CELEX: 31987R2787
Language: de
Date: 1987-09-18 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2787/87 der Kommission vom 18. September 1987 zur Eröffnung der vorbeugenden Destillation gemäß Artikel 38 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87, für das Wirtschaftsjahr 1987/88

Avis juridique important

|

31987R2787

Verordnung (EWG) Nr. 2787/87 der Kommission vom 18. September 1987 zur Eröffnung der vorbeugenden Destillation gemäß Artikel 38 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87, für das Wirtschaftsjahr 1987/88  

Amtsblatt Nr. L 268 vom 19/09/1987 S. 0010 - 0011

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2787/87 DER KOMMISSION  vom 18. September 1987  zur Eröffnung der vorbeugenden Destillation gemäß Artikel 38 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87, für das Wirtschaftsjahr 1987/88  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbesondere auf Artikel 90,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 des Rates vom 16. März 1987 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1972/87 (2), insbesondere auf Artikel 38  Absatz 5,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 der Kommission (3) wurden die Durchführungsbestimmungen für die vorbeugende Destillation gemäß Artikel 38 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 für das Wirtschaftsjahr 1987/88 festgelegt.  Artikel 2 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 sieht die Bestimmung der Weinmengen vor, die Gegenstand der betreffenden Destillation sein können. Unter Berücksichtigung der Ernteschätzungen und des Umfangs der Bestände am Ende des Wirtschaftsjahres hat die voraussichtliche Marktlage zur Folge, daß die betreffenden Mengen unter Berücksichtigung der sonstigen Destillationsmaßnahmen des Wirtschaftsjahres in einer eine Sanierung des Marktes ermöglichenden Höhe festgesetzt werden, ohne jedoch die mit einer guten Marktverwaltung zu vereinbarenden Mengen zu überschreiten.  In Spanien besteht angesichts der dort erzielten Erträge in vielen Fällen die Gefahr, daß bei Anwendung einer bestimmten Menge je Hektar ein zu hoher Erzeugungsanteil destilliert wird. Um die Maßnahme richtig anwenden zu können, muß dies verhindert werden. Zu diesem Zweck sollte für die destillierbaren Mengen eine Obergrenze vorgesehen werden.  Wegen der in Spanien während der Übergangszeit angewandten Preise bietet die vorbeugende Destillation in diesem Land einen grösseren Anreiz als in den übrigen Mitgliedstaaten. Diesem Umstand sollte bei der Festsetzung der Anteile, insbesondere für die Genossenschaftskellereien und die Wein aus gekauften Trauben bereitenden Erzeuger, Rechnung getragen werden.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1) Die gemäß Artikel 38 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 vorbeugende Destillation von Tafelwein und Wein, der zur Herstellung von Tafelwein geeignet ist, wird für das Wirtschaftsjahr 1987/88 eröffnet.  (2) Die von den Erzeugern gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 destillierbare Menge Tafelwein oder Wein, der zur Herstellung von Tafelwein geeignet ist, beträgt:  a) bei den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 genannten Erzeugern:  - 13 hl/ha in dem französischen Teil des Weinbaugebiets B und den Weinbaugebieten C I, C II und C III;  bei den Erzeugern jedoch, deren Betriebe in dem spanischen Teil der Weinbaugebiete C liegen, darf die destillierbare Gesamtmenge Tafelwein oder Wein, der zur Herstellung von Tafelwein geeignet ist, in keinem Fall 26 % ihrer Tafelweinerzeugung überschreiten;  - 6 hl/ha in dem Weinbaugebiet A und dem deutschen Teil des Weinbaugebiets B;  b) bei den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 genannten Erzeugern, Genossenschaftskellereien oder Erzeugergemeinschaften:  - 26 % ihrer Erzeugung in dem griechischen Teil des Weinbaugebiets C III,  - 20 % ihrer Erzeugung in dem spanischen Teil der Weinbaugebiete C,  - 13 % ihrer Erzeugung in den übrigen Weinbaugebieten;  c) bei den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c) der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 genannten Genossenschaftskellereien oder Erzeugergemeinschaften:  - 13 hl/ha in dem französischen Teil des Weinbaugebiets B und den Weinbaugebieten C I, C II und C III;  bei den Genossenschaftskellereien oder Erzeugergemeinschaften jedoch, die in dem spanischen Teil der Weinbaugebiete C ihren Sitz haben, darf die destillierbare Gesamtmenge Tafelwein oder Wein, der zur Herstellung von Tafelwein geeignet ist, in keinem Fall 26 % der Tafelweinerzeugung der betreffenden Mitglieder überschreiten;  - 6 hl/ha in dem Weinbaugebiet A und dem deutschen Teil des Weinbaugebiets B;  d) bei den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe d) der Verordnung (EWG) Nr. 2544/87 genannten Genossenschaftskellereien oder Erzeugergemeinschaften:  - 26 % der betreffenden Erzeugung in dem griechischen Teil des Weinbaugebiets C III,  - 20 % der betreffenden Erzeugung in dem spanischen Teil der Weinbaugebiete C I, C II und C III,  - 13 % der betreffenden Erzeugung in den übrigen Weinbaugebieten.  Artikel 2  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 18. September 1987  Für die Kommission  Frans ANDRIESSEN  Vizepräsident  (1) ABl. Nr. L 84 vom 27. 3. 1987, S. 1.  (2) ABl. Nr. L 184 vom 3. 7. 1987, S. 26.  (3) ABl. Nr. L 242 vom 26. 8. 1987, S. 5.