CELEX: 32003R0931
Language: de
Date: 2003-05-26 00:00:00
Title: Verordnung (EG) Nr. 931/2003 des Rates vom 26. Mai 2003 zur Änderung der mit der Verordnung (EG) Nr. 1011/2002 auf die Einfuhren von Aktivkohle in Pulverform mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführten Antidumpingmaßnahmen

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32003R0931

Verordnung (EG) Nr. 931/2003 des Rates vom 26. Mai 2003 zur Änderung der mit der Verordnung (EG) Nr. 1011/2002 auf die Einfuhren von Aktivkohle in Pulverform mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführten Antidumpingmaßnahmen  

Amtsblatt Nr. L 133 vom 29/05/2003 S. 0036 - 0037

Verordnung (EG) Nr. 931/2003 des Ratesvom 26. Mai 2003zur Änderung der mit der Verordnung (EG) Nr. 1011/2002 auf die Einfuhren von Aktivkohle in Pulverform mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführten AntidumpingmaßnahmenDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates vom 22. Dezember 1995 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern(1), insbesondere auf Artikel 11 Absatz 3,auf Vorschlag der Kommission nach Konsultationen im Beratenden Ausschuss,in Erwägung nachstehender Gründe:A. VERFAHREN1. Geltende Maßnahmen(1) Im Juni 2002 führte der Rat mit der Verordnung (EG) Nr. 1011/2002(2) endgültige Antidumpingmaßnahmen auf die Einfuhren von Aktivkohle in Pulverform (nachstehend "AKPF" genannt) mit Ursprung in der Volksrepublik China (nachstehend "VR China" genannt) ein. Dabei handelte es sich um einen spezifischen Zoll.2. Einleitung(2) Am 29. Oktober 2002 veröffentlichte die Kommission im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften eine Bekanntmachung über die Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung der für die Einfuhren von AKPF mit Ursprung in der VR China in die Gemeinschaft geltenden Antidumpingmaßnahmen(3).(3) Die Kommission leitete die Überprüfung von sich aus ein, um die Angemessenheit der Form der geltenden Maßnahmen zu untersuchen. Die geltende Maßnahme, d. h. der spezifische Zoll, tragen denjenigen Fällen nicht Rechnung, in denen die eingeführten Waren vor ihrer Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr beschädigt wurden.3. Untersuchung(4) Die Kommission unterrichtete die bekanntermaßen betroffenen ausführenden Hersteller, Einführer und Verwender und deren Verbände sowie die Vertreter des betroffenen Ausfuhrlandes und die Gemeinschaftshersteller offiziell über die Einleitung des Verfahrens. Die betroffenen Parteien erhielten Gelegenheit, innerhalb der in der Bekanntmachung festgesetzten Frist schriftlich Stellung zu nehmen und eine Anhörung zu beantragen.(5) Mehrere ausführende Hersteller in dem betroffenen Land sowie Hersteller und Einführer/Händler in der Gemeinschaft nahmen schriftlich Stellung. Alle Parteien, die innerhalb der festgesetzten Frist einen entsprechenden Antrag stellten und nachwiesen, dass besondere Gründe für ihre Anhörung sprachen, erhielten Gelegenheit, gehört zu werden.(6) Die Kommission holte alle Informationen ein, die sie für die Feststellung der Angemessenheit der geltenden Maßnahmen als notwendig erachtete, und prüfte sie.B. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG(7) Gemäß Artikel 145 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften(4) wird im Falle einer Beschädigung der Waren vor ihrer Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr bei der Ermittlung des Zollwerts der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis verhältnismäßig aufgeteilt. In diesen Fällen wird der Zollwert um einen Prozentsatz gesenkt, der der Aufteilung des tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preises entspricht.(8) Um zu vermeiden, dass ein übermäßig hoher Antidumpingzoll erhoben wird, sollte im Fall einer Beschädigung der Waren der spezifische Zoll um den Prozentsatz gesenkt werden, der der Aufteilung des tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preises entspricht.(9) Keine betroffene Partei übermittelte eine Stellungnahme oder stichhaltige Argumente gegen diesen Vorschlag.(10) Da von den betroffenen Parteien keine stichhaltigen Argumente vorgebracht wurden, wird der Schluss gezogen, dass in Fällen, in denen Waren vor der Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr beschädigt wurden, so dass der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis bei der Ermittlung des Zollwertes verhältnismäßig aufgeteilt wird, der spezifische Zoll um einen Prozentsatz herabgesetzt werden sollte, der der verhältnismäßigen Aufteilung des tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preises entspricht -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1Dem Artikel 1 der Verordnung (EG) Nr. 1011/2002 wird folgender Absatz angefügt:"(3) Werden Waren vor ihrer Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr beschädigt, so dass der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis gemäß Artikel 145 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission vom 2. Juli 1993 mit Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 2913/92 des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften(5) bei der Ermittlung des Zollwertes verhältnismäßig aufgeteilt wird, so wird der anhand des vorgenannten Betrags berechnete Antidumpingzoll um einen Prozentsatz herabgesetzt, der der verhältnismäßigen Aufteilung des tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preises entspricht."Artikel 2Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am 26. Mai 2003.Im Namen des RatesDer PräsidentG. Drys(1) ABl. L 56 vom 6.3.1996, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1972/2002 (ABl. L 305 vom 7.11.2002, S. 1).(2) ABl. L 155 vom 14.6.2002, S. 1.(3) ABl. C 262 vom 29.10.2002, S. 2.(4) ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 444/2002 (ABl. L 68 vom 12.3.2002, S. 11).(5) ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 444/2002 (ABl. L 68 vom 12.3.2002, S. 11).