CELEX: C2005/217/38
Language: de
Date: 2005-09-03 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Dritte Kammer) vom 14. Juli 2005 in der Rechtssache C-203/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Frankfurt am Main [Deutschland]): Gebrüder Stolle GmbH & Co. KG gegen Heidegold Geflügelspezialitäten GmbH (Geflügelfleisch — Vermarktungsnormen — Verbot, auf dem Etikett bestimmte Hinweise auf die Haltungsform zu verwenden — Verordnung [EWG] Nr. 1538/91)

3.9.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 217/20
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Dritte Kammer)
   vom 14. Juli 2005
   in der Rechtssache C-203/04 (Vorabentscheidungsersuchen des Landgerichts Frankfurt am Main [Deutschland]): Gebrüder Stolle GmbH & Co. KG gegen Heidegold Geflügelspezialitäten GmbH (1)
   
   (Geflügelfleisch - Vermarktungsnormen - Verbot, auf dem Etikett bestimmte Hinweise auf die Haltungsform zu verwenden - Verordnung [EWG] Nr. 1538/91)
   (2005/C 217/38)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   In der Rechtssache C-203/04 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Landgericht Frankfurt am Main (Deutschland) mit Entscheidung vom 28. April 2004, beim Gerichtshof eingegangen am 7. Mai 2004, in dem Verfahren Gebrüder Stolle GmbH & Co. KG gegen Heidegold Geflügelspezialitäten GmbH hat der Gerichtshof (Dritte Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten A. Rosas sowie der Richter A. Borg Barthet (Berichterstatter), A. La Pergola, U. Lõhmus und A. Ó Caoimh — Generalanwalt: M. Poiares Maduro; Kanzler: H. von Holstein, Hilfskanzler — am 14. Juli 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 10 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1538/91 der Kommission vom 5. Juni 1991 mit ausführlichen Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EWG) Nr. 1906/90 des Rates über bestimmte Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 1321/2002 der Kommission vom 22. Juli 2002 ist so auszulegen, dass die Bezeichnung „kontrollierte Aufzucht“ eine Angabe der Haltungsform ist, und dieser Artikel es folglich einem Unternehmen nicht gestattet, die Etikettierung eines Erzeugnisses, das in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fällt, mit dieser Bezeichnung zu versehen.
   
      (1)  ABl. C 190 vom 24.7.2004.