CELEX: 51984PC0311
Language: de
Date: 1984-06-08 00:00:00
Title: Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES betreffend den Standpunkt der Gemeinschaft in den internationalen Verhandlungen über die Bedingungen öffentlich unterstützter Ausfuhrkredite für Flugzeuge (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (84) 311
Vol. 1984/0142
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
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           KOMMISSION                                                                       Brüssel, den    8.  Juni 1984
                 DER
EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN                                                                NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH
          General Sekretariat
                                                   V o rsch lag    für    e in e n
                                               BESCHLUSS           DES      RATES
             b etreffen d     den    S tan d p u n k t  der  G em ein sch aft        in   den  in te rn atio n ale n
                  V erh an d lu n g en  über     d ie   B edin g u n g en   ö ffe n tlic h    u n terstü tz te r
                                           A u sfu h rk red ite     für     F lu g zeu g e
                                    (von   der    K o m m ission    dem    Rat     v o rg eleg t)
     KOM ( 8 4 )  311   endg.
 ---pagebreak---                                      ERLÄUTERUNGEN
  I.  HINTERGRUND
      1.    Im    Dezem ber      1982      L egte     d ie    K o m m issio n     dem    Rat    um fassende         V o rsch läg e
            vor     (C 0M (82)829        e n d g .)   m it    dem    Z ie l,    den    S tan d p u n k t   der    G em ein sch aft
            in   den     in te rn a tio n a le n      V erh an d lu n g en      über     d ie   B edingungen         ö ffe n tlic h
            u n terstü tz te r       A u sfu h rk red ite         für    F lu g zeu g e    festz u le g e n .     D ie
            V o rsch läg e     w urden       von    den    zu stän d ig en        G rem ien     des     R ates    n ich t    zum
            G eg en stan d     e in e r    ein g eh en d en       Prüfung       g em ach t,     und     zwar    zunächst
            wegen      der    sic h    h in zieh en d en        V erh an d lu n g en     über     den    O E C D -A usfuhr-
            k red it-K o n sen su s        im J a h r     1983      und    sp äter     wegen      anderer       d rin g en d erer
            A n g eleg en h eiten         in   V erb in d u n g     m it   dem K o n s e n s u s         und    m it   anderen
            S ek to ren .     In zw isch en        sin d   neue      E n tw ick lu n g en      im   B ereich      der
             F lu g zeu g fin an zieru n g         ein g etreten ,         d ie   g ew isse     A sp ek te    der    ursprüng­
             lich en     K o m m issio n sv o rsch läg e          rev isio n sb ed ü rftig          w erden      lassen .
            D ieses      Z iel   vor     Augen      und     in    der    A b sich t,     d ie    V erh an d lu n g en    m it
            unseren        H an d elsp artn ern         so     b ald   w ie    m ö g lich    zu    eröffnen,        leg t    d ie
            K om m ission       dem    Rat     h ierm it      g eän d erte       V o rsch läg e      für   V erh an d lu n g s­
             le itlin ie n      vor.
II.  N O TW E N D IG K E I T DER ERÖFFNUNG VON VERHANDLUNGEN
     2.   Es    b e steh en     m ehrere       G ründe      ,    w esw egen      im B e r e i c h   A u sfu h rk red ite
          für       F lu g zeu g e    F o rtsc h ritte        besonders           w ünschensw ert          sin d .
          Zunächst         ein m al    g ilt     es,    d ie     V erp flich tu n g      der     K o n se n su s-P a rtn e r
          von     1982     ein zu lö sen ,       in   V erh an d lu n g en       im   H in b lick     auf    den    A b sch lu ss
          ein e r    se k to ralen       V erein b aru n g        für    a lle    F lu g zeu g e    e in zu treten        .
          Es    sei    daran     erin n ert,        dass      d iese     V erp flich tu n g       ein g eg an g en     w urde
          an g esich ts      der     zu Tage        g etreten en         m angelnden        D isz ip lin      in   dem
          S ek to r    (O E C D -S tilIh aIteab k o m m en )           und    in   der    E rk en n tn is,     dass      im
          Zuge       der    neuen      A b sa tzm ö g lich k eiten          in    der   zw eiten       H älfte     d ieses
          Ja h rz e h n ts   v o rau ssich tlic h          v iele      neue     F lugzeuge        auf    den   W eltm arkt
          gebracht        w erden.
     3.   A bgesehen        von    d iesen      allg em ein en        Ü b erleg u n g en      ,   d ie   für   a lle     F lu g ­
          zeuge      g e lte n ,   ist     es   w ic h tig ,      dass    im T e i l b e r e i c h    der   G rossraum -
          D ü sen flu g zeu g e      d ie    Z u stän d ig k eit      der     G em ein sch aft        in  e in e r   F rage,      d ie
          in   den     Rahmen        der     g em ein sch aftlich en            H a n d e lsp o litik     fä llt     (EWG
          A rtik el     113),      g e stä rk t     w ird .     D ies    ist    um so   w ic h tig e r,     a ls   von    US-
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    a m erik an isch er         S e ite   D ruck     ausgeübt        w ird ,    neue     F in an zieru n g sb ed in g u n g en
     für   G rossraum -F lugzeuge               zu   v erein b aren ,        d ie   zum T e i l      d irek te      A usw irk u n g en
    auf    d ie    In teressen         anderer       M itg lie d sta a te n       haben.
III.STRATEGIE DER REVIDIERTEN VORSCHLÄGE DER KOMMISSION
    4.   W ährend      in    den    früheren        K o m m issio n sv o rsch läg en          a lle     F lugzeuge        in    e in e r
         R eihe     von    K ap itelü b ersch riften             über     d ie    w ich tig sten        P u n k te   der
         V erh an d lu n g en      erfasst       w aren,     h ä lt    es   die    K om m ission        in    ih ren    rev id ierten
         V o rsch läg en       für    zw eck m ässig ,       k lar     zu   u n tersch eid en         zw ischen        G rossraum ­
         flu g z e u g e n   und    anderen        F lu g zeu g en .    D ie    E n tsch eid u n g      drängt       sic h    d esh alb    auf,
         w eil    in   den     b eid en     T e ilse k to re n     u n tersch ied lich e          F in an zieru n g sp rak tik en
         ü b lich     sin d .    A usserdem        w ird    so   der    T atsach e      Rechnung          g e tra g e n ,   dass
         G ro ssrau m d ü sen flu g zeu g e          nur    von    den    V erein ig ten         S taaten       und    der    G em ein sch aft
         h erg estellt         w erden      und    in fo lg ed essen        d ie   an g em essen ste          V erfah ren sw eise
         w äre,     E G -U S -V erhandlungen            in s    Auge     zu    fassen.      Auf     der     anderen        S e ite
         k ö nnten      V erh an d lu n g en     über     k lein ere       F lugzeuge,         d ie    von    e in e r   v iel
         grösseren         Zahl      von    H erstellern         g e fe rtig t      w erden,       im R a h m e n    der     OECD
         geführt        w erden.       Zu   einem      sp ä te ren     Z eitp u n k t    k ö n n ten    d ie    b eid en
         "K om ponenten"           zu   e in e r   um fassenden          se k to ra le n     V erein b aru n g       zusam m engefügt
         w erden.
    5.   D ie   A u fteilu n g       der    K o m m issio n sv o rsch läg e         in   zwei      T e ile    b e d eu tet     n a tü rlic h
         n ich t    ein e     R angordnung         der    F lu g zeu g k ateg o rien         e n tsp re c h e n d    der     D rin g ­
         lic h k e it,     ein e     V erein b aru n g      zu   e rreich en .        Jedoch       g ilt    es    zu   bedenken,
         dass     in    e in e r     ersten      Phase      F o rtsc h ritte        im   B ereich       der     G ro ssrau m jets
          leic h te r     m ö g lich    sein     k ö n n ten ,   w eil    d ie    sich     se it     Jahren       zw ischen
         den    v ier     H erstellerlän d ern            h in zieh en d en       G espräche         b e re its    w eiter       fo rt­
         g e sch ritte n        sin d .   Käme     d ie   G e m ein sch aft         n ich t    b ald    m it    V o rsch läg en
         in   diesem       B e reich ,      so   könnten        sich     unangenehm e          F olgen      für    a lle    M it­
         g lie d sta a ten       ein ste lle n ,       etw a    der    Rückzug        der    USA a u s      dem    OECD-
         S til1 h aIteab k o m m en         und    d ie   e in se itig e       A u flag e    stre n g e re r      B edinugnen
         für    d ie    F in an zieru n g       von    F lu g zeu g v erk äu fen       am a m e r i k a n i s c h e n      M arkt.
         D esh alb      g lau b t    d ie   K om m ission,       dass      es   im    In te resse       der     G em ein sch aft
          L ie g t,   m ö g lich st     b ald    re a listisc h e        V o rsch läg e      in    diesem       S ek to r    zu
         u n terb reiten .         G leich zeitig         so llten       V erh an d lu n g en      über     k lein ere
         F lugzeuge         a n la u fe n .
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IV . PIE     R E V I D I E R T E N VORSCHLÄGE DER KO MMISSION
 A.  G ro ß rau m flu g zeu g e
 6.  D ie   neuen        V o rsch läg e      der   K o m m ission     für     G ro ß rau m flu g zeu g e    en th a lte n
     e in ig e    w ich tig e       Ä nderungen        gegenüber         den    1982    v o rg eleg ten ,        in
     erster Linie wird nunmehr nicht                            mehr         unterschieden            zwischen
     den    M ärkten         von    H e rste lle rlä n d e rn     und      N ich th erstellerlän d ern -             m it
     der    K onsequenz,            daß     der   G eltu n g sb ereich        der    V erein b aru n g     auf    a lle
                                                                       \
     D rittm ä rk te         e rw eitert       w ird .  Ä hnlich      so llte       bei    am erik an isch en
     V erkäufen           nach    der     G em ein sch aft     k ein     U n tersch ied       gem acht     w erden
     zw isch en        den     M in d estb ed in g u n g en ,    d ie     auf   v ersch ied en e       M itg lied staaten
     anzuwenden            sin d .
 7.  Im    Id ea lfa ll        so llte n      für  a lle    D rittm ärk te        d ie   g leich en     M in d estb ed in ­
     gungen       g e lte n .     S eit     den   V orgesprächen           is t   a lle rd in g s    b ek an n t,   daß
     d ie   V e re in ig te n       S taaten      über    d ie  B edingungen,            d ie   für    den   A irb u s-
     V erkauf        auf     dem U S -M a rk t     g e lte n   so lle n ,     sehr     h art    v erh an d eln    w er­
     den.     P ra k tisch        w urde     von   b estim m ter      S e ite     sogar     v o rg eb rach t,     durch
     A u s f u h r k r e d it g a r a n t ie n und V e rs ic h e ru n g e n     g estü tzte       D arleh en    k ö n n ten
     n ich t    ak zep tiert          w erden,     da   d iese    an g eb lich       de    facto     B eih ilfeelem en te
     e n th ie lte n .
 8.  Nach     A uffassung           der    K o m m ission    is t   es     leb en sw ich tig       für   d ie   Z ukunft
     der    A irb u s-In d u strie ,           daß   der   Zugang        zum U S - M a r k t   u n ter   v ern ü n ftig en
     B edingungen            eröffnet        w ird .   Bei   der    F e stleg u n g     der    V o rau ssetzu n g en
     für    e in e n     so lc h e n   Zugang      g ilt   es   d ie     fin a n z ie lle n    R e a litä te n ,    denen   elie.
     A irb u s-In d u strie          am W e l t m a r k t  g eg en ü b ersteh t,        so w ie    d ie  N o tw en d ig k eit
     von    A u sfu h rk red itg aran tien             zur   E rleich teru n g         des    V erkaufs     an    über­
     seeisch e        Abnehmer         zu    bedenken.       G le ic h z e itig      so llten      d ie  B edingungen
     für    d ie    am erik a n isch e n        W ettb ew erb er      auf. ih rem       eig en en     M arkt    n ich t
     n a c h te ilig       se in .   S ch ließ lich       so llten       d ie   B edin g u n g en    se lb stv e rstä n d -
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     lieh mit dem internationalen GATT-BeihiIfenkodex vereinbar sein, den die
     Vereinigten Staaten unterschrieben haben.
 9. Aus diesen Erwägungen folgt, dass es notwendig werden kann, besondere
     Finanzierungsbedingungen für Verkäufe nach den Vereinigten Staaten
     (und vielleicht auch nach anderen Märkten) ins Auge zu fassen.
     Zunächst wird allerdings vorgeschlagen, dass der Rat die Kommission
     ermächtigt, Mindestbedingungen für alle Märkte auszuhandeln, wobei
     davon ausgegangen wird, dass es zu einem späteren Zeitpunkt notwendig
     werden könnte, nach zusätzlichem Leitlinien zu suchen.
10. Wenden wir uns anderen Elementen des Kommissionsvorschlags zu. Es
     sei darauf aufmerksam gemacht, dass Finanzierungsoptionen von 10
     und 12 Jahren anvisiert werden, wobei die Mindestzinssätze für
     öffentlich unterstützte Kredite in Dollar (der meist verwendeten Währung)
    mit denen der US-Schatzobligationen gekoppelt werden. Die Bedingungen
     für Finanzierungsangebote in einem "Cocktail" europäischer Währungen
     (FF,DM,%  Sterling) sollten so festgelegt werden, dass sie gegenüber
    den in Dollar gewährten       Krediten voll wettbewerbsfähig sind.
    Das gleiche Prinzip sollte zu einem späteren Zeitpunkt Anwendung
    finden, wenn es möglich werden sollte, Ausfuhrkredite in ECU zu
    gewähren.
11. Ein   neues Element dürfte die Einführung einer Automatik zur Anpassung
    der Mindestzinssätze in Dollar an die Bewegungen der entsprechenden
    US-Schatzobligationen darstellen. Die technischen Einzelheiten einer
    solchen Automatik sollten bei den Verhandlungen ausgearbeitet werden
     (einschliesslich der Begrenzung früherer Verbindlichkeiten auf
    drei Monate), um sicherzustellen, dass die europäischen Angebote
    nicht durch Bewegungen bei den Marktzinsen unterboten werden.
    Vor der vollen Inkraftsetzung des Automatiksystems könnte es je
    nach der Entwicklung der Zinssätze geboten sein, eine Übergangsfrist
    festzusetzen ,       in der niedrigere Sätze gelten können.
 12. Schliesslich möchte die Kommission darauf hinweisen , dass sie ihren
    Vorschlag insofern aufrechterhält, als der Höchstbetrag öffentlicher
    Finanzierungshilfe zu Mindestzinssätzen begrenzt sein sollte auf weniger
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    als 85 % des Vertragswertes. Dieser Vorschlag, der den tatsächlichen
    Praktiken beim Verkauf von Grossraumdüsenflugzeugen entspricht, hat den
    Vorteil, potentielle Subventionselemente in Grenzen zu halten. Was
    den Restkredit betrifft, so wird vorgeschlagen, öffentliche Finanzierungs­
    hilfe zuzulassen, vorausgesetzt, sie erfolgt zu Sätzen, die sich eng
    an die Marktzinsken halten. In den Verhandlungen müssen Vereinbarungen
    ausgearbeitet werden, die es den Mitgliedstaaten gestatten, voll mit
    den Angeboten der USA zu konkurrieren.
 B. ANDERE FLUGZEUGE
13. Im Falle'kleinerer Flugzeuge und Hubschrauber behält die Kommission im
    grossen und ganzen ihren Vorschlag vom Dezember 1982 bei. Neben der
    Kategorie der Grossraumflugzeuge sollte es zwei weitere Gruppen geben.
    In diesem Zusammenhang könnte es sinnvoll sein, alle existierenden
    Flugzeugtypen innerhalb jeder Kategorie aufzulisten. Besondere Aufmerksamkeit
    muss der Klassifizierung der BAc 146 und F 28 sowie F 100 geschenkt werden,
    die manchmal mit Grossraumflugzeugen, manchmal mit kleineren kommerziellen
    Flugzeugen konkurrieren. Aber welche Kategorie schliesslich auch gewählt
    wird, im Falle des Wettbewerbs mit einem Flugzeug einer anderen Kategorie
    sollten änhliche Bedingungen erlaubt werden (Wettbewerb&ezugspunkt ).
14. Die wichtigste Änderung am früheren Kommissionsvorchlag betrifft wohl
    die anzuwendenden Mindestzinssätze. Nach weiterer Vertiefung könnte
    sich ein einheitlicher Zinssatz ohne Differenzierung nach Käuferland für
    beide Flugzeugkategorien angesichts der Art des zu verkaufenden Geräts
    als angemessen erweisen. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert ,
    dass "Mobilität" der wichtigste Grund für die Aufstellung eines Einheits­
    zinssatzes in der OECD-Schiffsvereinbarung war. Für Flugzeuge sollte dieser
    Grundsatz umso eher gelten.
15. Was die anzuwendenden Mindestzinssätze betrifft, so meint die Kommission,
    diese sollten für relativ wohlhabende Länder in der Grössenordnung der
    Mindestsätze des Konsensus liegen. Eine solche Orientierung wäre wohl
    angesichts des Umstands , dass Verkäufe auf solche Märkte überwiegen,
    gerechtfertigt.               v
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16. Was die anderen Konditionen einer Vereinbarung angeht, so sollten diese
    möglichst den geltenden Bestimmungen des Konsensus entsprechen. Ein
    bezeichnender Unterschied sollte allerdings im Ausschluss von gegundenen
    Entwicklungshilfekrediten im Flugzeugsektor bestehen. Eine solche
    Vorschrift spiegelt nur die gängige Praxis der meisten OECD-Länder
    wider,keine gebundenen Entwicklungshilfekredite in diesem Sektor zu
    gewähren.
 ---pagebreak---                            Vorschlag für einen
                          BESCHLUSS DES RATES
                  betreffend den Standpunkt der Gemeinschaft
                  in Verhandlungen über die Bedingungen
                  öffentlich unterstützter Ausfuhrkredite
                  für Flugzeuge
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,
Auf Empfehlung der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Der Rat hat mit seiner Entscheidung vom 28. Juli 1982 für die Gemeinschaft
Ergebnisse der Verhandlungen über eine Anpassung des Übereinkommens über
Leitlinien für öffentlich unterstützte Ausfuhrkredite gebilligt und sich
in Anhang II dieser Entscheidung damit einverstanden erklärt, Verhandlungen
über Vereinbarungen über die Ausfuhrkreditkonditionen für Flugzeuge und
Kernkraftwerke aufzunehmen.
Angesichts der Entwicklung der Weltwirtschaftslage ist es nach wie vor
notwendig, einen abträglichen Wettbewerb im Bereich der öffentlich unter­
stützten Ausfuhrkredite auf ein Mindestmaß zu beschränken und die
internationale Zusammenarbeit zu verstärken, um eine Verschlechterung der
Konditionen derartiger Kredite zu verhindern ;
Es ist  erforderlich, den Kommissionsvorschlag von Dezember 1982 (K0M(82)829
endg.) den neuen Gegebenheiten anzupassen. „
 ---pagebreak---                                     - 2-
B E S C H L IE S S T :
                             Einziger Artikel
 In den internationalen Verhandlungen über die Bedingungen öffentlich
 unterstützter Ausfuhrkredite für Flugzeuge wird die Kommission den
 Standpunkt der Gemeinschaft entsprechend den beigefügten Richtlinien
 zum Ausdruck bringen.
                                                   *
 Sie hat in Konsultation mit dem Sonderausschuß nach Artikel 113 des
 Vertrages, der sie in ihrer Aufgabe unterstützt, zu handeln.
 Geschehen zu Brüssel am
                                             Im Namen des Rates
                                             Der Präsident
 ---pagebreak---                                                              ANHANG
                         VERHANDLUNGSRICHTLINIEN
A. GROSSFLUGZEUGE
   1. ANWENDUNGSBEREICH
      Ausfuhr von grossen und mittleren kommerziellen Turbofan - Transport­
      flugzeugen.
   2. KREDITLAUFZEIT .
      Die Kredit Laufzeit soll höchstens zwölf Jahre betragen.
   3. ZINSSÄTZE
      a) Unbeschadet der Bestimmungen im nachfolgenden Punkt 4 soll der
         Mindestzinssatz für Exportkredite mit öffentlichen Finanzierungs­
         hilfen für jede Währung wie folgt festgelegt werden :
         - Bei Finanzierungen in US-Dollar mit Laufzeiten bis zu 10 Jahren
           soll Ausgangspunkt die Rendite von Anleihen des US-Schatzamts
           zuzüglich einer angemessenen Marge sein. Ein zusätzlicher
           Aufschlag auf diesen Mindestzinssatz soll vorgenommen werden,
           wenn die Laufzeit auf 12 Jahre ausgedehnt wird.
         - Die Mindestzinssätze für Finanzierungen in anderen Währungen
           sollen so festgelegt werden, dass sichergestellt ist, dass
            Finanzierungsangebote voll wettbewerbsfähig mit Finanzierungs­
           angeboten in US-Dollar sind.
      b) Die Mindestzinssätze sollen automatisch in Übereinstimmung mit
         geeigneten Indikatoren für Änderungen der Marktzinssätze
         angepasst werden. Für den US-Dollar sollen Anleihen des US-Schatzamts
         als Indikator dienen.
      c) Der Anwendung der Bestimmungen unter a) und b) kann ein Übei—
         gangszeitraum vorausgehen, während dessen niedrigere Zinssätze
         möglich sind.
 ---pagebreak---                                                                                                                     ANHANG
                                            -    2  -
   4. ÖFFENTLICHE         UNTERSTÜTZUNG
      Der   H ö ch stb etrag        ö ffe n tlic h er         F in an zieru n g sh ilfe        zu   M in d estzin ssätzen
      (v o rsteh en d     Punkt       3)     so ll     w eniger      a ls   85    % des     V ertrag sw erts        b e tra g e n .
      B esondere       B edingungen             so lle n    dann     Anwendung         fin d en ,   wenn     d erjen ig e
      K re d itteil,      der    n ich t        zu   M in d estzin ssätzen           h erau sg eleg t      w ird ,    G eg en stan d
      ö ffe n tlic h er     F in an zieru n g sh ilfen              is t.
   5. WETTBEWERBSBEZUGSPUNKT
      Im   F alle    ö ffe n tlic h        u n terstü tz te n        W ettb ew erb s      so llen     F lu g zeu g e    der
      n ich t   u n ter   v o rstehend            Punkt     1   g en an n ten     A rt      e n tsp rech en d
      den    K red itb e d in g u n g e n       für    u n ter    d iesen      Punkt     fallen d e     F lugzeuge
       fin a n z ie rt   w erden       können.
   6. SONSTIGE       BESTIMMUNGEN
      a)   A nzahlungen        vor      L ieferung           so lle n    m in d esten s     15   % des      V ertrag sw erts
           b etrag en .
      b)   V erp flich tu n g en         für      K red ite     m it   ö ffe n tlic h en      F in a n zie ru n g sh ilfe n
           so lle n    län g sten s        drei       M o n ate   g ü ltig     se in .
      c)   D ie   allg em ein en        B estim m ungen           des    K onsensus,        in sb esondere        d ie
           N ich tab w eich u n g sv erp flich tu n g ,              M atch in g -     und    N o tifiz ie ru n g s­
           verfahren        sow ie      d ie      B estim m u n g en     über     reg e lm ä ssig e     Ü berprüfungen,
           so llen     Anwendung           fin d en .
      d)   D ie   Frage     der     E x p o rtk re d itb e d in g u n g e n       für    den    V erkauf     von    E rsatz­
           te ile n ,    e in sc h lie sslic h           T rieb w erk en ,       und   von    g eb rauchten       F lu g zeu g en
           so ll    geprüft      w erden.
B. ANDERE    FLUGZEUGE
   1.  ANWENDUNGSBEREICH DES ABKOMMENS
      A usfuhr      von    k lein eren           und m i t t l e r e n    F lu g zeu g en .   D iese    F lu g zeu g e    so lle n
      en tsp rech en d       den     fo lg en d en       G esich tsp u n k ten        in  zwei     K ateg o rien      u n ter­
       te ilt        w erden      :
           (i)    K ateg o rie I I       :    -   K o m m erzielle        T ran sp o rtflu g zeu g e,       d ie  n ich t
                                                  im T e i l     A aufgeführt          sin d
                                              -   A ndere     m eh rm o to rig e      tu rb in en g etrieb en e           F lu g zeu g e
                                                   (G esch äftsflu g zeu g e          und   m eh rm o to rig e     k o m m erzielle
                                                  T u rb o p ro p -T ran sp o rtm asch in en         )
 ---pagebreak---                                                                ANHANG
                              - 3 -
                        - Mehrmotorige turbinengetriebene Hubschrauber
    (ii) Kategorie III    Alle sonstigen Flugzeuge und Hubschrauber
2. KREDITLAUFZEIT
    Die Höchstkreditlaufzeit für Verkäufe und Leasing soll betragen :
    (i) 7 - 8 Jahre für Flugzeuge der Kategorie II,
   (ii) 5 Jahre für Flugzeuge der Kategorie III.
3. ZINSSÄTZE
    (i) Mindestzinssätze für Flugzeuge der Kategorien II und III sollen
         in der Grössenordnung der Mindestzinssätze für relativ reiche
         Länder gemäss Paragraph 3(a) des Konsensus festgesetzt werden.
   (ii) In Fällen, in denen die kommerziellen Ausleihezinsen für die
         Landeswährung eines Teilnehmers unter das sich aus Absatz (i)
         ergebende Zinsniveau fallen, soll der Zinssatz für Exportkredite,
         die voll oder teilweise mit öffentlichen Finanzierungshilfen
         finanziert werden, entsprechend den Regeln von Paragraph 3(b)
         des Konsensus festgelegt werden.
4. ÖFFENTLICHE UNTERSTÜTZUNG
    Der Höchstbetrag öffentlicher Finanzierungshilfe soll dem im
    Konsensus vorgesehenen Höchstbetrag (85 %) entsprechen.
5. WETTBEWERBSBEZUGSPUNKT
     Im Falle öffentlich unterstützten Wettbewerbs sollen Flugzeuge ,
    die mit Flugzeugen einer höheren Kategorie konkurrieren,
     entsprechend den Kreditbedingungen dieser Kategorie finanziert
     werden können.
 6. SONSTIGE BESTIMMUNGEN
     a) Anzahlungen vor Lieferung sollen mindestens 15 % des Vertragswerts
        betragen.
 ---pagebreak---                                                            ANHANG
                    - 4 -
b) Die Gewährung von gebundenen HiIfskrediten sol l.ausgesch lossen sein.
c) Die allgemeinen Bestimmungen des Konsensus, insbesondere die
   Nichtabweichungsverpflichtung, Matching und Notifizierungs­
   verfahren sowie die Bestimmungen über Höchstdauer vorheriger
   Verpflichtungen und regelmässige Überprüfungen, sollen Anwendung
   finden.
d) Die Frage der Exportkreditbedingungen für den Verkauf von Ersatz­
   teilen, einschliesslich Triebwerken, und von gebrauchten
   Flugzeugen soll geprüft werden.