CELEX: C1998/312/02
Language: de
Date: 1998-10-10 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Sechste Kammer) vom 16. Juli 1998 in der Rechtssache C-339/97: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Großherzogtum Luxemburg (Vertragsverletzung durch einen Mitgliedstaat - Nichtumsetzung der Richtlinien 94/15/EG und 94/51/EG)

10.10.98              DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 312/1
                                                               I
                                                        (Mitteilungen)
                                                GERICHTSHOF
                                                        GERICHTSHOF
              URTEIL DES GERICHTSHOFES                                 nisses oder sonstigen Befähigungsnachweises gemäû
                       (Fünfte Kammer)                                 Artikel 3 der Richtlinie abhängig.
                       vom 16. Juli 1998                          2. Die Art der Tätigkeiten, die der Anwärter im Rahmen
in der Rechtssache C-93/97 (Vorabentscheidungsersuchen                 der spezifischen Ausbildung in der Allgemeinmedizin
der Cour d'arbitrage (Belgien)): FeÂdeÂration belge des                gemäû Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe d) der Richtlinie
chambres syndicales de meÂdecins ASBL gegen Flämische                  93/16/EWG ausüben muû, setzt nicht zwingend vor-
Regierung, Regierung der Französischen Gemeinschaft,                   aus, daû er vor Beginn dieser Ausbildung ein Diplom,
                         Ministerrat (1)                               ein Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungs-
                                                                       nachweis gemäû Artikel 3 der Richtlinie erworben hat.
(Richtlinie 93/16/EWG Ð Spezifische Ausbildung in der
                                                                       Es ist Sache der Mitgliedstaaten, zu bestimmen, ob
               Allgemeinmedizin Ð Artikel 31)
                                                                       und inwieweit der Umstand, daû der Anwärter der All-
                         (98/C 312/01)                                 gemeinmedizin von den Personen, mit denen er beruf-
                                                                       lich arbeitet, zur Mitarbeit herangezogen wird und
               (Verfahrenssprache: Französisch)                        Mitverantwortung übernehmen muû, den Besitz eines
                                                                       Diploms, Prüfungszeugnisses oder sonstigen Befähi-
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung                gungsnachweises gemäû Artikel 3 der Richtlinie ver-
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des                  langt.
                         Gerichtshofes)
                                                                  (1) ABl. C 131 vom 26.4.1997.
In der Rechtssache C-93/97 betreffend ein dem Gerichts-
hof nach Artikel 177 EG-Vertrag von der Cour d'arbitrage
(Belgien) in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit FeÁdeÁra-
tion belge des chambres syndicales de meÂdicins ASBL
gegen Flämische Regierung, Regierung der Französischen
Gemeinschaft, Ministerrat vorgelegtes Ersuchen um Vorab-                         URTEIL DES GERICHTSHOFES
entscheidung über die Auslegung von Artikel 31 der Richt-                               (Sechste Kammer)
linie 93/16/EWG des Rates vom 5. April 1993 zur Erleich-
                                                                                        vom 16. Juli 1998
terung der Freizügigkeit für ¾rzte und zur gegenseitigen
Anerkennung ihrer Diplome, Prüfungszeugnisse und son-                     in der Rechtssache C-339/97: Kommission der
stigen Befähigungsnachweise (ABl. L 165 vom 7.7.1993,                 Europäischen Gemeinschaften gegen Groûherzogtum
S. 1) hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwir-                                   Luxemburg (1)
kung des Kammerpräsidenten C. Gulmann sowie der Rich-             (Vertragsverletzung durch einen Mitgliedstaat Ð Nichtum-
ter J. C. Moitinho de Almeida, D. A. O. Edward (Bericht-                setzung der Richtlinien 94/15/EG und 94/51/EG)
erstatter), J.-P. Puissochet und P. Jann Ð Generalanwalt:
G. Cosmas; Kanzler: H. von Holstein, Hilfskanzler Ð am                                    (98/C 312/02)
16. Juli 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                                 (Verfahrenssprache: Französisch)
1. Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe a) der Richtlinie 93/16/
     EWG des Rates vom 5. April 1993 zur Erleichterung                (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
     der Freizügigkeit für ¾rzte und zur gegenseitigen Aner-           erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
     kennung ihrer Diplome, Prüfungszeugnisse und sonsti-                                 Gerichtshofes)
     gen Befähigungsnachweise macht den Zugang zur spe-
     zifischen Ausbildung in der Allgemeinmedizin nicht           In der Rechtssache C-339/97, Kommission der Europäi-
     vom vorherigen Erwerb eines Diploms, Prüfungszeug-           schen Gemeinschaften (Bevollmächtigter: Götz zur Hau-
 ---pagebreak--- C 312/2               DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  10.10.98
sen) gegen Groûherzogtum Luxemburg (Bevollmächtigter:             du GeÂneÂral de Larminat, CreÂteil (Frankreich), betreffend
Nicolas Schmit), wegen Feststellung, daû das Groûherzog-          ein Rechtsmittel gegen den Beschluû des Gerichts erster
tum Luxemburg dadurch gegen seine Verpflichtungen aus             Instanz der Europäischen Gemeinschaften (Zweite Kam-
den Richtlinien                                                   mer) vom 3. Juli 1997 in der Rechtssache T-201/96 (Sma-
                                                                  nor u. a./Kommission, Slg. 1997, II-1081) wegen Aufhe-
Ð 94/15/EG der Kommission vom 15. April 1994 zur
                                                                  bung dieses Beschlusses, anderer Verfahrensbeteiligter:
     ersten Anpassung der Richtlinie 90/220/EWG des
                                                                  Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Bevoll-
     Rates über die absichtliche Freisetzung genetisch ver-
                                                                  mächtigte: Richard B. Wainwright und Olivier Couvert-
     änderter Organismen in die Umwelt an den techni-
                                                                  CasteÂra) hat der Gerichtshof (Vierte Kammer) unter Mit-
     schen Fortschritt (ABl. L 103, S. 20) und
                                                                  wirkung des Kammerpräsidenten H. Ragnemalm sowie
Ð 94/51/EG der Kommission vom 7. November 1994                    der Richter P. J. G. Kapteyn und K. M. Ioannou (Bericht-
     zur ersten Anpassung der Richtlinie 90/219/EWG über          erstatter) Ð Generalanwalt: A. Saggio; Kanzler: R. Grass
     die Anwendung genetisch veränderter Mikroorganis-            Ð am 9. Juli 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlas-
     men in geschlossenen Systemen an den technischen             sen:
     Fortschritt (ABl. L 297, S. 29)
                                                                  1. Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
verstoûen hat, daû es nicht innerhalb der festgesetzten Fri-
sten die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschrif-         2. Die Rechtsmittelführer tragen die Kosten des Verfah-
ten erlassen hat, um diesen Richtlinien nachzukommen,                  rens.
hat der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwirkung
des Kammerpräsidenten H. Ragnemalm (Berichterstatter)             (1) ABl. C 357 vom 22.11.1997.
sowie der Richter R. Schintgen, P. J. G. Kapteyn, J. L.
Murray und K. M. Ioannou Ð Generalanwalt: A. La Per-
gola, Kanzler: R. Grass Ð am 16. Juli 1998 ein Urteil mit
folgendem Tenor erlassen:
1. Das Groûherzogtum Luxemburg hat dadurch gegen
     seine Verpflichtungen aus Artikel 2 der Richtlinie 94/                  BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
     51/EG der Kommission vom 7. November 1994 zur                                       (Dritte Kammer)
     ersten Anpassung der Richtlinie 90/219/EWG über die                                vom 14. Juli 1998
     Anwendung genetisch veränderter Mikroorganismen in
     geschlossenen Systemen an den technischen Fortschritt        in der Rechtssache C-399/97: Glasoltherm SARL gegen
     verstoûen, daû es nicht innerhalb der festgesetzten          Kommission der Europäischen Gemeinschaften, EÂlectriciteÂ
     Frist die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvor-               de France und HLM ¹Colomiers Habitat SAª (1)
     schriften erlassen hat, um dieser Richtlinie nachzukom-                        (Unzulässigkeit der Klage)
     men.
                                                                                          (98/C 312/04)
2. Das Groûherzogtum Luxemburg trägt die Kosten des
     Verfahrens.                                                                 (Verfahrenssprache: Französisch)
(1) ABl. C 331 vom 1.11.1997.                                         (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
                                                                       erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                          Gerichtshofes)
                                                                  In der Rechtssache C-399/97, Glasoltherm SARL in Liqui-
            BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES                           dation, Orsay (Frankreich), Prozeûbevollmächtigter:
                       (Vierte Kammer)                            Rechtsanwalt Pascal Penciolelli, zugelassen in EÂvry (Frank-
                       vom 9. Juli 1998                           reich), gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaf-
                                                                  ten (Bevollmächtigte: Richard B. Wainwright und Olivier
in der Rechtssache C-317/97 P: Smanor SA sowie Hubert             Couvert-Castera, Beistand: Nicole Coutrelis), EÂlectriciteÂ de
SeÂgaud und Monique SeÂgaud gegen Kommission der                  France, Paris, und HLM ¹Colomiers Habitat SAª, Colo-
               Europäischen Gemeinschaften (1)                    miers (Frankreich), hat der Gerichtshof (Dritte Kammer)
(Beschluû des Gerichts erster Instanz Ð Nichteinleitung           unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. Gulmann
eines Vertragsverletzungsverfahrens Ð Untätigkeits- und           (Berichterstatter) sowie der Richter J. C. Moitinho de
Haftungsklage Ð Rechtsmittel Ð Offensichtliche Unzu-              Almeida und J.-P. Puissochet Ð Generalanwalt: J. Mischo;
                           lässsigkeit)                           Kanzler: R. Grass Ð am 14. Juli 1998 einen Beschluû mit
                                                                  folgendem Tenor erlassen:
                         (98/C 312/03)
               (Verfahrenssprache: Französisch)                   1. Die Klage ist unzulässig.
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung           2. Der Antrag auf Prozeûkostenhilfe wird zurückgewie-
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des                  sen.
                         Gerichtshofes)
                                                                  3. Die Glasoltherm SARL in Liquidation trägt die Kosten
In der Rechtssache C-317/97 P, Smanor SA, Gesellschaft
                                                                       des Verfahrens.
französischen Rechts mit Sitz in Saint-Martin-d'EÂcublei
(Frankreich), Hubert SeÂgaud und Monique SeÂgaud, wohn-
                                                                  (1) ABl. C 55 vom 20.2.1998.
haft in Saint-Martin-d'EÂcublei, Prozeûbevollmächtigte:
Rechtsanwältin Laurence Roques, Valde-Marne, 7Ð9, rue