CELEX: 31979R1056
Language: de
Date: 1979-05-31 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1056/79 der Kommission vom 30. Mali 1979 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Marokko

Nr. L 133/22                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            31 . 5 . 79
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 1056/79 DER KOMMISSION
                                                 vom 30 . Mai 1979
              zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ur­
                                                sprung in Marokko
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                              (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                             den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                             und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­            Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                              dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
                                                             1 Absatz 2 Buchstabe a) erster Gedankenstrich der Ver­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des            ordnung (EWG) Nr. 827/79 festgesetzt worden ist.
Rates vom 18 . Mai 1972 über die gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse (*), zuletzt geändert       Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für marokka­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 912/79 (2), insbeson­         nische Tomaten an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
dere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,            tagen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                             dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
in Erwägung nachstehender Gründe :                           gleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden .
                                                             Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
                                                             lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei
                                                             grunde zu legen :
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­               — für die Währungen , die untereinander zu jedem
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                 Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus             chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
                                                                 ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­              Parität dieser Währungen stützt,
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der          — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                 der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                    kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                 der während des fortgesetzten Zeitraums für die
                                                                 Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
In der Verordnung (EWG) Nr. 827/79 der Kommis­                   hendem Gedankenstrich festgestellt wird.
sion vom 26. April 1979 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Tomaten bis zum Ende des Wirtschaftsjah­
res 1979 (3) wurde der Referenzpreis für dieses Erzeug­       Der Koeffizient für die Umrechnung der in Rech­
nis der Güteklasse I während des Monats Mai 1979             nungseinheiten (RE) festgesetzten Beträge in ECU ist
auf 98,51 ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.             in der Verordnung (EWG) Nr. 652/79 des Rates vom
                                                             29. März 1 979 (6) festgelegt —
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                                     Artikel 1
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­         Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle 07.01 M
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­      des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Ma­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72              rokko wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 6,46
festgelegt.                                                   ECU je 100 kg Eigengewicht angewandt.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                                     Artikel 2
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
(>) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .                    Diese Verordnung tritt am 1 . Juni 1979 in Kraft.
(2) ABl. Nr. L 116 vom 11 . 5. 1979, S. 1 ,
(î) ABl. Nr. L 105 vom 27. 4. 1979, S. 20.                   (S) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
M ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.                    f») ABl. Nr. L 84 vom 4. 4. 1979, S. 1 .
 ---pagebreak--- 31 . 5 . 79                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                     Nr. L 133 / 23
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 30. Mai 1979
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Finn GUNDELACH
                                                                      Vizepräsident