CELEX: C1998/007/23
Language: de
Date: 1998-01-10 00:00:00
Title: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des Beschlusses des Verwaltungsgerichtshofs (Wien) vom 27. Oktober 1997 in dem Rechtsstreit STUAG Bau-Aktiengesellschaft gegen Kärntner Landesregierung (Rechtssache C-390/97)

C 7/10                DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   10. 1. 98
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Vorab-              Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des
entscheidungsersuchen des französischen Conseil d'EÂtat            Beschlusses des Verwaltungsgerichtshofs (Wien) vom
vom 29. Oktober 1997 auf Antrag der Fromagerie Phili-              27. Oktober 1997 in dem Rechtsstreit STUAG Bau-
pona SA und der Fromagerie franc-comtoise SA, beige-                    Aktiengesellschaft gegen Kärntner Landesregierung
laden: Institut national des appellations d'origine, sowie                            (Rechtssache C-390/97)
der SocieÂteÂ Fromagerie Lincet, der SocieÂteÂ Fromagerie
d'Epoisses, des Herrn Yves Chiciak, der SocieÂteÂ Forster                                    (98/C 7/23)
SARL und der SocieÂteÂ Fromagerie Maurice Girard, bei-
geladen: Institut national des appellations d'origine und
                    SocieÂteÂ Fromagerie AFT                       Der Verwaltungsgerichtshof (Wien) ersucht den Gerichts-
                                                                   hof der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluû vom
           (Rechtssachen C-388/97 und C-389/97)                    27. Oktober 1997, in der Kanzlei des Gerichtshofes einge-
                            (98/C 7/22)                            gangen am 17. November 1997, in dem Rechtsstreit
                                                                   STUAG Bau-Aktiengesellschaft gegen Kärntner Landesre-
                                                                   gierung um Vorabentscheidung über folgende Frage:
Der französische Conseil d'EÂtat ersucht den Gerichtshof
der Europäischen Gemeinschaften durch Vorabentschei-
dungsersuchen vom 29. Oktober 1997, bei der Kanzlei des            Steht Artikel 33 Absatz 1 der Sechsten Richtlinie 77/388/
Gerichtshofes eingegangen am 17. November 1997, auf                EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung
Antrag der Fromagerie Philipona SA und der Fromagerie              der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
franc-comtoise SA, beigeladen: Institut national des appel-        Umsatzsteuern Ð Gemeinsames Mehrwertsteuersystem:
lations d'origine (Rechtssache C-388/97), sowie der SocieÂteÂ      Einheitliche steuerliche Bemessungsgrundlage (1) der Beibe-
Fromagerie Lincet, der SocieÂteÂ d'Epoisses, des Herrn Yves        haltung einer Abgabe (wegen ihres Charakters von
Chiciak, der SocieÂteÂ Forster SARL und der SocieÂteÂ Froma-       Umsatzsteuern) entgegen, die in einem Bundesland (Teil-
gerie Maurice Girard, beigeladen: Institut national des            staat) eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaf-
appellations d'origine und SocieÂteÂ Fromagerie (Rechtssa-         ten von allen Ð unmittelbar oder mittelbar Ð am Frem-
che C-389/97), um Vorabentscheidung über folgende Fra-             denverkehr interessierten Unternehmen, die innerhalb die-
gen:                                                               ses Teilstaats ihren Sitz oder eine Betriebsstätte haben, für
                                                                   jeweils ein Kalenderjahr zu entrichten ist und deren Höhe
                                                                   im wesentlichen proportional zum innerhalb eines Kalen-
1. Hatten die einzelstaatlichen Behörden nach Inkraft-             derjahres durch den Unternehmer in diesem Teilstaat
     treten der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates             erzielten Umsatz ist, jedoch der Beitragssatz je Wirtschafts-
     vom 14. Juli 1992 (1) und vor Inkrafttreten der Ver-          zweig (Berufsgruppe) nach einem vom Gesetzgeber ange-
     ordnung (EG) Nr. 535/97 vom 17. März 1997 (2) alle            nommenen Nutzen aus dem Fremdenverkehr unterschied-
     Zuständigkeiten im Bereich der Ursprungsbezeichnun-           lich hoch ist, und die einen Vorsteuerabzug nicht vorsieht?
     gen verloren?
                                                                   (1) ABl. L 145 vom 13. 6. 1977, S. 1.
2. Kann Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung vom
     17. März 1997 dahin ausgelegt werden, daû er den
     einzelstaatlichen Behörden nachträglich die Zuständig-
     keit verleiht, die Merkmale einer Bezeichnung zu
     ändern, die im Rahmen des Verfahrens nach Artikel 17
     der Verordnung vom 14. Juli 1992 zur Gemeinschafts-
     eintragung angemeldet war?                                    Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des
                                                                   Beschlusses des Finanzgerichts Köln vom 27. Oktober
                                                                   1997 in dem Rechtsstreit Frans Gschwind gegen Finanz-
3. Falls die nationalen Behörden eine Hilfszuständigkeit                              amt Aachen-Auûenstadt
     behalten haben, ermöglicht diese es ihnen,
                                                                                      (Rechtssache C-391/97)
     Ð die Bedingungen der Erzeugung oder der Herstel-                                       (98/C 7/24)
         lung eines Erzeugnisses zu ändern, für das eine
         Bezeichnung zur Eintragung angemeldet ist
         (Rechtssache C-388/97),                                   Das Finanzgericht Köln Ð 1. Senat Ð ersucht den
                                                                   Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch
     Ð den in einer Bezeichnung verwendeten Namen zu               Beschluû vom 27. Oktober 1997, in der Kanzlei des
         ändern (Rechtssache C-389/97)?                            Gerichtshofes eingegangen am 17. November 1997, in
                                                                   dem Rechtsstreit Frans Gschwind gegen Finanzamt
(1) Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates vom 14. Juli 1992       Aachen-Auûenstadt um Vorabentscheidung über folgende
    zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbe-         Frage:
    zeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl.
    L 208 vom 24. 7. 1992, S. 1).
(2) Verordnung (EG) Nr. 535/97 des Rates vom 17. März 1997         Verstöût es gegen Artikel 48 EG-Vertrag, daû nach § 1
    zur ¾nderung der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 zum Schutz       Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 1 a Abs. 1 Nr. 2 EStG ein niederlän-
    von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für      discher Staatsangehöriger, der in der BRD steuerpflichtige
    Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 83 vom 25. 3.        Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielt, ohne im
    1997, S. 3).                                                   Inland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt zu
                                                                   haben, ebenso wie sein von ihm nicht dauernd getrennt
                                                                   lebender Ehegatte, der ebenfalls im Inland weder Wohnsitz