CELEX: 51983PC0167
Language: de
Date: 1983-04-05
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER TYPENMAESSIG DURCH DIE VERWENDUNG VON HINTEN ANGEBRACHTEN UEBEROLLBUEGELN, UEBERROLLRAHMEN ODER SCHUTZKABINEN GEKENNZEICHNETE UMSTURZVORRICHTUNGEN FUER LAND- ODER FORSTWIRTSCHAFTLICHE SCHMALSPURZUGMASCHINEN AUF RAEDERN

9. 5. 83                           . Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 123/1
                                                             II
                                               (Vorbereitende Rechtsakte)
                                              KOMMISSION
               Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mit-
               gliedstaaten über typenmäßig durch die Verwendung von hinten angebrachten Überroll-
               bügeln, Überrollrahmen oder Schutzkabinen gekennzeichnete Umsturzschutzvorrichtun-
                      gen für land- oder forstwirtschaftliche Schmalspurzugmaschinen auf Rädern
                               (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 11. April 1983)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                         1 150 mm oder mehr; dabei beträgt die Masse zwi-
GEMEINSCHAFTEN —                                                schen 1,5 und 4,5 Tonnen für Zugmaschinen in der
                                                                Richtlinie „dynamische Prüfungen" und 800 kg
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä-               oder mehr für Zugmaschinen in der Richtlinie „sta-
ischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf                tische Prüfungen".
Artikel 100,
                                                                Die Zugmaschinen im Sinne dieser Richtlinie haben
auf Vorschlag der Kommission,                                   eine Bodenfreiheit von höchstens 600 mm, eine
                                                                Mindestspurbreite beider Achsen von weniger als
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                  1 150 mm und eine Masse von mehr als 600 kg. Die
                                                                Umsturzschutzvorrichtungen dieser Zugmaschinen,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-              die für besondere Arbeiten verwendet werden, kön-
schusses,                                                       nen besonderen und alternativen Vorschriften zu
                                                                den Vorschriften in den beiden Richtlinien 77/536/
                                                                EWG und 79/622/EWG unterliegen.
in Erwägung nachstehender Gründe:
 In der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom                     Die technischen Vorschriften, denen diese soge-
4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschrif-               nannten Schmalspur-Zugmaschinen nach den ein-
ten der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis              zelstaatlichen Rechtsvorschriften genügen müssen,
für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen                betreffen u. a. die Umsturzschutzvorrichtung und
auf Rädern ('), geändert durch die Akte über den                ihre Befestigung an der Zugmaschine. Diese Vor-
 Beitritt Griechenlands, ist vorgesehen, die erforderli-        schriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat
chen Bestimmungen zur Durchführung des Verfah-                  verschieden. Deshalb ist es notwendig, daß alle Mit-
rens für die EWG-Betriebserlaubnis für die einzel-              gliedstaaten — entweder zusätzlich zu oder anstelle
nen Zugmaschinenteile oder -merkmale in Einzel-                 ihrer derzeitigen Regelung — gleichlautende Vor-
richtlinien festzulegen. Die Vorschriften über                  schriften erlassen, insbesondere, um für jeden Zug-
 Umsturzschutzvorrichtungen und ihre Befestigung                maschinentyp das EWG-Betriebserlaubnisverfahren
an den Zugmaschinen wurden in den Richtlinien                   gemäß der Richtlinie 74/150/EWG einführen zu
77/536/EWG (2) und 79/622/EWG (3) des Rates                     können.
 erlassen. Diese beiden Richtlinien, eine für die
dynamischen Prüfungen, die andere für die stati-                 Umsturzschutzvorrichtungen im Sinne dieser Richt-
 schen Prüfungen — wobei die Wahl den Herstellern               linie haben hinten angebrachte Überrollbügel, Über-
überlassen bleibt — gelten für herkömmliche Zug-                rollrahmen oder Schutzkabinen, bei denen sich die
 maschinen mit einer Bodenfreiheit von höchstens                obere Begrenzung des Freiraums 900 mm über dem
 1 000 mm und einer feststehenden oder einstellba-               Sitzbezugspunkt befindet und der Freiraum hinrei-
ren Mindestspurweite einer der Antriebsachsen von                chend groß ist, um den Fahrzeugführer zu schützen.
                                                                 Für Umsturzschutzvorrichtungen mit zwei vor dem
                                                                 Führer angebrachten Pfosten soll eine andere Ein-
 (')  ABl. Nr. L 84 vom 28. 3. 1974, S. 10.                      zelrichtlinie gelten, da bei diesen aus Gründen, die
 (2) ABl. Nr. L 220 vom 29. 8. 1977, S. 1.
 (i) ABl. Nr. L 179 vom 17. 7. 1979, S. 1.                       durch die Fahrzeugkonstruktion, die unter allen
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Umständen zu wahrende Zugänglichkeit des Bedie-           — Masse von 600 kg oder mehr, entsprechend dem
nungsstandes sowie durch den Wunsch gegeben                    Leergewicht der Zugmaschine im Sinne des
sind, diese (herunterklappbaren oder nicht herunter-           Anhangs I Ziffer 2.4 der Richtlinie 74/150/
klappbaren) Vorrichtungen einfach in der Handha-               EWG, einschließlich der nach der vorliegenden
bung zu halten, der Freiraum kleiner ist.                      Richtlinie angebauten Umsturzschutzvorrich-
                                                               tung und der vom Hersteller empfohlenen Rei-
Im Rahmen eines harmonisierten Verfahrens der                  fen größter Abmessung.
Bauartgenehmigung für Umsturzschutzvorrichtun-
gen und ihre Befestigung an der Zugmaschine kann
jeder Mitgliedstaat feststellen, ob die gemeinsamen                             Artikel 2
Vorschriften für den Bau und die Prüfung eingehal-
ten worden sind, und die anderen Mitgliedstaaten          (1) Die EWG-Bauartgenehmigung für jeden Typ
von der getroffenen Feststellung durch Übersen-           einer Umsturzschutzvorrichtung und ihre Befesti-
dung einer Abschrift des für jeden Typ einer              gung an der Zugmaschine, der den Bau- und Prüf-
Umsturzschutzvorrichtung und ihre Befestigung an          vorschriften der Anhänge I bis IV entspricht, wird
der Zugmaschine ausgestellten Bauartgenehmi-              von den einzelnen Mitgliedstaaten erteilt.
gungsbogens unterrichten. Bei allen mit einem
EWG-Genehmigungszeichen versehenen Vorrich-               (2) Der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartgeneh-
tungen, die in Übereinstimmung mit dem genehmig-          migung erteilt hat, trifft — erforderlichenfalls in
ten Typ hergestellt wurden, erübrigt sich eine techni-    Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der
sche Kontrolle dieser Vorrichtungen in den anderen        übrigen Mitgliedstaaten — die gebotenen Vorkeh-
Mitgliedstaaten.                                          rungen, um die Übereinstimmung der Produktion
                                                          mit dem genehmigten Typ soweit notwendig zu
Die gemeinschaftlichen Vorschriften für andere            überwachen. Die Überwachung beschränkt sich auf
Bauteile und Merkmale der Umsturzschutzvorrich-           Stichproben.
tungen, insbesondere in bezug auf Abmessungen,
Türen, Sicherheitsscheiben, Schutz gegen Weiterrol-
len der umgestürzten Zugmaschine und Schutz des                                 Artikel 3
Beifahrers, werden zu einem späteren Zeitpunkt
festgelegt.                                               Die Mitgliedstaaten weisen dem Hersteller einer
                                                          Zugmaschine, dem Hersteller einer Umsturzschutz-
Hauptzweck der harmonisierten Vorschrift ist es, die      vorrichtung oder ihren jeweiligen Beauftragten für
Sicherheit im Straßenverkehr und die Sicherheit am        jeden Typ einer Umsturzschutzvorrichtung sowie
Arbeitsplatz im gesamten Gebiet der Gemeinschaft          ihre Befestigung an der Zugmaschine, für den sie
zu gewährleisten. Hierzu ist es angebracht, für die       nach Artikel 1 die EWG-Bauartgenehmigung ertei-
unter diese Richtlinie fallenden Zugmaschinen die         len, ein EWG-Genehmigungszeichen nach dem
Ausrüstung mit einer Umsturzschutzvorrichtung             Muster des Anhangs VI zu.
zwingend vorzuschreiben.
                                                          Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen
Zur Angleichung der einzelstaatlichen Rechtsvor-          Maßnahmen, um die Verwendung von Genehmi-
schriften über diese Zugmaschinen gehört auch, daß        gungszeichen zu verhindern, die zu einer Verwechs-
die einzelnen Mitgliedstaaten die von jedem von           lung zwischen Vorrichtungen eines Typs, für den
ihnen aufgrund gemeinsamer Vorschriften durchge-          eine EWG-Bauartgenehmigung nach Artikel 1 erteilt
führten Kontrollen gegenseitig anerkennen —               wurde, und anderen Vorrichtungen führen können.
                                                                                Artikel 4
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                         (1) Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbrin-
                                                          gen von Umsturzschutzvorrichtungen nicht wegen
                                                          ihrer Bauweise verbieten, wenn sie mit dem EWG-
                        Artikel 1                         Prüfzeichen versehen sind.
Diese Richtlinie gilt für Zugmaschinen im Sinne des       (2) Ein Mitgliedstaat darf jedoch das Inverkehr-
Artikels 1 der Richtlinie 74/150/EWG mit folgen-          bringen von Vorrichtungen, die mit dem EWG-Prüf-
den Merkmalen:                                            zeichen versehen sind, verbieten, wenn sie systema-
                                                          tisch nicht mit dem Typ übereinstimmen, für den
— Bodenfreiheit von höchstens 600 mm unter der            die EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
     Vorder- und der Hinterachse;
— Mindestspurweite beider Achsen von weniger              Dieser Mitgliedstaat unterrichtet unverzüglich die
     als 1 150 mm;                                        übrigen Mitgliedstaaten und die Kommission von
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den getroffenen Maßnahmen und begründet dabei            Geltung für eine Zugmaschine nicht wegen der
seinen Beschluß.                                         Umsturzschutzvorrichtungen sowie ihrer Befesti-
                                                         gung an der Zugmaschine versagen, wenn diese mit
                                                         dem EWG-Prüfzeichen versehen und die Vorschrif-
                      Artikel 5                          ten des Anhangs VIII eingehalten sind.
Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitglied-
staaten übermitteln den zuständigen Behörden der
anderen Mitgliedstaaten binnen eines Monats eine                                 Artikel 9
Abschrift    der    EWG-Bauartgenehmigungsbögen
nach dem Muster des Anhangs VII für jeden Typ            Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die Zulas-
einer Umsturzschutzvorrichtung, für den sie die          sung, die Inbetriebnahme oder die Benutzung einer
Bauartgenehmigung erteilen oder versagen.                Zugmaschine nicht wegen der Umsturzschutzvor-
                                                         richtungen sowie ihrer Befestigung an der Zugma-
                                                         schine versagen oder verbieten, wenn diese mit dem
                      Artikel 6                          EWG-Genehmigungszeichen versehen und die Vor-
                                                         schriften des Anhangs VIII eingehalten worden
(1) Stellt der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauart-        sind.
genehmigung erteilt hat, fest, daß mehrere mit dem-
selben EWG-Prüfzeichen versehenen Umsturz-
schutzvorrichtungen nicht mit dem Typ übereinstim-                              Artikel 10
men, für den er die Bauartgenehmigung erteilt hat,
so trifft er die notwendigen Maßnahmen, um die           (1) Jede Zugmaschine, auf die Artikel 1 Anwen-
Übereinstimmung der Produktion mit dem geneh-            dung findet, muß mit einer Umsturzschutzvorrich-
migten Typ sicherzustellen. Die zuständigen Behör-       tung versehen sein.
den dieses Mitgliedstaats unterrichten die zuständi-
gen Behörden der anderen Mitgliedstaaten von den         (2) Diese muß den Vorschriften gemäß Anhang I
getroffenen Maßnahmen, die bei erheblicher und           bis IV dieser Richtlinie, der Richtlinie 77/536/EWG
wiederholter Nichtübereinstimmung bis zum Entzug         oder der Richtlinie 79/622/EWG entsprechen.
der EWG-Bauartgenehmigung gehen können. Diese
Behörden treffen die gleichen Maßnahmen, wenn
sie von den zuständigen Behörden eines anderen
Mitgliedstaats von einer derartigen Nichtüberein-                               Artikel 11
stimmung unterrichtet werden.
                                                         Änderungen, die zur Anpassung der Anhänge an
(2) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten         den technischen Fortschritt notwendig sind, werden
unterrichten sich gegenseitig binnen eines Monats        nach dem Verfahren des Artikels 13 der Richtlinie
über den Entzug einer erteilten EWG-Bauartgeneh-         74/ 150/EWG erlassen.
migung unter Angabe der Gründe.
                                                                                Artikel 12
                      Artikel 7
                                                         (1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen
Jede Verfügung aufgrund der zur Durchführung die-        Rechtsvorschriften, um dieser Richtlinie bis zum
ser Richtlinie erlassenen Vorschriften, durch die        1. Januar 1985 nachzukommen, und setzen die
eine EWG-Bauartgenehmigung versagt oder entzo-           Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.
gen oder das Inverkehrbringen oder die Benutzung
verboten wird, ist genau zu begründen. Sie ist den
                                                         (2) Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, daß
Betroffenen unter Angabe der in den Mitgliedstaa-
                                                         der Kommission der Wortlaut der wichtigsten inner-
ten nach dem geltenden Recht vorgesehenen
                                                         staatlichen Rechtsvorschriften mitgeteilt wird, die
Rechtsmittel und der Rechtsmittelfristen zuzustel-
                                                         sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet
len.
                                                         erlassen.
                      Artikel 8
                                                                                 Artikel 13
Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebser-
laubnis oder die Betriebserlaubnis mit nationaler         Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
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                                        LISTE DER ANHÄNGE
           ANHANG I:   Bedingungen für die Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung
           ANHANG II:  Bedingungen für die Prüfung der Festigkeit von Schutzvorrichtungen und
                       ihrer Befestigung an der Zugmaschine
           ANHANG III:  Prüfverfahren
                       A    — dynamische Prüfungen
                       B    — statische Prüfungen
           ANHANG IV:  Abbildungen
           ANHANG V:   Muster eines Berichts über die EWG-Bauartgenehmigungsprüfung
           ANHANG VI:  Kennzeichnung
           ANHANG VII: Muster eines EWG-Bauartgenehmigungsbogens
           ANHANG VIII Bedingungen für die Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis
           ANHANG IX:  Muster eines Anhangs zum EWG-Betriebserlaubnisbogen für einen Zugma-
                       schinentyp betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer Befesti-
                       gung an der Zugmaschine
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                                                   ANHANG I
             BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
         1.      BEGRIFFSBESTIMMUNG
         1.1    Umsturzschutzvorrichtung nachstehend „Schutzvorrichtung" genannt, ist eine Vorrich-
                tung an einer Zugmaschine, die hauptsächlich dazu dient, den Führer der Zugmaschine
                vor den Gefahren, die durch Umstürzen der Zugmaschine bei normaler Verwendung
                auftreten können, zu schützen oder diese Gefahren einzuschränken.
         1.2    Vorrichtungen nach 1.1 sind dadurch gekennzeichnet, daß sie bei den zu den Anhän-
                gen II und III vorgesehenen Prüfungen eine ausreichend große Freiraumzone haben,
                um den Führer zu schützen.
         2.      ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
         2.1     Die Schutzvorrichtungen und ihre Befestigung an der Zugmaschine müssen so beschaf-
                 fen sein, daß ihr Hauptzweck nach Nummer 1.1 erfüllt wird.
         2.2     Diese Bedingung gilt als erfüllt, wenn die Vorschriften der Anhänge II und III eingehal-
                 ten werden.
         3.      ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
         3.1     Der Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung betreffend die Festigkeit der
                 Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine ist vom Hersteller der
                 Zugmaschine, vom Hersteller der Schutzvorrichtung oder ihren jeweiligen Beauftragten
                 zu stellen.
         3.2     Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung und nachstehende
                 Angaben beizufügen:
                 — Maßstabgerechte Zeichnung der Schutzvorrichtung oder Zeichnung unter Angabe
                       der Hauptabmessungen. In dieser Zeichnung muß insbesondere die Befestigung im
                       Detail dargestellt sein;
                 — Fotos von der Seite und von hinten, mit Einzelheiten der Befestigung;
                 — kurze Beschreibung der Schutzvorrichtung mit folgenden Angaben: Bauart, Art der
                       Befestigung an der Zugmaschine, soweit erforderlich Einzelheiten der Verkleidung,
                       Einstieg- und Notausstiegmöglichkeiten, Einzelheiten der Innenpolsterung, Vor-
                       richtungen gegen weiteres Überrollen der Zugmaschine und Einzelheiten des Heiz-
                       und Lüftungssystem;
                 — Angaben über die für die tragenden Bauelemente der Schutzvorrichtung und der
                       Befestigung verwendeten Werkstoffe (siehe Anhang V).
         3.3      Dem für die Durchführung der Bauartgenehmigungsprüfung zuständigen technischen
                  Dienst ist eine für den Zugmaschinentyp, für den die zu genehmigende Schutzvorrich-
                  tung bestimmt ist, repräsentative Zugmaschine vorzuführen. An diese Zugmaschine ist
                  die Schutzvorrichtung angebaut.
         3.4      Der Inhaber einer EWG-Bauartgenehmigung kann beantragen, daß diese auf andere
                  Zugmaschinentypen erweitert wird. Die zuständigen Behörden, die die erste EWG-Bau-
                  artgenehmigung erteilt haben, gewähren die beantragte Erweiterung, wenn die geneh-
                  migte Schutzvorrichtung sowie der (die) Zugmaschinentyp(en), für den (die) die Erwei-
                  terung der ursprünglichen EWG-Bauartgenehmigung beantragt wird, nachstehende
                  Bedingungen erfüllt (erfüllen):
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                   — Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast gemäß Anhang II — 1.4 überschreitet die
                        für die Prüfung verwendete Bezugsmasse um nicht mehr als 5 %.
                   — Der Radstand oder das Trägheitsmoment um die Hinterachse darf nicht höher sein
                        als der Bezugsradstand oder das Bezugsträgheitsmoment.
                   — Die Art der Befestigung ist gleich und die Anbaupunkte an der Zugmaschine sind
                         gleich.
                   — Bauteile wie Kotflügel und Motorhauben, die als Abstützung für die Schutzvorrich-
                         tung dienen können, sind von gleicher Festigkeit und befinden sich — bezogen auf
                         die Schutzvorrichtung — an gleicher Stelle.
                   — Die Anordnung und die wesentlichen Abmessungen des Sitzes und des Lenkrades
                         in bezug auf die Schutzvorrichtung sowie die Anordnung der als starr geltenden
                         und zur Prüfung, ob der Freiraum geschützt ist, heranzuziehenden Punkte gegen-
                         über der Schutzvorrichtung müssen dergestalt sein, daß die Freiraumzone bei den
                         einzelnen Prüfphasen ungeachtet der Verformungen durch die Vorrichtung erhalten
                         bleibt.
            4.     AUFSCHRIFTEN
            4.1    Jede Schutzvorrichtung, die dem Typ entspricht, für den eine EWG-Bauartgenehmigung
                   erteilt wurde, muß mit folgenden Aufschriften versehen sein:
            4.1.1  Fabrik-oder Handelsmarke;
            4.1.2  EWG-Genehmigungszeichen nach dem Muster des Anhangs VI;
            4.1.3  Seriennummer der Schutzvorrichtung;
            4.1.4  Zugmaschinenmarke und -typ(en), für den (die) die Schutzvorrichtung bestimmt ist.
            4.2.   Alle diese Angaben sind auf einem Schild zu vermerken.
            4.3    Die Angaben müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft angebracht sein.
                                                    ANHANG II
             BEDINGUNGEN FÜR DIE PRÜFUNGEN DER FESTIGKEIT VON SCHUTZVORRICH-
                      TUNGEN UND IHRER BEFESTIGUNG AN DER ZUGMASCHINE
            1.     ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
            1.1    Zweck der Prüfung
                   Zweck der mit SpezialVorrichtungen durchgeführten Prüfungen ist es, die Belastungen
                   zu simulieren, denen die Schutzvorrichtung beim Umstürzen der Zugmaschine ausge-
                   setzt ist. Diese in Anhang III beschriebenen Prüfungen sollen Beurteilungen über die
                   Festigkeit der Schutzvorrichtung, ihrer Befestigung an der Zugmaschine sowie sonstiger,
                   die Prüfkraft übertragende Zugmaschinenbauteile ermöglichen.
            1.2     Prüfverfahren
                   Die Prüfungen können nach Wahl des Herstellers entweder gemäß Anhang II Buch-
                   stabe A und III Buchstabe A (dynamische Prüfungen) oder gemäß Anhang II Buch-
                   stabe B und III Buchstabe B (statische Prüfungen) durchgeführt werden. Beide Verfah-
                   ren sind gleichwertig.
 ---pagebreak--- 9.5.83                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 123/7
       1.3   Allgemeine Regeln für die Vorbereitung der Prüfungen.
       1.3.1 Die Schutzvorrichtung muß der Serienausführung entsprechen. Sie ist in der vom Her-
             steller vorgeschriebenen Weise auf einer der Zugmaschinen, für die sie bestimmt ist, zu
             befestigen. Eine vollständige Zugmaschine ist für die statische Prüfung nicht erforder-
             lich; die Schutzvorrichtung und die Teile der für die Festigkeitsprüfung benutzten Zug-
             maschine, an denen sie befestigt ist, müssen jedoch eine betriebsmäßige Einheit, im
             folgenden Aufbau genannt, bilden.
       1.3.2 Die Zugmaschine ist zur Prüfung mit allen Bauelementen der serienmäßigen Ausfüh-
             rung zu versehen, die die Festigkeit der Schutzvorrichtung beeinflussen können oder die
             gegebenenfalls zur Durchführung der Festigkeitsprüfung erforderlich sind.
             Bauteile, die in der Freiraumzone eine Gefahr darstellen können, müssen ebenfalls vor-
             handen sein, damit geprüft werden kann, ob die Voraussetzungen nach 4.1 und 4.2
             erfüllt sind.
             Alle Teile der Zugmaschine und der Schutzvorrichtung, einschließlich der Wetterschutz-
             einrichtung, sind mitzuliefern oder auf Plänen darzustellen.
       1.3.3 Für die Festigkeit sind alle abnehmbaren Verkleidungen, Fensterrahmen, Türen und
             nichttragenden Teile zu entfernen, damit sie nicht die Festigkeit des Aufbaus verstärken
             können.
       1.3.4 Spurweite
             Die Spurweite der Räder ist so zu regeln, daß die Umsturzschutzvorrichtung bei den
             Prüfungen möglichst nicht durch die Reifen abgestützt wird. Werden diese Prüfungen
             nach dem statischen Verfahren durchgeführt, können die Räder abmontiert werden.
       1.4   Bezugsmasse der Zugmaschine
             Die in den Formeln (siehe Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B) zur Berech-
             nung der Fallhöhe des Pendelblocks, der Energien und der Druckkräfte verwendete
             Bezugsmasse m, ist mindestens gleich der in Anhang I Ziffer 2.4 der Richtlinie 74/150/
             EWG definierten Masse (d. h. ohne Sonderausstattung, jedoch mit Kühlflüssigkeit,
             Schmiermittel, Kraftstoff, Werkzeug und Fahrer), zuzüglich der Schutzvorrichtung und
             abzüglich 75 kg. Nicht zu berücksichtigen sind etwaige zusätzliche Front- oder Heckbe-
             lastungsgewichte, Reifenballast, Anbaugeräte oder sonstiges Zubehör.
       2.     PRÜFUNGEN
       2.1   Reihenfolge der Prüfungen
             Die Reihenfolge der Prüfungen läuft unbeschadet der in Anhang III Buchstabe A defi-
             nierten zusätzlichen dynamischen Prüfung und der in Anhang III Buchstabe B definier-
             ten statischen Überlastprüfung wie folgt ab:
       2.1.1 Schlag (dynamische Prüfungen) Belastung (statische Prüfungen) von hinten (siehe Ziffer
              1.1 der Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B).
       2.1.2 Druckprüfung hinten (dynamische oder statische Prüfungen) (siehe Ziffer 1.4 der
             Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B).
       2.1.3 Schlag (dynamische Prüfungen) oder Längsbelastung (statische Prüfungen) von vorn
             (siehe Ziffer 1.2 der Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B).
       2.1.4 Seitlicher Schlag (dynamische Prüfungen) oder seitliche Belastung (statische Prüfungen)
             (siehe Ziffer 1.3 der Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B).
       2.1.5  Druckprüfung vorn (dynamische oder statische Prüfungen) (siehe Ziffer 1.5 der
             Anhänge III Buchstabe A und III Buchstabe B).
 ---pagebreak--- Nr. C 123/8                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  9. 5. 83
            2.2   Allgemeine Bestimmungen
            2.2.1 Bricht oder verschiebt sich ein Teil der Haltevorrichtung während der Prüfung, so ist die
                  Prüfung zu wiederholen.
            2.2.2 Während der Prüfungen dürfen an der Zugmaschine oder an der Schutzvorrichtung
                  keine Reparaturen oder Einstellungen vorgenommen werden.
            2.2.3 Während der Prüfungen befindet sich der Gangschalthebel der Zugmaschine in Null-
                  stellung, die Bremsen sind gelöst.
            2.2.4 Ist die Zugmaschine mit einer Federung zwischen Zugmaschinengehäuse und Rädern
                  versehen, ist diese während der Prüfungen zu blockieren.
            2.2.5 Der erste Schlag von hinten (bei dynamischen Prüfungen) oder die erste Belastung von
                  hinten (bei statischen Prüfungen) muß auf der Seite der Schutzvorrichtung erfolgen, die
                  nach Ansicht der für die Prüfung zuständigen technischen Dienste bei der Durchfüh-
                  rung der Belastungen die ungünstigsten Bedingungen für die Schutzvorrichtung auf-
                  weist. Die Belastung oder der seitliche Schlag beziehungsweise die seitliche Belastung
                  und der Schlag von hinten sind auf verschiedenen Seiten der Längsmittelebene der
                  Schutzvorrichtung anzubringen. Die Belastung oder der Schlag von vorn sind auf der-
                  selben Seite der Längsmittelebene der Schutzvorrichtung anzubringen wie die seitliche
                  Belastung oder der seitliche Schlag.
            2.3   Meßtoleranzen
            2.3.1 Lineare Abmessungen: ± 3 mm
                  außer für: — Reifen Verformung: ± 1 mm,
                              — Verformung der Schutzvorrichtung bei horizontalen Belastungen:
                                  ± 1 mm
                              — Beide Messungen der Fallhöhe des Pendelgewichts: ± 1 mm
            2.3.2 Massen: ± 1 %
            2.3.3 Kräfte: ± 2 %
            2.3.4 Winkel: ± 2°
            3.     ANNAHMEBEDINGUNGEN
            3.1   Eine zur Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgeführte Schutzvorrichtung gilt
                  hinsichtlich der Festigkeit als zufriedenstellend, wenn Q#ch den Prüfungen die nachste-
                  henden Bedingungen erfüllt sind:
            3.1.1 Nach jedem Teil der dynamischen Prüfung muß sie frei von Brüchen oder Rissen
                  gemäß Angang III Buchstabe A, Ziffer 3.1 sein.
                  Ergeben sich bei einer dynamischen Prüfung unannehmbare Brüche oder Risse, kann
                  eine zusätzliche Schlag- oder Druckprüfung gemäß Anhang III Buchstabe A, Ziffer 1.6
                  unmittelbar nach der Schlag- oder Druckprüfung vorgenommen werden, bei der die
                  Brüche oder Risse aufgetreten sind.
            3.1.2 In dem Augenblick, in dem während der statischen Prüfung die bei jeder vorgeschriebe-
                  nen Prüfung mit horizontaler Belastung oder bei Überlastprüfung (siehe Abbildung
                   10 a), 10 b) und c) erforderliche Energie erreicht ist, muß die Kraft mehr als 0,8 F max
                  betragen.
            3.1.3  Ergeben sich bei der statischen Prüfung nach der Druckprüfung Brüche oder Risse,
                  kann eine zusätzliche Druckprüfung gemäß Punkt 1.7 des Anhangs III Buchstabe B
                  unmittelbar nach der Druckprüfung vorgenommen werden, bei der die Brüche oder
                   Risse aufgetreten sind.
            3.1.4 Zusätzliche Brüche oder Risse und/oder das Eindringen der Schutzvorrichtung in die
                   Freiraumzone oder der fehlende Schutz dieser Zone sind während der Überlastprüfung
                  zulässig.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 123/9
         3.1.5 Kein Teil der Schutzvorrichtung darf während der übrigen, nicht durch Überbelastung
               durchgeführten Prüfungen in den Freiraum gemäß Ziffer 2 der Anhänge III Buch-
               stabe A und III Buchstabe B eindringen.
         3.1.6 Kein Teil des Freiraums darf während der übrigen, nicht durch Überbelastung durchge-
               führten Prüfungen außerhalb des Schutzbereichs gemäß Ziffer 3.2.2 der Anhänge III
               Buchstabe A und III Buchstabe B sein.
         3.1.7 Während der Prüfungen darf keinerlei Druck von der Schutzvorrichtung auf die tragen-
               den Teile des Sitzes ausgeübt werden.
         3.1.8 Die gemäß Anhang III Buchstaben A und III Buchstaben B Ziffer 3.3 gemessene elasti-
               sche Verformung muß unter 250 mm liegen.
         3.2   Keinerlei Zubehörteil darf eine Gefährdung für den Fahrer bedeuten. Es darf kein vor-
               stehendes Teil oder Zubehörteil geben, das bei einem Umstürzen der Zugmaschine den
               Fahrer verletzen könnte, und kein Teil oder Zubehörteil, das ihn z. B. an den Füßen
               oder Beinen einklemmen könnte, wenn es zu einer Verformung der Schutzvorrichtung
               kommt.
         4.    PRÜFBERICHT
         4.1.  Der Prüfbericht ist dem in Anhang VII wiedergegebenen EWG-Bauartgenehmigungsbo-
               gen beizufügen. Ein Muster des Prüfberichts ist in Anhang V enthalten. Der Prüfbericht
               muß folgende Angaben umfassen:
         4.1.1 Eine allgemeine Beschreibung der Form und Bauart der Schutzvorrichtung (in Form
               von Zeichnungen im Maßstab 1:20 für Übersichtszeichnungen und 1/2,5 für Befesti-
               gungsdetails), einschließlich Werkstoffe und Befestigungen; die äußeren Abmessungen
               der Zugmaschine mit aufgebauter Vorrichtung; die wichtigsten inneren Abmessungen
               und Angaben über den normalen Ein- und Ausstieg und den Notausstieg, schließlich
               etwaige Einzelheiten über das Heizungs- und Lüftungssystem.
         4.1.2 Einzelheiten über etwaige Sondervorrichtungen, z. B. Sicherung gegen weiteres Überrol-
               len der Zugmaschine.
         4.1.3 Eine kurze Beschreibung der Innenpolsterung, falls erforderlich.
         4.1.4 Angabe des Typs der Windschutzscheibe und der Verglasung.
         4.2   Aus dem Prüfbericht muß ersichtlich sein, welche Zugmaschine (Fabrikmarke, Typ und
               Handelsbezeichnung usw.) für die Prüfungen verwendet worden ist und für welche
               anderen Zugmaschinen die Schutzvorrichtung bestimmt ist.
         4.3   Im Falle der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zugmaschinen ist
               in den Prüfbericht ein genauer Hinweis auf den Prüfbericht für die ursprüngliche
               EWG-Bauartgenehmigung aufzunehmen, und es sind präzise Angaben hinsichtlich der
               Vorschriften des Anhangs I Ziffer 3.4 zu machen.
                                  A. GERÄTE UND VORRICHTUNGEN
                                           für dynamische Prüfungen
         1.    Pendelgewicht
         1.1   Ein Pendelgewicht ist mit zwei Ketten oder Drahtseilen an Punkten aufzuhängen, die
               mindestens 6 m über dem Boden liegen.
               Es sind Einrichtungen vorzusehen, um die Fallhöhe des Gewichts und den Winkel zwi-
               schen Gewicht und Halteketten bzw. Halteseilen unabhängig voneinander einstellen zu
               können.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/10                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  9. 5. 83
            1.2 Das Pendelgewicht muß 2 000 ± 20 kg ohne Halteketten oder -seile wiegen, die ihrer-
                seits nicht schwerer sein dürfen als 100 kg. Die Seitenlängen der Aufschlagflächen müs-
                sen 680 ± 20 mm betragen (siehe Anhang IV, Abbildung 4). Das Gewicht ist so mit
                Material zu füllen, daß die Lage seines Schwerpunktes unverändert bleibt und mit dem
                geometrischen Zentrum des Parallelepipeds zusammenfällt.
            1.3 Es sind Einrichtungen vorzusehen, mit denen das Parallelepiped nach rückwärts gezo-
                gen werden kann, um auf einer für jede Prüfung festgelegten Höhe als Pendel zu wir-
                ken. Eine Schnellauslöseeinrichtung muß ermöglichen, das Gewicht für seinen Fall
                freizugeben, ohne daß es eine erhebliche Schwenkbewegung ausführt.
           2.   Halterung des Pendels
                Die Drehpunkte des Pendels sind so starr zu befestigen, daß sie sich in keiner Richtung
                um mehr als 1 % der Fallhöhe verschieben können.
           3.   Verankerung
           3.1  Verankerungsschienen in einem Abstand, der für das Verankern der Zugmaschine in
                allen abgebildeten Fällen (vgl. Anhang IV, Abbildungen 5, 6, 7) erforderlich ist, sind an
                einer Betonplatte unter dem Pendel starr zu befestigen.
           3.2  Die Zugmaschine ist an den Schienen mit Drahtseilen mit Rundlitze und Faserkern,
                Bauert 6 x 19 gemäß ISO 2408, Nenndurchmesser 13 mm, zu verankern. Die Metallit-
                zen müssen eine Mindestbruchfestigkeit von 1 770 MPa aufweisen.
           3.3  Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der zentrale Gelenkpunkt in geeigneter Weise
                für alle Prüfungen abzustützen und zu verankern und für den seitlichen Schlag zusätz-
                lich von der Seite abzustützen. Vorder- und Hinterräder brauchen nicht unbedingt zu
                fluchten, wenn dies die Anbringung geeigneter Spannkabel erleichtert.
           4.   Kantholz zum Blockieren der Räder
           4.1  Zum Blockieren der Räder bei der seitlichen Schlagprüfung nach Anhang IV Abbildun-
                gen 5, 6 und 7 wird ein Kantholz von einem Querschnitt von 150 mm x 150 mm ver-
                wendet.
           4.2  Ein Balken aus weichem Holz wird zum Abstützen der Felge an der der Aufschlagrich-
                tung entgegengesetzten Seite am Boden befestigt (siehe Anhang IV Abbildung 7).
           5.   Abstützung und Verankerungen bei Zugmaschinen mit Knicklenkung
           5.1  Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung sind zusätzliche Verankerungen und AbStützun-
                gen vorzusehen.
                Sie sollen sicherstellen, daß der Teil der Zugmaschine, an dem die Umsturzschutzvor-
                richtung befestigt ist, in ähnlicher Weise beansprucht wird wie Zugmaschinen starrer
                Bauweise.
           5.2  Für die Schlag- und Druckprüfungen werden zusätzliche Einzelheiten in Anhang III
                Buchstabe A angegeben.
           6.   Reifendruck und Reifenverformung
           6.1  Die Zugmaschinenreifen dürfen keinen Flüssigkeitsballast haben; sie müssen so aufge-
                pumt sein, daß der Druck den Angaben des Zugmaschinenherstellers für Feldarbeit ent-
                spricht.
           6.2  Die Verankerungen müssen in jedem einzelnen Fall so gespannt werden, daß die Reifen
                eine Verformung von 12% der vor der Verspannung gemessenen Reifenwandhöhe
                erfahren.
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         7.   Vorrichtung für die Druckprüfung
              Mit einer Vorrichtung nach Anhang IV Abbildung 8 muß es möglich sein, eine nach
              abwärts gerichtete Kraft auf die Umsturzschutzvorrichtung über einen etwa 250 mm
              breiten steifen Balken auszuüben, der mit der Belastungsvorrichtung über Kardange-
              lenke verbunden ist. Die Achsen der Zugmaschine sind so abzustützen, daß die Reifen
              der Zugmaschine die Drucklast nicht zu tragen haben.
         8.   Meßvorrichtungen
         8.1  Ein Gerät wie in Anhang IV Abbildung 9 abgebildet, zur Messung der elastischen Ver-
              formung (Differenz zwischen der höchsten momentanen Verformung und der bleiben-
              den Verformung).
         8.2  Ein Gerät, mit dem überprüft werden kann, ob die Schutzvorrichtung nicht in den Frei-
              raum eingedrungen ist und der Freiraum während der Prüfung innerhalb des Schutzbe-
              reiches der Schutzvorrichtung geblieben ist (siehe Ziffer 3.2.2 von Anhang III Buch-
              stabe A).
                                 B. GERÄTE UND VORRICHTUNGEN
                                          für statische Prüfungen
         1.   Geräte für statische Prüfungen
         1.1  Das Gerät soll waagerechte Druck- oder Stoßbelastungen der Schutzvorrichtung ermög-
              lichen.
         1.2  Es ist dafür zu sorgen, daß die Belastung gleichmäßig entlang der Senkrechten zur
              Kraftrichtung auf die gesamte Länge eines Gleitschuhs verteilt wird, dessen Länge ein
              genaues Mehrfaches von 50 betragen und zwischen 250 mm und 700 mm liegen muß.
               Die senkrechte Abmessung des Gleitschuhs muß 150 mm betragen.
               Die mit der Schutzvorrichtung in Berührung kommenden Kanten des Gleitschuhs müs-
               sen abgerundet sein, wobei der Abrundungsradius höchstens 50 mm betragen darf.
          1.3  Das Lager muß jedem Winkel zur Belastungsrichtung angepaßt werden können, so daß
               es bei Verformung der Schutzvorrichtung den Winkeländerungen der die Belastung tra-
               genden Fläche der Schutzvorrichtung folgen kann.
          1.4  Belastungsrichtung (Abweichung von der Waagerechten):
               — bei Prüfungsbeginn, unbelastet: ± 2°
               — bei Prüfung unter Last: 10° oberhalb der Waagerechten und 20° unterhalb der
                    Waagerechten. Diese Abweichungen müssen soweit wie möglich verringert werden.
          1.5  Die Verformungsgeschwindigkeit muß hinreichend langsam sein (weniger als 5 mm/s),
               damit die Belastung zu jedem Zeitpunkt als statisch angesehen werden kann.
          2.   Geräte zur Messung der von der Schutzvorrichtung absorbierten Energie
          2.1  Die Kraft/Verformungskurve ist aufzuzeichnen, um die von der Schutzvorrichtung
               absorbierte Energie zu ermitteln. Kraft und Verformung brauchen nicht an dem Punkt
               gemessen zu werden, an dem die Belastung an der Schutzvorrichtung aufgebracht wird.
               Kraft und Verformung sind jedoch gleichzeitig auf der gleichen Linie zu messen.
          2.2  Der Bezugspunkt der Verformungsmessungen ist so zu wählen, daß nur die von der
               Schutzvorrichtung und bestimmten Zugmaschinenteilen absorbierte Energie in die
               Berechnung eingeht. Die bei der Verformung und/oder dem Rutschen der Verankerung
               absorbierte Energie kann unberücksichtigt bleiben.
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           3.  Verankerung
           3.1 Verankerungsschienen sind in einem Abstand, der für das Verankern der Zugmaschine
               in allen abgebildeten Fällen erforderlich ist, an einer Betonplatte in der Nähe der Prüf-
               vorrichtung starr zu befestigen.
           3.2 Die Zugmaschine ist an den Schienen durch geeignete Mittel (Platten, Keile, Drahtseile,
               Stützen usw.) zu verankern, so daß sie sich während der Prüfungen nicht bewegen kann.
               Dies ist während der Durchführung der Belastungen mit den üblichen Geräten zur Län-
               genmessung zu kontrollieren. Bewegt sich die Zugmaschine, ist die gesamte Prüfung zu
               wiederholen, es sei denn, das System zur Messung der Verformungen, die für die Aus-
               wertung der Kraft/Verformungskurve berücksichtigt wurden, ist an der Zugmaschine
               befestigt.
           4.  Vorrichtung für die Druckprüfung
               Mit einer Vorrichtung nach Anhang IV Abbildung 8 muß es möglich sein, eine nach
               abwärts gerichtete Kraft auf die Umsturzschutzvorrichtung über einen etwa 250 mm
               breiten steifen Balken auszuüben, der mit der Belastungsvorrichtung über Kardange-
               lenke verbunden ist. Die Achsen der Zugmaschine sind so abzustützen, daß die Reifen
               der Zugmaschine die Drucklast nicht zu tragen haben.
           5.  Sonstige Meßgeräte
           5.1 Ein Gerät wie in Anhang IV Abbildung 9 abgebildet zur Messung der elastischen Ver-
               formung (Differenz zwischen der höchsten momentanen Verformung und der bleiben-
               den Verformung).
           5.2 Ein Gerät, mit dem überprüft werden kann, ob die Schutzvorrichtung nicht in den Frei-
               raum eingedrungen ist und der Freiraum während der Prüfung innerhalb des Schutzbe-
               reiches geblieben ist (siehe Ziffer 3.2.2 von Anhang III Buchstabe B).
           6.  Symbole
               m, (kg)         =    Bezugsmasse der Zugmaschine gemäß Definition in Ziffer 1.4 des
                                    Anhangs II
               H (mm)          =    Fallhöhe des Pendels
               H' (mm)         =    Fallhöhe des Pendels für die zusätzliche Prüfung
               L (mm)          =    Bezugsradstand der Zugmaschine
               I (kg m2)       =    Bezugsträgheitsmoment der Zugmaschine bezogen auf die Mittel-
                                    achse der Hinterräder ohne Berücksichtigung der Masse dieser
                                    Räder
               D (mm)          =    Verformung der Schutzvorrichtung am Aufschlagspunkt (dynami-
                                    sche Prüfungen) bzw. Verformung an der Stelle und in der Richtung
                                    der Belastung (statische Prüfungen)
               D' (mm)         =    Verformung der Schutzvorrichtung für die berechnete erforderliche
                                    Energie
               F(N)            =    statische Belastungskraft
               Fmax (N)         =    Höchste statische Kraft während der Belastung mit Ausnahme der
                                    Überlastung
               F' (N)          =    Kraft für die berechnete erforderliche Energie
               F—D             =     Kraft/Verformungs-Schaubild
               Eis (J)         =     Bei der Seitenbelastung zu absorbierende Eingangsenergie
               Ei, (J)         =    Bei der Längsbelastung zu absorbierende Eingangsenergie
               Fv (N)          =    Vertikale Druckkraft
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                                                 ANHANG III
                                             PRÜFVERFAHREN
                                         A. Dynamische Prüfverfahren
         1.    SCHLAG- UND DRUCKPRÜFUNGEN
         1.1   Schlag von hinten
         1.1.1 Die Zugmaschine ist gegenüber dem Pendelgewicht so aufzustellen, daß das Pendelge-
               wicht die Schutzvorrichtung trifft, wenn die Aufschlagfläche des Gewichts und die tra-
               genden Ketten oder Drahtseile zur vertikalen Ebene in einem Winkel stehen, dessen
               Wert—- ist und höchstens 20 ° betragen B    darf.
                      100
               Dies gilt nicht, wenn die Schutzvorrichtung am Berührungspunkt während der Verfor-
               mung in einem größeren Winkel zur vertikalen Ebene steht. In diesem Fall ist die Auf-
               schlagfläche des Gewichts durch zusätzliche Mittel so einzustellen, daß die Fläche im
               Zeitpunkt maximaler Verformung am Aufschlagpunkt parallel zur Schutzvorrichtung
               liegt, wobei die tragenden Ketten oder Drahtseile in dem o. a. Winkel verbleiben.
               Das Pendelgewicht ist in der erforderlichen Höhe so aufzuhängen, daß sich das
               Gewicht nicht um den Aufschlagpunkt dreht.
               Als Aufschlagpunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei
               etwaigem Umstürzen der Zugmaschine nach rückwärts den Boden zuerst berühren
               würde, normalerweise also der obere Rand. Der Schwerpunkt des Gewichts muß in
               Ruhestellung ein Sechstel der oberen Breite der Umsturzschutzvorrichtung einwärts von
               einer Vertikalebene liegen, die parallel zur Mittelebene der Zugmaschine verläuft und
               die Außenseite des oberen Teils der Umsturzschutzvorrichtung berührt.
               Ist die Schutzvorrichtung am Aufschlagpunkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile
               verwendet werden, mit deren Hilfe der Aufschlag dort angesetzt werden kann, ohne
               dadurch die Schutzvorrichtung zu verstärken.
         1.1.2 Die Zugmaschine ist am Boden mit vier Drahtseilen zu verspannen, jeweils eines an
               jedem Ende der beiden Achsen gemäß Abbildung 5 in Anhang IV. Die vorderen und
               rückwärtigen Befestigungspunkte müssen, so weit entfernt sein, daß die Drahtseile
               einen Winkel von weniger als 30 ° mit dem Boden bilden. Die rückwärtigen Verbindun-
               gen müssen außerdem so angebracht sein, daß der Konvergenzpunkt der beiden Draht-
               seile in der vertikalen Ebene liegt, auf der sich der Schwerpunkt des Blocks bewegt.
                Die Drahtseile müssen so gespannt sein, daß die Reifen die in Ziffer 6.2 von Anhang II
                Buchstabe A genannten Verformungen erfahren.
               Nach dem Verspannen der Halteseile ist ein Kantholz an der Vorderseite der Hinterrä-
               der anzulegen und am Boden zu befestigen.
         1.1.3  Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Gelenkpunkt außerdem durch ein Kant-
               holz von mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt abzustützen und fest am Boden zu
               verankern.
         1.1.4  Das Fallgewicht wird nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwerpunkts
               über der des Aufschlagpunkts befindet, dessen Wert nach einer der nachstehenden For-
               meln bestimmt wird:
                H = 2,165 x 10-8m(L2      oder   H = 5,73xl0~ 2 I
                Das Fallgewicht wird losgelassen, so daß es gegen die Umsturzschutzvorrichtung
                schlägt.
         1.2    Schlag von vorn
         1.2.1  Die Zugmaschine ist gegenüber dem Pendelgewicht so aufzustellen, daß das Pendelge-
                wicht die Schutzeinrichtung trifft, wenn die Aufschlagfläche des Gewichts und die tra-
 ---pagebreak--- Nr. C 123/14                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             9. 5. 83
                  genden Ketten oder Drahtseile zur vertikalen Ebene in einem Winkel stehen, dessen
                         m,
                  Wert — ist und höchstens 20 ° betragen darf.
                  Dies gilt nicht, wenn die Schutzvorrichtung am Berührungspunkt während der Verfor-
                  mung in einem größeren Winkel zur vertikalen Ebene steht. In diesem Fall ist die Auf-
                  schlagfläche des Gewichts durch zusätzliche Mittel so einzustellen, daß die Fläche im
                  Zeitpunkt maximaler Verformung am Aufschlagpunkt parallel zur Schutzvorrichtung
                  liegt, wobei die tragenden Ketten oder Drahtseile in dem o. a. Winkel verbleiben.
                  Das Pendelgewicht ist in der erforderlichen Höhe so aufzuhängen, daß sich das
                  Gewicht nicht um den Aufschlagpunkt dreht.
                  Als Aufschlagpunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei
                  etwaigem Umstürzen der Zugmaschine seitwärts bei der Vorwärtsfahrt den Boden zuerst
                  berühren würde, normalerweise also die vordere obere Ecke. Der Schwerpunkt des
                  Gewichts darf nicht mehr als 80 mm einwärts von einer Vertikalebene liegen, die paral-
                  lel zur Mittelebene der Zugmaschine verläuft und die Außenseite des oberen Teils der
                  Umsturzschutzvorrichtung berührt.
                  Ist die Schutzvorrichtung am Aufschlagpunkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile
                  verwendet werden, mit deren Hilfe der Aufschlag dort angesetzt werden kann, ohne
                  dadurch die Schutzvorrichtung zu verstärken.
           1.2.2  Die Zugmaschine ist am Boden mit vier Drahtseilen zu verspannen, jeweils eines an
                 jedem Ende der beiden Achsen gemäß Abbildung 6 in Anhang IV. Die vorderen und
                 rückwärtigen Befestigungspunkte müssen so weit entfernt sein, daß die Drahtseile einen
                  Winkel von nicht weniger als 30 ° mit dem Boden bilden. Die rückwärtigen Verbindun-
                 gen müssen außerdem so angebracht sein, daß der Konvergenzpunkt der beiden Draht-
                  seile in der vertikalen Ebene liegt, auf der sich der Schwerpunkt des Blocks bewegt.
                  Die Drahtseile müssen so gespannt sein, daß die Reifen die in Ziffer 6.2 von Anhang II
                  Buchstabe A genannten Verformungen erfahren.
                  Nach dem Verspannen der Halteseile ist ein Kantholz an der Hinterseite der Hinterrä-
                  der anzulegen und am Boden zu befestigen.
           1.2.3 Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Gelenkpunkt außerdem durch ein Kant-
                 holz von mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt abzustützen und fest am Boden zu
                 verankern.
           1.2.4 Das Fallgewicht wird nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwerpunkts
                 über dem Aufschlagpunkt befindet, der nach einer der nachstehenden Formeln entspre-
                  chend der Bezugsmasse der zu prüfenden Zugmaschinen bestimmt wird:
                  H = 25 4- 0,07 m, für Zugmaschinen mit einer Bezugsmasse von weniger als 2 000 kg
                  H = 125 + 0,02 m, für Zugmaschinen mit einer Bezugsmasse von mehr als 2 000 kg.
                  Das Fallgewicht wird losgelassen, so daß es gegen die Schutzvorrichtung schlägt.
           1.3   Seitlicher Schlag
           1.3.1 Die Zugmaschine ist gegenüber dem Fallgewicht so aufzustellen, daß es zu dem Zeit-
                 punkt auf die Umsturzschutzvorrichtung auftrifft, zu dem die Aufschlagstelle des
                 Gewichts mit den Halteketten bzw. Halteseilen eine Senkrechte bildet, es sei denn, daß
                 die Umsturzschutzvorrichtung an der Aufschlagstelle während der Verformung nicht
                 senkrecht steht. In diesem Fall muß die Aufschlagfläche des Gewichts mit der Auf-
                 schlagfläche an der Umsturzschutzvorrichtung zum Zeitpunkt der größten Verformung
                 durch eine Zusatzeinrichtung parallel ausgerichtet werden; die Halteketten bzw. Halte-
                 seile bleiben dabei senkrecht.
                 Die Aufhängungshöhe des Pendelgewichtes muß eingestellt werden; auch sind Vorkeh-
                 rungen zu treffen, daß sich das Gewicht nicht um den Aufschlagpunkt dreht.
                 Als Aufschlagpunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei
                 etwaigem Umstürzen der Zugmaschine nach der Seite den Boden zuerst berühren
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 123/15
               würde, normalerweise also der obere Rand. Wenn nicht mit Sicherheit feststeht, daß auf
               dieser Kante der Umsturzschutzvorrichtung kein anderes Element den Boden zuerst
               berührt, wird der Aufschlagpunkt in der Querebene festgelegt, die zur Längsmittelebene
               der Zugmaschine rechtwinkelig verläuft und 200 mm vor dem Sitzbezugspunkt liegt,
               wobei der Sitz in der Längsebene in Mittelstellung steht.
         1.3.2 Die Zugmaschinenräder auf der Aufschlagseite müssen am Boden mit Drahtseilen befe-
               stigt werden, die über die entsprechenden Enden der Vorder- und Hinterachsen verlau-
               fen. Die Drahtseile sind so zu spannen, daß auf der Aufschlagseite die Reifenverfor-
               mung gemäß Ziffer 6.2 von Anhang II Buchstabe A erreicht wird.
               Nach dem Anspannen der Seile ist ein Kantholz auf den Boden zu legen, auf der dem
               Schlag entgegengesetzten Seite gegen die Reifen zu drücken und dann am Boden zu
               befestigen. Wenn die Außenseiten der Vorder- und Hinterreifen nicht in der gleichen
               vertikalen Ebene liegen, können ggf. zwei Kanthölzer erforderlich sein.
               Sodann ist ein Balken gemäß Abbildung 7 in Anhang IV an der Felge des Rades anzu-
               setzen, das sich gegenüber dem Aufschlag befindet, fest gegen die Felge zu schieben
               und dann am Boden zu befestigen.
               Die Länge des Balkens ist so auszuwählen, daß er mit dem Boden einen Winkel von
               30 ± 3 ° bildet, wenn er an der Felge angesetzt ist. Außerdem muß seine Länge mög-
               lichst zwischen 20 und 25mal und seine Breite zwei- bis dreimal größer sein als seine
               Höhe. Die Balken müssen an beiden Enden gemäß Abbildung 7 von Anhang IV ausge-
               bildet sein.
         1.3.3 Bei Zugmaschinen mit Knicklenkung ist der Geienkpunkt außerdem durch ein Kant-
               holz von mindestens 100 mm x 100 mm Querschnitt und zusätzlich seitlich durch eine
               Vorrichtung ähnlich dem Balken, der das Hinterrad festhält, abzustützen. Der Gelenk-
               punkt ist dann fest am Boden zu verankern.
         1.3.4 Das Fallgewicht wird so weit nach rückwärts gezogen, bis sich die Höhe seines Schwer-
               punktes gegenüber dem Aufschlagpunkt befindet, der nach einer der nachstehenden
                Formeln entsprechend der Bezugsmasse der zu prüfenden Zugmaschinen bestimmt
                wird:
                H = 25 + 0,20 m,        für Zugmaschinen mit einer Bezugsmasse von weniger als
                                        2 000 kg
                H = 125 + 0,15 m,       für Zugmaschinen mit einer Bezugsmasse von mehr als 2 000 kg.
                Dann wird das Fallgewicht losgelassen, so daß es gegen die Schutzvorrichtung schlägt.
         1.4    Druckprüfung hinten
                Der Druckbalken ist über das hinterste tragende Teil der Schutzvorrichtung zu legen, die
                Resultierende aus den Druckkräften muß sich in der Mittelebene der Zugmaschine
                befinden.
                Eine Kraft Fv = 20 m, ist anzuwenden.
                Kann der hintere Teil des Daches der Schutzvorrichtung die volle Druckbelastung nicht
                aufnehmen, so wird die Kraft so lange angewandt, bis das Dach so weit verformt ist,
                daß es in die Ebene fällt, die das Oberteil der Umsturzschutzvorrichtung mit demjeni-
                gen hinteren Teil der Zugmaschine verbindet, das im Stande ist, die Masse der umge-
                stürzten Zugmaschine aufzunehmen.
                 Die Belastung wird dann aufgehoben und die Zugmaschine oder die Belastung derart
                neu eingerichtet, daß der Druckbalken sich über dem Punkt der Schutzvorrichtung
                befindet, der die Zugmaschine bei einem vollständigen Überschlag tragen würden.
                 Die Kraft Fv ist dann anzuwenden.
                 Die Kraft ist mindestens 5 Sekunden lang aufzubringen, nachdem keinerlei optisch
                 wahrnehmbare Verformung mehr sichtbar ist.
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           1.5   Druckprüfung vorn
                 Der Druckbalken ist über das vorderste tragende Teil der Schutzvorrichtung zu legen
                 und die Resultierende aus den Druckkräften in die Mittelebene der Zugmaschine zu
                 legen.
                 Eine Kraft Fv = 20 m, ist anzuwenden.
                 Kann das Vorderteil des Daches der Schutzvorrichtung die volle Belastung nicht auf-
                 nehmen, so wird die Kraft so lange angewandt, bis das Dach so weit verformt ist, daß es
                 in die Ebene fällt, die das Oberteil der Schutzvorrichtung mit demjenigen Vorderteil der
                 Zugmaschine verbindet, die im Stande ist, die Masse der umgestürzten Zugmaschine
                 aufzunehmen.
                 Die Belastung wird dann aufgehoben und die Zugmaschine oder die Belastung derart
                 neu eingestellt, daß der Druckbalken sich über dem Punkt der Schutzvorrichtung befin-
                 det, der die Zugmaschine bei einem vollständigen Überschlag tragen würde.
                 Die Kraft Fv ist dann anzuwenden.
                 Die Kraft ist mindestens 5 Sekunden lang aufzubringen, nachdem keinerlei optisch
                 wahrnehmbare Verformung mehr sichtbar ist.
           1.6   Zusätzliche Prüfungen
           1.6.1 Ergeben sich bei einem Schlag erhebliche Brüche oder Risse, ist ein zweiter ähnlicher
                 Schlag, jedoch von einer Fallhöhe
                                                      H_     12 + 4a
                                               H   =      X
                                                 '    10     1 + 2a
                 unmittelbar nach dem Schlag durchzuführen, der zu diesen Brüchen oder Rissen geführt
                 hat, wobei „a" das Verhältnis zwischen der bleibenden und der elastischen Verformung
                 (a = D p /D e ), gemessen am Aufschlagpunkt, ist.
                 Die durch den zweiten Schlag aufgetretene bleibende zusätzliche Verformung darf 30 %
                 der bleibenden Verformung, die durch den ersten Schlag hervorgerufen wurde, nicht
                 überschreiten.
                 Um die zusätzliche Prüfung durchführen zu können, ist bei allen Schlagprüfungen die
                 elastische Verformung zu messen.
           1.6.2 Ergeben sich bei einer Druckprüfung erhebliche Brüche oder Risse, ist eine zweite ähnli-
                 che Druckprüfung, jedoch mit einer Kraft 1,2 Fv unmittelbar nach der Druckprüfung
                 durchzuführen, die zu diesen Brüchen oder Rissen geführt hat.
           2.    FREIRAUM
           2.1   Der Freiraum ist in den Abbildungen 1, 2 a), 2 b), 2 c), 2 d) und 2 e) von Anhang IV dar-
                 gestellt.
                 Der Freiraum wird ausgehend von einer „senkrechten Bezugebene" festgelegt, die im all-
                 gemeinen die Längsmittelebene der Zugmaschine ist und durch den Sitzbezugspunkt
                 und den Mittelpunkt des Lenkrades verläuft. Es wird angenommen, daß sich die
                 Bezugsebene bei Belastung horizontal mit dem Sitz und dem Lenkrad verschiebt, jedoch
                 in einer senkrechten Lage zum Boden der Zugmaschine bzw. der Schutzvorrichtung ver-
                 bleibt, wenn die Schutzvorrichtung elastisch aufgehängt ist.
           2.2   Der Raum wird von folgenden Ebenen begrenzt, wobei sich die Zugmaschine auf einer
                 horizontalen Fläche befindet und das Lenkrad, falls verstellbar, in normaler Stellung für
                 einen sitzenden Führer eingestellt ist:
           2.2.1 Eine horizontale Ebene — A|B|B2A2 — 900 mm über dem Sitzbezugspunkt.
           2.2.2 Eine geneigte Ebene — H]H2G2G| — senkrecht zur vertikalen Bezugsebene verlaufend
                 und einen 900 mm direkt über dem Sitzbezugspunkt und dem hintersten Punkt der
                 Rückenlehne befindlichen Punkt enthaltend.
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         2.2.3   Eine zylindrische Fläche — A|A2H2H| — senkrecht zur Bezugsebene mit einem Radius
                 von 120 mm, die tangential an die in Ziffer 2.2.1 und 2.2.2 festgelegten Ebenen
                 anschließt.
         2.2.4   Eine senkrecht zur Bezugsebene verlaufende zylindrische Fläche — B|C|C2B2 — mit
                 einem Radius von 900 mm, die die in Ziffer 2.2.1 beschriebene und von ihr tangential
                 berührte Ebene um 400 mm nach vorn verlängert und einer 150 mm vor dem Sitzbezugs-
                 punkt verlaufenden horizontalen Linie folgt.
         2.2.5   Eine senkrecht zur Bezugsebene verlaufende geneigte Ebene — C,D|D2C2 —, die die in
                 Ziffer 2.2.4 beschriebene Fläche durch einen 40 mm vom äußeren Rand des Lenkrads
                 entfernten Punkt führend verlängert.
         2.2.6   Eine vertikale Ebene — D,K|E|E2K2D2 — senkrecht zur Bezugsebene, die 40mm vor
                 dem äußeren Rand des Lenkrades verläuft.
         2.2.7   Eine horizontale Ebene — E1F,P,N|N2P2F2E2 — die durch den Sitzbezugspunkt führt.
         2.2.8   Eine krummlinige Fläche — G|L1M|N,N2M2L2G2 — senkrecht zur Bezugsebene und
                 den rückwärtigen Teil der Sitzrückenlehne berührend.
         2.2.9   Zwei vertikale Ebenen — FC,ItF,E] und K2I2F2E2 — parallel zur Bezugsebene, 250 mm
                 beiderseitig dieser Ebene und nach oben 300 mm über der horizontalen Ebene, die
                 durch den Sitzbezugspunkt führt, begrenzt.
         2.2.10  Zwei geneigte und parallele Ebenen — A ^ Q D ^ I i I ^ C H , und A2B2C2D2K2I2L2G2H2
                 — ausgehend vom oberen Rand der unter Ziffer 2.2.9 festgelegten Ebenen und die in
                 Ziffer 2.2.1 festgelegte horizontale Ebene mindestens 100 mm oberhalb der Bezugsebene
                 auf der Seite berührend, wo der Schlag angesetzt wird.
         2.2.11  Zwei beidseitig im Abstand von 200 mm parallel zur Bezugsebene verlaufende vertikale
                 Ebenen — QiP,N|Mi und Q2P2N2M2 —, die nach oben 300 mm über der durch den
                 Sitzbezugspunkt führenden horizontalen Ebene begrenzt sind.
         2.2.12  Zwei Abschnitte — I,Q|P,F| und I2Q2P2F2 — einer vertikalen Ebene, senkrecht zur
                 Bezugsebene und 350 mm vor dem Sitzbezugspunkt führend.
         2.2.13  Zwei Abschnitte — I,Q|M,L| und I2Q2M2L2 — der horizontalen Ebene, die 300 mm
                 oberhalb des Sitzbezugspunkts verläuft.
         2.3     Sitzstellung und Sitzbezugspunkt
         2.3.1   Sitzbezugspunkt
         2.3.1.1 Den Sitzbezugspunkt erhält man unter Verwendung des in Abbildung 3 a) und 3 b) von
                 Anhang IV dargestellten Gerätes. Das Gerät besteht aus einer Sitzvanne und zwei Bret-
                 tern für die Rückenpartie. Das untere Brett der Rückenstütze ist in der Gegend des Sitz-
                 beines (A) und der Lenden (B) gelenkig angeschlossen, das Gelenk (B) ist höhenverstell-
                 bar.
         2.3.1.2 Bezugspunkt ist der Punkt in der Längsmittelebene des Sitzes, in dem sich die Tangen-
                 tialebene an den unteren Teil der Rückenstütze mit einer Horizontalebene schneidet,
                 die ihrerseits die Unterseite der Sitzpfanne im Abstand von 150 mm vor der oben
                 erwähnten Tangentialebene durchstößt.
         2.3.1.3 Das Gestell wird auf den Sitz aufgesetzt und mit einem Druck von 550 N an einem
                 Punkt belastet, der 50 mm vor dem Gelenk (A) liegt, und die beiden Bretter der Rücken-
                 stütze werden leicht tangential gegen die Rückenlehne gedrückt.
         2.3.1.4  Ist nicht an jedem Teil der Rückenlehne (unterhalb und oberhalb der Lendengegend)
                 eine Tangentialanlage möglich, so ist folgendermaßen vorzugehen:
                 — ist im Bereich unterhalb der Lenden keine Tangentialanlage möglich, wird das
                       untere Brett der Rückenstütze vertikal gegen die Rückenstütze gedrückt;
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                   — ist keine Tangentialanlage oberhalb der Lenden möglich, wird das Gelenk (B) auf
                         eine Höhe von 230 mm über der Unterseite der Sitzpfanne eingestellt, wobei das
                         Brett der Rückenstütze senkrecht zur Sitzpfanne steht.
                         Dann werden die beiden Bretter der Rückenstütze leicht gegen die Rückenlehne
                         gedrückt.
           2.3.2   Sitzeinstellung zur Bestimmung der Lage des Sitzbezugspunktes.
           2.3.2.1 Ist der Sitz verstellbar, ist er so weit wie möglich nach oben und nach hinten zu stellen.
           2.3.2.2  Ist die Neigung der Sitzlehne und der Sitzschale verstellbar, so sind diese so einzustel-
                   len, daß der Sitzbezugspunkt, so weit hinten und oben wie möglich liegt.
           2.3.2.3 Ist der Sitz mit einer Federung ausgestattet, ist er in der Mitte des Schwingungsbereiches
                   festzustellen, sofern der Sitzhersteller nicht eindeutig etwas anderes angibt.
           3.       MESSUNGEN
           3.1     Brüche und Risse
                    Nach jeder Prüfung sind die tragenden Bauelemente, Verbindungen und Befestigungs-
                    teile an der Zugmaschine einer Sichtprüfung auf Brüche oder Risse zu unterziehen,
                   wobei jedoch kleine Risse an unbedeutenden Teilen nicht berücksichtigt zu werden
                   brauchen.
                    Beschädigungen, die durch die Kanten des Pendelgewichts verursacht wurden, können
                   vernachlässigt werden.
           3.2      Freiraum
           3.2.1.  Bei jedem Versuch ist zu prüfen, ob Teile der Umsturzschutzvorrichtung in den Frei-
                   raum um den Führersitz gemäß Nummer 2 eingetreten sind.
           3.2.2   Außerdem ist zu prüfen, ob die Freiraumzone an irgendeiner Stelle nicht mehr in die
                   Schutzzone der Umsturzschutzvorrichtung fällt. Dabei wird angenommen, daß dieser
                   Fall dann vorliegt, wenn ein Teil der Freiraumzone nach dem Umstürzen der Zugma-
                   schine nach der Seite, gegen die der Schlag geführt worden ist, mit dem ebenen Boden
                   in Berührung kommen würde. Bei dieser Prüfung werden die vom Hersteller für die Rei-
                   fen und die Spurweite angegebenen kleinsten Werte berücksichtigt.
           3.3     Elastische Verformung (bei seitlichem Schlag)
                   Die elastische Verformung ist 900 mm über dem Sitzbezugspunkt in einer vertikalen
                   Ebene zu messen, die durch den Aufschlagspunkt führt. Für diese Messung sind Geräte
                   nach Abbildung 9 von Anhang IV zu verwenden.
           3.4     Bleibende Verformung
                   Nach der letzten Druckprüfung wird die bleibende Verformung der Umsturzschutzvor-
                   richtung ermittelt. Zu diesem Zweck wird vor der Prüfung die Lage der wesentlichen
                   Teile der Umsturzschutzvorrichtung gegenüber dem Sitzbezugspunkt festgestellt.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 123/19
                                             PRÜFVERFAHREN
                                            B. Statische Prüfungen
         1.    BELASTUNGEN UND DRUCKPRÜFUNGEN
         1.1   Belastung hinten
         1.1.1 Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene der Zugmaschine aufzu-
               bringen.
               Der Lastangriffspunkt muß der Teil der Schutzvorrichtung sein, der voraussichtlich den
               Boden bei rückwärtigem Überschlagen zuerst berührt, normalerweise die obere Kante.
               Die senkrechte Ebene, in der die Belastung angesetzt wird, muß in einer Entfernung
               von einem Drittel der äußeren Breite des oberen Teiles der Schutzvorrichtung, von der
               Mittellinie gemessen, liegen.
               Ist die Schutzvorrichtung an diesem Punkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile
               verwendet werden, mit deren Hilfe die Belastung dort angesetzt werden kann, ohne
               dadurch die Schutzvorrichtung zu verstärken.
         1.1.2 Der Aufbau nach Ziffer 1.3.1 Anhang II ist gemäß der Beschreibung in Ziffer 3
               Anhang II Buchstabe B am Boden zu verankern.
         1.1.3 Die von der Schutzvorrichtung während der Prüfung absorbierte Energie muß minde-
               stens
                                 Ej, = 2,165 x 10-7m,L2 oder E„ = 0,574 x I
               betragen.
         1.2   Belastung vorn
         1.2.1 Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene der Zugmaschine aufzu-
               bringen.
               Als Lastangriffspunkt an der Umsturzschutzvorrichtung ist ein Punkt zu wählen, der bei
               einem seitlichen Umsturz der vorwärts fahrenden Maschine den Boden zuerst berühren
               würde, normalerweise also die obere Kante. Der Lastangriffspunkt muß sich in einem
               Abstand von einem Sechstel der Breite des oberen Teils der Schutzvorrichtung einwärts
               von einer senkrechten Ebene befinden, die parallel zur Mittelebene der Zugmaschine
               verläuft und die Außenseite des oberen Teils der Umsturzschutzvorrichtung berührt.
               Ist die Schutzvorrichtung an diesem Punkt gekrümmt oder vorstehend, müssen Keile
               verwendet werden, mit deren Hilfe die Belastung dort angesetzt werden kann, ohne
               dadurch die Schutzvorrichtung zu verstärken.
         1.2.2 Der Aufbau nach Ziffer 1.3.1 Anhang II ist am Boden gemäß der Beschreibung in Zif-
               fer 3 Anhang II Buchstabe B am Boden zu verankern.
         1.2.3 Die von der Schutzvorrichtung während des Versuchs absorbierte Energie muß minde-
               stens
                                              En = 500 + 0,5 m,
               betragen.
         1.3   Seitliche Belastung
         1.3.1 Die Belastung erfolgt waagerecht und rechtwinklig zur senkrechten Mittelebene der
               Zugmaschine und so nah wie möglich am Schwerpunkt der Zugmaschine vorbeifüh-
               rend.
               Der Lastangriffspunkt muß der Teil der Schutzvorrichtung sein, der voraussichtlich den
               Boden bei seitlichem Umstürzen zuerst berührt, normalerweise die obere Kante.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/20                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                9. 5. 83
            1.3.2    Der Aufbau nach Ziffer 1.3.1 Anhang II ist am Boden gemäß der Beschreibung in Zif-
                     fer 3 Anhang II Buchstabe B am Boden zu verankern.
            1.3.3    Die von der Schutzvorrichtung während des Versuchs absorbierte Energie muß minde-
                     stens
                                                       Eis = 1,75 m,
                     betragen.
            1.4      Druckprüfung hinten
                     Vorgehen nach Ziffer 1.4 von Anhang III Buchstabe A.
            1.5      Druckprüfung vorn
                     Vorgehen nach Ziffer 1.5 von Anhang III Buchstabe A.
            1.6       Überlastprüfung
            1.6.1    Wenn eine waagerechte Belastungsprüfung Risse, Brüche oder Verbiegungen zur Folge
                     hat, kann eine Überlastprüfung erforderlich sein, um die Restfestigkeit der Schutzvor-
                     richtung festzustellen und zu gewährleisten, daß diese ausreicht, um weitere Umstürze
                     zu überstehen (siehe Abbildungen 10 a), 10 b) und 10 c)).
                     Die Überlastprüfung ist in jedem Fall erforderlich, wenn die Kraft während der letzten
                     5 % der erreichten Verformung um mehr als 3 % abnimmt, wenn sie erforderliche Ener-
                     gie von der Schutzvorrichtung absorbiert wird (siehe Abbildung 10 b)).
            1.6.2    Die Überlastprüfung besteht darin, die waagerechte Belastung in Schritten von 5 % der
                     zu Beginn erforderlichen Energie bis zu höchstens 20 % der hinzugefügten Energie fort-
                     zusetzen (siehe Abbildung 10 c)).
            1.6.2.1  Die Überlastprüfung gilt als zufriedenstellend, wenn die Kraft nach jeder Erhöhung der
                     erforderlichen Energie in Schritten von 5%, 10% und 15% bei jedem 5 %-Schritt um
                     weniger als 3 % abnimmt und auch weiterhin über 0,8 Fmax beträgt.
            1.6.2.2  Die Überlastprüfung gilt als zufriedenstellend, wenn die Kraft, nachdem die Schutzvor-
                    richtung 20 % der hinzugeführten Energie aborbiert hat, auch weiterhin über 0,8 Fmax
                    beträgt.
           1.6.2.3  Zusätzliche Brüche oder Risse und/oder das Eindringen der Schutzvorrichtung in die
                    Freiraumzone oder der fehlende Schutz dieser Zone aufgrund einer elastischen Verfor-
                    mung sind während dieser Überlastprüfung zulässig. Nach dem Aufsetzen der Überla-
                    stung darf die Schutzvorrichtung die Zone jedoch nicht verletzen, und die Zone muß
                    vollständig geschützt sein.
           1.7       Drucküberlastprüfung
                    Ergeben sich bei der Druckprüfung erhebliche Brüche oder Risse, ist eine zweite ähnli-
                    che Druckprüfung, jedoch mit einer Kraft von 1,2 Fv unmittelbar nach der Druckprü-
                    fung durchzuführen, die zu diesen Brüchen oder Rissen geführt hat.
           2.       FREIRAUM
                    Entsprechend Freiraum nach Ziffer 2 von Anhang III Buchstabe A mit der Ausnahme,
                    daß an Stelle des Wortes „Schlag" in der letzten Zeile von Ziffer 2.2.10 das Wort „Bela-
                    stung" tritt.
           3.       MESSUNGEN
           3.1      Brüche und Risse
           3.1.1.   Nach jeder Prüfung sind die tragenden Bauelemente, Verbindungen und Befestigungs-
                    teile einer Sichtprüfung auf Brüche oder Risse zu unterziehen, wobei jedoch kleine
                    Risse an unbedeutenden Teilen nicht berücksichtigt zu werden brauchen.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 123/21
         3.2 Freiraum
             Bei jedem Versuch ist die Schutzvorrichtung daraufhin zu prüfen, ob Teile derselben die
             Freiraumzone um den Führersitz gemäß Ziffer 2, verletzt haben.
             Außerdem ist nachzuprüfen, ob sich ein Teil der Freiraumzone außerhalb der Schutz-
             zone der Schutzvorrichtung befindet. Man geht hier davon aus, daß ein Teil der Frei-
             raumzone außerhalb der Schutzzone der Schutzvorrichtung liegt, wenn ein Teil der
             Freiraumzone nach dem Umstürzen der Zugmaschine nach der Seite, an der die Bela-
             stung aufgebracht wurde, mit dem Boden in Berührung kommen würde. Es werden die
             vom Hersteller für die Reifen und die Spurweite angegebenen kleinsten Werte berück-
             sichtigt.
         3.3 Elastische Verformung (bei Seitenbelastung)
             Die elastische Verformung ist 900 mm über dem Sitzbezugspunkt in der vertikalen
             Ebene zu messen, in der die Belastung angesetzt wird. Für diese Messung können
             Geräte nach Abbildung 9 Anhang IV verwendet werden.
         3.4 Bleibende Verformung
             Nach den letzten Druckprüfungen wird die bleibende Verformung der Schutzvorrich-
             tung ermittelt. Zu diesem Zweck wird vor der Prüfung die Lage der wesentlichen Teile
             der Schutzvorrichtung gegenüber dem Sitzbezugspunkt festgestellt.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/22 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 9. 5. 83
                             ANHANG      IV
                           ABBILDUNGEN
                              Qr-
               \ vJS'
                            Abbildung 1
                  Freiraum —     -Sicht von hinten
 ---pagebreak--- 9. 5. 83        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. C 123/23
                          550
            150
         Sitzbezugspunkt
                                Abbildung 2 a)
                                    Freiraum
                          Schnitt in der Bezugsebene
 ---pagebreak--- Nr. C 1 2 3 / 2 4                      A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n G e m e i n s c h a f t e n                           9. 5. 83
                                                                                                                                     -500-
                                                                                                                                       1400
       s
 (
           —          350      —-
                               Abbildung 2 b)
                                                                                                                             Abbildung 2 c)
                         Freiraum — Seitenansicht                                                                      Freiraum — Rückansicht
                                                                FREIRAUM
                         Abbildung 2 d)                                                                          Abbildung 2 e)
                  Freiraum — Sicht von oben                                                 Unterer Teil des Freiraums — 3 A-Sicht von hinten
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften              Nr. C 123/25
                                                                     Gelenk
                                                                330
                                                     150
                           460
                                                                     Oberes Brett der
                                                       144           Rückenstütze
                                            Gelenk
                                                        177
                                                                    Unteres Brett der
                                                                    Rückenstütze
         Sitzpfanne               550 N
                                                      R 100
Abmessungen in Millimetern                       200
                                                Abbildung 3 a)
                               Vorrichtung zur Bestimmung des Sitzbezugspunkts
Abmessungen in Millimetern
                                                 Abbildung 3 b)
                                Verfahren zur Bestimmung des Sitzbezugspunkts
 ---pagebreak---     Afc. p j
      ^ C l23.
               ''26
                                                      der
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                 i<Jsei       "                                         Milh'n) etle
                                                                                     rrj
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                                                *htse. ile
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 123/27
                                                                                                 Die Bahnkurve des
                                                                                                Gewichtsschwerpunkts
                                                                                                geht durch den Auf-
                                                                                                schlagspunkt
                                                                                   < 30'
                    Einstellbare                                Kantholz, V —            Einsteilbare
                    Verankerung                                 nach Verankerung         Verankerung
                                                                vor die Räder
                                                                gekeilt
                                                    Abbildung 5
                                            Schlagprüfung von hinten
         Anmerkung:
         Die gezeigte Umsturzschutzvorrichtungs-Form dient nur zur Veranschaulichung des Versuchs
         und als dimensioneller Hinweis. Sie ist nicht als Bauvorschrift anzusehen.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/28                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  9. 5. 83
                                                                                                         Die Bahnkurve
                                                                                                         des Gewichts-
                                                                                                         schwerpunkts
                                                                                                         geht durch den
                                                                                                         Aufschlagpunkt
                                      Kantholz, nach Verankern                             Einstellbare
 Einstellbare Verankerung             hinter die Räder gekeilt                             Verankerung
                                                           Abbildung 6
                                                        Schlag von vorn
              Anmerkung:
              Die gezeigte Umsturzschutzvorrichtungs-Form dient nur zur Veranschaulichung der Prüfung und
              als dimensioneller Hinweis. Sie ist nicht als Bauvorschrift anzusehen.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften      Nr. C 123/29
                               bO Cl
                                                                    3
                                                                   -C c
                                                                    ° J:
                                                                    c <u
                                                                    2 3
                                                                   > C
                                                            2       U  JS
                                                                   •-   «
                                                                    3  ^
                                                                    O *S
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                                                                    o '«
                                       \ \         rlS§
                                                                    I c
                                                      l             EI
                                                                ss .2?
                                                                     u o
                                                                        e
                                                               t öt>o' lg
                                                                 1.2 E
                                                               T Q T3
    2P
 ---pagebreak--- Nr. C 123/30                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  9. 5. 83
                                                                                                               Kardangelenk
                                                                                                               Belastung
                                                                                                               Vi F
                                                                                                                 Doppeltwirkender
                                                                                                                 Hydraulikzylinder
                                                                                                                  Kardangelenk
 Abstützung der Vorder- und Hinterachse
                                                                    Abbildung 8
                                                                    Druckprüfung
            Anmerkung:
            Die gezeigte Umsturzschutzvorrichtungs-Form dient nur zur Veranschaulichung der Prüfung und
            als dimensioneller Hinweis. Sie ist nicht als Bauvorschrift anzusehen.
                             1              2
                      K            M           *
                      I             j
                                          I     1/ .                              t      H               An der Schutz-
                                          /     I- /
                                                                                                         vorrichtung befes-
                                        /      / /                                                       tigte waagerechte
                                                                                                         Stange
                              i i             ~
                             ' / / /
                            ' / :'/                                                                      Senkrechte
                           ' I : :                                                                       Stütze, die am
                          I I! :                                                                         Zugmaschinenaufbau
                         I I: I                          Reibungsring
                       1
                                / • • ' /
                                                                                                         oder am Boden der
                              /:' :
                             l' :
                                                                                         0 £             Schutzvorrichtung
                                                                                                         befestigt ist.
                            I /
                                :           1: bleibende Verformung
                                •           2: elastische Verformung
                                •           3: Gesamtverformung (bleibende und elastische Verformung)
                                                                    Abbildung 9
                                           Beispiel für ein Gerät zur Messung der elastischen Verformung
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 123/31
           Kraft
                                                                                      Verformung D' und Kraft F , wobei
Fmax                                                                                  die Schutzvorrichtung die berechnete
                                                                                      erforderliche Energie absorbiert hat
                                                                                      (1.1)
    F                / L -
                                                                                          = Kraft für die berechnete
                                                                                            erforderliche Energie
                                                                                          = Verformung für die berechnete
                                                                                            erforderliche Energie
                                                  0,95 D'     D'                        Verformung
1. a F aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
1.1. Die Überlastprüfung ist nicht erforderlich, da aF' < 1,03 F .
                                                        Abbildung 10 a)
                                                 Kraft/Verformungs-Schaubild
                                           Die Überlastprüfung ist nicht erforderlich
 ---pagebreak---  Nr. C 123/32                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 9. 5. 83
     4 Kraft
Fmax
                                                                                         Verformung D' und Kraft F', wobei di
                                                                                         Schutzvorrichtung die berechnete
                                                                                         erforderliche Energie absorbiert hat
                                                                                         (1.1)
                                                                                        Die absorbierte Energie
                                                                                        beträgt 1,05 der erfor-
                                                                                        derlichen Energie (1.2)
                                                         0,95 D'      D'      Dl Verformung
     1. a F aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
     1.1. Die Überlastprüfung ist erforderlich, da aF' > 1,03 F
     1.2. Die Überlastprüfung ist zufriedenstellend, da
          b F > 0,97 P und b F > 0,8 F max.
                                                    Abbildung 10 b
                                            Kraft/Verformungs-Schaubild
                                        Eine Überlastprüfung ist erforderlich
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 123/33
          Kraft
                                                                              Verformung und Kraft, wobei
                                                                              die Schutzvorrichtung die
                                                                              berechnete erforderliche
                                                                              Energie absorbiert hat (1.1).
                                                                                      Verformung und Kraft, wobei
                                                                                      die Schutzvorrichtung das
                                                                                       l,05fache der berechneten
                                                                                      erforderlichen Energie ab-
                                                                                      sorbiert hat (1.2).
                                                                                               Verformung und Kraft, wobei
                                                                                               die Schutzvorrichtung das
                                                                                               l,10fache der berechneten
                                                                                               erforderlichen Energie ab-
                                                                                               sorbiert hat (1.3).
                                                                                                            Verformung und Kraft,
                                                                                                            wobei die Schutzvorrich-
                                                                                                            tung das l,15facheder
                                                                                                            berechneten erforderlichen
                                                                                                            Energie absorbiert hat (1.4).
                                                                                                                   Verformung und Kraft,
                                                                                                                   wobei die Schutzvorrich-
                                                                                                                   tung das l,20fache der
                                                                                                                   berechneten erforder-
                                                                                                                   lichen Energie absor-
                                                                                                                   biert hat (1.5).
                                               0,95 D'    D                                D'4                   Verformung
                                                                             Überlast
1.   aF' aufsuchen, der 0,95 D' entspricht.
     1.1. Die Überlastprüfung ist erforderlich, da aF' > 1,03 F'
     1.2. Die Überlastprüfung ist fortzusetzen, da bF' < 0,97 aF'
     1.3. Die Überlastprüfung ist fortzusetzen, da cF' < 0,97 bF'
     1.4. Die Überlastprüfung ist fortzusetzen, da dF' < 0,97 cF'
     1.5. Die Überlastprüfung ist zufriedenstellend, da eF' > 0,8 F max.
Anmerkung:
Die Annahmebedingungen sind jedoch nicht erfüllt, wenn die Kraft zu irgendeinem Zeitpunkt
unter 0,8 F max absinkt (HIB, 1.6.5).
                                                        Abbildung 10 c)
                                                 Kraft/Verformungs-Schaubild
                                              Die Überlastprüfung ist fortzusetzen
 ---pagebreak--- Nr. C 123/34                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         9. 5. 83
                                                           ANHANG V
                                                              MUSTER
           PRÜFBERICHT ÜBER DIE EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSPRÜFUNG                                      EINER
            UMSTURZVORRICHTUNG (HINTEN ANGEBRACHTE ÜBERROLLBÜGEL, ÜBER-
            ROLLRAHMEN ODER SCHUTZKABINEN) HINSICHTLICH IHRER FESTIGKEIT
                                         UND BEFESTIGUNG AN DER ZUGMASCHINE
                                Umsturzschutzvorrichtung
                Marke und Typ
                                         Zugmaschine
                Marke                                                       Name des technischen Dienstes
                Typ und Handelsbezeichnung
                Prüfmethode                           , dynamisch
                                                        statisch (')
            EWG-Bauartgenehmigung Nr
            1.       Fabrik- oder Handelsmarke der Umsturzschutzvorrichtung
            2.       Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine oder des Herstellers der Umsturz-
                     schutzvorrichtung
                     Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Zugmaschine
                     oder des Herstellers der Umsturzschutzvorrichtung
            4.       Technische Daten der Zugmaschine, an der die Prüfung vorgenommen wird
            4.1.      Fabrik- oder Handelsmarke
            4.2.     Typ und Handelsbezeichnung
            4.3.      Seriennummer
            4.4.      Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Umsturzschutzvorrichtung, ohne Führer      kg
            4.5.      Radstand/Trägheitsmoment (')                                             mm/kgm2 (')
            4.6.      Reifenabmessungen: vorn ...
                                               hinten
            5.        Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zugmaschinentypen
            5.1.      Fabrik- oder Handelsmarke
            (')    Unzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                     Nr. C 123/35
         5.2.     Typ und Handelsbezeichnung
         5.3.     Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Umsturzschutzvorrichtung, ohne Führer     kg
         5.4.     Radstand/Trägheitsmoment (')                                            mm/kgm2 (')
         5.5.     Reifenabmessungen: vorn
                                            hinten
         6.       Technische Daten der Umsturzschutzvorrichtung
         6.1.     Gesamtzeichnung der Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugma-
                  schine
         6.2.     Fotos von der Seite und von hinten mit Einzelheiten der Befestigung
         6.3.     Kurze Beschreibung der Umsturzschutzvorrichtung mit folgenden Angaben: Bauart,
                  Befestigung an der Zugmaschine, Einzelheiten der Verkleidung, Einstieg- und Notaus-
                  stiegmöglichkeit, Einzelheiten der Innenpolsterung, Vorrichtungen gegen weiteres
                  Umstürzen der Zugmaschine und Einzelheiten des Heiz- und Lüftungssystems.
         6.4.     Abmessungen
         6.4.1.   Höhe des Dachrahmens über dem Sitzbezugspunkt                                   mm
         6.4.2.   Höhe des Dachrahmens über dem Fußboden der Zugmaschine                          mm
         6.4.3.   Lichte Breite der Umsturzschutzvorrichtung in 900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt ..
                                                                                                  mm
         6.4.4.    Lichte Breite der Umsturzschutzvorrichtung über dem Sitz in Höhe des Lenkradmittel-
                  punkts                                                                          mm
         6.4.5.   Abstand von Mitte Lenkrad bis rechte Seitenwand der Umsturzschutzvorrichtung    mm
         6.4.6.   Abstand von Mitte Lenkrad bis linke Seitenwand der Umsturzschutzvorrichtung     mm
          6.4.7.   Mindestabstand des Lenkradkranzes von der Umsturzschutzvorrichtung             mm
          6.4.8.   Breite der Türöffnungen:
                                                                                                   mm
                   oben
                                                                                                   mm
                   Mitte
                                                                                                   mm
                   unten                                                                      '•
          6.4.9.   Höhe der Türöffnungen:
                                                                                                   mm
                   über dem Fußboden
                   über der obersten Trittstufe                                                    rnm
                   über der untersten Trittstufe                                                   mm
          (')   Unzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- N r . C 123/36                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           9. 5. 83
              6.4.10. Gesamthöhe der Zugmaschine mit Umsturzschutzvorrichtung                                mm
              6.4.11. Gesamtbreite der Umsturzschutzvorrichtung                                              mm
              6.4.12. Horizontaler Abstand der Sitzrückenlehne zur Hinterseite der Umsturzschutzvorrichtung
                        in 900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt                                              mm
              6.5.      Angaben über die Werkstoffe, die Qualität der verwendeten Werkstoffe und die ange-
                       wandten Normen
                        Hauptrahmen                                                 (Werkstoff und Abmessungen)
                        Befestigungen                                               (Werkstoff und Abmessungen)
                        Verkleidung                                                 (Werkstoff und Abmessungen)
                        Dach                                                        (Werkstoff und Abmessungen)
                        Innenpolsterungsbolzen                                      (Werkstoff und Abmessungen)
                        Verbindungs- und Befestigungsteile                            (Qualität und Abmessungen)
               7.         Prüfungsergebnisse
               7.1.      Schlag-, Belastungs- (') und Druckprüfungen
                         Die Schlagprüfungen wurden rechts/links hinten ('), rechts/links vorn (') sowie rechts/
                         links seitlich (') ausgeführt. Die Bezugsmasse für die Berechnung der Schlagarbeit/Bela-
                         stungen (') und der Drucklast betrug                                                 kg
                         Die Anforderungen dieser Prüfungen hinsichtlich von Brüchen oder Rissen, der maxima-
                         len augenblicklichen Verformung sowie der Freiraumzone wurden erfüllt/nicht erfüllt (').
               7.2.      Nach den Prüfungen gemessene Verformungen
                         Bleibende Verformung:
                         hinten: links                                                                       mm
                                   rechts                                                                    mm
                         vorn: links                                                                         mm
                                  rechts:                                                                    mm
                         Seitliche Verformung:
                         vorn:                                                                               mm
                         hinten:                                                                             mm
                         Dach-Verformung nach unten:
                         hinten:                                                                             mm
                         vorn:                                                                               mm
                        Differenz zwischen größter augenblicklicher Verformung und bleibender Verformung bei
                        der seitlichen Schlagprüfung                                                         mm
              8.         Nummer des Prüfberichts
              9.         Datum des Prüfberichts
               10.       Unterschrift
             (')    Unzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 9.5.83                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 123/37
                                                  ANHANG VI
                                             KENNZEICHNUNG
        Das EWG-Prüfzeichen besteht aus:
        — einem Rechteck, in dessen Innenfeld der Buchstabe „e" und die Kennzahl oder die Kenn-
            buchstaben des Mitgliedstaats stehen, der die Bauartgenehmigung erteilt hat:
                                  1      für Deutschland,
                                  2      für Frankreich,
                                  3      für Italien,
                                  4      für die Niederlande,
                                  6      für Belgien,
                                 11      für das Vereinigte Königreich
                                 13      für Luxemburg,
                                 18      für Dänemark,
                               IRL       für Irland,
                                GR       für Griechenland;
            einer EWG-Prüfnummer an einer beliebigen Stelle unter und in der Nähe des Rechtecks, die
            der Nummer des EWG-Bauartgenehmigungsbogens für den betreffenden Typ einer Schutz-
            vorrichtung betreffend ihre Festigkeit sowie die Festigkeit ihrer Befestigung an der Zugma-
            schine entspricht;
            je nachdem, ob es sich um einen statischen oder dynamischen Prüfversuch handelt, den
            Buchstaben V oder SV, gefolgt von der Zahl 1, was bedeutet, daß es sich um einen Schutz-
            vorrichtungstyp mit hinten angebrachtem Überrollbügel, Überrollrahmen oder Schutzkabine
            handelt, der für eine Schmalspurzugmaschine bestimmt ist, und dessen obere Freiraum-
            grenze sich 900 mm über dem Sitzbezugspunkt befindet.
                                        Beispiel eines EWG-Prüfzeichens
                                                                                             a ^ 30 mm
       Legende:
       Die Schutzvorrichtung mit dem oben angegebenen EWG-Prüfzeichen ist eine des Typs mit hin-
       ten angebrachtem Überrollbügel, Überrollrahmen oder Schutzkabine; sie ist einem dynamischen
       Prüfversuch unterzogen worden und für eine Schmalspurzugmaschine (VI) bestimmt, für die in
       Frankreich (e2) unter der Nummer 431 eine EWG-Bauartgenehmigung erteilt wurde.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/38                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                  9. 5. 83
                                                                ANHANG VII
                                                                    MUSTER
                                MUSTER EINES EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
                                                                                                             Name der Behörde
            Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug der EWG-Bauartgenehmigung oder die
            Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigungen eines bestimmten Typs einer Umsturzschutzvorrich-
            tung (Überrollbügel, Überrollrahmen, Schutzkabine) hinsichtlich ihrer Festigkeit sowie der Festig-
                                               keit ihrer Befestigung an der Zugmaschine
            EWG-Bauartgenehmigung Nr
                                                         Erweiterung (')
             1.       Fabrik- oder Handelsmarke und Typ der Schutzvorrichtung
            2.        Name und Anschrift des Herstellers der Schutzvorrichtung
            3.        Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Schutzvorrich-
                      tung
            4.        Fabrik- oder Handelsmarke, Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine, für die die
                      Schutzvorrichtung bestimmt ist
             5.       Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf Zugmaschinen folgender Typen und Mar-
                      ken
             5.1.     Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast entsprechend Anhang II — 1.4 überschreitet/
                      überschreitet nicht (2) die bei der Prüfung verwendete Bezugsmasse um mehr als 5 %.
             5.2.     Die Befestigungsart und die Befestigungspunkte sind/sind nicht (2) gleich.
             5.3.     Alle Bauteile, die als Abstützung für die Schutzvorrichtung dienen können, sind/sind
                      nicht (2) gleich.
             5.4.     Die Anforderungen nach 3.4 vierter Gedankenstrich des Anhangs I sind/sind nicht (2)
                      erfüllt.
             6.       Zur Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgeführt am
             7.        Prüfstelle
             8.        Datum und Nummer des Prüfberichts
             9.       Datum der Erteilung/der Versagung/des Entzugs der EWG-Bauartgenehmigung (2)
             10.       Datum der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung/der Versagung/des Entzugs der
                       Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung (2)
             11.      Ort
             12.       Datum
             13.       Folgende Unterlagen mit der oben genannten Nummer der EWG-Bauartgenehmigung
                       sind beigefügt (z. B. Prüfbericht). Diese Angaben werden den zuständigen Stellen der
                       übrigen Mitgliedstaaten nur auf ausdrücklichen Antrag zur Verfügung gestellt
             14.       Bemerkungen
             15.       Unterschrift ...
            (!)   Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprünglichen EWG-Bauartgenehmigung
                  handelt.
             2
            ()    Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 9. 5. 83                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              Nr. C 123/39
                                                  ANHANG VIII
                BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
         1.   Der Antrag auf Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp in bezug
              auf die Festigkeit der Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugmaschine
              wird vom Hersteller der Zugmaschine oder seines Beauftragten eingereicht.
         2.   Dem betreffenden technischen Dienst ist zur Erteilung der Betriebserlaubnis ein repräsenta-
              tiver Zugmaschinentyp mit einer Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung vorzufüh-
              ren, für die ordnungsgemäße Bauartgenehmigungen vorliegen.
         3.   Der betreffende technische Dienst prüft, ob der Typ der Schutzvorrichtung, für die eine
              Bauartgenehmigung vorliegt, für den Zugmaschinentyp bestimmt ist, für den eine Betriebs-
              erlaubnis beantragt wird. Er prüft insbesondere, ob die Befestigung der Schutzvorrichtung
              derjenigen entspricht, die bei der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
         4.   Der Inhaber der EWG-Betriebserlaubnis kann beantragen, daß diese für andere Schutzvor-
              richtungstypen erweitert wird.
         5.   Die zuständigen Behörden gewähren diese Erweiterung unter folgenden Bedingungen:
         5.1. für den neuen Typ einer Umsturzschutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zugma-
              schine liegt eine EWG-Bauartgenehmigung vor;
         5.2. sie ist für den Zugmaschinentyp bestimmt, für den die Erweiterung der EWG-Betriebser-
              laubnis beantragt wird;
         5.3. die Befestigung der Schutzvorrichtung an der Zugmaschine entspricht derjenigen, die bei
               Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
         6.    Dem EWG-Betriebserlaubnisbogen wird bei jeder Erteilung oder Versagung einer Betriebs-
               erlaubnis oder ihrer Erweiterung ein Bogen entsprechend dem Muster des Anhangs IX bei-
              gefügt.
         7.    Wird der Antrag auf Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp zur
               gleichen Zeit wie der Antrag auf Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung für einen
               bestimmten Typ einer Umsturzschutzvorrichtung für den Zugmaschinentyp eingereicht, für
               den eine EWG-Betriebserlaubnis beantragt wird, so werden die Nummern 2 und 3 gegen-
               standslos.
 ---pagebreak--- Nr. C 123/40                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                9. 5. 83
                                                              ANHANG IX
                                                                  MUSTER
                                                                                                            Name der Behörde
           ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINEN-
           TYP BETREFFEND DIE FESTIGKEIT DER UMSTURZSCHUTZVORRICHTUNG (HIN-
           TEN ANGEBRACHTE ÜBERROLLBÜGEL, ÜBERROLLRAHMEN, SICHERHEITSKA-
                             BINE) UND IHRER BEFESTIGUNG AN DER ZUGMASCHINE
           (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur
           Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis für land- oder
                                            forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern)
           EWG-Betriebserlaubnis Nr
                                                                                                                Erweiterung (')
             1. Fabrik-oder Handelsmarke der Zugmaschine
             2. Zugmaschinentyp und Handelsbezeichnung .
             3. Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine
             4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten
             5. Fabrik- oder Handelsmarke und Typ der Schutzvorrichtung
             6. Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis auf folgende(n) Schutzvorrichtungstyp/typen . . .
             7. Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnisprüfung vorgeführt am
             8. Mit den Prüfungen für die EWG-Betriebserlaubnis beauftragter technischer Dienst                            . . . .
             9. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
            10. Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
            11. Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer Befe-
                stigung an der Zugmaschine wird erteilt/versagt (2)
            12. Die Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung
                sowie ihrer Befestigung wird erteilt/versagt (2)
            13. Ort
            14. Datum
            15. Unterschrift
                Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprünglichen EWG-Bauartgenehmigung
                handelt.
           (-)   Nichtzutreffendes streichen.