CELEX: 51968PC0907
Language: de
Date: 1968-12-09
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Gerbstoffauszüge aus Eukalyptus der Tarifnummer ex 32.01 D des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Zeitungsdruckpapier der Tarifnummer 48.01 des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Leinengarne, roh (ausgenommen Garne aus Flachswerg), mit einer Lauflänge je kg von 30.000 m oder weniger, zum Herstellen von gezwirnten Garnen für die Schuhindustrie oder von gezwirnten Kabelabbindegarnen (Tarifnummer ex 54.03 B I a) des Gemeinsamen Zolltarifs)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Ferrosilizium der Tarifnummer 73.02 C des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Ferrosiliziummangan der Tarifnummer 73.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Ferrochrom mit einem Gehalt an Kohlenstoff von 0,10 Gewichtshundertteilen oder weniger und an Chrom von mehr als 30, jedoch nicht mehr als 90 Gewichtshundertteilen (hochraffiniertes Ferrochrom) der Tarifnummer ex 73.02 E I des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Rohaluminium der Tarifnummer 76.01 A des Gemeinsamen Zolltarifs#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnnng, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für Rohmagnesium der Tarifnummer 77.01 A des Gemeinsamen Zolltarifs#ENTWURF EINER VERORDNUNG DES RATS über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung der Gemeinschaftszollkontingents für auf Handwebstühlen hergestellte Gewebe aus Seide oder Schappeseide oder aus Baumwolle der Tarifnummer ex 50.09 und ex 55.09 des Gemeinsamen Zolltarifs (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (68) 907
Vol. 1968/0154
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
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(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
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27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
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S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---                      KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSC HA.FTEN
                                                  KOM(68)907 endg.
                                                  Briissel , den 9 » Dezember i960
                      VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
     über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
     kontingents für Gerbstoffauszüge aus Eukalyptus der Tarifnummer
     ex 32.01 D des Gemeinsamen Zolltarifs
                      VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
     über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
     kontingents für Zeitungsdruckpapier der Tarifnummer 48.01 des Gemeinsamen
     Zolltarifs
                      VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
     über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
     kontingents für Leinengarne , roh ( ausgenommen Garne aus Flachswerg), mit
     einer Lauflänge je kg von 30.000 m oder weniger , zum Herstellen von
     gezwirnten Garnen für die Schuhindustrie oder von gezwirnten Kabel­
    abbindegarnen (Tarifnummer ex 54.03 B I a ) des Gemeinsamen Zolltarifs )
                      VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
    kontingents für Ferrosilizium der Tarifnummer 73.02 C des Gemeinsamen
    Zolltarifs
                      VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
    kontingents für Ferrosiliziummangan der Tarifnummer 73.02 D des
    Gemeinsamen Zolltarifs
                     VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
    kontingents für Ferrochrom mit einem Gehalt an Kohlenstoff von 0,10
    Gewichtshundertteilen oder weniger und an Chrom von mehr als 30 , jedoch
    nicht mehr als 90 Gewichtshundertteilen ( hochraffiniertes Ferrochrom )
    der Tarifnummer ex 73.02 E I des Gemeinsamen Zolltarifs
                     VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
    kontingents für Rohaluminium der Tarifnummer 76.01 A des Gemeinsamen
    Zolltarifs
                     VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnnng, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszoll­
    kontingents für. Rohmagnesium der Tarifnummer 77.01 A des Gemeinsamen
    Zolltarifs
                       ENTWURF EINER VERORDNUNG DES RATS
    über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung der Gemeinschaftszoll­
    kontingents für auf Handwebstühlen hergestellte Gewebe aus Seide oder
    Schappeseide oder aus Baumwolle der Tarifnummer ex 50.09 und ex 55.09
    des Gemeinsamen Zolltarifs
                    (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
KOM(68) 907 endg,
 ---pagebreak---                                                         BEGRÜNDUNG
        1 . Die Europäische. Wirtschaftsgemeinschaft '-hat' sich, bei den letzten mul- .
             tilateralen Verhandlungen im GATT: verpflichtet , jährlich Gemeinschafts-
             zollkontingente zu .eröffnen , und- zwar im einzelnen die nachstehend
             aufgeführten Zollkontingerite ?                                    -c              A
                                                                                      I
    Tanfnummer                                                                          - Kontingents - '                               ' ' ■ Kontingents*
  des Gemeinsamen ,             ' T ' rj . .Warenbezeichnung                                           menge­                         •* £ •   J'; '
     Zolltarifs                                                                                   : ( in t ) *"                                      îsollsata
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                                                                                      5P-–     ;  .i        _   .       B- i-v
                       i
h 32.01 D                 1 Gebbstoffäuszüge aus Eukalyptus ... , . •• 250 -                                                    -                       4 %
   48.01 A         :..it'Zextungsdruckpapier                ..                                   625.000 :■ •                        : 'i ■■■ '>- ' 0 %
                       I
ii 54.03 B I a )           • Bestimmte rohe Leinengarne                           ,,                     500 .                                        '"2 %
   73.02 C .             [ Ferro Silizium                                                         20.000. ; :                                  - -      0 %
   73.02 D                   Ferrosiliz iummangan                                          ... , 50.000: • • •                        '         :       0 %
iî 73.02 E I '              Hochraffiniertes Ferroohrom                                              3.000                                              0 %
   76.01 A               I Hohaluminium                             ,                            £3.0.000 ï-ioï -                                    ' 5 %
                                          • ... ,, r .  ':r'C*K;V./ i-y > ••• -    *]
             Es, sei darauf hingewiesen,' dass die Kontingentsmengen für Gerbstoffauszüge
             aus Eukalyptus und best iminte -1 rohe Leinengarne in Höhe . von . 2 50- Tonnen bzw .
             500 Tonnen ; bereit^'' frühei1- als in " der Kennedy-Runde in dieser Höhe konso­
             lidiert wurden ,,! für diöT Koritihgentäzolisätze wählte die Gemeinschaft
             das in Ziff . I Punkt 2 b des Genfer Protokolls ( 1967 ) vorgesehene
             Verfahren , so dass sich . diese Zollsätze .; für...l96.9 -auf - 4^6 bizw^'2 ',5 ^
            '"beläufWitrr                                                                               v '"
             Für die übrigen "vorgenannten Zollkontingente hat sich die Gemeinschaft
             in einem Briefwechsel mit , der nordischeniDelegatiori (Dok. NCG(67 ) 44 »
             Rev . vom 13.10.1967. - Nord 5 ) verpflichtet , -diese Zollkontingente .
          " mit Inkrafttreten des Genfer Protokolls ( 1967 ) in Vellern Umfang der
             betreffenden Kontingentsmenge zu eröffnen , mit Ausnahme für
             Ferrosiliz iummangan t Das GATT–gebundene Zollkontingent für diese letzt­
             genannte Ferrolegierung beträgt 50.000 Tonnen , aber auf Grund des
             Briefwechsels mit der nordischen Delegation ( vorgenannter Wortlaut Nord 5 )
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    sollte dieses Zollkontingent für das erste Jahr des Inkrafttretens des
    Genfer Protokolls ( 1967 ) nur in Höhe von 40 = 000 Tonnen eröffnet werden ur.;
    erst im darauf folgenden Jahr in vollem Umfang zur Anwendung gelangen .
    Da dieses Protokoll am 1 . Januar 1968 in Kraft getreten ist , muss die für
    1969 zu eröffende Kontingentsmenge für diese Ferrolegierung 50.000 Tonnen
    betragen .
2 . In einem Briefwechsel mit der nordischen Delegation ( Wortlaut Nord 2
    des Dok . NCG(67 ) 44 , Rev .) hat sich die Gemeinschaft ferner verpflichtet
    ( es handelt sich also nicht um ein GATT-gebundenes Zollkontingent ), zu
    Beginn jeden Jahres ein zollfreies Zollkontingent für Rohmagnesium
    ( Tarifnr . 77.01 A des Gemeinsamen Zolltarifs ) zu eröffnen , dessen Monge
    so zu berechnen ist , dass derjenige Teil des gemeinsamen Verbrauchs , der
    nicht durch die Gemeinschaftserzeugung der betreffenden Ware gedeckt wird ,
    zollfrei eingeführt wird ,
3 . In einem Schreiben das der Vorsitzende der Delegation der EWG-Kommission
    am 30 . Juni 1967 an den Leiter der Indischen Mission gerichtet hat und
    das sich auf eine Reihe von Besprechungen anlässlich der Verhandlungen
    in der Kennedy-Runde zwischen der indischen Delegation und der EWG-
    Kommission bezieht , hat sich die EWG bereit erklärt , ab 1 . Juli 1968
    autonom zollfreie Gemeinschaftszollkontingente für nachstehende Waren
    zu eröffnen :
    - auf Handwebstühlen hergestellte Gewebe aus Seide oder Schappeseide
      (Tarifnr . ex 50 . 09 )
    - auf Handwebstühlen hergestellte Gewebe aus Baumwolle ( Tarifnr . ex 55*09
    Gemäss diesem Schreiben sind die beiden Gemeinschaftszollkontingente ab
    1 . Januar 1969 jährlich in Höhe von je 1 Million Rechnungseinheiten zu
    eröffnen .
                                                              a • •I • * o
 ---pagebreak---     Die in . der Anlage, beigefügten Vorschläge und Entwürfe für. Verordnungen
. betreffen die unter -vorstehend 1 bis- 3 genannten.. Gemeinschaftszoll-
    kontingente , : die für das, Jahr 1969 zu; eröffnen; sind und die Gegenstand
, eines IConsultat^onsverfahrens der Sachverständigen aller Mitgliedstaaten
„ waren \ind vor.' allem in- der unter Vorsitz der Kommission abgehaltenen
    Si;tz,ung . am 1 , ; und. : 2 .. Oktober 1968 behandelte , forden- sind . .
    Bei diesen Vorschlägen und, Entwürfen eind: die » yonv den Sachverständigen
    der Mitgliedstaaten im Verlauf des Konsul tat ionsverfahrens vorgelegten
    statistischen Angaben berücksichtigt -worden ,.-. f ferner/, wurde; den joraus-
. Schätzungen der Sachverständigen ; und derw von ihner^ vorgetragenen
    Wirtschaftsaussiqhten : für 1969 weitgehend; Rechnung getragen ;. In den
  V. orschlägen und Entwürfen sind die wesentlichen Erwägungsgründe und
   Tatbestände auf die diese Vorschläge uiad- Entwürfe sich; stützen , angegeben ,
    so dass sie kaum weiterer Kommentare .bediirfen als . der nachstehend ent­
   wickelten .
  Das ; Gemeinschaftszollkontingent für Gerbstoffauszüge aus Eukalyptus
    einreist , ; sich bisher für die Importeure - der Gemeinschaft, wenig :
    attraktiv, - da die ursprünglich :- gebildete Reservemenge ^ von 55 t
    aus derv für. das . 2 . . IJalbjahrr von 1968 ?e£Öffneten Kontingentsmenge
  von 125 Tonoon am 15 . November 1968 noch 89,122 Tonnen betrug .
  Es erscheint daher zweifelhaft , ob die für 1969 zu. eröffnende Kontingents­
  menge in Höhe , von 250 Tonnen : vollständig ausgeschöpft wird . Nach Angaben
    aus Kreisen der Exporteure diesem .Auszüge scheint es .jedoch , dass 19*>9
    in einigen ^ Mitgliedstaaten und insbesondere in Italien erhöhte Einfuhren
    aus I>rittl^nde.rn _.durchgeführt _ werden- . könnten ., Aus - diesem Grunde weichen
    die vorgeschlagenen,.ursprüngliqhen Quoten von den für .1968 vorgesehenen Verl
 ab , da die RückÜbertragungen oder . das Ziehungsrecht aus . der gebildeten Rese ;
 es ermöglicht , die Quoten der. Mitgliodstaaten, : soweit . . sie ^ zur Zeit noch
 nicht stimmen , den tatsächlichen, Gegebenheiten anzupassen ; :
 ---pagebreak--- . Für Ze itungsdruckpapier hat sich die Gemeinschaft in einem Briefwechsel
  mit der nordischen Delegation verpflichtet ( Wortlaut Nord 4 des Dok .
  I\TCO(67 ) 44 Rev . ) - auf der Grundlage von Artikel 28 des Vertrags von Rom .
  ein zollfreies Zollkontingent für Zeitungsdruckpapier zu eröffnen ,
  wenn nachweislich alle Versorgungsmöglichkeiten auf dem Binnenmarkt
  der Gemeinschaft während des laufenden Wirtschaftsjahres erschöpft
  sind , und nachdem das im GATT konsolidierte zollfreie Zollkontingent
  von 625-000 t vollständig ausgenutzt ist .
  Auf Grund der Entwicklung der Lage im Jahre 1968 kann zwar jetzt schon
  nicht ausgeschlossen werden , dass das für 1969 zu eröffende Gemeinschafts-
  zollkontingent über der im GATT konsolidierten Menge von 625.000 Tonnen
  liegen muss , aber es besteht dennoch zur Zeit eine gewisse Ungewissheit
  über die Ausschöpfung aller Versorgungsmöglichkeiten mit Zeitungsdruck­
  papier auf dem Inlandsmarkt der Gemeinschaft .
  Daher glaubt die Kommission es zur Zeit nicht vertreten zu können , einen
  Vorschlag vorzulegen , der über die vorgenannte Menge von 625.000 Tonnen
  hinausgeht . Die Kommission möchte jedoch betonen , dass sie zu gegebener
  Zeit oder auf Antrag jedes Mitgliedstaates , dessen Quote im Verlauf
  des Kontingentszeitraums veitgehend aufgebraucht ist , die Lage erneut
  überprüfen wird .
  In Anbetracht der Tatsache , dass sich die Kontingentsmenge von 625.000 Tci
  als unzureichend erweisen kann und die Gefahr besteht , dass ein
  Mitgliedstaat seine Quote vor seinen Partnern ausgeschöpft hat , möchte
  die Kommission noch darauf hinweisen , dass eine einmalige und endgültige
  Aufteilung des Gemeinschaftsfcollkontingeniis auf alle Mitgliedstaaten dem
  Gemeinschaftscharakter dieses Zollkontingents zuwiderliefe . Sie schlägt
  daher eine Kontingentsverwaltung vor , die auf der Bildung einer Gemein-
  schaftsreserve beruht , wobei es jedem Mitgliedstaat überlassen bleibt ,
  seine Quoten nach seinen eigenen Vorschriften für Zollkontingente -
  unter Berücksichtigung der zolltariflichen Definition von Zeitungs­
  druckpapier - zu verwalten .
 ---pagebreak---                                     - 5 -
7 . In Bezug auf Leinengarne bestimmter Qualitäten verfügen die Mitglied­
    staaten , mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland , über keinerlei
    statistische Unterlagen . Im übrigen dürfte das Gemeinschaftszollkontingent
    für diese Garne lediglich für die deutschen Einführer von wirklichem
    Interesse sein . Auf diesem ^runde ist das Gemeinschaftszollkontingent
    für diese Waren für das Jahr 1968 mit Einsetzung einer Reservemenge
    verwaltet worden , wobei den anderen Mitgliedstaaten als der Bundesrepublik
    Deutschland nur eine geringfügige Quote zugeteilt wurde «, Bei den
    Anrechnungen auf das Gemeinschaftszollkontingent im Jahre 1968 tauchte
    praktisch keine Änderung der oben geschilderten Lage auf , so dass
    vorgeschlagen wird , für 1969 die für I-968 getroffenen Bestimmungen
    zu erneuern .
8 . Bei den Gemeinschaftszollkontingenten für die FerrolegierungenfFerr^ -
    silizium , Ferrosiliziumman^an und hochraffiniertes Fe rrochrcm ) hat sich
    1968 gezeigt , dass eine Berechnung der Quoten der Mitgliedstaaten , die
    sich auf die Lage in den Vorjahren sowie Vorausschätzungen für die
    Einfuhren aus Drittländern im Jahre 1968 stützte , dazu führen würde ,
    Mitgliedstaaten , die niemals nationale Zollkontingente erhalten haben ,
    beträchtliche Quoten zuzuteilen , während diejenigen Mitgliedstaaten ,
    denen bisher Zollkontingente gewährt worden sind , weitaus geringere Quoten
    erhalten würden . Um hier eine Übergangslösung zu finden , hat die
    Kommission einen doppelten Verteilungsschlüssel für die Festsetzung
    der ursprünglichen , jedem Mitgliedstaat zuzuteilenden Quote vorgeschlagen
    vor allem um eine Vorzugsmenge freizustellen , die auf diejenigen
    Mitgliedstaaten aufzuteilen wäre , die bisher nationale Zollkontingente
    erhalten haben . Die für die Jahre 1968 und 1969 vorgeschlagene Vorzugs-
    menge betrug jeweils 3/5 und 2/5 der Menge des Gemeinschaftszollkontin-
    gents . Es war vorgesehen , dass für 1970 die Menge , die denjenigen Mit­
    gliedstaaten zuzuteilen ist , die bisher nationale Zollkontingente erhalten
    haben , nicht niedriger als l/5 der Kontingentsmengen sein sollte . Für
    die Kommission liess sich diese Übergangsregelung mit dem Gemeinschafts-
    charakter der betreffenden Zollkontingente nur unter der Bedingung
    vertreten , dass die Mitgliedstaaten , die aufgrund des Protokolls Nr . XI
    im Anhang zum Abkommen über die Waren der Liste G bisher Zollkontingente
    erhielten , als Gegenleistung darauf verzichteten , für den betreffenden
                                                             » • •/« • •
 ---pagebreak--- Zeitraum die Bestimmungen dieses Protokolls geltend zu machen . Die
Kommission betonte sogar ( Ziffer 6 ihrer Begründungen ), dass sie
diese Lösung in ihrer Gesamtheit auf Gemeinschaftsebene als ausgeglichen :
 sehe , und dass sie es sich vorbehielt , diese Lösung durch andere Vorschla
 zu ersetzen , falls sie nur im Hinblick auf einige dieser Punkte angenomne:
würde .
Nun ist auf Ebene des Rates nicht nur die vorgenannte Vorzugsmenge von
3/5 bis 3/4 angehoben worden , sondern auch die sich daraus ergebenden
Quoten sind noch umgeändert worden . Ausserdem haben sich nicht alle
Mitgliedstaaten mit dem degressiven Charakter der Vorzugsmenge afcgefunder.,
denn einige unter ihnen erklärten , sie könnten für 1968 nicht darauf
verzichten , die Bestimmungen des vorgenannten Protokolls Nr . XI geltend
zu machen , sofern die ihnen für dieses Jahr zugeteilten Quoten sie nicht
zufriedenstellten . Weiterhin ist im Verlauf des Kontingentszeitraums die
autonome Erhöhung der Kontingentsmenge für Ferrosiliziammangan von
seiten der meisten Mitgliedstaaten mit einer Verpflichtung gekoppelt
worden , ihr Ziehungsrecht auf die Reserve nicht auszuüben , obgleich
Artikel 3 der Entscheidung des Rates vom 29 - Februar 1968 ihnen dieses
Ziehungsrecht zur Pflicht machte .
Insgesamt gesehen lief dieses Verfahren in der Praxis darauf hinaus , dass
nationale Zollkontingente unter dem Deckmantel der Verwaltung von
Gemeinschaftszollkontingenten - entweder vertragsmässigen oder autonomen •
eröffnet wurden , und dies ausserhalb der institutionellen Normen und der
Bestimmungen des vorgenannten Protokolls Nr . XI .
Unter diesen Umständen kann die Kommission lediglich feststellen , dass
das gesamte ausgewogene System ihrer ursprünglichen Vorschläge ins Wanken
geraten ist , und sie kann daher für das Jahr 1969 lediglich auf
Vorschläge zurückgreifen , die im Rahmen der normalen auf dem Gebiet
der Aufteilung und Verwaltung der Gemeinschaf tszollkontingente verfolgter.
Kriterien ausgearbeitet sind , d.h . auf Vorschläge , denen die Situation
frühsr&r Jahre sowie - soweit wie möglich«Voräusschätzungen _ für 1969
zugrunde liegen .
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     Bei den vorgeschlagenen Verwaltunjsmodalitäten handelt es sich um-     die
     gleichen wie die für 1963 vorgeschlagenen und festgesetzten Modalitäten ,
     d.h . im wesentlichen : Einführung einer Reservemenge für Ferrosilizium-
     mangan und Zuteilung von endgültigen Quoten an alle Mitgliedstaaten für
     Ferrosilizium und hochraffiniertes Ferrochrom .
 9 * Die für 1958 angekommen Verwaltungsmodalitäten für Rohaluminium,, d.h .
     im wesentlichen die .Einführung einer Reservemenge , scheinen sich zu­
     friedenstellend ausgewirkt zu haben , ebenso wie die Berechnung der
     ersten Quoten , bei deren Festsetzung das Vorhandensein eines umfang­
     reichen Veredelungsverkehrs nicht unberücksichtigt bleiben darf . Daher
     stützt sich der Vorschlag , für 1969 weitgehend auf die für 1968 ergangene
     Entscheidung .
10 . Für das Gemeinschaftszollkontingent für Magne s ium hatte die Kommission
     in ihrem ursprünglichen Vorschlag für'1968 ( Dok . KOIl(67 ) 8l8 endg . -
     vorgelegt am 8 . Dezember 1967 ) den Magne siumbedarf der Gemeinschaft
     ( reines und legiertes Magnesium ) mit 20.000 Tonnen veranschlagt . Die
     Tatsache , dass 1968 nur ein Teil dieses Gemeinschaftszollkontingents
     eröffnet , wurde , ändert nichts daran , dass die Richtigkeit der ursprüng­
     lichen Vorausschätzung durch Praxis bestätigt wurde . Daher ist für 1969
     die gleiche Berechnungsmethode wie für 1968 benutzt worden , um den Teil
     des Verbrauchs der Gemeinschaft zu ermitteln , der nicht durch die
     Gemeinschaftserzeugung gedeckt wird . Die Kommission ist nach wie .vor der
     Auffassung , dass der verhältnismässig hohe Umfang der so, festgesetzten
     Kontingentsmenge keine Aufteilung dieser Menge in endgültige Quoten
     auf die Mitgliedstaaten gestattet , denn dadurch , dass die. einzelnen
     Mitgliedstaaten ihre Quote mehr oder weniger rasch verbrauchen , könnte
     der gleiche und kontinuierliche Zugang zu diesem Gemeinschaftszoll-
     kontingent innerhalb der ganzen Gemeinschaft gefährdet werden . Daher
     schlägt die Kommission , genauso wie für das Jahr 1968 , eine Verwaltung
     des Zollkontingents vor , dem die Einsetzung einer Reservemenge , zugrunde
     liegt , wodurch der Gemeinschaftscharakter des betreffenden Gemein–
     schaftszollkontingents am besten gewahrt werden kann . ,
                                                               • • •I• • •
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     Die Trennung zwischen reinem Magnesium und legiertem Magnesium ist auf
     Anregung der italienischen Behörden geringfügig verändert worden , um
     eine bessere Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Normen
     zu erreichen . So wurde im Jahre 1968 Rohmagnesium mit einem Gehalt
     von mehr als 99 >7 % Gewichtshundertteilen an reinem Magnesium als
     reines Magnesium betrachtet , während in dem Vorschlag für eine Ver­
     ordnung für 1969 das Rohmagnesium mit einem Gehalt von mehr als 99*75
     Gewichtshundertteilen an reinem Magnesium als reines Magnesium
     betrachtet wird .
     Ferner belief sich die für 1968 vorgeschlagene erste Rate des Kontingents
     für ' legiertes Magnesium auf 85 °h der für diese Magnesiumqualität vorge­
     sehenen jährlichen Kontingentsmenge , während für reines Magnesium nur
     60     für die erste Rate vorgeschlagen worden war . Diese Unterscheidung
     war durch das Vorhandensein verhältnismässig hoher Vorräte an reinem
     Magnesium in der Gemeinschaft gerechtfertigt . Da sich inzwischen die
     Lage bei den EWG-Vorräten günstig entwicke 1t hat , erschien diese
     Differenzierung nicht mehr erforderlich , so dass für 19^9 vorgeschlagen
     wird , die jeweiligen Kontingentsmengen für die ersten Raten und zwar sowo:
     für reines Magnesium als auch für legiertes Magnesium auf 85 % der
     jeweiligen Kontingentsmengen festzusetzen .
11 . In bezug auf die Indien interessierenden Gemeinschaftszollkontingente ,
     die für Gewebe aus Seide oder Schappes eide und bestimmte Gewebe aus
     Baumwolle, auf Handwebstühlen hergestellt , zu eröffnen sind , haben sich
     die wirtschaftlichen Gegebenheiten gegenüber den bei der Ausarbeitung
     der Verordnungen für das 2 . Halbjahr 1968 verfügbaren Angaben kaum
     geändert , lediglich scheint es , dass die Importeure den Seidengeweben
     mehr Interesse als den Baumwol Igeweben entgegenbringen .
     Bezüglich Artikel 1 , Absatz 3 , Buchstabe b ) des Entwurfs der Verordnung
     betreffend die genannten Gewebe darf die Zweckmässigkeit der für 1968
     angenommenen Lösung , d.h . Zulässigkeit einer Plombe anstelle des am
     Amfang und am Ende eines jeden Webstücks angebrachten Stempels
     ( vgl . hierzu Pussnote auf der Seite des Wortlauts von Artikel 1 ,
                                                              a e I• © •
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Absatz 3 , Buchstabe "b des Verordnungsentwurfs ) nicht übersehen werden .
Die in Artikel 1 Absatz 3 Buchstabe a ) des Verordnungsentwurfs erwähnte
Herstellungsbescheinigung war bereits Gegenstand einer Bekanntmachung
( in Form eines Anhangs zur Verordnung EWG Fr . 864/68 des Rates vom
28 . Juni 1968 ) im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften vom
1 . Juli 1968 , Nr . L 153 , so dass es nicht erforderlich erscheint ,
sie wieder abzudrucken .
 ---pagebreak---                            Vorschlag für eine                  ANLAG'S a
                  Verordnung (ETJG ) Nr , - 0 / 68 des Hâtes
                           Vom  9  « e  o 0   •  «
           über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des
           Gemeinschaftszollkontingents für Gerbstoffauszüge
           aus Eukalyptus der Tarifnummer ex 32.01 D des
           Gemeinsamen Zolltarifs
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf., den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaf
insbesondere auf Artikel 111 ,
auf Vorschlag der Kommission und
in Erwägung nachstehender Gründe :
Die Europäische    Wirtschaftsgemeinschaft, hat sich im Rahmen der letzten
multilateralen Verhandlungen im GATT verpflichtet , für Gerbstoffauszüge
aus Eukalyptus der Tarifnummer ex 32 „ 01 D jährlich ein Gemeinschaftszoll-
kontingent in Höhe von 250 Tonnen zum Zollsatz von 4            zu eröffnen . Nach
den im Rahmen dieser Verhandlungen gemachten zur Zeit geltenden Zollzu-
geständnisse ist demnach für das Jahr 1969 das betreffende Gemeinschafts-
zollkontingent zu eröffnen . Zur Festsetzung des mit diesem Zugeständnis
verbundenen Kontingentszollsatzes wählte die Kommission das - in Ziffer I
Punkt 2 b ) des Genfer Protokolls ( 1967 ) vorgesehene Verfahren 5 der
Kontingentszollsatz beläuft sich demnach auf 4,6             .
Eb ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
den gleichen und kontinuierlichen Zugang zu . diesem Kontingent haben, und ,
dass der für dieses Kontingent vorgesehene. Zollsatz ohne. Unterbrechung
auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitgliedstaaten
bis. zur vollkommenen Ausnutzung des Kontingents angewandt wird . Der
Gemeinschaf tscharakter dieses, Kontingents kann im Hinblick a.uf die oben
herausgestellten Grundsätze dadurch gewahrt, werden , dass der. Ausnutzung
 ---pagebreak---                                  - 2 -                  ANIiACE a
des Gemeinschaftszoll-konti-ngents eine Aufteilung des Volumens auf die
Mitgliedstaaten zugrunde gelegt wird . Damit die tatsächliche Markt ejit-wiciC;
der betreffenden Ware möglichst weitgehend berücksichtigt wird , ist diese
Aufteilung entsprechend dem Bedarf' der Mitgliedstaaten vorzunehmen ;
der Bedarf errechnet sich einerseits an Band der statistischen Angaben
über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Ein­
fuhren aus dritten Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsaussichter.
für das Jahr 1969 »
Die Gerbstoffauszüge aus Eukalyptus sind jedoch in den statistischen
Warenverzeichnissen der Mitgliedstaaten nicht gesondert aufgeführt «
Deshalb ist es nicht möglich gewesen , ausreichend genaue und für alle
Mitgliedstaaten repräsentative Angaben zu erhalten . Der Stand der
Ausnutzung des am 1 . Juli 1968 für diese Waren eröffneten Gemeinschafts-
zollkontingents gestattet heute noch kein abschliessendes Urteil über
den tatsächlichen Bedarf der einzelnen Mitgliedstaaten . Angesichts der
fehlenden Basisangaben und im Hinblick auf eine gerechte Verteilung
des betreffenden Zollkontingents auf die Mitgliedstaaten und mit Rücksicht
auf die Schätzungen einiger Mitgliedstaaten lässt sich der Bedarf an
Gerbstoffauszügen dieser Art aus dritten Ländern für das Jahr 19^9 wie
folgt veranschlagen :
                                             - in Tonnen -
     Deutschland ( BR )                            85
     Frankreich                                    50
     Italien                                       85
     Niederlande                                   15
     Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion      15
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren dieser Ware in die einzelnen
Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist die Kontingentsmenge von 250 Tonne:
in zwei Raten zu teilen , wobei die erste Rate auf die einzelnen Mitgliedsta;
aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur spätersn Deckung des
Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten , die ihre ursprüngliche Quote ausgeschö;
haben , bestimmt ist . Um den Importeuren jedes Mitgliedstaates eine gewisse
Sicherheit zu gewähren , ist es angezeigt , für die erste Rate des
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Gemeinschaftskontingents einen Prozentsatz festzusetzen!^ : der iro vor­
liegenden Fall 60 io der Kontingentsmenge "betragen könnte . Die auf dieser
Grundlage berechnete erste Rate .bj^rägt 150 Tonnen und die zweite Rate
in Höhe .von 100 Tonnen . hild,et die Beseiyv'err                    r
Die, ursprünglichen Quoten der Mitglieds.ta^ten können .mehr oder weniger
rasch ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und
Unterbrechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der seine ursprür
 liehe . Quote fast völlig ausgenutzt ,      hat , die Ziehung einer zusätzlichen
Quote auf die Reserve vornehmen ; diese Ziehung muss von jedem Mitglied-
staat vorgenommen werden , wenn seine einzelnen zusätzlichen' : Quoten . fast voll
ausgenutzt     sind und so oft es die Reserve zulas st' : dii ürsprünglichen
und zusätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des Koritingeritszeitraums
gelten . Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge' Zusammenarbeit
zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission , die' vor allem die
Möglichkeit haben muss , den Stand der Ausnutz^g der Kontingentsmenge
zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten ,
        :r  /: 1 •;                        '                      r   ;;
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeitraun^ in einem
der Mitgliedstaaten eine . grössere. rRa&tmsr@e . jorhanden , so ?nuss dieser
Staat sie auf die Reserve übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil
des Gemeinschaftszollkontingents in einem Mi tgliedstaat nicht, ausgenutzt - wir,''
wahrend er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte .
Im vorliegenden Fall scheint es besonders angezaigt , in den einzelnen
Mitgliedsstaaten das gleiche Verwaltungssystem anzuwenden , da dies die
bestmögliche Ausnutzung der Kontingentsmenge gewährleistet'.* Der Stand
der Ausnutzung der Kontingentsmenge ist'entsprechend den zum freien
Verkehr abgefertigten Einfuhren dieser 'Ware zu beurteilen -
 ---pagebreak---                                   - 4 -                    ANLAGE a
HAT FOLGENDE VERORDNUNG . E RUSSEN s
                                Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1969 wird: der Zollsatz des Gemeinsamen
Zolltarifs für Gerbstoffauszüge aus Eukalyptus der Tarifnummer ex 32.01
im Rahmen eines Gemeinschaftszollkontingents von 250 Tonnen auf 4 J 6 i°
ausgesetzt . '       '                                  ■■•■w.-
                                Artikel 2     ,
1 . Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird eine erste Rate in Hohe
     von 150 Tonnen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die
     vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 5 vom 1 . Januar bis
     31 . Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die einzelnen Mitglied­
     staaten auf folgende Mengen :
     Deutschland ( BR)                               51 Tonnen
     Prankreich                                      30 Tonnen
     Italien                                         51 Tonnen
     Niederlande ' '                                  9 Tonnen   .
     Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion         9 Tonnen .
8*.- Die zweite Rate in Höhe von 100 Tonnen bildet die Reserve .
                                Artikel 3
1 . Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote - wie sie in Artikel
     Absatz 1 festgelegt ist - oder – bei Anwendung des Artikels 5 - die
     gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve übertragenen Menge zu
     90 $ oder mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
     an die Kommission die Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 40 $
     seiner ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
 ---pagebreak---                                                                       5~-                                             AÎTLAGE a
    Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die zweite von einem Mitglied-
    Staat gezogene' Quote au* $0 ^"oder mehr ausgenutzt / so nimmt die ser Mitgliedste.
   unverzüglich durch' Mi^teiltuig lan 'die -'fcBmmission die; Ziehung einer dritten Quot
    in Höhe von 20               seiner ursprünglichen Quote -Vory "'»öiiwi^'di^-'Herse-fvemeng© aus­
   reicht .
      ·.. Χ!ν· X          0·;··Ι                 τ·::·].· ■!                                νί,Γ.                                       ■: ■' -
   Ist -nach -Auss^höpfung der zweiten,; Quptp .di,®^ dritte - von ; einem Mitgliedstaat .•
   gezogene ^Quofte^zu' 90:^;^;der -mehr; ausgenutzte -spr ^immt, dieser ,Mitgliedstaat
   gemäss Absatz 2 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe; jie^-dritten; Quote vor .
   Dieses Verfahren wird sinngemäss bis zur Ausschöpfung der Reserve angewandt .
                                                         •    > v { - A-
   In Abweichung von den Absätzen T "bTs 3 kann jeder Mitgliedstaat Ziehungen
   niedrigerer Quoteil als iri ;dieseri 'Absätzen 'vorgeö-eheri vorriehmen,"' ^wenn Grund zu
   Annähme be s'töivt , ldass diese nicht äüsgesc¥öpft: weiden könnten ^-: Er unterrichtet
   die Kommission über die1 Gründe' ,-'*d;ie ' ihn -Veranlasst haben , di^ ^Bestimmungen
   dieses Absatzes anzuwenden. ! '- ::f •'                                                       -..V t       1xv        c- '-x -: t .=
                                  <y
  • Tlini        I       a                  :- rr            Artikel 4                         y.,;                                  •»    c* '
  Me ';in Anwendung' Von Artikel"^ 'gezogenen 'zusätzlichen' Quoten gelten bis
   zum '31 . 'Dezember l96$.'': '                                                       •«.«/. fc r< asr. sii& .t i : ys x. x- ri.
                                                             Artikel 5
   Hat J ein 'Mi'tglletöstaa^ ' söfrie ürspi"üngliche''-Quotfe 'am rI5i'-'September' 1969 nicht
   ausgeschöpft,'- "öö- übrertfä^ '-ö'r 'spStystens 'am '10 ? Oktober 1969 von der nicht
   ausgenutzten Menge den Teil , der 20 $ seine!? -Hxrspi4iiigl>f^li'eii,;'Qubti9 übersteigt ,
   auf die Reserve . Er kann eine grössere Menge übertragen , wenn Grund zu der
  Annahme besteht , äasä Sli'e betreffende' Menge' "inicht ausgenutzt' werden könnte .
   Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 10 ... Oktober 1969
  die Gesamtmenge der Einfuhren der betreffenden Waren mit , die bis zum
   15 « September 1969 einschliesslich durchgeführt und auf das Gemeinschafts-
   zollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil seiner
  ursprünglichen Quote , den er auf die Reserve überträgt .
'                                                            Ai^ikel                                        o.i:G
                       - ;?       Γ3.ί:χ ";.ί ι                          'ί . <!. ί .Ϊ5;':     τ;      * ,} Γ
  Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
  Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied-
   Staaten über         den Stand, der Ausschöpfung der Reserve , sobald ihr die
                 J'.íftXjiííiÚT -! -Z
  Mitteilungen zugehen .
 ---pagebreak---                                   - 6 -                   ANLAGE a
 Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 » Oktober 1969
 über die Reservemenge , die nach den in Anwendung von Artikel 5 erfolgter.
Übertragungen verbleibt .
 Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die Reserve ausgeschöpft wird,
 auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und gibt zu diesem
 Zweck dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den
 Restbetrag an .
                                  Artikel 7
 1 . Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Vorkehrungen , um durch
     die Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die er in Anwendung von
     Artikel 3 gezogen hat , die fortlaufende Anrechnung auf seinen kumu­
     lierten Anteil des Gemeinschaftszollkontingents zu ermöglichen .
2 . Nach Massgabe der Gestellung der betreffenden Waren bei der Zollstell:
     mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr rechnen
     die Mitgliedstaaten die Einfuhren der betreffenden Ware auf ihre
     Quoten an .
3 - Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Ware ,
     die sich in seinem Gebiet niedergelassen haben , freien Zugang zu den
     ihm zugeteilten Quoten .
4 o Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten der einzelnen
     Mitgliedstaaten wird an Jiand der gemäss Absatz 2 angerechneten Einfuhr:
     festgestellt .
                                  Artikel 8
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 19°9 in Kraft .
                 Die Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und
                 gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Brussel , den                                   Fur den Rat
                                                Der Prâsident
 ---pagebreak---                                     Vorschlag für eine                         ANLAGE b
  ' '                Verordnung fEWG ) Nr . >v, ./ 68 des Rates­
      ■ ..               ■          vom            « •»      k-
             über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des-
             Gemeinschaftszollkontingents für Zeitungsdruckpapier
    •        dfer- Tarifnummex 48 . Ol des Gemeinsamen Zolltarifs
DES- RAT - PfiR EUROPA I SCHEIT GELIEINSCHAFTSN                         •
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der .Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf . Artikel III ,.. -'                 r; ; • •_*.   .
auf Vorschlag der Kommission und                        • . ••                   ;■
in Erwägung nachstehender Gründe s
Di"e Europäische "Wirtschaftsgemeinschaft hat sich verpflichtet , mit
Inkrafttreten des Genfer. Protokolls ( 1967 ) für Zeitungsdruckpapier der
Tarifnummer 4,8 » Ol A jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontingent
in Höhe yon .625-000 Tonnen zu eröffnen . Fach diesem zur Zeit für die
Gemeinschaft, geltenden Protokoll ist demnach für das Jahr 1969 ^as
Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen .
           vr i             / :> >•       ■' . » .      1' -               .        .. '
Es ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
den ig'Lelchen: und .'.köäitinuierlicheni Zugang, 2iu .diesem Kontingent .jhsiben , und
dass^ der. für dieses ;Kontirigeiit . vorgesehene Zollsatz; .©hne .Unterbrechung
auf sämtliche - Einfuhren der betreffenden .WaCre in alle Mitglieds ta,aten
biä'-zur vollkommenen Ausnutzung des Kontingents angewandt; wird !>££■
Geme.inschaftschai-akter.dii&ses! Kontingents; - kann; im: Hinblick auf^die öben
herausgestellten Grundsätze dadurch gewahrt weanien: ,: ;dass der Ausnutzung
des Gerne inschaftszollkoritingent s eine Aufteilung deis .-Volujnens; auf die
Mitgliedstaaten. Zugrunde gelegt wird ., Damit'- die . tatsächliche 1 Marktent­
wicklung der betreffenden Ware möglichst weitgehend berücksichtigt wird ,
ist diesö Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Mitgliedstaaten vorzunehmen
 ---pagebreak---                                   - 2 _                 ANLAGE b
der Bedarf errechnet sich einerseits an Hand der statistischen Angaben
über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Ein­
fuhren aus dritten Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsaussichten
für das Jahr 1969 .
Wahrend der letzten drei Jahre , über die vollständige statistische Angaben
vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der betreffenden Ware zur Deckung
des Verbrauchs aus dritten Ländern in die Gemeinschaft prozentual auf die
Mitgliedstaaten wie nachstehend angegeben . Es ist jedoch möglich , dass die
Eröffnung eines Gemeinschaftszollkontingents für das Jahr 1968 das
Verhältnis des Warenverkehrs der Mitgliedstaaten mit dritten Ländern erhebli;
verändert hat . Auf Grund der Angaben für die ersten Monate von, 1968 , der sie;
daraus ergebenden Extrapolationen und vor allem der Vorausschätzungen der
Mitgliedstaaten , könnten sich für 1968 die nachstehend angegebenen Prozent­
sätze ergeben ;
                         1965    1966    1967    Durchschnittlicher       i960
                                                 tatsächlicher
                                                 Prozentsatz für die
                                                 Jahre 1965 bis 1967
Deutschland ( BR )       68,18   67,41   62,576        66,079             66,07 ;
Frankreich               11,71   13,81   14,144        13 , 24 1           9 , 97 :
Italien                   1,78    0,36    1,599         1,224              1,19-
Niederlande              11,50   12,03   13,531        12,349             15,13':
Belgisch-Luxemburgische
Wirtschaftsunion          6,83    6,93    8,150         7,107              7 , 615
Es ist jedoch angezeigt , den vorstehenden Prozentsatz in Verbindung mit
der voraussichtlichen Entwicklung des Einfuhrbedarfs zur Deckung des Verbrate,
der Mitgliedstaaten aus Drittländern zu beurteilen . Eine Vorausschätzung der
für den Verbrauch der einzelnen Mitgliedstaaten im Jahre 1969 erforderlichen
Einfuhren erweist sich , vor allem mit Rücksicht auf die in den Vorjahren bei
den meisten Mitgliedstaaten eingetretenen              Schwankungen , als
schwierig ; aus diesen Gründen lässt sich die erste prozentuale Beteiligung
an der Kontingentsmenge annähefnd wie folgt ermitteln s
 ---pagebreak---         Deutsohland ( BR)                               *                     64
        Frankreich                                                            13 $
        Italien                                             -                    1 %
        Niederlande, ...„         ± c k <-r ol iy% hr <Qc>£I .a.'jsysos'ju ''15'%
        BelgischrLvu:emburgische ;.Wirtschaftsuniöft '■">                          %
                                                                                                   !.• r . i ■■■■
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der betreffende)?! Wäre in die
einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist die Kontingentsmenge
von 625.000 Tonnen in zwei Raten aufteilen , wobei die erste Rate auf die -
einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt, .wird- und d,ie ; fzwedt€;CRa't0r.a;is Reserve
zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaa.te'nj~ die . ihre
urspruhgli'ch'e Quo't'e ausgeschöpft haben ,, best.i^mt,rist,i0 Umj deül; Importeuren
jedfes llrtgiiedstäateB eine gewisse Sicherheit zu : gewähren* o ist ? e;s angezeigt ,
di<3 : ©rste'' Rate des Gemeinschaftskontingentg verhältnismässig , hoch abzusetzen ,
d . h . sie könnte in diesem Falle rund 90 $ der Kontingentsmenge betragen .
                                                                               /     k -V . • ' .< 7-; 4     •
Die auf dieser Grundlage berechnete erste Rate beträgt '560.000 Tonnen , und
die zweite Rate.. irvHöhe von 65.000 Tonnen bildet die Reservö'.
Die ursprünglichere Quoten der Mitgliedstaaten können mehr oder weniger ,
rasch ausgeschöpft ^werden . Um                         'Tadjaacfh©^                                 und
Unterbrechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der seine
ursprüngliche Qupte , fast ; völlig :$uSg6hützt hat , - diö Ziehu&g einer' zusätz-
              „ ovï r.- B -v.                "■  - ■                     »
liehen Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muss jeder Mitglied-
staat vornehmen , wenn seine einzelnöji- 'züsä-tzlichen Quoten fast völlig
ausgenutzt sind ,, und . ^o oft e s . die lte s errome nge- r'ge s ta1 1 e't .; D ie ursprünglichen
und zusätzlichen Quoten müssen.,,bis .zum Ende» des Kontingentszeitraums gelten .
Diese Art der.:¥erwalty.ng erfordert eine enge'> Zusammenarbeit' zwischen den
Mitgliedstaaten und der. ^mmi-ssjio^                               all^# die-^Möglichkeit haben muss ,
den Stand der 4usnutziing;der: . K9ntijagen.tsmengs- StU' verfolgeh ürid die Mitglieds
staatenMäVön' zu unterrichten ,                     .                                                '5           .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeitraums in einem der
Mitgliedstaaten eine grössere Restmenge vorhanden , so muss dieser Staat
sie auf die Reserve übertragen , -um zu verhindern , dass ein Teil des Gemeinscha .
Zollkontingents               in einem Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird , während
er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte .
 ---pagebreak---                                      - 4 -                   ANLAGE b
Im vorliegenden Fall scheint es angezeigt , den einzelnen Mitgliedstaaten
die Wahl des Systems der Verwaltung ihrer Quoten zu überlassen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                   Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen
Zolltarifs für Zeitungsdruckpapier der Tarifnummer 48.01 A des Gemeinsamen
Zolltarifs im Rahmen eines Gemeinschaftszollkontingents von 625 . 000 Tonnen
vollständig ausgesetzt .
                                   Artikel 2
1 . Von diesem ßemeinschaf tszollkontingent wird eine erste Rate in Höhe
    von 56O.OOO Tonnen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten ,
    die vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 5 vom 1 . Januar bis
    31 . Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die einzelnen Mitglied­
    staaten auf folgende Mengen :
    Deutschland ( BR )                               358.400 Tonnen
    Frankreich                                        72.800 Tonnen
    Italien                                            5-600 Tonnen
    Pays-Bas           •                              84 . 000 Tonnen
    Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion          39.200 Tonnen .
2 . Die zweite Rate in Höhe von 65 . 000 Tonnen bildet die Reserve .
                                   Artikel 3
1 . Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote , wie sie in Artikel 2
    Absatz 1 festgelegt ist - oder - bei Anwendung des Artikels 5 - die
    gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve übertragenen Menge zu
    90 'Jo oder mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
    an die Kommission die Ziehung einer zweiten Quoten in Höhe von 15 %
    seiner ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
 ---pagebreak---                                                 - 5 -                                  ANLAGE b
 2 . Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die zweite von einem
        Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 $ oder mehr ausgenutzt,, so nimmt, dieser
        Mitgliedstaat unverzüglich durch Mitteilling an die . Kommission die Ziehung
      * einer dritten Quote in Höhe von 7                     seiner ursprünglichen Quote vor ,
        soweit die Reservemenge ausreicht .
 3 . Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die . dritte von einpm Mitglied­
      sstaat gezogene Quote zu 90 % oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser . .
        Mitgliedstaat gemäss Absatz 2 die Ziehung einer . vierten Quote in, Höhe
        der dritten Quote vor . Dieses Verfahren wird sinngemäss bis zur
        Ausschöpfung der Reserve angewandt .
 4". In Abweichung" von den' Absätzen i bis 3 , kann Jeder Äitgliedstaat Ziehungen
        niedrigerer Quoten als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn Grund
                                              s   ; >• ;■ - «
        der Annahme besteht , dass diese nicTiTauBgeschöpft werden könnten . Er
        unterrichtet "di^ Köfflnüssi-dn -über' diö Griandä'^ 'diö : ihn Sreranlässt ' haben ,
        dieJBestimmungen_dieses Absatz6s - ;ahzüwendeiiV 0' [Jj : ' ! x: ' >•=•> •
    '                i.R           r . " - : Artikel' 4             - T–               '• 1 "•
 Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten bis
> ' r■            -1        • ; i-x'r                         •• ; y. v;:; : . . ; u ■■ ■> • • • • " • - • ' ■
 zum 31 . Dezember " I969 .                                                '
                                             Artik'ei" 5' "
 Hat eih 'Mitglieds'taat seine ursprüngliche Quote ^am 15 . September 1969
 nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens am 10 . Oktober 19^9 von
 der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 10 $ seiner ursprünglichen
 Quote übersteigt auf die Reserve r~Er''känn * eine grössere Menge übertragen , .
 wenn Grund zu der Annahme' bestöht , das's die betreffende. Menge nicht aus­
 genutzt werden könnte .
 Jeder ^itgliedstaat; teilt : der . Kommission spätestens ; am '10 . Oktober 1969
 die Gasamtmenge der Einfuhren' der' betreffenden Wäre' mit , ' die bis zum
 15 « September 19^9 einschliesslich durchgeführt und auf das Gemeinschafts-
 zollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil seiner
 ursprünglichen - Quöte , 'den er auf die Reserve überträgt .
 ---pagebreak---                                     - 6 -                ANLAGE b
                                  Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied­
staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve , sobald . ihr die
Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 • Oktober 1969 über
die Reservemenge , die nach den in Anwendung von Artikel 5 erfolgten
Übertragungen verbleibt .
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die Reserve ausgeschöpft wird ,
auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und gibt zu diesem Zweck
dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag an .
                                  Artikel 7
1 . Jeder Mitgliedstaat verwaltet seine Quoten gemäss seinen eigenen
    Vorschriften für die , Zollkontingente .
2 . Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der einzelnen Mitgliedstaaten
    wird auf Grund der Gestellung der betreffenden Waren bei der Zollstelle
    mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr festgestellt .
                                  Artikel 8
Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die
Einhaltung der vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                  Artikel 9
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1969 in Kraft .
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
           unmittelbar ii? jedem Mitgliedstaat .
Briissel , den                                     Fur den Rat
                                                   Der Prâsident ,
 ---pagebreak---                                   Vorschlag für eine                      AKLAGE C
                "   - Verordnung ( EWG ) Nr.... /68 des Rates
                                - vom . .  »
           über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung das ..
           Ge'meinöchaftszollko.ntingents für Leinengarne,^ roh ;
           ( kusgenömmen . Garne , aus Flachswerg ), mit einer -
           Läuflängö ;je kg von,. 30.000 m oder weniger , zum-
           Herstellen -von- ^gezwirnten Garnen" für die- Schuh–                        ■
           industrie oder von gezwirnten käTbelkbbindegarnen
           (Tari'fhuinmer ex .54 • 03 B I a ) des (gemeinsamen . •                   ,
           Zolltarifs ):            . . ..          ' J" -* '■ ~ ' r
DER RAT DER EUROPÄISCHEN ; GEMEINSCHAFTEN - '                               -r - ;
                     (,■                                        •  - -.ri ' , r.   -v
gestützt aüf den' Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere. ;auf .Artikel           "                      -
auf Vorschlag der"^Kommis.s4o^ und ;                    y' !       v'"- •• -
in Erwägung; 'nachstehender .Gründe :        " -•        i.       v; : ,         .
Die Europäische Wir.tpchafgepe inschaft hat' Sich verpflichtet , mit
Inkrafttreten de». .Genfer Erotokpils ( 19&7 ) ifür rohe Leinengarne ( aus­
genommen Garn4'äus Flachswerg.), mit einer Lauflänge je kg: von 30.000 m
oder weniger , zum Herstellen von gezwirnten 'Garnen für - die Schuhindustrie
oder von gezwirnten Kabelabbindegarnen der Tarifhummer ex 54 « 03 B I a )
jährlich 'ein Gemeinschaf.tszollkontingent in Höhe von 500 Tonnen zum Zoll­
satz von 2 $"z-tf- eröffnen ,. Nach, diesem "zur ; Zeit-' für 'die Gemeinschaft geltende*!
Protokoll iist : dahei' ; für das . Jahr 196$ das öemeixiscShaftszollkontingent zu
eröffnen . Zur Festsetzung des mit diesem'Zügeständnis . verbundenen
Kontihgentszollsatzes wählte die Gemeinschaft , das in Ziffer I Punkt 2 b )
des genannten Protokolls vorgesehene : Verfahren 5 der Kontingentszollsatz
bel'äuft sich -demnach - für..-das Jahr 1969 auf 2,6 % .
 ---pagebreak---                                                           ANLAGE Xj
                                    2 -
Es ist vor allem sicherzustellen ,"   dass alle Importeure der Gemeinschaft de
gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kontingent haben , und dass d:
für dieses Kontingent vorgesehene Zollsatz - ohne Unterbrechnung auf sämtliche
Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitgliedstaaten bis zur vollkommene:,
Ausnutzung des Kontingents angewandt wird . Der Gemeinschaftscharakter diese ;
Kontingents kann im Hinblick auf die oben herausgestellten Grundsätze
dadurch gewahrt werd^a, dass der Ausnutzung des G ? meinschaftszollk;ontingente
Aufteilung des Volumens auf die Mitgliedstaaten zugrunde gelegt wird « Damit
die tatsächliche Marktentwicklung der betreffenden Ware möglichst weitgeher.i
berücksichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der
Mitgliedstaaten vorzunehmen 5 der Bedarf errechnet sich einerseits an Hand
der statistischen Angaben über die während eines repräsentativen Bezugs-
zeitraums getätigten Einfuhren aus dritten Ländern und andererseits nach de:,
Wirtschaftsaussichten für das Jahr 19&9 »
Die rohen Leinengarne dieser ganz bestimmten Beschaffenheit sind jedoch in
den statistischen Warenverzeichnissen der Mitgliedstaaten nicht gesondert
aufgeführt . Deshalb ist es nicht möglich gewesen , ausreichend genaue und
repräsentative statistische Angaben zu erhalten , ausgenommen für die
Bundesrepublik Deutschland , der früher gemäss Artikel 25 Absatz 1 des
Vertrages für diese Garne ein nationales Zollkontingent gewährt worden
war . Die Französische Republik hat mitgeteilt , dass ihre Einfuhren an
diesen Leinengarnen aus dritten Ländern sehr gering waren . Es ist anzunehme:,
dass es sich in den Niederlanden und in der Belgisch-Luxemburgischen
Wirtschaftsunion ebenso verhält ; die Einfuhren nach Italien liegen viel­
leicht etwas höher .
In der Bundesrepublik Deutschland haben sich die Einfuhren an diesen
Leinengarnen aus dritten Ländern während der letzten drei Jahre, über die
vollständige statistische Angaben vorliegen , wie folgt entwickelt s
           1965                1966                  1967
           246 Tonnen         '224 Tbnnen            118 Tonnen    5
am 15 . September 1968 hatten die Mitgliedstaaten über ihre Quoten an dem
für 1968 eröffneten Gemeinschaftszollkontingent folgende Einfuhren
durchgeführt s
 ---pagebreak---              Deutschland ( BR)                                                                   , 125,,4:: Tonnen                     .
        " Niederiànde                                                            . v ..          . . r;; A,23~4 ./Tonneni -y :-
             Belgisch-Luxemburgische Wirtachaftsuni.on. . . . 1,.Q19 Tonnen l-i.'.
                -ri --.- ñ                  - "H •' - *• •       "• * - ó
            'Frankreich und Italien ..                                                               keine i Einfuhren :
                   ... . ••'"i *u : Ki : "C                      'i w,; -         '0"w
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren de??; betreffenden. W^rej in die
einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist die Kontingentsmenge
von 500 Tonnen in zwei Raten zu teilen , wobei die erste Rate auf die
einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve
zur; späteren Deckung ^äehsr- :Bedai?fff "deirjenigen Miigliedstaaten, die, ihre. ...
ur;spri3fogli©he; Qiubte-: %üögeschÖpft haben ,f bestimmt ist . Um den Importeuren
                                                        • . ..                v;         " f '1-;V ' . >'                 ii : ■
jedes.Mitgliedstaaites eine :gewisse' Sicherheit zu gewähren , ist es angezeigt ,
für- die erste iJSate'-'äe« Gemeinischaiftsfeöhtihgehts einen Prozentsatz festzusetzer
                                                                    <                , ;  h    v      /y       ff? t. iT     1   -• -
der . im : vorliegende»'-* Fäll- 55' ' /® döi* Kontingöritsmenge betragen könnte . .Die
auf dieser Grundlage 'berechnete erste Rate beträgt 275 Tonnen und die
zweite Rate in Höhe von 225 Tonnen bildet die Reserve .
                                                                          . .      ,· Γ      . ·'ν-ι·ί'·ί·:Π ' ?" ϊίΟ    4 Ζ '·.1 ■· ' · ί ;) ; '
Die. uTsprünglxchen' Quoten der '^itgli'ödstääten ''können mehr oder wenige.r
rasch ausgeschöpft ^rdleii.;-:tfm'''d&86* Tätsache Rechnung zu, tragen und ..
Unterbrechungen: 'auszuschälteri,'' solT.t'e''jeder Mitgliedstaat , der seine
ursprüngliche; Quotre-fäst-' völlig 1 'ausgenützt hat ," die Ziehung einer
zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muss jeder
Mitgliedstaat vornehmen , wenn seine einzelnen zusätzlichen Quoten fast
völlig ausgenutzt ■: sind , -und so oft es die Reserve zurläBst . Die . ursprünglichen
lind zusätzlichen ^Quoten müssen bis zum Ende des Kontingentszeitraums .; gelten .
Diese Art der "Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen . den
Mitgliedstaate» und ~der Kommission die vor allem die Möglichkeit habon muss ,
den Stand der Ausnutzung der Köntingeritsmerige zu verfolgen und die Mitglied­
staaten davon zu unterrichten .
                                      oi'. OÌ£ - j' :ì1.;.Ì i--'
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeitraums in einem der
Mitgliedstaaten . feine grössere Restmenge vorhanden , so muss dieser Staat
sie auf die Reserve übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil des Ge-
meinschaftszollkontingarts in einem Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird ,
während er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte .
 ---pagebreak---                                                          A FLAGE o
 Im vorliegenden Fall scheint es besonders angezeigt , in den einzelnen
Mitgliedstaaten das gleiche Verwaltungssystem anzuwenden , da dies die
bestmögliche Ausnutzung der Kontingentsmenge gewährleistet . Der Stand
der Ausnutzung der Kontingentsmenge ist entsprechend den zum freien
Verkehr abgefertigten Einfuhren dieser Ware zu beurteilen -
HAT FOLGEKDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                 Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 - Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen
Zolltarifs für Leinengarne , roh ( ausgenommen Garne aus Flachswerg ), mit
einer Lauflänge je kg von 30.000 m oder weniger , zum Herstellen von
gezwirnten Garnen für die Schuhindustrie oder von gezwirnten Kabelabbinde-
garnen der Tarifnummer ex 54.03 B I a ) im Rahmen eines Gemeinschafts-
zollkontingenta von 500 Tonnen auf 2,6 "Ja ausgesetzt .
                                 Artikel 2
1 . Von diesem Gemeinschaftszellkontingent wird eine erste Rate in Höhe
    von 275 Tonnen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die
    vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 5 vom 1 . Januar bis
    31 . Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die einzelnen Mitglied­
    staaten auf folgende Mengen : .
    Deutschland ( BR )                              253 Tonnen
    Frankreich                                        5 Tonnen
    Italien                                           7 Tonnen
    Niederlande                                       5 Tonnen
    Belgisch-Luxemburgische Wi rt schaf tsunion       5 Tonnen
2 . Die zweite Rate in Höhe von 225 Tonnen bildet die Reserve .
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                                      , . \ Artikel 3
1 . Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote , wie sie in Artikel 2
        Absatz 1 festgelegt ist,' - oder - "bei Anwendung des Artikels 5 - die
        gleiche Quote abzüglich' der auf die Reserve übertragenen Menge zu
        90 $ oder mehr ausgenutzt , sb nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
        an dier Kommission die Ziehung' einer zweiten Quote in Höhe von 60 %
        seiner ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge                   ausreicht .
2 -. Ist nach Ausschöpfung der- ursprunglichen Quote die zweite von einem
        Mitgliedstäaten gezogene Quote zu 90 i° oder mehr ausgenutzt , so nimmt
  •- dieser Mitgliedstaat unverzüglich durch Mitteilung kri die Kömmission
  : die Ziehung einer dritten Quo^e in; Höhe von 30 $ seiner ursprünglichen
        Quote vori soweit die Reservemenge ausreicht .
3 . Ist nach Ausschöpfung . der-^-zwe-iten Quote die dritte von einem Mitglied-
        staat gezogene Quote zu 90            oder mehr- ausgenutzt ,- so nimmt' dieser
   -. . Mitgliedstaat gemäss Absatz 2 die Ziehung. >einer vierten . Quote in Höhe
        der dritter* Quote-, vor .. Dieses Verfahren wird sinngemäss - bis - zur
  . Ausschöpfung der Reserve angewandt .
4 .. In Abweichung von 'den Absätzen 1 bis 3 : kann jeder 'Mitgliedstaat
     , Ziehungen niedrigerer Quoten als i*V
        diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , . wenn Grund zu ..der Annahme besteht ,
        dass diese nicht ausgeschöpft werden könnten . E.* unterrichtet die Kommissi
        über die Gründe ,, die ihn veranlasst haben , di© /Bestimmungen dieses
        Absatzes anzuwenden .                      • , .                     -!
                                            Artikel 4
Die in Anwendung von Artikel "3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten bis
zum 31 . Dezember , 1969 . •                     :/ • - •        ■; •      . -
                                                                       • • •/ • • *
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                                Artikol 5
Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote am 15 « September 1969
nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens am 10 . Oktober 1969 von
der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 20 $ seiner ursprünglichen
Quote übersteigt , auf die Reserve . Er kann eine grössere Menge übertragen,
wenn Grund zu der Annahme besteht , dass die betreffende Menge nicht ausge­
nutzt werden könnte .
Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 10 . Oktober 1969
die Gesamtmenge der Einfuhren der betreffenden Waren mit , die bis zum
15 « September 1969 einschliesslich durchgeführt und auf das Gemeinschafts-
zollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil seiner
ursprünglichen Quote , den er auf die Re serve überträgt .
                                Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied­
staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve , sobald ihr die
Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 « Oktober 1969 über
die            Reservemenge , die nach den in Anwendung von Artikel 5
erfolgten Übertragungen verbleibt .
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die Reserve ausgeschöpft wird ,
auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und gibt zu diesem Zweck
dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag an .
                                Artikel 7
1 . Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Vorkehrungen , um durch
    die Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die er in Anwendung von
    Artikel 3 gezogen hat , die fortlaufende Anrechnung auf seinen kumu­
    lierten Anteil des Gemeinschaftzollkontingents zu ermöglichen .
 ---pagebreak---                                          - 7 -                AFLAGE c
2 . Nach Massgabe der Gestellung der betreffenden Waren bei der Zollstelle mit
     einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr rechnen die
     Mitgliedstaaten die Einfuhren der betreffenden Ware auf ihre Quoten an .
3 . Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Ware , die
     sich in seinem Gebiet niedergelassen haben , freien Zugang zu den ihm zu­
     geteilten Quoten .
4 . Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten der einzelnen Mitglied­
     staaten wird an Harri der gemäss Absatz 2 angerechneten Einfuhren festge­
     stellt .
                         J            Artikel 8
     Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die Ein­
   , haltung der -vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                      Artikel 9
     Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 19°9 in Kraft .
                 Die Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und
                 gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
     Briïssel , den                                 Fur den Rat
                                                    Der Prâsident
 ---pagebreak---                             Vorschlag für eine              ANTAGE d
               . Verordnung ( EWG ) Nr . . . ./68 des Rates
                      " ■   vom ...     ••   .. .. ... » ..
          über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des
          Genteinschaftskontingents für Ferrosilizium der
          Tarifnummer 73.02 C des Gemeinsamen Zolltarifs
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                             . '
                                               l
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der.. Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 111 ,
auf Vorschlag der Kommission und
in Erwägung nachstehender Gründe :
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich "verpflichtet , mit Inkraft­
treten des Genfer Protokolls ( 1967 ) für Ferrosilizium der Tarifnummer 73.02 C
jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontingent in Höhe von 20.000 Tonnen
zu eröffnen . Naclj-;4iesem zur Zeit für die. Cfemeinschafts geltenden Protokoll
ist demnach für das Jahr 1969 äas Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen .
Der Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents kann dadurch gewahrt werden ,
das« der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents eine Aufteilung des
Volumens auf die Mitgliedstaaten zugrunde gelegt vird . Damit die tatsächliche
Marktentwicklung der betreffenden Ware möglichst weitgehend berücksichtigt
wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem ..Bedarf der Mitgliedstaaten vor­
zunehmen } der Bedarf errechnet sich einerseits an Band der statistischen
Angaben über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten
Einfuhren aus dritten Ländern und 'andererseits nach den Wirtschaftsaus-
sichten für das Jahr 1969 »                *
 ---pagebreak---                                      - 2 -                    ANLAGE A
Während der letzten drei Jahre , über die vollständige statistische Angaben
vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der betreffenden Ware aus dritten
Ländern in die Gemeinschaft prozentual auf die Mitgliedstaaten wie nach­
stehend angegeben . Es ist jadoch möglich , dass die Eröffnung eines Gemein-
schaftszollkontingents für das Jahr 1968 das Verhältnis des Warenverkehrs
der Mitgliedstaaten mit dritten Ländern erheblich verändert hat . Auf Grund
der Angaben für die ersten Monate von 1968 , der sich daraus ergebenden
Extrapolationen und vor allem der Vorausschätzungen der Mitgliedstaaten ,
könnten sich für 1968 die nachstehend angegebenen Prozentsätze ergeben s
                        1965    1966     19d7    Durchschnittlicher       1968
                                                 tatsächlicher
                                                 Prozentsatz für die
                                                 Jahre 1965 bis 196?
Deutschland ( BR)       74,07   67,28    63,50         68 , 468           67 , 474
Frankreich               0,21    0,65      0,18          0,342             0,237
Italien                  6,36   10,94    18,47         11,754             16,956
Niederlande              4,16    4,85      4,25          4,410             4,341
Belgisch-Luxemburgische
Wirtschaftsunion        15,20   16,28    13,60         15,026             10,992
Aus diesen Gründen und unter Berücksichtigung der voraussichtlichen
Entwicklung der Marktlage für Ferrosilizium im Jahre 1969 lässt sich
annähernd folgende prozentuale Beteiligung an dem Kontingent ermitteln ;
     Deutschland ( BR )                         66 70
     ΡΓ&ηΙςΓθΐοΙι                                0,25 Ί°
     Italien                                    19 %
     Niederlande                                 4,25 1°
     Be lgi sch-Luxemburgi sehe
     Wirtschaftsunion                           10,50 fo
Da es sich um ein Zollkontingent mit einer verhältnismässig geringen
Kontingentsmenge handelt , kann in diesem Falle ein System der Ausnutzung
vorgesehen werden , dem eine einmalige Aufteilung auf die Mitgliedstaaten
zugrunde liegt , ohne dass damit dem Gemeinschaftscharakter des Kontingents
                                                              • • •/a • •
 ---pagebreak---                                     •   - -3 -                A1TLAGE d
Abbruch getan wird . Diese Aufteilung könnte somit nach den in der vorstehende
Tabelle angegebenen Prozentsätzen vorgenommen werden .               ; w- :
In diesem Fall gestattet die prozentuale Beteiligung der Mitgliedstaaten
am Gemeinschaftszollkontingent - in Anbetracht des Verhältnisses zwischen
der Kontingentsmenge und dem Einfuhrbedarf der einzelnen Mitgliedstaaten -
den Importeuren der Gemeinschaft einen gleichen Zugang zu dem Gemeinschafts-*
zollkontingent . Aus diesem Grunde ist es angezeigt , den Mitgliedstaaten
die Wahl des Systems der Verwaltung ihrer Quoten zu überlassen , zumal es
wahrscheinlich, ist , dass die Kontingentsmenge rasch ausgeschöpft sein wird -r
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN s
                                     Artikel 1
Vom 1 . Januar Iis 31 . Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen Zoll­
tarifs für Ferrosilizium der Tarifnr . 73.02 C im Rahmen eines Gemeinschafts-
zollkontingents von 20.000 Tonnen vollständig ausgesetzt .
                                     Artikel 2
Das in Artikel 1 genannte Gemeinschaftszollkontingent wird wie folgt auf
die Mitgliedstaaten verteilt :
      Deutschland ( BR )                              13.200 Tonnen
      Frankreich                                            50 Tonnen
      Italien                                          3.800 Tonnen
    ' Niederlande                                          850 Tonnen
      Be lgi sc h-Luxemburgi sehe Wi rt schaft sunion  2 . 100 Tonnen
                                    Artikel 3
Jeder Mitgliedstaat verwaltet die ihm zugeteilte Quote gemäss seinen eigenen
Vorschriften für die Zollkontingente .
                                                                 /
 ---pagebreak---                                      4 -                   AFLAGE d
                                 Artikel 4
Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission regelmässig über die .
tatsächlich auf ihre Quoten angerechneten Einfuhren aus dritten Ländern .
                                 Artikel 5
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1969 in Kraft .
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und
           gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Briissel , den                                       Fiir den Rat ,
 ---pagebreak---                               Vorschlag für eine                        AFLAGE e
                     Verordnung ( EWG ) Nr . •••/ 68 des Rates
                              vom . ,•  . .       . ....
                über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des
              • Gemeinschaftszollkontingents für Ferrpsilizium^-
                mangan der Tarifnummer 73.02 D des Gemeinsamen .
             . Zolltarifs                                 ...              . .. ,
  DER RAT.. DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN; -             _
. gestützt auf den Vertrag zur Gründung dei;. Europäischen. Wirtschaftsge­
  meinschaft , insbesondere auf Artikel 111 ,
  auf Vorschlag der Kommission und
  in Erwägung nachstehender Gründe :
                                                   f                            .         .
  Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich verpflichtet , für
  Ferrosiliziummangan der Tarifnummer 73.02 D ein zollfreies Gemeinschafts-
  zollkontingent in Höhe von 50.000 Tonnen      • • *
                                                       für 1969
                                                              > '!
                                                                   zu eröffnen
                                                                         . ..s
                                                                                  . Demnach
                                                                                    . ' 1
  ist zum 1 . Januar 19^9 dieses Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen .
  Es ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
  den gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kontingent haben, und
  dass der für dieses Kontingent vorgesehene Zollsatz ohne Unterbrechung auf
  sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitgliedstaaten bis
  zur vollkommenen Ausnutzung angewandt wird . Der Gemeinschaftscharakter
  dieses Kontingents kann im Hinblick auf die vorstehend herausgestellten
  Grundsätze dadurch gewahrt werden , dass der Ausnutzung des Gemeinschaftszollir
  kontingents eine Aufteil\ang des Volumens auf die Mitgliedstaaten zugrunde
  gelegt wird . Damit die tatsächliche Marktentwicklung der betreffenden
  Ware möglichst weitgehend berücksichtigt wird j ' ist diese Aufteilung
  entsprechnend dem Bedarf der Mitgliedstaaten vorzunehmen ; der Bedarf
  errechnet sich einerseits an Hand der statistischen Angaben über die
  während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren
 ---pagebreak---                                       - 2 -                   ANLAGE e
aus dritten Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für
das Jahr 1969 »
Während der letzten drei Jahre , über die vollständige statistische Angaben
vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der betreffenden Ware aus dritten
Ländern in die Gemeinschaft prozentual auf die Mitgliedstaaten wie nächste:
angegeben . Es ist jedoch möglich , dass die Eröffnung eines Gemeinschafts-
zollkontingents für das Jahr 1968 das Verhältnis des Warenverkehrs der
Mitgliedstaaten mit dritten Ländern erheblich verändert hat . Auf Grund
der Angaben für die ersten Monate von 1968 , der sich daraus ergebenden
Extrapolationen und vor allem der Vorausschätzungen der Mitgliedstaaten ,
könnten sich für 1968 die mchstehend angegebenen Prozentsätze ergeben ;
                            1965     1966   1967   Durchschnittlicher  1968
                                                   tatsächlicher
                                                   Prozentsatz für die
                                                   Jahre 1965 bis 1967
Deutschland ( BR )          7 8', 84 79,14  70,824       76,258        77,753
Prankreich                    2,13    0,04   0,805         1,050        0,580
Italien                     10,61    14,09  18.942        14,455       14,506
Niederlande                   0,40    0,51   1,649         0,849        1,35»
Belgisch-Luxemburgische       8,02    6,22   7,780         7,388        5,803
Wirt schaftsunion
Aus diesen Gründen und unter Berücksichtigung der voraussichtlichen
Entwicklung der Marktlage für Ferrosiliziummangan im Jahre 1969 und
insbesondere der Wiederbelebung der belgischen Produktion , lässt sich
die erste prozentuale Beteiligung an der Kontingentsmenge annähernd
wie folgt ermitteln :
   Deutschland ( BR )                                 79,7 1o
   Prankreich                                          0,6 $>
   Italien                                            15    %
   Niederlande                                         1,3 %
   Be Igi sch-Luxemburgi sehe
   Wirt schaftsunion                                   3,4 1o .
                                                                 /
 ---pagebreak---                                     - 3 -                 ANLAGE e
Um der möglichen Entwicklung der. Einfuhren der betreffenden Ware in . die
einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist die Kontingentsmenge
von 50.000 Tonnen in zwei Raten zu teilen , wobei die erste Rate auf die
einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve
zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten , die ihre
ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben , bestimmt ist . Um den Importeuren
jedes Mitgliedstaates eine gewisse Sicherheit zu gewähren , , ist es angezeigt ,
erste Rate des Gemeinschaftszollkontingents verhältnismässig hoch anzu­
setzen , d . h . sie könnte im diesem Falle rund 85 $ der Kontingentsmenge
betragen . Die auf dieser Grundlage berechnete erste Rate beträgt 42.500 Tonne
und die zweite Rate in Höhe von 7 . 500 Tonnen bildet die Reserve .
Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können mehr oder weniger
rasch- ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und
Unterbrechungen auszuschalten , sollte ' jeder Mitgliedstaat , der seine
ursprüngliche Quote fast völlig ausgenutzt hat , die Ziehung einer       ■ ■ - •
zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen.' Diese Ziehung muss jeder
Mitgliedstaat vornehmen , wenn seine einzelnen zusätzlichen' Quoten fast
völlig ausgenutzt sind , und so oft es die Reservemenge gestattet . Die
ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des
Kontingentszeiträums gelten . Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission , die
vor allem die Möglichkeit haben muss , den Stand der Ausnutzung der
Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon zu unter­
richten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeitraums in einen
der Mitgliedstaaten eine grössere Restmenge vorhanden , so muss dieser
Staat sie auf die Reserve übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil des
Gemeineohaftaiil1 kontingents in einem Mi.tgliedstaat nicht ausgenutzt
wird , während er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte *
 ---pagebreak---                                    - 4 -                 ANLAGE e
Im vorliegenden Fall scheint es besonders angezeigt , in den einzelnen
Mitgliedstaaten das gleiche Verwaltungssystem anzuwenden , da dies die
"bestmögliche Ausnutzung der Kontingentsmenge gewährleistet . Der Stand
der Ausschöpfung der Kontingentsmenge ist entsprechend den zum freien
Verkehr abgefertigten Einfuhren der betreffenden Ware zu beurteilen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN s
                                 Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen Zollt«
für Ferrosiliziummangan der Tarifnummer 73.02 D im Rahmen eines Gemeinschaf:
Zollkontingents von 50.000 Tonnen vollständig ausgesetzt .
                                 Artikel 2
Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird eine erste Rate in Höhe von
42.500 Tonnen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die vor­
behaltlich der Bestimmungen des Artikels 5 » vom 1 . Januar bis 31 • Dezember ]
gelten , belaufen sich für die einzelnen Mitgliedstaaten auf folgende
Mengen :
Deutschland ( BR )                                 33.872 Tonnen
Frankreich                                            255 Tonnen
Italien                                             6.375 Tonnen
Niederlande                                           553 Tonnen
Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion            1.445 Tonnen .
Die zweite Rate in Höhe von 7.500 Tonnen bildet die Reserve .
                                 Artikel 3
Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote , wie sie in Artikel 2
Absatz 1 festgelegt ist - oder - bei Anwendung des Artikels 5 - die
gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve übertragenen Menge zu 90 $
 ---pagebreak---                                   - 5 -                   ANLAGE e
oder mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung an die
Kommission, die Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 15 $> seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die zweite von einem
Mitgliedstaat gezogenen Quote zu 90 f° oder mehr ausgenutzt , so nimmt
dieser Mitgliedstaat unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission
die Ziehung einer dritten Quote in Höhe von 7,5     seiher ursprünglichen
Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte von einem Mitgliedstaat
gezogene Quote zu 90 % oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat
gemäss Absatz 2 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten Quote
vor . Dieses Verfahren wird sinngemäss "bis zur Ausschöpfung der Reserve
angewandt .                                     '                    1
In Abweichung von den Absätzen 1 bis 3 , kann jeder Mitgliedstaät Ziehungen
niedrigerer Quoten als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn "
Grund zu der Annahme besteht , dass diese nicht ausgeschöpft werden konnten . 1
Er unterrichtet die Kommission über die Gründe , die ihn veranlasst haben ,
die Bestimmungen dieses Absatzes anzuwenden .
                                Artikel 4 .
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten bis
zum 31 . Dezember 1969 »                          .     i
      :                         Artikel' 5-' -        >
Hat ein Mitgliedstaat 'seine ursprüngliche Quote am 15 • 'September 19^9
nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens am 10 . Oktober 1969 von
der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 20 $ seiner ursprünglichen
Quote übersteigt auf die Reserve . Er kann eine grössere Menge übertragen ,
wenn Grund zu der Annahme besteht , dass die betreffende Menge nicht aus­
genutzt werden körinte .                            "
 ---pagebreak---                                    - 6 -                  ANLAGE e
Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 10 . Oktober 1969
die Gesamtmenge der Einfuhren der betreffenden Ware mit , die bis zum
15 - September 1969 einschliesslich durchgeführt und auf das Gemeinschafts
Zollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil seiner
ursprünglichen Quote , den er auf die Reserve überträgt .
                                 Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied
Staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve , Sebald    ihr die
Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 . Oktober 1969
über die Reservemenge , die nach den in Anwendung von Artikel 5 erfolgten
Übertragungen verbleibt .
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die Reserve ausgeschöpft wird ,
auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt und gibt zu diesem Zweck
dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag an .
                                 Artikel 7
1 . Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Vorkehrungen , um durch
    die Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die er in Anwendung von
    Artikel 3 gezogen hat , die fortlaufende Anrechnung auf seinen kumu­
    lierten Anteil des Gemeinschaftszollkontingents zu ermöglichen .
2 . Nach Massgabe der Gestellung der betreffenden Ware bei der Zollstelle
    mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr rechnen die
    Mitgliedstaaten die Einfuhren des betreffenden Erzeugnisses auf ihre
    Quoten an .
3 . Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Ware ,
    die sich in seinem Gebiet niedergelassen haben , freien Zugang zu den
    ihm zugeteilten Quoten .
 ---pagebreak---                                    - 7 -                   ANLAGE e
4 • Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten der einzelnen Mitglied­
    staaten wird an Hand der gemäss Absatz 2 angerechneten Einfuhren fest­
    gestellt .
                                 Artikel 8
Di© Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die
Einhaltung der ^vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                 Artikel 9
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1969 in Kraft .
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
          unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Briissel , den                                 Piir den Rat ,
 ---pagebreak---                                Vorschlag für eine                 AKLAGE f
                      Verordnung ( EWG ) Nr . . . ./ 68 des Rates
                               vom  .......
              über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung des
              Gemeinschaftszollkontingents für Ferrochrom mit einem
              Gehalt an Kohlenstoff von (5,10 Gewichtshundertteilen
              oder weniger und an Chrom von mehr als 30 , jedoch nicht
              mehr als SO Gewichtshundertteilen ( hochraffiniertes
              Ferrochrom ) der Tarifnummer ex 73-02 E I des Gemein­
              samen Zolltarifs
   DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - '                       ; " ' ; ' ''
   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
■ insbesondere auf Artikel 111 , '
   auf Vorschlag der-- Kommission und
 .                   • r ■        «...                                   - •
   in Erwägung nachstehender Gründe s
   Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich verpflichtet , mit Inkraft­
   treten des Genfer Protokolls ( 1967 ) „für Ferrochrom mit einem Gehalt an
   Kohlenstoff von 0,10 Gewiohtshundertteilen oder weniger und an Chrom
   von mehr als 30 » jedoch nicht mehr als 9.0 Gewichtshundertteilen
   ( hoohraffiniertes Ferrochrom ) der Tarifnummer ex 73«02 E I jährlich
   zollfreies Gemeinschaftszollkontingent in Höhe von 3.000 Tonnen zu ein
   eröffnen . Nach diesem zur Zeit für die Gemeinschaft geltenden Protokoll
   ist demnach für das Jahr 19^9 das Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen .
   Der Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents kann dadurch gewahrt werden ,
   dass der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents eine Aufteilung
   des Volumens auf die Mitgliedstaaten zugrunde gelegt wird . Damit die
   tatsächliche Marktentwicklung der betreffenden Ware möglichst weitgehend
   berücksichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der
   Mitgliedstaaten vorzunehmen ; der Bedarf errechnet sich einerseits
        *-*■
 ---pagebreak---                                        - 2 -                        ANLAGE f
an Hand der statistischen Angaben über die während eines repräsentativen
Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus dritten Ländern und andererseits
nach den Wirtschaftsaussichten für das Jahr 1969-
Während der letzten drei Jahre , über die vollständige statistische
Angaben vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der betreffende Ware
aus dritten Ländern in die Gemeinschaft prozentual auf die Mitgliedstaaten
wie nachstehend angegeben . Es ist jedoch möglich , dass die Eröffnung eines
Gemänschaftszollkontingents für das Jahr 1968 das Verhältnis des Waren-
verkehrs der Mitgliedstaaten mit dritten Ländern erheblich verändert hat .
Auf Grund der Angaben für die ersten Monate von 1968 , der sich daraus
ergebenden Extrapolationen und vor allem der Vorausschätzungen der
Mitgliedstaaten , könnten sich für 1968 die nachstehend angegebenen
Prozentsätze ergeben :
                             1965     i960      1967      Durchschnittlicher 1968
                                                          tatsächlicher
                                                          Prozentsatz für
                                                          1965 - 1967
Deutschland ( BR )         62,333     61,824 50,156            57,256        59,266
Frankreich                  2,436      1,908 14,673             7,243         9,730
Italien                    32,646     33,962 33,581            33,398        28,748
Niederlande                  0,265     0,311     0,109       .  0,215         0,487
Belgisch-Luxemburgische
Wirtschaftsunion            2,320      1,995      1,481         1,888         1,769
Aus diesen Gründen und unter Berücksichtigung der voraussichtlichen
Entwicklung der Marktlage für Perrochrom im Jahre 1969 lässt sich
annähernd folgende prozentuale Beteiligung an dem Kontingent ermitteln s
      Dautschland ( BR )                                           52,5 1o
       Frankreich                                                  10 io
       Italien                                                     35 i
       ïïiederlande                                                 0,5 1"
       Be lgi sch-Luxemburgi sc he Wi rt sc haf t suni on           2 %
 ---pagebreak---           ,      € fff > T*
         i'
            .. -• *.       jy**■
                                      - 3 -                  ANLAGE f
  Da es sich um ein Zollkontingent mit einer verhältnismassig geringen
  Kontingentsmenge handelt , kann im vorliegenden Fall ein System der
  Ausnutzung vorgesehen werden , dem eine einmalige Aufteilung auf die
  Mitgliedstaaten zugrunde liegt , ohne dass damit dem Gemeinschafts-
  charakter des Kontingents Abbruch getan -wird . Diese Aufteilung könnte
  somit nach den in der vorstehenden Tabelle angegebenen Prozentsätzen
  vorgenommen werden .
  In diesem Fall gestattet die prozentuale Beteiligung der Mitgliedstäaten
  am Gemeinschaftszollkontingent - in Anbetracht des Verhältnisses zwischen
  der Kontingentsmenge und dem Einfuhrbedarf der einzelnen Mitgliedstaaten -
  den Importeuren der Gemeinschaft einen gleichen Zugang zu . dem Gemeinschafts-
. koniingent . . Aus diesem Grunde ist es angezeigt , den Mitgliedstaaten die
  Wahl des Systems der Verwaltung ihrer Quoten zu überlassen , zumal es
  wahrscheinlich ist , dass die Kontingentsmenge rasch ausgeschöpft sein
  wird     -
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN s
                                    Artikel 1
  Vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen
  Zolltarifs für Ferrochrom mit einem Gehalt an Kohlenstoff von 0,10'
  Gewichtshundertteilen oder weniger und an Chrom von mehr als 30 , jedoch
  nicht mehr als 90 Gewichtshundertteilen ( hochraffiniertes Ferrochrom )..
  der Tarifnummer ex 73.02 E I im Rahmen eines Gemeinschaftszollkontingents
  von 3 . 000 Tonnen vollständig ausgesetzt .
                                    Artikel 2
  Das in Artikel 1 genannte Gemeinschaftszollkontingent wird wie folgt
  auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt s
 ---pagebreak--- Deutschland ( BR )                                 1.57 5 Tonnen
Prankreich                                           300 Tonnen
Italien                                            1.050 Tonnen
Niederlande                                            15 Tonnen
Belgisch-Luxemburgische Wirtschaf tsunion              60 Tonnen .
                                 Artikel 3
Jeder Mitgliedstaat verwaltet die ihm zugeteilte Quote gemäss seinen
eigenen      Vorschriften für die Zollkontingente
                                 Artikel 4
Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission regelmässig über die
tatsächlich auf ihre Quoten angerechneten Einfuhren aus dritten Ländern .
                                 Artikel 5
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1969 in Kraft .
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt
unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Briissel , den                                  Fur den Rat
                                                Der Prasident
 ---pagebreak---                                 Vorschlag für eine             ANLAGE g
                      Verordnung ( EWG ) Fr . .,./63 des Rates
          .;     ■              vom
             über die s Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung
             des Gemeinschaftszollkontingents für Roh-
             aluminium der Tarifnummer 76.01 A des
             Gemeinsamen Zolltarifs                                     .   ,
                                                    .      \
■ DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
  insbesondere auf Artikel 111 ,                                      .
  auf Vorschlag der Kommission und
  in Erwägung nachstehender Gründe :
  Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich verpflichtet , mit
  Inkrafttreten des Genfer Protokolls ( 1967 ) für Rohaluminium der Tarif-
  nummer 76.01 A jährlich ein Gemeinschaftszollkontingent in Höhe _ von
  130.000 Tonnen zum Zollsatz 5      zu eröffnen . Nach diesem zur Zeit für
  die Gemeinschaft geltenden Protokoll ist demnach für das Jahr 1969 das
  Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen .
  Es ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
  den gleichen und kontinuierlichen Zugang zu. diesem Kontingent haben, und
  dass der für dieses Kontingent vorgesehene Zollsatz ohne Unterbrechung
  auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitgliedstaaten
  bis zur vollkommenen Ausnutzung des Kontingents angewandt wird ,. Der
  Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents kann im Hinblick auf die oben
  herausgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden , dass der Ausnutzung des
  Gemeinschaftszöllkontingents eine Aufteilung des Volumene auf die Mitglied­
  staaten zugrunde gelegt wird . Damit die tatsächliche Marktentwicklung
  der betreffenden Ware möglichst weitgehend berücksichtigt wird , ist
 ---pagebreak--- diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Mitgliedstaaten vorzunehmen •
der Bedarf errechnet sich einerseits an Hand der statistischen Angaben
über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Hinführe:
aus dritten Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für da;
Jahr 1969 .
Während der letzten drei Jahre , über die vollständige statistische Angaben
vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der betreffenden Ware zur
Deckung des Verbrauchs aus dritten Ländern in die Gemeinschaft prozentual
auf die Mitgliedstaaten wie nachstehend angegeben . Es ist jedoch möglich ,
dass die Eröffnung eines Gemeinschaftszollkontingents für das Jahr 19 68
das Verhältnis des Warenverkehrs der Mitgliedstaaten mit dritten Ländern
erheblich verändert hat . Auf Grund der Angaben für die ersten Monate' von
1968 , der sich daraus ergebenden Extrapolationen und vor allem der
Vorausschätzungen der Mitgliedstaaten , könnten sich für 1968 die nachstehe:
angegebenen Prozentsätze ergeben s
                          1965   1966    1957   Durchschnittlicher     1968
                                                tatsächlicher
                                                Prozentsatz für
                                                die Jahre 1965-1967
Deutschland ( BR )        68,66  65 , 06 43,025        57,641        50 , 73c
Frankreich                13,75   7,57   23,477        15,820        16,966
Italien                    8,50  14 > 72 10,442        11              8,621
Niederlande                5,69   0,67    6,054         6,106          6,392
Belgisch-Luxemburgische
Wirtschaftsunion           3,40   5,98   17,002         9,433        17,241
x Abzüglich des aktiven Veredelungsverkehrs ( Schätzung )
Es ist jedoch angezeigt , den vorstehenden Prozentsatz in Verbindung mit de:
voraussichtlichen Entwicklung des Einfuhrbedarfs zur Deckung des Verbrauch
der Mitgliedstaaten aus dritten Ländern zu beurteilen . Eine Voraus sc hät zur.;
der für den Verbrauch der einzelnen Mitgliedstaaten im Jahre 1969
 ---pagebreak---                                     r 3 -                 ANLAGE s
erforderlichen Einfuhren erweist sich , vor allem mit Rücksicht auf die in
den Vorjahren bei den meisten Mitgliedstaaten eingetretenen erheblichen
Schwankungen , als schwierig ; aus diesen Gründen lässt sich die erste
prozentuale Beteiligung an der Kontingentsmenge annähernd wie folgt
ermitteln :                               .    -    ■
Deutschland ( BR)                                51 >5 1°
Belgien '                                        16 %
Frankreich                                       15 %
Italien                                          10 fo
Luxemburg                        '"               1,5 i°
ïïiederlande                                      6 $
Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Ware in die
einzelnen Mitgliedsstaaten Rechnung zu tragen , ist die Kontingentsmenge
von 130.000 Tonnen in zwei Raten zu teilen , wobei die erste Rate auf die
einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt' wird und die zweite Rate als Reserve
zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten , die ihre
ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben j bestimmt ist . Um den Importeuren
jedes MitgJ.iedstaates ein<3 gewisse Sicherheit zu gewähren , ist es angezeigt
die -erste Rate des Gemeinschafts'zollkontingents verhältnismässig hoch
anzusetzen , d.h . im vorliegenden Fall könnte sie rund 8$ $ der Kontingents
menge betragen . Die auf dieser Grundlage berechnete erste Rate beträgt
110.000 Tonnen und die zweite Rate in Höhe von 20.000 Tonnen bildet die
Reserve .
Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können mehr oder weniger
rasch ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und
Unterbrechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der seine
ursprüngliche Quote fast völlig ausgenutzt hat , die Ziehung einer
zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muss jeder
Mitgliedstaat vornöhmen , wenn seine einzelnen zusätzlichen Quoten
fast völlig ausgenutzt sind , und so oft es die Reservemenge • gestattet .
 ---pagebreak---                                     - 4 -                 ANLAGE g
Die ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des
Kontingentszeitraums gelten . Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor
allem die Möglichkeit haben muss , den Stand der Ausnutzung der Kontingents­
menge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingent szeitraums in einem Söi?
Mitgliedstaaten eine grössere Restmenge vorhanden , sd iruss dieser Staat
sie auf die Reserve übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil des Gemein-
achaftszollkontingents . in einem Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird ,
während er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte .
Im vorliegenden Fall scheint es angezeigt , den einzelnen Mitgliedstaaten
die Wahl des Systems der Verwaltung ihrer Quoten zu überlassen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN s     .
                                  Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 * Dezember 1969 wird der Zollsatz des Gemeinsamen
Zolltarifs für Rohaluminium der Tarifnummer 76.01 A des Gemeinsamen
Zolltarifs im Rahmen eines Gemeinschaftszollkontingents von 130.000 Tonnen
auf 5 % ausgesetzt .
                                  Artikel 2
1 . Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird eine erste Rate in Höhe
    von 110.000 Tonnen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten ,
    die vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 5 vom 1 . Januar bis
    31 . Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die einzelnen Mitglied­
    staaten auf folgende Mengen :
  ' Deutschland ( BR)                               56.650 Tonnen
    Belgien                                         17.600 Tonnen
    Frankreich                                      16.500 Tonnen
    Italien                                         11.000 Tonnen
    Luxemburg                                        1.550 Tonnen
    Niederlande                                      6.600 Tonnen
 ---pagebreak---                                      - 5 -                 ANLAGE s
Die zweite Rate in Höhe von - 20 » QOO Tennen bildet die Reserve .
                                   Artikei 3
Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote , wie sie in Artikel 2
Absatz 1 festgelegt ist - oder - bei Anwendung des Artikels 5 - die
gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve übertragenen Menge zu 90 i°
oder mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung an' die
Kommission die Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 15 % seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge     ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die zweite von einem
Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 $ oder mehr ausgenutzt , so nimmt
dieser Mitgliedstäat unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission
die Ziehung einer dritten Quote in Höhe von 7 >5 % seiner ursprünglichen
Quote vor , soweit die Reservemenge - ausreicht .
Ist nach Aussohöpfung der zweiten Quote die dritte von einem Mitgliedstaat
gezogene Quote zu 90    oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat
gemäss Absatz 2 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten Quote
vor . Dieses Verfahren wird sinngemäss bis zur Ausschöpfung der Reserve
angewandt .         ■
In Abweichung von den Absätzen 1 bis 3 » kann jeder Mitgliedstaat Ziehungen
niedrigerer Quoten als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn
Grund zu der Annahme besteht , dass diese nicht ausgeschöpft werden könnten .
Er unterrichtet die Kommission über die Gründe , die ihn veranlasst haben ,
die Bestimmungen dieses Absatzes anzuwenden .
                                   Artikei 4
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
bis zum 31 . Dezember 1969 .
 ---pagebreak---                                   _ 6 -                  AKIiACH 5
                                                           I        I !■   ■ 1M1
                                Artikel 5
Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche Quote am 15 » September 1969
nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens am 10 . Oktober 19^9 von
der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 20 $ seiner ursprünglichen
Quote übersteigt auf die Reserve . Er kann eine grössere Menge übertragen ,
wenn Grund zu der Annahme besteht , dass die betreffende Menge nicht
ausgenutzt werden könnte .
Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 10 . Oktober 1969
die Gesamtmenge der Einfuhren der betreffenden Ware mit , die bis zum
15 . September 1969 einschliesslich durchgeführt und auf das Gemein-
schaftszollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil
seiner ursprünglichen Quote , den er auf die Reserve überträgt .
                                Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied­
staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve , sobald             ihr die
Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 « Oktober 1969
über die Reservemenge , die nach den in Anwendung von Artikel 5 erfolgten
Übertragungen verbleibt .
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die Reserve ausgeschöpft
wird , auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und gibt zu
diesem Zweck dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt ,
den Restbetrag an .
                                                         •   • • ! oo    «
 ---pagebreak---                                   - 7 -                  A1TLAGE g
                                Artikel 7
Jeder Mitgliedstaat verwaltet seine Quoten gemäss seinen eigenen Vor­
schriften für die Zollkontingente .
Dar Stand der Ausschöpfung der Quoten der einzelnen Mitgliadstaaten
wird auf Grund der Gestellung der betreffenden Waren bei der Zollstelle
mit einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr festgestellt .
                                Artikel 8
Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die
Einhaltung der vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                Artikel 9
Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 19°9 in Kraft .
           Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich
           und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Brûssel , den                             Fur den Rat
                                          Der Prâsiden*t
 ---pagebreak---                                 Vorschlag für eine                  ANLAGE h
                       Verordnung.. ( EWG ) Nr . . . ./68 des Rates                            '
                                vom . ..                                         ...   ■
     . , - - über die Eröffnung,./ Aufteilung und Verwaltung des
               Gemeinsahaftszollkontingents für Rohmagnesium der
             - Tarifnummer 77-01 A. des Gemeinsamen Zolltarifs -                                •
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                                                  •
gestützt" auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 111 ,
auf Vorschlag der Kommission und                      .    .
in Erwägung nachstehender Gründe s
                     .              .      . .   .  '        *v  f   y <■ • • >'     '       •
Die Europäische: Wirtschaftsgemeinschaft, hat sich verpflichtet , mit
Inkrafttreten des Genfer Protokolls ( 1967 ) für Rohmagnesium der Tarifnummer
77.01 A jährlich, ein zollfreies Gemeinschaftszollkontingent in einer
Höhe zu eröffnen , die dem Teil des Verbrauchs der Gemeinschaft, entspricht ,
der nicht durch die Erzeugung dieser Ware innerhalb-der . Gemeinschaft .
gedeckt wird . Nach diesem zur Zeit für die Gemeinschaft, geltenden , .... ^
Protokoll ist demnach für das Jahr 1969 das genannte Geme inßc.haft szol 1-
kontingent zu eröffnen .                                •.     ■               ,         ,   : '
Zur Festsetzung der Menge des Gemeinschaftszollkontingents ist zunächst
der Gesamtverbrauch der Verarbeitungsindustrien der Mitgliedstaaten
während des Kontingentszeitraums sowie die Höhe der Gemeinschaftserzeugung
in diesem Zeitraum zu veranschlagen . Diese beiden Faktoren können einerseits
an Hand der Angaben über die letzten drei Jahre , für welche statistische
Zahlen vorliegen und die auch als Zeitraum hinreichend repräsentativ sein
dürften» sowie andererseits nach den Wirtschaftsaussichten der betreffenden
Ware für das in Betracht kommende Jahr berechnet werden . Auf dieser
 ---pagebreak---                                     - 2 -                   ÂNLAOE h
Grundlage kann der Gesamtverbrauch und die Erzeugung in der Gemeinschaft
für das Jahr 1969 wie folgt festgestzt werden ;
                                   Gesamfbedarf             E rzeugung
                                                  in Tonnen -
Deutschland ( ER )                    48.000                    2.250
Frankreich                             4=700                    5.000
Italien                                1.500                    8.500
Niederlande                               460
Belgisch-Luxemburgische                1.235
Wirtschaf tsunion
                                      55.895                   15.750
Um den Gemeinschaftscharakter dieses Zollkontingents nicht zu beeinträchtig
ist es jedoch angezeigt , für die Mitgliedstaaten , bei denen die Erzeugung
den Verbrauch zwar übersteigt , die aber in der Vergangenheit stets eine
geringe Menge Rohmagnesium aus dritten Ländern eingeführt haben , einen
gewissen zusätzlichen Bedarf vorzusehen . Unter Berücksichtigung der Aus­
fuhren der Gemeinschaft nach dritten Ländern in Höhe von 1.000 Tonnen
( 750 Tonnen aus Italien , 150 Tonnen aus Frankreich und 100 Tonnen aus der
Bundesrepublik Deutschland ) einerseits und des aktiven Veredelungsverkehrs
andererseits , von dem hauptsächlich die Bundesrepublik Deutschland Gebrauch
macht und der sich für die Gemeinschaft auf insgesamt 17.846 Tonnen für
das Jahr 1969 ( 17.216 Tonnen entsprechend zumindest der von der
Bundesrepublik Deutschland 1967 verarbeiteten Menge , 600 Tonnen für
Frankreich und 30 Tonnen für die Niederlande ) veranschlagen lässt und
unter Berücksichtigung einer Menge von 200 Tonnen für die oben genannten
Erzeugermitgliedstaaten ( 100 Tonnen für die Französische Republik und
100 Tonnen für die Bundesrepublik Deutschland ) stellt sich der durch das
Gemeinschaftszollkontingent zu deckende Einfuhrbedarf aus dritten Ländern
auf 21.500 Tonnen ; da die Festsetzung dieser Menge auf vorsichtigen
Schätzungen "beruht , sind spätere Berichtigungen nicht ausgeschlossen .
 ---pagebreak---                                     - 3 -                   ANLAGE h
Der Markt für Magnesium mit einem Gehalt von mehr als 99 > 75 Gewichtshundert­
teilen an reinem' Magnesium* ( im folgenden nicht legiertes Rohmagnesium
genannt ) und der Markt für Magnesium mit einem Gehalt von 99 > 75 oder veniger
Gewichtshundertteilen an reinem Magnesium ( im folgenden legiertes Rbh-
magnesium genannt ) weisen wesentliche Unterschiede auf . Deshalb erscheint
es begründet", einen Unterschied zwischen diesen beiden Magnesiumqualitäten
zu machen und" die vorgenannte Kontingentsmenge entsprechend aufzuteilen .
Im Vergleich zu ihren ausserhalb des aktiven Veredelungsverkehrs durch­
geführten Gesamteinfuhren von Rohmagnesium' aus dritten Ländern' im Laufe
der letzten drei Jahre , für die statistische Angaben vorliegen , haben die
Mitgliedstaäten , die nicht Selbsterzeuger sind , nicht legiertes Rohmagnesium
zu annähernd folgenden Prozentsätzen eingeführt s 20 $ für die Bundesrepublik
Deutschland , 90 % für die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion und das
Königreich der Niederlande . Zur Zeit besteht kein Grund zur Annahme , dass
dieses Verhältnis sich im Laufe des Kontingents jahrs von 19^9 erheblich
ändern wird . Auf dieser Grundlage beträgt der Gesamtbedarf der einzelnen
Mitgliedstaaten an nicht legiertem Rohmägnesium s 5*690 Tonnen für die
Bundesrepublik Deutschland , 1.11Ö Tonnen für die Belgisch-Luxemburgische
Firtschäftsunion und 390 Tonnen für das Königreich der Niederlande . Dieser
gleiche Bedarf lässt sich für die Französische Republik und die Italienische
Republik unter Zugrundelegung der jüngsten Einfuhren mit 60 Tonnen bzw .
50 Tonnen veranschlagen . Somit beläuft sich' der Gesamtbedärf der Mitglied­
staaten an nicht legiertem Rohmagnesium auf 7.300 Tonnen . Die Erzeugung
der Bundesrepublik Deutschland wird im Inland selbst verbraucht , so dass
nur die italienische und die französische Erzeugung zu berücksichtigen
sind . Rund 30 % des Einfuhrbedarfs der Bundesrepublik Deutschland an
Rohmagnesium im allgemeinen konnte bisher stets aus der italienischen
Produktion gedeckt werden . Unter Berücksichtigung der stärker ausgebauten
Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland , dem Hauptverwender ,
und der Italienischen Republik , dem einzigen Produzenten , sowie der
jetzt in der Französische Republik verfügbaren Mengen an nicht legiertem
Rohmagnesium darf aber mit Recht angenommen werden , dass sich aus der
Gemeinschaftserzeugung im Jahre 1969 rund 65 % des deutschen Bedarfs
 ---pagebreak---                                        - 4 -                  AiTLAOE h
 an Magnesium dieser Qualität decken lassen . In Anbetracht des
bereits früher . zwischen der Italienischen Republik und hauptsächlich
 der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion durchgeführten Warenaustauschs
lassen sich die Gemeinschaftslieferungen an nicht legiertem Rohmagnesium
 an die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion und an die Niederlande
mit 580 , bzw . 20 Tonnen veranschlagen . Damit wird die Gemeinschaft
voraussichtlich den Bedarf an dieser Magnesiumqualität in einem Umfang
von 4 » 300 Tonnen für das ganze Jahr 1969 decken können . Demnach beträgt
die jährliche Kontingentsmenge für nicht legiertes Rohmagnesium 3.000 Tünner.
und die Kontingentsmenge für legiertes Rohmagnesium 18,500 Tonnen .
Es ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
den gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kontingent haben , und
dass der für dieses Kontingent vorgesehene Zollsatz ohne Unterbrechung
auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitgliedstaaten
bis zur vollkommenen Ausnutzung des Kontingents angewandt wird . Der
 Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents kann im Hinblick auf die oben
herausgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden , dass der Ausnutzung des
Gemeincchaftszollkontingents eine Aufteilung des Volumens auf die Mit­
glied rr-taaten zugrunde gelegt wird . Damit die tatsächliche Harktentwicklung
der betreffenden Waren möglichst weitgehend berücksichtigt wird , ist diese
Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Ilitgliedstaaten vorzunehmen 5 der
Bedarf errechnet sich einerseits an Hand der statistischen Angaben über
die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren
aus dritten Ländern und andererseits nach den Wirtschaftsanssichten für
das Jahr 1969 «
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich , dass der voraussichtliche
Anteil an der nicht legiertes Rohmagnesium betreffenden Teilmenge des Gemeine:
 Zollkontingents , d.h . 3.000 Tonnen, sich wie folgt stellen würde :
 ---pagebreak---                                                             - 5 -                          AÎTLAGE h
       Deutschland -( BR).                    ï 5 . 6^0 Tonnen - .3 . 7 00 Tonnen = 1.990 Tonnen
       Frankreich                   j   .     j.„                                 ■            60 Tonnen
       Italien           ,. .   .     .                                ;     ...    ...        50 Tonnen
       Ni eder lande •                        i        390 Tonnen - . .r    20, Tonnen =
                                                                            20.              370 Tonnen
       Be 1 gi sc h-Luxemburgis c he              1.110 Tonnen -
                                              s J.llO                  . . 5O.O
                                                                           50.0 Tonnen •=     530 Tonnen .
       Wirtschaftsunion
      Der Aufteilung der legierte ?, Rohmagnesium "betreffenden Teilmenge des,
       Genie inschaftszollkontingents auf alle Mitgliedstaaten ist der gesamte
       Einfuhrbedarf , an Rohmag*ie£sium aller Qualitäten der einzelnen Mitgliedstaaten
       zugrunde zulegen, mit Ausnahme,.der. bei der . Bundesrepublik Deutschland
      und den . Niederlanden bereits erwähnten Mengen , di^ für den aktiven Veredelungs-
      verkehr verwendet werden . Davon sind einerseits der Gesamtbedarf der ein­
       zelnen Mitgliedstaaten . an nicht legiertem Rohmagnesium und andererseits
       die Liefermöglichkeiteri aus , der ^Gemeinschaft abzuziehen , „die bei der
       Berechnung der Quoten . für nicht legiertes Rohmagnesium nicht berücksichtigt
      worden ^ind » Auf , dieser Grundlage lässt sich . für. 1969 folgende Aufteilung
       ermitteln            ,     ,       .          .
                                                           Bedarf an hicht                               : Voraussicht-
                              Gesamtbedarf                                           Lieferungen aus
                                                           legiertem                                       licher
                              an Rohmagnesium                                        der Gemeinschaft
                                                                                                           Anteil
                                                           Rohmagne sium
itschland ( BR )                     28.434                   5.690                       4-474             18.270
mkroich                                     100                  60                                             40
uien                                        100:   '             50                                             50
îierlande                                   430                '390                            5                35
igisch-Luxemburgi sche                 1.235                  1.110                          20                105
rtschaftsunion
      Um der möglichen Entwicklung der. Einfuhren der betreffenden Waren , in die
       einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen ,, sind die Kontingentsmengen
       von 3.000 Tonnen und 18.500 Tonnen /; die für nicht legiertes . Rohmagnesium-
       bzw . legiertes Rohmagnesium vorgesehen sind -, in zwei .Raten zu teilen ,,
       wobei die erste Rate auf die einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird
       und die zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen
       Mitgliedstaaten , die ihre ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben , bestimmt
       ist . Um den Importeuren jedes Mitgliedstaats eine gewisse Sicherheit
 ---pagebreak---                                               -6 -                         T\TT A fTT»
                                                                         1x1
       zu gewahren , ist es angezeigt , die erste Rate jedes Teils des Gemein-
       schaftszollkontingents verhältnismässig hoch - im vorliegenden Fall
       mit etwa 85 % jedes Teils der Kontingentsmengen - anzusetzen . Auf dieser
       Grundlage beträgt die erste Rate der Teilmenge für nicht legiertes
       Rohmagnesium 2.550 Tonnen , wobei der Rest , d.h . 450 Tonnen , die Reserve
       bildet und die erste Rate der Teilmenge für legiertes Rohmagnesium
       15»725 Tonnen , wobei der Rest , d . h . 2.775 Tonnen , die Reserve bildet .
       Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können mehr oder weniger
       rasch ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und
       Unterbrechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der eine
       seiner ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat , die Ziehung
       einer zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muss
       jeder Mitgliedstaat vornehmen , wenn jede seiner einzelnen zusätzlichen
       Quoten fast völlig ausgeschöpft ist , so oft es die Reservemengen
       gestatten . Die ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum
       Ende des Kontingentszeitraums gelten . Diese Art der Verwaltung erfordert
       eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ,
       die vor allem die Möglichkeit haben muss , den Stand der Ausnutzung
       der Kontingentsmenge zu verfolgen und die Migliedstaaten darüber zu unter­
       richten .
.. . . Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeitraums in einem
       der Mitgliedstaaten von einer der ursprünglichen Quoten eine grössere
       Restmenge vorhanden , so muss dieser Staat sie auf der,^"1 e. entsprechende Reserve-
       menge übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil/ Kontingentsmengen in einem
       Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird , während er in den anderen Mitgliedstaat
       ausgenutzt werden könnte .
       Im vorliegenden Fall erscheintes besonders angezeigt , den Mitgliedstaaten
       die Wahl des Systems der Verwaltung der ihnen augeteilten Quoten zu überlasse:
       Der Stand der Ausschöpfung der Kontingentsmengen ist entsprechend den zum
       freien Verkehr abgefertigen Einfuhren der betreffenden Waren zu beurteilen -
                                                                              •/.
 ---pagebreak---                                       -?> -                    AÎTLAGE h
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                    Artikel 1
Vom 1 . Januar bis 31 « Dezember 1969 wird der Zollsatz des . Gemeinsamen Zolltarifs
für Rohmagnesium der Tarifnr . 77^01 A im Rahmen eines Gemeinschaftszoll-
kontingents von 21.590 Tonnen vollständig ausgesetzt ; dieses Kontingent
wird wie folgt unterteilt :
a)   3.000 Tonnen für Rohmagnesium mit einem Gehalt von mehr als 99 » 75
     Gewichtshundertteilen an reinem Magnesium ;         .                 ,
b ) 18.500 Tonnen für Rohmagnesium mit einem Gehalt von 99 > 75 oder weniger
  • Gewichtshundertteilen an reinem Magnesium.'                    ;
                                •   Artikel 2
1 . Von dem Teil •• . des Gemeinschaftszollkontingents , der nicht legiertes
    Roh-,agnesium betrifft , wird eine erste Rate von 2.550 Tonnen auf die
    Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die vorbehaltlich der Bestimmungen
    von Artikel 6 bis zum 31 . Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die       '
    einzelnen Mitgliedstaaten auf folgende Mengen ;
    Deutschland ( BR) ■                            1.691,5 Tonnen
    Frankreich-                          ■             51    Tonnen          /
    Italien                                           42,5 Tonnen      ' .
    Niederlande                                      3 14 »5 Tonnen
    Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion         450 >5 Tonnen .
2 . Die zweite Rate in Höhe von 450 Tonnen bildet die Reserve .
                                    Artikel 3
1 . Von dem Teil . des Gemeinschaftszollkontingents , er legiertes
    Rohmagnesium betrifft , wird eine erste Rate von 15.725 Tonnen auf die
    Mitgliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten , die vorbehaltlich der
    Bestimmungen des Artikels 6 bis zum 31 . Dezember 1969 gelten , belaufen
    sich für die einzelnen Mitgliedstaaten auf folgende Mengen :
 ---pagebreak---                             - 8 -                       AÏÏLAGE h
 Deutschland ( BR)                                15 « 530 Tonnen
 Prankreich                                             34 Tonnen
 Italien    .                                           42 Tonnen
 Niederlande                                            30 Tonnen
 Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion               89 Tonnen .
Die zweite Rate in Höhe von 2.775 Tonnen bildet die Reserve .
                          Artikel 4
Hat ein Mitgliedstaat die eine oder andere seiner usprunglichen Quo
wie sie in Artikel 2 Abs . 1 und Artikel 3 Abs . 1 festgesetzt sind -
oder - bei Anwendung des Artikels 6 - die gleichen Quoten abzüglich
der auf die Reserve , übertragenen Menge zu 90 f° oder mehr ausgenutzt
so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission die
Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 15      seiner ursprünglichen
Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der einen oder anderen seiner ursprünglichen
Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 $
oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat unverzüglich
durch Mitteilung an die Kommission die Ziehung einer dritten
Quote in Höhe von 7 >5 i° seiner ursprünglichen Quote vor , soweit
die Reservemenge ausreicht .
 ---pagebreak---                                           _ 9-                    ANLAGE h
   Ist nach Ausschöpfung der einen " oder der anderen zweiten Quote die dritte
   von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 $ oder mehr ausgenutzt , so
• nimmt dieser Mi tgliedstäat gemäss den Bestimmungen von Absatz 2 die Ziehung
   einer vierten Quote      in Höhe der dritten Quote vor . Dieses Verfahren - wird
   sinngemäss bis zur Ausschöpfung der Reserve angewandt .              :   ;
   In Abweichung von den Abs ; 1 bis 3 kann jeder Mitgliedstaat Ziehungen niedri­
   gerer Quoten als . in diesen Absätzen . vorgesehenen           vornehmen,' wenn
   Grund zu der Annahme besteht , dass diese nicht ausgeschöpft w®i*den;:'könnten .
   Er unterrichtet die Kommission über die Gründe , die ihn veranlasst haben ,
   die Bestimmungen dieses Absatzes anzuwenden . , .
                                    • t Artikel 5
                                                            i
   Die in Anwendung von Artikel 4 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten - bis
   zum 31 . Dezember 1969 .                                               ;
            ' ' i ,;     •'   ^i        Artikel 6
   Hat ein Mitgliedstaat die einö ■ oder andere seiner ursprünglichen Quoten
   am 15 . September 19^9 nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens
,,am JLQ . Oktober 1969 von der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 20 fo
 ; seiner, ursprünglichen Quote übersteigt ,- a.uf die Reserve . Er kann eine
   grössere^ Menge übertragen , 'wenn Grund zu der Annahme besteht , dass die
   betreffende Menge nicht : ausgenutzt werden könnte .
   Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am lO.Oktobei* 1969 die
   Gesamtmenge der Einfuhren 'der betreffenden Ware mit , die bis zum
          . ·♦ .     » Γ
   15 . September 1969 einschliesslich, durchgeführt und auf das Gemeinschafts-
   zollkontingent angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil seiner
   einzelnen ursprünglichen Quoten , den er auf die Reserve überträgt .
 ---pagebreak---                                    - 10                      ÂfJLAGE h
                                 Artilcel 7
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 2 , 3 und 4 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen
Mitgliedstaaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserven , SDbald ihr
die Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 « Oktober 1969 über
den Stand der einzelnen Reservemengen nach den in Anwendung von Artikel 6
vorgenommenen Übertragungen .                                          ..
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die jeweilige Reservemenge
ausgeschöpft wird , auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und gibt ;
diesem Zweck dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den
Restbetrag an .
                                 Artikel 8
Jeder Mitgliedstaat verwaltet die ihm für legiertes Rohmagnesium und      für
nicht legiertes Rohmagnesium zugeteilten Quoten nach seinen eigenen
Vorschriften für die Zollkontingente .
Der Stand der Ausschöpfung der den einzelnen Mitgliedstaaten für die beider.
Magnesiumqualitäten zugeteilten Quoten wird an Hand der Einfuhren der
betreffenden Ware festgestellt , die zur Abfertigung zum freien Verkehr
angemeldet wurden .
                                 Artikel 9
Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die Ein­
haltung der vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                 Artikel 10
Die Verordnung tritt am 1 . Januar 19"9 in Kraft .
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gil'
              unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Brussel , den                                      Fur den Rat
                                                   Der Pr§3ident
 ---pagebreak---                            Entwurf für eine               ANLAGE ii
               Verordnung ( EWG ) Nr . . ../ 63 des Rates
                           V OÏÏi o o © o o  ©
           über die Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung
           der Gemeinschaftszollkontingente für auf Hand-
           webstühlen hergestellte Gewebe aus Seide oder
           Schappeseide oder aus Baumwolle der Tarifnummer
           ex 50.09 und ex 55-09 des Gemeinsamen Zolltarifs
DER RAT DER' EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaf tsgemein-
schaft , insbesondere auf Artikel 28 ,
gestützt auf den Verordnungsentwurf der Kommission und
in Erwägung nachstehender Gründe s                                         .
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich bereit erklärt , für auf
Handwebstühlen hergestellte Gewebe aus Seide oder Schappeseide oder aus
Baumwolle der Tarifnummer ex 50 . 09 und ex 55*09 jährlich autonom zollfreie
Gemeinschaftszollkontingente im Wert ( Zollwert ) von je einer Million
Rechnungseinheiten ( RE ) zu eröffnen . Die Zulassung zu diesen Gemeinschafts-
zollkontingenisn ist jedoch an die Vorlage einer von den zuständigen Behörden
der EWG anerkannten Herstellungsbescheinigung , der Anbringung eines von
diesen Behörden zugelassenen Stempels am Anfang und Ende eines jeden
Webstücks und die Beförderung im nicht gebrochenen Verkehr vom Herstellungs-
land in die Gemeinschaft gebunden . Diese Erklärung ist in einem Schreiben
bestätigt worden , dass der Vorsitzende der Delegation der EWG-Kommission
für die GATT -Handelskonferenz am 30 . Juni 19^7 an den Leiter der Indischen
Mission bei der EWG gerichtet nat 5 in diesem Schreiben ist festgelegt ,
dass die betreffenden Zollkontingente ab 1 . Januar 1969 in vollem
Umfang zur Anwendung gelangen ; demnach sind diese Gemeinschaftszoll-
kontingente für das Jahr 1969 zu eröffnen .
 ---pagebreak---                                 - 2 -                    A1ÏLAGE i.i
Es ist vor allem sicherzustellen , dass alle Importeure der Gemeinschaft
den gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesen Kontingenten haben ,
lind dass der für diese Kontingente vorgesehene Zollsatz ohne Unter­
brechung auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in alle Mitglied-
Staaten bis zur völligen Ausnutzung der Kontingente angewandt wird .
Der Gemeinschaftscharakter dieser Kontingente kann im Hinblick auf die
oben herausgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden , dass der
Ausnutzung der Gemeinschaftszollkontingente eine Aufteilung des Volumens
auf die Mitgliedstaaten zugrunde gelegt wird . Damit die tatsächliche
Marktentwicklung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück­
sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der
Mitgliedstaaten vorzunehmen ; der Bedarf errechnet sich einerseits
an Hand der statistischen Angaben über die während eines repräsentativen
Bezugszeitraums getätigten Einfuhren aus dritten Ländern und anderer­
seits nach den Wirschaftsaussichten für das Jahr 1969 «
Die auf Handweb Stühlen hergestellten Gewebe aus Seide oder Schappeseide
oder aus Baumwolle sind in den statistischen Warenverzeichnissen der
Mitgliedstaaten nicht gesondert aufgeführt . Daher ist es nicht möglich
gewesen , ausreichend genaue und repräsentative statistische Angaben
für alle Mitgliedstaaten einzuholen 5 im einzelnen konnte nur die
Französische Republik für Gewebe aus Seide oder Schappeseide , auf
Handwebstühlen hergestdlt , Angaben über die Einfuhren dieser Gewebe aus
der Indischen Union und aus anderen Drittländern zusammenstellen , denen-
zufolge diese Einfuhren sich von 19^5 bis 1967 auf jeweils 23.000 RE ,
40.000 RE und 94.000 RE stellten . Der Stand der Ausschöpfung des für das
zweite Halbjahr 1968 für die genannten Waren eröffneten Gemeinschafts-
zollkontingentes gestattet bisher kein abschliessendes Urteil über den
tatsächlichen Bedarf der einzelnen Mitgliedstaaten . In Anbetracht der
fehlenden Basisangaben und im Hinblick auf eine gerechte Verteilung
des Gemeinöchäftszollkontingents auf die Mitgliedstaaten sowie unter
Berücksichtigung der Vorausschätzungen der Mitgliedstaaten lassen sich
nachstehende Prozentsätze für eine erste Beteiligung an der Kontingents­
menge für die einzelnen Mitgliedstaaten für das Jahr . 19&9 veranschlagen
 ---pagebreak---                     ·                       - 3 -                          ΑίΤΜΟΕ ΐ-τ   ■:
                                                  *'     , •   • 4 '•    '
       D'eutschland ,( BR )                            . $0 fo             . .  ;; ?
       Frankreich     .             . i , ■ ■             23 %
       Italien                      ,•               "     17 %                              ■■ ■ -
    ' 'Niederlande       -, ... . ,       ;                  5%                       .
       Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion              5 >                  ,
Für die auf Handwebstühlen hergestellten Baumwollgewebe ist die
statistische Lage ähnlich , da nur die Französische Republik Zahlen­
angaben gemacht hat , nach denen die Einfuhren dieser Gewebe im Jahre 19^7
einen Betrag von 40.000 RE erreicht haben 5 auf Grund der Vorausschät–
zungen der Mitgliedstaaten lassen sich die Prozentsätze für die erste
Beteiligung an der Kontingentsmenge für 19^9 annähernd wie folgt er- ' •
mittein s                                                                               ■. "   ;,v
  ; . Deutschland ( BR)                                      35       1°
       Frankreich                                            25       $
       Italien                                               20       %
       Niederlande                                           10       $
       Belgisch-Luxemburgisch Wirtschaftsunion               10 %
Um der mögliphen Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Gewebe
in die einzelnen , Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , sollten die
auf je 1.000.000 ,RE festgesetzten Mengen dieser beiden Gemeinschaftszoll-
kontingente in zwei Raten geteilt werden» wobei die erste Rate auf die
einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird und die zweite als Reserve
zur späteren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten , die ihre
ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben , bestimmt ist . Um den Importeuren
jedes Mitgliedstaates eine gewisse Sicherheit zu gewähren , ist es an­
gezeigt , . die. erste Rate der beiden Gemeinschaftszollkontingente in einer
Höhe festzusetzen , die ' im vorliegenden Fall 55                 der bis zu dem vorge­
nannten Wert eröffneten Kontingentsmengen betragen könnte . "
Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können mehr oder weniger
rasch ausgeschöpft werden . Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und
Unterbrechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der eine seiner
 ---pagebreak--- ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat , die Ziehung einer
zusätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muss jeder
Mitgliedstaat vornehmen , wenn jede seiner einzelnen zusätzlichen Quoten
fast völlig ausgeschöpft iet , und soft es die Reservemengen gestatten .
Die ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des
Kontingentszeitraums gelten . Dieso Art der Verwaltung erfordert eine enge
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor
allem die Möglichkeit haben muss , den Stand der Ausschöpfung der
Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten darüber zu unter­
richten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingent szeitraums in einem
der Mitgliedsstaaten von einer der ursprünglichen Quoten eine bedeutende
Restmenge vorhanden , so muss dieser Staat sie auf die entsprechende
Reservemenge übertragen , um zu verhindern , dass ein Teil der Gemeinschafts
kontingentsmengen in einem Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird , während
er in den anderen Mitgliedstaaten ausgenutzt werden könnte .
Im vorliegenden Fall scheint es besonders angezeigt , in den einzelnen
Mitgliedstaaten das gleiche Systems der Verwaltung anzuwenden , da dies
die bestmögliche Ausnutzung der genannten Gemeinschaf tszollkontingente
gewährleistet . Der Stand der Ausschöpfung der Kontingentsmenge ist ent­
sprechend den zum freien Verkehr abgefertigten Einfuhren der betreffenden
Waren zu beurteilen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                  Artikel 1
1 . "®om 1 . Januar bis 31 . Dezember 19°9 werden die Zollsätze des Gemeinsamen
      Zolltarifs für die nachstehend aufgeführten Waren im Rahmen von Gemein-
      schaf tszollkontingenten im Werte von jeweils 1.000.000 Rechnungseinheit
     vollständig ausgesetzt :
 ---pagebreak---                                      - 5 -                   ANLÀGE i.i
- Gewebe" "aus' Seide oder Schappeseide , auf Handwebstühlen hergestellt
    ( Tarifrir . ex'5Ö.Ö9 des Gemeinsamen Zolltarifs)'
- Gewebe äuö Baumwolle , auf Bandwebstühlen hergestellt 5
    (Tarifnr . ex "55 « 09 des Gemeinsamen Zolltarifs ) .
In Sinne dieser Verordnung gelten als :
a ) Handwebstühle : Webstühle , die zur Herstellung von Geweben ausschliess­
      lich durch Hand- oder Fussbewegungen betrieben werden ;
b ) Zollwert i der sich auf Grund der Verordnung ( EWG ) . Nr . 803/68 des
      Rates vom. 27 . Juni 1968 über den Zollwert der Waren ( l ) ergebende
      Wert        .
Zu diesen Kontingenten werden jedoch nur solche Gewebe zugelassen 1 .
a ) denen eine von den zuständigenBehörden der Europäischen Wirtschafts­
      gemeinschaft anerkannte, und mit dem Sichtvermerk einer anerkannten
      Stelle des Ursprungslandes versehene Herstellungsbescheinigung bei­
      gefügt ist • f      ,f                  .                    . • -
b ) die am Anfang und am Ende eines jeden Webstücks einen von den genannten
      Behörden anerkannten Stempel tragen (2 )5
c ) die ohne Unterbrechung vom Herstellungsland in die Europäische
      Wirtschaftsgemeinschaft befördert werden .
In diesem Zusammenhang gelten als ohne Unterbrechung befördert :
a ) die Waren, deren Beförderung ohne Berührung eines Nichtmitgliedstaatoe
      der Europäischen Gemeinschaften erfolgt . Es wird darauf hingewiesen ,
      dass .Zwischenlandungen in Häfen von Nichtmi.tgliedsl'äridern der
      Europäischen Gemeinschaften nicht als Unterbrechung der unmittelbaren
      Beförderung gelten , wenn die Waren bei diesen Zwischenlandungen nicht
      umgeladen werden ;
( 1 ) ABl . Nr . 148 vom 28.6.1968 S. 1
( 2 ) Erklärung im Protokoll des Rates zu Artikel 1 Absatz 3 b :
       "Die Bestimmungen dieses Absatzes stehen der Verwendung
        einer durch die zuständigen Behörden anerkannten Plombe nicht
         entgegen ."
 ---pagebreak---                                  - 6 -                      AîTLAGE i 1
b ) die Waren , deren Beförderung unter Berührung des Gebiets eines oclor
    mehrerer ITichtmitgliedsländar der Europäischen Gemeinschaften
    erfolgt oder die in einem solchen Land umgeladen werden , sofern die
    Beförderung durch diese letztgenannten Länder oder die Umladung auf
    Grund eines einzigen in Indien ausgestellten Beförderungspapiers
    erfolgt .
                               Artikel 2
1 . Von diesen beiden Gemeinschaftszollkontingenten wird eine erste Rate
    im Werte von jeweils 550.000 &E auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt .■
    die Quoten , die vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 5 vom
    lo Januar bis 31 - Dezember 1969 gelten , belaufen sich für die ein­
    zelnen Mitgliedstaaten auf die den folgenden Werten entsprechenden
    Mengen :
a ) für Gewebe aus S«ide oder Schappeseide , auf Handwebstühlen hergestellt
    Deutschland ( BR )                               275*000 RE
    Frankreich                                       126.500 RE
    Italien                                           93*500 RE
    ITiederlande                                      27.500 RE
    Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion          27 » 500 RE
b ) für Gewebe aus Baumwolle , auf Handwebstühlen hergestellt s
    Deutschland ( BR )                              192.500 RE
    Frankreich                                      137-500 RE
    Italien                                         110,000 RE
    Niederlande                                      55 . 000 RE
    Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion         55-000 RE .
2 . Die zweite Rate , die für jedes dieser Gemeinschaftszollkontingente
    einer Menge im Wert von 450.000 RE entspricht , bildet die Reserve .
                                                            « » • I• o «
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                               Artikel 3
Hat ein Mitgliedstaat die eine oder andere seiner ursprünglichen Quoten -
wie sie; in Artikel 2 Abs . 1 festgesetzt sind - oder - böi Anwendung des
Artikels 5 - die gleichen Quoten abzüglich der auf die Reserve übertragenen
Menge zu 90 $ oder mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich , durch Mit­
teilung an die Kommission die Ziehung einer zweiten Quote in Höhe von 60 $
seiner ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge    ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der einen oder anderen seiner ursprünglichen Quoten
die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 $ oder mehr ausgenutzt
so nimmt dieser Mitgliedstaat unverzüglich durch Mitteilung an : die Kommission
die Ziehung einer dritten Quote in Höhe von 30 $ seiner ursprünglichen
Quote vor , soweit die Reservemenge ausreicht .
Ist nach Ausschöpfung der einen oder der anderen zweiten Quote die dritte
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 i° oder mehr ausgenutzt , so
nimmt dieser Mitgliedstaat gemäss deh Bestimmungen von Absatz 2 die Ziehung
einer vierten Quote im Höhe der dritten Quote vor . Dieses Verfahren wird
sinngemäss bis zur Ausschöpfung der Reserve angewandt .
In Abweichung von den Abs . 1 bis 3 kann jeder Mitgliedstaat Ziehungen
niedrigerer Quoten als in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen ,         ,
wenn Grund zu der Annahme besteht , dass diese nicht ausgeschöpft werdan
könnten . Er unterrichtet die Kommission über die Gründe , die ihn veranlasst
haben , die Bestimmungen dieses Absatzes anzuwenden ,
             --                Artikel 4
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen iusätzlichen Quoten gelten
bis zum 31 . Dezember 1969 .      *
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                              Artikel 5
Hat ein Mitgliedstaat die eins oder andere seiner ursprünglichen Quoten
am 15 . September 1969 nicht ausgeschöpft , so überträgt er spätestens
am 10 . Oktober 1969 von der nicht ausgenutzten Menge den Teil , der 20 $
seiner ursprünglichen Quote übersteigt , auf die Reserve . Er kann eine
grössere Menge übertragen , wenn Grund zu der Annahme besteht , dass die
betreffenden Menge nicht ausgenutzt werden könnte .
Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 10 . Oktober 19^9
die Gesamtmenge der Einfuhren der betreffenden Gewebe mit , die bis
zum 15 . September 1969 einschliesslich' durchgeführt und auf die einzelner.
Gemeinschaftszollkontingente angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den
seiner einzelnen ursprünglichen Quoten , den er auf die entsprechende
Reservemenge überträgt .
                              Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitgliedstaaten gemäss
Artikel 1 bis 3 eröffneten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mit­
gliedstaaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserven , sobald ihr
die Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 15 « Oktober 19 69
über die Reservemengen , die nach den in Anwendung von Artikel 5
erfolgten Übertragungen verbleiben .
Sie sorgt dafür , dass die Ziehung , mit der die jeweilige Rcservemenge
ausgeschöpft wird , auf die verfügbare Restmenge beschränkt bleibt , und
gibt zu diesem Zweck dem Mitgliedstaat , der diese letzte Ziehung vornimmt
den Restbetrag an .
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                                   Artikel 7
1 . Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Vorkehrungen , um durch
     die Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die er in Anwendung von Artikel 3
     gezogen hat , die fortlaufenden Anrechnungen auf seinen kumulierten
     Anteil der Gemeinschaftszollkontingente zu ermöglichen .
2 . Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betreffenden Waren nach
     Massgabe der Gestellung der betreffenden Waren bei der Zollstelle mit
     einer Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr auf ihre Quoten
   . an .
3 . Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Waren ,
     die sich in seinem Gebiet niedergelassen haben , freien Zugang zu den ihm
     zugeteilten Quoten .
4 . Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten der einzelnen Mitglied­
     staaten wird an Hand der gemäss Absatz 2 angerechneten Einfuhren
     festgestellt . .
                                   Artikel 8
     Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die
     Einhaltung der vorstehenden Artikel eng zusammen .
                                   Artikel 9
     Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 19°9 in Kraft .
                DiesVerordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und
                gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
     Brussel , den                             Fur den Rat
                                               Der Président ,