CELEX: C2004/118/44
Language: de
Date: 2004-04-30 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichtshofes (Vierte Kammer) vom 5. April 2004 in der Rechtssache C-3/02 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale Veneto): Alessandro Mosconi, Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia gegen Soprintendenza per i Beni Ambientali e Architettonici di Venezia — Ministero per i Beni e la Attività Culturali (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung — Richtlinie 85/384/EWG — Gegenseitige Anerkennung der Befähigungsnachweise und Diplome auf dem Gebiet der Architektur — Artikel 10 und 11 Buchstabe g — Nationale Rechtsvorschrift, die die Gleichwertigkeit der Titel eines Architekten und eines Bauingenieurs anerkennt, aber den Architekten Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden vorbehält, die Teil des künstlerischen Erbes sind — Grundsatz der Gleichbehandlung — Rein interner Sachverhalt in einem Mitgliedstaat)

30.4.2004   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 118/25
            
         
      BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
   
   (Vierte Kammer)
   vom 5. April 2004
   in der Rechtssache C-3/02 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale Veneto): Alessandro Mosconi, Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia gegen Soprintendenza per i Beni Ambientali e Architettonici di Venezia — Ministero per i Beni e la Attività Culturali (1)
   
   (Artikel 104 § 3 der Verfahrensordnung - Richtlinie 85/384/EWG - Gegenseitige Anerkennung der Befähigungsnachweise und Diplome auf dem Gebiet der Architektur - Artikel 10 und 11 Buchstabe g - Nationale Rechtsvorschrift, die die Gleichwertigkeit der Titel eines Architekten und eines Bauingenieurs anerkennt, aber den Architekten Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden vorbehält, die Teil des künstlerischen Erbes sind - Grundsatz der Gleichbehandlung - Rein interner Sachverhalt in einem Mitgliedstaat)
   (2004/C 118/44)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   In der Rechtssache C-3/02 betreffend ein dem Gerichtshof nach Artikel 234 EG vom Tribunale amministrativo regionale Veneto (Italien) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit zwischen Alessandro Mosconi, Ordine degli Ingegneri di Verona e Provincia und Soprintendenza per i Beni Ambientali e Architettonici di Venezia – Ministero per i Beni e le Attività Culturali, Beteiligte: Comune di San Martino Buon Albergo (VR), Consiglio Nazionale degli Architetti, Pianificatori, Paesaggisti e Conservatori, Ordine degli Architetti di Verona und Consiglio Nazionale degli Ingegneri vorgelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Auslegung der Richtlinie 85/384/EWG des Rates vom 10. Juni 1985 für die gegenseitige Anerkennung der Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise auf dem Gebiet der Architektur und für Maßnahmen zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des Niederlassungsrechts und des Rechts auf freien Dienstleistungsverkehr (ABl. L 223, S. 15), insbesondere der Artikel 10 und 11 Buchstabe g dieser Richtlinie, sowie des Grundsatzes der Gleichbehandlung hat der Gerichtshof (Vierte Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. W. A. Timmermans (Berichterstatter) sowie der Richter A. La Pergola und S. von Bahr – Generalanwalt: P. Léger; Kanzler: R. Grass – am 5. April 2004 einen Beschluss mit folgendem Tenor erlassen:
   Handelt es sich um einen rein internen Sachverhalt in einem Mitgliedstaat, steht weder die Richtlinie 85/384/EWG des Rates vom 10. Juni 1985 für die gegenseitige Anerkennung der Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise auf dem Gebiet der Architektur und für Maßnahmen zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des Niederlassungsrechts und des Rechts auf freien Dienstleistungsverkehr, insbesondere ihre Artikel 10 und 11 Buchstabe g, noch der Grundsatz der Gleichbehandlung einer nationalen Rechtsvorschrift entgegen, die die Gleichwertigkeit der Titel eines Architekten und eines Bauingenieurs anerkennt, aber den Architekten Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden vorbehält, die Teil des künstlerischen Erbes sind.
   
      (1)  ABl. C 56 vom 2.3.2002.