CELEX: 31996M0718
Language: de
Date: 1996-03-20 00:00:00
Title: ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 20/03/1996 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.718 - PHOENIX / COMIFAR) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der Deutsche Text ist verbindlich)

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31996M0718

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 20/03/1996 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.718 - PHOENIX / COMIFAR) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der Deutsche Text ist verbindlich)  

Amtsblatt Nr. C 101 vom 03/04/1996 S. 0004

 ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 20/03/1996 zur Vereinbarkeit eines  Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.718 - PHÖNIX /  COMIFAR) gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates  (Nur der Deutsche Text ist verbindlich). Die gedruckte Fassung der Entscheidung ist bei den Verkaufsstellen des Amtes für  Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften. ÖFFENTLICHE VERSION FUSIONSVERFAHREN ARTIKEL 6(1)(b) ENTSCHEIDUNG Einschreiben mit Empfangsbestätigung An die anmeldenden Parteien Betrifft :<ind> Fall Nr. IV/M. 0718 - Phönix/Comifar <ind> Ihre Anmeldung vom 22.02.1996 nach Art. 4 der Verordnung des Rates  (EWG) Nr.4064/89 (Fusionsverordnung) 1.<ind> Am 22.02.1996 erhielt die Kommission die Anmeldung eines beabsichtigten  Zusammen-schlusses nach Artikel 4 der Verordnung des Rates (EWG) Nr. 4064/89  wonach das Unternehmen Phönix Pharmahandel Aktiengesellschaft + Co,  Mannheim, das von Mit-gliedern der Familie [auf Veröffentlichung verzichtet]  kontrolliert wird (Phönix/[auf Veröffentlichung verzichtet]), die Kontrolle über [als  Geschäftsgeheimnis entfernt; > 50]% des Stammkapitals des Unternehmens Comifar  S.p.A., Novate Milanese (Comifar) durch Aktienkauf erwirbt. Die sonstigen Aktien  befinden sich imStreubesitz. 2.<ind> Nach Prüfung der Anmeldung hat die Kommission entschieden, daß das  angemeldete Vorhaben in den Anwendungsbereich der Verordnung des Rates Nr.  4064/89 fällt und keine ernsthaften Zweifel an seiner Vereinbarkeit mit dem  Gemeinsamen Markt und mit dem Funktionieren des EWR-Abkommens bestehen. I.<tab> Die Aktivitäten der Parteien und das Vorhaben 3.<tab> Die geschäftlichen Aktivitäten der beteiligten Unternehmen sind für: <tab> -<ind> Phönix/ [auf Veröffentlichung verzichtet]:<ind> [auf Veröffentlichung  verzichtet] Großhandel von Pharmazeutika sowie verbundene  Apothekendienstleistungen <tab> -<ind> Comifar:<ind> Großhandel von Pharmazeutika, verbundene  Apothekendienst-leistungen und allgemeine Finanzdienstleistungen 4.<ind> Der Erwerb der Kontolle durch Phönix/[auf Veröffentlichung verzichtet] an  Comifar bedeutet für Phönix den wirksamen Markteintritt im italienischen Markt des  pharmazeutischen Großhandels. II.<tab> Gemeinschaftsweite Bedeutung 5.<ind> Die beteiligten Unternehmen haben gemeinsam einen aggregierten weltweiten  Umsatz von mehr als 5000 MECU (Phönix/[auf Veröffentlichung verzichtet] [als  Geschäftsgeheimnis entfernt; ca. 5000] MECU, Comifar [als Geschäftsgeheimnis  entfernt; > 250] MECU). Jede Partei hat einen gemeinschaftsweiten Umsatz von mehr  als 250 MECU, erreicht aber nicht mehr als zwei Drittel ihres aggregierten  gemeinschaftsweiten Umsatzes in einem und demselben Mitgliedsstaat. Daher hat der  Zusammenschluß eine gemeinschaftsweite Bedeutung, begründet aber keinen  Kooperationsfall nach dem EWR-Abkommen. III.<tab> Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt A.<tab> Relevante Produktmärkte 6.<ind> Die erworbenen Geschäftstätigkeiten umfassen den pharmazeutischen  Großhandel und verbundene Apothekendienstleistungen, bei denen es sich um  Marktaktivitäten handelt, in denen beide Parteien vertreten sind. Dies zeigt, daß es  relevante Produktmärkte für pharmazeutischen Großhandel und für verbundene  Apothekendienstleistungen geben könnte. Es ist jedoch nicht notwendig, engere  relevante Produktmärkte wie Finan-zierungsservice oder Computersoftware bzw. - hardware zu bestimmen, weil auch auf den engsten Produktmärkten im EWR  wirksamer Wettbewerb nicht erheblich behindert würde. B. <tab> Relevante geographische Märkte 7.<ind> Die relevanten geographischen Märkte sind im pharmazeutischen Großhandel  allgemein national  oder regional abzugrenzen. Auf den benachbarten  Dienstleistungsmärkten kann auch eine weitere geographische Marktabgrenzung  sachgerecht sein. Es ist aber nicht notwendig, die relevanten geographischen Märkte  genauer abzugrenzen, weil durch den Zusammenschluß auch bei nationalen oder  regionalen Märkten, im EWR oder einem wesentlichen Teil davon, wirksamer  Wettbewerb nicht erheblich behindert würde. C. <tab> Beurteilung 8.<ind> Im pharmazeutischen Großhandel sind sowohl Phönix/[auf Veröffentlichung  verzichtet] als auch Comifar auf dem italienischen Markt tätig. Das Marktvolumen  liegt bei 4400 MECU. Die Marktanteile von etwa [als Geschäftsgeheimnis entfernt; <  10 %]% (Comifar) und unter [als Geschäftsgeheimnis entfernt; < 5 %]%  (Phönix/[auf Veröffentlichung verzichtet]) sind jedoch minimal. Im Falle regionaler  Großhandelsmärkte fehlt es völlig an einer Überschneidung durch den  Zusammenschluß. Bei verbundenen Apothekendienstleistungen erzielt Phönix (nur in  Deutschland) Umsätze von [als Geschäftsgeheimnis entfernt; < 1 MECU] MECU und  Comifar (nur in Italien) [als Geschäftsgeheimnis entfernt; < 1 MECU] MECU. Auf  Basis nationaler Märkte besteht insoweit keine Marktanteilsaddition. Im weiteren  europäischen Markt wären diese Umsätze wettbewerblich völlig unbedeutend. 9.<tab> Im Hinblick auf die Marktstellungen der beteiligten Unternehmen ergibt sich  daher, daß <ind> das angemeldete Vorhaben nur unerhebliche Auswirkungen auf den  Wettbewerb in der Europäischen Union haben wird. IV.<tab> Ergänzende Beschränkungen 10.<ind> Das angemeldete Vorhaben enthält keine Vereinbarungen über ergänzende  Beschrän-kungen der Parteien. V.<tab> Ergebnis 11.<ind> Aus den oben erwähnten Gründen hat die Kommission entschieden, das  angemeldete Vorhaben nicht zu untersagen und es für vereinbar mit dem  Gemeinsamen Markt und dem Funktionieren des EWR-Abkommens zu erklären.  Diese Entscheidung ergeht in Anwendung von Artikel 6(1)b der Verordnung des  Rates Nr. 4064/89. Für die Kommission