CELEX: C2007/283/37
Language: de
Date: 2007-11-24 00:00:00
Title: Rechtssache C-432/07: Vorabentscheidungsersuchen des Handelsgerichts Wien (Österreich) eingereicht am 18. September 2007 — Stefan Böck und Cornelia Lepuschitz gegen Air France SA

24.11.2007   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 283/21
            
         Vorabentscheidungsersuchen des Handelsgerichts Wien (Österreich) eingereicht am 18. September 2007 — Stefan Böck und Cornelia Lepuschitz gegen Air France SA
   (Rechtssache C-432/07)
   (2007/C 283/37)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   Vorlegendes Gericht
   Handelsgericht Wien
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Kläger: Stefan Böck und Cornelia Lepuschitz
   
      Beklagte: Air France SA
   Vorlagefragen
   
               1.
            
            
               Sind die Art. 5 i.V.m. Art. 2 lit. l und Art. 6 der Verordnung (EG) 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91 (1) dahingehend auszulegen, dass eine Abflugverzögerung von 22 Stunden eine „Verspätung“ im Sinne des Art. 6 darstellt?
            
         
               2.
            
            
               Ist Art. 2 lit. l der Verordnung (EG) 261/2004 dahingehend auszulegen, dass Fälle, in denen Fluggäste zu einem erheblich späteren Zeitpunkt (22 Stunden) unter ergänzter Flugnummer (ursprüngliche Flugnummer mit Zusatz „A“) befördert werden, wobei nur ein — wenn auch großer — Teil der ursprünglich gebuchten Fluggäste, zusätzlich aber weitere, ursprünglich nicht gebuchte Fluggäste befördert werden, anstelle einer „Verspätung“ eine „Annullierung“ darstellen?
               Im Falle der Bejahung der Frage 2:
            
         
               3.
            
            
               Ist Art. 5 Abs. 3 der Verordnung (EG) 261/2004 dahingehend auszulegen, dass ein technisches Gebrechen des Flugzeuges und die dadurch hervorgerufenen Flugplanänderungen außergewöhnliche Umstände darstellen, (die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären)?
            
         
      (1)  ABl. L 46, S. 1.