CELEX: 31994R0218
Language: de
Date: 1994-01-24 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EG) Nr. 218/94 DES RATES vom 24. Januar 1994 zur Eröffnung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Tafelkirschen mit Ursprung in der Schweiz

Avis juridique important

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31994R0218

VERORDNUNG (EG) Nr. 218/94 DES RATES vom 24. Januar 1994 zur Eröffnung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Tafelkirschen mit Ursprung in der Schweiz  

Amtsblatt Nr. L 028 vom 02/02/1994 S. 0005 - 0006

VERORDNUNG (EG) Nr. 218/94 DES RATES vom 24. Januar 1994 zur Eröffnung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für Tafelkirschen mit Ursprung in der Schweiz  DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,  auf Vorschlag der Kommission,  in Erwägung nachstehender Gründe:  In den mit dem Beschluß 86/559/EWG (1) genehmigten Abkommen in Form von Briefwechseln zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft in den Bereichen Landwirtschaft und Fischerei hat sich die Gemeinschaft  verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen ein jährliches Gemeinschaftszollkontingent zum Nullsatz für Tafelkirschen mit Ursprung in der Schweiz zu eröffnen. Dieses Zollkontingent ist somit für das Jahr 1994 zu eröffnen, wobei die etwaigen  Zugangsbedingungen zu definieren sind.  Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle betroffenen Marktteilnehmer der Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kontingent haben und daß die vorgesehenen Kontingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffenden  Ware in allen Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung des Kontingents angewandt werden.  Es obliegt der Gemeinschaft, in Ausführung ihrer internationalen Verpflichtungen über die Eröffnung von Zollkontingenten zu beschließen. Es ist jedoch nichts dagegen einzuwenden, im Interesse einer wirksamen gemeinsamen Verwaltung dieser Zollkontingente  vorzusehen, daß die Mitgliedstaaten die ihren tatsächlichen Einfuhren entsprechenden notwendigen Mengen aus den Kontingenten ziehen können. Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die  vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der Ausnutzung der Kontingentsmengen zu verfolgen, und die die Mitgliedstaaten davon unterrichten muß.  Da sich das Königreich Belgien, das Königreich der Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg zu der Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme im Zusammenhang mit der Verwaltung dieser  Kontingente durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen werden - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:   Artikel 1  (1) Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1994 werden die bei der Einfuhr zu erhebenden Zollsätze für das nachstehende Erzeugnis im Rahmen des angegebenen Gemeinschaftszollkontingents ausgesetzt:   "" ID="1" ASSV="02">09.0901> ID="2">ex 0809 20 40> ID="3">Tafelkirschen> ID="4">1 000> ID="5">0"> ID="2">ex 0809 20 80""   >(2) Das Protokoll über die Bestimmung des Begriffs  "Erzeugnisse mit Ursprung in" oder  "Ursprungserzeugnisse" und über die Methoden der Zusammenarbeit der Verwaltungen, das den Abkommen in Form von Briefwechseln zwischen der Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft in den Bereichen Landwirtschaft und Fischerei beigefügt ist, findet Anwendung. Artikel 2 Das Zollkontingent nach Artikel 1 wird von der Kommission verwaltet, die alle für eine effiziente Verwaltung dienlichen Verwaltungsmaßnahmen treffen kann. Artikel 3 Legt ein Importeur in einem Mitgliedstaat eine Anmeldung zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr vor, die einen Antrag auf Gewährung der Zollvergünstigung für ein unter diese Verordnung fallendes Erzeugnis enthält, und nehmen die  Zollbehörden diese Anmeldung an, so nimmt der betreffende Mitgliedstaat durch Meldung an die Kommission die Ziehung einer diesem Bedarf entsprechenden Menge auf die Kontingentsmenge vor. Die Anträge auf Ziehung sind der Kommission zusammen mit der  Angabe, wann die Anmeldungen zur Überführung in den freien Verkehr angenommen wurden, unverzueglich zu übermitteln. Die Ziehungen werden von der Kommission entsprechend der zeitlichen Reihenfolge gewährt, in der die Zollbehörden des betreffenden  Mitgliedstaats die Anmeldungen zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr angenommen haben, soweit der Restbetrag ausreicht. Nutzt ein Mitgliedstaat die gezogenen Mengen nicht aus, so hat er sie so bald wie möglich auf das entsprechende  Kontingent zurückzuübertragen. Sind die beantragten Mengen höher als der verfügbare Rest des Kontingents, so erfolgt die Zuteilung anteilig im Verhältnis der Anträge. Die Mitgliedstaaten werden von der Kommission über die vorgenommenen Ziehungen  unterrichtet. Artikel 4 Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Erzeugnisse gleichen und kontinuierlichen Zugang zu den Kontingenten, soweit der Rest der jeweiligen Kontingentsmenge ausreicht. Artikel 5 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten eng zusammen, um die Einhaltung dieser Verordnung sicherzustellen. Artikel 6 Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. Sie gilt ab dem 1. Januar 1994.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem  Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am 24. Januar 1994. Im Namen des Rates Der Präsident G. MORAITIS (1) ABl. Nr. L 328 vom 22. 11. 1986, S. 99.  (2)() Siehe Taric-Codes im Anhang.      ANHANG   Taric-Codes   "" ID="1" ASSV="02">09.0901> ID="2">ex 0809 20 40> ID="3">0809 20 40 * 10"> ID="2">ex 0809 20 80> ID="3">0809 20 80 * 11"> ID="3">0809 20 80 * 21"> ID="3">0809 20 80 * 31"> ID="3">0809 20 80 * 81">