CELEX: C1998/278/86
Language: de
Date: 1998-09-05 00:00:00
Title: Klage der Christina Papadeas gegen den Ausschuß der Regionen, eingereicht am 6. Juli 1998 (Rechtssache T-102/98)

C 278/40             DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     5.9.98
habe vornehmen können, und zwar gegen die Interessen             Ð den Beklagten aufzufordern, die Protokolle der Bera-
der Klägerin. Die angefochtenen Entscheidungen seien                 tungen des Prüfungsausschusses und seinen mit Grün-
folglich unter Verstoû gegen die Artikel 43 und 45 des               den versehenen Bericht vorzulegen;
Beamtenstatuts sowie gegen das Diskriminierungsverbot
erlassen worden.
                                                                 Ð dem Beklagten die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.
                                                                 Klagegründe und wesentliche Argumente
                                                                 Die Klägerin stützt ihre Klage erstens auf einen Verstoû
Klage der Christina Papadeas gegen den Ausschuû der              gegen das Diskriminierungsverbot und macht geltend, daû
           Regionen, eingereicht am 6. Juli 1998                 sie gezwungen gewesen sei, die obligatorischen schriftli-
                  (Rechtssache T-102/98)                         chen Prüfungen unter anderen Bedingungen und Modalitä-
                                                                 ten abzulegen als die anderen Bewerber, und zwar nur des-
                       (98/C 278/86)
                                                                 halb, weil sie ihre Muttersprache, das Griechische, als Prü-
                                                                 fungssprache gewählt habe.
              (Verfahrenssprache: Französisch)
Christina Papadeas, wohnhaft in Brüssel, hat am 6. Juli          Sie ist auch der Ansicht, daû der Prüfungsausschuû die
1998 eine Klage gegen den Ausschuû der Regionen beim             Ausschreibung des Auswahlverfahrens miûachtet habe, da
Gericht erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften           er sich zum einen hinsichtlich des Ablaufs der ersten Prü-
eingereicht. Prozeûbevollmächtigte der Klägerin sind die         fung nicht wortgetreu an die Ausschreibung gehalten habe
Rechtsanwälte Georges Vandersanden und Laure Levi,               und da er zum anderen entschieden habe, sie nicht zur
Brüssel; Zustellungsanschrift: Fiduciaire Myson SARL, 30,        mündlichen Prüfung zuzulassen, obwohl diese Möglichkeit
rue de Cessange, Luxemburg.                                      in der Ausschreibung nicht vorgesehen gewesen sei.
Die Klägerin beantragt,                                          Auûerdem habe die Verwaltung gegen die Grundsätze der
                                                                 ordnungsgemäûen und gesunden Verwaltung sowie gegen
                                                                 ihre Fürsorgepflicht verstoûen, da sie sich nicht davon ver-
Ð die vorliegende Klage für zulässig und begründet zu
                                                                 gewissert habe, daû das den Bewerbern zur Verfügung
    erklären;
                                                                 gestellte Arbeitsinstrument während der Prüfungen unab-
                                                                 hängig von der vom Bewerber gewählten Sprache funk-
Ð die der Klägerin mit Schreiben des Vorsitzenden des            tionsfähig sei.
    Prüfungsausschusses vom 8. Dezember 1997 mitge-
    teilte Entscheidung des Prüfungsausschusses für das
    interne Auswahlverfahren Nr. C/01/97, sie nicht zur          Schlieûlich stelle der Umstand, daû das mit der Ausschrei-
    mündlichen Prüfung zuzulassen, und Ð soweit erfor-           bung des internen Auswahlverfahrens eingeleitete Einstel-
    derlich Ð die in einem Schreiben der Anstellungsbe-          lungsverfahren nicht nur dem Personal des Ausschusses
    hörde an die Prozeûbevollmächtigten der Klägerin vom         der Regionen, sondern auch dem Personal des Wirtschafts-
    8. April 1998 enthaltene Zurückweisung ihrer                 und Sozialausschusses offengestanden habe, einen Verstoû
    Beschwerde aufzuheben;                                       gegen Artikel 29 Absatz 1 des Beamtenstatuts dar.