CELEX: 31992R3735
Language: de
Date: 1992-12-22 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 3735/92 der Kommission vom 22. Dezember 1992 zur Beschränkung der Anwendung in Griechenland der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96

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31992R3735

Verordnung (EWG) Nr. 3735/92 der Kommission vom 22. Dezember 1992 zur Beschränkung der Anwendung in Griechenland der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96  

Amtsblatt Nr. L 380 vom 24/12/1992 S. 0021 - 0021

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3735/92 DER KOMMISSION  vom 22. Dezember 1992  zur Beschränkung der Anwendung in Griechenland der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den  Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates vom 24. Mai 1988 über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96 (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1869/92  (2), insbesondere auf Artikel 12 Absatz 5 zweiter Unterabsatz,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Nach Artikel 12 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 kann die die endgültige Aufgabe von Rebflächen betreffende Regelung, damit eine zwischen Mitgliedstaaten klar ungleiche Anwendung verhindert wird, im Dringlichkeitsfall, wenn in sehr grossem  Umfang Rodungen vorgenommen werden, bis zu einer Entscheidung des Rates ausgesetzt werden.  In den Wirtschaftsjahren 1988/89 bis 1990/91 wurden Rodungsprämien für 13 792 ha Rebflächen gewährt. Von dieser Gesamtfläche waren 8 193 ha zur Erzeugung von Rosinen bestimmt. Dies entsprach einer Rodung von 8,4 % der gesamten griechischen Rebfläche,  während sich für Spanien, Frankreich und Italien in derselben Zeit nur ein Mittel von weniger als 4 % ergab. Für das Wirtschaftsjahr 1991/92 ist damit zu rechnen, daß in Griechenland mehr als 5 000 ha stillgelegt werden. Diese Entwicklung dürfte sich  fortsetzen, da in Griechenland die Prämien - verstärkt durch die Auswirkung des Phylloxera-Befalls - einen grösseren Anreiz ausüben als in der restlichen Gemeinschaft. Diese sehr rasche Entwicklung hat eine in sozio-struktureller Hinsicht  destabilisierende Wirkung.  Die Kommission sollte diese Verordnung, in Erwartung einer Ratsentscheidung, als Sofortmaßnahme erlassen.  In den betreffenden Anbaugebieten sollte den Erzeugern Rechnung getragen werden, die bereits einen Antrag gestellt und entsprechende Vorkehrungen getroffen haben -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  In Griechenland wird die Anwendung der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 1992/93 bei den nachstehenden Traubensorten ausgesetzt:  - Soyltanina (Sultaninen),  - Korinthiaki (Korinthen).  Artikel 2  In Griechenland gelten nur Anträge, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung gestellt wurden und die von dem genannten Mitgliedstaat bestimmten Sorten betreffen, wenn der Antragsteller den zuständigen Behörden überzeugend nachweist, daß er  bereits Rodungsvorbereitungen getroffen hat.  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 22. Dezember 1992 Für die Kommission  Ray MAC SHARRY  Mitglied der Kommission   (1) ABl. Nr. L 132 vom 28. 5. 1988, S. 3. (2) ABl. Nr. L 189 vom 9. 7. 1992, S. 6.