CELEX: 51978PC0748
Language: de
Date: 1979-01-03
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG (EWG) DES RATES über Massnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der klassischen Schweinepest (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 748
Vol. 1978/0275
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                 KOM(78)748 endg.
                                                 Brüssel / den 3 . Januar 1979
                            ■   Vorschlag einer
                         VERORDNUNG (EWG) DES RATES
              über Massnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung
                        der' klassischen Schweinepest
                   (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(78) 748 endg .
 ---pagebreak---                                 BEGRÜNDUNG
Die klassische Schweinepest ist eine schwere ansteckende Krankheit der
Schweine , die in ihrer akuten Form zil einer erhöhten Sterblichkeit und in
ihren anderen Formen zu einem sicheren Rückgang: der Zuchtrentabilität ( Ab­
treibung, Unfruchtbarkeit , Rückgang der Zuwachsrate ) führt .
Die gesundheitliche Lage in bezug auf die klassische Schweinepest schwankt
erheblich von einem Staat zum anderen , insbesondere bei den Bekamp fungsmass-
nahmen , die bei Auftreten der Krankheit erfolgen , und somit den innergemein­
schaftlichen Handel behindern .
Folglich wird mit diesem Verordnungs entwurf bezweckt , die Wirksamkeit und
Angleichung der Massnahmen zur Bekämpfung der Schweinepest in der Gemein­
schaft zu gewährleisten . Zu diesem Zweck ist insbesondere die Ausmerzung
der Krankheitsherde durch die Schlachtung der angesteckten Tiere oder der­
jenigen , die die Ansteckung übertragen könnten , sowie die Durchführung
strenger Massnahmen zur Desinfektion und Kontrolle der der Ansteckung ver­
dächtigen Betriebe erforderlich . Um jede Gefahr einer Ausbreitung der Krank­
heit zu einer Viehseuche zu verhüten , sind rasche , genaue und auf der Kbene
der verantwortlichen einzelstaatlichen Laboratorien angeglichene Erkennungs-
methoden unerlässlich .
Dieser Entwurf bildet die Grundlage einer Gemeinschaftsaktion im Hinblick au
die Erreichung und Erhaltung eines einheitlichen gesundheitlichen Stands be­
treffend die klassische Schweinepest .
 ---pagebreak---                        T/mORD?m(T ( EWG )                   DES RATES
             über I-'.'isBnaiimen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der
                                k 1 a :; üi sehen Schweinepest
:>KK RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
^ Ootiitzt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
insbesondere auf Artikel 43 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts~ und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Eine der Aufgaben der Gemeinschaft im Veterinärbereich besteht in der Verbesserung
des Gesundheitssustandes der Tierbestände , um so eine höhere Rentabilität der Tier­
haltung zu erzielen .
In Bezug auf den Handel soll eine solche Aktion ausserdem mit dazu beitragen , die
zwiöchon den Kitgliedstaaten noch bestehenden Behinderungen des Hände ] s Verkehrs mit
lebenden Tieren oder frischem Fleisch , die auf unterschiedliche tiergesundheitliche
Verhältnisse zurückzuführen sind , zu beseitigen .
Die klassische Schweinepest kann , sobald sie auftritt , epizootischen Charakter an­
nehmen und zu Sterblichkeit und Störungen führen , die vor allem die Rentabilität
der gesamten Schweinehaltung in Frage stellen können .
oobald Verdacht auf die Krankheit besteht , müssen daher Vorschriften erlassen wer­
den , die eine sofortige und wirksame Bekämpfung der Krankheit , sobald sie erwiesen
ist , gestatten .
Vom ersten Auftreten an ist jede Verbreitung der Krankheit zu verhindern und zwar
durch eine strenge Überwachung der Bewegungen der Tiere , der Verwendung möglicher­
weise kontaminierter Erzeugnisse und durch Impfling .
Die Verfahren zur Diagnose der Krankheit in all ihren Formen unter Führung der ver­
antwortlichen Laboratorien sowie die Impfstoffherstelluiig sind zu harmonisieren .
Die             gemeinschaftlicher Massnahmen zur Bekämpfung der klassischen Schweinepest
 stellen die Grundlage dar                  für die Erhaltung eines einheitlichen tiergesund-
heitlichen Niveaus , zu welchem Zweck ein Verfahren vorzusehen ist , durch das eine
enge Zusammenarbeit zwischen den Kitgliedstaaten und der Kommission eingeführt wird -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                                                                          • • •/ * • •
 ---pagebreak---                                       Artikel 1
Diese Verordnung legt Massnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der klassi­
schen Schweinepest fest .
                                      Artikel 2
Im Sinne dieser Verordnung sind
a ) Betrieb : auf dem Gebiet eines Mitgliedstaates gelegenes landwirtschaftli­
    ches oder sonstiges Unternehmen , in dem Schweine gehalten oder aufgezogen
    werden ;
b ) Schlachtschwein : Schwein , das dazu bestimmt ist , unverzüglich in einen
    Schlachtbetrieb zur Schlachtung verbracht zu werden ;
c ) Mastschwein : Schwein , das auf Mast gestellt und dazu bestimmt ist , am
    Ende seiner Mastzeit zur Fleischerzeugung geschlachtet zu werden ;
d ) Zuchtschwein : männliches oder weibliches Schwein , das zur Vermehrung der
    Art bestimmt ist oder dazu verwendet wird ;
                               <
e ) schweinepe st verdächtiges Schwein : Schwein , das Symptome oder post-mortem-
    Veränderungen oder Reaktionen bei Laboruntersuchungen nach Artikel 11 auf­
    weist , die Schweinepest vermuten lassen .
f ) schweinepesterkranktes Schwein : Schwein ,
    - an de'm klinische Symptome der Schweinepest oder post -mortem- Veränderungen
      durch die Schweinepest amtlich festgestellt worden sind , oder
    - an dem das Vorliegen der Krankheit amtlich auf Grund einer Laboruntersu­
      chung nach Artikel 11 festgestellt worden ist ;
g ) amtlicher Tierarzt : von der zuständigen Zentralbehörde des betreffenden
    Mitgliedstaates bezeichneter Tierarzt ;
    Speiseabfälle : Küchen- und Gaststättenabfälle sowie Abfälle der fleisch-
    verarbeitenden Industrie .
                                      Artikel 3
Oer Verdacht auf Schweinepest oder das Vorliegen der Schweinepest sind der
zuständigen Behörde unverzüglich zu melden .
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                                        Artikel 4
1 . Befinden sich in einem Betrieb ein oder mehrere schweinepestverdächtige
    Schweine , so hat der amtliche Tierarzt unverzüglich die amtlichen Unter-
    suchungsmassnahmen durchzuführen , um das Vorliegen der Krankheit zu bestä­
    tigen oder zu widerlegen .
    Nach Eingang der Verdachtsmeldung ordnet die zuständige Behörde an , dass :
    - der Betrieb der amtlichen Überwachung unterstellt wird ;
    - sämtliche im Betrieb vorhandenen Schweine gezählt werden und eine Aufstel­
       lung der bereits verendeten bzw . der verdächtigen Tiere erstellt wird ; das
       Verzeichnis muss auch die Anzahl der Tiere enthalten , die während der Ver-
       dachtsperiode geboren wurden ;
    - alle Schweine des Betriebes in ihren jeweiligen Stallungen isoliert werden ;
    - kein Schwein in den Betrieb verbracht oder aus diesem entfernt wird ; die
       zuständige Behörde kann , sofern erforderlich , auch die Entfernung von Tieren
       anderer Arten aus dem Betrieb verbieten ;
    - ausser mit Genehmigung der zuständigen Behörde kein Schweinefleisch aus dem
       Betrieb entfernt wird ;
    - ausser mit Genehmigung der zuständigen Behörde keine Kadaver verendeter
       Schweine aus dem Betrieb entfernt werden ;
    - ausser mit Genehmigung der zuständigen Behörde weder Futter , Geräte und
       sonstige Gegenstände noch Abfälle                        aus dem Betrieb ent­
       fernt werden ;
    - Personen nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde den Betrieb betreten ;
    - Fahrzeuge nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde in den Betrieb ver­
       bracht werden ;
    - beim Betreten und Verlassen des Betriebes und der Schweineställe Oesin-
       fekt ionsmassnahmen durchgeführt werden ;
    - zur Epizootologie Nachforschungen gemäss Artikel 7 und 8 angestellt werden .
2 . Die in Absatz 1 genannten Massnahmen werden erst aufgehoben , wenn der Ver­
    dacht auf Schweinepest amtlich widerlegt worden ist .
                                                                              ••/••
 ---pagebreak---                                      Artikel 5
Wird das Vorliegen der Schweinepest amtlich bestätigt , so ordnet die zu­
ständige Behörde zusätzlich zu den Massnahmen in Artikel 4 Absatz 1 fol­
gende Massnahmen an :
- sämtliche Schweine des Betriebes sind unverzüglich unter amtlicher Auf­
   sicht zu toten ; dabei ist jede Gefahr einer Verbreitung des Schweinepest-
   virus sowohl beim Transport als auch beim Töten zu verhindern ;
-• nach dem Töten      sind diese              Schweine unter amtlicher Aufsicht
   so              zu beseitigen , dass jede Gefahr einer Verbreitung des Schwei-
   nepestvirus verhindert wird ;
- Fleisch von Schweinen , die in der Zeit zwischen der vermutlichen Ein-
   schleppung der Seuche in den Betrieb und der Anwendung der amtlichen Mass-
   nahmen im Betrieb geschlachtet wurden , ist unter amtlicher Aufsicht so zu
   beseitigen , dass jede Gefahr einer Verbreitung des Schweinepestvirus ver­
   hindert wird ;.
- verendete Schweine sind unter amtlicher Aufsicht so zu beseitigen , dass
   jede Gefahr einer Verbreitung des Schweinepestvirus verhindert wird ;
- alle möglicherweise kontaminierten Stoffe und Abfälle sowie kontaminiertes
   Futter sind so zu behandeln , dass vorhandenes Schweinepestvirus vernichtet
   wird ; die Behandlung ist nach Weisung des amtlichen Tierarztes durchzu­
   führen ;
- nach Beseitigung der Schweine sind die Schweineställe sowie die zur Be­
   förderung der Schweine benutzten Fahrzeuge und sämtliche möglicherweise
   kontaminierten Geräte oder sonstigen Gegenstände gemäss Artikel 10 zu
   reinigen und zu desinfizieren ;
   die Ställe dürfen frühestens 15 Tage nach Abschluss der gemäss Artikel 10
   durchgeführten Reinigung und Desinfektion mit Schweinen wieder belegt wer­
   den ;
   Nachforschungen nach Artikel 7 und 8 zur Epizootologie sind anzustellen .
 ---pagebreak---                                          - 5 -
                                       Artikel 6
1 . Abweichend von den Bestimmungen nach Artikel 5 erster und zweiter Gedan­
     kenstrich können die Mitgliedstaaten zur Beendigung der Mast von Schwei­
     nen die Schlachtung eines Teils der Schweine eines Betriebes aufschieben
     und gestatten , dass das Fleisch                        der Schweine
                   nicht unschädlich zu beseitigen ist ,    sofern :
     - der Betrieb so gross und so angelegt         ist , dass die einzelnen Gruppen
        von Schweinen vollständig voneinander getrennt untergebracht sind und
        getrennt gehalten und gefüttert werden;
     - die Schweine , deren Schlachtung aufgeschoben wird , keine Krankheits-
        symptome aufweisen und in Ställen oder Gebäudeblocken untergebracht sind , die
        von denen , in denen sich an der Schweinepest erkrankte
                  Schweine befinden , getrennt sind , und mit solchen Schweinen - auch
        während der Inkubationszeit der Seuche - nicht mittelbar oder unmittelbar
        in Berührung gekommen sind ;
     - die Schweine isoliert in ihren Ställen gehalten werden ; sie dürfen aus dem
        Betrieb nur entfernt werden , um unter amtlicher Aufsicht zur sofortigen
        Schlachtung unmittelbar in einen Schlachtbetrieb gebracht zu werden ;
     - die Schweine , deren Schlachtung aufgeschoben wird , dauerhaft gekennzeichnet
        werden ;
     - die Schlachtung aller Schweine des Betriebes innerhalb von höchstens 3 Mo­
        naten nach der amtlichen Feststellung der Seuche erfolgt ;
     - das Fleisch und sonstige Teile solcher Schweine so verwendet werden , dass
        jede Gefahr der Verbreitung von Schweinepestvirus ausgeschaltet ist ;
          anderen
     - die /in den Artikeln 4 und 5 vorgesehenen Massnahmen für den Betrieb bis
        zur Schlachtung des gesamten Schweinebestandes und bis zum Abschluss der
        Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen gemäss Artikel 10 weiter gelten;
     - keine Schweine, früher als 15 Tage nach Abschluss der gemäss Artikel 9
        durchzuführenden Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen sämtlicher Schwei­
        neställe wieder in den Betrieb eingestellt werden .
 2 . Wird die Seuche in einer Tiergruppe , der eine Ausnahme nach Absatz 1 gewährt
      wurde , amtlich festgestellt , so ist mindestens mit dieser Gruppe nach Arti­
      kel 5 erster und zweiter Gedankenstrich zu verfahren .
                                                                              • # •/• • •
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                                         Artikel 7
Die Nachforschungen zur Epizootologie beziehen sich auf
- den Zeitraum / währenddessen die Schweinepest bereits im Betrieb vorhan­
      den gewesen sein kann , bevor sie amtlich festgestellt wurde ;
- die mögliche Infektionsquelle der im Betrieb aufgetretenen Schweinepest
      und die Ermittlung anderer Betriebe , in denen sich Schweine befinden , die
      aus derselben Quelle infiziert worden sein können ;
- Personen oder Fahrzeuge sowie Schweine , verendete Tiere , Schweinefleisch
      oder Gegenstände , die das Virus aus dem Betrieb verschleppt haben könnten .
                                       Artikel 8
 11 .. aa )) Betriebe, aus denen nach der Feststellung oder der auf gesicherten Erkennt
             nissen beruhenden Ansicht des amtlichen Tierarztes die Schwei-
             nepest in einen Betrieb im Sinne des Artikels 4 durch Personen ,
             Schweine , Transportfahrzeuge oder auf andere Weise eingeschleppt wor­
             den sein kann , und Betriebe , in welche nach Ansicht des amtlichen
             Tierarztes die Seuche in gleicher Weise aus einem Betrieb gemäss
             Artikel 4 eingeschleppt worden sein kann , werden amtlicher Überwachung
             unterstellt .
             Die amtliche Überwachung , deren Zweck die sofortige Aufspürung jeden
             Verdachts auf Schweinepest , die Zählung der Tiere und die Überwachung
             ihrer Verbringung sowie gegebenenfalls die Anwendung eines Teils oder
             aller Massnahmen in Artikel 4 Absatz 1 ist , wird aufgehoben , wenn der
             Verdacht auf Schweinepest in bezug auf den in Artikel 4 erwähnten Be-
                                                                                      •*
             trieb amtlich widerlegt worden ist .
        b)   Betriebe , aus denen nach der Feststellung oder der auf gesicherten Er­
             kenntnissen beruhenden Ansicht des amtlichen Tierarztes die Schwei-
             nepest in einen Betrieb im Sinne des Artikels 5 durch Personen ,
             Schweine , Transportfahrzeuge oder auf andere Weise eingeschleppt wor­
             den sein kann , werden den Bestimmungen des Artikels 4 unterworfen .
              Betriebe , aus denen nach der Feststellung oder der auf gesicherten Er­
              kenntnissen beruhenden Ansicht des amtlichen Tierarztes die Schweine-
             pest aus einem Betrieb im Sinne des Artikels 5 durch Personen , Schwei­
             ne , Transportfahrzeuge oder auf andere Weise eingeschleppt worden sein
             kann, werden amtlicher Überwachung unterstellt .
 ---pagebreak---         §
                                        - 7 -
           Die amtliche Überwachung , deren Zweck die sofortige Aufspürung jeden
           Verdachts auf Schweinepest , die Zählung der Tiere und die Überwachung
           ihrer Verbringung sowie gegebenenfalls die Anwendung eines Teils oder
           aller Massnahmen des Artikels 4 Absatz 1 ist , bleibt mindestens 30
           Tage lang in Kraft , gerechnet ab dem Tage , an welchem die Seuche ver­
           mutlich eingeschleppt werden konnte .
2 . Fällt ein Betrieb unter die Bestimmungen von Absatz 1 Buchstabe a ) und Buch­
    stabe b ) zweiter Unterabsatz ,     so kann die zuständige Behörde die Entfer­
    nung von Schweinen - ausser denjenigen, die Anlass für die Überwachungsmass-
    nahmen gegeben hatten - aus diesem Betrieb in einen Schlachtbetrieb unter
    amtlicher Überwachung zur unverzüglichen Schlachtung genehmigen .
    Vor Erteilung dieser Genehmigung muss der amtliche Tierarzt eine klinische
    Untersuchung des Schweinebestandes vorgenommen haben , auf Grund deren das
    Vorhandensein eines schweinepestverdächtigen Tieres in dem Betrieb ausge­
    schlossen werden kann .
3 . Die zuständige Behörde kann in Fällen , in denen sie der Ansicht ist , daß
    die Umstände es erlauben , die Maßnahmen nach Absatz 1 Buchstabe a ) und
    Buchstabe b ) zweiter Unterabsatz       auf einen Teil des Betriebes und die
    sich dort befunden habenden. Schweine beschränken , sofern diese Schweine-
    gruppen dort vollkommen getrennt untergebracht waren und getrennt gehalten
    und gefüttert wurden .
                                         Artikel 9
1 . Wird Schweinepest amtlich festgestellt , so bildet die zuständige Behörde
    um den befallenen Betrieb eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens
    2 km .
2 . a ) Innerhalb der Schutzzone gelten folgende Vorschriften :
        - Das Treiben von Schweinen auf öffentlichen Wegen ist verboten ;
        - Schweine dürfen den Betrieb, in dem sie sich befinden, nur verlassen ,
           tun unmittelbar zur sofortigen Schlachtung in einen Schlacht"betrieb
           unter amtlicher Überwachung verbracht zu werden. Diese Verbringung wird
           von der zuständigen Behörde nur genehmigt , nachdem auf Grund der Unter­
           suchung sämtlicher Schweine des betreffenden Betriebes durch den amt­
           lichen Tierarzt das Vorhandensein schweinepestverdächtiger Schweine
           ausgeschlossen werden kannj
        – der ambulante Deckbetrieb ist verboten }
        – Schweinemärkte , Schweineausstellungen oder sonstiges Zusammenbringen
           von Schweinen einschliesslich Abholen und Liefern von Schweinen durch
            Händler sind verboten .
 ---pagebreak--- b ) Die Maßnahmen in der Schutzzone bleiben noch mindestens 15 Tage nach
     Entfernung aller Schweine aus dem Betrieb , in dem sich schweinepestbe-
     fallene Tiere befunden tvatten , und nach dessen Reinigung und Oesinfektion
     gemäß Artikel 10 in Kraft .         '
Falls die Vorschriften des Absatzes 2 Buchstabe a ) wegen neu aufgetretener
Krankheitsfälle länger als die vorgesehenen 15 Tage angewendet werden und
Schwierigkeiten bei der Unterbringung der Schweine entstehen lassen , sowie aus
Erwägungen des Tierschutzes kann die zuständige Behörde auf begründeten An­
trag des Besitzers die Verbringung von Mastferkeln          aus einem in der
Schutzzone gelegenen Betrieb genehmigen , sofern
a ) der amtliche Tierarzt das Vorliegen der betreffenden Tatsachen bestätigt
     hat ;
b ) die Schweine untersucht und in gutem Gesundheitszustand befunden worden
     sind und in vor und nach der Verwendung gereinigten und desinfizierten
     Fahrzeugen unmittelbar und ohne mit anderen Tieren in Berührung zu kommen
     in den Bestimmungsbetrieb befördert werden ;
c ) der Best immungsbetrieb entweder in der Schutzzone oder mindestens 20 km
      von ihr entfernt liegt und über ausreichende Unterbringungseinrichtungen
      verfügt ;
d ) der Bestimmungsbetrieb vom Eintreffen der Schweine an unter amtliche
     Überwachung gestellt wird , um sofort jeden Verdacht auf Schweinepest
     aufspüren , die Tiere zählen und die Verbringung der Tiere überwachen zu
     können .
 Die amtlichen Überwachungsmaßnahmen gemäß Buchstabe d ) bleiben so lange in
 Kraft , wie die Maßnahmen in der Schutzzone , in welcher der Herkunftsbetrieb
der Schweine liegt , auf Grund des Absatzes 2 Buchstabe b ) in Kraft bleiben .
                              nach Absatz 2   Buchstabe a
 In den Fällen , in denen die Verbotszone/ im Rahmen der Abweichung gemäß Arti­
 kel 6 beibehalten wird , kann außer dem unmittelbaren Transport der Tiere zum
 Schlachthof ihr Verbringen an einen anderen Ort unter folgenden Voraussetzungen
genehmigt werden :
- die Mastschweine dürfen aus der Zone verbracht werden , sofern der Tierarzt
    festgestellt hat , daß keine Berührung mit infizierten Schweinen stattge­
    funden hat , und nachdem er eine Untersuchung der Schweine vorgenommen hat ,
    derzufolge jeglicher Krankheitsverdacht ausgeschlossen werden kann ;
~ die Zuchtschweine dürfen aus der Zone verbracht werden , sofern sie von dem
    amtlichen Tierarzt untersucht worden sind und dabei keine Krankheitssymptome
    gezeigt haben und sie ferner einem Verfahren zum Aufspüren der Schweinepest
    nach Artikel 11 mit negativem Befund unterzogen worden sind .
 ---pagebreak---                                  Artikel 10
Die im Rahmen dieser Richtlinie anzuwendenden Desinfektionsmittel und ihre
jeweilige Konzentration müssen amtlich von der zuständigen Behörde des be­
treffenden Hitgliedstaates genehmigt worden sein .
Die im Rahmen dieser Richtlinie vorzunehmenden Reinigungs- und Desinfektions-
massnahmen sind nach vom amtlichen Tierarzt zu erlassenden Anordnungen unter
amtlicher Überwachung auszuführen .
                                 Artikel 11
1 . Gewebeentnahmen und Laboruntersuchungen zum Nachweis der klassischen Schwei-
      nepest sind gemäss Anlage I vorzunehmen. Die Bestimmungen dieser Anlage kön­
      nen nach dem Verfahren des Artikels 16 ergänzt oder geändert werden .
2. Die Koordinierung der Normen und Diagnosemethoden erfolgt in den ein­
      zelnen Mitgliedstaaten durch ein staatliches Laboratorium unter den in
      Anlage II aufgeführten Bedingungen .
 3 . Die Verbindung zwischen den einzelnen staatlichen Laboratorien im Sinne
      des Absatzes 2 wird durch ein Gemeinschaftslaboratorium gewährleistet .
      Auf Vorschlag der Kommission bestimmt der Rat das Gemeinschaftslaboratorium
      und beschliesst bis zum             über dessen Obliegenheiten und Arbeitsbe­
       dingungen .
                                  Artikel 12
 1 . Unbeschadet der auf diesem Gebiet bereits bestehenden Gemeinschaftsbestim­
       mungen unterrichten die Mitgliedstaaten die Kommission und die anderen Mit–
       gliedstaaten über Epizootologie und Verlauf der Krankheit nach den Vorschrif­
       ten in Anlage III .
  2 . Die Vorschriften der Anlage III können nach dem Verfahren des Artikels 16
       ergänzt oder geändert werden .
                                  Artikel 13
  1 . Beim Verbringen der Schweine aus dem Betrieb , in dem sie sich befinden ,
       müssen sie mit einer Marke gekennzeichnet sein , die schnell die Identifi­
        zierung ihres Herkunfts- bzw. Ursprungsbetriebes gestattet . Die Kennzeich­
        nung hat nach den Anweisungen der zuständigen Behörde zu erfolgen.
   2 . Kit Schweinetransport oder Schweinehandel befasste Personen müssen der zu­
        ständigen Behörde auf Ersuchen sämtliche Angaben über die Bewegungen der
        Schweine , die sie befördern oder vermarkten , machen und belegen    können .
        Das gleiche gilt für Tierhalter hinsichtlich des Verbringens von Schweinen
        in ihren Betrieb und deren Entfernung aus dem Betrieb .
                                                                              • • • • •
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                                       Artikel 14
1 . Bei Feststellung von Schweinepest in einem Betrieb können die Massnahmen
     zur Bekämpfung der Seuche durch Impfung der Schweine in ansteckungsgefähr-
     deten Betrieben in einem von der zuständigen Behörde zu bestimmenden geo­
     graphischen Gebiet ergänzt werden .
2 . Serumisierung und Serovakzinierung sind verboten .
3 . Die Vorschriften "betreffend den Sohweinepestimpfstoff werden nach dem Ver­
     fahren des Artikels 16 erlassen .
4 . Aus einem Drittland in einen Mitgliedstaat eingeführter Schweinepest impf stoff
     muss die gleichen Bedingungen erfüllen wie in den Mitgliedstaaten hergestell­
     ter Impfstoff und        von der zuständigen Zentralbehörde des einführenden
     Mitgliedstaates zugelassen und kontrolliert worden sein .
5 . Unbeschadet einzelstaatlicher Bestimmungen , die die vorbeugende Impfung von
     Schweinen gegen die Schweinepest auf dem ganzen Staatsgebiet oder auf einem
     Teil desselben vorsehen , dürfen, wenn Impfungen im Sinne des Absatzes 1 an
     sämtlichen Schweinekategorien vorgenommen werden , während der Trächtigkeit
     geimpfte Sauen die Impfzone nur verlassen , um zur Schlachtung in einen
     Schlachtbetrieb gebracht zu werden .
 6 . Geimpfte Schweine sind nach den Anweisungen der zuständigen Behörde dauer­
      haft zu kennzeichnen .
                                      Artikel 15
 1 . Die Verwendung der Speiseabfälle von internationalen Transportmitteln wie
     Schiffe , Land- und Luftfahrzeuge zur Schweinefütterung ist
      verboten . Diese Abfälle müssen gesammelt und unter amtlicher Aufsicht ver­
     nichtet werden .
                                                                           • « •/ • •
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         *
2. Zur Schweinefütterung bestimmte Speiseabfäl te sind einer Hitzebehandlung zu
    unterziehen, die die Zerstörung des Schweinepestvirus gewährleistet . Nach
    dieser Behandlung dürfen sie nur zur Fütterung von Mastschweinen verwendet
    werden .
3. Das Einsammeln und der Transport von Speiseabfällen sowie ihre Behandlung zur
    Verfütterung an Schweine dürfen nur mit amtlicher Genehmigung erfolgen. Die Be­
    förderung der Speiseabfälle muß in Fahrzeugen oder Behältnissen durchgeführt
    werden, die so eingerichtet sind, daß während des Transports nichts auslaufen
    oder herausfallen kann .
     Die zur Beförderung von Speiseabfällen benutzten Fahrzeuge oder Behältnisse sind
     nach jeder Fahrt den Anweisungen der zuständigen Behörde entsprechend zu reini­
     gen und zu desinfizieren .
 4. Die in Absatz 3 erwähnte Genehmigung zur Behandlung von Speiseabfallen unter­
     liegt folgenden Bedingungen :
     - in dem betreffenden Betrieb muß eine vollständige Trennung von behandelten
        und nicht behandelten Speiseabfällen gewährleistet sein ;
     - die Räume zur Zwischenlagerung ni chtbehandelter Speiseabfälle sowie die
        Räume, in denen die Behandlung erfolgt , müssen leicht zu reinigen und zu
        desinfizieren sein .
 5 . Die gemäß Absatz 3 eingesammelten Speiseabfälle dürfen nur in dem Betrieb ver­
      wendet werden , in dem sie behandelt worden sind .
      Die Mitgliedstaaten können spezialisierten Betrieben mit Spezialausrüstungen,
      die keine Tiere halten und einer amtlichen Kontrolle unterliegen , die Geneh­
      migung zur Behandlung der Speiseabfälle erteilen . In diesem Falle können die
      Speiseabfälle nach Behandlung abweichend von Absatz 2 zur
      Fütterung aller Schweinekategorien verwendet werden , sofern die Verteilung und
      Verwendung dieser Abfälle überwacht werden, um jegliches Risiko einer Verbreitung
      des Schweinepestvirus auszuschalten .
  6. Eine Genehmigung im Sinne des Absatzes 3 ist für Betriebe, die ihre eigenen
       Speiseabfälle für ihre eigenen Schweine verwenden , nicht erforderlich, sofern
       diese Abfälle so hitzebehandelt werden , daß die Zerstörung des Schweinepest-
       virus gewährleistet ist .
                                                                            • • •/• • •
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                                 Artikel 16
1 . Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen , so
    befasst der Vorsitzende unverzüglich den durch Beschluss des Rates vom 15 . Ok­
    tober 1968 eingesetzten Ständigen Veterinärausschuss - nachstehend "Ausschuss"
    genannt - entweder von sich aus oder auf Antrag eines Mitgliedstaates mit der-
    Angelegenheit .
2 . Im Ausschuss werden die Stimmen der Mitgliedstaaten nach dem Verfahren des
    Artikels 148 Absatz 2 des Vertrages gewogen . Der Vorsitzende nimmt an der
    Abstimmung nicht teil .
3 . Der Vertreter der Kommission unterbreitet einen Entwurf der zu treffenden
    Massnahmen . Der Ausschuss nimmt zu diesen Massnahmen innerhalb einer Frist ,
    die der Vorsitzende je nach Dringlichkeit der zu prüfenden Fragen bestimmen
    kann , Stellung. Die Stellungnahme kommt mit einer Mehrheit von 41 Stimmen
    zustande .
4 . Die Kommission erlässt die Massnahmen und bringt sie unverzüglich zur An­
    wendung , wenn sie der Stellungnahme des Ausschusses entsprechen . Entsprechen
    sie nicht der Stellungnahme des Ausschusses , oder ist eine Stellungnahme
    nicht erfolgt , so unterbreitet die Kommission dem Rat alsbald einen Vor­
    schlag für die zu ergreifenden Massnahmen . Der Rat verabschiedet die Mass-
    nahmen mit qualifizierter Mehrheit .
    Hat der Rat nach Ablauf von drei Monaten seit Vorlage der Massnahmen keine
    Massnahmen verabschiedet , so erlässt die Kommission die vorgeschlagenen Mass-
    nahmen und bringt sie unverzüglich zur Anwendung .
                                 Artikel 17
Artikel 16 gilt bis zum 21 . Juni 1981 .
                                 Artikel 18
Diese Verordnung tritt am 1 . Juli 1980 ln Kraft .
    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittel­
    bar in jedem Mitgliedstaat .
Geschehen zu Brüssel am                                  Im Namen des Rates
                                                            Der Präsident
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    DIAGNOSEVERFAHREN ZUR FESTSTELLUNG VON SCHWEINEPEST
    Nachstehend werden Leitlinien , Normen und Mindestkriterien für die Diagnose-
    verfahren festgelegt . Die für die Schweinepest ausgesuchten einzelstaatlichen
    Laboratorien bestimmen die für die Diagnose der Schweinepest zu verwenden­
    den Materialien und Methoden .
A. Beschaffung des Diagnosematerials
    1 . Zur Isolierung des Virus und zum Nachweis des Antigens gilt das Tonsillen-
         gewebe als das geeignetste . Auch Nieren-, Milz- und Hüftdarmproben sowie
         maxillare und mesenterische Lymphknoten sollten herangezogen werden . Jede
         Probe ist gesondert in einen Kunststoff beutet zu geben und zu beschriften .
         Die Proben sind in flüssigkeitsundurchlässigen Behältern zu befördern und
         aufzubewahren . Sie sind nicht einzufrieren , sondern im Kühlschrank aufzu­
         bewahren und ohne Verzug zu testen .
    2a ) Blutproben zur Isolierung des Virus sind möglichst von Schweinen mit
         Fieber oder sonstigen Krankheitsanzeichen zu nehmen . Hierfür sind sterile ,
         nichtcytotoxische Röhrchen zu verwenden , und die Proben sind möglichst bei
         Kühlschranktemperatur aufzubewahren und dann ohne Verzug im Labor zu testen .
    2b ) Blutproben zur Isolierung des Virus können von Leukozyten verdächtiger
         Schweine genommen werden . Das Gerinnen des Blutes wird am "besten durch
        Zugabe von EDTA verhindert . Die Proben sind bei KühlSchranktemperatur
        aufzubewahren und binnen zwei Tagen im Labor zu untersuchen.
    3. Blutproben zum Nachweis von Antikörpern als Diagnosehilfe bei klinischen
         Ausbrüchen der Seuche und für Uberwachungszwecke sind von Tieren zu ent­
        nehmen , die sich nach einem Ansteckungsverdacht erholt haben , und von
         Sauen , die mit erkrankten oder verdächtigen Tieren in Berührung waren .
        In verdächtigen Zuchtbeständen sollten bis zu 20 Stück von allen und
        darüber hinaus von 25 1° der verdächtigen oder mit verdächtigen Tieren in
        Berührung gewesenen Tieren Proben entnommen werden. Die Proben sind wie
        in Absatz 2 a) beschrieben zu entnehmen und zu behandeln.
        Um durch Schweinepestvirus induzierte Antikörper mit hoher Wahrschein­
        lichkeit zu entdecken, sind aus jedem Stall eines Betriebes Proben in
        dem vorstehend angegebenen Umfang zu entnehmen.
        Wo Impfungen amtlich durchgeführt worden sind, sollten Serumdiagnosen
        nicht versucht werden.
  ■* ' ■ I        JI                                                        •••/•••
    1 ) Athylendiamintetraessigsäure, Natriumsalz
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B. Labordi agnose von Schweinepest in seuchenverdächtigen Betneben
   Die Labordiagnose der Schweinepest stützt sich in erster Linie auf den Nach­
   weis des viralen Antigens im Organgewebe , wie unter B.1 . beschrieben .
   Bei negativen oder nicht schlüssigen Ergebnissen können die Versuche an den­
   selben Proben wiederholt werden . Zusätzliche Proben sind von derselben Quelle
   zu nehmen .
   Die Virusisolierung ist erforderlich bei nicht schlüssigen oder negativen Er­
   gebnissen mit Material , das von schweinepestverdächtigen Tieren oder aus Be­
   trieben stammt , die mit schweinepestkranken Tieren in Berührung waren . Wo unter
   diesen Umständen der Nachweis von viralem Antigen oder die Virusisolierung ohne
   Erfolg war , werden Untersuchungen zum Nachweis neutralisierender Antikörper an
   Blutproben von Tieren vorgenommen , die sich von einem Ansteckungsverdacht er­
   holt haben , sowie von Tieren , die mit erkrankten Tieren in Berührung waren .
   Materialien , Methoden und Diagnosekriterien werden in jedem Mitgliedstaat von
   den einzelstaatlichen Schweinepest Laboratorien .
   1 « Nachweis von viralem Antigen .
       Zum Nachweis von viralem Antigen im Organgewebe wird das direkte Immun-
       f luoreszenzverfahren bei dünnen Kryostatschnitten ( bis zu 5 Mikron ) von
       Tonsillen und anderem Organgewebe , wie unter A.1 aufgeführt , angewandt . Bei
       Anwendung des direkten Immunfluoreszenztests sind folgende Auflagen zu
       machen :
       a) Hyperimmunes Serum ist von seuchefreien Schweinen herzustellen , die auch
           keine Antikörper haben dürfen , welche die spezifische Wirksamkeit oder
           die Qualität der Reaktion beeinträchtigen könnten .
       b) Mit Fluorescein konjugiertes Immunglobulin , das aus gegen Schweinepest
           hyperimmunem Schweineserum im Sinne von Absatz a ) hergestellt wurde , muß
           bei Bestimmung in mit Schweinepest beimpften Zellkulturen einen Mindest-
           titer von 1 : 20 haben , der durch Kontrollversuche an Gewebeschnitten
           zu bestätigen ist . Die Arbeitslösung des Konjugats soll höchste Leucht­
           kraft mit einem Mindestmaß an Hintergrundverf leckung verbinden .
       c ) Proben mit spezifischer cytoplasmischer Fluoreszenz sind als positives
           Anzeichen für Schweinepest anzusehen . Notfalls sind die Ergebnisse durch
           Isolierung des Virus in Zellkulturen zu bestätigen .
       d) Wenn eine Fluoreszenz beobachtet worden ist , die auf einen Impfstoff-
           virus zurückzuführen ist , bleibt der Betrieb gemäß Artikel 4 unter amt­
           licher Überwachung ^ bis nach Überzeugung der zuständigen Behörde keine
           Schweinepest mehr in dem Betrieb herrscht .
                                                                          • • •/• • •
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   2 . Isolierung des Virus und seine Identifizierung in Zellkutturen
       a) Die Isolierung des Virus aus Gewebeproben erfolgt mittels empfind­
            licher      PK-lJ^-Zellkulturen oder ebenso empfindlicher Zellinien.
           Auf Deckgläschen bereitete Zellkulturen werden mit einer entsprechend
           vorbereiteten lOprozentigen Gewebesuspension des verdächtigen Tieres
           versetzt . Beginnend mit einer 10-prozentigen Suspension werden die
           Kulturen gefärbt und in Abständen von 24 bis 72 Stunden vom Zeitpunkt
           der Beimpfung an auf spezifische cytoplasmische Fluoreszenz untersucht .
       b ) Die Isolierung des Virus aus Blutproben , die gemäß Absatz A.2 . dieser An­
            lage entnommen und behandelt worden sind , erfolgt durch Beimpfung von
           Zellkulturen nach dem in Absatz A.2.a) bzw. A. 2 . b) beschriebenen Verfahren .
           Diese Kulturen sollten mit einer buf fy- coat - Auf schwemmung versetzt werden ,
           die wieder auf das ursprüngliche Blutvolumen gebracht wurde . Im Falle von
            Serumproben sollten die Zellkulturen, die getestet werden sollen , mit
           nicht mehr als einer 20-prozentigen Verdünnung des Serums versetzt werden .
C. Nachweis durch Schweinepestvirus induzierter Antikörper in Blutproben
   Der Nachweis neutralisierender Antikörper in Blutproben ist zur Unterstützung
   bei der Diagnose von Schweinepest in Betrieben mit Schweinen durchzuführen ,
   die klinische Anzeichen der Krankheit aufweisen oder die vermutlich mit kran­
   ken Schweinen in Berührung gekommen sind . Die Ermittlung kann auch zu Über-
   wachungszwecken oder für Erhebungen in Tierbeständen , deren Zustand nicht be­
   kannt ist , durchgeführt werden .
   Zu diesen Zwecken sind Blutproben gemäß Absatz A.2a zu entnehmen und einem ge­
   nehmigten Test zu unterziehen . Serologische Tests sollten für die Diagnose der
   Schweinepest nicht herangezogen werden , wo eine Impfung zugelassen wurde .
   Folgende , auf dem direkten ImmunofTuoreszenzverfahren beruhende Tests sind
   genehmigt und sind einschliesslich der zugehörigen Poisitiv- und Negativ-
   Serumkont rollen auszuführen s
      1.    Der Fleckenverrinqerunqstest (" PRT")
            Der Test beruht auf der Auszählung der Mikrof lecken . Dreimalige Serum- '
            Verdünnungen, angefangen mit 1:20, werden gegen eine gleiche Menge Virus-
            suspension getestet , die 300 bis 1.000 fleckenbildende Einheiten (" PFU" =
            plaque forming units ) eines virulenten Stammes von Schweinepestvirus ent-
            h,-!lt . Dabei werden mindestens zwei Einschichtkulturen je Verdünnung ver­
            wendet .
            Die Ergebnisse werden als Fleckenverringerungstiter ausgedrückt , also
            als reziproker Wert derjenigen Serumverdünnung , durch die die Zahl der
            fluoreszierenden Kolonien im Vergleich zu dem 1 s 20 verdünnten negativen
            Kontrollserum um 90% verringert wird . Die Titer werden graphisch bestimmt .
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     2 . Neutral isierunq s- Index-Test ( NI-Test )
         Der Test beruht auf der Auszählung der Mikrof Lecken . Em Virusstamm wird
         zusammen mit einer gleichen Menge einer 1 : 20 Serumverdünnung in Zell­
         kulturen titriert . Benötigt werden mindestens zwei Einschichtkulturen je
         log,, ^Verdünnung der Virussuspension .
         Die Neutralisierungsleistung wird als der Unterschied ausgedrückt zwischen
         dem Infektionstiter in der 1 : 20 Verdünnung des als negativ bekannten
         Serums und dem Titer derselben Virussuspension im verdächtigen Serum .
         Dieser Unterschied ist der Neutralisierungsindex und wird logarithmisch
         ausgedrückt .
    3 . Virus-Neutral isierungs- und Immunfluoreszenz-Test (" NIFT ")
         Dieser Test beruht auf der Ermittlung des 50-Prozent - Endpunktes . Die Kul­
         turen werden mit gleichbleibenden Mengen Virus nach Inkubation mit Serum
         beimpft ; die Ergebnisse beruhen auf der Hemmung jeder spezifischen cy-to-
         plasmischen Fluoreszenz .
         Die Seren werden zu Auslesezwecken 1 : 5 verdünnt . Mit 1 : 5 angefangen
         werden zweifache Verdünnungen des Serums hergestellt , wenn eine volle
         Titrierung nötig ist . Jede Verdünnung wird mit einer gleichen Menge
         Virussuspension vermischt , die 100 bis 200 Infektionsdosen ( TCIDcr,)
                                                                             5U
                                                                                  ent-
         halt . Auf jeder Verdünnungsstufe werden mindestens zwei Kulturen verwendet .
         Die NIFT-Ergebnisse werden als Reziprokwert des Verdünnungsniveaus ausge­
         drückt , auf welchem die Hälfte der beimpften Zellkulturen keine spezifische
         Fluoreszenz zeigt . Ein Endpunkt zwischen zwei Verdünnungsniveaus wird
         interpoliert .
0 . Auswertung der Ergebnisse der Laborversuche
    1 . Grundlage für die amtliche Bestätigung des Vorliegens der Seuche
                                              ist der Nachweis viralen Antigens in
         Organgewebe oder die Isolierung des Virus aus Gewebeproben mittels der in
         den Absätzen B. 1 . und B. 2 . beschriebenen Verfahren, ausgenommen im Falle
         einer Reaktion, die nachgewiesenermassen von einem Impfstoffvirus gemäss
         Absatz B 1d ) herrührt .
                                                                                /
 ---pagebreak--- 2.   Sind Antikörper nachgewiesen , die auf den Schweinepestvirus reagieren , so
     gilt der Herkunftsbestand als schweinepestverdächtig .
2a ) Zur Widerlegung des durch die Entdeckung von Antikörpern verursachten Schwei-
     nepestverdachts ist der nachstehend in Abschnitt E beschriebene Test durchzu­
     führen , um zwischen auf Schweinepest reagierenden Antikörpern, die durch
     Rinderdiarrhöeviren hervorgerufen sein können , und Antikörpern , die auf
     Schweinepestviren selbst zurückzuführen sind , unterscheiden zu können . Alle
     ursprünglichen Proben sind mittels des Differentialtests nochmals zu unter­
     suchen .
                  o
2b ) Kann der Verdacht mit dem ersten Differentialtest nicht ausgeräumt werden ,
     so   ist ein weiterer Test mindestens 30 Tage danach vorzunehmen , um eine
     etwaige Verbreitung der Seuche im Auge zu behalten . Die ersten 20 Tiere ei­
     nes ansteckungsverdächtigen Betriebes sind sämtlich au testen , von allen wei­
     teren Tieren 25 % .
3.   Auslegung der serologischen Ergebnisse
     a ) Fleckenverringerungstest (" PRT )
         Ein Titer von ^ 50 in einem Schwein zusammen mit klinischem oder
        epidemiologischem Befund , der Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt ,
         gilt als positive Diagnose.
                                    .in einem Schwein
         Auf einen Titer von ^ 50/ ohne klinischen oder epidemiologischen Befund , der
         Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt , muss eine Differentialdiagnose
         folgen .
     b) Neutral i sierunqs-Index -Test ("NIT")
         Em Titer von ^ 1,0 in einem Schwein zusammen mit klinischem oder epi-
         demiologischem Befund, der Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt , gilt
         als positive Diagnose.
         Auf einen Titer von > 1,0 in einem Schwein ohne klinischen oder epidemiologi
         sehen Befund, der Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt , muss eine Diffe-
         rentialdiagnose folgen .
 ---pagebreak--- Virus-Nentralisieruriffs - und Immunofluoreszenz-Test C"WIFT")
Ein Titer von ^ 5 in einem Schwein zusammen mit klinischem oder epide-
miologischem Befund, der Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt , gilt
als positive Diagnose .
Auf einen Titer vo       5 in einem Schwein ohne klinischen oder epidemiolo­
gischen Befund , der Anlass zum Verdacht auf die Seuche gibt , muss eine
Differentialdiagnose folgen.
 ---pagebreak---                                        - 6 -
E. Di ffnrentio-1 diarnose zwi. sehen Schweinepest und viraler Rinderdiarrhoe
   1 . Die Tests für die Differentialdiagnose von Schweinepest und viraler Rinder-
       diarrhöe "beruhen auf parallelen Endpunkttitrierungen der Seren mit Stämmen
       von Schweinepest- und Rinderdiarrhöeviren , wobei voll vergleichbare Methoden
       verwendet werden. Die verwendeten Schweinepest- und Rinderdiarrhöevirusstam-
       me sollten von den einzelstaatlichen Sohweinepestlaboratorien genehmigt wor­
       den sein .
       Wenn ein Verdacht auf Schweinepest entsteht , da Antikörper in Schweinen in
       Betrieben entdeckt worden sind , die nach Artikel 4 bzw . 8 überwacht sind ,
       kann dieser Verdacht dadurch ausgeräumt werden , dass Blutproben durch ver­
       gleichende Endpunkttitrierungen zum Nachweis neutralisierender Antikörper
       gegen Schweinepest- und Rinderdiarrhöevirus untersucht werden.
   2. Die Ergebnisse serologischer Vergleichsuntersuchungen auf Schweinepest und
        virale Rinderdiarrhöe sind wie folgt auszulegen :
        a ) Wenn die Vergleichstests ergeben ,
            – dass mehr als 1 Schwein Antikörper gegen Schweinepest aufweist , wobei
               Antikörper gegen virale Rinderdiarrhöe fehlen , oder
            – dass in einem grossen Teil der Schweine die Titer gegen Schweinepest–
               virus gleich hoch oder höher sind als die Titer gegen virale Rinder-
               diarrhöe ,
            wird Schweinepest festgestellt .
        b) Wenn die Vergleichstests in einem Teil der Schweine einige Titer gegen
            Schweinepestvirus als gleich hoch oder höher als die Titer gegen Rinder–
            diarrhöevirus ausweisen , besteht Verdacht auf Schweinepest , und es sind
             folgende Unterscheidungen zu treffen :
            – Schweina , welche gegen Schweinepestvirus neutralisierende Titer auf­
               weisen , die gleich hoch oder höher sind als die Titer gegen Rindercliarrhöe-
               virus , sind abzuschlachten ! ihre Fötusse sind zusammen mit allen für be-
               langreich gehaltenen Geweben auf Schweinepestantigen oder -virus zu un­
               tersuchen }
             – wenn Schweinepestantigen oder -virus entdeckt werden , wird Schweinepest
                festgestellt }
             – wenn die Untersuchung im Sinne des Absatzes nach dem zweiten Gedanken­
                strich kein Vorhandensein von Schweinepestantigen oder -virus ergibt ,
                gilt der Betrieb so lange als verdächtig, bis ein mindestens 30 Tage
                später entnommener Satz Blutproben weiteren Vergleichstests unterzogen
                worden ist |
                                                                                  9 • •/ • • •
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    - wenn diese mehrmaligen Vergl eichst es ta ergeben , da3s alle Tiere gegen
      den Rinderdiarrhöevirus einen bedeutend (um das 4- oder Mehrfache ) höhe- •
      ren Titer aufweisen als gegen den Schweinepestvirus , wird der Verdacht
      aufgehoben ;
    - wenn ein oder mehrere Tiere gegen den Schweinepestvirus einen gleich hohen
      oder höheren Titer aufweisen als gegen den Rinderdiarrhöevirus , so wird
      Schweinepest festgestellt .
c ) Wenn die Titer gegen Rinderdiarrhöevirus so sind , dass die Möglichkeit
    von Sohweinepest nicht aus zusohli essen ist , gilt der Betrieb als verdäch­
    tig und muss nach mindestens 30 Tagen erneut untersucht werden .
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WirVn-tphend die ei nselstaatlichen . für die Schweinepest zuständigen Laboratorien
Danemark                                 National Virus Research Institute 9 Lindholm
Italien                                  Istituto zooprofilattico sperimentale
                                         dell' Umbria e delle Marche . Perugia
G ros sbritanni en                       Central Veterinary Laboratory , Weybridge ,
                                         Surrey , England
Nordirland                               Veterinary Research Laboratory, Stormont ,
                                         Belfast
Belgien                                  Institut national de Recherches vétérinaires ,
                                         Groeselenberg 99 ? B–1180 Briïssel
Frankreich                               Laboratoire central de Recherches vétérinaires
                                         d'Al fort , Rue Pierre Curie 22 , 94700 Maisons
                                         Al fort
Luxemburg                                 Laboratoire bactériologique de Médecine vété­
                                         rinaire de l' Etat , Avenue Gaston Diderich 54 ,
                                         Luxemburg
Irland                                   Veterinary Research Laboratory ^ Abbotstown f
                                          Castleknock . Co# Dublin
Deutschland                               Bundes forschungsanstalt für Viruskrankheiten
                                          der Tiere . Tübingen
Niederlande                               Central Veterinary Institute , Lelystad
 Die nationalen Laboratorien für Schweinepest sind jeweils im betreffenden Mit–
 gliedstaat verantwortlich für die Koordinierung der Normen und der in den einzel­
 nen Laboratorien für die Diagnose der Schweinepest in dem betreffenden Mitglied–
 staat festgelegten Diagnosemethoden . Hierfür
 a) beliefern sie die Diagnoselaboratorien, die darum bitten, mit den für die
     Diagnose benötigten Reagenzien ,
 b) überwachen sie die Qualität aller in dem betreffenden Mitgliedstaat verwen­
     deten Reagenzien ,
 c) organisieren sie periodisch Vergleichsuntersuchungen ,
 d ) bewahren sie die Isolate von Schweinepestviru.g aus den in dem Mitgliedstaat
      festgestellten Fällen auf.
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                     Informationen zur Epizootologie
1 . Binnen 24 Stunden nach der Meldung eines Falles von Schweinepest übermittelt
    der "betroffene Mitgliedstaat der Kommission und den übrigen Mitgliedstaaten
    folgende Angaben :
    - Datum des ersten Verdachts auf Schweinepest ,
    - Datum der Bestätigung der Schweinepest und die zu dieser Feststellung an­
       gewandten Methoden ,
    - Lage des befallenen Betriebes und Entfernung zu den nächstgelegenen Schwei-
       nehai tungsbetri eben ,
    - Anzahl Schweine je Kategorie in dem befallenen Betrieb ,
    - Anzahl Schweinepest erkrankte Schweine je Kategorie und Schweregrad der
       Erkrankung .
2 . Den Angaben gemäss Absatz 1 ist sobald wie möglich ein Bericht mit folgenden
    Angaben nachzureichen :
    - Datum der Tötung und unschädlichen Beseitigung der Schweine in dem befalle­
       nen Betrieb ,
    - im Fall der Anwendung der Ausnahmebestimmungen des Artikels 6 : Anzahl der
       getöteten und unschädlich beseitigten Schweine sowie die Anzahl derjenigen
       Schweine , deren Tötung zurückgestellt worden ist , und die bis zu ihrer Ab–
       Schlachtung vorgesehene Frist ,
    - alle Angaben betreffend den möglichen Ursprung der Krankheit bzw . betref­
       fend den Ursprung der Krankheit , wenn er festgestellt werden konnte .
3 . Bei jedem späteren Auftreten der Schweinepest in anderen Betrieben übermit­
    telt der betroffene Mitgliedstaat der Kommission und den übrigen Mitglied­
    staaten die Angaben gemäss Absatz 1 , bis die Zahl der infizierten Betriebe
    lind die Verbreitung der Krankheit deren epizootische Ausbreitung erkennen
    lässt .