CELEX: 31966R0118
Language: de
Date: 1966-07-29 00:00:00
Title: Verordnung Nr. 118/66/EWG der Kommission vom 29. Juli 1966 über den zum Zweck der Feststellung der Einkommen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu benutzenden Betriebsbogen

10 . 8 . 66                 AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                        2701 /66
            EUROPAISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                                              VERORDNUNGEN
                              VERORDNUNG Nr. 118/66/EWG DER KOMMISSION
                                                       vom 29 . Juli 1966
              über den zum Zweck der Feststellung der Einkommen in den landwirtschaft­
                                 lichen Betrieben zu benutzenden Betriebsbogen
              DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT —
                  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
              schaft,
                  gestützt auf die Verordnung Nr. 79/65/EWG des Rates vom 15 . Juni 1965 zur
              Bildung eines Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen über die
              Einkommenslage und die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse landwirtschaft­
              licher Betriebe in der EWG (*), insbesondere auf Artikel 7 ,
                  in Erwägung nachstehender Gründe :
                  Die Angaben des Betriebsbogens müssen es einerseits ermöglichen, die tat­
              sächliche Lage der Buchführungsbetriebe zu erkennen, und zwar hinsichtlich
              der wesentlichen Merkmale ihrer Produktionsfaktoren, und andererseits, die
              Höhe der festgestellten Einkommen zu beurteilen, insbesondere durch Vergleiche
              zwischen Gesamtheiten von Betrieben ohne Berücksichtigung der geographi­
              schen Lage und der Betriebsklassen, denen sie angehören.
                  Um objektive, zweckdienliche und vergleichbare Informationen über die Ein­
              kommen in den verschiedenen Betriebsgruppen zu erhalten, muß die Art der
              Buchführungsdaten, die der Betriebsbogen enthält, ihre Anordnung sowie die
              damit zusammenhängenden Definitionen und Anleitungen in allen Gebieten
              und für alle Buchführungsbetriebe einheitlich sein.
                  Die vollständige Durchführung dieser Zielsetzung kann gewisse Anpassungen
              der angewandten Buchführungsmethoden erfordern ; deshalb muß der Betriebs­
              (!) AB Nr . 109 vom 23 . 6. 1965 , S. 1859/65.
 ---pagebreak--- 2702/66              AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                          10 . 8 . 66
        bogen so abgefaßt sein, daß diese Anpassungen erleichtert werden ; es sollte
        daher insbesondere die vorläufige Möglichkeit vorgesehen werden, gewisse Posi­
        tionen und Spalten fakultativ auszufüllen.
            Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stel­
        lungnahme des Gemeinschaftsausschusses des Informationsnetzes landwirtschaft­
        licher Buchführungen —
        HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                        Einziger Artikel
            Die Art der in den Betriebsbogen aufgenommenen Buchführungsdaten sowie
        ihre Anordnung sind im Anhang I festgelegt ; die damit zusammenhängenden
        Definitionen und Anleitungen sind im Anhang II festgelegt.
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
        in jedem Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 29. Juli 1966
                                                                Für die Kommission
                                                                   Der Präsident
                                                                Walter HALLSTEIN
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66 AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2703/66
                            ANHANG I
                         BETRIEBSBOGEN
 ---pagebreak--- EINSCHAFT                                            LANDWIRTSCHAFTLICHER BETRIEBSBOGEN
                                                                    EWG
           BUCHFÜHRUNGEN                                                                                                                                                     Nr .                                  1.
                                                        ( Die in diesem Betriebsbogen enthaltenen Angaben sind                                                                                                          2704/66
                           Juni 1965 ,
                              gang, Nr. 109)               streng vertraulich . Es ist untersagt, sie preiszugeben
                                                             oder sie für steuerliche Zwecke zu verwenden .)
                                                                                                              1     2       3        4   I
                                                                                                                                                   5          6          7            8          9            10
                            eichnung                                                                            Ge­                                                 Dem Betrieb gewidmete
                                                D ARBEITSKRÄFTE                                               schlecht                                               jährliche Arbeitszeit   Bezahlte     Kalkulato­
                                                                                                                                   beschäf­                                                   Löhne     rische Löhne
                                                   (eine Zeile je Person)
                                                                                                                                        tigte
                                                                                                                                'Ständig INicht ständi,g IErwebs-
                                                                                       (Cnoichdte ausfülen)   M     Ι
                                                                                                                                    Arbeits­
                                                                                                                         IGeburtsjah Unfäjhigket
                                                                                                                                     kräfte                          Stunden        Tage
                                                                                                              Ο    (*)            (*)          n          v. H.                                 (·>         (·)
                                                1 . Betriebsleiter
                               /       /
                                                2 . Familieneigene Arbeitskräfte
                                       a
                                                            Summe I
                                                3 . Familienfremde Arbeitskräfte
                                        2
                                   Hauptwirt­
                                    schafts-
                                                                                                                                                                                                                        AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                    gebäude
                                                gelegentlich
                                       □        beschäftigte         Männer
                                                Lohnarbeits­
                                      □         kräfte
                                                                     Frauen
                                      □         (zusammen)
                                      □               Summe II
                                                      Summe I + II
                                                                                                                                                                                                                         10 . 8 . 66
 ---pagebreak---                                                                                                                                              Nr .                                                     2.
                                                                                                                                                                                                               10 . 8 . 66
                    2                3               4          5          6              7          8          9         10        11      12        13          14         15          16           17
                Nebenkulturen                                                                                       Naturalleistungen                                       Innerbetriebl .
                                                                                                  Berich­                                                        Roh­         Verbrauch
                                                  Erzeu­                               Vorän­                                                                                                      Brutto­
                                                                                                    tigte                                                       ertrag                             erzeu-
                                                   gung       An­      Betriebs­   derungen                                                         Investi­
upt­            verge­                                                                            Betriebs­                                End­                 (« + 9
                 sell-                           des Rech­   fangs-      ein-          der For­                                  sonstige                                                           gung
  uren                          Folge­                                                              ein-      Eigen­    Natural­ Natural­ bestand    tionen    r- 10 + 11
                schaf­                            nungs-     bestand   nahmen           derun-                 ver-                                                                  c    .    .   ( 14 + 15
                                kulturen                                                          nahmen                 löhne      lei-                       + 12 + 13 Futter-
                 tete                             jahres                                 gen                  brauch                                                        mittel Saatgut            + 16)
                                                                                                   (6±7 )                         stungen                       —5)
               Kulturen
           a   ha           a   ha           a      dz         (· )       (*)            (*)         (· )      (*)         (*)      (*)     (*)       (·>         (*)        (*)         (·)          C)
                                                                                   ±
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I                         -
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
       I                I                I               I
                                                                                   -
       I                I                I               I
       I                I                I               I
                                                                                                                                                                                                               AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
       I                I                I
       I                I                I
       I                I
       I
                                                                                                                                                                                                                 2705/66
       I                I                I
 ---pagebreak---                                                                                                                                                                  -           -
                                                                                                                                             Nr .                                                 3.
                                                                                                                                                                                                          2706/66
                                                 1         2          3          4            5       6          7          8        9         10      11              12          13           14
EUGNISSE                                                                                                             Naturalleistungen                                            Inner­
                                               Erzeu­                                              Berich­                                                            Roh­
  FUTTERBAUS ,                                                                           Verän­                                                                                  betrieb-
                                                gung                                                 tigte                                                           ertrag                  Brutto­
                                                                             Betriebs­   derun-                                                                                   licher
  VIEHHAL­                                       des    Anfangs­    Vieh­                          Betriebs­                                   End­   Investi­       (6 + 7 +                erzeu-
                                                                               ein-      gen der                                                                                   Ver­
 G UND SON­                                    Rech­    bestand    zukäufe                           ein-      Eigen­              sonstige bestand    tionen        8+9+                     gung
                                                                             nahmen      Forde­                          Natural­ Natural­                                       brauch
                                               nungs-                                              nahmen       ver-                                                 10 + 11                 ( 12 + 13)
 GE LEISTUN -                       I                                                    rungen                           löhne      lei-                                        ( Futter­
                                               jahres                                               (4±5 )     brauch                                                —2—3 )
                                        Code                                                                                       stungen                                        mittel)
                                                kg        r          (*)        (*)          (*)      (*)        (*)        (*)      (*)        H       (·)            (*)          (*)         (·)
                                                                                         ±
   sse des Futterbaus
      nisse des Futterbaus              °i !
      ntliche Verpachtung von
    flächen und Einnahmen
    ehpensionen                         02
   -, Rinder-, Schaf- und
   ltung
     fer                                03
                                        04
    ilch und -erzeugnisse
      lmilch                            05
     hm                                 06
     tter                               07
     llmilchkäse                        08
     nstige Milcherzeugmsse (...)       09
                                        10
                                        11
                                        12
        und Ziegenmilch und
      gnisse                            13
      ge Erzeugnisse der Ein­
        Rinder-, Schaf- und
      haltung                           14
  ehaltung
     ine                                15
      ge Erzeugnisse der
     inehaltung                         16
   haltung und sonstige
    haltung
                                                                                                                                                                                                          AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
     reier                              17
    , Junghühner, Hähne ,
   r                                    18
      ges Geflügel und Erzeug­
       er Geflügelhaltung               19
     e Kleintiere                       20
    Leistungen
     e Leistungen des Betriebes         21
                    Insgesamt           22
                                                                                                                                                                                                          10 . 8 . 66
 ---pagebreak---                                                                                                                                      Nr .                       ■         /••                   4.
   1              2                 3                    4        5        6                                                                               12                        3          4
                                                                          Real­                                                                          Wert am Anfang            Wert am Ende
                                                                                                                                                                                                          10 . 8 . 66
 etriebs­                                                    Inner­     aufwand         I    INVENTARANGABEN                                             des Rechnungs­            des Rechnungs­
                             Be­                     Real­
 usgaben Natural­                                                         und                                                                                  jahres                   jahres
                           stands-                  aufwand betrieb-                                                                              Code
 nd Ab­          ent-                                        licher      inner­
                           verände­                  ( 14-2                                                                                                *                                     *
 schrei-        nahmen                                        Ver­      betriebl .                                                                                      (*)
                              rungen                  ±3 )               Verbr .
bungen                                                      brauch                   Boaen- und Gebäuaekapttal
                                                                         (4 + 5)     1 . Ländereien und Grund Verbesserungen                      01
   n              (*)               (*)                  (*)      (*)      r         2 . Gebäude und bauliche Anlagen                             02
                          ±                                                          3 . Dauerkulturen                                            03
                                                                                     Betriebskapital
                                                                                     4 . Vieh (lebendes Inventar)                                 04
                                                                                     5 . Maschinen und Geräte ( totes Inventar)
                                                                                       50 . Schlepper                                             05
                                                    ¡.                                 51 . Einachsschlepper                                      06
                                                                                        52 . Große Maschinen                                      07
                                                                                       53 . Kleingeräte                                           08
                                                                                     6. Umlaufkapital                                             09
                                                                                       60 . Vorräte                                               10
                                                                                       61 . Sonstiges Umlaufkapital                               11
                                                                                                                                  Insgesamt       12
                                                                                     Verbtndlichkeiten
                                                                                     7 . Langfristige Verbindlichkeiten ( 10 Jahre und mehr)      13
                                                                                     8 . Mittelfristige Verbindlichkeiten (1 bis unter lOJahre)   14
                                                                                     9 . Kurzfristige Verbindlichkeiten (unter 1 Jahr) und
                                                                                         laufende Rechnungen                                      15
                                                                                                                                  Insgesamt       16
                                                                                        J    SONSTIGE BETRIEBSANGABEN                                                     Code
                                                                                     Betriebsfläche
                                                                                      1 . Tatsächlich bewässerte LN                                                           01          ha          a
                                                                                      2 . Glasfläche mit Heizung                                                              02         —ha          a
                                                                                      3 . Glasfläche ohne Heizung                                                             03          ha          a
                                                                                     Viehhaltung
                                                                                      4 . Mittleres Gewicht der Milchkühe                                                     04           kg/ Kuh
                                                                                      5 . Weidetage auf Almen oder sonstigen nicht in der LN erfaßten Weiden                  05                Tage
                                                                                     Motorisierte Zugkraft
                                                                                     6 . Anzahl der Schlepper                                                                 06
                                                                                      7 . Anzahl der Einachsschlepper                                                         07
                                                                                                                                                                              08                     PS
                                                                                      8 . Motorleistung der Schlepper
                                                                                                                                                                                                          AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                                     9 . Motorleistung der Einachsschlepper                                                   09                     PS
                                                                                     Außergewöhnliche Verluste und Gewinne                                                           +         (*)
                                                                                     10 . Vorhergehende Rechnungsjahre                                                        10
                                                                                     11 . Vorratsverkäufe                                                                     11
                                                                                     12 . Forderungen                                                                         12
                                                                                     1 3 . Andere                                                                             13
                                                                                        K      BEMERKUNGEN
            I             II                    I
   (*)                                    (*)
                                                                                                                                                                                                             2707/66
                I ha LN        jI                        /ha LN
                               1
 ---pagebreak--- 2708/66                         AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                                     10 . 8 . 66
                             LANDWIRTSCHAFTLIGHER BETRIEBSBOGEN EWG
                                                     Zwischenblatt Nr. 1                 Nr .             /        /               5.
   I    TEILPACHT                    (dieses Blatt nur ausfüllen, wenn die LN ganz oder teilweise in
                                    Teilpacht oder einem gleichartigen Besitzverhältnis bewirtschaftet wird)
                                                                                                             1                 9
   a) Zusammenfassung : „ Ertrag — Aufwand — Einkommen"                                          Code  Teilpächter       Verpächter
                                                                                                            (*)               (*)
       Rohertrag
        1 . Nicht zu den Futtergewächsen gehörende Kulturen                                       Ol
        2 . Futterbau                                                                             02
                           j Einhufer, Rinder, Schafe und Ziegen                                  03
        3 . Viehhaltung 1 Schweine                                                                04
                           ) Geflügel und sonstige Kleintiere                                     05
        4. Sonstiger Rohertrag                                                                    06
        5 . Rohertrag (insgesamt)                                                                 07
       Realaufwand
        6. Kosten der Arbeitserledigung                                                           08
             darunter Gehälter (Teilpächter Code 09                 /          Pächter)
        7 . Kosten der Mechanisierung                                                             10
        8 . Spezifische Kosten der tierischen Produktionszweige :
             80 . Futtermittel für Einhufer, Rinder , Schafe und Ziegen                           11
             81 . Futtermittel für Schweine                                                       12
             82 . Futtermittel für Geflügel und andere Kleintiere                                 13
             83 . Sonstige spezifische Kosten der tierischen Produktionszweige                    14
        9. Spezifische Kosten der pflanzlichen Produktionszweige                                  15
       10 . Allgemeine Betriebsunkosten                                                           16
       11 . Kosten für Boden und Gebäude                                                          17
       12 . Finanzierungskosten                                                                   18
       13 . Realaufwand (insgesamt)                                                               19
       Einkommen des Betriebes (5 ■— 13)                                                          20
                                                                            1                 0               3                 4­
                                                                                      I                                I
                                                                               Wert am Anfang                    Wert am Ende
       b) Inventarangaben                                       Code        des Rechnungsjahres               des Rechnungsjahres
                                                                       Teilpächter       Verpächter    Teilpächter        Verpächter
                                                                           (*)               (*)             (·)               (*)
         1 . Boden und Gebäudekapital (zusammen)                 21
             Betriebskapital
         2. Vieh (lebendes Inventar)                             22
         3 . Maschinen und Geräte (totes Inventar)               23
         4. Umlaufkapital                                        24
             Insgesamt                                           25
         5 . Verbindlichkeiten (zusammen)                        26
    c) Ist der Betrieb Bestandteil eines größeren Betriebes des Typs „ fattoria" ?
       (Richtige Antwort ankreuzen (x))                                                           ^27° JA Q NEIN Q]
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                      AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              2709/66
                                                             ANHANG II
                                 DEFINITIONEN UND ANLEITUNGEN BETREFFEND
                                                         DEN BETRIEBSBOGEN
                                           I. Allgemeine Definitionen und Anleitungen
           a) Die Angaben des Betriebsbogens beziehen sich auf einen einzigen landwirtschaftlichen Betrieb
                und ein gleiches Rechnungsjahr von 12 aufeinanderfolgenden Monaten.
           b) Die Angaben des Betriebsbogens betreffen ausschließlich den landwirtschaftlichen Betrieb ;
                alle Angaben, die mit außerbetrieblichen Tätigkeiten des Betriebsinhabers (x) und seiner
                Familie, Pensionen, Erbschaften, Privatkonten, außerbetrieblichem Vermögen, persönlichen
                Steuern, Privatversicherungen usw. zusammenhängen, sind für die Aufstellung der Buch­
                führungsdaten nicht zu berücksichtigen.
           c) Der Betriebsbogen ist leserlich auszufüllen und als vertraulich von der Buchstelle der Ver­
                bindungsstelle zu übermitteln, die das Original ebenfalls als vertraulich nach Durchsicht an die
                Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, Generaldirektion Landwirtschaft,
                Abteilung „ Berichte, Informationsdienst landwirtschaftlicher Buchführungen " weiterleitet .
           d) Die Angaben des Betriebsbogens stammen aus einer Buchführung , die systematische und
                regelmäßige Eintragungen im Verlauf des Rechnungsjahres umfaßt .
           e) Die Angaben des Betriebsbogens sind in folgenden Einheiten und Genauigkeitsgraden ein­
                zutragen :
                — Wertangaben (2) in der nationalen Währungseinheit ohne Dezimalstelle (•')
                — Mengenangaben, wenn nicht anders verfügt, in Doppelzentnern (dz = 100 kg) mit einer
                    Dezimalstelle,
                — die Flächen in Hektar — Ar,
                — der Arbeitskräftebestand in Anzahl von Personen mit einer Dezimalstelle,
                — der Viehbestand in Stückzahl mit einer Dezimalstelle (4).                                '* * ~      m
            f) Jeder Betriebsbogen erhält eine Kennzahl (5), die sich oben rechts auf jeder Seite des Betriebs­
                bogens befindet und in nachstehender Reihenfolge eine Reihe von Ziffern umfaßt, die jeweils
                — das Gebiet (Gebiets-Nr. gemäß Anhang III der Verordnung Nr. 91 /66/EWG der Kommission (®),
                — den Gebietsteil ,
                — den Betrieb
                kennzeichnen.
           (1) Unter Betriebsinhaber ist die Person zu verstehen, welche die rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung
                der Bewirtschaftung trägt, d . h . die Person , für deren Rechnung oder in deren Namen der Betrieb be­
                wirtschaftet wird.
           (2) Die Spalten für Wertangaben (nationale Währungseinheiten) sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet.
            (3) Aus mecanographisch-technischen Gründen sind die Werte in Lire in je 1000 Lire mit einer Dezimalstelle
                anzugeben .
           (4) Bei Geflügel ist die Stückzahl ohne Dezimalstelle anzugeben .
           (5) Diese Kennzahl entspricht der Nr . des Betriebes , die in der vom Verbindungsorgan aufgestellten Liste der
                 Buchführungsbetriebe und in dem mit der Buchstelle abgeschlossenen Vertrag verzeichnet ist .
           (6) AB Nr. 121 vom 4 . 7. 1966 , S. 2254/66 .
 ---pagebreak--- 2710/ 66                       AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                      10 . 8 . 66
                    II. Definitionen und Anleitungen zu den einzelnen Positionen und Spalten
                                                         des Betriebsbogens
                              A. ALLGEMEINE ANGABEN
       A. Pos . 1                 Gebiet
                                   Anzugeben ist die Bezeichnung des Gebietes, wie im Anhang zur Verordnung
                                  Nr. 79/65/EWG 0) aufgeführt, in dem der landwirtschaftliche Betrieb liegt.
        A. Pos . 2                Gebietsteil
                                   Teil eines Gebietes , abgegrenzt durch die Verbindungsstelle nach agrarwirt­
                                   schaftlichen Kriterien (Naturräume) oder nach Verwaltungsbezirken (Depar­
                                  tements , Provinzen, Regierungsbezirken), um eine rationelle Organisation der
                                   Betriebsauswahl und der Sammlung der Buchführungsdaten zu ermöglichen.
                                   Die gebräuchliche Bezeichnung des Gebietsteils, in dem der landwirtschaft­
                                   liche Betrieb liegt, ist anzugeben.
        A. Pos . 3                 Ordnungsnummer des Betriebes
                                   Dem Buchführungsbetrieb von der Verbindungsstelle zugeteilte Ordnungs­
                                   nummer.
        A. Pos . 4                 Betriebsklasse Nr.
                                   Nr. der Betriebsklasse, für die der Buchführungsbetrieb ausgewählt wurde.
        A. Pos . 5                 Buchstelle Nr.
                                   Die von der Verbindungsstelle zugeteilte Ordnungsnummer der Buchstelle,
                                   welche den Betriebsbogen ausfüllt, ist einzutragen.
        A. Pos . 6                 Abschluß des Rechnungsjahres
                                    Anzugeben ist der letzte Tag des Rechnungsjahres, der dem Tag der Be­
                                   standsaufnahme am Ende des Rechnungsjahres entspricht, z. B. 30/06/66 oder
                                   31 / 12/66 .
                              B. GESAMTFLACHE DES BETRIEBES
                                    Die Gesamtfläche des Betriebes umfaßt alle innerhalb des landwirtschaft­
                                    lichen Betriebes liegenden Flächen, und zwar unabhängig von ihrer Art, Be­
                                    stimmung und Besitzverhältnissen. Jedoch sind in der Gesamtfläche des
                                    Betriebes diejenigen Flächen, die dem Betriebsinhaber gehören und die im
                                    Verlauf des betreffenden Rechnungsjahres vom Besitzer an Dritte ver­
                                    pachtet wurden, nicht zu erfassen.
                                    Innerhalb der Gesamtfläche des Betriebes werden aber die Flächen berück­
                                    sichtigt, die im Verlauf des Rechnungsjahres mindestens eine Ernte erbrach­
                                    ten (2), sowie alle im Verlauf des Rechnungsjahres nicht genutzten Flächen,
                                    die zu Beginn des Rechnungsjahres zum Betrieb gehörten.
                                    Die Gesamtfläche des Betriebes umfaßt ebenfalls die Flächen, deren Nutz­
                                    nießung dem Betriebspersonal als Naturallohn (Deputatland) überlassen
                                    wird (siehe E. Pos . 4).
        B. Pos . 1                  Acker - und Gartenland
                                    Das Acker- und Gartenland umfaßt die landwirtschaftlich genutzte Fläche (3),
                                    abzüglich der Flächen der Dauerkulturen und der Dauerwiesen und -weiden.
         B. Pos . 2                 Dauerwiesen und -weiden
                                    Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche außerhalb der Fruchtfolge, die
                                    fortdauernd (für eine Dauer von fünf Jahren und mehr) der Erzeugung von
                                    grünen Futterpflanzen dient, wobei es sich um ein durch Einsaat angelegtes
                                    oder um ein natürliches Grünland handeln kann, das unterhalten wird oder
                                    nicht.
         (1) AB Nr. 109 vom 23 . 6 . 1965 , S. 1864/65 .
         (2) Einschließlich Schwarzbrache .
         (3) Die Hausgärten sind im Acker- und Gartenland nicht enthalten .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                      AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                       2711 / 66
          B. Pos . 3               Dauerkulturen (verholzende landwirtschaftliche Anlagen)
                                   Kulturen außerhalb der Fruchtfolge, andere als Dauerwiesen und Dauer­
                                   weiden , welche den Boden während eines längeren Zeitraums beanspruchen,
                                   und die viele Jahre bis zur Neuanpflanzung andauern .
          B. Pos . 4               Hausgärten
                                   Gesondert gelegene, zumeist kleine Gartenflächen, die dem Anbau von Er­
                                   zeugnissen (z. B. Gemüse, Beerenobst, Obst, Blumen) dienen, die gewöhnlich
                                   zum Verbrauch durch die im Betrieb lebenden Personen bestimmt sind.
          B. Pos . 5               Nicht genutzte landwirtschaftliche Flache
                                   Aus wirtschaftlichen, sozialen oder aus anderen Gründen nicht genutzte
                                   Flächen, die durch Einsatz von normalerweise im Betrieb vorhandenen Mit­
                                   teln jedoch landwirtschaftlich genutzt werden können. Dabei kann es sich
                                   um Flächen handeln, die früher als landwirtschaftliche Flächen verwendet
                                   wurden oder um Flächen, die bisher noch nicht landwirtschaftlich genutzt
                                   worden sind 0).
          B. Pos . 6               Forstfläche
                                   Flächen mit Wäldern und Forsten einschließlich forstlicher Pappelanlagen
                                   sowie forstlicher Pflanzgärten für den Eigenbedarf des Betriebes ; Pappel -
                                   kulturen auf landwirtschaftlichen Flächen sind in dieser Position nicht mit
                                   einbegriffen .
                                   Forstliche Pappelanlagen können entweder auf natürlicher Waldfläche durch
                                   Umwandlung oder durch Ersatz anderer Baumbestände entstanden oder
                                   solche sein, die als Pappelanlagen direkt auf kürzlich abgeholzten Wald­
                                   flächen angepflanzt wurden.
          B. Pos . 7               Sonstige Fläche
                                   Unter „ sonstiger Fläche " werden alle Teile der Gesamtfläche des Betriebes
                                   verstanden, die nicht in den vorstehenden Positionen erfaßt sind.
                                   Diese Position umfaßt insbesondere :
                                   a) die Flächen, die nicht direkt der pflanzlichen Erzeugung dienen, jedoch für
                                       den Betrieb notwendig sind, z . B. Gebäudeflächen und Wege, die zu den
                                       Feldern führen ;
                                   b) die Flächen, die zur landwirtschaftlichen Erzeugung nicht benutzbar
                                       sind, z . B.
                                       — Steinbruche, Unland, Felsen,
                                       — Wasserflächen (Teiche, Kanäle, Bäche, Gräben usw.);
                                   c) die Ziergärten (Park- und Rasenanlagen).
          B. Pos. 8                Insgesamt
                                   Summe der Positionen B. 1 bis B. 7 (einschließlich).
                                C. BESITZVERHALTNISSE
                                   Unter Besitzverhältnis ist die Form zu verstehen, in der der Betriebsinhaber
                                   den Grund und Boden (Flächen und Gebäude) nutzt, der den Betrieb bildet .
                                   Es werden nur die bewirtschafteten Flächen (landwirtschaftlich genutzte
                                   Fläche) und die vom Betriebsinhaber benutzten Gebäude berücksichtigt. Alle
                                   Flächen oder Gebäude, die letzterer an Dritte verpachtet oder in Teilpacht
                                   abgegeben hat, werden also nicht für die Bestimmung der Besitzverhältnisse
                                   des Betriebes berücksichtigt .
          C. Pos . 1               In Eigentum
                                   Eigentum entspricht der Nutzung des Grund und Bodens (Flächen und Ge­
                                   bäude) durch den Eigentümer, Nutznießer oder Erbpächter, unmittelbar oder
                                   mittels eines Geschäftsführers (Lohnempfänger).
          (i ) Schwarzbrache ist unter Acker - und Gartenland auszuweisen .
 ---pagebreak--- 2712/66                         AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                      10 . 8 . 66
       C. Pos . 2                  In Pacht
                                   Pacht entspricht der Nutzung des Grund und Bodens (Flächen und Ge­
                                   bäude) (*) durch eine andere Person als den Eigentümer (oder Nutznießer
                                   oder Erbpächter) auf Grund eines Pachtvertrages. Das Pachtentgelt wird in
                                   bar oder in Naturalien bezahlt, im voraus fest vereinbart und ändert sich
                                   nicht auf Grund der Ergebnisse des Betriebes .
       C. Pos. 3                   In Teilpacht
                                   Teilpacht entspricht der Nutzung des Grund und Bodens durch Zusammen­
                                   wirken zwischen dem Verpächter (Bereitstellenden) und dem Teilpächter
                                   auf der Grundlage eines Teilpachtvertrages. Jeder der Beteiligten stellt dem
                                   Betrieb Produktionsfaktoren zur Verfügung, und der Ertrag wird nach den
                                   gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen zwischen ihnen geteilt.
       C. Pos. 4                   In sonstigen Besitzverhältnissen
                                   Andere Besitzverhältnisse als die unter C. 1 , C. 2 und C. 3 angegebenen.
       C. Pos. 5                   Insgesamt
                                   Summe der Positionen C. 1 bis C. 4 .
                                   Diese Summe muß mit dem Posten E. 5 Spalte 1 und mit der Summe der
                                   Positionen B. 1 bis B. 3 übereinstimmen .
       C. Spalte 1                 LN
                                   Anzugeben ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LN), die den verschie­
                                   denen im Betrieb bestehenden. Besitzverhältnissen entspricht.
       C. Spalte 2                 Hauptwirtschaftsgebäude
                                    Das (die) Besitzverhältnis(se) für die Hauptwirtschaftsgebäude ist (sind)
                                    durch ein Kreuz anzugeben (mit Ausnahme der Wohngebäude).
                                D. ARBEITSKRÄFTE
                                    Unter Arbeitskräfte versteht man die Gesamtheit der Personen von 14 Jah­
                                    ren und mehr, die im Verlauf des Rechnungsjahres mit Arbeiten des land­
                                    wirtschaftlichen Betriebes beschäftigt waren.
                                    Die Arbeiten des landwirtschaftlichen Betriebes umfassen alle Arbeiten der
                                    Organisation, der Überwachung, der Ausführung, intellektueller oder kör­
                                    perlicher Art, die ausgeführt wurden, um das Funktionieren des Betriebes
                                    zu gewährleisten. Arbeiten, die außerbetrieblichen Tätigkeiten entsprechen
                                    (z. B. Haushaltsarbeiten, Waldarbeiten (2), Grundverbesserungsarbeiten und
                                    Bodenausrüstung (3) werden nicht berücksichtigt.
                                    Für jede Person ist eine Zeile der Tabelle D vorgesehen ; die Personen wer­
                                    den nach ihrer Funktion im Betrieb bezeichnet : Betriebsleiter, Schlepper­
                                    fahrer, Melker, nicht spezialisierter Arbeiter, Lehrling usw. Nur die ge­
                                    legentlich beschäftigten Lohnarbeiter werden ohne Unterscheidung, außer
                                    nach dem Geschlecht, zusammengefaßt.
        D. Pos . 1                  Der Betriebsleiter wird an erster Stelle eingetragen.
                                    Unter Betriebsleiter ist die Person zu verstehen, welche die Verantwortung
                                    für die laufende und tägliche Führung des Betriebes hat. Der Betriebsleiter
                                    kann der Betriebsinhaber, Teilpächter oder eine Lohnarbeitskraft sein.
        D. Pos . 2                  Es folgen die familieneigenen Arbeitskräfte (4).
        (1 ) Die zu berücksichtigenden Flächen und Gebäude sind ausschließlich diejenigen, die gepachtet oder ge­
             mietet sind.
        (2) Ausnahme : Unterhaltung und Schlagen von auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche gepflanzten
                          Pappeln .
        (3) Ausnahme : Diese Arbeiten können als landwirtschaftliche Arbeiten angesehen werden , wenn sie wenig"
                          umfangreich sind, die entsprechende Erzeugung von Anlagegütern wird in dem Ertrag (Lei­
                          stung) des Betriebes erfaßt (G. Pos . 17 Sp . 11 ).
        (<) Der Verwandtschaftsgrad mit dem Betriebsinhaber ist vor der Bezeichnung der Funktion als Arbeitskraft
             anzugeben , z . B. Bruder/Schlepperfahrer oder Sohn/Lehrling .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                       AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                        2713/66
          D. Pos. 3                  Dann werden die familienfremden Arbeitskräfte eingetragen.
                                     Jede Arbeitskraft wird individuell angegeben ; dagegen werden Lohnarbeiter,
                                     wenn sie gelegentlich arbeiten (Traubenpflücker, Rübenvereinzler und
                                     -ernter usw.) in nur zwei Gruppen (Männer und Frauen) zusammengefaßt.
          D. Spalten 1 u. 2          Geschlecht
                                     Für jede Person ist die entsprechende Spalte anzukreuzen ; für die gelegent­
                                     lich beschäftigten Lohnarbeitskräfte jedoch ist die Anzahl der Personen
                                     anzugeben.
          D. Spalte 3                Geburtsjahr
                                    Die beiden letzten Ziffern des Jahrhunderts sind anzugeben, z. B. 99, 05, 36.
          D. Spalten 4 u. 5         Ständig beschäftigte und nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte
                                    Für jede Person ist die entsprechende Spalte anzukreuzen.
          D. Spalte 4                Zu den ständig beschäftigten Arbeitskräften gehören die Personen, die
                                    während des betrachteten Rechnungsjahres ihre gesamte Tätigkeit dem Be­
                                    trieb gewidmet haben.
                                    Zu dieser Arbeitskräftegruppe gehören auch diejenigen Personen, denen es
                                     aus folgenden Gründen nicht möglich war, das ganze Jahr in dem Betrieb
                                     zu arbeiten :
                                     A. Für die Arbeit nicht verfügbare Arbeitskräfte :
                                         1 . Abwesenheit von der Arbeit wegen Urlaub, Militärdienst, Krankheit,
                                             Unfall, Tod.
                                        2. Eintritt oder endgültiges Ausscheiden aus dem Betrieb sowohl der
                                             Familienarbeitskräfte als auch der familienfremden Arbeitskräfte im
                                             Verlauf des Rechnungsjahres .
                                        3 . Erreichen des vierzehnten Lebensjahres einer Familienarbeitskraft, die
                                             dann ständig im Betrieb arbeitet.
                                    B. Verfügbare Arbeitskräfte, aber Arbeit wird nicht verlangt :
                                        4. Voller Arbeitsausfall im Betrieb, der höherer Gewalt (Überschwem­
                                             mung, Brand usw.) oder besonderen Produktionsbedingungen im Be­
                                             trieb O zuzuschreiben ist.
          D. Spalte 5               Nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte umfassen die Personen, die wäh­
                                    rend des betrachteten Rechnungsjahres nicht ihre gesamte Tätigkeit dem
                                    Betrieb gewidmet haben aus anderen Gründen als die vorstehend unter A
                                    und B genannten.
          D. Spalte 6               Erwerbsunfähigkeit
                                    Schätzung der Erwerbsunfähigkeit in vom Hundert im Vergleich zu einer
                                    vollarbeitsfähigen, normal kräftigen Arbeitskraft entsprechenden Geschlechts
                                    und Alters ( 100 v. H.). In dieser Spalte sind nur Fälle von Erwerbsunfähig­
                                    keit anzugeben.
          D. Spalten 7 u. 8         Dem Betrieb gewidmete jährliche Arbeitszeit
                                    Anzugeben ist die tatsächlich während des Rechnungsjahres für den Betrieb
                                    geleistete Arbeitszeit (einschließlich der Arbeitszeit für Dritte, ausschließ­
                                    lich der Arbeitszeit für Haushaltsarbeiten); es handelt sich um die Arbeits­
                                    zeit, die körperlichen, organisatorischen und Überwachungsarbeiten gewid­
                                    met ist, die für das Funktionieren des Betriebes notwendig sind. Die Arbeits­
                                    zeit für große Instandsetzungen an Gebäuden und baulichen Anlagen sowie
                                    für die Erstellung von Anlagegütern, die nicht unter sonstige Leistungen
                                    (G. Pos . 17 Spalte 11) angegeben sind , sind nicht zu berücksichtigen .
                                    Die Arbeitszeit ist in ganzen Arbeitstagen anzugeben (D. Spalte 8) ; sie kann
                                    ebenfalls in Stunden (fakultative Angabe) angegeben werden (D. Spalte 7).
         D. Spalten 9 u. 10         Bezahlte und kalkulatorische Löhne
         ( i) z . B. gewisse reine Getreidebaubetriebe in Sizilien .
 ---pagebreak--- 2714/66                        AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              10 . 8 . 66
       D. Spalte 9                Die bezahlten Löhne umfassen Barlöhne (*) und Naturallöhne (Nahrung,
                                  Wohnung . . .), die tatsächlich im Verlauf des Rechnungsjahres entrichtet
                                  wurden und Arbeitsleistungen für den Betrieb entsprechen.
       D. Spalte 10              Die kalkulatorischen Löhne werden unter Berücksichtigung der tatsächlichen,
                                  dem Betrieb gewidmeten Arbeitszeit der nicht entlohnten Arbeitskräfte und
                                  der den Qualifikationen eines jeden Arbeiters entsprechenden üblichen
                                  Löhne geschätzt. Die Angaben dieser Spalte sind fakultativ.
                                  Beim nicht entlohnten Betriebsleiter wird nur die körperliche Arbeit be­
                                  rücksichtigt (2).
                              E. LANDWIRTSCHAFTLICH               GENUTZTE        FLÄCHE     UND       ERZEUGNISSE
                                  VON NICHT ZU DEN FUTTERGEWÄCHSEN GEHÖRENDEN KULTUREN
       E. Pos. 1                  Nicht zu den Futtergewächsen gehörende Kulturen
                                  Folgende Kulturen sind als nicht zu den Futtergewächsen gehörend zu be­
                                  trachten : Getreide zur Körnergewinnung (zur Verfütterung bestimmt oder
                                  nicht), Hülsenfrüchte, Wurzel- und Knollenfrüchte (mit Ausnahme der Fut­
                                  terrüben und dem Topinambur), Ölsaaten und Textilpflanzen, Frischgemüse,
                                  Melonen, Erdbeeren, Zierpflanzen und Gartenbausämereien, Saatgutanbau ,
                                  Dauerkulturen (Obstbaumanlagen, Zitrusanlagen, Olivenanlagen, Reb­
                                  anlagen, Baumschulen) (3).
                                  Unter dieser Position sind Futteranbau auf dem Ackerland (siehe E. Pos. 2),
                                  Dauerwiesen und -weiden (siehe E. Pos . 3) sowie die Schwarzbrache (siehe E.
                                  Pos . 4) nicht zu berücksichtigen .
                                  Die nicht zu den Futtergewächsen gehörenden Kulturen können Haupt­
                                  erzeugnisse (z. B. Körner, Zuckerrüben, Früchte, Wein) und Nebenerzeug­
                                  nisse (z. B. Getreidestroh, Erbsenstroh , Zuckerrübenblatt und - köpf) liefernd).
                                  Die Liste und die Schlüsselzahlen der Haupterzeugnisse sind in Anhang I
                                  der Verordnung Nr. 91 /66/EWG der Kommission angegeben (5).
       E. Pos . 2                 Futteranbau auf dem Ackerland (einschließlich Futterhackfrüchte)
                                   Gesamter in der Fruchtfolge stehender Futteranbau, der den Boden wäh­
                                  rend eines oder mehrerer Jahre beansprucht (z. B. Wicken, Inkarnatklee,
                                  Grünmais, grün verfüttertes Getreide, Futterrüben, Topinambur, Futter­
                                  kohl, mehrjährige Futterpflanzen, die den Boden während einer Zeit von
                                   weniger als fünf Jahren beanspruchen und deren Aussaat aus Gräsern und
                                  Leguminosen in Rein- oder Gemischtkulturen besteht). Futtergetreidekul­
                                   turen zur Körnergewinnung und Kartoffeln sind hier nicht einbegriffen.
       E. Pos . 3                  Dauerwiesen und -weiden
                                   Siehe Position B. 2 .
        E. Pos . 4                 Schwarzbrache
                                   Unter „ Schwarzbrache " sind solche Flächen zu verstehen, die in der Frucht­
                                   folge stehen, aber — bearbeitet oder nicht — während des Rechnungsjahres
                                   keine Ernte erbringen.
                                   Unter der Position „ Schwarzbrache " werden zusammengefaßt :
                                   a) die Flächen ohne jede Vegetation,
                                   b) die Flächen mit zufälliger Vegetation ; diese Vegetation kann in bestimm­
                                       ten Fällen als Viehfutter verwendet oder untergepflügt werden,
                                    c) die Flächen, die zur ausschließlichen Erzeugung von Gründünger eingesät
                                       werden .
        (1 ) Einschließlich der auf den Lohn zu entrichtenden Soziallasten .
        (2)  Die leitende Tätigkeit (Betriebsführung) wird nicht berücksichtigt .
        (3)  Siehe Anmerkung (2) auf Seite 2715/66 .
        (4)  Die Nebenerzeugnisse sind nur dann anzugeben , wenn sie verkauft wurden oder als Vorrat bei der Be­
             standsaufnahme vorhanden waren . Soweit möglich, soll auch in Spalte 15 der Wert des innerbetrieblichen
             Verbrauchs (Futtermittel) angegeben werden . Untergepflügte Rübenköpfe und verbranntes Stroh werden
             nicht eingetragen .
        (•>) Die Haupterzeugnisse , die unter 1 bis 9 stehen , werden mit 01 bis 09 verschlüsselt, z , B. Getreide Kode­
             zahl 01 . Die Schlüsselnummer der Nebenerzeugnisse besteht aus der Ziffer l und der Kodezahl des ent­
             sprechenden Haupterzeugnisses , z . B. :
             Weizen                    Kodezahl 01
             Weizenstroh               Kodezahl 101
             Zuckerrüben               Kodezahl  12
             Zuckerrübenkopf           Kodezahl 112 .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                        AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              2715/66
                                      Die Position „ Schwarzbrache " kann ebenfalls die Flächen umfassen, deren
                                      Nutzung dem Betriebspersonal als Naturallohn (Deputatland) überlassen
                                      wird (1). In diesem Fall ist der Pachtwert dieser Flächen sowohl unter „ an­
                                       dere Leistungen des Betriebes " (G. Pos. 17 Spalte 8) als auch in den „Natu­
                                      rallöhnen und -gehältern" (H. Pos . 1 oder 2 Spalte 2) enthalten . Werden
                                       diese Flächen als zur LN gehörend angesehen, so sind die entsprechenden
                                       „Kosten für Boden und Gebäude" ebenfalls in den Positionen H. 23 bis 26
                                       der Tabelle „ Aufwand " enthalten.
                                       Ödland steht nicht in der Fruchtfolge und ist in Position B. 5 oder B. 7 ein­
                                       zusetzen .
          E. Pos . 5                   Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LN)
                                       Summe der Positionen E. 1 bis E. 4 in Spalte 1 .
          E. Spalte 1                  Hauptkulturen
                                       Als Hauptkulturen sind anzusehen :
                                       — die Einzel kulturen, d . h. die Kulturen, die allein auf einer bestimmten
                                           Fläche im Laufe des betrachteten Rechnungsjahres angebaut werden ; sie
                                           werden für die Gesamtheit der beanspruchten Fläche angegeben.
                                           Die Mischkulturen sind als Einzelkulturen anzusehen, wenn normaler­
                                           weise die Bestellung und die Unterhaltungsarbeiten sowie die Ernte zu
                                           gleicher Zeit erfolgt und wenn das Erzeugnis in Form einer Mischung
                                           besteht ;
                                       — die Kulturen des Acker- und Gartenlandes, die zu gleicher Zeit auf der­
                                           selben Fläche angepflanzt werden ; sie werden jeweils für die tatsächlich
                                           beanspruchte Fläche eingetragen ;
                                       — unter den Kulturen, die nacheinander oder gleichzeitig auf derselben
                                           Fläche angebaut werden (im letzteren Fall muß mindestens eine davon
                                           eine Dauerkultur sein), wird diejenige Kultur als Hauptkultur angesehen,
                                           die den größten Ertragswert hat oder bei gleichem Ertragswert diejenige,
                                           die den Boden am längsten beansprucht. Die andere oder die anderen
                                           Kulturen sind infolgedessen Nebenkulturen .
                                           Die Hauptkultur zählt in diesem Fall für die gesamte in Betracht ge­
                                           zogene Fläche (2).
                                           Um einer noch nicht im Ertrag stehenden Dauerkultur die Eigenschaft
                                           einer Hauptkultur geben zu können, wird unterstellt, daß sie bereits im
                                           Ertrag steht .
                                           Die Gesamtheit der Hauptkulturflächen und der Schwarzbrache ist gleich
                                           der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LN).
            E. Spalten 2 u . 3          Nebenkulturen
                                        Andere als die Hauptkulturen, angebaut und geerntet im Laufe des Rech­
                                        nungsjahres auf einer Fläche, die bereits von der Hauptkultur beansprucht
                                        wurde. Kulturen der Marktgärtnerei mit schneller Fruchtfolge und Unter­
                                        glaskulturen sind hier nicht mit einbegriffen .
            E. Spalte 2                 Vergesellschaftete Kulturen (Nebenfrüchte) (ohne Vergesellschaftung von
                                        Ackerbaukulturen untereinander und von Gartenbaukulturen untereinander)
                                        Kulturen, die sich während einer gewissen Zeit gemeinsam mit einer Haupt­
                                        kultur auf derselben Fläche befinden und von denen jede im Laufe des be­
                                        trachteten Rechnungsjahres eine gut zu unterscheidende Ernte liefert .
                                        Die vergesellschafteten Kulturen (Nebenfrüchte) zählen für die gesamte be­
                                        trachtete Fläche (diese wurde schon für die entsprechenden Hauptkulturen
                                        angegeben).
            ( 1 ) Diese Flächen können ebenfalls außerhalb der landwirtschaftlich genutzten Fläche (B. Pos . 5 ) eingeordnet
                  werden ; in diesem Fall werden sie nicht als Naturalleistung eingetragen . Der Betrag des entsprechenden
                  Pachtwertes ist jedoch als Lohn oder Gehalt zu rechnen : H. Pos . l oder 2 , Spalte 1 . Für diese Flächen ,
                  die so aus der LN herausgenommen werden , sind die entsprechenden Kosten für Boden und Gebäude
                  nicht in die Positionen H. 23 bis 26 der Tabelle „ Aufwand" einzutragen .
            (2) Die Flächen der Marktgärtnerei ( Grundfläche ) sind zusammengefaßt in der Spalte 1 „Hauptkulturen" an­
                  zugeben .
                  Die Erzeugnisse des Gartenbaus sind als Haupterzeugnis anzusehen und unter a) ohne Angabe der be­
                  anspruchten Fläche einzutragen ; falls jedoch Gartenbaukulturen als Nebenfrüchte oder Zwischenfrüchte zu
                  allgemeinen landwirtschaftlichen Kulturen angebaut werden , sind in diesem Falle die entsprechenden
                  Flächen jeweils in die Spalte 2 oder 3 einzutragen .
 ---pagebreak--- 2716/66                        AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                          10 . 8 . 66
      E. Spalte 3                Folgekulturen (Zwischenfrüchte)
                                 Kulturen, die in der Fruchtfolge vor oder nach einer Hauptkultur angebaut
                                 wurden und im Verlauf des Rechnungsjahres eine Ernte erbrachten. Jede
                                 wird jeweils für die Gesamtheit der betrachteten Fläche angegeben.
      E. Spalte 4                Erzeugung des Rechnungsjahres
                                 Während des Rechnungsjahres geerntete Erzeugung, ausgedrückt in Men­
                                 gen, eventuelle Feld- und Hofverluste nicht mit einbegriffen.
      E. Spalte 5                Anfangsbestand
                                 Vorräte an Erzeugnissen der Kulturen sind bei der Bestandsaufnahme zu
                                 Beginn des Rechnungsjahres mit Ab-Hof-Preisen zu bewerten.
                                 Die Angaben dieser Spalte betreffen nicht nur die Hofvorräte, sondern auch
                                 den Wert des im Boden befindlichen Saatguts 0).
      E. Spalte 6                Betriebseinnahmen (2)
                                 Höhe der im Laufe des betrachteten Rechnungsjahres entweder in bar, über
                                 Banken oder Postscheckkonten erhaltenen Summen .
      E. Spalte 7                Veränderungen der Forderungen (2)
                                 Bestandsunterschied der Forderungen in bezug auf Verkäufe von Erzeugnis­
                                 sen ; die Erzeugnisse wurden geliefert, aber noch nicht bezahlt
      E. Spalte 8                Berichtigte Betriebseinnahmen
                                 Der anzugebende Betrag entspricht den Betriebseinnahmen des Rechnungs­
                                 jahres (Spalte 6), berichtigt durch die Bestandsveränderung der entsprechen­
                                 den Forderungen (Spalte 7) (3).
                                 Einnahmen aus Wiederverkäufen zugekaufter Produktionsmittel sind bei
                                 den entsprechenden Aufwandsposten zu verbuchen.
                                 Beihilfen und gegebenenfalls erhaltene Prämien sind den berichtigten Be­
                                 triebseinnahmen der jeweiligen Erzeugnisse zuzuschlagen, falls sie diesen
                                 Erzeugnissen unmittelbar zugeordnet werden können ; falls dies nicht mög­
                                 lich ist, sind sie unter G. 17 einzutragen.
       E. Spalten 9— 11          Naturralleistungen
                                 Die Naturalleistungen sind mit Ab-Hof-Preisen zu bewerten .
       E. Spalte 9               Eigenverbrauch
                                 Vom Betriebsinhaber und den in seinem Haushalt lebenden Familienange­
                                 hörigen verbrauchte Erzeugnisse.
       E. Spalte 10              Naturallöhne
                                 Dem Personal gelieferte Erzeugnisse als Gegenleistung für seine Arbeits­
                                 leistungen im Betrieb.
       E. Spalte 11              Sonstige Naturalleistungen
                                 Andere als unter E. Spalten 9 und 10 angegebene Naturalleistungen, z.B.
                                 Naturalpacht, Erzeugnisse für Verpflegung von Touristen, Schenkungen von
                                 Naturalien usw .
       E. Spalte 12              Endbestand (siehe Anfangsbestand E. Spalte 5) (4)
       (i ) Der Boden wird hier als Verlängerung der Hofvorratshaltung angesehen . In den meisten Fällen ändert
            sich das im Boden befindliche Saatgut nicht wesentlich von einem Jahr zum anderen, und man könnte
            es im allgemeinen bei der Bestandsaufnahme außer acht lassen .
       (2 ) Diese Spalte ist fakultativ.
       (3) Betriebseinnahmen des Rechnungsjahres (Kasse , Bank , Postscheckkonten) — Forderungen zu Beginn des
            Rechnungsjahres + Forderungen am Ende des Rechnungsjahres .
       (4) Falls bei dem sich im Boden befindlichen Saatgut , wenn dies bei der Bestandsaufnahme nicht erfaßt
            wurde , eine wesentliche Änderung eintrat, insbesondere als Folge einer gründlichen Änderung des Anbau­
            plans, so wird in diese Spalte nur der Betrag dieser Änderung eingetragen (den Betrag mit + oder -
            angeben).
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                    AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                     2717/66
          E. Spalte 13           Investitionen
                                 Falls die laufenden Produktionsmittel des Betriebes (Arbeitskräfte, Zukaufs­
                                 vorräte, Maschinen) für die Erzeugung von Anlagegütern (Investitionen) be­
                                 nutzt wurden und wenn diese Produktionsmittel als Betriebsaufwand ge­
                                 zählt wurden, wird der entsprechende Ertrag in die Spalte 13 eingetragen.
                                 Beispiel : Für das Wachstum einer Anlage mit Apfelbäumen werden die
                                            Kosten der Pflanzung in die Spalte 13 gegenüber dem Erzeugnis
                                            Nr. 38 eingetragen und andererseits werden die entsprechenden
                                            Arbeitskräfte, Düngemittel und Maschinen in den Betriebskosten
                                            berücksichtigt.
                                 Die Schätzung der erzeugten Anlagegüter beruht ausschließlich auf den
                                 Kosten der eingesetzten Produktionsmittel .
          E. Spalte 14           Rohertrag
                                 Der Rohertrag der Kulturen entspricht der Erzeugung dieser Kulturen, die
                                 im Verlauf des Rechnungsjahres verkauft, in Natura entnommen oder ge­
                                 lagert wurde. Der Rohertrag wird wie folgt berechnet : (8 + 9 + 10 + 11
                                  + 12 + 13 — 5).
          E. Spalten 15 u. 16    Innerbetrieblicher Verbrauch
                                 Der innerbetriebliche Verbrauch der Erzeugnisse von nicht zu den Futter­
                                 gewächsen gehörenden Kulturen ist der Anteil an der Produktion dieser*
                                 Erzeugnisse, der im Betrieb für Futtermittel und als Saatgut verwandt
                                 wurde. Für die Bewertung gilt der Ab-Hof-Preis .
          E. Spalte 17           Bruttoerzeugung
                                 Die Bruttoerzeugung entspricht der Erzeugung des Rechnungsjahres und um­
                                 faßt die Verkäufe, Naturalleistungen, Vorräte und den innerbetrieblichen
                                 Verbrauch. Die Bruttoerzeugung wird wie folgt berechnet : (14 + 15 + 16).
                              F. VIEH
          F. Pos. 1              Zugpferde
                                 Für Zugarbeiten benutzte Pferde ohne Berücksichtigung ihres Alters .
          F. Pos . 2             Andere Pferde unter 2 Jahren
                                 Pferde aller Bestandsklassen ohne Berücksichtigung ihrer Verwendung : Zug­
                                 pferde, Schlachtpferde, Reitpferde, Rennpferde, einschließlich Saugfohlen.
          F. Pos . 3             Andere Pferde, 2 Jahre und älter
                                 Zuchtpferde (Hengste, Stuten), Schlachtpferde, Reitpferde, Rennpferde.
          F. Pos . 4             Maulesel, Maultiere
                                 Tiere aus Kreuzungen zwischen Esel und Stute einerseits bzw. zwischen
                                 Hengst und Eselin andererseits : alle Altersklassen.
          F. Pos . 5             Esel
                                 Esel jeden Alters .
          F. Pos . 6             Mastrinder unter 1 Jahr
                                 Alle Mastrinder unter 12 Monaten .
          F. Pos . 7             Zuchtrinder unter 1 Jahr
                                 Alle zur Zucht bestimmten Rinder unter 12 Monaten.
          F. Pos . 8             Mastrinder, 1 bis 2 Jahre
                                 Alle Mastrinder im Alter von 12 Monaten bis unter 24 Monaten.
          F. Pos . 9             Zuchtrinder, 1 bis 2 Jahre
                                 Alle Zuchtrinder im Alter von 12 Monaten bis unter 24 Monaten.
 ---pagebreak--- 2718/66                       AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                    10 . 8 . 66
      F. Pos . 10                 Färsen
                                  Weibliche Rinder von 2 Jahren und mehr, die noch nicht gekalbt haben und
                                  nicht zur Mast bestimmt sind .
      F. Pos . 11                 Reine Milchkühe (J )
                                  Weibliche Rinder von 2 Jahren und mehr, die gekalbt haben und ausschließ­
                                  lich zur Milcherzeugung bestimmt sind und die gemolken werden .
      F. Pos . 12                 Mutter - und Ammenkühe f1 )
                                  Weibliche Rinder von 2 Jahren und mehr, die gekalbt haben, aber im allge­
                                  meinen nicht gemolken werden, sondern Kälber säugen .
      F. Pos . 13                 Milch- und Zugkühe C1 )
                                  Weibliche Rinder von 2 Jahren und mehr, die für Zugarbeiten und zur Milch­
                                  erzeugung verwendet werden.
      F. Pos . 14                 Reine Arbeitsrinder
                                  Rinder von 2 Jahren und mehr, die arbeiten oder für Arbeitszwecke be­
                                  stimmt sind .
       F. Pos . 15                Mastrinder
                                  Alle Mastrinder von 2 Jahren und mehr.
       F. Pos . 16                Zuchtbullen
                                  Zuchtbullen von 2 Jahren und mehr .
       F. Pos . 17                Büffel
                                  Männliche und weibliche Büffel jeden Alters .
       F. Pos . 18                Schafe unter 1 Jahr
                                  Alle Schafe unter 12 Monaten, Milchlämmer nicht mit einbegriffen .
       F. Pos . 19                Schafe von 1 Jahr und älter
                                  Alle Schafe von 12 Monaten und mehr .
       F. Pos . 20                Ziegen unter 1 Jahr
                                  Alle Ziegen unter 12 Monaten, mit Ausnahme der noch nicht abgesetzten
                                  Ziegenlämmer.
       F. Pos . 21                Ziegen von 1 Jahr und älter
                                  Alle Ziegen von 12 Monaten und mehr.
       F. Pos . 22                Ferkel
                                  Schweine mit einem Lebendgewicht unter 20 kg .
       F. Pos . 23                Läufer
                                  Junge Schweine von 20 kg und mehr, die aufgezogen wurden, um in anderen
                                  Betrieben gemästet zu werden.
       F. Pos . 24                Mastschweine
                                   Schweine aller Klassen (mit Ausnahme der Läufer) von 20 kg bis 50 kg und
                                   Schweine von mehr als 50 kg, die zum Schlachten bestimmt sind .
       F. Pos . 25                Zuchtsauen
                                   Weibliche Zuchttiere oder zur Zucht bestimmte Tiere mit einem Lebendge­
                                  wicht von 50 kg und mehr .
       (i ) Einschließlich weibliche Rinder unter 2 Jahren , die bereits gekalbt haben .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                        AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                         2719/66
          F. Pos . 26                 Zuchteber
                                      Männliche Zuchttiere oder zur Zucht bestimmte Tiere mit einem Lebendge­
                                      wicht von 50 kg und mehr.
          F. Pos . 27                 Küken und Junghennen
                                      Küken, Junghähnchen und zum Eierlegen bestimmte Junghennen.
          F. Pos . 28                 Hennen und Hähne
                                      Legehennen und Hähne.
          F. Pos . 29                 Masthähnchen und - hühnchen
                                      Für die Fleischerzeugung bestimmte Hähnchen und Hühnchen (Schlachttiere).
          F. Pos . 30                 Sonstiges Geflügel
                                      Enten, Truthühner, Gänse, Perlhühner.
          F. Spalte                   Mittlerer Bestand des Rechnungsjahres
                                      Der mittlere Bestand der Tiere im Verlauf des Rechnungsjahres ist in Stück­
                                      zahl (mit einer Dezimalstelle, außer bei Geflügel) anzugeben, jede Einheit
                                      entspricht der Anwesenheit eines Tieres im Betrieb während 365 Tagen.
                                      Der Bestand kann entweder durch periodische Viehbestandsaufnahmen (im
                                      allgemeinen monatlich) und durch Bestimmung des arithmetischen Mittels
                                      der im Betrieb gezählten Stückzahlen bestimmt werden oder durch Führung
                                      eines fortlaufenden Viehregisters mit Angabe der Zugänge ( Geburten, Zu­
                                      käufe, Pensionsviehzugänge, aus Viehpensionen zurückkommend), der Ab­
                                      gänge (Verkäufe, Verluste, in Pension abgegeben, zurückgezogenes Pensions­
                                      vieh) und der Versetzungen (Wechsel der Tiere von einer Viehbestandsklasse
                                      in die andere).
                                   G. ERZEUGNISSE DES FUTTERBAUS , DER VIEHHALTUNG UND SON­
                                      STIGE LEISTUNGEN
           G. Pos . 1                 Erzeugnisse des Futterbaus
                                      Futterrüben , Grünmais , Klee , Luzerne, Ray-Gras , Stoppelrüben , Futter­
                                      gemenge, Kohl , Heu . Die Erzeugnisse von nicht zu den Futtergewächsen ge­
                                      hörenden Kulturen (z . B. Gerste, Mais) sind in dieser Position nicht enthalten.
           G. Pos . 2                 Gelegentliche Verpachtung von Futterflächen und Einnahmen aus Vieh­
                                      pensionen
                                      Einnahmen aus gelegentlichen, sich nicht erneuernden Verpachtungen einer
                                      Dauer von unter 12 Monaten von Futterflächen der LN ; Einnahmen aus Auf­
                                      sicht, Fütterung und Unterhalt für in Pension genommene Tiere .
           G. Pos . 3                 Einhufer
                                      Pferde, Maultiere, Maulesel , Esel .
           G. Pos . 4                 Rinder
                                      Rinder jeder Bestandsklasse, einschließlich Büffel .
           G. Pos . 5                 Kuhmilch - und - erzeugnisse 0)
                                      50 . Vollmilch
                                      51 . Rahm
                                      52 . Butter
                                       53 . Vollmilchkäse
                                       54 . Sonstige Milcherzeugnisse (Molke, Magermilch und - erzeugnisse, Joghurt,
                                            Buttermilch . . .) ; in der Klammer angeben, um welche(s) Erzeugnis(se)
                                            es sich handelt .
           ( i ) Einschließlich Büffelmilch und - erzeugnisse .
 ---pagebreak--- 2720/66                        AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                       10 . 8 . 66
       G. Pos. 6                  Schafe
                                 Schafe jeder Bestandsklasse.
       G. Pos. 7                 Wolle
       G. Pos . 8                 Ziegen
                                  Ziegen jeder Bestandsklasse.
       G. Pos . 9                 Schaf- und Ziegenmilch und - erzeugnisse
                                  Milch und Käse von Schafen und Ziegen.
       G. Pos. 10                 Sonstige Erzeugnisse der Einhufer-, Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltung
                                  Allgemeine Zuchtprämien , Leder, Häute, Roßhaare, Tierhaare, Knochen,
                                  Deckgebühren, genossenschaftliche Stierhaltung, Pferdeverleih, Dung, Jauche
                                  usw .
        G. Pos . 11               Schweine
                                  Schweine jeder Bestandsklasse.
        G. Pos. 12                Sonstige Erzeugnisse der Schweinehaltung
                                  Deckgelder, Zuchtprämien usw.
        G. Pos. 13                Hühnereier
                                  Verbrauchseier und Bruteier.
        G. Pos . 14               Küken, Junghühner, Hähne, Huhner
        G. Pos . 15               Sonstiges Geflügel und Erzeugnisse der Geflügelhaltung
                                  Enten, Truthühner, Gänse, Perlhühner, Federn, Eier usw.
        G. Pos . 16               Andere Kleintiere
                                  Kanindien, Tauben, Zuchtwild, Pelztiere, Fische, Schnecken, Seidenraupen,
                                   Bienen usw.
        G. Pos . 17                Andere Leistungen des Betriebes
                                   Arbeiten für Dritte und Vermietung von Maschinen, Champignons, Holz (1),
                                   Jagd- und FischereiVerpachtung, Erzeugung von Anlagegütern (2), geschätzt
                                   zum Erstellungspreis.
                                   Mietwert der Wohnung der Lohnarbeitskräfte ; die Höhe dieses Mietwerts
                                   ist so festzusetzen, daß sie der diesbezüglichen Aufwandssumme entspricht ;
                                   Pachtwert, der den Lohnarbeitskräften überlassenen Flächen (Deputatland) (3).
                                   Der Mietwert der Wohnung des Betriebsinhabers ist nicht in dieser Position
                                   enthalten .
                                   Angaben über Verkäufe von Ländereien, Gebäuden, größeren Maschinen,
                                   Genossenschaftsanteilen (Anteile und Beteiligungen) sind auszuschließen.
        G. Spalte 1                Erzeugung des Rechnungsjahres
                                    Gesamterzeugung des Rechnungsjahres, abzüglich eventueller HofVerluste .
        G. Spalte 2                Anfangsbestand
                                   Die Tiere und ihre Erzeugnisse sind bei der Bestandsaufnahme zu Beginn
                                   des Rechnungsjahres mit Ab-Hof-Preisen zu bewerten (4).
         (1 ) Es handelt sich nur um Holz von der landwirtschaftlich genutzten Fläche .
        (2) Außer Dauerkulturen , siehe E. 13 .
         (3) Dieser Pachtwert ist nur dann anzugeben , wenn die entsprechende Fläche in der LN erfaßt wurde .
         (<) Bei der Bewertung des Nutzviehs werden gelegentliche Preisschwankungen außer acht gelassen , und nur
              die normale Preisentwicklung wird berücksichtigt .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                        AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                          2721 / 66
          G. Spalte 3                 Viehzukäufe
                                      Höhe der Ausgaben für Viehzukäufe, einschließlich der Bruteier.
          G. Spalte 4                 Betriebseinnahmen (*)
                                      Höhe der im Laufe des betrachteten Rechnungsjahres erhaltenen Summen
                                      in bar, über Banken oder Postscheckkonten.
           G. Spalte 5                Veränderungen der Forderungen 0
                                      Bestandsveränderung der Forderungen für Lieferung von noch nicht bezahl­
                                      ten Erzeugnissen.
           G. Spalte 6                Berichtigte Betriebseinnahmen
                                      Wert der Verkäufe von Erzeugnissen des Futterbaus, der Viehhaltung und
                                      der sonstigen Leistungen des Betriebes (Spalte 6); dieser Wert entspricht
                                      den Betriebseinnahmen des Rechnungsjahres (Spalte 4), berichtigt durch die
                                      Veränderung der Forderungen (Spalte 5) (2).
                                      Der Wert der von der Molkerei für die Viehfütterung rückgelieferten Milch­
                                       erzeugnisse ist nicht von den Milcheinnahmen abzusetzen ; diese Rückliefe­
                                      rungen sind als Realaufwand für Futtermittel anzusehen .
                                      Einnahmen aus Wiederverkauf zugekaufter Produktionsmittel sind bei den
                                       entsprechenden Ausgabepositionen abzusetzen. Beihilfen, Prämien und even­
                                       tuelle Entschädigungen (darunter Viehversicherungsentschädigungen) sind
                                       den Einnahmen aus Verkäufen der jeweiligen Erzeugnisse zuzuschlagen.
           G. Spalten 7—9              Naturalleistungen
                                       Naturalleistungen sind mit Ab-Hof-Preisen zu bewerten.
                                       Für die Definition und Darstellungsmodalitäten der in die Spalten 7, 8 und 9
                                       einzutragenden Angaben, siehe E. Spalten 9, 10 und 11 .
            G. Spalte 10               Endbestand
                                       Die Tiere und ihre Erzeugnisse sind bei der Bestandsaufnahme am Ende
                                       des Rechnungsjahres mit Ab-Hof-Preisen zu bewerten. Bei der Bewertung
                                        des Nutzviehs werden gelegentliche Preisschwankungen außer acht gelassen
                                        und nur die normale Preisentwicklung wird berücksichtigt.
            G. Spalte 11                Investitionen
                                        Siehe E. Spalte 13 .
                                        Hiervon wird nur die Position 17 betroffen.
                                        z. B. große Instandsetzungsarbeiten eines Gebäudes, Herstellung eines An­
                                        hängers usw.
            G. Spalte 12                Rohertrag (abzüglich Viehzukäufe)
                                        Der Rohertrag der betrachteten Erzeugnisse entspricht der während des
                                        Rechnungsjahres verkauften, in Natura entnommenen und gelagerten Erzeu­
                                        gung. Der Rohertrag wird wie folgt berechnet : (6 + 7 + 8 + 9 + 10 + 11 — 2 — 3).
            G. Spalte 13                Innerbetrieblicher Verbrauch (Futtermittel)
                                        Anteil der tierischen Produktion, der im Betrieb als Futtermittel verwendet
                                        wurde. Der innerbetriebliche Verbrauch wird mit Ab-Hof-Preisen bewertet .
                                         Die Erzeugnisse des Futteranbaus sind im innerbetrieblichen Verbrauch nicht
                                         enthalten .
             G. Spalte 14                Bruttoerzeugung
                                         Die Bruttoerzeugung entspricht den Verkäufen, den Naturalleistungen, Vor­
                                         räten und dem innerbetrieblichen Verbrauch an Erzeugnissen des Rechnungs­
                                         jahres . Die Bruttoerzeugung wird wie folgt berechnet : ( 12+13).
             (i ) Diese Spalte ist fakultativ .
             (2) Betriebseinnahmen des Rechnungsjahres — Forderungen zu Beginn des Rechnungsjahres + Forderungen
                  am Ende des Rechnungsjahres .
 ---pagebreak--- 2722/66                       AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              10 . 8 . 66
                              H. AUFWAND
                                 Realaufwand und innerbetrieblicher Verbrauch
                                 Der Realaufwand entspricht dem „ Verbrauch" an Produktionsmitteln im
                                 Verlauf des Rechnungsjahres, die in den Betrieb eingeführt und in bar oder
                                 in Naturalien bezahlt wurden. Dieser „Verbrauch" kann unmittelbar nach
                                 der vorgenommenen Ausgabe erfolgt sein (in einigen Fällen vorher) oder
                                 lange Zeit nachher ; dem ersten Fall entsprechen Dünger und Futtermittel ,
                                 dem zweiten Fall die Abschreibungen. Es werden nur Produktionsmittel
                                 berücksichtigt, die im landwirtschaftlichen Betrieb benutzt werden ; Auf­
                                 wendungen im Zusammenhang mit außerbetrieblicher Tätigkeit des Be­
                                 triebsinhabers und seiner Familie oder die sich aus dem privaten Verbrauch
                                 von Gütern im Haushalt des Betriebsinhabers ergeben (z. B. nicht die land­
                                 wirtschaftliche Erzeugung betreffende Stromkosten, Hausbrand, Treibstoffe)
                                 werden hier nicht berücksichtigt. Investitionen in Form von Zukauf von
                                 Ländereien, Gebäuden, größeren Maschinen und Erwerb von Genossen­
                                 schaftsanteilen sind hier ebenfalls nicht zu berücksichtigen (1).
       H. Pos . 1 u . 2          Gehälter und Löhne
                                 Eigentliche Gehälter und Löhne, vom Arbeitgeber bezahlter Urlaub, Lei­
                                 stungsprämien, Gratifikationen, Handgelder, Trinkgelder, Gewinnbeteili­
                                 gung, ohne Berücksichtigung der Qualifikation der Arbeitskräfte (speziali­
                                 sierte Arbeiter oder nicht spezialisierte), der Art der Arbeit (körperliche
                                 Arbeit oder leitende Tätigkeit) und der Festsetzungsmodalitäten für die Ver­
                                 gütung (zeitlich oder Akkordarbeit).
                                 Die Gehälter und Löhne können in bar oder in Naturalien bezahlt werden ;
                                 Beispiel : Mahlzeiten im Haushalt des Betriebsinhabers, sonstige materielle
                                 Vorteile (dem Personal des Betriebes gelieferte Güter und Dienstleistungen
                                 als LohnVergütung : Wohnung, Deputatland, Arbeiten mit betriebseigenen
                                 Maschinen und Geräten, . . .).
       H. Pos . 1                 Gehälter
                                 Höhe der geleisteten Vergütungen an Angestellte des Betriebes, die nicht
                                 als Handarbeiter angesehen werden . Beispiel : Betriebsleiter, Ingenieur ,
                                 Sekretärin, festangestellter Buchhalter.
       H. Pos . 2                 Löhne
                                 Löhne, die den Handarbeitern des Betriebes gezahlt werden, einschließlich
                                  der zusätzlichen Unkosten in bezug auf die Arbeitskräfte, z. B. Einstellungs­
                                 unkosten (Anzeigen, Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte, Umzugskosten
                                 usw.).
       H. Pos . 3                 Soziallasten
                                 Vom Betrieb zu tragender Anteil der Sozialversicherungen , Arbeitsunfall­
                                 versicherungen, Familienzulagen, Alterszulagen , Pensionen usw.
                                  Falls der Betrieb die gesetzlichen Arbeitnehmerbeitragsleistungen über­
                                 nimmt, sind diese als Barlöhne anzusehen und in der Position H. 1 oder
                                 H. 2 Spalte 1 mit einzutragen .
                                 Persönliche Versicherungen des Betriebsinhabers und seiner Familienange­
                                  hörigen sind in dieser Position nicht enthalten.
       H. Pos . 4                darunter : Arbeitsunfallversicherung
                                 Fakultative Angabe des Betrages für Arbeitsunfallversicherung, der bereits
                                  in H Pos . 3 enthalten ist .
       H. Pos . 5                 Arbeiten durch Dritte und Maschinenmiete
                                  Höhe der Ausgaben einerseits für Betriebsarbeiten, die durch Dritte durch­
                                  geführt wurden (landwirtschaftliche Betriebe, landwirtschaftliche Lohnunter­
                                  nehmen) (2) und Unkosten für Miete für eine begrenzte Periode (3) von Ma­
                                  schinen ohne Bedienungs - und Fahrpersonal (geführt oder benutzt durch Be­
                                 triebspersonal).
       ( i ) Die laufenden Produktionsmittel werden im Betriebsaufwand berücksichtigt , falls sie für Investitionen in
             Form von Anlagegütern landwirtschaftlicher Art (z . B. Anlage von Obstgärten , Erzeugung landwirtschaft­
             licher Ausrüstungsgüter . . .) benutzt werden . Der entsprechende Ertrag wird in allen Ertragsposten mit
             Herstellungswerten berücksichtigt .
       (-) Nicht bezahlte Nachbarschaftshilfe ist nicht anzugeben .
       (3) Diese Unkosten umfassen alle mit der Miete verbundenen Ausgaben , z. B. Transport der Maschine ,
             gegebenenfalls spezielle Fahrzeugversicherung .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66          AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              2723/66
          H. Pos . 6  Abschreibungen auf Maschinen und Geräte
                      Die Abschreibung der Maschinen und Geräte entspricht der buchführungs­
                      technisch festgestellten tatsächlichen Entwertung der Maschinen und Geräte
                      im Verlauf des Rechnungsjahres .
                      Der Abschreibung unterliegen nur Maschinen und Geräte, deren Neuwert
                      eine gewisse Höhe erreicht (siehe nachstehende Liste). Kleingerät (nicht in
                      der Liste aufgeführt) ist nicht abzuschreiben ; die entsprechenden Käufe sind
                      unmittelbar als Aufwand des Rechnungsjahres anzusehen (H. Pos . 7).
                       Der Abschreibungssatz hängt von mehreren Faktoren ab , die ihrerseits
                       hauptsächlich von den besonderen regionalen Verhältnissen und den Produk­
                      tionsbedingungen (jährliche Einsatzdauer) sowie vom technischen Fortschritt
                       abhängig sind . Auf Grund der sich daraus ergebenden verschiedenartigen
                       Entwertungen zwischen den Gebieten, ja sogar zwischen einzelnen Betrieben,
                       müssen die Buchstellen die Möglichkeit haben, ihrer Lage und sogar der Lage
                       jeden Betriebes entsprechend, angemessene Abschreibungssätze je Maschine
                       zu wählen mit dem Ziel, den Wert des Materials mit der tatsächlichen Ent­
                       wertung so genau wie möglich in Übereinstimmung zu bringen.
                       Nachstehende Sätze werden also nur als Hinweis gegeben .
                                                                                            Abschreibungs­
                            Nr.                       Maschine und Typ                       sätze in v. H.
                                                                                             des Neuwerts
                              1      Vierradschlepper, Kettenschlepper, Geräteträger              10
                              2      Einachsschlepper                                             10   ■ O
                              3      Einachsige Motorfahrzeuge                                    10
                              4      Ortsfeste oder bewegliche Motoren :
                                     — Explosionsmotor                                            10
                                     — Verbrennungsmotor                                           7,5
                              5      Elektrischer Motor                                            5
                              6      Seilwinde                                                     5
                              7      Gespannpflug                                                  5
                              8      Schlepperanhänge - und Anbauscharpflug                        7,5
                              9      Scheibenpflug                                                 5
                             10      Grubber :
                                     — Gespannzug                                                  5
                                     — Schlepperzug                                                7,5
                             11      Zinkenegge :
                                     -— Gespannzug                                                  5
                                     — Schlepperzug                                                7,5
                             12      Sternegge                                                     5
                             13      Scheibenegge                                                  5
                             14      Rotorkrümler                                                 10
                             15      Glattwalze                                                    5
                             16      Ringelwalze                                                    5
                             17      Vielfachgerät                                                  5
                             18      Hackmaschine                                                  5
                        (i) Im Prinzip ist es auf Grund der  Bewertung von landwirtschaftlichen Schleppern
                            und Einachsschleppern möglich ,   die tatsächlichen Verkaufswerte einer jeden
                            Motormaschine zu kennen . Unter  diesen Bedingungen wird die Bezugnahme auf
                            Veröffentlichung der Preise für  Gebrauchtschlepper empfohlen , um die genaue
                            Entwertung eines Schleppers von  einem Rechnungsjahr zum anderen zu schätzen .
 ---pagebreak--- 2724/66 AMTSBLATT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN                          10 . 8 . 66
                                                            Abschreibungs­
            Nr.                   Maschine und Typ          sätze in v. H.
                                                             des Neuwerts
                I
            19    Häufler                                          5
            20    Rübenlichter                                   12,5
            21    Beregnungsanlagen                              10
            22    Bewässerungseinrichtungen                       10
            23    Stalldungstreuer                               10
            24    Dungstreuer                                      7,5
            25    Jauchefaß                                        5
            26    Düngerstreuer                                    7,5
            27    Sämaschine :
                  — Gespannzug                                     5
                  — Schlepperzug                                   7,5
                  — Einzelkornsägerät                             12,5
            28    Pflanzmaschine :
                  — halbautomatisch                                7,5
                  — halbautomatische Kartoffellegemaschinen        7,5
                  — Kartoffellegemaschinen, vollautomatisch       10
            29    Kartoffelpflanzlocher                            5
            30    Spritze                                         10
            31    Stäuber                                         10
            32    Gespannmäher                                     5
            33    Anhängemäher und Mähwerk                         7,5
            34    Mähsammelhäcksler                               12,5
            35    Zetter                                           7,5
            36    Gabelwender                                      5
            37    Rechwender                                       7,5
            38    Heurechen                                        5
             39   Anbaulader                                       7,5
             40   Sammellader                                      7,5
             41   Sammelpresse                                     7,5
             42   Lader                                            7,5
             43   Heugreifer                                       5
             44   Förderband                                       5
             45   Fördergebläse                                    5
             46   Feldhäcksler                                    12,5
             47   Getreideableger                                 10
             48    Garbensammler                                  10
             49   Bindemäher :
                  — Gespannzug                                      5
                   — Schlepperzug                                   5
             50    Mähdrescher                                    10
             51    Körnermaiserntemaschine                        10
             52    Schleuderroder                                   5
                   Vorratsroder                                     7,5
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66 AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                  2725/66
                                                                       Abschreibungs­
                Nr.                   Maschine und Typ                  sätze in v. H.
                                                                        des Neuwerts
                53   Kartoffelvollernter                                     15
                54   Krautschläger                                             7,5
                55   Rübenheber und Rübenroder :
                     — Gespannzug                                              5
                     — Schlepperzug                                            7,5
                56   Rübensammellader                                        15
                57   Rübenköpfroder                                            7,5
                58   Dreschmaschine                                            5
                59   Kleedrescher                                              5
                60   Stroh - und Heupresse                                     5
                61   Körnerförderer                                            7,5
                     Körnergebläse                                             5
                62   Saatgutbereiter                                           7,5
                63   Kartoffelsortierer                                        7,5
                64   Häckselmaschine                                           5
                65   Häcksler                                                12,5
                 66  Kornmühle                                                 5
                 67  Schrotmühle                                               5
                 68  Rübenschneider und Mixer                                  7,5
                 69  Wäscher                                                   7,5
                 70  Kartoffeldämpfer :
                     — Elektroheizung                                          7,5
                     — Kohleheizung                                           10
                 71  Kartoffelquetsche                                       12,5
                 72  Melkmaschine                                              5
                 73   Milchkühlanlage und Kannenmilchkühler :
                     — Milchkühlanlage                                        10
                     — Kannenmilchkühler                                       5
                 74  Zentrifuge                                                7,5
                 75  Buttermaschine                                            7,5
                 76   Presse                                                    5
                 77   Sortier-  und   Verlesemaschine    für  Obst und
                      Gemüse                                                   7,5
                 78   Futtertrocknungsanlage                                   7,5
                 79   Getreidetrockner                                         7,5
                 80   Getreidesilo                                              7,5
                 81   Silo (anderer als Getreidesilo)                           7,5
                 82   Tiefgefriertruhe, landwirtschaftlicher Kühl­
                      schrank                                                  7,5
                 83   Eisenbereifte Anhänger                                   5
                 84   Gummibereifte Anhänger :                                  5
                      — mit Kratzboden                                          7,5
                      — mit Abziehvorrichtung                                   7,5
                 85   Selbsttränken                                             5
                 86   Wiesenpumpe', Weidepumpe mit Windrad                      7,5
 ---pagebreak--- 2726/66                     AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                          10 . 8 . 66
                                                                                               Abschreibungs­
                                   Nr.                         Maschine und Typ                 sätze in v. H.
                                                                                                des Neuwerts
                                   87       Elektrozäune                                             12,5
                                   88       Mechanische Stallentmistungsanlagen :
                                            — mit Seilzug                                             7,5
                                            — Schubstangenentmistung                                 10
                                   89       Kreissäge                                                 5
                                   90       Waage                                                     5
                                   91       Absackeinrichtung                                         5
                                   92       Sackheber                                                 5
                                   93       Schleifstein und Messerschleifmaschine                    5
                                   94       Wasser- und Jauchepumpen                                  7,5
                                   95       Elektropumpe                                              7,5
                                   96       Sonstige Maschinen                                       10
       H. Pos . 7              Laufende Unterhaltung der Maschinen und Geräte
                               Durch die Unterhaltung der Maschinen und Geräte entstehende Unkosten,
                               einschließlich kleinerer Instandsetzungen, die den eigentlichen Wert der ent­
                               sprechenden Maschinen und Geräte nicht verändern. Unkosten für Mechani­
                               ker und Ersatzteile .
                               Diese Position umfaßt die Zukaufe von Kleingeräten, ebenso Sattler- und
                               Schmiedearbeiten sowie Gummireifenkäufe .
                               Für größere Instandsetzungsarbeiten, die den entsprechenden Maschinen und
                               Geräten einen tatsächlichen Mehrwert verleihen, im Vergleich zu dem Wert,
                               den sie erreicht hatten, wird in dieser Position nur ein Teil des aufgewen­
                               deten Betrages eingesetzt ; der Rest wird auf die folgenden Rechnungsjahre
                               aufgeteilt.
      H. Pos. 8                Treib - und Schmierstoffe
                               Benzin, Petroleum, Schweröl , Dieselöl, Gas, Öle und Fette, die als Treib - und
                               Schmierstoffe für die Erfordernisse des Betriebes verwendet werden .
      H.Pos . 9- -11           Futtermittel
                               — für Einhufer, Rinder, Schafe und Ziegen
                               — für Schweine
                               — für Geflügel und andere Kleintiere
                               a) Realaufwand
                                  Alle zugekauften Futtermittel, einschließlich Rücklieferungen (verbucht
                                  zum tatsächlichen Wert der Rücklieferung) von Magermilch und Zucker­
                                  rübenschnitzel, einschließlich Mineralstoffe und Vitamine sowie alle Un­
                                  kosten der Zubereitung und der Konservierung der Futtermittel (Kartof­
                                  feldämpfen , Einsilieren usw.).
                                  Unkosten für Einstreu, Viehpensionen und für Benutzung von Gemein­
                                  schaftsweiden und -hutungen , deren Flächen nicht in der LN ausgewiesen
                                  sind, sind ebenfalls hier enthalten.
                              b) innerbetrieblicher Verbrauch (*)
                                  Umfaßt alle Betriebserzeugnisse, die im Betrieb an das Vieh verfüttert
                                  wurden (Getreide, Milch) mit Ausnahme des Futterbaus (Pos . 53 des An­
                                  hangs I der Verordnung Nr. 91 /66/EWG).
      (i ) Siehe Angaben unter H. Spalte 5 für die Aufteilung auf die Vieharten .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66            AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                      2727/66
                            Diese Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Jahrespreisen ab Hof
                            zu bewerten ; diese Erzeugnisse sind Bestandteil der Bruttoerzeugung des
                            Betriebes (E. Spalte 15 und G. Spalte 13).
          H. Pos. 12    Sonstige spezifische Kosten der tierischen Produktionszweige
                        Alle Kosten, die unmittelbar mit der tierischen Erzeugung in Verbindung
                        stehen : Tierarztkosten und Tierzuchtkosten (Heilmittel, Desinfektionsmittel,
                        Deckgebühren, künstliche Besamung, Leihgebühren für Zuchttiere, Kastrie­
                        rung [Bruteier sind nicht miteinbegriffen, sie werden abgezogen von den
                        Erzeugnissen G. Pos . 14 Spalte 3]), Viehversicherung, Milchkontrolle, Bei­
                        träge und Eintragungen in Stammbücher, Unkosten für Leistungsschauen,
                        Verpackungsmaterial für tierische Erzeugnisse, Materiallieferungen für die
                        Weiterverarbeitung der Erzeugnisse (Molkerei, Käserei).
          H. Pos. 13     Saat- und Pflanzgut
                        a) Realaufwand
                            — zugekauftes Saatgut und spezifische Kosten der Aufbereitung des be­
                                triebseigenen Saatguts (Reinigung, Desinfizierung durch Dritte);
                            — zugekauftes Pflanzgut (einschließlich Pappelpflanzen zum Pflanzen auf
                                landwirtschaftlichen Flächen ; ausschließlich Forstpflanzgut).
                            Zugekaufte Pflanzen sind jedoch in dieser Position nicht enthalten, wenn
                            es sich um außergewöhnlich große Anpflanzungen handelt, da es sich in
                            diesem Fall um eine Anlage handelt und nicht um einen Aufwand.
                         b) innerbetrieblicher Verbrauch
                            Im Betrieb verbrauchtes betriebseigenes Körnersaatgut, Feinsaatgut und
                             Pflanzgut. Diese Erzeugnisse sind mit Preisen ab Hof zu bewerten.
           H. Pos. 14    Dünge- und Bodenverbesserungsmittel
                         Alle Substanzen, die zur Verbesserung und zum Erhalt der Bodenfruchtbar­
                         keit und der physikalischen Struktur des Bodens beitragen. Zugekaufter
                         Kunstdünger, zugekaufte organische Düngemittel, deren Hauptwirkung von
                         einem oder mehreren Bodennährstoffen herrührt, einschließlich kombinier­
                         ter Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel und aller anderen Bodenver­
                         besserungsmittel (Kalk, Schlamm, usw.).
           H. Pos. 15    Wasser für Bewässerungszwecke
                         Unkosten für den Anschluß (Abonnement) und Benutzung (Wasserverbrauch)
                         eines Bewässerungssystems .
           H. Pos. 16    Pflanzenschutz - und Schädlingsbekämpfungsmittel
                         Pflanzenschutzmittel und sonstige für den Schutz der Kulturen benutzte
                         Mittel (Schutzmittel gegen tierische und pilzliche Schädlinge, Unkrautvertil­
                         gungsmittel, Giftköder, Knallkörper, Antihagelgeschosse, Frostschutz­
                         nebel . . .).
                         Die Pflanzenschutzmittel, die bei Lohnunternehmerarbeiten verwendet wur­
                         den, sind bei dieser letzteren Position abzusetzen, falls der Wert dieser Mit­
                         tel genau bekannt ist ; die Restsumme dieser Arbeiten ist unter H. Pos . 5
                         einzusetzen. Falls dieser Wert nicht bekannt ist, werden die Gesamtkosten
                          (Maschinen, Arbeit, Schutzmittel) unter H. Pos . 5 eingetragen.
           H. Pos. 17    Sonstige spezifische Kosten der pflanzlichen Produktionszweige
                         Verpackungs- und Bindematerial, Kosten für Bodenanalysen, Unkosten für
                         Kulturwettbewerbe, Hagel- und Schadenversicherungen, Materiallieferungen
                         für die Weiterverarbeitung der pflanzlichen Erzeugnisse (zur Wein- und
                         Apfelmostherstellung, künstliche Erzeugung von Dung).
           H. Pos . 18   Laufende Unterhaltung       der Wirtschaftsgebäude,     bauliche  Anlagen und
                          Grundverbesserungen
                         Unterhaltungs - und Instandsetzungsarbeiten, die die Entwertung verringern
                          oder sogar im Höchstfall den Wert der Gebäude und baulichen Anlagen und
                          der Grundverbesserungen erhalten . Nicht unter dieser Position sind größere
                         Instandsetzungsarbeiten einzutragen, die dem Objekt einen tatsächlichen
                          Mehrwert verleihen .
 ---pagebreak--- 2728/66                      AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                              10 . 8 . 66
       H. Pos. 19               Strom, Brand, Wasser
                                — Strom
                                     Stromverbrauch für alle Betriebszwecke (Licht und Kraft). Der Haus­
                                     haltsverbrauch an Strom ist nicht im Betriebsaufwand aufgeführt ;
                                — Brand
                                     Verbrauch von Heizmaterial für Betriebszwecke (Futtermittelzubereitung,
                                     Heizung). Die Ausgaben für im Haushalt verbrauchtes Heizmaterial sind
                                     nicht zu berücksichtigen ;
                                — Wasser
                                     Kosten für alles zu Betriebszwecken verbrauchtes Wasser (Trinkwasser,
                                     Waschwasser, Kochwasser der Futterzubereitung usw.) mit Ausnahme
                                     des Wassers für Bewässerungszwecke (siehe H. Pos . 15).
       H. Pos. 20               Versicherungen (andere als unter 3, 12, 17 und 25)
                                Haftpflichtversicherung und alle Versicherungen betreffend die Verantwor­
                                tung des Betriebsinhabers, mit Ausnahme privater Versicherungen (Lebens­
                                versicherung, Familienversicherung usw.) und derjenigen, die unter den
                                Positionen 3 , 12, 17 und 25 angegeben sind.
       H. Pos. 21               Betriebssteuern und -lasten (andere als unter 24)
                                Alle abzugsfähigen Steuern, Abgaben und Beiträge (z. B. auf Schlepper,
                                Wagen, Motoren) mit Ausnahme derjenigen, die sich auf Grund und Boden
                                und die Arbeitskräfte beziehen .
                                Die persönlichen Steuern des Betriebsinhabers (Einkommensteuer) sind nicht
                                als Betriebsaufwand anzusehen.
       H. Pos. 22               Sonstige allgemeine Betriebsunkosten
                                Landwirtschaftliche Sprengstoffe, Drogerieartikel, Nachfüllen von Feuer­
                                löschern, Honorarzahlungen (Rechtsanwalt, Schiedsmann, Sachverständige,
                                Buchhalter, Geometer), Beiträge, Dokumentation, Zeitungen und Zeitschrif­
                                ten, landwirtschaftliche Reisen, Reklame, Wildwartung und Wiederbeset­
                                zungskosten für Wild und Fisch 0 ) usw.
       H. Pos. 23               Abschreibungen auf Wirtschaftsgebäude, bauliche Anlagen, Grundverbesse­
                                rungen und Dauerkulturanlagen
                                Es handelt sich hierbei ausschließlich (2) um Abschreibungen auf Gebäude,
                                bauliche Anlagen, Grundverbesserungen (3) und Dauerkulturanlagen in
                                Eigentum, unter Berücksichtigung ihres Anfangswerts (gegebenenfalls neu
                                bewertet) und ihrer möglichen Lebensdauer (4). Folgende Sätze werden all­
                                gemein als Hinweis angeführt :
                                 Abschreibungssätze für Gebäude und bauliche Anlagen :
                                — Holzbauten                                5 v . H.
                                — Holzbauten auf Fundament                  4 v . H.
                                — Bauten aus festen Materialien (5)         2 v. H.
       H. Pos. 24               Grundsteuern und Lasten
                                Höhe der Steuern, Abgaben und sonstigen Lasten auf den Besitz von Be­
                                triebsländereien und Wirtschaftsgebäuden in Eigentum.
       H. Pos. 25               Gebäudebrandversicherung der Wirtschaftsgebäude
                                Bezahlte Prämien für die Feuerversicherung der Wirtschaftsgebäude und
                                baulichen Anlagen in Eigentum.
       (1) Diese Kosten (Jagd und Fischerei) werden nur insoweit in Betracht gezogen , als die entsprechenden Erträge
           (Jagd- und Fischereipacht) in den Betriebsertrag einbezogen werden ( G. Pos . 17).
       (2) Ländereien werden nicht abgeschrieben.
       (3) Die Grundverbesserungen umfassen : Umzäunungen , Drainagen , Bewässerungseinrichtungen (mit Ausnahme
           der Geräte : Schläuche , Regenkanonen , Motorpumpen usw .).
       (<) in den Fällen, wo der Wert direkt geschätzt (Gebrauchswert) wird , bei jeder Bestandsaufnahme , entspricht
           die Abschreibung der Differenz zwischen zwei Bestandsaufnahmen , unter Berücksichtigung eventueller
           größerer Reparaturen .
       (5) Ziegel, Steine, Beton usw .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                      AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                                2729 /66
          H. Pos. 26                Pacht
                                    Für die tatsächliche Pachtung des gesamten oder eines Teils des Grund und
                                    Bodens bezahlte Pacht. Es handelt sich um die Pachtsumme für Ländereien
                                    und Gebäude, direkt oder indirekt (z. B. Lebensrente), in Form von Barzah­
                                    lung oder Naturalpacht .
                                    Alle vom Pächter an Stelle des Besitzers geleisteten Zahlungen sind in die­
                                    ser Position mit enthalten, z. B. Grundsteuer, größere Instandsetzungen, Ge­
                                    bäudebrandversicherung usw. und auch nicht der Abschreibung unterlie­
                                    gende Investitionen ; falls diese Investitionen jedoch sehr bedeutend sind,
                                    kann der entsprechende Betrag auf mehrere aufeinanderfolgende Rech­
                                    nungsjahre verteilt werden .
          H. Pos. 27                Zinsen und Bankunkosten für Fremdkapital (')
                                    Zinsen, Agio , Bankunkosten für ausschließlich zu betrieblichen Zwecken auf­
                                    genommene Darlehen (Erwerb von Grund und Boden, Ausrüstung, Ernte­
                                    kredite).
          H. Pos . 28               Pachtwert je ha der Flächen in Eigentum 0)
                                    Anzugeben ist die Höhe der Pachtsumme, die der Betriebsinhaber normaler­
                                    weise zahlen müßte, wenn er Pächter der gesamten Ländereien wäre, deren
                                    Besitzer er ist (2).
          H. Pos . 29               Pachtwert der Wirtschaftsgebäude in Eigentum (')
                                    Anzugeben ist der Betrag, den der Betriebsinhaber normalerweise zahlen
                                    müßte, wenn er Mieter der Wirtschaftsgebäude wäre, deren Besitzer er ist.
          H. Pos. 28 u. 29          Pachtwert der Flächen und Wirtschaftsgebäude in Eigentum je ha LN (obli­
                                     gatorische Angabe).
          H. Pos. 30                 Pachtwert der Flächen und Wirtschaftsgebäude in Eigentum 0 )
                                     Gesamtwert des Pachtwerts für Boden und Gebäude in Eigentum.
          H. Spalte 1                Betriebsausgaben und Abschreibungen
                                     Diese Spalte umfaßt die gesamten Zahlungen (Betriebsausgaben über Kasse,
                                     Bank oder Postscheckkonten), die im Laufe des Rechnungsjahres (3) getätigt
                                     wurden, sowie die Abschreibungsbeträge (Pos . 6 und 23). Die Eintragung von
                                     Angaben in diese Spalte ist fakultativ .
           H. Spalte 2               Naturalentnahmen
                                     Höhe der auf die Aufwandsposten zu verteilenden Zahlungen in Naturalien
                                     (in Form von Erzeugnissen, Nutzrechten für Güter : Ländereien, Gebäude
                                     oder Dienstleistungen). Die Eintragung von Angaben in diese Spalte ist
                                     fakultativ .
           H. Spalte 3               Bestandsänderungen
                                     Um den tatsächlichen „ Verbrauch " an Produktionsmitteln (Rohstoffe, Dienst­
                                     leistungen usw.) zu erfassen, müssen die Betriebsausgaben und Entnahmen
                                     des Rechnungsjahres (Spalten 1 und 2) durch die BestandsVeränderung
                                      (Spalte 3) berichtigt werden.
                                     Diese Bestandsveränderung ist das Ergebnis :
                                     a) der Veränderungen der Verbindlichkeiten und der Forderungen :
                                         (Betriebsausgaben des Rechnungsjahres — Verbindlichkeiten zu Beginn
                                         des Rechnungsjahres + Forderungen zu Beginn des Rechnungsjahres +
                                         Verbindlichkeiten am Ende des Rechnungsjahres — Forderungen am Ende
                                         des Rechnungsjahres),
                                         und dazu hinsichtlich der Produktionsmittel ,
                                     b) der Bestandsveränderung der Hofvorräte und der Feldvorräte (Kultur­
                                         vorausleistungen) .
           (1 ) Fakultative Angaben .
           (2) Berücksichtigt werden die Pachtwerte , die der wirklichen Lage des Betriebes entsprechen . Beispiel : Wenn
                nur eine Parzelle in Eigentum ist , wird die Pacht für Einzelparzellen berücksichtigt ; wenn die Flächen in
                Eigentum bedeutender sind, wird die Pacht gesamter Betriebe berücksichtigt, auch wenn die Fläche dieser
                Betriebe aus vielen Einzelparzellen besteht .
           (S) Einnahmen aus Wiederverkauf von Zukaufsvorräten und Rückzahlungen sind von den entsprechenden
                Ausgaben abzuziehen .
 ---pagebreak--- 2730/66                        AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                          10 . 8 . 66
                                      Eine positive Veränderung ist bei der Berechnung des Aufwands von den
                                      Betriebsausgaben abzuziehen, eine negative Veränderung wird den Be­
                                      triebsausgaben zugeschlagen. Die Produktionsmittelvorräte und die Kul­
                                      turvorausleistungen sind auf Grund der bezahlten Preise zu schätzen.
                                  Die Eintragung von Angaben in diese Spalte ist fakultativ.
       H. Spalte 4                 Realaufwand
                                  Höhe des Realaufwands : algebraische Summe der Beträge der Spalten H. 1
                                  bis H. 3 .
      H. Spalte 5                 Innerbetrieblicher Verbrauch
                                  Der innerbetriebliche Verbrauch entspricht dem Anteil der Erzeugung des
                                  Betriebes , der im Betrieb selbst als Futtermittel und als Saatgut verbraucht
                                  wurde. Die Erzeugnisse des Futterbaus sind im innerbetrieblichen Verbrauch
                                  nicht berücksichtigt. Der innerbetriebliche Verbrauch ist mit Ab-Hof-Preisen
                                  zu schätzen .
                                  Falls die Aufteilung des innerbetrieblichen Verbrauchs an Futtermitteln noch
                                  nicht auf der Grundlage von systematischen und regelmäßigen Aufzeichnun­
                                  gen vorgenommen werden kann, muß diese Aufteilung mit der direkten Hilfe
                                  des Betriebsleiters durchgeführt werden .
      H. Spalte 6                 Realaufwand und innerbetrieblicher Verbrauch
                                  Höhe des Realaufwands und des innerbetrieblichen Verbrauchs : Summe der
                                  Spalten H. 4 und H. 5 .
                              I. INVENTARANGABEN
                                  Boden - und Gebäudekapital
      I. Pos . 1                  Ländereien und Grundverbesserungen 0 )
                                  Landwirtschaftlicher Verkaufswert der Ländereien in Eigentum unter Be­
                                  rücksichtigung der Grundverbesserungen (feste Umzäunungen, Drainagen,
                                  feste Bewässerungsanlagen usw.). Die Bezugspreise für die Bewertung der
                                  Ländereien sind diejenigen Preise, die normalerweise in dem Gebiet für
                                  landwirtschaftliche Flächen derselben Art und Lage bezahlt werden.
      I. Pos . 2                  Gebäude und bauliche Anlagen (1)
                                  Gesamtheit der zu landwirtschaftlichen Zwecken bestimmten Gebäude und
                                  baulichen Anlagen, einschließlich damit verbundener Einrichtungen (elek­
                                  trische Einrichtungen, Wasserkanalisierung, Zäune), die Eigentum des Be­
                                  triebsinhabers sind. Die Wohngebäude werden nur für den gegebenenfalls
                                  direkt zu Betriebszwecken verwendeten Anteil berücksichtigt (Milchkammer,
                                  Kornspeicher, Büroräume, PersonalWohnungen).
                                  Die Schätzung des Gebäudewerts ergibt sich aus der Anwendung der Ab­
                                  schreibung auf den Anfangswert (2) (Herstellungswert oder Anschaffungs­
                                  wert), der gegebenenfalls neu bewertet wird .
      I. Pos . 3                  Dauerkulturen
                                  Gesamtwert der im Ertrag stehenden und der jungen Dauerkulturen (mit
                                  Ausnahme von Wald und Gehölzen). Der Wert der Dauerkulturen entspricht
                                  der Gesamtsumme der vorgenommenen Investitionen bis zu dem Zeitpunkt
                                  des vollen Ertrags, abzüglich der bereits am Tage der Bestandsaufnahme er­
                                  folgten Abschreibungen.
                                  Betriebskapital
      I. Pos. 4                   Viehkapital (lebendes Inventar)
                                  Wert des Viehs, geschätzt auf der Grundlage des Verkaufspreises ab Hof.
                                  Für die Bewertung des Nutzviehs werden zufällige Preisschwankungen außer
                                  acht gelassen und nur die normale Preisentwicklung wird berücksichtigt.
      ( 1 ) Die getrennte Angabe der Werte für Ländereien und Grundverbesserungen einerseits und für Gebäude
            und bauliche Anlagen andererseits ( Spalten 1 und 3 ) ist fakultativ . Die zusammengefaßte Angabe ist
            obligatorisch (Spalten 2 und 4).
      (2 ) Falls der Anfangswert eines Gebäudes nicht bekannt ist , ist der Wert nach dem Gebrauch ( Gebrauchswert)
            zu schätzen .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                     AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                         2731 /66
           I. Pos . 5                Maschinen und Gerate (totes Inventar)
                                     Diese Position ist wie folgt unterteilt :
                                     50 Schlepper
                                        Zu dieser Maschinenklasse werden außer Vierradschleppern, Ketten­
                                        schleppern und Geräteträgern, die Spezialmotorfahrzeuge wie Jeeps ,
                                        UNIMOG . . . berücksichtigt, sowie umgebaute Motorfahrzeuge, falls diese
                                        als landwirtschaftliche Schlepper eingesetzt werden können.
                                     51 Einachsschlepper
                                        Für die Landwirtschaft im Garten- und Weinbau benutzte einachsige
                                        Motorfahrzeuge.
                                        Ausgeschlossen sind alle Apparate der Liebhabergärtnerei (zum Beispiel
                                        Rasenmäher).
                                     52 Große Maschinen
                                        Material eines gewissen Wertes , das abgeschrieben wird (siehe H. Pos . 6).
                                     53 Kleingeräte
                                        Gesamtheit des nicht in den 3 vorstehenden Positionen aufgeführten Ma­
                                        terials , das nicht abgeschrieben wird.
                                     Der Verkaufswert der Schlepper und Einachsschlepper wird im allgemeinen
                                     durch Bezugnahme auf die periodischen Notierungen des Gebrauchtschlepper­
                                     marktes geschätzt .
                                     Der Verkaufswert der größeren Maschinen und Geräte wird berechnet durch
                                     Abzug der bereits vorgenommenen Abschreibungen von dem gegebenenfalls
                                     neuberechneten Anschaffungswert.
                                     Der Wert der Kleingeräte wird allgemein mit der Hälfte des Neuwerts
                                     angesetzt.
           I. Pos. 6                 Umlaufkapital
                                    Das Umlaufkapital umfaßt :
                                     60 Vorrate 0)
                                        Hofvorräte an Betriebserzeugnissen und Produktionsmitteln.
                                     61 Sonstiges Umlaufkapital (*)
                                        — Kulturvorausleistungen (beschränkt auf den Wert der für die noch lau­
                                           fenden Kulturen eingesetzten Dünge- und Bodenverbesserungsmittel
                                           und des Saat- und Pflanzguts, mit Ausnahme des Pflanzguts für Dauer­
                                           kulturen) ;
                                        — Anteile und Beteiligungen (an Genossenschaften und sonstigen Unter­
                                           nehmen, deren Dienstleistungen der Betrieb in Anspruch nimmt);
                                        — Forderungen :
                                           a) kurzfristig einziehbare Forderungen für verkaufte Erzeugnisse, ge­
                                               leistete Dienste und Veräußerung von Anlagegütern und
                                           b) Vorauszahlungen für Güter und Dienstleistungen ;
                                        — flüssige Geldmittel (Bargeld, Bank, Postscheckkonten).
                                    Das Umlaufkapital kann selten genau bestimmt werden, deshalb kann eine
                                    pauschale Bewertung vorgenommen werden. Diese kann darin bestehen, daß
                                    für das Umlaufkapital 50 v. H. des Realaufwands angesetzt werden (Summe
                                    der Positionen H. 1 bis H. 27 Spalte 4) (2).
          I. Pos . 7—9              Verbindlichkeiten (l)
                                    Vom Betriebsinhaber für den Betrieb eingegangene Zahlungsverpflichtungen.
          I. Pos . 7                Langfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit 10 Jahre und mehr)
          I. Pos . 8                Mittelfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit 1 Jahr bis unter 10 Jahre)
          I. Pos . 9                 Kurzfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit unter einem Jahr) und laufende
                                    Rechnungen (von Dritten forderbare Beträge für Lieferung von Gütern und
                                   Dienstleistungen an den Betrieb , z . B. Schuldforderungen für Düngerliefe­
                                   rung, für Arbeiten durch Lohnunternehmen usw.).
          ( 1) Fakultative Angaben .
          (2) In diesem Fall entspricht der Betrag des Umlaufkapitals dem Durchschnittswert zwischen den beiden
               Bestandsaufnahmen , der Betrag im Anfangsbestand und der Betrag im Endbestand sind dann gleich.
 ---pagebreak--- 2732/66                     AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                           10 . 8 . 66
       I. Spalten 1—4          Wert am Anfang des Rechnungsjahres (Spalten 1 und 2) und am Ende des
                               Rechnungsjahres (Spalten 3 und 4) 0)
                               Im Anfangsbestand bzw. im Endbestand festgestellte Werte.
                           J. SONSTIGE BETRIEBSANLAGEN
       J. Pos . 1              Tatsächlich bewasserte LN
                               Flächen, die durch ortsfeste oder bewegliche Einrichtungen während des
                               Rechnungsjahres tatsächlich bewässert wurden, ohne Berücksichtigung des
                               Verfahrens (Beregnung, Berieselung).
       J. Pos. 2               Glasfläche mit Heizung
                               Grundfläche (bedeckte Fläche) der Gewächshäuser, Treibhäuser und Kästen
                               mit Heizanlagen .
       J. Pos . 3              Glasfläche ohne Heizung
                              Grundfläche der Gewächshäuser, Treibhäuser und Kästen ohne Heizanlagen .
                              Für Glocken, Plastikabdeckungen und sonstige durchsichtige Materialien zur
                               Abdeckung von Einzelpflanzen wird die Eigenfläche berücksichtigt .
       J. Pos . 4             Mittleres Gewicht der Milchkühe
                              Anzugeben ist das durchschnittliche Lebendgewicht einer ausgewachsenen
                               Milchkuh . Falls mehrere Rinderrassen klar unterschiedlicher Größen im
                              Betrieb gehalten werden, ist das Gewicht einer Milchkuh der vorherrschen­
                              den Rasse einzutragen .
      J. Pos . 5              Weidetage auf Almen oder sonstigen nicht in der LN erfaßten Weiden
                              Diese Position soll die Nutzung zusätzlicher Futtermöglichkeiten zur eigent­
                              lichen LN ausweisen. Zu berücksichtigen ist die Anzahl der Tage, während
                              derer das Vieh Almen und nicht zur LN gehörende Weiden als Hauptfutter­
                              grundlage genutzt hat ; diese Weidetage sind in GV-Vollweidetage umzu­
                              rechnen.
                              Falls die GV-Vollweidetage nicht unmittelbar bestimmt werden können, ist
                              die ganztägige Weidenutzung von :
                              — 1 Rind oder Pferd von 2 Jahren und mehr (einschließlich nicht abge­
                                  setzter Jungtiere),
                              — 2 Rindern oder Pferden von unter 2 Jahren ,
                              — 5 Ziegen (mit oder ohne Lämmer),
                              — 7 Schafen (mit oder ohne Lämmer)
                              einem GV-Vollweidetag gleichzusetzen.
      J. Pos . 6              Anzahl der Schlepper
                              Anzugeben ist die Anzahl der Schlepper in Eigentum und in Mitbesitz, die
                              im Laufe des Rechnungsjahres im Betrieb eingesetzt wurden .
      J. Pos . 7              Anzahl der Einacaisschlepper
                              Anzugeben ist die Anzahl der Einachsschlepper (einschließlich der einachsi­
                              gen Selbstfahrgeräte) in Eigentum und in Mitbesitz, die im Laufe des Rech­
                              nungsjahres im Betrieb eingesetzt wurden .
      J. Pos. 8               Motorleistung der Schlepper
                              Anzahl der Pferdestärken (Nennleistung in PS) aller Schlepper in Eigentum
                              und im Mitbesitz (2), die im Laufe des Rechnungsjahres im Betrieb eingesetzt
                              wurden .
      (!) Die Angaben in den Spalten 1 und 3 sind fakultativ .
      (2) Die Schlepper und Einachsschlepper in Mitbesitz werden mit der gesamten Motorleistung angegeben , ohne
          Berücksichtigung des Anteils des Betriebsinhabers .
 ---pagebreak--- 10 . 8 . 66                        AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                          2733/66
          J. Pos . 9                  Motorleistung der Einadisschlepper
                                     Anzahl der Pferdestärken (Nennleistung in PS) aller Einachsschlepper (ein­
                                      schließlich der einachsigen Selbstfahrgeräte) in Eigentum und in Mitbesitz (1 ),
                                      die im Laufe des Rechnungsjahres im Betrieb eingesetzt wurden.
          J. Pos. 10—13               Außergewöhnliche Verluste und Gewinne
                                      Diese Konten betreffen Verluste und Gewinne vorhergehender Rechnungs­
                                      jahre. Sie entsprechen also Buchungskorrekturen. Sie sind nur zu berück­
                                      sichtigen, wenn es sich um höhere Beträge handelt .
                                      Sie umfassen außergewöhnliche Verluste und Gewinne (2):
          J. Pos . 10                 Vorhergehende Rechnungsjahre
                                      Aufwendungen und Erträge, die diesem Rechnungsjahr statt den früheren
                                      zugerechnet wurden .
          J.Pos . 11                  Vorratsverkaufe
                                      Wertunterschiede zwischen der Schätzung- eines Erzeugnisses bei der Be­
                                      standsaufnahme und dem Verkaufserlös dieses Erzeugnisses , deren Zuord­
                                      nung zum Rechnungsjahr nicht gerechtfertigt ist.
          J. Pos. 12                  Forderungen
                                      Unbeglichene Forderungen oder eingegangene Forderungen, falls diese bei
                                      einer früheren Bestandsaufnahme als nicht einziehbar angesehen wurden .
          J. Pos . 13                 Andere (3)
                                  K. BEMERKUNGEN
                                      Die Tabelle K ist dazu bestimmt, zusammengefaßte Bemerkungen jeglicher
                                      Art aufzunehmen :
                                      — über den Buchführungsbetrieb, insbesondere betreffend dessen Besonder­
                                          heiten, durch die ein außergewöhnlich tiefes oder hohes Einkommens­
                                          niveau erklärt werden könnte ;
                                      — über die Schwierigkeiten, die beim Ausfüllen und bei der Durchsicht des
                                          Betriebsbogens aufgetreten sind .
                                      Diese Bemerkungen müssen mit Datum versehen sein und mit Angabe der
                                      Stelle, die diese Bemerkungen gemacht hat (Buchstelle, Verbindungsstelle).
                                  L. TEILPACHT
                                       Das Zwischenblatt Nr. 1 ist auszufüllen, wenn die landwirtschaftlich ge­
                                       nutzte Fläche (LN) ganz oder teilweise in Teilpacht (siehe C. Pos . 3) oder
                                       einem gleichartigen Besitzverhältnis (4) bewirtschaftet wird.
           L. Pos. a) 1—13             Rohertrag — Aufwand — Einkommen
                                      Die Positionen a) 1 bis 13 entsprechen den gleichnamigen Positionen der
                                       Tabellen E, G (Ertrag) und H (Aufwand).
           L. Pos . b) 1 —5            Inventarangaben
                                       Die Positionen b) 1 bis 5 entsprechen den Positionen der Tabelle I (Inven­
                                       tarangaben) .
           ( 1 ) Die Schlepper und Einachsschlepper in Mitbesitz werden mit der gesamten Motorleistung angegeben , ohne
                 Berücksichtigung des Anteils des Betriebsinhabers .
            (2 ) Die Gewinne werden mit dem Zeichen + angegeben , die Verluste mit dem Zeichen —.
           (3) In der Tabelle „Bemerkungen" (Tabelle K) die Art dieser Gewinne oder Verluste angeben .
           ( 4 ) Die der Teilpacht gleichartigen Besitzverhältnisse sind in Pos . C. 4 angegeben .
 ---pagebreak--- 2734/66                          AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                        10 . 8 . 66
      L. Pos . c)                     Ist der Betrieb Bestandteil eines größeren Betriebes des Typs „fattoria"?
                                      Diese Frage erlaubt es, die Teilpachtbetriebe einzuteilen in jene, die Be­
                                      standteil einer größeren Unternehmung (Typ fattoria) sind, von der sie in der
                                     Produktionsmittelbeschaffung abhängen, und die anderen Teilpachtbetriebe.
      L. Spalten 1 u. 3               Betrag, der dem Teilpächter zufällt 0 ).
      L. Spalten 2 u. 4               Betrag, der dem Verpächter zufällt 0).
       ( i ) Die Summe der Spalten 1 und 2 muß gleich sein den Summen der entsprechenden Positionen in den
             Spalten E. 14 , G. 12 , H. 4 , I. 2 und I. 4 .