CELEX: 51964PC0379
Language: de
Date: 1964-10-02
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG DES RATS über die bei der Berechnung der Abschöpfungsbeträge für Bruteier und lebendes Bausgeflügel mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm zugrunde zu legende Futtergetreidemenge (Von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (64) 379
Vol. 1964/0083
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
                      KOMMISSION
                                        VI/KOM(64)379 endg .
                                        Orig . : P
                                        Brüssel , den 2 . Oktober 1964
                          VORSCHLAG EINER
                      VERORDNUNG DES RATS
      über die bei der Berechnung der Abschöpfungsbeträge
      für Bruteier und lebendes Bausgeflügel mit einem Ge­
      wicht von höchstens 185 Gramm zugrunde zu legende
                      Futtergetre idemenge
             ( Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   VI/K0M(64 ) 379 endg .
 ---pagebreak---                                 Begründung
       In der Verordnung Hr . 42/ 62/ BTfG, letztmals durch die Verordnung Nr . 104/
63 /EWG geändert , war die zur Erzeugung von einem Kilogramm Bruteier erforder­
liche Futtergetreidemenge festgesetzt worden . In Ermangelung einer eigenen Rege­
lung für Bruteier war dabei für Bruteier die zur Erzeugung von Konsumeiern er­
forderliche Futtergetreidemenge zugrunde gelegt worden .
       Der Verordnung Nr . 129/63/EWG des Eats und insbesondere deren Artikel 5
Absatz 1 zufolge muß die für die Erzeugung von einem Kilogramm Bruteier erfor­
derliche Futtergetreidemenge bis spätestens 1 . Oktober 1964 in einer gegenüber
Konsumeiern unterschiedlichen Höhe festgesetzt werden .                            \
       Die Kommission hatte dem Rat am 30 . November 1962 einen Vorschlag zu
einer Regelung für den Bruteiermarkt und ebenfalls zur Festsetzung der spezifi­
schen Futtergetreidemenge für die Erzeugung von einem Kilogramm Bruteier unter­
breitet . Dieser Entwurf wurde in einer Sachverständigen-Arbeitsgruppe , die vom
Rat mit der Prüfung dieses Vorschlags beauftragt worden war , eingehend erörtert .
Die Arbeitsgruppe nahm den Entwurf nach verschiedenen Änderungen an , konnte sich
jedoch nicht über den von der Kommission vorgeschlagenen Umrechnungskoeffizien-
ten einigen . Der Arbeitsgruppe gelang es nicht , einen für alle Vertreter der
Mitgliedstaaten annehmbaren Koeffizienten festzulegen .
       Die Dienststellen der Kommission , die von der Schwierigkeit einer Einigung
in der Sachverständigengruppe Kenntnis genommen hatten , arbeiteten einen neuen
Vorschlag aus ; hierbei wurden berücksichtigt :
- die von den Sachverständigen der einzelnen Mitgliedstaaten während der
   Arbeiten der Sachverständigengruppe des Rats gemachten Angaben ;
- die in jüngster Zeit von verschiedenen Seiten eingeholten technischen Angaben ;
- die rasche Entwicklung des Geflügelzucht - und Brütereiwesens in den letzten
   drei Jahren ;
- die inzwischen erfolgte Annäherung und Vereinheitlichung des Veredelungsko-
   effizienten für Konsumeier .                   v
 ---pagebreak---        Der Vorschlag der Dienststellen der Kommission taut auf den folgenden
drei Überlegungen auf , die von den Sachverständigen der Mitgliedstaaten "bereits
grundsätzlich anerkannt worden sind :
1 . Für alle Mitgliedstaaten kann ein einheitlicher Veredelungskoeffizient fest­
    gesetzt werden , da die Lage der Zuchtbetriebe in den einzelnen Mitglied­
    staaten annähernd die gleiche ist ,         .                  '  v
2 . Für Bruteier aller Art von Geflügel kann ein einheitlicher Veredelungsko-
    effizient festgesetzt werden .
3 . Für Bruteier von Mastrassen und von Legerassen kann durch Bestimmung dös
    Mittels der Veredelungskoeffizienten für Bruteier von Mastrassen und für
    Bruteier von Legerassen ein einheitlicher Veredelungskoeffizient festge­
    setzt werden .
Brüte ier
       Die Dienststellen der Kommission sind der Auffassung , daß die zur Er­
zeugung von Bruteiern von Legerassen erforderliche durchschnittliche Getreide-
menge mit 186 Gramm je Stück angegeben werden muß ; für Bruteier von Mastrassen
muß diese Getreidemenge mit 311 Gramm je Stück angegeben werden .
       Der einheitliche Veredelungskoeffizient kann durch das arithmetische
Mittel der zur Erzeugung von Brute'iern der beiden Rassen erforderlichen Ge - .
treidemengen - 249 Gramm je Stück - ausgedrückt werden .
       Von diesem Wert ist jedoch die zur Erzeugung der inzwischen ausgemerzten
Tiere benötigte Futtermenge von 30,5 Gramm abzuziehen , da diese Menge bei der
Festlagung des Umrechnungskoeffizienten nicht berücksichtigt werden darf .
       Die von der Kommission vorgeschlagene Futtergetreidemenge zur Erzeugung
eines Bruteis beträgt also 219 Gramm/Stück .
 ---pagebreak--- Eintagskuken
        Der Verordnung Nr . 129/63/EWG des Rats und insbesondere dertn Arti­
kel 6 Absatz 1 zufolge muß die zur Erzeugung von einem Küken erforderliche
Futtergetreidemenge in Verbindung mit der für Bruteier bestimmten Futter–
getreidemenge vor dem 1 . Oktober festgelegt werden . Durch die Festsetzung
eines eigfenen Veredelungskoeef izienten für Bruteier wird eine Änderung der
Verordnung Nr . 46/62/EWG des Eats über das Verfahren zur Festsetzung der
Abschöpfungsbeträge für lebendes Bausgeflügel mit einem Gewicht von hoch­
                                       /
stens 185 Gramm erforderlich .
        Da das Verhältnis zwischen den Veredelüngskoeffizienten für Bruteier
lind für Eintagsküken festgelegt werden muß , haben die Dienststellen der
Kommission einen Umrechnungskoeffizienten bestimmt .
       Auf der Grundlage eines Ausschlupfsatzes von 75 v.H , ergibt sich
folgender Koeffizient zur Umrechnung von Bruteiern auf Kükens
                   2,6 für Küken von Legerassen •
                   1,3 für Küken von Mastrassen .
        Die zur Erzeugung von einem Küken von Legerassen erforderliche Fut-
tergetreidemenge beträgt somit unter Berücksichtigung des Verkaufs der
ausgemerzten Tieres
                   ( 186-30,5 ) g x 2,6 = 404 g .
Auf die gleiche Weise wird die zur Erzeugung von einem Küken von Mast-
rassen erforderliche Futtergetreidemenge unter Berücksichtigung des Ver­
kaufs der ausgemerzten Tiere errechnet s
                   ( 3II-30.5 ) g x 1,3 = 365 g .
        Die auf diese Weise ermittelten Getreidemengen weichen nur gering­
fügig voneinander ab . Die jeweilige Differenz zum arithmetischen Mittel
- 384 J 5 g - ist wirklich sehr gering . Wird dieses arithmetische Mittel
durch die zur Erzeugung von einem Brutei erforderliche Getreidemenge ge­
teilt , so erhält man folgenden Koeffizientens
                   384,5 g s 219 g = 1,75 .
 ---pagebreak---                              VORSCHLAG EDFEE
                           TOordotho DES rjiTs
            über die "bei der Berechnung der Abs chöpfungsbe träge für
            Bruteier und lebendes Hausgeflügel mit einem Gewicht von'
            höchstens 185 Gramm zugrunde zu legende Futtergetreidemenge
                    (Von der Kommission dem Rat vorgelegt )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung Nr . 21 über die schrittweise Errichtung einer ge­
meinsamen Marktorganisation für Eier ( l ),
gestützt auf die Verordnung Nr . 22 über die schrittweise Errichtung einer ge­
meinsamen Marktorganisation für Geflügelfleisch ( 2 ) ?
gestützt auf die Verordnung Nr . 129/63/EWG des Rats vom 12 . Dezember 1963 über
einzelne Bestimmungen für Bruteier von Hausgeflügel und lebendes Hausgeflügel
mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm ( 3 ), insbesondere auf Artikel 5 Ab­
satz 1 \ind Artikel 6 Absatz 1 ,
auf Vorschlag der Kommission
in Erwägung nachstehender Gründe s
Die Verordnung Nr * 129/63 /EWG sieht in Artikel 5 und 6 für die Festlegung der
Futtergetre idemenge , die zur Erzeugung von Bruteiern und von lebendem Hausge­
flügel mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm erforderlich ist , besondere
Bestimmungen vor .
Diese Futtergetre idemengen'' können für Bruteier einerseits und lebendes Hausge­
flügel mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm andererseits in einer für die
                                                   /
Mitgliedstaaten einheitlichen Höhe festgesetzt werden , da die Lage der Brutbe-
triebe in allen Mitgliedstaaten annähernd gleich ist .
                                                                       • • • f* • •
( 1 ) Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr . 30 vc-ia 20.4 . 62 , Seite 953
(2)       "                "              "        Nr . 30 vom 20.4 . 62 , Seite 959
(3)       M       "        "              "        Nr . 185 vom 19.12.63 , Seite 2938
 ---pagebreak---                              -   2  -
Bei der Berechnung der Futtergetreidemenge für Bruteier sind namentlich die
durchschnittliche Legeleistung , der Junghennenanteil , der Bedarf an Auf­
zucht-, Erhaltungs - und Erzeugungsfutter sowie der Anteil des Getreides
an der Geflügelfütterung zu berücksichtigen ! es ist möglich und zweckmäßig ,
für alle Bruteier unabhängig von der Geflügelart oder Geflügelrasse einen
einheitlichen Wert festzustellen .
Die für lebendes Hausgeflügel mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm fest­
gesetzte Menge muß in einem Verhältnis zu der für Bruteier festgesetzten
Menge stehen § dieses Verhältnis kann durch einen Koeffizienten in Höhe von
1,75 ausgedrückt werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN ?
                             Artikel 1
Die in Artikel 3 Absatz 4 Buchstabe a ) der Verordnung Nr . 21 vorgesehene
Futtergetreidemenge wird zur Berechnung der ab 1 . Januar 1965 auf Bruteier
von Hausgeflügel anwendbaren Abs chöpfungsbe träge auf 3,81 Kilogramm Getrei­
de je Kilogramm Bruteier , d.h . 219 Gramm je Stück , festgesetzt .
                             Artikel 2
Die in Artikel 3 Absatz 4 Buchstabe a ) der Verordnung Nr . 22 vorgesehene
                                        I
Futtergetreidemenge wird zur Berechnung der ab 1 . Januar 1965 auf lebendes
Hausgeflügel mit einem Gewicht von höchstens 185 Gramm anwendbaren Abschöp-
fungsbeträge auf 385 Gramm Getreide je Stück festgesetzt .
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittel­
bar in jedem Mitgliedstaat .
                                    Geschehen zu Brüssel , am
                                    Im Namen des Rats
                                    Der Präsident