CELEX: 51977PC0495
Language: de
Date: 1977-10-18
Title: Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Warmwasserzähler (Von der Kommission dem Rat vorgelegt).

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (77) 495
Vol. 1977/0157
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---      KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                       KOM(77)495 endg. .
                                                       Brüssel / den 18 . Oktober 1977
                                    Vorschlag einer
                                  RICHTLINIE DES RATES
                    zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
                    staaten über Warmwasserzähler
                         ( Von der Kommission dem Rat vorgelegt ) .
K0MC77 ) 495 endg .
 ---pagebreak---                                    Begründung
 A t Igemeines
 Diese Richtlinie ergeht in Anwendung von Artikel 100 des Vertrages sowie
der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung der Rechts-
vorschriften oer M i tg l i edstas ten betreffend gemeinsame Vorschriften über
Messger äte sowie über Mess- und Prüfverfahren C1 ) zusammen .
Ziel dieser Richtlinie ist es , für den gesamten Gemeinsamen Mark für
Warmwasserzähler , die die Bedingungen dieser Richtlinie erfüllen ,
freien Zugang zu gewährleisten .
Ferner soll dadurch vermieden werden , dass in den Mitgliedstaaten , in
denen noch keine nationale Rechtsvorschriften vorhanden sind , durch die
Einführung anderer Rechts- und Verwaltungsvorschriften neue Hemnisse
geschaffen werden .
Ein Vergleich der für Warmwasserzähler geltenden Systeme hat Unterschiede
in den technischen Bauvorschriften und Verwendungsbedingungen sowie in
den jeweiligen Präzisionsklassen und Prüfmodalitäten ergeben , denen diese
Zähler vor ihrer Verwaltung und Verwendung unterliegen .
Die derzeitigen einzelstaatlichen Rechtsvorschriften finden ihre
Berechtigung in der legitimen Sorge um den Schutz der Verbraucher und
Benutzer , so dass eine Harmonisierung dieser Rechtsvorschriften als das
einzig mögliche Mittel erscheint , die aus der Unterschiedlichkeit dieser
Vorschriften herrührenden Nachteile zu beseitigen und damit die zur
Errichtung des Gemeinsamen Marktes erforderlichen Voraussetzungen zu
schaffen .
Ferner fügt sich die Harmoni si erung der Rechtsvorschriften für Warmwassei–
zähler in den Rahmen einer allgemeinen Politik der rationellen Energie-
nutzung ein , die nicht nur von den neun Mitgliedstaaten sondern auch von
den meisten Industrieländern eingeschlagen wurde .
( 1 ) AB1 der Europäischen Gemeinschaften L 202 vom 6.9.1971 , S.1
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Die Erhöhung der Erdölpreise in den letzten Jahren hat nämlich die
meisten dieser Staaten dazu veranlasst , ihre Verbrauchsvorausschätzungen
im Hinblick auf eine Verringerung ihrer Ausgaben neu zu überprüfen .    Auf
den meisten Industriesektoren wurden Anstrengungen unternommen , um
entweder den Verbrauch zu verringern oder für eine rationelle
Energienutzung zu sorgen .
Parallel dazu beanspruchten die demographische Entwicklung , die
städtischen Ballungsgebiete , Hygiene und Lebensart sowie schliesslich
die Industrialisierung immer grössere Mengen an Wasser , insbesondere
Warmwasser .
Während die staatlichen oder privaten örtlichen Versorgungsbetriebe bei
der Belieferung ihrer Kunden lange Zeit von variablen Kriterien ausgehen
konnten , ist eine solche Lässigkeit heute nicht mehr erlaubt , da
Warmwasser angesichts der derzeitigen Marktbedingungen ein kostspieliges
Erzeugnis geworden ist .
Ferner haben die Verbraucherschutzmassnahmen in den letzten Jahren die
meisten Mitgliedstaaten dazu veranlasst , die verwendeten Wassermengen
über Zähler bei jedem einzelnen Verbraucher genauer zu überwachen .
Alle diese Überlegungen beweisen hinreichend die Bedeutung einer solchen
Harmoni sierung , die unter Berücksichtigung der vom Ministerrat auf dem
Gebiet des freien Warenverkehrs und des stärkeren Verbraucherschutzes
festgelegten wesentlichen Ziele eine bessere Überwachung der verbrauchten
Energie ermöglicht .
Sobald diese Richtlinie vom Rat angenommen ist , können die Dienststellen
der Kommission einen Vorschlag für Wärmeenergiezähler vorlegen , dessen
Notwendigkeit immer spürbarer wird .
Die Harmonisierungarbeiten für diese    wärmeenergiezähler sind um so
einfacher , als die unter diesen Vorschlag fallenden bei Annahme der
einschlägigen Richtlinie meist bereits harmoni sierten Warmwasserzähler
einen wesentlichen Teil der Wärmeenergiezähler darstellen .
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2 . Gliederung der Richlinie
    Wie die meisten bereits vom Rat angenommenen Richtlinien auf dem Gebiet
    der Messinstrumente besteht diese Richtlinie aus einem juristischen Teil
                         t
    und einem technischen Anhang .
    Die Vorschriften dieses Anhangs enthalten eine Definition der wichtigsten
    Begriffe und geben erschöpfend Auskunft über die Eigenschaften , denen
    diese Warmwasserzähler sowie die an ihnen im Hinblick auf einen freien
    Vertrieb innerhalb der Gemeinschaft durchzuführenden Prüfung entsprechen
    müssen .
3 . Harmoni sierungs Lösung
    Gewählt wurde die sogenannte fakultative Harmonisierungslösung nach dem
    Muster der meisten Einzelri cht linien auf diesem Sektor . Sie entspricht
    der völligen Harmonisierung in der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971
    betreffend gemeinsame Vorschriften für Messgeräte sowie über Mees- und
    Prüfverfahren .
    Zumindest solange die wichtigsten nicht technischen Vorschriften für den
    Anwendungsbereich und die Prüfsteuern für Warmwasserzähler nicht harmoni­
    siert sind , dürfte die völlige Harmonisierung schwerwiegende Probleme
    verursachen .
    Die fakultative Harmonisierung bedeutet , dass die dieser Richtlinie
    entsprechenden Warmwasserzähler frei in allen Mitgliedstaaten und innerhalb
    der einzelnen Mitgliedstaaten vertrieben werden können , in gleicher Weise
    wie die den nationalen Prüfungen entsprechenden Zähler in jedem einzelnen
    Mitgliedstaat .
4 . Konsultation des Parlaments und des Wirtschafts - und Sozialausschusses
    Die Stellungnahme dieser beiden Organe ist gemäss den Bestimmungen von
    Artikel 100 , Absatz 2 erforderlich . Die Durchführung der in der Richt­
    linie vorgesehenen Vorschriften erfordert in einigen Mitgliedstaaten
    tatsächlich eine Änderung ihrer gsetzlichen Vorschriften .
                                                               •i•/•••
 ---pagebreak--- DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
gestutzt auf den Vertrag zur Gründung der Europaischen Wirtschafts­
gemeinschaft insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Euroäischen Parlaments C1 ),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 2 ),
in Erwägung nachstehender Gründe :
In den Mitgliedstaaten sind der Bau sowie die Prüfbedingungen von
Warmwasserzählern durch zwingende Vorschriften geregelt , die von
Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden sind und infolgedessen bei
diesen Geräten zu Handelshemmnissen führen .     Es ist deshalb erforder Ii ch ,
diese Bestimmungen einander anzugleichen ,
Durch die Richtlinie des Rates 71 / 316 / EWG vom 26 . Juli 1971
 zur Anglei chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
betreffend gemeinsame Vorschriften über Messgeräte sowie über Mess- und
Prüfverfahren ( 3 ), geändert durch die Beitrittsakte ( 4 ), sind die Verfahren
für die EWG-Bauartzulassung und die EWG-Ersteichung festgelegt worden .
In Obereinstimmung mit dieser Richtlinie sind nunmehr technische Bau- und
Betriebsvorschriften festzulegen , denen Warmwasserzähler genügen müssen ,
damit sie nach den Prüfungen und nach Anbringen der vorgesehenen Stempel
und Zeichen frei importiert , vertrieben und in Betrieb genommen werden
können -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
(1)  AB1 . C
C2 ) AB1 . C
(3)  AB1 . L 202 vom 6.9.1975 , S.1
(4)  AB1 . L   73 vom 27.3.1972 , S. 14
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                                 Artikel   1
Diese Richtlinie bezieht sich auf Warmwasserzähler , die die sie
durchströmende Warmwassermenge - unauf hörli ch registrieren .
Sie besitzen ein Meßwerk , das ein Zählwerk antreibt . Warmwasser im Sinne
dieser Richtlinie ist Wasser , dessen Temperatur höher als 30 0 ist und
90° C nicht übersteigt .
                                 Artikel 2
 Diejenigen Warmwasserzähler , die EWG-Stempel und Zeichen erhalten können ,
 sind im Anhang zu dieser Richtlinie beschrieben . Sie unterliegen der
 EWG-Bauartzulassung und der EWG-Ersteichung .
                                  Artikel 3
  Die Mitgliedstaaten dürfen den Vertrieb und die Inbetriebnahme von
  Warmwasserzählern , die mit dem Zeichen für die EWG-Bauartzulassung und
  dem Stempel der EWG-Ersteichung versehen sind , nicht aus Gründen , die die
  messtechnische Qualität dieser Zähler betreffen , ablehnen , verbieten
  oder beschränken .
                                  Artikel 4
   1 Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und
   Verwaltungsvorschriften in Kraft , um dieser Richtlinie binnen 18 Monate
   nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen . Sie setzen die Kommission
    unverzüglich davon in Kenntnis .
  2. Nach der Bekanntgabe dieser Richtlinie unterrichten die Mitgliedstaaten
  die Kommission rechtzeitig über sämtliche Entwürfe von Rechts- und
  Verwaltungsvorschriften, . die, • sie auf dem von dieser  Richtige erfassten
                                                      dazu Stellung nehmen kann .
  Gebiet zu erlassen beabsichtigen , damit diese dazu ^xet         9
                                    Artikel 5
   Diese Richtlinie ist an alle Nitgliedstaaten gerichtet .
                                            Geschehen zu Brüssel am
 ---pagebreak---                                 ANHANG
TERMINOLOGIE UND DEFINITIONEN
1.0 . Dieser Anhang gilt nur für Warmwasserzähler , die ein direktes
      mechanisches Verfahren benutzen , bei dem Messkammern mit
      beweglichen Trennwänden oder die Wirkung oder Wassergeschwindigkeit
      auf ein umlaufendes Organ ( Turbine , Flügelrad usw .), zur Messung
      herangezogen werden .
1.1 . Volumendurchf luss .
      Der Volumendurchf luss ( nachstehend " Durchfluss    genannt ) ist der
      Quotient aus dem den Zähler umf liessenden Wasservolumen und der
      Durchflusszeit .
1.2 . Abgegebenes Volumen .
      Das abgegebene Volumen während einer beliebigen Zeit ist die
      gesamte Wassermenge , die während dieser Zeit durch den Zähler
      geflossen ist .
1.3 . Grösster Durchfluss : Q
                                max
      Der grosste
            3
                     Durchfluss Q max ist der grosste
                                              3
                                                      Durchfluss ,' mit dem
      der Zähler während begrenzter Zeiträume ohne Beschädigung , unter
      Einhaltung der Fehlergrenzen und ohne Oberschreiten des grössten
      Druckverlustes arbeiten kann .
1.4 . Nenndurchf luss : Q
                           η
      Der Nenndurchf luss ist der halbe Wert des grossten Durchflusses
      Q max .  Die dem Wert von Q n entsprechende Zahl ,' ausgedrückt in
      m^/ h , dient zur Kennzeichnung des Zählers .
      Bei Nenndurchf luss Q    muss der Zähler unter normalen Bedingungen ,
                             η
      d.h . im Dauerbetrieb und im unterbrochenen Betrieb , unter
      Einhaltung der Fehlergrenzen arbeiten können .
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1.5 .  Kleinster Durchfluss : Qm^ n
       Der kleinste Durchfluss Q mm. ist der Durchfluss , von dem ab
       der Zähler die Fehlergrenzen einhalten muss . Er wird in
       Abhängigkeit von Q festgelegt .
1.6 .  Belastungsberei ch
       Der Belastungsbereich eines Warmwasserzählers wird begrenzt
       durch den grössten Durchfluss Q max ur,d den kleinsten
       Durchfluss Q . .   Er wird in zwei Zonen , den sogenannten unteren
                    min
       und oberen Belastungsbereich , unterteilt , für die jeweils
       verschiedene Fehlergrenzen gelten .
1.7 .  Obergangsdurchf luss : Q.
       Der Oberg angsdurchfluss Q ist der Durchfluss , der den unteren
       vom oberen Belastungsbereich trennt und bei dem eine Unstetig­
       keit der Fehlergrenzen auftritt .
 1.8 .  Fehlergrenze
        Die Fehlergrenze ist der höchste Fehlerwert , der nach dieser
        Richtlinie bei der EWG-Bauartzulassung und der EWG-Ersteichung
        eines Warmwasserzählers zulässig ist .
 1.9 .  Druckverlust
        Unter Druckverlust ist derjenige Druckverlust zu verstehen ,
        der durch den Warmwasserzähler in der Leitung verursacht wird .
 ---pagebreak--- MESSTECHNISCHE EIGENSCHAFTEN
2.1 .  Fehlergrenzen .
       Die Fehlergrenze im unteren Belastungsberei ch von einschliesslich
       Q min
           . bis Gl t - Gl t selbst ausgenommen - beträgt –+ 5 % .
       Die Fehlergrenze im oberen Belastungsbereich von einschliesslich
       Cl t bis einschliesslich Q max beträgt  3 -
                                                   + 3 %.
2.2 .  Metrologische Klassen .
       Die Warmwasserzähler werden je nach Grösse der vorstehend
       definierten Werte Qm ^ n und Qt gemäss folgender Tabelle in vier
       metrologische Klassen eingeteilt :
                                                        Q
                                                            η
            Klasse
                                          <15 m /h          ! ^15 m /h
  Klasse 0
    Grosse von Q
                  min
                     .                    0,08
                                            '
                                                Qn             0,16 Q
                                                                      η
    Grosse von Q.                         0,15
                                           '
                                                Qn             0,30 Q
                                                                      η
  Klasse A
    Grosse von Q    .                    0,04
                                           '    Qn             0,08
                                                                '
                                                                    Qn
                  min
    Grosse von Q.                        0,10
                                           '
                                                Qn            0,20
                                                                '
                                                                    Qn
                                     f
  Klasse B
    Grosse von Q    .
                  min
                                     I 0,02 Q
                                           '     n
                                                              0,04 Q
                                                                     η
    Grosse von Q.                        0,08
                                           '
                                                Qn            0,15
                                                                '
                                                                    Qn
                                                          I
                                                          I
                                                          I
  Klasse C                                                I
    Grosse von Q    .                    0,01 Q           '   0,02
                                                                '
                                                                    Qn
                  min
                                                 n        i
    Grosse von Q.                        0,06 Q           ;   0,10 Q
                                                 n        I
 ---pagebreak---                                        -6-
III . TECHNOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
      3.1 .  Allgemeine Bauartanforderungen
              Die Zähler müssen so gebaut sein , dass bei normalen
             Betriebsbedingungen :
              1 . die Funktionsfähigkeit über einen längeren Zeitraum und
                  die Sicherung gegen Betrug ,
              2 . die Einhaltung der Vorschriften dieser Richtlinie
                  gewährleistet sind .
              Kann ein unbeabsichtigtes Zurückströmen des Wassers durch die
              Zähler vorkommen , so dürfen diese hierdurch weder beschädigt
              noch in ihren metrologischen Eigenschaften beeinträchtigt
              werden ; sie müssen dabei jedoch eine rückläufige Bewegung
              des Zählwerks ausführen .
      3.2 ..  Werkstoffe
              Der Warmwasserzähler muss aus Werkstoffen mit einer für
              seinen Verwendungszweck geeigneten Festigkeit und
              Dauerhaftigkeit bestehen .   Insgesamt muss der Zähler aus
              Werkstoffen bestehen , die gegen die normale innere und
              äussere Korrosion beständig und erforderlichenfalls durch
              eine geeignete Oberflächenbehandlung geschützt sind .
               Temperaturschwankungen zwischen 0° C und 110° C dürfen die
               für den Wasserzähler verwendeten Werkstoffe nicht
               beeinträchtigen .
        3.3 . Dichtheit - Druckfestigkeit - Temperaturbeständigkeit
               Die Zähler müssen einer g Lei chmässigen Wassertem^eratur von
               90° C und dem gleichmässigen Druck , für den sie konstruiert
 ---pagebreak---                               -7-
      sind , d.h . dem maximalen Betriebsdruck ohne Beeinträchtigung
      ihrer Arbeitsweise , ohne Leckverluste , ohne dass eine
      Durchlässigkeit der Wandungen eintritt und ohne bleibende
      Verformung ständig standhalten .    Der Mindestwert dieses Drucks
      beträgt 10 bar .
3.4 . Druckverlust
      Der durch den Zahler verursachte Druckverlust wird bei den
      EWG-Bauartzulassungspruf ungen ermittelt und darf niemals
      höher sein als 0,25 bar bei Nenndurchf luss und 1 bar bei
      grösstem Durchfluss .
      Die Bauarten werden entsprechend den Prüf ergebni ssen in vier
      Gruppen eingeteilt , je nachdem , ob ihr Druckverlust einen der–
      nachstehenden Maximalwerte einhält : 1,0 - 0,6 - 0,3 und 0,1
      bar .   Dieser Wert wird in der EWG-Bauartzulassungsbescheinigung
      angegeben .
3.5 . Zàhlwerk
      Das Zählwerk muss eine sichere , einfache und eindeutige
      Ablesung der gemessenen Wassermenge in Kubikmeter durch
      einfaches Aneinanderreihen der Anzeigen der einzelnen
      Zählerglieder ermöglichen .
       Diese Wassermenge wird angageben :
       a ) entweder durch die Stellung eines oder mehrerer Zeiger vor
            Zifferblättern mit Skalenkreis ,
       b ) durch die Ablesung nebeneinanderstehender Ziffern in einem
            oder mehreren Fenstern ,
       c ) oder durch eine Kombination der beiden Systeme .
        Das Kubikmeter und seine Vielfachen werden durch schwarze
        Farbe gekenzei chnet , Dezimale des Kubikmeters durch rote Farbe .
        Die tatsächliche oder scheinbare Höhe der nebeneinanderstehen-
        den Ziffern darf nicht kleiner als 4 mm sein .
        Bei der Anzeige durch nebeneinanderstehende Ziffern ( Typ b und
        c ) müssen alle sichtbaren Ziffern von untern nach oben fort­
        schreiten .
 ---pagebreak---                         -8-
Ein beliebiges Zählglied muss um eine volle Einheit fortschrei­
ten , wenn das nächstniedrigere Zählglied das letzte Zehntel
seines Umlaufes ausführt ; bei Typ c kann die Roll mit dem
niedrigsten Zählglied stetig fortschreiten .     Die vollen Kubik­
meter müssen deutlich angezeigt werden .
Bei Zeigerskalen ( Typ a und c )   ist die Drehrichtung die des
Uhrzeigers . Der in Kubikmeter     ausgedrückte Wert der Skalenein-
teilung jedes Zählgliedes muss     nach Werten von 10
fortschreiten , wobeil n eine -    negative oder positive - ganze
Zahl oder Null darstellt , so dass ein System von aufeinander
folgenden Dezimalen entsteht . Neben jedem Zählglied sind
folgende Bezeichnungen angegeben : x 1000 - x 100 - x 10
 x 1 - x 0,1 - x 0,01 - x 0,001 .
 In beiden Fällen ( Seigerskalen oder nebeneinanderstehende
 Ziffern ) :
 - ist das Zeichen m3 auf dem Zifferblatt oder unmittelbar
   neben der Zifferanzeige anzugeben ;
 - muss das am schnellsten laufende - noch visuell ablesbare
    Zählglied , das als Prüf zählg lied gilt und dessen Skalenwert
    der sogenannte " Eichwert " ist , stetig fortschreiten . Dieses
    Prüf zählglied kann ständig vorhanden sein oder vorübergehend
    durch Hinzufügen neuer Teile gebildet werden . Ein vorüber­
    gehend hinzugefügtes Prüfzählglied darf keinen nennenswerten
    Einfluss auf die metrologischen Eigenschaften des Zählers
    haben .
  Der Teilstrichabstand für den Eichwert darf nicht kleiner als
  1 mm und nicht grösser als 5 mm sein . Die Skala wird verkörpert
  - durch Teilstriche gleicher Dicke , die jedoch nicht grösser
     sein darf als ein Viertel des Achsabstands zweier benachbar­
     ter Teilstriche . Die Teilstriche dürfen sich nur durch ihre
     Länge voneinancer unterscheiden }
  - oder durch Kontraststreifen , deren Breite kors^ant und gleich
     dem Teilstrichabstand ist .
 ---pagebreak---                                -9-
      Bis 19 . Juni 1981 ist jedoch folgende Regelung zulassig :
      a ) die Ziffern dürfen sich von oben nach unten bewegen , was
          durch einen Richtungspfeil anzugeben ist ;
      b ) der Teilstrichabstand kann 0,8 mm betragen .
3.6 . Anzahl der Ziffern und Grösse des Eichwerts
      Das Zählwerk muss ohne Rückkehr in die Nullstellung ein
      Volumen registrieren können , das mindestens dem in Kubik­
      metern ausgedrückten Volumen von 1999 Betriebsstunden bei
      Nenndurchf luss entspricht .
      Der Eichwert muss den Wert 1 x 10n , 2 x 10n oder 5 x 10n
      darstellen .   Er muss hinreichend klein sein , damit bei der
      Eichung einerseits gewährleistet werden kann , dass die
      Messunsicherheit nicht mehr als 0,5 % beträgt ( wobeil ein
      Ableserfehler angenommen wird , der die Hälfte des kleinsten
      Teilstrichabstands nicht überschreitet ) und andererseits
      bei Mindestdurchf luss nur eine relativ kleine Menge erforderlich
      ist , damit die Prüfung bei diesem Durchfluss nicht länger
      dauert als 1 1 / 2 Stunden .
      Eine Zusatzeinrichtung ( Stern , Scheibe mit Marke usw .) kann
      vorgesehen werden , um eine Bewegung des Messwerks bereits
      feststellen zu können , bevor sie auf dem Zählwerk deutlich
      sichtbar zu erkennen ist .
3.7 . Justiereinri chtung
      Die Zahler können mit einer Justiereinrichtung versehen sein ,
      durch die das Verhältnis zwischen dem angezeigten und dem
      abgegebenen Volumen geändert wird .   Diese Einrichtung ist
      vorgeschrieben bei Zählern , bei denen die Wirkung der Wasser-
      geschwindigkeit auf ein umlaufendes Organ zum Messen benutzt
      wird .
 ---pagebreak---                              - 10-
3.8 . Beschleunigungseinri chtung
      Einrichtungen zur Beschleunigung der Zähterbewegung im Bereich
      unterhalb vom Q .   sind untersagt ,
                      min
3.9 . Zusätzliche Einrichtungen
      Die Zähler können mit einer Einrichtung versehen sein , durch
      die Impulse erzeugt werden , wenn diese die metrologischen
      Eigenschaften der Zähler nicht massgeblich beeinflusst .
      Die Bauartzulassungsbescheinigung kann die Hinzufügung von
      spezifischen festen oder beweglichen Einrichtungen vorsehen ,
      durch die die automatische Eichung der Zähler vorgenommen
      werden kann .
 ---pagebreak---                                           - 11-
IV . AUFSCHRIFTEN UND STEMPELSTELLEN
     4.1 . Kenndaten des Zählers
           Jeder Zähler muss deutlich lesbar und dauerhaft folgende
           Aufschriften , die auf dem Gehäuse , dem Zifferblat des
           Zählwerks oder auf einem Kennzeichnungsschild zusammengef asst
           oder getrennt angebracht sein können , tragen :
           a ) Name oder Firmenname des Herstel lers oder seine Fabrik-
               marke .
           b ) metrologische
                       M
                       a I W VI IV Klasse und Nenndurchf luss Q n in Kubikmeter
                                     U «»^V  Wl IVI M VI II IVIMI VIII W M J ^ M
               pro Stunde ,
           c ) Herstellungsjahr und Herstellungsnummer des einzelnen
               Zählers ,
           d ) einen oder zwei Pfeile zur Angabe der Strömungsrichtung ,
           e ) das EWG-Bauartzulassungszeichen ,
           f ) den maximalen Betriebsdruck in Bar , wenn dieser höher
               sein kann als 10 bar ,
           g ) die maximale Betriebstemperatur in der Form : 90° C ,
           h ) die Angabe " v " oder " H ", falls der Zähler nur in
               Senkrechter ( v ) bzw . waagerechter ( H ) Stellung einwandfrei
               arbeitet .
     4,2 . Stempelstellen für die Eichung
           An einem wichtigen Teil ( in der Regel am Gehäuse ), das ohne
           Auseinandernehmen des Zählers sichtbar ist , muss eine Stelle
           zur Anbringung der EWG-Eichstempel vorgesehen sein .
 ---pagebreak---                               - 12-
4.3 . Si cherungsstempelstel len
      Die Zähler müssen mit Sicherungseinrichtungen versehen sein ,
      die plombiert werden können , so dass sowohl vor als auch nach
      dem ordnungsgemässen Einbau des Zählers ein Auseinandernehmen
      oder Eingriffe in den Zähler oder seine Justiereinrichtung
      ohne Beschädigung dieser Sicherungseinrichtung nicht möglich
      sind .
 ---pagebreak---                                     - 13-
V. EWG-BAUARTZULASSUNG
   5.1 .   Verfahren
           Das Verfahren für die EWG-Bauartzulassung erfolgt nach der
           Richtlinie 71 / 316 / EWG .
   5.2 .   Bauartpruf ungen
           Nachdem anhand der Zulassungsunter lagen festgestellt worden
            ist , dass die Bauart des vorliegenden Richtlinie entspricht ,
            werden eine Anzahl Geräte Prüfungen im Laboratorium unter
            folgenden Bedingungen unterworfen :
   5.2 . I.Anzahl der vorzulegenden Zähler :
            Die Anzahl der vom Hersteller vorzulegenden Zähler ist aus
           nachstehender Tabelle ersichtlich :
             Nenndurchf luss Q    en m /h             Anzahl der Zahler
                               n
             Kleiner als 1,5                                  10
             Gleich oder grösser als 1,5
             und kleiner als 15                                3
             Gleich oder grosser als 15                        2
          Je nach Ablauf der Prüf versuche können zusätzliche Zähler
          angefordert werden .
   5.2.2.Druck
           Bei den messtechnischen Prüfungen ( Punkt 5.2.4 .) muss der
           Druck am Zählerausgang hoch genug sein , um die Kavitation zu
           verhindern .
   5.2.3.Prufeinri chtung
           Die Zähler werden im allgemeinen aus Einzelständen geprüft ,
           auf jeden Fall jedoch so , dass die jeweiligen Merkmale jedes
           Zählers eindeutig ersichtlich sind .
 ---pagebreak---                                       - 14-
        Der Messdienst des Mi tg L iedstaats trifft alle erf order l T chen
        Vorkehrungen , damit - unter Berücksichtigung der verschiedenen
        durch die Prüfanlage bedingten Fehlerquellen - die grösste
        relative Unsicherheit bei der Messung des abgegebenen
        Volumens 0,3 % nicht übersteigt .
        Die grösste relative Messunsicherheit des Prüfanlage beträgt
        5 % der Druckmessung und 2,5 % bei der Messung des Druck-
        verlustes .
        Die relative Schwankung des Durchflusswerts darf während
        jeder
        J
                  Prüfung3 im Bereich von Q min . bis Q.t 2,5 '/. und im Bereich
        von Q      bis Q         5 % nicht übersteigen ,
                t         max
        Für die Temperaturmessung ist eine Messungenauigkeit von
        höchstens 1° C zulässig .
        An welchem Ort die Prüfung auch stattfindet , in jedem Fall
        muss die Anlage durch den Messdienst des betreffenden
        Mitgliedstaats genehmigt sein .
5.2.4 . Durchführung der Prüfungen
         Die Prüfungen umfassen nachstehende Vorgänge in der angegebenen
         Reihenfolge :
         1 . Dichtigkeit spruf ung ,
         2 . Aufnahme der Fehlerkurven in Abhängigkeit vom Durchfluss ,
              wobei eine etwaige Druck– und Temperaturabhängigkeit
              festgestellt und die für den betreffenden Zählertyp normalen
              und vom Hersteller vorgesehenen Einbaubedingungen ( gerade
              Lei t ung s l äng en vor und hinter dem Zähler , Drosselstellen ,
              Hindernissen usw .) berücksichtigt werden ,
          3 . Ermittlung der Druckverluste ,
          4 . beschleunigte Abnutzungsprüfung .
          5 . bei Zählern mit einem Nenndurchf luss G>n von 10 m /h oder
               weniger eine Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit .
               Die Dichtigkeitsprüfung umfasst die beiden nachstehenden
               Prüfungen , die bei ( 85 + 5)° C durchzuführen sind .
 ---pagebreak---                                               - 15-
                    a ) Jeder Zähler muss einem Druck von 16 bar oder einen Druck
                        gleich dem 1,6 fachen des maximalen Betriebsdrucks
                        15 Minuten lang ohne Leckverluste und ohne Austreten von
                        Sickerflüssigkeit standhalten ( vgl . Punkt 4.1 Buchstabe f );
                    b ) jeder Zähler muss einem Druck von 20 bar oder einem Druck
                        gleich dem Doppelten des maximalen Betriebsdruck eine
                        Minute lang ohne Zerstörung oder Blockieren des Messwerks
                        standhalten ( vgl . Punkt 4.1 Bichstabe f ).
                    Die Prüfungen 2 und 3 müssen eine ausreichende Anzahl von
                    Ver suchsprunkten ergeben , um die Kurven für den gesamten
                    Belastungsbereich mit Sicherheit aufzeichnen zu können .
                    Die beschleunigte Abnutzungsprüfung ist unter folgenden
                    Bedingungen durchzuführen :
              ;
 Nenndur ch-      Prufdurch-      Art   i   Anzahl    Still­ Bet ri ebs --      Zeit .für
                                        ι
    f luss        fluss und       der          der    stands- dauer bei       Anlauf und
                - temperatur   Pruf ung     Unter-    zeiten  Pruf durch- Drosselung
                                           brechungen           f luss        in Sekunden
Q ^10 m /h      Q
                  η
                              unter­        100.000    15 s     15 s         0,01 5 (Q )
                                                                              ,
                              brochen
                et                       i                                   avec  minimum
                                         l
                ( 50+5)° C                                                   de 1   s
                Q
                  max
                et
                ( 85+5)° C    stetig                           100 h
QJHO m /h       Q             stetig                           500 h
 n                n
                et
                ( 50+5)° C
                Q             stetig                           200 h
                  max
                et
                                                                           ι
                ( 85+5)° C
   (*) (Q n ) est un nombre égal 3
                                      à la valeur de Q n exprimée
                                                            ^
                                                                    en m / h .
 ---pagebreak---                                  - 16-
        Vor dem ersten Versuch nach jeder Versuchsreihe werden die
        Messfehler mindestens bei folgenden Durchtf lussstärken
        festgestellt :
                    Q .   - Q   - 0,5 Q   - Q
                     min      t         n     max
        Bei jedem Versuch muss das abgegebene Volumen so bemessen
        sein , dass der Zeiger oder die Rolle mit dem Eichwert eine
        oder mehrere volle Umdrehungen ausführt und etwaige perio­
        dische Anzeigefehler sich nicht auswirken können .
        Die Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit umfasst
        25 Prüfzyklen mit folgendem Ablauf :
         Wassertemperatur                   Q               Dauer
                                                    ;
                    90° C   x             Q                  8 Min .
                                            max    i
                                            0             1 bis 2 Min .
                    15° C                 Q                  8 Min .
                                            max
                                    I     0               1 bis 2 Min .
5.2.5 . Bedingungen für die Erteilung der EWG-Bauartzulassung
        Eine Wasserzählerbauart wird zugelassen , wenn sie folgenden
        Bedingungen genügt :
        a ) sie entspricht den administrativen , technischen und
            messtechnischen Vorschriften der Richtlinie und ihres
            Anhangs ;
        b ) die unter' 5.2.4 . vorgesehenen Prüfungen 1 , 2 und 3
            zeigen , dass sie den messtechnischen und technologischen
            Merkmalen der Teile II und III dieses Anhangs entspricht ;
 ---pagebreak---                      - 17-
c ) die Prüfung der Temperaturwechselbestandigkeit und die
    Einzelprüfungen im Rahmen des Programms für die
    beschleunigte Abnützungsprüfung ergeben im Vergleich zur
    ursprünglichen Kurve zwischen Q.t und Q max keine grössere
    Schwankung der Messwerte als 1,5 % und zwischen Q .
                                                       min
    und    keine grössere Schwankung als 3 % .
In der EWG-Bauartzulassungsbescheinigung können Äquivalenz-
regeln festgelegt werden , die es ermöglichen , die
Ersteichung mit kaltem Wasser durchzuführen .
 ---pagebreak---                                     - 18-
VI . EWG-ERSTEICHUNG
     6.1 .  Ort der Ersteichung und Prüfeinri chtungen
            Der Ort der Ersteichung wird vom Messdienst des Mitgliedstaates
            genehmigt .
            Die Anordnung der Räume und Prüfeinri chtungen muss eine präzise
            und sichere Eichung ohne Zeitverlust für den Prüfbeamten
            ermöglichen .   Die Vorschriften von Punkt 5.2.3 . müssen
            eingehalten werden , mit Ausnahme der Bestimmungen über die
            Temperatur , wenn die Prüfung in Überstimmung mit den
            Bestimmungen der EWG-Bauartzulassungsbescheinigung mit kaltem
            Wasser durchgeführt werden .   Der Prüf stand kann so eingerichtet
            sein , dass es möglich ist , die Zähler in Reihe zu schalten .
            Der Ausgangsdruck in allen Zählern muss ständig so hoch sein ,
            dass keine Kavitation eintritt , und es können besondere
            Massnahmen gefordert werden , um jede gegenzeitige Beeinflussung
            der Zähler zu vermeiden .
            Die Anlage kann automatische Einrichtungen , Abzweigungen ,
            Querschnittsverminderungen usw . aufweisen , vorausgesetzt , dass
            jeder Prüfkreis zwischen den zu eichenden Zähler und den
            Prüfbehältern klar abgegrenzt ist und seine Dichtheit ständig
            kontrol lierbar bleibt .
             Für die Speisung mit Wasser kann jedes beliebige System ver­
            wendet werden , doch darf bei Parallelschaltung mehrerer
            Prüf kreise keine gegenseitige Beeinflussung derselben
             stattfinden , die nicht mit Punkt 5.2.3 . vereinbar ist .
            Bei Prüfbehältern , die in mehrere Kammern unterteilt sind ,
             muss die Steifigkeit der Zwischenwände so sein , dass das
             Volumen einer Kammer um nicht mehr als 0,2 % variiert , je
             nachdem , ob die Nachbarkammern voll bzw . leer sind .
      6.2 .  Kontrollen
             Die " Zähler müssen einer zugelassenen Bauart entsprechen .
             Diese Entsprechung kann überprüft werden , indem " ährend der
             Herstellung oder Montage Proben von Zählerteilen untersucht
             werden oder indem einer der vorgelegten Zähler geöffnet wird .
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Die Eichung umfasst eine Dichtigkeitsprüfung , die mit kaltem
Wasser durchgeführt werden kann , und eine Genauigkeitsprüfung ,,
die norma Lerwei se mit warmem Wasser durchgeführt wird , dessen
Temperatur 50 + 5° C beträgt , und zwar mindestens bei den drei
folgenden Durchflussstärken :
            a ) zwischen 0,9 Q     und Q     ;
                               max       max
            b ) zwischen Q   und 1,1 Q   ;
            c ) zwischen Q .   und 1,1 Q . .
                           min           min
Falls die EWG-Bauartzulassungsbescheinigung dies vorsieht ,
kann die Ersteichung eines Warmwasserzählers nach Massgabe der
in dieser Bescheinigung vorgesehenen Modalitäten mit kaltem
Wasser durchgeführt werden .     Dementsprechend können die Fehler-
grenzen erhöht , gesenkt , und / oder verlagert werden , um dem
Einfluss von Temperatur und Wasserdruck auf die Messergebnisse
Rechnung zu tragen ." Ferner können darin aus dem gleichen
Grunde für die Prüfungen der Ersteichung andere Werte für
Q min
   . , Q.t und Q max festgelegt werden als bei der Warmwasser-
messung .
Bei der Di chtigkeitspruüfung , die eine Minute lang bei einem
 Druck durchgeführt wird , der das 1,6-fache des maximalen
Betriebsdrucks beträgt , dürfen keine Leckverluste und keine
Durchlässigkeit der Wandungen fesgestellt werden .
Bestehen die Genauigkeitsprüfungen aus einem Vergleich der
Anzeige des zu eichenden Zählers und der Anzeige des Eich-
geräts , muss das abgegebene Volumen so bemessen sein , das der
Zeiger oder die Rolle mit dem Eichwert eine oder mehrere volle
Umdrehungen ausführt und dass etwaige periodische Anzeigefehler
unbedeutend sind .    Ferner kann jedes andere Prüfverfahren
angewendet werden , sofern es i in der Bauartzulassungsbescheinigung
vorgesehen ist und eine Messgenauigkeit gewährleistet , die
derjenigen des vorstehend beschriebenen Verfahrens wenigstens
gleichwertig ist .
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Bei der ersten Genauigkeitsprüfung wird der Druckverlust
gemessen , der unterhalb des in der EWG-Bauartzulassungs-
beschein i gung angegebenen Wertes bleiben muss .
Bei jeder Prüfung gelten die Fehlergrenzen von Punkt 2.1 .
Haben alle fesgestellten Fehler das gleiche Vorzeichen , so
muss der Zähler so justiert sein , dass diese Fehler nicht
sämtlich die Hälfte der Fehlergrenze übersteigen , falls die
EWG -Bauartzulassungsbescheinigung keine besonderen Bestimmungen
für diesen Fall vorsieht .