CELEX: C2004/118/60
Language: de
Date: 2004-04-30 00:00:00
Title: Rechtssache C-148/04: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt mit Beschluss der Commissione Tributaria Provinciale Genua vom 11. Februar 2004 in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit Unicredito Italiano SpA gegen Agenzia Entrate Ufficio Genua 1

30.4.2004   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 118/32
            
         Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt mit Beschluss der Commissione Tributaria Provinciale Genua vom 11. Februar 2004 in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit Unicredito Italiano SpA gegen Agenzia Entrate Ufficio Genua 1
   (Rechtssache C-148/04)
   (2004/C 118/60)
   Die Commissione Tributaria Provinciale Genua ersucht den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften mit Beschluss vom 11. Februar 2004, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 23. März 2004, in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit Unicredito Italiano SpA gegen Agenzia Entrate Ufficio Genua 1 um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
   
               1.
            
            
               Ist die Entscheidung Nr. 2002/581/EG der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom 11. Dezember 2001 (1) nichtig und mit dem Gemeinschaftsrecht unvereinbar, weildie Bestimmungen der Legge Ciampi und des entsprechenden Decreto-legislativo über die Banken entgegen der Ansicht der EG-Kommission mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar sind oder jedenfalls unter die Ausnahmeregelungen des Artikels 87 Absatz 3 Buchstaben b und c EG-Vertrag fallen?
            
         
               2.
            
            
               Ist insbesondere Artikel 4 der genannten Entscheidung nichtig und mit dem Gemeinschaftsrecht unvereinbar, weil die Kommission,
               
                           a)
                        
                        
                           die Pflicht zur Abgabe einer angemessenen Begründung im Sinne des Artikels 253 EG-Vertrag verletzt hat und/oder
                        
                     
                           b)
                        
                        
                           den Grundsatz des berechtigten Vertrauens verletzt hat und/oder
                        
                     
                           c)
                        
                        
                           den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt hat.
                        
                     
         
               3.
            
            
               Steht jedenfalls die zutreffende Auslegung der Artikel 87 ff. EG-Vertrag, des Artikels 14 der Verordnung (EG) Nr. 659/1999 (2) und der allgemeinen Grundsätze des Gemeinschaftsrechts, insbesondere derjenigen, die in der Begründung aufgeführt sind, der Anwendung des Artikels 1 des D.L. Nr. 282 vom 24. Dezember 2002 (umgewandelt in das Gesetz Nr. 27 vom 21. Februar 2003 über Dringlichkeitsbestimmungen auf dem Gebiet „gemeinschafts- und steuerrechtlicher Verpflichtungen, der Erhebung und der Buchungsverfahren“, suppl. ord. Nr. 29 zur Gazzetta Ufficiale Nr. 44 vom 22.2.2003) entgegen?
            
         
      (1)  ABl. L 184, 13. 7. 2002, S. 27.
   
      (2)  ABl. L 83, 27. 3. 1999, S. 1.