CELEX: 51980PC0277
Language: de
Date: 1980-05-28
Title: Vorschlag einer VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Rum, Arrak und Taffia der Tarifstelle 22.09 C 1 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in den mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft assoziierten überseeischen Ländern und Gebieten (1980/81) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 277
Vol. 1980/0105
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak---  KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                      t
                                                        KOM(80)277 endg.
                                                        Brüssel / den    28 . Mai 1980
                                    Vorschlag einer
                               VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
              zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschafts­
              zollkontingents für Rum , Arrak und Taffia der Tarifstelle
              22.09 C 1 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in den mit
              der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft assoziierten über­
                    .        t
              seeischen Ländern und Gebieten ( 1980 / 81 )
                      ( von der Kommission dem Rat . -'Vorgelegt )
                                         i          C       •.\<F      ;
                                                     J       \        I
                                              .   ^     . .-ν
                                                                     A
                                                       c--'       ./
                                 I
K0M(80 ) 277 endg .
 ---pagebreak---                                       BEGRONPUNG
Gemäss dem Beschluss 76 / 198 EWG des Rates vom .9 . Februar 1976 sind Rum , Arrak
und Taffia der Tarifstelle 22.09 C I des GZT mit Ursprung in den mit der' EWG
assoziierten überseei sehen . Ländern und Gebieten in den Grenzen eines Gemein-
schaftszollkontingents zollfrei zur Einfuhr in die Gemeinschaft zugelassen .
Wegen der Besonderheiten bei der Erzeugung- und Vermarktung dieser Waren er­
streckt sich der jährliche Anwendungszeitraum vom 1 . Juli bis zum 30 . Juni
des folgenden Jahres .             •                    .         ,    '
1.1 . Die Gültigkeit dieses Beschlusses läuft jedoch am 31 . Dezember 1980 aus .
        Ein neuer einschlägiger Beschluss wird zur Zeit von den Gemeinschafts-
        dienststellen geprüft . Die Gemeinschaft beabsichtigt natürlich/ ihre ■
        besonderen Handelsbeziehungen mit diesen Ländern über den 31 . Dezember
      . hinaus beizubehalten und die bestehenden Hande.lsströme nicht zu stören .
1.2     Es ist deshalb zweckmässig ,, die Bestimmungen des Beschlusses 76 / 198 EWG
        über den 31 . Dezember . .1980 hinaus autonom anzuwenden . Da das zur Zeit
        für die betreffenden Waren gültige Zol Ikontingent bis zum 30 . Juni 1980
        gilt , ist diese Regelung für einen neuen Zeitraum , vom 1 . Juli1980 bis
        zum 30 . Juni . 1981 , weiter anzuwenden * •
Das Zollkontingent ist auf der Grundlage einer in Hektolitern reinen Alkohols
berechneten jährlichen Grundmenge festzusetzen , die gleich ist der Menge der
Einfuhren im besten der drei letzten Jahre , für die Statistiken vorliegen .
Diese Grundmenge ist um eine Zuwachsrate von 18% 7u erhöhen .
2.1     Die Menge der* in letzten drei Jahren getätigten Einfuhren der betreffen­
        den Waren ist aus der folgenden Übersicht zu ersehen :
                                 ,            - in hl reinen" Alkohols -
                                                 1977     ; , 1978            1979
                          Bénélux              - 367           .-                 19
                          Dänemark                  -                             32
                ,         Deutschland        34.871          70.285         '59.723
                          Frankrei eh               -           ~
                          Irland                    2 .         -              ~ - ■
                          Italien                   -           ~              ~
                          Vereinigtes      ;        -               64         22
                             Königreich L         '                      ,
                                             35.240          70 /349       . 59.796
 ---pagebreak---  Die Angaben zeigen , dass die Mengen des Jahres 1978 als jährliche Grund-
menge zugrunde zu legen sind . In 'Anbetracht der derzeitigen Gesamt lage
bei den betreffenden Waren kann die auf die Grundmenge anzuwendende Zuwach
rate auf 18% festgesetzt werden . :                       \  \    '
Angesichts dieser Sachlage ist das Gemeinschaftszollkontingent für den
Zeitraum vom 1 . Juli 1980 bis zum 30 . Juni 1981 auf 83.011 Hektoliter
feinen Alkohol festzusetzen^. <
Die Bestimmungen dieser Verordnung sehen wie üblich die Aufteilung der       ,
Kontingentsmenge in zwei Raten vor , von denen die erste auf die Mitglied­
staaten verteilt wird und die zweite die Reserve bildet .
Die Aufteilung der ersten Rate wird gewöhnlich anhand der statistischen
Unterlagen der drei . letzten Jahre sowie aufgrund der Vorausschätzungen
für den betreffenden Kontingentszeitraum vorgenommen . Dieser Grundsatz
lässt sich jedoch nicht für die hier betroffenen Waren anwenden . Denn in
einigen Mitgliedstäaten gab es in den letzten drei Jahren keine Einfuhren ,
und in anderen waren sie geringfügig      . Ilm die betreffenden Mengen dennoch
in gerechter Weise auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen , erscheint es ange­
zeigt , eine sinnvolle Beteiligung aller Mitgliedstaaten an der Kontingents
menge vorzusehen .              /
          Λ  ·'                         -
      0 '                     ,
Es wird vorgeschlagen , den Vorschlag einer Verordnung des Rates zur Eröff­
nung , Aufteilung ynd Verwaltung qles oben beschriebenen Gemeinschaftszoll-
kontingents zu billigen ( s . Anlage ).                                        '
 ---pagebreak---                                          Vorschlag einer
                                     VERORDNUNG (EWG)                   '    l DES RATES
                 zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Rum,
                 Arrak und Taffia der Tarifstelle 22.09 C I des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung in den
                 mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft assoziierten überseeischen Ländern und
                                                 Gebieten ( 1980 / 81 )
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN –-                                             '
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europa-                 v
  ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti­
  kel 136 ,                                                             •                     . . /
  gestützt auf den Beschluß 76/ 198 /EWG des Rates vom
  9. Februar 1976 über die Einfuhrregelung für Rum,
  Arrak und Taffia der Tarifstelle 22.09 C I des Gemein-        <
  samen Zolltarifs mit Ursprung in den mit der Europä­
  ischen Wirtschaftsgemeinschaft assoziierten Übersee-                      '       ,
  ischen Ländern und Gebieten ( l), geändert durch den
  Beschluß 80/25 1 /EWG ( 2),                                                                    .'      >
  aufvVorschlag der Kommission,                                ^
  in Erwägung nachstehender Gründe:
  Gemäß dem Beschluß 76/ 198/EWG sind Rum, Arrak
  und Taffia in den Grenzen eines Gemeinschaftszollkon-                                    _                '
  tingents zollfrei zur Einfuhr in die Gemeinschaft zuge­
  lassen. Die jährliche Kontingentsmenge         .                                                      -
                            ist auf der Grundlage einer in        -
  Hektoliter reinen Alkohols berechneten jährlichen                             ,     •
  Grundmenge festzusetzen, die gleich ist der Menge der .
  Einfuhren im besten der drei letzten Jahre, für die Stati­
  stiken vorliegen, zuzüglich einer Zuwachsrate von                                                       V
  18 v. H. Diese Zuwachsrate kann im Lichte bestimmter                    ■
  Kriterien geändert werden. Der Kont i ngent szei t räum erstreckt sich vom
 1 . JLili bis zum 30 . Juni des folgenden Jahres . Der vorgenannte
 Beschluss läuft am 31 . Dezember 1980 aus . Die Gemeinschaft hat
 jedoch die Absicht , bis zum Inkrafttreten eines neuen einschlägigen
 Beschlusses ihre besonderen Handelsbeziehungen mit den betreffenden
 Ländern aufrecht zu erhalten und die bestehenden Handelsströme nicht
 zu stören .         Das derzeitige System ist deshalb für einen Zeitraum vom
 1 . Juli 1980 bis zum 30 . Juni 1981 weiter anzuwenden .
   Die. Gemeinschaftsstatistiken der Jahre 1 97 ^ bis 197^-           ,           -         -
   zeigen, daß die größten Einfuhren der Gemeinschaft der
   betreffenden Waren mit Ursprung in den oben genann­
   ten Ländern und Gebieten 1978 mit 70 349 Hektoliter                                              >         ■
   reinen Alkohols stattfanden. In Anbetracht des Ver-                                                ■
• brauchs und der Erzeugung in der Gemeinschaft, der                                                j
   Entwicklung der Struktur des Handels in der Gemein­
   schaft sowie zwischen dieser, den obengenannten Län­
   dern und Gebieten und den AKP-Staaten kann die
   Zuwachsrate für den betreffenden Kontingentszeitraum
   auf 18 V. H. festgesetzt werden. Deshalb ist das Gemei nschaft szol Ikont i ngent
 ( 1 ) ABL Nr . L 37 vom 12.12.1976 , S. 24 :
 ( 2 ) ABL Nr . L 55 vom 28.2.1980 , S. 28 •
 ---pagebreak---                                              - 2 -
     für den Zeitraum vom 1 ., Juli 1980 bis zum 30 . Juni 1981 auf
     83.011 Hektoliter reinen Alkohol festzusetzen .
                        Es ist vor allem sicherzustellen," daß alle Importeure der
                        Gemeinschaft ständig gleichen Zugang zu diesem Kon­
                        tingent haben und daß die vorgesehenen Kontingent­
        ,               Zollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren dieser
                ,       Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur völligen Aus­
                        schöpfung des Kontingents angewandt werden. Der
                        Gemeinschaftscharakter dieses Kontingents kann unter
                     ' Beachtung der oben aufgestellten Grundsätze dadurch
   ,      -             gewahrt werden, daß bei der Ausnutzung des Gemein-
                        schaftszollkontingents von einer Aufteilung der Menge
                        auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird.               ,
   In Anbetracht der tatsächlichen Entwicklung der Märkte für
 die betreffenden Waren , des Bedarfs der Mitgliedstaaten und \
 der wirtschaftlichen Aussichten für den betreffenden Zeitraum
  können die Hundertsätze für die anfängl i che Betei ligung an der
 Kontingentsmenge wie folgt festgelegt werden :
   Bénélux                                    6,66
  Dänemark                                  ■ 0,13
  Deutschland                                92,80
  Frankrei ch                     *           0,07
  Irland                                      0,07
. Italien ■                                   0,07
  Vereinigtes Königreich                      0,20                            ,
                       , Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden
                            Waren in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu
                            tragen, ist die Kontingentsmenge in zwei Raten zu tei­
                            len, wobei die erste Rate auf die Mitgliedstaaten aufge-
                  •■        teilt wird und die zweite Rate als Reserve zur späteren
                            Deckung des Bedarfs "derjenigen Mitgliedstaaten be­
                            stimmt ist, die ihren ursprünglichen- Anteil ausgeschöpft
          ^                 haben. Um den Importeuren eines jeden Mitgliedstaats
                            eine gewisse Sicherheit zu geben, ist es angezeigt, die
                            erste Rate des Gemeinschaftskontingents _ auf eine
                        . Menge festzusetzen, die im vorliegenden Fall etwa 90
                            v. H. der Kontingentsmenge betragen könnte. ■ >
                            Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
                            mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden. Um
                            dieser Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbre­
                            chungen auszuschalten, sollte jeder Mitgliedstaat, der
      -                   ' seine ursprüngliche Quote fast ganz ausgenutzt hat, die
                            Ziehung, einer zusätzlichen Quote auf die Reserve vor­
            " ;             nehmen. Diese Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vor­
                            nehmen, wenn seineeinzelnen zusätzlichen Quoten fast
                            ganz ausgenutzt sind und soweit noch eine Reserve-
                            menge vorhanden ist. Die ursprünglichen und zusätzli­
                            chen Qupten müssen bis zum Ende des Kontingentszeit-
                            raums gelten. Diese Art der Verwaltung erfordert eine
                            enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten­
                       - und der Kommission, die vor allem ■ die Möglichkeit
                            haben muß, den Stand der Ausschöpfung der Kontin­
                            gentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten davon
                            zu unterrichten.                       •   ,
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              Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentzeit-
          • raums in einem der Mitgiiedstaaten eine größere Rest­
            . menge vorhanden, so muß dieser Staat einen erhebli­
              chen Prozentsatz davon auf die Reserve übertragen, um
              zu vermeiden, daß ein Teil des Zollkontingents in einem
  dieser Mitgiiedstaaten nicht ausgenutzt wird, während
  er in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte ,
               Es ist angezeigt, die Entwicklung der Einfuhren der
               betreffenden Waren in die Gemeinschaft zu verfolgen
1              und deshalb diese Einfuhren zu überwachen.
                          I                 '   ■
               Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
               lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
              Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
           • und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
              im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
              schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
              glieder vorgenommen werden –-
              HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                         Artikel 1
                                                   \
               ( 1 ) Vom           ^SJQum 30. Juni 198 *1 sind Rum,
              Arrak und Taffia der Tarifstelle 22.09 C I des Gemein­
              samen Zolltarifs mit Ursprung in den Ländern und
              Gebieten im Sinne des Artikels 1 des Beschlusses
              76/ 198 /EWG in den Grenzen eines Gemeinschaftszoll-
              kontingents von 03 QI -] Hektolitern reinen Alkohols
              zollfrei zur Einfuhr in die Gemeinschaft zugelassen.
              (2) Die auf die in Absatz 1 genannten Waren anwend­
              baren Ursprungsregeln sind die Regeln gemäß Artikel 5
              des Beschlusses 76/ 198 /EWG.
                                         Artikel 2
              ( 1 ) Das in Artikel 1 genannte Zollkontingent wird in
              zwei Raten aufgeteilt.
                     ~         ;»
              (2) Die erste Rate von
                                          75 . 000 Hek.to     li tQr \,.
                                                       • wird auf üie M't
              gliciist.tatcn aufgeteilt; die Quoten, die vorbehaltlich djs
              Artikels 5 bis ^Q _ Juni 1981" ;*Sc'ten> belaufen sich
              auf folgende Mengen:
                       Benelux                        5.000 Hektoliter
                       Dänemark                          100 Hektoliter      . .
                       Deutschland                   69.600 Hektoliter
                       Frankreich                          50 Hektoliter
                       Irland                             50 Hektoliter
                       Italien                             50 Hektoliter   •
                       Vereinigtes Königreich            150 Hektoliter
              (3) Die zweite Rate in Höhe von 8.011 Hektolitern bildet die
                     Reserve .
 ---pagebreak---                                               Àrtikel 3
                      ( 1 ) Hat ein Mitgliedstaat seine in Artikel 2 Absatz 2
             ■ festgesetzte ursprüngliche Quote oder – bei Anwcn-
                  " dutig des Artikels; 5 – die gleiche Quote abzüglich der •
                   " aui die Reserve übertragenen Menge zu 90 v. H oder
        1             mehr ausgenutzt, so nimmt er unverzüglich durch Mit­
                 . teilung an die Kommission die Ziehung einer gegebe-
. .            ' nenfalls aufgerundeten zweiten Quote iri Höhe von 15              '
                ■ v. H. seiner ursprünglichen Quote vor, soweit die Re-
                     servemenge ausreicht.                       '
                   . (2) Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote
                     die zweite von. einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu ■
                     90 v. H. oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mit-
                     gliedstaat gemäß Absatz 1 die Ztehung einer gegebenen­
                     falls aufgerundeten dritten Quote in Höhe von 7,5 v. H.
    '                seiner ursprünglichen Quote vor.
                     (3) Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte • •
                     von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H. ;
                     oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitgliedstaat , •
          , . unter den gleichen Bedingungen die Ziehung einer vier­
                     ten Quote in Höhe der dritten Quote vor.         -            '
                    Dieses Verfahren wird bis zur völligen Ausschöpfung
                    der Reserve angewandt.
                     (4) Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 können          '
                     die Mitgliedstaaten niedrigere Ziehungen als in diesen
                    Abständen vorgesehen vornehmen, wenn Grund zur
                    Annahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden
                    können. Sie unterrichten die Kommission über die
                     Gründe, die sie veranlaßt haben, diesen Absatz anzu­
                    wenden..           '                   ,  ' .      '    V ,.
                                         Artikel" 4
 Die gemäss Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten
 gelten bis zum 30 . Juni ,1981 .
                                              Artikel S
                                            ' "                         <
                     Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 1. März
                       1981 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen
                      Quote den Teil auf die Reserve, der am 15. Februar
      ,            19«1 20 v. H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt.
                      Sie können eine größere Menge übertragen, wenn *
                      Grund zu der Annahme besteht, daß die betreffende
              • Menge unter Umständen nicht ausgenutzt wird.
           .          Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens
                      am 1; März 1981 d'e Gesamtmenge der Einfuhren
 ,  '                 der betreffenden Waren mit, die sie bis zum 15 . Februar
                           1981      einschließlich durchgeführt und auf das
                      Gemeinschaftszollkontingent angerechnet haben, sowie
               • gegebenenfalls, den Teil ihrer ursprünglichen Quote, den
                      sie auf die Reserve übertragen.                      .,
 ---pagebreak---                              Artikel 6
     Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­
     gliedstaaten gemäß Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten
     und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über den
     Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die
    Mitteilungen zugehen.
  Sie ururrriihtet die Mitgliedstaaten spätestens jm
  ■S-März 1981                 Menden der Reserve, dir n.uh
  den gemäls Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.
  Sic sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
  menge ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge
  beschrankt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mit-
  gliedstaat, der diese letzte Ziehung vornimmt, den Rest­
  betrag an.
                           Artikel 7
  (!) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen'
  Maßnahmen, um durth die Kröftnung der zusätzlichen
 Quoten, die sie gemali Artikel 3 gezogen haben, die
 fortlaufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten
 Anteil an dem Gemcmschaftszollkontingent zu ermögli­
 chen.
  (2 ) Die Mitgliedsta.m-n garantieren den in ihrem Ge­
 biet ansässigen Importeuren der betreffenden Waren
 freien Zugang zu den ihnen zugaeilten Quoten.
 0) Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der
 betreffenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der
 betreffenden Waren bei der Zollstelle mit einer Anmel-
 d »»« zum ZO Lire cht I .} freien Verkehr auf ihre
 Quoten an.                   L
(4) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit-
glied»raaten wird anhand der getnifi Absatz 3 artge-
rechneten Einfuhren festgestellt.                 *
 ---pagebreak---                                        Artiket 8
                                                  " (1 ) Die Einfuhren der betreffenden Waren mit Ur­
                                                    sprung in den überseeischen Ländern und Gebieten unter L i egen
                                                    einer gemeinschaftlichen Überwachung.                      .
                                                    (2) Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission
                                                    spätestens am fünfzehnten Tag jeden Monag Ubersich- h
                                                    ten über die Einfuhren dieser Waren, welche im Vor­
                                                    monat tatsächlich auf ihre Quote angerechnet worden
                                                    sind. Dies gilt nur für Waren, die bei der Zollstelle mit'
                                           :        einer Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich
                                                    freien Verkehr gestellt werden und für die eine den
                                                    Regeln des Artikels 1 Absatz 2 entsprechende Waren-
                                                    verkehrsbescheinigung vorliegt.
                                                    (3 ) Die Kommission unterrichtet die Mitgliedstaaten
                                                    regelmäßig über den Stand der Ausschöpfung der Kon-          .
                                                    tingentsmenge.
                                         !          (4) Soweit erforderlich können auf Antrag eines Mit-
                                                    gliedstaats oder auf Initiative der Kommission Konsul-
                                             i      tationen eröffnet werden.
                              ;*                                            Artikel 9           ^ '
                                                 ~ Die Kommission trifft in enger Zusammenarbeit mit den .
                                 ,                - Mitgliedstaaten alle zweckdienlichen Maßnahmen im • -
                                                    Hinblick auf die Anwendung dieser Verordnung.        ,
                                                                '     .     Artikel lu
                                                    Diese Verordnung tritt am 1 . jyi -j 1980 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem .
Mitgliedstaat.                                 1
Geschehen zu Brüssel am                                             .
                                                                      Im Namen des Rates
                                    *                                    Der Präsident