CELEX: 52013PC0635
Language: de
Date: 2013-09-16
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Inanspruchnahme des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung gemäß Nummer 28 der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 17. Mai 2006 zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission über die Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche Haushaltsführung (Antrag EGF/2013/004 ES/Comunidad Valenciana Baustoffe, Spanien)

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		52013PC0635
		
			Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Inanspruchnahme des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung gemäß Nummer 28 der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 17. Mai 2006 zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission über die Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche Haushaltsführung (Antrag EGF/2013/004 ES/Comunidad Valenciana Baustoffe, Spanien) /* COM/2013/0635 final */
			
				
		
		
			
			   	BEGRÜNDUNG
Die Interinstitutionelle Vereinbarung vom 17. Mai 2006
zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission über die
Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche Haushaltsführung[1] sieht in der Nummer 28 die
Möglichkeit vor, im Rahmen eines Flexibilitätsmechanismus den Europäischen
Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bis zu einem jährlichen
Höchstbetrag von 500 Millionen EUR in Überschreitung der Obergrenzen
der einschlägigen Rubriken des Finanzrahmens in Anspruch zu nehmen.
Die Regeln für die Finanzbeiträge des EGF sind
in der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 20. Dezember 2006 zur Einrichtung des Europäischen Fonds
für die Anpassung an die Globalisierung[2]
niedergelegt.
Am 22. Mai 2013 stellte Spanien den
Antrag EGF/2013/004 ES/Comunidad Valenciana Baustoffe auf einen
Finanzbeitrag aus dem EGF wegen Entlassungen bei 140 Unternehmen im
Wirtschaftszweig NACE Rev. 2[3]
Abteilung 23 (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung
von Steinen und Erden[4])
in der NUTS-II-Region Comunidad Valenciana (ES52) in Spanien.
Nach eingehender Prüfung dieses Antrags
gelangte die Kommission gemäß Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006
zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für einen Finanzbeitrag im Rahmen
dieser Verordnung erfüllt sind.
ZUSAMMENFASSUNG DES ANTRAGS UND ANALYSE
 Eckdaten: ||   
 EGF-Aktenzeichen || EGF/2013/004 
 Mitgliedstaat || Spanien 
 Artikel 2 || Buchstabe b 
 Betroffene Unternehmen || 140 
 NUTS-II-Region || Comunidad Valenciana (ES52) 
 NACE-Revision-2-Abteilung || 23 (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) 
 Bezugszeitraum || 14.6.2012 bis 14.3.2013 
 Datum des Beginns der personalisierten Dienstleistungen || 22.8.2013 
 Datum der Antragstellung || 22.5.2013 
 Entlassungen im Bezugszeitraum || 630 
 Entlassene Arbeitskräfte, die voraussichtlich an den Maßnahmen teilnehmen werden || 300 
 Ausgaben für personalisierte Dienstleistungen (EUR) || 1 600 000 
 Kosten für die Durchführung des EGF[5] (EUR) || 80 000 
 Kosten für die Durchführung des EGF (%) || 4,76 
 Gesamtkosten (EUR) || 1 680 000 
 EGF-Beitrag in EUR (50 %) || 840 000 
1.           Der Antrag wurde der
Kommission am 22. Mai 2013 vorgelegt und bis zum 17. Juli 2013
durch zusätzliche Informationen ergänzt.
2.           Der Antrag erfüllt die
EGF-Interventionskriterien gemäß Artikel 2 Buchstabe b der Verordnung
(EG) Nr. 1927/2006 und wurde innerhalb der in Artikel 5 dieser
Verordnung vorgesehenen Frist von zehn Wochen eingereicht.
Zusammenhang zwischen den Entlassungen
und den weitgehenden strukturellen Veränderungen im Welthandelsgefüge infolge
der Globalisierung
3.           Zur Verdeutlichung des
Zusammenhangs zwischen den Entlassungen und den weitgehenden strukturellen
Veränderungen im Welthandelsgefüge infolge der Globalisierung führt Spanien an,
dass sich die Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik sowie die
Verarbeitung von Steinen und Erden im Jahr 2011 (3 055,6 Mio. Tonnen)
im Vergleich zu 2001 verdoppelt hat. Im Jahr 2001 war China der größte
Hersteller (661 Mio. Tonnen), die EU lag auf Platz 2 (329 Mio. Tonnen).
Zehn Jahre später hatte sich an dieser Rangfolge nichts geändert. Allerdings
war die Herstellung in China um 312 % gestiegen, die in der EU dagegen um 12 %
gesunken. Dies ließ die Herstellungs- bzw. Verarbeitungszahlen
auseinanderdriften. 2001 produzierte bzw. verarbeitete China in den Bereichen
Glas, Glaswaren und Keramik bzw. Steine und Erden doppelt so viel wie die EU, 2011
jedoch siebenmal so viel. Die Zahlen für Indien, dem drittgrößten Hersteller
von Glas, Glaswaren und Keramik und Verarbeiter von Steinen und Erden, stiegen
im Zeitraum 2001-2011 um 217,2 %.
Herstellung
von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 
(Mio. Tonnen)

   || 2001 || 2005 || 2006 || 2007 || 2008 || 2009 || 2010 || 2011 
 China || 661 || 1 068,8 || 1 236,8 || 1 361,2 || 1 388,4 || 1 644 || 1 881,9 || 2 063,2 
 Indien || 102,9 || 142,7 || 159 || 170,5 || 183,3 || 186,9 || 213,9 || 223,5 
 EU || 328,8 || 357,9 || 380,3 || 386,5 || 360,1 || 293,7 || 281,1 || 289,6 
 weltweit || 1 470,3 || 2 005,9 || 2 232 || 2 386,3 || 2 398,3 || 2 546,1 || 2 830 || 3 055,6 
            Quelle: Weltbank, Global Economic Prospects,
Januar 2012.
4.           Neben dem Rückgang der
Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik sowie der Verarbeitung von Steinen
und Erden in der EU schrumpfte auch der weltweite Marktanteil.
Marktanteil
(%)
   || 2001 || 2005 || 2006 || 2007 || 2008 || 2009 || 2010 || 2011 
 China || 44,96 || 53,28 || 55,41 || 57,04 || 57,89 || 64,57 || 66,50 || 67,52 
 Indien || 7,00 || 7,11 || 7,12 || 7,14 || 7,64 || 7,34 || 7,56 || 7,31 
 EU || 22,36 || 17,84 || 17,04 || 16,20 || 15,01 || 11,54 || 9,93 || 9,48 
            Quelle: zusammengestellt vom Antragsteller auf
Grundlage der Daten aus den Global Economic Prospects, Weltbank Januar 2012.
5.           Diese Zahlen zeigen, dass das
Wachstum bei der Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik und der
Verarbeitung von Steinen und Erden in der EU geringer war als bei ihren
wichtigsten Wettbewerbern, sodass Marktanteile in dieser Branche verloren
gingen. Der Marktanteil der EU‑27 an der weltweiten Herstellung von Glas,
Glaswaren und Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden sank von 22,36 %
im Jahr 2001 auf 9,48 % im Jahr 2011, derjenige Chinas stieg
dagegen von 45 % auf 67,5 %; Indien stagnierte bei etwa 7 %.
6.           Die Herstellung von Glas,
Glaswaren und Keramik sowie die Verarbeitung von Steinen und Erden in Spanien
folgten demselben Negativtrend, der auch für die EU galt. Allerdings war der
Rückgang bei Herstellung und Verarbeitung in Spanien seit 2008 noch deutlicher.
Herstellung
von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden
Herstellungs-/Verarbeitungsvolumen 
(Änderung im Vergleich zum Vorjahr in Prozent)
   || 2006 || 2007 || 2008 || 2009 || 2010 || 2011 
 Spanien || 2,37 || -4,62 || -23,64 || -23,81 || -10,42 || -10,47 
 EU || 6,26 || 1,63 || -6,83 || -18,44 || -4,29 || 3,02 
 weltweit || 11,27 || 6,91 || 0,50 || 6,16 || 11,15 || 7,97 
            Quelle: Eurostat.
Produktions-/Verarbeitungsvolumen 2011.
7.           Die
EUROSTAT-Handelsstatistiken[6]
für die EU‑27 zeigen für den Zeitraum 2001‑2011 einen deutlichen
Anstieg bei den Einfuhren von Glas, Glaswaren und Keramik sowie verarbeiteten
Steinen und Erden in die EU. Im Vergleich zu 2001 verdreifachten sich die
Einfuhren im Jahr 2010, obwohl die Importe 2008 und 2009 infolge der
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Baugewerbe gesunken
waren.
Einfuhren
von Glas, Glaswaren und Keramik sowie verarbeiteten Steinen und Erden in die EU
(Mio. EUR)
Darüber hinaus handelte es sich während des
Zeitraums Januar bis November 2012 gemäß dem ICEX[7] bei 85 % aller Einfuhren
von Glas, Glaswaren und Keramik sowie verarbeiteten Steinen und Erden weltweit
um Einfuhren in die EU.
8.           Die Kommission ist deshalb
der Ansicht, dass die Entlassungen in den 140 Unternehmen, die in der
NUTS-II-Region Comunidad Valenciana (ES52) in der Herstellung bzw. der
Verarbeitung in NACE 2 Revision 2 Abteilung 23 (Herstellung von
Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) tätig sind,
wie in Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 gefordert mit
weitgehenden strukturellen Veränderungen im Welthandelsgefüge in Zusammenhang
gebracht werden können, die zu einem Anstieg der Importe von Glas, und
Glaswaren und Keramik sowie von verarbeiteten Steinen und Erden in die EU wie
auch zu einem Rückgang des EU-Anteils an der Herstellung von Glas, Glaswaren
und Keramik sowie der Verarbeitung von Steinen und Erden auf globaler Ebene
geführt haben. 
9.           Bislang gingen für die
Branche der Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik sowie der Verarbeitung
von Steinen und Erden vier EGF-Anträge ein[8],
drei davon wurden von Spanien wegen Entlassungen in der NUTS-II-Region
Comunidad Valenciana eingereicht.
Nachweis der Zahl der Entlassungen und
Erfüllung der Kriterien nach Artikel 2 Buchstabe b
10.         Spanien beantragt eine
Intervention nach Artikel 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006,
wonach mindestens 500 Entlassungen innerhalb eines Zeitraums von neun
Monaten in Unternehmen erforderlich sind, die in der gleichen NACE-Rev.-2-Abteilung
in einer NUTS-II-Region oder in zwei aneinander grenzenden solchen Regionen in
einem Mitgliedstaat tätig sind.
11.         Der Antrag betrifft 630 Entlassungen
während des neunmonatigen Bezugszeitraums vom 14. Juni 2012 bis 14. März 2013
in 140 Unternehmen, die der NACE-Revision-2-Abteilung 23 (Herstellung
von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) zuzuordnen
und in der NUTS-II-Region Comunidad Valenciana (ES52) angesiedelt sind. Alle
Entlassungen wurden gemäß Artikel 2 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich
der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 ermittelt. 
Erläuterung des unvorhergesehenen
Charakters der Entlassungen
12.         Die spanischen Behörden machen
geltend, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem plötzlichen
Zusammenbruch der Wirtschaft mit erheblichen Auswirkungen auf zahlreiche
Branchen, vor allem das Baugewerbe, geführt hat. In Ländern wie Spanien, deren
jährliche Wachstumsrate im Bereich Bautätigkeiten über dem europäischen
Durchschnitt lag, wurde bereits mittelfristig mit einem Nachlassen der
Bautätigkeiten gerechnet. Allerdings konnten die Baustoffhersteller nicht
vorhersehen, dass die steigenden Einfuhren von Baustoffen, die sich in den
letzten zehn Jahren verdreifacht haben, mit einem plötzlichen und signifikanten
Rückgang der Bautätigkeit infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise
zusammenfallen würden.
Benennung der Unternehmen, die
Entlassungen vornehmen, sowie der gezielt zu unterstützenden Arbeitskräfte
13.         Der Antrag betrifft 630 Entlassungen
in den folgenden 140 Unternehmen:
 Unternehmen und Anzahl der Entlassungen 
 ACTIA INICIATIVAS S.L. || 1 || HORMIGONES PRETENSADOS SETABENSES S.L. || 1 
 AGC FLAT GLASSS IBERICVA S.A. || 1 || IBERO ALCORENSE S.L. || 4 
 ALFARBEN SA || 1 || INDUSTRIAS SEYFE SA || 1 
 ALFREDO FENOLLAR, S.A. || 1 || INDUSTRIAS ALCORENSES CONFEDERADAS S.A. || 1 
 ANDRES DOMINGO IBORRA, S.L. || 4 || INGENIERIA DE COMPUESTOS, S.L. || 13 
 ARCANA CERAMICA, S.A. || 1 || INSTITUTO VALENCIANO DE LA VIVIENDA || 1 
 ARCILLA BLANCA, S.A. || 2 || JOSE MONSERRAT SL || 1 
 ARTE Y DISEÑO CERAMICO SA || 1 || JOSECER SL || 1 
 AZTECA PRODUCTS & SERVICES SL || 1 || KADENA HOME DESIGN SL || 1 
 AZULEJERA ALCORENSE 1, S.L. || 1 || KERABEN GRUPO SA || 1 
 AZULEJO ESPAÑOL S.L. || 1 || KERABEN SA || 1 
 BALDOCER SA || 1 || KERAKOLL IBERICA, S.A. || 2 
 BENESOL, S.L. || 15 || KERAMEX SA || 1 
 BLENDCUT SL || 1 || LABORATORIOS DOCTA, S.L. || 1 
 CALES DE LA PLANA S.A. || 2 || LEBARA LIMITED SUCURSAL EN ESPAÑA || 1 
 CANTERAS ALICANTINAS SL || 1 || LEVITILE SA || 1 
 CEMENTOS LA UNIÓN, S.A. || 18 || MANILUZ S.L || 1 
 CEMENTVAL MATERIALES DE CONSTRUCCION S.L. || 1 || MARAZZI IBERIA SAU || 6 
 CEMEX ESPAÑA S.A. || 54 || MARMOLES NOVELDA SA || 2 
 CERACASA, S.A. || 3 || MARMOLES PAREDES, S.L. || 1 
 CERAMICA EUROPEA DE FIGUEROLES SL || 1 || MARMOLES TARRAGONA SA || 1 
 CERAMICA LA ESCANDELLA SA || 1 || MARSEMOL,S.L. || 1 
 CERAMICA LATINA SL || 1 || MAVIDRE S.L. || 1 
 CERAMICA NULENSE S.A. || 3 || MAYOLICA AZULEJOS, SL || 2 
 CERAMICAS AZAHAR, SAU || 2 || MERCURY CERAMICA, S.L. || 2 
 CERAMICAS BELCAIRE SA || 1 || MOSAVIT ALCALATEN SL || 1 
 CERAMICAS IBEROALCORENSE, S.L. || 2 || NATUCER S.L. || 1 
 CERLAT S.A. || 20 || NAVARTI GRUPO, SA || 1 
 CICOGRES SA || 1 || NOVOGRES, S.A. || 1 
 CIFRE CERAMICA S.L. || 1 || NUEVAS AUTOMATIZADAS, S.L.U. || 5 
 COLOR ESMALT, S.A. || 1 || PERONDA CERAMICAS, S.A. || 1 
 COLORKER SA || 1 || PORCELANITE, S.L. || 1 
 COMERCIAL E INDUSTRIAL DEL MÁRMOL S.L. || 1 || PORCELANOSA GRUPO A.I.E || 3 
 COMPACGLAS, S.L. || 1 || PORCELANOSA, S.A. || 5 
 COMPONENTES ELECTRICOS INDUSTRIALES, S.E.I., S..L. || 1 || PRANE PROYECTOS E INVERSION S.L. || 1 
 CORINGLE, SL || 2 || PREINDUSTRIALIZADOS PRETENSADOS DE LEVANTE, S.A. || 38 
 CORTE CERAMICO LA VALL, S.L. || 1 || PROSART RESINAS, S.L. || 1 
 CRIARESA, S.L. || 1 || QUIMICER SA || 1 
 CRISTAL CERAMICAS SA || 1 || REAL CERAMICA S.A.U. || 1 
 CRISTALERIA BERCA SL || 1 || RECICLADOS VICENTE MALLEN, S.L. || 1 
 CRISTALERÍA FORCADELL || 21 || REY-GRES, SL || 1 
 CRISTALERIA JUANVI Y HERMANOS, S.L. || 3 || RIBERA SALUD II UTE LEY 18/82 || 1 
 CRISTALERIA MOIXENT S.L || 1 || ROIG CERAMICA SA (ROCERSA CERAMICA) || 2 
 CRISTALES Y ARTICULOS DE REGALO, S.A. || 1 || ROSA GRES S.L.U. || 1 
 CRITALGLASS VALENCIA S.L.U. || 1 || SAINT GOBAIN PLACO IBERICA, S.A. || 1 
 DUNE CERAMICA S.L. || 2 || SAS PREFABRICADOS DE HORMIGON, S.A. || 1 
 EMIGRES SL || 1 || SERRAGLASS S.L || 1 
 EMPORIO CERAMICO S.L. || 1 || SPANISH TILE FROM NULES, S.A. || 1 
 ENDEKA CERAMICS S.A. || 1 || STYLGRAPH HISPANIA SL || 1 
 ENMALLADO PRODUCTOS CERAMICOS JMEL S.L. || 2 || SYSTEM POOL SA || 1 
 EQUIPCERAM S.L. || 1 || TAULELL SL || 1 
 ESMALGLASS S.A. UNIPERSONAL || 2 || TERREAL ESPAÑA DE CERAMICAS, S.A.U. || 33 
 ESTUDIO CERAMICO, SL || 1 || THE SIZE SINTERED CERAMICS, S.A. || 1 
 EUROATOMIZADO S.A. || 3 || TIERRA ATOMIZADA, S.A. || 15 
 EXCLUSIVAS QUIM SL || 1 || TODAGRÉS, S.A. || 43 
 FERRAES CERAMICA S.A. || 1 || TORRECID, SL || 1 
 FERRO SPAIN, S.A. || 5 || TURGAL CERAMICAS S.L. || 1 
 FORTE || 35 || UNDEFA 1, S.L. || 41 
 FRANCISCO STRUCH, S.L. || 11 || UNDEFASA SA || 1 
 GAMA-DECOR, SA || 1 || UNION VIDRIERA LEVANTE SL || 1 
 GEOTECNIA Y CIMIENTOS,S.A. || 1 || UNIVERSAL CERAMICA SL || 1 
 GRES CID SL || 6 || UNIXAN XXI, S.A. || 15 
 GRESPANIA S.A. || 4 || UNVISA VALENCIA SA || 1 
 HALCON CERAMICAS S.A. || 2 || VENIS, S.A. || 2 
 HATZ SPAIN S.A. || 1 || VERNI-PRENS S.A. || 1 
 HISPANO DE MARMOLES, S.A.L. || 2 || VIDRIOS SAN MIGUEL COOP. V. || 1 
 HORMICEMEX S.A || 21 || VIGUETAS CASES, S.L. || 8 
 HORMIGONES BUÑOL SL || 3 || VIGUETAS EL SARDINERO, S.L. || 34 
 HORMIGONES DEL MAESTRAZGO SAU || 2 || VITROBEN,S.L || 1 
 HORMIGONES DEL VINALOPO, S.A. || 13 || VIVES AZULEJOS Y GRES, S.A. || 1 
 Unternehmen insgesamt: 140 || Entlassungen insgesamt: 630 ||   
14.         Die Teilnahme an den Maßnahmen
wird allen entlassenen Arbeitskräften angeboten. Aufgrund ihrer bisherigen
Erfahrung mit der Verwaltung von EGF-Fällen schätzen die spanischen Behörden
allerdings, dass sich etwa 300 Personen für eine Teilnahme an den
EGF-Maßnahmen entscheiden werden.
15.         Aufschlüsselung der
voraussichtlich teilnehmenden Arbeitskräfte:
 Gruppe || Anzahl || Prozent 
 Männer || 267 || 89,0 
 Frauen || 33 || 11,0 
 EU-Bürger/-innen || 290 || 96,7 
 Nicht-EU-Bürger/-innen || 10 || 3,3 
 15-24 Jahre || 2 || 0,7 
 25-54 Jahre || 243 || 81,0 
 55-64 Jahre || 55 || 18,3 
 > 64 Jahre || 0 || 0 
16.         Aufschlüsselung nach
Berufsgruppen:
 Gruppe || Anzahl || Prozent 
 Führungskräfte || 13 || 4,3 
 Techniker/-innen || 47 || 15,7 
 Bürokräfte, kaufmännische Angestellte || 2 || 0,7 
 Dienstleistungsberufe || 2 || 0,7 
 Anlagen- und Maschinenbediener || 199 || 66,3 
 Hilfsarbeitskräfte || 36 || 12,0 
 Auszubildende || 1 || 0,3 
17.         Aufschlüsselung nach
Bildungsniveau[9]:
 Bildungsniveau || Anzahl || Prozent 
 Grundbildung (bis zum Ende der Pflichtschulzeit) || 223 || 74,4 
 Sekundarstufe II || 30 || 10,0 
 Tertiäre Bildung || 39 || 13,0 
 Sonstiges (nicht formale Bildung) || 1 || 0,3 
 Ohne Abschluss, Schulabbrecher || 7 || 2,3 
18.         Spanien hat bestätigt, dass im
Einklang mit Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 eine Politik
der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Nichtdiskriminierung
angewandt wurde und weiterhin in den einzelnen Phasen der Durchführung des EGF
und insbesondere beim Zugang zum EGF angewandt wird.
Beschreibung des betreffenden Gebiets,
seiner Behörden und anderer Beteiligter
19.         Das von den Entlassungen
betroffene Gebiet ist die NUTS-II-Region Comunidad Valenciana. 11,5 %
aller spanischen Unternehmen sind dort angesiedelt. Auf das verarbeitende
Gewerbe entfallen 26 % der gesamten Beschäftigung in der Region, auf den
Dienstleistungssektor 60 %, die Bauwirtschaft 10 % und den
Primärsektor 4 %. Die Wirtschaft der Comunidad Valenciana ist geprägt
durch einen hohen Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen, die hauptsächlich
auf die Fertigung von Möbeln, Schuhen, Textilien, Keramik und Spielzeug
spezialisiert sind. Diese Unternehmen sind vor allem in den Randgebieten
einiger Gemeinden zu finden.
20.         Die
wichtigsten Interessenvertreter sind die Generalitat Valenciana (autonome
Regierung der Region) und vor allem die SERVEF (öffentliche Arbeitsverwaltungen
der autonomen Regierung), die Gewerkschaften UGT-PV und CCOO-PV, die
Arbeitgeberorganisation FEDCAM (Vereinigung der Hersteller von Beton und
Baustoffen) sowie die gemeinnützige Vereinigung FESMAC (Foro Económico y
Social de Materiales de Construcción).
Erwartete Auswirkungen der Entlassungen
auf die lokale, regionale oder nationale Beschäftigungslage
21.         Die Beschäftigung in der
Region Comunidad Valenciana hat erheblich unter der Krise zu leiden. Die
Arbeitslosenquote in der Region stieg rasch von 9,61 % (Q1 2008) auf 29,19 %
(Q1 2013) an. Die Beschäftigungssituation in der betroffenen Region
scheint besonders fragil wegen der Auswirkungen der Krise auf klassische, für
die Wirtschaft der Region äußerst wichtige Branchen wie Textilindustrie,
Schuhindustrie und Baugewerbe. 
Arbeitslosenquote in der Region
Comunidad Valenciana
Quelle: Encuesta
de Población Activa (EPA)[10]
22.         Die spanischen Behörden führen
an, dass die Entlassungen in der NACE-Rev. 2-Abteilung 23 in der
Region Comunidad Valenciana die Lage hinsichtlich der Arbeitslosigkeit weiter
verschärfen werden, da die Region und insbesondere die Provinz Castellón in hohem
Maße von dieser Branche abhängen. Der Koeffizient der regionalen
Spezialisierung der Wirtschaftstätigkeit in der Region Comunidad Valenciana zur
NACE-Revision 2-Abteilung 23 liegt bei 2,074. 
23.         Darüber hinaus gingen die dortigen
Arbeitsplätze in der NACE-Revision 2-Abteilung 23 zwischen 2008 und 2011
und beinahe 40 % zurück. 
Arbeitsplätze in Unternehmen der NACE-Revision 2-Abteilung 23
 in der Region Comunidad Valenciana
Quelle:
zusammengestellt aus INE[11]-Daten.
Encuesta industrial empresas 2011.
24.         Wegen Entlassungen in der
Comunidad Valenciana in anderen Branchen als der NACE-Revision 2-Abteilung 23
übermittelte Spanien Anträge für einen Finanzbeitrag aus dem EGF im März 2010[12] (Textil) sowie im Juli[13] und Dezember 2011[14] (Hochbau, Schuhe). Darüber
hinaus beantragt Spanien hiermit zum dritten Mal Mittel infolge von
Entlassungen in der NACE-Revision 2-Abteilung 23 in der Region
Comunidad Valenciana[15].
Koordiniertes Paket der zu
finanzierenden personalisierten Dienstleistungen und Aufschlüsselung der dafür
geschätzten Kosten, einschließlich der Komplementarität des Pakets mit
Maßnahmen, die aus den Strukturfonds finanziert werden
25.         Die folgenden Maßnahmen bilden
zusammen ein koordiniertes Paket personalisierter Dienstleistungen zur
Wiedereingliederung der entlassenen Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt:
–     
Begrüßungs- und Informationssitzungen: Dies ist die erste Maßnahme, die allen entlassenen Arbeitskräften
angeboten wird; sie umfasst: (1) allgemeine Informationssitzungen wie auch
Einzelgespräche zu erforderlichen Schulungen und Kenntnissen, zu
Beratungsmöglichkeiten und Schulungsprogrammen sowie zu Beihilfen und Anreizen;
(2) Einschreibung.
–     
Profilerstellung, Berufsberatung und
Orientierung: Dazu zählen Profilerstellung für die
teilnehmenden Arbeitskräfte und Ausarbeitung eines personalisierten
Wiedereingliederungspfads (Phase I), Workshops zu Vorgehensweisen bei der
Arbeitsuche (Phase II) sowie Beratung und Follow-up zur personalisierten
Unterstützung während des gesamten Durchführungszeitraums.
–      Schulung: Die Maßnahme „Schulung“ umfasst
diverse Kurse: (1) Berufsbildung und Ausweitung der Kompetenzen.
Die Berufsbildung wird sich auf Branchen konzentrieren, in denen eine
Anstellung möglich ist bzw. wird – z. B. Krankenpflegehilfe in der
Geriatrie oder Personenbeförderung mit Befähigungsnachweis[16] –, bei der Kompetenzsteigerung
geht es um die Verbesserung der bereits bei den Teilnehmern vorhandenen
Fähigkeiten. Letztere wird auf den künftigen Bedarf an Herstellern von Glas,
Glaswaren und Keramik bzw. Verarbeiter von Steinen und Erden ausgerichtet sein
(z. B. ISO 14001 Umweltmanagement/Beton, Beschaffenheit von
Fertigteilbeton, Ausarbeitung von einachsig gespannten Platten gemäß EHE-08[17]). Rund 120 Arbeitskräfte
dürften diese Maßnahme in Anspruch nehmen. 
–     
(2) Schulung am
Arbeitsplatz. Diese berufsbildende Maßnahme ist auf die Bedürfnisse lokaler
Unternehmen ausgerichtet. Hauptmerkmal hierbei ist, dass die Theoriekurse mit
Schulungen am Arbeitsplatz einhergehen. Es wird davon ausgegangen, dass 60 Arbeitskräfte
an dieser Schulung teilnehmen werden. (3) Förderung des
Unternehmertums. Arbeitskräften, die ein eigenes Unternehmen gründen
möchten, werden spezielle Schulungen angeboten. Es wird davon ausgegangen, dass
50 Arbeitskräfte an dieser Schulung teilnehmen werden. (4) Schulung
in Querschnittskompetenzen. Angeboten werden Schulungen in den Bereichen
persönliche Fähigkeiten (z. B. emotionale Intelligenz, Umgang mit
Veränderungen, Führungsqualitäten), Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) und Fremdsprachen. Es ist davon auszugehen,
dass 170 Arbeitskräfte diese Möglichkeit nutzen werden.
–     
Intensive Unterstützung bei der Arbeitsuche: Dazu zählt eine intensive Stellensuche, einschließlich der Suche nach
lokalen und regionalen Beschäftigungsmöglichkeiten und der Abstimmung von
Angebot und Nachfrage. Auf einer eigens eingerichteten Website werden den
Arbeitskräften einige Online-Tools angeboten, die ihnen bei ihrer individuellen
Arbeitsuche nützlich sein können. Während des gesamten Auswahlprozesses stehen
den Arbeitskräften Tutoren zur Seite. Mit Einzeltutorien soll den wieder
eingestellten Arbeitskräften die Einarbeitung in die neue Stelle erleichtert
werden.
–     
Unterstützung beim Schritt in die
Selbständigkeit: Mit dieser Maßnahme sollen entlassene
Arbeitskräfte unterstützt werden, die ein Unternehmen gründen wollen. Die
Unterstützung erfolgt in drei Phasen: (1) Beratung bei Projekten und
Initiativen. Dies zielt darauf ab, lebensfähige Geschäfts- oder
Selbständigkeitsprojekte zu entwickeln, umzusetzen und zu begleiten. Die
Tutoren werden sich auch bemühen, Möglichkeiten für Selbständigkeit sowohl am
Wohnort als auch auswärts zu ermitteln und sie den Teilnehmern vorzuschlagen. (2) Betreuung
bei der Unternehmensgründung. Sie besteht in einem personalisierten
Tutoring während des gesamten Unternehmensgründungsprozesses (Entwicklung der
Geschäftsidee, Machbarkeitsanalyse, Betreuung bei der Ausarbeitung eines
Geschäftsplans) und in der Unterstützung bei den bürokratischen Abläufen. (3)
Logistische und finanzielle Unterstützung. Dies bezieht sich auf die
Kapitalbeschaffung und die Unterstützung im Zusammenhang mit administrativen
Erfordernissen im Hinblick auf eine erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln
für die Unternehmensgründung. 90 Arbeitskräfte dürften in der ersten Phase
teilnehmen, 50 in der zweiten und 25 in der dritten.
–     
Anreize. Es gibt vier
Arten von Anreizen: (1) Anreize für die Stellensuche. Die
Arbeitskräfte erhalten pauschal 300 EUR, wenn sie ihr eigenes
personalisiertes Maßnahmenpaket voll ausschöpfen. Es wird davon ausgegangen,
dass alle Teilnehmer diesen Anreiz in Anspruch nehmen werden. (2) Beitrag
zu den Fahrtkosten. Da es an geeigneten öffentlichen Verkehrsverbindungen
in die Gemeinden in der Region fehlt, müssen die Teilnehmer mit ihrem eigenen
Fahrzeug von ihrem Wohnort zu dem Ort, an dem die Maßnahmen durchgeführt
werden, pendeln. Die an den Maßnahmen teilnehmenden Arbeitskräfte erhalten bis
zu 400 EUR als Beitrag zu ihren Fahrtkosten. Man geht davon aus, dass 90 Arbeitskräfte
diese Möglichkeit in Anspruch nehmen werden. (3) Outplacementanreize.
Die Arbeitskräfte, die als Angestellte oder Selbständige wieder auf dem
Arbeitsmarkt Fuß fassen, erhalten bis zu 700 EUR. Man geht davon aus, dass
125 Arbeitskräfte diesen Anreiz in Anspruch nehmen werden. (4) Unterstützung
für Unternehmensgründung. Arbeitskräfte, die ein Unternehmen gründen,
erhalten bis zu 3000 EUR zur Deckung der dabei entstehenden Kosten. Man
geht davon aus, dass 25 Arbeitskräfte diese Möglichkeit in Anspruch nehmen
werden.
26.         Die im Antrag aufgeführten
Kosten für die Durchführung des EGF gemäß Artikel 3 der Verordnung
(EG) Nr. 1927/2006 betreffen Verwaltungsaufgaben und
Kontrolltätigkeiten sowie Informations- und Werbemaßnahmen.
27.         Die von den spanischen
Behörden vorgeschlagenen personalisierten Dienstleistungen stellen aktive
Arbeitsmarktmaßnahmen dar, die zu den förderfähigen Maßnahmen nach Artikel 3
der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 zählen. Die spanischen Behörden veranschlagen
die Gesamtkosten mit 1 680 000 EUR, davon 1 600 000
EUR für personalisierte Dienstleistungen und 80 000 EUR (= 4,76 %
der Gesamtkosten) für die Durchführung des EGF. Insgesamt wird ein
Finanzbeitrag des EGF in Höhe von 840 000 EUR (50 % der
Gesamtkosten) beantragt.
 Maßnahmen || Geschätzte Zahl der zu unterstützenden Arbeitskräfte || Veranschlagte Kosten je zu unterstützende Arbeitskraft (EUR) (*) || Gesamtkosten (EGF plus nationale Kofinanzierung) (EUR) (**) 
 Personalisierte Dienstleistungen (Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006) 
 Begrüßungs- und Informationssitzungen (Acogida) || 300 || 200 || 60 000 
 Profilerstellung, Berufsberatung und Orientierung (Orientación) || 300 || 683 || 205 000 
 Schulung (Formación) || 300 || 2 233 || 670 000 
 Intensive Unterstützung bei der Arbeitsuche (Servicios de inserción) || 250 || 990 || 247 500 
 Unterstützung beim Schritt in die Selbständigkeit (Servicios de emprendedurismo) || 90 || 1 433 || 129 000 
 Anreize (Incentivos) || 300 || 961 || 288 500 
 Zwischensumme personalisierte Dienstleistungen ||   || 1 600 000 
 Kosten für die Durchführung des EGF (Artikel 3 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006) 
 Vorarbeiten ||   || 0 
 Verwaltungsmaßnahmen ||   || 70 000 
 Informations- und Werbemaßnahmen ||   || 5 000 
 Kontrolltätigkeiten ||   || 5 000 
 Zwischensumme für die Durchführung des EGF ||   || 80 000 
 Veranschlagte Gesamtkosten ||   || 1 680 000 
 EGF-Beitrag (50 % der Gesamtkosten) ||   || 840 000 
(*) Um Dezimalstellen zu vermeiden, wurden
die veranschlagten Kosten je zu unterstützende Arbeitskraft gerundet.
Allerdings hat das Runden keine Auswirkungen auf die Gesamtkosten für jede
Maßnahme, die im Vergleich zum Antrag Spaniens nicht geändert wurden.
(**) Rundungsbedingte
Differenz.
28.         Spanien bestätigt, dass die
oben beschriebenen Maßnahmen zu Maßnahmen, die aus den Strukturfonds finanziert
werden, komplementär sind und Doppelfinanzierungen verhindert werden.
29.         Die Hauptziele der operationellen
ESF-Programme 2007-2013 für die Comunidad Valenciana sind die Förderung des
lebenslangen Lernens der Arbeitskräfte und die Verringerung der Gefahr eines
früheren Abgehens von der Schule, mit besonderem Augenmerk auf die schwächsten
Bevölkerungsgruppen bzw. die Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht
sind, vor allem junge Arbeitskräfte oder Arbeitskräfte, die älter als 45 Jahre
sind, Frauen und Menschen mit Behinderungen; die EGF-Maßnahmen dagegen
konzentrieren sich auf entlassene Arbeitskräfte der Hersteller von Glas,
Glaswaren und Keramik bzw. Verarbeiter von Steinen und Erden und weisen
keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Alter, Bildung usw. auf. 
30.         Durch laufende Beobachtung der
ESF- und EGF-Maßnahmen mit ähnlichen Zielen und der betroffenen Arbeitskräfte
werden Überschneidungen zwischen ESF- und EGF-Maßnahmen verhindert.
Datum oder Daten, ab dem/denen
personalisierte Dienstleistungen für die betroffenen Arbeitskräfte begonnen
wurden oder geplant sind
31.         Spanien begann am 22. August 2013
zugunsten der betroffenen Arbeitskräfte mit den personalisierten
Dienstleistungen des koordinierten Pakets, für das ein Finanzbeitrag des EGF
beantragt wird. Dieses Datum gilt somit als Beginn des Zeitraums, in dem eine
Unterstützung durch den EGF möglich ist.
Verfahren für die Anhörung der
Sozialpartner
32.         Der Antragsentwurf wurde auf
mehreren Sitzungen mit den Sozialpartnern aus Punkt 20 erörtert. Auf den
Sitzungen vom 18. Januar, 7. März und 15. April 2013 wurden
die Sozialpartner u. a. zum Inhalt des integrierten Maßnahmenpakets, zur
Rollenverteilung und Aufgabenteilung und zum Zeitplan für die Maßnahmen
befragt.
33.         Die spanischen Behörden haben
bestätigt, dass die nationalen und EU-Rechtsvorschriften über
Massenentlassungen eingehalten wurden.
Informationen über Maßnahmen, die
aufgrund nationaler Rechtsvorschriften oder gemäß Tarifvereinbarungen
obligatorisch sind
34.         Zu den Kriterien nach
Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 enthielt der Antrag
der spanischen Behörden folgende Angaben:
·      Es wurde bestätigt, dass der Finanzbeitrag des EGF nicht an die Stelle
von Maßnahmen tritt, für die die Unternehmen aufgrund der nationalen
Rechtsvorschriften oder gemäß Tarifvereinbarungen verantwortlich sind;
·      es wurde nachgewiesen, dass die Maßnahmen einzelne Arbeitnehmer
unterstützen und nicht der Umstrukturierung von Unternehmen oder Sektoren
dienen;
·      es wurde bestätigt, dass die oben genannten förderfähigen Maßnahmen
keine Unterstützung aus anderen EU-Finanzinstrumenten erhalten.
Verwaltungs- und Kontrollsysteme 
35.         Spanien hat der Kommission
mitgeteilt, dass der Finanzbeitrag von denselben Stellen verwaltet und
kontrolliert wird, die auch die ESF-Mittel in Spanien verwalten und
kontrollieren. Die Generaldirektion für europäische Projekte und Fonds des Regionalministeriums
für Finanzen und Verwaltung der Comunidad Valenciana[18] wird als zwischengeschaltete
Stelle für die Verwaltungsbehörde fungieren.
Finanzierung
36.         Auf der Grundlage des Antrags
Spaniens wird der aus dem EGF zu finanzierende Beitrag für das koordinierte
Paket personalisierter Dienstleistungen (Kosten für die Durchführung des EGF
eingeschlossen) mit 840 000 EUR, d. h. 50 % der
Gesamtkosten, veranschlagt. Die von der Kommission vorgeschlagene finanzielle
Unterstützung aus dem Fonds basiert auf den Angaben Spaniens.
37.         Unter Berücksichtigung des
nach Maßgabe des Artikels 10 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006
maximal möglichen Finanzbeitrags des EGF sowie der Möglichkeit,
Mittelumschichtungen vorzunehmen, schlägt die Kommission vor, den oben
genannten Betrag aus dem EGF bereitzustellen und bei der Teilrubrik 1a des
Finanzrahmens einzusetzen.
38.         Unter Berücksichtigung des
vorgeschlagenen Finanzbeitrags bleibt mehr als ein Viertel des jährlichen
Höchstbetrags des EGF zur Deckung des in den letzten vier Monaten des Jahres
auftretenden Bedarfs verfügbar, wie in Artikel 12 Absatz 6 der
Verordnung (EG) Nr. 1927/2006 gefordert.
39.         Mit der Vorlage dieses
Vorschlags zur Inanspruchnahme des EGF leitet die Kommission gemäß Nummer 28
der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 17. Mai 2006 einen Trilog
in vereinfachter Form ein, um die Zustimmung der beiden Teile der
Haushaltsbehörde zur Notwendigkeit einer Inanspruchnahme des EGF und zu dem
erforderlichen Betrag einzuholen. Die Kommission ersucht dasjenige der beiden
Organe der Haushaltsbehörde, das zuerst auf einer angemessenen politischen
Ebene eine Einigung über den Vorschlag zur Inanspruchnahme des Fonds erzielt,
das andere Organ und die Kommission über seine Ergebnisse zu informieren.
Stimmt einer der beiden Teile der Haushaltsbehörde nicht zu, ist eine formelle
Trilog-Sitzung einzuberufen.
40.         Gleichzeitig unterbreitet die
Kommission, wie unter Nummer 28 der Interinstitutionellen Vereinbarung vom
17. Mai 2006 vorgesehen, einen Vorschlag für eine Mittelübertragung,
mit der die entsprechenden Mittel für Verpflichtungen in den
Haushaltsplan 2013 eingesetzt werden.
Quellen von Mitteln für Zahlungen 
41.         Die Mittel aus der
EGF-Haushaltslinie im Haushalt 2013 werden zur Deckung der für den
vorliegenden Antrag benötigten 840 000 EUR herangezogen.
Vorschlag für einen
BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND
DES RATES
über die Inanspruchnahme des Europäischen
Fonds für die Anpassung an die Globalisierung gemäß Nummer 28 der
Interinstitutionellen Vereinbarung vom 17. Mai 2006 zwischen dem
Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission über die Haushaltsdisziplin
und die wirtschaftliche Haushaltsführung (Antrag EGF/2013/004 ES/Comunidad
Valenciana Baustoffe, Spanien)
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT
DER EUROPÄISCHEN UNION –
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise
der Europäischen Union,
gestützt auf die Interinstitutionelle
Vereinbarung vom 17. Mai 2006 zwischen dem Europäischen Parlament,
dem Rat und der Kommission über die Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche
Haushaltsführung[19],
insbesondere auf Nummer 28,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1927/2006
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 zur
Einrichtung des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung[20], insbesondere auf
Artikel 12 Absatz 3,
auf Vorschlag der Europäischen Kommission[21],
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)       Der Europäische Fonds für die
Anpassung an die Globalisierung (EGF) wurde eingerichtet, um Arbeitskräfte, die
infolge weitreichender Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge aufgrund der
Globalisierung arbeitslos geworden sind, zusätzlich zu unterstützen und ihnen
bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu helfen.
(2)       Die Interinstitutionelle
Vereinbarung vom 17. Mai 2006 sieht vor, dass der EGF bis zur
jährlichen Obergrenze von 500 Millionen EUR in Anspruch genommen
werden kann.
(3)       Spanien hat am 22. Mai 2013
einen Antrag auf einen Finanzbeitrag aus dem EGF gestellt wegen Entlassungen in
140 Unternehmen, die in der NACE-Rev.-2-Abteilung 23 (Herstellung von
Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) in der
NUTS-II-Region Comunidad Valenciana (ES52) tätig sind, und diesen Antrag bis
zum 17. Juli 2013 durch zusätzliche Informationen ergänzt. Der Antrag
erfüllt die gemäß Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1927/2006
geltenden Voraussetzungen für die Festsetzung des Finanzbeitrags. Die
Kommission schlägt daher vor, den Betrag von 840 000 EUR
bereitzustellen.
(4)       Der EGF sollte folglich in
Anspruch genommen werden, damit ein Finanzbeitrag für den Antrag Spaniens
bereitgestellt werden kann –
HABEN FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:
Artikel 1
Im Rahmen des Gesamthaushaltsplans der
Europäischen Union für das Haushaltsjahr 2013 wird der Europäische Fonds
für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) in Anspruch genommen, damit der
Betrag von 840 000 EUR an Mitteln für Verpflichtungen und Zahlungen
bereitgestellt werden kann.
Artikel 2
Dieser Beschluss wird im Amtsblatt der
Europäischen Union veröffentlicht.
Geschehen zu Brüssel am […]
Im Namen des Europäischen Parlaments     Im
Namen des Rates
Der Präsident                                                Der
Präsident
[1]               ABl. C 139 vom 14.6.2006, S. 1.
[2]               ABl. L 406 vom 30.12.2006, S. 1.
[3]               Verordnung (EG) Nr. 1893/2006 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 zur Aufstellung der
statistischen Systematik der Wirtschaftszweige NACE Revision 2 und zur
Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3037/90 des Rates sowie einiger
Verordnungen der EG über bestimmte Bereiche der Statistik (ABl. L 393 vom 30.12.2006,
S. 1).
[4]               NACE Revision 2 Abteilung 23 Herstellung von
Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden umfasst:
Herstellung von Glas und Glaswaren, Herstellung von feuerfesten keramischen
Werkstoffen und Waren, Herstellung von keramischen Baumaterialien, Herstellung
von sonstigen Porzellan- und keramischen Erzeugnissen, Herstellung von Zement,
Kalk und gebranntem Gips, Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und
Gips, Be- und Verarbeitung von Naturwerksteinen und Natursteinen a. n. g., Herstellung
von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage sowie sonstigen
Erzeugnissen aus nichtmetallischen Mineralien a. n. g.
[5]               Im Einklang mit Artikel 3 Absatz 3 der
Verordnung (EG) Nr. 1927/2006.
[6]               EUROSTAT. EU-27-Handel nach SITC-Produktgruppen seit 1988
[DS-018995].
[7]               Instituto Español de Comercio Exterior – ICEX
(spanisches Institut für
Außenhandel) www.icex.es. 
[8]               EGF/2013/004
Comunidad Valenciana Baustoffe (vorliegender Fall);
EGF/2009/012 Waterford Crystal, KOM(2010) 196;
EGF/2009/014 Comunidad Valenciana Keramik, KOM(2010) 216;
EGF/2010/005 Comunidad Valenciana Naturstein, KOM(2010) 617.
[9]               Gruppen auf der Grundlage der Internationalen
Standardklassifikation im Bildungswesen (ISCED-97).
[10]             Arbeitskräfteerhebung
http://www.datosmacro.com/paro-epa/ccaa/valencia?sector=Tasa-de-paro&sc=EPA-.
[11]             Spanisches nationales Statistikinstitut.
[12]             EGF/2010/009 ES/Comunidad Valenciana Textiles. KOM(2010) 613.
[13]             EGF/2011/006 ES/Comunidad Valenciana Hochbau. COM(2012) 053.
[14]             EGF/2011/020 ES/Comunidad Valenciana Schuhe. COM(2012) 204.
[15]             EGF/2013/004
ES/Comunidad Valenciana Baustoffe (vorliegender Fall);
EGF/2009/014 ES/Castellón Keramik. KOM(2010) 216;
EGF/2010/005 ES/Comunidad Valenciana Naturstein. KOM(2010) 617.
[16]             Mit dem Befähigungsnachweis wird belegt, dass bestimmte
Berufskraftfahrer die in Richtlinie 2003/59/EG geforderten Kurse und Prüfungen
bestanden haben.
[17]             Spanische Rechtsvorschriften zu Sicherheit und Gestaltung
von Betonstrukturen.
[18]             Dirección General de Proyectos y Fondos Europeos de la
Consellería de Hacienda y Administraciones Públicas de la Generalitat
Valenciana.
[19]             ABl. C 139 vom 14.6.2006, S. 1.
[20]             ABl. L 406 vom 30.12.2006, S. 1.
[21]             ABl. C […] vom […], S. […].