CELEX: 51986PC0261
Language: de
Date: 1986-06-19
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR AENDERUNG DER RICHTLINIE 70/220/EWG ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER MASSNAHMEN GEGEN DIE VERUNREINIGUNG DER LUFT DURCH ABGASE VON KRAFTFAHRZEUGMOTOREN ( BEGRENZUNG DER PARTIKELEMISSIONEN VON DIESELMOTOREN )

12.7. 86                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 174/3
                                                                 II
                                                     (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                   KOMMISSION
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 70/220/EWG zur Anglei-
              chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maßnahmen gegen die Verunreinigung
                                         der Luft durch Abgase von Kraftfahrzeugmotoren
                                     (Begrenzung der Partikelemissionen von Dieselmotoren)
                                                        KOM(86) 261 endg.
                                    (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 23. Juni 1986)
                                                           (86/C 174/04)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                            zeugmotoren festgelegt; sie sind zum erstenmal durch
                                                                     die Richtlinie 74/290/EWG des Rates (2) herabgesetzt
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-                   und aufgrund der Richtlinie 77/102/EWG der Kommis-
schen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel              sion (3) durch Grenzwerte für zulässige Stickoxidemissio-
100,                                                                 nen ergänzt worden. Die Grenzwerte für diese drei
                                                                     Schadstoffe sind mit den Richtlinien 78/665/EWG des
                                                                     Rates (4), 83/351/EWG des Rates (5) und . . / . . . / E W G
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                     des Rates (6) nach und nach gesenkt worden.
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
                                                                     Der Geltungsbereich der Richtlinie 70/220/EWG wurde
schusses,
                                                                     mit der Richtlinie 83/351/EWG auf Fahrzeuge gewisser
                                                                     Kategorien mit Motor mit Kompressionszündung (Die-
in Erwägung nachstehender Gründe:                                    selmotor) ausgedehnt, ohne daß jedoch Vorschriften für
                                                                     die spezifischen Emissionen dieser Motoren festgelegt
Im ersten Aktionsprogramm der Europäischen Gemein-                   werden. Lediglich die Rußemissionen unterliegen den
schaften für den Umweltschutz, das am 22. November                   Bestimmungen der Richtlinie 72/306/EWG des Rates (7).
 1973 vom Rat verabschiedet wurde, wurden die Mit-                   Im Hinblick auf einen besseren Schutz der Volksgesund-
gliedstaaten bereits aufgefordert, den neuesten wissen-              heit ist es jedoch erforderlich, die Gesamtemissionen von
schaftlichen Fortschritten bei der Bekämpfung der Luft-              Partikeln dieser Motoren zu begrenzen. Es empfiehlt
verschmutzung durch Abgase aus Kraftfahrzeugmotoren                  sich daher, Grenzwerte für die Partikelemissionen festzu-
Rechnung zu tragen und die bereits erlassenen Richt-                 legen, die dem Stand der besten heute in der Gemein-
linien in diesem Sinne anzupassen. Im dritten Aktions-               schaft verfügbaren Technik bei Dieselmotoren entspre-
programm sind weitere Anstrengungen im Hinblick auf                  chen,      und     das       Prüfverfahren  der    Richtlinie
eine erhebliche Verringerung des derzeitigen Schadstoff-             70/220/EWG durch aus den diesbezüglichen US-Vor-
 emissionsniveaus der Kraftfahrzeuge vorgesehen.                     schriften übernommene Bestimmungen über die Probe-
                                                                      nahme und Analyse der Partikelemissionen zu ergänzen.
 Die Divergenzen, die sich zwischen den einzelstaatlichen
Vorschriften bezüglich der Grenzwerte für die Partikel-
 emissionen der Motoren mit Kompressionszündung
 (Dieselmotoren) als Kriterien für die Genehmigung von                Es erscheint weiterhin angebracht, die Einteilung der
 mit solchen Motoren ausgerüsteten Fahrzeugen ergeben                 Fahrzeuge nach Hubraumklassen sowie die Anwen-
 können, sind geeignet, den freien Warenverkehr dieser                dungsdaten für die neuen Gemeinschaftsvorschriften aus
 Produkte in der Gemeinschaft zu behindern. Es erscheint              der Richtlinie . . / . . ./EWG zu übernehmen, damit die
 daher erforderlich, gemeinsame Normen in dieser Hin-                 Kraftfahrzeugindustrie ihre Anstrengungen auf die An-
 sicht festzulegen.
                                                                      O   ABl. Nr. L 159 vom 15. 6. 1974, S. 61.
 In der Richtlinie 70/220/EWG des Rates (') sind die                  C)  ABl. Nr. L 32 vom 3. 2. 1977, S. 32.
 Grenzwerte für Emissionen von Kohlenmonoxid und un-                  (4) ABl. Nr. L 223 vom 14. 8. 1978, S. 48.
 verbrannten Kohlenwasserstoffen aus solchen Kraftfahr-               (s) ABl. Nr. L 197 vom 20. 7. 1983, S. 1.
                                                                      (*) Ratsdok. 4011/86 vom 13. 1. 1986.
 (') ABl. Nr. L 76 vom 6. 4. 1970, S. 1.                              O   ABl. Nr. L 190 vom 20. 8. 1972, S. 1.
 ---pagebreak--- Nr. C 174/4                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    12.7.86
passung an eine gemeinschaftliche Gesamtregelung kon-           (2)    Die Mitgliedstaaten dürfen
zentrieren und der Verwaltungsaufwand für die Geneh-            — vom 1. Oktober 1988 an für Fahrzeugtypen mit
migung der entsprechend geänderten Fahrzeugtypen auf                einem Motor mit Kompressionszündung und einem
ein Minimum reduziert werden kann —                                 Hubraum von mehr als 2 000 cm5 und
                                                                — vom 1. Oktober 1991 an für Fahrzeugtypen mit
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                                   einem Motor mit Kompressionszündung und einem
                                                                    Hubraum bis zu 2 000 cm3 und
                                                                — vom 1. Oktober 1994 an für Fahrzeugtypen mit
                          Artikel 1                                 einem Motor des gleichen Hubraums mit Kompres-
Die Richtlinie 70/220/EWG wird wie folgt geändert:                  sionszündung und Direkteinspritzung
                                                                    — die in Artikel 10 Absatz 1 letzter Gedankenstrich
1. Der Titel erhält folgende Fassung:                                   der Richtlinie 70/156/EWG vorgesehene Be-
                                                                        scheinigung für Kraftfahrzeugtypen nicht mehr
    „Richtlinie des Rates vom 20. März 1970 zur Anglei-                 ausstellen,
    chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                                                                    — die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung für
    über Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft
                                                                        Kraftfahrzeugtypen verweigern,
    durch Emissionen von Kraftfahrzeugen."
                                                                wenn bei den betreffenden Fahrzeugtypen die Emissio-
2. Die Anhänge I, III und IIIA werden gemäß dem                 nen nicht den Bestimmungen der Anhänge der Richtlinie
    Anhang dieser Richtlinie geändert.                          70/220/EWG in der Fassung der vorliegenden Richtlinie
                                                                entsprechen.
                                                                (3)    Die Mitgliedstaaten dürfen
                          Artikel 2
                                                                — vom 1. Oktober 1989 an für Kraftfahrzeuge mit
(1)    Vom 1. April 1987 an dürfen die Mitgliedstaaten              einem Motor mit Kompressionszündung und einem
aus Gründen, die sich auf die Verunreinigung der Luft               Hubraum von mehr als 2 000 cm3 und
durch die Emissionen des Motors beziehen,                       — vom 1. Oktober 1993 an für Fahrzeugtypen mit
— für einen Kraftfahrzeugtyp mit einem Motor mit                    einem Motor mit Kompressionszündung und einem
     Kompressionszündung die EWG-Betriebserlaubnis                  Hubraum bis zu 2 000 cm3 und
    oder die Ausstellung der in Artikel 10 Absatz 1 letz-       — vom 1. Oktober 1996 an für Kraftfahrzeuge mit
    ter Gedankenstrich der Richtlinie 70/156/EWG des                einem Motor des gleichen Hubraums mit Kompres-
    Rates (x) vorgesehenen Bescheinigung oder die                   sionszündung und Direkteinspritzung
    Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung nicht ver-         das erstmalige Inverkehrbringen dieser Kraftfahrzeuge
    weigern,                                                    verbieten, wenn ihre Emissionen den Bestimmungen der
                                                                Anhänge der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der
— das erstmalige Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit            vorliegenden Richtlinie nicht entsprechen.
    einem Motor mit Kompressionszündung nicht unter-
    sagen,                                                                                Artikel 3
sofern die Emissionen dieses Kraftfahrzeugtyps oder die-        Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts-
ser Fahrzeuge den Bestimmungen der Richtlinie                   und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richtlinie bis
70/220/EWG in der Fassung der vorliegenden Richtlinie           spätestens 1. April 1987 nachzukommen. Sie setzen die
entsprechen.                                                    Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis.
                                                                                          Artikel 4
0) ABl. Nr. L 42 vom 23. 2. 1970, S. 1.                         Die Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- 12.7.86                               Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 174/5
                                                           Anhang
              Änderungen der Anhänge der Richtlinie 70/220/EWG in der Fassung der Richtlinie . . / . . ./EWG
                                                        ANHANG     I
        ANWENDUNGSBEREICH, BEGRIFFSBESTIMMUNGEN, ANTRAG AUF ERTEILUNG DER
        EWG-BETRIEBSERLAUBNIS, EWG-BETRIEBSERLAUBNIS, PRÜFVORSCHRIFTEN, AUSDEH-
        N U N G DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS, ÜBEREINSTIMMUNG DER P R O D U K T I O N , ÜBER-
                                                GANGSBESTIMMUNGEN
        Punkt 1 erhält folgende Fassung:
        „1.            ANWENDUNGSBEREICH
                      Diese Richtlinie gilt für Emissionen luftverunreinigender Gase aller Kraftfahrzeuge mit
                      Fremdzündungsmotor sowie für Emissionen luftverunreinigender Gase und Partikel der
                      Kraftfahrzeuge mit Motoren mit Kompressionszündung der Klassen Mj und Ni gemäß Arti-
                      kel 1."
        Punkt 2.1 erhält folgende Fassung:
        „2.1.         Der Begriff „Fahrzeugtyp" hinsichtlich der Begrenzung der Emission luftverunreinigender
                      Gase und Partikel aus dem Motor umfaßt die Fahrzeuge, die untereinander keine wesentli-
                      chen Unterschiede aufweisen: solche Unterschiede können insbesondere folgende sein:"
        Punkt 2.4 wird wie folgt ergänzt:
                      „Luftverunreinigende Partikel sind Abgasbestandteile, die bei einer Temperatur von max.
                      52 °C, im verdünnten Abgas mit Filtern entsprechend Anhang III abgeschieden werden."
        Punkt 3.1 erhält folgende Fassung:
        „3.1.          Der Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis für einen Fahrzeugtyp hinsichtlich der Emis-
                       sionen luftverunreinigender Gase und Partikel aus dem Motor ist vom Hersteller oder sei-
                       nem Beauftragten zu stellen."
        Punkt 5.1.1, erster Satz, erhält folgende Fassung:
                       „Die Fahrzeugteile, die einen Einfluß auf die Emission luftverunreinigender Gase und Parti-
                       kel haben können, müssen so entworfen, gebaut und angebracht sein, daß das Fahrzeug
                       unter normalen Betriebsbedingungen trotz der Schwingungen, denen es ausgesetzt ist, den
                       Vorschriften dieser Richtlinie entspricht."
        Punkt 5.2.1.1 erhält folgende Fassung:
        „5.2.1.1.      Prüfung Typ /(Prüfung der durchschnittlichen Emissionen von luftverunreinigenden Gasen
                       und Partikeln nach Kaltstart)."
        Punkt 5.2.1.1.2 wird wie folgt ergänzt:
                       „Es werden die Kohlenmonoxid-, Kohlenwasserstoff- und Stickoxidemissionen, bei Fahrzeu-
                       gen mit Motoren mit Kompressionszündung zusätzlich die Partikelemissionen ermittelt."
        Punkt 5.2.1.1.3, zweiter Satz, erhält folgende Fassung:
                       „Zur Sammlung und Analyse der Gase sowie zur Abscheidung und Wägung der Partikel sind
                       die vorgeschriebenen Verfahren anzuwenden."
 ---pagebreak--- Nr. C 174/6                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  12.7.86
             Punkt 5.2.1.1.4 erhält folgende Fassung:
             „5.2.1.1.4.      Vorbehaltlich der Bestimmungen nach 5.2.1.1.4.2 und 5.2.1.1.5 ist die Prüfung dreimal
                               durchzuführen. Die festgestellte Kohlenmonoxidmasse, die Summen der Massen der Koh-
                               lenwasserstoffe und Stickoxide, die Stickoxidmasse und — bei Fahrzeugen mit Motoren mit
                               Kompressionszündung — die Partikelmasse müssen für die entsprechenden Fahrzeugklassen
                               unter den nachstehenden Werten liegen:
                    Hubraum               Kohlenmonoxid-       Summe der Massen      Stickoxidmasse      Partikelmasse (')
                                                masse           der Kohlenwasser-
                                                              stoffe und Stickoxide
                         C                        Li                     u                   u                   L4
                     (in cm')              (g je Prüfung)         (g je Prüfung)      (g je Prüfung)       (g je Prüfung)
                   C > 2 000                     25                      6,5                3,5
              1 400 < C < 2 000                  30                      8                                       1,3
                   C < 1 400                     45                     15                  6
            (') Bei Fahrzeugen mit Motor mit Kompressionszündung.
                              Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr
                              als 2 000 cm3 müssen hinsichtlich der Emissionen luftverunreinigender Gase den Grenzwerten
                              der Hubraumklasse zwischen 1 400 cm1 und 2 000 cm3 genügen."
            In Punkt 5.2.1.1.4.1 wird der Klammerausdruck gestrichen.
            Punkt 5.2.1.1.4.2 erhält folgende Fassung:
            „5.2.1.1.4.2. Die Zahl der in 5.2.1.1.4 vorgeschriebenen Prüfungen darf auf Antrag des Herstellers bis auf
                              maximal zehn erhöht werden, falls das arithmetische Mittel (xi) der drei Ergebnisse für
                              jeden begrenzten Schadstoff bzw. die begrenzte Summe zweier Schadstoffe zwischen 100 %
                              und 110 % des Grenzwerts liegt. In diesem Fall hängt nach den Prüfungen die Entscheidung
                              ausschließlich von den durchschnittlichen Ergebnissen für alle zehn Prüfungen (x < L) ab."
            Punkt 5.2.1.1.5.1 erhält folgende Fassung:
            „5.2.1.1.5.1. Es wird nur eine einzige Prüfung durchgeführt, wenn die ermittelten Werte für jeden be-
                              grenzten Schadstoff bzw. die begrenzte Summe zweier Schadstoffe < 0,70 L sind."
            Punkt 5.2.1.1.5.2 erhält folgende Fassung:
            „5.2.1.1.5.2. Es werden nur zwei Prüfungen durchgeführt, falls für alle Schadstoffe bzw. Summen von
                              Schadstoffen Vj < 0,85 L ist, jedoch bei mindestens einem der Schadstoffe bzw. Summen
                              von Schadstoffen Vj > 0,70 L. Außerdem müssen die Bedingungen V t + Va < 1,70 L und
                              V2 < L erfüllt sein."
            Punkt 7.1 erhält folgende Fassung:
            „7.1.             Die Prüfung der Übereinstimmung der Produktion hinsichtlich der Begrenzung der Emission
                              luftverunreinigender Gase und Partikel aus dem Motor erfolgt in der Regel anhand der in
                              Anhang VII enthaltenen Beschreibung und erforderlichenfalls auf der Grundlage der unter
                              5.2 genannten Prüfung der Typen I, II und III oder einiger dieser Prüfungen."
            In Punkt 7.1.1.1 ist die Tabelle durch folgende Tabelle zu ersetzen:
                   „Hubraum              Kohlenmonoxid-        Summe der Massen     Stickoxidmasse       Partikelmasse (')
                                                masse          der Kohlenwasser-
                                                             stoffe und Stickoxide
                         C                       L,                      u                  u                    u
                     (in cm5)              (g je Prüfung)         (g je Prüfung)     (g je Prüfung)       (g je Prüfung)
                  C > 2 000                      30                      8,1                4,4
             1 400 < C < 2 000                   36                    10                                          1,7
                  C < 1 400                      54                    19                   7,5
            (') Bei Fahrzeugen mit Motor mit Kompressionszündung.
 ---pagebreak--- 12.7.86                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 174/7
                       Kraftfahrzeuge mit einem Motor mit Kompressionszündung und einem Hubraum von mehr
                       als 2 000 cm3 müssen hinsichtlich der Emissionen luftverunreinigender Gase den Grenzwerten
                       der Hubraumklasse zwischen 1 400 cm3 und 2 000 cm5 genügen."
        Punkt 7.1.1.2, zweiter Absatz, erhält folgende Fassung:
                       „Das für das ursprünglich geprüfte Fahrzeug zu berücksichtigende Ergebnis ist das arithme-
                       tische Mittel der Ergebnisse der drei an diesem Fahrzeug durchgeführten Prüfungen des
                       Typs I. Dann werden für die Kohlenmonoxidemissionen, die Summe der Kohlenwasserstoff-
                       und Stickoxidemissionen, die Stickoxidemissionen und die Partikelemissionen das arithmeti-
                       sche Mittel (x) der aus der Stichprobe gewonnenen Ergebnisse sowie die Standard-Abwei-
                       chung S ermittelt. Die Serienproduktion gilt als vorschriftsmäßig, wenn folgende Bedingung
                       erfüllt ist:
                                                               x + k • S < L.
                       L = zulässiger Grenzwert nach 7.1.1.1:
                       k = statistischer Faktor, der von n abhängt und in der folgenden Tabelle angegeben ist:".
        Punkt 8.3.1.1 erhält folgende Fassung:
        „8.3.1.1.      Die Grenzwerte in der Tabelle unter 5.2.1.1.4 für die Betriebserlaubnis für einen Fahrzeug-
                       typ werden durch die nachstehenden Werte ersetzt:
                       — Kohlenmonoxidmasse:              2,11 g/km,
                       — Kohlenwasserstoffmasse:          0,25 g/km,
                       — Stickoxidmasse:                  0,62 g/km,
                       — Partikelmasse (*)                0,25 g/km.
                        Diese Grenzwerte gelten als eingehalten, wenn sie von den Prüfungsergebnissen für einen
                        Fahrzeugtyp bei Multiplizierung der einzelnen Schadstoffmassen mit dem entsprechenden
                       Verschlechterungsfaktor der nachstehenden Tabelle nicht überschritten werden:
                                                                              Verschlechterungsfaktor
                         Abgasreinigungssystem
                                                                  CO           HC              NO x     Partikel (•)
        1. Fremdzündungsmotor mit Oxydationskata-
            lysator                                               1,2           1,3             1,0
        2. Fremdzündungsmotor ohne Katalysator                    1,2           1,3             1,0         —
        3. Fremdzündungsmotor mit Dreiwegekataly-
            sator                                                 1,2           1,3             1,1         —
        4. Motor mit Kompressionszündung                          1,1           1,0             1,0         1,0
        (*) Bei Fahrzeugen mit Motor mit Kompressionszündung.
                        In den Fällen, in denen ein Hersteller den Nachweis für Verschlechterungsfaktoren erhalten
                        hat, welche für den Fahrzeugtyp spezifisch sind, bei dem die Bescheinigungsverfahren für die
                        gemeinschaftlichen Ausfuhrmärkte angewandt werden, können diese Faktoren immer dann
                        als Alternative verwendet werden, wenn mit den in diesem Abschnitt genannten Grenzwerten
                        Übereinstimmung hergestellt wird."
 ---pagebreak--- Nr. C 174/8                                Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                         12.7.86
                                                             ANHANG              III
                                                           PRÜFUNG TYP I
            (Prüfung der durchschnittlichen Emissionen luftverunreinigender Gase nach Kaltstart in Ortschaften mit
                                                        hoher Verkehrsdichte)
            Punkt 4.2.1 erhält folgende Fassung:
            „4.2.1.        Mit der Auffangeinrichtung für die Abgase müssen die tatsächlich emittierten Schadstoff-
                           mengen in den Abgasen gemessen werden können. Dabei wird das Entnahmesystem mit
                           konstantem Volumen (CVS) verwendet. Dazu müssen die Abgase des Fahrzeugs kontinuier-
                           lich mit der Umgebungsluft unter kontrollierten Bedingungen verdünnt werden. Um die
                           emittierten Mengen mit diesem CVS-Verfahren messen zu können, müssen zwei Bedingun-
                           gen erfüllt sein: das Gesamtvolumen der Mischung aus Abgasen und Verdünnungsluft muß
                           gemessen und eine anteilige Probe dieses Volumens muß kontinuierlich für die Analyse auf-
                           gefangen werden.
                           Die emittierten Mengen luftverunreinigender Gase werden aus den Konzentrationen in der
                           Probe unter Berücksichtigung der Konzentration dieser Gase in der Umgebungsluft und aus
                           der Durchflußmenge während der Prüfdauer bestimmt.
                           Die emittierte Partikelmenge wird bestimmt, indem aus einem anteiligen Teilstrom über die
                           gesamte Dauer des Tests die Partikel auf geeigneten Filtern abgeschieden werden und die
                           Menge gravimetrisch gemäß 4.3.2 bestimmt wird."
            Punkt 4.3.1.1 ist wie folgt zu ergänzen:
                           „— Partikel:
                           Gravimetrische Bestimmung der abgeschiedenen Partikel. Die Partikel werden an jeweils
                           zwei im Probengasstrom hintereinander angeordneten Filtern abgeschieden. Die abgeschie-
                           dene Partikelmenge soll je Filterpaar zwischen 2 und 5 mg liegen. Die Filteroberfläche soll
                           aus einem Material bestehen, das hydrophob und gegen die Abgasbestandteile inert ist
                           (PTFE oder gleichwertiges Material)."
            Punkt 4.3.1.2 ist wie folgt zu ergänzen:
                           „Die Wägung der abgeschiedenen Partikel muß eine Genauigkeit von 1/ug gewährleisten."
            Punkt 4.3.2 ist wie folgt zu ergänzen:
                           „Die Partikel-Probenahmeeinheit besteht aus Verdünnungstunnel, Probenahmesonde, Filter-
                           einheit, Teilstrompumpe, Durchflußregelung und -meßeinrichtung. Der Partikel-Probe-
                           nahmeteilstrom wird über zwei hintereinander angeordnete Filter gezogen. Die Entnahme-
                           sonde für den Partikel-Probengasstrom muß im Verdünnungskanal derart angeordnet sein,
                           daß ein repräsentativer Probengasstrom des homogenen Luft/Abgasgemischs entnommen
                           werden kann und daß an der Entnahmestelle die Temperatur des Luft/Abgasgemischs 52 °C
                           nicht überschreitet. Die Temperatur des Probengasstromes darf über die Länge der Ent-
                           nahmeleitung (Entnahmesonde-Durchflußmeßgeräte) um nicht mehr als ± 3 K, der Durch-
                           fluß um nicht mehr als ± 5 % schwanken. Die Masse der während der Testphase abgeschie-
                           denen Partikel wird durch Differenzwägung ermittelt.
                           Die erforderlichen Partikelfilter sind wenigstens acht, höchstens 56 Stunden in einer offenen,
                           gegen Staubeinfall geschützten Schale vor dem Test in einer klimatisierten Kammer zu kon-
                           ditionieren (Temperatur, Feuchte). Nach dieser Konditionierung werden die leeren Filter
                           gewogen und bis zur Verwendung aufbewahrt."
 ---pagebreak--- 12. 7. 86                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 174/9
          Punkt 7 erhält folgende Fassung:
          „7.            GAS-, PARTIKELENTNAHME U N D ANALYSE"
          Punkt 7.1 erhält folgende Fassung:
          ,,7.1.           Probenahme
                         Die Entnahme beginnt, wie nach 6.2.2 festgelegt, zu Beginn des ersten Fahrzyklus und endet
                         nach Abschluß der letzten Leerlaufphase des vierten Zyklus."
          Punkt 7.2.1 ist wie folgt zu ergänzen:
                         „Die beladenen Partikelfilter müssen spätestens eine Stunde nach dem Ende der Abgas-
                         prüfung in die Kammer gebracht, dort zwischen einer und 56 Stunden konditioniert und
                         anschließend gewogen werden."
          Punkt 8 erhält folgende Fassung:
          „8.            BESTIMMUNG DER MENGE DER EMITTIERTEN                        LUFTVERUNREINIGENDEN
                         GASE U N D PARTIKEL"
          Punkt 8.2 erhält folgende Fassung:
          „8.2.           Gesatntmasse der emittierten luftverunreinigenden Gase und Partikel
                         Die Masse M jedes vom Fahrzeug während der Prüfung emittierten gasförmigen Schadstoffs
                         wird durch Berechnung des Produkts aus Volumenkonzentration und dem entsprechenden
                         Gasvolumen basierend auf den nachstehenden Dichtewerten nach den vorgenannten Bezugs-
                         bedingungen ermittelt:
                         — für Kohlenmonoxid (CO): d = 1,25 g/1,
                         — für Kohlenwasserstoffe (CH 1>85 ): d = 0,619 g/1,
                         — für Stickoxide ( N 0 2 ) : d = 2,05 g/1.
                         Die Masse m der vom Fahrzeug während der Prüfung emittierten Partikel wird aus der
                         gewogenen Partikelmasse auf dem Filterpaar ermittelt. Mindestens 95 % der Partikel müssen
                         sich auf dem ersten Filter befinden. Unter diesen Bedingungen ist es ausreichend, die Mas-
                         senbelegung des ersten Filters für die Berechnung der emittierten Partikelmasse heranzuzie-
                          hen.
                         Anlage 8 zu diesem Anhang enthält die entsprechenden Berechnungsmethoden (mit Bei-
                          spielen) für die Bestimmung der Massen der emittierten luftverunreinigenden Gase und
                          Partikel."
           Der Titel von Anlage 5 erhält folgende Fassung:
                          „BESCHREIBUNG DER ABGASENTNAHMESYSTEME"
           Punkt 2.1.3 erhält folgende Fassung:
           „2.1.3.        Es ist eine fortlaufende, anteilmäßige Probe aus verdünntem Abgas und Verdünnungsluft für
                          Analysezwecke zu entnehmen.
                          Die Menge der emittierten gasförmigen Schadstoffe wird nach den anteilmäßigen Proben-
                          konzentrationen und des während der Prüfdauer gemessenen Gesamtvolumens bestimmt.
                          Die Probenkonzentrationen werden entsprechend dem Schadstoffgehalt der Umgebungsluft
                          korrigiert. Bei Fahrzeugen mit Kompressionszündungsmotor werden zusätzlich die Partikel-
                          emissionen ermittelt."
           Punkt 2.2.2 erhält folgende Fassung:
           „2.2.2.        Das Abgasentnahmesystem muß so konzipiert sein, daß die mittleren volumentrischen Kon-
                          zentrationen der CO2, CO, H C - und NO x -Bestandteile, bei Fahrzeugen mit Kompressions-
                          zündungsmotor zusätzlich die Partikelemission, die in den während des Fahrzyklus emittier-
                          ten Abgasen enthalten sind, gemessen werden können."
 ---pagebreak--- Nr. C 174/10                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    12.7.86
            Punkt 2.4 erhält folgende Fassung:
            „2.4.          Zusätzliches Entnahmegerät zur Prüfung von Fahrzeugen mit       Kompressionszündungsmotor
             2.4.1.        Abweichend zur Gasentnahme bei Fahrzeugen mit Motoren mit Fremdzündung befinden
                           sich die Probenahmestellen zur Entnahme der Kohlenwasserstoff- und Partikelproben in
                           einem Verdünnungstunnel.
             2.4.2.        Zur Verminderung von Wärmeverlusten im Abgas vom Auspuffendrohr bis zum Eintritt in
                           den Verdünnungstunnel darf die hierfür verwendete Rohrleitung höchstens 3,6 m bzw.
                           6,1 m, falls thermisch isoliert, lang sein. Ihr Innendurchmesser darf höchstens 105 mm betra-
                           gen.
             2.4.3.        Im Verdünnungstunnel, einem geraden aus elektrisch leitendem Material bestehenden Rohr,
                           müssen turbulente Strömungsverhältnisse herrschen (Reynoldszahlen > 4 000), damit das
                           verdünnte Abgas an den Entnahmestellen homogen und die Entnahme repräsentativer Gas-
                           und Partikelproben gewährleistet ist. Der Verdünnungstunnel muß einen Durchmesser von
                           mindestens 200 mm haben. Das System muß geerdet sein.
             2.4.4.        Das Partikel-Probenahmesystem besteht aus einer Entnahmesonde im Verdünnungstunnel
                           und zwei hintereinander angeordneten Filtern. In Strömungsrichtung vor und hinter dem
                           Filterpaar sind Schnellschaltventile eingeordnet.
             2.4.5.        Die Partikelentnahmesonde muß folgendermaßen beschaffen sein:
                           Sie muß in Nähe der Tunnelmittellinie, ungefähr 10 Tunneldurchmesser stromabwärts vom
                           Abgaseintritt eingebaut sein und einen Innendurchmesser von mindestens 12 mm haben.
                           Der Abstand von der Probenahmespitze bis zum Filterhalter muß mindestens 5 Sonden-
                           durchmesser, jedoch höchstens 1 020 mm betragen.
             2.4.6.        Die Meßeinheit des Probengasstromes besteht aus Pumpen, Gasmengenreglern und Durch-
                           flußgeräten.
             2.4.7.        Das Kohlenwasserstoff-Probenahmesystem besteht aus beheizter Entnahmesonde, -leitung,
                           -filter, -pumpe.
                           Die Entnahmesonde muß im gleichen Abstand vom Abgaseintritt wie die Partikelentnahme-
                           sonde so eingebaut sein, daß eine gegenseitige Beeinflussung der Probenahmen vermieden
                           wird. Sie muß einen Mindestinnendurchmesser von 4,5 mm haben.
             2.4.8.        Alle beheizten Teile müssen durch das Heizsystem auf einer Temperatur von 190 °C
                           ± 10 °C gehalten werden.
             2.4.9.        Ist ein Ausgleich der Durchflußschwankungen nicht möglich, so sind Wärmetauscher und
                           ein Temperaturregler nach 2.3.3.1 erforderlich, um einen konstanten Durchfluß durch das
                           System und somit die Proportionalität des Durchflusses der Probe sicherzustellen."
            Punkt 3.1.4 ist wie folgt zu ergänzen:
                           „Partikel-Probenahmesystem
                           — S4 Entnahmesonde im Verdünnungstunnel;
                           — Fp Filtereinheit, bestehend aus zwei hintereinander angeordneten Filtereinheiten; Um-
                                    schaltvorrichtung für weitere parallel angeordnete Filterpaare;
                           —        Entnahmeleitung;
                           —        Pumpen, Durchflußregler, Durchflußmeßgeräte."
            Abbildung 1 wird durch die folgende neue Abbildung 1 ersetzt:
 ---pagebreak---                                                                                Abbildung 1
                                            Schema eines Entnahmesystems für konstante Volumen und Verdrängerpumpe (PDP-CVS)
                                                                          Zur Außenluft
                                                                                                                       Zur Außenluft
       Lufteinlaß
arK
    *5CS>
       Nur für die Prüfung von Dieselmotoren erforderliche Geräte
 ---pagebreak--- Nr. C 174/12                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   12.7.86
            Punkt 3.2.4 ist wie folgt zu ergänzen:
                           „Partikel-Probenahmesystem
                           — S4 Entnahmesonde im Verdünnungstunnel;
                           — Fp Filtereinheit,  bestehend  aus   zwei   hintereinander  angeordneten Filtereinheiten;
                                  Umschaltvorrichtung für weitere parallel angeordnete Filterpaare;
                           —       Entnahmeleitung;
                           —      Pumpen, Durchflußregler, Durchflußmeßgeräte."
            Abbildung 2 wird durch die folgende neue Abbildung 2 ersetzt:
 ---pagebreak---   12.7.86 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 174/13
    u
    •c
     3
I   •9
      a
     .9
 ---pagebreak--- Nr. C 174/14                               Amtsblatt der E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                       12. 7. 86
            Punkt 3.3 wird wie folgt geändert:
                          „(nur für Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren)."
            Anlage 8 erhält folgende Fassung:
                                                            „ANLAGE 8
                               B E R E C H N U N G DER EMITTIERTEN SCHADSTOFFMENGEN
             1.           Allgemeine Bestimmungen
             1.1.         Die emittierten Mengen gasförmiger Schadstoffe werden mit nachstehender Gleichung
                          berechnet:
                                                          Mi = V mix • Qi • k H • C; • 10-6
                          dabei bedeuten:
                          Mj        = emittierte Schadstoffmenge i in g/Prüfung,
                          Vmix      = Volumen der verdünnten Abgase, ausgedrückt in 1/Prüfung und korrigiert auf
                                       Normalbedingungen (273,2 K; 101,33 kPa),
                          Qi        = Dichte des Schadstoffs        i in g/1 bei Normaltemperatur und     Normaldruck
                                       (273,2 K; 101,33 kPa),
                          kn        = Feuchtigkeitskorrekturfaktor für die Berechnung der emittierten Stickoxidmengen
                                       (bei H C und C O gibt es keine Feuchtekorrektur),
                          C;        = Konzentration des Schadstoffs i in den verdünnten Abgasen, ausgedrückt in ppm
                                       und korrigiert durch die Schadstoffkonzentration i in der Verdünnungsluft.
             1.2.           Volumenbestimmung
                          Der Wortlaut des bisherigen Abschnitts 1 wird unverändert übernommen.
             1.3.         Berechnung der korrigierten Konzentration von Schadstoffen im Auffangbeutel
                          Der Wortlaut des bisherigen Abschnitts 2 wird unverändert übernommen.
             1.4.         Berechnung des Feuchtekorrekturfaktors für NO
                          Der Wortlaut des bisherigen Abschnitts 3 wird unverändert übernommen.
             1.5.          Beispiel
                          Der Wortlaut des bisherigen Abschnitts 4 wird bis 4.2 einschließlich unverändert übernom-
                          men, 4.3 und 4.4 entfallen.
             2.           Besondere Bestimmung für Fahrzeuge mit Kompressionszündungsmotoren
             2.1.         HC-Messung für Kompressionszündungsmotoren
                          Zur Bestimmung der Masse der HC-Emissionen für Kompressionszündungsmotoren wird
                          die mittlere HC-Konzentration mit Hilfe folgender Formel berechnet:
                                                                             t2
                                                                              J c H r • dt
                                                                             ti
                                                                        =
                                                                             t 2 — tj
 ---pagebreak--- 1 2 . 7 . 86                                Amtsblatt d e r E u r o p ä i s c h e n Gemeinschaften                          Nr. C 174/15
                           hierbei bedeuten:
                           t2
                            J CHC ' dt =     Integral der vom beheizten HFID-Analysator während der Prüfzeit
                           ti                (t2 — ti) aufgezeichneten Werte,
                           ce             =   HC-Konzentration, gemessen in den verdünnten Abgasen in ppm,
                           ce             =   ersetzt direkt CHC m allen entsprechenden Gleichungen.
             2.2.           Partikelbestimmung
                           Die Partikelemission M p wird mit folgender Gleichung berechnet:
                                                                             ( * mix T" * ep) X 1 e
                                                               Mp
                                                                                       Ve
                           dabei bedeuten:
                                   ==
                           Vmix       Volumen der verdünnten Abgase (siehe 1.1.3) bei Normalbedingungen),
                           Vep     = Volumen des durch die Partikelfilter geströmten Abgases bei Normalbedingungen,
                           Pe      = Masse der auf dem Filter abgeschiedenen Partikel."
                                                              ANHANG              IIIA
             GLEICHWERTIGE             PRÜFUNG WIE DIE PRÜFUNG VOM TYP I BETREFFEND                                      DIE
                                     KONTROLLE DER EMISSIONEN MIT KALTEM M O T O R
             4.2.1
             4.3.1.1
                            erhalten die neue Fassung der entsprechenden Punkte in Anhang III.
             4.3.1.2
             4.3.2
             Punkt 6.2.2.7 erhält folgende Fassung:
             „6.2.2.7.      Gasstrom-Meßgerät in Gang setzen, Probenahmeventile so einstellen, daß die Probe in den
                            Auffangbeutel für ,transientes' Auspuffgas und denjenigen für ,transiente' Verdünnungsluft
                            fließt (Integrator des Diesel-Kohlenwasserstoff-Analysiersystems einstellen und gegebenen-
                            falls Registrierkarte anzeichnen), Ventile bei der Probenahme so schalten, daß die Partikelfil-
                            ter für die transiente Phase beaufschlagt werden, Schlüssel drehen und Motor anlassen."
             Punkt 6.2.2.11, erster Satz, erhält folgende Fassung:
                            „Nach der nach 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung ist gleichzeitig der Gasproben-
                            strom von den ,transienten' Beuteln in die stabilisierten' Beutel, die die Partikelfilter für die
                            stabilisierte Phase beaufschlagen, umzuleiten, das Gasflußmeßgerät Nr. 1 (und der Diesel-
                            HC-Integrator Nr. 1) zu schließen (Karte des Diesel-HC-Integrators markieren) und das
                            Gasflußmeßgerät Nr. 2 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) in Betrieb zu setzen."
             Punkt 6.2.2.13, erster Satz, erhält folgende Fassung:
                            „Fünf Sekunden nach dem Ausschalten des Motors sind gleichzeitig das Gasfluß-Meßgerät
                            Nr. 2 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 2) zu sperren (gegebenenfalls auch die HC-Regi-
                            strierkarte ankreuzen), die Ventile für die Partikelfilter für die stabilisierte Phase zu sperren
                            und die Gasprobenentnahmeventile auf ,standby' einzustellen."
             Bei Punkt 6.2.2.16 wird nach dem ersten Satz der folgende neue Satz eingefügt:
                             „Bei Fahrzeugen mit Kompressionszündungsmotor wird für die Warmstartprüfung ebenfalls
                            nur ein Partikelfilterpaar benötigt."
 ---pagebreak--- Nr. C 174/16                               Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                                  12.7.86
            Punkt 6.2.2.17, erster Satz, erhält folgende Fassung:
                          „Nach Abschluß der bei 505 Sekunden vorgesehenen Verzögerung sind gleichzeitig das Gas-
                          flußmeßgerät Nr. 1 (und der Diesel-HC-Integrator Nr. 1) abzustellen (gegebenenfalls Die-
                          sel-HC-Registrierkarte ankreuzen), die Ventile für die Partikelfilter abzusperren und das
                          Gasprobenentnahmeventil auf ,standby' einzustellen (das Abschalten des Motors gehört nicht
                          zur Probenahmephase der Warmstartprüfung)."
           Nach Punkt 7.7 wird folgender neuer Punkt 7.8 eingefügt:
           „7.8.          Die beladenen Partikelfilter müssen spätestens eine Stunde nach dem Ende der Abgas-
                          prüfung in die Kammer gebracht, dort zwischen einer und 56 Stunden konditioniert und
                          anschließend gewogen werden."
           Die Punkte 8 und 8.2 erhalten die neue Fassung der entsprechenden Punkte in Anhang III.
           In Anlage 5 erhält der Titel die neue Fassung des Titels der Anlage 5 des Anhangs III.
           2.1.3
           2.2.2
           2.4.1          erhalten die neue Fassung der entsprechenden Punkte in der Anlage 5 des Anhangs III.
           2.4.2
           2.4.3
           Punkt 2.4.4 erhält folgende Fassung:
           „2.4.4.        Das Partikel-Probenahmesystem besteht aus einer Entnahmesonde im Verdünnungstunnel,
                          drei Filtereinheiten, bestehend aus jeweils zwei hintereinander angeordneten Filtern, auf die
                          der Probengasstrom einer Testphase umgeschaltet werden kann. Die drei Filtereinheiten
                          werden in den Phasen ,transient nach Kaltstart', stabilisiert nach Kaltstart' und ,transient
                          nach Warmstart' nacheinander vom Probengasstrom durchströmt."
           2.4.5
           2.4.6
           2.4.7          erhalten die neue Fassung der entsprechenden Punkte in der Anlage 5 des Anhangs III.
           2.4.8
           2.4.9
           3.             Die Systeme entsprechen den unter Punkt 3 in Anlage 5 zu Anhang III beschriebenen mit
                          der Ausnahme, daß jeweils drei Probenbeutel für Abgasproben und Umgebungsluftproben
                          parallel derart angeordnet sind, daß sie nacheinander durch Schnellschaltventile mit dem
                          Probengasstrom beaufschlagt werden können.
                          Bei der Prüfung von Fahrzeugen mit Dieselmotoren sind entsprechend drei Filterpaare für
                          die Partikelmessung parallel angeordnet.
           Anlage 8 erhält folgende Fassung:
                                                             „ANLAGE 8
                               B E R E C H N U N G DER EMITTIERTEN SCHADSTOFFMENGEN
           1.             Die emittierten Schadstoff mengen werden mit nachstehender Gleichung berechnet:
                                                       M
                                         TUT    mi       'cT Mis     , . ._ M i H T Mis
                                         M; = 0,43     ScT + S—s •   + 0,57
                                                                         '    S H T + Ss
                          dabei bedeuten:
                          Mj       = emittierte Schadstoffmenge in g/km,
                          MjcT     = emittierte Schadstoffmenge i in g während der ersten Phase (transient kalt),
                                   =
                          M;HT        emittierte Schadstoff menge i in g in der letzten Phase (transient warm),
 ---pagebreak--- 12.7. 86                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 174/17
              M; s      = emittierte Schadstoff menge i in g während der zweiten Phase (stabilisiert),
                        =
              SCT          während der ersten Phase zurückgelegte Strecke (in km),
                        =
              SHT          während der letzten Phase zurückgelegte Strecke (in km),
              Ss        = in der zweiten Phase zurückgelegte Strecke (in km).
         2.   Die in den einzelnen Phasen emittierten Mengen gasförmiger Schadstoffe werden nach fol-
              gender Formel berechnet:
                                             Mi = V m i x x Q; x k H x Q x 10-*
              dabei bedeuten:
              M;        = emittierte Schadstoffmenge i in g/Phase,
              Vmix      = verdünnte Abgasmenge in 1/Phase, korrigiert           nach   Standardbedingungen
                            (273,2 K u n d 101,33 kPa),
              Qi        = Dichte des Schadstoffs i in g/1 bei Normaltemperatur u n d -druck (273,2 K und
                            101,33 kPa),
              kn        = Feuchtigkeitskorrekturfaktor für die Berechnung der emittierten Stickoxidmengen
                            (bei H C und C O gibt es keine Feuchtekorrektur),
              Q          = Konzentration des Schadstoffs i in den verdünnten Abgasen, ausgedrückt in ppm
                           und korrigiert durch die Schadstoffkonzentration i in der Verdünnungsluft.
         3.   Besondere Bestimmungen für Fahrzeuge mit Kompressionszündungsmotoren
         3.1.    HC-Messung
              Die Bestimmung der HC-Emission in den einzelnen Phasen wird entsprechend 2.1 in An-
              lage 8 zu Anhang III vorgenommen.
         3.2.    Partikelmessung
              Die Bestimmung der Partikel-Emission in den einzelnen Phasen wird entsprechend 2.2 in
              Anlage 8 zu Anhang III vorgenommen."