CELEX: 51971PC0704
Language: de
Date: 1971-06-29
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Zuckerwaren (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (71) 704
Vol. 1971/0113
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                               KOM(71 ) 704 endg.
                                               Briissel . den 29 . Juni 1971
                            Vorschlag für eine
                                RICHTLINIE
                 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
                 Mitgliedstaaten für Zuckerwaren
                     (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(71 ) 704 endg,
 ---pagebreak---                                BEGRTTNDUNG
          Dieser Vorschlag ist für eine Richtlinie zur Abschaffung der
technischen Hemmnisse bestimmt , die sich aus den Unterschieden zwischen
den gegenwärtig in den einzelnen Mitgliedstaaten geltenden Rechts - und
Verwaltungsvorschriften für Zuckerwaren ergeben .
          Mit diesem Ziel wird folgendes festgelegt :
               - die Definition der Zuckerwaren , die Liste der einzelnen
                 Stoffe , die bei der Zuckerwarenherstellung hinzugefügt
                 werden dürfen und erforderlichenfalls eine Höchstgrenze
                 für den Zusatz dieser. Stoffe ;    .   .
               - unbeschadet der später vom Rat für die Verpackung und
                 Etikettierung von Nahrungsmitteln zu erlassenden Bestim­
                 mungen die besonderen Regeln für Zuckerwaren , gewähr*
,,f       'J 1   leistet werden soll , dass der Verbraucher so vollständig
            : wie möglich übe* Art und^8^^ der ihm angebotenen Waren
                 unterrichtet wird ;
               - die Bedingungen , unter denen auf den Etiketten der
                 Zuckerwaren auf essbare geschmack-oder aromagebende
                 Stoffe hingewiesen v/erden kann , und die Regeln für die
                 Zusammensetzung der jenigen Zuckerwaren , denen besondere
                 Benennungen vorbehalten sind ;
               - die besonderen Regeln für Zuckerwaren , die Schokoladen«
                 imitationen sind , damit der freie Warenverkehr mit
                 diesen Erzeugnissen gewährleistet ist , ohne den Interessen
                 der Schokoladehersteller zu schaden .
 ---pagebreak---           Schliesslich wird in diesem Vorschlag für eine Richtlinie
das Verfahren festgelegt , nach dem im Ständigen Lebensmittelausschuss
die erforderlichen Analysemethoden zur Kontrolle der Zusammensetzung
und der Fabrikation sriierkmale bei Zuckerwaren erarbeitet werden sollen «
          Zur Ausarbeitung dieses Vorschlags für eine Richtlinie wurden
die Mitgliedstaaten in folgenden Sitzungen konsultiert :
          - 26 . November i960                    « 25 » Februar 1970
          - 8./9 . Januar 1970                    - 2Ç . April 1970
          - k , Februar 1969                      - 26 , Juni 1970
          - 7 . Marz 1969                         - 2V25 . September 1970
          - 2h . April 1969                       - 27 . Oktober 1970
          - 13 . Juni 1969                        - 30 . Marz 1971
          - 1 . Juli 1969
          - 17 » Oktober 1969
          - 17 . /l8 . November 1969
                                                              • • */ •
 ---pagebreak---                                      - 3 -
        Die Aufstellung des vorliegenden Vorschlages für eine Richt­
linie hat keine grundsätzlichen Probleme aufgeworfen , wie sie sich
z.B. bei der Ausarbeitung der Verordnungen über die Angleichung der
Vorschriften auf den Sektoren Bier und Speiseeis stellten . Ausserdem
hat sich die Herstellung von Zuckerwaren im allgemeinen in jedem der
Gemeinscliaftsländer unter Einhaltung der gleichen Bestimmungen ent­
wickelt . Die ausserordentliche Unterschiedlichkeit der fraglichen Er­
zeugnisse ( es gibt etwa k0»000 verschiedene Erzeugnisse an Zucker­
waren in der Gemeinschaft ) machte die Ausarbeitung genauer und dil-
reicher Vorschriften erforderliche und zwar insbesondere Uber :
                                                                         i
        a ) den besten Gesundheitsschutz des Verbrauchers
                                  gasr-.rr.-nc- sn "-y-jTVgr .« • xr ; g
                 Hierfür stellt die Iiis te der Zusatzstoffe , 'die als
            Anlage II beigefügt ist , sowie gegebenenfalls die fest-
                         l • V
            gelegten Grenzen für ihre Verwendung eine viel genauere
            und striktere Verordnung dar , als diejenige , die zur Zeit
    i       in bestimmten Mitgliedsländern gültig ist :
        b } eine möglichst weitgehend korrekte und vollständige
            Unterrichtüng des Verbrauchers «
                 Dieses Ziel wird durch die Aufstellung genauer Vor­
            schriften für die Kennzeichnung erreicht , die irisbesondere
            die Bedingungen betreffen , unter denen man die Bezugnahme
            auf geschmackliche und aromatische Stoffe in der Bezeich­
            nung der Zuckerwaren anwenden darf . Es wird ferner durch
            die Aufstellung von Vorschriften Über die Zusammensetzung
            erreicht , die für Zuckerwaren , die Gagenstand vorbehait'ener
      ~     Zeichnungen sind , eingehalten werden müssen .
                                                                           • • •/ •
 ---pagebreak---                                             ^C.77VIII/ 70 - i) Ktï.' i
                                  • -L  -
                       ° ) di e gleichen Wettbewerbsbedingungen für die
                           versch iedenen Hersteller der Gemeinschaft
                                 Die Anwendung des Grundsatzes des freien
                           Austausches von Zuckerwaren in der Gemeinschaft
                           macht die Einhaltung der Bestimmungen des
                           Richtlinie zur Bedingung , und zwar insbesondere ,
                           derjenigen , die die Zusammensetzung und das
                           Etikettieren betreffen .
          Es ist angebracht zu betonen , dass die Dienststellen der
  Gemeinschaft in ihrer Aufgabe weitgehend von den europäischen Ver­
  bänder der entsprechenden Industriezweige unterstützt worden sind ,
  die , da sie mit auf zahlreichen Gebieten bestehenden technischen
  Schwierigkeiten tefasst sind , in den meisten Fällen Lösungen vor­
  geschlagen haben , deren Ausgewogenheit in allgemeinen eine positive
. Aufnahme in den Arbeitsgruppen zur Folge hatte .
          Die Vertreter der Kitgliedstaäen haben allerdings keine ein­
  heitliche Stellungnahme über alle Bestimmungen der vorliegenden
  Richtlinien «- Entwurfes abgegeben . Dies ist insbesondere für die
  Einfügung von Bestimmungen über Schokolade-Imitationserzeugnisse
  in die Richtlinien der Fall , die eine Delegation nicht gern auf­
  genommen sähe . Die Kommission stützt sich auf die Tatsache , dass es
  sich hier um Zuckerwaren handelt , die zur Zeit in verhältnismässig
           1*1
  grossen Mengen in den Mitgliedslandern hergestellt werden . Sie be­
  rücksichtigt , dass der Schuss der Schokoladenindustrie es erfordert ,
       *
  dass genaue Vorschriften gegeben werden , um jede VerwecbaLung beim
  Verbrauchers zwischen Schokolade und Schokolade-Imitationserzeugnisse
  zu vermeiden . Sie ist daher im Gegenteil der Meinung , dass dieses
  Problem in der vorliegenden Richtlinie geregelt werden muss . Die
  Kommission würdd jedoch anlasslich der Vorlage dieses Vorschlages
  beim Ministerrat gern betonen , dass die meisten Funkte dieser Bestimmung
  sowohl Von den befragten zustandigen Berufszweigen , als auch von den
  Verwaltungen der Mitgliedstaaten befürwortet werden .
 ---pagebreak--- ANHÖRUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES WIRTSCHAFTS - UND
SOZ TALAUSSCHUSSES
           Da dieser Vorschlag für eine Richtlinie auf Artikel
100 des Vertrages beruht und seine Durchführung eine Änderung
der Rechtsvorschriften in einigen Mitgliedstaaten bewirkt ,
ist die Anhörung des Europäischen Parlaments und des Wirtschafts-
und Sozialausschusses zwingend »
 ---pagebreak---                   »
                      VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE
                                                mP«m*m ■
                ZUR ANGLS ICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN
                DER MITGLIEDSTAATEN FÜR ZUCKERWAREN
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN .
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirt­
  schaftsgemeinschaft . insbesondere auf Artikel 100 ,
                                                  /
  auf Vorochlag der Kommission
  nach Stollimgnahmo des Earopâisohoi Pariamenta
  nach Stollungnahme des WirtSchafts» und Soaialaus–        ^  L
  Schusses und in Erwägung folgender Gründe :
  Die in bestimmten Mitgliedstaaten geltenden Rechts- und Verwal–
  tungsvorschriften enthalten Begriffsbestimmungen für Zuckerwaren ,
  geben die Zusammensetzung für bestimmte Zuckerwaren an , bestimmen
  die Stoffe , die bei ihrer Herstellung zugefügt werden können und
- schreiben Scnderregeln für die K<snhsÄö'lmti.hg, vor«
 Die gegenwärtig zwischen diesen Vorschriften bestehenden Unter­
  schiede behindern den freien Verkehr mit Zuckerwaren , da die sie
  erzeugenden Unternehmen der Gemeinschaft gezwungen sind , sie je
  nach dem Bestimmungs-Mitgliedstaat unterschiedlich herzustellen ;
  das wirkt sich unmittelbar auf die Errichtung und das Funktionie­
  ren des Gemeinsamen Marktes aus #
 Es ist daher erforderlich , auf Gemeinschaftsebene die Sonderre–
  geln festzusetzen , die für die Zusammensetzung dieser Erzeugnisse ,
  die St.offe , die bei ihrer Verarbeitung verwendet werden können T
  sowie für die Kennzeichnung beachtet werden sollen ; die Vcrausset-
 ---pagebreak--- zungen müssen ferner festgesetzt werden , unter denen für bestimmte
dieser Zuckerwaren Sonderbezeichnungen verwendet werden können .
Die auf Gemeinschaftsebene zu erlassenden Vorschriften betref­
 fend die vorbehaltenen Bezeichnungen sind jedoch nur für Zucker­
waren wichtig , die Gegenstand eines verhältnismässig", bedeutenden
Warenaustausches sind 5 sie sollen daher bestimmte Regional- und
Lokalspezialitäten nicht erfassen , mit denen zwischen den Mit­
gliedstaaten kein Warenaustausch oder nur ein unbedeutender Wa­
renaustausch stattfindet Sie schliessen auch nicht aus , dass die
Mitgliedstaaten die Bestimmungen in den von ihnen geschlossenen
internationalen Abkommen über den Schutz der Herkunftsangaben ,
der Ursprungsbezeichnungen und anderer geographischer Bezeichnun­
gen anwenden ,
Unbeschadet der vom Rat auf diesem Gebiet zu erlassenden Vor­
schriften müssen Massmahmen vorgesehen werden , um zu vermeiden ,
dass die gegenwärtig in den Mitgliedstaaten geltenden Bestimmun­
gen betreffend Stoffe und- Gegenstände , die mit Lebensmitteln in
Berührung kommen können , und die allgemeinen Regeln über die
 Kennzeichnung von Lebensmitteln bis zur Anwendung der Gemein­
schaftsvorschriften den freien Warenverkehr mit Zuckerwaren
behindern »
Die Festsetzung der Einzelheiten für die Probeentnahmen sowie
der zur Überwachung der Zusammensetzung der Fabrikationsmerkmale
von Zuckerwaren erforderlichen Analysemethoden bilden technische
Anwendungsmassnahmen , mit deren Erlaß die Kommission zwecks Verein­
fachung und Beschleunigung des Verfahrens beauftragt werden soll .
 ---pagebreak---                                         - 3 -
In allen Fallet^ in denen cler Rat                 der   Kommission die Zustän­
 digkeit für die Durchführung der auf dem-Gebiete der Nahrungs­
 mittel für die menschliche Ernährxuvg " festgesetzten Regelungen
 überträgt , ist^ia ^iJ^retr^zur engen Zusammenarbeit zwischen
 den Mitgliedstaaten und der Kommission im Rahmen des Ständigen
 Lebensmittelausschusses vorzusehen , der mit der EkitScheidung des Rates
 Nr » 69/*t-1 zt/CEE vom 13»November 19^9 eingesetzt worden isti «
HAT mOïïTDE RTCFPJLJ1TIE ERLASSENî
■ »■!           ■  mu                 mi 1.1 1
                                        Artikel 1
                  Als Zuckerwaren im Sinne dieser Richtlinie gelten           .
 im Anhang I Absatz 1 definierten Erzeugnisse .
                                       Artikel 2.
                  Die Mitgliedstaaten treffen alle notwendigen Bestimmun­
 gen , damit Zuckerwaren nur in den Verkehr gebracht werden , wenn
 sie den Bestimmungen der vorliegenden Richtlinie entsprechen «
                                       Artikel 3
                  Bei der Herstellung von Zuckerwaren dürfen nur gesunde ,
 einwandfreie und handelsübliche Rohstoffe verwendet werden »
                                         Artikel
1.                Zuckerwaren , die folgende Zusatzstoffe enthalten , sind
        untersagt :
                  a ) andere als in Anhang II aufgeführte- Zusatzstoffe ;
                  b ) in Anhang II aufgeführte Zusatzstoffe in einem Verhält­
      .       ■       nis , das - nicht den dort "festgelegten Verwendungsbedin–
   v     .  .         gungen entspricht »
 ---pagebreak---                                        - 4 -
  2»           _        In den innerhalb der Gemeinschaft hergestellten
  ZuckerwarenSctas Vorhandensein anderer als in Anhang II aufge­
  führter Zusatzstoffe gestattet , wenn sie Reefbestände dar zur
, Herstellung der betreffenden Zuckerwaren verwendeten Rohstoffe
  Bilden ' und dies den in dem Heretellmitgliedstaat geltenden Bestim­
  mungen entspricht *            ~       ...
                   Schwefeldioxyd oder Salze der schwefeligen Säure kön­
  nen jedoch nur in nachstehenden, in Schwefeldioxyd ausgedrückten
 H^istraerrgö^r zugelassen werden :
                a.) 0,125 g/kg in kandierten Aprikosen , Birnen , Zwet-
                     sehen und Feigen ;
                b)        g/kg in kandierten Pflanzen und in kandierten
                     Früchten andere als darüjje unter a) erfassten , in
                     Kaupasten ,       Gelee–Erzeugnisse    und
                     Gummibonbons ;
               c)          g/kg in Füllungen (aufgrund von Früchten oder
                     nicht ), Hartkaramellen , Karamellen und Toffees und
                    Fondants s
                  j 0,01 g/kg in anderen ZuckerwarGn
                                   Artikel 5
              Für die Verpackung der Zuckerwaren darf nur Material
 verwendet werden , das weder doreri organoleptische oder chemische
 Eigenschaften verändern kann , noch gesundheitsschädlich ist ,
                                   artikel 6
  * .            16 Söllzeicfcnim& der Zuckerwaren muss entsprechend
  en in Absatz 2bia 4 . genannten Einzelheiten in auffallenden ,
deutlich lesbaren und unverwischlichen Buchstaben folgende An­
gaben aufweisen :
                                                             • »/• «
 ---pagebreak---                   - 5 -
a) die übliche Gattungsbezeichnung , der betreffenden
     Zuckerwaren oder mangels einer derartigen Gattungs-
     bezeichnung die Angabe "Zuckerwaren ";
b ) bei den in Anhang III       defimi-er-ten • "• Waren an­
     stelle der unter a ) genannten Angabe die diesen Waren
     vorbehaltene Bezeichnung ;
c ) bei Zuckerwaren , die unter Verwendung einer oder mehre­
     rer der in der Tabelle G unter ^Buchstabe b) des Anhangs II genant
     ten Aromastoffe hergestellt sind
     - den Hinweis "künstliches Aroma " gegebenenfalls begleitet Von
        Namen der geschmackgebenden Stoffe , durch die künst­
        lich das Aroma hergestellt wird ;
d) bei Zuckerwaren , die unter Verwendung eines oder mehre­
     rer der in den Tabellen AjB und C d.es Anhangs II genannten Zu­
     satzstoffe hergestellt sind , je nach Fall :
    r- den Hinweis "mit Farbstoffen", mit "Konservierungs­
        stoffen" oder "mit Antioxydanzien " ,
   ©) den Namen oder die Firma und die Anschrift oder den
       Firmensitz des im Gebiete der Europäischen Wirtschafts­
       gemeinschaft ansässigen Herstellers , Verpackungs«
       betriebes oder Verkäufers ;
                                            • 0/ C #
 ---pagebreak---                                      - 6 -
         f ) bei den aus dritten Landern eingeführten Zuckerwaren , die
               Angabe des Ursprungslandes ; .
        g ) bei Zuckerwaren , die im Einzelhandel in Verpackungen mit einem
               Nettogewicht von 100 g oder mehr zum Verkauf angeboten werden ,
               die Angabe des jeweiligen Gewichtes vor oder nach der Bezeich­
               nung "Netto'i
2.      '/-/ erden die Zuckerwaren zum Verkauf im Einzelhandel verpackt an­
geboten , müssen die in Absatz 1 Buchstaben a ), t ) und c ) geforderten
Angaben . auf einer der Hauptseiten jeder Verpackung erscheinen . Die in
Absatz 1 unter c ) genannten' Angaben sind in einheitlichen Buchstaben und
in gleicher Farbe auszuführen .
        Ist jedoch die Hauptfläche der Verpackung kleiner als 25 m2 , können
diese Angaben nach den in Absatz 3 für unverpackt zum Verkauf angebotene
Zuckerwaren vorgesehenen Bestimmungen gemacht werden .
3«     V/erden die Zuckerwaren unverpackt zum Verkauf im Einzelhandel an­
geboten , müssen die in Absatz. 1 Buchstaben a "1 Ms f ) geforderten Angaben
entweder auf den Behältnissen , in denen mehrere Einheiten desselben Er­
zeugnisses zum Verkauf im Einzelhandel angeboten werden , oder auf dem
Etikett oder auf Beschriftungen erscheinen , die für den eventuellen Käufer
                                                                 t
gut sichtbar und in unmittelbarer Nähe der betreffenden Waren angebracht
sind .
       Bilden die Zuckerwaren Halbprodukte für die Herstellung anderer
Lebensmittelzubereitungen , können die in Absatz 1 genannten Angaben nur
auf den Begleitpapieren angebracht werden . Die gleichen Vorschriften gelten
für Zuckerwaren , die in Behältnissen oder Verpackungen von einem Netto­
gewicht von mehr als 10 kg abgepackt sind und in dieser Form nicht zum
Verkauf im Einzelhandel angeboten werden .
                                    Artikel   7
1.     Hinweise in der Kennzeichnung der Zuckerwaren auf essbare go&chmacks-»
oder aromagebende Stoffe dürfen nur unter den in Absatz 2 bis 9 genannten Bo«
dingungen gemacht werden .
                                                                 • •/• o
 ---pagebreak---  2.        Unbeschadet     • Artikel 10 darf auf die Begriffe Schokolade oder
 auf verwandte oder davon abgeleitete Begriffe nur Bezug genommen werden ,
 wenn die Zuckerwaren oder einzelne ihrer Teile , wie beispielsweise Uber­
 zug oder . Füllung , auf die Bezug, ^- nomrnen wird , aus einem der
 Schoko](.adenerzeugnisse in Buchstaben k) bis r) des Anhangs zur Richtlinie
 des Rates vom                               über die Angleichung der Rechts-
 vorschriften der Mitgliedstaaten für Kakao und Schokolade bestehen .
 Hinweise auf den Ausdruck "Weissschokolade " sind nur zugelassen , wenn die
 Teile der Zuckerwaren , auf die sich die Hinweise beziehen , aus Waren
 bestehen , die unter Buchstabe s ) des Anhangs zu dieser Richtlinie aufgo»
geführt sind.
         . Hinweise» auf den Ausdruck " Schokolade " oder ein Stammwort oder
 Ableitungswort, dieses Ausdrucks, sind auch bei Zuckerwaren wie . Karamellen ,
 Toffee , usw . zulässig , die aus einer >iischung aus Zucker und Kakao bestehen
 oder denen ggf . andere Stoffe zugesetzt wurden fund die weder eine Füllung
 noch äussere Teile aus einer kakaohaltigen ^ebensmittelzuberei-tung ent­
 halten , sofern diese Erzeugnisse mindestens 2,5 % fettfreie Kakaotrockenmas
 enthalten . -                                                       '
           Auch bei der Oberflächenbehandlung der Zuckerwaren , die aus
 einem der              Schokoladenerzeugnisse in Buchstaben k) "bis s) des
 hangs der Richtlinie des Rates vom                     ..... über die Angleichung
 der Rechtsvorschriften der Kitgliedstaaten für Kakao und Schokolade Le–
stehe»} mit den in^abelle F des Anhangs Ii aufgeführten technischen Hilfs­
mitteln darf auf die - Begriffe Schokolade      oder Weissschokolade oder einen
hiervon abgeleiteten Begriff in ihrer Bezeichnung Bezug genommen werden .
3«         Auf den Begriff "Milch?1 oder einen davon abgeleiteten Begriff darf
nur Bezug genommen werden , wenn die fraglichen Zuckerwaren mindestens
2 %■ Kilchfett und Mindestens 4,5 % fettfreien Milchtrockenstoff enthalten .
 ---pagebreak--- k.            Auf die Begriffe ''Butter' oder 'Rahm'' oder einen davon -
abgeleiteten Begriff darf nur Bezug genommen werden , wenn die
 fraglichen Zuckerwaren mindestens b% Milchfett enthalten «
              Enthalten die Zuckerwaren ausser Milchfett in den
 ia vorstehenden Absatz genannten Mengen noch Fette anderen Ur­
 sprungs , so darf trotzdem auf die Begriffe Butter oder Rahm oder
einen hiervon abgeleiteten Begriff Bezug genommen werden . Hinweise
wi:e "ausschliesslich mit Butter " sind jedoch nur zugelassen , wenn
 die Zuckerwaren keine anderen Fette als Milchfett enthalten .
5«              Bezugnahmen auf den Begriff Honig und einen hiervon
abgeleiteten Begriff sind nur zulässig , wenn die fraglichen Zucker­
 waren' mindestens 5 % Honig oder Backhonig ( Industriehonig) im Sinne
 der Verordnung des Rates vom              über die Herstellung und den
Handel mit Honig enthalten .
 6«             Bezugnahmen auf den Begriff Süssholz oder einen hier­
 von abgeleiteten Begriff sind nur zulässig , wenn die fraglichen
Zuckerwaren mindestens 0,5 % Glyzerizin enthalten . Die Begriffe
'Süssholzsaft ' oder Süssholzextrakt dürfen nur verwendet werden ,
wenn der Mindestanteil 6 % ausmacht .
                Bezugnahmen auf den Begriff Malz oder einen davon
abgeleiteten Begriff sind nur zulässig , wenn die fraglichen Zucker–
waren mindestens k % Malztrockenextrakt enthalten .
8*              Unbeschadet ■   Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c) sind
Bezugnahmen auf eine oder mehrere Früchte oder auf ihr Aroma nur
zulässig , wenn die betreffenden Früchte selbst einschliesslich
Teile davon , Fruchtmark oder Saft , auch konzentriert , als Essenzen
oder natürliche Extrakte dieser Früchte oder Aromastoffe gemäss
 ---pagebreak---                                    - 9 -
Tabelle G Buchstabe a ) des Anhangs II getrennt t der zusammen zur Her­
stellung dieser Zuckerwaren in einem Verhältnis verwendet' wurden , das
ausreicht , um ihre organoleptischen Eigenschaften entscheidend zu be­
einflussen .
                   cae          ••
        Hinweise , auf die tatsachliche- Verwendung von Früchten schliessen
lassen , wie z.B. mit Früchten , obsthaltig , mit Fruchten gefüllt , usw..
und die gegebenenfalls ' die betreffende Frucht oder Früchte anführen , sind
indessen nur zulässig , wenn diese Früchte oder Teile davon , Fruchtpulpen ,
Frucht-oder Fruchtsaftkonzehtrate tats'ächlich' bei der Herstellung dieser
Zuckerwareri in ausschlaggehendem Verhältnis verwendet wurden .
               \
          Sind   die im vorstehenden Absatz genannten Voraussetzungen erfüllt ,
so kann trotz der Hinzufügung der im vorstehenden Absatz genannten Stoffe
aus technischen Gründen und als einfache Verstärker von . Essenzerroder na­
türlich«: Fruchtextraktsn einer öder mehrerer der in Tabelle G Buchstabe a )
                   /
des Anhangs Ii genannten künstlichen oder synthetischen Aromastoffe , den­
noch auf das tatsächliche Vorhandensein von Früchten hingewiesen werden .
Nähere Bezeichnungen wie rein , natürlich , echt usw . zur Charakterisierung
dieser Früchte sind indessen nur zulässig , wenn ausschliesslich die im
vorstehenden Unterabsatz ( ggf . verstärkt durch Essenzen oder natürliche
                                       *                                      /
Extrakte dieser Früchte ) genannten Stoffe verwendet wurden .
9.      Unbeschadet ,     Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c ) sind Bezugnahmen
auf die Verwendung eines oder mehrerer nicht' unter Nummer 2 bis Nummer .8
aufgeführter Stoffe nur zulässig , wenn diese Stoffe in so ausreichender
Menge verwendet wurden , dass sie die organoleptischen Eigenschaften der
fraglichen Zuckerarten entscheidend baänflussen .
        Werden den im vorstehenden Unterabsatz genannten Stoffen aus tech­
nischen ; Gründen oder als einfache Verst'ärker von Extrakten oder Essenzen
dieser Stoffe eines oder mehrere der synthetischen oder künstlichen Aroma­
stoffe in Tabelle G Buchstabe a ) des Anhangs H hinzugesetzt , so sind diese
Bezugnahmen dennoch möglich .
                                                                • « •/ # • •
 ---pagebreak--- Käliere Bezeichnungen wie rein , naturlich , echt' usw . zur Charakterisierung dieser Ctofj
sind indessen nur zulässig , wenn ausschliesslich naturliche Erzeugnisse , ihre Essenzer
oder natürliche Extrakte verwendet wurden .
10 «     Bildet die Zuckerware ein Nebeneinander von Bestandteilen verschiedener Ei-       '
gänschaften , so sind die in den Absatzen 2-7 genannten Prozentsätze nach dem Gewicht
der Bestandteile zu   berechnen , die Geschmacks- oder Aromastoffe enthalten , auf die
nach den Vorschriften dieser Absätze Bezug genommen werden kann . Jedoch gelten die
betreffenden Referenzen für die betreffende Zuckerware in ihrer Gesamtheit nur dann ,
w-nn die Bestandteile , deren Zusammensetzung tu ) diesen Referenzen berechtigt i . min­
destens 50 % des Gewichts des Endproduktes darstellen ( 33        wenn es sich um Bestand­
teile handelt , die den in Absatz 6 festgelegten Bedingungen entsprechen ).
                                       Artikel    8
         Werden verschiedene Zuckerwaren in einem Sortiment angeboten , dürfen auf dem
Etikett weder die in Artikel 7 genannten Bezugnahmen , noch die in Anhang III genannte:
üblichen Artbezeichnungen oder sonstigen Bezeichnungen enthalten sein , die nur für
        der Zuckerwaren ; gelten .
                                       Artikel    9
          Bei der Kennzeichnung , bei der Aufmachung und bei der Ausstellung der Zucker­
waren zum Verkauf wie auch bei der Werbung in jeder beliebigen Form ist die Verwenduni
von Fhantasiebezeichnungen , Warenzeichen , Abbildungen oder sonstigen Darstellungen unt
Zeichen , die den Käufer über die Beschaf fenheit ? die Zusammensetzung , die wesentliche:
ii^enschaften und den Gehalt an nützlichen Bestandteilen , das Gewicht oder den Urspruc
der betreffenden Zuckerwaren in Unklarheit lassen , verboten .
          Jedoch können Abbildungen oder andere bildliche Darstellungen von Früchten
odsr anderen geschmackgebenden oder Aromastoffen auf dem Etikett der Zuckerwaren ver­
wendet werden , die zwecks künstlicher Erzeugung des Geschmacks mit einer oder mehrerei
dar in Tabelle G Buchstabe b ) des Anhangs II aufgeführten Aromastoffen hergestellt
werden sind-, sofern der in Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c ) vorgesehene Hinweis in un­
mittelbarer Nähe dieser Abbildungen oder sonstigen Darstellungen angebracht ist .
 ---pagebreak---                                  - 11 -
                              Artikal   10
           Zuckerwaren , deren Struktur , Beschaffenheit , Farbe und
Geschmack an Schokolade erinnern , deren Zusammensetzung jedoch
 'einem der   "     in Buchstaben k ) bis s ) des Anhangs zur Richtlinie
                                                                         /
des Rgtes Uber die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied­
staaten für Kakao und Schokolade definierten Schokoladeerzeugnis
nicht entspricht , sowie Zuckerwaren , deren ganzer oder teilweiser
Uberzug oder deren Verzierung aus einer derartigen Lebensmittelzu-
bereitung besteht , müssen die in Anhang IV vorgesehenen spezifischen
Erfordernisse erfüllen .
                              Artikel   11
           Die Bestimmungen dieser Richtlinie schliessen nicht' aus ,
dass die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebans spezifische Bezeichnungen
für Zuckerwaren verwenden , die mit den in ihren Rechts - und Verwaltungs-
vorschriften festgesetzten Sonderbestimmungen über die Zusammensetzung
oder die Aufmachung für den Kandel übereinstimmen oder den rechtschaffenen
Handelsbräuchen entsprechen , sofern diese Sonderbestimmungen über die
genannte Zusammensetzung und Aufmachung für den Han del in keinem Wider­
spruch zu den Regeln' dieser Richtlinie stehen .
                                                             • •/ • *
 ---pagebreak---                               « 12 -
                              Artikel 12
                  Die Bestimmungen dieser Richtlinie schliessen
 nicht aus , dass die Mitgliedstaaten die Bestimmungen in den von
 innen geschlossenen internationalen Abkommen über den Schutz der
 Herkunftsangabe!} der Ursprungsbezeichnungen und anderer geogra­
 phischer Bezeichnungen anwenden .
                               Artikel 13
                          i Die Mitgliedstaat^SP^fie Vermarktung von Zu­
 ckerwaren ears ..Gründen , die mit der Zusammensetzung , den Fabrika–
,tii>ni£merkmalen , der Verpackung und' der Kennzeichnung zusammen­
 hängen , weder verbieten noch behindern , wenn diese Erzeugnisse den
 Bestimmungen dieser Richtlinie entsprechen »
                  Sie können jedoch verlangen , dass die in Artikel 6
 Absatz 1 Buchstaben a) , b ) , c ) und d ) geforderten Ar^- öen , sowie
 die in Anhang IV vorgesehenen obligatorischen Hinweise in der
 Landessprache gemacht werden .
                                 Artikel 14
                       Im    Verfahren nach Artikel 15 werden fest­
 gesetzt :
                 a) die Merkmale          Reinheitsgrades , denen gege­
                     benenfalls die in Tabelle F des Anhangs II ge­
                     nannten technischen Zusatzstoffe sowie Stoffe ,
                     der-^ Verwendung bei der Herstellung von Kaugum-
                     mipas      !*V.T ,-ISF. I «/-".„•d , '^tj^rcchteii müssen :
                                                               * •/• *
 ---pagebreak---                                          - 13 -
                 b) die zur Überwachung der unter a) genannten Rein«
                      heitsmerkmale erforderlichen Analysemethodenj
                  c ) die Einzelheiten für die Probeentnahmen sowie die
                       zur 1 Überwachung der Zusammensetzung und der Fabri–
                       kationsraerkmale von Zuckerwaren erforderlichen Ana–
                       lysemethoden .
                       *
2.                Nach dem gfeichen Verfahren kann auf der Grundlage
wissenschaftlicher und technischer UntersuchungerP^Änhang II geän­
dert werden .
                                      Artikel 15
1.                Bei Inanspruchnahme des in diesem Artikel festgeleg­
ten Verfahrens wird der mit Entscheidung des Rates vom 13 » November
1969      eingesetzte          Ständige Ausschuss für Lebensmittel , nach­
stehend der "Ausschuss " genannt,' von seinem Vorsitzenden bzw . auf
dessen Veranlassung oder auf Antrag des Vertreters eines Mitglied-»
Staates einberufen .
2.                Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuss
einen Entwurf der geplanten Massnahmen . Der Ausschuss nimmt zu die­
sem Entwurf innerhalb einer Frist Stellung , die der Vorstizende je
nach Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann . Beschlüs­
se kommen mit einer Mehrheit von 12 Stimmen zustande , wobei die Stim­
men der Mitgliedstaaten ge"j.:'as Artikel 1^8 Absatz 2 des Vertrages
gevifogen werden » Der Vorsitzende nimmt                 an der Abstimmung nicht teil
3*            - ' a) die Kommission erlasst die geplanten Massnahmen ,
                       wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses
                       übereinstimmen .
                     b)Entsprechen die in Betracht gezogenen Massnahmen
                       nicht der Stellungnahme des Ausschusses oder liegt
                          •
                       keine   n j_ . % 1
                               Stellungnahme     vorSOf unterbreitet die Kommission
                       dem Rat unverzüglich einen Vorschlag für die geplan­
                       ten Massnahmen . Der Eat beschliesst mit qualifizier­
                       ter Mehrheit .
 ---pagebreak---                                  i T
           e ) Hat der Rat nach Ablauf von drei Monaten nach Vor­
                lage dieses- Vorschlags keinen Beschluss gefasst ,
                so   erlässt die Kommission die vorgeschlagenen
                Massnahmen .
                             Artikel 16
            Diese Richtlinie gilt nicht für Zuckerwaren , die für
die Ausfuhr    in " dritte   Länder  bestimmt sind «
                              Artikel 17
1.          Innerhalb eines Jahres nach Notifizierung dieser Rxcht-
linie ändern die Mitgliedstaaten ihre Rechtsvorschriften gemäss
den vorstehenden Bestimmungen und unterrichten davon unverzüglich
die Kommission . Die geänderten Rechtsvorschriften finden am
für die von diesem Termin an hergestellten Waren Anwendung «
2.          Nach der Notifierung dieser Richtlinie sorgen die Mit-
giiedstaaten ferner dafür ^(fie Kommission von allen späteren
      Rechts- und Verwaltungsvorschriften , die sie in dem von die­
ser Richtlinie geregelten Bereich zu erlassen beabsichtigen , so
rechtzeitig ■unterrichtet wird, daß sie dazu Stellung nehmen kann.
                               Artikel 1 0
              viese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet®
 ---pagebreak---                                                     ANHANG I
                            DEFINITION
 1 ».         Als Zuckerwaren gelten        Lebensnuttelerzeugnisse ,
 deren Hauptmerkmal darin besteht , völlig oder teilweise aus einer
 oder mehreren Arten von Sacbharides zusammengesetzt zu sein#
              Diese Erzeugnisse können in ihrer eigentlichen Masse ,
 in Form von Trägerstoffen oder Füllingen , wie auch , in ihren
äusseren Teilen oder gegebenenfalls in der Überzugsmasse ver­
schiedene Lebensmittelstoffe enthalten , wie z.B.s
- Früchte (einschliesslich SchalenfrUchte wie : Mandeln , Hasel-»
    nüsse usw .), Körner und Pflanzen oder Teile davon , frisch ,
      haltbar gemacht , getrocknet oder anders verarbeitet , sowie
      ihre Extrakte ( einschliesslich Stfssholzextrakt ) und Essenzen «
– Milch und Milcherzeugnisse
    Speisefette
- .Getreide und Getreideverarbeitungserzeugnisse ( einschliesslich
    Malz )          .                                .   ,
«- Speisestârken
- Jïonig
- Kakao
_ Schokolade
- Eier und Eistoffe
    Branntwein j Liköre und andere alkoholische Getränke
- Weine , auch aromatisiert .
               Ihre Struktur ,          Beschaffenheit und Form erge­
ben sich aus verschiedenen Herstellungsverfahren , wie z.B. Kneten ,
Kochen , Füllen , Druck , Ausformung , Schnitt , Glasur .
               Zuckerwaren können Teile oder Stoffe enthalten ,
die nicht zum Verzehr bestimmt sind »
 ---pagebreak---                            - 2 -
Zuckerwaren im Sinne von Absatz 1 sind insbesondere :
- Hart - und Milchkaramellen , auch gefüllt
- Fondant und Fondantmasse
- Karamellen
- Toffees
- Dragées und dragéeartige Waren
- Gelee-Erzeugnisse
- Gummibonbons
- Kaupasten
- Kaugummi der Art " chewing gum "
- .Zuckerwaren mit Süssholzauszug
- Nougat              «                        •              ...
- Torroni
- Fruchtpasten
- Mandelpasten und Kornerpasten
- Kandierte Früchte und kandierte Maronen
- Haselnussnugat , Mandelnugat und Mandel-iiasel-Nussnugat
- kakaohaltige Zuckerwaren und Zuckerwaren mit Teilen aus Scho­
  kolade , mit Ausnahme der im Anhang zur Richtlinie des Rates
  über die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
   für Kakao und Schokolade definierten Waren ;-
- schokcladeahnliche Erzeugnisse
- Glasurmasse
- zuckerhaltige Streichpasten , auch mit Kakao
- durch Pressen hergestellte Zuckerwaren und Pastillen
- Brauselimonadenpulver und - tabletten , zum unmittelbaren
   Verzehr
Keine Zuckernaren im Sinne von Absatz 1 sind :
- Lebensmittelzucker im eigentlichen Sinne ( Saccharose , Glukosesirup ,
  Fruktose , Laktose , Maltose , Invertzucker , Ahornzucker , usw .)
  roh oder raffiniert ,
                                                     • •/ • •
 ---pagebreak---                            - 3 -
 - Sirupe vom Speiseaucker , auch aromatisiert
 - Zucker , Zuckersirupen und Melassen , gefärbt oder aromatisiert
 - Honig und Kunsthonig
 - die im Anhang zur Richtlinie des Rates über die Angleichung
   der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Kakao und
   Schokolade definierten Waren
 - Speiseeis
 - zuckerhaltige Zubereitungen zur Ernährung von Kindern oder
   zum Diät- oder Küchengebrauch auf der Grundlage von Mehl ,
   Speisestärke , Malzextrakt , Fruchten oder Geniüse
            Α
- Erzeugnisse , die durch Aufblähen oder Rösten von Getreide
   hergestellt werden , ausgenommen Erzeugnisse mit Zucker oder
   Schokoladeüberzug
- feine Backwaren
- gefrorene und gezuckerte Früchte
- Konfitüren , Marmeladen , Gelees und ^aronenkrem
- in Sirup eir&elegte Fruchte
- zuckerhaltige Pulver zur Herstellung von Pudding , Krem ,
   Eis , Zwischengerichten , Gelees , usw »
- einfache Mischungen aus Zucker und Eiern oder Milcherzeug­
   nissen , oder Speisefette oder Getreideverarbeitungserzeugnissen
*■ Arzneiwaren
                                                      • 0/ • «
 ---pagebreak---                                        ANHANG II
ZUSATZSTOFFE „ DEREN VERWENDUNG IN ZUCKERWAREN ZUGELASSEN IST
A. FÜRBENDS STOFFE                       '
                                         s •
           Alle in der letzten Fass'üng der Richtlinie des
Rates vom 23 » Oktober 1962 " zur Angleichung der Rechtsvor-
schriften der Mitgliedstaaten für färbende Stoffe , die in ■ '
den zur menschlichen Ernährung bestimmten Waren verwendet
werden können " aufgeführten färbenden Stoffe sind in Zucker­
waren unter den in dieser Richtlinie festgelegten Vorausset­
zungen zugelassen .
           Zur Anwendung der Bestimmungen dieser Richtlinie
hinsichtlich Kalziumkarbonat (E 170 ) und Titanbioxyd (E 1?1 )
die nur zur Färbung der Oberfläche zugelassen sind , gilt bei
Dragees oder dragee artigen Waren als "Oberfläche " die Ober­
fläche der dragierten Zwischenschicht , die in unmittelbarer
Berührung mit der gefärbten Aussenschicht steht .
 ---pagebreak---                                         - 2 -
  B « konservierungsstoffe
,
                                                                   Zulassige Hochst-
i
     EWG-
     Nummer ■
              j                   Bezeichnung            |         menge ( in g/kg)(l )
                                      .            1   ^
I
| E 200 j     I
                  Sorbinsaure                                          1,5
                                                         I :
                                                         I      >
     E 201      i Natriurasorbat (Natriumverbindung          ' >I
                | der Sorbinsaure )                      I    ' ,>
     E 202        Kaliumsorbat ( Kaliumverbindung der                1,5 ( ausge­
                  Sorbinsaure )                                      drückt in Sor­
     E 203        Kalziumsorbat ( Kalziuraverbindung                 binsäure )
                  der Sorbinsäure )
                                                                j
     E 210   |
             1
                  Benzoesäure                                            1
     E 211        Natriumbenzoat ( Natrium Verbindung        )
                  der Benzoesäure )                          )
     E 212        Kaliumbenzoat ( Kaliumverbindung der       )
                  Benzoesäure )                              )
                                                            )
     E 213        Kalziumbenzoat ( Kalziumverbindung       )         1 ( ausgedrückt
                  der Benzoesäure )                        )         in Benzoesäure
                                                           )
     E 214        p- Hydroxybenzoesaureathylester-         )
                                                           )
     E 215        p-Hydroxybenzoesaureathylester-          )
                  Natriumverbindung                        )
     E 216        p-Hydroxybenzoesäure~n-»Propylester      l
     E 217        p-Hydroxybenzoesaure -n-Propylester-     )
                  Natriumverbindung                        )
     E 280        Propionsäure                                         0,5
     E 281        Natriumpropionat (Natriumsalz der                    0,5 ( ausge-
                  Propionsaure )                                       driickfc in
                                                                       Propionsaure )
              I
     (l) Die Verwendung mehrerer dieser Konservierungsstoffe in ein und
         derselben Ware ist nur in solchen Mengen zulässig , dass die Summe
         der Anteile dieser Konservierungsstoffe in Verhältnis zu dem er­
         laubten Höchstgehalt für jeden einzelnen Konservierungsstoff nicht
         100 überschreitet .
 ---pagebreak---                                      -3 -
C. ÂNTIOXYDANTIEN - -
    EEG-                                             ' I         Zulassige Hchst–
nuramer
                            Bezeichnung                I           menge ( in g/kg )
 E 300           1-Ascorbinesâure ( 1 )                       )
                                                               \
                                                              )
 E 301          Natrium-1 –Ascorbinat (Natrium-               )
                salz der 1-Ascorb insaure ) ( 1 )             )
                                                              V
                                                              )
 E 302          Kalzium- 1 -Ascorbinat (Kalzium–              )
                salz der 1-Ascorb insäure ) ( 1 )             )
                                                              \
                                                              /
 E 303          Essigester der 1-Ascorbinsaure                ) keine Hochst-
                 ( 1-Ascorbylazetat ) ( 1 )                   (   menge vorgeschrie-
 E 304          Palmitinsaureester der 1-Ascorbin-            ^       oen
                saure ( 1-Ascorbylpalmitat )                  ) .
                                                          '   \
                                                              )
 E 306          Stark tokopherolhaltige Extrakte              )
                natürlichen Ursprungs ( 1 ) ( 2 )             )
                                                              ;
 E 307          DL-alpha-Tokopherol ( 1 ) ( 2 )               )
                                                              ;
 E 308          Dl-Gamma-Tokopherol ( l ) ( 2 )               )
 E 309          DL-delta-Tokopherol ( 1 ) (2 )
 E 311          Octylgallat (2 )                                      0,1 ( 3 )
 E 312          Dedocylgallat (2 )                                  . 0,1 ( 3 )
 E 320          But y lhydroxyanisol (BEA) (2 )         I             0,1 ( 3 )
 E 321          Bu t'y Ihydroxy tylol ( BHT) ( 2 )      [             0,1 (3)
              \
                                                        i
 (1) Die Verwendung dieser Antioxydantien lasst keine Bezugnahme auf
      das Vorhandensein von Vitaminen in den Zuckerwaren zu «
 (2) Vorbehaltlich der in Anhang III für Kaugummi vorgesehenen Sonder-
      bestimmungen , ist das . Vorhandensein dieser Antioxydantien nur in
      fetthaltigen Zuckerwaren zulässig .
 (3) Der H'chstgehalt von 0,1 g/kg gilt für getrennt oder zusammen ver­
      wendete Antioxydantien . Dieser 'Gehalt wird im Verhältnis zum
      Fettstoffgehalt der Ware berec'hnVb
                       ''^        •"     Z  •      .        , .           '•S   ;
 ---pagebreak---                                         » - if-
    D. EMULGATOREN . STABILISATOREN , FESTIGUNGS - UND GELIERMITTEL
           Ewg-                                                Zulassige Höchst­
           N ummer                   Bezeichnung               menge ( in g/kg )
!          Ε 322     Lezithin
         ■ Ε - 400   Alginsaure
( Ε 401              Natriumalginat
| Ε 402              Kalimalgmat
           Ε 403     Ammoniumalginat                            Keme H'ochst-
                                                                menge vorge-
           Ε 404     Kalziumalginat                             schrieben
! Ε 405              1,2 - Propylenglykolalginat
!I Ε 410             Agar-Agar
 I E 411                rageen und Caragenxne
 ! E 412             J ohannisbro tkernmehl
 ! Ε 413             Tamarindenkernmehl            . .
  ! E 4l4            Guar-Gummi
 j E 415             Traganth
  ;i E 4l6           Arabischer Gummi
   \ E 420           Sorbit                                         50
   I
   ί Ε 421           Mannit                                         50
   | E 430           Speisegelatine
                                                                Keine Hochst-
   ! E 440           Pektinê
   \                                                            menge vorge-
    ; E 441          P ekt insaure ,                            schrieben
    j E 442          Natriumpektat
    : E 461          Caboxymethylzellulose ( Natrium-
                     salz. des Carboxymethylzellulose-
                     athers )
          E 470      Glysserin
          E 471      Mono-..und Diglyzeride von Speise- .
                     fettsaureh
     : E 472         Mono- und Diglyzeride von mit einer            20
                     der nachstehenden Säuren veresterten
                     Speisefettsauren ; Essgisäure , Milch­
                     saure , Zitronensäure , Weisäure oder
                     Diazetyl Weinsaure
      ; E 473        Zuckerester-jEster von Saccharose und
                     Speisefettsauren
     j E 474         Suckerglyzeride : Mischung aus Saccha-
     i               yose-estern und^Mono-und Diglyzeriden
                     von Speisefettsauren
       = E 480       Aufgeschlossenes Speiseeiweiss und         Hochstgrenze nicht
                     Salze hiervon                              vorgeschrieben    ;
 ---pagebreak---                                    - 5 -
E. pH-B3R ICHTIGER UND GESCHMACKS VERBESSERER
     EWG-                       Bezeichnung                  Zulässige Höchst­
   fJummer                                                   menge ( in g/kg )
   \    "
 E' 260 •     - Essi-gsaure
 E 261 ■ :     " Kaliumazetat
 E 262            Natriümdiazetat
 E 263 '          Kalzlumäzetat
 E 270            Milchsäure »
 E 290            Kohlendioxyd
 E 325            Natriumlactat (Natriumsalz            )  Höchstmenge
                  der Milchsäure.)                      ) nicht vor­
 E 326            Kaliumlactat ( Kaliumsalz             )  geschrieben
                  der Milchsäure )                      )
 * 327            Kalziumlactat (Kalziumsalz
                  der Milchsäure ) ,
 E 330            Zitronensäure
 E 331            Natriumzitrate ( Natriumsalze
                  der Zitronensaure )
 E 332            Kaliumzitrate ( Kaliumsalze der
                  Zitronensäure )
 E 233            Kaliumzitrate ( Kalziumsalze
              " der Zitronensäure ) •
 E 33^            Weinsäure
              •f
 E 3351           Natriumtartrate (Natriumsalze
                  der Weinsäure )
 E 336            Kaliumtartrate ( Kaliumsalze
                  der Weinsäure )
E 337 )       , Natrium-Kaliumtartrat
E 338            Orthophosphorsäure ( l )
E 339            Natriumorthophosphat (Natrium-
                 salze der Orthophosphatsaure ) ( l )       1 (ausgedriickt
                                                                  in
E 3^0            Kaliumorthophosphat (Kaliumsalze           Orthophosphor­
                 der Orthophosphatsaure ) ( l )              säure ) (2 )
E 3^1            Kalziumorthophosphat (Kalziumsal-    )
                 ze -der Orthophosphatsaure ( 1 )
                 Pyrophosphorsäure (l)
                 Natriumpyrophosphat (Natriumsal-
                 ze der Pyrophosphorsaure ) ( l )         l( ausgedrückt
                                                             in Pyrophosphor­
                Kaliumpyrophosphat ( Kaliumsalze             säure (2 )
                 der Pyrophosphorsaure ) ( l )
                Kalziumpyrophosphat (Kalziumsal­
                ze der Pyrophosphorsäure ) (1 )
 ---pagebreak---                                            - 6 -
  <                »
      EWG-         I                                             i Zulässige Höchst­
                   I              Bezeichnung
 [    numtner
                                                                   menge (in g/kg) |
 I
i!                   j    Apfelsaure                           )
                     |    Natriumsalze der Apfelsaure          v 1 ( ausgedruckt
                                                          !
                    i
                     I    Kalxumsalze der Apfelsäure    . I    j    in Apfelsäure )  I
  I                 !,    Kalziumsalze der Apfelsäure                   (2)
  I
 i1                 [i
  I
  i
                          Katriumschlorid                      )
                                                               v
  !                       Natriumkarbonat                    i )
  3                  i                                       | ) keine Hochst-
                      ;   Magnesiumkarbonat               i    )
                       i               .                  1    x mengen vcrge-
    l
                          Natriumbikarbonat               !
  ï
                                                             j ) schrieben
   >                  i   Kalziumbikarbonat               j    )
  ?
   *
    i
                       !! Tvthylmaltol                '   !!
                                                             I
      ( 1 ) pH-Berichtiger und Geschmacksverbesserer dürfen nur in Gelee-
            Erzeugnissen und Gummi-Passen verwendet werden .
      ( 2 ) Der Höchstgehalt von 1 g je kg 'ilt für die pH-Berichtiger und
            Geschmaclksverbesserer unabhängig davon , ob sie einzeln oder zusam­
            men verwandet werden .
            Die Verwendung mehrerer Berichtiger verschiedener Gruppen in ein
            und derselben Ware ist nur in solchen Mengen zulässig , dass die
            Summe der Anteile der Eerichtiger im Verhältnis zu dem erlaubten
            Höchstgehalt für jeden einzelnen Berichtigor 100 aioht üborateigii .
 ---pagebreak---                               7 -
F»  TECHNISCHE HILFSSTOFFE
   – Getreide - und Kartoffelstärke
   – Walrat
       Spermöl
    - Bienenwachs
    - Karnaubawachs
   - Kandellilawachs
    *" Reisgrutzewachs
   ~ Speiseole und -fette
    - Rizinusöl
   ~ Paraffin
   - Talk
   – Vasel'iüöi' und Vaselin
   - Mastix
   »- Schellack ( arsenfrei )
   « Dammarharz
       SaÊâarak-Harz
   – Benzoeharz
   - Stearinsaure
   - Kalziumstearat
   - Magnesiumstearat
   - Mono- und Diglyzeride , durch Hydrolyse von Speisefetten
       gewonnen ,
   - Karbonate und Säurekarbonate von Natrium
   - Kalziumkarbonat
   - Azethylenhaltige Mono- und Diglyzeride
   - Kolophonium
   - iîthanol
   - Mono-, Di- und Triazetyl
   - Invertase-Enzyme
 ---pagebreak--- G. AROMASTOFFE
    a ) Synthetische oder künstliche Aromastoffe , deren chemische
        Zusammensetzung mit der       wichtigsten Bestandteile
        von natürlichen unschädlichen A'romastof fen iöenr-'.sch ist ,
        sowie ihre Mischungen
    b ) Synthetische oder künstliche Aromastoffe , deren chemische Zu­
        sammensetzung nicht mit der wichtigsten Bestandteile von na-
        turlichen Arcmastoffen identisch ist , und deren Verwendung ,
        auch miteinander gemischt nach der Gemeinschaftsregelung oder
        bis zum Inkrafttreten dieser nach der Regelung des Eestimmungs-
        Mitgliedstaats zulässig ist .
 ---pagebreak---   A N H A N G   III
VORBEHALTEÏÏE BEZTSrCHNUÏÏGEN
                     \
 ---pagebreak---                                             VORBEHALTENE BEZEICHNUNGEN
                               GLSICHERTIGS AUSDRÜCKE, DIE IN PECT EINZELNEM
                                  . MITGLIEDSTAATEN' VERWENDEST BIERDEN KÖNNEN.
 i
I Belgien              ! Deutschland               Prankreich        j Italien      ! Luxemburg | Niederlande
                                                                   i       ,
                       T              . . -                                         r"     1
                                                                                                      i
! Chewing-gum            Kaugummi                 Chewing-gum         Chewmg-gum    j Chewing-gum !     Chewing-gum
j Xauwgom
t
                                                                      Gomma da
                                                                      masticare
                                                                                                      I Kauwgom
                                                                                                      |
         1––                                                                                      ^
     Caramel             Caramel                  Caramel .           Caramel          Caramel      I Karamel
     Karamel             franz&'sischer
                         Art                                                       1                  I
     Caramel au •        Milchcaramel             Caramel au          Caramel al   ! Caramel au       ! Melk-Karamel
     lait                                         lait                latte       j    lait
     Melk-Karamel        franzosischer                                              I
                         Art                   1
     Caramel a
     la crème
                         Sahnecaramel
                         franzosischer
                                                  Caramel a
                                                 la crème
                                                                      Caramel     j    Caramel a
                                                                      alla panna ! la crème
                                                                                                    ! j Room-Karamel
                                                                                                      s
     Room-               Art "                                    j                                   s
                                                                                                    iI
   -
     Karamel         <
                       i                       ;                   i                                 Ii
                                                                                    i
     Caramel au          Buttercaramel            Caramel au          Caramel          Caramel au       Boter-Karamel
     beurre              franzosischer           "beurre              al burro         beurre         i
                                                                                                      i
     Boter-              Art
     Karamel                                                                                          l
                                                                                                      ! 1
                                                                                                          _
                                                                                                           1 ' ' 11
                                                                                                      I
     Pâte mère           Marzipan-               Pate mere            ImpastP          Pate mère      : Marsepein- bas
     d' amandes          rohmasse                d' amandes           grezzô.di        d' amandes       massa
     Marsepein- basi p­                                               marzapane
                       i
     massa
   p£te d' amandes       MarziDan                Pâte                 Marzapane '      Pate
   {"Massepain "                                                                                        Marsepein
  Harsepein .
                                                 d' amandes      |                  [ d' amandes
                                                                 i
                                                                 i                  I Massepain
  I Nougat               Nougat               : Nougat                Nougat           Nougat      j Nougat
                         franzosischer        I
  i                      Art                  j                                               .
                                                                                                   i
                                                                                                   I
                                                                                                   !
  | Nougat de       j Nougat        de           Nougat de    - ! Nougat de            Nougat de        Nougat de
  iMontélimar        j   l'ont élimar            Montéîâimar    ; ïïontélimar          Montélimar       Montélimar
 ---pagebreak---   Belgien     j Deutschland              Frankreich       Italien        j Luxemburg
                                                                         i                !
                                                                                                iJiederlande
  Nougat au     Honig-Nougat            Nougat au         Nougat al ! Nougat au           i     Honmg
  miel          franzosischer           miel              miele         J miel            i Nougat
  Honing        Art                                              " 1     I
                                                                                        ' !
                                                                                          ;
  Nougat                                                                 i                !
  Nougat de     Nougat de               Nougat de         Nougat de     j Nougat de       i Nougat de
  Montélimar    Montelimar              Montélimar        Montélimai|      Montélimar     I Montélimar
  au miel       mit Honig               av. miel          al miele      j au miel
                                                                         ι
                                                                                          ' met Honing
                                                                                          ι
  Nougat de   I                                                         !      .          I
  Montélimar  I                                                         <                  i
                                                                        t                  ,
  met Honing                                          i
  Torrone       Torrone                 Torrone           Torrone       ' Torrone           I Torrone
                                                                        ;                  I1
  Pate de       Fruchtnaste             Pate de           Pasta di         Pate de         |i   Pate de
  fruits                                fruits            frutta           fruits          j!
                                                                                            i
                                                                                                fruits
                                ^I
                                                                        i                   i
                                                                                           i
                                                                        ;                   i
                                                          1
                                                                     i
                                                                        !                  i
                                                    I                   :             •    t
                                                    1
                                                                       !                    !   '
                                                                                            i
                                                             1 ■ '    i                     i
                                                                                            !
                                                                                            f
                                                                                           I
                                 1
                                                                                            i
  Fruits        Kandierte        j      Fruits .          Frutta     |I    Fruits           j Gekandeerde
  confits       Frîichte         |      confits           candita    j: confits             j vruchten
  Gekandeerdé                     i
                                                                    I!                          Gekonfijte
                                                                     I
  vruchten                       I                                   i                          vruchten
  Gekonfijte                                                        i
  vruchten             .     . „ !                                  î:
                                                                    »
                                                                                            i
  Marons        Kandierte        1      Marrons           Marroni I        Marrons            I Gekonfijte
  confits       Maronen          1      confits           canditi i confits                   j kastanjes
  Gekonfijte                                                                                  i
  Kastanjes                                                                                 i"
                                                                                            i                ,
                                                                    1                         ;
  Marrons       Glasierte ..            Marrons           Mrroni    j Marrons                ! Geglaceerde
  glacés ..     Maronen             I glacés              glacés    i glacés                  j kastanjes
j Geglaceerde
I kastanjes                         I
                                    i „  ...
                                                        i           i                       ;
 ---pagebreak---                                                                       - 3 -
       1 1 "H  1 ■ U1 » '
     Belgien             |s
                                     Deutschland     i
                                                        Frankreich        Italien     | Luxemburg         ;   Niederlande   !
                                                                                       .                   ^
    Pâte
              ; r
            mère i
                                                    i
                                                    l
                                                                          Pastagreg- Pâte mère de |
                                     Nugatmasse         Pâte rnere de
                                                                                       ;                  i
                                                                                                              Praliné-basis j
                                                                                                                            i
     le praline                                     i   praline           gia di pra -i praliné            j  massa         i
                                                     5-
    3?ralineb'*î <-                                                       line
                                                    t                                 i                     '
    sisraassa                                        i                                 ï
                                                                                       •                   i
                                                                                                                            T
    Praliné               '•         Easelnussnu-  i    Praline           Praliné        : Praliné        !   Praliné       ;
                                                    !                                 ;                   i
                                     gat           3
                                                                                       *
                                                                                       t
                                                                                                          »
                                                                                                          i
                                                   »                                  }
                                     Mandelnugat   5                                                                         !
                                                    ï
                                                    r
                                     Mandel-Hasel-
                           1
                                     nussnugat
                                                                                       »
   housse                  j         Praliné Krem ii    Mousse ( ou       Pasta        ! Mousse ( ou          Praliné creme •
    ( ou                   t                            crème ) pra-      pralxnata - crème ) pra- i
    crème )                j                            linee          ;               * linée
                                                                                       i
   pralinee                1                                                           2
   'ί'ΓειΙΐη©               ί
                                                                       1
                                                                       I
    0ΓΘΠ16                  ΐ                                          i               j
                                                   f
   rate à                            Streichpaste       Pate a tar-       Crema da      ■ Pate à tar- '       Chocolade-
    tartiner                         aus Schokolade     tiner au          spalmare      ; tiner au        i   smeer pasta     ;
                                                                                         ;                i
   au cho-                   >                          chocolat          al cico-     j c&ocolat                              i
                                                                                        J
    oolat                    :                                            colato
                                                                                         !                i
                                                                                         i                 :
   ■chocolade j                                                                         t                 '
                                                                                                                               i
    smeer                      ■                                                         t                :
                                                                                       ί
   pasta                                                                                  A
 ,                             i_
                                                                                     ^                    ;
   Pâte à                     î Streichpaste            Pâte a tar-       Crema da       '< Pâte à tar- :     Cacaosmeer-
    tartmer                    . aus Kakao              tiner au          spalmare            tiner au        pasta             1
    au cacao                   ;     Nugatkrem -.       cacao             al cacao          : cacao
    ,- acao-                                       i
    smeer
1 ~asta
' " âte à                        i Streichpaste         Pate a            Crema da         ' Pate à           Smeerpasta
    tartiner
                                 i
                                     mit                tartiner aux      spalmare         > tartiner aux     met droge
    aux fruits ■ Trockenfruch-                          fruits secs       aile frut-          fruits secs     vruchten
    secs                           : ten                                  ta sécche       t'
, oniGerpasta ;
    met droge                      t
    yfuchten
 ---pagebreak---                                               KAU01MH
         Die Bezeichnung "KAUGUMKI " ist der Zuckerware vorbehalten, die sich aus
einer wasserunlöslichen Kaumasse , die im Munde eine plastische Konsistenz bekommt ,
und aus Zucker zusammensetzt .      Diesen xvesentlichen Bestandteilen werden im allge–
meinen verschiedene Lebensmittelsubstanzen hinzugefügt sovile andere Bestandteile ,
die diese Zuckerware auf organoleptischer Ebene charakterisieren sollen.
I « Zusammensetzung der Kaumasse s                           '                 ,
             Die bei der Herstellung der Gummimasse zugelassenen Bestandteile ( andere
    als Lcbensmittelbestandteile ) sind :
    1 . Pflanzliche Gummen :                                       --
        Chicle : Manilkare zapotilla Gilly und Manilkara Chicle Gilly
        Chiquibul : Manillcara zapotilla Gilly
        Crown-Gummi : Manilkara zapotilla Gilly und Manilkara Chicle Gilly
        Gutta Hangkang oder Gutta Soh : Palaquium leiosarpum Boerl und
                                           Palaquium oblongi folium Burck
        Massaranduba Balata : Manilkara hubori Chevalier
        Massaranduba Chocolate : Manilkara solimoesénsis Gilly
        Nispera : Manilkara zapotilla Gilly und Manilkara Chicle Gilly
        Rosadinha ( Eosidinha) : Milcropholis ( Sideroxylon )
        Vene zuela-Clii eie : Manilkara williamsii Stanlej''
        Jelutong j Iftrera co stulata Hock und Dyora lowii Hook
        Loche caspi ( sorva) : Couma macrocarpa Barb. Rodr.
        Pendare : Couma macrocarpa Barb . Rodr. und Couma utilis ( Mart «)
        Perillo oder Perilla : Couma macrocarpa Barb. Rodr . und Courna utilis
        Loche de vasa : Brosimus utile ( H,K.B. ) Pittier und Poulsenia Laemollea
                                          standleyi ( Woodson ), Monashino ( Aposyanceae )
        Niger - Gutta : Ficu3 platyphylla Del ,
        Tuna ( Tuno ) : Castilla fallax Cock
 ---pagebreak---                                              5 .-
    Chilt e : Cni&oscolus ( oder ais Jatropha bekannt ) elasticus Lundell und
                 Cnidoscolus tropiquensis ( Cost . u. Gall .) Mc Vaugh
    Naturkautschuk : Hevea Brasiliensis (" smoked sheets " und Latexmasse )
    Gutta Katiau : Guttapercha Katiau
    Siak-Gutta
2 . Synthetische Gummen
    Butadien-Styrol-Gummen
    Copolymer-Isobutylen-Isoprol ( Butyl-Gummen)                                   .
    Polyäthylen
    Polyisobutylen ( Vistancx)
    Verwendungs-Voraus Setzungen : Diese Waren müssen derart- gewaschen werden,
    dass die Katalysatoren, Emulsionsbestandteile und vorhandenen Monomere
    ausgeschieden werden)
3 . Natürliche und s,ynthetische Harze und ihre Derivate
    Natürliches Terpenharz (Polymere von Alpha-Pinene (Parco-Harz) )
    Synthetisches Terpenharz (Polymere von Alpha-Pinene-beta-p inene und/oder
                                 von Droenten)
    Schellack
    Sandarak
    Benzoegummi
    %rrhe
    Oliban (Weihrauch)
    Peru-Balsam
    To lu-Bal s am
    Dammar
    Mastix
    Kolophane
                                                                       • • •/• • •
 ---pagebreak---    Glyzerinester von polymerisiertem Kolophonium oder Gummiharz (polymerisierte
          Gummiester )
   Glyzerinester von teilweise dimarisiertem Kolophonium
   Glyzerinester von Kolophonium oder Gummiharz ( nicht hydrierte Gummiharze )
  Methylester von teilweise hydriertem Kolophonium
  Pentaeritrique-Ester von teilweise hydriertem Kolophonium
  Pentaeritrique-Ester von Kolophonium oder Gummiharz
  Gemisch von Glyzerin- und Pentaeritrique- Estern von hydriertem Kolophonium
  Pentaeritrique- Ester von Kolophonium- und Gummiharz-Säuren
  Glyzerinester von Kolophonium- und Gummiharzsäuren
  Polyvinylester von Fettsauren der Kette C 2 "bis C lo
  Ester von Äthylpolyvinyläther mit einem Kondensat ionsgrad vo-i *0 %
  Isobutylpolyvinyläther mit einem Kondensationsgrad von 80 cjo
' Fette , Wachse und dergleischen
  Bienenwachs
  Karnaub awachs
  Kandelillar-Wachs
  Rohrzuckerwachs
  Reisgrützewachs
  Sumak-Wachs (Japan-Wachs )
  Hydrierter Lebertran                    .    .             .
  Walrat
  Sr>erm&°l
  Lanolin
  Paraffin von hoher und niedriger Viskosität ( frei von polycykli sehen
            aromatischen Kohlewasserstoffen)
  Hartparaffin mit einem Schmelzpunkt von 43° bis       C ( frei von polycyclischen
            aromatischen Kohlewasserstoffen)
  Mikrokristallinische Erdolwachse mit einem Schmelzpunkt von 43° bis 98° C
            ( frei von polycyclischen aromatischen Kohlewasserstoffen)
 ---pagebreak---                                              , 7 -
 5 . Verschiedene Hilfsmittel
     Triacetin
     1 , 2-Propylenglyko 1
     Adipin-Sster des 1,2 Propylenglykol
     Stearinsäure
     Kal ziumst carat
     Magne s rums t earat
     Kaliumstearat
     Natriumstearat
     Glyzerin-Mono di-oder tri-stearat
     Salizilsäure und ihre Aluminium-, Kalzium- und Magnesium-Salze
     Pulver und Auszüge von Algen der Art Laminaria und Nereocystis
     Aluminiumoxyd
     Kal z iunikarbonat
     Magne s iumkarbonat
     Talk
                                               +
                                       +              +
II . Zusatzstoff e
     Die Verarbeitung in Kaugummi von im Anhang II genannten Zusatzstoffen ist
     unter den in diesem Anhang festgesetzten Voraussetzungen , vorbehaltlich der
     folgenden Sonderbestimmungen zulässig :
           a) Antioxydantien
               Die Verwendung folgender Antioxydantien ist innerhalb der ftir die
               einzelnen von ihnen angegebenen Grenzen gestattet :
                                                         Zulaspige Ho ohstmenge
                                                             "( in g/kg)
     E 320 Butylhydroxyanisol ( BHA)                          j' 1                ( l)
     E 321 Butylhydroxytylol ( BHT)                                1              (l)
               Propylgallat                                        1              (l)
                Die Verwendung der anderen in Tabelle C zu Anhang II genannten
     Antioxydantien ist innerhalb der in dieser Tabelle angegebenen Grenzen zulässig«
          "b ) Konservierung? stoffe
               Nur folgender Konservierungsstof darf verwendet werden :
     E 2 11 Ilatriumbenzoat (Natriurrverbindung der Benzoesäure )
     ( l ) Diese Menge ist im Verhältnis zum Gewicht der Gummimassc des Kaugummis
            berechnet «
 ---pagebreak---                               CARAMEL  franzosiecher Art
 I«     Die Bezeichnung "CAB'MEL französischer Art " ist einer üuckerware
vorbehalten , die durch Kochen eines Gemisches von Zucker (Saccharose ),
Glukosesirup oder Dextrose , Voll- oder Magermilch und Nahrungsmittelfette
gewonnen wird « Die Ware muss nachstehende Erfordernisse erfüllen :
        - Mindestgehalt an Trockenmilchbestandteilen              6 %
        - Mindestgehalt an Speisefetten                           6 %
II .    Die Bezs:chnung "MILCHCARAMEL französischer Art " ist einer Zuckerwa
vorbehalten , die durch Kochen eines Gemisches von Zucker ( Sacoäiarose ) ,
Glukosesirup oder Dextrose und Milch gewonnen wird . Diesen Grundstoffen
können andere als aus Milch gewonnene Nahrungsmittelfette zugesetzt werden
Die Ware muss nachstehende Erfordernisse erfüllen :
        - Mindestgehalt an Milchtrockenbestandteilen              6 %
        - Mindestgehalt an Milchfettstoffen                       1,5 %
III .   Die Bezeichnungen "SAHNECARAMEL französischer Art " oder VBUTTER-
CARAMEL französischer Art " ist Zuckerwaren vorbehalten , die durch Kochen
eines Gemisches von Zucker ( Saccharose ), Glukosesirup oder Dextrose und
Milch , Krem oder Butter ( wobei alle anderen Speisefette ausgeschlossen
sind ) gewonnen wird . Diese Waren müssen nachstehende Erfordernisse er­
füllen :
        - Mindestgehalt an Trockenmilchbestandteilen              6 %
        - Mindestgehalt an Milchfette                               %
        Dem "Milchkaramel französssasher Art ", dem "Sahnekaramel franzö­
sischer Art " oder dtia " Buttercaramel französischer Art " dürfen nur solche
Färb- oder Aromastoffe zugefügt werden , die weder die Verstärkung der
natürlichen Farbe oder des natürlichen Aromas der verwendeten Milcherzeug­
nisse herbeiführen .
 ---pagebreak---                                     mm ^ «n
                                  MARZIPAN
I«      Die Bezeichnung "MARZIPANROHMASLE " ist einer Zuckerware vorbe­
halten , die durch ein enges Gemisch von geschälten und gehäuteten Süssman
dein mit Zucker , das bis zu einer Temperatur erhitzt wird , die die erfor-»
derliche Deshydratierung gewährleistet , gewonnen wird ; das Kischungsver-
                        ••
hältnis muss ( im Verhältnis zum Gewicht des Enäerzeugnisses ) nachstehende
Anforderungen erfüllen :
        - Mindestgehalt an Mandelöl ( ausschliesslich aus den
          verarbeiteten Mandeln )                                   28 %
        - Höchstgehalt an Zucker                                    35 %
        - Höchstgehalt an Wasser                                    17 %
II ,    Die Bezeichnung "KARZIPAN " ist einer Zuckerware vorbehalten , die
durch ein enges Gemische der unter I. genannten Bestandteile , das bis
zu einer Temperatur erhitzt wird , die die erforderliche Deshydratierung
gewahrtleistet , gewonnen wird ; das Mischungsverhältnis muss ( im Verhält­
nis zum Gewicht des Ender.veugnisses.) nachstehende Anforderungen erfüllen
        - Mindestgehalt an Mandelöl ( ausschliesslich aus den verarbeite­
          ten Mandeln )                                             17 %
        - Höchstgehalt an Zucker                                    66 %
        - Höchstgehalt an Wasser :
          - mit einem Gehalt an Mandelöl von 17 % oder
            mehr , jedoch weniger als 22 %                          10 %
          - mit einem Gehalt an Mandelöl von 22 % oder
            mehr , jedoch weniger als 28 %                          12 %
          - mit einem Gehalt an Mandelöl von 28 % oder
            mehr .                                                  17 %
                                       +
                             +              +
         Dxe für die Erzeugung von "MARZIPANROHMASSE" oder "MARZIPAN "
verwendeten Süssmandeln können einen nach den Handelsüblichkeiten zu­
lässigen Prozentsatz von Bittermandeln enthalten , sie dürfen jedoch we­
der einer längeren Behandlung mit Wasser noch einer Behandlung zur Ent-
titterung unterworden worden sein .
 ---pagebreak---                                    10 ··
       Den Süssmandeln kann eine bestimmte Menge Bittermandeln hinzuge­
fügt werden . Bei Verarbeitung von Bittermandeln darf jedoch der Gehalt
ah Zyanwasserstof fsaure der "MARZIPANROHMASSE" oder des "MARZIPANS " nicht
höher als 30 p.p » m . sein .
       Das Vorhandensein von Bittermandeln muss auf dm   Etikett ver­
merkt werden , wenn der Gehalt an Bitteroaa.äoln       mehr als  3 g     *
betragt .
 ---pagebreak---                                         - 11 -
                            NOUGAT französischer Art
1»    -   Die Bezeichnung "NOUGAT"französischer Art" ist der Zucker­
ware vorbehalten , bei der es sich um . eine meist geschlagene und
schaumige Masse handelt , die sich aus verschiedenen vorher gekochten
Zuckern zusammengesetzt und in die Trockenfrüchte oder bestimmte
spezielle Zuckerwarenerzeugnisse verarbeitet worden sind , wobei diese
Trockenfrüchte oder diese Zuckerwarenerzeugnisse die Einlage des Nougats
darstellen . Die Schaumbildung , falls vorhanden , und die Einlage des
Teiges müssen nachstehenden Erfordernissen entsprechen :
Schaumbildung :
          Für die Schaumbildung des Teiges ist Eiweiss von Hühnerei
Albumin von Hühnerei , Speieegelatine , und Milcheiweiss zujel - üsenT
Einlage ;
          Die Einläge kann enthalten : Süssmandeln , Haselnüsse ,
Pistazien , kandierte Früchte , getrocknete Früchte , Kernels , Nüsse ,
Süssmandelkerne , Pinienkerne , verschiedene Zuckerwarenerzeugnisse ,
Erdnüsse , Getreide • :
          Die Süssmandeln können einen nach den Handelsüblichkeiten
zulässigen Prozentsatz von Bittermandeln enthalten , die jedoch weder
einer längeren Behandlung mit -Vi'asser ,. noch einer Behandlung zur
Entbitterung unterworfren werden dürfen .
          1 ) V/ enn die Einlage aus Süssmandeln , Haselnüssen , Pistazien
                 besteht , die getrennt oder zusammen verarbeitet wurden , .
     '•          jedoch mit Ausnahme jeder anderen Einlagebestandteile ,
                 nuss das Gewicht der Einlage mindestens 15 % des Enderzeug- <
          r -' -adisses ausmachen :
 ---pagebreak---                                    - 12 -
       2 ) Wenn die Einlage andere Bestandteile als Süssmandeln ,
           Haselnüsse und Pistazien enthält , ausgenommen Erdnüsse
           und Getreide ;
           a ) muss das Gewicht der Einlage mindestens 20 % des Ge­
               wichts des Enderzeugnisses betragen ;
           b ) die Bezeichnung "NCUGAT französischer Art " ist durch
               Angabe des wichtigsten Bestandteils der Einlage zu
               vervollständigen , mit Ausnahme der Mandeln , Nüsse und
               Pistazien , selbst wenn diese vorhanden sind , da ihre
               Angabe in allen Fällen untersagt ist .
       3 ) Wenn die Einlage Erdnüsse oder Getreide enthält :
           a ) muss das Gewicht der Garnitur mindestens 20 % des End-
               erzeugnisses betragen ( dieser Mindestgehalt wird jedoch
               auf 5 % gesenkt , wenn die Einlage ausschliesslich aus
               Getreide besteht ).
           b ) die Bezeichnung "NCUGAT französischer Art " muss unbe­
               dingt durch die Angabe der Erdnüsse oder des Getreide
               ergänzt werden und zwar in Form von "Nougat französischer
               Art mit Erdnüssen " oder "Nougat französischer Art mit
               Getreide " selbst wenn diese EüLagebestandteile nicht den
               grössten Bestandteil ausmachen .
II .   Die Bezeichnung "NCUGAT DE MONTELIMAR» ist Nougat mit Schaum-
masce vorbehalten , bei dem :
       l ) es sich bei dem Schaumstoff um einen der für "NCUGAT fran­
           zösischer Art " definierten Stoffe handelt , ausgenommen Milch­
 ---pagebreak---                                    - 13. ~
             eiweissstof f :
             2 ) die Einlage , ausgenommen alle anderen Bestandteile ,
                 enthäutete und gegrillte Süssmandeln und Pistazien
                 enthält .                '            .
             3 ) das Gewicht der Einlage im Verhältnis zum Gewicht des
                 Enderzeugnisses mindestens 30 % betragt , wovon mindestens
                 28 % auf Mandeln und 2 % auf Pistazien entfallen»
III ,         Die Bezeichnung "HONIGNGUGAT französischer Art " oder
"NOUGAT DE MONTELIMAR mit Honig" oder jede andere Angabe , die auf das
Vorhandensein von Honig im Nougat hinweist , ist unter der Voraussetzung
zulässig , dass der Honig , im Sinne von Artikel 1 der Verordnung des
Rates Uber die Herstellung und den Handel mit Honig mindestens £.0 %
der verarbeiteten Zuckerstoffe ausmacht und kein Honigaromverstärker ,
gleichgültig welcher Beschaffenheit , in der Nougatpaste oder ihrer
Einlage verarbeitet worden ist «
                                  TORRONE
              Die Bezeichnung "TC3R0NE " ist derjenigen Zuckerware vorbe­
halten , die aus einem geschlagenen und schaumigen Teig besteht , der sich
aus einer engen Misdhung von Saccharose , Honig , Inverzucker und gege­
benenfalls Glukosesirup oder Dextrose zusammensetzt . In diesen Teig sind
verschiedenen Substanzen eingearbeitet ( trockene Früchte usw .), die die
Einlage des Torrone darstellen .
              Der "TORRONE " muss mindestens 30 % Honig und darf höchstens
5 % Glukosesirup oder Dextrose enthalten .
              Die Schaumbildung und die Einlage müssen nachstehenden
Erfordernissen entsprechen :
 ---pagebreak---                                     - 14
  Schaumbildung :
          Zur Schaumbildung der Paste sind .Milchalbumin und/oder
  Hühnereialbumin zugelassen .
  Einlage :
          Die Einlage darf Süssmandej.:.: , Haselnüsse , Pistazien , Finien-
  kerne , Erdnüsse und andere ölhaltige Körner , sowie kandierte Früchten
. enthalten .
          Die Süssmandeln können einen nach den Handelsüblichkeiten zu­
  lässigen Prozentsatz von Bittermandeln enthalten , die jedoch weder
  einer längeren Behandlung mit Wasser , noch einer Behandlung zur Ent-
  bitterung unterworfen werdeil dürfen «
          Die Einlage soll mindestens 20 %' des Gewichts des Endproduktes
  und/oder der kandierten Früchten darstellen . Enthält die Einlage Erd­
  nüsse und/oder kandierte Früchte , so ist in der Etikettierung der Ware
  ausdrücklich auf diese Substanzen zu verweisen je nach Fall in der Form
  "Erdnusstorrone " , "Popkorntorrone " oder "Torrone kandierter Früchte "
  oder " Torrone mit Erdnüsse ( oder Popkorn und kandierten Früchten ".
          Angaben über das Vorhandensein von Mandeln und/oder Nüssen sind
  nur dann zulässig , wenn der Gehalt an nandeln und/oder Nüssen mindestens
  30 % betragt und wenn keine anderen ölhaltigen Körner verwendet worden
  sind , mit Ausnahme von Pistazien und Pinienkernen ,
 ---pagebreak---                                      FHUCfl ? PA^TE
            Die Bezeichnung "FRUCHTPASTE " . ist dem Zuckerwarenerzeugnis vor­
   behalten , das durch Kochen eines engen Gemisches von Zucker und Frucht-
   fleisch ( gegebenenfalls unter Zusatz von Fruchtsaft oder eingedicktem
  Fruchtsaft .) gewonnen wird . .
            Die Fruchtpasten im Verhältnis zum      -icht des Enderzeugnises
  müssen nachtehende Erfordernisse erfüllen t                     ...
            - Mindestgehalt an Fruchtfleisch ( unter Zugrundelegung eines
              Fruchtfleisches mit einem Gehalt an Trockenstoff
              von 11 % )                                              50 % ( 1 )
            - Hochstgehalt an Wasser                                  25 %
            - Mindestgehalt an Gesamtzucker                           60 %
           F"ür die Herstellung von Fruchtpasten kann nur Fruchtfleisch ver­
 wendet werden , das aus dem essbaren Teil frischer Früc.ite tadelloser
 Qualität . gewonnen und zu Püree gemacht worden ist und dann durch Kälte-
 einwirkun^g , durch Atomisierung oder Lyophilisierung ohne Zusatz von Anti-
 gärmittel . konserviert worden ist .
           Die Verwendung von den in Tabelle G unter b ) des Anhangs I * dieser
 Richtlinie genannten Aromastoffe ist für die etwaige Aromatisierung von
Fruclitpasten untersagt .                                                ,
           Der Pektinmangel einiger Früchte oder ein etwaiger Pektinverlust 1
"kann durch Kinzuf'ügung von Fruchtpektin behoben werden , wobei jedoch jedes
 andere Geliermittel ausgeschlossen ist . Die Verarbeitung von Frucht-
 pektin ist nur als einfache Gelierkorrektmr zugelassen .
  ( 1 ) Bei Verwendung von Quittenfruchtfleisch oder Zitrusfrüchtefrucht-
        fleisch , ausgenommen jedes andere Fruchtfleisch , wird dieser Mindest­
        gehalt auf kO % gesenkt .
 ---pagebreak---        Bei der Bezeichnung einer Fruchtpaste kann auf eine besondere
Frucht Bezug genommen v/erden ( zum Beispiel " Quittenpaste " ) , wenn diese
Fruchtpaste ausschliesslich Fruchtfleisch der betreffenden Frucht ent­
hält .
                                 \
       Die Bezeichnung "FRUCKTPASTE MIT ....... ( Frucht ) - Duft " kann
verwendet werden , wenn das Fruchtfleisch der Frucht , auf welche Bezug
genommen wird , gewichtsmässig in der Fruchtpaste vorherrscht oder es
sich um den der Fruchtpaste hinzugefügten Aromastoff       ? delt .
 ---pagebreak---                                          - 17
                                KANDIERTE FRÜCHTE ■
                             ( ausgenommen Maronen)
        Die Bezeichnung "KANDIERTE FRÜCHTS" ist Zuckerwaren auf der Grundlage
von Früchten , Frucht schalen, Pflanzen oder Teilen von Pflanzen und Blumen
vorbehalten, deren Zellwasser im Wege der Osmose durch einen Speisezuckersirup
ersetzt worden ist .                                                  '
        Die Früchte , Frucht schalen, Pflanzen oder Teile von Pflanzen und
Blumen müssen in frischem oder haltbar gemachtem Zustand verwendet werden ,
dann durch Kalte , durch Trocknung oder durch Hinzufügung einer oder mehrerer
zu diesem Zweck zulässiger Konservierungsstoffe haltbar gemacht werden.
Sie müssen von einwandfreier Beschaffenheit sein«
        Die "KANDIERTEN FRÜCHTE" können ganz oder in Stücken ( Viertel ,
Scheiben, Würfel usw.) aufgemacht werden. Sie können getrocknet , kristalli­
siert , kandiert oder glasiert sein. Sie müssen ( im Verhältnis zum Gewicht
des Enderzeugnisses ) nachstehende Erfordernisse erfüllen :
        - Mindestgehalt an Gesamttrockenstoff :                    65 ^
        - Mindestgehalt an Gesamt zuckcr :                         55 f°
        Der Mindestgehalt an Gesamttrockenstoff wird jedoch auf 58 $ gesenkt ,
wenn die "KANDIERTEN FRÜCHTE" für industrielle Zubereitungen oder zu
Haushalts zwecken bestimmt sind.     In diesem Falle muss auf dem Etikett der
kantierten Fruchten ein entsprechender Hinweis gemacht werden, wie zum
Beispiel "Für industrielle Zubereitungen" oder " zu Haushaltszwecken" usw...
aus dem klar hervorgeht , dass die kandierten Früchten in unverändertem
Zustand nicht zum Verzehr bestimmt sind.
                                                                 * • •/ • • «
   /
 ---pagebreak---                                         - 18 -
                              KA1ÏÏ)IERTE MARONEîî
       Die Bezeichnung "KANDIERTE MAROIJEIT11 ist einer Zuckerware auf der
Grundlage von Maronen (Früchte des Kastanienbaums ) vorbehalten, deren
ZellfÜssigkeit nach vorherigem Kochen im Wege der Osmose durch einen
Speisezuckersirup ersetzt worden ist .
       Die Maronen müssen im frischen Zustand oder in haitbar gemachten
Zustand verwendet werden , wobei die Haltbarmachung durch Kälte , durch
Trocknung oder durch Hinzufügung einer oder mehrerer zu diesem Zwecke
zugelassenen Konservierungs Stoffe erfolgt .    Sie müssen einwandfreier
Qualität sein.
       Die "KAWDIERTEtT MARONEN" können in zwei Formen aufgemacht werden :
       a) als ganze Maronen, die als ganze Frucht in Erscheinung treten.
       b ) als Bruchmaronen ( Earrons brises ou casses ), bei denen von der
           ganzen Frucht ein mehr oder weniger grosser Teil bei der
           Herstellung entfernt worden ist .
       Die "Kandierten Maronen" müssen ( im Verhältnis zum Gewicht des End-
erzeugnisses ) nachstehende Erfordernisse erfüllen :
       - Mindestgehalt an Gesamttrockenstoff :                        55 1"
       - Mindestgehalt an Gesamt zucker :                             50 1o
       - Höchstgehalt an Schwefeldioxyd s                              0,05 g/kg
       Die Bezeichnung "GLASIERTE MARONEN" ( Marrens Glaces ) ist den
kandierten Maronen vorbehalten , die mit einer Glasur überzogen sind.
       Die kandierten bzw. glasierten Maronen können mit Vanille oder
Vanille–ext rakt aromatisiert werden , wobei jedoch synthetische Aromastoffe
ausgeschlossen sind.
                                                                        • • •/•
 ---pagebreak---                                    - 19 -
               HASELNUSSNUGAT . MANDELNUGAT oder KANDEL-HAS ELNUSSNUGAT
I«        Die Bezeichnung NUGATMASSE ist der Zuckerware vorbehalten ,
die durch ein enges Gemisch von zerkleinerton Siissmandeln und/oder
Haselnüssen und Zucker sowie , gegebenenfalls r won Milch oder Milch­
erzeugnissen und K-akaobestandteilen erhalten wirdj das Mischverhältnis
muss ( im Verhältnis zum Gewicht des Enderaeugnisses ) folgende Erfor­
dernisse erfüllen :
          - Mindesgehalt an Mandel - und/oder Nussöl ( ausschliesslich
             von den verarbeiteten Mandeln und/oder Nüssen )               28 %
          - Höchstgehalt an Zucker                                         5® %
          - Höchstgehalt an Wasser                                          2 %
II .      Die Bezeichnung "HASELKUSSNUGAT ", »MANDELNUGATi* oder MANDEL-
HASELNUSSNÜGAT " ist der Zuckerware vorbehalten , die durch ein enges Ge­
misch der unter I. genannten Bestandteile in einem Verhältnis , das nach­
stehende Erfordernisse erfüllt , erhalten wird :
          - Mindestgehalt an Mandel- und/oder Nussöl ( ausschliesslich
          •- von den verarbeiteten handeln und/oder Nüssen )        . , 18,5 %
          - Höchstgehalt an Zucker                                         67 %
          - Höchstgehalt an Wasser                                          2 %
III .     Die Bezeichnung "Pralineschaum ( oder Creme.) " ist der Zuckerware
vorbehalten , welche aus der engen Mischung der unter I genannten Bestand­
teile gewonnen wird , denen Fettstoffe pflanzlichen Ursprungs zugesetzt
werden , sov/ie , in einem Verhältnis , das 25 % des Gewichts nicht übersteigen
darf , verarbeitete Mandeln und Haselnüsse , andere trockene Schalenfrüchte
( ausgenommen Nüsse ).
           Die Ware muss folgenden Anforderungen genügen :
        - Mindestgehalt an Mandel- und/oaer Nussöl ( aus­
           schliesslich aus den verarbeiteten Manßeln und/
           oder Niissen )                                               14,5 %
        - Höchstgehalt an sonstigen Fettstoffen pflanz­
           lichen Ursprungs                                             15,5 %
                                                                      • ♦ */• • •
 ---pagebreak---                                  - 20 -
                    Höchstgehalt an Zucker                    55 %
                    Höchstgehalt an Wasser                     2 %
            Die für die Erzeugung von NUGATMASCE oder von' HASELNUSSNUGAT ,
MANDELNL" 3AT oder MANDEL-HASELNÜSSNUGAT oder PRALINEKREM verwendeten Süss-
mandeln können einen nach den Sandelsüblichkeiten zulässigen Prozentsatz
von Bittermandeln enthalten ; diese dürfen jedoch weder einer längeren Be­
handlung mit Wasser , noch einer Behandlung zur Entbitterung unterworfen
worden sein .
            Die handeln und Nüsse können enthäutet und gebrannt werden sein .
Sie können nach der Vermischung mit Zucker gekocht worden sein .
                                                                   • •/ • •
 ---pagebreak---                         STREICHPASTE AUS SCHOKOLADE
            Die Bezeichnung "Streichpaste aus Schokolade " ist einer Zucker­
ware vorbehalten , die ein enges Gemisch von Zucker und Kakao ist , dem
Nährfettstoffe beigefügt werden können . Diese Ware muss mindestens 8
Gewichtshundertteile Gesamtkakaobestandteile enthalten , davon mindestens
2,5 % entfetteten Kakaotrockenextrakt .
          ' Der Gehalt an Wasser dieser Waren darf 25 Gewichtshundertteile
nicht übersteigen .
            Hinv ise auf das Vorhandensein von  »Trockenfrüchten wie "mit
Nüssen " usw . auf dem Etikett der vorstehend definierten Streichpaste mit
Schokolade sind nur zulässig , wenh der Gehalt an Trockenfrüchten des
Erzeugnisses , auf des sich der Hinweis bezieht , mindestens 10 % beträgt .
 ---pagebreak---                                 - 22 ! -
                       STBEICHPASTE AJS KAKAO
                           oder NUGATKREM
                                                                           !
                                                                           i
     ,                                                                     I
        Die Bezeichnung "Streichpaste aus Kakao " ist einer Zuckt j'ware ,
die ein enges Gemisch von Zucker und Kakao darstellt , dem N'ahrfett-
stoffe zugesetzt werden können . Diese Ware muss mindestens 5 Gewichts­
hundertteile Gesamtkakaobestandteile enthalten , davon miildestens 1,5 %
entfetteten Kakao trockenextrakt «
        Der Gehalt an Wasser dieser Waren darf 25 Gewichtshundertteile
nicht übersteigen .
                                                                   **
        Hinweise auf das Vorhandensein von Trockenfruchten wxe "mxt Nüssen'
usw . auf dem Etikett der vorstehend definierten Straichpaste mit Kakao ,
sind nur zulässig , wenn der Gehalt an Trockenfrüchten des Erzeugnisses ,
                                                            »•
auf das sich diese Hinweise beziehen , mindestens 10 % betragt »
 ---pagebreak---                                     - 23 -
                       STREICHPASTE MIT TROCKENFRUCHTEN
       Die Bezeichnung- "Streichpaste mit Trockenfruchten " ist einer
Zuckerware vorbehalten , die ein enges Geraisch von Zucker und Nährfett–
stoffe ist und das mindestens 10 Gewichtshundertteile Trockenfrüchte
enthält .
       Der Gehalt an Wasser dieser Waren darf 25 Gewichtshundertteile
nicht übersteigen .
       Die Bezeichnung dieser Waren kann den Hinweis auf die benutzte
Frucht bzw . auf die benutzten Früchte enthalten ( zum Beispiel "Streioh-
paste mit Handeln").
 ---pagebreak---                                        ANHANG IV
                       SONDERBESTIMMUNGEN FÜR ERZEUGNISSE AUS
                     LEBENSMITTELZUBEREITÜNGEN KAKAO ENTHALTEND
                Als Schokoladenimitation gilt jedes Erzeugnis aus Lebensmittel-
' Zubereitungen , Kakao enthaltend , dessen Struktur , Beschaffenheit , Farbe ,
  und Geschmack an Schokolade erinnern , deren Zusammensetzung jedoch dem
  einen oder anderen der unter k ) bis s ) des Anhangs zur Richtlinie des
  Rats über die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für
  Kakao und Schokolade definiertem Schokoladeerzeugnis nicht entspricht ,
                Unb'eschadet der Anwendung der übrigen Bestimmungen dieser Richt­
  linie treffen die Mitgliedstaaten alle.; -?rforderlichen Massnahmen , damit
  lErzeugnisse aus Lebensmittelzubereitungen Kakao enthalten , sowie Zucker­
  waren mit einem vollständigen oder teilweisen Uberzug oder mit einer
  Verzierung aus einem derartigen Lebensmittelerzeugnis nur dann in den
 Handel gebracht werden'ikönnen ^ wenn sie folgende Erfordernisse erfüllen :
  I • Zusammensetzung- und Verwendungsregeln
              . Erzeugnisse aus Lebensmittelzubereitungen Kakao enthaltend , anderd
  als weisse Schokolade ,, müssen einen Mindestgehalt an fettfreier Kakao-
  trockenmasse im Sinne der Richtlinie des Rates vom                         vcn
  2,5 % entîhalten .
            •                                       :     .              .  : V
               Die Schokolade-Imitationserzeugnisse können in Stangen , Tabletten ,
 Pastilleip , Täfelchen , Kroketten , Streusel , Pulver , Figürchen und verschie­
  denen Figuren aufgemacht sein .
               Sie können auch als ( vollständiger oder teilweiser ) Überzug oder
  zur Verzierung von Zuckerwaren verwendet werden ,               .-
              i                                               ,
  I""" J Etfl.kettiketieruBRBVorschrif ten     . 1 olgre
 1«.'           Imitierungswaren von Schokolade , die zur Verwendung in industriellen
 oder handwerklichen Zubereitungen bestimmt sind .
                                                                     • • •/• • »
 ---pagebreak---           Das Etikett . der Imitierungswaren von Schokolade , die Halbprodukte
 bilden , die zur Verwendung in industriellen oder handwerklichen Zube­
 reitungen bestimmt sind (Kuchenwaren , Speiseeis , Konditoreiwaren usw .)
 muss den Vermerk enthalten "Zubereitung aus Nahrfettstof fen und Kakao
 für industriellen oder handwerklichen . Gebrauch ".
2.       Sonstige Imitierungswaren von Schokolade
         Das Etikett für andere als die in Absatz 1 bezeichneten Imitie-
rungswaren von Schokolade 6<: wie andere Zuckerwaren , die einen Uberzug
 ( gänzlich oder teilweise ) oder/ eine Verzierung der Imitierungsware der
Schokolade aufweisen , muss je nach Fall den nachstehenden Vermerk tragen ;
         "Irrsitierüng von Schokolade ( oder Weissschokölade )" .
         "Überzug in Schokoladenimitierüng ( oder Weisschokoladenimitierung )"
         " Verzierung in Schokoladenimitierüng ( oder Weissschokoladenimi-
           tierung )"
         Diese Angaben müssen dem Kaufer kenntlich sein nach den Einzel­
heiten des «Artikels 6 Absatz 2 und 3 der vorliegenden Richtlinie .
Bei Imitierungswaren der Schokolade in Form von Tabletten oder Riegeln
( glef.ch Form ) muss der Vermerk " Imitierung von Schokolade ( oder Weiss-
schokolade ) " oder der Vermerk "Uberzug in Schokoladaimitatioo ( oder Weiss-
schokolade jLmitation )" je nach Fall in grossen Buchstaben von mindestens
folgender Höhe angebracht       ein :                .        -
            10 mm ■ für Tabletten und Riegeln bei einem Gewicht von mehr
            als 125 gr
            5 mm für Tabletten und Riegeln bei einem Gewicht von
            125 gr.und darunter . -