CELEX: 51978PC0161
Language: de
Date: 1978-04-14
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Likörweine der Tarifstelle ex 22.05 C das Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in Zypern. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 161
Vol. 1978/0053
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---           KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                          KOM(78)161 endg.
                                                                          Brüssel , den 14 . April 197
                                        Vorsohlag einer
                                   VERORDNUNG (EWG ) DES RATES
             zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschafts­
             zollkontingents für Likörweine der Tarifstelle ex 22.05 C das
                      Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in Zypern
                           (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
                                                                           \
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-CM ( 78 ) 161 esidg*
 ---pagebreak---                              DARLEGUNG DER GRÜNDE
   1.  Am April 1978 ist ein zusätzliches Protokoll zum Abkommen EWG/Zypern
       paraphiert worden , dessen Inkrafttreten für den 1 . Juli 1978 vorgesehen
       ist .
       Artikel 6 dieses Protokolls sieht die Eröffnung eines jährlichen
       Gemeinschaf tszollkontingents zu um 70 % herabgesetzten Zollsätzen
       für 250.000 hl Likörwein mit Ursprung in Zypern , der Tarif stelle
       ex 22.05 C des GZT , vor . Die Klausel "pro rata temporis " ist
       anzuwenden .     '
       Diese Weine unterliegen den Bestimmungen der gemeinsamen Marktordnung
       für Wein und insbesondere des für sie geltenden Referenzpreises .
                     J
   2.  Unter diesen Umstanden ist ein Gemeinschaftszollkontingent zu Zoll-
       sätzen von 3,3 RE/hl , 4,2 RE /hl , 5,1 RE/hl und 5,7 RE /hl für 125.000 hl
       dieser Weine für die Zeit vom 1 . Juli bis 31 . Dezember 1978 zu eröffnen .
          I-                                   ^
       Um jedoch eine Unterbrechung im Warenverkehr mit diesen Weinen zwischen
       Zypern und der Gemeinschaft zu vermeiden , ist es angezeigt , diese
       Massnahme autonom vorzeitig ab 1 . Mai 1978 bis 30 . Jdni 1978 anzuwenden , um eine
inheit mit den autonomen Zollmassnahmen beizubehalten , die die Gemeinschaft
       mit , den Verordnungen (EWG) Nrn . 3016 / 77 und 533 / 78 für die Zeit vom
       1 . Januar bis 30 . April 1978 getroffen hat .         ~
       Somit i6t ein Kontingentsvolumen in Höhe von 41.666 hl zu eröffnen .
       Dies ist Gegenstand des anliegenden Vorschlages .
 ---pagebreak--- 3.   Die Bestimmungen dieser Verordnung sehen dxe Aufteilung der Kontingents­
     menge in zwei Raten vor ; die erste Rate wird in Form von Quoten auf
     die Mitgliedstaaten verteilt , die zweite Rate bildet die Reservemenge .
     Da keine Gemeinschaftsstatistiken vorliegen , wurden die ursprünglichen
     Quoten nach den Aufnahmemöglichkeiten dieser Waren in den Mitglied­
     staaten berechnet .
4*.  Wegen der besonderen Eigenheiten des Weinmarktes , die ausserdem von
     Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden sind , sehen die Bestimmungen
     dieser Verordnung kein einheitliches Verwaltungsver fahren vor .
Anlage : 1 Vorschlag einer Ratsverordnung .
 ---pagebreak---                                      r
                                   Vorschlag einer
                      VERORDNUNG (EWG) Nr .       / 78 des Rates
                                vom
                zur Eröffnung » Aufteilung und Verwaltung eines
       Gemeinschaftszollkontingentes für Likörweine der Tarifstelle
       ex 22.05 C des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in Zypern
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
                         I .  ■        !
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
insbesondere auf dw Artikel                 113 ,
                            (      ■                                 '    '     •
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Grunde :                                                        *
Am 7 . April 1978 ist ein Ergänzungsprotokoll                 zum Abkommen zur Gründung •
einer Asspziation zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (X)
paraphiert worden . Das Inkrafttreten dieses Protokolls ist für den 1 . Juli
1978 vorgesehen . Sein Artikel 6 sieht die Eröffnung eines jährlichen
Gemeinschaftszollkontingents zu Zollsätzen in Höhe von 30 % der Zollsätze
des Gemeinsamen Zolltarifs für 250.000 hl Likörwein mit Ursprüng in Zypern ,
der Tarifstelle ex 22.05 C des Gemeinsamen Zolltarifs , vor . Die Klausel
"pro rata temporis " ist anzuwenden .
Um eine Unterbrechung im Warenverkehr mit diesem Waren zwischen Zypern
und der Gemeinschaft zu vermeiden , ist es angezeigt , diese Zollmassnahme
autonom vorzeitig ab 1 . Mai             bis 30 . Juni 1978 anzuwenden , um eine Einheit mit de.v
autnomen Massnahmen beizubehalten , die die Gemeinschaft mit den Verordnungen
 ( EWG) Nr ., 3016 / 77 (X) und 533 / 78 3 ) für die Zeit vom 1 . Januar bis 30 . April
 1978 getroffen hat . Unter diesen Umständen ist ein Gemtinschaf tszollkontingent
 (1) ABl . Nr . L 133 vom 21.5.1973 , S. 2 .
 (a) AB1 . Nr . L 355 vom 31.12.1977 , S. 38 .
 (&) AB1 . Nr . L 74 vom 16 . 3.1978 , S. 5 »
 ---pagebreak---   von    41.666 Hektolitern für die Zeit vom 1 . Mai bis 30 . Juni 1978 zu
  eröffnen .
• Diese Weine unterliegen den Bestimmungen der gemeinsamen Marktordnung für
  Wein und insbesondere der Einhaltung des Referenzpreises . Die Zulassung
  zu diesem Gemeinschaftszollkontingent ist an die Vorlage der Warenverkehrs-
  bescheinigung A CY 1 und an die Bedingung gebunden , dass diese Weine in
  dem in der Verordnung (EWG) Nr . 2115 / 76 ( 1 ) vorgesehenen Dokument V.I.l
  als " Likörweine" bezeichnet werden .
  Mit der Verordnung (EWG) Nr . 2506/ 75 des Rates vom 29 . September 1975 zur
  Festlegung besonderer Vorschriften für die Einfuhr von Erzeugnissen des
  Weinsektors mit Ursprung in bestimmten Drittländern ( 2) ist der Begriff
'Referenzpreis frei Grenze , der aus dem Referenzpreis abzüglich der                *
  tatsächlich erhobenen Zölle besteht » eingeführt worden .
  Wegen der besonderen Eigenheiten bei der Herstellung und Vermarktung der
  betreffenden Waren wird der grösste Teil der Einfuhren dieser Weine in die
  Gemeinschaft in den letzten Monaten            des Jahres getätigt . Deshalb konnten
  die für die Zeit vom 1 . Januar bis 30 . April 1978 eröffneten Kontingentsmengen
  nicht voll ausgenutzt werden . Es ist deshalb ausnahmsweise vorzusehen , die
  Restmengen aus diesem Zeitraum zu berücksichtigen, um ihre Ausnutzung während
  der Laufzeit der vorliegenden Verordnung zu ermöglichen .
  Es besteht        inbesondere Veranlassung , allen Importeuren der Gemeinschaft den
   gleichen jund kontinuierlichen Zugang zu dem betreffenden Kontingent zu ge­
  währleisten und die fortlaufende Anwendung des vorgesehenen Kontingentszoll-
   satzes auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten
  bis zur völligen AusschÖpfung des Kontingents sicherzustellen . Dem Gemeinschaft
   Charakter dieses Kontingents kann unter Beachtung der oben aufgestellten Grund­
   sätze entsprochen werden , indem der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents
   ( 1 ) AB1 . Nr . L. 237 vom 28.8.1976 , S.1
   ( 2 ) AB1 .; Mr.' L     vom 2.10,1975 . S. 2
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   eine Aufteilung des Volumens auf die Mitgliedstaaten zugrunde gelegt wird .
  Damit die tatsächliche Marktentwicklung bei diesen Waren möglichst weitgehend
  berücksichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf der Mit­
   gliedstaaten vorzunehmen , der einerseits an Hand der statistischen Angaben
  über die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätigten Einfuhren
  dieser Erzeugnisse aus Zypern und andererseits nach den Wirtschaftsaussichten
   für den betreffenden Kontingentszeitraum zu berechnen ist .
   Im vorliegenden . Fall stehen jedoch weder gemeinschaftliche noch nationale
  statistische Daten für die betreffenden Weine zur Verfügung ,und selbst
  stichhaltige Einfuhrvorausschätzungen sind nicht möglich . Bei dieser Sachlage er
   scheint es zweckdienlich , eine Aufteilung der Kontingentsmenge in Quoten vor­
   zusehen , welche die Aufnahmemöglichkeiten für diese Weine auf den Märkten
  der einzelnen Mitgliedstaaten berücksichtigt .
   Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden
   Waren in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu
   tragen, ist die Kontingentsmenge in zwei Raten zu tei­
    len, wobei die erste Rate zwischen den einzelnen Mit-
4 gliedstaaten aufgeteilt wird und die zweite Rate als
    Reserve zur; späteren Deckung des Bedarfs derjenigen
    Mitgliedstaaten bestimmt ist, die ihre ursprüngliche
   Quote ausgeschöpft haben. Um den Importeuren
   eines jeden Mitglicdstaats eine gewisse Sicherheit zu
   geben, ist es angezeigt, die erste Rate auf einer ausrei­
    chenden Höhe festzusetzen, die im vorliegenden Fall
    bei SO v.H. der Kontingentsmenge liegen könnte .                           <
    Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten kön­
    nen mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden.
    Um dieser Tatsache Rechnung zu traget) und Unter­
    brechungen auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat,     '   ,
    der seine ursprüngliche Quote fast völlig ausgenutzt         -   ' < ' . '
     hat, die Ziehung einer zusätzlichen Quote auf die Re­
    serve vornehmen . Diese Ziehung muß jeder Mitglied-
    staat vornehmen, wenn seine zusätzlichen Quoten fast
    völlig ausgenutzt sind und so oft es die Reserve zuläßt. ,
     Die ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen
      bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten. Diese
      Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenar­
      beit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommis-
 :• sion, die vor allem die Möglichkeit haben muß, den
 i Stand der Ausnutzung der Kontingentsmenge zu ver- .
      folgen und die Mitgliedstaaten davon zu unterrichten.
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                                 ! Ist zü einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingents-
                 i                    Zeitraums in einem der Mitgliedstaaten eine größere
                              I ' *Restmenge vorhanden, so muß dieser Staat einen er-           .
                i            / • heblichen Teil davon auf die Reserve übertragen, um
                           i        - zu verhindern, daß ein Teil des Gemeinschaftszollkon-
                          |           tingents in einem Mitgliedstaat nicht ausgenutzt wird,
                          f           während er in anderen Mitgliedstaaten verwendet wer-              >
                                      den könnte .
                                      Das das Königreich Belgien, das Königreich der .
                                  ' Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg sich
                                      zu der Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlos- .
                                      sen haben und durch diese vertreten werden, kann ;                               >.
                                      jede Maßnahme im Zusammenhang mit der Verwal-
                                   i tung der dieser Wirtschaftsunion zugeteilten Quoten
                             '        durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen wer­
                                      den -J–
                                       HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                                           . Artikel 1
                               ;       (1 )  Vom 1-Mai        bis 30 . Juni     1978 eerden >
                                    ; die Zollsätze für die nachgenannten Erzeugnisse mit
             / Zypern                  Ursprung in F"            im Rahmen eines Gemein- -
                                       schaftszollkontingents                            von
       41.666 hl                                  bis zu der jewei Ls                angege-  ■
                          ■>           benen Höhe teilweise ausgesetzt :
  Nr - des
                                                                                                              Zoll­
Gemeinsamen                                             Warenbezeichnung                                      satz
Zol Itan f s
22.05                Wein aus frischen Weintrauben ; mit Alkohol                                  , .
                     stummgemachter Most aus frischen Weintrauben :
                     C. andere
                         II . mit einem . Gehalt an Alkohol von mehr
                   ;                  als 13° bis 15° und in Behältnissen
                                      mit einem Inhalt :
                                      ex a ) von 2 Liter oder weniger
                                               - Likörwein mit einem Gehalt an
                                                   Alkohol von 15°                                         4.2 RE / hl
                                      ex b ) von mehr als 2 Liter :
                                               - Likörwein mit einem Gehalt an
                                                   Alkohol von 15°                                         3,3 RE / hl
                        III . mit einem Gehalt an Alkohol von
                                      mehr als 15° bis 18° und in Behält­
             -                        nissen mit einem Inhalt :
                                        a ) von 2 Liter oder weniger
                                            ex 2 .    andere
                                                         Likôr - tin                                      5,1 RE / hl
                                        b ) von mehr als 2 Liter :
                                            ex 3 . andere
                                                      - Likörwein                                     •   '■ '
 ---pagebreak---                                                    - 5 -
22.05                IV . mit einem Gehalt an Alkohol von mehr
( Fort -                      als 18° bis 22° und in Behältnissen
Setzung )                    mit einem Inhalt :
                              a ) von 2 Liter oder weniger :
                                   ex 2 . andere
                                           - Likorwein                                   5,7 RE / hl
                              b ) von mehr als 2 Liter :
                                   ex 3 . andere
                                           - Likorwein                                   5,7 RE / hl
                          • (2) Das Protokoll über die Begriffsbestimmung für
                             „Erzeugnisse mit Ursprung in ..." oder »Ursprungser-
                              zeugnisse" sowie über die Methoden der Zusammenar-     ' ;
                              beit der Verwaltungen im Anhang zum Abkommen
                              zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
                          . und Zypern ist anwendbar.
                              \3)    Die Zulassung der betreffenden Weine zu dem •
                                     .      genannten Zollkontingent setzt voraus,
                              daß diese Weine in dem in der Verordnung (EWG)
                               Nr. 2115/76 vorgesehenen Dokument V.L 1 als         L
                                          Likörweine bezeichnet werden.
  (4 ) Die Zulassung dieser Weine zu dem Zollkontingent ist an die Einhaltung
         des für sie geltenden Referenzpreises und die Vorlage einer Warenverkehrs-
         bescheinigung A CY 1 gebunden .
                           (5) Damit diese Weine in den Genuß dieser Zoll­
                            kontingente kommen, müssen die bei der Einfuhr in
                           die Gemeinschaft für diese Weine angewendeten
                       i Preise jeweils mindestens ebenso hoch sein wie die in
                        : der Verordnung (EWG) Nr. 2506/75 und in den dar-
                            auffolgenden Texten genannten und für diese Weine
                           geltenden Referenzpreise frei Grenze.
                                                    Artikel 2
                       i (1 )       Das in Artikel 1 genannte Zollkontingent wird
                       ■ in zwei Raten geteilt.
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                        (2)    Die erste Rate von f-       hl wird auf die Mit­         / 37 . 500
                        gliedstaaten aufgeteilt ; die Quoten, die vorbehaltlich
                        des Artikels 5 bis zum 30 . Juni       1 97g gelten, be­
                        laufen sich auf folgende Mengen :
                                Bénélux                                   1.870   ni
                                Dänemark                                  1.870   hl
                                Deutschland                               1.870   hl
                                Frankreich                                1.870   hl
                                Irland                                   3.740    hl
                                Italien                                   1.870   hl
                                Vereinigtes Königreich                  24.410    hL
(3) Die in Absatz 2 festgesetzten Quoten werden um etwaige am 30 . April 1978
    verbleibende Restmengen der nach den Verordnungen ( EWG) Nr . 3016 / 77
    und 533 / 78 zugeteilten Quoten aufgestockt .
                                                            *
    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am 15 . Hai 1978
    etwaige am 30 . April 1978 verbleibende Restinengen der Quoten mit ,
    die ihnen bei der Aufteilung der durch die vorgenannten Verordnungen
    eröffneten Kontingente zugeteilt wurden .
(4) Die zweite Rate des Kontingents in Höhe von                     4.166     hl bildet die Reserve ;
    zu dieser kommen - ohne Ansehung von Artikel 5 - etwaige am 30 . April 1978
    verbleibende Restmengen der nach Artikel 2 der Verordnungen ( EWG )
    Nr . 3016 / 77 und 533 / 78 gebildeten Reserven .
                                                                  /
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                         Artikel J
  (1 ) Hat ein Mitgliedstaat seine ursprüngliche
  Quote, wie sie in Artikel 2 Absatz 2 festgelegt ist, oder
  – bei Anwendung des Artikels 5 – die gleiche
  Quote abzüglich der auf die Reserve übertragenen
  Menge zu 90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt er
  unverzüglich durch Mitteilung an die Kommission die
  Ziehung einer gegebenenfalls aufgerundeten zweiten
  Quote in Höhe von 15 v.H. seiner ursprünglichen
  Quote vor, soweit die Reservemenge ausreicht.
  (2) Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen
  Quote die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene
i Quote zu 90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt die­
  ser Mitgliedstaat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer
  gegebenenfalls aufgerundeten dritten Quote in Höhe
  von 7,5 v.H. seiner ursprünglichen Quote vor.
  (3) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die
  dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu
  90 v.H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mit-
  gliedstaat unter den gleichen Bedingungen die Zie­
  hung einer vierten Quote in Höhe der dritten Quote
  vor.
  Dieses Verfahren wird bis zur völligen Ausschöpfung
  der Reserve angewandt.
  (4) Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 kann
  jeder Mitgliedstaat Ziehungen niedrigerer Quoten als
  in diesen Absätzen vorgesehen vornehmen, wenn
  Grund zu der Annahme besteht, daß diese unter Um­
  ständen nicht ausgeschöpft werden können. Gr unter­
  richtet die Kommission über die Gründe, die ihn ver-
  anlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                         Artikel 4
   Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten
  gelten bis zum ho . rJ«.>v C 1978.
                         Artikel i
   Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 15 . Juni
          1978 von ihrer nicht ausgenutzten ursprüngli­
 ---pagebreak--- chen Quote den Teil auf die Reserve, der am '10 . Juni
           1978 20 v.H. dieser ursprünglichen Quote
übersteigt. Sie können eine größere Menge übertragen,
wenn Grund zu der Annahme besteht, daß die betref­
fende Menge unter Umständen nicht ausgenutzt wer­
den kann.         ,
Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission spätestens am 15
        Juni      1978 die Gesamtmenge der Einfuhren
der betreffenden Waren mit, die bis zum         1o . Juni
  1978 einschließlich getätigt und auf das Gemein-
schaftszollkontingent angerechnet wurden, sowie gege­
benenfalls den Teil seiner ursprünglichen Quote, den .
er auf die Reserve überträgt.
                         Artikel 6
Die Kommission verbucht die Beträge der von den
Mitgliedstaaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffne­
ten Quoten und unterrichtet die einzelnen Mitglied­
staaten über den Stand der Ausschöpfung der Reserve,
sobald ihr die Mitteilungen zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 20 .
Juni          1978 über den Stand der Reserve, die nach
den gemäß Artikel 5 erfolgten Übertragungen ver­
bleibt.
Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­
schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-
gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Rest­
menge an .
       N •               Artikel 7
(1 ) Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Vor­
 kehrungen, um durch die Eröffnung der zusätzlichen
Quoten, die er gemäß Artikel 3 gezogen hat, die fort­
 laufende Anrechnung auf seinen kumulierten Anteil
an dem Gemeinschaftszollkontingent zu ermöglichen.
(2) jeder Mitgliedstaat garantiert den in seinem
 Gebiet ansässigen Importeuren der betreffenden Wa­
 ren freien Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.
(3) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der
 Mitgliedstaaten wird an Hand der Einfuhren der be­
 treffenden Waren , die bei der Zollstclle mit einer
 Anmeldung zwecks Abfertigung zum freien Verkehr
 gestellt werden, festgestellt.
                          Artikel 8
 Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaatcn
 mit, welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsäch­
 lich auf ihre Quoten angerechnet orden sind.
 ---pagebreak---                       Artikel 9                                               Artikel 10
Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
zusammen .                                               Diese Verordnung tritt am 1 . Mai 1978 in Kraft.
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Geschehen zti Brüssel am
        Λ                                                        Im Namen des Rates
                                                                    Der Präsident