CELEX: 31989R2128
Language: de
Date: 1989-07-15 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2128/89 der Kommission vom 14. Juli 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von frischen Zitronen mit Ursprung in Argentinien

15. 7. 89                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. L 203/31
                             VERORDNUNG (EWG) Nr. 2128/89 DER KOMMISSION
                                                    vom 14. Juli 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von frischen Zitronen
                                             mit Ursprung in Argentinien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                 berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
GEMEINSCHAFTEN —                                                Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
                                                                anderen Märkten festgestellt werden.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,                                        Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für frische
                                                                Zitronen aus Argentinien lagen an fünf aufeinanderfol­
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und            genden Markttagen abwechselnd unter und über dem
Portugals,                                                      Referenzpreis. Drei dieser Einfuhrpreise liegen um wenig­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates         stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis ; daher muß eine
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­           Ausgleichsgabe für diese Zitronen mit Ursprung in
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die        Argentinien erhoben werden.
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                        Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
                                                                erlauben ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
in Erwägung nachstehender Gründe :                              zugrunde zu legen :
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72           — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei der Einfuhr             punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an fünf bis sieben            Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
aufeinanderfolgenden Markttagen abwechselnd unter und                nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
über dem Referenzpreis liegen, außer in Ausnahmefällen,              Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eine Ausgleichsabgabe für das betreffende Herkunftsland              gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
erhoben wird. Diese Abgabe wird erhoben, wenn drei                   Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
Einfuhrpreise unter dem Referenzpreis lagen und einer                Rates (6), zuletzt geändert durch die Verordnung
dieser Einfuhrpreise wenigstens 0,6 ECU unter dem Refe­              (EWG) Nr. 1636/87Q,
renzpreis liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unterschied
zwischen dem Referenzpreis und dem letzten, um wenig­           — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz der
stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegenden                      sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
Einfuhrpreis.                                                        kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                     während     des   bestimmten    Zeitraums    für  die
In der Verordnung (EWG) Nr. 1373/89 der Kommission                   Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
vom 19. Mai 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für              hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
Zitronen für das Wirtschaftsjahr 1989/90 (3) wurde der               vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für
die Monate Juli und August 1989 auf 60,82 ECU je 100
kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                                HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                   Artikel 1
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten         Auf Einfuhren von frischen Zitronen (KN-Code ex
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese          0805 30 10) mit Ursprung in Argentinien wird eine
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz          Ausgleichsabgabe in Höhe von 1,34 ECU je 100 kg
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle              Eigengewicht angewandt.
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.                                                            Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                Diese Verordnung tritt am 18 . Juli 1989 in Kraft.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (*), müssen die zu               Vorbehaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz 2
                                                                Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 gilt
(') ABl . Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.                      diese Verordnung bis 23. Juli 1989.
(2) ABl . Nr. L 118 vom 29. 4. 1989, S. 12.
(') ABl . Nr. L 137 vom 20. 5. 1989, S. 24.
O   ABl.  Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.                     (6) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
(4 ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .                     O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 203/32                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       15. 7. 89
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 14. Juli 1989
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Ray MAC SHARRY
                                                                Mitglied der Kommission