CELEX: 32002R1530
Language: de
Date: 2002-08-27 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 1530/2002 der Kommission vom 27. August 2002 zur Änderung der Anhänge I, II und III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftsverfahrens für die Festsetzung von Höchstmengen für Tierarzneimittelrückstände in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs (Text von Bedeutung für den EWR)

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32002R1530

Verordnung (EG) Nr. 1530/2002 der Kommission vom 27. August 2002 zur Änderung der Anhänge I, II und III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftsverfahrens für die Festsetzung von Höchstmengen für Tierarzneimittelrückstände in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs (Text von Bedeutung für den EWR)  

Amtsblatt Nr. L 230 vom 28/08/2002 S. 0003 - 0006

Verordnung (EG) Nr. 1530/2002 der Kommissionvom 27. August 2002zur Änderung der Anhänge I, II und III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftsverfahrens für die Festsetzung von Hoechstmengen für Tierarzneimittelrückstände in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs(Text von Bedeutung für den EWR)DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 des Rates vom 26. Juni 1990 zur Schaffung eines Gemeinschaftsverfahrens für die Festsetzung von Hoechstmengen für Tierarzneimittelrückstände in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1181/2002 der Kommission(2), insbesondere auf die Artikel 6, 7 und 8,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 sind schrittweise Hoechstmengen für Rückstände aller pharmakologisch wirksamen Stoffe festzusetzen, die in der Gemeinschaft in Tierarzneimitteln für zur Lebensmittelerzeugung genutzte Tiere verwendet werden.(2) Die Hoechstmengen für Rückstände werden erst festgesetzt, nachdem der Ausschuss für Tierarzneimittel alle relevanten Daten zur Unbedenklichkeit von Rückständen des betreffenden Stoffes für den Verbraucher von Lebensmitteln tierischen Ursprungs und zu den Auswirkungen der Rückstände auf die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln überprüft hat.(3) Bei der Festsetzung von Hoechstmengen für Tierarzneimittel in Lebensmitteln tierischen Ursprungs ist es erforderlich, die Tierart, in der Rückstände vorkommen können, die Mengen, die in jedem der aus dem behandelten Tier gewonnenen relevanten essbaren Gewebe vorkommen können (Zielgewebe), sowie die Beschaffenheit des für die Rückstandsüberwachung relevanten Rückstandes (Marker-Rückstand) zu spezifizieren.(4) Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln für bestimmte zur Lebensmittelerzeugung genutzte Tierarten(3) können Rückstandshöchstmengen durch Extrapolation von für andere Tierarten auf rein wissenschaftlicher Basis festgesetzten Hoechstmengen bestimmt werden.(5) Für die Kontrolle von Rückständen gemäß den entsprechenden Rechtsvorschriften der Gemeinschaft sind die Hoechstmengen normalerweise für die Zielgewebe Leber oder Niere festzusetzen. Leber und Nieren werden im internationalen Handel jedoch häufig aus den Schlachtkörpern entfernt. Aus diesem Grund sind auch stets Hoechstmengen für Rückstände im Muskel- oder Fettgewebe festzusetzen.(6) Bei Tierarzneimitteln, die für Legegefluegel, Tiere in der Laktationsphase oder Honigbienen bestimmt sind, müssen auch Hoechstmengen für Rückstände in Eiern, Milch oder Honig festgesetzt werden.(7) Dihydrostreptomycin, Streptomycin und Meloxicam sollen in Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 aufgenommen werden.(8) Azaglynafarelin und Deslorelinacetat sollen in Anhang II der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 aufgenommen werden.(9) Für den Abschluss laufender wissenschaftlicher Untersuchungen ist der für die vorläufigen Hoechstmengen geltende, gemäß Anhang III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 festgelegte Zeitraum für Altrenogest zu verlängern.(10) Bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung muss den Mitgliedstaaten ein ausreichender Zeitraum gewährt werden, um es ihnen zu ermöglichen, die gemäß der Richtlinie 2001/82/EG des Europäischen Parlaments und des Rates(4), erteilten Genehmigungen für das Inverkehrbringen von Tierarzneimitteln erforderlichenfalls an die Bestimmungen dieser Verordnung anzupassen.(11) Die Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Tierarzneimittel -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Der Anhang I, II und III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 wird gemäß dem beiliegenden Anhang geändert.Artikel 2Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Sie gilt ab dem sechzigsten Tag ab ihrer Veröffentlichung.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Brüssel, den 27. August 2002Für die KommissionErkki LiikanenMitglied der Kommission(1) ABl. L 224 vom 18.8.1990, S. 1.(2) ABl. L 172 vom 2.7.2002, S. 13.(3) Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament - Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln, KOM(2000) 806 endg.(4) ABl. L 311 vom 28.11.2001, S. 1.ANHANGA. Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 wird wie folgt geändert:1. Mittel gegen Infektionen1.2. Antibiotika1.2.10. Aminoglykoside">PLATZ FÜR EINE TABELLE>"4. Entzündungshemmende Mittel4.1. Nicht steroidale entzündungshemmende Mittel4.1.3. Enolsäure-Derivate">PLATZ FÜR EINE TABELLE>"B. Anhang II der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 wird wie folgt geändert:2. Organische Stoffe">PLATZ FÜR EINE TABELLE>"C. Anhang III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 wird wie folgt geändert:6. Mittel, die auf den Fortpflanzungsapparat wirken6.1. Gestagene">PLATZ FÜR EINE TABELLE>"