CELEX: 32014R0588
Language: de
Date: 2014-06-02 00:00:00
Title: Verordnung (EU) Nr. 588/2014 der Kommission vom 2. Juni 2014 zur Änderung der Anhänge III und IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Orangenöl, Phlebiopsis gigantea , Gibberellinsäure, Paecilomyces fumosoroseus Stamm FE 9901, Spodoptera littoralis Nucleopolyhedrovirus, Spodoptera exigua Nucleopolyhedrovirus, Bacillus firmus I-1582, S-Abscisinsäure, L-Ascorbinsäure und Helicoverpa armigera Nucleopolyhedrovirus in oder auf bestimmten Erzeugnissen  Text von Bedeutung für den EWR

3.6.2014   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               L 164/16
            
         VERORDNUNG (EU) Nr. 588/2014 DER KOMMISSION
   vom 2. Juni 2014
   zur Änderung der Anhänge III und IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Orangenöl, Phlebiopsis gigantea, Gibberellinsäure, Paecilomyces fumosoroseus Stamm FE 9901, Spodoptera littoralis Nucleopolyhedrovirus, Spodoptera exigua Nucleopolyhedrovirus, Bacillus firmus I-1582, S-Abscisinsäure, L-Ascorbinsäure und Helicoverpa armigera Nucleopolyhedrovirus in oder auf bestimmten Erzeugnissen
   (Text von Bedeutung für den EWR)
   DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —
   gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
   gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates (1), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 1,
   in Erwägung nachstehender Gründe:
   
               (1)
            
            
               Für Gibberellinsäure wurden in Anhang III Teil A der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 Rückstandshöchstgehalte (im Folgenden „RHG“) festgelegt. Für Phlebiopsis gigantea, Paecilomyces fumosoroseus Stamm FE 9901, Spodoptera littoralis Nucleopolyhedrovirus, Spodoptera exigua Nucleopolyhedrovirus, Bacillus firmus I-1582, Orangenöl, S-Abscisinsäure, L-Ascorbinsäure und Helicoverpa armigera Nucleopolyhedrovirus wurden weder spezifische RHG festgelegt, noch wurden diese Stoffe in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 aufgenommen, so dass für sie der in Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe b der genannten Verordnung festgelegte Standardwert von 0,01 mg/kg gilt.
            
         
               (2)
            
            
               In Bezug auf Phlebiopsis gigantea
                   (2), Paecilomyces fumosoroseus Stamm FE 9901 (3), Spodoptera littoralis Nucleopolyhedrovirus (4), Spodoptera exigua Nucleopolyhedrovirus (5), Bacillus firmus I-1582 (6) und Helicoverpa armigera Nucleopolyhedrovirus (7) gelangte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (im Folgenden „EFSA“) zu dem Schluss, dass diese Stoffe für den Menschen nicht krankheitserregend sind und dass keine quantitative Bewertung des Risikos für die Verbraucher erforderlich ist. In Anbetracht dieser Schlussfolgerung befindet die Kommission, dass die Aufnahme dieser Stoffe in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 sinnvoll ist.
            
         
               (3)
            
            
               In Bezug auf Orangenöl (8) konnte die EFSA keine Rückschlüsse auf das Risiko der Aufnahme durch die Verbraucher mit der Nahrung ziehen, da einige Angaben fehlen und eine weitere Prüfung durch Risikomanager erforderlich ist. Orangenöl kommt auf natürliche Weise in Pflanzen vor und wird als Aromastoff in Arzneimitteln und Lebensmitteln verwendet. Es wird daher für sinnvoll erachtet, diesen Stoff vorläufig in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 aufzunehmen, bis die EFSA eine mit Gründen versehene Stellungnahme gemäß Artikel 12 Absatz 1 vorgelegt hat.
            
         
               (4)
            
            
               In Bezug auf Gibberellinsäure (9) konnte die EFSA keine Rückschlüsse auf das Risiko der Aufnahme durch die Verbraucher mit der Nahrung ziehen, da einige Angaben fehlen und eine weitere Prüfung durch Risikomanager erforderlich ist. Gibberellinsäure kommt auf natürliche Weise in einem breiten Spektrum an Pflanzen vor. Die EFSA hat keine RHG für Trauben vorgeschlagen, da die Rückstände in behandelten Proben und in Kontrollproben nachweislich unterhalb der Bestimmungsgrenze liegen und nicht zwischen exogenen und auf natürliche Weise vorkommenden Gibberellinen unterschieden werden könnte. Aus den genannten Gründen wird es daher für sinnvoll erachtet, diesen Stoff vorläufig in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 aufzunehmen, bis die EFSA eine mit Gründen versehene Stellungnahme gemäß Artikel 12 Absatz 1 vorgelegt hat.
            
         
               (5)
            
            
               In Bezug auf S-Abscisinsäure (10) konnte die EFSA keine Rückschlüsse auf das Risiko der Aufnahme durch die Verbraucher mit der Nahrung ziehen, da einige Angaben fehlen und eine weitere Prüfung durch Risikomanager erforderlich ist. S-Abscisinsäure kommt auf natürliche Weise in Pflanzen vor. Es wird daher für sinnvoll erachtet, diesen Stoff vorläufig in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 aufzunehmen, bis die EFSA eine mit Gründen versehene Stellungnahme gemäß Artikel 12 Absatz 1 vorgelegt hat.
            
         
               (6)
            
            
               In Bezug auf L-Ascorbinsäure (11) gelangte die EFSA zu dem Schluss, dass die Aufnahme dieses Stoffes in Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 sinnvoll ist.
            
         
               (7)
            
            
               Ausgehend von der wissenschaftlichen Stellungnahme und den Schlussfolgerungen der EFSA und unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren erfüllen die entsprechenden Änderungen der RHG die einschlägigen Anforderungen des Artikels 5 Absatz 1 und des Artikels 14 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 396/2005.
            
         
               (8)
            
            
               Die Verordnung (EG) Nr. 396/2005 sollte daher entsprechend geändert werden.
            
         
               (9)
            
            
               Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —
            
         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
   Artikel 1
   (1)   In Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 wird die Spalte für Gibberellinsäure gestrichen.
   (2)   In Anhang IV werden folgende Einträge in alphabetischer Reihenfolge eingefügt: „Orangenöl (12)“, „Phlebiopsis gigantea“, „Gibberellinsäure (12)“, „Paecilomyces fumosoroseus Stamm FE 9901“, „Spodoptera littoralis Nucleopolyhedrovirus“, „Spodoptera exigua Nucleopolyhedrovirus“, „Bacillus firmus I-1582“, „S-Abscisinsäure (12)“, „L-Ascorbinsäure“ und „Helicoverpa armigera Nucleopolyhedrovirus“.
   Artikel 2
   Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
   
      Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
      Brüssel, den 2. Juni 2014
      
         
            Für die Kommission
         
         
            Der Präsident
         
         José Manuel BARROSO
      
   
   
      (1)  ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1.
   
      (2)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance Phlebiopsis gigantea. EFSA Journal 2013;11(1):3033, 31 S., doi:10.2903/j.efsa.2013.3033.
   
      (3)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance Paecilomyces fumosoroseus strain FE 9901. EFSA Journal 2012;10(9):2869, 26 S., doi:10.2903/j.efsa.2012.2869.
   
      (4)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance Spodoptera littoralis nucleopolyhedrovirus. EFSA Journal 2012;10(9):2864, 33 S., doi:10.2903/j.efsa.2012.2864.
   
      (5)  EFSA BIOHAZ Panel (EFSA-Gremium für biologische Gefahren), 2013. Scientific Opinion on the maintenance of the list of QPS biological agents intentionally added to food and feed (Aktualisierung 2013). EFSA Journal 2013;11(11):3449, 108 S., doi:10.2903/j.efsa.2013.3449.
   
      (6)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance Bacillus firmus I-1582. EFSA Journal 2012;10(10):2868, 33 S., doi:10.2903/j.efsa.2012.2868.
   
      (7)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance Helicoverpa armigera nucleopolyhedrovirus. EFSA Journal 2012;10(9):2865, 31 S., doi:10.2903/j.efsa.2012.2865.
   
      (8)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance orange oil. EFSA Journal 2013;11(2):3090, 55 S., doi:10.2903/j.efsa.2013.3090.
   
      (9)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance gibberellic acid. EFSA Journal 2012;10(1):2507, 45 S., doi:10.2903/j.efsa.2012.2507.
   
      (10)  European Food Safety Authority, 2013. Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance S-abscisic acid. EFSA Journal 2013;11(8):3341, 78 S., doi:10.2903/j.efsa.2013.3341.
   
      (11)  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance L-ascorbic acid. EFSA Journal 2013;11(4):3197, 54 S., doi:10.2903/j.efsa.2013.3197.
   
      (12)  Vorläufig in Anhang IV aufgenommene Stoffe in Erwartung des Abschlusses ihrer Bewertung gemäß der Richtlinie 91/414/EWG und der Vorlage der mit Gründen versehenen Stellungnahme durch die EFSA gemäß Artikel 12 Absatz 1.