CELEX: 51979PC0567
Language: de
Date: 1979-10-24
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ÄNDERUNG DES ANHANGS II, 2 DER RICHTLINIE DES RATES 72/276/EWG ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER BESTIMMTE METHODEN DER QUANTITATIVEN ANALYSE VON BINAREN TEXTILFASERGEMISCHEN. (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (79) 567
Vol. 1979/0197
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                      KOM(79)567 endg.
                                                      Brüssel , den 24 . Oktober 1979
                                                  V
                   VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES
             ZUR ÄNDERUNG DES ANHANGS II / 2 DER RICHTLINIE DES
          RATES 72 / 276 / EWG ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN
              DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER BESTIMMTE METHODEN DER
          QUANTITATIVEN ANALYSE              VON BINAREN TEXTIL FASERGEMISCHEN
                            der Kommission mmission dem Rat vorgelegt )
  K0M(79 ) 567 endg .
 ---pagebreak---                            . . Vorschlag für eine
                              RICHTLINIE DES RATES
                  ZUR ÄNDERUNG DER RICHTLINIE 72 / 276 / FUlfi
                  ZUR ANGLEICHUNG DER RFCHTSWORSCHRT FTFM
                 DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER BESTIMMTE METHODEN DER
                 QUANTITATIVEN ANALYSE VON BINAREN TEXTILFASERGEMISCHEN
BEGRuNDNUNG
In der Richtlinie des Rates 71 / 307 / EWG vom 26 . Juli 1971 ist zwecks
Beseitigung der technischen Handelshemmnisse und Gewährleistung der unerläss­
lichen Information der Verbraucher im Texti Iberei ch eine Kennzei chturgspf licht
über die quantitative un.d qualitative Faserzusammensetzung der Textiler-
zeugnisse vorgesehen .
Da die Einhaltung dieser allgemeinen Verpflichtung durch Analysen überprüft
wird , müssen die 'Analysemethoden für die verschiedenen in Verkehr
befindlichen Gemische harmonisiert werden : daher heisst       es in Artikel 13
der oben genannten Richtlinie " Die Methoden der Probeentnahme und die
Analyseverfahren / die in allen Mitgliedstaaten zur Ermittlung des Anteils
der Fasern , aus denen die Erzeugnisse dieser Richtlinie bestehen , anzuwenden
sind , werden in besonderen Richtlinien festgelegt ".
Unter diesen Umständen wurde am 17 . Juli 1972 eine erste Richtlinie . des
Rates ( 72 / 276 / EWG ) verabschiedet .   Sie enthält im Anhang die harmonisierten
Änalysemethoden für 13 binäre Gemische , die den wichtigsten Textilerzeugnissen
auf dem Markt entsprechen .
Die Liste der in der obigen Richtlinie vorgesehenen Methoden ist indessen
nicht erschöpfend und muss allmählich durch harmonisierte Analysemethoden
für die anderen Textilerzeugnisse auf dem Markt , die binäre Gemische .
enthalten , ergänzt werden .                                     ,n
Diese Richtlinie stellt demgemass eine erste Ergänzung der oben genannten
Richtlinie 72 / 276 / EWG dar : Sie enthält in der Anlage die Analysemethoden
für zwej wichtige kürzlich in Verkehr gebrachte Erzeugnisse : Erzeugnisse,
die binäre Gemische auf der Basis von Polypropylen und Chlorfasern enthalten .
ßiese Verfahren Nr . 14 und 15 sind von der Arbeitsgruppe der Kommission
"Bezeichnungen und Etikettierung von Textilerzeugnissen - Analysen" auf
der Basis der ISO-Methoden Nr . 15 und 16 ( internationale ISO-Norm 1833,
 ---pagebreak--- 1977 , 2 . Ausgabe ) und nach zahlreichen vergleichenden Versuchen in ver­
schiedenen Laboratorien erstellt worden .
Es wurde ein baldiger Termin für das Inkrafttreten der nötigen innerstaat­
lichen Rechtsvorschriften eingeplant ^ damit diese Richtlinie angewendet
werden kann ; diese Vorschriften sind im übrigen nur an eine beschränkte
Zahl von Laboratorien gerichtet .          /
 ---pagebreak---  OER RAT DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
             gemeinschaft , insbesondere Artikel 100,
 auf Vorschlag der Kommission ,
 nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
 nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe :                i .
Die Richtlinie des Rates 71 /307/EWG vom 26 . Juli 1971 zur Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Bezeichnung von Texti lerzeug
nissen < 1 > enthält Vorschriften über eine Kennzeichnungspflicht der Faser-
 zusammensetzung von Texti lerzeugni ssen . •
                                   /
Aufgrund von Artikel 13 der vorgenannten Richtlinie legt die Richtlinie
72 / 276/ EWG des Rates    vom 17 . Juli 1972 zur Angleichung der Rechtsvorschri f
ten der Mjtgliedstaaten über bestimmte Methoden der quantitativen Analyse
von binären Texti Igemi sehen (2 ) 13 einheitliche Analyseverfahren für die
meisten aus binären Gemischen bestehenden Textilerzeugnisse auf dem Markt
fest .
Die aus Polypropylen und einigen anderen Fasern bestehenden Textilerzeug-
nisse sowie die aus Chlorfasern auf der Basis von Vinylchlorid-Homopolymeri
sat und einigen anderen Fasern zusammengesetzten Erzeugnisse , die ebenfalls
der in der Richtlinie 71 / 307 / EWG vorgesehenen Kennzeich-
nungspflicht unterliegen , sind durch die vorgenannte Richtlinie 72 /276 / EWG
nicht gedeckt . Es ist demnach notwendig, einheitliche Analysemethoden für
diese Produkte festzulegen
<1)-ABl . Nr . l 185 vom 16 . 8.1971 , S. 16
(2 ) ABl . Nr . L 173 vom 31 . 7.1972, S. 1
 ---pagebreak--- HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                   Artikel 1
Anhang II / 2 der Richtlinie 72 / 276 / EWG des Rates wird durch die
Einzelverfahren Nr . 14 und 15 im Anhang zu dieser Richtlinie ergänzt .
                                   Artikel 2
1 . Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Vorschriften ,
    um dieser Richtlinie innerhalb eines Jahres nach ihrer Bekanntgabe
    nachzukommen , und   setzen die Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis .
2 . Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie setzen die Mitglied-
    Staaten      die Kommission von allen Entwürfen für Rechts- und Verwal- -
    tungsvorschri ften , die . sie auf dem von dieser Richt­
    linie erfassten Gebiet zu erlassen beabsichtigen , so rechtzeitig in
    Kenntnis , dass sie dazu Stellung nehmen kann .
                                   Artikel 3
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                                          ANHANG
                           QUANTITATIVE ANALYSENMETHODEN FOR
                          BESTIMMTE BINARE TEXTILFASERGEMISCHE
                                       VERFAHREN NR . 14
                         POLYPROPYLEN UNO BESTIMMTE ANDERE FASERN
                                     ( Xylol-Verfahren )
 1 . ANWENDUNGSBEREICH
      Diese Methode ist nach Abtrennung der nichtfaserigen Bestandteile auf
      binäre Texti If asermi schungen anwendbar :
                      \
      1 . Polypropylen ( 31 )
           mit
      2 . Wol le (1 ), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4 ), Baumwolle ( 5), Acetat (17),
           Cupro (19), Modal (20), Triacetat (22 ), Viskose (23), Acryl (24 ),
           Polyamid ( 28 ), Polyester ( 29) und Glasfaser ( 38 ).
 2 . GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
      Die Polypropylenfaser wird aus einer bekannten Menge der Trocken-          ' \
      masse        durch Lösung mit kochendem Xylol abgetrennt . Der Rückstand wird
      gesammelt , gewaschen , getrocknet und gewogen; seine Menge wi rd - gegebe­
      nenfalls nach der erforderlichen Korrektur - durch den Prozentanteil an
     der Trockenmasse ausgedrückt.' Das Mengenverhältnis des
      Polypropylen wird aus der Gewichtsdifferenz berechnet .
3 . GERÄTE UND REAGENZIEN ( soweit nicht im allgemeinen Teil erwähnt ) J
     3.1 Geräte
            i ) Erlenmeyer-Kolben, Mindestinhalt 200 mlmit Schliffstopfen;
            ii ) Rückflusskühler ( geeignet für Flüssigkeiten mit erhöhtem Koch-
                  punkt ) mit zum Aufsetzen auf die Erlenmeier-Kolben ( i ) ange­
                  passtem geschliffenem übergangsteil .
     3.2 Reagenz
           Xylol , Siedebereich    zwischen 137 und 141° C.
            Bemerkung : Dieses Reagenz ist sehr leicht entflammbar und entwickelt
            giftige Dämpfe . Während der Verwendung sind ^deshalb entsprechende
            Vorsi chtsmassnahmen zu treffen .        .   .
4 . DURCHFÜHRUNG
     Es ist nach den im allgemeinen Teil gegebenen Anweisungen zu arbeiten
     und danach f olgendermassen vorzugehen :
     Zu der in den . Erlenmeier-Kolben ( 3.1 i ) eingegebenen Probe werden 100 ml
     Xylol ( 3.2 ) pro Gramm Probe hinzugegeben . Dann' wird der Kühler ( 3.1 ii )
     aufgesetzt und der Kolbeninhalt zum Kochen gebracht ; Kochdauer 3 Minuten .
     Die Flüssigkeit wird sofort danach über den tarierten Glasf rittetiegel
     ( s . Bern . 1 ) dekantiert . Dieser Vorgang wird zweimal unter Verwendung
    von jeweils 50 ml frischem Lösungsmittel wiederholt .
                                                                                  /
 ---pagebreak---   Der im Kolben zurückgebliebene Rückstand wird nacheinander mit 30 ml
  kochendem Xylol ( zweimal ), dann zweimal, mit je 75 ml Petroläther
  pf+nir-ZÜ " 1 " ? Li9feiner Jeil ) ausgewaschen . Nach dem zweiten Waschen mit
  Petroläther wird der Inhalt des Kolbens durch - den Tiegel filtriert - die
  zurückbleibenden Fasern werden mi ttels' einer kleinen zusätzlichen Menge
 Petroläther in den Tiegel uberführt , bann lässt man" das Lösungsmittel vol
 kühlfunrgewögen?'           rUS*1 ^         Rück5tand uerden S'f.°cknet, abge-
 BEMERKUNGEN
 1 . werden
     Der Filtertiegel
             .
                        , über den das Xylol dekantiert wird - muss vorgewärmt
 2 . Nach den Verfahrensschritten mit dem kochenden Xylol darauf achten,
     dass der den Rückstand enthaltende Erlenmeyer-Kolben ausreichend ab­
     gekühlt wird , bevor der Petroläther dazugegeben wird .
3 . Um die Gefährdung der Laboranten durch die Entflammbarkeit und Giftig-
     keit möglichst niedrig zu halten, können Heissextraktionsapparaturen
     und geeignete Verfahren, die gleichartige Ergebnisse erbringen , an­
     gewendet werden ; diesbezüglich sei auf die in "Melliand Texti Iberichte
     56 ( 1975 ), S. 643-645 , beschriebene Apparatur hingewiesen .
BERECHNUNG UND DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
Die Ergebnisse werden nach den im allgemeinen Teil beschriebenen Berech –
nungsverfahren ermittelt. Der Wert von d ist 1,00 .
METHODENGENAUIGKEIT
Bei Anwendung dieser Methode auf eine homogene Mischung von Texti Istoffen
liegt der Zuverlässigkeitsbereich der nach dieser Methode erhaltenen
Ergebnisse innerhalb von höchstens + 1 bei einer Zuverlässigkeits–
schwelle von 95 % .
 ---pagebreak---                                     VERFAHREN NR .. 15
                CHLORFASERN ( AUF HOMOPOLYMERBASIS VON VINYLCHLORID )
                              UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
                      ( Verfahren mit konzentrierter Schwefelsäure )
I.ANWENDUNGSBEREICH
    Diese Methode ist nach Abtrennung der nichtfaserigen Bestandtei le auf
    binäre Texti Imi schungen anwendbar .
    1 .. Chlorfasern ( 25 ) auf Homopolymerbasis von Vinylchlorid (nächchloriert v
         oder nicht )                    -
         mit
    2 . Baumwolle ( 5 )"/ Acetat ( 17 ), Cupro ( 19 ), Modal ( 20 ), Triaceitat ( 22 ),
         Viskose ( 23 ), bestimmte Acryl - ( 24 ) und Modacryl-(27 ) Fasern ,
         Polyamid , ( 28 ) und Polyester ( 29 ). Die betreffenden Modacry Ifasern
         sind diejenigen , die bei Behandlung in konzentrierter Schwefelsäure
         ( g20=1,84 g/ml ) eine klare Lösung ergeben .
         Diese Methode kann insbesondere anstelle der Methoden Nr . 8 und 9
         angewendet werden .
2 . GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
    Die Ni cht-Ch lorf asei–Bestandteile ( unter 1.2 angegebenen Fasern ) werden
    aus einer bekannten Trockenmasse durch Auflösen in konzentrierter Schwefel­
    säure ( Q 20=1 , 84 g / ml ) abgetrennt . Der aus Chlorfaser bestehende Rückstand
    wird gesammelt , gewaschen , getrocknet und gewogen ; seine Menge wi rd -
    gegebenenfalls nach der erforderlichen Korrektur - durch Angabe des
    prozentualen Anteils der Trockenmasse ausgedrückt . Das Mengenverhältnis
    des zweiten Bestandteils wird aus der Gewi chtsdi ff erenz ^ berechnet .
3 . GERÄTE UND REAGENZIEN ( soweit nicht im allgemeinen Teil aufgeführt )
      ι
    3.1 Geräte                                                                          '
          i)     Erlenmeyer-Kolben , Mindestinhalt 200 ml , mit Schliff stopfen .
          ii ) Glasstab mit abgeflachtem Ende .
    3.2 Reagenzien
          i ) Schwefelsäure , konzentriert (, g20=1,84 g / ml ).
          ii ) Schwefelsäure , wässrige Lösung , etwa 50 % ( m / m ) Schwefelsäure .
                 Um dieses Reagenz herzustellen , werden vorsichtig und unter
                 Kühlung          400 ml Schwefelsäure (p20=1,84 g /ml ) zu 500 ml
                 Wasser hinzugegeben . Wenn die Lösung auf Zimmertemperatur abge­
                 kühlt ist , wird mit Wasser auf 1 Liter angefüllt .
          ii i ) Ammoniak , verdünnte Lösung
                 60 ml einer konzentrierten Ammoniaklösung (p20=0,880 g/ml ) werden
                 mit destilliertem Wasser zu 1 Liter Lösung verdünnt .
 ---pagebreak---                                        - 2 -
 4 . DURCHFÜHRUNG                          .      -
      Es ist nach den im allgemeinen Teil angegebenen Anweisungen zu arbeiten
      und danach folgendermassen vorzugehen :
      Zu der in den Erlenmeyer-Kolben ( 3.1 . i ) eingegebenen Probe werden 100 ml
      Schwefelsäure ( 3.2 i ) pro Gramm der Probe hinzugegeben .
     10 Minuten lang bei Zimmertemperatur unter öfterem Umrühren der Proben-
      lösung mit dem Glasstab stehenlassen . Wenn es sich um ein Gewebe oder um
     gewirkte Ware handelt , so drückt man das Probestück leicht gegen die
     Kolbenwand , um auf diese Weise die durch die Schwefelsäure ausgelösten
     Bestandteile abzutrennen .
     Die Flüssigkeit wird über den tarierten Glasf rittetiegel dekantiert .
     Dann werden erneut 100 ml Schwefelsäure ( 3.2 i ) in den Kolben gegeben
     und der Vorgang wiederholt . Den Inhalt des Kolbens über dem Tiegel ent­
      leeren und hierbei den faserigen Rückstand mit dem Glasstab abtrennen .
     Erforderlichenfalls etwas konzentrierte Schwefelsäure ( 3.2 i ) in , den
     Kolben nachgeben , um die an den Wänden hängenbleibenden Faserreste zu
     erhalten . Den Tiegel durch Absaugen entleeren ; das Filtrat des Kolbens
     völlig entfernen oder den Kolben auswechseln , dann den Rückstand im
     Tiegel nacheinander mit der 50 %igen Schwefelsäure ( 3.2 i i ), desti l Ii er-
     tem oder entionisiertem Wasser ( 1.3.2.3 . Allgemeiner Teil ) und der Ammon^
     iaklösung ( 3.2 iii ) und schliesslich gründlich mit destilliertem oder
     entionisiertem Wasser auswaschen , wobei der Tiegel durch absaugen nach
^ jeder Zugabe vollständig entleert wird ( während des Waschvorgangs i st
     nicht abzusaugen , sondern erst , nachdem die Flüssigkeit durch ihr Eigen­
     gewicht abgelaufen ist ).
     Den Tiegel und den Rückstand trocknen , abkühlen und wiegen .
5 . BERECHNUNG UND DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE                         '
     Die Ergebnisse werden nach der im allgemeinen Teil angegebenen Berech-
     nungsweise ermittelt ; der Wert von d ist 1,00 .
6 . METH0DENGENAUIGKEIT
     Bei Anwendung der Methode auf eine homogene Mischung von Texti Istoff en
     liegt der Zuverlässigkeitsbereich der durch diese Methode erhaltenen
     Ergebnisse innerhalb von höchstens _+ 1        bei einer Zuverlässigkeits-
     schwelle von 95 % .