CELEX: 51972PC0853
Language: de
Date: 1972-07-24
Title: VORSCHLAG EINER RICHTLINIE zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Funkstörungen durch Elektro-Haushaltsgeräte, tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte#VORSCHLAG EINER RICHTLINIE zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Leuchtstoffröhren (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (72) 853
Vol. 1972/0099
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- iXOMMISSION" DER-EURQEÄISCHEN" GEJI2INSCHAFTEN
                                                KOM(72 ) 853 endg.
                                                Brüssel , den 24« Juli 1972
                             VORSCHLAG EINER RICHTLINIE
                      zur Ungleichung der Rechtsvorschriften der
                      Mitgliedstaaten über Funkstörungen durch
                      Elektro-Eaushaltsgeräte , tragbare Elektro­
                             werkzeuge und ähnliche Geräte
                             VORSCHLAG EINER RICHTLINIE
                      zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
                      Mitgliedstaaten über Leuchtstoffröhren
                            (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   KDM(72 ) 853 endg.
 ---pagebreak---                             BEGRÜNDUNG
ALLG3MEINES
1 . Die vergleichende Untersuchung der mitgliedsstaatlxohen Rechts-
    und Verwaltungsvorschriften über Funkstörungen führte zur Feststel­
    lung zahlreicher Unterschiede in bezug auf die Art der Kontrol­
    len , die zulässigen Grenzwerte , die Meßgeräte und Meßmethoden so­
    wie die Einteilung in Gerätekategorien .
    Unterschiede dieser Art haben die Kommission veranlaßt , ein Ver­
    fahren zur Angleichung dieser Vorschriften aufgrund von Artikel
    100 des EWG-Vertrags in Gang zu bringen .
2 . Bei der Ausarbeitung des Richtlinienvorschlags über " elektrische
    Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungs gren­
    zen" wurde , wie aus Anlage II des Kommissionsvorschlags zu ent­
    nehmen ist , davon ausgegangen , daß die Harmonisierung der Rechts-
    vorschriften über Funkstörungen Gegenstand einer weiteren Richt­
    linie sein solle ,                                        ,
    Solange diese Richtlinien nicht erlassen sind , ist es nicht aus­
    geschlossen , daß das Inverkehrbringen oder die Benutzung eines Ge­
    räts , obwohl es den harmonisierten Normen entspricht und somit
    nach der Richtlinie über Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb
    bestimmter Spannungsgrenzen als betriebssicher zu gelten hat ,
    untersagt oder bestraft werden kann , wenn das Gerät nicht den
    Rechtsvorschriften über Funkstörungen des jeweiligen Landes ent­
    spricht , Das Inkrafttreten der deutschen Regelung ( Januar 1971 ),
    wonach der Benutzer eines Geräts , das nicht mit dem vorgeschrie­
    benen Funkschutzzeichen gekennzeichnet ist , ordnungswidrig han-»
    delt , hat die Gefahr von Handelshemmnissen wesentlich erhöht .
    Die Harmonisierung dieser Rechtsvorschriften hat deshalb einen
    Prioritätscharakter , der es gerechtfertigt erscheinen ließ , die­
    sen Sektor in der dritten Phase des vom Rat am 28 . Mai 1969 Se "
 ---pagebreak---       billigten Allgemeinen Programms zur Beseitigung der technischen
      Handelshemmnisse aufzuführen .
      Außerdem ist diese Richtlinie , die eine Beschränkung der Umwelt-
      belästigungen zwischen den Benutzern elektrischer Geräte ermöglichen
      wird , in der ersten Mitteilung der Kommission Uber die Politik der
      Gemeinschaft auf dem Gebiet des Umweltschutzes erwähnt ( gegenwär -*
      tige Tätigkeit , Anlage A , Seite 9 ) ( 1 ).
3»    Funkstörungen haben verschiedene Ursachen ; als Funkstörquellen
      kommen u.a . in Frage : Elektrische Zündanlagen für Verbrennungsmo­
      toren , Elektro-Haushaltsgeräte oder tragbare Elektrowerkzeuge ,
      Rundfunk- und Fernsehempfänger , Leuchtstoffröhren , wissenschaft­
      liche oder medizinische Geräte usw .
      Außer der Unterschiedlichkeit , die die als Funkstörquellen in Fra­
      ge kommenden Geräte kennzeichnet , ergibt sich ein . weiteres Prob­
      lem durch die Art der Störungsfortpflanzung , je nachdem , ob die
      Störschwingungen fortgeleitet oder abgestrahlt werden oder ggf .
      auch beides gleichzeitig .
      Aus' diesen Gründen war es in technischer Hinsicht möglich , einen
      allgemeinen , auf alle Fälle anwendbaren Text auszuarbeiten .
      Es erwies sich deshalb als erforderlich , für jede Gerätekategorie
      technische Vorschriften in spezifischen Richtlinien vorauseilen . Die
      ersten beiden Richtlinien dieser Art - über Fünkstörungen durch
      Elektro - Haushaltsgeräte , tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche
    , Geräte einerseits und durch Leuchtstoffröhren andererseits - sind
      Gegenstand dieses Vorschlags .
( 1 ) Dok. SEK ( 71 ) 2b1b vom 22 . Juli 1971
 ---pagebreak--- ALLGEMEINE ERLAU TERUNGEN ZU DEN RICHTLINIENVORSCELAGSN
1 » Harmonisierungslo'sun ?
     Diese Richtlinie sehen eine Lösung vor , die in allen Mitglied-
     Staaten eine Ablösung der bis zum Inkraftreten der Richtlinien
     in den Kitgliedstaafcen geltenden einschlägigen Bestimmungen durch
     die in den Richtlinien vorgesehenen technischen Vorschriften und
     Kontrollmodalitäten zum Ergebnis hat ( sogenannte totale Harmoni-
     sierungslösung) . Aus mehreren Gründen war es jedoch auf diesem
     Gebiet nicht möglich , die für elektrisch« Gerätd üblicherweise ange­
     wandte Methode der "Bezugnahme auf harmonisierte Normen" beizu­
     behalten , insbesondere deshalb , da es sich bei diesen Richtlinien
     vor allem um Vorschriften über die Kontrolle der Grenzwerte von
     Funkstörungen , die durch elektrische Geräte verursacht werden
     können , handelt und nicht um Bauvorschriften .
     Diese Lösung der "Bezugnahme auf Normen" hat einen nicht-obliga-
     torischen Charakter , der der gegebenen Aufgabenstellung , nämlich
     der Festsetzung von Grenzwerten , die sowohl für Einzelpersonen
     wie für die Prüfstellen in gleicher Weise verbindlich sind , nicht
     entspricht .
     Außerdem ist auf dem Gebiet der Funkstörungen nicht von der Hand
     zu weisen , daß sowohl in Benutzer- wie in Herstellerkreisen in
     bezug auf Umweltstörungen viel eher eine gewisse Tendenz zu Nach-
     lässigkeiten besteht wie etwa in bezug auf Sicherheitsanforderungen ,
     und daß deshalb zur Vermeidung einer kollektiven Beeinträchtigung
     häufig zwingende Rechtsvorschriften erforderlich sind .
 2 . Anpassung an den technischen Fortschritt
     Bei dieser Harmonisierungslösung , die technische Detailvorschrif-
     ten vorsieht und ihnaa auf Gemeinschaftsebene obligatorischen
     Charakter verleiht , besteht durch deren Aufnahme in eine Richtlinie
     stets das heikle Problem , diese Richtlinie von Zeit zur Zeit der
     Entv&cklung des technischen Fortschrittes folgend ändern zu müssen«
     Vor allem auf Fälle dieser Art bezieht sich die Entschließung des
     Rates vom 28 . Mai 1969 i die für die Änderung der in einer Gemein-
     schaftsrichtlinie enthaltenen technischen Vorschriften ein verein­
   fachtes Verfahren empfiehlt - ( 1 ) • ■              •         ■ .
     ( 1 ) ABl . Nr . C 76 vom 17*6.1969
 ---pagebreak--- Demzufolge wurde in der Richtlinie betreffend Elektro-Haushaltsge-
rHte , tra. bare Elektrowerkzeuge und - ähnliche -Geräte ein Ausschuß
für die Anpassung an den technischen Fortschritt vorgesehen , der
sich mit der Änderung der Vorschriften der Verschiedenen Richt­
linien befassen soll , die sich auf die Problematik der Funkstörungen
beziehen . Dies trifft vor allem dann zu , wenn die internationalen
Regeln des CISPR ( 1 ) geändert werden .                    '
Erläuterungen zum Richtlinienvorschlag betreffend Elektrohaushalts-
Geräte , tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte
- Artikel 1 besagt , daß die Richtlinie Elektro-Haushaltsgeräte ,
tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte betrifft . Der Anwen­
dungsbereich ist im Anhang genauer definiert .
~ Artikel 2 enthält die übliche Klausel des Inhalts , daß die Richt­
linie nach dem System der sogenannten " totalen" Harmonisierung abge-
faßt ist , d.h ., daß lediglich die Warän innerhalb der Gemeinschaft
in den Verkehr gebracht werden dürfen , die den Vorschriften dieser
Richtlinie genügen .                                        •
Bei der Ausarbeitung dieser Richtlinie erwies es sich als angezeigt ,
sich für eines der beiden bestehenden Systeme zu entscheiden : Ent­
weder müssen bei allen in den Verkehr gebrachten Geräten die zu­
lässigen Grenzwerte eingehalten sein oder - zweite Möglichkeit -
das Inverkehrbringen unterliegt keinen Auflagen , der Benutzer muß
sich 'jedoch vergewissern , daß sein Gerät ausreichend entstört ist
( diesbezüglich das Erfordernis einer aufklärenden Kennzeichnung)«
Wegen der Schwierigkeiten , die die letztere Lösung für den Benutzer
mit sich bringt , wurde der ersteren Lösung der Vorzug gegeben , d.h «,
daß alle in der Gemeinschaft in den Verkehr gebrachten Geräte den
Vorschriften der sie betreffenden Richtlininien genügen müssen .
Selbstverständlich kann sich die Harmonisierungsaktion nicht auf die
einzelstaatlichen Rechtsvorschriften beschränlen , die das Inverkehr-
bringen der Geräte regeln , sondern muß sich in gleicher Weise auch
auf die Rechtsvorschriften beziehen , die auf den Benutzer abgestellt
sind ; sowohl die einen wie die anderen dieser Vorschriften müssen
durch die Gemeinschaftsrichtlinie harmonisiert werden , da sie sich
auf den freien Warenverkehr in gleicher Weise auswirken .
( 1 ) Comité international spécial des perturbations radioelectriques
 ---pagebreak---                                   - 5 -
- Artikel 3 prüft das Problem der Verantwortlichkeit für die Überein­
stimmung der Geräte mit den Vorschriften der Richtlinie .
Während der Ausarbeitung dieser Richtlinie übermittelte das "Bundes-
ninisterium für das Post - und Fernneldewesen" der Konni ssion ein Schrei­
ben , in den darauf hingewiesen wird , daß "in der Bundesrepublik Deutsch­
land die Käufe von elektrischen Geräten - veranlaßt durch die derzeitige
gesetzliche Regelung - auf die die Funk-Entstörung bescheinigende Kenn­
zeichnung der Geräte durch das Funkschutzzeichen des Verbandes Deutscher
Elektrotechniker ( VDE ) großen Wert legen und darauf vertrauen , daß sie
gegen unnötige Kosten für eine nachträgliche Funk-Entstörung abgesichert
sind . In demselben Schreiben wird die Aufnahme eines Artikels folgenden
Inhalts beantragt : " Die Mitgliedstaaten können verlangen , daß nur solche
Geräte in Verkehr oder in Betrieb genommen werden , bei denen die Überein­
stimmung der Geräte mit den Vorschriften dieser Richtlinie durch ein von
einer bevollmächtigten Prüfstelle erteiltes Prüfzeichen nachgewiesen wird ."
Das  "3undesministeriun für das Post- und Fernneldewesen" hielt es jedoch
für  möglich , statt der Kennzeichnung der Geräte durch ein Prüfzeichen auch
die  Bescheinigung einer bevollmächtigten Prüfstelle anzuerkennen . Ferner
war  erwähnt , daß "nach Ablauf von 5 Jahren nach Inkrafttreten dieser Richte
linie geprüft werden könnte , ob auf die in den beantragten Artikel vorge­
sehene Regelung verzichtet werden kann".
Die Konmission ist jedoch der Meinung , daß der Käufer bei den für die Richt­
linie gewählten S^dtem einen höheren Schutz genieße als es durch die gegen­
wärtig in Deutschland geltenden Rechtsvorschriften bewirkt werde , da alle
Geräte vor dem Inverkehrbringen innerhalb der Geneinschaft funkentstört
werden müssen und die Benutzer somit grundsätzlich nicht mit zusätzlichen
Kosten für die Funkentstörung zu rechnen haben , die bei dieser Regelung -
von wenigen Ausnahnen aufgrund besonderer technischer Gründe abgesehen -
zu Lasten der Hersteller gehen .
Außerdem kam die Konmission zu der Feststellung , daß das System der Kenn­
zeichnung bzw . der obligatorischen Bescheinigung , das auch in Deutschland
erst vor kurzer Zeit eingeführt wurde , viel zu hohe Kosten verursachen
dürfte , da es eine Vorkontrolle durch bevollmächtigte Prüfstellen voraus­
setzt , was aufgrund der Vielzahl der verschiedenen zu prüfenden Geräten
                                                                    ι
(Elektro-Haushaltsgeräte , Leuchtstoffröhren , Rundfunk- und Fernsehgeräte ,
tragbare Elektrowerkzeuge ) eine beträchtliche Ausrüstung erfordern würde ,
über die nicht alle Prüfstellen bereits verfügen ; darüber hinaus hätte die­
se Regelung zusätzliche Kosten für die Hersteller zur Folge , was sich letzt­
lich in nicht zu verkennendem Maße auf den Verkaufspreis auswirken würde .
                                                                     • • •/ ••••
 ---pagebreak---     Schließlich sei bemerkt , daß die von der Kommission gewählte Lösung
    die an meisten verbreitete isty selbst außerhalb der Gemeinschaft .
    Insbesondere ist sie auch im Vereinigten Königreich in Anwendung .
    - Artikel k ist der übliche Artikel , der für Erzeugnisse , die der
    Richtlinie genügen , den freien Warenverkehr vorschreibt : Durch die
    Vorschriften dieses Artikels und des Artikels 5 verpflichten sich die
    Staaten , keine einschränkendere Maßnahmen zu erlassen , als die , die
    in der Richtlinie zu überwachen .
    - Die Ausnahmeregelung des Artikels 6 betrifft den Schutz bestimmter
    Zonen von gemeinnützigem Interesse , in denen Funkstörungen die Ur­
    sache bedeutender Schäden sein können . Diesbezügliche spezifische Vor­
    schriften bestehen in fast allen Mitgliedstaaten : Zur Unterdrückung
    dieser Störungen können deshalb zusätzliche Entstörungseinrichtungen
    gefordert werden ; dabei handelt es sich jedoch um eine auf den Benutzer
    abgestellte Auflage lokaler Art ohne Unterscheidung nach der Hekunft
    des Geräts .
    - Die beiden folgenden Artikel (7 und8 ) beziehen sich auf die Bildung
    des Ausschusses für die Anpassung an den technischen Fortschritt und
    auf das für die Durchführung der Anpassung der Richtlinie an den tech­
    nischen Fortschritt vorgesehene Verfahren .
    - Die beiden letzten Artikel (9 und 10 ) sind Bestandteil aller Richt­
    linien ; sie betreffen die Durchführung der Richtlinie und weisen da­
    rauf hin , daß sie an die Mitgliedstaaten gerichtet ist .
*». Erläuterungen au den Artikeln des Richtlinienvorschlags betreffend
    Leuchtröhren
    Dieser Vorschlag zeigt dieselben Charakteristiken wie der Vorschlag
    betreffend Elektro-Haushaltsgeräte und tragbare Elektro Werkzeuge .
    Aus technischen Gründen wird hier die Störungunterdrückung durch eine
    Messung der Einfügungsdämpfung der Leuchte geprüft . Die zulässigen
    Grenzwerte und die Methoden für die Messung dieser Grenzwerte sind
 ' Gegenstand des Anhangs zu diesem Richtlinienvorschlag . .
 ---pagebreak---                                     -7-
In diesem Anhang werden zwei Meßniethoden vorgeschlagen , eine für Leucht­
stoffröhren der meistverwendeten Typen ( 20 , *K), 65 , 80 W) , die zweite
für die übrigen Typen .
Es ist anzunehmen , daß verhältnismäßig bald ausreichende technische
Unterlagen verfügbar sein werden , um eine allgemeine Einführung der
ersten Methode zu ermöglichen .
i.h >r';n " "lor hsteiligten Kreide
Die beteiligten Kreise waren an der Ausarbeitung der Richtlinie eng
beteiligt .
Anhörung der Beitrittsländer
Die Beitrittsländer haben der Anhörung einstimmig die Wahl öer CISPR-
Empfehlungen als Grundlage der technischen Arbeiten gebilligt . Däne­
mark und Norwegen treten für eine Musterzulassung ein . Nach dem Stand­
punkt Norwegens ist die vorgeschlagene Gleichsetzung der Erklärung des
Herstellers und des Konformitätszeichens unannehmbar . Norwegen hat
außerdem darauf aufmerksam gemacht , daß es sich aus technischen und ge­
ographischen Gründen manchmal gezwungen gesehen habe , zum Schutz seiner
Furküber tragungen noch strengere Grenzwerte als die vom CISPR empfoh­
lenen einzuführen .
Der Antrag der skandinavischen Länder konnte bei der Ausarbeitung des
Vorschlags nicht berücksichtigt werden . Er bezieht sich nämlich nicht
spezifisch auf das Problem der Funkstörungen , da er nicht nur die Lö­
sung dieses Richtlinienvorschlags in Frage stellt , sondern darüber
hinaus die gesamten Arbeiten der Kommission auf dem Gebiet der elek­
trischen Geräte , und dies steht im Widerspruch zu den Gepflogenheiten
und Wünschen aller anderen Länder . Die Lösung dieses Problems geht so­
mit über die in diesem Vorschlag behandelte technische Frage hinaus
und muß deshalb für den gesamten Sektor der elektrischen Geräte ge­
regelt werden .
Anhörung des Pariagents und des Wirtschaf ts-und Sozialausschusses
Die Stellungnahme dieser beiden Organe gemäß den Bestimmungen des Ar­
tikels 100 Absatz 2 ist erforderlich .
Die Durchführung der in der Richtlinie vorgsehenen Vorschriften wird
nämlich in mehreren Mitgliedstaaten eine Änderung von gesetzlichen
Vorschriften zur Folge haben .
 ---pagebreak---                RECHTS- IMD VMWALTüITC-SYORSCl'RIPrJN DHR iGTuLI^DSïAATJÏT
BELGIEN
- Königlicher Erlass vom 5 » November1932 über die Beseitigung oder Ver­
  ringerung der Funkbeeinflussung radioelektrischer Verbindungen.
- Königlicher Erlass vom 14 « Februar 1958 betreffend das Verbot der
  Verwendung bestimmter Elektromotoren, die Funkstörungen verursachen«
- Königlicher Erlass vom 24 * Juni i960 "betreffend Funkstörungen durch
  Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung .
- Königlicher Erlass vom 24 « Juni i960 betreffend Eörfunkstörung durch
  Pernsehbi ldkippgeneratoren .
- Königlicher Erlass vom 16 . Juni 1966 betreffend Funkstörungen durch
  gewerbliche , wissenschaftliche und medizinische Eochfrequenzgeräte .
- Königlicher Erlass vom 17 . August 1966 betreffend. Nichtanwendbarkeit
  der Bestimmungen des Erlasses vom 16 . Juni 1 966 auf .den Verkauf von
  Elektroresektionselektroden und ihre Verwendung durch Srzte und
  Tierärzte .
DEUTSCKLAND
– Gesetz vom 9 » August 1949 über den Betrieb von Hochfrequenzgeräten .
– Verfügung des Bundesministers für das Post– und Fsrnne ldewesen vom
  9 » Dezember 1961 zur Durchführung des Gesetzes vom 9 * August 1949 *
K'lAKKREICH
- Pinanzgesetz vom 31 . Kai 1 933 (Art . 114). -
– Dokret vom 1 . Dezember 1933 betreffend Verwaltungsvorschriften zur
  Bestimmung der Verpflichtungen von Herstellern , Betreibern , Wieder-
  verkäufen! und Benutzern elektrischer Anlagen oder Geräte .
 ---pagebreak---  Dekret Nr . 48-1947 vom 27 . Dezember 1948 , geändert durch Dekret
Nr , 49-485 vom 11 . April 1949 und Nr . 52-658 vom 6 . Juni 1952 ,
"betreffend die Errichtung eines Gemischten Ausschusses für den Schutz
des Rundfunk- und Fernsehempfangs bei der französischen Verwaltung für
Rundfunk und Fernsehen .                                           '
Verordnung vom 31 . März 1 934s Erste Liste von elektrischen Geräten , die
mit Funkent st (Jrungs einri chtungen ausgerüstet sein müssen , sowie Fest­
setzung der Verpflichtungen der Hersteller , Betreiber , Wiederverkäufer
und Benutzer elektrischer Anlagen oder Geräte (Art . 4 und 7 beibehalten).
Verordnung vom 9 » Mai 1951 zur Bestimmung der Störgrenzen für Funk–
Störungen durch elektrische Geräte und Anlagen .
Technische Vorschrift Nr . 1s Technische Charakteristiken des Messgeräts
zur Messung von Funkstörungen und Anwendungsvorschriften .
Technische Vorschrift Nr . 2s Messung der Störspannungen im Empfang ;
Messung der Anschlüsse zwischen Netz und Empfangsanlage .
Verordnimg vom 11 . Mai 1 951 s Festsetzung der Grenzwerte für Stör-
spannungen für bestimmte Kategorien elektrischer Geräte und der
Bedingungen für die Messung dieser Störungen ,
 Technische Vorschrift Nr . 3 s Messung der Störspannungen , die durch
 den Betrieb bestimmter Arten elektrischer Geräte hervorgerufen werden ,
 Schaltungsaufbau der Netznachbildung .
 Verordnung vom 11 . Mai 1 951 betreffend generelle Genehmigung für den
 Einbau von Funkentstörungsvorrichtungen bei bestimmten Arten elektrischer
 Geräte .
 Verordnung vom 23 . Oktober . 1953 über den Bau und Vertrieb elektrischer
 Geräte , durch die der Empfang von Rundfunksendungen gestört werden kann#
 Technische Vorschrift Nr . 4s Messung der Störspannungen beim Betrieb
 bestimmter Arten elektrischer Geräte , Schaltungsaufbau der Netznach–
 bildung .
 ---pagebreak--- Vorordnung vom 7 « Juli 1955 "betreffend, die Verwendung elektromedi–
zini scher Geräte , die Funkstörungen verursachen .
Verordnung vom 2 . August 1956 über die Verwendung gewerblicher , hand­
werklicher und wissenschaftlicher Hochfrequenzgeräte , die Funkst örungen
vorursr-chcn •
Technische Vorschrift Nr . 6 .
Verordnung vom 11 . Januar 1960 : Definition des "gestörten Rundfunk-
empfangs " im Frequenzbereich 30 bis 300 KHz .
Technische Vorschrift Nr . 8
Verordnung vom 22 . Februar i960 betreffend. Funkst örungen durch die
elektrischen Zündsysteme der Motoren von Motorrädern , Kotorfahrrädern ,
Mopeds und ähnlichen Motoren .
Verordnung vom 23 « Februar i960 betreffend Regelung , Bau und Verwendung
gewerblicher , handwerklicher und wissenschaftlicher Hochfrequenzgeräte ,
die Funkstörungen verursachen .
Technische Vorschrift Nr . 9 *
Verordnung vom 24 » Februar 1960 , ergänzt durch die Verordnung vom
7 » Dezember i960 und geändert durch Verordnung vom 7 » April 1961 ,
betreffend die Zulassungsbedingungen für Entstörungsvorrichtungen zur
Verringerung der elektromagnetischen Abstrahlung durch die elektrischen
Zündsysteme von Verbrennungsmotoren .
Verordnung vom 11 . Juli 1 9^0 , ergänzt durch Verordnung vom
7 . Dezember i960 und geändert durch Verordnung vom 7 » April 1961 , be­
treffend die Zulassungsbedingungen für Funkentstörungsvorrichtungen zur
Verringerung der elektromagnetischen Abstrahlung durch die elektrischen
Zündsysteme der Motoren von Motorrädern , Motorfahrrädern , Mopeds und
ähnliche Motoren .
Verordnung vom 7 » Dezember 19^7 betreffend Geräte für den individuellen
oder kollektiven Rundfunk– oder Fernsehempfang, die Funkstörungen in
den dem Rundfunk vorbehaltenen Frequenzbändern verursachen können®
 ---pagebreak---                                      - ί-                 111/16930/69-^ "J.OV , 5
                                                           Orig.ï P
ITALIEN
– Post- lind Fernmeldegesetz , erlassen durch Königliches Dekret vom
  27 ♦ Februar 1936 (Art . 262 bis 264).
– Königliches Dekret vom 11 . Dezember 1941 betreffend den Schutz des
  Rundfunks gegen Störungen durch elektrische Anlagen .
– Gesetz vom 9 » Februar 1968 zur Änderung der Vorschriften des Post– und
  Fernmeldegesetzes , die Rundfunk- und Fernsehstörungen betreffen .
NIEDERLANDE
Fernmeldegesetz von 1904 (Telegraaf en Telefoon Wet )
– Gesetz von 1952 betreffend gefährliehe , belästigende oder verschmutzende
  Betriebe (Hinderwet )*
Keine spezifischen Regelungen .
 ---pagebreak---                          VORSCHLAG EINER RICHTLINIE
            zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
        Staaten Uber Funkstörungen durch JElektro-Haushaltsgeräte , trag-
                                  »   , , '     \   *•
             bare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsge­
meinschaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,              ' x
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts - und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
In den meisten Mitgliedstaaten unterliegen Elektro-Haushaltsgeräte ,
tragbare Elektrowerkzeuge und andere Elektrogeräte , die Funkstörungen
verursachen können , in bezug auf diese Störungen zwingenden Bestimmungen ,
die von einem Mitgliedstaat zum anderen verschieden sind .
Die Unterschiede zwischen den innerstaatlichen Vorschriften behindern
den Handel mit Eiektro-Haushaltsgeräten , tragbaren Elektrowerkzeugen
und ähnlichen Geräten , die Funkstörungen verursachen können ; sie wir­
ken sich somit unmittelbar auf die Errichtung und das Funktionieren des
Gemeinsamen Marktes aus .
Es ist deshalb erforderlich , auf Gemeinschaftsebene die Regeln festzu­
legen , die hinsichtlich der zulässigen Grenzwerte der Funkstörungen , die
von den durch diese Richtlinie erfaßten Geräten verursacht werden , einzu­
halten sind , und die Verfahren für die Messung dieser Störungen zu be­
stimmen .
Zur Anwendung dieser Störgrenzwerte ist im allgemeinen zu unterscheiden ,
ob die Störungen als kontinuierlicher Ton oder als Rauschen im Gegen­
satz zu Knackgeräuschen hörbar wahrgenommen werden .
Zur Messung der Störungen , die von den durch diese Richtlinie erfaßten
Geräten verursacht werden , ist es erforderlich , die Geräte unter genau
festgelegten Meßbedingungen zu betreiben , die am Meßgerät aufgenommenen
Werte einheitlich zu interpretieren und die Messung auf einer statistischen
Grundlage durchzuführen,' die nach einheitlichen Bewertungsregeln für die
Prüfung der Übereinstimmung der Messungen mit den zulässigen Grenzwerten
festgelegt ist .
 ---pagebreak---                                  - ? -
Für Elektro-Haushaltsgeräte ohne motorischen Antrieb sind zusätzliche
Vorschriften erforderlich ; ferner sind programmgesteuerte Geräte eine
wesentliche Ursache von Funkstörungen .
Der technische Fortschritt erfordert eine häufige Anpassung der in
dieser Richtlinie und in den weiteren Richtlinien über Funkstörungen
festgelegten technischen Vorschriften . Es empfiehlt sich deshalb , zur
Erleichterung der diesbezüglich erforderlichen Maßnahnen ein Verfahren
vorzusehen , durch das eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitglied­
staaten und der Kommission in Rahmen des Ausschusses für die Anpassung
der Richtlinien , die zur Beseitigung der technischen Handelshemmnisse
auf dem Gebiet der Funkstörungen erlassen werden , an den technischen
Fortschritt gefördert wird -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLÄSSEN :
 ---pagebreak---                                       -   -, .
1 . Ziel dieser Richtlinie ist die Angleichung der Rechts - und Verwal-
    tungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Funkstörungen durch Elektro-
    haushaltsgeräte , tragbare Elektrowerkzeuge und andere Elektrogeräte , die
    kontinuierliche oder diskontinuierliche Funkstörungen ähnlicher Art her­
    vorrufen , durch Festlegung
          - der zulässigen Grenzwerte der durch diese Geräte verursachten
            Störungen ,
          - der Verfahren zur Messung dieser Störungen .
2 . Der Anwendungsbereich dieser Richtlinie ist im ersten Absatz ihres An­
    hangs genauer definiert .                                             :
3 . Als kontinuierliche oder diskontinuierliche Störungen gelten die in
    Punkt    1.1 . und 3 « 2.1 . des Anhangs definierten Störungen .
                                     Artikel 2
Die in Artikel 1 bezeichneten Geräte dürfen nur dann in den Verkehr gebracht
werden , wenn in bezug auf die zulässigen Grenzwerte der Funkstörungen , die
sie verursachen können , den Vorschriften dieser Richtlinie genügen .
                                    Artikel 3
1 . Der Hersteller oder Einführer des Geräts muß auf seine Verantwortung hin
    erklären , daß das Gerät den Vorschriften dieser Richtlinie genügt . Diese
    Erklärung ist auf der Gebrauchsanweisung , auf dem Garantieschein oder
    auf dem Gerät anzubringen .
                                                                        • • •/ • •
 ---pagebreak--- Die Verwendung der Zeichen oder Bescheinigungen , die von den Or­
ganisationen ausgestellt sind , die jeder Mitgliedstaat den anderen
Mitgliedstaaten und der Kommission mitgeteilt hat , befreit von der
im vorigen Absatz genannten Erklärung .
                           Artikel k
Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen oder die Verwendung
von elektrischen Geräten aus Gründen , die Funkstörungen betreffen ,
nicht verbieten oder behindern , wenn die Geräte den Vorschriften
dieser Richtlinie und ihres Anhangs genügen .
                          Artikel 5
Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen Maßnahmen , damit
bei amtlichen Prüfungen zur Feststellung , ob die Bestimmungen über
die zulässigen Störgrenzwerte der einzelnen Gerätekategorien einge­
halten sind , nur solche Meßverfahren angewendet werden , die den Vor­
schriften des Anhangs dieser Richtlinie entsprechen .
                          Artikel 6
Die Vorschriften dieser Richtlinie stehen der Anwendung der Vor­
schriften , die die einzelnen Mitgliedstaaten zum Schutz gemeinnützi­
ger Empfangsanlagen erlassen haben , oder erlassen , nicht entgegen .
                         Artikel 7
Es wird ein Ausschuß für die Anpassung der Richtlinie zur Beseiti­
gung der technischen Handelshemmnisse auf dem Gebiet der Funkstör-
ungen an den technischen Fortschritt - im folgenden "Ausschuß " ge­
nannt - eingesetzt , der aus Vertretern der Mitgliedstaaten besteht
und in dem ein Vertreter der Kommission den Vorsitz führt .
 ---pagebreak---                                  - 5--v- -
2 . Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung.
3 . Die zur Anpassung des Anhangs dieser Richtlinie – außer dessen
    Punkt 1 - und der Anhänge zu Sichtlinien , die auf diesem Gebiet nach
                                                                          1
    den in den Richtlinien festgelegten Bedingungen noch erlassen werden ,
    erforderlichen Änderungen werden nach dem in nachstehendem Artikel 8
    festgelegten Verfahren bestimmt .                    ,           •
                               Artikel 8
                                                                            1
1 » Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen ,
    so befaßt der Vorsitzende den Ausschuß von sich aus oder auf Antrag
    des Vertreters eines Mitgliedstaates .
2 . Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf
    der zu treffenden Maßnahmen . Der Ausschuß nimmt zu diesem Entwurf
    innerhalb einer Frist Stellung , die der Vorsitzende je nach der Dring­
    lichkeit der betreffenden Frage bestimmen kann . Die Stellungnahme
    kommt mit einer Mehrheit von zwölf Stimmen zustande , wobei die Stim­
    men der Mitgliedstaaten nach Artikel 1 *f8 Absatz 2 des Vertrages ge­
    wogen werden . Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil .
3 « a) Die Kommission trifft die in Aussicht genommenen Maßnahmen , wenn
        sie der Stellungnahme des Ausschusses entsprechen .
    b ) Entsprechen die in Aussicht genommenen Maßnahmen nicht der
        Stellungnahme des Ausschusses oder ist keine Stellungnahme er­
        gangen , so schlägt die Kommission dem Bat unverzüglich die be­
        treffenden Maßnahmen vor . Der Rat beschließt mit qualifizierter
        Mehrheit .
                                                           • • •/•
 ---pagebreak---   c ) Hat ?. ar Hat nach Ablauf einer Frist von drei Monaten , nachdem
      ihm der Vorschlag übermittelt worden ist , keinen Beschluß ge-
      faßt , so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission
      getroffen .
                                Artikel 9
1 . Die Mitgli®dstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen , um
     dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nach­
     zukommen , und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kennt
     nis .
2 . Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge , daß der Kommission der
     Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit­
     geteilt wird , die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden
     Gebiet erlassen .
                                Artikel 10
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                   ANHANG
zum Rieht linienvorschlag für die Angleichung
der Rechtsvorschriften der Kitgliedstaaten über
Punkstörungen durch Elektro-Haushaltsgeräte ,
tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte .
 ---pagebreak--- 1 . GELTUNGSBEREICH
    - Die folgenden Bestimmungen gelten für Elaktrohaushaltsgeräte , trag­
      bare Elektrowerkzeuge und andere elektrische Geräte , die ähnliche
      kontinuierliche oder diskontinuier liehe Punkst'drungen hervorrufen ,
      wie : Büromaschinen , Kino- oder Diapositivprojektoren , elektrische
       Spielzeuge , elektrische Plattenspieler , Melkmaschinen , elektro­
      medizinische Geräte mit motorischem Antrieb usw ., mit Ausnahme von
      Hochfrequenztherapiegeräten »
    - In den Bestimmungen sind die Störungsmessverfahren und die im Fre­
      quenzbereich 0,15 bis 300 MHz zulässigen Störgrenzen festgelegt#
      Tragbare Elektrowerkzeuge mit einer Leistung über 2 kW fallen nicht
      unter den Anwendungsbereich dieser Richtlinie .
    - Lose verkaufte Motoren fallen nicht unter diese Bestimmungen .
            \
      Sie sind mit einem Etikett zu versehen , durch das der Benutzer darauf
      aufmerksam gemacht wird, dass er für die Vorschrift smässige Entstörung
      des entsprechenden Geräts zu sorgen hat .
2 . MESSGERKTE UND MES SVERFAHREN
    2.1 . Frequenzbereich 0,15 bis 30 MHz
          – Das Messgerät entspricht den Angaben der Veröffentlichung Nr . 1
            des CISPR :
             "CISPR–Vorschrift für die Messapparatur für Frequenzen
            zwischen 0,15 uM 30 MHz ( 1961 )» mit Änderungen 1 ( 19^7)
            und 2 ( 1969 )".
          – Die StörSpannungen werden an den Geräteklemmen mit einer
            Netznachbildung in V-Schaltung von 150 _TV_ gemessen (vgl .
            Änderung 1 ( 19^7 ) ZVLT Veröffentlichung Nr. 1 ( 190I ) des CISPR).'
    2.2 . Frequenzbereich 30 bis 300 MEz                 *
          – Das Messgerät entspricht den Angaben der Veröffentlichung Nr . 2
            des CISPR :
            "CISPR-Vorschrift über die Messapparatur für Frequenzen
            zwischen 25 bis 300 MHz" ( 1961 ), mit Änderung Nr . 1 ( 1969 )»
          – Die Störspannungen werden mit Hilfe einer absorbierenden
            Zange gemäss Änderung Nr . 1 ( 1 9^9 ) zur Veröffentlichung Nr. 2
             ( 1961 ) des CISPR gemessen .
    2.3 » Messeinrichtung für Sfdrunfcen durch Schaltvorgänge
          Bei der Messung von Störungen durch Schaltvorgänge sind die in
          Ziffer 2.1 . und 2.2 . vorgesehenen Messgeräte durch Einrichtungen
          zu ergänzen, mit denen ausser dem Störpegel auch die Grenzdauer
          und die Knackrate gemessen werden können , von denen in den Zu–
          satzanforderungen über diese Art von Störungen die Rede ist .
 ---pagebreak---     2.4 « Allgemeine Betriebsbedingungen für die GerSte bei der Stör-
           un^'smossung
           Die allgemeinen Betriebsbedingungen , insbesondere die Nennbe–
           lastungen der Geräte sind in Ziffer 4 festgelegt ,
3 . GRENZEN
    3.1 • Störungen kontinuierlicher Art
           3.1=1 « Begriffsbestimmung
                      Als kontinuierliche Störung gilt eine elektromagnetische
                      Störung , deren Wirkung auf eine gegebene , normal betrie­
                      bene im läge nicht als eine Reihe aufeinanderfolgender
                      elektromagnetischer Einzelimpulse aufgefasst werden kann .
           3.1 . 2 . Grenzwerte
                      Die Grenzwerte sind aus nachstehenden Tabellen 1^ und
                      Ig ersichtlich.
    TABELLE I A : Grenzwerte für Elektro gerSte , ausgenommen tragbare
                      Elektrowerkzeuge
   Frequenz­           Bezugs grenz­        Grenzwerte , abgelesen an einem
   bereich in          werte                CISPR–Gerät
     ; MHz
                                            'lypenprufung      Prufversuche an
                                             ( für Prüfbe–     Stichprobe (für
                                            scheinigung)       Kontrollen )
                                        i    (Artikel 3 ) (*)  (Artikel 5 / (*)
                                        I
   0,15 - 0,5          66 dB (ji?)         64 dB (}iV )         68 dB (jiV)
                       =2mV ( CISPR)
   0,5   - 30          60 dB (uV )         58 dB (uV )          62 dB (uV )
                       = 1 mV ( CISPR)
   30               I 45 dB ( pw)      i 43 dB ( pW )           47 dB ( pW )
   bis              I frequenzabhangi;] :e lineare Schwankung
   300                 55 dB ( pW )        53 dB ( pW )         57 dB ( pW)
(*) Richtlinie des Rats vom                über Funkstörungen (Rahmenrichtlinie )
 ---pagebreak---  TABELLE L ; Grenzwerte für tragbare Elektrowerkzeuge mit einer
 ––––– Leistung "bis zu 2000 W
 Leistung des       Frequenzbe­    Bezugsgrenz-       An einem CIoPR-Gerät ab­
 Werkzeugs          reich in       werte •'    '      gelesene Grenzwerte
      W                MHz
                                                      Typenprufung     Prüfversuch
                                                      ( für Prüfbe­    an Stich­
                                                      scheinigung      probe ( für
                i
                Ι
                                                                       Kontrollen )
                    0,15 - 0,5     66 dB (uV )          64 dB (jiV )    68 dB (jiV )
    700             0,5   - 30     60 dB (uV )          58 dB (uV )     62 dB (uV )
                    30             45 dB ( pW )        43 dB ( pW )     47 dB ( pW )
                    bis            frequenzabhKng ige lineare Schi jankung
                    300            55 dB ( pW )        53 dB ( pW )  j  57 dB ( pW )
                                                                     I
    von             0,15 - 0,5     70 dB (jiV)          68 dB (uV )     72 dB (pV )
    700
    bis
                 I 0,5 - 30 (*)
                 I
                                   64 dB (uV )         62 dB (uV )      66 dB (uV )
  1000
  ( ein–            30             49 dB ( pW )        47 dB ( pW )     51 dB ( pW )
                    bis            frequenzabhSn^ ige lineare Schi rankung
  schliess-
  lich)             300            59 dB ( pW )        57 dB ( pw )  ;  61 dB ( pW )
    von
                 | 0,15 - 0,5      76 dB (juV )        74 dB (uV )   |  78 dB (jiV )
                 | 0,5 - 30 (*)
                                                                                1
  1000
    bis
                                   70 dB (uV )         68 dB ( JIV) 1   72 dB (uV )
  2000
  ( ein-            30             55 dB ( pW )        53 dB ( pW )     57 dB ( pW )
                    bis            fre quenzabhSng ;ie lineare Schw< mkung
  schliess-
  lich)             300            65 ■ dB ( pW )  i
                                                       63 dB ( pW )     67 dB ( pW )
                                 1
(*) Anmerkung ; Resonanzspitzen zwischen 3 und 30 MHz sind jedoch zulässig ,
                    Sie überschreiten die Grenzwerte um höchstens 6 dB und
                    haben eine Gesamthandbreite von höchstens 3 MHz .
3.2 . Störungen diskontinuierlicher Art oder "Knackgeräusche "
      3.2.1 .
              - Als Knackgeräusche werden Störungen bezeichnet , deren
                   Dauer , gemessen am Ausgang der Mittelfrequenzkreise eines
                   CISPR-Empfängers , 200 ms nicht übersteigt .
              - Als charakteristischer Störpegel gilt der höchste ver­
                   bleibende Knackgeräuschpegel , nachdem von der Gesamtzahl
                   der "Knackgeräusche " das Viertel mit den höchsten Werten
                   eliminiert worden ist ( Methode des oberen Viertels –
                   siehe Beispiel unter Ziffer 5 )«
 ---pagebreak---                                    - 4' -
                                    ί ι ··
3,2.2 » Grenzwerte
        3.2.2,1 . Der Grenzwert L für die charakteristischen Störpegel der
                   verursachten ''Knackgeräusche " wird in dB nach folgender
                   Formel bestimmt ;
                               I
                         L = Lo + 20 log1Q |0          auch Ziffer 3.2.2.5)
                   wobei
                   Lcder zulassige Pegel für Störungen kontinuierlicher Art
                   nach den Tabellen       1111(1 vor Ziffer 3.1.2 . ist#
                   N ist die "Knackrate " je Minute .
                   Die Knackrate N wird nach Ziffer 3.2.2.4 . berechnet .
                   Die Formel gilt nur für solche Werte von N , die der Be­
                   dingung 0,2<N^30 entsprechen#
                 . Es werden lediglich die "Knackgeräusche " zur Bewertung der
                   Störung in Betracht gezogen , deren Störpegel die Grenze
                   Lc überschreiten »
                   Die Beobachtungszeit T ist in Ziffer 4.1.1 « 5 « festgelegt ,
                   zusammen mit weiteren ggf . erforderlichen Angaben zu N.
        3.2.2.2 . Ubersteigt das durch die Schaltvorgänge hervorgerufene
                   Geräusch nicht die Dauer von 200 ms , so wird es als ein
                   einziges "Knacken" angesehen .
        3.2.2.3 . Innerhalb 2 s sind höchstens 2 "Knacke " von maximal 200 ms
                   zulässig ; im gegenteiligen Falle wird die Störung als
                   kontinuierlich angesehen , wobei die Grenze L anzuwenden
                   ist .                                          °
        3.2.2.4 » Die Knackrate N wird aus der Gesamtzahl n der den Grenz­
                   wert Ic uberschreitenden Knackgeräusche , die während der
                   Beobachtungszeit T (in Minuten ) gezählt werden , nach
                   folgender Formel berechnet t
                                               Τ
        3.2.2.5 » Die Grenzen des Störpegels von Störungen , die durch daa
                   Schalten der Kontakte von Geräten mit Thermostaten verur­
                   sacht werden, ergeben sich aus der Formel nach Ziffer 3*2.2.1 ,
                   abgesehen von folgenden zwei Ausnahmefällen !
                   3.2.2.5.1 . Bei Wärmeplatten , Backröhren , Fritüren ,
                               elektrischen Heizkörpern , Heizlüftern , Kon–
                               vektionsheizkörpern , Kühlschränken , Heisswasser-
                               bereitern (Tauchsieder, Heisswasserbereiter mit
                               und ohne Speicher, Durohlauferhitzer), elek­
                               trischen Waffeleisen , Wasserkochem , elek­
                               trischen Kaffeemaschinen , Milchwärmern, Steril-
                               isatoren, biegsamen Elektrogeräten
                                                                  • • •/ •• •
 ---pagebreak---                               . (Heizkissen , Heizdecken , Bettwärmer ) und
                                ähnlichen Geräten beträgt der Wert für LQ
                                bei Frequenzen zwischon 0,15 und- 0,2 EEz
                                70 dB , *
                                   -       >
                   3.2.2.5.2 . Bei Bügeleisen , Priturpfarmen , Kochtöpfen ,
                                Brotröstern und Küchenherden mit automatisch
                                geregelten Lochplatten müssen die Kontakte
                                verzögerungsfrei schalten (Dauer des Knack-
                                geräusches unter 10 ins ); pro Minute dürfen
                                höchstens 5 Knackgeräus che auftreten . In
                                diesem Falle wird keine Grenze vorgeschrieben .
                                Erfüllen die Geräte nicht diese Anforderungen ,
                                BO werden sie nach Ziffer 3»2S2.5«1 . behandci
Einhaltung der St orFrenzen
3.3.1 . Die Einhaltung der Störgrenzen wird beurteilt
        a ) entweder auf statistischer Grundlage , d.h , aufgrund von
            Prüfversuchen , die an einem Los von mindestens 5 Geräten
            gleichen Typs vorgenommen werden , oder , falls dies infolge
            aus sergewöhnlicher Umstände nicht möglich ist , an einer
            Stichprobe von 3 Geräten .
        b ) oder aufgrund der Prüfung eines einzigen Gerätes , das
            stichprobenweise einer Serie entnommen wird .
            Ergibt sich jedoch in diesem Falle ein ungünstiges Resul­
            tat , so kann eine Entscheidung erst nach einer Stichproben-
            prüfung auf statistischer Grundlage von 3 bis 10 Geräten
            derselben Serie getroffen werden .
3.3.2 . Statistische Kethode
        3.3.2.1 • Um sicherzustellen, dass 80 $ der Geräte mit einer
                   Wahrscheinlichkeit von 80 % keine grössere Störung
                   hervorrufen , als der zugelassenen Grenze L entspricht ,
                   muss folgende Bedingung erfüllt sein ;
                            x     + k s <rL
                                n       n ^>-
                   L ist die zulässige Grenze
                   x  ist das arithmetische Mittel der Störpegel der
                   n Geräte des Loses                „ .
                   ■ a- 7                 / (n - 1 ) * - -
                   x ist der Störpegel des Einzelgeräts
                   k ist der Koeffizient aus den Tabellen der. nicht-
                   zentralen Verteilung t , durch den gewährleistet wird,
                   dass innerhalb eines bestimmten Vertrauensbereichs die
                   vorgeschriebene Grenze von keinem höheren als dem fest­
                   gesetzten Prozentsatz von Geräten überschritten wird.
 ---pagebreak---                           Für k werden- folgende Werte eingesetzt :
                             η    3     4      5      6    8     10
                             1ε   2,04 1 , 69 1,52 1,42 1,30 1,24
                          Die Werte x, xn, sß und L werden in logarithmischen Ein­
                          heiten ausgedrückt ( cC3 ).
             3 .3 »2 .2 . Führt der an der Stichprobe durchgeführte PrüfVersuch zu dem
                          Ergebnis , dass die Geräte den Anforderungen von Ziffer 3=3.2.1 .
                          nicht genügen , so kann der Versuch wiederholt werden , wobei
                          die Ergebnisse mit denen des ersten Loses in der Weise kombi­
                          niert werden , dass eine Beurteilung der Einhaltung der Stör–
                          grenzen bei einem umfangreicheren Los ermöglichst wird ; ins­
                          gesamt dürfen jedoch höchstens zehn Geräte geprüft werden .
BETRIEBSBEDIKGÜNGSN DER GERATE BEI DER STOHUNGSMSSSUNG
4.1 • Bedingungen betr . Betriebsweise , Betriebsdauer und Ergebnisauswertung
      4.1.1 » Bei Inbetriebnahme des Gerätes sind folgende Bedingungen einzu­
              halten ;
              4.1 . 1.1 . Die Belastung des Gerätes entspricht der Vorschrift von
                           Ziffer 4*2 ., bei Geräte , die nicht unter diese Ziffer
                           fallen , den normalen Betriebsbedingungen nach den Angaben
                           des Herstellers ;
              4*1 « 1.2a Die Betriebsdauer muss bei Geräten , bei denen die normale
                           Betriebsdauer angegeben ist , dieser Angabe entsprechen ; in
                           allen anderen Fällen ist die Betriebsdauer nicht begrenzt ;
                           es wird empfohlen , das Gerät während der bei den ver­
                           schiedenen Frequenzen vorgenommenen Messungen in Betrieb zu
                           halten .
              4*1*1 * 3 * Die Einhaltung einer bestimmten Betriebsdauer vor Beginn der
                           Messungen ist nicht vorgeschrieben, jedoch muss das Gerät
                           genügend lange in Betrieb gewesen sein , damit der für seine
                           normale Verwendung charakteristische Beharrungszustand er­
                           reicht ist . Diese vorausgehende Inbetriebnahme ist durch den
                           Hersteller vorzunehmen ,
              4.1 * 1.4 * 2er Motor ist normalerweise an die Nennspannung anzuschliessen .
                           Ist jedoch der Störpegel stark spannungsabhängig, so wird eine
                           Messung bei den Frequenzen durchgeführt , die sich den Grenz­
                           werten am meisten nähern , und zwar unter Anschlusspannungen
                           gleich' dem 0,9' fachen und dem 1,1 fachen der Nennspannung des
                           Motors , Bei Geräten mit mehr als einer Nennspannung sind die
                           Messungen bei derjenigen Nennspannung durchzufi'hren , bei der
                           die Störungen am stärksten auftreten .
 ---pagebreak---                                       –7 –
          4.1.1.5 » Die Beobachtungs zeit T gemäss Ziffer 3.2.2 . ist :
                    – bei Geräten mit automatischer abscl^-lvaa-- ~ I :_ cn
                       der Dauer des vollständigen Prograrnas von der In­
                       gangsetzung bis zur endgültigen Stillsetzung ;
                    – bei Geräten ohne automatische Abschaltung gleich
                       der zur Beobachtung von mindestens 40 Knacken er­
                       forderlichen Zeit ; diese Zeit wird auf 2 Stunden
                       begrenzt , wenn innerhalb von 2 Stunden keine 40 Knacke
                       registriert werden konnten ;
                    – zur Ermittlung der Knackräte N wird das jeweils un­
                       günstigste Progrcjnm ausgewählt .
4.1 . 2 . Zur Auswertung der Messwerte wird wie folgt verfahren :
          4.1.2.1 . Die Signale des Messgerätes werden zunächst für jede
                    Kessfrequenz während einer Mindestdauer von 15 s be­
                    obachtet ; in Betracht gezogen werden die höchsten Mess–
                    werte ;
          4*1.2.2 . Werden im Frequenzbereich von 30 bis 300 MHz Messungen
                    an einem Einzelgerät durchgeführt , so müssen sie nach­
                    stehende Bedingungen erfüllen :
                    4.1.2.2.1 . Die Messungen werden im gesamten Frequenz–
                                 spektrum durchgeführt ;
                                 Anmerkung : – Es wird angenommen , dass das
                                               gesamte Frequenz spektrum durch
                                               Messungen bei folgenden Fre­
                                               quenzen erfasst wird :
                                               45 , 65 , 90 , 150 . 180 , 220 MHz
                                               Die Toleranz für alle diese Fre­
                                               quenzen beträgt i 5 MHz .
                    4*1.2.2.2 . Die Messungen werden bei mindestens einer Nach–
                                 barfrequenz jeder der folgenden Frequenzen wieder­
                                 holt
                                               45 , 90 , 220 MHz
                    4.1.2.2.3 . Sind die Unterschiede , die bei der Messung der
                                 Störpegel gemäss Ziffer 4*1*2.2.1 . und 4*1.2.2.2 .
                                 festgestellt worden sind , kleiner oder gleich
                                 2 dB für die betreffenden Frequenzen , so wird
                                 die nach Ziffer 4*1 . 2.2.1 . erhaltene Kurve als
                                 gültig eingesehen . Sind die Differenzen grösser
                                 als 2 dB , so wird die Messung mit dem voll­
                                 ständigen Frequenzband wiederholt und der höchste
                                 bei jeder Frequenz gemessene Störpegel in Betracht
                                 gezogen .
                                                                    • • •/ •
 ---pagebreak--- Nennbelastung von Gersten - mit elektromotorischem Antrieb
4 »2 . 1 , lillektrohaushaltsgeräte mit Motor und ähnliche Geräte
            4.2.1.1 * Staubsauger : Dauerbetrieb ohne Zubehör bei
                             maximalem Luftdurchsatz , jedoch mit angeschlossenem
                        .    Staubsack .
            4.2.1.2 . Bohnermaschinen : . Dauerbetrieb ohno              i.c.s _ -■
                             lastung der Bürsten#
            4.2.1.3 « Nähmaschinen
                             a ) Dauerstörung durch den Motor : Dauerbetrieb des
                                 Motors mit leerlaufendem Nähgetriebe , Der Regler
                                 muss sich in einer Stellung befinden , die der
                                 Höchst drehzahl des Motors entspricht ,
                             b ) Störungen beim Ein– und Abschalten des Motors :
                                 die Motordrehzahl muss innerhalb von 5 s ihren
                                 Höchstwert erreichen . Beim Abschalten muss der
                                 Schalter sohneil betätigt werden . Zu ermitteln
                                 ist die Knackrate N unter der Voraussetzung , dass
                                 alle 15 s ein Einschalten stattfindet ,
          • 4.2.1.4 » Saftpressen : siehe unter Ziffer 4.2.1.7,'
            4.2.1 . 5 . Elektrische Uhren : Dauerbetrieb
            4.2.1.6 . Ventilatoren : Dauerbetrieb bei maximalem Luftdurch–
                             satz ; Ventilatoren mit Keizeinrichtung sind nach­
                             einander mit und ohne Heizung zu prüfen .
            4.2.1.7 » Nahrungsmitte 1–Mischor (Kuchengeräte ) : Prüfung
                             ohne Belastung , Geschwindigkeitsregler einmal in
                             der Stellung für mittlere Drehzahl , einmal für Höchst-
                             drehzahl ,
            4.2.1.8 , Flüssigkeitsmischer : wie Ziffer 4.2.1.7 »
            4.2.1.9 » Kühlschränke : Prüfung im Dauerbetrieb bei ge­
                             schlossener Türe , Der Thermostat ist auf den
                             Mittelwert des Regelbereichs einzustellen . Der
                             Schrank muss leer und darf nicht erwärmt sein .
                             Die Messung erfolgt nach Erreichen des Beharrungs–
                             zustandes ,
                      , Die Knackrate wird in der Weise berechnet , dass die
               • _         • Hälfte der Einschaltzeiten je Stunde angenommen wird .
             . - .... ry (Die Vereisving des Kühlelements bewirkt , dass im
                 ;    .      normalen Betrieb die Einschaltzeiten etwa doppelt so
                   :      , lang sind wie bei leerem Kühlschrank)#
 ---pagebreak--- 4.2.1.10 . Was chmas chinen : Prüfung mit Vesser , jedoch ohne \ l&sche »
           Bei Laschirien mit Thermostat ist dieser auf die Kaximal-
           temperatur einzustellen , jedoch auf höchstens 90° C.
           Als Programm der Maschine ist dasjenige einzustellen , das
           die höchste Knackrate N erzeugt .
4.2.1.11 . WSs che s chleudern : Prüfung im Dauerbetrieb ohne Belastung
4.2.1.12 . Geschirrspülmaschinen : wie Ziffer 4*2*1 . 10
4.2.1.13 . Haartrockner : wie Ziffer 4.2.1.6 .
4.2.1.14 * Rasierapparate und Saarschneidemas chinen : Prüfung; im
           Dauerbetrieb , Prüfdauer mindestens 10 Linuten .
4.2.1.15 * Hassagsapparate : Prüfung im Dauerbetrieb ohne Belastung
4.2.1.16 . Buromaschinen
           4.2.1.16.1 . Schreibmaschinen : Dauerbetrieb .
           4.2.1 . 16.2 . Addiermaschinen , Rechenmas chinen , Registrierkassen
                          a) Störungen durch den Eotor: Der Motor soll mög­
                              lichst so lange Zeit in Betrieb sein , dass
                              eine nicht durch Schaltstörungen beeinflusste
                              Ablesung möglich ist .
                          b ) Schaltstönuven: Unterbrochener Betrieb mit
                              mindestens 30 Einschaltungen je Kinute . Lassen
                              sich 30 Einschaltungen je Minute nicht erz-
                              reichen , so muss der unterbrochene Betrieb
                              soviele Einschaltungen je Kinute umfassen ,
                              als sich im praktischen Betrieb erreichen lassen .
           4*2.1.16.3 . Re chenmaschinen : Diese müssen bei der Prüfung ver­
                          schiedene Rechenoperationen ausführen (beispiels­
                          weise Addition, Division), möglichst mit mindestens
                          30 Einschaltungen je Kinute bzw ., falls dies un­
                          möglich ist , mit der grossten erzielbaren Schalt–
                          häufigkeit .
4.2.1.17 . Projektoren
           4.2.1.17.1 • Kinopro jektoren : Prüfung im Dauerbetrieb mit Film
                          und eingeschalteter Lampe ».
 ---pagebreak---                                         - 10 -
                   4.2.1.17.2 . Biaposit iv-Pro j ektoren : Prtifung im Dauerbetrieb ,
                               ■ ohne Diapositive , aber mit eingeschalteter Lampe .
                                 Ermittelt wird, die Knackrate N mit vier Bild-
                                 wechselschaltungen je Minute ohne Diapositiv «
        4«2.1.18 . Kaffemühlen : Betrieb ohne Mahlgut
        4.2.1.19 . Rasenmäher : Dauerbetrieb ohne Belastung
        4*2.1.20 . Melkmaschinen : Dauerbetrieb ohne Vakuum
4.2.2 , Tragbare Werkzeuge mit Elektromotor
        4.2.2.1 .  Bohrmaschinen : Dauerbetrieb ohne Belastung .
        4.2.2.2 .  Schraubmaschinen und Schlagschraubmaschinen : wie Ziffer 4*2.2.1 .
        4.2.2.3 .  Handschleifmaschinen mit rotierendem Werkzeug , Polier- -und
                   Tellerschleifmaschinen : wie Ziffer 4-2 . 2.1 .
        4.2.2.4 . Schleifmaschinen^ soweit nicht unter 4«2.2.3 . fallend:
                   wie" Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.5 » Sägen und Schneidwerkzeuge (Messer usw .) : wie Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.6 .  Hämmer : wie Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.7 .  Spritzpistolen : Dauerbetrieb , mit leerem Behälter und ohne
                   Zubehör ,
        4.2.2.8 .  Scheren : wie Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.9 .  Gewindeschneidmaschinen i wie Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.10 . StichsSgen für Holz und ähnliche Werkstoffe : wie Ziffer 4.2.2.1 .
        4.2.2.11 . Innenrüttler : Dauerbetrieb in der Mitte eines runden mit
                   Wasser gefüllten Behälters aus Stahlplatten , Wasservolumen
                   gleich dem Fünfzigfachen der Rüttelflasche .
        4.2.2.12 * Schlagbohrmaschinen : wie Ziffer 4.2.2.1 «
        4.2.2.13 . Hobel : wie Ziffer 4.2.2.1 .
4.2.3 » Tonaufnahme– oder -Wiedergabegeräte             '
        4.2.3.1 .  Plattenspieler : Dauerbetrieb ohne Schallplatte
                                                                • O •/ •
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               4.2.3*2 . Tonband- und Diktiergeräte : Dauerbetrieb mit
                         Band                      - .
               4.2.3.3 . Tonfilmprojjektoren : Dauerbetrieb mit Film und
                         eingeschalteter Lampe
       4.2.4 . Elektromedizinische Geräte 'mit elektromotorischen Antrieb
               Anmerkung : Ziffer 4.2.4. wird zur Berücksichtigung des
                             aktuellen Standes der Technik z.Z. überprüft
               4.2.4.1 . Zahnärztliche Bohrmaschinen .
                         a ) Dauerstörungen durch den Motor : Motor im
                             Dauerbetrieb mit leerlaufendem Bohrwerk . Der
                             Geschwindigkeitsregler ist auf höchste Dreh­
                             zahl einzustellen .
                         b ) Geräusche beim Ein - und Ausschalten : die Motor
                             drehzahl muß innerhalb von 5 s von 0 auf den
                             Höchstwert ansteigen . Beim Abschalten muß der
                             Geschwindigkeitsregler sofort in seine Ausgangs
                             Stellung zurückkehren . Zur Ermittlung der Knack
                             rate N ist zwischen zwei Einschaltungen eine
                             Zeitspanne von 15 s einzuhalten .
               4.2.4.2 . Sägen und Resektionsmesser : Dauerbetrieb ohne
                         Belastung
               4.2.4.3 . Elektrokardiograghen und ähnliche Registrier­
                         geräte : Dauerbetrieb mit Registrierbänd
               4.2.4.4 . Pumpen : Dauerbetrieb mit Flüssigkeit
4.3 . Zusatzbedingungen_für Elektrohaushaltsgeräte ohne Motor
      4.3.1 .  Bei der Messung der Störungen von Elektrohaushaltgeräten
               ohne Motor sind folgende Bedingungen einzuhalten :
               1 ) Die Bedingungen für "Nennbelastung" nach den das Ge­
                   rät betreffenden Normen ;
               2 ) es wird keine bestimmte Vorbetriebsdauer vorgeschrieben ,
                   jedoch muß das Gerät vor Beginn der Messung hinreichend
                   lange in Betrieb gewesen sein , damit der für seine nor­
                   male Verwendung charakteristische Beharrungszustand er­
                   reicht wird ;
               3 ) das Gerät ist an Nennspannung anzuschließen . Ist jedoch
                   der Störpegel stark spannungsabhängig , so wird eine
                   Messung jeweils bei einer Frequenz der beiden Bänder
                   bei Spannungen gleich dem 0,9-fachen und dem 1,1-fachen
                   der Nennspannung des Geräts durchgeführt .
                                                                 • •/ • • •
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4.3.2 , Norma lbe las tun ^on
        Vor Beginn der Lessungen müssen die Geräte den thermischen
        Beharrungszustand erreichen .
        Kann der vorgeschriebene Betriebsfaktor (Einschaltdauer ) nicht
        erreicht werden , so wird der höchstmögliche Viert angewendet .
        4.3.2.1 . Küchenherde mit eine r oder mehreren Kochplatten mit
                   Temperatur– oder Lo istunpsre f-o lung :
                   Betrieb unter den Bedingungen der Nutzwärmeerzeugunr-; ein
                   wassergefüllter ^.luminiumtopf wird auf die Kochplatte auf­
                   gesetzt und bis zum Kochen erhitzt . Die Knackrate N wird
                   definiert als die Hälfte der Anzahl der Schaltvorgänge
                   ( Offnen und Schliessen) der Regeleinrichtung, beispielsweise
                   eines Thermostats , wenn dieser auf eine Einschaltdauer von
                   50 % eingestellt ist ,
        4.3.2.2 . Küchenöfen : Betrieb ohne Ausnutzung der Wärmeentwicklung ,
                   bei geschlossener Tür , Die Knackrate wird für eine Ein–
                   schaltdauer der Regeleinrichtung von 50 % ermittelt ,
        4.3.2.3 . Wärme platten , Wärmetische , Wärmekästen , Wärmeschränke :
                   Betrieb ohne Ausnutzung der erzeugten Wärme , Die Knack–
                   rate wird für eine Einschaltdauer der Regeleinrichtung
                   von 50 % ermittelt «
        4.3.2.4 . Dampferzeuger für die indirekte Beheizung von Gross–
                   kticaengeraten , offene Wasserbaders Betrieb mit Ausnutzung
                   der entwickelten WSrme und mit normaler Wassermenge . Die
                   Knackrate wird für eine Einschaltdauer der Regeleinrichtung
                   von 50 °/o ermittelt ,
        4.3.2.5 . Pfannen , Tischbrathauben , Fritüren : Betrieb mit Aus­
                   nutzung ; der erzeugten Wärme , Der Olstand über dem
                   heissesten Teil der Heizfläche muss betragen :
                                 30 mm bei Pfannen
                                 10 mm bei Tischbrathauben
                                 10 mm bei Fritüren ,
                   Die Knackrate wird für eine Einschaltdauer der Regelein-
                   richtung von 50 % ermittelt .
        4.3.2.6 , Elektrische Waffeleisen , Grills : Betrieb ohne Ausnutzung
                   der entwickelten' Wärme und in geschlossenem Zustand , Die
                   Knackrate wird für eine Einschaltdauer der Regeleinrichtung
                  von 50 % ermittelt#
                                                            • • •/ • « *
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4.3.2.7 » Kochkessel . I£-rpfer , ortsfeste rass-Tkechcr , Eccatopfe ,
           Betrieb mit Ausnutzunf der entwickelten iiarce , Gerat zur
           Eälfte mit Hasser f^efüllt und ohne Deckel . Die Zhackrste
           wird "bei Hef^leinrichtun^en für kontinuierliche oder stufen­
           weise Temperaturregelung zwischen 20° und 1C0° C für einen
           mittleren Einstellwert ( 6C°C) ermittelt .
4.3.2.8 . Abs orpt i or_s!c*ihls chrähke ; wie Ziffer 4.2.1 « 9»
4*3 .2.9 * Bü~e Inaschinen (Tischbu^el£*e:r5te , 3üp-eIrt-schir.en dt ue>-
           laiifander « alze , irXe Ipressen ): Die Ehackrate der TsniperGtro-
           rereleinrichtunf^n wird ohne Ausnutzung der entwickelten rrSrae
           ermittelt ; die Eeizfl-che nnss sieb, in .geöffneter Stellung "be­
           finden und der Therscsxat aof eine hohe Temperatur eingestellt
           sein . Die Knackrate der Störungen durch den Satorscb2.lt er ist
           unter selchen Bstrictsb-cdinTunren zu ercdtteln, äass die ent­
           wickelte rcarae das Sudeln von srwei feuchten Zscdtuchern
           (ca . 1 m x 0,5 m) je Eiirute gestattet . Zur Er^vfclunF des
           zulässigen Störpegels ist die Surzse der beiden Ekackraten
           zu nahaen .
4.3.2.10 E*X~o leisen : Betrieb ndt ausreichender Vriireaentwicklun - , wobei
           Lux           , n : V-T" l-m - oder 5fassork?*h "! m~ sn^swendet wird . Als
           Khackrate wird das 0, 66–fache der Anzahl der Schaltvorj^inge
           (Offnen und Schliessen) des Therncstate 3 ca^encsssen, wenn Giesel
           mit einer Eins ehalt dauer von 50 >> arbeitet und auf eine hohe
           Temperatur einest eilt ist «
4.3.2.11 Raanheiz-gerate (- p-i ?"i-'; v:srl y/rrv,3ktionshei ,yT-r?rygert ^eiz^e–
           räfce nit
           rate  ~±i flupsi-^zn
                      fliLF3i~^;n ". ärcicTrrV-er uni caali che ) : z>e « rieb unter
           A^ÀSHat 2uHT dc.r 6H                        i/îc              ¥1T\I faT
           eine Eins ehalt datier der Se£eleinricirturic von 50 >• ersd-ttelt .
4.3.2.12 Haartrockner : wie Ziffer 4.3.2.11
4.3.2.13 Brotröster : Betrieb unter Ausnutzung: der entwickelten Würoe
           mit Gx.ira 24 Stunden alten Brotschnitten (i-bciessun^on: ca
           100 ran 1 90 na x 10 nc:) • Jeder Trockensjklus usfasst eine
           Betriebsperiode und eine üuheperiode . Die lüheperiode nruss
           30 Sekunden dauern . E-ie Enackrate tiird für einen Hefe icerei ch
           ermittelt , mit den man goldbraun geröstetes Brct erhalt .
4.3.2.14 I^chlaufwassererhitzer . Eeisswassers"Deicher . Strickerlose
           rieisswasserceroiter :
           Betrieb unter Ausnutzung der entwickelten >!aroe . Die Ein­
           tritt st eaperairur des /fassers darf 35° C nicht übersteigen .
           Die Knackrate wird für eine Einschaltdauer cor Regelein-
           richtung von 50 % ermittelt .
                                                               • ••/• ••
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        4*3 . 2 . 15 « Biegsame elektrische Heizgeräte (Geizkissen , Heizdecken , Bett–
                       wärmer u.ä .): Diese werden zwischen zwei weichen Decken ( z.B.
                       aus wärme dämmenden Stoffen ) ausgebreitet , die über die eigent­
                       liche Heizfläche mindestens 100 mm überstehen . Die Dicke und
                        die Wärmeleitfähigkeit sind so zu wählen , daas die Knackrate N
                       für eine Einschaltdauer der Regeleinrichtung von 50 % ermittelt
                       werden kann .
4.3.3 « Elektrische Weidezäune i Betrieb unter Ersatz des Weidezaunes durch einen
        RC-btromkreis mit einem Widerstand von 300 Ohm in Reihe mit einem Konden­
        sator von 10.000 pF (Nennspannung 10 kV Gleichstrom); hierbei ist wie folgt
        zu verfahren
        Gerät in Normalstellung mit einer grössten Neigung zur Senkrechten von
        15° ;
        Die ohne Werkzeug zugänglichen Regeleinrichtungen sind BO einzustellen ,
        dass der grSsste Störpegel erreicht wird «
        Elektrische Weidezäune , die sowohl mit Gleichstrom als auch mit Wechsel­
        strom betrieben werden kennen , sind mit beiden Stromarten zu prüfen .
        Wird durch das Anschlussgerät keine konstante Polung sichergestellt ,
        so sind folgende beiden Polstellungen zu untersuchen »
        Die Erdklemme des Stromkreises des Elektrozaunes ist mit der
        Erdklemme der Netznachbildung in V-Schaltung zu verbinden« Sind
        die Anschlussklemmen des Weide zaunes nicht deutlich gekennzeichnet ,
        so werden sie jeweils nacheinander geerdet «
        Die btörsparmung ist entsprechend nachstehender Abbildung 1 zu messen *
                                   5
                         10,000 PF     150 jrL
           J                Il       1     f          Ce
V                                                    7^ V
       Abb . 1 » fcessciiema für die Störspannungen eines elektrischen Weide–
                   zaunes
                   1 • Anschiussgerät des elektrischen Weidezaunes
                   2 « Netznaohoildung entsprechend Abbildung y Anhang D der
                       Veröffentlichung Nr . 1 des ClSPK ( diese Netznachoildung
                        besitzt eine Impedanz von 1 50 Ohm zwischen den Klemmen A , B und
                       G und der jeweils zugeordneten Erdklemme )«
                   3 « Anschlusskabel für einen elektrischen Weidezaun, der fUr den
                       Anschluss an ein Stromnetz bestimmt ist «
                   4 « Messempfänger gemäss Veröffentlichung Nr« 1 des CISPR .
                   5 « Bestandteile des Rw-Stromkreises ( anstelle des Weidezau.n«s ;
                       der Widerstand von 300 Ohm wird gebildet durch einen Wieder-
                       staad von 150 Oha in Reihe mit den Kiderstand der Netznach-
                       bildung 2 )«
 ---pagebreak--- C-renzwert der Siëmn^en bei 2JD k^z = 2 t7 (c6 cls ).
Gessctzahl der Ijaackserausche , die vr^rend der usaer des Prof^racES
den ¥ert 2 c¥ uberschreiten . n «= 543 «
Gesattdaaer des Pro?rsxs T = 1*4 Eia .
                              η
                     5 =» = - 5=f = 4,75
                              X     ■ « a*
20los 10            - 20 los 10 P,6 " Z3I«10 «.3 « 16 S3
Zslassi^er Stcrpef-el L bei 2J.3 k*-s * 66d3+l6dB = c2c2 = 12 f 6 cY
         der Zs3ck£er5iscLe f die dieses Eiveaa uberstaifens "beispielsweise 59
Da. die           der Impulse , die den züJlssisen Störpegel übersteigen,
geringer ist als eis Viertel der örr.-j'l zul^ssig'jr IInack.feriii.3che
f= /i
V .-j
                  , t_
               ft \       ■*.   J» »>      ^ .
}*-r-
V **
        = 135,5), Team da-s GerEt su£elassen werden.
                                                        3 –
6.1 . L 12 usines
      Die Vorschriften beschr-rVsn sich auf Steuer– -and Hereleinrichtn^en
      cit Halbleiters leaenten und einer 5ennstrcrst"z*ke "bis einschliess-
      lich 15
6.2 . Jï5ss=e*iris=.
      Störungen durch Steuer- und Heraleiz^richviiiv an rät Ealbleiter–
      elecenten werden pedSLss YercxfentlichTPig Sr . 1 des CZ5P3 nach
      folgenden 3-estisc^n^en reoessen ;
      6.2.1 . 2ie Steuer– und Be^leinrichtun^ ist resBss Are . 2 anzu–
              sahliessan ; die Kessurfen sind nach dem Yorschriften der
              Ziffer 2.2.2.1 . und 2.2.2.3 . der Veröffentlichung Er . 1
      6.2.2 . Iis Aos^ran^sklecEjen der Steuer- Tr^-i He^eleinrichtun^en sind
              an einsn Verbraucher des vcrfeschriebenen tenrarerts cit
              Kabeln ven einer LSi^re zwischen C,5 ■ tulI 1 c anzusc'r * 3 essen.
      6.2.3 . Falls yob Hersteller nicht anders angesehen, ist der Verbrauch;
                                                              • • •/• • •
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         6.2.4 * Es sind auch die Störspannungen an den Klemmen des Verbrauchers
                    mittels eines Messfühlers , der aus einem Kondensator und einem
                    Widerstand besteht , zu messen . Der widerstand ist so zu bemessen ,
                    dass der Gesamtwiderstand zwischen dem Messpunkt und der Hasse
                    des Empfängers mindestens 1500 Ohm beträgt «
                    Dieser Wert wird fUr die Korrektur der Messungen zur Umrechnung in
                    Störspannungswerte am Leiter zugrunde gelegt «
         6.2 . 5 » Bei der Messung ist die Regeleinrichtung so einzustellen , dass das
                    Messgerät für jede Messfrequenz den höchsten Wert anzeigt «
                    Anmerkung : Ist das Halbleiterelement in das automatisch geregelte
                                      Gerät eingebaut t BO braucht die Spannung an den Klemmen
                                      des Verbrauchers nicht gemessen werden «
                                                                                Verbraucher–
                                                                                klemmen
                                      Ansohlus sklemmen
                      înnvor-i1i nachbi 1-
                  Trennvorn                1n ■
                                                  \\ ^1       Steuer*-
                                                                 _
                                                                       und       \\ 3 *J
Ans oh lus Be­                                      V–•       –•           •      \–•–                    «
                  rieh–
                      îh-      1 dung in             \        Regelein-            \                    _
spannung
       •
                      186,1 itl40hal" \
                  tungen        ! V Schal* ■
                                (
                                  tung
                                        150 ''
                                                              ■'iohtung.m
                                                                 •         •-
                                                                                  \ t                 ' brauohor
                                                                                                          •
                                                                                   4    j_
                                    t                        L               -»         T" MessfUhler
                                          »     2         rAo^ioibnV.i
                                                                                        f }>> 0001/«F
                                                                                              > 0001/X P
                                                                                        T-1 r \ « CAA
                                                                                                1500 -A-
                                                 (TT~ Koaxialkabel              –q       [ j/t
                           CISPR         *
                        Messgerät
                                                       Abbildung 2
         Anmerkungen ! 1 « Die Masse des Messempfängers muss ständig an die Netz–
                                   nachbi ldung in V-Schaltung angeschlossen sein «
                            2 « Die Länge des Koaxialkabels des Messfühlers darf nicht
                                   grösser sein als 2 Meter «
                            3 * Befindet sich der Umschalter in Stellung 2 , so ist der Ein­
                                   gang des CISPR-KmpfUngers duroh eine gleichwertige Impedanz
                               . zu ersetzen «
                            4 * Soll eine zweipolige Steuer- und Regeleinrichtung lediglich
                                   in eine Anschlussphase eingeschaltet werden , so ist bei den
                                   Messungen Btets die zweite Phase in nachstehender Weise hinzu–
                                   zuschalten :
                                         Steuer- und
                    1
                                         Rege leinrichtun, \
   Atvsohluss-
               /                                                                       Verbraucher
                                                                                                                 ; \
     ï'xeronsn
               \
 ---pagebreak---                                             - 17 -
6 *                      ^*7»                         £# 2 jQ^seca^cj»       ^crq^^T^jeT»
        Xlß Grenzwerte der St ^rspac^ror^en as. geh –r schlüs s~<"] erzier: sind
        aus Tabelle U a , für die Verbraucherkls-zen eis Tabelle U "b er–
        Eichxlich .
               * - -' "" 7  TT«  •           »ve*+i5     »»»    J-r>ciV~     ^V""* 3"r *'P'*S
                                                   ire^z^Brte , ar^-clessn an eines
                                                   ÜE3^_-3eräi
  reich, in JEs            verîa
                                                                                i^rufvBjrsucii an
                                                 (?ür PrCif'beEciainisn r-g - isticrrrcce
                                                                         I
                                                                                 (für Kcutrollei)
                                               ]
0,15 - c,5               66 c3 ( /xY)                Si c3 tyiY )                65 c3 ( ytt T )
0,5    - 30              63 O ( Ai)                 53 cLB ( uj )                £2 c3 ( n Y )
                      T "? TTV •      (3^c. yy           g-»*    c              -^y-~ C^
                                                     &snz«£rtc , ssss-essn an euaea
  5rea-jerz–             je zugs grsuz–
 "be reich in                 •Br^e
        ZZz
                                                 ( fir Pr-lfbsscbairis Œgii Stichprcba            I
                                                                           j     (-"Sr î:aîr:lleni
                                                                           I
  0,15 - 0,5             Eo c3 (JJLV )               75 d3 (yu.Y )              £2 c3 ( UJ )
  c,5   - 3--            74 C3 ( LiT )               72 c3 (//.Y )               76 c2 (y*Y )
 ---pagebreak---                        VORSCHLAG SIWIK HICTITLIKI3
          zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
                    staaten über Leuchtstoffröhren
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 100 t
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschaf ts- und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
In den meisten Mitgliedstaaten unterliegen Leuchtstoffröhren , die
Funkstörungen verursachen können , in bezug auf diese Störungen
zwingenden Bestimmungen , die von einem Mitgliedstaat zum anderen
verschieden sind .
                                                                      r
Die Unterschiede zwischen den innerotaatlichen Vorschriften behindern
den Handel mit Leuchtstoffröhren ( aus Gründen der Funkentstörungen )
und zwingen die Herstellungsunternehmen in der Gemeinschaft zu unter­
schiedlichen Fertigungen je nach dem Bestimmungsland ; sie wirken sich
somit unmittelbar auf die Errichtung und das Funktionieren das Gemein
samen Marktes aus .
 ---pagebreak---                                 - 2 -
Es xst deshalb erforderlich , auf . Gemeinschaf tsebene die Regeln fest­
legen , die hinsichtlich der zulässigen Grenzwerte der Funks törungen ,
die von den durch diese Richtlinie erfaßten Leuchtstoffröhren verur­
sacht werden einzuhalten sind , und die Verfahren zur Messung dieser
Störungen zu bestirruaen .
Der Störpegel kann von einer Leuchtstoffröhre zur anderen je nach
ihrer Anbringung und ihren Alter verschieden sein . Die Leuchten müs­
sen mit Störschutzvorrichtungen versehen sein , durch die der Stör­
pegel von Leuchtstoffröhren bei normaler Funktion auf ein erträgliches
Maß herabgesetzt wird .
Die durch Leuchtstoffröhren verursachten Funkstörungen sind instabil ,
weshalb es nicht möglich ist , reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten .
Die Herabsetzung des Störpegels kann durch eine Messung der Einfügungs-
dänpfung der Leuchten geprüft werden -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
 ---pagebreak---                               Artikel 1
Ziel dieser Richtlinie ist die- Angle ichung der Rechts- und Verwaltungs-
vorschriften der Mitgliedstaaten über Funkstörungen , die durch Leucht­
stoffröhren verursacht werden , durch Festlegung
- der zulässigen Grenzwerte der durch diese Leuchtstoffröhren verur­
   sachten Störungen ,
- der Verfahren zur Messung dieser Störungen .
                             Artikel 2
Die in Artikel 1 bezeichneten Leuchtstoffröhren dürfen nur dann in ,,
den Verkehr gebracht werden , wenn sie in bezug auf die Funkstörungen ,
die diese verursachen können , den Bestimmungen dieser Richtlinie ge­
nügen .
                             Artikel 5
1 . Der Hersteller oder Einführer muß auf seine Verantwortung hin er­
    klären , daß Leuchtstoffröhren den Vorschriften dieser Richtlinie und
    ihreB Anhangs genügen . Diese Erklärung ist auf der Gebrauchsanwei­
    sung , auf dem Garantieschein oder auf den Leuchtstoffröhren selbst
    anzubringen .
2 . Die Verwendung der Zeichen oder Bescheinigungen , die von den Organi­
    sationen ausgestellt sind , die jeder Mitgliedstaat den - anderen Mit­
    gliedstaaten und der Kommission mitgeteilt hat , befreit von der im
    vorigen Absatz genannten Erklärungen .
                     I                 ■
                            Artikel
    Die Mitgliedstaaten dürfön das Inverkehrbringen oder die Verwendung
    von Leuchtstoffröhren aus Gründen , die' Funkstörürigert betreffen , nicht
    verbieten oder behindern , wenn die Leuchtstoffröhren den Vorschriften
    dieser Richtlinie und ihres Anhangs genügen .
 ---pagebreak---                                    Artikel 5
Die Mitgliedsstaaten treffen alle zweckdienlichen Maßnahnen , damit bei
amtlichen Prüfungen zur Feststellung , ob die Entstörungsvorschriften
eingehalten werden , nur solche Meßverfahren angewendet werden , die .
den Vorschriften des Anhangs entsprechen .
                                   Artikel 6
Die Vorschriften dieser Richtlinie stehen der Anwendung der Vorschrif­
ten , die die einzelnen Mitgliedstaaten zum Schutz gerne innütziger Em-
pfangsanlagen erlassen haben , oder erlassen , nicht entgegen .
                                   Artikel 7
Die zur Anpassung der Vorschriften des Anhangs - ausgenommen dessen
Punkt 1 - erforderlichen Änderungen werden nach den in Artikel 8 der
"Richtlinie des Rates vom               zur Angleichung der Rechtsvor-
schriften der Mitgliedstaaten über Funkstörungen durch Elektro-Haus-
haltsgeräte , tragbare Elektrowerkzeuge und ähnliche Geräte " vorgesehenen
Verfahren erlassen .
                                   Artikel 8
1 . Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen , um dieser
    Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen , und
    setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis .
2 . Die Mitgliedstaaten . tragen dafür Sorge , daß der Kommission der Wort­
    laut der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mitgeteilt
  . wird , die sie . auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet er­
    lassen .
 ---pagebreak---                                   5 -
                              Artikel 9
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                                                                     Blatt n . 3
                                            ANHANG
 1 . Anwendungsbereich
      - Diese Bestimmungen sind auf Leuchtstoffröhren anwendbar .
 2 . Grenzwerte der Einfügungsdämpfung
      2.1 Mindestwert der Einfügungsdämpfung
           Die Mindestwerte für die Einfügungsdämpfung bei den bevorzugten Mess-
           frequenzen gehen aus nachstehender Tabelle I hervor .
          Tabelle I : Mindestwerte der Einfügungsdämpfung
           1    Frequenz kHz     1   160 »   240 * 550 '' 1000 '1 ltoo 1
           i                     i        i      t     iI      Iι      ι
           'Mindest-Einfü-       •
           'gungsdänrpfung in 1
           'dB                   '
           'Leuchten vom         '   28   '  26  · 2k  11  22  1'  20  1
           1 " Wohnungstyp"      *        ι      ι     iî      i'      t
           i                     i        t      t     ιi      ti      t
           'Leuchten vom         •   18   '  18  • 18  11  16  '   1k  •
           * Industrietyp        »        t      t     i       i       t
           i                     t        t      t     i               i
                                   ______ t
     2.2 Der Hersteller versieht die Leuchten mit einer Kennzeichnung zur kla­
          ren Unterscheidung der beiden Typen, d.h . "Wohnungstyp" und " Industrie
          typ".
3 . Messverfshr^n
     3.1 Messung der Einfugungsdämpfung von Leuchten für Leuchtstoffröhren
          3.1.1 Per Grad der Herabsetzung der durch Leuchten für Leuchtstoff­
                   röhren hervorgerufenen Störungen bei Frequenzen zwischen 150 kHz
                   und I .605 kHz wird durch Messung der Einfügungsdämpfung ermit­
                   telt .
 ---pagebreak---                                                               Blatt n . U
    3.1.2 Bei Leuchten , die mit Leuchtstoffröhren von 20 W , UP W, 65 W und
            Fo W mit einem Nenndurchmesser von 30 nim gemäss Publikation
            Nr . 81 des CEI ausgerüstet sind, wird die Einfügungsdämpfung nach
            dem in Ziff . 3.1.3 beschriebenen und in Abbildung 1 schematisch
            dargestellten Verfahren gemessen .
            Die Messungen sind vorzugsweise bei den Frequenzen 160 kHz, 2^0 kHz,
            550 kHz , 1000 kHz und 1.400 kHz durchzuführen .
    3.1.3 Messung der Einfügungsdämpfung von Leuchten für Leuchtstoffröhren
            von 20 W , 40 W , 65 W und 00 W gemäss Publikation Nr . 71 des CEI .
            Die Messung der Einfügungsdämpfung einer Leuchte für Leuchtstoffröhren
            erfolgt nach dem Schema nachstehender Abbildung 1 :
                           1                  1–                        I .rr\ M
                                  ^            –* ,        νΝ     _ ( υ;
              . Π               Φ φ                           ·Ρ >1.33.·
                                                                       Messempfonger
                                 ι |            1–             '
                                 I
                                 i
 Kurze , nicht
                       , , I ty uj
 abgeschirmte
 Leitungen ^                                W
                    p-j–^"4–        :             *>(?>-( Drossel ~|-j
          E
                   i                   ^t^rterk^eminen
                                         1 J
                                                            \ X- )          J
                                         HH                         Rohre aus Isolier­
          Leuchte                                                   stoff
                                      Abbildung 1
G       = Hochfrequenzgenerator
T       = asymmetrischer/symmetrischer Transformator ( s . 3.2.1)
VN      « Netznachbildung CISPR in V-Schaltung
M       a Messerapfânger
L       » Röhre aus Isolierstoff
 ---pagebreak---                                                                  Blatt n . 5
               = Leuchte
a. b           = Net zan s chius 3 Kl ernmen
a              = Anschlusskl^mmen der Netzria, chbildung VN
c . d          = Auschlussklemmen der Rohre L
 _ s     X *   = Ausgangsklemmen des T
     y
       a * uni = Anscnluss durch Koaxialkabel ( Z 0 = 75 -^- ) , deren Abschirmung-
b, b»             senden an die i^asse von VN und F angeschlossen sind
       c 1 und « kurze , nicht abgeschirmte Verbindungsleitungen
J. 0   d®
Anmerkungen : 1 . - Bei Leuchten mit mehr als einer Rohre wird Jede Rohre
                        nacheinander durch die Rohre L ersetzt .
                 2 . - Bei Verwendung von Startern mit eingebautem Kondensator
                        ( häufigster Fall ) wird der Starter entfernt und durch
                        einen Kondensator von 5000 pF ersetzt .
                        Wird jedoch vom Hersteller ausser dem Starter ein geson­
                        derter Kondensator geliefert und vor der Verwendung eines
                        zusätzlichen Kondensators ausdrücklich gewarnt , so wird der
                        Originalkondensator verwendet und kein Versuchskondensator
                        eingefugt ,
                        Besondere Vorsichtsmassnahmen sind zu treffen , um sicher­
                        zustellen , dass der Versuchskondensator in dem Frequenz­
                       bereich , innerhalb welchem die Messungen durchgeführt wer­
                        den , alle Eigenschaften behält .
                        Abgesehen von dieser etwaigen Änderung und vom Ersatz der
                        Leuchtstoffröhren ist die Leuchte in dem Zustand zu prüfen,
                       wie sie vom Hersteller geliefert wird .
                 3 . - Bei Leuchten ohne Metallrahmen ist die den Lampen gegenü­
                       ber liegende Flache mit einer Metallplatte abzudecken .
                 k . - Die Ausgangsspannung des Frequenzgenerators wird mit Hilfe
                       des Fnpfangers M gemessen .    Zu diesem Zweck wird a' direkt
                       mit c' , ferner d " mit b 8 über Koaxialkabel , (Z B = 75-^)
                       von 1 m Lange verbunden .    Die Kabelabschirmung wird
                       an die "asse von VN angelegt ; die Kabel c c' , dd' , a a *,
                       b b' , werden entfernt .
                     - Die vom Empfangsgerät angezeigten Spannungen U]_, und Ug
                       sind die Spannungen , die zwischen a' und b 8 und der Masse der
                       Netznachbildung VN auftreten .
                6 , - Die Spannung th muss in beiden Stellungen des Umschalters
                       von VN denselben Wert haben ( etwa 2 mV ).
                7 « - Die Spannung Uo kann bei angeschlossener Leuchte für die
                       beiden Stellungen des Umschalters von VN verschiedene Werte
                       haben . Als repräsentativ wird der höhere Wert angesehen .
 ---pagebreak---                                                                           Blatt n . 6
          8. - Die Einfügungsdämpfung ist gegeben durch die Beziehung
                                                 Ul
                                  20 log            dB
                                               V2
         9 . - Die mit diesem Verfahren gemessene Einfuhrungsdämpfung
                 zeigt eine gute Übereinstimmung zwischen der Messung
                 mit der Lsunpennachbildurig und der Messung mit den Leucht­
                 stoffröhren, wenn diese in der gleichen Leuchte verwen­
                 det werden .
        3.1.1* Bei Leuchten , die mit Leuchtstoffröhren nach den Angaben
                der Publikation Nr . 81 des CEI mit einem Nenndurch-
                messer von 38 mm und anderen Leistungen als 20 V/, UP W,
                 65 W und 80 W ausgerüstet sind, wird die Einfugungsdamp-
                fung nach den in Ziff . 3.1.5 beschriebenen und in Abb . 2
                 schematisch dargestellten Verfahren gemessen .
                Die Grösse der Einfügungsdämpfung ergibt sich durch Ver­
                gleich der Spannung U]_, die man durch Anschluss des Fre-
                quenzgenerators an die Netznachbildung erhält, mit der
                Spannung U2, die man bei Anschluss des Frequenzgenerators
                an die Netznachbildung über die zu prüfende Leuchte
                erhält
       3.1.5 Messung der Einfügungsdämpfung von Leuchten für Leuchtstoff­
                rohren nach den Angaben der Publikation Nr . 81 des CEI mit
                einem Nenndurchmesser von 38 mm und anderen Stärken als 20 V,
                kQ W , 65 W und 80 W.
                Die Messung der Einfügungsdämpfung einer Leuchte für
                Leuchtstoffröhren erfolgt nach dem nachstehender Abbildung 2
                dargestellten Schema :
               r--Œ-                                –-~D-
            c'i   rŒz                                                         M
   ? (y '
       T
            à'
                                                         Ν
                                                            b
                                                              VN f-J(û)
                                                                        Meesempfanger
     r                                              nI   lb- – i
                                   de
           r/7r^r/77                                r/7T/r^rr>r tv-. 1
    I é~4~fU.
                                      1 ... ' JL              -VfT. h/1
    l               ry > • 1•   • *«.       •. .  4        •
    [               Star terklemmeh" ^                          Iqo-J
I^ucllte Mj
                                      i. ~ i1
                                      !
                                      i_Jp
                              Abbildung 2                         t
 ---pagebreak---                                                                  Blatt n . 7
  G            = Hochfrequenzgenerator
  Τ            = asymmetrischer/symmetrischer Transformator ( Impedanz des
                   Transformators mit Bezug auf c * d * 150-^-)
 VN            = Netznabildung CISPR in V-Schaltung
 M             = Messempfänger
 L             = Röhre aus Isolierstoff mit den erforderlichen Anschlüssen
                   anstelle der Leuchtstoffröhre
 F             = Leuchte
 a, b          = Netzanschlussklemmen
 a *, b *      = Anschlussklemmen der Netznachbildung VN
 c, d          = Mittelklemmen der Rohre L
 c' , d *      = Ausgangskieramen des T
 a, a' und     » Anschluss durch Koaxialkabel (Z 0 = 75 -fi-)* deren
b , bb'»           Abschimrungsenden an die Masse von VN und F angeschlos­
                   sen sind
 c , c *' vind
          und  c Verbindungen über Koaxialkabel (Z e = 75         ) von 1 m Länge,
dd,, d'           mit an die Masse von F angeschlossener Abschirmung ( keine
                   Verbindung der Abschirmung mit der Masse des Transformators T)
Anmerkungen i 1 . - Bei Leuchten mit mehr als einer Röhre wird jede Rohre
                       nacheinander durch die Rohre L ersetzt .
                 2 . - Bei Verwendung von Startern mit eingebautem Kondensator
                        ( häufigster Fall ) wird der Starter entfernt und durch
                        einen Kondensator von 5000 pF ersetzt .
                       Wird jedoch vom Hersteller ausser dem Starter ein geson­
                       derter Kondensator geliefert und vor der Verwendung eines
                        zusätzlichen Kondensator ausdrücklich gewarnt, so wird
                       der Originalkondensator verwendet und kein Versuchskon-
                       densator eingefügt .
                       Besondere Vorsichtsmassnahmen sind zu treffen, »um sicher­
                       zustellen , dass der Versuchskondensator in dem Frequenz­
                       bereich, innerhalb welchem die Messungen durchgeführt
                       werden, alle Eigenschaften behält .
                       Abgesehen von dieser etwaigen Änderung und vom Ersatz
                       der Leuchtstoffröhren die leuchte in dem Zustand zu
                       prüfen, wie sie vom Hersteller geliefert wird .
                3 . - Bei Leuchten ohne Metallrahmen ist die den Lampen gegenüber
                       liegende Fläche mit einer Metallplatte abzudecken .
                U. - Die Aus gang s Spannung des Frequenzgenerators wird mit Hilfe
                       des Empfängers M gemessen . Zu diesem Zweck wird a1 direkt
                       mit c' , ferner d f mit b * über Koaxialkabel ( Zp « 75 -*"*-) von
                       1 m Lange verbunden . Die Kabelabschirmung wird an die Masse
                       von VN angelegt j die Kabel c c 1 , d d' , a a f , b b 1 werden
                       entfernt .
                5 . - Die vom Empfangsgerät angezeigten Spannungen Uj und U2
                       sind die Spannungen , die zwischen a 1 und b 1 und der tfesse
                       der Netznachbildung VN auftreten .
               6 .- Die Spannung Uj irruss in beiden Stellungen des Itaschalters von
                      VN denselben Wert haben ( etwa 2 mV).
                7.- Die Spannung U2 kann bei angeschlossener Leuchte für die
                     beiden Stellungen des Umschalters von VN verschiedene
                     Werte haben . Als repräsentativ wird der höhere Wert an­
                     gesehen .
 ---pagebreak---                                                                             Blatt n . 6
        8 . - Die Einfugungsdämpfung ist gegeben durch die Beziehung
                                        "1
                             20 log         dB
                                        U0
     3.2 Beschreibung der Zusatzgerate
            3.2.1 Asymmetrischer/symmetrischer Transformator
                   Hauptdaten :
                  a) Kapazität zwischen Primär- und Sekundärwicklung nicht über
                      5 PF .
                      Primärwicklung : Masseanschlusszum Metallgehäuse des Transfor­
                      mators .
                  b ) AusgangsImpedanz 150 + U,5       mit ausgeprägtem Widerstandsbei-
                      wert im Frequenzbereich 150 kHz bis I605 kHz .
                                                    ^     f. ' » ■ ■' ». - .1. J ■ .'A- U . .1'
       Primär 20          Sekundär 30
       Windungen          Windungen
                                                                                                    , Ko^enptor
                                                           ■! f~~T              i5on-
                                                                                                  "             <»7 Ω
                                                                                                    Kern jU               1
Δΐη-
            Jr lOS ' 11 U                  Aue-
                                                      -ar- m                                                              >-
   8I               f^igiU                 gang
                                                    mm
                                                100 mm       ^                                  1
                                                                                                          „ ■'-> ,    ' I
      >Ss' Lotstelle                                                                                      <70           ]
                                                                                                      Isoliorplatia-
              MotallgohauBe                                           Metallgeha
                                                                      Metallgehause
             V                                            1 –/
                                                                                                 100 mm
                                        1 ■ Wicklung ( 20 Windungen)
                                        2 - Wicklung ( 30 Windungen)
                               Abb . 3 - Asymmetrisch/symmetrieohor Traneformator
   Anmerkung : der Anschluss des Transformators an die Netznachbildung muss durch
                  unabgeschirnrte Drahte von nicht mehr als 10 cm Lange erfolgen .
                  Abbildung 3 zeigt ein Beispiel für die vorschriftsmässige Aus­
                  fuhrung eines Transformators (mechanischer Aufbau und Schaltbild).
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 3.2.2 Lanrpennachb ildung
         Signale vom          Isolier–               Kupfer– oder
         Trtxnsf ormator      Stoff                  Meesingrohr
-PV r~1 r i                                 vf              , '                     –i
 î! r
fj__J             J,r           ;
                                          .:–\\\\i \ SS 1               qT
                                                                     Jî–^–1
                                                                               ! jji S S
                                                                           ILJJL     sr
                      ri-                     =A \                                       >
                                             î*                      „
                                     L,
                           Abb# 4 - Schema einer Iampennachbildung
      Die Werte Rl, R2, LI , L2 gehen aus nachstehender Tabelle hervor :
       »      _   ______ ι
       *Larapentyp       1  Rl     t  R2        »   L1      *  L2     «
       •                 I         I                        *         »
                                     _n_            mm         mm
      »_                 «                     Iι           i         t
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