CELEX: 62019CA0801
Language: de
Date: 2020-12-17 00:00:00
Title: Rechtssache C-801/19: Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 17. Dezember 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Upravni sud u Zagrebu — Kroatien) — FRANCK d.d. Zagreb/Ministarstvo financija Republike Hrvatske Samostalni sektor za drugostupanjski upravni postupak (Vorlage zur Vorabentscheidung – Mehrwertsteuer – Richtlinie 2006/112/EG – Befreiungen – Art. 135 Abs. 1 Buchst. b und d – Begriffe „Gewährung von Krediten“ und „andere Handelspapiere“ – Komplexe Umsätze – Hauptleistung – Überlassung von Geldmitteln gegen Entgelt – Übertragung eines Wechsels auf eine Factoringgesellschaft und Überweisung des erlangten Geldes an den Aussteller des Wechsels)

22.2.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 62/8
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 17. Dezember 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Upravni sud u Zagrebu — Kroatien) — FRANCK d.d. Zagreb/Ministarstvo financija Republike Hrvatske Samostalni sektor za drugostupanjski upravni postupak
      (Rechtssache C-801/19) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Mehrwertsteuer - Richtlinie 2006/112/EG - Befreiungen - Art. 135 Abs. 1 Buchst. b und d - Begriffe „Gewährung von Krediten“ und „andere Handelspapiere“ - Komplexe Umsätze - Hauptleistung - Überlassung von Geldmitteln gegen Entgelt - Übertragung eines Wechsels auf eine Factoringgesellschaft und Überweisung des erlangten Geldes an den Aussteller des Wechsels)
      (2021/C 62/08)
      Verfahrenssprache: Kroatisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Upravni sud u Zagrebu
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: FRANCK d.d. Zagreb
      
         Beklagter: Ministarstvo financija Republike Hrvatske Samostalni sektor za drugostupanjski upravni postupak
      
         Tenor
      
      Art. 135 Abs. 1 Buchst. b und d der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem ist dahin auszulegen, dass die Befreiung von der Mehrwertsteuer, die diese Bestimmungen für die Gewährung von Krediten bzw. für Umsätze im Geschäft mit anderen Handelspapieren vorsehen, für einen Umsatz gilt, der darin besteht, dass der Steuerpflichtige gegen Entgelt einem anderen Steuerpflichtigen Geldmittel überlässt, die er bei einer Factoringgesellschaft infolge der Übertragung eines vom zweiten Steuerpflichtigen ausgestellten Wechsels auf diese erhalten hat, wobei der erste Steuerpflichtige der Factoringgesellschaft die Begleichung dieser Wechselforderung zum Fälligkeitstermin garantiert.
      
         (1)  ABl. C 27 vom 27.1.2020.