CELEX: C1999/086/31
Language: de
Date: 1999-03-27 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ vom 28. Januar 1999 in der Rechtssache T-230/95: Bretagne Angleterre Irlande (BAI) gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Schadensersatzklage - Außervertragliche Haftung - Staatliche Beihilfen - Mitteilung der an den betroffenen Mitgliedstaat gerichteten Entscheidung an den Beschwerdeführer - Verspätung - Materieller und immaterieller Schaden - Kausalzusammenhang)

27.3.1999            DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 C 86/15
                                               GERICHT ERSTER INSTANZ
       URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                       3. Die Klagen in den verbundenen Rechtssachen
                    vom 21. Januar 1999                              T-129/95, T-2/96 und T-97/96 werden abgewiesen.
in den verbundenen Rechtssachen T-129/95, T-2/96 und            4. Die Klägerinnen tragen ihre eigenen Kosten und die
T-97/96: Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH und Lech-                     Kosten der Beklagten.
Stahlwerke GmbH gegen Kommission der Europäischen
                     Gemeinschaften (1)
                                                                5. Die Bundesrepublik Deutschland sowie das Vereinigte
(EGKS Ð Nichtigkeitsklage Ð Staatliche Beihilfen an                  Königreich Groûbritannien und Nordirland tragen ihre
Stahlunternehmen Ð Kriterium des Verhaltens eines pri-               eigenen Kosten.
vaten Investors Ð Grundsatz der Verhältnismäûigkeit Ð
            Begründung Ð Verteidigungsrechte)                   (1) ABl. C 229 vom 2.9.1995,
                                                                    ABl. C 64 vom 2.3.1996 und
                       (1999/C 86/30)
                                                                    ABl. C 247 vom 24.8.1996.
                (Verfahrenssprache: Deutsch)
In den verbundenen Rechtssachen T-129/95, T-2/96 und
T-97/96, Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH mit Sitz in
                                                                       URTEIL DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
Sulzbach-Rosenberg (Deutschland) und Lech-Stahlwerke
GmbH mit Sitz in Meitingen-Herbertshofen (Deutschland),                              vom 28. Januar 1999
Prozeûbevollmächtigter: Rechtsanwalt Rainer M. Bierwa-          in der Rechtssache T-230/95: Bretagne Angleterre Irlande
gen, Brüssel, Zustellungsanschrift: Kanzlei der Rechts-         (BAI) gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaf-
anwälte Elvinger und Dessoy, 31, rue d'Eich, Luxemburg,                                      ten (1)
unterstützt durch Bundesrepublik Deutschland (Bevoll-
mächtigter: Ernst Röder), gegen Kommission der Europäi-         (Schadensersatzklage Ð Auûervertragliche Haftung Ð
schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Ulrich Wölker            Staatliche Beihilfen Ð Mitteilung der an den betroffenen
und Paul F. Nemitz), in den Rechtssachen T-2/96 und             Mitgliedstaat gerichteten Entscheidung an den Beschwer-
T-97/96 unterstützt durch Vereinigtes Königreich Groû-          deführer Ð Verspätung Ð Materieller und immaterieller
britannien und Nordirland (Bevollmächtigte: Christopher                      Schaden Ð Kausalzusammenhang)
Vajda und Lindsey Nicoll), in der Rechtssache T-129/95                                 (1999/C 86/31)
wegen Nichtigerklärung der Entscheidung 95/422/EGKS
der Kommission vom 4. April 1995 über eine geplante                            (Verfahrenssprache: Französisch)
staatliche Beihilfe des Freistaates Bayern an die EGKS-
Stahlunternehmen Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH,
Sulzbach-Rosenberg, und Lech-Stahlwerke GmbH, Mei-              In der Rechtssache T-230/95, Bretagne Angleterre Irlande
tingen-Herbertshofen (ABl. L 253 vom 21.10.1995, S. 22),        (BAI) mit Sitz in Roscoff (Frankreich) (Prozeûbevollmäch-
in der Rechtssache T-2/96 wegen Nichtigerklärung der            tigter: Rechtsanwalt Jean-Michel Payre, Paris, Zustellungs-
Entscheidung 96/178/EGKS der Kommission vom 18. Ok-             anschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts Aloyse May, 31,
tober 1995 über eine staatliche Beihilfe des Freistaates        Grand-rue, Luxemburg) gegen Kommission der Europäi-
Bayern an das EGKS-Stahlunternehmen Neue Maxhütte               schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: GeÂrard Rozet und
Stahlwerke GmbH, Sulzbach-Rosenberg (ABl. L 53 vom              Anders Christian Jessen), wegen Ersatz des Schadens, der
2.3.1996, S. 41), und in der Rechtssache T-97/96 wegen          der Klägerin angeblich dadurch entstanden ist, daû die
Nichtigerklärung der Entscheidung 96/484/EGKS der               Kommission ihr den Wortlaut ihrer Entscheidung vom
Kommission vom 13. März 1996 über eine staatliche Bei-          7. Juni 1995 über die Einstellung des nach Artikel 93
hilfe des Freistaates Bayern an das EGKS-Stahlunterneh-         Absatz 2 EG-Vertrag eingeleiteten Verfahrens betreffend
men Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH, Sulzbach-Rosen-              Beihilfen zugunsten der Ferries Golfo de Vizcaya SA ver-
berg (ABl. L 198 vom 8.8.1996, S. 40), hat das Gericht          spätet mitgeteilt hat, hat das Gericht (Erste erweiterte
(Fünfte erweiterte Kammer) unter Mitwirkung des Prä-            Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten B. Vesterdorf
sidenten J. Azizi sowie der Richter R. García-Valdecasas,       sowie der Richter C. W. Bellamy, R. M. Moura Ramos, J.
R. M. Moura Ramos, M. Jaeger und P. Mengozzi Ð                  Pirrung und P. Mengozzi Ð Kanzler: B. Pastor, Hauptver-
Kanzler: A. Mair, Verwaltungsrat Ð am 21. Januar 1999           waltungsrätin Ð am 28. Januar 1999 ein Urteil mit fol-
ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                        gendem Tenor erlassen:
                                                                1. Die Klage wird abgewiesen.
1. Der Antrag auf vertrauliche Behandlung wird zurück-
    gewiesen.
                                                                2. Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
2. Der Antrag auf Einsicht in die Akten zur Entscheidung        (1) ABl. C 77 vom 16.3.1996.
    der Kommission vom 1. August 1988 wird zurückge-
    wiesen.