CELEX: C1998/094/02
Language: de
Date: 1998-03-28 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Zweite Kammer) vom 29. Januar 1998 in der Rechtssache C-346/96 (Vorabentscheidungsersuchen der Rechtbank van eerste aanleg Brüssel): Belgisch Interventie- en Restitutiebureau gegen Prolacto NV (Gemeinsame Agrarpolitik - Nahrungsmittelhilfe - Lieferung von Magermilchpulver - Nichtdurchführung durch den Zuschlagsempfänger - Verfall der Kaution - Zahlung der sich aus einer neuen Ausschreibung ergebenden zusätzlichen Kosten - Kumulierung)

28.3.98             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     C 94/1
                                                             I
                                                      (Mitteilungen)
                                              GERICHTSHOF
                                                      GERICHTSHOF
             URTEIL DES GERICHTSHOFES                           2. Artikel 398 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93
                                                                     gestattet es den Zollbehörden, die Bewilligung als
                      (Erste Kammer)
                                                                     zugelassener Versender auch dann zu erteilen, wenn es
                   vom 15. Januar 1998                               infolge schon vorgenommener Gestellung nicht mehr
                                                                     möglich ist, den betreffenden Wirtschaftsteilnehmer
in der Rechtssache C-292/96 (Vorabentscheidungsersuchen              von der Verpflichtung zur Gestellung der Waren bei
des Finanzgerichts Düsseldorf): Göritz Intransco Interna-            der Abgangsstelle zu befreien.
     tional GmbH gegen Hauptzollamt Düsseldorf (1)
(Zollkodex der Gemeinschaften Ð Gemeinschaftliches Ver-         (1) ABl. C 318 vom 26.10.1996.
sandverfahren Ð Vereinfachte Verfahren Ð Zugelassener
       Versender Ð Voraussetzungen der Bewilligung)
                        (98/C 94/01)
               (Verfahrenssprache: Deutsch)
                                                                              URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                                       (Zweite Kammer)
In der Rechtssache C-292/96 betreffend ein dem Gerichts-
                                                                                    vom 29. Januar 1998
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Finanzgericht Düs-
seldorf (Deutschland) in dem bei diesem anhängigen              in der Rechtssache C-346/96 (Vorabentscheidungsersuchen
Rechtsstreit Göritz Intransco International GmbH gegen          der Rechtbank van eerste aanleg Brüssel): Belgisch Inter-
Hauptzollamt Düsseldorf vorgelegtes Ersuchen um Vorab-                ventie- en Restitutiebureau gegen Prolacto NV (1)
entscheidung über die Auslegung des Artikels 76 der Ver-
ordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober             (Gemeinsame Agrarpolitik Ð Nahrungsmittelhilfe Ð Lie-
1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften            ferung von Magermilchpulver Ð Nichtdurchführung
(ABl. L 302 vom 19.10.1992, S. 1) und des Artikels 398          durch den Zuschlagsempfänger Ð Verfall der Kaution Ð
der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom             Zahlung der sich aus einer neuen Ausschreibung ergeben-
2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verord-                 den zusätzlichen Kosten Ð Kumulierung)
nung Nr. 2913/92 (ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1) hat                                   (98/C 94/02)
der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des
Richters D. A. O. Edward (Berichterstatter) in Wahrneh-
mung der Aufgaben des Kammerpräsidenten sowie der                            (Verfahrenssprache: Niederländisch)
Richter P. Jann und L. Sevón Ð Generalanwalt: M. B.
Elmer; Kanzler: R. Grass Ð am 15. Januar 1998 ein Urteil
mit folgendem Tenor erlassen:                                       (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
                                                                     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                         Gerichtshofes)
1. Gemäû Artikel 76 Absatz 4 der Verordnung (EWG)
    Nr. 2913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur
    Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften können          In der Rechtssache C-346/96 betreffend ein dem Gerichts-
    die Zollbehörden die Bewilligung als zugelassener Ver-      hof nach Artikel 177 EG-Vertrag von der Rechtbank van
    sender nur auf der Grundlage der Artikel 398 bis 405        eerste aanleg Brüssel in dem bei dieser anhängigen Rechts-
    der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission             streit Belgisch Interventie- en Restitutiebureau gegen Pro-
    vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu           lacto NV vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung
    der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 erteilen.                  über die Auslegung von Artikel 25 Absatz 1 der Verord-
 ---pagebreak--- C 94/2                 DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   28.3.98
nung (EWG) Nr. 1354/83 der Kommission vom 17. Mai                1. Die Entscheidung 95/204/EG der Kommission vom
1983 über allgemeine Durchführungsbestimmungen für die                31. Mai 1995 zur Durchführung von Artikel 20
Bereitstellung und Lieferung von Magermilchpulver, Butter             Absatz 2 der Richtlinie 89/106/EWG des Rates über
und Butteroil im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe (ABl.                 Bauprodukte wird für nichtig erklärt.
L 142 vom 1.6.1983, S. 1) hat der Gerichtshof (Zweite
Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten R.                2. Die Kommission trägt die Kosten des Verfahrens.
Schintgen (Berichterstatter) sowie der Richter G. F. Man-
cini und G. Hirsch Ð Generalanwalt: P. LeÂger; Kanzler: L.       (1) ABl. C 248 vom 23.9.1995.
Hewlett, Verwaltungsrätin Ð am 29. Januar 1998 ein
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
Ein Zuschlagsempfänger, der die betreffende Ware nicht
fristgerecht liefert, ohne daû ein Fall höherer Gewalt vor-                    URTEIL DES GERICHTSHOFES
gelegen hat, trägt gemäû Artikel 25 Absatz 1 Unterabsatz                                (Fünfte Kammer)
1 der Verordnung (EWG) Nr. 1354/83 der Kommission
vom 17. Mai 1983 über allgemeine Durchführungsbestim-                                vom 12. Februar 1998
mungen für die Bereitstellung und Lieferung von Mager-           in der Rechtssache C-92/96: Kommission der Europäi-
milchpulver, Butter und Butteroil im Rahmen der Nah-                  schen Gemeinschaften gegen Königreich Spanien (1)
rungsmittelhilfe alle finanziellen Folgen dieser Nichterfül-
lung, auch wenn die Ausschreibungskautionen bereits              (Vertragsverletzung Ð Richtlinie 76/160/EWG Ð Qualität
gemäû Artikel 26 Absatz 6 der Verordnung für verfallen                                 der Badegewässer)
erklärt sind; diese Kautionen können nicht von den Beträ-                                 (98/C 94/04)
gen abgezogen werden, die gemäû Artikel 25 Absatz 1
Unterabsatz 1 der Verordnung als Ersatz des durch die                            (Verfahrenssprache: Spanisch)
Nichtlieferung verursachten Schadens geschuldet werden.
                                                                     (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
(1) ABl. C 370 vom 7.12.1996.                                         erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                         Gerichtshofes)
                                                                 In der Rechtssache C-92/96, Kommission der Europäi-
                                                                 schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Richard Wain-
                                                                 wright und Fernando Castillo de la Torre) gegen König-
                                                                 reich Spanien (Bevollmächtigte: Gloria Calvo Díaz) wegen
                                                                 Feststellung, daû das Königreich Spanien dadurch gegen
              URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                 seine Verpflichtungen aus Artikel 4 der Richtlinie 76/160/
                     vom 10. Februar 1998                        EWG des Rates vom 8. Dezember 1975 über die Qualität
                                                                 der Badegewässer (ABl. 1976 vom 5.2.1976, L 31, S. 1)
in der Rechtssache C-263/95: Bundesrepublik Deutschland          sowie aus den Artikeln 5 und 189 EG-Vertrag verstoûen
  gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)           hat, daû es nicht die notwendigen Maûnahmen getroffen
(Angleichung der Rechtsvorschriften Ð Bauprodukte Ð              hat, um sicherzustellen, daû die Qualität der Binnenbade-
           Ständiger Ausschuû für das Bauwesen)                  gewässer im spanischen Hoheitsgebiet den Grenzwerten
                                                                 nach Artikel 3 der Richtlinie entspricht, hat der Gerichts-
                         (98/C 94/03)                            hof (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsi-
                                                                 denten C. Gulmann sowie der Richter M. Wathelet, J. C.
                                                                 Moitinho de Almeida (Berichterstatter), P. Jann und L.
                 (Verfahrenssprache: Deutsch)                    Sevón Ð Generalanwalt: C. O. Lenz; Kanzler: D. Louter-
                                                                 man-Hubeau, Hauptverwaltungsrätin Ð am 12. Februar
                                                                 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
In der Rechtssache C-263/95, Bundesrepublik Deutschland
(Bevollmächtigte: Ernst Röder und Bernd Kloke) gegen             1. Das Königreich Spanien hat dadurch gegen seine Ver-
Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevoll-                   pflichtungen aus Artikel 4 der Richtlinie 76/160/EWG
mächtigte: Ulrich Wölker und Antonio Aresu) wegen                     des Rates vom 8. Dezember 1975 über die Qualität
Nichtigerklärung der Entscheidung 95/204/EG der Kom-                  der Badegewässer verstoûen, daû es nicht die notwen-
mission vom 31. Mai 1995 zur Durchführung von                         digen Maûnahmen getroffen hat, um sicherzustellen,
Artikel 20 Absatz 2 der Richtlinie 89/106/EWG des Rates               daû die Qualität der Binnenbadegewässer im spani-
über Bauprodukte (ABl. L 129 vom 14.6.1995, S. 23), hat               schen Hoheitsgebiet den gemäû Artikel 3 der Richtlinie
der Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsidenten G. C.                festgelegten Grenzwerten entspricht.
Rodríguez Iglesias, der Kammerpräsidenten H. Ragne-
malm, M. Wathelet und R. Schintgen sowie der Richter             2. Das Königreich Spanien trägt die Kosten des Verfah-
G. F. Mancini, J. C. Moitinho de Almeida, P. J. G. Kap-               rens.
teyn, D. A. O. Edward, G. Hirsch, L. Sevón (Berichterstat-
ter) und K. M. Ioannou Ð Generalanwalt: D. Ruiz-Jarabo           (1) ABl. C 133 vom 4.5.1996.
Colomer; Kanzler: L. Hewlett, Verwaltungsrätin Ð am
10. Februar 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen: