CELEX: 31982R2432
Language: de
Date: 1982-09-08 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2432/82 der Kommission vom 7. September 1982 zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse

Nr. L 260 / 14                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   8 . 9 . 82
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 2432/82 DER KOMMISSION
                                                  vom 7 . September 1982
                          zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und
                                                Reisverarbeitungserzeugnisse
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  — für die Währungen, die untereinander zu jedem
GEMEINSCHAFTEN —                                                       Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
                                                                       in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                      Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                        Währung stützt,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
Rates vom 29 . Oktober 1975 über die gemeinsame                        der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
Marktorganisation für Getreide ('), zuletzt geändert                   kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1451 /82 (2), insbe­                    für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
sondere auf Artikel 14 Absatz 4,                                       chend vorstehendem Gedankenstrich festgestellt
                                                                       wird.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 des                Diese Wechselkurse sind die am 6. September 1982
Rates vom 21 . Juni 1976 über die gemeinsame Markt­              festgestellten Kurse.
organisation für Reis (3), zuletzt geändert durch die
Akte über den Beitritt Griechenlands (4), insbesondere           Die zuletzt festgesetzte Abschöpfung der Grund­
auf Artikel 12 Absatz 4,                                         erzeugnisse weicht von den mittleren Abschöpfungen
                                                                 um mehr als 3,02 ECU je Tonne des Grunderzeug­
gestützt auf die Verordnung Nr. 129 des Rates über               nisses ab. Daher müssen aufgrund von Artikel 1 der
den Wert der Rechnungseinheit und die im Rahmen                  Verordnung (EWG) Nr. 1 579/74 (9) die zur Zeit
der gemeinsamen Agrarpolitik anzuwendenden                       geltenden Abschöpfungen entsprechend dem Anhang
Umrechnungskurse (5), zuletzt geändert durch die                 zu dieser Verordnung geändert werden —
Verordnung (EWG) Nr. 2543/73 (6), insbesondere auf '
Artikel 3 ,
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gestützt auf die Stellungnahme des Währungsaus­
schusses,                                                                                 Artikel 1
in Erwägung nachstehender Gründe :                               Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
                                                                 tungserzeugnissen, die der Verordnung (EWG) Nr.
                                                                 2744/75 (10) zuletzt geändert durch die Verordnung
tungserzeugnissen zu erhebenden Abschöpfungen sind               (EWG) Nr. 1459/82 (u) unterliegen und im Anhang
durch die Verordnung (EWG) Nr. 2341 /82 Q, zuletzt               der geänderten Verordnung (EWG) Nr. 2341 /82 fest­
geändert durch Verordnung (EWG) Nr. 2392/82 (8),                 gesetzt sind, zu erhebenden Abschöpfungen werden
festgesetzt.                                                     wie im Anhang angegeben geändert.
Um ein normales Funktionieren der Abschöpfungsre­                                         Artikel 2
gelung zu ermöglichen ist bei der Berechnung der
Abschöpfungen zugrunde zu legen :                                Diese Verordnung tritt am 8 . September 1982 in Kraft.
               Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
               Mitgliedstaat.
               Brüssel, den 7. September 1982
                                                                             Für die Kommission
                                                                                Poul DALSAGER
                                                                          Mitglied der Kommission
(') ABl . Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 164 vom 14. 6. 1982, S. 1 .
(3) ABl . Nr. L 166 vom 25 . 6 . 1976, S. 1 .
(4) ABl . Nr. L 291 vom 19 . 11 . 1979 , S. 17.
O ABl . Nr. 106 vom 30. 10. 1962, S. 2553/62.
(6) ABl. Nr. L 263 vom 19. 9. 1973, S. 1 .                        O ABl . Nr. L 168 vom 25. 6 . 1974, S. 7.
f7) ABl. Nr. L 251 vom 27. 8. 1982, S. 8 .                        (10) ABl . Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 65 .
 8 ABl . Nr. L 255 vom 1 . 9 . 1982, S. 54.                       (") ABl . Nr. L 164 vom 14. 6. 1982, S. 22.
 ---pagebreak--- 8 . 9 . 82                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. L 260/ 15
                                                        ANHANG
           zur Verordnung der Kommission vom 7 . September 1982 zur Änderung der Einfuhrab­
                               schöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse
                                                                                                    (ECU/Tonne)
                                                                         Abschöpfungen
                            Nummer
                                                            Drittländer
                  des Gemeinsamen Zolltarifs                                           AKP oder t)LG
                                                         (ausgenommen
                                                        AKP oder ÜLG)
           07.06 A I                                         1 07,05 (')                    105,24 (·)0
           07.06 A II                                        110,07 (')                     105,24 O j5)
           11.01 C (2)                                       198,73                         192,69
           1 1.02 A III 0                                    198,73                         192,69
           1 1.02 B I a) 1 (2)                               174,30                         171,28
           1 1.02 B I b) 1 (2)                               174,30                         171,28
           1 1.02 C III 0                                    273,67                         267,63
           1 1.02 D III (2)                                  112,21                         109,19
           11.02 E I a) 1 (2)                                112,21                         109,19
           1 1.02 E I b) 1 (2)                             • 220,14                         214,10
           1 1.02 F III (2)                                  198,73                         192,69
           1 1.04 C I                                        110,07                         103,42 0
           1 1 .07 A II a)                                   201,43 (4)                     190,55
           1 1.07 A II b)                                    153,26                         142,38
           11.07 B                                           176,81 (4)                     165,93
           (') Diese Abschöpfung ist auf 6 v. H. des Zollwerts bergrenzt.
           (2) Für die Abgrenzung der Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 von denen der Tarifstelle
                23.02 A gelten als Erzeugnisse der Tarifnurrimern 11.01 und 11.02 Erzeugnisse, die — in
                Gewichtshundertteilen ausgedrückt und auf den Trockenstoff bezogen — gleichzeitig folgendes
                aufweisen :
                — einen Stärkegehalt (bestimmt nach dem abgewandten polarimetrischen Ewers-Verfahren), der
                    höher ist als 45 v. H. ;
                — einen Aschegehalt (abzüglich etwa eingesetzter Mineralstoffe), der bei Reis 1,6 v. H. oder
                    weniger, bei Weizen und Roggen 2,5 v. H. oder weniger, bei Gerste 3 v. H. oder weniger, bei
                    Buchweizen 4 v. H. oder weniger, bei Hafer 5 v. H. oder weniger und bei anderen Getreide­
                    arten 2 v. H. oder weniger beträgt.
                Jedoch gehören Getreidekeime, ganz, gequetscht, als Flocken oder gemahlen, zur Tarifnummer
                11.02 .
           (4) Gemäß Verordnung (EWG) Nr. 1180/77 wird diese Abschöpfung für die Erzeugnisse mit
                Ursprung in der Türkei um 5,44 ECU/t verringert.
           O Gemäß Verordnung (EWG) Nr. 435/80 wird die Abschöpfung für nachstehende Erzeugnisse mit
                Ursprung in den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean und in den
                überseeischen Ländern und Gebieten nicht erhoben :
                — Marantawurzeln der Tarifstelle 07.06 A
                — Mehl und Grieß der Tarifstelle 11.04 C
                — Stärke von Maranta der Tarifstelle 11.08 A V.