CELEX: 51977PC0657
Language: de
Date: 1977-12-12
Title: Entwurf einer ENTSCHLIESSUNG DES RATES DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN über ein Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaften für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (77) 657
Vol. 1977/0211
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                KOM(77)657 endg.
                                                                Brüssel , den 12 . Dezember 1977
                                    Entwurf einer
           ENTSCHLIESSUNG DES RATES DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
           über ein Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaften
           für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
                     ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
                            #\ον ν« / νΧ
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                            ΨΑ          ^ 1      v     y
 K0M(77 ) 657 endg .
 ---pagebreak---                                ENTWURF
    ENTSCHLIESSUNC DES RATES DER EUROPAEIS CHEN GS M! INS CHAFTEN
                      UE3ER EIN AKTIONSPROGRAMM
          DER EUROPAEIS CHS» QET-SINS CHAFTEN FUER SICHERHEIT • /
                UND GESUNDHEITSSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ   .            ..
DER RAT DER EUROPAEIS CHEN GEMEINSCHAFTEN
gestützt auf die Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften r
gestützt auf den Entwurf der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts – und Sozialausschusses ,        -–
in Erwägung nachstehender Gründe I
Die EntSchliessung des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 21 .
Januar 1974 (*) über ein sozialpolitisches Aktionsprogramm sieht die
Aufstellung eines Aktionsprogramms für den Gesundheitsschutz und die
Sicherheit am Arbeitsplatz vor .
                                                          »             ' '
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat gemäss Artikel 2 des Vertrages
zu ihrer Gründung insbesondere die Aufgabe , eine harmonische Entwicklung '
des Wirtschaftslebens innerhalb der Gemeinschaft , eine beständige und aus­
gewogene Wirtschaftsausweitung und eine beschleunigte Hebung der Lebens – .
haltung zu fördern ; die Erfüllung dieser Aufgabe ist jedoch ohne einen an­
gemessenen Gesundheitsschutz der Bevölkerung und ohne wirksame Verhütung
der mit der Arbeit verbundenen Gefahren nicht vorstellbar .
Nach den Artikeln 117 und 118 desselben Vertrages sind sich die Mitglied-
Staaten über die Notwendigkeit einig, auf eine Verbesserung der Lebens - und
Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte hinzuwirken und dadurch auf dem Wege
des Fortschritts ihre Angleichung zu ermöglichen ; sie sind der Auffassung,
(*) AB1 . Nr . C.13 vom 12 • Februar J.974> S »- 1
 ---pagebreak--- dass die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie
der Gesundheitsschutz bei der Arbeit in diesem Zusammenhang zu den
wichtigsten Aufgaben gehören.             •     •                         *
Die Staats – und Regierungschefs haben auf ihrer Konferenz im Oktober
1972 in Paris bekräftigt , dass die wirtschaftliche Expansion dazu
dienen muss , die Lebensqualität und den Lebensstandard zu verbessern .
Die immer noch hohe Zahl an Toten , Verletzten , Versehrten und Kranken
als Folge von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten stellt-ein~schwer- •
wiegendes Problem dar und verlangt ständige Aufmerksamkeit .              *
Es sind umfangreiche Bemühungen auf Gemeinschaftsebene erforderlich ,
um das Kapital an menschlicher Arbeitskraft in der Gemeinschaft zu
erhalten und geeignete Mittel zu erforschen und einzusetzen, um eine
dem Menschen und seinen berechtigten Ansprüchen entsprechende Arbeits –
unweit zu erhalten oder zu schaffen .
Diese Bemühungen verlangen nicht nur die verstärkte Zusammenarbeit zwischen
den Mitgliedstaaten und der Kommission , sondern auch die wachsende Be­
teiligung der Sozialpartner an den Entscheidungen und Massnahmen im
Bereich der Sicherheit , der Arbeitshygiene und des Gesundheitsschutzes
am Arbeitsplatz auf allen Ebenen und insbesondere im Betrieb .
                                                                     1
Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsumgebung ist
allgemein ins Auge zu fassen und muss sich auf alle Bereiche der Virt-
schaft erstrecken .
Der durch Beschluss des" Rates vom 27 . Juni 1974 (*) eingesetzte "
Beratende Ausschuss für Sicherheit , Arbeitshygiene und Gesundheits-
schutz am. Arbeitsplatz soll an dieser Aufgabe beteiligt werden .       ,
ABl . Nr . L.185 vom 9.Juli 1974 , S. 15 .
 ---pagebreak--- genehmigt das als Anhang "beigefügte Aktionsprogramm ;
                                                       . 1
nimmt ssur Kenntnis , daas die Kommission im Rahmen der im Programm
beschriebenen Aktionen insbesondere unter Berücksichtigung des Zeit­
plans und der Reihenfolge , die dort festgelegt sind , geeignete Vor­
schlags für die Durchführung dieses Programmes unterbreiten wird .
 ---pagebreak---                                                       « .
                                                    ;:·Μ
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  AKTIONSPROGRAMM DER EUROPAEISCHSU C-EMEIggCHAJ^^.
TOER gTnmBmTT UUP GESUNDHEITSSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ
                                                                   I
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 ---pagebreak---      AKTIONSPROGRAMM DER EUROPAEIS CHEN GEMEINSCHAFTEN
   FUER SICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ
                    INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
I.   – Allgemeine Zielsetzungen eines Aktionsprogramms für
        Sicherheit und Gesundheitsschutz .
II . – Beschreibung der auf Gemeinschaftsebene zu ergreifenden
        Aktionen .
 ---pagebreak---                           EINLEITUNG
Ein grosser Teil der Bevölkerung der neun Mitgliedstaaten ist in
unterschiedlichem Kasse zahlreichen verschiedenartigen berufsbeding-
ten Gefahren ausgesetzt , die sich nachteilig auf die Gesundheit und
die Sicherheit auswirken können . Die Bereiche , mit denen sich die
Arbeitspathologie gewöhnlich befasst , sind Arbeitsunfälle und Berufs­
krankheiten , zu deren Verhütung in der Gemeinschaft seit vielen Jahren
Aktionen und Reihenuntersuchungen durchgeführt und deren schädliche
Auswirkungen teilweise oder vollständig durch verschiedene Entschädi-
gungssysteme kompensiert werden .
Trotz der in den Gemeinschaftsländern unternommenen Anstrengungen
ist die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten weiterhin hoch .
Abgesehen von ihren finanziellen Auswirkungen sind die Folgen in mensch­
licher und sozialer Hinsicht nicht zu berechnen , denn es ist nicht ein­
fach , den seelischen Schaden zu bewerten oder die Folgeerscheinungen zu
berücksichtigen , mit denen ein Unfall oder eine Krankheit verbunden ist .
Man kann daher davon ausgehen , dass die Gesamtbelastung durch die sich
aus der Arbeit ergebenden Unfälle und Krankheiten die verfügbaren quan­
titativen Schätzungen bei weitem übersteigt .                          '
In der modernen Technologie werden ständig weiterentwickelte Verfahren
angewendet , die neue Gefahren heraufbeschwören . Es werden chemische
Stoffe erzeugt oder benutzt , die hinsichtlich ihrer Schädlichkeit für
den Menschen unzureichend erprobt sind .
Es muss die Möglichkeit geschaffen werden , das Auftreten aller mit der
Arbeit verbundenen chemischen , physikalischen , mechanischen und biolo­
gischen Kräfte und psychosozialen Faktoren rechtzeitig zu erkennen und
hinreichend zu beherrschen , . um etwaige Schäden oder eine erhebliche
Beeinträchtigung der Sicherheit zu vermeiden .
                                       «
Die Verhütung, die Einschränkung und nach Möglichkeit die Beseitigung
der Berufsgefahren erscheinen als wesentliche Faktoren einer Politik '
des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit des Arbeitnehmers «
 ---pagebreak--- Die Mitgliedstaaten blicken zwar in der Organisation der Sicherheit
sowie in der Vorbeugung auf eine lange Tradition zurück ; sie müssen
darüber hinaus aber bereit sein , gemeinsam ein koordiniertes , dyna­
misches und wirksames Programm durchzuführen , um die Bedingungen , unter
denen der Mensch seine Arbeit ausübt , zu verbessern und um ein Höchst –
mass an Wohlbefinden und an Lebensqualität im Beruf zu gewährleisten .
Um ein solches Programm verwirklichen zu können , genügt es nicht , die
Ueberlegungen und Akt ionsgrunds ätze abzustimmen , sondern darüber hin­
aus rauss die technische Entwicklung und die Organisation der Arbeit den
gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Erfordernissen entsprechend
gestaltet und ausgerichtet werden .
Angesichts der unverändert grossen Bedeutung des Problems muss die Kom­
mission eine umfassende Politik der Vorbeugung und der Bekämpfung gegen
alle Berufsrisiken anregen , fördern und zur Entfaltung bringen , indem
sie insbesondere neue Kenntnisse erarbeitet , zur Konzertierung und Koor­
dinierung anhält und auf verschiedenen Verantwortungs – oder Zuständig–
keitsebenen entsprechende Aktionen einleite "^. Dieses Programm soll über
den Austausch von Erfahrungen und die Verbesserung der gegenseitigen In­
formation hinaus zur Schaffung gemeinsamer Standpunkte und Aktionen der
verantwortlichen Behörden der Mitgliedstaaten und der Sozialpartner ge­
genüber Risiken aller Art führen , die in der Arbeitsumwelt die Gesundheit
und die Sicherheit des Menschen sowie der Allgemeinheit belasten .
In dem vorliegenden Programm werden die von der Kommission unterbreiteten
Leitlinien sowie eine Reihe, von Untersuchungen und Konsultationen berück­
sichtigt , die in den letzten zwei Jahren durchgeführt wurden . Ausserdem
ist den von der Kommission auf dem Kohle – und Stahlsektor sowie im Kern–
                                                                       t
energi ebereich gesammelten. Erfahrungen Rechnung getragen worden , Bereiche
für die gemäss EGKS-Vertrag und EURATOM-Vertrag seit vielen Jahren Forsch-^
ungs Programme und – im Zusammenhang mit vorbeugenden Massnahmen sowie zum
Schutz vor den in diesen drei Sektoren auftretenden speziellen Gefahren -
Harmonisierungs – und Normungs massnahmen durchgeführt werden .
Dieses Programm lässt andere Programme , wie zum Beispiel das Programm
zur Beseitigung der technischen Hemmnisse im Warenverkehr sowie das Um-
weltschutzprogramm , unberührt . Bei der Ausarbeitung von Vorschlägen für
spezifische Aktionen im Rahmen dieses Programms werden die für andere
Forschungsprogramme insbesondere auf dem Gebiet des Umweltschutzes durch­
geführten Arbeiten berücksichtigt , um ein Höchstmass an Koordination zu
gewährleisten .
Einige Mass nahmen können in Zusammenarbeit oder in Verbindung mit anderen
Organisationen , so insbesondere mit der Europäischen Stiftung zur Verbes­
serung der Lebens - und Arbeitsbedingungen und dem Eruopäischen Zentrum
 für die Förderung der Berufsausbildung , durchgeführt werden .
 ---pagebreak---                                - 3 -
I.  ALLGEMEINE ZIELSETZUNGEN EINES AKTIONSPROGRAMMS FUER SICHHERHEIT
    UND GESUNDHEITSSCHUTZ                                             -
Das wesentliche 2iel des Programms ist die Verbesserung des Sohutzes
gegen Berufsrisiken aller Art durch wirksamere Verhütung, Kontrolle
und Beherrschung dieser Gefahren .
Eine der Grundvoraussetzungenfür seine Verwirklichung ist die volle
und "bedingungslose Beteiligung der Sozialpartner an Vorbeugung und
Gesundheitsschutz .
Jede der im Rahmen des Programms vorgeschlagenen Aktionen ist auf
eine bessere Organisation und eine umfassendere Beteiligung der So-
zialpartner an Vorbeugung und Gesundheitsschutz des Arbeitnehmers
ausgerichtet . Um die Erfahrungen der internationalen Organisationen
nutzen zu können und Doppelarbeiten im Bereich der Forschung oder
Aktionen zu vermeiden , ist überdies eine bessere Konzertierung zwischen
den Mitgliedstaaten mit dem Ziel einer gemeinsamen Aktion der mit dem
Gesundheitsschutz und der Sicherheit am Arbeitsplatz befassten ""inter­
nationalen Organisationen unumgänglich .
Mit diesem Programm sollen folgende allgemeine Ziele erreicht werden :
a) Verbesserung der Arbeitsmittel im Sinne einer grösseren Sicherheit
   unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Erfordernisse bei der
   Organisation der Arbeit . Diese Verbesserung hat nicht nur die be­
   stehenden Arbeitsmittel , sondern auch den technischen Fortschritt
   zum Gegenstand . Letzterer , der die Gestaltung neuer und die Verbes­
   serung bestehender Arbeitsmittel bestimmt , ist aber nicht immer so
   ausgerichtet , dass er den Anforderungen der Gesundheit und der
   Sicherheit gerecht wifrd ; diese Anforderungen müssen schon bei der
   Entwicklung der Maschinen sowie bei der Gestaltung der Räume und
   Anlagen sowie auf den verschiedenen Stufen der Herstellung und In­
   betriebnahme berücksichtigt werden . Auch den gesundheitlichen Ge­
   sichtspunkten muss während der verschiedenen Entwicklungsstufen,
   die zur Herstellung und Verwendung chemischer Stoffe führen , Rechnung
   getragen werden.
   Es besteht eine enge Beziehimg zwischen der Verhütung von Arbeits­
   unfällen und Berufskrankheiten einerseits und der Arbeitsorganisation ,
   der Ausbildung und der Unterrichtung in Fragen der Sicherheit und des
   Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz andererseits . Es ist dringend
   erforderlich , im Wege der Ueberprüfung und Ueberarbeitung herkömmlicher
   Methoden eine wirksamere Strategie der Prävention im Arbeitsmilieu zu
   entwickeln .
 ---pagebreak---                ν
                                     - 4 -
    Sofern es nicht möglich ist , die Exposition gegenüber den Berufs-
    risiken aus zus ehalten , muss sie – ausgehend von einer gemeinsamen
    Ueberlegungs - und Bezugsbasis – auf zulässige Werte "begrenzt werden,
    die auf alle Arbeitnehmer der Gemeinschaft anzuwenden sind .
    Um die Anwendung von Präventivmassnahmen wirksamer überprüfen zu
    können , muss die Ueberwachung der Gesundheit und der Arbeitsbeding­
    ungen , insbesondere unter Berücksichtigung der Ausrichtungen einer
    den Erfordernissen unserer Zeit angepassten Arbeitsmedizin , Arbeits-
    hygiene und Arbeitssicherheit , verstärkt werden .
b ) Verbesserung der Kenntnisse im Hinblick auf die Erkennung und Ein­
    schätzung der Risiken und die Vervollkommnung der Präventiv- und
    Kontrollmethoden .
    Wegen der Gegensätzlichkeit und Verschiedenartigkeit der sich hier
    auswirkenden Faktoren ist die Erforschung der Ursachen ( Aetiologie )
    vorrangiges Thema für Forschung und Analyse . Es müssen brauchbare
    und vergleichbare Statistiken erarbeitet werden . Die laufenden For­
    schungsarbeiten müssen koordiniert werden . Die Förderung neuer For­
    schungsvorhaben ist eine unerlässliche Konsequenz jeder gemeinschaft­
    lichen Aktion auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin , Arbeitshygiene und
    Arbeitssicherheit .
c) Verbesserung des menschlichen Verhaltens mit dem Ziel , dass Sicherheits
    und Gesundheitsbewusstsein zu fördern und zu entwickeln .
    Ueber die Prävention und den Schutz mit technischen Mitteln hinaus      ,
                                                                           ι
                                                                           i
    muss eine echte Sicherheits – und Gesundheitserziehung aufgebaut werden,
    die es bisher noch nicht gibt und die nach geeigneten Prinzipien und
    Modalitäten in den verschiedenen Unterrichtsstufen und auf allen Ver–
    antwortungs – und Aktionsebenen in den Betrieben eingeführt werden muss .
                                           I
 ---pagebreak---                                  - 5 -
, II .   BESCHREIBUNG DER AUF GEHEINS CHAFTSEBENE EINZULEITENDEN AKTIONEN
  Zur Verwirklichung der genannten allgemeinen Zielsetzungen sind zahl­
  reiche Aktionen erforderlich , die verschiedene wissenschaftliche Diszi­
  plinen betreffen , und die eine wirksame Beteiligung des Einzelnen an
  der Erhaltung seiner Gesundheit und seiner Sicherheit voraussetzen ?
  ferner sollen sie die Sozialpartner und die Fachkreise dazu veranlassen,
  sich aktiver an der Erarbeitung und Durchführung einer Politik der Prä­
  vention gegen die Gefahren am Arbeitsplatz zu beteiligen .
  Ausgehend von diesen allgemeinen Zielen sind die folgenden sechs kon­
  kreten Aktionen . geplant , für die bestimmte Durchführungsfristen fest­
  gelegt wurden ;
  1 ) Einbeziehung der Sicherheit in die verschiedenen Planungs -, Produk–
       tions – und Betriebsstufen ;
  2 ) Festlegung der Höchstgrenzen für die Exposition der Arbeitnehmer
       gegenüber Verschmutzungen und Belastungen , die am Arbeitsplat-z auf­
       treten oder auftreten können ;
  3 ) Ausbau der Ueberwachung der Sicherheit und der Gesundheit des
       Arbeitnehmers ;
  4) Erforschung der Ursachen ( Aetiologie ) von Unfall und Krankheit
       sowie Bewertung der mit der Arbeit verbundenen Risiken ;
  5 ) Koordinierung und Förderung der Forschving in bezug auf Arbeitssicher–
       heit und Gesundheitsschutz ;
  6 ) Entwicklung des Sicherheits – und Gesundheitsbewusstseins durch Er­
       ziehung und Ausbildung .
 ---pagebreak---                                 - 6 -
  Aktion 1
/
  Einbeziehung der Sicherheit in die verschiedenen Planunes -,
  Produktions - und Betriebsstufen
  Begründung und Zielsetzung
 Um die Einbeziehung zu fördern , wird die Kommission Aktionen in
 Erwägung ziehen , deren Hauptziel die unter dem Gesichtspunkt der
 Sicherheit am Arbeitsplatz vorzusehende Harmonisierung der Grund­
 sätze und Planung der Arbeitsplätze , feschinen , Geräte und Anlagen
 sowie die Ausarbeitung oder Koordinierung ihrer Verwendungs Vorschrif­
 ten sowie der Gebrauchsanleitungen für gefährliche Stoffe ist .
Heute wird der Grundsatz der integrierten Sicherheit allgemein als
 für jede Präventive unerlässlich anerkannt und auf nationaler sowie
 auf internationaler Ebene immer mehr herangezogen . Bei allen die Be­
 triebe betreffenden Entscheidungen ( Planung und Errichtung des Betriebs ,
Erwerb und Verwendung der Anlagen , Organisation der Produktion , Arbeits­
 methoden usw .) muss der Gesichtspunkt der Sicherheit stärker berücksich­
 tigt werden . Ebenso ist es zweckmässig , bei der Konzeption und der Her­
 stellung von Maschinen und Werkzeug , die Sicherheit der Verwendung im
 voraus zu prüfen , im Rahmen des Möglichen zu gewährleisten und die Gesund­
heit des Arbeitnehmers zu schützen . Bei der Herstellung und dem Inverkehr-
bringen gefährlicher Stoffe gelten gleiche Ueberlegungen .
 Die Grundsätze der Ergonomie werden bei den Forschungen , die eine grössere
 Sicherheit zum Ziel haben , noch nicht genügend angewandt . Insbesondere ist
 die Beachtung ergonomischer Gesichtspunkte im Konzept ionsstadium – obwohl
  in den Mitgliedstaaten bereits verbreitet – verglichen mit den entsprech­
 enden Bemühungen in den skandinavischen Ländern und in den Vereinigten
 Staaten noch nicht ausreichend gewährleistet .
 Die Ergebnisse der seit einigen Jahren in der Kohle - und Stahlindustrie
 durch^e führten Forschungsarbeiten können als Illustration und Beispiel
  für Initiativen dienen , die in anderen Industriezweigen auf Geraeinschafts –
  ebene vorzusehen sind .               ' ■
 Die Kommission beabsichtigt , in diesem Bereich eine Angabe von Massnahmen
  vorzuschlagen , welche die Anwendung dieser Grundsätze fördern und nach und nach
  die Grundlage für auf Gemeinschaftsebene ausgearbeitete Rechts - und Ver-
 waltungsvorschriften oder moderne technische Regeln bilden könnten , um die
  derzeit in vielen Industrie - oder Agrarbereichen bestehende Lage zu ver­
  bessern . Diese Massnahmen werden sich im wesentlichen auf folgendes er­
  strecken s     '
 ---pagebreak---                                      - 7 -
a) Die Errichtung und Einrichtung der Betriebe . Von den zahlreichen zu
    "berücksichtigenden Faktoren wählt die Kommission folgendes      Belüftung
    und Beleuchtung , Temperatur , Sahuta gegen A'bstürzgöfahr und gegen das
    Herabfallen von schweren Gegenständen , Brandschutz , Schutz gegen Lärm , _
     Schwingungen , Gase , Dämpfe und Stäube , Verkehrswege , Rettungswege , die
     Lage der Türen und Fenster .
b ) Die Organisation der Arbeit innerhalb des Betriebs oder zwischen
     mehreren Betrieben . Folgenden Punkten wird besondere Aufmerksa.mkeit
     gewidmet :   Einrichtung 'and Gestaltung der Arbeitsplätze , Arbeitsplätze
     im Freien , Sicherheitskennzeichnung , Durchführung gefährlicher Arbeiten ,
     Zutritts - und Aufenthalts verböte , innerbetriebliche Beförderung, Prüfungen ,
     Instandhaltungsarbeiten ,     Erprobung von Einrichtungen , innerbetriebliche .
    Koordinierung der Arbeiten von Betriebsabteilungen oder mehrerer Betriebe
    usw .
c ) Herstellung und Verwendung von Maschinen , Apparaten und Gerät . Hier liegt
     der Ansatzpunkt des technischen Arbeitsschutzes , der sowohl in sozialer
     als auch in wirtschaftlicher Hinsicht von entscheidender Bedeutung ist .
     Massnahmen' der Harmonisierung verlangen in diesem Bereich langwierige Vor­
     arbeiten .
     Bei der Herstellung von Maschinen und Gerät ist das Sicherheitskonzept
    bereits in dem Allgemeinen Programm vom 28 . Kai 19 69 zur Beseitigung der
     technischen Hemmnisse im Warenverkehr ( je) berücksichtigt worden . Die Be­
     nutzung von Maschinen und Gerät ist jedoch mit Gefahren verbunden , und es
     muss ein System des Erfahrungs – und Informationsaustausches eingeführt werden,
    um derartige Gefahren erkennen und feststellen zu können . Bereits 19^9
     hatte der Rat auf die Möglichkeit hingewiesen , gegebenenfalls die für die
    Herstellung von Maschinen und Gerät geltenden gemeinschaftlichen Harmoni –
     sierungsrichtlinien durch Verwendungsvorschriften zu ergänzen . Es müssen 1
    geeignete Empfehlungen und Vorschriften ausgearbeitet werden , mit denen
    Bestimmungen auf Gemeinschaftsebene geschaffen werden können .
                                                                                     t
d ) Der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Zubereitungen
    Auch beim Umgang mit gefährlichen Stoffen mnd Zubereitungen' muss eine 1
    gemeinschaftliche Harmonisierungsaktion unternommen werden , um die prak­
    tische Durchführung der Sicherheitsmass nahmen zu verbessern , d.h . die
    Handhabung am Arbeitsplatz , die Lagerung, die Kennzeichnungen der Behälter
    und Leitungen . Technische und gesundheitliche Schutzmassnahmen, Beschäfti-
    ( x) ABl . Nr . 76 vom 17 . Juni 19^9
 ---pagebreak--- gungsverbote und -beschrankungen, die Arbeitszeit sowie ärztliche
Schutzmassnahmen sollten ebenfalls auf Gemeinschaftsebene harmonisiert
werden . Das Inverkehrbringen gefährlicher Stoffe ( Einstufung , Kennzeich­
nung und Verpackung) ist in den Programmen "Beseitigung der technischen
Hemmnisse im Warenverkehr" und " "Umweltschutz" berücksichtigt worden »
Inhalt
Einige der oben aufgeführten Ziele können nur mittel - und langfristig
erreicht werden . Die zu untersuchenden Probleme werden einerseits unter
Berücksichtigung der von den betroffenen Kreisen geäusserten Wünsche
oder Leitlinien , die vor allem praktische Gesichtspunkte berücksichtigen
sollten und andererseits entsprechend der Dringlichkeit ausgewählt ;
letztere kann sich' aus gefährlichen Situationen ergeben , die entweder
unvorhergesehen auftreten – wie Unfälle oder Katastrophen '- oder sie
wird durch den Erwerb neuer Erkenntnisse über die Wirkung chemischer
Stoffe und durch die Notwendigkeit der Ueberwachung ihrer Verwendung
im Hinblick auf den Gesundheitsschutz festgestellt .
Die Kommission plant folgende vorrangige Untersuchungen :
a) Errichtung und Einrichtung der Betriebe
    1 ) Organisation und Einrichtung landwirtschaftlicher Betriebe
        Es ist darauf hinzuweisen , dass die Anforderungen , denen der
        moderne landwirtschaftliche Betrieb entsprechen muss , den an die
        Industriebetriebe gestellten Anforderungen vergleichbar sind .
        Diese Anforderungen sind im allgemeinen in den einzelstaatlichen
        Regelungen  noch nicht berücksichtigt worden; dies sollte zweckj
        mässigerweise auf gemeinschaftlicher Ebene geschehen .
    2 ) Kampf gegen Lärm und Schwingungen
        Hier sind kurz- und mittelfristig besondere Anstrengungen erfori-
        derlich . Die Hauptaufgabe besteht in der Festlegung eines optimalen
        Geräuschpegels der Maschinen aufgrund medizinischer Erkenntnisse
        und einer Auswertung der bisher durch die Forschung und die Prüfung
             - –                       «
        praktischer Erfahrungen erzielten Ergebnisse ( z.B. Einsatz von
        bereits entwickelten Maschinen mit geringer Lärmentfaltung) . Die
        im Hinblick auf den Schutz der Arbeitnehmer zulässigen Geräusch­
        pegel werden nach Anhörung nationaler Sachverständiger durch Richt­
        linien festgelegt .
b ) Die Organisation der Arbeit innerhalb der Betriebe
    l ) Innerbetriebliche Beförderung
        Die interne Beförderung und insbesondere die sichere Gestaltung der
        Verkehrswege muss geprüft werden ? hieraus sollten sich gfteixmet «
 ---pagebreak---                                      - 9 -
       praktische Anweisungen ergeben . Es handelt sich hier um einen Bereich ,
        in dem die Zahl der Unfälle besonders hoch ist .
   2 ) Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz . Die Richtlinie 77/576/EWC
        des Rates vom 25 « Juli 1977 über die Sicherheitskenrizeichnung am Arbeits – ,
        platz schreibt die ständige Anpassung dieser Kennzeichnung an den tech­
        nischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der internationalen Kenn-
        zeichnungsmethoden vor . Hierzu ist ein Anpassungsausschuss eingesetzt ,
        der in regelmässigen Zeitabständen zusammentritt-. Diese Aktion, mit der
        1977 begonnen wurde , soll 1978 und 1979 ßit Vorschlägen für Richtlinien
        fortgesetzt werden .
    3) Koordinierung der Arbeit von Haupt - und Unterbetrieben . Die interne und
        externe Zusammenarbeit der Haupt - und Unterbetriebe erfordert vom Stand­
        punkt der Sicherheit eine besonders sorgfältige technische Prüfung . In
        der Praxis müssen insbesondere in bezug auf die Koordinierung der Zu­
        sammenarbeit zwischen mehreren unabhängigen Betrieben noch zahlreiche
        Probleme gelöst werden . Es ist eine gemeinschaftliche Prüfung dieser
        Prägen erforderlich , die zur Verwirklichung dieser Koordinierung mit
        Hilfe   geeigneter Rechtsinstrumente führen muss .
c ) Herstellung und Verwendung von Masch inen, Apparaten und Gerät
     Ausser den Arbeiten , die im Rahmen der Beseitigung der technischen Hemm­
     nisse durchgeführt werden und welche die Planung und Herstellung von
     Maschinen, Apparaten und Gerät betreffen , erscheint es notwendig, kurz-
     und mittelfristig zu prüfen , ob gemeinsame Verwendungsvorschriften in
     folgenden Bereichen erforderlich sind : Landwirtschaftliche Maschinen,
     Hebezeuge , Baumaschinen, Metallgerüste , Holzbearbeitungsmaschinen . Je nach
     dem vorliegenden Fall und den Ergebnissen der erforderlichen Konzertierung
    werden derartige Vorschriften in Form von technischen Regeln oder Richtli­
     nien erhalten .
d ) Umgang mit gefährlichen Stoffen
     Die Verwendung gefährlicher Stoffe bedarf einer dringenden Prüfung, und
     im Anschluss daran müssen den Kitgliedstaaten entsprechende Regelungen
     vorgeschlagen werden . Dabei handelt es sich um eine wesentliche , praxis -    t
     bezogene Aufgabe , die zunächst das Problem des Schutzes bei der Verwendung
     von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft
     zum Gegenstand hat . Aehnliche Probleme stellen sich auch für andere Stoffe ,
    wie z.B. Arsen , Blei , Quecksilber , Kadmium, Chrom, Nickel , pflanzliche
     Stäube , biologische Verschmutzung, usw . Neue Erkenntnisse über ihre toxi­
    kologischen Auswirkungen werden gemäss Abschnitt 5 der Aktion 2 jeweils in
     praxisbezogenen Leitlinien für alle die Stoffe zusammengefasst , bei denen
     mit Problemen bei der Handhabung und mit Gesundheitsschäden gerechnet werden
     muss
 ---pagebreak---  Aktion 2
 Festlegung der Höchstgrenzen für die Exposition der Arbeitnehmer gegenüber
Vers chniut zünden und Belastungen , die am Arbeitsplatz auftreten oder auftreten
können
Begründung und Zielsetzung
Die Höchstgrenzen für die Exposition der Arbeitnehmer gegenüber Verschmutzungen
und Belastungen sind wesentliche Faktoren für die Durchführung der Prävention
und der Kontrolle einer grossen Anzahl von Berufsgefahren . Daher ist es für
die Kommission wichtig, auf Gemeinschaftsebene eine Harmonisierung der Lehr–
meinungen , Methoden und Bezugsgrössen zu verwirklichen, auf Grundlage derer
die zulässigen Expositionshöchstgrenzen von den Mitgliedstaaten festgelegt
werden .
Es bestehen auf Gemeinschaftsebene bereits die durch eine Richtlinie von 1959
angenommenen und vor kurzem durch die Richtlinie vom Juni 1976 geänderten
Strahlens chut znormen ; sie stellen ein Beispiel gemeinsamer Gesundheitspolitik
im Hinblick auf ein industrielles Risiko dar , das Arbeitnehmer und Bevölkerung
betrifft und dessen Aus gangsbas is für die gesamte Gemeinschaft einheitlich
ist . Dieses Beispiel müsste auf die anderen am Arbeitsplatz auftretenden Ver­
schmutzungen ausgedehnt werden .
Darüber hinaus ist es aufgrund der von der Kommission seit vier Jahren durch­
geführten Untersuchungen, u.a . im Rahmen der Durchführung des Programms "Umwelt­
schutz", und der mit bestimmten Umweltverschmutzungen gesammelten Erfahrungen
nunmehr möglich , konkrete Vorschläge für eine Aktion gegen gewisse spezifische
Verschmutzungen zu unterbreiten , die insbesondere die Arbeitsumgebung betreffen .
Zusätzlich zu diesen kurzfristigen Aktionen plant die Kommission jedoch ,
auf Gemeinschaftsebene und unter Berücksichtigung der bereits auf inter­
nationaler Ebene , insbesondere von der WHO und der IAO erzielten Ergeb­
nisse , eine objektive Analyse der schädlichen oder unerwünschten Auswirkungen
der Exposition gegenüber den Schadstoffen unter den gegebenen Umständen durch­
zuführen und daraus Kriterien, für die Schädlichkeit abzuleiten, die als Grund­
lage für die zulässigen Höchstgrenzen der Exposition der Arbeitnehmer dienen
können ; ein solches Vorhaben erstreckt' sich auf sehr viele Stoffe und wird
sich in seinem Ablauf nach dem Abschluss der derzeit durchgeführten Unter­
suchungen über die Toxizität in der Industrie richten .
Der Schutz der menschlichen Gesundheit vor chemischen Produkten erfordert
eine komplizierte toxikologische Bewertung, die zur Zeit noch unvollständig
ist . Hinsichtlich der krebserzeugenden Stoffe muss die Kommission eine vor­
rangige Aktion durchführen, denn es wird allgemein anerkannt , dass eine gross3
Zahl von Krebs erkrankungen beim Kens chen auf äusserliche Faktoren zurückzu­
führen ist , zu denen die chemischen Produkte am Arbeitsplatz gehören »
 ---pagebreak---                                     - 11 -
Inhalt
Die Kommission plant folgende Aktionen :
1 ; ffi cht ionlsior endo Strahlungen \ind andere Physikalische Einwirkungen
     Hinsichtlich der nicht –ionisierenden Strahlungen wird die Kommission dem
     Rat bereits 197& Vorschläge für Richtlinien in bezug auf Mikrowellen , Laser­
     strahlen , ultraviolette Strahlen und Ultraschall unterbreiten , wobei von
     dem für die Strahlenschutznormen angewandten Verfahren ausgegangen werden
     soll .
2 ) Harmonisierung der EXPOS itionshöchst grenzen
     Die Kommission beabsichtigt , sobald wie möglich eine vergleichende PrüfHing
     der in den Mitgliedstaaten bestehenden Bestimmungen und Empfehlungen betref–
                                                           ♦                       _ _
     fend die zulässigen Höchstgrenzen der Exposition der Arbeitnehmer gegenüber
     toxischen Stoffen oder physikalischen Belastungen durchzuführen . .
     Die in den einzelnen Ländern angesetzten Werte sind unterschiedlich , die
     Terminologie ist nicht einheitlich , und die Grundkonzeption für die Fest­
     setzung der Höchstgrenzen s*tützt sich nicht auf dieselben Grundsätze . Eine
     Harmonisierung ist daher unerlässlich , und die Kommission wird bis 1979
     eine allgemeine Richtlinie vorlegen , die die Expositionshöchstgrenzen –
     gegebenenfalls entsprechend den der Kommission zur Verfügung stehenden
     neuesten wissenschaftlichen Daten und internationalen Informationen auf
     den neuesten Stand gebracht – koordiniert und harmonisiert . Diese kurz­
     fristige Aktion bietet den Vorteil , dass auf Gemeinschaftsebene schnell
     eine Harmonisierung herbeigeführt wird , ohne den Abschluss der derzeit in
     der Kommission oder in den Mitgliedstaateri auf dem Gebiet der Industrie–
     toxikologie durchgeführten Studien und Forschungen abzuwarten .
3) Richtlinien betreffend besondere schädliche Substanzen
     Die unter Hummer 2 erwähnte allgemeine Harmonisierung muss durch die Aus­
     arbeitung spezifischer Richtlinien ergänzt werden , wie sie die Kommission
     z.B. für Vinylchloridmonomer vorgeschlagen hat und in Kürze für Asbest ,
   ♦ Blei , Quecksilber , Lösungsmittel , Kohl enmonoxyd , Lärm und Schwingungen
     vorschlagen wird . Die z„Z . innerhalb der Kommission     durchgeführten Unter­
     suchungen und der Stand der Kenntnisse ermöglichen es schon jetzt ,. für          »
                                             *
     die oben aufgezählten schädlichen Substanzen , die aus der Sicht des Ge-
     sundheitsschutzes zulässigen Expositionshöchstgrenzen festzulegen .       j
4) Krebserzeugende Stoffe
     Die Sonderaktion der Kommission hinsichtlich dieser in der Arbeitsumgebung
      auftretenden Stoffe wird in folgendem bestehen :
      - in der Erfassung von Daten über die Verbreitung der krebserzeugenden
        Stoffe und übör ihre Konzentration in der Arbeitsumgebung:
 ---pagebreak---                                  - 12 -
   – xn der Erfassung und Analyse der medizinischen Daten ;
   – in der Entwicklung von leicht durchführbaren Nachweistests ;
   – in der Festset zung der so niedrig wie möglich liegenden Höchstgrenzen
      oder erforderlichenfalls in dem Verbot einer Reihe von in der Arbeits –
     Umgebung vorkommenden krebserzeugenden Erzeugnissen .
5) Toxikologische Bewertung
   Die toxikologische Bewertung bildet das Kernstück der Einschätzung der
   sich aus dem Vorhandensein zahlreicher chemischer und biologischer Agenzien
   in der Arbeitsuniwelt für die Gesundheit ergebenden Risiken . Sie kann nur
   dann erfolgen, wenn man über eine ausreichende Kenntnis der Wirkungen der
   entsprechenden Agenzien auf den Menschen verfügt . Die von der Kommission
   bei der Bewertung der Risiken der Umweltverschmutzung im allgemeinen ange­
   wandte Methode basiert auf der Ermittlung von Schädlichkeitskriterien , von
   denen zulässige Höchstgrenzen für die Exposition des Menschen abgeleitet .
   werden können . Die von der Kommission bereits gesammelten Daten über die
   gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung in den Städten und
   bestimmter Verschmutzungen des Wassers bilden eine Ausgangsbasis für die
   im Industriemilieu geplante Aktion . Dabei sollen die folgenden Substanzen
   vorrangig berücksichtigt werden : Arsen , Kadmium, Chrom, Eisenoxyd , Nickel ,
   pflanzliche Stäube , Ozon , Stickstoffoxyd , biologische Verschmutzungen .
   Die vorrangige Aufgaber der Kommission besteht darin , unter Berücksichtigung
   der auf internationaler Ebene bereits durchgeführten bzw . geplanten Aktionen,
   die Kenntnisse zu vergrössern und weiterzuentwickeln , welche für eine objek­
   tive Bewertung der mit dem Auftreten von Giftstoffen am Arbeitsplatz ver­
   bundenen Gefahren erforderlich sind . Diese Aktion hat einerseits die Pest–    ;
   legung von Richtlinien über die Expositionshöchstgrenzen für Arbeitnehmer und
   andererseits die Ausarbeitung praktischer Anweisungen für den gefahrlosen
   Ungang mit diesen Stoffen in der Arbeitsumgebung zum Ziel . Im Rahmen dieser
   Aktion plant die Kommission eine Reihe von Untersuchungen und wissenschaft­
   lichen sowie technischen Konsultationen . Bei der Durchführung dieser Aktion
   ihres Programms wird sie von einem wissenschaftlichen Ausschuss für
   Toxikologie unterstützt werden , der Ende 1977 eingesetzt v/erden soll .
                                                      t
 ---pagebreak--- Aktion 3
 \
Ausbau der Ueberwachung der Sicherheit und der Gesuneheit des Arbeitnehmers
Ee ^ündunfr und Zielsetzung                        •    .
Zwar sind die Höchstgrenzen der Exposition des Arbeitnehmers und die Sicher-
heits - und Schutzeinrichtungen unerlässliche Paktoren für die Gestaltung
der Prävention, es müssen jedoch auch verschiedene Formen der ständigen und
gezielten Ueberwachung entwickelt werden, um die Befolgung der beschlossenen
I<assnahmen und die Einhaltung der vorgeschriebenen Expositionshöchstgrenzen
im Arbeitsrailieu zu berücksichtigen.
Diese Ueberwachung muss auf Gemeinschaftsebene harmonisiert und koordiniert ■
werden .
Die Ueberwachung der Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer stützt
sich auf mehrere einander ergänzende Arten der Ueberwachung s
a) die Ueberwachung der Wirksamkeit der individuellen oder kollektiven
   Sicherheits - und Schutzvorrichtungen bei Maschinen , Einrichtungen und
   Anlagen ;                                                       .–
b) die Ueberwachung der Arbeitshygiene und der Arbeitsbedingungen, die
   die Bewertung der Art der Exposition gegenüber den verschiedenen physika­
    lischen, chemischen und biologischen Agenzien umfasst , die in der Arbeits –
   Umgebung anzutreffen sind ;                                          ,
c) die Ueberwachung des Gesundheitszustands und des Verhaltens des Arbeit­
   nehmers , die in den Bereich der Arbeitsmedizin fällt ;
d) die Sonderüberwachung im Zusammenhang mit der Ausführung von Arbeiten,
   die mit aussergewöhnlichen Risiken verbunden sind ;
e) die Giftstoffüberwachung in der Industrie ;
f) die Arbeitsaufsicht .
Die Kommission vertritt die Auffassung, dass die Ueberwachungsgrundsatze und
–methoden auf Geneins chaftsebene harmonisiert werden müssen . Ausserdem emp­
fiehlt es sich , die Arbeitnehmer in den Betrieben entweder unmittelbar oder
in bestehenden Organen oder Institutionen ein der Kontrolle und der Ueberwa-
          >
chung zu beteiligen.                         \                            i
Bei der Verwirklichung dieser Zielsetzungen müssen die Vertreter der Arbeit­
geber und der Arbeitnehmer mehr als bisher – auf den verschiedener! Aktions–
und Verantwortungsebenen – an der praktischen Durchführung dieser Ueberwachung
beteiligt werden.
 ---pagebreak---                                    - 14 -
Inhalt                                                                   '
a ) Ueberwachung der Wirksamkeit dor Slcharheits - und Schutzvorrichtungen
    Diese Ueberwachung wird z.Z. je nach dem Land , den geltenden Bestim­
    mungen und den ausgeübten Tätigkeiten verschieden geplant und durch­
    geführt . Nach einer Analyse der Bestimmungen , die diese Ueberwachung
    derzeit regeln, werden dem Rat geeignete Vorschläge zur Annahme unter­
    breitet um die Durchführung dieser Art der Kontrolle , an der die Arbeit­
    nehmer- und die Arbeitgebervertreter in stärkerem Kasse beteiligt werden
    sollten, zu harmonisieren und zu verbessern.
b ) Ueberwachung- der Arbeitshygiene und der Arbeitsbedingungen
    Die Ueberwachung der Konzentrationen von Schadstoffen in der Arbeits –
    Umgebung und der Intensität der Umwelt faktoren ist ein unerlässlicher
    Paktor für die Durchführung der Prävention und der Kontrolle .
    In den Mitgliedstaaten bestehen Messprogramme , die jedoch von unter­
    schiedlichen Methoden und manchmal auch von verschiedenen Grundsätzen
    ausgehen. Diese Messungen müssen hinsichtlich der Probenahmen, der Ver­
    fahren und der Häufigkeit auf Gemeinschaftsebene harmonisiert xverden.
    Die Kommission wird nach einer Analyse dieser verschiedenen Methoden
    Vergleichsprogramme durchführen und Bezugsmethoden für die Bestimmung
    der wichtigsten, im Arbeitsmilieu vorkommenden Schadstoffe ausarbeiten .
    Eine besondere Anstrengung wird unternommen, um die Entwicklung der neuen
    Ueberwachungs - und Mess verfahren für die individuelle Exposition zu fördern .
    Entsprechende Anstrengungen werden von der Kommission unternommen mit dem
                                                                           ι
    Ziel , bestehende menschliche biologische Indikatoren anzuwenden und j
    neue Indikatoren ausfinding zu machen, die die Früherkennung einer Gesund-}
    heitsbeeinträchtigung ermöglichen . Die europäische Liste der Berufskrank­
    heiten wird als Bezugsdokument für die Festlegung der Prioritäten dieser
    Aktion dienen, mit der bereits 1978 begonnen werden soll . Es wird erfor­
    derlich sein, nicht nur die individuellen Sensibilitätsfaktoren, die bei
    einigen Schadstoffen sehr wichtig sein können, und den Arbeitsplatz zu        »
    berücksichtigen, der eine Identifizierung der Gruppen mit hohem beruf­
    lichen Expositionsrisiko ermöglicht , sondern auch besondere Gruppen von
    Arbeitnehmern wie Frauen und Jugendliche .
 ---pagebreak---                                   - 15 -
c) ueberwachun/? der Gesundheit des Arbeitnehmers
   v Die Arbeitsmedizin ist gemäss Artikel 118 des Vertrages zur Gznindung
     dar Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Rahmen der engen Zusammen­
     arbeit zu sehen, die die Kommission zwischen den Mitgliedstaaten im
     sozialen Bereich und insbesondere auf dem Gebiet der Arbeitsbedingungen
     und der Verhütung von Berufsunfällen und -krankheiten zu fördern hat .
     Entsprechend der Empfehlung zur betrieblichen Arbeitsmedizin aus dem
     Jahre 1^62 bezeichnet der Begriff "Arbeitsmedizin" einen am Arbeitsplatz
     und oder in dessen Nähe eingerichteten Dienst , der folgende Aufgaben zu
     erfüllen hat :
     a) Schutz der Arbeitnehmer vor jeglicher gesundheitlicher Gefährdung,
         die durch ihre Arbeit oder die Bedingungen, unter denen sie durchge­
         führt wird , verursacht werden kann ;
     b ) Mithilfe bei der körperlichen und geistigen Anpassung des Arbeitnehmers ,
         insbesondere durch die Anpassung der Arbeit an den Arbeitnehmer und
         durch die Zuteilung von Arbeiten , die den Fähigkeiten der Arbeitnehmer
         entsprechen ;
     c) Mithilfe bei der Herstellung und Erhaltung eines Höchstmasses an kör­
         perlichem und geistigem Wohlbefinden der Arbeitnehmer .
     Ueberdies schreibt die Empfehlung Nr . 112 der IAO den Grundsatz der im
     wesentlichen präventiven Funktion der arbeitsmedizinischen Dienste fest
     und definiert einen Arbeitsrahmen, der folgende Bereiche umfasst s Fest­
     stellung der Berufsrisiken, Anpassung der Arbeitnehmer und physiologische
     psychologische Untersuchung der Arbeitsplätze , innerbetrieblicher Gesund-
     heitsschutz , Einstellungs - und Ueberwachungsuntersuchungen, Erste Hilfe
     und Forschungsaufgaben im Bereich der Arbeitsmedizin .
     Wie in diesem Programm dringend empfohlen wird , nruss eine weitergehende
     Harmonisierung der Organisationssysteme eines betriebsärztlichen Dienstes
  , angestrebt werden, um eine besondere Integration der Tätigkeiten des Ar–
     beitsmediziners in das System der Ueberwachung, der Sicherheit und der
     Gesundheit des Arbeitnehmers erreichen zu können .
     Diese Neuorganisation wird von 1978 an im Anschluss an entsprechende
     Beratungen in den betreffenen Kreisen erfolgen . Daran anschliessend
     sollte im Jahre 1979 eine Richtlinie für die Organisation der Arbeits­
     medizin in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft vorgelegt werden .
 ---pagebreak---                                 - 16 -
d) Sonderuoerwachung
    In zahlreichen Betrieben sind die Gefahren an "bestimmten Arbeits­
    plätzen höher als im Durchschnitt ; bei bestimmten gelegentlich durch­
    zuführenden Arbeiten kann die Exposition gegenüber dem Risiko höher sein .
    als unter normalen Arbeitsbedingungen oder die festgesetzten Grenzen
    überschreiten . Als Beispiel seien die Hilfs – und Rettungstruppa bei
    Unfällen, die Wartungs-, Instandhaltungs - und Reparaturtrupps , virolo–
    gische Laboratorien und die Institute , die Seren und Vakzine herstellen,
    genannt .
    Es muss auf Gene ins chaftsebene ein Informations– und Erfahrungsatistausch •
    über derartige Fälle in die Wege geleitet werden mit dem Ziel , die Prin­
    zipien und Kriterien dieser Art der Sonderüberwachung festzulegen.
e ) Giftstoff-Überwachung in der Industrie
    Die Komiaission plant die Einführung eines Systems der Giftstoffüber-
    wachung in der Industrie , um vor allem einer Leitlinie der IAO zu folgen,
    die darauf abzielt , ein zentralisiertes Informationssystem über-alle in
    der Industrie festgestellten schädlichen Auswirkungen einer toxischen
    Substanz zu schaffen. Dieses System müsste auf hochspezialisierte Zentren
    zurückgreifen können , die in der Lage sind , die Informationen der betriebs-
    ärztlichen Dienste zu analysieren und sie gegebenenfalls an die betroffenen
    Personen oder Institutionen weit er zuleiten .
    Die Konmission wird dem Rat nach den erforderlichen Beratungen einen
    entsprechenden Vorschlag unterbreiten.        .
f) Aroeitsaufsi cht                                                           ,
                                                                            I
    Die Aufsicht im Bereich der Sicherheit am Arbeitsplatz, der Arbeitsmedizin^
    und der Arbeitshygiene muss so gestaltet werden, dass sie die Verantwortung
    für die Kontrolle und die Kontrollfunktionen voll übernehmen kann , wobei
    die Betonung auf den präventiven Massnahmen liegt . In enger Zusammenarbeit
                                      /
    mit den zustandigen Behörden der Hitgliedstaaten müssen die erforderlichen
    Schritte unternommen werden , damit die Kontrolle in diesem Sinn auf einzel–
    staatlicher Ebene verstärkt und ausgebaut wird . Die Kommission plant eine
    Ueberprüfung der Rolle der für die Durchführung der VerwaltungsVorschriften
                                               t                               •
    hinsichtlich des Gesundheitsschutzes , der Hygiene und der Sicherheit am
    Arbeitsplatz in jedem Mitgliedstaat zuständigen 'Aufsichtseinrichtungen .
    Diese Ueberprüfung soll sich auf die Diplome , Zeugnisse und sonstigen
    Befähigungsnachweise sowie auf die Vollmachten und die Träg-weite der Ver­
    antwortlichkeit in diesem Bereich erstrecken .
 ---pagebreak---     V
                              - 17 -
Aktion 4
Erforschung- der Ursachen ( Aetiolofie ) des Unfalls und der Krankheit
 sowie Bewertung der mit der Arbeit verbundenen Risiken
 Begründung; und Zielsetzung
 Das Unfall - oder Krankheitsrisiko kann nur dann objektiv eingeschätzt
werden, wenn man über sichere Methoden verfügt , um das Ausmass , die
 Schwere und den zeitlichen Ablauf zu ermitteln und ganz allgemein eine
bessere Kenntnis der verschiedenen Paktoren zu erwerben , welche die Ent­
 stehung der Arbeitsunfälle lind der arbeitstredingten Krankheiten beein­
 flussen .
Die Statistiken sind unerlässliche Werkzeuge für die Analyse der Fakten
und ihre Auslegung sowie für die Bewertung der durch die Anwendung einer
Präventivpolitik erzielten Ergebnisse .
 Die Verbesserung der Statistiken und ihrer Vergleichbarkeit , die Harmo­
 nisierung der Verfahren und die genauere Auswertung der verfügbaren
 Daten tragen wesentlich zur Verbesserung der Gestaltung der Arbeit im
 Sinne der Prävention bei . Aufgrund der verschiedenen Ansätze muss zwischen
 den die Arbeitsunfälle betreffenden Aktionen und denjenigen Aktionen unter­
 schieden werden, die die Berufskrankheiten betreffen .
 Diese Aktionen sollen es ermöglichen, eine bessere Kenntnis der verschie­
 denen Faktoren zu erwerben, die bei der Entstehung der Arbeitsunfälle
 und der arbeitsbedingten Krankheiten mitwirken und daraus praktische
 Schlussfol gerungen für Prävent ivakrfc i onen und für einen wirksameren Schutz
 vor den mit der Arbeit verbundenen Risiken zu ziehen . Auf diese Weise
 kann der auf Präventivmasshahmen basierende Schutz des Menschen am
Arbeitsplatz auf objektiven und realistischen Grundlagen durchgeführt
werden .
Besondere Aufmerksamkeit wird der Möglichkeit gewidmet , die wirtschaftliche
und soziale Belastung durch die Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu
ermitteln, um dadurch insbesondere die Prioritäten für die Präventivaktion       »
iestzulegen.
                                                                           i
                                    •  «
Bei der Durchführung dieser Aktionen werden die "bereits von anderen inter–
nationalen Einrichtungen unternommenen Harmonisierungsbestrebungen und
die insbesondere von der IAO geleisteten oder z.Z. noch laufenden Arbeiten
berücksichtigt .
 ---pagebreak---      V                          - 18 -
Inhalt
Diese Aktionen "betreffen gezielt die Arbeitsunfälle und Berufskrank­
heiten .
Was die Arbeitsunfälle "betrifft , so bestehen in zwei Bereichen , nämlich
in der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Bergbau bereits gemeinschaftliche
Statistiken . Die Kommission beabsichtigt , die in diesen Bereichen gesam­
melten Erfahrungen zu nützen und mit dem Ziel der Erstellung einer genaueren
Unfall-Aetiologie , Gemeinschaftsstatistiken für andere Bereiche zu erstellen,
umfassende sektorielle Studien' durchzuführen und die Definitionen der
Unfälle sowie die Unfallmeldungen zu harmonisieren .
Es laufen bereits vorbereitende Untersuchungen , und die ersten Ergebnisse
der Aktion v/erden 1919 zur Verfügung stehen .
                                                                        i
Was die arbeitsbedingten Krankheiten betrifft ,, so befassen sich die auf
einzelstaatlicher Ebene erstellten Statistiken normalerweise nur mit den
Berufskrankheiten und werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erstellt ,
die keinen Vergleich erlauben . Es liegen in diesem Bereich keine- Gemein–
schaftsstatistiken vor , und es wäre sinnvoll , zunächst einmal eine gemein­
same Methode zu entwickeln , um die bestehenden einzelstaatlichen Statistiken
auswertbar zu machen . Die Kommission plant daher , die statistischen Daten
der Mitgliedstaaten zu sammeln , diese zu analysieren und Vorschläge für
gemeinsame Methoden zur Bewertung der Sterblichkeitsziffer , der Erkran –
kungs Ziffer und der Arbeits Versäumnis Ziffer sowie ihrer zeitlichen Entwick­
lung zu unterbreiten .
Zur Lösung dieser neuen Probleme ist eine enge Zusammenarbeit mit den
statistischen Zentralämtern und den Sozialversicherungsträgern der Mit­
gliedstaaten erforderlich .                                                    1
Es handelt sich hierbei um eine mittelfristige Aktion , deren erste Ergeb­
nisse erst in zwe i oder drei Jahren verfügbar sein werden.               '
 ---pagebreak--- Aktion 5
Koordinierung und Förderung- der Forschung in bezup- auf Arbeits –
Sicherheit un^ Gesundheitsschutz
Begründung und Zielsetzung
Die in dem Programm vorgesehenen Aktionen müssen durch ein koordi­
niertes und/oder gemeinsam durchgeführtes Forschungsprogramm wissen­
schaftlich unterstützt werden , das sich sowohl auf die Messung und
Auswirkungen der Verschmutzungen und Belästigungen auf die Gesundheit
als auch auf die Entwicklung von sichereren und weniger verschmutzenden
Techniken innerhalb des Betriebes , die gleichzeitig den allgemeinen
Umweltschutz berücksichtigen , erstreckt .
Die Zusammenarbeit zwischen den Instituten      und Laboratorien der
                                                                   V
Mitgliedstaaten muss so gestaltet und verstärkt werden , dass Doppel-
arbeit vermieden wird , die verfügbaren finanziellen Mittel wirksamer
eingesetzt und , soweit erforderlich , hochspezialisierte Laboratorien
gemeinsam für Probleme eingesetzt werden , die von einem Kitgliedstaat
allein nicht gelöst werden können .                              '
Darüber hinaus müssen Forschungsarbeiten in wenig oder nicht erforschten
Bereichen wie z.B. der Landwirtschaft und dem tertiären Bereich durchge­
führt werden .
Inhalt
Auf Gemeinschaftsebene werden bereits zwei ständige Verzeichnisse über
in den einzelnen Staaten laufende oder geplante Forschungsarbeiten
( Arbeitssicherheit oder Arbeitsmedizin ) vorbereitet . Dadurch wird von
1978 an eine gegenseitige Information der verantwortlichen Stellen mög­
lich sein , durch die der Austausch der Kenntnisse gefördert und die Vor­
aussetzungen für eine enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstitu­
ten geschaffen werden sollen . Aus diesen ständigen. Verzeichnissen sollen
die Bereiche hervorgehen , in denen Lücken bestehen . Es werden z.Z. drei
Probestudien über brennbare Erzeugnisse , über Berufsgefahren in der Bau–
Wirtschaft und über gewisse krebserzeugende Erzeugnisse durchgeführt . An
Hand dieser Studien wird man im Laufe des Jahres 1978 spezielle gemeinsame
                                           S
Forschungsprojekte festlegen können .
Die Datenbank , welche z.Z. im Rahmen der Dienststellen der Kommission auf
der Grundlage dieser Verzeichnisse aufgebaut wird , muss nach und nach
vervollständigt werden und die neuen Forschungsarbeiten einbeziehen ;
dabei wird der spätere Anschluss dieser Datenbank an das bei der Kommis­
sion im Aufbau befindliche Informationssystem über medizinische Forschungen
berücksichtigt .
 ---pagebreak---                            - 20 -
Die Forschungsarbeiten ! durch welche die Lucken in den Kenntnissen
über die toxischen Agenzien und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit
geschlossen oder die MeeBVerfahren für diese Agenzien verbessert werden
sollen , sind für den Erfolg mehrerer Teile des Programms und insbesondere
für den Teil von grosser Bedeutung , der sich mit der Aufstellung der
Schädlichkeitskriterien befasst . Diese Arbeiten werden dazu beitragen ,
die potentielle oder effektive Auswirkung der Verschmutzungen und Bela- . •
stungen, die am Arbeitsplatz auftreten oder auftreten können , und die
die Gesundheit belasten , so genau wie möglich festzustellen .
Die Ergebnisse dieser verschiedenen Aktionen des Programms und der z.Z. .
durchgeführten Untersuchungen werden von der Kommission von 1979 an
analysiert und können die Grundlage für die Erstellung eines detail­
lierten und genauen gemeinschaftlichen Forschungs - und Entwicklungspro-
gramms "bilden , das später von der Kommission dem Rat zur Annahme unter­
breitet werden kann .
 ---pagebreak---                                  - 21 -
Aktion 6
Entwicklung des Sicherheits - und Gesundheitsbewusstseins durch Erziehung
und Ausbildung
Begründung und Zielsetzung
Diese Aktion zielt auf die Entwicklung des Sicherheits - und Gesundheits-
bewusstseins durch Erziehung und Ausbildung ab . Sie ist für den Erfolg
der Förderung der Sicherheit und der Hygiene am Arbeitsplatz sehr wesent­
lich . Diese Aktion stützt sich auf die Unterrichtung und Ausbildung und
betrifft ebenso die verschiedenen Unterrichtsstufen wie den Betrieb . Sie
geht ausserdem ganz allgemein die beruflichen und sozialen Kreise an , die
sich mit den Problemen der Prävention und des Schutzes am Arbeitsplatz
befassen .
Es handelt sich wegen der verschiedenen Kreise , an die sie sich richtet ,
und aufgrund der Tatsache , dass bisher eine echte Methodik und gemeinsame
Grundsätze fehlen , um eine mittel - und langfristige Aktion . Es werden
verschiedene Studien und Konzertierungen erforderlich sein , bevor man
auf Gemeinschaftsebene zu Ergebnissen und konkreten Vorschlägen gelangen
wird .
Biese Aktion betrifft das Unterrichtswesen , die Betriebe und die Bevölkerung.
Was das Unt erri cht swes en betrifft , so müssen die ersten Grundlagen der
                                                                         i
Sicherheit und der Gesunaheitserziehung in der Schule vermittelt werden .
Auf unterschiedlichen Unterrichtsstufen müssen die wichtigsten Kenntnisse
und Verhaltensweisen hinsichtlich der Arbeitssicherheit -und Arbeitshygiene ,
und zwar in Verbindung mit den Erfordernissen der Prävention im Verhältnis
zu den Realitäten des Lebens in die Lehrpläne einbezogen werden . Es geht
darum, auf Gemeinschaftsebene eine echte Sicherheitserziehung einzuführen,
die die Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Traditionen und Beson­
derheiten berücksichtigt , jedoch auf den gleichen Grundsätzen und demselben
Ansatz aufbaut .
Im Betrieb muss.der Kampf gegen das Risiko auf allen Verantwortungs - und
Verwaltungs ebenen systematisch durchgeführt und koordiniert werden . Die     »
Sicherheitsgrundsätze müssen konsolidiert , ausgebaut und bekannt gemacht
werden. Die auf die Arbeitnehmer ausgerichtete Aktion rauss von der Sensi­
bilisierung der Industriellen und der Betriebsleiter begleitet sein .
 ---pagebreak---                                   22 -
Was die Erziehung der Bevölkerung "betrifft . so muss die im Unterrichts­
wesen durchgeführte Aktion durch eine auf bestimmte Bevölkerungsgruppen
ausgerichtete Aktion ergänzt werden . Der Einsatz von audiovisuellen
Mitteln ist eine der aktuellsten und wirksamsten Möglichkeiten , um sie
über die Wichtigkeit und Bedeutung der Verhütung von Unfällen und Krank­
heiten zu unterrichten .
Inhalt
l ) Unt erri cht swes en
    Die Kommission plant , gemeinsam mit den verantwortlichen Kreisen des
    Unterrichtswesens in den Mitgliedstaaten vorbereitende Studien durch­
    zuführen , tun so zur Erstellung eines harmonisierten Programms auf
    Gerne inschafts ebene zu gelangen .
    Im allgemeinen Unterrichtswesen , d.h . also vom frühesten Alter an
    und während der gesamten Schulzeit muss sich der Unterricht auf
    folgende zwei Ebenen erstrecken :
    - auf die theoretische und praktische Einführung, um das Kind und
       den Jugendlichen auf die Unfallgefahren aufmerksam zu machen ;
    – auf eine Ausbildung, die ihnen ein moralisches und staatsbürger­
       liches Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit vermittelt .
Im technischen Unterricht müssen auf allen Ebenen des technischen Wissens
und der beruflichen Ausbildung gleichzeitig Kenntnisse über Sicherheit
und Gesundheit vermittelt werden . Besondere Aufmerksamkeit ist auf die
Ausbildung derjenigen Personen zu richten , die besonders mit der Sicherheit
und der Gesundheit zu tun haben , da sie eine Tätigkeit oder besondere Ver­
antwortung in diesem Bereich ausüben bzw . tragen .
Die Kommission plant , gemeinschaftliche Ausbildungsmodelle für einzelne
Berufe und Tätigkeiten wie Arbeitsmediziner , Fachkräfte für Arbeitssicher–
heit , Ingenieure , Architekten, Mitglieder der betrieblichen Sicherheits-
ausschüsse , Verantwortliche der Gewerkschaftsorganisationen vorzuschlagen .
2 ) Betriebe
    Was die Betriebe betrifft , so muss die Sicherheitserziehung von ihnen
    selbst übernommen werden, denn der allgemeine und technische Unterricht
    kann geeignete Aktionen in der Arbeitsumgebung nicht ersetzen . Diese
    Art der Ausbildung muss die in der Schule erteilte Unterweisung ver­
    vollständigen und darüber hinaus eine derartige Unterweisung denjenigen
    vermitteln, die sie bis dahin nicht erhalten haben .
    Diese im Rahmen der Industrie zu gewährleistende Ausbildung wird inten­
    siver und mehr auf den jeweiligen Sektor ausgerichtet sein .
 ---pagebreak---                                 - 23 -
In vielen Fallen wird sie von "besonderen Organisationen durchgeführt , deren
Tätigkeit auf Gemeinschaftsebene koordiniert werden muss . Die Bedeutung des
Unterrichts duroh das Beispiel , der Oesallonasit und der Ausbildung am Ar­
beitsplatz darf nicht ausser Acht gelassen werden .
Die Kommission plant von 1978 an folgendes i
– die Entwicklung von Gemeinschaftsmodellen für die Ausbildung und Weiter­
  bildung bestimmter Personalkategorien auf dem Gebiet der Sicherheit s
  Betriebsleitung, Führungskräfte und Aufsichtspersonal , Lehrpersonal für
  die Kurse über Sicherheit und Gesundheitserziehung , Sicherheitsbeauftragte ;
– die Entwicklung von Geraeins chaftsmodellen für die Einführung von neu ange­
  stellten Arbeitnehmern , Wanderarbeitnehmern und solchen Arbeitnehmern, die
  ihre Beschäftigung gewechselt haben , in das Gebiet der Sicherheit ;
– Ausarbeitungen von Anweisungen und praktischen Regeln für sektorielle
  Tätigkeiten oder gefährliche Verrichtungen ;
– die Durchführung von Sicherheitskampagnen , die zeitlich begrenzt sind -und
  das klare Ziel verfolgen, die Arbeitnehmer so einzubeziehen , dass sie sich
  als "bewusste und aktive " Mitwirkende an der Kampagne , fühlen ; -–
– die Ausdehnung der bereits stattfindenden Gruppenpraktika auf andere Per–
  sonengrupp'en , die mit dem Problem der Prävention und der Sicherheit zu
  tun haben .
Die Aktion wird dadurch gefördert , dass der industriellen Führung und den
Arbeitnehmern Kenntnisse oder Erkenntnisse zugänglich gemacht werden , die
entweder durch Erfahrungsaustausch innerhalb von Fachgruppen in den betref­
fenden Branchen oder durch gemeinsam beschlossene und finanzierte Forschungs­
arbeiten erworben wurden . Diese Kenntnisse können in Anweisungen , Bestimmungen
oder praktischen Verhaltensregeln aufgenommen werden , die in den betreffenden
Kreisen verteilt und erläutert werden und ständig auf dem neuesten Stand
gehalten werden müssen . Die Kommission wird diese Art der Zusammenarbeit und
der Förderung der Sicherheit durch Informationen unterstützen , die sie bei
der Durchführung bestimmter anderer Punkte des Aktionsprogramms erhalten
hat , wie z.B. Daten über Unfälle , die technischen Fortschritte bei der Aus-
                                                                                 t
legung, dem Bau und dem Einsatz der Maschinen und Anlagen sowie durch die
Ergebnisse der industriellen GiftstoffÜberwachung .
3) Bevölkerung pruppen
   Neben der im Unterrichtswesen durchgeführten Aktion muss eine allgemeine
   Unterrichtung bestimmter Bevölkerungsgruppen (wie Frauenorganisationen ,
   Elternvereinigungen , Berufsverbände usw .) über die Bedeutung der Verhütung
   von Unfällen und Krankheiten durchgeführt werden . In diesem Bereich bestehen
    in den einzelnen Staaten schon eine Reihe von Initiativen . Für diese Unterr
   richtung werden bereits audiovisuelle Mittel eingesetzt . Die Kommission plant
 ---pagebreak---                             - 24 -
ihre Koordinierung und gemeinsame Weiterentwicklung, die Herstellung
von Filmen und die Einrichtung einer laufend zu ergänzenden Kartei
über austauschbare audiovisuelle Mittel .
 ---pagebreak--- •       .                        •         PICHE FTNANCTERE
                                           1,1                1         »
1 . Lime budgétaire cor.cerr.ee
      Poste 3520                      ,
2 . Intitulé de l' action                                                   .
      1                                                                                  |
      Programme d' action des Communautés européennes en matière de santé et sécurité
        sur le lieu de travail .                                                           '
3 . Base juridicue
        3.0 Articles 117 et 118 du Traité C.E.E.                      '
        3.1 Résolution du Conseil du' 21 janvier 1974 concernant un programme • d' ac~i-r.
           . sociale et notaient la priorité No 6 .
4 . Objectif de l' action                                       ,
      L' élévation du niveau de               protection à l' égard, des risques professionnels de
     ■toute nature , en rendant plus efficace la prévention , le contrôle et la
     maîtrise de ces ris /rues .                          •
5 . Incidence financière de l' action                               '
   * 5«0              sur iq ? d Penses î action permanente               *
     5.0.0.1          à la charre du "budget communautaire
      5*0.1           échéancier pluriannuel des crédits
                                     1978                1979                   1980
                          825 . OCO u.c.e .           1.100.000 u.c.e .       1.300.000 u.c.s .
                                     a    prix      constants
                      Si le programme d' action des Communautés européennes en matière de
                      santé et sécurité sur le lieu de travail est adopté comme pre\"u dans
                      le courant du premier semestre 1978 , des actions nouvelles seront à
                      entreprendre et justifient une augmentation des ressources , aussi
                . bien en ce qui concerne les réunions de concertation et de consulta­
                     tion quo des études ot d.es programmes d 'intercomparaison .
                       1                                          '
                4                  >   •      •
                  /'■                         ■ •           •
                                         *      • .
 ---pagebreak--- 5.1 .    Incidence financière sur les ressources : néant
5.1.1 .  Mode de calcul
         D * après l' expérience antérioury on peut estimer que les dépenses se
         répartissent comme suit :                     •               1976
                                                                       u.c.e .
         – Reunions d' experts                                        125.000
         – contrats d' études et de prestation de services
             pour la mise au point de directives , recomman­
             dations et guides de bonne pratique etc.                 400.000
         – organisation de colloques , symposia , sémin­
             aires techniques et scientifiques et publication
             des actes ainsi que de rapports scientifiques            100.000
         – stages et séminaires destinés aux responsables'
             des Etats membres et des partenaires sociaux              90.000
         – visites d' information et coordination auprès
             des organes et installations qui participent
             à l' action communautaire de prévention     * '           30.000
             P*    icscrs **.*     pg      0 cuvrs d
             permanent de documentation et d' information
             technique         _                     .    ^
         – développement de moyens audio-visuels sur la
             sécurité du travail , l' éducation et la forma–'
             tion santé-sécurité                .                      30.000
                            .                                         825.000
          Pour ce qui est de réunions , missions , études et colloques , les
          coûts or.t été calculés d' après les barèmes utilisés par la Cor.iis^i rr.
          peur les dépenses ds ce gor.ro .
        Pour les années 1979 et i960 , les dépenses se répartiront vraisemblablement
        de la même manière »
• Financement                                                           .
  6.0 Financement possible par crédits inscrits au chapitre concerné dans le
        budget .                     .   .
• Information sur le personnel nécessaire pour la réalisation de l' action
  En supposant que le programme soit accepté par le Conseil au cours de l' année 197
  les effectifs nécessaires à la réalisation du programme qui doivent être cis
  à la disposition des services de Luxembourg ( D.G. V. et Office Statistique )
  doivent être évalués à 9 A , 5 B et 5 C. , se répartissant comme suit :
        - Office Statistique : l' A - 1 B ( effectif supplémentaire )
        - D.G. V.                ; 8 . A - /f"B - 5 C.
 ---pagebreak---                               - 3 -
Dans le personnel actuel en service à la D . G. Vi à lAixem"bourg ( Direction
Santé et Sécurité ) il y a 4 A et 1 C qui sont déjà directement concernés
par le programme » L' effectif supplémentaire à mettre à la disposition dès
1979 se composerait donc de- :
                     4A   -  4 B  -  4 C.
           /
          /