CELEX: 51981PC0811
Language: de
Date: 1982-01-06
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES UEBER DIE GERAEUSCHEMISSION VON HAUSHALTSGERAETEN

19.7.82                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. C 181/1
                                                          II
                                              (Vorbereitende Rechtsakte)
                                             KOMMISSION
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über die Geräuschemission von Haushaltsgeräten
                             (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 12. Januar 1982)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                      Schallemissionen der von ihnen hergestellten Haus-
GEMEINSCHAFTEN —                                              haltsgeräte verringern.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-             Aus praktischen Gründen und um eine Vielfalt von
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf              Etiketten auf Haushaltsgeräten zu vermeiden,
Artikel 100,                                                  erscheint es notwendig, die Informationen über den
                                                              Geräuschpegel auf dem Etikett zu geben, das in den
auf Vorschlag der Kommission,                                 Durchführungsrichtlinien auf der Grundlage der
                                                              Richtlinie 79/530/EWG des Rates vom 14. Mai
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,               1979 zur Unterrichtung über den Energieverbrauch
                                                              von Haushaltsgeräten durch Etikettierung (4) vorge-
                                                              sehen ist, wenn dieselbe Familie von Haushaltsgerä-
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-            ten von dieser und von einer Durchführungsrichtli-
schusses,                                                     nie aufgrund dieser Richtlinie erfaßt wird.
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                              Die Schallemissionen jeder in Frage kommenden
                                                              Familie von Haushaltsgeräten müssen in allen Mit-
Die Aktionsprogramme der Europäischen Gemein-                 gliedstaaten mit Hilfe harmonisierter Meßmethoden
schaften für den Umweltschutz von 1973 (*) und                gemessen und kontrolliert werden, um Handels-
1977 (2) verweisen auf die Bedeutung des Problems             hemmnisse für Haushaltsgeräte zu beseitigen.
der Schallemissionen und insbesondere auf die Not-
wendigkeit, auf Geräuschquellen einzuwirken.                  Der technische Fortschritt macht eine rasche Anpas-
                                                              sung der in dieser Richtlinie festgelegten techni-
Das erste Programm der Europäischen Gemein-                   schen Vorschriften erforderlich. Um die Durchfüh-
schaften für eine Politik zum Schutz und zur Unter-           rung der hierfür erforderlichen Maßnahmen zu
richtung der Verbraucher vom 14. April 1975 (3)               erleichtern, empfiehlt es sich daher, ein Verfahren
sieht unter den vorrangigen Aktionen unter anderem            vorzusehen, das eine enge Zusammenarbeit zwi-
die Erarbeitung und Harmonisierung von Kenn-                  schen den Mitgliedstaaten und der Kommission im
zeichnungsregeln vor.                                         Rahmen des Ausschusses für die Anpassung der
                                                              Meßmethoden der Geräuschemission von Haus-
Die Öffentlichkeit ist möglichst umfassend und ein-           haltsgeräten und der diesbezüglichen Kontrollver-
heitlich über den Geräuschpegel von Haushaltsgerä-            fahren einführt —
ten zu unterrichten; eine genaue, zutreffende und
vergleichbare Unterrichtung kann ihre Wahl auf
geräuschärmere Haushaltsgeräte lenken und die
Hersteller zu Maßnahmen veranlassen, die die
(») ABI. Nr. C 112 v o m 20. 12. 1973, S. 3.
(23) ABl. Nr. C 139 vom 13.6. 1977, S. 3.
( ) ABl. Nr. C 92 vom 25. 4. 1975, S. 2.                      (4) ABl. Nr. L 145 vom 13.6. 1979, S. 1.
 ---pagebreak--- Nr. C 181/2                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            19.7.82
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                                                  Artikel 3
                                                           (1) Die Unterrichtung über den Geräuschpegel
                                                           und ihre Richtigkeit wird vom Hersteller oder —
                        Artikel 1                          wenn der Hersteller außerhalb der Gemeinschaft
                                                           niedergelassen ist — von dem in der Gemeinschaft
(1) Ziel dieser Richtlinie ist die Harmonisierung          niedergelassenen Einfuhrhändler garantiert.
der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mit-
gliedstaaten über                                          (2) Die Geräuschpegel für jede Haushaltsgerätefa-
                                                           milie werden nach den Bedingungen für akustische
— die Methoden zur Messung des Geräuschemis-               Messungen bestimmt, die in Anhang I festgelegt
     sionspegels von Haushaltsgeräten,                     sind sowie nach den Bedingungen, die in der ent-
                                                           sprechenden Durchführungsrichtlinie        festgelegt
— die Modalitäten der Kontrolle der veröffentlich-         sind.
     ten Geräuschpegel,
— die allgemeinen Modalitäten der Veröffentli-             (3) Die Kontrolle der Geräuschpegel, die für eine
     chung von Informationen über den Geräusch-            Haushaltsgerätefamilie veröffentlicht sind, wird
     emissionspegel von Haushaltsgeräten.                  nach den allgemeinen Bedingungen durchgeführt,
                                                           die in Anhang II festgelegt sind sowie nach den
                                                           Bedingungen, die in der entsprechenden Durchfüh-
(2) Diese Richtlinie gilt nicht für Geräte, die inte-
                                                           rungsrichtlinie festgelegt sind.
grierender Bestandteil der Wohnstätte sind und bei
Trennung von dieser ihre Funktionsfähigkeit verlie-
ren.
                                                                                   Artikel 4
                         Artikel 2                         Die Mitgliedstaaten — auch die Mitgliedstaaten, die
                                                           keine Veröffentlichungspflicht vorsehen — ergreifen
Im Sinne dieser Richtlinie bedeuten:                       alle erforderlichen Maßnahmen, damit die Veröf-
                                                           fentlichung der Informationen über den Geräusch-
a) „Haushaltsgeräte": Maschinen, Maschinenteile            pegel der Haushaltsgeräte den Vorschriften dieser
     oder Anlagen, die hauptsächlich zur Verwen-           Richtlinie sowie den Vorschriften der entsprechen-
     dung im Inneren einer Wohnstätte einschließ-          den Durchführungsrichtlinie entspricht.
     lich Keller, Garagen und anderer Nebenräume
     bestimmt sind, insbesondere Haushaltsgeräte
     zur Wartung, Reinigung, zur Zubereitung und
     Konservierung von Lebensmitteln, zur Erzeu-
     gung und Verbreitung von Wärme und Kälte,                                     Artikel 5
     Klimatisierung und andere Geräte zu nichtbe-
     ruflicher Verwendung;                                 (1) Die Art der Veröffentlichung der Informatio-
                                                           nen über den Geräuschpegel der Haushaltsgeräte
b) „Familie von Haushaltsgeräten": alle Modelle            gemäß Artikel 3 wird für jede Haushaltsgerätefami-
     (oder Typen) der verschiedenen Haushaltsge-           lie in der Durchführungsrichtlinie dieser Richtlinie
     räte, die zur Verrichtung derselben Aufgabe aus-      festgelegt.
     gelegt und gebaut sind und von der gleichen
     Hauptenergiequelle gespeist werden. Eine              (2) Die Mitgliedstaaten können von allen Herstel-
     „Familie" umfaßt im allgemeinen mehrere               lern oder Einfuhrhändlern, die auf ihrem Staatsge-
     Modelle (oder Typen);                                 biet Haushaltsgeräte absetzen, deren Familie
                                                           Gegenstand einer Durchführungsrichtlinie ist, die
c) „Serie" von Haushaltsgeräten: alle Haushaltsge-         Veröffentlichung des Geräuschpegels dieser Geräte
     räte desselben Modells (oder Typs) mit festge-        verlangen.
     legten Merkmalen, die von demselben Herstel-
     ler gebaut werden;
                                                           (3) Ist für dieselbe Familie von Haushaltsgeräten
d) Haushaltsgeräte-„Partie": festgelegte Menge             ein Etikett über den Energieverbrauch aufgrund
     einer bestimmten „Serie", die unter einheitli-        einer Durchführungsrichtlinie, die im Rahmen der
     chen Bedingungen hergestellt oder erzeugt              Richtlinie 79/530/EWG erlassen wurde, vorgese-
     wurde;                                                hen, so ist die Information über den Geräuschpegel
                                                            auf diesem Etikett auf der hierfür vorgesehenen
e) Geräuschpegel: Wert des Schalleistungspegels             Stelle anzugeben. Auf dem Etikett über den
     eines Haushaltsgeräts in A-bewerteten Dezibel          Geräuschpegel ist gegebenenfalls eine Stelle für die
     (dB) (Bezugswert 1 pW).                                Angaben über den Energieverbrauch vorzubehalten.
 ---pagebreak---  19.7.82                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. C 181/3
(4) Ist in der Durchführungsrichtlinie die Anbrin-        die Vermarktung ausgesetzt wird, bis der Hersteller
gung eines Etiketts vorgesehen, so hat der Hersteller     oder der Einfuhrhändler die zutreffenden Angaben
oder der Einfuhrhändler Etikette mit der Angabe           bekanntmacht.
des Geräuschpegels für jedes Haushaltsgerät zu lie-
fern, dessen Familie Gegenstand einer Durchfüh-
rungsrichtlinie ist. Die vom Hersteller oder gegebe-
nenfalls vom Einführer zu liefernden Etikette wer-                               Artikel 8
den vom Händler an den Haushaltsgeräten ange-
bracht, wenn sie den potentiellen Käufern feilgebo-       Die Durchführungsrichtlinien legen für jede Fmailie
ten werden. Das Etikett wird an der in der                von Haushaltsgeräten folgendes fest:
 Durchführungsrichtlinie festgelegten Stelle oder,
falls diese nicht genau angegeben ist, an der am          — die Art der Veröffentlichung der Angaben über
besten sichtbaren Stelle des Geräts angebracht.                den Geräuschpegel,
(5) Ist in einer Durchführungsrichtlinie die Veröf-       — die Bedingungen der Messung von Schallemis-
fentlichung in anderer Weise, insbesondere in den              sionen,
technischen Unterlagen oder auf dem Garantie-
                                                          — die Bedingungen der Kontrolle der veröffent-
schein vorgesehen, so hat der Hersteller oder der              lichten Pegel.
 Einführer das vorgeschriebene Dokument zu liefern.
 Der Händler muß in diesem Fall alle erforderlichen
 Maßnahmen ergreifen, damit das Dokument an der
 Verkaufsstelle bzw. am Ausstellungs- oder Mietort
verfügbar ist.                                                                   Artikel 9
                                                          Die Änderungen, die zur Anpassung der Anhänge
                                                          dieser Richtlinie an den technischen Fortschritt not-
                        Artikel 6                         wendig sind, werden nach dem Verfahren des Arti-
                                                          kels 11 erlassen.
(1) Die Mitgliedstaaten können aus Gründen im
Zusammenhang mit der Unterrichtung über den
Geräuschpegel von Haushaltsgeräten das Inverkehr-
bringen von Haushaltsgeräten nicht verweigern, ver-                              Artikel 10
bieten oder einschränken, wenn diese Richtlinie und
die entsprechende Durchführungsrichtlinie einge-          (1) Es wird ein Ausschuß für die Anpassung der
halten werden.                                            Richtlinie über die Beseitigung der technischen
                                                          Handelshemmnisse bei Haushaltsgeräten an den
                                                          technischen Fortschritt — im folgenden „Ausschuß"
(2) Unbeschadet der Ergebnisse der Kontrollprü-           genannt — eingesetzt, der aus Vertretern der Mit-
fung, die durchgeführt werden können, sobald die          gliedstaaten besteht und in dem ein Vertreter der
Haushaltsgeräte den Käufern feilgeboten werden,           Kommission den Vorsitz führt.
lassen die Mitgliedstaaten die Veröffentlichung der
Angaben über den Geräuschpegel in der durch eine
Einzelrichtlinie vorgeschriebenen Form als hinrei-        (2)    Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung.
chenden Beweis dafür gelten, daß das Haushaltsge-
rät den Vorschriften dieser Richtlinie und der ent-
sprechenden Durchführungsrichtlinie genügt.
                                                                                 Artikel 11
                                                          (1) Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Ver-
                        Artikel 7                         fahren Bezug genommen, so befaßt der Vorsitzende
                                                          den Ausschuß von sich aus oder auf Antrag des Ver-
(1) Die Richtigkeit der Angaben über den                  treters eines Mitgliedstaats.
Geräuschpegel von Haushaltsgeräten, deren Familie
Gegenstand einer Durchführungsrichtlinie ist, wird        (2) Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem
entweder durch die Mitgliedstaaten oder durch Prüf-       Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnah-
stellen kontrolliert, die von den Mitgliedstaaten zu      men. Der Ausschuß nimmt zu diesem Entwurf
diesem Zweck zugelassen sind. Die Mitgliedstaaten         innerhalb einer Frist Stellung, die der Vorsitzende
teilen der Kommission und den anderen Mitglied-           nach der Dringlichkeit der betreffenden Frage
staaten gegebenenfalls den Namen dieser zugelasse-        bestimmen kann. Die Stellungnahme kommt mit
nen Prüfstellen mit.                                      einer Mehrheit von fünfundvierzig Stimmen
                                                          zustande, wobei die Stimmen der Mitgliedstaaten
(2) Wird bei einer Kontrolle festgestellt, daß der        nach Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages gewogen
„Geräuschpegel" über dem veröffentlichten Pegel           werden; der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung
liegt, so können die Mitgliedstaaten verlangen, daß       nicht teil.
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(3) a) Die Kommission trifft die in Aussicht                                  Artikel 12
       genommenen Maßnahmen, wenn sie der
       Stellungnahme des Ausschusses entspre-          (1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen
       chen.                                           Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser
                                                       Richtlinie am 1. Januar 1983 nachzukommen. Sie
    b) Entsprechen die in Aussicht genommenen          setzen die Kommission unverzüglich davon in
       Maßnahmen nicht der Stellungnahme des           Kenntnis.
       Ausschusses oder ist keine Stellungnahme
       ergangen, so schlägt die Kommission dem         (2) Die Mitgliedstaaten setzen die Kommission
       Rat unverzüglich die zu treffenden Maß-         von allen Maßnahmen in Kenntnis, die sie auf dem
       nahmen vor. Der Rat beschließt mit qualifi-     von dieser Richtlinie betroffenen Gebiet ergreifen.
       zierter Mehrheit.
    c) Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von
       drei Monaten, nachdem ihm der Vorschlag
       übermittelt worden ist, keinen Beschluß
       gefaßt, so werden die vorgeschlagenen                                  Artikel 13
       Maßnahmen von der Kommission getrof-
       fen.                                            Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- 19.7.82                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 181/5
                                                        ANHANG I
          VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER GERÄUSCHEMISSION VON HAUSHALTSGERÄTEN
      1.       ZWECK UND GELTUNGSBEREICH
      1.1.     Zweck
               Dieses Verfahren dient zur Bestimmung der Geräuschemission aller Arten von Haushaltsgeräten (ein-
               schließlich Zubehörteile oder Komponenten), unabhängig davon, ob sie durch das Netz oder durch
               Batterien bzw. durch andere Energiequellen gespeist werden.
               Das Verfahren definiert die verschiedenen Geräuschkriterien, die zur Kennzeichnung eines Haus-
               haltsgeräts herangezogen werden können, sowie die Art und Weise der Bestimmung der mit diesen
               Kriterien zu vergleichenden Werte.
               Die nach diesem Verfahren ermittelten Werte bilden die Grundlage für die Kontrolle der Überein-
              stimmung der Geräuschemission der Geräte mit den angegebenen Werten. Die ermittelten Werte ver-
              stehen sich, falls nichts anderes angegeben ist, einschließlich sämtlicher Toleranzen.
               Dieses Verfahren findet Anwendung, soweit in Einzelrichtlinien nicht abweichende oder ergänzende
               Bestimmungen enthalten sind, die den Besonderheiten bestimmter Haushaltsgeräte Rechnung tragen.
     1.2.     Geltungsbereich
              Dieser Anhang beschreibt objektive Methoden mit Engineering-Genauigkeit (Engineering-Methode,
              Klasse 2, gemäß Erstausgabe der ISO-Norm 2204, vom 1.5. 1973) zur Bestimmung von Schallei-
              stungspegeln, Lw, ausgedrückt in Dezibel (dB) mit Bezug auf eine Schalleistung von einem Picowatt
              (1 pW) eines Luftschalls innerhalb eines angegebenen Frequenzbereichs einschließlich der Oktavbän-
              der zwischen 125 und 8 000 Hertz (Hz) (dieses Intervall ist aus praktischen Gründen enger begrenzt
              als der Frequenzbereich des hörbaren Schalls) unter vorgeschriebenen Betriebsbedingungen für die
              zu messenden Geräte.
              Es werden folgende Schalleistungspegel verwendet:
              — A-bewerteter Schalleistungspegel LWA und
              — Oktavband-Schalleistungspegel LWOct
              Im allgemeinen gelten die beschriebenen Verfahren für Geräte, die ohne Maschinenbediener betrie-
              ben werden. Nur in den Fällen, in denen ein Gerät nur in Gegenwart eines Maschinenbedieners
              betrieben werden kann oder von einem Maschinenbediener beschickt werden muß, muß ein Stan-
              dard-Testbediener anwesend sein.
              Anmerkungen
              a)   Die Unsicherheit der gemäß dieser Methode durchgeführten Messungen ergibt bei A-bewerteten
                   Schalleistungspegeln Standardabweichungen, die im allgemeinen 2 dB nicht überschreiten,
                   sofern das Schallspektrum keine ausgesprochen diskreten Frequenzen enthält. Wenn dies der
                   Fall ist, ist der Bereich der Unsicherheiten größer, und es können keine allgemeinen Regeln für
                   die Größenordnung der Unsicherheiten angegeben werden. Die erwähnten Standardabweichun-
                   gen reflektieren den kumulativen Effekt aller Ursachen von Meßunsicherheiten mit Ausnahme
                   von Schwankungen des Schallpegels des Gerätes bei verschiedenen Prüfungen.
              b)   Die unter den beschriebenen Bedingungen erhaltenen Schallwerte entsprechen nicht unbedingt
                   dem unter den Bedingungen des praktischen Betriebes festgestellten Schall.
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      3.     BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
      3.1.  Begriffsbestimmungen zur Ermittlung der Schallpegel
            Diese Begriffsbestimmungen sind in der Erstausgabe der ISO-Norm 3743 vom 15. Dezember 1976
            „Acoustics — Determination of sound power levels of noise sources — Engineering methods for spe-
            cial reverberation test rooms" und in dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument ISO/DIS
            3744.2 „Acoustics — Determination of sound power levels of noise sources — Engineering methode
            for essentially free field conditions over a reflecting plane" zu finden.
      3.2.  Vergleichsmethode
            Methode, nach der der Schalleistungspegel durch Vergleich der von der geprüften Schallquelle
            erzeugten Schalldruckpegel mit den Schalldruckpegeln, die von einer Referenzschallquelle (RSS) in
            derselben Meßumgebung und soweit möglich in derselben Anordnung und Positionierung erzeugt
            werden, berechnet wird.
      3.3.  Direkte Methode
            Methode, nach der der Schalleistungspegel aus den gemessenen Schalldruckpegeln berechnet wird,
            die von der geprüften Quelle erzeugt werden, welche
            — unter Freifeldbedingungen auf der Meßfläche und in der Zeit und auf der Grundlage des Flä-
                 cheninhalts der Meßfläche gemittelt werden;
            — unter Diffusfeldbedingungen räumlich und zeitlich auf der Grundlage des Volumens und der
                 Nachhallzeit oder der Gesamtabsorption des Meßraums gemittelt werden.
            Anmerkung
            Die Einzelrichtlinien legen fest, welche der beiden Methoden für eine bestimmte Familie zu verwen-
            den ist.
      3.4.  Meßzeit
            Zeitintervall, in dem akustische Daten gemessen werden. Die Meßzeit wird je nach den Eigenschaf-
            ten des gemessenen Schalls, der erforderlichen Meßgenauigkeit und den Eigenschaften der Instru-
            mentierung festgelegt.
      3.5.  Arbeitsperiode
            Zeitintervall, in dem von dem geprüften Gerät eine spezielle Aufgabe verrichtet wird.
      3.6.  Arbeitszyklus
            Eine Reihe von Perioden, die das Gerät beim normalen Gebrauch durchläuft.
      3.7.   Aufzeichnung
             Kontinuierliche Aufzeichnung des Schalldruckpegels (für eine bestimmte Mikrophonposition) als
             Funktion der Zeit, wie sie während einer oder mehrerer Perioden eines Arbeitszyklus vorgenommen
            wird.
      3.8.   Standardmaschinenbediener
             Eine Person, die für den Betrieb oder die Beschickung des geprüften Geräts erforderlich ist und die
            keine abnorm schallabsorbierende Kleidung trägt, durch die die Messungen beeinflußt werden könn-
            ten.
      3.9.  Positionierung eines Geräts
            Begriff, der zur Beschreibung der Aufstellung oder Position des zu prüfenden Geräts in der Meßum-
            gebung und unter Berücksichtigung des Koordinatensystems der Mikrophonpositionen verwendet
            wird.
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               Die Positionierung ist identisch mit
               — dem Mittelpunkt eines Parallelepipeds, das um den Hauptteil von handbedienten, aufgehängten
                    oder Ständergeräten gebildet wird;
               — dem Zentrum eines Rechtecks, das um die Projektion des Hauptteils des Geräts gebildet wird,
                    und zwar am Boden bei stehenden Geräten und an der Wand bei an der Wand befestigten Gerä-
                    ten.
       4.     MESSMETHODE UND AKUSTISCHE UMGEBUNG
       4.1.   Direkte Methode
              Die direkte Methode kann nur für Messungen in qualifizierten Meßumgebungen gemäß dem am
              24. Februar 1977 vorgelegten Dokument ISO/DIS 3744.2 für Freifeldbedingungen und der am
              15. Dezember 1976 vorgelegten Erstausgabe der ISO-Norm 3743 für spezielle Hallräume verwendet
             werden.
             Anhand dieser Methode wird der Schalleistungspegel bestimmt
             — unter Freifeldbedingungen an den zeitlich gemittelten Schalldruckpegeln, gemessen auf der
                   Meßoberfläche, und dem Inhalt der Meßfläche;
             — unter Diffusfeldbedingungen aus den zeitlich und räumlich gemittelten Schalldruckpegeln und
                   der entsprechenden Schallabsorption des Meßraums (oder aus der Nachhallzeit und dem Volu-
                   men des Meßraums).
      4.2.   Vergleichsmethode
             Die Vergleichsmethode für Messungen in speziellen Hallräumen wird in Kapitel 8.3 der Erstausgabe
             der ISO-Norm 3743 vom 15. Dezember 1976 beschrieben. Der Begriff „Vergleichsmethode" wird in
             dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument ISO/DIS 3744.2 für Messungen unter Freifeldbe-
             dingungen nicht ausdrücklich aufgeführt. Werden jedoch die in Artikel 8.3 des Dokuments ISO/DIS
             3744.2 aufgeführten „absoluten Vergleichsprüfungen" zur Bestimmung der Berichtigung der Umge-
             bung unter Zugrundelegung einer Referenzschallquelle verwendet, so handelt es sich in Wirklichkeit
             um eine Vergleichsmethode.
             Mit dieser Methode wird der (A-bewertete und gegebenenfalls Oktavband) Schalleistungspegel durch
             Vergleich des quadratischen Mittelwerts der Schalldruckpegel, die von dem geprüften Gerät erzeugt
             werden, mit dem quadratischen Mittelwert der Schalldruckpegel, die in derselben akustischen Umge-
             bung von einer ortsfesten, sorgfältig geeichten Referenzschallquelle (RSS) mit bekannter Schallei-
             stung gemäß der Erstausgabe der ISO-Norm 2741 vom 15. Juli 1975 und der Norm ISO/DIS 6926
             erzeugt werden, bestimmt.
             Anmerkung
             Die Genauigkeit hängt vor allem von der Eichung der RSS ab, die in einem entsprechend ausgerüste-
             ten Labor durchzuführen ist.
      4.3.   Akustische Umgebungen
      4.3.1. Freifeldbedingungen auf reflektierender (reflektierenden) Ebene(n)
             Die allgemeinen Vorschriften sind in Artikel 4 des am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokuments
             ISO/DIS 3744.2 enthalten.
             Für die Messungen, die gemäß der direkten Methode durchzuführen sind und für die Messungen
             nach der Vergleichsmethode, wenn der A-bewertete Schalleistungspegel aus den A-bewerteten
             Schalldruckpegeln ermittelt werden muß, ist die Meßumgebung gemäß der Methode zu bestimmen,
             die in dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument ISO/DIS 3744.2 festgelegt wurde.
      4.3.2. Spezielle Hallräume
             Die Vorschriften für den Hallraum sind in Artikel 4 der Erstausgabe der ISO-Norm 3743 vom
             15. Dezember 1976 enthalten.
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      5.      INSTRUMENTIERUNG
      5.1.   Instrumentierung zur Messung akustischer Daten
             Die Vorschriften sind in den Artikeln 5 der Erstausgabe der ISO-Norm 3743 vom 15. Dezember und
             dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument ISO/DIS 3744.2 aufgeführt.
             Anmerkungen
             1.   Bei Messungen unter Freifeldbedingungen ist (sind) das (die) Mikrophon(e) gegenüber der
                  Schallquelle in Übereinstimmung mit dem Einfallswinkel auszurichten, wie er vom Hersteller für
                  die Eichung angegeben wird (der Einfallswinkel ist der durch die Ausbreitungsrichtung der
                  Schallwellen und die Längsachse des Mikrophons gebildete Winkel).
             2.   Für Messungen unter Diffusfeldbedingungen ist (sind) das (die) Mikrophon(e) für beliebig ein-
                  fallenden Schall auszulegen.
             3.   Weil die Gefahr besteht, daß das Mikrophon (die Mikrophone) (besonders bei niedrigen Fre-
                  quenzen) durch Luftzug beeinflußt wird (werden) (mit Geschwindigkeiten von mehr als 2 m/s,
                  der etwa von dem geprüften Gerät erzeugt wird (Heizlüfter usw.), sind geeignete Windschirme
                  für das Mikrophon (die Mikrophone) anzuwenden und die gemessenen Schalldruckpegel sind
                  entsprechend der geänderten Mikrophonempfindlichkeit zu korrigieren.
             Die Referenzschallquellen müssen die in der Erstfassung der ISO-Norm 3741 vom 15. Juli 1975 ange-
             gebenen Merkmale ausweisen und gemäß ISO/DIS 6926 geeicht sein.
      5.2.   Instrumentierung zur Messung der klimatischen Bedingungen
      5.2.1. Die zur Temperaturmessung verwendeten Instrumente müssen über eine Genauigkeit von ±1 °C
             verfügen.
      5.2.2. Die relative Feuchtigkeit wird mit Instrumenten bestimmt, die über eine absolute Genauigkeit von ±
             2 % verfügen.
      5.3.   Instrumentierung zur Messung der Betriebsbedingungen der Geräte
      5.3.1. Die Spannung am Kabelstecker von mit Netzspannung betriebenen Geräten wird mit Spannungs-
             messern gemessen, deren Genauigkeit der Klasse 1 entspricht, wenn die Toleranz für die Spannung
             mit ± 2 % angegeben wird. Sie ist mit Spannungsmessern zu messen, deren Genauigkeit der
             Klasse 0,5 entspricht, wenn die Toleranz für die Netzspannung mit ± 1 % angegeben ist.
      5.3.2. Die Spannung an den Batterieklemmen von mit Batterien betriebenen Geräten wird mit Spannungs-
             messern gemessen, deren Genauigkeit der Klasse 1 entspricht.
      5.3.3. Die Drehgeschwindigkeit von Motoren, Zusatzgeräten usw. wird erforderlichenfalls mit Geschwin-
             digkeitsanzeigern gemessen, deren Genauigkeit ± 1 % des Skalenendwerts beträgt.
      6.     BETRIEB UND AUFSTELLUNG DER GEPRÜFTEN GERÄTE
      6.1.   Ausrüstung und Vorbereitung der Geräte
      6.1.1.  Das Gerät wird mit den Zubehör- und Ausrüstungsteilen ausgerüstet, die normalerweise geliefert
             oder vom Hersteller für die beabsichtigte Verwendung spezifiziert werden.
      6.1.2. Es ist sicherzustellen, daß Zubehörteile, z.B. elektrische Leitungen oder Kabel, Rohrleitungen für
             Wasserzu- und -abfuhr, Lüftungsleitungen usw., die für den Betrieb des Geräts notwendig sind, keine
             nennenswerte Schallenergie in die Meßumgebung abstrahlen oder die Schallemission des Geräts ver-
             ändern.
      6.1.3. Vor den Schallmessungen muß das Gerät in der für seine Zweckbestimmung vorgesehenen Ausrü-
             stung insgesamt wenigstens 2 Stunden in Betrieb sein, und zwar gegebenenfalls in der höchsten
             Geschwindigkeitsstufe und ohne Last.
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        6.1.4.  Unmittelbar vor jeder Reihe von Schallmessungen ist das Gerät in der seiner Zweckbestimmung ent-
                sprechenden Ausrüstung zur Stabilisierung 10 Minuten lang gegebenenfalls in der Höchstgeschwin-
                digkeitsstufe und ohne Last zu betreiben.
               Anmerkung
               Eine mögliche Überhitzung von Geräten, die für den kurzzeitigen oder intermittierenden Betrieb
               bestimmt sind, ist zu vermeiden. Die Nenn-Betriebszeiten sind einzuhalten.
       6.2.    Strom-, Wasser- und Gasversorgung
       6.2.1.  Geräte, die über einen mit Netzstrom betriebenen Motor(en) verfügen, sind mit Nennspannung mit
               einer Toleranz von ± 2 % mit Ausnahme von Kollektormotoren, für die die Toleranz ± 1 % betragen
               muß, und gegebenenfalls bei Nennfrequenz zu versorgen. Geräte, die nur für Gleichstrom ausgelegt
               sind, sind mit Gleichstrom zu betreiben. Geräte, für die keine Nennfrequenz angegeben wird, sollten
               entsprechend den Gepflogenheiten des betreffenden Landes mit 50 oder 60 Hz betrieben werden.
               Geräte, die für einen Spannungsbereich ausgelegt sind, sind mit der mittleren Spannung des Bereichs
               zu versorgen, wobei die obengenannten Toleranzen gelten, wenn die Differenz zwischen den Gren-
               zen des Bereichs 10% der mittleren Spannung des Bereichs nicht überschreitet. Falls die Differenz
               höher als 10% ist, ist das Gerät mit der höchsten Spannung des Bereichs zu versorgen, wobei die
               vorstehend genannten Toleranzen gelten.
               Die Versorgungsspannung wird am Stecker einer fest mit dem Gerät verbundenen Leitungsschnur
               oder eines Kabels oder am Stromanschluß des Geräts gemessen, wenn dieses über ein abnehmbares
               Kabel verfügt, jedoch keinesfalls am Eingang von Verlängerungskabeln.
       6.2.2.  Geräte mit batteriebetriebenem Elektromotor (batteriebetriebenen Elektromotoren) sind nach den
               Angaben der Hersteller mit vollgeladenen Batterien zu betreiben; die Messungen sind zu unterbre-
               chen, wenn die Batteriespannung unter Last bei Bleibatterien auf das 0,9fache und bei anderen Bat-
               terien auf das 0,8fache der Batteriespannung unter Last am Beginn der Messungen gesunken ist.
               Die Batteriespannung wird an den Batterieklemmen gemessen.
       6.2.3.  Geräte, die über eine Heizvorrichtung verfügen, die mit Strom oder Gas betrieben wird, sind ohne
               Heizung in Betrieb zu nehmen, wenn die Schallemission des Geräts durch die Heizung nicht nen-
               nenswert vermehrt wird.
       6.2.4.  Die Wasser- und/oder Gaszufuhr muß gegebenenfalls den Angaben des Herstellers entsprechen.
               Geräte, die für einen Druckbereich ausgelegt sind, sind mit dem höchsten Druckwert des Bereichs zu
               betreiben.
               Geräte für die Kalt- und Warmwasserversorung sind mit kaltem Wasser zu versorgen, falls der
               Betrieb mit kaltem Wasser vorgesehen ist.
       6.3.     Klimatische Bedingungen
                Generell sind Haushaltsgeräte (falls nicht für eine besondere Gerätekategorie andere Werte angege-
                ben sind) unter den folgenden klimatischen Bedingungen zu prüfen:
               — Temperatur                            t    = 15—30 °C,
                — Relative Feuchtigkeit                RH = 30—70 %,
                — Luftdruck                            ps   = 860—1 060 mbar.
       6.4.     Beschickung und Betrieb der Geräte
       6.4.1.  Grundsätzlich sollten Beschickung und Betrieb der Geräte soweit wie möglich der normalen Verwen-
                dung entsprechen, doch sind auf jeden Fall einfache Bedingungen vorzuziehen, die eine ausrei-
                chende Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit gewährleisten. Ferner sollte die Gegenwart eines
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              Maschinenbedieners soweit wie möglich vermieden werden. Ein Maschinenbediener sollte nur zuge-
             gen sein, wenn die Beschickung, wie z. B. regelmäßiges Nachfüllen von Nahrungsmitteln, dies unbe-
             dingt erfordert.
      6.4.2. Zur Bestimmung der Schallemission eines Geräts werden die Beschickungs- und Betriebsbedingun-
             gen, falls in den Einzelrichtlinien keine besonderen Vorschriften bestehen, auf eine einzige Bedin-
             gung reduziert, eine Ausnahme bilden Geräte mit zahlreichen wichtigen Hauptfunktionen im Dauer-
             betrieb (z. B. Waschautomaten mit verschiedenen Funktionen: Waschen, Schleudern, Trocknen), bei
             denen für jede Hauptfunktion eine besondere Bedingung spezifiziert werden muß, sowie Mehr-
             zweckgeräte, die über spezielle Zubehörteile oder Werkzeuge für mehrere Funktionen verfügen (z. B.
             Küchenmaschinen, die zum Mischen, Zerkleinern usw. dienen); hier wird eine einzige Bedingung
             festgelegt, die für die Funktion gilt, die bei der praktischen Verwendung am längsten dauert.
             Der Leerlauf (ohne Last) kann als einzige Bedingung zur Bestimmung der Schallemission gewählt
             werden, falls er für das Gerät typisch und von langer Dauer ist.
             Bei Geräten, die über eine Geschwindigkeitsregelung verfügen, ist generell die höchste Geschwindig-
             keitsstufe zu verwenden.
      6.4.3. Geräte, die normalerweise in Arbeitszyklen betrieben werden, sind zur Bestimmung der Schallemis-
             sion ebenso zu betreiben, wobei während geeigneter Phasen des Arbeitszyklus die Hauptfunktion(en)
             gemessen wird (werden). Bei Maschinen mit automatischer Programmsteuerung wird die Dauer des
             Arbeitszyklus oder der Arbeitszyklen der Hauptfunktion(en) im Prüfbericht angegeben.
             Anmerkung
             Es wird empfohlen, zur Aufzeichnung des A-bewerteten Schalldruckpegels während des Arbeitszy-
             klus (der Arbeitszyklen) — Zeitaufzeichnung — einen graphischen Pegelschreiber zu verwenden, und
             zwar an einer der Mikrophonpositionen, vorzugsweise gegenüber dem geprüften Gerät.
      6.4.4. Bei der Anwendung der Beschickungs- und Betriebsbedingungen für Schallmessungen ist möglichst
             ein Überhitzen des geprüften Geräts zu vermeiden. Vorgeschriebene Betriebs- und Stillstandszeiten
             und/oder Anweisungen des Herstellers sind zu befolgen.
      6.5.   Aufstellung und Befestigung der Geräte
      6.5.1. Tischgeräte oder auf dem Boden stehende Geräte werden in normaler Position direkt aufgestellt,
             ohne Dämpfungsvorrichtungen, mit Ausnahme derer, die in das Gerät eingebaut sind,
             entweder           auf dem Fußboden des Hallraums mit einem Mindestabstand von 1 m zwischen
                                jeder Oberfläche (einschließlich hervorstehender Teile) des Geräts und der nächst-
                                gelegenen Wand
             oder               auf der reflektierenden Ebene der Freifeld-Meßumgebung unter Beachtung von
                                Form und Größe der festgelegten Meßfläche.
      6.5.2. Handgeräte und gegebenenfalls Zusatzgeräte werden in normaler Position in einer Höhe von annä-
             hernd 25 cm mit einer entsprechenden Dämpfung in geeignete Befestigungsvorrichtungen gehängt
             oder montiert, wobei die Basis der Vorrichtung auf einer Schicht von Dämmaterial von annähernd
             1 cm Dicke ruht, so daß kein Körperschall von dem Gerät übertragen werden kann (siehe Abbil-
             dung 8),
             entweder           auf dem Fußboden des Hallraums mit einem Mindestabstand von 1 m zwischen
                                jeder Oberfläche des Geräts oder der Befestigungsvorrichtung und der nächstgelege-
                                nen Wand
             oder               auf der reflektierenden Ebene der Freifeldumgebung unter Berücksichtigung von
                                Form und Größe der angegebenen Meßfläche.
             Anmerkung
             Es ist sicherzustellen, daß keine Veränderung der Schallabgabe des Geräts durch die Aufhängung
             oder Befestigung entsteht, etwa durch Unterdrückung oder Verstärkung besonderer Vibrationsarten
             des Gehäuses des Geräts oder durch Abdeckung von schallemittierenden Oberflächen, wie z. B. Luft-
             zufuhr usw.
 ---pagebreak--- 19.7.82                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             N r . C 181/11
      6.5.3.  Auf dem Boden stehende Geräte einschließlieh Schränke oder Tische für eingebaute Geräte, die auf
              dem Boden an einer Wand stehen, werden in normaler Position mit einem Abstand von annähernd
              5 cm zwischen der Rückwand des Geräts und einer vertikalen Wand oder Fläche aufgestellt, wobei
              zu vermeiden ist, daß hervorstehende Teile des Geräts die Wand oder die Fläche berühren. Die Auf-
              stellung erfolgt direkt, ohne Dämpfung mit Ausnahme derjenigen, die in das Gerät eingebaut ist,
              entweder          auf dem Boden des Hallraums in einem Mindestabstand von 1 m zwischen jeder
                                Oberfläche des Geräts oder der Befestigungsvorrichtung und der nächstgelegenen
                                Wand
              oder              auf der reflektierenden Ebene der Freifeldumgebung unter Berücksichtigung von
                                Form und Größe der angegebenen Meßfläche.
      6.5.4.   An der Wand befestigte Geräte, gegebenenfalls einschließlich der Zusatzgeräte, werden durch eine
              geeignete Vorrichtung in engem Kontakt befestigt oder gehalten, ohne andere Dämpfungsmittel als
              die, die in das Gerät eingebaut sind, und zwar in der Weise, daß die Unterkante ungefähr 1,3 m vom
               Fußboden entfernt ist,
              entweder          an einer Wand des Hallraums mit einem Mindestabstand von 1 m zwischen jeder
                                Oberfläche des Geräts und der nächstliegenden Ecke des Raumes
              oder              auf der zweiten, vertikalen reflektierenden Ebene der Freifeldumgebung unter
                                 Berücksichtigung von Form und Größe der angegebenen Meßfläche.
     6.5.5.   Für den Einbau vorgesehene Geräte sind gemäß den Angaben des Herstellers in geeignete Schränke
              oder Tische einzubauen oder werden gemäß den Vorschriften für Geräte, die auf dem Fußboden an
              einer Wand mit einem Absorptionsgrad von weniger als 0,6 stehen, aufgestellt.
     6.5.6.   Geräte, die, wie etwa Haartrockenhauben, für die Verwendung mit einem Ständer vorgesehen sind,
              werden an dem mit dem Gerät gelieferten Ständer oder einem nach den Anweisungen des Herstellers
              hergestellten Ständer befestigt und gemäß den Vorschriften für auf dem Fußboden stehende Geräte.
     6.5.7.   Fußbodenpflegegeräte werden auf einem der praktischen Verwendung entsprechenden Bodenbelags-
             muster aufgestellt, dessen Größe dem für die Verwendung des Geräts erforderlichen Raum ent-
             spricht. Sie werden zusammen mit dem für auf dem Fußboden stehende Geräte spezifizierten Fußbo-
             denbelag aufgestellt. Erforderlichenfalls wird eine Lageveränderung des Geräts mit Hilfe einer
             schalldämmenden Einrichtung verhindert. Die Handgriffe werden durch eine schalldämmende Ein-
             richtung in normaler Position gehalten.
              Anmerkung
              1.   Eine Schallabstrahlung durch etwaige Schwingungen des Fußbodenbelags ist zu verhindern.
             2.    Das Bodenbelagsmuster wird als Teil des geprüften Geräts betrachtet; sein möglicher Einfluß
                   auf die akustischen Eigenschaften der Meßumgebung, z. B. auf die harte reflektierende Ebene
                   oder auf die Absorption (Nachhallzeit) von Hallräumen wird nicht berücksichtigt.
     7.       SCHALLPEGELMESSUNG
     7.1.    Mikrophonanordnung und Meßfläche für Freifeldbedingungen
     7.1.1.  Für frei auf dem Boden stehende Geräte einschließlich größerer Einbaugeräte ist die Meßfläche ein
             rechteckiges Parallelepiped mit 9 Mikrophonpositionen gemäß Abbildung 1, zentriert in der Projek-
             tion des geometrischen Mittelpunkts des Referenzraums der horizontalen reflektierenden Ebene
             (Boden); die x- und y-Achse.des Koordinatensystems zur Beschreibung der Mikrophonpositionen
             liegen auf der horizontalen reflektierenden Ebene und die z-Achse rechtwinklig zu ihr; die x-Achse
             liegt auf der vertikalen Längsebene des Referenzraums; die Vorderseite des Geräts ist in Richtung
             der x-Achse ausgerichtet.
             Diese Meßoberfläche kann auch für an der Wand befestigte Geräte verwendet werden. In diesem
             Fall liegen x- und y-Achse auf der vertikalen reflektierenden Ebene, wobei die x-Achse vertikal nach
             oben gerichtet und die Vorderseite des Geräts in die Richtung der z-Achse ausgerichtet ist.
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               Der Inhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = 2(2bc + 2ac + ab).
               Anmerkung
               Zur Festlegung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die Mikro-
               phonposition Nr. 1 empfohlen.
      7.1.2.  Für an der Wand befestigte Geräte oder Untertischgeräte, die an einer Wand stehen sollen, ein-
              schließlich größerer Einbaugeräte, ist die Meßfläche ein rechteckiges Parallelepiped mit 6 Mikro-
              phonpositionen gemäß Abbildung 2; die x-Achse liegt auf der horizontalen reflektierenden Ebene
              rechtwinklig zu der vertikalen reflektierenden Ebene; die Vorderseite des Geräts ist in Richtung der
              x-Achse ausgerichtet.
              Der Flächeninhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = 2(2ac + 2ab + bc).
              Anmerkung
              Zur Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. der Schallemission wird die Mikrophon-
              position Nr. 1 empfohlen.
      7.1.3.  Für auf dem Boden stehende Schrankgeräte, die an einer Wand stehen sollen, einschließlich größerer
              Einbaugeräte, deren Höhe mehr als 1,6 m beträgt, ist die Meßfläche ein rechteckiges Parallelepiped
              mit 7 Mikrophonpositionen gemäß Abbildung 3; die x-Achse liegt auf der horizontalen reflektieren-
              den Ebene rechtwinklig zu der vertikalen reflektierenden Ebene; die Vorderseite des Geräts ist in
              Richtung der x-Achse ausgerichtet.
              Der Inhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = 2(2ac + 2bc).
              Anmerkung
              Zur Festlegung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die Mikro-
              phonposition Nr. 3 empfohlen.
      7.1.4.   Für parallelepipedförmige Meßflächen gemäß 7.1.1, 7.1.2 und 7.1.3 beträgt der Meßabstand d zwi-
               schen dem Referenzraum und der Meßfläche d = 1,0 m.
               Der Referenzraum ist das kleinste rechteckige Parallelepiped, mit den Abmessungen 1,, 12 und 13, das
              das Gerät gerade einschließt (Teile, die normalerweise keinen nennenswerten Schall abstrahlen, wer-
              den nicht berücksichtigt) und das durch die reflektierende(n) Ebene(n) begrenzt wird. Die Dimension
              1, ist parallel zur x-Achse, die Dimension 12 parallel zur y-Achse und die Dimension 13 parallel zur
              z-Achse.
       7.1.5.  Für Tischgeräte, Bodenpflegegeräte und Handgeräte (in Prüfvorrichtungen montiert), die während
               der Messung auf der horizontalen Reflexionsebene befestigt sind und bei denen die Abmessungen
               des Referenzraums lt, 12 und 13 jeweils 0,7 m nicht überschreiten, ist die Meßfläche eine Halbkugel
               mit 10 Mikrophonpositionen gemäß Abbildung 4, zentriert in der Projektion des geometrischen Mit-
               telpunkts des Referenzraums auf der horizontalen reflektierenden Ebene (Fußboden); die x- und
               y-Achse des Koordinatensystems zur Beschreibung der Mikrophonpositionen liegen auf der horizon-
               talen reflektierenden Ebene und die z-Achse rechtwinklig zu ihr, die x-Achse liegt auf der vertikalen
               Längsebene des Referenzraums; die Vorderseite des Geräts ist in Richtung der x-Achse ausgerichtet.
               Diese Meßfläche kann auch für kleine, an der Wand befestigte Geräte verwendet werden. In diesem
               Fall liegen x- und y-Achse auf der vertikalen reflektierenden Ebene; die x-Achse ist nach oben
               gerichtet und die Vorderseite des Geräts ist in Richtung der z-Achse ausgerichtet.
               Der Inhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = 2 n R2.
               Der Radius der Halbkugel beträgt R = 1,5 m.
                Anmerkung
               Zur Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die Mikro-
               phonposition Nr. 8 empfohlen.
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     7.1.6.   Für Tischgeräte und Handgeräte (in Prüfvorrichtungen befestigt), die während der Messungen auf
             der horizontalen reflektierenden Ebene befestigt sind, wobei die Abmessungen des Referenzraums 1,
             und 12 nicht mehr als 0,5 m und 13 nicht mehr als 0,4 m betragen, ist die Meßfläche eine Halbkugel
             mit 7 Mikrophonpositionen gemäß Abbildung 5, zentriert in der Projektion des geometrischen Mittel-
             punkts des Referenzraums auf der horizontalen reflektierenden Ebene (Fußboden); die x- und
             y-Achse des Koordinatensystems zur Beschreibung der Mikrophonposition liegen auf der horizonta-
              len reflektierenden Ebene und die z-Achse senkrecht zu ihr; die x-Achse liegt auf der vertikalen
              Längsebene des Referenzraums; die Vorderseite des Geräts ist in Richtung der x-Achse ausgerichtet.
              Der Inhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = 2 n R2.
              Der Radius der Halbkugel beträgt R = 1,0 m.
             Anmerkung
             Zur Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die Mikro-
             phonposition Nr. 4 empfohlen.
     7.1.7.  Für kleine, auf dem Fußboden stehende Geräte, die an eine Wand gestellt werden (etwa Schuhputz-
             maschinen) und bei denen die Abmessungen des Referenzraums 1, und 13 nicht größer als 0,4 m und
             12 nicht größer als 0,8 m sind, ist die Meßfläche eine Viertelsphäre mit fünf Mikrophonpositionen
             gemäß Abbildung 6, zentriert in dem Winkel, der durch die horizontale und vertikale Reflexions-
             ebene gebildet wird; x- und y-Achse des Koordinatensystems zur Beschreibung der Mikrophonposi-
             tionen liegen auf der horizontalen reflektierenden Ebene, die z-Achse auf der vertikalen reflektieren-
             den Ebene und die x-Achse rechtwinklig zu der vertikalen reflektierenden Ebene.
             Der Inhalt dieser Meßfläche ist gegeben durch S = % R2.
             Der Radius der Viertelsphäre beträgt R = 1,5 m.
             Anmerkung
             Zur Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die Mikro-
             phonposition Nr. 2 empfohlen.
     7.1.8.  Für Ständergeräte, deren Referenzraum die Abmessungen 1,, 12 und 13 von nicht mehr als 0,4 m auf-
             weist und bei denen die Höhe des geometrischen Mittelpunkts des Referenzraums bei normaler Ver-
             wendung mehr als 1,0 m über dem Boden beträgt, ist die Meßfläche eine Kugel mit acht Mikrophon-
             positionen gemäß Abbildung 7, zentriert im Mittelpunkt des Referenzraums; die z-Achse des Koordi-
             natensystems zur Beschreibung der Mikrophonpositionen ist vertikal; die x-Achse entspricht der
             Richtung der Vorderseite des Geräts.
             Der Inhalt dieser Oberfläche ist gegeben durch S = 4 % R2.
             Der Radius der Kugel beträgt R = 1,0 m.
             Anmerkung
             1.   Der Abstand zwischen der niedrigsten Mikrophonposition und der horizontalen reflektierenden
                  Ebene muß wenigstens 0,3 m betragen.
             2.   Zur Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. des emittierten Schalls wird die
                  Mikrophonposition Nr. 2 empfohlen.
     7.1.9.  Der Abstand zwischen der Meßfläche und der niedrigsten Grenze der Meßumgebung, bis auf die
             reflektierende(n) Ebene, soll betragen:
             — für festgelegte Freifeldbedingungen: mindestens 0,7 m;
             — für nicht festgelegte Freifeldbedingungen: mindestens 1,0 m.
     7.1.10. Zur Durchführung der Messungen können die Daten mit einem einzigen Mikrophon, das zwischen
             den festgelegten Positionen bewegt wird, oder durch Erfassung des Outputs einer ausreichenden Zahl
             von Mikrophonen erfaßt werden, die sich an den angegebenen Positionen befinden. Bei sphärischen
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              Meßflächen kann es auch nützlich sein, schrittweise entweder das geprüfte Gerät oder das (die) ent-
              sprechend befestigte(n) Mikrophon(e) um die z-Achse rotieren zu lassen.
      7.1.11. Das (die) Mikrophon(e) ist (sind) gegenüber der Schallquelle so auszurichten, das die Einfallsache(n)
              für die es (sie) kalibriert ist (sind) auf den geometrischen Mittelpunkt des Referenzraums gerichtet ist
              (sind).
      7.1.12. Bei Geräten mit symmetrischer Schallemission kann es ausreichen, nur einen geeigneten Teil der fest-
              gelegten Meßfläche zu benutzen.
      7.1.13. Für einen einfachen Vergleich von Geräten derselben Gruppe, desselben Typs oder derselben Größe,
              etwa bei Qualitätsprüfungen während der Herstellung, kann die Anzahl der Mikrophonpositionen
              beispielsweise auf die einzige Position reduziert werden, die für die verschiedenen Anordnungen zur
              Bestimmung von Zeitabläufen, Frequenzspektren usw. empfohlen wird.
      7.2.    Mikrophonanordnung und Aufstellung von Referenzschallquellen unter Freifeldbedingungen
      7.2.1.  Generell ist die Referenzschallquelle (RSS), die für die Vergleichsmethode verwendet wird, mit der-
              selben Mikrophonanordnung und derselben Meßfläche zu messen, mit denen auch das Gerät geprüft
              wird.
      7.2.2.   Die Referenzschallquelle wird auf der horizontalen reflektierenden Ebene so aufgestellt, daß die Pro-
              jektionen des Mittelpunkts ihres Referenzraums mit der Projektion des Mittelpunkts des Referenz-
              raums des geprüften Geräts auf der horizontalen reflektierenden Ebene zusammenfällt.
      7.3.     Mikrophonanordnung und Aufstellung der Schallquelle unter Diffusfeldbedingungen
      7.3.1.   Generell gilt für die Anzahl der Mikrophonpositionen Nm, Nm = 6 und für die Zahl der Standorte
               der Schallquelle Ns, Ns = 1.
               Eine Änderung dieser Zahlen hängt von den Ergebnissen einer Vorausmessung des geprüften Geräts
               gemäß 7.3.2 ab, die mit den festgelegten 6 Mikrophonpositionen und einem Standort der Schall-
               quelle durchgeführt wird.
      7.3.2.  Die Standardabweichung sM wird aus folgender Gleichung berechnet:
                                                                                     1/2
                                          SM = ( « - 1 ) 1 / 2      I    {Lpi-Lpm)>
                                                                  i= 1
               Lpj    = Wert des Schalldruckpegels in Dezibel, Referenz: 20 Pa;
               Lpm    = Mittelwert von Lpl, Lp2             . Lp6 in Dezibel, Referenz: 20 Pa;
               n = 6.
               Wenn der Bereich der Werte von Lpl, Lp2                  Lp6 größer als 5 dB ist, kann für Lpm ein einfaches
               arithmetisches Mittel verwendet werden. Ist der Bereich größer als 5 dB, ist folgender Ausdruck zu
               verwenden:
                            Lpm = 10 log.         — (10°'L Dpl + lO 0 - 1 ^ 2 + .... + 100-1 LP6)
                                                   6
               Anmerkung
               Die Größe von sM hängt von den Eigenschaften des Schallfeldes im Meßraum ab. Diese Eigenschaf-
               ten werden von den technischen Daten des Meßraums und der Schallquelle (d. h. ihren Richteigen-
               schaften und dem Frequenzspektrum des emittierten Schalls beeinflußt.
       7.3.3.  Wenn die Standardabweichung sM, berechnet nach 7.3.2, kleiner als 2,3 dB ist, werden die abschlie-
               ßenden Messungen mit denselben Nm = 6 Mikrophonpositionen und Ns = 1 Standorten der Schall-
               quelle durchgeführt.
 ---pagebreak--- 19.7.82                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 181/15
      7.3.4.  Beträgt die Standardabweichung sM, berechnet nach 7.3.2, zwischen 2,3 und 4,0 dB, so sind die
              abschließenden Messungen mit Nm = 6 Mikrophonpositionen und Ns = 2 verschiedenen Standor-
              ten der Schallquelle im Hallraum durchzuführen.
      7.3.5.  Ist die Standardabweichung sM, berechnet nach 7.3.2, größer als 4 dB, so ist das Gerät nicht in dem
              vorgesehenen Hallraum, sondern in einer Messumgebung mit Freifeldbedingungen zu messen.
      7.3.6.  Keine Mikrophonposition sollte näher als 1,0 m an der Oberfläche der Schallquelle oder näher als
              1,5 m an der Projektion des Zentrums des Referenzraums auf dem Fußboden oder der Wand des
              Meßraums liegen.
      7.3.7.  Alle Mikrophonpositionen sollten mindestens 1,0 m von Wänden, Fußboden, Decke oder anderen
              Raumflächen entfernt sein.
      7.3.8.  Alle Mikrophonpositionen sollten mindestens 1,5 m voneinander entfernt sein.
      7.3.9.  Die Mikrophonhöhen sollten eine Differenz von wenigstens 0,2 m aufweisen.
      7.3.10. Wenn Mikrophonpositionen in eine Ebene einbezogen werden können, sollte diese Ebene keinen
              Winkel von weniger als 10° mit einer Parallele zu irgendeiner Raumoberfläche bilden.
      7.3.11. Die Mikrophonpositionen sollten, soweit möglich, in verschiedenen Abständen von der Schallquelle
              liegen und nicht symmetrisch angeordnet sein.
      7.3.12. Die Mikrophonpositionen sollten Abluft oder die Richtung der maximalen Schallabstrahlung (Sound
              beaming) der Schallquelle vermeiden.
              Anmerkung
              Der Richteffekt ist normalerweise am größten entlang einer Mittellinie im rechten Winkel zu der pri-
              mären Abstrahlfläche oder Öffnung der Quelle und am geringsten entlang einer Parallele zu dieser
              Oberfläche oder Öffnung. Es wird empfohlen, eine Mikrophonposition wenigstens 45° entfernt von
              der Richtung der maximalen Schallbestrahlung festzulegen.
      7.3.13. Die Messungen können durch Erfassung der Daten eines einzigen Mikrophons, das schrittweise in
              die angegebenen Positionen gebracht wird, oder durch Erfassung des Outputs einer ausreichenden
              Anzahl von Mikrophonen durchgeführt werden, die sich an den angegebenen Positionen befinden.
      7.4.    Mikrophonanordnung und Aufstellung der Referenzschallquellen unter Diffusfeldbedingungen
      7.4.1.  Generell wird die Referenzschallquelle (RSS), die für die Ersatzvergleichsmethode verwendet wird,
              mit derselben Mikrophonanordnung und mit der gleichen Anzahl von Standorten der Schallquelle
              gemessen wie das geprüfte Gerät.
      7.4.2.  Die RSS wird so auf dem Boden aufgestellt oder an der Wand befestigt, daß die Projektion des Zen-
              trums ihres Referenzraums zusammenfällt mit der Projektion des Mittelpunkts des Referenzraums
              des geprüften Geräts.
      7.5.     Messung des Schalldruckpegels
      7.5.1.   Generell werden die zeitlich und quadratisch gemittelten Schalldruckpegel (in Oktavbändern oder
               mit A-Bewertung) der Schallquelle(n) (geprüftes Gerät, Referenzschallquelle und Umgebungsge-
               räusch) mit einer dynamischen Eigenschaft der Instrumentierung gemessen, die den Anforderungen
               der „Slow"-Angabe von Schallpegelmessern gemäß dem Verfahren entspricht, das in der Erstausgabe
               der ISO-Norm 3743 vom 15. Dezember 1976 oder dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument
               ISO/DIS 3744.2 angegeben ist.
      7.5.2.   Die gemessenen Schallpegel für die Schallquelle(n) werden unter Berücksichtigung der Schallpegel
               des Umgebungsgeräuschs gemäß der nachstehenden Tabelle berichtigt.
 ---pagebreak--- Nr. C 181/16                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             19.7.82
                  Differenz zwischen dem gemessenen Schalldruck        Berichtigungswerte, die von dem Schalldruckpegel
                   während des Betriebs der Schallquelle und dem       abzuziehen sind, der beim Betrieb der Schallquelle
                    Schalldruck des Umgebungsgeräuschs allein           gemessen wurde, so daß der Schalldruckpegel der
                                                                                Schallquelle allein erhalten wird
                                        dB                                                     dB
                                       < 6                                          Messungen ungültig
                                           6                                                   1,0
                                           7                                                   1,0
                                           8                                                   1,0
                                           9-                                                  0,5
                                          10                                                   0,5
                                       >10                                                     0,0
             Wenn ausschließlich infolge der Meßgeräte ein Beobachter anwesend sein muß oder wenn infolge
             der Merkmale des geprüften Geräts (z. B. einer Fruchtpresse) eine Bedienungsperson anwesend sein
             muß, muß sich diese Person bei dem Versuch auf der am weitesten entfernten Seite des geprüften
             Geräts in einer Entfernung von mindestens 0,5 m vom Mikrophon aufhalten.
     8.      BERECHNUNG DES SCHALLDRUCK- UND SCHALLEISTUNGSPEGELS
      8.1.   Berechnung des mittleren Schalldruckpegels
             Die mittleren (räumlich gemittelten) Oktavbanddruckpegel oder die mittleren A-bewerteten Schall-
             druckpegel des geprüften Geräts und der Referenzschallquelle werden aus den Druckpegeln für jedes
             betreffende Oktavband oder aus den A-bewerteten Schalldruckpegeln, gemessen in den Mikrophon-
             positionen der Mikrophonanordnung und berichtigt um das Umgebungsgeräusch, nach folgender
             Gleichung berechnet:
                                                                     i   i=n
                                       Lpm (oder Lp) = 10 logio     _L £ I O ^ ' M
                                                                     n i= l
             Lpm     = zeitlich gemittelter (unter Diffusfeldbedingungen) Oktavbandschalldruckpegel                     oder
                         A-bewerteter Schalldruckpegel in Dezibel, Referenz 20 uPa;
             L^      = räumlich gemittelter (unter Freifeld- und Halbdiffusfeldbedingungen) Oktavbanddruckpe-
                         gel oder A-bewerteter Schalldruckpegel in Dezibel, Referenz 20 uPa;
              LPi    = Oktavbandschalldruckpegel oder A-bewerteter Schalldruckpegel, gemäß der i-ten Messung
                         in Dezibel, Referenz 20 uPa;
             n       = gesamte Anzahl der Messungen für einen besonderen Oktavbanddruckpegel oder A-bewer-
                         teten Schalldruckpegel, d. h. Anzahl der Mikrophonpositionen multipliziert (unter Diffus-
                         feldbedingungen) mit der Anzahl der Standorte der Schallquelle.
       8.2.   Bewertung von Schalleistungspegeln für die Vergleichsmethode
              Die Oktavbandschalleistungspegel oder die A-bewerteten Schalleistungspegel Lw des Geräts werden
              berechnet aus den mittleren Schalldruckpegeln Lpme oder L^ des geprüften Geräts und denjenigen
              der Referenzschallquelle, bestimmt nach 8.1, und den bekannten (kalibrierten) Oktavbandschallei-
              stungspegeln oder den bekannten (kalibrierten) A-bewerteten Schalleistungspegeln der Referenz-
              schallquelle, und zwar wie folgt:
                                                   Lw — Lpe + (Lw,-— Lpr)
 ---pagebreak--- 19. 7. 82                          A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n G e m e i n s c h a f t e n Nr. C 1 8 1 / 1 7
              Lw     =   Oktavbandschalleistungspegel oder A-bewerteter Schalleistungspegel des geprüften Geräts
                         in Dezibel, Referenz 1 pW;
              Lpe    =   räumlich gemittelter Oktavbandschalldruckpegel oder A-bewerteter Schalldruckpegel des
                         geprüften Geräts, bestimmt gemäß 8.1, in Dezibel, Referenz 20 uPa;
              L„r    =   bekannter (kalibrierter) Oktavbandschalleistungspegel oder bekannter (kalibrierter)
                         A-bewerteter Schalleistungspegel der Referenzschallquelle in Dezibel, Referenz 20 uPa.
        8.3.  Berechnung von Schalleistungspegel für Messungen mit der Direktmethode in qualifizierten Freifeldbe-
              dingungen gemäß dem am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokument I S O / D I S 3744.2
              Der A-bewertete Schalleistungspegel L w des geprüften Geräts wird aus dem gemäß 8.1 bestimmten
              Mittelwert der gemessenen Schalldruckpegel Lp und dem Inhalt der Meßfläche S nach folgender
              Gleichung berechnet:
                                                  L w = L p + 10 log.o (S/S 0 ) - K
              Lw     =   A-bewerteter Schalleistungspegel oder Oktavband des geprüften Geräts in Dezibel, Refe-
                         renz 1 pW;
              Lp     =   räumlich gemittelter (A-bewerteter Meßflächen-Schalldruckpegel, bestimmt aus gemesse-
                         nen Schalldruckpegeln an den angegebenen Mikrophonpositionen gemäß 8.1 (unter dem
                         Symbol Lpm) in Dezibel, Referenz 20 u.Pa;
              S      =   Inhalt der Meßfläche in m : ;
              S,     =    Im2;
              K      =   während der Qualifizierung bestimmte Umgebungsberichtigung des Meßraums in Dezibel,
                         Referenz i pW.
             Anmerkung
             Bei Anwendung des „absoluten Vergleichsversuchs'' (Verwendung einer Referenzschallquelle) zur
             Bestimmung von K gemäß Anhang A am 24. Februar 1977 vorgelegten Dokuments ISO/DIS 3744.2
             (K = L„r gemessen — Lwr = Lpr + 10 log m — Lwr) stellt die direkte Methode in Wirklichkeit eine
             Vergleichsmethode gemäß der Formel nach 8.2 dar; wenn man K in die obengenannte Formel ein-
             setzt, erhält man die Gleichung nach 8.2.
        8.4. Berechnung des A-bewerteten Schalleistungspegels für Messungen mit der direkten Methode in speziel-
             len Hallräumen gemäß der Erstausgabe der ISO-Norm 3743 vom 15. Dezember 1976
              Der A-bewertete Schalleistungspegel LWA des geprüften Geräts wird aus dem gemäß 8.1 bestimmten
              Mittelwert der gemessenen A-bewerteten Schallpegel Lpma und den Eigenschaften des Hallraums aus
             folgender Gleichung berechnet:
                                   LWA = L p m A - 10 logio — - + 10 log |() — - 13
                         A-bewerteter Schalleistungspegel des geprüften Geräts in Dezibel, Referenz 1 pW;
                        räumlich gemittelter A-bewerteter Schalldruckpegel, bestimmt aus gemessenen A-bewerte-
                        ten Schalldruckpegeln an den angegebenen Mikrophonpositionen gemäß 8.1, (unter dem
                         Symbol Lpm) in Dezibel, Referenz 20 uPa;
             NN          nominelle Nachhallzeit des Meßraums in Sekunden gemäß der Erstausgabe der ISO-Norm
                         3743 vom 15. Dezember 1976;
 ---pagebreak--- N r . C 181/18                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                19.7.82
                To     =   ls;
                V      = Volumen des Meßraums in Kubikmetern;
                V„     = 1 m\
        9.     ZU ERFASSENDE INFORMATIONEN
               Gegebenenfalls sind folgende Informationen zu erfassen und aufzuzeichnen:
        9.1.   Allgemeine Daten
        9.1.1. Name und Anschrift des Laboratoriums, in dem die Messungen durchgeführt werden.
        9.1.2. Registriernummer und Datum der Messungen.
        9.1.3. Name und Anschrift der Gesellschaft, Organisation oder Person, in deren Auftrag die Messungen
               durchgeführt wurden.
        9.1.4. Zweck der Messungen.
        9.1.5. Feststellung der Übereinstimmung mit dieser Methode.
        9.2.   Beschreibung des geprüften Geräts
        9.2.1. Familie: z. B. Staubsauger, Waschmaschine usw.
        9.2.2. Auslegungseigenschaften: z. B. Handgerät, auf dem Boden stehendes Gerät.
        9.2.3. Hersteller oder Verkäufer, Marke.
        9.2.4. Modell oder Typenbezeichnung (Name des Produkts).
        9.2.5. Seriennummer oder Herstellungsdatum.
        9.2.6. Nenndaten (Typenschild): z. B. Spannung, Input, Kapazität, Wasserdruck usw.
        9.2.7. Angegebene Geräuschemission.
        9.2.8. Kraftversorgung und Motordaten, z. B. Netzanschluß, Batteriebetrieb, Induktionsmotor, Kollektor-
               motor, Drehgeschwindigkeit usw.
        9.2.9. Mitgelieferte und/oder angegebene Ausrüstungen und Zusatzgeräte.
        9.3.   Für den Versuch eingesetzte Meßverfahren
        9.3.1. Vergleichsmethode.
        9.3.2. Direkte Methode.
        9.4.   Akustische Meßumgebung
        9.4.1. Freifeld- oder Diffusfeldmeßraum.
        9.4.2. Meßraumeigenschaften, z. B. halbschalltoter Laborraum, Meßeinrichtung im Freien, gewöhnlicher
               Raum mit oder ohne akustische Behandlung, spezieller Hallraum.
        9.4.3. Innenabmessungen des Raumes, Rauminhalt.
 ---pagebreak--- 19.7.82                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 181/19
      9.4.4.   Akustische Behandlung der Oberflächen.
      9.4.5.   Raumqualifizierung, Methode und Datum.
      9.5.     Instrumentierung
      9.5.1.   Instrumentierung zur Messung akustischer Daten: Name, Typ, Seriennummer, Genauigkeit, Herstel-
               ler der Geräte und Zusatzgeräte, Datum der letzten Kalibrierung.
      9.5.2.   Referenzschallquelle mit Kalibrierdatum, Hersteller.
      9.5.3.   Instrumentierung zur Messung der klimatischen Bedingungen: Name, Typ, Seriennummer, Genauig-
               keit, Hersteller (soweit bekannt).
      9.5.4.   Instrumentierung zur Messung der Betriebsbedingungen: Name, Typ, Seriennummer, Genauigkeit,
               Hersteller (falls bekannt).
      9.6.     Ausrüstung und Vorkonditionierung des geprüften Geräts
      9.6.1.   Für die Messungen gewählte Ausrüstungs-und Zubehörteile.
      9.6.2.   Einlaufverfahren und -zeit.
      9.6.3.   Stabilisierungsverfahren und -zeit.
      9.7.     Strom, Wasserversorgung usw.
      9.7.1.   Spannung mit Toleranzen, Gleichstrom, Wechselstrom, Frequenz.
      9.7.2.   Batterietyp und -kapazität, Ladezustand.
      9.7.3.   Wasserversorgung, Wasserdruck mit Toleranzen, heiß — kalt.
      9.7.4.   Sonstige Kraftversorgung, Daten.
      9.8.     Klimatische Bedingungen
      9.8.1.   Temperatur.
      9.8.2.   Relative Feuchtigkeit.
      9.8.3.    Luftdruck.
      9.9.     Betrieb des geprüften Geräts
      9.9.1.   Beschreibung der angewandten Last(en).
      9.9.2.   Ausgewählte Betriebsverfahren, z. B. Betriebszeit(en), Arbeitszyklus (Arbeitszyklen), Geschwindigkeit
               des Motors oder der Motoren, Lage der Bedienungseinrichtungen usw.
      9.9.3.    Beschreibung der Meßperiode(n) oder des Meßzyklus (der Meßzyklen).
       9.10.    Aufstellung und Befestigung des geprüften Geräts
       9.10.1.  Beschreibung des Standorts des geprüften Geräts und der Referenzschallquelle der Meßumgebung,
                z. B. Abstand von Fußboden und Wand (Wänden) (gegebenenfalls Skizze).
 ---pagebreak--- Nr. C 181/20                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  19.7.82
      9.10.2.  Beschreibung der Befestigung des geprüften Geräts, z. B. Befestigung, Einbau in Schränke, Dämm-
               einrichtung(en), Bodenbelag usw.
      9.11.     Mikrophonanordnung
      9.11.1.  Beschreibung der Anordnung, z. B. Anzahl der Mikrophone, Positionen, Koordinaten, Meßabstand,
               Radius der sphärischen Meßfläche, Inhalt der Meßfläche usw.
      9.11.2.  Beschreibung des Standorts der Mikrophonanordnung in der Meßumgebung, z. B. Abstand von den
               Begrenzungen der Meßanordnung usw.
      9.11.3.  Mikrophon-Einfallswinkel und Ausrichtung im Hinblick auf die Schallquelle.
      9.11.4.  Anzahl der Mikrophone, Bewegung eines einzigen Mikrophons oder Abtasten des Outputs aller
               Mikrophone der Anordnung, Scanning-Verfahren.
      9.11.5.  Zusatzeinrichgungen für die Mikrophone, z.B. Schutzeinrichtungen gegen Luftzug mit Berichti-
               gungsdaten usw.
      9.12.    Meßdaten
      9.12.1.  Gemessene Schalldruckpegel in Oktavbändern und/oder mit A-Bewertung für jede Mikrophonposi-
               tion und für jede der gewählten Belastungs- und Betriebsbedingungen des geprüften Geräts und
               Meßperioden oder Arbeitszyklen.
      9.12.2.  Gemessene Schalldruckpegel in Oktavbändern und/oder A-Bewertung für jede Mikrophonposition
               der Referenzschallquelle.
      9.12.3.  Gemessene Schalldruckpegel in Oktavbändern und/oder A-Bewertung der Fremdgeräusche vor und
               nach jeder Meßreihe.
      9.12.4.  Berichtigung der gemessenen Werte für das geprüfte Gerät und die Referenzschallquelle hinsichtlich
               des Einflusses von Fremdgeräuschen und Mikrophonzusatzeinrichtungen (zum Beispiel Schutz
               gegen Luftzug).
      9.12.5.   Festgelegte Zeitabläufe (vorzugsweise A-bewertete Schalldruckpegel in Abhängigkeit von der Zeit)
               für ausgewählte Belastungs- und Betriebsbedingungen und die Meßperioden oder Arbeitszyklen.
      9.12.6.   Festgelegte Frequenzspektren in Oktavbändern.
      9.12.7.   Bemerkungen zum subjektiven Eindruck des Geräuschcharakters, z. B. hörbare diskrete Töne,
                Impulsgeräusch, intermittierender Charakter usw.
       9.13.    Berechnung von Schalldruck- und Schalleistungspegel
      10.      ANZUGEBENDE INFORMATIONEN
               Der Prüfbericht enthält ausschließlich die gemäß Abschnitt 9 aufgezeichneten Daten, die für die
               Messungen relevant sind. Generell können folgende Daten von Bedeutung sein.
       10.1.   Allgemeine Daten
       10.2.   Geprüftes Gerät
       10.2.1. Familie
       10.2.2.  Auslegungseigenschaften
      10.2.3.  Hersteller, Händler, Handelsmarke
 ---pagebreak--- 19.7.82                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften N r . C 181/21
     10.2.4.   Modell oder Typenbezeichnung
     10.2.5.   Seriennummer, Herstellungsdatum
     10.2.6.   Nenndaten
     10.2.7.   Angegebene Geräuschemission
     10.2.8.   Kraftversorgung
     10.2.9.   Zubehörteile und Zusatzgeräte
     10.3.     Meßbedingungen für das Gerät
     10.3.1.   Ausgewählte Zubehörteile und Zusatzgeräte
     10.3.2.   Netzstromversorgung
     10.3.3.   Batteriebetrieb
     10.3.4.   Wasserversorgung
     10.3.5.   Sonstige Energieversorgung
      10.3.6.  Temperatur
      10.3.7.  Relative Feuchtigkeit
      10.3.8.  Luftdruck
      10.3.9.  Last
      10.3.10. Betriebsverfahren
      10.3.11. Perioden, Arbeitszyklen
      10.3.12. Aufstellung im Meßraum
      10.3.13. Befestigung
      10.4.    Akustische Daten
      10.4.1.  Vergleichsmethode
      10.4.2.  Direkte Methode
      10.4.3.   Referenzschaltquelle
      10.4.4.   Meßumgebung
      10.4.5.  Zeitablauf des Betriebsverfahrens
      10.4.6.   Frequenzspektren
     10.4.7.   Bemerkungen über subjektive Geräuschempfindung
     10.4.8.   Berechnete Oktavbandschalleistungspegel
     10.4.9.   Berechnete Schalleistungspegel
 ---pagebreak--- Nr. C 181/22                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   19.7.82
                                                          Abbildung 1
                 Meßfläche — Parallelepiped — mit 9 Mikrophonpositionen für auf dem Fußboden stehende Geräte
Koordinaten der Mikrophon-
positionen
    Mr.        X     y      z
     1         a     0    0,5 c
    2          0     b    0,5 c                  Meßfläche
    3       -a       0    0,5 c
    4          0   -b     0,5 c
    5          a     b      c
    6       —a       b      c
    7       —a      -b      c
    8          a    -b      c
    9          0     0      c
Inhalt der Meßfläche: S = 2 (2bc + 2ac + 2ab)
         Anmerkung
         Diese Meßfläche kann auch für an der Wand befestigte Geräte verwendet werden. In diesem Fall liegen x- und
        y-Achse auf der Ebene der vertikalen reflektierenden Fläche; die x-Achse ist vertikal nach oben gerichtet.
                                                          Abbildung 2
        Meßfläche — Parallelepiped — mit 6 Mikrophonpositionen für auf dem Fußboden an einer Wand stehende Geräte
Koordinaten der Mikrophon-
positionen
   Nr.       X       y      z
    1       2a       b    0,5 c
    2        a       b    0,5 c
    3        a     -b     0,5 c
    4       2a       b      c
    5       2a     -b       c                                                                                      Meßfläche
    6        a       b      c
 Inhalt der Meßfläche: S = 2 (2cc + 2ab)
 ---pagebreak--- 19.7.82                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. C 181/23
                                                        Abbildung 3
       Meßfläche — Parallelepiped        mit 6 Mikrophonpositionen für hohe, auf dem Fußboden und an einer Wand
                                                      stehende Geräte
       Koordinaten der Mikrophon-
       positionen
          Nr.      X      y       z                                                                           Meßfläche
           1      2a       b   0,25 c
          2       2a     -b    0,25 c
          3       2a       0   0,50 c
          4        a       b   0,50 c
          5        a     -b    0,50 c
          6       2a       b   0,75 c
          7       2a     -b    0,75 c
      Inhalt der Meßfläche: S = 2 (2ac + bc)
 ---pagebreak--- Nr. C 181/24                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          19.7.82
                                                      Abbildung 4
             Meßfläche — Halbkugel — mit 10 Mikrophonpositionen für Hand-, Tisch- und Bodenpflegegeräte
             Koordinaten der   Mikrophon-
             Positionen
                Nr.     x/R     v/R    z/R
                   !     0.99    0     0.15
                  2    -0,50     0,56  0.15
                  3    -0.50   -0,56   0.15
                  4      0.45  -0.77   0.45
                  5      0.45    0.77  0,45
                  6    -0.89     0     0,45
                  7    -0.33   -0,57   0,75
                  8      0,66    0     0,75
                  9    -0.33     0,57  0,75
                 10      0       0     1,0
              Inhalt der Meßfläche: S = 2 n R~
                                      i/iiiiiiiliiiiilinniiiiiiniiiniiim
 ---pagebreak--- 19. 7. 82                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. C 181/25
                                                  Abbildung 5
               Meßfläche — Halbkugel — mit 7 Mikrophonpositionen für Hand-, Tisch- und Bodengeräte
          Koordinaten der Mikrophon
          Positionen
            No       x/R    v/R    //'
                      0,47   0,82  0.
                   -0.94       0   0.
                      0.47 -0,82   0.
                      0.66     0   0,
                   -0.33     0.57  0.
                   -0.33   -0,57   0.
                        (i     0
          Inhalt der Meßtläche: S = 2 7t R
                                7777777777777777777
 ---pagebreak--- Nr. C 181/26                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  19. 7. 82
                                                    Abbildung 6
         Meßfläche — Viertelsphäre — mit 5 Mikrophonpositionen für kleine, an einer Wand stehende Bodengeräte
                   Koordinaten der Mikrophon-
                  positio nen
                    No.       x/R    y/R z / R
                      1      0,47  - 0 , 8 1 0,33
                     2       0.94        0 0.33
                     3       0,47     0,81 0.33
                     4       0,48  - 0 , 2 8 0.83
                     5       0,48     0,28 0,83
                  Inhalt der Meßfläche: S = n k
                                                             '/////////////}
 ---pagebreak--- 19. 7. 82                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften               Nr. C 181/27
                                                        Abbildung 7
                               Meßfläche — Kugel — mit 8 Mikrophonpositionen für Ständergeräte
       Koordinaten der  Mikrophon-
       Positionen
          Nr.     x/R    y/R     z/R
           1         0      0   - 1
           2       0.89     0   -0,45
           3     -0,45    0,77  -0,45
          4      -0,45  -0,77   -0,45
           5       0.45 -0,77     0,45
          6        0.45   0,77    0,45
           7     -0,89      0     0,45
           8         0      0       1
       Inhalt der Meßfläche: = 4 n R2
 ---pagebreak--- Nr. C 181/28             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften      19.7.82
                                            Abbildung 8
                          Befestigungen für die Messung von Handgeräten
             Gummibänder
 ---pagebreak--- 19.7.82                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr. C 181/29
                                                   ANHANG II
         Technische Vorschriften für die Kontrolle der Richtigkeit der Information über den Geräuschpegel
        Die Kontrolle der Richtigkeit der Information über den Geräuschpegel mit dem geprüften Typ
        wird, sofern möglich, nach dem Stichprobenverfahren durchgeführt.