CELEX: 51994PC0068(08)
Language: de
Date: 1994-03-30
Title: Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Biotechnologie (1994-1998)

Avis juridique important

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51994PC0068(08)

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Biotechnologie (1994-1998)  /* KOM/94/68ENDG - CNS 94/0086 */  

Amtsblatt Nr. C 228 vom 17/08/1994 S. 0107

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Biotechnologie (1994-1998) (94/C 228/08) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(94) 68 endg. - 94/00/86(CNS) (Von der Kommission vorgelegt am 30. März 1994)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, und insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:Mit dem Beschluß . . ./. . ./EG haben der Rat und das Europäische Parlament ein viertes Rahmenprogramm für gemeinschaftliche Aktionen im Bereich der Forschung, technologischer Entwicklung und von Demonstration (nachfolgend FTE) für den Zeitraum 1994-1998 festgelegt; insbesondere werden die auf dem Gebiet der Biotechnologie durchzuführenden Aktivitäten definiert. Diese Entscheidung wird im Lichte der Gründe getroffen, die in der Präambel der genannten Entscheidung angeführt sind.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms im Wege spezifischer Programme, die innerhalb jedes der Aktionsbereiche aufgestellt werden. In jedem spezifischen Programm werden die Durchführungsbestimmungen auf seine Dauer festgelegt und die notwendigen geschätzten Mittel vorgesehen.Dieses Programm wird hauptsächlich mit Hilfe von Aktionen auf Kostenteilungsbasis, konzertierten Aktionen, flankierenden und unterstützenden Maßnahmen durchgeführt.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 sollte eine Schätzung der für die Verwirklichung dieses spezifischen Programms notwendigen finanziellen Mittel durchgeführt werden. Die endgültigen Beträge werden durch die Haushaltsbehörde gemäß der dem Gebiet eingeräumten relativen Priorität, das Gegenstand dieses Programms innerhalb des Aktionsbereichs I des Vierten Rahmenprogramms ist, festgelegt.Die Entscheidung . . ./. . ./EG, (viertes Rahmenprogramm) sieht vor, daß der globale Hoechstbetrag des vierten Rahmenprogramms spätestens am 30. Juni 1996 im Hinblick auf eine Erhöhung erneut überprüft werden wird. Aufgrund dieser erneuten Prüfung kann der für die Verwirklichung dieses Programms als notwendig geschätzte Betrag steigen.Die Forschung auf dem Gebiet der Biotechnologie kann zu vergrösserter Effizienz und Lebensfähigkeit in den Bereichen Landwirtschaft und Industrie, zu grösserem Umweltschutz und Gesundheit sowie zu einer besseren Qualität von Gebrauchsgütern führen.Dieses Programm ist in der Lage, einen nützlichen Beitrag für einen Neustart von Wachstum, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Entwicklung von Beschäftigung zu leisten, wie im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (1) beschrieben.Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Aktionen ist gemäß dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt worden; dieses spezifische Programm legt den Inhalt der gemäß diesem Grundsatz auf für das Gebiet der Biotechnologie vorzunehmenden Tätigkeit fest.Die Entscheidung . . ./. . ./EG, (viertes Rahmenprogramm) sieht unter anderem vor, daß eine Gemeinschaftsaktion gerechtfertigt ist, wenn sie unter anderem unter Beachtung des Strebens nach wissenschaftlicher und technischer Qualität zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zur Förderung ihrer harmonischen Entwicklung in allen Bereichen beiträgt. Dieses Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.Dieses Programm und seine Durchführung tragen zur Verstärkung der Synergien zwischen den FTE-Aktivitäten bei, die auf dem Gebiet der Biotechnologie von Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die in den Mitgliedstaaten angesiedelt sind und zwischen diesen und den entsprechenden gemeinschaftlichen FTE-Aktivitäten durchgeführt werden.Auf dieses spezifisches Programm werden die Regeln der Teilnahme von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der GFS) und Universitäten und die Regeln für die Verbreitung der Ergebnisse der Forschung gemäß Artikel 130j angewendet werden.Bei der Durchführung dieses Programms können sich ausser der Assoziation der durch das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) umfassten Länder auch Aktivitäten internationaler Kooperation mit anderen Drittländern und internationalen Organisationen gemäß Artikel 130m als geeignet erweisen.Die Durchführung dieses Programms umfasst ebenfalls Aktivitäten zur Verbreitung und von Valorisierung von FTE-Ergebnissen, insbesondere gegenüber kleinen und mittelgrossen Betrieben und insbesondere gegenüber solchen, die in denjenigen Mitgliedstaaten oder Regionen angesiedelt sind, die weniger am Programm teilnehmen - sowie Aktivitäten der zum Anreiz von Mobilität und Ausbildung der Forscher, die innerhalb dieses Programms und im Sinne seiner ordnungsgemässen Durchführung entwickelt wurden.Im Rahmen der Durchführung dieses Programms ist es notwendig, Maßnahmen vorzusehen, die darauf abzielen, die Teilnahme von KMU insbesondere durch technologische Anreize zu begünstigen.Die Grundlagenforschung im Bereich der Biotechnologie soll in der gesamten Gemeinschaft gefördert werden, da sie eine Innovationsquelle darstellt, die eine breite Palette wissenschaftlicher Möglichkeiten zur Deckung gegenwärtiger gesellschaftlicher Bedürfnisse bietet.Im Rahmen dieses Programms sollte eine Bewertung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sowie der möglichen technologischen Risiken vorgenommen werden.Es empfiehlt sich einerseits, in einer ständigen und systematischen Art und Weise den Stand der Verwirklichung dieses Programms im Hinblick auf seine mögliche Anpassung an wissenschaftliche und technische Entwicklungen zu untersuchen. Andererseits empfiehlt es sich, zu gegebener Zeit eine unabhängige Bewertung des Standes der Durchführung des Programms vorzunehmen, um alle notwendigen Beurteilungselemente für die Bestimmung der Zielsetzungen des Fünften Rahmenprogramms für FTE zu liefern. Schließlich empfiehlt es sich nach Ablauf dieses Programms, die abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die in dieser Entscheidung definierten Zielsetzungen vorzunehmen.Der Rat hat am 23. April 1990 die Richtlinie 90/219/EWG über die Anwendung genetisch veränderter Mikroorganismen in geschlossenen Systemen (2) und die Richtlinie 90/220/EWG über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die Umwelt (3) erlassen.Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) kann an den durch dieses Programm beschriebenen indirekten Aktionen teilnehmen.Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (AWTF) ist angehört worden -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Das in Anhang I festgelegte spezifische Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der Biotechnologie wird für den Zeitraum vom (Datum der Annahme des vorliegenden Programms) bis zum 31. Dezember 1998 beschlossen.Artikel 2(1) Die für die Durchführung des Programms für erforderlich gehaltenen Mittel betragen 552 Millionen ECU einschließlich 7,5 % für Personal- und Verwaltungsausgaben.(2) Eine vorläufige Aufschlüsselung dieser Mittel ist im Anhang II festgelegt.(3) Der für die Ausführung des Programms oben angegebene notwendige geschätzte Betrag könnte in Folge und in Übereinstimmung mit der Entscheidung gemäß Artikel 1 Absatz 3 der Entscheidung . . ./. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) steigen.(4) Die Haushaltsbehörde bestimmt die verfügbaren Mittel für jede Einzelmaßnahme unter Berücksichtigung der durch das Vierte Rahmenprogramm festgelegten wissenschaftlichen und technologischen Prioritäten.Artikel 3Die von Artikel 5 abweichenden Durchführungsbestimmungen für dieses Programm werden im Anhang III festgelegt.Artikel 4(1) Mit Hilfe von unabhängigen externen Sachverständigen überprüft die Kommission ständig und systematisch den Stand dieses Programms anhand der Zielvorgaben in Anhang I. Sie schätzt insbesondere, ob die Zielsetzungen, die Prioritäten und die Finanzmittel immer an die Entwicklung der Lage angepasst sind. Sie legt gegebenenfalls Vorschläge vor, die darauf abzielen, dieses Programm gemäß den Ergebnissen dieser Prüfung anzupassen oder zu vervollständigen.(2) Um zur Gesamtbewertung der gemeinschaftlichen Aktivitäten beizutragen, die in Artikel 4 Absatz 2 der Entscheidung bezueglich des Vierten Rahmenprogramms festgelegt sind, lässt die Kommission zu gegebener Zeit durch unabhängige Experten eine Bewertung der Aktivitäten, die in den von diesem Programm abgedeckten Bereichen durchgeführt werden, sowie ihrer Verwaltung während der fünf der Bewertung vorausgehenden Jahre vornehmen.(3) Nach Abschluß des Programms lässt die Kommission die Ergebnisse durch unabhängige Sachverständige im Hinblick auf die Zielsetzungen und die erzielten Ergebnisse, die im Anhang III des vierten Rahmenprogramms und in Anhang I dieser Entscheidung definiert wurden, vornehmen. Der Bericht dieser Endbewertung wird dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß übermittelt.Artikel 5(1) Ein Arbeitsprogramm wird durch die Kommission gemäß den im Anhang I genannten Zielsetzungen erstellt und gegebenenfalls aktualisiert. Darin werden die genauen wissenschaftlichen und technologischen Ziele, die Art der durchzuführenden Vorhaben sowie die entsprechenden finanziellen Bestimmungen festgelegt.Das Arbeitsprogramm kann auch die Teilnahme an einigen Tätigkeiten, die aus dem Rahmen von Eureka stammen, erlauben.(2) Die Kommission stellt Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen von Projekten auf Grund des Arbeitsprogramms auf.Artikel 6(1) Für die Durchführung des Programms ist die Kommission zuständig.(2) In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission durch einen Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.Hat der Rat nach Ablauf einer Frist, die einen Monat von der Befassung des Rates an nicht überschreiten darf, nicht gehandelt, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.Artikel 7(1) Das Verfahren des Artikels 6 Absatz 2 gilt für- die Erstellung und die Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;- die Bewertung der FTE-Projekte, die für einen Beitrag der Gemeinschaft vorgeschlagen sind, und den für nötig erachteten Betrag dieses Beitrages auf Basis von Einzelprojekten, wenn dieser Betrag 0,5 Millionen ECU übersteigt;- die für die Bewertung des Programms zu treffenden Maßnahmen;- jede Anpassung der in Anhang II vorgesehenen vorläufigen Aufschlüsselung der Mittel, die nicht Gegenstand einer Haushaltsentscheidung waren.(2) Die Kommission informiert den Ausschuß auf jeder seiner Sitzungen über die Entwicklung der Durchführung des Programms in seiner Gesamtheit.Artikel 8Die Kommission wird gemäß Artikel 228 Absatz 1 ermächtigt, mit europäischen Drittländern Verhandlungen über den Abschluß internationaler Abkommen aufzunehmen, um diese ganz oder teilweise am Programm zu beteiligen.Artikel 9Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) Dok. KOM(93) 700 endg. vom 5. 12. 1993.(2) ABl. Nr. L 117 vom 8. 5. 1990, S. 1.(3) ABl. Nr. L 117 vom 8. 5. 1990, S. 15.ANHANG I WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE ZIELE UND INHALT Dieses spezifische Programm gibt den im vierten Rahmenprogramm enthaltenen Ansatz vollständig wieder, wendet seine Auswahlkriterien an und führt die wissenschaftlichen und technologischen Ziele aus.Abschnitt 4.A von Anhang III, erste Aktivität des o. a. Rahmenprogramms, ist integraler Teil dieses Programms.DER HINTERGRUND Die Kommission hat in ihrem Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung eine Analyse des Potentials der Biotechnologie vorgelegt, um verschiedene Versprechen vorzustellen, die auf der Omnipräsenz biologischer Prozesse und der Wettbewerbsfähigkeit der Anwendungsbereiche beruhen, aber auch Schwächen aufzeigt, bei denen Anstrengungen der Gemeinschaft Vorrang haben sollten. Die Wirtschaftsbereiche, deren Wettbewerbsfähigkeit signifikant von der Biotechnologie abhängt (Pharmazie, Chemie, Landwirtschaft, Ernährung) stellen die Beschäftigung für 16,4 Millionen Personen in Europa und exportieren im Wert von 132,8 Milliarden ECU. In Europa gibt es ungefähr 600 Unternehmen, die in einigen Aspekten moderner Biotechnologie involviert sind, einschließlich mehrerer Chemie- und pharmazeutischer Unternehmen der Weltklasse. Das fortdauernde aufrechterhaltbare Wachstum dieser Sektoren hängt ab von einer starken und innovativen Wissenschaftsbasis, hoch ausgebildeten und erfahrenen Arbeitskräften, der Effizienz des Technologietransfers von der Wissenschaftsbasis zur Industrie, der Geschwindigkeit, mit der neue und innovative Methoden in festgelegte Praktiken einbezogen werden, der Annahme eines multidisziplinären Ansatzes zu Verfahren, die sich auf Biotechnologie gründen, der Verwertung wissenschaftlicher Prinzipien, um einen vereinheitlichten Markt von Biotechnologie abgeleiteten Produkten zu untermauern, und der harmonischen Anwendung von Bioprozessen als nützlichen Alternativen, um die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Wohlfahrt zu fördern. Fortschritte nach diesen Grundsätzen werden garantieren, daß die geschätzten Verkäufe von nicht zum Lebensmittelbereich gehörenden Biotechnologieprodukten 26 bis 41 Milliarden ECU im Jahr 2000 mit einem bedeutenden europäischen Anteil und einem hohen Grad von sozialer Akzeptanz realisiert werden können. Diese Situation ist historisch einmalig, da Biotechnologie Wirklichkeit für Wissenschaftler, Politiker und Industrie geworden ist, wohingegen frühere Forschungsprogramme auf künftigen Versprechen basierten.Besonders relevant dafür, daß Biowissenschaften eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft spielen werden, ist, daß im Zeitraum, der durch das vierte Rahmenprogramm abgedeckt wird, die erste Generation von transgenen Pflanzen, die mit nützlichen neuen Eigenschaften ausgestattet werden, sicherere und effizientere Impfstoffe, die aus Arbeiten mit rDNA stammen, oder natürliche antibiotische Substanzen, die Verluste von Nahrungsprodukten durch Mikroben verhindern, auf dem Markt erscheinen werden.Während zwei andere Programme über biomedizinische und Gesundheitsforschung und über Landwirtschafts- und Fischereiforschung die Anwendungen von Biotechnologie innerhalb ihrer jeweiligen sektoralen Tätigkeiten, die mit der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen zusammenhängen, fördern sollen, soll das Biotechnologieprogramm selbst weitere Möglichkeiten schaffen, indem gezielt das Wesentliche von lebenden Systemen erforscht wird. Der Informationsfluß zwischen diesen drei Programmen wird der Schlüssel zum Erfolg sein.Es wird in der Verantwortung der Gemeinschaft liegen, in diesem Programm Forschungsarbeiten zu fördern, von denen die Gesellschaft den grössten Nutzen erwarten kann. Dieses weist auf bevorzugte Gebiete für die Nutzung von neuen Kenntnissen hin, die alle gemeinsam eine kritische Notwendigkeit erfahren für die Querverbindung der zusammenhängenden Themen und/oder die Integration von grossen Expertengruppen im internationalen Maßstab. Die gleiche integrative Bemühung wird erforderlich sein, um lebende Zellen sicher in den Produktionsprozeß einzubringen, um das Profil des europäischen Beitrags zu den internationalen Genomprojekten zu verbessern, um eine neue Geschäftsgrundlage zwischen moderner Landwirtschaft und Umwelt zu verbessern, um eine neue Geschäftsgrundlage zwischen moderner Landwirtschaft und Umwelt durch genetisches Design von Nutzpflanzen oder im Bereich der Tiergesundheit zu erreichen, oder zur Überwindung akademischer Grenzen zwischen Neurobiologie, Endokrinologie und Immunologie, um die Prinzipien von zellulären und molekularen Interaktionen zu entschlüsseln. Internationale Zusammenarbeit mit dem "Human Science Frontier" Programm sowie die Verbindungen mit Eureka-Projekten und nationalen Programmen innerhalb der Gemeinschaft wird verstärkt werden. Im gesamten Programm wird sorgfältige Aufmerksamkeit dem schwierigen Schritt gewidmet, der Forschungsergebnisse in den Rahmen von sozio-ökonomischen Bedürfnissen einbringt. In spezifischen Fällen können Demonstrationsprojekte festgelegt werden. Die ethischen und sozialen Parameter öffentlicher Akzeptanz wird kompetent überwacht werden.Dieses Programm wird gegebenenfalls in Koordination mit den spezifischen Programmen Informationstechnologien, Messen und Prüfen, Umwelt und gezielter soziökonomischer Forschung durchgeführt.Maßnahmen, die darauf abzielen, eine Teilnahme von KMU zu fördern, werden durchgeführt, insbesondere Technologie stimulierende Maßnahmen und Verbindungen zwischen Wissenschaftsparks und Biotechnologie-KMU, wie im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung.DIE VORGESCHLAGENEN FuE-TÄTIGKEITEN Das Zentrum jedes biologischen Prozesses in Natur oder in Systemen, die vom Menschen domestiziert werden, ist die tatsächlich lebende Zelle, die als eine winzige Fabrik funktioniert.Jede Zelle verbraucht ihre Rohstoffe, wandelt Energie um, produziert hochwertige Moleküle sowie Abfälle und hat im Lauf der Evolution gelernt, diese konstruktiven Prozesse im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt durchzuführen. Eine sehr grosse Zahl von Zellen in lebenden Organismen, die für landwirtschaftliche Zwecke gezuechtet worden sind, oder in Fermentern, die für die industrielle Produktion wertvoller Moleküle arbeiten, verhalten sich alle als Populationen sauberer, produktiver Einheiten, die in einem sich selbst erhaltenden Prozeß genutzt werden können. Bei dem Versuch, Biotechnologie auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen sie sich grundsätzlich von anderen Technologien unterscheidet, müssen alle Bemühungen mit einem gründlichen Verständnis beginnen, wie die Zelle es schafft, ihre Produktion so erfolgreich durchzuführen.ZIELE, DIE KONZENTRIERTE MITTEL ERFORDERN Gebiet 1: Zellfabriken Industrielle und umwelttechnische Nutzungen lebender Zellen würden kaum erreichbar sein ohne einen umfassenden Ansatz, der Beiträge von biologischen Disziplinen, Informatik und Prozessingenieurwesen integriert, auf die sie sich stützen müssen. Neue Schnittstellen zwischen Biotechnologie und fortgeschrittenen Technologien bieten Möglichkeiten auch für die Integration von Biologie mit anderen Wissenschaften und technologischen Feldern an. Ein multidisziplinäres Bild von Zellfabriken muß mit der verflochtenen Teilnahme akademischer und industrieller Laboratorien gefördert werden.Das primäre Ziel ist es, Verständnis zu erreichen, wie lebende Zellen, besonders Mikroorganismen und Tierzellen, zurechtkommen, produktiv zu sein, und wie die Industrie von zellulären Prozessen lernen kann, sichere, spezifische und sich selbst erhaltende Bioprozesse zu entwerfen und zu bedienen.Optimaler Gebrauch soll von relevanten biologischen Kenntnissen gemacht werden, die von Studien stammen, über: Zellbiologie und -kommunikation, makromolekulare Interaktionen, Proteinfaltung und -absonderung, posttranslationale Modifikationen, genetische Stabilität, Physiologie und biologische Vielfalt von Mikroben, die Kontrolle des Metabolismus, Extremophile, Antibiotika, usw. Unterstützung wird gewährt werden, wo die Kombination dieser Biologie mit ingenieurwissenschaftlichen Ansätzen höchstwahrscheinlich in der Lage ist, die biotechnologischen Potentiale von Zellfabriken umzusetzen, besonders auf Gebieten wie zum Beispiel: fundamentale Aspekte der Fermentation, Biotransformation, Biokatalyse, Biosensorik, Prozeßsteuerung mit neuronalen Netzen bei technologischer Zellkultur und Cokultur, Weiterverarbeitung, usw.Die Forschungsaufgaben werden auf für Industrie und andere Endnutzer wichtig relevante generische Themen der Biotechnologie konzentriert werden. Ein typisches Projekt wird die Integration biologischer und biotechnologischer Disziplinen erfordern und darauf abzielen, Lücken in Grundkenntnissen sowie technologische Schranken zu überwinden, die die vollständige Nutzung der Fähigkeit der Zelle als Fabrik für die Konvertierung oder Produktion nützlicher Biomoleküle verhindern.Der biologische Sicherheitsaspekt bei Vektorsystemen, Zell-Linien und Mikrobenkulturen wird eine wichtige Überlegung bei jedem Projekt sein, das für diese Aktion ausgewählt wird.Um Ressourcen der Gemeinschaft und die Nutzung der Forschungsergebnisse zu optimieren, werden die Tätigkeiten im Bereich des Bioprozessingenieurwesens synergetisch und eng mit den Beiträgen koordiniert werden, die unter dem Programm über industrielle Technologien oder unter dem Forschungsprogramm Landwirtschaft und Fischerei ausgeschrieben werden, das in wechselseitiger Beziehung stehende Arbeiten umfasst, die Verarbeitung, Endnutzung und abgeleitete Technologien anwendet, die an industrielle Bedingungen angepasst werden. Der Schwerpunkt der Zellfabriken liegt in der Entwicklung und Optimierung von einer grossen Anzahl generischer Technologien, die möglicherweise in einer grossen Zahl von Bereichen zur Anwendung kommen.Gebiet 2: Genomanalyse Der Teilnahme europäischer Netze in den weltweiten Genomprogrammen wird über die weitere Analyse und das Sequenzieren von Modellgenomen wie zum Beispiel Bazillus Subtilis, Saccharomyces Cerevisiä und Arabidopsis thaliana erleichtert werden. Die Kartographie- und Sequenzierungsprojekte werden Bemühungen kombinieren, neue Gene zu finden und genetische Funktion zu untersuchen; sie werden neue Anstrengungen unternehmen, die Entwicklung neuer Software und anderer Bioinformatik Werkzeuge zu fördern, und, wo es angemessen erscheint, die Entwicklung und Ausdehnung der methodologischen und Instrumentierungsbasis zu integrieren. Auch relevante Mechanismen der Transcription und Replikation sowie höhere Niveaus der Organisation von Genomen werden untersucht werden, wie zum Beispiel durch die neuen Kenntnisse über die vollständige Chromosomzusammensetzung und -struktur, die jetzt allmählich verfügbar werden.Methoden werden etabliert und angewendet, um die Verknüpfung detaillierter biologischer Funktionen mit neu entschlüsselten Genen von jedem geeigneten Modellgenom zu ermöglichen. Ein systematischer Ansatz zur Funktionssuche wird durch Netze von Fachlabors gemacht werden, auf der Grundlage von mutierten, deletierten oder überexprimierten Linien, die uncharakterisierte Gene aufweisen, und mit Hilfe von standardisierten Tests, die die Richtung auf die zugehörigen Funktionen zeigen. Umgekehrt werden gezielte Ansätze zu biotechnologisch wichtigen Funktionen gefördert durch die Vorlage von Vorschlägen von Forschungsvereinigungen, die gewillt sind, zum Beispiel bei der Hefe, die Sammlung von Deletionsmutanten gegen vorausbestimmte phänotypische Änderungen zu screenen, um Gensätze zu identifizieren, die für industrielll relevante Metabolismen kodieren. Besondere Aufmerksamkeit wird zusätzlichen innovativen Ansätzen (z. B.: basierend auf mRNA, Genstruktur oder Ähnlichkeiten der Promotoren usw.) gegeben, die sich nutzen lassen, um den höchsten biologischen Nutzen aus bestehenden Genomprojekten zu gewinnen. Indem die Lücke zwischen den Sequenzierungstätigkeiten und der funktionellen Beschreibung von Sequenzen überbrückt wird, wird ein weiterer Eintritt ins Konzept der Zellfabrik aus dem spezifischen Blickwinkel der genetischen Kontrolle metabolischer Bahnen geliefert werden.Vergleichende Methoden werden über verschiedene Genome einschließlich des menschlichen Genoms ausgeschöpft werden. Diese Ansätze werden die Entwicklung neuer Kartierungsverfahren einschließen, die auf der Anwendung homologer DNA-Sonden von Modellgenomen, heterologer Expression durch cDNA in Bakterien oder Pilzen basieren, und die Entwicklung neuer Informatiksoftware, um Entdeckung funktioneller oder struktureller Homologien zu verbessern. Die Entwicklung und der gemeinsame Nutzen fortgeschrittener Technologien und ein dezentralisierter Pool austauschbarer Klone, Sonden und Daten werden organisiert werden.Im Hinblick auf mögliche medizinische Anwendungen wird die Arbeit am menschlichen Genom im Programm zur Biomedizinischen- und Gesundheitsforschung konzentriert werden. Jedoch werden vergleichende Ansätze und verwandte Technologieentwicklungen menschliche DNS umfassen, und in Bezug auf menschliche Zellen werden die gleichen Begrenzungen angewandt werden, d. h. die Änderung von Keimzellen oder irgendeines Stadiums der Embryonalentwicklung mit dem Ziel, menschliche genetische Merkmale auf eine vererbbare Weise abzuändern, ist von den Programmzielen ausgeschlossen. Die Koordination mit den begleitenden Maßnahmen zu den ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekten, die an anderer Stelle im Programm ausgeführt werden, wird betont werden.Gebiet 3: Pflanzen- und Tierbiotechnologie Molekulare und zelluläre Pflanzenbiologie Molekulare und zelluläre Pflanzenbiologie, einschließlich Proteintechnik, Physiologie und der Pathologie an der Kreuzung von landwirtschaftlichen, industriellen und Umweltfragen wird entwickelt werden, wobei die Notwendigkeit an integrierter Forschung betont wird. Spezielle Aufmerksamkeit wird dem Verständnis auf der Molekularebene und der möglichen Änderung relevanter pflanzlicher Prozesse als einem Ansatz gewidmet werden, der zu neuen maßgeschneiderten, marktrelevanten, land- oder forstwirtschaftlichen Produkten führt, sowie zu Produktionsmethoden, die zu der Umwelt, der Gesundheit und Forderung der Verbraucher kompatibel sind. Diese Gebiete sind in das Forschungsprogramm Landwirtschaft und Fischerei einbezogen. Identifizierung, Charakterisierung und Nutzung von nützlichen biologischen Merkmalen landwirtschaftlicher und industrieller Relevanz, hinsichtlich von Qualitätsverbesserung und grösserer Umweltverträglichkeit, und ihrer entsprechenden Gene würde das Hauptziel solcher Tätigkeit sein.Diese beziehen ein: Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten; Stresstoleranz; Qualität und Quantität von Stärke, Ölen, wertvollen Proteinen, pharmazeutischen Produkten in Blättern, Samen, Wurzeln usw. auf dem Zellniveau; Entwicklungsbahnen, Reproduktion und Regeneration; verbesserte Enzyme und Makromoleküle für Verarbeitungsprozesse.Unterstützende Wissenschaft wird berücksichtigt werden müssen wie zum Beispiel diejenige, die Kontrolle ermöglichen, von heterologer Expression und von Expressionsstabilität, strukturellen Analysen (die Wanderungsbewegungen von Molekülen zu verstehen und zu regeln) oder Identifizierung der Zelle von ernährungsmässigen und Gesundheitseigenschaften von Nahrungs- und Futterkomponenten (um molekulare Zuechtungsziele von Nutzpflanzen, die gesunde Eigenschaften zeigen, abzustimmen). Dies ist eine Ergänzung zu einem wichtigen Ziel des Forschungsprogramms Landwirtschaft und Fischerei. Ein typisches Projekt wird versuchen, das angemessene Niveau von Integration von Botanik mit Endnutzertechnologie und von zielorientierter Forschung mit jenen Gebieten von Biologie der Eukaryoten zu erreichen, auf die Schlüsselerkenntnisse zurückgehen (Genomanalyse, strukturelle Analyse von Makromolekülen und Enzymen, Signalverarbeitung und -bahnen, Bioinformatik usw.)Tierphysiopathologie Genetische Karten (linkage) der Genome landwirtschaftlicher Tiere sind schon erstellt worden, insbesondere unter dem früheren Bridge Programm. Genkartierung wird sehr nützlich sein, um Tiere hinsichtlich von Eigenschaften zu selektieren, die unter der Kontrolle vieler Gene (quantitative Merkmale oder quantitative trait loci = QTL) sind, wie zum Beispiel Krankheitsresistenz, Gene mit schädlichen Auswirkungen zu beseitigen oder neue interessante Gene aus verschiedenen Zuchtlinien von Tieren durch geeignete Zuechtung zu übertragen. Europäische Netze werden eingerichtet oder erweitert werden, um die Genome von Tieren kartographisch darzustellen, die wegen ihrer landwirtschaftlichen oder industriellen Bedeutung ausgewählt werden. Solche Studien werden unsere Kenntnis über QTL-Analyse wesentlich voranbringen. Forschungstätigkeiten über Reproduktionsmechanismen der Nutztiere werden auch unterstützt werden, Überlegungen zum Tierschutz und Prinzipien der tierischen genetischen Vielfalt werden angemessen berücksichtigt.Es ist wesentlich für das Verständnis und die Kontrolle schwerer Krankheiten bei Mensch und Tier, transgene und andere Tiermodelle zu entwickeln. Studien werden durchgeführt werden, um die Entwicklung neuer Methoden zu ermöglichen, um Tiermodelle mit genauen und vorgegebenen genetischen Merkmalen zu zuechten, die geeignet sind, hochwertige und spezifische Informationen über pathologische Störungen zu liefern. Forschung wird gefördert werden, wo sie Klarheit über die physiologische Rolle von geregelten/ungeregelten Stoffwechselwegen oder genetisch verschlüsselten Faktoren während der Entwicklung jeder speziellen Krankheit schafft.Ein gleich wichtiges Ziel wird die Entwicklung neuer Methoden für somatische Gentherapie sein, besonders Vektoren, die geschwächte oder fehlende Genfunktionen von potentiell medizinischer Bedeutung ergänzen. Das Programm wird auch andere zugehörige Methoden berücksichtigen, um Schranken hinsichtlich der Empfängerzellen zu überwinden, die eine allgemeine Anwendung von Protokollen zur somatischen Gentherapie ausschließen. Modelle, die für die Bewertung der Methode verwendet werden können, werden auch berücksichtigt.Hinsichtlich der letzten zwei Themen, die sich auf zukünftige medizinische und Veterinäranwendungen auswirken könnten, wird der Schwerpunkt dieses Programms auf dem Entwurf und der Entwicklung experimenteller Werkzeuge liegen, die eine mögliche Synergie mit Programmen Biomedizin und Gesundheit oder Landwirtschafts- und Fischereiforschung ermöglichen.Gebiet 4: Zellkommunikation in der Neurologie Zellbiologie, Molekularbiologie, einschließlich molekularer Genetik, Biochemie und Pharmakologie werden mit Gentechnik kombiniert werden, um multidisziplinäre Untersuchungen über Zellphysiologie und Zellkommunikation des nervösen Systems und mit Blick auf die Förderung der Neurologie zu fördern, die Unterstützung aus diesen Disziplinen wird genutzt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Physiologie der Entwicklung des nervösen Systems gewidmet werden, dem Management von Informationen (intra- und interzelluläre Vorfälle) durch Nervenzellen, den möglichen zellulären Funktionsstörungen, wie zum Beispiel jenen, die mit menschlichen und tierischen degenerativen Krankheiten assoziiert werden, dem Design von Neuropharmaka oder Nutzung der Biotechnologie, der Entwicklung von In-vitro-Tests zur Pharmaco/Toxikologie dieser Substanzen.Projekte, die definitive Schritte hin zu einer medizinischen oder veterinärmedizinischen Anwendung anvisieren, sollten besser innerhalb der Programme Biomedizin und Gesundheit oder Landwirtschafts- und Fischereiforschung angesiedelt werden, wohingegen sich dieses Programm auf Ansätze auf der Molekular- und Zellebene sowie auf die Entwicklung von Hilfsmitteln konzentriert, die für solche ausführlichen Untersuchungen notwendig sind.Die obigen vier Aktionen werden von einer Reihe spezifischer Maßnahmen profitieren, die auf das Erreichen verbesserter Harmonie zwischen wissenschaftlichen Fortschritten und Gegebenheiten der wirtschaftlichen Welt zielen, nämlich: systematische Kombination von fortgeschrittener Biotechnologie und dem ganzen Spektrum etablierter Disziplinen und Techniken, um die Kontrolle, die der Praktiker über biologischen Prozessen ausüben könnte, zu verbessern, enge Interaktion wissenschaftlicher Teams mit den Nutzern von Forschungsergebnissen und mit Expertengruppen, die neue Wohlfahrtsindikatoren untersuchen, begleitende Bewertung von Nebenwirkungen, die mit der Berücksichtigung wirtschaftlicher und sozialer Bedingungen zusammenhängen (Sicherheitsbestimmungen, ethische Fragen, Ausbildung, öffentliche Information, gezielte Ausbildung zur Verbindung von Forschung und Industrie).ZIELE, DIE DURCH KONZERTIERUNG ANGEGANGEN WERDEN Vier andere Aktivitäten werden angegangen werden, indem man Forschungsprojekte oder Konzertierungsnetze einrichtet. Das Ziel wird in diesem Fall sein, Arbeit und Information auf den sich schnell entwickelnden Gebieten zu teilen und Daten oder Methoden zusammenzufassen, die nützliche Grundlagen darstellen können, durch die Wissenschaftspolitik und regelnde Maßnahmen weiter entwickelt werden können.Gebiet 5: Immunologie und generische Vakzinologie In der Immunologie können neue aus der Biotechnologie abgeleitete Substanzen im Zusammenhang mit dem Immunsystem (monoklonale Antikörper, Cytokine, Wachstumsfaktoren, Rezeptoren, Adhäsionsmoleküle usw.) eine Reihe von Wirkungen zeigen, die wichtige menschliche und tierische Pathologie verhindern oder kontrollieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Möglichkeit, mechanistische Untersuchungen der Interaktion dieser Substanzen mit der Physiologie des Organismus zu beginnen, sowie neue pharmakologische Konzepte zu entwickeln, die für spezifische Interessen des Forschungsprogramms Biomedizin und Gesundheitswesen von Bedeutung sein könnnen.Forschung über generische Vaccinologie wird in ganz Europa organisiert werden (lebende Vektoren für Impfstoffe, deren Fähigkeit, Immunität in normalen oder vor-immunisierten Organismen zu induzieren, ihre Sicherheit in normalen, immungeschwächten Wirten und in anderen möglicherweise kontaktierten Arten - Antigenlieferanten, insbesondere solche, die die Möglichkeit, eine Dosis einmalig anzuwenden - Schleimhaut und perorale Schutzimpfung - Induktion T und/oder B Immunantworten usw.). Musterkrankheiten, die für die Demonstration der neuen Methoden verwendet werden, müssen nach ihrer Bedeutung für Human- oder Veterinärmedizin ausgewählt werden.Gebiet 6: Strukturelle Biologie Die systematische Bestimmung der dreidimensionalen Strukturen von Biomolekülen wird zur Kenntnis der Beziehungen zwischen Primärstrukturen und den tertiären Strukturen biologisch aktiver Makromoleküle beitragen und sogar noch mehr über die quaternären Strukturen der aus vielen Untereinheiten aufgebauten Komplexe, die die meisten biologischen Aktivitäten vermitteln. Die immer schneller anwachsende Sammlung struktureller Information unterstreicht die Notwendigkeit, diese Information zu lagern, wiederzufinden und zu analysieren (siehe Infrastrukturen).Das Ziel ist das Verständnis der strukturellen Basis der Biomoleküle und der Komplexe (Proteine, DNA, RNA, Kohlenhydrate und Lipide), das wesentlich für die Entdeckung und Verfeinerung neuer biochemischer Entitäten ist. Die Verbesserung der Auflösung der Methoden und die zunehmende Grösse von Strukturen, die sie bewerten können, wird ausschlaggebend sein. Solche technischen Entwicklungen werden es erlauben, Arbeiten an subzellulären Strukturen z. B. Chromosomen, Splicosomen, Replisomen mit weiteren Auswirkungen auf das biologische Verständnis durchzuführen.Biologische Makromoleküle, die chemische Reaktionen katalysieren (Enzyme, Abzyme, Ribozyme) sind besonders wichtig für die Industrie. Um Biokatalysatoren mit neuen Eigenschaften zu erhalten, sind zwei verschiedene und komplementäre Wege zu berücksichtigen. Der erste ist der rationale Entwurf von Biomolekülen, der ein ausführliches Verständnis von und Kontrolle über biomolekulare Konformation und Reaktivität erfordert (Position funktioneller Gruppen, Faltungseigenschaften). Der zweite Weg ist die In-vitro gelenkte molekulare Evolution. Diese nützliche Alternative der Technologie zu echtem Design besteht aus einem grossen, heterogenen Pool von Biomolekülen, die mehrfachen Runden von Auswahl, Verstärkung und Mutation ausgesetzt werden, und zu Biomolekülen mit den gewünschten Eigenschaften führen. RNA-Moleküle wirken sowohl wie eine genetische Mitteilung als auch wie ein Enzym und sind ideale Moleküle für diese Art von In-vitro-Entwicklungsexperimenten, zu denen in diesem Programm aufgerufen wird.Schließlich wird die neu auftauchende Schnittstelle von Biologie und Elektronik gefördert, um die Integration von Fähigkeiten aus der strukturellen Biologie, molekularem Ingenieurwesen und nanolithographischen Mustergenese zu ermöglichen, speziell im Hinblick auf neue Möglichkeiten des Designs funktionaler Einheiten, die Modifikationen im Nanometermaßstab einbeziehen können.Gebiet 7: Pränormative Forschung, biologische Vielfalt und soziale Akzeptanz Gemeinschaftsbemühungen werden in engere Harmonie mit nationalen Bemühungen gebracht werden, wenn diese zu Methoden oder Daten führen, die die rationale Basis regelnder Ansätze konsolidieren würden und die Entwicklung international angenommener Normen und der Systeme von Risikobewertung unterstützen würden. Diese Aktivität wird auf den folgenden drei Gebieten gefördert werden: die Entwicklung toxikologischer/pharmakologischer In-vitro-Tests, die Bewertung der biologischen Sicherheit Biotechnologie-abgeleiteter Produkte und die Entwicklung von Prozessen, die Umweltprobleme lösen.Was In-vitro-Tests betrifft, so liegen die prioritären Interessen in der Neurobiologie, der Immunologie und Entwicklungs-Pharmaco/Toxikologie sowie in der Entwicklung von Kulturen oder Cokulturen von Zellen, die ihren normalen Stoffwechsel unterhalten, mit dem klaren Ziel, Methoden und Daten zu liefern, die solche Tests als Alternativen zu Tierversuchen nutzbar machen, und schließlich für Prevalidationsstudien verfügbar machen, wie sie zum Beispiel im Rahmen des Programms Biomedizinische und Gesundheitsforschung geplant sind.Was die biologische Sicherheitsbewertung von transgenen Organismen und abgeleiteten Produkten betrifft, wird den Risiken, die möglicherweise mit der Freisetzung in die Umwelt von genetisch veränderten Organismen, einschließlich rekombinanter Lebensimpfstoffe, verbunden sind, besondere Aufmerksamkeit geschenkt, und ebenso der wissenschaftlichen Unterstützung für die Implementierung des Regelungsrahmens der Gemeinschaft, der die Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleiset.Dieses wird auf zwei Ebenen durchgeführt werden. Zuerst auf der grundlegenden Ebene molekularer Ökologie und zweitens auf dem Niveau pränormativer Forschung, die Daten sammelt, die von besonderem Nutzen für regelnde Behörden sind, wenn Risikobewertung unter Gemeinschaftsrecht durchgeführt wird.Die meisten dieser Studien und besonders pränormative Forschung sollen durch Feldversuche ergänzt werden, um Umweltfaktoren zu berücksichtigen.Die Ökologie der Mikroben dient nicht nur der pränormativen Forschung. Sie ist darüber hinaus ein unentbehrliches Element für Untersuchungen über Umweltbiotechnologie und die biologische Vielfalt von Mikroben.Um Umweltbiotechnologie zu nützlichen Ergebnissen zu führen, sollen Kenntnisse, die beim Studium von Ökologie und Vielfalt von Mikroben sowie aus dem Bioprozessing (siehe Zellfabriken) erworben werden, angemessen kombiniert werden, um die Verhinderung und die Entdeckung umweltgefährdender Verbindungen sowie die Beseitigung von Umweltschäden zu ermöglichen.Die Vielfalt von Mikroben soll besser verstanden werden, mit besonderer Berücksichtigung der Beschreibung von Mikroben in extremen Lebensräumen, Isolierungsstrategien und Kultivierungsverfahren, direkter Analyse von Mikrobengemeinschaften durch DNA-Sequenzierung, Biosystematiken, die sich auf molekulare und Markierungsmethoden stützen, Screening-Strategien und Konservierung.Studien zur Vielfalt von Pflanzen und Tieren werden auch Teil des allgemeinen Ansatzes sein, der aus der Anwendung von Molekular- und Zellbiologie besteht, um methodische Verbesserungen für die Erhaltung von genetischen Ressourcen und/oder zur Erforschung ungenutzter Vielfalt zu erreichen.Spezieller Nachdruck wird auf die Analyse begleitender Umstände gelegt wie öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz der Biotechnologie insgesamt, besonders in Verbindung mit den horizontalen Aktivitäten zu den ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekten der Biowissenschaften und -technik, unter besonderer Berücksichtigung der europäischen Bioethikkonvention und von Umweltaspekten.Gebiet 8: Infrastrukturen Entwicklung von Bioinformatik, Informationsinfrastrukturen und der Ressourcezentren (Datenbanken, biologische Sammlungen usw.) als einer Dienstleistung und Unterstützung für Forschung im grösseren Maßstab der Gemeinschaft oder ihrer Mitgliedstaaten. Die Dienstleistungen sollen darauf abzielen, die Gesamtziele des Biotechnologieprogramms zu unterstützen und zu untermauern, insbesondere auf den Gebieten der Sequenzierung von Genomen, struktureller Biologie und biologischer Vielfalt. Besondere Aufmerksamkeit soll garantieren, daß diese Dienstleistungen den Forschungsbedürfnissen, einschließlich jener von Grossindustrie und KMU, entsprechen.Notwendige Maßnahmen sollen getroffen werden, um richtige Werbung und weite Verteilung von Sammlungen und Information, die in Datenbanken enthalten sind, zu gewährleisten. Im Falle biologischer Sammlungen wird die Kopplung von Musterverteilungskanälen und verwandten Informationssystemen gepflegt werden, um Zugang zu Katalogen und die anschließende Bestellung und Lieferung zu erleichtern.Grosse wissenschaftliche und technische Gemeinschaften sollen in der Lage sein, einen einfachen und, soweit wie möglich, eindeutigen Zugang haben, um Information von verschiedenen Datenquellen, einschließlich bibliographischer Verzeichnisse, hinterlegen und abrufen zu können. Um diese Ziele zu erreichen sollen folgende Möglichkeiten von den Informationsdiensten zur Verfügung gestellt werden: benutzerfreundliche Schnittstellen, Querverweis- und Navigationsgeräte zwischen Dateneinträgen, gegenseitige Verbindung verschiedener nationaler und gemeinschaftsweiter Datenbanken über europäische Netze, ausgedehnte Nutzung von Normen und wenn nötig, Definition neuer Formate für den Datenaustausch. Enge Zusammenarbeit mit bestehenden FTD-Programmen auf dem Gebiet der Informationstechnologien wird gefördert, um aus deren Befunden und Fortschritten Nutzen zu ziehen.Forschungsarbeiten über neuartige Bioinformatiktechniken werden unterstützt werden, wann immer sie dazu beitragen können, den Dienstleistungsaspekt der erwähnten Aufgaben zu verbessern.ZIELE, DIE DURCH HORIZONTALE TÄTIGKEITEN BEHANDELT WERDEN Demonstrationstätigkeiten in Biotechnologie Neue Biotechnologien, die auf europäische Spitzenforschung zurückgehen, stossen auf spezifische Schwierigkeiten und sozio-ökonomische Barrieren, die ihre vollständige Nutzung am Markt ausschließen. Europäische Biotechnologieforscher produzieren ständig einen reichen Strom von Möglichkeiten, von denen die Gesellschaft auf viele verschiedene Weise profitieren kann. Eine Reihe von technisch-ökonomischen Unsicherheiten dieser komplizierten interdisziplinären Prozesse (die von den Nutzern dieser Technologie nicht völlig verstanden werden oder sogar auf die eine oder andere Weise von der Öffentlichkeit gefürchtet werden) hindern jedoch die vollständige Ausnutzung von Forschungsbemühungen und vergrössern Zeitaufwand und Risiken, die mit der Markteinführung gut fundierter, neuer biotechnologischer Konzepte verbunden sind. Gemeinschaftsunterstützung zu sorgfältig ausgewählten Demonstrationstätigkeiten in der Biotechnologie werden europäische Konzerne ermutigen, um die kostenaufwendige kritische Masse für interdisziplinäre Ressourcen bereitzustellen, die für die Überwindung jener Hindernisse gebraucht werden, und deshalb die Annahme neuer Biotechnologien durch potentielle Nutzer in Industrie und bei Dienstleistungen zu erleichtern.Demonstrationsvorhaben in der Biotechnologie können mit jedem wissenschaftlichen und technologischen Forschungsgebiet verbunden werden, das innerhalb dieses spezifischen Programms berücksichtigt wird. Sie werden entwickelt in enger Zusammenarbeit und Synergie mit den Programmen Landwirtschafts- und Fischereiforschung und Biomedizinische und Gesundheitsforschung. Ressourcen von allen für die Projektdurchführung relevanten Disziplinen werden integriert. Eine hohe thematische Flexibilität ist erforderlich, um diejenigen Demonstrationstätigkeiten von der Basis her zu identifizieren, von denen die beste Auswirkung erwartet werden kann, sowohl in der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrien als auch in der Förderung eines objektiven Verständnisses von Biotechnologie in der Öffentlichkeit. Spezielle Schwerpunkte könnten unter anderem sein: neue Zelltechnologie und Ansätze aus dem biochemischen Ingenieurwesen, die über das Potential verfügen, den Nutzen zu maximieren aus den Zellfabriken, neuen Impfstoffen, Nutzung von transgenen Pflanzen und Tiermodellen, bio-wiederherstellender Anwendung von Microorganismen bei der Beseitigung giftiger Abfälle.Ethische, soziale und rechtliche Aspekte (ESLA) Die Teilnahme der Gemeinschaft in einem Dialog, der alle relevanten sozio-politischen und biöthischen Positionen umfasst und der die kulturellen Unterschiede und bestehenden nationalen Politiken berücksichtigt, wird gefördert und, wo es angemessen erscheint, gezielt organisiert werden. Unter Anerkennung bestehender nationaler und internationaler Positionen werden sich wissenschaftliche Studien auf transdisziplinäre Ansätze bei ausgewählten Themen konzentrieren, die von hoher Relevanz und möglicher Auswirkung innerhalb des Biotechnologieprogramms und für die Anwendungen von Ergebnissen sind (z. B. Genomforschung, biologische Vielfalt, geistiges Eigentum, insbesondere Forschungsprivilegien, Einführung neuer biotechnologischer Produkte für Industrie und Umwelt, transgene Tiere, Neurologie). Gegebenenfalls werden diese Tätigkeiten auch dazu beitragen, Gebiete für die Anwendung gemeinsamer Prinzipien zu identifizieren - der Entwurf für eine europäische Bioethikkonvention des Europarats wird berücksichtigt werden - und ihre bestmögliche Interpretation zu vereinbaren. Die fortlaufende Aktualisierung wissenschaftlicher Daten zur Unterstützung von regulativen Verfahren wird erleichtert werden.Öffentliche Wahrnehmung Facharbeitsgruppen werden gebildet werden, um ad hoc Initiativen vorzubereiten, wie Workshops, Konferenzen, Berichte und Erhebungen, die für die öffentliche Wahrnehmung von Biotechnologie von Bedeutung sind. Angemessene und korrekte Informationen über Forschungsziele, wissenschaftliche Durchbrüche, erreichte Kenntnisse und Hindernisse sind die Schlüsselelemente für die öffentliche Wahrnehmung von Biotechnologie, die in einer offenen Diskussion über mögliche Anwendungen und Auswirkungen der Ergebnisse dieser neuen Technologie überprüft werden muß. Es ist wichtig, daß zusätzlich zur Informationsverbreitung, insbesondere durch Konferenzen und Erhebungen, gezeigt wird, daß Anregungen und Bedenken, die von der öffentlichen Seite zum Ausdruck gebracht werden, in der strategischen Planung berücksichtigt werden.Sozioökonomische Auswirkungen Ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Industrie und für die Beschäftigung wird die Annahme aktueller und stützbarer Produktionssysteme sein. Deshalb werden die Möglichkeiten, die durch die Biotechnologie eröffnet werden, gefördert werden. Auf grossen industriellen Gebieten (Agro-Industrie, Pharmazie, Präzisionschemikalien usw.), während neue Produkte und Produktionen dazu neigen, auf biotechnologischer Forschung zu basieren (zum Beispiel neue pharmazeutische Produkte), wird die tatsächliche Produktion im allgemeinen auf traditionellen Technologien beruhen. Anstrengungen werden unternommen werden, diese indirekten Auswirkungen des Biotechnologieforschungsprogramms zu bewerten, durch das neue Geräte und Methoden zum Vorteil von bereits bestehenden Industriezweigen mit etablierten Verfahrensweisen zusammengebracht werden. Gleichzeitig werden Fragen zum Aufstieg neuer industrieller Sektoren gestellt werden, die auf den Möglichkeiten basieren, die kleinen und mittleren Forschungsunternehmen geboten werden, und zu den spezifischen Hindernissen/Gegebenheiten, die in Europa erfahren werden.ANHANG II >PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANG III BESTIMMUNGEN ÜBER DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS 1. Die Verfahren für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses über das vierte Rahmenprogramm festgelegt.Die Verfahren für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse sind in den Bestimmungen, die der Artikel 130j des Vertrags vorsieht.Im Hinblick auf die Durchführung des Programms ist jedoch wie folgt zu präzisieren:1.1. Eine von der Gemeinschaft unterstützte Teilnahme am Programm ist möglich:a) für alle Körperschaften, die normalerweise FuE-Aktivitäten durchführen und- ihren Sitz in der Gemeinschaft haben;- ihren Sitz in einem Land haben, das infolge eines zwischen der Gemeinschaft und diesem Drittland abgeschlossenem Abkommen ganz oder teilweise mit dem betreffenden Programm assoziiert ist;b) für die Gemeinsame Forschungsstelle.1.2. Eine von der Gemeinschaft nicht finanzierte Teilnahme am Programm ist, unter der Bedingung, daß ihre Teilnahme für die Gemeinschaft von Interesse ist, möglich:a) für rechtliche Körperschaften, die in einem Land ihren Sitz haben, das mit der Gemeinschaft ein Abkommen über Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie abgeschlossen hat, welches die von diesem Programm abgedeckten Bereiche betrifft, und zwar unter der Bedingung, daß diese Teilnahme dem o. g. Abkommen nicht zuwider läuft;b) für rechtliche Körperschaften mit Sitz in europäischen Ländern;c) für internationale Forschungseinrichtungen.1.3. In bestimmten Fällen kann die Teilnahme internationaler Organisationen mit Sitz in Europa auf die gleiche Art und Weise finanziert werden, wie die Teilnahme von Institutionen, die ihren Sitz in der Gemeinschaft haben.2. Dieses Programm wird in Form von direkten Aktionen durchgeführt, dabei beteiligt sich die Gemeinschaft finanziell an FTE-Tätigkeiten, die von Dritten oder GFS-Instituten in Zusammenarbeit mit Dritten durchgeführt werden.2.1. Tätigkeiten auf Kostenteilungsbasis schließen die folgenden Maßnahmen ein:- FTE-Projekte, die von Unternehmen, Forschungszentren und Universitäten, einschließlich an einem gemeinsamen Thema arbeitender Konsortien für integrierte Projekte, durchgeführt werden;- Vorhaben der Grundlagenforschung innerhalb von thematischen Netzwerken, die für grundlegende Technologien mit strategischer Bedeutung zu bilden sind, und Industrieunternehmen, Forschungszentren und Universitäten umfassen;- Technologieförderung zur Unterstützung und Vereinfachung der Beteiligung von KMU durch die Vergabe von Prämien für die vorbereitende Phase einer FTE-Maßnahme, einschließlich der Suche nach Partnern, sowie durch kooperative Forschungsvorhaben. Die Prämien werden vergeben nach der Auswahl von Projektvorschlägen, die jederzeit eingereicht werden können;- Unterstützung der Finanzierung von für die Verwirklichung einer Koordinierungsaktion unentbehrlichen Infrastrukturen oder Einrichtungen (verstärkte Koordinationsaktivität).- Demonstrationsaktionen gemäß Anhang III des Rahmenprogramms, die Durchführbarkeitsprämien und direkten Subventionen für Fachleute einschließen können, um die spezifischen Hindernisse zu überwinden, die die Nutzung der neuen Technologien verhindern, sowie Verbindungen zwischen Entwicklern und Anwendern der Technologie herzustellen.2.2. Konzertierte Aktionen, die darin bestehen, insbesondere mit Hilfe von Konzertierungsnetzwerken, FTE-Projekten, die bereits durch öffentliche oder private Organisationen finanziert werden, zu koordinieren. Konzertierte Aktionen können ebenfalls der Koordination von thematischen Netzwerken dienen, die durch FTE-Projekte auf Kostenteilungsbasis (vgl. 2.1 Spiegelstrich) Hersteller, Anwender, Universitäten und Forschungszentren im Rahmen eines gemeinsamen technologischen oder industriellen Zieles zusammenbringen.2.3. Spezifische Tätigkeiten, wie Maßnahmen zugunsten von Standardisierung, und Maßnahmen zur Einführung von Werkzeugen zur allgemeinen Nutzung im Dienst der Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen. Die Teilnahme der Gemeinschaft umfasst bis zu 100 % der Kosten der Maßnahmen.2.4. Vorbereitende, begleitende und unterstützende Maßnahmen, einschließlich der folgenden Beispiele:- Studien zur Unterstützung dieses Programms und der Vorbereitung möglicher zukünftiger Aktionen;- Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen einschließlich intersektorieller oder multidisziplinärer Konferenzen;- Nutzung externen Fachwissens einschließlich des Zugangs zu wissenschaftlichen Datenbanken;- wissenschaftliche Veröffentlichungen, einschließlich der Verbreitung, der Förderung und der Valorisierung der Ergebnisse (in Koordination mit dem dritten Tätigkeitsbereich);- Studien zur Bewertung von sozioökonomischen Folgen sowie der möglichen technologischen Risiken, die mit irgendeinem Programmvorhaben verbunden sein können. Dies wird mit dem Programm gezielte sozioökonomische Forschung koordiniert;- Weiterbildung (Stipendien), die mit den im Rahmen des Programms durchgeführten Forschungstätigkeiten im Zusammenhang stehen;- unabhängige Bewertung (einschließlich Studien) von Verwaltung und Ergebnissen der Programmaktivitäten;- Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeit von Netzwerken, um Information und dezentralisierte Hilfe für KMU zur Verfügung zu stellen, in Koordinierung mit der Aktion "Euromanagement Audits of RTD".Die im Zusammenhang mit Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse erfolgenden Maßnahmen des Programms werden ergänzend und in enger Koordinierung zu denjenigen im Rahmen des Dritten Aktionsbereichs durchgeführt werden. Die Partner der FTE-Projekte stellen bevorzugte Netzwerke für die Verbreitung und Valorisierung der Ergebnisse dar. Sie werden im Wege von Veröffentlichungen, Konferenzen, Förderung von Ergebnissen, Studien über das wirtschaftlich-technologische Potential usw. verstärkt werden. Um einen optimalen Nutzen zu gewährleisten, müssen Faktoren, die geeignet erscheinen, eine spätere Verwertung der Ergebnisse zu begünstigen, von Anfang an und während der gesamten Dauer der FTE-Projekte berücksichtigt werden.