CELEX: 51999PC0658(01)
Language: de
Date: 1999-12-14
Title: Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der Europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001 -2005)

Avis juridique important

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51999PC0658(01)

Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der Europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001 -2005)  /* KOM/2000/0658 endg. - COD 99/0275 */  

Amtsblatt Nr. C 150 E vom 30/05/2000 S. 0059 - 0064

Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der Europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA - Fortbildung) (2001 -2005)(von der Kommission vorgelegt)Vorschlag für einen BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Durchführung eines Fortbildungsprogramms für die Fachkreise der Europäischen audiovisuellen Programmindustrie  (MEDIA - Fortbildung) (2001 -2005)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 150 Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission [13],[13] ABl. C   vom ... S. .nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses [14],[14] ABl. C   vom ... S. .nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen [15],[15] ABl. C   vom ... S. .gemäß dem Verfahren des Artikels 251 EG-Vertrag,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Vom 6. bis 8. April 1998 hat die Kommission in Zusammenarbeit mit dem Ratsvorsitz des Vereinigten Königreichs eine Europäische Konferenz über audiovisuelle Medien, "Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters" in Birmingham, ausgerichtet. Bei diesem Konsultationsverfahren wurde die Notwendigkeit hervorge hoben, ein verbessertes Fortbildungsprogramm für den audiovisuellen Bereich einzusetzen, das sich auf alle neuen Aspekte des digitalen Zeitalters konzentriert. (2) Der Rat "Kultur und audiovisuelle Medien" vom 28. Mai 1998 hat die Zusammen fassung der Schlußfolgerungen der Europäischen Konferenz über audiovisuelle Medien "Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters" zur Kenntnis genommen und den Wunsch nach Entwicklung neuer Modalitäten zur Förderung einer starken, wettbewerbsfähigen Programmindustrie geäußert. (3) Der Bericht der Hochrangigen Gruppe für Audiovisuelle Politik vom 26. Okto ber 1998 mit dem Titel "Das Digitale Zeitalter: Europäische audiovisuelle Politik" folgert, daß in dieser Gesamtsituation zweckdienlicherweise sowohl die Lehrlingsaus bildung als auch die berufsbegleitende Fortbildung im audiovisuellen Sektor verstärkt werden müssen.(4) In der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Ministerrat mit dem Titel "Die Politik der Gemeinschaft im audiovisuellen Bereich: Künftiges Vorgehen" [16] konstatiert die Kommission den tiefgreifenden Einfluß auf die Beschäftigung, den das digitale Zeitalter auf die audiovisuelle Industrie ausüben wird.[16] KOM(1998) 446 endg., 14.7.1998.(5) Das Grünbuch zur "Konvergenz der Branchen Telekommunikation, Medien und Informationstechnologie und ihre ordnungspolitischen Auswirkungen" [17] stellt fest, daß mit dem Entstehen neuer Dienstleistungen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zur Anpassung an diese neuen Märkte besteht Bedarf an Personal, das in der Anwendung neuer Technologien geschult ist.[17] KOM(1997) 623 endg., 3.12.1997.(6) Die öffentliche Anhörung zum Grünbuch, die von der Kommission veranstaltet wurde, hat bestätigt, daß eine spezialisierte, an den Anforderungen des Marktes orientierte Berufsbildung gewünscht wird [18].[18] SEK(1998) 1284 endg., 29.7.1998.(7) In seinen Schlußfolgerungen vom 27. September 1999 zu den Ergebnissen der öffentlichen Konsultation, die zu dem Grünbuch [19] stattfanden, hat der Rat die Kommission aufgefordert, diese Anhörungsergebnisse bei der Ausarbeitung der Vorschläge für Maßnahmen zur Stärkung des europäischen audiovisuellen Sektors, Multimedia inbegriffen, zu berücksichtigen.[19] ABl. C 283 vom 6.10.1999, S. 1.(8) Auf der Sondertagung des Europäischen Rates über Beschäftigung in Luxemburg vom 20. und 21. November 1997 wurde anerkannt, daß die lebensbegleitende allgemeine und die berufliche Bildung einen wichtigen Beitrag zur jeweiligen Beschäftigungs politik der Mitgliedstaaten leisten kann, um die Beschäftigungs- und Anpassungs fähigkeit, die unternehmerische Initiative und die Chancengleichheit zu fördern. (9) In ihrem Bericht an den Europäischen Rat über die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Informationsgesellschaft [20] stellt die Kommission fest, daß die neuen audiovisuellen Dienstleistungen ein hohes Arbeitsplatzpotential beinhalten. [20] KOM(1998) 590 endg. (10) Die Kommission hat ein "Aktionsprogramm zur Förderung der Entwicklung der europäischen audiovisuellen Industrie (MEDIA) (1991-1995)" durchgeführt, das durch den Beschluß 90/685/EWG des Rates [21] aufgestellt wurde und in dem insbesondere Unterstützungen zur beruflichen Fortbildung der Beschäftigten der europäischen audiovisuellen Programmindustrie vorgesehen sind.[21] ABl. L 380 vom 31.12.1990, S. 37.(11) Die Gemeinschaftsstrategie zur Entwicklung und Stärkung der europäischen audiovisuellen Industrie wurde durch das Programm MEDIA II bestätigt, das durch den Beschluß 95/563/EG des Rates [22] und den Beschluß 95/564/EG des Rates [23] aufgestellt wurde. Gestützt auf die positiven Erfahrungen dieses Programms erscheint es angezeigt, letzteres unter Berücksichtigung der erreichten Ergebnisse zu verlängern. [22] ABl. L 321 vom 30.12.1995, S. 25.[23] ABl. L 321 vom 30.12.1995, S. 33.(12) In dem Bericht der Kommission über die im Rahmen des Programms MEDIA II (1996-2000) im Zeitraum vom 1. Januar 1996 bis zum 30. Juni 1998 erreichten Ergebnisse [24] wird die Auffassung vertreten, daß das Programm dem Prinzip der Subsidiarität der Gemeinschaftsmittel gegenüber den nationalen Mitteln gehorcht, da das Einsatzgebiet von MEDIA II die herkömmlicherweise von den nationalen Mechanismen gespielte vorrangige Rolle ergänzt.[24] KOM(1999) 91 endg., 16.3.1999.(13) Die Kommission hat die positiven Auswirkungen des Programms MEDIA II auf die Beschäftigung im audiovisuellen Bereich in ihrer Mitteilung über Gemeinschafts politiken zur Förderung der Beschäftigung [25] anerkannt.[25] KOM(1999) 167 endg.(14) Der im Entstehen begriffene europäische Markt für audiovisuelle Medien erfordert Fachkenntnisse, die der neuen Marktdimension entsprechen, insbesondere in den Bereichen der betriebswirtschaftlichen, finanziellen und kommerziellen Lenkung und des Einsatzes neuer Technologien zur Konzeption, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Kommerzialisierung und Übertragung von Programmen. (15) Es erscheint angezeigt, den Fachkreisen die beruflichen Kenntnisse zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, die europäische und internationale Dimension des audiovisuellen Programmarktes voll auszuschöpfen, und Anreize zur Entwicklung von Projekten zu schaffen, die der Nachfrage auf dem Markt gerecht werden. (16) Chancengleichheit ist ein Grundprinzip der Politiken der Gemeinschaft, das bei der Umsetzung des vorliegenden Programmes berücksichtigt werden muß.(17) Die Grundausbildung der Fachkreise muß grundlegende wirtschaftliche, juristische und technische Inhalte einbeziehen; aufgrund des raschen Wandels in diesem Bereich sind berufsbegleitende Fortbildungsangebote erforderlich. (18) Die Vernetzung der Berufsbildungszentren ist im Hinblick auf den Austausch von Know-how zu fördern. (19) Bei der Unterstützung der Berufsbildung sind strukturelle Ziele wie die Entwicklung des kreativen, des Produktions-, Kommerzialisierungs- und Vertriebspotentials in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit kleinem Sprachgebiet zu berücksichtigen. (20) Entsprechend dem in Artikel 5 EG-Vertrag niedergelegten Subsidiaritäts- und Ver hältnismäßigkeitsprinzip können die Ziele dieses Beschlusses in der Berufsbildungspolitik auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden. Sie können daher, insbesondere in Anbetracht der transnationalen Partnerschaften, die zwischen Berufsbildungsstätten entstehen sollen und wegen des grenzüberschreitenden Charakters der Gemeinschaftsaktionen und Maßnahmen besser auf Gemeinschaftsebene verwirklicht werden. Dieser Beschluß beschränkt sich auf das zur Erreichung dieser Ziele notwendige Mindestmaß und geht nicht über das dazu Erforderliche hinaus. (21) Alle im Rahmen dieses Programms geplanten Maßnahmen zielen auf eine grenzüber schreitende Zusammenarbeit ab, die den in den Mitgliedstaaten verwirklichten Maßnahmen unter Wahrung des obengenannten Subsidiaritätsprinzips einen zusätzlichen Wert verleihen soll.(22) Die Beteiligung der assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas, der EFTA-Staaten, die EWR-Mitgliedsländer sind, Zyperns, Maltas und der Türkei auf der Grundlage zusätzlicher Mittel und entsprechend von mit diesen Ländern zu vereinbarenden Ver fahren ist anerkanntermaßen wünschenswert. Die europäischen Unterzeichnerstaaten der Konvention des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen gehören dem europäischen audiovisuellen Raum an, demnach können diese Länder auf Wunsch unter Berücksichtigung von Haushalts- und sonstigen Prioritäten im Bereich ihrer audiovisuellen Industrie am Programm teilnehmen oder in den Genuß einer begrenzten Zusammenarbeit auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gelangen, gemäß den noch unter den betreffenden Teilnehmern durch Abkommen zu vereinbarenden Verfahren. (23) Die Erweiterung des Programmes auf europäische Drittländer kann einer vorausgehen den Prüfung auf Vereinbarkeit ihrer nationalen Gesetzgebung mit dem gemeinschaft lichen Besitzstand und insbesondere mit Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Richtlinie 89/552/EWG des Rates vom 3. Oktober 1989 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit [26], geändert durch Richtlinie 97/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates [27], unterzogen werden. [26] ABl. L 298 vom 17.10.1989, S. 23.[27]  ABl. L 202 vom 30.7.1997, S. 60.(24) Die Zusammenarbeit im Berufsbildungssektor zwischen den europäischen Einrichtun gen und denjenigen der Drittländer im gemeinsamen Interesse ist geeignet, einen Mehrwert in der europäischen audiovisuellen Industrie zu schaffen. Diese Zusammen arbeit wird auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gefördert, gemäß den mit diesen Ländern durch Abkommen zu vereinbarenden Verfahren.(25) Um die von der Gemeinschaftsmaßnahme erzeugte Wertsteigerung noch zu verstärken, muß auf allen Ebenen die Kohärenz und Komplementarität der im Rahmen dieses Beschlusses durchgeführten Maßnahmen mit denjenigen anderer einschlägiger Gemeinschaftsmaßnahmen sichergestellt werden. Eine Koordination der in diesem Programm festgeschriebenen Aktivitäten mit denjenigen anderer internationaler Organisationen wie dem Europarat ist wünschenswert. (26) In diesem Beschluß wird für die gesamte Laufzeit des Programms ein als vorrangiger Bezugsrahmen im Sinne von Nummer 1 der Erklärung des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission vom 6. März 1995 [28] dienender Betrag festgesetzt, zur Bewilligung durch die Haushaltsbehörde im Rahmen des jährlichen Haushaltsver fahrens. [28]  ABl. C 102 vom 4.4.1996, S. 4.(27) Gemäß Artikel 2 des Beschlusses 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse [29] müssen die notwendigen Maßnahmen zur Durchführung des gegenständlichen Beschlusses gemäß dem in Artikel 3 des besagten Beschlusses vorgesehenen Konsultationsverfahren verabschiedet werden -[29]  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.BESCHLIESSEN:Artikel 1Für den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2005 wird ein Programm zur beruflichen Fortbildung, nachstehend "Programm" genannt, aufgestellt.Das Programm zielt darauf ab, den Fachkreisen der audiovisuellen Industrie die erforder lichen Kenntnisse im Hinblick auf die volle Aus schöpfung der europäischen und inter nationalen Dimension des Marktes und die Verwendung neuer Technologien zu vermitteln.Artikel 21. Das Programm strebt folgende Ziele an:a) Es soll den Erfordernissen der audiovisuellen Industrie Rechnung getragen und deren Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, indem die berufsbegleitende Fortbildung der audiovisuellen Fachkreise verbessert wird, um diesen die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Nutzung des europäischen Marktes und der anderen Märkte zu vermitteln, insbesondere in den Bereichen:- Einsatz neuer, insbesondere digitaler Technologien zur Produktion audio visueller Programme mit hohem kommerziellen und künstlerischen Mehrwert, - betriebswirtschaftliche, finanzielle und kommerzielle Lenkung unter Einbeziehung der juristischen Aspekte und der Finanzierungstechniken für die Produktion und den Vertrieb audiovisueller Programme, - Drehbuchgestaltung.Eine besondere Förderung erhalten Fernunterrichtsangebote und pädagogische Innovationen, die sich die Fortschritte der Online-Technologien zunutze machen.Gewisse Grundausbildungsinitiativen mit direkter Beteiligung des industriellen Sektors, wie zum Beispiel Master-Diplome, können auch unterstützt werden, wenn keinerlei andere Gemeinschaftsbeihilfe verfügbar ist, und in Bereichen, die keine einzelstaatlichen Fördermaßnahmen genießen.b) Die Zusammenarbeit und der Austausch von Know-how durch die Schaffung von Netzen zwischen im Fortbildungsbereich tätigen Partnern (Bildungseinrichtungen, Fachkreise und Unternehmen) und durch die Entwicklung der Fortbildung der Ausbilder soll gefördert werden.Insbesondere wird die schrittweise Einrichtung von Netzwerken zwischen vorhandenen Aktivitäten und Berufsbildungseinrichtungen gefördert.2. Zur Verwirklichung der in Absatz 1 Buchstabe a) Unterabsatz 1 und Buchstabe b) festgelegten Ziele ist den spezifischen Bedürfnissen der Länder oder Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder mit kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung sowie der Entwicklung eines unabhängigen europäischen Produktions- und Vertriebssektors, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), besondere Beachtung zu schenken.3. Die in Absatz 1 genannten Ziele werden gemäß den im Anhang festgelegten Modalitäten verwirklicht. Artikel 3Um einen möglichst hohen Koordinierungsgrad zu erreichen, trägt die Kommission dafür Sorge, daß sich zwischen den im Rahmen des Programms MEDIA PLUS geförderten Fortbildungstätigkeiten und der Projektentwicklung eine Zusammenarbeit entwickelt. In diesem Zusammenhang werden die Informationen über im Programm angebotene Förderungsmechanismen an die aus den Fachkreisen kommenden Teilnehmer an berufsbegleitenden Fortbildungen weitergeleitet.Artikel 41. Die Empfänger einer Gemeinschaftshilfe, die sich an der Durchführung von im Anhang genannten Maßnahmen beteiligen, müssen einen wesentlichen Teil der Finanzierung übernehmen, und zwar, vorbehaltlich der im Anhang aufgeführten Sonderbestimmungen, mindestens 50 %. 2. Die Empfänger der Gemeinschaftshilfe haben sicherzustellen, daß die Teilnehmer an einer Fortbildungsmaßnahme mehrheitlich eine andere Staatsangehörigkeit als die des Veranstaltungslandes besitzen.3. Die Kommission gewährleistet, daß aller Möglichkeit nach mindestens 10 % der jährlich verfügbaren Mittel neuen Tätigkeiten vorbehalten bleiben.4. Der Gemeinschaftszuschuß wird ausgehend von den Kosten und dem Profil jeder geplanten Maßnahme festgelegt. 5. Der zur Ausführung dieses Programms vorgesehene Gesamtmittelumfang für den in Artikel 1 angegebenen Zeitraum beträgt 50 Millionen Euro.6. Die jährlichen Mittel werden von der Haushaltsbehörde im Rahmen der Finanziellen Vorausschau bewilligt. Artikel 5Die Kommission ist für die Durchführung des Programms gemäß dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verfahren und den im Anhang vorgesehenen Modalitäten zuständig. Artikel 61. Die Kommission wird bei dieser Aufgabe von einem beratenden Ausschuß (MEDIA Komitee) unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt. 2. Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so ist das Beratungsverfahren nach Artikel 3 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 7 Absatz 3 und Artikel 8 anzuwenden.Artikel 71. Das Programm steht der Beteiligung der assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas gemäß den Voraussetzungen offen, die in den mit diesen Ländern über die Beteiligung an Gemeinschaftsprogrammen geschlossenen oder zu schließenden Assoziationsabkommen oder entsprechenden Zusatzprotokollen festgelegt sind. 2. Das Programm steht der Beteiligung Zyperns, Maltas, der Türkei und der EFTA-Staaten, die Mitgliedsländer des EWR-Abkommens sind, auf der Grundlage zusätzlicher Mittel gemäß den mit diesen Ländern zu vereinbarenden Verfahren offen. 3. Das Programm steht einer Beteiligung der Unterzeichnerstaaten der Konvention des Europarats über grenzüberschreitendes Fernsehen offen, die nicht unter Absatz 1 oder 2 fallen, und zwar auf der Grundlage zusätzlicher Mittel, gemäß den mit den entsprechenden Ländern durch Abkommen zu vereinbarenden Bedingungen. 4. Die Öffnung des Programms für die unter die Absätze 1, 2 und 3 fallenden europäischen Drittländer kann von einer vorherigen Untersuchung der Kompatibilität ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand, insbesondere Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 2 der Richtlinie 89/552/EWG, abhängig gemacht werden. 5. Das Programm steht auch einer Zusammenarbeit mit anderen Drittländern auf der Grundlage zusätzlicher Mittel und entsprechend mit den Parteien durch Abkommen zu vereinbarenden besonderen Modalitäten offen. In Absatz 3 genannte Europäische Drittländer, die keine volle Beteiligung am Programm wünschen, können eine Zusammenarbeit gemäß den in diesem Absatz vorgesehenen Bedingungen erlangen.Artikel 81. Die Kommission stellt sicher, daß eine Ex-ante-Bewertung, eine Begleitung und eine Ex-post-Bewertung der in diesem Beschluß vorgesehenen Maßnahmen erfolgt.2. Die ausgewählten Begünstigten legen der Kommission einen Jahresbericht vor.3. Nach der Ausführung der Projekte bewertet die Kommission die Art und Weise und die Auswirkungen ihrer Durchführung, um festzustellen, ob die anfangs gesteckten Ziele erreicht wurden.4. Auf Grundlage der erzielten Ergebnisse nach zweijähriger Laufzeit des Programms unterbreitet die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß sind dem Ausschuß der Regionen einen Bewertungsbericht bezüglich Auswirkungen und Effektivität des Programms. Diesem Bericht werden gegebenenfalls Anpassungsvorschläge, einschließlich finanzielle, beigefügt. 5. Nach Abschluß des Programms legt die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialausschuß sowie dem Ausschuß der Regionen einen Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse des Programms vor.Artikel 9Dieser Beschluß tritt am 1. Januar 2001 in Kraft. Geschehen zu Brüssel am Im Namen des Europäischen Parlaments    Im Namen des RatesDie Präsidentin    Der Präsident ANHANG1. DURCHZUFÜHRENDE MASSNAHMENDas Programm stellt unterstützend und ergänzend zu den Maßnahmen der Mitgliedstaaten darauf ab, die Fachkreise insbesondere auf die europäische Dimension des audiovisuellen Marktes vorzubereiten, und zwar durch eine Förderung der beruflichen Fortbildung im Bereich der betriebswirtschaftlichen, finanziellen und kommerziellen Lenkung, einschließlich rechtlicher Aspekte, Vertrieb und Marketing, sowie im Bereich neue Technologien (einschließlich des Schutzes und der Aufwertung des europäischen Kulturgutes in den Bereichen Film und audiovisuelle Medien) und Drehbuchgestaltung.1.1. Fortbildungsbereich neue TechnologienDiese Fortbildung soll in den Fachkreisen die Fähigkeit entwickeln, fortschrittliche kreative Techniken insbesondere in den Bereichen Animation, Computergraphik, Multimedia und interaktive Dienste zu nutzen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen folgendes:- Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich neue audiovisuelle Technologien zur Ergänzung einschlägiger Maßnahmen der Mitgliedstaaten, - Vernetzung der Fortbildungsmaßnahmen, Erleichterung des Austausches von Ausbildern und Fachkräften durch Vergabe von Stipendien, Durchführung von Unternehmenspraktika in anderen Mitgliedstaaten und Unterstützung der Fortbildung von Ausbildern und insbesondere des Fernunterrichts, wobei Austausch und Partnerschaften mit Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung bevorzugt gefördert werden sollen.1.2. Fortbildungsbereich betriebswirtschaftliche, finanzielle und kommerzielle LenkungDiese Fortbildung soll in den Fachkreisen die Fähigkeit entwickeln, die europäische Dimension in den Sektoren Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb und Übertragung audiovisueller Programme zu erfassen und zu nutzen.Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen folgendes:- Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich Unternehmensführung zur Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten, unter Betonung der europäischen Dimension, - Vernetzung der Fortbildungsmaßnahmen, Erleichterung des Austausches von Fachkräften durch Vergabe von Stipendien, Durchführung von Unternehmenspraktika in anderen Mitgliedstaaten und Unterstützung der Fortbildung von Ausbildern und insbesondere des Fernunterrichts, wobei Austausch und Partnerschaften mit Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung bevorzugt gefördert werden sollen.1.3. DrehbuchgestaltungstechnikDiese Fortbildung wendet sich an erfahrene Drehbuchautoren, deren technische Fähigkeiten im Bereich sowohl der traditionellen als auch der interaktiven Gestaltungsmethoden verbessert werden sollen.Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen folgendes:- Förderung der Konzeption und Aktualisierung von Fortbildungsmodulen im Bereich Identifizierung des Zielpublikums; Herausgabe und Entwicklung von Drehbüchern für ein internationales Publikum; Beziehungen zwischen Drehbuchautor, -verleger, Produzent und Verleiher, - Förderung von Austausch und Partnerschaften zwischen Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet und/oder geringer geographischer Ausdehnung.1.4. Netzwerke im FortbildungsbereichEs wird das Ziel angestrebt, den vorhandenen Einrichtungen und/oder Aktivitäten im Bereich der berufsbegleitenden Fortbildung Anreize für eine intensivere Koordinierung ihrer Aktivitäten zu bieten und auf diese Art europäische Netze einzurichten. 1.5. Aktivitäten im GrundausbildungsbereichIn gewissen Bereichen der Grundausbildung, für die keinerlei anderweitige gemeinschaftliche oder einzelstaatliche Finanzierung vorgesehen ist, können Unterstützungen gewährt werden. Es kann sich hierbei insbesondere um Master-Diplome handeln, bei denen eine direkte Verbindung zur Industrie in Form von Partnerschaften und/oder Praktika existiert. 2. DURCHFÜHRUNGSVERFAHREN2.1. Konzept Bei der Verwirklichung des Programms arbeitet die Kommission eng mit den Mitgliedstaaten zusammen. Sie hört ferner die betroffenen Partner. Sie trägt dafür Sorge, daß die Beteiligung der Fachkreise am Programm in ausgewogenem Verhältnis zur kulturellen Vielfalt Europas steht. Sie fördert die Zusammenarbeit der Konzeptverantwortlichen von Fortbildungsmodulen mit den Institutionen, den Fachkreisen und den Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Maßnahmen. Sie erleichtert den Empfang von Praktikanten, insbesondere aus Ländern und Regionen mit geringer Produktionskapazität und/oder kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung. 2.2. GemeinschaftsbeitragDie Gemeinschaftszuschüsse zu den Fortbildungsgesamtkosten sind Bestandteil einer gemeinsamen Finanzierung mit öffentlichen und/oder privaten Partnern und sind im Regelfall auf 50 % begrenzt. Bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet kann dieser Anteil auf 60 % steigen.Das in Artikel 6 Absatz 2 genannte Verfahren wird angewendet, um allen unter Nummer 1 genannten Maßnahmenkategorien die jeweiligen finanziellen Mittel zuzuteilen. Gemäß den Vorschriften über Gemeinschaftsfinanzierungen und dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verfahren erstellt die Kommission ein Regelwerk für die Finanzierung, das die Bezuschussungsobergrenze für jede Maßnahme des Bereichs berufsbegleitende Fortbildung und pro fortgebildeter Person festlegt. Die Verantwortlichen für die Modulkonzeption und die Bildungseinrichtungen, in die sie integriert werden, werden durch Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt. Die Kommission gewährleistet, daß aller Möglichkeit nach mindestens 10 % der jährlich verfügbaren Mittel neuen Tätigkeiten vorbehalten bleiben.2.3. Durchführung2.3.1 Die Kommission führt das Programm durch. Zu diesem Zweck kann sie auf die Zusammenarbeit mit Beratern und Büros für technische Hilfe zurückgreifen, die nach Maßgabe ihres einschlägigen Fachwissens per Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden. Die technische Hilfestellung wird aus dem Budget des Programms finanziert. Die Kommission kann bei Ad-hoc-Tätigkeiten nach dem in Artikel 6 Absatz 2 genannten Verfahren Partnerschaften mit Facheinrichtungen wie EUREKA-Audiovisuell abschließen, um gemäß den Zielsetzungen des Programms im Fortbildungswesen gemeinsame Aktionen durchzuführen.Die Kommission sorgt gemäß Artikel 5 für die endgültige Auswahl der Begünstigten des Programms und entscheidet, welche finanzielle Unterstützung gewährt wird. Bei der Verwirklichung des Programms, insbesondere der Bewertung von aus Programmitteln geförderten Projekten und der Vernetzungsmaßnahmen, trägt die Kommission dafür Sorge, daß ihr anerkannte Sachverständige aus dem audiovisuellen Sektor für die Bereiche Fortbildung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit zur Seite stehen.2.3.2 Die Kommission ergreift geeignete Maßnahmen, um Informationen über die im Programm gebotenen Möglichkeiten zu verbreiten und öffentlich bekanntzumachen. Insbesondere treffen die Kommission und die Mitgliedstaaten die erforderlichen Schritte zum weiteren Betrieb des MEDIA-Desk- und -Antennen-Netzes, deren berufliche Kompetenzen verstärkt werden sollen, um:- Information und Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Programms zu übernehmen, - eine umfassende Beteiligung der Fachkreise an den Programmaßnahmen zu fördern, - den Fachkreisen bei der Präsentation ihrer Projekte zur Antragstellung bei Aufrufen zu Vorschlägen behilflich zu sein, - grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Fachkreisen zu fördern, - die Vermittlung gegenüber den verschiedenen Fördereinrichtungen der Mitgliedstaaten zu übernehmen, um für die Komplementarität der Maßnahmen des Programms zu nationalen Fördermaßnahmen zu sorgen. FINANZBOGEN1. BEZEICHNUNG DER MASSNAHMEFortbildungsprogramm für Fachkreise der europäischen audiovisuellen Programmindustrie (MEDIA PLUS) (2001 - 2005).2. HAUSHALTSLINIE(N)B 3 2010.3. RECHTSGRUNDLAGEArtikel 150 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. 4. BESCHREIBUNG DER MASSNAHME4.1 Allgemeines Ziel der MaßnahmeDer Aufschwung digitaler Technologien zieht ein rasches Wachstum des audiovisuellen Programmangebots nach sich. Der erwartete Fortschritt der Programmindustrie kann aber keinen positiven Beschäftigungseffekt ausüben, solange die Fachkräfte der Branche keine an den Erfordernissen des Marktes orientierte Berufsqualifikation aufweisen. Desgleichen können auch die Förderinstrumente für die audiovisuelle Industrie nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie sich auf berufliche Fähigkeiten im Einklang mit den Herausforderungen der Zukunft stützen. Die Berufsbildung beschränkt sich heutzutage nicht mehr auf herkömmliches schulisches und akademisches Lernen. Das wirtschaftliche und technische Umfeld ändert sich so schnell, daß eine Verstärkung der berufsbegleitenden Fortbildung in jedem Abschnitt der beruflichen Karriere erforderlich wird. Die Bedeutung der Berufsbildungspolitik in der Europäischen Union wird als eine der Zielsetzungen des Vertrags (Artikel 150) anerkannt.4.2 Dauer der Maßnahme und Bestimmungen über eventuelle Verlängerungen Die Laufzeit des Programms MEDIA PLUS Fortbildung beginnt am 1. Januar 2001 und endet am 31. Dezember 2005. Gegebenenfalls wird gemäß den Bestimmungen des Vertrags ein neues Beschlußverfahren zu seiner Verlängerung eingeleitet.5. EINSTUFUNG DER AUSGABEN/EINNAHMEN5.1 Nichtobligatorische Ausgaben (NOA)5.2 Getrennte Mittel 5.3 Entfällt6. ART DER AUSGABEN / EINNAHMEN- Zuschuß zwecks Kofinanzierung mit anderen öffentlichen oder privaten Geldgebern. - Es werden keine Rückzahlungen oder zusätzlichen Einnahmen erwartet. Die Gemeinschaft bezuschußt Fortbildungsmaßnahmen bis höchstens 50 % (60 % bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet) der tatsächlichen Projektkosten, bei einer Obergrenze von einer Million Euro pro Jahr und Fortbildungsstätte. Die Finanzhilfe wird im Rahmen von Verträgen mit einer Hoechstdauer von drei Jahren gewährt.7. FINANZIELLE BELASTUNG7.1 Berechnung der Gesamtkosten der Maßnahme Die Beträge wurden ausgehend von zwei Informationsquellen festgelegt:(1) Daten über die Durchführung des Programms MEDIA II (bezifferte Angaben nach Aktivitätsbereichen und Maßnahmenlinien). Diese Zahlen fußen auf konkreten Vorgängen, die von den Antragstellern eingereicht wurden (repräsentativ für mindestens 50 % der Branchenfachkreise). (2) Daten aus folgenden Unterlagen: Akten der Konferenzen über audiovisuelle Medien (Europäische Konferenz über Audiovisuelle Medien von Birming ham, Forum der Politik im Audiovisuellen Bereich von Helsinki), Bericht der Hochrangigen Gruppe für Audiovisuelle Politik (Oreja-Gruppe), Halbzeitbe wertung des Programms MEDIA II (BIPE), Dokumente der Kommission (Grünbuch zur Konvergenz, Mitteilung über das künftige Vorgehen im audiovisuellen Bereich) etc. Diese Dokumente - die makroökonomische Analysen beinhalten - enthalten Zahlenmaterial über den jeweiligen sektor spezifischen Handlungsbedarf in der europäischen audiovisuellen Industrie. Bei der Programmumsetzung über die geplanten 5 Jahre hinweg wird eine höhere Belastung im ersten und im vierten Jahr gewünscht, um Projekte mit einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren fördern zu können. Die für die drei anderen Jahre geplanten Belastungen sollen zur Finanzierung kurzfristigerer Projekte dienen. Die Höhe der Haushaltsmittel, die den jeweiligen Teilbereichen "Betriebswirt schaft", "neue Technologien" und "Drehbuchgestaltung" zugewiesen werden, hängt für jeden Kostenbereich der Maßnahme von den Vorschlägen ab, die auf die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen hin eingehen. Die in diesem Finanzbogen angegebenen Beträge betreffen die Gesamtkosten der gemeinschaftlichen Tätigkeit, das heißt höchstens 60 % der tatsächlichen Kosten der Vorhaben. 7.2 Aufschlüsselung nach KostenelementenVE in Mio. EURO (jeweilige Preise)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Um Fortbildungsinitiativen über eine Laufzeit von zwei oder drei Jahren unterstützen zu können, werden für die Haushaltsjahre 2001 und 2004 höhere Mittel zugewiesen als in den anderen Jahren, während der Projekte mit kürzerer Laufzeit ausgewählt werden. Aktionen vis à vis des SektorsVE in Mio. EURO (jeweilige Preise)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;7.3 Ausgaben für technische Hilfestellung im Rahmen von Teil B des HaushaltsplansVE in Mio. EURO (jeweilige Preise)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Für die Auswahl der Anträge, sowie eine Unterstützung in der Verfolgung der Akten erwägt die Kommission, eine außenstehende, technische und/oder administrative Hilfe zu Rate zu ziehen. Im Rahmen der MEDIA I und MEDIA II Programme hat die Kommission die Unterstützung von in den gedeckten Bereichen sachverständigen Büros für technische Hilfe erhalten. Welche Form diese externe technische und/oder administrative Hilfe bei der Durchführung des Programmes haben sollte, wird nach den durch die Kommission definierten Richtlinien festgelegt werden. Sollte das Zurückgreifen auf die Büros für technische Hilfe in Betracht gezogen werden, so wird das Kolleg ordnungsgemäß, wie im Vademekum der Büros für technische Hilfe vorgesehen, informiert werden.7.4 Fälligkeitsplan für Verpflichtungs- und ZahlungsermächtigungenVE in Mio. EURO &gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;8. Zur Betrugsbekämpfung vorgesehene MaßnahmenDie Auswahl der vom Programm Begünstigten geschieht im Rahmen eines Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen mit mehrmaliger Veröffentlichung pro Jahr im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. Bevor die Kommission einen Antrag auf Gemeinschaftsunterstützung genehmigt, bewertet sie ihn sorgfältig im Hinblick auf seine Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Rates und den im Aufruf zu Vorschlägen aufgeführten Bedingungen geprüft wird. Die Anträge auf Gemeinschaftsbeihilfe müssen folgende Bestandteile aufweisen: - einen Finanzierungsplan mit Angabe aller Finanzierungsquellen des Projektes einschließlich der bei der Kommission beantragten finanziellen Unterstützung, - einen vorläufigen Zeitplan für die Arbeiten, - sämtliche weiteren sachdienlichen Angaben, die die Kommission im Pflichtenheft des Aufrufs zu Vorschlägen anfordert. Bei der Auswahl unter den eingereichten Vorschlägen greift die Kommission auf die Unterstützung von Büros für technische Hilfe (BAT) zurück, die die erforderliche Sachkenntnis im vom Programm abgedeckten Bereich aufweisen. Die als förderungswürdig anerkannten Projekte werden zunächst unabhängigen Sachverstän digen vorgelegt und anschließend dem MEDIA-Ausschuß übermittelt, der sich aus Vertretern der am Programm beteiligten Staaten zusammensetzt, bevor die Europäische Kommission eine endgültige Entscheidung fällt. Bei Überschreiten gewisser Schwellenwerte, die in den Durchführungsbeschlüssen für das Programm festgelegt werden, müssen die angenommenen Projekte dem Ausschuß zur Stellungnahme vorgelegt werden. Die Auszahlung der Beihilfen erfolgt erst nach Vorlage detaillierter Abrechnungen als Belege und erfordert die Einsendung von Aktivitätsberichten. Außerdem unterliegt sie Prüfungen an Ort und Stelle (Audits) und einer zentralen Überwachung. Darüber hinaus nehmen verschiedene Instanzen (Rechnungshof, Finanzkontrolle und Anweisungsbefugter) Prüfungen bei den mit der Maßnahmenverwaltung betrauten Stellen und den Begünstigten vor. 9. KOSTENWIRKSAMKEITSANALYSE9.1 Quantifizierbare Einzelziele; ZielgruppenDas Grundziel besteht darin, die beruflichen Kenntnisse europäischer Fachkreise der audiovisuellen Industrie durch eine bessere Beherrschung der Betriebsführungs methoden zu stärken, die globalen Märkte und die europäische Dimension in den verschiedenen Berufszweigen intensiver zu berücksichtigen und für spezifische Fortbildungen im Einsatz neuer Technologien zu sorgen. Das angestrebte Ergebnis ist demnach eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Medienunter nehmen. Insbesondere sollen die MEDIA-Maßnahmen folgenden Tendenzen entgegenwirken: - unzureichende kommerzielle und juristische Ausbildung der Manager und unzulängliche Berücksichtigung der Märkte, die lange für einen Teil der europäischen Industrie kennzeichnend waren, - ungenügende Berücksichtigung der europäischen Dimension bei der Projekt- und Unternehmensentwicklung, - Zersplitterung der Unternehmen, die keinen ausreichenden finanziellen Spielraum für Fortbildungsmaßnahmen besitzen, - unzulängliche Ausbildung in neuen digitalen Technologien.Zielgruppen: Die Begünstigten der aufgelegten Maßnahmen gehören verschiedenen Kategorien an: Fachkräfte, Ausbilder und Unternehmen. Die von den angebotenen Fortbildungs maßnahmen betroffenen Themen sind die Betriebswirtschaft, die Gestaltung von Drehbüchern und neue Technologien. Auf dem europäischen Markt sollen die durchgeführten Maßnahmen zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze, dem Fortbestehen eines leistungsfähigen Unternehmertums in Europa und einer Systema tisierung der europäischen Dimension in den Grundausbildungslehrplänen beitragen. 9.2 Begründung der MaßnahmeNotwendigkeit einer Heranziehung von Haushaltsmitteln der Gemeinschaft, insbesondere mit Bezug auf das Subsidiaritätsprinzip:Das vorgeschlagene Förderprogramm ist ein logischer Bestandteil der Politik der Europäischen Union im audiovisuellen Bereich.Unter Wahrung des Subsidiaritätsprinzips übt es eine komplementäre Wirkung zu den auf einzelstaatlicher Ebene laufenden Initiativen aus. Es stützt und vervollständigt auf nationaler Ebene getroffene Maßnahmen. Es erfuellt die Zielsetzungen des Vertrages, insbesondere des Artikels 150, da es folgende Absichten verfolgt: - die Anpassung an industrielle Umbrüche zu erleichtern, - die berufliche Grund- und Weiterbildung zu verbessern, - die Zusammenarbeit im Fortbildungswesen zwischen Lehr- beziehungsweise Berufsbildungsstätten und Unternehmen zu stimulieren, - Wahl der Modalitäten.Die von der Gemeinschaft eingebrachten Mittel in Form von Beihilfen bis 50 % (60 % bei Fortbildungsmaßnahmen in Ländern oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet) der Maßnahmenkosten verfolgen die Absicht, den nationalen/regionalen Partnern Anreize für einen Ausbau des vorhandenen Fortbildungsangebots zu bieten. Der Bericht der Kommission über die im Rahmen des Programms MEDIA II im Zeitraum vom 1. Januar 1996 - 30. Juni 1998 erreichten Ergebnisse unterstreicht, daß die mit dem MEDIA-Programm geförderten Fortbildungsmaßnahmen einem echten Bedarf in der europäischen audiovisuellen Industrie entsprechen, und zwar einmal durch ihren Inhalt und zum zweiten durch ihren internationalen Charakter. Schließlich ermöglichten sie die Entstehung echter Netzwerke europäischer Fachkräfte, die Koproduktionen und Vertrieb erleichtern und aus denen sich in einigen Fällen dauerhafte Partnerschaften entwickeln. 9.3 Follow-up und Bewertung der MaßnahmeLeistungsindikatoren:Berufliche Grundausbildung: - Anzahl der Lehrgangsteilnehmer, - Anzahl ausländischer Teilnehmer, - Anzahl der in das Netzwerk einbezogenen Fortbildungseinrichtungen (pro Fortbildungsprojekt).Berufsbegleitende Fortbildung:- Anzahl der Lehrgangsteilnehmer,- Anzahl ausländischer Teilnehmer,- Anzahl der während der Fortbildung behandelten Projekte im Entwicklungs stadium, - Anzahl der nach der Fortbildung entwickelten Projekte (die sich während der Fortbildung in der Entwicklung befanden), - Anzahl der mobilen Lehrveranstaltungen. Die Kommission folgt während der Durchführung des Programmes den sachdienlich sten Indikatoren. Durch die mit der Kommission geschlossenen Verträge werden die Begünstigten einer finanziellen Unterstützung angehalten, die nötigen Informationen als Zwischenbericht und Endbericht für eine durchgehende Bewertung zu liefern.Modalitäten und Periodizität der vorgesehenen Bewertung:Die Kommission erstellt zwei Bewertungsberichte über das Programm.Zwischenbericht: Der erste Bericht wird zwei Jahre nach dem Programmstart erstellt. Dieser Bericht soll eine erste Bewertung der nach der Hälfte der Laufzeit erlangten Ergebnisse vermitteln, um für die zweite Programmhälfte gegebenenfalls Änderungen und Anpassungen einzuarbeiten. Zu diesem Zweck kann die Kommission auf die Zusammenarbeit mit auswärtigen Beratern zurückgreifen, die nach Maßgabe ihres einschlägigen Fachwissens per Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden. Die Kommission legt ihren Bericht dem Europäischen Parlament, dem Rat sowie dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vor. Schlußbericht: Der zweite Bericht wird nach Ablauf der fünfjährigen Programmlaufzeit erstellt. Dieser Bericht dient zur vergleichenden Bewertung der von den Fördersystemen erreichten Ergebnisse mit Bezug auf die Programmziele. Wie bereits bei der Halbzeitbewertung kann die Kommission auch hier auf die Zusammenarbeit mit auswärtigen Beratern zurückgreifen. Die Kommission legt diesen Schlußbericht dem Europäischen Parlament, dem Rat sowie dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vor. Darüber hinaus beabsichtigt die Kommission mit Bezug auf die bei dem Programm MEDIA II gesammelten Erfahrungen, die Durchführung von Audits bei Begünstigten (circa 30 pro Jahr) weiterzuverfolgen, um die sachgerechte Nutzung der Gemeinschaftsmittel zu überprüfen. Diese Auditergebnisse werden in einem schriftlichen Bericht niedergelegt. Auswertung der erreichten Ergebnisse: Die Daten zur Messung von Leistungsfähigkeit, erreichten Ergebnissen und Auswirkungen des Programms werden ausgehend von folgenden Quellen erhoben: - statistische Angaben, zu denen Informationen aus den Bewerbungsunterlagen und der Begleitung der Verträge mit Begünstigten herangezogen werden, - Auditberichte über eine Stichprobe aus den Begünstigten des Programms (30 pro Jahr), - Gespräche mit den MEDIA Desks und MEDIA Antennen und auf nationalen Märkten, - Gespräche mit Sachverständigen und institutionellen Einrichtungen (einzelstaatliche und internationale Berufsverbände), - Gespräche mit audiovisuellen Fachkreisen und Fachbildungseinrichtungen.10. VERWALTUNGSAUSGABEN (TEIL A DES EINZELPLANS III DES GESAMTHAUSHALTSPLANS)Dieser Teil des Finanzbogens ist gleichzeitig der GD BUDG und der GD ADMIN zuzuleiten; letztere sendet ihn anschließend mit ihrer Stellungnahme an die GD BUDG zurück.Die Bereitstellung der erforderlichen Verwaltungsmittel erfolgt nach Maßgabe des jährlichen Beschlusses der Kommission über die Zuteilung der Ressourcen unter Berücksichtigung der von der Haushaltsbehörde bewilligten zusätzlichen Planstellen und Haushaltsmittel.10.1 Auswirkung auf den Personalbestand&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Die verlangten administrativen Mittel werden im Rahmen der jährlichen Entscheidungen der Kommission, die Zuteilung der Mittel betreffend und unter besonderer Berücksichtigung der hinzukommenden, durch die finanzielle Autorität genehmigten Mittel, verfügbar gemacht. Demnach wird die GD EAC das Risiko, daß die finanzielle Autorität nach Annahme des vorliegenden gesetzgebenden Vorschlages der Kommission nicht die nötigen zusätzlichen Mittel genehmigt, berücksichtigen müssen. In diesem Fall und wenn keine Umstellung von anderen Diensten in der Kommission kommend möglich ist, wird die GD EAC die zusätzlichen Bedürfnisse in Arbeitskräften durch eine interne Umstellung decken müssen.10.2 Gesamtkosten für zusätzliches PersonalPro Jahr in EURO&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Handelt es sich um eine befristete Maßnahme, drücken die angegebenen Beträge die Kosten für die Gesamtlaufzeit der Maßnahme aus; bei unbefristeten Maßnahmen sind die Kosten für ein Jahr anzugeben.10.3 Erhöhung anderer Ausgaben zur Verwaltung der Aktion, insbesondere aus den Treffen der Komitees und den Sachverständigentreffen erwachsende Kosten (EUR) &gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Die in Punkt 10 aufgezählten, dem Grad A-7 zukommenden Ausgaben werden von dem Guthaben des der DG EAC global zugerechneten Ansatzes gedeckt.BEGRÜNDUNG Programm zur Förderung der Entwicklung, des Vertriebs und der Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke 1. EinführungDie Fortschritte der Medientechniken, und zwar insbesondere solcher, die digitalen Technolo gien zu verdanken sind, stellen eine neue Herausforderung für die Produktions- und Verleih unternehmen der europäischen audiovisuellen Programmindustrie dar, da sie die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Branche nach und nach verändern. So haben die Gewinnanteile aus Pay-TV- und Pay-per-view-Fernsehdiensten von 1988 bis 1998 einen Sprung von über 200 % vollzogen, wenngleich bislang die von sogenannten "traditionellen" Medien (Kino, Video, Fernsehen) erzielten Gewinnanteile immer noch 87 % des Globaleinkommens der audiovisuellen Branche ausmachen. Es ist jedoch festzustellen, daß der Aufschwung digitaler Fernsehprogramme noch keine nennenswerte Umschichtung in bezug auf die anderen audiovisuellen Medien nach sich gezogen hat. Bei den Bereichen Kino und Video (vor allem Verkauf) kann man sogar das umgekehrte Phänomen konstatieren. So sind die Kinobesuche zwischen 1988 und 1998 um fast 38 % gestiegen, und um beinahe 7 % allein zwischen 1997 und 1998. Gleichzeitig wuchs der Videomarkt seit 1992 um 34 %, mit einem Sprung von 10 % zwischen 1997 und 1998. Der Durchbruch zahlreicher neuer Medien erzeugt eine erhebliche Nachfragesteigerung nach audiovisuellen Programmen, wodurch sich auch das kommerzielle Potential jedes Einzelwerkes erhöht. Andererseits reduziert die Aufsplitterung der Einschaltquoten unter den Programmen die Finanzierungsspielräume der Sender. Dazu kommt noch, daß die neuen Sender in dem immer härteren Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und Kaufkraft der Zuschauer/Verbraucher ihre Mittel hauptsächlich auf den Einkauf attraktiver, aber nur kurzfristig verwertbarer Produkte konzentrieren, wie Sportereignisse oder Spiele und Unterhaltung, wodurch wiederum der finanzielle Einsatz bei kreativen Werken wie Spielfilmen, Serien, Dokumentar- und Animationsfilmen erschwert wird. Dabei kommt diesem kreativen Schaffen eine strategische Bedeutung zu, vor allem, weil es sich für wiederholte Ausstrahlungen über einen langen Zeitraum hinweg eignet. Genau in diesem Bereich des sogenannten "Archivmaterials" kann sich nämlich eine mittel- und langfristig ausgerichtete Verkaufs- und Verwertungstätigkeit entwickeln. Die audiovisuellen Medien entwickeln sich von einer kurzfristig denkenden, auf Heimmärkte orientierten Wirtschaft fort in Richtung mittel- und langfristige Aktion auf internationalen Märkten. Die europäische Programmindustrie muß in der Lage sein, die vom Aufschwung der digitalen Programme und Verwertungsmethoden gebotenen Chancen zu ergreifen, wobei ihre gesamte Strategie die internationale Marktdimension berücksichtigen sollte. Sonst besteht große Gefahr, daß die Beherrschung des europäischen Markts durch vor allem amerikanische Importprogramme nur noch stärker wird und auch auf die neuen Medien übergreift. Unter diesem Gesichtspunkt ist es höchst wichtig, den Akteuren Gelegenheit zur Durchsetzung einer internationalen Entwicklungsstrategie für die gesamte Produktions- und Vertriebskette zu geben. Unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips agiert die Gemeinschaft nur dann und insofern, als die Zielsetzungen der geplanten Maßnahme nicht hinlänglich von den Mitgliedstaaten wahrgenommen werden können und deshalb in Anbetracht von Umfang oder Wirkung der geplanten Maßnahme besser auf Gemeinschaftsebene umzusetzen sind. Unter Berücksichtigung der seit 1997 gesammelten Anhörungsergebnisse und insbesondere der Schlußfolgerungen der Konferenz von Birmingham sollen die für eine Gemeinschafts tätigkeit gewählten Aktionsmodalitäten in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit unterstützend und ergänzend zu mitgliedstaatlichen Maßnahmen stattfinden, die insbesondere die Produktionsförderung zum Gegenstand haben.2. Bestandsaufnahme.2.1 Unzureichende Investitionen in die Projektentwicklung Die Projektentwicklung ist eine Schlüsselphase im Leben eines audiovisuellen Werks, von der die Entscheidung über seine Produktion (oder Nicht-Produktion) abhängt. Sie umfaßt drei Hauptphasen: Konzeptentwicklung (insbesondere Gestaltung des Drehbuchs), Partnersuche (industrielle, technische, künstlerische und finanzielle Partner) sowie die Ausarbeitung einer Vertriebsplanung (Marketing). Während der Entwicklungsphase nimmt das Projekt schärfere Konturen an, man beurteilt: - die Machbarkeit der Produktion, - das kommerzielle Potential des Produkts, - Kosten und Rentabilität der Investition. In Europa wird bei zu vielen Projekten die Produktion eingeleitet, obwohl diese Entwick lungsphase unzureichend bearbeitet wurde. Anders herum gesagt produziert man, ohne im Entwicklungsstadium ausreichend in das Projekt investiert zu haben, was seine spätere Marktfähigkeit und Wirtschaftlichkeit schmälert. Im Mittel werden in der europäischen Medienindustrie weniger als 5 % der gesamten Produktionskosten in die Projektentwicklung investiert, während man in den Vereinigten Staaten hierfür 10 % aufbringt. Der Investitionsmangel im Vorfeld der Produktion bewirkt im Produktionsstadium, daß das Werk für potentielle Sender und Verleiher nicht attraktiv genug gestaltet wird, gefolgt von unzureichenden Investitionen in die Öffentlichkeitsarbeit und den Vertrieb und schließlich einer verminderten Rentabilität: ein Teufelskreis, der verbunden mit der unzureichenden Kapitalausstattung der Gesellschaften für eine dauerhafte Schwäche der industriellen Entwicklungsstrategie in den Unternehmen sorgt. Es wird höchste Zeit, daß die Produzenten schon im Entwicklungsstadium eine klare Verkaufs- und Vertriebsstrategie für das größtmögliche Absatzgebiet und die höchstmögliche Anzahl von Trägermedien verfolgen. Diese Strategie muß sich zudem auf einen erheblichen Einsatz im Vertrieb und in der Öffentlichkeitsarbeit stützen können, damit die Werke die nötige Bekanntheit auf dem Markt erreichen, die erst eine optimale Verwertung und hohe Gewinne gestattet. 2.2 Hindernisse im grenzüberschreitenden Vertrieb audiovisueller WerkeZum heutigen Zeitpunkt werden die meisten europäischen Märkte von einer doppelten Polarisierung geprägt: - Die Fernsehprogrammgestaltung besteht zur Hauptsache aus heimischen oder amerikani schen Produktionen; dabei sind Werke heimischen Ursprungs im Regelfall in der Überzahl. Beim Spielfilm- und Serienimport haben amerikanische Werke einen Anteil von 74 % am Gesamtimportvolumen, wohingegen nur 14 % aus anderen europäischen Ländern stammen. - Im Kino dominieren in wechselnden Anteilen (zwischen 60 und 95 %) die amerikanischen Produktionen, während die restlichen Marktanteile größtenteils auf Filme heimischen Ursprungs entfallen. Von den 550 Kinofilmen, die Jahr für Jahr in Europa gedreht werden, werden nur knapp 20 % außerhalb ihres Hauptproduktionslandes vertrieben; ihr Marktanteil liegt unter 7 %.Bei den seit 1997 im Rahmen der Prüfung der europäischen audiovisuellen Politik durchgeführten Anhörungen wurde einhellig betont, daß Europas größte Schwäche im geringen Umlauf ausländischer Filme und Programme liegt, was die Rentabilität der audiovisuellen Werke verringert und auch keine ausreichenden Gewinne zuläßt, die in die Produktion der nächsten Projekte investiert werden könnten.Für diese Lage sind mehrere Faktoren verantwortlich. Der erste ist die traditionelle Abschottung innerhalb des europäischen Marktes nach Landes- beziehungsweise Sprach grenzen. Der Vertrieb für heimische und europäische Werke liegt nämlich in der Hand zahlreicher, nur auf nationaler Ebene tätiger Gesellschaften, deren jeweiliger Markt oft beschränkt bleibt. Diese Gesellschaften sind zudem kapitalschwach und können kaum die ständig wachsenden finanziellen Investitionen bewältigen, die eigentlich zur Öffentlichkeits arbeit und Bewerbung des Publikums für die von ihnen vertriebenen Produktionen nötig wären. Es sind auch nur wenige dieser Gesellschaften in der Lage, schon in den Vorvertrieb zu investieren, das heißt in Vorkaufsrechte für Vertrieb und Übertragung, womit sie einen aktiven Beitrag zur Finanzierung von Produktionen mit größerem kommerziellem Potential leisten könnten. Vereinbarungen über Zusammenarbeit und Koordinierung vertrieblicher Strategien auf europäischer Ebene sind noch selten. Dabei wären sie notwendig, um den wesentlich besser strukturierten Konkurrenten ("major companies") und der wachsenden Internationalisierung von "transnationalen" Übertragungstechniken wie DVD-Video und internationalen Fernseh programmen zu begegnen. Bei dieser notwendigen Anpassung ist jedoch der hohe Stellenwert audiovisueller Inhalte in kultureller und sozialer Hinsicht zu berücksichtigen. Diese Inhalte sollen für alle Bürger zugänglich sein, unter Wahrung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt, die Europas besonderen Reichtum darstellt. 2.3 Fehlen einer europäischen SelbstdarstellungAus der Zersplitterung des Bereichs Produktion und Vertrieb unter zahlreichen kleinen, oft kapitalschwachen Gesellschaften mit hauptsächlich nationalem Tätigkeitsfeld ergeben sich auch Schwierigkeiten für diese Gesellschaften, wenn sie an den wichtigsten kommerziellen Veranstaltungen der internationalen Branche (in Europa und außerhalb Europas) teilnehmen wollen, da die Kosten für eine Beteiligung an diesen Märkten erheblich sind. In den Mitgliedstaaten bestehen auch Initiativen oder Berufsverbände, die anläßlich solcher Märkte logistische oder werbetechnische Unterstützung für heimische Produktionen anbieten. Die Bekanntheit und Wirkungskraft dieser Maßnahmen sollte jedoch durch eine stärkere Zusammenarbeit gesteigert werden, dank der die europäischen Werke insgesamt aufgewertet werden können. 3. Leitlinien für eine europäische Aktion3.1 Allgemeine GrundsätzeDie während der Programme MEDIA I und MEDIA II gewonnene Erfahrung und die Bewertungen ihrer Ergebnisse haben als Grundlage zur Aufstellung einiger allgemeiner Grundsätze gedient, die die Umsetzung finanzieller Unterstützungsmaßnahmen auf europäischer Ebene bestimmen sollen: - stärker auf strukturelle Ziele ausgerichtete Fördermechanismen, in Abhängigkeit von der Bereitschaft der Akteure, sich auf mittelfristige Ziele festzulegen, - Einführung neuer komplementärer Mechanismen zur Förderung der Projektentwicklung unter Einsatz digitaler Technologien zur Produktion oder Verbreitung, - integrierter Ansatz mit "positiver Diskriminierung" bei der Vergabe, um eine strukturelle Benachteiligung von Ländern mit geringer Produktionskapazität und kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung auszugleichen.Die Durchführungsbestimmungen betonen die Bedeutung von Mechanismen mit direkter Einwirkung auf den Markt und solchen, die Unterstützung im Einklang mit dem Markt leisten:1. Die Projektförderung bedient sich hauptsächlich finanzieller Anreize, die eine finanzielle Mitverantwortung der Branche bevorzugen (bedingt rückzahlbare Vorschüsse).2. Intensivere Unterstützung für die Gesellschaften zur Verstärkung ihrer mittel- und langfristigen Strategie: automatische oder an den Markterfolg der Gesellschaften gebundene Fördersysteme, Förderung von Unternehmen oder von Projektpaketen (sogen. "Slate-funding").3.2 Bereich EntwicklungAngesichts der Gegebenheiten und Anforderungen des Marktes erscheint es wünschenswert, Anreize für intensivere Investitionen der Industrie während der Entwicklungsphase für audiovisuelle Inhalte zu geben, indem solche Projekte bevorzugt werden, die auf den europäischen und internationalen Markt ausgerichtet sind und die besten kommerziellen Erfolgschancen besitzen. Es erscheint ebenfalls angezeigt, die dynamischsten Produktionsgesellschaften dazu zu veranlassen, mittelfristige Strategien zur Entwicklung ihrer Produktionen aufzubauen. Besondere Aufmerksamkeit ist auf solche Produktionsprojekte zu richten, die neue kreative Technologien einsetzen, aber auch auf die Einbeziehung aller Übertragungstechniken, mit denen das Werk später verwertet werden kann, schon in der Entwicklungsphase.Die Fördermechanismen sollen sämtliche Bereiche des audiovisuellen Schaffens abdecken: Spielfilme und Serien, Dokumentar-, Animationsfilme, interaktive Produkte (Online, Offline, Hybridformen). Prioritäre MaßnahmenEs werden zwei Kategorien von Maßnahmen geplant: - Kofinanzierung für die individuelle Projektentwicklung (Drehbuchgestaltung, Suche nach finanziellen und künstlerischen Partnern, Kommerzialisierungsplanung und -studien) von europäischen Produzenten, - Kofinanzierung für die mittelfristige Entwicklungsstrategie von "Projektpaketen" in leistungsstarken Gesellschaften (Slate-funding).3.3 Bereich VertriebDie Ausbreitung neuer, aus digitalen Technologien entwickelter Übertragungstechniken wird mittel- bis langfristig die Strukturen in der audiovisuellen Programmvertriebsbranche verändern, insbesondere durch die Verringerung der Engpässe, die aus den Investitionskosten für die körperliche Produktverbreitung resultieren (zum Beispiel Druck, Lagerung und Beförderung von Kopien bei Kinofilmen oder Videokassetten), was einer größeren Vielfalt von Werken den Zugang zum Markt erleichtern kann.Andererseits werden in einem von verstärktem Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Zuschauers beziehungsweise Verbrauchers beherrschten Umfeld die notwendigen Investitionen mehr und mehr der Werbung und dem Marketing zufließen.Zu einer optimalen Programmverwertung auf allen Medien sind erhebliche Investitionen im Anfangsstadium der Verwertung erforderlich, die das Interesse der Zuschauer während des gesamten Verwertungszyklus der Werke aufrechterhalten. Besonders beim Anlaufen von Kinofilmen wird der zu leistende Aufwand immer höher: Die Bekanntheit und der Publikumserfolg eines Films im Kino ist nämlich ausschlaggebend für die Verwertungsgewinne, die dem Film auf anderen Medien beschieden sind (Video, DVD, Verkäufe im Fernsehen).Die Verlängerung der Programmverwertungsdauer, die Aufsplitterung der Gewinne unter einer wachsenden Anzahl von Übertragungstechniken und die Notwendigkeit, hohe Beträge in Öffentlichkeitsarbeit und Werbung zu investieren, machen die Entwicklung eines leistungsfähigen Vertriebs notwendig, der: - die erforderlichen Investitionen in die Öffentlichkeitsarbeit und den Markterfolg europäischer Werke auf verschiedenen Trägermedien leisten kann, - wettbewerbsfähige Kataloge mit europäischen Werken für den internationalen Markt aufbauen und ihren Wert fördern kann, - in der Lage ist, einen finanziellen Beitrag zu Neuproduktionen zu leisten. Zu diesem Zweck erscheint es angezeigt, Investitionen in Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Trägermedien zu fördern, das heißt vom Kino bis zum Online-Vertrieb, und Anreize zur Zusammenarbeit und Strukturierung des Vertriebs auf europäischer Ebene zu bieten.Die wirtschaftlichen Strukturen der Verleihunternehmen müssen gestärkt werden, bei vorrangiger Behandlung solcher Gesellschaften, die ein Entwicklungspotential auf dem europäischen und internationalen Markt aufweisen und langfristige Strategien darlegen können. Prioritäre Maßnahmen (a) FilmverleihSelektive Förderung: ein Fördersystem in Form von bedingt rückzahlbaren Vorschüssen an Verleihunternehmen für das europäische Kinofilmschaffen außerhalb vom jeweiligen Produktionsstandort. Dieses System hat folgende Zielsetzung: - Förderung der Vernetzung der europäischen Verleihunternehmen in Zusammenarbeit mit internationalen Verleihern und Produzenten, um gemeinsame Strategien auf dem europäischen Markt zu begünstigen, - Förderung der Bereitschaft der Verleihunternehmen, in geeignetem Umfang in die Öffentlichkeits- und Vertriebsarbeit für europäische Filme zu investieren, und zwar unabhängig von ihren Produktionskosten, - Unterstützung der Mehrsprachigkeit europäischer Werke (Synchronisierung, Untertitelung und mehrsprachige Produktion). Unterstützung zur Herstellung von internationalen Tonstreifen (Musik und Geräusche) für europäische Filme: eine geeignete Förderung für die Produktion internationaler Tonstreifen (Musik und Geräusche) für europäische Filme mit hohem Ausstrahlungspotential, um die Filmverwertung in zahlreichen Absatzgebieten und die Anfertigung qualitativ hochstehender Sprachversionen zu erleichtern. Automatische Förderung: ein sogenanntes "automatisches" Fördersystem für europäische Verleihunternehmen, dessen Mittelvergabe proportional ist zu den Kinoplatzverkäufen für europäische, nichteinheimische Filme in Programmteilnehmerländern, mit einer Obergrenze pro Film und Modulierung je nach Land (Korrektur durch Begünstigung der kleinsten geographischen Gebiete). Diese Fördermittel dürfen von den Verleihunternehmen nur in folgende Bereiche investiert werden: - Ankauf europäischer, nichteinheimischer Filme, - Kosten im Zusammenhang mit der Herausgabe (Herstellung von Kopien, Synchronisierung und Untertitelung), Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für europäische, nichteinheimische Filme. Förderung für Vertriebsagenten: ein Fördersystem für europäische Gesellschaften, die Kinofilme auf internationaler Ebene verleihen (Vertriebsagenten), in Abhängigkeit von ihrer Leistung auf dem Markt über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Diese Fördermittel dürfen von den Verleihunternehmen nur zur Investition in die Öffentlichkeitsarbeit oder in neue europäische Produktionen für den europäischen und internationalen Markt verwendet werden, und in letztere auch schon im Produktionsstadium. Förderung der Kinobetriebe: eine angemessene Unterstützung mit dem Ziel, die Betreiber dazu zu ermutigen, europäische, nichteinheimische Filme in bedeutendem Umfang für eine Mindestaufführungsdauer auf das Programm solcher kommerzieller Kinos zu setzen, in denen Erstaufführungen stattfinden. Die Höhe der für jeden Kinobetrieb bereitgestellten Förderung kann insbesondere von der Zahl der Eintrittskarten abhängig gemacht werden, die in diesen Betrieben während eines Referenzzeitraums für europäische, nichteinheimische Filme verkauft wurden. Es kann auch eine Unterstützung zur Schaffung und Konsolidierung von europäischen Betreibernetzen stattfinden, die gemeinsame Aktionen zur Förderung einer solchen Programmgestaltung unternehmen. Besondere Aufmerksamkeit soll ansonsten solchen Kinos gelten, in denen pädagogische und bewußtseinsfördernde Aktionen für das jugendliche Publikum veranstaltet werden. (b) Offline-Vertrieb:Unter diesem Begriff ist der Vertrieb europäischer Werke auf für den Privatgebrauch bestimmten Trägermedien zu verstehen. Automatische Förderung: ein Fördersystem für europäische Herausgeber und Verleihunter nehmen in Abhängigkeit von ihrer Leistung auf dem Markt über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Diese Fördermittel dürfen von den Verleihunternehmen nur in folgende Bereiche investiert werden:- Kosten für die Herausgabe, den Vertrieb und die Öffentlichkeitsarbeit von europäischen, nichteinheimischen Werken in Formaten, die neuen Technologien angehören (wie DVD-Video), insbesondere auf europäischer Ebene, - Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit von neuen europäischen, nichteinheimi schen Werken, die sie herausgeben. (c) Fernsehausstrahlung:Förderung der Bereitschaft unabhängiger Produzenten, Werke in den Bereichen Spielfilm und Serien, Dokumentar- und Animationsfilm herzustellen, an denen mindestens drei Fernsehanstalten aus mehreren Mitgliedstaaten und verschiedenen Sprachräumen beteiligt sind. Die Kriterien für die Auswahl der Begünstigten können Bestimmungen umfassen, die auf eine Unterscheidung zwischen den Projekten je nach ihrem Produktionsmittelaufwand abzielen. Besondere Förderung wird audiovisuellen Werken gewährt, die für die Aufwertung des historischen Kulturguts und der europäischen kulturellen Vielfalt von Belang sind.(d) Online-Vertrieb:Unter diesem Begriff ist der Online-Vertrieb europäischer Werke über fortschrittliche Vertriebsdienste und neue Medien zu verstehen (Internet, Video-on-Demand, Pay-per-View). Angestrebt wird ein leichterer Zugang des Verbrauchers zu europäischen audiovisuellen Werken und historischen Beständen mit Hilfe der neuen Technologien und fortschrittlicher Vertriebsdienste.Förderung von Katalogen: Über Anreize zur Kommerzialisierung von Verwertungsrechten und zur Synchronisierung/Untertitelung sollen europäische Herausgeber und Verleiher ermutigt werden, Rechtekataloge an in digitaler Form vorliegenden europäischen Werken für eine Verwertung auf den neuen Medien zusammenzustellen und ihren Wert zu fördern.3.4 Bereich Öffentlichkeitsarbeit und MarktzugangDie spezifischen Zielsetzungen der Beihilfen für die Öffentlichkeitsarbeit stimmen allgemein mit denjenigen der vertriebsbezogenen Beihilfen überein; allerdings werden zusätzlich zu den im Vertriebsbereich aufgelegten Maßnahmen noch komplementäre Mechanismen eingesetzt, mit dem Ziel, den Zugang europäischer Werke und Programme zum europäischen und internationalen Markt durch Beihilfen an Zwischendienstleistungsanbieter (Veranstalter von Märkten, Festivals etc.) zu verbessern.Diese Mechanismen sollen:- die Präsenz europäischer Fachkreise und audiovisueller Programme sowohl auf den traditionellen als auch auf den aufsteigenden europäischen und internationalen Märkten fördern,- zur Teilnahme europäischer Fachkreise und audiovisueller Programme an sämtlichen Maßnahmen beitragen, die die Förderung des Umlaufs, Austausches oder Verkaufs europäischer Programme innerhalb und außerhalb Europas zum Gegenstand haben,- die Aufführung europäischer audiovisueller Werke bei europäischen und internationalen Veranstaltungen und/oder Festivals fördern,- die europaweite Vernetzung der Fachkreise sowie nationaler Verbände fördern, um vorhandene Mittel optimal einzusetzen.Parallel zu Aktionen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marktzugang wird eine spezifische Maßnahme für Filmfestivals geplant. Festivals sind gleichzeitig das Schaufenster des europäischen Filmschaffens für die Bürger (publikumsoffene Veranstaltungen) und ein die Öffentlichkeitsarbeit der Werke fördernder Vektor gegenüber potentiellen Verleihern im jeweiligen Land. Zum anderen soll die europäische Förderung ebenfalls auf die Vernetzung, den Informations- und Erfahrungsaustausch und die Durchführung gemeinsamer Aktionen durch diese Festivals abzielen.Prioritäre Maßnahmen1. Verbesserung der Zugangsbedingungen der Fachkreise zu europäischen und internationalen Märkten über spezifische Maßnahmen im Bereich technische und finanzielle Unterstützung bei Veranstaltungen wie:- den wichtigsten europäischen und internationalen Märkten für Filme und audiovisuelle Programme, - thematischen Märkten, insbesondere für Animations- und Dokumentarfilme, Multimedia und neue Technologien.2. Förderung des Einsatzes von Datenbanken und allen anderen Systemen für die Informationsbeschaffung und den Erfahrungsaustausch im Zusammenhang mit der Aufwertung von Katalogen für europäische Programme. 3. Im Festivalbereich:- Förderung partnerschaftlich durchgeführter audiovisueller Festivals, deren Programmgestaltung einen umfangreichen Anteil europäischer Werke vorsieht, - Ermutigung zu Zusammenarbeitsprojekten mit europäischer Dimension zwischen audiovisuellen Veranstaltungen aus mindestens acht Mitgliedstaaten, die einen gemeinsamen Aktionsplan zur Förderung der Öffentlichkeitsarbeit und des Umlaufs europäischer audiovisueller Werke darlegen,- Begünstigung der Schaffung einer weitbekannten Veranstaltung zugunsten des europäischen audiovisuellen und Filmschaffens durch die Fachkreise, in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten.3.5 PilotprojekteDie laufenden und noch bevorstehenden Fortschritte der digitalen Technologien rufen nach einer flexiblen Politik im Einklang mit der Marktentwicklung und unter Berücksichtigung des wachsenden inhaltlichen Bedarfs von Fernsehprogrammen, die über digitale TV-Bouquets ausgestrahlt werden. Um für einen geeigneten Ausgleich zwischen den Anforderungen der Industrie, dem technischen Fortschritt und den Programmechanismen zu sorgen, werden während der gesamten Programmlaufzeit Pilotprojekte durchgeführt, um die Ausnutzung der interessantesten Chancen im Bereich neuer Produktions- und Verbreitungsdienstleistungen durch die Unternehmen der audiovisuellen Programmindustrie zu begünstigen. Prioritäre Maßnahmen:- Pilotprojekte, insbesondere in den Bereichen Aufwertung des historischen Filmschaffens, der Übertragung auf digitale Träger (Digitalisierung) von europäischen audiovisuellen Archivprogrammen, der Vernetzung von Rechteinhabern an Katalogen europäischer audiovisueller Werke.- Pilotprojekte zur Begünstigung der Übertragung europäischer Werke durch digitale thematische Kanäle und audiovisuelle Dienste. Während des ersten Programmjahres wird dieses Projekt in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, die die möglichen Modalitäten für diesen Unterstützungsmechanismus bestimmen soll, um anschließend die Bedingungen für seine konkrete Durchführung ab dem zweiten Programmjahr festzulegen.