CELEX: C2002/118/34
Language: de
Date: 2002-05-18 00:00:00
Title: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 7. Februar 2002 in der Rechtssache T-187/94: Theresia Rudolph gegen Rat der Europäischen Union und Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Schadensersatzklage — Außervertragliche Haftung — Milch — Zusatzabgabe — Referenzmenge — Verordnung (EG) Nr. 2187/93 — Entschädigung der Erzeuger — Unterbrechung der Verjährung)

C 118/22              DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         18.5.2002
                                                      GERICHT ERSTER INSTANZ
        URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                                  tung während des von dem betreffenden Mitgliedstaat gewählten
                                                                            Referenzjahres keine Milch geliefert hatten.
                     vom 7. Februar 2002
                                                                      2.    Der Klägerin sind die Schäden zu ersetzen, die sie aufgrund der
                                                                            Anwendung der Verordnung Nr. 857/84 in der Zeit vom
in der Rechtssache T-187/94: Theresia Rudolph gegen Rat
                                                                            5. August 1987 bis zum 28. März 1989 erlitten hat.
der Europäischen Union und Kommission der Euro-
                  päischen Gemeinschaften(1)                          3.    Den Parteien wird aufgegeben, dem Gericht binnen sechs
                                                                            Monaten nach dem Erlass dieses Urteils mitzuteilen, auf welche
(Schadensersatzklage — Außervertragliche Haftung —                          zu zahlenden Beträge sie sich geeinigt haben.
Milch — Zusatzabgabe — Referenzmenge — Verordnung
(EG) Nr. 2187/93 — Entschädigung der Erzeuger — Unter-                4.    Wird keine Einigung erzielt, so legen sie dem Gericht binnen
                   brechung der Verjährung)                                 derselben Frist ihre bezifferten Anträge vor.
                        (2002/C 118/34)                               5.    Die Kostenentscheidung bleibt vorbehalten.
                   (Verfahrenssprache: Deutsch)                       (1) ABl. C 174 vom 25.6.1994.
In der Rechtssache T-187/94, Theresia Rudolph, wohnhaft in
Rasdorf-Grüsselbach (Deutschland) (Prozessbevollmächtigte:
Rechtsanwälte B. Meisterernst, M. Düsing, D. Manstetten,
F. Schulze und C.-H. Husemann, Zustellungsanschrift in Lu-                    URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
xemburg) gegen Rat der Europäischen Union (Bevollmächtigte:
A.-M. Colaert) und Kommission der Europäischen Gemein-
                                                                                             vom 7. Februar 2002
schaften (Bevollmächtigte: D. Booß, M. Niejahr, H.-J. Rabe und
M. Núñez-Müller) wegen Ersatzes des Schadens gemäß den
Artikeln 178 und 215 Absatz 2 EG-Vertrag (jetzt Artikel 235           in der Rechtssache T-199/94: Hans-Walter Gosch gegen
EG und 288 Absatz 2 EG), der der Klägerin angeblich dadurch                Kommission der Europäischen Gemeinschaften(1)
entstanden ist, dass sie aufgrund der Verordnung (EWG)
Nr. 857/84 des Rates vom 31. März 1984 über Grundregeln               (Schadensersatzklage — Außervertragliche Haftung —
für die Anwendung der Abgabe gemäß Artikel 5c der Verord-             Milch — Zusatzabgabe — Referenzmenge — Erzeuger, der
nung (EWG) Nr. 804/68 im Sektor Milch und Milcherzeugnisse            eine Nichtvermarktungsverpflichtung eingegangen ist —
(ABl. L 90, S. 13) in der durch die Verordnung (EWG)                  Keine Wiederaufnahme der Erzeugung nach Ablauf der
Nr. 1371/84 der Kommission vom 16. Mai 1984 mit den                                               Verpflichtung)
Durchführungsbestimmungen für die Zusatzabgabe nach Arti-
kel 5c der Verordnung Nr. 804/68 (ABl. L 132, S. 11)                                             (2002/C 118/35)
ergänzten Fassung an der Vermarktung von Milch gehindert
war, hat das Gericht (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des                                  (Verfahrenssprache: Deutsch)
Präsidenten P. Mengozzi sowie der Richterin V. Tiili und des
Richters R. M. Moura Ramos — Kanzler: D. Christensen,
Verwaltungsrätin — am 7. Februar 2002 ein Urteil mit                  In der Rechtssache T-199/94, Hans-Walter Gosch, wohnhaft
folgendem Tenor erlassen:                                             in Högersdorf (Deutschland) (Prozessbevollmächtigte: Rechts-
                                                                      anwälte D. Hansen und S. Vieregge, Zustellungsanschrift in
1.   Die Beklagten sind verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, den    Luxemburg), gegen Kommission der Europäischen Gemein-
     die Klägerin durch die Anwendung der Verordnung (EWG)            schaften (Bevollmächtigte: D. Booß, M. Niejahr und M. Núñez-
     Nr. 857/84 des Rates vom 31. März 1984 über Grundregeln          Müller) wegen Ersatzes des Schadens gemäß den Artikeln 178
     für die Anwendung der Abgabe gemäß Artikel 5c der Verord-        und 215 Absatz 2 EG-Vertrag (jetzt Artikel 235 EG und 288
     nung (EWG) Nr. 804/68 im Sektor Milch und Milcherzeug-           Absatz 2 EG), der dem Kläger angeblich dadurch entstanden
     nisse in der durch die Verordnung (EWG) Nr. 1371/84 der          ist, dass er aufgrund der Verordnung (EWG) Nr. 857/84 des
     Kommission vom 16. Mai 1984 mit den Durchführungs-               Rates vom 31. März 1984 über Grundregeln für die Anwen-
     bestimmungen für die Zusatzabgabe nach Artikel 5c der            dung der Abgabe gemäß Artikel 5c der Verordnung (EWG)
     Verordnung (EWG) Nr. 804/68 ergänzten Fassung insoweit           Nr. 804/68 im Sektor Milch und Milcherzeugnisse (ABl. L 90,
     erlitten hat, als diese Verordnungen keine Zuteilung einer       S. 13) in der durch die Verordnung (EWG) Nr. 1371/84 der
     Referenzmenge an Erzeuger vorsahen, die in Erfüllung einer im    Kommission vom 16. Mai 1984 mit den Durchführungs-
     Rahmen der Verordnung (EWG) Nr. 1078/77 des Rates vom            bestimmungen für die Zusatzabgabe nach Artikel 5c der
     17. Mai 1977 zur Einführung einer Prämienregelung für die        Verordnung Nr. 804/68 (ABl. L 132, S. 11) ergänzten Fassung
     Nichtvermarktung von Milch und Milcherzeugnissen und die         an der Vermarktung von Milch gehindert war, hat das Gericht
     Umstellung der Milchkuhbestände eingegangenen Verpflich-         (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten P. Men-