CELEX: 51994PC0243(01)
Language: de
Date: 1994-06-03
Title: Geänderter Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der allgemeinrelevanten Telematikanwendungen (1994-1998)

Avis juridique important

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51994PC0243(01)

Geänderter Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der allgemeinrelevanten Telematikanwendungen (1994-1998)  /* KOM/94/243ENDG - CNS 94/0079 */  

Amtsblatt Nr. C 262 vom 20/09/1994 S. 0001

Geänderter Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der allgemeinrelevanten Telematikanwendungen (1994-1998) (94/C 262/01) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(94) 243 endg. - 94/0079(CNS) (Gemäß Artikel 189a Absatz 2 des EG-Vertrags von der Kommission vorgelegt am 6. Juni 1994)Der Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der allgemeinrelevanten Telematikanwendungen (1994-1998) (KOM(94) 68 endg. - 94/0079(CNS)) ist wie folgt geändert:Erwägung 4Gemäß Artikel 130i Absatz 3 ist eine Vorausschätzung der zur Durchführung dieses spezifischen Programms für notwendig erachteten Mittel vorzunehmen. Die endgültigen Beträge werden von der Haushaltsbehörde je nach Verfügbarkeit der Mittel der Finanziellen Vorausschau und der relativen Priorität des Aktionsbereichs, der Gegenstand dieses Programms ist, innerhalb des ersten Aktionsbereichs des vierten Rahmenprogramms festgelegt.Erwägung 5a(neu)Die Aufstockung des Gesamthöchstbetrags des Rahmenprogramms hängt insbesondere auch von der Bewertung des Stands seiner Durchführung ab. Dieser Stand der Durchführung kann nur als zufriedenstellend angesehen werden, wenn die ersten Mittelbindungen innerhalb einer vertretbaren Frist nach der Verabschiedung des vorliegenden Programms durchgeführt werden. Diese Frist darf auf keinen Fall zwölf Monate übersteigen.Erwägung 6a(neu)Damit die Europäische Union den Herausforderungen der "Informationsgesellschaft" gewachsen ist, ist es nicht nur von wesentlicher Bedeutung, daß die erforderlichen technologischen Grundlagen entwickelt werden, sondern es muß auch dafür gesorgt werden, daß möglichst viele europäische Bürger sich die Telematikanwendungen zu eigen machen. Dabei sind die soziokulturellen Unterschiede zu berücksichtigen. Ferner ist allen Gesellschaftsschichten ein möglichst umfassender Zugang zu den neuen Informationsinfrastrukturen zu ermöglichen.Erwägung 9Telematikanwendungen leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit und sozialen Leistungsfähigkeit von Diensten für die Öffentlichkeit, des Zugangs zu Wissensbeständen und der Lebensqualität der Bürger. Sie fördern die Erfassung und den Austausch elektronischer Informationen in allen Sprachen der Europäischen Union.Erwägung 9a(neu)Die Bemühungen der Kommission um eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie um grössere Transparenz müssen im Hinblick auf eine leichtere Durchführung des Programms und zur Vereinfachung des Vorgehens für Unternehmen, insbesondere KMU, Forschungszentren und Hochschulen, die an einer FTE-Aktion der Gemeinschaft teilnehmen wollen, fortgesetzt werden.Erwägung 14a(neu)Angesichts der steigenden Konvergenz zwischen den Informationstechnologien, den Telekommunikationstechnologien und der Telematik ist es geboten, das vorliegende Programm in enger Abstimmung mit den Forschungsprogrammen in den Bereichen der Informationstechnologie und den fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien durchzuführen, um die Synergiewirkung zu verstärken.Erwägung 18a(neu)Ferner sollten in Verbindung mit dem zweckgebundenen sozioökonomischen Forschungsprogramm sowohl Forschungsarbeiten über die Auswirkungen der Telematikanwendungen auf Produktions- und Arbeitsabläufe als auch Forschungsarbeiten über die Interaktion zwischen dem europäischen Bürger und der Informationsinfrastruktur durchgeführt werden.Artikel 2 Absatz 1(1)  Der zur Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf 843 Millionen ECU, wovon höchstens 10,3% auf Personal- und Verwaltungskosten entfallen.Die ersten Mittelbindungen werden innerhalb von höchstens zwölf Monaten nach der Annahme des Programms vorgenommen, es sei denn, triftige Gründe rechtfertigen die Überschreitung dieser Frist.Artikel 2 Absatz 4(4)  Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für jedes Haushaltsjahr je nach Verfügbarkeit der Mittel der Finanziellen Vorausschau zur Verfügung stehenden Mittel unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen und technologischen Prioritäten des vierten Rahmenprogramms.(1)(1) ABl. Nr. C 228 vom 17. 8. 1994.ANHANG I "Einführung", Absatz 1 Der neue Schwerpunkt der FTE im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Telematikanwendungen liegt auf der neuen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, die die Basis für die Informationsgesellschaft der Zukunft bilden wird. Die vorgeschlagenen FTE-Bereiche sind für die Entwicklung der Infrastruktur überaus wichtig. Dabei sind einerseits die angestrebte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie, der Beschäftigungssituation in der Europäischen Union und der Lebensqualität der Bürger, insbesondere durch Erleichterung eines gleichen Zugangs für alle zu den Informationsinfrastrukturen, zu berücksichtigen.Teil I, "Einordnung der Telematik", Absatz 1 Das Telematikprogramm verfolgt zwei Ziele: zum einen sollen, wie schon bisher, die Leistungsfähigkeit der europäischen Industrie und der Dienstleistungen von öffentlichem Interesse gestärkt sowie dank der Entwicklung von neuen Telematiksystemen und -dienstleistungen in Bereichen wie Telearbeit und Teledienste die Schaffung von Arbeitsplätzen gefördert werden und zum anderen - gemäß dem Vertrag über die Europäische Union - Forschungsarbeiten unterstützt werden, die zur Durchführung gemeinsamer Politiken in anderen Bereichen erforderlich sind. Es entspricht dem Wesen dieser anwenderorientierten Arbeiten, daß auch dieses neue Ziel Priorität hat.Teil II, Bereich 1, "Gesundheitswesen", Einleitung Das europäische Gesundheitswesen steht vor einer zweifachen Herausforderung. Einerseits müssen die Betriebskosten - bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Prinzips einer angemessenen und gesicherten Gesundheitsfürsorge für alle Bürger an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt - gesenkt werden. Andererseits müssen alle Mediziner einen rapiden Wissensfortschritt und immer kompliziertere Aufgaben bewältigen. Ebenso sind die Anwendungen der mobilen Kommunikation im Bereich des Gesundheitswesens auszubauen. Die Projekte des dritten Rahmenprogramms haben gezeigt, daß die Telematik zur Lösung dieser Probleme beitragen kann.Teil II, Bereich 2, "Bibliotheken", Ziel, Absatz 2 Besondere Aufmerksamkeit wird den Telekommunikationsbedürfnissen bedeutender Bibliotheken gewidmet. Die Bibliotheken, denen auf nationaler Ebene eine führende Rolle zukommt, sollen auf europäischer Ebene miteinander vernetzt werden. Dort, wo die moderne Technik noch nicht Einzug gehalten hat, sollen Anreize zur Einführung der Telematik geschaffen und die Bemühungen um die Fortbildung und Sensibilisierung der Bibliotheksangestellten durch den Austausch von bewährten Arbeitsweisen und Erfahrungen unterstützt werden.Teil II, Bereich 3, "Städtische und ländliche Gebiete", Validierungstests und Pilotprojekte Für die Validierungstests bieten sich die im Rahmen der Sondierungsaktion ORA bereits aufgebauten Partnernetze und die bestehenden innereuropäischen Städtepartnerschaften (Eurocities, Telecities usw.) an. Sie werden koordiniert mit Pilotprojekten im Rahmen einzelstaatlicher Raumordnungspläne einiger Mitgliedstaaten bzw. regionalpolitischer Gemeinschaftsprogramme. Validierungsprojekte, die mehrere Telematikanwendungen an ein und demselben Standort in ländlichen Gebieten oder in Städten auf sich vereinigen, werden prioritär gefördert. Der Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Standorten wird gefördert, und besonderes Augenmerk wird auf den Bedienungskomfort der Telematikanwendungen und deren Akzeptanz von seiten der Anwender gerichtet.Teil II, Bereich 4, "Sprach-Engineering", Ziel, Absatz 2 Die FTE-Arbeiten werden sich im wesentlichen auf folgende grosse Kategorien von Telematikanwendungen konzentrieren: dokumentenbasierte Informationsdienste (mit Systemen zur Bearbeitung und Archivierung von Dokumenten), Teledienste für Transaktionen (z. B. Telebanking, elektronische Verzeichnisse) und die zwischenmenschliche Kommunikation, die die elektronische Post und den Videokonferenzdienst beinhaltet. Forschungsarbeiten, die auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Umsetzung der Ergebnisse in industriellen oder kommerziellen Anwendungsgebieten ausgerichtet sind, werden prioritär gefördert.Teil II, Bereich 5, "Internationale Zusammenarbeit" In den meisten Forschungsbereichen werden auf internationaler Ebene Aktivitäten, wie Konferenzen, Studienreisen, Veranstaltungen zur Demonstration von wirtschaftlich verwertbaren Ergebnissen usw., eingeleitet, sobald eindeutig feststeht, daß diese Aktivitäten für die Europäische Union von gegenseitigem und ausgewogenem Interesse sind, insbesondere in den im Weißbuch erwähnten Bereichen. Eine grosse Bedeutung wird der Zusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas, den mittel- und osteuropäischen Ländern sowie den neuen unabhängigen Staaten der Ex-Sowjetunion beigemessen. Bei einigen Projekten kann möglicherweise ein Austausch von Wissenschaftlern stattfinden. Zu den Telematikaktivitäten, die von den Programmen PHARE und TACIS finanziert werden, sowie denjenigen, die von der BERD finanziert werden, wird es Kontakte geben, und im übrigen wird es eine enge Koordination zwischen den Forschungsaktivitäten der Gemeinschaft, unternommen im Rahmen dieses Aktionsbereichs und anderen FTE-ähnlichen nationalen oder europäischen Programmen (COST, Eureka, ESA, CERN, Eurocontrol), geben.ANHANG II >PLATZ FÜR EINE TABELLE>