CELEX: 31978R1313
Language: de
Date: 1978-06-16 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1313/78 der Kommission vom 15. Juni 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Marokko

16. 6 . 78                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. L 158 /27
                             VERORDNUNG ( EWG) Nr. 1313/78 DER KOMMISSION
                                                       vom 15 . Juni 1978
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ur­
                                                      sprung in Marokko
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                    Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 GEMEINSCHAFTEN —                                                   21 18 /74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                                    (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
                                                                    den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                   und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                    Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
                                                                    dem Koeffizienten multipliziert werden , der in Artikel
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des                   1 Absatz 2 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr.
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­                1180/78 festgesetzt worden ist.
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 11 54/78 (2), insbe­                Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für marokka­
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,               nische Tomaten an zwei aufeinanderfolgenden
                                                                   Markttagen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten
                                                                    unter dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine
 in Erwägung nachstehender Gründe :                                Ausgleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden .
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                        Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei                lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an             grunde zu legen :
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
 stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                  — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                    Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
 dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­                       chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden ,
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird . Die Aus­                    ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                          Parität dieser Währungen stützt,
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 fügbaren Einfuhrpreise sein .                                           kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                         der während des fortgesetzten Zeitraums für die
                                                                         Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1180/78 der Kommis­
                                                                         hendem Absatz festgestellt wird —
sion vom 31 . Mai 1978 zur Festsetzung der Referenz­
 preise für Tomaten bis zum Ende des Wirtschaftsjah­
res 1978 (3) wurde der Referenzpreis für dieses Erzeug­
nis der Güteklasse I für die Zeit vom 1 . Juni bis zum
 10 . Juli 1978 auf 58,19 Rechnungseinheiten je 100 kg              HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Eigengewicht festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                         Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­               Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle 07.01 M
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­            des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Ma­
ven Märkten , für welche Notierungen vorliegen , ver­              rokko wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 12,11
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                   Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht ange­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die                wandt .
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­                                        Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                                   Diese Verordnung tritt am 17. Juni 1978 in Kraft.
C ) ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5 . 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 144 vom 31 . 5 . 1978 , S. .5 .                    (4) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
P ) ABl . Nr . L 145 vom 1 . 6 . 1978 , S. 43 .                    (s ) ABl . Nr . L 90 vom 5 . 4. 1978 , S. 5 .
 ---pagebreak--- Nr. L 158 /28                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       16 . 6 . 78
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 15. Juni 1978
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Der Vizepräsident
                                                                   Finn GUNDELACH