbilanz zeigt den Wert der Aktiva und Passiva zu einem bestimmten Zeit-
     punkt. Vermögensbilanzen sind am Anfang des Rechnungszeitraums (er entspricht dem
     Ende des vorhergehenden Rechnungszeitraums) und an seinem Ende zu erstellen.
7.08 Die Vermögenseröffnungsbilanz und die Vermögensschlußbilanz sind durch eine grundle-
     gende Identitätsbeziehung der Buchführung miteinander verknüpft:
     (1) der Wert des Bestandes an einem bestimmten Aktivum in der Vermögenseröffnungsbi-
          lanz
     plus
                                               220
 ---pagebreak---         (2) Transaktionen: Gesamtwert der durch Transaktionen während des Rechnungszeit-
             raums erworbenen Aktiva abzüglich des Gesamtwerts der durch Transaktionen in
             demselben Zeitraum veräußerten Aktiva: Transaktionen mit nichtfinanziellen Aktiva
             werden im Vermögensveränderungskonto, Transaktionen mit finanziellen Aktiva wer-
             den im Finanzierungskonto verbucht;
        minus
        (3) Abschreibungen
        plus
        (4) sonstige Volumenveränderungen: Wert sonstiger positiver oder negativer Veränderun-
             gen des Volumens der Aktiva (z. B. infolge der Entdeckung von Bodenschätzen oder
             der Zerstörung eines Vermögenswertes durch Krieg oder Naturkatastrophen): diese
             Veränderungen werden im Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der
             Aktiva verbucht;
        plus
        (5) Umbewertungen: Wert der nominalen Gewinne /Verluste aus dem Halten der Aktiva,
             die im Rechnungszeitraum aufgrund einer Änderung des Preises der Aktiva entstehen:
             Sie werden im Umbewertungskonto verbucht;
        ist gleich
        (6) dem Wert des Bestandes an dem Aktivum in der Vermögensschlußbilanz.
        Wie die Vermögenseröffnungs- und die Vermögensschlußbilanz über Transaktionen und
        sonstige Veränderungen der Aktiva (sonstige Veränderungen des Volumens der Aktiva und
        Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva) buchungstechnisch miteinan-
        der verknüpft sind, ist schematisch in Anhang 2 dargestellt.
Die verschiedenen Kategorien von Aktiva
7.09    Bei den in der Vermögensbilanz erfaßten Aktiva handelt es sich um wirtschaftliche Werte.
7.10    Definition: Wirtschaftliche Werte sind als Wertaufbewahrungsmittel dienende Werte, an
                    denen institutionelle Einheiten individuelle oder kollektive Eigentumsrechte
                    haben und aus deren Halten oder Nutzung während eines bestimmten Zeit-
                    raums ihren Eigentümern wirtschaftliche Vorteile entstehen können.
7.11    Wirtschaftliche Vorteile umfassen Primäreinkommen (Betriebsüberschuß bei Eigennut-
        zung, Einkommen aus Vermögen im Falle der Übertragung des Nutzungsrechts auf Dritte)
        aus der Nutzung des Vermögenswertes sowie den Betrag, einschließlich möglicher Gewin-
        ne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva, der durch Veräußerung oder
        Auflösung des Vermögenswertes erzielt werden kann.
7.12    Die Aufstellung auf den Seiten 6 und 7 gibt einen Überblick über die Systematik der wirt-
        schaftlichen Werte. Die genaue Definition der verschiedenen Kategorien von Aktiva findet
        sich in Anhang 1 zu dem vorliegenden Kapitel.
                                               -221
 ---pagebreak---         In der Vermögensbilanz nicht erfaßt werden:
        (1) Humanvermögen,
        (2) Naturvermögen, bei dem es sich nicht um wirtschaftliche Werte handelt (z. B. Luft,
              Ozeane),
        (3) Eventualforderungen, bei denen es sich nicht um finanzielle Aktiva handelt (vgl. 7.22).
7.13    Es werden drei Gruppen von Aktiva unterschieden:
        (1) produzierte nichtfinanzielle Aktiva,
        (2) nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva
        (3) finanzielle Aktiva.
Produzierte nichtfinanzielle Aktiva (AN.l)
7.14    Definition: Produzierte Aktiva (AN.l) sind nichtfinanzielle Aktiva, die als Output eines
                        Produktionsprozesses entstanden sind.
7.15    Die Systematik der produzierten Aktiva basiert auf der Rolle der Aktiva im
        Produktionsprozeß; es werden unterschieden: Anlagevermögen1 - es wird im Produktions-
        prozeß während eines Zeitraums von mehr als einem Jahr wiederholt oder dauerhaft einge-
        setzt), Vorräte (sie werden als Vorleistungen im Produktionsprozeß eingesetzt, verkauft
        oder anderweitig verbraucht) und Wertgegenstände (sie werden nicht in erster Linie für die
        Zwecke der Produktion oder des Verbrauchs verwendet, sondern primär als Wertaufbewah-
        rungsmittel erworben).
Nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva (AN.2)
7.16    Definition: Nichtproduzierte Aktiva (AN.2) sind wirtschaftliche Werte, die nicht durch ei-
                        nen Produktionsprozeß entstanden sind. Sie umfassen materielle nichtprodu-
                        zierte Aktiva und immaterielle nichtproduzierte Aktiva, wie sie im folgenden
                        definiert sind.
7.17    Die Systematik der nichtproduzierten Aktiva basiert auf der Art und Weise, wie die Aktiva
        entstehen. Einige von ihnen kommen in der Natur vor, andere, die man als von der
        Gesellschaft entwickelte Konstrukte bezeichnen kann, entstehen durch rechtliche oder bu-
        chungstechnische Vorgänge.
7.18  Sämtliche materiellen nichtproduzierten Aktiva gehören zum Naturvermögen. Ob es sich bei
      einem Bestandteil des Naturvermögens um ein materielles nichtproduziertes Aktivum han-
      delt, hängt in Einklang mit der allgemeinen Definition des Begriffs "wirtschaftliche Werte"
      davon ab, ob an ihm effektiv ein Eigentumsrecht besteht und ob er angesichts des Standes
      der Technik und des Wissens, der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten, der
      vorhandenen Ressourcen und der Preisrelationen seinem Eigentümer einen wirtschaftlichen
      Vorteil verschaffen kann. Diejenigen Bestandteile des Naturvermögens, an denen keine Ei-
      gentumsrechte bestehen oder bestehen können, wie die Ozeane oder die Luft, sind keine ma-
      teriellen nichtproduzierten Aktiva.
        Zwei Arten von dauerhaften Gütern, die von den Produzenten eingesetzt werden, gehören nicht zu den Bruttoanlageinvestitionen:
        Kleinwerkzeuge und bestimmte Arten von militärischen Ausrüstungen. Daher sind keine entsprechenden Aktiva-Positionen
        vorgesehen.
        Darüber hinaus gehören Fahrzeuge und sonstige bewegliche Anlagegüter, die von privaten Haushalten für den Zwecke des letzten
        Verbrauchs erworben werden, nicht zum Anlagevermögen. Sie werden in der Vermögensbilanz "unter dem Strich" in der Position
        "dauerhafte Konsumgüter" ausgewiesen (vgl. 7.63).
                                                               ??.?.
 ---pagebreak--- 7.19    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva umfassen Patente, übertragbare Verträge, derivative
        Firmenwerte usw. Werte, die nicht durch recht.liehe oder buchungstechnische Vorgänge -
        etwa die Erteilung eines Patents oder die Übertragung eines wirtschaftlichen Vorteils auf
        einen Dritten - entstanden sind, gehören nicht zu den immateriellen nichtproduzierten Ak-
        tiva.
Finanzielle Aktiva und Passiva (AF)
7.20    Definition: Finanzielle Aktiva (AF) sind wirtschaftliche Werte, die Zahlungsmittel, finan-
                          zielle Forderungen und wi rtstfiiaftliche Werte, die finanziellen Forderungen
                          von ihrer Art her nahekommien., umfassen.
7.21    Zahlungsmittel sind Währungsgold, Sonderziehungsrechte, Bargeld und übertragbare Ein-
        lagen.
        Finanzielle Forderungen berechtigen ihre Eigentümer (die Gläubiger) dazu, von anderen
        institutionellen Einheiten (den Schuldnern), die die den Forderungen gegenüberstehenden
        Verbindlichkeiten eingegangen sind, eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen ohne
        Gegenleistung zu erhalten.
        Beispiele für wirtschaftliche Werte, die finanziellen Forderungen von ihrer Art her nahe-
        kommen, sind Aktien und sonstige Beteiligungen sowie z. T. Eventualforderungen. Man
        geht davon aus, daß die institutionell/e Einheit, die ein derartiges finanzielles Aktivum
        ausgibt, die ihm gegenüberstehende Verbindlichkeit eingegangen ist.
7.22    Eventualforderungen sind vertragliche Vereinbarungen zwischen institutionellen Einheiten
        oder zwischen diesen und der Übrigem Welt, in denen eine oder mehrere Bedingungen
        festgelegt werden, die erfüllt sein müssen, bevor eine finanzielle Transaktion stattfindet.
        Beispiele sind Bürgschaften Dritter, Akkreditive, Kreditlinien, durch Kreditlinien abgesi-
        cherte Note Issuance Facilities (NIF) sowie zahlreiche derivative Finanzinstrumente. Im
        ESVG ist eine Eventualforderung dann als finanzielles Aktivum zu verbuchen, wenn die
        vertragliche Vereinbarung selbst einen Marktwert besitzt, da sie handelbar ist oder am
        Markt verrechnet werden kann. Andernfalls werden Eventualforderungen nicht im ESVG
        erfaßt.2
7.23    Mit Ausnahme der finanziellen Aktiva, die der Position Währungsgold und
        Sonderziehungsrechte (AF.l) zuzuordnen sind, steht im ESVG jedem finanziellen Aktivum
        eine Verbindlichkeit gegenüber.
7.24    Die Systematik der finanziellen Aktiva und der Passiva entspricht der Systematik der fi-
        nanziellen Transaktionen. Daher finden sich die Definitionen der Positionen, Unterpositio-
        nen und Teilpositionen der finanziellen Aktiva und der Passiva sowie die ergänzenden Er-
        läuterungen nur an einer Stelle im ESVG, nämlich im Kapitel "Finanzielle Transaktionen".
        Im Hauptteil des vorliegenden Kapitels werden die Definitionen und zugehörigen
        Erläuterungen nicht wiederholt; Anhang 1 zu diesem Kapitel enthält jedoch eine Übersicht
        über sämtliche im ESVG definierten Aktiva und Passiva.
        Versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6) sind unbedingte Verbindlichkeiten von Versicherungsunternehmen oder
        Pensionskassen. Bei den ihnen gegenüberstehenden finanziellen Aktiva der einzelnen Versicherungsnehmer und Leistungsempfanger
        handelt es sich dagegen in den meisten Fällen um Eventualforderungen.
                                                                221 -
 ---pagebreak---                                                 SYSTEMATIK DER AKTIVA
AN     NICHTFINANZIELLE AKTIVA               (AN. 1 + A.N.2)
AN.l           Produzierte Aktiva
AN. 11             Anlagevermögen3
AN.l 11                 Sachanlagen
AN. 1111                    Wohnungen
AN. 1112                   Sonstige unbewegliche Anlagegüter
AN. 11121                       Nichtwohngebäude
AN. 11122                       Sonstige Bauten
AN. 1113                   Bewegliche Anlagegüter
AN.l 1131                       Fahrzeuge
AN. 11132                       Sonstige bewegliche Anlagegüter
AN. 1114                   Kultivierte Aktiva
AN. 11141                       Zucht- und Milchvieh, Zugtiere usw.
AN. 11142                       Obst- und Rebanlagen sowie sonstige Dauerkulturen
AN.l 12                 Immaterielle Werte
AN.l 121                   Exploration von Bodenschätzen
AN.l 122                    DV-Software
AN. 1123                   Originale der Unterhaltungsinduistrie, literarische und künstlerische Originale
AN. 1129                   Sonstige immaterielle Werte
AN. 12             Vorräte
AN. 121                 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
AN. 122                 Unfertige Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindliche Arbeiten
AN. 1221                   In Durchführung befindliche Arbeiten an kultivierten Aktiva
AN. 1222                   Sonstige unfertige Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindliche Arbeiten
AN. 123                 Fertigerzeugnisse
AN. 124                 Zum Wiederverkauf bestimmte Waren
AN. 13             Wertgegenstände
AN. 131                 Edelmetalle und Edelsteine
AN. 132                 Antiquitäten und sonstige Kunstgegenstände
AN. 139                 Sonstige Wertgegenstände
AN.2           Nichtproduzierte Aktiva
AN.21          Materielle nichtproduzierte Aktiva
AN.211                  Grund und Boden
AN.2111                    Grundstücke, auf denen sich unbewegliche Anlagegüter befinden
AN.2112                    Kulturflächen
AN.2113                    Erholungsflächen und zugehörige Oberflächengewässer
AN.2119                    Sonstiger Grund und Boden und zugehörige Oberflächengewässer
AN.212                  Bodenschätze
AN.2121                    Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorkommen
AN.2122                    Metallische Mineralvorkommen
AN.2123                    Nichtmetallische Mineralvorkommen
AN.213                 Nichtkultivierte biologische Ressourcen
AN.214                  Wasservorkommen
        Position "unter dem Strich" AN.m: Dauerhafte Konsumgüter.
                                                            -224
 ---pagebreak--- AN.22             Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
AN.221                 Patente
AN.222                 Miet- und Pachtverträge sowie sonstige übertragbiirt" Verträge
AN.223                 Derivativer Firmenwert
AN.229                 Sonstige immaterielle nichtproduzierte Aktiva
AF            FINANZIELLE AKTIVA4 (AF.l                + AF.2 + AF.3 + AF.4 + AF.5 + / ^F.6 + AF.7)
AF.l          Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
AF. 11             Währungsgold
AF.l2             Sonderziehungsrechte (SZR)
AF.2          Bargeld und Einlagen
AF.21             Bargeld
AF.22             Übertragbare Einlagen
AF.29             Sonstige Einlagen
AF.3          Wertpapiere außer Aktien
AF.33             Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
AF.331                 Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenk " n
AF.332                 Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten>
AF.34             Derivative Finanzinstrumente
AF.4          Kredite
AF.41             Kurzfristige Kredite
AF.42             Langfristige Kredite
AF.5          Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.51             Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds
AF.511                 Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
AF.512                 Nicht börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
AF.513                 Sonstige Beteiligungen
AF.52             Anteile an Investmentfonds
AF.6          Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.61             Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
                  Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen
AF.611            Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
                  Rückstellungen für Lebensversicherungen
AF.612            Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
                  Rückstellungen von Pensionskassen
AF.62             Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
AF.7          Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
AF.71             Handelskredite und Anzahlungen
AF.79             Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und
                  Anzahlungen
       Position "unter dem Strich" AF.m: "Ausländische Direktinvestitionen"
                                                               225
 ---pagebreak--- Bewertung der Positionen der Vejrmögensbilanz
Allgemeine Bewertungsgrund^ätye
7.25   Eine Position der Ve^mö^ensbilanz ist so zu bewerten, als ob das entsprechende Aktivum
       bzw. Passivum arr* Bilçjizstichtag erworben würde, einschließlich sämtlicher mit der
       Eigentumsübertra^ung verbundener Nebenkosten im Falle nichtfinanzieller Aktiva. Dies
       bedeutet, daß die .Aktiva, und Passiva zu jeweiligen Preisen, d. h. zu den am Bilanzstichtag
       geltenden Mark preisen* zu bewerten sind.
       Aktiva sind.r\aher zu bewerten:
       (1) sofern sie gekauft werden, zu Anschaffungspreisen,
       (2) so,fern sie für eigene Rechnung produziert werden, zu Herstellungspreisen bzw. zu
       den Herstellungspreisen vergleichbarer Güter oder mit der Summe ihrer Kosten, wenn
       keim ^ Herstellungspreise verfügbar sind.
7.26   Ir A Idealfall können diese Preise am Markt beobachtet werden. Ist dies nicht der Fall - z. B.
         wenn in der jüngsten Vergangenheit keine Käufe/Verkäufe des betreffenden Aktivums be-
        obachtet wurden - so ist zu schätzen, wie hoch der Preis des Aktivums wäre, wenn es am
        Bilanzstichtag am Markt gekauft würde.
7 21    Nebisn am Markt beobachteten oder anhand von beobachteten Preisen oder entstandenen
        Kosten geschätzten Preisen können zur Bewertung der Positionen der Vermögensbilanz
        jeweilige Preise herangezogen werden, die näherungsweise ermittelt werden:
        (1) durch Umbewertung und Ermittlung des Erwerbs abzüglich Veräußerungen oder
        (2)      anhand des Gegenwartswertes, d. h. des abgezinsten Wertes, künftiger Erträge.
 7.28   Marktpreise sind in der Regel verfügbar für eine Vielzahl von finanziellen Aktiva, vorhan-
        dene Immobilien (Gebäude und sonstige unbewegliche Anlagegüter einschließlich des
         Grund und Bodens, auf dem sie sich befinden), vorhandene Fahrzeuge, Pflanzungen und
         Viehbestände sowie für neuproduzierte Gegenstände des Anlagevermögens und Vorräte.
 7.29    Im Falle einiger Aktiva wird ihr umbewerteter ursprünglicher Anschaffungspreis über ihre
         erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Wert eines solchen Aktivums zu einem be-
         stimmten Zeitpunkt seiner Nutzungsdauer gibt sein jeweiliger Anschaffungspreis abzüglich
         des kumulierten Wertes dieser Abschreibungen an. Die meisten Gegenstände des
         Anlagevermögens können in den Vermögensbilanzen zu ihren um die kumulierten
         Abschreibungen berichtigten jeweiligen Anschaffungspreisen (d. h. zu Wiederbeschaf-
         fungspreisen abzüglich Abschreibungen) bewertet werden5.
 7.30    Im Falle von Aktiva, aus denen Erträge entweder relativ spät (Beispiel: Forsten) oder ver-
         teilt über einen längeren Zeitraum (Beispiel: Bodenschätze) anfallen, muß mit Hilfe eines
         Abzinsungsfaktors der Gegenwartswert der erwarteten künftigen Erträge berechnet werden.
         Anstelle der Verwendung eines allgemeinen Zinssatzes sollte der Abzinsungsfaktor auf der
         Orundlage von Informationen über Transaktionen mit der betreffenden Kategorie von Ak-
         tiva (Wälder, Bergwerke) errechnet werden.
         Die Summe der Restwerte aller noch genutzten Gegenstände des Anlagevermögens wird als Nettokapitalstock bezeichnet. Der
         Bruttokapitalstock versteht sich einschließlich der kumulierten Abschreibungen.
                                                                  -226
 ---pagebreak--- 7.31   Der Wert von auf Fremdwährungen lautenden Aktiva und Passiva ist zu dem am Bilanz-
       stichtag geltenden Marktwechselkurs in Landeswährung umzurechnen. Hierfür ist das Mit-
       tel aus dem An- und dem Verkaufskassakurs für Devisentransaktionen heranzuziehen.
7.32   Für bestimmte Untersuchungszwecke ist u. U. eine Bewertung zu anderen Werten als zu
      jeweiligen Marktpreisen sinnvoll; in diesem Fall können die entsprechenden Werte "unter
       dem Strich" der Vermögensbilanz ausgewiesen werden. Die Bewertung von langfristigen
       Anleihen kann z. B. zum Nennwert und die Bewertung des Eigenkapitals von Kapitalge-
       sellschaften anhand des umbewerteten eingezahlten Kapitals oder zu einem vergleichbaren
       Wert erfolgen.
     Nichtfinanzielle Aktiva (AN)
     Produzierte Aktiva (AN.l)
     Anlagevermögen (AN.ll)
     Sachanlagen (AN.lll)
7.33   Sachanlagen sind, sofern möglich, zu Marktpreisen (bzw. zu Herstellungspreisen im Falle
       von selbsterstellten neuen Anlagen) auszuweisen, andernfalls zu um die kumulierten Ab-
       schreibungen berichtigten jeweiligen Anschaffungspreisen. Der in der Vermögensbilanz zu
       verbuchende Wert schließt die Anschaffungskosten der Übertragung des Eigentums an den
       angemessen abgeschriebenen Sachanlagen ein.
Immaterielle Werte (AN.l 12)
7.34   Die Exploration von Bodenschätzen ist entweder auf der Grundlage des Gesamtbetrags der
       Zahlungen zu bewerten, die im Rahmen von Verträgen geleistet woirden, die mit anderen
       institutionellen Einheiten zu diesem Zweck abgeschlossen wurden, oder auf der Basis der
       durch Exploration auf eigene Rechnung entstandenen Kosten. Der noch nicht voll abge-
       schriebene Teil von in der Vergangenheit erfolgten Explorationsarbeiten ist zu den Preisen
       bzw. Kosten des jeweiligen Rechnungszeitraums umzubewerten.
7.35   Für die Bewertung von DV-Software sind entweder die am Markt gezahlten Anschaf-
       fungspreise bzw., im Falle der Entwicklung auf eigene Rechnung, geschätzte Herstellungs-
       preise oder, wenn derartige Preise nicht verfügbar sind, die Produktionskosten heranzuzie-
       hen. In früheren Jahren erworbene und noch nicht voll abgeschriebene Software ist zu je-
       weiligen Preisen bzw. Kosten (die u. U. unter den ursprünglichen Preisen bzw. Kosten lie-
       gen) umzubewerten.
7.36   Originale der Unterhaltungsindustrie, literarische und künstlerische Originale sowie sonsti-
       ge immaterielle Werte sind zu Anschaffungspreisen zu bewerten, wenn sie tatsächlich am
       Markt gehandelt werden. Zur Bewertung von für eigene Rechnung produzierten
       immateriellen Werten müssen u. U. deren zu Preisen des jeweiligen Rechnungszeitraums
       umbewertete und um die Abschreibungen berichtigte Produktionskosten herangezogen
       werden. Andernfalls sind gegebenenfalls Schätzungen des Gegenwartswertes der
       erwarteten künftigen Erträge aus diesen Aktiva zu verwenden.
                                               227-
 ---pagebreak--- Vorräte (AN.12)
7.37    Vorräte sind zu den am Bilanzstichtag geltenden Preisen zu bewerten und nicht zu den
        Preisen, zu denen die Güter bewertet wurden, als sie auf Lager genommen wurden.
7.38    Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungspreisen, Vorräte an
        Fertigerzeugnissen und an unfertigen Erzeugnissen bzw. in Durchführung befindliche Ar-
        beiten werden zu Herstellungspreisen bewertet. Die Bewertung von Vorräten an Waren, die
        ohne weitere Bearbeitung zum Wiederverkauf durch Groß- oder Einzelhändler bestimmt
        sind, erfolgt zu den für sie gezahlten Preisen ohne die den Groß- oder Einzelhändlern ent-
        standenen Transportkosten. Zur Bewertung von Vorräten an unfertigen Erzeugnissen bzw.
        von in Durchführung befindlichen Arbeiten in der Vermögensschlußbilanz kann der zum
        Ende des Rechnungszeitraums angefallene Teil der gesamten Produktionskosten mit dem
        am Bilanzstichtag geltenden Herstellungspreis eines vergleichbaren Fertigerzeugnisses
        multipliziert werden. Ist der Herstellungspreis des Fertigerzeugnisses nicht verfügbar, kann
        er anhand der Produktionskosten zuzüglich eines Aufschlags für den erwarteten
        Nettobetriebsüberschuß bzw. für das veranschlagte gemischte Nettoeinkommen geschätzt
        werden.
        Zur Bewertung von noch im Wachstum befindlichen Pflanzungen, die lediglich einmal Er-
        zeugnisse liefern (außer Forsten), und von Schlachtvieh können die Marktpreise der ent-
        sprechenden Güter herangezogen werden. Zur Bewertung des Holzes auf dem Stamm wer-
        den die künftigen Erträge aus dem Verkauf des Holzes abzüglich der Ausgaben für die
        Pflege des Forstes bis zur Einschlagsreife, den Holzeinschlag usw. auf jeweilige Preise ab-
        gezinst.
Wertgegenstände (AN.13)
7.39    Wertgegenstände        (Kunstgegenstände,        Antiquitäten,     Schmuck,       Edelsteine
        Nichtwährungsgold (vgl. 5.30) und andere Metalle) sind zu jeweiligen Preisen zu bewer-
        ten. Sofern organisierte Märkte für diese Aktiva existieren, sind sie zu dem tatsächlichen
        oder geschätzten Preis zu bewerten, der für sie gezahlt würde, wenn sie am Bilanzstichtag
        am Markt gekauft würden, einschließlich sämtlicher Gebühren oder Provisionen.
        Andernfalls sind zur Bewertung umbewertete Anschaffungspreise heranzuziehen, da keine
        Wertminderung stattfindet.
Nichtproduzierte Aktiva (AN.2)
Materielle nichtproduzierte Aktiva (AN.21)
Grund und Boden (AN.211)
7.40    Im Vermögensveränderungskonto werden Ausgaben fur Verbesserungen an Grund und
        Boden sowie die Kosten der Übertragung des Eigentums an Grund und Boden getrennt von
        dem Grund und Boden als Bruttoanlageinvestitionen verbucht. In der Vermögensbilanz ist
       jedoch der Wert des Grund und Bodens einschließlich dieser Ausgaben und Kosten auszu-
        weisen.
        Kann der Wert von Grund und Boden nicht getrennt von dem der auf ihm befindlichen Ge-
        bäude oder sonstigen unbeweglichen Anlagegüter ermittelt werden, ist das entsprechende
        Aktivum derjenigen Kategorie zuzuordnen, die den größten Teil ihres Wertes stellt.
                                                -228
 ---pagebreak---         In der Vermögensbilanz des Käufers wird Grund und Boden zu dem von diesem gezahlten
        jeweiligen Preis zuzüglich der ihm entstanden Kosten der Eigentumsübertragung bewertet.
        In der Vermögensbilanz des Verkäufers erfolgt die Bewertung der Veräußerung von Grund
        und Boden zu dem von dem Käufer gezahlten jeweiligen Preis abzüglich der dem
        Verkäufer durch den Verkauf entstanden Kosten der Eigentumsübertragung und abzüglich
        der noch nicht vollständig abgeschriebenen Kosten der Eigentumsübertragung, die dem
        Verkäufer durch den Kauf des betreffenden Grund und Bodens entstanden waren. Bei die-
        sen noch nicht vollständig abgeschriebenen Teilen der mit dem Erwerb des Grund und Bo-
        dens (seitens des Verkäufers) verbundenen Kosten der Eigentumsübertragung und der mit
        dem Verkauf des Grund und Bodens verbundenen Kosten der Eigentumsübertragung han-
        delt es sich um Verluste aus dem Halten von Aktiva.
Bodenschätze (AN.212)
7.41    Nachgewiesene Mineral vorkommen an oder unter der Erdoberfläche, die aufgrund des
        Standes der Technik und der relativen Preise wirtschaftlich abbaubar sind, werden zum
        Gegenwartswert der erwarteten Nettoerträge aus ihrem kommerziellen Abbau bewertet.
Sonstiges Naturvermögen (AN.213 und AN.214)
7.42    Da es kaum möglich sein dürfte, Preise für diese Aktiva zu beobachten, müssen sie zum
        Gegenwartswert der aus ihnen erwarteten künftigen Erträge bewertet werden.
Immaterielle nichtproduzierte Aktiva (AN.22)
7.43    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva (Patente, Miet-, Pacht- und sonstige übertragbare
        Verträge sowie derivative Firmenwerte) sind zu jeweiligen Preisen zu bewerten, wenn sie
        tatsächlich am Markt gehandelt werden. Andernfalls sind zur Bewertung Schätzungen des
        Gegenwartswertes der erwarteten künftigen Erträge aus diesen Aktiva heranzuziehen.
Finanzielle Aktiva und Passiva (AF)
7.44    Finanzielle Aktiva und Passiva sind grundsätzlich zu jeweiligen Preisen zu bewerten. Für
        sie ist derselbe Wert auszuweisen, unabhängig davon, ob sie als finanzielle Aktiva oder
        Passiva verbucht werden. In die Preise sind Dienstleistungsentgelte, Gebühren,
        Provisionen und vergleichbare Zahlungen nicht einzubeziehen, da derartige Zahlungen als
        bei der Durchführung der Transaktionen erbrachte Dienstleistungen verbucht werden.
Währungsgold und SZR (AF.l)
7.45    Währungsgold (AF.l l)ist zu dem Preis zu bewerten, der sich an organisierten Goldmärkten
        bildet.
        Der Wert der SZR (AF.l2) wird täglich vom IWF ermittelt, und ihr Wert in Landeswäh-
        rung kann an den Devisenmärkten festgestellt werden.
                                              -229-
 ---pagebreak--- Bargeld und Einlagen (AF.2)
7.46    Bargeld (AF.21) ist zum Nennwert zu bewerten.
         Für Einlagen (AF.22, AF.29) ist in der Vermögensbilanz der Kapitalbetrag zu verbuchen,
        den der Schuldner aufgrund der Bedingungen der Einlagen an den Gläubiger zurückzuzah-
         len hätte, wenn die Einlagen am Bilanzstichtag aufgelöst würden. Der zu verbuchende
         Wert schließt u. U. aufgelaufene Zinsen ein (vgl. 5.124).
Wertpapiere außer Aktien (AF.3)
7.47    Im Interesse einer einheitlichen Behandlung mit den aufgelaufenen Zinsen (vgl. 5.124)
        sind Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (AF.33) zu jeweiligen
        Marktpreisen abzüglich des Einflusses der aufgelaufenen Zinsen zu bewerten; ihr Volumen
        entspricht allerdings dem Marktvolumen (d. h. der Anzahl der umlaufenden Wertpapiere
        zuzüglich des durch die aufgelaufenen Zinsen bedingten zusätzlichen Volumens). Der Ge-
        samtwert der Wertpapiere außer Aktien ist jedoch trotz dieser Aufgliederung in eine Preis-
        und eine Volumenkomponente gleich dem gesamten jeweiligen Marktwert (vgl. 6.52).
7.48    Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (AF.331) sind
        zu jeweiligen Marktpreisen zu bewerten.
        Sind jeweilige Marktpreise nicht verfügbar, sind:
              zum Nennwert begebene kurzfristige Papiere zum Nennwert zuzüglich der (nicht falli-
              gen oder nicht gezahlten) aufgelaufenen Zinsen und
              mit einem Disagio begebene Papiere zum Ausgabepreis zuzüglich der aufgelaufenen
              Zinsen zu bewerten.
        Die Verwendung dieser Näherungswerte sollte auf Papiere mit einer ursprünglichen Lauf-
        zeit von höchstens drei Monaten beschränkt werden.
7.49    Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten (AF.332) sind
        grundsätzlich zu jeweiligen Marktpreisen zu bewerten, unabhängig davon, ob es sich um
        Papiere mit regelmäßiger Zinszahlung, um Anleihen mit niedriger Nominalverzinsung und
        hohem Rückzahlungskurs ("Deep discount bonds") oder um Null-Kupon-Anleihen handelt,
        auf die nur sehr geringe oder keine Zinsen gezahlt werden.
7.50    Derivative Finanzinstrumente (AF.34) sind in der Vermögensbilanz zum jeweiligen
        Marktpreis auszuweisen. Wird kein Marktpreis notiert, (z. B. bei OTC-Optionen) ist
        entweder der Betrag anzusetzen, der erforderlich ist, um den Kontrakt zurückzukaufen oder
        zu verrechnen, oder der gezahlte Optionspreis.
        Vereinbarungsgemäß geht man davon aus, daß der Emittent eines derivativen Finanzin-
        struments die diesem gegenüberstehende Verbindlichkeit eingegangen ist.
Kredite (AF.4)
7.51    In der Vermögensbilanz des Gläubigers und in der des Schuldner ist der Kapitalbetrag aus-
        zuweisen, zu dessen Rückzahlung an den Gläubiger der Schuldner vertraglich verpflichtet
        ist; dies gilt auch in den Fällen, in denen ein Agio oder ein Disagio vereinbart wurde.
                                                   230-
 ---pagebreak--- Aktien und sonstige Beteiligungen (AF.5)
7.52     Aktien und sonstige Beteiligungen (AF.5) sind zu jeweiligen Preisen zu bewerten. Auf der
         Aktiv- und der Passivseite der Vermögensbilanz ist derselbe jeweilig Preis anzusetzen,
         obwohl es sich bei Aktien und sonstigen Beteiligungen rechtlich gesehen nicht um eine
         Verbindlichkeit des Emittenten handelt, sondern um ein verbrieftes Anrecht auf einen An-
         teil am Liquidationswert der Kapitalgesellschaft, dessen Höhe im voraus nicht bekannt ist.
7.53     Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (AF.511) sind zu einem an der
         Börse oder anderen organisierten Finanzmärkten festgestellten repräsentativen Mittelkurs
         zu bewerten.
7.54     Der Wert von nicht börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds (AF.512), die
         nicht regelmäßig an organisierten Märkten gehandelt werden, ist anhand des Kurses von
         börsennotierten Aktien zu schätzen. Dabei sollten allerdings Unterschiede zwischen diesen
         beiden Arten von Aktien, insbesondere hinsichtlich ihrer Liquidität, sowie die von der
         Kapitalgesellschaft gebildeten Rücklagen und der Wirtschaftszweig der Kapitalgesellschaft
         berücksichtigt werden.
7.55     Welches Schätzverfahren angewendet wird, richtet sich weitgehend nach den verfügbaren
         Basisdaten. In das Verfahren können z. B. Angaben über Zusammenschlußaktivitäten ein-
         bezogen werden, bei denen nicht börsennotierte Aktien eine Rolle spielen. In den Fällen, in
         denen die Rücklagen von Kapitalgesellschaften, die nicht börsennotierte Aktien ausgeben,
         im Durchschnitt und im Verhältnis zum Gesellschaftskapital von den Rücklagen von Kapi-
         talgesellschaften abweichen, die börsennotierte Aktien ausgeben, wäre es ferner sinnvoll,
         den jeweiligen Preis von nicht börsennotierten Aktien im Verhältnis zu Daten zu
         berechnen, die die Rücklagen einschließen, wie etwa das aus der Bilanz der Kapitalgesell-
         schaft hervorgehende Reinvermögen oder die nach ESVG-Regeln bewerteten Eigenmittel:
 jeweiliger Preis               jeweiliger Preis           Eigenmittel (von nicht börsenno-
 von nicht börsen-        =     von börsen-           x    tierten Kapitalgesellschaften)
 notierten Aktien               notierten Aktien           Eigenmittel (von börsen-
                                                           notierten Kapitalgesellschaften)
         Das Verhältnis des jeweiligen Preises zu den Eigenmitteln hängt möglicherweise vom
         Wirtschaftszweig ab. Daher sollte der jeweilige Preis von nicht börsennotierten Aktien für
         jeden Wirtschaftszweig einzeln berechnet werden. U. U. bestehen noch weitere
         Unterschiede zwischen börsennotierten und nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften,
         die sich auf das Schätzverfahren auswirken.
7.56      Sonstige Beteiligungen (AF.513) sind sehr häufig Passiva spezieller institutioneller Einhei-
         ten (Quasi-Kapitalgesellschaften, Kapitalgesellschaften in Staatsbesitz, internationale Or-
          ganisationen, fiktive Einheiten usw.). Sie sind im allgemeinen nach besonderen Verfahren
         zu bewerten, z. B. anhand der Eigenmittel oder des Nennwerts. Die Eigenmittel sind vor
          allem systematisch bei Quasi-Kapitalgesellschaften heranzuziehen, da deren Reinvermögen
         vereinbarungsgemäß gleich null ist.
7.57     Anteile an Investmentfonds (AF.52) sind zum jeweiligen Börsenkurs zu bewerten, falls es
          sich um börsennotierte Papiere handelt, und zum jeweiligen Rücknahmepreis, falls sie von
          der Kapitalanlagegesellschaft selbst zurückgenommen werden.
                                                 -231
 ---pagebreak--- Versicherungstechnische Rückstellungen (AF.6)
7.58     Was die Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstel-
         lungen fur Lebensversicherungen (AF.611) betrifft, so kann der Gegenwartswert der sich
        nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergebenden Ansprüche der Versicherten
         auf Zahlung eines Kapitalbetrages oder; einer Rente berechnet werden. Dieser Wert umfaßt
        die Verbindlichkeit des Lebensversicherungsunternehmens aus Deckungsrückstellungen
        und Rückstellungen für Gewinnbeteiligung der Versicherten, die zur Versicherungssumme
        von Erlebensfallversicherungen mit Gewinnbeteiligung oder vergleichbaren Versicherun-
        gen hinzukommen. Im Falle der Versicherung mit Gewinnbeteiligung der Versicherten
        umfassen die Rückstellungen Gewinne aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva.
7.59    Was die Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen (AF.612) betrifft, so
        richtet sich die Art der Verbindlichkeit der Pensionskasse - und des finanziellen Aktivums
        der privaten Haushalte - nach der Art des Versorgungssystems.
        Bei Systemen mit im voraus festgelegten Leistungen werden den an den Systemen teil-
        nehmenden Arbeitnehmer Leistungen in einer bestimmten Höhe garantiert. Die Verbind-
        lichkeit eines Altersversorgungssystems mit im voraus festgelegten Leistungen ist gleich
        dem Gegenwartswert der zugesagten Leistungen. Da das System vorübergehend über- oder
        unterfinanziert sein kann, kann es ein positives oder negatives Reinvermögen haben.
        Bei Altersversorgungssystemen, die auf den eingezahlten Beiträgen basieren, richten sich
        die Leistungen unmittelbar nach den Aktiva der Pensionskasse. Die Verbindlichkeit eines
        Systems, das auf den eingezahlten Beiträgen basiert, ist gleich dem jeweiligen Marktwert
        der Aktiva der Pensionskasse. Das Reinvermögen der Pensionskasse ist grundsätzlich
        gleich null.
7.60    Bei der Festlegung des Wertes der Beitragsüberträge, die Teil von AF.62 sind, ist von einer
        gleichmäßigen Risikoverteilung im Zeitablauf der Versicherungsverträge auszugehen. Der
        Wert der Schadenrückstellungen, die ebenfalls Teil von AF.62 sind, ist gleich dem
        Gegenwartswert der für die Abwicklung von Schadensfällen, einschließlich strittiger Scha-
        densfalle, zurückgestellten Beträge.
Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten (AF.7)
7.61    Handelskredite und Anzahlungen (AF.71) und Sonstige Forderungen und
        Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen (AF.79) sind in der Vermö-
        gensbilanz des Gläubigers und in der des Schuldners mit dem Betrag auszuweisen, zu des-
        sen Rückzahlung an den Gläubiger der Schuldner im Falle der Tilgung der Verbindlichkeit
        vertraglich verpflichtet ist.
                                                i'n
 ---pagebreak--- Positionen "unter dem Strich"
7.62    "Unter dem Strich" der Vermögensbilanz sind zwei Positionen auszuweisen, die im Falle
        einiger Sektoren für bestimmte Untersuchungen relevant sind:
        (1) dauerhafte Konsumgüter (AN.m)
        (2) ausländische Direktinvestitionen (AF.m).
Dauerhafte Konsumgüter (AN.m)
7.63    Dauerhafte Konsumgüter sind dauerhafte Güter, die von privaten Haushalten während ei-
        nes Zeitraums von mehr als einem Jahr wiederholt für die Zwecke des letzten Verbrauchs
        verwendet werden. Sie werden in der Vermögensbilanz lediglich "unter dem Strich" aus-
        gewiesen. Ihre Verbuchung in der Vermögensbilanz selbst wäre angemessen, wenn dauer-
        hafte Güter im ESVG als Güter behandelt würden, die in Produktionsprozessen, deren
        Output aus Dienstleistungen besteht, nach und nach verbraucht werden. Dauerhafte Kon-
        sumgüter werden jedoch nicht so behandelt.
7.64    Die Bestände der privaten Haushalte an dauerhaften Konsumgütern (Fahrzeuge und sonsti-
        ge bewegliche Anlagegüter) sind zu jeweiligen Preisen zu bewerten, und zwar sowohl ein-
        schließlich der den Abschreibungen entsprechenden aufgelaufenen Aufwendungen als auch
        nach Abzug dieser Aufwendungen. "Unter dem Strich" der Vermögensbilanz sind die An-
        gaben nach Abzug dieser aufgelaufenen Aufwendungen auszuweisen.
7.65    Dauerhafte Konsumgüter, die Eigentum der Eigentümer von Unternehmen ohne eigene
        Rechtspersönlichkeit sind, können teilweise von dem Unternehmen für Produktionszwecke
        und teilweise von Mitgliedern des privaten Haushalts für die Zwecke des letzten Ver-
        brauchs verwendet werden. Die in der Vermögensbilanz des Unternehmens ausgewiesenen
         Werte sollten den auf das Unternehmen entfallenden Teil der Verwendung der Güter wi-
        derspiegeln.
Ausländische Direktinvestitionen (AF.m)
7.66     Direktinvestitionen sind finanzielle Aktiva und kein Sachvermögen, da es sich bei dem Un-
        ternehmen, das Gegenstand einer ausländischen Direktinvestition ist, um eine Kapitalge-
         sellschaft oder Quasi-Kapitalgesellschaft handelt, die in einem anderen Land gebietsansäs-
         sig ist. Finanzielle Aktiva und Passiva, bei denen es sich um Direktinvestitionen handelt,
         sind je nach Art des finanziellen Aktivums als Aktien und sonstige Beteiligungen, als
         Kredite oder als sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten zu verbuchen. Die in diesen
         Kategorien von Aktiva auf Direktinvestitionen entfallenden Beträge sind getrennt "unter
         dem Strich" auszuweisen.
Finanzielle Vermögensbilanzen
7.67     In der finanziellen Vermögensbilanz (eines Sektors oder der Übrigen Welt) werden auf der
         linken Seite die finanziellen Aktiva und auf der rechten Seite die Passiva des betreffenden
         Sektors bzw. der Übrigen Welt ausgewiesen. Der Saldo der finanziellen Vermögensbilanz
         sind die finanziellen Nettoaktiva (BF.90).
 ---pagebreak--- 7.68 Die finanzielle Vermögensbilanz eines Sektors kann konsolidiert sein oder nicht. Die nicht
     konsolidierte finanzielle Vermögensbilanz enthält die finanziellen Aktiva und die Passiva
     der dem betreffenden Sektor angehörenden institutionellen Einheiten. In der konsolidierten
     finanziellen Vermögensbilanz sind diejenigen finanziellen Aktiva und Passiva nicht
     berücksichtigt, denen Passiva bzw. finanzielle Aktiva von institutionellen Einheiten
     gegenüberstehen, die demselben Sektor angehören. Das (finanzielle) Vermögensbilanz der
     Übrigen Welt ist definitionsgemäß konsolidiert.
7.69 Bei der finanziellen Vermögensbilanz (eines Sektors oder der Übrigen Welt) nach Schuld-
     nern/Gläubigern handelt es sich um eine erweiterte Fassung der finanziellen Vermögensbi-
     lanz, die zusätzlich eine Aufgliederung der finanziellen Aktiva nach Schuldnersektoren und
     eine Aufgliederung der Passiva nach Gläubigersektoren enthält. Sie liefert daher
     Informationen über die Schuldner-Gläubiger-Beziehungen und ist konsistent mit dem Fi-
     nanzierungskonto nach Schuldnern/Gläubigern (vgl. 5.13).
                                            -234-
 ---pagebreak--- ANHANG 1
 Systematik der Aktiva        Definitionen
 Nichtfinanzielle Aktiva (AN) Werte, an denen institutionelle Einheiten
                              individuelle oder kollektive Eigentumsrechte ha-
                              ben und aus deren Halten oder Nutzung während
                              eines bestimmten Zeitraums ihren Eigentümern
                              wirtschaftliche Vorteile entstehen können; die
                              nichtfinanziellen Aktiva umfassen produzierte und
                              nichtproduzierte materielle Aktiva sowie die mei-
                              sten immateriellen Aktiva, denen keine entspre-
                              chenden Verbindlichkeiten gegenüberstehen.
 Produzierte Aktiva (AN. 1)   Nichtfinanzielle Aktiva, die als Output eines Pro-
                              duktionsprozesses       entstanden     sind.   Sie
                              untergliedern sich in Anlagevermögen, Vorräte
                              und Wertgegenstände, wie sie im folgenden defi-
                              niert sind.
 Anlagevermögen (AN.l 1)      Produzierte Aktiva, die im Produktionsprozeß
                              während eines Zeitraums von mehr als einem Jahr
                              wiederholt oder dauerhaft eingesetzt werden. Sie
                              untergliedern     sich     in   Sachanlagen   und
                              immaterielle Werte, wie sie im folgenden definiert
                              sind.
 Sachanlagen (AN.111)         Anlagevermögen, das Wohnungen, sonstige un-
                              bewegliche Anlagegüter, bewegliche Anlagegüter
                              und kultivierte Aktiva umfaßt, wie sie im folgen-
                              den definiert sind.
 Wohnungen (AN. 1111)         Gebäude, die ausschließlich oder hauptsächlich zu
                              Wohnzwecken genutzt werden, einschließlich
                              aller zugehörigen Bauten, wie etwa Garagen, und
                              aller festen Einrichtungen, die üblicherweise in
                              Wohnräumen        installiert   sind.   Hausboote,
                              Binnenschiffe, Wohnwagen und Caravans, die
                              von privaten Haushalten als Hauptwohnsitz
                              genutzt werden, gehören ebenso zu den
                              Wohnungen wie Baudenkmäler,               die im
                              wesentlichen als Wohnungen genutzt werden. Die
                              Position umfaßt auch die Kosten der
                              Bauplatzvorbereitung.
 ---pagebreak---                                Zu den Wohnungen gehören z. B. Wohngebäude,
                               wie etwa Gebäude mit einer oder zwei Wohnun-
                               gen und sonstige Wohngebäude, die zur nicht vor-
                               übergehenden Bewohnung bestimmt sind.
                              Nicht fertiggestellte Wohnungen fallen insofern
                              unter diese Position, als man, da der Bau für eige-
                              ne Rechnung erfolgt oder da ein Ver-
                              kaufs-/Kaufvertrag vorliegt, davon ausgeht, daß
                              sie in das Eigentum des Endbenutzers übergegan-
                              gen sind. Für Angehörige der Streitkräfte
                              erworbene Wohnungen fallen unter die Position,
                              da sie ebenso wie von zivilen Einheiten erworbene
                              Wohnungen für die Produktion von Dienstleistun-
                              gen aus Wohnungsbesitz genutzt werden.
Sonstige unbewegliche Anlage- Nichtwohngebäude und sonstige Bauten, wie sie
güter (AN.l 112)              im folgenden definiert sind.
                              Nicht fertiggestellte unbewegliche Anlagegüter
                              fallen insofern unter diese Position, als man, da
                              der Bau für eigene Rechnung erfolgt oder da ein
                              Verkaufs-/KaufVertrag vorliegt, davon ausgeht,
                              daß sie in das Eigentum des Endbenutzers überge-
                              gangen sind. Zu militärischen Zwecken erworbene
                              unbewegliche Anlagegüter gehören insofern zu
                              dieser Position, als sie zu Produktionszwecken
                              erworbenen zivilen Anlagegütern gleichen und in
                              derselben Weise genutzt werden.
Nichtwohngebäude (AN.l 1121)  Gebäude, bei denen es sich nicht um Wohnungen
                              handelt,    einschließlich    der   Installationen,
                              Einrichtungen und Ausrüstungen, die Bestandteil
                              der Gebäude sind, und der Kosten der Bauplatz-
                              vorbereitung. Baudenkmäler, die im wesentlichen
                              zu Nichtwohnzwecken genutzt werden, fallen
                              ebenfalls unter die Position.
                              Zu den Nichtwohngebäuden gehören z. B. Lager-
                              häuser und Industriebauten, Geschäftsbauten, Ge-
                              bäude zum Zwecke der öffentlichen Unterhaltung
                              und Vergnügung, Hotels, Gaststätten, Gebäude
                              des Erziehungs- und Kulturwesens, Gebäude des
                              Gesundheitswesens usw.
                                          236
 ---pagebreak--- Sonstige Bauten (AN.l 1122) Bauten, bei denen es sich nicht um Gebäude han-
                            delt, einschließlich der nicht im Zusammenhang
                            mit Wohn- oder Nichtwohngebäuden anfallenden
                            Kosten für Straßen, Kanalisation und Bauplatz-
                            vorbereitung. Die Position umfaßt             auch
                            Baudenkmäler, die weder den Wohnungen noch
                            den Nichtwohngebäuden zugeordnet werden kön-
                            nen, sowie Schächte, Tunnel und sonstige im Zu-
                            sammenhang mit dem Abbau von Bodenschätzen
                            stehenden Bauten. (Maßgebliche Verbesserungen
                            an Grund und Boden, wie etwa Hochwasser-
                            schutzdeiche und -dämme, sind in den Wert des
                            Grund und Bodens einzubeziehen.)
                            Zu den sonstigen Bauten gehören z. B. Straßen
                            und Wege, Schienenstrecken und Rollbahnen,
                            Brücken, Hochstraßen, Tunnel und U-Bahn-Bau-
                            ten, Wasserstraßen, Häfen, Dämme und sonstige
                            Wasserbauten, Fernrohrleitungen, Fernmelde- und
                            Energieübertragungsleitungen, städtische Rohrlei-
                            tungs- und Kabelnetze einschließlich zugehöriger
                            Bauten, industrielle Produktionsanlagen sowie
                            Sport- und Freizeitanlagen.
Bewegliche Anlagegüter      Fahrzeuge und sonstige bewegliche Anlagegüter,
(AN.l 113)                  wie sie im folgenden definiert sind, sofern sie
                            nicht von privaten Haushalten für den letzten Ver-
                            brauch erworben werden. Relativ preiswerte
                            Werkzeuge, die mehr oder weniger regelmäßig
                            gekauft werden, wie etwa Handwerkzeuge, kön-
                            nen unberücksichtigt bleiben. Nicht zu der Positi-
                            on gehören ferner bewegliche Anlagegüter, die
                            Bestandteil von Gebäuden sind; sie fallen unter
                            die       Positionen      "Wohnungen"         bzw.
                            "Nichtwohngebäude".
                                        9^7
 ---pagebreak---                                                   Nicht fertiggestellte bewegliche Anlagegüter fal-
                                                  len nur dann unter die Position, wenn sie für den
                                                  Eigenbedarf produziert wurden, da man davon
                                                  ausgeht, daß sie erst bei Lieferung des fertigen
                                                  Vermögensgegenstandes in das Eigentum des
                                                  Endbenutzers übergehen. Für militärische Zwecke
                                                  erworbene bewegliche Anlagegüter fallen insofern
                                                 unter die Position, als sie von zivilen Einheiten für
                                                  Produktionszwecke erworbenen Gütern gleichen
                                                  und von den Streitkräften in der gleichen Weise
                                                  genutzt werden.
                                                 Von privaten Haushalten für den letzten
                                                 Verbrauch erworbene bewegliche Anlagegüter ge-
                                                 hören nicht zu den Aktiva. Sie sind vielmehr
                                                  "unter dem Strich" der Vermögensbilanz der pri-
                                                 vaten Haushalte in der Position "dauerhafte Kon-
                                                 sumgüter" auszuweisen. Hausboote, Wohnwagen
                                                 und Caravans, die von privaten Haushalten als
                                                 Erstwohnsitz genutzt werden, gehören zu den
                                                 Wohnungen.
Fahrzeuge (AN.l 1131)                     ^      Ausrüstung für die Fortbewegung von Personen
                                                 und Gegenständen. Zu den Fahrzeugen gehören
                                                 z. B. die Güter (außer Teilen) des CPA6-
                                                 Unterabschnitts DM (Fahrzeugbau), wie etwa
                                                 Kraftwagen, Anhänger und Sattelanhänger,
                                                 Schiffe, Schienenfahrzeuge, Luft- und Raumfahr-
                                                 zeuge, Krafträder, Fahrräder u. ä.
       Statistische Güterklassifikation in Verbindung mit den Wirtschaftszweigen (CPA), 1993.
                                                               -978 -
 ---pagebreak---  Sonstige bewegliche            Anderweitig      nicht      genannte      bewegliche
Anlagegüter (AN.l 1132)         Anlagegüter. Zu den sonstigen beweglichen
                                Anlagegütern gehören z. B. die Güter (außer
                                Teilen) sowie die Installations-, Reparatur- und
                                Instandhaltungsdienstleistungen        der      CPA-
                                Gruppen 29.1 (Maschinen für die Erzeugung und
                               Nutzung von mechanischer Energie (ohne
                                Motoren für Ackerschlepper und Luft- und
                                Straßenfahrzeuge), 29.2 (Sonstige Maschinen für
                                unspezifische Verwendung), 29.3 (Maschinen für
                                die    Land-      und      Forstwirtschaft),     29.4
                                (Werkzeugmaschinen und Teile dafür) und 29.5
                               (Maschinen         für       sonstige       bestimmte
                               Wirtschaftszweige) und der CPA-Abteilungen 30
                               (Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und
                               -einrichtungen),         31         (Geräte         der
                               Elektrizitätserzeugung und -Verteilung u. ä.), 32
                               (Nachrichtentechnik,           Rundfunk-           und
                               Fernsehgeräte sowie elektronische Bauelemente)
                               und 33 (Medizin-, meß-, steuerungs-, regelungs-
                               technische und optische Erzeugnisse, Uhren).
                               Unter die Position fallen ferner z. B. die Güter
                               (außer Teilen) der CPA-Kategorie 23.30.2 (Nicht
                               bestrahlte Brennstoffelemente (Euratom)) sowie
                               der     CPA-Gruppen        36.1      (Möbel),     36.3
                               (Musikinstrumente), 36.4 (Sportgeräte) und 28.3
                               (Dampfkessel (Dampferzeuger, ohne Zentralhei-
                               zungskessel) und Kernreaktoren, Teile dafür).
Kultivierte Aktiva (AN.l 114)  Zucht- und Milchvieh, Zugtiere usw., Obst- und
                               Rebanlagen sowie sonstige Dauerkulturen, die der
                               direkten      Kontrolle,      Verantwortung       und
                               Verwaltung von institutionellen             Einheiten
                               unterstehen, wie sie im folgenden definiert sind.
                               Heranwachsende kultivierte Aktiva fallen nur
                               dann unter die Position, wenn sie für den
                               Eigenbedarf produziert werden.
Zucht- und Milchvieh, Zugtiere Viehbestände, die wegen der Erzeugnisse gehalten
usw. (AN.l 1141)               werden, die sie Jahr für Jahr liefern. Hierzu gehö-
                               ren Zuchttiere (einschließlich Fische und
                               Geflügel), Milchvieh, Zugtiere; Schafe und andere
                               zur Wollerzeugung genutzte Tiere sowie Tiere,
                               die für Transport- oder Unterhaltungszwecke oder
                               zur Teilnahme an Rennen gehalten werden.
Obst- und Rebanlagen sowie     Baumbestände (einschließlich Reben und Sträu-
sonstige Dauerkulturen         cher), die wegen der Erzeugnisse angelegt werden,
(AN.l 1142)                    die sie Jahr fur Jahr liefern; hierzu gehören dieje-
                               nigen Baumbestände, die zur Gewinnung von
                               Früchten oder Nüssen, Saft oder Harz oder von
                               Rinden- oder Blatterzeugnissen kultiviert werden.
 ---pagebreak--- Immaterielle Werte (AN.l 12)       Anlagevermögen, das die Exploration von Boden-
                                   schätzen, DV-Software, Originale der Unterhal-
                                   tungsindustrie, literarische und künstlerische Ori-
                                   ginale sowie sonstige immaterielle Werte umfaßt,
                                   wie sie im folgenden definiert sind, und das wäh-
                                   rend eines Zeitraums von mehr als einem Jahr ein-
                                   gesetzt werden soll.
Exploration von Bodenschätzen      Wert der Ausgaben für die Exploration von Vor-
(AN.1121)                          kommen an Erdöl, Erdgas und anderen
                                   Bodenschätzen. Zu diesen Ausgaben gehören vor
                                   der     Lizenzerteilung      anfallende       Kosten,
                                   Lizenzkosten und Kosten des Erwerbs von son-
                                   stigen Rechtsansprüchen, Bewertungskosten, die
                                   Kosten der eigentlichen Versuchsbohrungen, die
                                   Kosten von Luftbild- und anderen Vermessungen
                                   sowie Transportkosten und ähnliche Kosten, die
                                   entstehen, damit die Versuchsbohrungen möglich
                                   werden.
DV-Software (AN.l 122)             Rechnerprogramme,         Programmbeschreibungen
                                   und Begleitmaterial zu System- und Anwendungs-
                                   software. Die Position umfaßt von Dritten
                                   gekaufte und für eigene Rechnung entwickelte
                                   Software, sofern die Ausgaben umfangreich sind.
                                   Die Position umfaßt ferner umfangreiche
                                   Ausgaben für Kauf, Entwicklung oder Erweite-
                                   rung von rechnergestützten Datenbanken, die
                                   während eines Zeitraums von mehr als einem Jahr
                                   eingesetzt werden sollen, unabhängig davon, ob
                                   die Datenbanken vermarktet werden oder nicht.
Originale der Unterhaltungsin-     Originale von Filmen, Tonaufzeichnungen, Manu-
dustrie, literarische und künstle- skripten, Bändern, Modellen usw., auf denen
rische Originale (AN.l 123)        schauspielerische Darbietungen, Radio- und Fern-
                                   sehprogramme,        musikalische       Darbietungen,
                                   Sportveranstaltungen,         literarische       oder
                                   künstlerische Produktionen usw. aufgezeichnet
                                   oder anderweitig festgehalten sind. Die Position
                                   umfaßt für eigene Rechnung produzierte Werke.
                                   In einigen Fällen, etwa bei Filmen, gibt es u. U.
                                   mehrere Originale.
Sonstige immaterielle Werte        Anderweitig nicht genannte neue Informationen,
(AN.l 129)                         spezielles Know-how usw., dessen Einsatz zu
                                   Produktionszwecken auf die Einheiten beschränkt
                                   ist,     die     Eigentumsrechte        an     diesen
                                   Vermögenswerten haben, oder auf andere
                                    Einheiten, denen von den erstgenannten Einheiten
                                   Nutzungsrechte übertragen wurden.
                                                240
 ---pagebreak--- Vorräte (AN. 12)                Produzierte Aktiva, bei denen es sich um Waren
                                und Dienstleistungen handelt, die im laufenden
                                oder in einem früheren Rechnungszeitraum ent-
                                standen sind und die auf Lager gehalten werden,
                                um zu einem späteren Zeitpunkt verkauft, im Pro-
                                duktionsprozeß eingesetzt oder anderweitig ver-
                                wendet zu werden. Die Position untergliedert sich
                                in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Er-
                                zeugnisse bzw. in Durchführung befindliche Ar-
                                beiten, Fertigerzeugnisse und zum Wiederverkauf
                                bestimmte Waren, wie sie im folgenden definiert
                                sind.
                                Die Position umfaßt auch sämtliche Vorräte des
                                Staates, einschließlich der Vorräte an strategisch
                                wichtigen Gütern, an Getreide und an sonstigen
                                Rohstoffen, die für die Nation von besonderer Be-
                                deutung sind.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Waren, die nicht wiederverkauft, sondern von ih-
(AN. 121)                       ren Eigentümern als Vorleistungen in deren Pro-
                                duktionsprozeß eingesetzt werden sollen.
Unfertige Erzeugnisse bzw. in   Waren und Dienstleistungen, die teilweise fertig-
Durchführung befindliche        gestellt sind, in der Regel jedoch nicht ohne
Arbeiten (AN. 122)              weitere Verarbeitung an andere Einheiten
                                übergeben werden, oder die noch nicht
                                ausgewachsen sind und deren Produktionsprozeß
                                von demselben Produzenten in einem späteren
                                Rechnungszeitraum fortgesetzt wird. Nicht unter
                                die Position fallen nicht fertiggestellte Bauten, bei
                                denen man, da sie für den eigenen Bedarf erstellt
                                werden oder da ein Verkaufs-/Kaufvertrag
                                vorliegt, davon ausgeht, daß sie in das Eigentum
                                des endgültigen Eigentümers übergegangen sind.
                                Die Position untergliedert sich in in Durchführung
                                befindliche Arbeiten an kultivierten Aktiva und in
                                sonstige unfertige        Erzeugnisse      bzw.    in
                                Durchführung befindliche Arbeiten, wie sie im
                                folgenden definiert sind.
In Durchführung befindliche     Viehbestände, die lediglich bei der Schlachtung
Arbeiten an kultivierten Aktiva Erzeugnisse liefern, wie etwa kommerzielle Ge-
(AN.1221)                       flügel- und Fischzuchtbestände, Baumbestände
                                und andere Pflanzungen, die lediglich einmal,
                                nämlich bei ihrer Zerstörung, Erzeugnisse liefern,
                                und heranwachsende kultivierte Aktiva, die wie-
                                derholt Erzeugnisse liefern.
 ---pagebreak---  Sonstige unfertige Erzeugnisse   Waren (außer kultivierten Aktiva) und Dienstlei-
 bzw. in Durchfuhrung             stungen, die von den Produzenten teilweise verar-
 befindliche Arbeiten (AN. 1222)  beitet, gefertigt oder montiert wurden, in der
                                  Regel aber nicht ohne weitere Verarbeitung
                                  verkauft, versandt oder auf andere Weise an
                                  andere Einheiten übergeben werden.
 Fertigerzeugnisse (AN. 123)      Waren, die zum Verkauf oder zum Versand durch
                                  den Produzenten bereitstehen.
Zum Wiederverkauf bestimmte       Waren, die von Unternehmen, etwa Groß- oder
Waren (AN. 124)                   Einzelhändlern, zum Zweck des Wiederverkaufs
                                  ohne weitere Verarbeitung (abgesehen von einer
                                  für den Kunden attraktiven Präsentation)
                                  erworben werden.
Wertgegenstände (AN. 13)         Nicht in erster Linie für die Zwecke der Produk-
                                  tion oder des Verbrauchs verwendete produzierte
                                 Aktiva, bei denen man damit rechnet, daß sich ihr
                                 realer Wert erhöht oder zumindest nicht
                                 verringert, die unter normalen Bedingungen
                                 keinem Verschleiß im Zeitablauf unterliegen und
                                 die primär als Wertaufbewahrungsmittel erworben
                                 werden. Die Position untergliedert sich in
                                 Edelmetalle und Edelsteine, Antiquitäten und
                                 sonstige Kunstgegenstände sowie sonstige
                                 Wertgegenstände, wie sie im folgenden definiert
                                 sind.
Edelmetalle und Edelsteine       Edelmetalle und Edelsteine, die von Unternehmen
(AN.131)                         nicht zum Zweck der Verwendung als Vorleistun-
                                 gen im Produktionsprozeß auf Lager gehalten
                                 werden.
Antiquitäten und sonstige        Gemälde, Skulpturen usw., die als Kunstwerke
Kunstgegenstände (AN. 132)       oder Antiquitäten anerkannt sind.
Sonstige Wertgegenstände         Anderweitig nicht genannte Wertgegenstände, wie
(AN. 139)                        etwa Sammlungen oder aus Edelsteinen oder
                                 Edelmetallen gefertigter Schmuck von bedeuten-
                                 dem Wert.
Nichtproduzierte Aktiva (AN.2)   Nichtfinanzielle Aktiva, die nicht durch einen
                                 Produktionsprozeß      entstanden     sind.   Sie
                                 untergliedern sich in materielle und in immate-
                                 rielle nichtproduzierte Aktiva, wie sie im
                                 folgenden definiert sind. Die Position umfaßt fer-
                                 ner die Kosten der Übertragung des Eigentums an
                                 derartigen Aktiva sowie maßgebliche Verbesse-
                                 rungen an ihnen.
                                            -242
 ---pagebreak---  Materielle nichtproduzierte Ak-  Nichtproduzierte Aktiva, die in der Natur vor-
 tiva (AN.21)                     kommen und an denen Eigentumsrechte bestehen
                                  und übertragen werden können. Bestandteile des
                                  Naturvermögens, an denen keine Eigentumsrechte
                                  bestehen oder bestehen können, wie die Ozeane
                                  oder die Luft, sind keine materiellen nichtprodu-
                                  zierten Aktiva. Die Position untergliedert sich in
                                  Grund und Boden, Bodenschätze, nichtkultivierte
                                  biologische Ressourcen und Wasservorkommen,
                                  wie sie im folgenden definiert sind.
 Grund und Boden (AN.211)         Der Boden, einschließlich der Bodendecke und
                                  sämtlicher zugehöriger Oberflächengewässer, an
                                  dem Eigentumsrechte bestehen. Die Position um-
                                  faßt ferner maßgebliche Verbesserungen, die phy-
                                  sisch nicht von dem Grund und Boden selbst ge-
                                  trennt werden können. Zum Grund und Boden ge-
                                  hören nicht Gebäude oder sonstige unbewegliche
                                 Anlagegüter, die sich auf ihm befinden oder durch
                                  ihn verlaufen, Anbaukulturen, Baum- und
                                 Viehbestände, die zu den kultivierten Aktiva
                                 gehören,          Bodenschätze,       nichtkultivierte
                                 biologische Ressourcen sowie unterirdische
                                 Wasservorkommen. Die Position untergliedert
                                 sich in Grundstücke, auf denen sich unbewegliche
                                 Anlagegüter          befinden,         Kulturflächen,
                                 Erholungsflächen             und          zugehörige
                                 Oberflächengewässer sowie sonstigen Grund und
                                 Boden und zugehörige Oberflächengewässer, wie
                                 sie im folgenden definiert sind.
Grundstücke, auf denen sich un-  Grund und Boden, auf dem Wohnungen,
bewegliche Anlagegüter           Nichtwohngebäude oder sonstige Bauten errichtet
befinden (AN.2111)               oder in den ihre Fundamente gelegt werden, ein-
                                 schließlich von Höfen und Gärten, die als
                                 Bestandteil von landwirtschaftlichen oder nicht-
                                 landwirtschaftlichen Wohnungen angesehen wer-
                                 den, sowie der Zugangsstraßen zu landwirtschaft-
                                 lichen Betrieben.
Kulturflächen (AN.2112)          Grund und Boden, auf dem landwirtschaftliche
                                 oder gartenbauliche Erzeugung zu kommerziellen
                                 oder Subsistenzzwecken stattfindet; hierzu gehört
                                 grundsätzlich der Grund und Boden, auf dem sich
                                 Obst- oder Rebanlagen oder sonstige Pflanzungen
                                 befinden.
Erholungsflächen und zugehö-     In Privat- oder in öffentlichem Besitz befindlicher
rige Oberflächengewässer         Grund und Boden, der als Parkanlagen oder als
(AN.2113)                        sonstige Freizeit- und Erholungsflächen genutzt
                                 wird, einschließlich der zugehörigen Oberflächen-
                                 gewässer.
 ---pagebreak--- Sonstiger Grund und Boden und   Anderweitig nicht genannter Grund und Boden;
zugehörige Oberflächengewässer  hierzu gehören private Gärten und Parzellen, auf
(AN.2119)                       denen kein Anbau zu Subsistenz- oder
                                kommerziellen Zwecken stattfindet, Gemein-
                                schaftsweiden, Grund und Boden, der Wohnungen
                                umgibt, außer denjenigen Höfen und Gärten, die
                                als Bestandteil von landwirtschaftlichen oder
                                nichtlandwirtschaftlichen Wohnungen angesehen
                                werden, sowie die zugehörigen Oberflächenge-
                                wässer.
Bodenschätze (AN.212)          Nachgewiesene Mineralvorkommen an oder unter
                                der Erdoberfläche, die aufgrund des Standes der
                                Technik und der relativen Preise wirtschaftlich
                                abbaubar sind. Eigentumsrechte an Bodenschätzen
                               können in der Regel von den Eigentumsrechten an
                               dem betreffenden Grund und Boden unterschieden
                               werden. Die Position untergliedert sich in Kohle-,
                               Erdöl- und Erdgasvorkommen, metallische Mine-
                               ralvorkommen und nichtmetallische Mineralvor-
                               kommen, wie sie im folgenden definiert sind.
Kohle-, Erdöl- und Erdgasvor-  Lagerstätten von Stein- und Braunkohle sowie
kommen (AN.2121)               von Erdöl und Erdgas.
Metallische Mineralvorkommen   Lagerstätten von Eisen-, Nichteisen- und Edelme-
(AN.2122)                      tallerzen.
Nichtmetallische Mineralvor-   Steinbrüche, Ton- und Sandgruben, Lagerstätten
kommen (AN.2123)               von Mineralen, die in der chemischen und der
                               Düngemittelindustrie zum Einsatz kommen, Salz-
                               lagerstätten, Lagerstätten von Quarz, Gips, Edel-
                               steinen, Asphalt, Bitumen, Torf und anderen
                               nichtmetallischen Mineralen außer Kohle und
                               Erdöl.
Nichtkultivierte biologische   Tiere und Pflanzen, die einmal oder wiederholt
Ressourcen (AN.213)            Erzeugnisse liefern und an denen Eigentumsrechte
                               bestehen, deren natürliches Wachstum bzw.
                               Nachwachsen jedoch nicht unter der direkten
                               Kontrolle, Verantwortung und Verwaltung
                               institutioneller Einheiten erfolgt. Hierzu gehören
                               z. B. Urwälder und Fischvorkommen im
                               Hoheitsgebiet des Landes. Unter die Position
                               fallen lediglich diejenigen Ressourcen, die
                               gegenwärtig wirtschaftlich nutzbar sind oder dies
                               in Kürze sein dürften.
Wasservorkommen (AN.214)       Aquiferen und sonstige Grundwasservorkommen,
                               insofern als ihre Knappheit die Geltendmachung
                               von Eigentums- und/oder Nutzungsrechten, einen
                               Marktwert und eine gewisse wirtschaftliche Kon-
                               trolle nach sich zieht.
                                          -244
 ---pagebreak--- Immaterielle nichtproduzierte  Nichtproduzierte Aktiva, bei denen es sich um ge-
Aktiva (AN.22)                 sellschaftliche Konstrukte handelt. Sie entstehen
                               durch rechtliche oder buchungstechnische Vor-
                               gänge, wie die Erteilung eines Patents oder die
                               Übertragung eines wirtschaftlichen Vorteils auf
                               einen Dritten. Bestimmte immaterielle nichtpro-
                               duzierte Aktiva berechtigen ihre Eigentümer, eine
                               bestimmte Tätigkeit auszuüben und andere insti-
                               tutionelle Einheiten davon auszuschließen, sofern
                               diese nicht über eine Genehmigung der
                               Eigentümer verfugen. Die Position untergliedert
                               sich in Patente, Miet- und Pachtverträge sowie
                               sonstige übertragbare Verträge, derivative Fir-
                               menwerte und sonstige immaterielle nichtprodu-
                               zierte Aktiva.
Patente (AN.221)               Erfindungen, bei denen es sich um Neuheiten han-
                               delt, so daß sie aufgrund von Rechtsvorschriften
                               oder richterlicher Entscheidung durch Patente ge-
                               schützt werden können. Patente werden z. B. er-
                               teilt für Stoffzusammensetzüngen, Verfahren, Me-
                               chanismen,       elektrische und    elektronische
                               Schaltkreise und Vorrichtungen, pharmazeutische
                               Formulierungen und neue Arten von Lebewesen,
                               die auf dem Erfindungswege entwickelt wurden.
Miet- und Pachtverträge sowie  Miet- und Pachtverträge sowie sonstige Verträge,
sonstige übertragbare Verträge bei denen der Vertragnehmer berechtigt ist, den
(AN.222)                       Vertrag unabhängig vom Vertraggeber auf einen
                               Dritten zu übertragen. Hierzu gehören z. B. Ver-
                               träge über die Vermietung oder Verpachtung von
                               Grund und Boden, Gebäuden und sonstigen un-
                               beweglichen Anlagegütern, Konzessionen und
                               ausschließliche Rechte zum Abbau von
                               Bodenschätzen oder zur Ausbeutung von Fang-
                               gründen, übertragbare Verträge mit Sportlern und
                               Urhebern sowie Optionen auf den Kauf von noch
                               nicht produzierten Sachanlagen. Verträge über die
                               Vermietung von beweglichen Anlagegütern gehö-
                               ren nicht zu den immateriellen nichtproduzierten
                               Aktiva.
 ---pagebreak---  Derivativer Firmenwert         Differenz zwischen dem für ein Unternehmen als
 (AN.223)                       Ganzes gezahlten Betrag und der Summe der Ak-
                                tiva abzüglich der Summe der Passiva des Unter-
                                nehmens, die durch getrennte Bewertung jedes
                                Aktiv- und Passivposten ermittelt wurde. Der Fir-
                                menwert ergibt sich daher aus sämtlichen
                                Elementen, die für das Unternehmen langfristig
                                von Vorteil sind und nicht als eigene Aktiva aus-
                                gewiesen wurden, sowie aus der Tatsache, daß die
                                Aktiva als Ganzes eingesetzt werden und es sich
                                bei ihnen nicht einfach nur um eine Ansammlung
                                von einzelnen Vermögensgegenständen handelt.
Sonstige immaterielle nichtpro- Anderweitig      nicht   genannte      immaterielle
duzierte Aktiva (AN.229)        nichtproduzierte Aktiva.
Finanzielle Aktiva und Passiva   Finanzielle Aktiva sind wirtschaftliche Werte, die
(AF)                            Zahlungsmittel, finanzielle Forderungen und
                                wirtschaftliche      Werte,     die     finanziellen
                                 Forderungen von ihrer Art her nahekommen,
                                 umfassen.
                                Zahlungsmittel sind Währungsgold, Sonderzie-
                                hungsrechte, Bargeld und übertragbare Einlagen.
                                Finanzielle Forderungen berechtigen ihre Eigen-
                                tümer (die Gläubiger) dazu, von anderen
                                institutionellen Einheiten (den Schuldnern), die
                                die den Forderungen gegenüberstehenden Ver-
                                bindlichkeiten eingegangen sind, eine Zahlung
                                oder eine Reihe von Zahlungen ohne Gegenlei-
                                stung zu erhalten.
                                Beispiele für wirtschaftliche          Werte, die
                                finanziellen Forderungen von ihrer Art her nahe-
                                kommen, sind Aktien und sonstige Beteiligungen.
Währungsgold und SZR (AF.l)     Die dieser Position zuzuordnenden finanziellen
                                Aktiva sind die einzigen finanziellen Aktiva, de-
                                nen im ESVG keine Verbindlichkeit gegenüber-
                                steht.
Währungsgold (AF.l 1)           Gold, das von Währungsbehörden oder von ande-
                                ren, die der effektiven Kontrolle der Währungs-
                                behörden unterstehen, als Bestandteil der Wäh-
                                rungsreserven gehalten wird.
Sonderziehungsrechte (SZR)      Ein vom Internationalen Währungsfonds (IWF)
(AF.l 2)                        geschaffenes internationales Reservemedium, das
                                den Mitgliedern des IWF zur Ergänzung der be-
                                stehenden Währungsreserven zugeteilt wird.
Bargeld und Einlagen (AF.2)     Das in Umlauf befindliche Bargeld sowie alle Ar-
                                ten von Einlagen in Landeswährung und in
                                Fremdwährung.
                                            246-
 ---pagebreak---  Bargeld (AF.21)                  Die in Umlauf befindlichen Noten und Münzen,
                                  die üblicherweise als Zahlungsmittel verwendet
                                  werden.
Übertragbare Einlagen (AF.22)     Einlagen (in Landes- oder in Fremdwährung), de-
                                  ren sofortige Umwandlung in Bargeld verlangt
                                  werden kann oder die durch Scheck, Überwei-
                                  sung, Lastschrift oder ähnliche Verfügungen
                                  übertragbar sind, und zwar beides ohne
                                  nennenswerte Beschränkung oder Strafgebühr.
Sonstige Einlagen (AF.29)         Einlagen (in Landes- oder in Fremdwährung), bei
                                  denen es sich nicht um übertragbare Einlagen
                                 handelt. Sonstige Einlagen können nicht jederzeit
                                 als Zahlungsmittel verwendet werden, und es ist
                                 nicht ohne nennenswerte Beschränkung oder
                                  Strafgebühr möglich, ihre Umwandlung in
                                 Bargeld oder übertragbare Einlagen zu verlangen.
Wertpapiere außer Aktien (AF.3)  Finanziellen Aktiva, bei denen es sich um
                                 Inhaberpapiere handelt, die in der Regel begebbar
                                 sind und an Sekundärmärkten gehandelt werden
                                 oder am Markt verrechnet werden können und
                                 mit deren Besitz für die Inhaber keinerlei
                                 Eigentumsrecht an den institutionellen Einheiten
                                 verbunden ist, die die Papiere ausgeben.
Wertpapiere außer Aktien und     Wertpapiere, bei denen es sich nicht um Aktien
derivativen Finanzinstrumenten   handelt und mit denen für ihre Inhaber der unbe-
(AF.33)                          dingte Anspruch auf ein festes oder vertraglich
                                 festgelegtes variables regelmäßiges Geldeinkom-
                                 men in Form von Zahlungen auf Kupons (Zinsen)
                                 und/oder auf Zahlung eines bestimmten
                                 Festbetrages zu einem oder mehreren festgelegten
                                 Zeitpunkten oder ab einem bei der Emission fest-
                                 gelegten Zeitpunkt verbunden ist.
Kurzfristige Wertpapiere außer   Wertpapiere, außer Aktien und derivativen Fi-
Aktien und derivativen Finanzin- nanzinstrumenten, deren ursprüngliche Laufzeit
strumenten (AF .331)             in der Regel höchstens ein Jahr und in
                                 außergewöhnlichen Fällen bis zu zwei Jahren be-
                                 trägt.
Langfristige Wertpapiere außer   Wertpapiere, außer Aktien und derivativen Fi-
Aktien und derivativen Finanzin- nanzinstrumenten, deren ursprüngliche Laufzeit
strumenten (AF.332)              in der Regel mehr als ein Jahr und in außerge-
                                 wöhnlichen Fällen mehr als zwei Jahre beträgt.
Derivative Finanzinstrumente     Finanzielle Aktiva, die auf einem anderen
(AF.34)                          Instrument basieren oder aus ihm abgeleitet sind.
                                 Bei dem einem derivativen Finanzinstrument zu-
                                 grunde liegenden Instrument handelt es sich in
                                 der Regel um ein anderes finanzielles Aktivum,
                                 in bestimmten Fällen jedoch auch um eine Ware
                                 oder einen Index.
                                             TAI
 ---pagebreak---  Kredite (AF.4)                  Finanzielle Aktiva, die entstehen, wenn
                                 Gläubiger Mittel an Schuldner entweder direkt
                                 oder unter Zwischenschaltung eines Vermittlers
                                 ausleihen, und die entweder in einem nicht
                                 begebbaren Titel oder gar nicht verbrieft sind.
 Kurzfristige Kredite (AF.41)    Kredite, deren ursprüngliche Laufzeit in der Re-
                                 gel höchstens ein Jahr und in außergewöhnlichen
                                 Fällen bis zu zwei Jahren beträgt, sowie jederzeit
                                 rückzahlbare Kredite.
 Langfristige Kredite (AF.42)    Kredite, deren ursprüngliche Laufzeit in der Re-
                                 gel mehr als ein Jahr und in außergewöhnlichen
                                 Fällen mehr als zwei Jahre beträgt.
Aktien und sonstige Beteiligun-  Finanzielle Aktiva, in denen Eigentumsrechte an
gen (AF.5)                       Kapitalgesellschaften oder Quasi-Kapitalgesell-
                                 schaften verbrieft sind. Mit diesen finanziellen
                                Aktiva ist in der Regel ein Anspruch auf einen
                                Anteil am Gewinn dieser Kapital- oder
                                 Quasi-Kapitalgesellschaften und auf einen Anteil
                                an ihren Eigenmitteln im Falle der Liquidation
                                verbunden.
Aktien und sonstige Beteiligun- Finanzielle Aktiva außer Anteile an Investment-
gen außer Anteilen an Invest-   fonds, in denen Eigentumsrechte an Kapitalge-
mentfonds (AF.51 )              sellschaften oder Quasi-Kapitalgesellschaften
                                verbrieft sind. Mit diesen finanziellen Aktiva ist
                                in der Regel ein Anspruch auf einen Anteil am
                                Gewinn           dieser       Kapital-         oder
                                Quasi-Kapitalgesellschaften und auf einen Anteil
                                an ihrem Nettovermögen im Falle der Liquidation
                                verbunden.
Börsennotierte Aktien außer An- Aktien sind grundsätzlich begebbare Wertpapiere,
teilen an Investmentfonds       in denen Beteiligungen am Kapital von
(AF.511)                        Kapitalgesellschaften        verbrieft         sind.
                                Börsennotierte Aktien sind Aktien, deren Kurs an
Nicht börsennotierte Aktien au- einer amtlichen Börse oder einem anderen Se-
ßer Anteilen an Investmentfonds kundärmarkt notiert wird. Nicht börsennotierte
(AF.512)                        Aktien sind Aktien, deren Kurs nicht notiert wird.
Sonstige Beteiligungen (AF.513) Alle Arten von Beteiligungen mit Ausnahme
                                derjenigen, die der Teilposition AF.511 oder
                                AF.512 oder der Unterposition AF.52 zugeordnet
                                werden.
Anteile an Investmentfonds (AF. Kapitalanteile, die von einer besonderen Art von
52)                             finanziellen Kapitalgesellschaften ausgegeben
                                werden, deren einziger Unternehmenszweck darin
                                besteht, die aufgenommen Mittel am Geldmarkt,
                                am Kapitalmarkt und/oder in Immobilien
                                anzulegen.
                                          . 0^8
 ---pagebreak--- Versicherungstechnische          Versicherungstechnische Rückstellungen, die,
Rückstellungen (AF.6)            wie in der Richtlinie 91/674/EWG des Rates vom
                                  19. Dezember 1991 über den Jahresabschluß und
                                 den konsolidierten Abschluß von Versicherungs-
                                 unternehmen festgelegt, von Versicherungsunter-
                                 nehmen und (rechtlich selbständigen oder recht-
                                 lich unselbständigen) Pensionskassen für Forde-
                                 rungen        von     Versicherungsnehmern         und
                                 Leistungsempfangern gebildet werden.
Nettoansprüche der privaten      Versicherungstechnische Rückstellungen, die von
Haushalte auf die versicherungs- den betreffenden Kapitalgesellschaften oder
technischen Rückstellungen für   Quasi-Kapitalgesellschaften gebildet werden,
Lebensversicherungen und von     damit die vorgesehen Leistungen erbracht werden
Pensionskassen (AF.61)           können, wenn die festgelegten Bedingungen er-
                                 füllt sind.
Nettoansprüche der privaten      Deckungsrückstellungen und Rückstellungen für
Haushalte auf die versicherungs- Gewinnbeteiligung der Versicherten, die zur
technischen Rückstellungen für   Versicherungssumme            von        Erlebensfall-
Lebensversicherungen (AF.611)    versicherungen mit Gewinnbeteiligung und ver-
                                 gleichbaren Versicherungen hinzukommen.
Nettoansprüche der privaten      Versicherungstechnische Rückstellungen von
Haushalte auf die versicherungs- rechtlich       selbständigen     oder      rechtliche
technischen Rückstellungen von   unselbständigen Pensionskassen, die von Arbeit-
Pensionskassen (AF.612)          gebern und/oder Arbeitnehmern oder Gruppen
                                 von Selbständigen eingerichtet werden, um für
                                 Arbeitnehmer oder Selbständige Renten zu ge-
                                 währleisten.
Beitragsüberträge und Schaden-   Versicherungstechnische Rückstellungen, die von
rückstellungen (AF.62)           Versicherungsunternehmen und (rechtlich selb-
                                 ständigen oder rechtlich unselbständigen) Pensi-
                                 onskassen gebildet werden, und zwar in Höhe:
                                          des Teils der Bruttoprämien, der dem fol-
                                          genden Rechnungszeitraum zuzu-rechnen
                                          ist (Beitragsüberträge);
                                          der geschätzten Gesamtaufwendungen,
                                          die aus der Abwicklung der bis zum Ende
                                          des Rechnungszeitraums angefallenen -
                                          gemeldeten oder nicht gemeldeten -
                                          Versicherungsfälle entstanden sind oder
                                          noch entstehen werden, abzüglich der für
                                          solche       Versicherungsfälle       bereits
                                          gezahlten       Beträge       (Schadenrück-
                                          stellungen).
Sonstige Forderungen und         Finanzielle Forderungen, die durch eine
Verbindlichkeiten (AF.7)         finanzielle oder nichtfinanzielle Transaktion ent-
                                 stehen, bei der ein zeitlicher Abstand zwischen
                                 der betreffenden Transaktion und der entspre-
                                 chenden Zahlung besteht.
                                              1AQ .
 ---pagebreak--- Handelskredite und Anzahlungen   Finanzielle Forderungen, die durch die direkte
(AF.71)                          Kreditgewährung durch Lieferanten oder Käufer
                                 für Waren- oder Dienstleistungstransaktionen ent-
                                 stehen, sowie mit Anzahlungen auf in Durchfüh-
                                 rung befindliche oder geplante Arbeiten im Zu-
                                 sammenhang mit derartigen Transaktionen.
Sonstige Forderungen und         Finanzielle Forderungen, die aufgrund eines zeit-
Verbindlichkeiten außer          lichen Abstands zwischen Verteilungstransaktio-
Handelskrediten und              nen oder finanziellen Transaktionen am
Anzahlungen (AF.79)              Sekundärmarkt und den entsprechenden Zahlun-
                                 gen entstehen. Zu der Unterposition gehören
                                 ebenfalls antizipative Aktiva und Passiva.
Positionen "unter dem Strich"  Im ESVG sind mehrere Positionen "unter dem
                               Strich" vorgesehen, in denen Aktiva auszuweisen
                               sind, die für bestimmte Untersuchungen von Inter-
                               esse sind und im zentralen Kontenrahmen nicht
                               einzeln unterschieden werden.
Dauerhafte Konsumgüter         Dauerhafte Güter, die von privaten Haushalten für
(AN.m)                         die Zwecke des letzten Verbrauchs erworben wer-
                               den (d. h. die weder von privaten Haushalten als
                               Wertaufbewahrungsmittel noch von Unternehmen
                               ohne      eigene      Rechtspersönlichkeit,     deren
                               Eigentümer private Haushalte sind, für Produkti-
                               onszwecke eingesetzt werden).
Ausländische Direktinvestitio- Langfristige Investitionen, durch die gebietsansäs-
nen (AF.m)                     sige institutionelle Einheiten einer Volkswirtschaft
                               (die ''Direktinvestoren") langfristige Beteiligungen
                               an gebietsansässigen institutionellen Einheiten ei-
                               ner anderen Volkswirtschaft (den "Unternehmen,
                               die Gegenstand einer ausländischen Direktinvesti-
                               tion sind") erwerben. Der Direktinvestor tätigt die
                               Investition, um maßgeblichen Einfluß auf das Ma-
                               nagement des in der anderen Volkswirtschaft an-
                               sässigen Unternehmens ausüben zu können.
 ---pagebreak--- Anhang 2
                         ÜBERBLICK ÜBER DIE BUCHUNGEN VON DER VERMÖGENSERÖFFNUNGSBILANZ
                                              BIS ZUR VERMÖGENSSCHLUSSBILANZ
 Systematik von           IV.l             ULI           111.3.1           II 1.3.2                   IV.3
 Aktiva, Passiva          Vermögens-      Trans-         Sonstige Verände- Gewinne/Verluste           Vermögens-
  und Reinvermögen        eröffnungs-     aktionen       rungen des Volu-  aus dem Halten von         schlußbilanz
                          bilanz                         mens              Aktiva bzw. Passiva
                                                                           IU.3.2.1        III.3.2.2
                                                                           Neutrale        Reale
                                                                           Gewinne/       Gewinne/
                                                                           Verluste       Verluste
                                                                           aus dem        aus dem
                                                                           Halten von     Halten von
                                                                           Aktiva bzw.    Aktiva bzw.
                                                                           Passiva        Passiva
 Nichtfinanzielle         AN.             P.5.K.1,       K.3,K.4,K.5,      K l 1.1        K.l 1.2     AN.
 Aktiva                                   K.2            K.6,K.7,K.8,
                                                         K.9.K.12.1,
                                                         K.12.22
 Produzierte Aktiva       AN.l            P.5,K.l        K.4.K.7.K.8,      K l 1.1        K.11.2      AN.l
                                                         K.9.K.12.1,
                                                         K.12.22
 Anlagevermögen7          AN.ll           P.S1.K.1       K.4,K.7,K.8,      K l 1.1        K.11.2      AN.ll
                                                         K.9,K.12.1,
                                                        K.12.22
 Sachanlagen              AN.l 11         P.511.K.1     K.4,K.7,K.8,       K.l 1.1        K.11.2      AN.l 11
                                                        K.9.K.12.I,
                                                        K.12.22
 Wohnungen                AN.llll         P.511.K.1     K.4,K.7,K.8,       K.ll.l         K.11.2      AN.llll
                                                        K.9.K.12.1,
                                                        K.12.22
 Sonstige unbeweg-       AN.l 112         P.511.K.1     K.4,K.7,K.8,       K l 1.1        K.11.2      AN.l 112
 liche Anlagegüter                                      K.9.K.12..1,
                                                        K.12.22
 Bewegliche Anla-        AN.1113          P.S11.K.1     K.7,K.8,K.9,       K.ll.l         K.11.2      AN.1113
 gegüter                                                K.12.1.K.12.22
 Kultivierte Aktiva      AN.l 114         P.511.K.1     K.7,K.8,K.9,       K.ll.l         K.11.2      AN. 1114
                                                        K.12.1.K12.22
 Immaterielle Werte      AN.112           P.512.K.1     K.7.K.8.K.9,       K.ll.l         K.11.2      AN.112
                                                        K.12.1.K.12.22
Vorräte                  AN. 12           P.53          K.7,K.8,K.9,       K.ll.l         K.11.2      AN. 12
                                                        K.12.1
                                                        K.12.22
Wertgegenstände          AN. 13           P.53          K.4,K.7,K.8,K.9    K.ll.l         K.11.2      AN. 13
                                                       K.12.1.K.12.22
Nichtproduzierte         AN.2             K.2.P.513    K.3,K.5,K.61,K.62,K K.ll.l         K.11.2      AN.2
Aktiva                                    K.l           .7,K.8,K..9,
                                                       K.12.1.K.12.22
            Position "unter dem Strich" AN.m: Dauerhafte Konsumgüter.
 ---pagebreak--- ÜBERBLICK ÜBER DIE BUCHUNGEN VON DER VERMÖGENSERÖFFNUNGSBILANZ
                                               BIS ZUR VERMÖGENSSCHLUSSBILANZ
 Systematik von           IV. 1            ULI           II 1.3.1               III.3.2                    IV.3
 Aktiva, Passiva          Vermögens-       Trans-        Sonstige Verände-      Gewinne/Verluste           Vermögens-
 und Reinvermögen         eröffnungs-      aktionen      rungen                 aus dem Halten von         schlußbilanz
                          bilanz                         des Volumens           Aktiva bzw. Passiva
                                                                                HI.3.2.1        IH.3.2.2
                                                                                Neutrale        Reale
                                                                                Gewinne/        Gewinne/
                                                                                Verluste       Verluste
                                                                                aus dem        aus dem
                                                                                Halten von     Halten von
                                                                                Aktiva bzw.    Aktiva bzw.
                                                                                Passiva        Passiva
 Materielle nicht-        AN.21            K.21,         K.3,K.5,K.61,          K.ll.l         K.11.2      AN.21
 produzierte Aktiva                        P.513.K.1     K.62,K.7,K.8,
                                                         K.9.K.12.1,
                                                         K.12.22
 Grund und Boden          AN.211           K.21,         K.3,K.62,K.7,          K.ll.l         K.11.2      AN.211
                                           P.513,K.l     K.8,K.9,K.12.1
                                                         K.12.22
 Bodenschätze             AN.212           K.21,         K.3,K.61,K.62,         K.ll.l         K.11.2      AN.212
                                           P.513         K.7,K.8,K.9,
                                                         K.12.1,K.12.22
 Nichtkultivierte         AN.213           K.21,         K.3,K.5,K.61,          K.ll.l         K.11.2      AN.213
 biologische                               P.513         K.62,K.7,K.8,
 Ressourcen                                              K.9.K.12.1,
                                                         K.12.22
 Wasservorkommen          AN.214           K.21,         K.3,K.61,K.62,         K.ll.l         K.11.2      AN.214
                                           P.513         K.7,K.8,K.9,
                                                         K.12.1,K.12.22
 Immaterielle nicht-      AN.22            K.22,         K.3,K.62,K.7,          K.ll.l         K.11.2      AN.22
 produzierte Aktiva                        P.513         K.8.K.9,
                                                         K.12.1.K.12.22
 Finanzielle Akti-        AF.              F.            K.7.K.8.K.10,          K.ll.l         K.11.2      AF.
 va/Passiva8                                             K.12.1.K.12.21
                                                         K.12.22
 Währungsgold und         AF.l             F.l           K.7,K.8,K.10,          K.ll.l         K.11.2      AF.l
 SZR (lediglich Ak-                                      K.12.1.K12.21
 tiva)                                                   K.12.22
 Bargeld und Einla-       AF.2             F.2           K.7,K.8,K.10,          K.ll.l         K.11.2      AF.2
 gen                                                     K.12.1.K.12.22
 Wertpapiere außer        AF.3             F.3           K.7,K.8,K.10,          K.ll.l         K.11.2      AF.3
 Aktien                                                  K.I2.1.K.12..22
             Position "unter dem Strich" AF.m: Ausländische Direktinvestitionen
                                                                      252-
 ---pagebreak---                     ÜBERBLICK ÜBER DIE BUCHUNGEN VON DER VERMÖGENSERÖFFNUNGSBILANZ
                                      BIS ZUR V E R M Ö G E N S S C I I L U S S B I L A N Z
Systematik von      IV.l          111.1           III.3.1                                III.3.2                     IV.3
Aktiva, Passiva     Vcrmögcns-    Trans-          Sonstige Verände-                      Gewinne/Verluste              Vermögens
und Reinvermögen    eröffnungs-   aktionen        rungen                                 aus dem Halten von           -Schlußbilanz
                    bilanz                        des Volumens                           Aktiva bzw. Passiva
                                                                                         III.3.2.1       HI.3.2.2
                                                                                         Neutrale        Reale
                                                                                         Gewinne/        Gewinne/
                                                                                         Verluste        Verluste
                                                                                         aus dem         aus dem
                                                                                         Halten von      Halten von
                                                                                         Aktiva bzw.     Aktiva bzw.
                                                                                         Passiva         Passiva
Kredite             AF.4          F.4             K.7,K.8,K.10,                          K.ll.l          K.11.2      AF.4
                                                  K.12.1,
                                                  K.12.22
Aktien und sonstige AF.5          F.5             K.7,K.8,K.10,                          K.ll.l          K.11.2      AF.5
Beteiligungen                                     K.12.1
                                                  K.12.22
Versicherungstech-  AF.6          F.6             K.7,K.8,K.10,                          K.ll.l          K.11.2      AF.6
nische Rückstellun-                               K.12.1,K.12.22
gen
Sonstige Forderun-  AF.7          F.7             K.7,K.8,K.10,                          K.ll.l          K.11.2      AF.7
gen/Ver-bindlich-                                 K.12.1,
keiten                                            K.12.22
Reinvermögen        B.90          B.10.1          B.10.2                                 B.10.31         B.10.32     B.90
                                                                       253
 ---pagebreak--- AN.     AF. ...: SYSTEMATIK DER AKTIVA                          K.62     SONSTIGES     WIRTSCHAFTLICHES        VER-
                                                                         SCHWINDEN      VON    NICHTPRODUZIERTEN
                                                                         AKTIVA
                                                                K.7      KATASTROPHEN VERLUSTE
SALDEN                                                          K.8      ENTSCHÄDIGUNGSLOSE BESCHLAGNAHME
                                                                K.9      SONSTIGE VERÄNDERUNGEN DES VOLUMENS
B.10.1         VERÄNDERUNG       DES      REINVERMÖGENS                  DER NICHTFrNANZIELLEN AKTIVA A. N. G.
               AUFGRUND    VON ERSPARNIS       UND VER-         K.10     SONSTIGE VERÄNDERUNGEN DES VOLUMENS
               MÖGENSÜBERTRAGUNGEN                                       DER FINANZIELLEN AKTIVA UND DER PASSIVA
B.10.2         VERÄNDERUNG       DES      REINVERMÖGENS                  A. N. G.
               AUFGRUND VON SONSTIGEN VERÄNDERUNGEN             K.ll     NOMINALE GEWINNE/VERLUSTE AUS DEM
               DES VOLUMENS DER AKTIVA                                   HALTEN VON AKTIVA BZW. PASSIVA
B.10.31        VERÄNDERUNG       DES      REINVERMÖGENS         K.ll.l   NEUTRALE GEWINNE/VERLUSTE AUS DEM
               AUFGRUND     VON     NEUTRALEN     GEWIN-                 HALTEN VON AKTIVA BZW. PASSIVA
               NEN/VERLUSTEN AUS DEM HALTEN VON                 K. 11.2  REALE GEWINNE/VERLUSTE AUS DEM HALTEN
               AKTIVA BZW. PASSIVA                                       VON AKTIVA BZW. PASSIVA
B.10.32        VERÄNDERUNG       DER      REINVERMÖGENS         K.12     ÄNDERUNG DER SEKTORZUORDNUNG ODER
               AUFGRUND      VON       REALEN     GEWIN-                 DER VERMÖGENSART
              NEN/VERLUSTEN AUS DEM HALTEN VON                  K.12.1   ÄNDERUNG DER SEKTORZUORDNUNG
               AKTIVA BZW. PASSIVA                              K. 12.21 MONETISIERUNG/DEMONETISIERUNG         VON
B.90           REIN VERMÖGEN                                             GOLD
                                                                K.12.22  ÄNDERUNG    DER VERMÖGENSART        AUßER
                                                                         MONETISIERUNG/DEMONETISIERUNG         VON
TRANSAKTIONEN       MIT FINANZIELLEN    AKTIVA  UND   MIT                GOLD
PASSIVA
               TRANSAKTIONEN MIT FINANZIELLEN AKTIVA
               UND MIT PASSIVA
F.l            WÄHRUNGSGOLD UND SZR
F.2            BARGELD UND EINLAGEN _
F.3            WERTPAPIERE AUCER AKTIEN
F.4            KREDITE
F.5            AKTIEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN
F.6            VERSICHERUNGSTECHNISCHE             RÜCK-
               STELLUNGEN
F.7            SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERBIND-
               LICHKEITEN
WAREN- UND DIENSTLEISTUNGSTRANSAKTIONEN
P.5             BRUTTOINVESTITIONEN
P.51            BRUTTOANLAGEINVESTITIONEN
P.511          ERWERB ABZÜGLICH VERAUBERUNGEN VON
               SACHANLAGEN
P.512          ERWERB ABZÜGLICH VERÄUßERUNGEN VON
               IMMATERIELLEN WERTEN
P.513          ERHÖHUNG DES WERTES VON NICHTPRO-
               DUZIERTEN NICHTFINANZIELLEN AKTIVA
P.52            VORRATSVERÄNDERUNG
P.53           ERWERB ABZÜGLICH VERÄUBERUNGEN VON
               WERTGEGENSTÄNDEN
SONSTIGE POSITIONEN DER VERMÖGENSBILDUNGSKONTEN
K.l            ABSCHREIBUNGEN
K.2            ERWERB ABZÜGLICH VERÄUBERUNGEN VON
               NICHTPRODUZIERTEN       NICHTFINANZIELLEN
               AKTIVA
K.21           ERWERB ABZÜGLICH VERÄUBERUNGEN VON
               GRUNDSTÜCKEN     UND SONSTIGEN      MATE-
               RIELLEN NICHTPRODUZIERTEN AKTIVA
K.22           ERWERB ABZÜGLICH VERÄUBERUNGEN VON
               IMMATERIELLEN NICHTPRODUZIERTEN AKTIVA
K.3            WIRTSCHAFTLICHES       ENTSTEHEN     VON
               NICHTPRODUZIERTEN AKTIVA
K.4            WIRTSCHAFTLICHES       ENTSTEHEN     VON
               PRODUZIERTEN AKTIVA
K.5            NATÜRLICHES    WACHSTUM       VON   NICHT-
               KULTIVIERTEN BIOLOGISCHEN RESSOURCEN
K.61           ABBAU VON NATURVERMÖGEN
                                                          -254-
 ---pagebreak---          Kapitel VIII
Kontenfolge und Kontensalden
            . ns$ ,
 ---pagebreak--- EINLEITUNG
8.01   Das ESVG ermöglicht die Erfassung von Strom- und Bestandsgrößen in einem geordneten
       Kontensystem, durch das der Wirtschaftskreislauf, von der Entstehung von Einkommen,
       über seine Verteilung und Umverteilung bis hin zur Vermögensbildung, dargestellt wird.
8.02   Jedes der Konten enthält Transaktionen, die sich aufgrund festgelegter Definitionen entwe-
       der gegenseitig oder durch einen aussagekräftigen Saldo, der auf das folgende Konto über-
       tragen wird, ausgleichen.
8.03   Die strukturierte Erfassung der Transaktionen auf der Grundlage einer logischen Analyse
       des Wirtschaftsgeschehens liefert die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen, die zur
       Untersuchung eines Tätigkeitsbereichs, eines institutionellen Sektors oder Teilsektors oder
       der Gesamtwirtschaft erforderlich sind. Die Konten sind so untergliedert, daß sie die be-
       deutsamsten wirtschaftlichen Informationen liefern.
8.04   Es werden drei Gruppen von Konten unterschieden:
             Konten für die laufenden Transaktionen,
             Vermögensbildungskonten,
             Vermögensbilanzen.
        In den Konten für die laufenden Transaktionen werden die Entstehung, die Verteilung und
        die Umverteilung von Einkommen sowie seine Verwendung in Form des letzten Ver-
        brauchs dargestellt. Sie ermöglichen ferner die Berechnung der Ersparnis, die bei der Ver-
        mögensbildung eine entscheidende Rolle spielt.
        In den Vermögensbildungskonten werden die einzelnen Bestandteile der Veränderungen
        der Aktiva und Passiva der verschiedenen Einheiten dargestellt; sie ermöglichen ferner der
        Erfassung der Veränderung des Reinvermögens (der Differenz zwischen Aktiva und Passi-
        va).
        In den Vermögensbilanzen werden die gesamten Aktiva und Passiva der verschiedenen
        Einheiten am Anfang und am Ende des Rechnungszeitraum sowie ihr Reinvermögen aus-
        gewiesen. Für jedes Aktivum und Passivum werden die in den Vermögensbildungskonten
        verbuchten Ströme ebenfalls im Konto für die Veränderung der Vermögensbestände erfaßt.
8.05    Die Kontenfolge gilt ganz oder teilweise für die institutionellen Einheiten, die institutionel-
        len Sektoren und Teilsektoren, die Tätigkeitsbereiche und die Gesamtwirtschaft.
8.06    Die Kontensalden werden sowohl brutto als auch netto ausgewiesen. Bruttoausweis bedeu-
        tet, daß sie vor Abzug der Abschreibungen, Nettoausweis, daß sie nach Abzug der
        Abschreibungen berechnet werden. Kontensalden, bei denen es sich um Einkommensbe-
        griffe handelt, sind aussagekräftiger, wenn sie netto ausgewiesen werden.
8.07    Die Konten werden in unterschiedlicher Weise dargestellt:
             in Form von Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, bei denen die Konten sämtli-
             cher institutioneller Sektoren, der Gesamtwirtschaft und der Übrigen Welt in einer
             einzigen Tabelle dargestellt werden;
                                                 256-
 ---pagebreak---         in Form einer Kontenfolge, die detailliertere Informationen enthält. Die Tabellen, die
        Aufschluß über den Aufbau der einzelnen Konten geben, sind in diesem Kapitel im
        Abschnitt "Die Kontenfolge" wiedergegeben;
        in Form von Matrizen, wobei jedes Konto durch eine Zeile und eine Spalte dargestellt
        wird.
.08 Überblick über die Konten, die Kontensalden und die wichtigsten volkswirtschaftlichen
    Gesamtgrößen:
 ---pagebreak---                  Überblick über die Konten, die Kontensalden und die wichtigsten volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen
                                                                                                                                                                Kontensalden                                Wichtigste Gesamtgroaen
                   Vollständige Kontenfolge für Institutionelle Sektoren
Konten für die              Produktlonskonto                       Produktlonskonto                                                                             B.1      Wertschöpfung                      Inlandsprodukt
laufenden Trans-                                                                                                                                                                                            (BIP/NIP)
aktionen
                                                                                                                                                                B.2      BetrlebsObersehud
                            Einkommensver-                .1.      Prlm»res Elnkommens-    11.1.1.  Einkommens-
                            teilungskonten und                     vertellungskonto                 entstehungskonto
                            Einkommensver-                                                                                                                      B.3      Gemischtes Einkommen
                            wendungskonto
                                                                                           11.1.2.  Primärelnkom-                           Konto for das Ein-
                                                                                                                                                                B.4      Einkommen aus Unternehmertätigkeit
                                                                                                    mensallokatlons-                        kommen aus Un-
                                                                                                    konto                                   ternehmertätigkeit
                                                                                                                                11.1.2.2.   Konto für die
                                                                                                                                            Allokatlon des
                                                                                                                                                                B.5      Saldo der PrlmSrelnkommen          Volkseinkommen (BVE, NVE)
                                                                                                                                            sonstigen Prlmar-
                                                                                                                                            elnkommens
                                                                   Sekundares Elnkonv
                                                                                                                                                                8.6      Verfügbares Einkommen              Verfügbares Volkseinkommen
                                                                   mensvertellungskonto
                                                                   Natura lelnkommens-
                                                                                                                                                                B.7      Berichtigtes verfügbares Einkommen
                                                                   umvertellungskonto
                                                                   Einkommensverwen-
                                                                   dungskonto
                                                                   Konto for die
                                                                   Verwendung des
                                                                                                                                                                B.6      Ersparnis                          Inländische Ersparnis
                                                                   verfügbaren Einkommens
                                                         IM.2.     Konto für die Verwen-
                                                                   dung des berichtigten
                                                                   verfügbaren Einkommens
Vermôgens-                  Vermögens-                   111.1.    Vermögens-                       Konto für die                                               B. 10.1  Veränderung des
blldungskonten              bildungskonten                         verânderungskonto                Veränderung des                                                      Reinvermögens
                                                                                                    Reinvermögens                                                        aufgrund von Ersparnis
                                                                                                    aufgrund von                                                         und Vermögens-
                                                                                                    Ersparnis und                                                        Qbertragungen
                                                                                                    Vermögens-
                                                                                                    Obertragungen
                                                                                           111.1.2. Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva           B.9      Finanzlerungsubersehuß/-deflzlt
                                                         111.2.    Finanzlerungskonto                                                                           B.9      FlnanzlerungsOberschuß/-deflzlt
                                                         111.3.    Konto für die sonstigen 111.3.1. Konto für die                                               B.10.2   Veränderung des
                                                                   Veränderungen der                sonstigen                                                            Relnvermögena
                                                                   Aktta                            Veränderungen des                                                    aufgrund von sonstigen
                                                                                                    Volumens der Aktiva                                                  Veränderungen des
                                                                                                                                                                         Volumens der Aktiva
                                                                                                                                                                B.10.3   Veränderung des
                                                                                                                                                                         Reinvermögens
                                                                                                                                                                         aufgrund von nominalen
                                                                                                                                                                         Gewinnen/Verlusten aus
                                                                                                                                                                         dem Halten von Aktiva
                                                                                                                                                                         bzw. PassVa
                                                                                                    Umbewertungs-                           Konto für die                Veränderung des
                                                                                                    konto                                   neutralen                    Reinvermögens
                                                                                                                                            Gewinne/Verluste             aufgrund von neutralen
                                                                                                                                            aus dem Halten von           Gewinnen/Verlusten aus
                                                                                                                                            Aktiva bzw. Passiva          dem Halten von Aktiva
                                                                                                                                                                         bzw. Passiva
 ---pagebreak---                                                                                                                                         Konto für die realen         Veränderung des
                                                                                                                                        GewtnneA/ertuste              Reinvermögens
                                                                                                                                        aus dem Halten von           aufgrund von realen
                                                                                                                                        Aktiva bzw. Passiva          Gewinnen/Verlusten aus
                                                                                                                                                                     dem Halten von Aktiva
                                                                                                                                                                     bzw. Passiva
  Vermögens-                 Vermögensbllanzen          IV. 1.    Vermögenseröffnungsbllanz                                                                   B.90   Reinvermögen                        Volksvermögen
  bilanzen                                              IV.2.     Konto für die Veränderung der Vermögensbestände                                             B.10   Veränderung d. Reinvermögens Insg.  Veränderung des Volksvermögens
                                                        rv,3.     Vermögensschlu&bllanz                                                                       B.90   Reinvermögen                        Volksvermögen
                    Transaktionskonten
0 Waren- und                 Waren- und
  Dienstleistungs-           Dienstleistungskonto                                                                                                                                                        Ausgaben der Volkswirtschaft
   konto
                    Konto der Übrigen Welt (Konto für die Auslandstransakttonen)
  Konten für die             Konto der Übrigen         V.l.      Konto für den Waren                                                                                 Saldo des Waren- und                Saldo des Waren- und
  laufenden                  Welt                                und                                                                                                 Dlenstlebtungsverkehrs              Dlenstlelstungsverkehrs mit der
  Transaktionen                                                  Dlenstlerstungsverkehr                                                                              mit der Übrigen Welt                Übrigen Welt
                                                                 mit der Übrigen Welt
                                                                 Konto der Übrigen Welt                                                                      B.12    Saldo der laufenden                 Saldo der laufenden
                                                                 für Prlmärelnkommen                                                                                 Transaktionen mit der              Transaktionen mit der Übrigen
                                                                 und taufende                                                                                        Übrigen Wert                       Welt
                                                                 Übertragungen
  Vermögens-                                                     Vermögensblldungs-             V.III.1. Vermögensver-                 Konto für die                Veränderung des
  blldungskonten                                                 konten der Übrigen Welt                 änderungskonto                Veränderung des               Reinvermögens aufgr.
                                                                                                                                       Reinvermögens                des Saldos der
                                                                                                                                       aufgrund von                 laufenden
                                                                                                                                       Ersparnis und                Transaktionen mit der
                                                                                                                                       Vermögens-                   Übrigen Welt und aufgr.
                                                                                                                                       übert ragungen               von Vermögens-
                                                                                                                                                                    übert ragungen
                                                                                                                                       Konto für den                FlnanzlerungsaberschußZ-deflzlt
                                                                                                                                       Erwerb von
                                                                                                                                       nichtfinanziellen
                                                                                                                                       Aktiva
                                                                                                V.III.2. Finanzlerungskonto                                         FlnanzlerungsüberschufAZ-deflzIt    FlnanzlerungsuberschuttZ-deflzIt
                                                                                                V.III.3. Konto für die      V.III.3.1. Konto für die                Veränderung des
                                                                                                         sonstigen                     sonstigen                    Reinvermögens
                                                                                                         Veränderungen der             Veränderungen des            aufgrund von sonstigen
                                                                                                         Aktiva                        Volumens der Aktiva          Veränderungen des
                                                                                                                                                                    Volumens der Aktiva
                                                                                                                            V.lll.3.2. Umbewertungs-         B.10.3 Veränderung des
                                                                                                                                       konto                        Reinvermögens aufgr.
                                                                                                                                                                    von nomlnalen/neu-
                                                                Vermögensbllanzen der                    Vermögens-
  Vermögensbllanzen                                                                             V.IV.1.                                                             tralen/realen
                                                                Übrigen Welt                             eröffnungsbllanz
                                                                                                                                                                    Gewinnen/Verlusten aus
                                                                                                                                                                    dem Hatten von Aktiva
                                                                                                                                                                    bzw. Passrva
                                                                                                V.IV.2.  Konto für die
                                                                                                         Veränderung der
                                                                                                         Vermögens-
                                                                                                         bestände                                            B.90   Reinvermögen                        Finanzielle Nettoauslands-
                                                                                                V.IV.3.  Vermögensschluß-                                                                               posltlon
                                                                                                                                                             B. 10  Veränderung des Relnvermögens
                                                                                                         bllanz
                                                                                                                                                             B 90   Relnveimögen                        Finanzielle Nettoaustands-
                                                                                                                                                                                                        posrtlon
 ---pagebreak---  DIE KONTENFOLGE
8.09     Die Kontenfolge besteht aus drei Gruppen von Konten:
         Konten für die laufenden Transaktionen:
              Produktionskonto (I)
              Einkommensverteilungskonten und Einkommensverwendungskonto (II);
         Vermögensbildungskonten (III);
         Vermögensbilanzen (IV).
Die Konten für die laufenden Transaktionen
Das Produktionskonto (I)1
8.10     Das Produktionskonto (I) enthält die Transaktionen, die den eigentlichen
         Produktionsprozeß bilden. Es wird für die institutionellen Sektoren und für die Tätigkeits-
         bereiche erstellt. Es enthält auf der Aufkommensseite den Output und auf der Verwen-
        dungsseite die Vorleistungen.
8.11    Mit Hilfe des Produktiönskontos läßt sich einer der wichtigsten Salden des Systems - die
         Wertschöpfung, d. h. der Wert, der von sämtlichen Einheiten, die eine Produktionstätigkeit
        ausüben, geschaffen wird - ebenso ermitteln wie eine bedeutende volkswirtschaftliche Ge-
        samtgröße: das Bruttoinlandsprodukt. Die Wertschöpfung ist sowohl für die institutionel-
        len Sektoren als auch für die Tätigkeitsbereiche wirtschaftlich bedeutsam.
8.12    Die Wertschöpfung (der Saldo des Produktionskontos) kann ebenso wie die Salden der
        nachfolgenden Konten vor oder nach Abzug der Abschreibungen, d. h. brutto oder netto,
        berechnet werden. Da der Output zu Herstellungspreisen und die Vorleistungen zu An-
        schaffungspreisen bewertet werden, sind die Gütersteuern abzüglich der Gütersubventionen
        nicht in der Weitschöpfung enthalten.
8.13    Im Produktionskonto der Gesamtwirtschaft werden auf der Aufkommensseite außer dem
        Output von Waren und Dienstleistungen auch die Gütersteuern abzüglich der Gütersub-
        ventionen gebucht. Damit kann als Saldo dieses Kontos das Bruttoinlandsprodukt zu
        Marktpreisen nachgewiesen werden.
8.14    Da die indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit (IEDFM) nicht
        nach verwendenden Sektoren aufgegliedert werden, wird der Output von IEDFM
        insgesamt als Vorleistungen eines fiktiven Sektors behandelt; dieser Sektor hat einen Out-
        put von Null und eine negative Wertschöpfung, die den gleichen Umfang hat wie die Vor-
        leistungen, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Auf diese Weise verringert sich die
        Wertschöpfung sämtlicher Sektoren und Tätigkeitsbereiche insgesamt um diesen Betrag.
        Im Interesse einer übersichtlicheren Kontendarstellung kann auf eine Zusatzspalte für den
        fiktiven Sektor verzichtet werden, wenn der entsprechende Wert statt dessen in der Spalte
        für die Gesamtwirtschaft berücksichtigt wird.
     Vgl. Kapitel III "Gütertransaktionen".
                                                 260-
 ---pagebreak---                          Konto I: Produktionskonto
 Verwendung                                                                                                                                                   Aufkommen
                                   S.1         S.15        S.14         S.13         S.12     S.11                                                             S.11       S.12      S.13      S.14        S.15      S.1
            Enteprättfiehäo
            Buchungen im
                                                                                                                                                                                                          Organi-
                                              Organi-                                                                                                                                                     sationen
                                              sationen                                                                                                                                                    ohne
                                              ohne                                           Nicht-                                                                                                       Erwerbs-
                                              Erwerbs-                              Finan-   finan-                                                                                                       charakter
            Waren*                            charakter                             zielle   zielle                                                           Nichtfi-                                    im                   '•     Waren-«
            und                               im Dienst                             Kapi-    Kapi-                                                            nanziel-    Finan-                          Dienst                       «nd
            Dferst-                           von                                   ta Ig e- talge-                                                           le Kapl-   zielle                           von                          ßtensfr
                        Konto     Gesamt-     privaten                              sell-    sell-                                                            talge-     Kapital-                         privaten  Gesamt-    Konto  tei+
Insge-      stungs*     der Obr   wirt-       Haus-        Private                  schaf-   schaf-                                                           sell-      gesell-              Private     Haus-     wirt-      ferûx*  äungs*  Insge-
samt        kooto       WeR       schaft      halten       Haushatte    Staat       ten      ten       Transakttonen und Kontensalden                         schaften   schaften   Staat     Haushalte   halten    schaft     We«     konta   samt
    3 595                                                                                              P.1           Output                                       1 753        102       434        1269        37     3 595                      3 595
    3 048  '"siwi"                                                                                     P.11          Marktbestimmter Output/IEDFM                 1 722        102       ~74~       1 129      ~2\     3 048                      3048
                                                                                                       P.12          Output für die eigene letzte Verwendung                                         140                  171                       171
      376       m"                                                                                     P.13          Sonstiger nichtmarktbestimmter Output                               360                    16      "376"                      "376"
    1 904                            1 904                       694        246           29    881    P.2           Vorleistungen/IEDFM                                                                                                          1904
                                                                                                       D.21-         Gütersteuern abzügl.
                                                                                                                                                                                                                                       wma
      133       is&i                                                                                   D.31          GOtersubventionen                                                                                     133                      133
                                                                                                       B.1g/         Bruttowertschöpfung/
    1 824                            1824                        575        188          73     872    B.1*o         Bruttoinlandsprodukt
      222                               222                        42        30           10    137    K.1           Abschreibungen
                                                                                                       B.1n/         Nettowertschöpfung/
   1602                              1602            28          533        158          63     735    B.1'n         Nettolnlandsprodukt
P.11 Finanzielle Kapitalgesellschaften: 102, darunter 48 für IEDFM (P.119)
P.2 Gesamtwirtschaft: 1904 entspricht der Summe der Werte für die Institutionellen Sektoren (1856) und die IEDFM ( 48)
B. 1 g Gesamtwirtschaft: 1824 entspricht der Summe der Werte für die institutionellen Sektoren (1739) zuzüglich GOtersteuern abzüglich GOtersubventionen (133) und abzüglich IEDFM (48)
 ---pagebreak--- Die Einkommensverteilungskonten und das Einkommmensverwendungskonto (II)2
8.15    Es werden vier Phasen der Einkommensverteilung und -Verwendung unterschieden: die
        primäre Einkommensverteilung, die sekundäre Einkommensverteilung, die Naturalein-
        kommensumverteilung und die Einkommens Verwendung.
        Phase eins betrifft die Entstehung des unmittelbar aus dem Produktionsprozeß resultieren-
        den Einkommens und seine Verteilung auf die Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital) und
        den Staat (über Produktionssteuern, Einfuhrabgaben und Subventionen). Sie ermöglicht die
        Ermittlung des Betriebsüberschusses (bzw. des gemischten Einkommens im Falle der pri-
        vaten Haushalte) und des Primäreinkommens.
        In Phase zwei wird die Einkommensumverteilung durch Übertragungen außer sozialen
        Sachübertragungen untersucht. Sie ermöglicht die Ermittlung des verfügbaren Einkom-
        mens.
        Phase drei beschreibt die Einkommensumverteilung durch soziale Sachübertragungen; ihr
        Ergebnis ist das berichtigte verfügbare Einkommen.
        Phase vier zeigt, wie das Einkommen verbraucht bzw. gespart wird; ihr Ergebnis ist die Er-
        sparnis.
Das primäre Einkommensverteilungskonto (II.l)
Das Einkommensentstehungskonto (II.1.1)
Der Aufbau des Einkommensentstehungskontos nach institutionellen Sektoren ist der entsprechen-
den Tabelle zu entnehmen.
8.16    Das Einkommensentstehungskonto wird in den Spalten der Aufkommens- und Verwen-
        dungstabellen auch nach Tätigkeitsbereichen untergliedert.
8.17    Das Einkommensentstehungskonto zeigt die Sektoren, Teilsektoren und Tätigkeitsbereiche
        als Verursacher und nicht als Empfänger von Primäreinkommen.
8.18    Das Einkommensentstehungskonto gibt Aufschluß darüber, inwieweit die Einkommen aus
        unselbständiger Arbeit und die Produktionssteuern abzüglich der Produktionssubventionen
        durch die Wertschöpfung gedeckt sind. Es weist den Betriebsüberschuß aus, d. h. den
        Überschuß (oder das Defizit) aus den Produktionstätigkeiten vor Zinsen, Pachten,
        Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen und sonstigen Zahlungen, die die Pro-
        duktionseinheit:
             auf von ihr aufgenomme finanzielle Aktiva oder von ihr gepachtete materielle nicht-
             produzierte Aktiva leistet;
             aus finanziellen Aktiva oder materiellen nichtproduzierten Aktiva empfängt, deren Ei-
             gentümer sie ist.
        Der Betriebsüberschuß ist das Einkommen, das den Einheiten aus der Eigennutzung ihrer
        Produktionsanlagen zufließt. Er ist der letzte Saldo, der sowohl für die Tätigkeitsbereiche
        als auch für die institutionellen Sektoren und Teilsektoren berechnet werden kann.
     Vgl. Kapitel IV "Verteilungstransaktionen".
                                                 -26?
 ---pagebreak--- 8.19 Im Falle der dem Sektor Private Haushalte angehörenden Unternehmen ohne eigene
     Rechtspersönlichkeit enthält der Saldo des Einkommensentstehungskontos implizit einen
     Bestandteil, bei dem es sich um die Vergütung für die vom Eigentümer oder von Mitglie-
     dern seiner Familie geleistete Arbeit handelt und die nicht von seinen in seiner Eigenschaft
     als Unternehmer erzielten Gewinnen unterschieden werden kann. In diesem Fall spricht
     man von "gemischtem Einkommen".
8.20 Im Falle der Produktion von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz durch
     private Haushalte handelt es sich bei dem Saldo des Einkommensentstehungskontos um ei-
     nen Betriebsüberschuß.
                                              263
 ---pagebreak---                                 Konto IL 1.1: Einkommensentstehungskonto
Verwendung                                                                                                                     Aufkommen
                         S.1   S.15   S.14    S.13   S.12   S.11                                                               S.11    S.12  S.13  S.14    S.15      S.1
        Entspr«:rie>i(dç                                                                                                                                                    Entsprechende:
        Buchungen Im-
                               Orga-
                               nisa-                                                                                                                       Orga-
                               tionen                                                                                                                      nisa-
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                                Er-                                                                                                                        ohne
                               werbs                                                                                                                       Er-
                               -Cha-                       Nlcht-                                                                                          werbs-
                               rakter                Fi-   finan-                                                             Nicht-  Fi-                  cha-
       Wâ-                     im                   nan-   zielle                                                             finan-  nan-                 rakter
       ren*                    Dienst               zielle Kapl-                                                              zielle  zielle               im                       reo*
       und                     von                  Kapl-  tal-                                                               Kapi-   Kapl-                Dienst                   wâ
       Dienst- Konto Ge-       pri-                 talge- ge-                                                                tal-ge- talge-               von pri- Ge-     Konto Dienst«
       ld»       def     samt- vaten Private        sell-  sell-                                                              sell-   sell-        Private vaten    samt- der       Idn    Insge
Insge- sîunfls Übr,. wirt-     Haus- Haus-          schaf- schaf-                                                             schaf-  schaf-       Haus-   Haus-    wirt-   QbY< stungs -
samt   -kontû Weit schaft halten halte        Staat ten    ten     Transaktionen und Kontensalden                             ten     ten    Staat hatte   halten   schaft Weft; -kwto. 6amt
                                                                   B.1g/B.1*q BruttowertschöDfuna/Bruttoiniandsprodukt          872      73   188   575       JiL   ,1824.        ,        1824
                                                                   B. 1 n/B. 1 *n Nettowertschöpfunq/Nettoinlansaprodukt 735             63   158   533        28    1602 **• "           * 1602
                                                                  -CLL           Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                                                   D.11          Löhne und Gehälter
                                                                   D.12          Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                   D.121         Tatsächliche Sozlalbeiträoe der Arbeitgeber.
                                                                   D.122         Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                   P.2           Produktionssteuern und Einfuhrabgaben
                                                                   D.21          Gütersteuern
                                                                                 Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt/1
                                                                                                                                                                           ,,,.^:^iip
                                                                   D.211
                                                                   D212          Einfuhrabgaben ohne MwSt.
                                                                   D.2121        Einfuhrzölle
                                                                   D.2122        Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
                                                                   D.214         Gütersteuern ohne MwSt. und
                                                                                 Einfuhrabgaben                         t_
                                                                   D.29          Sonstige Produktionssteuern
                                                                   D.3           Subventionen
                                                                   D.31          Gütersubventionen
                                                                   D.311         Einfuhrsubventionen
                                                                   D.319         Sonstige GOtersubventionen
                                                                   D.39          Sonstige Produktionssubventionen
                                                                  l^g_           Bruttobetriebsüberschuß
                                                                   B-3g          Gemischtes Einkommen, brutto
                                                                   B.2n          Nettobetriebsüberschuß
                                                                   B.3n          Gemischtes Einkommen, netto
 ---pagebreak--- Das Primäreinkommensallokationskonto (II.1.2)
8.21   Im Gegensatz zum Einkommensentstehungskonto zeigt das Primäreinkommensallokati-
       onskonto die gebietsansässigen Einheiten und institutionellen Sektoren in ihrer Eigenschaft
       als Empfänger von Primäreinkommen und nicht als Produzenten, durch deren Tätigkeit
       Primäreinkommen entsteht.
8.22   "Primäreinkommen" ist das Einkommen, das gebietsansässige Einheiten aufgrund ihrer
       unmittelbaren Teilnahme am Produktionsprozeß erhalten, sowie das Einkommen, das der
       Eigentümer eines finanziellen Aktivums oder eines materiellen nichtproduzierten
       Aktivums als Gegenleistung dafür erhält, daß er einer anderen institutionellen Einheit fi-
       nanzielle Mittel oder das materielle nichtproduzierte Aktivum zur Verfügung stellt.
8.23   Das Primäreinkommensallokationskonto (II. 1.2) kann lediglich für die institutionellen Sek-
       toren und Teilsektoren erstellt werden, da im Falle der Tätigkeitsbereiche bestimmte Strö-
       me, die im Zusammenhang mit Finanzierung (langfristige Darlehen und Anleihen) und
       Vermögen stehen, nicht aufgegliedert werden können.
8.24   Da die indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit (IEDFM) nicht
       nach verwendenden Sektoren aufgegliedert werden, werden unter der Position "Zinsen" die
       tatsächlich gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen ausgewiesen. Auf der Aufkommensseite wird
       in der Spalte "Finanzielle Kapitalgesellschaften" (mit negativem Vorzeichen) und in der
       Spalte für den fiktiven Sektor (mit positivem Vorzeichen) ein Berichtigungsposten
       verbucht. Im Interesse einer übersichtlicheren Kontendarstellung kann auf eine Zusatz-
       spalte für den fiktiven Sektor verzichtet werden, wenn der entsprechende Wert statt dessen
       in der Spalte für die Gesamtwirtschaft ausgewiesen wird.
8.25   Das Primäreinkommensallokationskonto ist weiter untergliedert in ein Konto für das Ein-
       kommen aus Unternehmertätigkeit (II. 1.2.1) und ein Konto für die Allokation des sonsti-
       gen Primäreinkommens (II. 1.2.2).
                                                OA<;
 ---pagebreak---                    Konto II.1.2: Primäreinkommensallokatlonskonto
  Verwendung                                                                                                                                                       Aufkommen
                                                                                                                                                                   S.11     S12
        £ffêpcecMnaë:i                                                                                                                                                                                               Entsprechende
                                    Orga-                                                                                                                                                            Orga-
                                   nisa-                                                                                                                                                             nisa-
                                   tionen                                                                                                                                                           tionen
                                   ohne                                                                                                                                                             ohne
                                   Er-                                                                                                                                                              Er-
                                   werbs-                                                                                                                                                           werbs-
                                   cha-                                                                                                                                                             cha-
                                   rakter                      Fi-       Nicht-                                                                                   Nicht-   Fi-                      rakter
                                   im                          nan-      finan-                                                                                   finan-    nan-                    Im
                                   Dienst                      zielle    zielle                                                                                   zielle   zielle                   Dienst                   WartKV
        und                        von                         Kapi-     Kapl-                                                                                    Kapl-    Kapl-                    von                      urtd
        Ôlenst*   Konto   Ge-      priva-   Pri-               talge-    talge-                                                                                   talge-   talge-                   priva- Ge-      Konto    ßteosr*
 Ins-   let-      der    samt-     ten      vate               sell-     sell-                                                                                    sell-    sell-           Private  ten    samt-    d$f      teî-     Ins-
 ge-    *(uflä>   Übt,   wirt-     Haus-    Haus-              schaf-    schaf-                                                                                   schaf-   schaf-          Haus-    Haus-  wirt-    OU,      «tan.g$- 0e-
 samt   konfo     Weh    schaft    halten   halte     Staat    ten       ten      T r a n s a k t i o n e n und Kontensatden                                      ten      ten      Staat  halte    halten schaft  WeK        tonte   8amt
                                                                                  R ?g               RruttobetriebsCiberschiift                                                                                                         429_
                                                                                 -B,3g              Gemischtes Einkommen, brutin
                                                                                  B2n                   Nettobetriebsûberschufi
                                                                                  R 3n               anmisnhtf* Fii
                                                                                  D.1               Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                                                                  D.11              Löhne und Gehalter
                                                                                  D.12              Sozialbeitrage der Arbeitgeber
                                                                                  D 121             Tatsächliche Sn?iaibeitraae ripr Arbeitgeber
                                                                                                                                                                                              Jl±
                                                                                  D.122             Unterstellte Sozialbeitrage der Arbeitgeber                                                  19             19 -     O    '           19
                                                                                  D.2               Produktionssteuern und Einfuhrabgaben                                            235                      235                       235
                                                                                  D.21             GOtersteuern                                                                      141                      141
                                                                                                                                                                                                                         a              141
                                                                                  D.211            Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (^MwSt.)                                           121                      121                       121
                                                                                  D.212             Einfuhrabgaben ohne MwSt.                                                          17                      17                         17
                                                                                  D.2121            Einfuhrzolle                                                                      17                       17                         17
                                                                                  D.2122           Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zolle                                                  0
                                                                                  f)?14            GOtersteuern ohne MwSt und Finfuhrabqaben
                                                                                  D.29             Sonstige Produktionssteuern                                                        94                       94                         94
                                                                                  D.3              Subventionen                                                                      -44                      -44                       -44
                                                                                  D.31             GOtersubventionen                                                                   •8
                                                                                  D.311             Einfuhrsubventionen                                                                 0_
                                                                                  D.319            Sonstige GOtersubventionen                                                          -8
                                                                                  D.39             Sonstige Produktionssubventionen                                                  -36                      -36                       -36
   446
   222_             im
                            380
                            206
                                                 44
                                                 17
                                                        46
                                                        39
                                                                  138
                                                                    77
                                                                            145
                                                                             66
                                                                                  D.4
                                                                                  D.41
                                                                                                   Einkommen aus Vermögen
                                                                                                   Zinsen
                                                                                                                                                                       78
                                                                                                                                                                       25
                                                                                                                                                                              160
                                                                                                                                                                              125
                                                                                                                                                                                      30
                                                                                                                                                                                      12
                                                                                                                                                                                               134
                                                                                                                                                                                                 33
                                                                                                                                                                                                             407
                                                                                                                                                                                                             200
                                                                                                                                                                                                                      ill               446
                                                                                                                                                                                                                                        222
      0                                                                           P.119             lEDFM-Berichtigungsposten                                                  -48
                            _Ü4.                                   -26_     _âS_   DA?             Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                                25.                                                     120
  sm. i i p i i i p p        60                                     36       24   D.421             Dividenden                                                                  25      5
                                                                                                                                                                                               JLL
                                                                                                                                                                                                 13            46     mmm                 60
                                                                                  D.422            Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
     14             WS                                               _0_          D.43             Reinvestierte Gewinne aus auslandischen Direktinvestitionen                                                 14                         14
   "25"                      25                                     25            D.44             Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus                                       20                                        25
                                                                                                   Vermögen
    65                       65                 27                           31   D.45             Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen         41                       21             65                         65
 1855                     1 855             1 390      221          29      209  B.5g/B.5 Saldo der Bruttoprimareinkommen/Bruttovolkseinkommen
1 633                 .   1 633           3 1 348      191          19       72   B.5n/B,5 Saldo                  derNettoprimareinkommen/Nattovolkseinkommen
Der lEDFM-Berichtigungsposten für die Gesamtwirtschaft (0) ist gleich der Summe der Werte für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (-48) und den fiktiven Sektor (+48).
 ---pagebreak--- Das Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit (IL1.2.1)
8.26   Das Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit dient der Ermittlung eines Sal-
       dos, der dem in der betrieblichen Buchführung üblicherweise verwendeten Konzept des
       laufenden Gewinns vor Verwendung und Einkommensteuern entspricht.
8.27   Im Falle des Staates und der Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
       Haushalten betrifft das Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit lediglich die
       marktbestimmten Tätigkeiten dieser Sektoren.
8.28   Das Einkommen aus Unternehmertätigkeit ist gleich dem Betriebsüberschuß bzw. dem
       gemischten Einkommen (auf der Aufkommensseite):
            zuzüglich des aus finanziellen und anderen Aktiva im Besitz des Unternehmens emp-
            fangenen Einkommens aus Vermögen (auf der Aufkommensseite),
            abzüglich der von dem Unternehmen auf seine Verbindlichkeiten gezahlten Zinsen
           und der vom ihm auf Grund und Boden und andere von ihm gepachtete materielle
           nichtproduzierte Aktiva gezahlten Pachten bzw. Entschädigungen für den Abbau von
           Bodenschätzen (auf der Verwendungsseite).
       Gezahltes Einkommen aus Vermögen in Form von Dividenden oder reinvestierten Gewin-
       nen aus ausländischen Direktinvestitionen wird vom Einkommen aus Unternehmertätigkeit
       nicht in Abzug gebracht.
Das Konto für die Allokation des sonstigen Primäreinkommens (II.1.2.2)
8.29   Das Konto für die Allokation des sonstigen Primäreinkommens dient dem Übergang vom
       Begriff des Einkommens aus Unternehmertätigkeit auf den Begriff des Primäreinkommens.
       Daher enthält dieses Konto die Bestandteile des Primäreinkommens, die im Konto für das
       Einkommen aus Unternehmertätigkeit nicht berücksichtigt sind:
           im Falle von Kapitalgesellschaften: ausgeschüttete Dividenden und reinvestierte Ge-
           winne aus ausländischen Direktinvestitionen (auf der Verwendungsseite);
           im Falle von privaten Haushalten:
           * gezahltes Einkommen aus Vermögen, ohne im Zusammenhang mit der
               Unternehmertätigkeit stehende Zins-, und Pacht- sowie Entschädigungszahlungen
               für den Abbau von Bodenschätzen, (auf der Verwendungsseite);
           * Einkommen aus unselbständiger Arbeit (auf der Aufkommensseite);
           * empfangenes Einkommen aus Vermögen, sofern es nicht im Zusammenhang mit
               der Unternehmertätigkeit steht (auf der Aufkommensseite);
           im Falle des Staates:
           * gezahltes Einkommen aus Vermögen, sofern es nicht im Zusammenhang mit
               marktbestimmten Tätigkeiten steht (auf der Verwendungsseite);
           * Produktionssteuern und Einfuhrabgaben abzüglich Subventionen (auf der Auf-
               kommensseite);
           * empfangenes Einkommen aus Vermögen, sofern es nicht im Zusammenhang mit
               marktbestimmten Tätigkeiten steht (auf der Aufkommensseite).
                                               267-
 ---pagebreak---             Konto I I . 1.2.1: Konto für das Einkommen »us Unternehmertätigkeit und Konto I I . 1.2.2: Konto ftlr die Allokation des sonstigen PrimBreinkommcns
 Verwendung                                                                                                                                                        Aufkommen
                                                                   S.13   S.12
                     fWnOrWlTO.M.
                      mwwfterxj»
                                                                                                                                                                                                                    •«Witt?;?!
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                                                  tionen                                                                                                                                       tionen
                                                  ohne                                                                                                                                         ohne
                                                   Er-                                                                                                                                         Er-
                                                  werbs-                                                                                                                                       werbs-
                                                  cha-                                                                                                                                         cha-
                                                  rakter                         Nlcht-                                                                            Nlcht-                      rakter
                                                  Im                      Finan- flnan-                                                                           flnan- Finan-                Im
                    y*ar*fl                       Dienst                 zielle  zlelle                                                                           zielle  zielle               Dienst
                    l<nd                          von                    Kapt-   Kapt-                                                                            Kapl-   Kapi-                von                           «fr»
                    t»ert*t-   *ärfto     Ge-     priva-   Pri-          talge-  talge-                                                                           tale- talge-          Pri-   prtva-   Ge-                  Ofens*-;
                   ')«(-       dar        samt-   ten      vate          sell-   sell-                                                                            sell-   sell-         vate   ten      samt-     Jtorëtf    te*-      [
           Inge-    stun^      #br        wlrt-   Haus-    Haus-         schaf-  •chaf-                                                                           schaf- schat-         Haus- Haus-     wirt-     d^pfe*-, eüm$*V Insge-
 Konten    samt     Vorrto     Welt       schaft  halten   halte   Staat ten     ten    Transaktionen und Kontensalden                                            ten     ten     Staat halte harten    schaft    Welt       Konto        samt      Konten
                                                                                                                                                                                                       _ ^ _ ^ _      =T      WT.vr.... •
 11.1.2.1.                                                                              B.2g      Bruttobetriebsüberschufi                                           276       55    46     92       8     429                                *29  H.1.2.1.
 Konto für                                                                              B.3g      Gemischtes Einkommen, brutto                                                            442              442                                442  Konto für
 das Ein                                                                                B.2n NettobetrhbsOberschut                                                                          60             217      '                         217  das Elrv
 kommen                                                                                 B,3n      Gemischtes Einkommen, netto                                                             432              432   |,|„,,,,,\                  432   kommen
aus Unter-    244                            217                             102        D.4       Einkommen aus Vermögen                                                     160             6             247      '""$' '"'""              268   aus Unter-
nehmer-       160                            147                              77        D.41      Zinsen                                                                     125             0              150                               166  nehmer-
tätigkeit       0                               0
                                                                                                                                                                                                                         1$
                                                                                        P:119     lEDFM-Berichtigungsposten                                                  -48                               0                                 0 tatigkelt
                                                                                        D.42      Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                                25            5               37                                42
                                                                                        D.421     DMdenden                                                                     25            5               37                                42
                                                                                        D.422     Entnommene Gewinne aus Quasl-KapRalgesellschaften                             0            0                 0          D-                     0
                                                                                        D.43      Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen                   7                            11                                11
                                                                                        D.44      Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen               0                              5                                 5
                                                                                                  Pachten und Entschädigungen fur den Abbau von Bodenschätzen                   3                            44                                44
                                                                                                  Bruttoeinkommen aus Unternehmertätigkeit
                                                                                                  Nettoeinkommen eus Untemehmertttlakelt
                                                                                        B.4g      Bruttoeinkommen aus Unternehmertätigkeit                           257                  532
11.1.2.2.                                                                                                                                                                                                                                    ""    11.1.2.2.
Konto für                                                                               B.4n     .Nettoeinkommen m VnttmehmertQMftt                                 J20                   490              679                               679   Konto for
die Allo-                                                                               D.1       Einkommen aus unselbständiger Arbelt                                                    766              766            3                  768   die Allo-
kation des                                                                              D.11      Löhne und Gehalter                                                                      573              573                               675   kation des
sonstigen                                                                               D.12      Sozlalbeltrage der Arbeltgeber                                                          193              193                                193  sonstigen
Prlmarelrv                                                                              D.121    Tatsachliche Sozlalbeltrage der Arbeitgeber                                              174              174                                174  Prlmareln-
kommens                                                                                 D.122     Unterstellte Sozlalbeltrage der Arbeltgeber                                               19               19           Û,                   19  kommens
                                                                                        D.2       Produktlonssteuem und Einfuhrabgaben                                             235                     235                               235
                                       0                                                D.21     GOtersteuern                                                                      141                     141                               141
                                      $                                                 D.211     Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt)                                            121                     121                                121
                                       B                                                D.212     Einfuhrabgaben oflne MwSt                                                          17                      17                                17
                                                                                        D.2121    Einfuhrzölle                                                                       17                      17                                17
                                      O                                                 D.2122    Einfuhrabgaben ohne MwSt und Zölle                                                  0                        0                                 0
                                                                                        D.214    GOtersteuern ohne MwSt und Einfuhrabgaben                                            3                        3                                 3
                               ,,.,,. 0,                                                D.29      Sonstige Produktlonssteuem                                                         94                      94                                94
                0                     o                                                 D.3       Subventionen                                                                      -44                     -44           P                   -44
                0                                                                       D.31      GOtersubventionen                                                                  -8                       -8          0                     -8
                0                                                                       D.311     Einfuhrsubventionen                                                                 0                        0          0                      0
                0                      ft                                               D.319     Sonstige GOtersubventionen                                                         -8                       -8          0                     -8
               _0_                    •o                                                D.39      Sonstige Produktionssubventionen                                                 -36                      -36          D                    -36
              202                            163                                        D.4       Einkommen aus Vermögen                                                                  129              160                                178
               62                      z      59                                        D.41     Zinsen                                                                                    33                50                                56
              120                  M.         84                                        D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                                             52                66                                78
               60                  !M         60                                        D.421     DMdenden                                                                                   8                 9                               18
               60                  «3'fc      24                                        D.422     Entnommene Gewinne aus Quasl-KapKalgesellschaften                                        44                57                                60
                0                               0                                       D.43      Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen                                3                 3                                 3
                                                                                        D.44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen                           20                20                                20
               20                             20       _0_      20                      D.45      Pachten und Entschädigungen fOr den Abbau von Bodenschätzen                              21                21                                21
             1855                          1855         6   1390     221           209  B.5g/B.5 Saldo der Bruttoprlmarelnkommen/Bruttovolkselnkommen
                                                        3   1348                                                      nSrelnkommenMettovolkselnkommen
             1633                         JSSL                     J2L
 ---pagebreak--- Das sekundäre Einkommensverteilungskonto (II.2)
8.30    Das sekundäre Einkommensverteilungskonto zeigt, wie das von einem institutionellen Sek-
        tor per saldo empfangene Primäreinkommen durch Umverteilungsvorgänge (laufende
        Steuern auf Einkommen, Vermögen usw., Sozialbeiträge und -leistungen (außer sozialen
        Sachübertragungen) und sonstige laufende Übertragungen) aufgeteilt wird.
8.31    Der Saldo des sekundären Einkommensverteilungskontos ist das verfügbare Einkommen;
        es ist das Ergebnis der laufenden Transaktionen; Vermögensübertragungen, reale
        Gewinne /Verluste aus dem'Halten von Aktiva bzw. Passiva und die Auswirkungen von
        Ereignissen wie Naturkatastrophen sind in ihm ausdrücklich nicht berücksichtigt.
8.32    Die Verbuchung der Sozialbeiträge3 erfolgt auf der Verwendungsseite des sekundären Ein-
        kommensverteilungskontos der privaten Haushalte und auf der Aufkommensseite des se-
        kundären Einkommensverteilungskontos der für die Verwaltung von Sozialschutzsystemen
        zuständigen institutionellen Einheiten. Sozialbeiträge, die von den Arbeitgebern für ihre
        Arbeitnehmer gezahlt werden, werden zunächst als Einkommen aus unselbständiger Ar-
        beit auf der Verwendungsseite des Einkommensentstehungskontos der Arbeitgeber aus-
        gewiesen, da sie Teil der Lohnkosten sind. Darüber hinaus werden sie als Einkommen aus
        unselbständiger Arbeit auf der Aufkommensseite des Primäreinkommensallokationskontos
        der privaten Haushalte ausgewiesen, da sie Leistungen für die privaten Haushalte
        darstellen.
Das Naturaleinkommensumverteilungskonto (II.3)
8.33    Das Namraleinkommensumverteilungskonto vermittelt einen umfassenderen Eindruck
        vom Einkommen der privaten Haushalte, da in ihm die Ströme berücksichtigt werden, die
        der Verwendung von individuellen Waren und Dienstleistungen entsprechen, die privaten
        Haushalten kostenlos zur Verfügung gestellt werden; bei diesen Strömen handelt es sich
        um soziale Sachübertragungen, d. h. um soziale Sachleistungen und Übertragungen von
        individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen. Die Berücksichtigung
        dieser Ströme erleichtert zeitliche Vergleiche bei unterschiedlichen oder sich ändernden
        wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen, und sie vervollständigt die Untersuchung der
        Rolle des Staates bei der Einkommensumverteilung.
8.34    Die Verbuchung der sozialen Sachübertragungen erfolgt auf der Aufkommensseite des Na-
        turaleinkommensumverteilungskontos der privaten Haushalte                       und   auf       der
        Verwendungsseite des Naturaleinkommensumverteilungskontos des Staates und der Or-
        ganisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten.
8.35    Der Saldo des Naturaleinkommensumverteilungskontos ist das berichtigte verfügbare Ein-
        kommen
     Die auf der Verwendungsseite des sekundären Einkommensverteilungskontos der privaten Haushalte
     ausgewiesenen Sozialbeiträge schließen das Dienstleistungsentgelt von Pensionskassen und anderer
     Versicherungsunternehmen, deren Mittel ausschließlich oder teilweise aus tatsächlichen Sozialbeiträgen
     bestehen, nicht ein.
                                                  OAQ _
 ---pagebreak---                    Konto II.2: Sekundäres Einkommensverteilungskonto
 Verwendung                  _____________^_________^_______                                                                                       Aufkommen
         \>:^Mï>MMMi>i     S.l      S 15      S. 14   S.13     S 12     S.11
                                                                                                                                                                            Organl-
                                                                                                                                                                            satio-
                                    Organi-                                                                                                                                 nen
                                    sationen                                                                                                                                ohne Er-
                                    ohne                                                                                                                                    werbs-
                                    Erwerbs-                                                                                                      Nicht-                    charak-
         Waren-                     charakter                 Finan-    Nicht-                                                                    finan-   Finan-           ter Im                      Warwv
         (*ncf                      im Dienst                 zielle    finan-                                                                    zielle   zielle           Dienst                       WKt
         Dteflst-          Ge-      von                       Kapltal-  zielle                                                                    Kapital  Kaprtal-         von      Ge-                iXtfiit-
         bt-      Korttö   samt-    privaten  Private         gesell-   Kapital-                                                                  gesell-                   privaten sa mt-    Kotlro   •&{•
Insge-   s^ung«-  der Qbr, wirt-    Haus-     Haus-           schaf-    gesell-                                                                   schaf-                    Haus-    wirt-    •derObfi- stungs-   Insge-
samt     kentp    ^Weft    schaft   halten    halte   Staat   ten       schaften         Transaktionen und Kontensalden                           ten                       halten   schaft   W*.*     font...... samt
                                                                                  B.5g/  Saldo der Bruttoprimäreinkommen/Brutto-
                                                                                  B-S-g  volkselnkommen
                                                                                         Saldo der Nettoprimèreinkommen/Netto-
                                                                                         Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.
                                                                                         Einkommensteuern
                                                                                        Sonstige laufende Steuern
                                                                                        Sozialbeiträge
                                                                                        Tatsächliche Sozialbertrage
                                                                                        lateaçhlicho Soziaii?e|Wiac dor Artoitoelrtr
                                                                                        Tatsächliche Pflichtsozlalbeitrâoe der Arbeitgeber
                                                                                        Tatsächliche freiwillige Sozlalbeltrage der Arbeitgeber
                                                                                        Artaftnchmgranteiifortatsächlichen 5«toll?gitrâfle
                                                                                        Pflichtsozlalbelträge der Arbeitnehmer
                                                                                        Freiwillige Sozialbeiträoe der Arbeitnehmer
                                                                                        Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
                                                                                        Pflichtsozlalbeiträoe von Nichtarbeitnehmern
                                                                                        Freiwillige Sozialbeiträoe von Nichtarbeitnehmern
                                                                                        Unterstellte Sozlalbeltrage
                                                                                        Sozialleistunoen außer sozialen SachObertraounaen
                                                                                        Geldleistungen der Sozialversicherung
                                                                                  D.622 Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private
                                                                                        Sozialleistungen
                                                                                  D.623 Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für                                                                      19
                                                                                        Arbeitnehmer
     52                          52                        52                     D.624 Geldleistungen der Sozialhilfe                                                   52                52
    278                         269                      139                   11 D.7   Sonstige laufende Übertragungen                                           49 108 36       36      239 wliiSSi®
     45               im                                                        8 D.71  Nichtlebensverslcherungs-Nettopramien                                     45                       45                          45
     45
    100
                                 45                                  45           D.72
                                                                                  D.73
                                                                                        Nichtlebensversicherungslelstungen
                                                                                        Laufende Übertragungen Innerhalb des Staates
                                                                                                                                                                         35                42 HÜÜÜ                     45
                                                                                                                                                                                                                      100
     32                                                                           D.74  Laufende Übertragungen Im Rahmen der Internationalen                                                                           32
                                                                                        Zusammenarbeit                                                                                          mm
                                                                                        Laufende Übertragungen a.n.g.
                                                                                        Verfügbares Einkommen, brutto
                                                                                        Verfügbares Einkommen, netto
 ---pagebreak---                     Konto II.3: Naturaleinkoramensumverteilungskonto
 Verwendung                                                                                                                Aufkommen
                            S.1     S.15    S.14    S.13   S.12    S.11                                                    S.11    s.12  S.13  S.14    S.15     S.1
         entsprôc^hçf*:
         Buchuhgfeftlfri •?
                                   Organi-                                                                                                             Organl-
                                   satione                                                                                                             satione
                                   nohne                                                                                                               nohne
                                   Er-                                                                                                                 Er-
                                   werbs-                  Fi-     Nicht-                                                  Nicht-   Fi-                werbs-
                                   charak-                nan-    finan-                                                  finan-  nan-                 charak-
        Waren-                     ter im                 zielle  zielle                                                  zielle  zielle               terlm                 Waren
        und                        Dienst                 Kapi-   Kapl-                                                   Kapi-   Kapi-                Dienst                *Und
                   Konto    Ge-    von                    ta Ige- talge-                                                  talge-  talge-               von      Ge-    Konto Ot<în$t*
        let*      der "     samt-  privaten Private       sell-   sell-                                                   sell-   sell-        Private privaten samt-  dar   tel*
Insge-  stungs-    öbr<     wirt-  Haus-    Haus-         schaf-  schaf-                                                  schaf-  schaf-       Haus-   Haus-    wlrt-  Übt. stung* Insge-
samt    korrto    Weft      schaft halten   halte   Staat ten     ten            Transaktionen und Kontensaiden           ten     ten    Staat halte   halten   schaft Welt *tonîo samt
                                                                          B.6g   Verfügbares Einkommen, brutto
                                                                          B.6n , Verfügbares Einkommen, netto
  219                         219        13          206                  D.63   Soziale Sachübertragungen                                        219             219                 219
  162                         162                    162                  D.631  Soziale Sachleistungen                                           162             162                 162
   78                           78                    78                  D.6311 Erstattungen der Sozialversicherung                                78             78                  78
   65                           65                    65                  D.6312 Sonstige Sachleistungen der                                        65             65                  65
                                                                                 Sozialversicherung
   19                           19                    19                  D.6313 Sachleistungen der Sozialhilfe                                     19            "TT                  19
   57                          57        13           44                  D.632 Übertragungen von individuellen                                     57             57                  57
                                                                                 nichtmarktbestimmten Waren oder
                                                                                 Dienstleistungen
 1826                       1826         27  1406    176       32   185          Berichtigtes verfügbares Einkommen, brut
 1604                       1604         24  1364    146       22    48   B,7n   Berichtigtes verfügbares Einkommen, net
 ---pagebreak--- Das Einkommensverwendungskonto (II.4)
8.36    Das Einkommensverwendungskonto zeigt für die institutionellen Sektoren, die letzte Ver-
        braucher sind, wie das verfügbare Einkommen (bzw. das berichtigte verfügbare Einkom-
        men) auf Ausgaben für den letzten Verbrauch (bzw. den tatsächlichen letzten Verbrauch)
        und die Ersparnis aufgeteilt wird.
8.37    Im ESVG sind lediglich der Staat, die Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst
        von privaten Haushalten und die privaten Haushalte letzte Verbraucher. Im Einkommens-
        verwendungskonto der privaten Haushalte und der Pensionskassen wird ein Berichtigungs-
        posten ausgewiesen (D8: Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der
        privaten Haushalte an Pensionskassen), der durch die Art und Weise bedingt ist, wie die
        Transaktionen zwischen privaten Haushalten und Pensionskassen verbucht werden4.
Das Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens (II.4.1)
8.38    Das Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens zeigt, wie die Ausgaben für
        den letzten Verbrauch von den betreffenden Sektoren (private Haushalte, Staat und Organi-
        sationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten) finanziert werden.
8.39    Der Saldo des Kontos für die Verwendung des verfügbaren Einkommens ist die Ersparnis.
Das Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens (II.4.2)
8.40    Im Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens wird der tatsäch-
        liche letzte Verbrauch nachgewiesen; er entspricht dem Wert der Waren und Dienstleistun-
        gen, die den privaten Haushalten tatsächlich für den letzten Verbrauch zur Verfügung ste-
        hen, selbst wenn der Erwerb dieser Waren und Dienstleistungen vom Staat oder von Or-
        ganisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten finanziert wird.
        Der tatsächliche letzte Verbrauch des Staates entspricht daher lediglich dem letzten Kol-
        lektiwerbrauch. Da man davon ausgeht, daß die von Organisationen ohne Erwerbscharak-
        ter im Dienst von privaten Haushalten getätigten Ausgaben für den letzten Verbrauch voll-
        ständig individuell zurechenbar sind, ist der tatsächliche letzte Verbrauch der Organisatio-
        nen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten gleich null.
8.41    Auf der Ebene der Gesamtwirtschaft sind die Ausgaben für den letzten Verbrauch gleich
        dem tatsächlichen letzten Verbrauch; lediglich die Verteilung auf die institutionellen Sek-
        toren ist unterschiedlich. Das gleiche gilt für das verfügbare Einkommen und das
        berichtigte verfügbare Einkommen.
8.42    Die Ersparnis ist der Saldo beider Versionen des Einkommensverwendungskontos. Ihr
        Wert ist im Falle aller Sektoren der gleiche, unabhängig davon, ob sie durch Abzug der
        Ausgaben für den letzten Verbrauch vom verfügbaren Einkommen oder durch Abzug des
        tatsächlichen letzten Verbrauchs vom berichtigten verfügbaren Einkommen ermittelt wird.
8.43    Die Ersparnis ist der sich aus den laufenden Transaktionen ergebende (positive oder nega-
        tive) Betrag, der die Verbindung zur Vermögensbildung herstellt. Ist die Ersparnis positiv,
        v.ird das nicht ausgegebene Einkommen zum Erwerb von Vermögenswerten oder zur
        Rückzahlung von Verbindlichkeiten verwendet. Ist die Ersparnis negativ, werden entweder
        Vermögenswerte liquidiert, oder die Verbindlichkeiten erhöhen sich.
     Vgl. Kapitel IV "Verteilungstransaktionen".
                                                 272
 ---pagebreak---                         Konto II.4.1: Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
                                                                    S.13      S.12
                                                                                                                                                               ßntserachtiftäe-
                      :
          'Buäwr^n jrn;g
         lilllil
         jPferutliefcö
Insge-     %ii%ß&ii                                                                                       Traneaktionen und Kofenaalden
*»"* ÜÜi:                                                                                        Fl fin
                                                                                                         Verfügbares Einkommen, brutto
                                                                                                          Vfrfffiftnrftfl firifrorrirnf n n^ffr?
                                                                                                 P.3      Ausgaben for den letzten Verbrauch
                                                                                                          Ausgaben für den Individualverbrauch                                       1 215
                                                                                                          Ausgaben fur den Kollektivverbrauch                                    15Ö  156
                                                                                                          Berichtigungsposten für die Veränderung der        :-"""T
                                                                                                          NettoansprOche der privaten Haushalte an
                                                                                                          Pensionskassen
                                                                                                         Bruttoersparnis
                                                                                                         Nettoersparnis
                                                                                                          Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen
                                                                                                        ' Welt
                        Konto II.4.2: Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens
Verwendung
                                             S.15       S.14        S.13      S.12     S.11
                                                                                                                                                             :'ËHaij^6cniin(1e:.$:
                                             Organi-
                                             sationen
                                             ohne
                                             Erwerbs-
                                             charakter                                 Nicht-
          VvareA-                            Im Dienst                        Flnarv   flnarv
                                             von                              zlele    zlele
           DtemM»                            privaten                         Kaprtal-
Insge-     «furtgv        formait Gesamt-    Haus-      Private               gesel-   gesel-
samt      «ort«         übt Wert wlrtscheft  halten     Haushalte             schaflen schaften           Transaktionen und Kotentalden
                                                                                                 B.7o     Berichtigtes verfügbares Einkommen, brutto
                                                                                                 R 7n     Rerirhfiqt^ j f f i r f f o r } ^ Fipknmmen nr-tln
   1 371                                1371                  1 215     156                      PA       Tatsächlicher letzter Verbrauch
   1 215                               1 215                  1 215                              P.41     Tatsachlicher Individualverbrauch                                          1 243
    156                                  156                            156                      P.42     Tatsachlicher Kollektiwerbrauch                                             156
                                                                                              0   D.8     Berichtigungsposten für die Veränderung der
                                                                                                          NettoansprOche der privaten Haushalte an
                                                                                                          Pensionskassen
                                       -i£5_       JJ-       -202.      _2L                 165  3M       Bruttoersparnis
    233.                                 233       _2A.        16Q       JLQ.               _48_ B 8n     Nettoersparnis
                                                                                                 B.12     Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen
                             s**:
                                                                                                          Welt
 ---pagebreak--- Die Vermögensbildungskonten (III)5
8.44    Die Vermögensbildungskonten sind Stromkonten. In ihnen werden die verschiedenen Ur-
        sachen der Veränderungen der Aktiva und Passiva der Einheiten sowie die Veränderung ih-
        res Reinvermögens dargestellt.
8.45    Veränderungen der Aktiva werden auf der linken Kontenseite (mit positivem oder negati-
        vem Vorzeichen), Veränderungen der Passiva und des Reinvermögens werden auf der
        rechten Kontenseite (mit positivem oder negativem Vorzeichen) ausgewiesen.
Das Vermögensveränderungskonto (ULI)
8.46    Im Vermögensveränderungskonto wird der Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtfi-
        nanziellen Aktiva durch gebietsansässige Einheiten verbucht; es weist die Veränderung des
        Reinvermögens aufgrund von Ersparnis (letzter Saldo der Konten für die laufenden
        Transaktionen) und Vermögensübertragungen aus.
8.47    Das Vermögensveränderungskonto gibt Aufschluß darüber, inwieweit der Erwerb abzüg-
        lich Veräußerungen von nichtfinanziellen Aktiva aus der Ersparnis und durch Vermögens-
        übertragungen finanziert wurde. Es weist entweder einen Finanzierungsüberschuß aus, bei
        dem es sich um den Betrag handelt, der einer Einheit oder einem Sektor für die direkte
        oder indirekte Finanzierung anderer Einheiten oder Sektoren zur Verfügung steht, oder ein
        Finanzierungsdefizit, das dem Betrag entspricht, den eine Einheit oder ein Sektor bei ande-
        ren Einheiten oder Sektoren aufnehmen muß.
Das Konto        für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und
Vermögensübertragungen (III.l.I)
8.48    Aus diesem Konto läßt sich die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis
        und Vermögensübertragungen ablesen, die der Nettoersparnis zuzüglich empfangener und
        abzüglich gezahlter Vermögensübertragungen entspricht.
Das Konto für den Ervverb von nichtfinanziellen Aktiva (III.1.2)
8.49    In diesem Konto wird der Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtfinanziellen Aktiva
        erfaßt, was den Übergang von der Veränderung des Reinvermögens aufgrund von
        Ersparnis und Vermögensübertragungen zum Finanzierungsüberschuß bzw. -defizit er-
        möglicht.
Das Finanzierungskonto (III.2)
8.50    Das Finanzierungskonto zeigt, aufgegliedert nach Finanzinstrumenten, die Veränderungen
        der finanziellen Aktiva und Passiva, aus denen sich der Finanzierungsüberschuß bzw. das
        Finanzierungsdefizit zusammensetzt.
8.51    Im Finanzierungskonto wird dieselbe Systematik der Aktiva und Passiva verwendet wie in
        den Vermögensbilanzen.
     Vgl. Kapitel V "Finanzielle Transaktionen" und Kapitel VI "Sonstige Ströme'
                                                      -^74
 ---pagebreak---                   Konto III. 1.1: Konto fur die Veränderung des Rcinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermogensübertragungen
 Veränderung der Aktiva                                                                                              Veränderung der Passiva und des RelnvermOgens
                         "ST      "SIT     "5T4"   "STT   "STTT   "STT                                              "sn     "si?     "s?ra— "si?— " s r s — "ST
        Éhlspr^rœn'iaell                                                                                                                                               i£rifëprrefiieT«fë
                                   Organi-
                                  satio-
                                  nen                                                                                                                 Organi-
                                  ohne                                                                                                                satio-
                                  Er-                                                                                                                 nen
                                  werbs-                                                                                                              ohne Er-
                                  charak-                          Nicht-                                           Nicht-                           werbs-
                                  terim                    Finan- finan-                                            finan- Finan-                     charak-
        Waren-                    Dienst                   zielle zielle                                            zielle  zielle                    terim                      Waren-
        und                       von                      Kapi-  Kapi-                                             Kapi-    Kapl-                    Dienst
        Dienst*  Konto   Ge-      priva-                   talge- talge-                                            talge- talge-                    von        Ge-     Konto
        M-       der     samt-    ten      Private         sell-  sell-                                             sell-   sell-            Private priva-ten  samt- der        fet»
in sge- stungs-   Obr.    wirt-   Haus-    Haus-           schaf- schaf-                                            schaf- schaf-            Haus-    Haus-     wirt-   Obr+ etungs- Insge-
samt    Vonto    Welt    schaft   halten   halte    Staat ten     ten            Transaktionen und Kontensalden     ten     fen       Staat  hafte   haften     schaft           kooio ^ samt
                                                                          B.8n   Nettoerpamis                            48       11    -10      160         24    233                  "" 233
                                                                          B. 12   Saldo der laufenden Transaktionen
                                                                                 mit der Übrigen Welt
                                                                          D.9    Empfangene
                                                                                 Vermögensübertragungen
                                                                          D.91   Vermöqenswirksame Steuern
                                                                          D.92   Investitionszuschüsse
                                                                          D.99   Sonstige Vermögensübertragungen
                                                                          D.9    Geleistete Vermögensübertragungen
                                                                          D.91   Vermögenswirksame Steuern
                                                                          D.92   Investitionszuschüsse
                                                                          D.99   Sonstige Vermogensübertragungen
   192                     230         21     178     -38             65  B.10.1 Veränderung des Reinvermögens
                    mm                                                           aufgrund von Ersparnis und
                                                                                 Vermögensübertragungen
 ---pagebreak---                         Konto III.1.2: Konto filr den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
Veränderung der Aktiva                      ^ ^ ^ ^ ^ _ _ _ _ _ _______ ______                  _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Veränderung der Passiva und des Relnvermögens
                                  S.1       S.15        S 14        S 13        S.12        S.11                                                                                            S.11      S.12
          Entsprechende                                                                                                                                                                                                                                SE^itBf^rjiende:?
         ^ctongeryim
                                            Organi-
                                            sationen
                                            ohne Er-
                                            werbs-                                          Nicht-                                                                                                                                Organi-
         WB«                                charak-                             Finan-     finan-                                                                                           Nicht-    Finan-                      sationen                         y**
         reh>                               ter im                             zielle      zielle                                                                                           finan-    zielle                      ohne Er-
         und"                               Dienst                              Kapi-      Kapi-                                                                                            zielle    Kapl-                       werbs-                           iM
         Dfenst+       Krjrto • Ge-         von                                talge-      talge-                                                                                           Kapi-     talge-                      charakter Im Ge-      Konto dectsf*
         te(-          der        samt-     privaten    Private                seil-       sell-                                                                                            talge-    sell-              Private Dienst von    samt-
Insge-   tturtgs-      Öt>r,      wirt-     Haus-       Haus-                  schaf-      schaf-                                                                                           sell-     schaf-             Haus-    privaten     wirt-   Obft, tfm$- Insge-
samt     kooto         Welt       schaft    halten      halte        Staat     ten         ten                     Transaktionen und Kontensalden                                           schaften  ten       Staat halte       Haushalten   schaft Wet          fcönto samt
                                                                                                        B. 10.1     Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis                           65              • 38      178            21     230     *38               192
_____   ___^^                   .                      ^____p_____ ___________ ^ _ _ _ _ , ^mmmmmim                und Vermogensübertragungen
   376                                376          19_        61_         37           9_        250    P.51       Bruttoanlageinvestitionen                                                                                                                                 376
   303
   305
        ||imn
         ,,,,,,,,,,,,
        ,,,,,,,,,,,,, ,„„n,„,„
                                      303
                                      305
                                                   14_
                                                   12
                                                               49
                                                               _>_L
                                                                          23
                                                                          24
                                                                                        8_
                                                                                        7
                                                                                                 209
                                                                                                 211
                                                                                                        P.511
                                                                                                        P.5111
                                                                                                                   Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen
                                                                                                                   Erwerb von neuen Sachanlagen
                                                                                                                                                                                                                                                                       m
                                                                                                                                                                                                                                                                     jjgs    303
                                                                                                                                                                                                                                                                  „„„305,    305
     11 ^ ^ ^                 |         11           1           4_         1           1               P.5112     Erwerb von vorhandenen Sachanlagen                                                                                                                     U
   -13                                -13                      __5_       •2                      __§_  P.5113     Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen                                                                                                                   13
    51                                  51           5         12          12           1         21    P.512      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten                                                                                               5*    51
    53 _ _ _ _ _                        53         10            9_        12           1         21_ P.5121 Erwerb von neuen immateriellen Werten                                                                                                                             53
      S                                  6_                      3          2                        1_ P.5122 Erwerb von vorhandenen Immateriellen Werten
                                        -8         -5                     -2                      - 1 P.5123 Veräußerungen von vorhandenen Immateriellen Werten                                                                                                                -8
    22                                  22                                                        20 P.513         Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten                                                                                                                   22
                                                                                                                   nichtfinanziellen Aktiva
                                                                                                    3 P.5131 Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten                                                                                                               5    5
                                                                                                                   nichtfinanziellen Aktiva
     17                                 17                                                         17 P.5132 Kosten der Übertragung des Eigentums an                                                                                                                      W    lT
                                                                                                                   nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
   222                               •222                    •42          30         -10       - 137 K.1           Abschreibungen
                                                                                                                                                                                                                                                       •.mtnimt:-:.iu.tp.fc.
    28                                  28                                                        26 P.52          Vorratsveranderung                                                                                                                                   _M    28
     10                                 10                                                          2 P.53         Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenstanden                                                                                                    10   10
                                                                                                    7 K.2          Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten
                                                                                                                   nichtfinanziellen Aktiva
                                                                                                    6 K.21         Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und
                                                                                                                   sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
                                                                                                    1 K.22          Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen
                                                                                                                   nichtproduzierten Aktiva
                                                                                                                   Finanzierungsoberschuß (+)/-defizit (-)
 ---pagebreak---                  Konto 111.2: Finanzierungskonto
Veränderung der Aktiva                                                                                                                     Veränderung der Passiva und des Relnvermfigens
                             S.1
        Entsprecherrds                                                                                                                                                                            Ëhtsprtahèrtda
        Bucftuflgenjm                                                                                                                                                                            ;Ë^cK^r^Brï;^m;a
                                      Organi-                                                                                                                                 Organi-
                                      satio-                                                                                                                                  satio-
                                      nen                                                                                                                                     nen
                                      ohne Er-                                                                                                                                ohne Er-
                                      werbs-                           Nicht-                                                              Nicht-                             werbs-
                                      charak-                 Finan-   finan-                                                              finan-   Finan-                    charak-
        Wären*                        terlm                   zielle   zielle                                                              zielle   zielle                    terim                         War*r>
        und                           Dienst                  Kapl-    Kapl-                                                               Kapi-    Kapl-                     Dienst
        Dienst-  Konto       Ge-      von                     talge-   talge-                                                              talge-   talge-                    von       Ge-       kor#      Öferrsl*
        tefc-    der         samt-    privaten Private        sell-    sell-                                                               sell-    sell-            Private  privaten  samt-    'def "     m*
Insge-  stunts*  Öbf.        wirt-    Haus-     Haus-         schaf-   schaf-                                                              schaf-   schaf-           Haus-    Haus-     wirt-     &*<-      «time* Insge-
samt    Jconto   Weft _,     schaft   halten    halte   Staat ten      ten              Transakttonen und Kontensalden                     ten      ten      Staat   halte    halten    schaft   W e t .f.. imtQ .. samt
                                                                                  B.9   Flnamlerungsaberschuß (+)/-deflzlt (•)                 -69             -50      148                  38       *3S
                                                                                  F     Nettoerwerb von finanziellen Aktiva/
                                                                                        Nettoanstieg der Passiva                               140     232     170       33         28     603         83                691
                                                                                  F.1   Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (S2R)
   130                           119         12     68              15       17 F.2     Bargeld und Einlagen                                           130                                 132                           130
    37                m           34                 10             15        5 F.21    Bargeld                                                          35                                  35                           37
    64                 m          62                41                       10 F.22    Übertragbare Einlagen                                             63                                 65
                                                                                                                                                                                                       m                  64
    29                            23                 17                       2 F.29    Sonstige Einlagen                                                 32                                 32                           29
   143                           138         12     29     26       53       18 F.3     Wertpapiere außer Aktien                                          53    64                         123
                                                                                                                                                                                                        m                143
   254                           244                       45     167        27 F.4     Kredite                                                  71             94       28         24     217          —<*              254
                     w$
    86                            83                                63       16 F.41    Kurzfristige Kredite                                     16             32        11        17       76
                                                                                                                                                                                                      iÜ                  86
   168                           161                       44     104       _____ F.42
                                                                              2 F.5
                                                                                        Langfristige Kredite
                                                                                        Aktien und sonstige Beteiligungen
                                                                                                                                                 55
                                                                                                                                                 26
                                                                                                                                                                62        17               141        Ül
                                                                                                                                                                                                      ïfài
                                                                                                                                                                                                                         168
                                                                                                                                                                                                                          46
    46                             44                      36                                                                                             13                                 43
    36
    33
                                   36
                                   33
                                                     36
                                                     33
                                                                                  F.6
                                                                                  F.61
                                                                                        Versicherungstechnische Rückstellungen
                                                                                        Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die
                                                                                                                                                          36
                                                                                                                                                          33
                                                                                                                                                                                             36
                                                                                                                                                                                             33
                                                                                                                                                                                                      ill                 36
                                                                                                                                                                                                                          33
                                                                                        versicherungstechnischen Rückstellungen für
                                                                                        Lebensversicherungen und von Pensionskassen
    22                             22                22                           F.611 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die                     22                                 22                           22
                                                                                        versicherungstechnischen Rückstellungen für
                                                                                        Lebensversicherungen
                                                                                                                                                                                                    i..*nnnx*.*èi*,..ti»
                                   11                11                           F.612 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die                     11                                  11                          11
                                                                                        versicherungstechnischen Rückstellungen von
                                                                                        Pensionskassen
      3                                                                           F.62   Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
                                                                                  F.7   Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten               37
    82               il            61                40                                                                                                          IL                           52  üisiS3G|                82
    36               mm
                     Mil! Ml
                                                     11                        6 F.71    Handelskredite und Anzahlungen                                          _6_
                                                                                                                                                                                                        m                 36
     46                            43                29                           F.79   Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten, außer       29                4                                    nun                46
                     man                                                                 Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                                                                                                                                        m
 ---pagebreak--- Das Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva (III.3)
8.52   Im Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva werden Veränderungen der Aktiva
       und Passiva der Einheiten erfaßt, die nicht mit der Ersparnis oder der freiwilligen
       Übertragung von Vermögen zusammenhängen, da die letztgenannte Art von Veränderun-
       gen im Vermögensveränderungs- und im Finanzierungskonto verbucht wird. Das Konto für
       die sonstigen Veränderungen der Aktiva untergliedert sich in das Konto für die sonstigen
       Veränderungen des Volumens der Aktiva (III.3.1) und in das Umbewertungskonto (III.3.2).
Das Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva (III.3.1)
8.53   Die im Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva ausgewiesenen
       Vorgänge fuhren zu einer Veränderung des in den Vermögensbilanzen der betreffenden
       Einheiten, Sektoren und Teilsektoren ausgewiesenen Reinvermögens, die als "Veränderung
       des Reinvermögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva" be-
       zeichnet wird; sie ist der Saldo des Kontos für die sonstigen Veränderungen des Volumens
       der Aktiva.
Das Umbewertungskonto (III.3.2)
8.54   Im Umbewertungskonto werden Veränderungen des Wertes der Aktiva und Passiva erfaßt,
       die auf Preisänderungen zurückzuführen sind.
       Für ein bestimmtes Aktivum oder Passivum wird diese Veränderung wie folgt ermittelt:
            entweder anhand der Differenz zwischen dem Wert des Aktivums bz\v. Passivums am
            Ende des Rechnungszeitraums und seinem Wert am Anfang des Rechnungszeitraums
            bzw. zum Zeitpunkt seiner ersten Verbuchung in der Vermögensbilanz
            oder anhand der Differenz zwischen dem Wert des Aktivums bzw. Passivums zum
            Zeitpunkt seiner Ausbuchung aus der Vermögensbilanz und seinem Wert am Anfang
            des Rechnungszeitraums bzw. zum Zeitpunkt seiner ersten Verbuchung in der Vermö-
            gensbilanz.
       Diese Differenz wird als "nominaler Gewinn (bzw. Verlust) aus dem Halten von Aktiva
       bzw. Passiva" bezeichnet.
       Ein nominaler Gewinn aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva entspricht der positivem
       Umbewertung eines Aktivums oder der negativen Umbewertung eines (finanziellen)
       Passivums.
       Ein nominaler Verlust aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva entspricht der negativen
       Umbewertung eines Aktivums oder der positiven Umbewertung eines (finanziellen)
       Passivums.
8.55   Durch die im Umbewertungskonto verbuchten Ströme ändert sich das in den Vermögensbi-
       lanzen der betreffenden Einheiten ausgewiesene Reinvermögen. Diese als "Veränderung
       des Reinvermögens aufgrund von nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
       Aktiva bzw. Passiva" bezeichnete Änderung ist der Saldo des Umbewertungskontos. Er
       wird auf der rechten Kontenseite ("Veränderung der Passiva und des Reinvermögens")
       ausgewiesen.
                                               278-
 ---pagebreak--- 8.56 Das Umbewertungskonto ist in zwei Unterkonten untergliedert: das Konto für die neutralen
     Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (III.3.2.1) und das Konto für
     die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva (III.3.2.2).
                                         - ^7Q -
 ---pagebreak---                      Konto I t U . l :       Konto für die sonstigen V e r i n d e r u n g e n des Volumens der A k t i v *
   Ver»nderung der Aktiv»                                                                                                                                                              Veränderung der Passiva und des Relnvermogens
   ________f_M___M__M____MOT________OT__________________M_                                              ________ _________•_________________________________                           ____—      •    _____           ___________             __^M^____»________I
                                   S.1          S.16      S.14     8.1J          S.12          S.11                                                                                    S.11     S.12      S.11       S.14      S.1S     S.1       •»___,..,______.
          «Ä                                                                                                                                                                                                                                      «»
                                               Organl-                                                                                                                                                                        Organi-
                                               sationen                                                                                                                                                                        satlonen
                                               ohne Er-                                                                                                                                                                        ohne Er-
                                               werbs-                                          Nicht-                                                                                  Nicht-                                 werbs-
                                               eharak-                          Flnarv        flnan-                                                                                   tlnarv   Flnan-                         charak-
          War«ft-                              ter Im                           zielle        ziele                                                                                    ziele    ziele                         ter Im                          W*ftt>-
          tuet                                 Dienst                           Kapl-         Kapl-                                                                                    Kapl-    Kapl-                          Dienst                         uncr
          DJ.ns.-    Koni»         Ge-         von                              talge-        talge-                                                                                   talge-   talge-                        von       Ge-      K«**         CK*-*'
   Ins-   ieU       d*f            samt-       privaten  Private                sei-          sei-                                                                                     sei-     sei-                 Private  privaten  samt-    0»           W*
   ge-    «tuna»-   {Jbr,          wirt-       Haus-     Haus-                  schal-        schaf-                                                                                   schaf-   schaf-               Haus-     Haus-    wirt-    Qbt          «tag«-    Insge-
   s»mt   Konto     W t l t . ,,   schaft      halen     halte     Staat        ten           ten                  Transaktionen und Kontansaldan                                      ten      ten        Staat     ha»e      halten   schaft   V/<St ..      tohto... samt
      10         "  ~—"*""               10                                             ,2          12    AN       Nlchfflnanzlel« Aktiva
       -7                                                               _3              -2_               AN.1     Produzierte Aktiva
        3                                 3                               3                                K.4     Wlrtschattlches Entstehen von produzierten Aktiva
       •9                                -9                             -4                           -5   K.7      Katastrophenverluste
                                                                          1                          -1    K.8     Entschädigung**)*« Beschlagnahm«
        1                                  1                                                          1    K.9     Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva
                                                                                                                   a.n.g.
       -2                                -2                             -3              -2            3   K.12     Änderung der SeWorzuordnung oder der Vermögensart
                                                                        -3                            3   K.12.1 Änderung der Sektorzuordnurig
      -2                                 -2                                             -2                K.12.2 Anderunq der Ven-nOgensart
      -2                                 -2                                             -2                K.12.21 Mcfl*tlslerurig/D«rnonetlsl«rung von GoW
                                                                                                          K.12.22 Änderung der Vermögensart außer McKietlslerung/Dernonetlslerung
                                                                                                                   vonGoW
      -4                                 -4                             -3                          -!    AN.11    Anlagevermögen
      -1                                 -1                                                         -1    AN.12    Vorrat«
      -2                                 -2                                             -2                AN.13    WertgegensUnd«
      17  _______   _ - _ i t __ M       1Z                               1                         !_L   AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
     24                                  24                                                         24    K.3      Wlrtschaftlches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
to
00      4                                 4                               4                               K.5      Natdrlches Wachstum vonrfchtkultlvlertenbiologischen Ressourcen
C
 i
      .9                                 -9                             -2                           -7   K.6      Wlrtschaftlches Verschwinden von nlchtproduzterten Aktiv«
      -o                                 -8                             -       2        -      6         K.61     Abbau von Naturvermögen
      -1                                 -1                                                         -1    K.62     Sonstiges wlrtschaftlches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
      •2                                 -2                             -2                                K.7      Katastrophenverluste
                                                                          4                          -4   K.8      Entschädigungslos« Beschlagnahme
                                                                                                          K.9      Sonstige Veränderungen des Volmern der nichtfinanziellen Aktiva
                                                                                                                   a.n.g.
                                                                        -1                            1   K.12     Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
                                                                        -1                            1   K.12.1 Änderung der SeWorzuordnung
                                                                                                          K. 12.2 Änderung der Vermogensart
                                                                                                          K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetlslenjng/Demonetlslerung
                                                                                                                   von Gold
                                                                                                          AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva
                                                                                                          AN.22    Immatériel« nichtproduzierte Aktiva
                                                                                                          AF       Flnanzlele Aktiva/Passiva
                                                                                                          K.7      Katastrophenverluste
                                                                          3             -3                 K.4     Entschädigungslos« Beschlagnahme
        3                                 3                    2                         1                 K.10    Sonstige Veränderungen des Volumerts der finanziellen Aktiva und         -4
                                                                                                                   der Passiva a.n.g.
        2                                 2                             -2               2            2   K.12     Änderung der SeWorzuordnung oder der Vermögensart                          1
                                                                        -2                            2   K.12.1 Änderung der Sektorzuordnung                                                1
        2                                 2                                              2                K.12.2 Änderung der Vermogensart
        2                                 2                                              2                K.12.21 Monetlslenjng/Demonetlslerung von Gold
                                                                                                          K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetlslenjng/Demonetlslerung
                                                                                                                   von Gold
                                                                                                          AF.1     Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                                                                                                          AF.2     Bargeld und Einlagen
                                                                                                          AF.3     Wertpapiere außer Aktien
                                                                                                          AF.4     Kredite
                                                                                                          AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
                                                                                                          AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
                                                                                                          AF.7     Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                           B.10.2   Veränderung des Reinvermögens aufgrund von sonstigen
                                                                                                                    Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak--- Das Konto für die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
(III.3.2.1)
8.57      Im Konto für die neutralen Gewinne /Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
          werden die Veränderungen des Wertes der Aktiva bzw. Passiva im Verhältnis zur
          Veränderung des allgemeinen Preisniveaus erfaßt. Diese Veränderungen entsprechen der
          Umbewertung, die zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Kaufkraft der Aktiva bzw.
          Passiva erforderlich ist. Als Preisindex ist bei diesen Berechnungen der Preisindex für die
          letzte inländische Verwendung ohne die Vorratsveränderung zugrunde zu legen.
Das Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
(III.3.2.2)
8.58      Die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva ergeben sich aus der
          Differenz zwischen den nominalen und den neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten
          von Aktiva bzw. Passiva.
8.59      Sind die nominalen Gewinne aus dem Halten eines Aktivums abzüglich der nominalen
          Verluste aus dem Halten diesen Aktivums höher als die neutralen Gewinne abzüglich der
          neutralen Verluste aus dem Halten des Aktivums, so ergibt sich für die Einheit, die das
          Aktivum hält, ein realer Gewinn aus dem Halten des Aktivums. Er ist darauf zurückzufuh-
          ren, daß der tatsächliche Preis des Aktivums im Schnitt stärker gestiegen ist als das allge-
          meine Preisniveau. Umgekehrt hat ein Rückgang des relativen Preises des Aktivums für
          die Einheit, die das Aktivum hält, einen realen Verlust aus dem Halten des Aktivums zur
          Folge.
          Entsprechend ergibt sich bei einem Anstieg des relativen Preises eines Passivums ein realer
          Verlust aus dem Halten des Passivums und bei einem Rückgang des relativen Preises eines
          Passivums ein realer Gewinn aus dem Halten des Passivums.
 ---pagebreak---                Konto III.3.2: U m b e w e r t u n g s k o n t o
Veränderung der Aktiva
                                              S.1            S.15       S.14       S.13     S.12        S.11
                         lËr^^eorÀAncToï
                                                             Organi-
                                                             sationen
                                                             ohneEr-                                    Nicht-
                                                             werbs-                         Finan-      finan-
                         •Www*--                             charak-ter                     zielle      zielle
                          und;                               im Dienst                      Kapi-       Kapi-
                          Ç)î^njîV Konto      Ge-            von                            talge-      talge-
                          \w~      4er        samt-          privaten   Private             sell-       selt-
               Insge-     ${Mngç-  $br,       wirt-          Haus-      Haus-               schaf-      schaf-
Konten         samt       konfo    W__t       schaft          halten    halte       Staat   ten         ten                     Sonstige Strome und Kontensalden
                                                                                                                     K.11       Nominale Gewinne/Verluste aus dem Halten von
III.3.2.                                                                                                                        Aktiva bzw. Passiva
Umbewer-          280                              280                       80         44                  144      AN         Nichtfinanzielle Aktiva
tungskonto        126                               126                      35         20                    63     AN.1       Produzierte Aktiva
                  111                               111                      28         18                    58     AN. 11     Anlagevermögen
                     7                                 7                       2          1                     4    AN.12      Vorräte
                     8                                 8                       5          1                     1    AN. 13     Wertgegenstande
                  154                               154                      45         23                    81     AN.2       Nichtproduzierte Aktiva
                  152                               152                      45         23                    80     AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva
                     2                                 2                                                        1    AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                                                     84                      16                   57            8    AF         Finanzielle Aktiva/Passiva
                                                     12                                           11                 AF.1       Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                                                                                                                     AF.2       Bargeld und Einlagen
                                                     40                                           30            3    AF.3       Wertpapiere aufier Aktien
                                                                                                                     AF.4       Kredite
                                                     31                                           16            5    AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
                                                                                                                     AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
                                                                                                                     AF.7       Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                                     B.10.3      Veränderung des Reinvermogens aufgrund von
                                                                                                                                nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                                Aktiva bzw. Passiva
                                                                                                                     K.11.1     Neutrale Gewinne/Verluste aus dem Harten von
111.3.2.1.                                                                                                                      Aktiva bzw. Passiva
Konto für         198                               198                      56         32                  101      AN         Nichtfinanzielle Aktiva
die neutralen     121                               121                      34         20                    60     AN. 1     • Produzierte Aktiva
Gewinne/Ver-      111                               111                      28         18                    58     AN.11      Anlagevermögen
luste aus dem        5                                  5                      2          1                     2    AN.12      Vorrate
                                                  I
Halten von           5                                 5                       4          1                     1    AN.13      Wertgegenstânde
Aktiva bzw.        78                                78                      22         12                    41     AN.2       Nichtproduzierte Aktiva
 Passiva           76                                76                      22         12                    40     AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva
                      1                                 1                                                       1    AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                  147                  l&ï*         136                      36                               18     AF         Finanzielle Aktiva/Passiva
                    15                                15                                                             AF.1       Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                   32                                30                                                         8    AF.2       Bargeld und Einlagen
                   28                                25                                            19           2    AF.3       Wertpapiere aufier Aktien
                   29                                28                                           24             1   AF.4        Kredite
                   28                                26                                            13           4    AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
                      8                                7                                             1           1   AF.6        Versicherungstechnische Rückstellungen
                      7                                5                                                        3    AF.7        Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                                     B. 10.31    Veränderung des Reinvermögens aufgrund von
                                                                                                                                 neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                                 Aktiva bzw. Passiva
                                                                                                                     K.11.2      Reale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva
 Ul.3.2.2.                                                                                                                       bzw. Passiva
 Konto for die      81                                81                     24          12                    43    AN          Nichtfinanzielle Aktiva
 realen Gewin-        5                                5                        1                                3   AN.1        Produzierte Aktiva
 ne/Verluste                                                                                                         AN.11       Anlagevermögen
aus dem               3                                3                                                             AN.12       Vorrate
 Halten von           2                                2                        1                                    AM.13       Wertgegenstânde
Aktiva bzw.         77                                77                      22                               40    AN.2        Nichtproduzierte Aktiva
 Passiva            76                                76                      22                               40    AN.21       Materielle nichtproduzierte Aktiva
                      1                                 1                                                            AN.22       Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                   •57                  W&           -52             -2      -20         -6       -13         -10     AF         Finanzielle Aktiva/Passiva
                     -3                                -3                                           -3               AF.1        Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                   -32                               -30                     -17                                -8    AF.2       Bargeld und Einlagen
                     17                                15                        2                  11            1  AF.3        Wertpapiere aufier Aktien
                   -29                               -28                                          - 24          -1    AF.4       Kredite
                       6                                 5                       2                    3            1  AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
                     -8                                -7                      -6                   -1          - 1   AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
                     -7                                -5                      -1                               -_3_  AF.7       Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                                      B. 10.32    Veränderung des ReinvermCgens aufgrund von
                                                                                                                                 realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                                 Aktiva bzw. Passiva
                                                                                         287
 ---pagebreak--- Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
S.11        S.12        S.13       S.14       S.15         s
                                                                        -EntsprecfterxJe
                                                                          Buchungen-frfl
                                              Organi-
                                              sationen
                                              ohne Er-
Nicht-                                        werbs-
finan-       Finan-                           charak-
zielle      zielle                            ter im                                   V^af^ö-
Kapi-       Kapi-                             Dienst                              •    i/nà
talge-      talge-                            von          Ge-         fcort0          £hçflSt-
sell-       seil-                  Private    privaten     samt-         -dV          4^f-
schaf-      schaf-                 Haus-      Haus-        wirt-         Ob»         ^-fifctogtw Insge-
ten         ten          Staat     halte      halten       schaft        iWatt, .. fe-nto samt             _____
                                                                               l -f
                                                                        '       " '             "          III.3.2.
                                                                                                           Umbewertungs-
                                                                                                           konto
      18          51          7                                  76             3                     78
        1         34 ~         7                                 42              ?                    44
      16          17                                             34                                   34
   "Ï34           ÏÔ         38         96           ÏÔ        288              4                   292~
                                                                                                            111.3.2.1.
                                                                                                            Konto für die
                                                                                                            neutralen
                                                                                                            Gewinne/Ver-
                                                                                                            luste aus dem
                                                                                                            Halten von
                                                                                                            Aktiva bzw.
                                                                                                            Passiva
      36          68         14          6             2       126              £                   132
        1          26          2                       1          29             £                    32
        1          21          4                                  26             2                    28
      18                       7         3             1         29                                   29
       14          14                                            28                                   28
                    7                                              7             t                      8
        3                                2             1      6        t      -                         7
      82            5        26         87             8       208               S                   214
                                                                                                             III.3.2.2.
                                                                                                             Konto für die
                                                                                                             realen Gewin-
                                                                                                             ne/Verluste aus
                                                                                                             aus dem
                                                                                                             Halten von
                                                                                                             Aktiva bzw.
                                                                                                             Passiva
        18        -17         -7         -6           -2         -50            -'S                   -54
        -1        -26          -2                     -1         -29            -2                    -32
          1          13          3                                  16              1                   17
        18                     -7        -3           -1         -29                                  -29
         3            3                                              6                                   6
                    -7                                             -7           -1                      -8
        -3                               __2_         __1_         -6           ~1                      -_
        51            5        12          9             2         80            -1                     78
                                                                                                           283
 ---pagebreak--- Die Vermögensbilanzen (IV)6
8.60    Die Vermögensbilanzen sollen einen Überblick über die Aktiva, die Passiva und das Rein-
        vermögen der Einheiten am Anfang und am Ende des Rechnungszeitraum sowie über die
        Veränderung der Vermögensbestände zwischen diesen beiden Zeitpunkten geben. Die
        Vermögensbilanzen untergliedern sich in:
             die Vermögenseröffnungsbilanz (IV. 1)
             das Konto fur die Veränderung der Vermögensbestände (IV.2)
             die Vermögensschlußbilanz (IV.3).
Die Vermögenseröffnungsbilanz (IV.l)
8.61    Die Vermögenseröffnungsbilanz zeigt den Wert der Aktiva und Passiva der Einheiten am
        Anfang des Rechnungszeitraums.
        Die Positionen der Vermögenseröffnungsbilanz basieren auf der Systematik der Aktiva und
        Passiva.
        Sie werden zu den am Anfang des Rechnungszeitraums jeweils geltenden Preisen bewertet.
        Die Differenz zwischen Aktiva und Passiva - der Saldo der Vermögenseröffnungsbilanz -
        ist das Reinvermögen am Anfang des Rechnungszeitraums.
Das Konto für die Veränderung der Vermögensbestände (IV.2)
8.62    Im Konto für die Veränderung der Vermögensbestände werden die im Rechnungszeitraum
        eintretenden Veränderungen des Wertes der Aktiva und Passiva verbucht und die in den
        Vermögensbildungskonten ausgewiesenen Beträge (die Veränderung des Reinvermögens
        aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen, die Veränderung des Reinvermo-
        gens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva und die Verände-
        rung des Reinvermögens aufgrund von nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten
        von Aktiva bzw. Passiva) aggregiert.
Die Vermögensschlußbilanz (IV.3)
8.63    Die Vermögensschlußbilanz zeigt den Wert der Aktiva und Passiva der Einheiten am Ende
        des Rechnungszeitraums. Die Positionen der Vermögensschlußbilanz basieren auf
        derselben Systematik wie die Positionen der Vermögenseröffnungsbilanz; sie werden zu
        den am Ende des Rechnungszeitraums jeweils geltenden Preisen bewertet.
8.64    Der in der Vermögensschlußbilanz ausgewiesene Wert eines Aktivums oder Passivums ist
        gleich der Summe seines in der Vermögenseröffnungsbilanz ausgewiesenen Wertes und
        des Betrages, der für dieses Aktivum bzw. Passivum im Konto für die Veränderung der
        Vermögensbestände verbucht ist.
     Vgl. Kapitel VII "Vermögensbilanzen".
                                           8 V -285
 ---pagebreak---               K o n t o IV: Vermögensbllanzen
                                                       Organi-
                                                       sationen
                                                       ohn« Er-
                                                       werbs-                                Nicht-
                                                       charak-                     Finan-    finan-
                         VVare«-                       torim                       zielle    zielle
                          «*>d                         Dienst                      Kapi-     Kapi-
                          Dteftft-            Ge-      von                         talge-    talge-
                         k»-       Kbhta      samt-    privaten  Private           sell-     sell-
              Insge-     •«-*»$*• der-fcbr,. wirt-     Haus-     Haus-             schaf-    schaf-
Konten        samt        tento    WM       . schaft   halten    halte     Staat   ten       ten       Transaktionen, sonstige Ströme, Bestände und Kontensalden
IV.1.            9 922                          9922        324      2822    1591      144      5 041  AN        Nichtfinanzielle Aktiva
Vermögens-       6 047                          6 047       243      1698    1001      104      3 001  AN.1      Produzierte Aktiva
eröffnungs-      5544                           5544        231      1423     913        99     2 878  AN.11     Anlagevermögen
bilanz            231                            231           2       97      47                  85   AN.12    Vorräte
                  272                            272          10      178      41          5       38   AN. 13   Wertgegenstände
                 3 875                          3 875         81     1 124    590        40     2040    AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
                 3809                           3809          81     1.124    578        37     1 989   AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva
                   66                              66                          12          3       51   AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                 7365                           6 792        172     1 819    396     3508       897    AF       Finanzielle Aktiva/Passiva
                  770
                                     WM          770                           80      690              AF.1     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                 1 587                          1482         110      840     150                382    AF.2     Bargeld und Einlagen
                 1 388                          1 263         25      198              950         90   AF.3     Wertpapiere außer Aktien
                 1 454                          1 384          8        24    115     1 187        50   AF.4     Kredite
                 1409                           1296          22      411      12      651       200    AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
                  396                            370           4      291      20        30        25   AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
                  361                            227           3        55     19                 150   AF.7     Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                        B 90     Reinvermöaen
IV.2.                                                                                                            Veränderung der Aktiva/Passiva insgesamt
Konto für         462                            482          25      110      56                290    AN       Nichtfinanzielle Aktiva
die Verän-        289                            289          21       61      25                 182   AN.1     Produzierte Aktiva
derung der        239                            239          21        47     20                 150   AN.11    Anlagevermögen
Vermögens-         34                              34                    4       1                 29   AN.12    Vorräte
bestände           16                              16                   10       4        -2         3  AN.13    Wertgegenstände
                  193                             193                   49     30          2      108   AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
                  191                             191                   48     30          1      108   AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva
                     2_                             2_                   1                              AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                  787                   57       730                          123      294         81   AF       Finanzielle Aktiva/Passiva
                   19                    1         18                            1       17             AF.1     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                  130                             119                            7       15        17   AF.2     Bargeld und Einlagen
                  187                             178                          29        80        21   AF.3     Wertpapiere außer Aktien
                  250                            240                           45       163        27   AF.4     Kredite
                   80                    5         75                          34        19             AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
                   38                              38                                                   AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
                   82                              61                                                   AF.7     Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                        B. 10     Veränderung des Reinvermögens insgesamt:
                                                                                                                 aufgrund von:
                                                                                                        B.10.1   Ersparnis und Vermogensübertragungen
                                                                                                        B.10.2   Sonstigen Verenderungen des Volumens der Aktiva
                                                                                                        B.10.3   Nominalen GewinnenA/ertusten aus dem Halten von
                                                                                                                 Aktiva bzw. Passive
                                                                                                        B.10.31  Neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                 Aktiva bzw. Passiva
                                                                                                        B.10.32  Realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Akvia
                                                                                                                 bzw. Passiva
IV.3.           10404                          10404         349     2 932   1 647      145     5 331   AN        Nichtfinanzielle Aktiva
Vermogens-       6336                           6336         264     1 759   1026       103     3183    AN.1     Produzierte Aktiva
schlufibilanz    5 783                          5 783        252     1470     933       100     3 028   AN.11     Anlagevermögen
                  265                             265          2      101      48                 114   AN.12    Vorräte
                  288                             288         10      188      45          3       41   AN.13     Wertgegenstânde
                 4068                           4068          85     1 173    620        42     2148    AN.2      Nichtproduzierte Aktiva
                 4000                           4000          85     1 172    608        38     2 097   AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva
                   68                              68                    1     12          3        51  AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                 8 152               ä63Qg      7 522        205     2 018    519     3 802       978   AF        Finanzielle Aktiva/Passiva
                  788                             788                          81       707             AF.1     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                 1 717
                 1575
                                     um         1601
                                                1441
                                                             122      908     157         15      399   AF.2      Bargeld und .Einlagen
                                                              38      233      29     1030        111   AF.3     Wertpapiere außer Aktien
                 1704                           1624           8        29    160     1350          77  AF.4      Kredite
                 1 489                          1 371         23      424      46       670       209   AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
                  434                             408          4      329      20         30        25  AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
                  443                             288         11        95     25                 157   AF.7      Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
                                                                                                                  Reinvermöaen
                                                                                                       .ejo
                                                                           286
 ---pagebreak--- Passrva und R e i n v e r m ô g e n
£.11      S 12             S.13
                                                                      gntspfeçhend«
                                                                      Buchungen^
                                                 Organi-
                                                 sationen
                                                 ohne Er-
Nicht-                                           werbs-
fînan-    Finan-                                 charak-
zielle    zielle                                 ter im                          W^fen-
Kapi-     Kapi-                                  Dienst                          imd
talge-    talge-                                 von        Ge-                  CÄenst
sell-     sell-                        Private   privaten   samt-     Konto-    tef«
schaf-    schaf-                       Haus-     Haus-      wirt-    .dwUbf, _5fcjngs-  Insge-
ten       ten                Staat     hatte     harten     schaft   "Weif       foftto samt
                                 687         289       121    6 298      39?              6 595 IV. 1.
                                                                                                  erôffnungs-
      40     1281                102    ,     10        38    1471       116              1 5 8 7 bilanz
      44     1 053               212           2              1311        "77              1388
    697                          328         169        43    1 437        1?             1 454
    687       715                    4                        1 406          3             1409
      12      335                   19                    5     371       25                396
     137                            22       108        35      302       59                361
     155      285                176          33        28      677            fcl          767   IV.2.
                                                                                                  Konto für die
               130                   2                          132        s2               130   Veränderung der
        7        87                 71                          165       Ä                 187   Vermôgens-
      65                            93        28        24      213       37                250   bestände
      42         30                                       4       77        3                80
                 38                                               38                         38
      37                            10         5                  52      30 .               82
     216         10                  2       276        31      535       +34               501
      65           4              -38        178        21      230       +38               192
      17          -4                 2         2                  17                         17
     134         10                 38        96         10     288          4              292
      82           5                26        87          8     208          6              214
      51           5                12         9          2       80        -1                78
   1972      3 669               863         322       149     6 975     388              7 362 IV.3.
                                                                                                  Vermögens-
      40     1411                 104         10        38     1 603     It-S •           1 7 1 7 schlußbilanz
      51     1 140               283           2               1 476       99              1 575
     965                         421         197        67     1 650       54              1 704
     729       745                   4                    4    1 483         3             1 489
       12      373                  19                    5     409       55                434
     174                            32       113         35     354       89                443
   4 337       278              1302       4 628        406   10951       242             11193
                                                                          287-
 ---pagebreak--- DIE KONTEN DER ÜBRIGEN WELT (V)
8.65   In den Konten der Übrigen Welt werden die Transaktionen zwischen gebietsansässigen und
       gebietsfremden Einheiten ausgewiesen. Die Übrige Welt als solche ist kein institutioneller
       Sektor, spielt jedoch innerhalb des Systems eine vergleichbare Rolle.
8.66   Die Kontenfolge für die Übrige Welt ist im wesentlichen dieselbe wie die für die institu-
       tionellen Sektoren, d. h. sie umfaßt:
             Konten für die laufenden Transaktionen,
             Vermögensbildungskonten und
             Vermögensbilanzen.
8.67   Diese Konten werden aus der Sicht der Übrigen Welt erstellt. Was für die Übrige Welt zum
       Aufkommen gehört, gehört flir die Gesamtwirtschaft zur Verwendung und umgekehrt. Ent-
       sprechend ist ein finanzielles Aktivum der Übrigen Welt eine Verbindlichkeit der Ge-
       samtwirtschaft und umgekehrt (außer im Falle von Währungsgold und Sonderziehungs-
       rechten).
Die Konten für die laufenden Transaktionen
Das Konto für den Waren- und Dienstleistungsverkehr mit der Übrigen Welt (V.I)
8.68   Die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen wird auf der Aufkommensseite, die Ausfuhr
       von Waren und Dienstleistungen auf der Verwendungsseite des Kontos verbucht. Die Dif-
       ferenz zwischen Aufkommen und Verwendung ist der Saldo des Kontos, der als "Saldo des
       Waren- und Dienstleistungsverkehrs mit der Übrigen Welt" bezeichnet wird. Ein positiver
       Saldo bedeutet für die Übrige Welt einen Überschuß und für die Gesamtwirtschaft ein De-
       fizit; im Falle eines negativen Saldos ist es umgekehrt.
8.69   Da der Output der gebietsansässigen Einheiten zu Herstellungspreisen bewertet wird, er-
       folgt die Bewertung der Einfuhr zu einem mit dem Herstellungspreis vergleichbaren Preis,
       d. h. ohne Einfuhrabgaben außer Einfuhrzöllen, aber einschließlich Einfuhrsubventionen.
       Die Wareneinfuhr wird im Konto für den Waren- und Dienstleistungsverkehr mit der bri-
       gen Welt zum fob-Wert erfaßt, d. h. zum Wert frei Grenze des Ausführlandes. Die
       Warenausfuhr wird ebenfalls zum fob-Wert verbucht.
       Werden die im fob-Wert der Wareneinfuhr enthaltenen Verkehrs- und Versicherungs-
       dienstleistungen (d. h. die Leistungen für den Transport zwischen der Fabrik und der Gren-
       ze des Ausführlandes) von gebietsansässigen Einheiten erbracht, sind sie in den Wert der
       Dienstleistungsausführ der die Wayren einführenden Volkswirtschaft einzubeziehen. Umge-
       kehrt gilt: Werden die im fob-Wert der Warenausfuhr enthaltenen Verkehrs- und
       Versicherungsdienstleistungen von gebietsfremden Einheiten erbracht, sind sie in den Wert
       der Dienstleistungseinfuhr der die Waren ausführenden Volkswirtschaft einzubeziehen.
 ---pagebreak--- Das Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen (V.II)
8.70    Das Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen dient der
        Ermittlung des Saldos der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt, der innerhalb
        des Systems der Ersparnis der institutionellen Sektoren entspricht. Das Konto der Übrigen
        Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen ist eine komprimierte Version der
        Kontenfolge, die für einen institutionellen Sektor die Konten vom Primäreinkommensallo-
        kationskonto bis zum Einkommensverwendungskonto umfaßt.
8.71    Auf der Aufkommensseite des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und lau-
        fende Übertragungen erscheint der Saldo des Waren- und Dienstleistungsverkehrs mit der
        Übrigen Welt. Ferner werden auf der Aufkommens- bzw. der Verwendungsseite des Kon-
        tos sämtliche Verteilungstransaktionen außer Vermögensübertragungen erfaßt, an denen
        die Übrige Welt beteiligt ist.
Die Vermögensbildungskonten der Übrigen Welt (V.III)
Das Vermögensveränderungskonto (V.III.l)
8.72    Im Vermögensveränderungskonto der Übrigen Welt wird der Erwerb abzüglich Veräuße-
        rungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva durch gebietsfremde Einheiten ver-
        bucht; das Konto weist ferner die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis
        und Vermögensübertragungen aus.
8.73    Der Saldo des Vermögensveränderungskontos der Übrigen Welt ist der Finanzierungsüber-
        schuß bzw. das Finanzierungsdefizit der Übrigen Welt. Er hat den gleichen Umfang wie
        die Summe der Finanzierungsüberschüsse bzw. -defizite der gebietsansässigen
        institutionellen Sektoren, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen.
Das Finanzierungskonto (V.III.2)
8.74    Das Finanzierungskonto der Übrigen Welt               ist genauso    aufgebaut  wie   das
        Finanzierungskonto der institutionellen Sektoren.
Das Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva (V.III.3)
8.75    Wie bei den institutionellen Sektoren werden nacheinander die Veränderung des Reinver-
        mögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva und die
        Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem
        Halten von Aktiva bzw. Passiva ermittelt, wobei bei den Gewinnen/Verlusten aus dem Hal-
        ten von Aktiva bzw. Passiva wiederum zwischen neutralen und realen Gewinnen/Verlusten
        aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva unterschieden wird.
8.76    Das Fehlen von produzierten Aktiva in den Vermögensbildungskonten und den Vermö-
        gensbilanzen der Übrigen Welt ist dadurch zu erklären, daß vereinbarungsgemäß eine fik-
        tive institutionelle Einheit geschaffen wird und daß man davon ausgeht, daß die Übrige
        Welt ein finanzielles Aktivum erworben hat - das Umgekehrte gilt für Aktiva, die von ge-
        bietsansässigen Einheiten m anderen Volkswirtschaften gehalten werden.
 ---pagebreak--- Die Vermögensbilanzen (V.IV)
8.77   In den Vermögensbilanzen der Übrigen Welt werden finanzielle Aktiva und Passiva ver-
       bucht. Auf der Aktivseite weisen sie den Saldo der zwischen gebietsfremden und
       gebietsansässigen Einheiten stattfindenden Transaktionen zum Erwerb oder zur
       Veräußerung von Währungsgold und Sonderziehungsrechten aus.
                                            7%
 ---pagebreak--- Vollständige Kontcnfolge fur die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen)
V.L Konto für den Waren und Dicnstlelstungsverkehr mit der Übrigen Welt
Verwendung                                                        Aufkomrnmen
P.6      Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen               536 P.7      Einfuhr von Waren und Dienstleistungen              497
P.61     Ausfuhr von Waren                                    462 P.71     Einfuhr von Waren                                   392
P.62     Ausfuhr von Dienstleistungen                          74 P.72     Einfuhr von Dienstleistungen                        105
B.11      Saldo des Waren-und Dienstleistungsverkehrs         -39
         mit der übrigen Welt
V.IL Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen
Verwendung                                                        Aufkomrnmen
D.1       Einkommen aus unselbständiger Arbeit                  6 B.11     Saldo des Waren- und DiensOeistungsverkehrs mit      -39
                                                                           der Übrigen Weit
D.11      Löhne und Gehälter
                                                                  D.1      Einkommen aus unselbständiger Arbeit
D.2       Produktionssteuern und Einfuhrabgaben                 0 D.11     Löhne und Gehälter
D.21     GOtersteuern                                           0 D.12     Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.211    Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.)                 0 D.121    Tatsächliche Sozialberträge der Arbeitgeber
D.212    Einfuhrabgaben ohne MwSt.                              0 D.122    Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.2121    Einfuhrzölle
D.2122    Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle                   0 D.2      Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
                                                                  D.21     GOtersteuern
D?14     Gntprsteiipm nhnp MwSt unrf Finfuhrahgahftn              D211     Steuern vom Typ Mfthrvwrtsteiifir (MwSt )
D.29     Sonstige Produktionssteuem                             0 D.212    Einfuhrabgaben ohne MwSt.
                                                                  D.2121   Einfuhrzölle
D.3      Subventionen                                           0 D.2122   Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
D.31     GOtersubventionen
D.311    Einfuhrsubventionen                                    0 D.214    GOtersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben
                                                                  D.29     Sonstige Produktionssteuem
D.319    Sonstige Gütersubventionen
D.39     Sonstige Produktionssubventionen                       0 D.3      Subventionen
                                                                  D.31     Gütersubventionen
D.4      Einkommen aus Vermögen                                66 D.311    Einfuhrsubventionen
D.41     Zinsen                                                16
D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften         36 D.319    Sonstige Gütersubventionen
D.421    Dividenden                                             0 D.39     Sonstige Produktionssubventionen
D.422    Entnommene Gewinne aus Quasi-                         36
         Kaphalgesellschaften
D.43     Reinvestierte Gewinne aus ausländischen               14 D.4      Einkommen aus Vermögen                               39
         Direktinvestitionen
                                                                  D.41     Zinsen                                               22
D.5      Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen                 D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften        17
         usw.
D.51     Einkommensteuern                                       1 D.421    Dividenden                                           14
D.59     Sonstige laufende Steuern                              0 D.422    Entnommene Gewinne aus Quasi-
                                                                           Kapitalgesellschaften
                                                                  D.43     Reinvestierte Gewinne aus ausländischen
                                                                           Direktinvestitionen
D.61     Sozialbeiträge                                         0 D.44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes
                                                                           Einkommen aus Vermögen
D.611    Talsächliche Sozialbeiträge
D.6111   Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber            0 D.5      Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.
D.61111  Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber     0 D.51     Einkommensteuern
0.61112  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der            0 D.59     Sonstige laufende Steuern
         Arbeitgeber
D.6112   Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen                   0
         Sozialbeiträge
D.61121  Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer                 0 D.61     Sozialbeiträge
D.61122  Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer            0 D.611    Tatsächliche Sozialbeiträge
D.612    Unterstellte Sozialbeiträge                            0 D.6111   Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                  D.61111  Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber     0
D.62     Sozialleistungen außer sozialen                        0 D.61112  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der            0
         Sachübert ragungen                                                Arbeitgeber
D.622    Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte          0 D.6112   Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge    0
         private Sozialleistungen
D.623    Nach dem Umlageverfahren finanzierte                   0 D.61121  Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer                 0
         Sozialleistungen für Arbeitnehmer
                                                          2()
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolgc für die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
V.U. Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen (Forts.)
Verwendung                                                 Aufkommen
D.7       Sonstige laufende Übertragungen               9  D.61122 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer        _Q_
D.71      Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien         2  D.612       Unterstellte Sozialbeiträge                     0
D.73      Laufende Übertragungen innerhalb des
          Staates
D.74      Laufende Übertragungen im Rahmen der          1   D.62       Sozialleistungen außer sozialen
          internationalen Zusammenarbeit                               Sachübertragungen
D.75      Laufende Übertragungen a.n.g.                 2  D.621       Geldleistungen der Sozialversicherung
                                                           D.622       Nach dem Kapitaldeckungsverfahren
                                                                      finanzierte private Sozialleistungen
D.8       Berichtigungsposten für die Veränderung der   0  D.624       Geldleistungen der Sozialhilfe
          Nettoansprüche der privaten Haushalte an
          Pensionskassen
                                                           D.7         Sonstige laufende Übertragungen                39
                                                           D.72         Nichtlebensversicherungsleistungen
                                                           D.73        Laufende Übertragungen innerhalb des
                                                                       Staates
                                                           D.74        Laufende Übertragungen im Rahmen der           31
                                                                       internationalen Zusammenarbeit
                                                           D.75        Laufende Übertragungen a.n.g.         >_        1_
                                                           D.8         Berichtigungsposten für die Veränderung der      0
                                                                       Nettoansprüche der privaten Haushalte an
                                                                       Pensionskassen
B. 12     Saldo der laufenden Transaktionen mit der   -41
          Übrigen Welt
V.HL Vermögensbildungskonten
          V.III.1.1: Konto fur die Veränderung des Reinvennögens      aufgrund von Ersparnis und          Vermögensübertragungen
Verwendung                                                 Aufkommen
B.10.1     Veränderung des Reinvermogens aufgrund     -38  B.12        Saldo der laufenden Transaktionen mit der     -41
          von Ersparnis und                                            Übrigen Welt
           Vermögensübertragungen
                                                           D.9         Empfangene Vermogensübertragungen
                                                           D.91        Vermögenswirksame Steuern
                                                            D.92       Investrtionszuschüsse
                                                            D.99       Sonstige Vermögensübertra jungen
                                                            D.9        Geleistete Vermogensübertragungen
                                                            D.91       Vermögenswirksame Steuern
                                                            D.92       Investrtionszuschüsse
                                                            D.99       Sonstige Vermogensübertragungen
          V.III. 1.2: Kontofiir den Erwerb von nichtfinanziellen   Aktiva
Veränderung der Aktiva                                     Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
K.2       Erwerb abzüglich Veräußerungen von            0   B.10.1      Veränderung des Reinvermögens aufgrund       -38
          nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva                   von Ersparnis und Vermögensübertragungen
K.21      Erwerb abzüglich Veräußerungen von
          Grundstücken und sonstigen materiellen
          nichtproduzierten Aktiva
K.22      Erwerb abzüglich Veräußerungen von
          immateriellen nichtproduzierten Aktiva
B.9       Finanzierungsüberschuß f+J/-def7z/f (-)     -38
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge fur die Übrige Welt (Konto fur die Auslandstransaktionen) (Forts.)
           V.HX2: Finanzierungskonto
Veränderung der Aktiva                                       Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
F          Nettoerwerb von finanziellen Aktiva          50   F          Nettoanstieg der Passiva                  88
F.1        Währungsgold und Sonderziehungsrechte
           (SZR)
F.2        Bargeld und Einlagen                         11   F.2        Bargeld und Einlagen
F.21       Bargeld                                       3   F.21       Bargeld
F.22       Übertragbare Einlagen                         2   F.22       Übertragbare Einlagen                      -1
F.29       Sonstige Einlagen                             6   F.29       Sonstige Einlagen                          -3
F.3        Wertpapiere außer Aktien                      5   F.3        Wertpapiere außer Aktien                   20
F.4        Kredite                                      10   F.4        Kredite                                    37
F.41       Kurzfristige Kredite                          3   F.41       Kurzfristige Kredite                       10
F.42       Langfristige Kredite                          7   F.42       Langfristige Kredite                       27
F.5        Aktien und sonstige Beteiligungen             2   F.5        Aktien und sonstige Beteiligungen
F.6        Versicherungstechnische Rückstellungen        0   F.6        Versicherungstechnische Rückstellungen
F.61       Nettoansprüche der privaten Haushalte auf     0   F.61       Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
           die versicherungstechnischen                                 die versicherungstechnischen
           Rückstellungen für Lebensversicherungen                      Rückstellungen für Lebensversicherungen
           und von Pensionskassen                                       und von Pensionskassen
F.611      Nettoansprüche der privaten Haushalte auf     0   F.612      Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
           die versicherungstechnischen                                 die versicherungstechnischen
           Rückstellungen für Lebensversicherungen                      Rückstellungen von Pensionskassen
F.62        Bettragsüberträge und Schadenruckstellung    0
                                                             F.7        Sonstige Verbindlichkeiten                 30
F.7        Sonstige Forderungen                         21    F.71      Handelskred'rte und Anzahlungen            18
F.71        Handelskredite und Anzahlungen              18   F.79       Sonstige Verbindlichkeiten außer           12
                                                                        Handelskrediten und Anzahlungen
F.79        Sonstige Forderungen außer
            Handelskredrten und Anzahlungen
                                                             B.9        Finanzierungsüberschuß (+)/-defizit (-)   -38
                                                      -293 -
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge fur die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
V.III.3. Konto fur die sonstigen Veränderungen der Aktiva
          V.III.3.1. Konto för die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
Veränderung der Aktiva                                                Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
AN        Nichtfinanzielle Aktiva                                 0   AF       Passiva
AN _2     Nichtproduzierte Aktiva                                 0   K.7      Katastrophenverluste
K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme                        0   K.8      Entschädigungslose Beschlagnahme
K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart      0   K.10     Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen
                                                                               Aktiva und der Passiva a.n.g.
K.122     Änderung der Vermögensart                               0   K.12     Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
K.12.22   Änderung der Vermögensart außer                         0   K.12.1   Änderung der Sektorzuordnung
          Monetisierung/Demonetisierung von Gold
davon :                                                               K.12,2   Änderung der Vermögensart
AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                          K.12.22  Änderung der Vermögensart außer
                                                                                Monetisierung/Demonetisierung von Gold
AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                        davon :
                                                                      AF_2     Bargeld und Einlagen
AF        Finanzielle Aktiva                                          AF.3     Wertpapiere außer Aktien
K.7       Katastrophenverluste                                        AF.4     Kredite
K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme                            AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
K.10      Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen        AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
          Aktiva und der Passiva a.n.g.
K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart      0   AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
K.12.2    Änderung der Vermögensart
K.1222    Änderung der Vermögensart außer
          Monetisierung/Demonetisierung von Gold
davon :
AF.1      Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
AF-2      Bargeld und Einlagen
AF.3      Wertpapiere außer Aktien
AF.4      Kredite
AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.6      Versicherungstechnische Ruckstellungen
AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                      B.10.2    Veränderung des Reinvermögens aufgrund von
                                                                                sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
                                                                  294
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge für die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
          V.III.3.2. Umbewertungskonto
Veränderung der Aktiva                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
K.11      Nominale Gewinne (+)A/eriuste (-) aus dem     K.11     Nominale Gewinne (-yVerluste (+) aus dem
          Hatten von Aktiva:                                     Halten von Passiva:
AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                      AF        Passiva
AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva           AF.2      Bargeld und Einlagen
AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva         AF.3      Wertpapiere außer Aktien
                                                       AF.4      Kredite
AF        Finanzielle Aktiva                           AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.1      Währungsgold und Sonderziehungsrechte        AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
          (SZR)
AF.2      Bargeld und Einlagen                         AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
AF.3      Wertpapiere außer Aktien
AF.4      Kredite
AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.7      Sonstige Forderungen
                                                        B. 10.3  Veränderung des Reinvermögens aufgrund
                                                                 von nominalen Gewinnen/Verlusten aus
                                                                 dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
                                                   295
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge für die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
          V.III.3.2.1 Konto für die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
Veränderung der Aktiva                                          Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
K.11.1    Neutrale Gewinne (+)A/erluste (-) aus dem Halten      K.11.1    Neutrale Gewinne (-yveriuste (+) aus dem Halten
          von Aktiva:                                                     von Passiva:
AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                            0  AF        Passiva
AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                 0  AF.2      Bargeld und Einlagen
AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva               0  AF.3      Wertpapiere außer Aktien
                                                                AF.4      Kredite
AF        Finanzielle Aktiva                                11  AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.1      Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)        0  AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.2      Bargeld und Einlagen                               2  AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
AF.3      Wertpapiere außer Aktien
AF.4      Kredite
AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                B.10.31   Veränderung des Reinvermogens aufgrund von
                                                                          neutralen Gewinnen /Verlusten aus dem Halten von
                                                                          Aktiva bzw. Passiva             >
          V.H1.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
Veränderung der Aktiva                                          Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
K.11.2    Reale Gewinne (+)/Ver1uste (-) aus dem Harten von     K.11.2    Reale Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Harten von
          Aktiva:                                                         Passiva:
AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                            0  AF        Passiva
AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                 0  AF.2      Bargeld und Einlagen                              -2
AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva               0  AF.3      Wertpapiere außer Aktien
                                                                AF.4      Kredite
AF        Finanzielle Aktiva                                -5 AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.1      Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)        0 AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.2      Bargeld und Einlagen                              -2_ AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
AF.3      Wertpapiere außer Aktien
AF.4      Kredite
AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                B.10.32   Veränderung des Reinvennögens aufgrund von
                                                                          realen GewinnerWeriusten aus dem Halten von
                                                                          Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge für die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
V.IV: Vermögensbllanzen der Übrigen Welt
V.IV.l: Vermögenseröffnungsbilanz
Aktiva                                                                Passiva und Reinvermögen
AN         Nichtfinanzielle Aktiva                                0   AF         Passiva                                             297
AN.2       Nichtproduzierte Aktiva                               0    AF.2       Bargeld und Einlagen                                116
AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva                     0   AF.3       Wertpapiere außer Aktien                             77
AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                  0    AF.4       Kredite                                              17
                                                                      AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
AF         Finanzielle Aktiva                                  573    AF.6       Versicherungstechnische Ruckstellungen               25
AF.1       Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)           0    AF.7       Sonstige Verbindlichkeiten                           59
AF.2       Bargeld und Einlagen                                105
AF.3       Wertpapiere außer Aktien                            125
AF.4       Kredite                                              70
AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen                   113
AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen               26
AF.7       Sonstige Forderungen                                134
                                                                      B.90       Reinvermögen                                        276
V.IV.2: Konto für die Veränderung der Vermögensbestände
Aktiva                                                                Passiva und Reinvermögen
           Veränderung der Aktiva insgesamt                                      Veränderung der Passiva insgesamt
AN         Nichtfinanzielle Aktiva                                    AF         Passiva                                              91
AN_2       Nichtproduzierte Aktiva                                    AF.2       Bargeld und Einlagen                                 -2
AN21       Materielle nichtproduzierte Aktiva                         AF.3       Wertpapiere außer Aktien                             22
AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                       AF.4       Kredite                                              37
                                                                      AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen                      3
AF         Finanzielle Aktiva                                   57    AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen                 0
AF.1       Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)            1   AF.7       Sonstige Verbindlichkeiten                           30
AF.2       Bargeld und Einlagen                                 11
AF.3       Wertpapiere außer Aktien                              9
AF.4       Kredite                                              10
AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen                     5
AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen                0
AF.7       Sonstige Forderungen                                 21
                                                                      B.10        Veränderung des Reinvermögens insgesamt            -34
                                                                                 aufgrund von:
                                                                      B.10.1     Ersparnis und VennögensObertragungen                -38
                                                                      B.10_2     Sonstigen Verändenjngen des Volumens der Aktiva        0
                                                                      B.10.3     Nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von        4
                                                                                 Aktiva bzw. Passiva                          •
                                                                      B.10.31    Neutralen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von        6
                                                                                 Aktiva bzw. Passiva
                                                                      B.10.32    Realen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von Aktiva   -1
                                                                                 bzw. Passiva
                                                             -297-
 ---pagebreak--- Vollständige Kontenfolge für die Übrige Welt (Konto für die Auslandstransaktionen) (Forts.)
V.IV.3. Vcrmögensschlußbilanz
Aktiva                                                         Passiva und Reinvermögen
AN         Nichtfinanzielle Aktiva                          0 AF           Passiva                                388
AN.2       Nichtproduzierte Aktiva                          0 AF.2         Bargeld und Einlagen                   114
AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva               0 AF.3        Wertpapiere außer Aktien                 99
AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva             0 AF.4         Kredite                                 54
                                                               AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
AF         Finanzielle Aktiva                            630  AF.6         Versicherungstechnische Rückstellungen  25
AF.1       Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)      0 AF.7         Sonstige Verbindlichkeiten              89
AF.2       Bargeld und Einlagen                          116
AF.3       Wertpapiere außer Aktien                      134
AF.4       Kredite                                         80
AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen             118
AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen          26
AF.7       Sonstige Forderungen                          155
                                                               B.90        Reinvermögen                           242
 ---pagebreak--- DAS WAREN- UND DIENSTLEISTUNGSKONTO (0)
8.78  Das Waren- und Dienstleistungskonto soll für die einzelnen Gütergruppen und für die Ge-
      samtwirtschaft die Verwendung der verfügbaren Güter verdeutlichen.
8.79  Es zeigt daher fur die Gütergruppen und die Gesamtwirtschaft das Aufkommen (Output
      und Einfuhr) und die Verwendung ( Vorleistungen, letzter Verbrauch, Bruttoanlageinvesti-
      tionen, Vorratsveränderung, Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen,
      Ausfuhr) von Waren und Dienstleistungen.
8.80  Da der Output zu Herstellungspreisen und die Verwendung zu Anschaffungspreisen bewer-
      tet wird, sind auf der Aufkommensseite die Gütersteuern abzüglich der Gütersubventionen
      auszuweisen.
8.81  Im Waren- und Dienstleistungskonto wird die Verwendung auf der rechten und das Auf-
      kommen auf der linken Seite verbucht, d. h. umgekehrt wie in den Konten der institutionel-
      len Sektoren für die laufenden Transaktionen, da die Güterströme in entgegengesetzter
      Richtung zu den Geldströmen fließen.
8.82  Das Waren- und Dienstleistungskonto ist definitionsgemäß ausgeglichen, weist also keinen
      Saldo auf.
                                           -299
 ---pagebreak---       0: Waren und DienstleLsrungskonto
Aufkommen                                            Verwendung
P.1   Output                                  3 595  P.2      Vorleistungen                                               1 904
P.11  Marktbestimmter Output                  3048
P.12  Output für die eigene letzte Verwendung   171  P.3/P.4  Ausgaben für den letzten Verbrauch/Tatsächlicher letzter    1 371
                                                              Verbrauch
P.13  Sonstiger nichtmarktbestimmter            376  P.31/    Ausgaben für den Individualverbrauch/                       1 215
      Output                                         P.41     Tatsächlicher Individualverbrauch
D.21  Gütersteuern                              141  P.32/    Ausgaben für den Kollektiwerbrauch/                           156
                                                     P.42     Tatsächlicher Kollektiwerbrauch
D.31  Gütersubventionen
                                                     P.51     Bruttoanlageinvestitionen                                     376
P.7   Einfuhr von Waren und Dienstleistungen    497  P.511    Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen                303
P.71  Einfuhr von Waren                         392  P.5111   Erwerb von neuen Sachanlagen                                  305
P.72  Einfuhr von Dienstleistungen              105  P.5112   Erwerb von vorhandenen Sachanlagen                              11
                                                     P.5113   Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen                      -13
                                                     P.512    Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten         51
                                                     P.5121   Erwerb von neuen immateriellen Werten                           53
                                                     P.5122   Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten                      6~
                                                     P.5123   Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten              -8
                                                     P.513    Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen     22
                                                              Aktiva
                                                     P.5131   Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten
                                                              nichtfinanziellen Aktiva
                                                     P.5132   Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten       17
                                                              nichtfinanziellen Aktiva
                                                     P.52     Vorratsveränderung                                              28
                                                     P.53      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen            10
                                                     P.6      Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen                        536
                                                     P.61     Ausfuhr von Waren                                             462
                                                     P.62     Ausfuhr von Dienstleistungen                                    74
                                                    300-
 ---pagebreak--- DIE VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNGEN
8.83   Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) geben einen Gesamtüberblick über
       die Konten einer Volkswirtschaft, d. h. die Konten für die laufenden Transaktionen, die
       Vermögensbildungskonten und die Vermögensbilanzen.
       Dabei werden in einer Tabelle die Konten sämtlicher institutionellen Sektoren, der Ge-
       samtwirtschaft und der Übrigen Welt dargestellt und sämtliche Ströme sowie Aktiva und
       Passiva ausgeglichen. Ferner können aus den VGR die volkswirtschaftlichen Gesamtgrö-
       ßen problemlos abgelesen werden.
8.84   In der VGR-Tabelle erscheinen die Verwendung, die Aktiva und die Veränderungen der
       Aktiva auf der linken Seite und das Aufkommen, die Passiva und die Veränderungen der
       Passiva und des Reinvermögens auf der rechten Seite.
8.85   Da einerseits der gesamte Wirtschaftskreislauf abgebildet und andererseits die Tabelle
       übersichtlich gehalten werden soll, wird die höchste Aggregationsebene verwendet, bei der
       der Aufbau des Systems noch verständlich ist.
8.86   Die Spalten der Tabelle stehen für die institutionellen Sektoren (nichtfinanzielle Kapitalge-
       sellschaften, finanzielle Kapitalgesellschaften, Staat, Organisationen ohne Erwerbscharak-
       ter im Dienst von privaten Haushalten und private Haushalte). Ferner enthält die Tabelle je
       eine Spalte für die Gesamtwirtschaft und die Übrige Welt sowie eine Spalte für den Aus-
       gleich von Aufkommen und Verwendung von Waren und Dienstleistungen.
8.87   Die Zeilen der Tabelle stehen für die verschiedenen Arten von Transaktionen sowie von
       .Aktiva und Passiva, für die Kontensalden und für bestimmte volkswirtschaftliche Gesamt-
       größen.
                                                301 -
 ---pagebreak---                                                                 Volkswirtschaftliche Gcsamtrcchnun«cn
K o n t e n für die l a u f e n d e n T r a n s a k t i o n e n
Verwendung
                                                                               Organi-
                                                                               sationen
                                                                               ohne                                   Nicht-
                                           Waren-                              Erwerb s -                   Finan-    finan-
                                           und                                 charaktar                    zielle    zialle
                                           Dienst-                             Im Dienst                    Kapi-     Kapi-
                                           lei-                Konto           von                          talge-    talge-
                                           stungs-             der             privaten                     sell,     •«II-
                             Insge-        konto               Übr.   Wirt-    Haus-       Private          schaf-    schaf-              T r a n s a k t i o n e n u n d s o n s t i g e Ströme, Bestand«
                                                               Welt            halten                       tan
Konten                       samt          (Aufk.)                    schaft               Haushalte                  ten                 und Kontensalden
                                                                                        I—
I. Produktions-                   497              497                                                                         P.7        Einfuhr von Waren und Diensttetstungen
konto/Konto für                   536                                                                                          P.6        Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen
den Waren- und                  3595                                                                                           P.1        Output
Oienstleistungs-                 1 904                                                                                         P.2        Vorleistungen
verVehr mit der                   133                                                                                          D.21-0.31  Gütersteuem ab-figl. GOtersubventionen
Übrigen Wefl
                                 1 824                                  1 824                    575              73     872   B.lg/B.rg  EUuttc^rertschc^pfuncyßruttariarKls^
                                  222                                     222                      42   30        10     137   K.1        Abschreibungen
                                 1 602                                  1602                     533   158        63     735   8.1n/B.1"n       NeOcwertschöpfungjMettoinlandsprodukt
                                                                                                                               B.11       Safcto des Waren und DiensUeistungsverkehrs                   mH
                                                                                                                                          der Übrigen Weä
11.1.1. Enkommens-                768                                     762                          140               545   D.1        Einkommen aus unsebstandiger Arbeit
entstehungs-                      191                                     191                            2                 51  D.2-D.3    Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
konto                                                                                                                                     at-rügl. Produktions- und Srrfuhrsubventiorven
                                  133                                     133                                                  D.21-D.31  GOtersteuern abzügl. GOtersubventionen
                                    58                                      58                                             51  D.29-D.39  Sonstige Produk-onssteuem abzOgl.
                                                                                                                                          sonstiger PrrxJuktionssubventionen
                                  459                                     45S                      92                    258   B.2g       Bruttobe tri ebsüberschuß
                                  442                                     442                     442                          B.3g       Gemischtes Einkommen, brutto
                                  247                                     247                                            121   B.2n       Nettobetriebsüberschuß
                                  432                                                                                          B.3n       Gemischtes Einkommen,                   netto
ll.l.ZPrimar-                     466                              66     380                           46       138     145   D.4        Einkommen aus Vermögen
önkommens-                       1 861                                   1 855                         221        29     209   B5g        Saldo der Bnjttc^rr-Srankomrnen/Brutto-
alokationskontc                                                                                                                           volkseinkommmen
                                                                                                                   19      72  8 5rV8 5'n Saldo der              Nettoprimareinkommen.Wetlo-
                                                                                                                                          volksein        kommen
 II.2. Sekundäres                 213                                     212                     178              10      24  0.5        Laufende Steuern auf Einkommen Vermögen us*.
 Einkommens-
verteilungskonto                  322                                     322                     322                          D.61       Saziafce< trage
                                  332                                     332                                      29      13   D.62      SoziaBetstungen außer sozialen SacrviOt-rtr» ? rv-
                                  278                                     269                                      45       10 0 7        Sonstge laufende Übertragungen
                                 1 854                                   1 854                   1 206 386         33     186  8 6g       Verfügbares Bnkommen Dnjto
                                 1 632                                   1 632                   1 154 356                                 Verfügbares Einkommen,                   netto
 II.3. Natural-                    228                                    228                          212                      0.63       Soziale SachObertragungen
 önkommrnens-                    1 854                                   1 854                   1 434 174         33     1S6   B.7g       Berichtigtes verfügbares Einkommen, bo.tvc
 umverteilungskonto              1 632                                   1 632                   1 392 144         23      49   B.7n       Berichtigtes         verfügbares      Einkommen.      n*tt
 II.4. Einkommens-                                                                                                                         Verfügbares EinkOfimen. :<
 verwendungs-                                                                                                                   B.6n       Verfügbares Einkommen,                  n
 konto                           1 399                                   1 39S                          156                     P.4        Tatsächlicher l e f f V»rty _i
                                 1 1QC                                   1 399                         366                                 Ausgaben für den i e w e n M*
                                                                                                                                           Benchtigungsposter. Un .•>
                                                                                                                                           Nettoanspruche >\w rxiv-,.'."
                                                                                                                                           Pensionsk^ssen
                                                                          455                     2C2                           6 5.g      Bruttoersoa-mi«;
                                                                          233                      160                          BSn        Weftoerspam».
                                                                                                                                B 1?       Sa*öc j ^ f la</"^jn<*^           "r
                                                                                                                                           Wen
 ---pagebreak---                                             Organi-
                                            sationen
Nicht-                                      ohne
finan-    Finan-                            Erwerbs-                        Waren-
teile     zielle                            Charakter                       und
Kapi-     Kapi-                             Im Dienst                       Dienst-
talg«-    taige-                            von         Ge-                 lel-
»all-     seil-                             privaten    samt-     Konto     stungs-
schaf-    schaf-               Private      Haus-       wirt-     derübr.   konto      tnsge-
ten       ten       Staat      Haushalte    halten      schaff    Wert      (Verw.)    samt       Konten
                                                                       497                 497    |. F1xxli<-CflSkonto/Kofito
                                                                                  536      536    forden Waren-_nd
   1753        102        434        1269           37    3595                           3 595    Diensfleistungsverkehr mit
                                                                                 1904     1904    der ObrioenWe«
                                                            133                            133
                73        186          575          31     1824                           1824    11.1.1. Bnkomrnens-
                                                                                                  entstehungskonto
                63        158          533          28     1 602                          1 632
                                       766                  766          2                 768    ||. 1.2.PrimArein-
                          191                               191          0                 191    komrnmens-
                                                                                                  alokationskonto
                          133                               133          0                 133
                            58                                58         0                   58
                            46          92           8      459                            459
                                       442                  442                            442
                            16          60           5      247                            247
                                       432                  432                            432
                            30         134           5      407         39                 466
                          221        1390            6     1855                           1861     ||__. Sekundäres
                                                                                                  E_Tkommensver-
                                                                                                  teilungskonto
                          191         1346            3    1 633                           1639
                          213                               213           0                213
                          268            0            1     322           0                322
                                       332                  332           0                332
                           108          36          36      239         39                 278
                 33       386         1206          43     1854                           1854     ||.3. Naturaleinkom-
                 23       356         1 164         40     1 632                          1 632    rriensumverteilungs-
                                                                                                   konto
                                                                                           228
      186        33        174        1434          27     1 854                          1854     ||.4. Einkommens-
       49        23        144        1392          24     1632                           1632     verweodungskonto
                 33       386         1 206          43     1 854                           1 854
                 23        356        1 164          40     1 632                           1632
                                                                                 1 399     1399
                                                                                 1 399     1 399
                                                                            ",0" -
 ---pagebreak---                                         Volkswirtschaftliche Gcsamtreclinungen (Forts.)
Vermögensbildungskonten
Varändarunq der Aktiva
                                               S.1       S.15       S.14       S.13      S.12       S.11
                        Insge-  Ware    Konto  Cé-       Organi-    Private    Staat     Finan-     Nicht-             Transaktionen und sonstige Ströme, Bestände
                        samt    und     der    *u_mt-    sationen   Haushafte            zielle     finan-             und Kontensalden
                                Dienst- Obr.   Wirt-     ohne                            Kapi-      ziell«
                                lei-    Welt   schaft    Erwerbs-                        talge-     Kapi-
                                stungs-                  chani kter                      SS4.II-    talge-
                                konto                    Im Dienst                       schaf-     sell-
                                (Aufk.)                  von                             ten        s-c haf-
                                                         privaten                                   ten
                                                         Haus-
                                                         harten
Konten
111.1.1 Konto für die                                                                                         B.Sn     Nettoersparnis
Veränderung des                                                                                               B.12     Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen
Reinvermögens                                                                                                          Welt
•ufgr. von Erspar-                                                                                            D.9      Empfangene Verrriögensübertragungen
nis und Vermogens-                                                                                            D.9      Geleistete Vecmcçensûberb-agungen (-)
übertragungen
                                                                                                                       Veränderung des Reinvermogens aufgrund von
                                                                                                                       Ersparnis und    Vermogensübertragungen
III. 1.2 Konto für den
Erwerb von nient-          376                     376                      61        37          9    250    P.51     Bruttoanlageinvesttionen
rinanzielen               -222                    -222                     -42       -30       -10    -137    K.1      Abschreibungen (-)
Aktiva                      28                       28                      2                    0      26   P.52     VorratsvertnderuTg
                             10                                                                   0        2   P.53    Erwerb abzüglich Veräußerungen von
                                                                                                                       Wertgegenstanden
                                                                                                                       Erwerb abzügfeh Veräußerungen von
                                                                                                                       nichtproduzierten nicntfinartne*en Aktiva
                                                                                                  5     -69   B.<      FinanziervngsCberscnuß (+)/&efkit (-)
                                                                                                                       Nettoerwerb von finanzieien Aktiva/
lll_2. Finanzierungs-
konto                                                                                                         F        Nettoanslieg der Passiva
                                                                                                              F.1      Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
                           130                     119                                           15           F_2      Bargeld und Eintagen
                           143                     138                                           53           F.3      Wertpapiere außer Aktien
                           254                     244                                         167            F.4      Kredite
                            46                       44                                           3           F.5      Aktien und sonstige Betetfgunoen
                             36                      36                                           0           F.6      Versicherutigstechnische ROdcstetungen
                             82                      61                                           0           F.7      Sonstige Forderungen und Verbindichkeiten
 llt.3.1. Konto für die      15                      15                                                   14  K.3-10   Sonstige Voiumenveranderungen insgesamt
 sonstgen                                                                                                     end K.12
Veränderungen des            24                      24                                                  24   K.3      Wirtschafäches Entstehen von nicrrtproduzierten
Vc-umens                                                                                                               Aktiva
 derAWiva                     3                        3                                                   0  K.4      Wlrtschaftlches Entstehen von produzierten Aktiva
                                                       4                                                   0  K.5      NatOricrtes Wachstum von ri entkuf-vierten
                                                                                                                       biologischen Ressourcen
                                                      -9                                                  -7  K.6      Wirtschaf-iches Verschwinden von nicfrtprcKJuzierten
                                                                                                                       Aktiva
                                                    -11                                                   -5  K.7      rCatastrophenvertuste
                                                       0                                                  -5   K.8     Errtschadigungslose Beschlagnahme
                                                       1                                                               Sonstige Veränderungen des Volumens der
                                                                                                                       r«cfrtfinanae*en Aktiva a j \ g .
                                                       3                                                               Sonstige Veränderungen des Voàjmens der
                                                                                                                       firtanaelen Aktiva und der Passiva a.n.g.
                                                       0                                                   6   K.12    Änderung der SeWorzuordnung oder der
                                                                                                                       Vermogensart
                                                                                                               davon:
                                                                                                          12   AN       Nichtfinanziele Aktiva
                                                                                                          -2   AN.1     Produzierte Aktiva
                                                                                                          14   AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
                                                                                                           2   AF       Fmanziele Aktiva/Passiva
                                                                                                               B.10.2   Veränderung des Reinvermogens aufgrund von
                                                                                                                        sonstigen Veränderungen des Volumens der
                                                                                                                        Aktiva
                                                                                                                        Nominale GewinneA/erluste aus dem Halten von
  III.3.2. Umbewertungs-                                                                                                Aktiva bzw. Passiva
 konto                      280              0      280                                                  144   AN       Nichtfinanziele Aktiva
                            126                     126                                                   63   AN.1     Produzierte Aktiva
                            154              0      154                                                   81   AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
                             91              7        84                                                    8  AF       Ftnarudele Aktiva/Passiva
                                                                                                                        Veränderung des Reinvermogens aufgrund von
                                                                                                                        nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten
                                                                                                                        YQll.AkUYa bzw Passiva
 ---pagebreak--- _Y.r_ndor-ng dar P a u l v i und rix« RnlnvermBj].
 S.11       S.12         S.13            S.14        S.15         S.1
 Nicht-     Finan-        Staat          Private     Organl-     Ce-         Konto       Waren-   In.ge-
 finan-     zielle                       Haushalts   satlonen    samt-       der Übr.    und      samt
 zielle     Kapi-                                    ohne        wirt-       Wert        Dienst-
 Kapl-      talge-                                   Erwerbs-    schaft                  l«l-
 talge-     sali-                                    Charakter                           stungs-
 ««II-      schaf-                                   Im Dienst                           konto
 schaf-     ton                                      von                                 (Verw.)
 ten                                                 privaten
                                                     Haus-
                                                     halten
                                                                                                           Konten
       48          11             -10            160        24        233                            233   |||.1.1 Konto für d e Vertnd-
                                                                                   -41                -41  oerurtgdes
                                                                                                           Reinvermogens
       3     3        0       6        2     3                0        6    2    4                     66  «tfgr. von Ersparnis und
     -    1 6   -   7   -    3    4               -5         - 3 - 6 5              -1                -66  Verrnogensüberlragungen
       65           4             -38            178        21        230          -38                192
                                                                                                           III.1-. Konto forden
                                                                                                           Erwerb von nichtfinanzie-en
                                                                                                           Aktiva
                                                                                              376    376
                                                                                               28      28
                                                                                               10      10
                                                                                                           lll_2. Finanzierungs-
                                                                                                           konto
         0       130                 2             0          0       132            -2               130
         6         53               64             0          0       123           20                143
       71           0               94            28        24        217           37               254
       26          13                0                        4        43             3                46
         0         36                0                        0        36             0                36
       37           0               10             5          0        52           30                 82
                                                                                                       -2  111.3.1. Konto für d e
                                                                                                           sonstigen Verände-
                                                                                                           rungendes
                                                                                                           Volumens der Aktiva
                                                                                                           Aktiva
         0       0          0                      0      0       0         0                            0
         0       0          0                      0      0       0         0                            0
                    2                0             0          0     -     2     0                       -2
                    0           -         1        0      0        0         0                           0
        -3          2     -    1                   0          0     -     2     0                       -2
       17          -4                2             2          0        17             0                17
                                                                                                            III.3.2. Umbewertungs-
                                                                                                            konto
                   51                7             0          0        76             3                78
                   10               38            96         10       288             4               292
                                                                                        -305
 ---pagebreak---                                     Volkswirtschaftliche Gcsamrrechnungen (Forts.)
Vermögenabilsnzen
Aktiva
                    Insge-  Waren-                                                           Transaktionen und eonatige Ströme, Bestände
                    samt    und                                                              und Kontansaldan
                            Dianst-
                            Ul-
                            stungs-
                            konto
                            (Aufk.)
Konten
IV. 1 Vermöoens-      9 922            0   9 922      324    2822    1591  144  5041  AN     Ni cntfinanziele Aktiva
seröffnungs-          6 047                6 047      243    1698    1001  104  3 001 AN.1   Produzierte AkSva
bilanz                3 875            0   3 875       81    1 124    590    40 2 040 AN.2   NUctttproduzierte Aktiva
                      7365                                   1819     396 3 508  897  AF     Fmanzie-e Aktiva/Passiva
                                                                                      B.90   ReinvermOgen
IV.2. Konto für d e                                                                          Veränderung der Ak-va insgesamt
Veränderung der        482                  482               110             1  290  AN     Nichtfinanziele Aktiva
Vermögens-             289                  289                61            -1  182  AN.1   Produzierte Aktiva
bestände               193                  193                49             2  108  AN.2   Nichtproduzierte Aktiva  '
                                                                             94    81 AF     Fmanziele Aktiva/Passiva
                                                                                      B.10   Vetândervng des Reinvermogens   insgesamt
                                                                                             aufgrund von:
                                                                                      B.10.1 Ersparnis und VermögensüberUagungen
                                                                                      B.10.2 Sonstigen Veränderungen des Volumens der
                                                                                             Aktiva
                                                                                             Nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten
                                                                                             von Aktiva bzw. Passiva
IV.3. Vermögens-     10404             0  10 404      349    2 932   1647   145 5 331 AN     Ni cntfinanzie-e Aktiva
schlußbitanz          6336                 6336       264    1759    1026  103  3 183 AN.1   Produzierte Aktiva
                      4068             0   4068        85    1 173    620    42 2148  AN.2   Nichtproduzierte Aktiva
                                                             2 018    519 3 802  978  AF     Fmanziele Aktva/Passtva
                                                                                      B.90   Reinvermögen
                                                           . T0A   -
 ---pagebreak--- P-«-iva und Reinvarmôgen
S.11       S.12      S.13      S.14        S.15        S.1
Nicht-     Finan-    Staat     Privat«     Organl-     Ge-      Konto     Waren-   Insge-
finan-     zielle              Haushalts   satlonen    samt-    der übr.  und      samt
zielle     Kapi-                           ohne        wirt-    Welt       Dienst-
Kapi-      talge-                          Erwerbs-    schaft             l«l-
talge-     seil-                           Charakter                      stungs-
sell-    , schaf-                          Im Dienst                       konto
schaf-     ten                             von                            (Verw.)
t«n                                        privaten
                                           Haus-
                                           halten
                                                                                             Konten
                                                                                             IV. 1 Vermögens-
                                                                                             eroffn-ngs-
                                                                                             b-anz
   1817       3 384        687        289         121    6 298       297              6 595
   4 121       268        1300       4 352        375   10 416       276             10 692
                                                                                             IV_2. Konto for d e
                                                                                             Vertndenjng der
                                                                                             Vermögens-
                                                                                             bestände
     155       285         176          33         28      677        91               767
    216          10          2         276         31      535       -34               501
      66           5       -40         178         21      230       -38               192
      17          -4         2           2           0       17         0                17
                                                                                             IV.3. Vermögens-
                                                                                             schJuGbitanz
   1972       3 669        863         322         149    6 975       388              7 362
   4 337        278       1302       4 628        406    10 951       242             11193
                                                                          -307
 ---pagebreak--- DIE VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTGRÖOEN
8.88    Die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen sind Indikatoren für das Ergebnis der Tätigkeit
        der Gesamtwirtschaft und Bezugsgrößen für die makroökonomische Analyse sowie für
        zeitliche und räumliche Vergleiche.
Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen (BIP)
8.89    Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen ist das Ergebnis der Produktionstätigkeit der
        gebietsansässigen produzierenden Einheiten.
        Es läßt sich auf drei Arten definieren:
        Das BSP ist gleich der Summe der Wertschöpfung der institutionellen Sektoren oder Tä-
        tigkeitsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen (die
        nicht nach Sektoren und Tätigkeitsbereichen aufgegliedert werden). Es ist ferner der Saldo
        des Produktionskontos der Gesamtwirtschaft.
        Das BSP ist gleich der gesamten letzten inländischen Verwendung von Waren und Dienst-
        leistungen (tatsächlicher letzter Verbrauch und Bruttoanlageinvestitionen) zuzüglich der
        Ausfuhr und abzüglich der Einfuhr von Waren und Dienstleistungen.
        Das BSP ist gleich der gesamten im Einkommensentstehungskonto der Gesamtwirtschaft
        ausgewiesenen Verwendung (Einkommen aus unselbständiger Arbeit, Produktionssteuem
        und Einfuhrabgaben abzüglich Subventionen, Bruttobetriebsüberschuß und gemischtes
        Einkommen der Gesamtwirtschaft).
8.90    Durch Abzug der Abschreibungen vom BSP ergibt sich das Nettoinlandsprodukt zu
        Marktpreisen (NIP).
OBetriebsüberschuß der Gesamtwirtschaft
8.91    Der Bruttobetriebsüberschuß (bzw. Nettobetriebsüberschuß) der Gesamtwirtschaft ist
        gleich der Summe der Bruttobetriebsüberschüsse (bzw. Nettobetriebsüberschüsse) der Tä-
        tigkeitsbereiche oder institutionellen Sektoren.
Gemischtes Einkommen der Gesamtwirtschaft
8.92    Das gemischte Bruttoeinkommen (bzw. Nettoeinkommen) der Gesamtwirtschaft ist gleich
        dem gemischten Bruttoeinkommen (bzw. Nettoeinkommen) des Sektors Private Haushalte.
Einkommen der Gesamtwirtschaft aus Unternehmertätigkeit
8.93    Das Bruttoeinkommen (bzw. Nettoeinkommen) der Gesamtwirtschaft aus Unternehmertä-
        tigkeit ist gleich der Summe der Bruttoeinkommen (bzw. Nettoeinkommen) der Sektoren
        aus Unternehmertätigkeit.
                                                 308
 ---pagebreak--- Volkseinkommen (zu Marktpreisen)
S'. J 4  Das Bruttovolkseinkorrimen (bzw. Nettovolkseinkommen) (zu Marktpreisen) ist gleich den
        von gebietsansässigen Einheiten insgesamt empfangenen Primäreinkommen: Einkommen
        aus unselbständiger Arbeit, Produktionssteuem und Einfuhrabgaben abzüglich
        Subventionen, (empfangenes abzüglich gezahltes) Einkommen aus Vermögen, Bruttobe-
        triebsüberschuß (bzw. Nettobetriebsüberschuß) sowie gemischtes Bruttoeinkommen (bzw.
        Nettoeinkommen).
        Das Bmttovolkseinkommen (zu Marktpreisen) wurde im ESVG 1979 als Bruttosozialpro-
        dukt (BSP) zu Marktpreisen bezeichnet.
        Das Bruttovolkseinkommen (zu Marktpreisen) ist gleich dem BSP abzüglich des von ge-
        bietsansässigen Einheiten an gebietsfremde Einheiten gezahlten Primäreinkommens zu-
        züglich des von gebietsansässigen Einheiten von der Übrigen Welt empfangenen
        Primäreinkommens.
        Das Volkseinkommen ist kein Produktions-, sondern ein Einkommensbegriff, für den die
        Werte aussagekräftiger sind, wenn sie netto, d. h. abzüglich Abschreibungen, ausgewiesen
        werden.
Verfügbares Volkseinkommen
8.95    Das verfügbare Bruttovolkseinkommen (bzw. Nettovolkseinkommen) ist gleich der
        Summe der verfügbaren Bruttoeinkommen (bzw. Nettoeinkommen) der institutionellen
        Sektoren.
        Das verfügbare Bruttovolkseinkommen (bzw. Nettovolkseinkommen) ist gleich dem Brut-
        tovolkseinkommen (bzw. Nettovolkseinkommen) (zu Marktpreisen) abzüglich laufender
        Übertragungen (laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw., Sozialbeiträge,
        Sozialleistungen und sonstige laufende Übertragungen) an gebietsfremde Einheiten zuzüg-
        lich laufender Übertragungen der Übrigen Welt an gebietsansässige Einheiten.
Ersparnis
8.96    Diese Gesamtgröße zeigt den Teil des verfügbaren Volkseinkommens, der nicht für Aus-
        gaben für den letzten Verbrauch verwendet wird.
        Die inländische Bruttoersparnis (bzw. Nettoersparnis) ist gleich der Summe der Bruttoer-
        sparnis (bzw. Nettoersparnis) der institutionellen Sektoren.
Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt
8.97    Der Saldo des Kontos der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende
        Übertragungen zeigt für die Gesamtwirtschaft (wenn er negativ ist) den Überschuß bzw.
        (wenn er positiv ist) das Defizit ihrer laufenden Transaktionen (Waren- und Dienstlei-
        stungsverkehr, Primäreinkommen, laufende Übertragungen) mit der Übrigen Welt.
                                                 309
 ---pagebreak--- Finanzierungsüberschuß (+) bzw. -defizit (-) der Gesamtwirtschaft
8.98    Der Finanzierungsüberschuß (+) bzw. das Finanzierungsdefizit (-) der Gesamtwirtschaft ist
        gleich der Summe der Finanzierungsüberschüsse bzw. -defizite der institutionellen Sekto-
        ren. Diese Gesamtgröße zeigt (wenn sie positiv ist) den Nettobetrag an Mitteln, den die
        Gesamtwirtschaft der Übrigen Welt zur Verfugung stellt bzw. (wenn sie negativ ist) den
        Nettobetrag, den die Übrige Welt der Gesamtwirtschaft zur Verfügung stellt.
        Der Finanzierungsüberschuß (+) bzw. das Finanzierungsdefizit (-) der Gesamtwirtschaft
        hat den gleichen Umfang wie der Finanzierungsüberschuß (+) bzw. das Finanzierungsde-
        fizit (-) der Übrigen Welt, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen.
Reinvermögen der Gesamtwirtschaft
8.99    Das Reinvermögen der Gesamtwirtschaft ist gleich der Summe der Reinvermögen der in-
        stitutionellen Sektoren.
        Es zeigt den Wert der nichtfinanziellen Aktiva der Gesamtwirtschaft abzüglich der Saldos
        der finanziellen Aktiva und Passiva der Übrigen Welt.
                                                  310
 ---pagebreak--- MATRIXDARSTELLUNG
A.     INLEITUNG
8.100  In den vorangegangenen Teilen dieses Kapitels wird eine Folge von (T-)Konten dargestellt.
       Die im ESVG verwendeten Konzepte und Definitionen lassen jedoch auch andere
       Darstellungsformen zu, die zusätzliche Informationen liefern und verschiedene Arten von
      Analysen ermöglichen.
8.101 Die Input-Output-Tabelle ist eine weitverbreitete Matrix, die detaillierte und kohärent
       strukturierte Angaben über die Waren- und Dienstleistungsströme und die Struktur der
      Produktionskosten liefert. Sie enthält mehr Informationen als das Waren- und Dienstlei-
       stungs-, das Produktions- und das Einkommensentstehungskonto in T-Form; z. B. werden
      die Ausgaben für den letzten Verbrauch nach Herkunftsgütergruppen bzw.
      -tätigkeitsbereichen und die Vorleistungen sowohl nach Herkunftsgütergruppen bzw.
      -tätigkeitsbereichen als auch nach Bestimmungsgütergruppen bzw. -tätigkeitsbereichen
      dargestellt. Stärker disaggregierte Verknüpfungen zwischen diesen Konten werden in den
      Aufkommens- und Verwendungstabellen des ESVG durch eine Aufgliederung des Outputs
      an Gütergruppen nach Tätigkeitsbereichen ausgewiesen.
8.102 Im folgenden wird zu zunächst verdeutlicht, daß die vollständige Kontenfolge einschließ-
      lich der Kontensalden auch in Matrixform dargestellt werden kann. In der entsprechenden
      Tabelle werden sämtliche Transaktionen der Gesamtwirtschaft bzw. der Übrigen Welt
      nachgewiesen. Zusätzlich enthält sie ein zusammengefaßtes Waren- und Dienstleistungs-
      konto.
8.103 Im Anschluß daran werden die allgemeinen Verwendungsmöglichkeiten einer Buchfüh-
      rungsmatrix erläutert. Entscheidend ist dabei, daß es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt,
      wie eine derartige Matrix entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernissen
      erweitert oder verkleinert werden kann. Abschließend werden die sich daraus ergebenden
      praktischen Anwendungsmöglichkeiten dargestellt. Dabei wird insbesondere beschrieben,
      wie durch die Einfuhrung von Arbeitskräftekonten die Aufkommens- und Verwendungsta-
      bellen mit den Sektorkonten verbunden werden können, so daß eine Sozialrechnungsmatrix
      entsteht, die u. a. eine umfassendere Analyse von wirtschafts- und sozialpolitischen
      Aspekten, einschließlich der Arbeitslosigkeit, ermöglicht.
B     Matrixdarstellung der Konten des ESVG
8.104 In Tabelle VIII.xl ist die vollständige Kontenfolge einschließlich der Kontensalden in Ma-
      trixform dargestellt. Das primäre Einkommensverteilungskonto, das Einkommensver-
      wendungskonto und das Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva wurden dabei
      nicht weiter untergliedert. Femer wurde offengelassen, ob das Naturalêinkommensumver-
      teilungskonto mit dem sekundären Einkommensverteilungskonto zusammengefaßt wird
      oder nicht, und es wurde ein Konto eingefügt, in dem das Reinvermögen erfaßt wird.
8.105 Die in den Tabellen dieses Abschnitts enthaltenen Zahlen ergeben sich aus dem im Haupt-
      teil von Kapitel VIII dargelegten Zahlenbeispiel. In sämtlichen Matrizen sind die Felder, in
      denen ein Kontensaldo ausgewiesen wird, fett eingerahmt.
 ---pagebreak--- 8.106 Bei einer Matrixdarstellung kann jede Transaktion durch einen einzigen Eintrag dargestellt
      werden, und aus der Stelle, an der dieser Eintrag erfolgt, ist ersichtlich, um welche Art von
      Transaktion es sich handelt. Jedes Konto wird jeweils durch eine Zeile und eine Spalte
      dargestellt, und vereinbarungsgemäß wird das Aufkommen zeilen- und die Verwendung
      spaltenweise ausgewiesen. So handelt es sich beim Nettoinlandsprodukt (1 602) z. B. fur
      die Produzenten der Volkswirtschaft um Ausgaben, die im primären Einkommensvertei-
      lungskonto als Einnahmen verbucht werden. In Tabelle VIII.xl wird dies in Feld [3,2],
      d. h. in Zeile 3, Spalte 2, dargestellt. Da in dieser Tabelle Transaktionen mit der Übrigen
      Welt in einem eigenen Konto ausgewiesen werden, enthalten die Felder ihrer Hauptdiago-
      nalen, d. h. die Felder [3,3], [4,4], [5,5], [6,6], [7,7] und [8,8], lediglich Transaktionen
      zwischen gebietsansässigen institutionellen Einheiten.
8.107 Die Zeilen- und Spaltensummen wurden nicht benannt. Bei der Matrixbuchführung soll
      durch sie vor allem gewährleistet werden, daß sämtliche Konten ausgeglichen sind, d. h.
      daß das gesamte Aufkommen (Zeilensummen) gleich der gesamten Verwendung
      (Spaltensummen) ist. Auch lassen sich aussagekräftige Salden, durch die aufein-
      anderfolgende Konten miteinander verbunden sind, nur ableiten, wenn diese Bedingung
      erfüllt ist.
8.108 In Zeile 1 sind die verschiedenen Kategorien der Verwendung von Waren und Dienstlei-
      stungen zu Anschaffungspreisen dargestellt: Vorleistungen (1 904) in Spalte 2, letzter Ver-
      brauch (1 371) in Spalte 5, Bruttoinvestitionen (414) in Spalte 7 und Ausfuhr (536) in
      Spalte 14.
8.109 Die Summe der Werte in Zeile 1 entspricht der gesamten Verwendung von Waren- und
      Dienstleistungen zu Anschaffungspreisen (4 225). In Spalte 1 wird das Aufkommen an
      Waren- und Dienstleistungen ausgewiesen (das insgesamt natürlich auch den Wert von
      4 225 hat). Der Output (zu Herstellungspreisen) zuzüglich Gütersteuern abzüglich Güter-
      subventionen (3 728) wird in der Kreuzung mit Zeile 2 dargestellt. Die Einfuhr (497)
      stammt aus dem Konto für den Waren- und Dienstleistungsverkehr mit der Übrigen Welt
      (Zeile 14).
8.110 In Zeile 2 wird der Output (zu Herstellungspreisen) zuzüglich Gütersteuern und abzüglich
      Gütersubventionen ausgewiesen. Aufgrund dieser Bewertung enthält die Summe von
      Zeile 2 (3 728) ebenso wie die Summe von Spalte 2 Gütersteuem abzüglich Gütersubven-
      tionen. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß diese Steuern auch im Saldo von Konto 2,
      dem Nettoinlandsprodukt (NIP, vgl. Feld [3.2]) enthalten sind. Die meisten Kontensalden
      können brutto und netto berechnet werden. In Tabelle VIII.xl sind sämtliche Salden netto
      dargestellt. Abschreibungen (222) werden direkt auf das Unterkonto des Vermögensver-
      änderungskontos für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva übertragen (Zeile 7,
      Spalte 2).
8.111 In Zeile 3 werden die von der Gesamtwirtschaft empfangenen Primäreinkommen darge-
      stellt: das Nettoinlandsprodukt in Feld [3,2], von anderen gebietsansässigen Sektoren ge-
      zahltes Einkommen aus Vermögen (341) auf der Hauptdiagonalen und von der Übrigen
      Welt gezahltes Primäreinkommen (72) in Feld [3,15]. Da in dieser Matrix das primäre
      Einkommensverteilungskonto nicht untergliedert ist, wird die von den Produzenten
      geschaffene Wertschöpfung hier nicht, wie dies im Einkommensentstehungskonto
      geschieht, in die verschiedenen Wertschöpfungskategorien aufgegliedert.
 ---pagebreak--- 8.112 Neben dem Hauptdiagonalelement enthält Spalte 3 in Feld [15,3] das an die Übrige Welt
      gezahlte Primäreinkommen (41) und den Saldo Netto Volkseinkommen (1 633), der dieses
      Konto mit dem folgenden verbindet.
8.113 In dieser Matrix bleibt offen, ob das Naturaleinkommensumverteilungskonto mit dem se-
      kundären Einkommensverteilungskonto zusammengefaßt wird oder nicht. Wird die
      Umverteilung des Naturaleinkommens nicht einbezogen, zeigt das Hauptdiagonalfeld [4,4]
      die laufenden Übertragungen, außer sozialen Sachübertragungen, zwischen gebietsansäs-
      sigen Sektoren (1 096). Diese Übertragungen umfassen laufende Steuern auf Einkommen,
      Vermögen usw., Sozialbeiträge und Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen,
      sowie sonstige laufende Übertragungen. Wird die Naturaleinkommensumverteilung
      einbezogen, enthält das Hauptdiagonalelement auch die sozialen Sachübertragungen und
      nimmt damit einen Wert von 1 315 an. In beiden Fällen ist der erste Eintrag in Zeile 4 das
      Nettovolkseinkommen, während die von der Übrigen Welt empfangenen laufenden Übert-
      ragungen (10) in Feld [4,15] dargestellt werden. Spalte 4 enthält neben dem Hauptdiagona-
      lelement in Feld [15,4] die laufenden Übertragungen an die Übrige Welt (39), während der
      Saldo, das (berichtigte) netto verfügbare Einkommen (1 604) auf das Konto für die Ver-
      wendung des (berichtigten) verfügbaren Einkommens übertragen wird.
8.114 Wird die Naturaleinkommensumverteilung mit der sekundären Einkommensverteilung zu-
      sammengefaßt, ist Konto 5 das Konto für die Verwendung des berichtigten verfugbaren
      Einkommens. Andernfalls ist dieses Konto das Konto für die Verwendung des verfugbaren
      Einkommens. Auf der aggregierten Ebene besteht zwischen beiden lediglich ein
      terminologischer Unterschied, denn das gesamte verfügbare Einkommen ist gleich dem ge-
      samten berichtigten verfügbaren Einkommen, und die Gesamtausgaben für den letzten
      Verbrauch sind gleich dem gesamten tatsächlichen letzten Verbrauch. Neben dem verfug-
      baren Einkommen wird in der Zeile dieses Kontos auf der Hauptdiagonalen ein Berichti-
      gungsposten für dite Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an gebiets-
      ansässige Pensionskassen (11) und in der Kreuzung mit Spalte 15 ein Berichtigungsposten
      für die Veränderung der Netto ansprüche der privaten Haushalte an gebietsfremde
      Pensionskassen (0) ausgewiesen. Die Spalte enthält neben dem letzten Verbrauch (1 371)
      und dem Hauptdiagonalelement in Feld [15,5] einen Berichtigungsposten für die
      Veränderung der Nettoansprüche gebietsfremder privater Haushalte an gebietsansässige
      Pensionskassen (0) sowie den Saldo Nettoersparnis (233), der auf das erste Unterkonto des
      Veimögensveränderungskontos (Konto 6) übertragen wird.
8.115 Das Vermögensveränderungskonto ist in Tabelle VIII.xl in zwei Unterkonten unterglie-
      dert. Dabei werden zunächst in der Zeile des Kontos für die Veränderung des Reinvermö-
      gens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen zur Nettoersparnis Vermö-
      gensübertragungen von gebietsansässigen Sektoren (61, Feld [6,6]) und Vermögensübert-
      ragungen der Übrigen Welt (1, Feld [6,16]) hinzugerechnet. In der Spalte dieses Kontos
      werden die an gebietsansässige Sektoren und die an die Übrige Welt (4, Feld [16,6]) ge-
      zahlten Vermögensübertragungen dargestellt. Der sich auf diese Weise ergebende Saldo
      Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
      (230) wird auf das Konto für die Veränderung der Vermögensbestände (Konto 11)
      übertragen.
                                             -313
 ---pagebreak--- 8.116 Die sich anschließende Zeile des Kontos für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva ent-
      hält Abschreibungen (Feld [7,2]), den Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtprodu-
      zierten nichtfinanziellen Aktiva seitens gebietsansässiger Einheiten (0, Feld [7,7]) und sei-
      tens gebietsfremder Einheiten (0, Feld [7,17]) sowie die Veränderung der Aktiva aufgrund
      von Ersparnis und Vermögensübertragungen (833, Feld [7,12]). Daraus ergibt sich der
      Gesamtbetrag, der Gebietsansässigen für den Erwerb von Aktiva zur Verfugung steht.
      Dieser Erwerb von Aktiva wird untergliedert in den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva,
      der in der Spalte dieses Kontos dargestellt wird, und den Erwerb von finanziellen Aktiva
      (einschließlich finanzieller Auslandsaktiva), der Gegenstand der Spalte von Konto 8 ist. In
      der Spalte von Konto 7 werden daher die Bruttoinvestitionen (Feld [1,7]), das bereits er-
      wähnte Hauptdiagonalelement (Feld [7,7]), die Veränderung der Passiva aufgrund von Er-
      sparnis und Vermögensübertragungen (603, Feld [12,7]) und der Finanzierungssaldo der
      Gesamtwirtschaft (38) ausgewiesen, der auf das nächstfolgende Konto, das Finanzierungs-
      konto, übertragen wird.
8.117 Der erste Eintrag in Konto 8, dem Finanzierungskonto, ist der Finanzierungssaldo der Ge-
      samtwirtschaft (Feld [8,7]), zu dem die finanziellen Transaktionen zwischen gebietsansäs-
      sigen Sektoren (553) auf der Hauptdiagonalen und der Nettoanstieg der Auslandspassiva
      (50, Feld [8,18]) hinzugerechnet werden. In der Spalte werden das Hauptdiagonalelement
      und (in Feld [18,8]) der Nettoerwerb von finanziellen Auslandsaktiva (88) ausgewiesen.
      Der Nettoanstieg der Auslandspassiva zuzüglich des Finanzierungssaldos der Gesamtwirt-
      schaft ist natürlich gleich dem Nettoerwerb von finanziellen Auslandsaktiva, so daß auch
      bei diesem Konto die Zeilensumme gleich der Spaltensumme ist.
8.118 In der Zeile von Konto 9, dem Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva, wird die
      Veränderung der Aktiva aufgrund von sonstigen Veränderungen (379, Feld [9,12]) darge-
      stellt, während die Spalte dieses Kontos die Veränderung der Passiva aufgrund von sonsti-
      gen Veränderungen (74, Feld [12,9]) und den Saldo Veränderung des Reinvermögens auf-
      grund von sonstigen Veränderungen (305, Feld [11,9]) enthält.
8.119 Bei den letzten vier Konten der Gesamtwirtschaft handelt es sich um die Vermögensbi-
      lanzen, das Konto für die Veränderung der Vermögensbestände und das Reinvermögens-
      konto. In der Zeile der Vermögenseröffnungsbilanz wird der Anfangsbestand an Aktiva
      (16 714, Feld [10,12]), in der entsprechenden Spalte werden der Anfangsbestand an
      Passiva (6 298, Feld [12,10]) und das Anfangsreinvermögen (10 416, Feld [13,10])
      verbucht. Im darauffolgenden Konto für die Veränderung der Vermögensbestände werden
      in der Zeile die beiden Bestandteile dieser Veränderung (Felder [11,6] und [11,9]) und in
      der Spalte die Gesamtveränderung des Reinvermögens (535, Feld [3,11]) ausgewiesen. In
      der Vermögensschlußbilanz werden dann in der Zeile der Anfangsbestand an Passiva
      (Feld [12,10]), die beiden Bestandteile der Veränderung der Passiva (Felder [12,7] und
      [12,9]) und das Endreinvermögen (10 951, Feld [12,13]) dargestellt. Die Summe dieser
      Elemente ist selbstverständlich gleich dem Endbestand an Aktiva, der auch in der Spalte
      dieses Kontos errechnet wird, nämlich als Anfangsbestand an Aktiva (Feld [10,12])
      zuzüglich der beiden Bestandteile der Veränderung der Aktiva (Felder [7,12] und [9.12]).
      Im zusätzlichen Reinvermögenskonto werden in der Zeile das Anfangsreinvermögen (Feld
      [13,10]) und die Gesamtveränderung des Reinvermögens (Feld [13,11]) und in der Spalte
      das Endreinvermögen (Feld [12,13]) ausgewiesen.
 ---pagebreak--- 8.120 Für die Übrige Welt enthält die Matrix die gleichen Konten wie für die Gesamtwirtschaft,
      allerdings in stärker aggregierter Form: erstens, das Konto für den Waren- und Dienstlei-
      stungsverkehr mit der Übrigen Welt: In ihm ist in der Zeile die Einfuhr der Gesamtwirt-
      schaft (Feld [14,1]) und in der Spalte die Ausfuhr (Feld [11,14]) und der Saldo des Waren-
      und Dienstleistungsverkehrs mit der Übrigen Welt (-39, Feld [15,14]) dargestellt. Hierbei
      ist wichtig, daß sich sämtliche Salden der Konten der Übrigen Welt aus der Sicht der Übri-
      gen Welt verstehen. Aus der Sicht der Gesamtwirtschaft haben sie das umgekehrte Vorzei-
      chen.
8.121 Zweitens, das Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen:
      In ihm werden neben dem Saldo des vorhergehenden Kontos an die Übrige Welt geleistete
      bzw. von der Übrigen Welt empfangene Primäreinkommen und laufende Übertragungen
      sowie die Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der
      gebietsansässigen privaten Haushalte an gebietsfremde Pensionskassen bzw. von gebiets-
      fremden privaten Haushalten an gebietsansässige Pensionskassen verbucht. Diese Posi-
      tionen wurden im vorstehenden bereits erläutert. Aus ihnen ergibt sich der in Feld [16,15]
      ausgewiesene Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt.
8.122 Drittens, das Vermögensveränderungskonto der Übrigen Welt: Es wurde ebenfalls in zwei
      Unterkonten aufgegliedert: eines, in dem der Saldo der laufenden Transaktionen mit der
      Übrigen Welt, die an die Übrige Welt geleisteten bzw. von der Übrigen Welt empfangenen
      Vermogensübertragungen und der Saldo Veränderung der finanziellen Nettoauslandsposi-
      tion aufgrund des Saldos der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt und aufgrund
      von Vermögensübertragungen (-38, Feld [21,16]) dargestellt werden, und ein zweites, das
      folgende Positionen enthält: die Veränderung der Aktiva aufgrund des Saldos der lau-
      fenden Transaktionen mit der Übrigen Welt und aufgrund von Vermögensübertragungen
      (50, Feld [17,22]), den Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfi-
      nanziellen Aktiva« seitens gebietsfremder Einheiten (Feld [7,17]), die Veränderung der
      Passiva aufgrund des Saldos der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt und auf-
      grund von Vermögensübertragungen (88, Feld [22,17]) und den Finanzierungssaldo der
      Übrigen Welt (-38), der auf das nächste Konto übertragen wird.
8.123 Viertens, das Finanzierungskonto: Die Zeile dieses Kontos zeigt den Nettoerwerb von fi-
      nanziellen Auslandsaktiva (Feld [18,8]) und den Finanzierungssaldo der Übrigen Welt
      (Feld [18,17]), seine Spalte den Nettoanstieg der Auslandspassiva (Feld [8,18]). Fünftens,
      das Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva: In der Zeile werden die entspre-
      chenden Veränderungen der Aktiva (7, Feld [19,22]), in der Spalte die entsprechenden
      Veränderungen der Passiva (3, Feld [22,19]) sowie der Saldo Veränderung der finanziellen
      Nettoauslandsposition aufgrund der sonstigen Veränderungen (4, Feld [21,19]) ausgewie-
      sen.
8.124 Die Vermögensbilanzen der Übrigen Welt schließlich entsprechen denen der Gesamtwirt-
      schaft. Sie enthalten folgende im vorstehenden noch nicht genannte Positionen: den An-
      fangsbestand an Auslandsaktiva (573, Feld [20,22]), den Anfangsbestand an Auslandspas-
      siva (297, Feld [22,20]), die finanzielle Nettoanfangsposition der Übrigen Welt gegenüber
      der Gesamtwirtschaft (276, Feld [23,20]), die Gesamtveränderung der finanziellen
      Nettoauslandsposition der Übrigen Welt (-34, Feld [23,21]) sowie die finanzielle Net-
      toendposition der Übrigen Welt gegenüber der Gesamtwirtschaft (242, Feld [22,23]).
                                              -315-
 ---pagebreak--- 8.125 In einem weiteren Schritt kann diese verkleinerte Matrix so disaggregiert werden, daß in
      ihr die vollständige Kontenfolge mit detaillierten Angaben zu den Transaktionspartnern
      und den Transaktionskategorien dargestellt wird. Die Möglichkeiten, die eine Matrixdar-
      stellung bietet, lassen sich jedoch am besten nutzen, wenn nicht alle Konten in der gleichen
      Weise untergliedert werden, sondern wenn für jedes Konto die jeweils aussagekräftigste
      Untergliederung gewählt wird. Auf diesen Sachverhalt wird im nächsten Abschnitt näher
      eingegangen.
C.    Besonderheiten der Matrixdarstellung
8.126 Jeder Eintrag in einer aggregierten Matrix wie Tabelle VIII.xl kann als Gesamtsumme ei-
      ner Teilmatrix angesehen werden, in der bestimmte Kategorien der an der jeweiligen Art
      von Transaktionen beteiligten Partner dargestellt werden. Dabei ist es sehr hilfreich, daß
      bei einer Darstellung von Konten in Matrixform für jedes Konto verschiedene Arten und
      Gruppen von Transaktionspartnern gewählt werden können, ohne daß dadurch die Kohä-
      renz und der integrierte Charakter des gesamten Systems verlorengehen. Daher ist eine
      uneinheitliche Untergliederung der Transaktionspartner und Sektoren möglich, d. h. in je-
      dem Konto kann die Einheit und die Klassifikation von Einheiten verwendet werden, die
      für die jeweils betrachtete Gruppe von wirtschaftlichen Stromgrößen am aussagekräftigsten
      ist.
8.127 Grundsätzlich kann jedes Konto auf zwei relativ unterschiedliche Arten untergliedert wer-
      den, nämlich entweder, indem die Gesamtwirtschaft in Gruppen von Einheiten aufgeglie-
      dert wird oder indem die in dem Konto dargestellten Transaktionskategorien verschiedenen
      Unterkonten zugeordnet werden. Die Untergliederung der Gesamtwirtschaft in den ersten
      fünf Konten könnte z. B. wie folgt aussehen:
      (1) Untergliederung des Waren- und Dienstleistungskontos nach Gütern, die zu Güter-
           gruppen zusammengefaßt werden;
      (2) Untergliederung des Produktionskontos nach örtlichen fachlichen Einheiten, die zu
           Tätigkeitsbereichen zusammengefaßt werden;
      (3) Untergliederung des primären und des sekundären Einkommensverteilungskontos
           sowie des Einkommensverwendungskontos nach institutionellen Einheiten, die zu
           institutionellen (Teil-)Sektoren zusammengefaßt werden.
8.128 Diese Untergliederungen haben im wesentlichen zwei Auswirkungen. Erstens wird so für
      alle in einem Feld dieser Konten ausgewiesenen Transaktionskategorien deutlich, welche
      Gruppe von verausgabenden Einheiten was mit welcher Gruppe von empfangenden Einhei-
      ten ausgetauscht hat. Zweitens zeigen detaillierte Kreuztabellierungen die zwischen ver-
      schiedenen wirtschaftlichen Stromgrößen bestehenden Zusammenhänge. So stellen in dem
      unter Ziffer 8.127 aufgeführten Beispiel die folgenden Abbildungen auf mesoökonomi-
       scher Ebene einen einfachen Einkommenskreislauf dar:
      (1) Aus Teilmatrix [3,2] ist ersichtlich, welcher institutionelle Teilsektor Nettowertschöp-
           fung von welchen Tätigkeitsbereichen erhält.
       (2) Die Teilmatrizen [4,3] und [5,4] verdeutlichen, welcher institutionelle Teilsektor Pri-
           märeinkommen und verfügbares Einkommen von welchem institutionellen Sektor
           bezieht (in den Einkommensverteilungskonten und im Einkommensverwendungskonto
            können natürlich unterschiedliche Untergliederungen verwendet werden, so daß es
            sich bei diesen Teilmatrizen dann nicht mehr um Diagonalmatrizen handelt).
                                              -316
 ---pagebreak---         (3) Die Teilmatrix [1,5] zeigt, welche Gütergruppe von welchen institutionellen Teilsekto-
              ren verbraucht wird.
        (4) Die Teilmatrix [2,1] verdeutlicht, welcher Tätigkeitsbereich welche Gütergruppen
              produziert.
8.129   Bei der Erstellung einer solchen Matrix sollte zunächst der für den jeweiligen Zweck ge-
        eignete Kontensatz festgelegt werden. Anschließend werden für jedes Konto die
        geeignetsten Einheiten und Klassifikationen von Einheiten ausgewählt. In der Praxis wird
        es sich dabei jedoch um einen interaktiven Prozeß handeln. Z. B. kann für eine bestimmte
        Transaktionskategorie lediglich der Gesamtbetrag der von den Transaktionspartnern emp-
      . fangenen und geleisteten Zahlungen (die Zeilen- und die Spaltensumme einer Teilmatrix)
        bekannt sein, ohne daß man weiß, wer welche Zahlungen an wen geleistet hat (d. h. die in-
        terne Struktur der Teilmatrix ist unbekannt). Dieses Problem läßt sich durch Einfügen eines
        nicht untergliederten Pseudokontos lösen.
8.130   Generell hat eine Matrixdarstellung folgende Vorteile:
        (1) Auf eine detaillierte Matrix kann Matrixalgebra angewendet werden, was auch bei der
              Ermittlung der Kontensalden hilfreich sein kann.
        (2) In einer detaillierten Matrix sind miteinander in Zusammenhang stehende Transaktio-
              nen gleichzeitig nach verausgabenden und nach empfangenden Einheiten aufgeglie-
              dert; daher gibt eine solche Matrix Aufschluß über die auf mesoökonomischer Ebene
             bestehenden Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Stromgrößen. Dies gilt auch
              für die Transaktionen, an denen zwei verschiedene Arten von Einheiten beteiligt sind
              (z. B. die Ausgaben verschiedener Teilsektoren des Sektors Private Haushalte für den
              letzten Verbrauch von bestimmten Kategorien von Waren und Dienstleistungen).
        (3) Im Falle eines Kontensatzes, in dem die Transaktionen nach verausgabenden und
             empfangenden Einheiten aufgegliedert sind, ist eine Matrixdarstellung übersichtlicher
             als andere Darstellungsformen, da bei jeder Transaktion die von einer Einheit geleiste-
             te Zahlung und die von einer anderen Einheit empfangene Zahlung durch einen
             einzigen Eintrag dargestellt werden.
8.131   Eine aggregierte Matrix für die Gesamtwirtschaft kann als Bezugstabelle für detailliertere
        Tabellen gelten. Dem Leser, der dann mit einer detaillierteren Darstellung bestimmter
        Teile des Systems (Aufkommens- und Verwendungstabellen, Sektorkonten usw.)
        konfrontiert wird, dürfte sich die zwischen den detaillierten Teilmatrizen und der aggre-
        gierten Matrix bestehende Beziehung dank der verwendeten Codes erschließen. Eine Ma-
        trixdarstellung ist besonders dann vorteilhaft, wenn nicht in allen Konten des Systems eine
        gleichermaßen detaillierte Gliederung verwendet werden kann oder soll.
8.132   Die Matrixdarstellung ermöglicht die Nutzung der Flexibilität des Systems. So können
        z. B. die Zusammenhänge zwischen den sozialen und den wirtschaftlichen Aspekten des
        Systems in einer Sozialrechnungsmatrix verdeutlicht werden. Mit diesem Thema beschäf-
        tigt sich der folgende Abschnitt
 ---pagebreak--- D.    Anpassung einer verkleinerten Matrix an die Erfordernisse bestimmter Untersu-
      chungen
8.133 In den Aufkommens- und Verwendungstabellen wird eine Untergliederung der Zeilen und
      Spalten verwendet, die zur Beschreibung der betrachteten wirtschaftlichen Prozesse, d. h.
      der Produktion und der Verwendung von Gütern, am besten geeignet ist. Die Zusammen-
      hänge zwischen Wertschöpfung und letzter Verwendung werden in diesen Matrizen jedoch
      nicht berücksichtigt. Wird eine Aufkommens- und Verwendungstabelle oder eine
      Input-Output-Tabelle so erweitert, daß aus ihr der gesamte Einkommenskreislauf auf me-
      soökonomischer Ebene ersichtlich ist, weist diese Tabelle ein entscheidendes Merkmal ei-
      ner Sozialrechnungsmatrix auf.
8.134 Eine Sozialrechnungsmatrix sei hier definiert als Darstellung der ESVG-Konten in Form
      einer Matrix, aus der die Verbindungen zwischen einer Aufkommens- und Verwendungs-
      tabelle und den Sektorkonten ersichtlich werden. Der Schwerpunkt von Sozialrechnungs-
      matrizen liegt in der Regel auf der Rolle der Menschen in der Volkswirtschaft, was sich
      z. B. in zusätzlichen Untergliederungen des Sektors der privaten Haushalte und in einer
      disaggregierten Darstellung von Arbeitsmärkten (d. h. der Unterscheidung von verschie-
      denen Kategorien von Arbeitskräften) niederschlagen kann.
8.135 Eine wichtige soziale Frage ist der Umfang und die Zusammensetzung von Beschäftigung
      bzw. Arbeitslosigkeit. Durch eine Untergliederung des Einkommens aus unselbständiger
      Arbeit nach Gruppen von Beschäftigten liefert eine Sozialrechnungsmatrix normalerweise
      zusätzliche Informationen in dieser Frage. Die erwähnte Untergliederung gilt sowohl für
      den aus den Aufkommens- und Verwendungstabellen hervorgehenden Arbeitseinsatz nach
      Tätigkeitsbereichen als auch für das im Primäreinkommensallokationskonto der privaten
      Haushalte dargestellte Arbeitsangebot nach sozioökonomischen Haushaltsgruppen. Daher
      wird aus der Matrix nicht nur das Aufkommen und die Verwendung von verschiedenen
      Gütergruppen ersichtlich, sondern auch das Angebot an und der Einsatz von verschiedenen
      Kategorien von Arbeitskräften.
8.136 Die Klassifikation der Beschäftigten kann auf einer Kombination von persönlichen Merk-
      malen und Merkmalen des (Haupt-)Arbeitsplatzes basieren, d. h. z. B. von Geschlecht, Bil-
      dungsniveau, Alter und Wohnsitz einerseits und von Beruf, Art des Beschäftigungsvertra-
      ges (Vollzeit/Teilzeit, unbefristet/befristet) und Beschäftigungsregion und -teilsektor ande-
      rerseits. Femer sollte berücksichtigt werden, daß die Unterschiede zwischen den relativen
      Lohnveränderungen innerhalb ein und derselben Gruppe geringer sind als zwischen ver-
      schiedenen Gruppen. Eine Klassifizierung nach dem Tätigkeitsbereich, in dem die Be-
      schäftigung erfolgt, ist weniger relevant, da sie durch die Kreuztabellierung der
      Wertschöpfung bereits in der Sozialrechnungsmatrix enthalten ist.
8.137 In gebietsfremden Unternehmen beschäftigte Gebietsansässige sollten ebenso getrennt aus-
      gewiesen werden wie für gebietsansässige Unternehmen tätige Gebietsfremde und vor-
      übergehend im Ausland tätige Arbeitnehmer. Auf diese Weise kann die Beschäftigung an-
      hand der Zahl der (inländischen) Beschäftigten-Einheiten geschätzt werden. Hierzu gehö-
      ren selbstverständlich auch die Selbständigen, für deren Arbeitseinsatz dann eine unter-
      stellte Vergütung anhand des verbleibenden gemischten Nettoeinkommens in der
      Sozialrechnungsmatrix ermittelt werden kann.
                                                    8-
 ---pagebreak--- 8.138 Insbesondere eine Gegenüberstellung (1) des in der Sozialrechnungsmatrix ausgewiesenen
      Arbeitseinkommens aller Beschäftigten, (2) einer Aufgliederung dieses Einkommens nach
      geleisteten Arbeitsstunden und durchschnittlichem Stundenlohn und (3) des (in
      Vollzeitäquivalenten ausgedrückten) potentiellen Arbeitsangebots je Personenkategorie
      und Haushaltsgruppe liefert genaue Angaben über die Zusammensetzung der Arbeitslosig-
      keit sowie einen Gesamtindikator („Arbeitslosigkeit in Vollzeitäquivalenten"), der sowohl
      konzeptuell als auch zahlenmäßig mit den anderen makroökonomischen Indikatoren konsi-
      stent ist, die ebenfalls aus der Sozialrechnungsmatrix abgeleitet werden können. Femer
      liefert ein Vergleich der Kopfzahl der Beschäftigten (ohne Ausländer) mit der Zahl der po-
      tentiellen Arbeitskräfte in dieser Datenmenge Angaben über die Arbeitslosigkeit im her-
      kömmlichen Sinne.
8.139 An dieser Stelle sollten die bisherigen Ausführungen vielleicht am Beispiel einer konkreten
      Sozialrechnungsmatrix veranschaulicht werden. Zu diesem Zweck wurde in Tabel-
      le VIII.x2 eine Sozialrechnungsmatrix erstellt, in der alle im ESVG unterschiedenen
      Transaktionen (d. h. sämtliche Stromgrößen mit Ausnahme der „Sonstigen Veränderungen
      der Aktiva") erfaßt sind. Das wichtigste Novum ist dabei die neue Bedeutung des
      Einkommensentstehungskontos, durch die die Verbindung von detaillierten Arbeitsmarkt-
      analysen mit den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erleichtert werden soll. Bei der
      dargestellten Sozialrechnungsmatrix handelt es sich um eine Übersichtstabelle, die durch
      detaillierte Tabellen ergänzt werden kann. Mögliche Untergliederungen der einzelnen Kon-
      ten sind in Klammem hinter den Zeilen- und Spaltenbezeichnungen angegeben.
8.140 Die Kontenfolge ist in dieser Matrix dieselbe wie in Tabelle VIII.xl. Zur Umwandlung
      dieser Tabelle in die dargestellte aggregierte Sozialrechnungsmatrix sind folgende Schritte
      erforderlich:
      (1) Streichung des Kontos für die sonstigen Veränderungen der Aktiva, der Vermögen-
           seröffnungsbilanz, des Kontos für die Veränderung der Vermögensbestände, der
           Vermögensschlußbilanz und des Reinvermögenskontos (diese Konten sind sowohl für
           die Gesamtwirtschaft als auch für die Übrige Welt zu streichen) sowie des Finanzie-
           rungskontos der Übrigen Welt;
      (2) Aufgliederung des primären Einkommensverteilungskontos und des zweiten Unter-
           kontos des Vermögensveränderungskontos;
      (3) Zusammenfassung der beiden Unterkonten des Vermögensveränderungskontos (so daß
           ein eigenes Anlageinvestitionskonto entsteht) sowie des Kontos für den Waren- und
           Dienstleistungsverkehr mit der Übrigen Welt mit dem Konto der Übrigen Welt für
           Primäreinkommen und laufende Übertragungen.
8.141 Die ersten beiden Zeilen und Spalten von Tabelle VIII.x2 enthalten eine aggregierte Fas-
      sung der Aufkommens- und Verwendungstabelle, die hier explizit mit den anderen Konten
      des Systems verknüpft ist. Dabei ist zu beachten, daß die Zeilen und Spalten der
      Aufkommenstabelle (Feld 11,1) vertauscht wurden.
8.142 Das dritte Konto, das die Einkommensentstehung zeigt, spielt eine wichtige Rolle. Es ist
      nach folgenden Primärinputkategorien untergliedert: (1) Einkommen aus unselbständiger
      Arbeit nach Kategorien von Arbeitnehmern, (2) sonstige Produktionssteuem abzüglich
      sonstiger Produktionssubventionen, (3) Nettobetriebsüberschuß, (4) gemischtes Nettoein-
      kommen.
                                               319
 ---pagebreak--- 8.143 In diesem Konto werden Transaktionen zwischen zwei verschiedenen Arten von Einheiten
      erfaßt. Dies betrifft insbesondere das Einkommen aus unselbständiger Arbeit, das als
      Transaktion (gegen eine Vergütung erfolgende Bereitstellung von Arbeitsleistung)
      zwischen einer institutionellen Einheit (dem Arbeitgeber) und einer natürlichen Person
      (dem Arbeitnehmer) ausgewiesen wird. Beschäftigte werden in dieser Sozialrechnungsma-
      trix als eigene Einheiten behandelt, die (im Einkommensentstehungskonto) Einkommen
      aus       unselbständiger       Arbeit       empfangen,        das     sie    dann      (im
      Primäreinkommensallokationskonto) an ihren Haushalt verteilen. Diese Einheiten werden
      dann in Kategorien von Beschäftigten untergliedert. Durch diese Darstellung können Ar-
      beitsmarktanalysen und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen miteinander verknüpft
      werden.
8.144 Das (verbleibende) gemischte Einkommen und der Betriebsüberschuß verbleiben bei der
      produzierenden Einheit, doch muß die Untergliederung der produzierenden Einheiten nicht
      unbedingt dieselbe sein wie im Produktionskonto. Vielmehr ist eine Untergliederung nach
      institutionellen Teilsektoren beim Betriebsüberschuß und beim gemischten Einkommen
      besonders aussagekräftig. Dies bedeutet, daß die Sozialrechnungsmatrix eine Kreuztabel-
      lierung dieser Wertschöpfungskomponenten nach Tätigkeitsbereichen und institutionellen
      Teilsektoren enthalten muß.
8.145 Da der in Feld [III.II] ausgewiesene Saldo gleich der gesamten inländischen
      Wertschöpfung ist, umfassen die Primärinputkategorien alle Beschäftigten von gebietsan-
      sässigen Unternehmen. In Spalte III wird dann der Übrigen Welt das an gebietsfremde Be-
      schäftigte von gebietsansässigen Unternehmen gezahlte Einkommen aus unselbständiger
      Arbeit zugerechnet. In Konto III erhält man nur dann einen nach dem Inländerkonzept aus-
      sagekräftigen Saldo, wenn das an gebietsansässige Beschäftigte von gebietsfremden Unter-
      nehmen gezahlte Einkommen aus unselbständiger Arbeit hinzugerechnet wird. Dies ge-
      schieht in Zeile III, und zu diesem Zweck kann eine eigene Kategorie geschaffen werden,
      nämlich die der gebietsansässigen Beschäftigen von gebietsfremden Unternehmen. Die
      Aufnahme dieser Kategorie hat den zusätzlichen Vorteil, daß sie die Schätzung der Be-
      schäftigung, wie sie üblicherweise definiert ist, erleichtert.
8.146 All dies hat zur Folge, daß das Einkommensentstehungskonto mit einem neuen Saldo
      (1 473) abschließt, der zwischen der gesamten Nettowertschöpfung und dem Netto Volks-
      einkommen liegt. Dieser neue Saldo, das gesamte entstandene Nettoeinkommen zu
      Herstellungspreisen, gibt Aufschluß über das Gesamteinkommen, das von gebietsansäs-
      sigen institutionellen Einheiten aufgrund ihrer Teilnahme am Produktionsprozeß verdient
      wurde.
8.147 Aus dem Primäreinkommensallokationskonto einer detaillierten Sozialrechnungsmatrix
      kann entnommen werden, inwieweit zum Arbeitseinkommen der privaten Haushalte ein
      Haushaltsmitglied oder mehrere Haushaltsmitglieder in ihrer Eigenschaft als Beschäftigte
      beigetragen haben. Daraus ist u. a. ersichtlich, inwieweit die verschiedenen Kategorien von
      privaten Haushalten von mehreren (Arbeits-)Einkommensquellen abhängig sind.
      Abgesehen davon sind die Transaktionskategorien in den Konten für die Einkommensver-
      teilung und die Einkommensverwendung die gleichen wie in Tabelle VIII.xl.
                                               T">0
 ---pagebreak--- 8.148 Das Vermögensveränderungs- und das Finanzierungskonto wurden in dieser Sozialrech-
      nungsmatrix miteinander verknüpft, wobei das Finanzierungskonto nicht nach institutionel-
      len Sektoren, sondern nach Kategorien von finanziellen Aktiva untergliedert ist. Im Falle
      ihrer Disaggregierung könnte man aus dieser Sozialrechnungsmatrix daher, untergliedert
      nach institutionellen Teilsektoren, sowohl den Nettoerwerb der verschiedenen Arten von
      finanziellen Aktiva (Feld [IX,VII]) als auch den Nettoanstieg der verschiedenen Arten von
      Passiva (Feld [VII,IX]) entnehmen. Diese beiden Arten von Transaktionen wurden fur die
      Übrige Welt zusammengefaßt. Auf diese Weise wird in Tabelle VIII.x2 auch der Finan-
      zierungssaldo ausgewiesen (Feld [IX,XI]), der aus der Sicht der Volkswirtschaft allerdings
      das umgekehrte Vorzeichen hat.
8.149 Die gesamte volumenmäßige Veränderung des Reinvermögens ist wahrscheinlich zu einem
      großen Teil auf eine Zunahme des Anlagevermögens zurückzuführen. Wenn die Dynamik
      einer Volkswirtschaft im Mittelpunkt des Interesses steht, muß dargestellt werden, in wel-
      chen Tätigkeitsbereichen die Produktionskapazität ausgeweitet wurde. Dieser Nachweis
      soll in dem Anlageinvestitionskonto (Konto VIII) erfolgen, das in diese Sozialrechnungs-
      matrix aufgenommen wurde. In einer detaillierteren Tabelle würde somit dargestellt:
      (1) in den Zeilen dieses Kontos (Feld [VIII,VII]), wer wo investiert, und
      (2) in den Spalten (Feld [I,VIII]), in was investiert wird.
      "Wer" bezeichnet in diesem Fall einen institutionellen Teilsektor, "wo" einen
      Tätigkeitsbereich und "was" eine Gütergruppe. In diesem Anlageinvestitionskonto weist
      die Sozialrechnungsmatrix auf mesoökonomischer Ebene die Verbindungen aus, die zwi-
      schen den (im Vermögensveränderungskonto dargestellten) Anlageinvestitionen nach in-
      stitutionellen Sektoren und den (aus den Aufkommens- und Verwendungstabellen
      hervorgehenden) Anlageinvestitionen nach Gütergruppen bestehen.
8.150 Tabelle VIII.x3 verdeutlicht, welche Angaben eine detailliertere Sozialrechnungsmatrix
      enthält. Sie soll vor allem folgende Sachverhalte darstellen:
      -    den Einkommenskreislauf, einschließlich einer Aufgliederung des Arbeitseinkommens
           nach einer Reihe von Beschäftigtenkategorien; hierdurch wird eine eingehendere
           Analyse der Verbindung zwischen der Wertschöpfung der Tätigkeitsbereiche und dem
           Primäreinkommen einzelner Kategorien von privaten Haushalten ermöglicht;
      -    die Interdependenz zwischen Einkommensverteilung und Produktionsstruktur; in die-
           sem Zusammenhang sind u. a. unterschiedliche Nachfragestrukturen verschiedener
           Haushaltsgruppen relevant;
      -    die Verteilung der Ersparnis auf infrasektoraler Ebene, einschließlich einer Aufgliede-
           rung der Anlageinvestitionen nach investierenden Tätigkeitsbereichen; hierdurch wird
           eine detailliertere Analyse der Verbindung zwischen den Anlageinvestitionen der
           Teilsektoren und den Anlageinvestitionen nach Gütergruppen ermöglicht.
      Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung wurde die Anzahl der in den einzelnen Kon-
      ten unterschiedenen Kategorien auf ein Minimum beschränkt. In einer echten Sozialrech-
      nungsmatrix sollten selbstverständlich mehr Kategorien je Konto ausgewiesen werden.
                                               321
 ---pagebreak--- 8.151 Da eine Sozialrechnungsmatrix sowohl Angaben über die Einkommens- und Ausgaben-
      ströme als auch die Aufkommens- und Verwendungstabellen auf mesoökonomischer
      Ebene enthält, kann sie zur Schätzung einer Vielzahl von Konten herangezogen werden.
      Die Erstellung einer Sozialrechnungsmatrix ist vor allem dann sinnvoll, wenn detaillierte
      Angaben, z. B. über Produktion und internationalen Handel, mit Basisdaten, z. B. aus einer
      Arbeitskräfteerhebung, einer Erhebung über Wirtschaftsrechnungen oder einer in den Tä-
      tigkeitsbereichen durchgeführten Investitionserhebung, verbunden werden sollen. Die Dar-
      stellung von Konten in Form einer Sozialrechnungsmatrix bedeutet femer, daß zur
      Ermittlung der Salden Matrixalgebra angewendet werden kann.
8.152 Je mehr Basisdaten in die Sozialrechnungsmatrix aufgenommen werden, desto mehr
      Aspekte können im Zusammenhang miteinander beobachtet und analysiert werden. Vor
      allem ermöglicht eine Sozialrechnungsmatrix die Verknüpfung von Beschäftigungs- und
      Einkommensverteilungsaspekten           mit    eher    makroökonomischen    Zielen,   wie
      NIP-Wachstum, Zahlungsbilanzgleichgewicht, Preisstabilität usw. Femer liefert eine So-
      zialrechnungsmatrix einen Rahmen sowie konsistente (Basisjahr-)Daten für die gesamte
      Volkswirtschaft betreffende (allgemeine Gleichgewichts-)Modelle mit einer detaillierten
      Untergliederung der Marktteilnehmer, d. h. einer Untergliederung nach Tätigkeitsberei-
      chen, Arbeitskräftekategorien und Haushaltsgruppen.
8.153 In Tabelle VIII.x4 ist ein Teil der Informationen dargestellt, die eine echte Sozialrech-
      nungsmatrix liefern kann. In dieser Tabelle wird die gesamte Nettow^ertschöpfung, d. h.
      Feld [3,2] der aggregierten Tabelle VIII.x2, quasi durch ein Vergrößerungsglas betrachtet.
      Um Querverweise auf die Aufkommens- und Verwendungstabelle zu erleichtem, sind die
      Tätigkeitsbereiche lediglich nach NACE-Abschnitten gegliedert. Das Arbeitseinkommen
      von Männern und von Frauen ist nach Beruf und Wohnort der Beschäftigten aufgeschlüs-
      selt. Der Nettobetriebsüberschuß wird in- einer Untergliederung nach dem (Teil-)Sektor
      ausgewiesen, dem das Unternehmen zuzuordnen ist, dem die örtliche fachliche Einheit an-
      gehört, und für das gemischte Nettoeinkommen wurde eine Gliederung nach dem Standort
      des dem Sektor Private Haushalte zuzurechnenden Unternehmens gewählt. In dem vorlie-
      genden Beispiel umfaßt das gemischte Einkommen noch eine unterstellte Vergütung für
      die von den Selbständigen geleistete Arbeit. Selbstverständlich erhält man durch Addition
      der in dieser Tabelle angegebenen Werte die entsprechenden in den Tabellen VIII.x2 und
      VIII.x3 ausgewiesenen Gesamtwerte. Die gesamte Nettowertschöpfung findet sich in Ta-
      belle VIII.x4 z. B. in der unteren rechten Ecke.
8.154 Eine derartige Tabelle liefert u. a. folgende zusätzliche Informationen:
      -    Anteil des Arbeitseinkommens von Frauen nach Tätigkeitsbereichen und Regionen;
      -    Konzentration des Arbeitseinkommens von Frauen auf bestimmte Berufsgruppen, un-
           tergliedert nach Tätigkeitsbereichen und Regionen:
      -    Anteil der verschiedenen Berufsgruppen am Arbeitseinkommen von Männern und von
           Frauen in den einzelnen Tätigkeitsbereichen und Regionen;
      -    regionale Aufgliederung des gemischten Einkommens nach Tätigkeitsbereichen;
      -    Anteil von öffentlichen Unternehmen und von Kapitalgesellschaften unter ausländi-
           scher Kontrolle am Betriebsüberschuß der einzelnen Tätigkeitsbereiche.
                                               -322
 ---pagebreak--- 8.155 In Tabelle VIII.x4 stammen die detaillierten Angaben über das Einkommen aus unselb-
      ständiger Arbeit aus Arbeitskräftestatistiken; die Einbeziehung dieser Daten in einen
      VGR-Kontext kommt der Aussagekraft sowie der Zuverlässigkeit sowohl der Arbeitskräf-
      testatistiken als auch der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zugute.
      Das in dieser Tabelle ausgewiesene Arbeitseinkommen kann in eine Volumen- und in eine
      Preiskomponente nach Arbeitskräftekategorien und Tätigkeitsbereichen aufgegliedert wer-
      den, nämlich in die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten und in (gewichtete Vollzei-
      täquivalent-)Lohnsätze. Eine echte Sozialrechnungsmatrix enthält darüber hinaus eine Ta-
      belle, die Aufschluß gibt über die Verteilung dieses Arbeitseinkommens und der damit
      einhergehenden Beschäftigung auf die verschiedenen Kategorien von privaten Haushalten.
      Ähnliche Transaktionen können für das unterstellte Arbeitseinkommen der Selbständigen
      ausgewiesen werden.
      Ein Datensatz, der eine Schätzung des unterstellten Arbeitseinkommens der Selbständi-
      gen-Einheiten sowie eine Aufgliederung des gesamten Arbeitseinkommens in eine Volu-
      men- und eine Preiskomponente enthält, liefert detaillierte Arbeitskräftedaten, die für alle
      möglichen Arten von Untersuchungen nützlich und direkt mit allen wichtigen makroöko-
      nomischen Gesamtgrößen verknüpft sind, d. h. auch mit der Beschäftigung (d. h. der Ge-
      samtzahl der Beschäftigten-Einheiten) und der Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten (d. h.
      dem gesamten volumenmäßigen Arbeitseinsatz).
 ---pagebreak--- 324 - ---pagebreak---                                                                                                                                                              V. O f l R I C E W U . T                                                                                                                  I
                                                  V J Koo-o Jur                           V.3 1 Konto für d« Vcr*n*i«.-    V.3 2 Konto ftt/dcn            VJ 3 E»*A/.eruA«.-.o<tt_> V.3J Kooioft-rd«             V.4.1 Vermogeru-
           vl"L                                                                                                            Erwerfe von r-tnü-tan-                                                                                                               K U «                      -ont_
                         mrt dci Ohngrn W«K       aufendc ÛVrrUigungcn                                                                                                               Jet Aktiv.                                       V<ft_6wi •»*' n liv—:
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                         '«                                                                                                                                                                                                                                                                23
                         DwnjrtLe_.U_r.ger,
                                             516                                                                                                                                                                                                                                                            4225
                                                                                                                                                                                                                                                                                                            372«
                                                                                   72                                                                                                                                                                                                                       3013
                                                                                    10
                                                  il-_Tt-^gung-pa-n--ii für d*
                                                  Verlrk-Wrvng der Nct-__-_i»*rw<J--"-i"-
                                                  rvahe an gcWu fremde
                                                                                      0                                                                                                                                                                                                                     1(15
                                                                                                                        1
                                                                                                                           f>_ert mhzQ-L V«rturfc-
SSxiîr::
                                                                                                                                                       0                                                                                                                                                    1055
                                                                                                                                                                                 J0                                                                                                                          «41
ïxzzr^                                                                                                                                                                                                                                                                                                       379
     16714                                                                                                                                                                                                                                                                                                 16714
                                                                                             -
                                                                                                                                                                                                                                                                                                             535
            ENDREJNVF.R
            MÖGEN
                   10951                                                                                                                                                                                                                                                                                   17926
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           10951
                                                                                                                                                                                                                                                                                                             497
                          S Ai .DO DE-S WAREN- UND
                          Dlt-NSTIXISTUNGSVER-
                          XEHRS MrT DER ÜBRIGE
                          WELT
                                              -39                                                                                                                                                                                                                                                              41
                                                  SALDO DtR LAUFENDEN
                                                  TRANSAKTIONEN MÎT DER
                                                  O B R J G E N WELT
                                                                                                                                                                                                                                                  -                                                           -37
                                                                                                                                                                                                                                                                Vcrin—cnmj der Au-1*n_»
                                                                                                                                                                                                                                                                •ktiv» Miffrun- de* S-i-oa
                                                                                                                                                                                                                                                                der Uufendcn Tn-u-tcüo-
                                                                                                                                                                                                                                                                nen mk der Übrigen Weh
                                                                                                                                                                                                                                                                und _ur_n__j von Vermo-
                                                                                                                                                                                                                                                                -eiu-bcflnfunccn
                                                                                                                                                                                                                                                                                        50                     50
                                                                                                                            FIN ANZJERUNGSS ALDO
                                                                                                                            DER ÜBRIGEN WELT
                                                                                                                                                     -3«                                                                                                                                                        50
                                                                                                                                                                                                                                                                 Vcrtn__r-n. der A_fUnd
                                                                                                                                                                                                                                                                 aktiv-Mdgnjnd vea
                                                                                                                                                                                                                                                                 •ot—ti-cn Vcrtn—erunfen
                                                                                                                                                                                                                                                                                         7
                                                                                                                                                                                                                                                                 Ai_-n_iâu.Und an
                                                                                                                                                                                                                                  *                              AueUm—uldiv-
                                                                                                                                                                                                                                                                                      373                     373
                                                                                            VERÄNDERUNG DER                                                                           VERÄNDERUNG DER
                                                                                            FINANZIELLEN NETTOAUS                                                                     FWANZIELLEN NETTO-
                                                                                            LANDSPOSmON AUTOR
                                                                                            DES SALDOS DER LAUTEN
                                                                                                                           '                                                          AUS LANDSPOS m O N
                                                                                                                                                                                      AUFGRUND VON
                                                                                            DEN TRANSAKTIONEN MT1                                                                     SONSTIGEN VERÀNDE-
                                                                                            DER OBR WELT UND AUT-                                                                     RUNGEN
                                                                                            GRUND VON VERMÖGENS
                                                                                            ÜBERTRAGUNGEN
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               -34
                                                                                                                      -J«
                                                                                                                            Vertndervjog der Au* Und»                                 Veränderung der Autlartdi- Anfvi_*be_—nd Ml                                                           FINANZIELLE
                                                                                                                            ftau-v« M-fgr de* Sa-doa                                                                                                                                        NETTOENDf
                                                                                                                            der Uufcndcn Tr*n_-_-_lio-                                •oruügcn Verlftderungen                                                                               TION DER OB L
                                                                                                                            rven mtt der Ûbr. Weh und                                                                                                                                        WELT GEGEN
                                                                                                                            aufgr. *o« V<3rn»Ofj<n»-                                                                                                                                         OBER DER GE
                                                                                                                            (-bertrafunfe«                                                                                                                                                   SAMTWIRTSC H.
                                                                                                                                                       II                                                     3                   -97                                                                242       630
                                                                                                                                                                                                                  FINANZIELLE NET-     GESAMTVERANDERU
                                                                                                                                                                                                                  TOANFANGSPOStn       DER FINANZIELLEN
                                                                                                                                                                                                                  ON DER OBR WELT      NETTOPOSmoN DER
                                                                                                                                                                                                                  GEGENÜBER DER        ÜBRIGEN WELT GEGE 1.
                                                                                                                                                                                                                  GESAMTWIRTSCH:       ÜBER DER GESAMT-
                                                                                                                                                                                                                                       WIRTSCHAFT
                                                                                                                                                                                                                                                            -3«                                                242
                                                                                                                                                                                                                                  276
      1792-,        ION)                      4V7                               "™        !                              ~                                                        X)                           7                  373                       -541                       630           242
                                                                                                                                              -325-
 ---pagebreak--- Tabelle V i n x 2: Schema einer Sozialrechnungsmatrix
                                         0. Waren- und                                                                       GESÂMTWIRTSCHAFT                                                                                    ÜBRIGE         WELT                           INSGE-
                                        Dienstleistungs-    I Produktions-     II.1.1 hmkommens-      II. 1 Primäreinkom-    II.2 Sekundäres Ein-    11.4 Konto für die        Vermögens-          Anlage-       III.2 Hinanne Konto für die laufenden       Vermögens-        SAMT
                                        konto               konto              entstehungskonto       mensallokations-       kommensveneilungs-      Verwendung des ver-       verändenmgskonto    investitions- rungskonto    Transaktionen                 veränderungs-
                                                                                                      konto                  konto                   fügbaren Einkommens                           konto                                                     konto
                                        (Güter)             (Tätigkeits-       (Primärinput-          (instihitionelle       (institutionelle        (institutionelle          (institutionelle    (Tätigkeits-  (finanzielle
                                                            bereiche)          kategorien)            Sektoren)              Sektoren)               Sektoren)                 Sektoren)           bereiche)     Aktiva)
                                        T=T                                    III - 3a               IV-3b                  V^T
                                                                                                                                                     vnn                       VII - é/7a          VIII ° 7b                   X - U/15                      yj = ié/i7
                                       iTIamleTssparmen     VorTeisrungen                                                                            LêtzterVêrbrâûcIi         Vorratsverànderung  ImïïtoanTage^               Ausluhr von Waien und
Dienstleistungskonto                    und Transport-                                                                                                                                             investitionen               Dienstleistungen
(Guter)                                 kosten
      I Pioduknonskonlo    TT~rr         Oulput
      (Tätigkeits-
      bereiche)
      II 1.1 Einkommens-                                    KWlUUrLkl-                                                                                                                                                         Von der Übrigen Welt
      entstehungskonto                                      SCHÔPFUNG                                                                                                                                                          empfangenes Einkommen
                                                            (HERSTEL-                                                                                                                                                          aus unselbständiger
      (Primirinput-                                         LUNGSPREISE)                                                                                                                                                       Arbeit
      kategorien)                                                         1469
      II 1.2 Pnmärein-     TW1F         Gütersteuem                            LNIMANDbNbS            Einkommen aus                                                                                                            Von der Ubngen Welt
      kommensalloka-                    abzügl. Güter-                         NETTOEINKOMMEN Vermögen                                                                                                                         empfangene Einkommen
      tionskonto                                                               (HERSTELLUNGS-                                                                                                                                  aus Vermögen sowie Pro-
      (institutionelle                                                         PREISE)                                                                                                                                         duktionssteuem abzügl.
      Sektoren)                                                                                                                                                                                                                Produktionssubventionen
                                                                                                 1473
      II.2 Sekunda/es       V = 4                                                                     Nkl'lUvULlü,-          Laufende                                                                                          Laufende Übertragungen
      Einkommen sver-                                                                                 EINKOMMEN              Übertragungen                                                                                     der Übrigen Welt
      teilungskonto
      (institutionelle
      Sektoren)                                                                                                                                                                                                                                           10
                                                                                                                             Vh'kJ-'LOAkL's1         Benchtigungsposten
      II.4 Konto für die
      Verwendung des
                           vr=r                                                                                              EINKOMMEN,              für die Veränderung
                                                                                                                                                                                                                               Benchtigungsposten für
                                                                                                                                                                                                                               die Veränderung der Net-
      verfügbaren                                                                                                            NETTO                   der Nettoansprüche                                                        toanspr. gebietsans. priv.
      Einkommens                                                                                                                                     der priv. Haushalte an                                                    Haushalte an gebietsfr.
      (institutionelle                                                                                                                               Pensionskassen                                                            Pensionskassen
      Sektoren)                                                                                                                                                             11
      Vermögen sverän-      VII - S/7a                                                                                                               NbiiukkypARNiy            Venmögensüber-                    Nettoanstieg                                Vermögensuber-
      derungskonto                                                                                                                                                             tragungen 2)                      der Passiva                                 tragungen der
      (institutionelle                                                                                                                                                                                                                                       Übrigen Welt 2)
      Sektoren)
      Anlage-              VIII » 7b                        Abschreibungen                                                                                                     Nettoanlage-
      investi tionskonto                                                                                                                                                       investitionen
      (Tätigkeits-
      bereiche)                                                            222
      III.2 Finanaerungs-  W*                                                                                                                                                  Nettoerwerb von                                                               HKAN-ilk-
      konto                                                                                                                                                                    finanziellen Aktiva                                                           RUNGSSALDO
      (finanzielle Aktiva)                                                                                                                                                                                                                                   DER ÜBR. WELT
                                                                                                                                                                                                                                                                           -38
     TTömöturaie            X = 14/1. EiruHihrvori^^                           An die Übrige Welt     Anaî^UbngewêTt         Laulende                B-nchügüngsposterT""
      laufenden                         Waren und                              gezahltes Einkommen    gezahlte Einkommen Übertragungen an die        für die Veränderung
      Transaktionen                     Dienstleistungen                       aus unselbständiger    aus Vermögen sowie Übrige Welt                 der Nettoansprüche
                                                                               Arbeit                 Produktionssteuem                              gebietsfr. priv. Haush.
                                                                                                      abzügl. Produktions-                           an gebietsansässige
                                                                                                      subventionen                                   Pensionskassen
                                                                                                                          39
      Vermögensver-         XI = U/17                                                                                                                                          Vermögensüber-                                  -'ALUUUkRLAUl-LN-
      änderungskonto                                                                                                                                                           tragungen an die                                DEN TRANSAKTIONEN
                                                                                                                                                                               Übrige Welt                                     MIT DER ÜBR. WELT
                                                                                                                                                                                                                                                        -41
 TSTJTSTWTT                                           4__!>               jsys                    U/S                   J-l-                    _/jy                                                                                                  T77
1) Einschl. Erwerb abzügl. Veräußerungen von Wertgegenständen.
2) Einschl. Erwerb abzügl. Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva.
 ---pagebreak--- TA  " F I IF. VIII x3 fleipi.le ntt deuillitntrtn Sori.lrech nungsmatn«
                                                                                                            0. Waren- und                                                                                                                                 OF.SAMTWIRTSCHAFT                                                                                                                       0BRIGF. WELT            INSGE-
                                                                                                            n.enulci.tung.. knnto 1 ProduktinnUnnlo          Il 1 1 Eir,ko m men..nlil.hung.konl.i           II 1 Primär..nkMnmen..llokit.oni. II 2 Sekunderei Einkommen! 114 Konin ft, die Verwendung Vermdgcn.vrrln.icrung.konto Anl.ieinve.t.tinnikon.o Hl 2 Finanzierung.konl Konto IHr                   Vermfl-     SAMT
                                                                                                                                                                                                             knnto                              .erteil-ngskonto               des verfügbaren Einkommens                                                                                                     gemv.rln.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  laufenden
                                                                                                            (note,)                 (Tâtigkeilibe reiche)    (P.irTitrinputk.regoricn)                                                          (institutionelle fekuiren)     (institutionelle Sektoren)     (inslitutionelle Sektoren)       (Tâl.gkeilsbere.che)      (fin.nriellt Aktiv.)     Trans.ktio- konto
                                                                                                                la     lb        le    IIa      IIb      Ik     III.     IUI,   Ilk     UM    llle  Ulf Hl.,     IV«      IVh   IVc       IVd        V.      Vb      Vc     Vd    Via      vlb     Vlc    Vld    Vila     Vllb   '/11c    Vlld  Villa     Vlllb    VUlc      IXa      IXb     IXc          X           XI
CI Waren, und ftienstle.stun Erceugniue der Land, und Forsrwirtjcriert und Fischerei (0)            la                                   3       71      14                                                                                                                         i6       12       •     2                 1                      2                                                      7                 12!
                                Erzt. mineralische SlofTc. Elektrizität, Erzeugnisse dei
                                Ver««bellenden und del [leugewerfeei (l-S)                          lb                                  36     969      246                                                                                                                       339      269        .     3        2        4      2«      3       9     109      2.33                                 415                 2615
'Goterl                         r>,en.llei.l-n|en(6.9)                                              le           2    76       -7«       7     209      349                                                                                                                       20«      l!2      13    357                                                23                                           9J                 1412
     ! Projultion.konlo         Und- und Forstwirtschaft, Fiielierti (A-B)                          IIa        17       2                                                                                                                                                                                                                                                                                                       89
                                Bergbau, Verarbeitendes Gewerb«. Energieversorgung,
     (Tlli.ke.ube reiche)       Baugewerbe (C-F)                                                    IIb          -  2112         II                                                                                                                                                                                                                                                                                          2123
                                Dienstleistungen (G-P)                                              Ile               39     134a:                                                                                                                                                                                                                                                                                           1383
     Il 1 1 Finkommens-         Einkommen eus                 Inland                  mânnl. GebicU l i l t                              1     311      133                                                                                                                                                                                                                                                                   472
                                unselbständiger                                       weibl Oebieua [IIb                                  1      93     192                                                                                                                                                                                                                                                                   28!
     (rnmlniiputletejor.cn) Arheil                                                    Ocbietarremdc llle                                          1        1                                                                                                                                                                                                                                                                     2
                                                              Gebictsans aasige
                                                              in der Obr. Well                      lud                                                                                                                                                                                                                                                                                                     6                    6
                                Sonstige Produimonssteuem abzog!. -Subventionen                     lila                                -2      49        II                                                                                                                                                                                                                                                                    5!
                                Nettobetriebsüberschuß                                              Ulf                                 Il      64      142                                                                                                                                                                                                                                                                   217
                                Gemischtes Einkommen, net!                                          lll|                                14     262      136                                                                                                                                                                                                                                                                   432
G Il 1 2 Primareinkom,          Private Haushelle. Arbeitnelimer                                    IVa                                                         432      37t       -      6       -   -  16                      IJ          II                                                                                                                                                                               778
E                               Pnvite Haushalte, sonstige                                          IVb                                                          20       10       -      •       -  60 416                      52         24                                                                                                                                                            32                  614
s                               Kapitalgesellschaften u Org. ohne Erwerbaeh. i D. v. priv. Haush.   IVc                                                                                             141             3      28   174         11                                                                                                                                                            27                  384
A   (institutionelle            Staat                                                               IVd          2   111        20                                                              5»   16                          23                                                                                                                                                                         7                 237
M Scheren)
T   II : Sekundertl             Private Haushalte. Ajbeilnehmer                                     V«                                                                                                           771                                                 56    197                                                                                                                                               1024
    E4nkommeni>erleilun|l- Privitc Haushalte, sonstige                                              Vb                                                                                                                    577                                        23     92                                                                                                                                                692
1   konto                       Kapitalgesellschaften u Org. ohne Erwerbsch i. D. v. priv. Haush.   Vc                                                                                                                           94                  31       39      16    12                                                                                                                              4                 243
R (insüt-ttontUe                Staat                                                               Vd                                                                                                                                     191      320     134      37     92                                                                                                                              6                 780
T   Sektoren)
S   114 Komo für die            Private Haushalte. Arbeitnehmer                                     Via                                                                                                                                             646                                              2                                                                                                                        641
C    Verwendung dei vtr.        Private Haushalte, sonstige                                         Vlb                                                                                                                                                     499                                      9                                                                                                                        508
H    fD.b.ren Einkommen         Kapitalgeicllicheften u Org ohne Erwerbich. t. D. v. priv. Haush.   Vlc                                                                                                                                                             107                                                                                                                                                       107
A                               Staat                                                               Vld                                                                                                                                                                    352                                                                                                                                                332
F    Sektoren)
T    Vermögens! erande-         Private Haushalle. Arbeitnehmer                                     Vila                                                                                                                                                                            !S                                                                                                          1                               86
     rungikonio                 Private Haushalte, sonstige                                         Vllb                                                                                                                                                                                     7i                                      16      7                                         28       4                             130
     (institutionell.           KapiUlgeielllehanenu.org ohne Erwerbsch. i D v priv. Mauih          VIlc                                                                                                                                                                                            83                        4       4    25                                130       95     175                             316
     Sektoren)                  Staat                                                               Vlld                                                                                                                                                                                                  -10        1      4      .    .                                      2       94      74                       1     166
     Anlagern! e.tilionskonlo Und- und Forstwirtschaft. Fischerei (A-B)                             Villa                               II                                                                                                                                                                                                                                                                                      II
                                Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe. Energieversorgung.
                                Baugewerbe (C-F)                                                    Vlllb                                       92                                                                                                                                                                            4      36                                                                                       132
     (Tl.igktitsbere.che)       Diensllciitungcn (G-P)                                              Ville                                               119                                                                                                                                                          1       14      92      7                                                                                233
     lll.Fm.fir.tr.nt).         Bargeld und Einlagen                                                IXa                                                                                                                                                                                                            56       12       44      7                                                                         13     132
                                Kredite                                                             IXb                                                                                                                                                                                                                       S     194    45                                                                         •27     217
    Innaiizielie Atl.va)        Sonsfitc Finanzielle Aktiva                                         IXe                                                                                                                                                                                                            26       12      102    68                                                                         -24     234
     K r d leur TriMâki.                                                                            X          37    345      115                                                  2                                4       9    26                                    4    35                                                                                                                                                577
     Vermocer.ierlnderk                                                                             XI                                                                                                                                                                                                                                       4                                                           -41                   -37
INSGESAMT                                                                                                     12«   26S5     1412       «9    2123     1383     472      2S8       2      6      !S 217 432       77«     614   JJ4       237      1024     692     243    780     648     30!     107    352      86      130      516   166       II     132      233      132      217     254        577          •37
 ---pagebreak--- L-^IIiiL-l'11 x 4    ncis
                          P"'1 einer
                                     detaillierten Teilmatrix: NETTOWERTSCHOPF! IN G (HERSTELLUNGSPREISE)
                                                                                                                                                 TAT1GEH SüERlilCHE (nach NACE-Abschnitten)
                                                                                                                                                                                                                                 Grundstücks-
                                                                                                                                                                                                                                 und
                                                                                                                                                                                                                                 Wohnungs-
                                                                                                                                                                                                                                 wesen,
                                                                                                                                                                                                                                 Vermietung                                          Erbringung
                                                                                                                                                                                                                                 beweglicher                                         von            Indirekt
                                                                                                                       Berbau                                                                                                    Sachen,         Öffentliche                         sonstigen      erfaßte
                                                                                                                       und                                              Handel, Instand-                                         Erbringung      Verwal-                 Gesund-     öffentli-      Dienst-
                                                                                                                       Gewin-                                           haltung und                   Verkehr                    von             tung,                   heits-,     chen und       leistungen
                                                                                                                       nung von                                         Reparatur von                 und Nach-      Kredit-und Dienstleistun- Verteidi-      Erzie-     Veteri-     persön-        der
                                                                                              Land- und     Fischerei  Steinen     Verarbei- Encrgie-                   Kraftfahrzeugen               richten-       Versiche- gen überwie- gung,             hung und när- und      lichen         finanziellen
                                                                                              Forstwirt-    und Fisch- und         tendes      Wasser-      Bau-        und                           ijbermitt-     rungs-      gend für        Sozialver-   Unter-     Sozial-     Dienst-        Mittler-
   TABELLE Vül x2, Feld 3,2)                                                                  schaft        zucht      Erden       Gewerbe versorgur        gewerbe     Gebrauchsgütern Gastgewerbe   lung           gewerbe     Unternehmen sicherung        richt      wesen       leistungen     tätigkeit
                                                                                              Hai           Ua2        llbl        !lb2        111)3                    llcl               llc2       II-3           Üc4         Ilc5            IIc6         IIc7       Hc8         Hc9            HclO
                  M        he Landwirtschaltliche Arbeitskräfte         Ländliche Reg  lllal           6,2                    0,0          0,0          0,0        0,0                0,0        0,0            0,0          0,0             0,0          0,1        0,0         0,0            0,0                   6,8
                  Gehiets-                                              Städtische Reg IIIa2           0,2                    0,0          0,0          0,0        0,0                0,0       0,0             0,0          0,0             0,0          0,1        0,0         0,0            0,0                  0,5
                  ansassice Arbeiter                                    Ländliche Reg. IIIa3           0,2                    3,2        21,1           0,6       12,4                 1,9       0,1            2,8          0,6             0,1          0,2        0,8         0,2            1,8                 46,0
                                                                        Städtiche Reg. HIa4            0,0                    1.8       105,3           9,8       27,4                 4,0       0,4            7,9          1,5             0,4          0,9        1,0         0,8            4,7                165,9
                                Bürokräfte, Verkäufer,                  Ländliche Reg. IllaS           0,2                    0,5          5,9          0,0        0,9                 3,0       0,2            0,5          3,7             0,6          1.5        0,6         0,0            2,4                 20,0
                                Dienstleistungsberufe                   Städtische Reg Illa6           0,0                    1,5        35,6           2,1        3,7                 6,6       0,5            1,8          6,9             3,0          5,8        0,6         0,4            7.3                 75,9
ständiger                       Wissenschaftler, Eührungkräfte          Ländliche Reg. IIIa7           0,1                    1,7        17,7           0,2        2,6                 0,7      0,2             0,3          1,8             1,3          2,7       14,0         1.0            1,8                 46,
Arbeit                          usw                                     Städtische Reg IIIa8           0,0                    2,5        47.7           2.7        4,4                 1,3      0.4             1,0          5.6             5,9         10,6       20,1         4,1            4,7                111,0
                  Weibliche     Land wirtschaftliche Arbeitskraile      Ländliche Reg. Illbl           1,0                    0,0          0,0          0,0                            0,0       0,0            0,0          0,0             0,0          0,0        0,0         0,0            0,0                    1,1
                  Gebiets-                                              Städtische Reg IIIb2           0,0                    0.0          0,0          0,0                            0,0       0,0            0,0          0,0             0,0          0,0        0,0         0,0            0,0                   0,0
                                Arbeiter                                Ländliche Reg, I!Ib3           0,0                    0,0          5,7          0,0                            0,1       0,1            0,0          0,1             0,0          0,1        0,4         0,2            0,8                   7.5
                                                                        Städtische Reg IIIb4           0,0                    0,0        13,6           0,0                            0,2       0,2            0,1          0,3             0,2          0,3        0,4         0,8            2,6                  1!
                                Bürokräfte, Verkäufer,                  Ländliche Reg. IIIb5           0,0                    0,4          5,6          0,1                            6,2       0,6            0,4          1,6             0,8          1,8        4,3         0,6          24,2                  47,8
                                Dienstleistungsberufe                   Städtische Reg HIb6            0,0                    1.2        49,6           2,9                          14,3        2,5            1,0          8,8             4,7          9,0        4,9         2,0          36,6                 142,
                                Wissenschaftler, Führungkräfte          Ländliche Reg. IIIb7           0,0                    0,0          1,3          0,0                            0,2       0,0            0,0          1,0             0,3          0,9        9,3         2,4            5,5                 21,0
                                                                        Städtische Reg IIIb8           0,0                    0,1          7,3          0,1                            0,3       0,1            0,0          3,6             1,1          4.8       10,6         9,8           11,2                 49,3
                  Gebietsfremde Arbeitnehmer                                           llle                                                0,9                                         0,2                                                                           0.0                        0.0                   2,01
             In gebietsfremden Unternehmen beschäftigte Gebietsansassige               !IId
Sonstige Produktionssteuem abzügl. -Subventionen
                  Priv. Haushalte (Eigentumerwohnungen)
                  Org. ohne Erwerbscharakter i Dienst v. priv. Haushalten und
Nettobetriebs- öffentliche Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit                IIIf2           0,0                    0,0          0,0          0,0       0,0                  0,0       0,0            0,0          0,0             0,0                     0,0         0,0          21,0                  21,Ol
überschuß         Kapitalgesellschaften               Öffentliche                      um              0,1                    2,7          8,0          9,0        1,1              -12,1        0,1            3,6          1,5             li)                     0,0         6,2           10,1                 31.3J
                                                      Inländische private              III f4        10,7                     0,4         13,0          0,1    21,9                    6,0       2,7            7,1         14,8           49,0                      0,0         1.3          11,5                 138,71
                                                      Ausländische                     IllfS              0                   1,4          6,0          0.0        0.4                 0,5       0,3                         2,2             1,5                     0.0         0,0            0,0
                  Nicht nach Sektoren aufgegliedert (IEDFM)
Gemischtes                      Ländliche Regionen                                     lügl           12,3                    0,0        65,4           0,0        9,4               10,7        0,5            0,5          3,0           32,9           0,0        0,0         3,4            2,1                141,61
hinkommen, netto                Städtische Regionen                                    ing2            0,2                    0,0       161,6           0.0       25,6               20,4        4,3            2,5          2.0           61,1           0,0        0.0         7.6            4.9                290,4|
! EILSUMMEN-
Einkommen aus unselbs! Arbeit (von gebietsansassigen Produzenten gezahlt)                              8,0                   13,0       317,3          18,5       58,0               39,0        5,3           15,9         35,5            18,4         39,1       67,0        22,3         103,6                 761,8
 - Mannliche Gebietsansässige                                                          lila            6.9                   11,1       233,3          15,4       51,4               17,5         1,8          14,3         20,1            11,3         21,9       37,1         6,5          22,7                 472,2
 - Weibliche Gebietsansässige                                                          Illb             1,0                    1,7       83,1           3,0         6,4              21,3        3,5             1,5        15,4             7,1         16,9       29,9        15,8          80,9                 287,6
 - Gebietsfremde                                                                       IIIc            0,1                    0,1          0,9          0,0         0,2                0,2       0,0            0,1          0,0             0,0          0,3        0,0         0,0            0,0                   2,0
Gemischtes Einkommen und Betriebsüberschuß                                                           23,2                     4,5       254,0           9,1       58,4               25,5        8,0           15,5         23,5          205,5           0,0        0,0        18,5          49,6          -48,0  649,1
   Nettobetriebsüberschuß                                                               Ulf           10,8                    4,5        27,0           9,1       23,4                -5,6       3,1           12,5         18,5          111,5           0,0        0,0         7,5          42,6          -48.0  217,
   Gemischtes Einkommen, netto                                                          Mg            12,4                    0.0       227,0           0,0       35,i               31,1        4,9            3,0          5,0           94,0           0,0        0.0        11.0            7,0                432,0
NETTOWERTSCHOPFUNG INSGESAMT                                                                         29,2                    15,5       612,4          32,5      121,4               64,5       13,3           25,4         67,3          227,6          40,1       67,0       40,8         157,2                 1468,91
 ---pagebreak---        Kapitel IX
Der Input-Output-Rahmen
           -329-
 ---pagebreak--- EINLEITUNG
9.01     Der Input-Output-Rahmen umfaßt drei Arten von Tabellen:
              Aufkommens- und Verwendungstabellen,
              Tabellen zur Herstellung der Verbindung zwischen Aufkommens- und Verwendungs-
              tabellen und Sektorkonten,
              symmetrische Input-Output-Tabellen.
9.02     Aufkommens- und Verwendungstabellen sind Matrizen nach Tätigkeitsbereichen und Gü-
         tern, die die Prozesse der Inlandsproduktion und die Gütertransaktionen der Volkswirt-
         schaft sehr genau beschreiben. Diese Tabellen zeigen:
              die Struktur der Produktionskosten und des im Produktionsprozeß entstandenen Ein-
              kommens,
              die Ströme der innerhalb der Volkswirtschaft produzierten Waren und Dienstleistun-
              gen,
              die Ströme des Waren- und Dienstleistungsverkehrs mit der übrigen Welt.
9.03     Eine Aufkommenstabelle zeigt das Aufkommen an Waren und Dienstleistungen nach Gü-
         tern und Lieferantentypen, wobei sie zwischen Output inländischer Tätigkeitsbereiche und
         Einfuhr unterscheidet. Ein vereinfachtes Beispiel einer Aufkommenstabelle ist die Tabel-
         le IX. 1.
Tabelle IX.l - Vereinfachte Aufkommenstabelle
           Aufkommen                Tätigkeitsbe-      Übrige Welt        Insgesamt
                                        reiche
                                          (1)              (2)                (3)
          Güter            (i)       Output nach      Einfuhr nach       Gesamtauf-
                                     Gütern und          Gütern         kommen nach
                                         nach                               Gütern
                                     Tätigkeits-
                                      bereichen
       Insgesamt           (2)      Gesamtoutput     Gesamteinfuhr       Gesamt-auf-
                                     nach Tätig-                           kommen
                                        keits-
                                      bereichen
9.04     Eine Verwendungstabelle zeigt die Verwendung von Waren und Dienstleistungen nach
         Gütern und nach Verwendungsarten, d. h. als Vorleistungen (nach Tätigkeitsbereichen),
         letzten Verbrauch, Bruttoinvestitionen oder Ausfuhr. Darüber hinaus weist die Tabelle die
         Komponenten der Bruttowertschöpfung aus, d. h. Einkommen aus unselbständiger Arbeit,
         sonstige Produktionssteuem abzüglich Produktionssubventionen, gemischtes Nettoein-
         kommen, Nettobetriebsüberschuß und Abschreibungen. Ein vereinfachtes Beispiel einer
         Verwendungstabelle ist die Tabelle IX.2.
                                                 uo
 ---pagebreak--- Tabelle IX.2 - Vereinfachte Verwendungstabelle
       Verwendungen            Tätigkeits-     Übrige       Letzter    Bruttoin-    Insge-
                                 bereiche       Welt      Verbrauch    vestitio-     samt
                                                                         nen
                                    (1)          (2)          (3)         (4)         (5)
      Güter           (1)     Vorleistun-      Ausfuhr     Ausgaben    Bruttoin-  Gesamt-
                                    gen                    des letz-   vestitio-  verwen-
                              nach Gütern                  ten Ver-      nen         dung
                                    und                     brauchs                  nach
                               nach Tätig-                                         Gütern
                               keits-berei-
                                   chen
   Kompo-nen-         (2)         Wert-
  ten der Wert-                 schöpfung
    schöpfung                 nach
                              Kompo-
                              nenten und
                               nach Tätig-
                               keitsberei-
                                   chen
    Insgesamt         (3)      Gesamt-in-
                                puts nach
                               Tätigkeits-
                                bereichen
9.05      Zwischen den Aufkommens- und den Verwendungstabellen gibt es zwei Arten von Identi-
          tätsbeziehungen (vorausgesetzt, die Bewertung von Aufkommen und Verwendung erfolgt
          konsistent, siehe Tabelle IX.5 und IX. 6):
          (1) Identitätsbeziehung nach Tätigkeitsbereichen: Output nach Tätigkeitsbereichen = Input
               nach Tätigkeitsbereichen. Bezogen auf die vereinfachte Aufkommens- und Verwen-
               dungstabelle bedeutet dies, daß der Vektor Übrige Welt in Feld (2,1) der Tabelle IX. 1
               gleich dem entsprechenden Vektor in Feld (3,1) der Tabelle IX.2 sein sollte.
          Für jeden Tätigkeitsbereich gilt also:
          Output = Vorleistungen + Wertschöpfung.
          (2) Identitätsbeziehung         nach     Gütern:      Gesamtaufkommen         nach Gütern
               = Gesamtverwendung nach Gütern.
          Ausgehend von den vereinfachten Tabellen sollte der Spaltenvektor in Feld (1,3) der Ta-
          belle IX. 1 gleich dem Spaltenvektor in Feld (1,5) von Tabelle IX.2 sein.
          Für jedes Gut gilt also:
          Output + Einfuhr = Vorleistungen + Ausfuhr + Ausgaben des letzten Verbrauchs + Brutto-
          investitionen.
          Diese Identitätsbeziehungen nach Tätigkeitsbereichen und Gütern können zur Überprüfung
          und Verbesserung der Konsistenz und Vollständigkeit von Schätzungen dienen (siehe Ab-
          schnitt 9.11).
                                                     -331
 ---pagebreak--- 9.06      Aufkommens- und Verwendungstabellen sind der zentrale Rahmen für alle Tabellen nach
          Tätigkeitsbereichen, z. B. für Tabellen über Beschäftigung, Bruttoanlageinvestitionen und
          Kapitalstock.
9.07      Die Aufkommens- und Verwendungstabellen enthalten alle Ströme in den folgenden Kon-
          ten:
               Waren- und Dienstleistungskonto,
               Produktionskonto,
               Einkommensentstehungskonto.
9.08      Man kann die Aufkommenstabelle und die Verwendungstabelle auch kombiniert in einer
          einzigen Tabelle darstellen. Dabei muß die Verwendungstabelle um zwei Zeilen und eine
          Spalte für Output und Einfuhr ergänzt werden (siehe Tabelle IX.3). Für die so erstellte Ta-
          belle wurden die Zeilen und Spalten aus der in Abschnitt 9.03 dargestellten Aufkommens-
          tabelle übernommen.
Tabelle IX.3 - Vereinfachte kombinierte Aufkommens- und Verwendungstabelle
                            Güter       Tätig-   Übrige   Letz- ter   Brutto-      Insge-
                                        keits-     Welt     Ver-      investi-      samt
                                      bereiche             brauch      tionen
                             (1)          (2)       (3)      (4)         (5)         (6)
    Güter         (1)                  Vorlei-   Ausfuhr   Ausga-     Brutto-       Ge-
                                      stungen              ben des    investi-     samt-
                                                           letzten     tionen       ver-
                                                            Ver-                    wen-
                                                           brauchs                  dung
                                                                                    nach
                                                                                  Gütern
    Tätig-        (2)      Output                                                    Ge-
 keitsberei                                                                        samt-
      che                                                                          output
                                                                                    nach
                                                                                   Tätig-
                                                                                  keitsbe-
                                                                                  reichen
   Kompo-         (3)                   Wert-
  nenten der                           schöp-
    Wert-                                fung
    schöp-
     fung
    Übrige        (4)      Einfuhr         -         -         -          -           -
     Welt
  Insgesamt       (5)     Gesamt-         Ge-
                             auf-       samt-
                          kommen         input
                            nach         nach
                                                                                -
                           Gütern       Tätig-
                                       keitsbe-
                                       reichen
                                                  -332-
 ---pagebreak--- 9.09      Eine symmetrische Input-Output-Tabelle ist eine Güter/Güter-Matrix oder eine Tätigkeits-
          bereiche/Tätigkeitsbereiche-Matrix, die die Prozesse der Inlandsproduktion und die Güter-
          transaktionen der Volkswirtschaft sehr genau beschreibt. Dabei werden Aufkommen und
          Verwendung in einer einzigen Tabelle zusammengefaßt. Es gibt jedoch einen wesentlichen
          begrifflichen Unterschied zwischen einer symmetrischen Input-Output-Tabelle und einer
          kombinierten Aufkommens- und Verwendungstabelle: In der Aufkommens- und Verwen-
          dungstabelle werden Güter zu Tätigkeitsbereichen in Beziehung gesetzt, während in der
          symmetrischen Input-Output-Tabelle Güter zu Gütern oder Tätigkeitsbereiche zu Tätig-
          keitsbereichen in Beziehung gesetzt werden. In einer symmetrischen Input-Output-Tabelle
          wird somit sowohl für die Zeilen als auch für die Spalten entweder eine Güterklassifikation
          oder eine Klassifikation der Tätigkeitsbereiche verwendet (siehe Tabelle IX.4).
Tabelle IX.4 - Vereinfachte symmetrische Input-Output-Tabelle (Güter/Güter)
                                Güter       Übrige     Ausgaben     Brutto-    Insge-samt
                                             Welt       des letz-   investi-
                                                        ten Ver-     tionen
                                                         brauchs
                                  (1)        (2)           (3)         (4)         (5)
    Güter           (1)        Vorlei-     Ausfuhr     Ausgaben     Brutto-     Gesamt-
                               stungen                  des letz-   investi-     verwen-
                                                        ten Ver-     tionen    dung nach
                                                         brauchs                  Gütern
   Kompo-           (2)         Wert-
 nenten der                  schöpfung
    Wert-
 schöpfung
    Übrige          (3)        Einfuhr        -             -           -           -
     Welt
  Insgesamt         (4)       Gesamt-                                           Gesamt-
                              auf-kom-                                          auf-kom-
                             men nach                                          men = Ge-
                               Gütern                                           samtver-
                                                                                wendung
 ---pagebreak--- 9.10 Die meisten statistischen Informationen, die von produzierenden Einheiten beschafft werden
      können, geben Auskunft darüber, welche Art von Gütern die Einheiten verkauft bzw. ge-
      kauft/verwendet haben, wobei die letztgenannten Informationen normalerweise weniger ins
      Detail gehen. Das Format der Aufkommens- und Verwendungstabellen ist so ausgelegt,
      daß es flir diese Art der statistischen Information (d. h. Tätigkeitsbereiche/Güter) geeignet
      ist. Informationen vom Typ Güter/Güter oder Tätigkeitsbereiche/Tätigkeitsbereiche, wie
      sie für die symmetrische Input-Output-Tabelle benötigt werden, stehen jedoch nicht oft zur
      Verfügung. Beispielsweise erbringen Erhebungen über Tätigkeitsbereiche normalerweise
      Informationen über die Art der verwendeten und der produzierten Güter. Inputinformatio-
      nen betreffend Güter und Wertschöpfungskomponenten für jedes produzierte Gut können
      hingegen normalerweise nicht gesammelt werden. (Ideal wäre es, wenn die Verwaltung ei-
      nes Unternehmens alle Kosten den einzelnen Outputarten zuordnen und gleichzeitig die
      Vorleistungen nach Güterarten aufgliedern würde). In der Praxis sind in Form von Auf-
      kommens- und Verwendungstabellen angeordnete Informationen deshalb ein brauchbarer
      Ausgangspunkt für die Zusammenstellung der analytischeren Informationen in den
      symmetrischen Input-Output-Tabellen. Die Informationen vom Typ Tätigkeitsberei-
      che/Güter in den Aufkommens- und Verwendungstabellen können in Statistiken vom Typ
      Güter/Güter (Tätigkeitsbereiche/Tätigkeitsbereiche) umgewandelt werden, indem man
      weitere statistische Informationen über die Inputstrukturen hinzufügt oder von der Hypo-
      these konstanter Inputstrukturen nach Gütern oder nach Tätigkeitsbereichen ausgeht (siehe
      Abschnitt 9.54-9.60).
9.11  Die Aufkommens- und Verwendungstabellen dienen sowohl statistischen als auch Analy-
      sezwecken.
      Wichtige statistische Zwecke sind:
            Aufspüren von Lücken und Widersprüchen in den Basisdatenquellen,
            Gewichtung und Berechnung von Indexzahlen und Preis- und Volumenmeßzahlen,
            Durchführung von Schätzungen durch Restgrößenbildung (Schätzung einer Variablen,
            indem zunächst alle anderen Variablen in der Identitätsbeziehung geschätzt werden),
            zum Beispiel für die Produktion oder den letzten Verbrauch von bestimmten Gütern,
            Überprüfung und Verbesserung der Konsistenz, Plausibilität und Vollständigkeit der
            Zahlen in den Aufkommens- und Verwendungstabellen und der abgeleiteten Zahlen
            (beispielsweise in den Produktionskonten). Hier sollte sich das Saldierungsverfahren
            nicht auf die Aufkommens- und Verwendungstabellen zu jeweiligen Preisen beschrän-
            ken:
               *      Durch Erstellung von Aufkommens- und Verwendungstabellen zu jeweiligen
               und zu konstanten Preisen für mindestens zwei Jahre können die Schätzungen der
               Volumen-, Wert- und Preisveränderungen gleichzeitig saldiert werden. Verglichen
               mit der Kombination von Aufkommens- und Verwendungstabellen für jeweils nur
               ein einziges Jahr ist dies eine wesentliche Verbesserung der Effizienz des Kombi-
               nationsrahmens.
               *       Mit Hilfe der Tabellen, die die Verbindung zu den Sektorkonten aufzeigen,
               ist ein direkter Vergleich mit Informationen aus diesen Konten möglich, z. B. In-
               formationen über die Einkommensverteilung, über Ersparnis und Finanzierungs-
               überschuß (berechnet als das Ergebnis von finanziellen Transaktionen). Dadurch
               wird zumindest sichergestellt, daß nach der Saldierung Konsistenz zwischen den
               Aufkommens- und Verwendunestabellen und den Sektorkonten besteht.
 ---pagebreak---                *     Bei dem Versuch, aus den Aufkommens- und Verwendungstabellen symme-
              trische Input-Output-Tabellen abzuleiten, können sich Widersprüchlichkeiten und
               Schwächen in den Aufkommens- und Verwendungstabellen herausstellen. Insofern
              kommt es hier auch zu einem Feedback von den symmetrischen Input-Output-Ta-
              bellen zu den Aufkommens- und Verwendungstabellen.
           Schätzung von Zahlen für Zeiträume, für die weniger zuverlässige Informationen zur
           Verfügung stehen, z. B. Schätzung jährlicher Zahlen ausgehend von den detaillierten
           Aufkommens- und Verwendungsdaten für ein Bezugsjahr oder Schätzung vierteljähr-
           licher Zahlen ausgehend von jährlichen Aufkommens- und Verwendungstabellen.
9.12 Die Aufkommens- und Verwendungstabellen und die symmetrische Input-Output-Tabelle
     vermitteln ein detailliertes Bild von der Zusammensetzung des Aufkommens an und der
     Verwendung von Waren, Dienstleistungen und Arbeit und des damit zusammenhängenden
     Primäreinkommens. Diese Tabellen und die daraus ableitbaren Verhältniszahlen, wie bei-
     spielsweise Produktivitätskennzahlen, sind ein wichtiges Thema für die Wirtschaftsanaly-
     se.
9.13 Die Aufkommens- und Verwendungstabellen und die Input-Output-Tabelle können auch
     als Hilfsmittel für die Wirtschaftsanalyse verwendet werden. Dabei hat jeder Tabellentyp
     seine Vorteile. Zur Berechnung direkter und indirekter Auswirkungen müssen die Auf-
     kommens- und Verwendungstabellen durch spezifische Hypothesen oder zusätzliche sta-
     tistische Informationen ergänzt werden. Diese Hypothesen und zusätzlichen Daten werden
     insbesondere für die Berechnung kumulativer Auswirkungen benötigt. Will man mit einer
     Aufkommens- und Verwendungstabelle kumulative Auswirkungen berechnen, so läuft dies
     faktisch darauf hinaus, daß eine symmetrische Input-Output-Tabelle erstellt werden muß.
     Deshalb ist die symmetrische Input-Output-Tabelle für die Berechnung kumulativer Aus-
     wirkungen das vorzuziehende Instrument. Sollen jedoch direkte Auswirkungen und Aus-
     wirkungen erster Ordnung errechnet werden, so ist es im allgemeinen besser, dies mit Hilfe
     der Aufkommens- und Verwendungstabellen zu tun, die durch eine gewisse Anzahl von
     Hypothesen (oder zusätzliche statistische Informationen) ergänzt worden sind, denn:
           die Berechnung hängt weniger stark von Hypothesen ab,
           die Aufkommens- und Verwendungstabelle liefert mehr Details als die symmetrische
           Input-Output-Tabelle,
           die in der Aufkommens- und Verwendungstabelle enthaltenen Informationen können
           besser mit anderen Arten von statistischen Daten verbunden werden.
     Diese Aspekte sind auch dann nützlich, wenn die Aufkommens- und Verwendungstabellen
     in ein makroökonomisches Modell integriert werden. Das sich daraus ergebende Gesamt-
     modell kommt einer wirklichen Statistik näher, kann eine Menge Details ausweisen und
     relativ leicht mit Bereichen verbunden werden, über die weitere statistische Daten zur
     Verfügung stehen (z. B. über den Arbeitsmarkt oder die Umwelt).
9.14 Die Aufkommens- und Verwendungstabellen und die symmetrische Input-Output-Tabelle
     können zu folgenden Berechnungen verwendet werden:
           Auswirkungen von Veränderungen bei Preisen oder Steuersätzen auf die Aufkom-
          mens- oder Verwendungswerte,
          Auswirkungen von Volumenveränderungen auf die Aufkommens- oder Verwen-
                                                                                 c
          dungswerte,
                                              -335-
 ---pagebreak---           Auswirkungen von Veränderungen bei Aufkommenspreisen auf Verwendungspreise,
          Auswirkungen von Veränderungen des Verwendungsvolumens auf das Aufkommens-
          volumen,
          Auswirkungen von Veränderungen des Aufkommensvolumens auf das Verwendungs-
          volumen.
     Mit den Berechnungen können sowohl indirekte als auch direkte Auswirkungen ausgewie-
     sen werden. Zum Beispiel wirkt sich eine signifikante Erhöhung der Energiepreise nicht
     nur auf die Tätigkeitsbereiche aus, die energieintensiv arbeiten, sondern auch auf diejeni-
     gen Tätigkeitsbereiche, die den Output der energieintensiven Produzenten verwenden. Mit
     Hilfe einiger Hypothesen können aus den Aufkommens- und Verwendungstabellen und
     den symmetrischen Input-Output-Tabellen Schätzungen über das Ausmaß dieser indirekten
     Auswirkungen angestellt werden. Beispiele für allgemeine Hypothesen sind:
          konstante wertmäßige Inputstruktur,
          konstante wertmäßige Zusammensetzung des Outputs nach Tätigkeitsbereichen und
          nach Gütern,
          konstante wertmäßige Zusammensetzung der Ausgaben des letzten Verbrauchs der
          privaten Haushalte nach Gütern.
     Diese allgemeinen Hypothesen sind ziemlich starr, denn sie implizieren, daß relative Preise
     sich nicht ändern, daß die Produktionsprozesse technisch dieselben bleiben und daß keine
     Substitution zwischen Kategorien von Ausgaben des letzten Verbrauchs der privaten
     Haushalte stattfindet. Sie können jedoch danhingehend abgewandelt werden, daß zunächst
     von Änderungen bei den relativen Preisen ausgegangen wird, zum Beispiel nach dem Le-
     ontief-Preismodell. Dieses kann dann mit ökonometrischen oder sonstigen Schätzungen
     des Einflusses relativer Preise und sonstiger Variablen auf technische Koeffizienten oder
     Ausgaben des letzten Verbrauchs der privaten Haushalte ausgeweitet werden.
     Die Berechnungen brauchen nicht auf das Aufkommen und die Verwendung von Waren
     und Dienstleistungen beschränkt zu werden, sondern sind auch auf das Aufkommen an und
     die Verwendung von Arbeitskraft und auf die Komponenten der Wertschöpfung anwend-
     bar.
9.15 Die Aufkommens- und Verwendungstabellen und die symmetrische Input-Output-Tabelle
     können in makroökonomische Modelle einbezogen werden, um letztere mit einem soliden
     mesoökonomischen Unterbau zu versehen. Die Aufkommens- und Verwendungstabellen
     und die symmetrische Input-Output-Tabelle sind beispielsweise für folgende Analysearten
     zweckdienlich:
          Analyse der Produktion, der Kostenstrukturen und der Produktivität,
           Preisanalyse,
          Beschäftigungsanalyse,
          Analyse der Struktur von Investitionen, letztem Verbrauch, Ausfuhr usw.,
          Analyse der Beziehungen zwischen Inlandsproduktion und Umwelt (z. B. gezielt aus-
          gerichtet auf die Verwendung spezifischer Güter wie Brennstoff, Papier und Glas),
          Analyse der Energieeinfuhr,
                                             ••> *> r
 ---pagebreak---           Analyse der Auswirkung neuer Technologien,
          Sensitivitätsanalyse betreffend die Auswirkungen von geänderten Steuersätzen und
          Regulierungen.
AUFKOMMENS- UND VERWENDUNGSTABELLEN
9.16 Die Tabellen IX.5 und IX.6 sind detailliertere Aufkommens- und Verwendungstabellen.
9.17 Als Klassifikationen wurden für die Tätigkeitsbereiche die NACE Rev. 1 und für die Güter
     die CPA verwendet. Diese Klassifikationen sind voll aufeinander abgestimmt. Die CPA
     weist auf jeder Aggregationsebene die wichtigsten Güter der Tätigkeitsbereiche nach der
     NACE Rev. 1 aus.
9.18 In den Aufkommens- und Verwendungstabellen ist die Klassifikation für die Güter minde-
     stens ebenso detailliert wie die für die Tätigkeitsbereiche, z. B. wird die dreistellige Ebene
     der CPA (200 Gruppen) und die zweistellige Ebene der NACE Rev. 1 (60 Gruppen) ver-
     wendet.
9.19 Die Unterscheidung zwischen marktbestimmtem Output, Output für die eigene letzte Ver-
     wendung und sonstigem nichtmarktbestimmtem Output ist nur für den gesamten Output
     nach Tätigkeitsbereichen zu verwenden, sie wird nicht für jede Gütergruppe verlangt.
9.20 Die Unterscheidung zwischen Marktproduzenten und Produzenten für die eigene letzte
     Verwendung einerseits und sonstigen Nichtmarktproduzenten andererseits nach Tätig-
     keitsbereichen sollte nur dann vorgenommen werden, wenn es innerhalb eines Tätigkeits-
     bereichs beide Arten von Produzenten gibt. Im allgemeinen wird diese Unterscheidung da-
     her nur verwendet werden, um eine sehr begrenzte Zahl von Tätigkeitsbereichen weiter zu
     untergliedern, z. B. die Bereiche Erziehung und Unterricht und Gesundheits-, Veterinär-
     und Sozialwesen (siehe Abschnitt 3.56).
9.21 Einfuhr und Ausfuhr sollten untergliedert werden in:
          Intra-EU-Lieferungen,
          Extra-EU-Einfuhr und -Ausfuhr.
                                              -337
 ---pagebreak--- Tabelle IX.5 - Aufkommenstabelle zu Herstellungspreisen mit Umwandlung in Anschaffungspreise
                                            Tätigkeitsbereiche        Einfuhr Gesamt-aufkom-    Handels- und    Gütersteuern  Gesamt-auf-
                                                  (NACE)                cif   men zu Herstel- Transportspannen   abzüglich    kommen zu
                                               1234          n                 lungs-preisen                   -Subventionen Anschaffungs-
                                                                 2(1)                                                           preisen
                                                     (1)          (2)   (3)         (4)              (5)            (6)           (7)
                                    1
                                   2
                                   3
                                   4
                 Güter                (D  Output nach Gütern und
                                              nach Tätigkeits-
                (CPA)                      bereichen zu Herstel-
                                                lungspreisen
                                   m
 (Ausgleichsposten)
 1(1)                                 (2) Gesamtoutput nach Tä-                                       0
                                             tigkeitsbereichen
 Insgesamt, davon:
 Marktbestimmter Output
 Output für die eigene letzte Ver-    (3)                                0                            0
 wendung
 Sonstiger nichtmarktbe-                                                 0                            0
 stimmter Output
 ---pagebreak--- Tabelle IX.6 - Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen
                                              Tätigkeitsbereiche (NACE)                 Letzte Verwendungen      £(3)   ï(l) +
                                                    123 4         n        1(1)             ») b) c) d) e) 0             E(3)
                                                          (1)               (2)                   (3)             C)      (5)
                                  1                                             Letzte Verwendungen zu An-
                                  2                                             schaffungspreisen:
                                  3
                                                                                Ausgaben des letzten Verbrauchs
                                                                                durch:
                                                                                a) private Haushalle
                                                                                b) Organisât, ohne Erwerbs-
                                                                                charakter im Dienst von privaten
                                                                                Haushalten
                                                                                c) den Staat
                                                                                Bruttoinvestitionen:
                       Güter        (0  Vorleistungen zu Anschaffungsprei-      d) Bruttoanlageinvestitionen und
                                        sen nach Gütern und nach                Wertgegenstände
                      (CPA)             Tätigkeitsbereichen                     e) Vorratsveränderungen
                                                                                f) Ausfuhr
                                  m
 (Ausgleichsposten)
 1(1)                               (2) Gesamtvorleistungen nach Tätig-         Gesamte letzte Verwendungen nach      Verwendung
                                        keitsbereichen                          Arten                                  insgesamt
 Einkommen aus unselbst. Arbeit
 Sonstige Nettoproduktionssteuern
 Abschreibungen                     (3) Komponenten der Wertschöpfung
 Nettobetriebsüberschuß                 nach Tätigkeitsbereichen
 1(3)                               W   Wortschöpfung nach Tätigkeits-
                                        bereichen
 1(1)+ £(3)                         (5) Output zu Herstellungspreisen nach
                                        Tätigkeitsbereichen
 Ergänzende Informationen:
 Bruttoanlageinvestitionen
 Bestände an Anlagevermögen         (6)
 Arbeitsinputs
 ---pagebreak--- 9.22 Waren- und Dienstleistungsströme werden in der Aufkommenstabelle zu Herstellungsprei-
     sen, in der Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen bewertet. Um die Identitätsbezie-
     hung zwischen Aufkommen und Verwendung herzustellen, weist Tabelle IX.5 auch den
     Übergang vom Aufkommen zu Herstellungspreisen zum Aufkommen zu Anschaffungs-
     preisen aus. Da das Aufkommen gleich der Verwendung sein sollte, zeigt die Tabelle auch
     den Übergang von den Verwendungen zu Anschaffungspreisen zu den Verwendungen zu
     Herstellungspreisen auf. Folglich können aus diesem Übergang zwei Identitätsbeziehungen
     abgeleitet werden:
          Aufkommen zu Anschaffungspreisen gleich Verwendung zu Anschaffungspreisen,
          Aufkommen zu Herstellungspreisen gleich Verwendung zu Herstellungspreisen.
9.23 Die Wertschöpfung wird zu Herstellungspreisen erfaßt. Sie ist das Nettoergebnis des zu
     Herstellungspreisen bewerteten Outputs abzüglich der Vorleistungen, die zu Anschaf-
     fungspreisen bewertet werden.
9.24 Die Wertschöpfung zu Faktorkosten ist kein Begriff des ESVG. Dessen- ungeachtet könnte
     sie aus der Wertschöpfung zu Herstellungspreisen durch Subtraktion der sonstigen Pro-
     duktionssteuem abzüglich Produktionssubventionen abgeleitet werden.
9.25 Das BIP wird zu Marktpreisen bewertet. Diese volkswirtschaftliche Gesamtgröße kann auf
     dreierlei Weise aus den Aufkommens- und Verwendungstabellen abgeleitet werden:
          Gesamtgröße des Outputs zu Herstellungspreisen nach Tätigkeitsbereichen minus Ge-
          samtgröße der Vorleistungen zu Anschaffungspreisen nach Tätigkeitsbereichen plus
          Nettogütersteuern (Produktionsansatz); die Vorleistungen nach Tätigkeitsbereichen
          beinhalten die Verwendung der indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen
          Mittlertätigkeit, die bei einem fiktiven Tätigkeitsbereich verbucht werden (siehe Ab-
          schnitt 9.33);
          Gesamtgrößen der verschiedenen Komponenten der Wertschöpfung zu Herstellungs-
          preisen nach Tätigkeitsbereichen minus Verwendung der indirekt erfaßten Dienstlei-
          stungen der finanziellen Mittlertätigkeit, die bei einem fiktiven Tätigkeitsbereich ver-
          bucht werden (siehe Abschnitt 9.33) plus Nettogütersteuern (Einkommensansatz);
          Summe der Kategorien der letzten Verwendung minus Einfuhr: Ausfuhr - Einfuhr +
          Ausgaben des letzten Verbrauchs + Bruttoinvestitionen (jeweils zu Anschaffungsprei-
          sen) (Ausgabenansatz).
9.26 Die Verwendungstabelle IX.6 enthält auch einige ergänzende Informationen: Bruttoanlage-
     investitionen, Bestände an Anlagevermögen und Arbeitsinputs nach Tätigkeitsbereichen.
     Diese Informationen sind entscheidend für die Produktivitätsanalyse und können auch für
     mehrere andere Analysearten dienlich sein (z. B. Beschäftigungsanalyse).
                                              -340
 ---pagebreak--- 9.27 Im ESVG werden die Bestände an Anlagevermögen zu den zum Zeitpunkt der Erstellung
     der Vermögensbilanz geltenden Marktpreisen bewertet. Für in früheren Jahren erworbenes
     Anlagevermögen bedeutet dies, daß die Abschreibungen für die vergangenen Jahre von den
     jeweiligen Marktpreisen für neue Aktiva derselben Art und Qualität abzuziehen sind. Die-
     ses Nettokonzept für den Bestand an Anlagevermögen könnte zur Berechnung der Kapital-
     intensität verwendet werden. Für die Produktivitätsanalyse wird jedoch meist ein spezifi-
     sches Bruttokonzept für den Bestand an Anlagevermögen verwendet. Nach dem Brutto-
     konzept sollte das gesamte Anlagevermögen zu den jeweiligen Marktpreisen für neue Ak-
     tiva derselben Art und Qualität bewertet werden, und die Abschreibungen in den letzten
     und den früheren Jahren sollte nicht abgezogen werden. Dieses Bruttokonzept für den Be-
     stand an Anlagevermögen ist kein Standardkonzept des ESVG, kann jedoch mit Hilfe des
     Verfahrens der laufenden Inventur leicht berechnet werden. Angesichts der häufigen Ver-
     wendung derartiger Bruttozahlen wird empfohlen, als ergänzende Information zu den Be-
     ständen an Anlagevermögen sowohl Brutto- als auch Nettozahlen einzubeziehen.
9.28 Für die Produktivitätsanalyse ist als Arbeitsinputvariable möglichst die Zahl der gearbeite-
     ten Stunden zu verwenden. Will man jedoch zu Schlußfolgerungen hinsichtlich der be-
     schäftigten Personen gelangen, so kann auch die Zahl der Arbeitsplätze relevant sein.
     Beide Variablen können untergliedert werden, zum Beispiel in einem Anteil für abhängig
     Beschäftigte und einen Anteil für Selbständige.
9.29 Um die Aufkommens- und Verwendungstabellen richtig zu erstellen und zu verstehen, ist
     es wichtig, sich einige der im ESVG verwendeten Buchungsvereinbarungen ins Gedächtnis
     zurückzurufen:
          Die Outputs von Hilfstätigkeiten werden nicht getrennt verbucht. Alle durch eine
          Hilfstätigkeit verbrauchten Inputs werden wie Inputs für die durch die Hilfstätigkeit
          unterstützte Haupt- oder Nebentätigkeit behandelt. Hilfstätigkeiten können zum Bei-
          spiel sein Marketing, Buchführung, Lagerung und Reinigung (siehe Abschnitte 3.12
          und 3.13).
          Waren oder Dienstleistungen, die im gleichen Rechnungszeitraum und von der glei-
          chen örtlichen FE produziert und verbraucht worden sind, werden nicht gesondert aus-
          gewiesen. Sie werden daher nicht als Teil des Outputs oder der Vorleistungen dieser
          örtlichen FE verbucht. Dies kann beispielsweise gelten für:
          * Saat- und Pflanzgut,
          * Steinkohle, die von Kohlebergwerken zur Produktion von Kohlebriketts verbraucht
              wird,
          * elektrische Energie, die von Elektrizitätswerken verbraucht wird.
          Kleinere Veredelungs-, Instandhaltungs-, Wartungs- oder Reparaturarbeiten für andere
          örtliche FE sind netto zu verbuchen, d. h. ohne den Wert der betreffenden Waren. Un-
          terliegen jedoch die Waren einer signifikanten physischen Veränderung, so ist die
          Transaktion brutto zu verbuchen, d. h. als Kaufund Verkauf der betreffenden Waren.
          Dauerhafte Güter können gemietet oder im Rahmen von Operating-Leasing-Vereinba-
          rungen angeschafft werden. In derartigen Fällen werden sie als Anlageinvestitionen
          und als Bestand an Anlagevermögen im Tätigkeitsbereich ihres Eigentümers verbucht;
          im Tätigkeitsbereich des Nutzers werden Vorleistungen in Höhe der Miete verbucht.
                                            -341
 ---pagebreak---           Über Zeitarbeitsfirmen beschäftigte Personen werden als im Tätigkeitsbereich dieser
          Firmen beschäftigt erfaßt und nicht in den Tätigkeitsbereichen, in denen sie tatsächlich
          arbeiten. Folglich werden in den letztgenannten Tätigkeitsbereichen die für diese Per-
          sonen geleisteten Zahlungen als Vorleistungen (und nicht als Einkommen aus unselb-
          ständiger Arbeit) verbucht. Bei Lohnarbeit wird in ähnlicher Weise verfahren.
          Beschäftigung und Einkommen aus unselbständiger Arbeit sind im ESVG weitgefaßte
          Begriffe:
          * Beschäftigung aus sozialen Gründen wird ebenfalls als Beschäftigung behandelt.
              Dies gilt beispielsweise für die Arbeitsplatzvermittlung für Behinderte, für Be-
              schäftigungsprojekte für Langzeitarbeitslose und für Beschäftigungsprogramme für
              arbeitsuchende Jugendliche. Die betroffenen Personen sind folglich Arbeitnehmer
              und erhalten Einkommen aus unselbständiger Arbeit (keine Sozialübertragungen),
              auch wenn ihre Produktivität möglicherweise (viel) geringer ist als die der anderen
              Arbeitnehmer.
          * Beschäftigung beinhaltet auch einige Fälle, in denen von den betroffenen Personen
              überhaupt nicht erwartet wird, daß sie arbeiten, zum Beispiel entlassene Personen,
              die noch einige Zeit von ihrem früheren Arbeitgeber bezahlt werden. Durch diese
              Vereinbarung wird jedoch der Arbeitsinput in Form von gearbeiteten Stunden nicht
              verzerrt, da effektiv keine Stunden gearbeitet werden.
9.30 In die Aufkommens- und Verwendungstabellen sollten zwei Ausgleichsposten aufgenom-
     men werden, um die Bewertung der Einfuhr in den Aufkommens- und Verwendungstabel-
     len und in den Sektorkonten aufeinander abzustimmen (siehe auch Tabelle 3.2).
     In der Aufkommenstabelle wird die Einfuhr von Waren mit dem cif-Wert erfaßt. Dies be-
     deutet eine Überbewertung der Einfuhrkosten, wenn die im cif-Wert enthaltenen Verkehrs-
     und Versicherungsdienstleistungen von Gebietsansässigen erbracht werden (z. B. Transport
     für eigene Rechnung oder Transport durch spezialisierte gebietsansässige Spediteure). Um
     das richtige Gleichgewicht zwischen Einfuhr und Ausfuhr zu erhalten, sollte daher der
     Wert der Ausfuhr von Dienstleistungen um den Betrag dieser Überbewertung der Einfuhr
     erhöht werden. In den Sektorkonten wird die Einfuhr von Waren mit dem fob-Wert erfaßt.
     Dies bedeutet eine Überbewertung der Einfuhr wie im Falle der cif-BeWertung. Bei der
     fob-Bewertung ist die Überbewertung jedoch geringer, und das bedeutet, daß auch die un-
     terstellte Erhöhung der Ausfuhr geringer ist. Die Verwendung unterschiedlicher Bewer-
     tungsgrundsätze führt also im Ergebnis dazu, daß die Nettogesamteinfuhr dieselbe ist, daß
     aber sowohl der Wert der Gesamtausfuhr als auch der Wert der Gesamteinfuhr bei cif-Be-
     wertung höher ist. Die beiden Bewertungsgrundsätze können in den Aufkommens- und
     Verwendungstabellen aufeinander abgestimmt werden, indem Ausgleichsposten sowohl für
     die Einfuhr als auch für die Ausfuhr geschaffen werden. Die Ausgleichsposten sollten dem
     Wert der Verkehrs- und Versicherungsdienstleistungen durch Gebietsansässige entspre-
     chen, der im cif-Wert enthalten ist, aber nicht im fob-Wert, d. h. bezogen auf den Transport
     und die Versicherung von der Grenze des Ausfuhrlandes zur Grenze des Einfuhrlandes.
     Diese Ausgleichsposten benötigen, wenn sie erst einmal in die Aufkommens- und Verwen-
     dungstabellen eingeführt worden sind, keine besondere Behandlung für die Input-Output-
     Berechnungen.
                                               -342
 ---pagebreak--- 9.31 Die Übertragung vorhandener Waren wird in der Verwendungstabelle als negative Ausga-
     be für den Verkäufer und als positive Ausgabe für den Käufer verbucht. Für die einschlä-
     gige Gütergruppe bedeutet die Übertragung einer vorhandenen Ware eine Umbuchung bei
     den Verwendungen. Lediglich die Transaktionskosten werden nicht umgebucht: Sie wer-
     den als eine Verwendung von Unternehmens- oder Fachdienstleistungen verbucht. Für die
     Beschreibung und Analyse kann es zweckmäßig sein, für einige Gütergruppen den jeweili-
     gen Llmfang der Übertragung vorhandener Güter getrennt auszuweisen, zum Beispiel bei
     Gebrauchtwagen oder bei Recyclingpapier.
9.32 Direkte Käufe von Gebietsansässigen im Ausland und Käufe von Gebietsfremden im In-
     land werden gemeinhin als spezielle Maßnahme im statistischen Aufbereitungsprozeß ge-
     schätzt. Sie werden verbucht als Berichtigungen ursprünglicher Schätzungen von Einfuhr,
     Ausfuhr und - in Höhe des Verbrauchsanteils an den Käufen im Ausland - Ausgaben des
     letzten Verbrauchs. Um zwischen Aufkommen und Verwendung nach Gütern zu einem
     Saldo zu gelangen, sind all diese Käufe nach den betroffenen Gütergruppen zu unterglie-
     dern. Für diejenigen Gütergruppen, für die diese Arten von Käufen signifikant sind, könn-
     ten sie als Untergruppe ausgewiesen werden, zum Beispiel bei Wohnungsausgaben.
9.33 Für sämtliche Aufkommens- und Verwendungstabellen wird die Klassifikation der Tätig-
     keitsbereiche NACE Rev. 1 um einen fiktiven Tätigkeitsbereich für die Verwendung von
     indirekt erfaßten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit erweitert. In der Auf-
     kommenstabelle werden für diesen Tätigkeitsbereich keinerlei Transaktionen verbucht. In
     der Verwendungstabelle wird die Gesamtverwendung der indirekt erfaßten Dienstleistun-
     gen der finanziellen Mittlertätigkeit als Vorleistungen des fiktiven Tätigkeitsbereichs ver-
     bucht. Da es in dem fiktiven Tätigkeitsbereich keine sonstigen Transaktionen gibt, ist sein
     Nettobetriebsüberschuß in Höhe seiner Vorleistungen negativ. Alle anderen Komponenten
     seiner Wertschöpfung sind gleich Null. Folglich ist seine gesamte Bruttowertschöpfung
     gleich seinem (negativen) Nettobetriebsüberschuß.
9.34 Der Übergang von Aufkommen und Verwendung zu Herstellungspreisen zu Aufkommen
     und Verwendung zu Anschaffungspreisen erfolgt durch:
          Umbuchen der Handelsspannen,
          Umbuchen der Transportspannen,
          Hinzufügen der Gütersteuern (außer abzugsfähige Mehrwertsteuer)
          Abziehen der Gütersubventionen.
     Die Schätzung dieses Übergangs ist ein wesentlicher Teil des Saldierungsprozesses. Ge-
     trennte Tabellen können den Übergang genauer darstellen (siehe Tabellen IX.7 und IX.8).
     Sie können auch wichtigen Analysezwecken dienen, zum Beispiel der Preisanalyse und der
     Analyse der sich durch Änderungen in den Gütersteuersätzen ergebenden Folgen.
9.35 Im allgemeinen bleibt bei der Erarbeitung von Aufkommens- und Verwendungstabellen
     und der korrekten Saldierung der beiden Tabellenseiten immer die Möglichkeit, zu wählen,
     welchem von zwei Ansätzen zur Anpassung statistischer Daten man den Vorzug geben
     möchte:
     (1) Für jedes Gut kann das Aufkommen zu Herstellungspreisen an eine Bewertung zu An-
          schaffungspreisen angepaßt werden, um die Saldierung mit den Verwendungen zu An-
          schaffungspreisen zu ermöglichen.
                                              -343 -
 ---pagebreak---      (2) Alle Verwendungen zu Anschaffungspreisen können an eine Bewertung zu Herstel-
          lungspreisen angepaßt werden, um die Saldierung mit den Aufkommen zu Herstel-
          lungspreisen zu ermöglichen.
9.36 In der Praxis können zum Aufbau einer Aufkommens- und Verwendungstabelle beide
     Saldierungsarten erforderlich sein. Für beide Alternativen werden ähnliche Arten von An-
     passungen verwendet bzw. benötigt, d. h. im Zusammenhang mit Gütersteuern abzüglich
     Gütersubventionen und Handels- und Transportspannen nach Gütern. Tatsächlich ist die
     erste Alternative ohne die zweite nicht denkbar, da es normalerweise nicht möglich ist, die
     Spalten für Gütersteuern, Gütersubventionen und Handels- und Transportspannen nach
     Gütern in der Aufkommenstabelle auszufüllen, solange nicht die Aufgliederung der einzel-
     nen Güter nach Verwendungen aus der Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen be-
     kannt ist (Tabelle IX.6).
9.37 Somit sind folgende Tabellen am Saldierungsprozeß beteiligt:
          die Aufkommens- und Verwendungstabellen IX.5 und IX.6 mit den endgültigen Er-
          gebnissen der Gesamtsaldierung von Aufkommen und Verwendung nach Gütern zu
          Anschaffungspreisen und zu Herstellungspreisen,
          die Tabellen der Handels- und Transportspannen und der Gütersteuern abzüglich Gü-
          tersubventionen (Tabellen IX.7 und IX.8).
9.38 Der Übergang von Herstellungspreisen zu Anschaffungspreisen bei Aufkommen und Ver-
     wendung (siehe Abschnitt 9.34) läuft auf eine Umbuchung der Handelsspannen hinaus: Die
     Bewertung zu Herstellungspreisen bedeutet, daß die Handelsspannen als Teil des Güter-
     handels verbucht werden, während die Bewertung zu Anschaffungspreisen voraussetzt, daß
     die Handelsspannen den Gütern zugeordnet werden, auf die sie sich beziehen. Vergleichba-
     res gilt für die Transportspannen.
9.39 Die Gesamthandelsspannen für die Güter sind gleich den Gesamthandelsspannen für die
     Tätigkeitsbereiche des Handels plus den sekundären Handelsspannen anderer Tätigkeitsbe-
     reiche. Eine entsprechende Gleichung gilt für die Transportspannen.
                                             -344 -
 ---pagebreak--- Tabelle IX.7 - Einfache Tabelle der Handels- und Transportspannen
                                    Tätigkeitsbereiche                    Letzte Verwendungen                          2.(1) +
                                         (NACE)         Z(l)                  a)b)c)d)e)f)               2.(3)          2.(3)
                                      123 4         n
                                            0)           (2)                        (3)                   (4)            (5)
                         1                                    Handels- und Transportspannen auf letzte
                        2                                     Verwendungen:
                        3
                                                              Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                              a)~      private Haushalte
                                                              b)       Organisât, ohne Erwerbscharakter
                                                                       im Dienst von privaten Haushalten
                  Güter    (D    Handels- und Trans-          c)       den Staat
                                 portspannen
          (CPA)                  auf Vorleistungen            Bruttoinvestitionen :
                                 nach Gütern und nach         d)       Bruttoanlageinvestitionen und
                                 Tätigkeitsbereichen                   Wertgegenstände
                                                              e)       Vorratsveränderungen
                                                              f)       Ausfuhr
                        m
 1(1)                      (2)   Handels- und Trans-          Handels- und Transportspannen auf letzte         Handels- und Transport-
                                 portspannen auf Vor-         Verwendungen nach Verwendungsarten                  spannen insges.
                                 leistungen nach Tätig-
                                 keitsbereichen
 ---pagebreak--- Tabelle IX.8 - Einfache Tabelle der Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen
                            Tätigkeitsbereiche        2(1)                  Letzte Verwendungen               2(3)      2(1) +
                                      (NACE)                                    a)b)c)d)e)f)                             2(3)
                            123            n
                                        (1)            (2)                           (3)                       (4)        (5)
                  1                                          Steuern abzüglich Subventionen auf Güter für
                  2                                          letzte Verwendungen:
                  3
                                                             Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                             a)       private Haushalte
                                                             b)       Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                      Dienst von privaten Haushalten
       Güter           0)   Steuern abzüglich Sub-           c)       den Staat
                            ventionen auf Vorlei-
       (CPA)                stungsgüter nach Gütern          Bruttoinvestitionen:
                            und nach Tätigkeitsberei-        d)       Bruttoanlageinvestitionen und Wertge-
                            chen                                      genstände
                                                             e)       Vorratsveränderungen
                 m                                           f)        Ausfuhr
 2.(1)                 (2)  Steuern abzüglich Sub-           Steuern abzüglich Subventionen auf Güter für          Gütersteuern
                            ventionen auf Vorlei-            letzte Verwendungen nach Verwendungsarten             abzüglich Gü-
                            stungsgüter nach Tätig-                                                                tersubven-tionen
                            keitsbereichen                                                                         insgesamt
 ---pagebreak--- 9.40 Die Transportspanne umfaßt die gesamten Transportkosten, die in der Verwendung von
     Gütern zu Anschaffungspreisen enthalten sind, nicht aber die in den Herstellungspreisen
     des Outputs eines Herstellers oder in den Handelsspannen von Groß- oder Einzelhändlern
     enthaltenen Transportkosten. Die Transportspanne umfaßt insbesondere:
         den Transport von Waren von dem Ort ihrer Herstellung zu dem Ort der Übernahme
         durch den Käufer, wenn der Hersteller einen Dritten für den Transport bezahlt,
         den Transpsort von Waren, der so geregelt ist, daß der Käufer getrennt für den Trans-
         port zahlen muß, auch wenn er vom Hersteller oder vom Groß- oder Einzelhändler
         selbst durchgeführt wird.
     Alle sonstigen Kosten für den Transport von Waren werden nicht als Transportspannen
     verbucht. Zum Beispiel gilt folgendes:
         Wenn der Hersteller die Waren selbst transportiert, werden die Transportkosten in die
         Herstellungspreise des Outputs des Herstellers einbezogen; dieser Transport stellt eine
         Hilfstätigkeit dar, und der auf ihn entfallende Kostenanteil ist als Transportkosten
         nicht identifizierbar.
         Wenn der Hersteller für den Transport der Waren sorgt, ohne daß eine getrennte
         Rechnung für die Transportleistungen erstellt wird, werden die Transportkosten in die
         Herstellungspreise des Outputs des Herstellers einbezogen. Diese Transportkosten sind
         als solche identifizierbar und werden als Teil der Vorleistungen des Herstellers ver-
         bucht.
         Wenn Groß- und Einzelhändler für die Beförderung der Waren vom Ort der Über-
         nahme durch sie selbst zu dem Ort der Übernahme durch einen anderen Käufer sorgen,
         werden die Kosten in die Handelsspanne einbezogen, sofern dem Käufer der Transport
         nicht getrennt belastet wird. Wie bei den Herstellern können auch hier diese Kosten
         durch eine Hilfstätigkeit der Groß- und Einzelhändler oder den Kauf einer Vorleistung
         entstehen und damit in die Handelsspannen, nicht aber in die Transportspannen einge-
         hen.
         Wenn ein privater Haushalt Waren zum Zwecke des letzten Verbrauchs kauft und den
         Transport durch einen Dritten durchführen läßt, werden die Transportkosten als Aus-
         gaben des letzten Verbrauchs von Dienstleistungen verbucht (und nicht in irgendeine
         Handels- oder Transportspanne einbezogen).
9.41 Tabelle IX.7 ist eine etwas vereinfachte Matrix der Handels- und Transportspannen:
         Es wird nämlich nicht ausdrücklich unterschieden zwischen Handels- und Transport-
         spannen. Beide Spannen könnten für jede Gütergruppe ausgewiesen werden. Eine an-
         dere Lösung besteht in zwei getrennten Tabellen, eine für Handelsspannen und eine für
         Transportspannen.
         Bei den Handelsspannen sollte zwischen Großhandel und Einzelhandel unterschieden
         werden, um den Unterschieden in ihren Preisen Rechnung zu tragen. Bei der Erstel-
         lung der Tabellen sollte berücksichtigt werden, daß Großhändler auch direkt an Haus-
         halte verkaufen können (z. B. Möbel) und daß Einzelhändler auch an bestimmte Tätig-
         keitsbereiche verkaufen können (z. B. an Gaststätten aller Art).
                                             -347
 ---pagebreak---           Bei der Berechnung und Analyse von Handelsspannen auf Güter, für die den Haushal-
          ten Ausgaben des letzten Verbrauchs entstehen, könnte für jede Gütergruppe auch
          nach den wichtigsten Verteilungskanälen unterschieden werden, um den jeweiligen
          Preisunterschieden Rechnung zu tragen. Die Unterscheidung zwischen Groß- und Ein-
          zelhandel ist nämlich zu grob. Waren und Dienstleistungen können beispielsweise von
          Haushalten im Supermarkt, im kleinen Lebensmittelgeschäft, im Blumenladen, im
          Kaufhaus, im Ausland oder als Naturaleinkommen erworben werden. Darüber hinaus
          kann für einige Güter der Nebenverkauf sehr wichtig sein; bei Zigaretten gilt dies z. B.
          für den Verkauf durch Gaststätten und Tankstellen. Solche genaueren Unterscheidun-
          gen können natürlich nur dann eingeführt werden, wenn die verfügbaren Datenquellen
          ausreichende Informationen liefern, damit die Bedeutung jedes Verteilungskanals
          zumindest annähernd geschätzt werden kann.
          Bei der Berechnung der Transportspannen könnte eine Unterscheidung nach Verkehrs-
          arten sehr nützlich sein (z. B. Schienen-, Luft-, Seeverkehr, Binnenschiffsverkehi und
          Güterkraftverkehr).
9.42 Produktionssteuem und Einfuhrabgaben umfassen:
          Gütersteuern (D21):
          * Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.) (D211 ),
          * Einfuhrabgaben ohne MwSt. (D212),
          * Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben (D214);
          sonstige Produktionssteuem (D29).
     Bei Produktions- und Einfuhrsubventionen wird nach ähnlichen Kategorien unterschieden.
     Subventionen werden wie negative Produktionssteuem und Einfuhrabgaben behandelt.
     Die Definitionen für diese Kategorien finden sich in Abschnitt 4.17-4.24.
9.43 In dem Aufkommen zu Herstellungspreisen sind die sonstigen Produktionssteuem netto
     (d. h. abzüglich der sonstigen Produktionssubventionen) enthalten. Für den Übergang von
     den Herstellungspreisen zu den Anschaffungspreisen (oder umgekehrt, siehe Ab-
     schnitt 9.34) müssen die verschiedenen Gütersteuern hinzugezählt und die Gütersubventio-
     nen abgezogen werden (oder umgekehrt).
9.44 Die MwSt. kann abzugsfähig, nicht abzugsfähig oder auch einfach nicht anwendbar sein:
          Abzugsfâhige MwSt. findet normalerweise Anwendung auf die meisten Vorleistungen,
          den größten Teil der Bruttoanlageinvestitionen und einen Teil der Vorratsveränderun-
          gen.
          Nicht abzugsfâhige MwSt. findet oft Anwendung auf Ausgaben des letzten Ver-
          brauchs, einen Teil der Bruttoanlageinvestitionen, einen Teil der Vorratsveränderun-
          gen und einen Teil der Vorleistungen.
          Die MwSt. ist im allgemeinen nicht anwendbar auf:
          * Ausführen (zumindest in Länder außerhalb der EU),
          * Waren und Dienstleistungen mit einem MwSt.-Satz von Null, unabhängig von ihrer
             Verwendung,                                                         *
                                              -348
 ---pagebreak---           * alle Produzenten, die von der MwSt. befreit sind (kleine Unternehmen, religiöse
             Vereinigungen usw.).
9.45 Die MwSt. wird im ESVG netto erfaßt: Das Aufkommen wird stets zu Herstellungspreisen
     bewertet, d. h. ohne die in Rechnung gestellte MwSt. Die intermediären und letzten Ver-
     wendungen werden zu Anschaffungspreisen, d. h. ohne die abzugsfâhige MwSt. verbucht.
9.46 Die Tabelle IX.8 über Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen ist vereinfacht, denn:
          - die einzelnen Gütersteuerarten werden nicht unterschieden, und Subventionen wer-
             den nicht getrennt ausgewiesen,
          - die einzelnen Steuersätze und Subventionen können sich auf verschiedene Vertei-
             lungskanäle beziehen; letztere sollten deshalb ebenfalls unterschieden werden, so-
             weit sie relevant sind und genügend Informationen vorliegen.
9.47 Gütersteuem und Gütersubventionen sind die Beträge, die erst fallig werden, wenn Steuer-
     veranlagungen, Steuererklärungen usw. vorliegen, oder die tatsächlich gezahlten Beträge
     (siehe Abschnitt 4.27). Gütersteuern (und Gütersubventionen) werden normalerweise nach
     Gütern durch Anwendung der amtlichen Steuersätze (Subventionssätze) auf die einzelnen
     Ströme geschätzt. Anschließend sollten die Unterschiede im Vergleich zu den Steuerveran-
     lagungen oder den tatsächlich gezahlten Beträgen analysiert werden.
     Einige dieser Unterschiede lassen erkennen, daß bei der ursprünglichen Schätzung der
     Gütersteuem keine Übereinstimmung mit den ESVG-Definitionen besteht:
          * Bei Steuerbefreiung sollte der ursprünglich geschätzte Betrag der Gütersteuem des-
             halb gesenkt werden.
          * Bei Hinterziehung von Gütersteuern (wenn beispielsweise Steuerpflicht besteht,
             aber keine Steuerveranlagung erfolgt ist), sollte der geschätzte Betrag der Güter-
             steuem deshalb verringert werden.
          * Bei Geldstrafen sollte der geschätzte Betrag der Gütersteuem erhöht werden.
     Änderungen bei den geschätzten Gütersteuem haben gleichzeitig Auswirkungen auf Va-
     riablen, die durch Hinzufügen oder Abziehen der geschätzten Gütersteuem geschätzt wer-
     den. Zum Beispiel kann der Output einer bestimmten Gütergruppe zu Herstellungspreisen
     dadurch geschätzt werden, daß unter anderem die Gütersteuem von der geschätzten Ver-
     wendung zu Anschaffungspreisen abgezogen werden. Eine Schätzung des Outputs zu Her-
     stellungspreisen kann aber unter anderem auch mit Schätzungen von Gütersteuem kombi-
     niert werden, um zu einer Schätzung der Verwendungen zu Anschaffungspreisen zu gelan-
     gen.
     Mehrere andere Arten von Unterschieden sollten in der Aufkommens- und Verwendungs-
     tabelle nicht berücksichtigt werden:
           * zeitliche Unterschiede, wenn sich beispielsweise Zahlungen auf Steuerveranlagun-
             gen für mehrere Jahre beziehen;
           * zahlungsunfähige Unternehmen (Konkurse); solche Fälle sollten als eine sonstige
             Veränderung des Volumens der Aktiva und Passiva verbucht werden, d. h. nicht in
             der Aufkommens- und Verwendungstabelle.
                                             -349
 ---pagebreak---      In einigen Fällen können die Unterschiede auch darauf hinweisen, daß bei der ursprüngli-
     chen Schätzung der Gütersteuern und Gütersubventionen ein schwerwiegender Fehler un-
     terlaufen ist, z. B. wenn der Output eines Gutes zu niedrig angesetzt woirde. In diesem Fall
     kann auch eine Änderung der Schätzung der Waren- und Dienstleistungsströme gerecht-
     fertigt sein.
     Beim Übergang von den Verwendungen nach Gütern zu Anschaffungspreisen auf die Ver-
     wendungen zu Herstellungspreisen kann die Änderung der ursprünglichen Schätzung der
     Gütersteuem und Gütersubventionen als getrennter Posten ausgewiesen werden. Bei allen
     Input-Output-Berechnungen wird jedoch eine Verbuchung dieser Änderung nach Gütern
     erforderlich sein, selbst wenn dies nur mit Hilfe einer einfachen mathematischen Verfah-
     rensweise (z. B. proportionale Zuweisung) geschehen kann.
9.48 Die Verwendungstabelle IX.6 läßt nicht erkennen, ob die verwendeten Waren und Dienst-
     leistungen im Inland produziert oder eingeführt worden sind. Diese Information wird für
     alle Analysen benötigt, bei denen die Verbindung zwischen Aufkommen und Verwendung
     von Waren und Dienstleistungen innerhalb der Volkswirtschaft eine Rolle spielt. Ein Bei-
     spiel hierfür ist die Analyse der Auswirkungen von Veränderungen bei den Ausfuhren oder
     den Ausgaben des letzten Verbrauchs auf die Einfuhren, die Inlandsproduktion und damit
     verbundene Variablen wie die Beschäftigung. Tatsächlich gilt dies für die meisten in den
     Abschnitten 914 und 915 genannten Analysen. Der Input-Output-Rahmen enthält daher
     auch eine Verwendungstabelle für eingeführte Güter und eine weitere für im Inland pro-
     duzierte Waren und Dienstleistungen (siehe Tabellen IX.9 und IX. 10).
9.49 Zur Erstellung der Verwendungstabelle für eingeführte Güter sollten alle verfügbaren In-
     formationen über Einfuhrverwendungen genutzt werden; so können beispielsweise für ei-
     nige Güter die wichtigsten Güter einführenden Unternehmen bekannt sein, und für einige
     Produzenten können Informationen über den Umfang der Einfuhren vorliegen. Im allge-
     meinen sind jedoch direkte statistische Informationen über die Einfuhrverwendung knapp.
     Normalerweise ist daher eine Ergänzung der Informationen durch Hypothesen nach Güter-
     gruppen erforderlich.
9.50 Zu der Verwendungstabelle für im Inland produzierte Waren und Dienstleistungen gelangt
     man schließlich, indem man die Verwendungstabelle für eingeführte Güter von der allge-
     meinen Verwendungstabelle abzieht.
                                             -350 -
 ---pagebreak--- Tabelle IX.9 - Vcrwendungstabclle für die Einfuhr
                         Tätigkeitsbereiche             2(1)                   Letzte Verwendungen                 2(3)    2(1) +
                                      (NACE)                                      a)b)c)d)e)0                               2(3)
                         12 3 . . . .  ...n
                                          (D             (2)                            (3)                         (4)      (5)
                   1                                         Für eingeführte Güter:
                  2                                          Letzte Verwendungen zu Anschaffungspreisen:
                  3
                                                             Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                             a)       private Haushalte
                                                             b)       Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                      Dienst von privaten Haushalten
            Güter    (D  Für eingeführte Güter: Vorlei-      c)    . den Staat
                         stungen zu cif-Werten nach
           (CPA)         Gütern und nach                     Bruttoinvestitionen:
                         Tätigkeitsbereichen                 d)       Bruttoanlageinvestitionen und Wertgegenstän-
                                                                      de
                                                             e)       Vorratsveränderungen
                  m                                          f)       Ausfuhr
      2(1)           (2) Gesamtvorleistungen an einge-       Gesamte letzte Verwendungen eingeführter Güter nach        Gesamteinfuhr
                         führten Gütern nach Tätig-          Arten
                         keitsbereichen
 ---pagebreak--- Tabelle IX.10 - Verwendungstabelle für den Inlandsoutput zu Herstellungspreisen
                                                           Tätigkeitsbereiche                   1(1)                              Letzte Verwendungen                            1(3)                   £(!) +
                                                                (NACE)                                                                a) b) c) d) e) 0                                                   10)
                                                             123           n
                                                                   (')                           (2)                                        (3)                                   (4)                     (5)
                                                                                                     Für den Inlandsotitput:
                                                                                                     Letzte Verwendungen zu Herstellungspreisen:
                              1
                                                                                                     Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                                                                     a)              private Haushalte
                                                                                                     b)              Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
                              2                                                                                      Haushalten
                                   (1) Für den Inlandsoutput: Vorleistungen zu Herstellungs-         c)              den Staat
                                       preisen nach Gütern und nach
                                       Tätigkeitsbereichen                                           Bruttoinvestitionen:
                              3                                                                      d)              Bruttoanlageinvestitionen und Wertgegenstände
                                                                                                     e)              Vorratsveränderungen
                                                                                                     0               Ausfuhr
                  Güter
                 (CPA)
                     m
     1(1)                       (2)    Gesamtvorletstungen an Inlandsoutput zu Herstellungs-         Letzte Verwendung von lnlandsoutpul zu Herstellungspreisen                       Gesamter Inlandsoutput
                                       preisen nach Tätigkeitsbereichen
     Verwendung eingeführter    (3)    Gesamtvorleistungen an eingeführten Gütern nach Tätig-        Letzte Verwendung eingeführter Güter zu Herstellungspreisen                      Gesamteinfuhr
     Güter                             keitsbereichen
     Nettogütersteuern          (4)    Nettosteuern auf Vorleistungsgüter nach Tätigkeitsberei-      Nettosteuern auf Güter für die letzte Verwendung                                 Nettogütersteuern insgesamt
                                       chen
     I(l) + (3)+(4)             (5)    Gesamtvorleistungen zu Anschaffungspreisen nach Tätig-        Gesamte letzte Verwendungen nach Arten                                           Gesamtverwendung
                                       keitsbereichen
     Einkommen aus unselb-      (6)    Komponenten der Wertschöpfung nach Tätigkeitsberei-
     ständiger Arbeit                  chen
     Sonstige Netto-produkti-
     onssteuern
     Abschreibungen
     Nettobetriebsüberschuß
     1(5)                       (7)    Wert-chöpfung nach Tätigkeitsbereichen
      I(l)+(3)-H(5)             (8)    Output zu Herstellungspreisen nach Tätigkeitsbereichen
     Anlageinvestitionen        (9)
     Bestand an
      Anlagevermögen
     Arbeitsinputs
 ---pagebreak--- 9.51 Für spezifischere Zwecke können die abgebildeten Aufkommens- und Verwendungstabel-
     len durch Einführung alternativer und ergänzender Klassifikationen geändert werden. Hier
     bieten sich vor allem folgende Möglichkeiten:
          detailliertere Klassifikationen für Güter und Tätigkeitsbereiche ausgehend von
          nationalen Klassifikationen oder zur Berücksichtigung spezifischer Zwecke, z. B. für
          die Analyse der Rolle von Forschung und Entwicklung in der Volkswirtschaft;
          detailliertere geographische Untergliederung von Einfuhr und Ausfuhr, z. B. Intra-EU-
          Handel untergliedert nach Ländern und Extra-EU-Handel untergliedert nach Wirt-
          schaftsgebieten und einigen besonders wichtigen Ländern wie die Vereinigten Staaten
          und Japan;
          Untergliederung der Einfuhr in:
          * Einfuhr von Gütern, die auch im Inland produziert werden ("konkurrierende Ein-
              führ");
          *   Einfuhr von Gütern, die im Inland nicht produziert werden ("komplementäre Ein-
              fuhr").
          Es ist davon auszugehen, daß das Verhältnis der beiden Einführarten zu und ihr
          Gewicht in den jeweiligen Volkswirtschaften unterschiedlich ist. Die konkurrierende
          Einfuhr kann Gegenstand der Analyse (und Wirtschaftspolitik) sein, weil sie Substi-
          tut für den Inlandsoutput sein kann. Sie könnte daher als getrennte Kategorie der
          (potentiellen) letzten Verwendung in die Verwendungstabellen aufgenommen wer-
          den. Bei der komplementären Einfuhr werden sich die Analysen hauptsächlich auf
         die Auswirkung der Veränderung ihrer Preise oder ihres Volumens (z. B. im Falle
         einer Ölkrise) auf die Volkswirtschaft konzentrieren;
         Untergliederung des Einkommens aus unselbständiger Arbeit nach Kriterien wie Bil-
         dungsgrad, Teilzeit/Vollzeit, Alter und Geschlecht. Diese Klassifikation wäre dann
         auch auf die ergänzenden Informationen über die Beschäftigung anwendbar. Damit
         können die Aufkommens- und Verwendungstabellen auch für alle möglichen Arbeits-
         marktanalysen eingesetzt werden;
         Untergliederung des Einkommens aus unselbständiger Arbeit in:
          * Löhne und Gehälter, davon:
          Sozialbeiträge der Arbeitnehmer (hier kann eine globale Schätzung erforderlich sein,
         wenn die Sozialbeiträge eines Arbeitnehmers nicht nur von seinem Lohn oder Gehalt
         abhängen, sondern z. B. auch von seinem sonstigen Einkommen, seinem Alter und
         seinem Familienstand),
          * Sozialbeiträge der Arbeitgeber.
         Diese Untergliederung ermöglicht die Analyse des Einflusses der Sozialbeiträge auf
         den Preis des Arbeitsinputs und der Verlagerungen dieser Belastung auf den Bruttobe-
         triebsüberschuß; ermöglicht die Analyse des Einflusses der Sozialbeiträge auf
                                              353
 ---pagebreak--- Klassifikation des letzten Verbrauchs nach Verwendungszwecken (für die privaten
Haushalte: COICOP, für den Staat: COFOG). Die funktionale Klassifikation dieser
Ausgaben ermöglicht eine Bewertung der Auswirkung jeder Funktion auf die übrige
Wirtschaft. Z. B. kann so der Umfang der öffentlichen und privaten Ausgaben für Ge-
sundheitswesen, Verkehr und Bildung bewertet werden. Ein anderes Beispiel ist die
Analyse der Auswirkung der staatlichen Ausgaben für Verteidigung auf einige inländi-
sche Tätigkeitsbereiche, insbesondere auf die Produktion von Flugzeugen, Lastkraft-
wagen und Waffen;
Umbuchung von Anlageinvestitionen und Beständen an Anlagevermögen, wenn das
Anlagevermögen vom Eigentümer vermietet wird, z. B. im Falle des Operating Lea-
sing: Das Anlagevermögen kann so verbucht werden, als wäre es Eigentum des Nut-
zers (im Gegensatz zu der üblichen Behandlung im ESVG). Zweck dieser Umbuchung
ist es, die Kostenstrukturen von Tätigkeitsbereichen, die Anlagevermögen vermieten,
und Tätigkeitsbereichen, die ähnliches Anlagevermögen besitzen, vergleichbar zu ma-
chen. Zur konsistenten buchungstechnischen Behandlung ist bei dieser Umbuchung
auch die Korrektur der Vorleistungen des Vermieters und des Outputs des Mieters um
den Betrag der Miete für das Anlagevermögen erforderlich;
Umbuchung der Beschäftigung und des Einkommens aus unselbständiger Arbeit im
Falle von Lohnarbeit und von über Zeitarbeitsfirmen beschäftigten Personen: Diese
Umbuchung dient dem Zweck, die Kostenstruktur der Tätigkeitsbereiche besser ver-
gleichbar zu machen, indem Personen als Arbeitnehmer der Tätigkeitsbereiche ver-
bucht werden, "wo sie tatsächlich arbeiten". Die Umbuchung läuft auch auf eine Kor-
rektur bei den Begriffen Vorleistungen und Output der betreffenden Tätigkeitsbereiche
hinaus.
                                   354-
 ---pagebreak--- TABELLEN ZUR HERSTELLUNG DER VERBINDUNG ZWISCHEN AUFKOMMENS- UND VERWEN-
DUNGSTABELLEN UND SEKTORKONTEN
9.52       Die Informationen in den Aufkommens- und Verwendungstabellen sind mit den Sektor-
           konten zu verbinden, um zu gewährleisten, daß die Aufkommens- und Verwendungstabelle
           mit den Sektorkonten konsistent ist. Dies wird erreicht, indem man eine Tabelle mit Va-
           riablen einführt, für die eine Kreuzklassifizierung nach Tätigkeitsbereichen und nach Sek-
           toren erfolgt (siehe Tabelle IX. 11).
Tabelle IX.ll - Tabelle zur Herstellung der Verbindung zwischen Aufkommens- und Ver-
wendungstabellen und Sektorkonten
                                                            Tätigkeitsbereiche
                                                                 (NACE)
                                                                  1 2 3 ...         2(1)
                                                                               ...n  (2)
                                                                    (1)
 I.        Nichtfinanzielle
          Kapitalgesellschaften
 Gesamtoutput
          Marktbestimmter Output
          Output für die eigene letzte Verwen-
          dung
          Sonstiger nichtmarktbestimmter Out-
          put
 Vorleistungen
 Bruttowertschöpfung
          Einkommen aus unselbständiger Ar-
          beit
          Sonstige Nettoproduktionssteuern
          Abschreibungen
          Nettobetriebsüberschuß
 Bruttoanlageinvestitionen                      (D
 II.      Finanzielle Kapitalgesellschaften
 Gesamtoutput
 Bruttoanlageinvestitionen
 III.     Staat
 IV.      Private Haushalte
 V.       Organisationen ohne Erwerbscharakter
          im Dienst von privaten Haushalten
 Sektoren insgesamt                             (2)
 Output
 Bruttoanlageinvestitionen
                                                    355
 ---pagebreak--- SYMMETRISCHE INPUT-OUTPUT-TABELLEN
9.53  Im ESVG ist die Input-Output-Tabelle in der Gegenüberstellung Güter/Güter die wichtig-
      ste symmetrische Input-Output-Tabelle, und sie wird hier beschrieben.
9.54  Die Input-Output-Tabelle Güter/Güter (siehe Tabelle IX.4 und IX. 12) kann erstellt werden
      durch Konvertierung der Aufkommens- und Verwendungstabellen zu Herstellungspreisen.
      Dazu bedarf es einer Änderung des Formats, d. h. zwei asymmetrische Tabellen werden zu
      einer symmetrischen Tabelle (siehe auch Abschnitt 9.09). Die Konvertierung kann in drei
      Stufen erfolgen:
      (1) Verbuchung von Nebenprodukten in der Aufkommenstabelle bei den Tätigkeitsberei-
           chen, deren Hauptprodukte sie sind,
      (2) Umgestaltung der Spalten in der Verwendungstabelle, so daß aus Inputs in Tätigkeits-
           bereiche Inputs in homogene Produktionsbereiche werden (ohne Zusammenfassung
           der Zeilen),
      (3) ggf. Zusammenfassung der detaillierten Güter (Zeilen) der neuen Verwendungstabelle
           zu den in den Spalten ausgewiesenen homogenen Produktionsbereichen.
9.55  Stufe (1) betrifft Übertragungen von Outputs in Form von Nebenprodukten in der Auf-
      kommenstabelle. Da Nebenprodukte in der Aufkommenstabelle als "nicht diagonale" Bu-
      chungen erscheinen, ist diese Art von Übertragung eine vergleichsweise einfache Angele-
      genheit. Die Nebenprodukte werden den Tätigkeitsbereichen zugeordnet, deren Hauptpro-
      dukte sie sind, und von den Tätigkeitsbereichen abgerechnet, in denen sie produziert wur-
      den.
9.56  Stufe (2) ist komplizierter, da sich die Basisdaten über Inputs auf Tätigkeitsbereiche und
      nicht auf die einzelnen von jedem Tätigkeitsbereich produzierten Güter beziehen. Die hier
      erforderliche Konvertierung beinhaltet die Übertragung von Inputs in Verbindung mit Ne-
      benoutputs von dem Tätigkeitsbereich, in dem der jeweilige Nebenoutput produziert wor-
      den ist, auf den Tätigkeitsbereich, zu dem die Inputs (ihren Merkmalen nach) im wesentli-
      chen gehören. Für diese Übertragung sind zwei Ansätze möglich:
           ergänzende statistische und technische Informationen,
           Hypothesen.
9.57  Soweit wie möglich sollten ergänzende statistische und technische Informationen verwen-
      det werden. Beispielsweise könnte es möglich sein, spezifische Informationen über die In-
      puts zu bekommen, die für die Produktion bestimmter Outputarten benötigt werden. Infor-
      mationen dieser Art sind aber gewöhnlich unvollständig. Letzten Endes wird man zur
      Durchführung der Übertragungen im Normalfall auf einfache Hypothesen zurückgreifen
      müssen.
                                               356
 ---pagebreak--- Tabelle IX.12 - Symmetrische Input-Output-Tabelle zu Herstellungspreisen (Güter/Güter)
                                                                      Guter (CI'A)                                            Letzte Verwendungen
                                                                  1 2 3 ....           ,n            1(1)                        a) b) c) d) e) 0                 SO)     1(1) +        E(3)
                                                                             (1)                     (2)                               (3)                            (4)                (5)
                                      1                                                                   Letzte Verwendungen zu Herstellungspreisen:
                                      2                                                                   Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                      3                                                                   a)             private Haushalte
                                                                                                          b)             Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                                                                         Dienst von privaten Haushalten
                                                                                                          c)             den Staat
                            Güter                                                                         Dnmoinvestitionen:
                           (CPA)        (1)   Vorleistungen zu Herstellungspreisen (Güter/Güter)          d)             Bruttoanlageinvestitionen und Wertgegen-
                                                                                                                         stände
                                                                                                          e)             Vorratsveränderungen
                                                                                                          f) '           Ausfuhr
                                      n
 1(1)                                   (2)   Gesamtvorleistungen zu Herstellungspreisen nach Gütern      Letzte Verwendung zu Herstellungspreisen nach Arten             Gesamtverwendung zu
                                                                                                                                                                          Herstellungspreisen
 Gütersteuem                            (3)   Nettogütersteuern nach Gütern                               Nettogütersteuern nach Art der letzten Verwendung               Nettogütersteuern
 Gütersubventionen (-)                                                                                                                                                    insgesamt
 1(1)+ (3)                                    Gesamtvorleistungen zu Anschaffungspreisen nach Gutem       Gesamte letzte Verwendungen nach Arten zu Anschaf-              Gesamtverwendung zu
                                        (")                                                               fungspreisen                                                    Anschaffungspreisen
 Einkommen aus unselbständiger Arbeit         Komponenten der Wertschöpfung nach Gütern
 Sonstige Nettoproduktionssteuern
 Abschreibungen                          (5)
 Nettobetriebsüberschuß
 £(5)                                    (6)  Wertschöpfung nach Gutem
 1(1)+ (3)+ £(5)                         (7)  Output zu Herstellungspreisen nach Gütern
 Einfuhr                                 (8)  Einfuhr cif nach Gutem
 (7) + (8)                               (9)  Aufkommen zu Herstellungspreisen nach Gütern
 Anlageinvestitionen                     (10)
 Bestand an Anlagevermögen
 Arbeitsinput*
 ---pagebreak--- 9.58 Die Hypothesen, die fur die Übertragung von Outputs und damit zusammenhän-
     genden Inputs verwendet werden, basieren auf zwei Arten von Technologiehy-
     pothesen:
     (1) Produktionstechnologie, bei der von der Hypothese ausgegangen wird, daß
          alle von örtlichen FE in einem Tätigkeitsbereich produzierten Güter mit
          derselben Inputstruktur produziert werden,
     (2) Gütertechnologie, bei der von der Hypothese ausgegangen wird, daß alle
          Güter in einer Gütergruppe dieselbe Inputstruktur haben, unabhängig davon,
          von welchem Tätigkeitsbereich sie produziert werden.
     Die Entscheidung, welche Hypothese sich im Einzelfall am besten eignet, ist
     nicht einfach. Sie muß von der Struktur der Tätigkeitsbereiche in den einzelnen
     Ländern abhängig gemacht werden, z. B. vom Spezialisierungsgrad, und von der
     Homogenität der nationalen Technologien, die zur Produktion von Gütern in-
     nerhalb derselben Gütergruppe verwendet werden. Beispielsweise können Stie-
     fel aus Leder und aus Kunststoff hergestellt werden. Von der Hypothese dersel-
     ben Gütertechnologie für alle Stiefel (oder im Falle einer höheren Aggregation-
     sebene z. B. für alle Schuhwaren) auszugehen kann somit problematisch sein,
     und die Hypothese der Produktionstechnologie wäre in diesem Fall wohl die
     bessere Alternative.
     Die Anwendung der Hypothese der Gütertechnologie hat oft zu unakzeptablen
     Ergebnissen geführt, da sich nämlich bei der Ableitung der Input-Output-Koef-
     fizienten manchmal unwahrscheinliche oder sogar unmögliche Werte ergaben
     (z. B. negative Koeffizienten). Unwahrscheinliche Koeffizienten können auf
     Messungsfehler und auf Heterogenität (Produktmix) in dem Tätigkeitsbereich
     zurückzuführen sein, dessen Hauptprodukt das übertragene Gut ist. Dieses Pro-
     blem könnte überwunden werden, indem anhand ergänzender Informationen
     Anpassungen vorgenommen werden oder mit Hilfe der vorhandenen Sach-
     kenntnis eine möglichst fundierte Entscheidung getroffen wird. Eine andere Al-
     ternative ist natürlich die Anwendung der Hypothese der Produktionstechnolo-
     gie. In der Praxis besteht die beste Strategie zur Erstellung symmetrischer Input-
     Output-Tabellen darin, gemischte Technologiehypothesen mit ergänzenden In-
     formationen zu kombinieren.
9.59 Welche Rolle die Hypothesen spielen, wird vom Umfang der Nebenproduktion
     bestimmt, der wiederum nicht nur davon abhängt, wie die Produktion in der
     Volkswirtschaft organisiert ist, sondern auch wie die Güter untergliedert werden.
     Je detaillierter die Untergliederung der Güter, desto mehr Nebenoutput ist zu
     erwarten.
9.60 Stufe (3) besteht in der Zusammenfassung der Güter in der neuen Verwendungs-
     tabelle zu den sie produzierenden Tätigkeitsbereichen gemäß Stufe (1), und dies
     führt zu einer symmetrischen Input-Output-Tabelle, in der Güter mit Kuppel-
     produkten kreuzklassifiziert werden. Während bei diesen Änderungen von Daten
     auf der Grundlage örtlicher FE ausgegangen wird, werden die entsprechenden
     Buchungen mit den Daten betreffend "homogene Produktionseinheiten" in Ein-
     klang gebracht.
                                        -358
 ---pagebreak--- 9.61 Die Klassifikationen in der symmetrischen Input-Output-Tabelle stimmen mit
     denen in den Aufkommens- und Verwendungstabellen überein, da erstere eine
     Umwandlung der letzteren ist (ausgenommen natürlich die Klassifikation nach
     Tätigkeitsbereichen/homogenen Produktionsbereichen).
9.62 Die symmetrische Input-Output-Tabelle IX. 12 sollte durch mindestens zwei Ta-
     bellen ergänzt werden:
          eine Matrix, die die Verwendung der Einfuhr ausweist; das Format dieser
          Tabelle entspricht dem Format der Einfuhrtabelle zur Unterstützung der
          Aufkommens- und Verwendungstabellen (siehe Tabelle IX. 10), nur wird
          hier die Güter-Güter-Klassifikation verwendet;
          eine symmetrische        Input-Output-Tabelle    für   den    Inlandsoutput
          (Tabelle IX. 13).
     Die letztgenannte Tabelle ist für die Berechnung der kumulierten Koeffizienten,
     d. h. der Leontief-Inverse, zu verwenden. Bezogen auf die Tabelle IX. 13 ist die
     Leontief-Inverse die Inverse der Differenz zwischen der Identitätsmatrix I und
     der Matrix in Feld (1,1). Die Leontief-Inverse könnte auch für den Inlandsoutput
     und die konkurrierende Einfuhr berechnt werden (siehe Abschnitt 9.51). In die-
     sem Fall wäre von der Hypothese auszugehen, daß die konkurrierenden Einfuhr-
     güter auf dieselbe Weise produziert worden sind wie die inländischen Güter, mit
     denen sie konkurrieren.
                                        359
 ---pagebreak--- Tabelle IX. 13 - Symmetrische Input-Output-Tabelle für den Inlandsoutput (Güter/Güter).
                                                                                Güter (CPA)    12 3                   1(1)                         Letzte Verwendungen          a) b) c) d) e) 0       1(3)          I(l)+L(3)
                                                                                                                 .(1)                                                                             .(3)
                                                                                                                      (2)                                                                                                (5)
                                                                  Für den Inlandsoutput: Vorleistungen zu Herstel-         Für den Inlandsoutput: Letzte Verwendungen zu Herstellungspreisen: Aus-
                                                        (1)   lungspreisen (Güter/Güter)                                                  gaben des letzten Verbrauchs durch: a)       private Haus-
                                                                                                                                          halte b)        Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                                                                                          Dienst von privaten Haushalten c)            den Staat Brut-
                                                                                                                                          toinvestitionen: d)           Bruttoanlageinvestitionen und
                                                                                                                                          Wertgegenstände e)            Vorratsveränderungen f)
                                                                                                                                                          Ausfuhr
                                          Güter
                                          (CPA)
 Kl)                                                   (2)   Gesamtvorleistungen an Inlandsoutput zu Herstellungs-         Letzte Verwendung von Inlandsoutput zu Herstellungspreisen                       Gesamter Inlands- output
                                                             preisen nach Gütern
 Verwendung eingeführter Guter                         (3)   Gesamtvorleistungen an eingeführten Gütern nach Gü-           Letzte Verwendung von eingeführten Gutem zu Herstellungspreisen                  Gesamteinfuhr
                                                             tern
Nettogütersteuern                                      (4)   Nettosteuern auf Vorleistungsguter nach Gutem                 Nettosteuern auf Güter der letzten Verwendung                                    Nettoguter- steuern ins-
                                                                                                                                                                                                            gesamt
1(1) - ( 3 ) + (4)                                     (5)   Gesamtvorleistungen zu Anschaffungspreisen nach Gu-           Gesamte letzte Verwendungen nach Arten                                           Gesamtver- wendung
                                                             tem
 Hinkommen aus unselbständiger Arbeit Sonstige         (6)   Komponenten der Wertschöpfung nach Gütern
 Neiiopraduktionssleuern Abschreibungen Nettobetriebs-
 überschuß
 US)                                                   (?)   Wertschöpfung nach Tätigkeitsbereichen
 E(l) + (3) + E(5)                                     (8)   Output zu Herstellungspreisen nach Tätigkeitsbereichen
 Anlageinvestitionen Bestand an Anlagevermögen         (<->)
 Arbeitsinputs
 ---pagebreak---            Kapitel X
Preis- und Volumenmessungen
              361 -
 ---pagebreak--- EINLEITUNG
10.01  In einem System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen werden alle Ströme und Be-
       stände in Geldeinheiten gemessen. Die Geldeinheit ist der einzige gemeinsame Nenner, der
       zur Bewertung der in dem Kontensystem erfaßten äußerst unterschiedlichen Transaktionen
       und zur Errechnung aussagefähiger Kontensalden verwendet werden kann.
       Bei der Verwendung der Geldeinheit als Maßeinheit stellt sich das Problem, daß die Geld-
       einheit weder ein stabiler noch ein internationaler Maßstab ist. Ein Hauptanliegen der
       Wirtschaftsanalyse ist die Messung des Wirtschaftswachstums zwischen verschiedenen
       Zeiträumen anhand des Volumens. Dabei muß bei den wertmäßigen Veränderungen für
       bestimmte wirtschaftliche Gesamtgrößen unterschieden werden zwischen den Veränderun-
       gen, die sich allein aus Preisänderungen ergeben, und den übrigen Veränderungen, die als
       „Volumenänderungen" bezeichnet werden.
       Die Wirtschaftsanalyse befaßt sich auch mit räumlichen Vergleichen, d. h. zwischen ver-
        schiedenen Volkswirtschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei internationale volumenmäßige
       Vergleiche im Hinblick auf Produktionsniveau und Einkommen, aber auch das Preisniveau
        ist von Interesse. Deshalb müssen die Unterschiede im Wert wirtschaftlicher Gesamtgrö-
       ßen zwischen Länderpaaren oder -gruppen in Komponenten zerlegt werden, die die Volu-
        menunterschiede und die Preisunterschiede verdeutlichen.
10.02   Bei zeitlichen Vergleichen von Strömen und Beständen sollte der genauen Messung von
        Preisänderungen und Volumenänderungen die gleiche Bedeutung beigemessen werden.
        Auf kurze Sicht ist die Beobachtung von Preisänderungen nicht weniger interessant als die
        Messung des Volumens von Angebot und Nachfrage. Längerfristig gesehen müssen bei der
        Untersuchung des Wirtschaftswachstums die Bewegungen bei den relativen Preisen der
        verschiedenen Arten von Waren und Dienstleistungen berücksichtigt werden.
        Das Hauptziel besteht nicht einfach in umfassenden Messungen der Preis- und Volumen-
        änderungen bei den wichtigsten Aggregaten des Systems, sondern in der Zusammenstel-
        lung einer Reihe von voneinander abhängigen Maßzahlen, die systematische und genaue
        Analysen von Inflation, Wirtschaftswachstum und Konjunkturschwankungen ermöglichen.
10.03   Als allgemeine Regel für räumliche Vergleiche gilt, daß genaue Messungen sowohl für die
        Volumen- als auch für die Preiskomponenten der volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen
        durchgeführt werden müssen. Da die Abweichung zwischen Laspeyres- und Paasche-For-
        meln bei räumlichen Vergleichen oft signifikant ist, muß für diesen Zweck die Indexformel
        nach Fisher als die einzig akzeptable angesehen werden.
10.04   Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen haben den Vorteil, daß sie einen geeigneten
        Rahmen für die Aufstellung eines Systems von Volumen- und Preisindizes sowie ein In-
        strument zur Wahrung der Konsistenz der statistischen Daten bilden.
        Die Vorteile eines Gesamtrechnungsansatzes können wie folgt zusammengefaßt werden:
         1) In begrifflicher Hinsicht erfordert ein System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnun-
             gen die Verwendung einheitlicher Konzepte zur Erfassung der Preise und Mengenein-
             heiten der verschiedenen in diesem System dargestellten Güter und Ströme. In diesem
             System ist es beispielsweise unerläßlich, daß die Preis- und Volumenkonzepte auf der
             Aufkommens- und der Verwendungsseite einer Gütergruppe übereinstimmen.
                                                362
 ---pagebreak---       2) Im statistischen Bereich bringt das Gesamtrechnungssystem gewisse Buchungszwänge
            sowohl bei der Erfassung der Tatbestände in jeweiligen als auch in konstanten Preisen
            mit sich. Sie bestehen normalerweise darin, daß zur Wahrung der Konsistenz der sta-
            tistischen Daten über die Preise und Volumen einige Anpassungen vorgenommen
            werden müssen.
       3) Die Schaffung eines integrierten Systems von Preis- und Volumenindizes im Rahmen
            des Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen bietet darüber hinaus zusätzli-
            che Kontrollmöglichkeiten. Beispielsweise kann - soweit verfügbar - aus einem aus-
            geglichenen System von Aufkommens- und Verwendungstabellen in jeweiligen Prei-
            sen und daraus abgeleiteten ausgeglichenen Tabellen in konstanten Preisen automa-
            tisch ein System impliziter Preisindizes ermittelt werden. Plausibilitätskontrollen der
            abgeleiteten Indizes können zur Überarbeitung und Korrektur der Daten in konstanten
            Preisen und in einigen Fällen sogar der Werte in jeweiligen Preisen führen.
      4)    Schließlich ist es im Gesamtrechnungssystem möglich, die Preis- und Volumenent-
            wicklung bestimmter Kontensalden zu messen, wobei diese definitionsgemäß aus den
            anderen Kontenpositionen abgeleitet werden.
10.05 Trotz der Vorteile eines integrierten Systems, das - sowohl insgesamt als auch nach Tätig-
      keitsbereichen - auf dem Gleichgewicht der Waren- und Dienstleistungstransaktionen ba-
       siert, muß zugegeben werden, daß die so ermittelten Preis- und Volumenindizes nicht al-
      len Anforderungen genügen und nicht alle Fragen zum Thema Preis- und Volumenände-
      rungen beantworten. Buchungszwänge und die Wahl von Preis- und Volumenindexformeln
      sind zwar für die Entwicklung eines kohärenten Systems wesentlich, können sich aber auch
      manchmal als hinderlich erweisen. Es besteht auch Bedarf an Informationen über kürzere
      Zeiträume, z. B. Monate oder Quartale. In diesen Fällen können sich andere Arten von
      Preis- und Volumenindizes als zweckmäßig erweisen.
                            è
DER ANWENDUNGSBEREICH VON PREIS- UND VOLUMENINDIZES
10.06 Unter den in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nachgewiesenen Strömen in
      jeweiligen Preisen befinden sich einige - hauptsächlich Güter betreffende - Ströme, bei de-
      nen in ähnlicher Weise zwischen Preisänderungen und Volumenänderungen unterschieden
      wird wie auf mikroökonomischer Ebene. Für viele andere Ströme ist diese Unterscheidung
      weit weniger naheliegend.
      Im ersten Fall umfassen die Ströme eine Gruppe von Einzeltransaktionen mit Waren und
      Dienstleistungen, deren jeweiliger Wert dem Produkt aus einer Anzahl von Mengeneinhei-
      ten und dem Preis je Mengeneinheit entspricht. Dabei werden lediglich Informationen dar-
      über benötigt, in welche Einzeltransaktionen sich der jeweilige Strom untergliedert, um die
      durchschnittliche Preis- und Volumenänderung zu ermitteln.
      Im zweiten Fall - es handelt sich hier um eine Reihe von Verteilungstransaktionen sowie
      um Transaktionen im Zusammenhang mit finanzieller Mittlertätigkeit und mit Kontensal-
      den wie die Wertschöpfung - ist es schwierig oder sogar unmöglich, die jeweiligen Werte
      in Preis- und Volumenkomponenten zu zerlegen, und deshalb müssen spezifische Lösun-
      gen gefunden werden.
      Außerdem ist auch die Messung der realen Kaufkraft für eine Reihe von Gesamtgrößen wie
      Einkommen aus unselbständiger Arbeit, verfügbares Einkommen der Haushalte oder
                                               363
 ---pagebreak---        Volkseinkommen erforderlich. Dies kann beispielsweise geschehen, indem man sie mit ei-
       nem Index der Preise für die Waren und Dienstleistungen deflationiert, die mit ihnen ge-
       kauft werden können.
10.07  Es muß betont werden, daß im letztgenannten Fall gegenüber den beiden anderen Fällen
       ein völlig anderes Ziel angestrebt und ein völlig anderes Verfahren zu seiner Erreichung
       gewählt worden ist. Für die beiden ersteren Fälle kann ein integriertes System von Preis-
       und Volumenindizes entwickelt werden, das unter anderem zur Messung des Wirtschafts-
       wachstums zweckmäßig ist. Für die Ermittlung der realen Entwicklung von zur letztge-
       nannten Gruppe gehörenden Strömen werden Preisindizes für andere als die berücksichtig-
       ten Ströme verwendet, die im übrigen je nach dem verfolgten Zweck verschieden gewählt
       werden können; es handelt sich also lediglich um ein auf einer Vereinbarung basierendes
       Verfahren, das im Rahmen eines integrierten Systems von Preis- und Volumenindizes
       nicht generell angewandt werden kann.
DAS INTEGRIERTE SYSTEM DER PREIS- UND VOLUMENINDIZES
10.08  Die systematische Aufgliederung der Veränderungen der jeweiligen Werte in die Kompo-
       nenten „Preisänderungen" und „Volumenänderungen" beschränkt sich auf Ströme, die
       Transaktionen darstellen, welche in den Waren- und Dienstleistungskonten (0) und in den
       Produktionskonten (I) verbucht werden. Sie erfolgt sowohl für die Daten, die sich auf ein-
       zelne Tätigkeitsbereiche beziehen, als auch für die Daten im Zusammenhang mit der Ge-
       samtwirtschaft. Kontensalden wie beispielsweise Wertschöpfung darstellende Ströme kön-
       nen nicht direkt in Preis- und Volumenkomponenten zerlegt werden, sondern nur indirekt
       unter Berücksichtigung der einschlägigen Transaktionsströme.
       Bei der Darstellung der Daten in einem Gesamtrechnungssystem müssen die folgenden
       beiden Bedingungen erfüllt werden:
        1) Der Saldo des Waren- und Dienstleistungskontos muß für jeweils zwei aufeinander-
            folgende Jahre sowohl in jeweiligen als auch in konstanten Preisen ermittelt werden.
       2) Jeder sich auf die Gesamtwirtschaft beziehende Strom muß der Summe der jeweiligen
            Ströme der einzelnen Tätigkeitsbereiche entsprechen.
       Eine dritte Bedingung, die sich nicht aus dem Gesamtrechnungssystem selbst ergibt, son-
       dern auf einer bewußten Entscheidung beruht, verlangt, daß jede Änderung des Wertes ei-
       ner Transaktion entweder einer Preisänderung oder einer Volumenänderung oder einer
       Kombination aus beiden zugeordnet werden muß.
       Sind diese drei Bedingungen erfüllt, so kann mit der Darstellung der Positionen in den Wa-
       ren- und Dienstleistungskonten und in den Produktionskonten in konstanten Preisen ein
       integriertes System von Preis- und Volumenindizes gewonnen werden.
                                               364
 ---pagebreak--- 10.09   Bei der Entwicklung eines solchen integrierten Systems sind folgende Positionen zu be-
        rücksichtigen:
        a)  Gütertransaktionen
              Output                                      P.1
                      marktbestimmter Output                          P.ll
                      Output für die eigene letzte Verwendung         P.12
                      sonstiger nichtmarktbestimmter Output           P.13
              Vorleistungen                                    P.2
              Ausgaben des letzten Verbrauchs                  P.3
                      Ausgaben für den Individualverbrauch            P.31
                      Ausgaben für den Kollektivverbrauch             P.32
              tatsächlicher letzter Verbrauch                  P.4
                      tatsächlicher Individualverbrauch               P.41
                      tatsächlicher Kollektivverbrauch                P.42
              Bruttoinvestitionen                              P.5
                      Bruttoanlageinvestitionen                       P.51
                      Vorratsveränderungen                     P.52
                      Erwerb abzüglich Veräußerungen
                      von Wertgegenständen                            P.53
              Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen           P.6
                      Ausfuhr von Waren                               P.61
                      Ausfuhr von Dienstleistungen                    P.62
              Einfuhr von Waren und Dienstleistungen           P.7
                      Einfuhr von Waren                               P.71
                      Einfuhr von Dienstleistungen             P.72
        b) Gütersteuern und -Subventionen
                      Gütersteuern ohne Mehrwertsteuer                D.21 (zum Teil)
                      Gütersubventionen                               D.31
                      Mehrwertsteuer auf Güter                        D.21 (zum Teil)
        c)    Abschreibungen                                   K.l
        d)    Kontensalden
                      Wertschöpfung zu Herstellungs-
                      preisen                                  B.1
                      BIP zu Marktpreisen                      Big
PREIS- UND VOLUMENINDIZES FÜR SONSTIGE GESAMTGRÖBEN
10.10   Neben den oben berücksichtigten Preis- und Volumenmessungen können auch die folgen-
        den Gesamtgrößen in Preis- und Volumenkomponenten zerlegt werden. Mit diesen Mes-
        sungen werden unterschiedliche Ziele verfolgt.
        e)    Vorräte                                          AN.12
              Bestand an produziertem Anlagevermögen           AN.ll
        g)    Einkommen aus unselbständiger Arbeit             D.l
                                                  565
 ---pagebreak---          Vorräte zu Beginn bzw. am Ende eines jeden Zeitraums müssen unter Umständen zu kon-
         stanten Preisen berechnet werden, damit die volumenmäßige Vorratsveränderung während
         des Zeitraums geschätzt werden kann.
         Der Bestand an produziertem Anlagevermögen ist in konstanten Preisen zu berechnen, um
         Kapitalkoeffizienten zu schätzen und eine Grundlage für die Schätzung von Abschreibun-
         gen zu konstanten Preisen zu schaffen.
         Einkommen aus unselbständiger Arbeit muß in konstanten Preisen berechnet werden, um
         die Produktivität zu messen, und in einigen Fällen auch, wenn Outputs unter Verwendung
         von Inputdaten zu konstanten Preisen geschätzt worden sind.
10.11    Einkommen aus unselbständiger Arbeit ist ein Einkommenselement. Zur Messung der
         Kaufkraft kann es in Realwerten durch Deflationierung mit einem Index bewertet werden,
         der die Preise der von Arbeitnehmern gekauften Güter widerspiegelt. Auch andere Ein-
         kommenselemente wie das verfügbare Einkommen privater Haushalte und das Volksein-
         kommen können auf dieselbe allgemeine Weise in Realwerten gemessen werden.
ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE FÜR DIE MESSUNG VON PREIS- UND VOLUMENINDIZES
Definition von Preisen und Volumen marktbestimmter Güter
10.12    Bei der Entwicklung eines integrierten Systems von Preis- und Volumenindizes wird von
         der Hypothese ausgegangen, daß auf der Ebene einer einzelnen homogenen Ware oder
         Dienstleistung der Wert (v) gleich dem Preis je Mengeneinheit (p) multipliziert mit der
         Zahl der Mengeneinheiten (q) ist, das heißt
         v = pq.
10.13     Definition:
         Der Preis wird definiert als der Wert einer Einheit eines Gutes, wobei die Mengeneinheiten
         nicht nur im physischen Sinne, sondern auch im Hinblick auf eine Reihe anderer Merkmale
         gemäß Abschnitt 10.16 vollständig homogen sind. Um im wirtschaftlichen Sinne additiv
         zu sein, müssen die Mengeneinheiten identisch sein und denselben Stückpreis haben. Für
         jedes in den Konten ausgewiesene Aggregat von Waren- und Dienstleistungstransaktionen
         müssen Preis- und Mengenmessungen in der Weise erfolgen, daß
         Wertindex = Preisindex * Volumenindex
         Dies bedeutet, daß alle eventuellen Änderungen des Wertes eines gegebenen Stromes ent-
         weder einer Preisänderung oder einer Volumenänderung oder einer Kombination aus bei-
         den zugeordnet werden müssen
10.14    Bei Transaktionen mit Waren ist es meistens leicht, die einer Transaktion zugrunde liegen-
         de Mengeneinheit und damit den Preis je Einheit zu definieren. In einigen Fällen, z. B. bei
         Einzelfertigung von Anlagegütern, ist dies schwieriger, und es müssen spezifische Lösun-
         gen gefunden werden.
                                                  Jü6
 ---pagebreak---         Bei Dienstleistungstransaktionen ist es oft schwieriger, die Merkmale zu spezifizieren, die
        die Mengeneinheiten bestimmen, und es können sich Meinungsverschiedenheiten darüber
        ergeben, welche Kriterien berücksichtigt werden sollten. Dies kann für so wichtige Tätig-
        keitsbereiche gelten wie Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit, Groß- und Ein-
        zelhandel, Unternehmensdienstleistungen, Bildung, Forschung und Entwicklung, Gesund-
        heit oder Unterhaltung. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Dienstleistungsindu-
        strie ist es äußerst wichtig, gemeinsame Lösungen für das Problem der Wahl von Mengen-
        einheiten zu finden, selbst wenn sie nur auf Vereinbarungen beruhen.
Qualitätsunterschiede und Preisunterschiede
10.15   Die physischen und sonstigen Merkmale, die bei der Bestimmung von Gütern zu berück-
        sichtigen sind, stellen Qualitätsunterschiede dar und spielen eine wichtige Rolle; gleichzei-
        tig werfen sie schwierige statistische Probleme auf.
        Tatsache ist, daß es bei zahlreichen Waren und Dienstleistungen, die für einen bestimmten
        Verwendungszweck bestimmt sind, verschiedene Qualitäten mit jeweils verschiedenen
        Stückpreisen gibt.
10.16   Definition:
        Unterschiede in der Qualität kommen in folgenden Faktoren zum Ausdruck:
        i)   physische Merkmale
        ii) Bereitstellung an verschiedenen Orten
        iii) Bereitstellung zu verschiedenen Tages- oder Jahreszeiten
        iv) Unterschiede in den Verkaufsbedingungen oder den Umständen bzw. der Umgebung
             der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen.
        Bei gleichen physischen Merkmalen implizieren Unterschiede bei den übrigen Faktoren,
        daß die Mengeneinheiten im wirtschaftlichen Sinne nicht identisch sind und daß auch ihr
        Wert verschieden ist. Diese Unterschiede im Wert der Einheiten werden als Unterschiede
        im Volumen und nicht als Preisunterschiede betrachtet.
        In Wirklichkeit umfaßt die Zahlung anläßlich des Kaufs einer Ware nicht nur den Preis der
        Ware, sondern auch den Preis für die Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Liefe-
        rung der Ware. Dies bedeutet, daß im Prinzip identische Waren, die zu unterschiedlichen
        Preisen und unter unterschiedlichen Umständen verkauft werden, als verschiedene Güter
        betrachtet werden sollten. Diese Schlußfolgerung wird in den Aufkommens- und Verwen-
        dungstabellen ausdrücklich anerkannt, denn dort wird der Wert der Handels- und Trans-
        portspannen, die die wichtigsten Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Bereitstel-
        lung von Waren darstellen, getrennt verbucht.
10.17   Wenn auf einem gegebenen Markt innerhalb ein und desselben Zeitraums verschiedene
        Werte je Einheit nebeneinander existieren, kann dies abgesehen von den in Abschnitt 10.19
        beschriebenen Fällen als Beweis für Qualitätsunterschiede betrachtet werden. Dementspre-
        chend sind die verschiedenen Autotypen und sogar die verschiedenen Modelle desselben
        Typs als unterschiedliche Güter zu behandeln, und ebenso muß zwischen einer Eisenbahn-
        fahrt erster und zweiter Klasse unterschieden werden.
        Für Preis- und Volumenmessungen muß eine möglichst weit untergliederte Güterklassifi-
        kation verwendet werden, so daß für die einzelnen ausgewiesenen Güter maximale Homo-
        genität gewährleistet ist, unabhängig davon, welche Detaillierungsebene für die Darstel-
        lung der Ergebnisse verwendet wird.
                                                - 3^7
 ---pagebreak--- 10.18 Die qualitative Dimension muß auch dann in Betracht gezogen werden, wenn Veränderun-
      gen im Zeitablauf zu verbuchen sind. Eine Qualitätsänderung, die beispielsweise auf die
      Ändemng der physischen Merkmale eines Gutes zurückzuführen ist, ist nicht als Preisän-
      derung, sondern als Volumenänderung zu betrachten. Auch die Auswirkungen der Aggre-
      gation sind zu berücksichtigen. Eine veränderte Zusammensetzung eines Stromes, die bei-
      spielsweise eine Verschiebung in Richtung auf höhere Durchschnittsqualität impliziert, ist
      als Volumensteigerung und nicht als Preissteigerung zu verbuchen. Daraus folgt, daß bei
      den Outputs die Auswirkungen von Verschiebungen zwischen Märkten mit unterschiedli-
      chen Preisen, z. B. zwischen Inlands- und Auslandsmärkten oder zwischen Märkten für in-
      dustrielle Verwendungen und Märkten für Konsumgüter, als Volumenänderungen behan-
      delt werden und nicht als Preisänderungen. Außerdem ergibt sich daraus, daß eine Preisän-
      derung für einen gegebenen Strom nur als Ergebnis von Preisänderungen auf der Ebene
      einzelner Transaktionen eintreten kann.
10.19 Definition:
      Festgestellte Wertunterschiede je Einheit dürfen nicht als Indikatoren für Qualitätsunter-
      schiede betrachtet werden, wenn folgende Umstände gegeben sind, nämlich Informations-
      mangel, Preisdiskriminierung, worin Einschränkungen der freien Konsumwahl zum Aus-
      druck kommen, und das Vorhandensein von parallelen Märkten. In diesen Fällen werden
      die Wertunterschiede je Einheit als Preisunterschiede behandelt.
10.20 Informationsmangel bedeutet, daß die Käufer unter Umständen nicht immer ausreichend
      über vorhandene Preisunterschiede unterrichtet sind und deshalb unbeabsichtigt zu höheren
      Preise kaufen. Dies - oder das Gegenteil - kann auch der Fall sein, wenn einzelne Käufer
      und Verkäufer einen Preis aushandeln oder um einen Preis feilschen. Andererseits sollte
      die Differenz zwischen dem Durchschnittspreis für ein Gut, das auf einem Markt oder in
      einem Basar gekauft wurde, wo oft gefeilscht wird, und dem Preis für dasselbe Gut, wenn
      es in einer anderen Art von Verkaufsstelle des Einzelhandels verkauft wird, wie beispiels-
      weise in einem Kaufhaus, normalerweise als Qualitätsunterschied aufgrund unterschiedli-
      cher Verkaufsbedingungen betrachtet werden.
10.21 Preisdiskriminiemng bedeutet, daß es die Situation der Verkäufer erlauben kann, verschie-
      denen Käuferkategorien für identische Waren und Dienstleistungen, die unter genau den-
      selben Umständen verkauft werden, verschiedene Preise abzuverlangen. In diesen Fällen
      gibt es für den zu einer bestimmten Kategorie gehörenden Käufer keine oder nur begrenzte
      Freiheit der Konsum wähl. Hier wird nach dem Grundsatz vorgegangen, daß Preisabwei-
      chungen als Preisdiskriminierung zu betrachten sind, wenn für identische Einheiten, die
      unter genau denselben Umständen auf einem klar abgrenzbaren Markt verkauft werden,
      verschiedene Preise verlangt werden. Eine Preisabweichung im Zusammenhang mit einer
      derartigen Diskriminierung stellt keinen Volumenunterschied dar.
      Die Möglichkeit des Wiederverkaufs von Waren auf einem gegebenen Markt impliziert,
      daß davon ausgegangen werden kann, daß die Preisdiskriminiemng für diese Güterarten in
      den meisten Fällen nicht signifikant ist. Eventuell bestehende Preisunterschiede bei Waren
      können normalerweise auf mangelnde Information oder auf das Bestehen von Parallel-
      märkten zurückgeführt werden.
                                               7f-,Y
 ---pagebreak---         Bei den Dienstleistungen, zum Beispiel im Tätigkeitsbereich Verkehr, können die Produ-
        zenten bestimmten Personengruppen mit generell geringeren Einkommen wie Rentnern
        oder Studenten niedrigere Preise in Rechnung stellen. Wenn diese Personen zu jeder be-
        liebigen Zeit die Verkehrsmittel benutzen können, muß dies als Preisdiskriminierung be-
       trachtet werden. Wenn ihnen jedoch niedrigere Fahrpreise unter der Bedingung gewährt
       werden, daß sie nur zu bestimmten Zeiten fahren, die normalerweise außerhalb der Haupt-
       verkehrszeit liegen, dann gilt dies als Verkehrsleistung von geringerer Qualität.
10.22  Parallelmärkte kann es aus mehreren Gründen geben. Z. B. kann es für die Käufer unmög-
        lich sein, so viel zu einem niedrigeren Preis zu kaufen, wie sie gerne möchten, da zu die-
       sem Preis kein ausreichendes Angebot zur Verfügung steht, und so kann ein sekundärer,
       paralleler Markt mit höheren Preisen bestehen. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines
       Parallelmarktes, wo die Verkäufer in der Lage sind, niedrigere Preise zu verlangen, weil sie
       bestimmte Steuern vermeiden können. Auch in diesen Fällen stellt die Preisänderung einen
       Preisunterschied und keinen Volumenuhterschied dar.
10.23  Eine Änderung in der Struktur eines Stroms, die sich auf seinen Gesamtwert auswirkt,
       kann eintreten, wenn im Zusammenhang mit Informationsmangel, Preisdiskriminiemng
       und Parallelmärkten identische Güter zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden.
       Wenn z. B. eine bestimmte Menge einer Ware oder Dienstleistung zu einem niedrigeren
       Preis an eine bestimmte Käuferkategorie verkauft wird, ohne daß hinsichtlich der angebo-
       tenen Ware oder Dienstleistung, des Standorts, des Verkaufszeitpunkts oder der Verkaufs-
       bedingungen oder sonstiger Faktoren irgendein Unterschied besteht, so würde bei einer
       Verringerung des zu dem niedrigeren Preis verkauften Anteils der von den Käufern für die
       Ware oder Dienstleistung bezahlte Durchschnittspreis steigen. Dies ist als Preiserhöhung
       und nicht als Erhöhung des Volumens zu verbuchen.
Grundsätze für nichtmarktbestimmte Dienstleistungen
10.24  Bei der Entwicklung eines umfassenden Systems von Preis- und Volumenindizes für alle
       Aufkommen und Verwendungen von Waren und Dienstleistungen gib es im Zusammen-
       hang mit der Messung des Outputs von nichtmarktbestimmten Dienstleistungen eine be-
       sondere Schwierigkeit. Diese Dienstleistungen unterscheiden sich dadurch von den markt-
       bestimmten Dienstleistungen, daß sie nicht zu einem Marktpreis verkauft werden und ihr
       Wert zu jeweiligen Preisen vereinbarungsgemäß als die Summe der entstandenen Kosten
       berechnet wird. Diese Kosten sind Vorleistungen, Einkommen aus unselbständiger Arbeit,
       sonstige Produktionssteuem abzüglich Produktionssubventionen sowie Abschreibungen.
10.25  In Ermangelung eines Marktpreises je Einheit kann die Änderung der „Stückkosten" für
       eine nichtmarktbestimmte Dienstleistung als Näherungswert der Preisänderung angesehen
       werden. Wenn nichtmarktbestimmte Dienstleistungen auf individueller Basis verbraucht
       werden, ist es grundsätzlich möglich, Mengen zu schätzen, die homogen sind und die Ver-
       wendung dieser Dienstleistungen widerspiegeln, und die Stückkosten eines Basisjahres zu
       verwenden, um Daten zu konstanten Preisen zu erhalten. Mit dieser Art der Outputmessung
       können Produktivitätsänderungen für individuelle nichtmarktbestimmte Dienstleistungen
       analysiert werden. Für kollektive Dienstleistungen ist es im allgemeinen nicht möglich,
       S'ückkosten und ihre Verwendung widerspiegelnde Mengen zu ermitteln. Falls versucht
       wird, Produktivitätsänderungen für kollektive Dienstleistungen mittels indirekter Metho-
       den zu berücksichtigen, sollten die Benutzer daraufhingewiesen werden.
                                               -369
 ---pagebreak--- 10.26  Für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ist der Grundsatz von größter Bedeu-
       tung, daß die Produktion und der Verbrauch von nichtmarktbestimmten Dienstleistungen -
       wie die Produktion und der Verbrauch von Waren und marktbestimmten Dienstleistungen -
       als die tatsächlichen Ströme dieser Waren und Dienstleistungen zu definieren sind und
       nicht als die aus ihrer Verwendung erzielten endgültigen Ergebnisse. Da diese Ergebnisse
       auch von mehreren anderen Faktoren abhängen, ist es beispielsweise nicht möglich, das
       Volumen der Unterrichtsdienstleistungen an der Erhöhung des Bildungsniveaus oder das
       Volumen der Gesundheitsleistungen an der Verbesserung des Gesundheitszustands der Be-
       völkerung zu messen.
Grundsätze für Wertschöpfung zu Herstellungspreisen und BIP
10.27  Die Wertschöpfung zu Herstellungspreisen, der Kontensaldo des Produktionskontos, ist der
       einzige Kontensaldo, der Teil des integrierten Systems von Preis- und Volumenindizes ist.
       Es muß jedoch auf die ganz spezifischen Merkmale dieses Postens und auf die Signifikanz
       der damit zusammenhängenden Volumen- und Preisindizes hingewiesen werden.
       Anders als die verschiedenen Waren- und Dienstleistungsströme stellt die Weitschöpfung
       keine einzelne Transaktionskategorie dar. Sie kann deshalb nicht direkt in eine Preiskom-
       ponente und eine Volumenkomponente untergliedert werden.
10.28  Definition:
       Die Wertschöpfung zu konstanten Preisen wird definiert als die Differenz zwischen dem
       Output zu konstanten Preisen und den Vorleistungen zu konstanten Preisen:
       VA = ZP(0)Q(l)-2.p(0)q(l).
       Dabei sind P und Q Outputpreise und Outputmengen und p und q Vorleistungspreise und
       Vorleistungsmengen. Die theoretisch korrekte Methode zur Berechnung der Wertschöp-
       fung zu konstanten Preisen ist die doppelte Deflationierung, das heißt die getrennte Defla-
       tionierung der beiden Ströme des Produktionskontos (Output und Vorleistungen) und die
       Berechnung des Saldos dieser beiden neubewerteten Ströme.
                                               370 -
 ---pagebreak--- 10.29  Manchmal sind die statistischen Daten unvollständig oder nicht ausreichend zuverlässig, so
       daß es erforderlich sein kann, einen einzigen Indikator zu verwenden. Stehen gute Daten
       über die Wertschöpfung zu jeweiligen Preisen zur Verfügung, so besteht eine Alternative
       zur doppelten Deflationierung darin, die jeweilige Wertschöpfüng direkt mit einem Preis-
       index für den Output zu deflationieren. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, daß
       sich die Vorleistungspreise im gleichen Maße ändern wie die Outputpreise. Ein weiteres
       mögliches Verfahren ist die Hochrechnung der Wertschöpfung des Basisjahres mit einem
       Volumenindex für den Output, Dieser Volumenindex kann entweder direkt mit Hilfe von
       Mengendaten oder durch Deflationierung des jeweiligen Outputwertes mit einem geeigne-
       ten Preisindex berechnet werden. Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, daß die
       Volumenänderungen für Outputs und Vorleistungen gleich sind.
       Für bestimmte sich mit marktbestimmten und nichtmarktbestimmten Dienstleistungen wie
       Kreditwesen, Unternehmensdienstleistungen, Bildung oder Verteidigung befassende Tätig-
       keitsbereiche kann es unter Umständen unmöglich sein, zu zufriedenstellenden Schätzun-
       gen von Preis- oder Volumenänderungen für den Output zu gelangen. In diesen Fällen
       kann die Entwicklung der Wertschöpfung zu konstanten Preisen mit Hilfe der Veränderun-
       gen des Einkommens aus unselbständiger Arbeit bei konstanter Vergütung und der Ab-
       schreibungen zu konstanten Preisen geschätzt werden. Bei der Zusammenstellung von Da-
       ten kann es notwendig sein, sich solcher Hilfsmittel zu bedienen, selbst wenn eigentlich
       kein Grund für die Annahme besteht, daß die Arbeitsproduktivität über kurz oder lang un-
       verändert bleibt.
10.30  Es liegt somit im Wesen der Preis- und Volumenindizes für die Wertschöpfüng, daß sie
       sich von den entsprechenden Indizes für die Waren- und Dienstleistungsströme unterschei-
       den.
       Dasselbe gilt für Preis- und Volumenindizes von Gesamtsalden wie dem Bruttoinlandspro-
       dukt zu Marktpreisen. Letzteres entspricht der Summe aller Wertschöpfüngen abzüglich
       der IEDFM - d. h. der Summe der Kontensalden - plus Gütersteuern abzüglich -Subventio-
       nen und kann unter einem anderen Blickwinkel als der Saldo aus den gesamten letzten
       Verwendungen und der Einfuhr angesehen werden.
Probleme bei der Anwendung der Grundsätze
10.31  Um die Preis- und Volumengrundsätze auf die verschiedenen Ströme in dem System an-
       wenden zu können, müssen die Lösungen spezifiziert werden, die für eine Reihe von sich
       in diesem Zusammenhang stellenden Problemen anzuwenden sind.
                                              371
 ---pagebreak--- Allgemeine Anwendung
10.32  Wann immer man sich mit Zeitreihen über Wertdaten befaßt und Preisänderungen von
       Volumenänderungen trennen muß, ist zu ermitteln, welche der zahlreichen in den vorange-
       gangenen Abschnitten beschriebenen Faktoren Preisunterschiede erklären. Daraus folgt,
       daß selbst auf einer tiefen Untergliederungsebene Mengendatenreihen nur grobe Messun-
       gen von Volumenänderungen wiedergeben, da sie Änderungen, die in der Mischung ver-
       schiedener Qualitäten eingetreten sein können, nicht angemessen widerspiegeln. Das be-
       deutet, daß beispielsweise bei einer konstanten Anzahl von Mengeneinheiten, die für einen
       bestimmten Strom erfaßt wird, die Volumenänderung unterbewertet wird, wenn sich die
       Zusammensetzung zugunsten von Einheiten mit höherer Qualität verschoben hat. Diese
       Verschiebung bedeutet eine Änderung der Durchschnittsqualität und muß als Erhöhung des
       Volumenindex erfaßt werden. Im allgemeinen ist die beste Methode zur Schätzung von
       Volumenänderungen für Waren- und Dienstleistungsströme die Deflationierung der Wert-
       daten mit Preisindizes. Da alle Änderungen der Durchschnittsqualität in den Wertreihen
       korrekt wiedergegeben werden, gelangt man, indem man durch einen repräsentativen
       Preisindex dividiert, der im Hinblick auf Qualitätsänderungen bereinigt worden ist, zu ei-
       nem korrekten Volumenindex.
10.33  Die Deflationierung mit Preisindizes dürfte in der Praxis nicht immer die beste Lösung
       sein, so daß andere Methoden gewählt werden müssen. Beispielsweise können Wertreihen
       durch Multiplikation von Preis- und Mengendaten erstellt worden sein, und dann kann man
       durch Verwendung von Preisen des Basisjahres zu konstanten Preisdaten gelangen. Es
       kann aber auch die Qualität einiger Wertreihen ungenügend sein, oder es kann schwierig
       sein zuverlässige Preisindizes zu bekommen. In diesem Fall können Schätzungen auf der
       Grundlage von Mengenindikatoren durchgeführt werden. Dabei muß darauf geachtet wer-
       den, daß sich die Mengen auf möglichst homogene Güter beziehen. Ist keine der oben be-
       schriebenen Methoden anwendbar, so muß man sich zur Erlangung von Daten über kon-
       stante Outputpreise möglicherweise auf Schätzungen von Inputs zu konstanten Preisen
       stützen.
10.34  Bei den nichtmarktbestimmten Dienstleistungen ist eine Deflationierung von Werten durch
       Verwendung von Preisindizes nicht möglich, so daß andere Lösungen angewandt werden
       müssen. Diese werden in den Abschnitten 10.40-10.45 beschrieben.
Anwendung auf spezifische Ströme
a)    Ströme von Waren und marktbestimmten Dienstleistungen
10.35  Von allen Strömen in der Volkswirtschaft können die Veränderungen des Wertes der
       Ströme von Waren und marktbestimmten Dienstleistungen am leichtesten in Preis- und
       Volumenänderungen untergliedert werden. Hier ist klar zu unterscheiden zwischen:
       i)   Strömen, die tatsächliche Markttransaktionen zu einem bestimmten Preis darstellen,
       ii) Strömen, die Output für die eigene letzte Verwendung darstellen (z. B. für eigene
            Rechnung vorgenommene Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Dienstlei-
            stungen aus eigengenutztem Wohnungsbesitz),
       iii) Strömen, deren Wert definiert wird als Saldo zwischen Waren- und Dienstleistungs-
            transaktionen (z. B. Handelsspannen),
                                              -372
 ---pagebreak---       iv) Strömen, deren Wert definiert wird als Differenz zwischen Verteilungstransaktionen
            und/oder finanziellen Transaktionen (z. B. indirekt erfaßte Dienstleistungen der finan-
            ziellen Mittlertätigkeit und Versicherungsdienstleistungen).
10.36 Die Ströme der Kategorie i) kommen bei weitem am häufigsten vor und stellen den Nor-
      malfall dar. Änderungen im Wert dieser Ströme können ihrem Wesen entsprechend in
      Volumenänderungen und Preisänderungen aufgegliedert werden. Das allgemeine Verfah-
      ren der Deflationierung des jeweiligen Wertes dieser Ströme mit Preisindizes ist immer
      dann anwendbar, wenn Waren und Dienstleistungen in Einheiten ausgedrückt werden kön-
      nen, die in ihrer Mehrzahl von einem Jahr zum nächsten homogen sind.
10.37 Die Ströme der Kategorie ii), die fiktive Transaktionen darstellen, sind durch das Fehlen
      eines echten Transaktionspreises gekennzeichnet. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Waren
      wie landwirtschaftlichen Erzeugnissen für die eigene letzte Verwendung und bei Waren für
      Anlageinvestitionen für eigene Rechnung. Was die Dienstleistungen betrifft, so sind die
      Dienstleistungen aus eigengenutzem Wohnungsbesitz am wichtigsten. Für diese unterstell-
      ten Ströme werden Werte ermittelt, indem man Preise für vergleichbare marktbestimmte
      Güter anwendet, und deshalb sollte der Deflator derselbe sein. Da es normalerweise erfor-
      derlich ist, beim Bau von Wohnungen für eigene Rechnung den Output nicht anhand der
      Preise, sondern anhand der Produktionskosten zu bewerten, muß der Deflator in diesem
      Sinne angepaßt werden.
10.38 Die wichtigsten Ströme der Kategorie iii) sind Ströme, deren Wert in jeweiligen Preisen
      durch Bildung der Differenz zwischen den Werten zweier Warenströme ermittelt wird.
      Dies gilt für die Handelsspannen, deren Wert in jeweiligen Preisen definiert wird als die
      Differenz zwischen dem tatsächlichen oder unterstellten Preis für eine zum Wiederverkauf
      im Groß- oder Einzelhandel gekaufte Ware und dem Preis, den der Händler bezahlen
      müßte, um die Ware zum Zeitpunkt ihres Verkaufs oder ihrer sonstigen Veräußerung wie-
      derzubeschaffen. Eine mögliche Methode der Schätzung von Handelsspannen zu konstan-
      ten Preisen wäre also die Differenzbildung, das heißt die Subtraktion des Wertes zu kon-
      stanten Preisen für zum Wiederverkauf erworbene Waren von dem Wert zu konstanten
      Preisen für die von diesen Händlern wiederverkauften Waren. Eine andere Methode der
      Messung wäre die Extrapolation der Handelsspannen des Basisjahres entweder mit Hilfe
      des Volumens der Verkäufe oder des Volumens der Käufe, die vom Groß- und Einzelhan-
      del getätigt worden sind. Bei dieser Alternative muß aus Gründen der Genauigkeit berück-
      sichtigt werden, daß Handelsspannen je nach Gütern und Verwendungen unterschiedlich
      groß sind. Dies wird in den Aufkommens- und Verwendungstabellen ausdrücklich bestä-
      tigt.
10.39 Die Kategorie iii) beinhaltet auch den Output von Reisebüroleistungen, die als der Wert
      des Dienstleistungsentgelts der Reisebüros (Gebühren und Provisionen) gemessen werden.
      Diese Dienstleistungen können auch als Differenz zwischen zwei Strömen ermittelt wer-
      den, u. zw. der vom Käufer geleisteten vollen Zahlung und den Ausgaben des Produzenten
      für Transport und Unterbringung. Das Volumen kann gemessen werden als die Differenz
      zwischen diesen Strömen, berechnet in konstanten Preisen. Es besteht aber auch die Mög-
      lichkeit, die Gebühren bzw. Provisionen als den Preis je Einheit der vereinbarten Art von
      Transport oder Unterbringung zu definieren, und der Volumenindikator für das Dienstlei-
      stungsentgelt würde sich somit in derselben Richtung verändern wie diese Ströme.
 ---pagebreak--- 10.40  Die Ströme der Kategorie iv) bestehen aus Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätig-
       keit, und auch das Dienstleistungsentgelt der Versicherungen und Pensionskassen ist darin
       enthalten. Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit werden erbracht von Banken
       und sonstigen Geldinstituten und erstrecken sich darauf, Unternehmen oder Haushalten
       Kredite zu gewähren, sichere und günstige Sparmöglichkeiten zu bieten, Geld und Wertge-
       genstände sicher aufzubewahren, Devisen zu kaufen und zu verkaufen, Schecks abzurech-
       nen, allgemeine Wirtschaftsinformationen zu liefern, mit Aktien und Wertpapieren zu han-
       deln und Anlageberatung anzubieten. In einigen Fällen sind diese Dienstleistungen leicht
       definierbar und werden gesondert bezahlt, zum Beispiel bei der Anmietung von Fächern im
       Tresorraum von Banken oder wenn im Zusammenhang mit der Emission von Aktien, Ob-
       ligationen oder Anleihen Gebühren erhoben werden. In diesem Fall kann der jeweilige
       Wert der Transaktionen ermittelt werden, und das gleiche gilt für Preise und Mengen, die
       für Preis- und Volumenmessungen benötigt werden. Eine Untergliederung der indirekt er-
       faßten Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit und der Versicherungsdienstlei-
       stungen in Preis- und Volumenkomponenten ist jedoch normalerweise nur nach willkürli-
       chen Gesichtspunkten möglich und müßte auf Vereinbarungen basieren.
b)    Ströme nichtmarktbestimmter Dienstleistungen .
10.41  Bei den vom Staat und von Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten
       Haushalten produzierten nichtmarktbestimmten Dienstleistungen handelt es sich um ein
       weit gefächertes Angebot an für die Gesellschaft sowohl notwendigen als auch nützlichen
       Leistungen. Sie gliedern sich in zwei Hauptkategorien:
       a)   Dienstleistungen, die individuell zurechenbar sind, d. h. deren Verbraucher oder
            Nutznießer einzeln identifizierbar sind. Der Verbrauch derartiger Dienstleistungen er-
            fordert Einzelinitiative seitens der Betroffenen;
       b) rein kollektive Dienstleistungen, d. h. Dienstleistungen, die von der gesamten Bev-
            ölkerung gemeinsam verbraucht werden.
10.42  Die individuell zurechenbaren Dienstleistungen können für Einzelpersonen (z. B. Gesund-
       heitsleistungen) oder für Personengruppen (z. B. Unterricht) erbracht werden. Ihrer Art
       nach können diese Dienstleistungen als marktbestimmte oder als nichtmarktbestimmte
       Leistungen angeboten werden. Oft kann eine Einzelperson Dienstleistungen dieser Art
       entweder von einer marktbestimmten Einheit (durch Zahlung des Preises) oder von einer
       nichtmarktbestimmten Einheit des Staates oder der Organisationen ohne Erwerbscharakter
       im Dienst von privaten Haushalten (unentgeltlich oder beinahe unentgeltlich) erhalten.
       Für marktbestimmte Dienstleistungen sollte die Methode der Deflationierung jeweiliger
       Werte mittels Preisindizes verwendet werden, da die Veränderungen im Produktmix mit
       unterschiedlichen Preisen dann korrekt als sich auf die Volumen und nicht auf die Preise
       auswirkend       ausgewiesen       werden     können.   Für    individuell    zurechenbare
       nichtmarktbestimmte Dienstleistungen können Outputschätzungen auf Mengenindikatoren
       basieren. Im Bildungsbereich könnten diese sich auf die Zahl der Stunden beziehen, die
       Schüler in ihren Klassen oder mit Einzelunterricht verbringen, und bei nichtmarktbestimm-
       ten Gesundheitsdienstleistungen sollten sie die Behandlung in Krankenhäusern oder Besu-
       che bei Ärzten oder Krankenschwestern widerspiegeln. In beiden Fällen besteht eine Quali-
       tätsdimension, die in der Höhe der je Schüler oder Patient verwendeten Mittel zum Aus-
       druck kommt. Es ist darauf zu achten, daß möglichst genau untergliederte Daten verwendet
       werden, damit jeder Indikator, für den Berechnungen angestellt werden, hinsichtlich der
       Kosten so homogen wie möglich ist. Nur dann können Änderungen im Prodüktmix korrekt
       als Volumenänderungen ausgewiesen werden.
 ---pagebreak---        Bei individuell zurechenbaren Dienstleistungen sollten Änderungen im Output- und Ver-
       brauchsvolumen grundsätzlich auf der Grundlage der Verwendung gemessen werden, de-
       nen diese Dienstleistungen zugeführt werden. Dadurch wird vermieden, daß unterschiedli-
       che Kriterien für dieselben Dienstleistungen berücksichtigt werden, je nachdem, ob es sich
       um marktbestimmte oder nichtmarktbestimmte Dienstleistungen handelt. Selbstverständ-
        lich muß jede Qualitätsänderung als Volumenänderung behandelt werden. Dies gilt jedoch
       ebenso für marktbestimmte wie für nichtmarktbestimmte individuell zurechenbare Dienst-
       leistungen.
10.43  Die rein kollektiven Dienstleistungen werden vom Staat zugunsten der Allgemeinheit er-
       bracht. Sie umfassen ein breites Spektrum von Tätigkeiten wie z. B. allgemeine Verwal-
       tung, nationale Verteidigung, Außenbeziehungen, Justiz und Polizei, Städteplanung und
       Umweltschutz, Wirtschaftspolitik usw. Da es sich hierbei um kollektiv, indirekt und konti-
       nuierlich verbrauchte Dienstleistungen handelt, kann das Volumen ihres Outputs nicht
       durch den Umfang ihrer Inanspruchnahme gemessen werden.
10.44  In der Praxis kann es sich als unmöglich erweisen, zuverlässige Mengenindikatoren für
       individuell zurechenbare nicht marktbestimmte Dienstleistungen zu bekommen, und in
       diesem Fall können Volumenmessungen nach denselben Methoden wie bei den rein kol-
       lektiven Dienstleistungen erforderlich werden. Dabei muß von einer Bewertung der einzel-
       nen Kostenelemente dieses Outputs zu konstanten Preisen ausgegangen werden, d. h.:
       a)    Vorleistungen
       b) Einkommen aus unselbständiger Arbeit
       c)    sonstige Produktionssteuem
       d)    Abschreibungen.
Der Rückgriff auf Inputmessungen als Ersatz für Outputmesssungen bedeutet, daß eine Produktivi-
       tätsanalyse nicht möglich ist.
10.45  Die Berechnung von Vorleistungen zu konstanten Preisen wirft keine besonderen theoreti-
       schen Probleme auf, da sich Vorleistungen auf Waren und marktbestimmte Dienstleistun-
       gen beziehen. Sie kann entweder durch Deflationierung jeweiliger Werte mit einem Vor-
       leistungspreisindex oder auf der Grundlage von zu Preisen des Basisjahres neubewerteten
       Mengen erfolgen.
10.46  Die Berechnung der Einkommen aus unselbständiger Arbeit und der Abschreibungen in
       nichtmarktbestimmte Dienstleistungen produzierenden Tätigkeitsbereichen zu konstanten
       Preisen erfolgt anhand der in den Abschnitten 10.53 und 10.54 beschriebenen allgemeinen
       Methoden. Sonstige Produktionssteuem sind oft Steuerarten, die zu einem Volumenindika-
       tor in Beziehung gesetzt werden können, z. B. Beschäftigungsvolumen, Zahl der
       verwendeten Kraftfahrzeuge.
                                              -375
 ---pagebreak--- c)    Steuern und Subventionen auf Güter und Einfuhr
10.47  Wenngleich das integrierte System von Preis- und Volumenindizes im wesentlichen auf
       Waren- und Dienstleistungstransaktionen beschränkt ist, schließt es doch die Möglichkeit
       der Messung von Preis- und Volumenänderungen bei bestimmten sonstigen Transaktionen
       nicht aus. Diese Möglichkeit besteht insbesondere im Falle von Steuern und Subventionen,
       die direkt mit der Menge oder dem Wert der Waren und Dienstleistungen zusammenhän-
       gen, die Gegenstand bestimmter Transaktionen sind. In den Aufkommens- und Verwen-
       dungstabellen werden die diesbezüglichen Werte ausdrücklich ausgewiesen. Bei Anwen-
       dung der nachfolgend beschriebenen Regeln können für die in den Waren- und Dienstlei-
       stungskonten nachgewiesenen Steuer- und Subventionskategorien Preis- und Volumenan-
       gaben ermittelt werden, nämlich für
       -     Gütersteuern ohne Mehrwertsteuer (D.21 zum Teil)
       -     Gütersubventionen (D.31)
       -     Mehrwertsteuer auf Güter (D.21 zum Teil).
10.48  Am einfachsten ist es bei den Steuern, die einen festen Betrag je Mengeneinheit des den
       Gegenstand der Transaktion bildenden Gutes darstellen. Der Wert der Einnahmen aus einer
       solchen Steuer hängt ab von :
       a)    der an der Transaktion beteiligten Gütermenge,
       b) dem je Einheit erhobenen Betrag, d. h. dem Steuerbetrag.
       Die Zerlegung der Wertänderung in ihre beiden Komponenten bereitet praktisch keine
       Schwierigkeiten. Die Volumenänderung wird bestimmt durch die Änderung der Mengen
       der besteuerten Güter; die Preisänderung entspricht der Änderung des je Einheit erhobenen
       Betrages, d. h. der Änderung des Steuerbetrages.
10.49  Häufiger stellt die Steuer jedoch einen gewissen Prozentsatz des Transaktionswertes dar.
       Der Wert der Einnahme aus einer solchen Steuer hängt dann ab von:
       a)    der an der betreffenden Transaktion beteiligten Gütermenge,
       b) dem Preis der an der Transaktion beteiligten Güter,
       c)    dem Steuersatz (als Prozentsatz).
       Der Steuerbetrag wird durch Anwendung des Steuersatzes auf den Preis des Gutes ermit-
       telt. Die Änderung des Wertes der Einnahme aus einer Steuer dieser Art kann auch in eine
       Volumenänderung, die durch die Änderung der besteuerten Gütermengen bestimmt wird,
       und eine Preisänderung entsprechend der Änderung des Steuerbetrags (b x c) aufgegliedert
       werden.
10.50  Der Betrag der Gütersteuem (ohne Mehrwertsteuer) (D.21 zum Teil) wird als Volumen
       gemessen, indem die Steuerbeträge des Basisjahres auf die produzierten oder eingeführten
       Gütermengen angewandt werden oder indem die Steuersätze des Basisjahres auf den Wert
       des Outputs oder der Einfuhr zu Preisen des Basisjahres angewandt werden. Dabei ist dar-
       auf zu achten, daß es für verschiedene Verwendungen verschiedene Steuerbeträge geben
       kann. Dies wird in den Aufkommens- und Verwendungstabellen berücksichtigt.
                                                 576
 ---pagebreak--- 10.51  Entsprechend wird der Betrag der Gütersubventionen (D.31) als Volumen gemessen, in-
       dem die Subventionsbeträge des Basisjahres auf die produzierten oder eingeführten Güter-
       mengen angewandt werden oder indem die Subventionsätze des Basisjahres auf den Wert
       des Outputs oder der Einfuhr zu Preisen des Basisjahres angewandt werden, wobei unter-
       schiedliche Subventionsbeträge für unterschiedliche Verwendungen berücksichtigt werden.
10.52  Die Mehrwertsteuer auf Güter (D. 21 zum Teil) wird sowohl für die Gesamtwirtschaft als
       auch für die einzelnen Tätigkeitsbereiche und sonstigen Benutzer auf Nettobasis berechnet
       und bezieht sich nur auf die nicht abzugsfähige Mehrwertsteuer. Letztere wird definiert als
       die Differenz zwischen der auf die Güter in Rechnung gestellten Mehrwertsteuer und der
       durch die Benutzer dieser Güter abziehbaren Mehrwertsteuer. Es ist jedoch auch möglich,
       die Mehrwertsteuer auf Güter zu definieren als die Summe aller von den Benutzern zu
       zahlenden nicht abzugsfähigen Beträge.
       Die nicht abzugsfähige Mehrwertsteuer kann berechnet werden, indem man die im Basis-
       jahr geltenden Mehrwertsteuersätze auf die in Preisen des Basisjahres ausgedrückten Strö-
       me anwendet. Eventuelle Änderungen des Mehrwertsteuersatzes für das jeweilige Jahr
       spiegeln sich deshalb im Preisindex und nicht im Volumenindex der nicht abzugsfähigen
       Mehrwertsteuer wider.
       Der Anteil der abzugsfähigen Mehrwertsteuer an der in Rechnung gestellten Mehrwert-
       steuer und damit auch der Anteil der nicht abzugsfähigen Mehrwertsteuer kann sich än-
       dern:
       a)   wenn eine Änderung des Rechts auf Mehrwertsteuerabzug infolge einer Änderung der
            Steuergesetze oder -Vorschriften eintritt, die mit oder ohne zeitliche Verschiebung
            wirksam wird,
       b)   oder wenn sich die Verwendungsstruktur der Güter ändert (z. B. Anstieg des Anteils
            der Verwendungen, die zum Mehrwertsteuerabzug berechtigen).
       Eine Änderung des Betrages der abzugsfähigen Mehrwertsteuer aufgrund einer Änderung
       des Rechts auf Mehrwertsteuerabzug wird mit der beschriebenen Methode wie eine /Ände-
       rung des Steuerbetrags behandelt, und dasselbe gilt für eine Änderung des in Rechnung
       gestellten Mehrwertsteuersatzes.
       Dagegen stellt eine Änderung des Betrags der abzugsfähigen Mehrwertsteuer aufgrund ei-
       ner Änderung der Verwendungsstruktur des Gutes eine Änderung des Volumens der ab-
       zugsfahigen Mehrwertsteuer dar, die im Volumenindex der Mehrwertsteuer auf Güter zum
       Ausdruck kommen muß.
d)    Abschreibungen
10.53  Die Berechnung des Volumens der Abschreibungen bereitet kaum Schwierigkeiten, wenn
       gute Daten über die Zusammensetzung des Bestands an Anlagevermögen zur Verfügung
       stehen. Die von den meisten Ländern verwendete Methode der laufenden Inventur erfordert
       für die Schätzung der Abschreibungen in jeweiligen Preisen bereits die Berechnung des
       Bestands an Anlagevermögen in konstanten Preisen. Um von einer Bewertung zu Anschaf-
       fungskosten zu einer Bewertung zu Wiederbeschaffungskosten zu gelangen, müssen zu-
       nächst einmal die in verschiedenen Zeiträumen angeschafften Anlagegüter auf homogener
       Grundlage bewertet werden, d. h. zu Preisen des Basisjahres. Die dabei abgeleiteten Preis-
       und Volumenindizes können somit zur Berechnung des Wertes der Abschreibungen in
       konstanten Preisen und des dazugehörigen Preisindex verwendet werden.
 ---pagebreak---        Wird der Bestand an Anlagevermögen nicht nach der Methode der laufenden Inventur be-
       rechnet, so kann die Veränderung der Abschreibungen zu konstanten Preisen durch Defla-
       tionierung der Daten in jeweiligen Preisen mit Preisindizes ermittelt werden, die wiederum
       aus Daten über Bruttoanlageinvestitionen nach Gütern abgeleitet worden sind. Dabei muß
       die Altersstruktur der erworbenen Anlagegüter berücksichtigt werden.
e)    Einkommen aus unselbständiger Arbeit
10.54  Zur Messung des durch Arbeitnehmer erbrachten Inputvolumens kann als Mengeneinheit
       für das Einkommen aus unselbständiger Arbeit eine mit einer bestimmten Art von Arbeit
       und einem bestimmten Qualifikationsniveau geleistete Arbeitsstunde verwendet werden.
       Wie bei Waren und Dienstleistungen sind unterschiedliche Arbeitsqualitäten zu berück-
       sichtigen und für jede einzelne Art von Arbeit Mengenverhältniszahlen zu berechnen. Der
       mit den einzelnen Arten von Arbeiten verbundene Preis ist die Vergütung pro Stunde, die
       natürlich für verschiedene Arten von Arbeit unterschiedlich sein kann. Eine Volumenmeß-
       zahl für geleistete Arbeit kann berechnet werden als gewogenes Mittel der Mengenver-
       hältniszahlen für verschiedene Arten von Arbeit, wobei mit den Werten des Einkommens
       aus unselbständiger Arbeit im Vorjahr oder in einem festen Basisjahr gewichtet wird. Es
       kann aber auch ein Lohnindex für Arbeit berechnet werden, indem ein gewogenes Mittel
       der proportionalen Veränderungen der Stundensätze zur Vergütung verschiedener Arten
       von Arbeit berechnet wird, und zwar wiederum unter Verwendung des Einkommens aus
       unselbständiger Arbeit als Gewicht. Wird indirekt ein Volumenindex vom Typ Laspeyres
       berechnet, indem die Änderungen des Einkommens aus unselbständiger Arbeit in jeweili-
       gen Werten mit einem Index der durchschnittlichen Änderung der Vergütung pro Stunde
       deflationiert werden, so sollte der letztgenannte Index ein Paasche-Index sein.
10.55  Zur Messung der realen Kaufkraft des Einkommens aus unselbständiger Arbeit kann dieser
       Strom mit einem Index deflationiert werden, der die Verwendungen widerspiegelt, denen
       dieses Einkommen zugeführt wurde. Normalerweise wird als Preisindex für diesen Zweck
       der implizite Deflator der Ausgaben für den individuellen Verbrauch oder der Verbrau-
       cherpreisindex gewählt.
f)    Bestände an produziertem Anlagevermögen und Vorräte
10.56  Sowohl für die Bestände an Anlagevermögen als auch für die Vorräte werden Daten zu
       konstanten Preisen benötigt. Für erstere stehen solche Daten, die zur Berechnung von
       Kapitalkoeffizienten benötigt werden, zur Verfügung, wenn die Methode der laufenden
       Inventur angewandt wird. Andernfalls können Informationen über die Werte von Vermö-
       gensbeständen von Produzenten gesammelt werden, und es kann mit den für die Anlagein-
       vestitionen verwendeten Preisindizes deflationiert werden, wobei die Altersstruktur der
       Bestände zu berücksichtigen ist.
                                                  MR -
 ---pagebreak---        Vorratsveränderungen werden gemessen anhand des Wertes der Zugänge zu den Vorräten
       abzüglich des Wertes der Abgänge aus den Vorräten und anhand des Wertes eventueller
       laufender Verluste an Vorräten während eines gegegebenen Zeitraums. Schätzungen in
       konstanten Preisen können durch Deflationierung dieser Komponenten abgeleitet werden.
       Bei ziemlich regelmäßigen Veränderungen des Volumens und der Preise der Vorräte kön-
       nen Vorratsveränderungen auch durch Multiplikation der Volumenänderung der Vorräte
       mit den Durchschnittspreisen des jeweiligen oder des Basisjahres geschätzt werden. Als
       zweite Alternative und zur Kontrolle können Schätzungen der Vorratsveränderungen auch
       durch Bildung der Differenz zwischen den Vorräten am Ende und am Beginn des jeweili-
       gen Zeitraums ermittelt werden. Zu diesem Zweck muß der Wert der Vorräte einschließlich
       Wertänderungen entsprechend den Büchern der Produzenten neu bewertet und in Durch-
       schnittspreisen entweder des jeweiligen Jahres oder des Basisjahres ausgedrückt werden.
       Beziehen sie sich auf das jeweilige Jahr, so stellt der Wert die Volumenänderungen der
       Vorräte in jeweiligen Preisen dar. Beziehen sich die Durchschnittspreise auf ein Basisjahr,
       so entspricht der Wert Volumenänderungen der Vorräte zu Preisen des Basisjahres.
g)    Messung des Realeinkommens für die Gesamtwirtschaft
10.57  Es ist nicht möglich, Einkommensströme in eine Preis- und eine Mengenkomponente zu
       untergliedern, und so können auch nicht wie bei den weiter oben beschriebenen Strömen
       und Beständen Preis- und Volumenmeßgrößen ermittelt werden. Einkommensströme kön-
       nen als Realwerte nur gemessen werden, wenn ein bestimmter Waren- und Dienstlei-
       stungskorb ausgewählt wird, für den das Einkommen normalerweise ausgegeben wird, und
       der Preisindex für diesen Korb als Deflator der jeweiligen Einkommen eingesetzt wird. Die
       Wahl ist insofern stets willkürlich, als Einkommen selten speziell für Käufe während des
       fraglichen Zeitraums ausgegeben wird. Ein Teil davon kann für Käufe in späteren Zeiträu-
       men gespart werden, oder die Käufe des Zeitraums können teilweise mit Ersparnissen aus
       früheren Zeiträumeif finanziert werden.
10.58  Das Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen mißt das Volumen der Gesamtproduktion
       der Gesamtwirtschaft (abzüglich der Vorleistungen). Das reale Gesamteinkommen von
       Gebietsansässigen wird nicht nur durch dieses Produktionsvolumen beeinflußt, sondern
       auch durch das Verhältnis von Ausfuhren zu Einfuhren aus der übrigen Welt. Verbessern
       sich die Terms of Trade, so sind weniger Ausfuhren erforderlich, um ein gegebenes Ein-
       fuhrvolumen zu bezahlen, so daß bei einem gegebenen inländischen Produktionsniveau
       Waren und Dienstleistungen von der Ausfuhr auf den Verbrauch oder auf die Investitionen
       umgebucht werden können.
10.59  Das reale Bmttoinlandseinkommen kann abgeleitet werden, indem man beim Bruttoinland-
       sprodukt den sogenannten Terms-of-Trade-Effekt zu den Volumendaten hinzufügt. Der
      positive - oder auch negative - Terms-of-Trade-Effekt wird definiert als
       T= XM- [X. -MJ ,
              P      Px      Pm
       d. h. der jeweilige Saldo von Ausfuhr minus Einfuhr, deflationiert mit einem Preisindex P,
       abzüglich der Differenz zwischen dem deflationierten Ausfuhrwert und dem deflationierten
       Einfuhrwert. Die Wahl eines geeigneten Deflators P für die jeweiligen Salden von Ausfuhr
       minus Einfuhr sollte den Statistikbehörden eines jeden Landes überlassen bleiben, die da-
       bei die besonderen Gegebenheiten in ihrem Land berücksichtigen. Falls bei der Wahl eines
       Deflators Probleme auftreten, könnte als geeigneter Deflator der Mittelwert aus Einfuhr-
       und Ausfuhrpreisindizes dienen.
                                                379-
 ---pagebreak--- 10.60 Die folgende Übersicht zeigt, wie verschiedene Realeinkommensaggregate identifiziert und
      definiert werden:
       1) Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen
           zuzüglich Terms-of-Trade-Effekt
      2)   gleich reales Bruttoinlandseinkommen
           zuzüglich von der übrigen Welt empfangene reale Primäreinkommen
           abzüglich an die übrige Welt gezahlte reale Primäreinkommen
      3) gleich reales Brutto Volkseinkommen
           zuzüglich von der übrigen Welt empfangene reale laufende Übertragungen
           abzüglich an die übrige Welt geleistete reale laufende Übertragungen
      4) gleich verfügbares reales Bruttovolkseinkommen
           abzüglich Abschreibungen zu konstanten Preisen
      5) gleich verfügbares reales Nettovolkseinkommen.
      Um die verschiedenen Aggregate des Volkseinkommens in Realwerten ausdrücken zu
      können, wird empfohlen, die Primäreinkommen und Übertragungen, die von der übrigen
      Welt empfangen oder an die übrige Welt geleistet werden, mit einem Preisindex der letzten
      inländischen Verwendung zu deflationieren. Das verfügbare reale Volkseinkommen muß
      netto ausgedrückt werden, indem man von seinem Bruttowert die Abschreibungen zu kon-
      stanten Preisen abzieht.
WAHL DER INDEXFORMELN UND DES BASISJAHRES
10.61 Die Entwicklung eines integrierten Systems von Preis- und Volumenindizes setzt eine
      überlegte Wahl der zu verwendenden Indextypen voraus.
10.62 Für die Messung der jährlichen Volumenänderungen wird vorzugsweise ein Fis-
      her-Volumenindex verwendet, der als das geometrische Mittel aus Laspeyres- und Paa-
      sche-Index definiert wird. Volumenänderungen über längere Zeiträume werden durch Ver-
      kettung ermittelt, d. h. durch Kumulierung der jährlichen Entwicklungen.
10.63 Für die Messung der jährlichen Preisänderungen wird vorzugsweise ein Fisher-Preisindex
      verwendet. Preisänderungen über längere Zeiträume werden durch Verkettung der jährli-
      chen Preisentwicklungen ermittelt.
10.64 Kettenindizes, bei denen zur Messung von Volumenänderungen Laspey-
      res-Volumenindizes und zur Messung jährlicher Preisentwicklungen Paasche-Preisindizes
      verwendet werden, sind gegenüber Fisher-Indizes akzeptable Alternativen.
10.65 Wenngleich für die Messung von Volumen und Preisen vorzugsweise ein Kettenindex
      verwendet werden sollte, muß zugegeben werden, daß die mangelnde additive Konsistenz
      für viele Analysearten ein schwerwiegender Nachteil sein kann.
      Eine Gesamtgröße wird definiert als die Summe ihrer Komponenten. Additivität verlangt,
      daß diese Identitätsbeziehung erhalten bleiben muß, wenn der Wert einer Gesamtgröße und
      die Werte seiner Komponenten in einem Bezugszeitraum unter Verwendung einer Reihe
      von Volumenindexzahlen zeitlich extrapoliert werden.
                                             _ i<sn
 ---pagebreak--- 10.66 Deshalb wird empfohlen, für die wichtigsten Gesamtgrößen zusätzlich zu den Kettenindi-
      zes detaillierte Daten in konstanten Preisen zusammenzustellen, d. h. eine Direktbewertung
      von jeweiligen Mengen zu Preisen des Basisjahres vorzunehmen.
      Für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind Daten in konstanten Preisen auf der
      tiefsten möglichen Untergliederungsebene zu schätzen, wenn innerhalb eines integrierten
      Systems von Preis- und Volumenmessungen Konsistenz gewahrt werden soll. Die Auf-
      kommens- und Verwendungstabellen bilden den zentralen begrifflichen und statistischen
      Rahmen für alle Messungen zu konstanten Preisen. Zusätzliche Daten sind in ergänzenden
      Tabellen zu finden.
      Reihen zu kostanten Preisen müssen allerdings im Laufe der Zeit umbasiert werden. Für
      das ESVG gilt der Grundsatz, ab 1995 das Basisjahr alle fünf Jahre zu ändern. Wenn das
      Basisjahr geändert wird, ist es üblich, die Daten auf der alten Basis mit den Daten auf der
      neuen Basis zu verknüpfen, anstatt die Umbasierung noch weiter zurückzuführen. Wenn
      das Basisjahr geändert wird, geht die Additivität als Folge der Verknüpfung verloren.
10.67 Wenn Basisjahrwerte mit Ketten-Volumenindizes extrapoliert werden, muß den Benutzem
      erläutert werden, warum in den Tabellen keine Additivität mehr besteht.
      Die nicht additiven Daten „zu konstanten Preisen" werden ohne jegliche Bereinigung
      veröffentlicht. Diese Methode ist transparent und weist die Benutzer auf das Ausmaß des
      Problems hin.
      Dabei kann es unter bestimmten Umständen durchaus als besser erachtet werden, die Dis-
      krepanzen zu beseitigen, um die Gesamtkonsistenz der Daten zu verbessern.
RÄUMLICHE PREIS- UND VOLUMENINDIZES
10.68 Bei Preis- und Volumenvergleichen zwischen Ländern muß das Problem der verschiedenen
      Landeswährungen überwunden werden. Da Wechselkurse für diesen Zweck weder stabil
      genug sind noch Kaufkraftunterschiede korrekt widerspiegeln, muß eine Methodik ähnlich
      der für zeitliche Vergleiche innerhalb ein und desselben Landes verwendet werden. Daher
      müssen Preis- und Volumenindizes für Länderpaare aufgestellt werden, indem dieselben
      Arten von Indexformeln verwendet werden wie bei der Messung von Veränderungen zwi-
      schen Zeiträumen. Dabei kann jedes der beiden Länder A und B Gewichtungsfaktoren lie-
      fern, und - aus der Sicht von Land A - kann ein Index vom Typ Laspeyres mit Gewichten
      aus Land A ebenso berechnet werden wie ein Index vom Typ Paasche unter Verwendung
      von Gewichten aus Land B.
10.69 Wenn sich die beiden Länder wirtschaftlich stark voneinander unterscheiden, kann die
      Differenz zwischen diesen beiden Indizes ziemlich groß sein, und die Ergebnisse würden
      dann zu sehr davon abhängen, welcher Index gewählt wird. Für binäre Vergleiche verlangt
      das ESVG deshalb einen Mittelwert aus beiden in Form eines Fisher-Index.
 ---pagebreak--- 10.70 Direkte mengenmäßige Vergleiche zwischen wirtschaftlichen Situationen, die wenig ge-
      meinsam haben, sind naturgemäß schwierig, und deshalb ist die beste Alternative die Me-
      thode der Deflationierung jeweiliger Werte mit Preisindizes. Dies gilt für internationale
      Vergleiche sogar in noch stärkerem Maße als für zeitliche Vergleiche. Mit Hilfe sorgfälti-
      ger Spezifizierung und Identifizierung von Gütern können Preismeßzahlen anhand von in
      jedem Land mittels Preiserhebungen gesammelten Informationen errechnet werden. Da die
      Preise in Landeswährung angegeben werden, wird mit den Preismeßzahlen der Begriff der
      Kaufkraftparität (KKP) eingeführt. Für ein gegebenes Gut wird die KKP zwischen der
      Währung des Landes A und der Währung des Landes B definiert als die Zahl der Wäh-
      rungseinheiten von B, die benötigt wird, um in Land B dieselbe Gütemienge zu kaufen, die
      mit einer Währungseinheit des Landes A im Land A gekauft werden kann. KKP für Güter-
      gruppen und höhere Aggregationsebenen bis hin zum BIP werden ermittelt, indem die
      KKP für die einzelnen Güter mit deren Anteil an den Ausgaben gewichtet werden. Um zu
      einem internationalen Preisindex für die beiden Länder zu gelangen, muß der KKP-Index
      durch den jeweiligen Wechselkurs zwischen den beiden betroffenen Währungen dividiert
      werden.
10.71 Für nichtmarktbestimmte Dienstleistungen ergibt sich bei internationalen Vergleichen das-
      selbe Problem wie bei zeitlichen Vergleichen. Das bedeutet, daß Outputs als die Summe
      der Inputs gemessen werden. Das zur Zeit für räumliche Vergleiche verwendete Verfahren
      besteht darin, KKP auf der Grundlage von Preismeßzahlen für wichtige Elemente dieser
      Outputs zu ermitteln. Die Methode, die Volumenverglelche von Inputs beinhaltet, läßt bei
      der Produktion von nichtmarktbestimmten Dienstleistungen bestehende Produktivitätsun-
      terschiede zwischen den verglichenen Ländern außer acht. Daher ist es wichtig, daß Me-
      thoden entwickelt werden, die stattdessen zu Volumenvergleichen der Outputs an nicht-
      marktbestimmten Dienstleistungen führen. Dies dürfte im Prinzip für individuelle nicht-
      marktbestimmte Dienstleistungen auf dieselbe allgemeine Weise möglich sein wie bei
      zeitlichen Vergleichen.
10.72 Der Bedarf an internationalen Preis- und Volumenvergleichen zwischen Ländern wird im
      ESVG anerkannt. Dabei sind Volumenvergleiche beim BIP und seinen Verwendungen das
      Hauptziel, und hier ist die Bedingung der Transitivität zu erfüllen. Transitivität bedeutet,
      daß der direkte Index für Land C auf der Grundlage von Land A gleich dem indirekten In-
      dex ist, den man durch Multiplikation des direkten Index für Land B auf der Grundlage von
      Land A mit dem direkten Index für Land C auf der Grundlage von Land B erhält.
10.73 Der im ESVG für die Berechnung einer Reihe von multilateralen Volumenmeßzahlen und
      KKP gewählte Ansatz geht von binären Vergleichen zwischen sämtlichen möglichen Län-
      derpaaren aus. Die für diesen Zweck verwendeten Fisher-Indizes sind nicht transitiv, aber
      es besteht die Möglichkeit, aus ihnen eine Reihe von transitiven Indizes abzuleiten, die den
      ursprünglichen Fisher-Indizes so nahe wie möglich kommen, indem man für diesen Zweck
       das traditionelle Kriterium der kleinsten Qaudrate verwendet. Die Minimierung der Ab-
       weichungen zwischen den ursprünglichen Fisher-Indizes und den gewünchten transitiven
       Indizes führt zu der sogenannten EKS-Formel.
10.74  Der EKS-Index verwendet alle Land i mit Land k verbindenden indirekten Indizes sowie
       den direkten Index zwischen ihnen. Für die Länder i und k ist der EKS-Index das geometri-
       sche Mittel aus dem direkten Index zwischen i und k und jedem möglichen indirekten In-
       dex, der die Länder i und k verbindet. Der direkte Index erhält das doppelte Gewicht eines
      jeden indirekten Index. Transitivität wird dadurch erreicht, daß man in den EKS-Index für
      jedes beliebige Länderpaar jedes andere Land einbezieht.
                                               \R7 -
 ---pagebreak---          Kapitel XI
Bevölkerung und Arbeitsinput
            383-
 ---pagebreak--- 11.01 Bestimmte Vergleiche zwischen Ländern, zwischen Produktionsbereichen oder zwischen
      Sektoren einer Volkswirtschaft werden erst aussagefähig, wenn die betreffenden volkswirt-
      schaftlichen Größen (z. B. Bruttoinlandsprodukt, letzter Verbrauch der privaten Haushalte,
      Wertschöpfung einzelner Produktionsbereiche, Einkommen aus unselbständiger Arbeit)
      auf die Zahl der Einwohner und auf die Arbeitsinputvariablen bezogen werden. Daraus
      folgt, daß Definitionen für die Begriffe Gesamtbevölkerung, Beschäftigung, Arbeitsplatz,
      Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden, Vollzeitäquivalent und Arbeitsinput der Ar-
      beitnehmer bei konstanter Vergütung benötigt werden, die den Konzepten der Volkswirt-
      schaftlichen Gesamtrechnungen entsprechen.
11.02 Diese Begriffe werden in dem System ausgehend von den Begriffen Wirtschaftsgebiet und
      Interessenschwerpunkt definiert.
11.03 Die Arbeitsinputs sind auf der Grundlage derselben statistischen Einheiten zu klassifizie-
      ren, wie sie auch für die Analyse der Produktion verwendet werden, nämlich der örtlichen
      fachlichen Einheit und der institutionellen Einheit.
11.04 Bei den volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen, auf die die Zahlen für Bevölkerung und Ar-
      beitsinputs bezogen werden, handelt es sich um jährliche Gesamtwerte. Deshalb sollten für
      Bevölkerung und Arbeitsinputs jährliche Mittelwerte verwendet werden.
      Werden mehrmals jährlich Erhebungen durchgeführt, so ist die berücksichtigte Zahl der
      Mittelwert der zu diesen verschiedenen Zeitpunkten erzielten Ergebnisse.
      Wird nur eine Erhebung durchgeführt, so ist es wichtig, zu prüfen, ob der gewählte Zeit-
      raum voll repräsentativ ist. Zur Schätzung von Daten für das Jahr insgesamt sollten die
      letzten verfügbaren Informationen über Veränderungen während des Jahres berücksichtigt
      werden. Wenn beispielsweise die mittleren Beschäftigungszahlen geschätzt werden, sollte
      in irgendeiner Form berücksichtigt werden, daß bestimmte Personen nicht das ganze Jahr
      hindurch arbeiten (Gelegenheitsarbeiter und/oder Saisonarbeiter).
GESAMTBEVÖLKERUNG
11.05 Definition:
      Zu einem gegebenen Zeitpunkt umfaßt die Gesamtbevölkerung eines Landes alle Personen,
      Staatsangehörige oder Ausländer, die im Wirtschaftsgebiet des Landes ansässig sind, auch
      wenn sie vorübergehend abwesend sein sollten. Für bestimmte Zwecke ist die durch-
      schnittliche jährliche Kopfzahl eine geeignete Grundlage für die Schätzung von Variablen
      der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen oder ein geeigneter Nenner für Vergleiche.
11.06 Die Gesamtbevölkerung wird für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nach dem
      Wohnsitzprinzip definiert (siehe das Kapitel über die Einheiten und ihre Zusammenfassun-
      gen).
      Als im Lande ansässig gelten alle Personen, die sich im Wirtschaftsgebiet dieses Landes
      für einen Zeitraum von einem Jahr und mehr aufhalten oder aufzuhalten beabsichtigen.
      Als vorübergehend abwesend gelten alle im Lande ansässigen Personen, die sich für einen
      Zeitraum von weniger als einem Jahr in der übrigen Welt aufhalten oder aufzuhalten beab-
      sichtigen.                                                                 (
 ---pagebreak---        Alle Einzelpersonen, die zu ein und demselben Haushalt ' gehören, sind dort gebietsansäs-
       sig, wo der Haushalt seinen wirtschaftlichen Interessenschwerpunkt hat. Dies ist dort, wo
       der Haushalt eine Wohnung oder nacheinander mehrere Wohnungen unterhält, die von den
       Mitgliedern des Haushalts als ihr Hauptwohnsitz behandelt und genutzt werden. Ein Mit-
       glied eines gebietsansässigen Haushalts bleibt Gebietsansässiger, auch wenn diese Person
       häufig Reisen außerhalb des Wirtschaftsgebiets unternimmt, da ihr wirtschaftlicher Interes-
       senschwerpunkt in dem Wirtschaftsgebiet bleibt, in dem der Haushalt gebietsansässig ist.
11.07  Die Gesamtbevölkerung eines Landes umfaßt:
      -      im Lande ansässige Staatsangehörige;
      -      zivile Staatsangehörige, die sich für einen Zeitraum von weniger als einem Jahr in der
            übrigen Welt aufhalten (Grenzgänger und Saisonarbeiter, Touristen, Kurgäste usw.);
      -      ausländische Zivilpersonen (einschließlich des Personals2 der Institutionen der Euro-
            päischen Gemeinschaften und der zivilen internationalen Organisationen, die sich in-
            nerhalb des geographischen Gebiets des betreffenden Landes befinden), die für einen
            Zeitraum von einem Jahr und mehr im Lande ansässig sind;
      -      das Personal ausländischer Streitkräfte2, das in militärischen internationalen Organisa-
            tionen mit Sitz innerhalb des geographischen Gebiets des Landes tätig ist;
      -      ausländisches technisches Hilfspersonal2 mit langfristigen Aufträgen, das in dem Land
            arbeitet und als von der Regierung des Gastlandes im Namen der seine Arbeit tatsäch-
            lich finanzierenden Regierung oder internationalen Organisation beschäftigt gilt.
      Vereinbarungsgemäß umfaßt die Gesamtbevölkerung eines Landes unabhängig von der
      Aufenthaltsdauer in der übrigen Welt außerdem:
      -     die Staatsangehörigkeit des Landes besitzende Studenten, unabhängig davon, wie
            lange sie im Ausland studieren;
      -     das in der übrigen Welt stationierte Personal2 der Streitkräfte des Landes;
      -     Staatsangehörige2, die zum Personal der außerhalb des geographischen Gebiets des
            Landes gelegenen wissenschaftlichen Einrichtungen dieses Landes gehören;
      -     Staatsangehörige2, die zum Personal der im Ausland akkreditierten diplomatischen
            Vertretungen des Landes gehören;
      -     Staatsangehörige 2, die Besatzungsmitglieder von Fischerei- und sonstigen Wasser-
            fahrzeugen, Luftfahrzeugen und schwimmenden Bohrinseln sind, die teilweise oder
            vollständig außerhalb des Wirtschaftsgebiets tätig sind.
11.08 Demgegenüber sind in der Gesamtbevölkerung eines Landes nicht enthalten:
      -     ausländische Zivilpersonen, die sich für einen Zeitraum von weniger als einem Jahr im
            Staatsgebiet aufhalten (Grenzgänger und Saisonarbeiter, Touristen, Kurgäste usw.);
      -     zivile Staatsangehörige, die sich für einen Zeitraum von einem Jahr und mehr im
            Ausland aufhalten;
      -     das Personal der Streitkräfte des Landes, das in militärischen internationalen Organi-
            sationen mit Sitz in der übrigen Welt tätig ist
      Der Begriff Haushalt wird in dem Kapitel über "die Einheiten und ihre Zusammenfassungen" definiert.
      Einschließlich der zu den jeweiligen Haushalten gehörenden Begleitpersonen.
                                                             -385
 ---pagebreak---        -    inländisches technisches Hilfspersonal mit langfristigen Aufträgen, das im Ausland ar-
            beitet und als von der Regierung des Gastlandes im Namen der seine Arbeit tatsächlich
            finanzierenden Regierung oder internationalen Organisation beschäftigt gilt;
       und vereinbarungsgemäß auch nicht:
      -     ausländische Studenten, gleichgültig wie lange sie im Lande studieren;
       -    das Personal der im Lande stationierten ausländischen Streitkräfte;
      -     das auf dem geographischen Gebiet des Landes befindliche ausländische Personal
            ausländischer wissenschaftlicher Einrichtungen;
      -     das im Lande tätige ausländische Personal ausländischer diplomatischer Vertretungen.
11.09  Die weiter oben gegebene Definition unterscheidet sich von der anwesenden (oder De-
       facto-)Bevölkerung, die aus den Personen besteht, die zu einem gegebenen Zeitpunkt tat-
       sächlich auf dem geographischen Gebiet eines Landes anwesend sind.
ERWERBSBEVÖLKERUNG
11.10  Definition:
       In Übereinstimmung mit den vom Internationalen Arbeitsamt (13. Internationale Konfe-
       renz der Arbeitsstatistiker) aufgestellten Normen umfaßt die Erwerbsbevölkerung alle Per-
       sonen beiderlei Geschlechts ab einem bestimmten Alter, die das Arbeitskräfteangebot für
       die Produktionstätigkeiten (im Rahmen der Produktionsgrenze des Systems) während eines
       bestimmten Bezugszeitraums darstellen.
       Sie umfaßt alle Personen, die die Bedingungen für die Zurechnung zu den Erwerbstätigen
       (Arbeitnehmer oder Selbständige) oder den Arbeitslosen erfüllen.
       Die Begriffe "Arbeitnehmer"         und "Selbständige" werden unter        der    Überschrift
       "Beschäftigung" definiert.
       Der Begriff "Arbeitslose" wird unter der Überschrift "Arbeitslosigkeit" definiert.
BESCHÄFTIGUNG
11.11  Definition:
       Der Begriff Beschäftigung gilt für alle Personen - Arbeitnehmer und Selbständige -, die
       innerhalb der Produktionsgrenze des Systems eine Produktionstätigkeit ausüben.
                                                 196
 ---pagebreak--- a)    Arbeitnehmer3
11.12  Definition:
      Arbeitnehmer werden definiert als alle Personen, die auf vertraglicher Basis für eine andere
      gebietsansässige institutionelle Einheit arbeiten und eine Vergütung erhalten (die als Dl
      Einkommen aus unselbständiger Arbeit erfaßt wird).
      Ein solches Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist gegeben, wenn
      ein förmlicher oder auch formloser Vertrag zwischen einem Unternehmen und einer Person
      besteht, der normalerweise von beiden Parteien freiwillig abgeschlossen worden ist und
      demzufolge die Person für das Unternehmen gegen eine Geld- oder Sachvergütung arbei-
      tet.
      Arbeitnehmer werden hier eingeordnet, sofern sie nicht auch eine selbständige Tätigkeit
      ausüben, die ihre Haupttätigkeit darstellt. In diesem Fall werden sie unter b) eingeordnet.
11.13 Erfaßt werden:
      -       Personen (Arbeiter, Angestellte, Führungskräfte, Hauspersonal, im Rahmen von Be-
              schäftigungsprogrammen eine entlohnte Produktionstätigkeit ausübende Personen), die
              durch Arbeitsvertrag an einen Arbeitgeber gebunden sind,
      -       zivile Bedienstete, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Staat ste-
              hen,
      -       Militärpersonen (Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit und Wehrpflichtige einschließlich
              der für zivile Zwecke eingesetzten Wehrpflichtigen),
      -       unmittelbar durch den Staat oder eine Organisation ohne Erwerbscharakter besoldete
              Geistliche,
      -       Eigentümer von Kapitalgesellschaften und Quasi-Kapitalgesellschaften, wenn sie in
              diesen Unternehmen arbeiten,
      -       Studenten, die eine formelle Verpflichtung eingegangen sind, wonach sie für eine Ver-
              gütung und (oder) Ausbildungsleistungen einen Teil ihrer Arbeitskraft als Input in den
              Produktionsprozeß eines Unternehmens einbringen,
      -       Heimarbeiter 4, sofern die ausdrückliche Vereinbarung besteht, daß sie auf der
              Grundlage der geleisteten Arbeit vergütet werden, d. h. auf der Grundlage der Arbeits-
              leistung, die als Input in einen Produktionsprozeß eingebracht wird,
      -       Behinderte, sofern das formelle oder informelle Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitge-
             ber und Arbeitnehmer besteht,
      -       Personen, die von Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden, wobei sie in den Tätigkeitsbe-
             reich der sie beschäftigenden Firma einzubeziehen sind und nicht in den Tätigkeitsbe-
              reich des Unternehmens, für das sie tatsächlich arbeiten. Für die Input-Output-Analyse
             kann jedoch eine Änderung der Zuordnung dieser Personen und aller mit ihnen in Zu-
              sammenhang stehenden Kosten ins Auge gefaßt werden (siehe Abschnitt 9.51 "Der In-
             put-Output-Rahmen").
      Ein Heimarbeiter ist eine Person, die sich im Rahmen einer Vereinbarung oder eines Vertrages mit einem bestimmten Unternehmen
      bereit erklärt, für das Unternehmen zu arbeiten oder dem Unternehmen eine bestimmte Menge von Waren und Dienstleistungen zu
      liefern, deren Arbeitsplatz jedoch nicht in dem Unternehmen ist.
      Der explizite oder implizite Vertrag bezieht sich auf den Input von Arbeit, nicht auf die Lieferung eines Outputs an
                                                                  387-
 ---pagebreak--- 11.14 Als Arbeitnehmer gelten auch Personen, die vorübergehend nicht arbeiten, sofern sie for-
      mell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind. Diese formelle Arbeitsverbundenheit sollte
      nach einem oder mehreren der folgenden Kriterien festgestellt werden:
      -    Lohn- oder Gehaltsfortzahlung,
      -    Zusicherung der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Beendigung der einschlägigen
           Situation oder Vereinbarung betreffend den Termin der Rückkehr,
      -    die Dauer der Abwesenheit vom Arbeitsplatz, die ggf. dem Zeitraum entsprechen
           kann, für den ein Arbeitnehmer Unterstützungsleistungen bekommen kann und nicht
           verpflichtet ist, eine andere Arbeit anzunehmen.
      Hierzu gehören Personen, die aus folgenden Gründen vorübergehend nicht arbeiten:
      Krankheit oder Verletzung, Ferien oder Urlaub, Streik oder Aussperrung, Bildungs- oder
      Fortbildungsurlaub, Mutterschafts- oder Elternurlaub, Konjunkturrückgang, vorübergehen-
      de Arbeitseinstellung oder Freisetzung, z.B. wegen schlechten Wetters, Maschinen- oder
      Stromausfalls, Rohstoff- oder Treibstoffknappheit, oder vorübergehende Abwesenheit mit
      oder ohne Erlaubnis.
b)    Selbständige
11.15  Definition
      Selbständige werden definiert als Personen, die alleinige oder gemeinsame Eigentümer ei-
      nes Unternehmens ohne eigene Rechtspersönlichkeit sind, in dem sie arbeiten, ausgenom-
      men diejenigen           Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit,                die als
      Quasi-Kapitalgesellschaften eingestuft werden. Selbständige werden hier eingeordnet, so-
      weit sie nicht gleichzeitig als Haupttätigkeit eine entlohnte Tätigkeit verrichten; ist dies der
      Fall, sind sie unter a) einzuordnen.
      Sie können aus irgendeinem Grund während des Bezugszeitraums vorübergehend nicht ar-
      beiten. Die Vergütung für selbständige Tätigkeit ist ein gemischtes Einkommen.
11.16 Zu den Selbständigen gehören auch folgende Kategorien:
      -    unbezahlt mithelfende Familienangehörige einschließlich derjenigen, die in Unter-
           nehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit arbeiten, die voll oder teilweise für die
           marktbestimmte Produktion arbeiten.
      -    Heimarbeiter, deren Einkommen eine Funktion des Wertes des Outputs aus einem
           Produktionsprozeß ist, für den sie verantwortlich sind, unabhängig vom Umfang des
           Arbeitsinputs.
      -    Arbeitskräfte, die allein oder gemeinsam ausschließlich für ihren eigenen letzten Ver-
           brauch oder ihre eigenen Investitionen produzieren. Personen, die freiwillig unbezahlte
           Tätigkeiten ausüben, zählen zu den Selbständigen, wenn die freiwillig übernommenen
           Tätigkeiten Waren zur Folge haben, z.B. beim Bau einer Wohnung, einer Kirche oder
           eines sonstigen Gebäudes. Führen die freiwillig übernommenen Tätigkeiten jedoch zu
           Dienstleistungen, z.B. bei unentgeltlichen Hausmeister- oder Reinigungsarbeiten, so
           werden sie nicht als Beschäftigung erfaßt, da diese freiwilligen Dienstleistungen aus
           der Produktion ausgenommen sind (siehe 3.08) In die Produktion von Dienstleistungen
           aus eigengenutztem Wohnungsbesitz geht kein Arbeitsinput ein; die diese Wohnungen
           nutzenden Eigentümer werden nicht als Selbständige betrachtet.
 ---pagebreak--- c)    Beschäftigung und Wohnsitz
11.17  Die Ergebnisse der Tätigkeit der produzierenden Einheiten können nur mit der Beschäfti-
       gung verglichen werden, wenn letztere sowohl die Gebietsansässigen als auch die Gebiets-
       fremden, die für gebietsansässige produzierende Einheiten arbeiten, berücksichtigt.
       Beschäftigung beinhaltet deshalb auch die folgenden Kategorien:
       -   gebietsfremde Grenzgänger, d. h. Personen, die täglich die Grenze überschreiten, um
           im Wirtschaftsgebiet zu arbeiten,
       -   gebietsfremde Saisonarbeiter, d. h. Personen, die in das Wirtschaftsgebiet kommen,
           um für einen Zeitraum von weniger als einem Jahr eine Tätigkeit in Bereichen auszu-
           üben, in denen periodisch zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden,
       -   in der übrigen Welt stationierte Militärpersonen, die den Streitkräften des Landes an-
           gehören,
           Staatsangehörige, die zum Personal der außerhalb des geographischen Gebiets des
           Landes gelegenen wissenschaftlichen Einrichtungen dieses Landes gehören,
       -   Staatsangehörige, die zum Personal der diplomatischen Vertretungen des Landes im
           Ausland gehören,
       -   Besatzungsmitglieder von Fischereifahrzeugen, sonstigen Schiffen, Luftfahrzeugen
           und schwimmenden Bohrinseln, die von gebietsansässigen Einheiten betrieben wer-
           den,
       -   örtliche Bedienstete von staatlichen Stellen des Landes mit Sitz außerhalb seines Wirt-
           schaftsgebiets.
11.18  Dagegen berücksichtigt der Begriff Beschäftigung nicht:
       -   gebietsansässige Grenzgänger und Saisonarbeiter, d. h. Gebietsansässige, die in einem
           anderen Wirtschaftsgebiet arbeiten,
       -   Staatsangehörige, die Besatzungsmitglieder von Fischereifahrzeugen, sonstigen
           Schiffen, Luftfahrzeugen und schwimmenden Bohrinseln sind, die von gebietsfremden
           Einheiten betrieben werden,
       -   örtliche Bedienstete ausländischer staatlicher Stellen mit Sitz im geographischen Ge-
           biet des Landes,
       -   das Personal der Institutionen der Europäischen Gemeinschaften und der zivilen inter-
           nationalen Organisationen mit Sitz im geographischen" Gebiet des Landes
           (einschließlich direkt eingestellte örtliche Bedienstete),
       -   Militärpersonen, die zum Personal von militärischen internationalen Einrichtungen mit
           Sitz im geographischen Gebiet des Landes gehören,
       -   Staatsangehörige, die bei im Wirtschaftsgebiet ansässigen ausländischen wissen-
           schaftlichen Einrichtungen arbeiten.
11.19  Um den Übergang zu den Begriffen zu ermöglichen, die im allgemeinen in der Beschäfti-
       gungsstatistik verwendet werden (Beschäftigung nach dem Inländerkonzept), sieht das
       ESVG die getrennte Ausweisung der folgenden Posten vor:
       1) Wehrpflichtige (die in der Beschäftigungsstatistik nicht berücksichtigt werden, jedoch
           im ESVG unter Dienstleistungen des Staates erscheinen),
                                                389
 ---pagebreak---        2) Gebietsansässige, die für gebietsfremde produzierende Einheiten arbeiten (in der Be-
              schäftigungsstatistik berücksichtigt, nicht jedoch in der Beschäftigung nach der Defi-
              nition des ESVG),
       3) Gebietsfremde, die für gebietsansässige produzierende Einheiten arbeiten (in der Be-
              schäftigungsstatistik nicht berücksichtigt, jedoch in der Beschäftigung nach der Defi-
              nition des ESVG enthalten).
ARBEITSLOSIGKEIT
11.20   Definition:
       In Übereinstimmung mit den vom Internationalen Arbeitsamt (13. Internationale Konfe-
       renz der Arbeitsstatistiker) aufgestellten Normen umfaßt der Begriff "Arbeitslose" alle Per-
       sonen ab einem bestimmten Alter, die während des Bezugszeitraums:
       a)     "ohne Arbeit", d.h. weder abhängig beschäftigt noch selbständig waren,
       b)     "verfügbar" waren, d.h. während des Bezugszeitraums für eine abhängige Beschäfti-
             gung oder eine selbständige Tätigkeit zur Verfügung standen,
       c)     "Arbeit suchten", d.h. vor kurzem während eines bestimmten Zeitraums spezifische
              Schritte unternommen haben, um eine abhängige Beschäftigung zu finden oder als
              Selbständige tätig zu werden.
       Spezifische Schritte können sein die Einschreibung beim Arbeitsamt oder bei einer priva-
       ten Arbeitsvermittlungsstelle, die Bewerbung bei Arbeitgebern, die Nachfrage auf Baustel-
       len, bei landwirtschaftlichen Betrieben, an Fabriktoren, auf Markt- oder sonstigen Ver-
       sammlungsplätzen, das Aufgeben von oder das Antworten auf Zeitungsannoncen, das an
       Freunde oder Verwandte gerichtete Ersuchen um Unterstützung, die Suche nach Gelände,
       Gebäuden, Maschinen oder Ausrüstung zur Gründung eines eigenen Unternehmens, die
       Sondierung von Finanzierungsmöglichkeiten, die Beantragung von Genehmigungen und
       Lizenzen usw.
11.21  Definition:
       Die Arbeitslosenquoten stellen die Zahl der arbeitslosen Personen in Prozent der Erwerbs-
       personen dar.
       Sie werden normalerweise nach Altersgruppen und Geschlecht ermittelt, und bisweilen
       werden auch Kreuzklassifizierungen mit weiteren Variablen wie Familienstand, berufliche
       Qualifikation und Staatsangehörigkeit vorgenommen.
ARBEITSPLÄTZE
11.22  Definition:
       Ein Arbeitsplatz wird definiert als ein expliziter oder impliziter Vertrag 5 zwischen einer
       Person und einer gebietsansässigen institutionellen Einheit über die Verrichtung von Ar-
       beit 6 gegen eine Vergütung7 für einen bestimmten Zeitraum oder bis auf weiteres.
       Waren und Dienstleistungen.
       Arbeit bedeutet jede Tätigkeit, die zur Produktion von Waren oder Dienstleistungen innerhalb der Produktionsgrenze beiträgt. Die
       Legalität der Arbeit und cas Alter der Arbeitskraft sind im Prinzip irrelevant.
       Vergütung muß hier im weiten Sinne einschließlich des gemischten Einkommens Selbständiger interpretiert werden.
                                                                 - 390 -
 ---pagebreak---          Mit dieser Definition sind sowohl die Arbeitsplätze der Arbeitnehmer als auch der Selb-
         ständigen abgedeckt, d. h. der Arbeitsplatz eines Arbeitnehmers, wenn die Person zu einer
         anderen institutionellen Einheit als der Arbeitgeber gehört, und der Arbeitsplatz eines
         Selbständigen, wenn die Person zu derselben institutionellen Einheit wie der Arbeitgeber
         gehört.
11.23    Der Begriff Arbeitsplatz unterscheidet sich von dem Begriff Beschäftigung nach obiger
         Definition:
        -      Er beinhaltet den zweiten, dritten oder weiteren Arbeitsplatz, den ein und dieselbe Per-
              son haben kann. Diese zusätzlichen Arbeitsplätze einer Person können entweder inner-
              halb des Bezugszeitraums (normalerweise eine Woche) aufeinanderfolgen oder ne-
              beneinander bestehen, wenn beispielsweise jemand einen Arbeitsplatz am Abend und
              einen anderen Arbeitsplatz tagsüber innehat.
        -      Andererseits schließt er Personen aus, die vorübergehend nicht arbeiten, aber z. B.
              durch eine „Zusicherung über die Rückkehr an den Arbeitsplatz          oder eine Verein-
              barung bezüglich des Rückkehrtermins" in „formeller Verbundenheit mit ihrer Arbeit"
              stehen. Eine solche Abmachung zwischen einem Arbeitgeber und einer entlassenen
              oder zwecks Weiterbildung abwesenden Person wird in dem System nicht als der Be-
              sitz eines Arbeitsplatzes betrachtet.
Arbeitsplatz und Wohnsitz
11.24    Ein Arbeitsplatz im Wirtschaftsgebiet des Landes entspricht einem expliziten oder implizi-
         ten Vertrag zwischen einer Person (die in einem anderen Wirtschaftsgebiet gebietsansässig
         sein kann) und einer in dem Land gebietsansässigen institutionellen Einheit.
         Zur Messung des Arbeitsinputs in die wirtschaftliche Tätigkeit ist nur der Sitz der produ-
         zierenden institutionellen Einheit relevant, da nur gebietsansässige Produzenten zum
         Bruttoinlandsprodukt beitragen.
11.25    Darüber hinaus gilt folgendes:
        -       Arbeitsplätze werden in die Zählung von Arbeitsplätzen im Wirtschaftsgebiet einbe-
        zogen, wenn die Arbeitnehmer eines gebietsansässigen Produzenten vorübergehend in ei-
        nem anderen Wirtschaftsgebiet arbeiten und Art und Dauer der Tätigkeit ihre Behandlung
         als fiktive gebietsansässige Einheit dieses anderen Wirtschaftsgebiets nicht rechtfertigt.
        -     Arbeitsplätze werden aus der Zählung von Arbeitsplätzen im Wirtschaftsgebiet ausge-
              schlossen, wenn die Arbeit für gebietsfremde institutionelle Einheiten verrichtet wird,
              d. h. für Einheiten mit Interessenschwerpunkt in einem anderen Land, die ein Jahr oder
              länger keine Tätigkeit im Inland auszuüben beabsichtigen.
        -     Die Arbeitsplätze des Personals internationaler Organisationen und der örtlichen Be-
              diensteten ausländischer Botschaften werden von der Zählung ausgeschlossen, da die
              Arbeitgebereinheiten nicht gebietsansässig sind.
                                                    391
 ---pagebreak--- ZAHL DER GELEISTETEN ARBEITSSTUNDEN
11.26  Definition:
       In der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden kommt die von einem Arbeitnehmer oder einem
       Selbständigen während des Rechnungszeitraums tatsächlich gearbeitete Stundenzahl zum
       Ausdruck, wemi sein Output innerhalb der Produktionsgrenze liegt.
       Im Hinblick auf die weitgefaßte Definition des Begriffs Arbeitnehmer, die Personen, die
       vorübergehend nicht arbeiten,aber formell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind, sowie
       Teilzeitbeschäftigte umfaßt, empfiehlt das ESVG als geeigneten Meßwert für die Berech-
       nung der Produktivität nicht die Zahl der Personen, sondern die Zahl der geleisteten Ar-
       beitsstunden. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ist im Rahmen des Systems der be-
       vorzugte Meßwert für den Arbeitsinput.
11.27  In Übereinstimmung mit den vom Internationalen Arbeitsamt (10. Internationale Konfe-
       renz der Arbeitsstatistiker) aufgestellten Normen beinhaltet die Zahl der tatsächlich gelei-
       steten Arbeitsstunden:
       a)   die während der normalen Arbeitsdauer tatsächlich geleisteten Stunden,
       b) die außerhalb der normalen Arbeitsdauer zusätzlich geleisteten und normalerweise hö-
            her als mit dem normalen Satz (Überstunden) bezahlten Stunden,
       c)   die Zeit, die am Arbeitsplatz bestimmten Aufgaben wie der Vorbereitung des Arbeits-
            platzes, Reparatur- und Wartungsarbeiten, Vorbereitung und Reinigung der Werk-
            zeuge und Ausstellung von Empfangsbescheinigungen, Rechnungen, Arbeitsvor-
            gangskarten sowie Anfertigung von Berichten gewidmet wird,
       d) die am Arbeitsplatz mit Warten oder im Rahmen von Bereitschaftsdienst verbrachten
            Ausfallzeiten beispielsweise wegen gelegentlichen Arbeitsmangels, Ausfalls von Ma-
            schinen oder Unfällen, oder am Arbeitsplatz verbrachte Zeit, während der nicht gear-
            beitet wird, die aber im Rahmen eines garantierten Beschäftigungsvertrags bezahlt
            wird,
       e)   die Zeit der am Arbeitsplatz verbrachten kurzen Ruhepausen einschließlich der Ar-
            beitspausen zum Einnehmen von Erfrischungen.
11.28  Hingegen umfassen die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden nicht:
       a)   die bezahlten, aber nicht geleisteten Stunden, wie bezahlten Jahresurlaub, bezahlte
            Feiertage, bezahlten Krankheitsurlaub,
       b) die Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten,
       c)   die Zeit für die Fahrten von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück, auch wenn sie
            bezahlt wird (Bauarbeiter). Werden die Fahrten jedoch innerhalb der normalen Ar-
            beitszeit organisiert, so wird diese Zeit als geleistete Arbeitsstunden gerechnet.
11.29  Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ist die Gesamtzahl der während des Rechnungs-
       zeitraums am Arbeitsplatz von Arbeitnehmern und Selbständigen innerhalb des Wirt-
       schaftsgebiets tatsächlich gearbeiteten Stunden,
      -     einschließlich der Arbeit, die außerhalb des Wirtschaftsgebiets für gebietsansässige
            institutionelle Arbeitgebereinheiten geleistet wird, die dort keinen wirtschaftlichen In-
            teressenschwerpunkt haben,
                                                 392
 ---pagebreak---         -    ausschließlich der Arbeit, die für ausländische institutionelle Arbeitgebereinheiten ge-
             leistet wird, die innerhalb des Wirtschaftsgebiets keinen wirtschaftlichen Interessen-
             schwerpunkt haben.
11.30   Bei vielen Erhebungen in Unternehmen werden nicht die geleisteten Arbeitsstunden, son-
        dern die bezahlten Stunden erfaßt.       :
        In diesen Fällen müssen die geleisteten Stunden für jede Arbeitsplatzgruppe geschätzt wer-
        den, wobei alle verfügbaren Informationen über bezahlten Urlaub usw. zu verwenden sind.
11.31   Für die Konjunkturanalyse kann es zweckmäßig sein, die Gesamtzahl der geleisteten Ar-
        beitsstunden anzupassen, indem man eine Standardanzahl von Arbeitstagen pro Jahr an-
        setzt.
VOLLZEITÄQUIVALENT
11.32   Definition:
       Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalent, die der Zahl der Arbeitsplätze in Vollzeitäquiva-
       lent entspricht, wird definiert als die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden dividiert durch die
       durchschnittliche jährliche Zahl der auf Vollzeitarbeitsplätzen im Wirtschaftsgebiet gelei-
       steten Stunden.
11.33  Mit dieser Definition wird nicht unbedingt beschrieben, wie für diesen Begriff die Schät-
       zung durchgeführt wird. Da sich die Arbeitsdauer an einem Vollzeitarbeitsplatz im Laufe
       der Zeit geändert hat und auch Abweichungen zwischen Tätigkeitsbereichen bestehen,
       müssen Methoden verwendet werden, mit denen ermittelt werden kann, wie groß in jeder
       Arbeitsplatzgruppe der durchschnittliche Anteil und die durchschnittliche Stundenzahl ist,
       die auf Arbeitsplätze unterhalb der Vollzeitgrenze entfallen. Zunächst muß für jede Ar-
       beitsplatzgruppe eine normale Vollzeitwoche geschätzt werden. Soweit möglich kann eine
       Arbeitsplatzgruppe innerhalb eines Tätigkeitsbereichs nach Geschlecht und (oder) Art der
       Arbeit der beschäftigten Personen definiert werden. Für Arbeitsplätze von Arbeitnehmern
       stellt die tariflich vereinbarte Stundenzahl das geeignete Kriterium zur Ermittlung dieser
       Zahlen dar. Für jede Arbeitsplatzgruppe wird das Vollzeitäquivalent getrennt errechnet,
       und dann wird addiert.
11.34  Trotz der Tatsache, daß die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden der beste Meßwert für den
       Arbeitsinput ist, bietet auch das Vollzeitäquivalent einige Vorteile. Es kann leichter ge-
       schätzt werden, und dies vereinfacht wiederum internationale Vergleiche mit Ländern, die
       die Beschäftigung lediglich in Vollzeitäquivalent schätzen können.
ARBEITSINPUT DER ARBEITNEHMER BEI KONSTANTER VERGÜTUNG
11.35  Definition:
       Mit dem Arbeitsinput von Arbeitnehmern bei konstanter Vergütung werden die jeweiligen
       Arbeitsinputs, bewertet zu den während eines bestimmten Basiszeitraums geltenden Vergü-
       tungsniveaus für Arbeitsplätze von Arbeitnehmern, gemessen.
11.36  Die Vergütung von Arbeitnehmern zu jeweiligen Preisen dividiert durch den Arbeitsinput
       von Arbeitnehmern zu konstanten Preisen ergibt einen impliziten Preisindex der Vergütun-
       gen, der vergleichbar ist mit dem impliziten Preisindex der letzten Verwendungen.
                                                 393
 ---pagebreak--- 11.37 Zweck des Begriffs des Arbeitsinputs von Arbeitnehmern bei konstanter Vergütung ist es,
      Veränderungen in der Zusammensetzung der Arbeitskräfte z.B. zugunsten von Arbeits-
      kräften mit höheren Löhnen bzw. Gehältern auszudrücken. Die Analyse sollte aus Gründen
      der Effizienz nach Tätigkeitsbereichen durchgeführt werden.
                                            -394-
 ---pagebreak---                       Kapitel XII
Vierteljährliche Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
                          -395
 ---pagebreak--- 12.1 Die Vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind Bestandteil des Sy-
     stems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen. Von großer Bedeutung sind sie u. a. für
     die Analyse des laufenden Jahres und die vorläufigen Schätzungen für das Vorjahr. Die
     Vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bilden einen auf vierteljährli-
     cher Basis aufgezeichneten, in sich geschlossenen Satz von Transaktionen, Konten und
     Kontensalden, die sowohl für den finanziellen als auch den nichtfinanziellen Bereich de-
     finiert sind. Verwendet werden die gleichen Grundsätze, die gleichen Definitionen und der
     gleiche Aufbau wie bei den jährlichen Gesamtrechnungen. Aufgrund des kürzeren
     Rechnungszeitraums sind jedoch geringfügige Änderungen erforderlich.
12.2 Die Bedeutung der Vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ist im we-
     sentlichen darauf zurückzuführen, daß sie allein einen kohärenten Satz von rasch
     verfügbaren Indikatoren liefern, die kurzfristig einen Gesamtüberblick über die nichtfi-
     nanzielle wie auch die finanzielle Wirtschaftstätigkeit ermöglichen.
12.3 Der von den vierteljährlichen Gesamtrechnungen abgedeckte Rechnungszeitraum und die
     Notwendigkeit, so schnell wie möglich zuverlässige Informationen zur Hand zu haben, ge-
     ben bestimmte charakteristische Merkmale vor. Zu diesen Besonderheiten zählen die stati-
     stischen Methoden für die Erstellung der Konten, saisonale Schwankungen und deren Be-
     handlung, die Konsistenz von vierteljährlichen und jährlichen Gesamtrechnungen sowie
     bestimmte, durch den Rechnungszeitraum bedingte Besonderheiten der Konten. Diese ty-
     pischen Merkmale werden in einen Handbuch der Vierteljährlichen Gesamtrechnungen,
     das Eurostat vor der Anwendung der vorliegenden Methodik zu veröffentlichen beabsich-
     tigt, ausführlich behandelt.
12.4 Die statistischen Methoden für die Aufstellung der vierteljährlichen Gesamtrechnungen
     können erheblich von den für die jährlichen Gesamtrechnungen verwendeten Methoden
     abweichen. Erstere lassen sich in die beiden folgenden größeren Kategorien untergliedern:
     direkte Verfahren und indirekte Verfahren. Bei den direkten Verfahren wird davon
     ausgegangen, daß im Vierteljahresintervall ähnliche Datenquellen, die entsprechend zu
     vereinfachen sind, wie für die Aufstellung der jährlichen Gesamtrechnungen zur
     Verfügung stehen. Demgegenüber beruhen die indirekten Verfahren auf der Desaggregie-
     rung der Daten der jährlichen Gesamtrechnungen anhand von mathematischen oder statisti-
     schen Methoden und unter Einsatz von Referenzindikatoren, mit deren Hilfe die Extrapo-
     lation für das laufende Jahr vorgenommen wird. Bei der Wahl zwischen den verschiedenen
     indirekten Verfahren ist vor allem darauf zu achten, daß Prognosefehler für das laufende
     Jahr auf ein Mindestmaß reduziert werden, damit die vorläufigen Schätzungen für das
     ganze Jahr den endgültigen Zahlen so genau wie möglich entsprechen. Die Entscheidung,
     welcher der beiden Ansätze gewählt wird, hängt u. a. davon ab, welche Informationen auf
     Quartalsebene zur Verfügung stehen.
12.5 Die Reihen der vierteljährlichen Gesamtrechnungen zeigen häufig sehr kurzfristige Varia-
     tionen bedingt durch Wetter, Gewohnheiten, Rechtsprechung usw. auf, die gewöhnlich als
     saisonale Schwankungen bezeichnet werden. Wenngleich saisonale Schwankungen für
     vierteljährliche Daten charakteristisch sind, stehen sie in vielen Fällen einer korrekten Er-
     mittlung und Analyse der zyklischen Trends im Wege. Aufgrund dieser Überlegung ist es
     erforderlich, sowohl Roh- als auch saisonbereinigte Daten für die Erstellung der Konten zu
     verwenden. Dabei ist die Konsistenz der saisonbereinigten Daten sicherzustellen. In engem
     Zusammenhang mit der Saisonbereinigung steht die Kalenderbereinigung, auf die in dem
     Eurostat-Handbuch näher eingegangen werden muß.
                                              396-
 ---pagebreak--- 12.6 Da für die vierteljährlichen Gesamtrechnungen der gleiche konzeptionelle Rahmen ver-
     wendet wird wie für die jährlichen Gesamtrechnungen, müssen beide im Zeitablauf
     konsistent sein. Das heißt, bei den Stromgrößen muß die Summe der vierteljährlichen Wer-
     te gleich den jährlichen Werten für das betreffende Jahr sein. Für die vorangegangenen Jah-
     re läßt sich diese Bedingung im Prinzip ohne Schwierigkeiten erfüllen. Für das laufende
     Jahr stellt sich jedoch das Problem der Priorität der vierteljährlichen vor den jährlichen Da-
     ten, da die vierteljährlichen Daten in der Regel eher zur Verfügung stehen als die jährlichen
     Daten. Dieses Problem läßt sich eventuell lösen, indem vereinbart wird, die vorläufigen
     Schätzungen für die jährlichen Zahlen im Wege der Aggregierung der vierteljährlichen
     Zahlen zu erstellen. Stehen neue jährliche Daten zur Verfügung, die zu einer Revision der
     vorläufigen Zahlen führen, so sind die vierteljährlichen Daten entsprechend zu ändern. Be-
     ruhen die Systeme auf den gleichen Konzepten, so sind die jährlichen Gesamtrechnungen
     ein Nebenprodukt der vierteljährlichen Gesamtrechnungen, ohne daß getrennte jährliche
     Berechnungen anzustellen sind.
12.7 Die zeitliche Konsistenz muß sowohl für Roh- als auch für bereinigte Daten - entspre-
     chend den Verfahren für die Saisonbereinigung - gewährleistet sein.
12.8 Die meisten Transaktionen und Kontensalden verteilen sich im allgemeinen in etwa
     gleichmäßig auf alle Quartale. Einige Transaktionen sind jedoch konzentriert in einem oder
     zwei Quartalen des Jahres zu verzeichnen. Dies gilt für die Einkommensteuer, Dividenden,
     Zinsen usw. Die Behandlung dieser Fälle hängt im wesentlichen davon ab, wie die
     entsprechenden Zahlen gewonnen werden.
12.9 Theoretisch spricht nichts dagegen, die vierteljährlichen Gesamtrechnungen nach dem
     gleichen Schema zu erstellen wie die jährlichen Gesamtrechnungen. In der Praxis ist je-
     doch eine Vereinfachung und Straffung dieses Schemas angezeigt, um möglichst rasch
     über zuverlässige vierteljährliche Daten verfügen zu können (vgl. Tabellenprogramm des
     ESVG-95 und zu liefernde Daten).
                                               397
 ---pagebreak---                   Kapitel XIII
Regionale Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
                3ÜS    399-
 ---pagebreak--- EINLEITUNG
13.01  Bei den Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen handelt es sich um regiona-
        lisierte Einzeldarstellungen der entsprechenden Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
        Sofern in diesem Kapitel nichts anderes angegeben ist, liegen den Regionalen Volkswirt-
       schaftlichen Gesamtrechnungen die gleichen Konzepte zugrunde wie den Volkswirtschaft-
       lichen Gesamtrechnungen.
13.02  Die Erstellung eines vollständigen Gesamtrechnungssystems für die regionale Ebene setzt
       voraus, daß jede Region als getrennte wirtschaftliche Einheit behandelt wird. Transaktio-
       nen mit anderen Regionen sind somit als eine Art von Auslandstransaktionen anzusehen.
       Bei den Auslandstransaktionen einer Region muß natürlich zwischen Transaktionen mit
       anderen Regionen des Landes und Transaktionen mit der übrigen Welt unterschieden wer-
       den.
13.03  Die Tatsache, daß in Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen lediglich Pro-
       duktionstätigkeiten nach Tätigkeitsbereichen aufgezeichnet werden und nur Konten für ei-
       nige institutionelle Sektoren wie die privaten Haushalte aufgeführt sind, ist zum Teil auf
       konzeptionelle Schwierigkeiten (vgl. 13.10-13.14) zurückzuführen.
DAS GEBIET EINER REGION
13.04  Die Volkswirtschaft einer Region ist Teil der Volkswirtschaft des betreffenden Landes.
       Letztere wird unter Zugrundelegung von institutionellen Einheiten dargestellt und umfaßt
       alle institutionellen Einheiten, die einen Interessenschwerpunkt im Wirtschaftsgebiet eines
       Landes besitzen (vgl. 204). Das Wirtschaftsgebiet eines Landes umfaßt zwar im wesentli-
       chen das geographische Gebiet, entspricht diesem jedoch nicht genau (vgl. 205). Es läßt
       sich untergliedern in die Gebiete der Regionen und das extraregionale Gebiet.
13.05  Das Gebiet einer Region umfaßt:
       a.    die Region, die Teil des geographischen Gebiets eines Landes ist;
       b.    in der Region gelegene Zollfreigebiete, Zollfreilager und Fabriken unter Zollaufsicht.
13.06  Das extraregionale Gebiet umfaßt die Teile des Wirtschaftsgebiets eines Landes, die nicht
       unmittelbar einer einzigen Region zuzurechnen sind. Dazu zählen:
       a.    der Luftraum, die Hoheitsgewässer und der Festlandsockel unterhalb von internationa-
             len Gewässern, über den das betreffende Land Hoheitsrechte besitzt;
       b.    territoriale Exklaven, d. h. Gebietsteile der Übrigen Welt, die aufgrund internationaler
             Verträge oder zwischenstaatlicher Vereinbarungen von inländischen staatlichen Stellen
             (Botschaften, Konsulaten, Militär- und Forschungsbasen usw.) genutzt werden;
       c.    Bodenschätze in internationalen Gewässern außerhalb des zum betreffenden Land ge-
             hörenden Festlandsockels, die von gebietsansässigen Einheiten ausgebeutet werden.
13.07  Das Wirtschaftsgebiet der Europäischen Union läßt sich anhand der Systematik der Ge-
       bietseinheiten für die Statistik (NUTS) nach einheitlichen Kriterien untergliedern. Für die
       Aufstellung der Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen wird die NUTS-Sy-
       stematik verwendet.
                                                -400-
 ---pagebreak--- DIE EINHEITEN UND IHR SITZ BZW. WOHNSITZ
13.08   Unterschieden wird zwischen zwei Arten von Einheiten. Für die Analyse der im Produkti-
        onsprozeß und bei der Verwendung von Waren und Dienstleistungen anfallenden Ströme
        wird die örtliche FE herangezogen. Für die Analyse der Ströme betreffend das Einkommen
        und Vermögen und die finanziellen Transaktionen sowie der sonstigen Ströme und Ver-
        mögensbilanzen wird die institutionelle Einheit verwendet.
13.09   Die örtliche FE ist derjenige Teil einer FE, der sich auf örtlicher Ebene befindet. Die örtli-
        che Einheit ist eine an einem räumlich festgestellten Ort befindliche, Waren und Dienstlei-
        stungen produzierende institutionelle Einheit oder ein Teil davon (vgl. 2.106). Deshalb ist
        bei einer örtlichen FE im Prinzip eindeutig festzustellen, in welcher Region sie ihren Sitz
        hat.
        Was die Transaktionen in Verbindung mit den Produktionstätigkeiten betrifft, so sind die
        Ströme zwischen örtlichen FE mit Sitz in verschiedenen Regionen, die einer institutionel-
        len Einheit angehören, tatsächlich zu erfassen. Im ESVG wird empfohlen, Lieferungen
        zwischen örtlichen FE als Output zu erfassen; dies spielt für die Regionalen Volkswirt-
        schaftlichen Gesamtrechnungen eine besonders große Rolle.
13.10   Was die institutionellen Einheiten betrifft, so sind im Rahmen der Regionalen Volkswirt-
        schaftlichen Gesamtrechnungen zwei Arten von institutionellen Einheiten zu berücksichti-
        gen. Erstens die uniregionalen Einheiten, die den Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Inter-
        esses in einer Region haben und ihre Tätigkeiten überwiegend in dieser Region ausüben.
        Zu den uniregionalen Einheiten zählen die privaten Haushalte, die Kapitalgesellschaften,
        deren örtliche FE sich alle in einer Region befinden, die lokalen Gebietskörperschaften, die
        Bundesländer, zumindest teilweise die Sozialversicherung und viele Organisationen ohne
        Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten.
        Zweitens die multiregionalen Einheiten, die den Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Inter-
        esses in mehr als einer Region haben. Dies gilt für viele Kapitalgesellschaften und eine
        Reihe von Organisationen ohne Erwerbscharakter. Mehr noch gilt dies jedoch für diejeni-
        gen institutionellen Einheiten, deren Tätigkeiten sich auf das ganze Land erstrecken, bei-
        spielsweise den Zentralstaat, oder für einige Kapitalgesellschaften, die über ein Monopol
        oder ein Quasi-Monopol verfügen, beispielsweise die nationale Eisenbahngesellschaft oder
        das nationale Elektrizitätsversorgungsunternehmen.
13.11   Alle Transaktionen der uniregionalen Einheiten sind der Region zuzurechnen, in der diese
        Einheiten den Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Interesses haben. Der Schwerpunkt des
        wirtschaftlichen Interesses privater Haushalte liegt in der Region, in der die Mitglieder
        Haushaltsangehörigen leben, und nicht in der Region, in der sie arbeiten. Der Schwerpunkt
        des wirtschaftlichen Interesses aller anderen uniregionalen Einheiten liegt in der Region, in
        der sie ihren Sitz bzw. Wohnsitz haben.
13.12   Ein Teil der Transaktionen der multiregionalen Einheiten ist streng genommen theoretisch
        nicht erfaßbar. Dies gilt für die meisten Verteilungstransaktionen und finanziellen Trans-
        aktionen. Demzufolge lassen sich Kontensalden auf regionaler Ebene für multiregionale
        Einheiten nicht eindeutig feststellen.
                                                -401
 ---pagebreak--- 3.13   Denkbar wäre die Verteilung sämtlicher Transaktionen multiregionaler Einheiten auf die
       Regionen anhand irgendwelcher Faustregeln. Ein derartiges Vorgehen sollte jedoch aus
       praktischen Gründen nicht in Erwägung gezogen werden, da es eine konzeptionelle Anpas-
       sung des ESVG erfordern würde. Die Argumente, die gegen die Erstellung einer vollstän-
       digen Kontenfolge für örtliche FE/Tätigkeitsbereiche im Gesamtrahmen vorgebracht wer-
       den können, sprechen im Grunde auch gegen eine vollständige Aufteilung aller institutio-
       nellen Einheiten und deren Konten auf die Regionen, denn dies würde im Prinzip bedeuten,
       daß ein vollständiger Kontensatz für örtliche FE erstellt werden müßte.
13.14  Aufgrund der vorstehenden Überlegungen beschränkt sich das System der Regionalen
       Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf folgende Aspekte:
             regionale volkswirtschaftliche Gesamtgrößen zur Produktionstätigkeit von Tätigkeits-
             bereichen:
             Bruttowertschöpfung
             Einkommen aus unselbständiger Arbeit
             Beschäftigung
             Arbeitnehmer
             Bruttoanlageinvestitionen
             Bruttoinlandsprodukt nach Regionen (BIPR);
             regionale Konten der privaten Haushalte
REGIONALISIERUNGSVERFAHREN
13.15  In Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden die Transaktionen von
       Einheiten erfaßt, die im Gebiet einer Region ansässig sind. In der Regel erfolgt die Regio-
       nalisierung anhand von Bottom-Up-Methoden, Top-Down-Methoden oder Mischformen
       dieser beiden. Die genannten Verfahren sind nachstehend dargestellt:
       a.    Bottom-up-Methode:
       Bei der Bottom-up-Methode werden Informationen über Einheiten, die in der Region an-
       sässig sind, "von unten nach oben" addiert, bis der regionale Wert des Aggregats festge-
       stellt ist. Die Summe der regionalen Werte muß gleich dem entsprechenden nationalen
       Wert sein.
       b.    Top-down-Methode:
       Bei der Top-down-Methode wird eine volkswirtschaftliche Gesamtgröße auf die einzelnen
       Regionen verteilt, ohne daß der Versuch einer Zuordnung zu einzelnen, in der Region an-
       sässigen Einheiten unternommen wird; die Verteilung erfolgt anhand eines Verteilungs-
       schlüssels, der die zu bewertenden Merkmale so genau wie möglich widerspiegelt. Dieses
       Verfahren wird Top-down-Methode (Methode der Verteilung "von oben nach unten") ge-
       nannt, da die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen den einzelnen Regionen, und nicht den
       einzelnen Einheiten zugeordnet werden. Dennoch muß auf das Konzept der in einer Region
       ansässigen Einheit zurückgegriffen werden, damit der Verteilungsschlüssel die regionalen
       Besonderheiten so genau wie möglich widerspiegelt.
                                               402-
 ---pagebreak--- c.     Mischformen
      Die Bottom-up-Methode wird selten in reiner Form angewendet. Deshalb sind auch
      Mischformen zu berücksichtigen. Kann eine Variable oder ein Variablenaggregat mit Hilfe
      der Bottom-up-Methode nur bis zur NUTS I-Ebene regionalisiert werden, so ist für die
      weitere Regionalisierung bis zu den Ebenen NUTS II oder NUTS III die Top-down-Me-
      thode zu verwenden.
13.16 Der Vorteil der Bottom-up-Methode liegt darin, daß auf regionaler Ebene relevante Quel-
      len direkt genutzt werden, wohingegen Top-down-Methoden den Vorteil haben, daß die
      zahlenmäßige Übereinstimmung zwischen den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen
      und den Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen gewährleistet ist. Von
      Nachteil ist jedoch, daß die Schätzungen nicht anhand von direkt verfügbaren Daten vor-
      genommen werden, sondern mit Hilfe eines Verteilungsschlüssels, der mit der zu erfassen-
      den Größe korrelieren sollte.
13.17 Wenn möglich, sollten regionale volkswirtschaftliche Gesamtgrößen, die konzeptionell ge-
      nau den volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen entsprechen, direkt mit Hilfe der Bottom-up-
      Methode geschätzt werden. Mit der Top-down-Methode läßt sich keine solide und zuver-
       lässige Datenbasis für die Beurteilung der Genauigkeit der geschätzten Werte herstellen,
      wohingegen bei der Bottom-up-Methode mögliche Abweichungen von den volkswirt-
       schaftlichen Gesamtgrößen zutage treten.
REGIONALE VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTGRÖBEN NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN
13.18 Ein Tätigkeitsbereich auf regionaler Ebene umfaßt eine Gruppe örtlicher FE, die die glei-
      che oder ähnliche Arten von Tätigkeiten ausüben (vgl. 2.108). Die örtliche FE ist die Ein-
      heit, deren Produktionstätigkeit in Form entsprechender Daten (Output, Vorleistungen us-
      w.) erfaßt wird.
13.19 Prinzipiell sind die volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen über die Produktionstätigkeit der
      Region zuzurechnen, in der die Einheit, die die betreffenden Transaktionen durchführt, ih-
      ren Sitz hat. Der Sitz einer örtlichen FE ist ein entscheidendes Kriterium für die Zuordnung
      dieser Gesamtgrößen zu einer bestimmten Region.
13.20 Kriterium für die Verteilung von Bruttoanlageinvestitionen auf die Regionen ist - wie
       auch bei den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (vgl. 2.05 Fußnote 1) - das Eigen-
      tum. Anlagevermögen, das einer multiregionalen Einheit gehört, wird derjenigen örtlichen
       FE zugeordnet, von der es genutzt wird. Parallel zu den Volkswirtschaftlichen Gesamt-
       rechnungen wird im Wege des Operating-Leasing erworbenes Anlagevermögen der Region
       des Eigentümers zugeordnet, im Wege des Finanzierungsleasing erworbenes Anlagever-
       mögen dagegen der Region des Nutzers.
13.21  Möglicherweise sind in der Praxis nur Daten über Einheiten verfügbar, die mehrere örtliche
       FE umfassen, welche unterschiedliche Tätigkeiten ausüben und/oder in verschiedenen Re-
       gionen ihren Sitz haben, umfassen. In diesem Falle muß für die Regionalisierung der An-
       gaben nach Tätigkeitsbereichen auf verfügbare Indikatoren (z. B. auf die Regionen entfal-
       lendes Einkommen aus unselbständiger Arbeit oder Beschäftigung) zurückgegriffen wer-
       den.
                                                403
 ---pagebreak--- 13.22    Im Zusammenhang mit der Definition einer örtlichen FE sind drei Fälle zu unterscheiden:
         a.     Eine Produktionstätigkeit mit signifikantem1 Arbeitseinsatz an einem festen Standort
                bereitet keine Probleme. In einigen Fällen sind jedoch weitere Erläuterungen erfor-
                derlich (vgl. 13.24-13.27).
         b.     Eine Produktionstätigkeit ohne signifikanten Arbeitseinsatz an einem festen Standort
                wird nicht als separate örtliche FE angesehen, und die Produktion sollte als Teil der
                örtlichen Einheit betrachtet werden, die für die Produktionsleitung verantwortlich ist.
         c.     Bei einer Produktionstätigkeit ohne festen Standort ist das für die Volkswirtschaftli-
                chen Gesamtrechnungen geltende Inländerkonzept anzuwenden.
13.23    Hilfstätigkeiten werden weder zu gesonderten Einheiten isoliert noch von den Haupt- oder
        Nebentätigkeiten derjenigen Einheiten getrennt, denen sie dienen (vgl. 2.104). Demnach
         sind Hilfstätigkeiten zusammen mit den übrigen Tätigkeiten der örtlichen FE, denen sie
         dienen, zu erfassen.
         Hilfstätigkeiten können an getrennten Standorten ausgeübt werden, die in einer anderen
         Region befindlich sind als die örtliche FE, der sie dienen. Die strikte Anwendung der oben
         genannten Regel für die geographische Zuordnung von Hilfstätigkeiten würde jedoch zu
         einer Unterbewertung der Gesamtgrößen für die Regionen führen, in denen Hilfstätigkeiten
        konzentriert angesiedelt sind. Hilfstätigkeiten sind deshalb gemäß dem Inländerkonzept
         derjenigen Region zuzuordnen, in der sie ausgeübt werden, sie werden jedoch dem glei-
        chen Tätigkeitsbereich zugeordnet wie die örtlichen FE, denen sie dienen.
13.24   Für folgende Tätigkeitsbereiche sind im Hinblick auf die Regionalisierung weitere Erläute-
        rungen erforderlich:
               Baugewerbe
               Verkehr und Nachrichtenübermittlung
               Kredit- und Versicherungsgewerbe
13.25   Beim Tätigkeitsbereich Baugewerbe sind Baustellen als unabhängige örtliche FE anzuse-
        hen, wenn die Tätigkeit signifikant ist (vgl. 2.09, Fußnote 1). Angesichts der Mobilität ei-
        niger Ausrüstungsgüter wie Rammen und Kräne zwischen örtlichen Einheiten einer FE und
        des Informationsdefizits auf der Ebene der Baustellen wird empfohlen, derartige Bruttoan-
        lageinvestitionen dem Hauptsitz der FE zuzurechnen.
13.26   Bei den Tätigkeitsbereichen des Verkehrs einschließlich Transport in Rohrleitungen ist es
        von entscheidender Bedeutung festzulegen, welcher örtlichen FE die Produktion und die
        Anlageinvestitionen zuzurechnen sind. Beim Landtransport (ohne Eisenbahnen) sind die
        Produktion und die Anlageinvestitionen den Basis-Depots der Ausrüstungsgüter oder ähn-
        lichen örtlichen FE zuzurechnen. Beim Transport zu Wasser sollten die Produktion und die
        mobilen Ausrüstungsgüter der Heimatbasis der Einheit zugeordnet werden. Rohrleitungs-
        netze sind derjenigen örtlichen FE zuzurechnen, die sie nutzt.
      "signifikanter Arbeitseinsatz" bedeutet in diesem Kontext das Äquivalent von mindestens einer Halbtagskraft pro Jahr.
                                                                  404
 ---pagebreak---       Bei den Tätigkeitsbereichen des Eisenbahn- und Luftverkehrs sollte die Aufschlüsselung
      der volkswirtschaftlichen Gesamtgrößen nach Regionen unter Verwendung geeigneter In-
      dikatoren wenn möglich anhand von Top-down-Methoden erfolgen. Das Einkommen aus
      unselbständiger Arbeit ist der Region zuzurechnen, in der die Menschen beschäftigt sind.
      Bei der Aufteilung des Bruttobetriebsüberschusses sind Indikatoren zugrunde zu legen, die
      sich auf die Tätigkeit der Zugverbindung oder der Flugstrecke beziehen.
      Bei den Tätigkeitsbereichen der Nachrichtenübermittlung haben Telefonzellen, Telefonap-
      parate, Fernmeldeleitungen usw. nur unterstützende Funktion. Deshalb bilden sie keine
      getrennten Einheiten und sind derjenigen örtlichen FE zuzurechnen, die sie verwaltet. Die
      Infrastrukturinvestitionen sind ebenfalls diesen örtlichen Einheiten zuzurechnen.
13.27 Bei den Tätigkeitsbereichen der finanziellen Mittlertätigkeit erfolgt die Verteilung der
      Wertschöpfüng auf die Regionen anhand des Einkommensansatzes. Das Einkommen aus
      unselbständiger Arbeit ist den örtlichen FE zuzurechnen, bei denen die Menschen beschäf-
      tigt sind. Der Bmttobetriebsübefschuß von Kreditinstituten ist proportional zur Summe aus
      Krediten und Einlagen auf die örtlichen FE zu verteilen, der Bruttobetriebsüberschuß von
      Versichemngsuntemehmen proportional zu den empfangenen Prämien. Bei den Bruttoan-
      lageinvestitionen handelt es sich im wesentlichen um Gebäude; sie sind deshalb der Region
      zuzurechnen, in der sich die Gebäude befinden.
13.28 Der Output wird zu Herstellungspreisen bewertet (vgl. 3.37). Als Vorleistungen verwen-
      dete Güter sind zu dem Zeitpunkt, zu dem sie in den Produktionsprozeß eingehen, zu An-
      schaffungspreisen zu bewerten (vgl. 3.62). Demzufolge wird die Bruttowertschöpfung
      nach Tätigkeitsbereichen zu Herstellungspreisen bewertet.
      Die Bewertung von Bnittoanlageinvestitionen erfolgt zu Anschaffungspreisen einschließ-
      lich Montagekosten und anderer Kosten der Eigentumsübertragung. Die Bewertung
      selbsterstellter Anlagen erfolgt zu Herstellungspreisen für ähnliches Anlagevermögen bzw.
      zu Produktionskosten, falls solche Preise nicht zur Verfügung stehen (vgl. 3.103).
13.29 Dem BIP entspricht auf regionaler Ebene das BIPR (Bruttoinlandsprodukt der Region).
      Das BIPR wird zu Marktpreisen bewertet, indem man zur Wertschöpfüng der Region zu
      Marktpreisen die Differenz aus regionalisierten Gütersteuem und Güter- und Einfuhrsub-
      ventionen addiert. Die Summe aller BIPR zu Marktpreisen zuzüglich des BIPR des extra-
      regionalen Gebiets ist gleich dem BIP zu Marktpreisen.
KONTEN DER PRIVATEN HAUSHALTE
13.30 Das Bruttoinlandsprodukt der Region ist das Ergebnis der Produktionstätigkeit der in der
      Region ansässigen örtlichen FE. Aus der Einkommensverteilung und -Umverteilung erge-
      ben sich weitere aussagekräftige Kontensalden wie das Primäreinkommen und das verfüg-
      bare Einkommen. Aufgmnd der in den Abschnitten 13.10-13.14 dargestellten Überlegun-
      gen sind diese Einkommenskonzepte auf private Haushalte beschränkt.
 ---pagebreak--- 13.31 Bei den regionalen Konten der privaten Haushalte handelt es sich um eine nach Regionen
      aufgeschlüsselte Einzeldarstellung der entsprechenden Konten auf nationaler Ebene. Aus
      praktischen Gründen werden auf regionaler Ebene lediglich folgende Konten erstellt:
          Primäreinkommensallokationskonto;
          sekundäres Einkommensverteilungskonto;
      Ganz allgemein zielen diese Konten auf die Messung des Primäreinkommens und des ver-
      fügbaren Einkommens der privaten Haushalte mit Wohnsitz in einer bestimmten Region
      ab.
13.32 Grundlage der regionalen Konten der privaten Haushalte sind die privaten Haushalte mit
      Wohnsitz im Gebiet einer Region. Die Definition der privaten Haushalte als institutionelle
      Einheiten und des institutionellen Sektors Private Haushalte ist den Abschnitten 2.13, 2.16,
      2.75 und 2.76 zu entnehmen. Die Summe der Angehörigen von privaten Haushalten mit
      Wohnsitz in der Region ist gleich der gesamten gebietsansässigen Bevölkerung der Regi-
      on.
13.33 Die auf nationaler Ebene gültigen allgemeinen Regeln für die Bestimmung des Wohnsitzes
      von privaten Haushalten gelten auch für die regionalen Konten der privaten Haushalte. Ei-
      ne Ausnahme wird allerdings beim Wohnsitz von Studenten und Langzeitpatienten ge-
      macht, wenn die Gastregion im gleichen Land liegt wie die Wohnsitzregion. In den Regio-
      nalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen weden sie als Gebietsansässige der Gast-
      region behandelt, wenn sie sich länger als ein Jahr dort aufhalten.
13.34 Im Zusammenhang mit der Zuordnung privater Haushalte, die ein Unternehmen ohne eige-
      ne Rechtspersönlichkeit, Gmndstücke und/oder eine Zweitwohnung in einer anderen Regi-
      on besitzen, sind in den regionalen Konten der privaten Haushalte zwei Überlegungen an-
      zustellen.
           Ist ein privater Haushalt Eigentümer eines Unternehmens ohne eigene Rechtspersön-
           lichkeit (das auf nationaler Ebene nicht als Quasi-Kapitalgesellschaft gilt) in einer an-
           deren Region,
      so wird das Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit als (fiktive) Einheit mit Sitz in
      der Gastregion betrachtet. Demzufolge ist das sich aus der Zusammenfassung von Gesamt-
      größen nach Tätigkeitsbereichen ergebende gemischte Einkommen dem gemischten Ein-
      kommen der Gastregion zuzurechnen. Allerdings muß das im regionalen Primäreinkom-
      mensallokationskonto der privaten Haushalte ausgewiesene gemischte Einkommen gleich
      dem Gesamtbetrag des von privaten Haushalten mit Wohnsitz in der Region empfangenen
      gemischten Einkommens sein, und zwar unabhängig davon, in welcher Region dieses Ein-
      kommen erwirtschaftet wird.
           Besitzt ein privater Haushalt Gmndstücke und/oder eine Zweitwohnung in einer ande-
           ren Region,
                                             -406
 ---pagebreak--- so werden auch in diesem Falle die Grundstücke und/oder die Zweitwohnung als fiktive
Einheiten mit Sitz in der Gastregion betrachtet. Dementsprechend werden die von den
Grundstückspächtern bzw. den Wohnungsmietem gezahlten Pachten bzw. Mieten als
Pachten bzw. Mieten an die fiktive Einheit verbucht. Wird die Zweitwohnung vom Eigen-
tümer für den eigenen letzten Verbrauch verwendet, so ist der Mietwert als Ausfuhr aus der
Region, in der die Wohnung gelegen ist, in die Region, in der der Eigentümer, ansässig ist,
auszuweisen. Die letztgenannte Region importiert demnach diese Dienstleistung und ver-
wendet sie als Ausgaben für den letzten Verbrauch der privaten Haushalte. Wie im Falle
des gemischten Einkommens wird der Betriebsüberschuß aus diesem Produktionsprozeß
vom im Primäreinkommensallokationskonto der privaten Haushalte ausgewiesenen Be-
triebsüberschuß abweichen; in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sind beide Ag-
gregate jedoch gleich groß.
                                       407
 ---pagebreak--- ANHANG ---pagebreak---                                Anhang 1
Indirekt erfaßte Dienstleistungen derfinanziellenMittlertätigkeit
                               (IEDFM)
                          4 ^ 6 0 -411 -
 ---pagebreak--- Änderungen, die sich am Text des ESVG im Falle der Aufgliederung der
                          IEDFM ergeben
                                 -412
 ---pagebreak--- Zu streichender Text                        Neuer Text
1.13 "die Tatsache, daß die Verwendung     Zu ersetzen durch: "die Tatsache, daß die
von indirekt erfaßten Dienstleistungen der Verwendung von indirekt erfaßten
finanziellen Mittlertätigkeit als          Dienstleistungen der finanziellen
Vorleistungen eines fiktiven Sektors oder  Mittlertätigkeit (IEDFM) nach
Tätigkeitsbereichs erfaßt wird"            verwendenden Sektoren bzw.
                                           Tätigkeitsbereichen aufgegliedert wird"
                                           In 1.25 ist unter "Beispiele für wichtige
                                           konzeptuelle Unterschiede" anzufügen:
                                            "- Die Verwendung von indirekt erfaßten
                                           Dienstleistungen der finanziellen
                                           Mittlertätigkeit (IEDFM) wird nicht
                                           einem fiktiven Sektor bzw.
                                           Tätigkeitsbereich zugeordnet, sondern
                                           nach verwendenden Sektoren bzw.
                                           Tätigkeitsbereichen aufgegliedert. Daher
                                           wird sie nicht mehr vereinbarungsgemäß
                                           vollständig als Vorleistungen verbucht,
                                           sondern kann auch unter den letzten
                                           Verbrauch oder unter Ausfuhr oder
                                           Einfuhr fallen."
3.60j "nur für die Gesamtwirtschaft: alle  Zu ersetzen durch: "die indirekt erfaßten
von gebietsansässigen Produzenten          Dienstleistungen der finanziellen
erbrachten indirekt erfaßten               Mittlertätigkeit, die von gebietsansässigen
Dienstleistungen der finanziellen          Produzenten verwendet werden "
Mittlertätigkeit (IEDFM)"
                                           In 3.66e ist nach "direkt in Rechnung
                                           gestellte Finanzdienstleistungen"
                                           einzufügen:
                                           "sowie den Teil der indirekt erfaßten
                                           Dienstleistungen der finanziellen
                                           Mittlertätigkeit, der von privaten
                                           Haushalten für die Zwecke des letzten
                                           Verbrauchs verwendet wird"
                                           In 3.132 ist nach "- Dienstleistungen der
                                           finanziellen Mittlertätigkeit in Höhe der
                                           effektiven Provisionen und Gebühren"
                                           einzufügen:
                                           "- den von Gebietsfremden verwendeten
                                           Teil der indirekt erfaßten
                                           Dienstleistungen der finanziellen
                                           Mittlertätigkeit"
 ---pagebreak--- 4.51 Absatz 2:                              4.51 Absatz 2:
"Da der Wert der von den finanziellen       "Da der Wert der von den finanziellen
Mittlem erbrachten Dienstleistungen nicht   Mittlern erbrachten Dienstleistungen den
verschiedenen Kunden zugerechnet wird,      verschiedenen Kunden zugerechnet wird,
werden die von finanziellen Mittlem         müssen die von finanziellen Mittlem
tatsächlich geleisteten oder empfangenen    tatsächlich geleisteten oder empfangenen
Zinszahlungen nicht um die Spanne           Zinszahlungen um die Spanne bereinigt
bereinigt, bei der es sich um das implizite werden, bei der es sich um das implizite
Entgelt der finanziellen Mittler handelt.   Entgelt der finanziellen Mittler handelt.
Im Primäreinkommensallokationskonto         Der Betrag der von Kreditnehmern an
der finanziellen Mittler und eines fiktiven finanzielle Mittler gezahlten Zinsen muß
Tätigkeitsbereichs, dem                     um den geschätzten Wert des gezahlten
vereinbarungsgemäß der gesamte Output       Entgelts verringert werden, während der
der finanziellen Mittler als Vorleistungen  Betrag der von Einlegern empfangenen
zugerechnet wird, ist ein                   Zinsen um diesen Wert erhöht werden
Berichtigungsposten erforderlich. "         muß. Dieses Entgelt wird als Zahlungen
                                            für die von finanziellen Mittlem für ihre
                                            Kunden erbrachten Dienstleistungen
                                            behandelt und nicht als Zinszahlungen."
8.14 " Da die indirekt erfaßten             8.14 "Da die indirekt erfaßten
Dienstleistungen der finanziellen           Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit (IEDFM) nicht nach         Mittlertätigkeit (IEDFM) nach
verwendenden Sektoren aufgegliedert         verwendenden Sektoren aufgegliedert
werden, wird der Output von IEDFM           werden, werden bestimmte Teile der
insgesamt als Vorleistungen eines fiktiven  Zinszahlungen den Zahlungen für
Sektors behandelt; dieser Sektor hat einen  Dienstleistungen zugeordnet. Diese
Output von Null und eine négative           Zuordnung hat Auswirkungen auf die
Wertschöpfüng, die den gleichen Umfang      Höhe von Output und Vorleistungen
hat wie die Vorleistungen, allerdings mit   (sowie auf die Höhe von Einfuhr, Ausfuhr
umgekehrtem Vorzeichen. Auf diese           und letztem Verbrauch)."
Weise verringert sich die Wertschöpfüng
sämtlicher Sektoren und
Tätigkeitsbereiche insgesamt um diesen
Betrag. Im Interesse einer
übersichtlicheren Kontendarstellung kann
auf eine Zusatzspalte für den fiktiven
Sektor verzichtet werden, wenn der
entsprechende Wert statt dessen in der
Spalte für die Gesamtwirtschaft
berücksichtigt wird."
                                             -414-
 ---pagebreak--- 8.24 "Da die indirekt erfaßten             8.24 "Da die indirekt erfaßten
Dienstleistungen der finanziellen          Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit (IEDFM) nicht nach        Mittlertätigkeit (IEDFM) nach
verwendenden Sektoren aufgegliedert        verwendenden Sektoren aufgegliedert
werden, werden unter der Position          werden, werden im
"Zinsen" die tatsächlich gezahlten bzw.    Primäreinkommensallokationskonto unter
erhaltenen Zinsen ausgewiesen. Auf der     der Position "Zinsen" die von den
Aufkommensseite wird in der Spalte         Schuldnern tatsächlich gezahlten Zinsen
"Finanzielle Kapitalgesellschaften" (mit   abzüglich der IEDFM bzw. die von den
negativem Vorzeichen) und in der Spalte    Gläubigem tatsächlich empfangenen
für den fiktiven Sektor (mit positivem     Zinsen zuzüglich der IEDFM
Vorzeichen) ein Berichtigungsposten        ausgewiesen."
verbucht. Im Interesse einer
übersichtlicheren Kontendarstellung kann
auf eine Zusatzspalte für den fiktiven
Sektor verzichtet werden, wenn der
entsprechende Wert statt dessen in der
Spalte für die Gesamtwirtschaft
ausgewiesen wird."
                                           Neu aufzunehmen sind die Tabellen 1 und
                                           2, aus denen ersichtlich wird, wie sich die
                                           gewählte Form der Zurechnung der
                                           IEDFM auf das in Kapitel VIII
                                           ("Kontenfolge") angeführte
                                           Zahlenbeispiel auswirkt.
9.25 "die Vorleistungen nach
Tätigkeitsbereichen beinhalten die
Verwendung der indirekt erfaßten
Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit, die bei einem fiktiven
Tätigkeitsbereich verbucht werden (siehe
Abschnitt 9.33)"
9.25 "minus Verwendung der indirekt
erfaßten Dienstleistungen der finanziellen
Mittlertätigkeit, die bei einem fiktiven
Tätigkeitsbereich verbucht werden (siehe
Abschnitt 9.33)"
9.33 "Für sämtliche Aufkommens- und
Verwendungstabellen wird die
Klassifikation der Tätigkeitsbereiche
NACE Rev. 1 ... Folglich ist seine
gesamte Bmttowertschöpfung gleich
seinem (negativen)
Nettobetriebsüberschuß"
                                             -415-
 ---pagebreak---  Tabelle 1        Auswirkungen einer Aufgliederung der I E D F M nach institutionellen Sektoren
                  einschließlich der sich für die Nichtmarktproduzenten ergebenden Veränderungen
Verwendung                                                                                                                       Aufkommen
                                     S.2        S.1         S.15      S.14      S.13   S.12     S.11                             S.11     S.12     S.13   S.14      S.15      S.1
                            Waren                           Org. o.                             Nicht-                           Nicht-                             Org. o.                    Waren
                            und                             Erwerbs-                   Finan-   finan-                           finan-   Finan-                    Erwerbs-                   und
                            Dienst-                         charakter                  zielle   zielle                          zielle    zielle                    charakter                  Dienst-
                            leistun-                        i. D. v.                   Kapital- Kapital-      Transaktionen      Kapital- Kapital-                  i. D. v.                   leistun-
                            gen      Übrige     Gesamt- priv.         Private          gesell-  gesell-       und               gesell-   gesell-         Private   priv.     Gesamt- Übrige   gen
Konten            Insgesamt (Aufk.)  Welt       wirt-schaft Haush.    Haushalte Staat  Schäften scharten      Kontensalden       schatten schatten Staat  Haushalte Haush.    wirt-schaft Welt (Aufk.)  Insgesamt Konten
I. Produktions-                                                                                                                                                                                                   I. Produktions-
                                                                                                              Einfuhr von
konto/Konto für                                                                                          P.72                                                                                                     konto/Konto für
                                                                                                              Dienstleis-tungen
den                                                                                                                                                                                                               den
Waren und                                                                                                     Ausfuhr von                                                                                         Waren und
                                                                                                         P.62
Dienstleistungs-                                                                                              Dienstleistungen                                                                              4     Dienstleistungs-
verkehr mit der                                                                                          P.1  Output                           48                                  57                       57    verkehr mit der
Übrigen Welt                                                                                                                                                                                                      Übrigen Welt
                                                                                                         P.2  Vorleistungen
                                                     27                                              18
                                                                                                              Wertschöpfung/                   48                                  30                       30    11.1.1
                                                                                                              Saldo des Waren                                                                                     Einkommensent-
                                                                                                              und                                                                                                 stehungskonto
                                                                                                         B.1
                                                                                                              Dienstleistungs-
                                                                                                              verkehrs mit der
                      30                             30                                                       Übrigen Welt
11.1.1                                                                                                                               -18       48                                  30                       30    11.1.2 Primarein-
                                                                                                              BebtriebsOber-
Einkommensent-                                                                                           B.2                                                                                                      kommens-
                                                                                                              schuß
stehungskonto         30                             30                                     48      -18                                                                                                            alloka tionskonto
                                                                                                         D.41 Zinsen
11.1.2 Primärein-    230                 13         217                   14        35     106       56                               33      106             49                  209                      230
kommens-                                                                                                                                       48             35                   22                       22     II.2 Sekundäres
alloka tionskonto                                                                                             Saldoder                                                                                             Einkommensverteii
                                                                                                         B.5  Primäre-
                                                                                                                                                                                                                  ungskonto
                                                                                                              inkommen
                      22                             22           1       35       -21      48      -41
11.2 Sekundares                                                                                                                      -41       48     -21     35          1        22                       22    II.4 Einkommens'
Einkommensverteil                                                                                                                                                                                                 verwendungskontcfl
                                                                                                               Verfügbares
ungskonto                                                                                                B.6
                                                                                                              Einkommen
                      22                             22                   35       -21      48
                                                                                                              Ausgaben f. d.
11.4 Einkommens-                                                                                         P.3
                                                                                                              letzten Verbrauch
verwendungskonto                                     28                   19
                                                                                                              Nettoersparnis/Sal
                                                                                                              do des Waren
                                                                                                               und
                                                                                                         B.8n
                                                                                                              Dienstleistungsver
                                                                                                              kehrs mit der
                      28                                                  16       -27      48                 Übrigen Welt
 ---pagebreak---  Tabelle 2        Auswirkungen einer Zurechnung der IEDFM zur einem fiktiven Sektor
Verwendung                                                                                                                                  Aurkommen
                                    S.2    S.1         S.15      S.14             S.12     S.11                                             S.11     S.12                     S.15      S.1
                           Waren                       Org. o.                             Nlcht-                                           Nlcht-                            Org. o.                      Waren
                           und                         Erwerbs-                   Flnan-   finan-                                           flnan-   Finan-                   Erwerbs-                     und
                           Dienst-                     charakter                  zielle   zielle                                           zielle   zielle                   charakter                    Dienst-
                           leistun-                    I. D. v.                   Kapital- Kapital-               Transaktionen             Kapital- Kapltal-                 I. D. v.                     leistun-
                           gen      Übrige Gesamt-     pnV.      Prh/ate          gesell-  gesell-  Fiktiver      und              Fiktiver gesell-  gesell-        Prh/ate   priv.     Gesamt-     Übrige gen
                  Insgesam (Aufk.)         wirt-schaft Haush.    Haushalte Staat  Schäften schatten Sektor        Kontensalden     Sektor   scharten scharten Staat Haushalte Haush.    wtrt-schaft Welt   (Aufk.)  Insgesamt Konten
 I. Produktlons-                                                                                             P.1  Output                                  48                                 48                               I. Produktions-
 konto                                                                                                                                                                                                                        konto
                                                                                                             P.2  Vorleistungen
                                                                                                                  Wertschöpfung/       -48                                                                                    11.1.1
                                                                                                                  Saldo des Waren                                                                                             Einkommensent-
                                                                                                                  und                                                                                                         stehungskonto
                                                                                                                  Dlenstlelstungs-
                                                                                                                  verkehrs mit der
                                                                                                                  Übrigen Welt
im                                                                                                                BebtrlebsOber-
                                                                                                                                       -48
Einkommensent-                                                                                                    schuß
stehungskonto                                                                                                                                                                                                                 11.1.2 Prlmareln-
                                                                                                                                                                                                                              kommens-
                                                                                                             D.41 Zinsen                                                                                               222
11.1.2 Primarein-    222                      206                              39              66                                                        125                                            22                    allokatlonskonto
kommens-                                                                                                          Berichtigungs-
allokationskonto                                                                                                  posten IEDFM                           -48
                                                                                                                                                                                                                              II.2 Sekundares
                                                                                                                  Saldo der                                                                                                    Elnkommensvertell
                                                                                                                  Prlmère-                                                                                                    ungskonto
                                                                                                                  Inkommen
                                                                              -27
II.2 Sekundares                                                                                                                                                                                                               II.4 Einkommens-
Elnkommensvertell                                                                                                                                                                                                             verwendungskonto
                                                                                                                  Verfugbares
ungskonto
                                                                                                                  Einkommen
                                                                              -27
II.4 Einkommens-
                                                                                                                  Nettoersparnls/S
verwendungskonto
                                                                                                                  aldo des Waren
                                                                                                                  und
                                                                                                             B.8n
                                                                                                                  Dlenstlelstungsv
                                                                                                                  erkehrs mit der
                                                                                                                  Übrigen Welt
                                                                              -27      48
 ---pagebreak---                         Anhang 2
Leasing und Teilzahlungskauf von dauerhaften Gütern
                  /JfS?   .^110
 ---pagebreak---        DEFINITIONEN
        Um das Nutzungsrecht an dauerhaften Gütern zu erwerben, können sich institutionelle
        Einheiten neben dem direkten Kauf dieser Güter einer der folgenden Möglichkeiten bedie-
        nen: Operating-Leasing, Finanzierungsleasing und Teilzahlungskauf. In allen drei Fällen
        erwirbt die institutionelle Einheit das Nutzungsrecht an einem dauerhaften Gut, das Gut
        selbst bleibt rechtlich jedoch Eigentum einer anderen Einheit.
Leasing
        Ist die institutionelle Einheit A Eigentümer eines dauerhaften Gutes und überträgt das Nut-
        zungsrecht an diesem Gut auf die Einheit B, wird A als "Leasinggeber" und B als
        "Leasingnehmer" bezeichnet. Die Zahlungen, die B an A als Gegenleistung für die Über-
        tragung des Nutzungsrechts leistet, werden als "Leasingraten" bezeichnet. Der Leasingge-
        ber kann mit dem Produzenten oder Verkäufer des dauerhaften Gutes identisch oder dessen
        Tochtergesellschaft sein, es kann sich bei ihm jedoch auch um eine völlig selbständige
        Einheit ohne jede Verbindung zum Produzenten oder Verkäufer des Gutes handeln. Sämt-
        liche Arten von produzierten dauerhaften Gütern - von Gebäuden und anderen unbewegli-
        chen Anlagegütern bis hin zu dauerhaften Konsumgütern - können Gegenstand einer Lea-
        singtransaktion sein, und sämtliche Arten von institutionellen Einheiten können sich des
        Leasing bedienen, um das Nutzungsrecht an dauerhaften Gütern zu erwerben. Es gibt zwei
        Arten von Leasing: Operating- und Finanzierungsleasing; sie werden im ESVG unter-
        schiedlich behandelt.
      Operating-Leasing
        Der Leasingnehmer erwirbt das Nutzungsrecht an einem dauerhaften Gut für einen länge-
        ren oder kürzeren Zeitraum, der nicht unbedingt im voraus festgelegt werden muß. Der
        Leasinggeber erwartet, daß er das Leasinggut nach Ablauf der Mietzeit, abgesehen vom
        normalen Verschleiß, in mehr oder weniger demselben Zustand zurückerhält, in dem er es
        vermietet hat. Er wird es dann voraussichtlich an einen anderen Leasingnehmer vermieten
        oder anderweitig verwenden. Die Mietzeit erstreckt sich somit weder über die gesamte
        noch über den größten Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Gutes.
        Einheiten, die Operating-Leasing betreiben, verfugen auf dem Gebiet der von ihnen ver-
        mieteten dauerhaften Gütern über ein beträchtliches Know-how. Sie halten diese Güter auf
        Lager, um sie sofort oder kurzfristig vermieten zu können. In der Regel bieten sie ver-
        schiedene Modelle zur Auswahl an. Um die volle Betriebstüchtigkeit der von ihnen ver-
        mieteten dauerhaften Güter zu gewährleisten, müssen die Leasinggeber die von ihnen auf
        Lager gehaltenen Güter warten und instand halten. Der Leasinggeber verpflichtet sich in
        der Regel auch, das an einen Leasingnehmer vermietete Gut zu warten, instandzuhalten
        und im Falle eines Betriebsausfalls zu ersetzten.
        Operating-Leasing umfaßt weder die Fälle, in denen der Eigentümer des Leasinggutes auch
        Bedienungspersonal bereitstellt, noch die Vermietung oder Verpachtung von nichtprodu-
        zierten Aktiva; diese Aktivitäten werden anderen Wirtschaftszweigen zugeordnet (vgl.
        Ziffer 7).
 ---pagebreak--- Finanzierungsleasing
4        Der Leasingnehmer erwirbt als Gegenleistung für die Zahlung von Leasingraten das Nut-
         zungsrecht an einem dauerhaften Gut für einen im voraus festgelegten, längeren Zeitraum.
         Werden sämtliche mit dem Eigentum an dem Leasinggut verbundenen Risiken und Vortei-
         le zwar nicht de jure, so doch de facto vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertra-
         gen, liegt Finanzierungsleasing vor. Die Mietzeit erstreckt sich beim Finanzierungsleasing
         über die gesamte oder den größten Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasinggu-
         tes. Nach Ablauf der Mietzeit kann der Leasingnehmer das Gut häufig zu einem symboli-
         schen Preis erwerben. Der Leasinggeber muß über keinerlei Know-how in Bezug auf das
         Leasinggut verfugen. Er übernimmt weder die Wartung noch die Instandhaltung oder den
         Ersatz des Leasinggutes im Falle eines Betriebsausfalls. In der Regel sucht sich der Lea-
         singnehmer das Gut aus, und es wird vom Produzenten oder Verkäufer direkt an ihn gelie-
         fert. Der Leasinggeber hat daher ausschließlich die Funktion eines finanziellen Mittlers.
         Für die im ESVG vorgesehene Verbuchung des Finanzierungsleasing ist der den Transak-
         tionen zugrunde liegende wirtschaftliche Sachverhalt ausschlaggebend: Der Leasinggeber
         gewährt dem Leasingnehmer einen Kredit fur den Kauf eines dauerhaften Gutes, dessen
         De-facto-Eigentümer der Leasingnehmer wird. Im ESVG wird das Leasinggut daher so be-
         handelt, als ob es mit Beginn der Mietzeit Eigentum des Leasingnehmers würde. Die vom
         Leasingnehmer an den Leasinggeber gezahlten Leasingraten sind in Tilgungszahlungen
         und Zinszahlungen auf den unterstellten Kredit zu untergliedern.
Te ilzahlungskauf
5        Beim Teilzahlungskauf wird ein dauerhaftes Gut an einen Käufer gegen Leistung von ver-
         einbarten künftigen Zahlungen verkauft. Der Käufer nimmt das Gut sofort in Besitz, recht-
         lich bleibt es als Sicherheit, bis alle vereinbarten Zahlungen geleistet sind, jedoch Eigen-
         tum des Verkäufers oder der den Teilzahlungskauf finanzierenden Einheit. Teilzahlungs-
         kauf beschränkt sich in der Regel auf dauerhafte Konsumgüter, und die Käufer sind über-
         wiegend private Haushalte. Finanziert wird Teilzahlungskauf normalerweise von eigenen
         institutionellen Einheiten, die eng mit den Verkäufern von dauerhaften Gütern zusammen-
         arbeiten.
II      BEHANDLUNG IM KONTENSYSTEM
Operating-Leasing
6        Ein von einem Leasinggeber für Leasingzwecke gekauftes dauerhaftes Gut ist Teil der
         Bruttoanlageinvestitionen (P.51) des Leasinggebers und wird während seiner gesamten
         wirtschaftlichen Nutzungsdauer in der Vermögensbilanz des Leasinggebers unter der Posi-
         tion Sachanlagen (AN.l 11) ausgewiesen. Abschreibungen (K.l) auf das dauerhafte Gut
         werden in den Konten des Leasinggebers verbucht.
         Die an einen Leasinggeber gezahlten Leasingraten erscheinen in dessen Produktionskonto
         als Output (P.1) von Leasingdienstleistungen. Handelt es sich bei dem Leasingnehmer um
         einen Produzenten, sind die von ihm gezahlten Leasingraten Teil seiner Vorleistungen
         VP.2). Ist der Leasingnehmer ein als Letztverbraucher auftretender privater Haushalt, gehen
         die von ihm gezahlten Leasingraten in seine Ausgaben für den letzten Verbrauch (P.3) ein.
                                                   421 -
 ---pagebreak--- 7       In der NACE Rev. 1 ist Operating-Leasing von Immobilien der Klasse 70.20 "Vermietung
        und Verpachtung von eigenen Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen" zugeordnet.
        Operating-Leasing von sonstigen dauerhaften Gütern fallt unter Abteilung 71 "Vermietung
        beweglicher Sachen ohne Bedienungspersonal". Operating-Leasing umfaßt nicht die Ver-
        mietung beweglicher Anlagegüter mit Bedienungspersonal; für die Zuordnung derartiger
        Aktivitäten sind die durch die Anlagegüter und das Bedienungspersonal erbrachten
        Dienstleistungen ausschlaggebend. So fällt die Vermietung eines Lkw mit Fahrer z. B. un-
        ter Klasse 60.24 "Güterbeförderung im Straßenverkehr". Institutionell werden Opera-
        ting-Leasing-Kapitalgesellschaften Sektor S.ll "Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften"
        zugeordnet, doch können Operating-Leasinggeber auch Sektor S.14 "Private Haushalte"
        angehören.
        Handelt es sich bei dem Leasinggeber um eine gebietsansässige und bei dem Leasingneh-
        mer um eine gebietsfremde Einheit, werden die gezahlten Leasingraten als Ausfuhr von
        Dienstleistungen (P.62) verbucht. Da das Leasinggut weiterhin in der Vermögensbilanz ei-
        ner gebietsansässigen Einheit (des Leasinggebers) erscheint, wird es in keinem der Konten
        der Übrigen Welt ausgewiesen. Ist der Leasinggeber eine gebietsfremde und der Leasing-
        nehmer eine gebietsansässige Einheit, werden die gezahlten Leasingraten als Einfuhr von
        Dienstleistungen (P.72) verbucht. In diesem Fall geht man davon aus, daß nicht das Gut,
        sondern nur die Dienstleistungen in das Wirtschaftsgebiet gelangen. Das Leasinggut er-
        scheint daher weder in den Konten der Übrigen Welt noch in irgendeinem anderen Konto.
Finanzierungsleasing
8       Handelt es sich bei dem Leasingnehmer um einen Produzenten, wird das Leasinggut zu
        Beginn der Mietzeit als Bruttoanlageinvestition (P.51) des Leasingnehmers ausgewiesen.
        In der Vermögensbilanz des Leasingnehmers erscheint das Gut während der gesamten
        Mietzeit unter der Position Sachanlagen (AN.l 11) (es sei denn, der Leasingnehmer zahlt
        die Leasingraten nicht). Abschreibungen (K.l) werden in den Konten des Leasingnehmers
        verbucht. Nach Ablauf der Mietzeit kauft der Leasingnehmer das Gut entweder zu seinem
        Restwert (in diesem Fall erscheint es weiterhin in der Vermögensbilanz des Leasingneh-
        mers), oder das Gut geht an den Leasinggeber zurück, was bedeutet, daß es als negative
        Bruttoanlageinvestition des Leasingnehmers verbucht wird und nicht mehr in dessen Ver-
        mögensbilanz, sondern in der des Leasinggebers oder eines Dritten, an den es der Lea-
        singgeber gegebenenfalls weiterverkauft hat, erscheint.
9       Ist der Leasingnehmer ein als Letztverbraucher auftretender privater Haushalt, wird das
        Leasinggut so behandelt, als ob der Leasingnehmer es mit Beginn der Mietzeit zum Zweck
        des letzten Verbrauchs gekauft hätte. Dies bedeutet, daß das Leasinggut zu Beginn der
        Mietzeit zu seinem Anschaffungspreis in die Ausgaben des Leasingnehmers für den letzten
        Verbrauch (P.3) eingeht und in dessen Vermögensbilanz nur "unter dem Strich" als dauer-
        haftes Konsumgut erscheint.
        Es wird ein Kredit (F.4) des Leasinggebers an den Leasingnehmer unterstellt. Der Kapital-
        betrag dieses Kredits beläuft sich auf den Anschaffungspreis des Leasinggutes zuzüglich
        etwaiger Übertragungskosten. Der ausstehende unterstellte Kredit (AF.4) wird in der Ver-
        mögensbilanz des Leasinggebers und des Leasingnehmers als finanzielles Aktivum bzw.
        Passivum ausgewiesen. Man geht davon aus, daß sich die Leasingraten aus zwei Bestand-
        teilen zusammensetzen, nämlich einer Tilgungszahlung (F.4) und einer Zinszahlung
        (D.41), und daß die Zahlung der letzten Leasingrate mit dem Auslaufen des Finanzierungs-
        leasingvertrages zusammenfällt.
 ---pagebreak--- 10 Der Zinssatz auf den unterstellten Kredit wird implizit so festgelegt, daß die Summe der
   während der Mietzeit geleisteten Tilgungszahlungen genau gleich dem Kapitalbetrag ist.
   Bei gleichbleibenden Leasingraten verringert sich im Laufe der Zeit ebenso wie bei einem
   in gleichen Raten rückzahlbaren Kredit der Zinsanteil der Leasingraten, während sich der
   Tilgungsanteil entsprechend erhöht. Sind der Kapitalbetrag, die Höhe der Leasingraten und
   die Dauer der Mietzeit flir jeden Leasingvertrag bekannt, lassen sich der Zinssatz und die
   Höhe der Zins- und der Tilgungszahlungen unschwer mit Hilfe von Standardformeln be-
   rechnen. Liegen, was in der Praxis häufig der Fall ist, nicht für jeden Leasingvertrag ent-
   sprechende detaillierte Angaben vor, müssen diese Berechnungen auf der Basis von reali-
   stischen Annahmen durchgeführt werden. Die Datenlage wird dadurch verbessert, daß in
   vielen Ländern Finanzierungsleasing in der Betriebsbuchhaltung ähnlich behandelt wird,
   wie es hier beschrieben ist.
11 Beim Finanzierungsleasing ist die Produktionstätigkeit des Leasinggebers eine finanzielle
   Mittlertätigkeit. In der Regel berechnen die Leasinggeber kein explizites Entgelt für ihre
   Mittlertätigkeit. Bei ihrem Output handelt es sich daher hauptsächlich oder ausschließlich
   um indirekt erfaßte Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit (IEDFM), die ebenso
   wie bei anderen finanziellen Mittlern berechnet werden, nämlich als empfangenes Ein-
   kommen aus Vermögen, ohne Einkommen aus Vermögen aus der Anlage ihrer Eigenmit-
   tel, abzüglich gezahlter Zinsen1. Einige Finanzierungsleasinggeber haben Verbindlichkei-
   ten gegenüber anderen selbständigen Einheiten; in diesem Fall können die gezahlten Zin-
   sen direkt beobachtet werden, so daß die IEDFM unschwer berechnet werden können. An-
   dere Finanzierungsleasinggeber haben Verbindlichkeiten dagegen nur gegenüber ihrer
   Muttergesellschaft, so daß die gezahlten Zinsen u. U. schwer zu beobachten sind. In die-
   sem Fall müssen die gezahlten Zinsen gegebenenfalls unter Zugrundelegung eines geeigne-
   ten Zinssatzes geschätzt werden.
   Finanzierungsleasing-Kapitalgesellschaften gehören zum institutionellen Teilsektor S.123
   "Sonstige finanzielle Mittler, außer Versicherungsunternehmen und Pensionskassen". In
   der NACE Rev. 1 werden sie Klasse 65.21 "Institutionen fur Finanzierungsleasing" zuge-
   ordnet.
12 Die im ESVG vorgesehene Behandlung von Finanzierungsleasing hat zur Folge, daß das
   Leasinggut nicht in den Konten des Leasinggebers erscheint. Für die Behandlung des Gu-
   tes ist es daher unerheblich, ob der Leasinggeber eine gebietsansässige oder eine gebiets-
   fremde Einheit ist. Ist der Produzent oder der Verkäufer des Leasinggutes eine gebietsan-
   sässige und der Leasingnehmer eine gebietsfremde Einheit, wird das Gut so behandelt, als
   ob es zu dem Zeitpunkt, zu dem es der Leasingnehmer in Besitz nimmt, d. h. mit Beginn
   der Mietzeit, ausgeführt würde (P.61). Ist der Produzent/Verkäufer eine gebietsfremde und
   der Leasingnehmer eine gebietsansässige Einheit, geht man davon aus, daß das Leasinggut
   mit Beginn der Mietzeit eingeführt wird (P.71).
   Ist der Leasinggeber eine gebietsansässige und der Leasingnehmer eine gebietsfremde Ein-
   heit, wird ein Kredit (F.4/AF.4) einer gebietsansässigen Einheit (des Leasinggebers) an ei-
   ne gebietsfremde Einheit (den Leasingnehmer) unterstellt. Ist der Leasinggeber eine ge-
   bietsfremde und der Leasingnehmer eine gebietsansässige Einheit, wird ein Kredit einer
   gebietsfremden Einheit (des Leasinggebers) an eine gebietsansässige Einheit (den Leasing-
   nehmer) unterstellt. Wie bei Leasingtransaktionen zwischen gebietsansässigen Einheiten
   werden die Leasingraten in Zinszahlungen (D.41) und Tilgungszahlungen (F.4) aufgeglie-
   dert.
   Nähere Angaben enthält Kapitel III, Ziffer 3.53.
                                                    -423
 ---pagebreak--- Teilzahlungskauf
13       Das dauerhafte Gut wird so verbucht, als ob es vom Käufer zu dem Zeitpunkt, zu dem er es
         in Besitz nimmt, zu dem Preis, den er bei einer Bartransaktion gezahlt hätte, gekauft
         würde. Der Käufer erhält einen unterstellten Kredit (F.4/AF.4) in entsprechender Höhe. Im
         ESVG werden die Zahlungen des Käufers an die den Teilzahlungskauf finanzierende Ein-
         heit nach dem gleichen Verfahren wie beim Finanzierungsleasing in Tilgungszahlungen
         (F.4) und Zinszahlungen (D.41) untergliedert.
         Die Produktionstätigkeit der Einheiten, die Teilzahlungskäufe finanzieren, ist eine finan-
         zielle Mittlertätigkeit. Da diese Einheiten in der Regel kein explizites Entgelt für ihre
         Dienstleistungen berechnen, handelt es sich bei ihrem Output ausschließlich um indirekt
         erfaßte Dienstleistungen der finanziellen Mittlertätigkeit (IEDFM), die als empfangenes
         Einkommen aus Vermögen, ohne Einkommen aus Vermögen aus der Anlage der Eigenmit-
         tel, abzüglich gezahlter Zinsen berechnet werden. Die gezahlten Zinsen sind ebenso wie
         beim Finanzierungsleasing u. U. schwer direkt zu beobachten und müssen daher geschätzt
         werden.
14       In der NACE Rev. 1 sind Einheiten, die Teilzahlungskäufe finanzieren, Klasse 65.22
         "Spezialkreditinstitute" zugeordnet. Kapitalgesellschaften, die Teilzahlungskäufe finanzie-
         ren, gehören zum institutionellen Teilsektor S.123 "Sonstige finanzielle Mittler, außer
         Versicherungsunternehmen und Pensionskassen", doch können Einheiten, die Teilzah-
         lungskäufe finanzieren, auch Sektor S.14 "Private Haushalte" angehören.
         Ist der Käufer eine gebietsfremde und die den Teilzahlungskauf finanzierende Einheit eine
         gebietsansässige Einheit, wird das Gut so behandelt, als ob es zu dem Zeitpunkt, zu dem es
         der Käufer in Besitz nimmt, ausgeführt würde (P.61). In diesem Fall gewährt die den Teil-
         zahlungskauf finanzierende Einheit einer gebietsfremden Einheit (dem Käufer) einen
         Kredit (F.4/AF.4). Ist der Käufer eine gebietsansässige und die den Teilzahlungskauf fi-
         nanzierende Einheit eine gebietsfremde Einheit, geht man davon aus, daß das Gut zu dem
         Zeitpunkt, zu dem es an den Käufer geliefert wird, eingeführt wird (P.71) und daß dem
         Käufer von der gebietsfremden Einheit, die den Teilzahlungskauf finanziert, gleichzeitig
         ein Kredit (F.4/AF.4) gewährt wird. Die Tilgungszahlungen (F.4) und die Zinszahlungen
         (D.41) werden ebenso behandelt wie bei Finanzierungsleasingtransaktionen, an denen eine
         gebietsfremde Einheit beteiligt ist.
 ---pagebreak---   Anhang 3
Versicherungen
      425
 ---pagebreak--- 0        Einleitung
1.      Es gibt im wesentlichen zwei Arten von Versicherungen: Versicherungen im Rahmen der
         Sozialschutzes und sonstige Versicherungen
Die Versicherungen im Rahmen des Sozialschutzes lassen sich untergliedern in
1)       Sozialversicherungssysteme des Staates;
2)      nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozial Schutzsysteme;
3)      nach dem Umlageverfahren finanzierte, von Arbeitgebern betriebene Sozialschutzsysteme.
Die sonstigen Versicherungen lassen sich untergliedern in
1)       Lebensversicherungen;
2)       Nichtlebensversicherungen.
Die Rückversicherung und das Versicherungshilfsgewerbe werden in diesem Anhang separat be-
        handelt. Diese beiden Bereiche sind vornehmlich für die sonstigen Versicherungen rele-
        vant, sie können jedoch auch für den Sozialschutz eine Rolle spielen.
1        DEFINITIONEN
a)       Sozialschutz
2.      Sozial Schutzsysteme sind Versicherungssysteme, bei denen Arbeitnehmer oder andere na-
        türliche Personen, oder Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer, Sozialbeiträge entrichten und
        damit für diese Arbeitnehmer oder anderen Beitragszahler, ihre Angehörigen oder Hinter-
        bliebenen einen Anspruch auf Sozialschutzleistungen sichern. Sozialschutzsysteme decken
        soziale Risiken oder Bedürfnisse ab.1 Im Gegensatz zur Sozialhilfe setzen Sozialschutzlei-
        stungen die Teilnahme an einem Sozialschutzsystem voraus.
3.      Bei den Sozialschutzsystemen handelt es sich häufig um kollektive Systeme, d. h. die an
        diesen Systemen Teilnehmenden müssen keine Einzelversicherungsverträge auf ihren Na-
        men abschließen. Bei manchen Sozialschutzsystemen kann es jedoch möglich oder sogar
        vorgeschrieben sein, daß die Teilnehmer auf ihren Namen Versicherungsverträge abschlie-
        ßen. Einzelversicherungsverträge werden als Teil eines Sozialschutzsystems behandelt,
        wenn sie soziale Risiken und Bedürfnisse abdecken und wenn mindestens eine der drei
        folgenden Bedingungen erfüllt ist:
        (i) Die Teilnahme an dem System ist entweder gesetzlich oder aufgrund von Beschäfti-
              gungsbedingungen vorgeschrieben.
        (ii) Das System wird zugunsten einer Gruppe betrieben, und die Teilnahme an dem Sy-
              stem ist auf Mitglieder dieser Gruppe beschränkt.
        (iii) Ein Arbeitgeber leistet für einen Arbeitnehmer einen 3eitrag zu dem System.
        Der Begriff "soziale Risiken oder Bedürfnisse" wird in Kapitel IV, Abschnitt 83-86 definiert.
                                                                -476-
 ---pagebreak--- a.l)   Sozialversicherungssysteme des Staates
4.     Diese Systeme werden von staatlichen Einheiten vorgeschrieben, kontrolliert und finan-
       ziert, und sie beziehen die gesamte Bevölkerung oder weite Kreise der Bevölkerung ein.
       Sozialschutzsysteme des Staates können nach dem Kapitaldeckungsverfahren oder nach
       dem Umlageverfahren finanziert werden. Wenn getrennte Mittel identifiziert werden kön-
       nen, dann bleiben sie Eigentum des Staates und nicht der Begünstigten. Die Einnahmen
       von Sozialversicherungssystemen bestehen im wesentlichen aus von natürlichen Personen
       und von Arbeitgebern für ihre Arbeitnehmer eingezahlten Beiträgen, können jedoch auch
       Übertragungen von anderen staatlichen Einheiten umfassen. Die Teilnahme an Sozialversi-
       cherungssystemen ist in der Regel, jedoch nicht immer, vorgeschrieben. Die an natürliche
       Personen gezahlten Leistungen hängen nicht unbedingt von den vorher eingezahlten Bei-
      trägen ab.
       Es ist darauf hinzuweisen, daß Sozialschutzsysteme, die von staatlichen Einheiten für ihre
      eigenen Arbeitnehmer betrieben werden, nicht den Sozialversicherungssystemen, sondern
      den nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierten privaten Sozialschutzsystemen oder
      den nach dem Umlage verfahren finanzierten Sozialschutzsystemen zuzuordnen sind.
a.2) Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialschutzsysteme
5.    Es gibt zwei Kategorien von nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierten privaten
      Sozialschutzsystemen. Zur ersten Kategorie zählen Systeme, bei denen sowohl die Arbeit-
      geber als auch die Arbeitnehmer Sozialbeiträge an Versicherungsunternehmen oder recht-
      lich selbständige Pensionskassen, die getrennte institutionelle Einheiten sind, zahlen. Die
      Versicherungsunternehmen oder rechtlich selbständigen Pensionskassen sind für die Ver-
      waltung der eingebrachten Mittel und die Zahlung der Sozialleistungen verantwortlich. Die
      zweite Kategorie umfaßt Systeme, bei denen Arbeitgeber spezielle Rückstellungen für die
      Zahlung von Sozialleistungen bilden. Diese Rückstellungen sind von ihren sonstigen
      Rückstellungen getrennt, was jedoch nicht bedeutet, daß von den Arbeitgebern getrennte
      institutionelle Einheiten entstehen. In diesem Fall spricht man von rechtlich unselbständi-
      gen Pensionskassen.
a.3)  Nach dem Umlageverfahren finanzierte, von Arbeitgebern betriebene Sozialschutz-
      systeme
6.    Hierbei handelt es sich um Systeme, bei denen Arbeitgeber den von ihnen gegenwärtig
      oder früher beschäftigten Arbeitnehmern oder deren Angehörigen Sozialleistungen aus ih-
      ren eigenen Mitteln gewähren, ohne zu diesem Zweck spezielle Rückstellungen zu bilden.
b)    Sonstige Versicherungen
7.    Sonstige Versicherungen sichern einzelne institutionelle Einheiten, die bestimmten Risiken
      ausgesetzt sind, finanziell gegen die Folgen besonderer Ereignisse ab. Dabei handelt es
      sich um eine Form der finanziellen Mittlertätigkeit, die darin besteht, die von Versiche-
      rungsnehmern eingezahlten Prämien in finanzielle oder sonstige Aktiva anzulegen. Diese
      Aktiva dienen als versicherungstechnische Rückstellungen für zukünftige Leistungen, die
      auf das Eintreten der im Versicherungsvertrag aufgeführten besonderen Ereignisse zurück-
      zufuhren sind.
                                              _ All
 ---pagebreak---       Sonstige von privaten Haushalten abgeschlossene Versicherungsverträge können die glei-
      chen Risiken oder Bedürfnisse abdecken wie Sozialschutzsysteme. Sie unterscheiden sich
     jedoch insofern von Versicherungsverträgen im Rahmen des Sozialschutzes, als sie von
      privaten Haushalten unabhängig von deren Arbeitgebern und vom Staat ausschließlich im
      eigenen Interesse abgeschlossen werden.
b.1)  Lebensversicherungen
8.    Versicherungsnehmer von Lebensversicherungen sind ausschließlich gebietsansässige oder
      gebietsfremde private Haushalte. Der Versicherungsnehmer leistet regelmäßige Beitrags-
     zahlungen an das Versicherungsunternehmen, welches sich im Gegenzug verpflichtet, zu
     einem bestimmten Zeitpunkt, oder, falls der Versicherungsnehmer vor diesem Zeitpunkt
     stirbt, schon früher eine Leistung zu erbringen. Kündigt der Versicherungsnehmer den
     Versicherungsvertrag vor dem vereinbarten Fälligkeitstermin, so hat er Anspruch auf eine
     Teilleistung des Versicherungsunternehmens. Es wird also immer eine Leistung an den
     Versicherungsnehmer oder seine Hinterbliebenen gezahlt. Versicherungsverträge, bei de-
     nen die Versicherungssumme nur fallig wird, wenn der Versicherte innerhalb eines festge-
     legten Zeitraums stirbt, werden gewöhnlich als Risikoversicherungen bezeichnet. Sie sind
     nicht den Lebensversicherungen, sondern den Nichtlebensversicherungen zuzuordnen.
     Eine Lebensversicherungsleistung kann in Form einer einmaligen Zahlung oder einer
     Rente erbracht werden. Es kann sich entweder um eine feste oder um eine variable Lei-
     stung handeln. Bei einer variablen Leistung werden die während der Laufzeit des Versiche-
     rungsvertrags mit der Anlage der Prämien realisierten Gewinne berücksichtigt (man spricht
     in diesem Falle von einer Versicherung mit Gewinnbeteiligung). Eine Sonderform der
     Versicherung mit Gewinnbeteiligung ist die fondsgebundene Versicherung, bei der die
     Leistung je nach dem Wert eines besonderen Fonds variiert.
b.2)  Nichtlebensversicherungen
9.   Versicherungsnehmer von Nichtlebensversicherungen können alle Arten von institutionel-
     len Einheiten sein. Nichtlebensversicherungen umfassen Risikoversicherungen sowie Ver-
     sicherungen gegen alle Arten von Risiken außer Tod, z. B. Unfall, Krankheit oder Feuer.
     Die Leistungen werden in der Regel in Form einei einmaligen Zahlung erbracht, sie kön-
     nen aber auch als Rente ausgezahlt werden. Bei einem Nichtlebensversicherungsvertrag
     wird nicht immer eine Leistung erbracht. Normalerweise ist die Zahl der Leistungsempfän-
     ger wesentlich niedriger als die der Versicherungsnehmer. Für den einzelnen Versiche-
     rungsnehmer besteht kein Zusammenhang zwischen den gezahlten Prämien und den emp-
     fangenen Leistungen, auch auf lange Sicht nicht.
c.l) Rückversicherung
10.  Ein Versicherungsunternehmen, das mit Versicherungsnehmern Versicherungsverträge ab-
     schließt, gibt häufig einen Teil seiner Risiken an andere Versicherungsunternehmen ab.
     Diese Transaktionen zwischen Versicherungsunternehmen werden als Rückversicherung
     bezeichnet.
                                             428-
 ---pagebreak---       Sowohl Lebensversicherungs- als auch Nichtlebensversicherungsunternehmen können
     Rückversicherungstransaktionen durchführen. Bei den Rückversicherern kann es sich ent-
     weder um Unternehmen handeln, die sowohl rückversichern als auch Versicherungsverträ-
     ge mit Versicherungsnehmern abschließen, oder um Unternehmen, die ausschließlich
     rückversichern.
c.2)  Versicherungshilfsgewerbe
11.  Bei den Unternehmen des Versicherungshilfsgewerbes handelt es sich um Einheiten, die in
     erster Linie mit dem Versicherungswesen verbundene Tätigkeiten ausüben, ohne jedoch
     selbst Risiken zu übernehmen. Zum Versicherungshilfsgewerbe zählen insbesondere:
          Versicherungsmakler,
          Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von Versicherungsunternehmen und
          Pensionskassen
          Einheiten, deren Haupttätigkeit darin besteht, als Aufsichtsbehörden für Versiche-
          rungsunternehmen und Pensionskassen sowie für die Versicherungsmärkte zu fungie-
          ren.
11.  BEHANDLUNG IN DEN KONTEN
12.  Der Einfachheit halber werden in der folgenden Darstellung der verschiedenen Arten von
     Versicherungen schwerpunktmäßig solche Fälle berücksichtigt, an denen nur gebietsan-
     sässige Einheiten beteiligt sind. Am Ende jedes Abschnitts wird auf die Besonderheiten
     von Transaktionen eingegangen, an denen gebietsfremde Einheiten beteiligt sind.
a)   Versicherungen im Rahmen des Sozialschutzes
                         i
a.l) Sozialversicherungssysteme des Staates
13.  Der Output der Einheiten, die diese Systeme verwalten, ist Teil des Outputs des Staates
     und wird zu Produktionskosten erfaßt. Deshalb wird bei Sozialversicherungssystemen des
     Staates kein Dienstleistungsentgelt berechnet.
     Sozialbeiträge der Arbeitgeber an Sozialversicherungssysteme des Staates (Dl21) sind als
     Teil des Einkommens aus unselbständiger Arbeit anzusehen und werden im Einkommen-
     sentstehungskonto als vom Sektor Arbeitgeber gezahlt und im Primäreinkommensallokati-
     onskonto als vom Sektor Private Haushalte empfangen nachgewiesen. Im sekundären Ein-
     kommensverteilungskonto werden die Beiträge von Arbeitgebern ebenfalls ausgewiesen,
     und zwar als vom Sektor private Haushalte gezahlter und vom Staat empfangener Teil der
     tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.6111). Der Arbeitnehmeranteil der tat-
     sächlichen Sozialbeiträge (D.6112) und die Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
     (D.6113) werden ebenfalls im sekundären Einkommensverteilungskonto als vom vom
     Sektor Private Haushalte gezahlt und vom Staat empfangen verbucht. Geldleistungen der
     Sozialversicherung (D.621) sind im sekundären Einkommensverteilungskonto als vom
     Staat gezahlt und von privaten Haushalten empfangen nachzuweisen, während Sachlei-
     stungen der Sozialversicherung im Naturaleinkommensverteilungskonto unter den Positio-
     nen D.6311 und D.6312 als vom Staat gezahlt und von privaten Haushalten empfangen
     ausgewiesen werden.
                                            -42Q
 ---pagebreak--- 14.   Die Einheiten, die Sozialversicherungssysteme des Staates verwalten, sind dem Teilsektor
      S.l314, Sozialversicherung, zuzuordnen. Der entsprechende Wirtschaftszweig gemäß der
      NACE Rev. 1 ist die Klasse 75.3, "Sozialversicherung".
      Ist ein Gebietsansässiger bei einem gebietsfremden Arbeitgeber beschäftigt, sind die Sozi-
      albeiträge des Arbeitgebers im Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufen-
      de Übertragungen als von der übrigen Welt gezahlte Beiträge zu verbuchen. Nimmt der
      Arbeitnehmer ebenfalls an einem Sozialversicherungssystem eines gebietsfremden Staates
      teil, werden sämtliche normalerweise an den Sektor Staat gezahlten Beiträge und von ihm
      empfangenen Leistungen im Konto der Übrigen Welt fur Primäreinkommen und laufende
      Übertragungen als an den Sektor Übrige Welt gezahlte Beiträge bzw. von ihm empfangene
      Leistungen verbucht. Soziale Sachleistungen werden im ESVG jedoch lediglich als Trans-
      aktionen zwischen gebietsansässigen Einheiten verbucht, d. h. bei allen Leistungen gebiets-
      fremder Sozialversicherungssysteme an Gebietsansässige handelt es sich definitionsgemäß
      um Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen (D.62).
      Ist ein Gebietsfremder bei einem gebietsansässigen Arbeitnehmer beschäftigt, sind die So-
      zialbeiträge des Arbeitgebers im Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und lau-
      fende Übertragungen als von der übrigen Welt empfangene Beiträge zu verbuchen. Ist der
      gebietsfremde Arbeitnehmer bei einem gebietsansässigen Sozialversicherungssystem ver-
      sichert, so sind die Transaktionen zwischen dem Arbeitnehmer und dem Sektor Staat im
      Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen auszuweisen.
      Bei allen Leistungen an gebietsfremde Arbeitnehmer handelt es sich definitionsgemäß um
      Sozialleistungen, außer sozialen Sachübertragungen (D.62).
      Tabelle ALI enthält ein Beispiel für die im Zusammenhang mit Sozialversicherungssyste-
      men des Staates erfaßten Ströme.
a.2)  Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialschutzsysteme
15.   Von rechtlich selbständigen Pensionskassen finanzierte Systeme werden anders behandelt
      als von rechtlich unselbständigen Pensionskassen finanzierte Systeme. Bei rechtlich selb-
      ständigen Pensionskassen wird ein Dienstleistungsentgelt nach dem folgenden Verfahren
      berechnet:
                     Gesamtbetrag der verdienten tatsächlichen Beiträge
     zuzüglich       Gesamtbetrag der zusätzlichen Beiträge
                                                                                    o)
     abzüglich       fallige Leistungen
     abzüglich       Erhöhungen (zuzüglich Verminderungen) der Rückstellungen von Pensions-
                     kassen.
16.   Alle vier Positionen werden ohne Gewinne oder Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw.
      Passiva verbucht. Der Gesamtbetrag der zusätzlichen Beiträge ist gleich dem auf die Versi-
      cherungsnehmer entfallenden Einkommen aus Vermögen, d. h. dem Einkommen, das pri-
      vate Sozialschutzsysteme mit der Anlage ihrer versicherungstechnischen und Pensions-
      rückstellungen erwirtschaften. Im ESVG wird davon ausgegangen, daß diese Rückstellun-
      gen den Versicherungsnehmern gehören, folglich steht ihnen auch das damit erwirtschafte-
      te Einkommen zu. Das Dienstleistungsentgelt wird als Output (P.1) der rechtlich selbstän-
      digen Pensionskassen und als Ausgaben der privaten Haushalte für den letzten Verbrauch
      (P.3) verbucht.
 ---pagebreak---     Bei den rechtlich unselbständigen Pensionskassen wird kein Dienstleistungsentgelt berech-
    net. Die Kosten fur die Verwaltung dieser Systeme werden zusammen mit den sonstigen
    Kostenelementen im Produktionskonto der Arbeitgeber verbucht.
17. Die übrigen Transaktionen betreffen sowohl rechtlich selbständige als auch rechtlich un-
    selbständige Pensionskassen. Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber (D.121) werden
    im Einkommensentstehungskonto als vom Sektor des Arbeitgebers gezahlter und im Pri-
    märeinkommensallokationskonto als von Arbeitnehmerhaushalten empfangener Teil des
    Einkommens aus unselbständiger Arbeit verbucht. Beim Sektor des Arbeitgebers kann es
    sich um jeden beliebigen Sektor einschließlich des Staates und der privaten Haushalte (als
    Arbeitgeber) handeln. Das (unter der Position D.4 erfaßte) auf die Versicherungsnehmer
    entfallende Einkommen aus Vermögen wird im Primäreinkommensallokationskonto als
    vom Sektor der Pensionskasse gezahlt und vom Sektor Private Haushalte empfangen aus-
    gewiesen. Gebietsansässige rechtlich selbständige Pensionskassen werden dem Teilsektor
    Versicherungsunternehmen und Pensionskassen (S.125) zugeordnet. Rechtlich unselb-
    ständige Pensionskassen sind natürlich dem gleichen Sektor zuzurechnen wie der betref-
    fende Arbeitgeber. In der NACE Rev. 1 werden die Pensionskassen der Klasse 66.02,
    "Pensions- und Sterbekassen", zugeordnet.
18. Die tatsächlichen Sozialbeiträge der Arbeitgeber werden erneut im sekundären Einkom-
    mensverteilungskonto ausgewiesen, und zwar unter der Positition D.6111 als von privaten
    Haushalten gezahlt und vom Sektor der Pensionskasse empfangen. Der Arbeitnehmeranteil
    der tatsächlichen Sozialbeiträge (D.6112) und die Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
    (D.6113) werden ebenfalls im sekundären Einkommensverteilungskonto als vom Sektor
    Private Haushalte gezahlt und vom Sektor der Pensionskasse empfangen verbucht. Die
    Beiträge von Arbeitnehmern und von Nichtarbeitnehmern sind gleich den direkt geleisteten
    Zahlungen zuzüglich dem auf die Versicherungsnehmer entfallenden Einkommen aus
    Vermögen abzüglich dem Dienstleistungsentgelt (das bei den rechtlich unselbständigen
    Pensionskassen gleich Null ist). Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private
    Sozialleistungen einschließlich Renten werden im sekundären Einkommensverteilungskon-
    to als von Pensionskassen gezahlte und von privaten Haushalten empfangene Leistungen
    verbucht. Alle nach dem Kapiteldeckungsverfahren finanzierten privaten Sozialleistungen
    werden definitionsgemäß als Teil der Position D.62, Sozialleistungen, außer sozialen
    Sachübertragungen, ausgewiesen.
19. Der Ausweis im Finanzierungskonto besteht aus zwei Teilen:
    i)     Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen (F.62), die die Differenz zwischen ge-
           zahlten und verdienten Beiträgen und zwischen fälligen und gezahlten Leistungen
           umfassen2. Vereinbarungsgemäß wird dieser Teil als (gegebenenfalls negative) Verän-
           derung der Verbindlichkeiten von Pensionskassen und der Forderungen privater Haus-
           halte ausgewiesen.
    ii) Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen (F.612), die ebenfalls als
           (gegebenenfalls negative) Veränderung der Verbindlichkeiten von Pensionskassen und
           der Forderungen privater Haushalte ausgewiesen werden. Dieser Teil ist gleich den im
           sekundären Einkommensverteilungskonto verbuchten Arbeitgeber- und Arbeitneh-
           merbeiträgen an die Pensionskassen abzüglich der gezahlten Renten.
    Die verdienten tatsächlichen Beiträge, die der Risikodeckung im laufenden Rechnungszeitraum dienen, weichen in der Regel von den
    gezahlten tatsächlichen Beiträgen ab, die häufig der Risikodeckung sowohl im laufenden als auch in künftigen Rechnungszeiträumen
    dienen. Ähnlich ist die Situation bei den Leistungen, wo die fälligen Leistungen nicht immer gleich den gezahlten Leistungen sind.
    Möglicherweise werden Leistungen, die aufgrund eines in einem Rechnungszeitraum eintretenden Ereignisses fällig sind, erst in einem
    späteren Rechnungszeitraum gezahlt.
                                                              4^1
 ---pagebreak--- 20.  Infolge der Buchung im Finanzierungskonto erscheinen die Positionen F.612 und F.62
     auch in den Vermögensbilanzen des Sektors Private Haushalte (als Forderung) und des
     Sektors der Pensionskasse (als Verbindlichkeit).
    Der Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte
    an Pensionskassen wird im Konto für die Verwendung des verfugbaren Einkommens als
    von privaten Haushalten empfangen und von den Pensionskassen gezahlt verbucht. Dieser
    Posten ist mit dem zweiten Teil der Buchung im Finanzierungskonto identisch.
    Arbeitgeber und Staat leisten gelegentlich Sonderzahlungen an private Sozialschutzsyste-
    me, um die Rückstellungen dieser Systeme zu erhöhen. Solche Zahlungen sind im Vermö-
    gensveränderungskonto als Sonstige Vermögensübertragungen (D.99) zu verbuchen, die
    vom Sektor des Arbeitgebers oder vom Sektor Staat gezahlt und vom Sektor der Pensions-
    kasse empfangen werden. Da bei den Rückstellungen von Sozialschutzsystemen davon
    ausgegangen wird, daß sie dem Sektor Private Haushalte gehören, ist ein zwischen dem
    Sektor der Pensionskasse und dem Sektor Private Haushalte zu verbuchender Berichti-
    gungsposten erforderlich. Dieser Berichtigungsposten wird unter der Position Sonstige
    Vermögensübertragungen (D.99) als vom Sektor der Pensionskasse gezahlt und vom Sek-
    tor Private Haushalte empfangen nachgewiesen.
21. Ist ein gebietsansässiger Arbeitnehmer bei einem gebietsfremden Arbeitgeber beschäftigt,
    so werden die tatsächlichen Sozialbeiträge des Arbeitgebers (D.121) als von der übrigen
    Welt gezahlter und von den privaten Haushalten empfangener Teil des Einkommens aus
    unselbständiger Arbeit verbucht. Im Falle eines gebietsfremden Arbeitgebers handelt es
    sich bei den betreffenden rechtlich unselbständigen Sozialschutzsystemen ebenfalls in je-
    dem Fall um ein gebietsfremdes System, bei einem rechtlich selbständigen System dage-
    gen entweder um ein gebietsansässiges oder ein gebietsfremdes System. Wenn der Arbeit-
    nehmer bei einem gebietsfremden System versichert ist, werden alle Ströme zwischen dem
    Sektor Private Haushalte und dem Sektor der Pensionskasse als Transaktionen zwischen
    dem Sektor Private Haushalte und der übrigen Welt ausgewiesen. Das (im Falle von recht-
    lich selbständigen gebietsfremden Systemen berechnete) Dienstleistungsentgelt wird als
    Einfuhr von Dienstleistungen (P.72) ausgewiesen. Die Veränderung der versicherungs-
    technischen Rückstellungen (F.6) wird im Finanzierungskonto der Übrigen Welt verbucht,
    während die übrigen Ströme im Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und lau-
    fende Übertragungen nachgewiesen werden.
22. Ist ein gebietsfremder Arbeitnehmer bei einem gebietsansässigen Arbeitgeber beschäftigt,
    so werden die tatsächlichen Sozialbeiträge des Arbeitgebers (D.121) als vom Sektor des
    Arbeitgebers gezahlter und von der Übrigen Welt empfangener Teil des Einkommens aus
    unselbständiger Arbeit verbucht. Wenn der gebietsfremde Arbeitnehmer bei einem gebiets-
    ansässigen Sozialschutzsystem versichert ist, werden alle Dienstleistungsentgelte als Aus-
    fuhr von Dienstleistungen (P.62) verbucht. Alle übrigen Ströme zwischen System und Ar-
    beitnehmer werden als Ströme zwischen dem Sektor des Systems und der übrigen Welt
    ausgewiesen.
    Speziell bei einer Beteiligung gebietsfremder Einheiten sind nicht immer alle erforderli-
    chen Daten verfugbar. Die Berechnung einiger der Buchungseinträge muß daher bisweilen
    auf Annahmen beruhen.
    Tabelle AI.2 enthält ein Beispiel für die im Zusammenhang mit nach t dem Kapital-
    deckungsverfahren finanzierten privaten Sozialschutzsystemen erfaßten Ströme.
 ---pagebreak--- a.3) Nach dem Umlageverfahren finanzierte, von Arbeitgebern betriebene Sozialschutzsy-
     steme
23.  Parallel zu den von rechtlich unselbständigen Pensionskassen finanzierten Systemen wer-
     den die Kosten für die Verwaltung von nach dem Umlageverfahren finanzierten Sozial-
     schutzsystemen im Zusammenhang mit den übrigen Kostenelementen im Produktionskon-
     to des Arbeitgebers nachgewiesen. Daher wird kein Dienstleistungsentgelt berechnet.
     Da nach dem Umlage verfahren finanzierte Sozialschutzsysteme von den betreffenden Ar-
     beitgebern getrennte institutionelle Einheiten bilden, handelt es sich bei allen Transaktio-
     nen um Transaktionen zwischen dem Sektor des Arbeitgebers und dem Sektor Private
     Haushalte.
24.  Im ESVG wird davon ausgegangen, daß ein Arbeitgeber, der ein nach dem Umlage verfah-
     ren finanziertes System betreibt, für seine Arbeitnehmer einen unterstellten Beitrag an die-
     ses System leistet. Dieser unterstellte Sozialbeitrag (D.l22) wird im Einkommensentste-
     hungskonto als vom Arbeitgeber gezahlter und im Primäreinkommensallokationskonto als
     von privaten Haushalten empfangener Teil des Einkommens aus unselbständiger Arbeit
     ausgewiesen. Der unterstellte Sozialbeitrag des Arbeitgebers wird auch im sekundären
     Einkommensverteilungskonto ausgewiesen, und zwar unter der Position D.612 als von pri-
     vaten Haushalten gezahlter und vom Arbeitgeber empfangener Beitrag. Die Höhe dieses
     Beitrags ist unter Zugrundelegung der vom Arbeitgeber in Zukunft zu erbringenden Lei-
     stungen festzulegen. In der Praxis wird die Höhe des Beitrags in der Regel allerdings mit
     der Höhe der im laufenden Rechnungszeitraum gezahlten Leistungen gleichgesetzt.
25.  Der Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge wird, sofern vorhanden, unter der
     Position D.6112 als von privaten Haushalten gezahlt und vom Sektor des Arbeitgebers
     empfangen verbucht. Im sekundären Einkommensverteilungskonto werden unter der Posi-
     tion D.62 auch Renten und sonstige Sozialleistungen als von privaten Haushalten empfan-
     gene und vom Arbeitgeber gezahlte Leistungen ausgewiesen.
     Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialschutzsysteme sind natürlich dem gleichen
     institutionellen Sektor zuzuordnen wie der betreffende Arbeitgeber. In der NACE Rev. 1
     werden diese Systeme als Hilfstätigkeit angesehen.
26.  Ist ein gebietsansässiger Arbeitnehmer bei einem gebietsfremden Arbeitgeber beschäftigt,
     der ein nach dem Umlageverfahren finanziertes Sozialschutzsystem betreibt, werden alle
     Transaktionen als Transaktionen zwischen dem Sektor Private Haushalte und der übrigen
     Welt angesehen und im Konto der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende
     Übertragungen verbucht. Ist ein gebietsfremder Arbeitnehmer bei einem gebietsansässigen
     Arbeitgeber beschäftigt, der ein nach dem Umlageverfahren finanziertes Sozial Schutzsy-
     stem betreibt, werden alle Transaktionen als Transaktionen zwischen der übrigen Welt und
     dem Sektor des Arbeitgebers angesehen und im Konto der Übrigen Welt für Primärein-
     kommen und laufende Übertragungen verbucht.
     Tabelle AI.3 enthält ein Beispiel für die im Zusammenhang mit nach dem Umlageverfah-
     ren finanzierten, von Arbeitgebern betriebenen Sozialschutzsystemen erfaßten Ströme.
                                              433
 ---pagebreak--- b)    Sonstige Versicherungen
27.   Der Output an sonstigen Versicherungsdienstleistungen, und zwar sowohl der Lebens- als
      auch der Nichtlebensversicherungen, wird folgendermaßen berechnet:
                            verdiente tatsächliche Prämien
    zuzüglich               zusätzliche Prämien
    abzüglich               fällige Leistungen
    abzüglich               Erhöhungen (zuzüglich Verminderungen) der Deckungsrückstellun-
                            gen und der Rückstellungen für Gewinnbeteiligung der Versicherten.
28.   Bei den verdienten tatsächlichen Prämien handelt es sich um die tatsächlichen Prämien, die
      im laufenden Rechnungszeitraum zur Risikodeckung bestimmt sind. Die verdienten tat-
      sächlichen Prämien entsprechen in der Regel nicht den empfangenen tatsächlichen Prämi-
      en, da letztere häufig der Risikodeckung sowohl im laufenden als auch in künftigen Rech-
      nungszeiträumen dienen.
      Zusätzliche Prämien sind gleich dem auf die Versicherungsnehmer entfallenden Einkom-
    ' men aus Vermögen. Dabei handelt es sich um das gesamte Einkommen von Versiche-
      rungsunternehmen aus der Anlage ihrer versicherungstechnischen Rückstellungen ohne
      etwaige Einkommen aus der Anlage von Eigenmitteln der Versicherungsunternehmen. Die
      versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen zwei Elemente: (i) Beitragsüberträge
      und Schadenrückstellungen, die sich aus der Differenz zwischen verdienten und empfange-
      nen Prämien und zwischen gezahlten und fälligen Leistungen ergeben, und (ii) Deckungs-
      rückstellungen und Rückstellungen für Gewinnbeteiligung der Versicherten. Das zweite
      Element betrifft ausschließlich Lebensversicherungen. Versicherungstechnische Rückstel-
      lungen werden in der Regel in finanzielle Aktiva angelegt, wobei Einkommen in Form von
      Zinsen oder Dividenden erwirtschaftet werden. Sie können jedoch auch u. a. in Immobilien
      angelegt werden. In diesem Fall wird ein als Betriebsüberschuß zu verbuchendes Einkom-
      men erwirtschaftet.
29.   Fällige Leistungen Gecken Ereignisse während des laufenden Rechnungszeitraums ab.
      Häufig werden Leistungen jedoch erst in einem späteren Rechnungszeitraum gezahlt als
      demjenigen, in dem das die Leistung begründende Ereignis eintritt. Deshalb sind die fälli-
      gen Leistungen nichi gler.h den gezahlten Leistungen.
      Veränderungen der Deckungsrückstellungen und der Rückstellungen für Gewinnbeteili-
      gung der Versicherten umfassen Einstellungen in die Deckungsrückstellungen und Rück-
      stellungen für Versicherungsverträge mit Gewinnbeteiligung der Versicherten mit dem
      Ziel, die durch diese Versicherungsverträge garantierten Kapitalbeträge anzusammeln.
      Diese Rückstellungen betreffen ausschließlich Lebensversicherungen.
      Alle vier Elemente der Gleichung (2) sind ohne Gewinne und Verluste aus dem Halten von
      Aktiva bzw Passiv;'»--u messen.
                                                434-
 ---pagebreak--- b.1)  L e b u i ^ i-i.^uii'r-nje;-
30.   Der gesamte Output von Lebensversicherungen wird mittels Gleichung (2) berechnet und
      als Position P. 1 im Produktionskonto des Teilsektors Versicherungsunternehmen und Pen-
      sionskassen ausgewiesen. Sofern er nicht von gebietsfremden privaten Haushalten ver-
      braucht wird, fließt der Output von Lebensversicherungen vollständig in den letzten Ver-
      brauch der privaten Haushalte. Der Output an Lebensversicherungsdienstleistungen ist
      proportional zum Anteil der von gebietsansässigen und gebietsfremden privaten Haushal-
      ten gezahlten Prämien auf den Sektor private Haushalte und die übrige Welt zu verteilen.
      Von Gebietsansässigen verbrauchte Lebensversicherungsdienstleistungen sind als Teil der
      Ausgaben privater Haushalte für den letzten Verbrauch (P.3) zu verbuchen, während von
      Gebietsfremden verbrauchte Lebensversicherungsdienstleistungen Teil der Ausfuhr von
      Dienstleistungen (P.62) sind.
31.   Im Zusammenhang mit Lebensversicherungen sind zwei weitere Transaktionen zu verbu-
      chen. Im Primäreinkommensallokationskonto wird das auf die Versicherungsnehmer ent-
      fallende Einkommen aus Vermögen (das Teil der Position D.4 ist) als vom Sektor des
      Versicherungsunternehmens gezahlt und von privaten Haushalten empfangen verbucht. Im
      Finanzierungskonto wird die Position Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versi-
      cherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen als (gegebenenfalls negati-
      ve) Veränderung der Aktiva privater Haushalte und der Passiva von Lebensversicherungs-
      unternehmen ausgewiesen. Die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte ist
      auf Änderungen sämtlicher Rückstellungen von Lebensversicherungen, also sowohl der
      versicherungstechnischen Rückstellungen (F.62) als auch der Deckungsrückstellungen und
      Rückstellungen für Gewinnbeteiligung der Versicherten (F.611) zurückzuführen. Die Ver-
      änderung der Nettoansprüche ist somit gleich der Summe aus den gezahlten (und nicht den
      verdienten) tatsächlichen Prämien und den zusätzlichen Prämien abzüglich der empfange-
      nen (und nicht der fälligen) Leistungen sowie abzüglich des Dienstleistungsentgelts.
32.   Aufgrund dieser Buchungen im Finanzierungskonto werden die Positionen F.611 und F.62
      ebenfalls in den Vermögensbilanzen des Sektors Private Haushalte (als Aktivum) und des
      Sektors des Versicherungsunternehmens (als Passivum) ausgewiesen.
      Wie auch das Dienstleistungsentgelt sollte das auf die Versicherungsnehmer entfallende
      Einkommen aus Vermögen (d.h. die zusätzlichen Prämien) proportional zu den Prämien
      auf den Sektor Private Haushalte und die übrige Welt verteilt werden.
      Als institutionelle Einheiten sind die Lebensversicherungen dem, Sektor S.125, Versiche-
      rungsunternehmen und Pensionskassen, zuzurechnen. Der betreffende Wirtschaftszweig
      gemäß der NACE Rev. 1 ist die Klasse 66.01, "Lebensversicherung".
_>:>. Erbringt ein gebietsansässges Lebensversicherungsunternehmen Dienstleistungen für ge-
      bietsfremde private Haushalte, so ist das Dienstleistungsentgelt als Ausfuhr von Dienstlei-
      stungen (P.62) zu verbuchen. Das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen
      aus Vermögen wird im Konto der Übrigen Welt fur Primäreinkommen und laufende Über-
      tragungen als vom Versicherungssektor gezahlt und von der übrigen Welt empfangen aus-
      gewiesen. Die Veränderung der Nettoansprüche gebietsfremder privater Haushalte auf die
      versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen ist im Finanzierungs-
      konto der Übrigen Welt als Veränderung der Aktiva der übrigen Welt und der Passiva des
      Versicherungssektors zu verbuchen.
 ---pagebreak---        Erwerben gebietsansässige private Haushalte Risikodeckung von gebietsfremden Lebens-
       versicherungsunternehmen, so ist das Verfahren im Grunde ganz unkompliziert. Das
      Dienstleistungsentgelt ist als Einfuhr von Dienstleistungen (P.72) zu verbuchen, das auf die
      Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vermögen ist im Konto der Übrigen
       Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen als von der übrigen Welt gezahlt
      und von den privaten Haushalten empfangen auszuweisen und die Veränderung der Netto-
      ansprüche der privaten Haushalte als Veränderung der Aktiva der privaten Haushalte und
     .der Passiva der übrigen Welt. Die zur Berechnung dieser Positionen erforderlichen Anga-
      ben sind in der Regel jedoch nicht verfügbar, denn gewöhnlich sind nur die gezahlten
      Prämien bekannt. Daher sind Annahmen erforderlich. So geht man beispielsweise davon
      aus, daß das Verhältnis Dienstleistungsentgelt zu Prämien und auf die Versicherungsneh-
      mer entfallendes Einkommen aus Vermögen zu Prämien bei gebietsansässigen und gebiets-
      fremden Lebensversicherungsunternehmen gleich ist und wendet dieses Verhältnis auf die
      von gebietsansässigen privaten Haushalten an gebietsfremde Lebensversicherungsunter-
      nehmen gezahlten Prämien an.
      Tabelle AI.4 enthält ein Beispiel für die im Zusammenhang mit Lebensversicherungen er-
      faßten Ströme.
b.2)   Nichtlebensversicherungen
34.   Der Output (P.1) von Nichtlebensversicherungsunternehmen wird anhand der Gleichung
      (2) errechnet und im Produktionskonto des Teilsektors Versicherungsunternehmen und
     Pensionskassen ausgewiesen. Nichtlebensversicherungsdienstleistungen können als Vor-
      leistungen (P.2) jedes beliebigen gebietsansässigen Sektors, als letzter Verbrauch des Sek-
     tors Private Haushalte, wenn sie Teil der Ausgaben privater Haushalte für den letzten Ver-
     brauch (P.3) sind, oder als Ausfuhr von Dienstleistungen (P.62) ausgewiesen werden. Als
     Vorleistungen verwendete Dienstleistungen von Nichtlebensversicherungsunternehmen
     sollten nach Tätigkeitsbereichen aufgeschlüsselt werden.
     Der Gesamtwert des Outputs von'Nichtlebensversicherungsunternehmen ist anhand der
     Gleichung (2) zu schätzen. Anschließend ist der Output proportional zu den von den ein-
     zelnen Sektoren und Tätigkeitsbereichen gezahlten tatsächlichen Prämien auf die ihn ver-
     wendenden Sektoren und Tätigkeitsbereiche zu verteilen. Während alle gebietsansässigen
     Sektoren bis auf den Sektor Private Haushalte Dienstleistungen von Nichtlebensversiche-
     rungsunternehmen ausschließlich als Vorleistungen verwenden, werden sie vom Sektor
     Private Haushalte sowohl als letzter Verbrauch als auch als Vorleistungen verwendet. Die
     von privaten Haushalten verwendeten Nichtlebensversicherungsdienstleistungen sollten
     proportional zu den gezahlten tatsächlichen Prämien in Vorleistungen und letzten Ver-
     brauch untergliedert werden. Prämien, die eindeutig der Produktionstätigkeit von Unter-
     nehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit zuzurechnen sind, sollten als Prämien im Zu-
     sammenhang mit Vorleistungen betrachtet werden, während die übrigen von privaten
     Haushalten gezahlten Prämien als Prämien im Zusammenhang mit dem letzten Verbrauch
     anzusehen sind.
 ---pagebreak--- 35.  Das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vermögen wird im Primä-
     reinkommensallokationskonto als vom Versicherungssektor gezahlter und von den Sekto-
     ren der Versicherungsnehmer empfangener Teil der Position D.4 verbucht. Im Idealfall
     sollte das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vermögen proportio-
     nal zu den auf die einzelnen Versicherungsnehmersektoren entfallenden Rückstellungen
     auf die Sektoren verteilt werden, was jedoch in der Praxis kaum machbar ist. Daher ist das
     auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vermögen proportional zu den
     von jedem Sektor gezahlten tatsächlichen Prämien aufzuteilen.
36.  Im sekundären Einkommensverteilungskonto werden verdiente Nettoprämien als von allen
     Versicherungsnehmersektoren gezahlt und vom Versicherungssektor empfangen ausgewie-
     sen. Die verdienten Nettoprämien ergeben sich aus der Addition von verdienten tatsächli-
    chen Prämien und auf die Versicherungsnehmer entfallendem Einkommen aus Vermögen3
    abzüglich dem Wert der verbrauchten Dienstleistungen. Unter Anwendung der Gleichung
    (2) ergibt sich, daß die verdienten Nettoprämien gleich den falligen Leistungen sind. Im
    sekundären Einkommensverteilungskonto werden die falligen Leistungen ebenfalls als
    vom Versicherungssektor gezahlt und von allen Versicherungsnehmersektoren empfangen
    ausgewiesen. Sowohl die verdienten Nettoprämien als auch die falligen Leistungen sind
    Teil der Position D.7, Sonstige laufende Übertragungen.
    Bestimmte Versicherungsleistungen sind darauf zurückzufuhren, daß der Versicherungs-
    nehmer einem Dritten einen Personen- oder Sachschaden verursacht hat. Diese Leistungen
    werden als von dem Versicherungsunternehmen direkt an den Geschädigten erbrachte Lei-
    stungen verbucht, und nicht als indirekte, über den Versicherungsnehmer erbrachte Lei-
    stungen.
37. Nettoansprüche der Versicherungsnehmer auf die versicherungstechnischen Rückstellun-
    gen für Nichtlebensversicherungen werden als Veränderung der Aktiva der Versicherungs-
    nehmersektoren und als Veränderung der Passiva des Versicherungssektors ausgewiesen.
    Bei der als Position F.62 verbuchten Veränderung der Nettoansprüche handelt es sich um
    Beitrags Überträge und Schadenrückstellungen. Die Position F.62 erscheint ebenfalls als
    Passivum in der Vermögensbilanz von Nichtlebensversicherungsunternehmen und als Ak-
    tivum in den Vermögensbiianzen von Versicherungsnehmern.
    Nichtlebensversicherungsunternehmen sind der Klasse 66.03 der NACE Rev. 1, "Sonstiges
    Versicherungsgewerbe", zuzuordnen. Sie zählen zum institutionellen Sektor S.125, " ersi-
    cherungsunternehmen und Pensionskassen.
38. Erwerben gebietsfremde Einheiten Risikodeckung von gebietsansässigen Nichtleben sversi-
    cherungsunternehmen, so ist das Dienstleistungsentgelt als Ausfuhr von Dienstleistungen
    zu verbuchen. Das auf die Versicherungsnehmer entfallende Einkommen aus Vemögen.
    verdiente Nettoprämien und fällige Leistungen sind im Konto der Übrigen Weh *ir Pri-
    märeinkommen und laufer.de Übertragungen zu verbuchen, während die Netto... ; rr'x:_
    der Versicherungsnehmer auf die versicherungstechnischen Rückstellungen ftr Nichtle-
                                                                                                               T
    bensversicherungen im Finunzierungskonto der Übrigen Welt ausgewiesen were                                  n die-
    sem Fall sind die Berechnungen für die übrige Welt genauso unkompliziert wie 'c f.;; _re-
    bietsansässige Versicherun-isnehmersektoren.
    Fällige Leistungen sind die an die     schädigten zu zahlenden Beträge. Sie entsprechen also nicht den
    Versicherungsfälle" aus der Rcchru     legung von Versicherungsunternehmen, die auch Ausgaben für <
    Schadenfallen wniassen. welche in de    iikswirtschaftlichen Gesamtrechnungen entweder den Vorleistungen (
    aus unselbständiger Arbeit /u/.urcehiK n.i
                                                           -437-
 ---pagebreak---      Sind gebietsansässige Einheiten bei gebietsfremden Nichtlebensversicherungsunternehmen
     versichert, so ist die Lage weit komplizierter. In der Regel sind lediglich Angaben zu den
     gezahlten Prämien und den empfangenen Leistungen verfügbar. Deshalb wird ein verin-
     fachtes Verfahren angewendet, bei dem die versicherungstechnischen Rückstellungen von
     Nichtlebensversicherungsunternehmen und das daraus resultierende Einkommen aus Ver-
     mögen unberücksichtigt bleiben. Das als Einfuhr von Dienstleistungen (P.72) verbuchte
     Dienstleistungsentgelt errechnet sich aus den gezahlten Prämien abzüglich der empfange-
     nen Leistungen4. Die gezahlten Nettoprämien ergeben sich aus den gezahlten Prämien ab-
     züglich des Dienstleistungsentgelts und sind somit gleich den empfangenen Leistungen.
     Sowohl die gezahlten Nettoprämien als auch die empfangenen Leistungen sind im Konto
     der Übrigen Welt für Primäreinkommen und laufende Übertragungen zu verbuchen.
     Tabelle AI.5 enthält ein Beispiel für die im Zusammenhang mit Nichtlebensversicherungen
     erfaßten Ströme.
c.l)  Rückversicherung
39.  Rückversicherungstransaktionen werden im ESVG nach einem einfacheren Verfahren er-
     faßt als Direktversicherungstransaktionen (d.h. Transaktionen zwischen Versicherungsun-
     ternehmen und normalen Versicherungsnehmern). Anstatt die entsprechenden Ströme
     (verdiente Prämien, fällige Leistungen, Provisionen usw.) auszuweisen, werden Rückversi-
     cherungstransaktionen lediglich als eine von einem Rückversicherungsunternehmen an ein
     Direktversicherungsunternehmen erbrachte Dienstleistung verbucht. Der Wert dieser
     Dienstleistung ergibt sich aus dem Saldo aller zwischen dem Rückversicherungsunterneh-
     men und dem Direktversicherungsunternehmen anfallenden Ströme.
     Bei gebietsansässigen Lebensversicherungs- und Nichtlebensversicherungsunternehmen
     werden erbrachte Rückversicherungsdienstleistungen als Output (P.1) ausgewiesen, emp-
     fangene Rückversicherungsdienstleistungen dagegen als Vorleistungen (P.2). Von gebiets-
     ansässigen Rückversicherungsunternehmen für gebietsfremde Versicherungsunternehmen
     erbrachte Rückversicherungsdienstleistungen sind als Ausfuhr von Dienstleistungen (P.62)
     zu verbuchen, von gebietsfremden Rückversicherungsunternehmen für gebietsansässige
     Versicherungsunternehmen erbrachte Dienstleistungen dagegen als Einfuhr von Dienstlei-
     stungen (P.72).
40.  Bei gebietsansässigen Versicherungsunternehmen lassen sich Angaben zum Output und zu
     den Vorleistungen an Rückversicherungsdienstleistungen der Versicherungsstatistik ent-
     nehmen. Die Berechnung der Ein- und Ausfuhren an Rückversicherungsdienstleistungen
     könnte dagegen Probleme aufwerfen, da sie von der Verfügbarkeit von Zahlungsbilanzsta-
     tistiken abhängt. Der Saldo des Rückversicherungsverkehrs mit der Übrigen Welt läßt sich
     jedoch leicht aus der Versicherungsstatistik ableiten.
      Falls verfügbar, sollten an Stelle der gezahlten Prämien und empfangenen Leistungen vorzugsweise die verdienten Prämien und
      fälligen Leistungen verwendet werden.
 ---pagebreak---      Häufig werden Rückversicherungstransaktionen zwischen gebietsansässigen Versiche-
     rungsunternehmen konsolidiert. Um die Übereinstimmung mit den EG-Versicherungs-
     richtlinien zu gewährleisten, wird im ESVG allerdings empfohlen, Rückversicherungs-
     dienstleistungen ohne Konsolidierung zu verbuchen. Die Konsolidierung von Rückversi-
     cherungsdienstleistungen zwischen Gebietsansässigen wirkt sich auf die Höhe des Outputs
     an Versicherungsdienstleistungen aus, Kontensalden wie die Wertschöpfung, der Betriebs-
     überschuß und die Ersparnis bleiben davon jedoch unberührt.
c.2)  Versicherungshilfsgewerbe
41.  Der Output an Dienstleistungen des Versicherungshilfsgewerbes wird anhand der erhobe-
     nen Gebühren oder gezahlten Provisionen bewertet. Der Output von Organisationen ohne
     Erwerbscharakter, die als Wirtschaftsverband für Versicherungsunternehmen und Pensi-
     onskassen fungieren, wird anhand der von den Verbandsmitgliedern gezahlten Mitglieds-
     beiträge berechnet. Dieser Output wird von den Verbandsmitgliedern als Vorleistung ver-
     wendet.
     Institutionelle Einheiten, die in erster Linie Tätigkeiten des Versicherungshilfsgewerbes
     ausüben, gehören dem Sektor S.124, Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsge-
     werbes, an. Der betreffende Wirtschaftszweig gemäß der NACE Rev. 1 ist die Klasse
     67.20, "Mit dem Versicherungsgewerbe verbundene Tätigkeiten".
                                            - d sQ
 ---pagebreak---  -, i _ t \ M - . . . - iLJ.\ «... :'*\_f,
7' \ u i p v n r f c :>Ti?r
 ---pagebreak---  Tabelle A_l: Sozialversicherungssysteme des Staates
                                                                   Verwendung                                                                                                                         Aufkommen
             Entsprechen _e Buchun-                                                                                                                                                                                                                     Entsprechen le lim hi"
  INSGE-     gen im                   S 1           S.15        S.14        S.13      S 12          S.ll                   TRANSAKTIONEN ' WD KONTENSAl.DEN                 SU           S.12           S.13      S.14         S 15       S.l           gen im                     INSGE-
  SAMT                                Gesamt-       Organisa-   Private     Staat     Finanzielle   Nichtfi-                                                                Nichtfi-     Finanzielle    Staat     Private      Organisa-  Gesamt-                                  SAMT
                                      wirtschaft    tionen olme Haushalte             Kapitalge-    nanzielle                                                               nanzielle    Kapitalge-               Haushalte    tionen     wirtschaft
                                                    Er-                               sellschaften  Kapitalge-                                                              Kapitalge-   sellschaften                          ohne Er-
                                                    werbscha-                                       sellschaften                                                            sellschaften                                       werbscha-
                                                    rakter un                                                                                                                                                                  raklerim
                                                    Dienst von                                                                                                                                                                 Dienst von
                                                    privaten                                                                                                                                                                   privaten
                                                    Haushalten                                                                                                                                                                 Haashalten
             Waien-       Konto der                                                                                                                                                                                                                     Konto der    Wa-en-
             und Dienst- Übrigen                                                                                                                                                                                                                        Übrigen      und Dienst-
             leisrungs-   Welt                                                                                                                                                                                                                          Welt         leist'.-Jigs-
             konto                                                                                                                                                                                                                                                   kor'.o
                                                                                                                 EINKOMMENSENTSTEHUNGSKONTO
         155                        0          155            8           0        45             4           98 D 12        Sozialbeitrüge der Arbeitgeber
                                                                                                                 PRIMÄREINKOMMENSALLOKATIONSKONTO
                                                                                                                 D. 12       Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                                               155                      155            0                       155
                                                                                                                 SEKUNDÄRES EINKOMMENSVERTEILUNGSKONTO
         155                        0          155                      155                                         Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                                            155                                  155            0                       155
          76                        0            76                      76                                         Sozialbeiträge der Arbeitnehmer                                                            76                                    76           0                        76
                                                                         32                                      D.6113      Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                             32                                    32                                    32
          32                                     32                                                                                                                                                                                                               0
                                                                                                                 D.621       Geldleistungen der Sozialversicherung
                                    0                                             232                                                                                                                                     232                      232                                    232
         232                                  232                                                                                                                                                                                                                 0
                                                                                                                 NATURALEINKOMMENSUMVERTEILUNGSKONTO
                                                                                                                 D.6311      Erstattungen der Sozialversicherung                                                            78                       78                                    78
          78                                     78                                78
                                                                                                                 D.6312      Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung                                                65                        65                                    65
          65                                     65                                65
-C
^
^J
 ---pagebreak--- Tabelle A.2: Nach dem KapKaldecknngsvcrfahrcn finanzierte private Sozlalscliutzsysfenie
                                                                      Verwendung                                                                                                  Aufkommen
           Entsprechende Buchun-                                                                                                                                                                                                       Entsprechende Buchun-
           gen im                S.l        S.15        S.14      S.13      S.12         Sil                    TRANSAKTIONEN UND KONTENSALDEN                        Sil           S.12         S.13  S.14      S.15       S.l        gen im                  INSGE-
INS-                             Gesamt-    Organisa-   Private   Staat     Finanzielle  Nichtfi-                                                                     Nichtfi-      Finanzielle  Staat Private   Organisa-  Gesamt-                            SAMT
GESAMT                           wirtschaft tionen ohne Haushalte           Kapitalge-   nanzielle                                                                    nanzielle     Kapitalge-         Haushalte tionen     wirtschaft
                                            Er-                             sellschaften Kapitalge-                                                                   Kapitalge-    sellschaften                 ohne Er-
                                            werbscha-                                    sellschaften                                                                 sellschaften                               werbscha-
                                            raher im                                                                                                                                                             rakter im
                                            Dienst von                                                                                                                                                           Dienst von
                                            privaten                                                                                                                                                             privaten
                                            Haushalten                                                                                                                                                           Haushalten
          Waren-       Konto der                                                                                                                                                                                                       Konto der   Waren-
          und Dienst- Übrigen                                                                                                                                                                                                          Übrigen     und Dienst-
          lei-rungs-   Welt                                                                                                                                                                                                            Welt        leisrungs-
          konto                                                                                                                                                                                                                                    konto
                                                                                                      KONTO EUR DEN WAREN- UND DIENSTLEISTUNGSVER-
                                                                                                      KEHR Mrr DER ÜBRIGEN WELT
                                                                                                      P.6    Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen
                                                                                                      P.7    Einfuhr von Waren und Dienstleistungen
                                                                                                      PRODUKTIONSKONTO
                                                                                                      P.1   Output
                                                                                                      EINKOMMENSENTSTEHUNGSKONTO
                                                                                                            Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgetier an nach dem
                                                                                                             Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozial-
                                                                                                            schutzsysteme
                                                                                                      PRIMÄREINKOMMENSALLOKATIONSKONTO
                                                                                                            Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber an nach dem
                                                                                                             Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozial-
                                                                                                            schutzsysteme
                                                                                                      D.44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen au
                                                                                                            Vermögen
                                                                                                      SEKUNDARES EINKOMMENSVERTEILUNGSKONTO
                                                                                                            Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeilgeber an nach dem
                                                                                                            Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozial-
                                                                                                            schutzsysteme
                                                                                                            NettosozialbcitrSge der Arbeitnehmer
                                                                                                            Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private So-
                                                                                                            zialleistungen
                                                                                                      KONTO FÜR DIE VERWENDUNG DES VERFÜGBAREN
                                                                                                      EINKOMMENS
                                                                                                      P.3   Ausgaben für den letzten Verbrauch
                                                                                                      D.8   Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoan-
                                                                                                            sprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
                                                                                                      FINANZIERUNGSKONTO
                                                                                                      F.612 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versiche-
                                                                                                            rungstechnischen Rückstellungen von Pensionskassen
                                                                                                      F.62  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
 ---pagebreak---  ---pagebreak--- r.tf'elle A.-!; L/'hmsvmirhe rungen
                                                                          Verwendung                                                                                                            Aufkommen
             Entsprechende Buchun-                                                                                                                                                                                                                   Entsprechende Buchun-
INSGE-       gen im                             S.15        S 14      S 13      S 12         Sil                         •TRANSAKTIONEN UND KONTENSAI.DEN                           S.ll          S.12         S.I3  S.14      S.15       S.l        gen im                  INSGE-
SAMT                                 < zusamt-  Organisa-   Private   Staat     I inanrielle Nichtfi-                                                                               Nichtfi-      Finanzielle  Staat Private   Organisa-  Gesamt-                            SAMT
                                     Wirtschaft tionen ohne Haushalte           Kapitalge-   nanzielle                                                                              nanzielle     Kapitalge-         Haushalte tionen     wirtschaft
                                                Er-                             sellschaften Kapitalge-                                                                             Kapitalge-    sellschaften                 ohne Er-
                                                werbscha-                                    sellschaften                                                                           sellschaften                               werbscha-
                                                rakt er im                                                                                                                                                                     rakter im
                                                Dienst von                                                                                                                                                                     Dienst von
                                                privaten                                                                                                                                                                       privaten
                                                Haushalten                                                                                                                                                                     Haushalten
             Waren-'     K onto dt i                                                                                                                                                                                                                 Konto der   Waren-
             und Dienst- Übrigen                                                                                                                                                                                                                     Übrigen     und Dienst-
             leisnn.gs-  Welt                                                                                                                                                                                                                        Welt        leisrungs-
             Kinto                                                                                                                                                                                                                                               konto
                                                                                                          KONTO EUR DEN WAREN- UND DIENSTLEISÏUNGSVER-
                                                                                                          KEHR MIT DER ÜBRIGEN WELT
                                                                                                          P.6          Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen
                                                                                                          P.7          Einfuhr von Waren und Dienstleistungen
                                                                                                          PRODUKTIONSKONTO
                                                                                                          P1           Output
                                                                                                          1 i'IM.'l I'INIÜOMMENSALLOKATIONSKONTO
                                                                                                          I 41         Aul die Vec;icheningsnehmer entfallendes Einkommen
                                                                                                                       .HIS  .'ITIlfll'Ji
                                                                                                          } • i. l ' i i " DU \:             l'MJ.h          . DES Vi RPJGliAREN
                                                                                                          I . A .''MM' ' ,
                                                                                                                                                             ;i brauch
                                                                                                                                      , I r . i n ,.,;:,,•. :, Ha,<..|sallr. ,...!,
                                                                                                                                       i!.:-n Kii-.l.-.i-!...nv'-ni'i.- E.'b.i-
 ---pagebreak---  Tabelle A.5: Nichtlebensversicherungen
                                                                                   Verwendung                                                                                               Aufkommen
           Entsprechen de Buchun-                                                                                                                                                                                                                          Entsprechende Buchun-
           gen un                        S.l           S 15        S.14        S.13      S.12          S.ll                  TRANSAKTIONEN UND KONTENSALDEN                      Sil           S.12          S.13    S.14        S 15        S.l           gen im                     INSGE-
  INS-                                   Gesamt-       Organisa-   Private     Staat                                                                                                           Finanzielle                       Organisa-   Gesamt-                                  SAMT
                                                                                         Finanzielle   Nichtfi-                                                                  Nichtfi-                    Staat   Private
  GESAMT                                 wirtschaft    tionen ohne Haushalte                                                                                                                   Kapitalge-                        tionen      wirtschaft
                                                                                         Kapitalge-    nanzielle                                                                 nanzielle                           Haushalte
                                                       Er-                               sellschaften  Kapitalge-                                                                Kapitalge-    sellschaften                      ohne Er-
                                                       werbscha-                                       sellschaften                                                              sellschaften                                    werbscha-
                                                       rakterim                                                                                                                                                                  rakter im
                                                       Dienst von                                                                                                                                                                Dienst von
                                                       privaten                                                                                                                                                                  privaten
                                                       Haushalten                                                                                                                                                                Haushalten
           Waren-        K o n t o der                                                                                                                                                                                                                     Konto deT    Waren-
           und Dienst-  Übrigen                                                                                                                                                                                                                            Übrigen      und Dienst-
i
           Icistungs-   Welt                                                                                                                                                                                                                               Welt         leishtngs-
           konto                                                                                                                                                                                                                                                        konto
                                                                                                                     KONTO FUR DEN W A R E N - U N D DIENSTLEISTUNGSVER-                                                                                                           0          0
         0                             0                                                                             KEHR MET DER Ü B R I G E N W E L T                                                                                                              0                        0
         0            0                                                                                              P.6   Ausfuhr von W a r e n und Dienstleistungen
                                                                                                                     P.7   Einfuhr von Waren und Dienstleistungen
         6            6                                                                                              PRODUKTIONSKONTO                                                                      6                                             6                                    6
                                       0             4           0           3         0             0             1 P. 1  Output                                                                                                                                                  i          4
                                                                                                                     P.2   Vorleistungen
         4
                                                     &                                               6               PRIMÂREINKOMMENSALLOKAT10NSKONTO                                        5             0       0           1           0             6           0                        6
                                                                                                                     D.44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen
         6                                                                                                                 aus Vermögen
                                       2            43           0          31         4             0            8                                                                                      45                                             45                                   45
                                       0            45                                             45                SEKUNDÄRES EINKOMMENSVERTEILUNGSKONTO                                   6             0       1          35           0            42           3                       45
        45
                                                                                                                     D.71  Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien
                                                                                                                     D.72  Nichtlebensversicherungsleishmgen
                                                     2                       2                                                                                                                                                                                                      2
        45                                                                                                                                                                                                                                                                                    2
                                                                                                                     KONTO FÜR DIE V E R W E N D U N G DES V E R F Ü G B A R E N
                                                                                                                     EINKOMMENS
                                       0             2           0           2         0             0             0 P.3   Ausgaben für den letzten Verbrauch                                              2                                             2
         2
                                                                                                                                                                                                                                                                                               2
                                                                                                                     FINANZIERUNGSKONTO
                                                                                                                     F 62  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
         2
  ON
 ---pagebreak---        Anhang 4
Systematiken und Konten
 ---pagebreak---                                          TEIL I
                                    SYSTEMATIKEN
A        Systematik der institutionellen Sektoren (S)
S.l      Gesamtwirtschaft
S.l 1    Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
S. 11001 Öffentliche nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
S. 11002 Inländische private nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
5.11 003 Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften unter ausländischer Kontrolle
5.12     Finanzielle Kapitalgesellschaften
5.121    Zentralbank
5.122    Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute
5.12201  Öffentliche sonstige geldschöpfende Finanzinstitute
5.12202  Inländische private sonstige geldschöpfende Finanzinstitute
5.12203  Sonstige geldschöpfende Finanzinstitute unter ausländischer Kontrolle
5.123    Sonstige finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
5.12301  Öffentliche sonstige finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen und
         Pensionskassen
5.12302  Inländische private sonstige finanzielle Mittler außer Versicherungsunternehmen und
         Pensionskassen
S. 12303 Sonstige finanzielle Mittler, außer Versicherungsuntemehmen und Pensionskassen,
         unter ausländischer Kontrolle
5.124    Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes
S. 12401 Öffentliche Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes
5.12402  Inländische private Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes
5.12403  Unternehmen des Kredit- und Versicherungshilfsgewerbes unter ausländischer
         Kontrolle
5.125    Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
5.12501  Öffentliche Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
5.12502  Inländische private Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
5.12503  Versicherungsunternehmen
                     l
                       O"
                                      und Pensionskassen unter ausländischer Kontrolle
S.13     Staat
5.1311   Zentralstaat
5.1312   Bundesländer
5.1313   Lokale Gebietskörperschaften
S.l 314  Sozial Versicherung
 ---pagebreak--- 5.14            Private Haushalte
S. 141 + S. 142 Arbeitgeber (einschließlich für eigene Rechnung tätige Personen)
5.1 43          Arbeitnehmer
S. 144         Empfänger von Einkommen aus Vermögen und Übertragungseinkomm^n
S. 1441        Empfänger von Einkommen aus Vermögen
S. 1442        Empfanger von Renten
S.1443         Empfänger von sonstigen Übertragungseinkommen
S.l45           Sonstige private Haushalte
5.15            Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten
5.2             Übrige Welt
5.21            Europäische Union
5.211          Mitgliedstaaten der Europäischen Union
5.212          Institutionen der Europäischen Union
5.22            Drittländer und internationale Organisationen
 ---pagebreak--- B       Systematik der Transaktionen und sonstigen Ströme
1       Waren- und Dienstleistungstransaktionen (Gütertransaktionen) (P)
P.1     Output
P.11    Marktbestimmter Output
P. 119  IEDFM-Berichtigungsposten
P. 12   Output für die eigene letzte Verwendung
P. 13   Sonstiger nichtmarktbestimmter Output
P.2     Vorleistungen
P.3     Ausgaben für den letzten Verbrauch
P.31    Ausgaben für den Individualverbrauch
P.32    Ausgaben für den Kollektivverbrauch
P.4     Tatsächlicher letzter Verbrauch
P.41    Tatsächlicher Individualverbrauch
P.42    Tatsächlicher Kollektivverbrauch
P.5     Bruttoinvestitionen
P.51    Bruttoanlageinvestitionen
P.511   Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen
P.5111  Erwerb von neuen Sachanlagen
P.5112  Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
P.5113  Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen
P.512   Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
P.5121  Erwerb von neuen immateriellen Werten
P.5122  Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
P.5123  Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
P.513   Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
P. 5131 Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
P.5132  Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
P.52    Vorratsveränderung
P.53    Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständer.
P.6     Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen
P.61    Ausfuhr von Waren
P.62    Ausfuhr von Dienstleistungen
P.7     Einfuhr von Waren und Dienstleistungen
P.71    Einfuhr von Waren
                                         -4-0
 ---pagebreak--- P.72     Einfuhr von Dienstleistungen
2        Verteilungstransaktionen (D)
D.l      Einkommen aus unselbständiger Arbeit
D. 11    Löhne und Gehälter
D.l2     Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.121    Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.l22    Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.2      Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
D.21     Gütersteuern
D.211    Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.)
D.212    Einfuhrabgaben ohne MwSt.
D.2121 . Einfuhrzölle
D.2122   Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Einfuhrzölle
D.214    Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben
D.29     Sonstige Produktionssteuem
D.3      Subventionen
D.31     Gütersubventionen
D.311    Einfuhrsubventionen
D.319    Sonstige Gütersubventionen
D.39     Sonstige Produktionssubventionen
D.4      Einkommen aus Vermögen
D.41     Zinsen
D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
D.421    Dividenden
D.422    Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
D.43     Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
D.44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes'Einkommen .u.s W
D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschiii/
D.5      Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.
D.51     Einkommensteuern
D.59     Sonstige laufende Steuern
 ---pagebreak--- D.6       Sozialbeiträge und Sozialleistungen
D.61      Sozialbeiträge
D.611     Tatsächliche Sozialbeiträge
1)6111    Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.61111   Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber
D.61112   Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.6112    Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
D.61121   Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer
D.61122   Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer .
D.6113    Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
D.61131   Pflichtsozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
D.61132   Freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
D.612     Unterstellte Sozialbeiträge
D.62      Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen
D.621     Geldleistungen der Sozialversicherung
D.622     Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen
D.623     Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer
D.624     Geldleistungen der Sozialhilfe
D.63      Soziale Sachübertragungen
D.631     Soziale Sachleistungen
D.6311    Erstattungen der Sozialversicherung
D.6312    Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung
D.6313    Sachleistungen der Sozialhilfe
D.632     Übertragungen       von     individuellen    nichtmarktbestimmten   Waren oder
          Dienstleistungen
D.7       Sonstige laufende Übertragungen
D.71      Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien
D.72      Nichtlebensversicherungsleistungen
D.73      Laufende Übertragungen innerhalb des Staates
D.74      Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit
D.75      Laufende Übertragungen a.n.g.
D.8     . Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoahsprüche der privaten
          Haushalte an Pensionskassen
                                             452-
 ---pagebreak--- D.9                  Vermögensübertragungen
D.91                Vermögenswirksame Steuern
D.92                Investitionszuschüsse
D.99                Sonstige Vermögensübertragungen
3                   Transaktionen mit Finanzinstrumenten (F)
                    (Nettoerwerb von finanziellen Aktiva/Nettoanstieg der Passiva)
F.l                 Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
F. 11                Währungsgold
F. 12                Sonderziehungsrechte (SZR)
F.2                 Bargeld und Einlagen
F.21                Bargeld
F.22                Übertragbare Einlagen
F.29                Sonstige Einlagen
F.3                 Wertpapiere außer Aktien
F.33                Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
F.331               Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
F.332               Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
F.34                Derivative Finanzinstrumente
F.4                 Kredite1
F.41                Kurzfristige Kredite
F.42                Langfristige Kredite
F.5                 Aktien und sonstige Beteiligungen1
F.51                Aktien und sonstige Beteiligungen außer Anteilen an Investmentfonds
F.511              Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
F.512              Nicht börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
F.513              Sonstige Beteiligungen
F.52                Anteile an Investmentfonds
      Position "unter dem Strich": F.m: Ausländische Direktinvestitionen
 ---pagebreak--- F.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
F.61  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
      Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen
F.611 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
      Rückstellungen für Lebensversicherungen
F.612 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
      Rückstellungen von Pensionskassen
F.62  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
F.7   Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten1
F.71  Handelskredite und Anzahlungen
F.79  Sonstige   Forderungen     und   Verbindlichkeiten, außer   Handelskrediten und
      Anzahlungen
4     Sonstige Positionen der Vermögensbildungskonten (K)
K.l   Abschreibungen
K.2   Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen
      Aktiva
K.21  Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen
      nichtproduzierten Aktiva
K.211 Erwerb von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
K.212 Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten
      Aktiva
K.22  Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
K.221 Erwerb von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
K.222 Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
K.3   Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
K.4   Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva
K.5   Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen
K.6   Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
K.61  Abbau von Naturvermögen
K.62  Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
K.7    Katastrophenverluste
K.8   Entschädigungslose Beschlagnahme
K.9   Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g.
                                      - d\A
 ---pagebreak--- K.10     Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva
         a.n.g.
K.ll     Nominale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
K.ll.l   Neutrale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
K. 11.2  Reale Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
K.12     Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
K.12.1   Änderung der Sektorzuordnung
K. 12.2  Änderung der Vermögensart
K. 12.21 Monetisierung/Demonetisierung von Gold
K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold
                                        - 455 -
 ---pagebreak--- C                   Systematik der Kontcnsalden (B)2
B.1                 Wertschöpfung/B.1* Inlandsprodukt
B.2                 Betriebsüberschuß
B.3                 Gemischtes Einkommen
B.4                 Einkommen aus Unternehmertätigkeit
B.5                 Saldo der Primäreinkommen /B.5* Volkseinkommen
B.6                 Verfügbares Einkommen
B.7                 Berichtigtes verfügbares Einkommen
B.8                 Ersparnis
B.9                 Finanzierungsüberschuß/-defizit
B.10               Veränderung des Reinvermögens
B.10.1             Veränderung             des       Reinvermögens                 aufgrund          von         Ersparnis         und
                                                     3,4
                   Vermögensübertragungen
B.10.2             Veränderung des Reinvermögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des
                   Volumens der Aktiva
B.10.3             Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen Gewinnen/Verlusten aus
                   dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
B.10.31            Veränderung des Reinvermögens aufgrund von neutralen Gewinnen/Verlusten aus
                   dem Halten von.Aktiva bzw. Passiva
B.10.32            Veränderung des Reinvermögens aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten aus dem
                   Halten von Aktiva bzw. Passiva
B.11               Saldo des Waren-und Dienstleistungsverkehrs mit der Übrigen Welt
B.12               Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt
B.90                Reinvermögen
BF.90              Finanzielle Nettoaktiva
      Sämtliche Kontensalden können brutto, d. h. einschließlich der Abschreibungen, oder netto, d. h. nach Abzug der Abschreibungen,
     ermittelt werden. Bruttosalden sind durch den Code der entsprechenden Position und den Buchstaben "g", Nettosalden durch den
     entsprechenden Code und den Buchstaben "n" gekennzeichnet.
      Bei f'i_r "Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis, und Vermögensübertragungen" handelt es sich nicht um einen
      Kontensaldo, sondern um die Summe der Positionen auf der rechten Seite des Vermögensveränderungskontos Da sie jedoch ein wichtiger
      Bestandteil der Veränderung dc> Reinvermogens ist, wird sie in Einklang mit den anderen Bestandteilen dor Rctnvermögensveränderung
      kodiert
      Bei der Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen" handelt es sich im Fall der übrigen Welt
      um die Veränderung des Reinvermogens aufgrund des Saldos der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt und aufgrund von
      Vermögensübcrtra,.:iin_ten.
                                                                  456-
 ---pagebreak--- D         Systematik der Aktiva (A)
1 ••       Nichtfinanzielle Aktiva (AN)
AN.l      Produzierte Aktiva
AN.ll     Anlagevermögen
AN. 111   Sachanlagen
AN.llll   Wohnungen
AN. 1112  Sonstige unbewegliche Anlagegüter
AN.l 1121 Nichtwohngebäude
AN.l 1122 Sonstige Bauten
AN.1113   Bewegliche Anlagegüter
AN.l 1131 Fahrzeuge
AN.l 1132 Sonstige bewegliche Anlagegüter
AN.l 114  Kultivierte Aktiva
AN.l 1141 Zucht-und Milchvieh, Zugtiere usw.
AN.l 1142 Obst-und Rebanlagen sowie sonstige Dauerkulturen
AN.112    Immaterielle Werte
AN. 1121  Exploration von Bodenschätzen
AN.l 122  DV-Software
AN. 1123  Originale der Unterhaltungsindustrie, literarische und künstlerische Original*
AN.l 129  Sonstige immaterielle Werte
AN.12     Vorräte
AN. 121   Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe
AN. 122   Unfertige Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindliche Arbeiten
AN. 1221  In Durchführung befindliche Arbeiten an kultivierten Aktiva
AN. 1222  Sonstige unfertige Erzeugnisse bzw. in Durchführung befindliche Arbeiten
AN. 123   Fertigerzeugnisse
AN. 124   Zum Wiederverkauf bestimmte Waren
AN. 13    Wertgegenstände
AN.131    Edelmetalle und Edelsteine
AN. 132   Antiquitäten und sonstige Kunstgegenstände
AN. 139   Sonstige Wertgegenstände
AN.2      Nichtproduzierte Aktiva
AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva
AN.211    Grund und Boden
AN.2111   Grundstücke, auf denen sich unbewegliche Anlagegüter befinden
AN.2112   Kulturflächen
AN.2113   Erholungsflächen und zugehörige Oberflächengewässer
AN.2119   Sonstiger Grund und Boden und zugehörige Oberfläd.e^.gt'w^ser
 ---pagebreak--- AN.212             Bodenschätze
AN.2121            Kohle-, Erdöl-und Erdgasvorkommen
AN.2122            Metallische Mineralvorkommen
AN.2123            Nichtmetallische Mineralvorkommen
AN,213             Nichtkultivierte biologische Ressourcen
AN.214             Wasservorkommen
AN.22              Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
AN.2.21            Patente
AN.222             Miet- und Pachtverträge sowie sonstige übertragbare Verträge
AN.223             Derivativer Firmenwert
AN.229             Sonstige immaterielle nichtproduzierte Aktiva
2                  Finanzielle Aktiva/Passiva (AF)
AF.l               Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
AF.M               Wahrungsgold
AF.l2              Sonderziehungsrechte (SZR)
AF.2               Bargeld und Einlagen
AF.21              Bargeld
AF.22              Übertragbare Einlagen
AF.29              Sonstige Einlagen
AF.3               Wertpapiere außer Aktien
AF.33              Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
AF.331             Kurzfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finanzinstrumenten
AF.332             Langfristige Wertpapiere außer Aktien und derivativen Finänzinstrumenten
AF.34              Derivative Finanzinstrumente
AF.4               Kredite5
AF.41              Kurzfristige Kredite
AF.42              Langfristige Kredite
AF.5               Aktien und sonstige Beteiligungen5
AF.51              Aktien und sonstige Beteiligungen äußer Anteilen an Investmentfonds
AF.511             Börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
AF.512             Nicht börsennotierte Aktien außer Anteilen an Investmentfonds
AF.513             Sonstige Beteiligungen
AF.52              Anteile an Investmentfonds
      Position "unter dem Strich": F.m: Ausländische Direktinvestitionen
                                                                  -458
 ---pagebreak--- AF.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
AF.61  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
       Rückstellungen für Lebensversicherungen und von Pensionskassen
AF.611 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
       Rückstellungen für Lebensversicherungen
AF.612 Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen
       Rückstellungen von Pensionskassen
AF.62  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
AF.7   Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
AF.71  Handelskredite und Anzahlungen
AF.79  Sonstige Forderungen     und    Verbindlichkeiten außer   Handelskrediten und
       Anzahlungen
                                       /i<;n
 ---pagebreak--- E. Zusammenfassung und Schlüsselung der Produktions berciche (A), der Gütergruppen (P)
und der Investitionen (Anlagenvestitioncn) (Pi)
                                                      A60
       Code                                    Bezeichnung                           Bezug auf
                                                                                    NACE Rev.l
        Ol      Landwirtschaft, gewerbliche Jagd                                        01
         02     Forstwirtschaft                                                         02
         05     Fischerei und Fischzucht                                                05
          10            (                                                                10
          1.1   Kohlenbergbau, Torfgewinnung                                             11
                Gewinnung von Erdöl und Erdgas, Erbringung damit verbundener
                Dienstleistungen                                                         12
                Bergbau auf Uran- und Thoriumerze                                        13
                Erzbergbau                                                              14
                Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau                      15
          16    Ernährungsgewerbe                                                       16
          17    Tabakverarbeitung                                                       17
         18     Textilgewerbe                                                           18
          19    Bekleidungsgewerbe                                                      19
        20      Ledergewerbe                                                            20
        21      Holzgewerbe (ohne Herstellung von Möbeln)                               21
        7~>     Papiergewerbe
                Verlagsgewerbe, Druckgewerbe. Vervielfältigung von bespielten Ton-,
                Bild- und Datenträgern
                Kokeret, Mineralölverarbeitung, Herstellung und Verarbeitung von
        24      Spalt- und Brutstoffen                                                  24
        25      Chemische Industrie -                                                   25
        26      Herstellung von Gummi-und Kunststoffwaren                               26
         •> • ? Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden                07
        2S      Metallerzeugung und -bearbeitung .                                      28
        29      Herstellung von Metallerzeugnissen                                      29
        30      Maschinenbau                                                            30
                Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -
                einrichtüngen                                                           31
                Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -Verteilung.        32
                Randfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik                              33
                Medizin-, Meß-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik                     34
        24      Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen
        35                                                                              35
                Sonstiger Fahrzeugbau                                                   36
        36      Herstellung von Möbeln. Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten,
                Spielwaren und sonstigen Erzeugnissen                                   37
        j /
                Rec> cling
        40                                                                              40
                Energieversorgung                                                       41
                Wasserversorgung                                                        45
        4^
                Baugewerbe                                                              50
        -Ü
                Krafttahrzeughandel: Instandhaltung und Reparatur von
                !vraftiahrzeu_.en; Tankstellen
 ---pagebreak---                                         A60
Code                                  Bezeichnung                       Bezug auf
                                                                       NACE Rev. 1
 51   Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel mit                   51
      Kraftfahrzeugen)
 52   Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne               52
      Tankstellen); Reparatur von Gebrauchsgütern
 55   Gastgewerbe                                                          55
 60   Landverkehr; Transport in Rohrfernleitungen                          60
 61   Schiffahrt                                                     -     61
 62    Luftfahrt                                                           62
 63   Hilfs- und Nebentätigkeiten für den Verkenn Verkehrsvermittiung      63
 64   v ichrxhienbberninüung                                               64
 65    \.;eai-ge\ve;'be                                                    65
 66    Versicherungsgew erbe                                               66
 67   Mi; dem Kreui;- und Versicherungsgewerbe verbundene Tätigkeiten      ö7
 70   ürundstbeks- une: Wonnungswesen                                      "0
 71   Vermietung beweglicher Sachen ohne Bedienungspersonal                71
 72   Oatenverarbeiiur.g und Datenbanken                                   72
 7'"? "orschung und Entwicklung-                                           73
      Erbringung . nn Dienstleistungen überwiegend für -Unternehmen        74
      Öffentliche Verwaltung. Verteidigung, Sozialversicherung             75.
      Erziehung und L'nemcht -                                             SO
      Gesundhci'is-. Veterinär- und Sozialwesen                            85
        \bwasser- und Abfalibeseitlgung und sonstige Entsorgung            90
      Inreressen%'ertretungen sowie Kirchliche und sonstige religiöse      91
      Verengungen (ohne Sozialwesen und Sport!
      •K.-i:ur, Srort und, Unterhaltung
      Erbringung von sonstigen Dienstleistungen
      Vr> ate Haushalte
      Ev:ern:oriVe 0-tM:iisationen und Körperschaften                      99
 ---pagebreak---                                     A31
Code                                 Bezeichnung                             Bezug auf
                                                                              NACE
                                                                               Rev.l
 AA  Land- und Forstwirtschaft                                                  A
 BB  Fischerei und Fischzucht                                                   B
 CA  Kohlenbergbau, Torfgewinnung, Gewinnung von Erdöl und Erdgas,              CA
     Bergbau auf Uran- und Thoriumerze
 CB  Erzbergbau, Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau             CB
 DA  Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung                                    DA
 DB  Textil- und Bekleidungsgewerbe                                             DB
 DC  Ledergewerbe                                                               DC
 DD  Holzgewerbe (ohne Herstellung von Möbeln)                                  DD
 DE  Papier-, Verlags- und Druckgewerbe                                         DE
 DF  Kokerei, Mineralölverarbeitung, Herstellung und Verarbeitung von Spalt-    DF
     und Brutstoffen
 DG  Chemische Industrie                                                        DG
 DH  Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren                                 DH
 DI  Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden                   DI
 DJ  Metallerzeugung und -Bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen       DJ
 DK  Maschinenbau                                                               DK
 DL  Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -             DL
     Einrichtungen; Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik
DM   Fahrzeugbau                                                                DM
DN   Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten,          DN
     Spielwaren und sonstigen Erzeugnissen; Recycling
 EE  Energie- und Wasserversorgung                                              E
FF   Baugewerbe                                                                 F
GG   Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und               G
     Gebrauchsgütern
HH   Gastgewerbe                                                                H
II   Verkehr und Nachrichtenübermittlung                                        I
JJ   Kredit- und Versicherungsgewerbe                                           J
KK   Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung Beweglicher Sachen,             K
     Erbringung von Dienstleistungen Überwiegend für Unternehmen
LL   Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung                   L
MM   Erziehung und Unterricht                                                   M
NN   Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen                                   N
00   Erbringung von sonstigen Öffentlichen und Persönlichen Dienstleistungen    O
PP   Private Haushalte                                                          P
QQ   Exterritoriale Organisationen und Körperschaften                           Q
 ---pagebreak---                                 A17
Code                        Bezeichnung                       Bezug auf
                                                               NACE
        -                     i         _ _ _ _ _               Rev.l
 A   Land-und Forstwirtschaft                                    A
 B   Fischerei und Fischzucht                                    B
 C   Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden                 C
 D   Verarbeitendes Gewerbe           ^                          D
 E   Energie- und Wasserversorgung      *                        E
 F   Baugewerbe                                                  F
 G   Handel; Instandhaltung und Reparatur von                    G
     Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern
 H   Gastgewerbe                                                 H
 I   Verkehr und Nachrichtenübermittlung                          I
 J   Kredit- und Versicherungsgewerbe                             J
 K   Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung                  K
     Beweglicher Sachen, Erbringung von Dienstleistungen
     Überwiegend für Unternehmen
 L   Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung    L
 M   Erziehung und Unterricht                                    M
 N•  Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen                    N
 O   Erbringung von sonstigen Öffentlichen und Persönlichen      O
     Dienstleistungen
 P   Private Haushalte                                           P
 Q   Exterritoriale Organisationen und Körperschaften            Q
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Code                            Bezeichnung                          Bezug auf
                                                                       CPA
 Ol  Erzeugnisse der Landwirtschaft, Gewerblichen Jagd                  Ol
 02  Forstwirtschaftliche Erzeugnisse und Dienstleistungen              02
 05  Fische und Fischereierzeugnisse; Dienstleistungen der Fischerei    05
 10  Kohle und Torf                                                      10
 11  Erdöl und Erdgas, Dienstleistungen bei der Gewinnung von           11
     Erdöl und Erdgas
 12  Uran- und Thoriumerze                                              12
 13  Erze                                                               13
 14  Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse                      14
 15  Erzeugnisse des Ernährungsgewerbes                                 15
 16  Tabakerzeugnisse                                                    16
 17  Textilien                                                           17
 18  Bekleidung                                                          18
 19  Leder und Lederwaren                                               19
 20  Holz und Holzwaren, Kork und Korkwaren, Flecht- und                20
     Korbmacherwaren (ohne Möbel)
 22  Verlags- und Druckerzeugnisse, Bespielte Ton-, Bild- und           22
     Datenträger
 21  Papier, Karton, Pappe und daraus hergestellte Waren                21
 23  Koks, Mineralölerzeugnisse, Spalt- und Brutstoffe                  23
 24  Chemische Erzeugnisse                                              24
 25  Gummi- und Kunststoffwaren                                         25
 26  Glas, Keramik, Bearbeitete Steine und Erden                        26
 27  Eisen- und Stahlerzeugnisse; Ne-Metalle und -Erzeugnisse           27
 28  Metallerzeugnisse                                                  28
 29  Maschinen                                                          29
 30  Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und -Einrichtungen         30
 31  Geräte der Elektrizitätserzeugung und -Verteilung u.a.             31
 32  Nachrichtentechnik, Rundfunk- und Fernsehgeräte sowie               32
     Elektronische Bauelemente
 33  Medizin-, Meß-, Steuerungs-, Regelungstechnische und               33
     Optische Erzeugnisse, Uhren
 34  Kraftwagen und Kraftwagenteile                                      34
 35  Sonstige Fahrzeuge                                                  35
 36  Möbel, Schmuck, Musikinstrumente, Sportgeräte, Spielwaren           36
     und sonstige Erzeugnisse
 37  Sekundärrohstoffe                                                   37
 40  Energie und Wasser                                                  40
 41  Wasser, Dienstleistungen der Wasserverteilung                       41
 45  Bauleistungen                                                       45
 50  Leistungen des Kraftfahrzeughandels, instandhaltungs- und           50
     Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen; Betrieb von Tankstellen
                                        464-
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Code                           Bezeichnung                          Bezug auf
                                                                      Cpa
 51  Leistungen der Handelsvermittlung und des Grosshandels (ohne      51
     Leistungen des Handels mit Kraftfahrzeugen)
     Leistungen des Einzelhandels (ohne Leistungen des Handels mit     52
     Kraftfahrzeugen und ohne Leistungen beim Betrieb von
     Tankstellen); Reparaturarbeiten an Gebrauchsgütern
 55  Dienstleistungen des Gastgewerbes                                 55
 60  Dienstleistungen des Landverkehrs und des Transports in           60
     Rohrfernleitungen
 61  Dienstleistungen der Schiffahrt                                   61
 62  Dienstleistungen der Luftfahrt                                    62
 63  Dienstleistungen im Rahmen von Hilfs- und Nebentätigkeiten        63
     für Den Verkehr; Dienstleistungen im Rahmen der
     Verkehrsverm ittlung
 64  Dienstleistungen der Nachrichten-Übermittlung                     64
 65  Dienstleistungen des Kreditgewerbes                               65
 66  Dienstleistungen des Versicherungsgewerbes                        66
 67  Mit der Ausübung des Kredit- und Versicherungsgewerbes            67
     Verbundene Dienstleistungen
 70  Dienstleistungen des Grundstücks- und Wohnungswesens              70
 71  Dienstleistungen bei der Vermietung Beweglicher Sachen (ohne      71
     Bedienungspersonal)
 72  Dienstleistungen der Datenverarbeitung und von Datenbanken        72
 73  Dienstleistungen der Forschung und Entwicklung                    73
 74  Dienstleistungen Überwiegend für Unternehmen                      74
 75  Dienstleistungen der Öffentlichen Verwaltung, der Verteidigung    75
     und der Sozialversicherung
 80  Dienstleistungen des Bereichs Erziehung und Unterricht            80
 85  Dienstleistungen des Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesens    85
 90  Dienstleistungen im Rahmen der Abwasser- und                      90
     Abfallbeseitigung und der sonstigen Entsorgung
 91  Dienstleistungen von interessenvertretungen sowie Kirchlichen     91
     und sonstigen religiösen Vereinigungen (ohne Sozialwesen und
     Sport)
 92  Dienstleistungen in Den Bereichen Kultur, Sport und               92
     Unterhaltung
 93  Sonstige Dienstleistungen                                         93
 95  Dienstleistungen privater Haushalte                               95
 99  Dienstleistungen exterritorialer Organisationen und               99
     Körperschaften
                                        465
 ---pagebreak---                                       P31
Code                             Bezeichnung                            Bezug auf
                                                                          CPA
AA     Erzeugnisse der Landwirtschaft, Gewerblichen Jagd und              A
       Forstwirtschaft
 BB    Fische                                                             B
CA     Kohle und Torf; Rohes Erdöl und Erdgas; Uran-und                   CA
       Thoriumerze
CB     Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse                CB
DA     Erzeugnisse des Ernährungsgewerbes; Tabakerzeugnisse               DA
DB     Textilien und Bekleidung                                           DB
DC     Leder und Lederwaren                                               DC
DD     Holz und Holzwaren (ohne Möbel)                                    DD
DE     Papier, Karton, Pappe und daraus hergestellte Waren; Verlags-      DE
       und Druckerzeugnisse; bespielte Ton-, Bild- und Datenträger
DF     Koks, Mineralölerzeugnisse, Spalt- und Brutstoffe                  DF
DG     Chemische Erzeugnisse                                              DG
DH     Gummi- und Kunststoffwaren                                         DH
DI     Glas, Keramik, Bearbeitete Steine und Erden                        DI
DJ     Eisen und Stahl, Ne-Metalle; Metallerzeugnisse                     DJ
DK     Maschinen                                                          DK
DL     Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und Einrichtungen;         DL
       Elektrotechnik; Feinmechanik und Optik
DM     Fahrzeugbau                                                        DM
DN     Möbel, Schmuck, Musikinstrumente, Sportgeräte, Spielwaren          DN
     | und sonstige Erzeugnisse; Sekundärrohstoffe
EE   I Energie und Wasser                                                 E
FF   I Bauleistungen                                                      F
GG   I Leistungen des Handels; instandhaltungs- und Reparaturarbeiten     G
       an Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern                         j
HH     Dienstleistungen des Gastgewerbes                              I   H
II    Dienstleistungen des Verkehrs und der Nachrichtenübermittlung j     I
JJ    Dienstleistungen des Kredit-und Versicherungsgewerbes,         .,   J
KK    Dienstleistungen des Grundstücks- und Wohnungswesens und            K -
       bei der Vermietung Beweglicher Sachen,.Dienstleistungen
      Überwiegend für Unternehmen
LL   I Dienstleistungen der Öffentlichen Verwaltung, der Verteidigung
     I und der Sozialversicherung
MM   iDienstleistungen des Bereichs Erziehung und Unterricht              M
NN   ! Dienstleistungen des Gesundheits-. Veterinär- und Sozialwesens     N
00   I Sonstige Öffentliche und Persönliche Dienstleistungen              O
PP   | Dienstleistungen privater Haushalte                                P
QQ   I Dienstleistungen exterritorialer Organisationen und                0
     ! Körperschaften
 ---pagebreak---                                  P17
Code                        Bezeichnung                     Bezug auf
                                                              CPA
 A   Erzeugnisse der Landwirtschaft. Gewerblichen Jagd und     A
     Forstwirtschaft
 B   Fische                                                    B
 C   Mineralische Rohstoffe                                    C
 D   Erzeugnisse des Verarbeitenden Gewerbes                   D
 E   Energie und Wasser                                         E
 F   Bauleistungen                                              F
 G   Leistungen des Handels: Instandhaltungs- und              G
     Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen und
     Gebrauchsgütern
 H   Dienstleistungen des Gastgewerbes                         H
 I   Dienstleistungen des Verkehrs und der                      I
     Nachrichtenübermittlung
 J   Dienstleistungen des Kredit- und'Versicherungsgewerbes     j
 K   Dienstleistungen des Grundstücks- und Wohnungswesens      K
     und bei der Vermietung beweglicher Sachen.
     Dienstleistungen überwiegend für.Unternehmen
     Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, der
     Verteidigung und der Sozialversicherung
 M   Dienstleistungen des Bereichs Erziehung und Unterricht    Ni
 N   Dienstleistungen des Gesundheit:--. Veterinär- und
     Sozialwesens
 O   Sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen     O
 P.  Dienstleistungen Privater Haushake
 o   Dienstleistungen exterriturinie- Organis.-tiuncii und
     Körperschaften
 ---pagebreak--- "=~Ä~"*-"=-                                 A6                                       ï
   Code                             Bezeichnung                       Bezug auf die
                                                [                     NACE Rev.l
     1      Landwirtschaft, gewerbliche Jagd, Forstwirtschaft;           A+B
            Fischerei und Fischzucht
     2      Industrie einschl. Energie- und Wasserversorgung           C+D+E
     3      Baugewerbe                                                      F
     4      Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen    G+ H+I
            und Gebrauchsgütern, Gastgewerbe, Verkehr und
            Nachrichtenübermittlung
     5      Kredit und Versicherungsgewerbe, Grundstücks- und            J+K
            Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen,
            Dienstleistungen für Unternehmen
     6      Erbringung von sonstigen Dienstleistungen                     L-P
                                                  !
I                                         " A3             ""      ""     "         I
   Code                    ^        Bezeichnung                       Bezug auf die
                                                                      NACE Rev.l
     1      Landwirtschaft, gewerbliche Jagd, Forstwirtschaft;           A+B
            Fischerei und Fischzucht
     2      Industrie einschl. Energie- und Wasserversorgung sowie    C+D+E+F
            Baugewerbe
    "3      Erbringung von Dienstleistungen                              G-P
                                             468-
 ---pagebreak--- I                                      P6                                    ~j
  Code                         Bezeichnung                     Bezug auf die
                                                                   CPA
    1  Erzeugnisse der Landwirtschaft, gewerblichen Jagd und      A+B
       Forstwirtschaft; Fische
   2   Mineralische Rohstoffe, Erzeugnisse des Verarbeitenden   C + D +E
       Gewerbes, Energie und Wasser
   3   Bauleistungen                                                 F
   4   Handel, Instandhaltung und Reparatur, Gastgewerbe,        G+ H+I
       Verkehr und Nachrichtenübermittlung
   5   Dienstleistungen des Kredit- und Versicherungsgewerbes,     J +K
       des Grundstücks- und Wohnungswesens, bei der
       Vermietung beweglicher Sachen und für Unternehmen
   6   Sonstige Dienstleistungen                                   L-P
I                                      P3                                     I
  Code                         Bezeichnung                     Bezug auf die
                                                                   CPA
    1  Erzeugnisse der Landwirtschaft, gewerblichen Jagd und      A+B
       Forstwirtschaft; Fische
   2   Mineralische Rohstoffe, Erzeugnisse des Verarbeitenden  C+D+E+F
       Gewerbes, Energie und Wasser, Bauleistungen
   3   Dienstleistungen                                            G-P
 ---pagebreak--- I                                        PÏ6~                                ~1
  Code                           Bezeichnung                   Bezug auf die
                                                                    CPA
    1    Erzeugnisse der Landwirtschaft, gewerblichen Jagd und  Ol + 0 2 + 05
         Forstwirtschaft; Fische
         Ausrüstungen:
   2     Metallerzeugnisse und Maschinen                        28 - 33 + 36
   3     Fahrzeuge                                                34 + 35
         Bauleistungen:                                              45
   4     im Wohnungsbau
   5     sonstige Bauleistungen
   6     Sonstige Erzeugnisse                                      Übrige
                                                               Abteilungen
I                                        PÎ3                                  I
  Code I                         Bezeichnung                   Bezug auf die
       j                                                            CPA
    1    Metallerzeugnisse und Maschinen. Fahrzeuge                28 - 36
   2     Bauleistungen                                               45        !
   3     Sonstige Erzeugnisse                                      Übrige     |j
                                                                Abteilungen ji
 ---pagebreak--- r
  .     Systematik der Verwendungszwecke des Individualverbrauchs (COICOP)
  (EIN- UND ZWEISTELLIGE EBENE)
  1      Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren
         1.1   Nahrungsmittel
         1.2   Getränke
         1.3  Tabak
  2      Bekleidung und Schuhe
         2.1   Bekleidung
         2.2   Schuhe
  3      Wohnung, Wasser, Strom, Gas und sonstige Brennstoffe
         3.1 Mieten
         3.2 Regelmäßige Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen
         3.3 Sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit Wohnungen
         3.4 Strom, Gas und sonstige Brennstoffe
  4      Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände, laufende Haushalts-führung
         4.1 Möbel, Innenausstattung, Teppiche und Bodenbeläge, einschließlich Reparaturen
         4.2 Heimtextilien
         4.3 Heiz- und Kochgeräte, Kühlschränke, Waschmaschinen u. ä., einschließlich
              Installation und Reparaturen
         4.4 Glaswaren, Tafelgeschirr und Haushaltsgerät
         4.5 Werkzeuge und Ausrüstungs-gegenstände für Haus und Garten
         4.6 Waren und Dienstleistungen für die laufende Haushaltsführung
  5       Gesundheitspflege
         5.1  Medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie therapeutische Mittel und Geräte
         5.2  Medizinische und paramedizinische Versorgung außerhalb von Krankenhäusern
         5.3  Dienstleistungen der Krankenhäuser
         5.4  Dienstleistungen der Kranken- und Unfallversicherung
 6       Verkehr
         6.1  Kauf von Kraftfahrzeugen                                *
         6.2  Waren und Dienstleistungen für den Betrieb von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern
         6.3   Verkehrsdienstleistungen
 ---pagebreak--- 7    Freizeit, Unterhaltung und Kultur
         7.1    Geräte und Zubehör, einschließlich Reparaturen
         7.2    Freizeit- und Kulturdienst-leistungen
         7.3    Zeitungen, Bücher und Schreibwaren
  8      Unterrichtswesen
         8.1    Unterrichtsdienstleistungen
         8.2    Unterrichtsmaterial
         8.3    Zusätzliche Unterrichtsdienst-leistungen
  9      Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
         9.1    Verpflegungsdienstleistungen
         9.2    Dienstleistungen des Beher-bergungsgewerbes
  10     Sonstige Waren und Dienstleistungen
         10.1   Körperpflege
         10.2   Persönliche Gebrauchsgegen-stände
         10.3   Nachrichtenübermittlung
         10.4   Sozialdienstleistungen
         10.5   Finanzdienstleistungen a. n. g.
         10.6   Sonstige Dienstleistungen a. n. u.
                                                   472 _
 ---pagebreak--- G.  Systematik der Aufgabenbereiche des Staates (COFOG)
 01  Allgemeine staatliche Verwaltung
     01.1 Oberste Regierungs- und Verwaltungsstellen und gesetzgebende Organe, Finanz-
           und Steuerverwaltung, auswärtige Angelegenheiten mit Ausnahme von Hilfe an das
           Ausland
     01.2 Wirtschaftshilfe an das Ausland
     01.3 Grundlagenforschung
     01.4 Allgemeine Verwaltung
     01.5 Allgemeine staatliche Verwaltung a. n. g.
 02  Verteidigung
     02.1  Militärische und zivile Verteidigung: Verwaltung und operationeller Bereich
     02.2  Militärische Hilfe an das Ausland
     02.3  Verteidigungsbezogene angewandte und experimentelle Forschung
     02.4  Verteidigung a. n. g.
 03  Öffentliche Ordnung und Sicherheit
     03.1  Polizei und Feuerschutz
     03.2  Gerichte
     03 3  SrraA'-îMzug: Yecvc.ung und Betrieb
     03.4  öffentliche Ordnung und Sicherheit a. n. g.
 04  Unterrichts wesen
     04.1  Vorschule und Grundschule (ISCED. Ebene 0 und 1 )
     04.2  Höhere Schulen (ISCED. Ebene 2 und 3)
     04.3  Hochschulen (ISCED. Ebene 5. 6 und 7;
     04.4  Unterrichtswesen außerhalb von Ebene L-7 hiSUFD. Ebene f'<;
     04.5  Mit dem Unterriehtswesen verbundene Ivecvtc
     04.6   Unterriehtswesen a. n. g.
 05  Gesundheitswesen
                                 \
     05.1  Krankenhäuser
     05.2. Kliniken, Ärzte, Zahnärzte und nichtamtliche Medizinatberufe
     05.3  Öffentliche Gesundheit
     05.4  Arzneimittel. Prothesen, medizinische Geräte oder sonstige ".r/dien verorune;.-
           Gesundheitsprodukte.
     05.5 Angewandte und experimentelle Forschung im Bereich Gesundheit und r••:-:Jï/n-vci.e
           Versorgung
     05.6 Gesundheitswesen a . n. g.
 06  Soziale Sicherung
     06.1 Sozialversicherung
     06.2 Sonstige soziale Hilfswerke
     06 3 Soziale Sicherunü a n. u.
 ---pagebreak--- 0/ Wohnungswesen, Stadt- und Landesplanung
   i)7.1 Wohnungswesen, Stadt- und Landesplanung
   iv.5 Hygienische AnsViitcn und Einrichtungen, einschließlich          Verminderung   und
         Bekämpfung von Umweltverschmutzung
   07.4 Straßenbeleuchtung
   07.5 Wohnungswesen, Stadt- und Landesplanung a. n. g.
OS Erholung, Kultur und Religion
   08.0 Erholung. Kultur und Religion
09 Brennstoff und Energie
   09.1 Brennstoff
   09.2 Strom und sonstige Energiequellen
   09.3 Brennstoff und Energie a. n. g.
10 Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Jagd
   10.1  Landwirtschaft
   10.2  Forstwirtschaft
   10.3  Fischerei und Jagd
   10.4  Angewandte und experimentelle Forschung im Bereich Landwirtschaft a. n. g.
   10.5  Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Jagd a. n. g.
11 Bergbau und Mineral vorkommen, mit Ausnahme von Brennstoffen;             Verarbeitendes
         Gewerbe; Bauwesen
   11.1  Bergbau und Mineral-vorkommen, mit Ausnahme von Brennstoffen
   11.2  Verarbeitendes Gewerbe
   11.3  Bauwesen
   11.4  Bergbau und Mineralvorkommen a.n.g.;              Verarbeitendes Gewerbe   a.n.g.,
         Bauwesen a. n. g,
12 Verkehrswesen und Nachrichtenübermittlung
   12.1  Straßenverkehr
   12.2  Binnenschiffahrt
   12.3  Eisenbahnverkehr
   12.4  Luftverkehr
   12.5  Pipeline-Transport und sonstige Transportsysteme
   12.6  Verkehrswesen a. n. g.
   12.7  Nachrichtenübermittlung
   12.8  Verkehrswesen und Nachrichtenübermittlung a. n. g.
13 Wirtschaftliche Angelegenheiten
   13.1  Handel, einschließlich Lagerei; Beherbergungs- und Gaststättengewerbe
   13.2  Fremdenverkehr
   13.3  Entwicklungsprojekte mit mehrfacher Zweckbestimmung
   13.4  Allgemeine Verwaltung von Wirtschaft und Handel, ausschließlich Arbeit
   13.5  Allgemeine Verwaltung von Arbeit
   13.6 Wirtschaftliche Angelegenheiten a. n. g.
14 Sonstige Ausgaben
   14.0 Sonstige Ausgaben
                                           474-
 ---pagebreak--- KONTEN
   47S
 ---pagebreak--- Tabelle A.l Konto 0: Waren- und Dienstleistungskonto
        Aufkommen                                           Verwendung
        P.1    Outp-                                   3595 P.2      Vorleistungen                                                                    1904
        P. 11  MarktbcstLmmler Output                  3048
        P. 12  Output für die eigene letzte Verwendung  171
                                                            P.3/P.4  Ausgaben für den letzten Verbrauch/Tatsachlicher letzter Verbrauch               1371
        P, 13  Sonstiger nichtmarktbestimmter Output    376
                                                            P.31/P.4 Ausgaben für den tadividualverfrauch/Tatsâchlicher Individualverbrauch           1215
        D.21   Gütersteuem                              141
                                                            P.32/P.4 Ausgaben für den KoDektiwerbrauch/Tatsächlicher Kollektivverbrauch                156
        D.31   Gütersubventionen
                                                            P.51     Bruttoanlageinvestitionen                                                         376
        P.1    Einfuhr von Waren und Dienstleistungen"  49T P. S11   Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen"                                  1ÖT
        P.71   Einfuhr von Waren                        392 P. 5111  Erwerb von neuen Sachanlagen                                                      305
        P.72   hinfuhr von Dienstleistungen             105 P. 5112  Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
                                                            P. 5113  Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen                                         -13
                                                            P.512    Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
                                                            P. 5121  Erwerb von neuen immateriellen Werten                                              53
                                                            P.5122   Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
                                                            P.5123   Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
                                                            PZ3J2    I rlifthung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva              22
                                                            P.5131   Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanzieUcn Aktiva
                                                            P.5132   Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten nichtfmanzieUen Aktiva   17
                                                            I' 5?.   Voii.tisverândcnuig                                                                28
                                                            P.53     Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen                                10
                                                            l'.ft    Aiisliiiu von Waren und Dienstleistungen                                          536
                                                            l' 6 ;   .uiifuiii '.cm Waren                                                             462
                                                                     Ausfuhr von Dienstleistungen
 ---pagebreak--- Tabelle A.2    Vollständige Konteilfolge für die Gesamhvirtscltalt
        I. I'roduktionskonto
        Verwendung                                                               Aufkommen
                Voiiem-mgrn                                                      !M      O-itptrt                                       3595
                                                                                 1MJ     Marktlx-itimnitcr Output
                                                                                 IM 2    i'iutpiii für die eigene letzte Verwendung      171
                                                                                 P I 3 Sonstiger niehtwarkthestimmter Output             376
                                                                                 D.21 -P.31 Guteisteuem abzüglich Gfltersiihventione-n   133
        B I *g     Bruttoinlandsprodukt
        Kl      A bschre iburi w n
        B 1 *n      Nettoinland\produkl                                     1602
        II. Eirikommrriensverteilungskonten und Einkommenr.verwetidun^konto
        II.. 1 Primäres Einkommcnsveiteiliingskonto
                //. /. 1 Einkommcnsentsiehitngskrmto
        Verwendung                                                               Aufkommen
        D 1     Einkommen am unselbständiger Afixit                              li.l*      Inlandsprodukt                             1602
        D. 1 1 Löhne und Gehälter                                            569
        D. 1 2 Sozialbeitr&ge der Arbeitgeber                                193
        D.121 Tatsachliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
        D.l 22 Unterstellte Sozialbeitriige der Arbeitgeber
        D.2     Produktionssteuem und Einfuhrabgaben                         235
        D.21    Gütersteuern
        D 211 Steuern vom T>p Melirwettsteuer (MwSt.)
        1)212 K infuhrabgahen ohne Mw St.
        D.2121   Einfuhrzölle
        D 2122  Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
        D.214   Gütersteuem olme MwSt und Einfulirabgdtren
        D.29    Sonstige Produktionssteuem
        D3      Subventionen
        D.31    Gütersubventionen
        D.311    Einfuhrsubventionen
        D.319   Sonstige Gütersubventionen                                    -8
        D.39    Sonstige Produktionssubventionen                             -36
        B.2        Bethebsüberschufi
        B.3     Gemischtes Einkommen
 ---pagebreak--- Tabelle A.2 Vollständige Kontenfolge für die Gcsamhvirtschaft (Forts.)
              II. 1.2 Primäreinkommensallokationskonto
        Verwendung                                                                  Aufkommen
        D.4   Einkommen aus Vermögen                                                B .2      lietriebsvberschuß
        D.41  Zinsen                                                           206- B.3    Gemischtes Einkommen
        D.42  Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                     84
        D.421 Dividenden                                                        60  D.l    Einkommen aus unselbständiger Arbeit
        D.422 Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                24  D.11    .ohne und Gehälter
        D.43  Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen           D.l 2  Sozialbeiträge der Arbeitgeber
        D.44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen       D.l 21 Tatsächliche Soziallieiträge der Arbeitgeber
                                                                                                                                                           JI'1
        D.45  Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen           D.l 22 Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                                    D.2    Produktionssteuem und Einfuhrabgaben                            _235>
                                                                                    D.21   Gütersteuern                                                        n
                                                                                                                                                           JL'
                                                                                    D.211  Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.)                           I i'l
                                                                                    D.212  Einfuhrabgaben ohne MwSt.
                                                                                    D.212  Einfuhrzölle
                                                                                    D.212  Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
                                                                                    D.21 4 Gütersteuem olme MwSt. und Einfuhrabgaben
                                                                                    D.29   Sonstige Produktionssteuem
                                                                                    D.3    Subventionen
                                                                                    D.31   Gütersubventionen
                                                                                    D.31 I Einfuhr-Subventionen
                                                                                    D.31 9 Sonstige Gütersubventionen
                                                                                    D.39   Sonstige Produktionssubventionen
                                                                                    D.4    Einkommen aus Vermögen
                                                                                    D.41   Zinsen
                                                                                    P.1 19 LEDFM-Berichtigungsposten
                                                                                    D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellsch aftc n
                                                                                    D.421  Dividenden
                                                                                    D.422  Entnommene Gewinne aus Quasi-KapitalgeseIIsç1laI
                                                                                    D.43   Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direkt mve
                                                                                    D.44   Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen mis Vermögen
                                                                                    D.45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
              Volkseinkommen                                                  1633
 ---pagebreak---  ---pagebreak--- Tabelle A.2    Vollständige Kontenfolgc für die Gesamtwirtschaft (Forts.)
         II 2 Sekundäres Eirtkornmensverteilungskonto
        Verwendung                                                                                    Aufkommen
        D.5      Laufende Steuern auf Einkommen. Vermögen usw.                                    212 B.5*      Volk.se inkomme n                                                                1633
        D.51    Einkommensteuern
        D.S9     Sonstige laufende Steuern                                                            D.5       Laufende Steuern auf Einkommen. Vermögen usw                                      213
                                                                                                      D.51      Einkommensteuern                                                                  204
        D.61     Sozialbeitrage                                                                   322 D 59      Sonstige laufende Steuern                                                            9_
        D.611   Tatsächliche Sozialbeiträge                                                       303 D.61      Sozialbeiträge                                                                    322
        D.6111  Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                       174 D.611     Tatsächliche Sozialbeiträge                                                       303
        D.6111  Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber                                160 D 6111    Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                       174
        D.6111  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber                            14 D.61111   Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber                                160
        D.6112  Arbeitnehmeninteil der tatsächlichen Sozialbeiträge                                97 D.61 1 12  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber                            14
        D.6112  Pflichtsozialbeitrfige der Arbeitnehmer                                            85 D.61 12   Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge                                 97
        D.6112  Freiwillige Sozial beitrage der Arbeitnehmer                                       12 D.61121   Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer                                              85
        D6113   Sozklbei-flge von Nichtarbeitnehmern                                               32 D.61122   Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer                                         12
        D.611 3 Pflichtsozialbeitrfige von Nichtarbeitnehmern                                      22 D 61 1 3   Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                              32
        D.6113  Freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                  10 D.611 31  Pflichtsozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                        22
        D.612    Unterstellte Sozialbeiträge                                                       19 D 61132   Freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                   10
                                                                                                      D 61 2    Unterstellte Sozial beitrage                                                        19
        D.62    Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                                 332
        D.621   Qcld'cistungen der Sozialversicherung                                             232 D.62      Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                                 332
        D.622   Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen             29 D.621     Geldleistungen der Sozialversicherung                                             232
        D.623   Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer             19 D.622     Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen              29
        D.624   Geldleistungen der Sozialhilfe                                                     52 D 623     Nach dem Um läge verfahren finanzierte Sozial le istungen für Arbeitnehmer          19
                                                                                                      D.624     Geldleistungen der Sozialhilfe                                                      52
        D.7      Sonstige laufende Übertragungen                                                  269
        D.71    Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien                                              43 D.7       Sonstige laufende Übertragungen                                                   239
        D.72    Nichtlebcnsversicherungsleistungcn                                                 45 D.71      Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien                                               45
        D.73     Laufende Übertragungen innerhalb des Staates                                      96 D.72      Nichtlebensversicherungsleistungen                                                  42
        D.74     Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit               31 D.73      Laufende Übertragungen innerhalb des Staates                                        96
        D.75     Laufende Übertragungen a.n.g.                                                     54 D.74      Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit
                                                                                                      D.75      Laufende Übertragungen a.n.g.                                                       55
        B.6     Verfügbares Einkommen
         II.3 Naturaleinkommensurriverteilungskonto
        Verwendung                                                                                    Aufkommen
         D.63    Soziale Sachübertragungen                                                        219 B.6       Verfügbares Einkommen                                                            1604
         D.631   Soziale Sachleistungen
        D.6311   Erstattungen der Sozialversicherung                                               78 D.63      Soziale Sachübertragungen                                                         219
         D.6312  Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung                                    65 D.631     Soziale Sachleistungen                                                             162
         D.6313  Sachleistungen der Sozialhilfe                                                    19 D.6311    Erstattungen der Sozialversichening
         D.632   Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen  57 D.6312    Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung                                      65
                                                                                                      D.6313    Sachleistungen der Sozialhilfe
                                                                                                      D.632     Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen
                 Berichtigtes verfugbares    Einkommen
 ---pagebreak---    Tabelle A.2   Vollständige Kontcnfolge für die Gesamtwirtschaft (Forts.)
            II.4 Einkommensverwendungskonto
                  11.4.1 Konto filr die Verwendung des verfügbaren Einkommens
           Verwendung                                                                                                       Aufkommen
           P.3     Ausgaben für den letzten Verbrauch                                                                       B6      Verfügbares  Einkommen
           P.31    Ausgaben für den Individualverbrauch
           P.32    Ausgaben für den Kollektiwerbrauch                                                                  1 56  D.8    Benchtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
           D.8     Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
           B.8      Ersparnis
                  11.4.2 Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens
           Verwendung                                                                                                       Aufkommen
           P.4     Tatsächlicher letzter Verbrauch                                                                          B.7    Berichtigtes verfugbares   Einkommen                                                                 1604
           P.41    Tatsächlicher Individualverbrauch
00         P.42    Tatsächlicher Kollektiwerbrauch                                                                     1 56 D.8     Berichtigungsposten für die Veränderung der NettoansprOche der privaten Haushalte an Pensionskassen
           D.8     Benchtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
           B.8      Ersparnis
 ---pagebreak---  ---pagebreak--- Tabelle A.2 Vollständige Kontenfolge für die Gesamhvirtschaft (Forts.)
        III.2 Finanzierungskonto
        Veränderung der Aktiva                                                                                Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
        F      Nettoerwerb von finanziellen Aktiva                                                        641         Nettoanstieg der Passiva
        F.l    Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
        F.2    Bargeld und Einlagen                                                                           F.2     Bargeld und Einlagen                                                                      132
        F.21   Bargeld                                                                                     34 F.21    Bargeld                                                                                    35
        F.22   Übertragbare Einlagen                                                                       62 F.22    Übertragbare Einlagen                                                                      65
        F.29   Sonstige Einlagen                                                                           23 F.29    Sonstige Einlagen                                                                          32
        F.3    Wertpapiere außer Aktien                                                                       F.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                  123
               Kredite                                                                                                                                                                                          217
        F.41   Kurzfristige Kredite                                                                           F.41    Kurzfristige Kredite                                                                       76
        F 42   Langfristige Kredite                                                                                   Langfristige Kredite                                                                      141
               Aktien und sonstige Beteil gunge                                                               F.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
        F6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                                 Versichcrungstechnische Rückstellungen
               Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versichcrungstechniscfien Rückstellungen für     F.61    Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungsfechnischen Rückstellungen für
               Lebensversicherungen und von Pensionskassei                                                            Lebensversicherungen und von Pensionskassen
               Nettoansprüche der [mvaten Haushalte auf «lie vcrsichentngstcchnischen Rückstellungen für      F.61 1  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicheningsteclmischen Rückstellungen für
               Lebensversicherungen                                                                                   Lebensversicherungen
               Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die yeisichcningslechnischen Rückstellungen von      F.612   Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
               Pensionskassen                                                                                         Pensionskassen
        F.62   Beitragsübeiträge und Schadenrückstellungen                                                    F.62    Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
        F.7    Sonstige Forderungen                                                                                   Sonstige Verbindlichkeiten
        F.71   Handelskredite und Anzahlungen                                                              18 F.71    Handelskredite und Anzahlungen
               Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen                                  43 F.79    Sonstige Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                                                      Finanzierungsüberschuß    (+)/-deßzit (-)                                                  38
 ---pagebreak---     Tabelle A,2 Vollständige Kontenfolge für die Gcsamtwirtschaft (Forts.)
             IIÎ 3 Konto fîlr die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                        II1.3.1 Konto für die sonstigen        Veränderungen     des Volumens der Aktiva
            V e r a n d c u n g der Aktiva                                                                   Veränderung der Passiva unri des Reinvermogens
            AN           Nichtfinanzielle Aktiva
            AN 1         Produzierte Aktiva                                                                            Katastrophenverluste
            K.4          Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva                                  K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme
            K7           Katastrophenverluste                                                                          Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a n g
            K.8          Entschädigungslos Beschlagnahme                                                     K.l 2     Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
            K9           Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g.             K.12.1    Andening der Seklorzuordniine
            K 12         Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart                                  K.12.2    Änderung der Vermögensart
            K.12.1       Änderung der Sektorzuordnung                                                        K 122:    Andening der Vermögensart außer Monclisiening/Demonetisiening von Oold
            K.12 2       Andening der Vermögensart                                                           davon .
            K. 12.21 Monetisierung/Demonetisierung von Oold                                                            BargeFd und Einlagen
            K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold                  AF.3      Wertpapiere außer Aktien
            devon :                                                                                                    Kredite
            AN.ll        Anlagevermögen                                                                      AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
            AN.12        Vorräte                                                                                       Versicheningsteclinische Rückstell npen
            AN. 1 3       Wertgegenstände                                                                    AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.2         Nichtproduzierte Aktiva
            K.3          Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
            K.5          Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen
            K.6          Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
            K.61         Abbau von Naturvermögen
-f>         K.62         Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
00          K.7          Katastrophenverluste
            K.8          Entschädigungslose Beschlagnahme
            K.9          Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Alctiva a n g
            K. 12        Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
            K.12.1       Änderung der Sektorzuordnung
            K. 12.2      Änderung der Vermögensart
            K.l 2.22     Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold
            davon ;
            AN.21        Materielle nichtproduzierte Aktiva
            AN.22        Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF           Finanzielle Aktiva
            K.7          Katastrophenverluste
            K.8          Entschädigungslose Beschlagnahme
            K.10         Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Akctiva und der Passiva a.n.g.
            K. 12        Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
            K. 12.1      Änderung der Sektorzuordnung
            K.12.2 Änderung der Vermögensart
            K.l 2.21 Monetisierung/Demonetisierung von Oold
            K.l 2.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisiening von Oold
            davon :
            AF.l         Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
            AF.2         Bargeld und Einlagen
            AF.3         Wertpapiere außer Aktien
            AF.4         Kredite
            AF.5         Aktien und sonstige Beteiligungen
            Af ,6        Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7         Sonstige Forderungen
                                                                                                             Veränderung des Reinvermogens    aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak---    Tabelle A.2 Vollständige Kontenfolge für die Gesamtwirtschaft (Forts.)
                  III.3.2    Umbewertungskonto
           Veränderung der Aktiva                                                    Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
           K.l 1   Nominale Oewinne (-t-VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:     K.l 1   Nominale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
           AN      Nichtfinanzielle Aktiva                                       280 AF      Passiva
           AN.l    Produzierte Aktiva                                            126 AF.2    Bargeld und Einlagen
           AN.ll   Anlagevermögen                                                111 AF.3    Wertpapiere außer Aktien                                                                     42
           AN.12   Vorräte                                                           AF.4    Kredite
           AN. 13  Wertgegenstftnde                                                8 AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
           ALN.2   Nichtproduzierte Aktiva                                       154 AF.6     Versicherungstechnischc Rückstellungen
           AN.21   Materielle nichtproduzierte Aktiva                            152 AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.22   Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                   Finanzielle Aktiva
           AF. 1   Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AP.2    Bargeld und Einlagen
           AF.3    Wertpapiere außer Aktien
           AF.4    Kredite
           AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6    Venicherungstechnische Rückstellungen
           AF.7    Sonstige Forderungen
                                                                                     B10.3    Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen GewinnervVertusten aus dem Halten von
                                                                                             Aktiva bzv. Passiva                                                                         288
00
O
 ---pagebreak--- Tabelle A.2     Vollständige Kontenfolge für die Gesamhvirtschaft (Forts.)
                III.3.2.1 Konto fur die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
        Veränderung der Aktiva                                                                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
        K.l 1.1  Neutrale Gewinne (+)/Verluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                  K.l 1.1  Neutrale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
        AN       Nichtfinanzielle Aktiva                                                                198    AF       Passiva                                                                                           126
        AN.l     Produzierte Aktiva                                                                     121    AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                               29
        AN.ll    Anlagevermögen                                                                         111    AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                           26
        AN.12    Vorrtte                                                                                    5_                                                                                                             29
        AN. 13    Wertgegenstânde                                                                           5_ AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                                                  28
        AN.2     Nichtproduzierte Aktiva                                                                  78   AF.6     Versicheningstechnische Rückstellungen
        AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                       76            Sonstige Verbindlichkeiten
        AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                                                       1
                 Finanzielle Aktiva                                                                     136
        AF.l     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                                              15
        AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                     30
        AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                 25
        AF.4     Kredite                                                                                  28
        AF 5     Aktien und sonstigt Beteiligungen                                                        26
        AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                     7_
        AF.7     Sonstige Forderungen                                                                       5
                                                                                                               Fi 10.31 Veränderung des Reinvermogens     aufgrund von neutralen Gewinnen/Verlusten   aus dem Halten von
                                                                                                                        Aktiva 6rw. Passiva                                                                              208
                III.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
        Veränderung der Aktiva                                                                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
        K.l 1.2  Reale Gewinne (+VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                      K.l 1.2  Reale Oewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
        AN       Nichtfinanzielle AJctiva                                                                      AF                                                                                                         -50
        AN.l     Produzierte Aktiva                                                                            AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                              -29
        AN.ll    Anlagevermögen                                                                              0 AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                            16
        AN.12    Vorräte                                                                                       AF.4     Kredite                                                                                           -29
        AN.l 3   WertgegenstAnde                                                                               AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                                                    6
        AN.2     Nichtproduzierte Aktiva                                                                   77  AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                             -7
        AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                        76  AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                                         -6
        AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
        AF       Finanzielle Aktiva                                                                      -52
        ALF, 1   Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
        AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                    -30
        AF.3     Wertpapiere außer Akt Jen                                                                 15
        AF.4     Kredite                                                                                  •28
        AE.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
        AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                    -7
        AF.7     Sonstige Fordeningen
                                                                                                               B.10.32  Veränderung des Reinvermögens     aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten   aus dem Halten von
                                                                                                                        Aktiva bzw. Passiva                                                                                80
 ---pagebreak---    Tabelle A.2 Vollständige Kontenfolgc für die Gcsamtvvirtschaft (Forts.)
            IV Vermögensbilanzen
            IV. 1 VermögenseröfTnungsbilanz
            Aktiva                                                                Passiva und Reinvermögen
            AN       Nichtfinanzielle Aktiva                               9 922  AF         Passiva
            AN. 1    Produzierte Aktiva                                    6 047  AF.2       Bargeld und Einlagen                                                1 471
            ALN.11   Anlagevermögen                                        5 544  AF.3       Wertpapiere außer Aktien                                              311
            AN.12    Vorräte                                                 231                                                                                 1 437
            AN. 13    Wertgegenstände                                        272  AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen                                     406
            AN.2     Nichtproduzierte Aktiva                               3 875  AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                    3 809  AF.7       Sonstige Verbindlichkeiten                                            302
            AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                     Finanzielle Aktiva                                    6 792
           AF. 1     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AF.2     Bargeld und Einlagen                                   1 482
           AF.3     Wertpapiere außer Aktien                               1 263
           AF.4     Kredite                                                1 384
           AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                   370
           AF.7     Sonstige Forderungen                                     227
                                                                                 B.90         Reinvermögen                                                     10416
           IV.2: Konto für die Veränderung der Vermögensbestände
           Aktiva                                                                Passiva und Reinvermögen
                   Veränderung der Aktiva insgesamt                                       Veränderung der Passiva insgesamt
00
00
           AN       Nichtfinanzielle Aktiva                                 482             Passiva                                                              677
           AN. 1    Produzierte Aktiva                                      289  AF.2       Bargeld und Einlagen                                                 132
           AN.ll    Anlagevermögen                                          239  AF.3       Wertpapiere außer Aktien                                             165
           AN.12    Vorräte                                                  34  AF.4       Kredite                                                              213
           AN.l 3   Wertgegenstânde                                          16  AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen                                     77
           AN 2     Nichtproduzierte Aktiva                                 193  AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen                                 38
           AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                      191  AF.7       Sonstige Verbindlichkeiten                                             52
           AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                      2
           AF       Finanzielle Aktiva                                     730
           AF.l     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)              18
           AF.2     Bargeld und Einlagen                                   119
           AF.3     Wertpapiere außer Aktien                               178
           AF.4     Kredite                                                240
           AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                        75
           AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                   38
           AF.7     Sonstige Forderungen                                     61
                                                                                            Veränderung des Reinvermögens      insgesamt
                                                                                            aufgrund von:
                                                                                 B. 10.1   Ersparnis und Vermogensübertragungen                                 230
                                                                                    10.2   Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva                        17
                                                                                    10.3   Nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva  288
                                                                                    10.31  Neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva  208
                                                                                    10.32   Realen GewinneiWerlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva       80
 ---pagebreak---    Tabelle A.2 Vollständige Kontcnfolge für die Gesamtwirtschaft (Forts.)
           IV.3 Vermögensschlußbilanz
           Aktiv:                                                               Passiva und Reinvermögen
                  Nichtfinanzielle Aktiva                                       AF       Passiva                                 6 975
           AN.l   Produzierte Aktiva                                      6 336 AF.2     Bargeld und Einlagen                     1 603
           AN.ll  Anlagevermögen                                          5 783 AF.3     Weitpapiere außer Aktien
           AN 1 2 Vorräte                                                                Kredite                                  1 650
           AN. 13 Wertgegenstânde                                           288 AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen        I 483
           AN.2   Nichtproduzierte Aktiva                                       AF.6     Vcrsicheningstechnische Rückstellungen     409
           AN.21  Materielle nichtproduzierte Aktiva                            AI:.7    Sonstige Verbindlichkeiten                 354
           AN.22  Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
           AF     Finanzielle AJctiva
           AJ.l   Wflhrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)              788
           AF 2   Bargeld und Einlagen
           AF.3   Wertpapiere außer Aktien
                  Kredite
           AF.5   Aktien und sonst-ge Beteiligungen
           AF.6   Versicheaingsteclinische Rückstellungen
           AF.7   Sonstige Forderungen
                                                                                B.90     Reinvermôçen                           10 951
00
o
 ---pagebreak--- Tabelle A.3 Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
         I. Produktionskonto
        Verwendung                                                                       Aufkommen
        P.2     Vorleistungen                                                                   Output                                  1 753
                                                                                         P.11   Markthest munter Output                 1722
                                                                                         P, 12  Output für die eigene letzte Verwendung
        Big            Bruttowertschöpfung                                        872
        K.l     Abschreibungen                                                     137
        B In          Nettowertschöpfunj^                                         735
         II. Finkonimensvetteiliingskonten und Einkommensvetwcndungskonto
         II. 1 Primates Einkommoisverteilungskonto
                //. ! I                Einkommensentstehungskonto
        Verwendung                                                                       Aufkommen
        '•> 1   Einkommen aus unselbständiger Arbeit                                545  B. I n  Nettowertschöpfung                     735
        ;.) I i :.••.•: r " un<l Gehälter
                                :*.<iis;e der Arbeitgeber                           124
                          ••'i.:-.iiciir Si-. i.iU 'itrage der Arbeitgeber
                                                    -r««.- ''• AnVitzeber            12
                  ' _ . - - • *   fc'r
 ---pagebreak---    Tabelle A.3 Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
                 //. 1.2 Pnmärcinkommensallokationskonto
           Verwendung                                                                       Aufkommen
           D.4    Einkorrunen aus Vermögen                                                  B.2      Betriebsüberschuß
           D.41   Zinsen
           D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                             D.4    Einkommen aus Vermögen
           D.421  Dividenden                                                                D.41   Zinsen
           D.422  Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                   24   D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
           D.43   Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen               D.421  Dividenden
           D 45   Pachten und Entschädigungen für den Abbr.u von Bodenschätzen              D 422  Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                            D.43   Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                            D.44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                            D 45   Pachten und Entschädigungen dir den Abbau von Bodenschätzen
           B.5    Saldo der    Primäreinkommen
                 11.1.2.1 : Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit
           Verwendung                                                                       Aufkommen
 I
           D.4    Einkommen aus Vermögen                                               97   B.2      Betriebsüberschuß
O          D.41   Zinsen
           D.45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen               D.4   Einkommen aus Vermögen                                           78
                                                                                            D.41  Zinsen                                                           25
                                                                                            D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                     3
                                                                                            D.421  Dividenden                                                     _____
                                                                                            D.422 Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                 0
                                                                                            D.43  Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen        4
                                                                                            D 44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen _____
                                                                                            D.45  Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen      41
           B.4    Einkommen aus      Unternehmertätigkeit                             120
                 II. 1.2.2 Konto für die Allokation des sonstigen Primäreinkommens
           Verwendung                                                                       Aufkommen
           D.4    Einkommen aus Vermögen                                               48   B.4   Einkommen aus        Unternehmertätigkeit                       120
           D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                       _____
           D.421  Dividenden
           D.422  Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                      _____
                                                                                       24
           D.43   Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen            0
           B.5    Saldo der    Primäreinkommen                                         72
 ---pagebreak---     Tabelle A.3 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
             II.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
            Verwendung                                                                                                    Aufkommen
            D.5    Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.                                                       24 B.5     Saldo der    Primäreinkommen
            D.51   Einkommensteuern                                                                                    20
            D.59   Sonstige laufende Steuern                                                                              D.61    Sozialbeiträge
                                                                                                                          D.611   Tatsächliche Sozialbeiträge
            D.62   Soziallcistungen -ußer sozialen Sachübertragungen                                                   13  D.6111 Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D.622 Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen                                1 D.6111 Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber
            D.623 Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer                               12 D.6111 Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                                                                          D.6112 Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
            D.7    Sonstige laufende Übertragungen                                                                        D.6112 Pflichtsozialbeiträge der Au-bcitnchmer
            D.71   Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien                                                                8 D.6112 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer
            D.75   Laufende Übertragungen a.n.g.                                                                          D.612 Unterstellte Sozialbeiträge
                                                                                                                          D.7     Sonstige laufende Übertragungen
                                                                                                                          D.72    Nichtlebensversicherungsleistungen
                                                                                                                          D.75    Laufende Übertragungen a n.g.
            B.6    Verfügbares   Einkommen
NO          II.4 Einkommensverwendungskonto
INJ
                  11.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
            Verwendung                                                                                                    Aufkommen
            D.8    Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen  0 B.6     Verfügbares    Einkommen
            B.8     Ersparnis
 ---pagebreak---      Tabelle À.3 Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
              III. Vermögensbildungskonten
              III. 1 VermögensverÄnderungskonto
                     III. 1.1 Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
             Veränderung der Aktiva                                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
              B. 10 1 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und        Vermögensübertragungen                    B.8n    Nettoersparnis                                                                   48
                                                                                                                                D9     Empfangene Vermögensübertragungen                                                 33
                                                                                                                                D.92   Investitionszuschüsse                                                             23
                                                                                                                                D 99   Sonstige Vermogensübertragungen,                                                  10
                                                                                                                                D.9    Geleistete Vermögensübertragungen                                                 16
                                                                                                                                D.91   Vermögenswirksame Steuern
                                                                                                                                D.99   Sonstige Vermogensübertragungen                                                 -16
                     III. 1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
              Veränderung der Aktiva                                                                                            Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
              P.S1     bruttoanlageinvestitionen                                                                          250   B 10 1 Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen  65
              P.511   Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen                                                      209
(_*J          P.5111  Erwerb von neuen Sachanlagen                                                                        211
              P.5112  Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
              P.5113  Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen                                                            -6
              P.S12   Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
              P.5121  Erwerb von neuen immateriellen Werten
              P.5122  Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
              P.5123  Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
              P.513   Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen AJctiva                                  20
              P.S131 Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen AJctiva                               3_
              P.5132 Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtprodugierten nichtfinanziellen Aktiva                     _7_
              K.l      Abschreibungen
              P 52     Vorratsveränderung                                                                                   26
              P.S3     Erwerb abzuglich Veräußerungen von Wertgegenstânden
               K.2     Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva           .           -_7_
               K.21    Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva  -6
               K.22    Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva                           -1
               B.9     Finanzierungsüberschuß    (+)/-defizit (-)                                                         -69
 ---pagebreak--- Tahellc A.3 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
         111.2 Finanzierungskonto
         v'.-r.d.-'.'-niivj d"r Aktiva                                                   Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
                                            -'lien Aktiva                                       Nettoanstieg der Passiva                                                                  140
         F.2        Bargeld und Einlagen                                            17   F.2    Bargeld und Einlagen
        1 2l        Bargeld                                                              F.22   übertragbare Einlagen
        F 22        Übertragbare Einlagen                                           10   F.29   Sonstige Einlagen
         F_29       Sonstige Einlagen
                                                                                         F.3    Wertpapiere außer Aktien
         F.3        Wertpapiere außer Aktien
                    Kredite                                                         27   F.41   Kurzfristige Kredite                                                                       16
         F.41       Kurzfristige Kredite                                            16   F.42   Langfristige Kredite                                                                       55
         F 42       Langfristige Kredite
                                                                                         F.S    Aktien und sonstige Beteiligungen                                                          26
         F.S        AJctien und sonstige Beteiligungen
                                                                                         F.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
        F6          Versicherungstechnische Rückstellungen                               F.61   Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für
                                                                                                Lebensversicherungen und von Pensionskassen                                  •              0
         F 62       Beitragsübertn.ge und Schadenruckstellungen                          F.612  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
                                                                                                Pensionskassen                                                                              0
                                                                                                                                                                                           _
         F7         Sonstige Forderungen                                             7   F.7    Sonstige Verbindlichkeiten
         F 71       Handelskredite und Anzahlungen                                       F.71   Handelskredite und Anzahlungen
         F.79       Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen       1   F.79   Sonstige Verbindlichkeiten außer HandelslTediten und Anzahlungen                           29
                                                                                         B.9    Finanzierungsüberschuß    (+)/-defizit (-)                                                .69
 ---pagebreak--- Tabelle A.3 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
         III.3 Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                111.3.1 Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
        Veränderung der ^kiiva                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
        AN       Nichtfinanzielle AJctiva                                                              12  AF       Passiva
        AN. 1    Produzierte Aktiva                                                                  _____ K.7      Katastrophenverluste
        K.4      Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva                                     0  K.8      Entschädigungslose Beschlagnahme
        K.7      Katastrophenverluste                                                                 -5   K.l 0    Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
        K.8      Entschfldigungslose Beschlagnahme                                                   _____ K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
        K.9      Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen AJctiva a.n.g.               1  K.12.1   Änderung der Sektorzuordnung
        K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart                                     3  K.12.2 Änderung der Vermögensart
        K. 12.1  Änderung der Sektorzuordnung                                                           3  K.l 2.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold
        K. 12.2  Änderung der Vermögensart                                                              0  davon :
        K.l 2.2  Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold                 0  Af .2    Bargeld und Einlagen
        davon :                                                                                            Af .3    Wertpapiere außer AJctien
        AN. 11   Anlagevermögen                                                                      _____ AF.4     Kredite
        AN.12    Vorräte                                                                             _____ AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
        ALN. 13  Wertgegenstände                                                                     _____ Af.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
        AiN.2    Nichtproduzierte Aktiva                                                             _____ AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
        K.3      Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten AJctiva                            _____
        K.S      Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen                     0
        K.6      Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva                          _____
        K.61     Abbau von Naturvermögen                                                             _____
        K.62     Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva                _____
        K.7      Katastrophenverluste                                                                   0
        K.8      Entschädigungslose Beschlagnahme                                                     -4
        K.9      Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g.                0
        K. 12    Änderung der Se ktorzuordnung oder der Vermögensart                                     1
        K. 12.1  Änderung der Sektorzuordnung                                                        _____
        K. 12.2  Änderung der Vermögensart                                                           _____
        K.l 2.2  Änderung der Vermögens-rt außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold                 0
        davon :
        AN.21    Materielle nichtproduzierte AJctiva
        AN.22 Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
        AF       Finanzielle Aktiva
        K.7      Katastrophenverluste
        K.8      Entschfldigungslose Beschlagnahme
        K.10     Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen AJctiva und der Passiva a.n.g.
        K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
        K. 12.1 Andening der Sektorzuordnung
        K. 12.2 Änderung der Vermögensart
        K, 12.2 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold
        davon:
        AF.2     Bargeld und Einlagen
        AF.3     Wertpapiere außer AJctien
        AF.4     Kredite
        Af.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
        Af.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
        AF.7     Sonstige Forderungen
                                                                                                           B.10.2   Veränderung des Reinvermögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak--- Tabelle A.3 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
               III. 3.2 Umbewertungskonto
        Veränderung der Aktiva                                                            Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
                Nominale Oewinne ( f VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:             K. 11  Nominale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
                Nichtfinanzielle AJctiva                                                  AF     Passiva
        AN.l    Produzierte Aktiva                                                  63    AF.2   Bargeld und Einlagen
        AN. 11 Anlagevermögen                                                       58    AF.3   Wertpapiere außer Aktien
        AN.12 Vonäte                                                                      AF.4   Kredite
        AN. 1 3 Wertgegenstânde                                                     _____ Af.5   Aktien und sonstige Beteiligungen
        AN.2 Nichtproduzierte Akt,'                                                81     AF.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
        AN 21 Materielle nichtproduzierte Aktiva                                          AF.7   Sonstige Verbindlichkeiten
        AN.22 Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                Finanzielle Aktiva
        AF.2    Bargeld und Einlagen
        AF. 3   Wertpapiere außer Akt Jen
        AF~.4   Kredite
        AF.5    Aktien und sonstige Beteiligtingen
        AF 6    Versicherungstechnische Rückstellungen
        AF.7    Sonstige Fordeningen
                                                                                          B 10.3 Veränderung des Reinvermögens     aufgrund von nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
                                                                                                 Aktiva bzw. Passiva                                                                            13"!
 ---pagebreak---     Tabelle A.3     Vollständige Kontenfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
                    III.3.2.1 Konto für die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            K.l 1.1 Neutrale Oewinne (-f-VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                 K. 11.1  Neutrale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN       Nichtfinanzielle Aktiva                                                                                                                                                                            36
            AkN. 1   Produzierte Aktiva                                                                      60   AiF.2    Bargeld und Einlagen
            AiN. 11  Anlagevermögen                                                                          58   AF.3     Wertpapiere außer Aktien
            AN.12    Vorräte                                                                                      AF.4     Kredite
            AN. 13   WertgegenstAnde                                                                           1  AF.5     AJctien und sonstige Beteiligtingen
            AN.2     Nichtproduzierte AJctiva                                                                41   AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                      40   AF.l     Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF       Finanzielle Aktiva
            AF.2     Bargeld und Einlagen
            Af .3    Wertpapiere außer AJctien
            AF.4     Kredite
            AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
            Af.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7     Sonstige Forderungen
                                                                                                                  B. 10.31   Veränderung des Reinvermögens aufgrund von neutralen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
                                                                                                                             Aktiva bzw. Passiva                                                                        82
O
-NI
                    III.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            K.ll .2 Reale Gewinne (+VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                      K.l 1.2 Reale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN       Nichtfinanzielle Aktiva                                                                  43  AF       Passiva
            ANA      Produzierte Aktiva                                                                           ALF.2    Bargeld und Einlagen
            AN. 11   Anlagevermögen                                                                             0 AF.3     Wertpapiere außer Aktien
            AN.12    Vorräte                                                                                      Af.4     Kredite
            AN. 13   Wertgegenstânde                                                                            0 AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
            AN.2     Nichtproduzierte Aktiva                                                                  40  Af.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21    Materielle nichtproduzierte AJctiva                                                      40  AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF       Finanzielle Aktiva                                                                      -10
            AT. 2    Bargeld und Einlagen
            AF.3     Wertpapiere außer Aktien
            AF.4     Kredite
            Af .5    Aktien und sonstige Beteiligungen
            Af.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7     Sonstige Forderungen                                                                     -3
                                                                                                                  B.10.32 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                           Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---    Tabelle A.3 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
            IV Vermögensbilanzen
            IV. I Venn<5gensCTÔfïhungsbi/anz
            Aktiva                                                                           Passiva und Reinvermögen
            AN      Nichtfinanzielle AJctiva                                         5041    AF        Passiva                                                            1 817
            AN.l    Produzierte Aktiva                                               3 001   AF.2      Bargeld und Einlagen
            AN.l 1  Anlagevermögen                                                   2 878   Af .3     Wertpapiere außer AJctien
            AN.12   Vortäte                                                             85   Af.4     Kredite                                                               897
            AN.l 3  Wertgegenstânde                                                     38   Af .5    AJctien und sonstige Beteiligungen
            AN.2    Nichtproduzierte Aktiva                                          2 040   Af.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21   Materielle nichtproduzierte Aktiva                                       AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                            137
            AN.22   Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
           Af       Finanzielle AJctiva
           AF.2     Bargeld und Einlagen                                               382
           AF.3     Wertpapiere außer AJctien
           Af.4     Kredite
           Af .5    AJctien und sonstige Beteiligungen
           AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
           Af .7   Sonstige Forderungen
                                                                                            B.90        Reinvermögen
           IV.2 Konto für die Veränderung der Vermögensbestände
 I
           AkAiva                                                                           Passiva und Reinvermögen
00                 Veränderung der Aktiva insgesamt                                                 Veränderung der Passiva insgesamt
           AN      Nichtfinanzielle Aktiva                                            290
           AN.l    Produzierte Aktiva                                                  182  Af .2     Bargeld und Einlagen
           AN. 11  Anlagevermögen                                                     150   AF.3      Wertpapiere außer Aktien
           AN.12   Vorräte                                                              29  AF.4      Kredite
           AN. 13  Wertgegenstânde                                                       3_ Af .5     AJctien und sonstige Beteiligungen
           A-N.2   Nichtproduzierte Aktiva                                            108   Af.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
           AN.21   Materielle nichtproduzierte Aktiva                                 108   Af .7     Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.22   Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                                  0
           AF      Finanzielle Aktiva
           AF.2    Bargeld und Einlagen
           A f .3  Wertpapiere außer Aktien
           AF.4    Kredite
           AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6    VcTsicherungstechnische Rückstellungen
           Af .7   Sonstige Forderungen
                                                                                            B. 10     Veränderung des Reinvermögens      insgesamt                         216
                                                                                                    aufgrund von :
                                                                                            B. 10.1  Ersparnis und Vermogensübertragungen                                   65
                                                                                            B.10.2   Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva                      _____
                                                                                            B. 10.3  Nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva   134
                                                                                            B.10.31  Neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von AJctiva bzw. Passiva   82
                                                                                            B.10.32  Realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von AJctiva bzw. Passiva      51
 ---pagebreak--- Tabelle A.3 Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
        IV.3 Vermögensschlußbilanz
        Aktiva                                                                           Passiva und Reinvermögen
               Nichtfinanzielle Aktiva                                            5 331  AF      Passiva                                1 972
                                                                                         AF.2    Bargeld und Einlagen                      40
        AN 1   Produzierte Aktiva                                                 3 183  AF.3    Wertpapiere außer AJctien
        AN.ll  Anlagevennögen                                                     3 028  AF.4    Kredite                                  965
        AN.12  Von-äte                                                              i 14 AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen        729
        AN 1 3  Wertgegenstände                                                      41  AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
        AN.2   Nichtproduzierte A.ttiva                                           2 148  AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten               174
        AN.21  Materielle nichtproduzierte Aktiva
        AN.22  Immaterielle niclitproduzierte Aktiva
        AF     Finanzielle Aktiva                                                   978
        AF 2   Bargeld und Einlagen
         \F 3  Wertpapiere außer Aktien
        AP 4   Kredite
        AI 5   Aktien und sonstige Beteiligungen
        Ar 6   Versicherungstechrusclie Rückstellungen
               Sonstige Fordeningeii
                                                                                         B.90     Reinvermögen                          4 337
 ---pagebreak---   Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften
           I. Produktionskonto
          Verwendung                                                     '                Aufkommen
          P.2         Vorleistungen                                                   29  P.1    Output                                  102
                                                                                          P. 11  Markt bestimmter Output                 102
                                                                                          P. 12  Output für die eigene letzte Verwendung
          B. I g      Bruttowertschöpfung                                              73
          K.l         Abschreibungen                                                  10
          Bin            Nettowertschöpfung
          II. Einkommensverteilungskonten und Einkommensverwendungskonto
          II.. 1 Primäres Einkommensverteilungskonto
                  //. /. 1 Einkommensentstehungskonto
          Verwendung                                                                      Aufkommen
          D. 1        ! ' inkonunen aus unselbständiger Arbeit                        15  B.ln    Nettowertschöpfung                      63
          DU         1 ohne und Gehälter
          l > I2       Sozialbeiträge der Arbeitgeber
O         ! ' 121     Tatsächliche Sozialbeiträgejier Aibeitgeber
          .< i 22    Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
          Ü '9       Sonstige Produktionssteuem
          D.39        Sonstige PioduHiotissubventionen
                     Betriebsuberschuß
 ---pagebreak---    Tabelle A.4    Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
                 //. 1.2 Primäreinkommensallokationskonto
           Verwendung                                                                           Aufkommen
           D4        Einkommen aus Vermögen                                                            Betriebsüber ichuß
                     Zinsen
           D.42      Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                                     Einkommen aus Vermögen
           D.421     Dividenden                                                            36   D.41   Zinsen                                                          125
                                                                                                P. 119 IE DFM-Berichtigunsposten
           D.422    Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                          D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
           D.43     Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen                 D.421  Dividenden
           D 44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen        25   D.422  Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
           D 45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen                        Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                                D.44   Auf die Versicheningsnehmer entfallendes Einkommen aas Vennögen
                                                                                                D.45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Ikidenschätzen
           B.5      Saldo der     Primäreinkommen
                 II. 1.2.1 Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit
           Verwendung                                                                           Aufkommen
                    Einkommen aus Vermögen                                                102          Betriebsüberschuß
           D.41     Zinsen                                                                 77
           D.44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen        25          Einkommen aus Vermögen                                          160
           D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen             0          Zinsen                                                          125
                                                                                                P. 119 lEDFM-Berichtigungsposten
O
                                                                                                D 42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
                                                                                                D.421  Dividenden
 I
                                                                                                D.422  Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                                       Reinvestierte Oewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                                D.44   Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                                D 45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
                    Einkommen aus       Unternehmertätigkeit
                 II. 1.2.2 Konto filr die Allokation des sonstigen Primäreinkommens
           Verwendung                                                                           Aufkommen
                    Einkommen aus Vermögen                                                 36   B.4    Einkommen aus      Unternehmertätigkeit
           D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                          36_
           D.421    Dividenden                                                             3_6_
           D.422    Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                      0_
           D.43     Reinvestierte Oewinne aus ausländischen Direktinvestitionen             0
           B.5      Saldo der     Primäreinkommen
 ---pagebreak---    Tabelle A.4   Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
           II.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
           Verwendung                                                                                                     Aufkommen
           D.5     Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.                                                          B.5      Saldo der    Primäreinkommen                              19
           D.51    E inkommensteuem
           D.S9    Sonstige laufende Steuern                                                                              D.61     Sozialbeiträge                                            39
                                                                                                                          D.611    Tatsächliche Sozialbeiträge                               38
           D.62    Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                                                      D.6111   Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber               18
           D.622   Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen                                 D.61111  Tatsächliche Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitgeber        15
           D.623   Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer                                 D.61112  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber     3
                                                                                                                          D.6112   Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge       20
           D.7     Sonstige laufende Übertragungen                                                                        D.61121  Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitnehmer                    15
           D.71    Nichtlebensveraicherungs-Nettoprämien                                                                  D.61122 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer                  5
           D.72    Nichtlebcnsversicherungsleistungen                                                                     D.612    Unterstellte Sozialbeiträge                                 1
           D.75    Laufende Übertragungen a.n.g.
                                                                                                                          D.7      Sonstige laufende Übertragungen                           49
                                                                                                                          D.7I     Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien                   ______
                                                                                                                          D.72     Nichtlcbensvcrsichcrunpleistungcn                          0
                                                                                                                          D.75     Laufende Übertragungen a.n.g.                              4
                   Verfügbares   Einkommen                                                                             22
U1         II.4 Einkommensverwendungskonto
O
                 11.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
           Verwendung                                                                                                     Aufkommen
           D.8     Berichtigungsposten für die Veränderung der Netloansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen II B.6     J__r__S_,ares   Einkommen
           B.8      Ersparnis
 ---pagebreak--- Tabelle A.4      Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
         III. Vermögensbildungskonten
         III. 1 Vermögensveranderungskonto
                ///. /. / Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
        Veränderung der Aktiva                                                                                        Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
        B 1 0.1      Veränderung des Reinvermögens      aufgrund von Ersparnis und   Vermögensübertragungen           B.8n      Nettoersparnis
                                                                                                                      D.9     Empfangene Vermögensübertragungen
                                                                                                                      D.92    Investitionszuschüsse
                                                                                                                      D.99    Sonstige Vermogensübertragungen
                                                                                                                      D.9     Geleistete Vermogensübertragungen
                                                                                                                      D.91    Vermögens wirksame Steuern
                                                                                                                      D.99    Sonstige Vermogensübertragungen
                ///. 1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen             Aktiva
        Veränderung der Aktiva                                                                                        Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
        P.51        Bruttoanlageinvestitionen                                                                         B. 10.1 Veränderung des Reinvermögens   aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
        P.511      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen
        P.5111     Erwerb von neuen Sachanlagen
        P.5112     Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
        P.5113     Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen
        P.512      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
        P.51 21    Erwerb von neuen immateriellen Werten
        P.5122     Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
        P.5123     Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
        P.513      Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
        P.5131     Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
        P.5132     Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
        K.l        Abschreibungen
        P.5 2       Vorratsveränderung
        P 53       Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen
        K2         Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
        K.21       Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
        K.22       Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
                   Finanzierungsüberschuß     (+)/-deßzit (-)
 ---pagebreak---     Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
            III.2 Finanzierungskonto
            Veränderung der Aktiva                                                           Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
                    Nettoerwerb von finanziellen Aktiva                                 237          Nettoanstieg der Passiva                                                                  232
            F.l     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
            F.2     Bargeld und Einlagen                                                 15  F.2     Bargeld und Einlagen                                                                      130
            F.21    Bargeld                                                              15  F.21    Bargeld                                                                                    35
            F.22    Übertragbare Einlagen                                                ___ F.22    Übertragbare Einlagen
            F.29    Sonstige Einlagen                                                     0  F.29    Sonstige Einlagen                                                                          32
            F.3     Wertpapiere außer Aktien                                             53  F.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                   53
            F.4                                                                              F.4     Kredite
            F.41    Kurzfristige Kredite                                                 63  F.41    Kurzfristige Kredite
            F.42    Langfristige Kredite                                                     F.42    Langfristige Kredite
            F.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                        F.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
            F.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                0  F.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                     36
            F.62    Beitragsüberträge und SchadenrQckstellungen                              F 61    Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für
                                                                                                     Lebensversicherungen und von Pensionskassen                                                33
U1
o                                                                                            F.611  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen für
-IN
                                                                                                     Lebensversicherungen                                                                       22
            F.7     Sonstige Forderungen                                                     F.61 2  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
                                                                                                     Pensionskassen                                                                             11
            F.71    Handelskredite und Anzahlungen                                           F.62    Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
            F.79    Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                             F.7     Sonstige Verbindlichkeiten
                                                                                             F.71    Handelskredite und Anzahlungen
                                                                                             F.79    Sonstige Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                             B.9    Finanzierungsüberschuß     (+)/-defizit (-)
 ---pagebreak--- Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
         III.3 Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                 III. 3.1 Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
         Veränderung der Aktiva                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
                    Nichtfinarizielle Aktiva                                                                AF       Passiva
                    Produzierte Aktiva                                                                -2    K.7      Katastrophenverluste
         K.4        Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva                                  0   K.8      Entschädigungslose Beschlagnahme
                    Katastrophen ver Kiste                                                                  K. 10    Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
        _K 8__      F.ntschâdigungslose Beschlagnahme                                                   0   K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
         K9         Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g.           _____ K.l2.1   Änderung der Sektorzuordnung
         K.l 2      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart                                -2    K.12.2   Änderung der Vermögensart
         K.12 1 Änderung der Sektorzuordnung                                                            0   K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisiening/Demonetisierung von Oold
         K ! 2 2 Änderung der Vermögensart                                                            -2    davon :
         K 12 21 Monetisierung/Demonetisierung von Oold                                                     AF.2     Bargeld und Einlagen
               22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold                    AF.3     Wertpapiere außer Aktien
        Hâve                                                                                                TFT      Kredite
         AN.       Anlagevermögen                                                                       0   AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
         AN.12      Vorräte                                                                             0   AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
                   Wertgegenstânde                                                                          AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
                     licl.tproduzieite Aktiva
                    Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
                   Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen
         K.6        Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
         K.61       Abbau von Naturvermögen
         K.62       Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
         K.7        Katastrophenverluste
         K8         Entschädigungslose Beschlagnahme
         K.9        Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a n.g.
         K. 12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
         K. 12.1    Änderung der Sektorzuordnung
         K. 12.2 Änderung der Vermögensart
         K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisiening von Gold
         davon
         AN.21      Materielle nichtproduzierte AJctiva
         AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
         AF         Finanzielle Aktiva
                    Katastrophenverluste
         K.8        Entschädigungslose Beschlagnahme
         K.10       Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a n g
         K. 12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
         K.12.1     Andening der Sektorzuordnung
         K.12.2     Änderung der Vermögensart
         K.12.21 Monetisierung/Demonetisierung von Oold
         K. 12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold
         davon :
         AF.l       Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
         AF.2       Bargeld und Einlagen
         Af. 3       Wertpap iere außer AJct ien
         AF.4
         AF.5        Aktien und sonstige Beteiligungen
         Af.6        Versicherungstechnische Rückstellungen
          AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                                                             B.10.2  Veränderung des Reinvermögens     aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak---   Tabelle A.4 Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
                  III. 3.2 Umbewertungskonto
          Veränderung der Aktiva                                                           Veränderuno der Passiva und des Reinvermogens
          K. 11     Nominale Gewinne (+yVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:            K.l 1   Nominale Oewinne (-VVcrlusl. (+) aus dem Halten von Passiva:
                    Nichtfinanzielle Aktiva                                                AF      Passiva
          AN.l      Produzierte Aktiva                                                  2  AF.2    Bargeld und Einlagen
          AJN. 11    A-nlagcvcrmögen                                                    2  AF. 3   Wertpapiere außer Aktien                                                                    34
          AN.12      Vorräte                                                               AF.4    Kredite
          AN. 13     Wertgegenstânde                                                    0  AF.S    Aktien und sonstige Beteiligungen                                                           17
          AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                             2  AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
          AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                                  1  AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
          AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
          AF        Finanzielle Aktiva                                                 57
          AF.l      Währungigold und Sonderziehungsrechte (SZR)
          AF.2      Bargeld und Einlagen
          AF.3      Wertpapiere außer Aktien                                           30
          AF4       Kredite
          AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen                                  16
          AF.6       Versicherungstcchnische Rückstellungen
          AF.7      Sonstige Forderungen
O                                                                                          B.10.3  Veränderung des Reinvermogens aufgrund von nominalen GewinnenA/erlusten ems dem Haltern von
O                                                                                                  Aktiva bzw. Passiva                                                                         »0
 ---pagebreak---     Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
                    III.3.2.I Konto ftr die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            K.11.1    Neutrale Oewinne (+yVcrluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                  K.ll.l   Neutrale Gewinne (-yVerlustc (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN        Nichtfinanzielle Aktiva                                                                      AF       Passiva                                                                                      68
            AN.l      Produzierte Aktiva                                                                           AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                         26
            AN.ll      Anlagevermögen                                                                              AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                     21
            AN.12      Vorrtte                                                                                     AF.4     Kredite                                                                                    _____
            AN. 13     Wertgegenstânde                                                                             AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                                          _____
            AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                                                      AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                     _____
            AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                          AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                                     0
            AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF         Finanzielle Aktiva                                                                      70
            AF. '•     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                                             14
            AF.2       Bargeld und Einlagen                                                                      0
            AF.3       Wertpapiere außer Aktien                                                                19
            AF.4       Kredite                                                                                 24
            Af .5      Aktien und sonstige Beteiligungen                                                       13
            AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen                                                    I
            AF.7       Sonstige Forderungen                                                                      0
                                                                                                                   B.10.31  Veränderung des Reinvermogens aufgrund von neutralen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
o                                                                                                                           Aktiva bzw. Passiva
->4
                    III.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            K.l 1.2    Reale Oewinne (+yVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                    K. 11.2  Reale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN         Nichtfinanzielle Aktiva                                                                     AF       Passiva                                                                                    -17
            AN.l       Produzierte Aktiva                                                                        0 AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                       •26
            AN.ll      Anlagevermögen                                                                              AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                     13
            AN.12       Vorrtte                                                                                    AF.4     Kredite                                                                                    _____
            AN.l 3     Wertgegenstânde                                                                           0 AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                                             3
            AN.2       Nichtproduzierte Aktiva                                                                     AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                     _____
            AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                       J. AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                                    0
            AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF         Finanzielle Aktiva                                                                     -13
            AF. 1       Wlhmngsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                                             -3
            AF.2        Bargeld und Einlagen
             AF.3       Wertpapiere außer Aktien
             AF.4       Kredite                                                                               • 24
             AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
             AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
             AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                                                                   B. 10.32 Veränderung des Reinvermogens aufgrund von realen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
                                                                                                                            Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---    Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
           IV Vermögensbilanzen
           IV. 1 VermögenserofTnungsbilanz
           Aktiva                                                                              Passiva und Reinvermögen
           AN       Nichtfinanzielle AJctiva                                                                                                                                  3 384
           AN.l     Produzierte AJctiva                                                        AF.2      Bargeld und Einlagen                                                 1_281_
           AN. 11   Anlagevermögen                                                        99   Af .3     Wertpapiere außer Aktien                                             1 053
                    Vorräte                                                                    AF.4      Kredite
           AN. 13    Wertgegenstände                                                           AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen                                     211
           AN.2     Nichtproduzierte Aktiva                                               40   AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen                                 33 S
           AN.21    Materielle nichtproduzierte AJctiva                                   37   AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                    Finanzielle AJctiva
           AF.l     Währungsg Ad und Sonderziehungsrechtc (SZR)
           AF.2     Bargeld und Einlagen
           AF.3     Wertpapiere außer Aktien
           AF.4     Kredite                                                           1 187
           AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6     Versicherungstechnische Rückste'hingen                                30
           AF.7     Sonstige Forderungen
                                                                                               B.90        Reinvermögen
           IV.2 Konto ftr die Veränderung der Vermögensbestände
           Aktiva                                                                              Passiva und Reinvermögen
O
00                Veränderung der Aktiva insgesamt                                                     Veränderung der Passiva insgesamt
           AN       Ni-htfinanzielie Aktivs                                                 1            Passiva                                                                285
           AN.l     Produzierte AJctiva                                                 ______ AF.2          geld und Einlagen                                                  130
           AN.ll    Anlagevermögen                                                      ______ AF.3      Wertpapiere außer Aktien                                               _____
           AN.12    Vorräte                                                                 0            Kredite                                                                    0
           AN. 13   Wertgegenstände                                                     ______ Af.5      Aktien und sonstige Beteili;'gunge                                     ______
           AN.2     Nichtproduzierte AJctiva                                                2  Af.6      Versicherungstechnische Rückstellungen                                   38
           AN.21    Materielle nichtproduzierte AJctiva                                     1  Af .7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                 0
           AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                                    0
           AF       Finanzielle AJctiva                                                 294
           AF.l     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                           17
           AF.2     Bargeld und Einlagen                                                  15
           AF.3     Wertpapiere außer Aktien
           AF.4     Kredite                                                             163
           AF.5     AJctien und sonstige Beteiligungen                                 _____
           AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                  o_
           AF.7     Sonstige Forderungen                                                    o
                                                                                               B. 10     Veränderung des Reinvermögens      insgesamt
                                                                                                       aufgrund von
                                                                                               B. 10.1   Ersparnis und     Vermögensübertragungen
                                                                                               B.10.2    Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
                                                                                               B.10.3    Nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
                                                                                               B.10.31   Neutralen Oewinnen/Verlusten aus dem Halten von AJctiva bzw. Passiva
                                                                                               B. 10.32  Realen Oewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---     Tabelle A.4 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Finanzielle Kapitalgesellschaften (Forts.)
            IV.3 Vermögensschlußbilanz
            Aktiva                                                                           Passiva und Reinvermögen
                   Nichtfinanzielle Aktiva                                                   AF       Passiva                               3 669
            AN.l   Produzierte Aktiva                                                    103 AF.2     Bargeld und Einlagen                  1 411
            AN 11  Anlagevermögen                                                        100 AF.3    Wertpapiere außer Aktien                 140
            AN.12  Vorräte                                                                   AF.4
            AN. 13 Wertgegenstände                                                           AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen       745
            AN 2   Nichtproduzierte Aktiva                                                42 AF.6     Versichcmngstechnische Rückstellungen   373
            AN 21  Materielle nichtproduzierte Aktiva                                     38 AF.7     Sonstige Veibindlichkeiten
            AN.22  Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            Af     Finanzielle Aktiva                                                  3 802
            AF.l   Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
            AF.2   Bargeld und Einlagen
            Af .3  Wertpapiere außer Aktien                                            1 030
            AF.4   Kredite
            AF S   Aktien und sonstige Beteiligungen
            Af.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7   Sonstige Forderungen
                                                                                                     Reinvermögen
O
-sl
 ---pagebreak--- Tabelle A.5     Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Staat
         I. Produktionskonto
        Verwendung                                                         Aufkommen
        P.2        Vorleistungen                                           P.1    Output
                                                                           P.ll   Marktbestimmter Output                    74
                                                                           P. 12  Output für die eigene letzte Verwendung
                                                                           P. 13  Sonstiger nichtmarktbestimmter Output   360
        B 1g          Bruttowertschöpfung
        K.l        Abschreibungen                                       30
        Bin        Ne ttowertschöpfung                                 158
        II. Einkommensverteilungskonten und Einkommensverwendungskonto
        II.. 1 Primäres Einkommensverteilungskonto
               //. 1.1 Einkommensentstehungskonto
        Verwendung                                                         Aufkommen
        Dl        Einkommen aus unselbständiger Arbeit                 140 B.ln    Nettowertschöpfung                     158
        D II      Löhne und Gehälter                                    87
        D 12       Sozial beitrage der Arbeitgeber
        D l 21    Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                   Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                  Sonstige Produktionssteuem
                  Sonsiiae Produktionssubventionen
                  Betriebsilberschuß
 ---pagebreak---   Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Staat (Forts.)
                //. 1.2 Primäreinkommensallokalionskonto
          Verwendung                                                           Aufkommen
          D.4      Einkommen aus Vermögen                                      B.2      Betriebsüberschuß                                              16
          D.41     Zinsen
          D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften               D.2    Produktionssteuem und Einfuhrabgaben                            235
          D.422    Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften          D.21   Gütersteuem
          D 43     Reinvestierte Oewinne aus ausländischen Direktinvestitionen D.211  Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.)
          D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen D.212  Einfuhrabgaben ohne MwSt.
                                                                               D.2121 Einfuhrzölle
                                                                               D.2122 Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
                                                                               D.214  Oütersteuem ohne MwSt. und Einfuhrabgaben
                                                                               D.29   Sonstige Produktionssteuem
                                                                               D.3    Subventionen
                                                                               D.31   Gütersubventionen
                                                                               D.311  Einfuhrsubventionen
                                                                               D.319  Sonstige Gütersubventionen
                                                                               D.39   Sonstige Produktionssubventionen
                                                                               D.4    Einkommen aus Vermögen
                                                                               D.41   Zinsen
                                                                               D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
O                                                                              D.421  Dividenden
o
                                                                               D.422  Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                               D.43   Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                               D.44   Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                               D.45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
                   Saldo der primäre  inkommen
 ---pagebreak---   Tabelle A.5    Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
                 II. 1.2.1 Konto ß r das Einkommen aus Unternehmertätigkeit
           Verwendung                                                                    Aufkommen
           D.4      Einkommen aus Vermögen                                            9  B.2       Betriebsüberschuß                                                 16
           D.41     Zinsen                                                            2_
           D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen       7  D.4      Einkommen aus Vermögen
                                                                                         D.41    Zinsen
                                                                                         D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
                                                                                         D.421    Dividenden
                                                                                         D.422    Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                         D.43   . Reinvestierte Oewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                         D.44     Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                         D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
           B.4      Einkommen aus    Unternehmertätigkeit
                 II. 1.2.2 Konto für die Allokation des sonstigen Primäreinkommens
           Verwendung                                                                    Aufkommen
           D4       Einkommen aus Vermögen                                          3_7_ B.4     Einkommen aus Unternehmertätigkeit                                   11
          ~D~41     Zinsen                                                          37
                                                                                         D.2      Produktionssteuem und Einfuhrabgaben                              235
                                                                                         D.21     Gütersteuem                                                       141
                                                                                         D. 211   Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt. )                           121
                                                                                         D.212    Einfuhrabgaben ohne MwSt.                                           17
                                                                                         D.2121   Einfuhrzölle                                                    _____
O                                                                                        D.2122   Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle                                  0
                                                                                         D.214    Gütersteuem ohne MwSt. und Einfuhrabgaben                            3_
                                                                                         D.29     Sonstige Produktionssteuem                                         94
                                                                                         D.3      Subventionen                                                     -44
                                                                                         D.31     Oütersubventionen
                                                                                         D.311    Einfuhrsubventionen                                                  0
                                                                                         D. 319   Sonstige Oütersubventionen                                         -8
                                                                                         D.39     Sonstige Produktionssubventionen                                 •36
                                                                                         D.4      Einkommen aus Vermögen                                             26
                                                                                         D.41     Zinsen                                                             12
                                                                                         D.42     Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                      14
                                                                                         D.421    Dividenden                                                           1
                                                                                         D.422   Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                  13
           B.5      Saldo der Primäreinkommen                                      191
 ---pagebreak--- Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
        II.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
        Verwendung                                                                                  Aufkommen
        D.5     Laufende Steuern auf Einkommen. Vermögen usw.                                       B.5     Saldo der Primäreinkommen                                           191
        D.59    Sonstige laufende Steuern
                                                                                                    D.5     Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.                       213
        D.62    Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                               289 D.51    Einkommensteuern                                                    204
        D.621  Geldleistungen der Sozialversicherung                                            232 D.S9    Sonstige laufende Steuern                                             9
        D.622  Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen
        D.623  Nach dem Uinlageverfahren finanzierte Sozialleistungen tur Airbeitnehmer             D.61    Sozialbeiträge                                                      268
        D.624  Geldleistungen der Sozialhilfe                                                    52 D.611   Tatsächliche Sozialbeiträge                                         263
                                                                                                    D.6111  Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber                         155
        D.7    Sonstige laufende Übertragungen                                                  139 D.61111 Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge der Arbeitgeber                  144
        D.71   Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien                                                D.61112 Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber              11
        D.73   Laufende Übertragungen innerhalb des Staates                                      96 D.6112  Airbcitnehmerantcil der tatsächlichen Sozialbeiträge                 76
        D.74   Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit                  D.61121 Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer                               69
        D.75   Laufende Übertragungen a.n.g.                                                        D.61122 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer                           7_
                                                                                                    D.6113  Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                32
                                                                                                    D.61131 Pflichtsozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                         22
                                                                                                    D.61132 Freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                    10
                                                                                                    D.612   Unterstellte Sozialbeiträge                                           5
                                                                                                    D.7     Sonstige laufende Übertragungen
                                                                                                    D.72    Nichtlebensversicherungsleistungen                                    1
                                                                                                    D.73    Laufende Übertragungen innerhalb des Staate.                         96
                                                                                                    D.74    Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit   1
                                                                                                    D.75    Laufende Übertragungen a.n.g.                                        10
        B.6    Verfügbares    Einkommen                                                         352
        II.3 Naturaleinkommensumverteilungskonto
        Verwendung                                                                                  Aufkommen
        D.63   Soziale Sachübertragungen                                                        206 B.6     Verfügbares Einkommen                                               352
        D.631  Soziale Sachleistungen                                                           162
        D.6311 Erstattungen der Sozialversicherung                                               78
        D.6312 Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung                                    65
        D.6313 Sachleistungen der Sozialhilfe                                                    19
        D.632  Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen  44
        B.7    Berichtigtes verfügbares   Einkommen                                             146
 ---pagebreak---     Tabelle A.5   Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
            II.4 Einkommensverwendungskonto
                  II. 4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
            Venwendung                                                                                                        Aufkommen
            P.3      Ausgaben für den letzten Verbrauch                                                                  362  B.6    Verfügbares Einkommen              352
            P.31     Ausgaben für den Individualverbrauch                                                                206
            P.32     Ausgaben für den Kollektiwerbrauch                                                                  156
            D.8      Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen   0_
                                                                                                                         __
            B.8       Ersparnis
                 11.4.2 Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens
            Verwendung                                                                                                        Aufkommen
            P.4     Tatsächlicher letzter Verbrauch                                                                      156  B.7    Berichtigtes verfügbares Einkommen
            P.42    Tatsächlicher KoHektiwerbrauch                                                                       156
 I          D.8     Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haashalte an Pensionskassen    0_
ut
—.           i.8      Ersparnis                                                                                          -10
rv)
 t
 ---pagebreak---     Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
             III. Vermögensbildungskonten
             III.I- Vermögensveränderungskonto
                     III. 1.1 Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
            Veränderung der Aktiva                                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
             B.10.1     Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und          Vermogensübertragungen          • 38 B.8n      Nettoersparnis                                                                -10
                                                                                                                               D.9     Empfangene Vermogensübertragungen
                                                                                                                               D.91    VermOgenswirksanie Steuern
                                                                                                                               D.92    Investirons Zuschüsse
                                                                                                                               D.99    Sonstige Vermogensübertragungen
                                                                                                                               D.9     Geleistete Vermogensübertragungen                                               • 34
                                                                                                                               D.91    Vermögenswirksame Steuern
                                                                                                                               D.92    Investitionszuschüsse                                                           • 27
                                                                                                                               D.99    Sonstige Vermogensübertragungen
                     III. 1.2 Konto flir den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
 I
             P.51       Bruttoanlageinvestitionen                                                                           37 B. 10.1 Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen • 38
un           P.511      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen                                                      23
Us!          P. 5111    Erwerb von neuen Sachanlagen                                                                        24
             P.5112     Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
             P.S 113    Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen
             P.512      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten                                             12
            JV2J2L Eiwerb von neuen immateriellen Werten                                                                    12
            ~P.S122~ Erweib von vortiandenen immateriellen Werten
             P.5123 Veräußerungen von vortiandenen immateriellen Werten                                                    -2
             P 513      Eihöhungdes Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
             P.5131     Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
             P 5132     Kosten der fj1>ertiagurjg_des Eigentums an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
             K.l_       Alisclireibungen                                                                                  •30
             P.52       Vorratsverandming
             P.53       Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenstânden
             K2         Erwerb ab _gjic.h V'eraiißeauifien von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
             K 21       Erwerb abzüglich Veräußerungen von Gmndstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
             K.22       Erwot abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
                        Finanzierungsüberschuß     (+)/-defizit (-)                                                       -50
 ---pagebreak---   Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
          III.2 Finanzierungskonto
          Veränderung der Aktiva                                                    Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
          F       Nettoerwerb von finanziellen Aktiva                          120          Nettoanstieg der Passiva                                                                  170
          F.l     Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                '  _0_
          F.2     Bargeld und Einlagen                                              F.2     Bargeld und Einlagen
          F.21    Bargeld                                                                   Bargeld
          F.22    Übertragbare Einlagen                                             F.22    Übertragbare Einlagen
          F.29    Sonstige Einlagen                                              1  F.29    Sonstige Einlagen
          F.3     Wertpapiere außer Aktien                                      26  F.3     Wertpapiere außer Aktien                                                                   64
          F.4     Kredite                                                       45  F.4     Kredite                                                                                    94
          F.41    Kurzfristige Kredite                                           1  F.41    Kurzfristige Kredite                                                                       32
          F.42  " Langfristige Kredite                                              F.42    Langfristige Kredite                                                                       62
          F.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                             36  F.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
                                                                                                                                                                                      _____
          F.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                         0  F.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
                                                                                                                                                                                      _____
          F.62    Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen                       F.61    Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die venicherungstechnischen Rückstellungen für
I                                                                                           Lebenversicherungen und von Pensionskassen
                                                                                                                                                                                      _____
                                                                                    F.612   Nettdansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
                                                                                            Pensionskassen
                                                                                                                                                                                        0
          F.7     Sonstige Forderungen
          F.71    Handelskredite und Anzahlungen                                 1  F.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                                7Ö~
          F.79    Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen        F.71    Handelskredite und Anzahlungen                                                              6
                                                                                    F.79    Sonstige Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen                            4
                                                                                    B.9     Finanzierungsüberschuß    (+)/-defizit (-)                                                -50
 ---pagebreak---   Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
           III.3 Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                  III. 3.1 Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
          Veränderung der Aktiva                                                                        Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
          AN         Nichtfinanzielle Aktiva                                                            AF       Passiva
          AN.l       Produzierte Aktiva                                                                 K.7      Katastrophenverluste
          K.4       Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva                                  K.8      Entschädii
                                                                                                                          ligungslose Beschlagnahme
          TT         Katastrophenverluste                                                               TW       Sonstige Veränderungen des Vol umens
                                                                                                                                                 unv  der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
          K.8        Entschädigungslose Beschlagnahme                                                   K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
          K.9        Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Atktiva a.n.g.           K.12.1   Änderung der Sektorzuordnung
          K. 12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart                                 K.12.2 Änderung der Vermögensart
          K.12.1     Ainderung der Sektorzuordnung                                                      K. 12.22 Auiderung der Vennögensart außer Monetisiening/Demonetiaierung von Gold
          K.12.2    Änderung der Vermögensart                                                           davon :
          K.12.21    Monetisierung/Demonetisierung von Oold                                             AF.2     Bargeld und Einlagen
          K.l 2.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Gold               AF.3     Wertpapiere außer Aktien
          davon :                                                                                       AF.4     Kredite
          AN.ll      Anlagevermögen                                                                     AF.S     Aktien und sonstige Beteiligungen
          AN.12      Vorrtte                                                                            AF.6     Veisicherungstechnische Rückstellungen
          AN. 13     Wertgegenstânde                                                                    AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
          AN.2       Nichtproduzierte Aktiva
          K.3        Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
          K.5        Naturliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen
I         K.6        Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
          K.61       Abbau von Naturvennögen
          K.62       Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
          K.7        Katastrophenverluste
l         K.8        Entschädigungslose Beschlagnahme
          K.9        Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen AJctiva a.n.g.
          K. 12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
          K.12.1     Änderung der Sektorzuordnung
          K. 12 2    Änderung der Vermögensart
          K. 12.22   Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold
          davon :
          AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva
          AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
          AF         Finanzielle Aktiva
           K.7       Katastrophenverluste
           K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme
           K.10      Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
           K. 12     Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
           K.12.1    Änderung der Sektorzuordnung
           K.12.2 Änderung der Vermögensart
           K.12.21 Monetisierung/Demonetisierung von Oold
           K.12.22 Änderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold
           davon:
           AF.l      Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AF.2      Bargeld und Einlagen
           AF.3      Wertpapiere außer Aktien
           AF.4      Kredite
           AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
           AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                                                        B. 10.2  Veränderung des Reinvermögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak---     Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
                     ///.3.2 Umbewertungskonto
             Veränderung der Aktiva                                                                                  Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
             K.l 1      Nominale Gewinne (+VVerlustc (-) aus dem Hallen von Aktiva.                                  K.l 1    Nominale Gewinne (-VVcrlustc (+) aus dem Hallen von Passiva:
            AN          Nichtfinanzielle AJctiva                                                                     AF       Passiva
            AN.l        Produzierte Aktiva                                                                     20    AF.2     Bargeld und Einlagen
            AN.l 1      Anlagevermögen                                                                         18    AF.3     Wertpapiere außer Aktien
            AN.12       Vorrate                                                                                      AF.4     Kredite
            AN. 13      Wertgegenstände                                                                          1   AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
            AiN.2      Nichtproduzierte AJctiva                                                                23    AF.6     Versicheningsteclinische Rückstellungen
            AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                      23    AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF         Finanzielle Aktiva
            AF.l       Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
            AF.2       Bargeld und Einlagen
            AF.3       Wertpapiere außer Aktien
            AF.4       Kredite
            AF.S       Aktien und sonstige Beteiligungen
            AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                                                                     B. 10.3 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
 I
                                                                                                                             Aktiva bzw. Passiva
Ut
  .
                    III.3.2.1 Konto filr die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                   Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            K.l 1.1    Neutrale Gewinne (+)/Verlu3te (-) aus dem Halten von Aktiva:                                  K.l 1.1 Neutrale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN         Nichtfinanzielle Aktiva
            AN.l       Produzierte Aktiva                                                                      20    AF.2    Bargeld und Einlagen
            AN 11      Anlagevermögen                                                                          18    AF.3    Wertpapiere außer Aktien
                                                                                                                     AF.4    Kredite
            AN. 1 3     Wertgegenstânde                                                                        _____ AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
            ALN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                                                 12    AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21      Materielle nichtproduzierte AJctiva                                                     12    AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.22      Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF         Finanzielle Aktiva
            AF.l       Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
            AF.2       Bargeld und Einlagen
            AF.3       Wertpapiere außer Aktien
            AF.4       Kredite
            AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
            AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                                                                     B.10.31 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von neutralen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von
                                                                                                                             Aktiva bzw. Passiva                                                                        26
 ---pagebreak--- Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
                III.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
        Veränderung der Aktiva                                                                            Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
        K.l 1,2   Reale Oewinne (+VVerluste (-) aus dem Halten von AJctiva:                               K.l 1.2  Reale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
        AN        Nichtfinanzielle Aktiva                                                              12 AF       Passiva
        AN.:      Produzierte Aktiva                                                                    0 AF.2     Bargeld und Einlagen
        AN.ll     Anlagevermögen                                                                        0 AF.3     Wertpapiere außer AJctien
        AN.12     Vorräte
        AN. 13    Wertgegenstânde                                                                       0 AF.5     Aktien und sonstige Beteiligtingen
        AN.2      Nichtproduzierte AJctiva                                                             12 AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                       -0
        AN.21     Materielle nichtproduzierte AJctiva                                                  12          Sonstige Verbindlichkeiten                                                                   -0
        AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                  Finanzielle AJctiva                                                                  -6
        AF 1      Währungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)                                          -0
        AF2       Bargeld und Einlagen
        Ar 3      Weitpapiere außer Aktien
                  Kredite
        AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
        AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
        AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                                                          B. 10 32 Veränderung des Reinvermögens      aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von
                                                                                                                   Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---    Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
            IV Vermögensbilanzen
            IV. 1 VermögenseröfThungsbilanz
            Aktiva                                                              Passiva und Reinvermögen
            AN        Nichtfinanzielle Aktiva                                   AF        Passiva
            AN.l      Produzierte Aktiva                                        AF.2      Bargeld und Einlagen                                                102
            AN. 11    Anlagevermögen                                            AF.3      Wertpapiere außer Aktien                                            212
            AN.12     Vorräte                                            47     AF.4      Kredite                                                             328
            AN.l 3    Wertgegenstände                                    41     AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
            AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                           590     AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen                                19
            AN.21     Materielle nichtproduzierte AJctiva                       AI-'.7    Sonstige Verbindlichkeiten                                           22
            AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
           AF         Finanzielle AJctiva                               396
           AFI        Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AF.2       Bargeld und Einlagen                              150
           AF. 3      Wertpapiere außer Aktien
           AF.4       Kredite
           AF.5       Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF 6       Versicherungstechnische Rückstellungen
           AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                               B 90        Reinvermögen                                                     1 300
           IV.2 Konto für die Veränderung der Vermögensbestände
           Aktiva                                                              Passiva und Reinvermögen
ut
                   Veränderung der Aktiva insgesamt                                    Veränderung der Passiva insgesamt
00
                     Nichtfinanzielle AJctiva                            56                                                                                   176
           AN.l      Produzierte Aktiva                                _____   AF.2      Bargeld und Einlagen
           AN.:      Anlagevermögen                                      20    AF.3      Wertpapiere außer Aktien
           AN.12     Vortäte                                           _____   AF.4      Kredite                                                                93
           AN. 13    Wertgegenstände                                   ______  AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
           AK. 2     Nichtproduzierte AJctiva                          _____   AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
           AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                _____   AF.7      Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                 0
           AF        Finanzielle Aktiva                                123
           AF.l      Wahrungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AF.2      Bargeld und Einlagen                                 7_
           AF.3      Wertpapiere außer Aktien                         _____
           AF.4      Kredite                                            45
           AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen                  34
           AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen               0_
           AF.7      Sonstige Forderungen                                 6
                                                                              irnr       Veränderung des Reinvermögens
                                                                                        aulgruno von :
                                                                                                                            insgesamt"
                                                                               B.10.1   Ersparnis und      Vermögensübertragungen                            •38
                                                                              B.10.2    Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva                      _____
                                                                              B. 10.3   Nominalen GewinnenA/erlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva    38
                                                                               B.10.31  Neutralen Oewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva    26
                                                                              B. 10.32 Realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva        12
 ---pagebreak---    Tabelle A.5 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Staat (Forts.)
           IV.3 Vermögensschlußbilanz
           Aktiva                                                           Passiva und Reinvermögen
           AN     Nichtfinanzielle Aktiva                             1 647 AF       Passiva                                 863
                  Produzierte AJctiva                                   026 AF.2     Bargeld und Einlagen
           AN 11  Anlagevermögen                                       933  AF 3     Wertpapiere außer Aktien                283
           AN.12  Vorräte                                                            Kredite
           AN. 13 Wertgegenstünde                                       45  AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
           AN.2   Nichtproduzierte AJctiva                             620  AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
           AN.21  Materielle nichtproduzierte AJctiva                       AF',7    Sonstige Verbindlichkeiten               32
           AN 22  Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
           AF     F'inanzielle Aktiva                                  519
           AF.l   WäJirungsgold und Sonderziehungsrechte (SZR)
           AF 2   Bargeld und Einlagen                                 157
           AF 3   Wertpapiere außer Aktien
                  Kredite
           AF 5   Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
           AF.7   Sonstige Forderungen                                  25
                                                                            B 90       Reinvermögen                         1 302
Ut
sO
 ---pagebreak---  ---pagebreak---     Tabelle A.6 Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Private Haushalte (Forts.)
                  II. 1.2       Primâreinkornmcnsallokationskonto
            Verwendung
            D4        Einkommen aus Vermögen                                              Iletriebsüherschuß                                                60
            D.41     Zinsen                                                               Gemischter F.inkn                                                412
            D.43      Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
                                                                                          Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                                                                                                                                          ___?_
                                                                                          Löhne und Gehälter
                                                                                                                                                          _____
                                                                                   D 12   Sorialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                                                                                                           193
                                                                                   D.121  Tatsächliche Sonalbeiträge der Arbeitgelier                      174
                                                                                   1)122  Unterstellte Sozialheiträge der Arbeitpel>er                      19
                                                                                          Einkommen aus Vermögen                                           134
                                                                                          Zinsen                                                            33
                                                                                   D.42   Verteilte/Einkommen von Kapitalgesellschaften                     57
                                                                                   D.421  Dividenden                                                        13
                                                                                   D.422  Entnommene Oewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                          Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                   D.44   Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                   D 45   Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
                     Saldo der Prtmäreinkommen
r\J               II. 1.2.1 Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit
            Verwendung                                                             Aufkommen
            D.4      Einkommen aus Vermögen                                               Betriebsuberschuß
                                                                                          Oemlschtes Rlnkomn
            D.45     Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschützen
                                                                                          Einkommen aus Vermögen
                                                                                   D.41   Zinsen
                                                                                   D.42   Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
                                                                                   D.421  Dividenden
                                                                                   D.422  Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                   D.44   Auf die Versichcningsnchmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
            B.4      Einkommen aus Unternehmertätigkeit
 ---pagebreak---     Tabelle A.6     Vollständige Kontenfolge für den Sektor Private Haushalte (Forts.)
                   II. 1.2.2 Konto für die Allokation des sonstigen Primareinkommens
            Verwendung                                                                          Aufkommen
            D.4       Einkommen aus Vermögen                                                 37 B.4     Einkommen aus Unternehmertätigkeit
            D 45      Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen            20 D.l     Einkommen aus unselbständiger Arbeit                                   766
                                                                                                Dil     Löhne und Gehälter                                                     373
                                                                                                D. 12   Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                         193
                                                                                                D. 121  Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber                            174
                                                                                                D. 122  Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber                              19
                                                                                                D.4     Einkommen aus Vermögen                                                 129
                                                                                                                                                                                33
                                                                                                D 42    Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                           52
                                                                                                D.421   Dividenden
                                                                                                D.422   Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                                        Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                                D.44    Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                                D.45    Pachten und Entschädigungen Tür den Abbau von Bodenschätzen
                     Saldo der PrlmAreJrtkommen
            II.2 Sekundares Einkommensverteilungskonto
            Verwendung                                                                          Aufkommen
r\j         D.5      Laufende Steuern auf Hinkommen, Vermögen usw.                          178         Saldo der PrimArelnkommert
INJ         D.51     Einkommensteuern                                                       176
            D.59     Sonstige laufende Steuern                                                2 D.61    Sozialbeiträge
                                                                                                D.611   Tatsächliche Sozialbeiträge
            D61      Sorialbeiträge                                                         322 D.6111  Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D611     Tatsächliche Sozialbeiträge                                            303 D.61111 Tatsächliche Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitgeber
            D 6111   Tatsächliche So?;fl!rw,;rflge der Arbeitgeber                          174 D.61112 Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D.61111  Tatsächliche Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitgeber                     160 D.6112  Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
            D 61112  Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitgeber                 14 D.61121 Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitnehmer
            D.6112   Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge                     97 D.61122 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer
            D.61121  Pflichtsozialbeiträge de. Arbeitnehmer                                  85
            D.61122  Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnehmer                             12 D.62    Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                      332
            D.6113   Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                   32 D.621   Geldleistungen der Sozialversicherung                                  232
            D.61131  Pflichtsozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                            22 D.622   Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Sozialleistungen  29
            D.61132  Freiwillige Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                       10 D 623   Nach dem Umlagererfahren finanzierte Sozialleistungen für Arbeitnehmer  19
            D.612    Unterstellte Sozialbeiträge                                             19 D.624   Geldleistungen der Sozialhilfe                                          52
            D.62     Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen                          D.7     Sonstige laufende Übertragungen
            D.622    Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Soziallcistungcn     D.72    Nichtlebensversicherungsleistungen
                                                                                                D.73    Laufende Übertragungen a n g
            D.7      Sonstige laufende Übertragungen
            D.71     Nichtlebensversicherungs-Nettoprämien
            D.75     Laufende Übertragungen »•"•K-
                      Verfügbares Einkommen
 ---pagebreak---     Tabelle A.6     Vollständige Kontenfolge für den Sektor Private Haushalte (Forts,)
             II 3 NaluraleirtkornmensumverteiIung.skonto
             Verwendung                                                                         Aufkommen
                                                                                                 B.6     Verfügbares Einkommen
                                                                                                 D.63    Soziale Sachübertragungen
                                                                                                 D.631   Soziale Sachleistungen
                                                                                                 D.6311  Erstattungen der Sozialversicherung
                                                                                                 D.6312  Sonstige Sachleistungen der Sozialversicherung
                                                                                                 D. 6313 Sachleistungen der Sozialliilfe
                                                                                                 D.632   Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleistungen                       57
                     Berichtigtes verfügbares Einkommen                                    1364
             II.4 Einkommensverwendungskonto
                   11.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
             Verwendung
            _P_      Ausgaben für den letzten Verbrauch                                                  Verfügbares Einkommen                                                                                1145
             P.31    Ausgaben für den Individualverbrauch
                                                                                                 D8      Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprilche der privaten Haushalte an Pensionskassen
                     Ersparnis
<Jt
fVJ
                   11.4.2 Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens
             Verwendung                                           ^                              Aufkommen
             P4      Tatsächlicher letzter Verbrauch                                       1213  B.7     Berichtigtes verfügbares Einkommen
            _P 41    Tatsächlicher Individualverbrauch
                                                                                                J3J5     Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoanspniche der privaten Haushalte an Pensionskassen
             Il S    Ersparnis
 ---pagebreak---     Tabelle A.6      Vollständige Kontenfolge fur den Sektor Private Haushalte (Forts.)
             III. Vermögensbildungskonten
            III. 1 Vermögensveränderungskonto
                    ///. /. / Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
            Veränderung der Aktiva                                                                                           Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            B 10 1     Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen                   178 B 8n    Nettoersparnis                                                                  160
                                                                                                                             D.9     Empfangene Vermogensübertragungen
                                                                                                                             D.92    Investitionszuschüsse
                                                                                                                             D.99    Sonstige Vermögensübertragungen
                                                                                                                             D9      Geleistete Vermögensübertragungen
                                                                                                                             D.91    Vermögens wirksame Steuern
                                                                                                                             D.99    Sonstige Vermögensübertragungen
                       ///. 1 2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                           Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            P.31       Bruttoanlageinvestitionen                                                                             13.10.1 Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermogensübertragungen
            P.311      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen
            P.3111     Erwerb von neuen Sachanlagen
v_n         P. 3112    Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
r\>         P. 3113    Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen
            P.512      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
            P. 5121    Erwerb von neuen immateriellen Werten
            P.5122     Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
            P.3123    Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
            P.313     Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
            P.5131     Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
            P 5132     Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten nichtfinanzicDen Aktiva
            K.1       Abschreibungen
            P.52      VorTatsvertnderung
            P.53      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen
            K.2       Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
            K.21      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
            K.22      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
            B.9       Finanzierungsüberschuß (+)/-defizlt (-)
 ---pagebreak---     Tabelle A.6 Vollständige Kontcnfolge fur den Sektor Private Haushalte (Forts.)
             III.2 Finanzierungskonto
            Veränderung der Aktiva                                                                        Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
           __F       Nettoerwerb von finanziellen Aktiva                                                          Nettoanstieg der Passiva
            F.2      Bargeld und Einlagen                                                                 F.2     Bargeld und Einlagen
            F.21     Bargeld                                                                              F.22    Übertragbare Einlagen
            F.22     Übertragbare Einlagen                                                                F.29    Sonstige Einlagen
            F.29     Sonstige Einlagen
                                                                                                                  Wertpapiere außer Aktien
            F.3      Wertpapiere außer Aktien
                                                                                                          F.4     Kredite
                                                                                                          F.41    Kurzfristige Kredite
            F.41     Kurzfristige Kredite                                                                 F.42    Langfristige Kredite
            F.42    Langfristige Kredite
                                                                                                          F.7     Sonstige Verbindlichkeiten
                    Aktien und sonstige Beteiligungen                                                     F.71    Handelskredite und Anzahlungen
                                                                                                          F.79    Sonstige Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen
            F.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            F.61    Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen
                    für Lebensversicheningen und von Pensionskassen
            F.611   Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen
                    für Lebensversicherungen
            F 612   Nettoansprüche der pnvaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen
1V1                 von Pensionskassen
rv)         F.62    Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen
Vi
            F.7     Sonstige Fordeningen
            F.71    Handelskredite und Anzahlungen
            F.79    Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                                                 Finanzlerungsüberschuß (+)/-defiiit (-)
 ---pagebreak---     Tabelle A.6 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Private Haushalte (Forts.)
             III.3 Konto filr die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                    III.3.1 Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
            Veränderung clor A kTva                                                                         Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            AN_        Nichtfinanzielle AJ^iva
            AN.        Produzierte Aktiva                                                                   K.7      Katastrophenverluste
            K_4_      Wirtschaftliches Entstehen von produzieren Aktiva                                     K.8      Entschädigungslose Beschlagnahme
            K.7       Katastrophenverluste                                                                  K. 10    Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
            K_8        Enischädigungslose Beschlagnahme                                                     K. 12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
            K9        Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanzifil<,n Aktiva a n g.              K. 12.1  Änderung der Sektorzuordnung
            K12       Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart ^ _ _                           JL K.12.2   Änderung der Vermögensart
            K.12.1    Änderung der Sektorzuordnung                                                        0 K. 12.22  A nderung der Vermögensart außer Monetisierung/Demonetisierung von Oold
            K.12.2    Änderung der VeiTT.iWeiisait                                                          davon :
            K.12 21 Monetisierung/Demonetisierung von Gold                                                  AF.2     Bargeld und Einlagen
            K.. 12.22 Änderung der VermAgensart außer Moncüswenmg'Demonetisierung von G                     AF.3     Wertpapiere außer Aktien
                                                                                                            AF.4     Kredite
                                                                                                            AF 7     Sonstige Verbindlichkeiten
            AN. 13    Wertgegenstânde
            AN 2      Nichtproduzierte Aktiva
            K3        Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten Aktiva
            K.5       Namrliches Wachstum von liichtkultivierten biologischen Ressourcen
           ______     Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduaerten Aktiva
            K61       Abbau von Narurvermogen
            K62       Sonstiges wiftscliafuiche» Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
v_n        J__        Katastrophenverluste
rv>                   Entschädigenigs|.>se l)eschlagnahrne
            K.8
O
                      Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aklr
                      Änderung der Sei torZuordnung oder der Vermögensart
                      Änderung der Sektorzuordnung
                      Änderung der Vermögensart
            K.12 22 Änderung der Vermögensart außer Mrinerisierung/Üemonetisiening von Pol I
            davon :
            AN.21     Materielle nkhfproduzierte AJctiva
            AN.22     Immaterielle, nichtproduzierte Aktiva
                      Finanzielle Aktiva
            K.7       Katastrophen veriuste
            K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme
            K.10      Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a n.g.
            K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
            K. 12.1   Änderung der Sektorzuordnung
            K. 12.2   Änderung der Vermögensart
            K. 12.22  Änderung der Vermögensart außer Monetisiening/Demonetisierung von Gold
            davon :
            AF.2      Bargeld und Einlagen
            AF.3      Wertpapiere außer Aktien
            AF.5      Aktien und sonstige Beteiligungen
            AF.6      Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                                                            B. 10.2  Veränderung des Reinvermogens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak---     Tabelle A.6 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Private Haushalte (Forts.)
                   111.3.2 Umbewertungskonto
            Veränderung der Aktiva                                                 Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            K. 11    Nominale Gewinne (+yVerlustc (-) aus dem Halten von AJctiva:  K. 11   Nominale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
                     Nichtfinanzielle Aktiva                                               Passiva
            AN. 1    Produzierte Aktiva                                            AF.2    Bargeld und Einlagen
            AN. 11   Anlage vermögen                                               AF.3    Wertpapiere außer Aktien
            AN.12    Vorräte                                                       AF.4    Kredite
            AN. 13   Wertgegenstande                                               AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.2     Nichtproduzierte Aktiva
            AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva
            AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                     Finanzielle Aktiva
            AF.2     Bargeld und Einlagen
            AF.3     Wertpapiere außer Aktien
            AF.4     Kredite
            AF.3     AJctien und sonstige Beteiligungen
            AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7     Sonstige Forderungen
                                                                                           Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen GewinnenA'erluslen aus dem H'-'l'en •
                                                                                           Aktiva bzw. Passiva
r\J
-NJ
 ---pagebreak---    Tabelle A.6       Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Private Haushalte (Forts.)
                    III.3.2.1 Konto fîlr die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
           Veränderung der Aktiva                                                                                      Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            K.ll.l     Neutrale Gewinne (^VVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                     K.ll.l   Neutrale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
           AN          Nichtfinanzielle Aktiva                                                                         AF      Passiva
           AN.l        Produzierte AJctiva                                                                             AF.2     Bargeld und Einlagen
           AN. 11     Anlagevermögen                                                                                   AF.3    Wertpapiere außer Aktien
           AN.12       Vorräte                                                                                         AF.4    Kredite
           AN. 13      Wertgegenstânde                                                                                 AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
           AN.2       Nichtproduzierte Aktiva                                                                          AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.21      Materielle nichtproduzierte Aktiva
           AN.22      Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
                      Finanzielle AJctiva
           AF.2       Bargeld und Einlagen
           AF 3       Wertpapiere außer AJctien
           AF.4       Kredite
           AF.3       Aktien und sonstige Beteiligungen
           AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen
           AF.7       Sonstige Forderungen
                                                                                                                       B.10.31 Veränderung des Reinvermogens aufgrund von neutralen Gewinnen'Verlusten aus dem Halle
Ut                                                                                                                             Aktiva bzw. Passiva
no
CO
                   III.3.2.2 Konto für die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
           Veränderung der Aktiva                                                                                      Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
           K.11.2     Reale Gewinne (»/Verluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                         K.l 1.2 Reale Gewinne (-VVerluste (•*•) aus dem Halten von Passiva:
                      Nichtfinanzielle Aktivs
           AN. 1      Produzierte AJctiva                                                                              AF.2    Bargeld und Einlagen                                                                  _-0_
           AN. 11     Anlagevermögen                                                                                   AF.3    Wertpapiere außer Aktien                                                                0
           AN.12      Vorräte                                                                                                                                                                                         -3
           AN. 13     Wertgegenstände                                                                               1  AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
           AN.2       Nichtproduzierte Aktiva
           AN.21      Materielle nichtproduzierte AJctiva
           AN.22      Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
                      Finanzielle Aktiva                                                                       -20
          AF.2        Bargeld und Einlagen                                                                     - 17
          AF.3        Wertpapiere außer Aktien                                                                      2
          AF.4        Kredite                                                                                    -0
          AF.5        Aktien und sonstige Beteiligungen                                                        _______
       *   AF.6       Versicherungstechnische Rückstellungen                                                     -6
          AF.7        Sonstige Forderungen                                                                       - 1
                                                                                                                       B 10.32 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten i
                                                                                                                               Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---     Tabelle A.6 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Privait- I i;.usli;tlt<- (lotis.)
              IV Vennogensbilanzen
             IV. I Verrnogenseroflhungsbilanz
                                                                                                   Passiva u n d R e i n v e r m ö g e n
                        Nichtfinanzielle Aktiva                                            2 «22   AF              Passiva                                                                          289
            A r . .1    Pioduzierte Aktiva
                                                                                           16VK    AF.2            Bargeld und Einlagen                                                              10
            A ._J_ 1 l    A nldgevtnnogfn                                                  I 42 »  AF.3            Wenpapieie aufier Aktien                                                            2_
            AiMJ 2      Vorräte                                                                9)  AF.4            Kredite                                                                          169
            AN 11       Weitgegenstände                                                      178   AF.7            Sonstige Verbindlichkeilen                                                       108
            AN..'       Niditpioduzieite AktivH                                            1 124
            AÎJ 21      Materielle nichtpioduzierte Aktiva                                JJ11
              VN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva                                    u_
                        Finanzielle Aktiva                                                J_81'_
            AF.2        Baigeld und Einlagen                                               _XtO
            AF.3        Wertpakete außer Aktien                                            _i_2«
           _AF 4_       Kredite                                                           _ _-4
            A F 5 __     Aktien und sonstige Beteiligungen                                   -_1_
             •Vi 6      Versicherungstechnische Rückstellungen
            A F_7       Sonstige Forderungen
Ut
l\J         l\'.2 Konto fHr die Veränderung der Vemiögensbesläik
•O
                                                                                                   P a s s i v a und R e i n v e r m ô g e n
                     Vei_a n d f run j der Aktiva ins gesa mt                                                  V e r ä n d e r u n g der Passiva i n s g e s a m t
                        Nichtfinanzielle Akt
            AN.l        Pioduzierte Aktiva                                                         AI .'           Bargeld und FinU-e
            AN \l       Anlagevei-mögen                                                            AI 1           Wertpapiere außei Aktien
            AJ___2__    Voiräte                                                                    AF4             Kredite
                        w
            A N. H        ert£^rmtäj__d__                                                                          Sonstige Verbindlichkeiten
            AM 2        Nir.htprrsluzierte Aktiwi
            AM_ 1       Mntei-i.-llej_iiclitj_Kvlii__iei le _AVtiva
            AM ?£_      Iniitiaterielle nichtprodii/ierle^Aktiva
            '"' L       l'manziHleAkfcva
            Ai _        Bargeld und _Einlragen
            AI- 1       Wertpapiere aufVei Aktien
           _A F _4      Kredite
            AI .i       Aknen und sonstige Beteiligungen
            A 1.6        Versichei-ungstecluusche RCickslellimge
            Ayj         Sonstige Forderungen
                                                                                                   11.10           Veränderung        des Reinvermögens         Insgesan
                                                                                                               aufgrund von :
                                                                                                   0 10.1         Ersparnis und             Vermogensübertragungen                                 178
                                                                                                   B 10.2         Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva                                    2_
                                                                                                   B. 10.3        Nominalen GewinnenA/erlusten              aus dem Halten von.Aktiva bzw. Passiva  96
                                                                                                   B 10 31         Neutralen Gewinnen/Verlusten aus d e m Halten von Aktiva bzw. Passiva            87
                                                                                                   B 10.32         Realen Gewinnen/Verlusten aus d e m Halten von Aktiva bzw Passiva                 9
 ---pagebreak---  ---pagebreak---     Tabelle A.7    Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Organisationen ohne l . n \ e r b s c h a r a l . t e r im Dienst von privaten Haushalten
            .' Produktionskonto
            Verwendung                                                                                      Aufkommen
            P2      Voileishingen                                                                           PI      Output
                                                                                                            PH      Markthestimmter Output
                                                                                                            P. 12   Output Für die eigene letzte Verwendung
                                                                                                            P 13    Sonstiger nichtmarktbestimmter Output
            B Ig    Bruttowertschöpfung
            K.l     Abschreibungen
            Bin     Nettowertschöpfung
            II Einkommensverteilungskonten und Einkommensverwendungskonto
            II. 1 Primäres Einkommensverteilungskonto
                    II. 1.1 E'nkommensentstehungskonto
            Verwendung                                                                                      Aufkommen
            D. 1    Einkommen aus unselbständiger Arbeit                                                    B. In   NettiTwertschöpfung
            D. 11   [.ohne und Gehälter
            D 12    Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D 121   Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D. 122  Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
U1
Lr4         D 29    Sonstige iProduktionssteuem
            D.39    Sonstige Produktionssubventionen
            B.2     Betriebsüberschuß
 ---pagebreak---    Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Organisationen ohne Envcrbscharaktcr im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
                 11.1.2 Primäreinkommensallokationskonto
           Verwendung                                                                   Aufkommen
           D.4     Einkommen aus Vermögen
                                                                                       _________________
           D.41    Zinsen
           D.42    Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften                    0   D.4   Einkommen aus Vermögen
           D.422   Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften                   D 41  Zinsen
           D.43    Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen          D.42  Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
           D.44    Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen      D 421 Dividenden
           D.45    Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen          D.422 Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                        D.43  Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                        D 44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                        D.45  Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen
                   Saldo der Primäreinkommen
                 II. 1.2.1 Konto für das Einkommen aus Unternehmertätigkeit
           Verwendung                                                                   Aufkommen
           D.4     Einkommen aus Vermögen                                               B.2    Betriebsüberschuß
           D41     Zinsen
           D 45    Pachten und Entschädigungen fur den Abbau von Bodenschätzen          D.4   Einkommen aus Vermögen
                                                                                        D.41  Zinsen
                                                                                        D.42  Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
Ul                                                                                      D.421 Dividenden
                                                                                        D.422 Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
           B.4     Einkommen aus Unternehmertätigkeit
                 II. 1.2.2 Konto für die Allokation des sonstigen Primäreinkommens
           Verwendung                                                                   Aufkommen
           D.4     Einkommen aus Vermögen                                               B4    Einkommen aus Unternehmertätigkeit
           D.41    Zinsen
           D 45    Pachten und Entschädigungen für den Abbau von Bodenschätzen          D.4   Einkommen aus Vermögen
                                                                                        D.41  Zinsen
                                                                                        D.42  Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
                                                                                        D.421 Dividenden
                                                                                        D.422 Entnommene Gewinne aus Quasi-Kapitalgesellschaften
                                                                                        D.43  Reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen
                                                                                        D.44  Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus Vermögen
                                                                                        D.45  Pachten und Entschädigungen fur den Abbau von Bodenschätzen
                   Saldo der Primärelnko
 ---pagebreak---     Tabelle A.7     Vollständige Kontcnfolge für den Sektor Organisationen ohne E n v c r b s c h a r a k t c r im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
            II.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
            Verwendung                                                                                                         Aufkommen
            O5        rufende Steuern auf Einkommen, Vennögen usw.                                                                    Saldo der Primäreinkommen
            D.59     Sonstige laufende Steuern
                                                                                                                               D.61   Sozialbeiträge
                     Sozialleismngen außer sozialen Sachtibeitragungen                                                      1  D.6U   Tatsächliche Sozialbeiträge
            D.622    Nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanzierte private Soziallcistungen                                 0  D.6111 Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
            D 623    Nach dem Umlageverfahren finanzierte Sozjalleistungen für Arbeitnehmer                                    D.6111 Tatsächliche Pflichtsozialbeitrâge der Arbeitgeber
                                                                                                                               D 6112 Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
                     Sonstige laufende Übertragungen                                                                           D.6112 Pflichtsozialbeiträge der Arbeitnehmer
                     Nichtlebcnsversicherungs-Nettopräinien                                                                    D.6112 Freiwillige Sozialbeiträge der Arbeitnelimer
                     laufende Übertragungen a n g.                                                                             D 612  Unterstellte Sozialbeiträge
                                                                                                                               D.7    Sonstige laufende Übertragungen                     36
                                                                                                                               D.72   Nichtlebeasvenicherungsleistungen
                                                                                                                               D.75   Laufende Übertragungen t.ng.                        36
                     Verfügbares Einkommen
            11.3 Naturaleinkommensumverteilungskonto
            Verwendung                                                                                                         Aufkommen
            D 63     Soziale Sachübertragungen                                                                                 B6     Verfugbares Einkommen
            0.631    Soziale Sachleistungen
            D.63 13  Sachleistungen der Sozialhilfe
LNI
            D 632    Übertragungen von individuellen nichtmarktbestimmten Waren oder Dienstleisrungen
            B.7      Berichtigtes verfügbares Einkommen
            II.-4 Einkommensverwendungskonto
                   11.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
            Verwendung                                                                                                         Aufkommen
            P.3      Ausgaben für den letzten Verbrauch                                                                        B.6    Verfügbares Einkommen
            P 31     Ausgaben für den Individualverbrauch                                                                  13_
            D8       Benchtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen     0
            B8        Ersparnis
                    11.4.2 Konto für die Verwendung des berichtigten verfügbaren Einkommens
            Verwendung                                                                                                         Aufkommen
            M w
                     ikrichtigungsposten für die Verändening der Nettoanspnlche der privaten Flaushalte an Pensionskassen   0  B.7    Berichtigtes verfügbares Einkommen
                                                                                                                          IT
 ---pagebreak---     Tabelle A.7      Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
             III. Vermögensbildungskonten
             III. 1 Vermögensveränderungskonto
                         III.1.1 Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
             Veränderung der Aktiva                                                                                        Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
             B. 10.1  Veränderung   des Reinvermogens  aufgrund von Ersparnis  und       Vermögensübertragungen         21 B 8n         Nettoersparnis
                                                                                                                           D 9     Empfangene VermögensObertragungen
                                                                                                                           D.92    InvestitionszuschQsse
                                                                                                                           D.99    Sonstige VermögensObertragungen
                                                                                                                           D.9     Geleistete VermögensObertragungen
                                                                                                                           D.91    V e r m ö g e n s w i r k s a m e Steuern
                                                                                                                           D.99    Sonstige V e r m ö g e n s O b e r t r a g u n g e n
                        III. 1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
            Veränderung der Aktiva                                                                                         Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
            P.51      Bruttoanlageinvestitionen                                                                            B. 10.1 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
            P.511    Erwerb abzüglich Veräußerungen von Sachanlagen
v_n         P.5111   Erwerb von neuen Sachanlagen
OW          P.3112   Erwerb von vorhandenen Sachanlagen
            P.3113   Veräußerungen von vorhandenen Sachanlagen
            P.312    Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen Werten
            P. 5121  Erwerb von neuen immateriellen Werten
            P.5122   Erwerb von vorhandenen immateriellen Werten
            P. 5123  Veräußerungen von vorhandenen immateriellen Werten
            P.513    Erhöhung des Wertes von nichtproduzierten nichtfinanziellen AJctiva
            P.5131   Maßgebliche Verbesserungen an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
            P.5132   Kosten der Übertragung des Eigentums an nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
                     Abschreibungen
            P.52     Vorratsveränderung
            P.53     Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen
           K.2       Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten nichtfinanzieUen Aktiva
           K.21      Erwerb abzüglich Veräußerungen von Grundstücken und sonstigen materiellen nichtproduzierten Aktiva
           K.22      Erwerb abzüglich Veräußerungen von immateriellen nichtproduzierten Aktiva
           B9        Finanzierungsüberschuß (+)/-defizlt (-)
 ---pagebreak---     Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Organisationen ohne Envcrbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
            III.2 Finanzierungskonto
            Veränderung der Aktiva                                                       Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
                   Nertoerwerb von finanziellen Aktiva                                          Nettoanstieg der Passiva
            F.2    Bargeld und Einlagen                                                  F.2    Bargeld und Einlagen
                   Bargeld                                                               F.22   Obertragbare Einlagen
            F.22   Übertragbare Einlagen                                                 F.29   Sonstige Einlagen
            F.29   Sonstige Einlagen
                                                                                         F.3    Wertpapiere außer Aktien
            F3     Wertpapiere außer Aktien
                                                                                         F. 41  Kurzfristige Kredite
            F.41   Kurzfristige Kredite                                                  F.42   Langfristige Kredite
            F.42   Langfristige Kredite
                                                                                         F.5   Aktien und sonstige Beteiligungen
                   AJctien und sonstige Beteiligungen
                                                                                         F.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
                             ungsteclmische Rückstellungen                               F.61   NertoansprUche der privaten Haushalte auf die versicherungstechruschen Rückstellungen für
                                                                                                Lebensversicherungen und von Penxionskassen
            F 62   Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen                           F.612  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf die versicherungstechnischen Rückstellungen von
                                                                                                Pensionskassen
            F.7    Sonstige Forderungen                                              8   F.7    Sonstige Verbindlichkeiten
            F 71   Handelskredite und Anzahlungen                                        F.71   Handelskredite und Anzahlungen
            F 79   Sonstige Forderungen außer Handelskrediten und Anzahlungen        8   F.79   Sonstige Verbindlichkeiten außer Handelskrediten und Anzahlungen
                                                                                         B.9   Finanzierungsüberschuß (+)/-deflzlt (•)
v_n
t-N
Wt
 ---pagebreak---   Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
          III.3 Konto für die sonstigen Veränderungen der Aktiva
                  III. 3.1 Konto für die sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
          Veränderung der Aktiva                                                                       Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
          AN        Nichtfinanzielle Aktiva                                                            AF      Passiva
          AN. 1     Produzierte AJctiva                                                                K.7     Katastrophenverluste
          K.4       Wirtschaftliches Entstehen von produzierten Aktiva                                 K.8     Entschädigungslose Beschlagnahme
          K.7       Katastrophenverluste                                                               K.10    Sonstige Veränderungen des Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
          K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme                                                   K.12    Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
          K.9       Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen AJctiva a.n.g.           K. 12.1 Änderung der Sektorzuordnung
          K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart                                 K. 12.2 Änderung der Vermögensart
          K. 12.1   Änderung der Sektorzuordnung                                                       K. 12.2 Änderung der Vermögensart außer Monetisiening/Demonetisierung von Gold
          K. 12.2   Änderung der Vermögensart                                                          davon :
          K. 12.22 Änderung der Vermögensart aufler Monetisierung/Demonetisierung von Gold             AF.2    Bargeld und Einlagen
          davon :                                                                                      AF.3    Wertpapiere außer Aktien
          AN. 11    Anlagevermögen                                                                     AF.4    Kredite
          AN.12     Vorräte                                                                            AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
          AN. 13    Wertgegenstânde                                                                    AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
          AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                                            AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
          K.3       Wirtschaftliches Entstehen von nichtproduzierten AJctiva
          K.5       Natürliches Wachstum von nichtkultivierten biologischen Ressourcen
          K.6       Wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten Aktiva
O         K.61      Abbau von Naturvermögen
          K.62      Sonstiges wirtschaftliches Verschwinden von nichtproduzierten AJctiva
          K.7       Katastrophenveriuste
          K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme
          K.9       Sonstige Veränderungen des Volumens der nichtfinanziellen Aktiva a.n.g.
          K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
          K. 12.1   Änderung der Sektorzuordnung
          K. 12.2   Änderung der Vermögensart
          K. 12.22  Änderung der Vermögensart aufler Monetisierung/Demonetisierung von Gold
          davon:
          AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva
          AN.22     Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                    Finanzielle Aktiva
          K.7       Katastrophenverluste
          K.8       Entschädigungslose Beschlagnahme
          K. 10     Sonstige Veränderungen de« Volumens der finanziellen Aktiva und der Passiva a.n.g.
          K.12      Änderung der Sektorzuordnung oder der Vermögensart
          K. 12.1 Änderung der Sektorzuordnung
          K. 12.2 Änderung der Vermögensart
        *  K. 12.22 Änderung der Vermögensart aufler Monetisierung/Demonetisierung von Gold
          davon :
          AF.2      Bargeld und Einlagen
          AF.3      Wertpapiere außer Aktien
          AF4       Kredite
          AF.3      AJctien und sonstige Beteiligungen
          AF i      Versicherungtechnische Rückstellungen
           \F "     Sonstige Forderungen
                                                                                                       B. 10 2 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
 ---pagebreak---     Tabelle A.7 Vollständige Kontcnfolgc für den Sektor Organisationen ohne Erwcrbscharaktcr im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
                   7/7.5.2 Umbewertungskonto
            Veränderung der Aktiva                                                       Veränderung der Passiva und des Reinvermogens
            K. 11    Nominale Gewinne (+VVeriu3te (-) aus dem Halten von Aktiva:         K. 11   Nominale Gewinne (-yVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
            AN       Nichtfinanzielle Aktiva                                             AF      Passiva
            AN.l     Produzierte Aktiva                                                  AF.2    Bargeld und Einlagen
            AN. 11   Anlagevermögen                                                      AF.3    Wertpapiere außer Aktien
            AN.12    Vorrtte                                                             AF.4    Kredite
            AN. 13   Wertgegenstânde                                                     AF.3    Aktien und sonstige Beteiligungen
            AN.2     Nichtproduzierte Aktiv                                              AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
            AN.21    Materielle nichtproduzierte Aktiva                                  AF.7    Sonstige Verbindlichkeiten
            AN.22    Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
            AF       Finanzielle AJctiva
            AF.2     Bargeld und Einlagen
            AF.3     Wertpapiere außer AJctien
            AF.4     Kredite
            AF.3     AJctien und sonstige Beteiligungen
            AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
            AF.7     Sonstige Forderungen
                                                                                         B. 10.3 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Hallen von
                                                                                                 Aktiva bzw. Passiva
-vi
 ---pagebreak---      Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Organisationen ohne Erwerbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
                     III.3.2.1 Konto filr die neutralen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
             Veränderung der Aktiva                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
             K. 11.1   Neutrale Gewinne (t-yVerluste (-) aus dem Halten von AJctiva:                            K, 11.1 Neutrale Gewinne (-VVerluste (+) aus dem Halten von Passiva:
                       Nichtfinanzielle Aktiva
             AN. 1     Produzierte Aktiva                                                                       AF.2     Bargeld und Einlagen
             AN. 11    Anlagevermögen                                                                           AF.3     Wertpapiere außer Aktien
             AN.12     Vorräte                                                                                  AF.4     Kredite
             AN. 13    Wertgegenstânde                                                                          AF.5     AJctien und sonstige Beteiligungen
             AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                                                  AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen
             AN.21     Materielle nichtproduzierte AJctiva                                                      AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
             AN.22     Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
             AF        Finanzielle AJctiva
             AF.2      Bargeld und Einjagen
             AF.3      Wertpapiere außer AJctien
             AF.4      Kredite
             AF.5      AJctien und sonstige Beteiligungen
             AF.6      Veraicherungstechnische Rückstellungen
             AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                                                                B 10.31 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von neutralen GewinnenA/erlusten aus dem Hallen von
                                                                                                                        Aktiva bzw. Passiva
Lfvl
Co
                     III.3.2.2 Konto fUr die realen Gewinne/Verluste aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
             Veränderung der Aktiva                                                                             Veränderung der Passiva und des Reinvermögens
             K. 11.2   Reale Gewinne (t-yVerluste (-) aus dem Halten von Aktiva:                                K. 11.2 Reale Gewinne (-/Verluste (+) aus dem Halten von Passiva:
             AN        Nichtfinanzielle AJctiva                                                                                                                                                                     -2
             AN. 1     Produzierte AJctiva                                                                      AF.2     Bargeld und Einlagen                                                                       -1
             AN. 11    Anlagevermögen                                                                           AF.3     Wertpapiere außer AJctien                                                                    0
             AN.12     Vorräte                                                                                  AF.4 • Kredite                                                                                     _____
             AN. 13    Wertgegenstânde                                                                          AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                                         _____
             AN.2      Nichtproduzierte Aktiva                                                                  AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                                    _____
             AN.21     Materielle nichtproduzierte Aktiva                                                       AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                                                 -1
             AN.22     Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
                       Finanzielle AJctiva
             AF.2      Bargeld und Einlagen
             AF.3      Wertpapiere außer AJctien
             AF.4      Kredite
             AF.5      AJctien und sonstige Beteiligungen
             AF.6      Ver-icherungstechnische Rückstellungen
             AF.7      Sonstige Forderungen
                                                                                                                B. 10.32 Veränderung des Reinvermögens aufgrund von realen Gewinnen/Verlusten aus dem Hallen von
                                                                                                                        Aktiva bzw. Passiva
 ---pagebreak---      Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolge für den Sektor Organisationen ohne Erwcrbscharakter im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
               IV Vermögensbilanzen
               IV. 1 VermögenseröfTnungsbilanz
                                                                                          Passiva und Reinvermögen
                       Nichtfinanzielle Aktiva                                       324  AF       Passiva                                                             121
              AN. 1    Produzierte Aktiva                                            243  AF.2     Bargeld und Einlagen                                                 38
              AN. 11   Anlagevermögen                                                231  AF.3     Wertpapiere außer Aktien                                              0_
              AN.12    Vorräte                                                            AF.4     Kredite                                                            __i_
              AN. 13   Wertgegenstande                                                    AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen                                     o_
              AN 2     Nichtproduzierte Aktiva                                            AF.6     Versicherungstechnische Rückstellungen                                5_
              AN 21    Matenelle nichtproduzierte Aktiva                                  AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten                                           35
              AN.22    Immatenelle nichtproduzierte Aktiva
              AF       Finanzielle Aktiva                                            172
              AF.2    Bargeld und Einlagen                                          __10_
              AF 3    Wertpapiere außer Aktien                                        25
                      Kredite
              AF 5    Aktien und sonstige Beteiligungen
              AF.6    Versicherungstechnische Ruckstellmige
             j\F.7    Sonstige Kordcrungen
                                                                                                            nfigen
t_Al
O             IV.2 Konto für die Veränderung der Vermögensbestände
                                                                                          Passiva und Reinvermögen
                     Veränderung der Aktiva insgesamt                                            Veränderung der Passiva insgesamt
              AN      NichtfinanzieLle Aktiva
              AN. 1   Produzierte Aktiva                                                  AF',2    Bargeld und Einlagen
              AN. 11   Anlagevermögen                                                     AF.3     Wertpapiere außer Aktien
              AN.12    Vorräte                                                            AF.4     Kredite
              AN. 13   Wertgegenstânde                                                    AF.5     Aktien und sonstige Beteiligungen
              AN.2    Nichtproduzierte Aktiva                                             AF.6     Veisichenmgstechiiische Rückstellungen
              AN.21   Materielle nichtproduzierte Aktiva                                  AF.7     Sonstige Verbindlichkeiten
              AN.22   Immaterielle nichtproduzierte AJctiva
                      Finanzielle Aktiva
              AF.2    Bargeld und Einlagen
              AF.3    Wertpapiere außer Aktien
              AF.4    Kredite
              AF.5    Aktien und sonstige Beteiligungen
              AF.6    Versicherungstechnische Rückstellungen
              AF.7    Sonstige Forderungen
                                                                                          B. 10    Veränderung des Reinvermögens Insgesamt
                                                                                                 aufgrund von
                                                                                          B. 10.1 Ersparnis und Vermögensübertragungen
                                                                                          B. 10 2 Sonstigen Veränderungen des Volumens der Aktiva
                                                                                          B. 10.3 Nominalen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiva
                                                                                          B. 10.31 Neutralen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw Passiva
                                                                                          B 10.32 Realen Gewinnen/Verlusten aus dem Halten von Aktiva bzw. Passiv«
 ---pagebreak---    Tabelle A.7 Vollständige Kontenfolgc für den Sektor Organisationen ohne Erwerbscharaktcr im Dienst von privaten Haushalten (Forts.)
           IV.3 Vermögensschlußbilanz
                                                                                        Passiva und Reinvermögen
                  Nichtfinanzielle Aktiva                                               AF     Passiva
           AN.l   Produzierte Aktiva                                              264   AF.2   Bargeld und Einlagen
           AN 11  Anlagevermögen                                                  252   AF.3   Wertpapiere außer Aktien
           AN.12  Vorräte                                                               AF.4   Kredite
           AN. 13 Wertgegenstânde                                                       AF.5   Aktien und sonstige Beteiligungen
           AN.2   Nichtproduzierte AJctiva                                         85   AF.6   Versicherungstechnische Rückstellungen
           AN.2 1 Materielle nichtproduzierte Aktiva                                    AF.7   Sonstige Verbindlichkeiten
           AN 22  Immaterielle nichtproduzierte Aktiva
                  Finanzielle Aktiva
                  Bargeld und Einlagen
           AF.3   Wertpapiere außer Aktien
           AF.4   Kredite
           AF.5   Aktien und sonstige Beteiligungen
           Al\6   Versicherungstechnische Rückstellungen
                  Sonstige Forderungen
                                                                                               Reinvermögen
o
 I
 ---pagebreak---           eurostat
LIEFERPROGRAMM DER DATEN DER
    VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN
      GESAMTRECHNUNGEN
          NOVEMBER 1994
                  £HI
 ---pagebreak---                              Übersicht über die im Rahmen von Artikel 3 der Regulierung 'ESVG 95'
                                                        zu übermittelnden Daten
                                                                                                                            17.11.94
               Datum               Zeit-    Lieferung   Gegenstand der Tabellen                                               Tab.
             der Erst-          abstand          für                                                                           Nr.
             lieferung         t+Monate        Jahre
            a     (1998)            4          95-97    Hauptaggregate, jährlich*)                                              1
            a     (1998)            4          95-97    Hauptaggregate, vierteljährlich*)                                       1
            a     (1998)            8          95-97    Hauptaggregate für den Staat                                            2
          a+1      (1999)           9          95-98    Tabellen für Wirtschaftsbereiche*)**)                                   3
J
          a+1      (1999)           9          95-98    Export und Import nach Regionen                                         4
          a+1      (1999)           9          95-98    Privater Konsum nach Verwendungszwecken                                 5
          a+1      (1999)           12         95-98    Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten***)                             6
          a+1      (1999)           9          95-98    Finanzierungskonten                                                     8
          a+1      (1999)           9          95-98    Finanzielle Vermögensbilanzen                                           9
          a+1      (1999)           12         95-98    Steuereinnahmen nach Arten                                              11
          a+1      (1999)           24         95-97    Regionaltabelle nach Wirtschaftsbereichen, NUTS II, A17                22
          a+2      (2000)           24         95-98    Detaillierte nichtfinanzielle Konten***)                                7
          a+2      (2000)           12         95-99    Ausgaben des Staates nach Funktionen                                    10
          a+2      (2000)           24         95-98    Kreuztabelle des Produktionskontos nach Wirtschaftsbereichen .          12
                                                        und Sektoren, A17 x 4 Sektoren (S11, S12, S13, S14+S15)
          a+2       (2000)          24         95-98    Kreuztabelle der Anlageinvestitionen nach Wirtschaftsbereichen          13
                                                        und Anlagearten, A31 x Pi3
          a+2       (2000)          12         95-99    Zusammengefaßte Aufkommenstabelle zu Herstellungspreisen mit            15
                                                        Überleitung in Anschaffungspreise, A17 x P60
          a+2       (2000)          12         95-99    Zusammengefaßte Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen,              17
                                                        A17xP60
          a+2       (2000)          24         95-98    Regionaltabelle nach Wirtschaftsbereichen, NUTS III, A3                 23
          a+2       (2000)          24         95-98    Haushaltskonten auf Regionalebene                                       24
          a+3       (2001)          36         95-98    Detaillierte Aufkommenstabelle zu Herstellungspreisen mit               16
                                                        Überleitung in Anschaffungspreise, A60 x P60
          a+3       (2001)          36         95-98    Detaillierte Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen, A60 x P60       13
          a+3       (2001)          36         95-98    Symmetrische Input-Output-Tabelle zu Herstellungspreisen, P60 x P60     19
          a+3       (2001)          36         95-98    Symmetrische Input-Output-Tabelle der Inlandsproduktion. P60 x P60      20
          a+3       (2001)          36         95-98    Importmatrix zu cif-Preisen, P60 x P60                                  21
          a+4       (2002)          24         95-00    Kreuztabelle des Kapitalstocks nach Wirtschaftsbereichen und            14
                                                        Anlagearten, A31 x Pi3
          a+4        (2002)         36            95    Kreuztabelle des Produktionskontos nach Wirtschaftsbereichen            25
                                             (00 in 03) und Sektoren, A60 x 5 sectors (S11, S12, S13, S14, S15), 5 jährl.
          a+4        (2002)         36     siehe 25     Investorenkreuztabelle, A31 x P60, 5 jährl.                             26
            siehe Tab.          siehe Tab.   siehe Tab.  Rückrechnungen                                                         27
           a+5       (2003)        4 /9         95-02    Erwerb abzüglich Veräußerung von Wertgegenständen                     1 /3
           a+5       (2003) '        9          95-02    Arbeitsstunden nach Wirtschaftsbereichen                                3
           a+5       (2003)       12/24       95-02/01   Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern                      6/7
           a+5       (2003)       12/24      95-02/01    Haushalte nach Haushaltsgruppen                                       6/7
  a= Jahr, in welchem erstmals Tabellen übermittelt werden sollen.
  t = Jahr, auf das sich die zu übermittelnden Daten beziehen.
   *) bis 2003 Erwerb abzüglich Veräußerung von Wertgegenständen zusammen mit Vorratsveränderungen
   **) bis 2003 keine Arbeitsstunden nach Wirtschaftsbereichen
   * * * ) bis 2003 ohne Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und ohne Haushalte nach Haushaltsgruppen
                                                                                                     sfz
 ---pagebreak--- Tabelle 1                                             HAUPTAGGREGATE                              vierteljährlich u n d j ä h r l i c h
Code                    Liste der Variablen                                                                               Gliede-       jeweii. konst.
                                                                                                                           rung +       Preise  Preise
Wertschöpfung und Bruttoinlandsprodukt
B.1 g                   1. Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen                                                        A6            X       X
D.21-D.31               2. Gütersteuem abzüglich Gütersubventionen                                                                         X       X
                        3. Unterstellte Bankdienstleistungen                                                                               X       X
B.1*g                   4. Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen                                                                            X       X
V e r w e n d u n g des B r u t t o i n l a n d s p r o d u k t e s
P.3                     5. Ausgaben für den letzten Verbrauch                                                                              X       X
P.3                     6. a) Letzter Verbrauch der privaten Haushalte (Iniandskonzept)                                                    X       X
P.3                     6. b) Letzter Verbrauch der privaten Haushalte (Inländerkonzept)                                                   X       X
P.3                     7. Letzter Verbrauch der POOEZ                                                                                     X       X
P.3                     8. Staatsverbrauch                                                                                                 X       X
P.31                       a) Ausgaben für den Individualverbrauch                                                                         X       X
P.32                       b) Ausgaben für den Kollektiwerbrauch                                                                           X       X
P.4                     9. Tatsächlicher letzter Verbrauch                                                                                 X       X
P41                        a) Tatsächlicher Individualverbrauch                                                                            X       X
P.5                     10. Bruttoinvestitionen                                                                                            X       X
P.51                       a) Bruttoanlageinvestitionen                                                                     Pi 6           X       X
P.52                       b) Vorratsveränderung                                                                                           X       X
P.53                       c) Erwerb abzüglich Veräußerung von Wertgegenständen***                                                         X       X
P.6                     11. Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen                                                                         X       X
P.7                     12. Einfuhr von Waren und Dienstleistungen                                                                         X       X
                                                                                                                                     ™
E i n k o m m e n , Ersparnis u n d F i n g n z i e r u n g s s a l d o
B.5                     13. Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt                                                                 X       X
B.5*g                   14. Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen                                                                            X      (x)
K.1                     15. Abschreibungen                                                                                                 X       X
B.5*n                   16. Nettosozialprodukt zu Marktpreisen                                                                             X       X
D.5,D.6, D.7            17. Saldo der laufenden Übertragungen mit der übrigen Welt                                                         X
B.6n                    18. Verfügbares Einkommen                                                                                          X      (x)
B.8n                    19. Ersparnis                                                                                                      X
D.9                     20. Saldo der Vermögensübertragungen mit der übrigen Welt                                                          X
B.9                     2 1 . Nettofmanzierungssaldo                                                                                       X
B e v ö l k e r u n g , B e s c h ä f t i g u n g u n d E i n k o m m e n aus u n s e l b s t ä n d i g e r Arbeit
                        22. Bevölkerung und Beschäftigung
                           a) Bevölkerung (1000)
                           b) Arbeitslose (1000)
                           c) Erwerbstätige, Inlands- und Inländerkonzept (1000)
                                . Selbständige                                                                              A6**
                                . Beschäftigte Arbeitnehmer                                                                 A6**
D.1                     23. Einkommen aus unselbständiger Arbeit, Inlands- und                                              A6**           X
                               Inländerkonzept
D.11                         a) Bruttolohn- und -gehaltsumme                                                                A6**           X
+ Falls keine spezielle Gliederung angegeben ist, bezieht sich die Variable auf die Volkswirtschaft
insgesamt.
(x) volumenmäßiger Ausdruck                                                ** A6 nur für das Inlandskonzept.
 * * * bis 2 0 0 3 zusammen mit P. 52
                                                                                                                       SM'S
 ---pagebreak--- Tabelle 2:           HAUPTAGGREGATE FÜR DEN STAAT
P.1                  Output
P.11+P.12            . Marktbestimmter Output und Output für die eigene letzte Verwendung
P.13                 . Sonstiger nichtbestimmter Output
P.2                  Vorleistungen
B.1 g                   Bruttowertschöpfung
K.1                  Abschreibungen
B.1n                   Nettowertschöpfung
D.1                 Gezahlte Einkommen aus unselbständiger Arbeit
D.29-D.39           Sonstige Produktionssteuem abzüglich sonstiger
                    Produktionssubventionen
B.2n                    Nettobetriebsüberschuß
D.2                 Empfangene Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
D.4                 Empfangene Einkommen aus Vermögen
D.3                 Gezahlte Subventionen
D.4                 Gezahlte Einkommen aus Vermögen
D.41                . Zinsen
D.42+D.43+D.44+D.45 . Übrige Einkommen aus Vermögen
B.5n                Saldo der Primäreinkommen
D.5                 Empfangene laufende Steuern auf Einkommen und Vermögen
D.61                Empfangene Sozialbeiträge
D.611               . Tatsächliche Sozialbeiträge
D.612               . Unterstellte Sozialbeiträge
D.7                 Empfangene sonstige laufende Übertragungen
D.5                 Gezahlte laufende Steuern auf Einkommen und Vermögen
D.62                Gezahlte Sozialleistungen außer soziale Sachübertragungen
D.7                 Gezahlte sonstige laufende Übertragungen
B.6n                Verfügbares Einkommen
P.3                 Ausgaben für den letzten Verbrauch
P.31                . Ausgaben für den Individualverbrauch
P.32                . Ausgaben für den Kollektivverbrauch
D.8                 Berichtigungsposten für die Veränderung der Nettoansprüche der
                    privaten Haushalte an Pensionskassen
B.8                   Ersparnis
K.1                 Anschreibungen
D.9                 Empfangene Vermögensübertragungen
D.91                . Vermögenswirksame Steuern
D.92+D.99           . Übrige Vermögensübertragungen
D.9                 Gezahlte Vermögensübertragungen
P.5                 Bruttoinvestitionen
P.51                . Bruttoanlageinvestitionen
P.52+P.53+K.2       . Vorratsveränderung und Erwerb abzüglich Veräußerung von
                    Wertgegenständen und Erwerb abzüglich Veräußerung von
                    nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
B.9                     Nettofinanzierungssaldo
                                                                                 5~y</
 ---pagebreak--- Tabelle 3:          ANGABEN NACH WIRTSCHAFTSBEREICHEN                                   jährlich
Code            Liste der Variablen                                                                 Gliede-   jeweilige    konst.
                                                                                                     rung       Preise     Preise
Wertschöpfung
P.1             1. Output zu Herstellungspreisen nach Wirtschaftsbereichen                           A31          x
P.2             2. Vorleistungen zu Anschaffungspreisen nach Wirtschaftsbereichen                    A31          X
B.1 g           3. Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen nach Wirtschaftsbereichen              A31          x          X
K.1             4. Abschreibungen nach Wirtschaftsbereichen                                          A31          x          X
Investitionen                                                                                                           i
P.5             5. Bruttoinvestitionen nach Wirtschaftsbereichen                                                        i
P.51               a) Bruttoanlageinvestitionen nach Wirtschaftsbereichen                            A31          X     j    X
P.52               b) Vorratsveränderungen nach Wirtschaftsbereichen                                 A31          X     j    X
P.53               c) Erwerb abzüglich von Veräußerungen vcn Wertgegenständen                        A31          x     I    x
                      nach Wirtschaftsbereichen *)                                                                      :
Beschäftigung und Einkommen aus unselbständiger Arbeit, Inlandskonzept                                      i           I-
                6, Beschäftigung nach Wirtschaftsbereichen (1000)                                           I           i
                   a) Selbständige nach Wirtschaftsbereichen                                      j  A31 • !            i
                   b) Beschäftigte Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen                         j  A31    i           ,
                   d) Arbeitsstunden nach Wirtschaftsbereichen **)                                    A31
D.1             7. Einkommen aus unselbständiger Arbeit nach Wirtschaftsbereichen                 !   A31   _     x               !
                                                                                                            !
D.11               a) Bruttolohn-und-gehaltsumme nach Wirtschaftsbereichen                        I   A3"!        x     :
*) bis 2003 zusammen mit P. 52
**) bis 2003 nicht obligatorisch
                                                                                                 vT4 s
 ---pagebreak--- Tabelle 4:                      Export und Import nach Regionen
Code       Liste der Variablen                                                  Gliede- jeweilige konst
                                                                                 rung     Preise  Preise
P.6        1. Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen                         Volkswirt-     X       X
              a) in EU-Länder                                                schaft         X       X
              b) in Drittländer                                              insge-         X       X
P.7        2. Einfuhren von Waren und Dienstleistungen                       samt           X       X
              a) aus EU-Ländern                                                             X       X
              b) aus Drittländern                                                           X       X
Tabelle 5:                      Letzter Verbrauch der privaten Haushalte nach Verwendungszwecken
Code       Liste der Variablen                                               Gliede-    jeweilige konst.
                                                                             rung         Preise  Preise
P.3        Letzter Verbrauch der privaten Haushalte nach                     COICOP
           Verwendungszwecken                                                2-Steller      X       X
                                                                                Sfé
 ---pagebreak---                                                                           Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                     Tabelle 6
                                                                                                                                                              Private
                                                                                                                                                            Haushalte
                                                                              : ,                      :                                  Lokale
                                                                              : Nicht-                 :                                                       und                                                        Drittländer
                                                                              :„         .    Finan- :                              „       Ge-     „ .
                                                        «                     : finanzi-        .      :                            Bun-     .      Sozi-  Organisatio-
                                                                     Gesamt- :                 zielle :                     Zcn-     ,    bicts-                        Nicht ... . Europa- Mitglied-         . . .
                                                                         ._. : die           _, .. , : . ,                  , ,     ««-    . ..    alvcr-    nen ohne           Übrige . ,                  Institutio- internatio-
                                                                       wirt- : . ,       .   Kapital-: cStaat               tral-   ...    kor-                         sekto- ,,, ,    ische    Staaten                                 Total
                                                                        ,     : Kapital-            ,, :                             Jan-           siche-   Erwerbs-            Welt ., .        . „ . , nen der EU            nale
                                                                      schaft :       ..       gesell- :                     staat           pcr-                        risiert         Union    der EU                    __
                                                                              : gese I-        . „                                   der      , ,    rungb charaktcr im
                                                                              : .            Schäften:                                    schaf-                                                                           Organisa-
                                                                              : schalten                                                                    Dienst von
                                                                              :                         :                                    ten                                                                              tionen
                                                                                                                                                             privaten
                                                                                                                                                            Haushalten
          I Produktionskonto/Konto für den Waren- und Dienstlcistungxverkchr mit der Übrigen Welt
          Aufkommen                                                           :
P.1       Output                                                                                                                                                                                                '
P.ll      . Marktbestimmter Output
                                                                                                         " " " " • " • .  ——      —     • — - r ~ •—
P.119     .. FISIM                                                                                                                                                                                                                    \
                                                                                                                                                                                                                  1
P.12      . Output für die eigene letzte Verwendung                                                                                                                                                                    ' i             |
                                                                               ~ ~
P.13      . Sonstiger nichtmarktbestimmter Output
P.7       Einfuhr von Waren und Dienstleistungen                                      "•   :
                                                                                                                                                                                                                                       1
P.71      . Einfuhr von Waren                                                                                                                                              . ..
P.72      . Einfuhr von Dienstleistungen                                       \                       ;                                          .
D.21-D.31 Gütersteuern-GUtersubventionen                                         •           ——                                                                                                                                       |1
          Aufkommen Insgesamt                                                                                                                                                         "                                               |
          I Produktionskonto/Konto für den Waren- und Dienstleistungsverkehr n it der Übrigen We t
          Verwendung
P.2        Vorleistungen
                                                                                                                         1
P.119
P.6
           .FISIM
          Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen                                                        ..........L.                              MII.IMH
                                                                                                                                                             •
P.61      . Ausfuhr von Waren                                                 :                                                                                  .
P.62      . Ausfuhr von Dienstleistungen                                       •                                         j.
B.lg       Bruttoinlandsprodukt/Bruttowertschöpfung                                                     _         j
                                                                                                                         1        — -
           Saldo des Waren- und Dienstleistungsverkchrs mit der
B U
           Übrigen Welt
          Verwendung Insgesamt
K.l        Abschreibungen                                                                                                                                                                                               .
                                                                                                                                                                                                          ;
B.ln       Nettolnlandsprodukt/Nettowertschöpfung
                                                                                                                         l                                                                    V '                                     :
 ---pagebreak---                                                                           Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                                                                                                                    Tabelle 6
                                                                                                                                               Private
                                                                                                                                              Haushalte
                                                                                                                           Lokale
                                                                                 Nicht-                                                           und                                                                                                                                                                    Drittländer
                                                                                            Finan-                           Ge-
                                                                                finanzi-      . .,         „       Bun- , . ,       Sozi- Organisatio-                                                                              • »....,                                                                                 "n'l
                                                                      Gesamt-                ziellc        Zcn-     .      Iiicts-   ,                             Nicht          ,..„ .                                    Europa- Mitohed-                                                                   .    .    .
                                                                                  eile     , , . , , ,         ,   «les-    , ..    alvcr-    nen ohne                            Übrige . ,                                                                                                                Insttutio-   internatio-
                                                                        wirt-           , K a p ta - Staat  tral-  ...      kor-     , .                           sekto-               „, ,                                  ischc                  Staaten                                                                           Total
                                                                               Kapital-        ' ,                 län-             siche-    Erwerbs-                                  Welt                                 ,T .                       , „„,                                              neu der EU        nale
                                                                       schaft               gesell-        staut            per-                                  risiert                                                    Union                 d e r EU
                                                                                 gesell-         __                der               rung c h a r a k t e r im
                                                                                          Schäften                         schaf-                                                                                                                                                                                         Organisa-
                                                                               schaften                                                      Dienst von
                                                                                                                             ten                                                                                                                                                                                           tionen
                                                                                                                                               privaten
                                                                                                                                             Haushalten
           II.1.1 E i n k o m m e n s e n t s t e h u n g s k o n t o
           Aufkommen
                                                                                                                         i
     B.ln   Nettoinla ndspr odukt/Nc ttowe r tsc höpf unß                                                                                                                     mmm mmM                                                mmmm                                                                 Ä   « K §     mmmm
                                                                                                                                                                                                                           ^^ÏÏM     :;:;:;:;::;:x:::::-::;.:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                          mmmmmmmmmm
                                                                                    i
           Aufkommen Ingesamt                                                                                                                                                 • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                           :               :;;; : :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmmmm
           D.l.l Elnkommcnscntstehungskonto
           Verwendung                                                                                                                      ,                   ,,,iu,.iiiiiii                                             ,          ,                                                                   ,             ,             i       ,
     D.l   Einkommen aus u n s e l b s t ä n d i g e r Arbeit                                                                                                    « «
     D.2   P r o d u k t i o n s s t e u e m u n d Einfuhrabgaben             mmmmmmmmIxWx-XvX; mm mmm ïaX&ï :|:j
                                                                                                                                   mm
           . an den Staat                                                                                  mm mmm                          ««iis                              mm mmm » 1 1 1 wmmmmmmmm mmm
     D.2I
           . an die Institutionen d e r EU
           . Gütersteuern                                                                 ^^^
                                                                                                                                                                                mm mmm mmm mmmm mmmm mmm
     ]j.;o . Sonstige P r o d u k t i o n s s t e u e m                       '^"^                   "*""*                                                      mmm
     D.3    Subventionen
           . von den Institutionen d e r E U                                  S5S:$B:?:W SSiSSSSJHl: mmm mmm      mmm : Ä : _ g •mim       ^i^iv*§i§:§j§x::
           . vom Staat                                                                                                                                                        mmm mmmm                                     mmmmmmm mmmm                                                                                mmmm.
                                                                              xWxx^xïx                                    xWx^X-X
     D.31  . Gütersubventionen                                                            « I I wmmI M            mmmmmm I i i » mmmmm
                                                                              mmmm
     D.39  . Sonstige Produktionssubventionen
                                                                                                                                                                mm
     B.2n   Nettobetriebsüberschuß
                                                                                                                                                                              mmmmmm                                       mïm^ï
                                                                                                                                                                                                                                     : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                                                                                                                          mmmmmmmmm
           V e r w e n d u n g Ingesamt                                                                                                                                       mm                                           ^xïxïxW:: É S « I ; I tlillli mmmm
o<_>
 ---pagebreak---                                                                                                        Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                                                                                                    Tabelle 6
                                                                                                                                                                                                                                                                             :
                                                                                                                                                                                                                                                    Private
                                                                                                                                                                                                                                                  Haushalte
                                                                                                                                                                                                                                  Lokale
                                                                                                                                      Nicht-                                                                                                         und                                                                             Drittländer
                                                                                                                                                              I'inan-                                                              Gc-
                                                                                                                                    finanzi-                             .                                                  Bun- .        Sozi- Organisatio-
                                                                                                                                                                  zielle                                              Zen-        biets-                          Nicht
                                                                                                                                        el e            . , . . , .                                                       .  des- . ..    alver-   nen ohne                   übrige E U 7 i J -  Mitg,iet
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           '-    Institutio- intematio-
                                                                                      Wirt-                                                            KaP                                                                                                        sekto-                                                                            Total
                                                                                                                                   Kapital-                                 ';;1- S t M t                            tr;
                                                                                                                                                                                                                         "- län-  ^      siche-    Erwerbs-                    We.t    'SChe       «Ui™         nenderEU                   nale
                                                                                  schaft                                                                      gesell-                                                 Staat        per-                           risiert             Union        der LU                             __
                                                                                                                                      gesell-
                                                                                                                                      h                             .                                                        der     . _   rungh charaktcr im
                                                                                                                                                        scharten                                                                  schaf-                                                                                               Organisa-
                                                                                                                                   schaften                                                                                                       Dienst von
                                                                                                                                                                                                                                    ten                                                                                                  tionen
                                                                                                                                                                                                                                                   privaten
                                                                                                                                                                                                                                                  Haushalten
                                                                                                                                                                                                                                           •
         D.1.2 Primäreinkommensallokationskonto
         Aufkommen
  B.2n    Nettobetriebsüberschuß                                                                                                                                                                                                                                                                 mmmm          •:•:•-••--W:-v!-:vW-'
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     mmmmmm
  D.l    Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                                                                                                                                                                                                                                                                     mmm         •xx,.x.xx.xxx
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               vmmmm>
  D.2    Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
                                                                                                                                  m&mmmmmm                                                              +>:+<•>•<:+:
                                                                                                                                                                                                                     mmmmmmmmm •mm
                                                                                                                                  mmmm] mmmm                                                                                                                                                     mzrnmm
  D.21   . Gütersteuem                                                                                                            mtm m             xVxxixWx::
                                                                                                                                                                                                                                                                                                 mmmm                                mmmmmm
  D.211  .. Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MwSt.)
  D.212  - Einfuhrabgaben ohne MwSt.                                                                                              mmm
                                                                                                                                  mmm* « I i i
                                                                                                                                                    ••••••••' •••••••••••••-xj                                                                                                                   mmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                 mmmm
  D.2121 ... Einfuhrzölle                                                                                                                                                                                                                                                                        «II«
  D.2122 ... Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle
  D.214  .. Gütersteuern ohne MwSt. und Einfuhrabgaben                                                                                                                                                                                                                                           «si;«;;;
  D.29   . Sonstige Produktionssteuem
  D.3     Subventionen                                             ,                                                              mmm*              mmmm
  D.31   . Gütersubventionen                                                                                                       x x : : : : x ::                                                                                                                                              SBIWl^xïx'S:
                                                                                                                                  : :   : : :: :; :
                                                                                                                                                    'mmmm
  D.39   . Sonstige Produktionssubventionen                                                                                       mmmi mmmm                                                                                                                                                      mmmm
  D.4    Einkommen aus Vermögen
         .. vom Staat                                                                                                                               mmmm                                                                                                                                                                                         >
         .. von anderen Sektoren
                                                                   « « I                                                          mmmmmmt
  D.41   . Zinsen
                                                                   i««i                                                           mmm                                                                                                                                          Iii; mmm
         .. vom Staat                                              mmm mmmmmmm.
         .. von anderen Sektoren                                    mmmm mmmm                                                                                                                                                                                                                                                                    _:       :
                                                                                                                                                    : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • • : • : • :
  P.119
  D.42
          ..FISIM
         . Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
                                                                                                                                  mmmmmm                                                                mm mmmmm I I « m
         .. vom Staat
         .. von anderen Sektoren                                   •y,-::-:--.--,::-,:-:-:                                        « I « mmmm
                                                                                                                                  « P I mmmï                                                                                                                                                                                                     ——--
         . Reinvestierte Gewinne aus ausländischen
         Direktinvestitionen
         .. vom Staat                                              mmm? mmm                                                                                                                                                                                    9m :.Jmmmmm                       mmmm mmmm                           mmmm,
3
                                                                                                                                                    ro^w^.jrrrr.
         .. von anderen Sektoren                                                                                                                                                                                                                                                                               mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                     wmm                                             A S ! &           -_.
         . Auf die Versicherungsnehmer  entfallendes Einkommen aus                                                                                                                                                                                            -
  D.44
         Vermögen
                 ..            h
                                                                                                                                                                                                                                                               Il 111
  D 4e,
         . Pachten und Entschädigungen für den Abbau von
          Bodenschätzen
          .. vom Staat
                                                                    : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • • . • : • : • : •
                                                                   •Äö*::™:**:**
                                                                                                                                  mmmmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                               m mm
                                                                                                                                                                                                                                                               '•ï#:: Xv'xx:
                                                                                                                                                                                                                                                                             mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                     mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                 WÄWxWxWx
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               •111                  Illlllt
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 WM£M
          .. von anderen Sektoren                                   mmmm mmm mmm
          Aufkommen Ingesamt
 ---pagebreak---                                                                    Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t + 12                                                                                                                                     Tabelle 6
                                                                                                                                 Private
                                                                                                                               Haushalte
                                                                                                             Lokale
                                                                          Nicht-   _.                                             und                                                                                           Drittländer
                                                                                   Finan-                     Gc-
                                                                         finanzi-    . „               Bun-          Sozi- Organisatio-                                                                                               und
                                                               Gesamt-              zielle       Zcn-        hicts-                                  Nicht                       Europa- Mitglied-
                                                                                                       d es-        alver-      nen ohne                              Übrige                                Institutio-          internatio-
                                                                wirt-   „ '     . Kapital- Staat tral-        kö'r-                                 sekto-                        ische         Staaten                                             Total
                                                                        Kapital-      ' „              ta n-        siche-      Erwerbs-                               Welt                                n a l der EU               nale
                                                                schaft             gcscll-       staal        per-                                  risiert                       Union         der EU
                                                                                                       der           rung charakter im                                                                                           Organisa-
                                                                       : , ^      schaffen                   schaf-
                                                                       ; schatten                                              Dienst von                                                                                           tionen
                                                                                                               len
                                                                                                                                privaten
                                                                                                                              Haushalten
      n.1.2 Primäreinkommensallokationskonto
      Verwendung
D.4   Einkommen aus Vermögen
      . an den Staat                                                                                                       'iiSjSwI'y'xr.Sj.'.OTi                              W.UJOjj.i.i.it ^^^SSSJ^m^SS^^S^SSSSi            iwt>.wxfi.i}.wj.ii
      . an andere Sektoren
D.41  . Zinsen
      .. an den Staat
      .. an andere Sektoren
P.119 .. FISIM
D.42  . Verteilte Einkommen von Kapitalgesellschaften
      .. an den Staat                                                                                                                                               fe»i.K^.C^j;
      .. an andere Sektoren
      . Reinvestierte Gewinne aus ausländischen
D.43
      Direktinvestitionen
      .. an den Staat
      .. an andere Sektoren                                                                                                                    t:':*!*..:':*:'?':*'
D.44  . Auf die Versicherungsnehmer entfallendes Einkommen aus
      Vermögen
      . Pachten und Entschädigungen für den Abbau von
D.45
       Bodenschätzen
      .. an den Staat                                                                                                                                                                                   ili'iiiii.!! 11111:1 lit in IIIIIII..in inj
      .. an andere Sektoren
B.5n  Nettovolkseinkommen/Saldo der Nettoprimäreinkommcn
      Verwendung Ingesamt
 ---pagebreak---                                                                      Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                       Tabelle 6
                                                                                                                                              Private
                                                                                                                                           Haushalte
                                                                                                                     Lokale
                                                                            Nicht-    „.                                                       und                                                                   Drittländer
                                                                                   ,  Finan-                            Ge-
                                                                           finanzi-                            Bun- . , _.        Sozi- Organisatio-
                                                                 Gesamt-               ziclle         Zen-      .      biets- ,                           Nicht
                                                                                                               de*-     .~        alver-    nen ohne               Übrige " r ° P " "           8 , e " injtitutio- internatio-
                                                                   wirt-                        Staat  tral-   ...      kör-                              sekto-                »che         Staaten         . _„                     Total
                                                                                                               lan-               siche-    Erwerbs-                 Welt TT .               . _ „ nenderEU               nale
                                                                  schaft                              staat      .      per-                              risiert             Union          der EU                   __
                                                                              esell- g                         der                        charakter   im
                                                                             . '     schalten                          schaf- r U n g                                                                                  Organisa-
                                                                           schalten                                                        Dienst von
                                                                                                                         ten                                                                                             tionen
                                                                                                                                             privaten
                                                                                                                                           Haushalten
       H.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
       Aufkommen
B.5n   Nettovolkseinkommen/Saldo der Nettoprimäreinkommen                                                                                                   '                                                       :"
D.5    Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.                                  '                                                         ,
D.51   . Einkommensteuern
D.59   . Sonstige laufende Steuern                                                                                                                              '
D.61   . Sozialbeiträge
D.611  .. Tatsächliche Sozialbeiträge
D.6111 ... Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
D.6112 ... Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen Sozialbeiträge
D.6113 ... Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
D.612  .. Untersteilte Sozialbeiträge
D.62   • Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen
D.7    Sonstige laufende Übertragungen
                                                                                                                                                  y
       . vom Staat                                                                                                                                       ............     • • " • ;   :
                                                                                                                                                                                                                   :
       . von anderen Sektoren                                  :         i                                                                                                                :"                                      ::
D.71   . Nichtlebensversicherungi-Nettoprämicn                                                        ___._.__       •  — " - • • —      —                                  —                          — —          *            :
D.72   . Nichtlebensversicherungsleistungen
                                                                     —               — 7 —
D.73   . Laufende Übertragungen innerhalb des Staates                                                              —                     . ..
       . Laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen
D.74    „                                                                                                                                                     *
       Zusammenarbeit
       .. von den Institutionen der EU                                                        *
D.75   . Laufende Übertragungen a.n.g.
       .. vom Staat                                                    r                                                                                                                                                           t.
                                                                                                                                                                                     :  •
       .. von anderen Sektoren
       ... BSP-Abgabe
       Aufkommen Ingesamt
 ---pagebreak---                                                                          Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t + 12                                                                                         Tabelle 6
                                                                                                                                      Private ;
                                                                                                                                     Haushalte :
                                                                                                                   lokale
                                                                             • Nicht-                                                   und      :                                              Drittländer j
                                                                                         Finan- :                    Ge-
                                                                             j finanzi-                       Bun-         Sozi-  | Organisatio- j                                                  und     ;
                                                                     Gesamt-              zielle !      Zen-        biets-                         Nicht          Europä- Mitglied-
                                                                             ! eile                           dcs-         alvcr-    neu ohne :            Übrige                   Institutio- intematio- :
                                                                       Wirt-            Kapital-: Staat tral-       kör-                           sekto-          ische   staaten                            Total
                                                                             •Kapital-                        län-         siche-    Erwerbs- •             Welt                    nen der EU      nale    •
                                                                      schaft             gesell- |      staat       per-                           risiert         Union   der EU
                                                                             : gcsell-                        der           rung  ; charjkter im :                                               Organisa- ;
                                                                                        schalten j                 schaf-
                                                                             : schalten                                           i Dienst von ;                                                  tionen :
                                                                                                                     ten
                                                                                                                                      privaten •
                                                                                                                                  : Haushalten :
            n.2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
            Verwendung
     D.5    Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen usw.
     D.51   . Einkommensteuern
     D.59   . Sonstige laufende Steuern
     D.61   . Sozialbeiträge
     D.611  .. Tatsächliche Sozialbeiträge
     D.6111 ... Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
     D.6112 ... Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen .Sozialbeiträge
     D.6113 ... Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
     D.612  .. Unterstellte Sozialbeiträge
     D.62   . Sozialleistungen außer sozialen Sachübertragungen
     D.7    Sonstige laufende Übertragungen
            . an den Staat
            . an andere Sektoren
     D.71   . Nichtlebensversicherungs-Nettoprämicn
     D.72   . Nichtlebensversicherungsleistungen
     D.73   . Laufende Übertragungen innerhalb des Staates
     D.74   . laufende Übertragungen im Rahmen der internationalen
            Zusammenarbeit
            .. an die Institutionen der EU
     D.75   . Laufende Übertragungen a.n.g.
            .. an den Staat
            .. an andere Sektoren
            ... BSP-Abgabe
     B.6n   Verfügbares Einkommen, netto
            Verwendung Insgesamt
*.
</"i
A;
 ---pagebreak---                                                                       Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                     Tabelle 6
                                                                                                                                   Private
                                                                                                                                 Haushalte
                                                                                                                  Lokale
                                                                              Nicht-      „.                                         und                                                                        Drittländer
                                                                                          Finan-                    Ge-
                                                                             finanzi-       . „              Bun- . . .  Sozi- Organisatio-
                                                                  Gesamt-                  zielle      Zcn-   .   biets-                      Nicht ... . Europa- Mitglied- .
                                                                                eue               „. .
                                                                                        , - . . Staat  . .   des-    ..  alver-   nen ohne             Übrige . a_              _ _        Institutio- internatio-
                                                                    wirt-               Kapital-       tral- ...   kor-   . ,                 seiet o- W...c l.t    ische      Staaten                                               Total
                                                                            Kapital-                         lan-        siche-   Erwerbs-                         .T •        J          nenderEU                    nale
                                                                   schaft                 gesell-      staat   ,   per-                       risiert              Union       der mEU
                                                                                                                                                                                     l
                                                                              gesell-                        der          rUng  charaktcr im                                                                      Organisa-
                                                                               . __,    schalten                  schaf-
                                                                            schalten                                             Dienst von
                                                                                                                    ten                                                                                              tionen
                                                                                                                                  privaten
                                                                                                                                 Haushalten
                                                                                                                                                                                                                             /
       n.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
       Aufkommen
  B.6n Verfügbares Einkommen, netto
       Berichtigungsposten für die Veränderung der
       Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
       Aufkommen Insgesamt
       n.4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Einkommens
       Verwendung
  PJ   Ausgaben für den letzten Verbrauch                                             •
                                                                                                                                                          ^       • 1.   T   .   I   . i- <
  PJ1  . Ausgaben für den Individualverbrauch                                                                                                                                                               •
  P.32 . Ausgaben für den Kollektiwerbrauch                                                                                             *                                                       •'•••'•
       Berichtigungsposten für die Veränderung der
       Nettoansprüche der privaten Haushalte an Pensionskassen
  B.8n Nettoersparnis -                                                                                                                            ^                .                        '
  B.12 Saldo der laufenden Transaktionen mit der Übrigen Welt
       Verwendung Insgesamt
       m.1.1 Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgru tid von Ersparnis und Vermogensübertragungen
       Veränderungen der Verbindlichkeiten und des
       Reinvermogens
  B.8n Nettoersparnis                                                                                                                                                                                       .
  D.9  Vermogensübertragungen
       . vom Staat                                                                  '                                                                                      :                                                               i
                                                                                                                                                                                                                                           :
                                                                                                                                                                                                              II-IIC-          ii-
       . von anderen Sektoren                                                                                                                                              :
  D.91 . Vermögenswirksame Steuern
       .. vom Staat
                                                                                                                                    ™™v                                 J
       .. von anderen Sektoren                                                                                                                                           "                           .....J                        :       :
  D.92 . Investitionszuschüsse
       .. vom Staat
       .. von anderen Sektoren
                                                                                                                                                                 • -i-;-u                 mi-imuffiiiij n u ' 1 "" 1 ""
  D.99 . Sonstige Vermogensübertragungen
                                                                                                                                   ï       ;-                                           .                  ;
3      .. vom Staat
       .. von anderen Sektoren
       Gesamtveränderung der Passiva und des Reinvermögens
                                                                                                                                                                 r-^v^^-^
                                                                                                                                                                           :               ,;             :
                                                                                                                                                                                                               O I L
                                                                                                                                                                                                              ,„„ r„
                                                                                                                                                                                                                      L"" !"
                                                                                                                                                                                                                                 ,   '
 ---pagebreak---                                                                        Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten: t+12                                                                                                                     Tabelle 6
                                                                                                                                   Private
                                                                                                                                 Haushalte
                                                                           : _T, .              :                 Lokale
                                                                           i Nicht-            :                                    und                                                                 Drittländer
                                                                           :           Finan- :                    Ge-       .
                                                                   _       : finanzi- . . . :         „     Bun-  ,,     Sozi-  Organisatio-          :
                                                                                                                                                                    T-,   . . . . . . , ,                          u
                                                                                                                                                                                                                      "d
                                                                  Gesamt-  :            zielle :      Zen-        bicts-                      Nicht .... . Europa-             Mitglied-
                                                                           : eile     . , . . : „         . des-   , ..  alver-   nen ohne
                                                                     wirt- :          Kapital-: Staat tral-        kor-                       sekto- ü" b,.,r i g. e .«che
                                                                                                                                                                        ,         ,
                                                                                                                                                                                Staaten
                                                                                                                                                                                          Institutio- internatio- ! Total
                                                                      , .  : Kapital-        „ :             län-        siche-   Erwerbs-
                                                                    schaft •           gesell- :      Staat        per-                       risiert Welt IT .                  , _,T, nen der EU                nale
                                                                           : hgesell-   , _ :                der     . ,  rung  charakter im         :               Union      der EU                      „
                                                                           :          schaften:                   schar-                             :                                                     Organisa-
                                                                           • schaften           \                                Dienst von
                                                                           :                    :                   ten                                                                                        tionen
                                                                                                                                  privaten
                                                                                                                                 Haushalten
       m.1.1 Konto für die Veränderung des Reinvermögens aufgrund von Ersparnis und Vermögensübertragungen
       Vermögensveränderung                                                :                   :
D.9     Vermögensübertragungen                                                                                                               mmmmi
       . an den Staat
       . an andere Sektoren
                                                                                                               x
D.91   . Vermögenswirksame Steuern
       .. an den Staat                                                                mmmm
       .. an andere Sektoren
D.92   . Investitionszuschüsse                                    mmmm
       .. an den Staat
       .. an andere Sektoren
D.99   . Sonstige Vermögensübertragungen
       .. an den Staat                                            mmmm
       .. an andere Sektoren
       Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis
B.10.1                               6     h               1
       und Vermögensübertragungen
       Gesamtveränderung     der Activa
       Ul. 1.2 Konto für den Erwerb von nicliirinanziellcn Aktiva
       Veränderungen der Verbindlichkeiten und des
       Reinvermogens
       Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis
       und Vermögensübertragungen
K.l    Abschreibungen
       Gesamtveränderung der Passiva und des Reinvermogens
       HI. 1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
       Vermögensveränderung
P.5     Bruttoinvestitionen
P.51   . Bruttoanlageinvestitionen
                                                                                                                                                                                                     :::: ::::::::::: ::
P.52   . Vorratsveränderung                                                                                                                                                                           : : : ?: : : : : : : : : : : x : :
P.53   . Erwerb abzüglich Veräußerungen von Wertgegenständen
       Erwerb abzüglich Veräußerungen von nichtproduzierten
       nichtfinanziellen Aktiva
B.9     FinanzierungsüberschuD/-defizit
       Gesamtveränderung der Activa
 ---pagebreak---                                                                                                                                         Detaillierte nichtfinanzielle Konten: i+2A                                                                                                                Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                                                      Private ;
                                                                                                            *)
                                                                                                                                               Son-              Unter-             ;                                          ")               ")  Haushalte:
                                                                                                        Öffent-
                                                                                                                      *)                       stige              lieh-     Versi- •                                        Arbeit
                                                                                                                                                                                                                                             Fmp-       und           ;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Dritt-
                                                                                              INicht-            Private ;                     geld-              inen       che- :                                         geher                                                                           län-
                                                                                                          liche           : Finan-                                                                   Ixil;;.-                               fiinger O r g a n i s a - ;
                                                                                              : finan-            nicht-                     »chöp- Son-           des      rungs':                                           ein-                                                            Mit-           der
                                                                                        Ge- ; zielle
                                                                                                         nicht-
                                                                                                                  finan-
                                                                                                                          : zielle
                                                                                                                                              fende stige K r e d i t - u n t e r - ;          Bun-
                                                                                                                                                                                                     le Ge-
                                                                                                                                                                                                              Kozial- Pri- schließ-
                                                                                                                                                                                                                                       *)     \on     tionen i
                                                                                                                                                                                                                                                                                       Euro- glied-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                            und
                                                                                                         finan-           : Kapi-   Zen-                                                    Ze       biets                           Ar-      Ein-      ohne          ; Nicht                       tutio-
                                                                                      samt- : K a p i -            zielle                     finan-     finan-    und       neh- :            des-           versi- vate lich für                                             •Übrige päi-  staa-         inter-
                                                                                                          zielle          ; tal-     tral-                                            Staat In        k<V-                          beit     kom-    Erwerbs-         ; sekto-                       nen           Total
                                                                                       wirt- ! tal-               Kapi-                        zielte zielle Versi-          nii-n I           liin-           che- Haus- eigene                                               : Welt   sehe  ten          natio-
                                                                                                         Kapi-            : (»esell bank                                                              per-                          il fil-   men chiirak 1er; risiert                               der
                                                                                      schaft ; gcsell-              tal                       Kapi- Mitt-         che-       und ;             der             rung   halte Rech-                                                      Union  der           nale
                                                                                                           ta 1-          I schaf -                                                                  srliar-                         mer       aus  im Dienst •                                      EU
                                                                                              : schaf-                                          tal-      1er   r u n g s - Pen- i                                           nung                                                             EU           Orga-
                                                                                                         gesell- gesell- : ton                                                                         ten                                   Ver-       von           i
                                                                                                 ten              schaf-                     gesell-              hilfs-    sions- \                                        tätige                                                                         nisati-
                                                                                                         schaf-                                                                                                                               mö-    privaten •
                                                                                                                    ten                      schaf-             gewer       kästen;                                          Per-                                                                           onen
                                                                                                           ten                                                                                                                                gen     Haus- ;
                                                                                                                                                ten                lies            •                                        sonen
                                                                                                                                                                                                                                                      halten :
                1 Produktionskonto/Konto für den W a r e n - und Dienstleistungsverkchr mit d e r Übrigen Welt
                Aufkommen
      1           Output
iP.Il           . Marktbestimmter Output
      11')      ..FISIM
      12         . O u t p u t für die eigene letzte V e r w e n d u n g
| f' I i        . Sonstiger n i c h t m a r k t b e s t i m m t e r O u t p u t
                einfuhr von Waren und Dienstleistungen
                . Einfuhr von Waren
                   Einfuhr von Dienstleistungen
                (üitersteuern-Gütersubventionen
                Aufkommen Insgesamt
                1 Produktionskonto/Konto für den W a r e n - und Dienstleistungsverkchr mit d e r Übrigen Welt
                Verwendung
  I'-            Vorleistungen
       ll';     . FISIM
  P.6            Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen
   1' hl         . Ausfuhr von Waren
      62
  iL               Ausfuhr von Dienstleistungen
  "lüg"          Bruttoinlandsprodukt/Bruttowertschöpfuiig
                 Saldo des Waren- und Dienslleistungsvcrkehrs
   B II
                 mit der ü b r i g e n Welt
                 Verwendung Insgesamt
   Kl            Abschreibungen
   11.In         Nettoinlandsprodukt/Nettnwcrtschöpfung
            *) 1MS 2 0 0 3 ist die U n t e r g l i e d e r u n g der U n t e r n e h m e n nach !• ii'.enliimein u n d der 11.iush.ille n a c h G r u p p e n nicht ol>Iit.>alorisch
 ---pagebreak---                                                                                       Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t+24 Tabelle 7
*) bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                               Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t+24                                                                                                             Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                           Private
                                                                                                                    Son-           Unter-                                                          *)
                                                                                      *)                                                                                                                             *)   Haushalte
                                                                                   Öffent-
                                                                                               ')                  stige            neh-   Versi-                                               Arbeit-            Emp-       und
                                                                                                                                                                                                                                                                                Dritt- ;
                                                                           Nicht-          Private Finan-          geld-            men     che-                                                 geber                                                                            län- ;
                                                                                    liche                                                                              Lo ka-                                     Fänger Organisa-
                                                                           finan-          nicht-                 schöp-   Son-      des   rungs-                                                 ein-                                                           Mit-             der •
                                                                                   nicht-            zielle                                                            le Ge-                              *)       von     tionen                                       Insti-
                                                                     Ge-    zielle          finan-                 fende   stige  Kredit-  unter-               Bun-            Sozial- Pri- schließ-                                                    Euro-  glied-           und ;
                                                                                   finan-           Kapi- Zen-                                            Zen-         biets-                             Ar-      Ein-      ohne   Nicht                                tutio-
                                                                    samt- Kapi-              zielle               finan-  finan-    und     neli-               des-            versi- vate lich für                                              Übrige päi-   staa-           Inter-!
                                                                                    zielle            tal-  tral-                                 Staat   tral-         kör-                              beit-    kom- Erwerbs- sekto-                                   nen            Total
                                                                     wirt-   tal-           Kapi-                  zielle  zielle  Versi    meii                län-             ch e- Haus- eigene                                                Welt   sehe   ten            natio-i
                                                                                    Kapi-           gesell- hank                                          staat         per-                              neh-     men charak-teri risiert                                der
                                                                    schaft gesell-            tal-                 Kapl-  Mitt-   *"che-    und                  der             rung halte Rech-                                                        Union   der             nale ;
                                                                                     tal-           schaf-                                                             schaf-                             mcr       aus   im Dienst                                       EU
                                                                           schaf-          gesell-                  tal-    ler    rungs-   Pcn-                                                 nung                                                            EU             Orga-j
                                                                                   gesell-            ten                                                                ten                                       Ver-       von
                                                                             ten           schaf-                 gesell-           hilfs- sions-                                                tätige                                                                         nisati-;
                                                                                   schaf-                                                                                                                           mö-    privaten
                                                                                              ten                 schaf-           gcwcr-  kasscn                                                 Per-                                                                           onen :
                                                                                     ten                                                                                                                            gen     I laus-
                                                                                                                     tcn             bcs                                                         sonen
                                                                                                                                                                                                                            halten
             IL 1.2 Primäreinkommensallokationskonto
             Aufkommen
  B.2n        Nettobetriebsüberschuß                                                                                                                    i            1                        i         1        1      1                      i •m            mmmmmm
  D.l        Einkommen aus unselbständiger Arbeit                                                                                                                    \                        1                                                i                       1
 D.11        . Löhne und Gehälter                                                                                                                                    \ .                      i
 D.l 2       . Sozialbeiträge der A rbeitgeber                                                                                                    ;—                 i                        |                                        .                               i
                                                                                                    ——                                                                                        i
 D.121       .. Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber                                                                                                                                                                                 '
 D.l 22      .. Unterstellte Sozialbeiträge der Arbeitgeber
                                                                                                                                                        i            1                        1                                                                        1
  D.2        P r o d u k t i o n s s t e u e m und Einfuhrabgaben                                                                                       i            1                   ...  \                                                                mmm
  D.21        .Gütersteuem                                                                                                                                                                                                                     j               mmmi
  D.211      .. Steuern vom Typ M e h r w e r t s t e u e r (MwSt.)                                                                                                                          [                                                                 lilij
  D.212       .. Einfuhrabgaben ohne MwSt.                                                                                                                                                   |                                                                 a«:?
  D.2121     ... Einfuhrzölle                                                                                                                             _. J                               |                                                                 mmmi
  D.2122      ... Einfuhrabgaben ohne MwSt. und Zölle                                                                                                                                         F                                                                «II
              .. G ü t e r s t e u e r n ohne MwSt. und
              Einfuhrabgaben
                                                                                                                                                                                                        ;      -
                                                                                                                                                                                                                                    '•
                                                                                                                                                                                                                                      . '' j
                                                                                                                                                                                                                                               j
                                                                                                                                                                                                                                                               IUI
  D.29        . Sonstige P r o d u k t i o n s s t e u e m                                                                                                                                   F
                                                                                                                                                                                                                                                               xlllil
  D.3          Subventionen                                                                                                                                                                  E                                                                 :;®;x«
  D.31         .Gütersubventionen                                                                                                                                                            F                                      '  •        |              SSSSS
                                                                                                                                                                                                                                                               ixg*«
  D.311        ..Einfuhrsubventionen
                                                                                                                                                                                             [F                                                j
  D.319       .. Sonstige Gütersubventionen                                                                                                                                                                                              .......               i&ix«
  D.39        . Sonstige Produktionssubventionen                                                                                                                              i        [     [          .                                      1               I«ii
 ^
 (S-)
-u
         *) bis 2003 ist die Untergüederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatoriscl
 ---pagebreak---                                                                                                                                                Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t+24                                                                                                                Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                                                                     Private
                                                                                                                                                       Son-             Unt er-
                                                                                                            ")                                                                                                                                                 *)  Haushalte;
                                                                                                                        *)                            stige               neh-       Versi-                                                   Arbeit-
                                                                                                                                                                                                                                                             Emp-      und    ;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Dritt-;
                                                                                           •Nicht- Öffent- Private           :                        gcld-               men         che-                                                     geber                                                                län- ;
                                                                                                          liche              : Finan-                                                                                Loka-                                  langer Organisa-;
                                                                                           i finan                   nicht                           scliö'p- Son-         des      rungs-                                                      ein-                                                Mit-            der ;
                                                                                   Ge- ; zielle
                                                                                                         nicht       ifll.Ul
                                                                                                                               zielle
                                                                                                                                                      fende stige Kredit- u n t e r - :                         Bun-
                                                                                                                                                                                                                     le Ge-
                                                                                                                                                                                                                            Sozial-; Pri- schließ-     ")     son    tionen
                                                                                                                                                                                                                                                                                              Euro- glied-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    und ;
                                                                                                         finan-                Kaiii - Zeil                                                                          hiets-                           Ar-    Ein-     ohne    I Nicht :.. .                tutio-
                                                                                 samt- : Kapi-                        ziclle                         lui.iii   finan-      und        lieh- : „                 des-        versi- : vate lich für                                                  staa-         inter-:
                                                                                                          zielle             ; tal-          trat                                                 : Staat tral-       kör-                            beit-  kom-   Erwerbs- ; sekto-j Übrige pai-          nen            Total
                                                                                  svirt- ; tal-                       Kapi-                           zielle zielle Vcrsi-            men \                     län-         che- ; H a u s - eigene                                     Welt  sehe  ten          natio-;
                                                                                                         Kapi-               •gesell- b a n k                                                     :       Staat       per-                            nch-   men   charak-ter- risiert •                    der
                                                                                 schaft ; gescll-                      tal-                           Kapi- Mitt-                      und ;                    der          rung : halte Rech-                                               Union  der           nale ;
                                                                                                           tal-              ; schaf-                                                                                schaf-                           nier    aus  im Dienst ;         ;                    EU
                                                                                           i schaf-                  gesell-                           tal-       ler   r u n g s - Pen- •                                                     nung                                                  EU           Orga-j
                                                                                                         gesell-             : ten                                                                                     ten                                   Ver-      von    ;        :
                                                                                           : ten                     schaf                           gesell              hilfs       sions- ;                                                 tätige                                                              nisati-j
                                                                                                         schaf-                                                                                                                                               mö-   privaten ;         •
                                                                                                                       ten                           schaf              gewer- kassen:                                                          Per-                                                               onen :
                                                                                                           ten                                                                                                                                                gen    Haus- ;           ;
                                                                                                                                                       ten                 bes                                                                sonen
                                                                                                                                                                                                                                                                     halten :          :
           Einkommen aus Vermögen
           .. vom Staat
          .. von a n d e r e n Sektoren
          . Zinsen
          .. vom Staat
          .. von anderen Sektoren
P.119     .. FISIM
          . Verteilte Einkommen von
1)42
           Kapitalgesellschaften
           .. vom Staat
          .. von anderen Sektoren
D.421         Dividenden
            . Entnommene        Gewinne aus Quasi-
D.422
          Kap-.talgeseUsch aßen
          ... vom Staut
          ... von anderen        Sektoren
           . Reinvestierte Gewinne aus ausländischen
1)43
           Direktinvestitionen
           .. vom Staat
           ., von anderen Sektoren
           . Auf die Versicherungsnehmer entfallendes
D.44
            Einkommen aus Vermögen
           . Pachten und Entschädigungen für den
D.45       Abbau von Bodenschätzen
           .. vom Staat
           .. von anderen Sektoren
           Aufkommen Insgesamt
      *) bis 2 0 0 3 ist die U n t e r g l i e d e r u n g der U n t e r n e h m e n n a c h E i g e n t ü m e r n u n d der H a u s h a l t e n a c h G r u p p e n nicht o b l i g a t o r i s c h
 ---pagebreak---                                                                                                       Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t + 24                                                                                                    Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                 Private :
                                                                                                            Son-         Unter                                                               *)
                                                                             *)                             stigc          neh-   Versi- :                                                Arbeit-
                                                                                                                                                                                                               I (aushälfe;
                                                                                                                                                                                                                                                               Dritt-
                                                                          Öffent- Private                                                                                                                Kinp-      und   :
                                                                ;Nicht-                                    gcld-           inen    che- ;                                                  geber                                                                 län-
                                                                           liche          •Finan-                                                             Loka-                                     ränger Organisa-;
                                                                ; finan-          nicht-                  schöp-  Son-      des   rungs-;                                                   ein-                                                 Mit-            der
                                                          Ge- : zielle
                                                                          nicht-
                                                                                  finan-
                                                                                          •  zielle
                                                                                                           fende  stige  Kredit-  unter-:              Bun-
                                                                                                                                                             le Gc-
                                                                                                                                                                      Sozial-: Pri- schließ-
                                                                                                                                                                                                   *)     von     tionen ;
                                                                                                                                                                                                                                           Euro- glied-
                                                                                                                                                                                                                                                        Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                                 und
                                                                          finan-          : Kapi- Zen-                                           Zen-         biet.s-                             Ar-    Ein-      ohne    : Nicht                      tutio-
                                                         samt- j Kapi-             zielle                 finan-  finan-   und     nch- |              des-           versi- ; vate lich für                                       jÜbrige päi-  staa-         inter-
                                                                           zielle         | tal-    tral-                                  Slaat tral-         kör-                               beit-  kom- Enverbs- ; sekto-                          nen           ; Total
                                                          wirt- i tal-             Kapi-                   zielle zielle Versi-    men :               län-            che- i l l a u s - eigene                                   : Welt   sche  ten          natio-
                                                                          Kapi-           : gesell- bank                                         staat         per-                               nch-   men charak-ter; risiert                         der
                                                         schaft ; gesell-           tal-                  Kapi-   Mitt-   che-     und ;               der             rung • halte Rech-                                                  Union  der           nale
                                                                            tal-          : schaf-                                                           schaf-                               mer     aus  im Dienst :                               EU
                                                                ; schaf-          gesell- ;                  tal-   1er  riings-   Pen- ;                                                  nung                                                   EU           Orga-
                                                                          gescll-             ten                                                              ten                                       Ver-       son   •
                                                                : ten             schaf-                  gcsell-         hilfs-  sions- :                                                tätige                                                               nisati-
                                                                          schaT-                                                                                                                         mö-    privaten ;
                                                                                    ten                   schaf-         gess'er- kassen:                                                  Per-                                                                 onen
                                                                            tcn                                                                                                                           gen     Haus- ;
                                                                                                             ten           bes                                                            sonen
                                                                                                                                                                                                                  halten
             II. 1.2 Primäreinkommensallokationskonto
             Verwendung
   D.4       Einkommen aus Vermögen
             . an den Staat
                                                                                                                                                          -4-
             . an andere Sektoren
   D.41      . Zinsen
            . an den Staat
              . an andere Sektoren
  P.119      .. FISIM
            . Verteilte Einkommen von
  D.42
             Kapitalgesellschaften
            .. an den Staat                                                                                                                             _._!_
            .. an andere Sektoren
  D.421     .. Dividenden                                                                                                                               mmm:
            .. Entnommene Gewinne aus Quasi-
  D.422     Kapitalgeseüsch aften
            .. an den Staat
            .. an andere Sektoren
             . Reinvestierte Gewinne aus ausländischen
   D.43      Direktinvestitionen
             .. an den Staat
             .. an andere Sektoren
             . Auf die Versicherungsnehmer entfallendes
   D.44
             Einkommen aus Vermögen
             . Pachten und Entschädigungen für den
   D.45      Abbau von Bodenschätzen
             .. an den Staat
             .. an andere Sektoren                                                               «
             Nettovolkseinkammen/Saldo der
   B.5n
             Nettoprimäreinkommen
             Verwendung Insgesamt
<-C7
        *) bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                             Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t + 24                                                                                           Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                             Private •
                                                                                                                 Son-          Unter-                                                    *)
                                                                                   *)                                                                                                                 *)   Haushalte;
                                                                                Öffent-
                                                                                            ')                  stige           nch-   Versi-                                        Arbeit-
                                                                                                                                                                                                    Emp-       und :
                                                                                                                                                                                                                                                            Dritt-
                                                                        Nicht-          Private                 geld-           men     che-                                          geber                                                                   län-
                                                                                 liche           Finan-                                                        Loka-                                Tanger Organisa-;
                                                                        finan-           nicht-                schöp-   Son-     des   rungs-                                           ein-                                                   Mit-           der
                                                                                nicht-            zielle                                                       le Ge-                          *)    von     lionen ;          ;                     Insti-
                                                                 Ge-     zielle          finan-                 fende   stige  Kredit- unter-             Bun-          Sozial- Pri- schließ-                                           Euro- glied-          und
                                                                                finan-           Kapi- Zen-                                         Zcn-       bicts-                         Ar-    Ein-     ohne   : Nicht j                       tutio-
                                                                sa m t- Kapi-             zielle               finan-  finan-    und    nch-              dcs-          versi-  vate lich für                                    Übrige päi-  staa-         inter-
                                                                                 zielle            tal-  tral-                                Staat tral-       kör-                          beit- kom-    Erwerbs- ; sektc-                         nen          Total
                                                                 wirt-    tal-           Kapi-                  zielle  zielle Versi-   men               län-           ch e- Haus- eigene                                    I Welt    sehe  ten          natio-
                                                                                Kapi-            gesell- bank                                       staat       per-                          neh-   men   charak-ter: risiert                        der
                                                                schaft  gesell-            tal-                Kapi-   Mitt-    che-    und               der            rung halte Rech-                                      :        Union der            nale
                                                                                  tal-           schaf-                                                        sc h af-                       mer    aus   im Dienst ;                                EU
                                                                        schaf-          gesell-                  ta I-   ler   rungs- Pen-                                             nung                                                    EU           Orga
                                                                                gesell-            ten                                                           ten                                 Ver-      von   ;
                                                                          ten           schaf-                 gesell-          hilfs- sions-                                         tätige                                                                nisati
                                                                                schaf-                                                                                                               mö-    privaten :
                                                                                           ten                 schaf-          gcwcr- kassen                                           Per-                                                                  onen
                                                                                  ten                                                                                                                gen     Haus- ;
                                                                                                                 tcn             bes                                                  sonen
                                                                                                                                                                                                             halten :
             IL2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
                                                                                                                                                                                                                             r
             Aufkommen
             Nettovolkseinkommen/Saldo der
B.5n
             Nettoprlmärelnkommen
             Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen
D.5
             usw.
D.51         . Einkommensteuern
D.59         . Sonstige laufende Steuern
D.61         . Sozialbeiträge
D.611        .. Tatsächliche Sozialbeiträge
D.6111       ... Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
             .... Tatsächliche Pflichtsozialbeitrâge    der
D.611U       Arbeitgeber
             .... Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge der
D. 61112     Arbeitgeber
             ... Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen
D.6112       Sozialbeiträge
D.61121      .... Pflichtsozialbeitrâge   der Arbeitnehmer
D.61122      .... Freiwillige Sozialbeiträge   der Arbeitnehmer
D.6113       ... Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern                                                                                                                                                                      1
             .... Pfächtsozialbeiträge    von
D.61131
             Nichtarbeitnehmern
             .... Freiwillige Sozialbeiträge   von
D.61132
             Nichtarbeitnehmern
D.612         .. Unterstellte Sozialbeiträge
         *) bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                                    Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t + 24                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Privatc
                                                                                                                                                                                                         Son-                                         Unter-                                                                                                                                                  *)
                                                                                                            ")             *)              j                                                            stige                                          neh-     Versi                                                                                                                       Arbeit-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      *)     Haushalte
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Dritt-
                                                                                                      Öffent-                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Emp-          und
                                                                                          Nicht-                     Private                                                                           geld-                                           men       che-                                                                                                                            geber                                                                                                                                                                             län-
                                                                                                         liche                               Finan-                                                                                                                                                                      Loka-                                                                                                                                                     langer    Organisa-
                                                                                                                       nicht-                                                                     schöp- Son-                                           des     rungs                                                                                                                                   ein-                                                                                                                                                       Mit-            der
                                                                                 Ge-        zielle
                                                                                                        nicht-
                                                                                                                       finan-
                                                                                                                                              zielle
                                                                                                                                                                                                      fende stige Kredit u n t e r                                                                                Buii-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         le Ge-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Sozial- Pri-                                        schließ-                                                         *)                       son       tionen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Euro-   glied-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   und
                                                                                                        finan-                               K a p i - Zen-                                                                                                                                               Zen-           hicts-                                                                                                                       Ar-                            Ein-        ohne            Nicht ..                                                 tutio-
                                                                               samt-       Kapi-                        zielle                                                                      finan-                                  finan-     und       neh-                                             des-                    versi-                                  vate       lich für                                                                                                                                                                            inter-
                                                                                                         zielle                                 tal-                 tral-                                                                                                                        it tral-                 kör-                                                                                                                    beit-                            kom-                         sekto- ü b r i g e                          päi-  staa-   nen           Total
                                                                                wirt-        tal-                      Kapi-                                                                          zielle zielle Versi                                        men                                              län-                        che- Haus-                                                                                                                                                                                              We,t  ,che    te
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 natio-
                                                                                                         Kapi-                               gesell- bank                                                                                                                                                 staat            per-                                                                                                                     nch-                             men     charak-ter               risiert                                          "   der
                                                                               schaft     gesell-                        tal-                                                                       Kapi- Mitt-                                        dic-      und                                              der                        rung                                 halte          Rech-                                                                                                                                                     U
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  nale
                                                                                                          tal-                               schaf-                                                                                                                                                                      scliaf-                                                                                                                     m cr                            aus     in, Dienst                                                      '"0n    <"    EU
                                                                                           schaf-                     gcsell-                                                                              tai-                              1er      rungs      Pen-                                                                                                                              nung                                                                                                                                                             EU           Orga-
                                                                                                        gesell-                                 ten                                                                                                                                                                        ten                                                                                                                                                      Ver-         von
                                                                                             ten                      sch af-                                                                      gesell-                                             hilfs- sions-                                                                                                                             tätige                                                                                                                                                                          nisati-
                                                                                                        schaf-                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       mö-      privaten
                                                                                                                         ten i                                                                     schaf-                                            gewer- kassen                                                                                                                                    Pcr-                                                                                                                                                                        onen
                                                                                                           ten                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       gen       Haus-
                                                                                                                                                                                                            ten                                         bes                                                                                                                                                                                                                                    halten
n 62
        . Sozialleistungen auller sozialen
        Sachübertragungen
                                                                                                                                                               mm
                                                                                                                                                                mmm
                                                                                                                                                                                               •II iiill Iilli                                     '•yyyyy-y-y
                                                                                                                                                                                                                                                   mmmmmmmm mm
                                                                                                                                                                                                                                                                       xxiix.xX;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        +yyyyy>+
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        lyyyyyyyy;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            mmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            >y>>yyyy>;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            •: y.-y.yyyy]
D.621   .. Geldleistungen           der         Sozialversicherung                       mmmmmm                    •:::+:::::::::::::::::-
                                                                                                                                            mmmmm mmm mm                                                                                   mmm                                                            mmm   mmm mmmmmm
                                                                                                     mmm; i i l l i                                                                                                                                            mmm mm mmm
                                                                                                                                                               III                                                                                                                                                                  mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Ell
                                                                                                                                                                                               • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
D. 622
        .. Nach dem
          _         .        .
                                   Kapitaldeckungsverfahren
                                        „ . „ . .
                                                                                         mm •••mmm   mmmi I I « mm
                                                                                                                                                                                               m-mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                   •111        mmm      X:X:X:X:;                         mmm           mmmmmm                                                                                                                                                              mmmm
       finanzierte private
        .. Nach dem Umlageverfahren
        SoziaUeistungen für
                                           Sozialleistungen
                                              Arbeitnehmer
                                                          finanzierte
                                                                                         :
                                                                                         mm
                                                                                           mmm mmm :ï:ï:*:W:W: mmm
                                                                                         mmm
                                                                                                     mmm l i l i i mmm
                                                                                         xmm< mmmmmmm mmm
                                                                                                                                         :
                                                                                                                                            mmm
                                                                                                                                                               111
                                                                                                                                                               :
                                                                                                                                                                 :::: ::::            :'•:•<:
                                                                                                                                                                                               mm
                                                                                                                                                                                               mm mm mmm
                                                                                                                                                                                               :•:•: yy+yyiy
                                                                                                                                                                                                                                           mm \mmm mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                               •11 III  mm
                                                                                                                                                                                                                                                                      mm iviviväv mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                      : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                •mmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                l i l i mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmmI I I I
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                mmmmm mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    «:W:-:W:ö:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            mmWÊi
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            ^yssssssy^y^y.
D.624
D.7     ..Sonstige
            Geldleistungen
                        laufendeder    Ü b e rSozialhilfe
                                               tragungen
                                                                             ":"x"x"" mmmmmm                                                                                                                                                                                                                                                                                     mmm mmm >mm:                                               V:-:-x"x" mmm
        . vom Staat
                                                                             mmmmm
                                                                                                                                            mmm                :•:-:-:-:••:•:•:.
                                                                                                                                                                                                                                           mm mm7m" mmm
        . von a n d e r e n Sektoren                                         mmm mmm mmm Èmmm                      mmmm                     mmm                mm                              mmm                                         mm      mmm
                                                                                                                                                                                                                                                               mm mm « I i mmmmmm I I « •mmm mmm mm m-»:.:::-:-:-:::                                                             mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmmmm.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           mmm                                    ••mmm
D.72     . Nichtlebensverslcherungslcistungen
                                                                                         mmm
                                                                                                     mmm                                                                                                                                                                v.v.-.v. V                                                                                                                                                                                                mmmmmmmm                                                           mm mmmmm mm I « j
                                                                                                     mmm mmm.
                                                                                         mmm mmm-
                                                                                                                                                                                               IUIIII
                                                                                                                                            x-:-x"-""
         . Laufende Ü b e r t r a g u n g e n innerhalb des
                                                                                                                                                               :•:-:-:•:•:•::•:-
                                                                                                                                                                                                                                                   mmm mm                                                                                                                        lllli  •mmmm                                               :|:v:-;|:j:>x:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  «ii                      : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            lllli
                                                                                                                                                                 :-:•:•:•:•:• -:•:
                                                                                         mmm mmm Wmm « I ! Iii;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           x : : : : : x-; : Xv:
D73                                                                                                                                                                                                                                                mmm t i l i                                                                                                                   mmm
         Staates                                                                         mmm:£ : w # ; y ; ï f                              ««                                                 mm
                                                                                                                                                                                                                                           mm£<    ••vm&Xtx-                                                                                                                             '•m'mm-.mm                                                                               mmmm mmmmmm
                                                                                         mmm                       mmm                                                                                                                     •II                                                                                                                                                                                                                                    mmm
                                                                                                                                                                ïft'ww
I) 74
         . l a u f e n d e Ü b e r t r a g u n g e n im R a h m e n der
         internationalen Z u s a m m e n a r b e i t                                     mm
                                                                                                     mmm. mmmn
                                                                                                                                            III
                                                                                                                                                                x : X;x ; : :•;.•
                                                                                                                                                               1111Immm
                                                                                                                                                                                                                                                   mmm
                                                                                                                                                                                                                                                               111!                                                                                                              mm     :¥:¥:::::v:::v:x
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            • : • : • : • : • : • : • : • : • : • mmmm      i « I «        lllli
                                                                                                     mmm           mmm mmm mmm                                                                              I « I I I :mmm                         mmm l i l l                                                                                                                   mmm                                                       mmm                                    mmmmmmmm                                                           mmmmmmmmmmm mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                     mmm                                                                                                                                                                                                                                                                         mm ••mmm.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  xWx-xox-:
         .. von den Institutionen der EU
I) 75    . Laufende Ü b e r t r a g u n g e n a.n.g.                                     mm          mimm                                   TT:-. T 7?:'7.«_ :
                                                                                                                                                               mm                              mmm                                         WxWxï-  mmm                                                                                                                           mmm
                                                                                                                                                                                                                                                   mmm mm
         .. vom Staat                                                        :r^-«I                                                         mmm
                                                                                                                   >>*x*:*:v:v. mmm mmm i « I ISSSS:
                                                                                         mmm-                                                                                                                                                                  mmm                                                                                                               mmm mmmm x-x-x-x-x-                                           : : :::::
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            :xx:::::
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  mmmmmmmm 85:*K :$? mmmmmmmmmmmmmmmmmm
         .. von anderen Sektoren                                                                                   my^yymym-
                                                                                                                                            mmm. mmmmmm« I :
                                                                                                                                                               • : • : - : - : : • : - : - : •
                                                                                                                                                                                                                                                               mmm    mm                                  mm    mmi     mm         x':W:x:xxx                                    mmm    mmmm                                              • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  mmmmmm mmmA              :                           :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  mmm            mmm
         ... BSP-Ahgabe
         Aufkommen Insgesamt                                                                                                                                                                                                                                     _ _
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             v.-.-,-.-.-.-.-.-.
            2 0 ( H IM die U n t e r g l i e d e n i n g der U n t e r n e h m e n n a c h F . i g e n t ü n i e m u n d d e r H a u s h a l t e n a c h G r u p p e n nicht o b l i g a t o r i s c h
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Private
                                                                                                                                                                                                                 Son-                                                          Unter-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             __ , .              ')     Haushalte
                                                                                                                                                                                                              Stiße                                                                neh                                        V m i                                                                                                                                                                                         Arbeit-                                                                                                     Dritt-
                                                                                                                                 Öffent-           *>                                                                                                                                                 "                                                   "                                                                                                                                                                                  Emp-             und
                                                                                          Nicht-                                   .. ,       Private _,,                                                 fc   geld-                                                                  inen                                          ehe-                                                                                                                                                                                                                                                                                                  län-
                                                                                                                                   liche                Finan-                                                                                                                                                                                                                                                                                                Loka-                                                             eln          Tanger Organlsa-
                                                                                           finan-                                   , ,,
                                                                                                                                  nicht- __
                                                                                                                                               nicht-      , .,
                                                                                                                                                         zielle
                                                                                                                                                                                                          schöp- Son-
                                                                                                                                                                                                                                      '
                                                                                                                                                                                                                                                                                        des r u n gb s -                                                                                                                                                     le Gc-                                                                  -                                                                                    Mit-   .      der
                                                                                Ge-          zielle                                       finan-         ,, , „                                              fende stige K r e d i t - unter-                                                                                                                                                                             Bun- , .                                           Sozial-                                                     *)    von              tioncn
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      P n - schließ-    ,     _.                          ,                          KT, .
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Euro- glied-      , und
                                                                                                                                  finan-          . ,_   K a p l - Zen-                                                                                                                                                                                                                 Zen-                                                                  biets-                                                        ,, , __.    Ar-   Ein-                  ohne                              Nicht ..                   tutlo-
                                                                               samt-        Kapi-                                               zielle                                                      finan- finan- u n d nch-                                                                                                                                                                                         des-                              . ..             versi- vate lieh fur                                   , ,                                                                  Ubrige päl-   staa-         Inter-
                                                                                                                                   ziclle      Tr         tal-           trai-                                                                                                                                                                                        Staat             tral-                                 .                             kör-                                                                       beit-  koni- Erwerbs- sekto- Welt                                             sehe  ten      ,   natio- Total
                                                                                wirt-              tai-                             _ ,        Kapl-                                            , zielle zielle Versi- m e n                                                                                                                                                                                                 lan-                                                    che- H a u s - eigene                                .                .                        .                 ,,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       staat                                                                per-                                                              ,_ ,     neh-   m e n c h a r a k - t e r risiert                                                    der
                                                                               schaft     gesell- KX'                                            tal- ^               h
                                                                                                                                                                          ™k                              Kapl- M i t t -                                                          che- und                                                                                                                                    dCr                                                                                    halte R e c h -                   . ^.                                                        Union  der     _ .    nale
                                                                                                                                    tal-                 schaf-                                                                                                                                                                                                                                                                                              schaf- r U n ß                                                            nier     a u s im Dienst
                                                                                           schaf-                                        ,,    gesell-     _                                                        t a l - 1er                                               r u n gb s -                                         Pen-                                                                                                                                                                                                                                                                                    EU           Orga-
                                                                                                                                  gesell-          , ,     ten                                                                                                                                                                                                                                                                                                  ten                                                             .. .          V e r - von
                                                                                                    ten                              , ,       schaf-                                                     gesell-                                                                 hilfs-                                      sions-                                                                                                                                                                                          tätige                                                                                                    nisati-
                                                                                                                                  schaf-                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       mo-          privaten
                                                                                                                                                  ten                                                      schaf-                                                            gewer-                                          küssen                                                                                                                                                                                                                                                                                                      onen
                                                                                                                                    ten                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        gen               Haus-
                                                                                                                                                                                                                    ten                                                                  bes                                                                                                                                                                                                                                  sonen                             . ._
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                halten
          1X2 Sekundäres Einkommensverteilungskonto
          Verwendung
D.5
           Laufende Steuern auf E i n k o m m e n , V e r m ö g e n
           usw.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     •11           ,
D.51
D.59
D.61
           .Einkommensteuern
           . Sonstige laufende Steuern
          . Sozialbeiträge
                                                                                      •i                                        mmmm
                                                                                                                                mmmm         «iii      iii         mm W S S ^ i mmmm« I i i
                                                                                                                                                                                                       « « mmm
                                                                                                                                                                                                                                                    : x : :-x : x : : ; i-!-!-:-:-:-:-:-:-:-:-:-
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        : • : - : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    mmI « mmm mmmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    mm mmmmmmmmm« l i s
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      «ill
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      mmmmm mm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    ii
D.611      .. Tatsächliche Sozialbeiträge                                                                                       •••mmmm mmmmm                     mmm                                                                                                   : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmm                                                       mmmmmm mmmmmmm                                                                                                                                                      mmmmm mmm
D.6111     ... Tatsächliche Sozialbeiträge d e r A r b e i t g e b e r                mmm mmmm mmmm mmmm':mmmm mm mml l l l i mmm mm mm mmmmmmmm                                                                                                                                                                                                                    •mmmm                                                                                                                                                                                                                           ••mmmm
          .... Tatsächliche Pflichtsozialbeiträge                   der
                                                                                      1111lllli1111
                                                                                      - : • : . : - : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                             mmmm
                                                                                                                                                       111mm       mm                                  II                                          mmm
                                                                                                                                                                                                                                                    mmm liit mmm                                                        mmm mmm                                     mm •II III mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            mmm mmmm
D.61111        . .
          Arbeitgeber
                                                                                                                                                                                                                                                   mmmm                                                                                                                                                                                                     mmm mmm                                                                                   lllllll lllli
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            •si
                                                                                      *mm>:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 ::                    ;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmm i « Wm'm S: : 'x'x m
                                                                                                                                             lllllll tili mmm mmm «I III mmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      XÖX-:WX-::-XÄ
          .... Tatsächliche freiwillige Sozialbeiträge                    der         mmm                                       Äväxv.vv:'-:                                                                                                                                                                                                                                                                      XvXvX; ;X;                                            : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      x : X;x : x : : : : : : : : : :v'..:;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        vmmm<-i l l                                                                                                                                      mmm
D. 61112    . . • .
          Arbeitgeber
                                                                                      Imm            II « I I                   1111                               : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                   • : • : • : • : • • : • : • : • :
                                                                                                                                                                                                       111                                                              1111
                                                                                                                                                                                                                                                                        lllli! 1111 111
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  1111mmm m mmm                                                                                                                                                       •: : x : : : : : : : : : : : : : x : :^>:.: ; •mm--, m
                                                                                                                                             III III                                                                                                                                                                                                                11!
                                                                                                                                                                    •mmmm:                                                                          X-X-X-ÏX-
           ... A r b e i t n e h m e r a n t e i l d e r tatsächlichen                                                                                             mmm                                                                                                                                                  mmmm                                                                                      • : • : • : • : - : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            mmm          mmmm                                                                 '       mmmm*
                                                                                      mm
                                                                                                                                mmmmmmm « I I mmm« i l mmssssss 1
                                                                                                                                                                   mm                                                                                                                                                                                                             mmmm mm                                                                                mmm                                                                                                                        mmm
D.6112     _ . . . „ ..
           Sozialbeitrage                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   mmm          mmm\
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      ««Il
D. 61121  .... Pflichtsozialbeiträge                der     Arbeitnehmer               mmm                                                                                                                                                                                                                              mmm                                         mmm           mmm                             mmm                                       mmm
D. 61122  .... Freiwillige Sozialbeiträge der                     Arbeitnehmer        mmmm                                      >>>>>>>>>>>>:mmmmI i « mmmmmm mm mmmmI I « mm mmm                                                                                                                                                                                                                                 mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            :\ yyyyyyy.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        mmm\
                                                                                                                                mmmm mmm mmm mm mmm                                                                                                                     mmmmmmm mmm: mmmmmmimmmm
D.6113    ... Sozialbeiträge von N i c h t a r b e i t n e h m e r n
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  mm mmmm
D.61131
          .... Pflichtsozialbeiträge
                        , . ,
          Nichiarbeitnehmern
                                                     von
                                                                                      in                                        mmm
                                                                                                                                mmm mmmm l l l l i lit
                                                                                                                                                       mmm          ;X-x-x ; :-x                       : • : • : • : • : • : • : • : • : • : • : •
                                                                                                                                                                                                       111                                         1111                  mmm
                                                                                                                                                                                                                                                                        « 1 1 llllii l l mmmIII III l i l i i
                                                                                                                                                                                                                                                                         mmmm.
D.61132
D.612
          .... Freiwillige Sozialbeiträge
           w .          L •
          Nichtarbeitnehmern
                                  ,
          .. Unterstellte Sozialbeiträge
                                                           von
                                                                                      iisiii l l l l i mmm 1111 i l l
                                                                                                                                mmm
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                                                                                                                                                       •.mmmmm
                                                                                                                                                                   111 ill                                                                                               mmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                         mmmm                                           111                                          :_xX : x : x
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     •III
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  mmm
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  «ii                             •IS                                       III mmm      mmm
         bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                       Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t+24                                                                                                           Tabelle 7
                                                                                                                                                                              :           t                      Private
                                                                                                          Son-            Unter-
                                                                                                                                                                              •              '           *)    Haushalte
                                                                                                          stige             neh-    Versi-                                   i      Arbeit-            _ '                                                          Drltt-
                                                               „, ,    Örfent- „ , '                                                                                         :                         Emp-         und
                                                               Nicht- ., ,       Private  „.              geld-
                                                                                                          B                  men     chc-                                    •        geber                                                                           län-
                                                                        liehe      ,      Finan-            ...                                               Loka-           i                        Tanger  Organisa-
                                                               finan-    , ,.     nicht-                schop-     Son- des         rungs-                    i r>            :        e i n
                                                                                                                                                                                              -   .N              ,,                 :               Mit- . ,, der
                                                                 , „   nicht- _                                                                         _.    le Ge-  „ . , : „ ,      ...          )   von       tionen
                                                         Ge-   zielle _           flnan-  „ . _          fende     stige Kredit-    unter-              Bun- , .      Sozial-i PrI- schließ-                                         :         „      . . . Instl-
                                                                       finan-             Kapi- Zen- _             _              ,              Zen-          biets-      , :      ,, ,         Ar- Ein-          ohne    Nicht :             Euro- glied-     ,    und
                                                        samt- Kapl-       , ..    zielle                •finan-     finan- und       nch-
                                                                   T    zielle , , ,                                                       Staat tral-          kor-     ,   •         .         bcit- koni-    Erwerbs- sekto- \-„         .    ...
                                                                                                                                                                                                                                     • Übrige pal- staa-
                                                                                                                                                                                                                                                            tutio- .
                                                                                                                                                                                                                                                                     inter- \ Total
                                                         wirt-   tal- K ,_ Kapi-                  „ . , zielle     zielle Versi-     men          , .    hin-           che- :Haus-  eigene         ,           ,     ,              :  ,_,  .    .          nen
                                                                                          gesell- bank                                           Staat          per-         :, ,    _ ,         neh- men      charak-ter risiert : Welt sehe         ten     ,      natio-
                                                        schaft gesell-       .     tal-       . .        Kapl-     Mltt- che-        und                 der     , ,   rung : halte  Rech-                     , _,                  '•                      der
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                                                                                                   -       a i l                     T,                       schaf-         :                   mer    aus    Im Dienst
                                                               schaf-          „ gesell-                                                                                     :         nung                                          j         Union  der            nale
                                                                       gesell-       , ,                   tal-      1er  rungs- Pen-                           ten                                     Ver-       von
                                                                 ten       , ,   schar-     t e n
                                                                                                                a.         i  - o                                            :        tätige                                         !                EU             Orga-
                                                                       schaf-                                                                                                ::                         mo-     privaten
                                                                                   ten                  gesell-            hilfs- sions-                                              Per-                                                                          nisati-
                                                                         ten                                                                                                 :                          gen       Haus-
                                                                                                         schaf-           gewer- kassen                                      :        sonen                       , ,,                                               onen
                                                                                                                                                                             •                                    halten
                                                                                                           ten               bes
           . Sozialleistungen außer sozialen
           Sachübertragungen
D.Wf       .. Geldleistungen der Sozialversicherung
           .. Nach dem Kapitaldeckungsverfahren
          finanzierte private Sozialleistungen
           .. Nach dem Umlageverfahren finanzierte
           Sozialleistungen für Arbeitnehmer
D. 624     .. Geldleistungen der Sozialhilfe                                                                                                                                                          mmmm
D.7        Sonstige laufende Übertragungen
           . an den Staat
                                                                                                     — —           —      —         —                                          mmm              mmm.mmm
           . an andere Sektoren
D.71       . Nichtlebensverslcherungs-Nettoprämien
D.72       . Nlchtlebensversicherungslelstungen                                                                                                                                                                          iraW:;:;:;?
           . Laufende Übertragungen Innerhalb des
D 7 3
            Staates                                                            .            s                                                                                                                 illli-II
            . Laufende Übertragungen im Rahmen der
            Internationalen Zusammenarbeit
            . an die Institutionen der EU
D.75       . Laufende Übertragungen a.n.g.
            .. an den Staat                                                                                                                                                                                                                                        iyf'ümi
            .. an andere Sektoren
 B.6n
            ... BSP-Abgabe
            Verfügbares Nettoeinkommen
                                                                                                                                                       « «    mmmmmmmi l « « I i i mmm                                               mmmm« «
            Verwendung Insgesamt
       *) bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                      Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t+24                                                                                          Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                     Private :
                                                                                                         Son-          Unter-                                                     ")            *)  Haushalte-
                                                                                     *)                  stige          neh-     Versi-                                        Arbeit-                                                            Dritt-
                                                                        Öffent-                                                                                                              Emp-      und   ;
                                                               Nicht-            Private Finan-          geld-          men        ch e-                                        geber                                                               län-
                                                                          liche                                                                            Loka-                             fänger Organisa-:
                                                               finan-             nicht- zielle         schop-   Son-    des     rungs-                                          ein-                                               Mit-            der
                                                                         nicht-                                                                            le Ge-                                    tionen   |                            Insti-
                                                        Ge-     zielle            finan- Kapl- Zen- fende        stige Krcdit-   tintcr-             Btin-        Sozial- Pri- schließ- ")    von
                                                                                                                                                                                                      ohne   :  Nicht         Euro- glied-          und
                                                                         finan-                                                                Zcn-        blcts-                                                                          tutio-
                                                       samt- Kapl-                zielle                finan-  finan-   u nd     nch-               dcs-         vcrsi- vate lich für Ar-    Ein-
                                                                                                                                                                                                    Erwerbs- j sekto- Übrige päi- Staa- nen
                                                                                                                                                                                                                                                  Inter-
                                                                          zielle            tal- tral-                                   Staat tral-        kör-                                                                                          ! Total
                                                        wirt-    tal-             Kapl-                  zielle zielle Versl-     mcn                län-          che- Haus- eigene bcit- kom- charak-tcrj risiert Welt sche        ten          natio-
                                                                         Kapi-             gesell- bank                                        staat        per-                        neh- men                                            der
                                                       schaft gesell-               tal-                Kapl-   Mitt-   chc-       und               dcr           rung halte Rech-                                           Union  der           nale
                                                               schaf-
                                                                           ta 1-
                                                                                 gesell-
                                                                                           schaf-
                                                                                                          tal-    ler  rungs-     Pen-
                                                                                                                                                           schaf-                       mer    aus im Dienst j                       EU
                                                                                                                                                                                                                                            EU Orga-
                                                                         gesell-            ten                                                              ten                nung                   von   j
                                                                 ten             schaf-                 gesell-         hilfs-   sions-                                                       Ver-                                                nisati-
                                                                         schaf-                                                                                                 tätige              privaten ;
                                                                                    ten                 schaf-         gewcr-    kassen                                                       mö-                                                  onen
                                                                           ten                                                                                                   Per-                Haus- :
                                                                                                          ten            bcs                                                                  gen
                                                                                                                                                                                sonen                halten j
         EL4.1 Konto für die Verwendung des verfügbaren Eink immens
         Aufkommen
B.6n     Verfügbares Einkommen, netto                                  1                                                       1                                                                                            .
         Berichtigungsposten für die Veränderung der
D.8      Nettoansprüche der privaten Haushalte an
         Pensionskassen                                                                                                        ]
         Aufkommen Insgesamt                                           j
                                                                                                                               1                                                     (
         IL4.1 Konto für die Verwendung des verfügbar en Einkiimmens
         Verwendung
P_3      Ausgaben für den letzten Verbrauch
P_31     . Ausgaben für den Individualverbrauch               •
P_32     . Ausgaben für den Kollektiwerbrauch
         Berichtigungsposten für die Veränderung der
D.8      Nettoansprüche der privaten Haushalte an
         Pensionskassen
B.8n     Nettoersparnis
         Saldo der laufenden Transaktionen mit der
B12
         Übrigen Welt                                                                    .                                                                                                                                                                IUI
         Verwendung Insgesamt
     *) bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                  Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t + 24                                                                                                                                                                                             Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Private
                                                                                                         *)
                                                                                                                                                                     Son-                                          Unter-                                                                        *)                                  *)                      Haushalte
                                                                                                     Öffent-
                                                                                                                  *)                                                 stige                                            neh-           Vcrsi-                                                  Arbeil-                      Emp-                                  und
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Dritt-
                                                                                  Nicht-                      Private                                               geld-                                             men             che-                                                    geber                                                                                                                        län-
                                                                                                       liche               Finan-                                                                                                                                Loka-                                                  Tanger Organisa-
                                                                                                               nicht-                                              schöp-         Son-                                 des          rungs-                                                      ein-                                                                                                 Mit-                   der
                                                               Ge-                  zielle
                                                                                                      nicht-
                                                                                                               finan-
                                                                                                                                zielle
                                                                                                                                                                    fende          stige                          Kredit-           untcr-                  Bun-
                                                                                                                                                                                                                                                                 le Ge-
                                                                                                                                                                                                                                                                         Sozial- : Pri-      schließ-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           *) von tionen                                                                       Euro- glied-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           und
                                                                                                      finan-                  Kapi- Zen-                                                                                                              Zen-        biets-                                 Ar-                  Ein-                              ohne    Nicht                                  tutio-
                                                           samt- Kapi-                                          zielle                                             finan-        finan-                               und             neh-                  des-         versl- : va te      lich für                                                                                   Übrig« päi- staa-                 inter-
                                                                                                      zielle                        tal- tral-                                                                                                  Staat tral-       kör-                                  beit- kom- Erwerbs- j sekto-                                                                             nen              Total
                                                             wirt-                    tal-                     Kapi-                                                zielle       zielle                            Versi-             nien                  län-          che- Haus-          eigene                                                                                     Welt sche    ten                 natio-
                                                                                                      Kapl-                 gesell- bank                                                                                                              staut       per-                                  neh- n!en charak-teri risiert                                                                            der
                                                           schaft gesell-                                        tal-                                              Kapi-        Mitt-                                 che-            und                   der           rung halte          Rech-                                                                                            Union der                   nale
                                                                                                        tal-                schaf-                                                                                                                               schaf-                                  mer                     aus im Dienst                                                                   EU
                                                                                  schaf-                      gesell-                                                 tal-              ler                        rungs-            Pen-                                                      nung                                                                                                   EU                  Orga-
                                                                                                     gesell-                         ten                                                                                                                           ten                                                       Ver-                               von
                                                                                      ten                     schaf-                                               gesell-                                           hiirs-          sions-                                                   tätige                                                                                                                     nisati-
                                                                                                     schaf-                                                                                                                                                                                                                    mö-                            privaten
                                                                                                                 ten                                               schaf-                                          gewer-                                                                      Per-                                                                                                                       onen
                                                                                                        ten                                                                                                                                                                                                                    gen                             Haus-
                                                                                                                                                                      ten                                              bes                                                                    sonen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               halten
           ULLI Konto für die Veränderung des Reinvermogens aufgrund von Ersparnis und Vermogensübertragungen
           Veränderungen der Verbindlichkeiten und des
           Reinvermögens
B.8n        Nettoersparnis
D.9         Vermögensübertragungen
           . vom Staat                                 mmmmmmmm mmm mmmmmmmmm mmm x&x-xv.*: mmmm mmm                                                                                                                                                                                        mmm mm mmm mmmmm
           . von anderen Sektoren                      mmmmmmm mmmm. mmmmmmmmmmmmmmm                                                                                                                                               •mmmmm-                                       mmm                                                                                                    mmm
D.91       . Vermögeiiswlrksame Steuern                                                             mmm mmm                                                                                                      mmmmmmmm                                                        mmmm mmmmimmm
                                                                                                             mmmm mmm                                          mmmmm
                                                                                                                                                                   mmm mmm
                                                                                # * > ' < # : > * •
           .. vom Staat                                mmm                      ::::x::::::::::::;:                                                                         m:mmm                                                                                                mmmmmmmmm mim                    mmm
                                                                                                    mmm                 mmm                                                xrxx-x-x
                                                                                                                                                                                                                 mmm                                                                        yX$+<Zy>r- S:*:*:*:*
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             mmmmmm-
           .. von anderen Sektoren                     mmmmmmmmmmm mmmm mmm                                                                                       mmm                                                                                                                                             mmm mmmm
D.92       . Investitlonszuschüsse                                                                                                                             mmm         • : • : • : • : • : • : • : • : • : • mmmmm
                                                                                                                                                                                                                                   mmm                                           mm
           .. vom Staat                                                                             :mmmmm mmmm
           .. von anderen Sektoren                     mmm mmm                                                          mmmmmmmmi l i i mmmmmmm                                                                                                                                  mmmmmmm mm mmm mmmmm
D.99       . Sonstige Vermogensübertragungen
           .. vom Staat                                mmmm                     mmmmmmm                      m-f mmmm
                                                                                                                                                                           I «                                   mmm
                                                                                                                                                                                                                 ::: ; :;::
                                                                                                                                                                                                                                   :;;:; :::::
                                                                                                                                                                                                                                   :::::-::::::                                  mmmmmm mmmmmm
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       mmm
                                                                                mmmmmmmmmmm mmm
           .. von anderen Sektoren                                                                                                                                                                               : : x x : : : :v:
                                                                                                                                                                                                                                   mmm
                                                                                                                        : • : : • : • : • : • • : • : • : • :
           Gesamtveränderung der Passiva und des                                                                                                                   mmmm                                          V.V.V.-.Y.V,-.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       x:::::::::::x:::
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       x':x':::x::;x:
           Reinvermogens
           ULLI Konto für die Veränderung des Reinvermogens ! ufgrun d von Ersparnis u nd Verr lögens Übertragungen
           Veränderungen der Forderungen
D.9         Vermogensübertragungen
           . an den Staat                              mmm mmm mmmmmmmmm: mmmm                                                                                 mm  mmm mmm mmm mmmmm                                               ymmmm-m                                       mmm mmm mmm                                                                                                                "•:
           . an andere Sektoren                        mmm mmmm mmm mmm mmm mm mmm. mmm                                                                                                                          mmm mm                                                          « i i mmmmmm
D.91       . Vermögenswirksame Steuern
           .. an den Staat                             mmm                      mmm                 I I «    mmm mmmmm                                             mmm mm                                        mmm mmm                                                         mm                                                                                           ..
           .. an andere Sektoren                       mmm                                          mmmmm mmm                                                              mmm                                                     mmmm                                          mmm                             mmm
                                                                                                                                                               mm mmm
                                                                                                                       • : • • : • : • : • : • • : • : • : • :
D.92        . Investitlonszuschüsse                                                                          mmm
                                                                                                                       mmm
                                                                                                                       mmm mmm« I i mmm mmm                                                                                        mmm                                           mmm xmm    mmm mm    mmm        : • : • : • : • : • • : • : - : • : • : - .
                                                                                •y.y-yy-iyy xWxWxöx
            .. an den Staat                            mmm                                                   mmm mmm mmm                                                   mm mmm                                                  mmm                                           mm mmm mmm mm i i i « ' "
                                                                                                                                                                                                                                                                                 x-x-x-x-x-
            .. an andere Sektoren                      mmm                                                   mmm                                                   mm                                                              mmmm
D.99        . Sonstige Vermögensübertragungen                                                       mm                 mmmmWMmm mmm                                                                                                                                                                                                                                                                     •
            .. an den Staat                            mmm                      mm mmm mmmmmm                                                                  mmm•mmmm- mmmm                                    mmm mmm                                                                                                                                                                                    r~~~
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             " • " " " ;
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        •
                                                       v X y X x X v X mmm mmmm                                         mmm mf'mm:                                         mmm                                                     mmmmm                                                                                                                                                                                 ... . ..
                                                       :•:•:•:•!•!•:•:•:•:•:•:•
            .. an andere Sektoren
            Veränderung des Reinvermogens aufgrund                                                           mmm                                                   mmm mmm
B.10.1           _        ,    .,,       ... .
            von Ersparnis und Vermogensübertragungen
            Gesamtveränderung der Activa
       ') bis 2003 ist die Untergliederung der Unternehmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---                                                                                                   Detaillierte nichtfinanzielle Konten: t + 2 4                                                                                      Tabelle 7
                                                                                                                                                                                                  Private
                                                                          *)
                                                                                                       Son-         Unter-                                                     *)            *) Haushalte
                                                                       Öffent-
                                                                                   *)                 stige          neh-   Vcrsi-                                         Arbeit-
                                                                                                                                                                                           Emp-    und
                                                                                                                                                                                                                                              Dritt
                                                               Nicht-          Private Finan-         geld-          men     che-                                           geber                                                               lan-
                                                                       Jiche                                                                        Lo ka-                                fänger Organisa-
                                                               finan-          nicht- zielle         schö'p-  Son-    des   rungs-                                           ein-                                               Mit-            der
                                                         Ge-    zielle
                                                                       nicht-
                                                                                finan-                fcnde   stige Krcdit- untcr-             Bun-
                                                                                                                                                    le Ge-
                                                                                                                                                    ,.
                                                                                                                                                                 . ,
                                                                                                                                                            Sozial- Prl-   schtieß-
                                                                                                                                                                                     *) von tionen                        Euro- glied-
                                                                                                                                                                                                                                       Insti-
                                                                                                                                                                                                                                                und
                                                                       finan-           Kapi- Zen-                                       Zen-       biets-                          Ar-    Ein-    ohne    Nicht                       tutio- i n t e r
                                                        samt- Kapl-              zielle              finan-  finan-  und     nch-              des-  . ..   versi- vate    lieh für                                Übrige päi- staa-                    | Total
                                                                        zielle           tal- tral-                                Staat tral- I-    kor
                                                                                                                                                          "   i.                    beit- kom- Erwcrbs- sekto-                          nen
                                                         wirt-   tal-           Kapi-                 zielle zielle Vcrsi-   mcn                                     Haus-  eigene                                  Welt sehe    ten
                                                                        Kapi-           gesell- bank                                     staat lan-          che-                   neh-   men charak-terj risiert                      der natio-
                                                        schaft gesell-            tal-                Kapi-  Mitt-   chc-    und                der                  halte  Rech-                                         Union der
                                                                         tal-           schaf-                                                       per-                           mer     aus im Dienst                               EU nale
                                                               schaf-          gesell-                 tal-    ler  rungs-   Pen-                                            nung                                                EU           Orga-
                                                                       gesell-            ten                                                       schaf- r U n g                         Ver-    von
                                                                 ten           schaf-                gesell-         hilfs- sions-                                          tätige                                                            nisati-
                                                                       schaf-                                                                         ten                                   mö-  privaten
                                                                                  ten                schaf-         gcwer-  kassen                                           Per-                                                              onen
                                                                         ten                                                                                                                gen   Haus-
                                                                                                       ten            hes                                                   sonen
                                                                                                                                                                                                  halten
        HI.1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
        Veränderungen der Verbindlichkeiten und des
        Reinvermogens
        Veränderung des Reinvermögens aufgrund
B.10.1
        von Ersparnis und Vermögensübertragungen
K.l     Abschreibungen
        Gesamtveränderung der Passiva und des
        Reinvermögens
        HL 1.2 Konto für den Erwerb von nichtfinanziellen Aktiva
        Veränderungen der Forderungen
P.5     Bruttoinvestitionen
P.51    . Bruttoanlageinvestitionen
P.52    . Vorratsveränderung
        . Erwerb abzüglich Veräußerungen von
P.53
        Wertgegenständen
        Erwerb abzüglich Veräußerungen von
K.2
        nichtproduzierten nichtfinanziellen Aktiva
B.9     FinanzicrungsüberschuB/-defizit
        Gesamtveränderung der Activa
       bis 2003 ist die Untergliederung der I 'nternchmen nach Eigentümern und der Haushalte nach Gruppen nicht obligatorisch
 ---pagebreak---  Tabelle 8 : Finanzierungskonten
                                                                                                                                           konsolidiert und nicht konsolidiert
                                                                                                                                                                                                                                           (nationale W ä h r u n g )
                                                                                                 Finanzielle Kapitalgesellschaften                                                           Staat                             Private Haushalte
                                     S e k t o r e n und       Nichtfinanzielle        Monetäre      Sonstige       Unternehmen des          Verslcherungs-                     Zentralstaat                                          und             Übrige
                                       Teilsektoren                Kapital-     Total    Finanz-    finanzielle Kredit- und Versicherungs-  untemehmen und           Total          und        Lokale Gebiets-      Sozial-   Organisationen ohne      Welt
V e r ä n d e r u n g e n der                                  gesellschaften           Institute      Mittler         hilfsgewerbes        Penslonskassen                     Bundesländer    körperschaften  versicherungen  Erwerbscharakter
 finanziellen Aktiva und Passiva                         ESVG       S.11        S.12  S.121/S.122      S.123                S.124                 S.125              S.13      S.1311/S.1312       S.1313          S.1314          S.14/S.15            S.2
 Nettoerwerb v o n Forderungen                            F. A
 Währungsgold und SZR                                     F.1
 Bargeld und Einlagen                                     F.2
 Wertpapiere außer Aktien                                 F.3
 Kredite                                                  F4
 Aktien und sonstige Beteiligungen                        F.5
Versicherungstechnische R ü c k s t e l l u n g e n       F.6
   Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
   die versicherungstechnischen Rückstetlungen
  von Lebensversicherungen und Pensionskassen             F.61
  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen             F.62
Sonstige Forderungen.                                     F.7
Nettoanstieq v o n Verbindlichkeiten                     F.L
Bargeld und Einlagen                                      F.2
Wertpapiere außer Aktien                                  F.3
Kredite                                                   F.4
Aktien und sonstige Beteiligungen                         F.5
Versicherungstechnische R ü c k s t e l l u n g e n       F.6
  Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
  die versicherungstechnischen Rückstellungen
  von Lebensversicherungen und Penslonskassen            F.61
  Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen            F.62
Sonstige Verbindlichkeiten                                F.7
Finanzierunqsüberschuty+y-deficitM                       B.9
ex*
 ---pagebreak---   Tabelle 9 : Finanzielle Vermögensbilanzen
                                                                                                                           konsolidiert und nicht konsolidiert
                                                                                                                                                                                                                                                    (nationale W ä h r u n g )
                                                                                                             Finanzielle K a p i t a l g e s e l l s c h a f t e n                                     Staat                            Private Haushalte
                                                 S e k t o r e n und       Nichtfinanzielle        Monetäre     Sonstige          Unternehmen des                   Versicherungs-        Zentralstaat                                         und             Übrige
                                                  Teilsektoren                 Kapital-     Total   Finanz-    finanzielle  Kredit- und Versicherungs-             unternehmen und Total      und       Lokale Gebiets-     Sozial-    Organisationen o h n e   Welt
                                                                           gesellschaften           Institute     Mittler            hilfsgewerbes                 Pensionskassen        Bundesländer    körperschaften versicherungen  Erwerbscharakter
  F i n a n z i e l l e Akitva und P a s s i v a                     ESVG       S.11        S.12  S.121/S.122     S.123                     S.124                        S.125     S.13  S.1311/S.1312       S.1313         S.1314          S.14/S.15            S.2
  F i n a n z i e l l e Aktiva                                       AF.A
  W ä h r u n g s g o l d und S Z R                                   AF.1
  Bargeld und Einlagen                                               AF.2
i
  Wertpapiere außer Aktien                                           AF.3
  Kredite                                                             AF.4
  Aktien und sonstige Beteiligungen                                  AF.5
  Versicherungstechnische Rückstellungen                             AF.6
     Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
    die versicherungstechnischen Rückstellungen
    von Lebensversicherungen und Penslonskassen                      AF.61
    Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen                      AF.62
  S o n s t i g e Forderungen                                        AF.7
  Passiva                                                            AF.L
  Bargeld und Einlagen                                               AF.2
  W e r t p a p i e r e außer Aktien                                 AF.3
  Kredite                                                            AF.4
  Aktien und sonstige Beteiligungen                                  AF.5
  Versicherungstechnische R ü c k s t e l l u n g e n                AF.6
     Nettoansprüche der privaten Haushalte auf
    die versicherungstechnischen Rückstellungen
     von Lebensversicherungen und Pensionskassen                     AF.61
     Beitragsüberträge und Schadenrückstellungen                     AF.62
  Sonstige Verbindlichkeiten                                         AF.7
  Finanzielle Aktiva, netto                                          BF.90
Ù
 ---pagebreak--- Tabelle 10:     Ausgaben des Staates nach Funktionen
                                                Ausgaben Einkommen Subven- Einkommen Sozial- Sonstige Brutto- Vermögens- Ausgaben
                                                 für den      aus      tionen    aus   leistungen laufende investi- übertragun- insgesamt
                                                  letzten unselbstän-         Vermögen    außer    Übertra- tionen     gen
                                                Verbrauch diger Arbeit                   sozialen gungen
                                                                                       Sachüber-
                                                                                       tragungen
                                                    P.3       D.1        D.3     D.4       D.62      D.7      P.5       D.9
  1  Allgemeine staatliche Verwaltung
 2   Verteidigung
 3   öffentliche Ordnung und Sicherheit
 4   Unterriehtswesen
 5   Gesundheitswesen
 6   Soziale Sicherung
 7   Wohnungswesen, Stadt- und
     Landesplanung
 8   Erholung, Kultur und Religion
 9   Brennstoff und Energie
 10  Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei
     und Jagd
 11  Bergbau und Mineralvorkommen, mit
    Ausnahme von Brennstoffen;
    Verarbeitendes Gewerbe; Bauwesen
 12  Verkehrswesen und
     Nachrichtenübermittlung
 13 Wirtschaftliche Angelegenheiten
 14  Sonstige Ausgaben
 ---pagebreak--- Tabelle 1 1 :   Steuereinnahmen nach Arten
                                                                   Staat Zen-   Bun-   Lokale   Sozial- Institu- Volks-
                                                                         tral-  des-  Gebiets- versiehe- tionen    wirt-
      SNA Code                                                           staat länder  körper-   rung    der EU   schaft
                                                                                      schaf-ten                    ins-
                                                                                                                 gesamt
                 Steuereinnahmen nach Sektoren
      D.5        Laufende Steuern auf Einkommen, Vermögen
                 usw.
      D.51       Einkommensteuern
      D.51a      Steuern auf das Einkommen von natürlichen
                 Personen und privaten Haushalten
      D.51b      Steuern auf Einkommen und Gewinne von
                 Kapitalgesellschaften
      D.51c      Steuern auf Gewinne aus dem Halten von Aktiva
                 bzw. Passiva
       D.51 d     Steuern auf Lotterie- und Spielgewinne
       D.59      Sonstige laufende Steuern
       D.59.1    Laufende Vermögensteuer
       D.59.1a   Grundsteuer
       D.59.1 b   Laufende Steuern auf das Reinvermögen
       D.59.1 c   Laufende Steuern auf andere Vermögenswerte
       D.59.2    Sonstige verschiedene laufende Steuern
       D.59.2a    Kopfsteuern
       D.59.2b   Ausgabensteuern für natürliche Personen und
                 private Haushalte
       D.59.2c   Zahlungen privater Haushalte für Genehmigungen
                 und Lizenzen
       D.59.2d   Steuern auf internationale Transaktionen privater
                 Haushalte
       D.2        Produktionssteuem und Einfuhrabgaben
       D.21       Gütersteuern
       D.211     Steuern vom Typ Mehrwertsteuer (MWSt.)
       D.212      Einfuhrabgaben ohne MWSt.
       D.2121     Einfuhrzölle
       D.2122     Einfuhrabgaben ohne MWSt. und Zölle
       D.2122a   Allgemeine Verkaufs- oder Umsatzsteuern
       D.2122b Verbrauchsabgaben auf importierte Güter, für die
                  im Inland auch Steuern zu entrichten sind
       D.2122c    Abgaben auf bestimmte importierte
                  Dienstleistungen
       D.2122d    Gewinne aus dem Einfuhrmonopol
       D.2122e     Währungsausgleichsbeträge
       D.214       Gütersteuern ohne MWSt. und Einfuhrabgaben
       D.214a     Allgemeine Verkaufs- oder Umsatzsteuern
       D.214b     Verbrauchsabgaben auf importierte Güter, für die
                   im Inland auch Steuern zu entrichten sind
        D.214c     Abgaben auf bestimmte importierte
                   Dienstleistungen
                                                                                               s}
 ---pagebreak--- Tabelle 1 1 : Steuereinnahmen nach Arten
                                                             Staat Zen-   Bun-   Lokale   Sozial-  Institu- Volks-
                                                                   tral-  des-  Gebiets- versiehe- tionen     wirt-
      SNA Code                                                     staat länder  körper-   rung    der EU    schaft
                                                                                schaf-ten                     ins-
                                                                                                            gesamt
      D.214d   Steuern auf finanzielle und
               Vermögenstransaktionen
      D.214e   Gewinne aus Staatsmonopolen
      D.29     Sonstige Produktionssteuem
      D.29a    Steuern auf die Lohnsumme und die
               Beschäftigtenzahl
      D.29b    Steuern auf Eigentum oder Einsatz in der
               Produktion von Boden, Gebäude oder andere
               Immobilien
      D.29c    Abgaben auf Gewerbegenehmigungen und
               Lizenzen
      D.29d    Steuern auf den Einsatz in der Produktion von
               beweglichen Anlagegütern
      D.29e    Brief markensteuern
      D.29f    Abgaben auf Umweltverschmutzung
      D.29g    Steuern auf internationale Transaktionen
      D.91     Vermögenswirksame Steuern
      D.91a    Vermögensabgaben
      D.91 b   Steuern auf Vermögensübertragungen
               Gesamtsteuereinnahmen
      D.611    Tatsächliche Sozialbeiträge
      D.6111   -Tatsächliche Sozialbeiträge der Arbeitgeber
      D.6112   -Arbeitnehmeranteil der tatsächlichen
               Sozialbeiträge
      D.6113   Sozialbeiträge von Nichtarbeitnehmern
               Gesamteinnahmen aus Steuern und
               Sozialbeiträgen
                                                                                    i'fz
 ---pagebreak--- Tabelle 12: Kreuztabelle des Produktionskontos nach Wirtschaftsbereichen
            und Sektoren
            Wirtschaftsbereiche:      A 17      NACE Rev. 1
            Sektoren:       S  11
                            S  12
                            S  13
                            S  14 + S 15
            Variablen:      Output
                                      - marktbestimmter Output
                                      - Output für die eigene letzte Verwendung
                                      - sonstiger nichtmarktbestimmter Output
                            Vorleistungen
                            Bruttowertschöpfung
                                      - Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                      - Sonstige Produktionssteuem abzüglich sonstiger
                                        Produktionssubventionen
                                      - Nettobetriebsüberschuß
                                      - Abschreibungen
            Preise:         jeweilig und konstant
Tabelle 13; Investorenkreuztabelle
            Wirtschaftsbereiche:               A 31      NACE Rev 1
            Produkte:                           Pi 3     CPA
                                                Bruttoanlagevermöger
                                               jeweilig und konstant
Tabelle 14: Kreuztabelle des Kapitalstocks nach Wirtschaftsbereiche
            und Anlagearten
            Wlrtschaftsber?iche:               A 31      NACE Rev. 1
            Produkte.                           Pi 3     CPA
            Va'iablon.:                         Bruttoaniagevermögen
                                                Nettoanlagevermögen
            P r eise:                          Wiederbeschaff ungsprei
                                               Anschaffungspreise
                                                konstante Preise
 ---pagebreak---    Tabelle 15:        Aufkommenstabelle zu Herstellungspreisen mit Umwandlung in Anschaffungspreise, n=17, m=60
                        Preise: jeweilig und konstant
   Tabelle 16:        Aufkommenstabelle zu Herstellungspreisen mit Umwandlung in Anschaffungspreise, n=60, m=60
                        Preise: jeweilig und konstant
                                             Tätigkeitsbereiche             Einfuhr      Gesamt-      Handels- und  Gütersteuern   Gesamt-
                                                  (NACE)                      cif       aufkommen    Transportspan   abzüglich    aufkommen
                                              1234           n                              zu            nen      -subventione       zu
                                                                 1.(1)                 Herstellungs-                      n      Anschaffungs
                                                                                          preisen                                  -preisen
                                                     (1)          (2)         (3)           (4)           (5)            (6)          (7)
                                 1
                                 2
                                 3
                                 4
                Güter                (1)    Output nach Gütern
                                            und nach Tätigkeits-
                (CPA)                           bereichen zu
                                            Herstellungspreisen
                                 m
    (Ausgleichsposten)
    1(1)                             (2)    Gesamtoutput nach                                              0
 h                                          Tätigkeitsbereichen
-K  Insgesamt, davon:
fi  Marktbestimmter Output
    Output für die eigene letzte     (3)                                       0                           0
    Verwendung
    Sonstiger nichtmarktbe-                                                    0                           0
    stimmter Output
 ---pagebreak--- Tabelle 17:                  Verwendungstabelle zu Anschaffungspreisen, n=17, m=60, Preise: jeweilig und konstant
Tabelle 18:                  Verwendungstabelje zu Anschaffungspreisen, n=60, m=60, Preise: jeweilig und konstant
                                                Tätigkeitsbereiche                   Letzte Verwendungen       1(3)    __(1) +
                                                     (NACE)          1(1)               a)b)c)d)e)f)                    S (3)
                                                 1234           n
                                                        (1)           (2)                     (3)               (4)      (5)
                                1                                             Letzte Verwendungen zu
                                2                                            Anschaffungspreisen:
                                3
                                                                             Ausgaben des letzten Verbrauchs
                                                                              durch:
                                                                             a) private Haushalte
                                                                             b) Organisât, ohne Erwerbs-
                                                                             charakter im Dienst von privaten
                                                                             Haushalten
                                                                             c) den Staat
                  Güter                                                      Bruttoinvestitionen:
                                       (1) Vorleistungen zu                  d) Bruttoanlageinvestitionen
                  (CPA)                    Anschaffungspreisen               e) Vorratsveränderungen
                                           nach Gütern und nach                   und Wertgegenstände
                                           Tätigkeitsbereichen               f) Ausfuhr
                                                                                 - innerhalb EU
                               m                                                 - außerhalb EU
    (Ausgleichsposten)
    1(1)                              (2)  Gesamtvorleistungen               Gesamte letzte Verwendungen            Verwendung
                                           nach Tätigkeitsbereichen          nach Arten                              insgesamt
    Einkommen aus unselbst. Arbeit
    Sonstige
    Nettoproduktionssteuern           (3)  Komponenten der
    Abschreibungen                         Wertschöpfung nach
    Nettobetriebsüberschuß                 Tätigkeitsbereichen
    1(3)                              (4)  Wertschöpfung nach
                                           Tätigkeitsbereichen
    E(1) + E(3)                       (5-) Output zu
                                           Herstellungspreisen nach
                                           Tätigkeitsbereichen
    Ergänzende Informationen:
    Bruttoanlageinvestitionen
    Bestände an Anlagevermögen        (6)
    Arbeitsinputs
 ---pagebreak---   Tabelle 19:           Symmetrische Input-Output-Tabelle zu Herstellungspreisen (Güter/Güter), n=60,
                         Preise:jeweilig und konstant
                                                                Güter (CPA)                                 Letzte Verwendungen
                                                            12 3....         ...n           Z(1)               a) b) c) d) e) 0             1.(3)   2.(1)+   2.(3)
                                                                     (D                     (2)                       (3)                       (4)           (5)
                                        1                                                        Letzte Verwendungen zu
                                        2                                                        Herstellungspreisen:
                                        3                                                        Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                                                                 a)        private Haushalte
                                                                                                 b)        Organisationen              ohne
                                                                                                           Erwerbscharakter im Dienst von
                       Güter                                                                               privaten Haushalten
                      (CPA)               (1)  Vorleistungen      zu    Herstellungspreisen      c)        den Staat Bruttoinvestitionen:
                                               (Güter/Güter)                                     d)        Bruttoanlageinvestitionen    und
                                                                                                           Wertgegenstände
                                                                                                 e)        Vorratsveränderungen
                                                                                                 f)        Ausfuhr
                                        n
   2.(1)                                  (2)  Gesamtvorleistungen zu                            Letzte Verwendung zu Herstellungspreisen           Gesamtverwendung zu
                                               Herstellungspreisen nach Gütern                   nach Arten                                         Herstellungspreisen
   Gütersteuem                            (3)  Nettogütersteuern nach Gütern                     Nettogütersteuern nach Art der letzten             Nettogütersteuern
   Gütersubventionen (-)                                                                         Verwendung                                         insgesamt
   Z(1) + (3)                             (4)  Gesamtvorleistungen zu                            Gesamte letzte Verwendungen nach Arten             Gesamtverwendung zu
                                               Anschaffungspreisen nach Gütern                   zu Anschaffungspreisen                             Anschaffungspreisen
   Einkommen aus unselbständiger Arbeit        Komponenten der Wertschöpfung nach
   Sonstige Nettoproduktionssteuern            Gütern
   Abschreibungen                         (5)
   Nettobetriebsüberschuß
   2(5)                                    (6) Wertschöpfüng nach Gütern
   2.(1)+ (3)+ 22(5)                      (7)  Output zu Herstellungspreisen nach Gütern
   Einfuhr                                (8)   Einfuhr cif nach Gütern
   (7) + (8)                              (9)  Aufkommen zu Herstellungspreisen nach
                                               Gütern
m  Anlageinvestitionen
   Bestand an Anlagevermögen
   Arbeitsinputs
                                          (10)
 ---pagebreak--- Tabelle 20:          Symmetrische Input-Output-Tabelle der Inlandsproduktion (Güter/Güter), n=60,
                     Preise : jeweilig und konstant
                                                          Güter (CPA)                                      Letzte Verwendungen
                                                       12 3...         ... n        2.(1)                      a) b) c) d) e) 0                 1(3)   2_(1)+E(3)
                                                               (1)                     (2)                            (3)                         (4)        ~W
                               1                                                           Für den Inlandsoutput:
                               2                                                           Letzte Verwendungen zu Herstellungspreisen:
                               3                                                           Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                                                           a)        private Haushalte
                                                                                           b)        Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                                                     Dienst von privaten Haushalten
                    Güter                                                                  c)        den Staat Bruttoinvestitionen:
                    (CPA)              0)   Für den Inlandsoutput: Vorleistungen zu        d)        Bruttoanlageinvestitionen und
                                            Herstellungspreisen (Güter/Güter)              Wertgegenstände
                                                                                           e)         Vorratsveränderungen
                                                                                           f)        Ausfuhr
                               n
 2.(1)                                 (2)  Gesamtvorleistungen an Inlandsoutput           Letzte    Verwendung        von     Inlandsoutput zu       Gesamter
                                            zu Herstellungspreisen nach Gütern             Herstellungspreisen                                        Inlands-
                                                                                                                                                      output
 Verwendung eingeführter Güter         (3)  Gesamtvorleistungen an eingeführten            Letzte Verwendung von eingeführten Gütern zu               Gesamteinfuhr
                                            Gütern                                         Herstellungspreisen
                                            nach Gütern
 Nettogütersteuern                     (4)  Nettosteuern auf Vorleistungsgüter nach        Nettosteuern auf Güter der letzten Verwendung              Nettogüter-
                                            Gütern                                                                                                    steuern ins-
                                                                                                                                                      gesamt
 2.(1)+ (3)+ (4)                       (5)  Gesamtvorleistungen zu                         Gesamte letzte Verwendungen nach Arten                     Gesamtver-
                                            Anschaffungspreisen nach Gütern                                                                           wendung
 Einkommen aus unselbständiger Arbeit  (6)  Komponenten der Wertschöpfung nach
 Sonstige Nettoproduktionssteuern           Gütern
 Abschreibungen
 Nettobetriebsüberschuß
 1(5)                                  (7)  Wertschöpfung nach Gütern
 2.(1)+ (3)+ 2. (5)                    (8)  Output zu Herstellungspreisen      nach
                                            Gütern
 Anlageinvestitionen                   (9)
 Bestand an Anlagevermögen
 Arbeitsinputs
 ---pagebreak--- Tabelle 21:         Importmatrix zu cif-Preisen (Güter/Güter), n=60, Preise : jeweilig und konstant
                                                         Güter (CPA)                                       Letzte Verwendungen
                                                         1 23      n               2.(1)                       a) b) c) d) e) f)                 2.(3)   2.(1)+2.(3)
                                                             (1)                      (2)                            (3)                            (4)        ~W
                               1                                                          Für den Inlandsoutput:
                               2                                                          Letzte Verwendungen zu Herstellungspreisen:
                               3                                                          Ausgaben des letzten Verbrauchs durch:
                                                                                          a)        private Haushalte
                                                                                          b)         Organisationen ohne Erwerbscharakter im
                                                                                                     Dienst von privaten Haushalten
                   Güter                                                                  c)        den Staat
                   (CPA)                   Für den Inlandsoutput: Vorleistungen zu        Bruttoinvestitionen:
                                      V)   Herstellungspreisen (Güter/Güter)              d)         Bruttoanlageinvestitionen und
                                                                                          Wertgegenstände
                                                                                          e)         Vorratsveränderungen
                               n                                                          f)        Ausfuhr
 2.(1)                                (2) Gesamtvorleistungen an Inlandsoutput            Letzte    Verwendung        von       Inlandsoutput zu        Gesamter
                                          zu Herstellungspreisen nach Gütern              Herstellungspreisen                                           Inlands-
                                                                                                                                                        output
 Verwendung eingeführter Güter        (3) Gesamtvorleistungen an eingeführten             Letzte Verwendung von eingeführten Gütern zu                  Gesamteinfuhr
                                          Gütern                                          Herstellungspreisen
                                          nach Gütern
 Nettogütersteuern                    (4) Nettosteuern auf Vorleistungsgüter nach         Nettosteuern auf Güter der letzten Verwendung                 Nettogüter-
                                          Gütern                                                                                                        steuern ins-
                                                                                                                                                        gesamt
 Z(1) + (3) + (4)                     (5) Gesamtvorleistungen zu                          Gesamte letzte Verwendungen nach Arten                        Gesamtver-
                                          Anschaffungspreisen nach Gütern                                                                               wendung
 Einkommen aus unselbständiger Arbeit (6) Komponenten der Wertschöpfung nach
 Sonstige Nettoproduktionssteuern         Gütern
 Abschreibungen
 Nettobetriebsüberschuß
 2(5)                                 (7) Wertschöpfung nach Gütern
 1(1)+ (3)+ 1(5)                      (8) Output zu Herstellungspreisen       nach
                                          Gütern
 Anlageinvestitionen                  (9)
 Bestand an Anlagevermögen
 Arbeitsinputs
 ---pagebreak--- Tabelle Nr. 2 2 :   Regionaltabelle nach Wirtschaftsbereichen (NUTS II), jeweilige Preise
Code                Liste der Variablen                                 Gliederung          Zeitabstand
                                                                                            t +month
B1.g                1. Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen              A17           24
Bl.g                2. Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen                            18
D.1                 3. Einkommen aus unselbständiger Arbeit                    A17           24
B2.G                4.  Bruttoanlageinvestitionen                              A17           24
                    5.  Beschäftigung
                        - insgesamt                                            A17           24
                        - beschäftigte Arbeitnehmer                            A17           24
Tabelle Nr. 2 3 :   Regionaltabelle nach Wirtschaftsbereichen (NUTSIII), jeweilige Preise
Code                Liste der Variablen                                 Gliederung          Zeitabstand
                                                                                            t-i- month
B1.g                1. Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen              A3            24
                    2. Beschäftigung
                        - insgesamt                                            A3            18
                        - beschäftigte Arbeitnehmer                            A3            18
Tabelle Nr. 2 4 :   Haushaltskonten auf Regionalebene (NUTS II), jeweilige Preise
       Verteilungsrechnung der Primäreinkommen für private Haushalte
       Ausgaben                                              Einnahmen
       D.4 Einkommen aus Vermögen                            B.2/B.3   BETRIEBSÜBERSCHUß/
                                                                      GEMISCHTES EINKOMMEN
                                                             D.1      Einkommen aus unselb-
                                                                      ständiger Arbeit
       B. 5   PRIMÄREINKOMMEN                                D4       Einkommen aus Vermögen
       Umvertei'ur.gsrechnung der Einkommen privater Haushalte
       Ausaaben                                              Einnahmen
       D.5     Current taxes on income, wealth etc.          B.5       PRIMÄREINKOMMEN
                                                             D.62     Sozialleistungen außer
       D61     Sozialbeiträge                                         sozialen Sachübertragungen
                                                             D.7      Sonstige laufende Übertragungen
       D.7     Sonstige laufende Übertragungen
       B.6     VERFÜGBARES EINKOMMEN
                                                                                                  S
 ---pagebreak--- Tabelle 25: Kreuztabelle des Produktionskontos nach Wirtschaftsbereichen
            und Sektoren
            Wirtschaftsbereiche:       A 60      NACE Rev. 1
            Sektoren:                   S  11
                                        S  12
                                        S  13
                                        S  14
                                        S  15
            Variablen:        Output
                                        - marktbestimmter Output
                                        - Output für die eigene letzte Verwendung
                                        - sonstiger nichtmarktbestimmter Output
                              Vorleistungen
                              Bruttowertschöpfung
                                        - Einkommen aus unselbständiger Arbeit
                                        - Sonstige Produktionssteuem abzüglich sonstiger
                                           Produktionssubventionen
                                        - Nettobetriebsüberschuß
                                        -Abschreibungen
            Preise:           jeweilig und konstant
Tabelle 26: Investorenkreuztabelle
            Wirtscha'ftsbereiche:                A 31      NACE Rev. 1
            Produkte:                             P60      CPA
            Variable:                             Bruttoanlageinvestitionen
            Preise:                              jeweilig und konstant
                                                                          y
 ---pagebreak--- Tabelle 27:      Rückrechnungen
Für Rückrechnungen vorgesehene Tabellen                     jährlich              vierteljährlich
                                                    Zeiträume Erstlieferung Zeiträume Erstlieferung
                                                      88-94          Mar-98   88-94           Mar-98
Tabelle 1:  Hauptaggregate                            70-87          Dec-98 ' 80-87           Dec-98
Tabelle 2:  Hauptaggregate für den Staat              70-94          Dec-98
Tabelle 3:  Angaben für Wirtschaftsbereiche           70-94          Dec-00
Tabelle 5:  Privater Konsum nach Verwendungszwecken   80-94          Dec-00
Tabelle 6:  Zusammengefaßte nichtfinanzielle Konten   90-94          Dec-98
                                                      80-89          Dec-99
Tabelle 10: Ausgaben des Staates nach Funktionen      90-94          Dec-00
                                                                                    s*\
 ---pagebreak---                                                                     ISSN 0254-1467
                                                          KOM(94) 593 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             17
                                 Katalognummer : CB-CO-94-619-DE-C
                                                          ISBN 92-77-83482-X
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg
                                                       5%Z.