CELEX: 62007CN0529
Language: de
Date: 2007-11-28 00:00:00
Title: Rechtssache C-529/07: Vorabentscheidungsersuchen des Obersten Gerichtshofs (Österreich) eingereicht am 28. November 2007 — Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG gegen Franz Hauswirth GmbH

9.2.2008   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 37/13
            
         Vorabentscheidungsersuchen des Obersten Gerichtshofs (Österreich) eingereicht am 28. November 2007 — Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG gegen Franz Hauswirth GmbH
   (Rechtssache C-529/07)
   (2008/C 37/17)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   Vorlegendes Gericht
   Oberster Gerichtshof
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Klägerin: Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG
   
      Beklagte: Franz Hauswirth GmbH
   Vorlagefragen
   
               1.
            
            
               Ist Artikel 51 Abs 1 lit b der Verordnung (EG) Nr 40/94 des Rates vom 20. Dezember 1993 über die Gemeinschaftsmarke (1) dahin auszulegen, dass ein Anmelder einer Gemeinschaftsmarke als bösgläubig anzusehen ist, wenn er im Zeitpunkt der Anmeldung weiß, dass ein Mitbewerber in (mindestens) einem Mitgliedstaat ein gleiches oder verwechselbar ähnliches Zeichen für gleiche oder ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, und er die Marke anmeldet, um den Mitbewerber an der weiteren Verwendung des Zeichens hindern zu können?
            
         
               2.
            
            
               Bei Verneinung von Frage 1:
               Ist der Anmelder als bösgläubig anzusehen, wenn er die Marke anmeldet, um einen Mitbewerber an der weiteren Verwendung des Zeichens hindern zu können, obwohl er im Zeitpunkt der Anmeldung weiß oder wissen muss, dass der Mitbewerber durch Verwendung eines gleichen oder ähnlichen Zeichens für gleiche oder verwechselbar ähnliche Waren oder Dienstleistungen bereits einen „wertvollen Besitzstand“ erworben hat?
            
         
               3.
            
            
               Bei Bejahung von Frage 1 oder 2:
               Ist die Bösgläubigkeit zu verneinen, wenn der Anmelder für sein Zeichen bereits Verkehrsgeltung und damit lauterkeitsrechtlichen Schutz erlangt hat?
            
         
      (1)  ABl. L 11, S. 1.