CELEX: C2002/191/23
Language: de
Date: 2002-08-10 00:00:00
Title: Beschluss des Gerichtshofes vom 17. Mai 2002 in der Rechtssache C-406/01: Bundesrepublik Deutschland gegen Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union (Nichtigkeitsklage — Offensichtliche Unzulässigkeit — Verspätung)

10.8.2002               DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 191/13
Buchhändler-Vereinigung GmbH gegen Saur Verlag GmbH &                     L 182, S. 1) hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des
Co. KG, Die Deutsche Bibliothek vorgelegtes Ersuchen um                   Präsidenten G. C. Rodrı́guez Iglesias, des Kammerpräsidenten
Vorabentscheidung über die Auslegung der Artikel 1 und 8                  P. Jann, der Kammerpräsidentinnen F. Macken und N. Colneric
der Richtlinie 92/50/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 über                 und des Kammerpräsidenten S. von Bahr sowie der Richter
die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher                  C. Gulmann (Berichterstatter), D. A. O. Edward, A. La Pergola,
Dienstleistungsaufträge (ABl. L 209, S. 1) in der durch die               J.-P. Puissochet, M. Wathelet, V. Skouris, J. N. Cunha Rodrigues
Richtlinie 97/52/EG des Europäischen Parlaments und des                   und C. W. A. Timmermans — Generalanwältin: C. Stix-Hackl;
Rates vom 13. Oktober 1997 (ABl. L 328, S. 1) geänderten                  Kanzler: R. Grass — am 26. April 2002 einen Beschluss mit
Fassung hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwir-                 folgendem Tenor erlassen:
kung der Kammerpräsidentin N. Colneric sowie der Richter
R. Schintgen und V. Skouris (Berichterstatter) — Generalanwäl-            Das mit Beschluss vom 25. Oktober 2000 eingereichte Vorabent-
tin: C. Stix-Hackl; Kanzler: R. Grass — am 30. Mai 2002 einen             scheidungsersuchen der Corte d’appello Mailand ist unzulässig.
Beschluss mit folgendem Tenor erlassen:
Ein Konzessionsvertrag über öffentliche Verlagsdienstleistungen ist
beim derzeitigen Stand des Gemeinschaftsrechts vom Anwendungsbe-          (1) ABl. C 17 vom 19.1.2002.
reich der Richtlinie 92/50/EWG des Rates vom 18. Juni 1992
über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher
Dienstleistungsaufträge in der durch die Richtlinie 97/52/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 1997
geänderten Fassung ausgenommen, obwohl er seinem spezifischen
Gegenstand nach vom Anhang IA dieser Richtlinie, auf den deren
Artikel 8 verweist, erfasst wird.
                                                                                      BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
(1) ABl. C 355 vom 9.12.2000.
                                                                                                 vom 17. Mai 2002
                                                                          in der Rechtssache C-406/01: Bundesrepublik Deutsch-
                                                                          land gegen Europäisches Parlament und Rat der Euro-
                                                                                                 päischen Union (1)
                                                                          (Nichtigkeitsklage — Offensichtliche Unzulässigkeit — Ver-
                                                                                                       spätung)
             BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
                        vom 26. April 2002                                                        (2002/C 191/23)
in der Rechtssache C-454/00 (Vorabentscheidungsersu-                                         (Verfahrenssprache: Deutsch)
chen der Corte d’appello Mailand): VIS Farmaceutici
Istituto scientifico delle Venezie SpA gegen Duphar
                  International Research BV (1)                           In der Rechtssache C-406/01, Bundesrepublik Deutschland
                                                                          (Bevollmächtigte: W.-D. Plessing und M. Lumma im Beistand
       (Vorabentscheidungsersuchen — Unzulässigkeit)                      von Rechtsanwalt J. Sedemund) gegen Europäisches Parlament
                                                                          (Bevollmächtigte: C. Pennera und E. Waldherr) und Rat der
                          (2002/C 191/22)                                 Europäischen Union (Bevollmächtigte: E. Karlsson und
                                                                          J.-P. Hix) wegen Nichtigerklärung des Artikels 3 Absatz 1 in
                    (Verfahrenssprache: Italienisch)                      Verbindung mit Absatz 2 der Richtlinie 2001/37/EG des
                                                                          Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2001 zur
                                                                          Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der    Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)                 Verkauf von Tabakerzeugnissen (ABl. L 194, S. 26), soweit
                                                                          diese Vorschriften die Herstellung von Zigaretten zum Zwecke
                                                                          des Exports aus der Europäischen Gemeinschaft in Drittstaaten
In der Rechtssache C-454/00 betreffend ein dem Gerichtshof                verbieten, hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsiden-
nach Artikel 234 EG von der Corte d’appello Mailand (Italien)             ten G. C. Rodrı́guez Iglesias, des Kammerpräsidenten P. Jann,
in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit VIS Farmaceutici                der Kammerpräsidentinnen F. Macken und N. Colneric und
Istituto scientifico delle Venezie SpA gegen Duphar Internatio-           des Kammerpräsidenten S. von Bahr sowie der Richter C. Gul-
nal Research BV, Beteiligter: Consorzio Produttori Principi               mann, D. A. O. Edward, A. La Pergola (Berichterstatter),
Attivi Generici (CPA), vorgelegtes Ersuchen um Vorabentschei-             J.-P. Puissochet, M. Wathelet, R. Schintgen, V. Skouris,
dung über die Auslegung von Artikel 4 der Verordnung (EWG)                J. N. Cunha Rodrigues, C. W. A. Timmermans und A. Rosas —
Nr. 1768/92 des Rates vom 18. Juni 1992 über die Schaffung                Generalanwältin: C. Stix-Hackl; Kanzler: R. Grass — am
eines ergänzenden Schutzzertifikats für Arzneimittel (ABl.                17. Mai 2002 einen Beschluss mit folgendem Tenor erlassen:
 ---pagebreak--- C 191/14              DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    10.8.2002
1.    Die Klage wird abgewiesen.                                      Das mit Beschluss vom 5. November 2001 vorgelegte Vorabentschei-
                                                                      dungsersuchen des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien ist
2.    Die Bundesrepublik Deutschland trägt die Kosten des Verfah-     unzulässig.
      rens.
                                                                      (1) ABl. C 84 vom 6.4.2002.
(1) ABl. C 348 vom 8.12.2001.
                                                                      Klage der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                                                                      gegen die Bundesrepublik Deutschland, eingereicht am
                                                                                               22. März 2002
                                                                                          (Rechtssache C-107/02)
            BESCHLUSS DES GERICHTSHOFES
                                                                                              (2002/C 191/25)
                       (Sechste Kammer)
                                                                      Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften hat am
                      vom 21. März 2002                               22. März 2002 eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutsch-
                                                                      land beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften ein-
                                                                      gereicht. Prozessbevolmächtigter ist Herr Götz zur Hausen,
in der Rechtssache C-447/01 (Vorabentscheidungsersu-                  Rechtsberater der Kommission der Europäischen Gemeinschaf-
chen des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien):                  ten. Zustellungsbevollmächtigter ist Herr Luis Escobar Guerre-
DLD Trading Company Import-Export, spol. s.r.o. gegen                 ro, Mitglied des Juristischen Dienstes der Europäischen Kom-
                    Republik Österreich (1)                          mission, Centre Wagner C 254, Kirchberg, Luxemburg.
       (Vorabentscheidungsersuchen — Unzulässigkeit)                  Die Klagepartei beantragt, der Gerichtshof möge wie folgt
                                                                      entscheiden:
                        (2002/C 191/24)                               1.   Die Bundesrepublik Deutschland hat dadurch gegen ihre
                                                                           Verpflichtungen aus der Richtlinie 96/29/Euratom (1) des
                                                                           Rates vom 13. Mai 1996 zur Festlegung der grundlegen-
                   (Verfahrenssprache: Deutsch)
                                                                           den Sicherheitsnormen für den Schutz der Gesundheit
                                                                           der Arbeitskräfte und der Bevölkerung gegen die Gefahren
                                                                           durch ionisierende Strahlungen verstoßen, dass sie nicht
                                                                           alle Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die notwendig
In der Rechtssache C-447/01 betreffend ein dem Gerichtshof                 sind, um dieser Richtlinie für Bereich der Sanierung von
nach Artikel 234 EG vom Landesgericht für Zivilrechtssachen                Hinterlassenschaften, der Errichtung von Sanierung von
Wien (Österreich) in dem bei diesem anhängigen Rechtsstreit               Anlagen des Uranerzbergbaus und des Betriebs von
DLD Trading Company Import-Export, spol. s.r.o. gegen                       Röntgenanlagen nachzukommen, erlassen und jedenfalls
Republik Österreich vorgelegtes Ersuchen um Vorabentschei-                 der Kommission nicht mitgeteilt hat.
dung über die Frage, ob die österreichische Regelung eine
Norm des Gemeinschaftsrechts verletzt, soweit sie den Zollfrei-       2.    Die Bundesrepublik Deutschland trägt die Kosten des
betrag für im persönlichen Reisegepäck aus bestimmten                       Verfahrens.
Drittländern eingeführte Waren auf 75 und 100 Euro begrenzt
und mengenmäßige Beschränkungen bei der Befreiung von
der Umsatz- und Verbrauchsteuer für Tabakwaren vorsieht,              Klagegründe und wesentliche Argumente
sowie über die Voraussetzungen, unter denen die Haftung
eines Mitgliedstaats für die den Einzelnen durch Verstöße
gegen das Gemeinschaftsrecht entstandenen Schäden ausgelöst           Aus dem verbindlichen Charakter von Richtlinien gemäß
werden kann, hat der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter               Artikel 161 Absatz 3 EAGV und aus Artikel 192 Absatz 1
Mitwirkung der Kammerpräsidentin F. Macken, der Richterin             EAGV ergibt sich, dass die Mitgliedstaaten, an die sich die
N. Colneric sowie der Richter R. Schintgen (Berichterstatter),        Richtlinie wendet, verpflichtet sind, die Bestimmungen der
V. Skouris und J. N. Cunha Rodrigues — Generalanwalt:                 Richtlinie so in das innerstaatliche Recht umzusetzen, dass sie
S. Alber; Kanzler: R. Grass — am 21. März 2002 einen                  vom Ablauf der Umsetzungsfrist an ihre volle praktische
Beschluss mit folgendem Tenor erlassen:                               Wirksamkeit entfalten.