CELEX: 51969PC1111
Language: de
Date: 1969-11-25
Title: Vorschlag einer ENTSCHEIDUNG DES RATES bezüglich einer Aktion zum Schutze des Viehbestandes der Gemeinschaft gegen das Maul- und Klauenseuche-Virus (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (69) 1111
Vol. 1969/0210
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             KOM(69)1111 endg.
                                             Brüssel , den 25 . November 1969
                                   Vorschlag einer
                                ENTSCHEIDUNG DES RATES
                    "bezüglich einer Aktion zum Schutze des Vieh­
                    bestandes der Gemeinschaft gegen das Maul­
                    und Klauenseuche-Virus
                         ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KOM(69 ) 1111 endg,
 ---pagebreak---                                             BEGRÜNDUNG
1 . Die Sicherung eines ausreichenden Schutzes der Gesundheit von Menschen und Tieren
    sowie die Durchführung von Massnahmen zur Bekämpfung von Tierseuchen , um die Ver­
    luste der Landwirtschaft der Gemeinschaft und die öffentlichen Ausgaben zu ver­
    ringern , die durch Tierseuchen entstehen, gelten nach den Worten der Entschlies-
    sung des Rates vom 12. März 1968^"^als Grundprinzipien für die im Veterinärbe-
    reich zu ergreifenden Massnahmen .
2 . In Anwendung dieser Prinzipien erscheint es angebracht , einen wirksamen Schutz
    der Gemeinschaft gegen die Gefahr , die die exotischen Typen der Maul- und Klauen-
    seuche darstellen , vorzusehen . Diese können durch den Handelsverkehr mit Dritt­
    ländern in die Gemeinschaft Vordringens dieses Eindringen würde der Gemeinschaft
    beträchtliche wirtschaftliche Verluste verursachen, da das Vieh der Gemeinschaft
    keinen Impfschutz gegen diese Viren besitzt . Die von den Mitgliedstaaten z.Zt .
    präventiv und zur Bekämpfung der klassischen Typen AOC der Maul- und Klauenseuche
    verwendeten Impfstoffe schützen nicht gegen die exotischen Viren der Maul- und
    Klauenseuche . Eine Immunität der Tiere gegen diese Typen kann nur mit spezifi­
    schen Impfstoffen erreicht werden . Diese Impfstoffe dürfen z.Zt . jedoch nicht
    in Laboratorien der Mitgliedstaaten hergestellt werden. Nach einer Empfehlung
    des Internationalen Tierseuchenamtes ist es tatsächlich untersagt , auf einem
    Gebiet , das seuchenfrei ist und auf dem die Krankheit noch nicht aufgetreten
    ist , Impfstoffe gegen exotische Viren herzustellen wegen des Risikos , dass die­
    ser Virus aus den Laboratorien entweichen könnte .
                                                                           1»
    Es ist daher von grösster Wichtigkeit , dass die Mitgliedstaaten, um im Bedarfs-
    falle eine wirksame sanitäre Aktion durchführen zu können , beim Auftreten dieser
    Viren in der Gemeinschaft in kürzester Frist über notwendige spezifische Impf­
    stoffe verfügen können . _                                         ■'     v ••
    Für diesen Zweck sieht der beigefügte Entwurf einer Entschliessung die, Bildung
    eines Vorrates an bereits an die verschiedenen Kulturmethoden angepassten Stäm-»
    men von exotischem Maul- und Klauenseuchevirus , die für die Herstellung von
    Impfstoffen gegen die Maul- und Klauenseuche verwendet werden , vor . Diese ange­
    passten Stämme würden den Zeitraum, den die Institute der Mitgliedstaaten für
    die Herstellung dieser Impfstoffe benötigen , beträchtlich verkürzen.
           1  J                                                           •••/••«
     ( 1 ) ABl . Nr. c 22 vom 18 . 3-1968 , S. 18
 ---pagebreak---                                             2 -
3 . Ein Entwurf einer Entscheidung sieht übrigens eine konkretere Aktion bezüglich
    des Virus A 22 dsr Maul - und Klauenseuche vor .
    Tatsächlich haben die Veterinär-Behörden eines Llitgliedstaates im Laufe des
    Jahres 1968 ihre Sorgen bezüglich der Gefahr eines eventuellen Vordringens
    dieses Virus in die Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht ; das Problem des Schutzes
    der Gemeinschaft ist daher mit den zuständigen Regierungssachverständigen der
    Mitgliedstaaten im Laufe mehrerer Sitzungen geprüft und diskutiert worden .
4 « Das Virus A 22 der Maul- und Klauenseuche ist ein exotisches Virus gegen das
    der Viehbestand der Gemeinschaft nicht geschützt ist . Aus den vorerwähnten
    Gründen ( siehe Punkt 2 ) darf der spezifische Impfstoff gegen dieses Virus
    z.Zt . nicht in Laboratorien der Mitgliestaaten hergestellt werden .
5 . Die Maul-t und Klauenseuche mit dem Virus A 22 ist zum ersten Mal in der Türkei
    im Jahre 1964 aufgetreten ; nachdem sie sich im Mittleren Osten ausgebreitet
    hat , ist sie im Oktober 19^5 im Nord-Kaukasus aufgetreten . Diese Krankheit
    hat dann auf die Ukraine , Zentral-Russland und andere Gebiete Russlands über­
    gegriffen. In bestimmten von diesen Gebieten tritt sie auch jetzt noch auf .
    Das Virus A 22 kann insbesondere beim jetzt verstärkten Handelsverkehr zwischen
    West-Europa und den Ländern Ost-Europas in die Gemeinschaft vordringen .
6 . Zum Schutze der Gemeinschaft gegen diese Gefahr wird im Rahmen der beigefügten
    Entscheidung die Eildung eines Vorrates
    - von Impfstoff gegen die Maul- und Klauenseuche Typ A 22 , der es erlaubt , im
      Falle des Auftretens des Virus A 22 in der Gemeinschaft unverzüglich zu inter­
      venieren , ohne erst die Herstellung von Impfstoff abwarten zu müssen ;
    - von einer bestimmten Menge von Virus , das an die für die Herstellung des
      Impfstoffes verwendete Kultur-Methode angepasst ist , die es den nationalen
      Instituten , die Impfstoffe herstellen , ermöglichen würde , die Herstellung
      ihres Impfstoffes zu beschleunigen ;
    - von einer bestimmten Menge von Diagnose-Serum des Untertyps A 22
    vorgesehen .                                                             /
 ---pagebreak---                                           - 3 -
 7 . Die Regierangssachverständigen glauben , dass die Herstellung der vorerwähnten
     Produkte dem Institut Razi/lFFA in Teheran anvertraut werden kann. Dieses
     Institut ist insbesondere wegen seiner entfernten Lage vom seuchenfreien Ge­
     biet der Gemeinschaft und wegen der anerkannten Qualifikation sowohl für die
     Kenntnis über das Virus A 22 wie für die Herstellung von Impfstoff gegen
     dieses Virus , gewählt worden .
     Die technischen Normen , denen die . vorerwähnten Produkte entsprechen müssen
     ( z.B. die Herstellung und die Kontrollen des Impfstoffes , die Dauer der liTirk-
     samkeit , die Erneuerung , die Bedingungen für die Lagerung des Impfstoffes usw.)
     werden in einem zwischen der Kommission und den für den Handel mit diesen Pro­
     dukten zuständigen Personen noch abzuschliessenden Vertrag festgelegt werden.
     Es werden Kontrollen an Ort und Stelle , insbesondere anlässlich der Herstellung
     des Impfstoffs , vorgesehen , um bessere Garantien für die Einhaltung der Klau­
     seln des Vertrages . zu haben .
 8. Diese Aktion erstreckt sich auf einen Zeitraum von 2 Jahren ; es ist jedoch
     nicht möglich , schon jetzt die Entwicklung der Gefahr für die Gemeinschaft
     vorauszusehen . Vor Ablauf dieses Zeitraums wird der Rat auf der Grundlage der
     in diesem Augenblick dann vorliegenden Tiergesundheitslage darüber entscheiden ,
     ob es angebracht ist , diese Aktion zu verlängern oder abzuändern .
 9 . Die Mengen an Impfstoff , angepasstem Virus und Diagnoseserum sind unter Be­
     rücksichtigung der Stellungnahme der Regierungssachverständigen festgelegt
     worden . Man muss indessen berücksichtigen, dass es nicht möglich ist , die Ent.»
     Wicklung der Gefahr im Laufe dieser 2 Jahre vorauszusehen ; um die Wirksamkeit
     dieser Aktion zu erhöhen ist es folglich angebracht , vorzusehen , dass , wenn
     die epizootologischen Bedingungen es erfordern , die Mengen sowie die Typen
     oder Untertypen von exotischen Maul- und Klauenseuche-Virus, gegen die der
     Impfstoff hergestellt werden soll und über den die Gemeinschaft verfügen muss ,
     geändert werden können .
10 . Es erscheint notwendig , die Unterstützung der Kommission sowohl bei der Aus­
     arbeitung des Vertrages als auch bei der Festlegung der Einzelheiten für die
     Verwendung und Aufteilung des Impfstoffes bei Auftreten eines Seuchenherdes
     auf dem Gebiet der Gemeinschaft durch den Ständigen Veterinär-Ausschuss vorzu­
     sehen .                                                                   /
 ---pagebreak--- Zs i£u i^ngazoigt , dass diese Aktion wegen ihres Gemeinschaftsinteresses von
der Gemeinschaft finanziert wird . Die Gemeinschaft hat "bereits im Laufe der
vergangenen Jahre finanziell zur Bekämpfung von exotischen Viren der Maul-
und Klauenseuche , die ihren Viehbestand bedrohten , beigetragen . So hat sie
in den Jahren 1963 und . 1964 einen finanziellen Beitrag zur Aktion der FAO
zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche ( Typ SAT l ) in Griechenland und in
der Türkei in Höhe von insgesamt 2.025.000 R.E. und in den Jahren I966-I968
Beiträge zur Bekämpfung der durch ein     exotisches Virus des Typs A hervor­
gerufenen Maul- und Klauenseuche in der Türkei in Höhe von 350-000 R.E. und
360.000 R.E. geleistet .
        ' .                Als Anlage ist eine Aufstellung iüber die Kosten ,
die bei der Durchführung der in dem Vorschlag einer Entscheidung vorge­
 sehenen Aktion im Höchstfälle entstehen können , beigefügt ; es wird vorgeschla­
gen , diese Ausgaben unter einen besonderen Rubriek zu veranschlagen .
 ---pagebreak---                                      Entwurf
                                  __   oinor
                   Entschliessung des Rates über Massnahmen , die von
                   der Gemeinschaft zur Bekämpfung der exotischen Vi­
                   ren der Maul- und Klauenseuche zu ergreifen sind
DER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
in Erwägung nachstehender Gründe :        1
Exotische Viren der Maul- und Klauenseuche können insbesondere heia Handelsver-
kehr mit Drittländern in das Gebiet der Gemeinschaft verschleppt werden.
Das etwaige Auftreten exotischer Viren der Maul- und Klauenseuche im Viehbestand
der Gemeinschaft würde für diese beträchtliche wirtschaftliche Verluste verur­
sachen , da das Vieh keinen Impfschutz gegen diese Viren besitzt . Nach der Empfeh­
lung des Internationalen Tierseuchenamtes ist es formell untersagt , Impfstoffe
gegen diese Viren in einem freien Gebiet und wenn die Krankheit noch nicht aufge­
treten ist , .. herzustellen .
Damit die Institute der Mitgliedstaaten , in denen Impfstoffe hergestellt werden ,
im Falle des Auftretens der Seuche auf dem Gebiet der Gemeinschaft in der Lage
sind, schnell spezifische Impfstoffe herzustellen , ist es notwendig, dass sie
jederzeit über Stämme von exotischen Viren der Maul- und Klauenseuche verfügen
können , die bereits an verschiedene Kultur-Methoden , die für die Herstellung von
Impfstoffen gegen die Maul- und Klauenseuche verwendet werden, angepasst sind .
KOMMT ÜBSRSIN ,
dass es wünschenswert ist , dass die Gemeinschaft über Stämme von exotischen Viren
der Maul- und Klauenseuche , die an verschiedene bestehende Methoden der Kulturen
angepasst sind , verfügen kann .                          '
ERSUCHT
die Kommission , alle hierfür nützlichen Massnahmen zu ergreifen und ihm sobald
als möglich Vorschläge zu unterbreiten.
 ---pagebreak---                                        Vorschlag
                                          einer
                   Entscheidung des Rates bezüglich einer Aktion
                   zum Schutze des Viehbestandes der Gemeinschaft
                   gegen das Maul- und Klauenseuche-Virus
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
  insbesondere auf Artikel 43 »
  auf Vorschlag der Kommission ,
  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
  in Erwägung nachstehender Gründe ;-.                           , ,
          1           'S- 'i..w                  i. V.       J. *    -•          - ■ -* *
  Nach der EntSchliessung des , Rates . vom 12'. . Marz. 1-968' ■ sind' die Sicherung eines
  ausreichenden Schutzes.' der Gesundheit ; voh.:Menschen und Tieren : sowie die Durch­
  führung von Massnahmen zur Bekämpfung von Tierseuchen Grundprinzipien für die
1 im-Veterinärbereich' zu' ergreifenden 'gemeinsamen Massnahmen .
  Im Rahmeft dieser- Grundprinzipien erscheint 'es angebracht , ' den -Schutz des öe-
  bietes der Gemeinschaft gegen die Gefahr, die das Virus A 22 der Maul-und
  Klauenseuche darstellt", zu gewährleisten. Dieser Virus-Typ kann nur mit einem
  spezifischen Impfstoff , der nicht in den Laboratorien der Mitgliedstaaten her­
  gestellt werden karin, bekämpft werden." Nach einer Empfehlung des internationalen
  Tierseuchenamtes ist es nämlich untersagt , diesen Impfstoffen einem seuchen-
  freien Gebiet und dann , wenn die Krankheit noch nicht aufgetreten ist , herzu­
  stellen ,                t       'v 1; 1 ;; .•               ■'       • . *              .
               k '                  r"  i                  "               ' f.. »'
  Es +ist: daher angebracht , gemeinschaftlich die Bildung und Finanzierung eines
  Vorrates an Impfstoff gegen den Untertyp A 22 der Maul- und Klauenseuche zu
  beschliessen , der dazu bestimmt , ist , unverzüglich dou. ursten Auftreten der .
                                                       • -
  Soucho ontgc^cnsutroton , ohne dij sorionaässige Herstellung des erforderlichen
                                                                                          • a «I> • •
  ( 1 ) AB. Nr. C 22/18 vom 18.3.68
 ---pagebreak---       irapi stoffes abwarten zu müssen . Um diese serienmässige Herstellung zu beschleu­
      nigen ist es im übrigen auch unter den gleichen Voraussetzungen angezeigt , den an
      die Methode der für die Herstellung des Impfstoffes verwendeten Kultur ange–
      passt^i St"xin zur Verfügung der Gemeinschaft zu halten .
      Die Gefahr , die von dem Virus A 22 der Maul- und Klauenseuche her droht , kann
      sich aufgruhd der in den nächsten Jahren festzustellenden Entwicklung verän­
      dern . Die oben aufgeführten Schutzmassnahmen müssen daher nur für einen bestimm­
      ten Zeitraum beschlossen werden .
      Diese Massnahmen können sich während der Zeit ihrer Anwendung als unzureichend
      erweisen . Es ist daher angebracht vorzusehen , d^ss , wenn die Seuchenlage es
      erfordert , die Mengen sowie die Lrt der» Inpfctoffoo gegen bestirnte exotische
      Typjn oder Untertyp .-n der "• iul- un;1 Klauenseuche verändert werden können ,.
      Die Durchführung der vorgesehenen Aktionen k?nn durch einen von der Kommission
      abzuschliessenden Vertrag sichergestellt werden . Die Einzelheiten dieses Ver­
      trages sollten gemäss einem Gemeinschaftsverfahren beschlossen werden .
      Die Einzelheiten über die Verwendung und die Aufteilung des Impfstoffes im Falle
      des Auftretens eines Seuchenherdes auf dem Gebiet der Gemeinschaft sollten eben­
      falls nach einem Gemeinschaftsverfahren festgelegt werden .
      HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN :
                                              Artikel 1
( l ) Es ist ein Vorrat zu bilden, zu lagern und zur Verfügung der Gemeinschaft zu
      halten :
      a) an Impfstoff gegen den Untertyp A 22 der Maul- und Klauenseuche ;
 ---pagebreak---       b) an Maul- und Klauenseuche-Virus des gleichen Untertyps , das an die FRENKEL-
          Kultur angepasst ist und die Überimpfüng von fünf 50 1-Bottichen mit FRENKEL-
          Kultur einerseits, und von 50 ml Serum für die Diagnose und Bestimmung des
          Untertyps A 22 andererseits gestattet .
( 2 ) Der Vorrat nach Absatz 1 Buchstabe a) umfasst insgesamt 2 Millionen Dosen,
      die in Tranchen gemäss einer Periodizität , die in dem in Artikel 3 voigesehe-
      nen Vertrag festzulegen ist , au liefern sind.
( 3 ) Wenn die Seuchenlage es erfordert , kann gemäss dem Verfahren des Artikels 5
      über .
      a) die bis zu 50 %ige Erhöhung des Vorrates an Impfstoff nach Absatz 1 Buch­
          stabe ä) 5 .
      b) die Lieferung von Isr-pfotoff gegen einen oder mehrere andere exotische T^ypen
        . oder Untertypon" der " I:.ul- und Klauehseubhe im Rihr.ün von 2 Millionen Dosen
      entschieden werden .
                                                         t
                                            Artikel 2
      Der Kredit für die Ausgaben für die in Artikel 1 vorgesehene Aktion wird im
      Haushaltsplan der Gemeinschaft , Einzelplan' "Kommission",' veranschlagt .
      Diese Ausgaben decken auch die Kosten für die Kontrollen an Ort und Stelle ,
      die jederzeit und insbesondere anlässlich der Herstellung des Impfstoffes
      durchgeführt werden können .
                                            Artikel 3
      Die Durchführung der in Artikel 1 vorgesehenen Aktion wird durch Abschluss
      eines entsprechenden Vertrages . zwischen .der Kommission und den Personen , die
      für das Inverkehrbringen der in dieser Entscheidung aufgeführten und im Insti­
      tut RAZI-IFPA in Teheran hergestellten Erzeugnissen zuständig sind , sicherge­
      stellt .
      Die Einzelheiten dieses Vertrages werden gemäss dem Verfahren des Artikels 5
      beschlossen .                                                             /
 ---pagebreak---                                            Artikel 4
      Im Falle des Auftretens der Maul- und Klauenseuche Typ A 22 auf dem Gebiet eines
      Mitgliedstaates kann dieser sich den gesamten verfügbaren Impfstoffvorrat zu­
      senden lasseni er kann frei über eine Menge von 400.000 Dosen dieses Vorrates
      verfügen , während über den verbleibenden Restbestand gemäss dem Verfahren des
      Artikels 6 entschieden wird .
                                           Artikel 5
( 1 ) Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen , so unter­
      breitet der Vertreter der Kommission dem durch Beschluss des Rates vcm 15 « Okto­
      ber 1968 eingesetzten Ständigen Veterinärausschuss , im folgenden "Ausschuss "
      genannt , einen Entwurf der zu erlassenden Vorschriften .
      Der Ausschuss nimmt zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist Stellung , die der
      Vorsitzende nach der Dringlichkeit der betreffenden Frage bestimmen kann . Die
      Stellungnahme kommt mit einer Mehrheit von zwölf Stimmen zustande , wobei die
      Stimmen der Mitgliedstaaten nach Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages gewogen
      werden . Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil .
( 2 ) a) Die Kommission erlässt die in Aussicht genommenen Vorschriften , wenn sie der
          Stellungnahme des Ausschusses entsprechen .
      b ) Entsprechen die in Aussicht genommenen Vorschriften nicht der Stellungnahrae
          des Ausschusses oder ist keine Stellungnahme ergangen , so schlägt die Kom­
          mission dem Rat unverzüglich die zu erlassenden Vorschriften vor . Der Rat
          beschliesst mit qualifizierter Mehrheit .
      c ) Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von drei Monaten , nachdem ihm der Vorschlag
          übermittelt worden ist , keinen Beschluss gefasst , so werden die vorgeschlage­
          nen Vorschriften von der Kommission erlassen .
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                                          --■Artikel 6
( 1 ) Wird auf das in diesem Artikel festgelegte Verfahren Bezug genommen» so unter­
      breitet der Vertreter der Kommission dem durch Beschluss des Rates vom 15 « Okto­
      ber 1968 eingesetzten Ständigen Veterinärausschuss , im folgenden "Ausschuss "
      genannt , einen Entx-mrf der zu erlassenden Vorschriften .
      Der Ausschuss nimmt zu diesem Entwurf binnen zwei Tagen Stellung . Die Stellung­
      nahme kommt mit einer Mehrheit von zwölf Stimmen zustande , wobei die Stimmen
      der Mitgliedstaaten nach Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages gewogen werden .
      Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil .
( 2) a) Die Kommission erlässt die in Aussicht genommenen Vorschriften, wenn sie
          der Stellungnahme des Ausschusses entsprechen.
      b) Entsprechen die in Aussicht genommenen Vorschriften nicht der Stellung­
          nahme des Ausschusses oder ist keine Stellungnahme ergangen , so schlägt
          die Kommission dem Rat unverzüglich die zu erlassenden Vorschriften vor.
          Der Rat beschliesst mit qualifizierter Mehrheit .
      c ) Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von fünfzehn Tagen, nachdem ihm der _
          Vorschlag übermittelt worden ist , keinen Beschluss gefasst , so worden die
          vorgeschlagenen Vorschriften von der Kommission erlassen .
                                             Artikel 7
      Die durch diese Entscheidung vorgesehene Aktion beschränkt sich auf einen Zeit­
      raum von zwei Jahren von der Unterzeichnung des Vertrages nach Artikel 3 an
      gerechnet .
      Vor Ablauf dieses Zeitraumes entscheidet der Rat gemäss dem Verfahren des
      Artikels 43 über die Verlängerung oder Änderung dieser Entscheidung.
 ---pagebreak---                                   - 6 -
                                 Artikel 8
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
Brüssel , dan                                   Pur don Rat
                                                Der Präsident
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                           Ausgaben nach dem Vorschlag
                             einer Entscheidung
 I. Feste Ausgaben                                                R.E.
     1 . Artikel 1 Absätze 1 a ) und 2 : ■
         Lieferung und Lagerung von
         2 Millionen Dosen Impfstoff A 22
         zu einem Preis vom 0,262 Dollar
         pro Dose
             2 Millionen x 0,262                                  524.000
     2 . Artikel 1 Absa/tz 1 b ) :
         50 ml hyperimmunes Serum zum
         Preise von 20 FF' pro ml =
             50 ml x 20 = 1.000 FF                             +        200
     3 . Kosten für Informatxons- und Kontroll-
         reisen , insbesondere anlässlich der
         Erneuerung des Impfstoffs ( Artikel 2 ),
         geschätzt auf höchstens                                  '.12.000
                                                       Insgesamt  536uO(X)
II . Mögliche zusätzliche Ausgaben
     1 . Artikel 1 Absatz 2 a ) :
         Erhöhung bis zu 50 % der unter
         Ii ) vorerwähnten Mengen an Impfstoff
             1 Million x 0,262                                    262.000
     2 . Artikel 1 Absatz 3 b ) s
         Lieferung von 2 Millionen Dosen eines
         Impfstoffes gegen einen anderen Typ oder
         Untertyp des Virus sowie von entsprechen­
         dem Serum , zu den gleichen finanziellen
         Bedioigopgea wie unter I 1 und 2                         524.000
                                                       Insgesamt  786 . 200