CELEX: 62020CB0583
Language: de
Date: 2021-10-21 00:00:00
Title: Rechtssache C-583/20: Beschluss des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 21. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen der Kúria — Ungarn) — EuroChem Agro Hungary Kft./Nemzeti Adó- és Vámhivatal Fellebbviteli Igazgatósága (Vorlage zur Vorabentscheidung – Art. 53 Abs. 2 und Art. 99 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs – Gemeinsames Mehrwertsteuersystem – Richtlinie 2006/112/EG – Art. 273 – Betrugsbekämpfung – Pflicht zur Abgabe von Erklärungen über den Transport von Waren – Elektronisches Straßengüterverkehrsüberwachungssystem – Sanktionssystem für Risikosteuerpflichtige – Verhältnismäßigkeit)

7.2.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 64/3
            
         
      Beschluss des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 21. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen der Kúria — Ungarn) — EuroChem Agro Hungary Kft./Nemzeti Adó- és Vámhivatal Fellebbviteli Igazgatósága
      (Rechtssache C-583/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Art. 53 Abs. 2 und Art. 99 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem - Richtlinie 2006/112/EG - Art. 273 - Betrugsbekämpfung - Pflicht zur Abgabe von Erklärungen über den Transport von Waren - Elektronisches Straßengüterverkehrsüberwachungssystem - Sanktionssystem für Risikosteuerpflichtige - Verhältnismäßigkeit)
      (2022/C 64/03)
      Verfahrenssprache: Ungarisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Kúria
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: EuroChem Agro Hungary Kft.
      
         Beklagte: Nemzeti Adó- és Vámhivatal Fellebbviteli Igazgatósága
      
         Tenor
      
      Art. 273 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sind dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegenstehen, nach der gegen einen Steuerpflichtigen, der nach nationalem Recht als „Risikosteuerpflichtiger“ eingestuft ist, eine Geldbuße verhängt werden kann, mit der Unregelmäßigkeiten in Erklärungen über den Versand von Waren sanktioniert werden sollen und die keinesfalls weniger als 30 % von 40 % des Werts der beförderten Waren betragen kann.
      
         (1)  ABl. C 28 vom 25.1.2021.