CELEX: 51988PC0426
Language: de
Date: 1988-07-20
Title: Entwurf für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über die Durchführung auf Gemeinschaftsebene der Hauptphase des strategischen Programms für Innovation und Technologietransfer - SPRINT - (1989 - 1993) (Mitteilung der Kommission)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 426
Vol. 1988/0158
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
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conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
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on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13. März 2015 über die Sicherheitsvorschriften für den Schutz von EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                KOM(88 ) 426 endg .
                                                Brüssel , den 20 Juli 1988
                             Entwurf für eine
                          ENTSCHEIDUNG DES RATES
   über die Durchführung auf Gemeinschaftsebene der Hauptphase des
    strategischen Programms für Innovation und Technologietransfer
                                 - SPRINT -
                               ( 1989 - 1993 )
                      ( Mitteilung der Kommission )
 ---pagebreak--- I. Einleitung                                                          1
    1 . Kbntext                                                        1
         1.1 Innovation und Technolcsgietransfer                        1
         1.2 Die Situation in Europa                                   4
    2 . Errungenschaften der Gemeinschaft                               5
II . Gesneinschaftsprcgrairm fur Innovation
     und Technoîogietransfer                                      •    9
      1 . Zielsetzung                                                  9
     2 . Prograrrrn prioritarer Aktionen                               9
          2.A. Verstärkung der europaweiten Dienstleistungs-
               Infrastruktur im Bereich Innovation
               durch Schaffung innergemeinschaftlicher Netzwerke      10
               2.A.1         Starkung der innergemeinschaftl ichen
                             Innovationsnetzwerke                     11
               2 . A. 2      Begleitmaânahmen                         12
               2 . A. 2 . a Forderung des Xnnovaticsis-
                             managements                              13
               2 .A. 2 .b Spezifische Instnsnante zur
                             Effizienzsteigerung der Netzwerke        14
               2.A.2.C Lancierung der sich aus den Netzwerken
                             ergebenden Innovationen                  15
          2.B Unterstîitzung von Piiotproje'k ten fllr den
               innergeroeinschaftl ichen Innovationstransfer          16
          2.C Verbesserung des Innovationsurifelds durch
               bessere Kenntnis der entsprechenden Abläufe
               und eine verstärkte Konzertierung zwischen
               den Mitgl iedstaaten und der Kcsrjrdssion              19
               2.C.1 Beobachtung und Bewertung des Innovations-
                          geschehens in Europa ( "European Innovation
                          Mordtoriag System" )                        20
                                                                      20
 ---pagebreak---             2.C.2 Verstarkung der Konzertieruncj und des
                  Erfahrungsaustausches awischen den Mitglied¬
                  staaten und der Kommission                       20
III . Durchführung des Programma prioritarer Akticnen              21
IV .  SchluÛfolgerung                                              22
Anhang -  Entwurf für einen Beschluß über die Durchführung
          auf Garaeinscnaftse'œne der Hauptphase des strategischen
          Programma für Innovation und Technologietransfer
          - SPRINT - 1989-1993
Anhang I   - Zieisetzung und Festlegung der AJctionslinien
Anhang II - Vorlaufige interne Mittelverteilung
Anhang III - Kurzbilanz des Prograntns SPRINT 1983-1988
Auswerkungen auf Beschaftiqung und Wettbewerbsfahigkeit
 ---pagebreak--- I. EMffllK
1 . KOTW
"Uber 60 % der Produkt.© ; die in 10 Jahren in großen Unfang verwendet
werden , existieren zur Zeit noch nicht ".
" In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Patentanmeldungen in den Mit-
gliedstaaten van die Halfte zurückgegangen, wëhrend sie sich in den Ver-
einigten Staaten nicht veranderte und in Japan um das zweleinhalbfache
stieg" .
Trotz der übertriebenen Dramatik illustrieren diese beiden breit verbrei¬
teten Behauptungen das Problem dar Innovation in Europa . Sie lassen einer¬
seits die wachsende Geschwindi.gke.it, mit der sich die technologischen
Veränderungen vollziehen , und den ständigen Innovationsbedarf, anderer¬
seits den heftiges! technologischen Konkurrenzkampf , der sich jetzt auf
weltweiter Ebene abspielt und bei dem Europa zunehmend ins Hintertreffen
                                                                    I
gerat ,, deutlich erkennen .
1.1 . Innamt.ioa. and Tecfonologietxainsfer
Gemaö allgamein anerkannten Dafinitionen versteht man unter Innovation
einen Prozafi , durch den aus der Forschung cder der Beobachtung des Marktes
hervorgehen.de Idsen in neue oder verbesserte Eroclukfee » Verfahren oder
Dienste ungesetzt werden , welche kommerzielle Erfolge erzielen oder , im
Falle von nicht zu vermarktenden Produkten und Diensten , eine hohe soziale
Akzeptanz erlang®!.
Demzufolge betrifft Innovation saratliche Sereiche der menschlichen Aktivi-
tat und beruhrt aile , selbst die traditionellsten , Wirtsehaftsséktoren .
 ---pagebreak--- Der Innovationsprozeâ isc. •Mas.jsitî.'.ch veri/ iuien ir.it dem 1 i*«vthiK)logietrans-
fer , mit welchem er in zoiilveicuen ‘-'alleu . due Sinhei.t bi.ldet .
Der Technologietransfer seine;..sali s isi     wm. zwui Acfrsen i^raa aufgebaut ,
die in der Praxis haufig i neincevier; ÎV.^rgre' ten:
- der verticale i'Kiicsüiogietiansfer erriiîglicht oen 'Jbergang von           indivi-
  dueller oder kollektiver Forschung          zum Markt .      Ec   ist   häufig der
  Bereich der fundamentalen Neuheiten ., der "bahnbrechenden" Innovationen ,
  die von höchster strategischer 3aäeutur#g , jsfioch selir selten sind . Es
  handelt sich um einen komplexen Prozeß , an dem oft zahlreiche Partner
  beteiligt sind : Forschungszentren und Universitäten , Technopole und
  Wissenschaftsparks , Grilnderzentren , Beratungsstellen für geistiges
  Eigentum,     UnternehmensStrategie ,     Marketing      u.ä.m. ,   Risikokapital-
  gesellschaften( einschließlich "pre-seed Capital ") undselbstverstandlich
  die Unternehmen selbst .
     I                       *
  Die einzelnen Aspekte des vertikalen Techno! ogi etransfers reichen von
  der Vertragsforschung Uber die Gründung neuer , technologieintensiver
  Unternehmen durch die Forscher seloer bis hin zun Transfer von Erfindun-
  gen an mit ihrer weiterer Entwicklung und Konnerzialisierung beauftragte
  Unternehmen .
- Der horizontale Tadhnologietraîîsrer bezeichnefc den Mechanismus für die
  Übertragung der Neuheiten von einem Gebiet , einem Forschungszentrum,
  einem Unternehmen auf ein anderes , von einem Tätigkeitssektor auf einen
  anderen . In der Tat verkürzt sich der Lebenszyklus der Produkte und
  Dienstleistungen aufgrund der zunelimenden Verflechtung der Weltmärkte
  und der immer schnelleren Erneuerung der Verfahren ständig , nie Maximie¬
   rung der aus einer Innovation zu ziehenden Gewinne erfordert also eine
   schnelle Verbreitung auf dern großtmogl ichan ’la.kt . Diese zweite Achse
   ist also oft von wesentlich ier Tkvleütuug für kleinere Unter nehmen, die
   entweder nicht über »die Forsch'.jngskav«zität en zur Entwicklung einer
  Technologie verfügen , oder zwar eine Innovation entwickelt haben , jeloch
   finanziell , technisch uni kcmtßrziel 1. nicht in der Tage sind , deren um¬
   fassende Verbreitung zu g^&ihrT elsi cn .
 ---pagebreak---                                 - 3 »
  Eine weitere Dimension dieses horizontal en Transfers ist die sektor-
  übergreifende Verbreitung einer Technologie , welche aus einen anderen
  wissenschaftlichen Bereich oder Tätigkeitssektor sbannte . An häufigsten
  handelt es sich dabei um generische , sogenannte " übertragende"
  Technologien wie zum Beispiel Laser, Elektronik , Datenverarbeitung,
  Biotechnologie , deren Einsatz sich zunehmend ausbreitet, und die sowohl
  durch ihre Auswirkungen auf die Produktionsverfahren als auch ihre
  Integration in Produkts und Dienstleistungen äußerst unterschiedliche
  Tätigkeitsbereiche berühren .
  Dieser Prozeß schlägt sich insbesondere in Abkommen über technologische
  und industrielle Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und im Handel mit
  Patentlizenzen oder Know-how nieder . An der Durchführung des Prozesses
  sind High-Tech-Zentren. , Lizenzmakler , jedoch auch Hersteller von
  Prodüktionsaurüsfcungen , große Industriekonzeme , Gesellschaften für
  industrielles Engineering und Fachberatungseinrichtungen beteiligt .
In diesem für die technologische Erneuerung und. die Wettbewerbsfähigkeit
der Wirtschaft lebenswichtigen Bereich hat Europa noch lange nicht die
Effizienz uni Organisation seiner wichtigsten Konkurrenten erreicht .
Obgleich die Innovation - und dies in zunehmenden Maße - von technolo¬
gischen Errungenschaften lebt ( die Lnformationstechnologien spielen gerade
auch bei der Organisation der Unternehmen eine wesenfcl iche Rolle ), besteht
mittlerweile Einvernehmen darüber, daß die Einführung technischer Neuhei¬
ter in die Unternehmen und sonstige Organisationen ein kornpl exer Prozeß
ist, in den die -technologische Komponente sicher eine zentrale, jedoch
nicht ausschließliche , Rolle einnimmt . Außerdem bewirkt die Eingliederung
einer zusätzlichen " Informaticnskcmponente" in die meisten der gegenwär¬
tigen Innovationen, daß es zunehmend schwieriger wird, das Produkt von der
Dienstleistung zu unterscheiden, die fest mit ihm verknüpft ist . Dies
erklärt, daß eines der am schwierigsten zu lösenden Probleme immer noch
die Verbindung Technologie-Markt ist .
 ---pagebreak--- Voraussetzung Für die Innovation ist somit das Erlernen eines neuen Mana¬
gements , der Einsatz spezifischer Managementmethoden (Wertanalyse , Design ,
Qualitätskontrolle , Marketing neuer Produkte ), Bemühungen zur Arbeits¬
gestaltung , Motivierung und Ausbildung der Arbeitskräfte , die die imrer
noch gleich große Bedeutung des "menschlichen" Faktors verdeutlichen . In
diesem Zusammenhang können der Kommunikation zwischen den verschiedenen
Teilnehmern am Prozeß und den Für die Organisation dieser Kommunikation
zuständigen Netzwerken besondere Bedeutung zu .
1.2 Die Situation in Europe
Der wirtschaftliche Wohlstand der Gemeinschaft hängt in hohem Maße vcm
Grad der Fortschrittlichkeit ihrer Aktivitäten und den sich im Vergleich
zu anderen daraus ergebenden Vorteilen ab . Ihre Fähigkeit , die technolo¬
gischen Veränderungen zu meistern und ihre führende Stellung beim
Wettbewerb um die Innovation zu behaupten , ist im weltweiten wirtschaft¬
lichen Wettbewerb von lebenswichtiger Bedeutung-.
Die Besonderheit der gegenwärtigen Situation liegt darin , daß der Wandel ,
dessen Tempo von den LeistungsFähigsten bestimmt wird , zu einem ständigen
Phänomen geworden ist , und daß die enge Verflechtung der Wirtschafts¬
systeme und die Verschachtelung der Märkte die Intensität der Konkurrenz
steigern ; neu sind auch die kumulativen Auswirkungen, was Fortschritte
bzw. Verzögerungen in allen Tätigkeitsbereichen anbelangt .
In diesem Kontext hat Europa zahlreiche bedeutende           und anerkannte
Vorteile , jedoch auch Schwächen aufzuweisen .
Zielsetzung des überarbeiteten Vertrages ist es , vor allem durch die Ver¬
wirklichung des großen Binnenmarktes von Rom und der Verstärkung des wirt¬
 schaftlichen   und  sozialen  Zusammenhalts   der  Gemeinschaft , bestimmte
Schwachstellen wie die überstarke Zersplitterung der Märkte , der Unter¬
 schiedlichkeiten in den Reglementierungen sowie die anhaltende Kluft
 zwischen den verschiedenen Regionen , aufzuheben bzw. zu mildem .
 ---pagebreak---                                  - 5 -
Andere Schwächste! len laufen Gefahr weiter zu bestehen, wenn Planung und
konkrete Maßnahmen im Bereich der Innovation und des Technologietransfers
sich nach wie vor nur auf nationale und regionale Ebenen beschränken und
die europäische Dimension außer acht lassen . Diese Dimension kann durch
die Schaffung von innergemeinschaftlichen , " strukturellen" Netzwerken
berücksichtigt werden, in denen sich die am Technologietransfer und der
Innovationsunterstützung Beteiligten zusammenschließen , und die insbeson¬
dere die Koordinierung der Instrumente und die Verstärkung des Erfahrungs¬
austausches ermöglichen .
2.   Екиакза*всшртт ЕШ смшетд
Angesichts der Herausforderung, die technologische Entwicklung zu
beherrschen und die Innovation ständig zu stimulieren , hat die
Europäische Gemeinschaft an mehreren Fronten Initiativen ergriffen und be¬
reits ermutigende Erfolge erzielt .
Neben den Programm SPRINT zeigen die Ergebnisse der großen strategischen
Programme für Forschung und tchnologische Entwicklung ( ESPRIT, RAC3 ,
BRITE usw. ) , daß die umfangreichen Bemühungen zur Steigerung dar Fähigkeit
Europas , seinen außereuropäischen Konkurrenten im Wettbewerb um Spitzen¬
technologien und Modem!eserung der traditionellen Wirtschaftssektoren
durch eine Strategie der transnationalen Zusammenarbeit in der vorwettbe¬
werblichen Forschung entgegenzutreten, beginnen, Früchte zu tragen .
Der Anklang,     den das Programm CCMSTT ( transnaticnale ZusaTrarssnarbeit
zwischen Universitäten und Unternehmen im äußerst wichtigen Bereich der
Ausbildung in neuen Technologien ) fand, zeugt von der Bedeutung und Dring¬
lichkeit des Bedürfnisses , dsa es entspricht . Im Hinblick darauf bietet
OCMETT, in Ergänzung und in enger Wechselwirkung zu SPRINT, einen Bezugs¬
rahmen sowie technische und infrastrukturelle Unterstützung an , um allge¬
meine Aktionen bezüglich grenzüberschreitender Aus- und Weiterbildungspro¬
gramme im Bereich Innovaticxisverbreitung und Technologietransfer praxisnah
umzusetzen .   Das SPRINT-Prograrm rückt hingegen Sensibilisierrings- und
Informationsmaßnahman ,   sowie   Förderungsaktionen  und  Know-How-Transfer
beiden entsprechenden Zielgruppen in den Vordergrund .
                                                                             8
 ---pagebreak--- In Anwendung von Artikel 7 der EFRE-Verordnung wurden Programme wie STAR
oder VALOREN eingeleitet , um es den Regionen der Gemeinschaft , die sich in
einem Entwickl ung9rückstand bzw. im industriellen Niedergang befinden , zu
ermöglichen, in Schlüsselbereichen wie dem Femmeldewesen und auf dem
Energiesektor einen Teil ihres Rückstands wettmachen. Das Programm STRIDE,
das sich in der Ausarteitungsphase befindet , soll die Möglichkeiten dieser
Regionen an Gereinschaftsakticnen zugunsten der europäischen Forschung
teilzunehmen , verbessern . Schließlich ermöglicht die im Rahmen der Regio¬
nalpolitik gewährte Unterstützung zur Gründung von Uhtemehmens- und Inno¬
vationszentren (CIE ) in den von einer Umstrukturierung betroffenen Gebie¬
ten, die Regenerationsfähigkeit des Wirtschaftsgefüges in diesen benach¬
teiligten Gebieten zu steigern .
Das Aktionsprogramm zugunsten der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU ),
das sich augenblicklich in der Realisierungsphase befindet , sieht eine
Reihe von zusammenhängenden, konkreten Maßnahmen vor, um die Gründung und
die Entwicklung ycn KMUs zu fördern sowie diese in die Lage zu versetzen
die Nföglichkeiten, die sich 1992 durch den europäischen Binnenmarkt
eröffnen, voll auszuschöpfen . Diese Aktion stützt sich auf zwei Haupt¬
achsen stützen :
- Verbesserung des fiskalischen , administrat.iven,        recntlichen   und
  finanziellen Umfeldes der Unternehmen;
- Dienstleistungsangebote - zum Beispiel im Införmationsbereich sowie auf
  dem Gebiet der industriellen Zusammenarbeit, um den Unternehmen die An¬
  passung an den Binnennarkt zu ermöglichen.
Im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Unternehmen,
auf der Grundlage dieses Programmes , führt die Kanmi ssion eine Reihe sich
ergänzender Aktionen durch :
 ---pagebreak--- - das europ&ische Netzwerk 8C-Net ( Business Cooperation NetWork), das zu
  der DurchfUhrung verschiedener Genrøinschaftsmaflnahmen beitragt und den
  Transfer von Tedhnologien und Innovation in Verbindung mit dem
  SPRINT- Program fordert ?
- das Programn EURQPAKTENARIÄT , das gemeinsam mit der Generaldirektion für
  Regionalpolitik    durchgeführt   wird   und   auf   die  Förderung   von
  Kooperationsabkommen innerhalb der Gemeinschaft abzielt , um die
  wirtschaftliche Entwicklung von Regionen zu stimulier®!, die sich im
  Rückstand oder im industriellen Niedergang befinden?
- die Fôrderung der grenzlioerschreitenden Zulieferbeziehungen .
Diese Zielsetzungen entsprechen auch dem Beschluß des Rates vom Juni 1988
bezüglich einer günstigeren Gestaltung des Umfeldes der Unternehmen sowie
einer verstärkten Ehtwicklurjgsförderung insbesondere zugunsten der kleinen
und mittleren Unternehmen . Dieser Ratsbeschloß hebt die Notwendigkeit
hervor , die Kooperationsrröglichkeiten zwischen Unternahmen über die
Grenzen hinweg zu verstärken . In diesem Zusarrsnenhang wird dem
8C-Net- Projekt eine besondere Unterstützung gewährt .
Die neuesten tozw. geplanten Initiativen , mit denen das Finanz-Engineering
in den Dienst von Projekten für transnationale technologische
Zusammenarbeit gestellt werden soll®!, tragen unter anderen zu einer
umfassenderen Mobilisierung der Risikokapitalgese11sc'naften und der
Instrumenta für die Finanzierung der Investitionen bei , die für die
Verstärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit erforderlich sind .
Durch die Einführung einer europäischen Politik und eines Plans priori-
tärer Aktionen für die Schaffung eines Infonrationsdienstrrerktes wird das
Entstehen eines günstigen Unfelds für die Innovationsverbreitung erheblich
gefördert, insbesondere dank der Bereitstellung hochentwickelter Informa¬
tionsdienste für die Unternehmen , die mit der technischen und marktlichen
Entwicklung Schritt halten wollen .
 ---pagebreak--- Das Prograntn SPRINT ( str ategi sohes Prrogramra flir Innovation und Technolo-
gietransfer) und sein Vorgangar , der "Plan fdr die t. ransnationale Ehtwi-
cklung der Infrastruktur sut UuterscUcsriirvf       Innovation und Technologie-
transfer", haben es eruoglioht , unabnangig von und als Erganzung zu den
F&E-Aktianen versuchsweise mehrere Aktionen durchzixfuiiren , von denen an-
genontnen wurde , daQ sie aufgrutid iluer Dinension urvi ihres Inhalts zur
Verbesserung der Innovation und des Teclmol ogietransfers auf Ebene der
gesamten Ganeinschaft beitragen kSnnten (eine ausfllhrliche Bilanz ist
Anhang III zu entnehmen) .
Wenn auch das SPRINT- Progranin nicht Bestandteil des gemeinschaftlichen
Rahmenprogranmes zugunsten der Bereiche Forschung und Entwicklung ist , so
stellt es doch die natürliche Verlängerung dieses F&E-Rahnerikonzeptes dar :
der Innovationsprozess als auch der Technologietransfer bedingen die Inte¬
gration neuer bzw. verbesserter Produkte , Verfahrensweisen und Dienst¬
leistungen in den Betriebsprozeß , die direkt oder indirekt aus den Fors-
chungs- und Entwicklungsergebnissen hervorgegangen sind .
 Diese erste , über vier Jahre dauernde Erfahrung , !\at es ermöglicht :
 - die Notwendigkeit und die Voraussetzungen für den Erfolg einer Gemein¬
   schaftspolitik zur Förderung von Innovation und Technologietransfer zu
   ermitteln ;
- verschiedene Instrumente einer solchen Politik zu testen und zu beur¬
   teilen ;
 - die flir ihre IXirchführung erforderlichen potentie! len Partner zu mobili-
   sieren;
 - die Notwendigkeit einer Koordinierung der einzelnen Gemeinschafts-
   inxtiativen und einer grond 1 tohen Konzertierung zwischen den Mitglied-
   staaten und der Konmission iestzustellen ;
 - die   Notwendigkeit   der    reiinition   eines    in   seinen  Zielsetzungen
   dichteren    und    mit    größeren    Mitteln     ausgestatteten   Programms
   hervorzuheben .
 ---pagebreak--- II .     GE'ŒMSGïmFrSPraSÏM'M FOR JmOVKZICM W T£m«£SSIEn?^^m
Die von der Konmission anläßlich der Durchführung und Beurteilung des
vorangehenden Programms geführten Kbnsulationen mit den Vertretern der
Mitgliedstaaten und der verschiedenen am Innovationsprozeß beteiligten
Wirtschaftssubjekte ergaben eine Konvergenz im Hinblick auf die Ziel™
Setzungen und Äktionslinien eines künftigen Ganeinschaftsprogranms zur
Förderung von Innovation und Technologietransfer , mit den die technolo¬
gische Entwicklung der europäischen Unternehmen beschleunigt werden soll .
1.       ZXELSSTZæG
In dem vorgescMagenen Prograrren werden folgende Zielsetzungen festgelegts
     1 . Stdrkung der Iranovatianskapazitllt der eujx-paischen Prcduzenten von
         Waren und Dienstleistungen im Hinblick auf den groSen Binnersnarkt
         van 1992 ?
                                  v
     2 . Forderung des schnellen Vordringens der neuen Technologien im
         gesamten Wirtschaftsgefüge der Gemeinschaft und insbesondere in den
         Regionen und Wirtschaftssektoren , in denen ihre Integration noch
         nicht vollständig erreicht ist, und sonit in enger Zusammenarbeit
         mit weiteren van ihr geförderten politischen Maßnahmen , Instrumenten
         und Organisationen den, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt
         der Gemeinschaft im Bereich der Innovation und des Technologie¬
         transfers zu stärken ?
     3 . Steigerung der Effizienz und Kohärenz der bestehenden regionalen ,
         nationalen und gemeinschaftlichen Instrumente und Politiken im Inno¬
         vationsbereich .
 2.      PROGRIMM PKXOSŒTKKER M'*TIC3SM!
 Zur Erreichung der obengenannten Ziele , wobei laufende Initiativen stets
 zu berücksichtigungen sind, schlägt die Kommission folgende Maßnahmen vor ;
 ---pagebreak--- - Verstärkung der etuopaweihen hleiiirtleistuiigs-Iitfrastruktur für den
    Innovationst<e» eich dm-ch 5cha£fia.g i nmejrgemei nsdvsftl icher Netzwerke ,
    wobei insbesondere auf in den ksgicnen bereits vorVianöftrer organisa-
    tionsstrukfci ixen aufgebaut wird?
- Unterstützung von Piîotptojekten des innergemainschaftlichen Innova-
    tionstransfers ;
- Verbesserung des Inncsvationsumfelds durch bessere Kenntnis der entspre¬
    chenden Abläufe und eine gesteigerte Konzertierung zwischen Mitglied¬
    staaten und Kcnmission .
2.A. VerstSfkunq der eurrpaweiten Rjenstleistunqe-Infrastxviktur fur den
        Irinovaticnsbereich durch Schaffunq innergeseinschaftlicher Metz-
       werke
Unabwendbare Folge des zunehmend stärkeren weltweiten technologischen
V/ettbeverfos und der inner schnelleren Erneuerung der Verfahren und Pro¬
dukte, die sich daraus ergibt, ist eine zunehmende Spezial isierung in
einem Bereich , der , was Technologien , Produkte oder Dienstleistungen , aber
auch die Wirtschaftssektoren anbelangt, immer umfangreicher wird . Diese
 Entwicklung äußert sich einerseits darin, daß die Unternehmen zunehmend
 auf betriebsfremde Hilfsmittel zurückgreifen müssen, und andererseits in
 der Verstärkung der Spezialisierung und Qualifizierung diesem Redarf ent¬
 sprechender Dienstleistungen für Unternehmen. Außerdem steigert «dieses
 Phänomen die Notwendigkeit und Bedeutung der professionellen                 und
 regionalen Netzwerke, deren Anzahl zuniimtt, und die die Verbindung
 zwischen diesen Fachkenntnissen hersteilen oder sie zusanmenbringen .
 Bei der Durchführung des gegenwärtigen Programms stand die Strukturierung
 dieser Vermittlungseinrichtungen in innergemeinschaftliche Netzwerke im
 Mittelpunkt ? sei dies in Form von Makro-Netzwerken , die das gesamte
 Gemeinschaftsgebiet abdecken (wie zum Beispiel die internationalen Verei¬
 nigungen EVCA - European Venture Capital Association - und TII -
 ---pagebreak---                                   - 11 -
Europäische Vereinigung für den Transfer von Technologien , Innovation und
industrielle Information) oder aber in Form von spezialisierten-
Mikro-Netzwerken ,   die unmittelbar auf die Bedürfnisse der Unternehmen
selbst ausgerichtet sind (wie z.B. die Netze von Beratungsstellen oder
Zentren für kollektive Forschung ) und die die unmittelbare Beteiligung der
Unternehmen ermöglichen .
Die dabei gewonnenen Erfahrungen verdeutlichen die Vorteile , die der
Gemeinschaft durch die Schaffung dieser verschiedenen innergemeinschaft¬
lichen Vermittlernetze entstanden sind , was die Verbreitung der Innova¬
tionen , den Technologietransfer, die Schaffung von Fachwissen, die Über¬
tragung von "best practioe" bei der Innovationsentadcklung sowie die sich
daraus ergebenden Auswirkungen auf die Unternehmen anbelangt . Dies wurde
durch Evaluierungabaricht , durch Jehressarnirare mit den Vertragspartnern
sowie durch einen, beträchtlidhen Anstieg der Nachfrage nach einer Teil¬
nahme an den verschiedenen Aktionen des Progrararses bestätigt .
2.A.I. Stärkung der innergemeinschaftlichen Innovaticnsnetze
Die Körrenission wird ihre Bemühungen zur Schaffung einer europaweiten
Ifrenstleistaoge-Infrastraktur für dm Inrio^ticsostosreieh fortsetzen und
sich um eine verbesserte berufliche Qualifizierung und eine stärkere
Multiplikatorwirkung bei dm Unternehmen kürraam , insbesondere durch eine
unmittelbarere Beteiligung der Unternehmen an den geplanten Aktionen .
In Abstimmung und in Ergänzung mit den Netzwerken ( Euro-Info Centres ,
BC-Net usw. ) die die Konraission bereits fördert , um eine bessere Integra¬
tion der KMUs in das Wirtschaftsgefüge zu erreichen, wird die Kommission
ihre Anstrengungen fortsetzen .
Diese Aktionen betreffen folgende vier Bereiche ;
- Konsolidierung und Erweiterung der bestehenden Netzwerke , insbesondere
   derjenigen, in denen die Beratungsstellen , die se&cfcariellm Zentren
    für kollektive Farscäiung und die Organisationen für Innovatioos-
    finanziesasog zusamrtengefaßt sind , um sowohl das Gemeinschaftsgebiet als
   auch die einzelnen professionellen Fachgebiete besser abzudeeken -
 ---pagebreak---                                    12 -
- Größere Spezialisierung der Netze nach Kategorien von Einrichtungen und
     Vermittlungsstellen im Hinblick auf eine engere Beteiligung aller am
     Innovations- und Technologietransferprozeö Beteiligten , jedoch unter
     Berücksichtigung ihrer jeweiligen besonderen Merkmale , insbesondere die
     Vertxagsforachungegesellschafben, TechnikbQroe , Fachleute für Quali¬
     tätskontrolle und Wertanalyse usw?
- Angesichts ihrer Bedeutung , die insbesondere vom EuropSischen
     Parlament* betont wurde , wird der Verstärkung der innergemein¬
     schaftlichen Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen an der Schnittstelle
     Forschung-Industrie wie Universität- Industrie , wie z.B. die Wissen¬
     schaftsparks rod Techncpolen, besondere Aufmerksamkeit geschenkt .
- Steigerung der Multiplikatorwirkung, insbesondere durch die Förderung ,
     durch altsprechende Maßnahmen , der Kantaktherstellung zwischen beste¬
     henden transnationalen und regionalen Netzen und der unmittelbaren
     Beteiligung der Unternehmen an ihren Arbeiten .
2 . A. 2 .  Begleitmaûnahmen
Ukn die Einführung dieser Innovationsdienstleistungs Infrastruktur 'zu
 vervollständigen und die Unterschiede im Entwicklungsstand der betroffenen
 Regionen und Berufsgruppen zu berücksichtigen, müssen spezifische Begleit¬
 maßnahmen in folgenden drei Bereichen ergriffen werden : Ausbildung der
Vermittler und Unternehmensleiter , Entwicklung von Instrumenten und
 Verfahren zur Erleichterung des Technologieaustauschs und ihrer Annahme
 durch die Unternehmen sowie Tancierung der sich aus den Netzwerken erge¬
 benden Innovationen . Die Durchführung einiger dieser Maßnahmen wird eine
 Zusammenarbeit mit der Regionalpolitik erfordern .
 * Siéhe das von Herm BAUDIS fur den Aussch'.ifl fur Energie , Forschung und
      Technologie des Eurcpaisclten Parlaments erstcl Ite Arbeitsdokument .
                                                                              ir
 ---pagebreak---                                 - 13 -
2.A.2.a . FSrderung des Innovâtionsnanagesmants
Die Einführung der Innovation und des technologischen Wandels in den
Unternehmen setzt spezifische Verwaltungsverfahren und den Einsatz ver¬
schiedener Mittel und Kompetenzen voraus ( Finanzierung» Durchführung von
Innovationsprojekten , industrielle Gestaltung und Planung , Wertanalyse ,
Qualitätskontrolle »  Persona1verwal tung»  Verwaltung der technologischen
Ressourcen, Marketing neuer Produkte usw. ) , die die Verbindung von Techno¬
logie und Markt emöglichen .
In diesem Bereich wurden gameinschaftsweit umfassende Erfahrungen ge¬
wonnen? diese Erkenntnisse werden zur Zeit mit großem Aufwand formali¬
siert . In den einzelnen Mitgl iedstaaten wurden spezifische Ausbildungs¬
möglichkeiten geschaffen . Es sind neue Berufszweige entstanden » die sich
jetzt - je nach Region der Gemeinschaft unterschiedlich schnell - weiter¬
entwickeln . Der Ausbildungsbedarf der einzelnen Beteiligten (Untemehmens-
leiter und Personal » allgeneine wie spezialisierte Vermittler ) bleibt
jedoch sehr hoch .
Auf Geneinschaftsebene sind in drei Bereichen Maßnahmen erforderlich :
- Intensivierung des transmfcionalen Erfahrungsaustaiasdis und Förderung
  der Formalisierung der einschlägigen Kenntnisse » insbesondere durch
  Unterstützung von Studiengängen , Veranstaltung von Seminaren für
  Fachleute , Schaffang von Netzwerken von Sachverständigen aus den
  entsprechenden Managementdisziplinen (Qualitätskontrolle , Wertanalyse,
  Marketing usw. ) ;
- Beschleunigung der möglichst weitgefächerten Verbreitung dieser Manage-
  mentverfähren in der ganzen Gemeinschaft durch entsprechende Förder¬
  aktion®! (Konferenzen , Ausstellungen , Veröffentlichungen , Vergabe
  europäischer Preise » "success-stories " usw.);
                                                                             Ifc
 ---pagebreak---                                   - 14 -
- Förderung der Realisierung von spezifischen Informations- und Sensibi¬
   lisierungsmaßnahmen sowie von Aktionen im Bereich des Kncw-How-
  Transfers ,    die Uber die    bereits  bestehenden nationalen Initiativen
  hinausgehen und die es ermöglichen, die Vielfalt an Erfahrungen auf
   nationaler und regionaler Ebene voll auszuschöpfen . Diese Aktionen im
   Bereich des Innovationsmanagements und der Bewältigung des technolo¬
   gischen Wandels sollen eine klare transnationale Ausrichtung aufweisen,
   sowie für unterschiedliche Zielgruppen ,      vor cillem aber Technologie¬
   vermittler entwickelt werden .
2.A.2.b . Spezifische Instrumente zur Steigerung der Effizienz der Netz-
            werke
Zur Steigerung der Effizienz der verschiedenen Netzwerke , die die Dienst¬
 leistungs-Infrastruktur für den Innovationsbereich bilden , scheint es not¬
wendig, die Entwicklung einer Reihe spezifischer Mechanismen oder Instru¬
mente zur Förderung der Schaffung solcher Netzwerke wie auch zur Erleich-
                                            ÿ                      "
 terung ihrer Arbeit zu unterstützen .
 Folgende Initiativen könnten beispielsweise unterstützt werden :
 - Förderung der Aufnahme von Beziehungen zwischen künftigen Efertnera in
    einen Netz ( z . B. durch gegenseitige Besuche und Austausch von Fachper¬
    sonal , Elinführungsseminare usw. ) ;
 - Erleichterung des Austausches von Technologieangeboten und -gesuchen ,
    insbesondere durch folgende Maßnahmen :
    . VerstSrkung der grenz'überschreitenden Auswirkungen wan Technologie-
       messen und -ausstellungen ( Zusarrenenarbeit zwischen Veranstaltem aus
       verschiedenen Regionen , Besuche von Untemehmem aus anderen
       Regionen) ?
    . Entwicklung oder geeignete Nutzung effizienter Kcmmunikations-
       instrumente für diesen technologischen Erfahrungsaustausch ( Kataloge ,
       Ausstellmgen , Börsen ,    Betenbanken , Konferenzen , Seminare , Video¬
       konferenzen . . . ) ;
     . Forderung der Festlegung von "optimalen Vargehensweisen" ( best prac¬
       tice) fur den Technologietransfer ;
                                                                                il
 ---pagebreak---                                  - 15 -
- Unterstützung spezifischer Maßnahmen , die eine umfassendere Teilnahme
  derjenigen Gebiete der Gemeinschaft , in denen die Innovationsdienst¬
  infrastruktur am wenigsten entwickelt ist , an den verschiedenen
  innergemeinschaftlichen Netzen ermöglichen .
2.A.2.C. Lancierung der sich aus den Netzwerken ergebenden Innovationen
Die tatsächlichen Auswirkungen der einzelnen Netzwerke sind letztlich an
ihren konkreten Ergebnissen , d.h . dem Ausmaß der tatsächlich übertragenen
Innovationen und Technologien ,     zu messen . Dies setzt voraus ,  daß im
letzten   Stadium des     Prozesses   die  verfügbaren Finanzierungsquellen
mobilisiert werden .
Zusätzlich zu den von der Kommission bereits eingeleiteten verschiedenen
Aktionen zur Innovationsfinanzierung und insbesondere den im Rahmen dieses
Programms durchgeführten Maßnahmen zur Forderung einer Risikokapital Indus¬
trie in der Gemeinschaft und zur Schaffung transnationaler Konsor-
tialstellen für Risikokapitalgeschäfte müssen noch erhebliche Fortschritte
erzielt werden , um der ständig wachsenden Anzahl der sich aus den Netzen
ergebenden innovativen Projekte , besonders im ersten Stadium ihrer Ent¬
wicklung, ein ausreichend hohes Angebot an verfügbaren Kapitalien gegen¬
überzustellen .
Im Rahmen der Innovationspolitik muß besonders der Dialog zwischen poten¬
tiellen Kapitalgebem ( Banken , Kreditinstituten) , Technologen ( insbeson¬
dere den an den Netzen Beteiligten) und den von den Netzen ermittelten
Trägem von Innovationsprojekten gefördert werden , um die Aussichten für
eine rasche Nutzung der sich aus den Netzen ergebenden Innovation im
gesamten Gemeinschaftsraum zu verbessern ( z . B. durch innergemeinschaft¬
liche " investment fora " und "brokerage meetings "). Zu diesem Zwecke wird
eine Datenbank Für diese Projekte , die allen Beteiligten zugänglich ist ,
aufgebaut werden .
                                                                            18
 ---pagebreak---                                 - 16 -
2.B.      IMterstQtzung  von   Pilotprojekten   Bir   inraaggenBinscfoaffclichgi
Zusätzlich zu dem oben beschriebenen " infrastrukturellen" Ansatz ,          zur
Darstellung seiner Mechanismen und Verfahren und zur Verstärkung seiner
Auswirkungen sollen parallel zu den eben beschriebenen Aktionen Pilot¬
projekte für Technologietransfer und Innovationsförderung eingeleitet
werden, die für eine große Anzahl von Tätigkeitsbereichen und Uhternehmen
die Rolle eines Katalysators spielen könnten .
In der Tat werden viele Technologien , obwohl ihre Vorteile , was Produkti¬
vität oder Leistung anbelangt, längst bewiesen sind, insbesondere aufgrund
der Nichtkenntnis der Unternehmen , die im übringen ihre Risiken natürlich
in Grenzen halten wollen , nur mangelhaft genutzt .
Diese transnationaien Maßnahmen , die besonders die industrielle Zusammen¬
arbeit begünstigen , sollen vor allen auf die Anwendung bestehender Spit-
zentectmologien in geeigneten Sektoren im gesamten Gemeinschaftsgebiet ,
hauptsächlich jedoch in den Regionen im Entwicklungsrückstand bzw. im
industriellen Niederganf , ausgerichtet werden , die zwar in den meisten
Fällen nicht an der Entwicklung dieser Technologien beteiligt waren , deren
Unternehmen jedoch in der Lage sind , sie zu nutzen .
Im Rahmen dieser Maßnahmen worden Aktionen zur Sensibilisierung, zur
Demonstration der Möglichkeiten der betreffenden Technologien , zur Ausbil¬
dung IHKI technischen Unterstützung der Unternehmen und zur tatsächlichen
Durchführung dieser Treinsfers kombiniert . Die Maßnahmen erfolgen mit Hilfe
von spezialisierten Netzen von Fachleuten für Technologietransfer und
Zentren für Spitzentechnologie ? geplant sind enge Partnerschaften zwischen
den beteiligten Unternehmen , den Forschungszentren oder Universitäten , den
lokalen Wirtschaftsteilnehmem und den Finanzinstituten .
Diese Maßnahmen werden so in sehr konkreter Weise zum allgemeinen Ziel der
Modernisierung der Industrien oder Dienstleistungen und zur Stärkung des
wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft beitragen und
gleichzeitig die Bemühungen der Gemeinschaft im Bereich der technolo¬
gischen ForschuEig und Entwicklung fortsetzen .
 ---pagebreak---                                  - 17 -
Sie werden dazu beitragen » die Innovationspolitik der Gemeinschaft stärker
herauszustellen und eine unmittelbare Beteiligung der Unternehmen an der
Festlegung und Durchführung dieser Politik zu ermöglichen .
Ihr konkretes Ziel ist es » die Innovation in den ausgewahlten Zielsektoren
zu stimulieren , die allgemeinere Anwendung bestirrmter Technologien zu
fördern    und sonit    ihren Einsatzbereich  auszudehnen  und  durch  ihren
beispielhaften Charakter • das allgemeine Innovationsklioa zu verbessern . So
können diese Maßnahmen darauf hinweisen» daß die Innovation wirksam zum
wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft und zum Wohl¬
stand ihrer Bürger beitragen kann .
Zwei Vargehensweisen sind möglich ?
- einerseits kam » ausgehend von der Ermittlung der verfügbaren Technolo¬
  gien deren Preis-Leistungsverhaltnis sie für eine breit angelegte Nut¬
  zung durch die Unternehmen aus den Regionen im Entwicklungsrückstand
  bzw . im industriellen Niedergand geeignet macht , der Einsatz dieser
  Technologien in den betroffenen Sektoren gefördert werden;
- andererseits kann » ausgehend von der Ermittlung eines gaxteinsamen Be-
  darfs einer Gruppe von Untemehman aus einem bestirrmten Sektor oder Ga-
  biet , die Identifizierung und gegebenenfalls die Anpassung der verfüg-
  baren Technologies! zur Lösung des festgestellten Problems gefördert
  werden .
Unabhängig von der ausgewählten Vorgehenswsd.se müssen die geplanten Pro¬
jekte ausreichend breit angelegt sein» um eine katalytische Wirkung auf
die Entwicklung der Sektoren und/ oder' den Einsatz der betroffenen Techno¬
logien auszuüben .
Die Projette haben auûerdem ganz oder teilweise bestimnte Kriterien zu
erfüllen . Sie müssen ;
- von exemplarischen Charakter sein, indem sie einen globalen " syste¬
  mischen” Ansatz bei der Einführung der technologischen Veränderung
  berücksichtigen» sowohl was die eigentlichen technischen Aspekte
  anbelangt als auch die Komponenten der Uhtemehmensorganisation , der
 ---pagebreak---   Ausbildung und Motivierung des betroffenen Personals , des Einsatzes von
  Managementmethoden wie Wertanalyse oder industrielle Kreativität , der
  Beurteilung des Marktpotential 8 ;
- eine optimale Verknüpfung von Fachkenntnissen durch transnationale
  ( zwischen mehreren Mitgliedstaaten der Gemeinschaft ) und , falls möglich,
  funktionsiibergreifende     ( zwischen   Partnern     aus     verschiedenen
  Fachbereichen ) Kooperationen gewährleisten ;
- durch die Auswahl der Tütigkeitssektoren bzw. Technologien bedeutende
  wirtschaftl iche Auswirkungen gewahrleisten ;
- aktiv zum Abbau der régional en Unterschiede beitragen , was das Angebot
  der Technologien und den Zugang dazu anbel angt ;
- sich moglichst auf besteherde Infrastrukturen stützen und ihren
  Nutzungsgrad erhohen;
- einen überwachungs- und Bewertungsmechanismus vorsehen , ausgehend von
  der Festl egung quantifizierbarer, leicht überprüfbarer Ziele ;
- einen Mechanismus für die automatische Wiederanwendung der Erkenntnisse
  nach Möglichkeit durch die beteiligten Unternehmen selbst , vorsehen , um
  eine größtmögliche Multiplikatorwirkung zu erzielen .
Folgende Partnerschaften zwischen Technologie- und Wirtschaftssektoren
kämen z.B. für solche Maßnahmen in Frage (weitere im Rahmen der Gerne in-
schaftsprogramme laufende Projekte könnten dabei unterstützend mitwirken ):
- CAD/CAM und die Industriesektoren Textil , Holz , Schuhe , Keramik , Métal 1 -
  bau ;
- Anpassung von mcdularer CIM für KMUs in den Sektoren Mechanik und Elek-
  trotechnik ;
- Informationstechnologien und Wohnungswesen .
Fallweise , und soweit dies notwendig erscheint , könnten für diejenigen
Technologie-Markt-Kcmbinationen - außerhalb des Bereiches der Informa¬
tions- und Nachrichtentechnologien - gegenseitige Ergänzungsrnöglichkeiten
mit anderen bereits existierenden oder geplanten Gerneinschaftsprograimen
wie BRITE und E3JRAM identifiziert werden , wobei die notwendige Koordina¬
tion sichergestellt werden muß .
 ---pagebreak---                                    - 19 «
Die Finanzierung der Projekte , die als übertragbare Modelle dienen sollen ,
wird anderen Regeln als denjenigen für ifcrschungs- und Entwicklungs-
proj'ekte unterliegen müssen . Da es sich um narktnahe , auf die Industrie
ausgerichtete Projekte handelt , wird die Gemeinschaft nur eine sehr
geringe Unterstützung gewSiren , mit der in erster Linie di® Mobilisierung
anderer, öffentlicher aber vomi^aweise privater Finanzierungsquellen
erreicht werden soll .
Die iferørdssion wird mit Hilf© v«1! Saeh^/erstSrcsigeii æd in      Absprache mit
den    zustandlgen     Instansen ,    irøbesondere   mit den          betreffenden
Berufsgruppen- und Verbanden und im Ralioei:, der bereits            existierenden
Konsultierungsverfahren , die genauen Aktiaisbarei^e disser          Pilotprojekts
festlagen .
2.C.                            –                   " k    1         JBsgmSaii. » dar
                       j&Aihx-Tï VTA                    oor'r'fyriiersmg swlschaa
Zur Zeit liegen nur sehr wenige zuverlässige und zwischen den Mitglied¬
staaten vergleichbare quantitative oder qualitative Daten Uber den Innova¬
tionsprozeß und den Technologietransfer vor . Der politische Wille zur
aktiven Förderung der Innovation und. der technologischen Entwicklung
wächst jedoch, und die lokalen, regionalen und nationalen Entscheidungs-
träger führen auf ihren jeweiligen Simen habnahmsn zur Stimulierung der
Innovation und zur K^ehlaurügvng dar Modernisierung der Unternehmen in
ihren jeweilig» Äktiorsagabioten ein .
Bei der Analyse der Abläufe , der Ermittlung der iiemmnisse , der Messung der
erzielt» Ergebnisse, der Beaarteilung der eingesetzten Instrumente und
folglich der Effizienz der verschiedenen FÖrderungspolitiken und
schließlich der Koordinierung dieser Politiken müssen noch erhebliche
Fortschritte gemacht werden .
Die Rommission schiSgt daher zwei sieh erg&isende Reihen von Mafînahmen
vors
                                                                                      XX
 ---pagebreak---                                 - 20 -
2.С.1 . Ш.е ВеоЬасЬЬцпд ипД ВемегЪдпд <3еа 1дро\«Ь1дпздезс>>еЬепз 1п Еигора
        (Européen Innovation Monitoring System)
  Mit dieser Maßnahme sollen der Kommission und den Mitgliedstaaten die
  Mit
  für die Planung der Politiken und die Orientierung der Unterstützungs-
  für
  maßnahmen für Innovation und Technologietransfer erforderlichen Informa¬
  maû
  tionen geliefert werden? dazu gehören insbesondere :
  - die Feststellung die Sammlung und Beurteilung der über die verschie¬
    dene! Phasen des Innovations- und Technologietransferprozesses verfüg¬
    baren Daten ?
  - die Ermittlung der bestehenden Lücken und die Festlegung der Prioritä¬
    ten und gemeinsamen Untersuchungsmethoden für die Erfassung von auf
    europäischer Ebene vergleichbaren Daten in Zusammenarbeit mit den
    Statistischen Amt ?
  - die Ermittlung der vielversprechendsten verfugbaren neuen Technolo-
    gien, die sich aufgrund ihrer niedrigen Anwendungskosten fur eine
    umfassenåe Verbreitung in den Unternehmen eignen und ein hohes Renta-
    bilitat^potential aufweisen ?
  - die Ermittlung und Beurteilung der insbesondere im Rahmen des vorlie-
    genden Programms eingesetzten Methoden zur Definition der " best prac-
    tice " und die möglichst unfassende Verbreitung dieser Methoden unter
    den betroffenen Uhternehmen , Vermittlern und Verantwortlichen .
    Zur Stärkung des gemeinschaftlichen Zusammenhalts werden die im Rahmen
    des vorangehenden Programms zwischen den Mitgliedstaaten und der
    Kommission eingeleiteten Maßnahmen zur gegenseitig«! Information , zum
    Vergleich der nationalen und der regionalen Politiken und zur Konzer¬
    tierung in den verschiedenen Bereichen der Innovations- und Technolo¬
    gietransferpolitik aktiv fortgesetzt und erweitert .
 ---pagebreak---                                   - 21 -
     Dies   gilt   insbesondere ,  um  im Hinblick    auf  den  Einheitlichen
     Binnenmarkt von 1992 di® Schaffung eines innovationsfreundlichen
     rechtlichen , wirtschaftlichen und fiskalischen Umfelds zu fördern und
     den innergemeinschaftlichen Dialog zwischen den am Innovationsprozeß
     beteiligten Partnern zu begünstigen . Die Kcrtraission wird sich für
     diese Arbeiten wie bisher auf einen aus Vertretern der Mitgliedstaaten
     gebildeten Ausschuß stützen .
     Besondere Aufmerksamkeit wird den spesifischen Problemen der Regionen
     gewidmet , in denen die Infrastruktur für die ünterstützung von Innova-
     tion und Technologietransfer am wenigsten entwickelt ist, damit sie an
     den ira Rahmen dieses Prograiims vorgesehenen Gemeinschaftsaktionen voll
     teilnéhraen können .
ni .    DuaaætBæsa©                   mm ÜRIMI
Umfang und Modalitäten der Gen^nschaftsunfcerstützung werden der Art und
dem Mittelbedarf der einzelnen Projekte angepaßt , wobei darauf geachtet
wird , die Wettbewerbsbedingungen nicht zu verzerren .
Zur Durchführung des Programms werden alle geeigneten Formen gemeinschaft¬
licher Aktionen eingesetzt . Dabei wird insbesondere auf Untersuchungen,
Dienstleistung®!, Subvention®! und Techniken des "Financial Engineering"
zurückgegriffen . Projektvorschläge werden im allgemeinen mittels der
Veröffentlichung von Ausschreibungen im Amtsblatt eingeholt . Die
Kotmissioi wählt die Projekte aus , wobei sie von dem aus Vertretern der
Mitgliedstaaten bestehenden Ausschuß beraten wird .
Die ausgewählten Projekte erhalten im Rahmen der verfügbaren Mittel eine
ihren Besonderheiten ( Risiko, Marktnähe , usw.) angepaßte Gareinschafts¬
unterstützung . Von Ausnahmen wie z . B. vorbereitende Aktionen oder Durch-
führbarkeitsstudien abgesehen , wird diese Gerneirischaftsunterstützung 50 %
der Kosten nicht übersteigen und im allgemeinen bei Pilotprojekten
zwischen 25 bis 35 % der Kosten liegen . Sie soll vor allen Dingen einen
erheblichen Hebeleffekt bewirken , um zusätzliche Finanzierungsquellen im
öffentlichen oder , vorzugsweise , im privaten Bereich zu mobilisieren .
 ---pagebreak---                                  - 22
Der fllr die IXirchfUhrung dieses Programms Uber einen Zeitraum von fünf
Jahren für erforderlich gehaltene Betrag liegt bei 130 Millionen ECÜ .
Ein bedeutender Teil dieses Budgets wird vorzugsweise zugunsten der Regio¬
nen , die sich im Bitwicklungsriickstand bzw. im industriellen Niedergand
befinden , veranschlagt werden .
Im Laufe des dritten Jahres der Durchführung des Programms wird die
Kommission einen Evaluierungsbericht Uber die bisher erzielten Ergebnisse
ausarbeiten und ihm dem Rat und dam Europäischen Parlament vorlegen;
außerdem wird sie die sich aus diesem Bericht ergebenden Orientierungen
füc die Fortsetzung der Aktionen bis zum Abschluß des Programms vorlegen .
iv .  scHLussrceæï&JNS
Der Rat wird gebeten , den hier vorgelegten allgemeinen Zielen und
Aktionslinien zuzustimmen und den als Anlage beigefügten Vorschlag eines
Beschlusses anzunehmen .
                                    * * * * *
 ---pagebreak---                             Entwurf für eine Entscheidung
                                       über die
     Durchffthrtmg auff Gosseinschafftsebaia® der Haupfcphaae des strategischen
     Programma ffHr Innovation und Techraologietransfer - SPRINT - 1989-1993
DER RAT DKR EOBOPXlSCHEH GKMSXMSCHAFTgN
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein¬
schaft / insbesondere auf Artikel 235 ,
auf Vorschlag der Kommissionn ) ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ^ ) ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 3 ) ,
in ErwSgung nachstehender Gründe :
Nach Artikel 2 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsge¬
meinschaft ist es unter anderem Aufgabe der Gemeinschaft , eine harmonische
Entwicklung des Wirtschaftslebens , sowie eine beständige und ausgewogene
Wirtschaftsausweitung innerhalb der Gemeinschaft zu fördern . Außerdem müs ¬
sen    zur Förderung einer harmonischen Entwicklung der          Gemeinschaft   als
Ganzes gemäß Artikel 130A des Vertrags die Maßnahmen zur Stärkung ihres
wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts fortgesetzt werden .
Nach den Bestimmungen des Artikels 130 F des Vertrages hat sich die Ge¬
meinschaft die Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grund¬
lagen der europäischen Industrie und die Förderung der internationalen
Wettbewerbsentwicklung zum Ziel gesetzt . Die Verfolgung dieses Zieles
schließt insbesondere eine entschlossene Anstrengung ein , Innovation und
Technologietransfer zu fördern .
( 1)   AB1 . Nr .
(2)     .
(3)     .
                                                  I
                                                                                    Ib
 ---pagebreak--- Bei der Durchführung des gemeinschaftlichen strategischen Programms für
Innovation und Technologietransfer - SPRINT            1983-1988 -( 4 ) hat sich
gezeigt ,    daß   eine   ehrgeizige   Gemeinschaftspolitik     im  Bereich    von
Innovation    und Technologietransfer ,    insbesondere    im  Hinblick  auf   die
Vollendurig des Binnenmarktes bis Ende 1992 , notwendig und aufgrund der
davon erwarteten Vorteile berechtigt ist .
Es ist für die Zukunft der Gemeinschaft von wesentlicher Bedeutung , durch
geeignete Maßnahmen die Innovationsfähigkeit der Unternehmen anzuregen und
die schnelle Anwendung der neuen Technologien , sobald sie verfügbar sind ,
zu fördern .
Zahlreiche neuentwickelte Technologien werden in bestimmten traditionellen
Wirtschaftssektoren oder      in Regionen im Entwicklungsrückstand bzw .        im
industriellen Niedergang noch nicht in dem Umfang eingesetzt , in dem dies
möglich wäre . Durch ihre rasche Integration könnten diese Sektoren und
Regionen    jedoch   ihre  Nachteile  wettmachen und damit      gleichzeitig die
Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt
der Gemeinschaft stärken .
Die Mitgliedstaaten haben Fachdienste in den Bereichen Innovationsunter¬
stützung , Technologietransfer , Innovationsmanagementberatung , Finanzierung
und industrielle Zusammenarbeit geschaffen ;       diese Infrastrukturen haben
eine erhebliche Multiplikatorwirkung auf die Förderung von Innovation und
technologischer       Entwicklung    der    Unternehmen ,     insbesondere     der
Kleinbetriebe ;   die Schaffung von transnationalen Verbindungs-, Koopera-
tions-,    Ausbildungs- und Transfermechanismen optimiert diese nationalen
Bemühungen .
(4)   Nr . L353 vom 15.12.1983 , S. 12 und ABl . Nr . L153 vom 13.06.1987 , S. 45
 ---pagebreak---                                        3
Die Gemeinschaft hat auch selbst , in ErgHnzung zu den Aktionen der Mit-
gliedstaaten , Initiativen zur UnterstUtzung der Innovation und des Techno¬
logietransfers , als wichtige Bestandteile im Rahmen der Durchführung
anderer MaBnahmen der gemeinschaft , gefördert .
Darüberhinaus ist es erforderlich , diese Initiativen , zur Verstärkung
ihrer Effizienz und Kohärenz , aufzugreifen und weiterzuentwickeln .
Auf Grund der Bedeutung von Technologietransfer und Innovation für die
KMU ist es notwendig ,     die Maßnahmenin diesem Bereich mit der von der
Kommission      im  Rahmen ihres Aktionsprogrammes  zugunsten   der  KMU  zu
koordinieren ( ^ ) .
Es ist unbedingt erforderlich , über Instrumente zu verfügen , die eine bes¬
sere Kenntnis des Innovationsprozesses und des Technologietransfers ermög¬
lichen , um Hemmnisse besser ermitteln und die Auswirkungen der Instrumente
und Politiken beurteilen zu können .
Die gegenseitige Information , der Austausch von Erfahrungen und die Kon¬
zertierung zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission im Bereich der
Innovationspolitiken sind wesentliche Elemente der Verstärkung der Effi¬
zienz dieser Instrumente und Politiken und des Zusammenhalts der Gemein¬
schaft .
( 1 ) COM( 86 ) 445 Ende
                                               ί                             is
                                              ί
 ---pagebreak---                                        4 -
Zur Stimulierung der Innovation ist es notwendig , den Zugang zu Technolo¬
gien , Kapital und Märkten zu verbessern .
Eine Gerne inschaftsaktion in den angesprochenen Bereichen erscheint erfor ¬
derlich , wobei der Vertrag jedoch nicht die hierfUr notwendigen Handlungs¬
befugnisse vorsieht .
Folgende Beschlüsse wurden gefaßt :
Artikel 1 s
Die Hauptphase des strategischen Programms zur Förderung von Innovation
und Technologietransfer ,   nachfolgend " Programm SPRINT" (" Strategie Pro¬
gramme for Innovation and Technology Transfer ") genannt , wird für einen
Zeitraum von fünf Jahren ab 1 . Januar 1989 festgelegt .
Artikel 2 s
Das Programm verfolgt nachstehende Ziele :
1 . Starkung der innovationskapazitHt der europSischen Produzenten von GU-
    tern und Dienstleistungen ira Hinblick auf den groflen Binnenmarkt von
    1992 ;
2 . Förderung des schnellen Vordringens der neuen Technologien und der Ver¬
    breitung der Innovationen im gesamten Wirtschaftsgeflige der Gemein¬
    schaft , insbesondere in den Regionen und Wirtschaftssektoren , in denen
    ihre Integration noch nicht vollständig ist , und somit Stärkung des
    wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft im Bereich
    der Innovation und des Technologietransfers .
                        /
 ---pagebreak---                                        5
3 . Steigerung der Effizienz und KohSrenz der bestehenden regionalen , na-
    tionalen und gemeinschaftlichen Instrumente und politiken ira Bereich
    der Innovation und des Technologietransfers .
Artikel 3 :
Zur Erreichung der in Artikel 2 festgelegten Ziele werden folgende Maønah-
men , unter aufraerksamer BerUcksichtigung der bereits laufenden Initiati-
ven , entsprechend den in Artikel 5 definierten Modalitaten eingeleitet :
- Verstärkung der europäischen Dienstleistungsinfrastruktur für den Inno¬
   vationsbereich durch Schaffung oder Konsolidierung transnationaler Netz ¬
   werke , wobei insbesondere auf in den Regionen bereits vorhandenen Orga¬
   nisationsstrukturen auf gebaut werden soll ;
- UnterstUtzung von Pilotprojekten ira Bereich des innergemetnschaftlichen
              «                      *
   Innovationstransfecs , die von geraeinschaftsweiten Interesse sind ;
- Verbesserung des lm jvat ionsanr -tldes «lurch bessere Kenntnisse der ent -
   sprechenden Ablüufe und eine versterkte Konzer tierung zwischen den Mit-
   gliedstaaten und der Kommission .
Diese Aktionen werden in Anhang I ausführlich beschrieben .
Artikel 4 :
Der zur Finanzierung des Beitrags der Gemeinschaft zu den in Artikel 3
aufgeführten Aktivitäten für erforderlich gehaltene Betrag wird für die
Gesamtdauer des Programms auf 130 Mio . ECU veranschlagt .
                                                                              &0
 ---pagebreak--- Ein bedeutender Teil dieses Betrages       wird vorzugsweise    zugunsten von
regionen    ira Entwicklungsrückstand   bzw .  im  industriellen   Niedergand ,
verwendet werden .
Die vorlüufige Aufteilung dieser Mittel auf die einzelnen in Artikel 3
aufgeführten Aktionen ist Anhang II zu entnehmen .
Artikel 5 :
1 . Die Kommission ist für die Ausführung des Programms SPRINT verantwort-
    lich .
2 . Die Kommission wird von einem aus Vertretern der Mitgliedstaaten gebil¬
    deten Ausschuß unter dem Vorsitz des Vertreters der Kommission unter¬
    stützt . Der Ausschuß trägt die Bezeichnung " Ausschuß für Innovation ".
    Der Vertreter der Kommission unterbreitet     dem Ausschuß  einen  Entwurf
    der zu ergreifenden Maßnahmen . Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu
    diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab , die der Vorsitzende entsprech¬
    end der Dringlichkeit der jeweiligen Angelegenhei festlegt . Die Stel ¬
    lungnahme wird mit der in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags vorgesehe¬
    nen Mehrheit für die Annahme der Beschlüsse , die der Rat auf Vorschlag
    der Kommission trifft , abgegeben . Anläßlich der Abstimmung im Ausschuß
    werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten entsprechend den
    Bestimmungen des obenerwähnten Artikels des Vertrags gewichtet .       Der
    Vorsitzende beteiligt sich nicht an der Abstimmung .
 ---pagebreak---                                        7
    Die Kommission legt Maßnahmen fest , die unmittelbar anwendbar sind .
    Stehen diese Maßnahmen nicht im Einklang mit der abgegebenen Stellung¬
    nahme des Ausschusses , so werden diese dem Rat umgehend von der Kommis¬
    sion mitgeteilt . In diesem Fall kann die Kommission die Anwendung der
    von ihr beschlossenen Maßnahmen um einen Zeitraum von maximal einem Mo¬
    nat ab dem Zeitpunkt dieser Mitteilung aufschieben .
    Der Rat kann mit qualifizierter Mehrheit in der im vorangehenden Ab¬
    schnitt festgelegten Frist eine abweichende Entscheidung treffen .
3 . Bei der DurchfUhrung des in Artikel 3 vorgesehenen Aktionsplans hbrt
    die Kommission den Ausschuû insbesondere in folgenden Bereichen an :
    - PrioritHten des Aktionsplans ,
    - Bewertung der Projekte ,
    - Beurteilung des Programma im Hinblick auf die Ausafbeitung des in Ar¬
      tikel 8 vorgesehenen Berichts .
4 . Die Kommission stellt eine enge Koordination zwischen SPRINT und be¬
    nachbarten bzw . ergänzenden Gemeinschaftsinitiativen , die bereits exis¬
    tieren oder sich in der Vorbereitungsphase befinden , sicher .
 ---pagebreak--- Artikel 6 :
1 . Die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft wird den Besondethe itan
    der betreffenden Aktion angepaût werden .
    Dies kann in Form einer direkten oder indirekten Subvention , einer Ei ¬
    genkapitalvorauszahlung , einer Beitragszahlung für ein Garantieverfah ¬
    ren sowie in jeder anderen angemessenen Form geschehen .
    Der prozentuale Beitrag der Gemeinschaft zu den Gesamtkosten wird um so
    geringer ausfallen , je marktbezogener das betreffende Projekt ist .
2 . Für die Durchführung des SPRINT Programmes wird die Kommission im all ¬
    gemeinen das Verfahren des Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen vor¬
    nehmen .
3 . Flir diese Programmdurchfiihrung wird die Kommission auch auf , im Rahmen
    anderer Gemeinschaftsaktionen eingesetzter Instrumente und betetligter
    Organisationen , zuriiokgreif en - vor allem im Bereich der Regionalpoli ¬
    tik - um die Programmet f izienz und die Gesamkk-i’i^t r-snz zu verstarken .
4 . Die Vertragspartner der Kommission müssen im allgemeinen einen wesent-
    lichen Teil der Finanzierung , namlich mindestens 50 % der Gesamtkosten ,
    tragen .
    Jedoch darf in Ausnahmefällen - nach Anhörung des " Ausschusses für In¬
    novation "  -  ein  Beitrag   der  Gemeinschaft ,  der    den  oben  genannten
    prozentmäßigen Anteil übersteigt , nicht von vorneherein ausgeschlossen
    werden .  Dies gilt insbesondere dann , wenn die bei der Teilnahme an
    grenzüberschreitenden Aktivitäten auftauchenden spezifischen Probleme
    von   Regionen   im  Entwicklungsrückstand   im   industriellen     Niedergang
    berücksichtigt werden müssen .
 ---pagebreak---                                       9
Artikel 7 :
Entsprechend einem von der Kommission festzulegenden Verfahren und nach
Anhörung des " Ausschusses für Innovation " tauschen die Mitgliedstaaten und
die Kommission regelmäßig alle einschlägigen Informationen über die Reali¬
sierung der Ziele des Programms aus , die Gegenstand des vorliegenden Be¬
schlusses sind .
Artikel 8 :
Im Laufe des dritten Jahres der Durchführung des Programms arbeitet die
Kommission einen Evaluierungsbericht über die erzielten Ergebnisse aus und
leitet diesen Bericht nach Anhörung des " Ausschusses für Innovation " an
den Rat , an das Europäische Parlament und an den Wirtschafts- und Sozial¬
ausschuß weiter . Diesem Bericht können gegebenenfalls die sich angesichts
dieser Ergebnisse als notwendig erweisenden Vorschläge für eine Änderung
des Programms beigefügt werden .
Nach Ablauf des Programms übermittelt die Kommission nach Anhörung des
Ausschusses dem Rat , dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts - und
Sozialausschuß einen Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse des
Programmes •
Artikel 9 :
Die Kommission verbreitet die Ergebnisse der in Ausführung des vorliegen-
den Beschlusses durchgeführten Maflnahmen mit Hilfe geeigneter Mittel in
der ganzen Gemeinschaft .
Artikel 10 :
Die Mitgliedstaaten sind die Adressaten der vorliegenden Entscheidung .
Geschehen zu Brüssel ,
                                           Im Namen des Rates
 ---pagebreak---                                                                       Anhang I
           STRAT&GISCHES PROGRAHM FÜR INNOVATION PHD TjSCHNOLGGIETRAMSFKR
                                                     m
                              - SPRINT - 1989 - 1993
                  XXXLSXTZUNG USD FBSTUBGUBS DH» AJCPIONSLINIKN
ZIELSETZUNG
Das Programm verfolgt nachstehende Ziele :
1 . Stärkung der Innovationskapazität der europäischen Produzenten von Wa¬
    ren und Dienstleistungen im Hinblick auf den großen Binnenmarkt von
    1992 ;
2 . Förderung des schnellen Vordringens der neuen Technologien und der Ver ¬
    breitung der Innovationen im gesamten Wirtschaftsgefüge der Gemein ¬
    schaft / insbesondere in den Regionen und Wirtschaftssektoren , in denen
    ihre Integration noch nicht vollständig ist . Hierdurch soll , in enger
    Zusammenarbeit mit weiteren , von der Gemeinschaft geförderten , politi ¬
    schen Maßnahmen , Instrumenten und Organisationen , eine Stärkung ihres
    wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts im Bereich Innovation und
    des Technologietransfers erzielt werden .
                                                   à
3 . Steigerung der Effizienz und Koharenz der bestehenden regionalen , na -
    tionalen und gemeinschaf tlichen Instrumente und Politiken im Bereich
    der Innovation und des Technologietransfers .
Die vorgeschlagenen Aktionen , die in dreierlei prioritäre Maßnahmen ge¬
gliedert sind , dürften es ermöglichen , die Gemeinschaftsdimension voll zu
nutzen und die einzelstaatlichen Bemühungen im Bereich Innovation und
Technologietransfer zu optimieren , so daß die technologische Entwicklung
der europäischen Unternehmen beschleunigt wird .
 ---pagebreak---                                       - 2 -
AKTIONSLINIEN
A. Verstarkung der europaischen Dienstlelstungs-Infrastruktur für den In-
    novationsbereich durch Aufbau innergemeinschaftlicher Netze
    Die zu ergreifenden Maûnahmen sind wie folgt :
1 . Verstärkung der innergemeinschaftlichen Mette für den Innovationsbe¬
    reich :
    1a ) Konsolidierung und Weiterentwicklung vorhandener Netze , in denen
         sich vor allem folgende Gruppen zusammengeschlossen haben :
         - Technologie- und Managementberater ?
         - sektorale Zentren für gemeinsame Forschung;
         - Innovationsf inanzierungseinrichtungen .
    lb ) Errichtung neuer Netze , insbesondere von :
         - Vertragsforschungsgesellschaf ten ;
         - Ingenieurbüros ;
         - Fachleuten für Qualitatssicherung , Wertanalyse , usw .
    lc ) Verstarkung der innergemeinschaf tlichen Zusammenarbeit zwischen :
         - Schnittstellen Forschung-Industrie bzw. Hochschule-Industrie ;
         - Technologieparks und Gründerzentren ;
    1d ) Schaffung von Mechanismen für die Verknüpfung der verschiedenen
         Netze , die geeignet sind , Innovation und Technologietransfer zu
         fördern .
 ---pagebreak---                                              3
2 . Begleitmaûnahmen flir die Netze :
    2a ) Sensibillsierungs-        und  Informationsmaflnahmen , Forderungsaktlonen
         und Know- How-Transfer im Bereich Innovatlonsmanagement sowie Be-
         gleitmaBnahmen :
         . tranmaationaler Erfahrungsaustausch ,         insbesondere durch Unter¬
         stützung von Studien und Fachseminaren sowie Aufbau von Experten¬
         netzen in den einschlägigen Management-Bereichen ( Qualitätssicher¬
         ung , Wertanalyse , Marketing usw .);
         . Verbreitung dieser Management-Methoden durch geeignete FSrdermafl-
             nahmen ( Konferenzen ,    Ausstellungen ,   Veroffentlichungen , euro-
             pSische Preise , " Success-Stories " usw .);
         . Schaffung von spezifischen Ausbildungsgängen mit transnation&ler
             Ausrichtung bzw. Zweckbestimmung in den Bereichen Innovationsma¬
             nagement und Bewältigung des technologischen Wandels ; diese Kurse
             richten sich an verschiedene Zielgruppen , also Unternehmensleiter
                    •                                     ^
             oder Arbeitnehmer sowie insbesondere an Vermittler ;
    2b ) Spezifische Instrumente zur Steigerung der Effizienz der Netze ,
         insbesondere :
          . Kontaktherstellung zvischen den kunftigen Partnern eines Netzes
          ( z . B. durch Arbeitsbesuche und Austausch von Fachkr&ften , EinfUh-
         rungsseminare usw .);
          . Information über Technologieangebote und -gesuche , insbesondere
             durch Maßnahmen ,
              . . die die überregionale Wirkung von Technologiemessen und -aus-
                  ste Hungen fördern ( Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern aus
                  verschiedenen Gebieten ;    Besuche von Unternehmern in anderen
                  Regionen usw . )
 ---pagebreak---                                            4
             . . durch die Komraunikations instrumenta fUr die Information über
                 Technologieangebote und -gesuche geschaffen werden ( Kataloge ,
                 Ausstellungen , Börsen , Datenbanken , Konferenzen und Seminare
                 usw . )
          . Définition optimaler Verfahren ( best practice ) für den Technolo-
            gietransfer ;
          . spezifische Maßnahmen , die den Regionen der Gemeinschaft , in de¬
            nen die Dienstleistungs-Infrastruktur im Innovationsbereich weni¬
            ger entwickelt ist , eine stärkere Beteiligung an den einzelnen
            innergemeinschaftlichen Netzen ermöglichen .
   2c ) Einführung von Innovationen , die sich aus diesen Netzen ergeben ,
          durch Verbesserung des Dialogs zwischen Geldgebern , Technologen und
          Trägern von Innovationsprojekten , die jeweils von den Netzen iden¬
          tifiziert werden ( z . B. Datenbanken über die Projekte , " investment
          fora " und " brokerage meetings " auf Geraeinschaf tsebene ) .
B. Unterstützung von Pilotpro jekten für Innovationstransfer innerhalb der
   Gemeinschaft , insbesondere durch :
.  Unterstützung von Pilotprojekten mit transnationaler Ausrichtung , die
   vor allem die industrielle Zusammenarbeit fördern und bei denen der
   Schwerpunkt auf der Anwendung neuer Technologien auf solche Tätigkeits¬
   bereiche liegt , die in strukturschwachen Gebieten bzw . Gebieten mit sa¬
   nierungsbedürftigen Industrien innerhalb der Gemeinschaft zu finden
   sind ;
.  begleitende , vorzugsweise transnational ausgerichtete Maßnahmen zur
   Sensibilisierung und Ausbildung des Personals der beteiligten Unterneh-
   raen ;
 ---pagebreak---                                       5
.  technisch« Unterstützung für Unternehmen , bei denen Möglichkeiten zur
   Integration dieser Technologien bestehen , und zwar insbesondere durch
   Einschaltung von besonderen Netzen für Technologietransfer bzw . Netzen
   von High-Tech-Zentren;
.  Unterstützung bei der Realisierung von Projekten , insbesondere durch
   Bereitstellung verfügbarer öffentlicher und privater Finanzierungsmit¬
   tel .
Hier gibt es zwei Ansatzmôglichkeiten :
-  ausgehend von der Ermittlung verfügbarer Technologien , die sich auf¬
   grund ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses für eine breite Anwendung auf
   Unternehmen in den Randgebieten der Gemeinschaft bzw . mit traditionel ¬
   ler Industriestruktur eignen , wird die Benutzung dieser Technologien in
   den betroffenen Sektoren gefördert ;
-  ausgehend von der Ermittlung eines gemeinsamen Bedarfs einer Gruppe von
   Unternehmen eines bestimmten Sektors oder einer bestimmten Region wer¬
   den Identifizierung und etwaige Anpassung der , für die Lösung des Pro¬
   blems , in Frage kommenden Technologien gefördert .
 ---pagebreak---                                         6
Die geplanten Projekte müssen umfassend genug sein , um auf die Entwicklung
der Sektoren und die Benutzung der Technologien eine Katalysatorwirkung
ausüben zu können . Auch müssen sie ganz oder teilweise folgenden Kriterien
entsprechen :
Sie müssen :
   von exemplarischem Charakter sein ,     indem sie bei der Einführung der
   technologischen Veränderung einen globalen " systemischen " Ansatz be¬
   rücksichtigen , sowohl was die eigentlichen technischen Aspekte anbe¬
   langt als auch die einzelnen Komponenten der Unternehmensorganisation ,
   der Ausbildung und Motivierung des betroffenen Personals , des Einsatzes
   von Manageraentraethoden wie Wertanalyse oder industrielle Kreativität ,
   der Beurteilung des Marktpotentials ;
-  durch transnationale    ( zwischen mehreren Mitgliedstaaten    der Gemein¬
   schaft )  und , falls möglich , funktionsübergreifende ( zwischen Partnern
   aus verschiedenen Fachbereichen ) Kooperationen eine optimale Verknüp¬
   fung von Fachkenntnissen gewährleisten ;
-  durch die Auswahl der Tätigkeitssektoren bzw . Technologien bedeutende
   wirtschaftliche Auswirkungen gewährleisten ;
-  aktiv zum Abbau der regionalen Unterschiede beitragen , was das Angebot
   an Technologien und den Zugang dazu anbelangt ;
-  sich moglichst auf bestehende Infrastrukturen stützen und ihren Nut-
   zungsgrad erhohen ;
                                                                              1+0
 ---pagebreak---                                        7
    einen überwachungs- und Bewertungsmechanismus vorsehen , ausgehend von
    der Festlegung quantifizierbarer , leicht überprüfbarer Ziele ;
    einen Mechanismus für die automatische Wiederanwendung der Erkenntnisse
    vorsehen , nach Möglichkeit durch die beteiligten Unternehmen selbst , um
    eine größtmögliche Multiplikatorwirkung zu erzielen .
C * Verbesserung des Innovationsumfelds durch bessere Kenntnis der entspre¬
    chenden AblSufe und gesteigerte Konzertierung zwischen den Mitglied-
    staaten und der Kommission
1 . Aufmerksame Beobachtung und Bewertung des Innovationgeschehens in Euro-
    pa (" European Innovation Monitoring System") und Beurteilung der For-
    dermaflnahmen ;
2 . Verstärkung der Konzertierung und des Erfahrungsaustauschs zwischen den
    Mitgliedstaaten und der Kommission in den einzelnen Bereichen der Inno-
    vations- und Technologietransferpolitik , um insbesondere die Schaffung
    eines gesetzlichen und rechtlichen , wirtschaftlichen und fiskalischen
    Umfelds zu fördern , das Innovation und Technologietransfer begünstigt ;
 ---pagebreak---                                                                   Anhang II
                      Vorläufige interne MittelVerteilung
A) Europaische Dienstleistungs-Infrastruktur fur den Innovationsbereich
                                                                       in
                                                                  Millionen
                                                                       ECU
   1.  Verstärkung der Netze :
       davon                                                               50
       a)     Netze von Beratungsstellen                           15
       b)     Netze sektoraler Zentren fur gemeinsame Forschung    15
       c)     neue Netze (Vertragsforschungsgesel Ischaften/
              Schnittstellen Forschung bzw. Hochschule-Industrie/
              Ingenieurbüros/Technologieparks/Finazierungsein-
              richtungen . . . . )                                 15
       d)     Verknüpfung von Netzen , die geeignet sind , Inno¬
              vation und Technologietransfer zu fordem               5
   2.  Begl eitmaßnahmen :
       davon                                                               20
       a)     transnational e Ausbildungskurse im Innovations-
              management , Expertennetze (Konzeption, Oialitäts-
              sicherung , Wertanalyse, Vermarktung neuer Produk¬
              te ...)» sowie dazugehörige Fördermaßnahmen (Konfe¬
              renzen, europäische Preise , Veröffentlichungen,
              Ausstellungen )                                      12
       b)     Instrumente zur Unterstützung der Netze ( Techno-
              logiemessen , Mechanismen für die Vermittlung von
              Geschäftsmögl ichkeiten etc .)                        55
 ---pagebreak---                                         2
       c)     Einführung    von Innovationen , die Ergebnis der Net-
              ze sind ( " Investment Fora ", " brokerage meetings ") 3
B. Pilotprojekte für innergemeinschaftlichen Innovationstransfer        50
C. Kenntnis des Innovationsprozesses , Konzertierung zwischen den Mit¬
   gliedstaaten und der Kommission
   davon                                                                10
   1.  " European Innovation Monitoring System"                      5
   2.  Konzertierung und Erfahrungsaustausch                         5
                                                  INSGESAMT            130
                                                                           », n
 ---pagebreak---                                                                   Anhang III
                    KURZBILAÎÎZ DES ERSTRH SPRZKT-PROGRAMMS
Das SPRINT-Prograrara ( Strategisches Programm für Innovation und Technolo¬
gietransfer ) - das eine Verlängerung des " Plans fllr die transnationale
Entwicklung der Infrastruktur zur Unterstützung von Innovation und Techno¬
logietransfer" darstellt - hat es ermöglicht , mehrere Arten von Maßnahmen
zu erproben , die die FTE-Aktionen ergänzen oder auch davon unabhängig sind
und durch ihre Dimension und Zielsetzung dazu beitragen können , auf Ge¬
meinschaftsebene insgesamt die Innovation und den Technologietransfer zu
verbessern .
Die wesentlichen erprobten AnsMtze und Mechanisraen lassen sich wie folgt
zusamraenfassen :
1 . Zur Förderung der transnationalen technologischen Zusammmenarbeit zwi¬
    schen Unternehmen , insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen , wur¬
    den fachspezifischen inner gemeinschaftliche Vermittlernetze auf gebaut ,
    denen für die Auswahl , Motivierung und Betreuung der Unternehmen bei
    der Suche nach europäischen Partnern Unterstützung gewährt wurde .
    Im Laufe der nunmehr seit etwa 4 Jahren laufenden praktischen Durchfüh¬
    rung von SPRINT und des transnationalen Entwicklungsplans haben sich
    annähernd 250 Vermittler , wie Industrie- und Handelskammern , Manage¬
    mentberater , Transfereinrichtungen an Hochschulen , die eng mit der In¬
    dustrie Zusammenarbeiten , regionale Entwicklungsstellen , Technologie-
    Broker u.a.m ., an den von den SPRINT unterstützten Mikronetzen betei¬
    ligt . In der Regel umfaßt ein solches Mikronetz 3-5 Partner aus ver¬
    schiedenen Regionen der Gemeinschaft . Jedem einzelnen Partner wird das
    Ziel vorgegeben , innerhalb jeder einzelnen Phase ( normalerweise 1 Jahr
 ‘  mit Verlängerungsmöglichkeit ) im Rahmen der von SPRINT gewährten Unter¬
    stützung eine bestimmte Anzahl konkreter Technologie-Kooperationsver¬
    einbarungen zwischen Unternehmen abzuschließen .
 ---pagebreak---                                     2
Im Verlaufe der Programmdurchf iihrung konnte dieser Mikronetz-Verbund
systematisch ausgebaut werden . So konnten neue Netze geschaffen und
neue Partner in die bestehenden Netze auf genommen werden . Gleichzeitig
wurde aber auch den Vermittlern oder Netzen , deren Leistungen unbefrie¬
digend waren , die Gemeinschaftsbeihilfe entzogen ( oder nicht verlän¬
gert ) . Gegenwärtig bilden etwa 170 Einrichtungen , die bei gut 50 Mikro¬
netzen mitwirken , den aktiven Kern von SPRINT .
Der jüngsten Erhebung vom Monat Januar 1988 zufolge , konnten mit Hilfe
der SPPJNT-Netze in weniger als 3 Jahren effektiven Bestehens 120 kon¬
krete Abkommen über transnationale technologische Zusammenarbeit zwi¬
schen Unternehmen getroffen werden . Verglichen mit den Ergebnissen ei¬
ner 9 Monate vorher durchgeführten entsprechenden Erhebung , bedeutet
dies eine eindeutige Leistungssteigerung der , mehrheitlich , erst seit
kurzem bestehenden Netze . Die im Rahmen von SPRINT gewonnene Erfahrung
zeigt , daß ein effizientes Mikronetz jährlich 4 bis 5 Technolgieabkom-
men zwischen Unternehmen zustande bringt , sobald das Netz seine Anlauf ¬
phase überstanden hat , das heißt , in der Regel gegen Ende des zweiten
Jahres seines Bestehens .
Die Gemeinschaftsunterstützung wird infolgedessen in der Regel im Laufe
oder zu Beginn des dritten Jahres eingestellt , wenn das Mikronetz fest
etabliert ist . Allerdings bestehen die meisten Netze auch ohne finan¬
zielle Unterstützung weiter und bringen weitere transnationale Abkommen
über technologische Zusammenarbeit zwischen den von ihnen betreuten Un¬
 ternehmen zustande .
 Mit anderen Worten : Die Unterstützung im Rahmen von SPRINT gestaltet
 sich zu einer Startfinanzierung (" seed finance ") bei der Schaf fung ei¬
 ner dauerhaften transnationalen Zusammenarbeit zwischen Vermittler ;
 Nutznießer davon sind die Unternehmen in den verschiedenen Mitglied¬
 staaten , die bestrebt sind im Innovations- und Technologietransferbe¬
 reich zusammenzuarbeiten .
 ---pagebreak---                                         3
    Die Schaffung dauerhafter Arbeitsbeziehungen zwischen diesen Vermitt¬
    lern wurde in Form weiterer Bemühungen mit dem Ziel ausgebaut , dauer ¬
    hafte Strukturen für neue Anregungen , Austausch ( Personalaustausch , Ko-
    ordinationssitzugnen auf regionaler Ebene u.a.m .) und Ausbildung zu er¬
    richten . Dies gilt insbesondere für Neulinge im Bereich Innovationsför ¬
    derung - speziell aus den industriell schwächsten Regionen der Gemein¬
    schaft - um so einen echten Zusammenschluß von Fachleuten auf den Ge¬
    bieten Innovationsmanagement und Technologietransfer zu ermöglichen .
2 . Errichtet werden konnten innergemeinschaftliche Kooperationsnetze für
    aktive Zusammenarbeit zwischen sektoralen Zentren für gemeinsame For¬
    schung     ( industrielle Fachzentren , Industrieforschungsgesellschaften
    usw . ) . Ziel dieser Piltoaktion war die Zusammenführung und gemeinsame
    Nutzung des Fachwissens dieser Zentren und ihrer privilegierten Bezie¬
    hung zu den Unternehmen in ihren jeweiligen Sektoren , um auf diesem We¬
    ge die rasche Verbreitung der diesen Unternehmen verfügbaren neuen
    Technologien zu fördern . Ein besonderer Schwerpunkt - wenn auch nicht
    der einzige - wurde auf die traditionellen Wirtschaftszweige gelegt .
    Etwa 20 Projekte/Netze konnten im Rahmen von SPRINT berücksichtigt wer ¬
    den , so daß mehr als ein Fünftel der sektoralen Zentren für gemeinsame
    Forschung in der Gemeinschaft an dem Programm beteiligt werden konnte .
    Diese Netze haben beispielsweise dazu beigetragen , die CAD/CAM- Techni¬
    ken in der Schuhherstellung zu verbreiten , die Ausbildung und die Qua¬
    litätskontrolle in der Schweißtechnik zu verbessern oder die Produkti ¬
    vität in der holzverarbeitenden Industrie durch eine konzertierte För¬
    derung der Nutzung des Trocknungsverfahrens im Elektroofen zu steigern .
 ---pagebreak---                                          4
    In einer zusätzlichen Reihe von Projekten , konnte eine systematische
    Vorgehensweise auf dem Gebiet der Innovationsbedürfnisse in den tradi¬
    tionellen Wirtschaftssektoren , Schuh-, Textil- und Keramikindustrie Zu¬
    standekommen . In Abstimmung mit den jeweiligen berufsständischen Orga¬
    nisationen wurden Arbeitsgruppen europäischer Sachverständigen gebil ¬
    det . Diese haben die spezifischen Technologielücken der einzelnen Sek¬
    toren ausfindig gemacht und anschließend diverse Aktionen in Gang ge¬
    setzt ( z.B. europäische Inf ormat.ionstagungen für Unternehmen , Technolo¬
    gie-Handbücher , audiovisuelles Anschaungsmaterial , Verzeichnisse euro¬
    päischer Sachverständigen usw . ) , um die Möglichkeiten zu untersuchen ,
    Probleme gemeinsam zu lösen .
3 . Konferenzen und Seminare mit europäischer Dimension zur Verbreitung
    wissenschaftlicher   und . technischer  Kenntnisse  oder  für  den  Wissens ¬
    transfer in den Bereichen Innovationsmanagement und Technologietrans¬
    fermethoden : über 70 Veranstaltungen dieser Art fanden in sämtlichen
    Mitgliedstaaten mit SPRINT-Beteiligung statt .
4 . Im Rahmen von SPRINT wurde die Datenbasis ICONE ( Vergleichendes Regis ¬
    ter europäischer Normen ) lanciert , um die Effizienz eines solchen Ins¬
    trumentes zur vergleichenden Gegenüberstellung nationaler und interna¬
    tionaler   Normen  und  technischer    Vorschriften  im  Hinblick  auf  eine
    transparentere Gestaltung der technischen und handelsmäßigen Beziehun¬
    gen innerhalb der Gemeinschaft zu erproben .
    In der ersten Pilotphase von ICONE konnten 35% der bestehenden nationa¬
    len Normen , insbesondere , solche mit äquivalenter , europäischer oder
    internationaler Norm , in die Datenbasis aufgenommen werden . Eine Umfra¬
    ge bei über tausend Unternehmen in den Mitgliedstaaten hat hervorge-
    bracht , daß die europäische Industrie sehr stark an diesem Projekt in¬
    teressiert ist , bei dem in der nächsten Etappe zu definieren sein wird ,
    unter welchen Voraussetzungen die Datenbasis dergestalt ausgeweitet
    werden kann , daß sämtliche in der Gemeinschaft bestehenden Normen abge¬
    deckt sind .
 ---pagebreak--- 5 . Die zwichen den Mitgliedstaaten und der Kommission in den ausgewählten
    Bereichen der Innovationspolitik und des Technologietransfers eingelei¬
    tete Konzertierung hat nutzbringende Erfahrungsaustausche ermöglicht
    und dazu beigetragen , die Positionen in diesen Bereichen einander nä¬
    herzubringen .
    Zu den Ergebnissen gehört die Lancierung - im Rahmen von SPRINT und ge¬
    meinsam mit den Mitgliedstaaten - einer Pilotinitiative zur Förderung
    der industriellen Gestaltung ( Design ) als wesentlicher Faktor für den
    Innovationsprozeß . Ein weiteres Ergebnis war die Ingangsetzung einge¬
    hender Erörterungen Uber die Problematik im Zusammenhang mit dem Schutz
    des gewerblichen Eigentums , insbesondere anhand einer Reihe sehr auf¬
    schlußreicher empirischer Studien Uber die vergleichsweisen Kosten für
    Schutzmaßnahmen und den Einsatz von Rechtsmitteln auf      dem Gebiet des
    geistigen Eigentums in den Mitgliedstaaten . Ebenfalls im Rahmen von
    SPRINT wurden Studien initiiert oder Ad-hoc- Arbeitsgruppen für Sachfra-
    gen eingesetzt wie Vertragsforschungseinrichtungen , Angebot und Nach¬
    frage in der Aus - und Weiterbildung im Innovationsmanagement , Rolle der
    lokalen oder regionalen Behörden , der " science parks " und Technolgie-
    zentren im Innovationsprozeß . Das SPRINT- Programm wurde ganz oder in
    Teilbereichen von mehreren unabhängigen Sachverständigen-Gremien in un¬
    terschiedlichen Durchführungsphasen bewertet . Außerdem hat die Kommis ¬
    sion ihrerseits das Programm und die einzelnen Aktionen intern bewer¬
    tet .
    Diese Bewertungen haben durchwegs bestätigt , daß die globale Ausrich¬
    tung von SPRINT und die gewählten Möglichkeiten für die Durchführung
    des Programms richtig sind . Ferner haben sie es den Programmverantwort¬
    lichen ermöglicht , gewisse Tätigkeiten im Lichte der gewonnenen Er¬
    kenntnisse   neu zu überdenken .   So wurden bestimmte Maßnahmen einge¬
    stellt , weil sie entweder das in sie gesteckte Ziel erreicht hatten
    oder weil ihre Kosten -Nutzen- Relation unzureichend war .
 ---pagebreak---                                     6
Zum Beispiel hat die Bewertung gezeigt , daß das projekt NETTO für einen
Telefax-Netzverbund der Technologietransfer-Einrichtungen seinen Zweck
als Demonstrationsvorhaben in weniger als 2 Jahren erfüllen konnte , so
daß die Unterstützung seitens SPRINT eingestellt und die dadurch frei
gewordenen Mittel anderweitig verwendet werden konnten . Ebenso hat die
Bewertung verdeutlicht , daß die Beihilfe flir die Arbeit von EVCA -
European Venture Capital Association - ihren Zweck erfüllt hatte , näm¬
lich die Förderung und die berufsständische Organisierung dieser
Branche in Europa , und daß die Gemeinschaftsbeihilfe früher , als ur ¬
sprünglich vorgesehen , eingestellt werden konnte , da die Vereinigung
sich ab 1987 selbst finanzieren konnte .
Die SPRINT-Bewertungen haben auf konvergierende Art und Weise verdeut¬
licht , wie knapp die Haushaltsmittel für das Programm bemessen sind ,
d.h . wie unzulänglich , gemessen am Bedarf einer Gemeinschaftsinitiative
zur Unterstützung von Innovations- und Technologietransfer auf euro¬
päischer Ebene . Es liegt auf der Hand , daß die " Durchschlagskraft " von *
SPRINT wegen der fehlenden Ressourcen nachhaltig beeinträchtigt wurde .
So stoßen gewisse SPRINT-Aktionen mit experimentellem Charakter auf
Schierigkeiten , die kritische Masse zu erreichen , die erforderlich ist ,
um die Effizienz der Aktionen fundiert beurteilen zu können . Im übrigen
konnten zahlreiche wertvolle Projekte wegen mangelnder Finanzierungs¬
mittel nicht berücksichtigt werden .
 ---pagebreak---                                    7
Dessenungeachtet war es aufgrund dieser ersten Erfahrungen in mehr als
4 Jahren raüglich :
das Bedürfnis nach einer Gemeinschaftspolitik zur Förderung von Innova¬
tion und Technologietransfer und die Voraussetzungen für deren Erfolg
zu ermitteln ;
einige der Instruments einer solchen Politik zu erproben und zu bewer-
ten ;
die potentiellen Partner fUr die Durchführung des programma zu gewin-
nen ;
die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen Gemeinschaf tsinitia-
tiven , sowie zur verstSrkten Konzertierung zwischen den Mitgliedstaaten
und der Kommission aufzuzeigen ;
          0
die Notwendigkeit der Définition eines in seiner Zielseztung prüziseren
und mit gr'dûeren Mitteln ausgestatteten Programms hervorzuheben .
 ---pagebreak--- Mitteilung der Kommission mit einem Entwurf für einen Beschluß des Ra¬
tes über die Durchführung auf Gemeinschaftsebene der Hauptphase des
Strategischen    Programms  für  Innovation  und  Technologietransfer
SPRINT- 1989-1993 .
        Auswirkungen auf Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit
Wichtigste Gründe für die Einführung der Maflnahmen :
Da sich der technologische Wandel immer rascher vollzieht und ein ge¬
steigertes Bedürfnis nach Innovation besteht , müssen in einem Kontext
wirtschaftlicher Interdependenz und wirtschaftlichen Wettbewerbs euro¬
päische Lösungen gefunden werden , um die technologische Entwicklung
der Unternehmen zu erleichtern und zu unterstützen .
Die Koordinierung der vorhandenen Instrumente , die Harmonisierung der
einschlägigen Vorschriften , der vermehrte Erfahrungsaustausch inner ¬
halb der Gemeinschaft und die Verstärkung der europäischen Dienstleis¬
tungsinfrastruktur für den Innovationsbereich durch den Aufbau trans ¬
nationaler Netze sollen wesentlich zur Realisierung des Binnenmarktes
und zur Verstärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in
der Gemeinschaft beitragen .
- Politische Zielsetzungen : soziale Aspekte , Umweltschutz , Binnenmarkt
  usw .
  Das Programm verfolgt nachstehende Ziele :
  1 . Stärkung der Innovationskapazität der europäischen Produzenten
      von Waren und Dienstleistungen im Hinblick auf den großen Binnen ¬
      markt von 1992 , in enger Zusammenarbeit mit weiteren von der Kom¬
      mission geförderten politischen Maßnahmen , Instrumenten und Orga¬
      nisationen .
 ---pagebreak---                                       2
     2 . Förderung des schnellen Vordringens der neuen Technologien im ge-
         samten Wirtschaf tsgefüge der Gemeinschaft und insbesondere in den
         Regionen und Wirtschaftssektoren , in denen ihre Integration noch
         nicht vollstSndig ist , und somit StSrkung des wirtschaftlichen
         und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft im Bereich der Inno-
         vation und des Technologietransfers ;
     3 . Steigerung der Effizienz und Kohärenz der bestehenden regionalen ,
         nationalen und gemeinschaftlichen Instrumente und Politiken im
         Bereich der Innovation und des Technologietransfers .
   - Mögliche Folgen eines Verzichts auf die Maßnahmen
     Die Stellung der Gemeinschaft im Wettlauf um eine groûere Wettbe-
     werbsfHhigkeit der Untemehmen konnte sich verschlechtern .
II Beschreibung der betroffenen Unternehmen
   - Auswirkungen der Vorschlage auf die Unternehmen
     Unternehmen aller Größenordnung und in allen Regionen können aus den
     Maßnahmen Nutzen ziehen .
   - Auswirkungen der Vorschlage auf den Wettbewerb
     Die Maßnahmen zielen im wesentlichen auf die Verbesserung der Wett¬
     bewerbsfähigkeit der Gemeinschaft im Vergleich zu Drittländern ab
     und nicht auf einen vermehrten Wettbewerb innerhalb der Gemein¬
     schaft .
                                                                            5T 2-
 ---pagebreak---                                       3
    - Unterschiedliche Auswirkungen der Maßnahmen in den einzelnen Regio-
      nen
      Durch die Maßnahmen    sollen insbesondere   Regionen mit schwächerer
      Dienstleistungsinfrastruktur im Innovationsbereich in die Lage ver¬
      setzt werden ,  aktiver an   den geplanten transnationalen    Aktionen
      teilzunehmen und in größerem Maße Nutzen aus der Gemeinschaftspoli ¬
      tik auf dem Gebiet von Innovation und Technologietransfer zu ziehen .
III Verpflichtungen , die sich aus den Maßnahmen unmittelbar für die Unter¬
    nehmen ergeben
    Aus den Maßnahmen ergeben sich für die Firmen keine neuen Verpflicht¬
    ungen . Die Maßnahmen dienen vielmehr der indirekten Förderung von In¬
    novation und technologischer Entwicklung . Sie haben keine verordnungs¬
    rechtliche Wirkung ; zusätzliche Verwaltungskosten fallen nicht an .
IV  Indirekte Verpflichtungen , die von lokalen , regionalen oder nationalen
    Behörden auferlegt werden können
    Keine .
V   Maßnahmen , die insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen zu-
    gute kommen
    Die Maflnahmen sollen die technologische Entwicklung der Unternehmen ,
    somit auch der KMUs , erleichtern . Sie dlirften sich insbesondere als
    geeignet erweisen , die Innovationstatigkeit gerade in dieser Unterneh -
    menskategorie zu stimulieren .
 ---pagebreak---                                       4
VI  Erwartete Auswirkungen auf
    - die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ; Das Programm kann - das
      ist nämlich eines seiner Ziele - die Wettbewerbsfähigkeit der Unter¬
      nehmen wesentlich steigern ;
    - auf die Schaffung von Arbeitsplätzen : Durch die erwartete Verbesser¬
      ung der Innovation und der technologischen Entwicklung der Unterneh¬
      men werden neue Wirtschaftstätigkeiten entstehen oder existierende
      konsolidiert , wodurch auch Arbeitsplätze geschaffen werden .
VII Anhörung der zuständigen Beratungsgremien
    Die zuständigen Gremien wurden bei der Durchführung des vorausgegange¬
    nen Programmes ständig konsultiert . Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen
    gehört die Einsetzung eines Verwaltungsausschusses für die Bereiche ,
    auf die sich die Maßnahmen erstrecken .
 ---pagebreak---                                                                                      J3>£.
                                       FICHE FINANCIÈRE
1 . INTITULÉ DK LA LIGNE BUDGÉTAIRE
    " Actions communautaires dans le domaine de l' innovation et du transfert des
    technologies ", article B 752 .
2 . BASE JURIDIQUE
    - Article 235 du Traité CEE .
    - Décision 83 / 624 /CEE du Conseil du 25.11.1983 relative à un plan de dévelop¬
       pement transnational de l' infrastructure d' assistance à l' innovation et au
       transfert des technologies ( J.O. L 353 du 15.12 . 1983 ).
    - Decision 87 / 307 / CEE du Conseil du 09.06.1987 modifiant la decision
       83 /624 / CEE relative cl un plan de dSveloppement transnational de 1' infra ¬
       structure      d’assistance  H   1' innovation et au    transfert  de  technologies
       ( 1983-1985 ) ( J.O. L 153 du 13.06.1987 ).
    - Projet de décision du Conseil concernant la phase principale du programme
       stratégique pour l' innovation et le transfert de technologies - SPRINT -
       1989-1993
3 . DESCRIPTION
    Le programme SPRINT a comme objectifs principaux :
    - de renforcer la capacité innovatrice des producteurs européens de biens et
       de services dans la perspective du grand marché de 1992 ;
    - de promouvoir la pénétration rapide des nouvelles technologies dans l' en ¬
       semble du tissu économique de la Communauté , notamment dans les réglons et
       les secteurs d' activité où leur intégration n' est pas encore complète , et
       de renforcer ainsi , en étroite coopération avec d' autres politiques ,
       instruments et organismes promus par elle , la cohésion économique et
       sociale     de   la  Communauté   en   matière d' innovation  et  de  transfert  de
       technologies ;
 ---pagebreak---     - d'augmenter 1'efficacite et la coherence des instruments et des politiques
       existantes ,     regionales , natlonales et communautai. res dans le domaine de
       1 * innovation .
    pour atteindre ces objectifs , trois lignes d' actions prioritaires sont propo¬
    sées qui permettront de profiter au mieux de la dimension communautaire et
    d' optimiser les efforts nationaux en matière d' innovation et de transfert de
    technologies pour permettre l' accélération du développement technologique des
    entreprises européennes . Ces lignes d' actions prioritaires sont :
    - le renforcement de. l' infrastructure européenne de services pour l' innova¬
       tion par la constitution ou la consolidation de réseaux intracommunau¬
       taires , en s' appuyant notamment sur les organismes existants dans les ré¬
       gions ;
    - le soutien à des projets pilotes d' intérêt communautaire de transferts
       d' innovation intracommunautaire ;
    - l' amélioration de 1 ' environnement de l' innovation par une meilleure con¬
       naissance de ses processus et une concertation accrue entre les Etats
       membres et la Commission .
4 . JUSTIFICATION
    La phase pilote du programme SPRINT , qui a commencé depuis début 1984 et qui
    vient à échéance fin décembre 1988 , a permis de :
    - mesurer le besoin et les conditions de succès d' une politique communauté i ru
       de promotion de l' innovation et du transfert le technologies ;
    - expérimenter et évaluer certains des instruments d' une telle politique ;
 ---pagebreak---     - mobiliser les différents partenaires potentiels pour sa mise en oeuvre ;
        apprécier la nécessité d' une coordination des différentes initiatives
       communautaires et d' une concertation approfondie entre les Etats membres et
       la Commission ;
    - mettre en évidence la nécessité de définir un programme plus concentré dans
       ses objectifs et plus ambitieux dans ses moyens .
5-   PROPOSITION    DE CLASSIFICATION  DES  DÉPENSES  ( OBLIGATOIRES    OU NON   OELIGA
    TOIRES )
    - Dépenses non obligatoires .
6 . SATURE DES DÉPENSES
    Toutes les formes appropriées d' action communautaire doivent être mises en
    oeuvre , en particulier ( mais non exclusivement )    les subventions ,   les con¬
    trats d' études et de prestations de service . Les revenus éventuels donneront
    lieu à réemploi sur le même article budgétaire .
7 . MÉTHODE DE CALCUL
    Répartition interne des crédits (à titre indicatif ):
A ) Infrastructure européenne de services pour l' innovation           Millions d' Ecus
    1 . Renforcement des réseaux :                                              50
        dont
        a ) réseaux de consultants . 15
        b ) réseaux de centres sectoriels de recherche collective ....
                                                                    . . 15
 ---pagebreak---                                             4
      c ) nouveaux réseaux ( sociétés de recherche sous contrat/
          interfaces recherche ou universitê-industrie/ ingênierie/
          technopoles/organismes de financement ...) . 15
      d ) mise en relation des réseaux pour l' innovation et le          5
          transfert de technologies
  2 . Mesures d' accompagnement :                                          20
      dont
      a ) formations transnationales au management de l' innovation ,
          réseaux d' experts ( design , qualité , analyse de la valeur ,
          marketing de produits nouveaux ...), et actions de pro¬
          motion associées ( conférences , prix européens , publica¬
          tions , expositions ) . 12
      b ) instruments d' appui aux réseaux ( foires technologiques ,
          outils d' échanges d' opportunités ) .                         5
      c ) lancement d' innovations résultant de réseaux
          (" Investment Fora ", " brokerage meetings ") .                3
                                                                              I
. Projets pilotes de transfert d' innovations intracommunautaire           50
                                                                                iT
 ---pagebreak---                                                    5
C. Connaissance de l' innovation , concertation entre les États
      membres et la Commission                                                       10
      dont
      1 . " European Innovation Monitoring System" .                            5
      2 . concertation et échanges d' expériences .                             5
                                                                          TOTAL     130
8 . IMPLICATIONS POUR LES CRÉDITS OPÉRATIONNELS
              1989 ( 1 )     1990         1991       1992       1993      1994     TOTAL
CE               15            30          30         30         25                 130
CP                 9           24          30         30         27        10       130
9 . BESOINS EN PERSONNEL
      L' augmentation      des    tâches    prévue   nécessitera    au minimum  le personnel
       supplémentaire suivant :
      3     A 8/ 4   ;   1     B    ;   3     C
 ( 1 ) Sous réserve de disponibilités budgétaires en cours de l' exercice