CELEX: 42006X1227(02)
Language: de
Date: 2006-12-27 00:00:00
Title: Regelung Nr. 55 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von mechanischen Verbindungseinrichtungen für Fahrzeugkombinationen

27.12.2006         DE           Amtsblatt der Europäischen Union                         L 373/53
        Nur die von der UN/ECE verabschiedeten Originalfassungen sind international
   rechtsverbindlich. Der Status dieser Regelung und das Datum ihres Inkrafttretens ist der
 neuesten Fassung des UN/ECE-Statusdokuments TRANS/WP.29/343/Rev.X zu entnehmen,
                      das von folgender Website abgerufen werden kann:
         http://www.unece.org/trans/main/wp29/wp29wgs/wp29gen/wp29fdocstts.html.
 Regelung Nr. 55 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa
  (UN/ECE) – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von mechanischen
                 Verbindungseinrichtungen für Fahrzeugkombinationen
                               Addendum 54: Regelung Nr. 55
                                           Revision 1
Einschließlich:
Änderungsserie 01 - Tag des Inkrafttretens: 16.September 2001
Berichtigung 1 zur Änderungsserie 01, Gegenstand der Notifizierung durch den Verwahrer
C.N.602.2002.TREATIES-1 vom 13. Juni 2002
1.            ANWENDUNGSBEREICH
1.1.          Diese Regelung enthält die Anforderungen, die mechanische
              Verbindungseinrichtungen und –teile erfüllen müssen, um international
              als miteinander kompatibel angesehen zu werden.
1.2.          Diese Regelung gilt für Einrichtungen und Teile, die vorgesehen sind für:
1.2.1.        Diese Regelung gilt für Einrichtungen und Teile, die vorgesehen sind für1:
1.2.2.        Kraftfahrzeuge und Anhänger, die dazu bestimmt sind, miteinander ein
              Gespann zu bilden, bei dem die vom Anhänger auf das Kraftfahrzeug
              übertragene Stützlast 200 kN nicht überschreitet.
1.3.          Diese Regelung gilt für:
1.3.1.        genormte Einrichtungen und Teile nach Absatz 2.3,
1.3.2.        nicht genormte Einrichtungen und Teile nach Absatz 2.4,
1.3.3.        sonstige nicht genormte Einrichtungen und Teile nach Absatz 2.5.
2.            BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              Im Sinne dieser Regelung gilt:
1
  Im Sinne des Übereinkommens über den Straßenverkehr (Wien, 1968) Artikel 1 Absätze t und u.
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2.1.     „Mechanische Verbindungseinrichtungen und -teile“ sind sämtliche Teile
         an Rahmen, tragenden Karosserieteilen und Fahrgestell des
         Kraftfahrzeugs und des Anhängers, durch die diese so miteinander
         verbunden sind, dass sie ein Gespann oder ein Gelenkfahrzeug bilden.
         Dazu gehören auch feste oder lösbare Teile für die Anbringung oder die
         Betätigung der Einrichtung oder des Teils.
2.2.     Die Voraussetzungen für eine selbsttätige Verbindungseinrichtung sind
         dann erfüllt, wenn es genügt, das Zugfahrzeug gegen den Anhänger
         zurückzusetzen, um ohne äußeres Einwirken eine vollständige
         Verbindung herzustellen, sie selbsttätig zu sichern und das
         ordnungsgemäße Einrasten der Sicherungseinrichtungen anzuzeigen.
         Hakenkupplungen       gelten      als     selbsttätig, wenn     sich     ihre
         Sicherungseinrichtung ohne äußeres Einwirken öffnet und schließt, sobald
         die Zugöse in den Haken eingehängt wird.
2.3.     Genormte mechanische Verbindungseinrichtungen und -teile stimmen mit
         den genormten Abmessungen und Kennwerten dieser Regelung überein.
         Sie sind unabhängig vom Hersteller innerhalb ihrer Klasse austauschbar.
2.4.     Nicht genormte mechanische Verbindungseinrichtungen und -teile
         stimmen nicht in jeder Hinsicht mit den genormten Abmessungen und
         Kennwerten dieser Regelung überein, sie lassen sich jedoch mit den
         genormten Verbindungseinrichtungen und -teilen der betreffenden Klasse
         verbinden.
2.5.     Sonstige nicht genormte mechanische Verbindungseinrichtungen und -
         teile stimmen nicht mit den genormten Abmessungen und Kennwerten
         dieser Regelung überein und lassen sich nicht mit genormten
         Verbindungseinrichtungen und -teilen verbinden. Dazu gehören
         beispielsweise Einrichtungen, die zu keiner der in Absatz 2.6 aufgeführten
         Klassen A bis L gehören, wie Verbindungseinrichtungen für besondere
         Schwertransporte und sonstige Einrichtungen nach bestehenden
         nationalen Normen.
2.6.     Mechanische Verbindungseinrichtungen und -teile werden je nach Bauart
         wie folgt eingeteilt:
2.6.1.   Klasse A: Kupplungskugeln mit Halterung, die ein kugelförmiges
         Aufnahmeteil (50 mm Durchmesser) und Halterungen am Zugfahrzeug
         verwenden und durch Zugkugelkupplungen mit dem Anhänger verbunden
         werden (s. Anhang 5 Absatz 1).
2.6.1.1. Klasse A50-1 bis 50-5: Genormte                 Kupplungskugeln   (50    mm
         Durchmesser) mit Anschraubflansch.
2.6.1.2. Klasse A50-X: Nicht genormte Kupplungskugeln (50 mm Durchmesser)
         mit Halterung.
2.6.2.   Klasse B: Zugkugelkupplungen, die an der Zugeinrichtung von
         Anhängern angebracht sind und mit Kupplungskugeln (50 mm
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           Durchmesser) an Zugfahrzeugen verbunden werden (s. Anhang 5 Absatz
           2).
2.6.2.1.   Klasse    B50-X:    Nicht     genormte     Zugkugelkupplungen   (50    mm
Durchmesser).
2.6.3.     Klasse C: Bolzenkupplungen mit einem Bolzen (50 mm Durchmesser)
           und einem Fangmaul sowie einem selbsttätig schließenden und sich
           verriegelnden Bolzen am Zugfahrzeug, die durch Zugösen mit dem
           Anhänger verbunden werden (s. Anhang 5 Absatz 3):
2.6.3.1.   Klasse C50-1 bis 50-7:           Genormte      Bolzenkupplungen  (50   mm
           Bolzendurchmesser).
2.6.3.2.   Klasse C50-X: Nicht            genormte      Bolzenkupplungen   (50    mm
           Bolzendurchmesser).
2.6.4.     Klasse D: Zugösen mit einer zylindrischen Bohrung für einen Bolzen (50
           mm Durchmesser), die an Zugeinrichtungen von Anhängern angebracht
           sind und mit selbsttätigen Bolzenkupplungen verbunden werden (s.
           Anhang 5 Absatz 4):
2.6.4.1.   Klasse D50-A: Genormte Zugösen zum Anschweißen (für einen 50-mm-
           Bolzen).
2.6.4.2.   Klasse D50-B: Genormte Zugösen zum Anschrauben (für einen 50-mm-
           Bolzen).
2.6.4.3.   Klasse D50-C und 50-D: Genormte Zugösen mit Flansch (für einen 50-
           mm-Bolzen).
2.6.4.4.   Klasse D50-X : Nicht genormte Zugösen (für einen 50-mm-Bolzen).
2.6.5.     Klasse E: Nicht genormte Zugeinrichtungen, die Auflaufeinrichtungen
           oder ähnliche Einrichtungen sein können, die vorn an gezogenen
           Fahrzeugen oder am Fahrzeugrahmen angebracht werden und zusammen
           mit        Zugösen,        Zugkugelkupplungen           oder     ähnlichen
           Verbindungseinrichtungen zur Verbindung mit Zugfahrzeugen geeignet
           sind (s. Anhang 5 Absatz 5).
           Zugeinrichtungen können am Anhänger in senkrechter Richtung frei
           beweglich befestigt sein und damit keine Stützlast übertragen oder sie
           können in senkrechter Richtung nicht frei beweglich sein und damit für
           die Übertragung von Stützlasten geeignet sein (starre Zugeinrichtungen).
           Starre Zugeinrichtungen können vollkommen starr oder beweglich
           befestigt sein.
           Zugeinrichtungen dürfen außerdem mehrteilig und verstellbar oder
           geköpft sein.
           Diese Regelung gilt nur für Zugeinrichtungen, die eine eigene Einheit
           darstellen, welche nicht Teil des Fahrgestells des gezogenen Fahrzeugs ist.
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2.6.6.   Klasse F: Nicht genormte Zugstangen, die sämtliche Teile und
         Vorrichtungen         umfassen,           welche        zwischen         den
         Verbindungseinrichtungen, wie Kupplungskugeln und Bolzenkupplungen,
         und dem Fahrzeugrahmen (z. B. hintere Querträger), den tragenden
         Karosserieteilen oder dem Fahrgestell der Zugfahrzeuge angebracht
         werden (s. Anhang 5 Absatz 6).
2.6.7.   Klasse G: Sattelkupplungen sind plattenförmige Kupplungen mit einem
         selbsttätigen Verschluss, die an einem Zugfahrzeug sitzen und mit einem
         an einem Sattelanhänger sitzenden Zugsattelzapfen (50 mm Durchmesser)
         verbunden werden (s. Anhang 5 Absatz 7). Klasse G50: Genormte
         Sattelkupplungen für einen Zugsattelzapfen.
2.6.7.1. Klasse G50: Genormte Sattelkupplungen für einen Zugsattelzapfen (50
         mm Durchmesser).
2.6.7.2. Klasse G50-X: Nicht genormte                 Sattelkupplungen   für   einen
         Zugsattelzapfen (50 mm Durchmesser).
2.6.8.   Klasse H: Zugsattelzapfen (50 mm Durchmesser) sind an Sattelanhängern
         sitzende Verbindungseinrichtungen, die über Sattelkupplungen mit dem
         Zugfahrzeug verbunden werden (s. Anhang 5 Absatz 8).
2.6.8.1. Klasse H50-X: Nicht genormte Zugsattelzapfen (50 mm Durchmesser).
2.6.9.   Klasse J: Nicht genormte Montageplatten sind sämtliche Teile und
         Einrichtungen zur Anbringung von Sattelkupplungen am Rahmen oder
         Fahrgestell der Sattelzugmaschine. Die Montageplatte darf horizontal
         verschiebbar sein, so dass eine verschiebbare Sattelkupplung entsteht (s.
         Anhang 5 Absatz 9).
2.6.10.  Klasse K: Genormte Hakenkupplungen, die zur Verwendung mit
         geeigneten ringförmigen Zugösen der Klasse L vorgesehen sind (s.
         Anhang 5 Absatz 10).
2.6.11.  Klasse L: Genormte ringförmige Zugösen, die zur Verwendung mit
         geeigneten Hakenkupplungen der Klasse K vorgesehen sind (s. Anhang 5
         Absatz 4).
2.6.12.  Klasse S: Einrichtungen und Teile, die nicht mit den Klassen A bis L oder
         T übereinstimmen und die beispielsweise für besondere Schwertransporte
         verwendet werden oder nur in manchen Ländern vorliegen und die
         bestehenden nationalen Normen unterliegen.
2.6.13.  Klasse T: Nicht genormte, nicht selbsttätige Bolzenkupplungen für
         besondere Zwecke, die sich nur mit Hilfe von Werkzeugen lösen lassen
         und üblicherweise nur für die Anhänger von Automobiltransportern
         verwendet werden. Sie sind paarweise zu genehmigen.
2.7.     Lenkkeile sind Einrichtungen oder Teile, die zur Zwangslenkung eines
         Sattelanhängers dienen, am Sattelanhänger eingebaut sind und zusammen
         mit der Sattelkupplung die Zwangslenkung des Sattelanhängers bewirken.
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2.8.        Fernbetätigungseinrichtungen sind Einrichtungen und Teile, die es
            ermöglichen, die Kupplung von der Fahrzeugseite oder vom Führerhaus
            aus zu betätigen.
2.9.        Fernanzeigen sind Einrichtungen und Teile, die den abgeschlossenen
            Einkuppelvorgang und das Eingreifen der Sicherungen im Führerhaus
            anzeigen.
2.10.       „Typen von Verbindungseinrichtungen oder -teilen“ sind Einrichtungen
            oder Teile ohne wesentlich Unterschiede, z. B. hinsichtlich
2.10.1.     der Handelsbezeichnung oder -marke des Herstellers oder Händlers,
2.10.2.     der Klasse der Kupplung laut Definition in Absatz 2.6,
2.10.3.     der äußeren Form oder der Hauptabmessungen oder anderer
            grundlegender Konstruktionsunterschiede einschließlich der verwendeten
            Werkstoffe,
2.10.4.     der Kennwerte D, D , S, V und U nach Absatz 2.11.
                                 c
2.11.       Die Kennwerte D, D , S, V und U werden wie folgt definiert bzw.
                                    c
festgelegt:
2.11.1.     Der Wert D oder Dc ist der theoretische Vergleichswert für die
            Deichselkraft zwischen Zugfahrzeug und Anhänger und wird als
            Ausgangswert für die horizontalen Prüfkräfte bei den dynamischen
            Prüfungen herangezogen.
            Für mechanische Verbindungseinrichtungen und -teile, die nicht dafür
            konstruiert sind, Stützlasten zu übertragen, gilt:
                    TxR
            D=g           KN
                   T+R
            Für      mechanische      Verbindungseinrichtungen     und  -teile    für
            Zentralachsanhänger nach Absatz 2.13 gilt:
                     TxC
            DC = g         KN
                    T+R
            Für Sattelkupplungen der Klasse G, Zugsattelzapfen der Klasse H und
            Montageplatten der Klasse J nach Absatz 2.6 gilt:
                    0,6 xTxR
            D=g               KN
                   T + R −U
            Dabei ist:
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               T die technisch zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs in Tonnen. Dies
               schließt gegebenenfalls auch die durch einen Zentralachsanhänger
               übertragene Stützlast ein.
               R die technisch zulässige Gesamtmasse des Anhängers mit senkrecht frei
               beweglicher Zugeinrichtung oder des Sattelanhängers in Tonnen. 2
               C die von der (den) Achse(n) des Zentralachsanhängers nach Absatz 2.13
               auf den Boden übertragene Masse, wenn der Anhänger an das
               Zugfahrzeug gekoppelt und bis zur technisch zulässigen Gesamtmasse2
               beladen ist. Für Zentralachsanhänger der Klasse O1 und O23 entspricht die
               technisch zulässige Gesamtmasse den Angaben des Herstellers des
               Zugfahrzeugs.
               g die Erdbeschleunigung (es werden 9,81 m/s2 angenommen).
               U der Wert nach Absatz 2.11.2.
               S der Wert nach Absatz 2.11.3.
2.11.2.        Der Wert U entspricht der senkrechten Last in Tonnen, die ein
               Sattelanhänger mit der technisch zulässigen Gesamtmasse auf die
               Sattelkupplung überträgt2.
2.11.3.        Der Wert S entspricht der senkrechten Last in Kilogramm, die ein
               Zentralachsanhänger nach Absatz 2.13 mit der technisch zulässigen
               Gesamtmasse unter statischen Bedingungen auf die Kupplung überträgt2.
2.11.4.        Der Wert V entspricht dem theoretischen Vergleichswert für die
               Amplitude der vertikalen Kraft, die ein Zentralachsanhänger mit einer
               technisch zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen auf die Kupplung
               überträgt. Der Wert V wird als Grundlage für die vertikalen Prüfkräfte bei
               den dynamischen Prüfungen herangezogen.
                    axCxX 2
               V=              (siehe Anmerkung unten)
                        L2
               Dabei gilt:
               a ist die vertikale Vergleichsbeschleunigung im Kuppelpunkt, abhängig
               von der Hinterachsfederung des Zugfahrzeugs.
               Bei Luftfederung (oder              Federungssystemen        mit     gleichwertigen
               Dämpfungseigenschaften):
2
  Die Massen T und R sowie die technisch zulässige Gesamtmasse dürfen die nach den nationalen
Rechtsvorschriften vorgeschriebene technisch zulässige Gesamtmasse überschreiten.
3
  Siehe Definitionen in der Regelung Nr. 13 aus dem Anhang zum Übereinkommen über die Annahme
einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in
Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die
gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden. Die
Definition ist auch zu finden in Anhang 7 der Gesamtresolution Kraftfahrzeugtechnik (R. E. 3)
(Dokument TRANS/ WP. 29/ 78/ Rev. 1/ Amend. 2).
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE          Amtsblatt der Europäischen Union                L 373/59
           a = 1,8 m/s2
           Bei anderen Federungstypen:
           a = 2,4 m/s2
           X ist die Länge der Ladefläche des Anhängers in Metern (s. Abbildung 1).
           L ist der Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Zugöse und dem
           Mittelpunkt des Achsaggregats in Metern (s. Abbildung 1).
           Anmerkung: (Liegt ein Wert unter 1,0, ist mindestens 1,0 zu verwenden.)
            X2
                ≥ 1.0
            L2
 ---pagebreak--- L 373/60       DE           Amtsblatt der Europäischen Union             27.12.2006
            Abbildung 1 – Abmessungen des Zentralachsanhängers
Abbildung 1
2.12.     In Anhang 6 dieser Regelung verwendete Zeichen und Definitionen:
          Av = höchste zulässige Achslast der gelenkten Achse in Tonnen,
          C = Gesamtmasse des Zentralachsanhängers in Tonnen (s. Absatz 2.11.1
          dieser Regelung),
          D = Wert D in kN (s. Absatz 2.11.1 dieser Regelung),
          Dc = Wert Dc in kN bei Zentralachsanhängern (s. Absatz 2.11.1 dieser
          Regelung),
          R = Gesamtmasse des gezogenen Fahrzeugs in Tonnen (s. Absatz 2.11.1
          dieser Regelung),
          T = Gesamtmasse des Zugfahrzeugs in Tonnen (s. Absatz 2.11.1 dieser
          Regelung),
          Fa = statische Abhebekraft in kN,
          Fh = horizontale Komponente der Prüfkraft in der Fahrzeuglängsachse in
          kN,
          Fs = vertikale Komponente der Prüfkraft in kN,
          S = statische Stützlast in kg,
          U = Sattellast in Tonnen,
          V = Wert V in kN (s. Absatz 2.11.4 dieser Regelung),
          a = vertikale Vergleichsbeschleunigung im Kuppelpunkt von
          Zentralachsanhängern abhängig von der Federungsart der Hinterachse(n)
          des Zugfahrzeugs (s. Absatz 2.11.4 dieser Regelung),
 ---pagebreak--- 27.12.2006          DE            Amtsblatt der Europäischen Union                    L 373/61
              e = horizontaler Abstand zwischen dem Kuppelpunkt von abnehmbaren
              Kupplungskugeln und der vertikalen Ebene durch die Befestigungspunkte
              in mm (s. Abbildungen 20c bis 20f),
              f = vertikaler Abstand zwischen dem Kuppelpunkt von abnehmbaren
              Kupplungskugeln und der horizontalen Ebene durch die
              Befestigungspunkte in mm (s. Abbildungen 20c bis 20f),
              g = Erdbeschleunigung (es werden 9,81 m/s2 angenommen),
              L = theoretische Deichsellänge zwischen dem Mittelpunkt der Zugöse und
              dem Mittelpunkt des Achsaggregats in Metern,
              X = Länge der Ladefläche eines Zentralachsanhängers in Metern.
              Indizes:
              O = maximale Prüfkraft,
              U = minimale Prüfkraft,
              a = statische Kraft,
              h = horizontale Kraft,
              p = schwellende Kraft,
              res = resultierende Kraft,
              s = vertikale Kraft,
              w = wechselnde Kraft.
2.13.         „Zentralachsanhänger“ sind Anhänger mit einer Zugeinrichtung, die
              (unabhängig vom Anhänger) nicht senkrecht beweglich ist, und deren
              Achse(n) bei gleichmäßiger Belastung nahe am Schwerpunkt des
              Anhängers angeordnet ist (sind). Die auf die Kupplung des Zugfahrzeugs
              übertragene Stützlast darf 10 % der Gesamtmasse des Anhängers oder
              1000 kg (es gilt der kleinere Wert) nicht überschreiten.
              Die Gesamtmasse des Zentralachsanhängers entspricht der Last, die die
              Achse(n) des an das Zugfahrzeug angekuppelten und mit der technisch
              zulässigen Gesamtmasse4 beladenen Anhängers auf den Boden
              übertragen.
2.14.         „Formschlüssige mechanische Verbindung“ bedeutet, dass die Form und
              die geometrischen Eigenschaften einer Einrichtung und ihrer Teile so
              gestaltet sind, dass sie sich unter Einwirken sämtlicher Kräfte oder
              Teilkräfte, denen sie bei normalem Einsatz oder bei der Prüfung
              ausgesetzt ist, nicht öffnet oder löst.
4
  Die technisch zulässige Gesamtmasse darf die nach den nationalen Rechtsvorschriften
vorgeschriebene technisch zulässige Gesamtmasse überschreiten.
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2.15.    Ein „Fahrzeugtyp“ sind Fahrzeuge, die sich in wichtigen Punkten wie
         beispielsweise Aufbau, Abmessungen, Form und Werkstoffen in den
         Bereichen nicht unterscheiden, an denen Verbindungseinrichtungen oder -
         teile angebracht sind. Dies gilt sowohl für das Zugfahrzeug als auch für
         den Anhänger.
3.       ANTRAG AUF GENEHMIGUNG
3.1.     Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung ist vom Inhaber der Fabrik-
         oder Handelsmarke oder von seinem ordentlich bevollmächtigten
         Vertreter einzureichen.
3.2.     Dem Antrag für jeden Typ einer Einrichtung oder eines Teils sind
         folgende Angaben beispielsweise in dem Mitteilungsblatt nach Anhang 1
         beizufügen:
3.2.1.   genaue Angaben über sämtliche Fabrik- oder Handelsmarken des
         Herstellers oder Händlers für die Einrichtung oder das Teil;
3.2.2.   Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die so detailliert sind, dass man
         den Typ der Einrichtung oder des Teils klar erkennen kann, und aus denen
         hervorgeht, wie sie an dem Fahrzeug anzubauen sind; in ihnen muss die
         für die Genehmigungsnummer und für sonstige Zeichen nach Absatz 7
         vorgesehene Fläche sowie deren Lage erkennbar sein.
3.2.3.   die Angabe der Werte D, Dc, S, V und U, soweit zutreffend, laut
         Definition in Absatz 2.11;
         Bei Halterungen der Klasse A die Angabe der jeweils zulässigen
         Gesamtmasse des Zugfahrzeugs und des Anhängers sowie die zulässige
         Stützlast an der Kupplungskugel nach den Empfehlungen des
         Zugfahrzeugherstellers.
3.2.3.1. Die Kennwerte müssen mindestens den Werten entsprechen, die für die
         zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs, des Anhängers und des
         Gespanns gelten.
3.2.4.   eine eingehende technische Beschreibung der Einrichtung oder des Teils,
         in der insbesondere der Typ und die verwendeten Werkstoffe genau
         angegeben werden;
3.2.5.   Die Angabe von Beschränkungen für die Fahrzeuge, an denen die
         Kupplung angebracht werden darf (s. Anhang 1 Absatz 12 und Anhang 5
         Absatz 3.4);
3.2.6.   Ein Muster sowie zusätzlich weitere Muster, wenn sie von der
         Genehmigungsbehörde oder dem technischen Dienst angefordert werden;
3.2.7.   Sämtliche Muster müssen fertige Endprodukte sein, die der
         abschließenden Oberflächenbehandlung unterzogen wurden. Besteht diese
         jedoch aus einer Lackierung oder Pulverbeschichtung mit Epoxydharz, so
         ist sie zu unterlassen.
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3.2.8.     Handelt es sich um mechanische Verbindungseinrichtungen oder -teile,
           die für einen bestimmten Fahrzeugtyp konstruiert sind, so hat ihr
           Hersteller zudem die vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Anbaudaten
           anzugeben. Die Genehmigungsbehörde oder der technische Dienst können
           auch verlangen, dass ein dem Typ entsprechendes Fahrzeug bereitgestellt
           wird.
4.         ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN FÜR MECHANISCHE
           VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN ODER -TEILE
4.1.       Jedes Muster muss den Vorschriften der Anhänge 5 und 6 über die
           Abmessungen und die Festigkeit entsprechen. Nach den Prüfungen nach
           Anhang 6 dürfen keine Risse oder Brüche bzw. dauerhafte übermäßige
           Verformungen auftreten, die das zufrieden stellende Funktionieren der
           Einrichtung oder des Teils beeinträchtigen könnten.
4.2.       Sämtliche Einzelteile der Einrichtung oder des Teils, deren Versagen eine
           Trennung von Fahrzeug und Anhänger bewirken kann, müssen aus Stahl
           hergestellt sein. Andere Werkstoffe können verwendet werden, wenn der
           Hersteller der Genehmigungsbehörde oder dem technischen Dienst der
           Vertragspartei, die diese Regelung anwendet, ihre Gleichwertigkeit
           glaubhaft nachgewiesen hat.
4.3.       Die mechanischen Verbindungseinrichtungen oder -teile müssen gefahrlos
           zu betätigen sein, und die Verbindung muss von einer Person ohne
           Werkzeug herzustellen und zu lösen sein. Mit Ausnahme der Kupplungen
           der Klasse T sind für das Kuppeln von Anhängern mit einer technisch
           zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen nur Kupplungen zulässig,
           die einen selbsttätigen Kupplungsvorgang erlauben.
4.4.       Die mechanischen Verbindungseinrichtungen oder -teile müssen so
           konstruiert und hergestellt sein, dass sie bei normalem Gebrauch,
           sachgemäßer Wartung und Austausch von Verschleißteilen
           ununterbrochen zufrieden stellend funktionieren und die in dieser
           Regelung vorgeschriebenen Merkmale behalten.
4.5.       Alle mechanischen Verbindungseinrichtungen oder -teile müssen so
           konstruiert sein, dass sie formschlüssig sind, und in geschlossenem
           Zustand müssen sie mindestens einfach formschlüssig gesichert sein,
           sofern nicht in Anhang 5 zusätzliche Anforderungen gestellt werden.
           Alternativ dazu können zwei oder mehr unabhängige Vorrichtungen für
           die Unversehrtheit der Kupplung sorgen; allerdings müssen alle
           Vorrichtungen so konstruiert sein, dass sie eine formschlüssige
           mechanische Verbindung herstellen, und sie müssen einzeln auf jede
           Anforderung nach Anhang 6 geprüft werden. Formschlüssige
           mechanische Verbindungen müssen der Definition nach Absatz 2.14
           entsprechen.
           Federkraft darf nur dazu verwendet werden, die Verbindungseinrichtung
           zu schließen und zu verhindern, dass sich Bestandteile der Einrichtung
           durch die Einwirkung von Schwingungen soweit bewegen, dass sie sich
           öffnen oder lösen können.
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         Das Versagen oder Fehlen einer einzelnen beliebigen Feder darf nicht
         dazu führen, dass sich die gesamte Kupplung öffnen oder lösen kann.
4.6.     Jeder Einrichtung oder jedem Teil ist eine Montage- und
         Bedienungsanleitung beizufügen, in der ausreichende Informationen
         enthalten sein müssen, die zur Montage bzw. zum ordnungsgemäßen
         Betrieb der Verbindungseinrichtung durch eine sachkundige Person
         benötigt werden (s. Anhang 7). Die Anleitung muss mindestens in der
         Sprache des Landes abgefasst sein, in dem die Einrichtung oder das Teil
         zum Verkauf angeboten wird. Bei Verbindungseinrichtungen oder -teilen,
         die Fahrzeug- oder Aufbauherstellern zur Erstausrüstung geliefert werden,
         kann auf die Mitlieferung der Montage- und Betriebsanleitung verzichtet
         werden. Es liegt jedoch in der Verantwortung des Fahrzeug- oder
         Aufbauherstellers, dafür zu sorgen, dass der Fahrzeughalter die für den
         ordnungsgemäßen Betrieb der Einrichtung oder des Teils erforderliche
         Anleitung erhält.
4.7.     Bei Einrichtungen und Teilen der Klasse A oder gegebenenfalls S, die
         zusammen mit Anhängern mit einer zulässigen Gesamtmasse von
         höchstens 3,5 Tonnen verwendet werden, die von Herstellern erzeugt
         werden, welche in keinerlei Verbindung mit dem Fahrzeughersteller
         stehen, und die für den nachträglichen Einbau vorgesehen sind, müssen
         die Höhe der Kupplung und ihre übrigen Einbaumerkmale in jedem Fall
         von der Genehmigungsbehörde oder dem technischen Diensten nach
         Anhang 7 Absatz 1 geprüft werden.
4.8.     Bei nicht genormten Verbindungseinrichtungen oder -teilen der Klassen S
         und T, die für Schwertransporte und andere Zwecke verwendet werden,
         sind die einschlägigen Vorschriften der Anhänge 5, 6 und 7 anzuwenden,
         die für die (das) nächste genormte oder nicht genormte Einrichtung (Teil)
         gelten.
5.       ANTRAG AUF GENEHMIGUNG EINES FAHRZEUGS MIT
         EINER MECHANISCHEN VERBINDUNGSEINRICHTUNG
         ODER EINEM MECHANISCHEN VERBINDUNGSTEIL
5.1.     Stellt ein Fahrzeughersteller einen Antrag auf Genehmigung eines
         Fahrzeugs, das mit einer mechanischen Verbindungseinrichtung oder
         einem mechanischen Verbindungsteil versehen ist, oder genehmigt er,
         dass ein Fahrzeug zum Ziehen eines beliebigen Anhängers verwendet
         wird, dann können ein berechtigter Antragsteller auf Typgenehmigung für
         eine mechanische Verbindungseinrichtung oder ein Verbindungsteil bzw.
         eine Genehmigungsbehörde oder ein technischer Dienst einer
         Vertragspartei vom Fahrzeughersteller verlangen, dass er ihnen
         bereitwillig die nach Absatz 5 vorgeschriebenen Informationen offen legt,
         damit ein Hersteller einer (eines) mechanischen Verbindungseinrichtung
         (-teils) diese für das betreffende Fahrzeug ordnungsgemäß konstruieren
         und herstellen kann. Ein berechtigter Antragsteller auf Typgenehmigung
         für eine mechanische Verbindungseinrichtung oder ein Verbindungsteil
         kann von einer Genehmigungsbehörde verlangen, ihm alle nach Absatz 5
         vorgeschriebenen, vorliegenden Informationen, offen zu legen.
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5.2.       Der Antrag auf Genehmigung eines Fahrzeugtyps für die Anbringung
           einer Verbindungseinrichtung oder eines Verbindungsteils ist von dem
           Fahrzeughersteller oder seinem ordentlich bevollmächtigtem Vertreter
           einzureichen.
5.3.       Ihm sind die folgenden Angaben beizufügen, damit die
           Genehmigungsbehörde das Mitteilungsblatt nach Anhang 2 ausfüllen
           kann:
5.3.1.     Eine eingehende Beschreibung des Fahrzeugtyps und der Einrichtung oder
           des Teils und auf Verlangen der Genehmigungsbehörde oder des
           technischen Dienstes eine Kopie des Genehmigungsformulars für die
           Einrichtung oder das Teil.
5.3.2.     Zu diesen Angaben gehören auch die zulässigen Gesamtmassen des
           Zugfahrzeugs und des gezogenen Fahrzeugs, die Verteilung der zulässigen
           Gesamtmasse des Zugfahrzeugs auf seine Achsen, die zulässigen
           Achslasten, die zulässige Stützlast am hinteren Ende des Zugfahrzeugs
           und genaue Angaben und/oder Zeichnungen der Anbringungsstellen für
           die Einrichtung oder das Teil und alle zusätzlichen Verstärkungsplatten,
           Stützhalterungen usw., die für eine sichere Anbringung der Einrichtung
           oder des Teils am Zugfahrzeug erforderlich sind.
5.3.2.1.   Der Beladungszustand, bei dem die Höhe der Kupplungskugel an
           Fahrzeugen der Klasse M1 zu messen ist (s. Anhang 7 Anlage 1 Absatz
           2).
5.3.3.     Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung, die so detailliert sind, dass man
           die Einrichtung oder das Teil klar erkennen kann, und aus denen
           hervorgeht, wie sie an dem Fahrzeug zu befestigen sind; in ihnen muss die
           für die Genehmigungsnummer und für sonstige Zeichen nach Absatz 7
           vorgesehene Fläche sowie deren Lage erkennbar sein.
5.3.4.     eine eingehende technische Beschreibung der Einrichtung oder des Teils,
           in der insbesondere der Typ und die verwendeten Werkstoffe genau
           angegeben werden;
5.3.5.     die Angabe der Werte D, Dc, S, V und U, sofern zutreffend, gemäß ihrer
           Definition in Absatz 2.11.
5.3.5.1.   Die Kennwerte müssen mindestens den Werten entsprechen, die für die
           zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs, des Anhängers und des
           Gespanns gelten.
5.3.6.     Ein für den zu genehmigenden Typ repräsentatives Fahrzeug, das mit
           einer mechanischen Verbindungseinrichtung versehen ist, ist der
           Genehmigungsbehörde oder dem technischen Dienst bereitzustellen, die
           auch zusätzliche Muster der Einrichtung oder des Teils verlangen können.
5.3.7.     Auch ein Fahrzeug, das nicht über alle typgemäßen Bauteile verfügt, ist
           annehmbar, sofern der Antragsteller der Genehmigungsbehörde oder dem
           technischen Dienst glaubhaft darlegen kann, dass das Fehlen der Bauteile
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         die Ergebnisse der Überprüfung in keiner Weise beeinflusst, soweit die
         Vorschriften dieser Regelung betroffen sind.
6.       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN FÜR FAHRZEUGE MIT
         EINER MECHANISCHEN VERBINDUNGSEINRICHTUNG
         ODER EINEM MECHANISCHEN VERBINDUNGSTEIL
6.1.     Die Einrichtung oder das Teil, das an dem Fahrzeug angebracht ist, ist
         entsprechend den Vorschriften der Absätze 3 und 4 sowie der Anhänge 5
         und 6 dieser Regelung zu genehmigen.
6.2.     Der Anbau der Einrichtung oder des Teils an dem Fahrzeug muss den
         Vorschriften von Anhang 7 dieser Regelung entsprechen.
6.3.     Jeder Einrichtung oder jedem Teil ist eine Betriebsanleitung beizufügen,
         die alle besonderen Anweisungen enthalten muss, die für einen Betrieb
         erforderlich sind, der von dem normalerweise mit dem Typ der
         Einrichtung oder des Teils verbundenen Betrieb abweicht; es ist auch eine
         Anleitung für das Ein- und Auskuppeln bei unterschiedlichen
         Betriebsweisen beizufügen, beispielsweise bei unterschiedlichen Winkeln
         zwischen dem Zugfahrzeug und dem gezogenen Fahrzeug. Diese
         Betriebsanleitung muss jedem Fahrzeug beiliegen und sie muss
         mindestens in der Sprache des Landes vorliegen, in dem es zum Verkauf
         angeboten wird.
7.       AUFSCHRIFTEN
7.1.     Die zur Genehmigung eingereichten Typen einer Einrichtung oder eines
         Teils müssen die Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers, Händlers
         oder Antragstellers tragen.
7.2.     Es muss eine ausreichend große Fläche für die Anbringung des in Absatz
         8.5 genannten und in Anhang 3 dargestellten Genehmigungszeichens
         vorhanden sein. Diese Fläche muss auf den in Absatz 3.2.2 genannten
         Zeichnungen sichtbar sein.
7.3.     In der Nähe des Genehmigungszeichens nach den Absätzen 7.2 und 8.5 ist
         die Einrichtung oder das Teil mit einer Kennzeichnung ihrer Klasse nach
         Absatz 2.6 und ihrer Kennwerte nach Absatz 2.11 und Anhang 4 zu
         versehen. Die Lage dieser Aufschriften ist auf den Zeichnungen nach
         Absatz 3.2.2 kenntlich zu machen.
         Sind die Kennwerte für die in dieser Regelung definierten Klassen
         festgelegt, beispielsweise bei den Klassen A50-1 bis A50-5, brauchen sie
         nicht angegeben zu werden.
7.4.     Ist die Einrichtung oder das Teil alternativ für mehrere Kennwerte
         innerhalb der selben Kupplungsklasse genehmigt, sind höchstens zwei
         Alternativwerte in den Aufschriften auf der Einrichtung oder dem Teil
         anzugeben.
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7.5.           Bestehen irgendwelche Beschränkungen für die Verwendung der
               Einrichtung oder des Teils, dürfen sie beispielsweise nicht in Verbindung
               mit Lenkkeilen verwendet werden, so ist dies auf der Einrichtung oder
               dem Teil anzugeben.
7.6.           Sämtliche Zeichen müssen dauerhaft angebracht und deutlich lesbar sein,
               wenn die Einrichtung oder das Teil an dem Fahrzeug angebaut sind.
8.             GENEHMIGUNG
8.1.           Entspricht (entsprechen) das (die) Muster einer Einrichtung oder eines
               Teils den Vorschriften dieser Regelung, ist die Genehmigung zu erteilen,
               sofern die Vorschriften nach Absatz 10 zufrieden stellend eingehalten
               werden.
8.2.           Jede Genehmigung eines Typs umfasst die Zuteilung einer
               Genehmigungsnummer, deren ersten beiden Ziffern die Änderungsserie
               mit den neuesten, wichtigsten technischen Änderungen angeben, die zum
               Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung in die Regelung aufgenommen
               sind. Die so zugeteilte Nummer darf von derselben Vertragspartei keinem
               anderen in dieser Regelung genannten Typ einer Einrichtung oder eines
               Teils zugeteilt werden.
8.3.           Über die Erteilung, Erweiterung, Versagung oder Zurücknahme der
               Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion eines Typs
               einer Einrichtung oder eines Teils nach dieser Regelung sind die
               Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung
               anwenden, mit einem Mitteilungsblatt zu unterrichten, das dem Muster in
               Anhang 1 oder Anhang 2 dieser Regelung entspricht.
8.4.           Zusätzlich zu der Aufschrift nach Absatz 7.1 ist an jeder (jedem) nach
               dieser       Regelung         genehmigten           Einrichtung        oder     Teil     ein
               Genehmigungszeichen nach Absatz 8.5 auf der Fläche nach Absatz 7.2
               anzubringen.
8.5.           Das Genehmigungszeichen ist ein internationales Zeichen, bestehend aus:
8.5.1.         einem Kreis, in dessen Innerem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl
               des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat(5); und
5
  1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 5 für Schweden, 6 für
Belgien, 7 für Ungarn, 8 für die Tschechische Republik, 9 für Spanien, 10 für Jugoslawien, 11 für das
Vereinigte Königreich, 12 für Österreich, 13 für Luxemburg, 14 für die Schweiz, 15 -, 16 für
Norwegen, 17 für Finnland, 18 für Dänemark, 19 für Rumänien, 20 für Polen, 21 für Portugal, 22 für
die Russische Föderation, 23 für Griechenland, 24 für Irland, 25 für Kroatien, 26 für Slowenien, 27 für
die Slowakei, 28 für Belarus, 29 für Estland, 30 -, 31 für Bosnien und Herzegowina, 32 für Lettland, 33
-, 34 für Bulgarien, 35 -, 36 -, 37 für die Türkei, 38 -, 39 -, 40 für die ehemalige jugoslawische
Republik Mazedonien, 41 -, 42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von den
Mitgliedstaaten unter Verwendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), 43 für Japan, 44 -, 45 für
Australien und 46 für die Ukraine. Die folgenden Zahlen werden den Ländern, die dem
„Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge,
Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden
können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen
Vorschriften erteilt wurden“ beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer Ratifikation oder
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8.5.2.          der Genehmigungsnummer nach Absatz 8.2.
8.5.3.          Das Genehmigungszeichen und die -nummer sind entsprechend dem
                Muster in Anhang 3 anzuordnen.
9.              ÄNDERUNGEN DER MECHANISCHEN VERBINDUNGS-
                EINRICHTUNG                      ODER           DES          MECHANISCHEN
                VERBINDUNGSTEILS BZW. DES FAHRZEUGS UND
                ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
9.1.            Jede Änderung des Typs einer Einrichtung, eines Teils oder eines
                Fahrzeugs, wie in Absatz 2.10 definiert, ist der Genehmigungsbehörde
                oder dem technischen Dienst mitzuteilen, die (der) die Genehmigung
                erteilt hat. Die Behörde oder der Dienst kann dann
9.1.1.          entweder die Auffassung vertreten, dass diese Änderungen keine
                nennenswerten nachteiligen Auswirkungen haben und die Einrichtung
                oder das Teil in jedem Fall noch den Vorschriften entspricht,
9.1.2.          oder ein weiteres Prüfgutachten anfordern.
9.2.            Die Bestätigung oder die Versagung der Genehmigung ist unter genauer
                Angabe der Änderung den Vertragsparteien, die diese Regelung
                anwenden, nach dem in Absatz 8.3 vorgeschriebenen Verfahren
                mitzuteilen.
9.3.            Die Genehmigungsbehörde oder der technische Dienst, die eine
                Genehmigung erweitern, teilen einer solchen Erweiterung eine laufende
                Nummer zu und unterrichten darüber die anderen Vertragsparteien des
                Übereinkommens, die diese Regelung anwenden, nach dem Verfahren
                nach Absatz 8.3.
10.             ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
10.1.           Der Inhaber einer Genehmigung muss sicherstellen, dass die Ergebnisse
                der Prüfung der Übereinstimmung der Produktion aufgezeichnet werden
                und die zugehörigen Unterlagen während eines nach Absprache mit der
                Behörde oder dem technischen Dienst festzulegenden Zeitraumes
                verfügbar bleiben. Dieser Zeitraum darf, gerechnet von dem Zeitpunkt, an
                dem die Herstellung endgültig eingestellt wird, zehn Jahre nicht
                übersteigen.
10.2.           Die Genehmigungsbehörde oder der technische Dienst, die die
                Typgenehmigung erteilt haben, können jederzeit die bei jeder
                Fertigungseinheit angewandten Verfahren zur Kontrolle der
                Übereinstimmung überprüfen. Diese Überprüfungen finden in der Regel
                alle zwei Jahre statt.
ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen werden den Vertragsparteien vom
Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt.
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE           Amtsblatt der Europäischen Union                L 373/69
11.        MASSNAHMEN                BEI        ABWEICHUNGEN            IN     DER
PRODUKTION
11.1.      Die für einen Typ einer Einrichtung oder eines Teils nach dieser Regelung
           erteilte Genehmigung kann zurückgenommen werden, wenn die
           Vorschriften nicht eingehalten sind oder wenn eine Einrichtung oder ein
           Teil, das mit dem Genehmigungszeichen versehen wurde, dem
           genehmigten Typ nicht entspricht.
11.2.      Nimmt eine Vertragspartei des Übereinkommens, die diese Regelung
           anwendet, eine von ihr erteilte Genehmigung zurück, so hat sie
           unverzüglich die anderen Vertragsparteien, die diese Regelung anwenden,
           darüber in einem Mitteilungsblatt nach dem Muster von Anhang 1 oder
           Anhang 2 dieser Regelung zu unterrichten.
12.        ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
12.1.      Stellt ein Genehmigungsinhaber die Produktion eines nach dieser
           Regelung genehmigten Typs einer Einrichtung oder eines Teils endgültig
           ein, so hat er die Genehmigungsbehörde oder den technischen Dienst, die
           die Genehmigung erteilt haben, darüber zu unterrichten. Nach Erhalt der
           entsprechenden Mitteilung hat die Behörde oder der technische Dienst die
           anderen Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese
           Regelung anwenden, darüber mit einem Mitteilungsblatt nach dem Muster
           von Anhang 1 oder Anhang 2 dieser Regelung zu unterrichten.
13.        ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN
           Soweit das Generalsekretariat der Vereinten Nationen nicht anderweitig
           unterrichtet wurde, erklären die Vertragsparteien, die diese Regelung
           anwenden und die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft sind
           (als die Änderungsserie 01 verabschiedet wurde, waren das Italien, die
           Niederlande, Belgien, das Vereinigte Königreich, Luxemburg, Finnland
           und Griechenland), dass für sie die Verpflichtungen des Abkommens, dem
           diese Regelung als Anhang beigefügt ist, lediglich hinsichtlich der
           mechanischen Verbindungseinrichtungen oder der mechanischen
           Verbindungsteile verbindlich sind, die für andere Fahrzeugklassen als M1
           bestimmt sind.
14.        NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER TECHNISCHEN
           DIENSTE,           DIE        DIE        PRÜFUNGEN         FÜR       DIE
           GENEHMIGUNG DURCHFÜHREN, UND DER BEHÖRDEN
14.1.      Die Vertragsparteien des Übereinkommens von 1958, die diese Regelung
           anwenden, übermitteln dem Sekretariat der Vereinten Nationen die
           Namen und Anschriften der technischen Dienste, die die Prüfungen für die
           Genehmigung durchführen, und der Behörden, die die Genehmigung
           erteilen und denen die in anderen Ländern ausgestellten Mitteilungsblätter
           über die Erteilung, Erweiterung, Versagung und Zurücknahme einer
           Genehmigung oder die endgültige Einstellung der Produktion zu
           übersenden sind.
 ---pagebreak--- L 373/70           DE            Amtsblatt der Europäischen Union                       27.12.2006
Anhang 1
                                      MITTEILUNG
                             (größtes Format: A4 (210 x 297 mm)
1
  Ausgestellt von: Bezeichnung der Behörde ..... .......................
über die: 2/
ERTEILUNG DER GENEHMIGUNG
ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
VERSAGUNG DER GENEHMIGUNG
ZURÜCKNAHME DER GENEHMIGUNG
ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
für einen Typ einer mechanischen Verbindungseinrichtung oder eines mechanischen
Verbindungsteils nach der Regelung Nr. 55
Nummer der Genehmigung ..................... Nummer der Erweiterung der Genehmigung
..........
1. Fabrik- oder Handelsmarke der Einrichtung oder des Teils:
2. Bezeichnung des Herstellers für die Einrichtung oder das Teil:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers:
5. Andere Handelsmarke oder Bezeichnung des Händlers für die Einrichtung oder das
Teil:
6. Name und Anschrift des Unternehmens oder der Einrichtung, die für die
Übereinstimmung der Produktion verantwortlich ist:
1
  Kennzahl des Landes, das die Genehmigung erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen hat (s. die
Genehmigungsvorschriften der Regelung).
2
  Nicht Zutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 27.12.2006                DE           Amtsblatt der Europäischen Union            L 373/71
7. Zur Genehmigung eingereicht am:
8. Technischer Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt:
9. Kurzbeschreibung:
9.1. Typ und Klasse der Einrichtung oder des Teils:
9.2. Kennwerte:
9.2.1. Grundwerte:
            D.............. kN Dc................ kN S............... kg
            U...............Tonnen V.................. kN
            Alternativwerte:
            D............. kN Dc................ kN S................ kg
            U...............Tonnen V.................. kN
9.3. Bei mechanischen Verbindungseinrichtungen oder -teilen der Klasse A,
einschließlich Halterungen:
Nach Herstellerangaben zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs: .......................kg
Verteilung der zulässigen Gesamtmasse des Fahrzeugs auf die Achsen:
Nach Herstellerangaben zulässige Gesamtmasse des Anhängers: .....................kg
Nach Herstellerangaben zulässige statische Masse auf der Kupplungskugel: ....kg
Gesamtmasse des fahrbereiten Fahrzeugs mit Aufbau, einschließlich Kühlflüssigkeit,
Öl, Kraftstoff, Werkzeug und Ersatzrad (sofern vorhanden), aber ohne Fahrer:
...........................kg
Beladungszustand, bei dem die Höhe der Kupplungskugel von mechanischen
Verbindungseinrichtungen an Fahrzeugen der Klasse M1 zu messen ist (s. Anhang 7
Anlage 1 Absatz 2): .......
10. Angaben des Fahrzeugherstellers zur Anbringung der Einrichtung oder des Teils
des betreffenden Typs am Fahrzeug und Fotos oder Zeichnungen der
Befestigungspunkte:
11. Angaben über evtl. anzubringende Verstärkungsträger oder -platten oder
Spurstangen, die für die Befestigung der Einrichtung oder des Teils erforderlich sind:
..............
12. Zusatzangaben, wenn die Verwendung des Typs der Einrichtung oder des Teils
auf besondere Fahrzeugtypen beschränkt ist (s. Anhang 5 Absatz 3.4):
...........................
 ---pagebreak--- L 373/72         DE          Amtsblatt der Europäischen Union         27.12.2006
13. Bei Hakenkupplungen der Klasse K genaue Angabe der Zugösen, die zur
Verwendung mit diesem besonderen Hakentyp geeignet sind:
14. Datum des Prüfberichts:
15. Nummer des Prüfberichts:
16. Stelle, an der das Genehmigungszeichen angebracht ist:
17. Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung:
18. Genehmigung erteilt/erweitert/entzogen/versagt 2
19. Ort:
20. Datum:
21. Unterschrift:
22. Ein Verzeichnis der bei der Genehmigungsbehörde eingereichten Unterlagen ist
beigefügt; diese Unterlagen sind auf Anfrage erhältlich.
 ---pagebreak--- 27.12.2006         DE            Amtsblatt der Europäischen Union                         L 373/73
                                          Anhang 2
                                      MITTEILUNG
                             (größtes Format: A4 (210 x 297 mm)
1
  Ausgestellt von: Bezeichnung der Behörde ..... .......................
über die: 2
ERTEILUNG DER GENEHMIGUNG
ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
VERSAGUNG DER GENEHMIGUNG
DEN ENTZUG DER GENEHMIGUNG
ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUKTION
für einen Typ einer mechanischen Verbindungseinrichtung oder eines mechanischen
Verbindungsteils nach der Regelung Nr. 55
Nummer der Genehmigung: .......... Nummer der Erweiterung der Genehmigung:
...........
1. Fabrik- oder Handelsmarke des Fahrzeugs:
2. Fahrzeugtyp:
3. Name und Anschrift des Herstellers:
4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Vertreters des Herstellers:
5. Fahrzeugklasse, z. B. M1, N1:
6. Zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs: ....kg
Verteilung der zulässigen Gesamtmasse des Fahrzeugs auf die Achsen:
1
  Kennzahl des Landes, das die Genehmigung erteilt/erweitert/versagt/zurückgenommen hat (s. die
Genehmigungsvorschriften der Regelung).
2
  Nicht Zutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- L 373/74             DE               Amtsblatt der Europäischen Union               27.12.2006
Zulässige Gesamtmasse des Anhängers: ...kg
Zulässige statische Masse auf der Kupplungskugel: .... kg
Maximum mass of the vehicle, with bodywork, in running order, including coolant,
oils, fuel, tools and spare wheel (if supplied) but not including driver: ...........kg
7. D.............. kN Dc................ kN S............... kg
U...............Tonnen V.............. kN
8. Angaben zur Anbringung der Einrichtung oder des Teils des betreffenden Typs am
Fahrzeug und Fotos oder Zeichnungen der Befestigungspunkte:
9. Angaben über evtl. anzubringende Verstärkungsträger oder -platten oder
Spurstangen, die für die Befestigung der Einrichtung oder des Teils erforderlich sind:
10. Fabrik- oder Handelsmarke                        der      Einrichtung oder des Teils   und
Genehmigungsnummer:
11. Klasse der Einrichtung oder des Teils:
12. Zur Genehmigung eingereicht am:
13. Technischer Dienst, der die Prüfungen für die Genehmigung durchführt:
14. Datum des Prüfberichts:
15. Nummer des Prüfberichts:
16. Stelle, an der das Genehmigungszeichen angebracht ist:
17. Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung:
18. Genehmigung erteilt/erweitert/entzogen/versagt A1_S4_F1 2
19. Ort:
20. Datum:
21. Unterschrift:
22. Ein Verzeichnis der bei der Genehmigungsbehörde eingereichten Unterlagen ist
beigefügt; diese Unterlagen sind auf Anfrage erhältlich.
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE         Amtsblatt der Europäischen Union             L 373/75
                                     Anhang 3
              MUSTER DER GENEHMIGUNGSZEICHEN
a = 8 mm min.
Die Einrichtung, das Teil oder das Fahrzeug mit vorstehendem Genehmigungszeichen
wurde in den Niederlanden (E4) unter der Nummer 2439 nach der Regelung Nr. 55 in
ihrer durch die Änderungsserie 01 geänderten Fassung genehmigt.
Anmerkung: Die Genehmigungsnummer und die zusätzlichen Zeichen sind in der
Nähe des Kreises entweder über, unter, rechts oder links von dem Buchstaben „E“
anzuordnen. Die Ziffern der Genehmigungsnummer müssen, bezogen auf den
Buchstaben „E“, auf einer Seite und in derselben Richtung angeordnet sein. Die
Verwendung römischer Zahlen bei Genehmigungsnummern ist zu vermeiden, um
Verwechslungen mit anderen Zeichen auszuschließen.
 ---pagebreak--- L 373/76        DE          Amtsblatt der Europäischen Union                27.12.2006
                                     Anhang 4
      BEISPIELE FÜR DIE AUFSCHRIFT ZUR ANGABE DER
                                 KENNWERTE
1.         An allen mechanischen Verbindungseinrichtungen oder -teilen ist ihre
           Klasse anzugeben. Zusätzlich ist eine Aufschrift vorzusehen, die die
           Kapazität entsprechend den Kennwerten nach Absatz 2.11 dieser
           Regelung angibt.
1.1.       Die Höhe sämtlicher Buchstaben und Nummern darf nicht kleiner als in
           der Genehmigungsnummer sein (a/3, a = 8 mm).
1.2.       Die jeweiligen Kennwerte der Einrichtung oder des Teils, die darauf
           anzugeben sind, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt (s. Absatz
           7.3 dieser Regelung):
TABELLE 1 – Auf Verbindungseinrichtungen oder -teilen anzugebende, maßgebliche
Kennwerte
 Beschreibung der Einrichtung oder des         maßgebliche Kennwerte, die anzugeben sind
 Teils
                                           Klasse       D      Dc     S        U         V
 Kupplungskugeln mit Halterung (s. *                 *              *
 Anhang 5 Absatz 1 dieser Regelung)
 Zugkugelkupplungen                         *        *             *
 Bolzenkupplungen                           *        *       *     *                   *
 Zugösen                                    *        *       *     *                   *
 Zugeinrichtungen                           *        *       *     *                   *
 Zugstangen                                 *        *       *     *                   *
 Sattelkupplungen                           *        *                       *
 Zugsattelzapfen                            *        *
 Montageplatten für Sattelkupplungen        *        *                       *
 Hakenkupplungen                            *        *       *     *                   *
Beispiele: C50-X D130 Dc90 S1000 V35 steht für eine nicht genormte
Bolzenkupplung der Klasse C50-X mit einem Höchstwert D von 130 kN, einem
zulässigen Höchstwert Dc von 90 kN, einer zulässigen statischen, vertikal
aufgebrachten Masse von 1000 kg und einem zulässigen Höchstwert V von 35 kN.
 ---pagebreak--- 27.12.2006     DE         Amtsblatt der Europäischen Union              L 373/77
A50-X D20 S120 steht für eine genormte Halterung mit Kupplungskugel der Klasse
A50-X mit einem Höchstwert D von 20 kN und einer zulässigen statischen, vertikal
aufgebrachten Masse von 120 kg.
 ---pagebreak--- L 373/78        DE         Amtsblatt der Europäischen Union                27.12.2006
                                     Anhang 5
                VORSCHRIFTEN FÜR MECHANISCHE
          VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN ODER -TEILE
1.         KUPPLUNGSKUGELN MIT HALTERUNG
           Die Vorschriften nach den Absätzen 1.1 bis 1.5 dieses Anhangs gelten für
           sämtliche Kupplungskugeln mit Halterung der Klasse A. Der Absatz 1.6
           enthält Zusatzvorschriften für genormte 50-mm-Kupplungskugeln mit
           Anschraubflansch.
1.1.       Kupplungskugeln der Klasse A müssen in ihrer äußeren Form und ihren
           äußeren Abmessungen der Abbildung 2 entsprechen.
1/ Dieser Verbindungsradius liegt tangential am Hals und an der unteren horizontalen
Fläche der Kupplungskugel-Kalotte.
2/ Siehe ISO/R 468 und ISO 1302: die Rauheitsziffer N9 bezieht sich auf einen
Mittelrauwert Ra von 6,3 mm.
                   Abbildung 2 – Kupplungskugel der Klasse A
 ---pagebreak--- 27.12.2006       DE         Amtsblatt der Europäischen Union                  L 373/79
1.2.       1.2 Form und Abmessungen der Halterung müssen den Vorschriften des
           Fahrzeugherstellers bezüglich der Befestigungspunkte und eventuell
           erforderlicher zusätzlicher Montagevorrichtungen oder -teile entsprechen.
1.3.       1.3 Abnehmbare Kupplungskugeln
1.3.1.     1.3.1 Bei abnehmbaren Kupplungskugeln oder Teilen, die nicht mit
           Schrauben befestigt werden, z. B. der Klasse A50-X, muss die
           Verbindungsstelle formschlüssig sein und formschlüssig gesichert werden.
1.3.2.     Bei abnehmbaren Kupplungskugeln oder Teilen, die getrennt für die
           Verwendung mit mehreren Halterungen für verschiedene Anwendungen
           an Fahrzeugen genehmigt werden können, wie z. B. der Klasse A50-X, ist
           ein Freiraum nach Anhang 7 Abbildung 25 einzuhalten, wenn eine solche
           Kupplungskugel an der Halterung befestigt ist.
1.4.       1.4 Kupplungskugeln und Zugeinrichtungen müssen den Prüfvorschriften
           nach Anhang 6 Absatz 3.1 entsprechen.
1.5.       1.5 Die Hersteller von Halterungen müssen Befestigungspunkte für
           Hilfskupplungen oder Vorrichtungen vorsehen, die für ein selbsttätiges
           Anhalten des Anhängers erforderlich sind, falls sich die Hauptkupplung
           löst. Diese Vorschrift ist Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug den
           Vorschriften von Absatz 5.2.2.9 der UN/ECE-Regelung Nr. 13
           (Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Fahrzeugen der
           Klassen M, N und O hinsichtlich der Bremsen) entspricht.
1.5.1.     1.5.1 Die Befestigungspunkte für eine Hilfskupplung und/oder ein
           Abreißseil müssen so angeordnet sein, dass die Hilfskupplung oder das
           Abreißseil die normale Beweglichkeit der Kupplung nicht einschränken
           oder die normale Funktion des Auflaufbremssystems nicht
           beeinträchtigen.
           Ein einzelner Befestigungspunkte ist innerhalb von 100 mm auf einer
           senkrechten, durch den Bewegungsmittelpunkt der Kupplung
           verlaufenden Ebene anzuordnen. Ist dies nicht möglich, sind beiderseits
           der senkrechten Achse und in gleichem Abstand dazu (max. 250 mm)
           jeweils ein Befestigungspunkt vorzusehen. Diese(r) Befestigungspunkt(e)
           ist/sind möglichst weit hinten und oben anzuordnen.
1.6.       Besondere Vorschriften für genormte Kupplungskugeln mit Flansch der
           Klasse A50-1 bis einschließlich A50-5:
1.6.1.     Die Abmessungen von Kupplungskugeln mit Flansch müssen den
           Angaben von Abbildung 3 und Tabelle 2 entsprechen.
1.6.2.     Die Abmessungen von Kupplungskugeln mit Flansch der Klassen A50-2,
           A50-3, A50-4 und A50-5 müssen den Angaben von Abbildung 4 und
           Tabelle 2 entsprechen.
 ---pagebreak--- L 373/80      DE          Amtsblatt der Europäischen Union             27.12.2006
1.6.3.   Kupplungskugeln mit Flansch der Klassen A50-1 bis einschließlich A50-5
         müssen für die in Tabelle 3 angegebenen Kennwerte geeignet und geprüft
         sein.
 Abbildung 3 – Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch der
                                  Klasse A50-1
                                  (s. Tabelle 2)
 Abbildung 4 – Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch der
                   Klassen A50-2 bis A50-5 (s. Tabelle 2)
 ---pagebreak--- 27.12.2006      DE            Amtsblatt der Europäischen Union                 L 373/81
TABELLE 2 -Abmessungen von genormten Kupplungskugeln mit Flansch (mm) (s.
Abbildungen 3 und 4)
      Klasse            A50-1           A50-2, A50-4       A50-3, A50-5  Anmerkung
 e1                90                 83                  120           ± 0.5
 e2                --                 56                  55            ± 0.5
 d2                17                 10.5                15            H13
 f                 130                110                 155           + 6.0 -0
 g                 50                 85                  90            + 6.0 -0
 c                 15                 15                  15            max.
 l                 55                 110                 120           ± 5.0
 h                 70                 80                  80            ± 5.0
TABELLE 3 -Kennwerte für genormte Kupplungskugeln mit Flansch
     Klasse        A50-1           A50-2            A50-3         A50-4       A50-5
 D              17              20               30            20          30
 S              120             120              120           150         150
            D = zulässiger D-Wert (kN)
            S = zulässige statische vertikale Masse (kg)
1.7.        Hersteller von für den nachträglichen Einbau bestimmten
            Kupplungskugeln mit Halterung, die in keinerlei Verbindung mit dem
            Hersteller des betreffenden Fahrzeugs stehen, müssen die Vorschriften für
            die Beweglichkeit der Kupplung nach Absatz 2 dieses Anhangs beachten
            und die betreffenden Vorschriften nach Anhang 7 dieser Regelung
            einhalten.
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2.       ZUGKUGELKUPPLUNGEN
2.1.      Zugkugelkupplungen der Klasse B50 müssen so konstruiert sein, dass sie
         mit den Kupplungskugeln nach Absatz 1 dieses Anhangs sicher gekuppelt
         werden können und dabei die vorgeschriebenen Eigenschaften erhalten
         bleiben.
         Zugkugelkupplungen müssen so konstruiert sein, dass eine sichere
         Verbindung auch unter Berücksichtigung der Abnutzung der
         Verbindungseinrichtung sichergestellt ist.
2.2.     Zugkugelkupplungen müssen den Prüfvorschriften nach Anhang 6 Absatz
         3.2 entsprechen.
2.3.     Zusätzlich      vorhandene         Einrichtungen      (z.     B.    Bremsen,
         Stabilisierungseinrichtungen        usw.)      dürfen     die     mechanische
         Verbindungseinrichtung nicht beeinträchtigen.
2.4.     Ist sie nicht an dem Fahrzeug angebaut, muss sich die Zugkugelkupplung
         horizontal um mindestens 90° beiderseits der Mittellinie der
         Kupplungskugel mit Halterung nach Absatz 1 dieses Anhangs schwenken
         lassen. Gleichzeitig ist aus der Waagerechten eine vertikale Beweglichkeit
         von je 20° nach oben und unten erforderlich. Außerdem ist zusammen mit
         dem horizontalen Schwenkwinkel von 90° eine Drehbeweglichkeit von
         25° in beide Richtungen um die horizontale Achse notwendig. Zusätzlich
         müssen folgende kombinierte Bewegungen in allen Winkeln der
         horizontalen Drehung erbracht werden:
         (i) vertikale Schwenkung um ±15° bei axialer Verdrehung um ±25°
         (ii) axiale Verdrehung um ±10° bei vertikaler Schwenkung um ±20°
3.       BOLZENKUPPLUNGEN
         Die Vorschriften der Absätze 3.1 bis 3.6 dieses Anhangs gelten für alle
         Bolzenkupplungen der Klasse C50. Die zusätzlichen Anforderungen, die
         von genormten Bolzenkupplungen der Klassen C50-1 bis C50-6 erfüllt
         werden müssen, sind in Absatz 3.7 aufgeführt.
3.1.     Leistungsanforderungen – Alle Bolzenkupplungen                   müssen     den
         Prüfvorschriften nach Anhang 6 Absatz 3.3 entsprechen.
3.2.     Geeignete Zugösen – Bolzenkupplungen der Klasse C50 müssen mit allen
         Zugösen der Klasse D50, die die vorgeschriebenen Merkmale haben,
         kompatibel sein.
3.3.     Fangmaul
         Bolzenkupplungen der Klasse C50 müssen mit einem Fangmaul versehen
         sein, das so konstruiert ist, dass die entsprechende Zugöse sicher in die
         Kupplung gleitet.
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           Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die Hochachse
           drehbar gelagert, so muss es sich selbsttätig in die Normallage einstellen
           und bei geöffnetem Kupplungsbolzen wirksam in dieser Lage gehalten
           werden, um beim Kupplungsvorgang eine sichere Führung für die Zugöse
           zu gewährleisten.
           Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die Querachse
           drehbar gelagert, muss das die Drehbarkeit bewirkende Gelenk durch ein
           Feststellmoment in seiner Normallage gehalten werden. Dieses muss so
           bemessen sein, dass eine in senkrechter Richtung an der Oberkante des
           Fangmauls nach oben wirkende Kraft von 200 N keine Auslenkung des
           Gelenks aus seiner Normallage bewirkt. Das Feststellmoment muss größer
           sein, als das durch Betätigung des in Absatz 3.6 dieses Anhangs
           beschriebenen Handhebels erzeugte. Das Fangmaul muss von Hand in
           seine Normallage gebracht werden können. Ein um die Querachse
           drehbares Fangmaul ist nur zulässig für Stützlasten S bis maximal 50 kg
           und einen V-Wert von maximal 5 kN.
           Ist das Fangmaul oder ein das Fangmaul tragendes Teil um die
           Längsachse drehbar gelagert, so muss die Drehbewegung durch ein
           Feststellmoment von mindestens 100 Nm gebremst werden.
           Die mindestens erforderliche Größe des Fangmauls richtet sich nach dem
           D-Wert der Kupplung:
           D-Wert £ 18 kN: Breite 150 mm, Höhe 100 mm,
           D-Wert > 18 kN £ 25 kN: Breite 280 mm, Höhe 170 mm,
           D-Wert > 25 kN: Breite 360 mm, Höhe 200 mm.
           Die äußeren Ecken des Fangmauls können abgerundet werden.
           Kleinere Fangmäuler sind an Bolzenkupplungen der Klasse C50-X
           zulässig, wenn die Verwendung auf Zentralachsanhänger mit einer
           zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen beschränkt wird, oder
           wenn die Verwendung eines Fangmauls nach der obigen Tabelle aus
           technischen Gründen nicht möglich ist, und wenn ferner durch besondere
           Gegebenheiten (z. B. Sichthilfen) die sichere Durchführung des
           selbsttätigen Kupplungsvorgangs gewährleistet ist und wenn der
           Verwendungsbereich in der Genehmigung entsprechend den Angaben
           eingeschränkt ist, die der Kupplungshersteller in dem Mitteilungsblatt
           nach Anhang 1 gemacht hat.
3.4.       Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse
           Ist die Zugöse mit einer Bolzenkupplung gekuppelt, aber nicht an einem
           Fahrzeug angebracht, muss sie die nachstehend angegebenen
           Beweglichkeitswinkel haben. Wird die Beweglichkeit teilweise durch ein
           besonderes Gelenk erreicht (nur Bolzenkupplungen der Klasse C50-X), ist
           der Anwendungsbereich, der in dem Mitteilungsblatt nach Anhang 1
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           angegeben ist, auf die in Anhang 7 Absatz 1.3.8 angegebenen Fälle zu
           beschränken.
3.4.1.
Relativ zur Längsachse des Fahrzeugs horizontal ± 90° um die Hochachse (s.
           Abbildung 5).
                               Längsachse
                            Longitudinal      des
                                         axis of theZugfahrzeugs
                                                     towing vehicle
    Abbildung 5 – Horizontale Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse
3.4.2.     Relativ zur Horizontalebene des Fahrzeugs vertikal ± 20° um die
           Querachse (s. Abbildung 6).
                                                  Gelenk
                                     Horizontal plane
                                   Horizontalebene
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      Abbildung 6 – Vertikale Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse
3.4.3.     Relativ zur Horizontalebene des Fahrzeugs axial ± 25° um die Längsachse
           (s. Abbildung 7).
                                           Horizontal plane
                                            Horizontalebene
        Abbildung 7 – Axiale Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse
3.5.       Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen
           In der Schließstellung muss der Kupplungsbolzen durch zwei
           formschlüssige Sicherungen gegen Öffnen gesichert werden, die bei
           Versagen der jeweils anderen auch einzeln wirksam bleiben.
           Die geschlossene und gesicherte Stellung der Kupplung muss nach außen
           durch eine mechanische Einrichtung deutlich angezeigt werden. Die
           Stellung dieses Anzeigers muss sich – beispielsweise im Dunkeln – auch
           ertasten lassen.
           Die mechanische Anzeigeeinrichtung muss das Eingreifen beider
           Sicherungen anzeigen (UND-Bedingung).
           Jedoch ist es ausreichend, wenn das Eingreifen nur einer Sicherung
           angezeigt wird, wenn in diesem Zustand das Eingreifen der zweiten
           Sicherung konstruktiv sichergestellt ist.
3.6.       Handhebel
           Handhebel müssen handgerecht ausgeführt sein, ihr Ende muss
           abgerundet sein. Die Kupplung darf im Bereich des Handhebels keine
           scharfen Kanten oder mögliche Quetschstellen aufweisen, die bei
           Betätigung der Kupplung zu Verletzungen führen können. Die
           Betätigungskraft zum Öffnen darf, gemessen ohne Zugöse, senkrecht zum
           Handhebel in der Betätigungsrichtung 250 N nicht übersteigen.
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3.7.       Besondere Vorschriften für genormte Bolzenkupplungen der Klassen
           C50-1 bis C50-6
3.7.1.     Die Schwenkbewegung der Zugöse um die Querachse muss durch die
           Kugelform des Kupplungsbolzens erreicht werden (nicht durch ein
           Gelenk).
3.7.2.     Durch das Spiel zwischen dem Kupplungsbolzen und der Zugöse
           auftretende Stöße in Zug- oder Druckrichtung der Längsachse müssen
           durch Vorrichtungen zur Federung und/oder Dämpfung gemildert werden
           (ausgenommen C50-1).
3.7.3.     Die in Abbildung 8 und Tabelle 4 angegebenen Abmessungen müssen
eingehalten werden.
3.7.4.     Die Kupplungen müssen für die in Tabelle 5 angegebenen Kennwerte
           geeignet und geprüft sein.
3.7.5.     Das Öffnen der Kupplung muss durch einen direkt an der Kupplung
           befindlichen Handhebel erfolgen (keine Fernbetätigung).
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     Abbildung 8 – Abmessungen von genormten Bolzenkupplungen (mm) ( s.
                                   Tabelle 4)
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TABELLE 4 - Abmessungen von genormten Bolzenkupplungen (mm) ( s. Abbildung
8)
   Klasse   C50-1   C50-2         C50-3        C50-4     C50-5  C50-6      Anmer-
                                                                C50-7      kungen
 e1       83       83          120           140        160    160        ±0.5
 e2       56       56          55            80         100    100        ±0.5
 d1       --       54          74            84         94     94         max.
 d2       10.5     10.5        15            17         21     21         H13
 F        110      110         155           180        200    200        +6.0 -0
 G        85       85          90            120        140    140        ±3.0
 A        100      170         200           200        200    200        +20.0 -0
 B        150      280         360           360        360    360        +20.0 -0
 C        20       20          24            30         30     30         max.
 H        150      190         265           265        265    265        max.
 l1       --       150         250           300        300    300        max.
 l2       150      300         330           330        330    330        max.
 l3       100      160         180           180        180    180        ±20.0
 T        --       15          20            35         35     35         max.
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TABELLE 5 - Kennwerte für genormte Bolzenkupplungen
   Klasse     C50-1       C50-2         C50-3        C50-4     C50-5  C50-6      C50-7
 D          18           25          70            100        130    190       190
 Dc         18           25          50            70         90     120       130
 S          200          250         650           900        1000   1000      1000
 V          12           10          18            25         35     50        75
           D = zul. D-Wert (kN)
           Dc = zul. D-Wert (kN) für Verwendung bei Zentralachsanhängern
           S = zul. Stützlast an der Kupplung (kg)
           V = zul. V-Wert (kN)
4.         4 ZUGÖSEN
4.1.       4.1 Allgemeine Vorschriften für Zugösen der Klasse D50
           Alle Zugösen der Klasse D50 müssen den Prüfvorschriften nach Anhang 6
           Absatz 3.4 entsprechen.
           Zugösen der Klasse D50 sind für die Verwendung mit Bolzenkupplungen
           der Klasse C50 vorgesehen. Zugösen dürfen axial nicht drehbar sein (da
           sich die zugehörige Kupplung drehen kann).
           Wenn Zugösen der Klasse D50 mit Zugösenbuchsen ausgerüstet werden,
           müssen sie den Abmessungen nach Abbildung 9 (nicht zulässig für Klasse
           D50 C) oder Abbildung 10 entsprechen.
           Die Zugösenbuchsen dürfen nicht eingeschweißt werden.
           Zugösen der Klasse D50 müssen den Abmessungen nach Absatz 4.2
           entsprechen. Die Form des Schaftes für Zugösen der Klasse D50-X ist
           nicht vorgeschrieben, aber in einer Entfernung von 210 mm von der
           Ösenmitte müssen die Höhe „h“ und die Breite „b“ innerhalb der in
           Tabelle 6 angegebenen Grenzen liegen.
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          Abbildung 9 – Geschlitzte Buchse für Zugösen der Klasse D50
         Abbildung 10 – Ungeschlitzte Buchse für Zugösen der Klasse D50
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TABELLE 6 – Abmessungen der Zugösen der Klassen D50-A und D50-X
(s. Abbildung 11)
      Klasse           h (mm)             b (mm)
 D50-A             65 +2/-1         60 +2/-1
 D50-X             80 max.          62 max.
TABELLE 7 - Kennwerte für genormte Zugösen
      Klasse              D                  Dc               S      V
 D50-A             130              90                  1 000     30
 D50-B             130              90                  1 000     25
 D50-C             190              120                 1 000     50
 D50-D             190              130                 1000      75
4.2.        4.2 Besondere Vorschriften für Zugösen der Klasse D50
4.2.1.      4.2.1 Zugösen der Klassen D50-A und D50-X müssen den Abmessungen
            nach Abbildung 11 entsprechen.
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Schnitt A-A (ohne Buchse dargestellt)
 Section A-A (shown without sleeve)
                             Sphere
    Abbildung 11 – Abmessungen von Zugösen der Klassen D50-A und D50-X (s.
                                                Tabelle 6)
 4.2.2.          Zugösen der Klasse D50-B müssen den Abmessungen nach Abbildung 12
 entsprechen.
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                                            ZUGÖSE
                                             DRAWBAR EYE
                                                                 Lager
                                                     Front part of drawbar
                                                                between plates
                                                               Schlüsselweite
      Abbildung 12 – Abmessungen von Zugösen der Klasse D50-B (sonstige
                       Abmessungen s. Abbildung 11)
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4.2.3.     Zugösen der Klassen D50-C und D50-D müssen den Abmessungen nach
           Abbildung 13 entsprechen.
                                                                             SCHNITT AA
                                                                             SECTION AA
1/ Bei Zugösen der Klasse D50-D gilt für diese Abmessung „80 max.“.
    Abbildung 13 – Abmessungen von Zugösen der Klassen D50-C und D50-D
                    (sonstige Abmessungen s. Abbildung 11)
4.2.4.     Zugösen der Klassen D50-C und D50-D müssen mit ungeschlitzten
           Buchsen nach Abbildung 10 ausgestattet sein.
4.3.       Belastungswerte für genormte Zugösen
           Genormte Zugösen und ihre Befestigungsmittel müssen für die in Tabelle
           7 angegebenen Belastungswerte geeignet und geprüft sein.
4.4.       Allgemeine Vorschriften für ringförmige Zugösen der Klasse L
4.4.1.     Ringförmige Zugösen der Klasse L sind für die Verwendung mit
           Hakenkupplungen der Klasse K bestimmt.
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4.4.2.     Werden sie mit einer Hakenkupplung der Klasse K verwendet, müssen sie
           den Vorschriften für die Beweglichkeit nach Absatz 10.2 dieses Anhangs
           entsprechen.
4.4.3.     Die ringförmigen Zugösen der Klasse L müssen den Abmessungen nach
           Abbildung 14 und Tabelle 8 entsprechen.
 Abbildung 14 – Abmessungen ringförmiger Zugösen der Klasse L (s. Tabelle 8)
4.4.4.     Ringförmige Zugösen der Klasse L müssen den Prüfvorschriften nach
           Anhang 6 Absatz 3.4 entsprechen und für die in Tabelle 9 angegebenen
           Kennwerte geeignet sein.
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TABELLE 8 – Abmessungen von ringförmigen Zugösen der Klasse L (s. Abbildung
14) (Abmessungen in mm)
   Klasse      L1             L2              L3             L4          L5        Anmer-
                                                                                   kungen
 a         68+1.6/-0.0 76.2±0.8          76.2±0.8       76.2±0.8     68+1.6/-0.0
 b         41.2±0.8       41.2±0.8       41.2±0.8       41.2±0.8     41.2±0.8
 c         70             65             65             65           70           min.
TABELLE 9 - Kennwerte für ringförmige Zugösen der Klasse L
   Klasse     L1           L2            L3           L4          L5
 D kN      30           70           100          130          180
 Dc kN     27           54           70           90           120
 S kg      200          700          950          1000         1000
 V kN      12           18           25           35           50
5.        ZUGEINRICHTUNGEN
5.1.      Zugeinrichtungen der Klasse E müssen den Prüfvorschriften nach Anhang
          6 Absatz 3.3 entsprechen.
5.2.      An die Zugeinrichtungen können zur Verbindung mit dem Zugfahrzeug
          entweder Zugkugelkupplungen nach Absatz 2 oder Zugösen nach Absatz
          4 dieses Anhangs angebaut werden. Die Zugkugelkupplungen und
          Zugösen können entweder eingeschraubt, angeschraubt oder angeschweißt
          werden.
5.3.      Höheneinstelleinrichtungen für vertikal schwenkbare Zugeinrichtungen
5.3.1.    Vertikal schwenkbare Zugeinrichtungen müssen mit Einrichtungen
          ausgestattet sein, die es ermöglichen, die Zugeinrichtung auf die Höhe der
          Verbindungseinrichtung oder des Fangmauls einzustellen. Diese
          Einrichtungen müssen so konstruiert sein, dass die Zugeinrichtung von
          einer Person ohne Werkzeug oder andere Hilfsmittel eingestellt werden
          kann.
5.3.2.    Mit den Höheneinstelleinrichtungen müssen sich die Zugösen oder die
          Zugkugelkupplungen aus horizontaler Lage über der Fahrbahn um
          mindestens 300 mm nach oben und nach unten verstellen lassen. In
          diesem Bereich muss die Zugeinrichtung stufenlos oder in Stufen von
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           höchstens 50 mm, gemessen an der Zugöse bzw. Zugkugelkupplung,
           verstellbar sein.
5.3.3.     Höheneinstelleinrichtungen dürfen die leichte Beweglichkeit der
           Zugeinrichtung nach dem erfolgten Einkuppeln nicht beeinträchtigen.
5.3.4.     Die      Wirkung       einer       Auflaufbremse   darf   durch      die
           Höheneinstelleinrichtung nicht beeinträchtigt werden.
5.4.       Bei Zugeinrichtungen in Verbindung mit Auflaufbremsen darf zwischen
           der Zugösenmitte und dem Ende des freien Zugösenschaftes ein Abstand
           von 200 mm bei Bremsbetätigungsstellung nicht unterschritten werden.
           Bei voll eingeschobenem Zugösenschaft darf dieser Abstand 150 mm
           nicht unterschreiten.
5.5.       Zugeinrichtungen zur Verwendung an Zentralachsanhängern müssen
           gegen Querkräfte mindestens das halbe Widerstandsmoment aufweisen
           wie gegen Vertikalkräfte.
6.         ZUGSTANGEN
6.1.       Zugeinrichtungen der Klasse F müssen den Prüfvorschriften nach Anhang
           6 Absatz 3.3 entsprechen.
6.2.       Das Lochbild für die Montage von genormten Bolzenkupplungen der
           Klasse C muss der nachstehenden Abbildung 15 und Tabelle 10
           entsprechen.
6.3.       Zugstangen dürfen nicht an die Karosserie, den Aufbau oder andere Teile
           des Fahrzeugs angeschweißt sein.
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    Abbildung 15 – Montageabmessungen für genormte Bolzenkupplungen (s.
                                   Tabelle 10)
TABELLE 10 - Montageabmessungen für genormte Bolzenkupplungen (mm) (s.
Abbildung 15)
   Klasse    C50-1     C50-2        C50-3        C50-4     C50-5 C50-6C50-7 Anmer-
                                                                              kungen
 e1        83        83          120           140        160     160        ±0.5
 e2        56        56          55            80         100     100        ±0.5
 d1        -         55          75            85         95      95         +1.0/-0.5
 d2        10.5      10.5        15            17         21      21         H13
 T         -         15          20            35         35      35         max.
 F         120       120         165           190        210     210        min.
 G         95        95          100           130        150     150        min.
 L1        -         200         300           400        400     400        min.
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7.         SATTELKUPPLUNGEN UND LENKKEILE
           Die Vorschriften der Absätze 7.1 bis 7.7 gelten für alle Sattelkupplungen
           der Klasse G50.
           In Absatz 7.9 sind zusätzliche Vorschriften angegeben, die von genormten
           Sattelkupplungen eingehalten werden müssen.
           Lenkkeile müssen den Vorschriften nach Absatz 7.8 entsprechen.
7.1.       Kuppelbare Zugsattelzapfen
           Sattelkupplungen der Klasse G50 müssen so konstruiert sein, dass sie die
           Zugsattelzapfen der Klasse H50 kuppeln können und mit ihnen zusammen
           die vorgeschriebenen Eigenschaften aufweisen.
7.2.       Leiteinrichtungen
           Sattelkupplungen müssen mit einer Leiteinrichtung ausgerüstet sein, die
           ein sicheres und korrektes Kuppeln der Zugsattelzapfen ermöglicht. Die
           Einfahrbreite der Leiteinrichtung für genormte Sattelkupplungen mit 50
           mm Durchmesser muss mindestens 350 mm betragen (s. Abbildung 16).
           Bei kleinen, nicht genormten Sattelkupplungen der Klasse G50-X mit
           einem zulässigen D-Wert von höchstens 25 kN muss die Einfahrbreite
           mindestens 250 mm betragen.
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                           Schnitt
                             Section A-A A-A
                     Enlarged view of coupling pin
    Vergrößerte         Teilansicht mit Sattelzapfen
 Abschrägung
       bevelled edge
                                                                               Guide for the steering edge
                                                                               Auflagefläche für den Lenkkeil
 Abbildung 16 – Abmessungen von genormten Sattelkupplungen (s. Tabelle 11)
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Fußnoten
1/ Bei der Verwendung von Lenkkeilen ist 32 mm unterhalb der Oberseite im Abstand
von 200 mm von der Kupplungsquerachse das Kontrollmaß k = 137 ±3 mm zu
messen.
2/ Der Einfahrwinkel von 40° +1°/-0° ist über einen Abstand von mindestens 360 mm
von der Kupplungsquerachse einzuhalten. Die Einfahrbreite von mindestens 350 mm
kann außerhalb dieses Abstands dadurch erreicht werden, dass der Einfahrwinkel, wie
mit der gepunkteten Linie dargestellt, auf höchstens 120° erweitert wird.
3/ Es können längliche Montagelöcher mit 23 ± 2 mm x 17 +2/-0 mm
oder runde Montagelöcher mit einem Durchmesser von 17 +2/-0 mm verwendet
werden.
4/ Bei länglichen Montagelöchern oder Löchern mit einem Durchmesser von > 18
mm sind Unterlegscheiben mit einem Durchmesser von 40 mm und einer Dicke von 6
mm bzw. Mittel mit entsprechender Stärke zu verwenden, z. B. flache Stahlplättchen.
                                                         Longitudinaldes
                                                        Längsachse    axis of the vehicle
                                                                         Zugfahrzeugs
                       Sattelzapfen
                      Coupling pin
Abbildung 16a – Toleranzen bei Montagelöchern von Montageplatten der Klasse
              J für Sattelkupplungen (s. Absatz 9.1 dieses Anhangs)
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TABELLE 11 - Abmessungen von genormten Sattelkupplungen (mm) (s. Abbildung
16)
   Klasse    G50-1       G50-2        G50-3        G50-4      G50-5      G50-6
 H         140-159     160-179     180-199       200-219     220-239    240-260
7.3.      Mindestbeweglichkeit von Sattelkupplungen
          Bei eingekuppeltem Zugsattelzapfen, aber ohne Anbau der Sattelkupplung
          an einer Montageplatte oder am Fahrzeug, jedoch unter Berücksichtigung
          der Wirkung der Anbauschrauben, müssen Sattelkupplungen folgende
          Mindestbeweglichkeitswinkel         des      Zugsattelzapfens   gleichzeitig
          ermöglichen:
7.3.1.    ± 90° um ihre vertikale Achse (gilt nicht für Sattelkupplungen mit
          Zwangslenkung),
7.3.2.    ± 12° um ihre horizontale Achse quer zur Fahrtrichtung. Dieser Winkel ist
          nicht unbedingt ausreichend für den Betrieb im Gelände.
7.3.3.    Eine axiale Schwenkung von bis zu ± 3° um die Längsachse ist zulässig.
          Von einer voll schwenkbaren Sattelkupplung darf dieser Winkel jedoch
          überschritten werden, vorausgesetzt der Sicherungsmechanismus
          ermöglicht es, die Schwenkung auf höchstens ± 3° zu begrenzen.
7.4.      Sicherungen gegen das Öffnen von Sattelkupplungen
          Die Sattelkupplung muss in der eingekuppelten Stellung von zwei
          formschlüssigen mechanischen Sicherungen verschlossen werden, die bei
          Versagen der jeweils anderen auch einzeln wirksam bleiben.
          Die Hauptsicherung muss selbsttätig wirksam werden, aber die
          Hilfssicherung kann entweder selbsttätig wirksam werden oder von Hand
          eingelegt werden. Die Hilfssicherung kann so konstruiert sein, dass sie in
          Verbindung mit der Hauptsicherung wirksam ist und eine zusätzliche
          formschlüssige Sicherung der Hauptsicherung darstellt. Die
          Hilfssicherung darf sich nur dann einlegen lassen, wenn die
          Hauptsicherung ordnungsgemäß eingelegt ist.
          Die Sicherungen dürfen sich nicht unbeabsichtigt öffnen lassen. Sie
          dürfen sich vom Fahrer oder Bediener des Fahrzeugs nur mit voller
          Absicht öffnen lassen.
          Befindet sich die Kupplung in geschlossener und gesicherter Stellung, so
          muss dies durch eine mechanische Vorrichtung sichtbar angezeigt werden,
          und es muss möglich sein, die Stellung der Anzeige zu ertasten, damit der
          Zustand der Kupplung auch bei Dunkelheit geprüft werden kann. Die
          Anzeige muss angeben, ob sowohl die Haupt- als auch die Hilfssicherung
          eingelegt sind, es braucht jedoch nur angezeigt werden, dass eine
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           Sicherung eingelegt ist, wenn die andere Sicherung damit bauartbedingt
           gleichzeitig eingelegt wird.
7.5.       7.5 Betätigungseinrichtungen oder Öffnungsmechanismen
           In der Schließstellung müssen die Betätigungseinrichtungen oder
           Öffnungsmechanismen gegen versehentliches oder zufälliges Betätigen
           gesichert sein. Das Sicherungssystem muss so konstruiert sein, dass die
           Sicherung nur durch bewusstes, absichtliches Handeln gelöst werden
           kann, um dann den Öffnungsmechanismus der Kupplung zu betätigen.
7.6.       Oberflächengestaltung
           Die Oberflächen der Sattelkupplungsplatte und des Kupplungsschlosses
           müssen einwandfrei und funktionell gestaltet und sorgfältig maschinell
           bearbeitet, geschmiedet, gegossen oder gepresst sein.
7.7.       Belastungsanforderungen
           Alle Sattelkupplungen müssen den Prüfvorschriften nach Anhang 6
           Absatz 3.7 entsprechen.
7.8.       Lenkkeile
7.8.1.     Lenkkeile für die Zwangslenkung von Sattelanhängern müssen den
           Abmessungen nach Abbildung 17 entsprechen.
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                                                                 Schnitt A-A
                        abgesattelt
               218 max aufgesattelt
Fußnoten:
1/ Gilt nur für Lenkkeile mit einer Dicke von mehr als 60 mm.
2/ Dieses Maß bezieht sich nur auf die Funktionsfläche, der Lenkkeil selbst kann
länger sein.
              Abbildung 17 – Abmessungen von gefederten Lenkkeilen
7.8.2.       Der Lenkkeil muss ein sicheres und korrektes Kuppeln ermöglichen. Er
             muss gefedert sein. Die Federstärke ist so zu wählen, dass das Kuppeln
             des unbeladenen Sattelanhängers möglich und bei voller Belandung des
             Sattelanhängers das Anliegen des Lenkkeils an den Flanken der
             Sattelkupplung im Fahrbetrieb sichergestellt ist. Das Öffnen der
             Sattelkupplung muss sowohl bei beladenem, als auch bei unbeladenem
             Sattelanhänger möglich sein.
7.9.         Besondere Vorschriften für genormte Sattelkupplungen
7.9.1.       Genormte Sattelkupplungen müssen den in Abbildung 16 und Tabelle 11
             angegebenen Abmessungen entsprechen.
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7.9.2.     Genormte Sattelkupplungen müssen für einen D-Wert von 150 kN und
           einen U-Wert von 20 Tonnen geeignet und geprüft sein.
7.9.3.     Ihr Öffnen muss durch einen direkt an der Sattelkupplung befindlichen
           Handhebel erfolgen.
7.9.4.     Genormte Sattelkupplungen müssen für die Zwangslenkung von
           Sattelanhängern durch Lenkkeile geeignet sein (s. Absatz 7.8)
8.         ZUGSATTELZAPFEN
8.1.       Zugsattelzapfen der Klasse H50 (ISO 337) müssen den in Abbildung 18
           dargestellten Abmessungen entsprechen.
                   35
        Abbildung 18 – Abmessungen von Zugsattelzapfen der Klasse H50
8.2.       Zugsattelzapfen müssen den Prüfvorschriften nach Anhang 6 Absatz 3.9
           entsprechen.
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9.        MONTAGEPLATTEN
9.1.      Montageplatten der Klasse J für Sattelkupplungen müssen mit kreisrunden
          Montagelöchern versehen sein, deren Lochbild der Abbildung 16a
          entspricht, sofern sie für genormte Sattelkupplungen bestimmt sind. Die
          Montagelöcher müssen einen Durchmesser von 17 mm +2,0 mm/ -0,0 mm
          haben. Sie müssen kreisrund und dürfen NICHT länglich sein (s.
          Abbildung 16a).
9.2.      Montageplatten für genormte Sattelkupplungen müssen für die
          Zwangslenkung von Sattelanhängern (mit Lenkkeilen) geeignet sein.
          Montageplatten für nicht genormte Sattelkupplungen, die nicht für die
          Zwangslenkung geeignet sind, müssen entsprechend gekennzeichnet sein.
9.3.      Montageplatten für Sattelkupplungen müssen den Prüfvorschriften nach
          Anhang 6 Absatz 3.8 entsprechen.
10.       HAKENKUPPLUNGEN
10.1.     Allgemeine Vorschriften für Hakenkupplungen der Klasse K
10.1.1.   Alle Hakenkupplungen der Klasse K müssen den Prüfvorschriften nach
          Anhang 6 Absatz 3.5 entsprechen und für die Kennwerte nach Tabelle 13
          geeignet sein.
10.1.2.   10.1.2 Hakenkupplungen der Klasse K müssen den Abmessungen nach
          Abbildung 19 und Tagelle 12 entsprechen. Die Kupplungen der Klassen
          K1 bis K4 sind nicht selbsttätige Kupplungen, die nur für die Verwendung
          an Anhängern mit höchstens 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
          zulässig sind, und Kupplungen der Klassen KA1 bis KA3 sind selbsttätige
          Kupplungen.
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   Abbildung 19 – Abmessungen und Beweglichkeit von Hakenkupplungen der
                                       Klasse K
10.1.3.    Eine Hakenkupplung darf nur mit einer ringförmigen Zugöse verwendet
           werden, und bei Verwendung mit einer ringförmigen Zugöse der Klasse L
           muss die Kupplung der Klasse K die Beweglichkeit nach Absatz 10.2
           dieses Anhangs haben.
10.1.4.    Eine Hakenkupplung der Klasse K muss mit einer ringförmigen Zugöse
           verwendet werden, die in neuem Zustand ein Spiel oder eine freie
           Beweglichkeit von mindestens 3 mm und höchstens 5 mm gestattet.
           Geeignete Zugösen sind vom Kupplungshersteller auf dem
           Mitteilungsblatt nach Anhang 1 anzugeben.
10.2.      Wird eine Kupplung der Klasse K mit einer ringförmigen Zugöse der
           Klasse L verwendet, ist aber nicht an einem Fahrzeug angebaut, so muss
           sie nacheinander folgende Bewegungswinkel (s. auch Abbildung 19)
           gestatten:
10.2.1.    ±90° waagerecht um die senkrechte Kupplungsachse,
10.2.2.    ±40° senkrecht um die Kupplungsquerachse,
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10.2.3.   ±20° in axialer Drehung um die Kupplungslängsachse .
10.3.     Selbsttätige Hakenkupplungen der Klasse K müssen mit einem Fangmaul
          ausgerüstet sein, das so konstruiert ist, dass die Zugöse in die Kupplung
          geführt wird.
10.4.     Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen
          In der Schließstellung muss die Kupplung durch zwei formschlüssige
          mechanische Sicherungen gesichert sein, die auch noch einzeln wirksam
          bleiben, wenn die jeweils andere versagt.
          Die geschlossene und gesicherte Stellung der Kupplung muss nach außen
          durch eine mechanische Einrichtung deutlich angezeigt werden. Die
          Stellung dieses Anzeigers muss sich – beispielsweise im Dunkeln – auch
          ertasten lassen.
          Die mechanische Anzeigeeinrichtung muss das Eingreifen beider
          Sicherungen anzeigen (UND-Bedingung).
          Jedoch ist es ausreichend, wenn das Eingreifen nur einer Sicherung
          angezeigt wird, wenn in diesem Zustand das Eingreifen der zweiten
          Sicherung konstruktiv sichergestellt ist.
10.5.     Handhebel
          Handhebel müssen handgerecht ausgeführt sein, ihr Ende muss
          abgerundet sein. Die Kupplung darf im Bereich des Handhebels keine
          scharfen Kanten oder mögliche Quetschstellen aufweisen, die bei
          Betätigung der Kupplung zu Verletzungen führen können. Die
          Betätigungskraft zum Öffnen darf, gemessen ohne Zugöse, senkrecht zum
          Handhebel in der Betätigungsrichtung 250 N nicht übersteigen.
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TABELLE 12 – Abmessungen von Hakenkupplungen der Klasse K (s. Abbildung 19)
 Klasse      K1     K2   K3         K4       KA1      KA2  KA3  Anmer-
                                                                kungen
 e1        -      83   83        120        120      140  160  ±0.5
 e2        -      56   56        55         55       80   100  ±0.5
 e3        90     -    -         -          -        -    -    ±0.5
 d2        17     10.5 10.5      15         15       17   21   H13
 c         3      3    3         3          3        3    3    min.
 f         130    175  175       180        180      200  200  max.
 g         100    100  100       120        120      140  200  max.
 a         45     45   45        45         45       45   45   +1.6/-0.0
 L1        120    120  120       120        250      300  300  max.
 L2        74     74   63        74         90       90   90   max.
 L3        110    130  130       150        150      200  200  max.
TABELLE 13 – Kennwerte für Hakenkupplungen der Klasse K
 Klasse      K1     K2   K3         K4       KA1      KA2  KA3
 D kN      17     20   20        25         70       100  130
 Dc kN -          -    17        20         54       70   90
 S kg      120    120  200       250        700      900  1000
 V kN      -      -    10        10         18       25   35
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11.       BOLZENKUPPLUNGEN FÜR BESONDERE ZWECKE –
KLASSE T
11.1.     Bolzenkupplungen für besondere Zwecke (Klasse T) sind für die
          Verwendung an bestimmten Gespannen bestimmt, beispielsweise an
          Autotransportern. Solche Fahrzeuge haben einen speziellen Aufbau und
          können eine besondere, unübliche Lage der Kupplung erfordern.
11.2.     Kupplungen der Klasse T müssen auf die Verwendung mit
          Zentralachsanhängern beschränkt werden; dies ist auf dem Mittelungsblatt
          nach Anhang 1 anzugeben.
11.3.     Kupplungen der Klasse T müssen paarweise genehmigt werden und sie
          dürfen sich nur in einer Werkstatt und nur mit Werkzeugen lösen lassen,
          die in der Regel nicht in einem Fahrzeug mitgeführt werden.
11.4.     Kupplungen der Klasse T dürfen nicht selbsttätig sein.
11.5.     Kupplungen der Klasse T müssen den einschlägigen Prüfvorschriften nach
          Anhang 6 Absatz 3.3, ausgenommen Absatz 3.3.4, entsprechen.
11.6.     Ist die Kupplung zusammengefügt, aber nicht an ein Fahrzeug angebaut,
          und befindet sie sich in der selben Normallage wie in angebautem
          Zustand, muss sie eine gleichzeitige Mindestbeweglichkeit in folgenden
          Winkeln gestatten:
11.6.1.   ±90° horizontal um die senkrechte Kupplungsachse,
11.6.2.   ±8° vertikal um die Kupplungsquerachse,
11.6.3.   ±3° in axialer Drehung um die Kupplungslängsachse.
12.       EINRICHTUNGEN                 ZUR        FERNBETÄTIGUNG            UND
          FERNANZEIGE
12.1.     Allgemeine Vorschriften
          Einrichtungen zur Fernbetätigung und Fernanzeige sind nur an
          selbsttätigen Verbindungseinrichtungen der Klassen C50-X und G50-X
          zulässig.
          Einrichtungen zur Fernbetätigung und Fernanzeige dürfen die freie
          Mindestbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse oder des gekuppelten
          Sattelanhängers nicht beeinträchtigen. Sie müssen dauerhaft mit dem
          Fahrzeug verbunden sein.
          Sämtliche Einrichtungen zur Fernbetätigung oder Fernanzeige gehören
          mit allen Teilen der Betätigungs- und Übertragungseinrichtungen zum
          Prüf- und Genehmigungsumfang der Kupplung.
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12.2.      Fernanzeige
12.2.1.    Einrichtungen zur Fernanzeige müssen das Erreichen der geschlossenen
           und zweifach gesicherten Stellung der Kupplung beim selbsttätigen
           Kupplungsvorgang durch ein optisches Signal entsprechend Absatz 12.2.2
           anzeigen. Zusätzlich muss die geöffnete Stellung nach Absatz 12.2.3
           angezeigt werden.
           Bei jedem Ein- und Auskuppelvorgang muss sich die Einrichtung zur
           Fernanzeige selbsttätig aktivieren und wieder zurückstellen.
12.2.2.    Der Übergang vom geöffneten zum geschlossenen und zweifach
           gesicherten Zustand muss durch eine grüne Kontrollleuchte angezeigt
           werden.
12.2.3.    Wird auch die geöffnete und/oder ungesicherte Stellung angezeigt, so ist
           eine rote Kontrollleuchte zu verwenden.
12.2.4.    Bei Anzeige der Beendigung des selbsttätigen Kuppelvorgangs darf die
           Fernanzeige den geschlossenen Zustand nur anzeigen, wenn der
           Kupplungsbolzen seine zweifach gesicherte Endstellung erreicht hat.
12.2.5.    Das Auftreten eines Fehlers im Fernanzeigesystem darf nicht dazu führen,
           dass während des Kuppelvorgangs eine geschlossene und gesicherte
           Stellung angezeigt wird, solange die Endstellung noch nicht erreicht
           wurde.
12.2.6.    Bereits das Ausrücken einer der beiden Sicherungen muss zum Erlöschen
           der grünen Kontrollleuchte führen und/oder die rote Kontrollleuchte
           aufleuchten lassen.
12.2.7.    Die direkt an der Kupplung angebrachte mechanische Anzeige muss
           erhalten bleiben.
12.2.8.    Die Einrichtung zur Fernanzeige muss abschaltbar sein, um Ablenkungen
           des Fahrers während der Fahrt zu vermeiden, sie muss sich aber selbsttätig
           wieder einschalten, wenn die Kupplung das nächste Mal geöffnet und
           geschlossen wird (s. Absatz 12.2.1).
12.2.9.    Die zur Fernanzeige gehörenden Bedienungs- und Anzeigeelemente
           müssen im Sichtbereich des Fahrers untergebracht und unverwechselbar
           und dauerhaft angebracht sein.
12.3.      Fernbetätigung
12.3.1.    Bei Vorhandensein einer Fernbetätigung nach Absatz 2.8 dieser Regelung
           ist eine Einrichtung zur Fernanzeige nach Absatz 12.2 erforderlich, die
           mindestens die Anzeige des geöffneten Zustands umfasst.
12.3.2.    Das Öffnen oder Schließen der Kupplung mittels der Fernbetätigung muss
           über einen eigenen Schalter freigegeben werden können
           (Hauptschalterfunktion). Falls dieser Hauptschalter nicht im Führerhaus
           sitzt, darf der Schalter für Unbefugte nicht frei zugänglich sein oder er
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          muss absperrbar sein. Die Betätigung der Kupplung selbst darf vom
          Führerhaus aus nur dann möglich sein, wenn versehentliches Betätigen
          ausgeschlossen ist (beispielsweise durch Zweihandbetätigung).
          Es muss erkennbar sein, ob das Öffnen der Kupplung mittels der
          Fernbetätigung beendet wurde oder nicht.
12.3.3.   Erfolgt bei der Fernbetätigung das Öffnen der Kupplung durch
          Fremdkraft, so muss der Zustand, in dem die Fremdkraft auf die Kupplung
          wirkt, dem Fahrer in geeigneter Weise angezeigt werden. Dies ist nicht
          erforderlich, wenn die Fremdkraft nur während des Betätigens der
          Fernbetätigung wirksam ist.
12.3.4.   Wenn die Betätigungseinrichtung für das Öffnen der Kupplung mittels der
          Fernbetätigung außen am Fahrzeug angebracht ist, muss der Bereich
          zwischen den gekuppelten Fahrzeugen zu überblicken sein; es darf jedoch
          nicht erforderlich sein, zu ihrer Betätigung in diesen Bereich zu treten.
12.3.5.   Ein einzelner Bedienungsfehler oder das Auftreten eines einzigen
          beliebigen Fehlers in der Einrichtung darf nicht zum ungewollten Öffnen
          der Kupplung bei normaler Straßenfahrt führen. Ein Fehler in der
          Einrichtung muss von ihr unmittelbar angezeigt werden, oder er muss
          spätestens bei der nächsten Betätigung z. B. durch eine Fehlfunktion
          erkennbar sein.
12.3.6.   Bei Versagen der Fernbetätigung muss es möglich sein, die Kupplung im
          Notfall auf mindestens eine andere Weise zu öffnen. Falls hierzu
          Werkzeug erforderlich ist, muss es im Bordwerkzeug enthalten sein. Für
          Handhebel, die ausschließlich dem Öffnen der Kupplung im Notfall
          dienen, gelten die Vorschriften nach Absatz 3.6 nicht.
12.3.7.   Die zur Einrichtung für Fernbetätigung gehörenden Bedienungs- und
          Anzeigeelemente müssen unverwechselbar und dauerhaft gekennzeichnet
          sein.
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                                     Anhang 6
                    PRÜFUNG VON MECHANISCHEN
          VERBINDUNGSEINRICHTUNGEN ODER -TEILEN
1.         ALLGEMEINE PRÜFVORSCHRIFTEN
1.1.       An Mustern von Verbindungseinrichtungen sind Festigkeits- und
           Funktionsprüfungen durchzuführen. Physikalische Prüfungen müssen
           soweit möglich durchgeführt werden; sofern nichts anders vorgeschrieben
           ist, kann die Genehmigungsbehörde oder der technische Dienst jedoch auf
           eine physikalische Festigkeitsprüfung verzichten, wenn eine rechnerische
           Überprüfung aufgrund der einfachen Bauweise eines Bauteils möglich ist.
           Rechnerische Überprüfungen dürfen auch zur Ermittlung der
           Bedingungen für den ungünstigsten Fall durchgeführt werden. In jedem
           Fall muss bei einer rechnerischen Überprüfung die Gleichwertigkeit der
           Ergebnisse mit denen von dynamischen bzw. statischen Prüfungen
           gewährleistet sein. Im Zweifelsfall ist das Ergebnis einer physikalischen
           Prüfung maßgeblich.
           Siehe dazu Absatz 4.8 dieser Regelung.
1.2.       Bei Verbindungseinrichtungen ist die Festigkeit durch eine dynamische
           Prüfung (Dauerschwingversuch) nachzuweisen. In bestimmten Fällen
           können zusätzliche statische Prüfungen erforderlich sein (s. Absatz 3
           dieses Anhangs).
1.3.       Der Dauerschwingversuch ist mit möglichst sinusförmiger Beanspruchung
           (wechselnd und/oder schwellend) mit einer vom Werkstoff abhängigen
           Lastspielzahl durchzuführen. Hierbei dürfen keine Anrisse bzw. Brüche
           auftreten.
1.4.       Bei den vorgeschriebenen statischen Prüfungen sind nur geringfügige
           bleibende Verformungen zulässig. Sofern nichts anderes vorgeschrieben
           ist, darf die dauerhafte plastische Verformung nach der Entlastung nicht
           mehr als 10 % der während der Prüfung gemessenen maximalen
           Verformung betragen. Wenn die Messung der Verformung während der
           Prüfung eine Gefährdung für den Prüfer darstellt, darf von diesem Teil der
           statischen Prüfung abgesehen werden, vorausgesetzt die selbe Messgröße
           wird bei anderen Prüfungen, so z. B. bei der dynamischen Prüfung,
           gemessen.
1.5.       Die Grundlage für die Lastannahme bilden die horizontale
           Kraftkomponente in der Fahrzeuglängsachse und die vertikale
           Kraftkomponente.       Horizontale        Kraftkomponenten    quer     zur
           Fahrzeuglängsachse sowie Momente bleiben, solange sie von
           untergeordneter Bedeutung sind, unberücksichtigt.
           Wenn durch die Konstruktion der Verbindungseinrichtung, durch ihre
           Anbringung am Fahrzeug oder durch den Anbau von zusätzlichen
           Einrichtungen (wie Stabilisierungseinrichtungen, Kurzkuppelsysteme
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          usw.) zusätzliche Kräfte oder Momente erzeugt werden, so können
          weitere Prüfungen von der Genehmigungsbehörde oder dem technischen
          Dienst gefordert werden.
          Die horizontale Kraftkomponente in der Fahrzeuglängsachse wird durch
          eine rechnerisch ermittelte Vergleichskraft, den D- oder Dc-Wert,
          dargestellt. Die vertikale Kraftkomponente wird gegebenenfalls durch die
          statische Stützlast S am Kuppelpunkt und eine angenommene
          Vertikalkraft V oder bei Sattelkupplungen durch die Sattellast U gebildet.
1.6.      Die den Prüfungen zugrunde zu legenden Kennwerte D, Dc, S, V und U,
          die in Absatz 2.11 dieser Regelung definiert werden, sind den Angaben
          des Herstellers in seinem Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zu
          entnehmen (s. Mitteilungsblatt nach Anhang 1 und 2).
1.7.      Jede formschlüssige Sicherung, die mit Federkraft in Position gehalten
          wird, muss in ihrer Schließstellung verbleiben, wenn eine in die
          ungünstigste Richtung verlaufende Kraft auf sie einwirkt, die der
          dreifachen Masse des Sicherungsmechanismus entspricht.
2.        DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNGEN
2.1.      Bei den dynamischen Prüfungen und den statischen Prüfungen ist durch
          die Befestigung des Prüfmusters in einem geeigneten Prüfgestell und
          durch die Wahl der Krafteinleitungsvorrichtung dafür zu sorgen, dass
          außer der vorgesehenen Prüfkraft keine zusätzlichen Kräfte oder Momente
          eingeleitet werden. Bei Prüfungen mit wechselnder Beanspruchung darf
          die Richtung der Krafteinleitung nicht mehr als ±1° von der vorgesehenen
          Richtung abweichen. Bei schwellender und statischer Prüfung ist der
          Winkel bei maximaler Prüfkraft einzustellen. In der Regel ist es hierzu
          erforderlich, an der Krafteinleitungsstelle (d. h. am Kuppelpunkt) ein
          Gelenk und in ausreichendem Abstand davon ein zweites Gelenk
          vorzusehen.
2.2.      Die Prüffrequenz darf 35 Hz nicht überschreiten. Die ausgewählte
          Prüffrequenz muss ausreichenden Abstand von den Resonanzfrequenzen
          der Prüfeinrichtung einschließlich des Prüfmusters haben. Bei
          asynchroner Prüfung müssen die Frequenzen der beiden
          Kraftkomponenten ca. 1 % bis max. 3 % voneinander abweichen. Bei
          Verbindungseinrichtungen aus Stahl beträgt die Lastspielzahl 2 x 106. Bei
          Verbindungseinrichtungen aus anderen Werkstoffen als Stahl kann eine
          höhere Lastspielzahl erforderlich sein. Die Rissprüfung erfolgt mit dem
          Farbeindringverfahren oder einem anderen gleichwertigen Verfahren.
2.3.      Bei schwellender Prüfung wechselt die Kraft zwischen der maximalen und
          der minimalen Prüfkraft, die 5 % der maximalen Prüfkraft nicht
          überschreiten darf, sofern in den besonderen Prüfvorschriften nicht anders
          angegeben.
2.4.      Bei statische Prüfungen, mit Ausnahme der besonderen Prüfungen nach
          Absatz 3.2.3 dieses Anhangs, ist die Prüfkraft gleichförmig und zügig
          aufzubringen und mindestens 60 Sekunden lang zu halten.
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2.5.       Die zu prüfenden Verbindungseinrichtungen und -teile sind in der Regel
           möglichst starr auf einem Prüfgestell in der Position zu befestigen, in der
           sie am Fahrzeug tatsächlich eingesetzt werden. Es sind diejenigen
           Befestigungselemente zu verwenden, die vom Hersteller oder
           Antragsteller vorgeschrieben und die für die Befestigung der Einrichtung
           oder des Teils am Fahrzeug bestimmt sind und/oder gleiche mechanische
           Merkmale aufweisen.
2.6.       Verbindungseinrichtungen oder -teile sind in dem Zustand, wie sie für den
           Straßengebrauch vorgesehen sind, zu prüfen. Elastische Glieder dürfen
           nach Ermessen des Herstellers und in Übereinstimmung mit dem
           technischen Dienst unwirksam gemacht werden, wenn es für das
           Prüfverfahren erforderlich ist und die Prüfergebnisse dadurch nicht
           verfälscht werden.
           Elastische Glieder, die während des komprimierten Prüfverfahrens
           überhitzt werden, dürfen während der Prüfung ausgetauscht werden. Die
           Prüfkräfte dürfen über besondere spielfreie Einrichtungen eingeleitet
           werden.
3.         BESONDERE PRÜFVORSCHRIFTEN
3.1.       Kupplungskugeln mit Halterung
3.1.1.     Mechanische Verbindungseinrichtungen mit Kupplungskugeln lassen sich
           unterscheiden in:
           (i) einteilige Kupplungskugeln einschließlich nicht austauschbarer,
           abnehmbarer Kugeln (s. Abbildungen 20a und 20b),
           (ii) Kupplungskugeln, die aus mehreren abnehmbaren Teilen bestehen (s.
           Abbildungen 20c, 20d und 20e),
           (iii) Halterungen ohne angebrachte Kugel (s. Abbildung 20f).
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                                             a     Kupplungskugel und Halterung aus einem Stück
                                             b   Ausführung wie oben, außer dass die Kugel von H
                                                 ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen abgenomme
                                                 werden kann, Befestigung z.B. durch Bajonettvers
                                             c   Kupplungshalterung, bei der die Kugel mit Hilfe vo
                                                 Werkzeugen abgenommen werden kann
                                             d   Kupplungshalterung mit abnehmbarer Kugel an
                                                 integrierter Halterung, z.B. einer angeschraubten
                                                 der Klasse A50
                                             e   Kupplungshalterung, bei der die Kugel mit Hilfe vo
                                                 Werkzeugen abgenommen werden kann
                                             f   Kupplungshalterung, an der keine Kugel angebra
          Abbildung 20 – Anordnungsmöglichkeiten von Halterungen und
                               Kupplungskugeln
3.1.2.      Grundsätzlich ist eine dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch)
            durchzuführen. Das Prüfmuster besteht aus der Kupplungskugel, dem
            Kugelhals und den notwendigen Halterungen zur Befestigung der
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           gesamten Vorrichtung am Fahrzeug. Die Kupplungskugel mit Halterung
           wird auf einer Prüfeinrichtung, die in der Lage ist, eine wechselnde Kraft
           zu erzeugen, in der Position starr befestigt, die für ihre tatsächliche
           Verwendung vorgesehen ist.
3.1.3.     Die Lage der Befestigungspunkte für die Anbringung der Kupplungskugel
           mit Halterung wird vom Fahrzeughersteller vorgegeben (s. Absatz 5.3.2
           dieser Regelung).
3.1.4.     Die zur Prüfung vorgelegten Einrichtungen müssen mit allen Teilen und
           konstruktiven Einzelheiten versehen sein, die einen Einfluss auf die
           Festigkeit haben können (z. B. Steckdosenhalterung, sämtliche
           Kennzeichnungen usw.). Das Prüfmuster muss alle Teile bis zu den
           Punkten für die Verankerung oder Befestigung am Fahrzeug umfassen.
           Die geometrische Lage der Kupplungskugel und der Befestigungspunkte
           der Verbindungseinrichtung im Verhältnis zur Bezugslinie muss vom
           Fahrzeughersteller angegeben und im Prüfbericht festgehalten werden.
           Alle Lagen der Befestigungspunkte im Verhältnis zur Bezugslinie, über
           die der Hersteller des Zugfahrzeugs dem Hersteller der
           Verbindungseinrichtung alle notwendigen Informationen anzugeben hat,
           müssen auf dem Prüfstand reproduziert werden.
3.1.5.     Die auf dem Prüfstand aufgebaute Einrichtung muss einer
           Dauerfestigkeitsprüfung unterzogen werden, die in dem in Abbildung 21
           oder 22 dargestellten Winkel auf die Kugel einwirkt.
           Maßgeblich für die Richtung des Prüfwinkels ist die vertikale Lage einer
           durch die Kugelmitte verlaufenden horizontalen Bezugslinie im Verhältnis
           zu einer horizontalen Linie, die durch den höchsten Befestigungspunkt der
           Verbindungseinrichtung verläuft, welcher in einer horizontalen Ebene der
           quer durch die Kugelmitte verlaufenden vertikalen Ebene am nächsten
           liegt. Liegt die durch den Befestigungspunkt verlaufende Linie über der
           horizontalen Bezugslinie, so ist für die Prüfung ein Winkel von a =
           +15°±1° zu wählen, und liegt sie darunter, so ist ein Prüfwinkel von a = -
           15°±1° zu wählen (s. Abbildung 21). Die bei der Bestimmung des
           Prüfwinkels zu berücksichtigenden Befestigungspunkte entsprechen den
           vom Fahrzeughersteller angegebenen, an denen die stärksten Zugkräfte
           auf den Aufbau des Zugfahrzeugs übertragen werden.
           Dieser Winkel wurde gewählt, um die vertikalen statischen und
           dynamischen Lasten zu berücksichtigen, und gilt nur bis zu einer
           zulässigen vertikalen Stützlast von
           S = 120 x D [N].
           Liegt die Stützlast über dem vorstehend berechnetem Wert, ist der
           Prüfwinkel in beiden Fällen auf 20° zu erhöhen.
           Die dynamische Prüfung muss mit folgender Prüfkraft durchgeführt
           werden:
           Fhs res = ±0,6 D
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3.1.6.      Das Prüfverfahren wird wie folgt bei den verschiedenen Typen von
            Verbindungseinrichtungen (s. Absatz 3.1.1 dieses Anhangs) angewendet:
3.1.6.1.    3.1.6.1 Einteilige Kupplungskugeln einschließlich Einrichtungen mit nicht
            austauschbaren, abnehmbaren Kugeln (s. Abbildungen 20a und 20b)
3.1.6.1.1. Die Festigkeitsprüfung für Einrichtungen nach den Abbildungen 20a und
            20b sind entsprechend den Vorschriften von Absatz 3.1.5 durchzuführen.
Anmerkung:
 Die Parallele zur Bezugslinie verläuft durch die Mitte des höchsten und nächsten
Punktes für die Befestigung der Halterung am Fahrzeug (s. Anhang 6 Absatz 3.1.5).
                    Abbildung 21 – Angriffswinkel der Prüfkraft
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Anmerkung:
Die Richtung der wechselnden Prüfkraft Fhs res hängt ab von der Lage der durch die
Kugelmitte verlaufenden horizontalen Bezugslinie im Verhältnis zu ihrer Parallele (s.
Abbildung 21).
                   Abbildung 22 – Angriffswinkel der Prüfkraft
3.1.6.2.   Kupplungskugeln mit abbaubaren Teilen
           Folgende Arten werden unterschieden:
           a) Halterung mit Kugel (s. Abbildung 20c),
           b) Halterung mit Kugel mit integriertem Sockel (s. Abbildung 20d),
           c) Halterung mit abnehmbarer Kugel (s. Abbildung 20e),
           d) Halterung ohne Kugel (s. Abbildung 20f).
3.1.6.2.1. Festigkeitsprüfung für die Einrichtungen nach den Abbildungen 20c bis
           20f ist entsprechend den Vorschriften nach Absatz 3.1.5 durchzuführen.
           Die Abmessungen e und f sind mit einer Herstellungstoleranz von ±5 mm
           im Prüfbericht anzugeben.
           Die Prüfung der Halterung allein (s. Abbildung 20f) muss mit einer
           angebauten Kugel (samt Sockel) durchgeführt werden. Dabei wird nur das
           Ergebnis berücksichtigt, das sich an der Halterung selbst zwischen den
           Befestigungspunkten und der Anbaufläche des Kugelsockels zeigt.
           Die Abmessungen e und f sind vom Hersteller der
           Verbindungseinrichtung mit einer Herstellungstoleranz von ±5 mm
           anzugeben.
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3.1.6.3.   Kupplungseinrichtungen mit veränderlichen Abmessungen e und f für
           abbaubare und austauschbare Kupplungskugeln (s. Abbildung 22)
3.1.6.3.1. Die Festigkeitsprüfungen für solche Halterungen sind entsprechend den
           Vorschriften von Absatz 3.1.5 durchzuführen.
3.1.6.3.2. Können sich der Hersteller und die Genehmigungsbehörde oder der
           technische Dienst auf eine Prüfanordnung einigen, die dem ungünstigsten
           Fall entspricht, so ist eine Prüfung allein nach dieser Anordnung
           ausreichend.
           Andernfalls ist die Kugel in verschiedenen Lagen nach einem
           vereinfachten Prüfablauf entsprechend Absatz 3.1.6.3.3 zu prüfen.
3.1.6.3.3. In einem vereinfachten Prüfablauf liegt der Wert f zwischen einem
           bestimmten Kleinstwert fmin und einem Höchstwert fmax, der nicht mehr
           als 100 mm betragen darf. Der Abstand emax zwischen Kugel und
           Halterung muss 130 mm betragen. Um alle möglichen Lagen der Kugel in
           dem Feld zu erfassen, das aus dem horizontalen Abstand von der
           Befestigungsfläche und dem vertikalen Bereich von f (fmin bis fmax)
           vorgegebenen wird, müssen zwei Einrichtungen geprüft werden:
           i) eine mit der Kugel in der höchsten Lage (fmax) und
           ii) eine mit der Kugel in der niedrigsten Lage (fmin).
           Je nach Lage der durch die Kugelmitte verlaufenden horizontalen
           Bezugslinie im Verhältnis zu ihrer durch den höchsten und nächsten
           Befestigungspunkt der Verbindungseinrichtung verlaufenden Parallele hat
           die Prüfkraft einen positiven oder negativen Angriffswinkel. Die zu
           wählenden Prüfwinkel sind in Abbildung 22 dargestellt.
3.1.7.     Werden zur Befestigung abnehmbarer Kugeleinheiten andere
           Befestigungsmittel als Schraubbefestigungen verwendet, z. B.
           Federklammern, und wird das formschlüssige Eingreifen des
           Befestigungsmittels während der dynamischen Prüfung nicht geprüft, so
           ist das Befestigungsmittel einer statischen Prüfung zu unterziehen, die in
           der geeigneten Richtung auf die Kugel oder das formschlüssige
           mechanische Befestigungsmittel einwirkt. Wird die Kugeleinheit durch
           das formschlüssige mechanische Befestigungsmittel vertikal festgehalten,
           so besteht die statische Prüfung aus dem Einwirken einer dem D-Wert
           entsprechenden vertikalen Kraft nach oben. Wird die Kugeleinheit durch
           eine horizontale Konstruktion des formschlüssigen mechanischen
           Befestigungsmittels in Querrichtung festgehalten, so besteht die statische
           Prüfung aus dem Einwirken einer Kraft von 0,25 D in diese Richtung.
           Dabei darf kein Versagen oder keine Verformung des formschlüssigen
           mechanischen Befestigungsmittels auftreten, die seine Funktion
           beeinträchtigt.
3.1.8.     Die Befestigungspunkte der Hilfskupplung nach Anhang 5 Absatz 1.5
           müssen einer 2 D entsprechenden, horizontalen statischen Kraft von
           maximal 15 kN standhalten. Ist ein eigener Befestigungspunkt für ein
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           Abreißseil vorhanden, so muss er einer D entsprechenden horizontalen
           statischen Kraft standhalten.
3.2.       Zugkugelkupplungen
3.2.1.     Grundsätzlich sind an ein und demselben Prüfmuster nacheinander eine
           dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch) mit wechselnder Prüfkraft
           und eine statische Prüfung (Abhebeversuch) durchzuführen.
3.2.2.     Die dynamische Prüfung wird mit einer Kupplungskugel der Klasse A von
           entsprechender Festigkeit durchgeführt. Die Zugkugelkupplung und die
           Kupplungskugel werden nach Herstelleranweisung auf dem Prüfstand
           angeordnet und entsprechend ihrer Lage zueinander bei normaler
           Verwendung ausgerichtet. Es ist zu verhindern, dass zusätzlich zu der
           Prüfkraft andere Kräfte auf das Prüfmuster einwirken können. Die
           Prüfkraft wird in einer Kraftwirkungslinie eingeleitet, die durch die
           Kugelmitte verläuft und um 15° nach hinten unten geneigt ist (s.
           Abbildung 23). Es wird ein Dauerschwingversuch an einem Prüfmuster
           mit folgender Prüfkraft durchgeführt:
           Fhs res w = ±0.6 D
           Ist die zulässige Stützlast S größer als 120 D, dann ist der Prüfwinkel auf
           20° zu vergrößern.
                        Abbildung 23 – Dynamische Prüfung
3.2.3.     Zusätzlich ist ein statischer Trennungsversuch durchzuführen. Die für den
           Versuch verwendete Kupplungskugel muss einen Durchmesser von 49,00
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           mm bis 49,13 mm aufweisen, um eine abgenutzte Kupplungskugel
           darzustellen. Die Trennkraft Fa verläuft im rechten Winkel zur Längs- und
           Quermittelachse der Kupplungskugel und wird gleichförmig und zügig
           auf einen Wert von
                                      Fa = g(C+ S/1000)        kN
           gesteigert und 10 Sekunden lang gehalten.
           Dabei darf sich die Zugkugelkupplung nicht von der Kupplungskugel
           trennen und kein Teil der Zugkugelkupplung darf eine dauerhafte
           Verformung aufweisen, die ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.
3.3.       Bolzenkupplungen und Zugstangen
3.3.1.     Es ist eine dynamische Prüfung (Dauerschwingversuch) an einem
           Prüfmuster durchzuführen. Die Verbindungseinrichtung ist mit allen
           Befestigungsteilen zu versehen, die für ihre Anbringung am Fahrzeug
           nötig sind. Zwischen der Bolzenkupplung und dem Fahrzeugrahmen
           eingebaute Zwischenelemente (Zugstangen) sind mit den gleichen
           Prüfkräften wie die Bolzenkupplung zu prüfen. Bei der Prüfung von
           Zugstangen, die für genormte Bolzenkupplungen bestimmt sind, ist die
           vertikale Last in einem Längsabstand von der vertikalen Ebene der
           Befestigungspunkte aufzubringen, der der Position der entsprechenden
           genormten Kupplung entspricht.
3.3.2.     Bolzenkupplungen      zur    Verwendung        mit vertikal schwenkbaren
Zugeinrichtungen (S=0)
           Die dynamische Prüfung ist mit einer horizontal wirkenden wechselnden
           Prüfkraft von Fhw = ±0,6 D in einer Kraftwirkungslinie durchzuführen, die
           parallel zum Boden in der Längsmittelebene des Zugfahrzeugs durch den
           Mittelpunkt des Kupplungsbolzens verläuft.
3.3.3.     Bolzenkupplungen für Zentralachsanhänger (S>0)
3.3.3.1.   Masse des Zentralachsanhängers bis einschließlich 3,5 Tonnen
           Bolzenkupplungen für Zentralachsanhänger mit einer Gesamtmasse von
           bis zu 3,5 Tonnen werden wie Kupplungskugeln mit Halterung nach
           Absatz 3.1 dieses Anhangs geprüft.
3.3.3.2.   Masse des Zentralachsanhängers über 3,5 Tonnen
           Die Prüfkräfte werden in einem asynchronen Dauerschwingversuch in
           horizontaler und vertikaler Richtung auf das Prüfmuster aufgebracht. Die
           horizontale Kraftwirkungslinie entspricht einer in der Längsmittelebene
           des Zugfahrzeugs durch den Mittelpunkt des Kupplungsbolzens
           verlaufenden Parallele zum Boden. Die vertikale Kraftwirkungslinie
           verläuft im rechten Winkel zur horizontalen Kraftwirkungslinie durch die
           Längsmittelachse des Kupplungsbolzens.
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            Die Befestigungselemente für die Bolzenkupplung und die Zugöse an der
            Prüfeinrichtung müssen den Befestigungselementen entsprechen, die nach
            den Montageanweisungen des Herstellers für den Anbau am Fahrzeug
            bestimmt sind.
            Folgende Prüfkräfte sind aufzubringen:
TABELLE 14 – Prüfkräfte
        Prüfkraft           Mittelwert (kN)           Amplitude (kN)
 horizontale Kraft       0                         ±0,6Dc            (s.
                                                   Anmerkung)
 vertikale Kraft         S x g/1000                ±0,6V             (s.
                                                   Anmerkung)
Anmerkung: Bei Bolzenkupplungen für besondere Zwecke (Klasse T) sind diese
Werte auf ±0,5Dc und ±0,5V herabzusetzen.
Die vertikalen und horizontalen Komponenten müssen sinusförmig sein und
asynchron eingeleitet werden, wobei ihre Frequenzen zwischen 1 % und 3 %
voneinander abweichen müssen.
3.3.4.      Statische Prüfung der Sicherung des Kupplungsbolzens
            Bei Bolzenkupplungen ist außerdem die Prüfung des Verschlusses und
            jeder Sicherung mit einer in Öffnungsrichtung wirkenden statischen Kraft
            von 25 D erforderlich. Dabei darf sich die Sicherung nicht öffnen, und es
            dürfen     keine    Beschädigungen         auftreten.  Bei   zylindrischen
            Kupplungsbolzen ist eine Prüfkraft von 0,1 D ausreichend.
3.4.        Zugösen
3.4.1.      Zugösen sind der gleichen dynamischen Prüfung zu unterziehen wie
            Bolzenkupplungen. Zugösen, die nur zur Verwendung an Anhängern mit
            vertikal schwenkbarer Zugeinrichtung vorgesehen sind, sind einer
            Wechselbelastung nach Absatz 3.3.2 auszusetzen. Zugösen, die auch zur
            Verwendung an Zentralachsanhängern vorgesehen sind, werden bis zu
            einer Anhängermasse C von einschließlich 3,5 Tonnen wie
            Zugkugelkupplungen (Absatz 3.2) und bei Zentralachsanhängern mit einer
            Gesamtmasse C über 3,5 Tonnen wie Bolzenkupplungen (Absatz 3.3.3.2.)
            geprüft.
3.4.2.      Ringförmige Zugösen der Klasse L sind in gleicher Weise wie genormte
            Zugösen zu prüfen.
3.4.3.      Die Prüfung von Zugösen ist so durchzuführen, dass die Wechselkraft
            auch auf die Verbindungsteile wirkt, die für die Befestigung der Zugöse
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          an der Zugeinrichtung erforderlich sind. Alle flexiblen Zwischenstücke
          sind zu blockieren.
3.5.      Hakenkupplungen
3.5.1.    Hakenkupplungen der Klasse K müssen den Vorschriften für die
          dynamische Prüfung nach Absatz 3.5.2 dieses Anhangs entsprechen.
3.5.2.    Dynamische Prüfung
3.5.2.1.  Die dynamische Prüfung erfolgt mit schwellender Prüfkraft unter
          Verwendung einer ringförmigen Zugöse der Klasse L, wobei die
          Kupplung mit allen für die Befestigung am Fahrzeug nötigen Teilen wie
          vorgesehen an einem Fahrzeug angebaut ist. Mit Zustimmung der
          Genehmigungsbehörde oder des technischen Dienstes dürfen allerdings
          alle beweglichen Elemente unwirksam gemacht werden.
3.5.2.2.  Bei Hakenkupplungen, die zur Verwendung mit Anhängern mit vertikal
          schwenkbarer Zugeinrichtung bestimmt sind, bei denen die Stützlast S an
          der Kupplung gleich 0 ist, ist die Prüfkraft in horizontaler Richtung so
          einzuleiten, dass sie eine Zugkraft am Haken simuliert und zwischen 0,05
          D und 1,00 D wechselt.
3.5.2.3.  Bei Hakenkupplungen, die zur Verwendung mit Zentralachsanhängern
          bestimmt sind, muss die Prüfkraft der Resultierenden aus den auf die
          Kupplung einwirkenden horizontalen und vertikalen Kräften entsprechen
          und in einem Winkel -α wirken, d. h. von vorne oben nach unten hinten
          (s. Abbildung 21), welcher dem errechneten Winkel der Resultierenden
          aus den auf die Kupplung wirkenden horizontalen und vertikalen Kräften
          entspricht. Die Kraft Fhs res wird wie folgt berechnet:
                                                               9.81S
          F hs res =  F 2 h + F 2 s wobei F h = D c and F s =        .+ 0.8 V
                                                               1000
3.5.2.4.  Die eingeleitete Kraft liegt zwischen 0,05 Fhs res und 1,00 Fhs res.
3.5.3.    Statische Prüfung der Kupplungssicherung
          Bei Hakenkupplungen ist außerdem die Prüfung des Verschlusses und
          jeder Sicherung mit einer in Öffnungsrichtung wirkenden statischen Kraft
          von 0,25 D erforderlich. Dabei darf sich die Sicherung nicht öffnen, und
          es dürfen keine Beschädigungen auftreten.
3.6.      Zugeinrichtungen
3.6.1.    Zugeinrichtungen sind grundsätzlich wie Zugösen zu prüfen (s. Absatz
          3.4). Falls wegen der einfachen Konstruktion eines Teils ein rechnerischer
          Nachweis der Festigkeit möglich ist, kann die Genehmigungsbehörde oder
          der technische Dienst auf einen Dauerschwingversuch verzichten. Die
          konstruktionsgemäßen Lastenannahmen für die rechnerische Prüfung bei
          Zugeinrichtungen von Zentralachsanhängern bis zu einer Gesamtmasse C
          von einschließlich 3,5 Tonnen sind der Norm ISO 7641/1-1983 zu
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           entnehmen. Die Lastenannahmen für die rechnerische Prüfung von
           Verbindungseinrichtungen         für     Zentralachsanhänger mit     einer
           Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen sind wie folgt zu berechnen:
           Fsp = (g x S/1000) + V
           wobei V der Kraftamplitude gemäß Absatz 2.11.4 dieser Regelung
           entspricht.
           Für Anhänger mit einer Gesamtmasse C über 3,5 Tonnen gelten die
           zulässigen Spannungen aufgrund der Lastenannahme nach Absatz 5.3 der
           Norm ISO 7641/1-1983. Bei gekröpften Zugeinrichtungen (z. B.
           Schwanenhals-Zugeinrichtungen) und bei Zugeinrichtungen für
           Vollanhänger ist die horizontale Kraftkomponente Fhp = 1,0 x D zu
           berücksichtigen.
3.6.2.     Bei vertikal schwenkbaren Zugeinrichtungen für Vollanhänger ist
           zusätzlich zum Dauerschwingversuch bzw. der Nachrechnung auf
           Festigkeit die Knicksicherheit entweder durch Nachrechnung mit einer
           Lastenannahme von 3,0 x D oder in einem Knickversuch mit einer Kraft
           von 3,0 x D zu überprüfen. Bei Nachrechnung gelten die zulässigen
           Spannungen nach Absatz 5.3 der Norm ISO 7641/1:1983.
3.6.3.     Bei gelenkten Achsen ist die Biegefestigkeit durch Nachrechnung oder
           durch einen Biegeversuch zu überprüfen. Eine horizontale statische
           Querkraft ist in der Mitte des Kupplungspunktes einzuleiten. Die Größe
           dieser Kraft ist so zu wählen, dass ein Moment von 0,6 x Av x g (kNm)
           um den Mittelpunkt der Vorderachse wirkt. Es gelten die zulässigen
           Spannungen nach Absatz 5.3 der Norm ISO 7641/1-1983.
           Sind die gelenkten Achsen jedoch in einem vorderen Doppelachsgestell
           (Drehschemel) zusammengefasst, ist das Moment auf 0,95 x Av x g (kNm)
           zu erhöhen.
3.7.       Sattelkupplungen
3.7.1.     Es sind grundsätzlich eine dynamische und eine statische Prüfung
           (Abhebeversuch) durchzuführen. An Sattelkupplungen, die für die
           Zwangslenkung von Sattelanhängern vorgesehen sind, muss eine
           zusätzliche statische Prüfung (Biegeversuch) durchgeführt werden. Für
           die Prüfungen ist die Sattelkupplung mit allen Befestigungsteilen zu
           versehen, die für ihre Anbringung am Fahrzeug erforderlich sind. Der
           Aufbau hat so zu erfolgen, wie die Sattelkupplung später am Fahrzeug
           angebracht werden soll. Eine rechnerische Überprüfung anstelle einer
           physikalischen Prüfung ist nicht zulässig.
3.7.2.     Statische Prüfungen
3.7.2.1.   Genormte Sattelkupplungen, die einen Lenkkeil oder eine ähnliche
           Einrichtung für die Zwangslenkung von Sattelanhängern aufnehmen
           sollen (s. Absatz 2.7 dieser Regelung), müssen auf ihre ausreichende
           Festigkeit durch einen statischen Biegeversuch im Wirkungsbereich der
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          Lenkeinrichtung unter gleichzeitiger Aufbringung der Sattellast geprüft
          werden. Die zulässige Sattellast U ist mittels einer starren Platte, die groß
          genug ist, um die Kupplung vollständig abzudecken, senkrecht auf die in
          Betriebsstellung befindliche Kupplung aufzubringen.
          Die Resultierende der aufgebrachten Last muss durch den Mittelpunkt der
          horizontalen Gelenkverbindung der Sattelkupplung verlaufen.
          Gleichzeitig ist eine horizontale Querkraft, die die für die Zwangslenkung
          des Sattelanhängers erforderliche Kraft darstellt, auf die Seiten der
          Führung des Kupplungszapfens aufzubringen. Die Größe dieser Kraft und
          die Richtung, in die sie wirkt, sind so zu wählen, dass ein Moment von
          0,75m x D um den Mittelpunkt des Zugsattelzapfens wirkt, das durch eine
          Kraft an einem Hebelarm von 0,5 m ± 0,1 m Länge aufgebracht wird.
          Eine bleibende plastische Verformung von bis zu 0,5 % aller Nennmaße
          ist zulässig. Es dürfen keine Anrisse auftreten.
3.7.2.2.  An allen Sattelkupplungen ist ein statischer Abhebeversuch
          durchzuführen. Bis zu einer Abhebekraft von Fa = g x U darf keine
          größere bleibende Aufbiegung der Kupplungsplatte als 0,2 % ihrer Breite
          auftreten.
          Bei genormten Sattelkupplungen der Klasse G50 und vergleichbaren
          Kupplungen für den gleichen Zapfendurchmesser darf bei einer
          Abhebekraft von Fa = g x 2,5 U keine Trennung des Zugsattelzapfens von
          der Sattelkupplung erfolgen. Bei nicht genormten Sattelkupplungen mit
          einem Zapfendurchmesser über 50 mm, wie z. B. Kupplungen mit 90 mm-
          Zapfen, gilt für die Abhebekraft Fa = g x 1,6 U, wobei ihr Mindestwert
          500 kN betragen muss.
          Die Kraft wird über einen Hebel eingeleitet, der sich auf der einen Seite
          auf der Kupplungsplatte abstützt und auf der anderen Seite im Abstand
          von 1,0 bis 1,5 m vom Mittelpunkt des Zugsattelzapfens angehoben wird
          (s. Abbildung 24).
          Der Hebelarm ist dabei in einem Winkel von 90 ° zur Einfahrrichtung des
          Zugsattelzapfens in die Kupplung angeordnet. Wenn der ungünstigste Fall
          eindeutig ersichtlich ist, so ist dieser ungünstigste Fall zu prüfen. Ist er
          nicht eindeutig ersichtlich, so entscheidet die Genehmigungsbehörde oder
          der technische Dienst, welche Seite zu prüfen ist. Es ist nur eine Prüfung
          erforderlich.
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                                                                Ansicht  von hinten
                                                                   Rear view
              Abbildung 24 – Abhebeversuch bei Sattelkupplungen
3.7.3.     Dynamische Prüfung
           Die Sattelkupplung ist Wechselbeanspruchungen auf einem Prüfstand zu
           unterwerfen (asynchroner Dauerschwingversuch), bei denen gleichzeitig
           horizontale Wechsel- und vertikale Schwellkräfte auf die Sattelkupplung
           einwirken.
3.7.3.1.   Bei Sattelkupplungen, die nicht für die Zwangslenkung von
           Sattelanhängern vorgesehen sind, müssen folgende Kräfte eingeleitet
           werden:
           horizontal: Fhw = ±0,6 x D
           vertikal: FsO = g x 1,2 U
           FsU = g x 0,4 U
           Diese beiden Kräfte müssen in der Längsmittelebene des Fahrzeugs
           eingeleitet werden, wobei die Wirkungslinien der beiden Kräfte FsO und
           FsU durch den Mittelpunkt der Gelenkverbindung der Sattelkupplung
           verlaufen.
           Die Vertikalkraft Fs wechselt zwischen den Grenzen +g x 1,2 U und +g x
           0,4 U und die Horizontalkraft zwischen ±0,6 D.
3.7.3.2.   Bei Sattelkupplungen, die für die Zwangslenkung von Sattelanhängern
           vorgesehen sind, müssen folgende Kräfte eingeleitet werden:
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          horizontal: Fhw = ±0,675 D
          vertikal: FsO und FsU wie in Absatz 3.7.3.1.
          Die Kraftwirkungslinien entsprechen denen nach Absatz 3.7.3.1.
3.7.3.3.  Beim Dauerschwingversuch für Sattelkupplungen muss zwischen
          Kupplungsplatte und Aufliegeplatte ein geeignetes Gleitmaterial
          vorhanden sein, das einen Reibungskoeffizienten F von höchstens 0,15
          gewährleistet.
3.8.      Montageplatten für Sattelkupplungen
          Die dynamische Prüfung für Sattelkupplungen nach Absatz 3.7.3 und die
          statischen Prüfungen nach Absatz 3.7.2 sind auch an Montageplatten
          durchzuführen. Bei Montageplatten genügt es, den Abhebeversuch auf
          einer Seite durchzuführen. Bei den Prüfungen muss die größte
          vorgesehene Bauhöhe der Sattelkupplung, die größte vorgesehen Breite
          und die kleinste vorgesehene Länge der Konstruktion der Montageplatte
          zugrunde gelegt werden. Diese Prüfung braucht bei Montageplatten, die
          sich lediglich durch eine geringere Breite und/oder eine größere Länge
          und eine niedrigere Gesamthöhe von einer ansonsten baugleichen, bereits
          geprüften Montageplatte unterscheiden, nicht durchgeführt werden. Eine
          rechnerische Überprüfung anstelle einer physikalischen Prüfung ist nicht
          zulässig.
3.9.      Zugsattelzapfen von Sattelanhängern
3.9.1.    An einem Prüfmuster wird auf einem Prüfstand eine dynamische Prüfung
          mit     Wechselbeanspruchung         durchgeführt. Die    Prüfung      des
          Zugsattelzapfens darf nicht zusammen mit der Prüfung der Sattelkupplung
          erfolgen. Die Prüfung ist so durchzuführen, dass die Last auch auf die
          Befestigungsteile wirkt, die für die Befestigung des Zugsattelzapfens am
          Sattelanhänger erforderlich sind. Eine rechnerische Überprüfung anstelle
          einer physikalischen Prüfung ist nicht zulässig.
3.9.2.    An dem Zugsattelzapfen ist in Betriebsstellung ein Dauerschwingversuch
          mit einer wechselnden horizontalen Prüflast von Fhw = ±0,6 D
          durchzuführen.
          Die Kraftwirkungslinie muss durch den Mittelpunkt des zylindrischen
          Teils (geringster Durchmesser) des Zugsattelzapfens mit einem
          Durchmesser von 50,8 mm bei Klasse H50 verlaufen (s. Anhang 5,
          Abbildung 18).
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                                             Anhang 7
  ANBAUVORSCHRIFTEN UND BESONDERE VORSCHRIFTEN
1.             Anbauvorschriften und besondere Vorschriften
1.1.           Anbau von Kupplungskugeln mit Halterung
1.1.1.         Kupplungskugeln mit Halterung müssen bei ihrem Anbau an Fahrzeugen
               der Klassen M1, M2 (unter 3,5 t zulässige Gesamtmasse) und N11 den
               Freiraum und die Höhenmaße nach Abbildung 25 einhalten. Die Höhe ist
               bei dem Ladezustand des Fahrzeugs nach Anlage 1 dieses Anhangs zu
               messen.
               Die Vorschriften für die Höhe gelten nicht für Geländefahrzeuge der
               Klasse G, wie sie in Anhang 7 der ECE-Gesamtresolution
               Kraftfahrzeugtechnik                                            (R.E.3)(Dokument
               TRANS/WP.29/78/Rev.1/Amend.2) definiert sind.
1.1.1.1.       Der Freiraum nach den Abbildungen 25a und 25b darf mit nicht
               abnehmbaren Ausrüstungsgegenständen, wie z. B. einem Ersatzrad, belegt
               sein, sofern der Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Kupplungskugel
               und einer vertikalen Ebene durch den äußersten rückwärtigen Punkt dieses
               Ausrüstungsgegenstandes nicht größer ist als 300 mm. Der
               Ausrüstungsgegenstand muss so befestigt sein, dass ein Benutzer
               ausreichend Zugang hat, um ohne Verletzungsgefahr an- und
               abzukuppeln, und die Beweglichkeit der Kupplung nicht beeinträchtigt
               wird.
1.1.2.         Für Kupplungskugeln mit Halterung ist vom Fahrzeughersteller eine
               Montageanleitung zu liefern, in der anzugeben ist, ob Verstärkungen des
               Befestigungsbereichs erforderlich sind.
1.1.3.         Das An- und Abkuppeln von Zugkugelkupplungen muss auch möglich
               sein, wenn die Längsachse der Zugkugelkupplung relativ zur Mittellinie
               der Kupplungskugel mit Halterung
               horizontal um 60° nach rechts oder links geschwenkt (β = 60°, s.
               Abbildung 25),
               vertikal um 10° nach oben oder unten geschwenkt (α = 10°, s. Abbildung
               25),
               axial um 10° nach rechts oder links verdreht ist.
1
  Siehe Definitionen in der Regelung Nr. 13 aus dem Anhang zum Übereinkommen über die Annahme
einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in
Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die
gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden. Die
Definition ist auch zu finden in Anhang 7 der Gesamtresolution Kraftfahrzeugtechnik (R. E. 3)
(Dokument TRANS/ WP. 29/ 78/ Rev. 1/ Amend. 2).
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                         Freiraum
                                                                       siehe Anhang 7
Vertikalebene durch die                                                Absatz 1.1.1
Endpunkte der Gesamtlänge
des Fahrzeugs
                                     Boden
          Abbildung 25 (a) – Freiraum und Höhe der Kupplungskugel (Seitenansicht)
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                                                             Freiraum
                                                               Vertikalebene durch die
                                                               Endpunkte der Gesamtlänge
                                                               des Fahrzeugs
           Abbildung 25 (b) – Freiraum der Kupplungskugel (Draufsicht)
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1.1.4.    Ist der Anhänger nicht an das Zugfahrzeug gekuppelt, dürfen die
          angebaute Halterung mit Kupplungskugel den für die Anbringung des
          hinteren Kennzeichens am Zugfahrzeug vorgesehenen Platz nicht
          verdecken oder die Sichtbarkeit des hinteren Kennzeichens
          beeinträchtigen. Verdecken die Kupplungskugel oder andere Gegenstände
          das hintere Kennzeichen, so müssen sie ohne Zuhilfenahme von
          Werkzeug abnehmbar oder verstellbar sein; ausgenommen ist z. B. ein
          leicht (d. h. mit einer Kraft von höchstens 20 Nm) zu betätigender
          Schlüssel, der im Fahrzeug mitgeführt wird.
1.2.      Anbau von Zugkugelkupplungen
1.2.1.    Zugkugelkupplungen der Klasse B sind für Anhänger mit einer
          Gesamtmasse bis einschließlich 3,5 Tonnen zulässig. Sie sind so
          anzubauen, dass bei horizontal stehendem Anhängeraufbau und bei
          zulässiger Achslast die Mittellinie des kugelförmigen Aufnahmebereichs
          für die Kupplungskugel 430 ± 35 mm über der horizontalen
          Radaufstandsebene liegt.
          Bei Wohnanhängern und Lastanhängern ist die Stellung als horizontal
          anzusehen, in der der Fußboden oder die Ladefläche horizontal
          ausgerichtet ist. Bei Anhängern ohne derartige Bezugsfläche (z. B.
          Bootsanhänger oder ähnliche) ist vom Hersteller des Anhängers eine
          geeignete Bezugslinie zur Bestimmung der Horizontalstellung anzugeben.
          Die geforderte Höhe gilt nur für Anhänger, die an die in Absatz 1.1.1
          dieses Anhangs aufgeführten Fahrzeuge angehängt werden sollen.
          In jedem Fall ist die Horizontalstellung innerhalb von ±1° zu bestimmen.
1.2.2.    Zugkugelkupplungen         müssen        innerhalb des    Freiraums      der
          Kupplungskugel nach den Abbildungen 25a und 25b bis zu den Winkeln
          α = 25° und β = 60° sicher betätigt werden können.
1.3.      Anbau von Bolzenkupplungen und Montageblöcken
1.3.1.    Anschlussmaße für genormte Bolzenkupplungen
          Bei Typen von genormten Bolzenkupplungen sind die in Abbildung 15
          und Tabelle 10 angegebenen Anschlussmaße am Fahrzeug einzuhalten.
1.3.2.    Notwendigkeit einer Kupplung mit Fernbetätigung
          Falls sich eine oder mehrere Vorschriften bezüglich der leichten und
          sicheren Betätigung (Absatz 1.3.3), der Erreichbarkeit (Absatz 1.3.5) oder
          des Freiraums für den Handhebel (Absatz 1.3.6) nicht einhalten lassen,
          muss eine Kupplung mit einer Einrichtung zur Fernbetätigung nach
          Anhang 5 Absatz 12.3 verwendet werden.
1.3.3.    Leichte und sichere Betätigung
          Bolzenkupplungen müssen am Fahrzeug so angebaut werden, dass sie
          leicht und sicher zu betätigen sind.
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           Hierzu zählt neben den Funktionen des Öffnens (und gegebenenfalls
           Schließens) auch die Prüfung der Stellung des Anzeigers für die
           geschlossene und gesicherte Stellung des Kupplungsbolzens (durch Blick
           und Tasten).
           In dem Bereich, in dem sich die Person zur Betätigung der Kupplung
           aufhalten muss, müssen Gefahrenstellen wie scharfe Kanten, Ecken usw.
           konstruktiv vermieden bzw. so gesichert werden, dass Verletzungen nicht
           zu erwarten sind.
           Der Fluchtweg aus diesem Bereich darf auf beiden Seiten durch
           Anbauteile der Kupplung oder der Fahrzeuge weder eingeengt noch
           versperrt werden.
           Der Unterfahrschutz darf die Person nicht daran hindern, die zur
           Betätigung der Kupplung erforderliche Körperhaltung einzunehmen.
1.3.4.     Mindestwinkel für das An- und Abkuppeln
           Es muss möglich sein, die Zugöse an- und abzukuppeln, wenn die
           Längsachse der Zugöse relativ zur Mittellinie des Fangmauls gleichzeitig
           horizontal 50° nach rechts oder links geschwenkt,
           vertikal 6° nach oben oder unten geschwenkt,
           axial 6° nach rechts oder links verdreht ist.
           Diese Vorschrift gilt auch für Hakenkupplungen der Klasse K.
1.3.5.     Zugänglichkeit
           Der Abstand zwischen der Mitte des Kupplungsbolzens und der hinteren
           Ende des Fahrzeugaufbaus darf 550 mm nicht überschreiten. Ist der
           Abstand größer als 420 mm, muss die Kupplung mit einem
           Betätigungsmechanismus ausgestattet sein, der in einem Abstand von
           höchstens 420 mm von der Karosserieaußenseite eine sichere Betätigung
           ermöglicht.
           Bei nachweislicher technischer Notwendigkeit und vorausgesetzt, dass die
           leichte und sichere Betätigung der Bolzenkupplung nicht beeinträchtigt
           wird, kann der Abstand von 550 mm überschritten werden, und zwar:
           (i) bis zu einem Abstand von 650 mm bei Fahrzeugen mit kippbaren
           Aufbauten oder Heckanbaugeräten,
           (ii) bis zu einem Abstand von 1320 mm, wenn die lichte Höhe wenigstens
           1150 mm beträgt,
           (iii) bei Autotransportern mit mindestens zwei Ladeebenen, bei denen das
           Anhängefahrzeug im Normalbetrieb nicht vom Zugfahrzeug getrennt
           wird.
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1.3.6.     Handhebelfreiraum
           Zur gefahrlosen Betätigung von Bolzenkupplungen              muss     ein
           ausreichender Freiraum um den Handhebel vorhanden sein.
           Als ausreichend werden die in Abbildung 26 dargestellten Freiraummaße
           betrachtet. Sind verschiedene Typen von Bolzenkupplungen für die
           Anbringung an dem Fahrzeugtyp vorgesehen, so sind die Freiräume so zu
           bemessen, dass die Bedingungen auch für die nach Anhang 5 Absatz 3
           größtmögliche Kupplung der entsprechenden Klasse erfüllt sind.
                       Abbildung 26 – Handhebelfreiraum
Für Bolzenkupplungen mit nach unten gerichteten Handhebeln oder anderen
Hebelformen gelten die Freiraummaße sinngemäß.
Die Freiraummaße müssen innerhalb der nach Absatz 1.3.4 dieses Anhangs
geforderten Mindestwinkel beim Ein- und Auskuppeln gewährleistet sein.
1.3.7.     Freiraum für die freie Beweglichkeit der Bolzenkupplung
           Die am Fahrzeug angebrachte Bolzenkupplung muss auch bei
           Berücksichtigung aller geometrisch möglichen Stellungen nach Anhang 5
           Absatz 3 einen freien Mindestabstand von 10 mm von allen anderen
           Fahrzeugteilen haben.
           Sind verschiedene Typen von Bolzenkupplungen für die Anbringung an
           dem Fahrzeugtyp vorgesehen, so sind die Freiräume so zu bemessen, dass
           die Bedingungen auch für die nach Anhang 5 Absatz 3 größtmögliche
           Kupplung der entsprechenden Klasse erfüllt sind.
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1.3.8.     Zulässigkeit von Bolzenkupplungen mit besonderem Gelenk für vertikale
           Beweglichkeit (s. Anhang 5 Absatz 3.4)
           Kupplungen mit einem zylindrischen Kupplungsbolzen, bei denen die
           Vertikalbeweglichkeit der gekuppelten Zugöse durch ein besonderes
           Gelenk erreicht wird, sind nur zulässig, wenn eine technische
           Notwendigkeit nachweisbar ist. Dies kann z. B. an Heckkippern der Fall
           sein, bei denen der Kupplungskopf abklappbar sein muss, oder aber bei
           Kupplungen an Schwerlasttransportern, bei denen aus Festigkeitsgründen
           ein zylindrischer Kupplungsbolzen verwendet wird.
1.4.       Anbau von Zugösen und Zugeinrichtungen an Anhängern
1.4.1.     Zugeinrichtungen für Zentralachsanhänger müssen eine höhenverstellbare
           Stützeinrichtung haben, wenn die Stützlast an der Zugöse des Anhängers
           bei gleichmäßiger Lastenverteilung (technisch zulässige Gesamtmasse)
           mehr als 50 kg beträgt.
1.4.2.     Beim Anbau von Zugösen und Zugeinrichtungen an Zentralachsanhängern
           mit einer Gesamtmasse C über 3,5 Tonnen und mehr als einer Achse
           müssen diese mit einer Einrichtung zum Achslastausgleich ausgerüstet
           sein.
1.4.3.     Vertikal schwenkbare Zugeinrichtungen dürfen nicht bis auf den Boden
           reichen. Werden sie aus einer waagerechten Stellung gelöst, dürfen sie
           nicht unter einen Bodenabstand von 200 mm fallen (s. auch Anhang 5
           Absätze 5.3 und 5.4).
1.5.       Anbau von Sattelkupplungen, Montageplatten und Zugsattelzapfen an
           Fahrzeugen
1.5.1.     Sattelkupplungen der Klasse G50 dürfen nicht direkt auf dem
           Fahrzeugrahmen montiert werden, außer es ist vom Fahrzeughersteller
           ausdrücklich zugelassen. Sie müssen über eine Montageplatte mit dem
           Fahrzeugrahmen verbunden werden und die Montageanleitungen des
           Fahrzeug- und des Kupplungsherstellers sind zu beachten.
1.5.2.     An Sattelanhängern muss eine Stützeinrichtung oder sonstige Vorrichtung
           vorhanden sein, die das Abkuppeln und Abstellen des Sattelanhängers
           ermöglicht. Wenn Sattelanhänger so ausgerüstet sind, dass die
           Verbindung der Kupplungsteile sowie der elektrischen und
           bremstechnischen Anschlüsse selbsttätig erfolgen kann, müssen die
           Anhänger eine Stützeinrichtung haben, die sich nach dem Ankuppeln des
           Sattelanhängers selbsttätig vom Boden abhebt.
           Diese Vorschriften gelten nicht für Sattelanhänger, die für besondere
           Zwecke konstruiert sind und die in der Regel nur in einer Werkstatt oder
           beim Be- und Entladen in eigens dafür ausgelegten Arbeitsbereichen
           ausgekuppelt werden.
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1.5.3.    Bei der Befestigung des Zugsattelzapfens in der Aufliegeplatte des
          Sattelanhängers sind die Anleitungen des Fahrzeugherstellers bzw. des
          Herstellers des Zugsattelzapfens zu beachten.
1.5.4.    Ist ein Sattelanhänger mit einem Lenkkeil ausgerüstet, so gelten die
          Vorschriften nach Anhang 5 Absatz 7.8.
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2.         FERNBETÄTIGUNG UND -ANZEIGE
2.1.       Beim Anbau von Einrichtungen zur Fernbetätigung und -anzeige sind alle
           einschlägigen Vorschriften nach Anhang 5 Absatz 12 zu beachten.
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                             Anhang 7 – Anlage 1
     BELADUNGSZUSTAND BEI MESSUNG DER HÖHE DER
                            KUPPLUNGSKUGEL
1.        Die Höhe muss den Angaben in Anhang 7 Absatz 1.1.1 entsprechen.
2.        Bei Fahrzeugen der Klasse M1 muss die Fahrzeugmasse, bei der diese
          Höhe zu messen ist, vom Fahrzeughersteller angegeben und in das
          Mitteilungsblatt (Anhang 2) eingetragen werden. Sie muss entweder der
          nach den Angaben des Fahrzeugherstellers auf die Achsen verteilten
          zulässigen Gesamtmasse entsprechen oder der Masse, die bei der
          Beladung des Fahrzeugs nach Absatz 2.1 dieser Anlage gegeben ist. Diese
          Masse umfasst:
2.1.      die vom Zugfahrzeughersteller angegebene Gesamtmasse des Fahrzeugs
          in fahrbereitem Zustand (s. Mitteilungsblatt, Anhang 2 Absatz 6) sowie
2.1.1.    zwei Massen von jeweils 68 kg in den Außensitzen jeder Sitzreihe, wobei
          die Sitze in der hintersten bei normaler Fahrt möglichen Position
          eingestellt sind und die Massen wie folgt angeordnet sind:
2.1.1.1.  2.1.1.1 bei Verbindungseinrichtungen und -teilen, die zur Erstausrüstung
          gehören und vom Fahrzeughersteller zur Genehmigung eingereicht
          werden, etwa in einem Punkt, der bei verstellbaren Sitzen 100 mm und bei
          anderen Sitzen 50 mm vor dem Punkt „R“ liegt, welcher nach der
          Regelung Nr. 14 Absatz 5.1.1.2 festgelegt ist, bzw.
2.1.1.2.  bei Verbindungseinrichtungen und -teilen, die von einem unabhängigen
          Hersteller zur Genehmigung eingereicht werden und zum nachträglichen
          Einbau bestimmt sind, etwa in der Position einer sitzenden Person.
2.1.2.    Zusätzlich muss für jede einzelne Masse mit 68 kg eine Masse von 7 kg
          stellvertretend für persönliches Gepäck gleichmäßig im Gepäckbereich
          des Fahrzeugs verteilt werden.
3.        Bei Fahrzeugen der Klasse N11 muss die Höhe bei folgender
          Fahrzeugmasse gemessen werden:
3.1.      bei nach den Angaben des Zugfahrzeugherstellers auf die Achsen
          verteilter zulässiger Gesamtmasse (s. Mitteilungsblatt, Anhang 2 Absatz
          6).