CELEX: C2002/097/05
Language: de
Date: 2002-04-20 00:00:00
Title: Rechtssache C-25/02: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. November 2001 in dem Rechtsstreit Katharina Rinke gegen Ärztekammer Hamburg, Körperschaft des öffentlichen Rechts

20.4.2002              DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 97/3
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des                 Gemeinschaften durch Entscheidung vom 27. Dezember 2001,
Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. No-                  bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 4. Februar
vember 2001 in dem Rechtsstreit Katharina Rinke gegen                 2002, in der bei ihm anhängigen Rechtssache Recheio —
Ärztekammer Hamburg, Körperschaft des öffentlichen                   Cash & Carry SA gegen Fazenda Pública/Registo Nacional
                              Rechts                                  de Pessoas Colectivas um Vorabentscheidung über folgende
                                                                      Fragen:
                     (Rechtssache C-25/02)
                                                                      1.    Ist es einem Mitgliedstaat nach dem Gemeinschaftsrecht
                          (2002/C 97/05)                                    verwehrt, für Klagen auf Rückerstattung von unter Ver-
                                                                            stoß gegen das Gemeinschaftsrecht erhobenen Abgaben
                                                                            eine Ausschlussfrist von 90 Tagen nach Ablauf der Frist
                                                                            für die freiwillige Zahlung festzulegen, weil damit die
Das Bundesverwaltungsgericht ersucht den Gerichtshof der                    Geltendmachung des Rückerstattungsanspruchs übermä-
Europäischen Gemeinschaften durch Beschluss vom 8. Novem-                   ßig erschwert wird?
ber 2001, in der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am
31. Januar 2002, in dem Rechtsstreit Katharina Rinke gegen            2.    Bejahendenfalls: Welches ist die kürzeste Frist, die als
Ärztekammer Hamburg, Körperschaft des öffentlichen Rechts,                 vereinbar mit diesem Verbot der übermäßigen Erschwe-
um Vorabentscheidung über folgende Fragen:                                  rung anzusehen ist?
1.    Stellt das in den Richtlinien 86/457/EWG (1) und                3.    Oder nach welchen Kriterien ist sie zu bestimmen?
      93/16/EWG (2) festgelegte Erfordernis, bestimmte Teile
      der spezifischen Ausbildung in der Airgemeinmedizin
      zur Erlangung der Bezeichnung „praktischer Arzt“ bzw.
      „praktische Ärztin“ als Vollzeitbeschäftigung zu absolvie-
      ren, eine mittelbare Benachteiligung wegen des Ge-
      schlechts im Sinne der Richtlinie 76/207/EWG (3) dar?
2.    Im Falle der Bejahung von Frage 1:
                                                                      Ersuchen um Vorabentscheidung des Tribunale Ammi-
      a)    Wie ist die Normenkollision zwischen der Richtlinie       nistrativo Regionale Venetien, Sezione terza, vorgelegt
            76/207/EWG einerseits und den Richtlinien                 durch Beschluss vom 16. Januar 2002 in dem Rechtsstreit
            86/457/EWG und 93/16/EWG andererseits zu lö-              Di Lenardo Adriano s.r.l. gegen Ministero del commercio
            sen?                                                      con l’Estero — Direzione generale per la politica commer-
                                                                       ciale e la gestione der regime degli scambi — divisione II
      b)    Gehört das Verbot der mittelbaren Diskriminierung
            wegen des Geschlechts zum gemeinschaftsrechtli-                        (Rechtssachen C-37/02 und C-38/02)
            chen Bestand ungeschriebener Grundrechte, die eine
            entgegenstehende Norm des sekundären Gemein-
            schaftsrechts verdrängen?                                                          (2002/C 97/07)
(1) ABl. L 267 vom 19.9.1986, S. 26.
(2) ABl. L 165 vom 7.7.1993, S. 1.
(3) ABl. L 39 vom 14.2.1976, S. 40.                                   Das Tribunale Amministrativo Regionale Venetien, Sezione
                                                                      terza, ersucht den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaf-
                                                                      ten durch Beschluss vom 16. Januar 2002, bei der Kanzlei des
                                                                      Gerichtshofes eingegangen am 13. Februar 2002, in dem
                                                                      Rechtsstreit Di Lenardo Adriano s.r.l. gegen Ministero del
                                                                      commercio con l’Estero — Direzione generale per la politica
                                                                      commerciale e la gestione der regime degli scambi — divisio-
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Ent-                   ne II um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
scheidung des Tribunal Tributário de 1a Instância de
Lisboa — 3o Juı́zo — 2a Secção vom 27. Dezember 2001                 1.    Verstoßen die Artikel 1, 3, 4, 5 und 31 der Verordnung
in der bei ihm anhängigen Rechtssache Recheio — Cash                        (EG) Nr. 896/2001 (1) zunächst im Hinblick auf den
& Carry SA gegen Fazenda Pública/Registo Nacional de                       Grundsatz der Trennung der Aufgaben und Kompetenzen
                        Pessoas Colectivas                                  der Gemeinschaftsorgane (insbesondere Rat und Kom-
                                                                            mission) gegen den EG-Vertrag, insbesondere Artikel 7
                     (Rechtssache C-30/02)                                  EG-Vertrag (ex-Artikel 4) und gegen andere Bestimmun-
                                                                            gen oder Grundsätze des Vertrages?
                          (2002/C 97/06)
                                                                      2.    Verstoßen die oben genannten Bestimmungen der Ver-
                                                                            ordnung Nr. 896/2001 gegen das Rückwirkungsverbot
                                                                            von Gesetzen und die hiermit zusammenhängenden
Das Tribunal Tributário de 1a Instância de Lisboa — 3o Juı́zo              Grundsätze des berechtigten Vertrauens und der Rechtssi-
— 2a Secção ersucht den Gerichtshof der Europäischen                       cherheit?