CELEX: C2002/323/34
Language: de
Date: 2002-12-21 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichtshofes (Fünfte Kammer) vom 3. Oktober 2002 in der Rechtssache C-273/01 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale di Bari): Walter Ferro gegen Giovanni Santoro (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Richtlinie 86/653/EWG zur Koordinierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend die selbständigen Handelsvertreter — Anwendbarkeit auf Vermittler)

C 323/24                DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        21.12.2002
Verwaltungsvorschriften erlassen hat, um dieser Richtlinie               Eine Richtlinie kann nicht selbst Verpflichtungen für einen Einzelnen
nachzukommen, oder sie jedenfalls der Kommission nicht                   begründen, so dass ihm gegenüber eine Berufung auf die Richtlinie
mitgeteilt hat, hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des                 als solche nicht möglich ist.
Kammerpräsidenten M. Wathelet (Berichterstatter) sowie der
Richter P. Jann und A. Rosas — Generalanwalt: J. Mischo;
Kanzler: R. Grass — am 7. November 2002 ein Urteil mit                   (1 ) ABl. C 245 vom 1.9.2001.
folgendem Tenor erlassen:
1.    Das Königreich Spanien hat dadurch gegen seine Verpflichtun-
      gen aus der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments
      und des Rates vom 16. Februar 1998 über das Inverkehrbrin-
      gen von Biozid-Produkten verstoßen, dass es nicht innerhalb der
                                                                                      BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
      vorgeschriebenen Frist die notwendigen Rechts- und Verwal-
      tungsvorschriften erlassen hat, um dieser Richtlinie nachzukom-
      men.                                                                                       (Fünfte Kammer)
2.    Das Königreich Spanien trägt die Kosten des Verfahrens.                                  vom 3. Oktober 2002
( 1) ABl. C 317 vom 10.11.2001.                                          in der Rechtssache C-273/01 (Vorabentscheidungsersu-
                                                                         chen des Tribunale di Bari): Walter Ferro gegen Giovanni
                                                                                                       Santoro (1)
                                                                         (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Richtlinie 86/
                                                                         653/EWG zur Koordinierung der Rechtsvorschriften der
             BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES                                 Mitgliedstaaten betreffend die selbständigen Handelsvertre-
                                                                                       ter — Anwendbarkeit auf Vermittler)
                         (Dritte Kammer)
                                                                                                   (2002/C 323/34)
                     vom 24. Oktober 2002
                                                                                            (Verfahrenssprache: Italienisch)
in der Rechtssache C-233/01 (Vorabentscheidungsersu-
chen des Giudice di pace di Palermo): Riunione Adriatica                 (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
         di Securtà SpA (RAS) gegen Dario Lo Bue (1)                                Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
(Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Richtlinie 92/
49/EWG — Tariffreiheit — Möglichkeit, sich gegenüber
        einem Einzelnen auf eine Richtlinie zu berufen)                  In der Rechtssache C-273/01 betreffend ein dem Gerichtshof
                                                                         nach Artikel 234 EG vom Tribunale di Bari (Italien) in dem bei
                          (2002/C 323/33)                                diesem anhängigen Rechtsstreit Walter Ferro gegen Giovanni
                                                                         Santoro vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über
                                                                         die Auslegung der Richtlinie 86/653/EWG des Rates vom
                   (Verfahrenssprache: Italienisch)
                                                                         18. Dezember 1986 zur Koordinierung der Rechtsvorschriften
                                                                         der Mitgliedstaaten betreffend die selbständigen Handelsvertre-
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der     ter (ABl. L 382, S. 17) sowie — hilfsweise — der Artikel 52
           Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)               und 59 EG-Vertrag (nach Änderung jetzt Artikel 43 EG und
                                                                         49 EG) hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung
                                                                         des Kammerpräsidenten P. Jann (Berichterstatter) sowie der
In der Rechtssache C-233/01 betreffend ein dem Gerichtshof               Richter D. A. O. Edward, A. La Pergola, M. Wathelet und
nach Artikel 234 EG vom Giudice di pace Palermo (Italien) in             A. Rosas — Generalanwalt: F. G. Jacobs; Kanzler: R. Grass —
dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit Riunione Adriatica di             am 3. Oktober 2002 einen Beschluss mit folgendem Tenor
Securtà SpA (RAS) gegen Dario Lo Bue vorgelegtes Ersuchen                erlassen:
um Vorabentscheidung über die Auslegung der Artikel 6, 29
und 39 der Richtlinie 92/49/EWG des Rates vom 18. Juni                   Die Richtlinie 86/653/EWG des Rates vom 18. Dezember 1986
1992 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvor-                   zur Koordinierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betref-
schriften für die Direktversicherung (mit Ausnahme der Le-               fend die selbständigen Handelsvertreter ist dahin auszulegen, dass sie
bensversicherung) sowie zur Änderung der Richtlinien 73/                 nicht für eine nationale Regelung gilt, die den Anspruch des
239/EWG und 88/357/EWG (Dritte Richtlinie Schadenversi-                  Vermittlers auf Vergütung von der Eintragung in ein dafür vorgesehe-
cherung) (ABl. L 228, S. 1) hat der Gerichtshof (Dritte Kammer)          nes Register abhängig macht.
unter Mitwirkung der Kammerpräsidentin F. Macken sowie der
Richter J.-P. Puissochet und J. N. Cunha Rodrigues (Berichter-
statter) — Generalanwalt: S. Alber; Kanzler: R. Grass — am               (1 ) ABl. C 289 vom 13.10.2001.
24. Oktober 2002 einen Beschluss mit folgendem Tenor
erlassen: