CELEX: 52004PC0290
Language: de
Date: 2004-04-22
Title: Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind (kodifizierte Fassung)

Wichtiger rechtlicher Hinweis

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52004PC0290

Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind (kodifizierte Fassung)  /* KOM/2004/0290 endg. - COD 2004/0090 */  

Vorschlag für eine RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind (kodifizierte Fassung)(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNG1. Im Zusammenhang mit dem "Europa der Bürger" ist es ein wichtiges Anliegen der Kommission, das Gemeinschaftsrecht zu vereinfachen und klarer zu gestalten, damit es für den Bürger besser verständlich und zugänglich wird und er die spezifischen Rechte, die es ihm zuerkennt, besser in Anspruch nehmen kann.Dieses Ziel lässt sich so lange nicht erreichen, wie zahlreiche Vorschriften, die mehrfach und oftmals in wesentlichen Punkten geändert wurden, in verschiedenen Rechtsakten, vom ursprünglichen Rechtsakt bis zu dessen letzter geänderter Fassung, verstreut sind und es einer aufwendigen Suche und eines Vergleichs vieler Rechtsakte bedarf, um die jeweils geltenden Vorschriften zu ermitteln.Soll das Gemeinschaftsrecht verständlich und transparent sein, müssen häufig geänderte Rechtsakte also kodifiziert werden.2. Die Kommission hat daher mit Beschluss vom 1. April 1987 [1] ihre Dienststellen angewiesen, alle Rechtsakte spätestens nach der zehnten Änderung zu kodifizieren. Dabei hat sie jedoch betont, dass es sich um eine Mindestanforderung handelt, denn im Interesse der Klarheit und des guten Verständnisses der Gemeinschafts vorschriften sollten die Dienststellen bemüht sein, die in ihre Zuständigkeit fallenden Rechtsakte in kürzeren Abständen zu kodifizieren.[1]  KOM(87) 868 PV.3. Der Europäische Rat von Edinburgh hat sich im Dezember 1992 in seinen Schlussfolgerungen ebenfalls in diesem Sinne geäußert [2] und die Bedeutung der Kodifizierung unterstrichen, da sie hinsichtlich der Frage, welches Recht zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einen spezifischen Gegenstand anwendbar ist, Rechts sicherheit biete.[2]  Siehe Anhang 3 zu Teil A dieser Schlussfolgerungen.Bei der Kodifizierung ist das übliche Rechtsetzungsverfahren der Gemeinschaft uneingeschränkt einzuhalten.Da an den zu kodifizierenden Rechtsakten keine materiell-inhaltlichen Änderungen vorgenommen werden dürfen, haben sich das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 20. Dezember 1994 auf ein beschleunigtes Verfahren für die rasche Annahme kodifizierter Rechtsakte geeinigt.4. Mit dem vorliegenden Vorschlag soll die Richtlinie 89/398/EWG des Rates vom 3. Mai 1989 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind [3] kodifiziert werden. Die neue Richtlinie ersetzt die verschiedenen Rechtsakte, die Gegenstand der Kodifizierung sind [4]. Der Vorschlag behält den materiellen Inhalt der kodifizierten Rechtsakte vollständig bei und beschränkt sich darauf, sie in einem Rechtsakt zu vereinen, wobei nur insoweit formale Änderungen vorgenommen werden, als diese aufgrund der Kodifizierung selbst erforderlich sind.[3]  Durchgeführt im Einklang mit der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat -- Kodifizierung des Acquis communautaire, KOM(2001) 645 endgültig.[4]  Anhang II Teil A dieses Vorschlags.5. Der Kodifizierungsvorschlag wurde auf der Grundlage einer vorläufigen konsoli dierten Fassung der Richtlinie 89/398/EWG und der sie ändernden Rechtsakte ausgearbeitet. Diese konsolidierte Fassung war zuvor vom Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften mit Hilfe eines Daten verarbeitungssystems in allen Amtssprachen erstellt worden. Wenn die Artikel neu nummeriert wurden, werden die alte und die neue Nummerierung einander in der Entsprechungstabelle in Anhang III der kodifizierten Richtlinie gegenübergestellt. 89/398/EWG (angepasst)2004/0090 (COD)Vorschlag für eine RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind (Text von Bedeutung für den EWR)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -- gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel  95 ,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses [5],[5]  ABl. C [...] vom [...], S. [...].gemäß dem Verfahren des Artikels 251 EG-Vertrag [6],[6]  ABl. C [...] vom [...], S. [...].in Erwägung nachstehender Gründe: (1) Die Richtlinie 89/398/EWG des Rates vom 3. Mai 1989 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind [7], ist mehrfach und in wesentlichen Punkten geändert worden [8]. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit empfiehlt es sich, die genannte Richtlinie zu kodifizieren.[7]  ABl. L 186 vom 30.6.1989, S. 27. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).[8]  Siehe Anhang II Teil A. 89/398/EWG Erwägungs grund 2 (angepasst)(2) Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften über Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind,  behindern  den freien Waren verkehr mit diesen Erzeugnissen,  können  ungleiche Wettbewerbsbedingungen hervorrufen und  wirken  sich damit unmittelbar auf die Errichtung und das Funktionieren des Gemeinsamen Marktes aus. 89/398/EWG Erwägungs grund 3(3) Die Angleichung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften erfordert die Ausarbeitung einer gemeinsamen Definition, die Festlegung von Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers gegen Täuschungen über die Art der betreffenden Erzeugnisse sowie die Festlegung von Regeln für die Kennzeichnung dieser Erzeugnisse. 89/398/EWG Erwägungs grund 4(4) Die unter diese Richtlinie fallenden Erzeugnisse sind Lebensmittel, deren Zusammen setzung und Herstellung besonders beschaffen sein müssen, damit sie den besonderen Ernährungsbedürfnissen des Personenkreises entsprechen, für den sie in erster Linie bestimmt sind. Es kann sich daher als notwendig erweisen, Abweichungen von den allgemeinen oder besonderen Bestimmungen für Lebensmittel vorzusehen, um dem spezifischen Ernährungszweck zu entsprechen. 89/398/EWG Erwägungs grund 5(5) Eine wirksame Überwachung der Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind und für die besondere Vorschriften erlassen wurden, kann zwar aufgrund allgemeiner, für den gesamten Lebensmittelsektor geltender Überwachungs vorschriften erfolgen, jedoch gilt dies nicht immer für Lebensmittel, für die solche spezifischen Bestimmungen nicht vorgesehen sind. 89/398/EWG Erwägungs grund 6(6) Im letztgenannten Fall lässt sich mit den den Überwachungsdiensten üblicherweise zu Gebote stehenden Mitteln nämlich unter bestimmten Umständen nicht nachprüfen, ob das betreffende Lebensmittel tatsächlich die ihm zugeschriebenen besonderen Ernährungseigenschaften besitzt. Es muss deshalb vorgesehen werden, dass der für das Inverkehrbringen dieses Lebensmittels Verantwortliche die Überwachungsdienste bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten unterstützt, wenn dies erforderlich ist. 89/398/EWG Erwägungs grund 8 (angepasst)(7)  Besondere Vorschriften für bestimmte Gruppen von Lebensmitteln sollten in Einzelrichtlinien festgelegt werden  96/84/EG Erwägungsgrund 4 (angepasst)(8) Es  sollte  ein Verfahren vorgesehen werden, mit dem es möglich ist, Lebensmittel, die aufgrund technologischer Neuerungen entwickelt worden sind, vorübergehend in den Verkehr zu bringen, damit in Erwartung einer Änderung der betreffenden Einzelrichtlinie die Forschungsergebnisse der Industrie verwertet werden können. 96/84/EG Erwägungsgrund 5 (angepasst)(9) Aus Gründen des Schutzes der Verbrauchergesundheit darf die Zulassung des Inverkehrbringens erst nach Anhörung  der Europäischen Behörde für Lebens mittelsicherheit  erteilt werden. 1999/41/EG Erwägungsgrund 5 (angepasst)(10) Da keine Klarheit darüber besteht, ob es eine ausreichende Grundlage für die Annahme besonderer Vorschriften für die Gruppe der Lebensmittel für Personen gibt, die unter einer Störung des Glucosestoffwechsels leiden (Diabetiker)  , sollte der Kommission gestattet werden, die einschlägigen Vorschriften in einem späteren Stadium nach Anhörung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zu erlassen oder vorzuschlagen . 1999/41/EG Erwägungsgrund 7(11) Auf Gemeinschaftsebene können Vorschriften für andere Gruppen von Lebensmitteln, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind, im Interesse des Verbraucherschutzes und des freien Verkehrs solcher Lebensmittel noch harmonisiert werden. (12) Die für die Durchführung der vorliegenden Richtlinie erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse [9] erlassen werden.[9]  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.(13) Diese Richtlinie sollte die Verpflichtung der Mitgliedstaaten hinsichtlich der Fristen für die Umsetzung in innerstaatliches Recht der in Anhang II Teil B aufgeführten Richtlinien unberührt lassen -- 89/398/EWG (angepasst)HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:Artikel 1(1) Diese Richtlinie bezieht sich auf Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind.(2) Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind, sind Lebensmittel, die sich aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung oder des besonderen Verfahrens ihrer Herstellung deutlich von den Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs unterscheiden, die sich für den angegebenen Ernährungszweck eignen und mit dem Hinweis darauf in den Verkehr gebracht werden, dass sie für diesen Zweck geeignet sind. (3)  Eine besondere Ernährung muss den besonderen Ernährungserfordernissen folgender Verbrauchergruppen entsprechen: a)  bestimmter Gruppen von Personen, deren Verdauungs- bzw. Resorptionsprozess oder Stoffwechsel gestört ist, oder b)  bestimmter Gruppen von Personen, die sich in besonderen physiologischen Umständen befinden und deshalb einen besonderen Nutzen aus der kontrollierten Aufnahme bestimmter in der Nahrung enthaltener Stoffe ziehen können, oder c)  gesunder Säuglinge oder Kleinkinder.Artikel 2(1) Die in Artikel  1 Absatz 3 Buchstaben a) und b)  genannten Erzeugnisse können durch das Wort «diätetisch» gekennzeichnet werden. 89/398/EWG(2) Bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs sowie der Werbung für diese Lebensmittel wird Folgendes untersagt:a) die Verwendung des Wortes «diätetisch», allein oder in Verbindung mit anderen Wörtern, zur Bezeichnung dieser Lebensmittel;b) alle sonstigen Hinweise bzw. jegliche Aufmachung, die den Eindruck erwecken könnten, dass es sich um eines der in Artikel 1 genannten Erzeugnisse handelt. 89/398/EWG (angepasst)In den Vorschriften, die nach dem in Artikel  15 Absatz 2   genannten  Verfahren erlassen werden, kann jedoch bei Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs, die für eine besondere Ernährung geeignet sind, ein Hinweis auf diese Eigenschaft zugelassen werden.In solchen Vorschriften kann geregelt werden, wie dieser Hinweis erfolgen kann. 89/398/EWGArtikel 3(1) Erzeugnisse im Sinne des Artikels 1 müssen aufgrund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung für den vorgesehenen besonderen Ernährungszweck geeignet sein.(2) Für die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse gelten auch die zwingenden Vorschriften für Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs, abgesehen von solchen Änderungen, die vorgenommen worden sind, damit den in Artikel 1 vorgesehenen Begriffs bestimmungen entsprochen wird.Artikel 4(1) Die besonderen Vorschriften, die für die in Anhang I genannten Gruppen von Lebensmitteln gelten, welche für eine besondere Ernährung bestimmt sind, werden durch Einzelrichtlinien festgelegt.Derartige Einzelrichtlinien können insbesondere Folgendes umfassen:a) die wesentlichen Anforderungen im Hinblick auf die Art oder Zusammen setzung der Erzeugnisse;b) Bestimmungen über die Qualität der Rohstoffe;c) hygienische Anforderungen;d) erlaubte Änderungen im Sinne von Artikel 3 Absatz 2;e) eine Liste der Zusatzstoffe;f) Bestimmungen über Kennzeichnung, Aufmachung und Werbung;g) die Modalitäten für Probenahmen und Analysemethoden, welche für die Kontrolle der Übereinstimmung mit den Erfordernissen solcher Einzelricht linien notwendig sind. 89/398/EWG (angepasst)Diese Einzelrichtlinien werden-  in Bezug auf Buchstabe e)  nach dem Verfahren des Artikels  95 EG-Vertrag ,-  in Bezug auf die anderen Buchstaben  nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 dieser Richtlinie genannten Verfahren  erlassen.Die Bestimmungen, die Auswirkungen auf die  G esundheit haben können, werden nach Anhörung  der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit  erlassen. 96/84/EG Art. 1 (angepasst) (2)  Damit im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts neu entwickelte Lebensmittel, welche für eine besondere Ernährung bestimmt sind, rasch in den Verkehr gebracht werden können, kann die Kommission nach Anhörung  der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit  das Inverkehrbringen von Lebensmitteln, die nicht den Zusammensetzungsregeln  entsprechen, die in den  Einzelrichtlinien  für die in Anhang I genannten Gruppen von Lebens mitteln festgelegt sind, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind,  nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  für eine Dauer von zwei Jahren zulassen.Die Kommission kann erforderlichenfalls in die Zulassungsentscheidung Kenn zeichnungsvorschriften für die Änderung der Zusammensetzung aufnehmen. 89/398/EWG (angepasst) (3)  Nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  werden eine Liste der Stoffe mit einem besonderen Ernährungszweck, wie z. B. Vitamine, Mineralsalze, Aminosäuren und andere den für eine besondere Ernährung bestimmten Lebensmitteln hinzuzufügende Stoffe, sowie die für sie geltenden Reinheitskriterien und gegebenenfalls die Verwendungsbedingungen festgelegt. 1999/41/EG Art. 1 Nr. 1 (angepasst)Artikel 5Die Bedingungen für die Verwendung von Begriffen für die Verringerung des Gehalts an oder das Nichtvorhandensein von Natrium oder Salz (Kochsalz, Tafelsalz)  oder  das Nichtvorhandensein von Gluten, die zur Beschreibung der Erzeugnisse nach Artikel 1 benutzt werden können, werden nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  festgelegt.Artikel 6Vor dem 8. Juli 2002 legt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat nach Anhörung  der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit  einen Bericht darüber vor, ob besondere Vorschriften für Personen, die unter einer Störung des Glucosestoff wechsels leiden (Diabetiker), erlassen werden sollten.Im Lichte der Schlussfolgerungen dieses Berichts arbeitet die Kommission entweder nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  die betreffenden besonderen Vorschriften aus oder legt nach dem Verfahren des Artikels 95  EG-Vertrag  geeignete Vorschläge zur Änderung dieser Richtlinie vor. 89/398/EWG Art. 5 (angepasst)Artikel 7Die Bedingungen, unter denen in der Kennzeichnung, Aufmachung und Werbung auf eine Diät oder eine Personengruppe Bezug genommen werden kann, für die ein in Artikel 1 genanntes Erzeugnis bestimmt ist, können nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  festgelegt werden. 89/398/EWG Art. 6 (angepasst)Artikel 8(1) Die Kennzeichnung eines in Artikel 1 definierten Erzeugnisses und die Art und Weise, in der sie erfolgt, die Aufmachung und die Werbung dürfen diesem Erzeugnis keine Eigenschaften zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer menschlichen Krankheit zuschreiben oder auf diese Eigenschaften hinweisen.Ausnahmen von Unterabsatz 1 können in genau festgelegten Sonderfällen nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  vorgesehen werden. Die betreffenden Ausnahmen können bis zum Abschluss dieses Verfahrens beibehalten werden.(2) Absatz 1 sieht zweckdienliche Angaben oder Empfehlungen, die ausschließlich für qualifizierte Personen auf dem Gebiet der Medizin, der Ernährung und der Arzneimittel bestimmt sind, nicht entgegen. 89/398/ EWG Art. 7 (angepasst)Artikel 9(1)  Die Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates  [10] gilt für die in Artikel 1  der vorliegenden Richtlinie  genannten Erzeugnisse gemäß den nachstehenden  in den Absätzen 2, 3 und 4 des vorliegenden Artikels genannten  Bedingungen.[10]  Ö ABl. L 109 vom 6.5.2000, S. 29 Õ.(2) Zu der Bezeichnung, unter der ein Erzeugnis verkauft wird, muss die Angabe seiner besonderen nutritiven Eigenschaften gehören. Bei den in Artikel  1 Absatz 3 Buchstabe c)  genannten Erzeugnissen wird diese Angabe jedoch durch die Angabe des Zwecks, für den sie bestimmt sind, ersetzt.(3) Die Kennzeichnung der Erzeugnisse, für die keine Einzelrichtlinie nach Artikel 4 erlassen wurde, muss ferner Folgendes umfassen:a) die Besonderheiten der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung oder den besonderen Herstellungsprozess, durch die das Erzeugnis seine besonderen nutritiven Eigenschaften erhält;b) den in kJ und kcal ausgedrückten physiologischen Brennwert sowie den Gehalt an Kohlehydraten, Eiweißstoffen und Fetten auf je 100 g oder 100 ml des in den Handel gebrachten Erzeugnisses und gegebenenfalls auf die für den Verzehr vorgeschlagene Menge bezogen, sofern das Erzeugnis in dieser Weise angeboten wird.Beträgt dieser Brennwert jedoch weniger als 50 kJ (12 kcal) in 100 g oder 100 ml des in den Handel gebrachten Erzeugnisses, so können die Angaben durch den Hinweis «Brennwert unter 50 kJ (12 kcal) in 100 g» oder «Brennwert unter 50 kJ (12 kcal) in 100 ml» ersetzt werden.(4) Die besonderen Kennzeichnungsanforderungen in Bezug auf die Erzeugnisse, für die eine Einzelrichtlinie erlassen wurde, werden in der Einzelrichtlinie festgelegt. 89/398/EWG Art. 8 (angepasst)Artikel 10(1) Die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse dürfen nur fertig verpackt in den Handel gebracht werden, wobei die Verpackung das Erzeugnis vollständig umschließen muss.(2) Die Mitgliedstaaten können  Ausnahmen von Absatz 1  für den Einzelhandel vorsehen; in diesem Fall muss das Erzeugnis bei seiner Abgabe an den Verbraucher mit den in Artikel  9  vorgeschriebenen Angaben versehen sein. 89/398/EWG Art. 9 (angepasst)Artikel 11 (1)  Um eine wirksame amtliche Überwachung bei Lebensmitteln zu ermöglichen, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind und nicht zu einer der in Anhang I aufgeführten Gruppen gehören, gelten die nachstehenden besonderen Bestimmun gen: a)  Beim ersten Inverkehrbringen eines Erzeugnisse s  unterrichtet der Hersteller oder im Falle eines in einem Drittland hergestellten Erzeugnisses der Einführer die zuständige Behörde des Mitgliedstaats, in dem dieses Erzeugnis in den Verkehr gebracht wird, indem er ein Muster des für das Erzeugnis benutzten Etiketts übermittelt. b)  Beim weiteren Inverkehrbringen dieses Erzeugnisses in einem anderen Mitgliedstaat übermittelt der Hersteller oder gegebenenfalls der Einführer der zuständigen Behörde dieses Mitgliedstaats die gleiche Information unter Angabe der Behörde, die als erste unterrichtet wurde. c)  Im Bedarfsfall ist die zuständige Behörde befugt, vom Hersteller oder gegebenenfalls vom Einführer die wissenschaftlichen Arbeiten und Daten, nach denen das Erzeugnis mit Artikel 1 Absatz 2 übereinstimmt, sowie die in Artikel  9  Absatz 3 Buchstabe a) vorgesehenen Angaben zu verlangen. Sind die betreffenden Arbeiten in einer leicht zugänglichen Veröffentlichung erschienen, so genügt ein Verweis auf diese Veröffentlichung. (2)  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission mit, welche Behörden im Sinne  von Absatz 1  zuständig sind, und erteilen ihr alle anderen zweckdienlichen Auskünfte über diese Behörden.Die Kommission veröffentlicht diese Auskünfte im Amtsblatt der Europäischen  Union . (3)  Nach dem  in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  können Durchführungsbestimmungen zu  den Absätzen 1 und 2  festgelegt werden. 1999/41/EG Art. 1 Nr. 2 (angepasst) (4)  Vor dem 8. Juli 200 5  sowie danach alle drei Jahre übermittelt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht über die Durchführung dieses Artikels. 89/398/EWG Art. 10Artikel 12(1) Die Mitgliedstaaten dürfen den Handel mit den in Artikel 1 genannten Erzeugnissen nicht aus Gründen ihrer Zusammensetzung, Herstellungsmerkmale, Aufmachung oder Kennzeichnung untersagen oder beschränken, wenn diese der vorliegenden Richtlinie und den etwaigen aufgrund dieser Richtlinie erlassenen Richtlinien entsprechen.(2) Absatz 1 berührt nicht die einzelstaatlichen Bestimmungen, die in Ermangelung von aufgrund dieser Richtlinie erlassenen Richtlinien gelten. 89/398/EWG Art. 11 (angepasst)Artikel 13(1) Stellt ein Mitgliedstaat mit eingehender Begründung fest, dass ein Lebensmittel, das für eine besondere Ernährung bestimmt ist und nicht zu einer der in Anhang I aufgeführten Gruppen gehört, nicht mit Artikel 1  Absätze 2 und Absatz 3  übereinstimmt oder eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, selbst wenn es in einem oder mehreren Mitgliedstaaten frei gehandelt wird, so kann dieser Mitgliedstaat den Handel mit dem betreffenden Erzeugnis in seinem Gebiet vorläufig aussetzen oder einschränken. Er teilt dies unter Angabe der Gründe für seine Entscheidung unverzüglich der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten mit.(2) Die Kommission prüft so bald wie möglich die von dem Mitgliedstaat angegebenen Gründe und konsultiert die Mitgliedstaaten  in dem in Artikel 15 Absatz 1 genannten Ausschuss ; anschließend gibt sie unverzüglich ihre Stellungnahme ab und ergreift die geeigneten Maßnahmen.(3) Ist die Kommission der Ansicht, dass die einzelstaatliche Maßnahme aufgehoben oder geändert werden muss, so leitet sie  die geeigneten Maßnahmen in Übereinstimmung mit dem in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren  ein. 89/398/EWG Art. 12 (angepasst)Artikel 14(1) Stellt ein Mitgliedstaat mit eingehender Begründung anhand neuer Daten oder einer neuen Beurteilung der vorliegenden Daten nach dem Erlass einer der Einzelrichtlinien fest, dass die Verwendung eines Lebensmittels, das für eine besondere Ernährung bestimmt ist, die menschliche Gesundheit gefährdet, obwohl es der jeweiligen Einzelrichtlinie entspricht, so kann dieser Mitgliedstaat die Anwendung der einschlägigen Bestimmungen in seinem Gebiet vorläufig aussetzen oder einschränken. Er teilt dies den anderen Mitgliedstaaten und der Kommission unverzüglich unter Angabe der Gründe für seine Entscheidung mit.(2) Die Kommission prüft so bald wie möglich die von dem betreffenden Mitgliedstaat angegebenen Gründe und konsultiert die Mitgliedstaaten  in dem in Artikel 15 Absatz 1 genannten Ausschuss ; anschließend gibt sie unverzüglich ihre Stellung nahme ab und ergreift die geeigneten Maßnahmen.(3) Ist die Kommission der Ansicht, dass die vorliegende Richtlinie und/oder Einzelrichtlinien geändert werden müssen, um den in Absatz 1 genannten Schwierigkeiten zu begegnen und den Schutz der menschlichen Gesundheit zu gewährleisten, so  erlässt  sie  diese Änderungen in Übereinstimmung mit dem in Artikel 15 Absatz 2 genannten Verfahren . Der Mitgliedstaat, der Schutzmaßnahmen getroffen hat, kann sie in diesem Fall beibehalten, bis die Änderungen erlassen worden sind. 1882/2003 Art. 3 und Anhang III Nr. 15 (angepasst)Artikel 15(1) Die Kommission wird von dem durch Artikel 58 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 [11]  des Europäischen Parlaments und des Rates  eingesetzten Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit, im Folgenden :  Ausschuss, unterstützt.[11]  ABl. L 31 vom 1.2.2002, S. 1.(2) Wird auf diesen  Absatz  Bezug genommen, so gelten die Artikel 5 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.Der Zeitraum nach Artikel 5 Absatz 6 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf drei Monate festgesetzt.(3) Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung. Artikel 16Die Richtlinie 89/398/EWG, in der Fassung der in Anhang II Teil A aufgeführten Rechtsakte, wird unbeschadet der Verpflichtung der Mitgliedstaaten hinsichtlich der in Anhang II Teil B genannten Fristen für die Umsetzung in innerstaatliches Recht aufgehoben.Bezugnahmen auf die aufgehobene Richtlinie gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Richtlinie und sind nach Maßgabe der Entsprechungstabelle in Anhang III zu lesen.Artikel 17Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. 89/398/EWG Art. 16Artikel 18Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.Geschehen zu Brüssel am [...]In Namen des Europäischen Parlaments Im Namen des RatesDer Präsident Der Präsident[...] [...]  1999/41/EG Art. 1 Nr. 3 (angepasst)ANHANG I A  Gruppen von Lebensmitteln, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind und für die in Einzelrichtlinien besondere Vorschriften erlassen werden [12]:[12]  Es besteht Einvernehmen darüber, dass Erzeugnisse, die sich bei Genehmigung dieser Richtlinie bereits im Handel befinden, von der Richtlinie nicht berührt werden.1. Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung2. Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder3. Lebensmittel für kalorienarme Ernährung zur Gewichtsüberwachung4. Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke5. Lebensmittel für intensive Muskelanstrengungen, vor allem für Sportler B  Gruppe von Lebensmitteln, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind und für die unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Verfahrens nach Artikel  6  in einer Einzelrichtlinie besondere Vorschriften erlassen werden [13]:[13]  Es besteht Einvernehmen darüber, dass Erzeugnisse, die sich bei Genehmigung dieser Richtlinie bereits im Handel befinden, von der Richtlinie nicht berührt werden.Lebensmittel für Personen, die unter einer Störung des Glucosestoffwechsels leiden (Diabetiker)ANHANG IITeil AAufgehobene Richtlinie mit ihren nachfolgenden Änderungen(gemäß Artikel 16)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Teil BFristen für die Umsetzung in innerstaatliches Recht(gemäß Artikel 16)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;ANHANG IIIEntsprechungstabelle&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;