CELEX: 
Language: de
Date: 2019-12-17 00:00:00
Title: DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren und Bruteiern innerhalb der Union

EUROPÄISCHE
                            KOMMISSION
                                                    Brüssel, den 17.12.2019
                                                    C(2019) 4058 final
             DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                       vom 17.12.2019
   zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des
    Rates hinsichtlich Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren
                             und Bruteiern innerhalb der Union
                              (Text von Bedeutung für den EWR)
DE                                                                                  DE
 ---pagebreak---                                           BEGRÜNDUNG
   1.   KONTEXT DES DELEGIERTEN RECHTSAKTS
        In der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
        9. März 2016 zu Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte
        im Bereich der Tiergesundheit („Tiergesundheitsrecht“)1 sind Vorschriften zu
        Tierseuchen sowie zu Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von
        Landtieren und Bruteiern in der Union festgelegt.
        Mit Teil IV Titel I Kapitel 3, 4 und 5 der Verordnung (EU) 2016/429 wird der
        Kommission die Befugnis übertragen, zur Ergänzung der vorgenannten Vorschriften
        delegierte Rechtsakte zu erlassen. Da diese Vorschriften alle miteinander verknüpft
        sind, ist es im Interesse der Kohärenz und Transparenz und zur Vermeidung von
        Überschneidungen wichtig, sie in ein und demselben delegierten Rechtsakt
        festzulegen.
        Die in dieser delegierten Verordnung festgelegten Vorschriften beruhen weitgehend
        auf in bestehenden Rechtsakten der Union enthaltenen Vorschriften, mit denen
        Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren und Bruteiern in
        der Union festgelegt sind, da sich diese Vorschriften zur Verhütung der Ausbreitung
        der gelisteten Seuchen in der Union als wirksam erwiesen haben. Die Vorschriften
        wurden an den neuen Rechtsrahmen angepasst, wobei gewonnenen Erkenntnissen,
        Neuerungen bei internationalen Standards, dem wissenschaftlichen Fortschritt und
        den jüngsten EFSA-Gutachten Rechnung getragen wurde.
   2.   KONSULTATIONEN VOR ANNAHME DES RECHTSAKTS
        Es fanden mehrere Sitzungen und Gespräche zwischen der Kommission und der
        Expertengruppe für Tiergesundheit (E00930) statt. Der Entwurf der delegierten
        Verordnung wurde außerdem dem Europäischen Parlament und dem Rat zugänglich
        gemacht, die jedoch beide nicht dazu Stellung nahmen. Auf Ebene des Beratenden
        Ausschusses für Tiergesundheit fanden mehrere Sitzungen mit einer Reihe von
        Interessenträgern statt, in denen die wichtigsten Elemente des Rechtsaktentwurfs
        dargestellt und erörtert wurden.
        Im Kontext der „Besseren Rechtsetzung“ wurde darüber hinaus vom 25. Juni bis zum
        23. Juli 2019 den Interessenträgern im Rahmen des Feedback-Mechanismus
        Gelegenheit gegeben, zum Entwurf der delegierten Verordnung Stellung zu nehmen.
        Insgesamt gingen 56 Rückmeldungen ein, einschließlich der Stellungnahmen der
        nachstehenden Interessenträger: Fédération Française des Commerçants en Bestiaux
        (FFCB) (FR), ICMSA (IE), IFA (IE), Institut Français du Cheval et de lʼEquitation
        (IFCE) (FR), Dutch Organisation for Agriculture and Horticulture (LTO) (NL),
        National Diploma in Beekeeping Board (UK), National Farmers Union (NFU)
        England and Wales (UK), National Farmers Union (NFU) Scotland (UK),
        Norwegian Beekeepers Organisation (NO), Stichting Brancheorganisatie
        Kalversector (SBK) (NL), Scottish Beekeepers Association (UK), Shellfish
        Organisation of Great Britain (UK), Syndicat de la Vitellerie Française (FR), The
   1
      Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 zu
      Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte im Bereich der Tiergesundheit
      („Tiergesundheitsrecht“) (ABl. L 84 vom 31.3.2016, S. 1).
DE                                                 1                                              DE
 ---pagebreak---    French Federation of Livestock Markets (FR), The Horse Trust (UK), Transport and
   Logistics Netherlands (NL), Vee & Logistiek Netherlands (NL), Verband Deutscher
   Brieftaubenzüchter (DE), Vier Pfoten (AT), World Horse Welfare (UK), European
   Live Poultry and Hatching Egg Association (ELPHA) (BE), National Pig
   Association (UK), Fédération Française dʼEquitation (FR), European Federation for
   Animal Health and Sanitary Security (FESASS) (BE), European Livestock and Meat
   Trades Union (UECBV) and European Association of Livestock Markets (AEMB)
   (BE), GDS FRANCE (FR), European Association of Zoos and Aquaria (EAZA)
   (NL), Dogs Trust (UK), Federation of Veterinarians of Europe (FVE) (BE),
   Eurogroup for animals (BE), Aberystwyth Beekeepers Association (UK), Bee
   Farmers Association (UK), British Beekeepers Association (UK), Exportwegerij
   Gebr. Reimink (NL), Bundesverband Rind und Schwein (DE), Cleveland Beekeepers
   Association Committee (UK), Dutch Meat Association (COV) (NL), Deutsche
   Reiterliche Vereinigung (DE), zwei Behörden (NL und UK), zehn Bürgerinnen und
   Bürger (FR (3), UK (6) und NL (1)) sowie sechs anonyme Beiträge (FR (1) und UK
   (6)).
   Es wurden folgende Hauptanträge eingereicht und folgende Argumentationen
   vorgebracht:
   –     Stellungnahmen zu den Anforderungen und Fristen hinsichtlich der Reinigung
         und Desinfektion von Transportmitteln;
   –     die Forderung, hinsichtlich der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (IBR)
         bilaterale Vereinbarungen für die Verbringung von Tieren zu ermöglichen;
   –     Stellungnahmen zu der Möglichkeit, Tiere in nicht vor dem Blauzungenvirus
         geschützten Räumlichkeiten zu entladen, sowie die Forderung nach einem
         serotypbezogenen Ansatz bei dieser Seuche;
   –     Stellungnahmen zu der Ausnahmeregelung hinsichtlich der Verbringung nicht
         einzeln gekennzeichneter Schafe und Ziegen zur Schlachtung in einen anderen
         Mitgliedstaat;
   –     Fragen zu Maßnahmen hinsichtlich der afrikanischen und der klassischen
         Schweinepest;
   –     Stellungnahmen zur Gültigkeit von Bescheinigungen, zu Fristen, zur
         Regelmäßigkeit der Reinigung und Desinfektion sowie zum Bescheinigen in
         Bezug auf Tiere im Zusammenhang mit Auftrieben;
   –     Stellungnahmen zur Unterscheidung zwischen registrierten und nicht
         registrierten Pferden;
   –     die Forderung nach der Ausweitung der Anforderungen an die Haltungsdauer
         von zur Schlachtung bestimmtem Geflügel auf Zuchtgeflügel und
         Nutzgeflügel;
   –     die Forderung nach Streichung der Ausnahmeregelung für die Verbringung
         von nicht gegen Tollwut geimpften Welpen;
   –     Forderungen nach Listung der Europäischen Faulbrut;
   –     die Forderung nach strengeren Vorschriften für Verbringungen bei
         Wanderzirkussen und Dressurnummern;
   –     die Forderung, Verbringungen von Tieren, von denen ein geringes Risiko
         ausgeht, von der Bescheinigungspflicht auszunehmen;
DE                                       2                                           DE
 ---pagebreak---        –     die Forderung, dass der Bestimmungsmitgliedstaat der Verbringung wild
             lebender Tiere zustimmen muss.
   3.  RECHTLICHE ASPEKTE DES DELEGIERTEN RECHTSAKTS
   3.1 Zusammenfassung der vorgeschlagenen Maßnahme
       Mit dieser delegierten Verordnung werden die Vorschriften in Teil IV Titel I
       Kapitel 3, 4 und 5 der Verordnung (EU) 2016/429 ergänzt.
       Zusätzlich zu den Vorschriften der Verordnung (EU) 2016/429 wird in dieser
       delegierten Verordnung Folgendes festgelegt:
       a)    Vorschriften zum Schutz vor biologischen Gefahren, die für die zum Transport
             von Landtieren und Bruteiern verwendeten Transportmittel und
             Transportbehälter/Container gelten;
       b)    die Höchstfrist für die Schlachtung von gehaltenen Huftieren und gehaltenem
             Geflügel nach ihrer Ankunft auf einem Schlachthof in einem anderen
             Mitgliedstaat;
       c)    Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren und Bruteiern
             zwischen Mitgliedstaaten;
       d)    spezifische Vorschriften für Auftriebe von Huftieren und Geflügel;
       e)    Anforderungen an Veterinärbescheinigungen und Meldungen                  bei
             Verbringungen von Landtieren und Bruteiern zwischen Mitgliedstaaten.
   3.2 Rechtsgrundlage
       Diese delegierte Verordnung ist gemäß der Verordnung (EU) 2016/429 zu erlassen,
       insbesondere gemäß Artikel 3 Absatz 5, Artikel 125 Absatz 2, Artikel 131 Absatz 1,
       Artikel 132 Absatz 2, Artikel 135, Artikel 136 Absatz 2, Artikel 137 Absatz 2,
       Artikel 140, Artikel 144 Absatz 1, Artikel 146 Absatz 1, Artikel 147, Artikel 149
       Absatz 4, Artikel 154 Absatz 1, Artikel 156 Absatz 1, Artikel 160, Artikel 162
       Absätze 3 und 4, Artikel 163 Absatz 5 Buchstaben b und c sowie Artikel 164
       Absatz 2.
DE                                           3                                            DE
 ---pagebreak---                  DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) .../... DER KOMMISSION
                                               vom 17.12.2019
     zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des
      Rates hinsichtlich Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren
                                   und Bruteiern innerhalb der Union
                                     (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
   9. März 2016 zu Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte im
   Bereich der Tiergesundheit („Tiergesundheitsrecht“)2, insbesondere auf Artikel 3 Absatz 5
   zweiter Unterabsatz, Artikel 125 Absatz 2, Artikel 131 Absatz 1, Artikel 132 Absatz 2,
   Artikel 135, Artikel 136 Absatz 2, Artikel 137 Absatz 2, Artikel 140, Artikel 144 Absatz 1,
   Artikel 146 Absatz 1, Artikel 147, Artikel 149 Absatz 4, Artikel 154 Absatz 1, Artikel 156
   Absatz 1, Artikel 160, Artikel 162 Absätze 3 und 4, Artikel 163 Absatz 5 Buchstaben b und c
   sowie Artikel 164 Absatz 2,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   (1)    In der Verordnung (EU) 2016/429 sind Vorschriften zur Prävention und Bekämpfung
          von Tierseuchen festgelegt, die auf Tiere oder Menschen übertragbar sind. In Teil IV
          Titel I Kapitel 3–5 sind die Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen
          gehaltener und wild lebender Landtiere und ihres Zuchtmaterials innerhalb der Union
          festgelegt. Mit der Verordnung wurde der Kommission auch die Befugnis übertragen,
          durch delegierte Rechtsakte Vorschriften zur Ergänzung bestimmter nicht wesentlicher
          Elemente der genannten Verordnung zu erlassen. Um sicherzustellen, dass der mit der
          Verordnung (EU) 2016/429 geschaffene neue Rechtsrahmen reibungslos funktioniert,
          ist es daher angezeigt, derartige Vorschriften zu erlassen.
   (2)    Die in der vorliegenden Verordnung festgelegten Vorschriften und
          Risikominderungsmaßnahmen sind zur Ergänzung der in Teil IV Titel I Kapitel 3–5
          der Verordnung (EU) 2016/429 festgelegten Tiergesundheitsanforderungen an
          Verbringungen von gehaltenen und wild lebenden Landtieren und von Bruteiern
          innerhalb der Union erforderlich, um sicherzustellen, dass von diesen Waren kein
          erhebliches Risiko der Ausbreitung gelisteter Seuchen ausgeht, die in Artikel 5
          Absatz 1 und Anhang II der genannten Verordnung in der durch die Delegierte
          Verordnung (EU) 2018/1629 der Kommission3 geänderten Fassung aufgeführt und
   2
           ABl. L 84 vom 31.3.2016, S. 1.
   3
           Delegierte Verordnung (EU) 2018/1629 der Kommission vom 25. Juli 2018 zur Änderung der Liste der
           Seuchen in Anhang II der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates zu
           Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte im Bereich der Tiergesundheit
           („Tiergesundheitsrecht“) (ABl. L 272 vom 31.10.2018, S. 11).
DE                                                     4                                                    DE
 ---pagebreak---        durch die Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 der Kommission4 im Einklang
       mit Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe d der Verordnung (EU) 2016/429 einer Kategorie
       zugeordnet sind. Zweck der Verordnung (EU) 2016/429 ist die Schaffung eines – im
       Vergleich zu dem vor ihrem Erlass geltenden Recht – einfacheren und flexibleren
       Regelwerks, mit dem zugleich ein stärker risikobasierter Ansatz für
       Tiergesundheitsanforderungen und eine verbesserte Handlungsbereitschaft, Verhütung
       und Bekämpfung auf dem Gebiet der Tierseuchen sichergestellt werden soll. Ferner
       sollen so die Vorschriften zu Tierseuchen in einem einzigen Rechtsakt
       zusammengefasst werden, sodass sie nicht länger über verschiedene Rechtsakte
       verteilt sind. Mit den in der vorliegenden Verordnung festgelegten Vorschriften zu
       bestimmtem Zuchtmaterial, insbesondere zu Bruteiern, wird derselbe Ansatz verfolgt.
       Die Vorschriften sind inhaltlich miteinander verbunden, da sie für alle Unternehmer
       gelten, die gehaltene oder wild lebende Landtiere oder Bruteier verbringen. Aus
       Gründen der Einfachheit und Transparenz, aber auch um die Anwendung der
       Vorschriften zu vereinfachen und Überschneidungen zu vermeiden, sollten diese in
       einem einzigen Rechtsakt und nicht in mehreren Rechtsakten mit zahlreichen
       Querverweisen festgelegt werden.
   (3) In Artikel 5 Absatz 1 und Anhang II der Verordnung (EU) 2016/429 in der durch die
       Delegierte Verordnung (EU) 2018/1629 der Kommission geänderten Fassung ist eine
       Liste derjenigen Tierseuchen aufgeführt, die für das Handeln der Union von
       besonderer Bedeutung sind, während in der Durchführungsverordnung (EU)
       2018/1882 der Kommission die Seuchen auf der Grundlage der jeweils
       anzuwendenden spezifischen Maßnahmen kategorisiert sind und eine Liste der
       Tierarten aufgeführt ist, für die diese Vorschriften gelten sollten. Seuchen der
       Kategorie D gelten hinsichtlich der Verbringung von Tieren zwischen Mitgliedstaaten
       als mit einem erheblichen Ausbreitungsrisiko verbunden.
   (4) Für die Tilgung von Seuchen der Kategorie B oder C existieren Tilgungsprogramme.
       Die Vorschriften für diese Programme sind in der [Delegierten Verordnung (EU)
       2019/… der Kommission vom … 5 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
       Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
       Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
       bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] festgelegt. Je nach
       Seuche gelten diese Tilgungsprogramme für einen Betrieb, eine Zone oder einen
       Mitgliedstaat, und die erforderlichen Maßnahmen umfassen bestimmte
       Tiergesundheitsgarantien für Verbringungen von Tieren. Ferner enthält die
       vorgenannte delegierte Verordnung Vorschriften für die Anerkennung seuchenfreier
       Mitgliedstaaten und Zonen, nachdem das jeweilige Tilgungsprogramm erfolgreich
       abgeschlossen wurde. Daher sollte die vorliegende Verordnung auch derartige
       Tiergesundheitsgarantien hinsichtlich Verbringungen von Tieren in andere
       Mitgliedstaaten oder Zonen, die Tilgungsprogramme durchführen oder über einen
       anerkannten Status „seuchenfrei“ verfügen, vorsehen.
   4
       Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 der Kommission vom 3. Dezember 2018 über die
       Anwendung bestimmter Bestimmungen zur Seuchenprävention und -bekämpfung auf Kategorien
       gelisteter Seuchen und zur Erstellung einer Liste von Arten und Artengruppen, die ein erhebliches
       Risiko für die Ausbreitung dieser gelisteten Seuchen darstellen (ABl. L 308 vom 4.12.2018, S. 21).
   5
       Delegierte Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
       2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
       Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und
       neu auftretende Seuchen.
DE                                                    5                                                   DE
 ---pagebreak---    (5) Um das Risiko der Seuchenausbreitung zwischen Mitgliedstaaten zu mindern, ist es
       erforderlich,         in        der        vorliegenden         Verordnung            zusätzliche
       Tiergesundheitsanforderungen in Bezug auf die in den Erwägungsgründen 3 und 4
       genannten Seuchen, die diesen in der Verordnung (EU) 2018/1882 jeweils
       zugeordneten Tierarten, die Tilgungsprogramme sowie den Status „seuchenfrei“
       festzulegen. Ebenfalls berücksichtigt werden sollten die von der Weltorganisation für
       Tiergesundheit (OIE) in ihrem Gesundheitskodex für Landtiere empfohlenen
       einschlägigen Standards.
   (6) In Artikel 125 der Verordnung (EU) 2016/429 sind zum einen die erforderlichen
       Seuchenpräventionsmaßnahmen bei der Beförderung von Tieren festgelegt; zum
       anderen wurde der Kommission darin die Befugnis übertragen, ergänzende
       Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion von Transportmitteln für gehaltene
       Landtiere sowie an Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren festzulegen,
       damit die möglichen Risiken im Zusammenhang mit der Beförderung von Tieren
       innerhalb der Union gemindert werden können. Demzufolge müssen in der
       vorliegenden Verordnung genauere Vorschriften über strukturelle Anforderungen an
       Transportmittel und Transportbehälter/Container sowie ausführlichere Anforderungen
       an den Schutz vor biologischen Gefahren bei der Beförderung von Tieren festgelegt
       sowie bestimmte Ausnahmen vorgesehen werden. Ähnliche Vorschriften gelten auch
       für Unternehmer, die bestimmtes Zuchtmaterial, insbesondere Bruteier von Geflügel
       und von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, transportieren; daher sollten auf der
       Grundlage von Artikel 157 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2016/429 auch derartige
       Vorschriften in der vorliegenden Verordnung festgelegt werden.
   (7) Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion von Transportmitteln sowie an
       Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren zur Minderung der möglichen
       Risiken im Zusammenhang mit bestimmten Tiertransportvorgängen wurden in den vor
       der Verordnung (EU) 2016/429 geltenden Vorschriften festgelegt, insbesondere in den
       Richtlinien 64/432/EWG6, 91/68/EWG7, 2009/156/EG8 und 2009/158/EG9 des Rates
       über die Beförderung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Equiden, Geflügel
       und Bruteiern. Diese Anforderungen haben sich zur Verhütung des Risikos der
       Ausbreitung von Tierseuchen innerhalb der Union durch Beförderungen als wirksam
       erwiesen. Daher ist es angezeigt, diese Anforderungen im Kern beizubehalten und sie
       an die Beförderung von allen gehaltenen Landtieren und Bruteiern anzupassen.
   (8) Gemäß Artikel 132 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2016/429 muss die Kommission
       eine Höchstfrist festlegen, innerhalb der der Unternehmer eines Schlachthofes, der
       gehaltene Huftiere und gehaltenes Geflügel aus einem anderen Mitgliedstaat in
       Empfang nimmt, die Schlachtung dieser Tiere sicherstellen sollte. Daher sollte in der
       vorliegenden Verordnung eine solche Höchstfrist für die Schlachtung von Tieren
   6
       Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 zur Regelung viehseuchenrechtlicher Fragen beim
       innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen (ABl. L 121 vom 29.7.1964,
       S. 1977).
   7
       Richtlinie 91/68/EWG des Rates vom 28. Januar 1991 zur Regelung tierseuchenrechtlicher Fragen beim
       innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Schafen und Ziegen (ABl. L 46 vom 19.2.1991, S. 19).
   8
       Richtlinie 2009/156/EG des Rates vom 30. November 2009 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen
       Vorschriften für das Verbringen von Equiden und für ihre Einfuhr aus Drittländern (ABl. L 192 vom
       23.7.2010, S. 1).
   9
       Richtlinie 2009/158/EG des Rates vom 30. November 2009 über die tierseuchenrechtlichen
       Bedingungen für den innergemeinschaftlichen Handel mit Geflügel und Bruteiern sowie für ihre
       Einfuhr aus Drittländern (ABl. L 343 vom 22.12.2009, S. 74).
DE                                                  6                                                     DE
 ---pagebreak---         vorgesehen werden, um sicherzustellen, dass der Gesundheitsstatus dieser Tiere nicht
        den Gesundheitsstatus der Tiere am Bestimmungsort gefährdet. Ferner enthält die
        Verordnung (EU) 2016/429 Vorschriften für die Verbringung von Sendungen von
        Huftieren, die für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–
        24) anfällig sind, das aufgrund der Seuchenübertragung durch Vektoren ein
        spezifisches Ausbreitungsrisiko bergen kann. Daher sollten in der vorliegenden
        Verordnung einige besondere Bestimmungen über die Schlachtung dieser Tiere
        festgelegt werden.
   (9)  Für Verbringungen von gehaltenen Huftieren und gehaltenem Geflügel in einen
        anderen Mitgliedstaat wurde der Kommission mit Artikel 131 Absatz 1 der
        Verordnung (EU) 2016/429 die Befugnis übertragen, Vorschriften über
        Haltungszeiträume, den Zeitraum, in dem die Einstallung gehaltener Huftiere bzw.
        gehaltenen Geflügels in Betriebe vor der Verbringung beschränkt werden muss, sowie
        über zusätzliche Tiergesundheitsanforderungen zur Minderung des Risikos einer
        Ausbreitung gelisteter Seuchen im Sinne des Artikels 9 Absatz 1 Buchstabe d der
        genannten Verordnung festzulegen. Daher ist es erforderlich, in der vorliegenden
        Verordnung geeignete Maßnahmen zum Schutz der Tiergesundheit und zur Verhütung
        der Ausbreitung von Seuchen durch Verbringungen von Huftieren, Geflügel und in
        Gefangenschaft gehaltenen Vögeln festzulegen. Bei diesen Maßnahmen sollten die
        Vorschriften berücksichtigt werden, die vor Geltungsbeginn der Verordnung (EU)
        2016/429 galten. Solche Vorschriften für Huftiere, Geflügel und in Gefangenschaft
        gehaltene Vögel wurden in den Richtlinien 64/432/EWG, 91/68/EWG und
        2009/158/EG, in der Richtlinie 2009/156/EG des Rates und (teilweise) in der
        Richtlinie 92/65/EWG10 festgelegt. Sofern relevant, sollten neue bzw. andere
        Anforderungen in diese Vorschriften aufgenommen werden, insbesondere zur
        Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Entwicklungen und Standards oder der
        Liste der Seuchen gemäß Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 und der
        Delegierten Verordnung (EU) 2018/1629 der Kommission sowie der Kategorisierung
        von Seuchen gemäß der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 der Kommission.
   (10) Ebenso wird der Kommission mit Artikel 160 Absatz 2 und Artikel 164 Absatz 2 der
        Verordnung (EU) 2016/429 die Befugnis übertragen, in Bezug auf
        Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Zuchtmaterial von Geflügel und
        von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, d. h. Bruteiern, in andere Mitgliedstaaten
        delegierte Rechtsakte zu erlassen. Somit muss die vorliegende Verordnung auch
        Vorschriften zu diesem Aspekt enthalten.
   (11) Grundsätzlich sollten Verbringungen von Landtieren in einen anderen Mitgliedstaat
        auf direktem Weg vom Herkunftsbetrieb zum Bestimmungsort in diesem Mitgliedstaat
        erfolgen. Abweichend hiervon kann eine solche Verbringung jedoch unterbrochen
        werden, und Tiere dürfen aufgetrieben werden. Von diesen Auftrieben geht ein
        spezifisches Risiko der Ausbreitung von Tierseuchen aus. Nach Artikel 135 der
        Verordnung (EU) 2016/429 muss die Kommission delegierte Rechtsakte zur
        Ergänzung der Vorschriften erlassen, die in den Artikeln 133 und 134 der genannten
        Verordnung zu Auftrieben von gehaltenen Huftieren und gehaltenem Geflügel, die/das
   10
        Richtlinie 92/65/EWG des Rates vom 13. Juli 1992 über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für
        den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in
        die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach
        Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425/EWG unterliegen (ABl. L 268 vom 14.9.1992, S. 54).
DE                                                  7                                                      DE
 ---pagebreak---         in einen anderen Mitgliedstaat verbracht werden/wird, festgelegt sind. Daher ist es
        erforderlich, derartige Anforderungen in der vorliegenden Verordnung festzulegen.
   (12) Nach den vor der Verordnung (EU) 2016/429 geltenden Vorschriften der Richtlinien
        64/432/EWG, 91/68/EWG und 2009/156/EG wurden manche Sendungen von
        Huftieren nicht auf direktem Weg von einem Herkunftsbetrieb in einen
        Bestimmungsbetrieb verbracht. Bei Händlern, in Sammelstellen und Sammelzentren
        wurden Tiere mit demselben Gesundheitsstatus zusammengeführt, die dort in
        Sendungen aus verschiedenen Betrieben zum Versand an ihren jeweiligen
        Bestimmungsort eingetroffen waren. Die Vorschriften dieser Richtlinien haben sich
        zur Verhütung der Ausbreitung von Tierseuchen innerhalb der Union als wirksam
        erwiesen. Dementsprechend sollten sie im Kern beibehalten, aber auf Grundlage der
        bei ihrer Anwendung gewonnenen Erfahrungen und des aktuellen wissenschaftlichen
        Kenntnisstands aktualisiert werden. Es sollte Artikel 133 der Verordnung (EU)
        2016/429 Rechnung getragen werden, dem zufolge Unternehmer gehaltene Huftiere
        und gehaltenes Geflügel höchstens dreimal während einer Verbringung aus einem
        Herkunftsmitgliedstaat in einen anderen Mitgliedstaat auftreiben dürfen.
   (13) Darüber hinaus sollten gemäß Artikel 140 Buchstabe b der Verordnung (EU)
        2016/429 Ausnahmen von den Vorschriften für Auftriebe für Huftiere vorgesehen
        werden, die an Ausstellungen, sportlichen, kulturellen und ähnlichen Veranstaltungen
        teilnehmen, da mit getroffenen alternativen Risikominderungsmaßnahmen das Risiko
        der Ausbreitung gelisteter Seuchen über diese Auftriebe gesenkt wird. Diese
        Ausnahmen sind in der vorliegenden Verordnung vorgesehen.
   (14) Mit Artikel 136 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission die
        Befugnis übertragen, genaue Vorschriften für die Verbringung von bestimmten
        gehaltenen Landtieren zwischen Mitgliedstaaten festzulegen, bei denen es sich nicht
        um gehaltene Huftiere oder gehaltenes Geflügel handelt.
   (15) Vor Geltungsbeginn der Verordnung (EU) 2016/429 waren die EU-Rechtsvorschriften
        zur Verbringung bestimmter gehaltener Landtiere zwischen Mitgliedstaaten, darunter
        Primaten, in Gefangenschaft gehaltene Vögel, Honigbienen und Hummeln, Hunde,
        Katzen und Frettchen, in der Richtlinie 92/65/EWG festgelegt. Diese Vorschriften
        haben sich zur Minderung des Risikos einer Ausbreitung gelisteter Seuchen zwischen
        Mitgliedstaaten als wirksam erwiesen. Dementsprechend sollten diese Vorschriften im
        Kern auch in der vorliegenden Verordnung beibehalten, aber auf Grundlage der bei
        ihrer Anwendung gemachten praktischen Erfahrungen aktualisiert werden. Darüber
        hinaus sollten in der vorliegenden Verordnung mögliche Ausnahmeregelungen für
        Fälle vorgesehen werden, in denen alternative Risikominderungsmaßnahmen ergriffen
        wurden.
   (16) Mit Artikel 3 Absatz 5 der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission die
        Befugnis übertragen, Vorschriften zu erlassen, mit denen sichergestellt wird, dass
        Teil IV der genannten Verordnung ordnungsgemäß auf Verbringungen von
        Heimtieren zu anderen als nichtkommerziellen Zwecken angewendet wird. Folglich
        müssen bestimmte Vorschriften hierzu in die vorliegende Verordnung aufgenommen
        werden.
   (17) In der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 sind die Arten von Carnivora
        aufgeführt, die ein erhebliches Risiko für die Ausbreitung von Echinococcus
        multilocularis und des Tollwut-Virus bergen, wenn sie zwischen Mitgliedstaaten
        verbracht werden. Daher sollten ergänzende Tiergesundheitsanforderungen für
DE                                             8                                             DE
 ---pagebreak---         sonstige Carnivora aufgenommen werden, um das Risiko einer Ausbreitung dieser
        Seuchen zwischen Mitgliedstaaten zu mindern.
   (18) Gemäß Artikel 137 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2016/429 muss die Kommission
        ergänzend zu den Vorschriften des Artikels 137 Absatz 1 der genannten Verordnung
        genaue Vorschriften festlegen, zum einen für Verbringungen gehaltener Landtiere in
        geschlossene Betriebe, zum anderen für Verbringungen gehaltener Landtiere in
        geschlossene Betriebe, in denen durch die geltenden Risikominderungsmaßnahmen
        sichergestellt wird, dass derartige Verbringungen kein erhebliches Risiko für die
        Gesundheit der gehaltenen Landtiere in diesem geschlossenen Betrieb und in den
        umliegenden Betrieben darstellen.
   (19) Vor Geltungsbeginn der Verordnung (EU) 2016/429 waren die Vorschriften der Union
        über Verbringungen von Landtieren, die in amtlich zugelassenen Einrichtungen,
        Instituten oder Zentren gehalten werden, in der Richtlinie 92/65/EWG festgelegt. In
        den Artikeln 95 und 137 der Verordnung (EU) 2016/429 ist das Konzept eines
        „geschlossenen Betriebs“ als „einer amtlich zugelassenen Einrichtung, einem amtlich
        zugelassenen Institut oder einem amtlich zugelassenen Zentrum“ gemäß Artikel 2
        Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 92/65/EWG festgelegt. Dementsprechend sollten
        diese früheren Vorschriften im Kern beibehalten, aber auf Grundlage der bei ihrer
        Anwendung gemachten praktischen Erfahrungen aktualisiert werden. Ferner sollte für
        Primaten die im OIE-Gesundheitskodex für Landtiere empfohlenen einschlägigen
        Standards berücksichtigt werden.
   (20) Mit Artikel 138 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission die
        Befugnis übertragen, Vorschriften zu erlassen, auf deren Grundlage die zuständige
        Behörde des Bestimmungsorts ergänzend zu den Vorschriften des Artikels 138
        Absätze 1 und 2 der genannten Verordnung Ausnahmen hinsichtlich der Verbringung
        gehaltener Landtiere zu wissenschaftlichen Zwecken gewähren kann. Vor
        Geltungsbeginn der Verordnung (EU) 2016/429 war in der Richtlinie 92/65/EWG
        vorgesehen, dass Hunde, Katzen und Frettchen, die zu wissenschaftlichen Zwecken in
        einen anderen Mitgliedstaat verbracht werden sollen, nicht gegen Tollwut geimpft
        werden müssen und dass Hunde keiner Behandlung gegen Befall mit Echinococcus
        multilocularis unterzogen werden müssen, wenn diese Tiere für zugelassene
        Einrichtungen, Institute oder Zentren bestimmt sind. In der vorliegenden Verordnung
        sollte eine ähnliche Ausnahmeregelung vorgesehen werden.
   (21) Mit Artikel 140 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission
        die Befugnis übertragen, spezifische Anforderungen zur Ergänzung der in den
        Artikeln 126 bis 136 der genannten Verordnung festgelegten Vorschriften für
        Verbringungen gehaltener Landtiere, die für Zirkusse, Ausstellungen und sportliche
        Veranstaltungen bestimmt sind, festzulegen.
   (22) Vor der Verordnung (EU) 2016/429 waren die Unionsvorschriften über
        Verbringungen von in Zirkussen und für Dressurnummern gehaltenen Landtieren auf
        der Grundlage der Richtlinie 92/65/EWG in der Verordnung (EG) Nr. 1739/2005 der
        Kommission11 festgelegt, die mit Wirkung vom 21. April 2021 durch die Delegierte
   11
        Verordnung (EG) Nr. 1739/2005 der Kommission vom 21. Oktober 2005 zur Festlegung der
        Veterinärbedingungen für die Verbringung von Zirkustieren zwischen Mitgliedstaaten (ABl. L 279 vom
        22.10.2005, S. 47).
DE                                                  9                                                      DE
 ---pagebreak---         Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission12 aufgehoben wird. Angesichts der
        Tatsache, dass diese Tiere derzeit ohne eine sie begleitende Veterinärbescheinigung in
        andere Mitgliedstaaten verbracht werden, wenn der Zirkus oder die Dressurnummer,
        dem/der sie angehören, weiterzieht, sollte in der vorliegenden Verordnung die
        Möglichkeit derartiger Verbringungen innerhalb der Union beibehalten werden. Aus
        diesem Grund ist es angezeigt, in der vorliegenden Verordnung die
        Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von in Wanderzirkussen und für
        Dressurnummern gehaltenen Landtieren in andere Mitgliedstaaten festzulegen und
        eine Ausnahme von den Veterinärbescheinigungsanforderungen des Artikels 143
        Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 vorzusehen.
   (23) Vor Geltungsbeginne der Verordnung (EU) 2016/429 waren die Vorschriften der
        Union über Verbringungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, die für
        Ausstellungen in einem anderen Mitgliedstaat bestimmt sind, in der Richtlinie
        92/65/EWG und in anderen Rechtsakten festgelegt.
   (24) Um das Risiko der bei Verbringungen in Gefangenschaft gehaltener Vögel zwischen
        Mitgliedstaaten möglichen Ausbreitung gelisteter Seuchen zu vermeiden, ist es
        angezeigt, die Unionsvorschriften über Verbringungen in Gefangenschaft gehaltener
        Vögel für Ausstellungen in einem anderen Mitgliedstaat in der vorliegenden
        Verordnung beizubehalten. Darüber hinaus sollte die vorliegende Verordnung auch
        Sonderbestimmungen für Raubvögel enthalten, die an Flugjägerschauen in einem
        anderen Mitgliedstaat teilnehmen, sowie für Brieftauben, die zu Sportveranstaltungen
        in anderen Mitgliedstaaten verbracht werden.
   (25) Mit Artikel 144 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der
        Kommission          die       Befugnis        übertragen,       Ausnahmen          von       den
        Veterinärbescheinigungsanforderungen des Artikels 143 Absatz 1 der genannten
        Verordnung für zwischen Mitgliedstaaten verbrachte gehaltene Landtiere zu
        gewähren.
   (26) Nach den Vorschriften der Richtlinie 2009/156/EG dürfen registrierte Equiden derzeit
        ohne eine sie begleitende Veterinärbescheinigung zwischen denjenigen
        Mitgliedstaaten verbracht werden, die auf der Grundlage der Gegenseitigkeit eine
        andere Kontrollregelung mit einschlägigen Tiergesundheitsgarantien anwenden, die
        denen der Veterinärbescheinigung gleichwertig sind. In der vorliegenden Verordnung
        sollte eine ähnliche Ausnahmeregelung vorgesehen werden. Es sollten jedoch
        besondere Bedingungen für die Verbringung dieser Tiere festgelegt werden, unter
        anderem das Einverständnis des Bestimmungsmitgliedstaats.
   (27) Mit Artikel 144 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der
        Kommission die Befugnis übertragen, die Veterinärbescheinigungsanforderungen an
        Verbringungen gehaltener Landtiere, bei denen es sich nicht um Huftiere, Geflügel
        oder für geschlossene Betriebe bestimmte Tiere handelt, in andere Mitgliedstaaten in
        Fällen festzulegen, in denen eine Veterinärbescheinigung zwingend erforderlich ist,
        damit      sichergestellt     wird,      dass      die    betreffende       Verbringung       die
        Tiergesundheitsanforderungen der Artikel 124 bis 142 der Verordnung (EU) 2016/429
        erfüllt. Daher sollte die vorliegende Verordnung Anforderungen an
   12
        Delegierte Verordnung 2019/2035 der Kommission vom 28. Juni 2019 zur Ergänzung der Verordnung
        (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften für Betriebe, in
        denen Landtiere gehalten werden, und für Brütereien sowie zur Rückverfolgbarkeit von bestimmten
        gehaltenen Landtieren und von Bruteiern (ABl. L 314 vom 5.12.2019, S. 115-169).
DE                                                 10                                                      DE
 ---pagebreak---         Veterinärbescheinigungen enthalten, nach denen Verbringungen in andere
        Mitgliedstaaten von Sendungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln,
        Honigbienen, Hummeln (ausgenommen Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt
        isolierten Hummelzuchtbetrieben), Primaten, Hunden, Katzen, Frettchen und
        sonstigen Carnivora gestattet sind.
   (28) Ferner wurde der Kommission mit Artikel 164 Absatz 2 der Verordnung (EU)
        2016/429 die Befugnis übertragen, Anforderungen an Veterinärbescheinigungen und
        Meldungen hinsichtlich Verbringungen von Zuchtmaterial anderer gehaltener
        Landtiere als Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Equiden sowie von
        Geflügelzuchtmaterial in andere Mitgliedstaaten festzulegen. In der vorliegenden
        Verordnung sollten daher Anforderungen an Veterinärbescheinigungen festgelegt
        werden, die Verbringungen von Sendungen von Bruteiern in Gefangenschaft
        gehaltener Vögel in andere Mitgliedstaaten gestatten.
   (29) Auch Verbringungen von anderen Carnivora als Hunden, Katzen und Frettchen in
        andere Mitgliedstaaten sollten in Fällen gestattet sein, in denen es keinen zugelassenen
        Tollwutimpfstoff für diese Carnivora im Herkunftsmitgliedstaat gibt und die Impfung
        im Einklang mit Artikel 10 Absatz 1 der Richtlinie 2001/82/EG13 durchgeführt wird,
        der eine Verwendung von Arzneimitteln vorsieht, die nicht von den Bedingungen der
        erteilten Zulassung abgedeckt ist.
   (30) Gemäß Artikel 146 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 muss die Kommission
        genaue Vorschriften und zusätzliche Informationen über den Inhalt von
        Veterinärbescheinigungen für verschiedene Arten und Kategorien gehaltener Landtiere
        und für besondere Verbringungsarten festschreiben. Ferner muss die Kommission
        gemäß Artikel 162 Absatz 3 der genannten Verordnung delegierte Rechtsakte in
        Bezug auf die Informationen erlassen, die für Verbringungen von Bruteiern zwischen
        Mitgliedstaaten in der Veterinärbescheinigung enthalten sein müssen, wobei
        diejenigen Informationen zu berücksichtigen sind, die die Veterinärbescheinigung
        gemäß Artikel 162 Absatz 1 mindestens enthalten muss. Aus diesem Grund ist es
        erforderlich, dass der Inhalt der Bescheinigungen, die die Sendungen von gehaltenen
        Landtieren und von Bruteiern bei Verbringungen in einen anderen Mitgliedstaat
        begleiten sollen, festgelegt werden.
   (31) Mit Artikel 147 der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission die Befugnis
        übertragen, delegierte Rechtsakte zu erlassen in Bezug auf spezifische Maßnahmen für
        Ausnahmen von der Pflicht der Unternehmer, sicherzustellen, dass die Tiersendung
        von einer Veterinärbescheinigung begleitet wird, oder zur Ergänzung dieser Pflicht,
        wenn es sich um bestimmte Arten der Verbringung gehaltener Landtiere handelt.
        Daher       sollte   die     vorliegende        Verordnung         Vorschriften       über  die
        Veterinärbescheinigung für vor Erreichen des endgültigen Bestimmungsorts
        erfolgende Verbringungen von Huftieren und Geflügel durch Betriebe enthalten, die
        Auftriebe gemäß Artikel 133 der Verordnung (EU) 2016/429 durchführen.
   (32) Um zu gewährleisten, dass durch einen anderen Mitgliedstaat hindurch bis an die
        Außengrenze der Union transportierte gehaltene Landtiere, für die eine Bescheinigung
        für die Ausfuhr in ein Drittland ausgestellt wurde, die Tiergesundheitsanforderungen
        an die Verbringung innerhalb der Union erfüllen, sollten Unternehmer sicherstellen,
        dass diese Tiersendungen von Veterinärbescheinigungen mit Attestierungen begleitet
   13
        Richtlinie 2001/82/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 zur
        Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Tierarzneimittel, ABl. L 311 vom 28.11.2001, S. 1.
DE                                                 11                                                   DE
 ---pagebreak---         werden, für die mindestens ebenso strenge Kriterien erfüllt werden müssen wie bei der
        Verbringung von gehaltenen Huftieren oder gehaltenem Geflügel, die/das zur
        Schlachtung in dem Mitgliedstaat bestimmt sind/ist, in dem sich der Ausgangsort
        befindet.
   (33) Mit Artikel 149 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2016/429 wurde der Kommission die
        Befugnis       übertragen,       delegierte      Rechtsakte       mit      Vorschriften      über
        Dokumentenkontrollen, Identitätskontrollen und physische Kontrollen sowie
        Untersuchungen für die verschiedenen Arten und Kategorien gehaltener Landtiere zu
        erlassen, die vom amtlichen Tierarzt vorzunehmen sind, um die Erfüllung der
        Tiergesundheitsanforderungen zu überprüfen. Der Geltungsbereich der vorliegenden
        Verordnung erstreckt sich auch auf Bruteier, weshalb diese Bestimmung in die
        vorliegende Verordnung aufgenommen werden muss; hierzu werden die nötigen
        Vorschriften festgelegt, einschließlich der Fristen für die Durchführung solcher
        Prüfungen, Kontrollen und Untersuchungen und für die Ausstellung von
        Veterinärbescheinigungen durch den amtlichen Tierarzt vor der Verbringung von
        Sendungen von gehaltenen Landtieren und von Bruteiern sowie der Gültigkeitsdauer
        von Veterinärbescheinigungen und der Bedingungen für deren Verlängerung.
   (34) Nach den Artikeln 152, 153 und 163 der Verordnung (EU) 2016/429 sind
        Unternehmer verpflichtet, der zuständigen Behörde in ihrem Herkunftsmitgliedstaat
        eine geplante Verbringung von gehaltenen Landtieren und von Bruteiern in einen
        anderen Mitgliedstaat vorab zu melden und alle erforderlichen Informationen
        bereitzustellen, die diese zuständige Behörde benötigt, um die Verbringung von
        gehaltenen Landtieren und von Bruteiern der zuständigen Behörde des
        Bestimmungsmitgliedstaats zu melden. Daher sollten in der vorliegenden Verordnung
        genaue Vorschriften zu den Anforderungen festgelegt werden, die für die
        Voranmeldung durch die Unternehmer, für die Informationen, die für die Meldung
        derartiger Verbringungen erforderlich sind, und für die Notfallverfahren für diese
        Meldungen gelten.
   (35) Artikel 153 Absätze 2 und 4, Artikel 154 Absatz 1 Buchstabe c und Artikel 163
        Absatz 2 der Verordnung (EU) 2016/429 sehen die Nutzung des TRACES-Systems zu
        Meldezwecken vor, wenn Sendungen von gehaltenen Landtieren und von Bruteiern in
        andere Mitgliedstaaten verbracht werden sollen. TRACES ist das in den
        Entscheidungen 2003/24/EG14 und 2004/292/EG der Kommission15 vorgesehene
        integrierte EDV-System für das Veterinärwesen. Da Artikel 131 der Verordnung (EU)
        2017/625 des Europäischen Parlaments und des Rates16 die Errichtung eines
   14
        Entscheidung 2003/24/EG der Kommission vom 30. Dezember 2002 über die Entwicklung eines
        integrierten EDV-Systems für das Veterinärswesen (ABl. L 8 vom 14.1.2003, S. 44).
   15
        Entscheidung 2004/292/EG der Kommission vom 30. März 2004 zur Einführung des TRACES-
        Systems und zur Änderung der Entscheidung 92/486/EWG (ABl. L 94 vom 31.3.2004, S. 63).
   16
        Verordnung (EU) 2017/625 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2017 über
        amtliche Kontrollen und andere amtliche Tätigkeiten zur Gewährleistung der Anwendung des Lebens-
        und Futtermittelrechts und der Vorschriften über Tiergesundheit und Tierschutz, Pflanzengesundheit
        und Pflanzenschutzmittel, zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 999/2001, (EG) Nr. 396/2005,
        (EG) Nr. 1069/2009, (EG) Nr. 1107/2009, (EU) Nr. 1151/2012, (EU) Nr. 652/2014, (EU) 2016/429 und
        (EU) 2016/2031 des Europäischen Parlaments und des Rates, der Verordnungen (EG) Nr. 1/2005 und
        (EG) Nr. 1099/2009 des Rates sowie der Richtlinien 98/58/EG, 1999/74/EG, 2007/43/EG, 2008/119/EG
        und 2008/120/EG des Rates und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 854/2004 und (EG)
        Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien 89/608/EWG, 89/662/EWG,
        90/425/EWG, 91/496/EEG, 96/23/EG, 96/93/EG und 97/78/EG des Rates und des
DE                                                  12                                                     DE
 ---pagebreak---         Informationsmanagementsystems für amtliche Kontrollen (IMSOC) vorsieht, in das
        Funktionen des TRACES-Systems integriert werden, sollte in der vorliegenden
        Verordnung nicht auf TRACES, sondern auf IMSOC Bezug genommen werden.
   (36) In Artikel 155 der Verordnung (EU) 2016/429 sind die Bedingungen für die
        Verbringung wild lebender Landtiere aus einem Habitat eines Mitgliedstaats in ein
        Habitat oder einen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat dargelegt. In der
        vorliegenden Verordnung sollten die Anforderungen an Tiergesundheit,
        Bescheinigungen und Meldungen für derartige Verbringungen nach den in Artikel 156
        Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 vorgesehenen Befugnissen festgelegt
        werden.
   (37) Die vorliegende Verordnung sollte entsprechend dem Geltungsbeginn der Verordnung
        (EU) 2016/429 ab dem 21. April 2021 gelten —
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
        Beschlusses 92/438/EWG des Rates (Verordnung über amtliche Kontrollen) (ABl. L 95 vom 7.4.2017,
        S. 1).
DE                                               13                                                     DE
 ---pagebreak---                                               TEIL I
                       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
                                               Artikel 1
                                             Gegenstand
   Mit dieser Verordnung werden die Vorschriften zur Prävention und Bekämpfung von auf
   Tiere oder Menschen übertragbaren Tierseuchen gemäß Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung
   (EU) 2016/429 in Bezug auf Verbringungen von gehaltenen Landtieren, wild lebenden
   Landtieren und von Bruteiern innerhalb der Union ergänzt.
                                               Artikel 2
                                           Geltungsbereich
   (1)      Diese Verordnung gilt für:
            a)    gehaltene und wild lebende Landtiere und für Bruteier;
            b)    Betriebe, in denen diese Tiere gehalten oder aufgetrieben bzw. Bruteier
                  produziert werden;
            c)    Unternehmer, die diese Tiere halten bzw. Bruteier produzieren;
            d)    Unternehmer, die Landtiere und Bruteier transportieren;
            e)    die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten.
   (2)      Teil II gilt nur für Verbringungen von gehaltenen Landtieren und von Bruteiern, die
            zwischen Mitgliedstaaten stattfinden, jedoch mit Ausnahme der Artikel 4 bis 6 und
            von Artikel 63, die zusätzlich für Verbringungen von gehaltenen Landtieren und von
            Bruteiern innerhalb eines Mitgliedstaats gelten.
                                               Artikel 3
                                        Begriffsbestimmungen
   Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck:
   1.       „Transportmittel“ ein Straßen- oder Schienenfahrzeug, Schiffe und Luftfahrzeuge;
   2.       „Transportbehälter“/„Container“ jeden Verschlag, jeden Kasten, jedes Behältnis oder
            jede andere feste Struktur, die zum Transport von Tieren oder Eiern verwendet wird,
            jedoch kein Transportmittel ist;
   3.       „von der Umwelt isolierter Zuchtbetrieb“ einen Betrieb, dessen bauliche Strukturen
            einhergehend mit strikten Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren eine
            wirksame Isolierung der Tierzucht von den verbundenen Einrichtungen und von der
            Umwelt gewährleisten;
   4.       „Rind“ ein Huftier der Gattungen Bison‚ Bos (einschließlich der Untergattungen Bos‚
            Bibos‚ Novibos‚ Poephagus) und Bubalus (einschließlich der Untergattung Anoa)
            und seine Kreuzungen;
   5.       „Betrieb, der frei von ‚Seuche‘ ist“ einen Betrieb, dem der Status „seuchenfrei“
            gemäß den Anforderungen der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
            Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
            Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
DE                                                14                                            DE
 ---pagebreak---        Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
       bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] zuerkannt wurde;
   6.  „Status frei von ‚Seuche‘“ den Status „seuchenfrei“ eines Mitgliedstaats oder einer
       Zone desselben, der in Übereinstimmung mit Artikel 36 der Verordnung (EU)
       2016/429 von der Kommission genehmigt wurde;
   7.  „‚Seuche‘ wurde nicht gemeldet“ eine Situation, in der kein Tier oder keine Gruppe
       von Tieren relevanter Arten, das/die in dem betreffenden Betrieb gehalten
       wird/werden, als bestätigter Fall dieser Seuche klassifiziert ist, und jeder Verdacht
       auf diese Seuche ausgeschlossen wurde;
   8.  „zur Schlachtung bestimmte ‚Tiere‘“ gehaltene Landtiere, die entweder auf direktem
       Weg oder im Anschluss an einen Auftrieb zu einem Schlachthof transportiert werden
       sollen;
   9.  „zugelassener Quarantänebetrieb“ einen Betrieb, dem gemäß Artikel 14 der
       Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission die Zulassung erteilt
       wurde;
   10. „zugelassenes Tilgungsprogramm“ ein in einem Mitgliedstaat oder einer Zone
       desselben durchgeführtes Seuchentilgungsprogramm, das gemäß Artikel 31 Absatz 3
       der Verordnung (EU) 2016/429 von der Kommission genehmigt wurde;
   11. „Schaf“ ein Huftier der Gattung Ovis und seine Kreuzungen;
   12. „Ziege“ ein Huftier der Gattung Capra und seine Kreuzungen;
   13. „Schwein“ ein Huftier der in Anhang III der Verordnung (EU) 2016/429 gelisteten
       Familie der Suidae;
   14. „Equiden“ Einhufer der Gattung Equus (einschließlich Pferden, Eseln und Zebras)
       und ihre Kreuzungen;
   15. „Camelidae“ Huftiere der in Anhang III der Verordnung (EU) 2016/429 gelisteten
       Familie der Camelidae;
   16. „Cervidae“ Huftiere der in Anhang III der Verordnung (EU) 2016/429 gelisteten
       Familie der Cervidae;
   17. „sonstige gehaltene Huftiere“ andere gehaltene Huftiere als Rinder, Schafe, Ziegen,
       Schweine, Equiden, Camelidae und Cervidae;
   18. „vektorgeschützter Betrieb“ einen Teil oder die Gesamtheit der Einrichtungen eines
       Betriebs, die durch den Einsatz geeigneter physischer und betriebswirtschaftlicher
       Mittel vor Angriffen von Culicoides geschützt sind, wobei der Status eines
       vektorgeschützten Betriebs von der zuständigen Behörde gemäß Artikel 44 der
       [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom …zur Ergänzung der
       Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
       Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
       „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
       C(2019)4056] zuerkannt wird;
   19. „vektorfreier Zeitraum“ die Dauer der Inaktivität von Culicoides in einem
       abgegrenzten Gebiet, die gemäß Anhang V Teil II Kapitel 1 Abschnitt 5 der
       [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
       Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
       Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
DE                                          15                                               DE
 ---pagebreak---          „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
         C(2019)4056] bestimmt wird;
   20.   „Zuchtgeflügel“ mindestens 72 Stunden altes Geflügel, das zur Erzeugung von
         Bruteiern bestimmt ist;
   21.   „Nutzgeflügel“ mindestens 72 Stunden altes Geflügel, das zur Erzeugung von
         Fleisch, Konsumeiern oder anderen Erzeugnissen oder zur Wiederaufstockung von
         Federwildbeständen aufgezogen wird;
   22.   „Bestand“ sämtliches Geflügel oder sämtliche in Gefangenschaft gehaltene Vögel
         mit ein und demselben Gesundheitsstatus, das bzw. die in ein und derselben Anlage
         oder in ein und demselben Gehege gehalten wird bzw. werden und eine einzige
         epidemiologische Einheit bildet bzw. bilden; bei in Ställen gehaltenem Geflügel
         schließt diese Definition auch alle Tiere ein, die denselben Luftraum teilen;
   23.   „Eintagsküken“ Geflügel, das nicht älter 72 Stunden ist;
   24.   „spezifiziert pathogenfreie Eier“ Bruteier, die von „Hühnerbeständen frei von
         spezifizierten Pathogenen“ gemäß dem Europäischen Arzneibuch17 stammen und
         ausschließlich für Diagnose- oder Forschungszwecke oder für die pharmazeutische
         Verwendung bestimmt sind;
   25.   „registrierte Equiden“:
         a)     reinrassige Zuchttiere der Art Equus caballus und Equus asinus‚ die in der
                Hauptabteilung eines von einem gemäß Artikel 4 oder 34 der Verordnung (EU)
                2016/1012 anerkannten Zuchtverband oder einer Zuchtstelle angelegten
                Zuchtbuchs eingetragen sind oder aber für eine Eintragung dort infrage
                kommen;
         b)     gehaltene Tiere der Art Equus caballus, die bei einer internationalen
                Vereinigung oder Organisation, die Pferde im Hinblick auf Wettkämpfe und
                Rennen führt, entweder unmittelbar oder über den jeweiligen nationalen
                Verband oder nationale Vereine registriert sind („registriertes Pferd“);
   26.   „Primaten“ Tiere der zur Ordnung der Primaten gehörenden Arten, mit Ausnahme
         des Menschen;
   27.   „Honigbienen“ Tiere der Art Apis mellifera;
   28.   „Hummeln“ Tiere der Gattung Bombus;
   29.   „Hund“ ein gehaltenes Tier der Art Canis lupus;
   30.   „Katze“ ein gehaltenes Tier der Art Felis silvestris;
   31.   „Frettchen“ ein gehaltenes Tier der Art Mustela putorius furo;
   32.   „sonstige Carnivora“ andere Tiere der Ordnung Carnivora als Hunde, Katzen oder
         Frettchen;
   33.   „Wanderzirkus“ einen Tierschau- oder Jahrmarktbetrieb mit Tieren oder
         Dressurnummern, der darauf ausgelegt ist, zwischen Mitgliedstaaten hin- und
         herzuziehen;
   17
       http://www.edqm.eu (aktuelle Fassung).
DE                                             16                                          DE
 ---pagebreak---    34. „Dressurnummer“ eine Nummer mit Tieren, die zum Zweck einer Tierschau oder
       eines Jahrmarkts gehalten werden und die Teil eines Zirkus sein können;
   35. „Brieftauben“ Tauben, die aus ihrem Taubenschlag in einen anderen Mitgliedstaat
       transportiert werden oder für einen solchen Transport bestimmt sind, um
       anschließend aufgelassen zu werden, damit sie in ihren Herkunftsmitgliedstaat
       zurückfliegen.
DE                                        17                                           DE
 ---pagebreak---                                              TEIL II
                VERBRINGUNGEN VON GEHALTENEN
      LANDTIEREN UND VON BRUTEIERN INNERHALB
                                         DER UNION
                                             Kapitel 1
       Allgemeine Anforderungen an Verbringungen von gehaltenen
              Landtieren und von Bruteiern innerhalb der Union
                                            ABSCHNITT 1
        SEUCHENPRÄVENTIONSMAẞNAHMEN HINSICHTLICH DES TRANSPORTS
      INNERHALB DER UNION IN ERGÄNZUNG ZU DEN IN DER VERORDNUNG (EU)
                           2016/429 VORGESEHENEN MAẞNAHMEN
                                               Artikel 4
                            Allgemeine Anforderungen an Transportmittel
   Unternehmer, einschließlich Transportunternehmer, stellen sicher, dass das zum Transport
   von gehaltenen Landtieren oder von Bruteiern verwendete Transportmittel, ausgenommen
   Transportmittel für die in Artikel 6 genannten Landtiere,
   a)      so konstruiert ist, dass:
           i)    Tiere oder Bruteier nicht entweichen bzw. herausfallen können;
           ii)   eine Sichtprüfung der Örtlichkeiten, in denen Tiere gehalten werden, möglich
                 ist;
           iii)  das Entweichen von Tierkot, Mist oder Futtermitteln verhindert oder minimiert
                 wird;
           iv)   im Falle von Geflügel oder von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln das
                 Entweichen von Federn verhindert oder minimiert wird;
   b)      sobald wie möglich nach jedem Transport von Tieren, Bruteiern oder jeglichen
           Gegenständen, die ein Risiko für die Tiergesundheit bergen, gereinigt und
           desinfiziert wird und erforderlichenfalls erneut gereinigt und desinfiziert wird sowie
           in jedem Fall getrocknet oder trocknen gelassen wird, bevor erneut Tiere oder
           Bruteier aufgeladen werden.
                                               Artikel 5
    Anforderungen an Transportbehälter/Container, in denen gehaltene Landtiere und Bruteier
                                         transportiert werden
   (1)     Unternehmer, einschließlich Transportunternehmer, stellen sicher, dass
           Transportbehälter/Container, in denen gehaltene Landtiere und Bruteier transportiert
           werden, ausgenommen Transportbehälter/Container für die in Artikel 6 genannten
           Landtiere,
           a)    den Anforderungen gemäß Artikel 4 Buchstabe a entsprechen;
DE                                                18                                              DE
 ---pagebreak---           b)    ausschließlich Tiere oder Bruteier derselben Art, derselben Kategorie,
                desselben Typus und desselben Gesundheitsstatus enthalten;
          c)    eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllen:
                i)     als unbenutzte und zweckmäßige Einwegbehälter werden sie nach der
                       ersten Verwendung vernichtet;
                oder
                ii)    sie werden nach Verwendung gereinigt und desinfiziert und vor einer
                       erneuten Verwendung getrocknet bzw. trocknen gelassen.
   (2)    Im Falle von Geflügel und Bruteiern stellen Unternehmer, einschließlich
          Transportunternehmer, sicher, dass Transportbehälter/Container, in denen gehaltenes
          Geflügel und Bruteier im Transportmittel transportiert werden, folgende Angaben
          tragen:
          a)    bei Eintagsküken und Bruteiern:
                 i)      den Namen des Herkunftsmitgliedstaats;
                 ii)     die Zulassungs- bzw. Registrierungsnummer des Herkunftsbetriebs;
                 iii)    die Art des betreffenden Geflügels;
                 iv)     die Anzahl der Tiere bzw. der Bruteier;
          b)    bei      Zuchtgeflügel      und     Nutzgeflügel   die     Zulassungs-   bzw.
                Registrierungsnummer des Herkunftsbetriebs.
   (3)    Im Falle von gemäß der Ausnahmeregelung des Artikels 49 transportierten
          Honigbienenköniginnen stellen Unternehmer, einschließlich Transportunternehmer,
          sicher, dass die Transportbehälter/Container oder die gesamte Sendung unmittelbar
          nach der Sichtkontrolle durch den amtlichen Tierarzt zur Bescheinigung der
          Tiergesundheit mit einem feinen Netz einer Maschenweite von höchstens 2 mm
          bespannt werden.
   (4)    Im Falle von Hummeln aus von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben für Hummeln
          stellen Unternehmer, einschließlich Transportunternehmer, sicher, dass diese
          während des Transports in getrennten epidemiologischen Einheiten isoliert sind,
          wobei jede Kolonie in einem geschlossenen Transportbehälter/Container gehalten
          wird, der vor der Verwendung neu war oder gereinigt und desinfiziert wurde.
                                              Artikel 6
    Ausnahmen von den Anforderungen an Transportmittel und Transportbehälter/Container, in
                    denen gehaltene Landtiere und Bruteier transportiert werden
   (1)    Die Anforderungen nach den Artikeln 4 und 5 gelten nicht für den Transport von:
          a)    Landtieren, die in Wanderzirkussen und für Dressurnummern gehalten werden;
          b)    Tieren der in Anhang I Teil A der Verordnung (EU) 2016/429 gelisteten Arten
                in einer höheren Zahl als nach Artikel 246 Absätze 1 und 2 der genannten
                Verordnung zulässig, wenn der Transport zu nichtkommerziellen Zwecken
                erfolgt;
          c)    Tieren der in Anhang I Teil B der Verordnung (EU) 2016/429 gelisteten Arten
                zu nichtkommerziellen Zwecken in einer höheren Zahl als für diese Arten
DE                                               19                                           DE
 ---pagebreak---                    festgelegt, wenn Vorschriften zur Festlegung der Höchstzahl von Heimtieren
                   der betreffenden Arten gemäß Artikel 246 Absatz 3 erlassen worden sind.
   (2)       Die Anforderungen nach Artikel 4 Buchstabe b und Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben b
             und c gelten nicht für den Transport von Equiden innerhalb eines Mitgliedstaats, es
             sei denn, diese Equiden sind zur Schlachtung bestimmt.
   (3)       Die zuständige Behörde kann beschließen, dass die Anforderungen nach Artikel 4
             Buchstabe b nicht für den Transport gelten:
             a)    innerhalb eines Betriebs, wenn
                   i)    die transportierten Tiere in diesem Betrieb gehalten werden und der
                         Transport durch den Unternehmer dieses Betriebs erfolgt;
                   und
                   ii)   das für Transporte gehaltener Landtiere verwendete Transportmittel vor
                         Verlassen des Betriebs gereinigt und desinfiziert wird;
             oder
             b)    zwischen Betrieben innerhalb des Mitgliedstaats, wenn
                   i)    die Betriebe zu derselben Lieferkette gehören;
                   und
                   ii)   die zur Beförderung gehaltener Landtiere verwendeten Transportmittel
                         am Ende eines jeden Tages gereinigt und desinfiziert werden, sofern
                         Tiere in diesen Transportmitteln transportiert wurden.
   (4)       Die Anforderungen nach Artikel 4 und Artikel 5 Absätze 1 und 2 gelten nicht für den
             Transport von Honigbienen und Hummeln.
                                            ABSCHNITT 2
      ERGÄNZENDE ANFORDERUNGEN AN VERBRINGUNGEN VON LANDTIEREN IN
                  ANDERE MITGLIEDSTAATEN HINSICHTLICH IMPFUNGEN
                                               Artikel 7
          Anforderungen an Verbringungen von Landtieren und Bruteiern in einen anderen
                 Mitgliedstaat hinsichtlich Impfungen gegen Seuchen der Kategorie A
   Für den Fall, dass der Herkunftsmitgliedstaat eine Impfung gegen eine Seuche der
   Kategorie A eingeführt hat, verbringen Unternehmer Landtiere oder Bruteier nur dann in
   einen anderen Mitgliedstaat, wenn diese Tiere und Bruteier die spezifischen Bedingungen
   erfüllen, die gemäß Artikel 47 der Verordnung (EU) 2016/429 für die entsprechende Seuche
   der Kategorie A und für Tiere von für diese Seuche gelisteten Arten festgelegt wurden.
DE                                                20                                             DE
 ---pagebreak---                                           ABSCHNITT 3
     ZUSÄTZLICHE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMER VON SCHLACHTHÖFEN,
     DIE GEHALTENE LANDTIERE AUS ANDEREN MITGLIEDSTAATEN IN EMPFANG
                                             NEHMEN
                                              Artikel 8
       Höchstfrist für die Schlachtung von gehaltenen Huftieren und gehaltenem Geflügel aus
                                      anderen Mitgliedstaaten
   Unternehmer von Schlachthöfen stellen sicher, dass gehaltene Huftiere und gehaltenes
   Geflügel, die/das sie aus einem anderen Mitgliedstaat in Empfang nehmen, spätestens
   72 Stunden nach dem Eintreffen auf dem Schlachthof geschlachtet werden/wird.
                                              Artikel 9
          Ergänzende Risikominderungsmaßnahmen für Unternehmer von Schlachthöfen
   (1)     Unternehmer von Schlachthöfen stellen sicher, dass Tiere von für die Infektion mit
           dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten spätestens
           24 Stunden nach ihrem Eintreffen auf dem Schlachthof geschlachtet werden, wenn
           sie aus einem anderen Mitgliedstaat kommen und mindestens eines der folgenden
           Kriterien nicht erfüllen:
           a)     Sie erfüllen mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit
                  dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II
                  Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU)
                  2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
                  2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
                  betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
                  Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
           oder
           b)     sie erfüllen die Bedingungen laut Artikel 43 Absatz 2 der [Delegierten
                  Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
                  Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates
                  hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und
                  den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende
                  Seuchen – C(2019)4056].
   (2)     Für den Fall, dass Tiere von für die Infektion mit dem Virus der
           Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten durch einen anderen
           Mitgliedstaat hindurch transportiert werden und mindestens eine der Bedingungen
           gemäß Artikel 32 Absatz 1 Buchstaben a bis c oder gemäß Artikel 32 Absatz 2 nicht
           erfüllen, stellen Unternehmer von Schlachthöfen neben den in Absatz 1 aufgeführten
           Anforderungen sicher, dass diese Tiere spätestens 24 Stunden nach ihrem Eintreffen
           auf dem Schlachthof geschlachtet werden.
DE                                               21                                             DE
 ---pagebreak---                                           Kapitel 2
      Ergänzende Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen
               gehaltener Huftiere in andere Mitgliedstaaten
                                        ABSCHNITT 1
                                            RINDER
                                            Artikel 10
         Anforderungen an Verbringungen gehaltener Rinder in andere Mitgliedstaaten
   (1)    Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
          wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
          a)   Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
               Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
               dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
               gehaltenen Rindern, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen oder
               aus tierseuchenrechtlichen Gründen Verbringungsbeschränkungen unterliegen,
               oder mit gehaltenen Tieren aus einem Betrieb, der nicht die Anforderungen
               gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in Berührung gekommen;
          b)   jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
               Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
               Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
               genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
               weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
               Berührung kommen;
          c)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, der ohne Impfung der Rinder frei von
               Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis ist, und eine der
               folgenden Bedingungen ist erfüllt:
               i)    der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                     desselben mit dem Status „frei von Infektionen mit Brucella abortus, B.
                     melitensis und B. suis“ für die Rinderpopulation;
               oder
               ii)   die Tiere wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 1 vorgesehenen
                     Diagnosemethoden einem Test auf eine Infektion mit Brucella abortus,
                     B. melitensis und B. suis unterzogen, der anhand einer in den letzten
                     30 Tagen vor dem Abgang bzw. im Falle von Muttertieren nach einer
                     Geburt mindestens 30 Tage post partum entnommenen Probe mit
                     Negativbefund durchgeführt wurde;
               oder
               iii)  die Tiere sind jünger als 12 Monate;
               oder
               iv)   die Tiere sind kastriert;
DE                                              22                                            DE
 ---pagebreak---    d) die Tiere kommen aus einem Betrieb, der frei von Infektionen mit dem
      Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
      tuberculosis) ist, und mindestens eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt:
      i)    der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
            desselben mit dem Status „frei von Mycobacterium-tuberculosis-
            Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)“;
      oder
      ii)   die Tiere wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 2 vorgesehenen
            Diagnosemethoden einem Test auf eine Infektion mit dem
            Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
            tuberculosis) unterzogen, der in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang
            durchgeführt wurde und dessen Befund negativ war;
      oder
      iii)  die Tiere sind jünger als sechs Wochen;
   e) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei gehaltenen Landtieren
      gemeldet wurden;
   f) die Tiere kommen aus einem Betrieb in einem Gebiet im Umkreis von
      mindestens 150 km um diesen Betrieb, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem
      Abgang keine Infektionen mit dem Virus der epizootischen Hämorrhagie bei
      gehaltenen Tieren von für diese Seuche gelisteten Arten gemeldet wurden;
   g) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   h) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde, und
      sollten sie aus einem Betrieb kommen, bei dem in den letzten 2 Jahren vor dem
      Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde(n),
      galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange
      Verbringungsbeschränkungen, bis:
      i)    die infizierten Tiere aus dem Betrieb entfernt wurden;
      und
      ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
            Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einem Test auf Surra
            (Trypanosoma evansi) unterzogen, der anhand von Proben, die
            mindestens sechs Monate nach der Entfernung der infizierten Tiere aus
            dem Betrieb entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt
            wurde;
   i) außer im Falle gehaltener Rinder im Sinne von Artikel 11 Absatz 4, Artikel 12
      Absatz 4 und Artikel 13 erfüllen die Tiere mindestens eine der Anforderungen
      hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–
      24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
      [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur
      Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und
      des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachungssysteme,
DE                                     23                                           DE
 ---pagebreak---                 Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte
                gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
          j)    die in den Artikeln 32 und 33 aufgeführten Bedingungen sind, soweit
                zutreffend, erfüllt.
   (2)    Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
          gehaltene Rinder im Sinne des Artikels 14.
                                             Artikel 11
    Ergänzende Anforderungen an Verbringungen gehaltener Rinder in andere Mitgliedstaaten
          oder in Zonen derselben mit dem Status „seuchenfrei“ für bestimmte Seuchen
   (1)    Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
          oder in eine Zone desselben mit dem Status „frei von enzootischer Leukose der
          Rinder“, wenn die Tiere den Anforderungen des Artikels 10 entsprechen und sofern
          entweder die unter Buchstabe a oder Buchstabe b aufgeführten Anforderungen erfüllt
          sind:
          a)    Die Tiere kommen aus einem Betrieb, der frei von enzootischer Leukose der
                Rinder ist;
          oder
          b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von enzootischer
                Leukose der Rinder ist, wurde in diesem Betrieb in den letzten 24 Monaten vor
                dem Abgang kein Fall von enzootischer Leukose der Rinder gemeldet, und
                i)    falls die Tiere älter als 24 Monate sind, wurden sie anhand einer der in
                      Anhang I Teil 4 vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen
                      Untersuchung auf enzootische Leukose der Rinder mit Negativbefund
                      unterzogen, und zwar
                      –      entweder an Proben, die zweimal im Abstand von mindestens vier
                             Monaten entnommen wurden, während die Tiere unter Quarantäne
                             gestellt waren und nicht mit den anderen Rindern des Betriebs in
                             Berührung gekommen sind;
                      oder
                      –      an einer Probe, die in den letzten 30 Tagen vor ihrem Abgang
                             entnommen wurde, und alle in diesem Betrieb gehaltenen Rinder
                             über 24 Monate wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 4
                             vorgesehenen        Diagnosemethoden      einer     serologischen
                             Untersuchung auf enzootische Leukose der Rinder unterzogen, die
                             anhand zweier Proben, die im Abstand von mindestens vier
                             Monaten in den letzten zwölf Monaten vor dem Abgang der Tiere
                             entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt wurde;
                oder
                ii)   falls die Tiere jünger als 24 Monate sind, wurden sie von Muttertieren
                      geboren, die anhand einer der in Anhang I Teil 4 vorgesehenen
                      Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung auf enzootische
                      Leukose der Rinder unterzogen wurden, die an zwei Proben, die im
                      Abstand von mindestens vier Monaten in den letzten 12 Monaten vor
DE                                               24                                            DE
 ---pagebreak---                     dem Abgang der Tiere entnommen wurden, mit Negativbefund
                    durchgeführt wurde.
   (2) Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
       oder in eine Zone desselben mit dem Status „frei von infektiöser boviner
       Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis“, wenn die Tiere den
       Anforderungen des Artikels 10 entsprechen, sie nicht gegen die infektiöse bovine
       Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis geimpft sind und sofern die unter
       Buchstabe a oder Buchstabe b aufgeführten Anforderungen erfüllt sind:
       a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von infektiöser boviner
             Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis ist,
             ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
             i)     der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit dem Status „frei von infektiöser boviner
                    Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis“;
             oder
             ii)    die Tiere standen vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang unter
                    Quarantäne und wurden anhand einer der in Anhang I Teil 5
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus (bovines
                    Herpesvirus Typ 1) unterzogen, die anhand einer Probe, die in den letzten
                    15 Tagen vor ihrem Abgang entnommen wurde, durchgeführt wurde und
                    deren Befund negativ war;
       b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von infektiöser
             boviner Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis ist, wurden sie
             vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang in einem zugelassenen
             Quarantänebetrieb gehalten und mithilfe einer der in Anhang I Teil 5
             vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
             Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus unterzogen, die
             anhand einer Probe, die mindestens 21 Tage nach Beginn der Quarantäne
             entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren Befund negativ war.
   (3) Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
       oder in eine Zone desselben mit dem Status „frei von der Bovine Virus Diarrhoe“,
       wenn die Tiere den Anforderungen des Artikels 10 entsprechen, sie nicht gegen die
       Bovine Virus Diarrhoe geimpft sind und sofern die unter Buchstabe a oder
       Buchstabe b aufgeführten Anforderungen erfüllt sind:
       a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von der Bovine Virus
             Diarrhoe ist,
             i)     befindet sich der Betrieb entweder in einem Mitgliedstaat oder in einer
                    Zone desselben mit dem Status „frei von der Bovine Virus Diarrhoe“
                    oder er wurde in den letzten vier Monaten vor dem Abgang der Tiere
                    Untersuchungsvorgaben gemäß Anhang IV Teil VI Kapitel 1 Abschnitt 2
                    Nummer 1 Buchstabe c Ziffer ii oder iii der [Delegierten Verordnung
                    (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung
                    (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
                    Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den
                    Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu
DE                                            25                                              DE
 ---pagebreak---                     auftretende Seuchen – C(2019)4056] unterworfen und der Befund war
                    negativ;
             oder
             ii)    die Tiere wurden vor ihrem Abgang einzeln getestet, um das Auftreten
                    des Virus der Bovine Virus Diarrhoe auszuschließen;
       b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von der Bovine Virus
             Diarrhoe ist, wurden sie mithilfe einer der in Anhang I Teil 6 vorgesehenen
             Diagnosemethoden einem Test auf das Virusantigen oder das Genom der
             Bovine Virus Diarrhoe mit Negativbefund unterzogen, und
             es ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
             i)     die Tiere wurden über einen Zeitraum von mindestens 21 Tagen vor
                    ihrem Abgang in einem zugelassenen Quarantänebetrieb gehalten und im
                    Falle von trächtigen Muttertieren mithilfe einer der in Anhang I Teil 6
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis von Antikörpern gegen die Bovine Virus Diarrhoe unterzogen,
                    die anhand von Proben, die mindestens 21 Tage nach Beginn der
                    Quarantäne entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt wurde;
             oder
             ii)    die Tiere wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 6 vorgesehenen
                    Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum Nachweis von
                    Antikörpern gegen die Bovine Virus Diarrhoe unterzogen, die anhand
                    von Proben, die entweder vor dem Abgang oder im Falle von trächtigen
                    Muttertieren vor der der aktuellen Trächtigkeit vorausgehenden
                    Besamung entnommen wurden, durchgeführt wurde und deren Befund
                    positiv war.
   (4) Abweichend von Artikel 10 Absatz 1 Buchstabe i kann die zuständige Behörde des
       Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Rinder, die mindestens eine der
       Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
       [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
       Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
       Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
       „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
       C(2019)4056] nicht erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
       desselben mit dem Status „frei vom Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–
       24)“ genehmigen, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und die
       anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige Verbringungen
       gemäß den Bedingungen des Artikels 43 Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU)
       2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
       Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
       Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
       bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind.
   (5) Die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
       gehaltene Rinder im Sinne des Artikels 14.
DE                                          26                                              DE
 ---pagebreak---                                                Artikel 12
    Ergänzende Anforderungen an Verbringungen gehaltener Rinder in andere Mitgliedstaaten
       oder in Zonen derselben mit zugelassenen Tilgungsprogrammen für bestimmte Seuchen
   (1)      Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
            oder in eine Zone desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für die
            enzootische Leukose der Rinder, wenn die Tiere den Anforderungen des Artikels 10
            entsprechen und sofern die unter Buchstabe a oder Buchstabe b aufgeführten
            Anforderungen erfüllt sind:
            a)    Die Tiere kommen aus einem Betrieb, der frei von enzootischer Leukose der
                  Rinder ist;
            oder
            b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von enzootischer
                  Leukose der Rinder ist, wurde in diesem Betrieb in den letzten 24 Monaten vor
                  dem Abgang der Tiere kein Fall von enzootischer Leukose der Rinder
                  gemeldet, und
                  i)    falls die Tiere älter als 24 Monate sind, wurden sie mithilfe einer der in
                        Anhang I Teil 4 vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen
                        Untersuchung auf enzootische Leukose der Rinder mit Negativbefund
                        unterzogen, und zwar
                        entweder
                        –      anhand von zwei Proben, die im Abstand von mindestens vier
                               Monaten entnommen wurden, während die Tiere abgesondert von
                               den anderen Rindern des Betriebs gehalten wurden;
                        oder
                        –      anhand von Proben, die in den letzten 30 Tagen vor ihrem Abgang
                               entnommen wurden, und alle in diesem Betrieb gehaltenen Rinder
                               über 24 Monate wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 4
                               vorgesehenen        Diagnosemethoden      einer      serologischen
                               Untersuchung auf enzootische Leukose der Rinder unterzogen, die
                               anhand von zwei Proben, die im Abstand von mindestens vier
                               Monaten in den letzten 12 Monaten vor dem Abgang der Tiere
                               entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt wurde;
                  oder
                  ii)   falls die Tiere jünger als 24 Monate sind, wurden sie von Muttertieren
                        geboren, die mithilfe einer der in Anhang I Teil 4 vorgesehenen
                        Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung auf enzootische
                        Leukose der Rinder unterzogen wurden, die anhand von zwei Proben, die
                        im Abstand von mindestens vier Monaten in den letzten 12 Monaten vor
                        dem Abgang der Tiere entnommen wurden, mit Negativbefund
                        durchgeführt wurde.
   (2)      Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
            oder in eine Zone desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für die
            infektiöse bovine Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis, wenn die Tiere
            den Anforderungen des Artikels 10 entsprechen und sofern die unter Buchstabe a
            oder Buchstabe b aufgeführten Anforderungen erfüllt sind:
DE                                                 27                                              DE
 ---pagebreak---        a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von infektiöser boviner
             Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis ist,
             ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
             i)     der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit dem Status „frei von infektiöser boviner
                    Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis“;
             oder
             ii)    der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für die infektiöse
                    bovine Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis;
             oder
             iii)   die Tiere standen vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang unter
                    Quarantäne und wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 5
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus oder, im Falle
                    von Tieren, die mit einem Impfstoff mit negativem gE-Marker geimpft
                    wurden, von Antikörpern gegen das BoHV-1-gE-Protein unterzogen, die
                    anhand einer Probe, die in den letzten 15 Tagen vor ihrem Abgang
                    entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren Befund negativ war;
             oder
             iv)    die Tiere sind für einen Betrieb bestimmt, in dem Rinder zur
                    Fleischerzeugung getrennt von Rindern anderer Betriebe gehalten werden
                    und von dem aus sie unmittelbar zum Schlachthof verbracht werden;
       oder
       b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von infektiöser
             boviner Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis ist, wurden sie
             vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang in einem zugelassenen
             Quarantänebetrieb gehalten und mithilfe einer der in Anhang I Teil 5
             vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
             Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus unterzogen, die
             anhand einer Probe, die mindestens 21 Tage nach Beginn der Quarantäne
             entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren Befund negativ war.
   (3) Unternehmer verbringen gehaltene Rinder nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
       oder in eine Zone desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für die
       Bovine Virus Diarrhoe, wenn die Tiere den Anforderungen des Artikels 10
       entsprechen und sofern entweder die unter Buchstabe a oder Buchstabe b
       aufgeführten Anforderungen erfüllt sind:
       a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von der Bovine Virus
             Diarrhoe ist,
             i)     befindet sich der Betrieb in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit dem Status „frei von der Bovine Virus Diarrhoe“;
             oder
DE                                            28                                           DE
 ---pagebreak---             ii)    der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                   desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für die Bovine
                   Virus Diarrhoe;
            oder
            iii)   der Betrieb wurde in den letzten vier Monaten vor dem Abgang
                   Untersuchungsvorgaben gemäß Anhang IV Teil VI Kapitel 1 Abschnitt 2
                   Nummer 1 Buchstabe c Ziffer ii oder iii der [Delegierten Verordnung
                   (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung
                   (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
                   Vorschriften betreffend Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und
                   den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu
                   auftretende Seuchen – C(2019)4056] unterworfen und der Befund war
                   negativ;
            oder
            iv)    die Tiere wurden vor dem Abgang einzeln getestet, um das Auftreten des
                   Virus der Bovine Virus Diarrhoe auszuschließen;
            oder
            v)     die Tiere sind für einen Betrieb bestimmt, in dem Rinder zur
                   Fleischerzeugung getrennt von Rindern anderer Betriebe gehalten und
                   von dem aus sie unmittelbar zum Schlachthof verbracht werden;
       b)   falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von der Bovine Virus
            Diarrhoe ist, wurden sie mithilfe einer der in Anhang I Teil 6 vorgesehenen
            Diagnosemethoden einem Test auf das Virusantigen oder das Genom der
            Bovine Virus Diarrhoe mit Negativbefund unterzogen,
            und
            i)     die Tiere wurden entweder über einen Zeitraum von mindestens
                   21 Tagen vor ihrem Abgang in einem zugelassenen Quarantänebetrieb
                   gehalten und im Falle von trächtigen Muttertieren mithilfe einer der in
                   Anhang I Teil 6 vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen
                   Untersuchung zum Nachweis von Antikörpern gegen die Bovine Virus
                   Diarrhoe unterzogen, die anhand von Proben, die mindestens 21 Tage
                   nach Beginn der Quarantäne entnommen wurden, mit Negativbefund
                   durchgeführt wurde;
            oder
            ii)    die Tiere wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 6 vorgesehenen
                   Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum Nachweis von
                   Antikörpern gegen die Bovine Virus Diarrhoe unterzogen, die anhand
                   von Proben, die entweder vor dem Abgang oder, im Falle von trächtigen
                   Muttertieren, vor der der aktuellen Trächtigkeit vorausgehenden
                   Besamung entnommen wurden, durchgeführt wurde, deren Befund
                   positiv war.
   (4) Abweichend von Artikel 10 Absatz 1 Ziffer i kann die zuständige Behörde des
       Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Rinder, die mindestens eine der
       Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
       [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
DE                                         29                                              DE
 ---pagebreak---             Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
            Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] nicht erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
            desselben mit einem zugelassenen Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus
            der     Blauzungenkrankheit       (Serotypen 1–24)    genehmigen,    wenn     der
            Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon
            in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des
            Artikels 43 Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission
            vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments
            und     des     Rates    hinsichtlich    Vorschriften  betreffend   Überwachung,
            Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete
            und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind.
   (5)      Die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
            gehaltene Rinder im Sinne des Artikels 14.
                                              Artikel 13
     Ausnahmen für Verbringungen gehaltener Rinder in andere Mitgliedstaaten oder in Zonen
       derselben ohne den Status „seuchenfrei“ und ohne genehmigtes Tilgungsprogramm für
                         Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
   Abweichend von Artikel 10 Absatz 1 Ziffer i kann die zuständige Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Rinder, die mindestens eine der
   Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
   [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
   Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
   Vorschriften betreffend Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und den Status
   „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056]
   nicht erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben ohne den Status
   „seuchenfrei“ und ohne genehmigtes Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der
   Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) genehmigen, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
   Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige
   Verbringungen genehmigt sind. Wenn der Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen für die
   Genehmigung einer derartigen Verbringung stellt, muss es sich dabei um Bedingungen gemäß
   Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der [Delegierten Verordnung (EU)
   2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
   Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung,
   Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu
   auftretende Seuchen – C(2019)4056] handeln.
                                              Artikel 14
   Ausnahmeregelung für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten gehaltenen Rindern in
                                       andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von den in den Artikeln 10, 11 und 12 festgelegten Anforderungen dürfen
   Unternehmer zur Schlachtung bestimmte gehaltene Rinder in einen anderen Mitgliedstaat
   verbringen, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)       Die Tiere sind durch Folgendes gekennzeichnet:
            entweder
DE                                                30                                          DE
 ---pagebreak---         i)    kommen sie aus einem Betrieb, der mit oder ohne Impfung der Rinder frei von
              Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis ist;
        oder
        ii)   sie sind kastriert;
        oder
        iii)  es handelt sich um unkastrierte Rinder über zwölf Monate und sie wurden
              mithilfe einer der in Anhang I Teil 1 vorgesehenen Diagnosemethoden einer
              Untersuchung auf eine Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis
              unterzogen, die anhand einer in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang bzw. im
              Falle von Muttertieren nach einer Geburt mindestens 30 Tage post partum
              entnommenen Probe durchgeführt wurde und deren Befund negativ war;
   b)   die Tiere
        i)    kommen entweder aus einem Betrieb, der frei von Infektionen mit dem
              Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
              tuberculosis) ist;
        oder
        ii)   wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 2 vorgesehenen Diagnosemethoden
              einer Untersuchung auf eine Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-
              Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) unterzogen, die in den
              letzten 30 Tagen vor dem Abgang durchgeführt wurde und deren Befund
              negativ war;
   c)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
        Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei gehaltenen Landtieren
        gemeldet wurden;
   d)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
        Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   e)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
        Abgang keine Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24)
        gemeldet wurden.
                                       ABSCHNITT 2
                                    SCHAFE UND ZIEGEN
                                         Artikel 15
       Anforderungen an Verbringungen von gehaltenen Schafen und Ziegen in andere
                                       Mitgliedstaaten
   (1)  Unternehmer verbringen gehaltene Schafe und Ziegen nur dann in einen anderen
        Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
        a)    Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
              Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
              dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
              gehaltenen Schafen oder Ziegen, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus
              aufweisen           oder      aus        tierseuchenrechtlichen       Gründen
              Verbringungsbeschränkungen unterliegen, oder mit gehaltenen Tieren aus
DE                                           31                                               DE
 ---pagebreak---       einem Betrieb, der nicht die Anforderungen gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in
      Berührung gekommen;
   b) jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
      Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
      Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
      genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
      weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
      Berührung kommen;
   c) außer wenn sie gemäß Artikel 16 verbracht werden, kommen sie aus einem
      Betrieb, der ohne Impfung der Schafe und Ziegen frei von Infektionen mit
      Brucella abortus, B. melitensis und B. suis ist, und
      es ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
      i)     der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
             desselben mit dem Status „frei von Brucella abortus, B. melitensis und B.
             suis“ für die Schafs- und Ziegenpopulation;
      oder
      ii)    die Tiere wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 1 vorgesehenen
             Diagnosemethoden einer Untersuchung auf eine Infektion mit Brucella
             abortus, B. melitensis und B. suis unterzogen, die anhand einer in den
             letzten 30 Tagen vor dem Abgang bzw. im Falle von Muttertieren nach
             einer Geburt mindestens 30 Tage post partum entnommenen Probe
             durchgeführt wurde und deren Befund negativ war;
      oder
      iii)   die Tiere sind jünger als sechs Monate;
      oder
      iv)    die Tiere sind kastriert;
   d) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei gehaltenen Landtieren
      gemeldet wurden;
   e) die Tiere kommen aus einem Betrieb in einem Gebiet im Umkreis von
      mindestens 150 km um diesen Betrieb, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem
      Abgang keine Infektionen mit dem Virus der epizootischen Hämorrhagie bei
      gehaltenen Tieren von für diese Seuche gelisteten Arten gemeldet wurden;
   f) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   g) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde, und
      sollten sie aus einem Betrieb kommen, bei dem in den letzten 2 Jahren vor dem
      Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde(n),
      galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange
      Verbringungsbeschränkungen, bis:
      i)     die infizierten Tiere aus dem Betrieb entfernt wurden;
      und
DE                                      32                                             DE
 ---pagebreak---              ii)    die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
                    Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einem Test auf Surra
                    (Trypanosoma evansi) unterzogen, der anhand von Proben, die
                    mindestens sechs Monate nach der Entfernung der infizierten Tiere aus
                    dem Betrieb entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt
                    wurde;
       h)    außer wenn die Tiere gemäß Artikel 17 verbracht werden, erfüllen sie
             mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
             Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
             Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
             Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
             Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
             Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
       i)    die in den Artikeln 32 und 33 aufgeführten Bedingungen sind, soweit
             zutreffend, erfüllt.
   (2) Unternehmer verbringen gehaltene Schafe nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
       wenn die Tiere den Anforderungen des Absatzes 1 entsprechen und aus einem
       Betrieb kommen, bei dem in den letzten 42 Tagen vor dem Abgang keine
       Infektionen mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae
       und M. tuberculosis) gemeldet wurden.
   (3) Unternehmer verbringen gehaltene Ziegen nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
       wenn die Tiere den Anforderungen des Absatzes 1 entsprechen und aus einem
       Betrieb kommen, in dem bei den im Betrieb gehaltenen Ziegen zumindest während
       der letzten 12 Monate vor dem Abgang Überwachungsmaßnahmen gemäß Anhang II
       Teil 1 Nummern 1 und 2 in Bezug auf Infektionen mit dem Mycobacterium-
       tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) durchgeführt
       wurden, und während dieses Zeitraums
       i)    nur Ziegen aus Betrieben, die die in diesem Absatz vorgesehenen Maßnahmen
             durchführen, in den in Absatz 1 Buchstabe a genannten Betrieb eingestallt
             wurden;
       ii)   – falls für in dem Betrieb gehaltene Ziegen Infektionen mit dem
             Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
             tuberculosis) gemeldet wurden – Maßnahmen gemäß Anhang II Teil 1
             Nummer 3 ergriffen wurden.
   (4) Unternehmer verbringen gehaltene unkastrierte Schafböcke nur dann in einen
       anderen Mitgliedstaat, wenn die Tiere den Anforderungen der Absätze 1 und 2
       entsprechen und folgende Anforderungen erfüllt sind:
       a)    Die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 12 Monaten vor
             dem Abgang kein Fall von infektiöser Epididymitis (Brucella ovis) gemeldet
             wurde;
       b)    die Tiere wurden einer serologischen Untersuchung auf die infektiöse
             Epididymitis (Brucella ovis) unterzogen, die anhand einer Probe, die in den
             letzten 30 Tagen vor dem Abgang entnommen wurde, durchgeführt wurde und
             deren Befund negativ war.
DE                                         33                                             DE
 ---pagebreak---    (5)     Die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
           gehaltene Schafe und Ziegen im Sinne des Artikels 18.
                                               Artikel 16
        Ausnahmeregelung für Verbringungen von gehaltenen Schafen und Ziegen in andere
     Mitgliedstaaten oder in Zonen derselben ohne den Status „frei von Infektionen mit Brucella
                                  abortus, B. melitensis und B. suis“
   Abweichend von den in Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe c festgelegten Anforderungen dürfen
   Unternehmer gehaltene Schafe und Ziegen in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
   desselben ohne den Status „frei von Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B.
   suis“ für Schafe und Ziegen verbringen, wenn die Tiere aus einem Betrieb kommen, der mit
   Impfung der Schafe und Ziegen frei von Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und
   B. suis ist.
                                               Artikel 17
    Ausnahmen für Verbringungen von gehaltenen Schafen und Ziegen in andere Mitgliedstaaten
      oder in Zonen derselben hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                                           (Serotypen 1–24)
   Abweichend von Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe h kann die zuständige Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Schafe und Ziegen, die mindestens eine
   der Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
   [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
   Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
   Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
   Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] nicht erfüllen, in
   einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben genehmigen,
   a)        der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
             Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
             Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass
             derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43 Absatz 2 der
             [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
             Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
             Vorschriften betreffend Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und den Status
             „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
             C(2019)4056] genehmigt sind;
   b)        der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
             Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
             (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und
             die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige
             Verbringungen genehmigt sind. Wenn der Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen
             für die Genehmigung einer derartigen Verbringung stellt, muss es sich dabei um
             Bedingungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der
             [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
             Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
             Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
DE                                                 34                                           DE
 ---pagebreak---            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
           C(2019)4056] handeln.
                                             Artikel 18
    Ausnahmeregelung für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten gehaltenen Schafen
                                und Ziegen in andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von den in Artikel 15 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer zur
   Schlachtung bestimmte gehaltene Schafe und Ziegen in einen anderen Mitgliedstaat
   verbringen, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)      Die Tiere sind entweder gemäß Artikel 45 der Delegierten Verordnung (EU)
           2019/2035 der Kommission einzeln gekennzeichnet oder sie haben sich vor dem
           Abgang mindestens 21 Tage lang bzw. – bei Tieren im Alter von weniger als
           21 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in dem Betrieb aufgehalten.
   b)      die Tiere sind durch Folgendes gekennzeichnet:
           entweder
           i)    kommen sie aus einem Betrieb, der mit oder ohne Impfung der Schafe und
                 Ziegen frei von Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis ist;
           oder
           ii)   sie sind älter als sechs Monate und wurden mithilfe einer der in Anhang I
                 Teil 1 vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung auf eine Infektion
                 mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis unterzogen, die anhand einer in
                 den letzten 30 Tagen vor dem Abgang bzw. im Falle von Muttertieren nach
                 einer Geburt mindestens 30 Tage post partum entnommenen Probe
                 durchgeführt wurde und deren Befund negativ war;
           oder
           iii)  sie sind kastriert;
   c)      die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
           Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei gehaltenen Landtieren
           gemeldet wurden;
   d)      die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
           Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   e)      die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
           Abgang keine Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24)
           gemeldet wurden.
                                          ABSCHNITT 3
                                            SCHWEINE
                                             Artikel 19
          Anforderungen an Verbringungen gehaltener Rinder in andere Mitgliedstaaten
   (1)     Unternehmer verbringen gehaltene Schweine nur dann in einen anderen
           Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
           a)    Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
                 Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
DE                                               35                                               DE
 ---pagebreak---       dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
      gehaltenen Schweinen, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen oder
      aus tierseuchenrechtlichen Gründen Verbringungsbeschränkungen unterliegen,
      oder mit gehaltenen Tieren aus einem Betrieb, der nicht die Anforderungen
      gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in Berührung gekommen;
   b) jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
      Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
      Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
      genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
      weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
      Berührung kommen;
   c) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang bei gehaltenen Landtieren keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus
      gemeldet wurden;
   d) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
      Abgang keine Infektionen mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit
      gemeldet wurden;
   e) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   f) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 42 Tagen vor dem
      Abgang keine Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis bei
      Schweinen gemeldet wurden und bei dem in den letzten zwölf Monaten vor
      ihrem Abgang
      entweder
      i)    Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren und zur
            Risikominderung, einschließlich hinsichtlich Haltungsbedingungen und
            Fütterungssystemen, durchgeführt wurden, um erforderlichenfalls die
            Übertragung einer Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B.
            suis von wild lebenden Tieren von für diese Seuche gelisteten Arten auf
            die in dem Betrieb gehaltenen Schweine zu verhindern, und nur
            Schweine aus Betrieben mit gleichwertigen Maßnahmen zum Schutz vor
            biologischen Gefahren und zur Risikominderung eingestallt wurden;
      oder
      ii)   bei den im Betrieb gehaltenen Schweinen zumindest in den letzten zwölf
            Monaten vor dem Abgang Überwachungsmaßnahmen gemäß Anhang III
            Nummern 1 und 2 in Bezug auf Infektionen mit Brucella abortus, B.
            melitensis und B. suis durchgeführt wurden und während dieses
            Zeitraums
            –     nur Schweine aus Betrieben, die die in Ziffer i oder in dieser Ziffer
                  vorgesehenen Maßnahmen durchführen, in den unter Buchstabe a
                  genannten Betrieb eingestallt wurden;
            –     – falls bei in dem Betrieb gehaltenen Schweinen eine Infektion mit
                  Brucella abortus, B. melitensis und B. suis gemeldet wurde –
                  Maßnahmen gemäß Anhang III Nummer 3 ergriffen wurden.
DE                                    36                                                DE
 ---pagebreak---    (2)      Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
            gehaltene Schweine im Sinne des Artikels 21.
                                              Artikel 20
   Ergänzende Anforderungen an Verbringungen gehaltener Schweine in andere Mitgliedstaaten
   oder in Zonen derselben mit dem Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus
       der Aujeszkyschen Krankheit oder mit einem genehmigten Tilgungsprogramm hierfür
   (1)      Unternehmer verbringen gehaltene Schweine nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
            oder in eine Zone desselben mit dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus der
            Aujeszkyschen Krankheit“, wenn sie den Anforderungen des Artikels 19
            entsprechen, nicht gegen Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit
            geimpft sind und sofern die unter Buchstabe a oder Buchstabe b aufgeführten
            Anforderungen erfüllt sind:
            a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von Infektionen mit dem
                  Virus der Aujeszkyschen Krankheit ist,
                  ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
                  i)     der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                         desselben mit dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus der
                         Aujeszkyschen Krankheit“;
                  oder
                  ii)    die Tiere wurden mithilfe der in Anhang I Teil 7 vorgesehenen
                         Diagnosemethode einer serologischen Untersuchung zum Nachweis von
                         Antikörpern gegen das Vollvirus der Aujeszkyschen Krankheit
                         unterzogen, die anhand einer Probe, die in den letzten 15 Tagen vor
                         ihrem Abgang entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren Befund
                         negativ war. Bei unter vier Monate alten Schweinen, die von mit einem
                         Markerimpfstoff (negativer gE-Marker) geimpften Muttertieren geboren
                         wurden, kann zum Nachweis von Antikörpern gegen das gE-Protein des
                         Virus der Aujeszkyschen Krankheit die in Anhang I Teil 7 vorgesehene
                         Diagnosemethode verwendet werden. Die Zahl der untersuchten
                         Schweine muss zumindest den Nachweis einer Seroprävalenz von 10 %
                         der Sendung mit einem Konfidenzniveau von 95 % ermöglichen;
            b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von Infektionen mit
                  dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit ist, sind folgende Anforderungen
                  erfüllt:
                  i)     die Tiere wurden über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen in einem
                         zugelassenen Quarantänebetrieb gehalten;
                  und
                  ii)    die Tiere wurden mithilfe der in Anhang I Teil 7 vorgesehenen
                         Diagnosemethode einer serologischen Untersuchung zum Nachweis von
                         Antikörpern gegen das komplette Virus der Aujeszkyschen Krankheit
                         unterzogen, die anhand zweier Proben, die im Abstand von mindestens
                         30 Tagen entnommen wurden, durchgeführt wurde und deren Befund
                         negativ war, wobei die letzte Probenahme in den letzten 15 Tagen vor
                         dem Abgang erfolgte.
DE                                                37                                           DE
 ---pagebreak---    (2) Unternehmer verbringen gehaltene Schweine nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
       oder in eine Zone desselben mit einem genehmigten Tilgungsprogramm für das
       Virus der Aujeszkyschen Krankheit, wenn sie den Anforderungen des Artikels 19
       entsprechen und entweder die unter Buchstabe a oder Buchstabe b aufgeführten
       Anforderungen erfüllt sind:
       a)    Falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der frei von Infektionen mit dem
             Virus der Aujeszkyschen Krankheit ist,
             ist entweder folgende Anforderung erfüllt:
             i)     der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus der
                    Aujeszkyschen Krankheit“;
             oder
             ii)    der Betrieb befindet sich in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone
                    desselben mit einem genehmigten Tilgungsprogramm für Infektionen mit
                    dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit;
             oder
             iii)   gegebenenfalls wurden die Tiere mithilfe einer der in Anhang I Teil 7
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis von Antikörpern gegen das Vollvirus der Aujeszkyschen
                    Krankheit oder von Antikörpern gegen das gE-Protein des Virus der
                    Aujeszkyschen Krankheit unterzogen, die anhand einer Probe, die in den
                    letzten 15 Tagen vor ihrem Abgang entnommen wurde, durchgeführt
                    wurde und deren Befund negativ war. Die Zahl der untersuchten
                    Schweine muss zumindest den Nachweis einer Seroprävalenz von 10 %
                    der Sendung mit einem Konfidenzniveau von 95 % ermöglichen;
       b)    falls die Tiere aus einem Betrieb kommen, der nicht frei von Infektionen mit
             dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit ist, sind folgende Anforderungen
             erfüllt:
             i)     sie wurden über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen in einem
                    zugelassenen Quarantänebetrieb gehalten;
             und
             ii)    sie wurden gegebenenfalls mithilfe einer der in Anhang I Teil 7
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis von Antikörpern gegen das Vollvirus der Aujeszkyschen
                    Krankheit oder von Antikörpern gegen das gE-Protein des Virus der
                    Aujeszkyschen Krankheit unterzogen, die anhand zweier Proben, die im
                    Abstand von mindestens 30 Tagen entnommen wurden, durchgeführt
                    wurde und deren Befund negativ war, wobei die letzte Probenahme in
                    den letzten 15 Tagen vor dem Abgang erfolgte.
   (3) Die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
       gehaltene Schweine im Sinne des Artikels 21.
DE                                           38                                            DE
 ---pagebreak---                                             Artikel 21
       Ausnahmeregelung für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten gehaltenen
                              Schweinen in andere Mitgliedstaaten
   (1)   Abweichend von den in Artikel 19 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer
         zur Schlachtung bestimmte gehaltene Schweine in einen anderen Mitgliedstaat
         verbringen, wenn diese Tiere aus einem Betrieb kommen,
         a)    in dem bei gehaltenen Landtieren in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang
               keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus gemeldet wurden;
         b)    in dem in den letzten 15 Tagen vor dem Abgang kein Fall von Milzbrand bei
               Huftieren gemeldet wurde.
   (2)   Abweichend von den in Artikel 20 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer
         zur Schlachtung bestimmte gehaltene Schweine in einen anderen Mitgliedstaat oder
         in eine Zone desselben verbringen, der/die den Status „frei von Infektionen mit dem
         Virus der Aujeszkyschen Krankheit“ hat oder über ein genehmigtes
         Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit
         verfügt, wenn sie den Anforderungen in Absatz 1 entsprechen und folgende
         Anforderungen erfüllt sind:
         a)    Die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
               Abgang keine Infektionen mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit
               gemeldet wurden;
         b)    die Tiere werden auf direktem Weg zum Schlachthof im
               Bestimmungsmitgliedstaat transportiert, ohne in diesem Mitgliedstaat oder in
               einer Zone desselben oder in einem Durchfuhrmitgliedstaat oder in einer Zone
               desselben, der/die den Status „frei von Infektionen mit dem Virus der
               Aujeszkyschen Krankheit“ hat, aufgetrieben zu werden.
                                         ABSCHNITT 4
                                            EQUIDEN
                                            Artikel 22
           Anforderungen an Verbringungen von Equiden in andere Mitgliedstaaten
   (1)   Unternehmer verbringen Equiden nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn
         folgende Anforderungen erfüllt sind:
         a)    Die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
               Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde, oder
               sollten sie aus einem Betrieb kommen, bei dem in den letzten 2 Jahren vor dem
               Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde(n),
               galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange
               Verbringungsbeschränkungen, bis:
               i)    die infizierten Tiere aus dem Betrieb ausgestallt wurden;
               und
               ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
                     Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung auf Surra
                     (Trypanosoma evansi) unterzogen wurden, die anhand von Proben, die
                     mindestens sechs Monate nach der Ausstallung des letzten infizierten
DE                                              39                                           DE
 ---pagebreak---             Tiers aus dem Betrieb entnommen wurden, mit Negativbefund
            durchgeführt wurde;
   b) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 6 Monaten vor dem
      Abgang kein Fall von Beschälseuche gemeldet wurde, oder sollten sie aus
      einem Betrieb kommen, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem Abgang ein
      Fall/Fälle von Beschälseuche gemeldet wurde(n), galten für den betroffenen
      Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange Verbringungsbeschränkungen, bis:
      i)    die infizierten Tiere getötet und vernichtet oder geschlachtet wurden oder
            alle infizierten männlichen Equiden kastriert wurden;
      und
      ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Equiden mit Ausnahme der in Ziffer i
            genannten kastrierten Equiden mithilfe der in Anhang I Teil 8
            vorgesehenen Diagnosemethode einer Untersuchung auf Beschälseuche
            unterzogen wurden, die anhand von Proben, die mindestens sechs
            Monate nach Abschluss der in Ziffer i beschriebenen Maßnahmen
            entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt wurde;
   c) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 90 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von ansteckender Blutarmut der Einhufer gemeldet wurde,
      oder sollten sie aus einem Betrieb kommen, in dem in den letzten zwölf
      Monaten vor dem Abgang ein Fall/Fälle von ansteckender Blutarmut der
      Einhufer gemeldet wurde(n), galten für den betroffenen Betrieb nach dem
      letzten Ausbruch so lange Verbringungsbeschränkungen, bis:
      i)    die infizierten Tiere getötet und vernichtet oder geschlachtet wurden und
            der Betrieb gereinigt und desinfiziert wurde;
      und
      ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe der in Anhang I Teil 9
            vorgesehenen Diagnosemethode einer Untersuchung auf die ansteckende
            Blutarmut der Einhufer unterzogen wurden, die anhand von zwei Proben,
            die im Abstand von mindestens drei Monaten nach Abschluss der in
            Ziffer i beschriebenen Maßnahmen entnommen wurden, mit
            Negativbefund durchgeführt wurde;
   d) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 6 Monaten vor dem
      Abgang kein Fall von Venezolanischer Pferdeenzephalomyelitis gemeldet
      wurde, oder sollten sie aus einem Betrieb kommen, der sich in einem
      Mitgliedstaat oder in einer Zone desselben befindet, in dem/der in den letzten
      2 Jahren ein Fall/Fälle von Venezolanischer Pferdeenzephalomyelitis gemeldet
      wurde(n), erfüllen sie die Bedingungen gemäß Ziffer i und entweder die
      Bedingungen gemäß Ziffer ii oder gemäß Ziffer iii:
      i)    über einen Zeitraum von mindestens 21 Tagen vor dem Abgang sind sie
            klinisch gesund geblieben, und die unter Ziffer ii oder Ziffer iii
            genannten Tiere, bei denen ein Anstieg der täglich gemessenen
            Körpertemperatur oberhalb des physiologischen Normalbereichs ermittelt
            wurde, wurden mithilfe der in Anhang I Teil 10 Nummer 1 Buchstabe a
            vorgesehenen Diagnosemethode einer Untersuchung zum Nachweis der
            Venezolanischen        Pferdeenzephalomyelitis      mit     Negativbefund
            unterzogen;
DE                                     40                                              DE
 ---pagebreak---             und
            ii)   die Tiere wurden über einen Zeitraum von mindestens 21 Tagen in
                  Quarantäne gehalten, bei der sie vor Angriffen durch Vektorinsekten
                  geschützt waren, und
                  entweder
                  –     mindestens 60 Tage und höchstens zwölf Monate vor dem
                        Versanddatum mit einer vollständigen Erstimpfung und einer
                        Auffrischungsimpfung gemäß den Herstellerangaben gegen die
                        Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis geimpft;
                  oder
                  –     mithilfe der in Anhang I Teil 10 Nummer 1 Buchstabe b
                        vorgesehenen Diagnosemethode einer Untersuchung auf die
                        Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis unterzogen, die anhand
                        einer Probe, die mindestens 14 Tage nach der Einstallung in
                        Quarantäne entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren
                        Befund negativ war;
            iii)  die Tiere wurden
                  –     mithilfe der in Anhang I Teil 10 Nummer 1 Buchstabe b
                        vorgesehenen Diagnosemethode einer Untersuchung auf die
                        Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis unterzogen, die anhand
                        von zwei gepaarten Proben, die im Abstand von 21 Tagen
                        entnommen wurden, ohne Antikörpertiteranstieg durchgeführt
                        wurde, wobei die zweite Probenahme in den letzten 10 Tagen vor
                        dem Abgangsdatum erfolgte;
                  und
                  –     mithilfe der in Anhang I Teil 10 Nummer 2 vorgesehenen
                        Diagnosemethode einer Untersuchung zum Nachweis des Virus-
                        Genoms der Venezolanischen Pferdeenzephalomyelitis unterzogen,
                        die anhand einer Probe, die innerhalb von 48 Stunden vor dem
                        Abgang entnommen wurde, durchgeführt wurde und deren Befund
                        negativ war, wobei die Tiere im Zeitraum von der Probenahme bis
                        zum Abgang vor Angriffen durch Vektorinsekten geschützt waren;
       e)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
            Abgang bei gehaltenen Landtieren keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus
            gemeldet wurden;
       f)   die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
            Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
       g)   die Tiere sind nicht mit gehaltenen Tieren von Arten in Berührung gekommen,
            die für die unter den Buchstaben a bis f genannten Seuchen gelistet sind und
            die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang nicht die unter den Buchstaben a
            bis e aufgeführten Anforderungen und in den letzten 15 Tagen vor dem
            Abgang nicht die unter Buchstabe f aufgeführte Anforderung erfüllt haben.
   (2) Abweichend von Absatz 1 Buchstaben a, b und c gelten die in Absatz 1
       Buchstaben a, b und c genannten Verbringungsbeschränkungen für einen Zeitraum
       von mindestens 30 Tagen, nachdem das letzte in dem Betrieb befindliche Tier einer
DE                                          41                                           DE
 ---pagebreak---           der Arten, die für die jeweilige in Absatz 1 Buchstaben a, b und c genannte Seuche
          gelistet sind, entweder getötet und vernichtet oder geschlachtet wurde und die
          Räumlichkeiten gereinigt und desinfiziert wurden.
   (3)    Auf Verlangen der zuständigen Behörde gibt der Unternehmer, der die in Artikel 76
          genannte Veterinärbescheinigung beantragt, die Adressdaten derjenigen
          Equidenbetriebe an, in denen die zu verbringenden Equiden in den letzten 30 Tagen
          vor der geplanten Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat gehalten wurden.
                                         ABSCHNITT 5
                                          CAMELIDAE
                                            Artikel 23
       Anforderungen an Verbringungen gehaltener Camelidae in andere Mitgliedstaaten
   (1)    Unternehmer verbringen gehaltene Camelidae nur dann in einen anderen
          Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
          a)    Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
                Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
                dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
                gehaltenen Camelidae, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen oder
                aus tierseuchenrechtlichen Gründen Verbringungsbeschränkungen unterliegen,
                oder mit gehaltenen Tieren aus einem Betrieb, der nicht die Anforderungen
                gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in Berührung gekommen;
          b)    jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
                Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
                Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
                genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
                weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
                Berührung kommen;
          c)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
                Abgang bei gehaltenen Landtieren keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus
                gemeldet wurden;
          d)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 42 Tagen vor dem
                Abgang bei Camelidae keine Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und
                B. suis gemeldet wurden, und sie wurden mithilfe einer der in Anhang I Teil 1
                vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung auf eine Infektion mit
                Brucella abortus, B. melitensis und B. suis unterzogen, die anhand einer in den
                letzten 30 Tagen vor dem Abgang bzw. im Falle von Muttertieren nach einer
                Geburt mindestens 30 Tage post partum entnommenen Probe durchgeführt
                wurde und deren Befund negativ war;
          e)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem bei den Camelidae zumindest in
                den letzten 12 Monaten vor dem Abgang Überwachungsmaßnahmen gemäß
                Anhang II Teil 2 Nummern 1 und 2 in Bezug auf Infektionen mit dem
                Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                tuberculosis) durchgeführt wurden und während dieses Zeitraums
                i)    nur Camelidae aus Betrieben, die die in diesem Absatz vorgesehenen
                      Maßnahmen durchführen, in den unter Buchstabe a genannten Betrieb
                      eingestallt wurden;
DE                                              42                                              DE
 ---pagebreak---                  ii)   – falls für in dem Betrieb gehaltene Camelidae Infektionen mit dem
                       Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                       tuberculosis) gemeldet wurden – Maßnahmen gemäß Anhang II Teil 2
                       Nummer 3 ergriffen wurden;
           f)    für den Fall, dass die Tiere in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben
                 mit dem Status „seuchenfrei“ in Bezug auf die infektiöse bovine
                 Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis bei Rindern oder mit einem
                 genehmigten Tilgungsprogramm hierfür verbracht werden, kommen sie aus
                 einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang kein Fall der
                 infektiösen bovinen Rhinotracheitis/infektiösen pustulösen Vulvovaginitis bei
                 Camelidae gemeldet wurde;
           g)    die Tiere kommen aus einem Betrieb in einem Gebiet im Umkreis von
                 mindestens 150 km um diesen Betrieb, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem
                 Abgang in keinem Betrieb eine Infektion mit dem Virus der epizootischen
                 Hämorrhagie gemeldet wurde;
           h)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
                 Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
           i)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
                 Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde, und
                 sollten sie aus einem Betrieb kommen, bei dem in den letzten 2 Jahren vor dem
                 Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde(n),
                 galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange
                 Verbringungsbeschränkungen, bis:
                 i)    die infizierten Tiere aus dem Betrieb entfernt wurden;
                 und
                 ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
                       Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einem Test auf Surra
                       (Trypanosoma evansi) unterzogen, der anhand von Proben, die
                       mindestens sechs Monate nach der Entfernung der infizierten Tiere aus
                       dem Betrieb entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt
                       wurde;
           j)    außer wenn die Tiere gemäß Artikel 24 verbracht werden, erfüllen sie
                 mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
                 Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
                 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
                 Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
                 Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
                 Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
                 bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
           k)    die in den Artikeln 32 und 33 aufgeführten Bedingungen sind, soweit
                 zutreffend, erfüllt.
   (2)     Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
           gehaltene Camelidae im Sinne des Artikels 25.
                                              Artikel 24
       Ausnahmen für Verbringungen gehaltener Camelidae in andere Mitgliedstaaten oder in
DE                                                43                                             DE
 ---pagebreak---           Zonen derselben hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                                          (Serotypen 1–24)
   Abweichend von Artikel 23 Absatz 1 Buchstabe j kann die zuständige Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Camelidae, die mindestens eine der
   Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
   [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
   Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
   Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
   Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] nicht erfüllen, in
   einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben genehmigen,
   a)       der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
            Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass
            derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43 Absatz 2 der
            [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
            Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
            Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] genehmigt sind;
   b)       der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
            (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und
            die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige
            Verbringungen genehmigt sind. Wenn der Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen
            für die Genehmigung einer derartigen Verbringung stellt, muss es sich dabei um
            Bedingungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der
            [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
            Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
            Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] handeln.
                                              Artikel 25
      Ausnahme für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten gehaltenen Camelidae in
                                      andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von den in Artikel 23 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer zur
   Schlachtung bestimmte gehaltene Camelidae in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
   desselben verbringen, wenn diese Tiere aus einem Betrieb kommen,
   a)       in dem bei gehaltenen Landtieren in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine
            Infektionen mit dem Tollwut-Virus gemeldet wurden;
   b)       in dem in den letzten 15 Tagen vor dem Abgang kein Fall von Milzbrand bei
            Huftieren gemeldet wurde.
   c)       in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemeldet wurden.
DE                                                44                                           DE
 ---pagebreak---                                         ABSCHNITT 6
                                          CERVIDAE
                                           Artikel 26
       Anforderungen an die Verbringung gehaltener Cervidae in andere Mitgliedstaaten
   (1)   Unternehmer verbringen gehaltene Cervidae nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
         wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
         a)    Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
               Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
               dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
               gehaltenen Cervidae, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen oder
               aus tierseuchenrechtlichen Gründen Verbringungsbeschränkungen unterliegen,
               oder mit gehaltenen Tieren aus einem Betrieb, der nicht die Anforderungen
               gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in Berührung gekommen;
         b)    jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
               Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
               Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
               genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
               weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
               Berührung kommen;
         c)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem während der letzten 30 Tage vor
               dem Abgang bei gehaltenen Landtieren keine Infektionen mit dem Tollwut-
               Virus gemeldet wurden;
         d)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 42 Tagen vor dem
               Abgang keine Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis
               gemeldet wurden;
         e)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem bei den Camelidae zumindest in
               den letzten 12 Monaten vor dem Abgang Überwachungsmaßnahmen gemäß
               Anhang II Teil 3 Nummern 1 und 2 in Bezug auf Infektionen mit dem
               Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
               tuberculosis) durchgeführt wurden und während dieses Zeitraums
               i)    nur Cervidae aus Betrieben, die die in diesem Absatz vorgesehenen
                     Maßnahmen durchführen, in den unter Buchstabe a genannten Betrieb
                     eingestallt wurden;
               ii)   – falls für in dem Betrieb gehaltene Cervidae Infektionen mit dem
                     Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                     tuberculosis) gemeldet wurden – Maßnahmen gemäß Anhang II Teil 3
                     Nummer 3 ergriffen wurden;
         f)    für den Fall, dass die Tiere in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben
               mit dem Status „seuchenfrei“ in Bezug auf die infektiöse bovine
               Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis bei Rindern oder mit einem
               genehmigten Tilgungsprogramm hierfür verbracht werden, kommen sie aus
               einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang kein Fall der
               infektiösen bovinen Rhinotracheitis/infektiösen pustulösen Vulvovaginitis bei
               Cervidae gemeldet wurde;
DE                                             45                                              DE
 ---pagebreak---             g)    die Tiere kommen aus einem Betrieb in einem Gebiet im Umkreis von
                  mindestens 150 km um diesen Betrieb, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem
                  Abgang in keinem Betrieb eine Infektion mit dem Virus der epizootischen
                  Hämorrhagie gemeldet wurde;
            h)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
                  Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
            i)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
                  Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde, und
                  sollten sie aus einem Betrieb kommen, bei dem in den letzten 2 Jahren vor dem
                  Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet wurde(n),
                  galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten Ausbruch so lange
                  Verbringungsbeschränkungen, bis:
                  i)    die infizierten Tiere aus dem Betrieb entfernt wurden;
                  und
                  ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
                        Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einem Test auf Surra
                        (Trypanosoma evansi) unterzogen, der anhand von Proben, die
                        mindestens sechs Monate nach der Entfernung der infizierten Tiere aus
                        dem Betrieb entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt
                        wurde;
            j)    außer wenn sie gemäß Artikel 27 verbracht werden, entsprechen sie mindestens
                  einer der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
                  Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
                  Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
                  Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
                  Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
                  Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
                  bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
            k)    die in den Artikeln 32 und 33 aufgeführten Bedingungen sind, soweit
                  zutreffend, erfüllt.
   (2)      Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
            gehaltene Cervidae im Sinne des Artikels 28.
                                               Artikel 27
    Ausnahmen für Verbringungen gehaltener Cervidae in andere Mitgliedstaaten oder in Zonen
    derselben hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24)
   Abweichend von Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe j kann die zuständige Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung gehaltener Cervidae, die nicht die Anforderungen
   gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung
   (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
   Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung,
   Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu
   auftretende Seuchen – C(2019)4056] erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine
   Zone desselben genehmigen,
   a)       der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
DE                                                 46                                           DE
 ---pagebreak---            Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
           Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass
           derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43 Absatz 2 der
           [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
           Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
           Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
           „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
           C(2019)4056] genehmigt sind;
   b)      der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
           Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
           (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und
           die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige
           Verbringungen genehmigt sind. Wenn der Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen
           für die Genehmigung einer derartigen Verbringung stellt, muss es sich dabei um
           Bedingungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der
           [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
           Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
           Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
           „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
           C(2019)4056] handeln.
                                            Artikel 28
    Ausnahmeregelung für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten gehaltenen Cervidae
                                    in andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von den in Artikel 26 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer zur
   Schlachtung bestimmte gehaltene Cervidae in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
   desselben verbringen, wenn diese Tiere aus einem Betrieb kommen,
   a)      in dem bei gehaltenen Landtieren in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine
           Infektionen mit dem Tollwut-Virus gemeldet wurden;
   b)      in dem in den letzten 15 Tagen vor dem Abgang kein Fall von Milzbrand bei
           Huftieren gemeldet wurde;
   c)      in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Virus der
           Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemeldet wurden.
                                         ABSCHNITT 7
                                     SONSTIGE HUFTIERE
                                            Artikel 29
    Anforderungen an die Verbringung sonstiger gehaltener Huftiere in andere Mitgliedstaaten
   (1)     Unternehmer verbringen sonstige gehaltene Huftiere nur dann in einen anderen
           Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
           a)    Die Tiere haben sich vor dem Abgang mindestens 30 Tage lang bzw. – bei
                 Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit ihrer Geburt kontinuierlich in
                 dem Betrieb aufgehalten und sind während dieses Zeitraums nicht mit
                 sonstigen gehaltenen Huftieren, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus
                 aufweisen         oder       aus        tierseuchenrechtlichen      Gründen
                 Verbringungsbeschränkungen unterliegen, oder mit gehaltenen Tieren aus
DE                                              47                                              DE
 ---pagebreak---       einem Betrieb, der nicht die Anforderungen gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in
      Berührung gekommen;
   b) jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der unter
      Buchstabe a genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die
      Union verbracht und in den Betrieb eingestallt werden, in dem sich die
      genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
      weder direkt noch indirekt mit irgendeinem anderen Tier in diesem Betrieb in
      Berührung kommen;
   c) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem Tollwut-
      Virus gelisteten Arten – die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den
      letzten 30 Tagen vor dem Abgang bei gehaltenen Landtieren keine Infektionen
      mit dem Tollwut-Virus gemeldet wurden;
   d) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit Brucella
      abortus, B. melitensis und B. suis gelisteten Arten – sie kommen aus einem
      Betrieb, in dem in den letzten 42 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit
      Brucella abortus, B. melitensis und B. suis bei gehaltenen Tieren von für diese
      Seuche gelisteten Arten gemeldet wurden;
   e) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem
      Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
      tuberculosis) gelisteten Arten – sie kommen aus einem Betrieb, in dem in den
      letzten 42 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Mycobacterium-
      tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) bei
      gehaltenen Tieren von für diese Seuche gelisteten Arten gemeldet wurden;
   f) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem Virus
      der epizootischen Hämorrhagie gelisteten Arten – die Tiere kommen aus einem
      Betrieb in einem Gebiet im Umkreis von mindestens 150 km um diesen
      Betrieb, in dem in den letzten 2 Jahren vor dem Abgang in keinem Betrieb eine
      Infektion mit dem Virus der epizootischen Hämorrhagie gemeldet wurde;
   g) die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 15 Tagen vor dem
      Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   h) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für Surra (Trypanosoma evansi)
      gelisteten Arten – sie kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten
      30 Tagen vor dem Abgang kein Fall von Surra (Trypanosoma evansi) gemeldet
      wurde, und sollten sie aus einem Betrieb kommen, in dem in den letzten
      2 Jahren vor dem Abgang ein Fall/Fälle von Surra (Trypanosoma evansi)
      gemeldet wurde(n), galten für den betroffenen Betrieb nach dem letzten
      Ausbruch so lange Verbringungsbeschränkungen, bis:
      i)    die infizierten Tiere aus dem Betrieb entfernt wurden;
      und
      ii)   die in dem Betrieb verbliebenen Tiere mithilfe einer der in Anhang I
            Teil 3 vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung auf Surra
            (Trypanosoma evansi) unterzogen wurden, die an Proben, die mindestens
            6 Monate nach der Entfernung der infizierten Tiere aus dem Betrieb
            entnommen wurden, mit Negativbefund durchgeführt wurde;
   i) – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem Virus
      der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten – sie erfüllen
DE                                     48                                             DE
 ---pagebreak---                   mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
                  Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
                  Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
                  Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
                  Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
                  Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ für
                  bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056]; dieser
                  Buchstabe gilt nicht für in Artikel 30 genannte sonstige gehaltene Huftiere;
            j)    die in den Artikeln 32 und 33 aufgeführten Bedingungen sind, soweit
                  zutreffend, erfüllt.
   (2)      Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für zur Schlachtung bestimmte
            sonstige gehaltene Huftiere gemäß Artikel 31.
                                               Artikel 30
   Ausnahme für Verbringungen sonstiger gehaltener Huftiere in andere Mitgliedstaaten oder in
          Zonen derselben hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                                           (Serotypen 1–24)
   Abweichend von Artikel 29 Absatz 1 Buchstabe i kann die zuständige Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion
   mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten, die mindestens
   eine der Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der
   [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
   Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
   Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
   Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] nicht erfüllen, in
   einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben genehmigen,
   a)       der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
            Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass
            derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43 Absatz 2 der
            [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
            Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
            Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] genehmigt sind;
   b)       der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
            (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die Kommission und
            die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige
            Verbringungen genehmigt sind. Wenn der Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen
            für die Genehmigung einer derartigen Verbringung stellt, muss es sich dabei um
            Bedingungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der
            [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der
            Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich
            Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] handeln.
DE                                                 49                                          DE
 ---pagebreak---                                                Artikel 31
    Ausnahmeregelung für Verbringungen von zur Schlachtung bestimmten sonstigen gehaltenen
                                  Huftieren in andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von den in Artikel 29 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer zur
   Schlachtung bestimmte sonstige gehaltene Huftiere in einen anderen Mitgliedstaat oder in
   eine Zone desselben verbringen,
   a)        wenn diese Tiere aus einem Betrieb kommen, in dem in den letzten 15 Tagen vor
             dem Abgang kein Fall von Milzbrand bei Huftieren gemeldet wurde;
   b)        – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem Tollwut-Virus
             gelisteten Arten – wenn diese Tiere aus einem Betrieb kommen, in dem in den
             letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei
             gehaltenen Landtieren gemeldet wurden;
   c)        – im Falle sonstiger gehaltener Huftiere von für die Infektion mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten – wenn diese Tiere aus
             einem Betrieb kommen, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine
             Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemeldet
             wurden.
                                          ABSCHNITT 8
            ERGÄNZENDE TIERGESUNDHEITSANFORDERUNGEN HINSICHTLICH
    INFEKTIONEN MIT DEM VIRUS DER BLAUZUNGENKRANKHEIT (SEROTYPEN 1–
                                                  24)
                                               Artikel 32
     Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren und zur Risikominderung in Bezug auf
      Transporte in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben, der/die den Status
      „frei von Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24)“ hat oder
                   über ein genehmigtes Tilgungsprogramm für dieses Virus verfügt
   (1)       Unternehmer verbringen gehaltene Tiere von für die Infektion mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten nur dann in einen anderen
             Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben mit dem Status „seuchenfrei“ oder mit
             einem genehmigten Tilgungsprogramm für diese Seuche, wenn mindestens eine der
             folgenden Anforderungen erfüllt ist:
             a)    Der Transport erfolgt in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone desselben mit
                   dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                   (Serotypen 1–24)“;
             b)    die Tiere sind vor Angriffen durch Vektoren geschützt;
                   und
                   i)    der geplante Beförderungsweg beinhaltet kein Entladen der Tiere für
                         einen Zeitraum von mehr als einem Tag;
                   oder
                   ii)   die Tiere werden in einem vektorgeschützten Betrieb entladen;
                   oder
DE                                                 50                                             DE
 ---pagebreak---              iii)   die Tiere werden in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone desselben
                    während des vektorfreien Zeitraums entladen;
       c)    die Tiere sind durch Folgendes gekennzeichnet:
             i)     sie wurden gegen alle Serotypen des Virus der Blauzungenkrankheit
                    (Serotypen 1–24) geimpft, die in den letzten zwei Jahren in dem
                    Durchfuhrmitgliedstaat oder in der Zone desselben gemeldet wurden, und
                    sie befinden sich noch in dem Immunitätszeitraum, der in den
                    Spezifikationen des Impfstoffs garantiert wird;
             oder
             ii)    sie wurden mit Positivbefund einer serologischen Untersuchung zum
                    Nachweis spezifischer Antikörper gegen alle Serotypen des Virus der
                    Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) unterzogen, die in den letzten
                    zwei Jahren vor dem Abgang in dem Durchfuhrmitgliedstaat oder in der
                    Zone desselben gemeldet wurden;
       d)    die Tiere sind zur Schlachtung bestimmt.
   (2) Abweichend von Absatz 1 kann die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
       die Verbringung gehaltener Tiere genehmigen, wenn die zuständige Behörde des
       Bestimmungsmitgliedstaats die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon
       in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen laut
       Artikel 43 Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission
       vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments
       und      des    Rates    hinsichtlich    Vorschriften     betreffend Überwachung,
       Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete
       und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind und eine der folgenden
       Bedingungen erfüllt ist:
       a)    Die Tiere erfüllen die besonderen Tiergesundheitsanforderungen, die von der
             zuständigen Behörde des Bestimmungsorts festgelegt wurden, damit
             sichergestellt wird, dass die Tiere vor dem Abgang einen ausreichenden
             immunologischen Schutz in Bezug auf alle Serotypen des Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) haben, die in den letzten zwei Jahren
             vor dem Abgang in dem Durchfuhrmitgliedstaat oder in der Zone desselben
             gemeldet wurden;
       oder
       b)    die Tiere erfüllen die unter Buchstabe a dieses Absatzes oder die unter
             Absatz 1 Buchstabe c aufgeführten Anforderungen, damit sichergestellt wird,
             dass sie gegen die Serotypen des Virus der Blauzungenkrankheit geschützt
             sind, die in den letzten zwei Jahren vor dem Abgang in dem
             Durchfuhrmitgliedstaat oder in der Zone desselben gemeldet und in diesem
             Zeitraum im Bestimmungsmitgliedstaat oder in der Zone desselben nicht
             gemeldet wurden.
DE                                           51                                            DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 33
     Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren und zur Risikominderung in Bezug auf
   Transporte durch einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben, der/die den Status
     „frei von Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24)“ hat oder
                  über ein genehmigtes Tilgungsprogramm für dieses Virus verfügt
   (1)      Unternehmer verbringen Tiere von für die Infektion mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten nur dann durch einen
            anderen Mitgliedstaat oder durch eine Zone desselben, der/die den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf diese Seuche hat oder über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm dafür verfügt, wenn mindestens eine der folgenden
            Anforderungen erfüllt ist:
            a)    Die Tiere erfüllen mindestens eine der Anforderungen gemäß Anhang V Teil II
                  Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU)
                  2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
                  2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
                  betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
                  Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
            oder
            b)    die Transportmittel, in die die Tiere aufgeladen werden, sind während des
                  Transports vor Angriffen durch Vektoren geschützt;
            und
                  i)    der geplante Beförderungsweg beinhaltet kein Entladen der Tiere für
                        einen Zeitraum von mehr als einem Tag;
                  oder
                  ii)   die Tiere werden in einem vektorgeschützten Betrieb oder während des
                        vektorfreien Zeitraums abgeladen.
   (2)      Abweichend von Absatz 1 kann die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
            die Verbringungen von Tieren von für die Infektion mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gelisteten Arten durch einen anderen
            Durchfuhrmitgliedstaat oder durch eine Zone desselben, der/die den Status
            „seuchenfrei“ in Bezug auf diese Seuche hat oder über ein genehmigtes
            Tilgungsprogramm dafür verfügt, genehmigen, wenn die zuständige Behörde des
            Durchfuhrmitgliedstaats die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in
            Kenntnis gesetzt hat, dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen gemäß
            Artikel 43 Absatz 2 Buchstaben a, c und d der [Delegierten Verordnung (EU)
            2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
            Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
            Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
            bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind.
DE                                                52                                            DE
 ---pagebreak---                                           Kapitel 3
      Ergänzende Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen
          von Geflügel und Bruteiern in andere Mitgliedstaaten
                                       ABSCHNITT 1
                                         GEFLÜGEL
                                           Artikel 34
                              Anforderungen an Verbringungen von
                                 Zuchtgeflügel und Nutzgeflügel
   (1)   Unternehmer verbringen Zuchtgeflügel und Nutzgeflügel nur dann in einen anderen
         Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
         a)    Die Tiere haben sich kontinuierlich in einem oder mehreren zugelassenen
               Geflügelbetrieben aufgehalten, und zwar:
               i)    seit dem Schlupf;
               oder
               ii)   über einen Zeitraum von mindestens:
                      –      42 Tagen vor dem Abgang im Falle von Zuchtgeflügel und
                             Nutzgeflügel zur Erzeugung von Fleisch oder Konsumeiern;
               oder
                      –      21 Tagen vor dem Abgang im Falle von Nutzgeflügel zur
                             Wiederaufstockung von Federwildbeständen;
         b)    die Tiere kommen aus einem Bestand, für den keine Infektion mit Salmonella
               Pullorum, S. Gallinarum und S. arizonae gemeldet wurde, und diese Tiere
               kommen aus Betrieben, die im Falle einer in den letzten 12 Monaten vor dem
               Abgang bestätigten Infektion mit Salmonella Pullorum, S. Gallinarum und S.
               arizonae folgende Maßnahmen ergriffen haben:
               i)    der infizierte Bestand wurde geschlachtet oder getötet und vernichtet;
               ii)   im Anschluss an die unter Ziffer i genannte Schlachtung bzw. Tötung des
                     infizierten Bestands wurde der Betrieb gereinigt und desinfiziert;
               iii)  im Anschluss an die unter Ziffer ii genannte Reinigung und Desinfektion
                     wurden alle Bestände im Betrieb zweimal einer Untersuchung auf
                     Salmonella Pullorum, S. Gallinarum und S. arizonae unterzogen, die
                     entsprechend      dem     Überwachungsprogramm         gemäß      Artikel 8
                     Buchstabe b der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der im
                     Abstand von mindestens 21 Tagen mit Negativbefund durchgeführt
                     wurde;
         c)    die Tiere kommen aus einem Bestand, für den kein Fall von Mykoplasmose
               des Geflügels (Mycoplasma gallisepticum und M. meleagridis) gemeldet
               wurde, und diese Tiere kommen aus Betrieben, die im Falle eines in den letzten
               12 Monaten vor dem Abgang bestätigten Falls von Mykoplasmose des
               Geflügels (Mycoplasma gallisepticum, M. meleagridis) folgende Maßnahmen
               ergriffen haben:
DE                                             53                                                DE
 ---pagebreak---             entweder
            i)    wurde der infizierte Bestand zweimal einer Untersuchung auf
                  Mykoplasmose des Geflügels (Mycoplasma gallisepticum und M.
                  meleagridis) unterzogen, die entsprechend dem Überwachungsprogramm
                  gemäß Artikel 8 Buchstabe b der Delegierten Verordnung (EU)
                  2019/2035 der Kommission im Abstand von mindestens 60 Tagen am
                  gesamten Bestand mit Negativbefund durchgeführt wurde;
            oder
            ii)   der infizierte Bestand wurde geschlachtet oder getötet und vernichtet, der
                  Betrieb wurde gereinigt und desinfiziert und im Anschluss an die
                  Reinigung und Desinfektion wurden alle Bestände im Betrieb zweimal
                  einer Untersuchung auf Mykoplasmose des Geflügels (Mycoplasma
                  gallisepticum, M. meleagridis) unterzogen, die entsprechend dem
                  Überwachungsprogramm gemäß Artikel 8 Buchstabe b der Delegierten
                  Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission im Abstand von
                  mindestens 21 Tagen mit Negativbefund durchgeführt wurde;
       d)   die Tiere kommen aus Beständen, die keine klinischen Anzeichen für für diese
            Arten relevante gelistete Seuchen zeigen bzw. bei denen kein entsprechender
            Verdacht besteht;
       e)   im Rahmen des Überwachungssystems im Sinne des Artikels 3 Absatz 1
            Buchstabe a und Buchstabe b Ziffer ii der [Delegierten Verordnung (EU)
            2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
            2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
            betreffend Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und den Status
            „seuchenfrei“ für bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen –
            C(2019)4056] wurde innerhalb der letzten 21 Tage vor dem Abgang kein
            bestätigter Fall von Infektionen mit den niedrigpathogenen Viren der aviären
            Influenza im Herkunftsbestand der Tiere ermittelt;
       f)   im Falle von Nutzgeflügel zur Wiederaufstockung von Federwildbeständen
            sind die Tiere in den letzten 21 Tagen vor dem Abgang nicht mit Vögeln in
            Berührung gekommen, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen;
       g)   im Falle von Enten und Gänsen wurden die Tiere einer Untersuchung auf
            hochpathogene aviäre Influenza gemäß Anhang IV mit Negativbefund
            unterzogen;
       h)   die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
            Artikeln 41 und 42 für die spezifische Geflügelkategorie.
   (2) Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für die Verbringung von weniger als
       20 Geflügeltieren, ausgenommen Laufvögel, die im Sinne des Artikels 37 verbracht
       werden.
                                        Artikel 35
       Anforderungen an Verbringungen von zur Schlachtung bestimmtem Geflügel
   (1) Unternehmer verbringen zur Schlachtung bestimmtes Geflügel nur dann in einen
       anderen Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
DE                                          54                                               DE
 ---pagebreak---            a)     Die Tiere haben sich kontinuierlich in einem registrierten oder zugelassenen
                  Geflügelbetrieb aufgehalten, und zwar:
                  i)    seit dem Schlupf;
                  oder
                  ii)   mindestens während der letzten 21 Tage vor dem Abgang;
           b)     die Tiere kommen aus Beständen, die keine klinischen Anzeichen für für diese
                  Arten relevante gelistete Seuchen zeigen bzw. bei denen kein entsprechender
                  Verdacht besteht;
           c)     die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
                  Artikeln 41 und 42 für die spezifische Geflügelkategorie.
   (2)     Die Bestimmungen des Absatzes 1 gelten nicht für die Verbringung von weniger als
           20 Geflügeltieren, ausgenommen Laufvögel, die im Sinne des Artikels 37 verbracht
           werden.
                                              Artikel 36
                         Anforderungen an Verbringungen von Eintagsküken
   (1)     Unternehmer verbringen Eintagsküken nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
           wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
           a)     Die Tiere kommen aus einer zugelassenen Brüterei;
           b)     die Tiere sind aus Bruteiern geschlüpft, die:
                  i)    die Anforderungen gemäß Artikel 38 erfüllen und aus Beständen
                        stammen, die Kontrollen gemäß Artikel 91 Absatz 1 Buchstabe f und
                        Artikel 91 Absatz 2 Buchstabe f unterzogen wurden;
                  oder
                  ii)   aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet bzw. einer Zone desselben in
                        die Union verbracht wurden;
           c)     die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
                  Artikeln 41 und 42 für die spezifische Geflügelkategorie.
   (2)     Im Falle von Eintagsküken, die aus Bruteiern geschlüpft sind, die aus einem
           Drittland oder Drittlandsgebiet bzw. einer Zone desselben in die Union gelangt sind,
           setzt die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats dieser Eintagsküken die
           zuständige Behörde des Mitgliedstaats des vorgesehenen Bestimmungsorts in
           Kenntnis, dass die Bruteier aus einem Drittland in die Union gelangt sind.
   (3)     Die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 gelten nicht für die Verbringung von
           weniger als 20 Geflügeltieren, ausgenommen Laufvögel, die im Sinne des
           Artikels 37 verbracht werden.
                                              Artikel 37
     Ausnahme für Verbringungen von weniger als 20 Geflügeltieren, ausgenommen Laufvögel
   Abweichend von den in den Artikeln 34, 35 und 36 festgelegten Anforderungen dürfen
   Unternehmer weniger als 20 Geflügeltiere, ausgenommen Laufvögel, in einen anderen
   Mitgliedstaat verbringen, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
DE                                                55                                            DE
 ---pagebreak---    a)       Die Tiere kommen aus Beständen, die sich seit dem Schlupf oder über einen
            Zeitraum von mindestens 21 Tagen vor dem Abgang kontinuierlich in einem
            einzigen registrierten Betrieb aufgehalten haben;
   b)       die Tiere kommen aus Beständen, die keine klinischen Anzeichen für für diese Arten
            relevante gelistete Seuchen zeigen bzw. bei denen kein entsprechender Verdacht
            besteht;
   c)       im Rahmen des Überwachungssystems im Sinne des Artikels 3 Absatz 1
            Buchstaben a und Buchstabe b Ziffer ii der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/…
            der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
            Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften für
            Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ für
            bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] wurde innerhalb
            der letzten 21 Tage vor dem Abgang kein bestätigter Fall einer Infektion mit den
            niedrigpathogenen Viren der aviären Influenza im Herkunftsbestand der Tiere
            ermittelt;
   d)       die Tiere sind in den letzten 21 Tagen vor dem Abgang nicht mit neu in den Bestand
            aufgenommenem Geflügel oder mit Vögeln, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus
            aufweisen, in Berührung gekommen;
   e)       im Falle von Enten und Gänsen, mit Ausnahme von zur Schlachtung bestimmten
            Tieren, wurden die Tiere einer Untersuchung auf hochpathogene aviäre Influenza
            gemäß Anhang IV mit Negativbefund unterzogen;
   f)       die Tiere wurden gemäß Anhang V einer Untersuchung auf Infektion mit Salmonella
            Pullorum, S. Gallinarum und S. arizonae und einer Untersuchung auf Infektion mit
            Mykoplasmose des Geflügels (Mycoplasma gallisepticum und M. meleagridis) mit
            Negativbefund unterzogen;
   g)       die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
            Artikeln 41 und 42 für die spezifische Geflügelkategorie.
                                          ABSCHNITT 2
                                BRUTEIER VON GEFLÜGEL
                                              Artikel 38
                       Anforderungen an Verbringungen von Geflügelbruteiern
   Unternehmer verbringen Geflügelbruteier nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn
   diese Eier folgende Anforderungen erfüllen:
   a)       Sie kommen aus einem zugelassenen Betrieb;
   b)       sie kommen aus Beständen, die sich seit dem Schlupf oder mindestens während der
            letzten 42 Tage vor der Sammlung der Eier kontinuierlich in einem oder mehreren
            zugelassenen Geflügelbetrieben aufgehalten haben;
   c)       sie kommen von Tieren, die die Anforderungen des Artikels 34 Absatz 1
            Buchstaben b, c und d erfüllen;
   d)       sie sind einzeln mit der Zulassungsnummer des Herkunftsbetriebs gemäß Artikel 21
            Buchstabe a der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission
            gekennzeichnet;
   e)       sie wurden desinfiziert;
DE                                                56                                           DE
 ---pagebreak---    f)       die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
            Artikeln 41 und 42.
                                              Artikel 39
         Ausnahmeregelung für Verbringungen von weniger als 20 Bruteiern von Geflügel,
                                      ausgenommen Laufvögel
   Abweichend von den in Artikel 38 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer weniger
   als 20 Bruteier von Geflügel, ausgenommen Laufvögel, in einen anderen Mitgliedstaat
   verbringen, wenn diese Eier folgende Anforderungen erfüllen:
   a)       Sie kommen aus einem registrierten Betrieb;
   b)       sie kommen aus Beständen, die:
            i)     sich seit dem Schlupf oder über einen Zeitraum von mindestens 21 Tagen vor
                   der Sammlung der Eier kontinuierlich in einem registrierten Betrieb
                   aufgehalten haben;
            ii)    keine klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete Seuchen
                   zeigen bzw. bei denen kein entsprechender Verdacht besteht;
            iii)   die Tiere wurden gemäß Anhang V einer Untersuchung auf Infektion mit
                   Salmonella Pullorum, S. Gallinarum und S. arizonae und einer Untersuchung
                   auf Infektion mit Mykoplasmose des Geflügels (Mycoplasma gallisepticum
                   und M. meleagridis) mit Negativbefund unterzogen;
   c)       die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
            Artikeln 41 und 42.
                                              Artikel 40
                 Ausnahme für Verbringungen von spezifiziert pathogenfreien Eiern
   Abweichend von den in Artikel 38 festgelegten Anforderungen dürfen Unternehmer
   spezifiziert pathogenfreie Eier nur dann in einen anderen Mitgliedstaat verbringen, wenn
   diese Eier folgende Anforderungen erfüllen:
   a)       Sie kommen aus einem zugelassenen Geflügelbetrieb;
   b)       sie kommen aus spezifiziert pathogenfreien Beständen im Sinne des Europäischen
            Arzneibuchs, und die Ergebnisse aller für diesen speziellen Status erforderlichen
            Tests und klinischen Untersuchungen sind vorteilhaft ausgefallen;
   c)       sie sind einzeln mit der Zulassungsnummer des Herkunftsbetriebs gemäß Artikel 21
            Buchstabe a der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission
            gekennzeichnet.
                                         ABSCHNITT 3
         ANFORDERUNGEN IN ZUSAMMENHANG MIT IMPFUNGEN
                                              Artikel 41
       Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gegen Infektionen mit dem Virus der
                                        Newcastle-Krankheit
   Für den Fall, dass Geflügel, Geflügelbruteier oder die Herkunftsbestände von Bruteiern oder
   Eintagsküken mit anderen Impfstoffen als inaktivierten Impfstoffen gegen Infektionen mit
DE                                                57                                           DE
 ---pagebreak---    dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft wurden, erfüllen die verabreichten Impfstoffe die
   in Anhang VI aufgeführten Kriterien.
                                         ABSCHNITT 4
    SPEZIFISCHE BEDINGUNGEN IN BEZUG AUF VERBRINGUNGEN IN
        MITGLIEDSTAATEN ODER IN ZONEN DERSELBEN MIT DEM
           STATUS „FREI VON INFEKTIONEN MIT DEM VIRUS DER
                   NEWCASTLE-KRANKHEIT OHNE IMPFUNG“
                                             Artikel 42
     Zusätzliche Anforderungen an Verbringungen von Geflügel und Geflügelbruteiern in einen
    Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben mit dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus
                               der Newcastle-Krankheit ohne Impfung“
   Unternehmer verbringen Geflügel und Geflügelbruteier nur dann aus einem Mitgliedstaat
   oder aus einer Zone desselben, der/die nicht den Status „frei von Infektionen mit dem Virus
   der Newcastle-Krankheit ohne Impfung“ hat, in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone
   desselben, der/die den Status „frei von Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
   ohne Impfung“ hat, wenn diese Tiere und Bruteier zusätzlich zu den Anforderungen gemäß
   den Abschnitten 1 bis 3 für die jeweilige Ware folgende Anforderungen hinsichtlich
   Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit erfüllen:
   a)       Im Falle von Zuchtgeflügel und Nutzgeflügel:
            i)    sind sie nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                  geimpft;
            ii)   waren sie über einen Zeitraum von 14 Tagen vor dem Abgang entweder im
                  Herkunftsbetrieb unter der Aufsicht eines amtlichen Tierarztes oder in einem
                  genehmigten Quarantänebetrieb isoliert, wo:
                  –     kein Geflügel in den letzten 21 Tagen vor dem Abgang gegen eine
                        Infektion mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft wurde;
                  –     keine anderen Vögel in den letzten 21 Tagen vor dem Abgang eingestallt
                        wurden;
                  –     keine Impfungen im Quarantänebetrieb durchgeführt wurden;
            iii)  wurden sie in den letzten 14 Tagen vor dem Abgang serologischen
                  Untersuchungen zum Nachweis von Antikörpern gegen das Virus der
                  Newcastle-Krankheit unterzogen, die anhand von Blutproben, bei denen eine
                  mögliche Infektion bei einer Infektionsprävalenz von 5 % mit einem
                  Konfidenzniveau von 95 % festgestellt werden kann, durchgeführt wurden und
                  deren Befund negativ war;
   b)       im Falle von zur Schlachtung bestimmtem Geflügel kommen diese Tiere aus
            Beständen, die entweder:
            i)    nicht gegen eine Infektion mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft
                  sind und in den letzten 14 Tagen vor dem Abgang serologischen
                  Untersuchungen zum Nachweis von Antikörpern gegen das Virus der
                  Newcastle-Krankheit unterzogen wurden, die anhand von Blutproben, bei
                  denen eine mögliche Infektion bei einer Infektionsprävalenz von 5 % mit
                  einem Konfidenzniveau von 95 % festgestellt werden kann, durchgeführt
                  wurden und deren Befund positiv war;
DE                                               58                                              DE
 ---pagebreak---           oder
          ii)    gegen eine Infektion mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft sind und
                 in den letzten 14 Tagen vor dem Abgang einer Untersuchung zum Nachweis
                 des Virus der Newcastle-Krankheit mit Negativbefund unterzogen wurden, bei
                 der eine mögliche Infektion bei einer Infektionsprävalenz von 5 % mit einem
                 Konfidenzniveau von 95 % festgestellt werden kann;
   c)     im Falle von Eintagsküken:
          i)     sie sind nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                 geimpft;
          ii)    sie sind aus Bruteiern hervorgegangen, die den Bedingungen nach Buchstabe d
                 entsprechen;
          iii)   sie kommen aus einer Brüterei, durch deren Arbeitsmethoden sichergestellt ist,
                 dass diese Bruteier nach Ort und Zeit völlig getrennt von Bruteiern bebrütet
                 werden, die nicht den Bedingungen nach Buchstabe d entsprechen;
   d)     im Falle von Geflügelbruteiern:
          i)     sie sind nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                 geimpft;
          ii)    sie kommen aus Beständen, die:
                 entweder
                 –      nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft
                        sind;
                 oder
                 –      mit inaktivierten Impfstoffen gegen Infektionen mit dem Virus der
                        Newcastle-Krankheit geimpft sind;
                 oder
                 –      mit lebenden Impfstoffen gegen Infektionen mit dem Virus der
                        Newcastle-Krankheit geimpft sind, die die in Anhang VI aufgeführten
                        Kriterien erfüllen, wenn die Impfung mindestens 30 Tage vor der
                        Sammlung der Bruteier vorgenommen wurde.
                                            Kapitel 4
         Auftriebe gehaltener Huftiere und gehaltenen Geflügels
                                             Artikel 43
       Spezifische Vorschriften für Auftriebe gehaltener Huftiere und gehaltenen Geflügels
   (1)    Während der Verbringung gehaltener Huftiere und gehaltenen Geflügels aus dem
          Herkunftsbetrieb in einen Betrieb im Bestimmungsmitgliedstaat stellen Unternehmer
          sicher, dass die Tiere nicht mehr als dreimal aufgetrieben werden und dass diese
          Auftriebe in für Auftriebe zugelassenen Betrieben oder auf Transportmitteln gemäß
          Artikel 44 unter folgenden Bedingungen durchgeführt werden:
          a)     Jedes der aufgetriebenen gehaltenen Huf- und Geflügeltiere wird spätestens
                 innerhalb von 20 Tagen nach Verlassen des Herkunftsbetriebs an seinen
                 endgültigen Bestimmungsort in einem anderen Mitgliedstaat verbracht;
DE                                               59                                             DE
 ---pagebreak---             b)     der Zeitraum zwischen dem Datum des Abgangs der einzelnen gehaltenen Huf-
                   und Geflügeltiere aus ihrem Herkunftsbetrieb und dem Datum des Abgangs aus
                   dem für Auftriebe zugelassenen Betrieb im Herkunftsmitgliedstaat zur
                   Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat darf höchstens 14 Tage betragen.
   (2)      Auf Verlangen der zuständigen Behörde legt der Unternehmer, der die
            Veterinärbescheinigung zwecks Übereinstimmung mit Artikel 143 Absatz 1 der
            Verordnung (EU) 2016/429 beantragt, einen Verbringungsverlauf (mit sämtlichen
            Auftrieben) für die Tiere der Sendung seit ihrem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb
            vor.
   (3)      Abweichend von Absatz 1 Buchstabe a kann der in Absatz 1 Buchstabe a festgelegte
            Zeitraum von 20 Tagen beim Transport von Tieren auf dem Wasser-/Seeweg um die
            Dauer verlängert werden, die für die Beförderung auf dem Wasser-/Seeweg benötigt
            wird.
                                               Artikel 44
               Spezifische Vorschriften für auf Transportmitteln stattfindende Auftriebe
   Unternehmer der Betriebe, die Huftiere oder Geflügel halten, die/das vor der Verbringung in
   einen anderen Mitgliedstaat auf dem Transportmittel aufgetrieben werden soll(en), stellen
   sicher, dass die Verladung im Betrieb durchgeführt wird, ohne dass das Transportmittel in die
   Räumlichkeiten gelangt, in denen Tiere gehalten werden.
                                               Artikel 45
     Genaue Vorschriften für Maßnahmen zum Schutz vor biologischen Gefahren bei Auftrieben
   (1)      Unternehmer von für Auftriebe zugelassenen Betrieben stellen sicher, dass:
            a)     der Betrieb oder epidemiologisch abgegrenzte Bereiche zur Unterbringung von
                   Tieren innerhalb des Betriebs in regelmäßigen Abständen von höchstens
                   14 Tagen ununterbrochener Belegung von Tieren freigemacht sowie gereinigt
                   und desinfiziert wird/werden;
            b)     die Reifen der Transportmittel, aus denen Tiere entladen oder in die Tiere
                   aufgeladen werden, vor Verlassen des Betriebs desinfiziert werden.
   (2)      Unternehmer, die Auftriebe gehaltener Huftiere oder gehaltenen Geflügels auf
            Transportmitteln durchführen, stellen sicher, dass die Reifen der Transportmittel vor
            Verlassen des Herkunftsbetriebs desinfiziert werden.
                                                   Artikel 46
            Ausnahmen für Verbringungen von Huftieren für Ausstellungen, sportliche, kulturelle
                                         und ähnliche Veranstaltungen
   (1)      Die Bedingungen gemäß Artikel 126 Absatz 2 und Artikel 134 Buchstabe b der
            Verordnung (EU) 2016/429 sowie gemäß den Artikeln 43, 44 und 45 der
            vorliegenden Verordnung gelten nicht für Verbringungen gehaltener Huftiere in
            einen anderen Mitgliedstaat zum Zweck der Teilnahme an Ausstellungen,
            sportlichen, kulturellen und ähnlichen Veranstaltungen.
   (2)      Die Genehmigung des Mitgliedstaats im Sinne des Artikels 133 Absatz 2 zweiter
            Unterabsatz der Verordnung (EU) 2016/429 ist nicht erforderlich, wenn einzeln
            zertifizierte, registrierte Equiden gemeinsam auf einem Transportmittel in einen
DE                                                 60                                             DE
 ---pagebreak---              anderen Mitgliedstaat transportiert werden, um dort an einer der in Absatz 1
             genannten Aktivitäten teilzunehmen.
                                            Kapitel 5
    Anforderungen an Verbringungen anderer gehaltener Landtiere
             als gehaltene Huftiere und gehaltenes Geflügel und an
     Verbringungen von Bruteiern von in Gefangenschaft gehaltenen
                            Vögeln in andere Mitgliedstaaten
                                           ABSCHNITT 1
                                            PRIMATEN
                                             Artikel 47
               Anforderungen an Verbringungen von Primaten in andere Mitgliedstaaten
   Unternehmer verbringen Primaten nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn die Tiere
   entweder
   (1)       in einem geschlossenen Betrieb gehalten wurden und gemäß den Anforderungen des
             Artikels 64 Absatz 1 zu einem geschlossenen Betrieb im Bestimmungsmitgliedstaat
             transportiert werden;
   oder
   (2)       aus einem anderen als einem geschlossenen Betrieb kommen und gemäß den
             Anforderungen des Artikels 63 Absatz 2 Buchstabe b zu einem geschlossenen
             Betrieb im Bestimmungsmitgliedstaat transportiert werden.
                                           ABSCHNITT 2
                                 HONIGBIENEN UND HUMMELN
                                             Artikel 48
            Anforderungen an die Verbringung von Honigbienen in andere Mitgliedstaaten
   Unternehmer verbringen Honigbienen in gleich welcher Phase ihres Lebenszyklus, darunter
   die Brut von Honigbienen, nur dann in andere Mitgliedstaaten, wenn folgende Anforderungen
   erfüllt sind:
   a)        Die Tiere und die Herkunftsbienenstöcke zeigen keine Anzeichen für die
             Amerikanische Faulbrut, Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) oder
             Tropilaelaps spp.;
   b)        sie kommen aus einer Imkerei, die sich an einem Ort befindet, an dem im Umkreis
             von mindestens:
             i)    3 km in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang kein Fall der Amerikanischen
                   Faulbrut gemeldet wurde und der nicht wegen eines Ausbruchs der
                   Amerikanischen Faulbrut zur Sperrzone erklärt worden ist;
             ii)   100 km kein Befall mit Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) gemeldet
                   wurde und der nicht wegen des bestätigten Auftretens von Aethina tumida
                   (Kleiner Bienenbeutenkäfer) oder eines entsprechenden Verdachts zur
DE                                               61                                           DE
 ---pagebreak---                    Sperrzone erklärt worden ist, es sei denn, es besteht eine Ausnahme gemäß
                   Artikel 49;
            iii)   100 km kein Befall mit Tropilaelaps spp. gemeldet wurde und der nicht wegen
                   des bestätigten Auftretens von Tropilaelaps spp. oder eines entsprechenden
                   Verdachts zur Sperrzone erklärt worden ist.
                                             Artikel 49
           Ausnahmeregelung für die Verbringung von Honigbienenköniginnen in andere
                                           Mitgliedstaaten
   Abweichend        von       Artikel 48   Buchstabe b      Ziffer ii  dürfen    Unternehmer
   Honigbienenköniginnen verbringen, wenn diese Tiere die Anforderungen gemäß Artikel 48
   Buchstabe a und Buchstabe b Ziffern i und iii sowie folgende Anforderungen erfüllen:
   a)       In der Herkunftsimkerei wurde kein Befall mit Aethina tumida (Kleiner
            Bienenbeutenkäfer) gemeldet, und die Imkerei befindet sich mindestens 30 km
            entfernt von den Grenzen einer Schutzzone, die von der zuständigen Behörde im
            Umkreis von mindestens 20 km um den Ort des bestätigten Auftretens eines Befalls
            mit Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) eingerichtet wurde;
   b)       die Herkunftsimkerei befindet sich nicht in einer mit Schutzmaßnahmen belegten
            Sperrzone, die von der Union wegen des bestätigten Auftretens eines Befalls mit
            Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) eingerichtet wurde;
   c)       die Herkunftsimkerei befindet sich in einem Gebiet, in dem jährliche
            Überwachungsmaßnahmen für die Aufdeckung von Befällen mit Aethina tumida
            (Kleiner Bienenbeutenkäfer) durch die zuständige Behörde durchgeführt werden, mit
            denen ein möglicher Befall mit Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) mit
            einem Konfidenzniveau von mindestens 95 % festgestellt werden kann, wenn
            mindestens 2 % der Imkereien befallen waren;
   d)       die Herkunftsimkerei wird während der Produktionssaison monatlich durch die
            zuständige Behörde mit Negativbefund kontrolliert, womit ein möglicher Befall mit
            Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) mit einem Konfidenzniveau von
            mindestens 95 % festgestellt werden kann, wenn mindestens 2 % der Bienenstöcke
            befallen waren;
   e)       sie sind in Einzelkäfigen zusammen mit höchstens 20 Pflegebienen untergebracht.
                                             Artikel 50
         Zusätzliche Anforderungen in Zusammenhang mit Befällen mit Varroa spp. für die
                       Verbringung von Honigbienen in andere Mitgliedstaaten
   Unternehmer verbringen Honigbienen in gleich welcher Phase ihres Lebenszyklus, darunter
   die Brut von Honigbienen, nur dann in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
   desselben mit dem Status „frei von Befall mit Varroa spp.“, wenn sie den Anforderungen des
   Artikels 48 entsprechen und sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)       Sie kommen aus einem Mitgliedstaat oder aus einer Zone desselben mit dem Status
            „frei von Befall mit Varroa spp.“;
   b)       sie sind während des Transports gegen einen Befall mit Varroa spp. geschützt.
DE                                               62                                            DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 51
             Anforderungen an die Verbringung von Hummeln in andere Mitgliedstaaten
   Unternehmer verbringen Hummeln nur dann in andere Mitgliedstaaten, wenn folgende
   Anforderungen erfüllt sind:
   a)        Sie zeigen keine Anzeichen für einen Befall mit Aethina tumida (Kleiner
             Bienenbeutenkäfer);
   b)        sie kommen aus einem Betrieb, der sich an einem Ort befindet, an dem im Umkreis
             von mindestens 100 km um den Betrieb kein Befall mit Aethina tumida (Kleiner
             Bienenbeutenkäfer) gemeldet wurde und der nicht wegen des bestätigten Auftretens
             von Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) oder eines entsprechenden
             Verdachts zur Sperrzone erklärt worden ist. Diese Anforderungen gelten nicht für
             Hummeln aus von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben, die gemäß Artikel 52
             verbracht werden.
                                              Artikel 52
        Ausnahmeregelung für die Verbringung von Hummeln aus von der Umwelt isolierten
                        Zuchtbetrieben für Hummeln in andere Mitgliedstaaten
   Abweichend von Artikel 51 Buchstabe b dürfen Unternehmer Hummeln aus von der Umwelt
   isolierten Zuchtbetrieben für Hummeln in andere Mitgliedstaaten verbringen, wenn sie
   Artikel 51 Buchstabe a entsprechen und sofern folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)        Sie wurden isoliert in einzelnen epidemiologischen Einheiten gezüchtet, wobei jede
             Kolonie in einem geschlossenen Behälter gehalten wird, der vor Verwendung neu
             war oder gereinigt und desinfiziert wurde;
   b)        im Rahmen der Erhebungen, die regelmäßig entsprechend schriftlich festgelegten
             Standardbetriebsverfahren zu der epidemiologischen Einheit durchgeführt werden,
             wurde kein Befall mit Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) innerhalb der
             epidemiologischen Einheit ermittelt.
                                           ABSCHNITT 3
                               HUNDE, KATZEN UND FRETTCHEN
                                              Artikel 53
           Anforderungen an die Verbringung von Hunden, Katzen und Frettchen in andere
                                           Mitgliedstaaten
   Unternehmer verbringen Hunde, Katzen und Frettchen nur dann in einen anderen
   Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)        Die Tiere sind einzeln gekennzeichnet:
             entweder
             i)    entsprechend Artikel 70 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035;
             oder
             ii)   in Form einer deutlich erkennbaren Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011
                   angebracht wurde;
DE                                                63                                            DE
 ---pagebreak---    b)    die Tiere werden gemäß Artikel 71 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der
         Kommission von einem individuellen Identifizierungsdokument begleitet, mit dem
         bestätigt wird, dass
         i)    das gekennzeichnete Tier aus einem Betrieb kommt, in dem in den letzten
               30 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei
               gehaltenen Landtieren gemeldet wurden, und mindestens 21 Tage vor der
               Verbringung im Rahmen einer vollständigen Erstimpfung gegen Tollwut
               geimpft oder gemäß den in Anhang VII Teil 1 aufgeführten
               Gültigkeitsanforderungen erneut gegen Tollwut geimpft wurde; diese
               Anforderung gilt nicht für Hunde, Katzen und Frettchen, die gemäß Artikel 54
               Absätze 1 und 2 verbracht werden;
         ii)   an den Tieren – im Falle von Hunden – die Risikominderungsmaßnahmen in
               Bezug auf einen Befall mit Echinococcus multilocularis gemäß Anhang VII
               Teil 2 Nummer 1 und, soweit zutreffend, – im Falle von Hunden, Katzen oder
               Frettchen – die Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf andere Seuchen
               gemäß Anhang VII Teil 2 Nummer 3 innerhalb des darin festgelegten
               erforderlichen Zeitraums vor dem Eingang in einen Mitgliedstaat oder in eine
               Zone desselben, für den/die es möglich wäre, die Anwendung dieser
               Maßnahmen zu fordern, durchgeführt wurden; diese Anforderung gilt nicht für
               Hunde, Katzen und Frettchen, die gemäß Artikel 54 Absatz 2 verbracht
               werden.
                                            Artikel 54
       Ausnahme von Anforderungen in Zusammenhang mit der Tollwutimpfung und der
                Behandlung gegen einen Befall mit Echinococcus multilocularis
   (1)   Abweichend von Artikel 53 Buchstabe b Ziffer i dürfen Unternehmer Hunde, Katzen
         und Frettchen, die jünger als 12 Wochen sind und nicht gegen Tollwut geimpft
         wurden, oder die in einem Alter von 12 bis 16 Wochen sind und gegen Tollwut
         geimpft wurden, aber noch nicht die in Anhang VII Teil 1 aufgeführten
         Gültigkeitsanforderungen erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat verbringen, sofern:
         a)    der Bestimmungsmitgliedstaat derartige Verbringungen im Allgemeinen
               genehmigt und die Öffentlichkeit auf einer eigens eingerichteten Website
               informiert hat, dass derartige Verbringungen genehmigt sind; und
         b)    eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
               i)    die in Artikel 86 genannte Veterinärbescheinigung wird durch eine
                     Erklärung des Unternehmers ergänzt, die besagt, dass die Tiere von der
                     Geburt bis zum Abgangszeitpunkt nicht mit gehaltenen Landtieren, bei
                     denen ein Verdacht auf Infektion mit dem Tollwut-Virus besteht, oder
                     mit wild lebenden Tieren von für die Infektion mit dem Tollwut-Virus
                     gelisteten Arten in Berührung gekommen sind;
               oder
               ii)   aus dem Identifizierungsdokument des Muttertiers, von dem die in
                     diesem Absatz genannten Tiere noch abhängig sind, geht hervor, dass das
                     Muttertier vor deren Geburt gegen Tollwut geimpft wurde und dass diese
                     Impfung die in Anhang VII Teil 1 aufgeführten Gültigkeitsanforderungen
                     erfüllt hat.
DE                                              64                                             DE
 ---pagebreak---    (2)       Abweichend von Artikel 53 Buchstabe b Ziffern i und ii dürfen Unternehmer Hunde,
             Katzen und Frettchen, die nicht gegen Tollwut geimpft wurden, und Hunde, die
             keiner Behandlung gegen den Befall mit Echinococcus multilocularis unterzogen
             wurden, auf direktem Weg in einen geschlossenen Betrieb verbringen.
                                              Artikel 55
       Pflicht der Heimtierhalter in Bezug auf andere Verbringungen von Hunden, Katzen und
                     Frettchen als Verbringungen zu nichtkommerziellen Zwecken
   Kann eine nichtkommerzielle Verbringung von in Haushalten als Heimtiere gehaltenen
   Hunden, Katzen oder Frettchen nicht entsprechend den Bedingungen des Artikels 245
   Absatz 2 oder des Artikels 246 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EU) 2016/429 durchgeführt
   werden, verbringen Heimtierhalter in Haushalten als Heimtiere gehaltene Hunde, Katzen und
   Frettchen nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
   a)        Die Tiere sind einzeln gekennzeichnet:
             entweder
             i)    entsprechend Artikel 70 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der
                   Kommission;
             oder
             ii)   in Form einer deutlich erkennbaren Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011
                   angebracht wurde;
   b)        die Tiere werden gemäß Artikel 71 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 von
             einem individuellen Identifizierungsdokument begleitet, mit dem bestätigt wird, dass
             i)    das gekennzeichnete Tier mindestens 21 Tage vor dem Abgang im Rahmen
                   einer vollständigen Erstimpfung gegen Tollwut geimpft oder gemäß den in
                   Anhang VII Teil 1 aufgeführten Gültigkeitsanforderungen erneut gegen
                   Tollwut geimpft wurde; diese Bestimmung gilt nicht für Hunde, Katzen und
                   Frettchen, die gemäß den Bedingungen laut Artikel 56 verbracht werden;
             ii)   an den Tieren – im Falle von Hunden – die Risikominderungsmaßnahmen in
                   Bezug auf einen Befall mit Echinococcus multilocularis gemäß Anhang VII
                   Teil 2 Nummer 1 und, soweit zutreffend, – im Falle von Hunden, Katzen oder
                   Frettchen – die Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf andere Seuchen
                   gemäß Anhang VII Teil 2 Nummer 3 innerhalb des darin festgelegten
                   erforderlichen Zeitraums vor dem Eingang in einen Mitgliedstaat oder in eine
                   Zone desselben, für den/die es möglich wäre, die Anwendung dieser
                   Maßnahmen zu fordern, durchgeführt wurden.
                                              Artikel 56
      Ausnahme von der Tollwutimpfpflicht für andere Verbringungen von Hunden, Katzen und
                     Frettchen als Verbringungen zu nichtkommerziellen Zwecken
   Abweichend von Artikel 55 Buchstabe b Ziffer i dürfen Heimtierhalter in Haushalten als
   Heimtiere gehaltene Hunde, Katzen und Frettchen, die jünger als 12 Wochen sind und nicht
   gegen Tollwut geimpft wurden, oder die in einem Alter von 12 bis 16 Wochen sind und gegen
   Tollwut geimpft wurden, aber noch nicht die in Anhang VII Teil 1 aufgeführten
   Gültigkeitsanforderungen erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat verbringen, sofern:
DE                                                65                                              DE
 ---pagebreak---    a)       der Bestimmungsmitgliedstaat derartige Verbringungen im Allgemeinen genehmigt
            und die Öffentlichkeit auf einer eigens eingerichteten Website informiert hat, dass
            derartige Verbringungen genehmigt sind; und
   b)       eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
            i)    die in Artikel 86 genannte Veterinärbescheinigung wird durch eine Erklärung
                  des Heimtierhalters ergänzt, die besagt, dass die Tiere von der Geburt bis zum
                  Abgangszeitpunkt nicht mit gehaltenen Landtieren, bei denen ein Verdacht auf
                  Infektion mit dem Tollwut-Virus besteht, oder mit wild lebenden Tieren von
                  für die Infektion mit dem Tollwut-Virus gelisteten Arten in Berührung
                  gekommen sind;
            oder
            ii)   aus dem Identifizierungsdokument des Muttertiers, von dem die in diesem
                  Absatz genannten Tiere noch abhängig sind, geht hervor, dass das Muttertier
                  vor deren Geburt gegen Tollwut geimpft wurde und dass diese Impfung die in
                  Anhang VII Teil 1 aufgeführten Gültigkeitsanforderungen erfüllt hat.
                                             Artikel 57
        Informationspflicht der zuständigen Behörden im Hinblick auf Ausnahmen von den
                     Tollwutimpfanforderungen an Hunde, Katzen und Frettchen
   Die Mitgliedstaaten stellen der Öffentlichkeit Informationen über die generelle Akzeptanz
   von in Artikel 54 Absatz 1 Buchstabe a sowie in Artikel 56 Buchstaben a genannten aus
   anderen Mitgliedstaaten kommenden Hunden, Katzen und Frettchen zur Verfügung, die
   jünger als 12 Wochen sind und nicht gegen Tollwut geimpft wurden, oder die in einem Alter
   von 12 bis 16 Wochen sind und gegen Tollwut geimpft wurden, aber noch nicht die in
   Anhang VII Teil 1 aufgeführten Gültigkeitsanforderungen erfüllen.
                                          ABSCHNITT 4
                                     SONSTIGE CARNIVORA
                                             Artikel 58
        Anforderungen an die Verbringung sonstiger Carnivora in andere Mitgliedstaaten
   (1)      Unternehmer verbringen sonstige Carnivora nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
            wenn diese sonstigen Carnivora folgende Anforderungen erfüllen:
            a)    Die Tiere sind entweder einzeln oder als Gruppe von Tieren derselben Art
                  gekennzeichnet, die während der Verbringung an den Bestimmungsort
                  zusammen gehalten werden;
            b)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem
                  Abgang keine Infektionen mit dem Tollwut-Virus bei gehaltenen Landtieren
                  gemeldet wurden;
            c)    die Tiere wurden mindestens 21 Tage vor dem Abgang im Rahmen einer
                  vollständigen Erstimpfung gegen Tollwut geimpft oder gemäß den in
                  Anhang VII Teil 1 aufgeführten Gültigkeitsanforderungen erneut gegen
                  Tollwut geimpft;
            d)    im Falle von Canidae wurden an den Tieren die Risikominderungsmaßnahmen
                  in Bezug auf einen Befall mit Echinococcus multilocularis gemäß Anhang VII
                  Teil 2 Nummer 2 innerhalb des darin festgelegten erforderlichen Zeitraums vor
DE                                               66                                              DE
 ---pagebreak---                   dem Eingang in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben, für den/die es
                  möglich wäre, die Anwendung dieser Maßnahmen zu fordern, durchgeführt;
           e)     soweit nach der Verordnung (EU) 2016/429 Maßnahmen zur Verhütung von
                  Infektionen mit anderen für Carnivora oder für bestimmte Carnivora-Arten
                  gelisteten Seuchen als Tollwut erlassen wurden, wurden an den Tieren der mit
                  diesen Maßnahmen erfassten Arten die Risikominderungsmaßnahmen gemäß
                  Anhang VII Teil 2 Nummer 3 für diese Carnivora-Arten innerhalb des darin
                  festgelegten erforderlichen Zeitraums vor dem Eingang in einen Mitgliedstaat
                  oder in eine Zone desselben, für den/die es möglich wäre, die Anwendung
                  dieser Maßnahmen auf zu diesen Carnivora-Arten gehörende Tiere zu fordern,
                  durchgeführt.
   (2)     Abweichend von Absatz 1 Buchstaben c und d dürfen Unternehmer sonstige
           Carnivora, die nicht gegen Tollwut geimpft wurden, und Canidae, die keiner
           Behandlung gegen den Befall mit Echinococcus multilocularis unterzogen wurden,
           verbringen, wenn die Tiere auf direktem Wege
           a)     in einen geschlossenen Betrieb befördert werden;
           oder
           b)     in einen Betrieb befördert werden, in dem diese Tiere als Pelztiere im Sinne
                  des Anhangs I Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 142/201118 gehalten
                  werden.
                                            ABSCHNITT 5
     IN GEFANGENSCHAFT GEHALTENE VÖGEL UND BRUTEIER VON
                 IN GEFANGENSCHAFT GEHALTENEN VÖGELN
                                                  Artikel 59
           Anforderungen an Verbringungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln
   (1)     Unternehmer verbringen andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel als
           Papageienvögel nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn folgende
           Anforderungen erfüllt sind:
           a)     Die Tiere haben sich seit dem Schlupf oder über einen Zeitraum von
                  mindestens 21 Tagen vor dem Abgang kontinuierlich in einem registrierten
                  oder einem geschlossenen Betrieb aufgehalten;
           b)     die Tiere kommen aus Beständen, die keine klinischen Anzeichen für für diese
                  Arten relevante gelistete Seuchen zeigen und bei denen kein entsprechender
                  Verdacht besteht;
           c)     die Tiere zeigen keine klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante
                  gelistete Seuchen bzw. bei ihnen besteht kein entsprechender Verdacht;
           d)     für den Fall, dass die Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet bzw.
                  einer Zone desselben in die Union verbracht wurden, standen sie entsprechend
   18
         Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission vom 25. Februar 2011 zur Durchführung der
         Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Hygienevorschriften
         für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte sowie zur Durchführung der
         Richtlinie 97/78/EG des Rates hinsichtlich bestimmter gemäß der genannten Richtlinie von
         Veterinärkontrollen an der Grenze befreiter Proben und Waren (ABl. L 54 vom 26.2.2011, S. 1).
DE                                                     67                                                    DE
 ---pagebreak---                  den Anforderungen an den Eingang in die Union im zugelassenen
                 Bestimmungsquarantänebetrieb in der Union unter Quarantäne;
           e)    im Falle von Tauben sind die Tiere gegen Infektionen mit dem Virus der
                 Newcastle-Krankheit geimpft und kommen aus einem Betrieb, in dem
                 Impfungen gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                 vorgenommen werden;
           f)    die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gemäß den
                 Artikeln 61 und 62.
   (2)     Unternehmer verbringen Papageienvögel nur dann in einen anderen Mitgliedstaat,
           wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:
           a)    die Bedingungen gemäß Absatz 1;
           b)    die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem es in den letzten 60 Tagen vor
                 dem Abgang keine bestätigten Fälle von Chlamydiose der Vögel gab und in
                 dem, sollte es dort in den letzten 6 Monaten vor dem Abgang bestätigte Fälle
                 von Chlamydiose der Vögel gegeben haben, folgende Maßnahmen
                 durchgeführt wurden:
                 i)    infizierte Vögel und Vögel, die infiziert sein dürften, wurden einer
                       Behandlung unterzogen;
                 ii)   im Anschluss an die abgeschlossene Behandlung wurden die betroffenen
                       Tiere einer Laboruntersuchung auf Chlamydiose der Vögel mit
                       Negativbefund unterzogen;
                 iii)  nach Abschluss der Behandlung wurde der Betrieb gereinigt und
                       desinfiziert;
                 iv)   nach Abschluss der in Ziffer iii genannten Reinigung und Desinfektion
                       sind mindestens 60 Tage vergangen;
           c)    für den Fall, dass die Tiere mit in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln aus
                 Betrieben, in denen in den letzten 60 Tagen vor dem Abgang Chlamydiose der
                 Vögel festgestellt worden ist, in Berührung gekommen sind, wurden die Tiere
                 mindestens 14 Tage nach dem Kontakt einer Laboruntersuchung auf
                 Chlamydiose der Vögel unterzogen, deren Befund negativ war;
           d)    die Tiere sind entsprechend Artikel 76 der Delegierten Verordnung (EU)
                 2019/2035 der Kommission gekennzeichnet.
                                             Artikel 60
     Anforderungen an Verbringungen von Bruteiern von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln
   Unternehmer verbringen Bruteier von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln nur dann in einen
   anderen Mitgliedstaat, wenn diese Eier folgende Anforderungen erfüllen:
   a)      Sie kommen aus einem registrierten oder einem geschlossenen Betrieb;
   b)      sie kommen aus Beständen, die in einem registrierten oder einem geschlossenen
           Betrieb gehalten wurden;
   c)      sie kommen aus Beständen, die keine klinischen Anzeichen für für diese Arten
           relevante gelistete Seuchen zeigen bzw. bei ihnen besteht kein entsprechender
           Verdacht;
DE                                               68                                           DE
 ---pagebreak---    d)       sie erfüllen die einschlägigen Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen
            gemäß den Artikeln 61 und 62.
                                              Artikel 61
       Anforderungen in Zusammenhang mit Impfungen gegen Infektionen mit dem Virus der
                                        Newcastle-Krankheit
   Für den Fall, dass in Gefangenschaft gehaltene Vögel, Bruteier von in Gefangenschaft
   gehaltenen Vögeln oder die Herkunftsbestände der Bruteier mit anderen Impfstoffen als mit
   inaktivierten Impfstoffen gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft
   wurden, erfüllen die verabreichten Impfstoffe die in Anhang VI aufgeführten Kriterien.
                                              Artikel 62
     Anforderungen an Verbringungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln und Bruteiern
    von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben
    mit dem Status „frei von Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit ohne Impfung“
   Unternehmer verbringen in Gefangenschaft gehaltene Hühnervögel und Bruteier von in
   Gefangenschaft gehaltenen Hühnervögeln nur dann aus einem Mitgliedstaat oder aus einer
   Zone desselben, der/die nicht den Status „frei von Infektionen mit dem Virus der Newcastle-
   Krankheit ohne Impfung“ hat, in einen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben, der/die den
   Status „frei von Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit ohne Impfung“ hat,
   wenn die Anforderungen der Artikel 59 bis 61 für die jeweilige Ware erfüllt sind und wenn
   diese Tiere und Bruteier folgende Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
   Newcastle-Krankheit erfüllen:
   a)       Im Falle von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln:
            i)    sind die Tiere nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                  geimpft;
            ii)   waren die Tiere über einen Zeitraum von 14 Tagen vor dem Abgang entweder
                  im Herkunftsbetrieb unter der Aufsicht eines amtlichen Tierarztes oder in
                  einem zugelassenen Quarantänebetrieb isoliert, wo:
                  –     keine in Gefangenschaft gehaltenen Vögel in den letzten 21 Tagen vor
                        dem Abgang gegen eine Infektion mit dem Virus der Newcastle-
                        Krankheit geimpft wurden;
                  –     keine anderen Vögel in den letzten 21 Tagen vor dem Abgang eingestallt
                        wurden;
                  –     keine Impfungen im Quarantänebetrieb durchgeführt wurden;
            iii)  wurden die Tiere in den letzten 14 Tagen vor dem Abgang serologischen
                  Untersuchungen zum Nachweis von Antikörpern gegen das Virus der
                  Newcastle-Krankheit unterzogen, die anhand von Blutproben, bei denen eine
                  mögliche Infektion bei einer Infektionsprävalenz von 5 % mit einem
                  Konfidenzniveau von 95 % festgestellt werden kann, durchgeführt wurden und
                  deren Befund positiv war;
   b)       im Falle von Bruteiern von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln:
            i)    sie sind nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                  geimpft;
            ii)   sie kommen aus Beständen, die:
DE                                                69                                            DE
 ---pagebreak---                entweder
               –      nicht gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit geimpft
                      sind;
               oder
               –      mit inaktivierten Impfstoffen gegen Infektionen mit dem Virus der
                      Newcastle-Krankheit geimpft sind;
               oder
               –      mit lebenden Impfstoffen gegen Infektionen mit dem Virus der
                      Newcastle-Krankheit geimpft sind, die die in Anhang VI aufgeführten
                      Kriterien erfüllen, wenn die Impfung mindestens 30 Tage vor der
                      Sammlung der Bruteier vorgenommen wurde.
                                          Kapitel 6
       Anforderungen an Verbringungen gehaltener Landtiere in
                                 geschlossene Betriebe
                                           Artikel 63
       Anforderungen an Verbringungen gehaltener Landtiere aus anderen Betrieben als
                   geschlossenen Betrieben in einen geschlossenen Betrieb
   (1)   Unternehmer verbringen andere gehaltene Landtiere als Primaten, die aus anderen
         Betrieben als geschlossenen Betrieben kommen, nur dann in einen geschlossenen
         Betrieb, wenn die folgenden Anforderungen erfüllt sind:
         a)    Die Tiere werden über einen Zeitraum unter Quarantäne gestellt, der für die
               Seuchen angebracht ist, die für die Arten der zu verbringenden Tiere gelistet
               sind, in jedem Fall jedoch über mindestens 30 Tage, wobei sie während dieses
               Zeitraums:
               entweder
               i)     vor ihrer Verbringung in einem zugelassenen Quarantänebetrieb oder
                      aber in Quarantäneeinrichtungen eines anderen geschlossenen Betriebs
                      gehalten werden;
               oder
               ii)    nach ihrer Verbringung in einer Quarantäneeinrichtung des
                      geschlossenen Betriebs am endgültigen Bestimmungsort gehalten
                      werden;
         b)    zum Zeitpunkt der Verbringung zeigen die Tiere keine klinischen Anzeichen
               für für diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. bei ihnen besteht kein
               entsprechender Verdacht;
         c)    die Tiere erfüllen die für die jeweilige Spezies relevanten
               Identifizierungsanforderungen der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035
               der Kommission;
         d)    die Tiere erfüllen die für ihre Verbringung geltenden Anforderungen an
               Impfung, Behandlung oder Untersuchung gemäß der vorliegenden
               Verordnung.
DE                                             70                                            DE
 ---pagebreak---    (2)      Unternehmer verbringen gehaltene Primaten aus einer unkontrollierten Umgebung
            nur unter Einhaltung von mindestens genauso strengen Vorschriften in einen
            geschlossenen Betrieb wie denjenigen, die im Gesundheitskodex für Landtiere der
            Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), Ausgabe 2018, in den Artikeln 5.9.1 bis
            5.9.5 in Bezug auf für Primaten geltende Quarantänemaßnahmen und in
            Artikel 6.12.4 in Bezug auf Quarantäneanforderungen an Primaten festgelegt sind,
            und wenn diese Verbringung genehmigt wurde, und zwar
            a)    im Falle einer Verbringung innerhalb eines Mitgliedstaats durch die zuständige
                  Behörde dieses Mitgliedstaats;
            oder
            b)    im Falle einer Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat in Form einer
                  Vereinbarung zwischen der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
                  und der zuständigen Behörde des Bestimmungsmitgliedstaats.
                                              Artikel 64
       Anforderungen an Verbringungen gehaltener Landtiere aus geschlossenen Betrieben in
                           geschlossene Betriebe in anderen Mitgliedstaaten
   (1)      Unternehmer verbringen gehaltene Landtiere nur dann aus einem geschlossenen
            Betrieb in einen geschlossenen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat, wenn diese
            Tiere auf der Grundlage der Ergebnisse des Überwachungsplans für diese Tiere kein
            erhebliches Risiko für die Ausbreitung von Seuchen darstellen, für die sie gelistet
            sind.
   (2)      Unternehmer verbringen gehaltene Tiere, die zur Familie der Antilocapridae,
            Bovidae, Camelidae, Cervidae, Giraffidae, Moschidae oder Tragulidae gehören, nur
            dann in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben, wenn mindestens
            eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
            Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
            Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
            Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
            Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
            Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
            bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] erfüllt ist.
   (3)      Abweichend von Absatz 2 kann die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
            die Verbringung derartiger Tiere, die mindestens eine der Anforderungen gemäß
            Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten
            Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung
            (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
            betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
            Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] nicht
            erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben genehmigen,
            a)    der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
                  Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
                  Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
                  Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
                  dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43
                  Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom …
                  zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments
DE                                                71                                             DE
 ---pagebreak---                 und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung,
                Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte
                gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind;
           oder
           b)   der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
                Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
                Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
                dass      derartige    Verbringungen      genehmigt   sind.    Wenn      der
                Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen für die Genehmigung einer derartigen
                Verbringung stellt, muss es sich dabei um Bedingungen gemäß Anhang V
                Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der [Delegierten Verordnung
                (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
                2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
                betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
                Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056]
                handeln.
                                           Kapitel 7
              Besondere Vorschriften und Ausnahmeregelungen
                                            Artikel 65
     Besondere Vorschriften für die Verbringung von Wanderzirkussen und Dressurnummern in
                                      andere Mitgliedstaaten
   (1)     Unternehmer von Wanderzirkussen und Dressurnummern verbringen ihre Zirkusse
           und Dressurnummern nur dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn folgende
           Anforderungen erfüllt sind:
           a)   Sie legen der zuständigen Behörde in dem Mitgliedstaat, in dem sich der
                Wanderzirkus oder die Dressurnummer befindet, mindestens 10 Arbeitstage
                vor dem Abzug die Route ihrer geplanten Verbringung in einen anderen
                Mitgliedstaat vor;
           b)   das in Artikel 77 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission
                genannte Verbringungsdokument, das alle zu verbringenden Tiere begleitet,
                wurde ordnungsgemäß aktualisiert;
                und
                i)     in das in Artikel 71 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der
                       Kommission genannte individuelle Identifizierungsdokument für
                       jeden/jede/jedes der zu verbringenden Hunde, Katzen und Frettchen
                       wurden die in Artikel 53 Buchstabe b Ziffern i und ii aufgeführten
                       Angaben ordnungsgemäß eingetragen;
                ii)    das in Artikel 79 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der
                       Kommission genannte Identifizierungsdokument für die zu verbringende
                       Gruppe gehaltener Vögel wurde ordnungsgemäß aktualisiert;
           c)   in den letzten 12 Monaten vor dem Abgang wurden:
                i)     Rinder, Schafe, Ziegen, Camelidae und Cervidae anhand einer der in
                       Anhang I Teil 1 vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung
DE                                              72                                           DE
 ---pagebreak---                     auf Infektionen mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis mit
                    Negativbefund unterzogen;
             ii)    Rinder, Ziegen und Cervidae anhand einer der in Anhang I Teil 1
                    vorgesehenen Diagnosemethoden einer Untersuchung auf Infektionen
                    mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und
                    M. tuberculosis) mit Negativbefund unterzogen;
             iii)   Tauben gegen Infektionen mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
                    geimpft;
       d)    alle Tiere von Wanderzirkussen und Dressurnummern wurden innerhalb von
             10 Arbeitstagen vor dem Abzug des Wanderzirkusses bzw. der Dressurnummer
             vom amtlichen Tierarzt untersucht und in Bezug auf die gelisteten Seuchen und
             ihre Zuordnung zu gelisteten Arten oder Kategorien von Tieren für klinisch
             gesund befunden.
   (2) Unternehmer von Wanderzirkussen und Dressurnummern verbringen gehaltene
       Tiere, die zur Familie der Antilocapridae, Bovidae, Camelidae, Cervidae, Giraffidae,
       Moschidae oder Tragulidae gehören, nur dann in einen anderen Mitgliedstaat oder in
       eine Zone desselben, wenn mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich
       Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß
       Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten
       Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung
       (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
       für Überwachungssysteme, Tilgungsprogramme und für den Status „seuchenfrei“ in
       Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] erfüllt
       ist.
   (3) Abweichend von Absatz 2 kann die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
       die Verbringung derartiger Tiere, die mindestens eine der Anforderungen gemäß
       Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten
       Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung
       (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
       betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
       Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] nicht
       erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone desselben genehmigen,
       a)    der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
             Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
             Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
             dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43
             Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom …
             zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments
             und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung,
             Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte
             gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind;
       oder
       b)    der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
             Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
             (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
             Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
DE                                           73                                             DE
 ---pagebreak---                  dass      derartige    Verbringungen      genehmigt     sind.    Wenn      der
                 Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen für die Genehmigung einer derartigen
                 Verbringung stellt, muss es sich dabei um Bedingungen gemäß Anhang V
                 Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der [Delegierten Verordnung
                 (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
                 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
                 betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
                 Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056]
                 handeln.
                                              Artikel 66
         Verpflichtung der zuständigen Behörde in Zusammenhang mit Verbringungen von
                 Wanderzirkussen und Dressurnummern in andere Mitgliedstaaten
   Die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats unterzeichnet die in Artikel 65 Absatz 1
   Buchstabe a genannte Route und stempelt sie ab, sofern:
   a)      der Wanderzirkus oder die Dressurnummer keiner tiergesundheitlichen
           Beschränkung in Bezug auf eine Seuche unterliegt, die für die Art eines im
           Wanderzirkus bzw. in der Dressurnummer gehaltenen Tieres gelistet ist;
   b)      die Tiergesundheitsanforderungen gemäß Artikel 65 erfüllt sind;
   c)      alle Identifizierungsdokumente, die die Tiere während der Verbringung des
           Wanderzirkusses bzw. der Dressurnummer begleiten, ordnungsgemäß aktualisiert
           wurden und die Tiere die für die Verbringung der jeweiligen Arten geltenden
           Anforderungen an Impfung, Behandlung oder Untersuchung gemäß der vorliegenden
           Verordnung erfüllen.
                                              Artikel 67
        Anforderungen an Verbringungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, die für
                                     Ausstellungen bestimmt sind
   (1)     Unternehmer verbringen in Gefangenschaft gehaltene Vögel nur dann zu einer
           Ausstellung in einem anderen Mitgliedstaat, wenn diese Tiere die in Artikel 59
           festgelegten Bedingungen erfüllen.
   (2)     Sofern es sich nicht um Flugjägerschauen für Raubvögel handelt, stellt der
           Unternehmer der Ausstellung sicher, dass:
           a)    der Einlass in die Tierausstellung auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel
                 beschränkt wird, die vorab für die Teilnahme an der Ausstellung registriert
                 wurden;
           b)    der Gesundheitsstatus von an der Ausstellung teilnehmenden Vögeln nicht
                 durch den Einlass von Vögeln gefährdet wird, die aus Betrieben kommen, die
                 sich in dem Mitgliedstaat des Veranstaltungsorts der Ausstellung befinden, und
                 zwar
                 entweder
                 i)     durch die Auflage, dass alle in Gefangenschaft gehaltenen Vögel, die an
                        der Ausstellung teilnehmen, denselben Gesundheitsstatus aufweisen
                        müssen;
                 oder
DE                                                74                                            DE
 ---pagebreak---              ii)   dadurch, dass die in Gefangenschaft gehaltenen Vögel, die aus dem
                   Mitgliedstaat des Veranstaltungsorts der Ausstellung kommen, in
                   separaten Räumlichkeiten oder Gehegen getrennt von in Gefangenschaft
                   gehaltenen Vögeln, die aus anderen Mitgliedstaaten kommen, gehalten
                   werden;
       c)    ein Tierarzt
             i)    bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, die vor ihrem Einlass in die
                   Ausstellung für die Teilnahme an der Ausstellung registriert wurden,
                   Identitätskontrollen durchführt;
             ii)   den klinischen Zustand der Vögel zum Zeitpunkt des Einlasses in die
                   Ausstellung und während der Ausstellung überwacht.
   (3) Unternehmer stellen sicher, dass in Gefangenschaft gehaltene Vögel, die gemäß den
       Absätzen 1 und 2 zu einer Ausstellung verbracht werden, nur dann von derartigen
       Ausstellungen in einen anderen Mitgliedstaat verbracht werden, wenn sie eine der
       folgenden Anforderungen erfüllen:
       a)    Die Tiere werden gemäß Artikel 81 von einer Veterinärbescheinigung
             begleitet;
       oder
       b)    im Falle von anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln als Raubvögeln,
             die an einer Flugjägerschau teilgenommen haben, werden die Tiere von einer
             Erklärung des in Absatz 2 Buchstabe c genannten Tierarztes begleitet, die
             besagt, dass der Gesundheitsstatus der Vögel laut ursprünglicher
             Veterinärbescheinigung gemäß Artikel 81 während der Ausstellung nicht
             gefährdet worden ist, sowie, als Anhang zu dieser Erklärung, die gültige
             ursprüngliche Veterinärbescheinigung gemäß Artikel 81, die von der
             zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats für die Verbringung der in
             Gefangenschaft gehaltenen Vögel zu der Ausstellung ausgestellt wurde;
       oder
       c)    im Falle von Raubvögeln, die an einer Flugjägerschau teilgenommen haben,
             werden die Tiere, sofern sie zurück in den Herkunftsmitgliedstaat verbracht
             werden, von der gültigen ursprünglichen Veterinärbescheinigung gemäß
             Artikel 81     begleitet,   die    von  der     zuständigen    Behörde    des
             Herkunftsmitgliedstaats für die Verbringung der Raubvögel zu der Flugschau
             ausgestellt wurde.
   (4) Der in Absatz 2 Buchstabe c genannte Tierarzt stellt nur dann die in Absatz 3
       Buchstabe b genannte Erklärung aus, wenn:
       a)    die Tiere zurück in den Herkunftsmitgliedstaat verbracht werden;
       b)    Regelungen dahin gehend getroffen wurden, dass die geplante Verbringung der
             in Gefangenschaft gehaltenen Vögel in den Herkunftsmitgliedstaat innerhalb
             der Gültigkeitsdauer der ursprünglichen Veterinärbescheinigung gemäß
             Artikel 81 vorgenommen wird, die von der zuständigen Behörde des
             Herkunftsmitgliedstaats für die Verbringung der in Gefangenschaft gehaltenen
             Vögel zu der Ausstellung ausgestellt wurde;
       c)    die in Absatz 2 Buchstabe b aufgeführten Bedingungen erfüllt worden sind.
DE                                           75                                            DE
 ---pagebreak---                                              Artikel 68
                   Spezifische Anforderungen an die Verbringung von Brieftauben
                   zu sportlichen Veranstaltungen in einem anderen Mitgliedstaat
   Unternehmer verbringen Brieftauben nur dann zu einer sportlichen Veranstaltung in einem
   anderen Mitgliedstaat, wenn diese Tiere die in Artikel 59 festgelegten Bedingungen erfüllen.
                                            Kapitel 8
       Veterinärbescheinigungen und Meldung von Verbringungen
                                          ABSCHNITT 1
                   ANFORDERUNGEN AN VETERINÄRBESCHEINIGUNGEN
                                             Artikel 69
           Ausnahme für Verbringungen gehaltener Equiden in andere Mitgliedstaaten
   Die Veterinärbescheinigungsanforderungen gemäß Artikel 143 Absatz 1 der Verordnung
   (EU) 2016/429 gelten nicht für die Verbringung registrierter Equiden in einen anderen
   Mitgliedstaat, wenn:
   a)      die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats die Ausnahme genehmigt hat;
   b)      die zuständige Behörde des Bestimmungsmitgliedstaats die Kommission und die
           anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass derartige Verbringungen
           unter den in den Buchstaben c und d aufgeführten Bedingungen genehmigt sind;
   c)      Equiden, die in den bzw. in die Hoheitsgebiete(n) des Herkunftsmitgliedstaats und
           des Bestimmungsmitgliedstaats gehalten und verbracht werden, mindestens die
           Tiergesundheitsanforderungen an die Verbringung gehaltener Equiden in andere
           Mitgliedstaaten und insbesondere die zusätzlichen Tiergesundheitsanforderungen
           gemäß Artikel 22 erfüllen;
   d)      die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats und die zuständige Behörde des
           Bestimmungsmitgliedstaats Systeme eingerichtet haben, mit denen die
           Rückverfolgbarkeit gehaltener Equiden, die unter den in diesem Artikel aufgeführten
           Bedingungen verbracht werden, sichergestellt wird.
                                             Artikel 70
          Ausnahmeregelung für Verbringungen von Landtieren in Wanderzirkussen und
                             Dressurnummern in andere Mitgliedstaaten
   Die Veterinärbescheinigungsanforderungen gemäß Artikel 143 Absatz 1 der Verordnung
   (EU) 2016/429 gelten nicht für die Verbringung von Landtieren in Wanderzirkussen und
   Dressurnummern in einen anderen Mitgliedstaat.
                                             Artikel 71
                     Veterinärbescheinigung für bestimmte gehaltene Landtiere
   (1)     Unternehmer verbringen in Gefangenschaft gehaltene Vögel, Honigbienen,
           Hummeln (ausgenommen Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt isolierten
           Zuchtbetrieben), Primaten, Hunde, Katzen, Frettchen oder sonstige Carnivora nur
           dann in einen anderen Mitgliedstaat, wenn die Tiere von einer
DE                                               76                                             DE
 ---pagebreak---            Veterinärbescheinigung begleitet werden, die von der zuständigen Behörde des
           Herkunftsmitgliedstaats ausgestellt wurde.
   (2)     Abweichend von Absatz 1 dürfen Unternehmer in Gefangenschaft gehaltene Vögel
           gemäß Artikel 67 Absatz 3 von Ausstellungen zurück in den Herkunftsmitgliedstaat
           der Vögel verbringen.
   (3)     Abweichend von Absatz 1 dürfen diese Raubvögel von der Veterinärbescheinigung,
           die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats für die Verbringung
           der Raubvögel aus dem Betrieb im Herkunftsmitgliedstaat zu einer Flugschau in
           einem anderen Mitgliedstaat ausgestellt wurde, während der Rückkehr der Vögel von
           dieser Ausstellung in den Herkunftsmitgliedstaat begleitet werden, wenn die
           Verbringung innerhalb der Gültigkeitsdauer der Bescheinigung stattfindet.
                                             Artikel 72
          Veterinärbescheinigung für Bruteier von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln
   Unternehmer verbringen Bruteier von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln nur dann in einen
   anderen Mitgliedstaat, wenn diese Eier von einer von der zuständigen Behörde des
   Herkunftsmitgliedstaats ausgestellten Veterinärbescheinigung begleitet werden.
                                          ABSCHNITT 2
    INHALT DER VETERINÄRBESCHEINIGUNGEN FÜR GEHALTENE LANDTIERE UND
                                         FÜR BRUTEIER
                                             Artikel 73
              Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Rinder
   (1)     Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
           Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
           gehaltene Rinder, mit Ausnahme der in Absatz 2 genannten gehaltenen Rinder,
           enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben
           und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 10 und gegebenenfalls der in den
           Artikeln 11, 12 und 13 vorgesehenen Anforderungen.
   (2)     Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
           Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
           gehaltene Rinder, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an einen
           Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
           Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
           vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
           Artikel 14 vorgesehenen Anforderungen.
                                             Artikel 74
         Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Schafe und Ziegen
   (1)     Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
           Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
           gehaltene Schafe und Ziegen, mit Ausnahme der in den Absätzen 2 und 3 genannten
           gehaltenen Schafe und Ziegen, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
           vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
           folgenden Artikeln vorgesehenen Anforderungen:
DE                                               77                                           DE
 ---pagebreak---        a)    im Falle von Schafen, mit Ausnahme von unkastrierten Schafböcken:
             Artikel 15 Absätze 1 und 2;
       b)    im Falle von Ziegen: Artikel 15 Absätze 1 und 3;
       c)    im Falle von unkastrierten Schafböcken: Artikel 15 Absätze 1, 2 und 4;
       d)    Artikel 17, soweit zutreffend.
   (2) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Schafe und Ziegen, die in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine Zone
       desselben mit einem genehmigten Tilgungsprogramm für Infektionen mit Brucella
       abortus, B. melitensis und B. suis verbracht werden, enthält die in Anhang VIII
       Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der
       Erfüllung der in folgenden Artikeln vorgesehenen Anforderungen:
       a)    Artikel 15 Absatz 1 Buchstaben a, b und d bis h;
       b)    entweder Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe c oder Artikel 16;
       c)    Artikel 17, soweit zutreffend.
   (3) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Schafe und Ziegen, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an
       einen Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
       Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
       vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
       Artikel 18 vorgesehenen Anforderungen.
                                         Artikel 75
          Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Schweine
   (1) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Schweine, mit Ausnahme der in Absatz 2 genannten gehaltenen Schweine,
       enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben
       und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 19 und gegebenenfalls der in
       Artikel 20 vorgesehenen Anforderungen.
   (2) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Schweine, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an einen
       Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
       Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
       vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
       Artikel 21 vorgesehenen Anforderungen.
                                         Artikel 76
          Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Equiden
   (1) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Equiden enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen
DE                                           78                                          DE
 ---pagebreak---        allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 22
       vorgesehenen Anforderungen.
   (2) Die in Absatz 1 genannte Veterinärbescheinigung
       a)    wird für einen einzelnen Equiden ausgestellt;
       oder
       b)    kann für eine Sendung von Equiden ausgestellt werden,
             i)    die ohne Auftrieb auf direktem Weg in einen anderen Mitgliedstaat
                   versandt werden;
             oder
             ii)   die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an einen Auftrieb zu
                   einem Schlachthof zur sofortigen Schlachtung in einen anderen
                   Mitgliedstaat transportiert werden.
                                         Artikel 77
        Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Camelidae
   (1) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Camelidae, mit Ausnahme der in Absatz 2 genannten gehaltenen
       Camelidae, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen
       Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 23 und gegebenenfalls
       der in Artikel 24 vorgesehenen Anforderungen.
   (2) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Camelidae, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an einen
       Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
       Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
       vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
       Artikel 25 vorgesehenen Anforderungen.
                                         Artikel 78
          Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für gehaltene Cervidae
   (1) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Cervidae, mit Ausnahme der in Absatz 2 genannten gehaltenen Cervidae,
       enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben
       und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 26 und gegebenenfalls der in
       Artikel 27 vorgesehenen Anforderungen.
   (2) Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
       Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
       gehaltene Cervidae, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an einen
       Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
       Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
       vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
       Artikel 28 vorgesehenen Anforderungen.
DE                                           79                                         DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 79
          Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für sonstige gehaltene Huftiere
   (1)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
            Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
            sonstige gehaltene Huftiere, mit Ausnahme der in Absatz 2 genannten sonstigen
            gehaltenen Huftiere, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen
            allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 29 und
            gegebenenfalls der in Artikel 30 vorgesehenen Anforderungen.
   (2)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143
            Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für
            sonstige gehaltene Huftiere, die entweder auf direktem Weg oder im Anschluss an
            einen Auftrieb zu einem Schlachthof in einem anderen Mitgliedstaat zur sofortigen
            Schlachtung verbracht werden, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
            vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
            Artikel 31 vorgesehenen Anforderungen.
                                              Artikel 80
                    Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Geflügel
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143 Absatz 1
   der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Geflügel enthält die
   in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung
   der Erfüllung der in folgenden Artikeln vorgesehenen Anforderungen:
   a)       im Falle von Zucht- und Nutzgeflügel: Artikel 34 sowie Artikel 41 und 42, soweit für
            die spezifische Geflügelkategorie zutreffend;
   b)       im Falle von zur Schlachtung bestimmtem Geflügel: Artikel 35 sowie Artikel 41 und
            42, soweit für die spezifische Geflügelkategorie zutreffend;
   c)       im Falle von Eintagsküken: Artikel 36 sowie Artikel 41 und 42, soweit für die
            spezifische Geflügelkategorie zutreffend;
   d)       im Falle von weniger als 20 Geflügeltieren, ausgenommen Laufvögel: Artikel 37
            sowie Artikel 41 und 42, soweit für die spezifische Geflügelkategorie zutreffend.
                                              Artikel 81
       Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für in Gefangenschaft gehaltene Vögel
   (1)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für in Gefangenschaft gehaltene Vögel,
            mit Ausnahme der in den Absätzen 2 und 3 genannten Tiere, enthält die in
            Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
            Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 59 sowie – soweit für die spezifische
            Kategorie Vögel zutreffend – der in den Artikeln 61 und 62 vorgesehenen
            Anforderungen.
   (2)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für in Gefangenschaft gehaltene Vögel,
            die für Ausstellungen bestimmt sind, enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
            vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
            Artikel 67 Absatz 1 vorgesehenen Anforderungen.
DE                                                80                                             DE
 ---pagebreak---    (3)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Brieftauben enthält die in
            Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
            Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 68 vorgesehenen Anforderungen.
                                              Artikel 82
                Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Geflügelbruteier
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 161 Absatz 1
   der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Bruteier von Geflügel
   enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 2 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
   Bestätigung der Erfüllung der in folgenden Artikeln vorgesehenen Anforderungen:
   a)       im Falle von Bruteiern von Geflügel, ausgenommen des unter den Buchstaben b und
            c genannten: Artikel 38 sowie Artikel 41 und 42, soweit für die spezifische
            Eierkategorie zutreffend;
   b)       im Falle von weniger als 20 Bruteiern von Geflügel, ausgenommen Laufvögel:
            Artikel 39 sowie Artikel 41 und 42, soweit für die spezifische Eierkategorie
            zutreffend;
   c)       im Falle von spezifiziert pathogenfreien Geflügeleiern: Artikel 40.
                                              Artikel 83
        Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Bruteier von in Gefangenschaft
                                          gehaltenen Vögeln
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 72 ausgestellte
   Veterinärbescheinigung für Bruteier von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln enthält die in
   Anhang VIII Teil 1 Nummer 2 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der
   Erfüllung der in Artikel 60 und – soweit für die spezifische Kategorie Eier zutreffend – der in
   den Artikeln 61 und 62 vorgesehenen Anforderungen.
                                              Artikel 84
          Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Honigbienen und Hummeln
   (1)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Honigbienen enthält die in
            Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
            Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 48 und gegebenenfalls der in den
            Artikeln 49 und 50 vorgesehenen Anforderungen.
   (2)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Hummeln (ausgenommen
            Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben) enthält die in
            Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
            Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 51 vorgesehenen Anforderungen.
                                              Artikel 85
                    Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Primaten
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71 Absatz 1
   ausgestellte Veterinärbescheinigung für Primaten enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1
   vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 47
DE                                                81                                               DE
 ---pagebreak---    vorgesehenen Anforderungen.
                                             Artikel 86
         Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Hunde, Katzen und Frettchen
   (1)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für Hunde, Katzen und Frettchen, mit
            Ausnahme der in Absatz 2 genannten Hunde, Katzen und Frettchen, enthält die in
            Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine
            Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 53 und gegebenenfalls der in Artikel 54
            vorgesehenen Anforderungen.
   (2)      Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71
            Absatz 1 ausgestellte Veterinärbescheinigung für als Heimtiere gehaltene Hunde,
            Katzen und Frettchen enthält die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen
            allgemeinen Angaben, eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 55 und
            gegebenenfalls der in Artikel 56 vorgesehenen Anforderungen sowie einen Hinweis
            auf das in Artikel 71 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2035 der Kommission
            genannte Identifizierungsdokument.
                                             Artikel 87
               Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für sonstige Carnivora
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 71 Absatz 1
   ausgestellte Veterinärbescheinigung für sonstige Carnivora enthält die in Anhang VIII Teil 1
   Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der Erfüllung der in
   Artikel 58 vorgesehenen Anforderungen.
                                             Artikel 88
    Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für Landtiere, die aus einem geschlossenen
      Betrieb in einen geschlossenen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat verbracht werden
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 143 Absatz 1
   der Verordnung (EU) 2016/429 oder gemäß Artikel 71 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung
   ausgestellte Veterinärbescheinigung für Landtiere, die aus einem geschlossenen Betrieb in
   einen geschlossenen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat verbracht werden, enthält die in
   Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 vorgesehenen allgemeinen Angaben und eine Bestätigung der
   Erfüllung der in Artikel 64 vorgesehenen Anforderungen.
                                          ABSCHNITT 3
    VETERINÄRBESCHEINIGUNGSANFORDERUNGEN HINSICHTLICH SPEZIFISCHER
                 ARTEN VON VERBRINGUNGEN GEHALTENER LANDTIERE
                                             Artikel 89
    Veterinärbescheinigung für die Verbringung von Huftieren und Geflügel durch Betriebe, die
                                       Auftriebe durchführen
   Die zuständige Behörde stellt die in den Artikeln 73 bis 80 genannte Veterinärbescheinigung
   für die Verbringung von aufzutreibenden Huftieren und aufzutreibendem Geflügel in einen
   anderen Mitgliedstaat aus, wenn:
   a)       die in Artikel 91 Absatz 1 genannten Dokumentenkontrollen, Identitätskontrollen
            und physischen Kontrollen sowie Untersuchungen vor Ausstellung der ersten in den
DE                                               82                                             DE
 ---pagebreak---               Artikeln 73 bis 80 genannten Veterinärbescheinigung durchgeführt werden, und
              zwar:
              entweder
              i)    im Herkunftsbetrieb, wo die Tiere bestimmt sind für
                    –      die Verbringung auf direktem Weg in einen für Auftriebe zugelassenen
                           Betrieb im Durchfuhrmitgliedstaat;
                    oder
                    –      einen Auftrieb auf einem Transportmittel im Herkunftsmitgliedstaat zur
                           Verbringung auf direktem Weg in einen anderen Mitgliedstaat;
              oder
              ii)   in einem für Auftriebe zugelassenen Betrieb, wo die Tiere im
                    Herkunftsmitgliedstaat für den Versand in einen anderen Mitgliedstaat
                    aufgetrieben wurden;
              oder
              iii)  in einem für Auftriebe zugelassenen Betrieb in einem Durchfuhrmitgliedstaat,
                    falls die Tiere in solch einem Mitgliedstaat aufgetrieben wurden;
   b)         die in den Artikeln 73 bis 80 genannte Veterinärbescheinigung auf der Grundlage
              amtlicher Informationen ausgefüllt ist,
              i)    die dem ausstellenden amtlichen Tierarzt, der die unter Buchstabe a Ziffern i
                    und ii genannten Kontrollen und Untersuchungen im Herkunftsmitgliedstaat
                    durchgeführt hat, zur Verfügung standen;
              oder
              ii)   die in der ersten oder zweiten in den Artikeln 73 bis 80 genannten
                    Veterinärbescheinigung angegeben waren, die dem ausstellenden amtlichen
                    Tierarzt, der die unter Buchstabe a Ziffer iii genannten Kontrollen und
                    Untersuchungen im Durchfuhrmitgliedstaat durchgeführt hat, zur Verfügung
                    stand, falls zutreffend.
                                                 Artikel 90
         Veterinärbescheinigung für gehaltene Huf- und Geflügeltiere, die für die Ausfuhr in
       Drittländer bestimmt sind, für die Zeit ihrer Verbringung aus dem Herkunftsmitgliedstaat
    durch das Hoheitsgebiet anderer Mitgliedstaaten hindurch bis an die Außengrenze der Union
   Unternehmer stellen sicher, dass gehaltene Huf- oder Geflügeltiere, die für die Ausfuhr in ein
   Drittland bestimmt sind und durch einen anderen Mitgliedstaat hindurch bis an die
   Außengrenze der Union transportiert werden, von Veterinärbescheinigungen begleitet
   werden, mit denen bestätigt wird, dass:
   i)         die Tiere mindestens die Anforderungen gemäß diesem Kapitel für die Verbringung
              gehaltener Huf- oder Geflügeltiere, die zur Schlachtung in dem Mitgliedstaat
              bestimmt sind, in dem sich der Ausgangsort befindet, erfüllen;
   und
   ii)        – im Falle von Tieren von für die Infektion mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
              (Serotypen 1–24) gelisteten Arten – die Tiere mindestens Artikel 33 entsprechen,
              wenn sich der Ausgangsort in einem Mitgliedstaat oder in einer Zone desselben mit
DE                                                   83                                           DE
 ---pagebreak---          dem Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
         Blauzungenkrankheit        (Serotypen 1–24)     oder    mit   einem     genehmigten
         Tilgungsprogramm hierfür befindet.
                                         ABSCHNITT 4
     VORSCHRIFTEN ÜBER DIE ZUSTÄNDIGKEIT DER ZUSTÄNDIGEN BEHÖRDE FÜR
                             DIE VETERINÄRBESCHEINIGUNG
                                            Artikel 91
            Zuständigkeit der zuständigen Behörde für die Veterinärbescheinigung
   (1)   Vor Unterzeichnung einer Veterinärbescheinigung führt der amtliche Tierarzt
         folgende Arten von Dokumentenkontrollen, Identitätskontrollen und physischen
         Kontrollen sowie Untersuchungen durch, um die Erfüllung der Anforderungen zu
         überprüfen:
         a)    bei gehaltenen Huftieren: eine Identitätskontrolle und eine klinische
               Untersuchung der Tiere der Sendung zum Zweck der Feststellung von
               klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. von
               entsprechenden Verdachtsfällen.
         b)    bei Zuchtgeflügel, Nutzgeflügel und weniger als 20 Geflügeltieren,
               ausgenommen Laufvögel: eine Dokumentenkontrolle der im Betrieb geführten
               Gesundheits- und Zuchtunterlagen, eine Identitätskontrolle der Tiere der
               Sendung und eine klinische Inspektion des Herkunftsbestands sowie der Tiere
               der Sendung zum Zweck der Feststellung von klinischen Anzeichen für für
               diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. von entsprechenden
               Verdachtsfällen;
         c)    bei zur Schlachtung bestimmtem Geflügel: eine Dokumentenkontrolle der im
               Betrieb geführten Gesundheits- und Zuchtunterlagen, eine Identitätskontrolle
               der Tiere der Sendung und eine klinische Inspektion des Herkunftsbestands
               zum Zweck der Feststellung von klinischen Anzeichen für für diese Arten
               relevante gelistete Seuchen bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen;
         d)    bei Eintagsküken: eine Dokumentenkontrolle der im Betrieb geführten
               Gesundheits- und Zuchtunterlagen des Herkunftsbestands zum Zweck der
               Feststellung von klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete
               Seuchen bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen;
         e)    bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln:
               i)    eine Identitätskontrolle der Tiere der Sendung;
               ii)   eine Dokumentenkontrolle der im Betrieb geführten Gesundheits- und
                     Zuchtunterlagen und eine klinische Inspektion des Herkunftsbestands
                     sowie der Tiere der Sendung zum Zweck der Feststellung von klinischen
                     Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. von
                     entsprechenden Verdachtsfällen;
         f)    bei Geflügelbruteiern: eine Dokumentenkontrolle der im Betrieb geführten
               Gesundheits- und Zuchtunterlagen des Herkunftsbestands und gegebenenfalls
               der in der Versandbrüterei geführten Unterlagen, eine Identitätskontrolle der
               Bruteier und
               entweder
DE                                              84                                           DE
 ---pagebreak---       i)    eine klinische Inspektion des Herkunftsbestands zum Zweck der
            Feststellung von klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante
            gelistete Seuchen bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen;
      oder
      ii)   monatliche Kontrollen des Gesundheitsstatus des Herkunftsbestands und
            eine Bewertung des aktuellen Gesundheitsstatus anhand der neuesten
            vom Unternehmer vorgelegten Informationen;
   g) bei Bruteiern von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln: eine
      Dokumentenkontrolle der im Betrieb geführten Gesundheits- und
      Zuchtunterlagen, eine Identitätskontrolle der Bruteier und eine klinische
      Inspektion des Herkunftsbestands zum Zweck der Feststellung von klinischen
      Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. von
      entsprechenden Verdachtsfällen;
   h) bei Honigbienen und Hummeln eine Identitätskontrolle und
      entweder
      i)    eine Sichtkontrolle der Tiere, der Verpackung und des Begleitfutters oder
            sonstigen Materials zum Zweck der Feststellung des Auftretens von
            Amerikanischer Faulbrut, Aethina tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer)
            und Tropilaelaps spp. bei Honigbienen oder von Aethina tumida (Kleiner
            Bienenbeutenkäfer) bei Hummeln;
      oder
      ii)   bei Honigbienenköniginnen, für die gemäß der Ausnahmeregelung des
            Artikels 49 eine Bescheinigung ausgestellt werden soll: eine
            Dokumentenkontrolle         der     Unterlagen     der      monatlichen
            Gesundheitskontrolle während der Produktionssaison, eine Sichtkontrolle
            der Einzelkäfige zum Zweck der Überprüfung der maximalen Anzahl der
            Pflegebienen pro Käfig und eine Sichtkontrolle der Tiere, der
            Verpackung und des Begleitfutters oder sonstigen Materials zum Zweck
            der Feststellung des Auftretens von Amerikanischer Faulbrut, Aethina
            tumida (Kleiner Bienenbeutenkäfer) und Tropilaelaps spp.;
   i) bei Primaten: eine Dokumentenkontrolle der Gesundheitsunterlagen, eine
      Identitätskontrolle und eine klinische Untersuchung bzw. wenn dies nicht
      möglich ist, eine klinische Inspektion der Tiere der Sendung zum Zweck der
      Feststellung von klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete
      Seuchen bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen;
   j) bei Hunden, Katzen, Frettchen und sonstigen Carnivora: eine
      Identitätskontrolle und eine klinische Untersuchung bzw. wenn dies nicht
      möglich ist, eine klinische Inspektion der Tiere der Sendung zum Zweck der
      Feststellung von klinischen Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete
      Seuchen bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen;
   k) bei Landtieren aus einem geschlossenen Betrieb, die in einen geschlossenen
      Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat verbracht werden: eine
      Dokumentenkontrolle der Gesundheitsunterlagen, eine Identitätskontrolle und
      eine klinische Untersuchung bzw. wenn dies nicht möglich ist, eine klinische
      Inspektion der Tiere der Sendung zum Zweck der Feststellung von klinischen
DE                                    85                                              DE
 ---pagebreak---               Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete Seuchen bzw. von
              entsprechenden Verdachtsfällen.
   (2) Der amtliche Tierarzt führt die in Absatz 1 vorgesehenen Dokumentenkontrollen,
       Identitätskontrollen und physischen Kontrollen sowie Untersuchungen durch und
       stellt die Veterinärbescheinigung aus, und zwar:
       a)     bei gehaltenen Huftieren, mit Ausnahme von Equiden: innerhalb der letzten
              24 Stunden vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb oder gegebenenfalls
              aus dem für Auftriebe zugelassenen Betrieb;
       b)     bei Equiden: innerhalb der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus dem
              Herkunftsbetrieb; oder bei in Artikel 92 Absatz 2 genannten Equiden: am
              letzten Arbeitstag vor dem Abgang;
       c)     im Falle von Zuchtgeflügel, Nutzgeflügel, weniger als 20 Geflügeltieren,
              ausgenommen Laufvögel, und in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln: innerhalb
              der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb;
       d)     im Falle von zur Schlachtung bestimmtem Geflügel: innerhalb der letzten
              5 Tage vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb;
       e)     im Falle von Eintagsküken: innerhalb der letzten 24 Stunden vor dem Abgang
              aus dem Herkunftsbetrieb;
       f)     im Falle von Bruteiern von Geflügel:
              i)    im Fall von Dokumentenkontrollen, Identitätskontrollen, einer klinischen
                    Inspektion des Herkunftsbestands und der Bewertung des aktuellen
                    Gesundheitsstatus des Bestands anhand der neuesten vom Unternehmer
                    vorgelegten Informationen: innerhalb der letzten 72 Stunden vor dem
                    Abgang der Bruteier aus dem Herkunftsbetrieb;
              ii)   im Fall monatlicher Kontrollen des Gesundheitsstatus des
                    Herkunftsbestands: innerhalb der letzten 31 Tage vor dem Abgang der
                    Bruteier aus dem Herkunftsbetrieb;
       g)     im Falle von Bruteiern von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln: innerhalb
              der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb;
       h)     im Falle von Honigbienen und Hummeln: innerhalb von 48 Stunden vor dem
              Abgang aus dem Herkunftsbetrieb, und im Falle von Honigbienenköniginnen,
              für die unter Anwendung einer Ausnahmeregelung eine Bescheinigung
              ausgestellt werden soll: innerhalb der letzten 24 Stunden vor dem Abgang aus
              dem Herkunftsbetrieb;
       i)     im Falle von Primaten: innerhalb der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus
              dem Herkunftsbetrieb;
       j)     im Falle von Hunden, Katzen, Frettchen und sonstigen Carnivora: innerhalb
              der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb;
       k)     im Falle von Landtieren, die aus einem geschlossenen Betrieb in einen
              geschlossenen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat verbracht werden:
              innerhalb der letzten 48 Stunden vor dem Abgang aus dem Herkunftsbetrieb.
   (3) Unbeschadet        der     Ausnahmeregelungen        nach    Artikel 92   gilt    die
       Veterinärbescheinigung für 10 Tage ab dem Ausstellungsdatum.
DE                                           86                                              DE
 ---pagebreak---                                              Artikel 92
                 Ausnahme von der Gültigkeitsdauer der Veterinärbescheinigung
   (1)     Abweichend von Artikel 91 Absatz 3 kann der für die Gültigkeit der
           Veterinärbescheinigung geltende Zeitraum von 10 Tagen bei Transporten von Tieren
           auf dem Wasser-/Seeweg um die Dauer verlängert werden, die für die Beförderung
           auf dem Wasser-/Seeweg benötigt wird.
   (2)     Ebenfalls abweichend von Artikel 91 Absatz 3 gilt die in Artikel 76 Absatz 2
           Buchstabe a genannte Bescheinigung für Equiden für 30 Tage, sofern:
           a)    der zu verbringende Equide von dem in Artikel 114 Absatz 1 Buchstabe c der
                 Verordnung (EU) 2016/429 vorgesehenen einzigen, lebenslang gültigen
                 Identifizierungsdokument begleitet wird, in das ein für einen Zeitraum von
                 höchstens vier Jahren von der zuständigen Behörde oder von der Stelle, der
                 diese Aufgabe übertragen wurde, ausgegebenes Validierungsabzeichen
                 aufgenommen wurde, mit dem dokumentiert wird, dass sich das Tier
                 gewöhnlich in einem Betrieb aufhält, der von der zuständigen Behörde auf der
                 Grundlage      von      häufigen      Tiergesundheitsbesuchen,  zusätzlichen
                 Identitätskontrollen und Gesundheitsprüfungen sowie aufgrund des
                 Nichtstattfindens von Natursprung im Betrieb, außer in dafür vorgesehenen,
                 abgetrennten Räumlichkeiten, als Betrieb mit niedrigem Gesundheitsrisiko
                 anerkannt wurde;
           oder
           b)    der zu verbringende registrierte Equide von dem in Artikel 114 Absatz 1
                 Buchstabe c der Verordnung (EU) 2016/429 vorgesehenen einzigen,
                 lebenslang gültigen Identifizierungsdokument begleitet wird, in das eine für
                 einen Zeitraum von höchstens vier Jahren vom nationalen Mitgliedsverband
                 der Fédération Équestre Internationale für die Teilnahme an Turnieren oder
                 von der zuständigen Rennbehörde für die Teilnahme an Rennen ausgestellte
                 Lizenz aufgenommen wird, mit der mindestens zwei Tierarztbesuche pro Jahr,
                 einschließlich     derjenigen    zur     Durchführung     der  regelmäßigen
                 Pferdegrippeimpfung und der Untersuchungen zwecks Verbringungen in
                 andere Mitgliedstaaten oder Drittländer, dokumentiert werden.
   (3)     Während der Gültigkeitsdauer genügt die in Absatz 2 genannte Bescheinigung für
           a)    mehrere Eingänge in andere Mitgliedstaaten;
           b)    die Rückkehr in den darin bezeichneten Abgangsbetrieb.
                                          ABSCHNITT 5
          GENAUE VORSCHRIFTEN FÜR DIE MELDUNG VON VERBRINGUNGEN
   GEHALTENER LANDTIERE UND VON BRUTEIERN IN ANDERE MITGLIEDSTAATEN
                                             Artikel 93
    Voranmeldung durch Unternehmer einer Verbringung von Hummeln aus zugelassenen, von
                  der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben zwischen Mitgliedstaaten
   Im Falle von in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringenden Hummeln aus zugelassenen,
   von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben meldet der Unternehmer des Herkunftsbetriebs der
   zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats den Abgang dieser Hummeln im Voraus.
DE                                               87                                           DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 94
    Voranmeldung einer geplanten Verbringung gehaltener Landtiere zwischen Mitgliedstaaten
                   durch Unternehmer von Wanderzirkussen und Dressurnummern
   Im Falle von in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringenden Wanderzirkussen und
   Dressurnummern meldet der Unternehmer der Wanderzirkusse und Dressurnummern der
   zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats den Abgang dieser Wanderzirkusse und
   Dressurnummern mindestens 10 Tage im Voraus.
                                              Artikel 95
       Voranmeldung durch Unternehmer von Verbringungen von Bruteiern in Gefangenschaft
                             gehaltener Vögel zwischen Mitgliedstaaten
   Im Falle von in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringenden Bruteiern von in
   Gefangenschaft gehaltenen Vögeln meldet der Unternehmer des Herkunftsbetriebs der
   zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats die geplante Verbringung dieses
   Zuchtmaterials im Voraus.
                                              Artikel 96
    Informationspflicht der Unternehmer zur Meldung von Verbringungen gehaltener Landtiere
                                      in andere Mitgliedstaaten
   Die Unternehmer, die der zuständigen Behörde in ihrem Herkunftsmitgliedstaat gemäß
   Artikel 152 der Verordnung (EU) 2016/429 Meldung geben, stellen der zuständigen Behörde
   diejenigen Informationen über jede Sendung von in einen anderen Mitgliedstaat zu
   verbringenden gehaltenen Landtieren bereit, die an folgender Stelle vorgesehen sind:
   a)       Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 Buchstaben a bis d im Hinblick auf in einen anderen
            Mitgliedstaat zu verbringende gehaltene Landtiere, mit Ausnahme von Hummeln aus
            zugelassenen, von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben;
   b)       Anhang VIII Teil 2 im Hinblick auf Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt
            isolierten Zuchtbetrieben.
                                              Artikel 97
      Informationspflicht der zuständigen Behörde zur Meldung von Verbringungen gehaltener
                                 Landtiere in andere Mitgliedstaaten
   Die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats, die der zuständigen Behörde des
   Bestimmungsmitgliedstaats gemäß Artikel 153 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429
   Meldung gibt, stellt diejenigen Informationen über jede Sendung von in einen anderen
   Mitgliedstaat zu verbringenden gehaltenen Landtieren bereit, die an folgender Stelle
   vorgesehen sind:
   a)       Anhang VIII Teil 1 Nummer 1 Buchstaben a bis d im Hinblick auf in einen anderen
            Mitgliedstaat zu verbringende gehaltene Landtiere, mit Ausnahme von Hummeln aus
            zugelassenen, von der Umwelt isolierten Zuchtbetrieben;
   b)       Anhang VIII Teil 2 im Hinblick auf Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt
            isolierten Zuchtbetrieben.
DE                                                88                                        DE
 ---pagebreak---                                               Artikel 98
                Meldung von Verbringungen von Bruteiern in andere Mitgliedstaaten
   Die Unternehmer, die der zuständigen Behörde in ihrem Herkunftsmitgliedstaat gemäß
   Artikel 163 der Verordnung (EU) 2016/429 und Artikel 95 der vorliegenden Verordnung
   Meldung geben, stellen der zuständigen Behörde die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 2
   Buchstaben a bis e vorgesehenen Informationen über jede Sendung von in einen anderen
   Mitgliedstaat zu verbringenden Bruteiern bereit.
                                              Artikel 99
                                           Notfallverfahren
   Bei Stromausfällen und anderen IMSOC-Störungen hält sich die zuständige Behörde des
   Herkunftsorts der in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringenden gehaltenen Landtiere oder
   Bruteier an die in Artikel 134 Buchstabe d der Verordnung (EU) 2017/625 vorgesehenen
   Notfallregelungen.
                                             Artikel 100
             Benennung von Regionen für die Verwaltung von Verbringungsmeldungen
   Bei der Benennung von Regionen für die Verwaltung der in den Artikeln 97 und 98
   vorgesehenen Verbringungsmeldungen stellen die Mitgliedstaaten sicher, dass:
   a)       alle Teile ihres Hoheitsgebiets von mindestens einer Region erfasst sind;
   b)       jede benannte Region in den Zuständigkeitsbereich einer zuständigen Behörde fällt,
            die in dieser Region für die Veterinärbescheinigung benannt wurde;
   c)       die für die benannte Region zuständige Behörde auf das IMSOC zugreifen kann;
   d)       das Personal der für die benannte Region zuständigen Behörde über die erforderliche
            Eignung sowie die erforderlichen Kenntnisse verfügt und eine spezifische Schulung
            durchlaufen oder gleichwertige praktische Erfahrungen im Einsatz des IMSOC zur
            Erstellung, Verarbeitung und Übermittlung der in den Artikeln 97 und 98
            vorgesehenen Informationen erworben hat.
DE                                                89                                            DE
 ---pagebreak---                                              TEIL III
     VERBRINGUNGEN WILD LEBENDER LANDTIERE
                                               Artikel 101
       Anforderungen an die Verbringung wild lebender Landtiere in andere Mitgliedstaaten
   (1)     Unternehmer verbringen wild lebende Landtiere nur dann aus ihrem
           Herkunftshabitat, wenn sie sie auf direktem Weg auf ein Transportmittel laden, das
           in ein Habitat oder in einen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat gebracht werden
           soll, und kein Eingang der Tiere in einen Betrieb im Herkunftsmitgliedstaat
           stattfindet.
   (2)     Unternehmer und Transportunternehmer stellen sicher, dass das Transportmittel, das
           für den Transport wild lebender Landtiere, mit Ausnahme von Honigbienen und
           Hummeln, verwendet wird,
           a)     so konstruiert ist, dass:
                  i)    Tiere nicht entweichen oder herausfallen können;
                  ii)   eine Sichtprüfung der Tiere auf dem Transportmittel möglich ist;
                  iii)  das Entweichen von Tierkot, Mist oder Futtermitteln verhindert oder
                        minimiert wird;
                  iv)   sofern es sich um die Beförderung von Vögeln handelt, das Entweichen
                        von Federn verhindert oder minimiert wird;
                  v)    die Tiere erforderlichenfalls in der Bewegung eingeschränkt oder für den
                        Transport ruhiggestellt werden können;
           b)     unverzüglich nach jedem Transport von Tieren oder jeglichen Gegenständen,
                  die ein Risiko für die Tiergesundheit bergen, gereinigt und desinfiziert wird
                  und erforderlichenfalls erneut desinfiziert wird sowie in jedem Fall getrocknet
                  oder trocknen gelassen wird, bevor erneut Tiere aufgeladen werden.
   (3)     Unternehmer         und         Transportunternehmer      stellen     sicher,     dass
           Transportbehälter/Container, in denen wild lebende Landtiere, mit Ausnahme von
           Honigbienen und Hummeln, transportiert werden,
           a)     die Bedingungen gemäß Absatz 2 Buchstabe a erfüllen;
           b)     nur wild lebende Tiere enthalten, die von derselben Art sind und aus
                  demselben Habitat kommen;
           c)     mit Angaben zur Art und zur Anzahl der Tiere gekennzeichnet sind;
           d)     entweder als unbenutzte und zweckmäßige Einwegbehälter nach der ersten
                  Verwendung vernichtet werden oder nach der Verwendung gereinigt und
                  desinfiziert und vor einem erneuten Gebrauch getrocknet bzw. trocknen
                  gelassen werden.
   (4)     Unternehmer verbringen wild lebende Landtiere nur dann aus ihrem Herkunftshabitat
           in ein Habitat oder einen Betrieb in einem anderen Mitgliedstaat, wenn folgende
           Anforderungen erfüllt sind:
           a)     Die Mehrzahl der Tiere der Sendung hat sich vor dem Abgang mindestens
                  30 Tage lang bzw. – bei Tieren im Alter von weniger als 30 Tagen – seit der
DE                                                 90                                             DE
 ---pagebreak---              Geburt in dem Herkunftshabitat aufgehalten und ist während dieses Zeitraums
             nicht mit gehaltenen Tieren, die einen niedrigeren Gesundheitsstatus aufweisen
             oder aus tierseuchenrechtlichen Gründen Verbringungsbeschränkungen
             unterliegen, oder mit gehaltenen Tieren aus einem Betrieb, der nicht die
             Anforderungen gemäß Buchstabe b erfüllt hat, in Berührung gekommen;
       b)    jegliche Tiere, die in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang der in Absatz 1
             genannten Tiere aus einem Drittland oder Drittlandsgebiet in die Union
             verbracht und in einen Betrieb in dem Habitat eingestallt werden, in dem sich
             die genannten Tiere aufgehalten haben, werden so getrennt gehalten, dass sie
             weder direkt noch indirekt mit allen anderen Tieren in diesem Betrieb und in
             diesem Habitat in Berührung kommen;
       c)    diese Tiere kommen aus einem Habitat, in dem innerhalb der festgelegten
             Fristen keine der folgenden Krankheiten und Infektionen gemeldet wurden:
             i)    Infektion mit dem Tollwut-Virus in den letzten 30 Tagen vor dem
                   Abgang;
             ii)   Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis bei wild
                   lebenden Landtieren von für diese Seuche gelisteten Arten in den letzten
                   42 Tagen vor dem Abgang;
             iii)  Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M.
                   caprae und M. tuberculosis) bei wild lebenden Landtieren von für diese
                   Seuche gelisteten Arten in den letzten 42 Tagen vor dem Abgang;
             iv)   Infektion mit dem Virus der epizootischen Hämorrhagie in einem
                   Umkreis von 150 km bei wild lebenden Landtieren von für diese Seuche
                   gelisteten Arten in den letzten 2 Jahren vor dem Abgang;
             v)    Milzbrand bei Huftieren in den letzten 15 Tagen vor dem Abgang;
             vi)   Surra (Trypanosoma evansi) in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang;
       d)    bei Tieren, die zur Familie der Antilocapridae, Bovidae, Camelidae, Cervidae,
             Giraffidae, Moschidae oder Tragulidae gehören, erfüllt das Herkunftshabitat
             mindestens eine der Anforderungen hinsichtlich Infektionen mit dem Virus der
             Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2
             Abschnitt 1 Nummern 1 bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der
             Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des
             Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend
             Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf
             bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056];
       e)    von diesen Tieren ist nicht bekannt, dass sie in den letzten 30 Tagen vor dem
             Abgang mit wild lebenden Landtieren in Berührung gekommen sind, die nicht
             die Anforderungen gemäß Buchstabe c erfüllt haben.
   (5) Abweichend von Absatz 4 Buchstabe d kann die zuständige Behörde des
       Herkunftsmitgliedstaats die Verbringung wild lebender Landtiere, die mindestens
       eine der Anforderungen gemäß Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 1
       bis 3 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom … zur
       Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des
       Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und
       den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende
DE                                           91                                             DE
 ---pagebreak---             Seuchen – C(2019)4056] nicht erfüllen, in einen anderen Mitgliedstaat oder in eine
            Zone desselben genehmigen,
            a)    der/die den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf Infektionen mit dem Virus der
                  Blauzungenkrankheit (Serotypen 1–24) hat oder über ein genehmigtes
                  Tilgungsprogramm hierfür verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
                  Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
                  dass derartige Verbringungen gemäß den Bedingungen des Artikels 43
                  Absatz 2 der [Delegierten Verordnung (EU) 2019/… der Kommission vom …
                  zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments
                  und des Rates hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung,
                  Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf bestimmte
                  gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056] genehmigt sind;
            oder
            b)    der/die nicht den Status „seuchenfrei“ hat und nicht über ein genehmigtes
                  Tilgungsprogramm für Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit
                  (Serotypen 1–24) verfügt, wenn der Bestimmungsmitgliedstaat die
                  Kommission und die anderen Mitgliedstaaten davon in Kenntnis gesetzt hat,
                  dass      derartige    Verbringungen     genehmigt     sind.    Wenn      der
                  Bestimmungsmitgliedstaat Bedingungen für die Genehmigung einer derartigen
                  Verbringung stellt, muss es sich dabei um Bedingungen gemäß Anhang V
                  Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Nummern 5 bis 8 der [Delegierten Verordnung
                  (EU) 2019/… der Kommission vom … zur Ergänzung der Verordnung (EU)
                  2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich Vorschriften
                  betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und den Status „seuchenfrei“ in
                  Bezug auf bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen – C(2019)4056]
                  handeln.
                                             Artikel 102
             Angaben zum Inhalt der Veterinärbescheinigung für wild lebende Landtiere
   Die von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats gemäß Artikel 155 Absatz 1
   Buchstabe c der Verordnung (EU) 2016/429 ausgestellte Veterinärbescheinigung für wild
   lebende Landtiere enthält die in Anhang VIII Nummer 3 vorgesehenen allgemeinen Angaben
   und eine Bestätigung der Erfüllung der in Artikel 101 Absatz 4 und, falls zutreffend, der in
   Artikel 101 Absatz 5 dieser Verordnung vorgesehenen Anforderungen.
                                             Artikel 103
    Vorschriften über die Zuständigkeit der zuständigen Behörde für die Veterinärbescheinigung
           in Bezug auf Verbringungen wild lebender Landtiere in andere Mitgliedstaaten
   (1)      Vor Unterzeichnung der in Artikel 102 vorgesehenen Veterinärbescheinigung für die
            Verbringung wild lebender Landtiere führt der amtliche Tierarzt folgende Arten von
            Identitätskontrollen und Untersuchungen durch:
            a)    eine Untersuchung der verfügbaren Informationen, anhand derer belegt wird,
                  dass die in Artikel 101 Absatz 4 vorgesehenen Anforderungen erfüllt sind;
            b)    eine Identitätskontrolle;
            c)    eine klinische Untersuchung bzw. wenn dies nicht möglich ist, eine klinische
                  Inspektion der Tiere der Sendung zum Zweck der Feststellung von klinischen
DE                                               92                                             DE
 ---pagebreak---                    Anzeichen für für diese Arten relevante gelistete oder neu auftretende Seuchen
                   bzw. von entsprechenden Verdachtsfällen.
   (2)       Innerhalb der letzten 24 Stunden vor dem Abgang der Sendung aus dem Habitat führt
             der amtliche Tierarzt die Dokumentenkontrollen, Identitätskontrollen und physischen
             Kontrollen sowie Untersuchungen gemäß Absatz 1 durch und stellt die
             Veterinärbescheinigung aus.
   (3)       Die Veterinärbescheinigung gilt für 10 Tage ab dem Ausstellungsdatum.
   (4)       Abweichend von Absatz 3 kann der für die Gültigkeit der Veterinärbescheinigung
             geltende Zeitraum von 10 Tagen bei Transporten wild lebender Landtiere auf dem
             Wasser-/Seeweg um die Dauer verlängert werden, die für die Beförderung auf dem
             Wasser-/Seeweg benötigt wird.
                                              Artikel 104
    Anforderungen an die Voranmeldung durch Unternehmer von Verbringungen wild lebender
                                  Landtiere in andere Mitgliedstaaten
   Unternehmer, die keine Transportunternehmer sind und wild lebende Landtiere in einen
   anderen      Mitgliedstaat     verbringen,    melden     der    zuständigen     Behörde    des
   Herkunftsmitgliedstaats dies mindestens 24 Stunden vor dem Abgang der Sendung im
   Voraus.
                                              Artikel 105
    Pflicht der Unternehmer zur Meldung von Verbringungen wild lebender Landtiere in andere
                                            Mitgliedstaaten
   Zum Zweck der in Artikel 155 Absatz 1 Buchstabe d der Verordnung (EU) 2016/429
   genannten Meldung stellen Unternehmer, die keine Transportunternehmer sind und wild
   lebende Landtiere in einen anderen Mitgliedstaat verbringen, der zuständigen Behörde im
   Herkunftsmitgliedstaat die in Artikel 145 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 und in
   Anhang VIII Teil 1 Nummer 3 Buchstaben a bis d genannten Informationen über jede
   Sendung dieser in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringenden Tiere bereit.
                                              Artikel 106
     Zuständigkeit der zuständigen Behörde hinsichtlich der Meldung von Verbringungen wild
                             lebender Landtiere in andere Mitgliedstaaten
   Die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats, die der zuständigen Behörde im
   Bestimmungsmitgliedstaat gemäß Artikel 155 Absatz 1 Buchstabe d der Verordnung (EU)
   2016/429 Meldung gibt, stellt die in Anhang VIII Teil 1 Nummer 3 Buchstaben a bis d
   vorgesehenen Informationen über jede Sendung von in einen anderen Mitgliedstaat zu
   verbringenden wild lebenden Landtieren bereit.
                                              Artikel 107
                                           Notfallverfahren
   Bei Stromausfällen und anderen IMSOC-Störungen hält sich die zuständige Behörde des
   Herkunftsorts der wild lebenden Landtiere an die in Artikel 134 Buchstabe d der Verordnung
   (EU) 2017/625 vorgesehenen Notfallregelungen.
DE                                                93                                              DE
 ---pagebreak---                                       TEIL IV
                                Schlussbestimmungen
                                       Artikel 108
   Diese Verordnung tritt am […] Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der
   Europäischen Union in Kraft.
   Sie gilt ab dem 21. April 2021.
   Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
   Mitgliedstaat.
   Brüssel, den 17.12.2019
                                          Für die Kommission
                                          Die Präsidentin
                                          Ursula von der LEYEN
DE                                          94                                          DE
 ---documentbreak---                             EUROPÄISCHE
                            KOMMISSION
                                                   Brüssel, den 17.12.2019
                                                   C(2019) 4058 final
                                                   ANNEXES 1 to 8
                                        ANHÄNGE
                                            der
            DELEGIERTEN VERORDNUNG (EU) .../… DER KOMMISSION
   zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des
    Rates hinsichtlich Tiergesundheitsanforderungen an Verbringungen von Landtieren
                             und Bruteiern innerhalb der Union
DE                                                                                  DE
 ---pagebreak---                                             ANHANG I
                                     DIAGNOSEMETHODEN
                                               Teil 1
                      Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis
   1.       Serologische Untersuchungen bei Rindern, Schafen, Ziegen und Camelidae:
            a)    gepufferte Brucella-Antigen-Tests;
            b)    Komplementbindungstest;
            c)    indirekter ELISA (I-ELISA; ELISA = enzyme-linked immunosorbent assay);
            d)    Fluoreszenz-Polarisations-Assay (FPA);
            e)    kompetitiver ELISA (C-ELISA).
   2.       Serologische Untersuchungen bei Schweinen:
            a)    gepufferte Brucella-Antigen-Tests;
            b)    Komplementbindungstest;
            c)    indirekter ELISA (I-ELISA);
            d)    Fluoreszenz-Polarisations-Assay (FPA);
            e)    kompetitiver ELISA (C-ELISA).
   3.       Brucellin-Hauttest bei Schafen, Ziegen und Schweinen
                                               Teil 2
      Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                                           tuberculosis)
   1.       Intrakutane Tuberkulinprobe:
            a)    intrakutane Tuberkulinprobe mittels Mono-Test (SITT);
            b)    simultane intrakutane Tuberkulinprobe (CITT).
   2.       Für Blutproben zur Verfügung stehende Untersuchungen:
            a)    Gamma-Interferon-Test.
                                               Teil 3
                                    Surra (Trypanosoma evansi)
   Serologische Untersuchungen:
   a)       ELISA auf Trypanosomiasis;
   b)       Card-Agglutinationstest auf Trypanosomiasis (CATT) bei einer Serumverdünnung
            von 1:4.
                                               Teil 4
                                 Enzootische Leukose der Rinder
   Serologische Untersuchungen:
   a)       Für Blutproben zur Verfügung stehende Untersuchungen:
            i)    Agargel-Immundiffusionstest (AGID);
DE                                               1                                       DE
 ---pagebreak---         ii)    blockierender ELISA (B-ELISA);
        iii)   indirekter ELISA (I-ELISA).
   b)   Für Milchproben zur Verfügung stehende Untersuchungen:
        i)     indirekter ELISA (I-ELISA).
                                                  Teil 5
             Infektiöse bovine Rhinotracheitis/infektiöse Pustulöse Vulvovaginitis
                                                                           Methoden:
                                                                 BoHV-1 I-ELISAa
      Nicht geimpfte Rinder
                                                                 gB B-ELISAb
      mit einem Impfstoff mit negativem gE-
                                                                 gE B-ELISAc
      Marker geimpfte Rinder
      a
        ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay) zum Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus.
      b
        ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-gB-Protein. Bei angeforderten Untersuchungen zum
        Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-Vollvirus kann diese Methode ebenfalls angewandt werden.
      c
        ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das BoHV-1-gE-Protein.
                                                  Teil 6
                                        Bovine Virus Diarrhoe
   1.   Direkte Methoden:
        a)     Echtzeit-Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion                        (Echtzeit-RT-
               PCR);
        b)     ELISA-Antigennachweis auf das Virus der Bovine Virus Diarrhoe (BVDV).
   2.   Serologische Untersuchungen:
        a)     indirekter ELISA (I-ELISA);
        b)     blockierender ELISA (B-ELISA).
                                                  Teil 7
                   Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit
                                                     Methoden:
                                                     ELISAa auf das Virus der Aujeszkyschen
        Schweine
                                                     Krankheit (ADV)
        Weniger als 4 Monate alte
        Schweine, die von mit einem                  gE-ELISAb
        Impfstoff mit negativem gE-
        Marker geimpften Muttertieren
DE                                                   2                                                       DE
 ---pagebreak---             stammen
          a
            ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das Vollvirus der Aujeszkyschen Krankheit, das ADV-gB-Protein
          oder das ADV-gD-Protein. Bei einer Chargenkontrolle von Testsets auf ADV-gB und ADV-gD oder bei Testsets
          auf das Vollvirus der Aujeszkyschen Krankheit müssen das Gemeinschaftsreferenzserum ADV 1 oder
          Substandards bei einer Verdünnung von 1:2 positiv reagieren.
          b
            ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das ADV-gE-Protein. Bei einer Chargenkontrolle müssen das
          Gemeinschaftsreferenzserum ADV 1 oder Substandards bei einer Verdünnung von 1:8 positiv reagieren.
                                                         Teil 8
                                                  Beschälseuche
   Komplementbindungstest auf Beschälseuche bei einer Serumverdünnung von 1:5.
                                                         Teil 9
                                   Ansteckende Blutarmut der Einhufer
   Serologische Untersuchungen:
   a)       Agargel-Immundiffusionstest (AGID);
   b)       ELISA auf die ansteckende Blutarmut der Einhufer.
                                                       Teil 10
                                  Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis
   1.       Serologische Untersuchungen:
            a)     Virusisolationstest auf die Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis;
            b)     Hämagglutinationshemmtest auf die Venezolanische Pferdeenzephalomyelitis.
   2.       Direkte Methode:
            Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) zum Nachweis des
            Virus-Genoms der Venezolanischen Pferdeenzephalomyelitis.
DE                                                          3                                                      DE
 ---pagebreak---                                           ANHANG II
        MINDESTANFORDERUNGEN VOR DER VERBRINGUNG IN BEZUG AUF
      INFEKTIONEN MIT DEM MYCOBACTERIUM-TUBERCULOSIS-KOMPLEX (M.
      BOVIS, M. CAPRAE UND M. TUBERCULOSIS) BEI ZIEGEN, CAMELIDAE UND
                                          CERVIDAE
                                              Teil 1
   Mindestanforderungen an ein Programm vor der Verbringung in Bezug auf Infektionen
   mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)
                                           bei Ziegen
   1.     Das      vor    der     Verbringung      in    einem    Betrieb    durchzuführende
          Überwachungsprogramm zum Nachweis einer Infektion mit dem Mycobacterium-
          tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) zum Zweck der
          Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat von gehaltenen Ziegen gemäß Artikel 15
          Absatz 3 muss mindestens folgende Schritte umfassen:
          a)    eine Fleischuntersuchung aller geschlachteten Ziegen aus dem Betrieb;
          b)    eine Nekropsieuntersuchung der Falltiere unter den Ziegen, die älter als
                9 Monate sind, es sei denn, dies ist aus logistischen Gründen nicht möglich
                oder aus wissenschaftlichen Gründen nicht erforderlich;
          c)    einen jährlichen Tiergesundheitsbesuch durch einen Tierarzt;
          d)    eine jährliche Untersuchung mit Negativbefund aller Ziegen, die in dem
                Betrieb zu Zuchtzwecken gehalten werden.
   2.     Abweichend von Nummer 1 muss die jährliche Untersuchung gemäß Nummer 1
          Buchstabe d nicht vorgeschrieben werden, wenn die zuständige Behörde auf der
          Grundlage einer Risikobewertung das Infektionsrisiko in dem Mitgliedstaat oder der
          Zone als vernachlässigbar einstuft und wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
          a)    das Überwachungsprogramm vor der Verbringung gemäß Absatz 1 wurde
                mindestens 24 Monate lang in dem Betrieb durchgeführt, und in diesem
                Zeitraum wurde keine Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-
                Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) bei den im Betrieb
                gehaltenen Ziegen gemeldet;
          b)    der Betrieb liegt in einem Mitgliedstaat oder einer Zone eines Mitgliedstaats,
                dessen bzw. deren Rinderbestand frei ist von Infektionen mit dem
                Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                tuberculosis).
   3.     Wenn bei den im Betrieb gehaltenen Ziegen eine Infektion mit dem Mycobacterium-
          tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) gemeldet wurde,
          dürfen diese Tiere nur dann in einen anderen Mitgliedstaat verbracht werden, wenn
          alle Ziegen, die älter als 6 Wochen sind und in dem Betrieb gehalten werden, mit
          Negativbefund getestet wurden. Diese Untersuchungen müssen an Proben
          durchgeführt werden, die frühestens 42 Tage nach dem Entfernen des letzten
          bestätigten Falls und des letzten Tieres, das anhand einer Diagnosemethode positiv
          getestet wurde, gewonnen wurden.
DE                                              4                                              DE
 ---pagebreak---                                               Teil 2
   Mindestanforderungen an ein Programm vor der Verbringung in Bezug auf Infektionen
   mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)
                                         bei Camelidae
   1.     Das     vor     der     Verbringung      in   einem     Betrieb    durchzuführende
          Überwachungsprogramm zum Nachweis einer Infektion mit dem Mycobacterium-
          tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) zum Zweck der
          Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat von gehaltenen Camelidae gemäß
          Artikel 23 Absatz 1 Buchstabe e muss mindestens folgende Schritte umfassen:
          a)    eine Fleischuntersuchung aller geschlachteten Camelidae aus dem Betrieb;
          b)    eine Nekropsieuntersuchung der Falltiere unter den Camelidae, die älter als
                9 Monate sind, es sei denn, dies ist aus logistischen Gründen nicht möglich
                oder aus wissenschaftlichen Gründen nicht erforderlich;
          c)    einen jährlichen Tiergesundheitsbesuch durch einen Tierarzt;
          d)    eine jährliche Untersuchung mit Negativbefund aller Camelidae, die in dem
                Betrieb zu Zuchtzwecken gehalten werden.
   2.     Abweichend von Nummer 1 muss die jährliche Untersuchung gemäß Nummer 1
          Buchstabe d nicht vorgeschrieben werden, wenn die zuständige Behörde auf der
          Grundlage einer Risikobewertung das Infektionsrisiko in dem Mitgliedstaat oder der
          Zone als vernachlässigbar einstuft und wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
          a)    das Überwachungsprogramm vor der Verbringung gemäß Absatz 1 wurde
                mindestens 24 Monate lang in dem Betrieb durchgeführt, und in diesem
                Zeitraum wurde keine Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-
                Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) bei den im Betrieb
                gehaltenen Camelidae gemeldet;
          b)    der Betrieb liegt in einem Mitgliedstaat oder einer Zone eines Mitgliedstaats,
                dessen bzw. deren Rinderbestand frei ist von Infektionen mit dem
                Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                tuberculosis).
   3.     Wenn bei den im Betrieb gehaltenen Camelidae eine Infektion mit dem
          Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)
          gemeldet wurde, dürfen diese Tiere nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
          verbracht werden, wenn alle Camelidae, die älter als 6 Wochen sind und in dem
          Betrieb gehalten werden, mit Negativbefund getestet wurden. Diese Untersuchungen
          müssen an Blutproben durchgeführt werden, die frühestens 42 Tage nach dem
          Entfernen des letzten bestätigten Falls und des letzten Tieres, das anhand einer
          Diagnosemethode positiv getestet wurde, gewonnen wurden.
DE                                              5                                              DE
 ---pagebreak---                                               Teil 3
   Mindestanforderungen an ein Programm vor der Verbringung in Bezug auf Infektionen
   mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)
                                          bei Cervidae
   1.     Das     vor     der     Verbringung      in   einem     Betrieb    durchzuführende
          Überwachungsprogramm zum Nachweis einer Infektion mit dem Mycobacterium-
          tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) zum Zweck der
          Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat von gehaltenen Cervidae gemäß
          Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe e muss mindestens folgende Schritte umfassen:
          a)    eine Fleischuntersuchung aller geschlachteten Cervidae aus dem Betrieb;
          b)    eine Fleischuntersuchung der Falltiere unter den Cervidae, die älter als
                9 Monate sind, es sei denn, dies ist aus logistischen Gründen nicht möglich
                oder aus wissenschaftlichen Gründen nicht erforderlich;
          c)    einen jährlichen Tiergesundheitsbesuch durch einen Tierarzt;
          d)    eine jährliche Untersuchung mit Negativbefund aller Cervidae, die in dem
                Betrieb zu Zuchtzwecken gehalten werden.
   2.     Abweichend von Nummer 1 muss die jährliche Untersuchung gemäß Nummer 1
          Buchstabe d nicht vorgeschrieben werden, wenn die zuständige Behörde auf der
          Grundlage einer Risikobewertung das Infektionsrisiko in dem Mitgliedstaat oder der
          Zone als vernachlässigbar einstuft und wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
          a)    das Überwachungsprogramm vor der Verbringung gemäß Absatz 1 wurde
                mindestens 24 Monate lang in dem Betrieb durchgeführt, und in diesem
                Zeitraum wurde keine Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-
                Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) bei den im Betrieb
                gehaltenen Cervidae gemeldet;
          b)    der Betrieb liegt in einem Mitgliedstaat oder einer Zone eines Mitgliedstaats,
                dessen bzw. deren Rinderbestand frei ist von Infektionen mit dem
                Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M.
                tuberculosis).
   3.     Wenn bei den im Betrieb gehaltenen Cervidae eine Infektion mit dem
          Mycobacterium-tuberculosis-Komplex (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis)
          gemeldet wurde, dürfen diese Tiere nur dann in einen anderen Mitgliedstaat
          verbracht werden, wenn alle Cervidae, die älter als 6 Wochen sind und in dem
          Betrieb gehalten werden, zweifach im Abstand von mindestens 6 Monaten mit
          Negativbefund auf eine Infektion mit dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex
          (M. bovis, M. caprae und M. tuberculosis) getestet wurden. Der erste Test muss
          frühestens 6 Monate nach dem Entfernen des letzten bestätigten Falls und des letzten
          Tieres, das anhand einer Diagnosemethode positiv getestet wurde, an Cervidae oder
          an von Cervidae gewonnenen Proben durchgeführt werden.
DE                                              6                                              DE
 ---pagebreak---                                             ANHANG III
       MINDESTANFORDERUNGEN VOR DER VERBRINGUNG IN BEZUG AUF
      INFEKTIONEN MIT BRUCELLA ABORTUS, B. MELITENSIS UND B. SUIS BEI
                                          SCHWEINEN
   1.     Das      vor      der    Verbringung      in    einem     Betrieb      durchzuführende
          Überwachungsprogramm zum Nachweis einer Infektion mit Brucella abortus, B.
          melitensis und B. suis zum Zweck der Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat
          von gehaltenen Schweinen gemäß Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe f Ziffer ii muss
          mindestens folgende Schritte umfassen:
          a)     einen jährlichen Tiergesundheitsbesuch durch einen Tierarzt;
          b)     wenn die Schweine zu Zuchtzwecken in dem Betrieb gehalten werden, eine
                 jährliche immunologische Untersuchung des Schweinebestands dieses Betriebs
                 anhand einer der in Anhang I Teil 1 Nummer 2 aufgeführten
                 Diagnosemethoden, durch die bei einer Zielprävalenz von 10 % mit einem
                 Konfidenzniveau von mindestens 95 % nachgewiesen werden kann, dass keine
                 Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis vorliegt.
   2.     Abweichend von Nummer 1 müssen der Tiergesundheitsbesuch gemäß Nummer 1
          Buchstabe a und die Untersuchung gemäß Absatz 1 Buchstabe b nicht
          vorgeschrieben werden, wenn die zuständige Behörde auf der Grundlage einer
          Risikobewertung das Risiko für eine Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis
          und B. suis in dem Mitgliedstaat oder der Zone dieses Mitgliedstaats als
          vernachlässigbar einstuft und wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
          a)     In den letzten 5 Jahren wurde bei dem Bestand gehaltener Schweine keine
                 Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis gemeldet;
          b)     in den letzten 5 Jahren wurde bei dem Bestand wild lebender Tiere der
                 gelisteten Arten keine Infektion mit Brucella abortus, B. melitensis und B. suis
                 gemeldet, und in diesem Zeitraum wurden Wildschweine in die
                 Zieltierpopulation für die Überwachung gemäß Artikel 4 der [C(2019) 4056
                 Delegierten Verordnung (EU) 2019/... der Kommission vom … zur Ergänzung
                 der Verordnung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates
                 hinsichtlich Vorschriften betreffend Überwachung, Tilgungsprogramme und
                 den Status „seuchenfrei“ für bestimmte gelistete und neu auftretende Seuchen]
                 einbezogen;
          c)     der Mitgliedstaat oder die Zone eines Mitgliedstaats ist im Hinblick auf die
                 Rinder-, Schaf- und Ziegenbestände frei von Infektionen mit Brucella abortus,
                 B. melitensis und B. suis.
   3.     Wenn bei den im Betrieb gehaltenen Schweinen eine Infektion mit Brucella abortus,
          B. melitensis und B. suis gemeldet wurde, dürfen diese Tiere nur dann in einen
          anderen Mitgliedstaat verbracht werden, wenn alle Schweine, die in dem Betrieb
          gehalten werden, zweifach mit Negativbefund getestet wurden. Der erste Test muss
          an Proben durchgeführt werden, die frühestens 3 Monate nach dem Entfernen der
          infizierten Tiere und der Tiere, die anhand einer der in Anhang I Teil 1 Nummer 2
          aufgeführten Diagnosemethode positiv getestet wurden, gewonnen wurden. Der
          zweite Test muss an Proben durchgeführt werden, die frühestens 6 Monate und
          spätestens 12 Monate nach dem ersten Test gewonnen wurden.
DE                                               7                                                DE
 ---pagebreak---                                           ANHANG IV
      UNTERSUCHUNG VON ENTEN UND GÄNSEN AUF DIE HOCHPATHOGENE
                                    AVIÄRE INFLUENZA
   In der Woche vor dem Verladen für den Versand müssen Enten und Gänse bei einer
   virologischen Untersuchung negativ auf die hochpathogene Aviäre Influenza getestet worden
   sein, und zwar entweder mittels Virusisolationstest oder mittels Molekulartest, durch den eine
   mögliche Infektion bei einer Prävalenz von 5 % mit einem Konfidenzniveau von 95 %
   festgestellt werden kann.
DE                                               8                                                DE
 ---pagebreak---                                       ANHANG V
      ANFORDERUNGEN AN DIE UNTERSUCHUNG VON SENDUNGEN MIT
    WENIGER ALS 20 GEFLÜGELTIEREN (AUSGENOMMEN LAUFVÖGEL) ODER
        WENIGER ALS 20 BRUTEIERN VON GEFLÜGEL (AUSGENOMMEN
                                     LAUFVÖGEL)
   1.   Sendungen mit weniger als 20 Geflügeltieren (ausgenommen Laufvögel) oder
        weniger als 20 Bruteiern von Geflügel (ausgenommen Laufvögel) müssen gemäß
        Nummer 2 je nach der betreffenden gelisteten Art negativ auf die folgenden
        Seuchenerreger getestet worden sein:
        a)   Infektion mit Salmonella Pullorum, S. Gallinarum und S. arizonae;
        b)   Mykoplasmose des Geflügels (Mycoplasma gallisepticum und M. meleagridis).
   2.   Untersuchung:
        a)   bei Zuchtgeflügel, Nutzgeflügel und zur Schlachtung bestimmtem Geflügel
             müssen die Tiere innerhalb der 21 Tage vor dem Verladen für den Versand im
             Wege serologischer und/oder bakteriologischer Untersuchungen negativ auf
             die Seuchen gemäß Nummer 1 getestet worden sein;
        b)   bei Bruteiern und Eintagsküken muss der Herkunftsbestand in den 21 Tagen
             vor dem Verladen für den Versand im Wege serologischer und/oder
             bakteriologischer Untersuchungen negativ auf die Seuchen gemäß Nummer 1
             getestet worden sein, sodass eine mögliche Infektion bei einer Prävalenz von
             5 % mit einem Konfidenzniveau von 95 % festgestellt werden kann;
        c)   wenn die Tiere mit einem beliebigen Salmonella- oder Mycoplasma-Serotypen
             gegen eine Infektion geimpft wurden, muss nur eine bakteriologische
             Untersuchung durchgeführt werden. Die Feststellungsmethode muss eine
             Unterscheidung der Stämme der Lebendimpfstoffe und der Feldstämme
             ermöglichen.
DE                                           9                                            DE
 ---pagebreak---                                          ANHANG VI
      KRITERIEN FÜR IMPFSTOFFE GEGEN EINE INFEKTION MIT DEM VIRUS
                               DER NEWCASTLE-KRANKHEIT
   Attenuierte Lebendimpfstoffe gegen eine Infektion mit dem Virus der Newcastle-Krankheit
   müssen aus einem Virusstamm der Newcastle-Krankheit hergestellt werden, dessen
   Originalsaatvirus (Master Seed) geprüft wurde und einen Index der intrazerebralen
   Pathogenität (ICPI) von
   a)       unter 0,4 ergab, sofern jedem Vogel beim ICPI-Test nicht weniger als 107 EID50
            (50 % Embryo-Infektionsdosis) verabreicht werden; oder
   b)       unter 0,5 ergab, sofern jedem Vogel beim ICPI-Test nicht weniger als 108 EID50
            verabreicht werden.
DE                                            10                                           DE
 ---pagebreak---                                                 ANHANG VII
                           GÜLTIGKEIT DER TOLLWUTIMPFUNG UND
     RISIKOMINDERUNGSMAẞNAHMEN IN BEZUG AUF ANDERE SEUCHEN ALS
                                                  TOLLWUT
                                                     Teil 1
     Gültigkeit der Tollwutimpfungen für Hunde, Katzen, Frettchen und andere Carnivora
   Die Gültigkeitsanforderungen für Impfungen gegen eine Infektion mit dem Tollwut-Virus
   gemäß Artikel 53 Buchstabe b Ziffer i, Artikel 55 Buchstabe b Ziffer i und Artikel 58
   Absatz 1 Buchstabe c entsprechen den in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 des
   Europäischen Parlaments und des Rates1 festgelegten Vorschriften.
   Wenn in einem Mitgliedstaat für andere Carnivora als Hunde, Katzen und Frettchen keine
   Tollwutimpfung zugelassen ist, sind gemäß Artikel 10 Absatz 1 der Richtlinie 2001/82
   durchgeführte Tollwutimpfungen als gültig anzusehen.
                                                     Teil 2
             Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf andere Seuchen als Tollwut
   1.        Die Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf einen Befall mit Echinococcus
             multilocularis gemäß Artikel 53 Buchstabe b Ziffer ii und Artikel 55 Buchstabe b
             Ziffer ii entsprechen den Maßnahmen in der Delegierten Verordnung
             (EU) 2018/7722 in Verbindung mit der Durchführungsverordnung (EU) 2018/878 der
             Kommission3.
   2.        Abweichend von Nummer 1 ist die in Artikel 58 Absatz 1 Buchstabe d genannte
             Behandlung anderer Canidae als Hunde gegen einen Befall mit Echinococcus
             multilocularis frühestens 48 Stunden vor dem Eingang in einen im Anhang der
             Verordnung (EU) 2018/878 aufgeführten Mitgliedstaat oder in eine dort aufgeführte
             Zone eines Mitgliedstaats durchzuführen und zu dokumentieren.
   3.        Bei den Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf andere Seuchen als eine
             Infektion mit dem Tollwut-Virus und einen Befall mit Echinococcus multilocularis
             gemäß Artikel 53 Buchstabe b Ziffer ii und Artikel 55 Buchstabe b Ziffer ii handelt
             es sich um gemäß Artikel 19 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 erlassene
             vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen, die auf die betroffenen Arten von Carnivora
             Anwendung finden.
   1
           Verordnung (EU) Nr. 576/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013 über die
           Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Aufhebung der Verordnung (EG)
           Nr. 998/2003 (ABl. L 178 vom 28.6.2013, S. 1).
   2
           Delegierte Verordnung (EU) 2018/772 der Kommission vom 21. November 2017 zur Ergänzung der
           Verordnung (EU) Nr. 576/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich präventiver
           Gesundheitsmaßnahmen zur Kontrolle von Echinococcus-multilocularis-Infektionen bei Hunden und
           zur Aufhebung der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 1152/2011 (ABl. L 130 vom 28.5.2018, S. 1).
   3
           Durchführungsverordnung (EU) 2018/878 der Kommission vom 18. Juni 2018 zur Annahme der Liste
           der Mitgliedstaaten oder Teile des Hoheitsgebiets von Mitgliedstaaten, die die Vorschriften für die
           Einstufung gemäß Artikel 2 Absätze 2 und 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2018/772 über die
           Anwendung präventiver Gesundheitsmaßnahmen zur Kontrolle von Echinococcus-multilocularis-
           Infektionen bei Hunden erfüllen (ABl. L 155 vom 19.6.2018, S. 1).
DE                                                      11                                                     DE
 ---pagebreak---                                          ANHANG VIII
    IN VETERINÄRBESCHEINIGUNGEN UND MELDUNGEN VORGESCHRIEBENE
                                      INFORMATIONEN
                                              Teil 1
        In der Veterinärbescheinigung für in einen anderen Mitgliedstaat zu verbringende
                         Landtiere und Bruteier vorgeschriebene Informationen
   1.     Die in Artikel 143 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 und in Artikel 71
          Absatz 1 der vorliegenden Verordnung genannte Veterinärbescheinigung für
          gehaltene Landtiere, die in einen anderen Mitgliedstaat verbracht werden, muss
          mindestens folgende Informationen enthalten:
          a)    Name und Anschrift des Versenders und Empfängers;
          b)    Name und Anschrift des Versandbetriebs, und
                i)    wenn es sich bei dem Versandbetrieb um einen zugelassenen Betrieb
                      handelt, die individuelle Zulassungsnummer dieses Betriebs; oder
                ii)   wenn es sich bei dem Versandbetrieb um einen registrierten Betrieb
                      handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
          c)    Name und Anschrift des Bestimmungsbetriebs, und
                i)    wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen zugelassenen
                      Betrieb handelt, die individuelle Zulassungsnummer dieses Betriebs;
                      oder
                ii)   wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen registrierten Betrieb
                      handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
          d)    Tierart und -kategorie und gegebenenfalls die Identifikation;
          e)    Informationen über die Tiergesundheitslage und zusätzliche Garantien in
                Bezug auf
                i)    den Herkunftsmitgliedstaat oder die Herkunftszone eines Mitgliedstaats;
                ii)   den Herkunftsbetrieb und Herkunftsbestand der Tiere, einschließlich
                      gegebenenfalls der Untersuchungsergebnisse;
                iii)  die    zu     versendenden      Tiere,   einschließlich  gegebenenfalls
                      Untersuchungsergebnissen oder Impfungen;
          f)    Datum und Ort der Ausstellung sowie Gültigkeitsdauer der
                Veterinärbescheinigung, Name, Funktion und Unterschrift des amtlichen
                Tierarztes sowie Stempel der zuständigen Behörde des Ursprungsortes der
                Sendung.
   2.     Die in Artikel 161 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/429 und in Artikel 72 der
          vorliegenden Verordnung genannte Veterinärbescheinigung für Bruteier, die in einen
          anderen Mitgliedstaat verbracht werden, muss mindestens folgende Informationen
          enthalten:
          a)    Name und Anschrift des Versenders und Empfängers;
          b)    Name und Anschrift des Versandbetriebs, und
DE                                              12                                            DE
 ---pagebreak---             i)    wenn es sich bei dem Versandbetrieb um einen zugelassenen Betrieb
                  handelt, die individuelle Zulassungsnummer dieses Betriebs; oder
            ii)   wenn es sich bei dem Versandbetrieb um einen registrierten Betrieb
                  handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
      c)    Name und Anschrift des Bestimmungsbetriebs, und
            i)    wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen zugelassenen
                  Betrieb handelt, die individuelle Zulassungsnummer dieses Betriebs;
                  oder
            ii)   wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen registrierten Betrieb
                  handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
      d)    die Kategorie von Bruteiern;
      e)    die Angaben, die eine Identifizierung der Bruteier ermöglichen:
            i)    die Art und gegebenenfalls die Identifikation der Tiere, von denen sie
                  stammen;
            ii)   gegebenenfalls die Kennzeichnung der Bruteier;
            ii)   Ort und Datum ihrer Sammlung;
      f)    Informationen über die Tiergesundheitslage und zusätzliche Garantien in
            Bezug auf
            i)    den Herkunftsmitgliedstaat oder die Herkunftszone eines Mitgliedstaats;
            ii)   den     Herkunftsbetrieb     und     Herkunftsbestand,    gegebenenfalls
                  einschließlich der Untersuchungsergebnisse;
            iii)  die Tiere, von denen die Bruteier stammen, gegebenenfalls einschließlich
                  der Untersuchungsergebnisse;
            iv)   die zu versendenden Bruteier;
      g)    Datum und Ort der Ausstellung sowie Gültigkeitsdauer der
            Veterinärbescheinigung, Name, Funktion und Unterschrift des amtlichen
            Tierarztes sowie Stempel der zuständigen Behörde des Ursprungsortes der
            Sendung.
   3. Die in Artikel 155 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) 2016/429 genannte
      Veterinärbescheinigung für wild lebende Landtiere, die in einen anderen
      Mitgliedstaat verbracht werden, muss mindestens folgende Informationen enthalten:
      a)    Name und Anschrift des Versenders und Empfängers;
      b)    Ort, an dem die Tiere gefangen und für den Versand verladen wurden;
      c)    Bestimmungsort, und
            i)    wenn es sich bei dem Bestimmungsort um das Habitat handelt, den Ort,
                  an dem die Tiere entladen werden sollen; oder
            ii)   wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen registrierten Betrieb
                  handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
      d)    Tierart und -kategorie;
      e)    Datum und Ort der Ausstellung sowie Gültigkeitsdauer der
            Veterinärbescheinigung, Name, Funktion und Unterschrift des amtlichen
DE                                          13                                             DE
 ---pagebreak---    Tierarztes sowie Stempel der zuständigen Behörde des Ursprungsortes der
   Sendung.
DE                             14                                          DE
 ---pagebreak---                                                   Teil 2
                In der Meldung von Verbringungen bestimmter Landtiere, für die keine
                  Veterinärbescheinigung erforderlich ist, vorgeschriebene Informationen
   Die Meldung zur Verbringung von Hummeln aus zugelassenen, von der Umwelt isolierten
   Zuchtbetrieben in einen anderen Mitgliedstaat muss mindestens folgende Informationen
   enthalten:
   a)       Name und Anschrift des Versenders und Empfängers;
   b)       Name, Anschrift und individuelle Zulassungsnummer des Versandbetriebs;
   c)       Name und Anschrift des Bestimmungsbetriebs, und
            i)    wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen zugelassenen Betrieb
                  handelt, die individuelle Zulassungsnummer dieses Betriebs; oder
            ii)   wenn es sich bei dem Bestimmungsbetrieb um einen registrierten Betrieb
                  handelt, die individuelle Registrierungsnummer dieses Betriebs;
   d)       Tierart und -kategorie sowie Anzahl und Größe der Völker;
   e)       Versanddatum.
DE                                                15                                     DE