CELEX: 62018CA0743
Language: de
Date: 2020-10-01 00:00:00
Title: Rechtssache C-743/18: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 1. Oktober 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Rēzeknes tiesa — Lettland) — LSEZ SIA „Elme Messer Metalurgs“/Latvijas Investīciju un attīstības aģentūra (Vorlage zur Vorabentscheidung – Strukturfonds – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung [EFRE] – Verordnung [EG] Nr. 1083/2006 – Art. 2 Nr. 7 – Begriff „Unregelmäßigkeit“ – Verstoß gegen eine Unionsbestimmung als Folge einer Handlung oder Unterlassung eines Wirtschaftsteilnehmers – Schaden für den Gesamthaushaltsplan der Union – Insolvenz des einzigen Geschäftspartners des Begünstigten)

23.11.2020   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 399/9
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 1. Oktober 2020 (Vorabentscheidungsersuchen des Rēzeknes tiesa — Lettland) — LSEZ SIA „Elme Messer Metalurgs“/Latvijas Investīciju un attīstības aģentūra
      (Rechtssache C-743/18) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Strukturfonds - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung [EFRE] - Verordnung [EG] Nr. 1083/2006 - Art. 2 Nr. 7 - Begriff „Unregelmäßigkeit“ - Verstoß gegen eine Unionsbestimmung als Folge einer Handlung oder Unterlassung eines Wirtschaftsteilnehmers - Schaden für den Gesamthaushaltsplan der Union - Insolvenz des einzigen Geschäftspartners des Begünstigten)
      (2020/C 399/11)
      Verfahrenssprache: Lettisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Rēzeknes tiesa
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: LSEZ SIA „Elme Messer Metalurgs“
      
         Beklagte: Latvijas Investīciju un attīstības aģentūra
      
         Tenor
      
      Art. 2 Nr. 7 der Verordnung (EG) Nr. 1083/2006 des Rates vom 11. Juli 2006 mit allgemeinen Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds und den Kohäsionsfonds und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1260/1999 in der durch die Verordnung (EU) Nr. 539/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Juni 2010 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass die Situation, in der der Empfänger eines Zuschusses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung es im relevanten Zeitraum wegen der Insolvenz oder der Unterbrechung der Tätigkeiten seines einzigen Geschäftspartners unterlässt, die Umsatzhöhe zu erreichen, die im Rahmen des zuschussfähigen Vorhabens vorgesehen ist, als „Unregelmäßigkeit“ im Sinne der genannten Bestimmung angesehen werden kann.
      
         (1)  ABl. C 54 vom 11.2.2019.