CELEX: 52001PC0698
Language: de
Date: 2001-11-30
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur siebten Anpassung der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates über das Kontrollgerät im Straßenverkehr an den technischen Fortschritt

28.5.2002          DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                C 126 E/1
                                                                 II
                                                     (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                    KOMMISSION
          Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur siebten Anpassung der Verordnung (EWG) Nr.
              3821/85 des Rates über das Kontrollgerät im Straßenverkehr an den technischen Fortschritt
                                                       (2002/C 126 E/01)
                                               (Text von Bedeutung für den EWR)
                                                      KOM(2001) 698 endg.
                                     (Von der Kommission vorgelegt am 30. November 2001)
          DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
          gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
          gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontroll-
          gerät im Straßenverkehr (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2135/98 (2), insbesondere auf
          Artikel 17 und 18,
          in Erwägung nachstehender Gründe:
          (1) Die technischen Spezifikationen von Anhang I B der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 müssen an den
               technischen Fortschritt angepasst werden, wobei der Gesamtsicherheit des Systems und der Inter-
               operabilität zwischen dem Kontrollgerät und den Fahrerkarten besondere Aufmerksamkeit zukommt.
          (2) Im Zusammenhang mit der Anpassung des Geräts sind auch in Anhang II der Verordnung (EWG) Nr.
               3821/85, der die Prüfzeichen und Bauartgenehmigungsbogen enthält, Änderungen erforderlich.
          (3) Der durch Artikel 18 von Verordnung (EWG) 3821/85 eingesetzte Ausschuss gab keinen Standpunkt
               ab, über die in Aussicht genommenen Maßnahmen.
          (4) In Übereinstimmung mit Artikel 18, Absatz 5, Buchstabe b), schlägt die Kommission dem Rat unver-
               züglich die zu treffenden Maßnahmen vor —
          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                                             Artikel 1
          Der Anhang der Verordnung (EG) Nr. 2135/98 wird durch den Anhang dieser Verordnung ersetzt.
                                                             Artikel 2
          Anhang II der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 wird wie folgt geändert:
          1. Kapitel I Punkt 1 Unterabsatz 1 wird wie folgt geändert:
              — das Symbol für Griechenland „GR“ wird durch „23“ ersetzt;
              — das Symbol für Irland „IRL“ wird durch „24“ ersetzt;
              — das Symbol „12“ für Österreich wird hinzugefügt;
              — das Symbol „17“ für Finnland wird hinzugefügt;
              — das Symbol „5“ für Schweden wird hinzugefügt.
          2. Kapitel I Punkt 1 Unterabsatz 2 wird wie folgt ergänzt:
              — Nach dem Wort „Schaublatts“ wird die Formulierung „oder einer Fahrtenschreiberkarte“ eingefügt.
          3. Kapitel I Punkt 2 wird wie folgt geändert:
              — Nach dem Wort „Schaublatt“ wird die Formulierung „und auf jeder Fahrtenschreiberkarte“ eingefügt.
          4. In Kapitel II wird dem Titel die Formulierung „FÜR PRODUKTE, DIE DIE ANFORDERUNGEN VON
              ANHANG I ERFÜLLEN“ angefügt.
          (1) ABl. L 370 vom 31.12.1985, S. 8.
          (2) ABl. L 274 vom 9.10.1998, S. 1.
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          5. Das folgende Kapitel III wird hinzugefügt:
             „III. BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN FÜR PRODUKTE, DIE DIE ANFORDERUNGEN VON ANHANG
                   I B ERFÜLLEN
             Der Mitgliedstaat, der eine Bauartgenehmigung erteilt hat, stellt dem Antragsteller eine Bauartgenehmi-
             gung nach dem im Folgenden dargestellten Muster aus. Für die Unterrichtung der anderen Mitglied-
             staaten über erteilte Bauartgenehmigungen bzw. den etwaigen Entzug einer solchen Genehmigung
             verwendet der jeweilige Mitgliedstaat Kopien dieses Dokuments.
                                                                              “
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                                                                       Artikel 3
          Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen
          Gemeinschaften in Kraft.
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
                                                                       ANHANG
                                                                     „ANHANG I B
                                 VORSCHRIFTEN FÜR BAU, PRÜFUNG, EINBAU UND NACHPRÜFUNG
          Im Interesse der Erhaltung der Interoperabilität der Softwareprogramme der in diesem Anhang definierten Geräte wurden bestimmte
          Programmierungszeichen, -begriffe und -ausdrücke in der Sprache, in der der Text ursprünglich verfasst worden ist, d. h. im
          Englischen, belassen. Um die Verständlichkeit zu verbessern, ist hinter bestimmten Ausdrücken in Klammern eine wörtliche Über-
          setzung beigefügt.
                                                             I. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
          Im Sinne dieses Anhangs bezeichnet der Ausdruck
          a)    Aktivierung:
                Phase, in der das Kontrollgerät seine volle Einsatzbereitschaft erlangt und alle Funktionen, einschließlich Sicher-
                heitsfunktionen, erfüllt;
                Die Aktivierung eines Kontrollgeräts muss in einer Werkstatt unter Eingabe des entsprechenden PIN-Codes erfolgen.
          b)    Authentisierung:
                Funktion zur Feststellung und Überprüfung der Identität einer Person;
          c)    Authentizität:
                Eigenschaft einer Information, die von einem Beteiligten stammt, dessen Identität überprüft werden kann;
          d)    Integrierter Test:
                Tests auf Anforderung, ausgelöst durch den Bediener oder durch ein externes Gerät;
          e)    Kalendertag:
                einen von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr dauernden Tag. Alle Kalendertage beziehen sich auf UTC-Zeitangaben (koor-
                dinierte Weltzeit);
          f)    Kalibrierung:
                Aktualisierung oder Bestätigung von Fahrzeugparametern, die im Massenspeicher zu speichern sind. Zu den
                Fahrzeugparametern gehören die Fahrzeugkennung (Fahrzeugidentifizierungsnummer, amtliches Kennzeichen
                und zulassender Mitgliedstaat) sowie Fahrzeugmerkmale (Wegdrehzahl, Kontrollgerätkonstante, tatsächlicher Rei-
                fenumfang, Reifengröße, Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers (wenn zutreffend), aktuelle UTC-Zeit, aktu-
                eller Kilometerstand);
                Zum Kalibrieren eines Kontrollgeräts muss eine Werkstattkarte verwendet werden.
          g)    Kartennummer:
                eine aus 16 alphanumerischen Zeichen bestehende Nummer zur eindeutigen Identifizierung einer Fahrtenschrei-
                berkarte innerhalb eines Mitgliedstaates. Die Kartennummer enthält (gegebenenfalls) einen fortlaufenden Index,
                einen Ersatzindex und einen Erneuerungsindex.
                Die eindeutige Zuordnung einer Karte erfolgt somit anhand des Codes des ausstellenden Mitgliedstaates und der
                Kartennummer.
          h)    fortlaufender Kartenindex:
                das 14. alphanumerische Zeichen einer Kartennummer zur Unterscheidung der verschiedenen Karten, die für ein
                zum Empfang mehrerer Fahrtenschreiberkarten berechtigtes Unternehmen oder Gremium ausgestellt wurden. Die
                eindeutige Identifizierung des Unternehmens bzw. Gremiums erfolgt durch die 13 ersten Zeichen der Karten-
                nummer;
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          i)     Kartenerneuerungsindex:
                 das 16. alphanumerische Zeichen einer Kartennummer, das bei jeder Erneuerung der Fahrtenschreiberkarte um
                 eine Stelle erhöht wird;
          j)     Kartenersatzindex:
                 das 15. alphanumerische Zeichen einer Kartennummer, das sich um eine Stelle erhöht, wenn die Karte ersetzt
                 wird;
          k)     Wegdrehzahl des Kraftfahrzeugs:
                 eine Kenngröße, die den Zahlenwert des Ausgangssignals angibt, das am Anschlussstutzen für das Kontrollgerät
                 am Kraftfahrzeug (Getriebestutzen bzw. Radachse) bei einer unter normalen Prüfbedingungen zurückgelegten
                 Wegstrecke von einem Kilometer (vgl. Kapitel VI.5.) entsteht. Die Wegdrehzahl wird in Impulsen je Kilometer
                 (w = . . . Imp/km) ausgedrückt;
          l)     Unternehmenskarte:
                 eine Fahrtenschreiberkarte, die dem Eigentümer von Fahrzeugen, in die das Kontrollgerät eingebaut ist, von den
                 Behörden der Mitgliedstaaten zugeteilt wird;
                 Die Unternehmenskarte weist das Unternehmen aus und ermöglicht die Anzeige, das Herunterladen und den Ausdruck der
                 Daten, die in dem Kontrollgerät gespeichert sind. Die Karte ist anderen Unternehmen gegenüber gesperrt.
          m)     Konstante des Kontrollgeräts:
                 eine Kenngröße, die den Wert des Eingangssignals angibt, der für das Anzeigen und Aufzeichnen einer zurück-
                 gelegten Wegstrecke von 1 km erforderlich ist; diese Konstante wird ausgedrückt in Impulsen je Kilometer (k = . . .
                 Imp/km);
          n)     ununterbrochene Lenkzeit, im Kontrollgerät errechnet als (1):
                 die jeweiligen akkumulierten Lenkzeiten eines bestimmten Fahrers seit Ende seiner letzten BEREITSCHAFT oder
                 UNTERBRECHUNG/RUHE oder UNBEKANNTEN Zeit (2) von 45 oder mehr Minuten (dieser Zeitraum kann in
                 mehrere Zeiträume von 15 oder mehr Minuten aufgeteilt worden sein). Bei den Berechnungen werden nach Bedarf
                 die auf der Fahrerkarte gespeicherten bisherigen Tätigkeiten berücksichtigt. Hat der Fahrer seine Karte nicht
                 eingesteckt, beruhen die Berechnungen auf den Massenspeicheraufzeichnungen zu dem Zeitraum, in dem keine
                 Karte eingesteckt war, und zum entsprechenden Lesegerät;
          o)     Kontrollkarte:
                 eine Fahrtenschreiberkarte, die einer zuständigen Kontrollbehörde von den Behörden eines Mitgliedstaates aus-
                 gestellt worden ist;
                 Die Kontrollkarte weist die Kontrollbehörde und möglicherweise den Kontrollbeamten aus und ermöglicht das Lesen, Aus-
                 drucken und/oder Herunterladen der im Massenspeicher oder auf Fahrerkarten gespeicherten Daten.
          p)     kumulative Pausenzeit, im Kontrollgerät errechnet als (1):
                 die kumulative Lenkzeitunterbrechung eines bestimmten Fahrers wird errechnet als die jeweilige akkumulierte Zeit
                 aus BEREITSCHAFT, UNTERBRECHUNG/RUHE oder UNBEKANNT (2) von 15 oder mehr Minuten seit dem Ende
                 der letzten BEREITSCHAFT oder UNTERBRECHUNG/RUHE oder UNBEKANNTEN Zeit (2) von 45 oder mehr
                 Minuten (dieser Zeitraum kann in mehrere Zeiträume von 15 oder mehr Minuten aufgeteilt worden sein).
                 Bei den Berechnungen werden nach Bedarf die auf der Fahrerkarte gespeicherten bisherigen Tätigkeiten berück-
                 sichtigt. Unbekannte Zeiträume mit negativer Dauer (Beginn des unbekannten Zeitraums > Ende des unbekannten
                 Zeitraums) aufgrund von zeitlichen Überlappungen verschiedener Kontrollgeräte werden bei der Berechnung nicht
                 berücksichtigt.
                 Hat der Fahrer seine Karte nicht eingesteckt, beruhen die Berechnungen auf den Massenspeicheraufzeichnungen zu
                 dem Zeitraum, in dem keine Karte eingesteckt war, und zum entsprechenden Lesegerät;
          q)     Massenspeicher:
                 ein in das Kontrollgerät eingebautes Speichermedium;
          (1) Diese Art der Berechnung der ununterbrochenen Lenkzeit und der kumulativen Pausenzeit dient dem Kontrollgerät zur Errechnung
              der Warnung für ununterbrochene Lenkzeit. Sie stellt keinen Vorgriff auf die rechtliche Auslegung dieser Zeiten dar.
          (2) UNBEKANNT sind Zeiträume, in denen die Fahrerkarte nicht in ein Kontrollgerät eingesteckt war und für die kein manueller Eintrag
              über die Fahrertätigkeit vorgenommen wurde.
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          r)     digitale Signatur:
                 die an einen Datenblock angehängte Datenmenge oder die verschlüsselte Umwandlung eines Datenblocks, die es
                 dem Empfänger des Datenblocks ermöglicht, sich der Authentizität und Integrität des Datenblocks zu vergewis-
                 sern;
          s)     Herunterladen:
                 das Kopieren eines Teils oder aller im Massenspeicher eines Fahrzeugs oder der im Speicher einer Fahrtenschrei-
                 berkarte enthaltenen Daten zusammen mit der digitalen Signatur;
                 Beim Herunterladen dürfen gespeicherte Daten weder verändert noch gelöscht werden.
          t)     Fahrerkarte:
                 Die von den Behörden eines Mitgliedstaates an die Fahrer ausgestellte Fahrtenschreiberkarte;
                 Die Fahrerkarte enthält die Daten zur Identität des Fahrers und ermöglicht die Speicherung von Tätigkeitsdaten.
          u)     tatsächlicher Umfang der Fahrzeugreifen:
                 den Mittelwert der von jedem Antriebsrad bei einer vollen Umdrehung zurückgelegten Wegstrecke. Die Messung
                 dieser Wegstrecken muss unter normalen Prüfbedingungen erfolgen (Kapitel VI.5.) und wird in folgender Form
                 ausgedrückt: l = . . . mm. Fahrzeughersteller können die Messung dieser Wegstrecken durch eine theoretische
                 Berechnung ersetzen, bei der die Achslastverteilung des fahrbereiten, unbeladenen Fahrzeugs berücksichtigt
                 wird (1). Die Verfahren für diese theoretische Berechnung werden von einer zuständigen Behörde des Mitgliedstaats
                 genehmigt;
          v)     Ereignis:
                 vom Kontrollgerät festgestellter anormaler Betrieb, möglicherweise aufgrund eines Betrugsversuchs;
          w)     Störung/Fehlfunktion:
                 vom Kontrollgerät festgestellter anormaler Betrieb, möglicherweise aufgrund eines technischen Defekts oder einer
                 technischen Störung;
          x)     Einbau:
                 die Montage des Kontrollgeräts in einem Fahrzeug;
          y)     Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber:
                 den Bestandteil des Kontrollgeräts, der ein Signal, der ein die Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder die zurückgelegte
                 Wegstrecke darstellendes Signal bereitstellt;
          z)     ungültige Karte:
                 eine Karte, die als fehlerhaft festgestellt wurde oder deren Erstauthentisierung fehlgeschlagen oder deren Gültig-
                 keitsbeginn noch nicht erreicht oder deren Ablaufdatum überschritten ist;
          aa)    Kontrollgerät nicht erforderlich:
                 wenn die Anwendung des Kontrollgeräts gemäß den Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates
                 nicht erforderlich ist;
          bb)    Geschwindigkeitsüberschreitung:
                 die Überschreitung der zulässigen Fahrzeuggeschwindigkeit, definiert als Zeitraum von mehr als 60 Sekunden, in
                 dem die gemessene Fahrzeuggeschwindigkeit den Höchstwert für die Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers
                 gemäß Richtlinie 92/6/EWG des Rates vom 10. Februar 1992 über Einbau und Benutzung von Geschwindig-
                 keitsbegrenzern für bestimmte Kraftfahrzeugklassen in der Gemeinschaft (2) überschreitet;
          cc)    regelmäßige Nachprüfung:
                 einen Komplex von Arbeitsgängen zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion des Kontrollgeräts und der
                 Übereinstimmung seiner Einstellungen mit den Fahrzeugparametern;
          (1) Richtlinie 97/27/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juli 1997 über die Massen und Abmessungen bestimmter
              Klassen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und zur Änderung der Richtlinie 70/156/EWG (ABl. L 233 vom 25.8.1997,
              S. 1).
          (2) ABl. L 57 vom 2.3.1992, S. 27.
 ---pagebreak--- C 126 E/6           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                  28.5.2002
          dd)    Drucker:
                 eine Komponente des Kontrollgeräts, das Ausdrucke gespeicherter Daten liefert;
          ee)    Kontrollgerät:
                 sämtliche für den Einbau in Kraftfahrzeuge bestimmten Geräte zum vollautomatischen oder halbautomatischen
                 Anzeigen, Aufzeichnen und Speichern von Angaben über die Fahrt des Fahrzeugs sowie über bestimmte Arbeits-
                 zeiten der Fahrer;
          ff)    Erneuerung:
                 die Ausgabe einer neuen Fahrtenschreiberkarte bei Ablauf der Gültigkeit einer vorhandenen Karte oder wenn die
                 vorhandene Karte defekt ist und der ausstellenden Behörde zurückgegeben wurde. Bei einer Erneuerung besteht
                 stets die Gewissheit, dass nicht zwei gültige Karten gleichzeitig vorhanden sind;
          gg)    Reparatur:
                 die Reparatur eines Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers oder einer Fahrzeugeinheit, wozu die Trennung von
                 der Stromversorgung oder die Trennung von anderen Komponenten des Kontrollgeräts oder die Öffnung des
                 Kontrollgeräts erforderlich ist;
          hh)    Ersatz:
                 die Ausgabe einer Fahrtenschreiberkarte als Ersatz für eine vorhandene Karte, die als verloren, gestohlen oder
                 defekt gemeldet und der ausstellenden Behörde nicht zurückgegeben wurde. Ein Ersatz birgt immer das Risiko,
                 dass möglicherweise zwei gültige Karten gleichzeitig vorhanden sind;
          ii)    Sicherheitszertifizierung:
                 der Prozess der Zertifizierung durch eine ITSEC (1)-Zertifizierungsstelle, dass das untersuchte Kontrollgerät (oder
                 die Komponente) oder die untersuchte Fahrtenschreiberkarte die in Anlage 10 ,Allgemeine Sicherheitsanforderun-
                 gen‘ aufgeführten Sicherheitsanforderungen erfüllt;
          jj)    Selbsttest:
                 zyklisch und automatisch vom Kontrollgerät durchgeführte Tests zur Feststellung von Störungen;
          kk)    Fahrtenschreiberkarte:
                 eine Chipkarte zur Verwendung mit dem Kontrollgerät. Fahrtenschreiberkarten ermöglichen dem Kontrollgerät die
                 Feststellung der Identität (oder Identitätsgruppe) des Karteninhabers und gestatten die Übertragung und Speiche-
                 rung von Daten. Es gibt folgende Arten von Fahrtenschreiberkarten:
                 — Fahrerkarte,
                 — Kontrollkarte,
                 — Werkstattkarte,
                 — Unternehmenskarte;
          ll)    Bauartgenehmigung:
                 ein Verfahren, mit dem durch einen Mitgliedstaat zertifiziert wird, dass das untersuchte Kontrollgerät (oder die
                 Komponente) oder die untersuchte Fahrtenschreiberkarte die Anforderungen dieser Verordnung erfüllt;
          mm) Reifengröße:
                 die Bezeichnung der Abmessungen der Reifen (äußere Antriebsräder) gemäß Richtlinie 92/23/EWG (2)
          nn)    Fahrzeugkennung:
                 Nummern, mit deren Hilfe das Fahrzeug identifiziert werden kann: amtliches Kennzeichen (VRN) mit Angabe des
                 zulassenden Mitgliedstaates und Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN) (3);
          (1) Empfehlung des Rates 95/144/EG vom 7. April 1995 über gemeinsame Kriterien für die Bewertung der Sicherheit von Systemen der
              Informationstechnik (ABl. L 93 vom 26.4.1995, S. 27).
          (2) ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95.
          (3) Richtlinie 76/114/EWG vom 18.12.1975 (ABl. L 24 vom 30.1.1976, S. 1).
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          oo)    Fahrzeugeinheit (FE):
                 das Kontrollgerät ohne den Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber und die Verbindungskabel zum Weg- und/oder
                 Geschwindigkeitsgeber. Die Fahrzeugeinheit kann entweder aus einem oder aus mehreren im Fahrzeug verteilten
                 Geräten bestehen, solange sie den Sicherheitsanforderungen dieser Verordnung entspricht;
          pp)    Woche zu Berechnungszwecken im Kontrollgerät:
                 den Zeitraum zwischen Montag 00.00 Uhr UTC und Sonntag 24.00 Uhr UTC;
          qq)    Werkstattkarte:
                 eine Fahrtenschreiberkarte, die einem/einer in einem Mitgliedstaat zugelassenen Kontrollgeräthersteller, Installateur,
                 Fahrzeughersteller oder Werkstatt von den Behörden dieses Mitgliedstaates ausgestellt wurde.
                 Die Werkstattkarte weist den Karteninhaber aus und ermöglicht die Prüfung und Kalibrierung bzw. das Herunterladen der
                 Daten des Kontrollgeräts.
                                     II. ALLGEMEINE FUNKTIONSMERKMALE DES KONTROLLGERÄTS
   000    Ein Fahrzeug, das mit einem den Bestimmungen dieses Anhangs genügenden Kontrollgerät ausgestattet ist, muss über
          eine Geschwindigkeitsanzeige und einen Wegstreckenzähler verfügen. Diese Funktionen können in das Kontrollgerät
          integriert sein.
          1. Allgemeine Merkmale
          Aufgabe des Kontrollgeräts ist das Aufzeichnen, Speichern, Anzeigen, Ausdrucken und Ausgeben von tätigkeitsbezoge-
          nen Daten des Fahrers.
   001    Das Kontrollgerät besteht aus Verbindungskabeln, einem Weg- bzw. Geschwindigkeitsgeber und einer Fahrzeugeinheit.
   002    Die Fahrzeugeinheit besteht aus einem Prozessor, einem Massenspeicher, einer Echtzeituhr, zwei Chipkartenschnittstellen
          (Fahrer und zweiter Fahrer), einem Drucker, einem Display, einer optischen Warneinrichtung, einem Anschluss zum
          Kalibrieren/Herunterladen sowie aus Eingabeeinrichtungen.
          Über weitere Stecker kann das Kontrollgerät mit anderen Geräten verbunden sein.
   003    Werden Zusatzeinrichtungen in das Kontrollgerät eingebaut oder daran angeschlossen, dürfen sie unabhängig davon, ob
          sie zugelassen sind, die einwandfreie Arbeitsweise des Kontrollgeräts und die Bestimmungen der Verordnung weder
          faktisch noch potentiell beeinträchtigen.
          Benutzer des Kontrollgeräts weisen sich gegenüber dem Gerät mit Fahrtenschreiberkarten aus.
   004    Je nach Art und/oder Identität des Benutzers bietet das Kontrollgerät einen selektiven Zugang zu Daten und Funktionen.
          Das Kontrollgerät zeichnet Daten auf und speichert sie in seinem Massenspeicher und auf Fahrtenschreiberkarten.
          Dies geschieht in Übereinstimmung mit der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.
          Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Daten-
          verkehr (1).
          2. Funktionen
   005    Mit dem Kontrollgerät müssen folgende Funktionen gewährleistet sein:
          — Überwachung des Einsteckens und Entnehmens von Karten,
          — Geschwindigkeits- und Wegstreckenmessung,
          — Zeitmessung,
          — Überwachung der Fahrertätigkeiten,
          — Überwachung des Status der Fahrzeugführung,
          (1) ABl. L 281 vom 23.11.1995, S. 31.
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            — manuelle Eingabe durch die Fahrer:
                                   — Eingabe des Orts des Beginns und/oder des Endes des Arbeitstages,
                                   — manuelle Eingabe der Fahrertätigkeiten,
                                   — Eingabe spezifischer Bedingungen,
            — Unternehmenssperren,
            — Überwachung von Kontrollen,
            — Feststellung von Ereignissen und/oder Störungen,
            — Integrierte Tests und Selbsttests,
            — Auslesen von Daten aus dem Massenspeicher,
            — Aufzeichnung und Speicherung von Daten im Massenspeicher,
            — Auslesen von Daten aus Fahrtenschreiberkarten,
            — Aufzeichnung und Speicherung von Daten auf Fahrtenschreiberkarten,
            — Anzeige,
            — Ausdrucken,
            — Warnung,
            — Herunterladen von Daten auf externe Datenträger,
            — Datenausgabe an zusätzliche externe Geräte,
            — Kalibrierung,
            — Zeiteinstellung.
            3. Betriebsarten
  006       Das Kontrollgerät verfügt über vier Betriebsarten:
            — Betrieb,
            — Kontrolle,
            — Kalibrierung,
            — Unternehmen.
  007       Je nachdem, welche gültige Fahrtenschreiberkarte in die Kartenschnittstellen eingesteckt ist, schaltet das Kontrollgerät auf
            folgende Betriebsart:
                                                                                         Steckplatz Fahrer
                                     Betriebsart
                                                        Keine Karte        Fahrerkarte     Kontrollkarte     Werkstattkarte Unternehmenskarte
                                    Keine Karte           Betrieb              Betrieb       Kontrolle        Kalibrierung        Unternehmen
            Steckplatz 2. Fahrer
                                    Fahrerkarte           Betrieb              Betrieb       Kontrolle        Kalibrierung        Unternehmen
                                    Kontrollkarte        Kontrolle         Kontrolle        Kontrolle (*)        Betrieb             Betrieb
                                    Werkstattkarte      Kalibrierung      Kalibrierung        Betrieb        Kalibrierung (*)        Betrieb
                                    Unternehmens-      Unternehmen       Unternehmen          Betrieb            Betrieb         Unternehmen (*)
                                    karte
   008      (*) In diesen Zuständen verwendet das Kontrollgerät nur die im Fahrersteckplatz eingesetzte Fahrtenschreiberkarte.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/9
   009    Ungültige Karten, die eingesteckt werden, sind vom Kontrollgerät zu ignorieren, doch müssen das Anzeigen, Ausdrucken
          oder Herunterladen von auf abgelaufenen Karten gespeicherten Daten möglich sein.
   010    Alle in II.2 aufgeführten Funktionen sind in jeder Betriebsart zu gewährleisten, wobei folgende Ausnahmen gelten:
          — die Funktion Kalibrierung ist nur in der Betriebsart Kalibrierung verfügbar,
          — die Funktion Zeiteinstellung ist außerhalb der Betriebsart Kalibrierung nur begrenzt verfügbar,
          — die Funktionen der manuellen Eingabe durch den Fahrer sind nur in den Betriebsarten Betrieb und Kalibrierung
               verfügbar,
          — die Funktion Unternehmenssperre ist nur in der Betriebsart Unternehmen verfügbar,
          — die Funktion Überwachung der Kontrollen ist nur in der Kontrollbetriebsart verfügbar,
          — die Funktion Herunterladen von Daten ist in der Betriebsart Betrieb nicht verfügbar (außer gemäß Randnummer
               150).
   011    Das Kontrollgerät kann jegliche Daten an Anzeige-, Drucker- oder externe Schnittstellen ausgeben, wobei folgende
          Ausnahmen gelten:
          — in der Betriebsart Betrieb werden persönliche Daten (Vor- und Zuname), die nicht zur einer eingesteckten Fahrten-
               schreiberkarte gehören, ausgeblendet, und eine Kartennummer, die nicht zu einer eingesteckten Fahrtenschreiber-
               karte gehört, wird teilweise ausgeblendet (von links nach rechts jedes zweite Zeichen),
          — in der Betriebsart Unternehmen (Randnummern 081, 084 und 087) lassen sich Fahrerdaten nur für Zeiträume
               ausgeben, die nicht von einem anderen Unternehmen (ausgewiesen durch die ersten 13 Stellen der Unternehmens-
               kartennummer) gesperrt sind,
          — ist keine Karte in das Kontrollgerät eingesteckt, lassen sich Fahrerdaten nur für den aktuellen und die acht vorher-
               gehenden Kalendertage ausgeben.
          4. Sicherheit
          Durch die Systemsicherheit soll folgender Schutz gewährleistet sein: Schutz des Massenspeichers, dass ein unbefugter
          Zugriff auf die Daten und deren Manipulierung ausgeschlossen ist und alle entsprechenden Versuche entdeckt werden,
          Schutz der Integrität und Authentizität der zwischen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber und Fahrzeugeinheit aus-
          getauschten Daten, Schutz der Integrität und Authentizität der zwischen Kontrollgerät und den Fahrtenschreiberkarten
          ausgetauschten Daten sowie Überprüfung der Integrität und Authentizität heruntergeladener Daten.
   012    Um die Systemsicherheit zu gewährleisten, muss das Kontrollgerät die in den allgemeinen Sicherheitsvorgaben für den
          Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber und die Fahrzeugeinheit spezifizierten Sicherheitsanforderungen erfüllen (Anhang
          10).
                                   III. BAUART- UND FUNKTIONSMERKMALE DES KONTROLLGERÄTS
          1. Überwachung des Einsteckens und Entnehmens der Karten
   013    Das Kontrollgerät überwacht die Kartenschnittstellen und erkennt das Einstecken und Entnehmen einer Karte.
   014    Beim Einstecken einer Karte erkennt das Kontrollgerät, ob es sich um eine gültige Fahrtenschreiberkarte handelt, und
          identifiziert in diesem Fall die Kartenart.
   015    Das Kontrollgerät muss so ausgelegt sein, dass die Fahrtenschreiberkarten nach dem ordnungsgemäßen Einstecken in die
          Kartenschnittstelle einrasten.
   016    Das Entnehmen der Fahrtenschreiberkarten darf nur bei stehendem Fahrzeug und nach der Speicherung der jeweiligen
          Daten auf die Karten sowie durch entsprechende Einwirkung des Benutzers möglich sein.
          2. Geschwindigkeits- und Wegstreckenmessung
   017    Diese Funktion muss kontinuierlich den Kilometerstand entsprechend der gesamten vom Fahrzeug zurückgelegten
          Wegstrecke messen und angeben können.
   018    Diese Funktion muss kontinuierlich die Geschwindigkeit des Fahrzeugs messen und angeben können.
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   019     Die Geschwindigkeitsmessfunktion liefert auch Informationen darüber, ob das Fahrzeug fährt oder steht. Das Fahrzeug
           gilt als fahrend, sobald die Funktion vom Geschwindigkeitsgeber mindestens 5 Sekunden lang mehr als 1 Imp/s erhält;
           ansonsten gilt das Fahrzeug als stehend.
           Geräte zur Anzeige der Geschwindigkeit (Tachometer) und der zurückgelegten Gesamtwegstrecke (Kilometerzähler), die
           in einem mit einem verordnungsgemäßen Kontrollgerät ausgerüsteten Fahrzeug eingebaut sind, müssen den Vorschriften
           über die in diesem Anhang (Kapitel III.2.1 und III.2.2) festgelegten zulässigen Fehlergrenzen entsprechen.
           2.1 Messung der zurückgelegten Wegstrecke
   020     Die zurückgelegte Wegstrecke kann gemessen werden:
           — als Kumulierung sowohl der Vorwärts- als auch der Rückwärtsfahrt oder
           — nur beim Vorwärtsfahren.
   021     Das Kontrollgerät misst Wegstrecken von 0 bis 9 999 999,9 km.
   022     Die gemessene Wegstrecke muss innerhalb folgender Fehlergrenzen liegen (Strecken von mindestens 1 000 m):
           — ± 1 % vor dem Einbau,
           — ± 2 % beim Einbau und bei den regelmäßigen Nachprüfungen,
           — ± 4 % während des Betriebs.
   023     Die Wegstreckenmessung erfolgt auf mindestens 0,1 km genau.
           2.2 Geschwindigkeitsmessung
   024     Das Kontrollgerät misst die Geschwindigkeit von 0 bis 220 km/h.
   025     Zur Gewährleistung einer zulässigen Fehlergrenze der angezeigten Geschwindigkeit von ± 6 km/h und unter Berück-
           sichtigung
           — einer Fehlergrenze von ± 2 km/h für Inputabweichungen (Reifenabweichungen, . . .),
           — einer Fehlergrenze von ± 1 km/h bei Messungen beim Einbau oder bei den regelmäßigen Nachprüfungen
           misst das Kontrollgerät bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 180 km/h und bei Wegdrehzahlen des Fahrzeugs
           zwischen 4 000 und 25 000 Imp/km die Geschwindigkeit innerhalb einer Fehlergrenze von ± 1 km/h (bei konstanter
           Geschwindigkeit).
           Anmerkung: Aufgrund der Auflösung der Datenspeicherung ergibt sich eine weitere zulässige Fehlergrenze von
           ± 0,5 km/h für die vom Kontrollgerät gespeicherte Geschwindigkeit.
   025a    Die Geschwindigkeit muss innerhalb der zulässigen Fehlergrenzen innerhalb von 2 Sekunden nach Abschluss einer
           Geschwindigkeitsänderung korrekt gemessen werden, wenn sich die Geschwindigkeit mit bis zu 2 m/s2 geändert hat.
   026     Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt auf mindestens 1 km/h genau.
           3. Zeitmessung
   027     Die Zeitmessfunktion läuft ständig und stellt Datum und Uhrzeit digital in UTC bereit.
   028     Für Datumsangaben im Kontrollgerät (Aufzeichnungen, Ausdrucke, Datenaustausch, Anzeige, . . .) sind durchgängig
           Datum und Uhrzeit in UTC zu verwenden.
   029     Zur Anzeige der Ortszeit muss es möglich sein, die sichtbare Zeitangabe in Halbstundenschritten zu verändern.
   030     Die Zeitabweichung darf ± 2 Sekunden/Tag unter Bauartgenehmigungsbedingungen betragen.
   031     Die Zeitmessung erfolgt auf mindestens 1 Sekunde genau.
   032     Die Zeitmessung darf durch eine Unterbrechung der externen Stromversorgung von weniger als 12 Monaten unter
           Bauartgenehmigungsbedingungen nicht beeinträchtigt werden.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/11
          4. Überwachung der Fahrertätigkeiten
   033    Diese Funktion überwacht ständig und gesondert die Tätigkeiten des Fahrers und des zweiten Fahrers.
   034    Fahrertätigkeiten sind LENKEN, ARBEIT, BEREITSCHAFT und UNTERBRECHUNG/RUHE.
   035    ARBEIT, BEREITSCHAFT sowie UNTERBRECHUNG/RUHE müssen vom Fahrer und/oder vom zweiten Fahrer manuell
          ausgewählt werden können.
   036    Während der Fahrt wird für den Fahrer automatisch LENKEN und für den zweiten Fahrer automatisch BEREITSCHAFT
          ausgewählt.
   037    Bei Halt wird für den Fahrer automatisch ARBEIT ausgewählt.
   038    Bei der ersten Tätigkeitsänderung innerhalb von 120 Sekunden nach dem automatischen Wechsel auf ARBEIT wird
          davon ausgegangen, dass sie bei Stillstand des Fahrzeugs eingetreten ist (so dass möglicherweise der Wechsel auf ARBEIT
          aufgehoben wird).
   039    Die Ausgabe von Tätigkeitsveränderungen an die Aufzeichnungsfunktionen erfolgt auf eine Minute genau.
   040    Tritt zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb einer Kalenderminute die Tätigkeit LENKEN auf, gilt die gesamte Minute als
          LENK-Zeit.
   041    Tritt zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb der unmittelbar der Kalenderminute vorausgehenden und nachfolgenden
          Minute die Tätigkeit LENKEN auf, gilt die gesamte Minute als LENK-Zeit.
   042    Für eine Kalenderminute, die aufgrund der vorstehenden Anforderungen nicht als LENK-Zeit gilt, wird die Tätigkeit
          angesetzt, die als längste Tätigkeit innerhalb der Minute ausgeführt wurde (oder bei gleichlangen Tätigkeiten diejenige,
          die zuletzt ausgeführt wurde).
   043    Diese Funktion dient auch der ständigen Überwachung der ununterbrochenen Lenkzeit und der kumulativen Pausenzeit
          des Fahrers.
          5. Überwachung des Status der Fahrzeugführung
   044    Diese Funktion überwacht ständig und automatisch den Status der Fahrzeugführung.
   045    Wenn zwei gültige Fahrerkarten in das Gerät eingesteckt sind, wird automatisch der Status TEAM gewählt, in allen
          anderen Fällen der Status EINMANNBETRIEB.
          6. Manuelle Eingabe durch die Fahrer
          6.1 Eingabe des Orts des Beginns und/oder des Endes des Arbeitstages
   046    Diese Funktion ermöglicht dem Fahrer und/oder dem zweiten Fahrer die Eingabe des Ortes, an dem der Arbeitstag
          beginnt und/oder endet.
   047    Als Ort gilt ein Land und gegebenenfalls zusätzlich die entsprechende Region.
   048    Bei Entnahme einer Fahrerkarte (oder Werkstattkarte) wird der Fahrer/zweite Fahrer vom Gerät aufgefordert, den Ort des
          Endes des Arbeitstages einzugeben.
   049    Das Kontrollgerät lässt ein Ignorieren dieser Aufforderung zu.
   050    Die Eingabe des Orts des Beginns und/oder des Endes des Arbeitstages ist auch ohne eingesetzte Karte sowie zu anderen
          Zeitpunkten als beim Einstecken oder Entnehmen der Karte möglich.
          6.2 Manuelle Eingabe der Fahrertätigkeiten
   050a   Beim Einsetzen der Fahrerkarte (oder der Werkstattkarte), und nur zu diesem Zeitpunkt,
          — zeigt das Gerät dem Karteninhaber Datum und Uhrzeit der letzten Kartenentnahme an und
          — fordert den Karteninhaber auf anzugeben, ob das jetzige Einsetzen der Karte eine Fortsetzung des laufenden Arbeits-
               tages darstellt.
 ---pagebreak--- C 126 E/12         DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
           Das Kontrollgerät ermöglicht dem Karteninhaber, die Frage ohne Antwort zu ignorieren oder mit Ja bzw. Nein zu
           beantworten:
           — Ignoriert der Karteninhaber die Frage, fordert ihn das Kontrollgerät zur Eingabe eines ,Orts des Beginns des Arbeits-
               tages‘ auf. Diese Aufforderung kann ignoriert werden. Wird ein Ort eingegeben, so wird dieser zusammen mit der
               Karteneinsteckzeit im Massenspeicher sowie auf der Fahrtenschreiberkarte aufgezeichnet.
           — Bei Bejahung oder Verneinung fordert das Kontrollgerät den Karteninhaber zur manuellen Eingabe der Tätigkeiten
               ARBEIT, BEREITSCHAFT oder UNTERBRECHUNG/RUHE mit Datum und Uhrzeit für Beginn und Ende auf, und
               zwar ausschließlich für den Zeitraum zwischen der letzten Entnahme und dem jetzigen Einstecken der Karte und
               ohne die Möglichkeit einer Überlappung dieser Tätigkeiten. Dies geschieht nach folgenden Verfahren:
               — Beantwortet der Karteninhaber die Frage mit Ja, fordert ihn das Kontrollgerät zur manuellen Eingabe der
                   Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge für den Zeitraum zwischen der letzten Entnahme und dem jetzigen
                   Einstecken der Karte auf. Der Vorgang endet, wenn die Endzeit einer manuell eingegebenen Tätigkeit der
                   Karteneinsteckzeit entspricht.
               — Beantwortet der Karteninhaber die Frage mit Nein,
                   — fordert ihn das Kontrollgerät zur manuellen Eingabe der Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge vom
                        Zeitpunkt der Kartenentnahme bis zum Zeitpunkt des Endes des entsprechenden Arbeitstages auf (oder der
                        Tätigkeiten in Bezug auf dieses Fahrzeug, sofern der Arbeitstag auf einem Schaublatt fortgeführt wird).
                        Bevor also das Kontrollgerät dem Karteninhaber die manuelle Eingabe der einzelnen Aktivitäten gestattet,
                        fordert es ihn auf anzugeben, ob die Endzeit der letzten aufgezeichneten Tätigkeit das Ende einer früheren
                        Arbeitszeit darstellt (siehe Anmerkung).
                        Anmerkung: Gibt der Karteninhaber nicht das Ende der früheren Arbeitszeit an und gibt manuell eine
                        Tätigkeit ein, deren Endzeit der Karteneinsteckzeit entspricht,
                        — geht das Kontrollgerät davon aus, dass der Arbeitstag zu Beginn der ersten RUHE-Zeit (oder verblei-
                            benden UNBEKANNTEN Zeit) nach der Kartenentnahme oder zum Zeitpunkt der Kartenentnahme
                            endete, wenn keine Ruhezeit eingegeben wurde (und wenn kein Zeitraum UNBEKANNT bleibt),
                        — geht das Kontrollgerät davon aus, dass die Anfangszeit gleich der Karteneinsteckzeit ist,
                        — führt das Kontrollgerät die unten angegebenen Schritte aus.
                   — Stimmen das Ende der entsprechenden Arbeitszeit und der Zeitpunkt der Kartenentnahme nicht überein
                        oder wurde zu jenem Zeitpunkt kein Ort des Endes des Arbeitstages eingegeben, erhält der Karteninhaber
                        vom Kontrollgerät folgende Aufforderung: ,Bestätigung/Eingabe Ort des Endes des Arbeitstages‘ (Ignorieren
                        möglich). Wird ein Ort eingegeben, wird er, bezogen auf den Endzeitpunkt des Arbeitstages, nur auf der
                        Fahrtenschreiberkarte und nur dann aufgezeichnet, wenn sich die Eingabe vom bei der Kartenentnahme
                        eingegebenen Ort unterscheidet.
                   — Danach erhält der Karteninhaber die Aufforderung: ,Eingabe Anfangszeit‘ des laufenden Arbeitstages (oder
                        der Tätigkeiten in Bezug auf das derzeitige Fahrzeug, wenn der Karteninhaber zuvor ein Schaublatt während
                        dieses Arbeitstages verwendet hat), sowie die Eingabeaufforderung ,Ort Beginn des Arbeitstages‘ (Ignorieren
                        möglich). Bei Eingabe eines Ortes wird dieser, bezogen auf diese Anfangszeit, auf der Fahrtenschreiberkarte
                        aufgezeichnet. Stimmt diese Anfangszeit mit der Karteneinsteckzeit überein, wird der Ort auch im Massen-
                        speicher aufgezeichnet.
                   — Stimmt diese Anfangszeit nicht mit der Karteneinsteckzeit überein, wird der Karteninhaber zur manuellen
                        Eingabe der Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge von dieser Anfangszeit bis zum Zeitpunkt des
                        Einsteckens der Karte aufgefordert. Der Vorgang endet, wenn die Endzeit einer manuell eingegebenen
                        Tätigkeit der Karteneinsteckzeit entspricht.
               — Anschließend erhält der Karteninhaber vom Kontrollgerät die Möglichkeit, Änderungen an den eingegebenen
                   Tätigkeiten vorzunehmen, bis mit Hilfe eines speziellen Kommandos die endgültige Bestätigung erfolgt; danach
                   sind keine Änderungen mehr möglich.
               — Antworten auf die erste Frage ohne darauffolgende Eingabe von Tätigkeiten werden vom Kontrollgerät als
                   Ignorieren der Frage durch den Karteninhaber ausgelegt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 126 E/13
          Während des gesamten Vorgangs gilt für die Eingabe folgendes Zeitlimit:
          — 1 Minute — erfolgt innerhalb dieser 60 Sekunden an den Bedienelementen keine Interaktion (trotz einer visuellen
               und möglicherweise akustischen Warnung nach 30 Sekunden) oder
          — wird die Karte entnommen bzw. eine andere Fahrerkarte (oder Werkstattkarte) eingesteckt oder
          — setzt sich das Fahrzeug in Bewegung,
          so validiert das Kontrollgerät alle bis dahin gemachten Eingaben.
          6.3 Eingabe spezifischer Bedingungen
   050b   Das Kontrollgerät gestattet dem Fahrer die Eingabe der folgenden beiden spezifischen Bedingungen in Echtzeit:
          — ,KONTROLLGERÄT NICHT ERFORDERLICH‘ (Anfang, Ende)
          — ,FÄHRÜBERFAHRT/ZUGFAHRT‘
          Bei eingeschalteter Bedingung ,KONTROLLGERÄT NICHT ERFORDERLICH‘ darf keine ,FÄHRÜBERFAHRT/ZUGFAHRT‘
          erfolgen.
          Beim Einstecken oder Entnehmen einer Fahrerkarte muss die eingeschaltete Bedingung ,KONTROLLGERÄT NICHT
          ERFORDERLICH‘ automatisch ausgeschaltet werden.
          7. Unternehmenssperren
   051    Diese Funktion ermöglicht die Verwaltung der Sperren, die ein Unternehmen einsetzt, um den Datenzugang in der
          Betriebsart Unternehmen auf sich selbst zu beschränken.
   052    Unternehmenssperren bestehen aus einem Anfangszeitpunkt (Datum/Uhrzeit) (Sperrung, Lock-in) und einem Endzeit-
          punkt (Datum/Uhrzeit) (Entsperrung, Lock-out) im Zusammenhang mit der Identifizierung des Unternehmens anhand
          der Unternehmenskartennnummer (bei der Sperrung).
   053    Sperren können nur in Echtzeit ein- oder ausgeschaltet werden.
   054    Das Ausschalten der Sperre kann nur durch das Unternehmen (ausgewiesen durch die ersten 13 Stellen der Unter-
          nehmenskartennummer) erfolgen, dessen Sperre eingeschaltet ist, oder
   055    erfolgt automatisch, wenn ein anderes Unternehmen seine Sperre einschaltet.
   055a   In dem Fall, dass ein Unternehmen die Sperrung aktiviert (lock-in) und die vorhergehende Sperrung für dasselbe
          Unternehmen war, dann wird angenommen, dass vorher keine Entsperrung vorgenommen worden ist und die Sperre
          noch eingeschaltet ist.
          8. Überwachung von Kontrollaktivitäten
   056    Diese Funktion überwacht die Aktivitäten ANZEIGE, DRUCK, FAHRZEUGEINHEIT und HERUNTERLADEN von der
          Karte in der Betriebsart Kontrolle.
   057    Diese Funktion überwacht darüber hinaus in der Betriebsart Kontrolle die Aktivitäten KONTROLLE GESCHWINDIG-
          KEITSÜBERSCHREITUNG. Eine Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung gilt als erfolgt, wenn in der Betriebsart Kon-
          trolle der Ausdruck ,Geschwindigkeitsüberschreitung‘ an den Drucker oder an das Display gesandt wurde oder wenn
          ,Ereignis- und Störungsdaten‘ aus dem Massenspeicher der Fahrzeugeinheit heruntergeladen wurden.
          9. Feststellung von Ereignissen und/oder Störungen
   058    Diese Funktion stellt folgende Ereignisse und/oder Störungen fest:
          9.1 Ereignis ,Einstecken einer ungültigen Karte‘
   059    Dieses Ereignis wird beim Einstecken einer ungültigen Karte und/oder beim Ablauf der Gültigkeit einer eingesteckten
          gültigen Karte ausgelöst.
 ---pagebreak--- C 126 E/14                              DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28.5.2002
             9.2 Ereignis ,Kartenkonflikt‘
  060        Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn eine der in der folgenden Tabelle mit X gekennzeichneten Kombinationen von
             gültigen Karten vorliegen:
                                                                                         Steckplatz Fahrer
                                    Kartenkonflikt
                                                                                                                              Unternehmenskarte
                                                         Keine Karte       Fahrerkarte     Kontrollkarte     Werkstattkarte
                                     Keine Karte
             Steckplatz 2. Fahrer
                                     Fahrerkarte                                                                   X
                                     Kontrollkarte                                              X                  X                 X
                                     Werkstattkarte                            X                X                  X                 X
                                     Unternehmens-
                                     karte                                                      X                  X                 X
             9.3 Ereignis ,Zeitüberlappung‘
  061        Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn Datum/Uhrzeit der letzten Entnahme einer Fahrerkarte beim Auslesen der Karte der
             aktuellen Datums-/Uhrzeiteinstellung des Kontrollgeräts voraus sind.
             9.4 Ereignis ,Lenken ohne geeignete Karte‘
  062        Dieses Ereignis wird bei einer in der folgenden Tabelle mit X gekennzeichneten Fahrtenschreiberkartenkombination
             ausgelöst, wenn die Fahrertätigkeit auf LENKEN wechselt oder wenn während der Fahrertätigkeit LENKEN eine Ände-
             rung der Betriebsart erfolgt.
                                                                                         Steckplatz Fahrer
                                     Lenken ohne
                                    geeignete Karte      Keine (oder                                                          Unternehmenskarte
                                                       ungültige) Karte    Fahrerkarte     Kontrollkarte     Werkstattkarte
                                     Keine (oder un-
                                     gültige) Karte           X                                 X                                    X
             Steckplatz 2. Fahrer
                                     Fahrerkarte              X                                 X                  X                 X
                                     Kontrollkarte            X                X                X                  X                 X
                                     Werkstattkarte           X                X                X                                    X
                                     Unternehmens-
                                     karte                    X                X                X                  X                 X
             9.5 Ereignis ,Einstecken der Karte während des Lenkens‘
  063        Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn eine Fahrtenschreiberkarte während der Fahrertätigkeit LENKEN in einen der
             Steckplätze eingesetzt wird.
             9.6 Ereignis ,Letzter Vorgang nicht korrekt abgeschlossen‘
  064        Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn das Kontrollgerät beim Einstecken der Karte feststellt, dass trotz der Bestimmungen
             in Kapitel III.1. der vorherige Kartenvorgang nicht korrekt abgeschlossen wurde (Kartenentnahme, bevor alle relevanten
             Daten auf der Karte gespeichert wurden). Dieses Ereignis spielt nur für Fahrer- und Werkstattkarten eine Rolle.
             9.7 Ereignis ,Geschwindigkeitsüberschreitung‘
  065        Dieses Ereignis wird bei jeder Geschwindigkeitsüberschreitung ausgelöst.
             9.8 Ereignis ,Unterbrechung der Stromversorgung‘
  066        Dieses Ereignis wird, sofern sich das Kontrollgerät nicht in der Betriebsart Kalibrierung befindet, bei einer 200 Milli-
             sekunden überschreitenden Unterbrechung der Stromversorgung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers und/oder
             der Fahrzeugeinheit ausgelöst. Die Unterbrechungsschwelle wird vom Hersteller festgelegt. Nicht ausgelöst wird das
             Ereignis durch den Stromabfall beim Starten des Fahrzeugmotors.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/15
          9.9 Ereignis ,Datenfehler Weg und Geschwindigkeit‘
   067    Dieses Ereignis wird bei einer Unterbrechung des normalen Datenflusses zwischen dem Weg- und/oder Geschwindig-
          keitsgeber und der Fahrzeugeinheit und/oder bei einem Datenintegritäts- oder Datenauthentizitätsfehler während des
          Datenaustauschs zwischen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber und Fahrzeugeinheit ausgelöst.
          9.10 Ereignis ,Versuch Sicherheitsverletzung‘
   068    Dieses Ereignis wird, sofern sich das Kontrollgerät nicht in der Betriebsart Kalibrierung befindet, bei jedem sonstigen
          Ereignis ausgelöst, das die Sicherheit des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers und/oder der Fahrzeugeinheit ent-
          sprechend den allgemeinen Sicherheitszielen dieser Komponenten beeinträchtigt.
          9.11 Störung ,Kartenfehlfunktion‘
   069    Diese Störung wird ausgelöst, wenn während des Betriebs eine Fehlfunktion der Fahrtenschreiberkarte auftritt.
          9.12 Störung ,Kontrollgerät‘
   070    Diese Störung wird bei folgenden Fehlern ausgelöst, sofern sich das Kontrollgerät nicht in der Betriebsart Kalibrierung
          befindet:
          — interne Störung FE
          — Druckerstörung
          — Anzeigestörung
          — Störung Herunterladen
          — Sensorstörung
          10. Integrierte Tests und Selbsttests
   071    Mit Hilfe der Funktion ,Integrierte Tests und Selbsttests‘ muss das Kontrollgerät zur automatischen Fehlererkennung
          anhand der folgenden Tabelle in der Lage sein:
                        Zu testende Baugruppe                         Selbsttest                         Integrierter Test
          Software                                                                            Integrität
          Massenspeicher                                Zugriff                               Zugriff, Datenintegrität
          Kartenschnittstellen                          Zugriff                               Zugriff
          Tastatur                                                                            Manuelle Prüfung
          Drucker                                       (dem Hersteller überlassen)           Ausdruck
          Display                                                                             Visuelle Prüfung
          Herunterladen (Ausführung nur während
          des Herunterladens)                           Korrekter Betrieb
          Sensor                                        Korrekter Betrieb                     Korrekter Betrieb
          11. Auslesen von Daten aus dem Massenspeicher
   072    Das Kontrollgerät muss sämtliche in seinem Massenspeicher gespeicherte Daten auslesen können.
          12. Aufzeichnung und Speicherung von Daten im Massenspeicher
          Im Sinne dieses Absatzes
          — sind ,365 Tage‘ 365 Kalendertage mit durchschnittlicher Fahrertätigkeit in einem Fahrzeug. Als durchschnittliche
               Tätigkeit je Tag in einem Fahrzeug gelten mindestens 6 Fahrer oder zweite Fahrer, 6 Karteneinsteck-/-entnahme-
               vorgänge und 256 Tätigkeitswechsel. Somit umfassen ,365 Tage‘ mindestens 2 190 Fahrer/zweite Fahrer, 2 190
               Karteneinsteck-/-entnahmevorgänge und 93 440 Tätigkeitswechsel,
          — erfolgt die Zeitaufzeichnung auf eine Minute genau, sofern nicht anders angegeben,
          — erfolgt die Aufzeichnung des Kilometerstands auf einen Kilometer genau,
          — erfolgt die Geschwindigkeitsaufzeichnung auf 1 km/h genau.
 ---pagebreak--- C 126 E/16         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
   073     Die im Massenspeicher gespeicherten Daten dürfen durch eine Unterbrechung der externen Stromversorgung von
           weniger als 12 Monaten unter Bauartgenehmigungsbedingungen nicht beeinträchtigt werden.
   074     Das Kontrollgerät muss in seinem Massenspeicher Folgendes implizit oder explizit aufzeichnen und speichern können:
           12.1 Gerätekenndaten
           12.1.1 Kenndaten der Fahrzeugeinheit
   075     Das Kontrollgerät muss in seinem Massenspeicher folgende Kenndaten der Fahrzeugeinheit speichern können:
           — Name des Herstellers,
           — Anschrift des Herstellers,
           — Teilnummer,
           — Seriennummer,
           — Softwareversionsnummer,
           — Installationsdatum der Softwareversion,
           — Herstellungsjahr,
           — Bauartgenehmigungsnummer.
   076     Die Kenndaten der Fahrzeugeinheit werden von deren Hersteller aufgezeichnet und dauerhaft gespeichert; eine Aus-
           nahme bildet die softwarebezogenen Daten sowie die Bauartgenehmigungsnummer, die bei einer Aktualisierung der
           Software verändert werden dürfen.
           12.1.2 Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
   077     Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss in seinem Speicher folgende Kenndaten speichern können:
           — Name des Herstellers,
           — Teilnummer,
           — Seriennummer,
           — Bauartgenehmigungsnummer,
           — Bezeichner der eingebetteten Sicherheitskomponenten (z. B. Teilnummer des internen Chips/Prozessors),
           — Betriebssystembezeichner (z. B. Softwareversionsnummer).
   078     Die Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers werden von dessen Hersteller aufgezeichnet und dauerhaft
           gespeichert.
   079     Die Fahrzeugeinheit muss in ihrem Massenspeicher folgende Kenndaten des derzeit gekoppelten Weg- und/oder Ge-
           schwindigkeitsgebers speichern können:
           — Seriennummer,
           — Bauartgenehmigungsnummer,
           — erstes Koppelungsdatum.
           12.2 Sicherheitselemente
   080     Das Kontrollgerät muss die folgenden Sicherheitselemente speichern können:
           — den europäischen öffentlichen Schlüssel,
           — das Zertifikat des Mitgliedstaates,
           — das Gerätezertifikat,
           — den privaten Geräteschlüssel.
           Die Sicherheitselemente des Kontrollgeräts werden vom Hersteller der Fahrzeugeinheit in das Gerät eingefügt.
           12.3 Einsteck- und Entnahmedaten der Fahrerkarte
   081     Bei jedem Einsteck-/Entnahmevorgang einer Fahrer- oder Werkstattkarte registriert und speichert das Kontrollgerät
           folgende Daten in seinem Massenspeicher:
           — Name und Vorname(n) des Karteninhabers in der auf der Karte gespeicherten Form,
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/17
          — Kartennummer, ausstellender Mitgliedstaat und Ablauf der Gültigkeit in der auf der Karte gespeicherten Form,
          — Datum und Uhrzeit des Einsteckens,
          — Kilometerstand beim Einstecken der Karte,
          — Steckplatz, in den die Karte eingesetzt wurde,
          — Datum und Uhrzeit der Entnahme,
          — Kilometerstand bei Entnahme der Karte,
          — folgende Informationen über das zuvor vom Fahrer benutzte Fahrzeug in der auf der Karte gespeicherten Form:
               — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat,
               — Datum und Uhrzeit der Kartenentnahme,
          — Flag zur Angabe, ob der Karteninhaber beim Einstecken Tätigkeiten manuell eingegeben hat oder nicht.
   082    Die Speicherdauer dieser Daten im Massenspeicher muss mindestens 365 Tage betragen können.
   083    Ist die Speicherkapazität erschöpft, werden die ältesten Daten durch neue überschrieben.
          12.4 Fahrertätigkeitsdaten
   084    Bei jedem Wechsel der Tätigkeit des Fahrers und/oder zweiten Fahrers und/oder bei jedem Wechsel des Status der
          Fahrzeugführung und/oder bei jedem Einstecken bzw. jeder Entnahme einer Fahrer- oder Werkstattkarte wird im
          Massenspeicher des Kontrollgeräts aufgezeichnet und gespeichert:
          — der Status der Fahrzeugführung (TEAM, EINMANNBETRIEB)
          — der Steckplatz (FAHRER, ZWEITER FAHRER)
          — der Kartenstatus im jeweiligen Steckplatz (EINGESTECKT, NICHT EINGESTECKT) (siehe Anmerkung)
          — die Tätigkeit (LENKEN, BEREITSCHAFT, ARBEIT, UNTERBRECHUNG/RUHE)
          — Datum und Uhrzeit des Wechsels.
          Anmerkung: EINGESTECKT bedeutet, dass eine gültige Fahrer- oder Werkstattkarte im Steckplatz eingesetzt ist. NICHT
          EINGESTECKT bedeutet das Gegenteil, d. h. es ist keine gültige Fahrer- oder Werkstattkarte eingesetzt (z. B. ist eine
          Unternehmenskarte oder keine Karte eingesteckt).
          Anmerkung: Vom Fahrer manuell eingegebene Tätigkeitsdaten werden im Massenspeicher nicht aufgezeichnet.
   085    Die Speicherdauer der Fahrertätigkeitsdaten im Massenspeicher muss mindestens 365 Tage betragen können.
   086    Ist die Speicherkapazität erschöpft, werden die ältesten Daten durch neue überschrieben.
          12.5 Ort des Beginns und/oder des Endes des Arbeitstages
   087    Gibt ein Fahrer oder zweiter Fahrer den Ort des Beginns und/oder Endes des Arbeitstages ein, wird im Massenspeicher
          des Kontrollgeräts Folgendes aufgezeichnet und gespeichert:
          — gegebenenfalls die Nummer der (Zweit-)Fahrerkarte und den ausstellenden Mitgliedstaat,
          — Datum und Uhrzeit der Eingabe (oder Datum und Uhrzeit, auf die sich die Eingabe bezieht, wenn die Eingabe
               während des manuellen Eingabevorgangs erfolgt),
          — Art der Eingabe (Beginn oder Ende, Eingabebedingung),
          — eingegebenes Land und eingegebene Region,
          — Kilometerstand.
   088    Die Speicherdauer der Anfangs- und/oder Enddaten des Arbeitstages im Massenspeicher muss mindestens 365 Tage
          betragen können (unter der Annahme, dass ein Fahrer zwei Datensätze pro Tag eingibt).
   089    Ist die Speicherkapazität erschöpft, werden die ältesten Daten durch neue überschrieben.
          12.6 Kilometerstandsdaten
   090    Das Kontrollgerät registriert in seinem Massenspeicher an jedem Kalendertag um Mitternacht den Kilometerstand des
          Fahrzeugs und das dazugehörige Datum.
 ---pagebreak--- C 126 E/18          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
   091     Die Speicherdauer des mitternächtlichen Kilometerstands im Massenspeicher muss mindestens 365 Tage betragen
           können.
   092     Ist die Speicherkapazität erschöpft, werden die ältesten Daten durch neue überschrieben.
           12.7 Detaillierte Geschwindigkeitsdaten
   093     Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher zu jeder Sekunde mindestens der letzten 24
           Stunden, in denen sich das Fahrzeug bewegt hat, die Momentangeschwindigkeit des Fahrzeugs mit den dazugehörigen
           Datums- und Uhrzeitangaben.
           12.8 Ereignisdaten
           Im Sinne dieses Unterabsatzes erfolgt die Zeitaufzeichnung auf 1 Sekunde genau.
   094     Bei jedem festgestellten Ereignis registriert und speichert das Kontrollgerät die folgenden Daten entsprechend den
           nachfolgend aufgeführten Speicherungsvorschriften:
                           Ereignis                      Speicherungsvorschriften           Je Ereignis aufzuzeichnende Daten
           Kartenkonflikt                         — die 10 jüngsten Ereignisse         — Beginn des Ereignisses — Datum und
                                                                                         Uhrzeit,
                                                                                       — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                                                         Uhrzeit,
                                                                                       — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                         Mitgliedstaat der beiden Karten, die
                                                                                         den Konflikt hervorrufen
           Lenken ohne geeignete Karte            — das jeweils längste Ereignis an    — Beginn des Ereignisses — Datum und
                                                      den letzten 10 Tagen des Auf-      Uhrzeit,
                                                      tretens,                         — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                  — die 5 längsten Ereignisse in den     Uhrzeit,
                                                      letzten 365 Tagen                — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                         Mitgliedstaat einer zu Beginn und/oder
                                                                                         zum Ende des Ereignisses eingesteckten
                                                                                         Karte,
                                                                                       — Anzahl gleichartiger Ereignisse an die-
                                                                                         sem Tag
           Einstecken der Karte während des       — das jeweils letzte Ereignis an     — Datum und Uhrzeit des Ereignisses,
           Lenkens                                    den letzten 10 Tagen des Auf-    — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                      tretens                            Mitgliedstaat,
                                                                                       — Anzahl gleichartiger Ereignisse an die-
                                                                                         sem Tag
           Letzter Vorgang nicht korrekt abge-    — die 10 jüngsten Ereignisse         — Datum und Uhrzeit des Einsteckens der
           schlossen                                                                     Karte
                                                                                       — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                         Mitgliedstaat,
                                                                                       — aus der Karte ausgelesene Daten des
                                                                                         letzten Vorgangs:
                                                                                         — Datum und Uhrzeit des Einsteckens
                                                                                               der Karte
                                                                                         — amtliches Kennzeichen und zulas-
                                                                                               sender Mitgliedstaat
           Geschwindigkeitsüberschreitung (1)     — das jeweils gravierendste Ereig-   — Beginn des Ereignisses — Datum und
                                                      nis an den letzten 10 Tagen        Uhrzeit,
                                                      des Auftretens (d. h. das Ereig- — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                      nis mit der höchsten Durch-        Uhrzeit,
                                                      schnittsgeschwindigkeit),        — während des Ereignisses gemessene
                                                  — die 5 gravierendsten Ereignisse      Höchstgeschwindigkeit
                                                      in den letzten 365 Tagen,        — während des Ereignisses gemessene
                                                  — das erste Ereignis nach der          arithmetische Durchschnittsgeschwin-
                                                      letzten Kalibrierung               digkeit
                                                                                       — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                         Mitgliedstaat des Fahrers (wenn zutref-
                                                                                         fend),
                                                                                       — Anzahl gleichartiger Ereignisse an die-
                                                                                         sem Tag
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                    C 126 E/19
                           Ereignis                         Speicherungsvorschriften               Je Ereignis aufzuzeichnende Daten
          Unterbrechung      der    Stromversor-     — das jeweils längste Ereignis an       — Beginn des Ereignisses — Datum und
          gung (2)                                       den letzten 10 Tagen des Auf-           Uhrzeit,
                                                         tretens,                            — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                     — die 5 längsten Ereignisse in den          Uhrzeit,
                                                         letzten 365 Tagen                   — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                                 Mitgliedstaat einer zu Beginn und/oder
                                                                                                 zum Ende des Ereignisses eingesteckten
                                                                                                 Karte,
                                                                                             — Anzahl gleichartiger Ereignisse an die-
                                                                                                 sem Tag
          Datenfehler Weg und Geschwindig-           — das jeweils längste Ereignis an       — Beginn des Ereignisses — Datum und
          keit                                           den letzten 10 Tagen des Auf-           Uhrzeit,
                                                         tretens,                            — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                     — die 5 längsten Ereignisse in den          Uhrzeit,
                                                         letzten 365 Tagen                   — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                                 Mitgliedstaat einer zu Beginn und/oder
                                                                                                 zum Ende des Ereignisses eingesteckten
                                                                                                 Karte,
                                                                                             — Anzahl gleichartiger Ereignisse an die-
                                                                                                 sem Tag
          Versuch Sicherheitsverletzung              — die 10 jüngsten Ereignisse nach       — Beginn des Ereignisses — Datum und
                                                         Ereignisart                             Uhrzeit,
                                                                                             — Ende des Ereignisses — Datum und
                                                                                                 Uhrzeit (sofern relevant),
                                                                                             — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                                 Mitgliedstaat einer zu Beginn und/oder
                                                                                                 zum Ende des Ereignisses eingesteckten
                                                                                                 Karte,
                                                                                             — Art des Ereignisses
   095    (1) Im Massenspeicher des Kontrollgeräts sind darüber hinaus folgende Daten aufzuzeichnen und zu speichern:
              — Datum und Uhrzeit der letzten KONTROLLE GESCHWINDIGKEITSÜBERSCHREITUNG,
              — Datum und Uhrzeit der ersten Geschwindigkeitsüberschreitung, die dieser KONTROLLE GESCHWINDIGKEITSÜBERSCHREITUNG
                  folgt,
              — Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungsereignisse seit der letzten KONTROLLE GESCHWINDIGKEITSÜBERSCHREITUNG.
          (2) Diese Daten können erst nach Wiederherstellung der Stromversorgung aufgezeichnet werden, wobei die Genauigkeit hier eine Minute
              betragen kann.
          12.9 Störungsdaten
          Im Sinne dieses Unterabsatzes erfolgt die Zeitaufzeichnung auf 1 Sekunde genau.
   096    Bei jeder festgestellten Störung muss das Kontrollgerät versuchen, die folgenden Daten entsprechend den nachfolgend
          aufgeführten Speicherungsvorschriften aufzuzeichnen und zu speichern:
                           Störung                          Speicherungsvorschriften               Je Störung aufzuzeichnende Daten
          Kartenfehlfunktion                         — die 10 jüngsten Fahrerkarten-         — Beginn der Störung — Datum und Uhr-
                                                         fehlfunktionen                          zeit,
                                                                                             — Ende der Störung — Datum und Uhr-
                                                                                                 zeit,
                                                                                             — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                                 Mitgliedstaat
          Kontrollgerätstörung                       — die 10 jüngsten Störungen je-         — Beginn der Störung — Datum und Uhr-
                                                         der Störungsart                         zeit,
                                                     — die erste Störung nach der letz-      — Ende der Störung — Datum und Uhr-
                                                         ten Kalibrierung                        zeit,
                                                                                             — Art der Störung
                                                                                             — Kartenart, Nummer und ausstellender
                                                                                                 Mitgliedstaat einer zu Beginn und/oder
                                                                                                 zum Ende der Störung eingesteckten
                                                                                                 Karte
 ---pagebreak--- C 126 E/20         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
           12.10 Kalibrierungsdaten
   097     Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher Daten in Bezug auf:
           — bekannte Kalibrierungsparameter zum Zeitpunkt der Aktivierung,
           — seine erste Kalibrierung nach der Aktivierung,
           — seine erste Kalibrierung im derzeitigen Fahrzeug (identifiziert anhand von dessen Fahrzeugidentifizierungsnummer)
           — die 5 jüngsten Kalibrierungen (erfolgen an einem Kalendertag mehrere Kalibrierungen, ist nur die letzte des Tages zu
               speichern).
   098     Zu den einzelnen Kalibrierungen sind folgende Daten zu speichern:
           — Zweck der Kalibrierung (Aktivierung, Ersteinbau, Einbau, regelmäßige Nachprüfung)
           — Name und Anschrift der Werkstatt,
           — Werkstattkartennummer, ausstellender Mitgliedstaat und Ablauf der Gültigkeit der Karte,
           — Fahrzeugkennung,
           — aktualisierte und bestätigte Parameter: Wegdrehzahl (w), Kontrollgerätkonstante (k), tatsächlicher Reifenumfang (l),
               Reifengröße, Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers, Kilometerstand (alt und neu), Datum und Uhrzeit (alte und
               neue Werte).
   099     Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber registriert und speichert in seinem Speicher die folgenden Installationsdaten:
           — erste Koppelung mit einer Fahrzeugeinheit (Datum, Uhrzeit, FE-Bauartgenehmigungsnummer, FE-Seriennummer),
           — letzte Koppelung mit einer Fahrzeugeinheit (Datum, Uhrzeit, FE-Bauartgenehmigungsnummer, FE-Seriennummer).
           12.11 Zeiteinstellungsdaten
   100     Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher Daten in Bezug auf:
           — die jüngste Zeiteinstellung,
           — die 5 größten Zeiteinstellungen seit der letzten Kalibrierung,
           ausgeführt in der Betriebsart Kalibrierung und nicht im Rahmen einer normalen Kalibrierung (Begriffsbestimmung f).
   101     Zu den einzelnen Zeiteinstellungen sind folgende Daten zu speichern:
           — Datum und Uhrzeit, alter Wert,
           — Datum und Uhrzeit, neuer Wert,
           — Name und Anschrift der Werkstatt,
           — Werkstattkartennummer, ausstellender Mitgliedstaat und Ablauf der Gültigkeit der Karte.
           12.12 Kontrolldaten
   102     Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher folgende Daten in Bezug auf die 20 jüngsten
           Kontrollen:
           — Datum und Uhrzeit der Kontrolle,
           — Kontrollkartennummer und ausstellender Mitgliedstaat,
           — Art der Kontrolle (Anzeigen und/oder Drucken und/oder Herunterladen von der Fahrzeugeinheit und/oder Herunter-
               laden von der Karte).
   103     Beim Herunterladen sind zudem die ältesten und die jüngsten heruntergeladenen Tage aufzuzeichnen.
           12.13 Unternehmenssperrdaten
   104     Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher folgende Daten in Bezug auf die 20 jüngsten
           Unternehmenssperren:
           — Sperrung (Lock-in) — Datum und Uhrzeit,
           — Entsperrung (Lock-out) — Datum und Uhrzeit,
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/21
          — Unternehmenskartennummer und ausstellender Mitgliedstaat,
          — Name und Anschrift des Unternehmens.
          12.14 Erfassen des Herunterladens
   105    Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher in Bezug auf das letzte Herunterladen vom
          Massenspeicher auf externe Datenträger in den Betriebsarten Unternehmen oder Kalibrierung folgende Daten:
          — Datum und Uhrzeit des Herunterladens,
          — Unternehmens- oder Werkstattkartennummer und ausstellender Mitgliedstaat,
          — Name des Unternehmens oder der Werkstatt.
          12.15 Daten zu spezifischen Bedingungen
   105a   Das Kontrollgerät registriert und speichert in seinem Massenspeicher folgende Daten in Bezug auf spezifische Bedin-
          gungen:
          — Datum und Uhrzeit des Eintrags,
          — Art der spezifischen Bedingung.
   105b   Die Speicherdauer der Daten zu spezifischen Bedingungen im Massenspeicher muss mindestens 365 Tage betragen
          können (unter der Annahme, dass pro Tag eine Bedingung ein- und ausgeschaltet wird). Ist die Speicherkapazität
          erschöpft, werden die ältesten Daten durch neue überschrieben.
          13. Auslesen von Daten aus Fahrtenschreiberkarten
   106    Das Kontrollgerät muss aus Fahrtenschreiberkarten die erforderlichen Daten
          — zur Identifizierung der Kartenart, des Karteninhabers, des zuvor genutzten Fahrzeugs, des Datums und der Uhrzeit
              der letzten Kartenentnahme und der zu jenem Zeitpunkt gewählten Tätigkeit,
          — zur Kontrolle des korrekten Abschlusses des letzten Kartenvorgangs,
          — zur Berechnung der ununterbrochenen Lenkzeit, der kumulativen Pausenzeit und der kumulierten Lenkzeit für die
              vorangegangene und für die laufende Woche,
          — zur Anfertigung von Ausdrucken von auf einer Fahrerkarte aufgezeichneten Daten,
          — zum Herunterladen einer Fahrerkarte auf externe Datenträger
          auslesen können.
   107    Bei einem Lesefehler verwendet das Kontrollgerät maximal dreimal erneut den gleichen Lesebefehl. Schlagen alle Ver-
          suche fehl, wird die Karte für fehlerhaft und ungültig erklärt.
          14. Aufzeichnung und Speicherung von Daten auf Fahrtenschreiberkarten
   108    Sofort nach dem Einstecken der Karte stellt das Kontrollgerät die ,Kartenvorgangsdaten‘ auf der Fahrer- oder Werkstatt-
          karte ein.
   109    Das Kontrollgerät aktualisiert die auf gültigen Fahrer-, Werkstatt- und/oder Kontrollkarten gespeicherten Daten mit
          sämtlichen erforderlichen Daten, die für den Karteninhaber und für den Zeitraum, in dem die Karte eingesteckt ist,
          relevant sind. Die auf diesen Karten gespeicherten Daten sind in Kapitel IV spezifiziert.
   109a   Das Kontrollgerät aktualisiert die auf gültigen Fahrer- und Werkstattkarten gespeicherten Fahrertätigkeits- und Ortsdaten
          (gemäß Kapitel IV.5.2.5 und 5.2.6) mit Tätigkeits- und Ortsdaten, die vom Karteninhaber manuell eingegeben werden.
   110    Die Aktualisierung der Fahrtenschreiberkarten erfolgt so, dass bei Bedarf und unter Berücksichtigung der Speicher-
          kapazität der Karte die jeweils ältesten Daten durch die jüngsten Daten ersetzt werden.
   111    Bei einem Schreibfehler verwendet das Kontrollgerät maximal dreimal erneut den gleichen Schreibbefehl. Schlagen alle
          Versuche fehl, wird die Karte für fehlerhaft und ungültig erklärt.
 ---pagebreak--- C 126 E/22          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
   112     Vor der Entnahme einer Fahrerkarte und nach Speicherung aller relevanten Daten auf der Karte setzt das Kontrollgerät
           alle ,Kartenvorgangsdaten‘ zurück.
           15. Anzeige
   113     Die Anzeige enthält mindestens 20 Zeichen.
   114     Die Mindesthöhe der Zeichen beträgt 5 mm und die Mindestbreite 3,5 mm.
   114a    Die Anzeige unterstützt die Zeichensätze Latin-1 und Griechisch gemäß ISO 8859, Teil 1 und 7, spezifiziert in Anlage 1
           Kapitel 4 ,Zeichensätze‘. Die Anzeige kann vereinfachte Glyphen verwenden (z. B. können mit Akzent versehene
           Zeichen ohne Akzent oder Kleinbuchstaben als Großbuchstaben dargestellt werden).
   115     Die Anzeige ist mit einer blendfreien Beleuchtung auszustatten.
   116     Die in der Anzeige dargestellten Zeichen müssen von außerhalb des Kontrollgeräts gut sichtbar sein.
   117     Vom Kontrollgerät müssen folgende Daten angezeigt werden können:
           — Standarddaten,
           — Warndaten,
           — Menüzugangsdaten,
           — andere von einem Benutzer angeforderte Daten.
           Vom Kontrollgerät können zusätzliche Informationen angezeigt werden, sofern sie von den vorstehend verlangten
           Informationen deutlich unterscheidbar sind.
   118     Die Anzeige des Kontrollgeräts verwendet die in Anlage 3 aufgeführten Piktogramme oder Piktogrammkombinationen.
           Es können auch zusätzliche Piktogramme oder Kombinationen angezeigt werden, sofern sie sich deutlich von den
           genannten Piktogrammen und Kombinationen unterscheiden.
   119     Die Anzeige muss sich bei fahrendem Fahrzeug stets im eingeschalteten Zustand befinden.
   120     Das Kontrollgerät kann eine manuelle oder automatische Abschaltvorrichtung für die Anzeige aufweisen, wenn sich das
           Fahrzeug nicht in Fahrt befindet.
           Das Anzeigeformat ist in Anlage 5 spezifiziert.
           15.1 Standardanzeige
   121     Wenn keine anderen Informationen angezeigt werden müssen, sind vom Kontrollgerät standardmäßig folgende Angaben
           anzuzeigen:
           — die Ortszeit (UTC + Einstellung durch den Fahrer),
           — die Betriebsart,
           — die derzeitige Tätigkeit des Fahrers und die derzeitige Tätigkeit des zweiten Fahrers,
           — Informationen zum Fahrer:
                — bei derzeitiger Tätigkeit LENKEN: aktuelle ununterbrochene Lenkzeit und aktuelle kumulative Pausenzeit,
                — derzeitige Tätigkeit nicht LENKEN: aktuelle Dauer der anderen Tätigkeit (seit der Auswahl) und aktuelle kumu-
                    lative Pausenzeit,
           — Informationen zum zweiten Fahrer:
                — aktuelle Dauer seiner Tätigkeit (seit der Auswahl).
   122     Die Anzeige von Daten zu den Fahrern muss klar, deutlich und eindeutig sein. Lassen sich Fahrer- und Zweitfahrer-
           informationen nicht gleichzeitig anzeigen, zeigt das Kontrollgerät standardmäßig die Informationen zum Fahrer und
           ermöglicht dem Benutzer, auf die Anzeige der Informationen zum zweiten Fahrer umzuschalten.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             C 126 E/23
   123    Lässt die Anzeigebreite eine ständige Anzeige der Betriebsart nicht zu, zeigt das Kontrollgerät bei Betriebsartwechsel die
          neue Betriebsart kurz an.
   124    Beim Einstecken der Karte wird der Name des Karteninhabers kurz angezeigt.
   124a   Ist die Bedingung ,KONTROLLGERÄT NICHT ERFORDERLICH‘ eingeschaltet, muss die Standardanzeige das entspre-
          chende Piktogramm aufweisen (es ist zulässig, dass die aktuelle Fahrertätigkeit nicht gleichzeitig angezeigt wird).
          15.2 Warnanzeige
   125    Das Kontrollgerät zeigt Warninformationen vorrangig unter Verwendung der Piktogramme gemäß Anlage 3 an, die
          gegebenenfalls durch zahlencodierte Informationen ergänzt werden. Darüber hinaus kann zusätzlich eine textliche
          Beschreibung der Warnung in der Muttersprache des Fahrers erfolgen.
          15.3 Menübedienung
   126    Das Kontrollgerät stellt die erforderlichen Befehle über eine geeignete Menüstruktur bereit.
          15.4 Sonstige Anzeigen
   127    Nach Bedarf müssen sich folgende Anzeigen auswählen lassen:
          — Datum und Uhrzeit in UTC,
          — Betriebsart (wenn nicht ständig angezeigt),
          — ununterbrochene Lenkzeit und kumulative Pausenzeit des Fahrers,
          — ununterbrochene Lenkzeit und kumulative Pausenzeit des zweiten Fahrers,
          — kumulierte Lenkzeit des Fahrers für die Vorwoche und die laufende Woche,
          — kumulierte Lenkzeit des zweiten Fahrers für die Vorwoche und die laufende Woche,
          — der Inhalt der sechs Ausdrucke im gleichen Format wie die Ausdrucke selbst.
   128    Die Anzeige des Ausdruckinhalts erfolgt sequentiell, Zeile für Zeile. Beträgt die Anzeigebreite weniger als 24 Zeichen,
          erhält der Benutzer die vollständige Information durch ein geeignetes Mittel (mehrere Zeilen, Rollen usw.). Für hand-
          schriftliche Einträge vorgesehene Ausdruckzeilen brauchen nicht angezeigt zu werden.
          16. Drucken
   129    Das Kontrollgerät muss Informationen aus seinem Massenspeicher und/oder von Fahrtenschreiberkarten anhand der
          folgenden sechs Ausdrucke drucken können:
          — täglicher Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Karte,
          — täglicher Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Fahrzeugeinheit,
          — Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Karte,
          — Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Fahrzeugeinheit,
          — Ausdruck Technische Daten,
          — Ausdruck Geschwindigkeitsüberschreitung.
          Genaue Angaben zu Format und Inhalt dieser Ausdrucke sind in Anlage 4 enthalten.
          Am Ende der Ausdrucke können zusätzliche Daten bereitgestellt werden.
          Vom Kontrollgerät können auch zusätzliche Ausdrucke bereitgestellt werden, sofern sie von den vorgenannten sechs
          Ausdrucken deutlich unterscheidbar sind.
   130    Der ,tägliche Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Karte‘ und der ,Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Karte‘
          dürfen verfügbar sein, wenn eine Fahrerkarte oder eine Werkstattkarte in das Kontrollgerät eingesetzt sind. Das Kontroll-
          gerät muss die auf der betreffenden Karten gespeicherten Daten vor Beginn des Ausdrucks aktualisieren.
 ---pagebreak--- C 126 E/24          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   131     Zur Herstellung des ,täglichen Ausdrucks Fahrertätigkeiten von der Karte‘ und des ,Ausdrucks Ereignisse und Störungen
           von der Karte‘
           — wählt das Kontrollgerät entweder automatisch die Fahrerkarte oder die Werkstattkarte, wenn nur eine dieser Karten
                eingesetzt ist,
           — oder ermöglicht einen Befehl zur Auswahl der Quellenkarte oder zur Auswahl der Karte im Fahrersteckplatz, wenn
                beide Kartenarten im Kontrollgerät eingesetzt sind.
   132     Der Drucker muss 24 Zeichen pro Zeile drucken können.
   133     Die Mindesthöhe der Zeichen beträgt 2,1 mm und die Mindestbreite 1,5 mm.
   133a    Der Drucker unterstützt die Zeichensätze Latin-1 und Griechisch gemäß ISO 8859, Teil 1 und 7, spezifiziert in Anlage 1
           Kapitel 4 ,Zeichensätze‘.
   134     Drucker müssen von ihrer Auslegung her diese Ausdrucke mit einem Auflösungsniveau liefern, das Missverständnisse
           beim Lesen ausschließt.
   135     Die Abmessungen der Ausdrucke und die Eintragungen auf den Ausdrucken dürfen unter normalen Feuchtigkeits- (10
           bis 90 %) und Temperaturbedingungen keinerlei Veränderungen unterliegen.
   136     Auf dem vom Kontrollgerät verwendeten Papier sind das Prüfzeichen und der Typ/die Typen des Kontrollgeräts
           anzugeben, mit denen es eingesetzt werden kann. Die Ausdrucke müssen unter normalen Aufbewahrungsbedingungen
           hinsichtlich Lichtintensität, Feuchtigkeit und Temperatur mindestens ein Jahr lang deutlich lesbar und identifizierbar
           bleiben.
   137     Es muss möglich sein, auf diesen Ausdrucken zusätzliche manuelle Eintragungen wie die Unterschrift des Fahrers
           vorzunehmen.
   138     Tritt während des Druckens das Ereignis ,Kein Papier‘ auf, startet das Kontrollgerät nach dem Nachladen des Papiers den
           Druckvorgang vom Anfang des Ausdrucks oder setzt den Druck fort, wobei ein eindeutiger Hinweis auf den zuvor
           gedruckten Teil erfolgt.
           17. Warnungen
   139     Bei Feststellung eines Ereignisses und/oder einer Störung erhält der Fahrer vom Kontrollgerät ein Warnsignal.
   140     Die Warnung für das Ereignis Unterbrechung der Stromversorgung kann bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung
           aufgeschoben werden.
   141     Das Kontrollgerät warnt den Fahrer 15 Minuten vor dem Zeitpunkt sowie zum Zeitpunkt der Überschreitung von 4 Std.
           30 Min. ununterbrochener Lenkzeit.
   142     Die Warnungen erfolgen optisch. Zusätzlich zu optischen können auch akustische Warnsignale abgegeben werden.
   143     Optische Warnungen müssen für den Benutzer eindeutig erkennbar sein, sich im Sichtfeld des Fahrers befinden und
           sowohl am Tage als auch in der Nacht deutlich lesbar sein.
   144     Optische Warnungen können in das Kontrollgerät eingebaut oder gerätefern installiert sein.
   145     Im letzteren Fall erfolgt die Kennzeichnung mit einem ,T‘-Symbol und in der Farbe gelb oder orange.
   146     Die Warnsignale haben eine Dauer von mindestens 30 Sekunden, sofern sie nicht vom Benutzer durch Betätigen einer
           Taste am Kontrollgerät bestätigt werden. Mit dieser ersten Bestätigung darf die im nächsten Absatz angeführte Anzeige
           des Grundes für die Warnung nicht gelöscht werden.
   147     Der Grund für die Warnung wird am Kontrollgerät angezeigt und bleibt so lange sichtbar, bis der Benutzer ihn mit einer
           bestimmten Taste oder mit einem bestimmten Befehl über das Kontrollgerät bestätigt.
   148     Es können zusätzliche Warnsignale abgegeben werden, solange sie bei den Fahrern zu keinen Verwechslungen mit den
           vorstehend festgelegten Warnsignalen führen.
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          18. Herunterladen von Daten auf externe Datenträger
   149    Das Kontrollgerät muss bei Bedarf über den Anschluss zum Kalibrieren/Herunterladen Daten aus seinem Massenspeicher
          oder von einer Fahrerkarte an externe Speichermedien herunterladen können. Das Kontrollgerät muss die auf der
          betreffenden Karte gespeicherten Daten vor Beginn des Ausdrucks aktualisieren.
   150    Zusätzlich und als optionales Leistungsmerkmal kann das Kontrollgerät in jeder Betriebsart Daten über einen anderen
          Anschluss an ein über diesen Anschluss authentisiertes Unternehmen herunterladen. In diesem Fall gelten für das
          Herunterladen die Datenzugriffsrechte der Betriebsart Unternehmen.
   151    Beim Herunterladen dürfen gespeicherte Daten weder verändert noch gelöscht werden.
          Die elektrische Schnittstelle des Anschlusses zum Kalibrieren/Herunterladen ist in Anlage 6 spezifiziert.
          Die Protokolle zum Herunterladen sind in Anlage 7 spezifiziert.
          19. Datenausgabe an externe Zusatzgeräte
   152    Wenn am Kontrollgerät keine Funktion für die Anzeige der Geschwindigkeit und/oder des Kilometerstands gegeben ist,
          stellt das Kontrollgerät (ein) Ausgangssignal(e) für die Anzeige der Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder für die vom
          Fahrzeug insgesamt zurückgelegte Wegstrecke zur Verfügung.
   153    Die Fahrzeugeinheit muss darüber hinaus zur Ausgabe der folgenden Daten über eine geeignete dedizierte serielle
          Verbindung unabhängig von einer optionalen CAN-Busverbindung (ISO 11898 Straßenfahrzeuge — Austausch digitaler
          Informationen — Controller Area Network (CAN) für hohe Übertragungsraten) können, so dass deren Verarbeitung
          durch andere im Fahrzeug installierte elektronische Geräte möglich ist:
          — aktuelle(s) Datum und Uhrzeit in UTC,
          — Fahrzeuggeschwindigkeit,
          — Kilometerstand,
          — zur Zeit gewählte Tätigkeit des Fahrers und des zweiten Fahrers,
          — Information, ob im Steckplatz des Fahrers oder des zweiten Fahrers zur Zeit eine Karte eingesteckt ist und
               (gegebenenfalls) Informationen über die entsprechende Kartenkennung (Kartennummer und ausstellender Mitglied-
               staat).
          Über diese Minimalliste hinaus können noch weitere Daten ausgegeben werden.
          Bei eingeschalteter Zündung werden diese Daten ständig ausgesendet. Ist die Zündung ausgeschaltet, ruft zumindest ein
          Tätigkeitswechsel des Fahrers oder des zweiten Fahrers und/oder das Einstecken oder die Entnahme einer Fahrten-
          schreiberkarte eine Datenausgabe hervor. Wurden Daten bei ausgeschalteter Zündung zurückgehalten, so werden diese
          Daten sofort nach Einschalten der Zündung bereitgestellt.
          20. Kalibrierung
   154    Die Kalibrierungsfunktion gestattet folgende Vorgänge:
          — automatische Koppelung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers mit der Fahrzeugeinheit,
          — digitale Angleichung der Konstante des Kontrollgeräts (k) an die Wegdrehzahl des Fahrzeugs (w) (Kraftfahrzeuge mit
               mehreren Hinterachsuntersetzungen müssen mit einer Umschalteinrichtung ausgerüstet sein, durch die die verschie-
               denen Untersetzungsverhältnisse automatisch auf die Wegdrehzahl gebracht werden, für die das Gerät auf das
               Fahrzeug abgestimmt wurde),
          — Einstellung (ohne Beschränkung) der aktuellen Zeit,
          — Einstellung des aktuellen Kilometerstands,
          — Aktualisierung der im Massenspeicher gespeicherten Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers,
          — Aktualisierung oder Bestätigung anderer dem Kontrollgerät bekannten Parameter: Fahrzeugkennung, Wegdrehzahl
               (w), Reifenumgang (l), Reifengröße und gegebenenfalls Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers.
 ---pagebreak--- C 126 E/26           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   155     Die Kopplung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers mit der Fahrzeugeinheit besteht mindestens
           — in der Aktualisierung der vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gespeicherten Installationsdaten (nach Bedarf),
           — im Kopieren erforderlicher Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers von diesem in den Massenspei-
                cher der Fahrzeugeinheit.
   156     Mit der Kalibrierungsfunktion muss es möglich sein, die erforderlichen Daten über den Anschluss zum Kalibrieren/
           Herunterladen gemäß dem in Anlage 8 festgelegten Kalibrierungsprotokoll einzugeben. Die Eingabe von Daten durch die
           Kalibrierungsfunktion kann auch über andere Anschlüsse erfolgen.
           21. Zeiteinstellung
   157     Die Funktion Zeiteinstellung ermöglicht im Abstand von mindestens 7 Tagen eine Anpassung der aktuellen Uhrzeit um
           höchstens 1 Minute.
   158     In der Betriebsart Kalibrierung ist mit der Funktion Zeiteinstellung eine Anpassung der aktuellen Uhrzeit ohne Ein-
           schränkung möglich.
           22. Leistungsmerkmale
   159     Die Fahrzeugeinheit muss im Temperaturbereich von – 20 °C bis 70 °C, und der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
           im Temperaturbereich von – 40 °C bis 135 °C voll einsatzbereit sein. Der Inhalt des Massenspeichers muss bis zu
           Temperaturen von – 40 °C erhalten bleiben.
   160     Das Kontrollgerät muss bei einer Luftfeuchtigkeit von 10 bis 90 % voll einsatzbereit sein.
   161     Das Kontrollgerät muss gegen Überspannung, Falschpolung der Stromversorgung und Kurzschluss geschützt sein.
   162     Das Kontrollgerät muss hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit der Richtlinie 95/54/EG der Kommission (1)
           zur Anpassung der Richtlinie 72/245/EWG des Rates entsprechen und gegen elektrostatische Entladungen und Stör-
           größen geschützt sein.
           23. Werkstoffe
   163     Alle Bauteile des Kontrollgeräts müssen aus Werkstoffen mit hinreichender Stabilität und mechanischer Festigkeit sowie
           mit elektrischer und magnetischer Stabilität bestehen.
   164     Zur Gewährleistung normaler Betriebsbedingungen müssen alle Teile des Geräts gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt
           sein.
   165     Die Fahrzeugeinheit muss den Schutzgrad IP 40 und der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber den Schutzgrad IP 64
           gemäß Norm IEC 529 erfüllen.
   166     Das Kontrollgerät muss den geltenden technischen Spezifikationen hinsichtlich der ergonomischen Gestaltung genügen.
   167     Das Kontrollgerät muss gegen unbeabsichtigte Beschädigungen geschützt sein.
           24. Markierungen
   168     Sind am Kontrollgerät Kilometerstand und Geschwindigkeit ablesbar, müssen in der Anzeige folgende Angaben erschei-
           nen:
           — in der Nähe der Zahl, die die zurückgelegte Wegstrecke anzeigt, die Maßeinheit der zurückgelegten Wegstrecken mit
                der Abkürzung ,km‘
           (1) ABl. L 266 vom 8.11.1995, S. 1.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/27
          — in der Nähe der Zahl, die die Geschwindigkeit anzeigt, die Abkürzung ,km/h‘.
          Kann das Kontrollgerät auch auf eine Geschwindigkeitsanzeige in Meilen pro Stunde umgeschaltet werden; wird in
          diesem Fall als Maßeinheit der zurückgelegten Wegstrecke die Abkürzung ,mph‘ angezeigt.
   169    An jeder gesonderten Komponente des Kontrollgeräts ist ein Typenschild mit folgenden Angaben anzubringen:
          — Name und Anschrift des Herstellers,
          — Teilnummer und Baujahr,
          — Seriennummer des Geräts,
          — Prüfzeichen des Kontrollgerätetyps.
   170    Reicht der Platz für alle genannten Angaben nicht aus, muss das Typenschild mindestens folgende Angaben enthalten:
          Name oder Logo des Herstellers und Teilnummer des Kontrollgeräts.
                          IV. BAUART- UND KONSTRUKTIONSMERKMALE DER FAHRTENSCHREIBERKARTEN
          1. Sichtbare Daten
          Die Vorderseite enthält:
   171    je nach Kartentyp die großgedruckten Wörter ,Fahrerkarte‘ oder ,Kontrollkarte‘ oder ,Werkstattkarte‘ oder ,Unterneh-
          menskarte‘ in der Sprache bzw. den Sprachen des ausstellenden Mitgliedstaats;
   172    die gleichen Wörter in den anderen Gemeinschaftssprachen, und zwar so gedruckt, dass sie den Hintergrund der Karte
          bilden:
          ES      TARJETA DEL                 TARJETA DE CONTROL           TARJETA DEL CENTRO      TARJETA DE LA
                  CONDUCTOR                                                DE ENSAYO               EMPRESA
          DK      FØRERKORT                   KONTROLKORT                  VÆRKSTEDSKORT           VIRKSOMHEDSKORT
          DE      FAHRERKARTE                 KONTROLLKARTE                WERKSTATTKARTE          UNTERNEHMENSKARTE
          EL      ΚΑΡΤΑ Ο∆ΗΟΥ                 ΚΑΡΤΑ ΕΛΕΓΧΟΥ                ΚΑΡΤΑ ΚΕΝΤΡΟΥ           ΚΑΡΤΑ ΕΠΙΧΕΙΡΗΣΗΣ
                                                                           ∆ΟΚΙΜΩΝ
          EN      DRIVER CARD                 CONTROL CARD                 WORKSHOP CARD           COMPANY CARD
          FR      CARTE DE                    CARTE DE                     CARTE D'ATELIER         CARTE D'ENTREPRISE
                  CONDUCTEUR                  CONTROLEUR
          GA      CÁRTA TIOMÁNAÍ              CÁRTA STIÚRTHA               CÁRTA CEARDLAINNE       CÁRTA COMHLACHTA
          IT      CARTA DEL                   CARTA DI CONTROLLO           CARTA DEL CENTRO DI     CARTA DELL'AZIENDA
                  CONDUCENTE                                               PROVA
          NL      BESTUURDERS KAART           CONTROLEKAART                CONTROLESTATION         BEDRIJFSKAART
                                                                           KAART
          PT      CARTÃO DE                   CARTÃO DE                    CARTÃO DO CENTRO        CARTÃO DE EMPRESA
                  CONDUTOR                    CONTROLO                     DE ENSAIO
          FIN     KULJETTAJA          KORT-   VALVONTA KORTILLA            TESTAUSASEMA            YRITYSKORTILLA
                  TILLA                                                    KORTILLA
          SV      FÖRARKORT                   KONTROLLKORT                 VERKSTADSKORT           FÖRETAGSKORT
   173    den Namen des Mitgliedstaats, der die Karte ausstellt (fakultativ);
 ---pagebreak--- C 126 E/28          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   174     das Unterscheidungszeichen des ausstellenden Mitgliedstaats im Negativdruck in einem blauen Rechteck, umgeben von
           zwölf gelben Sternen:
           B       Belgien
           DK      Dänemark
           D       Deutschland
           GR      Griechenland
           E       Spanien
           F       Frankreich
           IRL     Irland
           I       Italien
           L       Luxemburg
           NL      Niederlande
           A       Österreich
           P       Portugal
           FIN     Finnland
           S       Schweden
           UK      Vereinigtes Königreich
   175     wie folgt nummerierte Angaben zu der ausgestellten Karte:
                                 Fahrerkarte                          Kontrollkarte               Unternehmens- oder Werkstattkarte
           1.               Name des Fahrers                   Name der Kontrollstelle           Name des Unternehmens oder der
                                                                                                              Werkstatt
           2.                   Vorname(n)                      Name des Kontrolleurs                Name des Karteninhabers
                                                                  (wenn zutreffend)                       (wenn zutreffend)
           3.                 Geburtsdatum                   Vorname(n) des Kontrolleurs          Vorname(n) des Karteninhabers
                                                                  (wenn zutreffend)                       (wenn zutreffend)
           4.(a)                                                       Gültig ab
              (b)                                                      Gültig bis
              (c)                             Ausstellende Behörde (kann auf Seite 2 angegeben werden)
              (d)                   eine andere als unter 5. genannte Nummer für Verwaltungszwecke (fakultativ)
           5.(a)         Führerscheinnummer (am                           —                                       —
                     Ausstellungstag der Fahrerkarte)
           5.(b)                                                    Kartennummer
           6.              Lichtbild des Fahrers              Lichtbild des Kontrolleurs                          —
                                                                      (fakultativ)
           7.             Unterschrift des Fahrers                           Unterschrift des Inhabers (fakultativ)
           8.          Wohnort oder Anschrift des             Anschrift der Kontrollstelle       Anschrift des Unternehmens oder
                           Inhabers (fakultativ)                                                            der Werkstatt
   176     Die zu verwendende Datumsform ist ,TT/MM/JJJJ‘ oder ,TT.MM.JJJJ‘ (Tag, Monat, Jahr).
           Die Rückseite enthält:
   177     eine Erläuterung zu den nummerierten Angaben auf der Vorderseite der Karte;
   178     gegebenenfalls und mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Inhabers Angaben, die nicht mit der Verwaltung
           der Fahrerkarte im Zusammenhang stehen; jede Erschwerung der Verwendung des Modells als Fahrerkarte durch
           derartige Zusätze ist auszuschließen.
 ---pagebreak--- 28.5.2002        DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     C 126 E/29
   179    Die Fahrtenschreiberkarten werden mit folgender Hintergrundfarbe gedruckt:
          — Fahrerkarte: weiß,
          — Kontrollkarte: blau,
          — Werkstattkarte: rot,
          — Unternehmenskarte: gelb.
   180    Zum Schutz vor Fälschung und unbefugten Änderungen weisen die Fahrtenschreiberkarten mindestens folgende Merk-
          male auf:
          — ein Sicherheitshintergrunddesign mit feingemustertem Guillochen und Irisdruck,
          — im Bereich des Lichtbilds eine Überlappung des Sicherheitshintergrunddesigns mit dem Lichtbild,
          — mindestens eine zweifarbige Mikrodruckzeile.
 ---pagebreak--- C 126 E/30           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   181     Die Mitgliedstaaten können nach Beratung mit der Kommission unbeschadet der übrigen Bestimmungen dieses Anhangs
           Farben oder Markierungen wie Staatssymbole oder Sicherheitsmerkmale hinzufügen.
           2. Sicherheit
           Ziel der Systemsicherheit ist der Schutz der Integrität und Authentizität der zwischen den Karten und dem Kontrollgerät
           ausgetauschten Daten und der von den Karten heruntergeladenen Daten, die Zulassung bestimmter Schreibvorgänge auf
           die Karten nur für das Kontrollgerät, der Ausschluss jeder Möglichkeit einer Fälschung der auf den Karten gespeicherten
           Daten, die Verhinderung unbefugter Änderungen sowie die Feststellung jeglicher Versuche dieser Art.
   182     Zur Gewährleistung der Systemsicherheit müssen die Fahrtenschreiberkarten die in den allgemeinen Sicherheitsvorgaben
           für Fahrtenschreiberkarten (Anlage 10) festgelegten Anforderungen erfüllen.
   183     Fahrtenschreiberkarten müssen mit anderen Geräten, wie z. B. Personalcomputern, lesbar sein.
           3. Normen
   184     Die Fahrtenschreiberkarten müssen den folgenden Normen entsprechen:
           — ISO/IEC 7810 Identifikationskarten — Physikalische Eigenschaften,
           — ISO/IEC 7816 Identifikationskarten — Chipkarten mit Kontakten:
                — Teil 1: Physikalische Eigenschaften,
                — Teil 2: Abmessungen und Lokalisierung der Kontakte,
                — Teil 3: Elektronische Eigenschaften und Protokolle zum Herunterladen,
                — Teil 4: Interindustrielle Kommandos,
                — Teil 8: Interindustrielle sicherheitsbezogene Kommandos,
           — ISO/IEC 10373 Identifikationskarten; Prüfverfahren.
           4. Spezifikationen für Umgebung und Elektrizität
   185     Die Fahrtenschreiberkarten müssen unter allen klimatischen Bedingungen, die im Gebiet der Gemeinschaft gewöhnlich
           anzutreffen sind, ordnungsgemäß funktionieren können, mindestens im Temperaturbereich – 25 °C bis + 70 °C mit
           gelegentlichen Spitzen bis zu + 85 °C , wobei ,gelegentlich‘ jeweils nicht mehr als 4 Stunden und nicht mehr als 100mal
           während der Lebensdauer der Karte bedeutet.
   186     Die Fahrtenschreiberkarten müssen bei einer Luftfeuchtigkeit von 10 bis 90 % ordnungsgemäß funktionieren können.
   187     Die Fahrtenschreiberkarten müssen bei Verwendung gemäß den Spezifikationen für Umgebung und Elektrizität während
           einer Dauer von fünf Jahren ordnungsgemäß funktionieren können.
   188     Während des Betriebs müssen die Fahrtenschreiberkarten hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit der Richt-
           linie 95/54/EG der Kommission vom 31. Oktober 1995 (1) entsprechen und gegen elektrostatische Entladungen ge-
           schützt sein.
           5. Datenspeicherung
           Im Sinne dieses Absatzes
           — erfolgt die Zeitaufzeichnung auf eine Minute genau, sofern nicht anders angegeben,
           — erfolgt die Aufzeichnung des Kilometerstands auf einen Kilometer genau,
           — erfolgt die Geschwindigkeitsaufzeichnung auf 1 km/h genau.
           Die Funktionen, Befehle und logischen Strukturen der Fahrtenschreiberkarten, die der Erfüllung von Anforderungen zur
           Datenspeicherung dienen, sind in Anlage 2 spezifiziert.
           (1) ABl. L 266 vom 8.11.1995, S. 1.
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   189    In diesem Absatz ist die Mindestspeicherkapazität für die verschiedenen Anwendungsdaten festgelegt. Die Fahrtenschrei-
          berkarten müssen dem Kontrollgerät die tatsächliche Speicherkapazität dieser Dateien anzeigen können.
          Alle zusätzlichen auf Fahrtenschreiberkarten gespeicherten Daten in Bezug auf andere Anwendungen, für die die Karte
          sonst noch vorgesehen ist, müssen gemäß der Richtlinie 95/46/EG gespeichert werden (1).
          5.1 Kenn- und Sicherheitsdaten der Karte
          5.1.1 Anwendungskennung
   190    Die Fahrtenschreiberkarten müssen die folgenden Anwendungskenndaten speichern können:
          — Kennummer der Fahrtenschreiberanwendung,
          — Fahrtenschreiberkartenartkennung.
          5.1.2 Chipkennung
   191    Die Fahrtenschreiberkarten müssen die folgenden Kenndaten des integrierten Schaltkreises (IS) speichern können:
          — IS-Seriennummer,
          — IS-Fertigungsangaben.
          5.1.3 IS-Kartenkennung
   192    Die Fahrtenschreiberkarten müssen die folgenden Chipkartenkenndaten speichern können:
          — Seriennummer der Karte (einschl. Fertigungsangaben),
          — Bauartgenehmigungsnummer der Karte
          — Kennung der Karten-Personalisierung (ID),
          — Kartenhersteller-ID,
          — IS-Bezeichner.
          5.1.4 Sicherheitselemente
   193    Die Fahrtenschreiberkarten müssen die folgenden Sicherheitselementdaten speichern können:
          — europäischer öffentlicher Schlüssel,
          — Mitgliedstaatzertifikat,
          — Kartenzertifikat,
          — privater Schlüssel der Karte.
          5.2 Fahrerkarte
          5.2.1 Kartenkennung
   194    Die Fahrerkarte muss die folgenden Kartenkenndaten speichern können:
          — Kartennummer,
          — ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum
          — gültig ab, gültig bis.
          5.2.2 Karteninhaberkennung
   195    Die Fahrerkarte muss die folgenden Karteninhaberkenndaten speichern können:
          — Name des Inhabers,
          — Vorname(n) des Inhabers,
          (1) ABl. L 281 vom 23.11.1995, S. 31.
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           — Geburtsdatum,
           — Muttersprache.
           5.2.3 Führerscheininformationen
   196     Die Fahrerkarte muss die folgenden Führerscheindaten speichern können:
           — ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde,
           — Führerscheinnummer (am Tag der Ausstellung der Karte).
           5.2.4 Daten zu gefahrenen Fahrzeugen
   197     Die Fahrerkarte muss für jeden Kalendertag, an dem die sie benutzt wurde, sowie für jeden Betriebszeitraum eines
           Fahrzeugs an diesem Tag (ein Betriebszeitraum umfasst alle aufeinanderfolgenden Einsteck-/Entnahmevorgänge der Karte
           in dem Fahrzeug im Hinblick auf diese Karte) die folgenden Daten speichern können:
           — Datum und Uhrzeit des ersten Einsatzes des Fahrzeugs (d. h. erstes Karteneinstecken für diesen Betriebszeitraum des
               Fahrzeugs oder 0.00 Uhr, wenn der Betriebszeitraum zu diesem Zeitpunkt andauert),
           — Kilometerstand zu diesem Zeitpunkt,
           — Datum und Uhrzeit des letzten Einsatzes des Fahrzeugs (d. h. letzte Kartenentnahme für diesen Betriebszeitraum des
               Fahrzeugs oder 23.59 Uhr, wenn der Betriebszeitraum zu jenem Zeitpunkt andauert),
           — Kilometerstand zu diesem Zeitpunk,
           — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat.
   198     Die Fahrerkarte muss mindestens 84 derartige Datensätze speichern können.
           5.2.5 Fahrertätigkeitsdaten
   199     Die Fahrerkarte muss für jeden Kalendertag, an dem sie benutzt wurde oder für den der Fahrer manuell Tätigkeiten
           eingegeben hat, die folgenden Daten speichern können:
           — Datum,
           — Tagesanwesenheitszähler (wird für jeden dieser Kalendertage um den Wert Eins erhöht),
           — die vom Fahrer an diesem Tag zurückgelegte Gesamtwegstrecke,
           — den Fahrerstatus um 00.00 Uhr,
           — jedes Mal, wenn der Fahrer die Tätigkeit gewechselt und/oder den Status der Fahrzeugführung verändert und/oder
               seine Karte eingesteckt oder entnommen hat:
               — den Status der Fahrzeugführung (EINMANNBETRIEB, TEAM),
               — den Steckplatz (FAHRER, 2. FAHRER)
               — den Kartenstatus (EINGESTECKT, NICHT EINGESTECKT
               — die Tätigkeit (LENKEN, BEREITSCHAFT, ARBEIT, UNTERBRECHUNG/RUHE),
               — den Zeitpunkt der Veränderung.
   200     Der Speicher der Fahrerkarte muss die Fahrertätigkeitsdaten mindestens 28 Tage lang gespeichert halten können (die
           durchschnittliche Tätigkeit eines Fahrers ist mit 93 Tätigkeitsveränderungen pro Tag definiert).
   201     Die in den Randnummern 197 und 199 aufgeführten Daten werden so gespeichert, dass — auch bei zeitlichen Über-
           schneidungen — ein Abrufen der Tätigkeiten in der Reihenfolge ihres Auftretens möglich ist.
           5.2.6 Ort des Beginns und/oder des Endes des Arbeitstages
   202     Die Fahrerkarte muss die folgenden vom Fahrer eingegebenen Daten zum Ort des Beginns und/oder des Endes des
           Arbeitstages speichern können:
           — Datum und Uhrzeit der Eingabe (oder Datum/Uhrzeit bezogen auf die Eingabe, wenn diese während des manuellen
               Eingabevorgangs erfolgt),
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          — Art der Eingabe (Beginn oder Ende, Eingabebedingung),
          — eingegebene(s) Land und Region,
          — Kilometerstand.
   203    Der Speicher der Fahrerkarte muss mindestens 42 derartige Datensatzpaare gespeichert halten können.
          5.2.7 Ereignisdaten
          Im Sinne dieses Absatzes erfolgt die Zeitspeicherung auf 1 Sekunde genau.
   204    Die Fahrerkarte muss Daten in Bezug auf die folgenden, vom Kontrollgerät bei eingesteckter Karte festgestellten Ereig-
          nisse speichern können:
          — Zeitüberlappung (wenn die Karte Ursache des Ereignisses ist),
          — Einstecken der Karte während des Lenkens (wenn die Karte Gegenstand des Ereignisses ist),
          — Letzter Kartenvorgang nicht korrekt abgeschlossen (wenn die Karte Gegenstand des Ereignisses ist),
          — Unterbrechung der Stromversorgung,
          — Datenfehler Weg und Geschwindigkeit,
          — Versuch Sicherheitsverletzung.
   205    Die Fahrerkarte muss die folgenden Daten für diese Ereignisse speichern können:
          — Ereigniscode,
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns (oder der Kartenentnahme, wenn das Ereignis andauerte),
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes (oder der Kartenentnahme, wenn das Ereignis andauerte),
          — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem das Ereignis eintrat.
          Anmerkung: Für das Ereignis ,Zeitüberlappung‘:
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns müssen Datum und Uhrzeit der Kartenentnahme aus dem vorherigen
              Fahrzeug entsprechen,
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes müssen Datum und Uhrzeit des Einsteckens der Karte in das derzeitige
              Fahrzeug entsprechen,
          — Fahrzeugdaten müssen dem derzeitigen Fahrzeug entsprechen, das das Ereignis auslöst.
          Anmerkung: Für das Ereignis ,Letzter Kartenvorgang nicht korrekt abgeschlossen‘:
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns müssen Datum und Uhrzeit des Einsteckens der Karte bei dem nicht korrekt
              abgeschlossenen Vorgang entsprechen,
          — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes müssen Datum und Uhrzeit des Einsteckens der Karte bei dem Vorgang
              entsprechen, während dessen das Ereignis festgestellt wurde (derzeitiger Vorgang),
          — Fahrzeugdaten müssen dem Fahrzeug entsprechen, in dem der Vorgang nicht korrekt abgeschlossen wurde.
   206    Die Fahrerkarte muss Daten für die sechs jüngsten Ereignisse jeder Art (d. h. 36 Ereignisse) speichern können.
 ---pagebreak--- C 126 E/34         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
           5.2.8 Störungsdaten
           Im Sinne dieses Absatzes erfolgt die Zeitspeicherung auf 1 Sekunde genau.
   207     Die Fahrerkarte muss Daten in Bezug auf die folgenden, vom Kontrollgerät bei eingesteckter Karte festgestellten
           Störungen speichern können:
           — Kartenfehler (wenn die Karte Gegenstand der Störung ist),
           — Störung Kontrollgerät.
   208     Die Fahrerkarte muss die folgenden Daten für diese Störungen speichern können:
           — Störungscode,
           — Datum und Uhrzeit des Störungsbeginns (oder der Kartenentnahme, wenn die Störung andauerte),
           — Datum und Uhrzeit des Störungsendes (oder der Kartenentnahme, wenn die Störung andauerte),
           — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem die Störung eintrat.
   209     Die Fahrerkarte muss Daten für die zwölf jüngsten Störungen jeder Art (d. h. 24 Störungen) speichern können.
           5.2.9 Kontrollaktivitätsdaten
   210     Die Fahrerkarte muss in Bezug auf Kontrollaktivitäten die folgenden Daten speichern können:
           — Datum und Uhrzeit der Kontrolle,
           — Kontrollkartennummer und ausstellender Mitgliedstaat,
           — Art der Kontrolle (Anzeige, Drucken, Herunterladen von der Fahrzeugeinheit, Herunterladen von der Karte (siehe
               Anmerkung)),
           — Heruntergeladener Zeitraum beim Herunterladen,
           — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des kontrollierten Fahrzeugs.
           Anmerkung: Gemäß Sicherheitsanforderungen wird ein Herunterladen von der Karte nur aufgezeichnet, wenn dies über
           ein Kontrollgerät erfolgt.
   211     Die Fahrerkarte muss einen derartigen Datensatz gespeichert halten können.
           5.2.10 Kartenvorgangsdaten
   212     Die Fahrerkarte muss Daten in Bezug auf das Fahrzeug speichern können, in dem der laufende Vorgang eingeleitet
           wurde:
           — Datum und Uhrzeit der Einleitung des Vorgangs (d. h. Einstecken der Karte) auf 1 Sekunde genau,
           — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat.
           5.2.11 Daten zu spezifischen Bedingungen
   212a    Die Fahrerkarte muss die folgenden Daten in Bezug auf spezifische Bedingungen speichern können, die bei eingesetzter
           Karte (ungeachtet des Steckplatzes) eingegeben wurden:
           — Datum und Uhrzeit der Eingabe,
           — Art der spezifischen Bedingung.
   212b    Die Fahrerkarte muss 56 derartige Datensätze gespeichert halten können.
           5.3 Werkstattkarte
           5.3.1 Sicherheitselemente
   213     Die Werkstattkarte muss einen PIN-Code (Personal Identification Number) speichern können.
   214     Die Werkstattkarte muss die kryptografischen Schlüssel speichern können, die für die Koppelung der Weg- und/oder
           Geschwindigkeitsgeber mit den Kontrollgeräten erforderlich sind.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/35
          5.3.2 Kartenkennung
   215    Die Werkstattkarte muss die folgenden Kartenkenndaten speichern können:
          — Kartennummer,
          — ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum
          — gültig ab, gültig bis.
          5.3.3 Karteninhaberkennung
   216    Die Fahrerkarte muss die folgenden Karteninhaberkenndaten speichern können:
          — Name der Werkstatt
          — Anschrift der Werkstatt
          — Name des Inhabers,
          — Vorname(n) des Inhabers,
          — Muttersprache.
          5.3.4 Daten zu gefahrenen Fahrzeugen
   217    Die Werkstattkarte muss Datensätze zu gefahrenen Fahrzeugen so speichern können wie eine Fahrerkarte.
   218    Die Werkstattkarte muss mindestens 4 derartige Datensätze speichern können.
          5.3.5 Fahrertätigkeitsdaten
   219    Die Werkstattkarte muss Fahrertätigkeitsdaten so speichern können wie eine Fahrerkarte.
   220    Die Werkstattkarte muss Fahrertätigkeitsdaten für mindestens 1 Tag mit durchschnittlicher Tätigkeit eines Fahrers
          gespeichert halten können.
          5.3.6 Daten zum Beginn/Ende des Arbeitstages
   221    Die Werkstattkarte muss Datensätze zum Beginn/Ende des Arbeitstages so speichern können wie eine Fahrerkarte.
   222    Die Werkstattkarte muss mindestens 3 derartige Datensatzpaare gespeichert halten können.
          5.3.7 Ereignis- und Störungsdaten
   223    Die Werkstattkarte muss Ereignis- und Störungsdaten so speichern können wie eine Fahrerkarte.
   224    Die Werkstattkarte muss Daten für die drei jüngsten Ereignisse jeder Art (d. h. 18 Ereignisse) sowie die sechs jüngsten
          Störungen jeder Art (d. h. 12 Störungen) speichern können.
          5.3.8 Kontrollaktivitätsdaten
   225    Die Werkstattkarte muss einen Kontrollaktivitätsdatensatz so speichern können wie eine Fahrerkarte.
          5.3.9 Kalibrierungs- und Zeiteinstellungsdaten
   226    Die Werkstattkarte muss Datensätze zu Kalibrierungen und/oder Zeiteinstellungen gespeichert halten können, die aus-
          geführt werden, während die Karte in ein Kontrollgerät eingesetzt ist.
   227    In jedem Kalibrierungsdatensatz müssen folgende Daten enthalten sein:
          — Zweck der Kalibrierung (Ersteinbau, Einbau, regelmäßige Nachprüfung),
          — Fahrzeugkennung,
          — aktualisierte oder bestätigte Parameter (Wegdrehzahl, Kontrollgerätkonstante, tatsächlicher Reifenumfang, Reifengrö-
              ße, Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers, Kilometerstand (alt und neu), Datum und Uhrzeit (alte und neue
              Werte),
          — Kontrollgerätkennung (FE-Teilnummer, FE-Seriennummer, Seriennummer des Weg- und/oder Geschwindigkeits-
              gebers).
   228    Die Werkstattkarte muss mindestens 88 derartige Datensätze speichern können.
   229    Die Werkstattkarte führt einen Zähler, der die Gesamtzahl der mit der Karte ausgeführten Kalibrierungen angibt.
 ---pagebreak--- C 126 E/36         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   230     Die Werkstattkarte führt einen Zähler, der die Anzahl der seit dem letzten Herunterladen durchgeführten Kalibrierungen
           angibt.
           5.3.10 Daten zu spezifischen Bedingungen
   230a    Die Werkstattkarte muss Daten in Bezug auf spezifische Bedingungen so wie die Fahrerkarte speichern können. Die
           Werkstattkarte muss 2 derartige Datensätze speichern können.
           5.4 Kontrollkarte
           5.4.1 Kartenkennung
   231     Die Kontrollkarte muss die folgenden Kartenkenndaten speichern können:
           — Kartennummer,
           — ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum
           — gültig ab, gültig bis (sofern zutreffend).
           5.4.2 Karteninhaberkennung
   232     Die Kontrollkarte muss die folgenden Karteninhaberkenndaten speichern können:
           — Name der Kontrollstelle,
           — Anschrift der Kontrollstelle,
           — Name des Inhabers,
           — Vorname(n) des Inhabers,
           — Muttersprache.
           5.4.3 Kontrollaktivitätsdaten
   233     Die Kontrollkarte muss die folgenden Daten in Bezug auf Kontrollaktivitäten speichern können:
           — Datum und Uhrzeit der Kontrolle,
           — Art der Kontrolle (Anzeige, Drucken, Herunterladen von der Fahrzeugeinheit, Herunterladen von der Karte),
           — heruntergeladenerer Zeitraum (sofern zutreffend),
           — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des kontrollierten Fahrzeugs,
           — Kartennummer und ausstellender Mitgliedstaat der kontrollierten Fahrerkarte.
   234     Die Kontrollkarte muss mindestens 230 derartige Datensätze gespeichert halten können.
           5.5 Unternehmenskarte
           5.5.1 Kartenkennung
   235     Die Unternehmenskarte muss die folgenden Kartenkenndaten speichern können:
           — Kartennummer,
           — ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum
           — gültig ab, gültig bis (wenn zutreffend).
           5.5.2 Karteninhaberkennung
   236     Die Unternehmenskarte muss die folgenden Karteninhaberkenndaten speichern können:
           — Name des Unternehmens,
           — Anschrift des Unternehmens.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/37
          5.5.3 Unternehmensaktivitätsdaten
   237    Die Unternehmenskarte muss die folgenden Daten in Bezug auf Unternehmensaktivitäten speichern können:
          — Datum und Uhrzeit der Aktivität,
          — Art der Aktivität (Sperren/Entsperren der Fahrzeugeinheit, Herunterladen von der Fahrzeugeinheit, Herunterladen
              von der Karte),
          — heruntergeladenerer Zeitraum (wenn zutreffend),
          — amtliches Kennzeichen und Zulassungsbehörde des Mitgliedstaates des Fahrzeugs,
          — Kartennummer und ausstellender Mitgliedstaat (beim Herunterladen von der Karte).
   238    Die Unternehmenskarte muss mindestens 230 derartige Datensätze gespeichert halten können.
                                                   V. EINBAU DES KONTROLLGERÄTS
          1. Einbau
   239    Neue Kontrollgeräte werden in nichtaktiviertem Zustand an Installateure oder Fahrzeughersteller geliefert, wobei alle in
          Kapitel III.20 aufgeführten Kalibrierungsparameter auf geeignete und gültige Standardwerte eingestellt sind. Liegt kein
          bestimmter Wert vor, sind Buchstaben-Parameter auf Strings mit ,?‘ und numerische Parameter auf ,0‘ zu setzen.
   240    Vor seiner Aktivierung muss das Kontrollgerät den Zugang zur Kalibrierfunktion gewähren, auch wenn es sich nicht in
          der Betriebsart Kalibrierung befindet.
   241    Vor seiner Aktivierung darf das Kontrollgerät die in III.12.3 bis III.12.9 sowie III.12.12 bis III.12.14 genannten Daten
          weder aufzeichnen noch speichern.
   242    Während des Einbaus werden alle bekannten Parameter vom Fahrzeughersteller voreingestellt.
   243    Der Fahrzeughersteller oder Installateur aktiviert das eingebaute Kontrollgerät, bevor das Fahrzeug den Einbaustandort
          verlässt.
   244    Die Aktivierung des Kontrollgeräts wird durch das erstmalige Einstecken einer Werkstattkarte in eine der beiden Karten-
          schnittstellen automatisch ausgelöst.
   245    Gegebenenfalls erforderliche spezifische Koppelungsoperationen zwischen dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
          und der Fahrzeugeinheit müssen automatisch vor oder während der Aktivierung stattfinden.
   246    Nach seiner Aktivierung sorgt das Kontrollgerät für die vollständige Anwendung aller Funktionen und Datenzugriffs-
          rechte.
   247    Die Aufzeichnungs- und Speicherfunktion des Kontrollgeräts muss nach seiner Aktivierung voll wirksam sein.
   248    Nach dem Einbau erfolgt eine Kalibrierung. Bei der Erstkalibrierung, die innerhalb von 2 Wochen nach dem Einbau oder
          nach der Zuteilung des amtlichen Kennzeichens erfolgt, je nachdem, welches Ereignis zuletzt eintritt, wird das amtliche
          Kennzeichen eingegeben.
   248a   Das Kontrollgerät ist im Fahrzeug so anzubringen, dass für den Fahrer alle notwendigen Funktionen vom Fahrersitz aus
          zugänglich sind.
          2. Einbauschild
   249    Nach der Einbauprüfung beim Ersteinbau wird am oder im Kontrollgerät selbst oder neben dem Gerät gut sichtbar ein
          Einbauschild angebracht. Nach jedem Eingriff eines zugelassenen Installateurs oder einer zugelassenen Werkstatt ist das
          Einbauschild durch ein neues Schild zu ersetzen.
   250    Das Einbauschild muss mindestens die nachstehenden Angaben enthalten:
          — Name, Anschrift oder Firmenzeichen des zugelassenen Installateurs oder der zugelassenen Werkstatt,
          — Wegdrehzahl des Kraftfahrzeugs in der Form ,w = . . . Imp/km‘,
          — Konstante des Kontrollgeräts in der Form ,k = . . . Imp/km‘,
          — tatsächlicher Reifenumfang in der Form ,l = . . . mm‘,
          — Reifengröße,
          — Datum der Bestimmung der Wegdrehzahl des Kraftfahrzeugs und der Messung des tatsächlichen Reifenumfangs,
          — Fahrzeugidentifizierungsnummer.
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           3. Versiegelung
   251     Folgende Geräteteile müssen versiegelt werden:
           — jeder Anschluss, sofern es bei einer Trennung der Verbindung zu nicht nachweisbaren Änderungen oder nicht
                feststellbaren Datenverlusten kommen würde;
           — das Einbauschild, es sei denn, es ist so angebracht, dass es sich nicht ohne Vernichtung der Angaben entfernen lässt.
   252     Die genannten Versiegelungen dürfen entfernt werden:
           — in Notfällen,
           — um einen Geschwindigkeitsbegrenzer oder ein anderes der Sicherheit im Straßenverkehr dienendes Gerät einzubau-
                en, zu justieren oder zu reparieren, sofern das Kontrollgerät auch dann noch zuverlässig und ordnungsgemäß
                arbeitet und von einem zugelassenen Installateur oder einer zugelassenen Werkstatt (gemäß Kapitel VI) unmittelbar
                nach dem Einbau des Geschwindigkeitsbegrenzers bzw. eines anderen der Sicherheit im Straßenverkehr dienenden
                Gerätes oder andernfalls spätestens nach sieben Tagen wieder versiegelt wird.
   253     Jede Verletzung der Versiegelung muss Gegenstand einer schriftlichen Begründung sein, die der zuständigen Behörde zur
           Verfügung zu halten ist.
                                      VI. EINBAUPRÜFUNGEN, NACHPRÜFUNGEN UND REPARATUREN
           Die in Artikel 12 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr.
           2135/98, genannten Umstände, unter denen die Versiegelungen entfernt werden dürfen, sind in Kapitel V.3 dieses
           Anhangs festgelegt.
           1. Zulassung der Installateure oder Werkstätten
           Die Mitgliedstaaten übernehmen die Zulassung, regelmäßige Kontrolle und Zertifizierung der Stellen, die
           — den Einbau,
           — Einbauprüfungen,
           — Nachprüfungen und
           — Reparaturen
           vornehmen.
           Im Rahmen von Artikel 12 Absatz 1 der Verordnung werden Werkstattkarten, sofern keine entsprechend Begründung
           erfolgt, nur an für die Aktivierung und/oder Kalibrierung des Kontrollgeräts gemäß diesem Anhang zugelassene Instal-
           lateure und/oder Werkstätten ausgestellt,
           — die keinen Anspruch auf eine Unternehmenskarte haben;
           — und deren sonstige unternehmerische Tätigkeit keine potentielle Gefährdung der Gesamtsicherheit des Systems
                gemäß Anlage 10 darstellt.
           2. Prüfung neuer oder reparierter Geräte
   254     Für jedes neue oder reparierte Einzelgerät werden die ordnungsgemäße Arbeitsweise und die Genauigkeit der Anzeigen
           und Aufzeichnungen innerhalb der in Kapitel III.2.1 und III.2.2 festgelegten Grenzen durch die in Kapitel V.3 vor-
           gesehene Versiegelung sowie durch Kalibrierung geprüft.
           3. Einbauprüfung
   255     Beim Einbau in ein Fahrzeug muss die Gesamtanlage (einschließlich des Kontrollgeräts) den Vorschriften über die in
           Kapitel III.2.1 und III.2.2 festgelegten zulässigen Fehlergrenzen entsprechen..
           4. Regelmäßige Nachprüfungen
   256     Regelmäßige Nachprüfungen der im Kraftfahrzeug eingebauten Ausrüstung erfolgen nach jeder Reparatur der Ausrüs-
           tung, jeder Änderung der Wegdrehzahl oder des tatsächlichen Reifenumfangs, wenn die UTC-Zeit von der korrekten Zeit
           um mehr als 20 Minuten abweicht oder wenn sich das amtliche Kennzeichen geändert hat, und mindestens einmal
           innerhalb von zwei Jahren (24 Monaten) seit der letzten Überprüfung.
   257     Überprüft werden zumindest:
           — die ordnungsgemäße Arbeitsweise des Kontrollgeräts, einschließlich der Funktion Datenspeicherung auf Fahrten-
                schreiberkarten,
           — die Einhaltung der Bestimmungen von Kapitel III.2.1 und III.2.2 über die zulässigen Fehlergrenzen des Geräts in
                eingebautem Zustand,
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          — das Vorhandensein des Prüfzeichens auf dem Kontrollgerät,
          — das Vorhandensein des Einbauschilds,
          — die Unversehrtheit der Versiegelung des Geräts und der anderen Einbauteile,
          — die Reifengröße und der tatsächliche Reifenumfang.
   258    Bestandteil dieser Überprüfungen muss eine Kalibrierung sein.
          5. Messung der Anzeigefehler
   259    Die Messung der Anzeigefehler beim Einbau und während der Benutzung wird unter folgenden Bedingungen durch-
          geführt, die als normale Prüfbedingungen anzusehen sind:
          — unbeladenes Fahrzeug in fahrbereitem Zustand,
          — Reifendrücke gemäß den Angaben des Herstellers,
          — Reifenabnutzung innerhalb der nach den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften zulässigen Grenzen,
          — Bewegungen des Fahrzeugs:
               — Das Fahrzeug muss sich mit eigener Motorkraft geradlinig auf ebenem Gelände und mit einer Geschwindigkeit
                   von 50 ± 5 km/h fortbewegen. Die Messstrecke muss mindestens 1 000 m betragen.
          — die Prüfung kann auch mit anderen Methoden, so auf einem geeigneten Prüfstand, durchgeführt werden, sofern eine
               vergleichbare Genauigkeit gewährleistet ist.
          6. Reparaturen
   260    Die Werkstätten müssen Daten vom Kontrollgerät herunterladen können, um die Daten dem entsprechenden Trans-
          portunternehmen zu übergeben.
   261    Die zugelassenen Werkstätten stellen den Transportunternehmen eine Bescheinigung über die Unmöglichkeit des He-
          runterladens der Daten aus, wenn das Herunterladen von aufgezeichneten Daten aufgrund eines Defekts des Kontroll-
          geräts auch nach der Reparatur durch diese Werkstätten nicht möglich ist. Eine Kopie jeder ausgestellten Bescheinigung
          ist von den Werkstätten mindestens ein Jahr lang aufzubewahren.
                                                         VII. KARTENAUSSTELLUNG
          Die von den Mitgliedstaaten eingerichteten Kartenausstellungsverfahren müssen folgenden Vorschriften entsprechen:
   262    Die Kartennummer der Erstausstellung einer Fahrtenschreiberkarte an einen Antragsteller hat einen fortlaufenden Index
          (wenn zutreffend) sowie einen Ersatzindex und einen auf ,0‘ gesetzten Erneuerungsindex.
   263    Die Kartennummern aller an dieselbe Kontrollstelle oder dieselbe Werkstatt oder dasselbe Transportunternehmen aus-
          gestellten nicht personengebundenen Fahrtenschreiberkarten weisen die gleichen ersten 13 Stellen sowie einen unter-
          schiedlichen laufenden Index auf.
   264    Eine als Ersatz einer vorhandenen Fahrtenschreiberkarte ausgestellte Fahrtenschreiberkarte weist die gleiche Kartennum-
          mer auf wie die ersetzte Karte, wobei jedoch der Ersatzindex um ,1‘ (in der Reihenfolge 0, . . ., 9, A, . . ., Z) erhöht ist.
   265    Eine als Ersatz für eine vorhandene Fahrtenschreiberkarte ausgestellte Karte weist das gleiche Datum für den Ablauf der
          Gültigkeit auf wie die ersetzte Karte.
   266    Eine zur Erneuerung einer vorhandenen Fahrtenschreiberkarte ausgestellte Karte trägt die gleiche Kartennummer wie die
          erneuerte Karte, wobei jedoch der Ersatzindex auf ,0‘ zurückgesetzt und der Erneuerungsindex um ,1‘ erhöht ist (in der
          Reihenfolge 0, . . ., 9, A, . . ., Z).
   267    Der Austausch einer vorhandenen Fahrtenschreiberkarte zwecks Änderung von Verwaltungsdaten richtet sich bei Er-
          neuerung innerhalb desselben Mitgliedstaates nach den Vorschriften für die Erneuerung und bei Ausführung durch einen
          anderen Mitgliedstaat nach den Vorschriften für die Erstausstellung.
   268    Bei nicht personengebundenen Werkstatt- oder Kontrollkarten wird in der Rubrik ,Name des Inhabers‘ der Name der
          Werkstatt bzw. der Kontrollstelle eingetragen.
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                       VIII. BAUARTGENEHMIGUNG VON KONTROLLGERÄTEN UND FAHRTENSCHREIBERKARTEN
           1. Allgemeines
           Im Sinne dieses Kapitels ist unter dem Ausdruck ,Kontrollgerät‘ das ,Kontrollgerät oder seine Komponenten‘ zu ver-
           stehen. Für das/die Verbindungskabel zwischen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber und Fahrzeugeinheit ist keine
           Bauartgenehmigung erforderlich. Das zur Verwendung durch das Kontrollgerät bestimmte Papier ist als Komponente des
           Kontrollgeräts zu betrachten.
   269     Kontrollgeräte sind zusammen mit allen integrierten Zusatzgeräten zur Bauartgenehmigung vorzulegen.
   270     Die Bauartgenehmigung von Kontrollgeräten und Fahrtenschreiberkarten beinhaltet Sicherheitsprüfungen, Funktions-
           prüfungen und Interoperabilitätsprüfungen. Die positiven Ergebnisse der einzelnen Prüfungen werden in einem geeig-
           neten Zertifikat ausgewiesen.
   271     Die Behörden der Mitgliedstaaten erteilen nur dann eine Bauartgenehmigung gemäß Artikel 5 dieser Verordnung, wenn
           ihnen
           — ein Sicherheitszertifikat,
           — ein Funktionszertifikat und
           — ein Interoperabilitätszertifikat
           für das Kontrollgerät oder die Fahrtenschreiberkarte, für die die Bauartgenehmigung beantragt wurde, vorliegt.
   272     Änderungen an der Software oder Hardware des Geräts oder an den für seine Herstellung verwendeten Werkstoffen sind
           vor ihrer Umsetzung der Behörde zu melden, die die Bauartgenehmigung für das Gerät erteilt hat. Diese Behörde
           bestätigt dem Hersteller die Erweiterung der Bauartgenehmigung oder verlangt eine Aktualisierung oder Bestätigung
           des entsprechenden Funktions-, Sicherheits- und/oder Interoperabilitätszertifikats.
   273     Verfahren zur Versionsaufrüstung der Software bereits eingebauter Kontrollgeräte sind von der Behörde zu genehmigen,
           die die Bauartgenehmigung für das Kontrollgerät erteilt hat. Durch die Softwareaufrüstung dürfen im Kontrollgerät
           gespeicherte Fahrertätigkeitsdaten nicht verändert oder gelöscht werden. Die Softwareaufrüstung darf nur unter der
           Verantwortung des Geräteherstellers erfolgen.
           2. Sicherheitszertifikat
   274     Das Sicherheitszertifikat wird gemäß den Bestimmungen von Anlage 10 dieses Anhangs erteilt.
           3. Funktionszertifikat
   275     Jeder Antragsteller einer Bauartgenehmigung legt der Bauartgenehmigungsbehörde des Mitgliedstaats sämtliche Materia-
           lien und Unterlagen vor, die die Behörde für notwendig erachtet.
   276     Ein Funktionszertifikat ist dem Hersteller erst dann zu erteilen, nachdem mindestens alle in Anlage 9 spezifizierten
           Prüfungen erfolgreich bestanden wurden.
   277     Das Funktionszertifikat wird von der Bauartgenehmigungsbehörde erteilt. Auf diesem Zertifikat ist neben dem Namen
           des Empfängers und der Modellkennung eine ausführliche Liste der durchgeführten Prüfungen und der erzielten Ergeb-
           nisse anzuführen.
           4. Interoperabilitätszertifikat
   278     Interoperabilitätsprüfungen werden von einer einzigen Prüfstelle durchgeführt, die der Europäischen Kommission unter-
           steht und sich in ihrer Verantwortung befindet.
   279     Die Prüfstelle registriert von den Herstellern gestellte Anträge auf Interoperabilitätsprüfungen in der Reihenfolge ihres
           Eintreffens.
   280     Anträge werden nur dann amtlich registriert, wenn der Prüfstelle folgende Unterlagen vorliegen:
           — sämtliche Materialien und Dokumente, die für diese Interoperabilitätsprüfungen erforderlich sind,
           — das entsprechende Sicherheitszertifikat,
           — das entsprechende Funktionszertifikat.
           Das Registrierungsdatum des Antrags wird dem Hersteller mitgeteilt.
   281     Für ein Kontrollgerät oder eine Fahrtenschreiberkarte, für die kein Sicherheitszertifikat und kein Funktionszertifikat
           erteilt wurden, werden keine Interoperabilitätsprüfungen durchgeführt.
   282     Jeder Hersteller, der Interoperabilitätsprüfungen beantragt, verpflichtet sich, der damit beauftragten Prüfstelle sämtliche
           Materialien und Dokumente zu überlassen, die er für die Durchführung der Prüfungen bereitgestellt hat.
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   283    Die Interoperabilitätsprüfungen werden gemäß den Bestimmungen von Anlage 9 Absatz 5 dieses Anhangs für jeweils
          alle Modelle von Kontrollgeräten oder Fahrtenschreiberkarten durchgeführt,
          — deren Bauartgenehmigung noch gültig ist oder
          — für die eine Bauartgenehmigung beantragt wurde und die ein gültiges Interoperabilitätszertifikat besitzen.
   284    Das Interoperabilitätszertifikat wird dem Hersteller von der Prüfstelle erst erteilt, nachdem alle erforderlichen Inter-
          operabilitätsprüfungen erfolgreich bestanden wurden.
   285    Sind die Interoperabilitätsprüfungen bei einem oder mehreren Kontrollgeräten oder bei einer oder mehreren Fahrten-
          schreiberkarten entsprechend Randnummer 283 nicht erfolgreich, wird das Interoperabilitätszertifikat erst dann erteilt,
          wenn der antragstellende Hersteller die erforderlichen Änderungen vorgenommen und die Interoperabilitätsprüfungen
          bestanden hat. Die Prüfstelle stellt mit Hilfe des von diesem Interoperabilitätsfehler betroffenen Herstellers die Ursache
          des Problems fest und bemüht sich, den antragstellenden Hersteller bei der Suche nach einer technischen Lösung zu
          unterstützen. Hat der Hersteller sein Produkt verändert, muss er sich bei den zuständigen Behörden vergewissern, dass
          das Sicherheitszertifikat und die Funktionszertifikate noch gültig sind.
   286    Das Interoperabilitätszertifikat ist sechs Monate gültig. Hat der Hersteller bei Ablauf dieser Frist keine entsprechende
          Bauartgenehmigung erhalten, wird es ihm wieder entzogen. Das Interoperabilitätszertifikat wird vom Hersteller an die
          Bauartgenehmigungsbehörde des Mitgliedstaats weitergeleitet, die das Funktionszertifikat erteilt hat.
   287    Ein Element, das möglicherweise einem Interoperabilitätsfehler zugrunde liegt, darf nicht gewinnbringend oder zur
          Errichtung einer beherrschenden Stellung verwendet werden.
          5. Bauartgenehmigungsbogen
   288    Die Bauartgenehmigungsbehörde des Mitgliedstaates darf die Bauartgenehmigung erteilen, sobald ihr die drei benötigten
          Zertifikate vorliegen.
   289    Bei der Erteilung der Bauartgenehmigung an den Hersteller fertigt die Bauartgenehmigungsbehörde eine Kopie des
          Bauartgenehmigungsbogens für die mit den Interoperabilitätsprüfungen betraute Prüfstelle an.
   290    Die für Interoperabilitätsprüfungen zuständige Prüfstelle unterhält eine öffentliche Website mit einer aktuellen Liste der
          Modelle von Kontrollgeräten und Fahrtenschreiberkarten,
          — für die ein Antrag auf Interoperabilitätsprüfungen registriert wurde,
          — für die ein Interoperabilitätszertifikat (auch ein vorläufiges Interoperabilitätszertifikat) erteilt wurde,
          — für die eine Bauartgenehmigung erteilt wurde.
          6. Ausnahmeverfahren für die ersten Interoperabilitätszertifikate
   291    Innerhalb von vier Monaten, nachdem ein erster Satz von Kontrollgerät und Fahrtenschreiberkarten (Fahrer-, Werkstatt-,
          Kontroll- und Unternehmenskarte) als interoperabel zertifiziert wurden, gilt jedes Interoperabilitätszertifikat (auch dieses
          erste), das in diesem Zeitraum auf entsprechenden Antrag ausgestellt wird, als vorläufig.
   292    Sind am Ende dieses Zeitraums sämtliche betreffenden Produkte interoperabel, erhalten sämtliche entsprechenden Inter-
          operabilitätszertifikate endgültigen Charakter.
   293    Werden in diesem Zeitraum Interoperabilitätsfehler festgestellt, ermittelt die mit den Interoperabilitätsprüfungen betraute
          Prüfstelle die Ursachen der Probleme mit Hilfe aller beteiligten Hersteller und fordert diese auf, die erforderlichen
          Änderungen vorzunehmen.
   294    Liegen am Ende dieses Zeitraums weiterhin Interoperabilitätsprobleme vor, ermittelt die mit den Interoperabilitätsprü-
          fungen betraute Prüfstelle in Zusammenarbeit mit den betreffenden Herstellern und mit den Bauartgenehmigungsbehör-
          den, die die entsprechenden Funktionszertifikate erteilt haben, die Ursachen der Interoperabilitätsfehler und gibt an,
          welche Änderungen von den einzelnen betroffenen Herstellern vorzunehmen sind. Die Suche nach technischen Lösun-
          gen dauert maximal zwei Monate; ist nach Ablauf dieses Zeitraums keine gemeinsame Lösung gefunden worden,
          entscheidet die Kommission nach Rücksprache mit der mit den Interoperabilitätsprüfungen betrauten Prüfstelle unter
          Angabe von Gründen, welchen Geräte und Karten ein endgültiges Interoperabilitätszertifikat erteilt wird.
   295    Anträge auf Interoperabilitätsprüfungen, die von der Prüfstelle zwischen dem Ende der Viermonatsfrist nach Erteilung
          des ersten vorläufigen Interoperabilitätszertifikats und dem Datum der in Randnummer 294 genannten Entscheidung der
          Kommission registriert werden, sind bis zur Lösung der ursprünglichen Interoperabilitätsprobleme zurückzustellen.
          Anschließend werden diese Anträge in der Reihenfolge ihrer Registrierung bearbeitet.
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                                                                    Anlage 1
                                                               DATENGLOSSAR
           1. EINFÜHRUNG
           Diese Anlage enthält die Spezifizierung der zur Verwendung im Kontrollgerät und auf den Fahrtenschreiberkarten
           vorgesehenen Datenformate, -elemente und -strukturen.
           1.1 Grundlage für die Definition von Datentypen
           Die Definition der Datentypen in dieser Anlage beruht auf der Notaton Eins für abstrakte Syntax (ASN.1), da es auf diese
           Weise möglich ist, einfache und strukturierte Daten ohne Implizierung einer spezifischen, anwendungs- und umge-
           bungsabhängigen Transfersyntax (Kodierungsregeln) festzulegen.
           Die ASN.1-Typbenennungskonventionen werden gemäß ISO/IEC 8824-1 verwendet. Das heißt:
           — In den gewählten Benennungen ist soweit möglich die Bedeutung des Datentyps implizit erkennbar.
           — Handelt es sich bei einem Datentyp um eine Zusammensetzung aus anderen Datentypen, ist die Datentypbenennung
               zwar weiterhin eine Folge von alphabetischen Zeichen, die mit einem Großbuchstaben beginnen, doch werden
               innerhalb der Benennung Großbuchstaben verwendet, um die entsprechende Bedeutung zu vermitteln.
           — Generell stehen die Datentypbenennungen in Beziehung zu den Benennungen der Datentypen, aus denen sie
               aufgebaut sind, zu dem Gerät, in denen die Daten gespeichert werden, und zu der mit den Daten verbundenen
               Funktion.
           Ist ein ASN.1-Typ bereits im Rahmen einer anderen Norm definiert und für den Gebrauch im Kontrollgerät von
           Bedeutung, wird dieser ASN.1-Typ in dieser Anlage definiert.
           Um mehrere Arten von Kodierungsregeln zu ermöglichen, sind einige ASN.1-Typen dieser Anlage mit Wertbereichs-
           bezeichnern versehen, die in Abschnitt 3 definiert sind.
           1.2 Referenzdokumente
           In dieser Anlage werden folgende Referenzdokumente herangezogen:
           ISO 639            Code for the representation of names of languages. First Edition: 1988. (Code für Sprachennamen)
           EN 726-3           Identification cards systems — Telecommunications integrated circuit(s) cards and terminals — Part
                              3: Application independent card requirements. December 1994. (Identifikationskartensysteme —
                              Anforderungen an Chipkarten und Endgeräte für Telekommunikationszwecke — Teil 3: Applikati-
                              onsunabhängige Anforderungen an die Karte)
           ISO 3779           Road vehicles — Vehicle identification number (VIN) — Content and structure. Edition 3: 1983.
                              (Straßenfahrzeuge; Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN) — Inhalt und Struktur)
           ISO/IEC 7816-5     Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 5:
                              Numbering system and registration procedure for application identifiers. First edition: 1994 +
                              Amendment 1: 1996. (Informationstechnik — Identifikationskarten — Chipkarten mit Kontakten
                              — Teil 5: Nummerierungssystem und Registrierverfahren für Anwendungsbezeichner; Deutsche Fas-
                              sung EN ISO/IEC 7816-5:1995 + A1:1997)
           ISO/IEC 8824-1     Information technology — Abstract Syntax Notation 1 (ASN.1): Specification of basic notation.
                              Edition 2: 1998. (Informationstechnik — Notaton Eins für abstrakte Syntax (ASN.1): Spezifikation
                              der Basisnotation)
           ISO/IEC 8825-2     Information technology — ASN.1 encoding rules: Specification of Packed Encoding Rules (PER).
                              Edition 2: 1998. (Informationstechnik — Kodierungsregeln für ASN.1: Spezifikation für gepackte
                              Kodierungsregeln (PER))
           ISO/IEC 8859-1     Information technology — 8 bit single-byte coded graphic character sets — Part 1: Latin alphabet
                              No.1. First edition: 1998. (Informationstechnik — 8-bit einzelbytekodierte Schriftzeichensätze — Teil
                              1: Lateinisches Alphabet Nr. 1)
           ISO/IEC 8859-7     Information technology — 8 bit single-byte coded graphic character sets — Part 7: Latin/Greek
                              alphabet. First edition: 1987. (Informationstechnik — 8-bit einzelbytekodierte Schriftzeichensätze —
                              Teil 1: Lateinisch-griechisches Alphabet)
           ISO 16844-3        Road vehicles — Tachograph systems — Motion Sensor Interface. WD 3-20/05/99. (Straßen-
                              fahrzeuge — Fahrtenschreibersysteme — Schnittstelle Weg- und Geschwindigkeitsgeber)
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/43
          2. DATENTYPDEFINITIONEN
          Bei allen folgenden Datentypen besteht der Standardwert für einen ,unbekannten‘ oder einen ,nicht zutreffenden‘ Inhalt
          in der Ausfüllung des Datenelements mit 'FF'-Bytes.
          2.1 ActivityChangeInfo
          Mit diesem Datentyp ist es möglich, den Steckplatz- und Fahrerstatus um 00.00 Uhr und für einen Fahrer oder einen 2.
          Fahrer Tätigkeitsänderungen und/oder Veränderungen des Status der Fahrzeugführung und/oder Veränderungen des
          Kartenstatus innerhalb eines Zwei-Byte-Wortes zu kodieren. Dieser Datentyp bezieht sich auf die Randnummern 084,
          109a, 199 und 219.
          ActivityChangeInfo ::= OCTET STRING (SIZE(2))
          Wertzuweisung — Oktettanordnung: 'scpaattttttttttt'B (16 Bit)
          Für Aufzeichnungen im Massenspeicher (oder den Steckplatz-Status):
          's'B                   Steckplatz:
                                 '0'B: FAHRER,
                                 '1'B: 2. FAHRER,
          'c'B                   Status der Fahrzeugführung:
                                 '0'B: EINMANNBETRIEB,
                                 '1'B: TEAM,
          'p'B                   Status der Fahrerkarte (oder Werkstattkarte) im entsprechenden Steckplatz:
                                 '0'B: EINGESTECKT, eine Karte ist eingesteckt,
                                 '1'B: NICHT EINGESTECKT, keine Karte eingesteckt (oder Karte entnommen),
          'aa'B                  Tätigkeit:
                                 '00'B: UNTERBRECHUNG/RUHE,
                                 '01'B: BEREITSCHAFT,
                                 '10'B: ARBEIT,
                                 '11'B: LENKEN,
          'ttttttttttt'B         Zeitpunkt der Veränderung: Anzahl der Minuten seit 00h00 an diesem Tag.
          Für Aufzeichnungen auf der Fahrerkarte (oder Werkstattkarte) (und den Fahrerstatus):
          's'B                   Steckplatz (nicht von Belang, wenn 'p' = 1 außer siehe Anmerkung):
                                 '0'B: FAHRER,
                                 '1'B: 2. FAHRER,
          'c'B                   Status der Fahrzeugführung (Fall 'p' = 0) oder Status der Folgetätigkeit (Fall 'p' = 1):
                                 '0'B: EINMANNBETRIEB,                          '0'B: UNBEKANNT
                                 '1'B: TEAM,                                    '1'B: BEKANNT (= manuell eingegeben)
          'p'B                    Kartenstatus:
                                 '0'B: EINGESTECKT, Karte ist in ein Kontrollgerät eingesteckt,
                                 '1'B: NICHT EINGESTECKT, keine Karte eingesteckt (oder Karte entnommen),
 ---pagebreak--- C 126 E/44          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
           'aa'B                    Tätigkeit (nicht von Belang, wenn 'p' = 1 und 'c' = 0. Ausnahmebedingung siehe Anmerkung):
                                    '00'B: UNTERBRECHUNG/RUHE,
                                    '01'B: BEREITSCHAFT,
                                    '10'B: ARBEIT,
                                    '11'B: LENKEN,
           'ttttttttttt'B           Zeit der Veränderung: Anzahl der Minuten seit 00h00 an diesem Tag.
           Anmerkung für den Fall ,Kartenentnahme‘:
           Wenn die Karte entnommen wurde, gilt folgendes:
           — 's' ist relevant und gibt den Steckplatz an, aus dem die Karte entnommen wurde,
           — 'c' muss auf 0 gesetzt sein,
           — 'p' muss auf 1 gesetzt sein,
           — 'aa' muss die zu dieser Zeit gewählte laufende Tätigkeit kodieren.
           Infolge eines manuellen Eintrags können die (auf der Karte gespeicherten) Bits 'c' and 'aa' des Worts später zur Berück-
           sichtigung des Eintrags überschrieben werden.
           2.2 Address
           Eine Adresse.
           Address ::= SEQUENCE {
               codePage                                                   INTEGER (0..255),
               address                                                    OCTET STRING (SIZE(35))
           }
           codePage gibt den Teil der ISO/IEC 8859 an, der zur Kodierung der Adresse verwendet wurde,
           address ist eine gemäß ISO/IEC 8859-Codepage kodierte Adresse.
           2.3 BCDString
           BCDString wird für die Darstellung von binär kodierten Dezimalzahlen (BCD) angewendet. Dieser Datentyp dient der
           Darstellung einer Dezimalziffer in einer 4-Bit-Gruppe. BCDString basiert auf 'CharacterStringType' der ISO/IEC 8824-1.
           BCDString ::= CHARACTER STRING (WITH COMPONENTS {
               identification ( WITH COMPONENTS {
               fixed PRESENT }) })
           BCDString verwendet eine ,hstring‘-Notation. Die äußerste linke Hexadezimalziffer ist die höchstwertige 4-Bit-Gruppe
           des ersten Oktetts. Um ein Vielfaches der Oktette zu erhalten, werden nach Bedarf von der Position der äußersten linken
           4-Bit-Gruppe im ersten Oktett 4-Bit-Gruppen mit rechtsstehenden Nullen eingefügt.
           Zulässige Ziffern: 0, 1, . . . 9.
           2.4 CalibrationPurpose
           Code zur Erläuterung, warum ein bestimmter Satz von Kalbierungsparametern aufgezeichnet wurde. Dieser Datentyp
           bezieht sich auf die Randnummern 097 und 098.
           CalibrationPurpose ::= OCTET STRING (SIZE(1))
           Wertzuweisung:
           '00'H reservierter Wert,
           '01'H Aktivierung: Aufzeichnung von bekannten Kalibrierungsparametern zum Zeitpunkt der FE-Aktivierung
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/45
          '02'H Ersteinbau: Erste Kalibrierung der FE nach ihrer Aktivierung,
          '03'H Einbau: Erste Kalibrierung der FE im derzeitigen Fahrzeug,
          '04'H regelmäßige Nachprüfung.
          2.5 CardActivityDailyRecord
          Auf einer Karte gespeicherte Informationen zu den Fahrertätigkeiten an einem bestimmten Kalendertag. Dieser Datentyp
          bezieht sich auf die Randnummern 199 und 219.
          CardActivityDailyRecord ::= SEQUENCE {
              activityPreviousRecordLength                              INTEGER(0..CardActivityLengthRange),
              activityRecordDate                                        TimeReal,
              activityDailyPresenceCounter                              DailyPresenceCounter,
              activityDayDistance                                       Distance,
              activityChangeInfo                                        SET SIZE(1..1440) OF ActivityChangeInfo
          }
          activityPreviousRecordLength — Gesamtlänge des vorherigen Tagesdatensatzes in Byte. Der Höchstwert wird durch
          die Länge des OCTET STRING angegeben, der diese Datensätze enthält (siehe CardActivityLengthRange, Abschnitt 3). Ist
          dieser Datensatz der älteste Tagesdatensatz, muss der Wert von activityPreviousRecordLength auf 0 gesetzt werden.
          activityRecordLength — Gesamtlänge dieses Datensatzes in Byte. Der Höchstwert wird durch die Länge des OCTET
          STRING angegeben, das diese Datensätze enthält.
          activityRecordDate — Datum des Datensatzes.
          activityDailyPresenceCounter — Tagesanwesenheitszähler für die Karte an diesem Tag.
          activityDayDistance — die an diesem Tag zurückgelegte Gesamtwegstrecke.
          activityChangeInfo — Menge der ActivityChangeInfo-Daten für den Fahrer an diesem Tag. Kann maximal 1 440 Werte
          enthalten (1 Tätigkeitsänderung je Minute). Dieser Datensatz enthält stets auch den ActivityChangeInfo-Wert für den
          Fahrerstatus um 00.00 Uhr.
          2.6 CardActivityLengthRange
          Anzahl der Bytes auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte, die für die Speicherung von Datensätzen zur Fahrertätigkeit zur
          Verfügung stehen.
          CardActivityLengthRange ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
          2.7 CardApprovalNumber
          Bauartgenehmigungsnummer der Karte.
          CardApprovalNumber ::= IA5String(SIZE(8))
          Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
          2.8 CardCertificate
          Zertifikat des öffentlichen Schlüssels einer Karte.
          CardCertificate ::= Certificate
          2.9 CardChipIdentification
          Auf einer Karte gespeicherte Information zur Identifizierung des integrierten Schaltkreises der Karte (Randnummer 191).
          CardChipIdentification ::= SEQUENCE {
              icSerialNumber                                            OCTET STRING (SIZE(4)),
              icManufacturingReferences                                 OCTET STRING (SIZE(4))
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/46          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
           icSerialNumber — IS-Seriennummer laut Definition in EN 726-3.
           icManufacturingReferences — IS-Herstellerbezeichner und Fertigungselement laut Definition in EN 726-3.
           2.10 CardConsecutiveIndex
           Fortlaufender Kartenindex (Begriffsbestimmung h)).
           CardConsecutiveIndex ::= IA5String(SIZE(1))
           Wertzuweisung: (siehe Kapitel VII in diesem Anhang)
           Reihenfolge für die Erhöhung: '0 , . . ., 9, A , . . . , Z , a , . . . , z'
           2.11 CardControlActivityDataRecord
           Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information über die letzte Kontrolle, welcher der Fahrer unterzogen
           wurde (Randnummer 210 und 225).
           CardControlActivityDataRecord ::= SEQUENCE {
                controlType                                                    ControlType,
                controlTime                                                    TimeReal,
                controlCardNumber                                              FullCardNumber,
                controlVehicleRegistration                                     VehicleRegistrationIdentification,
                controlDownloadPeriodBegin                                     TimeReal,
                controlDownloadPeriodEnd                                       TimeReal,
           }
           controlType — Art der Kontrolle.
           controlTime — Datum und Uhrzeit der Kontrolle.
           controlCardNumber — FullCardNumber des ausführenden Kontrolleurs.
           controlVehicleRegistration — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem die Kon-
           trolle stattfand.
           controlDownloadPeriodBegin und controlDownloadPeriodEnd — übertragener Zeitraum bei Übertragungen.
           2.12 CardCurrentUse
           Information über die aktuelle Benutzung der Karte (Randnummer 212).
           CardCurrentUse ::= SEQUENCE {
                sessionOpenTime                                                TimeReal,
                sessionOpenVehicle                                             VehicleRegistrationIdentification
           }
           sessionOpenTime — Uhrzeit, zu der die Karte für die aktuelle Benutzung eingesteckt wird. Bei Kartenentnahme wird
           dieses Element auf Null gesetzt.
           sessionOpenVehicle — Kennung des derzeit gefahrenen Fahrzeugs, gesetzt beim Einstecken der Karte. Bei Karten-
           entnahme wird dieses Element auf Null gesetzt.
           2.13 CardDriverActivity
           Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information über die Tätigkeiten des Fahrers (Randnummer 199 und
           219).
           CardDriverActivity ::= SEQUENCE {
                activityPointerOldestDayRecord                                 INTEGER(0..CardActivityLengthRange-1),
                activityPointerNewestRecord                                    INTEGER(0..CardActivityLengthRange-1),
                activityDailyRecords                                           OCTET STRING
                                                                               (SIZE(CardActivityLengthRange))
           }
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/47
          activityPointerOldestDayRecord — Angabe des Beginns des Speicherortes (Anzahl der Bytes vom Anfang des Strings)
          des ältesten vollständigen Tagesdatensatzes im String activityDailyRecords. Der Höchstwert ist durch die Länge des
          Strings gegeben.
          activityPointerNewestRecord — Angabe des Beginns des Speicherortes (Anzahl der Bytes vom Anfang des Strings)
          des jüngsten vollständigen Tagesdatensatzes im String activityDailyRecords. Der Höchstwert ist durch die Länge des
          Strings gegeben.
          activityDailyRecords — der für die Fahrertätigkeitsdaten zur Verfügung stehende Speicherplatz (Datenstruktur:
          CardActivityDailyRecord) für jeden Kalendertag, an dem die Karte benutzt wurde.
          Wertzuweisung: Dieser Oktettstring wird zyklisch mit CardActivityDailyRecord-Datensätzen gefüllt. Bei der ersten
          Benutzung beginnt die Speicherung beim ersten Byte des Strings. Alle neuen Datensätze werden am Ende des vorigen
          angefügt. Ist der String voll, wird die Speicherung am ersten Byte des Strings unabhängig davon fortgesetzt, ob es
          innerhalb eines Datenelements zu einem Bruch kommt. Bevor (zur Vergrößerung des aktuellen activityDailyRecord oder
          zum Einsetzen eines neuen activityDailyRecord) neue Tätigkeitsdaten in den String gesetzt werden, die ältere Tätigkeits-
          daten ersetzen, muss activityPointerOldestDayRecord aktualisiert werden, um den neuen Platz des ältesten vollständigen
          Tagesdatensatzes auszuweisen, und activityPreviousRecordLength dieses (neuen) ältesten vollständigen Tagesdatensatzes
          muss auf 0 zurückgesetzt werden.
          2.14 CardDrivingLicenceInformation
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu den Führerscheindaten des Karteninhabers (Rand-
          nummer 196).
          CardDrivingLicenceInformation ::= SEQUENCE {
               drivingLicenceIssuingAuthority                          Name,
               drivingLicenceIssuingNation                             NationNumeric,
               drivingLicenceNumber                                    IA5String(SIZE(16))
          }
          drivingLicenceIssuingAuthority — die für die Ausstellung des Führerscheins zuständige Behörde.
          drivingLicenceIssuingNation — Nationalität der Ausstellungsbehörde des Führerscheins.
          drivingLicenceNumber — Nummer des Führerscheins.
          2.15 CardEventData
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu den Ereignissen im Zusammenhang mit dem Karten-
          inhaber (Randnummer 204 und 223).
          CardEventData ::= SEQUENCE SIZE(6) OF {
               cardEventRecords                                        SET SIZE(NoOfEventsPerType) OF
                                                                       CardEventRecord
          }
          CardEventData — eine nach absteigendem Wert von EventFaultType geordnete Folge von cardEventRecords (mit
          Ausnahme von Versuchen der Sicherheitsverletzung, die in der letzen Gruppe der Folge zusammengefasst sind).
          cardEventRecords — Ereignisdatensätze einer bestimmten Ereignisart (oder Kategorie bei Ereignissen Versuch Sicher-
          heitsverletzung).
          2.16 CardEventRecord
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu einem Ereignis im Zusammenhang mit dem Karten-
          inhaber (Randnummer 205 und 223).
          CardEventRecord ::= SEQUENCE {
               eventType                                               EventFaultType,
               eventBeginTime                                          TimeReal,
               eventEndTime                                            TimeReal,
               eventVehicleRegistration                                VehicleRegistrationIdentification
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/48          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28.5.2002
           eventType — Art des Ereignisses.
           eventBeginTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns.
           eventEndTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes.
           eventVehicleRegistration — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem das Ereignis
           eingetreten ist.
           2.17 CardFaultData
           Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu den Störungen im Zusammenhang mit dem Karten-
           inhaber (Randnummer 207 und 223).
           CardFaultData ::= SEQUENCE SIZE(2) OF {
               cardFaultRecords                                         SET SIZE(NoOfFaultsPerType) OF
                                                                        CardFaultRecord
           }
           CardFaultData — eine Folge von Datensätzen mit Kontrollgerätstörungen, gefolgt von Datensätzen mit Kartenfehlfunk-
           tionen.
           cardFaultRecords — Störungsdatensätze einer bestimmten Störungskategorie (Kontrollgerät oder Karte).
           2.18 CardFaultRecord
           Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu einer Störung im Zusammenhang mit dem Karten-
           inhaber (Randnummer 208 und 223).
           CardFaultRecord ::= SEQUENCE {
               faultType                                                EventFaultType,
               faultBeginTime                                           TimeReal,
               faultEndTime                                             TimeReal,
               faultVehicleRegistration                                 VehicleRegistrationIdentification
           }
           faultType — Art der Störung.
           faultBeginTime — Datum und Uhrzeit des Störungsbeginns.
           faultEndTime — Datum und Uhrzeit des Störungsendes.
           faultVehicleRegistration — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem die Störung
           auftrat.
           2.19 CardIccIdentification
           Auf einer Karte gespeicherte Information zur Identifizierung der Chipkarte (Randnummer 192).
           CardIccIdentification ::= SEQUENCE {
               clockStop                                                OCTET STRING (SIZE(1)),
               cardExtendedSerialNumber                                 ExtendedSerialNumber,
               cardApprovalNumber                                       CardApprovalNumber
               cardPersonaliserID                                       OCTET STRING (SIZE(1)),
               embedderIcAssemblerId                                    OCTET STRING (SIZE(5)),
               icIdentifier                                             OCTET STRING (SIZE(2))
           }
           clockStop — Clockstop-Modus laut Definition in EN 726-3.
           cardExtendedSerialNumber — Seriennummer sowie Fertigungsangabe der Chipkarte laut Definition in EN 726-3 und
           laut weiterer Spezifikation durch den Datentyp ExtendedSerialNumber.
           cardApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer der Karte.
           cardPersonaliserID — Karten-Personaliser-ID laut Definition in EN 726-3.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/49
          embedderIcAssemblerId — Kartenhersteller-/IS-Assembler-Bezeichner laut Definition in EN 726-3.
          icIdentifier — Bezeichner des IS auf der Karte und des IS-Herstellers laut Definition in EN 726-3.
          2.20 CardIdentification
          Auf der Karte gespeicherte Information zur Identifikation der Karte (Randnummer 194, 215, 231, 235).
          CardIdentification ::= SEQUENCE {
              cardIssuingMemberState                                   NationNumeric,
              cardNumber                                               CardNumber,
              cardIssuingAuthorityName                                 Name,
              cardIssueDate                                            TimeReal,
              cardValidityBegin                                        TimeReal,
              cardExpiryDate                                           TimeReal
          }
          cardIssuingMemberState — Code des Mitgliedstaates, der die Karte ausgestellt hat.
          cardNumber — Kartennummer.
          cardIssuingAuthorityName — Name der Behörde, die die Karte ausgestellt hat.
          cardIssueDate — Datum der Ausstellung der Karte an den derzeitigen Inhaber.
          cardValidityBegin — Datum, an dem die Gültigkeit der Karte beginnt.
          cardExpiryDate — Datum, an dem die Gültigkeit der Karte abläuft.
          2.21 CardNumber
          Kartennummer nach Definition g).
          CardNumber ::= CHOICE {
              SEQUENCE {
                  driverIdentification                                     IA5String(SIZE(14)),
                  cardReplacementIndex                                     CardReplacementIndex,
                  cardRenewalIndex                                         CardRenewalIndex
              },
              SEQUENCE {
                  ownerIdentification                                      IA5String(SIZE(13)),
                  cardConsecutiveIndex                                     CardConsecutiveIndex,
                  cardReplacementIndex                                     CardReplacementIndex,
                  cardRenewalIndex                                         CardRenewalIndex
              }
          }
          driverIdentification — eindeutige Kennung eines Fahrers in einem Mitgliedstaat.
          ownerIdentification — eindeutige Kennung eines Unternehmens oder einer Werkstatt oder einer Kontrollstelle in
          einem Mitgliedstaat.
          cardConsecutiveIndex — fortlaufender Kartenindex.
          cardReplacementIndex — Kartenersatzindex.
          cardRenewalIndex — Kartenerneuerungsindex.
          Die erste Folge der Auswahl eignet sich zur Kodierung einer Fahrerkartennummer, die zweite Folge zur Kodierung der
          Werkstatt-, Kontroll- und Unternehmenskartennummer.
          2.22 CardPlaceDailyWorkPeriod
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zum Ort des Beginns und/oder des Endes des Arbeits-
          tages (Randnummer 202 and 221).
 ---pagebreak--- C 126 E/50         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28.5.2002
           CardPlaceDailyWorkPeriod ::= SEQUENCE {
                placePointerNewestRecord                            INTEGER(0..NoOfCardPlaceRecords-1),
               placeRecords                                         SET SIZE(NoOfCardPlaceRecords) OF PlaceRecord
           }
           placePointerNewestRecord — Index des zuletzt aktualisierten Ortsdatensatzes.
           Wertzuweisung: Zahl, die dem Zähler des Ortsdatensatzes entspricht, beginnend mit '0' für das erste Auftreten der
           Ortsdatensätze in der Struktur.
           placeRecords — Datensätze mit Informationen zu den eingegebenen Orten.
           2.23 CardPrivateKey
           Der private Schlüssel einer Karte.
           CardPrivateKey ::= RSAKeyPrivateExponent
           2.24 CardPublicKey
           Der öffentliche Schlüssel einer Karte.
           CardPublicKey ::= PublicKey
           2.25 CardRenewalIndex
           Ein Kartenerneuerungsindex (Begriffsbestimmung i)).
           CardRenewalIndex ::= IA5String(SIZE(1))
           Wertzuweisung: (siehe Kapitel VII in diesem Anhang).
           '0' Erstausstellung.
           Reihenfolge für die Erhöhung: '0, . . ., 9, A, . . ., Z'
           2.26 CardReplacementIndex
           Ein Kartenersatzindex (Begriffsbestimmung j)).
           CardReplacementIndex ::= IA5String(SIZE(1))
           Wertzuweisung: (siehe Kapitel VII in diesem Anhang).
           '0' Originalkarte.
           Reihenfolge für die Erhöhung: '0, . . ., 9, A, . . ., Z'
           2.27 CardSlotNumber
           Code zur Unterscheidung der beiden Steckplätze einer Fahrzeugeinheit.
           CardSlotNumber ::= INTEGER {
               driverSlot                                                 (0),
               co-driverSlot                                              (1)
           }
           Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
           2.28 CardSlotsStatus
           Code zur Angabe der in den beiden Steckplätzen der Fahrzeugeinheit eingesetzten Kartenarten.
           CardSlotsStatus ::= OCTET STRING (SIZE(1))
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/51
          Wertzuweisung — Oktettanordnung: 'ccccdddd'B
          'cccc'B Identifizierung der in den Steckplatz 2. Fahrer eingesetzten Kartenart,
          'dddd'B Identifizierung der in den Steckplatz Fahrer eingesetzten Kartenart,
          mit folgenden Codes:
          '0000'B keine Karte eingesteckt,
          '0001'B Fahrerkarte eingesteckt,
          '0010'B Werkstattkarte eingesteckt,
          '0011'B Kontrollkarte eingesteckt,
          '0100'B Unternehmenskarte eingesteckt.
          2.29 CardStructureVersion
          Code zur Angabe der Version der auf einer Fahrtenschreiberkarte implementierten Struktur.
          CardStructureVersion ::= OCTET STRING (SIZE(2))
          Wertzuweisung: 'aabb'H:
          'aa'H       Index für Änderungen der Struktur,
          'bb'H       Index für Änderungen im Zusammenhang mit dem Gebrauch der Datenelemente, die für die vom oberen
                      Byte gegebenen Struktur definiert sind.
          2.30 CardVehicleRecord
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zur Einsatzzeit eines Fahrzeugs an einem Kalendertag
          (Randnummer 197 und 217).
          CardVehicleRecord ::= SEQUENCE {
              vehicleOdometerBegin                                    OdometerShort,
              vehicleOdometerEnd                                      OdometerShort,
              vehicleFirstUse                                         TimeReal,
              vehicleLastUse                                          TimeReal,
              vehicleRegistration                                     VehicleRegistrationIdentification,
              vuDataBlockCounter                                      VuDataBlockCounter
          }
          vehicleOdometerBegin — Kilometerstand zu Beginn der Einsatzzeit des Fahrzeugs.
          vehicleOdometerEnd — Kilometerstand am Ende der Einsatzzeit des Fahrzeugs.
          vehicleFirstUse — Datum und Uhrzeit des Beginns der Einsatzzeit des Fahrzeugs.
          vehicleLastUse — Datum und Uhrzeit des Endes der Einsatzzeit des Fahrzeugs.
          vehicleRegistration — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs.
          vuDataBlockCounter — Wert des VuDataBlockCounter beim letzten Auszug der Einsatzzeit des Fahrzeugs.
          2.31 CardVehiclesUsed
          Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherte Information zu den vom Karteninhaber gefahrenen Fahrzeugen
          (Randnummer 197 und 217).
          CardVehiclesUsed := SEQUENCE {
              vehiclePointerNewestRecord                              INTEGER(0..NoOfCardVehicleRecords-1),
              cardVehicleRecords                                      SET SIZE(NoOfCardVehicleRecords) OF
                                                                      CardVehicleRecord
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/52          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
           vehiclePointerNewestRecord — Index des zuletzt aktualisierten Fahrzeugdatensatzes.
           Wertzuweisung: Zahl, die dem Zähler des Fahrzeugdatensatzes entspricht, beginnend mit '0' für das erste Auftreten der
           Fahrzeugdatensätze in der Struktur.
           cardVehicleRecords — Datensätze mit Informationen zu den gefahrenen Fahrzeugen.
           2.32 Certificate
           Das von einer Zertifizierungsstelle ausgestellte Zertifikat eines öffentlichen Schlüssels.
           Certificate ::= OCTET STRING (SIZE(194))
           Wertzuweisung: digitale Signatur mit teilweiser Wiederherstellung eines CertificateContent gemäß Anlage 11 ,Gemein-
           same Sicherheitsmechanismen‘: Signature (128 Byte) || Public Key remainder (58 Byte) || Certification Authority Refe-
           rence (8 Byte).
           2.33 CertificateContent
           Der (Klartext-) Inhalt des Zertifikats eines öffentlichen Schlüssels gemäß Anlage 11 ,Gemeinsame Sicherheitsmecha-
           nismen‘.
           CertificateContent ::= SEQUENCE {
               certificateProfileIdentifier                                 INTEGER(0..255),
               certificationAuthorityReference                              KeyIdentifier,
               certificateHolderAuthorisation                               CertificateHolderAuthorisation,
               certificateEndOfValidity                                     TimeReal,
               certificateHolderReference                                   KeyIdentifier,
               publicKey                                                    PublicKey
           }
           certificateProfileIdentifier — Version des entsprechenden Zertifikats.
           Wertzuweisung: '01h' für diese Version.
           CertificationAuthorityReference identifiziert die das Zertifikat ausstellende Zertifizierungsstelle und enthält darüber
           hinaus einen Verweis auf den öffentlichen Schlüssel dieser Zertifizierungsstelle.
           certificateHolderAuthorisation identifiziert die Rechte des Zertifikatsinhabers.
           certificateEndOfValidity — Datum, an dem die Gültigkeit des Zertifikats administrativ endet.
           certificateHolderReference identifiziert den Zertifikatsinhaber und enthält zugleich einen Verweis auf dessen öffent-
           lichen Schlüssel.
           publicKey — der öffentliche Schlüssel, der durch dieses Zertifikat zertifiziert wird.
           2.34 CertificateHolderAuthorisation
           Identifizierung der Rechte eines Zertifikatsinhabers.
           CertificateHolderAuthorisation ::= SEQUENCE {
               tachographApplicationID                           OCTET STRING(SIZE(6))
               equipmentType                                     EquipmentType
           }
           tachographApplicationID — Anwendungsbezeichner für die Fahrtenschreiberanwendung.
           Wertzuweisung: 'FFh' '54h' '41h' '43h' '48h' '4Fh'. Dieser AID ist ein proprietärer nichtregistrierter Anwendungs-
           bezeichner gemäß ISO/IEC 7816-5.
           equipmentType ist die Kennung des Gerätetyps, für den das Zertifikat bestimmt ist.
           Wertzuweisung: entsprechend dem Datentyp EquipmentType. 0, wenn es sich um ein Zertifikat eines Mitgliedstaates
           handelt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               C 126 E/53
          2.35 CertificateRequestID
          Eindeutige Kennung eines Zertifikatsantrags. Kann auch als Bezeichner des öffentlichen Schlüssels einer Fahrzeugeinheit
          verwendet werden, wenn die Seriennummer der Fahrzeugeinheit, für die der Schlüssel bestimmt ist, zum Zeitpunkt der
          Erzeugung des Zertifikats nicht bekannt ist.
          CertificateRequestID ::= SEQUENCE {
              requestSerialNumber                                       INTEGER(0..2 32-1)
              requestMonthYear                                          BCDString(SIZE(2))
              crIdentifier                                              OCTET STRING(SIZE(1))
              manufacturerCode                                          ManufacturerCode
          }
          requestSerialNumber — einmalige Seriennummer des Zertifikatsantrags für den im Folgenden angegebenen Hersteller
          und Monat.
          requestMonthYear — Kennung für den Monat und das Jahr des Zertifikatsantrags.
          Wertzuweisung: BCD-Kodierung des Monats (zwei Stellen) und des Jahres (die beiden letzten Stellen).
          crIdentifier — Bezeichner zur Unterscheidung eines Zertifikatsantrags von einer erweiterten Seriennummer.
          Wertzuweisung: 'FFh'.
          manufacturerCode — numerischer Code des Herstellers, der das Zertifikat beantragt.
          2.36 CertificationAuthorityKID
          Bezeichner des öffentlichen Schlüssels einer Zertifizierungsstelle (Mitgliedstaatliche Stelle oder Europäische Zertifizie-
          rungsstelle).
          CertificationAuthorityKID ::= SEQUENCE {
              nationNumeric                                             NationNumeric
              nationAlpha                                               NationAlpha
              keySerialNumber                                           INTEGER(0..255)
              additionalInfo                                            OCTET STRING(SIZE(2))
              caIdentifier                                              OCTET STRING(SIZE(1))
          }
          nationNumeric — numerischer Landescode der Zertifizierungsstelle.
          nationAlpha — alphanumerischer Landescode der Zertifizierungsstelle.
          keySerialNumber — eine Seriennummer zur Unterscheidung der verschiedenen Schlüssel der Zertifizierungsstelle für
          den Fall des Wechsels von Schlüsseln.
          additionalInfo — 2-Byte-Feld für Zusatzkodierung (je nach Zertifizierungsstelle).
          caIdentifier — Bezeichner zur Unterscheidung des Schlüsselbezeichners einer Zertifizierungsstelle von anderen Schlüs-
          selbezeichnern.
          Wertzuweisung: '01h'.
          2.37 CompanyActivityData
          Auf einer Unternehmenskarte gespeicherte Information zu den mit der Karte ausgeführten Tätigkeiten (Randnummer
          237).
          CompanyActivityData ::= SEQUENCE {
            companyPointerNewestRecord                       INTEGER(0..NoOfCompanyActivi tyRecords-1),
            companyActivityRecords                           SET SIZE(NoOfCompanyActivityRecords) OF
              companyActivityRecord                             SEQUENCE {
                companyActivityType                              CompanyActivityType,
                companyActivityTime                              TimeReal,
                cardNumberInformation                            FullCardNumber,
 ---pagebreak--- C 126 E/54         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
                 vehicleRegistrationInformation                 VehicleRegistrationIdentification,
                 downloadPeriodBegin                            TimeReal,
                 downloadPeriodEnd                              TimeReal
               }
           }
           companyPointerNewestRecord — Index des zuletzt aktualisierten companyActivityRecord.
           Wertzuweisung: Zahl, die dem Zähler des Unternehmenstätigkeitsdatensatzes entspricht, beginnend mit '0' für das erste
           Auftreten des Unternehmenstätigkeitsdatensatzes in der Struktur.
           companyActivityRecords — sämtliche Unternehmenstätigkeitsdatensätze.
           companyActivityRecord — Folge von Informationen zu einer Unternehmenstätigkeit.
           companyActivityType — Art der Unternehmenstätigkeit.
           companyActivityTime — Datum und Uhrzeit der Unternehmenstätigkeit.
           cardNumberInformation — gegebenenfalls Kartennummer und ausstellender Mitgliedstaat der heruntergeladenen
           Karte.
           vehicleRegistrationInformation — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des heruntergeladenen bzw.
           des gesperrten oder entsperrten Fahrzeugs.
           downloadPeriodBegin und downloadPeriodEnd — gegebenenfalls der von der FE heruntergeladene Zeitraum.
           2.38 CompanyActivityType
           Code für die von einem Unternehmen unter Nutzung seiner Unternehmenskarte ausgeführte Tätigkeit.
           CompanyActivityType ::= INTEGER {
               card downloading                                        (1),
               VU downloading                                          (2),
               VU lock-in                                              (3),
               VU lock-out                                             (4)
           }
           2.39 CompanyCardApplicationIdentification
           Auf einer Unternehmenskarte gespeicherte Information zur Identifizierung der Anwendung der Karte (Randnummer
           190).
           CompanyCardApplicationIdentification ::= SEQUENCE {
               typeOfTachographCardId                                  EquipmentType,
               cardStructureVersion                                    CardStructureVersion,
               noOfCompanyActivityRecords                              NoOfCompanyActivityRecords
           }
           typeOfTachographCardId gibt die implementierte Kartenart an.
           cardStructureVersion gibt die Version der auf der Karte implementierten Struktur an.
           noOfCompanyActivityRecords — Anzahl der Unternehmenstätigkeitsdatensätze, die die Karte speichern kann.
           2.40 CompanyCardHolderIdentification
           Auf einer Unternehmenskarte gespeicherte Information zur Identifizierung des Karteninhabers (Randnummer 236).
           CompanyCardHolderIdentification ::= SEQUENCE {
               companyName                                             Name,
               companyAddress                                          Address,
               cardHolderPreferredLanguage                             Language
           }
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/55
          companyName — Name des Unternehmens, dem die Karte gehört.
          companyAddress — Anschrift des Unternehmens, dem die Karte gehört.
          cardHolderPreferredLanguage — Muttersprache des Karteninhabers.
          2.41 ControlCardApplicationIdentification
          Auf einer Kontrollkarte gespeicherte Information zur Identifizierung der Anwendung der Karte (Randnummer 190).
          ControlCardApplicationIdentification ::= SEQUENCE {
              typeOfTachographCardId                                    EquipmentType,
              cardStructureVersion                                      CardStructureVersion,
              noOfControlActivityRecords                                NoOfControlActivityRecords
          }
          typeOfTachographCardId gibt den implementierten Kartentyp an.
          cardStructureVersion gibt die Version der auf der Karte implementierten Struktur an.
          noOfControlActivityRecords — Anzahl der Kontrolltätigaktivitätsdatensätze, die die Karte speichern kann.
          2.42 ControlCardControlActivityData
          Auf einer Kontrollkarte gespeicherte Information zur mit der Karte durchgeführten Kontrollaktivität (Randnummer 233).
          ControlCardControlActivityData ::= SEQUENCE {
              controlPointerNewestRecord                        INTEGER(0..NoOfControlActivityRecords-1),
              controlActivityRecords                            SET SIZE(NoOfControlActivityRecords) OF
                  controlActivityRecord                            SEQUENCE {
                    controlType                                      ControlType,
                    controlTime                                      TimeReal,
                    controlledCardNumber                             FullCardNumber,
                    controlledVehicleRegistration                    VehicleRegistrationIdentification,
                    controlDownloadPeriodBegin                       TimeReal,
                    controlDownloadPeriodEnd                         TimeReal
                  }
          }
          controlPointerNewestRecord — Index des zuletzt aktualisierten Kontrolltätigkeitsdatensatzes.
          Wertzuweisung: Zahl, die dem Zähler des Kontrolltätigkeitsdatensatzes entspricht, beginnend mit '0' für das erste
          Auftreten des Kontrolltätigkeitsdatensatzes in der Struktur.
          controlActivityRecords — sämtliche Kontrolltätigkeitsdatensätze.
          controlActivityRecord — Folge von Informationen zu einer Kontrolle.
          controlType — Art der Kontrolle.
          controlTime — Datum und Uhrzeit der Kontrolle.
          controlledCardNumber — Kartennummer und ausstellender Mitgliedstaat der kontrollierten Karte.
          controlledVehicleRegistration — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs, in dem die
          Kontrolle stattfand.
          controlDownloadPeriodBegin und controlDownloadPeriodEnd — heruntergeladener Zeitraum.
          2.43 ControlCardHolderIdentification
          Auf einer Kontrollkarte gespeicherte Information zur Identifizierung des Karteninhabers (Randnummer 232).
 ---pagebreak--- C 126 E/56         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
           ControlCardHolderIdentification ::= SEQUENCE {
                controlBodyName                                          Name,
                controlBodyAddress                                       Address,
                cardHolderName                                           HolderName,
                cardHolderPreferredLanguage                              Language
           }
           controlBodyName — Name der Kontrollstelle des Karteninhabers.
           controlBodyAddress — Anschrift der Kontrollstelle des Karteninhabers.
           cardHolderName — Name und Vorname(n) des Inhabers der Kontrollkarte.
           cardHolderPreferredLanguage — Muttersprache des Karteninhabers.
           2.44 ControlType
           Code zur Angabe der bei einer Kontrolle ausgeführten Aktivitäten. Dieser Datentyp bezieht sich auf die Randnummern
           102, 210 and 225.
           ControlType ::= OCTET STRING (SIZE(1))
           Wertzuweisung — Oktettanordnung: 'cvpdxxxx'B (8 Bit)
           'c'B          Herunterladen Karte:
                         '0'B: Karte bei dieser Kontrollaktivität nicht heruntergeladen,
                         '1'B: Karte bei dieser Kontrollaktivität heruntergeladen
           'v'B          Herunterladen FE:
                         '0'B: FE bei dieser Kontrollaktivität nicht heruntergeladen,
                         '1'B: FE bei dieser Kontrollaktivität heruntergeladen
           'p'B          Drucken:
                         '0'B: kein Drucken bei dieser Kontrollaktivität,
                         '1'B: Drucken bei dieser Kontrollaktivität
           'd'B          Anzeige:
                         '0'B: keine Anzeige bei dieser Kontrollaktivität verwendet,
                         '1'B: Anzeige bei dieser Kontrollaktivität verwendet
           'xxxx'B       Nicht verwendet.
           2.45 CurrentDateTime
           Aktuelles Datum und aktuelle Uhrzeit des Kontrollgeräts.
           CurrentDateTime ::= TimeReal
           Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
           2.46 DailyPresenceCounter
           Auf einer Fahrer- oder Werkstattkarte gespeicherter Zähler, der für jeden Kalendertag, an dem die Karte in eine FE
           eingesteckt wurde, um eins erhöht wird. Dieser Datentyp bezieht sich auf die Randnummern 199 and 219.
           DailyPresenceCounter ::= BCDString(SIZE(2))
           Wertzuweisung: Laufende Nummer mit Höchstwert = 9 999, danach wieder bei 0 beginnend. Zum Zeitpunkt des
           ersten Einsteckens der Karte ist die Zahl auf 0 gesetzt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/57
          2.47 Datef
          Datum in einem leicht ausdruckbaren numerischen Format.
          Datef ::= SEQUENCE {
              year           BCDString(SIZE(2)),
              month          BCDString(SIZE(1)),
              day            BCDString(SIZE(1))
          }
          Wertzuweisung:
          yyyy                Jahr
          mm                  Monat
          dd                  Tag
          '00000000'H         bezeichnet explizit kein Datum.
          2.48 Distance
          Eine zurückgelegte Wegstrecke (Ergebnis der Differenz von zwei Kilometerständen des Fahrzeugs).
          Distance ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: Vorzeichenlose Binärzahl. Wert in km im Betriebsbereich 0 bis 9 999 km.
          2.49 DriverCardApplicationIdentification
          Auf einer Fahrerkarte gespeicherte Information zur Identifizierung der Anwendung der Karte (Randnummer 190).
          DriverCardApplicationIdentification ::= SEQUENCE {
              typeOfTachographCardId                                    EquipmentType,
              cardStructureVersion                                      CardStructureVersion,
              noOfEventsPerType                                         NoOfEventsPerType,
              noOfFaultsPerType                                         NoOfFaultsPerType,
              activityStructureLength                                   CardActivityLengthRange,
              noOfCardVehicleRecords                                    NoOfCardVehicleRecords,
              noOfCardPlaceRecords                                      NoOfCardPlaceRecords
          }
          typeOfTachographCardId gibt die implementierte Kartenart an.
          cardStructureVersion gibt die Version der auf der Karte implementierten Version der Struktur an.
          noOfEventsPerType — Anzahl der Ereignisse je Ereignisart, die die Karte speichern kann.
          noOfFaultsPerType — Anzahl der Störungen je Störungsart, die die Karte speichern kann.
          activityStructureLength gibt die Zahl der Bytes an, die für die Speicherung von Tätigkeitsdatensätzen zur Verfügung
          stehen.
          noOfCardVehicleRecords — Anzahl der Fahrzeugdatensätze, die die Karte enthalten kann.
          noOfCardPlaceRecords — Anzahl der Orte, die die Karte aufzeichnen kann.
          2.50 DriverCardHolderIdentification
          Auf einer Fahrerkarte gespeicherte Information zur Identifizierung des Karteninhabers (Randnummer 195).
          DriverCardHolderIdentification ::= SEQUENCE {
              cardHolderName                                            HolderName,
              cardHolderBirthDate                                       Datef,
              cardHolderPreferredLanguage                               Language
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/58        DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               28.5.2002
           cardHolderName — Name und Vorname(n) des Inhabers der Fahrerkarte.
           cardHolderBirthDate — Geburtsdatum des Inhabers der Fahrerkarte.
           cardHolderPreferredLanguage — Muttersprache des Karteninhabers.
           2.51 EntryTypeDailyWorkPeriod
           Code zur Unterscheidung zwischen Beginn und Ende des Eintrags eines Arbeitstages und Eingabebedingung.
           EntryTypeDailyWorkPeriod ::= INTEGER {
               Begin, related time = card insertion time or time of entry                                        (0),
               End,      related time = card withdrawal time or time of entry                                    (1),
               Begin, related time manually entered (start time)                                                 (2),
               End,      related time manually entered (end of work period)                                      (3),
               Begin, related time assumed by VU                                                                 (4),
               End,      related time assumed by VU                                                              (5)
           }
           Wertzuweisung: gemäß ISO/IEC8824-1.
           2.52 EquipmentType
           Code zur Unterscheidung verschiedener Gerätetypen für die Fahrtenschreiberanwendung.
           EquipmentType ::= INTEGER(0..255)
           - - Reserved                                             (0),
           - - Driver Card                                          (1),
           - - Workshop Card                                        (2),
           - - Control Card                                         (3),
           - - Company Card                                         (4),
           - - Manufacturing Card                                   (5),
           - - Vehicle Unit                                         (6),
           - - Motion Sensor                                        (7),
           - - RFU                                                  (8..255)
           Wertzuweisung: gemäß ISO/IEC8824-1.
           Der Wert 0 ist für die Angabe des Mitgliedstaats oder Europas im CHA-Feld der Zertifikate reserviert.
           2.53 EuropeanPublicKey
           Der europäische öffentliche Schlüssel.
           EuropeanPublicKey ::= PublicKey
           2.54 EventFaultType
           Code zur näheren Beschreibung eines Ereignisses oder einer Störung.
           EventFaultType ::= OCTET STRING (SIZE(1))
           Wertzuweisung:
           '0x'H                  Allgemeine Ereignisse
           '00'H                  Keine weiteren Angaben
           '01'H                  Einstecken einer ungültigen Karte
           '02'H                  Kartenkonflikt
           '03'H                  Zeitüberlappung
           '04'H                  Lenken ohne geeignete Karte
           '05'H                  Einstecken der Karte während des Lenkens
           '06'H                  Letzter Vorgang nicht korrekt abgeschlossen
           '07'H                  Geschwindigkeitsüberschreitung
 ---pagebreak--- 28.5.2002        DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                    C 126 E/59
          '08'H                   Unterbrechung der Stromversorgung
          '09'H                   Datenfehler Weg und Geschwindigkeit
          '0A'H .. '0F'H          RFU (für zukünftige Funktionen reserviert)
          '1x'H                   Sicherheitsverletzende Versuche an der Fahrzeugeinheit
          '10'H                   Keine weiteren Angaben
          '11'H                   Fehlgeschlagene Authentisierung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
          '12'H                   Authentisierungsfehler der Fahrtenschreiberkarte
          '13'H                   Unbefugte Veränderung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
          '14'H                   Integritätsfehler der Kartendateneingabedaten
          '15'H                   Integritätsfehler der gespeicherten Benutzerdaten
          '16'H                   Interner Datenübertragungsfehler
          '17'H                   Unberechtigtes Öffnen des Gehäuses
          '18'H                   Hardwaremanipulation
          '19'H .. '1F'H          RFU
          '2x'H                   Sicherheitsverletzende Versuche Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
          '20'H                   Keine weiteren Angaben
          '21'H                   Fehlgeschlagene Authentisierung
          '22'H                   Integritätsfehler der Speicherdaten
          '23'H                   Interner Datenübertragungsfehler
          '24'H                   Unberechtigtes Öffnen des Gehäuses
          '25'H                   Hardwaremanipulation
          '26'H .. '2F'H          RFU
          '3x'H                   Störungen Kontrollgerät
          '30'H                   Keine weiteren Angaben
          '31'H                   FE-interne Störung
          '32'H                   Druckerstörung
          '33'H                   Anzeigestörung
          '34'H                   Störung beim Herunterladen
          '35'H                   Sensorstörung
          '36'H .. '3F'H          RFU
          '4x'H                   Kartenstörungen
          '40'H                   Keine weiteren Angaben
          '41'H .. '4F'H          RFU
          '50'H .. '7F'H          RFU
          '80'H .. 'FF'H          Herstellerspezifisch.
          2.55 EventFaultRecordPurpose
          Code, der erläutert, warum ein Ereignis oder eine Störung aufgezeichnet wurde.
          EventFaultRecordPurpose ::= OCTET STRING (SIZE(1))
          Wertzuweisung:
          '00'H                   eines der 10 jüngsten Ereignisse oder Störungen
          '01'H                   das längste Ereignis an einem der letzten 10 Tage des Auftretens
          '02'H                   eines der 5 längsten Ereignisse in den letzten 365 Tagen
          '03'H                   das letzte Ereignis an einem der letzten 10 Tage des Auftretens
          '04'H                   das schwerwiegendste Ereignis an einen der letzten 10 Tage des Auftretens
          '05'H                   eines der 5 schwerwiegendsten Ereignisse in den letzten 365 Tagen
          '06'H                   das erste Ereignis oder die erste Störung nach der letzten Kalibrierung
          '07'H                   ein aktives Ereignis oder eine andauernde Störung
          '08'H .. '7F'H          RFU
          '80'H .. 'FF'H          herstellerspezifisch
 ---pagebreak--- C 126 E/60         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
           2.56 ExtendedSerialNumber
           Eindeutige Kennung eines Geräts. Kann auch als Bezeichner des öffentlichen Schlüssels eines Geräts verwendet werden.
           ExtendedSerialNumber ::= SEQUENCE {
               serialNumber                                            INTEGER(0..2 32-1)
               monthYear                                               BCDString(SIZE(2))
               type                                                    OCTET STRING(SIZE(1))
               manufacturerCode                                        ManufacturerCode
           }
           serialNumber — einmalige Seriennummer des Geräts in Bezug auf den Hersteller, den Gerätetyp und den im Folgenden
           angegebenen Monat.
           monthYear — Kennung für den Monat und das Jahr der Herstellung (oder der Zuweisung der Seriennummer).
           Wertzuweisung: BCD-Kodierung des Monats (zwei Stellen) und des Jahres (die beiden letzten Stellen).
           type — Bezeichner des Gerätetyps.
           Wertzuweisung: herstellerspezifisch, mit reserviertem Wert 'FFh'.
           manufacturerCode — numerischer Code des Geräteherstellers.
           2.57 FullCardNumber
           Code zur vollständigen Identifizierung einer Karte.
           FullCardNumber ::= SEQUENCE {
               cardType                                                EquipmentType,
               cardIssuingMemberState                                  NationNumeric,
               cardNumber                                              CardNumber
           }
           cardType — Art der Fahrtenschreiberkarte.
           cardIssuingMemberState — Code des Mitgliedstaates, der die Karte ausgestellt hat.
           cardNumber — Kartennummer.
           2.58 HighResOdometer
           Kilometerstand des Fahrzeugs: Vom Fahrzeug während des Betriebs insgesamt zurückgelegte Wegstrecke.
           HighResOdometer ::= INTEGER(0..2 32-1)
           Wertzuweisung: Vorzeichenlose Binärzahl. Wert in 1/200 km im Betriebsbereich 0 bis 21 055 406 km.
           2.59 HighResTripDistance
           Während einer Fahrt oder eines Teils einer Fahrt zurückgelegte Wegstrecke.
           HighResTripDistance ::= INTEGER(0..2 32-1)
           Wertzuweisung: Vorzeichenlose Binärzahl. Wert in 1/200 km im Betriebsbereich 0 bis 21 055 406 km.
           2.60 HolderName
           Familienname und Vorname(n) eines Karteninhabers.
           HolderName ::= SEQUENCE {
               holderSurname                                           Name,
               holderFirstNames                                        Name
           }
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/61
          holderSurname — Familienname des Inhabers ohne Titel.
          Wertzuweisung: Handelt es sich nicht um eine auf eine bestimmte Person ausgestellte Karte, enthält holderSurname die
          gleichen Informationen wie companyName oder workshopName oder controlBodyName.
          holderFirstNames — Vorname(n) und Initialen des Inhabers.
          2.61 K-ConstantOfRecordingEquipment
          Kontrollgerätkonstante (Begriffsbestimmung m)).
          K-ConstantOfRecordingEquipment ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: Impulse je Kilometer im Betriebsbereich 0 bis 64 255 Imp/km.
          2.62 KeyIdentifier
          Eindeutiger Bezeichner eines öffentlichen Schlüssels zur Herstellung eines Verweises auf den Schlüssel und für dessen
          Auswahl. Identifiziert zugleich den Inhaber des Schlüssels.
          KeyIdentifier ::= CHOICE {
               extendedSerialNumber                                    ExtendedSerialNumber,
               certificateRequestID                                    CertificateRequestID,
               certificationAuthorityKID                               CertificationAuthorityKID
          }
          Die erste Auswahlmöglichkeit eignet sich zum Verweis auf den öffentlichen Schlüssel einer Fahrzeugeinheit oder einer
          Fahrtenschreiberkarte.
          Die zweite Auswahlmöglichkeit eignet sich zum Verweis auf den öffentlichen Schlüssel einer Fahrzeugeinheit (falls die
          Seriennummer der Fahrzeugeinheit zum Zeitpunkt der Generierung des Zertifikats nicht bekannt ist).
          Die dritte Auswahlmöglichkeit eignet sich zum Verweis auf den öffentlichen Schlüssel eines Mitgliedstaates.
          2.63 L-TyreCircumference
          Tatsächlicher Umfang der Fahrzeugreifen (Begriffsbestimmung u)).
          L-TyreCircumference ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: Vorzeichenlose Binärzahl, Wert in 1/8 mm im Betriebsbereich 0 bis 8 031 mm.
          2.64 Language
          Code zur Identifizierung einer Sprache.
          Language ::= IA5String(SIZE(2))
          Wertzuweisung: Kodierung aus zwei Kleinbuchstaben gemäß ISO 639.
          2.65 LastCardDownload
          Auf der Fahrerkarte gespeicherte(s) Datum und Uhrzeit des letzten Herunterladens der Daten von der Karte (zu anderen
          als Kontrollzwecken). Diese Datumsangabe kann mit einer beliebigen FE oder einem Kartenlesegerät geändert werden.
          LastCardDownload ::= TimeReal
          Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
          2.66 ManualInputFlag
          Code, der angibt, ob ein Karteninhaber beim Einstecken der Karte Fahrertätigkeiten manuell eingegeben hat oder nicht
          (Randnummer 081).
 ---pagebreak--- C 126 E/62          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
           ManualInputFlag ::= INTEGER {
               noEntry                                                      (0)
               manualEntries                                                (1)
           }
           Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
           2.67 ManufacturerCode
           Code zur Identifizierung des Herstellers.
           ManufacturerCode ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung:
           '00'H                    Keine Informationen verfügbar
           '01'H                    Reservierter Wert
           '02'H .. '0F'H           Zur künftigen Verwendung reserviert
           '10'H                    ACTIA
           '11'H .. '17'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'A' beginnt
           '18'H .. '1F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'B' beginnt
           '20'H .. '27'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'C' beginnt
           '28'H .. '2F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'D' beginnt
           '30'H .. '37'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'E' beginnt
           '38'H .. '3F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'F' beginnt
           '40'H                    Giesecke & Devrient GmbH
           '41'H                    GEM plus
           '42'H .. '47'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'G' beginnt
           '48'H .. '4F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'H' beginnt
           '50'H .. '57'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'I' beginnt
           '58'H .. '5F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'J' beginnt
           '60'H .. '67'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'K' beginnt
           '68'H .. '6F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'L' beginnt
           '70'H .. '77'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'M' beginnt
           '78'H .. '7F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'N' beginnt
           '80'H                    OSCARD
           '81'H .. '87'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'O' beginnt
           '88'H .. '8F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'P' beginnt
           '90'H .. '97'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'Q' beginnt
           '98'H .. '9F'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'R' beginnt
           'A0'H                    SETEC
           'A1'H                    SIEMENS VDO
           'A2'H                    STONERIDGE
           'A3'H .. 'A7'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'S' beginnt
           'AA'H                    TACHOCONTROL
           'AB'H .. 'AF'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'T' beginnt
           'B0'H .. 'B7'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'U' beginnt
           'B8'H .. 'BF'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'V' beginnt
           'C0'H .. 'C7'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'W' beginnt
           'C8'H .. 'CF'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'X' beginnt
           'D0'H .. 'D7'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'Y' beginnt
           'D8'H .. 'DF'H           Reserviert für Hersteller, deren Name mit 'Z' beginnt
           2.68 MemberStateCertificate
           Zertifikat des öffentlichen Schlüssels eines Mitgliedstaates, ausgestellt von der europäischen Zertifizierungsstelle.
           MemberStateCertificate ::= Certificate
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 126 E/63
          2.69 MemberStatePublicKey
          Der öffentliche Schlüssel eines Mitgliedstaates.
          MemberStatePublicKey ::= PublicKey
          2.70 Name
          Ein Name.
          Name ::= SEQUENCE {
              codePage                                                 INTEGER (0..255),
              name                                                     OCTET STRING (SIZE(35))
          }
          codePage gibt den Teil der ISO/IEC 8859 an, der zur Kodierung des Namens verwendet wurde.
          name — ein entsprechend der ISO/IEC 8859-Codepage kodierter Name.
          2.71 NationAlpha
          Alphabetische Bezeichnung eines Landes entsprechend der üblichen Landeskennzeichen an Kraftfahrzeugen und/oder
          entsprechend der Verwendung in den international einheitlichen Fahrzeugversicherungspapieren (grüne Versicherungs-
          karte).
          NationAlpha ::= IA5String(SIZE(3))
          Wertzuweisung:
          '      '                Keine Information verfügbar
          'A '                    Österreich
          'AL '                   Albanien
          'AND'                   Andorra
          'ARM'                   Armenien
          'AZ '                   Aserbaidschan
          'B '                    Belgien
          'BG '                   Bulgarien
          'BIH'                   Bosnien und Herzegowina
          'BY '                   Weißrussland
          'CH '                   Schweiz
          'CY '                   Zypern
          'CZ '                   Tschechische Republik
          'D '                    Deutschland
          'DK '                   Dänemark
          'E '                    Spanien
          'EST'                   Estland
          'F '                    Frankreich
          'FIN'                   Finnland
          'FL '                   Liechtenstein
          'FR '                   Färöer
          'UK '                   Vereinigtes Königreich, Alderney, Guernsey, Jersey, Isle of Man, Gibraltar
          'GE '                   Georgien
          'GR '                   Griechenland
          'H '                    Ungarn
          'HR '                   Kroatien
          'I '                    Italien
          'IRL'                   Irland
          'IS '                   Island
          'KZ '                   Kasachstan
          'L '                    Luxemburg
          'LT '                   Litauen
          'LV '                   Lettland
          'M '                    Malta
          'MC '                   Monaco
 ---pagebreak--- C 126 E/64         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28.5.2002
           'MD '                 Republik Moldau
           'MK '                 Mazedonien
           'N '                  Norwegen
           'NL '                 Niederlande
           'P '                  Portugal
           'PL '                 Polen
           'RO '                 Rumänien
           'RSM'                 San Marino
           'RUS'                 Russische Föderation
           'S '                  Schweden
           'SK '                 Slowakei
           'SLO'                 Slowenien
           'TM '                 Turkmenistan
           'TR '                 Türkei
           'UA '                 Ukraine
           'V '                  Vatikanstadt
           'YU '                 Jugoslawien
           'UNK'                 Unbekannt
           'EC '                 Europäische Gemeinschaft
           'EUR'                 Übriges Europa
           'WLD'                 Übrige Welt.
           2.72 NationNumeric
           Numerische Bezeichnung eines Landes.
           NationNumeric ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung:
           --  Keine Informationen verfügbar                         (00)H,
           --  Österreich                                            (01)H,
           --  Albanien                                              (02)H,
           --  Andorra                                               (03)H,
           --  Armenien                                              (04)H,
           --  Aserbaidschan                                         (05)H,
           --  Belgien                                               (06)H,
           --  Bulgarien                                             (07)H,
           --  Bosnien und Herzegowina                               (08)H,
           --  Weißrussland                                          (09)H,
           --  Schweiz                                               (0A)H,
           --  Zypern                                                (0B)H,
           --  Tschechische Republik                                 (0C)H,
           --  Deutschland                                           (0D)H,
           --  Dänemark                                              (0E)H,
           --  Spanien                                               (0F)H,
           --  Estland                                               (10)H,
           --  Frankreich                                            (11)H,
           --  Finnland                                              (12)H,
           --  Liechtenstein                                         (13)H,
           --  Färöer                                                (14)H,
           --  Vereinigtes Königreich                                (15)H,
           --  Georgien                                              (16)H,
           --  Griechenland                                          (17)H,
           --  Ungarn                                                (18)H,
           --  Kroatien                                              (19)H,
           --  Italien                                               (1A)H,
           --  Irland                                                (1B)H,
           --  Island                                                (1C)H,
           --  Kasachstan                                            (1D)H,
           --  Luxemburg                                             (1E)H,
           --  Litauen                                               (1F)H,
           --  Lettland                                              (20)H,
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/65
          --   Malta                                                    (21)H,
          --   Monaco                                                   (22)H,
          --   Republik Moldau                                          (23)H,
          --   Mazedonien                                               (24)H,
          --   Norwegen                                                 (25)H,
          --   Niederlande                                              (26)H,
          --   Portugal                                                 (27)H,
          --   Polen                                                    (28)H,
          --   Rumänien                                                 (29)H,
          --   San Marino                                               (2A)H,
          --   Russische Föderation                                     (2B)H,
          --   Schweden                                                 (2C)H,
          --   Slowakei                                                 (2D)H,
          --   Slowenien                                                (2E)H,
          --   Turkmenistan                                             (2F)H,
          --   Türkei                                                   (30)H,
          --   Ukraine                                                  (31)H,
          --   Vatikanstadt                                             (32)H,
          --   Jugoslawien                                              (33)H,
          --   RFU                                                      (34..FC)H,
          --   Europäische Gemeinschaft                                 (FD)H,
          --   Übriges Europa                                           (FE)H,
          --   Übrige Welt                                              (FF)H
          2.73 NoOfCalibrationRecords
          Anzahl der Kalibrierungsdatensätze, die eine Werkstattkarte speichern kann.
          NoOfCalibrationRecords ::= INTEGER(0..255)
          Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
          2.74 NoOfCalibrationsSinceDownload
          Zähler zur Angabe der mit einer Werkstattkarte seit dem letzten Herunterladen durchgeführten Kalibrierungen (Rand-
          nummer 230).
          NoOfCalibrationsSinceDownload ::= INTEGER(0..2 16-1),
          Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
          2.75 NoOfCardPlaceRecords
          Anzahl der Ortsdatensätze, die eine Fahrer- oder Werkstattkarte speichern kann.
          NoOfCardPlaceRecords ::= INTEGER(0..255)
          Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
          2.76 NoOfCardVehicleRecords
          Anzahl der Angaben zu den gefahrenen Fahrzeugen enthaltenden Datensätze, die eine Fahrer- oder Werkstattkarte
          speichern kann.
          NoOfCardVehicleRecords ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
          2.77 NoOfCompanyActivityRecords
          Anzahl der Unternehmenstätigkeitsdatensätze, die eine Unternehmenskarte speichern kann.
          NoOfCompanyActivityRecords ::= INTEGER(0..2 16-1)
          Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
 ---pagebreak--- C 126 E/66         DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
           2.78 NoOfControlActivityRecords
           Anzahl der Kontrollaktivitätsdatensätze, die eine Kontrollkarte speichern kann.
           NoOfControlActivityRecords ::= INTEGER(0..2 16-1)
           Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
           2.79 NoOfEventsPerType
           Anzahl der Ereignisse je Ereignisart, die eine Karte speichern kann.
           NoOfEventsPerType ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
           2.80 NoOfFaultsPerType
           Anzahl der Störungen je Störungsart, die eine Karte speichern kann.
           NoOfFaultsPerType ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung: siehe Abschnitt 3.
           2.81 OdometerValueMidnight
           Kilometerstand des Fahrzeugs um Mitternacht am jeweiligen Tag (Randnummer 090).
           OdometerValueMidnight ::= OdometerShort
           Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
           2.82 OdometerShort
           Kilometerstand des Fahrzeugs in Kurzform.
           OdometerShort ::= INTEGER(0..2 24-1)
           Wertzuweisung: Vorzeichenlose Binärzahl. Wert in km im Betriebsbereich 0 bis 9 999 999 km.
           2.83 OverspeedNumber
           Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen seit der letzten Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung.
           OverspeedNumber ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung: 0 bedeutet, dass seit der letzten Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung kein Ereignis Geschwindig-
           keitsüberschreitung aufgetreten ist, 1 bedeutet, dass 1 derartiges Ereignis seit der letzten entsprechenden Kontrolle
           aufgetreten ist, . . . 255 bedeutet, dass 255 oder mehr derartige Ereignisse seit der letzten entsprechenden Kontrolle
           aufgetreten sind.
           2.84 PlaceRecord
           Informationen zum Ort des Beginns oder Endes des Arbeitstages (Randnummer 087, 202, 221).
           PlaceRecord ::= SEQUENCE {
                entryTime                                                TimeReal,
                entryTypeDailyWorkPeriod                                 EntryTypeDailyWorkPeriod,
                dailyWorkPeriodCountry                                   NationNumeric,
                dailyWorkPeriodRegion                                    RegionNumeric,
                vehicleOdometerValue                                     OdometerShort
           }
           entryTime — auf die Eingabe bezogene Datums- und Zeitangabe.
           entryTypeDailyWorkPeriod — Art der Eingabe.
           dailyWorkPeriodCountry — eingegebenes Land.
           dailyWorkPeriodRegion — eingegebene Region.
           vehicleOdometerValue — Kilometerstand zum Zeitpunkt und am Ort der Eingabe.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 126 E/67
          2.85 PreviousVehicleInfo
          Information zum zuvor von einem Fahrer gefahrenen Fahrzeug beim Einstecken seiner Karte in eine Fahrzeugeinheit
          (Randnummer 081).
          PreviousVehicleInfo ::= SEQUENCE {
              vehicleRegistrationIdentification                      VehicleRegistrationIdentification,
              cardWithdrawalTime                                     TimeReal
          }
          vehicleRegistrationIdentification — amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des Fahrzeugs.
          cardWithdrawalTime — Datum und Uhrzeit der Kartenentnahme.
          2.86 PublicKey
          Ein öffentlicher RSA-Schlüssel.
          PublicKey ::= SEQUENCE {
              rsaKeyModulus                                          RSAKeyModulus,
              rsaKeyPublicExponent                                   RSAKeyPublicExponent
          }
          rsaKeyModulus — Modulus des Schlüsselpaares.
          rsaKeyPublicExponent — öffentlicher Exponent des Schlüsselpaares.
          2.87 RegionAlpha
          Alphabetische Angabe einer Region innerhalb eines bestimmten Landes.
          RegionAlpha ::= IA5STRING(SIZE(3))
          Wertzuweisung:
          '      '               Keine Informationen verfügbar
          Spanien:
          'AN '                   Andalucía
          'AR '                   Aragón
          'AST '                  Asturias
          'C     '                Cantabria
          'CAT '                  Cataluña
          'CL '                   Castilla-León
          'CM '                   Castilla-La-Mancha
          'CV '                   Valencia
          'EXT '                  Extremadura
          'G     '                Galicia
          'IB '                   Baleares
          'IC '                   Canarias
          'LR '                   La Rioja
          'M     '                Madrid
          'MU '                   Murcia
          'NA '                   Navarra
          'PV '                   País Vasco
          2.88 RegionNumeric
          Numerische Angabe einer Region innerhalb eines bestimmten Landes.
          RegionNumeric ::= OCTET STRING (SIZE(1))
 ---pagebreak--- C 126 E/68          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   28.5.2002
           Wertzuweisung:
           '00'H                   Keine Informationen verfügbar
           Spanien:
           '01'H                  Andalucía
           '02'H                  Aragón
           '03'H                  Asturias
           '04'H                  Cantabria
           '05'H                  Cataluña
           '06'H                  Castilla-León
           '07'H                  Castilla-La-Mancha
           '08'H                  Valencia
           '09'H                  Extremadura
           '0A'H                  Galicia
           '0B'H                  Baleares
           '0C'H                  Canarias
           '0D'H                  La Rioja
           '0E'H                  Madrid
           '0F'H                  Murcia
           '10'H                  Navarra
           '11'H                  País Vasco
           2.89 RSAKeyModulus
           Der Modulus eines RSA-Schlüsselpaares.
           RSAKeyModulus ::= OCTET STRING (SIZE(128))
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.90 RSAKeyPrivateExponent
           Privater Exponent eines RSA-Schlüsselpaares.
           RSAKeyPrivateExponent ::= OCTET STRING (SIZE(128))
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.91 RSAKeyPublicExponent
           Öffentlicher Exponent eines RSA-Schlüsselpaares.
           RSAKeyPublicExponent ::= OCTET STRING (SIZE(8))
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.92 SensorApprovalNumber
           Bauartgenehmigungsnummer des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
           SensorApprovalNumber ::= IA5String(SIZE(8))
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.93 SensorIdentification
           In einem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gespeicherte Information zur Identifizierung des Weg- und/oder Ge-
           schwindigkeitsgebers (Randnummer 077).
           SensorIdentification ::= SEQUENCE {
               sensorSerialNumber                                     SensorSerialNumber,
               sensorApprovalNumber                                   SensorApprovalNumber,
               sensorSCIdentifier                                     SensorSCIdentifier,
               sensorOSIdentifier                                     SensorOSIdentifier
           }
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/69
          sensorSerialNumber — erweiterte Seriennummer des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers (umfasst Teilnummer
          und Herstellercode).
          sensorApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
          sensorSCIdentifier — Bezeichner der Sicherheitskomponente des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
          sensorOSIdentifier — Bezeichner des Betriebssystems des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
          2.94 SensorInstallation
          In einem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gespeicherte Information zur Installation des Weg- und/oder Geschwin-
          digkeitsgebers (Randnummer 099).
          SensorInstallation ::= SEQUENCE {
               sensorPairingDateFirst                                 SensorPairingDate,
               firstVuApprovalNumber                                  VuApprovalNumber,
               firstVuSerialNumber                                    VuSerialNumber,
               sensorPairingDateCurrent                               SensorPairingDate,
               currentVuApprovalNumber                                VuApprovalNumber,
               currentVUSerialNumber                                  VuSerialNumber
          }
          sensorPairingDateFirst — Datum der ersten Koppelung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers mit einer Fahr-
          zeugeinheit.
          firstVuApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer der ersten mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
          gekoppelten Fahrzeugeinheit.
          firstVuSerialNumber — Seriennummer der ersten mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gekoppelten Fahr-
          zeugeinheit.
          sensorPairingDateCurrent — Datum der derzeitigen Koppelung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber mit der
          Fahrzeugeinheit.
          currentVuApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer der derzeit mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeits-
          geber gekoppelten Fahrzeugeinheit.
          currentVUSerialNumber — Seriennummer der derzeit mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gekoppelten
          Fahrzeugeinheit.
          2.95 SensorInstallationSecData
          Auf einer Werkstattkarte gespeicherte Information zu den für die Koppelung von Weg- und/oder Geschwindigkeits-
          gebern und Fahrzeugeinheiten benötigten Sicherheitsdaten (Randnummer 214).
          SensorInstallationSecData ::= TDesSessionKey
          Wertzuweisung: gemäß ISO 16844-3.
          2.96 SensorOSIdentifier
          Bezeichner des Betriebssystems des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
          SensorOSIdentifier ::= IA5String(SIZE(2))
          Wertzuweisung: herstellerspezifisch.
          2.97 SensorPaired
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zur Identifizierung des mit der Fahrzeugeinheit gekoppelten Weg-
          und/oder Geschwindigkeitsgebers (Randnummer 079).
          SensorPaired ::= SEQUENCE {
               sensorSerialNumber                                     SensorSerialNumber,
               sensorApprovalNumber                                   SensorApprovalNumber,
               sensorPairingDateFirst                                 SensorPairingDate
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/70           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
           sensorSerialNumber — Seriennummer des derzeit mit der Fahrzeugeinheit gekoppelten Weg- und/oder Geschwindig-
           keitsgebers.
           sensorApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer des derzeit mit der Fahrzeugeinheit gekoppelten Weg- und/
           oder Geschwindigkeitsgebers.
           sensorPairingDateFirst — Datum der ersten Koppelung des derzeit mit der Fahrzeugeinheit gekoppelten Weg- und/
           oder Geschwindigkeitsgebers mit einer Fahrzeugeinheit.
           2.98 SensorPairingDate
           Datum einer Koppelung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers mit einer Fahrzeugeinheit.
           SensorPairingDate ::= TimeReal
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.99 SensorSerialNumber
           Seriennummer des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
           SensorSerialNumber ::= ExtendedSerialNumber
           2.100 SensorSCIdentifier
           Bezeichner der Sicherheitskomponente des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
           SensorSCIdentifier ::= IA5String(SIZE(8))
           Wertzuweisung: Komponente herstellerspezifisch.
           2.101 Signature
           Eine digitale Signatur.
           Signature ::= OCTET STRING (SIZE(128))
           Wertzuweisung: gemäß Anlage 11, ,Gemeinsame Sicherheitsmechanismen‘.
           2.102 SimilarEventsNumber
           Anzahl ähnlicher Ereignisse an einem bestimmten Tag (Randnummer 094).
           SimilarEventsNumber ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung: 0 wird nicht verwendet, 1 bedeutet, dass an diesem Tag nur ein Ereignis dieser Art aufgetreten und
           gespeichert wurde, 2 bedeutet, dass 2 Ereignisse dieser Art an diesem Tag aufgetreten sind (nur eines wurde gespeichert),
           . . . 255 bedeutet, dass 255 oder mehr Ereignisse dieser Art an diesem Tag aufgetreten sind.
           2.103 SpecificConditionType
           Code zur Identifizierung einer spezifischen Bedingung (Randnummer 050b, 105a, 212a and 230a).
           SpecificConditionType ::= INTEGER(0..255)
           Wertzuweisung:
           '00'H                    RFU
           '01'H                    Kontrollgerät nicht erforderlich — Anfang
           '02'H                    Kontrollgerät nicht erforderlich — Ende
           '03'H                    Fährüberfahrt/Zugfahrt
           '04'H .. 'FF'H           RFU
           2.104 SpecificConditionRecord
           Auf einer Fahrerkarte, einer Werkstattkarte oder in einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer spezifischen
           Bedingung (Randnummer 105a, 212a and 230a).
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 C 126 E/71
          SpecificConditionRecord ::= SEQUENCE {
              entryTime                                                TimeReal,
              specificConditionType                                    SpecificConditionType
          }
          entryTime — Datum und Uhrzeit der Eingabe.
          specificConditionType — Code zur Identifizierung der spezifischen Bedingung.
          2.105 Speed
          Fahrzeuggeschwindigkeit (km/h).
          Speed ::= INTEGER(0..255)
          Wertzuweisung: Kilometer pro Stunde im Betriebsbereich 0 bis 220 km/h.
          2.106 SpeedAuthorised
          Zulässige Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs (Begriffsbestimmung bb)).
          SpeedAuthorised ::= Speed
          2.107 SpeedAverage
          Durchschnittsgeschwindigkeit in einem vorher festgelegten Zeitraum (km/h).
          SpeedAverage ::= Speed
          2.108 SpeedMax
          Höchstgeschwindigkeit in einem vorher festgelegten Zeitraum.
          SpeedMax ::= Speed
          2.109 TDesSessionKey
          Ein Triple-DES-Sitzungsschlüssel.
          TDesSessionKey ::= SEQUENCE {
              tDesKeyA                                                 OCTET STRING (SIZE(8))
              tDesKeyB                                                 OCTET STRING (SIZE(8))
          }
          Wertzuweisung: nicht näher spezifiziert.
          2.110 TimeReal
          Code für ein kombiniertes Datum/Uhrzeit-Feld, in dem Datum und Uhrzeit als Sekunden nach dem 1. Januar 1970
          00h.00m.00s. GMT ausgedrückt sind.
          TimeReal{INTEGER:TimeRealRange} ::= INTEGER(0..TimeRealRange)
          Wertzuweisung — Oktettanordnung: Anzahl der Sekunden seit dem 1. Januar 1970, 0.00 Uhr GMT.
          Höchstmögliche(s) Datum/Uhrzeit ist im Jahr 2106.
          2.111 TyreSize
          Bezeichnung der Reifenabmessungen.
          TyreSize ::= IA5String(SIZE(15))
          Wertzuweisung: gemäß Richtlinie 92/23 (EWG) vom 31.3.1992, ABl. L 129, S. 95.
 ---pagebreak--- C 126 E/72         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
           2.112 VehicleIdentificationNumber
           Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN) mit Bezug auf das Fahrzeug insgesamt, in der Regel Fahrgestellnummer oder
           Rahmennummer.
           VehicleIdentificationNumber ::= IA5String(SIZE(17))
           Wertzuweisung: laut Definition in ISO 3779.
           2.113 VehicleRegistrationIdentification
           Für Europa eindeutige Identifizierung eines Fahrzeugs (amtliches Kennzeichen und Mitgliedstaat).
           VehicleRegistrationIdentification ::= SEQUENCE {
               vehicleRegistrationNation                                NationNumeric,
               vehicleRegistrationNumber                                VehicleRegistrationNumber
           }
           vehicleRegistrationNation — Land, in dem das Fahrzeug zugelassen ist.
           vehicleRegistrationNumber — amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs (VRN).
           2.114 VehicleRegistrationNumber
           Amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs (VRN). Das amtliche Kennzeichen wird von der Fahrzeugzulassungsstelle zuge-
           wiesen.
           VehicleRegistrationNumber ::= SEQUENCE {
               codePage                                                 INTEGER (0..255),
               vehicleRegNumber                                         OCTET STRING (SIZE(13))
           }
           codePage gibt den Teil der ISO/IEC 8859 an, der zur Kodierung der vehicleRegNumber verwendet wurde.
           vehicleRegNumber — ein amtliches Kennzeichen gemäß ISO/IEC 8859-Codepage.
           Wertzuweisung: landesspezifisch.
           2.115 VuActivityDailyData
           In einer FE gespeicherte Information zu Tätigkeitsänderungen und/oder Veränderungen des Status der Fahrzeugführung
           und/oder Veränderungen des Kartenstatus für einen bestimmten Kalendertag (Randnummer 084) und des Steckplatz-
           status an diesem Tag um 00.00 Uhr.
           VuActivityDailyData ::= SEQUENCE {
               noOfActivityChanges                                      INTEGER SIZE(0..1440),
               activityChangeInfos                                      SET SIZE(noOfActivityChanges) OF
                                                                        ActivityChangeInfo
           }
           noOfActivityChanges — Anzahl der ActivityChangeInfo-Wörter in der activityChangeInfos-Menge.
           activityChangeInfos — Datensatz der in der FE für den Tag gespeicherten ActivityChangeInfo-Wörter. Er enthält stets
           zwei ActivityChangeInfo-Wörter für den Status der beiden Steckplätze an diesem Tag um 00.00 Uhr.
           2.116 VuApprovalNumber
           Bauartgenehmigungsnummer der Fahrzeugeinheit.
           VuApprovalNumber ::= IA5String(SIZE(8))
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.117 VuCalibrationData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu den Kalibrierungen des Kontrollgeräts (Randnummer 098).
           VuCalibrationData ::= SEQUENCE {
               noOfVuCalibrationRecords                                 INTEGER(0..255),
               vuCalibrationRecords                                     SET SIZE(noOfVuCalibrationRecords) OF
                                                                        VuCalibrationRecord
           }
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 126 E/73
          noOfVuCalibrationRecords — Anzahl der in der vuCalibrationRecords-Menge enthaltenen Datensätze.
          vuCalibrationRecords — Menge der Kalibrierungsdatensätze.
          2.118 VuCalibrationRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer Kalibrierung des Kontrollgeräts (Randnummer 098).
          VuCalibrationRecord ::= SEQUENCE {
               calibrationPurpose                                      CalibrationPurpose,
               workshopName                                            Name,
               workshopAddress                                         Address,
               workshopCardNumber                                      FullCardNumber,
               workshopCardExpiryDate                                  TimeReal,
               vehicleIdentificationNumber                             VehicleIdentificationNumber,
               vehicleRegistrationIdentification                       VehicleRegistrationIdentification,
               wVehicleCharacteristicConstant                          W-VehicleCharacteristicConstant,
               kConstantOfRecordingEquipment                           K-ConstantOfRecordingEquipment,
               lTyreCircumference                                      L-TyreCircumference,
               tyreSize                                                TyreSize,
               authorisedSpeed                                         SpeedAuthorised,
               oldOdometerValue                                        OdometerShort,
               newOdometerValue                                        OdometerShort,
               oldTimeValue                                            TimeReal,
               newTimeValue                                            TimeReal,
               nextCalibrationDate                                     TimeReal
          }
          calibrationPurpose — Zweck der Kalibrierung.
          workshopName, workshopAddress — Name und Anschrift der Werkstatt.
          workshopCardNumber dient der Identifizierung der zur Kalibrierung verwendeten Werkstattkarte.
          workshopCardExpiryDate — Ablaufdatum der Karte.
          vehicleIdentificationNumber — Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN).
          vehicleRegistrationIdentification enthält das amtliche Kennzeichen und den zulassenden Mitgliedstaat.
          wVehicleCharacteristicConstant — Wegdrehzahl des Fahrzeugs.
          kConstantOfRecordingEquipment — Kontrollgerätkonstante.
          lTyreCircumference — tatsächlicher Reifenumfang.
          tyreSize — Bezeichnung der Größe der am Fahrzeug montierten Reifen.
          authorisedSpeed — zulässige Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
          oldOdometerValue, newOdometerValue — alter und neuer Kilometerstand.
          oldTimeValue, newTimeValue — alter und neuer Wert für Datum und Uhrzeit.
          nextCalibrationDate — Datum der nächsten von der zugelassenen Prüfstelle durchzuführenden Kalibrierung der in
          CalibrationPurpose angegebenen Art.
          2.119 VuCardIWData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu Einsteck- und Entnahmevorgängen von Fahrerkarten oder Werk-
          stattkarten in der Fahrzeugeinheit (Randnummer 081).
          VuCardIWData ::= SEQUENCE {
               noOfIWRecords                                           INTEGER(0..2 16-1),
               vuCardIWRecords                                         SET SIZE(noOfIWRecords) OF
                                                                       VuCardIWRecord
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/74          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
           noOfIWRecords — Anzahl der Datensätze in der Menge vuCardIWRecords.
           vuCardIWRecords — Datensätze zu Einsteck- und Entnahmevorgängen von Karten.
           2.120 VuCardIWRecord
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einem Einsteck- und Entnahmevorgang einer Fahrerkarte oder
           Werkstattkarte in der Fahrzeugeinheit (Randnummer 081).
           VuCardIWRecord ::= SEQUENCE {
               cardHolderName                                            HolderName,
               fullCardNumber                                            FullCardNumber,
               cardExpiryDate                                            TimeReal,
               cardInsertionTime                                         TimeReal,
               vehicleOdometerValueAtInsertion                           OdometerShort,
               cardSlotNumber                                            CardSlotNumber,
               cardWithdrawalTime                                        TimeReal,
               vehicleOdometerValueAtWithdrawal                          OdometerShort,
               previousVehicleInfo                                       PreviousVehicleInfo
               manualInputFlag                                           ManualInputFlag
           }
           cardHolderName — Name und Vorname(n) des Inhabers der Fahrer- oder Werkstattkarte in der auf der Karte ge-
           speicherten Form.
           fullCardNumber — Art der Karte, ausstellender Mitgliedstaat und Kartennummer in der auf der Karte gespeicherten
           Form.
           cardExpiryDate — Ablaufdatum der Karte in der auf der Karte gespeicherten Form.
           cardInsertionTime — Datum und Uhrzeit des Einsteckens.
           vehicleOdometerValueAtInsertion — Kilometerstand des Fahrzeugs beim Einstecken der Karte.
           cardSlotNumber — Steckplatz, in dem die Karte eingesteckt ist.
           cardWithdrawalTime — Datum und Uhrzeit der Entnahme der Karte.
           vehicleOdometerValueAtWithdrawal — Kilometerstand des Fahrzeugs bei Kartenentnahme.
           previousVehicleInfo enthält Informationen zum zuvor vom Fahrer gefahrenen Fahrzeug in der auf der Karte gespei-
           cherten Form.
           manualInputFlag — Flag, die angibt, ob der Karteninhaber beim Einstecken der Karte Fahrertätigkeiten manuell einge-
           geben hat.
           2.121 VuCertificate
           Zertifikat des öffentlichen Schlüssels einer Fahrzeugeinheit.
           VuCertificate ::= Certificate
           2.122 VuCompanyLocksData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu Unternehmenssperren (Randnummer 104).
           VuCompanyLocksData ::= SEQUENCE {
               noOfLocks                                                 INTEGER(0..20),
               vuCompanyLocksRecords                                     SET SIZE(noOfLocks) OF
                                                                         VuCompanyLocksRecord
           }
           noOfLocks — Anzahl der in vuCompanyLocksRecords aufgeführten Sperren.
           vuCompanyLocksRecords — Datensätze mit Informationen zur Unternehmenssperre.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/75
          2.123 VuCompanyLocksRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer Unternehmenssperre (Randnummer 104).
          VuCompanyLocksRecord ::= SEQUENCE {
              lockInTime                                               TimeReal,
              lockOutTime                                              TimeReal,
              companyName                                              Name,
              companyAddress                                           Address,
              companyCardNumber                                        FullCardNumber
          }
          lockInTime, lockOutTime — Datum und Uhrzeit der Sperrung und Entsperrung.
          companyName, companyAddress — Name und Anschrift des Unternehmens, auf das sich die Sperrung bezieht.
          companyCardNumber — Identifizierung der bei der Sperrung verwendeten Karte.
          2.124 VuControlActivityData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu unter Verwendung dieser FE ausgeführten Kontrollen (Randnum-
          mer 102).
          VuControlActivityData ::= SEQUENCE {
              noOfControls                                             INTEGER(0..20),
              vuControlActivityRecords                                 SET SIZE(noOfControls) OF
                                                                       VuControlActivityRecord
          }
          noOfControls — Anzahl der in vuControlActivityRecords aufgeführten Kontrollen.
          vuControlActivityRecords — Kontrollaktivitätsdatensätze.
          2.125 VuControlActivityRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer unter Verwendung dieser FE ausgeführten Kontrolle (Rand-
          nummer 102).
          VuControlActivityRecord ::= SEQUENCE {
              controlType                                              ControlType,
              controlTime                                              TimeReal,
              controlCardNumber                                        FullCardNumber,
              downloadPeriodBeginTime                                  TimeReal,
              downloadPeriodEndTime                                    TimeReal
          }
          controlType — Art der Kontrolle.
          controlTime — Datum und Uhrzeit der Kontrolle.
          ControlCardNumber — Identifizierung der für die Kontrolle verwendeten Kontrollkarte.
          downloadPeriodBeginTime — Anfangszeit des heruntergeladenen Zeitraums beim Herunterladen.
          downloadPeriodEndTime — Endzeit des heruntergeladenen Zeitraums beim Herunterladen.
          2.126 VuDataBlockCounter
          Auf einer Karte gespeicherter Zähler, der sequentiell die Einsteck- und Entnahmevorgänge der Karte in Fahrzeugein-
          heiten angibt.
          VuDataBlockCounter ::= BCDString(SIZE(2))
          Wertzuweisung: Laufende Nummer mit Höchstwert 9 999, danach wieder Beginn bei 0.
          2.127 VuDetailedSpeedBlock
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zur genauen Geschwindigkeit des Fahrzeugs während einer Minute, in
          der sich das Fahrzeug bewegt hat (Randnummer 093).
 ---pagebreak--- C 126 E/76          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28.5.2002
           VuDetailedSpeedBlock ::= SEQUENCE {
               speedBlockBeginDate                                       TimeReal,
               speedsPerSecond                                           SEQUENCE SIZE(60) OF Speed
           }
           speedBlockBeginDate — Datum und Uhrzeit des ersten Geschwindigkeitswertes innerhalb des Blocks.
           speedsPerSecond — chronologische Reihenfolge der gemessenen Geschwindigkeiten zu jeder Sekunde der Minute,
           beginnend mit speedBlockBeginDate.
           2.128 VuDetailedSpeedData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zur genauen Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
           VuDetailedSpeedData ::= SEQUENCE {
               noOfSpeedBlocks                                           INTEGER(0.2 16-1),
               vuDetailedSpeedBlocks                                     SET SIZE(noOfSpeedBlocks) OF
                                                                         VuDetailedSpeedBlock
           }
           noOfSpeedBlocks — Anzahl der Geschwindigkeitsblöcke in der Menge vuDetailedSpeedBlocks.
           vuDetailedSpeedBlocks — Menge der genauen Geschwindigkeitsblöcke.
           2.129 VuDownloadablePeriod
           Ältestes und jüngstes Datum, für das eine Fahrzeugeinheit Daten zu Fahrertätigkeiten enthält (Randnummer 081, 084
           oder 087).
           VuDownloadablePeriod ::= SEQUENCE {
               minDownloadableTime                                       TimeReal
               maxDownloadableTime                                       TimeReal
           }
           minDownloadableTime — ältestes in der FE gespeichertes Datum des Einsteckens der Karte, einer Tätigkeitsänderung
           oder einer Ortseingabe und Angabe der entsprechenden Uhrzeit.
           maxDownloadableTime — jüngstes in der FE gespeichertes Datum des Einsteckens der Karte, einer Tätigkeitsänderung
           oder einer Ortseingabe und Angabe der entsprechenden Uhrzeit.
           2.130 VuDownloadActivityData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu ihrem letzten Herunterladen (Randnummer 105).
           VuDownloadActivityData ::= SEQUENCE {
               downloadingTime                                           TimeReal,
               fullCardNumber                                            FullCardNumber,
               companyOrWorkshopName                                     Name
           }
           downloadingTime — Datum und Uhrzeit des Herunterladens
           fullCardNumber identifiziert die zur Genehmigung des Herunterladens verwendete Karte.
           companyOrWorkshopName — Name des Unternehmens oder der Werkstatt.
           2.131 VuEventData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu Ereignissen (Randnummer 094, mit Ausnahme Ereignis Geschwin-
           digkeitsüberschreitung).
           VuEventData ::= SEQUENCE {
               noOfVuEvents                                              INTEGER(0..255),
               vuEventRecords                                            SET SIZE(noOfVuEvents) OF VuEventRecord
           }
           noOfVuEvents — Anzahl der in den vuEventRecords aufgeführten Ereignisse.
           vuEventRecords — Ereignisdatensätze.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/77
          2.132 VuEventRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einem Ereignis (Randnummer 094, mit Ausnahme Ereignis
          Geschwindigkeitsüberschreitung).
          VuEventRecord ::= SEQUENCE {
              eventType                                                EventFaultType,
              eventRecordPurpose                                       EventFaultRecordPurpose,
              eventBeginTime                                           TimeReal,
              eventEndTime                                             TimeReal,
              cardNumberDriverSlotBegin                                FullCardNumber,
              cardNumberCodriverSlotBegin                              FullCardNumber,
              cardNumberDriverSlotEnd                                  FullCardNumber,
              cardNumberCodriverSlotEnd                                FullCardNumber,
              similarEventsNumber                                      SimilarEventsNumber
          }
          eventType — Art des Ereignisses.
          eventRecordPurpose — Zweck der Aufzeichnung dieses Ereignisses.
          eventBeginTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns.
          eventEndTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes.
          cardNumberDriverSlotBegin identifiziert die zu Beginn des Ereignisses im Steckplatz Fahrer eingesetzte Karte.
          cardNumberCodriverSlotBegin identifiziert die zu Beginn des Ereignisses im Steckplatz 2. Fahrer eingesetzte Karte.
          cardNumberDriverSlotEnd identifiziert die am Ende des Ereignisses im Steckplatz Fahrer eingesetzte Karte.
          cardNumberCodriverSlotEnd identifiziert die am Ende des Ereignisses im Steckplatz 2. Fahrer eingesetzte Karte.
          similarEventsNumber — Anzahl ähnlicher Ereignisse an diesem Tag.
          Diese Folge kann für alle Ereignisse mit Ausnahme von Geschwindigkeitsüberschreitungen verwendet werden.
          2.133 VuFaultData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu Störungen (Randnummer 096).
          VuFaultData ::= SEQUENCE {
              noOfVuFaults                                             INTEGER(0..255),
              vuFaultRecords                                           SET SIZE(noOfVuFaults) OF VuFaultRecord
          }
          noOfVuFaults — Anzahl der in der Menge vuFaultRecords aufgeführten Störungen.
          vuFaultRecords — Störungsdatensätze.
          2.134 VuFaultRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer Störung (Randnummer 096).
          VuFaultRecord ::= SEQUENCE {
              faultType                                                EventFaultType,
              faultRecordPurpose                                       EventFaultRecordPurpose,
              faultBeginTime                                           TimeReal,
              faultEndTime                                             TimeReal,
              cardNumberDriverSlotBegin                                FullCardNumber,
              cardNumberCodriverSlotBegin                              FullCardNumber,
              cardNumberDriverSlotEnd                                  FullCardNumber,
              cardNumberCodriverSlotEnd                                FullCardNumber
          }
 ---pagebreak--- C 126 E/78          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   28.5.2002
           faultType — Art der Kontrollgerätstörung.
           faultRecordPurpose — Zweck der Aufzeichnung dieser Störung.
           faultBeginTime — Datum und Uhrzeit des Störungsbeginns.
           faultEndTime — Datum und Uhrzeit des Störungsendes.
           cardNumberDriverSlotBegin identifiziert die zu Beginn der Störung im Steckplatz Fahrer eingesetzte Karte.
           cardNumberCodriverSlotBegin identifiziert die zu Beginn der Störung im Steckplatz 2. Fahrer eingesetzte Karte.
           cardNumberDriverSlotEnd identifiziert die zum Zeitpunkt des Endes der Störung im Steckplatz Fahrer eingesetzte
           Karte.
           cardNumberCodriverSlotEnd identifiziert die zum Zeitpunkt des Endes der Störung im Steckplatz 2. Fahrer einge-
           setzte Karte.
           2.135 VuIdentification
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zur Identifizierung der Fahrzeugeinheit (Randnummer 075).
           VuIdentification ::= SEQUENCE {
               vuManufacturerName                                        VuManufacturerName,
               vuManufacturerAddress                                     VuManufacturerAddress,
               vuPartNumber                                              VuPartNumber,
               vuSerialNumber                                            VuSerialNumber,
               vuSoftwareIdentification                                  VuSoftwareIdentification,
               vuManufacturingDate                                       VuManufacturingDate,
               vuApprovalNumber                                          VuApprovalNumber
           }
           vuManufacturerName — Name des Herstellers der Fahrzeugeinheit.
           vuManufacturerAddress — Anschrift des Herstellers der Fahrzeugeinheit.
           vuPartNumber — Teilnummer der Fahrzeugeinheit.
           vuSerialNumber — Seriennummer der Fahrzeugeinheit.
           vuSoftwareIdentification identifiziert die in der Fahrzeugeinheit implementierte Software.
           vuManufacturingDate — Herstellungsdatum der Fahrzeugeinheit.
           vuApprovalNumber — Bauartgenehmigungsnummer der Fahrzeugeinheit.
           2.136 VuManufacturerAddress
           Anschrift des Herstellers der Fahrzeugeinheit.
           VuManufacturerAddress ::= Address
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.137 VuManufacturerName
           Name des Herstellers der Fahrzeugeinheit.
           VuManufacturerName ::= Name
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.138 VuManufacturingDate
           Herstellungsdatum der Fahrzeugeinheit.
           VuManufacturingDate ::= TimeReal
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/79
          2.139 VuOverSpeedingControlData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zum Ereignis Geschwindigkeitsüberschreitung seit der letzten Kon-
          trolle Geschwindigkeitsüberschreitung (Randnummer 095).
          VuOverSpeedingControlData ::= SEQUENCE {
               lastOverspeedControlTime                              TimeReal,
               firstOverspeedSince                                   TimeReal,
               numberOfOverspeedSince                                OverspeedNumber
          }
          lastOverspeedControlTime — Datum und Uhrzeit der letzten Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung.
          firstOverspeedSince — Datum und Uhrzeit der ersten Geschwindigkeitsüberschreitung nach dieser Kontrolle Ge-
          schwindigkeitsüberschreitung.
          numberOfOverspeedSince — Anzahl der Ereignisse Geschwindigkeitsüberschreitung seit der letzten Kontrolle Ge-
          schwindigkeitsüberschreitung.
          2.140 VuOverSpeedingEventData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zum Ereignis Geschwindigkeitsüberschreitung (Randnummer 094).
          VuOverSpeedingEventData ::= SEQUENCE {
               noOfVuOverSpeedingEvents                              INTEGER(0..255),
               vuOverSpeedingEventRecords                            SET SIZE(noOfVuOverSpeedingEvents) OF
                                                                     VuOverSpeedingEventRecord
          }
          noOfVuOverSpeedingEvents — Anzahl der in der Menge vuOverSpeedingEventRecords aufgeführten Ereignisse.
          vuOverSpeedingEventRecords — Ereignisdatensätze Geschwindigkeitsüberschreitung.
          2.141 VuOverSpeedingEventRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zum Ereignis Geschwindigkeitsüberschreitung (Randnummer 094).
          VuOverSpeedingEventRecord ::= SEQUENCE {
               eventType                                             EventFaultType,
               eventRecordPurpose                                    EventFaultRecordPurpose,
               eventBeginTime                                        TimeReal,
               eventEndTime                                          TimeReal,
               maxSpeedValue                                         SpeedMax,
               averageSpeedValue                                     SpeedAverage,
               cardNumberDriverSlotBegin                             FullCardNumber,
               similarEventsNumber                                   SimilarEventsNumber
          }
          eventType — Art des Ereignisses.
          eventRecordPurpose — Zweck der Aufzeichnung dieses Ereignisses.
          eventBeginTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisbeginns.
          eventEndTime — Datum und Uhrzeit des Ereignisendes.
          maxSpeedValue — die während des Ereignisses gemessene Höchstgeschwindigkeit.
          averageSpeedValue — die während des Ereignis gemessene arithmetische Durchschnittsgeschwindigkeit.
          cardNumberDriverSlotBegin identifiziert die zu Beginn des Ereignisses im Steckplatz Fahrer eingesetzte Karte.
          similarEventsNumber — Anzahl ähnlicher Ereignisse an diesem Tag.
          2.142 VuPartNumber
          Teilnummer der Fahrzeugeinheit.
          VuPartNumber ::= IA5String(SIZE(16))
          Wertzuweisung: Herstellerspezifisch.
 ---pagebreak--- C 126 E/80           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
           2.143 VuPlaceDailyWorkPeriodData
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zum Ort des Beginns und/oder Endes des Arbeitstages (Randnummer
           087).
           VuPlaceDailyWorkPeriodData ::= SEQUENCE {
               noOfPlaceRecords                                          INTEGER(0..255),
               vuPlaceDailyWorkPeriodRecords                             SET SIZE(noOfPlaceRecords) OF
                                                                         VuPlaceDailyWorkPeriodRecord
           }
           noOfPlaceRecords — Anzahl der in der Menge vuPlaceDailyWorkPeriodRecords aufgeführten Datensätze.
           vuPlaceDailyWorkPeriodRecords — ortsbezogene Datensätze.
           2.144 VuPlaceDailyWorkPeriodRecord
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einem Ort des Beginns oder Endes des Arbeitstages eines Fahrers
           (Randnummer 087).
           VuPlaceDailyWorkPeriodRecord ::= SEQUENCE {
               fullCardNumber                                            FullCardNumber,
               placeRecord                                               PlaceRecord
           }
           fullCardNumber — Art der Karte des Fahrers, ausstellender Mitgliedstaat und Kartennummer.
           placeRecord enthält die Informationen zum eingegebenen Ort.
           2.145 VuPrivateKey
           Der private Schlüssel einer Fahrzeugeinheit.
           VuPrivateKey ::= RSAKeyPrivateExponent
           2.146 VuPublicKey
           Der öffentliche Schlüssel einer Fahrzeugeinheit.
           VuPublicKey ::= PublicKey
           2.147 VuSerialNumber
           Seriennummer der Fahrzeugeinheit (Randnummer 075).
           VuSerialNumber ::= ExtendedSerialNumber
           2.148 VuSoftInstallationDate
           Installationsdatum der FE-Softwareversion.
           VuSoftInstallationDate ::= TimeReal
           Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
           2.149 VuSoftwareIdentification
           In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zur installierten Software.
           VuSoftwareIdentification ::= SEQUENCE {
               vuSoftwareVersion                                         VuSoftwareVersion,
               vuSoftInstallationDate                                    VuSoftInstallationDate
           }
           vuSoftwareVersion — Softwareversionsnummer der Fahrzeugeinheit.
           vuSoftInstallationDate — Installationsdatum der Softwareversion.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/81
          2.150 VuSoftwareVersion
          Softwareversionsnummer der Fahrzeugeinheit.
          VuSoftwareVersion ::= IA5String(SIZE(4))
          Wertzuweisung: nicht spezifiziert.
          2.151 VuSpecificConditionData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu spezifischen Bedingungen.
          VuSpecificConditionData ::= SEQUENCE {
              noOfSpecificConditionRecords                              INTEGER(0..2 16-1)
              specificConditionRecords                                  SET SIZE (noOfSpecificConditionRecords)
                                                                        OF SpecificConditionRecord
          }
          noOfSpecificConditionRecords — Anzahl der in der Menge specificConditionRecords aufgeführten Datensätze.
          specificConditionRecords — Datensätze mit Bezug auf spezifische Bedingungen.
          2.152 VuTimeAdjustmentData
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu Zeiteinstellungen außerhalb einer normalen Kalibrierung (Rand-
          nummer 101).
          VuTimeAdjustmentData ::= SEQUENCE {
              noOfVuTimeAdjRecords                                      INTEGER(0..6),
              vuTimeAdjustmentRecords                                   SET SIZE(noOfVuTimeAdjRecords) OF
                                                                        VuTimeAdjustmentRecord
          }
          noOfVuTimeAdjRecords — Anzahl der in der Menge vuTimeAdjustmentRecords aufgeführten Datensätze.
          vuTimeAdjustmentRecords — Zeiteinstellungsdatensätze.
          2.153 VuTimeAdjustmentRecord
          In einer Fahrzeugeinheit gespeicherte Information zu einer Zeiteinstellung außerhalb einer normalen Kalibrierung (Rand-
          nummer 101).
          VuTimeAdjustmentRecord ::= SEQUENCE {
              oldTimeValue                                              TimeReal,
              oldTimeValue                                              TimeReal,
              newTimeValue                                              TimeReal,
              workshopName                                              Name,
              workshopAddress                                           Address,
              workshopCardNumber                                        FullCardNumber
          }
          oldTimeValue, newTimeValue — alter und neuer Wert für Datum und Uhrzeit.
          workshopName, workshopAddress — Name und Anschrift der Werkstatt.
          workshopCardNumber identifiziert die für die Durchführung der Zeiteinstellung verwendete Werkstattkarte.
          2.154 W-VehicleCharacteristicConstant
          Wegdrehzahl des Fahrzeugs (Begriffsbestimmung k)).
          W-VehicleCharacteristicConstant ::= INTEGER(0..2 16-1))
          Wertzuweisung: Impulse je Kilometer im Betriebsbereich 0 bis 64 255 Imp/km.
 ---pagebreak--- C 126 E/82         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
           2.155 WorkshopCardApplicationIdentification
           Auf einer Werkstattkarte gespeicherte Information zur Identifizierung der Anwendung der Karte (Randnummer 190).
           WorkshopCardApplicationIdentificatio n ::= SEQUENCE {
               typeOfTachographCardId                                  EquipmentType,
               cardStructureVersion                                    CardStructureVersion,
               noOfEventsPerType                                       NoOfEventsPerType,
               noOfFaultsPerType                                       NoOfFaultsPerType,
               activityStructureLength                                 CardActivityLengthRange,
               noOfCardVehicleRecords                                  NoOfCardVehicleRecords,
               noOfCardPlaceRecords                                    NoOfCardPlaceRecords,
               noOfCalibrationRecords                                  NoOfCalibrationRecords
           }
           typeOfTachographCardId gibt die implementierte Kartenart an.
           cardStructureVersion gibt die Version der auf der Karte implementierten Struktur an.
           noOfEventsPerType — Anzahl der Ereignisse je Ereignisart, die die Karte speichern kann.
           noOfFaultsPerType — Anzahl der Störungen je Störungsart, die die Karte speichern kann.
           activityStructureLength gibt die Zahl der Bytes an, die für die Speicherung von Tätigkeitsdatensätzen zur Verfügung
           stehen.
           noOfCardVehicleRecords — Anzahl der Fahrzeugdatensätze, die die Karte enthalten kann.
           noOfCardPlaceRecords — Anzahl der Orte, die die Karte aufzeichnen kann.
           noOfCalibrationRecords — Anzahl der Kalibrierungsdatensätze, die die Karte speichern kann.
           2.156 WorkshopCardCalibrationData
           Auf einer Werkstattkarte gespeicherte Information zur mit der Karte durchgeführten Werkstatttätigkeit (Randnummer
           227 and 229).
           WorkshopCardCalibrationData ::= SEQUENCE {
               calibrationTotalNumber                                  INTEGER(0..2 16-1),
               calibrationPointerNewestRecord                          INTEGER(0..NoOfCalibrationRecords-1),
               calibrationRecords                                      SET SIZE(NoOfCalibrationRecords) OF
                                                                       WorkshopCardCalibrationRecord
           }
           calibrationTotalNumber — Gesamtzahl der mit der Karte durchgeführten Kalibrierungen.
           calibrationPointerNewestRecord — Index des zuletzt aktualisierten Kalibrierungsdatensatzes.
           Wertzuweisung: Zahl, die dem Zähler des Kalibrierungsdatensatzes entspricht, beginnend mit '0' für das erste Auftreten
           der Kalibrierungsdatensätze in der Struktur.
           calibrationRecords — Datensätze mit Informationen zu Kalibrierung und/oder Zeiteinstellung.
           2.157 WorkshopCardCalibrationRecord
           Auf einer Werkstattkarte gespeicherte Information zu einer mit der Karte durchgeführten Kalibrierung (Randnummer
           227).
           WorkshopCardCalibrationRecord ::= SEQUENCE {
               calibrationPurpose                                      CalibrationPurpose,
               vehicleIdentificationNumber                             VehicleIdentificationNumber,
               vehicleRegistration                                     VehicleRegistrationIdentification,
               wVehicleCharacteristicConstant                          W-VehicleCharacteristicConstant,
               kConstantOfRecordingEquipment                           K-ConstantOfRecordingEquipment,
               lTyreCircumference                                      L-TyreCircumference,
               tyreSize                                                TyreSize,
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  C 126 E/83
              authorisedSpeed                                          SpeedAuthorised,
              oldOdometerValue                                         OdometerShort,
              newOdometerValue                                         OdometerShort,
              oldTimeValue                                             TimeReal,
              newTimeValue                                             TimeReal,
              nextCalibrationDate                                      TimeReal,
              vuPartNumber                                             VuPartNumber,
              vuSerialNumber                                           VuSerialNumber,
              sensorSerialNumber                                       SensorSerialNumber
          }
          calibrationPurpose — Zweck der Kalibrierung.
          vehicleIdentificationNumber — Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN).
          vehicleRegistration enthält das amtliche Kennzeichen und den zulassenden Mitgliedstaat.
          wVehicleCharacteristicConstant — Wegdrehzahl des Fahrzeugs.
          kConstantOfRecordingEquipment — Kontrollgerätkonstante.
          lTyreCircumference — tatsächlicher Reifenumfang.
          tyreSize — Bezeichnung der Größe der am Fahrzeug montierten Reifen.
          authorisedSpeed — zulässige Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
          oldOdometerValue, newOdometerValue — alter und neuer Kilometerstand.
          oldTimeValue, newTimeValue — alter und neuer Wert für Datum und Uhrzeit.
          nextCalibrationDate — Datum der nächsten von der zugelassenen Prüfstelle durchzuführenden Kalibrierung der in
          CalibrationPurpose angegebenen Art.
          vuPartNumber, vuSerialNumber and sensorSerialNumber — Datenelemente zur Identifizierung des Kontrollgeräts.
          2.158 WorkshopCardHolderIdentification
          Auf einer Werkstattkarte gespeicherte Information zur Identifizierung des Karteninhabers (Randnummer 216).
          WorkshopCardHolderIdentification ::= SEQUENCE {
              workshopName                                             Name,
              workshopAddress                                          Address,
              cardHolderName                                           HolderName,
              cardHolderPreferredLanguage                              Language
          }
          workshopName — Name der Werkstatt des Karteninhabers.
          workshopAddress — Anschrift der Werkstatt des Karteninhabers.
          cardHolderName — Name und Vorname(n) des Inhabers (z. B. Name des Mechanikers).
          cardHolderPreferredLanguage — Muttersprache des Karteninhabers.
          2.159 WorkshopCardPIN
          PIN-Code (Personal Identification Number) der Werkstattkarte (Randnummer 213).
          WorkshopCardPIN ::= IA5String(SIZE(8))
          Wertzuweisung: Der dem Karteninhaber bekannte PIN-Code, nach rechts mit 'FF'-Bytes bis zu 8 Bytes aufgefüllt.
 ---pagebreak--- C 126 E/84          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28.5.2002
           3. DEFINITIONEN FÜR WERT- UND GRÖSSENBEREICHE
           Definition variabler Werte, die für die Definitionen in Abschnitt 2 verwendet werden.
           TimeRealRange ::= 232-1
           3.1 Definitionen für die Fahrerkarte:
                               Name des variablen Wertes                              Min.                   Max.
           CardActivityLengthRange                                               5 544 Bytes             13 776 Bytes
                                                                                   (28 Tage                (28 Tage
                                                                           93 Tätigkeitsänderungen 240 Tätigkeitsänderungen
                                                                                   pro Tag)                pro Tag)
           NoOfCardPlaceRecords                                                       84                     112
           NoOfCardVehicleRecords                                                     84                     200
           NoOfEventsPerType                                                           6                      12
           NoOfFaultsPerType                                                          12                      24
           3.2 Definitionen für die Werkstattkarte:
                               Name des variablen Wertes                              Min.                   Max.
           CardActivityLengthRange                                                198 Bytes               492 Bytes
                                                                                    (1 Tag                  (1 Tag
                                                                           93 Tätigkeitsänderungen 240 Tätigkeitsänderungen)
                                                                                   pro Tag)
           NoOfCardPlaceRecords                                                        6                       8
           NoOfCardVehicleRecords                                                      4                       8
           NoOfEventsPerType                                                           3                       3
           NoOfFaultsPerType                                                           6                       6
           NoOfCalibrationRecords                                                     88                     255
           3.3 Definitionen für die Kontrollkarte:
                               Name des variablen Wertes                              Min.                   Max.
           NoOfControlActivityRecords                                                230                     520
           3.4 Definitionen für die Unternehmenskarte:
                               Name des variablen Wertes                              Min.                   Max.
           NoOfCompanyActivityRecords                                                230                     520
           4. ZEICHENSÄTZE
           In den IA5Strings werden die ASCII-Zeichen laut Definition in ISO/IEC 8824-1 verwendet. Aus Gründen der Lesbarkeit
           und zur Bezugnahme ist die Wertzuweisung nachfolgend angegeben. Bei Diskrepanzen mit dieser zu Informations-
           zwecken aufgeführten Angabe gilt stets die Norm ISO/IEC 8824-1.
            ! " # $ % & ' ( ) * + , - . / 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 : ; < = > ?
           @ A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z [ \ ] ^ _
           ` a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z { | } ~
           Andere Zeichenfolgen (Anschrift, Name, amtliches Kennzeichen) verwenden darüber hinaus die Zeichen, die in den
           Codes 192 bis 255 der ISO/IEC 8859-1 (Zeichensatz Lateinisch 1) bzw. ISO/IEC 8859-7 (Zeichensatz Griechisch)
           definiert sind.
           5. KODIERUNG
           Bei Kodierung anhand der ASN.1-Kodierungsregeln werden alle Datentypen gemäß ISO/IEC 8825-2 (ausgerichtet)
           kodiert.
 ---pagebreak--- 28.5.2002        DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 126 E/85
                                                                   Anlage 2
                                         SPEZIFIKATION DER FAHRTENSCHREIBERKARTEN
          1. EINLEITUNG
          1.1 Abkürzungen
          Im Sinne dieser Anlage gelten folgende Abkürzungen:
          AC            Access conditions (Zugriffsbedingungen)
          AID           Application Identifier (Anwendungskennung)
          ALW           Always (immer)
          APDU          Application Protocol Data Unit (Befehlsstruktur)
          ATR           Answer To Reset (Antwort auf Zurücksetzen)
          AUT           Authenticated (authentisiert)
          C6, C7        Kontakte Nr. 6 und 7 der Karte laut Beschreibung in ISO/IEC 7816-2
          cc            Taktgeberzyklen
          CHV           Card holder Verification Information (Information zur Überprüfung des Karteninhabers)
          CLA           Klassenbyte eines APDU-Befehls
          DF            Dedicated File (Verzeichnis). Ein DF kann andere Verzeichnisse oder Dateien enthalten (EF oder DF)
          EF            Elementary File (Elementardatei)
          ENC           Verschlüsselt: Zugriff nur duch Datenkodierung möglich.
          etu           elementary time unit (Elementarzeiteinheit)
          IC            Integrated Circuit (Integrierter Schaltkreis)
          ICC           Integrated Circuit Card (Chipkarte)
          ID            Identifier (Bezeichner, Kennung)
          IFD           Interface Device (Schnittstellengerät, Kartenterminal)
          IFS           Information Field Size (Informationsfeldgröße)
          IFSC          Informationsfeldgröße der Karte
          IFSD          Informationsfeldgröße des Terminals
          INS           Befehlsbyte eines APDU-Befehls
          Lc            Länge der Eingabedaten für einen APDU-Befehl
          Le            Länge der erwarteten Daten (Ausgabedaten für einen Befehl)
          MF            Master File (Wurzel-DF)
          P1-P2         Parameterbytes
          NAD           Knotenadresse, verwendet im Protokoll T=1
          NEV           Never (nie)
          PIN           Personal Identification Number
          PRO SM        Mit Secure Messaging geschützt
          PTS           Protocol Transmission Selection (Auswahl der Protokollübertragung)
          RFU           Reserved for Future Use (für künftige Anwendungen reserviert)
 ---pagebreak--- C 126 E/86         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
           RST            Zurücksetzen (der Karte)
           SM             Secure Messaging
           SW1-SW2        Statusbytes
           TS             ATR-Anfangszeichen
           VPP            Programmierspannung
           XXh            Wert XX in Hexadezimalnotation
           ||             Verkettungssymbol 03||04=0304
           1.2 Referenzdokumente
           In dieser Anlage werden folgende Referenzdokumente herangezogen:
           EN 726-3          Identification cards systems — Telecommunications integrated circuit(s) cards and terminals — Part 3:
                             Application independent card requirements. December 1994. (Identifikationskartensysteme — Anfor-
                             derungen an Chipkarten und Endgeräte für Telekommunikationszwecke — Teil 3: Applikationsunab-
                             hängige Anforderungen an die Karte)
           ISO/IEC 7816-2 Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 2:
                             Dimensions and location of the contacts. First edition: 1999. (Informationstechnik — Identifikations-
                             karten — Integrierte Schaltungen mit Kontakten — Teil 2: Abmessungen und Lokalisierung der
                             Kontakte)
           ISO/IEC 7816-3 Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 3:
                             Electronic signals and transmission protocol. Edition 2: 1997. (Informationstechnik — Identifikations-
                             karten — Integrierte Schaltungen mit Kontakten — Teil 3: Elektronische Eigenschaften und Über-
                             tragungsprotokolle)
           ISO/IEC 7816-4 Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 4:
                             Interindustry commands for interexchange. First edition: 1995 + Amendment 1: 1997. (Informations-
                             technik — Identifikationskarten — Identifikationskarten mit integrierten Schaltkreisen und Kontakten
                             — Teil 4: Interindustrielle Kommandos)
           ISO/IEC 7816-6 Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 6:
                             Interindustry data elements. First Edition: 1996 + Cor 1: 1998. (Informationstechnik — Identifikati-
                             onskarten mit integrierten Schaltkreisen und Kontakten — Teil 6: Interindustrielle Datenelemente)
           ISO/IEC 7816-8 Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 8:
                             Security related interindustry commands. First Edition: 1999. (Informationstechnik — Identifizierungs-
                             karten — Chipkarten mit Kontakten — Teil 8: Interindustrielle sicherheitsbezogene Kommandos)
           ISO/IEC 9797      Information technology — Security techniques — Data integrity mechanism using a cryptographic
                             check function employing a block cipher algorithm. Edition 2: 1994. (Informationstechnik — IT-
                             Sicherheitsverfahren — Codes zur Erkennung von Nachrichtenveränderungen (MACs) — Teil 1:
                             Mechanismen auf Basis eines Blockschlüssel-Algorithmus)
           2. ELEKTRISCHE UND PHYSIKALISCHE EIGENSCHAFTEN
   TCS_200 Sofern nicht anderweitig spezifiziert, erfüllen alle elektronischen Signale die Norm ISO/IEC 7816-3.
   TCS_201 Lage und Abmessungen der Kartenkontakte erfüllen die Norm ISO/IEC 7816-2.
           2.1 Versorgungsspannung und Stromverbrauch
   TCS_202 Die Karte arbeitet gemäß Spezifikation innerhalb der Grenzen für die Leistungsaufnahme nach ISO/IEC 7816-3.
   TCS_203 Die Karte arbeitet mit Vcc = 3 V (+/– 0,3 V) oder mit Vcc = 5 V (+/– 0,5 V).
           Die Spannungswahl erfolgt gemäß ISO/IEC 7816-3.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/87
           2.2 Programmierspannung Vpp
   TCS_204 Die Karte benötigt am Kontakt C6 keine Programmierspannung. Es wird davon ausgegangen, dass Kontakt C6 in einem
           Schnittstellengerät nicht angeschlossen ist. Der Kontakt C6 kann an Vcc auf der Karte angeschlossen sein, aber nicht an
           Masse. Auf jeden Fall ist diese Spannung nicht zu interpretieren.
           2.3 Taktversorgung und -frequenz
   TCS_205 Die Karte arbeitet im Frequenzbereich von 1 bis 5 MHz. Innerhalb eines Kartenvorgangs darf die Taktfrequenz um ± 2 %
           schwanken. Die Taktfrequenz wird von der Fahrzeugeinheit und nicht von der Karte selbst erzeugt. Für den Arbeits-
           zyklus ist eine Schwankung zwischen 40 und 60 % zulässig.
   TCS_206 Unter den in der Kartendatei EFICC enthaltenen Bedingungen kann der externe Taktgeber angehalten werden. Das erste
           Byte des Hauptteils der EFICC-Datei kodiert die Bedingungen für den Clockstop-Modus (nähere Einzelheiten siehe EN
           726-3):
                    L-Pegel               H-Pegel
                     Bit 3                 Bit 2                  Bit 1
                       0                     0                     1             Clockstop zulässig, kein Vorzugspegel
                       0                     1                     1             Clockstop zulässig, Vorzugspegel: H
                       1                     0                     1             Clockstop zulässig, Vorzugspegel: L
                       0                     0                     0             Clockstop nicht zulässig
                       0                     1                     0             Clockstop nur bei H-Pegel zulässig
                       1                     0                     0             Clockstop nur bei L-Pegel zulässig
           Bits 4 bis 8 werden nicht genutzt.
           2.4 E/A-Kontakt
   TCS_207 Der E/A-Kontakt C7 wird für den Empfang von Daten vom Schnittstellengerät und das Senden von Daten zum
           Schnittstellengerät verwendet. Während des Betriebs befindet sich entweder die Karte oder das Schnittstellengerät im
           Sendemodus. Sollten sich beide Einheiten im Sendemodus befinden, darf die Karte dadurch nicht beschädigt werden.
           Sofern die Karte nicht sendet, tritt sie in den Empfangsmodus.
           2.5 Kartenzustände
   TCS_208 Bei angelegter Versorgungsspannung arbeitet die Karte in zwei Zuständen:
           — im Betriebszustand während der Ausführung von Befehlen oder während der Verbindung zur Digitaleinheit,
           — im Ruhezustand zu allen anderen Zeiten; in diesem Zustand bleiben alle Daten auf der Karte erhalten.
           3. HARDWARE UND DATENAUSTAUSCH
           3.1 Einleitung
           Dieser Abschnitt beschreibt die für die Fahrtenschreiberkarten und Fahrzeugeinheit (FE) erforderliche Mindestfunktio-
           nalität, mit der ein korrekter Betrieb und Interoperabilität gewährleistet werden.
           Fahrtenschreiberkarten erfüllen so weit wie möglich die geltenden ISO/IEC-Normen (insbesondere ISO/IEC 7816).
           Befehle und Protokolle werden jedoch vollständig beschrieben, um gegebenenfalls bestimmte eingeschränkte Verwen-
           dungen oder Unterschiede herauszustellen. Die spezifizierten Befehle entsprechen, sofern nicht anders angegeben, in
           vollem Umfang den angeführten Normen.
           3.2 Übertragungsprotokoll
   TCS_300 Das Übertragungsprotokoll entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-3. Insbesondere erkennt die FE von der Karte
           gesendete Wartezeitverlängerungen.
           3.2.1 Protokolle
   TCS_301 Die Karte unterstützt sowohl Protokoll T=0 als auch Protokoll T=1.
 ---pagebreak--- C 126 E/88         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
   TCS_302 T=0 ist das Standardprotokoll; zum Wechsel auf das Protokoll T=1 ist daher ein PTS-Befehl erforderlich.
   TCS_303 Die Geräte unterstützen in beiden Protokollen die ,direct convention‘, die somit für die Karte obligatorisch ist.
   TCS_304 Das Byte für die Informationsfeldgröße der Karte wird im ATR im Zeichen TA3 dargestellt. Dieser Wert beträgt
           mindestens 'F0h' (= 240 Byte).
           Für die Protokolle gelten die folgenden Einschränkungen:
   TCS_305 T=0
           — Das Schnittstellengerät unterstützt eine Antwort bei E/A nach der ansteigenden Flanke des Signals bei RST von
               400 cc.
           — Das Schnittstellengerät muss Zeichen im Abstand von 12 etu lesen können.
           — Das Schnittstellengerät liest ein fehlerhaftes Zeichen und dessen Wiederholung, wenn der Abstand 13 etu beträgt.
               Wird ein fehlerhaftes Zeichen festgestellt, kann das Fehlersignal bei E/A zwischen 1 etu und 2 etu auftreten. Das
               Gerät unterstützt eine Verzögerung von 1 etu.
           — Das Schnittstellengerät akzeptiert ein ATR von 33 Byte (TS+32).
           — Befindet sich TC1 im ATR, ist für vom Schnittstellengerät gesendete Zeichen die Extra Guard Time vorhanden,
               obwohl von der Karte gesendete Zeichen weiterhin mit 12 etu getrennt werden können. Dies gilt auch für das von
               der Karte gesendete ACK-Zeichen nach Aussendung eines P3-Zeichens vom Schnittstellengerät.
           — Das Schnittstellengerät berücksichtigt ein von der Karte ausgesendetes NUL-Zeichen.
           — Das Schnittstellengerät akzeptiert den Ergänzungsmodus für ACK.
           — Der Befehl GET RESPONSE kann im Verkettungsmodus nicht zum Einholen von Daten verwendet werden, deren
               Länge 255 Byte übersteigen könnte.
   TCS_306 T=1
           — NAD-Byte: nicht verwendet (NAD ist auf '00' gesetzt).
           — S-Block ABORT: nicht verwendet.
           — S-Block VPP-Zustandsfehler: nicht verwendet.
           — Die Gesamtverkettungslänge für ein Datenfeld darf 255 Byte (vom Schnittstellengerät abzusichern) nicht übersteigen.
           — Die Informationsfeldgröße des Schnittstellengeräts (IFSD) wird vom Schnittstellengerät unmittelbar nach dem ATR
               angezeigt: Das Schnittstellengerät überträgt die S-Block IFS-Anforderung nach dem ATR, und die Karte sendet
               S-Block IFS zurück. Der empfohlene Wert für IFSD ist 254 Byte.
           — Die Karte fordert keine IFS-Nachkorrektur an.
           3.2.2 ATR
   TCS_307 Das Gerät überprüft ATR-Bytes gemäß ISO/IEC 7816-3. Es erfolgt keine Überprüfung von historischen ATR-Zeichen.
           Beispiel für ein Zweiprotokoll-Basis-ATR gemäß ISO/IEC 7816-3
                   Zeichen                 Wert                                         Bemerkungen
           TS                       '3Bh'                  Anzeiger für ,direct convention‘
           T0                       '85h'                  TD1 vorhanden; 5 historische Bytes vorhanden
           TD1                      '80h'                  TD2 vorhanden; T=0 verwenden
           TD2                      '11h'                  TA3 vorhanden; T=1 verwenden
           TA3                      'XXh' (mind. 'F0h')    Informationsfeldgröße der Karte (IFSC)
           TH1 bis TH5              'XXh'                  Historische Zeichen
           TCK                      'XXh'                  Prüfzeichen (ohne OR)
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/89
   TCS_308 Nach der Antwort auf das Zurücksetzen (ATR) wird das Wurzelverzeichnis (MF) implizit ausgewählt und zum aktuellen
           Verzeichnis.
           3.2.3 PTS
   TCS_309 Das Standardprotokoll ist T=0. Zur Einstellung des Protokolls T=1 muss ein PTS (auch PPS genannt) vom Gerät gesendet
           werden.
   TCS_310 Da für die Karte beide Protokolle, T=0 und T=1, obligatorisch sind, ist das Basis-PTS für die Protokollumschaltung
           ebenfalls obligatorisch.
           Wie in ISO/IEC 7816-3 angegeben, kann das PTS zur Umschaltung auf höhere Übertragungsraten als die von der Karte
           im ATR vorgeschlagene Geschwindigkeit verwendet werden (TA(1) Byte).
           Höhere Übertragungsraten sind für die Karte fakultativ.
   TCS_311 Wird keine andere Übertragungsrate als die Standardgeschwindigkeit unterstützt (oder wird die ausgewählte Übertra-
           gungsrate nicht unterstützt), antwortet die Karte auf das PTS korrekt gemäß ISO/IEC 7816-3 durch Weglassen des
           PPS1-Byte.
           Beispiele für ein Basis-PTS zur Protokollwahl:
                   Zeichen                 Wert                                         Bemerkungen
           PPSS                     'FFh'                 Startzeichen
           PPS0                     '00h' oder '01h'      PPS1 bis PPS3 nicht vorhanden; '00h' zur Auswahl von T0, '01h' zur
                                                          Auswahl von T1
           PK                       'XXh'                 Prüfzeichen: 'XXh' = 'FFh' wenn PPS0 = '00h'
                                                                        'XXh' = 'FEh' wenn PPS0 = '01h'
           3.3 Zugriffsbedingungen (AC)
           Für jede Elementardatei sind Zugriffsbedingungen (AC) für die Befehle UPDATE BINARY und READ BINARY festgelegt.
   TCS_312 Vor dem Zugriff auf die aktuelle Datei müssen deren AC erfüllt werden.
           Die Definitionen der verfügbaren Zugriffsbedingungen lauten wie folgt:
           — ALW: Die Aktion ist immer möglich und kann ohne Einschränkung ausgeführt werden.
           — NEV: Die Aktion ist nie möglich.
           — AUT: Das Zugriffsrecht, das einer erfolgreichen externen Authentisierung entspricht, muss eröffnet werden (durch
               den Befehl EXTERNAL AUTHENTICATE).
           — PRO SM: Befehl muss mit einer kryptographischen Prüfsumme unter Verwendung von Secure Messaging übertragen
               werden (siehe Anlage 11).
           — AUT und PRO SM (kombiniert)
           Mit den Verarbeitungsbefehlen (UPDATE BINARY und READ BINARY) können die folgenden Zugriffsbedingungen auf
           der Karte gesetzt werden:
                                                                UPDATE BINARY                          READ BINARY
           ALW                                                         Ja                                   Ja
           NEV                                                         Ja                                   Ja
           AUT                                                         Ja                                   Ja
           PRO SM                                                      Ja                                 Nein
           AUT und PRO SM                                              Ja                                 Nein
           Die Zugriffsbedingung PRO SM steht für den Befehl READ BINARY nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass das
           Vorhandensein einer kryptographischen Prüfsumme für einen READ-Befehl nie obligatorisch ist. Unter Verwendung
           des Wertes 'OC' für die Klasse ist es jedoch möglich, wie im Abschnitt 3.6.2 beschrieben wird, den Befehl READ
           BINARY mit Secure Messaging zu benutzen.
 ---pagebreak--- C 126 E/90          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
           3.4 Datenverschlüsselung
           Wenn die Vertraulichkeit von aus einer Datei auszulesenden Daten geschützt werden muss, wird die Datei als ,ver-
           schlüsselt‘ gekennzeichnet. Die Verschlüsselung erfolgt mit Hilfe von Secure Messaging (siehe Anlage 11).
           3.5 Befehle und Fehlercodes — Übersicht
           Befehle und Dateiorganisation sind von der ISO/IEC 7816-4 abgeleitet und erfüllen diese Norm.
   TCS_313 Dieser Abschnitt beschreibt die folgenden APDU-Befehl-Antwort-Paare:
                                                 Befehl                                                            INS
           SELECT FILE                                                                                             A4
           READ BINARY                                                                                             B0
           UPDATE BINARY                                                                                           D6
           GET CHALLENGE                                                                                           84
           VERIFY                                                                                                  20
           GET RESPONSE                                                                                            C0
           PERFORM SECURITY OPERATION:                                                                             2A
                VERIFY CERTIFICATE
                COMPUTE DIGITAL SIGNATURE
                VERIFY DIGITAL SIGNATURE
                HASH
            INTERNAL AUTHENTICATE                                                                                  88
           EXTERNAL AUTHENTICATE                                                                                   82
           MANAGE SECURITY ENVIRONMENT:                                                                            22
                SETTING A KEY
           PERFORM HASH OF FILE                                                                                    2A
   TCS_314 In jeder Antwortnachricht werden die Statusbytes SW1 SW2 zurückgesendet, die den Verarbeitungszustand des Befehls
           bezeichnen.
                 SW1            SW2                                                 Bedeutung
                  90             00        Normale Verarbeitung
                  61             XX        Normale Verarbeitung. XX = Zahl der verfügbaren Antwortbytes
                  62             81        Verarbeitungswarnung. Ein Teil der zurückgesendeten Daten kann beschädigt sein
                  63             CX        Falsche CHV (PIN). Zähler für verbleibende Versuche 'X'
                  64             00        Ausführungsfehler — Zustand des nichtflüchtigen Speichers unverändert. Integritätsfeh-
                                           ler
                  65             00        Ausführungsfehler — Zustand des nichtflüchtigen Speichers verändert
                  65             81        Ausführungsfehler — Zustand des nichtflüchtigen Speichers verändert — Speicherfehler
                  66             88        Sicherheitsfehler: falsche kryptographische Prüfsumme (bei Secure Messaging) oder
                                                              falsches Zertifikat (bei Zertifikatsverifizierung) oder
                                                              falsches Kryptogramm (bei externer Authentisierung) oder
                                                              falsche Signatur (bei Signaturverifizierung)
                  67             00        Falsche Länge (falsche Lc oder Le)
                  69             00        Verbotener Befehl (keine Antwort verfügbar in T=0)
                  69             82        Sicherheitsstatus nicht erfüllt
                  69             83        Authentisierungsverfahren blockiert
                  69             85        Nutzungsbedingungen nicht erfüllt
                  69             86        Befehl nicht zulässig (keine aktuelle EF)
                  69             87        Erwartete Secure-Messaging-Datenobjekte fehlen
                  69             88        Inkorrekte Secure-Messaging-Datenobjekte
                  6A             82        Datei nicht gefunden
                  6A             86        Falsche Parameter P1-P2
                  6A             88        Bezugsdaten nicht gefunden
                  6B             00        Falsche Parameter (Offset außerhalb der EF)
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/91
                  SW1            SW2                                              Bedeutung
                   6C             XX        Falsche Länge, SW2 gibt die genaue Länge an. Kein Datenfeld wird zurückgesendet
                   6D             00        Befehlscode nicht unterstützt oder ungültig
                   6E             00        Klasse nicht unterstützt
                   6F             00        Sonstige Prüffehler
           3.6 Beschreibung der Befehle
           In diesem Kapitel werden die obligatorischen Befehle für die Fahrtenschreiberkarten beschrieben.
           Weitere sachdienliche Einzelheiten zu kryptographischen Operationen sind in Anlage 11, Gemeinsame Sicherheits-
           mechanismen, aufgeführt.
           Alle Befehle werden unabhängig vom verwendeten Protokoll (T=0 oder T=1) beschrieben. Die APDU-Bytes CLA, INS,
           P1, P2, Lc und Le werden immer angegeben. Wird Lc oder Le für den beschriebenen Befehl nicht benötigt, bleiben die
           entsprechende Länge, der Wert und die Beschreibung leer.
   TCS_315 Werden beide Längenbytes (Lc und Le) angefordert, ist der Befehl in zwei Teile aufzuspalten, wenn das IFD das Protokoll
           T=0 verwendet: Das IFD sendet den Befehl wie beschrieben mit P3=Lc + Daten und sendet dann einen GET RESPONSE-
           Befehl (siehe Abschnitt 3.6.6) bei P3=Le.
   TCS_316 Wenn beide Längenbytes angefordert werden und wenn Le=0 (Secure Messaging) gilt Folgendes:
           — Bei Verwendung von Protokoll T=1 antwortet die Karte auf Le=0 mit dem Senden aller verfügbaren Ausgabedaten.
           — Bei Verwendung von Protokoll T=0 sendet das IFD den ersten Befehl mit P3=Lc + Daten und die Karte antwortet auf
                dieses implizierte Le=0 mit den Statusbytes '61La', wobei La die Anzahl der verfügbaren Antwortbytes ist. Daraufhin
                generiert das IFD einen GET RESPONSE-Befehl mit P3=La zum Lesen der Daten.
           3.6.1 Select File
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4; seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
           Der Befehl SELECT FILE wird verwendet:
           — zur Auswahl eines Applikations-DF (Auswahl nach Namen obligatorisch)
           — zur Auswahl einer Elementardatei, die der vorgelegten Datei-ID entspricht.
           3.6.1.1 Auswahl nach Namen (AID)
           Dieser Befehl ermöglicht die Auswahl eines Applikations-DF auf der Karte.
   TCS_317 Dieser Befehl kann von jeder beliebigen Stelle in der Dateistruktur aus ausgeführt werden (nach dem ATR oder jeder-
           zeit).
   TCS_318 Bei Auswahl einer Anwendung wird die derzeitige Sicherheitsumgebung zurückgesetzt. Nach Auswahl der Anwendung
           wird kein aktueller öffentlicher Schlüssel mehr ausgewählt, und der frühere Sitzungsschlüssel steht nicht mehr für das
           Secure Messaging zur Verfügung. Die Zugriffsbedingung AUT geht ebenfalls verloren.
   TCS_319 Befehlsnachricht
                  Byte           Länge           Wert                                    Beschreibung
                  CLA              1            '00h'
                  INS              1           'A4h'
                   P1              1            '04h'      Auswahl nach Namen (AID)
                   P2              1            '0Ch'      Keine Antwort erwartet
                   Lc              1           'NNh'       Anzahl der an die Karte gesendeten Bytes (Länge der AID): '06h' für die
                                                           Fahrtenschreiberanwendung
            #6—#(5+NN)            NN         'XX..XXh'     AID: 'FF 54 41 43 48 4F' für die Fahrtenschreiberanwendung
 ---pagebreak--- C 126 E/92         DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
           Es wird keine Antwort auf den Befehl SELECT FILE benötigt (Le fehlt in T=1, oder keine Antwort angefordert in T=0).
   TCS_320 Antwortnachricht (keine Antwort angefordert)
                 Byte           Länge            Wert                                  Beschreibung
                 SW               2           'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Wird die der AID entsprechende Anwendung nicht gefunden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6A82'.
           — Bei Vorhandensein des Bytes Le lautet in T=1 der zurückgesendete Status '6700'.
           — Wenn nach dem Befehl SELECT FILE eine Antwort angefordert wird, lautet in T=0 der zurückgesendete Status
               '6900'.
           — Wird die ausgewählte Anwendung als verfälscht betrachtet (weil in den Dateiattributen ein Integritätsfehler fest-
               gestellt wurde), lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder '6581'.
           3.6.1.2 Auswahl einer Elementardatei anhand ihrer Dateikennung
   TCS_321 Befehlsnachricht
                 Byte           Länge            Wert                                  Beschreibung
                 CLA              1             '00h'
                 INS              1             'A4h'
                  P1              1             '02h'      Auswahl einer EF unter dem aktuellen DF
                  P2              1             '0Ch'      Keine Antwort erwartet
                  Lc              1             '02h'      Anzahl der an die Karte gesendeten Bytes
              #6—#7               2           'XXXXh'      Dateikennung
           Es wird keine Antwort auf den Befehl SELECT FILE benötigt (Le fehlt in T=1, oder keine Antwort angefordert in T=0).
   TCS_322 Antwortnachricht (keine Antwort angefordert)
                 Byte           Länge            Wert                                  Beschreibung
                 SW               2           'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Wird die der AID entsprechende Anwendung nicht gefunden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6A82'.
           — Bei Vorhandensein des Bytes Le lautet in T=1 der zurückgesendete Status '6700'.
           — Wenn nach dem Befehl SELECT FILE eine Antwort angefordert wird, lautet in T=0 der zurückgesendete Status
               '6900'.
           — Wird die ausgewählte Anwendung als verfälscht betrachtet (weil in den Dateiattributen ein Integritätsfehler fest-
               gestellt wurde), lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder '6581'.
           3.6.2 Read Binary
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4; seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
           Der Befehl Read Binary wird zum Auslesen von Daten aus einer transparenten Datei verwendet.
           Die Antwort der Karte besteht im Zurücksenden der gelesenen Daten, die optional in einer Secure-Messaging-Struktur
           eingekapselt werden können.
   TCS_323 Der Befehl kann nur ausgeführt werden, wenn der Sicherheitsstatus den für die EF für die READ-Funktion festgelegten
           Sicherheitsattributen genügt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              C 126 E/93
           3.6.2.1 Befehl ohne Secure Messaging
           Dieser Befehl ermöglicht dem IFD das Lesen von Daten aus der zu dem entsprechenden Zeitpunkt ausgewählten EF ohne
           Secure Messaging.
   TCS_324 Das Lesen aus einer als ,verschlüsselt‘ gekennzeichneten Datei darf mit diesem Befehl nicht möglich sein.
   TCS_325 Befehlsnachricht
                  Byte          Länge            Wert                                      Beschreibung
                  CLA             1             '00h'      Kein Secure Messaging angefordert
                  INS             1             'B0h'
                   P1             1            'XXh'       Offset in Bytes vom Dateianfang: höchstwertiges Byte
                   P2             1            'XXh'       Offset in Bytes vom Dateianfang: niedrigstwertiges Byte
                   Le             1            'XXh'       Erwartete Datenlänge. Anzahl der zu lesenden Bytes
           Anmerkung: Bit 8 von P1 muss auf 0 gesetzt sein.
   TCS_326 Antwortnachricht
                  Byte          Länge            Wert                                      Beschreibung
               #1—#X              X         'XX..XXh'      Gelesene Daten
                  SW              2          'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Ist keine EF ausgewählt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6986'.
           — Sind die Zugangsbedingungen der ausgewählten Dateien nicht erfüllt, wird der Befehl mit '6982' unterbrochen.
           — Ist das Offset nicht mit der Größe der EF kompatibel (Offset > EF-Größe), lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
                status '6B00'.
           — Ist die Größe der auszulesenden Daten nicht mit der Größe der EF kompatibel (Offset + Le > EF-Größe) lautet der
                zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6700' oder '6Cxx', wobei 'xx' die genaue Länge angibt.
           — Wird in den Dateiattributen ein Integritätsfehler festgestellt, so betrachtet die Karte die Datei als beschädigt und nicht
                wieder herstellbar und der zurückgesendete Verarbeitungsstatus lautet '6400' oder '6581'.
           — Wird in den gespeicherten Daten ein Integritätsfehler festgestellt, so gibt die Karte die angeforderten Daten aus und
                der zurückgesendete Verarbeitungsstatus lautet '6281'.
           3.6.2.2 Befehl mit Secure Messaging
           Dieser Befehl ermöglicht dem IFD das Lesen von Daten aus der zu dem entsprechenden Zeitpunkt ausgewählten EF mit
           Secure Messaging, um die Integrität der empfangenen Daten zu überprüfen und die Vertraulichkeit der Daten bei als
           ,verschlüsselt‘ gekennzeichneter EF zu schützen.
   TCS_327 Befehlsnachricht
                  Byte          Länge            Wert                                      Beschreibung
                  CLA             1             '0Ch'      Secure Messaging angefordert
                  INS             1             'B0h'      INS
                   P1             1            'XXh'       P1 (Offset in Bytes vom Dateianfang): höchstwertiges Byte
                   P2             1            'XXh'       P2 (Offset in Bytes vom Dateianfang): niedrigstwertiges Byte
                   Lc             1             '09h'      Länge der Eingabedaten für Secure Messaging
                  #6              1             '97h'      TLE: Tag zur Spezifikation der erwarteten Länge
                  #7              1             '01h'      LLE: Erwartete Länge
                  #8              1            'NNh'       Spezifikation der erwarteten Länge (Original Le): Anzahl der zu lesenden
                                                           Bytes
 ---pagebreak--- C 126 E/94         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
                 Byte          Länge           Wert                                       Beschreibung
                 #9              1            '8Eh'         TCC: Tag für die kryptographische Prüfsumme
                 #10             1            '04h'         LCC: Länge der folgenden kryptographischen Prüfsumme
             #11—#14             4         'XX..XXh'        Kryptographische Prüfsumme (4 höchstwertige Bytes)
                  Le             1            '00h'         Gemäß Spezifikation in ISO/IEC 7816-4
   TCS_328 Antwortnachricht, wenn EF nicht als ,verschlüsselt‘ gekennzeichnet und wenn Secure-Messaging-Eingabeformat korrekt:
                        Byte                  Länge                Wert                           Beschreibung
                         #1                     1                 '81h'    TPV: Tag für Klarwertdaten
                         #2                     L            'NNh' oder    LPV: Länge der zurückgesendeten Daten (= Original Le)
                                                               '81 NNh'    L gleich 2 Byte, wenn LPV> 127 Byte
                #(2+L)—#(1+L+NN)               NN             'XX..XXh'    Klardatenwert
                     #(2+L+NN)                  1                 '8Eh'    TCC: Tag für kryptographische Prüfsumme
                     #(3+L+NN)                  1                 '04h'    LCC: Länge der folgenden kryptographischen Prüfsumme
             #(4+L+NN)—#(7+L+NN)                4             'XX..XXh'    Kryptographische Prüfsumme (4 höchstwertige Bytes)
                         SW                     2               'XXXXh'    Statusbytes (SW1, SW2)
   TCS_329 Antwortnachricht, wenn EF als ,verschlüsselt‘ gekennzeichnet und wenn Secure-Messaging-Eingabeformat korrekt:
                        Byte                  Länge                Wert                           Beschreibung
                         #1                     1                 '87h'    TPI CG: Tag für verschlüsselte Daten (Kryptogramm)
                         #2                     L           'MMh' oder     LPI CG: Länge der zurückgesendeten verschlüsselten Daten
                                                              '81 MMh'     (wegen Auffüllung anders als Original-Le des Befehls)
                                                                           L gleich 2 Byte, wenn LPI CG > 127 Byte
                #(2+L)—#(1+L+MM)               MM          '01XX..XXh'     Verschlüsselte Daten: Auffüllindikator und Kryptogramm
                     #(2+L+MM)                  1                 '8Eh'    TCC: Tag für kryptographische Prüfsumme
                     #(3+L+MM)                  1                 '04h'    LCC: Länge der folgenden kryptographischen Prüfsumme
             #(4+L+MM)—#(7+L+MM)                4             'XX..XXh'    Kryptographische Prüfsumme (4 höchstwertige Bytes)
                         SW                     2               'XXXXh'    Statusbytes (SW1, SW2)
           Die zurückgesendeten verschlüsselten Daten enthalten ein erstes Byte, das den verwendeten Auffüllmodus angibt. Für die
           Fahrtenschreiberanwendung nimmt der Auffüllindikator stets den Wert '01h' an und zeigt damit an, dass der verwendete
           Auffüllmodus dem Modus in ISO/IEC 7816-4 entspricht (ein Byte mit Wert '80h', gefolgt von einigen Nullbytes: ISO/IEC
           9797 Methode 1).
           Die für den Befehl READ BINARY ohne Secure Messaging beschriebenen ,regulären‘ Verarbeitungszustände (siehe
           Abschnitt 3.6.2.1), können unter Verwendung der oben aufgeführten Antwortnachrichtstrukturen zurückgesendet wer-
           den.
           Darüber hinaus können einige Fehler speziell im Zusammenhang mit Secure Messaging auftreten. In diesem Fall wird
           der Verarbeitungsstatus einfach ohne Secure-Messaging-Struktur zurückgesendet:
   TCS_330 Antwortnachricht bei inkorrektem Secure-Messaging-Eingabeformat
                 Byte          Länge           Wert                                       Beschreibung
                 SW              2          'XXXXh'         Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist kein aktueller Sitzungsschlüssel vorhanden, wird der Verarbeitungsstatus '6A88' zurückgesendet. Dies geschieht
               entweder, wenn der Sitzungsschlüssel noch nicht erzeugt wurde oder wenn dessen Gültigkeit abgelaufen ist (in
               diesem Fall muss das IFD erneut eine gegenseitige Authentisierung durchführen, um einen neuen Sitzungsschlüssel
               zu setzen).
           — Wenn im Secure-Messaging-Format einige erwartete Datenobjekte (siehe oben) fehlen, wird der Verarbeitungsstatus
               '6987' zurückgesendet. Dieser Fehler tritt auf, wenn ein erwartetes Tag fehlt oder wenn der Befehlskörper nicht den
               Anforderungen entsprechend aufgebaut ist.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             C 126 E/95
           — Sind Datenobjekte nicht korrekt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6988'. Dieser Fehler tritt auf, wenn
               zwar alle benötigten Tags vorhanden sind, einige Längen sich jedoch von den erwarteten unterscheiden.
           — Schlägt die Überprüfung der kryptographischen Prüfsumme fehl, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
               '6688'.
           3.6.3 Update Binary
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4; seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
           Die Befehlsnachricht UPDATE BINARY initiiert die Aktualisierung (erase + write) der bereits in einer EF-Binärzahl
           vorhandenen Bits mit den im APDU-Befehl gegebenen Bits.
   TCS_331 Der Befehl kann nur ausgeführt werden, wenn der Sicherheitsstatus den für die EF für die UPDATE-Funktion festgelegten
           Sicherheitsattributen genügt (wenn die Zugangskontrolle der UPDATE-Funktion PRO SM enthält, muss im Befehl ein
           Secure Messaging hinzugefügt werden).
           3.6.3.1 Befehl ohne Secure Messaging
           Dieser Befehl ermöglicht dem IFD das Schreiben von Daten in die zu dem entsprechenden Zeitpunkt ausgewählte EF,
           ohne dass die Karte die Integrität der empfangenen Daten überprüft. Dieser Klarmodus ist nur dann zulässig, wenn die
           entsprechende Datei nicht als ,verschlüsselt‘ gekennzeichnet ist.
   TCS_332 Befehlsnachricht
                 Byte           Länge             Wert                                     Beschreibung
                 CLA              1              '00h'      Kein Secure Messaging angefordert
                 INS              1             'D6h'
                  P1              1             'XXh'       Offset in Bytes vom Dateianfang: höchstwertiges Byte
                  P2              1             'XXh'       Offset in Bytes vom Dateianfang: niedrigstwertiges Byte
                  Lc              1             'NNh'       Lc Länge der zu aktualisierenden Daten. Anzahl der zu schreibenden
                                                            Bytes
           #6—#(5+NN)            NN          'XX..XXh'      Zu schreibende Daten
           Anmerkung: Bit 8 von P1 muss auf 0 gesetzt sein.
   TCS_333 Antwortnachricht
                 Byte           Länge             Wert                                     Beschreibung
                 SW               2           'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Ist keine EF ausgewählt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6986'.
           — Sind die Zugriffsbedingungen der ausgewählten Dateien nicht erfüllt, wird der Befehl mit '6982' abgebrochen.
           — Ist das Offset nicht mit der Größe der EF kompatibel (Offset > EF-Größe), lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
               status '6B00'.
           — Ist die Größe der auszulesenden Daten nicht mit der Größe der EF kompatibel (Offset + Le > EF-Größe) lautet der
               zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6700'.
           — Wird in den Dateiattributen ein Integritätsfehler festgestellt, so betrachtet die Karte die Datei als beschädigt und nicht
               wieder herstellbar und der zurückgesendete Verarbeitungsstatus lautet '6400' oder '6500'.
           — Schlägt der Schreibvorgang fehl, so lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6581'.
 ---pagebreak--- C 126 E/96         DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
           3.6.3.2 Befehl mit Secure Messaging
           Dieser Befehl ermöglicht dem IFD das Schreiben von Daten in die zu dem entsprechenden Zeitpunkt ausgewählte EF,
           wobei die Karte die Integrität der empfangenen Daten überprüft. Da keine Vertraulichkeit erforderlich ist, werden die
           Daten nicht verschlüsselt.
   TCS_334 Befehlsnachricht
                        Byte                   Länge            Wert                             Beschreibung
                        CLA                      1             '0Ch'      Secure Messaging angefordert
                        INS                      1             'D6h'      INS
                         P1                      1             'XXh'      Offset in Bytes vom Dateianfang: höchstwertiges Byte
                         P2                      1             'XXh'      Offset in Bytes vom Dateianfang: niedrigstwertiges Byte
                         Lc                      1             'XXh'      Länge des gesicherten Datenfeldes
                         #6                      1             '81h'      TPV: Tag für Klarwertdaten
                         #7                      L       'NNh' oder '81 LPV: Länge der übermittelten Daten
                                                               NNh'       L gleich 2 Byte, wenn LPV > 127 Byte
                #(7+L)—#(6+L+NN)                NN          'XX..XXh'     Klardatenwert (zu schreibende Daten)
                     #(7+L+NN)                   1              '8Eh'     TCC: Tag für die kryptographische Prüfsumme
                     #(8+L+NN)                   1             '04h'      LCC: Länge der folgenden kryptographischen Prüfsumme
             #(9+L+NN)—#(12+L+NN)                4          'XX..XXh'     Kryptographische Prüfsumme (4 höchstwertige Bytes)
                         Le                      1             '00h'      Gemäß Spezifikation in ISO/IEC 7816-4
   TCS_335 Antwortnachricht bei korrektem Secure-Messaging-Eingabeformat
                 Byte          Länge            Wert                                     Beschreibung
                 #1              1             '99h'       TSW: Tag für Statusbytes (durch CC zu schützen)
                 #2              1             '02h'       LSW: Länge der zurückgesendeten Statusbytes
              #3—#4              2           'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
                 #5              1             '8Eh'       TCC: Tag für die kryptographische Prüfsumme
                 #6              1             '04h'       LCC: Länge der folgenden kryptographischen Prüfsumme
              #7—#10             4          'XX..XXh'      Kryptographische Prüfsumme (4 höchstwertige Bytes)
                 SW              2           'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           Die für den Befehl UPDATE BINARY ohne Secure Messaging beschriebenen ,regulären‘ Verarbeitungszustände (siehe
           Abschnitt 3.6.3.1) können unter Verwendung der oben aufgeführten Antwortnachrichtstrukturen zurückgesendet wer-
           den.
           Darüber hinaus können einige Fehler speziell im Zusammenhang mit Secure Messaging auftreten. In diesem Fall wird
           der Verarbeitungsstatus einfach ohne Secure-Messaging-Struktur zurückgesendet:
   TCS_336 Antwortnachricht bei Fehler im Secure Messaging
                 Byte          Länge            Wert                                     Beschreibung
                 SW              2           'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist kein aktueller Sitzungsschlüssel vorhanden, wird der Verarbeitungsstatus '6A88' zurückgesendet.
           — Wenn im Secure-Messaging-Format einige erwartete Datenobjekte (siehe oben) fehlen, wird der Verarbeitungsstatus
               '6987' zurückgesendet. Dieser Fehler tritt auf, wenn ein erwartetes Tag fehlt oder wenn der Befehlskörper nicht den
               Anforderungen entsprechend aufgebaut ist.
           — Sind Datenobjekte nicht korrekt, so lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6988'. Dieser Fehler tritt auf,
               wenn zwar alle benötigten Tags vorhanden sind, einige Längen sich jedoch von den erwarteten unterscheiden.
           — Schlägt die Überprüfung der kryptographischen Prüfsumme fehl, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
               '6688'.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/97
           3.6.4 Get Challenge
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4; seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
           Der Befehl GET CHALLENGE fordert die Karte zur Ausgabe einer Zufallszahl aus, damit diese in einem sicherheits-
           bezogenen Verfahren verwendet werden kann, bei dem ein Kryptogramm oder chiffrierte Daten an die Karte gesendet
           werden.
   TCS_337 Die von der Karte ausgegebene Zufallszahl ist nur für den nächsten Befehl gültig, der eine an die Karte gesendete
           Zufallszahl verwendet.
   TCS_338 Befehlsnachricht
                 Byte           Länge            Wert                                   Beschreibung
                 CLA               1            '00h'      CLA
                 INS               1            '84h'      INS
                  P1               1            '00h'      P1
                  P2               1            '00h'      P2
                  Le               1            '08h'      Le (erwartete Länge der Zufallszahl)
   TCS_339 Antwortnachricht
                 Byte           Länge            Wert                                   Beschreibung
               #1—#8               8         'XX..XXh'     Zufallszahl
                 SW                2          'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
           Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           Unterscheidet sich Le von '08h', ist der Verarbeitungsstatus '6700'.
            Sind die Parameter P1-P2 inkorrekt, ist der Verarbeitungsstatus '6A86'.
           3.6.5 Verify
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4, seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
           Der Befehl Verify leitet auf der Karte den Vergleich der vom Befehl gesendeten CHV (PIN)-Daten mit der auf der Karte
           gespeicherten Bezugs-CHV ein.
           Anmerkung: Die vom Benutzer eingegebene PIN muss durch das IFD bis zu einer Länge von 8 Byte nach rechts mit
           'FFh'-Bytes aufgefüllt sein.
   TCS_340 Ist der Befehl erfolgreich, werden die der CHV-Präsentation entsprechenden Rechte freigegeben, und der Zähler für die
           verbleibenden CHV-Versuche wird reinitialisiert.
   TCS_341 Ein erfolgloser Vergleich wird auf der Karte registriert, um die Anzahl weiterer Versuche der Verwendung der Bezugs-
           CHV zu beschränken.
   TCS_342 Befehlsnachricht
                 Byte           Länge            Wert                                   Beschreibung
                 CLA               1            '00h'      CLA
                 INS               1            '20h'      INS
                  P1               1            '00h'      P1
                  P2               1            '00h'      P2 (die überprüfte CHV ist implizit bekannt)
                  Lc               1            '08h'      Länge des übertragenen CHV-Codes
              #6—#13               8         'XX..XXh'     CHV
 ---pagebreak--- C 126 E/98         DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
   TCS_343 Antwortnachricht
                 Byte          Länge              Wert                                  Beschreibung
                 SW              2             'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Wird die Bezugs-CHV nicht gefunden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6A88'.
           — Ist die CHV blockiert (der Zähler für verbleibende Versuche steht auf Null), lautet der zurückgesendete Verarbei-
               tungsstatus '6983'. Wenn dieser Zustand erreicht ist, kann die CHV nie wieder erfolgreich präsentiert werden.
           — Ist der Vergleich erfolglos, wird der Zähler für die verbleibenden Versuche herabgesetzt und der Status '63CX'
               zurückgesendet (X > 0, und X ist gleich dem Zähler für verbleibende CHV-Versuche. Wenn X = 'F', ist der Zähler für
               CHV-Versuche größer als 'F').
           — Wird die Bezugs-CHV als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder '6581'.
           3.6.6 Get Response
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4.
           Dieser (nur für das Protokoll T=0 notwendige und verfügbare) Befehl wird zur Übertragung vorbereiteter Daten von der
           Karte zum Schnittstellengerät verwendet (wenn ein Befehl sowohl Lc als auch Le enthalten hat).
           Der Befehl GET RESPONSE muss sofort nach dem Befehl zur Vorbereitung der Daten ausgegeben werden, sonst gehen
           die Daten verloren. Nach der Ausführung des Befehls GET RESPONSE (außer bei Auftreten der Fehler '61xx' oder '6Cxx',
           siehe unten) stehen die zuvor vorbereiteten Daten nicht mehr zur Verfügung.
   TCS_344 Befehlsnachricht
                 Byte          Länge              Wert                                  Beschreibung
                 CLA             1               '00h'
                 INS             1               'C0h'
                  P1             1               '00h'
                  P2             1               '00h'
                  Le             1               'XXh'      Anzahl der erwarteten Bytes
   TCS_345 Antwortnachricht
                 Byte          Länge              Wert                                  Beschreibung
               #1—#X             X            'XX..XXh'     Daten
                 SW              2             'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Wurden von der Karte keine Daten vorbereitet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6900' oder '6F00'.
           — Übersteigt Le die Anzahl der verfügbaren Bytes oder ist Le gleich null, lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
               status '6Cxx', wobei 'xx' die genaue Anzahl der verfügbaren Bytes bezeichnet. In diesem Fall stehen die vorbereiteten
               Daten für einen weiteren Befehl GET RESPONSE zur Verfügung.
           — Ist Le nicht null und kleiner als die Anzahl der verfügbaren Bytes, werden die angeforderten Daten normal von der
               Karte gesendet. Der zurückgesendete Verarbeitungsstatus lautet '61xx', wobei 'xx' die Anzahl der zusätzlichen Bytes
               angibt, die noch für einen nachfolgenden Befehl GET RESPONSE zur Verfügung stehen.
           — Wird der Befehl nicht unterstützt (Protokoll T=1), sendet die Karte '6D00' zurück.
           3.6.7 PSO: Verify Certificate
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8, seine Verwendung ist jedoch im Vergleich zu dem in der
           Norm definierten Befehl eingeschränkt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/99
           Der Befehl VERIFY CERTIFICATE wird von der Karte zur Einholung eines öffentlichen Schlüssels von außen und zur
           Prüfung seiner Gültigkeit verwendet.
   TCS_346 Ist der Befehl VERIFY CERTIFICATE erfolgreich, wird der öffentliche Schlüssel zur künftigen Verwendung in der Sicher-
           heitsumgebung gespeichert. Dieser Schlüssel wird explizit zur Verwendung in sicherheitsbezogenen Befehlen (INTERNAL
           AUTHENTICATE, EXTERNAL AUTHENTICATE oder VERIFY CERTIFICATE) durch den Befehl MSE (siehe Abschnitt
           3.6.10) unter Verwendung seines Schlüsselbezeichners gesetzt.
   TCS_347 Auf jeden Fall verwendet der Befehl VERIFY CERTIFICATE den zuvor vom Befehl MSE zur Eröffnung des Zertifikats
           ausgewählten öffentlichen Schlüssel. Dabei muss es sich um den öffentlichen Schlüssel eines Mitgliedstaates oder Europas
           handeln.
   TCS_348 Befehlsnachricht
                  Byte          Länge           Wert                                     Beschreibung
                  CLA             1            '00h'       CLA
                  INS             1            '2Ah'       Perform Security Operation
                   P1             1            '00h'       P1
                   P2             1            'AEh'       P2: nicht BER-TLV-kodierte Daten (Verkettung von Datenelementen)
                   Lc             1            'CEh'       Lc: Länge des Zertifikats, 194 Byte
              #6—#199            194        'XX..XXh'      Zertifikat: Verkettung von Datenelementen (entsprechend Beschreibung
                                                           in Anlage 11)
   TCS_349 Antwortnachricht
                  Byte          Länge           Wert                                     Beschreibung
                  SW              2          'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Schlägt die Zertifikatsverifizierung fehl, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6688'. Das Prüfungs- und
                Entpackungsverfahren für das Zertifikat wird in Anlage 11 beschrieben.
           — Ist in der Sicherheitsumgebung kein öffentlicher Schlüssel vorhanden, wird '6A88' zurückgesendet.
           — Wird der (zum Entpacken des Zertifikats verwendete) ausgewählte öffentliche Schlüssel als verfälscht betrachtet,
                lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder '6581'.
           — Weist der (zum Entpacken des Zertifikats verwendete) öffentliche Schlüssel ein CHA.LSB (CertificateHol-
                derAuthorisation.equipmentType ) mit einem anderen Wert als '00' auf (d. h. es ist der Schlüssel eines
                Mitgliedstaates oder Europas), so lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6985'.
           3.6.8 Internal Authenticate
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4.
           Mit Hilfe des Befehls INTERNAL AUTHENTICATE kann das IFD die Karte authentisieren.
           Der Authentisierungsvorgang wird in Anlage 11 beschrieben. Er beinhaltet folgende Aussagen:
   TCS_350 Der Befehl INTERNAL AUTHENTICATE verwendet den (implizit ausgewählten) privaten Kartenschlüssel zum Signieren
           von Authentisierungsdaten einschließlich K1 (erstes Element für die Sitzungsschlüsselvereinbarung) und RND1 und
           verwendet den aktuell (durch den letzten MSE-Befehl) ausgewählten öffentlichen Schlüssel zur Verschlüsselung der
           Signatur und zur Bildung des Authentisierungstokens (nähere Angaben in Anlage 11).
 ---pagebreak--- C 126 E/100          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
   TCS_351  Befehlsnachricht
                   Byte          Länge           Wert                                   Beschreibung
                   CLA             1            '00h'      CLA
                   INS             1            '88h'      INS
                    P1             1            '00h'      P1
                    P2             1            '00h'      P2
                    Lc             1            '10h'      Länge der an die Karte gesendeten Daten
               #6—#13              8         'XX..XXh'     Zufallszahl zur Authentisierung der Karte
               #14—#21             8         'XX..XXh'     VU.CHR (siehe Anlage 11)
                    Le             1            '80h'      Länge der von der Karte erwarteten Daten
   TCS_352  Antwortnachricht
                   Byte          Länge           Wert                                   Beschreibung
               #1—#128            128        'XX..XXh'     Kartenauthentisierungstoken (siehe Anlage 11)
                   SW              2          'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
            — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
            — Ist in der Sicherheitsumgebung kein öffentlicher Schlüssel vorhanden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                 '6A88'.
            — Ist in der Sicherheitsumgebung kein privater Schlüssel vorhanden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                 '6A88'.
            — Stimmt VU.CHR nicht mit dem aktuellen Bezeichner des öffentlichen Schlüssels überein, lautet der zurückgesendete
                 Verarbeitungsstatus '6A88'.
            — Wird der ausgewählte private Schlüssel als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                 '6400' oder '6581'.
   TCS_353  Ist der Befehl INTERNAL AUTHENTICATE erfolgreich, wird der aktuelle Sitzungsschlüssel, sofern vorhanden, gelöscht
            und ist nicht mehr verfügbar. Um einen neuen Sitzungsschlüssel zur Verfügung zu haben, muss der Befehl EXTERNAL
            AUTHENTICATE erfolgreich ausgeführt werden.
            3.6.9 External Authenticate
            Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-4.
            Mit Hilfe des Befehls EXTERNAL AUTHENTICATE kann die Karte das IFD authentisieren.
            Der Authentisierungsvorgang wird in Anlage 11 beschrieben. Er beinhaltet folgende Aussagen:
   TCS_354  Ein GET CHALLENGE-Befehl muss dem Befehl EXTERNAL AUTHENTICATE unmittelbar vorausgehen. Die Karte gibt
            eine Zufallszahl (RND3) nach außen aus.
   TCS_355  Die Verifizierung des Kryptogramms verwendet RND3 (von der Karte ausgegebene Zufallszahl), den (implizit ausgewähl-
            ten) privaten Kartenschlüssel und den zuvor durch den MSE-Befehl ausgewählten öffentlichen Schlüssel.
   TCS_356  Die Karte prüft das Kryptogramm, und wenn es korrekt ist, wird die Zugriffsbedingung AUT eröffnet.
   TCS_357  Das Eingabekryptogramm trägt das zweite Element für die Sitzungsschlüsselvereinbarung K2.
   TCS_358  Befehlsnachricht
                   Byte          Länge           Wert                                   Beschreibung
                   CLA             1            '00h'      CLA
                   INS             1            '82h'      INS
                    P1             1            '00h'      P1
                    P2             1            '00h'      P2 (der zu verwendende öffentliche Schlüssel ist implizit bekannt und
                                                           wurde vorher durch den MSE-Befehl gesetzt)
                    Lc             1            '80h'      Lc (Länge der an die Karte gesendeten Daten)
               #6—#133            128        'XX..XXh'     Kryptogramm (siehe Anlage 11)
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/101
   TCS_359 Antwortnachricht
                  Byte           Länge           Wert                                    Beschreibung
                  SW               2          'XXXXh'       Statusbytes (Statusbytes (SW1, SW2))
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Ist kein öffentlicher Schlüssel in der Sicherheitsumgebung vorhanden, wird '6A88' zurückgesendet.
           — Ist die CHA des derzeit gesetzten Schlüssels nicht die Verkettung der AID der Fahrtenschreiberanwendung und eines
                FE-Gerätetyps, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6F00' (siehe Anlage 11).
           — Ist kein privater Schlüssel in der Sicherheitsumgebung vorhanden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                '6A88'.
           — Ist die Prüfung des Kryptogramms falsch, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6688'.
           — Geht dem Befehl nicht unmittelbar ein GET CHALLENGE-Befehl voraus, lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
                status '6985'.
           — Wird der ausgewählte private Schlüssel als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                '6400' oder '6581'.
   TCS_360 Ist der Befehl EXTERNAL AUTHENTICATE erfolgreich und ist der erste Teil des Sitzungsschlüssels eines kurz zuvor
           erfolgreich ausgeführten INTERNAL AUTHENTICATE verfügbar, wird der Sitzungsschlüssel für künftige Befehle unter
           Verwendung von Secure Messaging gesetzt.
   TCS_361 Ist der erste Teil des Sitzungsschlüssels nicht aus einem vorhergehenden INTERNAL AUTHENTICATE-Befehl verfügbar,
           wird der vom IFD gesendete zweite Teil des Sitzungsschlüssels nicht auf der Karte gespeichert. Mit diesem Mechanismus
           wird sichergestellt, dass der Vorgang der gegenseitigen Authentisierung in der in Anlage 11 spezifizierten Reihenfolge
           abläuft.
           3.6.10 Manage Security Environment
           Dieser Befehl wird zum Setzen eines öffentlichen Schlüssels zu Authentisierungszwecken verwendet.
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8. Die Verwendung des Befehls ist jedoch im Vergleich zur
           entsprechenden Norm eingeschränkt.
   TCS_362 Der Schlüssel, auf den im MSE-Datenfeld verwiesen wird, ist für jede Datei des DF Tachograph gültig.
   TCS_363 Der Schlüssel, auf den im MSE-Datenfeld verwiesen wird, bleibt bis zum nächsten korrekten MSE-Befehl der aktuelle
           öffentliche Schlüssel.
   TCS_364 Ist der Schlüssel, auf den verwiesen wird, (noch) nicht in der Karte vorhanden, bleibt die Sicherheitsumgebung unver-
           ändert.
   TCS_365 Befehlsnachricht
                  Byte           Länge           Wert                                    Beschreibung
                  CLA              1            '00h'       CLA
                  INS              1            '22h'       INS
                   P1              1            'C1h'       P1: Schlüssel, auf den verwiesen wird, gültig für alle kryptographischen
                                                            Operationen
                   P2              1            'B6h'       P2 (mit Verweis versehene Daten zur digitalen Signatur)
                   Lc              1            '0Ah'       Lc: Länge des folgenden Datenfelds
                  #6               1            '83h'       Tag zum Verweis auf einen öffentlichen Schlüssel in asymmetrischen
                                                            Fällen
                  #7               1            '08h'       Länge des Schlüsselverweises (Schlüsselbezeichner)
              #8—#15              08h        'XX..XXh'      Schlüsselbezeichner laut Anlage 11
 ---pagebreak--- C 126 E/102         DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
   TCS_366  Antwortnachricht
                  Byte          Länge             Wert                                    Beschreibung
                  SW              2            'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
            — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
            — Ist der Schlüssel, auf den verwiesen wird, auf der Karte nicht vorhanden, lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
                status '6A88'.
            — Fehlen einige erwartete Datenobjekte im Secure-Messaging-Format, wird '6987' zurückgesendet. Dies kann der Fall
                sein, wenn der Tag '83h' fehlt.
            — Sind einige Datenobjekte inkorrekt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6988'. Dies kann der Fall sein,
                wenn der Schlüsselbezeichner nicht '08h' ist.
            — Wird der ausgewählte Schlüssel als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder
                '6581'.
            3.6.11 PSO: Hash
            Dieser Befehl dient dazu, Ergebnisse der Hashwertberechnung für bestimmte Daten an die Karte zu übertragen. Der
            Hashwert wird im EEPROM für den folgenden Befehl zur Prüfung der digitalen Signatur gespeichert.
            Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8. Die Verwendung des Befehls ist jedoch im Vergleich zur
            entsprechenden Norm eingeschränkt.
   TCS_367  Befehlsnachricht
                  Byte          Länge             Wert                                    Beschreibung
                  CLA             1              '00h'      CLA
                  INS             1              '2Ah'      Perform Security Operation
                   P1             1              '90h'      Hash-Code zurücksenden
                   P2             1              'A0h'      Tag: Datenfeld enthält relevante DO für Hash-Code-Anwendung
                   Lc             1              '16h'      Länge Lc des folgenden Datenfelds
                  #6              1              '90h'      Tag für den Hash-Code
                  #7              1              '14h'      Länge des Hash-Codes
               #8—#27             20          'XX..XXh'     Hash-Code
   TCS_368  Antwortnachricht
                  Byte          Länge             Wert                                    Beschreibung
                  SW              2            'XXXXh'      Statusbytes (SW1, SW2)
            — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
            — Fehlen einige der erwarteten Datenobjekte (siehe oben), wird der Verarbeitungsstatus '6987' zurückgesendet. Dies
                kann der Fall sein, wenn der Tag '90h' fehlt.
            — Sind einige Datenobjekte inkorrekt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6988'. Dieser Fehler tritt auf,
                wenn der erforderliche Tag zwar vorhanden ist, aber eine andere Länge als '14h' aufweist.
            3.6.12 Perform Hash of File
            Dieser Befehl entspricht nicht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8. Das CLA-Byte dieses Befehls gibt daher an, dass
            eine proprietäre Verwendung von PERFORM SECURITY OPERATION / HASH erfolgt.
   TCS_369  Der Befehl PERFORM HASH OF FILE wird zur Hash-Berechnung des Datenbereichs der zu dem entsprechenden Zeit-
            punkt ausgewählten transparenten EF verwendet.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/103
   TCS_370 Das Ergebnis der Hash-Operation wird auf der Karte gespeichert. Es kann dann zur Einholung einer digitalen Signatur
           der Datei mit Hilfe des Befehls PSO: COMPUTE DIGITAL SIGNATURE verwendet werden. Dieses Ergebnis bleibt bis
           zum nächsten erfolgreichen Befehl Perform Hash of File für den Befehl COMPUTE DIGITAL SIGNATURE verfügbar.
   TCS_371 Befehlsnachricht
                 Byte          Länge             Wert                                     Beschreibung
                 CLA             1              '80h'       CLA
                 INS             1              '2Ah'       Perform Security Operation
                  P1             1              '90h'       Tag: Hash
                  P2             1              '00h'       P2: Hash-Berechnung der Daten der zu dem entsprechenden Zeitpunkt
                                                            ausgewählten transparenten Datei
   TCS_372 Antwortnachricht
                 Byte          Länge             Wert                                     Beschreibung
                 SW              2            'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Ist keine Anwendung ausgewählt, wird der Verarbeitungsstatus '6985' zurückgesendet.
           — Wird die ausgewählte EF als verfälscht betrachtet (wegen Integritätsfehlern in den Dateiattributen oder den gespei-
               cherten Daten), lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6400' oder '6581'.
           — Ist die ausgewählte Datei keine transparente Datei, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6986'.
           3.6.13 PSO: Compute Digital Signature
           Dieser Befehl wird zur Berechnung der digitalen Signatur des zuvor berechneten Hash-Codes (siehe Perform Hash of File,
           3.6.12) verwendet.
           Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8. Die Verwendung des Befehls ist jedoch im Vergleich zur
           entsprechenden Norm eingeschränkt.
   TCS_373 Zur Berechnung der digitalen Signatur wird der private Schlüssel der Karte, der der Karte implizit bekannt ist, heran-
           gezogen.
   TCS_374 Die Karte führt eine digitale Signatur mit Hilfe einer Auffüllmethode gemäß PKCS1 aus (Einzelheiten siehe Anlage 11).
   TCS_375 Befehlsnachricht
                 Byte          Länge             Wert                                     Beschreibung
                 CLA             1              '00h'       CLA
                 INS             1              '2Ah'       Perform Security Operation
                  P1             1               '9Eh'      Zurückzusendende digitale Signatur
                  P2             1              '9Ah'       Tag: Datenfeld enthält zu signierende Daten. Da kein Datenfeld enthalten
                                                            ist, wird davon ausgegangen, dass die Daten bereits auf der Karte vor-
                                                            handen sind (hash of file)
                  Le             1              '80h'       Länge der erwarteten Signatur
   TCS_376 Antwortnachricht
                 Byte          Länge             Wert                                     Beschreibung
             #1—#128            128          'XX..XXh'      Signatur des zuvor berechneten Hash
                 SW              2            'XXXXh'       Statusbytes (SW1, SW2)
           — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
           — Wird der implizit ausgewählte private Schlüssel als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungs-
               status '6400' oder '6581'.
 ---pagebreak--- C 126 E/104          DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            3.6.14 PSO: Verify Digital Signature
            Dieser Befehl wird zur Verifizierung der als Eingabe gemäß PKCS1 bereitgestellten digitalen Signatur einer Nachricht
            verwendet, deren Hash der Karte bekannt ist. Der Signaturalgorithmus ist der Karte implizit bekannt.
            Dieser Befehl entspricht den Festlegungen von ISO/IEC 7816-8. Die Verwendung des Befehls ist jedoch im Vergleich zur
            entsprechenden Norm eingeschränkt.
   TCS_377  Der Befehl Verify Digital Signature verwendet stets den vom vorhergehenden Befehl Manage Security Environment
            ausgewählten öffentlichen Schlüssel sowie den von einem PSO: Hash-Befehl eingegebenen Hash-Code.
   TCS_378  Befehlsnachricht
                  Byte            Länge            Wert                                      Beschreibung
                  CLA               1             '00h'       CLA
                  INS               1             '2Ah'       Perform Security Operation
                   P1               1             '00h'
                   P2               1             'A8h'       Tag: Datenfeld enthält verifizierungsrelevante DO
                   Lc               1             '83h'       Länge Lc des folgenden Datenfelds
                  #28               1              '9Eh'      Tag für digitale Signatur
              #29—#30               2           '8180h'       Länge der digitalen Signatur (128 Byte, kodiert gemäß ISO/IEC 7816-6)
              #31—#158             128        'XX..XXh'       Inhalt der digitalen Signatur
   TCS_379  Antwortnachricht
                  Byte            Länge            Wert                                      Beschreibung
                  SW                2          'XXXXh'        Statusbytes (SW1, SW2)
            — Ist der Befehl erfolgreich, sendet die Karte '9000' zurück.
            — Schlägt die Verifizierung der Signatur fehl, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6688'. Der Verifizierungs-
                vorgang wird in Anlage 11 beschrieben.
            — Ist kein öffentlicher Schlüssel ausgewählt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6A88'.
            — Fehlen einige der erwarteten Datenobjekte (siehe oben), wird der Verarbeitungsstatus '6987' zurückgesendet. Das
                kann der Fall sein, wenn der erforderliche Tag fehlt.
            — Ist kein Hash-Code zur Verarbeitung des Befehls verfügbar (im Ergebnis eines PSO: Hash-Befehls), lautet der zurück-
                gesendete Verarbeitungsstatus '6985'.
            — Sind einige Datenobjekte inkorrekt, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus '6988'. Dies kann der Fall sein,
                wenn eine Länge der erforderlichen Datenobjekte inkorrekt ist.
            — Wird der ausgewählte öffentliche Schlüssel als verfälscht betrachtet, lautet der zurückgesendete Verarbeitungsstatus
                '6400' oder '6581'.
            4. STRUKTUR DER FAHRTENSCHREIBERKARTEN
            In diesem Abschnitt werden die Dateistrukturen, die auf den Fahrtenschreiberkarten der Speicherung zugänglicher Daten
            dienen, spezifiziert.
            Nicht spezifiziert werden vom Kartenhersteller abhängige interne Strukturen, wie z. B. Dateianfangskennsätze oder die
            Speicherung und Verarbeitung von Datenelementen, die nur für den internen Gebrauch benötigt werden, z. B. Eu-
            ropeanPublicKey, CardPrivateKey, TDesSessionKey oder WorkshopCardPin.
            Die nutzbare Speicherkapazität von Fahrtenschreiberkarten beträgt mindestens 11 KB, doch sind höhere Kapazitäten
            zulässig. In einem derartigen Fall bleibt die Struktur der Karte gleich, während sich die Anzahl der Datensätze einiger
            Elemente der Struktur erhöht. Dieser Abschnitt spezifiziert die Mindest- und die Höchstwerte dieser Datensatzzahlen.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/105
           4.1 Struktur der Fahrerkarte
   TCS_400 Nach der Personalisierung weist die Fahrerkarte folgende permanente Dateistruktur und Dateizugriffsbedingungen auf:
                                                                                                Zugriffsbedingungen
                                         File                             File ID       Read           Update        Encrypted
           MF                                                              3F00
            ’!EF ICC                                                       0002        ALW              NEV            Nein
            ’!EF IC                                                        0005        ALW              NEV            Nein
            %!DF Tachograph                                                0500
               ’!EF Application_Identification                             0501        ALW              NEV            Nein
               ’!EF Card_Certificate                                      C100         ALW              NEV            Nein
               ’!EF CA_Certificate                                        C108         ALW              NEV            Nein
               ’!EF Identification                                         0520        ALW              NEV            Nein
               ’!EF Card_Download                                          050E        ALW              ALW            Nein
               ’!EF Driving_Licence_Info                                   0521        ALW              NEV            Nein
               ’!EF Events_Data                                            0502        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Faults_Data                                            0503        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Driver_Activity_Data                                   0504        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Vehicles_Used                                          0505        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Places                                                 0506        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Current_Usage                                          0507        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               ’!EF Control_Activity_Data                                  0508        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
               %!EF Specific_Conditions                                    0522        ALW       PRO    SM /  AUT      Nein
   TCS_401 Die Strukturen aller EF sind transparent.
   TCS_402 Lesen mit Secure Messaging muss für alle Dateien unter dem DF Tachograph möglich sein.
   TCS_403 Die Fahrerkarte hat folgende Datenstruktur:
                                                                                 Anzahl der     Größe (in Byte)
                                      Datei/Datenelement                                                             Standardwerte
                                                                                 Datensätze    Min.          Max.
           MF                                                                                11411       24959
           EF ICC                                                                             25            25
            %!CardIccIdentification                                                            25            25
                 ’!clockStop                                                                     1             1         {00}
                 ’!cardExtendedSerialNumber                                                      8             8       {00..00}
                 ’!cardApprovalNumber                                                            8             8       {20..20}
                 ’!cardPersonaliserID                                                            1             1         {00}
                 ’!embedderIcAssemblerId                                                         5             5       {00..00}
                 %!icIdentifier                                                                  2             2       {00 00}
           EF IC                                                                                8             8
            %!CardChipIdentification                                                             8             8
                 ’!icSerialNumber                                                                4             4       {00..00}
                 %!icManufacturingReferences                                                     4             4       {00..00}
           ÆDF Tachograph                                                                   11378       24926
              EF Application_Identification                                                   10            10
               %!DriverCardApplicationIdentification                                           10            10
                    ’!typeOfTachographCardId                                                     1             1         {00}
                    ’!cardStructureVersion                                                       2             2       {00 00}
                    ’!noOfEventsPerType                                                          1             1         {00}
                    ’!noOfFaultsPerType                                                          1             1         {00}
                    ’!activityStructureLength                                                    2             2       {00 00}
                    ’!noOfCardVehicleRecords                                                     2             2       {00 00}
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 ---pagebreak--- C 126 E/106    DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         28.5.2002
            EF Card_Download                                                  4     4
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                 ’!entryTime                                                    4     4   {00..00}
                 %!SpecificConditionType                                        1     1     {00}
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               C 126 E/107
   TCS_404 Die folgenden, in der vorstehenden Tabelle zur Größenangabe herangezogenen Werte sind die Mindest- und die
           Höchstwerte für die Anzahl der Datensätze, die die Datenstruktur der Fahrerkarte verwenden muss:
                                                                                               Min.                      Max.
           n1       NoOfEventsPerType                                                           6                        12
           n2       NoOfFaultsPerType                                                          12                        24
           n3       NoOfCardVehicleRecords                                                     84                        200
           n4       NoOfCardPlaceRecords                                                       84                        112
           n6       CardActivityLengthRange                                                5 544 Byte               13 776 Byte
                                                                                     (28 Tage * 93 Tätig- (28 Tage * 240 Tä-
                                                                                        keitsänderungen)        tigkeitsänderungen)
           4.2 Struktur der Werkstattkarte
   TCS_405 Nach der Personalisierung weist die Werkstattkarte folgende permanente Dateistruktur und Dateizugriffsbedingungen
           auf:
                                                                                                    Zugriffsbedingungen
                                         File                              File ID       Read              Update           Encrypted
           MF                                                              3F00
            ’!EF ICC                                                       0002         ALW                 NEV               Nein
            ’!EF IC                                                        0005         ALW                 NEV               Nein
            %!DF Tachograph                                                0500
                ’!EF Application_Identification                            0501         ALW                 NEV               Nein
                ’!EF Card_Certificate                                      C100         ALW                 NEV               Nein
                ’!EF CA_Certificate                                        C108         ALW                 NEV               Nein
                ’!EF Identification                                        0520         ALW                 NEV               Nein
                ’!EF Card_Download                                         0509         ALW                 ALW               Nein
                ’!EF Calibration                                           050A         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Sensor_Installation_Data                              050B         ALW                 NEV                 Ja
                ’!EF Events_Data                                           0502         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Faults_Data                                           0503         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Driver_Activity_Data                                  0504         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Vehicles_Used                                         0505         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Places                                                0506         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Current_Usage                                         0507         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                ’!EF Control_Activity_Data                                 0508         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
                %!EF Specific_Conditions                                   0522         ALW          PRO    SM /  AUT         Nein
   TCS_406 Die Strukturen aller EF sind transparent.
   TCS_407 Lesen mit Secure Messaging muss für alle Dateien unter dem DF Tachograph möglich sein.
   TCS_408 Die Werkstattkarte hat folgende Datenstruktur:
                                                                                  Anzahl der        Größe (in Byte)
                                      Datei/Datenelement                                                                    Standardwerte
                                                                                  Datensätze     Min.            Max.
           MF                                                                                 11088          29061
           EF ICC                                                                                25              25
            %!CardIccIdentification                                                               25              25
                 ’!clockStop                                                                        1              1            {00}
                 ’!cardExtendedSerialNumber                                                         8              8          {00..00}
                 ’!cardApprovalNumber                                                               8              8          {20..20}
                 ’!cardPersonaliserID                                                               1              1            {00}
                 ’!embedderIcAssemblerId                                                            5              5          {00..00}
                 %!icIdentifier                                                                     2              2          {00 00}
           EF IC                                                                                   8              8
            %!CardChipIdentification                                                                8              8
                 ’!icSerialNumber                                                                   4              4          {00..00}
                 %!icManufacturingReferences                                                        4              4          {00..00}
           ÆDF Tachograph                                                                    11055          29028
               EF Application_Identification                                                     11              11
                %!WorkshopCardApplicationIdentification                                           11              11
                    ’!typeOfTachographCardId                                                        1              1            {00}
                    ’!cardStructureVersion                                                          2              2          {00 00}
                    ’!noOfEventsPerType                                                             1              1            {00}
                    ’!noOfFaultsPerType                                                             1              1            {00}
                    ’!activityStructureLength                                                       2              2          {00 00}
                    ’!noOfCardVehicleRecords                                                        2              2          {00 00}
                    ’!noOfCardPlaceRecords                                                          1              1            {00}
                    %!noOfCalibrationRecords                                                        1              1            {00}
 ---pagebreak--- C 126 E/108    DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                         28.5.2002
            EF Card_Certificate                                             194   194
             %!CardCertificate                                               194   194   {00..00}
            EF CA_Certificate                                               194   194
             %!MemberStateCertificate                                        194   194   {00..00}
            EF Identification                                               211   211
             ’!CardIdentification                                             65    65
             " ’!cardIssuingMemberState                                        1     1     {00}
             " ’!cardNumber                                                   16    16   {20..20}
             " ’!cardIssuingAuthorityName                                     36    36 {00, 20..20}
             " ’!cardIssueDate                                                 4     4   {00..00}
             " ’!cardValidityBegin                                             4     4   {00..00}
             " %!cardExpiryDate                                                4     4   {00..00}
             %!WorkshopCardHolderIdentification                              146   146
                ’!workshopName                                                36    36 {00, 20..20}
                ’!workshopAddress                                             36    36 {00, 20..20}
                ’!cardHolderName
                " ’!holderSurname                                             36    36 {00, 20..20}
                " %!holderFirstNames                                          36    36 {00, 20..20}
                %!cardHolderPreferredLanguage                                  2     2   {20 20}
            EF Card_Download                                                  2     2
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             %!WorkshopCardCalibrationData                                  9243 26778
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                  %!WorkshopCardCalibrationRecord                  n5        105   105
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                    ’!vehicleIdentificationNumber                             17    17   {20..20}
                    ’!vehicleRegistration
                    " ’!vehicleRegistrationNation                              1     1     {00}
                    " %!vehicleRegistrationNumber                             14    14 {00, 20..20}
                    ’!wVehicleCharacteristicConstant                           2     2   {00 00}
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                    ’!lTyreCircumference                                       2     2   {00 00}
                    ’!tyreSize                                                15    15   {20..20}
                    ’!authorisedSpeed                                          1     1     {00}
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                    ’!oldTimeValue                                             4     4   {00..00}
                    ’!newTimeValue                                             4     4   {00..00}
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                    %!sensorSerialNumber                                       8     8   {00..00}
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                       ’!vehicleRegistrationNation                             1     1     {00}
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 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/109
                      ’!vehicleOdometerEnd                                                        3             3        {00..00}
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                   " %!vehicleRegistrationNumber                                                14             14      {00, 20..20}
                   ’!controlDownloadPeriodBegin                                                   4             4        {00..00}
                   %!controlDownloadPeriodEnd                                                     4             4        {00..00}
              ÆEF Specific_Conditions                                                           10             10
                 %!SpecificConditionRecord                                           2             5             5
                    ’!entryTime                                                                    4             4        {00..00}
                    %!SpecificConditionType                                                        1             1          {00}
   TCS_409 Die folgenden, in der vorstehenden Tabelle zur Größenangabe herangezogenen Werte sind die Mindest- und die
           Höchstwerte für die Anzahl der Datensätze, die die Datenstruktur der Werkstattkarte verwenden muss:
                                                                                             Min.                    Max.
           n1       NoOfEventsPerType                                                          3                      3
           n2       NoOfFaultsPerType                                                          6                      6
           n3       NoOfCardVehicleRecords                                                     4                      8
           n4       NoOfCardPlaceRecords                                                       6                      8
           n5       NoOfCalibrationRecords                                                    88                     255
           n6       CardActivityLengthRange                                                198 Byte                492 Byte
                                                                                      (1 Tag * 93 Tätig-      (1 Tag *240 Tätig-
                                                                                     keitsveränderungen)     keitsveränderungen)
           4.3 Struktur der Kontrollkarte
   TCS_410 Nach der Personalisierung weist die Kontrollkarte folgende permanente Dateistruktur und Dateizugriffsbedingungen auf:
                                                                                                  Zugriffsbedingungen
                                        File                                File ID     Read            Update          Encrypted
           MF                                                               3F00
            ’!EF ICC                                                        0002       ALW               NEV              Nein
            ’!EF IC                                                         0005       ALW               NEV              Nein
            %!DF Tachograph                                                 0500
               ’!EF Application_Identification                              0501       ALW               NEV              Nein
               ’!EF Card_Certificate                                        C100       ALW               NEV              Nein
               ’!EF CA_Certificate                                          C108       ALW               NEV              Nein
               ’!EF Identification                                          0520        AUT              NEV              Nein
               %!EF Controller_Activity_Data                                050C       ALW        PRO SM / AUT            Nein
 ---pagebreak--- C 126 E/110         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
   TCS_411  Die Strukturen aller EF sind transparent.
   TCS_412  Lesen mit Secure Messaging muss für alle Dateien unter dem DF Tachograph möglich sein.
   TCS_413  Die Kontrollkarte hat folgende Datenstruktur:
                                                                                 Anzahl der       Größe (in Byte)
                                       Datei/Datenelement                                                              Standardwerte
                                                                                 Datensätze     Min.         Max.
            MF                                                                               11219         24559
            EF ICC                                                                             25            25
             %!CardIccIdentification                                                            25            25
                  ’!clockStop                                                                     1              1         {00}
                  ’!cardExtendedSerialNumber                                                      8              8       {00..00}
                  ’!cardApprovalNumber                                                            8              8       {20..20}
                  ’!cardPersonaliserID                                                            1              1         {00}
                  ’!embedderIcAssemblerId                                                         5              5       {00..00}
                  %!icIdentifier                                                                  2              2       {00 00}
            EF IC                                                                                8              8
             %!CardChipIdentification                                                             8              8
                  ’!icSerialNumber                                                                4              4       {00..00}
                  %!icManufacturingReferences                                                     4              4       {00..00}
            ÆDF Tachograph                                                                  11186         24526
               EF Application_Identification                                                     5              5
                %!ControlCardApplicationIdentification                                            5              5
                     ’!typeOfTachographCardId                                                     1              1         {00}
                     ’!cardStructureVersion                                                       2              2       {00 00}
                     %!noOfControlActivityRecords                                                 2              2       {00 00}
               EF Card_Certificate                                                            194           194
                %!CardCertificate                                                              194           194         {00..00}
               EF CA_Certificate                                                              194           194
                %!MemberStateCertificate                                                       194           194         {00..00}
               EF Identification                                                              211           211
                ’!CardIdentification                                                            65            65
                " ’!cardIssuingMemberState                                                        1              1         {00}
                " ’!cardNumber                                                                  16            16         {20..20}
                " ’!cardIssuingAuthorityName                                                    36            36      {00, 20..20}
                " ’!cardIssueDate                                                                 4              4       {00..00}
                " ’!cardValidityBegin                                                             4              4       {00..00}
                " %!cardExpiryDate                                                                4              4       {00..00}
                %!ControlCardHolderIdentification                                              146           146
                     ’!controlBodyName                                                          36            36      {00, 20..20}
                     ’!controlBodyAddress                                                       36            36      {00, 20..20}
                     ’!cardHolderName
                     " ’!holderSurname                                                          36            36      {00, 20..20}
                     " %!holderFirstNames                                                       36            36      {00, 20..20}
                     %!cardHolderPreferredLanguage                                                2              2       {20 20}
               ÆEF Controller_Activity_Data                                                 10582         23922
                   %!ControlCardControlActivityData                                          10582         23922
                      ’!controlPointerNewestRecord                                                 2              2       {00 00}
                      %!controlActivityRecords                                               10580         23920
                         %!controlActivityRecord                                    n7           46            46
                            ’!controlType                                                          1              1         {00}
                            ’!controlTime                                                          4              4       {00..00}
                            ’!controlledCardNumber
                            " ’!cardType                                                           1              1         {00}
                            " ’!cardIssuingMemberState                                             1              1         {00}
                            " %!cardNumber                                                       16            16         {20..20}
                            ’!controlledVehicleRegistration
                            " ’!vehicleRegistrationNation                                          1              1         {00}
                            " %!vehicleRegistrationNumber                                        14            14      {00, 20..20}
                            ’!controlDownloadPeriodBegin                                           4              4       {00..00}
                            %!controlDownloadPeriodEnd                                             4              4       {00..00}
   TCS_414  Die folgenden, in der vorstehenden Tabelle zur Größenangabe herangezogenen Werte sind die Mindest- und die
            Höchstwerte für die Anzahl der Datensätze, die die Datenstruktur der Kontrollkarte verwenden muss:
                                                                                             Min.                   Max.
            n7       NoOfControlActivityRecords                                              230                    520
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/111
           4.4 Struktur der Unternehmenskarte
   TCS_415 Nach der Personalisierung weist die Unternehmenskarte folgende permanente Dateistruktur und Dateizugriffsbedingun-
           gen auf:
                                                                                                 Zugriffsbedingungen
                                         File                             File ID       Read           Update        Encrypted
           MF                                                             3F00
            ’!EF ICC                                                      0002         ALW              NEV            Nein
            ’!EF IC                                                       0005         ALW              NEV            Nein
            %!DF Tachograph                                               0500
               ’!EF Application_Identification                            0501         ALW              NEV            Nein
               ’!EF Card_Certificate                                      C100         ALW              NEV            Nein
               ’!EF CA_Certificate                                        C108         ALW              NEV            Nein
               ’!EF Identification                                        0520         AUT              NEV            Nein
               %!EF Company_Activity_Data                                 050D         ALW       PRO SM / AUT          Nein
   TCS_416 Die Strukturen aller EF sind transparent.
   TCS_417 Lesen mit Secure Messaging muss für alle Dateien unter dem DF Tachograph möglich sein.
   TCS_418 Die Unternehmenskarte hat folgende Datenstruktur:
                                                                                 Anzahl der     Größe (in Byte)
                                      Datei/Datenelement                                                             Standardwerte
                                                                                 Datensätze    Min.          Max.
           MF                                                                                11147        24487
           EF ICC                                                                             25             25
            %!CardIccIdentification                                                            25             25
                 ’!clockStop                                                                     1             1         {00}
                 ’!cardExtendedSerialNumber                                                      8             8       {00..00}
                 ’!cardApprovalNumber                                                            8             8       {20..20}
                 ’!cardPersonaliserID                                                            1             1         {00}
                 ’!embedderIcAssemblerId                                                         5             5       {00..00}
                 %!icIdentifier                                                                  2             2       {00 00}
           EF IC                                                                                8             8
            %!CardChipIdentification                                                             8             8
                 ’!icSerialNumber                                                                4             4       {00..00}
                 %!icManufacturingReferences                                                     4             4       {00..00}
           ÆDF Tachograph                                                                   11114        24454
              EF Application_Identification                                                     5             5
               %!CompanyCardApplicationIdentification                                            5             5
                    ’!typeOfTachographCardId                                                     1             1         {00}
                    ’!cardStructureVersion                                                       2             2       {00 00}
                    %!noOfCompanyActivityRecords                                                 2             2       {00 00}
              EF Card_Certificate                                                            194           194
               %!CardCertificate                                                              194           194        {00..00}
              EF CA_Certificate                                                              194           194
               %!MemberStateCertificate                                                       194           194        {00..00}
              EF Identification                                                              139           139
               ’!CardIdentification                                                            65             65
               " ’!cardIssuingMemberState                                                        1             1         {00}
               " ’!cardNumber                                                                  16             16       {20..20}
               " ’!cardIssuingAuthorityName                                                    36             36    {00, 20..20}
               " ’!cardIssueDate                                                                 4             4       {00..00}
               " ’!cardValidityBegin                                                             4             4       {00..00}
               " %!cardExpiryDate                                                                4             4       {00..00}
               %!CompanyCardHolderIdentification                                               74             74
                    ’!companyName                                                              36             36    {00, 20..20}
                    ’!companyAddress                                                           36             36    {00, 20..20}
                    %!cardHolderPreferredLanguage                                                2             2       {20 20}
              ÆEF Company_Activity_Data                                                     10582        23922
                  %!CompanyActivityData                                                      10582        23922
                     ’!companyPointerNewestRecord                                                 2             2       {00 00}
                     %!companyActivityRecords                                                10580        23920
                        %!companyActivityRecord                                     n8          46             46
                           ’!companyActivityType                                                  1             1         {00}
                           ’!companyActivityTime                                                  4             4       {00..00}
                           ’!cardNumberInformation
                           " ’!cardType                                                           1             1         {00}
                           " ’!cardIssuingMemberState                                             1             1         {00}
                           " %!cardNumber                                                       16             16       {20..20}
                           ’!vehicleRegistrationInformation
                           " ’!vehicleRegistrationNation                                          1             1         {00}
                           " %!vehicleRegistrationNumber                                        14             14    {00, 20..20}
 ---pagebreak--- C 126 E/112         DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28.5.2002
                           ’!cardNumberInformation
                           " ’!cardType                                                         1           1         {00}
                           " ’!cardIssuingMemberState                                           1           1         {00}
                           " %!cardNumber                                                      16          16       {20..20}
                           ’!downloadPeriodBegin                                                4           4       {00..00}
                           %!downloadPeriodEnd                                                  4           4       {00..00}
   TCS_419  Die folgenden, in der vorstehenden Tabelle zur Größenangabe herangezogenen Werte sind die Mindest- und die
            Höchstwerte für die Anzahl der Datensätze, die die Datenstruktur der Unternehmenskarte verwenden muss:
                                                                                           Min.                Max.
            n8       NoOfCompanyActivityRecords                                            230                 520
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          C 126 E/113
                                                               Anlage 3
                                                           PIKTOGRAMME
   PIC_001 Vom Kontrollgerät können folgende Piktogramme und Piktogrammkombinationen verwendet werden:
           1. EINZELPIKTOGRAMME
                        Personen                             Maßnahmen                            Betriebsarten
                        Unternehmen                                                               Unternehmen
                        Kontrolleur                          Kontrolle                            Kontrolle
                        Fahrer                               Lenken                               Betrieb
                        Werkstatt/Prüfstelle                 Überprüfung/Kalibrierung             Kalibrierung
                        Hersteller
                        Tätigkeiten                          Dauer
                        Bereitschaft                         Laufende Bereitschaftszeit
                        Lenken                               Kontinuierliche Lenkzeit
                        Ruhe                                 Laufende Ruhezeit
                        Arbeit                               Laufende Arbeitszeit
                        Unterbrechung                        Kumulative Pausenzeit
                        Unbekannt
                        Geräte                               Funktionen
                        Steckplatz Fahrer
                        Steckplatz 2. Fahrer
                        Karte
                        Uhr
                        Anzeige                              Anzeigen
                        Externe Speicherung                  Herunterladen
                        Stromversorgung
                        Drucker/Ausdruck                     Drucken
                        Sensor
                        Reifengröße
                        Fahrzeug/Fahrzeugeinheit
                        Spezifische Bedingungen
                        Kontrollgerät nicht erforderlich
                        Fährüberfahrt/Zugfahrt
                        Verschiedenes
                        Ereignisse
                        Störungen
                        Beginn des Arbeitstages
                        Ende des Arbeitstages
                        Ort
                        Manuelle Eingabe von Fahrertätigkeiten
                        Sicherheit
                        Geschwindigkeit
                        Zeit
                        Gesamt/Zusammenfassung
 ---pagebreak--- C 126 E/114        DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28.5.2002
                       Qualifikatoren
                       täglich
                       wöchentlich
                       zwei Wochen
                       von oder bis
            2. PIKTOGRAMMKOMBINATIONEN
                       Verschiedenes
                       Kontrollort
                       Ort des Beginns des Arbeitstages
                       Ort des Endes des Arbeitstages
                       Anfangszeit
                       Endzeit
                       von Fahrzeug
                       Kontrollgerät nicht erforderlich — Beginn
                       Kontrollgerät nicht erforderlich — Ende
                       Karten
                       Fahrerkarte
                       Unternehmenskarte
                       Kontrollkarte
                       Werkstattkarte
               –––     Keine Karte
                       Lenken
                       Team
                       Lenkzeit für eine Woche
                       Lenkzeit für zwei Wochen
                       Ausdrucke
                       Täglicher Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Karte
                       Täglicher Ausdruck Fahrertätigkeiten von der FE
                       Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Karte
                       Ausdruck Ereignisse und Störungen von der FE
                       Ausdruck Technische Daten
                       Ausdruck Geschwindigkeitsüberschreitung
                       Ereignisse
                       Einstecken einer ungültigen Karte
                       Kartenkonflikt
                       Zeitüberlappung
                       Lenken ohne geeignete Karte
                       Einstecken der Karte während des Lenkens
                       Letzter Kartenvorgang nicht korrekt abgeschlossen
                       Geschwindigkeitsüberschreitung
                       Unterbrechung der Stromversorgung
                       Datenfehler Weg und Geschwindigkeit
                       Sicherheitsverletzung
                       Zeiteinstellung (durch Werkstatt)
                       Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 126 E/115
                      Störungen
                      Kartenfehlfunktion (Steckplatz Fahrer)
                      Kartenfehlfunktion (Steckplatz 2. Fahrer)
                      Anzeigestörung
                      Herunterladestörung
                      Druckerstörung
                      Sensorstörung
                      Interne FE-Störung
                      Manueller Eingabevorgang
                      Weiterhin derselbe Arbeitstag?
                      Ende des vorherigen Arbeitstages?
                      Bestätigung oder Eingabe Ort des Arbeitstagendes
                      Eingabe Anfangszeit
                      Eingabe Ort des Arbeitstagbeginns
          Anmerkung: Weitere Piktogrammkombinationen als Block- oder Datensatzbezeichner bei Ausdrucken sind in Anlage 4
          festgelegt.
 ---pagebreak--- C 126 E/116           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
                                                                   Anlage 4
                                                                AUSDRUCKE
            1. ALLGEMEINES
            Jeder Ausdruck besteht aus einer Aneinanderreihung verschiedener Datenblöcke, die durch einen Blockbezeichner
            ausgewiesen werden können.
            Ein Datenblock enthält einen oder mehrere Datensätze, die durch einen Datensatzbezeichner ausgewiesen werden
            können.
   PRT_001  Steht ein Blockbezeichner unmittelbar vor einem Datensatzbezeichner, wird der Datensatzbezeichner nicht gedruckt.
   PRT_002  Ist eine Datenangabe unbekannt oder darf aus datenzugriffsrechtlichen Gründen nicht gedruckt werden, werden statt
            dessen Leerzeichen ausgedruckt.
   PRT_003  Ist der Inhalt einer ganzen Zeile unbekannt oder braucht nicht gedruckt zu werden, wird die gesamte Zeile weggelassen.
   PRT_004  Nummerische Datenfelder werden rechtsbündig, mit einer Leerstelle zur Abtrennung von Tausendern und Millionen und
            ohne Führungsnullen gedruckt.
   PRT_005  Datenfelder mit Zeichenfolgen werden linksbündig gedruckt und nach Bedarf bis zur Datenelementlänge mit Leerzeichen
            aufgefüllt oder auf Datenelementlänge abgeschnitten (Namen und Anschriften).
            2. SPEZIFIKATION DER DATENBLÖCKE
            In diesem Kapitel wurden folgende Konventionen für die Notation verwendet:
            — Zeichen in Fettdruck stehen für zu druckenden Klartext (im Ausdruck erscheinen die Zeichen unformatiert).
            — Unformatierte Zeichen stehen für Variablen (Piktogramme oder Daten), die beim Ausdrucken durch ihre Werte
                 ersetzt werden.
            — Bezeichnungen von Variablen wurden mit Unterstrichen ergänzt, um die für die Variable verfügbare Datenelement-
                 länge sichtbar zu machen.
            — Datumsangaben sind im Format ,TT/MM/JJJJ‘ (Tag, Monat, Jahr) spezifiziert. Verwendet werden kann auch das
                 Format ,TT.MM.JJJJ‘.
            — Die ,Kartenkennung‘ setzt sich aus folgenden Elementen zusammen: Angabe der Kartenart durch entsprechende
                 Piktogrammkombination, Code des ausstellenden Mitgliedstaates, Schrägstrich und Kartennummer mit durch Leer-
                 stelle abgetrenntem Ersatzindex und Erneuerungsindex:
   PRT_006  Ausdrucke verwenden die folgenden Datenblöcke und/oder Datensätze in der jeweiligen Bedeutung und Form:
            Block- oder Datensatznummer
            Bedeutung
            1        Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
 ---pagebreak--- 28.5.2002       DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften C 126 E/117
          2    Art des Ausdrucks
               Blockbezeichner
               Ausdruck Piktogrammkombination (siehe Anlage 3), Einstel-
               lung des Geschwindigkeitsbegrenzers (nur bei Ausdruck Ge-
               schwindigkeitsüberschreitung)
          3    Angaben zum Karteninhaber
               Blockbezeichner. P = Piktogramm Personen
               Name des Karteninhabers
               Vorname(n) des Karteninhabers (wenn zutreffend)
               Kartenkennung
               Karte gültig bis (wenn zutreffend)
               Handelt es sich um eine nicht personengebundene Karte
               ohne Namen des Karteninhabers, ist statt dessen der Name
               des Unternehmens, der Werkstatt oder der Kontrollstelle zu
               drucken
          4    Fahrzeugkennung
               Blockbezeichner
               Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN)
               Zulassender Mitgliedstaat und amtliches Kennzeichen
          5    FE-Kennung
               Blockbezeichner
               Name des FE-Herstellers
               FE-Teilnummer
          6    Letzte Kalibrierung des Kontrollgeräts
               Blockbezeichner
               Name der Werkstatt
               Werkstattkartenkennung
               Datum der Kalibrierung
          7    Letzte Kontrolle (durch einen Kontrolleur)
               Blockbezeichner
               Kontrollkartenkennung
               Datum, Uhrzeit und Art der Kontrolle
               Art der Kontrolle: bis zu vier Piktogramme. Die Art der
               Kontrolle kann sein (auch in Kombination):
                 : Herunterladen von der Karte, : Herunterladen von der
               FE, : Drucken, : Anzeigen
          8    Fahrertätigkeiten, auf einer Karte in der Reihenfolge des
               Auftretens gespeichert
               Blockbezeichner
               Abfragedatum (Kalendertag des Ausdrucks) + Tagesanwesen-
               heitszähler
          8.1  Zeitraum, in dem die Karte nicht eingesteckt war
          8.1a Datensatzbezeichner (Beginn des Zeitraums)
          8.1b Unbekannter Zeitraum. Uhrzeit Beginn und Ende, Dauer
          8.1c Manuell eingegebene Tätigkeit
               Piktogramm Tätigkeit (A), Uhrzeit Beginn und Ende, Dauer,
               Ruhezeiten von mindestens einer Stunde sind mit einem
               Stern gekennzeichnet
 ---pagebreak--- C 126 E/118       DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28.5.2002
            8.2  Einstecken der Karte in Steckplatz S
                 Datensatzbezeichner; S = Piktogramm Steckplatz
                 Zulassender Mitgliedstaat und amtliches Kennzeichen
                 Kilometerstand beim Einstecken der Karte
            8.3  Tätigkeit (bei eingesteckter Karte)
                 Piktogramm Tätigkeit (A), Uhrzeit Beginn und Ende, Dauer,
                 Status der Fahrzeugführung (Piktogramm Team bei TEAM,
                 Leerstellen bei EINMANNBETRIEB), Ruhezeiten von mindes-
                 tens einer Stunde sind mit einem Stern gekennzeichnet.
            8.3a Spezifische Bedingung. Eingabezeit, Piktogramm Spezifische
                 Bedingung (oder Piktogrammkombination).
            8.4  Entnahme der Karte
                 Kilometerstand und zurückgelegte Wegstrecke seit dem letz-
                 ten Einstecken, für das der Kilometerstand bekannt ist
            9    Fahrertätigkeiten, in einer FE je Steckplatz in
                 chronologischer Reihenfolge gespeichert
                 Blockbezeichner
                 Anfragedatum (Kalendertag des Ausdrucks)
                 Kilometerstand um 00:00 Uhr und 24:00 Uhr
            10   Tätigkeiten in Steckplatz S
                 Blockbezeichner
            10.1 Zeitraum, in dem keine Karte in Steckplatz S eingesetzt ist
                 Datensatzbezeichner
                 Keine Karte eingesetzt
                 Kilometerstand zu Beginn des Zeitraums
            10.2 Einstecken der Karte
                 Datensatzbezeichner Einstecken der Karte
                 Name des Fahrers
                 Vorname(n) des Fahrers
                 Fahrerkartenkennung
                 Fahrerkarte gültig bis
                 Zulassender Mitgliedstaat und amtliches Kennzeichen des
                 vorherigen Fahrzeuges
                 Datum und Uhrzeit der Kartenentnahme aus vorherigem
                 Fahrzeug
                 Leerzeile
                 Kilometerstand beim Einstecken der Karte, manuelle Eingabe
                 der Fahrertätigkeits-Flags (M = ja, leer = nein)
            10.3 Tätigkeit
                 Piktogramm Tätigkeit (A), Uhrzeit Beginn und Ende, Dauer,
                 Status der Fahrzeugführung (Piktogramm Team bei TEAM,
                 Leerstellen bei EINMANNBETRIEB), Ruhezeiten von mindes-
                 tens einer Stunde sind mit einem Stern gekennzeichnet.
 ---pagebreak--- 28.5.2002        DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften C 126 E/119
          10.3a Spezifische Bedingung. Eingabezeit, Piktogramm Spezifische
                Bedingung (oder Piktogrammkombination)
          10.4  Kartenentnahme oder Ende des Zeitraums ,keine Karte‘
                Kilometerstand bei Kartenentnahme oder Ende des Zeit-
                raums ,keine Karte‘ und zurückgelegte Wegstrecke seit Ein-
                stecken der Karte oder seit Beginn des Zeitraums ,keine
                Karte‘
          11    Tageszusammenfassung
                Blockbezeichner
          11.1  FE-Zusammenfassung der Zeitabschnitte ohne Karte im
                Steckplatz Fahrer
                Blockbezeichner
          11.2  FE-Zusammenfassung der Zeitabschnitte ohne Karte im
                Steckplatz 2. Fahrer
                Blockbezeichner
          11.3  FE-Tageszusammenfassung je Fahrer
                Datensatzbezeichner
                Name des Fahrers
                Vorname(n) des Fahrers
                Fahrerkartenkennung
          11.4  Eingabe Ort des Beginns oder Endes des Arbeitstages
                pi = Piktogramm Ort Beginn/Ende, Uhrzeit, Land, Region
                Kilometerstand
          11.5  Gesamtwerte Tätigkeiten (von einer Karte)
                Gesamtlenkzeit, zurückgelegte Wegstrecke
                Gesamte Arbeits- und Bereitschaftszeit
                Gesamte Ruhezeit und unbekannte Zeiten
                Gesamtzeit Teamtätigkeiten
          11.6  Gesamtwerte Tätigkeiten (Zeitabschnitte ohne Steckplatz Fahrer)
                Gesamtlenkzeit, zurückgelegte Wegstrecke
                Gesamte Arbeits- und Bereitschaftszeit
                Gesamtruhezeit
          11.7  Gesamtwerte Tätigkeiten (Zeitabschnitte ohne Steckplatz 2. Fahrer)
                Gesamte Arbeits- und Bereitschaftszeit
                Gesamtruhezeit
 ---pagebreak--- C 126 E/120       DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28.5.2002
            11.8 Gesamtwerte Tätigkeiten (je Fahrer, beide Steckplätze)
                 Gesamtlenkzeit, zurückgelegte Wegstrecke
                 Gesamte Arbeits- und Bereitschaftszeit
                 Gesamtruhezeit
                 Gesamtzeit Teamtätigkeiten
                 Wird ein Tagesausdruck für den aktuellen Tag benötigt, er-
                 folgt die Berechnung der Angaben für die Tageszusammen-
                 fassung anhand der zum Zeitpunkt des Ausdrucks vorhan-
                 denen Daten
            12   Auf einer Karte gespeicherte Ereignisse und/oder
                 Störungen
            12.1 Blockbezeichner letzte 5 ,Ereignisse und Störungen‘ auf der
                 Karte
            12.2 Blockbezeichner alle aufgezeichneten ,Ereignisse‘ auf der
                 Karte
            12.3 Blockbezeichner alle aufgezeichneten ,Störungen‘ auf der
                 Karte
            12.4 Datensatz Ereignis und/oder Störung
                 Datensatzbezeichner
                 Piktogramm Ereignis/Störung, Datensatzzweck, Datum/Zeit
                 Beginn
                 (ggf.) weiterer Ereignis-/Störungscode, Dauer
                 Zulassender Mitgliedstaat und amtliches Kennzeichen des
                 Fahrzeugs, in dem Ereignis oder Störung auftrat
            13   In einer FE gespeicherte oder andauernde Ereignisse
                 und Störungen
            13.1 Blockbezeichner für die letzten 5 ,Ereignisse und Störungen‘
                 in der FE
            13.2 Blockbezeichner für alle aufgezeichneten oder andauernden
                 ,Ereignisse‘ in der FE
            13.3 Blockbezeichner für alle aufgezeichneten oder andauernden
                 ,Störungen‘ in der FE
            13.4 Datensatz Ereignis und/oder Störung
                 Datensatzbezeichner
                 Pikt. Ereignis/Störung, Datensatzzweck, Datum/Zeit Beginn
                 (ggf.) weiterer Ereignis-/Störungscode, Anzahl ähnlicher Er-
                 eignisse an diesem Tag, Dauer
                 Kennung der zu Beginn oder am Ende des Ereignisses oder
                 der Störung eingesteckten Karten (bis zu 4 Zeilen ohne
                 Wiederholung derselben Kartennummern)
                 Bei nicht eingesteckter Karte
                 Der Datensatzzweck (z) ist ein numerischer Code zur Erläu-
                 terung, warum das Ereignis oder die Störung aufgezeichnet
                 wurde; die Codierung erfolgt entsprechend dem Datenele-
                 ment EventFaultRecordPurpose.
 ---pagebreak--- 28.5.2002       DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften C 126 E/121
          14   FE-Kennung
               Blockbezeichner
               Name des FE-Herstellers
               Anschrift des FE-Herstellers
               FE-Teilnummer
               FE-Bauartgenehmigungsnummer
               FE-Seriennummer
               FE-Baujahr
               Version und Installationsdatum der FE-Software
          15   Kennnummer des Weg- und/oder Geschwindigkeits-
               gebers (Sensor)
               Blockbezeichner
               Seriennummer des Sensors
               Bauartgenehmigungsnummer des Sensors
               Ersteinbaudatum des Sensors
          16   Kalibrierungsdaten
               Blockbezeichner
          16.1 Datensatz Kalibrierung
               Datensatzbezeichner
               Werkstatt, die die Kalibrierung ausgeführt hat
               Anschrift der Werkstatt
               Werkstattkartenkennung
               Werkstattkarte gültig bis
               Leerzeile
               Datum und Zweck der Kalibrierung
               Fahrzeugidentifizierungsnummer (VIN)
               Zulassender Mitgliedstaat und amtliches Kennzeichen
               Wegdrehzahl des Fahrzeugs
               Konstante des Kontrollgeräts
               Tatsächlicher Reifenumfang
               Reifengröße
               Einstellung des Geschwindigkeitsbegrenzers
               Alter und neuer Kilometerstand
               Der Kalibrierungszweck (z) ist ein numerischer Code zur
               Erläuterung, warum diese Kalibrierungsparameter auf-
               gezeichnet wurden; die Codierung erfolgt entsprechend
               dem Datenelement CalibrationPurpose.
          17   Zeiteinstellung
               Blockbezeichner
          17.1 Datensatz Zeiteinstellung
               Datensatzbezeichner
               Datum und Uhrzeit, alt
               Datum und Uhrzeit, neu
               Werkstatt, die die Zeiteinstellung vorgenommen hat
               Anschrift der Werkstatt
               Werkstattkartenkennung
               Werkstattkarte gültig bis
 ---pagebreak--- C 126 E/122          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   28.5.2002
            18      Jüngste(s) in der FE aufgezeichnete(s) Ereignis und
                    Störung
                    Blockbezeichner
                    Jüngstes Ereignis, Datum und Uhrzeit
                    Jüngste Störung, Datum und Uhrzeit
            19      Angaben zur Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung
                    (GÜ)
                    Blockbezeichner
                    Datum/Uhrzeit der letzten KONTROLLE GÜ
                    Datum/Uhrzeit der ersten Geschwindigkeitsüberschreitung
                    und Anzahl der weiteren Überschreitungen seitdem
            20      Datensatz Geschwindigkeitsüberschreitung
            20.1    Blockbezeichner ,Erste Geschwindigkeitsüberschreitung nach
                    der letzten Kalibrierung‘
            20.2    Blockbezeichner ,5 schwerste Geschwindigkeitsüberschrei-
                    tungen in den letzten 365 Tagen‘
            20.3    Blockbezeichner ,Schwerste GÜ der letzten 10 Tage mit der-
                    artigen Ereignissen‘
            20.4    Datensatzbezeichner
                    Datum, Uhrzeit und Dauer
                    Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit, Anzahl ähnlicher
                    Ereignisse an diesem Tag
                    Name des Fahrers
                    Vorname(n) des Fahrers
                    Fahrerkartenkennung
            20.5    Wenn in einem Block kein Datensatz für GÜ existiert
            21      Handschriftliche Angaben
                    Blockbezeichner
            21.1    Ort der Kontrolle
            21.2    Unterschrift des Kontrolleurs
            21.3    Anfangszeit
            21.4    Endzeit
            21.5    Unterschrift des Fahrers
                    ,Handschriftliche Angaben‘: Es sind so viele Leerzeilen über
                    einem handschriftlichen Eintrag einzufügen, dass der Platz
                    für die erforderlichen Angaben oder eine Unterschrift aus-
                    reicht.
            3. SPEZIFIKATION DER AUSDRUCKE
            In diesem Kapitel werden die folgenden Konventionen für die Notation verwendet:
                                              Nummer N des Druckblocks oder -datensatzes
                                              Nummer N des Druckblocks oder -datensatzes, Wiederholung so oft wie nötig
                                              Druckblöcke oder Datensätze X und/oder Y nach Bedarf, Wiederholung so oft wie
                                              nötig
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/123
           3.1 Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Karte
   PRT_007 Der Ausdruck Fahrertätigkeiten von der Karte hat folgendes Format:
                                           Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                           Art des Ausdrucks
                                           Angaben zum Kontrolleur (bei eingesteckter Kontrollkarte)
                                           Angaben zum Fahrer (von der Karte, auf die sich Ausdruck bezieht)
                                           Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                           FE-Kennung (FE, mit der Ausdruck erstellt wird)
                                           Letzte Kalibrierung dieser FE
                                           Letzte Kontrolle des hier kontrollierten Fahrers
                                           Begrenzungszeichen Fahrertätigkeiten
                                           Tätigkeiten des Fahrers in der Reihenfolge ihres Auftretens
                                           Begrenzungszeichen Tageszusammenfassung
                                           Eingegebene Orte in chronologischer Reihenfolge
                                           Gesamtwerte Tätigkeiten
                                           Begrenzungszeichen Ereignisse und Störungen von der Karte
                                           Datensätze Ereignis/Störung (die letzten 5 auf Karte gespeicherten Ereignisse/Stö-
                                           rungen)
                                           Begrenzungszeichen Ereignisse oder Störungen von der FE
                                           Datensätze Ereignis/Störung (die letzten 5 in der FE gespeicherten oder andauern-
                                           den Ereignisse/Störungen)
                                           Ort der Kontrolle
                                           Unterschrift des Kontrolleurs
                                           Unterschrift des Fahrers
           3.2 Tagesausdruck Fahrertätigkeiten von der FE
   PRT_008 Der Tagesausdruck Fahrertätigkeiten von der FE hat folgendes Format:
                                           Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                           Art des Ausdrucks
                                           Angaben zum Karteninhaber (für alle in die FE eingesteckten Karten)
                                           Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                           FE-Kennung (FE, mit der Ausdruck erstellt wird)
                                           Letzte Kalibrierung dieser FE
                                           Letzte Kontrolle des hier kontrollierten Fahrers
                                           Begrenzungszeichen Fahrertätigkeiten
                                           Begrenzungszeichen Steckplatz Fahrer (Steckplatz 1)
                                           Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge (Steckplatz Fahrer)
                                           Begrenzungszeichen Steckplatz 2. Fahrer (Steckplatz 2)
                                           Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge (Steckplatz 2. Fahrer)
                                           Begrenzungszeichen Tageszusammenfassung
                                           Zusammenfassung der Zeitabschnitte ohne Karte im Steckplatz Fahrer
                                           Eingegebene Orte in chronologischer Reihenfolge
                                           Gesamtwerte Tätigkeiten
 ---pagebreak--- C 126 E/124        DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28.5.2002
                                           Zusammenfassung der Zeitabschnitte ohne Karte im Steckplatz 2. Fahrer
                                           Eingegebene Orte in chronologischer Reihenfolge
                                           Gesamtwerte Tätigkeiten
                                           Zusammenfassung der Tätigkeiten für einen Fahrer, beide Steckplätze
                                           Von diesem Fahrer eingegebene Orte in chronologischer Reihenfolge
                                           Gesamtwerte Tätigkeiten für diesen Fahrer
                                           Begrenzungszeichen Ereignisse/Störungen
                                           Datensätze Ereignis/Störung (die letzten 5 in der FE gespeicherten oder andauern-
                                           den Ereignisse/Störungen)
                                           Ort der Kontrolle
                                           Unterschrift des Kontrolleurs
                                           Anfangszeit      (Raum, in dem ein Fahrer die zutreffenden Zeitabschnitte angeben
                                                            kann)
                                           Endzeit
                                           Unterschrift des Fahrers
            3.3 Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Karte
   PRT_009  Der Ausdruck Ereignisse und Störungen von der Karte hat folgendes Format:
                                           Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                           Art des Ausdrucks
                                           Angaben zum Kontrolleur (bei eingesteckter Kontrollkarte)
                                           Angaben zum Fahrer (von der Karte, auf die sich Ausdruck bezieht)
                                           Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                           Begrenzungszeichen Ereignisse
                                           Ereignisdatensätze (alle auf der Karte gespeicherten Ereignisse)
                                           Begrenzungszeichen Störungen
                                           Störungsdatensätze (alle auf der Karte gespeicherten Ereignisse)
                                           Ort der Kontrolle
                                           Unterschrift des Kontrolleurs
                                           Unterschrift des Fahrers
            3.4 Ausdruck Ereignisse und Störungen von der FE
   PRT_010  Der Ausdruck Ereignisse und Störungen von der FE hat folgendes Format:
                                           Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                           Art des Ausdrucks
                                           Angaben zum Karteninhaber (für alle in die FE eingesteckten Karten)
                                           Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                           Begrenzungszeichen Ereignisse
                                           Ereignisdatensätze (alle in der FE gespeicherten oder andauernden Ereignisse)
                                           Begrenzungszeichen Störungen
                                           Störungsdatensätze (alle in der FE gespeicherten oder andauernden Ereignisse)
                                           Ort der Kontrolle
                                           Unterschrift des Kontrolleurs
                                           Unterschrift des Fahrers
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/125
           3.5 Ausdruck Technische Daten
   PRT_011 Der Ausdruck Technische Daten hat folgendes Format:
                                         Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                         Art des Ausdrucks
                                         Angaben zum Karteninhaber (für alle in die FE eingesteckten Karten)
                                         Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                         FE-Kennung
                                         Sensorkennung
                                         Begrenzungszeichen Kalibrierungsdaten
                                         Kalibrierungsdatensätze (alle verfügbaren Datensätze in chronologischer Reihenfolge)
                                         Begrenzungszeichen Zeiteinstellung
                                         Datensätze Zeiteinstellung (alle verfügbaren Datensätze für Zeiteinstellung und
                                         Kalibrierung)
                                         Jüngste(s) in der FE aufgezeichnete(s) Ereignis und Störung
           3.6 Ausdruck Geschwindigkeitsüberschreitung
   PRT_012 Der Ausdruck Geschwindigkeitsüberschreitung hat folgendes Format:
                                         Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
                                         Art des Ausdrucks
                                         Angaben zum Karteninhaber (für alle in die FE eingesteckten Karten)
                                         Fahrzeugkennung (Fahrzeug, von dem der Ausdruck erstellt wird)
                                         Information Kontrolle Geschwindigkeitsüberschreitung
                                         Kennung Daten Geschwindigkeitsüberschreitung
                                         Erste Geschwindigkeitsüberschreitung nach der letzten Kalibrierung
                                         Kennung Daten Geschwindigkeitsüberschreitung
                                         Die 5 schwersten GÜ in den letzten 365 Tagen
                                         Kennung Daten Geschwindigkeitsüberschreitung
                                         Die schwersten GÜ der letzten 10 Tage mit derartigen Ereignissen
                                         Ort der Kontrolle
                                         Unterschrift des Kontrolleurs
                                         Unterschrift des Fahrers
 ---pagebreak--- C 126 E/126          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
                                                                     Anlage 5
                                                                    ANZEIGE
            In dieser Anlage werden folgende Konventionen für die Notation verwendet:
            — Zeichen in Fettdruck stehen für anzuzeigenden Klartext (in der Anzeige erscheinen die Zeichen unformatiert).
            — Unformatierte Zeichen stehen für Variablen (Piktogramme oder Daten), die in der Anzeige durch ihre Werte ersetzt
                werden:
                TT MM JJJJ: Tag, Monat, Jahr,
                hh:          Stunden,
                mm:          Minuten,
                D:           Piktogramm Dauer,
                EF:          Piktogrammkombination Ereignis oder Störung,
                O:           Piktogramm Betriebsart.
   DIS_001  Die Anzeige von Daten durch das Kontrollgerät erfolgt in folgendem Format:
            Daten                                                          Format
            Standardanzeige
            Ortszeit                                                       hh:mm
            Betriebsart                                                    O
            Information zum Fahrer                                           Dhhhmm  hhhmm
            Information zum 2. Fahrer                                        Dhhhmm
            Betriebsart ,Kontrollgerät nicht erforderlich‘ eingeschaltet
            Warnanzeige
            Überschreitung der ununterbrochenen Lenkzeit                      hhhmm   hhhmm
            Ereignis oder Störung                                          EF
            Sonstige Anzeigen
            UTC-Datum                                                      UTC TT/MM/JJJJ
                                                                           oder
                                                                           UTC TT.MM.JJJJ
            Uhrzeit                                                        hh:mm
            Ununterbrochene Lenkzeit und kumulative Pausenzeit des            hhhmm   hhhmm
            Fahrers
            Ununterbrochene Lenkzeit und kumulative Pausenzeit des            hhhmm   hhhmm
            2. Fahrers
            Kumulierte Lenkzeit des Fahrers für die Vorwoche und die            hhhhmm
            laufende Woche
            Kumulierte Lenkzeit des 2. Fahrers für die Vorwoche und             hhhhmm
            die laufende Woche
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             C 126 E/127
                                                                  Anlage 6
                                                       EXTERNE SCHNITTSTELLEN
           1. HARDWARE
           1.1 Steckverbinder
   INT_001 Das Herunterladen/Kalibrieren erfolgt über eine sechspolige Steckverbindung, die an der Frontplatte zugänglich ist, ohne
           dass ein Teil des Kontrollgeräts abgetrennt werden muss. Sie ist entsprechend der folgenden Abbildung auszulegen
           (sämtliche Maßangaben in mm):
 ---pagebreak--- C 126 E/128         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 28.5.2002
            Die folgende Abbildung zeigt einen typischen sechspoligen Stecker:
 ---pagebreak--- 28.5.2002            DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/129
           1.2 Belegung der Kontakte
   INT_002 Die Kontakte sind entsprechend der nachstehenden Tabelle zu belegen:
                 Stift                          Beschreibung                                       Anmerkung
                   1        Batterie minus                                      Zum Minuspol der Fahrzeugbatterie
                   2        Datenkommunikation                                  K-Leitung (ISO 14230-1)
                   3        RxD — Herunterladen                                 Dateneingang Kontrollgerät
                   4        Eingabe-/Ausgabesignal                              Kalibrierung
                   5        Dauerausgangsleistung                               Zur Berücksichtigung des Spannungsabfalls am
                                                                                Schutzstromkreis entspricht der Spannungs-
                                                                                bereich dem des Fahrzeugs minus 3 V
                                                                                Ausgangsleistung: 40 mA
                   6        TxD — Herunterladen                                 Datenausgang Kontrollgerät
           1.3 Blockschaltbild
   INT_003 Folgendes Blockschaltbild ist vorgegeben:
           2. SCHNITTSTELLE ZUM HERUNTERLADEN
   INT_004 Die Schnittstelle zum Herunterladen entspricht den RS232-Spezifikationen.
   INT_005 Die Schnittstelle zum Herunterladen verwendet ein Startbit, 8 Datenbits mit dem niedrigstwertigen Bit an erster Stelle,
           ein Bit geradzahliger Parität und 1 Stoppbit.
                                                             Aufbau der Datenbytes
           Startbit:         Ein Bit mit dem Logikpegel 0
           Datenbits:        An erster Stelle Übertragung des niedrigstwertigen Bits
           Paritätsbit:      Gerade Parität
           Stoppbit:         Ein Bit mit dem Logikpegel 1
 ---pagebreak--- C 126 E/130          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            Bei der Übermittlung nummerischer Daten, die aus mehr als einem Byte bestehen, wird das höchstwertige Byte an erster
            Stelle und das niedrigstwertige Byte an letzter Stelle übertragen.
   INT_006  Die Baudrate bei der Übertragung ist zwischen 9 600 und 115 200 bit/s einstellbar. Die Übertragung hat mit der
            höchstmöglichen Übertragungsgeschwindigkeit zu erfolgen, wobei die anfängliche Bitgeschwindigkeit nach dem Aufbau
            der Verbindung auf 9 600 bit/s gesetzt wird.
            3. KALIBRIERUNGSSCHNITTSTELLE
   INT_007  Die Datenkommunikation erfolgt nach ISO 14230-1 Straßenfahrzeuge — Diagnosesysteme — Schlüsselwort 2000 —
            Teil 1: Bitübertragungsschicht, 1999.
   INT_008  Das Eingabe-/Ausgabesignal entspricht den folgenden elektrischen Spezifikationen:
                      Parameter              Minimum                 Typisch            Maximum               Anmerkung
            UL-Pegel (Eingang)                                                            1,0 V              I = 750 µA
            UH-Pegel (Eingang)                  4 V                                                          I = 200 µA
            Frequenz                                                                      4 kHz
            UL-Pegel (Ausgang)                                                            1,0 V                I = 1 mA
            UH-Pegel (Ausgang)                  4V                                                             I = 1 mA
   INT_009  Für das Eingabe-/Ausgabesignal gelten die folgenden Zeitdiagramme:
            Sensorsignal (abgehend)
            Testsignal (ankommend)
            UTC-Taktsignal (abgehend)
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/131
                                                                       Anlage 7
                                             PROTOKOLLE ZUM HERUNTERLADEN DER DATEN
           1. EINLEITUNG
           Diese Anlage enthält die Spezifizierung der Verfahren für die verschiedenen Arten der Übertragung der Daten von der
           Karte auf ein externes Speichermedium (ESM) sowie die Protokolle, die zur Sicherung der korrekten Datenübertragung
           und der vollständigen Kompatibilität des heruntergeladenen Datenformats zu implementieren sind, damit ein Kontrolleur
           diese Daten inspizieren und vor ihrer Analyse ihre Echtheit und Integrität kontrollieren kann.
           1.1 Geltungsbereich
           Das Herunterladen von Daten auf ein ESM kann erfolgen:
           — von einer Fahrzeugeinheit (FE) durch ein an die FE angeschlossenes Intelligent Dedicated Equipment (IDE),
           — von einer Fahrtenschreiberkarte durch ein mit einem Kartenschnittstellengerät (IFD) ausgestattetes IDE,
           — von einer Fahrtenschreiberkarte über eine Fahrzeugeinheit durch ein an die FE angeschlossenes IDE.
           Um eine Prüfung der Echtheit und Integrität der auf einem ESM gespeicherten heruntergeladenen Daten zu ermöglichen,
           werden die Daten mit einer gemäß Anlage 11 (Gemeinsame Sicherheitsmechanismen) angefügten Signatur herunter-
           geladen. Ebenfalls heruntergeladen werden die Kennung des Ursprungsgeräts (FE oder Karte) und dessen Sicherheits-
           zertifikate (Mitgliedstaatszertifikat und Gerätezertifikat). Der Prüfer der Daten muss einen zuverlässigen europäischen
           öffentlichen Schlüssel besitzen.
   DDP_001 Die während eines Download-Vorgangs heruntergeladenen Daten müssen auf dem ESM in einer einzigen Datei gespei-
           chert werden.
           1.2 Akronyme und Notation
           In dieser Anlage werden folgende Akronyme verwendet:
           AID         Application Identifier (Anwendungskennung)
           ATR         Answer To Reset (Antwort auf Zurücksetzen)
           CS          Checksum Byte (Prüfsummenbyte)
           DF          Dedicated File (Verzeichnis)
           DS_         Diagnostic Session (Diagnosevorgang)
           EF          Elementary File (Elementardatei)
           ESM         External Storage Medium (externes Speichermedium)
           FE          Fahrzeugeinheit
           FID         File Identifier (File ID, Dateikennung)
           FMT         Formatbyte (erstes Byte eines Nachrichtenkopfes)
           ICC         Integrated Circuit Card (Chipkarte)
           IDE         Intelligent Dedicated Equipment: Gerät, das zum Herunterladen von Daten auf das ESM verwendet wird (z. B.
                       Personalcomputer)
           IFD         Interface Device (Schnittstellengerät, Kartenterminal)
           KWP         Keyword Protocol 2000
           LEN         Längenbyte (letztes Byte eines Nachrichtenkopfes)
           PPS         Protocol Parameter Selection (Auswahl der Protokollparameter)
           PSO         Perform Security Operation (Sicherheitsoperation ausführen)
           SID         Service Identifier
           SRC         Source Byte (Quellbyte)
           TGT         Target Byte (Zielbyte)
           TLV         Taglängenwert
           TREP        Transfer Response Parameter (Antwortübertragungsparameter)
           TRTP        Transfer Request Parameter (Anfrageübertragungsparameter)
 ---pagebreak--- C 126 E/132           DE                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            2. HERUNTERLADEN VON DATEN VON DER FAHRZEUGEINHEIT
            2.1 Download-Verfahren
            Zur Durchführung eines FE-Datendownloads muss der Bediener folgende Arbeitsschritte ausführen:
            — Einführen seiner Fahrtenschreiberkarte in einen Steckplatz der FE (1);
            — Anschließen des IDE an den FE-Anschluss zum Herunterladen;
            — Herstellen der Verbindung zwischen IDE und FE;
            — Auswählen der herunterzuladenden Daten auf dem IDE und Senden der Anforderung an die FE;
            — Beenden des Download-Vorgangs.
            2.2 Datendownload-Protokoll
            Das Protokoll ist auf Master/Slave-Basis aufgebaut, wobei das IDE den Master und die FE den Slave bildet.
            Nachrichtenstruktur, -typ und -fluss beruhen prinzipiell auf dem Keyword Protocol 2000 (KWP) (ISO 14230-2 Stra-
            ßenfahrzeuge — Diagnosesysteme — Schlüsselwort 2000 — Teil 2: Sicherungsschicht).
            Die Anwendungsschicht beruht grundsätzlich auf dem aktuellen Normentwurf ISO 14229-1 (Straßenfahrzeuge —
            Diagnosesysteme — Teil 1: Diagnosedienste, Version 6 vom 22. Februar 2001).
            2.2.1 Nachrichtenstruktur
   DDP_002  Alle zwischen dem IDE und der FE ausgetauschten Nachrichten sind mit einer dreiteiligen Struktur formatiert, die sich
            zusammensetzt aus
            — dem Kopf, bestehend aus einem Formatbyte (FMT), einem Zielbyte (TGT), einem Quellbyte (SRC) und möglicher-
                 weise einem Längenbyte (LEN),
            — dem Datenfeld, bestehend aus einem Service-Identifier-Byte (SID) und einer variablen Anzahl von Datenbytes, z. B.
                 ein optionales Diagnostic-Session-Byte (DS_) oder ein optionales Transfer-Parameter-Byte (TRTP oder TREP).
            — der Prüfsumme, bestehend aus einem Prüfsummenbyte (CS).
                                     Kopf                                                       Datenfeld                        Prüfsumme
                 FMT          TGT           SRC            LEN           SID         DATA          ...          ...          ...     CS
                                   4 Bytes                                                  Max. 255 Bytes                         1 Byte
            TGT- und SRC-Byte stellen die physische Adresse des Empfängers und des Absenders der Nachricht dar. Die Werte sind
            F0 Hex für das IDE und EE Hex für die FE.
            Das LEN-Byte ist die Länge des Datenfeldteils.
            Das Prüfsummenbyte ist die 8-Bit-Summenreihe modulo 256 aller Bytes der Nachricht außer CS selbst.
            Die Bytes FMT, SID, DS_, TRTP und TREP werden an anderer Stelle dieses Dokuments definiert.
            (1) Die eingesetzte Karte löst die erforderlichen Zugriffsrechte für die Herunterladefunktion und die Daten aus.
 ---pagebreak--- 28.5.2002            DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/133
   DDP_003 Sind die von der Nachricht aufzunehmenden Daten länger als der im Datenfeldteil zur Verfügung stehende Platz, wird
           die Nachricht in mehreren Teilnachrichten gesendet. Jede Teilnachricht hat einen Kopf, die gleiche SID, TREP sowie
           einen 2-Byte-Teilnachrichtenzähler, der die Teilnachrichtnummer innerhalb der Gesamtnachricht angibt. Damit Fehler-
           prüfung und Abbruch möglich sind, bestätigt das IDE jede Teilnachricht. Das IDE kann die Teilnachricht annehmen, ihre
           erneute Übertragung anfordern sowie die FE zum Neubeginn oder zum Abbruch der Übertragung auffordern.
   DDP_004 Enthält die letzte Teilnachricht genau 255 Bytes im Datenfeld, muss eine abschließende Teilnachricht mit leerem
           Datenfeld (außer SID, TREP und Teilnachrichtenzähler) angefügt werden, die das Ende der Nachricht anzeigt.
           Beispiel:
             Kopf        SID         TREP         Nachricht                                                          CS
             4 Bytes     Länger als 255 Bytes
           wird übertragen als:
             Kopf        SID         TREP         00          01         Teilnachricht 1                             CS
             4 Bytes     255 Bytes
             Kopf        SID         TREP         00          02         Teilnachricht 2                             CS
             4 Bytes     255 Bytes
           ...
             Kopf        SID         TREP         xx          yy         Teilnachricht n         CS
             4 Bytes     Weniger als 255 Bytes
           oder als:
             Kopf        SID         TREP         00          01         Teilnachricht 1                             CS
             4 Bytes     255 Bytes
             Kopf        SID         TREP         00          02         Teilnachricht 2                             CS
             4 Bytes     255 Bytes
           ...
             Kopf        SID         TREP         xx          yy         Teilnachricht n                             CS
             4 Bytes     255 Bytes
             Kopf        SID         TREP         xx          yy+1       CS
             4 Bytes     4 Bytes
           2.2.2 Nachrichtentypen
           Das Kommunikationsprotokoll für das Herunterladen von Daten zwischen der FE und dem IDE verlangt den Austausch
           von 8 verschiedenen Nachrichtentypen.
           In der folgenden Tabelle sind diese Nachrichten zusammengefasst.
 ---pagebreak--- C 126 E/134         DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                28.5.2002
            Nachrichtenstruktur                                                  Max. 4 Bytes         Max. 255 Bytes               1 Byte
                                                                                     Kopf                  Daten                Prüfsumme
            IDE ->                                                 <- FE FMT TGT SRC LEN SID DS_ / TRTP              DATA            CS
            Start Communication Request                                     81     EE    F0       81                                 E0
                            Positive Response Start Communication           80     F0    EE   03  C1                8F,EA           9B
            Start Diagnostic Session Request                                80     EE    F0   02  10    81                           F1
                                  Positive Response Start Diagnostic        80     F0    EE   02  50    81                          31
            Link Control Service
                 Verify Baud Rate (stage 1)
                    9 600 Bd                                                80     EE    F0   04  87              01,01,01          EC
                  19 200 Bd                                                 80     EE    F0   04  87              01,01,02          ED
                  38 400 Bd                                                 80     EE    F0   04  87              01,01,03           EE
                  57 600 Bd                                                 80     EE    F0   04  87              01,01,04           EF
                 115 200 Bd                                                 80     EE    F0   04  87              01,01,05           F0
                                 Positive Response Verify Baud Rate         80     F0    EE   02  C7                  01            28
                 Transition Baud Rate (stage 2)                             80     EE    F0   03  87                02,03           ED
            Request Upload                                                  80     EE    F0   0A  35            00,00,00,00,        99
                                                                                                                   00,FF,FF,
                                                                                                                     FF,FF
                                 Positive Response Request Upload           80     F0    EE   03  75                 00,FF          D5
            Transfer Data Request
                 Overview                                                   80     EE    F0   02  36    01                          97
                 Activities                                                 80     EE    F0   06  36    02           Date           CS
                 Events & Faults                                            80     EE    F0   02  36    03                          99
                 Detailed Speed                                             80     EE    F0   02  36    04                          9A
                 Technical Data                                             80     EE    F0   02  36    05                          9B
                 Card download                                              80     EE    F0   02  36    06                          9C
                                    Positive Response Transfer Data         80     F0    EE   Len 76   TREP          Data           CS
            Request Transfer Exit                                           80     EE    F0   01  37                                96
                            Positive Response Request Transfer Exit         80     F0    EE   01  77                                D6
            Stop Communication Request                                      80     EE    F0   01  82                                 E1
                            Positive Response Stop Communication            80     F0    EE   01  C2                                21
            Acknowledge sub message                                         80     EE    F0   Len 83                 Data           CS
                                                   Negative responses
                                                    General reject          80     F0    EE   03  7F Sid Req          10            CS
                                            Service not supported           80     F0    EE   03  7F Sid Req          11            CS
                                     Sub function not supported             80     F0    EE   03  7F Sid Req          12            CS
                                         Incorrect Message Length           80     F0    EE   03  7F Sid Req          13            CS
             Conditions not correct or Request sequence error               80     F0    EE   03  7F Sid Req          22            CS
                                             Request out of range           80     F0    EE   03  7F Sid Req          31            CS
                                             Upload not accepted            80     F0    EE   03  7F Sid Req          50            CS
                                                Response pending            80     F0    EE   03  7F Sid Req          78            CS
                                                Data not available          80     F0    EE   03  7F Sid Req          FA            CS
            Anmerkungen:
            — Sid Req = Sid der entsprechenden Anforderung.
            — TREP = der TRTP der entsprechenden Anforderung.
            — Geschwärzte Felder zeigen an, dass nichts übertragen wird.
            — Der Ausdruck ,Upload‘ (vom IDE aus gesehen) wird in Anlehnung an die ISO 14229 verwendet. Er bedeutet dasselbe wie ,Download‘
               (von der FE aus gesehen).
            — Mögliche 2-Byte-Teilnachrichtenzähler sind in dieser Tabelle nicht aufgeführt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               C 126 E/135
           2.2.2.1 Start Communication Request (SID 81)
   DDP_005 Diese Nachricht wird vom IDE zum Aufbau der Kommunikationsverbindung mit der FE ausgegeben. Der Verbindungs-
           aufbau und die Kommunikation erfolgt anfangs stets mit einer Datenrate von 9 600 Baud (solange die Übertragungs-
           geschwindigkeit nicht durch einen Link Control Service (Verbindungssteuerungsdienst) geändert wird).
           2.2.2.2 Positive Response Start Communication (SID C1)
   DDP_006 Diese Nachricht wird von der FE als positive Antwort auf einen Start Communication Request ausgegeben. Sie enthält
           die beiden Schlüsselbytes '8F' 'EA' als Hinweis darauf, dass die Einheit das Protokoll mit Kopf einschließlich Ziel-, Quell-
           und Längeninformation unterstützt.
           2.2.2.3 Start Diagnostic Session Request (SID 10)
   DDP_007 Die Nachricht Start Diagnostic Session Request wird vom IDE ausgegeben, um einen neuen Diagnosevorgang mit der FE
           zu beginnen. Die Untervariable 'default session' (81 Hex) zeigt an, dass ein Standard-Diagnosevorgang eingeleitet werden
           soll.
           2.2.2.4 Positive Response Start Diagnostic (SID 50)
   DDP_008 Die Nachricht Positive Response Start Diagnostic wird von der FE als positive Antwort auf einen Diagnostic Session
           Request gesendet.
           2.2.2.5 Link Control Service (SID 87)
   DDP_052 Mit Hilfe des Link Control Service (Verbindungssteuerungsdienst) leitet die IDE einen Wechsel der Übertragungs-
           geschwindigkeit (Baudrate) ein. Dies erfolgt in zwei Schritten. Zunächst schlägt die IDE einen Wechsel vor und gibt
           dazu die neue Baudrate an. Nach einer positiven Antwort der FE sendet die die IDE dann im zweiten Schritt eine
           Bestätigung des Geschwindigkeitswechsels an die FE und geht danach zur neuen Baudrate über. Nach Erhalt der
           Bestätigung geht auch die FE zur neuen Baudrate über.
           2.2.2.6 Link Control Positive Response (SID C7)
   DDP_053 Die Nachricht Link Control Positive Response wird von der FE als positive Antwort auf einen Link Control Service
           Request (Schritt 1) gesendet. Die Bestätigungsmeldung (Schritt 2) wird dagegen nicht beantwortet.
           2.2.2.7 Request Upload (SID 35)
   DDP_009 Die Nachricht Request Upload wird vom IDE als Mitteilung an die FE ausgegeben, dass eine Download-Operation
           angefordert wird. In Übereinstimmung mit der ISO 14229 umfasst diese Anforderung stets Angaben zu Adresse, Größe
           und Format der angeforderten Daten. Da diese Angaben der IDE jedoch vor dem Herunterladen nicht bekannt sind, wird
           die Speicheradresse auf ,0‘, das Format auf ,verschlüsselt und unkomprimiert‘ und die Speichergröße auf den Höchstwert
           gesetzt.
           2.2.2.8 Positive Response Request Upload (SID 75)
   DDP_010 Die Nachricht Positive Response Request Upload wird von der FE gesendet, um dem IDE anzuzeigen, dass die FE zum
           Herunterladen der Daten bereit ist. In Übereinstimmung mit der ISO 14229 enthält diese Positive-Response-Nachricht
           auch Daten, mit denen der IDE mitgeteilt wird, dass die spätere Nachrichten Positive Response Transfer Data höchstens
           00FF Hex Bytes umfassen werden.
           2.2.2.9 Transfer Data Request (SID 36)
   DDP_011 Die Nachricht Transfer Data Request wird vom IDE gesendet und spezifiziert der FE den herunterzuladenden Datentyp.
           Mit dem Byte Transfer Request Parameter (TRTP) wird die Übertragungsart angegeben.
           Es gibt sechs Arten der Datenübertragung:
           — Überblick (TRTP 01),
           — Tätigkeiten eines bestimmten Tages (TRTP 02),
           — Ereignisse und Störungen (TRTP 03),
           — Genaue Geschwindigkeitsangaben (TRTP 04),
           — Technische Daten (TRTP 05),
           — Kartendownload (TRTP 06).
 ---pagebreak--- C 126 E/136          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
   DDP_054  Die IDE muss beim Herunterladen eine Überblicks-Datenübertragung (TRTP 01) anfordern, da nur so die FE-Zertifikate
            in der heruntergeladenen Datei gespeichert werden (and allow for verification of digital signature).
            Im zweiten Fall (TRTP 02) schließt die Nachricht Transfer Data Request die Angabe des herunterzuladenden Kalender-
            tags (Format TimeReal) ein.
            2.2.2.10 Positive Response Transfer Data (SID 76)
   DDP_012  Die Nachricht Positive Response Transfer Data wird von der FE als Antwort auf die Transfer Data Request gesendet. Sie
            enthält die angeforderten Daten, wobei die Transfer Response Parameter (TREP) den TRTP der Anforderung entspricht.
   DDP_055  Im ersten Fall (TREP 01), sendet die FE Daten, die es dem IDE-Bediener erleichtern, die von ihm herunterzuladenden
            Daten auszuwählen. Diese Nachricht enthält folgende Informationen:
            — Sicherheitszertifikate,
            — Fahrzeugkennung,
            — aktuelles Datum und Uhrzeit der FE,
            — min. und max. herunterladbares Datum (FE-Daten),
            — Angabe der in die FE eingesteckten Karten,
            — der vorherige Download an ein Unternehmen,
            — Unternehmenssperren,
            — bisherige Kontrollen.
            2.2.2.11 Request Transfer Exit (SID 37)
   DDP_013  Mit der Nachricht Request Transfer Exit teilt das IDE der FE mit, dass der Download-Vorgang beendet ist.
            2.2.2.12 Positive Response Request Transfer Exit (SID 77)
   DDP_014  Die Nachricht Positive Response Request Transfer Exit wird von der FE zur Quittierung der Request Transfer Exit
            gesendet.
            2.2.2.13 Stop Communication Request (SID 82)
   DDP_015  Die Nachricht Stop Communication Request message wird vom IDE gesendet, um die Kommunikationsverbindung mit
            der FE zu trennen.
            2.2.2.14 Positive Response Stop Communication (SID C2)
   DDP_016  Mit der Nachricht Positive Response Stop Communication quittiert die FE die Nachricht Stop Communication Request.
            2.2.2.15 Acknowledge Sub Message (SID 83)
   DDP_017  Mit der Nachricht Acknowledge Sub Message bestätigt das IDE den Empfang der einzelnen Teile einer Nachricht, die in
            mehreren Teilnachrichten gesendet wird. Das Datenfeld enthält die von der FE empfangene SID sowie einen 2-Byte-Code
            wie folgt:
            — MsgC + 1 quittiert den korrekten Empfang der Teilnachricht Nummer MsgC.
                 Anforderung vom IDE an die FE zur Sendung der nächsten Teilnachricht.
            — MsgC zeigt ein Problem beim Empfang der Teilnachricht Nummer MsgC an.
                 Anforderung von IDE an die FE zur erneuten Sendung der Teilnachricht.
            — FFFF fordert zur Beendigung der Nachricht auf.
                 Kann vom IDE zur Beendigung der Übertragung der FE-Nachricht aus irgendeinem Grund verwendet werden.
            Die letzte Teilnachricht einer Nachricht (LEN-Byte < 255) kann unter Verwendung eines dieser Codes oder gar nicht
            quittiert werden.
            Folgende FE-Antwort besteht aus mehreren Teilnachrichten:
            — Positive Response Transfer Data (SID 76).
            2.2.2.16 Negative Response (SID 7F)
   DDP_018  Die Nachricht Negative Response wird von der FE als Antwort auf die obengenannten Anforderungsnachrichten
            gesendet, wenn sie die Anforderung nicht erfüllen kann. Die Datenfelder der Nachricht enthalten die SID der Antwort
            (7F), die SID der Anforderung sowie einen Code zur Angabe des Grundes der negativen Antwort. Folgende Codes stehen
            zur Verfügung:
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               C 126 E/137
          — 10 general reject
              Aktion kann aus einem im Folgenden nicht aufgeführten Grund nicht ausgeführt werden.
          — 11 service not supported
              Die SID der Anforderung wird nicht verstanden.
          — 12 sub function not supported
              Die DS_ oder TRTP der Anforderung wird nicht verstanden, oder es sind keine weiteren Teilnachrichten zu über-
              tragen.
          — 13 incorrect message length
              Die Länge der erhaltenen Nachricht ist nicht korrekt.
          — 22 conditions not correct or request sequence error
              Der angeforderte Dienst ist nicht aktiv oder die Reihenfolge der Anforderungsnachrichten ist nicht korrekt.
          — 31 Request out of range
              Der Parameterdatensatz der Anforderung (Datenfeld) ist ungültig.
          — 50 upload not accepted
              Die Anforderung kann nicht ausgeführt werden (FE in einem nicht geeigneten Modus oder interne Störung der FE).
          — 78 response pending
              Die angeforderte Aktion kann nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, und die FE ist nicht bereit, eine weitere
              Anforderung anzunehmen.
          — FA data not available
              Das Datenobjekt einer Datenübertragungsanforderung ist in der FE nicht verfügbar (z. B. keine Karte eingesetzt, . . .).
          2.2.3 Nachrichtenfluss
          Ein typischer Nachrichtenfluss während einer normalen Datendownload-Prozedur sieht folgendermaßen aus:
                                     IDE                                                            FE
                       Start Communication Request                  æ
                                                                    æ                       Positive Response
                      Start Diagnostic Service Request              æ
                                                                    æ                       Positive Response
                              Request Upload                        æ
                                                                    æ                       Positive Response
                      Transfer Data Request Overview                æ
                                                                    æ                       Positive Response
                         Transfer Data Request #2                   æ
                                                                    æ                     Positive Response #1
                       Acknowledge Sub Message #1                   æ
                                                                    æ                     Positive Response #2
                       Acknowledge Sub Message #2                   æ
                                                                    æ                    Positive Response #m
                      Acknowledge Sub Message #m                    æ
                                                                    æ          Positive Response (Data Field < 255 Bytes)
                    Acknowledge Sub Message (optional)              æ
                                                                    ...
                         Transfer Data Request #n                   æ
                                                                    æ                       Positive Response
                            Request Transfer Exit                   æ
                                                                    æ                       Positive Response
                       Stop Communication Request                   æ
                                                                    æ                       Positive Response
 ---pagebreak--- C 126 E/138         DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               28.5.2002
            2.2.4 Timing
   DDP_019  Während des normalen Betriebs sind die in der folgenden Abbildung dargestellten Timing-Parameter relevant:
                                                                       Abbildung 1
                                                               Nachrichtenfluss, Timing
            Hierbei sind:
            P1 = Zeit zwischen den Bytes bei FE-Antwort.
            P2 = Zeit zwischen dem Ende der IDE-Anforderung und dem Beginn der FE-Antwort bzw. zwischen dem Ende der
                   IDE-Quittung und dem Beginn der nächsten FE-Antwort.
            P3 = Zeit zwischen dem Ende der FE-Antwort und dem Beginn der neuen IDE-Anforderung bzw. zwischen dem Ende
                   der FE-Antwort und dem Beginn der IDE-Quittung bzw. zwischen dem Ende der IDE-Anforderung und dem
                   Beginn der neuen IDE-Anforderung, wenn FE nicht antwortet.
            P4 = Zeit zwischen den Bytes bei IDE-Anforderung.
            P5 = Erweiterter Wert von P3 für das Herunterladen der Karte.
            Die zulässigen Werte für die Timing-Parameter sind in der folgenden Tabelle aufgeführt (KWP — erweiterter Timing-
            Parametersatz, verwendet bei physischer Adressierung zwecks schnellerer Kommunikation).
                         Timing-Parameter                         Unterer Grenzwert (ms)                   Oberer Grenzwert (ms)
                                 P1                                         0                                        20
                                 P2                                         20                                   1 000 (*)
                                 P3                                         10                                     5 000
                                 P4                                         5                                        20
                                 P5                                         10                                  20 Minuten
            (*) Wenn die FE mit einer negativen Antwort reagiert, die einen Code mit der Bedeutung ,Anforderung korrekt empfangen, Antwort
                kommt‘ enthält, wird dieser Wert auf den gleichen oberen Grenzwert erweitert wie P3.
            2.2.5 Fehlerbehandlung
            Tritt während des Nachrichtenaustauschs ein Fehler auf, erfolgt eine Modifizierung des Nachrichtenflusses in Abhängig-
            keit von dem Gerät, das den Fehler erkannt hat, sowie von der Nachricht, die den Fehler hervorgerufen hat.
            In Abbildung 2 und 3 sind die Fehlerbehandlungsprozeduren für die FE bzw. für das IDE dargestellt.
            2.2.5.1 Start Communication-Phase
   DDP_020  Erkennt das IDE einen Fehler während der Start Communication-Phase entweder durch Timing oder durch den Bitstrom,
            wartet es P3min bis zur erneuten Ausgabe der Anforderung.
   DDP_021  Erkennt die FE einen Fehler in der vom IDE eingehenden Folge, sendet sie keine Antwort und wartet innerhalb des
            Zeitraums P3max auf eine weitere Nachricht Start Communication Request.
            2.2.5.2 Communication-Phase
            Es lassen sich zwei verschiedene Fehlerbehandlungsbereiche definieren:
            1. Die FE erkennt einen IDE-Übertragungsfehler.
   DDP_022  Die FE prüft jede empfangene Nachricht auf Timing-Fehler, Byteformatfehler (z. B. Start- und Stoppbitverletzungen)
            sowie Datenpaketfehler (falsche Byteanzahl empfangen, falsches Prüfsummenbyte).
   DDP_023  Erkennt die FE einen der vorstehend genannten Fehler, sendet sie keine Antwort und ignoriert die empfangene Nach-
            richt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/139
   DDP_024 Die FE kann andere Fehler im Format oder Inhalt der empfangenen Nachricht (z. B. Nachricht nicht unterstützt) fest-
           stellen, selbst wenn die Nachricht die erforderlichen Längen und Prüfsummen einhält; in diesem Fall antwortet die FE
           dem IDE mit einer Negative Response-Nachricht unter Angabe der Fehlerart.
                                                                 Abbildung 2
                                                      Fehlerbehandlung durch die FE
 ---pagebreak--- C 126 E/140         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            2. Das IDE erkennt einen FE-Übertragungsfehler.
   DDP_025  Das IDE prüft jede empfangene Nachricht auf Timing-Fehler, Byteformatfehler (z. B. Start- und Stoppbitverletzungen)
            sowie Datenpaketfehler (falsche Byteanzahl empfangen, falsches Prüfsummenbyte).
   DDP_026  Das IDE erkennt Sequenzfehler, z. B. die inkorrekte Erhöhung des Teilnachrichtenzählers bei nacheinander empfangenen
            Nachrichten.
   DDP_027  Erkennt das IDE einen Fehler oder ist innerhalb des Zeitraums T2max keine Antwort von der FE erfolgt, wird die
            Anforderungsnachricht für insgesamt maximal drei Übertragungen erneut gesendet. Zum Zwecke dieser Fehlererken-
            nung wird eine Teilnachrichtquittung als Anforderung an die FE betrachtet.
   DDP_028  Vor dem Beginn jeder Sendung wartet das IDE mindestens T3min; die Wartezeit wird vom letzten errechneten Auftreten
            eines Stoppbits nach der Fehlererkennung an gemessen.
                                                                  Abbildung 3
                                                       Fehlerbehandlung durch das IDE
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/141
           2.2.6 Inhalt der Antwortnachricht
           In diesem Abschnitt wird der Inhalt der Datenfelder der verschiedenen positiven Antwortnachrichten spezifiziert.
           Die Datenelemente sind in Anlage 1, Datenglossar, definiert.
           2.2.6.1 Positive Response Transfer Data Overview
   DDP_029 Das Datenfeld der Nachricht ,Positive Response Transfer Data Overview‘ liefert folgende Daten in folgender Reihenfolge
           unter SID 76 Hex und TREP 01 Hex. Es muss eine geeignete Aufteilung und Zählung der Teilnachrichten erfolgen:
 ---pagebreak--- C 126 E/142         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            2.2.6.2 Positive Response Transfer Data Activities
   DDP_030  Das Datenfeld der Nachricht ,Positive Response Transfer Data Activities‘ liefert folgende Daten in folgender Reihenfolge
            unter SID 76 Hex und TREP 02 Hex. Es muss eine geeignete Aufteilung und Zählung der Teilnachrichten erfolgen:
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/143
           2.2.6.3 Positive Response Transfer Data Events and Faults
   DDP_031 Das Datenfeld der Nachricht ,Positive Response Transfer Data Events and Faults‘ liefert folgende Daten in folgender
           Reihenfolge unter SID 76 Hex und TREP 03 Hex. Es muss eine geeignete Aufteilung und Zählung der Teilnachrichten
           erfolgen:
 ---pagebreak--- C 126 E/144         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            2.2.6.4 Positive Response Transfer Data Detailed Speed
   DDP_032  Das Datenfeld der Nachricht ,Positive Response Transfer Data Detailed Speed‘ liefert folgende Daten in folgender Reihen-
            folge unter SID 76 Hex und TREP 04 Hex. Es muss eine geeignete Aufteilung und Zählung der Teilnachrichten erfolgen:
            2.2.6.5 Positive Response Transfer Data Technical Data
   DDP_033  Das Datenfeld der Nachricht ,Positive Response Transfer Data Technical Data‘ liefert folgende Daten in folgender Reihen-
            folge unter SID 76 Hex und TREP 05 Hex. Es muss eine geeignete Aufteilung und Zählung der Teilnachrichten erfolgen:
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/145
           2.3 ESM-Dateispeicherung
   DDP_034 War eine FE-Datenübertragung Bestandteil eines Download-Vorgangs, speichert das IDE in einer einzigen physischen
           Datei alle Daten, die während des Download-Vorgangs von der FE in ,Positive Response Transfer Data‘-Nachrichten
           empfangen wurden. Dabei nicht gespeichert werden Nachrichtenköpfe, Teilnachrichtenzähler, leere Teilnachrichten und
           Prüfsummen, gespeichert werden jedoch SID und TREP (nur der ersten Teilnachricht bei mehreren Teilnachrichten).
           3. PROTOKOLL FÜR DAS HERUNTERLADEN VON DATEN VON FAHRTENSCHREIBERKARTEN
           3.1 Geltungsbereich
           Dieser Abschnitt beschreibt das direkte Herunterladen der Kartendaten einer Fahrtenschreiberkarte auf ein IDE. Da das
           IDE nicht Bestandteil der Sicherheitsumgebung ist, erfolgt keine Authentisierung zwischen der Karte und dem IDE.
           3.2 Begriffsbestimmungen
           Download-Vorgang: Die Ausführung eines Download der Chipkartendaten. Der Vorgang umfasst die gesamte Prozedur
           vom Zurücksetzen der Chipkarte durch ein IFD bis zur Deaktivierung der Chipkarte (Entnahme der Karte oder nächstes
           Zurücksetzen).
           Signierte Datei: Eine Datei von der Chipkarte. Die Datei wird in Klartext zum IFD übertragen. Auf der Chipkarte erfolgt
           eine Hash-Code-Anwendung für die Datei, sie wird signiert, und die Signatur wird an das IFD übertragen.
           3.3 Herunterladen von der Karte
   DDP_035 Das Herunterladen einer Fahrtenschreiberkarte beinhaltet die folgenden Schritte:
           — Herunterladen der gemeinsamen Informationen der Karte in den EF ICC und IC. Diese Informationen sind
               fakultativ und werden nicht mit einer digitalen Signatur gesichert.
           — Herunterladen der EF Card_Certificate und CA_Certificate. Diese Informationen sind nicht mit einer
               digitalen Signatur gesichert.
               Das Herunterladen dieser Dateien ist bei jedem Download-Vorgang obligatorisch.
           — Herunterladen der anderen Anwendungsdaten-EF (innerhalb des DF Tachograph) außer EF Card_Download.
               Diese Informationen sind mit einer digitalen Signatur gesichert.
               — Bei jedem Download-Vorgang ist zumindest das Herunterladen der EF Application_Identification
                    und ID obligatorisch.
               — Beim Herunterladen einer Fahrerkarte ist zudem der Download folgender EF obligatorisch:
                    — Events_Data,
                    — Faults_Data,
                    — Driver_Activity_Data,
                    — Vehicles_Used,
                    — Places,
                    — Control_Activity_Data,
                    — Specific_Conditions.
           — Beim Herunterladen einer Fahrerkarte, wird das Datum LastCardDownload in EF Card_Download aktuali-
               siert.
           — Beim Herunterladen einer Werkstattkarte ist der Kalibrierungszähler in der EF Card_Download zurückzusetzen.
 ---pagebreak--- C 126 E/146         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            3.3.1 Initialisierungssequenz
   DDP_036  Das IDE leitet folgende Sequenz ein:
                          Karte           Richtung            IDE/IFD                        Bedeutung/Bemerkungen
                                             æ        Hardware zurücksetzen
                          ATR                æ
            Mit PPS kann auf eine höhere Baudrate gewechselt werden, sofern die Chipkarte diese Baudrate unterstützt.
            3.3.2 Sequenz für unsignierte Dateien
   DDP_037  Die Sequenz für das Herunterladen der EF ICC, IC, Card_Certificate und CA_Certificate lautet folgen-
            dermaßen:
                          Karte           Richtung            IDE/IFD                        Bedeutung/Bemerkungen
                                             æ               Select File         Auswahl nach Dateikennung
                          OK                 æ
                                             æ              Read Binary          Enthält die Datei mehr Daten als der Puffer des
                                                                                 Lesers oder der Karte fassen kann, ist der Be-
                                                                                 fehl so lange zu wiederholen, bis die gesamte
                                                                                 Datei ausgelesen ist.
                       File Data             æ      Speicherung der Daten auf    gemäß 3.4, Datenspeicherungsformat
                          OK                                    ESM
            Anmerkung: Vor Auswahl der EF Card_Certificate muss die Fahrtenschreiberanwendung ausgewählt werden
            (Auswahl durch AID).
            3.3.3 Sequenz für signierte Dateien
   DDP_038  Die folgende Sequenz wird für die folgenden Dateien verwendet, die jeweils mit ihrer Signatur herunterzuladen sind:
                          Karte           Richtung            IDE/IFD                        Bedeutung/Bemerkungen
                                             æ               Select File
                          OK                 æ
                                             æ         Perform Hash of File      Berechnet den Hashwert über dem Dateninhalt
                                                                                 der ausgewählten Datei mit Hilfe des vor-
                                                                                 geschriebenen Hash-Algorithmus gemäß An-
                                                                                 lage 11. Dieser Befehl ist kein ISO-Befehl.
             Hash of File berechnen und
            Hashwert temporär speichern
                          OK                 æ
                                             æ              Read Binary          Enthält die Datei mehr Daten als der Puffer des
                                                                                 Lesers oder der Karte fassen kann, ist der Be-
                                                                                 fehl so lange zu wiederholen, bis die gesamte
                                                                                 Datei ausgelesen ist.
                       File Data             æ      Empfangene Daten auf ESM     gemäß 3.4, Datenspeicherungsformat
                          OK                                 speichern
                                             æ        PSO: Compute Digital
                                                             Signature
             Perform Security Operation
             ,Compute Digital Signature‘
                mit Hilfe des temporär
               gespeicherten Hashwerts
                       Signature             æ     Daten an die zuvor auf dem gemäß 3.4, Datenspeicherungsformat
                          OK                         ESM gespeicherten Daten
                                                              anfügen
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/147
           3.3.4 Sequenz für das Zurücksetzen des Kalibrierungszählers
   DDP_039 Die Sequenz für das Zurücksetzen des Zählers NoOfCalibrationsSinceDownloa d                              in   der  EF
           Card_Download auf einer Werkstattkarte lautet folgendermaßen:
                       Karte           Richtung                       IDE/IFD                         Bedeutung/Bemerkungen
                                          æ             Select File EF Card_Download             Auswahl nach Dateikennung
                       OK                 æ
                                          æ                        Update Binary
                                                 NoOfCalibrationsSinceDownloa d =
                                                                      '00 00'
           setzt Kartendownloadzahl
                     zurück
                       OK                 æ
           3.4 Datenspeicherungsformat
           3.4.1 Einleitung
   DDP_040 Die heruntergeladenen Daten sind nach folgenden Bedingungen zu speichern:
           — Die Daten sind transparent zu speichern, d. h. die Reihenfolge der von der Karte übertragenen Bytes sowie die
               Reihenfolge der in ihnen enthaltenen Bits muss während der Speicherung erhalten bleiben.
           — Alle im Rahmen eines Download-Vorgangs heruntergeladenen Dateien der Karte werden in einer einzigen Datei auf
               dem ESM gespeichert.
           3.4.2 Dateiformat
   DDP_041 Das Dateiformat ist eine Verkettung mehrerer TLV-Objekte.
   DDP_042 Der Tag für eine EF ist die FID sowie der Anhang ,00‘.
   DDP_043 Der Tag der Signatur einer EF ist die FID der Datei sowie der Anhang ,01‘.
   DDP_044 Die Länge ist ein 2-Byte-Wert. Der Wert legt die Anzahl der Bytes im Wertfeld fest. Der Wert ,FF FF‘ im Längenfeld ist
           für eine künftige Verwendung reserviert.
   DDP_045 Wird eine Datei nicht heruntergeladen, ist auch nichts zu speichern, was mit der Datei im Zusammenhang steht (also
           kein Tag und keine Nulllänge).
   DDP_046 Eine Signatur wird als nächstes TLV-Objekt unmittelbar nach dem Objekt, das die Daten der Datei enthält, gespeichert.
                      Definition                   Bedeutung                                    Länge
           FID (2 Bytes) || ,00‘           Tag für EF (FID)              3 Bytes
           FID (2 Bytes) || ,01‘           Tag für Signatur der EF       3 Bytes
                                           (FID)
           xx xx                           Länge des Wertfelds           2 Bytes
           Beispiel für Daten in einer Download-Datei auf einem ESM:
                         Tag                         Länge                                       Wert
           00 02 00                        00 11                         Daten von EF ICC
           C1 00 00                        00 C2                         Daten von EF Card_Certificate
                                                                          ...
           05 05 00                        0A 2E                         Daten von EF Vehicles_Used
           05 05 01                        00 80                         Signatur von EF Vehicles_Used
 ---pagebreak--- C 126 E/148          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            4. HERUNTERLADEN VON DER FAHRTENSCHREIBERKARTE ÜBER EINE FAHRZEUGEINHEIT
   DDP_047  Die FE muss das Herunterladen des Inhalts einer eingesteckten und an ein IDE angeschlossenen Fahrerkarte zulassen.
   DDP_048  Zum Starten dieses Modus sendet das IDE die Nachricht ,Transfer Data Request Card Download‘ an die FE (siehe
            2.2.2.9).
   DDP_049  Daraufhin lädt die FE die gesamte Karte dateiweise in Übereinstimmung mit dem in Abschnitt 3 definierten Download-
            Protokoll herunter und leitet alle von der Karte empfangenen Daten im entsprechenden TLV-Dateiformat (siehe 3.4.2)
            sowie eingekapselt in eine ,Positive Response Transfer Data‘-Nachricht an das IDE weiter.
   DDP_050  Das IDE ruft die Kartendaten aus der Nachricht ,Positive Response Transfer Data‘ ab (unter Fortlassung aller Köpfe, SID,
            TREP, Teilnachrichtenzähler und Prüfsummen) und speichert sie innerhalb einer in Abschnitt 2.3 beschriebenen phy-
            sischen Datei.
   DDP_051  Danach aktualisiert die FE gegebenenfalls die Dateien Control_Activity_Data oder Card_Download der
            Fahrerkarte.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/149
                                                                   Anlage 8
                                                       KALIBRIERUNGSPROTOKOLL
           1. EINLEITUNG
           In dieser Anlage wird der Datenaustausch zwischen einer Fahrzeugeinheit und einem Prüfgerät über die K-Leitung, die
           Teil der in Anlage 6 beschriebenen Kalibrierungsschnittstelle ist, beschrieben. Außerdem enthält sie eine Beschreibung
           der Steuerung der Eingangs-/Ausgangssignalleitung am Kalibrierungsanschluss.
           Das Aufbauen der K-Leitungskommunikation wird im Abschnitt 4 ,Kommunikationsdienste‘ beschrieben.
           In dieser Anlage ist vom Konzept der ,Diagnosevorgänge‘ die Rede, mit dem der Umfang der K-Leitungssteuerung unter
           verschiedenen Bedingungen festgelegt wird. Der Standardvorgang ist dabei die ,StandardDiagnosticSession‘, bei der aus
           einer Fahrzeugeinheit alle Daten ausgelesen, jedoch keine Daten in die Fahrzeugeinheit geschrieben werden können.
           Die Auswahl des Diagnosevorgangs wird im Abschnitt 5 ,Verwaltungsdienste‘ beschrieben.
   CPR_001 Im Programmiervorgang ,ECUProgrammingSession‘ ist es möglich, Daten in die Fahrzeugeinheit einzugeben. Bei der
           Eingabe von Kalibrierungsdaten (Anforderungen 097 und 098) muss sich die Fahrzeugeinheit außerdem in der Betriebs-
           art KALIBRIERUNG befinden.
           Die Datenübertragung über die K-Leitung wird im Abschnitt 6 ,Datenübertragungsdienste‘ beschrieben. Die Formate der
           übertragenen Daten werden in Abschnitt 8 ,Datensatzformate‘ erläutert.
   CPR_002 Der Einstellvorgang ,ECUAdjustmentSession‘ ermöglicht die Auswahl der E/A-Betriebsart der Kalibrierungs-E/A-Signal-
           leitung über die Schnittstelle der K-Leitung. Die Steuerung der Kalibrierungs-E/A-Signalleitung wird in Abschnitt 7
           ,Prüfimpulssteuerung — Funktionseinheit Eingabe/Ausgabe-Steuerung‘ beschrieben.
   CPR_003 Im vorliegenden Dokument wird als Adresse für das Prüfgerät durchgängig 'tt' verwendet. Ungeachtet dessen, dass für
           Prüfgeräte bevorzugte Adressen verwendet werden können, muss die FE auf jede Prüfgerätadresse richtig antworten. Die
           physische Adresse der FE ist 0xEE.
           2. BEGRIFFE, BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND REFERENZDOKUMENTE
           Für die Service Identifier (SID), die Bedienanforderungen und -antworten sowie die Standardparameter werden Byte-
           Codierungen und hexadezimale Werte verwendet.
           Der Begriff ,Prüfgerät‘ bezeichnet das zur Eingabe der Programmierungs-/Kalibrierungsdaten in die FE verwendete Gerät.
           Die Begriffe ,Client‘ und ,Server‘ beziehen sich auf das Prüfgerät bzw. die FE.
           Der Begriff ,ECU‘ bedeutet ,elektronische Steuereinheit‘ und bezieht sich auf die FE.
           Referenzdokumente:
           ISO 14230-2: Road Vehicles — Diagnostic Systems — Keyword Protocol 2000 — Part 2: Data Link Layer. First
                            edition: 1999. (Straßenfahrzeuge — Diagnosesysteme — Schlüsselwort 2000 — Teil 2: Sicherungs-
                            schicht. 1. Ausgabe 1999)
           3. DIENSTEÜBERSICHT
           3.1 Verfügbare Dienste
           Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in dieser Anlage beschriebenen Dienste, die im Kontrollgerät
           verfügbar sein werden.
   CPR_004 In der Tabelle sind die Dienste aufgeführt, die bei aktiviertem Diagnosevorgang verfügbar sind.
           — Spalte 1 enthält die verfügbaren Dienste.
           — Spalte 2 nennt den Abschnitt in der vorliegenden Anlage, in der der Dienst näher beschrieben wird.
 ---pagebreak--- C 126 E/150           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            — Spalte 3 ordnet die Service-Identifier-Werte bei Anforderungsnachrichten zu.
            — Spalte 4 gibt die Dienste des Standardvorgangs ,StandardDiagnosticSession‘ (SD) an, die in jeder FE implementiert
                sein müssen.
            — Spalte 5 gibt die Dienste des Einstellvorgangs ,ECUAdjustmentSession‘ (ECUAS) an, die implementiert sein müssen,
                um die Steuerung der E/A-Signalleitung der für die Kalibrierung vorgesehenen Steckverbindung an der Frontplatte
                der FE zu gestatten.
            — Spalte 6 gibt die Dienste des Programmiervorgangs ,ECUProgrammingSession‘ (ECUPS) an, die implementiert sein
                müssen, um die Programmierung von Parametern in der FE zu ermöglichen.
                                                                         Tabelle 1
                                                           Übersicht über die SID-Werte
                                                                                                             Diagnosevorgänge
                                                                                SID-Anforde-
                     Bezeichnung des Diagnosedienstes          Abschnitt Nr.                        SD            ECUAS       ECUPS
                                                                                  rungswert
            StartCommunication                                      4.1              81             &                &         &
            StopCommunication                                       4.2              82             &
            TesterPresent                                           4.3              3E             &                &         &
            StartDiagnosticSession                                  5.1              10             &                &         &
            SecurityAccess                                          5.2              27             &                &         &
            ReadDataByIdentifier                                    6.1              22             &                &         &
            WriteDataByIdentifier                                   6.2              2E                                        &
            InputOutputControlByIdentifier                          7.1              2F                              &
            & Dieses Symbol zeigt an, dass der betreffende Dienst bei diesem Diagnosevorgang obligatorisch ist.
                 Ein Feld ohne Symbol bedeutet, dass der betreffende Dienst bei diesem Diagnosevorgang nicht zugelassen ist.
            3.2 Antwortcodes
            Für jeden Dienst sind Antwortcodes festgelegt.
            4. KOMMUNIKATIONSDIENSTE
            Um die Kommunikation aufzubauen und aufrecht zu erhalten, sind einige Dienste erforderlich, die nicht auf der
            Anwendungsschicht liegen. Die zur Verfügung stehenden Dienste sind in nachstehender Tabelle aufgeführt:
                                                                         Tabelle 2
                                                                Kommunikationsdienste
                  Dienstbezeichnung                                                   Beschreibung
            StartCommunication            Client fordert Beginn eines Kommunikationsvorgangs mit einem (mehreren) Server(n) an
            StopCommunication             Client fordert Beendigung des laufenden Kommunikationsvorgangs an
            TesterPresent                 Client teilt dem Server mit, dass die Verbindung noch aktiv ist
   CPR_005  Der Dienst StartCommunication wird genutzt, um eine Kommunikation einzuleiten. Für die Ausführung eines Dienstes
            ist es immer erforderlich, dass die Kommunikation initialisiert und die für die gewünschte Betriebsart geeigneten
            Kommunikationsparameter verwendet werden.
            4.1 Der Dienst StartCommunication
   CPR_006  Bei Erhalt eines StartCommunication-Primitivs prüft die FE, ob die angeforderte Kommunikationsverbindung unter den
            gegebenen Bedingungen initialisiert werden kann. Gültige Bedingungen für die Initialisierung einer Kommunikations-
            verbindung sind im Dokument ISO 14230-2 beschrieben.
   CPR_007  Die FE führt daraufhin alle erforderlichen Maßnahmen zur Initialisierung der Kommunikationsverbindung aus und
            versendet ein StartCommunication-Antwort-Primitiv mit den gewählten Positive-Response-Parametern.
 ---pagebreak--- 28.5.2002            DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/151
   CPR_008 Erhält eine bereits initialisierte (und in eine Diagnosesitzung eingetretene) FE die Anforderung StartCommunication (z. B.
           aufgrund Wiederanlauf des Prüfgeräts nach einer Fehlerbedingung), muss die Anforderung angenommen und die FE neu
           initialisiert werden.
   CPR_009 Falls sich die Kommunikationsverbindung aus irgendeinem Grund nicht initialisieren lässt, setzt die FE den Betrieb in der
           gleichen Weise wie unmittelbar vor dem Versuch zur Initialisierung der Kommunikationsverbindung fort.
   CPR_010 Die Anforderungsnachricht StartCommunication muss an eine physische Adresse erfolgen.
   CPR_011 Die Initialisierung der FE für Dienste erfolgt mit Hilfe einer ,Schnellinitialisierung‘:
           — Jeder Aktivität geht ein Bus-Ruhezustandstakt voraus.
           — Das Prüfgerät überträgt anschließend eine Initialisierungssequenz.
           — Alle zum Aufbau der Kommunikation benötigten Informationen sind in der Antwort der FE enthalten.
   CPR_012 Nach Beendigung der Initialisierung:
           — Alle Kommunikationsparameter werden entsprechend der Schlüssel-Bytes auf die Werte in Tabelle 5 gesetzt.
           — Die FE wartet auf die erste Anforderung vom Prüfgerät.
           — Die FE befindet sich in der Standarddiagnosebetriebsart, d. h. der ,StandardDiagnosticSession‘.
           — Die Kalibrierungs-E/A-Signalleitung befindet sich im Standardzustand, d. h. im deaktivierten Zustand.
   CPR_014 Die Übertragungsgeschwindigkeit (Baudrate) auf der K-Leitung beträgt 10 400 Baud.
   CPR_016 Die Schnellinitialisierung wird ausgelöst, indem das Prüfgerät eine Wake-Up-Sequenz (Wup) auf der K-Leitung überträgt.
           Diese beginnt nach dem Ruhezustandstakt auf der K-Leitung mit einem L-Takt TInil. Das Prüfgerät sendet das erste Bit
           des Dienstes StartCommunication im Anschluss an einen TWup-Takt, der nach der ersten fallenden Flanke beginnt.
   CPR_017 Die Taktwerte für die Schnellinitialisierung sowie für die Kommunikation generell sind in den nachstehenden Tabellen
           im einzelnen aufgeführt. Für den Ruhezustandstakt existieren mehrere Möglichkeiten:
           — Erste Übertragung nach Einschalten, TRuhe = 300 ms.
           — Nach Abschluss eines Dienstes StopCommunication, TRuhe = P3 Minimum
           — Nach Beendigung der Kommunikation durch Zeitüberschreitung (Time-Out) P3 Maximum, TRuhe = 0.
                                                                       Tabelle 3
                                                        Taktwerte zur Schnellinitialisierung
                             Parameter                                   Min.                                   Max.
           TInil                   25 ± 1 ms                            24 ms                                  26 ms
           TWup                    50 ± 1 ms                            49 ms                                  51 ms
 ---pagebreak--- C 126 E/152          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
                                                                       Tabelle 4
                                                       Taktwerte für die Kommunikation
                                                                                                Untere Grenzwerte  Obere Grenzwerte
                                                                                                      (in ms)           (in ms)
             Takt-Parameter                       Beschreibung der Parameter
                                                                                                        Min.              Max.
                   P1       Byte-Taktabstand für die FE-Antwort                                           0                20
                   P2       Zeit zwischen Prüfgerätanforderung und FE-Antwort bzw. zwei                  25               250
                            FE-Antworten
                   P3       Zeit zwischen Ende der FE-Antworten und Beginn einer neuen                   55             5 000
                            Prüfgerätanforderung
                   P4       Byte-Taktabstand für die Prüfgerätantwort                                     5                20
   CPR_018  Das Nachrichtenformat für die Schnellinitialisierung ist in den nachstehenden Tabellen spezifiziert:
                                                                       Tabelle 5
                                               Anforderungsnachricht für StartCommunication
                Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                            Hex-Wert        Symbolform
                   #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                         81               FMT
                   #2       Zieladress-Byte                                                              EE               TGT
                   #3       Quelladress-Byte                                                              tt              SRC
                   #4       Service Identifier für Anforderung StartCommunication                        81               SCR
                   #5       Prüfsumme                                                                  00-FF               CS
                                                                       Tabelle 6
                                           Nachricht Positive Response auf StartCommunication
                Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                            Hex-Wert        Symbolform
                   #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                         80               FMT
                   #2       Zieladress-Byte                                                               tt              TGT
                   #3       Quelladress-Byte                                                             EE               SRC
                   #4       Zusatzlängen-Byte                                                            03               LEN
                   #5       Service Identifier für Positive Response StartCommunication                  C1            SCRPR
                   #6       Schlüssel-Byte 1                                                             EA               KB1
                   #7       Schlüssel-Byte 2                                                             8F               KB2
                   #8       Prüfsumme                                                                  00-FF               CS
   CPR_019  Eine negative Antwort (Negative Response) auf die Anforderungsnachricht StartCommunication gibt es nicht. Kann
            keine positive Nachricht (Positive Response) gegeben werden, so erfolgt keine Initialisierung der FE, und diese verbleibt
            in ihrer normalen Betriebsart.
            4.2 Der Dienst StopCommunication
            4.2.1 Beschreibung der Nachricht
            Dieser Dienst der Kommunikationssteuerungsschicht hat zum Zweck, einen Kommunikationsvorgang zu beenden.
   CPR_020  Bei Erhalt eines StopCommunication-Primitivs prüft die FE, ob die derzeitigen Bedingungen die Beendigung dieser
            Kommunikation gestatten. Ist dies der Fall, so führt die FE alle erforderlichen Maßnahmen zur Beendigung dieser
            Kommunikation durch.
 ---pagebreak--- 28.5.2002            DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 126 E/153
   CPR_021 Ist die Beendigung der Kommunikation möglich, gibt die FE vor der Beendigung der Kommunikation ein StopCom-
           munication-Antwort-Primitiv mit den gewählten Positive-Response-Parametern aus.
   CPR_022 Falls sich die Kommunikation aus irgendeinem Grund nicht beenden lässt, gibt die FE ein StopCommunication-Antwort-
           Primitiv mit den gewählten Parametern für Negative Response aus.
   CPR_023 Wird von der FE eine Zeitüberschreitung aufgrund P3max erkannt, muss die Kommunikation ohne Ausgabe eines
           Antwortelements beendet werden.
           4.2.2 Nachrichtenformat
   CPR_024 Die Nachrichtenformate für die StopCommunication-Primitive sind in den folgenden Tabellen aufgeführt:
                                                                     Tabelle 7
                                               Anforderungsnachricht für StopCommunication
                Byte-Nr.                            Parameterbezeichnung                         Hex-Wert      Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                    80             FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                         EE             TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                        tt             SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                       01             LEN
                  #5        Service Identifier für Anforderung StopCommunication                    82             SPR
                  #6        Prüfsumme                                                             00-FF             CS
                                                                      Tabelle 8
                                           Nachricht Positive Response auf StopCommunication
                Byte-Nr.                            Parameterbezeichnung                         Hex-Wert      Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                    80             FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                         tt             TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                        EE             SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                       01             LEN
                  #5        Service Identifier für Positive Response auf StopCommunication          C2            SPRPR
                  #6        Prüfsumme                                                             00-FF             CS
                                                                     Tabelle 9
                                           Nachricht Negative Response auf StopCommunication
                Byte-Nr.                            Parameterbezeichnung                         Hex-Wert      Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                    80             FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                         tt             TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                        EE             SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                       03             LEN
                  #5        Service Identifier für Negative Response                                7F              NR
                  #6        Service Identifier für Anforderung StopCommunication                    82             SPR
                  #7        responseCode = generalReject                                            10           RC_GR
                  #8        Prüfsumme                                                             00-FF             CS
 ---pagebreak--- C 126 E/154          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    28.5.2002
            4.2.3 Parameterdefinition
            Dieser Dienst erfordert keine Parameterdefinition.
            4.3 Der Dienst TesterPresent
            4.3.1 Beschreibung der Nachricht
            Mit Hilfe des Dienstes TesterPresent teilt das Prüfgerät dem Server mit, dass es sich noch immer in einer aktiven
            Verbindung mit ihm befindet, um zu verhindern, dass der Server automatisch in die normale Betriebsart zurückkehrt
            und dadurch möglicherweise die Verbindung beendet. Dieser Dienst sorgt durch regelmäßiges Aussenden einer Anfor-
            derung dafür, dass die Diagnosesitzung oder Verbindung aktiv bleibt, indem der P3-Zeitgeber jedem Erhalt einer
            Anforderung für diesen Dienst zurückgesetzt wird.
            4.3.2 Nachrichtenformat
   CPR_079  Die Nachrichtenformate für die TesterPresent-Primitive sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
                                                                      Tabelle 10
                                                      Anforderungsnachricht TesterPresent
                Byte Nr.                             Parameterbezeichnung                        Hex-Wert        Symbolform
                  #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                   80              FMT
                  #2         Zieladress-Byte                                                        EE              TGT
                  #3         Quelladress-Byte                                                        tt             SRC
                  #4         Zusatzlängen-Byte                                                      02              LEN
                  #5         Service Identifier für Anforderung TesterPresent                       3E               TP
                  #6         Sub Function = responseRequired = [yes                                 01           RESPREQ_Y
                                                                     no]                            02          RESPREQ_NO
                  #7         Prüfsumme                                                             00-FF             CS
   CPR_080  Ist der Parameter responseRequired auf ,yes‘ gesetzt, so antwortet der Server mit folgenden positiven Antwortnach-
            richten. Ist der Parameter auf ,no‘ gesetzt, sendet der Server keine Antwort.
                                                                      Tabelle 11
                                                   Nachricht TesterPresent Positive Response
                Byte Nr.                             Parameterbezeichnung                        Hex-Wert        Symbolform
                  #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                   80              FMT
                  #2         Zieladress-Byte                                                         tt             TGT
                  #3         Quelladress-Byte                                                       EE              SRC
                  #4         Zusatzlängen-Byte                                                      01              LEN
                  #5         Service Identifier für TesterPresent Positive Response                 7E              TPPR
                  #6         Prüfsumme                                                             00-FF             CS
 ---pagebreak--- 28.5.2002            DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/155
   CPR_081 Der Dienst verwendet die folgenden negativen Antwort-Codes:
                                                                       Tabelle 12
                                                   Nachricht TesterPresent Negative Response
                Byte Nr.                              Parameterbezeichnung                           Hex-Wert       Symbolform
                   #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                      80             FMT
                   #2         Zieladress-Byte                                                            tt            TGT
                   #3         Quelladress-Byte                                                          EE             SRC
                   #4         Zusatzlängen-Byte                                                         03             LEN
                   #5         Service Identifier für Negative Response                                  7F              NR
                   #6         Service Identifier für Anforderung TesterPresent                          3E              TP
                   #7         responseCode = [SubFunctionNotSupported-InvalidFormat                     12          RC_SFNS_IF
                                                incorrectMessageLength]                                 13            RC_IML
                   #8         Prüfsumme 00-FF CS                                                      00-FF             CS
           5. VERWALTUNGSDIENSTE
           Die zur Verfügung stehenden Dienste sind in nachstehender Tabelle aufgeführt:
                                                                       Tabelle 13
                                                                 Verwaltungsdienste
                 Dienstbezeichnung                                                Beschreibung
           StartDiagnosticSession         Client fordert Beginn eines Diagnosevorgangs mit einer FE an
           SecurityAccess                 Client ruft Funktionen auf, zu denen nur berechtigte Benutzer Zugriff haben
           5.1 Der Dienst StartDiagnosticSession
           5.1.1 Beschreibung der Nachricht
   CPR_025 Der Dienst StartDiagnosticSession dient dazu, verschiedene Diagnosevorgänge im Server zu aktivieren. Ein Diagnose-
           vorgang aktiviert bestimmte Dienste nach Maßgabe von Tabelle 17. Mit einem solchen Vorgang kann der Fahrzeug-
           hersteller bestimmte Dienste aktivieren, die hier nicht beschrieben werden. Die Implementierungsregeln haben folgenden
           Festlegungen zu entsprechen:
           — Es ist stets genau ein Diagnosevorgang in der FE aktiv.
           — Die FE startet die ,StandardDiagnosticSession‘ bei jedem Einschaltvorgang. Wird kein anderer Diagnosevorgang
                gestartet, so läuft die ,StandardDiagnosticSession‘ so lange wie die FE eingeschaltet ist.
           — Wird vom Prüfgerät ein bereits laufender Diagnosevorgang angefordert, sendet die FE eine positive Antwortnach-
                richt (Positive Response).
           — Fordert das Prüfgerät einen neuen Diagnosevorgang an, sendet die FE zuerst eine positive Antwortnachricht auf
                ,StartDiagnosticSession‘, bevor der neue Diagnosevorgang in der FE aktiviert wird. Kann die FE den angeforderten
                neuen Diagnosevorgang nicht starten, antwortet sie mit einer negativen Antwortnachricht auf StartDiagnosticSession
                und setzt den laufenden Diagnosevorgang fort.
   CPR_026 Ein Diagnosevorgang darf erst begonnen werden, wenn die Nachrichtenverbindung zwischen dem Client und der FE
           errichtet wurde.
   CPR_027 Nach einer erfolgreichen Anforderung StartDiagnosticSession sind die in Tabelle 4 aufgeführten Taktparameter aktiv,
           wobei der Parameter diagnosticSession in der Anforderungsnachricht auf ,StandardSession‘ gesetzt ist, wenn zuvor ein
           anderer Diagnosevorgang aktiv war.
 ---pagebreak--- C 126 E/156           DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                     28.5.2002
            5.1.2 Nachrichtenformat
   CPR_028  Die Nachrichtenformate für die StartDiagnosticSession-Primitive sind in den folgenden Tabellen spezifiziert:
                                                                          Tabelle 14
                                                   Anforderungsnachricht StartDiagnosticSession
                 Byte-Nr.                              Parameterbezeichnung                                 Hex-Wert           Symbolform
                   #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                             80                  FMT
                   #2         Zieladress-Byte                                                                  EE                  TGT
                   #3         Quelladress-Byte                                                                  tt                  SRC
                   #4         Zusatzlängen-Byte                                                                02                   LEN
                   #5         Service Identifier für Anforderung StartDiagnosticSession                        10                  STDS
                   #6         diagnosticSession = [ein Wert aus Tabelle 17]                                    xx                 DS_. . .
                   #7         Prüfsumme                                                                      00-FF                   CS
                                                                          Tabelle 15
                                              Nachricht Positive Response auf StartDiagnosticSession
                 Byte-Nr.                              Parameterbezeichnung                                 Hex-Wert           Symbolform
                   #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                             80                  FMT
                   #2         Zieladress-Byte                                                                   tt                 TGT
                   #3         Quelladress-Byte                                                                 EE                   SRC
                   #4         Zusatzlängen-Byte                                                                02                   LEN
                   #5         Service Identifier für Positive Response auf                                     50                STDSPR
                              StartDiagnosticSession
                   #6         DiagnosticSession = [gleicher Wert wie Byte Nr. 6 in Tabelle 14]                 xx                 DS_. . .
                   #7         Prüfsumme                                                                      00-FF                   CS
                                                                          Tabelle 16
                                             Nachricht Negative Response auf StartDiagnosticSession
                 Byte-Nr.                              Parameterbezeichnung                                 Hex-Wert           Symbolform
                   #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                             80                  FMT
                   #2         Zieladress-Byte                                                                   tt                 TGT
                   #3         Quelladress-Byte                                                                 EE                   SRC
                   #4         Zusatzlängen-Byte                                                                03                   LEN
                   #5         Service Identifier für Negative Response                                         7F                   NR
                   #6         Service Identifier für Anforderung StartDiagnosticSession                        10                  STDS
                   #7         ResponseCode = [subFunctionNotSupported (a)                                      12               RC_SFNS
                                                  incorrectMessageLength (b)                                   13                RC_IML
                                                  conditionsNotCorrect    (c)]                                 22                RC_CNC
                   #8         Prüfsumme                                                                      00-FF                   CS
            (a) Der in Byte Nr. 6 der Anforderungsnachricht eingetragene Wert wird nicht unterstützt, d. h. er ist nicht in Tabelle 17 definiert.
            (b) Die Nachricht hat eine falsche Länge.
            (c) Die Bedingungen für die angeforderte StartDiagnosticSession sind nicht erfüllt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/157
           5.1.3 Parameterdefinition
   CPR_029 Der Parameter DiagnosticSession (DS_) dient dem Dienst StartDiagnosticSession dazu, das spezielle Verhalten des Servers
           bzw. der Server zu wählen. Im vorliegenden Dokument sind folgende Diagnosevorgänge spezifiziert:
                                                                    Tabelle 17
                                                 Definition der Werte für diagnosticSession
                Hex                                            Beschreibung                                          Symbolform
                81       StandardDiagnosticSession                                                                       SD
                         Dieser Diagnosevorgang aktiviert alle Dienste, die in Spalte 4 ,SD‘ von Tabelle 1
                         angegeben sind. Diese Dienste ermöglichen das Auslesen der Daten von einem Server
                         (FE). Dieser Diagnosevorgang ist aktiv, nachdem die Initialisierung zwischen Client
                         (Prüfgerät) und Server (FE) erfolgreich abgeschlossen wurde. Dieser Diagnosevorgang
                         kann durch andere in diesem Abschnitt genannte Diagnosevorgänge überschrieben
                         werden.
                85       ECUProgrammingSession                                                                         ECUPS
                         Dieser Diagnosevorgang aktiviert alle Dienste, die in Spalte 6 ,ECUPS‘ von Tabelle 1
                         angegeben sind. Diese Dienste unterstützen die Speicherprogrammierung eines Servers
                         (FE). Dieser Diagnosevorgang kann durch andere in diesem Abschnitt genannte Diag-
                         nosevorgänge überschrieben werden.
                87       ECUAdjustmentSession                                                                          ECUAS
                         Dieser Diagnosevorgang aktiviert alle Dienste, die in Spalte 5 ,ECUAS‘ von Tabelle 1
                         angegeben sind. Diese Dienste unterstützen die Eingabe/Ausgabe-Steuerung eines Ser-
                         vers (FE). Dieser Diagnosevorgang kann durch andere in diesem Abschnitt genannte
                         Diagnosevorgänge überschrieben werden.
           5.2 Der Dienst SecurityAccess
           Das Schreiben von Kalibrierungsdaten bzw. der Zugriff auf die Eingabe/Ausgabe-Leitung für die Kalibrierung ist nur
           dann möglich, wenn sich die FE in der Betriebsart KALIBRIERUNG befindet. Der Zugriff auf die Betriebsart KALIBRIE-
           RUNG wird erst gewährt, nachdem eine gültige Werkstattkarte in die FE eingesteckt und zusätzlich die richtige per-
           sönliche Geheimzahl (PIN) in die FE eingegeben wurde.
           Der Dienst SecurityAccess stellt die Möglichkeit zur PIN-Eingabe bereit und zeigt dem Prüfgerät an, ob sich die FE in der
           Betriebsart KALIBRIERUNG befindet.
           Eine PIN-Eingabe durch alternative Methoden ist zulässig.
           5.2.1 Beschreibung der Nachricht
           Der Dienst SecurityAccess besteht aus der Anforderung ,requestSeed‘, der möglicherweise eine Nachricht ,sendKey‘ folgt.
           Der Dienst SecurityAccess muss nach dem Dienst StartDiagnosticSession ausgeführt werden.
   CPR_033 Mit der SecurityAccess-Anforderung requestSeed stellt das Prüfgerät fest, ob die Fahrzeugeinheit zur Annahme einer PIN
           bereit ist.
   CPR_034 Befindet sich die Fahrzeugeinheit bereits in der Betriebsart KALIBRIERUNG, beantwortet sie die Anforderung durch
           Versenden eines ,Seed‘ 0x0000 mit Hilfe des Dienstes auf SecurityAccess Positive Response.
   CPR_035 Ist die Fahrzeugeinheit zur Annahme einer PIN zur Verifizierung einer Werkstattkarte bereit, beantwortet sie die
           Anforderung durch Versenden eines ,Seed‘, der größeren als 0x0000 ist, mit Hilfe des Dienstes SecurityAccess Positive
           Response.
   CPR_036 Ist die Fahrzeugeinheit zur Annahme einer PIN vom Prüfgerät nicht bereit, weil entweder die eingesteckte Werkstattkarte
           ungültig ist, keine Werkstattkarte eingesteckt wurde oder die Fahrzeugeinheit eine andere Methode der PIN-Eingabe
           erwartet, beantwortet sie die Anforderung mit einer Negative Response, wobei der Antwortcode ,conditionsNotCor-
           rectOrRequestSequenceError‘ lautet.
   CPR_037 Das Prüfgerät sendet dann gegebenenfalls eine SecurityAccess-Nachricht sendKey, um eine PIN an die Fahrzeugeinheit zu
           übergeben. Um ausreichend Zeit für den Prozess der Kartenauthentisierung zu gewähren, sendet die FE den negativen
           Antwortcode ,requestCorrectlyReceived-ResponsePending‘, mit dem die Antwortzeit verlängert wird. Die längstmögliche
           Wartezeit darf jedoch 5 Minuten nicht überschreiten. Sobald der angeforderte Dienst abgeschlossen ist, sendet die FE
           eine positive oder negative Antwortnachricht mit einem anderen Antwortcode als diesem. Der negative Antwortcode
           ,requestCorrectlyReceived-ResponsePending‘ kann so oft von der FE wiederholt werden, bis der angeforderte Dienst
           abgeschlossen ist und die abschließende Antwortnachricht gesandt wurde.
 ---pagebreak--- C 126 E/158          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    28.5.2002
   CPR_038  Die Fahrzeugeinheit darf diese Anforderung nur dann mit dem Dienst SecurityAccess Positive Response beantworten,
            wenn sie sich in der Betriebsart KALIBRIERUNG befindet.
   CPR_039  In den nachstehenden Fällen muss die Fahrzeugeinheit diese Anforderung mit einer Negative Response bei folgender-
            maßen gesetzten Antwortcodes quittieren:
            — subFunctionNotSupported: ungültiges Format für den Parameter der Unterfunktion (accessType),
            — conditionsNotCorrectOrRequestSequenceError: Fahrzeugeinheit ist zur Annahme einer PIN-Eingabe nicht bereit,
            — invalidKey: ungültige PIN, Zahl der zulässigen PIN-Prüfversuche jedoch nicht überschritten,
            — exceededNumberOfAttempts: ungültige PIN und Zahl der zulässigen PIN-Prüfversuche überschritten,
            — generalReject: richtige PIN, gegenseitige Authentisierung mit Werkstattkarte ist jedoch fehlgeschlagen.
            5.2.2 Nachrichtenformat — SecurityAccess — requestSeed
   CPR_040  Die Nachrichtenformate für die SecurityAccess requestSeed-Primitive sind in den folgenden Tabellen spezifiziert:
                                                                     Tabelle 18
                                                    Anforderungsnachricht SecurityAccess
                Byte-Nr.                            Parameterbezeichnung                          Hex-Wert         Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                     80                FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                          EE                TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                         tt                 SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                        02                 LEN
                  #5        Service Identifier für Anforderung SecurityAccess                        27                  SA
                  #6        accessType — requestSeed                                                7D              AT_RSD
                  #7        Prüfsumme                                                              00-FF                 CS
                                                                     Tabelle 19
                                       Nachricht Positive Response auf SecurityAccess requestSeed
                Byte-Nr.                            Parameterbezeichnung                          Hex-Wert         Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                     80                FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                          tt                TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                         EE                 SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                        04                 LEN
                  #5        Service Identifier für Positive Response auf SecurityAccess              67                SAPR
                  #6        accessType — requestSeed                                                7D              AT_RSD
                  #7        H-Seed                                                                 00-FF              SEEDH
                  #8        L-Seed                                                                 00-FF              SEEDL
                  #9        Prüfsumme                                                              00-FF                 CS
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 126 E/159
                                                                   Tabelle 20
                                            Nachricht Negative Response auf SecurityAccess
               Byte-Nr.                           Parameterbezeichnung                         Hex-Wert          Symbolform
                 #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                    80                FMT
                 #2       Zieladress-Byte                                                         tt                TGT
                 #3       Quelladress-Byte                                                        EE                 SRC
                 #4       Zusatzlängen-Byte                                                       03                 LEN
                 #5       Service Identifier für Negative Response                                7F                 NR
                 #6       Service Identifier für Anforderung SecurityAccess                       27                 SA1
                 #7       responseCode = [conditionsNotCorrectOrRequestSequenceError              22              RC_CNC
                                             incorrectMessageLength]                              13              RC_IML
                 #8       Prüfsumme                                                             00-FF                 CS
           5.2.3 Nachrichtenformat — SecurityAccess — sendKey
   CPR_041 Die Nachrichtenformate für die SecurityAccess sendKey-Primitive sind in den folgenden Tabellen spezifiziert:
                                                                   Tabelle 21
                                                   Nachricht SecurityAccess — sendKey
               Byte-Nr.                           Parameterbezeichnung                         Hex-Wert          Symbolform
                 #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                    80                FMT
                 #2       Zieladress-Byte                                                         EE                TGT
                 #3       Quelladress-Byte                                                        tt                 SRC
                 #4       Zusatzlängen-Byte                                                      m+2                 LEN
                 #5       Service Identifier für Anforderung SecurityAccess                       27                  SA
                 #6       accessType — sendKey                                                    7E               AT_SK
           #7 bis #m+6 Schlüssel 1 (H)                                                            xx                 KEY
                          ...                                                                    ...
                          Schlüssel m (N, m muss mindestens 4 und darf höchstens 8                xx
                          betragen)
                #m+7      Prüfsumme                                                             00-FF                 CS
                                                                   Tabelle 22
                                     Nachricht Positive Response auf SecurityAccess — sendKey
               Byte-Nr.                           Parameterbezeichnung                         Hex-Wert          Symbolform
                 #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                    80                FMT
                 #2       Zieladress-Byte                                                         tt                TGT
                 #3       Quelladress-Byte                                                        EE                 SRC
                 #4       Zusatzlängen-Byte                                                       03                 LEN
                 #5       Service Identifier für Positive Response auf SecurityAccess             67                SAPR
                 #6       accessType — sendKey                                                    7E               AT_SK
                 #7       Prüfsumme                                                             00-FF                 CS
 ---pagebreak--- C 126 E/160          DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
                                                                        Tabelle 23
                                                Nachricht Negative Response auf SecurityAccess
                Byte-Nr.                               Parameterbezeichnung                          Hex-Wert         Symbolform
                  #1          Format-Byte — Physische Adressierung                                      80               FMT
                  #2          Zieladress-Byte                                                            tt              TGT
                  #3          Quelladress-Byte                                                          EE               SRC
                  #4          Zusatzlängen-Byte                                                         03               LEN
                  #5          Service Identifier für Negative Response                                  7F                NR
                  #6          Service Identifier für Anforderung SecurityAccess                         27                SA
                  #7          ResponseCode = [generalReject                                             10              RC_GR
                                                 subFunctionNotSupported                                12             RC_SFNS
                                                 incorrectMessageLength                                 13             RC_IML
                                                 conditionsNotCorrectOrRequestSequenceError             22             RC_CNC
                                                 invalidKey                                             35              RC_IK
                                                 exceededNumberOfAttempts                               36             RC_ENA
                                                 requestCorrectlyReceived-ResponsePending]              78           RC_RCR_RP
                  #8          Prüfsumme                                                               00-FF               CS
            6. DATENÜBERTRAGUNGSDIENSTE
            Die zur Verfügung stehenden Dienste sind in nachstehender Tabelle aufgeführt:
                                                                        Tabelle 24
                                                              Datenübertragungsdienste
                 Dienstbezeichnung                                                 Beschreibung
            ReadDataByIdentifier          Client fordert an, dass der aktuelle Wert eines Datensatzes durch Zugriff von
                                          recordDataIdentifier übertragen wird
            WriteDataByIdentifier         Client fordert an, dass ein Datensatz von recordDataIdentifier geschrieben wird
            6.1 Der Dienst ReadDataByIdentifier
            6.1.1 Beschreibung der Nachricht
   CPR_050  Mit dem Dienst ReadDataByIdentifier fordert der Client vom Server die Übertragung von Datensatzwerten an, die mit
            durch einen RecordDataIdentifier gekennzeichnet sind. Der Fahrzeughersteller muss dafür sorgen, dass die Serverbedin-
            gungen zur Abwicklung dieses Dienstes erfüllt sind.
            6.1.2 Nachrichtenformat
   CPR_051  Die Nachrichtenformate für die ReadDataByIdentifier-Primitive sind in den folgenden Tabellen aufgeführt:
                                                                        Tabelle 25
                                                   Anforderungsnachricht ReadDataByIdentifier
                Byte-Nr.                               Parameterbezeichnung                          Hex-Wert         Symbolform
                  #1          Format-Byte — Physische Adressierung                                      80               FMT
                  #2          Zieladress-Byte                                                           EE               TGT
                  #3          Quelladress-Byte                                                           tt              SRC
                  #4          Zusatzlängen-Byte                                                         03               LEN
                  #5          Service Identifier für Anforderung ReadDataByIdentifier                   22               RDBI
              #6 bis #7       RecordDataIdentifier = [ein Wert aus Tabelle 28]                         xxxx            RDI_. . .
                  #8          Prüfsumme                                                               00-FF               CS
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 126 E/161
                                                                     Tabelle 26
                                           Nachricht Positive Response auf ReadDataByIdentifier
               Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                          Hex-Wert     Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                      80          FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                           tt          TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                          EE           SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                       m+3            LEN
                  #5        Service Identifier für Positive Response auf ReadDataByIdentifier         62         RDBIPR
             #6 bis #7      recordDataIdentifier = [gleicher Wert wie Byte 6 bis 7 in               xxxx         RDI_. . .
                                                     Tabelle 25]
            #8 bis #m+7 dataRecord[] = [data 1                                                        xx     DREC_DATA1
                                             :                                                         :             :
                                             data m]                                                  xx     DREC_DATAm
                #m+8        Prüfsumme                                                              00-FF            CS
                                                                     Tabelle 27
                                           Nachricht Negative Response auf ReadDataByIdentifier
               Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                          Hex-Wert     Symbolform
                  #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                      80          FMT
                  #2        Zieladress-Byte                                                           tt          TGT
                  #3        Quelladress-Byte                                                          EE           SRC
                  #4        Zusatzlängen-Byte                                                         03           LEN
                  #5        Service Identifier für Negative Response                                  7F           NR
                  #6        Service Identifier für Anforderung ReadDataByIdentifier                   22          RDBI
                  #7        ResponseCode = [requestOutOfRange                                         31       RC_ROOR
                                               incorrectMessageLength                                 13         RC_IML
                                               conditionsNotCorrect]                                  22        RC_CNC
                  #8        Prüfsumme                                                              00-FF            CS
           6.1.3 Parameterdefinition
   CPR_052 Der Parameter recordDataIdentifier (RDI_) in der Anforderungsnachricht ReadDataByIdentifier kennzeichnet einen Da-
           tensatz.
   CPR_053 Die hier definierten Werte für recordDataIdentifier sind der folgenden Tabelle aufgeführt.
           Die Tabelle recordDataIdentifier enthält 4 Spalten mit mehreren Zeilen.
           — Die 1. Spalte (Hex) enthält jeweils den hexadezimalen Wert für die in der 3. Spalte angeführte Anforderungsnach-
               richt recordDataIdentifier.
           — Die 2. Spalte (Datenelement) gibt zum jeweiligen recordDataIdentifier das Datenelement gemäß Anlage 1 an (ggf.
               Umkodierung erforderlich).
           — Die 3. Spalte (Beschreibung) enthält den dazugehörigen Namen des recordDataIdentifier.
           — Die 4. Spalte (Symbolform) gibt die Symbolschreibweise des jeweiligen recordDataIdentifier an.
 ---pagebreak--- C 126 E/162          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
                                                                      Tabelle 28
                                                 Definition der Werte für recordDataIdentifier
                                                                                  Beschreibung von recordDataIdentifier
               Hex                         Datenelement                                                                    Symbolform
                                                                                             (ISO 16844-7)
              F90B   CurrentDateTime                                                           TimeDate                      RDI_TD
              F912   HighResOdometer                                             HighResolutionTotalVehicleDistance       RDI_HRTVD
              F918   K-ConstantOfRecordingEquipme nt                                            Kfactor                      RDI_KF
             F91C    L-TyreCircumference                                              LfactorTyreCircumference               RDI_LF
             F91D W-VehicleCharacteristicConst ant                                   WvehicleCharacteristicFactor          RDI_WVCF
              F921   TyreSize                                                                   TyreSize                     RDI_TS
              F922   nextCalibrationDate                                                  NextCalibrationDate               RDI_NCD
             F92C    SpeedAuthorised                                                       SpeedAuthorised                   RDI_SA
             F97D vehicleRegistrationNation                                            RegisteringMemberState               RDI_RMS
              F97E   VehicleRegistrationNumber                                        VehicleRegistrationNumber             RDI_VRN
              F190   VehicleIdentificationNumber                                                  VIN                       RDI_VIN
   CPR_054  Der Parameter dataRecord (DREC_) dient der Nachricht Positive Response auf ReadDataByIdentifier dazu, dem Client
            (Prüfgerät) den durch die recordDataIdentifier gekennzeichneten Datensatz bereitzustellen. Die Datensatzformate werden
            in Abschnitt 8 definiert. Es können zusätzliche, vom Benutzer wählbare dataRecord-Werte, z. B. FE-abhängige Ein-
            gabedaten, interne Daten und Ausgabedaten integriert werden, diese werden jedoch hier nicht definiert.
            6.2 Der Dienst WriteDataByIdentifier
            6.2.1 Beschreibung der Nachricht
   CPR_056  Der Dienst WriteDataByIdentifier dient dem Client dazu, Datensatzwerte auf einen Server zu schreiben. Die Daten sind
            durch einen recordDataIdentifier gekennzeichnet. Der Fahrzeughersteller muss dafür sorgen, dass die Serverbedingungen
            zur Abwicklung dieses Dienstes erfüllt sind. Zur Aktualisierung der in Tabelle 28 aufgeführten Parameter muss sich die
            FE in der Betriebsart KALIBRIERUNG befinden.
            6.2.2 Nachrichtenformat
   CPR_057  Die Nachrichtenformate für die WriteDataByIdentifier-Primitive sind in den folgenden Tabellen aufgeführt:
                                                                      Tabelle 29
                                                 Anforderungsnachricht WriteDataByIdentifier
                Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                              Hex-Wert          Symbolform
                   #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                         80                 FMT
                   #2        Zieladress-Byte                                                              EE                 TGT
                   #3        Quelladress-Byte                                                              tt                SRC
                   #4        Zusatzlängen-Byte                                                           m+3                 LEN
                   #5        Service Identifier für Anforderung WriteDataByIdentifier                     2E                WDBI
               #6 bis #7     recordDataIdentifier = [ein Wert aus Tabelle 28]                            xxxx             RDI_. . .
             #8 bis #m+7 dataRecord[] = [data 1                                                           xx            DREC_DATA1
                                              :                                                             :                  :
                                              data m]                                                     xx            DREC_DATAm
                 #m+8        Prüfsumme                                                                   00-FF                CS
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/163
                                                                    Tabelle 30
                                         Nachricht Positive Response auf WriteDataByIdentifier
              Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                            Hex-Wert        Symbolform
                #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                       80              FMT
                #2         Zieladress-Byte                                                             tt             TGT
                #3         Quelladress-Byte                                                           EE              SRC
                #4         Zusatzlängen-Byte                                                          03              LEN
                #5         Service Identifier für Positive Response WriteDataByIdentifier             6E            WDBIPR
            #6 bis #7      recordDataIdentifier = [gleicher Wert wie Byte 6 bis 7 in                 xxxx           RDI_. . .
                                                   Tabelle 29]
               #m+8        Prüfsumme                                                                 00-FF             CS
                                                                    Tabelle 31
                                         Nachricht Negative Response auf WriteDataByIdentifier
              Byte-Nr.                             Parameterbezeichnung                            Hex-Wert        Symbolform
                #1         Format-Byte — Physische Adressierung                                       80              FMT
                #2         Zieladress-Byte                                                             tt             TGT
                #3         Quelladress-Byte                                                           EE              SRC
                #4         Zusatzlängen-Byte                                                          03              LEN
                #5         Service Identifier für Negative Response                                   7F               NR
                #6         Service Identifier für Anforderung WriteDataByIdentifier                   2E             WBDI
                #7         ResponseCode = [requestOutOfRange                                          31           RC_ROOR
                                              incorrectMessageLength                                  13            RC_IML
                                              conditionsNotCorrect]                                   22            RC_CNC
                #8         Prüfsumme                                                                 00-FF             CS
          6.2.3 Parameterdefinition
          Der Parameter recordDataIdentifier (RDI_) ist in Tabelle 28 definiert.
          Der Parameter dataRecord (DREC_) dient der Aufforderungsnachricht WriteDataByIdentifier dazu, dem Server (FE) den
          durch die recordDataIdentifier gekennzeichneten Datensatzwerte bereitzustellen. Die Datensatzformate werden in Ab-
          schnitt 8 definiert.
          7. PRÜFIMPULSSTEUERUNG — FUNKTIONSEINHEIT EINGABE/AUSGABE-STEUERUNG
          Die zur Verfügung stehenden Dienste sind in nachstehender Tabelle aufgeführt:
                                                                    Tabelle 32
                                                Funktionseinheit Eingabe/Ausgabe-Steuerung
                         Dienstbezeichnung                                              Beschreibung
          InputOutputControlByIdentifier                   Der Client fordert die Steuerung einer speziellen Eingabe/Ausgabe für
                                                           den Server an
          7.1 Der Dienst InputOutputControlByIdentifier
          7.1.1 Beschreibung der Nachricht
          Über einen der Steckanschlüsse an der Vorderseite ist es möglich, Prüfimpulse mit einem geeigneten Prüfgerät zu steuern
          bzw. zu überwachen.
 ---pagebreak--- C 126 E/164          DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28.5.2002
   CPR_058  Diese Kalibrierungs-E/A-Signalleitung ist mit einem K-Leitungsbefehl konfigurierbar, wobei mit dem Dienst InputOut-
            putControlByIdentifier die für die Leitung gewünschte Eingabe- bzw. Ausgabefunktion gewählt wird. Es gibt folgende
            Leitungszustände:
            — deaktiviert,
            — speedSignalInput: über die Kalibrierungs-E/A-Signalleitung wird ein Geschwindigkeitssignal (Testsignal) eingegeben,
                 das das Geschwindigkeitssignal des Weg- und Geschwindigkeitsgebers ersetzt,
            — realTimeSpeedSignalOutputSensor: über die Kalibrierungs-E/A-Signalleitung wird das Geschwindigkeitssignal des
                 Weg- und Geschwindigkeitsgebers ausgegeben,
            — RTCOutput: über die Kalibrierungs-E/A-Signalleitung wird das UTC-Zeitsignal ausgegeben.
   CPR_059  Um den Leitungsstatus zu konfigurieren, muss sich die Fahrzeugeinheit in einem Einstellvorgang befinden und in die
            Betriebsart KALIBRIERUNG gesetzt sein. Bei Verlassen des Einstellvorgangs bzw. der Betriebsart KALIBRIERUNG muss
            die Fahrzeugeinheit die Rückkehr der E/A-Signalleitung in den Status ,deaktiviert‘ (Standardzustand) gewährleisten.
   CPR_060  Treffen an der Echtzeit-Eingabeleitung für Geschwindigkeitssignale der FE Geschwindigkeitsimpulse ein, während die
            E/A-Signalleitung auf Eingabe gesetzt ist, muss die E/A-Signalleitung auf Ausgabe gesetzt werden oder in den deakti-
            vierten Zustand zurückkehren.
   CPR_061  Der Ablauf muss wie folgt sein:
            — Aufbau der Verbindung durch den Dienst StartCommunication
            — Einleiten eines Einstellvorgangs durch den Dienst StartDiagnosticSession und Eintritt in die Betriebsart KALIBRIE-
                 RUNG (die Reihenfolge dieser beiden Vorgänge ist nicht von Bedeutung).
            — Änderung des Ausgabestatus durch den Dienst InputOutputControlByIdentifier.
            7.1.2 Nachrichtenformat
   CPR_062  Die Nachrichtenformate für die InputOutputControlByIdentifier-Primitive sind in den folgenden Tabellen spezifiziert:
                                                                         Tabelle 33
                                            Anforderungsnachricht InputOutputControlByIdentifier
                Byte-Nr.                                Parameterbezeichnung                       Hex-Wert         Symbolform
                   #1        Format-Byte — Physische Adressierung                                     80                FMT
                   #2        Zieladress-Byte                                                          EE                TGT
                   #3        Quelladress-Byte                                                          tt               SRC
                   #4        Zusatzlängen-Byte                                                        xx                LEN
                   #5        Service Identifier für Anforderung                                       30               IOCBI
                             InputOutputControlByIdentifier
              #6 bis #7      InputOutputIdentifier = [CalibrationInputOutput]                        F960             IOI_CIO
                #8 oder      ControlOptionRecord = [                                                                 COR_. . .
               #8 bis #9
                                                           inputOutputControlParameter — ein          xx             IOCP_. . .
                                                           Wert aus Tabelle 36
                                                           controlState — ein Wert aus Tabelle 37     xx               CS_. . .
                                                           (siehe Hinweis unten)]
             #9 oder #10 Prüfsumme                                                                   00-FF               CS
            Hinweis: Der Parameter controlState liegt nur in bestimmten Fällen vor (siehe 7.1.3).
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            C 126 E/165
                                                                   Tabelle 34
                                  Nachricht Positive Response auf InputOutputControlByIdentifier
               Byte-Nr.                           Parameterbezeichnung                         Hex-Wert Symbolform
                 #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                   80         FMT
                 #2       Zieladress-Byte                                                          tt       TGT
                 #3       Quelladress-Byte                                                        EE        SRC
                 #4       Zusatzlängen-Byte                                                      04         LEN
                 #5       Service Identifier für Positive Response auf                            6F     IOCBIPR
                          inputOutputControlByIdentifier
             #6 bis #7    inputOutputIdentifier = [CalibrationInputOutput]                      F960      IOI_CIO
             #7 bis #8    controlStatus = [                                                       xx       CSR_
                                           inputOutputControlParameter (gleicher Wert wie         xx     IOCP_. . .
                                           Byte 8 in Tabelle 33)
                                           controlState (gleicher Wert wie Byte 9 in              xx       CS_. . .
                                           Tabelle 33)]
                 #9       Prüfsumme                                                             00-FF        CS
                                                                   Tabelle 35
                                  Nachricht Negative Response auf InputOutputControlByIdentifier
               Byte-Nr.                           Parameterbezeichnung                         Hex-Wert Symbolform
                 #1       Format-Byte — Physische Adressierung                                   80         FMT
                 #2       Zieladress-Byte                                                          tt       TGT
                 #3       Quelladress-Byte                                                        EE        SRC
                 #4       Zusatzlängen-Byte                                                      03         LEN
                 #5       Service Identifier für Negative Response                                7F         NR
                 #6       Service Identifier für Anforderung                                      2F       IOCBI
                          inputOutputControlByIdentifier
                 #7       responseCode = [
                                             incorrectMessageLength                              13       RC_IML
                                             conditionsNotCorrect                                22      RC_CNC
                                             requestOutOfRange                                   31     RC_ROOR
                                             deviceControlLimitsExceeded]                        7A      RC_DCLE
                 #8       Prüfsumme                                                             00-FF        CS
           7.1.3 Parameterdefinition
   CPR_064 Der Parameter inputOutputControlParameter (IOCP_) ist in folgender Tabelle beschrieben:
 ---pagebreak--- C 126 E/166          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
                                                                    Tabelle 36
                                          Definition der Werte für inputOutputControlParameter
                    Hex                                            Beschreibung                                      Symbolform
                     00         ReturnControlToECU                                                                    RCTECU
                                Dieser Wert zeigt dem Server (FE) an, dass das Prüfgerät die Steuerung der
                                Kalibrierungs-E/A-Signalleitung beendet hat.
                     01         ResetToDefault                                                                          RTD
                                Dieser Wert zeigt dem Server (FE) die Anforderung an, den Status der Kalibrie-
                                rungs-E/A-Signalleitung in den Standardstatus zurückzusetzen.
                     03         ShortTermAdjustment                                                                     STA
                                Dieser Wert zeigt dem Server (FE) die Anforderung an, die Kalibrierungs-
                                E/A-Signalleitung auf den im Parameter controlState enthaltenen Wert einzustel-
                                len.
   CPR_065  Der Parameter controlState liegt nur vor, wenn der inputOutputControlParameter auf ShortTermAdjustment gesetzt ist;
            folgende Werte sind möglich:
                                                                    Tabelle 37
                                                  Beschreibung der Werte für controlState
                 Betriebsart         Hex-Wert                                        Beschreibung
                Deaktiviert            00          E/A-Leitung deaktiviert (Ausgangszustand)
                 Aktiviert             01          Kalibrierungs-E/A-Leitung als speedSignalInput aktiviert
                 Aktiviert             02          Kalibrierungs-E/A-Leitung als realTimeSpeedSignalOutputSensor aktiviert
                 Aktiviert             03          Kalibrierungs-E/A-Leitung als RTCOutput aktiviert
            8. DATENSATZFORMATE
            Dieser Abschnitt enthält:
            — allgemeine Regeln für die Parameter, die von der Fahrzeugeinheit zum Prüfgerät übertragen werden,
            — die Beschreibung der Formate für die in Abschnitt 6 erläuterten Datenübertragungsdienste.
   CPR_067  Alle hier angegebenen Parameter müssen von der FE unterstützt werden.
   CPR_068  Von der FE an das Prüfgerät aufgrund einer Anforderungsnachricht übertragene Daten müssen dem jeweiligen Messtyp
            entsprechen (d. h. dem aktuellen Wert des angeforderten Parameters, wie ihn die FE gemessen oder vorgegeben hat).
            8.1 Wertebereiche der übertragenen Parameter
   CPR_069  Tabelle 38 enthält die Wertebereiche, mit deren Hilfe die Gültigkeit der übermittelten Parameter festgestellt wird.
   CPR_070  Mit den Werten im Bereich ,Errorindikator‘ kann die Fahrzeugeinheit sofort mitteilen, dass aufgrund eines Fehlers im
            Kontrollgerät derzeit keine gültigen Werte vorhanden sind.
   CPR_071  Mit den Werten im Bereich ,Nicht verfügbar‘ kann die Fahrzeugeinheit eine Nachricht übermitteln, die einen in diesem
            Modul nicht verfügbaren oder nicht unterstützten Parameter enthält. Die Werte im Bereich ,Nicht angefordert‘ ermög-
            lichen es der Fahrzeugeinheit eine Befehlsnachricht zu übermitteln und die Parameter anzugeben, für die es vom anderen
            Gerät keine Antwort erwartet.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                C 126 E/167
   CPR_072 Können wegen eines defekten Bauteils keine gültigen Daten für einen Parameter übermittelt werden, sollte mit dem in
           Tabelle 38 angegebenen Fehlerindikator anstelle von Daten für den angeforderten Parameter geantwortet werden. Wenn
           die gemessenen oder errechneten Daten Werte annehmen, die zwar gültig sind, aber außerhalb des festgelegten Werte-
           bereichs für diesen Parameter liegen, ist der Fehlerindikator jedoch nicht zu verwenden. In diesem Fall sollte der jeweilige
           Mindest- oder Höchstwert für diesen Parameter übertragen werden.
                                                                      Tabelle 38
                                                        Wertebereiche der dataRecords
                                                    1 Byte            2 Bytes                     4 Byte
                    Wertebereichsname                                                                                        ASCII
                                                 (Hex-Wert)         (Hex-Wert)                  (Hex-Wert)
           Gültiges Signal                      00 bis FA        0000 bis FAFF          00000000 bis FAFFFFFF             1 bis 254
           Parameterspezifischer Indikator           FB          FB00 bis FBFF           FB000000 bis FBFFFFFF              keiner
           Reserviert für künftige              FC bis FD        FC00 bis FDFF           FC000000 bis FDFFFFFF              keiner
           Indikatorbits
           Fehlerindikator                           FE           FE00 bis FEFF          FE000000 bis FEFFFFFF                  0
           Nicht verfügbar oder nicht                FF           FF00 bis FFFF          FF000000 bis FFFFFFFF                 FF
           angefordert
   CPR_073 Bei den in ASCII dargestellten Parametern ist der Stern ,*‘ als Trennzeichen reserviert.
           8.2 dataRecords-Formate
           In Tabelle 39 bis Tabelle 42 sind die Datensatzformate für die Dienste ReadDataByIdentifier und WriteDataByIdentifier
           angegeben.
   CPR_074 In Tabelle 39 sind die Länge, die Auflösung und der Betriebsbereich für jeden durch seinen recordDataIdentifier
           gekennzeichneten Parameter aufgeführt:
                                                                      Tabelle 39
                                                               dataRecords-Formate
                                                     Datenlänge
                         Parametername                                            Auflösung                       Betriebsbereich
                                                        (Byte)
           TimeDate                                       8                                  siehe Tabelle 40
           HighResolutionTotalVehicleDistance             4                   Zuwachs 5 m/Bit,              0 bis + 21 055 406 km
                                                                             Ausgangswert 0 m
           Kfactor                                        2           Zuwachs 0,001 Impulse/m/Bit,            0 bis 64,255 pulse/m
                                                                               Ausgangswert 0
           LfactorTyreCircumference                       2            Zuwachs 0,125 10-3 m/Bit,                 0 bis 8 031 m
                                                                               Ausgangswert 0
           WvehicleCharacteristicFactor                   2           Zuwachs 0,001 Impulse/m/Bit,          0 bis 64,255 Impulse/m
                                                                               Ausgangswert 0
           TyreSize                                      15                        ASCII                              ASCII
           NextCalibrationDate                            3                                  siehe Tabelle 41
           SpeedAuthorised                                2             Zuwachs 1/256 km/h/Bit,               0 bis 250 996 km/h
                                                                               Ausgangswert 0
           RegisteringMemberState                         3                        ASCII                              ASCII
           VehicleRegistrationNumber                     14                                  siehe Tabelle 42
           VIN                                           17                        ASCII                              ASCII
 ---pagebreak--- C 126 E/168          DE                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                      28.5.2002
   CPR_075  Tabelle 40 enthält die Formate der verschiedenen Bytes für den Parameter TimeDate:
                                                                          Tabelle 40
                             Ausführliches Format des Parameters TimeDate (recordDataIdentifier-Wert F00B)
                Byte                 Parameterdefinition                              Auflösung                            Betriebsbereich
                 1        Sekunden                                             Zuwachs 0,25 s/bit,                         0 bis 59,75 s
                                                                                 Ausgangswert 0 s
                 2        Minuten                                               Zuwachs 1 min/bit,                         0 bis 59 min
                                                                               Ausgangswert 0 min
                 3        Stunden                                         Zuwachs 1 h/bit, Zuwachs 0 h                      0 bis 23 h
                 4        Monat                                               Zuwachs 1 Monat/bit,                      1 bis 12 Monate
                                                                             Ausgangswert 0 Monate
                 5        Tag                                                 Zuwachs 0,25 Tag/bit,                   0,25 bis 31,75 Tage
                                                                       Ausgangswert 0 Tage (siehe Hinweis
                                                                                 unter Tabelle 41)
                 6        Jahr                                                  Zuwachs 1 Jahr/bit,                  1985 bis 2235 Jahre
                                                                        Ausgangswert +1985 Jahre (siehe
                                                                            Hinweis unter Tabelle 41)
                 7        Lokaler Ausgangswert Minuten                          Zuwachs 1 min/bit,                      – 59 bis 59 min
                                                                             Ausgangswert – 125 min
                 8        Lokaler Ausgangswert Stunden                            Zuwachs 1 h/bit,                       – 23 bis + 23 h
                                                                              Ausgangswert – 125 h
   CPR_076  Tabelle 41 enthält die Formate der verschiedenen Bytes für den Parameter NextCalibrationDate:
                                                                          Tabelle 41
                       Ausführliches Format des Parameters NextCalibrationDate (recordDataIdentifier-Wert F022)
                Byte                 Parameterdefinition                              Auflösung                            Betriebsbereich
                 1        Monat                                               Zuwachs 1 Monat/bit,                      1 bis 12 Monate
                                                                             Ausgangswert 0 Monate
                 2        Tag                                                 Zuwachs 0,25 Tage/bit,                  0,25 bis 31,75 Tage
                                                                       Ausgangswert 0 Tage (siehe Hinweis
                                                                                       unten)
                 3        Jahr                                                  Zuwachs 1 Jahr/bit,                  1985 bis 2235 Jahre
                                                                        Ausgangswert +1985 Jahre (siehe
                                                                                   Hinweis unten)
            Hinweis zur Verwendung des ,Tag‘-Parameters:
            1. Der Datumswert 0 ist ungültig. Die Werte 1, 2, 3 und 4 kennzeichnen den ersten Tag des Monats; die Werte 5, 6, 7 und 8 kennzeichnen
               den zweiten Tag des Monats usw.
            2. Dieser Parameter hat keinen Einfluss auf den Stundenparameter oben.
            Hinweis zur Verwendung des Jahr-Parameterbits:
            Der Wert 0 für das Jahr kennzeichnet das Jahr 1985; der Wert 1 das Jahr 1986 usw.
   CPR_078  Tabelle 42 enthält die Formate der verschiedenen Bytes für den Parameter VehicleRegistrationNumber:
                                                                          Tabelle 42
                  Ausführliches Format des Parameters VehicleRegistrationNumber (recordDataIdentifier-Wert F07E)
                Byte                 Parameterdefinition                              Auflösung                            Betriebsbereich
                 1        Codeseite (entsprechend Anhang 1)                            ASCII                                01 bis 0A
             2 bis 14     amtliches Kennzeichen           (entspre-                    ASCII                                    ASCII
                          chend Anhang 1)
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/169
                                                                   Anlage 9
           BAUARTGENEHMIGUNG — MINDESTANFORDERUNGEN AN DIE DURCHZUFÜHRENDEN PRÜFUNGEN
          1. EINLEITUNG
          1.1 Bauartgenehmigung
          Die EWG-Bauartgenehmigung von Kontrollgeräten (oder deren Komponenten) oder einer Fahrtenschreiberkarte beruht
          auf:
          — einer Sicherheitszertifizierung durch eine ITSEC-Stelle anhand einer Sicherheitsvorgabe in völliger Übereinstimmung
               mit Anlage 10 dieses Anhangs,
          — einer Funktionszertifizierung durch die Behörde eines Mitgliedstaates, mit der bestätigt wird, dass das geprüfte Teil
               hinsichtlich der ausgeführten Funktionen, der Messgenauigkeit und der Umwelteigenschaften die Anforderungen
               dieses Anhangs erfüllt,
          — einer Interoperabilitätszertifizierung durch die zuständige Stelle, mit der bestätigt wird, dass das Kontrollgerät (oder
               die Fahrtenschreiberkarte) mit dem erforderlichen Muster der Fahrtenschreiberkarte (bzw. des Kontrollgeräts) (siehe
               Kapitel VIII in diesem Anhang) uneingeschränkt interoperabel ist.
          In dieser Anlage ist in Form von Mindestanforderungen festgelegt, welche Prüfungen eine Behörde der Mitgliedstaaten
          während der Funktionsprüfungen und welche Prüfungen eine zuständige Stelle während der Interoperabilitätsprüfungen
          durchführen muss. Die Verfahren zur Durchführung der Prüfungen bzw. die Art der Prüfungen werden nicht weiter
          spezifiziert.
          Die Aspekte der Sicherheitszertifizierung sind in dieser Anlage nicht enthalten. Werden bestimmte Prüfungen bereits für
          die Bauartgenehmigung im Rahmen des Verfahrens zur Sicherheitsbewertung und -zertifizierung durchgeführt, so
          brauchen diese Prüfungen nicht wiederholt zu werden. In diesem Fall sind lediglich die Ergebnisse dieser Sicherheits-
          prüfungen nachzuprüfen. Zu Informationszwecken sind in dieser Anlage Anforderungen, bei denen während der Sicher-
          heitszertifizierung die Durchführung einer Prüfung erwartet wird (oder die mit durchzuführenden Prüfungen in einem
          engen Verhältnis stehen), mit einem ,*‘ gekennzeichnet.
          In dieser Anlage wird die Bauartgenehmigung für den Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers getrennt von der für die
          Fahrzeugeinheit betrachtet, da es sich dabei um Komponenten des Kontrollgeräts handelt. Da Interoperabilität nicht
          zwischen sämtlichen Modellen von Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebern und Fahrzeugeinheiten erforderlich ist, kann
          die Bauartgenehmigung für einen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber nur in Verbindung mit der Bauartgenehmigung
          für eine Fahrzeugeinheit und umgekehrt erteilt werden.
          1.2 Referenzdokumente
          Referenzdokumente zu dieser Anlage:
          IEC 68-2-1            Environmental testing — Part 2: Tests — Tests A: Cold. 1990 + Amendment 2: 1994.
          IEC 68-2-2            Environmental testing — Part 2: Tests — Tests B: Dry heat. 1974 + Amendment 2: 1994.
          IEC 68-2-6            Basic environmental testing procedures — Test methods — Test Fc and guidance: Vibrations
                                (sinusoidal). 6th edition: 1985.
          IEC 68-2-14           Basic environmental testing procedures — Test methods — Test N: Change of temperature. Modi-
                                fication 1: 1986.
          IEC 68-2-27           Basic environmental testing procedures — Test methods — Test Ea and guidance: Shock. Edition 3:
                                1987.
          IEC 68-2-30           Basic environmental testing procedures — Test methods — Test Db and guidance: Damp heat,
                                cyclic (12 + 12 — hour cycle). Modification 1: 1985.
          IEC 68-2-35           Basic environmental testing procedure — Test methods — Test Fda: Random Vibrations wide band
                                — Reproducibility High. Modification 1: 1983.
          IEC 529               Degrees of protection provided by enclosures (IP code). Edition 2: 1989.
          IEC 61000-4-2         Electromagnetic Compatibility (EMC) — Testing and measurement techniques — Electrostatic disch-
                                arge immunity test: 1995/Amendment 1: 1998
          ISO 7637-1            Road vehicles — Electrical disturbance by conduction and coupling — Part 1: Passenger cars and
                                light commercial vehicles with nominal 12 V supply voltage — Electrical transient conduction along
                                supply lines only. Edition 2: 1990. (Straßenfahrzeuge; Elektrische Störungen durch Leitung und
                                Kopplung; Teil 1: Personenkraftwagen und leichte Nutzkraftwagen mit 12-V-Bordnetzen — Lei-
                                tungsgeführte Störgrößen auf Versorgungsleitungen)
 ---pagebreak--- C 126 E/170         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            ISO 7637-2         Road vehicles — Electrical disturbance by conduction and coupling — Part 2: Commercial vehicles
                               with nominal 24 V supply voltage — Electrical transient conduction along supply lines only. First
                               edition: 1990. (Straßenfahrzeuge; Elektrische Störungen durch Leitung und Kopplung; Teil 2: Nutz-
                               kraftwagen mit 24-V-Bordnetzen; Leitungsgeführte Störgrößen auf Versorgungsleitungen)
            ISO 7637-3         Road vehicles — Electrical disturbance by conduction and coupling — Part 3: Vehicles with 12 V or
                               24 V supply voltage — Electrical transient transmission by capacitive and inductive coupling via
                               lines other than supply lines. First Edition: 1995 + Cor 1: 1995. (Straßenfahrzeuge — Elektrische
                               Störungen durch Leitung und Kopplung — Teil 3: Fahrzeuge mit 12 V oder 24 V Nenn-Versor-
                               gungsspannung — Kapazitiv und induktiv gekoppelte Störungen auf andere als Versorgungsleitun-
                               gen)
            ISO/IEC 7816-1     Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 1: Physical characteristics.
                               First edition: 1998. (Identifikationskarten — Integrierte Schaltungen mit Kontakten — Teil 1: Phy-
                               sikalische Eigenschaften)
            ISO/IEC 7816-2     Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 2:
                               Dimensions and location of the contacts. First edition: 1999. (Informationstechnik — Identifikations-
                               karten — Integrierte Schaltungen mit Kontakten — Teil 2: Abmessungen und Lage der Kontakte)
            ISO/IEC 7816-3     Information technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with contacts — Part 3:
                               Electronic signals and transmission protocol. Edition 2: 1997. (Informationstechnik — Identifika-
                               tionskarten — Chipkarten mit Kontakten — Teil 3: Elektronische Eigenschaften und Übertragungs-
                               protokolle)
            ISO/IEC 10373      Identification cards — Test methods. First edition: 1993. (Identifikationskarten — Prüfverfahren)
            2. FUNKTIONSPRÜFUNGEN AN DER FAHRZEUGEINHEIT
                                                                                                                  Anforderungsent-
                Nr.              Prüfung                                     Beschreibung
                                                                                                                     sprechung
            1.         Administrative Prüfung
            1.1        Dokumentation                Richtigkeit der Dokumentation
            1.2        Prüfergebnisse des           Ergebnisse der beim Einbau vom Hersteller durchgeführten      070, 071, 073
                       Herstellers                  Prüfung. Nachweis auf Papier
            2.         Sichtprüfung
            2.1        Übereinstimmung mit der Dokumentation
            2.2        Kennung/Markierungen                                                                       168, 169
            2.3        Werkstoffe                                                                                 163 bis 167
            2.4        Versiegelung                                                                               251
            2.5        Externe Schnittstellen
            3.         Funktionsprüfungen
            3.1        Mögliche Funktionen                                                                        002, 004, 244
            3.2        Betriebsarten                                                                              006*, 007*,
                                                                                                                  008*, 009*, 106,
                                                                                                                  107
            3.3        Funktionen und Datenzugriffsrechte                                                         010*, 011*, 240,
                                                                                                                  246, 247
            3.4        Überwachung des Einsteckens und Entnehmens der Karten                                      013, 014, 015*,
                                                                                                                  016*, 106
            3.5        Geschwindigkeits- und Wegstreckenmessung                                                   017 bis 026
            3.6        Zeitmessung (Prüfung bei 20 °C)                                                            027 bis 032
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                   C 126 E/171
                                                                                       Anforderungsent-
              Nr.              Prüfung                               Beschreibung
                                                                                           sprechung
          3.7        Überwachung der Fahrertätigkeiten                                 033 bis 043,
                                                                                       106
          3.8        Überwachung des Status der Fahrzeugführung                        044, 045, 106
          3.9        Manuelle Eingabe durch die Fahrer                                 046 bis 050b
          3.10       Verwaltung der Unternehmenssperren                                051 bis 055
          3.11       Überwachung von Kontrollaktivitäten                               056, 057
          3.12       Feststellung von Ereignissen und Störungen                        059 bis 069,
                                                                                       106
          3.13       Kenndaten der Fahrzeugeinheit                                     075*, 076*, 079
          3.14       Einsteck- und Entnahmedaten der Fahrerkarte                       081* bis 083*
          3.15       Fahrertätigkeitsdaten                                             084* bis 086*
          3.16       Ort des Arbeitstagsbeginns und -endes                             087* bis 089*
          3.17       Kilometerstandsdaten                                              090* bis 092*
          3.18       Detaillierte Geschwindigkeitsdaten                                093*
          3.19       Ereignisdaten                                                     094*, 095
          3.20       Störungsdaten                                                     096*
          3.21       Kalibrierungsdaten                                                097*, 098*
          3.22       Zeiteinstellungsdaten                                             100*, 101*
          3.23       Kontrolldaten                                                     102*, 103*
          3.24       Unternehmenssperredaten                                           104*
          3.25       Erfassen des Herunterladens                                       105*
          3.26       Daten zu spezifischen Bedingungen                                 105a*, 105b*
          3.27       Aufzeichnung und Speicherung von Daten auf Fahrtenschreiberkarten 108, 109*,
                                                                                       109a*, 110*,
                                                                                       111, 112
          3.28       Anzeige                                                           072, 106, 113
                                                                                       bis 128,
                                                                                       PIC_001,
                                                                                       DIS_001
          3.29       Drucken                                                           072, 106, 129
                                                                                       bis 138,
                                                                                       PIC_001,
                                                                                       PRT_001 bis
                                                                                       PRT_012
          3.30       Warnung                                                           106, 139 bis
                                                                                       148, PIC_001
          3.31       Herunterladen von Daten auf externe Datenträger                   072, 106, 149
                                                                                       bis 151
          3.32       Datenausgabe an zusätzliche externe Geräte                        152, 153
          3.33       Kalibrierung                                                      154*, 155*,
                                                                                       156*, 245
          3.34       Zeiteinstellung                                                   157*, 158*
          3.35       Störungsfreiheit zusätzlicher Funktionen                          003, 269
 ---pagebreak--- C 126 E/172         DE                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
                                                                                                              Anforderungsent-
                Nr.             Prüfung                                Beschreibung
                                                                                                                 sprechung
            4.         Umweltprüfungen
            4.1        Temperatur             Funktionsprüfung anhand:                                        159
                                              — IEC 68-2-1, Prüfung Ad, Prüfdauer 72 Std. bei Mindest-
                                                  temperatur (– 20 °C), 1 Std. Betrieb, 1 Std. außer Betrieb,
                                              — IEC 68-2-2, Prüfung Bd, Prüfdauer 72 Std. bei Höchst-
                                                  temperatur (+ 70 °C), 1 Std. Betrieb, 1 Std. außer Betrieb
                                              Temperaturzyklen: IEC 68-2-14 Prüfung Na, zum Nachweis,
                                              dass Fahrzeugeinheit einem raschen Wechsel der Umge-
                                              bungstemperatur standhält, 20 Zyklen, jeweils mit einem
                                              Temperaturwechsel zwischen Mindest- (– 20 °C) und
                                              Höchsttemperatur (+ 70 °C) und jeweils 2 Std. Verweilzeit
                                              bei Mindest- und Höchsttemperatur
                                              In Bezug auf Mindest- und Höchsttemperatur sowie wäh-
                                              rend der Temperaturzyklen ist (für die in Abschnitt 3 dieser
                                              Tabelle aufgeführten Prüfungen) eine geringere Anzahl an
                                              Prüfungen zulässig
            4.2        Luftfeuchtigkeit       IEC 68-2-30, Prüfung Db, zum Nachweis, dass die Fahr-           160
                                              zeugeinheit einer zyklischen Feuchtigkeitsprüfung (Wär-
                                              meprüfung) von sechs 24-Std.-Zyklen jeweils mit einer
                                              Temperaturänderung von + 25 °C bis + 55 °C und einer
                                              relativen Luftfeuchtigkeit von 97 % bei + 25 °C bzw. ent-
                                              sprechend 93 % bei + 55 °C standhält
            4.3        Schwingungen           1. Sinusschwingungen:                                           163
                                                  Nachweis, dass Fahrzeugeinheit Sinusschwingungen mit
                                                  folgenden Merkmalen standhält:
                                                  konstante Verschiebung zwischen 5 und 11 Hz: max.
                                                  10 mm
                                                  konstante Beschleunigung zwischen 11 und 300 Hz: 5 g
                                                  Nachweis nach IEC 68-2-6, Prüfung Fc, mit Mindest-
                                                  prüfdauer von 3 × 12 Std. (12 Std. je Achse)
                                              2. Zufallsschwingungen:
                                                  Nachweis, dass Fahrzeugeinheit Zufallsschwingungen
                                                  mit folgenden Merkmalen standhält:
                                                  Frequenz 5—150 Hz, Ebene 0,02 g2/Hz
                                                  Nachweis nach IEC 68-2-35, Prüfung Ffda, mit Mindest-
                                                  prüfdauer von 3 × 12 Std. (12 Std. je Achse), 1 Std. in
                                                  Betrieb, 1 Std. außer Betrieb
                                              Diese beiden Prüfungen werden an zwei unterschiedlichen
                                              Proben des zu prüfenden Gerätetyps durchgeführt
            4.4        Schutz vor Wasser und  Nachweis, dass Schutzgrad der Fahrzeugeinheit in eingebau-      164, 165
                       Fremdkörpern           tem Zustand in einem Fahrzeug unter Betriebsbedingungen
                                              nach IEC 529 mindestens IP 40 beträgt
            4.5        Überspannungsschutz    Nachweis, dass die Fahrzeugeinheit folgende Versorgungs-        161
                                              spannungen aushält:
                                              24-V-Modelle: 34 V bei + 40 °C 1 Std.
                                              12-V-Modelle: 17 V bei + 40 °C 1 Std.
            4.6        Falschpolungsschutz    Nachweis, dass die Fahrzeugeinheit einer Umkehrung der          161
                                              Polarität der Stromversorgung standhält
            4.7        Kurzschlussschutz      Nachweis, dass für Eingangs-/Ausgangssignale Schutz vor         161
                                              Kurzschluss der Stromversorgung und vor Erdschluss be-
                                              steht
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/173
                                                                                                          Anforderungsent-
              Nr.             Prüfung                                 Beschreibung
                                                                                                             sprechung
          5.         EMV-Prüfungen
          5.1        Störaussendung und       Einhaltung der Richtlinie 95/54/EWG                         162
                     Störanfälligkeit
          5.2        Elektrostatische         Einhaltung von IEC 61000-4-2, ± 2 kV (Stufe 1)              162
                     Entladung
          5.3        Leitungsgeführte         Bei 24-V-Modellen: Einhaltung von ISO 7637-2                162
                     Störgrößen auf
                     Versorgungsleitungen     Impuls 1a: Vs = – 100 V, Ri = 10 Ohm
                                              Impuls 2: Vs = + 100 V, Ri = 10 Ohm
                                              Impuls 3a: Vs = – 100 V, Ri = 50 Ohm
                                              Impuls 3b: Vs = + 100 V, Ri = 50 Ohm
                                              Impuls 4: Vs = – 16 V, Va = – 12 V, t6=100 ms
                                              Impuls 5: Vs = + 120 V, Ri = 2,2 Ohm, td = 250 ms
                                              Bei 12-V-Modellen: Einhaltung von ISO 7637-1
                                              Impuls 1: Vs = – 100 V, Ri = 10 Ohm
                                              Impuls 2: Vs = + 100 V, Ri = 10 Ohm
                                              Impuls 3a: Vs = – 100 V, Ri = 50 Ohm
                                              Impuls 3b: Vs = + 100 V, Ri = 50 Ohm
                                              Impuls 4: Vs = – 6 V, Va = – 5 V, t6 = 15 ms
                                              Impuls 5: Vs = + 65 V, Ri = 3 Ohm, td = 100 ms
                                              Impuls 5 ist nur in Fahrzeugeinheiten zu prüfen, die in
                                              Fahrzeugen installiert werden sollen, für die keine gemein-
                                              same externe Blindlast vorgesehen ist
          3. FUNKTIONSPRÜFUNGEN AM WEG- UND/ODER GESCHWINDIGKEITSGEBER
                                                                                                          Anforderungsent-
              Nr.             Prüfung                                 Beschreibung
                                                                                                             sprechung
          1.         Administrative Prüfung
          1.1        Dokumentation            Richtigkeit der Dokumentation
          2.         Sichtprüfung
          2.1        Übereinstimmung mit der Dokumentation
          2.2        Kennung/Markierungen                                                                 169, 170
          2.3        Werkstoffe                                                                           163 bis 167
          2.4        Versiegelung                                                                         251
          3.         Funktionsprüfungen
          3.1        Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers                                   077*
          3.2        Koppelung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers mit der Fahrzeugeinheit           099*, 155
          3.3        Messung Wegstrecke/Geschwindigkeit
                     Messgenauigkeit Wegstrecke/Geschwindigkeit                                           022 bis 026
 ---pagebreak--- C 126 E/174         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        28.5.2002
                                                                                                               Anforderungsent-
                Nr.              Prüfung                                  Beschreibung
                                                                                                                  sprechung
            4.         Umweltprüfungen
            4.1        Betriebstemperatur         Prüfung der Funktionstüchtigkeit (entsprechend Festlegung    159
                                                  in Prüfung Nr. 3.3) im Temperaturbereich [– 40 °C;
                                                  + 135 °C] anhand:
                                                  — IEC 68-2-1, Prüfung Ad, Prüfdauer 96 Std. bei Mindest-
                                                      temperatur Tomin
                                                  — IEC 68-2-2, Prüfung Bd, Prüfdauer 96 Std. bei Höchst-
                                                      temperatur Tomax
            4.2        Temperaturzyklen           Prüfung der Funktionstüchtigkeit (entsprechend Festlegung    159
                                                  in Prüfung Nr. 3.3) anhand IEC 68-2-14, Prüfung Na, 20
                                                  Zyklen, jeweils mit Wechsel von der Mindest- (– 40 °C) zur
                                                  Höchsttemperatur (+135 °C) und jeweils 2 Std. Verweilzeit
                                                  bei Mindest- und Höchsttemperatur
                                                  In Bezug auf Mindest- und Höchsttemperatur sowie wäh-
                                                  rend der Temperaturzyklen ist (für die in Prüfung 3.3 auf-
                                                  geführten Prüfungen) eine geringere Anzahl an Prüfungen
                                                  zulässig
            4.3        Luftfeuchtigkeitszyklen    Prüfung der Funktionstüchtigkeit (entsprechend Festlegung    160
                                                  in Prüfung Nr. 3.3) anhand IEC 68-2-30, Prüfung Db, sechs
                                                  24-Std.-Zyklen, jeweils mit einer Temperaturänderung von
                                                  + 25 °C bis + 55 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von
                                                  97 % bei + 25 °C bzw. entsprechend 93 % bei + 55 °C
            4.4        Schwingungen               Prüfung der Funktionstüchtigkeit (entsprechend Festlegung    163
                                                  in Prüfung Nr. 3.3) anhand IEC 68-2-6, Prüfung Fc, Prüf-
                                                  dauer 100 Frequenzzyklen: konstante Verschiebung zwi-
                                                  schen 10 und 57 Hz: max. 1,5 mm
                                                  konstante Beschleunigung zwischen 57 und 500 Hz: 20 g
            4.5        Mechanischer Stoß          Prüfung der Funktionstüchtigkeit (entsprechend Festlegung    163
                                                  in Prüfung Nr. 3.3) anhand IEC 68-2-27, Prüfung Ea, 3
                                                  Stöße in beiden Richtungen der 3 senkrechten Achsen
            4.6        Schutz vor Wasser und      Nachweis, dass Schutzgrad des Weg- und/oder Geschwin-        165
                       vor Fremdkörpern           digkeitsgebers in eingebautem Zustand in einem Fahrzeug
                                                  unter Betriebsbedingungen gemäß IEC 529 IP mindestens
                                                  64 beträgt
            4.7        Falschpolungsschutz        Nachweis, dass der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber       161
                                                  einer Umkehrung der Polarität der Stromversorgung stand-
                                                  hält
            4.8        Kurzschlussschutz          Nachweis, dass für Eingangs-/Ausgangssignale Schutz vor      161
                                                  Kurzschluss der Stromversorgung und vor Erdschluss be-
                                                  steht
            5.         EMV
            5.1        Störaussendung und         Nachweis der Einhaltung der Richtlinie 95/54/EWG             162
                       Störanfälligkeit
            5.2        Elektrostatische           Einhaltung von IEC 61000-4-2, ± 2 kV (Stufe 1)               162
                       Entladung
            5.3        Anfälligkeit gegenüber     Einhaltung von ISO 7637-3 (Stufe III)                        162
                       leitungsgeführten
                       Störgrößen auf
                       Datenleitungen
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/175
          4. FUNKTIONSPRÜFUNGEN AN FAHRTENSCHREIBERKARTEN
                                                                                                              Anforderungsent-
              Nr.             Prüfung                                   Beschreibung
                                                                                                                 sprechung
          1.         Administrative Prüfung
          1.1        Dokumentation            Richtigkeit der Dokumentation
          2.         Sichtprüfung
          2.1                                 Gewährleistung, dass sämtliche Schutzanforderungen und         171 bis 181
                                              die sichtbar anzubringenden Angaben korrekt gedruckt
                                              sind und den Vorgaben entsprechen
          3.         Physische Prüfungen
          3.1        Kontrolle der Abmessungen der Karten und der Lage der Kontakte                          184
                                                                                                             ISO/IEC 7816-1
                                                                                                             ISO/IEC 7816-2
          4.         Protokollprüfungen
          4.1        ATR                      Prüfen, dass ATR den Anforderungen entspricht                  ISO/IEC 7816-3
                                                                                                             TCS 304, 307,
                                                                                                             308
          4.2        T=0                      Prüfen, dass Protokoll T=0 den Anforderungen entspricht        ISO/IEC 7816-3
                                                                                                             TCS 302, 303,
                                                                                                             305
          4.3        PTS                      Prüfen, dass Kommando PTS durch Einstellen von T=1 aus-        ISO/IEC 7816-3
                                              gehend von T=0 den Anforderungen entspricht                    TCS 309 bis 311
          4.4        T=1                      Prüfen, dass Protokoll T=1 den Anforderungen entspricht        ISO/IEC 7816-3
                                                                                                             TCS 303, / 306
          5.         Kartenstruktur
          5.1                                 Prüfen, dass die Dateistruktur der Karte den Anforderungen     TCS 312
                                              entspricht. Hierzu sind das Vorhandensein der obligatori-      TCS 400*, 401,
                                              schen Dateien auf der Karte und die Zugriffsbedingungen        402, 403*, 404,
                                              darauf zu überprüfen                                           405*, 406, 407,
                                                                                                             408*, 409, 410*,
                                                                                                             411, 412, 413*,
                                                                                                             414, 415*, 416,
                                                                                                             417, 418*, 419
          6.         Funktionsprüfungen
          6.1        Normale Verarbeitung     Für jeden Befehl ist jede zulässige Ausführung zumindest       TCS 313 bis TCS
                                              einmal zu prüfen (z. B.: Prüfung des Befehls UPDATE BI-        379
                                              NARY mit CLA = '00', CLA = '0C' und mit unterschiedli-
                                              chen Parametern P1, P2 und Lc). Prüfen, dass die Operatio-
                                              nen auf der Karte tatsächlich ausgeführt wurden (z. B.:
                                              durch das Lesen der Datei, in der der Befehl ausgeführt
                                              wurde)
          6.2        Fehlermeldungen          Für jeden Befehl ist jede Fehlermeldung (entsprechend An-
                                              lage 2) zumindest einmal zu prüfen. Jeder generische Fehler
                                              ist zumindest einmal zu prüfen (mit Ausnahme von
                                              '6400'-Integritätsfehlern, die während der Sicherheitszertifi-
                                              zierung geprüft werden)
          7.         Umweltprüfungen
          7.1                                 Gewährleistung, dass die Karten innerhalb der in Überein-      185 bis 188
                                              stimmung mit ISO/IEC 10373 festgelegten Grenzbedingun-         ISO/IEC 7816-1
                                              gen funktionstüchtig sind
 ---pagebreak--- C 126 E/176         DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            5. INTEROPERABILITÄTSPRÜFUNGEN
                Nr.             Prüfung                                          Beschreibung
            1.         Gegenseitige             Prüfen, dass gegenseitige Authentisierung zwischen der Fahrzeugeinheit und
                       Authentisierung          der Fahrtenschreiberkarte normal abläuft
            2.         Lese-/Schreib-Prüfungen  Ausführung eines typischen Tätigkeitsszenarios an der Fahrzeugeinheit. Dabei
                                                sind in Abhängigkeit von der zu prüfenden Karte so viele Schreibvorgänge wie
                                                bei der Karte möglich zu Ereignissen und Störungen durchzuführen
                                                Durch Herunterladen von der Karte ist nachzuprüfen, ob die entsprechenden
                                                Aufzeichnungen ordnungsgemäß erfolgt sind
                                                Mit Hilfe eines Tagesausdrucks der Karte ist nachzuprüfen, ob die entsprechen-
                                                den Aufzeichnungen ordnungsgemäß gelesen werden können
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        C 126 E/177
                                                                 Anlage 10
                                            ALLGEMEINE SICHERHEITSANFORDERUNGEN
          In dieser Anlage werden die Mindestanforderungen und -inhalte für Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber, Fahrzeug-
          einheit und Sicherheitsanforderungen der Fahrtenschreiberkarten festgelegt.
          Zur Formulierung der Sicherheitsanforderungen, die bei der Beantragung einer Sicherheitszertifizierung erfüllt werden
          müssen, sind die Hersteller aufgefordert, die Dokumente nach Bedarf zu konkretisieren und zu vervollständigen, ohne
          die hier angegebenen Spezifizierungen möglicher Sicherheitsgefährdungen sowie der Ziele, Verfahrensmöglichkeiten und
          sicherheitserzwingenden Funktionen zu ändern bzw. zu streichen.
                   ALLGEMEINE SICHERHEITSANFORDERUNGEN FÜR WEG- UND/ODER GESCHWINDIGKEITSGEBER
          1. Einleitung
          In diesem Abschnitt werden der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber, mögliche Sicherheitsgefährdungen sowie die zu
          erfüllenden Sicherheitsziele beschrieben. Außerdem enthält er Erläuterungen zu den zur Durchsetzung der Sicherheits-
          anforderungen erforderlichen Funktionen, und es erfolgt eine Auflistung der Mindestanforderungen an die Sicherheits-
          mechanismen und die erforderliche Gewährleistungsebene für Entwicklung und Evaluierung.
          Die hier aufgeführten Anforderungen entsprechen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B. Im Interesse einer
          besseren Verständlichkeit können sich zwischen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B und den Sicherheits-
          anforderungen Doppelungen ergeben. Bei Diskrepanzen zwischen einer Sicherheitsanforderung und der Anforderung im
          Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderung bezieht, geht die Anforderung im Hauptteil von
          Anhang I B vor.
          Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderungen nicht beziehen, sind nicht
          Gegenstand der Funktionen zur Durchsetzung von Sicherheitsanforderungen.
          Zwecks besserer Zuordnung zu den in der Dokumentation über Entwicklung und Evaluierung verwendeten Begriffen
          wurden für die möglichen Sicherheitsgefährdungen sowie die zu erfüllenden Ziele, Verfahrensmöglichkeiten und SEF-
          Spezifikationen eindeutige Bezeichnungen gewählt.
          2. Abkürzungen, Begriffsbestimmungen und Referenzdokumente
          2.1 Abkürzungen
          ROM      Festspeicher (Read Only Memory)
          SEF      Sicherheitserzwingende Funktion
          PO       Prüfobjekt
          FE       Fahrzeugeinheit (Vehicle Unit)
          2.2 Begriffsbestimmungen
          Digitaler Fahrtenschreiber            Kontrollgerät
          Geräteeinheit                         Ein an den Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber angeschlossenes Gerät
          Weg- und Geschwindigkeitsdaten        Die mit der FE ausgetauschten Daten über Fahrgeschwindigkeit und zurückgelegte
                                                Wegstrecke
          Physisch getrennte Teile              Komponenten des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers, die sich im Gegensatz
                                                zu den im Gehäuse des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers untergebrachten
                                                Bauteilen an anderer Stelle im Fahrzeug befinden
 ---pagebreak--- C 126 E/178         DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            Sicherheitsdaten                   Spezielle Daten, die zur Unterstützung der sicherheitserzwingenden Funktionen
                                               erforderlich sind (z. B. kryptographische Schlüssel)
            System                             Gerätetechnik, Menschen bzw. Organisationen, die in welcher Weise auch immer
                                               mit den Kontrollgeräten in Beziehung stehen
            Benutzer                           Den Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber anwendende Person
            Benutzerdaten                      Abgesehen von den Weg- und Geschwindigkeits- sowie den Sicherheitsdaten alle
                                               sonstigen Daten, die vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber aufgezeichnet
                                               bzw. gespeichert werden
            2.3 Referenzdokumente
            ITSEC     ITSEC Information Technology Security Evaluation Criteria 1991 (Kriterien für die Bewertung der Sicherheit
                      von Systemen der Informationstechnik)
            3. Grundprinzip des Produkts
            3.1 Beschreibung und Verwendung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
            Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist zum Einbau in Straßentransportfahrzeuge vorgesehen. Seine Aufgabe ist
            es, der FE gesicherte Daten im Hinblick auf die Fahrzeuggeschwindigkeit und die zurückgelegte Wegstrecke zur Ver-
            fügung zu stellen.
            Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist mit einem bewegten Fahrzeugteil, dessen Bewegung für die Fahrt-
            geschwindigkeit bzw. die zurückgelegte Wegstrecke stellvertretend ist, mechanisch verbunden. Er kann im Getriebe
            oder in einem anderen Teil des Fahrzeugs installiert werden.
            Im Betriebszustand ist der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber an eine FE angeschlossen.
            Ebenso ließe er sich zu Verwaltungszwecken an spezielle Geräte anschließen (durch den Hersteller festzulegen).
            Der typische Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist in der folgenden Abbildung dargestellt:
                                                                 Abbildung 1
                                            Typischer Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/179
          3.2 Lebenszyklus des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
          Der typische Lebenszyklus des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers ist in der folgenden Abbildung dargestellt:
                                                                Abbildung 2
                                  Typischer Lebenszyklus des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
          3.3 Sicherheitsgefährdungen
          In diesem Abschnitt werden mögliche Sicherheitsgefährdungen des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers beschrieben.
          3.3.1 Sicherheitsgefährdungen im Zusammenhang mit der Zugriffskontrolle
          T.Access                          Versuch seitens der Benutzer, Zugriff auf ihnen nicht erlaubte Funktionen zu erlangen
 ---pagebreak--- C 126 E/180          DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            3.3.2 Konstruktionsbedingte Sicherheitsgefährdungen
            T.Faults                            Fehler bei Hardware, Software oder Kommunikationsverfahren können den Weg- und/
                                                oder Geschwindigkeitsgeber in einen unvorhergesehenen Zustand versetzen, der seine
                                                Sicherheit beeinträchtigt
            T.Tests                             Die Nutzung nicht validierter Prüfmodi bzw. vorhandener ,Hintertüren‘ kann die Si-
                                                cherheit des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers beeinträchtigen
            T.Design                            Versuch seitens der Benutzer, auf illegale Weise Kenntnis über Konstruktionsdaten zu
                                                erlangen, sei es aus Unterlagen des Herstellers (durch Diebstahl, Bestechung usw.) oder
                                                durch Methoden des Reverse Engineering
            3.3.3 Betriebsbedingte Sicherheitsgefährdungen
            T.Environment                       Gefährdung der Sicherheit des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers durch (ther-
                                                mische, elektromagnetische, optische, chemische, mechanische usw.) Einwirkung von
                                                außen
            T.Hardware                          Versuch seitens der Benutzer, Änderungen an der Weg- und/oder Geschwindigkeits-
                                                geberhardware vorzunehmen
            T.Mechanical_Origin                 Versuch seitens der Benutzer, die Eingabe des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
                                                zu manipulieren (z. B. durch Abschrauben vom Getriebe usw.)
            T.Motion_Data                       Versuch seitens der Benutzer, die Weg- und Geschwindigkeitsdaten des Fahrzeugs zu
                                                verfälschen (durch Signaladdition, -modifizierung, -löschung, -wiederholung)
            T.Power_Supply                      Versuch seitens der Benutzer, Sicherheitsziele des Weg- und/oder Geschwindigkeits-
                                                gebers durch Manipulation der Stromversorgung (Leitungstrennung, Spannungserhö-
                                                hung bzw. -reduzierung) zu untergraben
            T.Security_Data                     Versuch seitens der Benutzer, auf illegale Weise Kenntnis über Sicherheitsdaten wäh-
                                                rend deren Generierung, Übertragung bzw. Speicherung im Gerät zu erlangen
            T.Software                          Versuch seitens der Benutzer, Änderungen an der Software des Weg- und/oder Ge-
                                                schwindigkeitsgebers vorzunehmen
            T.Stored_Data                       Versuch seitens der Benutzer, gespeicherte Daten (Sicherheits- bzw. Benutzerdaten) zu
                                                verfälschen
            3.4 Sicherheitsziele
            Das wichtigste Sicherheitsziel des digitalen Fahrtenschreibersystems ist folgendes:
            O.Main                              Die von den Kontrollbehörden zu prüfenden Daten müssen verfügbar sein und die
                                                Handlungen der kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge hinsichtlich Lenk-, Arbeits-, Be-
                                                reitschafts- und Ruhezeiten sowie Fahrzeuggeschwindigkeit vollständig und genau wi-
                                                derspiegeln
            Das zum globalen Sicherheitsziel beitragende Sicherheitsziel des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers ist somit
            folgendes:
            O.Sensor_Main                       Die vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber übermittelten Daten müssen der FE so
                                                bereitgestellt werden, dass die FE die Bewegung des Fahrzeugs in Bezug auf Geschwin-
                                                digkeit und zurückgelegte Wegstrecke vollständig und genau feststellen kann
            3.5 Informationstechnische Sicherheitsziele
            Die speziellen, zum Hauptsicherheitsziel beitragenden IT-Sicherheitsziele des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
            sind folgende:
            O.Access                            Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss den Zugriff der angeschlossenen
                                                Geräteeinheiten auf Funktionen und Daten steuern
            O.Audit                             Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss Versuche zur Umgehung seiner Si-
                                                cherheitsfunktionen prüfen und zu den angeschlossenen Geräteeinheiten zurückverfol-
                                                gen
            O.Authentication                    Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss angeschlossene Geräteeinheiten au-
                                                thentisieren
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/181
           O.Processing                      Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber stellt sicher, dass die Eingabedaten, aus
                                             denen sich die Weg- und Geschwindigkeitsdaten ableiten, exakt verarbeitet werden
           O.Reliability                     Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss zuverlässig arbeiten
           O.Secured_Data_Exchange           Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss den sicheren Datenaustausch mit der
                                             FE gewährleisten
           3.6 Physische, personelle bzw. verfahrenstechnische Mittel
           In diesem Abschnitt werden die physischen, personellen bzw. verfahrenstechnischen Anforderungen, die zur Sicherheit
           des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers beitragen, beschrieben.
           3.6.1 Gerätekonstruktion
           M.Development                     Die Entwickler des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers müssen sicherstellen, dass
                                             die Zuweisung von Verantwortlichkeiten während des Entwicklungszeitraums in einer
                                             die IT-Sicherheit wahrenden Weise erfolgt
           M.Manufacturing                   Die Hersteller des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers müssen sicherstellen, dass
                                             die Zuweisung von Verantwortlichkeiten während des Herstellungsprozesses in einer
                                             die IT-Sicherheit wahrenden Weise erfolgt und dass der Weg- und/oder Geschwindig-
                                             keitsgeber in diesem Prozess vor physischen Angriffen, die die IT-Sicherheit beein-
                                             trächtigen könnten, geschützt wird
           3.6.2 Auslieferung der Geräte
           M.Delivery                        Die Hersteller des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers, die Fahrzeughersteller und
                                             die Installateure bzw. Werkstätten müssen beim Umgang mit dem Weg- und/oder
                                             Geschwindigkeitsgeber sicherstellen, dass die IT-Sicherheit gewahrt bleibt
           3.6.3 Generierung und Lieferung der Sicherheitsdaten
           M.Sec_Data_Generation             Die Algorithmen zur Generierung von Sicherheitsdaten dürfen nur berechtigten und
                                             vertrauenswürdigen Personen zugänglich sein
           M.Sec_Data_Transport              Die Sicherheitsdaten müssen in einer Weise generiert, transportiert und in den Weg-
                                             und/oder Geschwindigkeitsgeber eingebracht werden, die Vertraulichkeit und Integrität
                                             der Daten angemessen gewährleistet
           3.6.4 Einbau, Kalibrierung und Nachprüfung des Kontrollgeräts
           M.Approved_Workshops              Einbau, Kalibrierung und Reparatur des Kontrollgeräts dürfen nur durch vertrauens-
                                             würdige und zugelassene Installateure bzw. Werkstätten erfolgen
           M.Mechanical_Interface            Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden (z. B. durch Versiegelung), um physische
                                             Manipulationen an der mechanischen Schnittstelle zu erkennen
           M.Regular_Inpections              Die Kontrollgeräte müssen einer regelmäßigen Nachprüfung und Kalibrierung unterzo-
                                             gen werden
           3.6.5 Kontrolle der Einhaltung von Vorschriften
           M.Controls                        Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist regelmäßig und stichprobenartig zu
                                             kontrollieren, unter anderem durch Sicherheitsaudits
           3.6.6 Software-Upgrades
           M.Software_Upgrade                Neue Softwareversionen dürfen erst nach Erhalt der Sicherheitszertifizierung im Weg-
                                             und/oder Geschwindigkeitsgeber implementiert werden
           4. Sicherheitserzwingende Funktionen
           4.1 Identifizierung und Authentisierung
   UIA_101 Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss in der Lage sein, für jede Interaktion die Identität der angeschlossenen
           Geräteeinheit festzustellen.
 ---pagebreak--- C 126 E/182          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     28.5.2002
   UIA_102  Die Identität einer angeschlossenen Geräteeinheit setzt sich zusammen aus:
            — einer Geräteeinheitsgruppe:
               — Fahrzeugeinheit (FE),
               — Verwaltungsgerät,
               — sonstige Einheit,
            — einer Geräteeinheitskennung (nur FE).
   UIA_103  Die Geräteeinheitskennung einer FE besteht aus der Bauartgenehmigungsnummer der FE und der Seriennummer der FE.
   UIA_104  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist in der Lage, die Authentisierung jeder angeschlossenen FE bzw. jedes
            angeschlossenen Verwaltungsgeräts
            — bei Anschließen der Geräteeinheit,
            — bei Wiederzuschalten der Stromversorgung
            vorzunehmen.
   UIA_105  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist in der Lage, die Authentisierung der angeschlossene FE in bestimmten
            Abständen zu wiederholen.
   UIA_106  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber erkennt und verhindert den Gebrauch kopierter und wieder eingespielter
            Authentisierungsdaten.
   UIA_107  Nach Erkennen einer (vom Hersteller noch festzulegenden, jedoch 20 nicht übersteigenden) Zahl von aufeinander-
            folgenden erfolglosen Authentisierungsversuchen wird die SEF:
            — ein Auditprotokoll über das Ereignis anlegen,
            — eine Warnung an die Geräteeinheit ausgeben,
            — die Ausgabe von Weg- und Geschwindigkeitsdaten im ungesicherten Modus fortsetzen.
            4.2 Zugriffskontrolle
            Die Zugriffskontrolle gewährleistet, dass nur speziell dazu berechtigte Personen Informationen aus dem PO auslesen
            sowie im PO anlegen bzw. nach Änderung in das PO einlesen.
            4.2.1 Zugriffsberechtigung
   ACC_101  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber kontrolliert die Zugriffsberechtigung auf Funktionen und Daten.
            4.2.2 Datenzugriffsrechte
   ACC_102  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber stellt sicher, dass die Kenndaten nur ein einziges Mal in den Weg- und/oder
            Geschwindigkeitsgeber geschrieben werden können (Anforderung 078).
   ACC_103  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber darf nur von authentisierten Geräteeinheiten Benutzerdaten annehmen und/
            oder speichern.
   ACC_104  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber setzt geeignete Zugriffsrechte für das Lesen und Schreiben von Sicherheits-
            daten durch.
            4.2.3 Dateistruktur und -zugriffsbedingungen
   ACC_105  Die Strukturen der Anwendungs- und Datendateien und die Zugriffsbedingungen auf diese Dateien werden bereits im
            Herstellungsprozess angelegt und gegen jegliche spätere Verfälschung bzw. Löschung gesperrt.
            4.3 Zuordnungsmöglichkeit
   ACT_101  Im Speicher des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers werden die Kenndaten des Weg- und/oder Geschwindigkeits-
            gebers gespeichert gehalten (Anforderung 077).
   ACT_102  Im Speicher des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers werden die Installationsdaten abgespeichert (Anforderung 099).
   ACT_103  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ist in der Lage, Zuordnungsdaten auf Verlangen an authentisierte Geräte-
            einheiten auszugeben.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/183
           4.4 Audit
   AUD_101 Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber legt bei Ereignissen, die seine Sicherheit beeinträchtigen, Auditprotokolle für
           die betreffenden Ereignisse an.
   AUD_102 Folgende Ereignisse beeinträchtigen die Sicherheit des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers:
           — Sicherheitsverletzende Versuche:
               — fehlgeschlagene Authentisierung,
               — Integritätsfehler der Speicherdaten,
               — interner Datenübertragungsfehler,
               — unberechtigtes Öffnen des Gehäuses,
               — Hardwaremanipulation.
           — Störung des Gebers.
   AUD_103 Die Auditprotokolle enthalten folgende Angaben:
           — Datum und Uhrzeit des Ereignisses,
           — Art des Ereignisses,
           — Identität der angeschlossenen Geräteeinheit.
           Stehen die geforderten Daten nicht zur Verfügung, wird ein entsprechender Fehlvermerk ausgegeben (vom Hersteller
           noch festzulegen).
   AUD_104 Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber überträgt die angefertigten Auditprotokolle zum Zeitpunkt ihrer Generierung
           an die FE, und kann sie zugleich in seinem Speicher ablegen.
   AUD_105 Für den Fall, dass der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber Auditprotokolle speichert, muss sichergestellt sein, dass
           unabhängig von der anderweitigen Speicherbelegung 20 Auditprotokolle gespeichert und diese gespeicherten Audit-
           protokolle auf Anfrage an authentisierte Geräteeinheiten ausgegeben werden können.
           4.5 Genauigkeit
           4.5.1 Maßnahmen zur Kontrolle des Informationsflusses
   ACR_101 Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber stellt sicher, dass nur vom mechanischen Gebereingang stammende Weg-
           und Geschwindigkeitsdaten angenommen und verarbeitet werden.
           4.5.2 Interne Datenübertragung
           Die Anforderungen dieses Absatzes gelten nur, wenn der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber physisch getrennte Teile
           nutzt.
   ACR_102 Werden Daten zwischen physisch getrennten Teilen des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers übertragen, müssen
           diese Daten gegen Verfälschungen geschützt werden.
   ACR_103 Bei Erkennen eines Datenübertragungsfehlers im Verlauf einer internen Datenübertragung wird die Übertragung wieder-
           holt und zu dem Ereignis durch die SEF ein Auditprotokoll angelegt.
           4.5.3 Integrität der Speicherdaten
   ACR_104 Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber prüft die in seinem Speicher abgelegten Benutzerdaten auf Integritätsfehler.
   ACR_105 Bei Erkennen eines Integritätsfehlers der Benutzerdaten generiert die SEF ein Auditprotokoll.
           4.6 Zuverlässigkeit während des Betriebs
           4.6.1 Prüfungen
   RLB_101 Sämtliche speziell für den Prüfbedarf während der Herstellungsphase erforderlichen Befehle, Handlungen bzw. Prüf-
           punkte werden vor Abschluss der Herstellungsphase deaktiviert oder entfernt. Es darf nicht möglich sein, sie zum
           späteren Gebrauch wiederherzustellen.
 ---pagebreak--- C 126 E/184          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                28.5.2002
   RLB_102  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber führt zur Funktionsprüfung beim ersten Einschalten sowie während des
            üblichen Betriebs Selbsttests durch. Die Selbsttests des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers beinhalten eine Integri-
            tätsprüfung der Sicherheitsdaten sowie eine Integritätsprüfung des gespeicherten Ausführungscodes (sofern dieser nicht
            im ROM gespeichert ist).
   RLB_103  Bei Erkennen einer internen Fehlfunktion während der Selbstprüfung erstellt die SEF ein Auditprotokoll (Geberstörung).
            4.6.2 Software
   RLB_104  Es darf keine Möglichkeit gegeben sein, die Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebersoftware bei der Praxisanwendung zu
            analysieren bzw. auszutesten.
   RLB_105  Eingaben aus externen Quellen dürfen als Ausführungscode nicht akzeptiert werden.
            4.6.3 Physischer Schutz
   RLB_106  Falls die Konstruktionsweise des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers ein Öffnen des Gehäuses erlaubt, muss der
            Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber jedes Öffnen des Gehäuses feststellen, selbst wenn die externe Stromversorgung
            bis zu 6 Monate unterbrochen ist. Die SEF legt in diesem Fall ein Auditprotokoll über das Ereignis an (hierbei ist
            zulässig, dass das Auditprotokoll erst nach Wiederzuschalten der Stromversorgung erstellt und gespeichert wird).
            Ist der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber so konstruiert, dass er nicht geöffnet werden kann, muss seine Bauweise
            dennoch jeden Versuch der physischen Manipulation leicht erkennen lassen (z. B. durch Sichtprüfung).
   RLB_107  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber muss bestimmte (vom Hersteller noch festzulegende) Formen der Hardware-
            manipulation erkennen.
   RLB_108  In vorgenannten Fall erstellt die SEF ein Auditprotokoll und wird der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber . . . (vom
            Hersteller noch festzulegen).
            4.6.4 Unterbrechung der Stromversorgung
   RLB_109  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber behält bei Stromunterbrechungen bzw. -schwankungen seinen gesicherten
            Status bei.
            4.6.5 Rücksetzbedingungen
   RLB_110  Bei einer Unterbrechung der Stromversorgung, beim Abbruch einer Transaktion vor deren Vollendung bzw. bei Vor-
            liegen jeder sonstigen Rücksetzbedingung muss der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber sauber zurückgesetzt werden.
            4.6.6 Datenbereitstellung
   RLB_111  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber stellt sicher, dass auf den Datenbestand bei Bedarf zugegriffen werden kann
            und dass die Daten weder unnötig abgerufen noch zurückgehalten werden.
            4.6.7 Multifunktionsgeräte
   RLB_112  Falls der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber neben der Fahrtenschreiberfunktion noch weitere Anwendungen bietet,
            müssen alle diese Anwendungen physisch und/oder logisch voneinander getrennt sein. Jede dieser Anwendungen muss
            auf eigene Sicherheitsdaten zurückgreifen, und es darf immer nur eine Funktion aktiv sein.
            4.7 Datenaustausch
   DEX_101  Der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber überträgt die Weg- und Geschwindigkeitsdaten mit den zugehörigen Sicher-
            heitsattributen an die FE, so dass die FE in die Lage versetzt wird, die Integrität und Authentizität der Daten festzustellen.
            4.8 Kryptographische Unterstützung
            Je nach Sicherheitsmechanismus und vom Hersteller gewählten Lösungen gelten die Anforderungen dieses Absatzes nur
            soweit erforderlich.
   CSP_101  Jede vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber durchgeführte kryptographische Operation entspricht einem genau
            festgelegten Algorithmus und einer genau festgelegten Schlüsselgröße.
   CSP_102  Falls der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber kryptographische Schlüssel generiert, müssen diese genau festgelegten
            Schlüsselgenerierungsalgorithmen und genau festgelegten Schlüsselgrößen entsprechen.
   CSP_103  Falls der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber kryptographische Schlüssel vergibt, muss dies nach genau festgelegten
            Schlüsselvergabemethoden erfolgen.
   CSP_104  Falls der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber auf kryptographische Schlüssel zugreift, muss dies nach genau fest-
            gelegten Schlüsselzugriffsmethoden erfolgen.
   CSP_105  Falls der Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber kryptographische Schlüssel vernichtet, muss dies nach genau festgelegten
            Schlüsselvernichtungsmethoden erfolgen.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                                                                                                                                                                                                   C 126 E/185
            5. Beschreibung der Sicherheitsmechanismen
            Die der Erfüllung der sicherheitserzwingenden Funktionen des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers dienenden Sicher-
            heitsmechanismen werden durch die Hersteller des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers bestimmt.
            6. Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen
            Die Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers ist Hoch, gemäß De-
            finition in ITSEC.
            7. Gewährleistungsebene
            Die für den Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber vorgegebene Gewährleistungsebene ist die ITSEC-Ebene E3, gemäß
            Definition in ITSEC.
            8. Grundlegendes Prinzip
            Mit der folgenden Matrix wird das Prinzip der SEF begründet. Hierzu wird verdeutlicht:
            — welche SEF bzw. Mittel welchen Sicherheitsgefährdungen entgegenwirken,
            — welche SEF welche IT-Sicherheitsziele erfüllen.
                                                                                                           Sicherheitsgefährdungen                                                                                                                                              IT-Zielsetzungen
                                                                                                                                                                      Daten Weg und Geschwindigkeit
                                                                                                                                              Mechanischer Ursprung                                                                                                                                                                            Gesicherter Datenaustausch
                                                                            Fehler/Störungen                                                                                                          Stromversorgung   Sicherheitsdaten              Speicherdaten                     Authentisierung   Datenverarbeitung   Gewährleistung
                                                                                               Prüfungen   Konstruktion            Hardware                                                                                                Software
                                                                  Zugriff                                                 Umfeld                                                                                                                                      Zugriff   Audit
             Physische, personelle, verfahrenstechnische Mittel
             Entwicklung                                                         x                x            x
             Herstellung                                                                          x            x
             Auslieferung                                                                                                            x                                                                                                       x            x
             Generierung von Sicherheitsdaten                                                                                                                                                                                x
             Transport von Sicherheitsdaten                                                                                                                                                                                  x
             Zugelassene Werkstätten                                                                                                                 x
             Mechanische Schnittstelle                                                                                                               x
             Regelmäßige Nachprüfung                                                                                                 x               x                                                     x                                 x
             Durchsetzung gesetzl. Vorschriften                                                                             x        x               x                                                     x                 x               x
             Software-Upgrades                                                                                                                                                                                                               x
             Sicherheitserzwingende Funktionen
             Kennung und Authentisierung
             UIA_101 Geräteidentifizierung                          x                                                                                                          x                                                                                        x                    x                                                         x
             UIA_102 Gerätekenndaten                                x                                                                                                                                                                                                   x                    x
             UIA_103 FE-Kenndaten                                                                                                                                                                                                                                                x
             UIA_104 Geräteauthentisierung                          x                                                                                                          x                                                                                        x                    x                                                         x
             UIA_105 Neuauthentisierung                             x                                                                                                          x                                                                                        x                    x                                                         x
             UIA_106 Fälschungssichere Authentisierung              x                                                                                                          x                                                                                        x                    x
             UIA_107 Authentisierungsfehler                                                                                                                                    x                                                                                                 x                                                x
             Zugriffskontrolle
             ACC_101 Zugriffskontrollregeln                         x                                                                                                                                                        x                            x             x
             ACC_102 Weg- und/oder Geschwindigkeits-                                                                                                                                                                                                      x             x
                     geber-Kennung
 ---pagebreak--- C 126 E/186           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                                                                                                                                                                                               28.5.2002
                                                                                                       Sicherheitsgefährdungen                                                                                                                                              IT-Zielsetzungen
                                                                                                                                                                  Daten Weg und Geschwindigkeit
                                                                                                                                          Mechanischer Ursprung                                                                                                                                                                            Gesicherter Datenaustausch
                                                                        Fehler/Störungen                                                                                                          Stromversorgung   Sicherheitsdaten              Speicherdaten                     Authentisierung   Datenverarbeitung   Gewährleistung
                                                                                           Prüfungen   Konstruktion            Hardware                                                                                                Software
                                                              Zugriff                                                 Umfeld                                                                                                                                      Zugriff   Audit
              ACC_103 Benutzerdaten                                                                                                                                                                                                                   x             x
              ACC_104 Sicherheitsdaten                                                                                                                                                                                   x                            x             x
              ACC_105 Datenstruktur und Zugriffsbedingun-       x                                                                                                                                                        x                            x             x
                      gen
              Zuordnungsmöglichkeit
              ACT_101 Weg- und/oder Geschwindigkeits-                                                                                                                                                                                                                        x
                      geberkenndaten
              ACT_102 Koppelungsdaten                                                                                                                                                                                                                                        x
              ACT_103 Zuordnungsdaten                                                                                                                                                                                                                                        x
              Audit
              AUD_101 Auditprotokolle                                                                                                                                                                                                                                        x
              AUD_102 Auditereignislisten                       x                                                       x        x                                                                                                                    x                      x
              AUD_103 Auditdaten                                                                                                                                                                                                                                             x
              AUD_104 Auditwerkzeuge                                                                                                                                                                                                                                         x
              AUD_105 Auditprotokollspeicherung                                                                                                                                                                                                                              x
              Genauigkeit
              ACR_101 Informationsflusskontrolle                                                                                                                           x                                                                                                                               x                  x
              ACR_102 Interne Datenübertragung                                                                                                                                                                                                                                                             x                  x
              ACR_103 Interne Datenübertragung                                                                                                                                                                                                                               x
              ACR_104 Speicherdatenintegrität                                                                                                                                                                                                         x                                                                       x
              ACR_105 Speicherdatenintegrität                                                                                                                                                                                                         x                      x
              Zuverlässigkeit
              RLB_101 Herstellungsprüfungen                                                   x            x                                                                                                                                                                                                                  x
              RLB_102 Selbsttests                                            x                                                   x                                                                     x                                 x                                                                                    x
              RLB_103 Selbsttests                                                                                                x                                                                     x                                 x                                   x
              RLB_104 Softwareanalyse                                                                      x                                                                                                                             x                                                                                    x
              RLB_105 Softwareeingabe                                                                                                                                                                                                    x                                                                 x                  x
              RLB_106 Öffnen des Gehäuses                                                                  x            x        x                                                                                       x               x            x                                                                       x
              RLB_107 Hardwaremanipulation                                                                                       x                                                                                                                                                                                            x
              RLB_108 Hardwaremanipulation                                                                                       x                                                                                                                                           x
              RLB_109 Unterbrechungen der Stromversorgung                                                                                                                                              x                                                                                                                      x
              RLB_110 Rücksetzen                                             x                                                                                                                                                                                                                                                x
              RLB_111 Datenbereitstellung                                                                                                                                                                                                                                                                  x                  x
              RLB_112 Multifunktionsgeräte                                                                                                                                                                                                                                                                                    x
              Datenaustausch
              DEX_101 Gesicherter Export von Weg- und Ge-                                                                                                                  x                                                                                                                                                                       x
                      schwindigkeitsdaten
              Kryptographische Unterstützung
              CSP_101 Algorithmen                                                                                                                                                                                                                                                                                             x                    x
              CSP_102 Schlüsselgenerierung                                                                                                                                                                                                                                                                                    x                    x
              CSP_103 Schlüsselvergabe                                                                                                                                                                                                                                                                                        x                    x
              CSP_104 Schlüsselzugriff                                                                                                                                                                                                                                                                                        x                    x
              CSP_105 Schlüsselvernichtung                                                                                                                                                                                                                                                                                    x                    x
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/187
                             ALLGEMEINE SICHERHEITSANFORDERUNGEN FÜR DIE FAHRZEUGEINHEIT (FE)
          1. Einführung
          In diesem Abschnitt werden die Fahrzeugeinheit, mögliche Sicherheitsgefährdungen sowie die zu erfüllenden Sicher-
          heitsziele beschrieben. Außerdem enthält er Erläuterungen zu den zur Durchsetzung der Sicherheitsanforderungen
          erforderlichen Funktionen, und es erfolgt eine Auflistung der Mindestanforderungen an die Sicherheitsmechanismen
          und die erforderliche Gewährleistungsebene für Entwicklung und Evaluierung.
          Die hier aufgeführten Anforderungen entsprechen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B. Im Interesse einer
          besseren Verständlichkeit können sich Doppelungen zwischen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B und den
          Sicherheitsanforderungen ergeben. Bei Diskrepanzen zwischen einer Sicherheitsanforderung und der Anforderung im
          Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderung bezieht, geht die Anforderung im Hauptteil von
          Anhang I B vor.
          Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderungen nicht beziehen, sind nicht
          Gegenstand der Funktionen zur Durchsetzung von Sicherheitsanforderungen.
          Zwecks besserer Zuordnung zu den in der Dokumentation über Entwicklung und Evaluierung verwendeten Begriffen
          wurden für die Sicherheitsgefährdungen, die Ziele, Verfahrensmöglichkeiten und SEF-Spezifikationen eindeutige Bezeich-
          nungen gewählt.
          2. Abkürzungen, Begriffsbestimmungen und Referenzdokumente
          2.1 Abkürzungen
          PIN      Persönliche Geheimzahl
          ROM      Festspeicher (Read Only Memory)
          SEF      Sicherheitserzwingende Funktion
          PO       Prüfobjekt
          FE       Fahrzeugeinheit (Vehicle Unit)
          2.2 Begriffsbestimmungen
          Digitaler Fahrtenschreiber          Kontrollgerät
          Weg- und Geschwindigkeitsdaten      Die mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber ausgetauschten Daten über
                                              Fahrgeschwindigkeit und zurückgelegte Wegstrecke
          Physisch getrennte Teile            Komponenten der FE, die sich im Gegensatz zu den im Gehäuse der FE unterge-
                                              brachten Bauteilen an anderer Stelle im Fahrzeug befinden
          Sicherheitsdaten                    Spezielle Daten, die zur Unterstützung der sicherheitserzwingenden Funktionen
                                              erforderlich sind (z. B. kryptographische Schlüssel)
          System                              Gerätetechnik, Menschen bzw. Organisationen, die in welcher Weise auch immer
                                              mit den Kontrollgeräten in Beziehung stehen
          Benutzer                            Als Benutzer sind die Personen zu verstehen, die das Gerät anwenden. Die Benutzer
                                              einer FE sind in der Regel Fahrer, Kontrolleure, Werkstätten und Unternehmen
          Benutzerdaten                       Mit Ausnahme der Weg- und Geschwindigkeits- sowie und Sicherheitsdaten, alle
                                              sonstigen nach Kapitel III.12 erforderlichen Daten, die von der FE aufgezeichnet
                                              bzw. gespeichert werden
          2.3 Referenzdokumente
          ITSEC      ITSEC Information Technology Security Evaluation Criteria 1991 (Kriterien für die Bewertung der Sicherheit
                     von Systemen der Informationstechnik)
          3. Grundprinzip des Produkts
          3.1 Beschreibung und Verwendung der Fahrzeugeinheit
          Die FE ist zum Einbau in Straßentransportfahrzeuge vorgesehen. Ihre Aufgabe ist es, Daten über die Tätigkeit der Fahrer
          aufzuzeichnen, zu speichern, anzuzeigen, auszudrucken und auszugeben.
 ---pagebreak--- C 126 E/188          DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
            Sie ist an einen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber angeschlossen, mit dem sie Daten über die Fahrzeugbewegung
            austauscht.
            Die Benutzer identifizieren sich gegenüber der FE durch Fahrtenschreiberkarten.
            Die FE zeichnet die Tätigkeitsdaten der Benutzer auf und legt sie in seinem Massenspeicher ab. Die Benutzerdaten
            werden außerdem auf Fahrtenschreiberkarten aufgezeichnet.
            Die FE gibt die Daten an Anzeigegerät, Drucker und externe Geräte aus.
            Die Betriebsumgebung einer im Fahrzeug installierten Fahrzeugeinheit wird in der folgenden Abbildung beschrieben:
                                                                Abbildung 1
                                                         Betriebsumgebung der FE
            Allgemeine Merkmale, Funktionen und Betriebsarten der FE werden in Anhang I B, Kapitel II, beschrieben.
            Die Funktionsanforderungen an die FE werden in Anhang I B, Kapitel III, beschrieben.
            Eine typische FE ist in der folgenden Abbildung dargestellt:
                                                                Abbildung 2
                                                Typische Fahrzeugeinheit (FE) (. . .) optional
            Zu beachten ist, dass zwar der Druckermechanismus ein Teil des PO ist, das einmal ausgedruckte Dokument jedoch
            nicht mehr.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          C 126 E/189
          3.2 Lebenszyklus der Fahrzeugeinheit
          Der typische Lebenszyklus der FE ist in der folgenden Abbildung dargestellt:
                                                                Abbildung 3
                                                      Typischer Lebenszyklus der FE
          3.3 Sicherheitsgefährdungen
          In diesem Abschnitt werden mögliche Sicherheitsgefährdungen für die FE beschrieben.
          3.3.1 Sicherheitsgefährdungen im Zusammenhang mit Identifizierung und Zugangskontrolle
          T.Access                          Versuch seitens der Benutzer, Zugriff auf ihnen nicht erlaubte Funktionen zu erlangen
                                            (z. B. wenn Fahrer Zugriff auf die Kalibrierfunktion erlangen)
          T.Identification                  Versuch seitens der Benutzer, sich mehrfach oder gar nicht zu identifizieren
 ---pagebreak--- C 126 E/190          DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            3.3.2 Konstruktionsbedingte Sicherheitsgefährdungen
            T.Faults                            Fehler bei Hardware, Software oder Kommunikationsverfahren können die FE in einen
                                                unvorhergesehenen Zustand versetzen, der ihre Sicherheit beeinträchtigt
            T.Tests                             Die Nutzung nicht validierter Prüfmodi bzw. vorhandener ,Hintertüren‘ kann die Si-
                                                cherheit der FE beeinträchtigen
            T.Design                            Versuch seitens der Benutzer, auf illegale Weise Kenntnis über Konstruktionsdaten zu
                                                erlangen, sei es aus Unterlagen des Herstellers (durch Diebstahl, Bestechung usw.) oder
                                                durch Methoden des Reverse Engineering
            3.3.3 Betriebsbedingte Sicherheitsgefährdungen
            T.Calibration_Parameters            Versuch seitens der Benutzer, falsch kalibrierte Geräte zu verwenden (durch Änderung
                                                der Kalibrierungsdaten bzw. aufgrund organisatorischer Schwachpunkte)
            T.Card_Data_Exchange                Versuch seitens der Benutzer, Daten während deren Austauschs zwischen FE und
                                                Fahrtenschreiberkarten zu verfälschen (durch Signaladdition, -modifizierung, -löschung,
                                                -wiederholung)
            T.Clock                             Versuch seitens der Benutzer, die Systemuhr zu verstellen
            T.Environment                       Versuch seitens der Benutzer, die Sicherheit der FE durch äußere (thermische, elektro-
                                                magnetische, optische, chemische, mechanische usw.) Einwirkungen zu durchbrechen
            T.Fake_Devices                      Versuch seitens der Benutzer, nachgebaute Geräte (Weg- und/oder Geschwindigkeits-
                                                geber, Smartcards) an die FE anzuschließen
            T.Hardware                          Versuch seitens der Benutzer, Änderungen an der FE-Hardware vorzunehmen
            T.Motion_Data                       Versuch seitens der Benutzer, die Weg- und Geschwindigkeitsdaten des Fahrzeugs zu
                                                verfälschen (durch Signaladdition, -modifizierung, -löschung, -wiederholung)
            T.Non_Activated                     Verwendung nichtaktivierter Geräte durch Benutzer
            T.Output_Data                       Versuch seitens der Benutzer, die Datenausgabe zu manipulieren (Ausdruck, Anzeige
                                                bzw. Übertragung)
            T.Power_Supply                      Versuch seitens der Benutzer, Sicherheitsziele der FE durch Manipulation der Strom-
                                                versorgung (Leitungstrennung, Spannungserhöhung bzw. -reduzierung) zu untergraben
            T.Saturation                        Versuch seitens der Benutzer, den Massenspeicher so zu erschöpfen (selbst durch
                                                legalen Gebrauch), dass bereits gespeicherte Daten gelöscht werden
            T.Security_Data                     Versuch seitens der Benutzer, auf illegale Weise Kenntnis über Sicherheitsdaten wäh-
                                                rend deren Generierung, Übertragung bzw. Speicherung im Gerät zu erlangen
            T.Software                          Versuch seitens der Benutzer, Änderungen an der FE-Software vorzunehmen
            T.Stored_Data                       Versuch seitens der Benutzer, gespeicherte Daten (Sicherheits- bzw. Benutzerdaten) zu
                                                verfälschen
            3.4 Sicherheitsziele
            Das wichtigste Sicherheitsziel des digitalen Fahrtenschreibersystems ist Folgendes:
            O.Main                              Die von den Kontrollbehörden zu prüfenden Daten müssen verfügbar sein und die
                                                Handlungen der kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge hinsichtlich Lenk-, Arbeits-, Be-
                                                reitschafts- und Ruhezeiten sowie Fahrzeuggeschwindigkeit vollständig und genau wi-
                                                derspiegeln
 ---pagebreak--- 28.5.2002         DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            C 126 E/191
          Das zum globalen Sicherheitsziel beitragende Sicherheitsziel der FE ist somit Folgendes:
          O.VU_Main                         Die zu messenden und aufzuzeichnenden sowie daraufhin von den Kontrollbehörden
                                            zu prüfenden Daten müssen verfügbar sein und die Tätigkeiten der kontrollierten
                                            Fahrer und Fahrzeuge hinsichtlich Lenk-, Arbeits-, Bereitschafts- und Ruhezeiten sowie
                                            Fahrzeuggeschwindigkeit genau widerspiegeln
          O.VU_Export                       Mit der FE muss es möglich sein, Daten an externe Datenträger so zu exportieren, dass
                                            sich die Integrität und Authentizität dieser Daten verifizieren lässt
          3.5 Informationstechnische Sicherheitsziele
          Die speziellen, zum Hauptsicherheitsziel beitragenden IT-Sicherheitsziele der FE sind Folgende:
          O.Access                          Die FE muss den Zugriff der Benutzer auf Funktionen und Daten steuern
          O.Accountability                  Die FE muss exakte Zuordnungsdaten erfassen
          O.Audit                           Die FE muss Versuche zur Umgehung ihrer Sicherheitsfunktionen prüfen und zu den
                                            betreffenden Benutzern zurückverfolgen
          O.Authentication                  Die FE sollte Benutzer und angeschlossene Geräteeinheiten authentisieren (wenn ein
                                            vertrauenswürdiger Weg zwischen Geräteeinheiten eingerichtet werden muss)
          O.Integrity                       Die FE muss die Integrität der Speicherdaten wahren
          O.Output                          Die FE stellt sicher, dass die Datenausgabe die gemessenen bzw. gespeicherten Daten
                                            genau widerspiegelt
          O.Processing                      Die FE stellt sicher, dass die Eingabedaten, aus denen sich die Benutzerdaten ableiten,
                                            exakt verarbeitet werden
          O.Reliability                     Die FE muss zuverlässig arbeiten
          O.Secured_Data_Exchange           Die FE muss den sicheren Datenaustausch mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeits-
                                            geber und mit Fahrtenschreiberkarten gewährleisten
          3.6 Physische, personelle bzw. verfahrenstechnische Mittel
          In diesem Abschnitt werden die physischen, personellen bzw. verfahrenstechnischen Anforderungen, die zur Sicherheit
          der FE beitragen, beschrieben.
          3.6.1 Gerätekonstruktion
          M.Development                     Die Entwickler der FE müssen sicherstellen, dass die Zuweisung von Verantwortlich-
                                            keiten während des Entwicklungszeitraums in einer die IT-Sicherheit wahrenden Weise
                                            erfolgt
          M.Manufacturing                   Die Hersteller der FE müssen sicherstellen, dass die Zuweisung von Verantwortlich-
                                            keiten während des Herstellungsprozesses in einer die IT-Sicherheit wahrenden Weise
                                            erfolgt und dass die FE in diesem Prozess vor physischen Angriffen, die die IT-Sicher-
                                            heit beeinträchtigen könnten, geschützt wird
          3.6.2 Auslieferung und Aktivierung der Geräte
          M.Delivery                        Die Hersteller der FE, die Fahrzeughersteller und die Installateure bzw. Werkstätten
                                            müssen beim Umgang mit noch nicht aktivierten FE sicherstellen, dass die Sicherheit
                                            der FE gewahrt bleibt
          M.Activation                      Die Fahrzeughersteller und die Installateure bzw. Werkstätten müssen die FE nach
                                            erfolgtem Einbau aktivieren, und zwar noch bevor das Fahrzeug den Einbauort verlässt
          3.6.3 Generierung und Lieferung der Sicherheitsdaten
          M.Sec_Data_Generation             Die Algorithmen zur Generierung von Sicherheitsdaten dürfen nur berechtigten und
                                            vertrauenswürdigen Personen zugänglich sein
          M.Sec_Data_Transport              Die Sicherheitsdaten müssen in einer Weise generiert, transportiert und in die FE
                                            eingebracht werden, die Vertraulichkeit und Integrität der Daten angemessen gewähr-
                                            leistet
 ---pagebreak--- C 126 E/192          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            28.5.2002
            3.6.4 Kartenübergabe
            M.Card_Availability                Fahrtenschreiberkarten dürfen nur berechtigten Personen zugänglich gemacht und
                                               übergeben werden
            M.Driver_Card_Uniqueness           Ein Fahrer darf immer nur eine gültige Fahrerkarte besitzen
            M.Card_Traceability                Die Übergabe der Karten muss rückverfolgbar sein (weiße und schwarze Listen), und
                                               für die Sicherheitsaudits müssen schwarze Listen herangezogen werden
            3.6.5 Einbau, Kalibrierung und Nachprüfung des Kontrollgeräts
            M.Approved_Workshops               Einbau, Kalibrierung und Reparatur des Kontrollgeräts dürfen nur durch vertrauens-
                                               würdige und zugelassene Installateure bzw. Werkstätten erfolgen
            M.Regular_Inpections               Die Kontrollgeräte müssen einer regelmäßigen Nachprüfung und Kalibrierung unterzo-
                                               gen werden
            M.Faithful_Calibration             Zugelassene Installateure und Werkstätten müssen bei der Kalibrierung die richtigen
                                               Fahrzeugparameter in die Kontrollgeräte eingegeben
            3.6.6 Betrieb der Geräte
            M.Faithful_Drivers                 Die Fahrer müssen sich an die Vorschriften halten und verantwortungsvoll handeln
                                               (z. B. ihre Fahrerkarten benutzen, manuell auszuwählende Tätigkeiten korrekt anwäh-
                                               len usw.)
            3.6.7 Kontrolle der Einhaltung von Vorschriften
            M.Controls                         Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist regelmäßig und stichprobenartig zu
                                               kontrollieren, unter anderem durch Sicherheitsaudits
            3.6.8 Software-Upgrades
            M.Software_Upgrade                 Neue Softwareversionen dürfen erst nach Erhalt der Sicherheitszertifizierung in der FE
                                               implementiert werden
            4. Sicherheitserzwingende Funktionen
            4.1 Identifizierung und Authentisierung
            4.1.1 Identifizierung und Authentisierung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
   UIA_201  Die FE ist in der Lage, für jede Interaktion die Identität des angeschlossenen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers
            festzustellen.
   UIA_202  Die Kennung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers setzt sich zusammen aus der Bauartgenehmigungsnummer und
            der Seriennummer des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers.
   UIA_203  Die FE authentisiert den angeschlossenen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber:
            — bei Anschließen des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers,
            — bei jeder Kalibrierung des Kontrollgeräts,
            — bei Wiederzuschalten der Stromversorgung.
            Die Authentisierung erfolgt gegenseitig und wird durch die FE ausgelöst.
   UIA_204  Die FE identifiziert und authentisiert in regelmäßigen Intervallen (Intervalldauer vom Hersteller noch festzulegen, jedoch
            häufiger als einmal pro Stunde) den angeschlossenen Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber erneut und stellt dabei
            sicher, dass der bei der zuletzt erfolgten Kalibrierung des Kontrollgeräts erkannte Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
            nicht ausgetauscht wurde.
   UIA_205  Die FE erkennt und verhindert den Gebrauch kopierter und wieder eingespielter Authentisierungsdaten.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         C 126 E/193
   UIA_206 Nach Erkennen einer (vom Hersteller noch festzulegenden, jedoch 20 nicht übersteigenden) Zahl von aufeinander-
           folgenden erfolglosen Authentisierungsversuchen und/oder nach Erkennen, dass der Weg- und/oder Geschwindigkeits-
           geber ohne Berechtigung (d. h. nicht während einer Kalibrierung des Kontrollgeräts) ausgewechselt wurde, wird die SEF:
           — ein Auditprotokoll über das Ereignis anlegen,
           — den Benutzer warnen,
           — die vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber gesendeten ungesicherten Weg- und Geschwindigkeitsdaten wei-
                terhin annehmen und nutzen.
           4.1.2 Identifizierung und Authentisierung des Benutzers
   UIA_207 Die FE wird die Identität von zwei Benutzern durch Überwachung der in den Kartensteckplatz des Fahrers bzw. in den
           Kartensteckplatz des zweiten Fahrers eingesteckten Fahrtenschreiberkarten ständig und ausgewählt nachprüfen.
   UIA_208 Die Benutzeridentität setzt sich zusammen aus:
           — einer Benutzergruppe:
                — FAHRER (Fahrerkarte),
                — KONTROLLEUR (Kontrollkarte),
                — WERKSTATT (Werkstattkarte),
                — UNTERNEHMEN (Unternehmenskarte),
                — UNBEKANNT (keine Karte eingesteckt),
           — einer Benutzerkennung, bestehend aus:
                — dem Code des die Karte ausstellenden Mitgliedstaats und der Kartennummer,
                — UNBEKANNT, falls die Benutzergruppe UNBEKANNT ist.
           UNBEKANNTE Identitäten können implizit oder explizit bekannt sein.
   UIA_209 Die FE authentisiert ihre Benutzer bei Einstecken der Karte.
   UIA_210 Die FE authentisiert ihre Benutzer erneut:
           — bei Wiederzuschalten der Stromversorgung,
           — regelmäßig nach bestimmten Ereignissen (vom Hersteller noch festzulegen, jedoch öfter als einmal am Tag).
   UIA_211 Die Authentisierung besteht in der Nachweisführung, dass die eingesteckte Karte eine gültige Fahrtenschreiberkarte ist,
           die über Sicherheitsdaten verfügt, die nur aus dem System selbst stammen können. Die Authentisierung erfolgt gegen-
           seitig und wird durch die FE ausgelöst.
   UIA_212 Zusätzlich ist auch eine erfolgreiche Authentisierung der Werkstätten mittels PIN-Prüfung erforderlich. Eine PIN umfasst
           mindestens 4 Zeichen.
           Anmerkung: Falls die PIN durch ein in der Nähe der FE angeordnetes externes Gerät an die FE übertragen wird, ist ein
           Schutz der PIN während der Übertragung nicht erforderlich.
   UIA_213 Die FE erkennt und verhindert den Gebrauch kopierter und wieder eingespielter Authentisierungsdaten.
   UIA_214 Nach 5 aufeinanderfolgenden erfolglosen Authentisierungsversuchen wird die SEF:
           — ein Auditprotokoll über das Ereignis anlegen,
           — eine Warnung an den Benutzer ausgeben,
           — davon ausgehen, dass der Benutzer UNBEKANNT und die Karte ungültig ist (Begriffsbestimmung z) und Anforde-
                rung 007).
 ---pagebreak--- C 126 E/194          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            4.1.3 Identifizierung und Authentisierung eines entfernt angeschlossenen Unternehmens
            Die Fähigkeit zum entfernten Anschluss von Unternehmen ist optional. Dieser Absatz gilt daher nur, wenn dieses
            Merkmal implementiert ist.
   UIA_215  Bei jeder Interaktion mit einem entfernt angeschlossenen Unternehmen muss die FE zur Feststellung der Identität des
            Unternehmens in der Lage sein.
   UIA_216  Die Identität des entfernt angeschlossenen Unternehmens setzt sich aus dem Code des die Unternehmenskarte aus-
            stellenden Mitgliedstaats und der Nummer seiner Unternehmenskarte zusammen.
   UIA_217  Die FE muss das entfernt angeschlossene Unternehmen erst erfolgreich authentisieren, bevor sie jeglichen Datenexport
            an das Unternehmen zulässt.
   UIA_218  Die Authentisierung besteht in der Nachweisführung, dass das Unternehmen im Besitz einer gültigen Unternehmenskarte
            ist, die über Sicherheitsdaten verfügt, die nur aus dem System selbst stammen können.
   UIA_219  Die FE erkennt und verhindert den Gebrauch kopierter und wieder eingespielter Authentisierungsdaten.
   UIA_220  Nach 5 aufeinanderfolgenden erfolglosen Authentisierungsversuchen sendet die FE:
            — An das entfernt angeschlossene Unternehmen eine Warnung aus.
            4.1.4 Identifizierung und Authentisierung des Verwaltungsgeräts
            Die Hersteller der FE können spezielle Geräte für zusätzliche FE-Verwaltungsfunktionen vorsehen (z. B. für Software-
            Upgrade, Neuladen von Sicherheitsdaten, . . .). Dieser Absatz gilt daher nur, wenn dieses Merkmal implementiert ist.
   UIA_221  Bei jeder Interaktion mit einem Verwaltungsgerät muss die FE zur Feststellung der Identität des Geräts in der Lage sein.
   UIA_222  Die FE muss das Verwaltungsgerät erst erfolgreich authentisieren, bevor sie jegliche weitere Interaktion zulässt.
   UIA_223  Die FE erkennt und verhindert den Gebrauch kopierter und wieder eingespielter Authentisierungsdaten.
            4.2 Zugriffskontrolle
            Die Zugriffskontrolle gewährleistet, dass nur speziell dazu berechtigte Personen Informationen aus dem PO auslesen
            sowie im PO anlegen bzw. nach Änderung in das PO einlesen.
            Zu beachten ist, dass die von der FE aufgezeichneten Benutzerdaten zwar private bzw. kommerziell sensible Aspekte
            beinhalten, ihrem Wesen nach jedoch nicht vertraulich sind. Aus diesem Grund ist die auf das Zugriffsrecht zum Lesen
            von Daten bezogene funktionelle Anforderung (Anforderung 011) nicht Gegenstand einer sicherheitserzwingenden
            Funktion.
            4.2.1 Zugriffsberechtigung
   ACC_201  Die FE verwaltet und prüft die Zugriffsberechtigung auf Funktionen und Daten.
            4.2.2 Funktionszugriffrechte
   ACC_202  Die FE dient der Durchsetzung der Vorschriften zur Betriebsartauswahl (Anforderungen 006 bis 009).
   ACC_203  Mit der FE werden ausgehend von der Betriebsart die Vorschriften für die Funktionszugriffskontrolle durchgesetzt
            (Anforderung 010).
            4.2.3 Datenzugriffsrechte
   ACC_204  Die FE dient der Durchsetzung der Vorschriften für den Schreibzugriff auf die FE-Kenndaten (Anforderung 076)
   ACC_205  Die FE dient der Durchsetzung der Vorschriften für den Schreibzugriff auf die gekoppelten Weg- und/oder Geschwindig-
            keitsgeberkenndaten (Anforderungen 079 und 155)
   ACC_206  Nach der FE-Aktivierung stellt die FE sicher, dass Kalibrierungsdaten einzig in der Betriebsart Kalibrierung in die FE
            eingegeben und in ihrem Massenspeicher abgelegt werden können (Anforderungen 154 und 156).
   ACC_207  Nach der FE-Aktivierung sorgt die FE für die Durchsetzung der Vorschriften für den Schreib- und Löschzugriff auf die
            Kalibrierungsdaten (Anforderung 097).
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/195
   ACC_208 Nach der FE-Aktivierung stellt die FE sicher, dass Zeiteinstellungsdaten einzig in der Betriebsart Kalibrierung in die FE
           eingegeben und in ihrem Massenspeicher abgelegt werden können. (Diese Anforderung trifft nicht auf geringfügige
           Zeiteinstellungen zu, wie sie im Rahmen der Anforderungen 157 und 158 gestattet sind.)
   ACC_209 Nach der FE-Aktivierung sorgt die FE für die Durchsetzung der Vorschriften für den Schreib- und Löschzugriff auf die
           Zeiteinstellungsdaten (Anforderung 100).
   ACC_210 Die FE gewährleistet angemessene Zugriffsrechte zum Lesen und Schreiben von Sicherheitsdaten (Anforderung 080).
           4.2.4 Dateistruktur und -zugriffsbedingungen
   ACC_211 Die Strukturen der Anwendungs- und Datendateien und die Zugriffsbedingungen auf diese Dateien werden bereits im
           Herstellungsprozess angelegt und gegen jegliche spätere Verfälschung bzw. Löschung gesperrt.
           4.3 Zuordnungsmöglichkeit
   ACT_201 Die FE stellt sicher, dass den Fahrern ihre Tätigkeiten zugeordnet werden können (Anforderungen 081, 084, 087, 105a,
           105b, 109 und 109a).
   ACT_202 Die FE speichert Kenndaten dauerhaft (Anforderung 075).
   ACT_203 Die FE stellt sicher, dass den Werkstätten ihre Tätigkeiten zugeordnet werden können (Anforderungen 098, 101 und
           109).
   ACT_204 Die FE stellt sicher, dass den Kontrolleuren ihre Tätigkeiten zugeordnet werden können (Anforderungen 102, 103 und
           109).
   ACT_205 Die FE zeichnet Kilometerstände (Anforderung 090) und Geschwindigkeitsdaten mit Detailangaben auf (Anforderung
           093).
   ACT_206 Die FE stellt sicher, dass die Anforderungen 081 bis 093 und 102 bis einschließlich 105b betreffende Benutzerdaten
           nach Aufzeichnung nicht mehr geändert werden, außer wenn diese zu den ältesten Daten werden, die bei erschöpftem
           Speicher durch neue Daten überschrieben werden.
   ACT_207 Die FE darf bereits auf einer Fahrtenschreiberkarte gespeicherte Daten nicht ändern (Anforderungen 109 und 109a),
           außer beim Überschreiben der ältesten Daten durch neue Daten (Anforderung 110) bzw. im in der Anmerkung zu
           Absatz 2.1 in Anlage 1 beschriebenen Fall.
           4.4 Audit
           Die Möglichkeit der Durchführung von Audits ist nur für Ereignisse erforderlich, die auf einen Versuch der Manipulation
           bzw. Sicherheitsverletzung hindeuten. Für die übliche Ausübung von Rechten sind Auditfähigkeiten auch dann, wenn
           dies sicherheitserzwingend ist, nicht gefordert.
   AUD_201 Die FE muss Ereignisse, die ihre Sicherheit beeinträchtigen, mit den dazugehörigen Daten aufzeichnen (Anforderungen
           094, 096 und 109).
   AUD_202 Folgende Ereignisse beeinträchtigen die Sicherheit der FE:
           — Sicherheitsverletzende Versuche:
               — fehlgeschlagene Authentisierung des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers,
               — fehlgeschlagene Authentisierung der Fahrtenschreiberkarte,
               — unberechtigtes Auswechseln des Weg- und/oder Geschwindigkeitsgebers,
               — Integritätsfehler der Karteneingabedaten,
               — Integritätsfehler der gespeicherten Benutzerdaten,
               — interner Datenübertragungsfehler,
               — unberechtigtes Öffnen des Gehäuses,
               — Hardwaremanipulation,
 ---pagebreak--- C 126 E/196          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             28.5.2002
            — Letzte Kartentransaktion nicht ordnungsgemäß abgeschlossen,
            — Weg- und Geschwindigkeitsdatenfehlerereignis,
            — Unterbrechung der Stromversorgung,
            — FE-interne Störung.
   AUD_203 Mit der FE werden die Speicherungsvorschriften für Auditprotokolle durchgesetzt (Anforderung 094 und 096).
   AUD_204 Die FE legt die vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber generierten Auditprotokolls in ihrem Massenspeicher ab.
   AUD_205 Es muss möglich sein, Auditprotokolle auszudrucken, anzuzeigen und zu übertragen.
            4.5 Wiederverwendung von Speichermedien
   REU_201  Die FE stellt sicher, dass Zwischenspeichermedien wiederverwendet werden können, ohne einen unzulässigen Informa-
            tionsfluss zu beinhalten.
            4.6 Genauigkeit
            4.6.1 Maßnahmen zur Kontrolle des Informationsflusses
   ACR_201  Die FE stellt sicher, dass die Anforderungen 081, 084, 087, 090, 093, 102, 104, 105, 105a und 109 betreffende
            Benutzerdaten nur verarbeitet werden, wenn sie von den richtigen Eingabequellen stammen:
            — Weg- und Geschwindigkeitsdaten des Fahrzeugs,
            — Echtzeituhr der FE,
            — Kalibrierungsparameter des Kontrollgeräts,
            — Fahrtenschreiberkarten,
            — Eingaben durch Benutzer.
   ACR_201a Die FE stellt sicher, dass die Anforderung 109a betreffende Benutzerdaten nur für den Zeitraum von der letzten
            Kartenentnahme bis zum derzeitigen Einstecken der Karte eingegeben werden können (Anforderung 050a).
            4.6.2 Interne Datenübertragung
            Die Anforderungen dieses Absatzes gelten nur, wenn die FE physisch getrennte Teile nutzt.
   ACR_202  Werden Daten zwischen physisch getrennten Teilen der FE übertragen, müssen diese Daten gegen Verfälschungen
            geschützt werden.
   ACR_203  Bei Erkennen eines Datenübertragungsfehlers im Verlauf einer internen Datenübertragung wird die Übertragung wieder-
            holt und über das Ereignis ein Auditprotokoll durch die SEF angelegt.
            4.6.3 Integrität der Speicherdaten
   ACR_204  Die FE prüft die in ihrem Speicher abgelegten Benutzerdaten auf Integritätsfehler.
   ACR_205  Bei Erkennen eines Integritätsfehlers der Benutzerdaten generiert die SEF ein Auditprotokoll.
            4.7 Zuverlässigkeit während des Betriebs
            4.7.1 Prüfungen
   RLB_201  Sämtliche speziell für den Prüfbedarf während der Herstellungsphase der FE erforderlichen Befehle, Handlungen bzw.
            Prüfpunkte werden vor Aktivierung der FE deaktiviert oder entfernt. Es darf nicht möglich sein, sie zum späteren
            Gebrauch wiederherzustellen.
   RLB_202  Die FE führt zur Funktionsprüfung beim ersten Einschalten sowie während des normalen Betriebs Selbsttests durch. Die
            Selbsttests der FE beinhalten eine Integritätsprüfung der Sicherheitsdaten sowie eine Integritätsprüfung des gespeicherten
            Ausführungscodes (sofern dieser nicht im ROM gespeichert ist).
   RLB_203  Bei Erkennen einer internen Fehlfunktion während der Selbstprüfung wird die SEF:
            — ein Auditprotokoll erstellen (außer in der Betriebsart Kalibrierung) (FE-interne Störung),
            — die Speicherdatenintegrität wahren.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/197
           4.7.2 Software
   RLB_204 Es darf keine Möglichkeit gegeben sein, die Software nach Aktivierung der FE bei der Praxisanwendung zu analysieren
           bzw. auszutesten.
   RLB_205 Eingaben aus externen Quellen dürfen als Ausführungscode nicht akzeptiert werden.
           4.7.3 Physischer Schutz
   RLB_206 Falls die Konstruktionsweise der FE ein Öffnen des Gehäuses erlaubt, muss die FE jedes Öffnen des Gehäuses feststellen,
           selbst wenn die externe Stromversorgung bis zu 6 Monate unterbrochen ist. Die SEF legt in diesem Fall ein Audit-
           protokoll an (hierbei ist zulässig, dass das Auditprotokoll erst nach Wiederzuschalten der Stromversorgung erstellt und
           gespeichert wird).
           Ist die FE so konstruiert, dass sie nicht geöffnet werden kann, muss ihre Bauweise dennoch jeden Versuch der
           physischen Manipulation leicht erkennen lassen (z. B. durch Sichtprüfung).
   RLB_207 Die FE muss nach ihrer Aktivierung bestimmte (vom Hersteller noch festzulegende) Formen der Hardwaremanipulation
           erkennen.
   RLB_208 In vorgenannten Fall erstellt die SEF ein Auditprotokoll und wird die FE . . . (vom Hersteller noch festzulegen).
           4.7.4 Unterbrechung der Stromversorgung
   RLB_209 Die FE erkennt Abweichungen von den festgelegten Stromwerten einschließlich einer Unterbrechung der Stromversor-
           gung.
   RLB_210 Im vorgenannten Fall wird die SEF:
           — ein Auditprotokoll erstellen (außer in der Betriebsart Kalibrierung),
           — den Sicherheitsstatus der FE wahren,
           — die Sicherheitsfunktionen für die noch in Betrieb befindlichen Komponenten bzw. noch laufenden Prozesse aufrecht-
                erhalten,
           — die Speicherdatenintegrität wahren.
           4.7.5 Rücksetzbedingungen
   RLB_211 Bei einer Unterbrechung der Stromversorgung, beim Abbruch einer Transaktion vor deren Vollendung bzw. bei Vor-
           liegen jeder sonstigen Rücksetzbedingung muss die FE sauber zurückgesetzt werden
           4.7.6 Datenbereitstellung
   RLB_212 Die FE stellt sicher, dass auf den Datenbestand bei Bedarf zugegriffen werden kann und dass die Daten weder unnötig
           abgerufen noch zurückgehalten werden.
   RLB_213 Die FE muss gewährleisten, dass die Kartenfreigabe erst erfolgt, nachdem die relevanten Daten auf die Karten gespeichert
           wurden (Anforderungen 015 und 016).
   RLB_214 Im vorgenannten Fall wird die SEF ein Auditprotokoll über das Ereignis anlegen.
           4.7.7 Multifunktionsgeräte
   RLB_215 Falls die FE neben der Fahrtenschreiberfunktion noch weitere Anwendungen bietet, müssen alle diese Anwendungen
           physisch und/oder logisch voneinander getrennt sein. Jede dieser Anwendungen muss auf eigene Sicherheitsdaten
           zurückgreifen, und es darf immer nur eine Funktion aktiv sein.
           4.8 Datenaustausch
           Dieser Absatz betrifft den Datenaustausch zwischen der FE und angeschlossenen Geräten.
           4.8.1 Datenaustausch mit dem Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber
   DEX_201 Die FE prüft die Integrität und Authentizität der vom Weg- und/oder Geschwindigkeitsgeber importierten Daten.
 ---pagebreak--- C 126 E/198          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
   DEX_202  Bei Erkennen eines Integritäts- bzw. Authentizitätsfehlers der Weg- und Geschwindigkeitsdaten wird die SEF:
            — ein Auditprotokoll generieren,
            — die importierten Daten weiterhin verwenden.
            4.8.2 Datenaustausch mit Fahrtenschreiberkarten
   DEX_203  Die FE prüft die Integrität und Authentizität der von den Fahrtenschreiberkarten importierten Daten.
   DEX_204  Bei Erkennen eines Integritäts- bzw. Authentizitätsfehlers der Weg- und Geschwindigkeitsdaten wird die FE:
            — ein Auditprotokoll generieren,
            — die Daten nicht verwenden.
   DEX_205  Die FE exportiert die Daten mit den zugehörigen Sicherheitsattributen an die Fahrtenschreiberkarten, so dass die Karte
            die Integrität und Authentizität der Daten prüfen kann.
            4.8.3 Datenaustausch mit externen Datenträgern (Übertragungsfunktion)
   DEX_206  Die FE generiert für an externe Datenträger übertragene Daten einen Herkunftsnachweis.
   DEX_207  Die FE stellt dem Empfänger der übertragenen Daten eine Fähigkeit zur Prüfung des Herkunftsnachweises bereit.
   DEX_208  Die FE exportiert die Daten mit den zugehörigen Sicherheitsattributen an den externen Datenträger, so dass sich
            Integrität und Authentizität der Daten prüfen lassen.
            4.9 Kryptographische Unterstützung
            Je nach Sicherheitsmechanismus und vom Hersteller gewählten Lösungen gelten die Anforderungen dieses Absatzes nur
            soweit erforderlich.
   CSP_201  Jede von der FE durchgeführte kryptographische Operation entspricht einem genau festgelegten Algorithmus und einer
            genau festgelegten Schlüsselgröße.
   CSP_202  Falls die FE kryptographische Schlüssel generiert, müssen diese genau festgelegten Schlüsselgenerierungsalgorithmen und
            genau festgelegten Schlüsselgrößen entsprechen.
   CSP_203  Falls die FE kryptographische Schlüssel vergibt, muss dies nach genau festgelegten Schlüsselvergabemethoden erfolgen.
   CSP_204  Falls die FE auf kryptographische Schlüssel zugreift, muss dies nach genau festgelegten Schlüsselzugriffsmethoden
            erfolgen.
   CSP_205  Falls die FE kryptographische Schlüssel vernichtet, muss dies nach genau festgelegten Schlüsselvernichtungsmethoden
            erfolgen.
            5. Beschreibung der Sicherheitsmechanismen
            Die geforderten Sicherheitsmechanismen werden in Anlage 11 beschrieben.
            Alle sonstigen Sicherheitsmechanismen werden durch die Hersteller festgelegt.
            6. Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen
            Die Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen der Fahrzeugeinheit ist Hoch, gemäß Definition in ITSEC.
            7. Gewährleistungsebene
            Die für die Fahrzeugeinheit vorgegebene Gewährleistungsebene ist die ITSEC-Ebene E3, gemäß Definition in ITSEC.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                      C 126 E/199
            8. Grundlegendes Prinzip
            Die folgenden Kreuzgitter sollen das Prinzip der SEF begründen, indem sie verdeutlichen:
            — welche SEF bzw. Mittel welchen Sicherheitsgefährdungen entgegenwirken,
            — welche SEF welche IT-Sicherheitsziele erfüllen.
                                                                          Sicherheitsgefährdungen                   IT-Zielsetzungen
                                                     Zugriff                                            Sicherheitsdaten
                                                     Identifizierung
                                                     Fehler/Störungen                                   Software
                                                     Prüfungen                                          Speicherdaten
                                                     Konstruktion                                       Zugriff
                                                     Kalibrierungsparameter                             Zuordnungsmöglichkeit
                                                     Kartendatenaustausch
                                                     Uhr                                                Audit
                                                     Umfeld                                             Authentisierung
                                                     Nachgebaute Geräte                                 Integrität
                                                     Hardware                                           Ausgabe
                                                     Weg-/Geschwindigkeitsdaten                         Datenverarbeitung
                                                     Nicht aktiviert
                                                     Ausgabedaten                                       Verlässlichkeit
                                                     Stromversorgung                                    Gesicherter Datenaustausch
             Physische, personelle, verfahrenstechnische Mittel
             Entwicklung                                      x x x
             Herstellung                                        x x
             Auslieferung                                                                       x
             Aktivierung                              x                                         x
             Generierung von Sicherheitsdaten                                                           x
             Transport von Sicherheitsdaten                                                             x
             Kartenverfügbarkeit                          x
             Nur eine Karte pro Fahrer                    x
             Rückverfolgbarkeit der Karte                 x
             Zugelassene Werkstätten                                  x       x
             Regelmäßige Nachprüfung,                                 x       x         x           x       x
             Kalibrierung
             Verlässliche Werkstätten                                 x       x
             Verlässliche Fahrer                          x
             Durchsetzung gesetzlicher                    x           x       x x       x       x   x   x x
             Vorschriften
             Software-Upgrade                                                                               x
             Sicherheitserzwingende Funktionen
             Identifizierung und Authentisierung
             UIA_201 Geberidentifizierung                                           x       x                            x                 x
             UIA_202 Geberidentität                                                 x       x                            x
             UIA_203 Geberauthentisierung                                           x       x                            x                 x
             UIA_204 Sensor-Neuidentifizierung                                      x       x                            x                 x
                     und -Neuauthentisierung
             UIA_205 Fälschungssichere                                              x       x                            x
                     Authentisierung
             UIA_206 Fehlgeschlagene                                                x       x                        x                 x
                     Authentisierung
             UIA_207 Benutzeridentifizierung          x x                           x                           x        x                 x
             UIA_208 Benutzeridentität                x x                           x                           x        x
             UIA_209 Benutzerauthentisierung          x x                           x                           x        x                 x
             UIA_210 Benutzer-Neuauthentisierung x x                                x                           x        x                 x
             UIA_211 Authentisierungsmittel           x x                           x                           x        x
             UIA_212 PIN-Prüfungen                    x x             x       x                                 x        x
             UIA_213 Fälschungssichere                x x                           x                           x        x
                     Authentisierung
 ---pagebreak--- C 126 E/200         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                  28.5.2002
                                                                    Sicherheitsgefährdungen                    IT-Zielsetzungen
                                                   Zugriff                                    Sicherheitsdaten
                                                   Identifizierung
                                                   Fehler/Störungen                           Software
                                                   Prüfungen                                  Speicherdaten
                                                   Konstruktion                               Zugriff
                                                   Kalibrierungsparameter                     Zuordnungsmöglichkeit
                                                   Kartendatenaustausch
                                                   Uhr                                        Audit
                                                   Umfeld                                     Authentisierung
                                                   Nachgebaute Geräte                         Integrität
                                                   Hardware                                   Ausgabe
                                                   Weg-/Geschwindigkeitsdaten                 Datenverarbeitung
                                                   Nicht aktiviert
                                                   Ausgabedaten                               Verlässlichkeit
                                                   Stromversorgung                            Gesicherter Datenaustausch
              UIA_214 Fehlgeschlagene               x x                       x                                 x
                      Authentisierung
              UIA_215 Identifizierung entfernter    x x                                                x            x                 x
                      Benutzer
              UIA_216 Identität entfernter Benutzer x x                                                x            x
              UIA_217 Authentisierung entfernter    x x                                                x            x                 x
                      Benutzer
              UIA_218 Authentisierungsmittel        x x                                                x            x
              UIA_219 Fälschungssichere             x x                                                x            x
                      Authentisierung
              UIA_220 Fehlgeschlagene               x x
                      Authentisierung
              UIA_221 Verwaltungsgerät-             x x                                                x            x
                      Identifizierung
              UIA_222 Verwaltungsgerät-             x x                                                x            x
                      Authentisierung
              UIA_223 Fälschungssichere             x x                                                x            x
                      Authentisierung
              Zugriffskontrolle
              ACC_201 Zugriffskontrollregeln        x           x       x                     x    x x
              ACC_202 Zugriffsrechte auf            x           x       x                              x
                      Funktionen
              ACC_203 Zugriffsrechte auf            x           x       x                              x
                      Funktionen
              ACC_204 FE-Kennung                                                                   x x
              ACC_205 Kennung angeschlossener                                 x                    x x
                      Geber
              ACC_206 Kalibrierungsdaten            x           x                                  x x
              ACC_207 Kalibrierungsdaten                        x                                  x x
              ACC_208 Zeiteinstellungsdaten                             x                          x x
              ACC_209 Zeiteinstellungsdaten                             x                          x x
              ACC_210 Sicherheitsdaten                                                        x    x x
              ACC_211 Datenstruktur und Zugriffs- x             x                             x    x x
                      bedingungen
              Zuordnungsmöglichkeit
              ACT_201 Zuordnung zu Fahrern                                                                 x
              ACT_202 FE-Kenndaten                                                                         x x
              ACT_203 Zuordnung zu Werkstätten                                                             x
              ACT_204 Zuordnung zu                                                                         x
                      Kontrolleuren
              ACT_205 Zuordnung zu Fahrzeugen                                                              x
              ACT_206 Zuordnungsdatenänderung                                                      x                    x         x
              ACT_207 Zuordnungsdatenänderung                                                      x                    x         x
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                    C 126 E/201
                                                                  Sicherheitsgefährdungen                       IT-Zielsetzungen
                                                  Zugriff                                           Sicherheitsdaten
                                                  Identifizierung
                                                  Fehler/Störungen                                  Software
                                                  Prüfungen                                         Speicherdaten
                                                  Konstruktion                                      Zugriff
                                                  Kalibrierungsparameter                            Zuordnungsmöglichkeit
                                                  Kartendatenaustausch
                                                  Uhr                                               Audit
                                                  Umfeld                                            Authentisierung
                                                  Nachgebaute Geräte                                Integrität
                                                  Hardware                                          Ausgabe
                                                  Weg-/Geschwindigkeitsdaten                        Datenverarbeitung
                                                  Nicht aktiviert
                                                  Ausgabedaten                                      Verlässlichkeit
                                                  Stromversorgung                                   Gesicherter Datenaustausch
            Audit
            AUD_201 Auditprotokolle                                                                              x
            AUD_202 Auditereignislisten            x               x             x x        x x             x    x
            AUD_203 Auditprotokoll-                                                                              x
                    Speichervorschriften
            AUD_204 Geber-Auditprotokolle                                                                        x
            AUD_205 Auditwerkzeuge                                                                               x
            Wiederverwendung
            REU_201 Wiederverwendung                                                                x                          x x
            Genauigkeit
            ACR_201 Informationsflusskontrolle                     x         x       x                                         x x
            ACR_202 Interne Datenübertragung                                                x                              x x x
            ACR_203 Interne Datenübertragung                                                x                    x
            ACR_204 Speicherdatenintegrität                                                                 x          x           x
            ACR_205 Speicherdatenintegrität                                                                 x    x
            Gewährleistung
            RLB_201 Herstellungsprüfungen                   x x                                                                    x
            RLB_202 Selbsttests                         x                        x              x       x                          x
            RLB_203 Selbsttests                                                  x              x       x        x
            RLB_204 Softwareanalyse                           x                                         x                          x
            RLB_205 Softwareeingabe                                                                     x                  x x x
            RLB_206 Öffnen des Gehäuses                       x          x       x          x       x x x                  x       x
            RLB_207 Hardwaremanipulation                                         x                                                 x
            RLB_208 Hardwaremanipulation                                         x                               x
            RLB_209 Unterbrechungen der                                                         x                                  x
                    Stromversorgung
            RLB_210 Unterbrechungen der                                                         x                x
                    Stromversorgung
            RLB_211 Rücksetzen                          x                                                                          x
            RLB_212 Datenbereitstellung                                                                                        x x
            RLB_213 Kartenfreigabe                                                                                                 x
            RLB_214 Kartentransaktion nicht                                                                      x
                    ordnungsgemäß
                    abgeschlossen
            RLB_215 Multifunktionsgeräte                                                                                           x
            Datenaustausch
            DEX_201 Gesicherter Import von                                           x                                                 x
                      Weg- und Geschwindig-
                      keitsdaten
            DEX_202 Gesicherter Import von                                           x                           x
                      Weg- und Geschwindig-
                      keitsdaten
            DEX_203 Gesicherter Import von                         x                                                                   x
                      Kartendaten
 ---pagebreak--- C 126 E/202         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
                                                                 Sicherheitsgefährdungen                 IT-Zielsetzungen
                                                   Zugriff                                     Sicherheitsdaten
                                                   Identifizierung
                                                   Fehler/Störungen                            Software
                                                   Prüfungen                                   Speicherdaten
                                                   Konstruktion                                Zugriff
                                                   Kalibrierungsparameter                      Zuordnungsmöglichkeit
                                                   Kartendatenaustausch
                                                   Uhr                                         Audit
                                                   Umfeld                                      Authentisierung
                                                   Nachgebaute Geräte                          Integrität
                                                   Hardware                                    Ausgabe
                                                   Weg-/Geschwindigkeitsdaten                  Datenverarbeitung
                                                   Nicht aktiviert
                                                   Ausgabedaten                                Verlässlichkeit
                                                   Stromversorgung                             Gesicherter Datenaustausch
              DEX_204 Gesicherter Import von                      x                                       x
                      Kartendaten
              DEX_205 Gesicherter Export von                      x                                                           x
                      Daten an Karten
              DEX_206 Herkunftsnachweis                                                    x                       x
              DEX_207 Herkunftsnachweis                                                    x                       x
              DEX_208 Gesicherter Export an                                                x                       x
                      externe Datenträger
              Kryptographische Unterstützung
              CSP_201 Algorithmen                                                                                           x x
              CSP_202 Schlüsselgenerierung                                                                                  x x
              CSP_203 Schlüsselvergabe                                                                                      x x
              CSP_204 Schlüsselzugriff                                                                                      x x
              CSP_205 Schlüsselvernichtung                                                                                  x x
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             C 126 E/203
                           ALLGEMEINE SICHERHEITSANFORDERUNGEN FÜR DIE FAHRTENSCHREIBERKARTE
          1. Einführung
          In diesem Abschnitt werden die Fahrtenschreiberkarte, mögliche Sicherheitsgefährdungen sowie die zu erfüllenden
          Sicherheitsziele beschrieben. Außerdem enthält er Erläuterungen zu den zur Durchsetzung der Sicherheitsanforderungen
          erforderlichen Funktionen, und es erfolgt eine Auflistung der Mindestanforderungen an die Sicherheitsmechanismen und
          die erforderliche Gewährleistungsebene für Entwicklung und Evaluierung.
          Die hier aufgeführten Anforderungen entsprechen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B. Im Interesse einer
          besseren Verständlichkeit können sich Doppelungen zwischen den Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B und den
          Sicherheitsanforderungen ergeben. Bei Diskrepanzen zwischen einer Sicherheitsanforderung und der Anforderung im
          Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderung bezieht, geht die Anforderung im Hauptteil von
          Anhang I B vor.
          Anforderungen im Hauptteil von Anhang I B, auf die sich diese Sicherheitsanforderungen nicht beziehen, sind nicht
          Gegenstand der Funktionen zur Durchsetzung von Sicherheitsanforderungen.
          Eine Fahrtenschreiberkarte ist eine serienmäßige Chipkarte mit einer speziellen Fahrtenschreiberanwendung. Sie muss
          den aktuellen Funktions- und Sicherheitsanforderungen an Chipkarten genügen. Die im Folgenden dargelegten Sicher-
          heitsanforderungen beinhalten daher nur die zusätzlichen Sicherheitsanforderungen in Bezug auf die Fahrtenschreiber-
          anwendung.
          Zwecks besserer Zuordnung zu den in der Dokumentation über Entwicklung und Evaluierung verwendeten Begriffen
          wurden für die möglichen Sicherheitsgefährdungen sowie die zu erfüllenden Ziele, Verfahrensmöglichkeiten und SEF-
          Spezifikationen eindeutige Bezeichnungen gewählt.
          2. Abkürzungen, Begriffsbestimmungen und Referenzdokumente
          2.1 Abkürzungen
          IC       Integrierter Schaltkreis (Elektronisches Bauelement zum Ausführen von Datenverarbeitungs- und/oder Speicher-
                   funktionen)
          OS       Betriebssystem
          PIN      Persönliche Geheimzahl (Personal Identification Number)
          ROM      Festspeicher (Read Only Memory)
          SFP      Sicherheitsfunktionsregeln
          PO       Prüfobjekt
          TSF      Sicherheitsfunktion des Prüfobjekts
          FE       Fahrzeugeinheit (Vehicle Unit)
          2.2 Begriffsbestimmungen
          Digitaler Fahrtenschreiber             Kontrollgerät
          Sensible Daten                         Von der Fahrtenschreiberkarte gespeicherte Daten, deren Schutz hinsichtlich Inte-
                                                 grität, unberechtigten Zugriff und Vertraulichkeit (sofern auf Sicherheitsdaten zu-
                                                 treffend) erforderlich ist. Zu sensiblen Daten zählen Sicherheitsdaten und Benutzer-
                                                 daten
          Sicherheitsdaten                       Spezielle Daten, die zur Unterstützung der sicherheitserzwingenden Funktionen
                                                 erforderlich sind (z. B. kryptographische Schlüssel)
          System                                 Gerätetechnik, Menschen bzw. Organisationen, die in welcher Weise auch immer
                                                 mit den Kontrollgeräten in Beziehung stehen
          Benutzer                               Jede Person oder externe IT-Geräteeinheit, die nicht Teil des PO ist, jedoch mit dem
                                                 PO in Interaktion tritt
 ---pagebreak--- C 126 E/204          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            Benutzerdaten                         Auf der Fahrtenschreiberkarte gespeicherte sensible Daten, mit Ausnahme der Si-
                                                  cherheitsdaten. Zu den Benutzerdaten zählen Kenndaten und Tätigkeitsdaten
            Kenndaten                             Die Kenndaten beinhalten die Kenndaten der Karte und die Kenndaten des Karten-
                                                  inhabers
            Kartenkenndaten                       Benutzerdaten zur Kartenidentifizierung entsprechend den Anforderungen 190,
                                                  191, 192, 194, 215, 231 und 235
            Karteninhaberkenndaten                Benutzerdaten zur Identifizierung des Karteninhabers entsprechend den Anforde-
                                                  rungen 195, 196, 216, 232 und 236
            Tätigkeitsdaten                       Zu den Tätigkeitsdaten zählen die Karteninhabertätigkeitsdaten, die Ereignis- und
                                                  Störungsdaten sowie die Kontrolltätigkeitsdaten
            Karteninhabertätigkeitsdaten          Die Tätigkeiten des Karteninhabers betreffende Benutzerdaten entsprechend den
                                                  Anforderungen 197, 199, 202, 212, 212a, 217, 219, 221, 226, 227, 229, 230a,
                                                  233 und 237
            Ereignis- und Störungsdaten           Ereignisse bzw. Störungen und Fehlfunktionen betreffende Benutzerdaten entspre-
                                                  chend den Anforderungen 204, 205, 207, 208 und 223
            Kontrolltätigkeitsdaten               Die Kontrollen der Durchsetzung gesetzlicher Vorschriften betreffende Benutzer-
                                                  daten entsprechend den Anforderungen 210 und 225
            2.3 Referenzdokumente
            ITSEC     ITSEC Information Technology Security Evaluation Criteria 1991 (Kriterien für die Bewertung der Sicherheit
                      von Systemen der Informationstechnik)
            IC PP     Smartcard Integrated Circuit Protection Profile (Profil für den Schutz von Chipkarten-ICs) — Version 2.0 —
                      Ausgabe September 1998. Eingetragen bei der französischen Zertifizierungsstelle unter Nummer PP/9806
            ES PP     Smart Card Integrated Circuit With Embedded Software Protection Profile (Profil für den Schutz von Chip-
                      karten-ICs mit eingebetteter Software) — Version 2.0 — Ausgabe Juni 1999. Eingetragen bei der französi-
                      schen Zertifizierungsstelle unter Nummer PP/9911
            3. Grundprinzip des Produkts
            3.1 Beschreibung und Verwendung der Fahrtenschreiberkarte
            Eine Fahrtenschreiberkarte ist eine Chipkarte wie in IC PP und ES PP beschrieben, die eine Anwendung zur Verwendung
            der Karte mit dem Kontrollgerät beherbergt.
            Die grundlegenden Funktionen der Fahrtenschreiberkarte sind:
            — das Speichern der Karten- und der Karteninhaberkenndaten. Diese Daten werden von der Fahrzeugeinheit verwendet,
                um den Karteninhaber zu identifizieren, dementsprechende Funktionen und Datenzugriffsrechte zu gewähren und
                sicherzustellen, dass dem Karteninhaber seine Tätigkeiten zugerechnet werden können,
            — das Speichern von Karteninhabertätigkeitsdaten, von Ereignis- und Störungsdaten sowie von Kontrolltätigkeitsdaten,
                die auf den Karteninhaber bezogen sind.
            Eine Fahrtenschreiberkarte ist somit zur Verwendung durch das Kartenschnittstellengerät einer Fahrzeugeinheit gedacht.
            Ebenso kann es durch jeden sonstigen Kartenleser (z. B. eines PC), der das uneingeschränkte Zugriffsrecht auf jegliche
            Benutzerdaten hat, verwendet werden.
            In der Endnutzungsphase des Lebenszyklus einer Fahrtenschreiberkarte (Phase 7 des Lebenszyklus gemäß Beschreibung
            in ES PP), können nur Fahrzeugeinheiten Benutzerdaten auf die Karte schreiben.
            Die funktionellen Anforderungen an eine Fahrtenschreiberkarte sind im Hauptteil von Anhang I B und in Anlage 2
            beschrieben.
            3.2 Lebenszyklus der Fahrtenschreiberkarte
            Der Lebenszyklus der Fahrtenschreiberkarte entspricht dem in ES PP beschriebenen Lebenszyklus einer Chipkarte.
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           C 126 E/205
          3.3 Sicherheitsgefährdungen
          Neben den in ES PP und IC PP aufgelisteten allgemeinen Sicherheitsgefährdungen für eine Chipkarte kann es bei
          Fahrtenschreiberkarten zu folgenden Sicherheitsgefährdungen kommen.
          3.3.1 Letztliche Ziele
          Das Ziel von Manipulationen wird letztendlich darin bestehen, die im PO gespeicherten Benutzerdaten zu verfälschen.
          T.Ident_Data                     Eine erfolgreiche Änderung der im PO abgelegten Kenndaten (z. B. des Kartentyps, des
                                           Kartenablaufdatums oder der Karteninhaberkenndaten) würde eine betrügerische Ver-
                                           wendung des PO ermöglichen und eine erhebliche Gefährdung des globalen Sicher-
                                           heitsziels des Systems bedeuten.
          T.Activity_Data                  Eine erfolgreiche Änderung der im PO abgelegten Tätigkeitsdaten würde die Sicherheit
                                           des PO gefährden.
          T.Data_Exchange                  Eine erfolgreiche Änderung der Tätigkeitsdaten (Hinzufügung, Löschung, Verfälschung)
                                           während des Datenimports bzw. -exports würde die Sicherheit des PO gefährden.
          3.3.2 Angriffswege
          Angriffe auf die Ressourcen des PO sind möglich durch:
          — den Versuch, unrechtmäßige Kenntnis über Hardware- und Softwareentwurf des PO zu erlangen, insbesondere über
              dessen Sicherheitsfunktionen bzw. Sicherheitsdaten. Unrechtmäßige Kenntnis kann durch Angriffe auf Material der
              Konstrukteure bzw. Hersteller (Diebstahl, Bestechung) oder durch unmittelbare Untersuchung des PO (physische
              Erkundung, Interferenzanalyse) erworben werden.
          — Ausnutzung von Schwächen im konstruktiven Entwurf bzw. in der Ausführung des PO (Hardware- bzw. Software-
              fehler, Übertragungsfehlfunktionen, im PO durch äußere Einwirkungen hervorgerufene Fehler, Ausnutzen von
              Schwächen der Sicherheitsfunktionen, wie z. B. der Authentisierungsverfahren, Datenzugriffskontrolle, kryptographi-
              schen Operationen usw.).
          — Manipulation des PO bzw. der Sicherheitsfunktionen des PO durch physische, elektrische oder logische Angriffe
              bzw. durch eine Kombination derselben.
          3.4 Sicherheitsziele
          Das wichtigste Sicherheitsziel des gesamten digitalen Fahrtenschreibersystems ist Folgendes:
          O.Main                           Die von den Kontrollbehörden zu prüfenden Daten müssen verfügbar sein und die
                                           Handlungen der kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge hinsichtlich Lenk-, Arbeits-, Be-
                                           reitschafts- und Ruhezeiten sowie Fahrzeuggeschwindigkeit vollständig und genau wi-
                                           derspiegeln.
          Das zum übergreifenden Sicherheitsziel beitragende Sicherheitsziel des PO ist somit Folgendes:
          O.Card_Identification_Data       Das PO muss die während des Prozesses der Kartenpersonalisierung gespeicherten
                                           Kartenkenndaten und Karteninhaberkenndaten bewahren.
          O.Card_Activity_Storage          Das PO muss die von Fahrzeugeinheiten auf der Karte gespeicherten Benutzerdaten
                                           bewahren.
          3.5 Informationstechnische Sicherheitsziele
          Neben den in ES PP und IC PP aufgelisteten allgemeinen Sicherheitszielen für eine Chipkarte tragen folgende spezielle
          IT-Sicherheitsziele des PO zu dessen Hauptsicherheitsziel während der Endnutzungsphase des Lebenszyklus bei:
          O.Data_Access                    Das PO muss die Zugriffsrechte für das Schreiben von Benutzerdaten auf authentisierte
                                           Fahrzeugeinheiten beschränken.
          O.Secure_Communications          Das PO muss sichere Kommunikationsprotokolle und -verfahren zwischen der Karte
                                           und dem Kartenschnittstellengerät unterstützen, wenn die jeweilige Anwendung dies
                                           erfordert.
          3.6 Physische, personelle bzw. verfahrenstechnische Mittel
          Die physischen, personellen bzw. verfahrenstechnischen Anforderungen, die zur Sicherheit des PO beitragen, sind in
          ES PP und IC PP aufgeführt (Kapitel zu Sicherheitszielen für das Umfeld).
 ---pagebreak--- C 126 E/206           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             28.5.2002
            4. Sicherheitserzwingende Funktionen
            In diesem Abschnitt werden einige der zulässigen Operationen wie Zuweisung bzw. Auswahl von ES PP näher spezi-
            fiziert und zusätzliche funktionelle Anforderungen an die SEF gestellt.
            4.1 Einhaltung von Schutzprofilen
   CPP_301  Das PO hält die IC PP ein.
   CPP_302  Das PO hält die ES PP, wie im weiteren näher spezifiziert, ein.
            4.2 Identifizierung und Authentisierung des Benutzers
            Die Karte muss die Geräteeinheit, in die sie eingesteckt wird, identifizieren und erkennen, ob es sich um ein authen-
            tisiertes Fahrzeug handelt oder nicht. Die Karte darf ungeachtet der Geräteeinheit, an die sie angeschlossen ist, jegliche
            Benutzerdaten exportieren. Eine Ausnahme bildet die Kontrollkarte, die die Karteninhaberkenndaten nur an authenti-
            sierte Fahrzeugeinheiten exportieren darf (damit sich ein Kontrolleur durch Lesen seines Namens auf der Anzeige bzw.
            dem Ausdruck vergewissern kann, dass es sich bei der Fahrzeugeinheit nicht um einen Nachbau handelt).
            4.2.1 Identifizierung des Benutzers
            Zuweisung (FIA_UID.1.1) Liste von TSF-vermittelten Handlungen: keine.
            Zuweisung (FIA_ATD.1.1) Liste von Sicherheitsattributen:
            USER_GROUP:         VEHICLE_UNIT, NON_VEHICLE_UNIT,
            USER_ID:            amtl. Kennzeichen (VRN) und Code des registrierenden Mitgliedstaats (USER_ID ist nur bei
                                USER_GROUP = VEHICLE_UNIT bekannt).
            4.2.2 Authentisierung des Benutzers
            Zuweisung (FIA_UAU.1.1) Liste von TSF-vermittelten Handlungen:
            — Fahrer- und Werkstattkarten: Export von Benutzerdaten mit Sicherheitsattributen (Kartendaten-Übertragungsfunk-
                 tion),
            — Kontrollkarte: Export von Benutzerdaten ohne Sicherheitsattribute, mit Ausnahme der Karteninhaberkenndaten.
   UIA_301  Die Authentisierung der Fahrzeugeinheit besteht in der Nachweisführung, dass sie über Sicherheitsdaten verfügt, die nur
            aus dem System selbst stammen können.
            Auswahl (FIA_UAU.3.1 und FIA_UAU.3.2): verhindern.
            Zuweisung (FIA_UAU.4.1) Identifizierte(r) Authentisierungsmechanismen(-mus): jeder beliebige Authentisierungsmechanis-
            mus.
   UIA_302  Die Werkstattkarte stellt durch Prüfung eines PIN-Codes einen zusätzlichen Authentisierungsmechanismus bereit. (Dieser
            Mechanismus soll es der Fahrzeugeinheit ermöglichen, die Identität des Karteninhabers zu prüfen; er dient indes nicht
            dem Schutz des Inhalts der Werkstattkarte.)
            4.2.3 Fehlgeschlagene Authentisierungen
            Die folgenden Zuweisungen beschreiben die Reaktion der Karte auf jede einzelne fehlgeschlagene Authentisierung.
            Zuweisung (FIA_AFL.1.1) Nummer: 1, Liste der Authentisierungsereignisse: Authentisierung eines Kartenschnittstellengeräts.
            Zuweisung (FIA_AFL.1.2) Handlungsliste:
            — Warnung der angeschlossenen Geräteeinheit,
            — Behandlung des Benutzers als NON_VEHICLE_UNIT.
            Die folgenden Zuweisungen beschreiben die Reaktion der Karte im Fall eines fehlgeschlagenen zusätzlichen Authenti-
            sierungsmechanismus gemäß Anforderung UIA_302.
            Zuweisung (FIA_AFL.1.1) Nummer: 5, Liste der Authentisierungsereignisse: PIN-Prüfungen (Werkstattkarte).
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              C 126 E/207
           Zuweisung (FIA_AFL.1.2) Handlungsliste:
           — Warnung der angeschlossenen Geräteeinheit,
           — Sperren des PIN-Prüfverfahrens, so dass jeder nachfolgende Versuch der PIN-Prüfung fehlschlägt,
           — Möglichkeit der Anzeige der Sperrung an nachfolgende Benutzer.
           4.3 Zugriffskontrolle
           4.3.1 Zugriffskontrollregeln
           Während der Endnutzungsphase ihres Lebenszyklus ist die Fahrtenschreiberkarte Gegenstand der Sicherheitsfunktions-
           regeln (SFP) für einfache Zugriffskontrolle mit der Bezeichnung AC_SFP.
           Zuweisung (FDP_ACC.2.1) Zugriffskontroll-SFP: AC_SFP.
           4.3.2 Zugriffskontrollfunktionen
           Zuweisung (FDP_ACF.1.1) Zugriffskontroll-SFP: AC_SFP.
           Zuweisung (FDP_ACF.1.1) Benannte Gruppe von Sicherheitsattributen: USER_GROUP.
           Zuweisung (FDP_ACF.1.2) Vorschriften für den Zugriff durch/auf kontrollierte Subjekte und kontrollierte Objekte unter Anwen-
           dung von kontrollierten Operationen auf kontrollierte Objekte:
           GENERAL_READ:           Die Benutzerdaten darf jeder beliebige Benutzer aus dem PO lesen, mit Ausnahme der Karten-
                                   inhaberkenndaten, die nur durch die VEHICLE_UNIT aus Kontrollkarten gelesen werden dürfen.
           IDENTIF_WRITE:          Kenndaten dürfen nur einmal und vor Ende der Phase 6 des Lebenszyklus der Karte geschrieben
                                   werden. Während der Endphase des Lebenszyklus der Karte darf kein Benutzer die Kenndaten
                                   schreiben oder ändern.
           ACTIVITY_WRITE:         Tätigkeitsdaten dürfen nur durch die VEHICLE_UNIT in das PO geschrieben werden.
           SOFT_UPGRADE:           Ein Upgrading der PO-Software durch Benutzer ist nicht gestattet.
           FILE_STRUCTURE:         Dateistruktur und -zugriffsbedingungen werden vor dem Ende der Phase 6 des Lebenszyklus des
                                   PO geschaffen und anschließend gegen jegliche spätere Änderung oder Löschung durch Benutzer
                                   gesperrt.
           4.4 Zuordnungsmöglichkeit
   ACT_301 Das PO muss die Kenndaten dauerhaft gespeichert halten.
   ACT_302 Uhrzeit und Datum der Personalisierung des PO werden angegeben. Diese Angaben sind von einer Änderung aus-
           geschlossen.
           4.5 Audit
           Die PO muss Ereignisse, die auf eine potentielle Sicherheitsverletzung des PO hindeuten, überwachen.
           Zuweisung (FAU_SAA.1.2) Teilmenge von beschriebenen auditierbaren Ereignissen:
           — fehlgeschlagene Karteninhaberauthentisierung (5 aufeinanderfolgende erfolglose PIN-Prüfungen),
           — Fehler beim Selbsttest,
           — Speicherdatenintegritätsfehler,
           — Integritätsfehler bei der Eingabe von Tätigkeitsdaten.
           4.6 Genauigkeit
           4.6.1 Speicherdatenintegrität
           Zuweisung (FDP_SDI.2.2) Vorzunehmende Handlungen: Warnung der angeschlossenen Geräteeinheit.
           4.6.2 Basisdatenauthentisierung
           Zuweisung (FDP_DAU.1.1) Liste von Objekten bzw. Informationsarten: Tätigkeitsdaten.
           Zuweisung (FDP_DAU.1.2) Liste von Subjekten: beliebige.
 ---pagebreak--- C 126 E/208          DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         28.5.2002
            4.7 Zuverlässigkeit während des Betriebs
            4.7.1 Prüfungen
            Auswahl (FPT_TST.1.1): beim ersten Einschalten sowie regelmäßig während des normalen Betriebs.
            Hinweis: ,Beim ersten Einschalten‘ bedeutet: bevor der Code ausgeführt wird (und nicht notwendigerweise während
            Antwort auf Rücksetzverfahren).
   RLB_301  Die Selbsttests des PO beinhalten die Integritätsfeststellung eines jeglichen nicht im ROM abgelegten Softwarecodes.
   RLB_302  Bei Erkennen eines Fehlers während der Selbstprüfung warnt die TSF die angeschlossene Geräteeinheit.
   RLB_303  Nach Abschluss der OS-Prüfung werden alle speziellen Prüfbefehle und -handlungen deaktiviert bzw. entfernt. Es darf
            nicht möglich sein, diese Steuerungen zu überschreiben und zur erneuten Verwendung zu reaktivieren. Ausschließlich
            auf ein bestimmtes Lebenszyklusstadium bezogene Befehle dürfen nie während eines anderen Stadiums zugreifbar sein.
            4.7.2 Software
   RLB_304  Es darf keine Möglichkeit gegeben sein, die Software des PO bei der Praxisanwendung zu analysieren, auszuprüfen oder
            abzuändern.
   RLB_305  Eingaben aus externen Quellen dürfen als Ausführungscode nicht akzeptiert werden.
            4.7.3 Stromversorgung
   RLB_306  Bei Unterbrechungen bzw. der Stromversorgung bzw. bei Stromschwankungen verbleibt das PO im Sicherheitsstatus.
            4.7.4 Rücksetzbedingungen
   RLB_307  Bei einer Unterbrechung der Stromversorgung (bzw. bei Stromschwankungen) am PO, beim Abbruch einer Transaktion
            vor deren Vollendung bzw. bei Vorliegen jeder sonstigen Rücksetzbedingung muss das PO sauber zurückgesetzt werden.
            4.8 Datenaustausch
            4.8.1 Datenaustausch mit einer Fahrzeugeinheit
   DEX_301  Das PO prüft die Integrität und Authentizität der von einer Fahrzeugeinheit importierten Daten.
   DEX_302  Bei Erkennen eines Integritätsfehlers der importierten Daten wird das PO:
            — die datenexportierende Geräteeinheit warnen,
            — die Daten nicht verwenden.
   DEX_303  Das PO exportiert die Daten mit den zugehörigen Sicherheitsattributen an die Fahrzeugeinheit, so dass die Fahrzeug-
            einheit die Integrität und Authentizität der empfangenen Daten ebenfalls prüfen kann.
            4.8.2 Export von Daten an eine Nicht-Fahrzeugeinheit (Übertragungsfunktion)
   DEX_304  Das PO muss in der Lage sein, für an externe Datenträger übertragene Daten einen Herkunftsnachweis zu generieren.
   DEX_305  Das PO muss in der Lage sein, dem Empfänger der übertragenen Daten eine Fähigkeit zur Prüfung des Herkunftsnach-
            weises bereitzustellen.
   DEX_306  Das PO muss in der Lage sein, die Daten mit den zugehörigen Sicherheitsattributen an den externen Datenträger zu
            exportieren, so dass sich Integrität und Authentizität der übertragenen Daten prüfen lassen.
            4.9 Kryptographische Unterstützung
   CSP_301  Falls die TSF kryptographische Schlüssel generiert, müssen diese genau festgelegten Schlüsselgenerierungsalgorithmen
            und genau festgelegten Schlüsselgrößen entsprechen. Die generierten kryptographischen Sitzungsschlüssel dürfen nur
            begrenzt oft (vom Hersteller noch festzulegen, jedoch höchstens 240mal) verwendbar sein.
   CSP_302  Falls die TSF kryptographische Schlüssel vergibt, muss dies nach genau festgelegten Schlüsselvergabemethoden erfolgen.
            5. Beschreibung der Sicherheitsmechanismen
            Die geforderten Sicherheitsmechanismen werden in Anlage 11 beschrieben.
            Alle sonstigen Sicherheitsmechanismen werden durch die Hersteller des PO festgelegt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                                                                                                                                                                                                                          C 126 E/209
            6. Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen
            Die Mindestrobustheit der Sicherheitsmechanismen der Fahrzeugeinheit ist Hoch, gemäß Definition in ITSEC.
            7. Gewährleistungsebene
            Die für die Fahrtenschreiberkarte vorgegebene Gewährleistungsebene ist die ITSEC-Ebene E3, gemäß Definition in ITSEC.
            8. Grundlegendes Prinzip
            Aus der folgenden Matrix ist das Prinzip der zusätzlichen SEF ersichtlich. Hierzu wird verdeutlicht:
            — welche SEF welchen Sicherheitsgefährdungen entgegenwirken,
            — welche SEF welche IT-Sicherheitsziele erfüllen.
                                                                                    Sicherheitsgefährdungen                                                                                                                            IT-Zielsetzungen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Gesicherte Kommunikation
                                                                                                                                                                                                                                                     O.DIS_MECHANISM2   O.DIS_MEMORY*   O.MOD_MEMORY*
                                                                                                  T.MOD_SOFT*   T.MOD_LOAD   T.MOD_EXE   T.MOD_SHARE               Tätigkeitsdaten   Datenaustausch   O.TAMPER_ES             O.OPERATE*                                                                Datenzugriff
                                                         T.CLON*   T.DIS_ES2   T.T_ES   T.T_CMD                                                        Kenndaten                                                    O.CLON*                O.FLAW*
             UIA_301 Authentisierungsmittel                                                                                                                                                                                                                                                                 x
             UIA_302 PIN-Prüfungen                                                                                                                                                                                                                                                                          x
             ACT_301 Kenndaten
             ACT_302 Personalisierungszeitpunkt
             RLB_301 Softwareintegrität                                                                                                                                                                  x                       x
             RLB_302 Selbsttests                                                                                                                                                                         x                       x
             RLB_303 Herstellungsprüfungen                                                           x             x                                                                                     x                       x
             RLB_304 Softwareanalyse                                                                 x                          x           x                                                            x                       x
             RLB_305 Softwareeingabe                                                                 x             x                        x                                                            x                       x
             RLB_306 Stromversorgung                                                                                                                      x             x                                x                       x
             RLB_307 Rücksetzen                                                                                                                                                                          x                       x
             DEX_301 Gesicherter Datenimport                                                                                                                                             x                                                                                                                                     x
             DEX_302 Gesicherter Datenimport                                                                                                                                             x                                                                                                                                     x
             DEX_303 Gesicherter Datenexport an FE                                                                                                                                       x                                                                                                                                     x
             DEX_304 Herkunftsnachweis                                                                                                                                                   x                                                                                                                                     x
             DEX_305 Herkunftsnachweis                                                                                                                                                   x                                                                                                                                     x
             DEX_306 Gesicherter Datenexport an                                                                                                                                          x                                                                                                                                     x
                      externe Datenträger
             CSP_301 Schlüsselgenerierung                                                                                                                                                                x                                                                                                                     x
             CSP_302 Schlüsselvergabe                                                                                                                                                                    x                                                                                                                     x
 ---pagebreak--- C 126 E/210         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           28.5.2002
                                                                   Anlage 11
                                               GEMEINSAME SICHERHEITSMECHANISMEN
            1. ALLGEMEINES
            Diese Anlage enthält die Spezifizierung der Sicherheitsmechanismen zur Gewährleistung
            — der gegenseitigen Authentisierung von Fahrzeugeinheiten (FE) und Fahrtenschreiberkarten, einschließlich der Sit-
                zungsschlüsselvereinbarung,
            — der Vertraulichkeit, Integrität und Authentisierung der Daten, die zwischen FE und Fahrtenschreiberkarten über-
                tragen werden,
            — der Integrität und Authentisierung der Daten, die von FE auf externe Speichermedien heruntergeladen werden,
            — der Integrität und Authentisierung der Daten, die von Fahrtenschreiberkarten auf externe Speichermedien herunter-
                geladen werden.
            1.1 Referenzdokumente
            Die folgenden Referenzdokumente werden in dieser Anlage herangezogen:
            SHA-1                               National Institute of Standards and Technology (NIST). FIPS Publication 180-1:
                                                Secure Hash Standard. April 1995
            PKCS1                               RSA Laboratories. PKCS # 1: RSA Encryption Standard. Version 2.0. Oktober 1998
            TDES                                National Institute of Standards and Technology (NIST). FIPS Publication 46-3: Data
                                                Encryption Standard. Draft 1999
            TDES-OP                             ANSI X9.52, Triple Data Encryption Algorithm Modes of Operation. 1998
            ISO/IEC 7816-4                      Information Technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with
                                                contacts — Part 4: Interindustry commands for interexchange. First edition: 1995 +
                                                Amendment 1: 1997. (Informationstechnik — Identifizierungskarten — Identifizie-
                                                rungskarten mit integrierten Schaltkreisen und Kontakten — Teil 4: Übergreifende
                                                Austauschbefehle)
            ISO/IEC 7816-6                      Information Technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with
                                                contacts — Part 6: Interindustry data elements. First edition: 1996 + Cor 1: 1998.
                                                (Informationstechnik — Identifizierungskarten mit integrierten Schaltkreisen und
                                                Kontakten — Teil 6: Übergreifende Datenelemente)
            ISO/IEC 7816-8                      Information Technology — Identification cards — Integrated circuit(s) cards with
                                                contacts — Part 8: Security related interindustry commands. First edition 1999
                                                (Informationstechnik — Identifizierungskarten — Chipkarten mit Kontakten —
                                                Teil 8: Übergreifende sicherheitsbezogene Befehle)
            ISO/IEC 9796-2                      Information Technology — Security techniques — Digital signature schemes giving
                                                message recovery — Part 2: Mechanisms using a hash function. First edition: 1997.
                                                (Informationstechnik — Sicherheitsverfahren — Digitaler Unterschriftsmechanismus
                                                mit Rückgewinnung der Nachricht — Teil 2: Mechanismen unter Nutzung einer
                                                Hash-Funktion)
            ISO/IEC 9798-3                      Information Technology — Security techniques — Entity authentication mech-
                                                anisms — Part 3: Entity authentication using a public key algorithm. Second
                                                edition 1998. (Informationstechnik — Sicherheitsverfahren — Mechanismen zur
                                                Authentifizierung von Instanzen — Teil 3: Authentifizierung von Instanzen unter
                                                Nutzung eines Algorithmus mit öffentlichem Schlüssel)
            ISO 16844-3                         Road vehicles — Tachograph systems — Part 3: Motion sensor interface (Straßen-
                                                fahrzeuge — Fahrtenschreibersysteme — Teil 3: Schnittstelle Weg- und Geschwin-
                                                digkeitsgeber)
 ---pagebreak--- 28.5.2002          DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               C 126 E/211
          1.2 Notationen und Abkürzungen
          In dieser Anlage werden folgende Notationen und Abkürzungen verwendet:
          (Ka, Kb, Kc)                   ein Schlüsselbund zur Verwendung durch den Triple Data Encryption Algorithm
          CA                             Certification Authority (Zertifizierungsstelle)
          CAR                            Certification Authority Reference (Referenz der Zertifizierungsstelle)
          CC                             Cryptographic Checksum (kryptographische Prüfsumme)
          CG                             Cryptogram (Kryptogramm)
          CH                             Command Header (Befehlskopf)
          CHA                            Certificate Holder Authorisation (Autorisierung des Zertifikatsinhabers)
          CHR                            Certificate Holder Reference (Referenz des Zertifikatsinhabers)
          D()                            Entschlüsselung mit DES
          DE                             Datenelement
          DO                             Datenobjekt
          d                              privater RSA-Schlüssel, privater Exponent
          e                              öffentlicher RSA-Schlüssel, öffentlicher Exponent
          E()                            Verschlüsselung mit DES
          EQT                            Equipment (Gerät)
          Hash()                         Hash-Wert, ein Ergebnis von Hash
          Hash                           Hash-Funktion
          KID                            Key Identifier (Schlüsselbezeichner)
          Km                             T-DES-Schlüssel. Hauptschlüssel gemäß ISO 16844-3
          KmVU                           in Fahrzeugeinheiten integrierter T-DES-Schlüssel
          KmWC                           in Werkstattkarten integrierter T-DES-Schlüssel
          m                              Nachrichtenrepräsentant, eine ganze Zahl zwischen 0 und n-1
          n                              RSA-Schlüssel, Modulus
          PB                             Padding Bytes (Füllbytes)
          PI                             Padding Indicator-Byte (Verwendung im Kryptogramm für Vertraulichkeits-DO)
          PV                             Plain Value (Klarwert)
          s                              Signaturrepräsentant, eine ganze Zahl zwischen 0 und n-1
          SSC                            Send Sequence Counter (Sendesequenzzähler)
          SM                             Secure Messaging
          TCBC                           TDEA-Modus Cipher Block Chaining
          TDEA                           Triple Data Encryption Algorithm (Triple-Datenverschlüsselungsalgorithmus)
          TLV                            Tag Length Value (Tag-Längenwert)
          FE                             Fahrzeugeinheit (Vehicle Unit, VU)
          X.C                            Zertifikat von Benutzer X, ausgestellt durch eine Zertifizierungsstelle
          X.CA                           Zertifizierungsstelle von Benutzer X
          X.CA.PKoX.C                    Vorgang des Entpackens eines Zertifikats zur Herauslösung eines öffentlichen Schlüs-
                                         sels; es handelt sich um einen Infix-Operator, dessen linker Operand der öffentliche
                                         Schlüssel einer Zertifizierungsstelle und dessen rechter Operand das von der Zertifi-
                                         zierungsstelle ausgestellte Zertifikat ist; das Ergebnis ist der öffentliche Schlüssel von
                                         Benutzer X, dessen Zertifikat der rechte Operand darstellt
 ---pagebreak--- C 126 E/212          DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       28.5.2002
            X.PK                             öffentlicher RSA-Schlüssel eines Benutzers X
            X.PK[I]                          RSA-Chiffrierung einer Information I unter Verwendung des öffentlichen Schlüssels
                                             von Benutzer X
            X.SK                             privater RSA-Schlüssel eines Benutzers X
            X.SK[I]                          RSA-Chiffrierung einer Information I unter Verwendung des privaten Schlüssels von
                                             Benutzer X
            'xx'                             ein Hexadezimalwert
            ||                               Verkettungsoperator
            2. KRYPTOGRAPHISCHE SYSTEME UND ALGORITHMEN
            2.1 Kryptographische Systeme
   CSM_001  Fahrzeugeinheiten und Fahrtenschreiberkarten verwenden ein klassisches RSA-Public-Key-Verschlüsselungssystem, so
            dass folgende Sicherheitsmechanismen vorliegen:
            — Authentisierung zwischen Fahrzeugeinheiten und Karten,
            — Übertragung von Triple-DES-Sitzungsschlüsseln zwischen Fahrzeugeinheiten und Fahrtenschreiberkarten,
            — digitale Signatur von Daten, die von Fahrzeugeinheiten oder Fahrtenschreiberkarten an externe Medien herunter-
                 geladen werden.
   CSM_002  Fahrzeugeinheiten und Fahrtenschreiberkarten verwenden ein symmetrisches Triple-DES-Verschlüsselungssystem, so dass
            ein Mechanismus für die Datenintegrität während des Benutzerdatenaustauschs zwischen Fahrzeugeinheiten und Fahr-
            tenschreiberkarten und gegebenenfalls die Vertraulichkeit beim Datenaustausch zwischen Fahrzeugeinheiten und Fahr-
            tenschreiberkarten gewährleistet sind.
            2.2 Kryptographische Algorithmen
            2.2.1 RSA-Algorithmus
   CSM_003  Der RSA-Algorithmus wird durch folgende Beziehungen vollständig definiert:
            Eine ausführlichere Beschreibung der RSA-Funktion findet sich im Referenzdokument PKCS1.
            2.2.2 Hash-Algorithmus
   CSM_004  Die Mechanismen für die digitale Signatur verwenden den SHA-1-Hash-Algorithmus gemäß Definition im Referenzdo-
            kument SHA-1.
            2.2.3 Datenverschlüsselungsalgorithmus
   CSM_005  DES-basierte Algorithmen werden im Modus Cipher Block Chaining verwendet.
            3. SCHLÜSSEL UND ZERTIFIKATE
            3.1 Erzeugung und Verteilung der Schlüssel
            3.1.1 Erzeugung und Verteilung der RSA-Schlüssel
   CSM_006  Die Erzeugung der RSA-Schlüssel erfolgt auf drei hierarchischen Funktionsebenen:
            — auf europäischer Ebene,
            — auf Mitgliedstaatebene,
            — auf Geräteebene.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              C 126 E/213
   CSM_007 Auf europäischer Ebene wird ein einziges Schlüsselpaar (EUR.SK und EUR.PK) erzeugt. Der europäische private Schlüssel
           wird zur Zertifizierung der öffentlichen Schlüssel der Mitgliedstaaten verwendet. Über alle zertifizierten Schlüssel sind
           Belege aufzubewahren. Diese Aufgaben werden von einer Europäischen Zertifizierungsstelle wahrgenommen, die der
           Europäischen Kommission untersteht.
   CSM_008 Auf Mitgliedstaatebene wird ein Mitgliedstaatschlüsselpaar (MS.SK und MS.PK) erzeugt. Öffentliche Mitgliedstaatschlüssel
           werden von der Europäischen Zertifizierungsstelle zertifiziert. Der private Mitgliedstaatschlüssel wird für die Zertifizie-
           rung von öffentlichen Schlüsseln verwendet, die in Geräten (Fahrzeugeinheit oder Fahrtenschreiberkarte) eingefügt sind.
           Über alle zertifizierten öffentlichen Schlüssel sind Belege zusammen mit der Kennung des Geräts, für das sie bestimmt
           sind, aufzubewahren. Diese Aufgaben werden von der Zertifizierungsstelle des jeweiligen Mitgliedstaats wahrgenommen.
           Ein Mitgliedstaat darf sein Schlüsselpaar in regelmäßigen Abständen ändern.
   CSM_009 Auf Geräteebene wird ein einziges Schlüsselpaar (EQT.SK und EQT.PK) erzeugt und in jedes Gerät eingefügt. Die
           öffentlichen Geräteschlüssel werden von der Zertifizierungsstelle des jeweiligen Mitgliedstaats zertifiziert. Diese Aufgaben
           können von Geräteherstellern, Geräteintegratoren und Behörden der Mitgliedstaaten wahrgenommen werden. Dieses
           Schlüsselpaar wird zur Authentisierung, für die digitale Signatur sowie zur Chiffrierung verwendet.
   CSM_010 Bei der Erzeugung, ggf. bei der Übertragung sowie bei der Speicherung ist die Vertraulichkeit der privaten Schlüssel zu
           wahren.
           Im folgenden Schaubild ist der Datenfluss dieses Prozesses zusammengefasst:
 ---pagebreak--- C 126 E/214           DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            3.1.2 RSA-Prüfschlüssel
   CSM_011  Zum Zwecke der Geräteprüfung (einschließlich Interoperabilitätsprüfungen) erzeugt die Europäische Zertifizierungsstelle
            ein anderes einziges europäisches Prüfschlüsselpaar und mindestens zwei Mitgliedstaat-Prüfschlüsselpaare, deren öffent-
            liche Schlüssel mit dem europäischen privaten Prüfschlüssel zertifiziert werden. Von den Herstellern werden in Geräte,
            die der Bauartgenehmigungsprüfung unterzogen werden, Prüfschlüssel eingefügt, die durch einen dieser Mitgliedstaat-
            prüfschlüssel zertifiziert sind.
            3.1.3 Schlüssel für Weg-/Geschwindigkeitsgeber
            Die Geheimhaltung der drei genannten T-DES-Schlüssel ist während der Erzeugung, der Übermittlung und ggf. der
            Aufbewahrung in geeigneter Weise zu gewährleisten.
            Um die Unterstützung von Kontrollgeräten, die der ISO 16844 entsprechen, zu gewährleisten, stellen die Europäische
            Zertifizierungsstelle und die Zertifizierungsstellen der Mitgliedstaaten darüber hinaus Folgendes sicher:
   CSM_036  Die Europäische Zertifizierungsstelle erzeugt KmVU und KmWC als zwei von einander unabhängige und einmalige
            Triple-DES-Schlüssel sowie Km, wobei gilt:
            Die Europäische Zertifizierungsstelle übermittelt diese Schlüssel unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen auf deren
            Anforderung an die Zertifizierungsstellen der Mitgliedstaaten.
   CSM_037  Die Zertifizierungsstellen der Mitgliedstaaten:
            — verschlüsseln mit Km die von den Herstellern der Weg-/Geschwindigkeitsgeber angeforderten Weg-/Geschwindig-
                 keitsgeberdaten (die mit Km zu verschlüsselnden Daten sind ISO 16844-3 festgelegt),
            — übermitteln KmVU zum Einbau in die Fahrzeugeinheiten unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen an deren Her-
                 steller,
            — stellen sicher, dass KmWC bei der Personalisierung der Karten in alle Werkstattkarten eingefügt wird (Sensor-
                 InstallationSecData in der Grunddatei Sensor_Installation_Data).
            3.1.4 Erzeugung und Verteilung von T-DES-Sitzungsschlüsseln
   CSM_012  Im Rahmen des Prozesses der gegenseitigen Authentisierung erzeugen Fahrzeugeinheiten und Fahrtenschreiberkarten die
            erforderlichen Daten zur Erstellung eines gemeinsamen Triple-DES-Sitzungsschlüssels und tauschen diese Daten aus. Die
            Vertraulichkeit dieses Datenaustauschs wird durch einen RSA-Verschlüsselungsmechanismus geschützt.
   CSM_013  Dieser Schlüssel wird für alle nachfolgenden kryptographischen Operationen unter Anwendung des Secure Messaging
            benutzt. Seine Gültigkeit erlischt am Ende der Sitzung (Entnahme oder Zurücksetzen der Karte) und/oder nach 240
            Benutzungen (eine Benutzung des Schlüssels = ein mittels Secure Messaging an die Karte gesandter Befehl und die
            dazugehörige Antwort).
            3.2 Schlüssel
   CSM_014  RSA-Schlüssel haben (ungeachtet der Ebene) folgende Länge: Modulus n 1024 Bit, öffentlicher Exponent e max. 64 Bit,
            privater Exponent d 1024 Bit.
   CSM_015  Triple-DES-Schlüssel haben die Form (Ka, Kb, Ka), wobei Ka und Kb unabhängige Schlüssel mit einer Länge von 64 Bit
            sind. Es wird kein Paritätsfehler-Erkennungsbit gesetzt.
            3.3 Zertifikate
   CSM_016  Bei den RSA-Public-Key-Zertifikaten muss es sich um Zertifikate entsprechend der Definition ,non self descriptive‘ und
            ,card verifiable‘ des Referenzdokuments ISO/IEC 7816-8 handeln.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                 C 126 E/215
           3.3.1 Inhalt der Zertifikate
   CSM_017 RSA-Public-Key-Zertifikate sind aus den folgenden Daten in folgender Reihenfolge aufgebaut:
            Daten            Format              Bytes          Bemerkung
            CPI              INTEGER                   1         Certificate Profile Identifier (Zertifikatsprofil '01' in dieser Version)
            CAR              OCTET STRING              8         Certification Authority Reference (Referenz der Zertifizierungsstelle)
                                                                 Certificate Holder Authorisation (Autorisierung des Zertifikatsinha-
            CHA              OCTET STRING              7
                                                                 bers)
                                                                 Ablauf der Gültigkeit des Zertifikats, bei Nichtverwendung mit 'FF'
            EOV              TimeReal                  4
                                                                 gefüllt
            CHR              OCTET STRING              8         Certificate Holder Reference (Referenz des Zertifikatsinhabers)
            n                OCTET STRING           128          Öffentlicher Schlüssel (Modulus)
            e                OCTET STRING              8         Öffentlicher Schlüssel (öffentlicher Exponent)
                                                    164
           Anmerkungen:
           1. Mit dem ,Certificate Profile Identifier‘ (Zertifikatsprofilbezeichner, CPI) wird die genaue Struktur eines Authentisie-
              rungszertifikats abgegrenzt. Er kann als interner Gerätebezeichner einer relevanten Kopfliste verwendet werden, die
              die Verkettung der Datenelemente innerhalb des Zertifikats beschreibt.
              Die Kopfliste für diesen Zertifikatinhalt lautet wie folgt:
           2. ,Certification Authority Reference‘ (Referenz der Zertifizierungsstelle, CAR) identifiziert die das Zertifikat ausstellende
              Zertifizierungsstelle so, dass das Datenelement gleichzeitig als Authority Key Identifier (Schlüsselbezeichner der Stelle)
              zur Angabe des öffentlichen Schlüssels der Zertifizierungsstelle verwendet werden kann (Kodierung siehe ,Key
              Identifier‘).
           3. Mit ,Certificate Holder Authorisation‘ (Autorisierung des Zertifikatsinhabers, CHA) wird die Berechtigung des Zerti-
              fikatsinhabers ausgewiesen. Sie besteht aus der Fahrtenschreiberanwendungs-ID sowie aus der Art des Geräts, für das
              das Zertifikat bestimmt ist (entsprechend dem Datenelement EquipmentType, ,00‘ für einen Mitgliedstaat).
           4. ,Certificate Holder Reference‘ (Referenz des Zertifikatsinhabers, CHR) dient der eindeutigen Identifizierung des Zer-
              tifikatsinhabers, so dass das Datenelement gleichzeitig als ,Subject Key Identifier‘ (Schlüsselbezeichner des Subjekts)
              zur Angabe des öffentlichen Schlüssels des Zertifikatsinhabers verwendet werden kann.
           5. ,Key Identifiers‘ (Schlüsselbezeichner, KID) dienen der eindeutigen Identifizierung des Zertifikatsinhabers oder der
              Zertifizierungsstellen. Sie sind wie folgt kodiert:
              5.1 Gerät (FE oder Karte):
                 Daten          Seriennummer Gerät        Datum                       Art                         Hersteller
                 Länge          4 Byte                    2 Byte                      1 Byte                      1 Byte
                 Wert           Ganze Zahl                MM JJ BCD-Kod.              Herstellerspezifisch        Herstellercode
 ---pagebreak--- C 126 E/216          DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              28.5.2002
               Dem Hersteller einer FE ist die Kennung des Geräts, in das die Schlüssel eingefügt werden, bei der Beantragung von
               Zertifikaten unter Umständen nicht bekannt.
               Ist dem Hersteller die Gerätekennung bekannt, sendet er sie mit dem öffentlichen Schlüssel zwecks Zertifizierung an
               die Zertifizierungsstelle seines Mitgliedstaats. Das Zertifikat enthält dann die Gerätekennung, und der Hersteller muss
               sicherstellen, dass Schlüssel und Zertifikat in das vorgesehene Gerät eingefügt werden. Der Key Identifier weist die
               obengenannte Form auf.
               Ist dem Hersteller die Gerätekennung nicht bekannt, muss er jeden Antrag auf ein Zertifikat eindeutig kennzeichnen
               und diese Kennung zusammen mit dem öffentlichen Schlüssel zwecks Zertifizierung an die Zertifizierungsstelle seines
               Mitgliedstaats senden. Das Zertifikat enthält dann die Antragskennung. Nach dem Einfügen der Schlüssel in das Gerät
               muss der Hersteller der Zertifizierungsstelle die Zuordnung des Schlüssels zum Gerät mitteilen (d. h. Kennung des
               Zertifikatsantrags, Gerätekennung). Der Key Identifier (KID) hat folgende Form:
                  Daten          Seriennummer                Datum                     Art                      Hersteller
                                 Zertifikatsantrag
                  Länge          4 Byte                      2 Byte                    1 Byte                   1 Byte
                  Wert           BCD-Kodierung               MM JJ BCD-Kod.            'FF'                     Herstellercode
               5.2 Zertifizierungsstelle:
                  Daten          Kennung                     Seriennr. Schlüssel       Zusatzinfo               Bezeichner
                  Länge          4 Byte                      1 Byte                    2 Byte                   1 Byte
                  Wert           1 Byte numerischer          Ganze Zahl                Zusatzkodierung          '01'
                                 Landescode                                            (CA-spezifisch)
                                 3 Byte alphanumeri-                                   'FF FF' bei Nichtver-
                                 scher Landescode                                      wendung
               Mit der Seriennummer Schlüssel werden die verschiedenen Schlüssel eines Mitgliedstaates unterschieden, sofern der
               Schlüssel verändert wird.
            6. Den Zertifikatsprüfern ist implizit bekannt, dass es sich bei dem zertifizierten Schlüssel um einen für die Authen-
               tisierung, für die Verifizierung der digitalen Signatur und für die vertrauliche Chiffrierung relevanten RSA-Schlüssel
               handelt (das Zertifikat enthält keine Objektkennung zur entsprechenden Spezifizierung).
            3.3.2 Ausgestellte Zertifikate
   CSM_018  Das ausgestellte Zertifikat ist eine digitale Signatur mit teilweiser Wiederherstellung des Zertifikatsinhalts gemäß ISO/IEC
            9796-2 mit angefügter ,Certification Authority Reference‘.
            wobei Zertifikatsinhalt
            Anmerkungen:
            1. Dieses Zertifikat ist 194 Byte lang.
            2. Die von der Signatur verdeckte CAR wird ebenfalls an die Signatur angefügt, so dass der öffentliche Schlüssel der
               Zertifizierungsstelle zur Verifizierung des Zertifikats gewählt werden kann.
            3. Dem Zertifikatsprüfer ist der von der Zertifizierungsstelle für die Unterzeichnung des Zertifikats verwendete Algo-
               rithmus implizit bekannt.
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             C 126 E/217
           4. Die zu dem ausgestellten Zertifikat gehörende Kopfliste lautet wie folgt:
           3.3.3 Verifizieren und Entpacken der Zertifikate
           Das Verifizieren und Entpacken der Zertifikate besteht in der Verifizierung der Signatur entsprechend ISO/IEC 9796-2,
           wodurch der Zertifikatsinhalt und der enthaltene öffentliche Schlüssel aufgerufen werden: X.PK = X.CA.PKoX.C, sowie in
           der Verifizierung der Gültigkeit des Zertifikats.
   CSM_019 Dazu gehören folgende Schritte:
           Verifizierung der Signatur und Abrufen des Inhalts:
           — von X.C Abruf von Sign, Cn' und CAR':
           — von CAR' Auswahl des entsprechenden öffentlichen Schlüssels der Zertifizierungsstelle (wenn nicht bereits zuvor
               durch andere Mittel erfolgt),
           — Öffnen von Sign mit öffentlichem CA-Schlüssel: Sr' = X.CA.PK [Sign],
           — Prüfung Sr' beginnt mit '6A' und endet mit 'BC'
           — Berechnung von Cr' und H' aus:
           — Wiederherstellung des Zertifikatsinhalts C' = Cr' || Cn',
           — Prüfung Hash(C') = H'
           Sind die Prüfungen positiv, ist das Zertifikat echt und sein Inhalt ist C'.
           Verifizierung der Gültigkeit. Von C':
           — Prüfung des Ablaufdatums der Gültigkeit, wenn zutreffend,
           Abruf und Speicherung des öffentlichen Schlüssels, des Key Identifier, der Certificate Holder Authorisation und des
           Ablaufs der Gültigkeit des Zertifikats von C':
           — X.PK = n || e
           — X.KID = CHR
           — X.CHA = CHA
           — X.EOV = EOV
           4. GEGENSEITIGE AUTHENTISIERUNG
           Die gegenseitige Authentisierung zwischen Karten und FE beruht auf dem folgenden Prinzip:
           Jede Seite weist der Gegenseite nach, dass sie sich im Besitz eines gültigen Schlüsselpaares befindet, dessen öffentlicher
           Schlüssel von der Zertifizierungsstelle des jeweiligen Mitgliedstaats zertifiziert worden ist, die wiederum von der eu-
           ropäischen Zertifizierungsstelle zertifiziert wurde.
           Der Nachweis wird geführt, indem mit dem privaten Schlüssel eine von der Gegenseite gesandte Zufallszahl signiert
           wird; die Gegenseite muss bei der Verifizierung dieser Signatur die Zufallszahl wiederherstellen können.
           Der Mechanismus wird von der FE beim Einstecken der Karte ausgelöst. Er beginnt mit dem Austausch der Zertifikate
           und dem Entpacken der öffentlichen Schlüssel und endet mit der Erzeugung eines Sitzungsschlüssels.
 ---pagebreak--- C 126 E/218        DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    28.5.2002
   CSM_020  Folgendes Protokoll findet Verwendung (Pfeile weisen auf Befehle und ausgetauschte Daten hin, siehe Anlage 2):
 ---pagebreak--- 28.5.2002 DE Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften C 126 E/219 ---pagebreak--- C 126 E/220         DE                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      28.5.2002
            5. VERTRAULICHKEITS-, INTEGRITÄTS- UND AUTHENTISIERUNGSMECHANISMEN FÜR DIE DATENÜBERTRA-
               GUNG FE-KARTE
            5.1 Secure Messaging
   CSM_021  Die Integrität der Datenübertragung zwischen FE und Karte wird durch Secure Messaging entsprechend den Referenz-
            dokumenten ISO/IEC 7816-4 und ISO/IEC 7816-8 geschützt.
   CSM_022  Müssen Daten während der Übertragung geschützt werden, wird den innerhalb des Befehls oder der Antwort gesandten
            Datenobjekten ein Datenobjekt ,Cryptographic Checksum‘ angefügt. Diese kryptographische Prüfsumme wird vom
            Empfänger verifiziert.
   CSM_023  Die kryptographische Prüfsumme der innerhalb eines Befehls gesandten Daten integriert den Befehlskopf sowie alle
            gesandten Datenobjekte (= > CLA = '0C', und alle Datenobjekte sind mit Tags zu kapseln, bei denen b1=1).
   CSM_024  Die Statusinformationsbytes der Antwort sind durch eine kryptographische Prüfsumme zu schützen, wenn die Antwort
            kein Datenfeld enthält.
   CSM_025  Kryptographische Prüfsummen sind 4 Byte lang.
            Somit weisen Befehle und Antworten bei Anwendung von Secure Messaging folgende Struktur auf:
            Die DO werden als Teilmenge der in ISO/IEC 7816-4 beschriebenen Secure-Messaging-DOs verwendet:
                  Tag              Mnemonik                                               Bedeutung
                  '81'                TPV             Klarwert, nicht in BER-TLV kodiert (durch CC zu schützen)
                  '97'                 TLE            Wert von Le im ungesicherten Befehl (durch CC zu schützen)
                  '99'                TSW             Status-Info (durch CC zu schützen)
                  '8E'                TCC             Kryptographische Prüfsumme (CC)
                  '87'               TPI CG           Padding Indicator Byte || Cryptogram (Klarwert, nicht in BER-TLV kodiert)
            Ausgehend von einem ungesicherten Befehl-Antwort-Paar:
                   Befehlskopf                        Befehlskörper
              CLA    INS    P1   P2    [Lc-Feld]       [Datenfeld]         [Le-Feld]
                    vier Byte                L Byte, bezeichnet als B1 bis BL
                             Antwortkörper                      Antwortendmarke
                               [Datenfeld]                   SW1                SW2
                              Lr Datenbyte                          zwei Byte
            lautet das entsprechende gesicherte Befehl-Antwort-Paar:
            Gesicherter Befehl:
                Befehlskopf (CH)                                                Befehlskörper
              CLA    INS    P1   P2     [Neues Lc-Feld]                       [Neues Datenfeld]                  [Le-Feld neu]
                       'OC'            Länge des neuen     TPV    LPV    PV    TLE    LLE    Le   TCC  LCC  CC        '00'
                                           Datenfelds
                                                           '81'    Lc   Da-    '97'  '01'    Le   '8E' '04' CC
                                                                        ten-
                                                                        feld
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 126 E/221
           In die Prüfsumme zu integrierende Daten = CH || PB || TPV || LPV || PV || TLE || LLE || Le || PB
           PB = Padding Bytes (80 .. 00) gemäß ISO-IEC 7816-4 und ISO 9797, Methode 1.
           Die PV und LE der DO sind nur vorhanden, wenn entsprechende Daten im ungesicherten Befehl vorliegen.
           Gesicherte Antwort:
           1. Wenn das Antwortdatenfeld nicht leer ist und nicht vertraulichkeitsgeschützt werden muss:
                                     Antwortkörper                        Antwortendmarke
                                   [Neues Datenfeld]                       SW1 SW2 neu
                  TPV        LPV       PV      TCC       LCC     CC
                  '81'        Lr    Daten-     '8E'      '04'    CC
                                      feld
              In die Prüfsumme zu integrierende Daten = TPV || LPV || PV || PB
           2. Wenn das Antwortdatenfeld nicht leer ist und vertraulichkeitsgeschützt werden muss:
                                     Antwortkörper                        Antwortendmarke
                                   [Neues Datenfeld]                       SW1 SW2 neu
                 TPI CG    LPI CG   PI CG      TCC       LCC     CC
                  '87'             PI || CG    '8E'      '04'    CC
              Daten in CG: nicht-BER-TLV-kodierte Daten und Füllbytes.
              In die Prüfsumme zu integrierende Daten = TPI CG || LPI CG || PI CG || PB
           3. Wenn das Antwortdatenfeld leer ist:
                                           Antwortkörper                           Antwortendmarke
                                         [Neues Datenfeld]                          SW1 SW2 neu
                  TSW        LSW            SW           TCC    LCC      CC
                  '99'       '02'   SW1 SW2 neu          '8E'   '04'     CC
              In die Prüfsumme zu integrierende Daten = TSW || LSW || SW || PB
           5.2 Behandlung von Secure-Messaging-Fehlern
   CSM_026 Erkennt die Fahrtenschreiberkarte beim Interpretieren eines Befehls einen SM-Fehler, müssen die Status-Bytes ohne SM
           zurückgesandt werden. Laut ISO/IEC 7816-4 sind folgende Status-Bytes zur Anzeige von SM-Fehlern definiert:
           '66 88':   Verifizierung der kryptographischen Prüfsumme fehlgeschlagen,
           '69 87': erwartete SM-Datenobjekte fehlen,
           '69 88': SM-Datenobjekte inkorrekt.
   CSM_027 Sendet die Fahrtenschreiberkarte Status-Bytes ohne SM-DO oder mit einem fehlerhaften SM-DO zurück, muss die FE den
           Vorgang abbrechen.
 ---pagebreak--- C 126 E/222         DE                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          28.5.2002
            5.3 Algorithmus zur Berechnung der kryptographischen Prüfsummen
   CSM_028  Kryptographische Prüfsummen werden unter Verwendung eines üblichen MAC gemäß ANSI X9.19 mit DES aufgebaut:
            — Ausgangsstufe: Der Ausgangsprüfblock y0 ist E(Ka, SSC).
            — Folgestufe: Unter Verwendung von Ka werden die Prüfblöcke y1, . . ., yn berechnet.
            — Endstufe: Die kryptographische Prüfsumme wird aus dem letzten Prüfblock yn wie folgt berechnet: E(Ka, D(Kb, yn)).
            E() bedeutet Verschlüsselung mit DES, und D() bedeutet Entschlüsselung mit DES.
            Die vier höchstwertigen Bytes der kryptographischen Prüfsumme werden übertragen.
   CSM_029  Während der Schlüsselvereinbarung wird der ,Send Sequence Counter‘ (Sendesequenzzähler, SSC) wie folgt initialisiert:
            Anfangs-SSC: Rnd3 (4 niedrigstwertige Bytes) || Rnd1 (4 niedrigstwertige Bytes).
   CSM_030  Vor jeder Berechnung eines MAC wird der SSC um 1 erhöht (d. h. der SSC für den ersten Befehl ist Anfangs-SSC + 1,
            der SSC für die erste Antwort Anfangs-SSC + 2).
            Die folgende Abbildung zeigt die Berechnung des MAC:
            5.4 Algorithmus zur Berechnung von Kryptogrammen für Vertraulichkeits-DOs
   CSM_031  Kryptogramme werden mit TDEA im Modus TCBC entsprechend den Referenzdokumenten TDES und TDES-OP sowie
            mit dem Nullvektor als Initial-Value-Block berechnet.
            Die folgende Abbildung zeigt die Anwendung von Schlüsseln in TDES:
 ---pagebreak--- 28.5.2002           DE                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 126 E/223
           6. DIGITALE SIGNATURMECHANISMEN BEIM HERUNTERLADEN VON DATEN
   CSM_032 Das Intelligent Dedicated Equipment (IDE) speichert die von einem Gerät (FE oder Karte) während eines Übertragungs-
           vorgangs empfangenen Daten in einer Datei ab. Diese Datei muss die Zertifikate MSi.C und EQT.C enthalten. Die Datei
           enthält digitale Signaturen von Datenblöcken gemäß Anlage 7, Protokolle zum Herunterladen der Daten.
   CSM_033 Für die digitalen Signaturen heruntergeladener Daten wird ein digitales Signatursystem mit Anhang verwendet, so dass
           die heruntergeladenen Daten auf Wunsch ohne Dechiffrierung lesbar sind.
           6.1 Erzeugung der Signatur
   CSM_034 Die Erzeugung der Datensignatur durch das Gerät folgt dem in Referenzdokument PKCS1 definierten digitalen Signatur-
           system mit Anhang und der Hash-Funktion SHA-1:
                                            Signatur = EQT.SK['00' || '01' || PS || '00' || DER(SHA-1(Data))]
           PS = Füllstring von Oktetten mit Wert 'FF', so dass die Länge 128 beträgt.
           DER(SHA-1(M)) ist die Kodierung des Algorithmus-ID für die Hash-Funktion und den Hash-Wert in einen ASN.1-Wert
           des Typs DigestInfo (Kodierungsregeln):
           '30'||'21'||'30'||'09'||'06'||'05'||'2B'||'0E'||'03'||'02'||'1A'||'05'||'00'||'04'||'14'||Hash-Wert.
           6.2 Verifizierung der Signatur
   CSM_035 Die Verifizierung der Datensignatur bei heruntergeladenen Daten folgt dem in Referenzdokument PKCS1 definierten
           digitalen Signatursystem mit Anhang und der Hash-Funktion SHA-1.
           Der europäische Schlüssel EUR.PK muss dem Prüfer von unabhängiger Seite her (für ihn verlässlich) bekannt sein.
           Die folgende Tabelle veranschaulicht das Protokoll, das von einem IDE mit Kontrollkarte zur Verifizierung der Integrität
           von heruntergeladenen und in ESM (externen Speichermedien) gespeicherten Daten herangezogen werden kann. Die
           Kontrollkarte wird zur Dechiffrierung digitaler Signaturen verwendet. Diese Funktion kann in diesem Fall nicht im IDE
           implementiert sein.
           Das Gerät, das die zu analysierenden Daten heruntergeladen und signiert hat, ist mit EQT bezeichnet.
 ---pagebreak--- C 126 E/224 DE Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften   28.5.2002
                                                         “