CELEX: 51987PC0224
Language: de
Date: 1987-06-03
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftskontingenten für Tomaten, Gurken und Auberginen der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für Bohnen (Phaseolus-Arten), Speisezwiebeln und Gemüsepaprika oder Paprik ohne brennenden Geschmack der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für Frühkartoffeln der Tarifstelle 07.01 A II des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für bestimmte Waren des Blumenhandels der Tarifstellen ex 06.01 A, 06.02 A II und ex 06.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für frische Blumen der Tarifstelle 06.03 A des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für frische Tafeltrauben der Tarifstelle ex 08.04 A I a) 2 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanaraischen Inseln (1987)#Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Einrichtung einer gemeinschaftlichen Überwachung der Einfuhren bestimmter landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln#(von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 224
Vol. 1987/0125
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
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conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
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on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak---     KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                             KOM(87 ) 224 endg .
                                                             Brüssel , den 3 . Juni 1987
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
        zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftskontingenten für
   Tomaten, Gurken und Auberginen der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs
                        mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
     zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für
       Bohnen ( Phaseolus-Arten ), Speisezwiebeln und Gemüsepaprika oder Paprik ohne
         brennenden Geschmack der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs
                        mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
     zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für
             Frühkartoffeln der Tarifstelle 07.01 A II des Gemeinsamen Zolltarifs
                        mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987)
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
     zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für
bestimmte Waren des Blumenhandels der Tarifstellen ex 06.01 A , 06.02 A II und ex 06.02 D
         des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
                                        Vorschlag für eine
                                    VERORDNUNG ( EWG DES RATES
     zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für
            frische Blumen der Tarifstelle 06.03 A des Gemeinsamen Zolltarifs mit
                          Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
     zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für
           frische Tafeltrauben der Tarifstelle ex 08.04 A I a ) 2 des Gemeinsamen
                  Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanaraischen Inseln ( 1987 )
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
      zur Einrichtung einer gemeinschaftlichen Überwachung der Einfuhren bestimmter
          landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln
                                                                              }?
                                ((von  der Kommission
                                  von der  Kommission vorgelegt
                                                       vorgelegt)^
                                                                 )/^.     |v
     K0M(87 ) 224 endg .
                                                                l \^ %
 ---pagebreak---                                                                                    г
                                             2
                                      BEGRÜNDUNG
1 . Mit seinen Verordnungen ( EWG) Nr . 4044 /86, 4045 /86, 4046 /86, 4047 /86
  . und 4048 /86 vom 2?. Dezember 1986 ( 1 ) geändert durch die Verordnung ( EWG )
      Nr . 9J4. /87 vom 30 . . März . . . . 1987 ( 2 ), hat der Rat für eine bestimmte
      Anzahl landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Ursprung auf den Kanarischen
      Inseln 6emeinschafts_ollkontingente eröffnt . Die Gültigkeit dieser
      Verordnungen wurde auf den Zeitraum vom 1 . Januar bis 31 . Mai beschränkt
      und geht der vom Rat am 21 .. Oktober 1986 beschlossenen endgültigen
      Regelung voraus .
      Der Verordnungsvorschlag des Rates , der die genannte Entscheidung
      des Rates enthält , sieht insbesondere die nachstehenden Anpassungen
      an die bei den kanarischen Inseln angewandte Regelung vor , die in
      Artikel 4 des Protokolls Nr ; 2 der Beitrittsakte von 1985 vorgesehen
      ist :
Warenbezeichnung              Alte Kon-            Neue Kon-         zugetei Ile
                              tingentsmenge        tingentsmenge     Erhöhung
07.01 M Tomaten               165.645 t            173.000 t          50 % an Spanien
                                                                      50 % in die Reserve
ex 07.01 H Zwiebeln              5 348 t              8 000 t        100 % an Spanien
07.01 F II Bohnen                1 219 t              1 300 t        100 % an Spanien
ex 06.02 lebende
Pflanzen                         3 446 t              4 700 t         80 % an Spanien
               ■**
                                                                      20 % in die Reserve
ex 06.03 A Rosen,
Nelken, Orchideen ....        85.460.000           87.500.000        100 % in die Reserve
                               Stück               Stück
 ( 1 ) ABI . Nr . L 377 vom 31.12.1986, S. 8-27
 ( 2 ) ABI . Nr . L   89 vom 1.4.1987, S. 4 .
 ---pagebreak---                                             3                                        0
     Er sieht außerdem die Schaffung eines Zollkontingents von 100 Tonnen
     zu einem herabgesetzten Zollsatz für frische Tafelweintrauben der Tarif¬
     stelle ex 08.04 A I a ) 2 des Gemeinsamen Zolltarifs vor und den Austausch
     des für Avocadofrüchte der Tarifstelle 08.01 D des Gemeinsamen Zolltarifs
     vorgesehenen Zollkontingents durch eine " Referenzmengenregelung " mit
     der Möglichkeit für die Gemeinschaft , in Zukunft eine Zolltarifregelung
     derselben Menge mit den genannten Regelungen auszutauschen, wenn sich
     herausstellen sollte , daß die unter der Präferenzregelung eingeführten
     Mengen im Laufe eines bestimmten Jahres die vorgeschriebene " Referenz¬
     menge " überschreiten ..
2 . Die im Anhang befindlichen Vorschläge haben demnach zum Ziel , die in
     Artikel 4 des Protokolls Nr . 2 der Beitrittsakte von 1985 vorgesehenen
     Zollkontingente für das Jahr 1987 einerseits zu eröffnen unter Berücksichtigung
     der durch den Rat am 21 . Oktober 1986 getroffenen Entscheidung , soweit
     sie die Erhöhung bestimmter Kontingentsmengen
      und die Zuweisung der zusätzlichen Mengen entweder an Spanien oder in
      die Reserve ganz oder teilweise betreffen sowie andererseits unter
      Berücksichtigung der für frische Tafelweintrauben und der " Referenz¬
      mengenregelung " und somit einer gemeinschaftlichen Überwachungsregelung
     unterworfenen Waren vorgesehenen neuen Maßnahmen .
 3 . Die praktische Anwendung der " Referenzmengen"-Regelung und die vorgesehene
      Verpflichtung, sich der mit Präferenzregelung erfolgten Einfuhren zu
      versichern, bedingen die Annahme gemeinsamer und genauer Vorschriften,
      die von allen Mitgliedstaaten einheitlich angewendet werden müssen .
      Diesem Erfordernis rkarm durch Festlegung eines gemeinschaftlichen Systems
      für die Überwachung der tatsächlichen Einfuhren von den Kanarischen
      Inseln entsprochen werden . Zu diesem Zweck müssen die Mitgliedsstaaten
      die geeigneten Maßnahmen treffen, die eine schnelle Zusammenstellung
      der statistischen Daten auf Gemeinschaftsebene ermöglichen . Dabei dürfen
      nur die Einfuhren der betreffenden Waren erfaßt werden, die zur Abfer¬
      tigung zum freien Verkehr angemeldet werden und die den vorgeschriebenen
     Ursprungsregeln entsprechen .
 ---pagebreak---                                                                             У
                                      4
Diese Übersichten werden von jedem Mitgliedstaat zu Monatsende erstellt und den
Dienststellen der Korrmission bis zum 15 . Tage des folgenden Monats übermittelt ,
so dass die Konmissionsdienststellen allen Mitgliedstaaten eine Gesamtübersi<±i t
über die einzelnen , im vorhergehenden Monat eingeführten Waren übermitteln
kennen . Das Uberwachungssytems erfordert viel Sorgfalt und eine enge
Zusammenarbeit zwischen den betreffenden Dienststellen der Mitgliedstaaten und
der Kbrtmissicn . Da die betreffenden Waren zu der Gruppe der empfindlichen
Wären gehören und Einfuhren zu einem herabgesetzten ZollsatzStörungen auf dem
Markt der Gemeinschaft hervorrufen kennen , ist es absolut erforderlich , dass
alle Mitgliedstaaten die genannte Frist von 15 Tagen streng einhalten .
 ---pagebreak---                                                                                                                  r
                                                                 Vorschlag für eine
                                                    VERORDNUNG ( EWG )                   DES RATES
                        zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für Tomaten ,
                        Gurken und Auberginen der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung
                                                           auf den Kanarischen Inseln ( 1987)
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
  gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portu ¬
  gals ( ' ), insbesondere auf Artikel 4 des Protokolls Nr . 2 im
  Anhang dazu ,
  auf Vorschlag der Kommission ,
  in Erwägung nachstehender Gründe :
  Aufgrund von Artikel 4 des Protokolls Nr . 2
                               zur Beitrittsakte gelten für Tomaten ,
  Gurken und Auberginen der Tarifnummer ex 07.01 des
  Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen
  Inseln hei der Einfuhr in das Zollgebiet der Gemeinschaft im
  Rahmen von jährlichen Gemeinschaftszollkontingenten
  Zollherabsctzungen . Die Kontingente belaufen sich auf
  – 165 645 Tonnen fürTomaten der Tarifstelle 07.01 M ,
  – 28 663 Tonnen fur Gurken der Tarifstelle 07.01 P I
      und
  – 3819Tonnen für Auberginen der Tarifstelle 07.01T1I .
  Aufgrund von Artikel 1 der Verordnung ( EWG )
  Nr .            / 87 hinsichtlich bestimmter
  Anpassungen , an die bei den Kanarischen
  Inseln angewandte Regelung ( 2 ) wurde die
  für Tomaten vorgesehene Kontingentsmenge
  auf 173.000 Tonnen erhöht «
 Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft
 gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren von Zöllen
 befreit , und sie sind nicht der Einhaltung des Referenzpreises
 unterworfen . Bei der Einfuhr dieser Waren nach Portugal
 sind die anzuwendenden Kontingentszollsätze auf der
 Grundlage der entsprechenden Vorschriften der Beitrittsakte
 zu berechnen . Bei der Abfertigung zum freien Verkehr im
 übrigen Zollgebiet der Gemeinschaft erfolgt für diese Waren
 eine stufenweise Herabsetzung der Zollsätze in der gleichen
 Zeitfolge und nach den gleichen Bedingungen wie in Artikel
 75 der Beitrittsakte vorgesehen , sofern die Referenzpreise
 eingehalten werden . Um in den Genuß dieser Zollkontingen¬
 te zu kommen , müssen bei diesen Waren bestimmte Markie-
rungs- und Etikettierungsbedingungen eingehalten werden,
die als Ursprungsbeweis dienen .
m M ABI
     AB).. Nr
            Nr .. L
                  L 302 vom 15
                    3UZ vom  13 .. 11 11 .. 1985
                                            n    , S. 23 .
(2) ABI . Nr . L . vom
 ---pagebreak---                                                                  2
                                                                                 c
        Mit seiner Verordnung                  ( EWG ) NP . 4044 / 86
        vom 22 . Dezember 1986 ( 1)yhat der Rat
        für den Zeitraum vom 1 . Januar bis 31 .
         Mai 1987 die im genannten Protokoll Nr . 2
       vorgesehenen jährlichen Zollkontingente
       eröffnet . Es ist daher angebracht die
       genannten Zollkontingente für das Jahr
       1987 zu eröffnen unter Berücksichtigung
       der eingetretenen Änderung hinsichtlich
       der für Tomaten vorgesehenen Kontingents ¬
       menge       einerseits und andererseits der
       Notwendigkeit vorzusehen, daß die im Laufe
       der ersten fünf Monate des Jahres 1987
       erfolgten und in den Genuß der vorgenannten
       VerordnungenCEWG ) Nr . 4044/86 und .^1.4 /87 gekommenen Einfuhren von den
      mit der vorliegenden Verordnung eröffneten Kontingentsmengen
      abzuziehen sind .
      Fs ist vor allem sicherzustellen , daß alle Importeure der
      Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
      diesen Kontingenten haben und daß die vorgesehenen Kon¬
      tingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
      betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur Aus¬
      schöpfung der Kontingente angewandt werden . Der Gemein¬
      schaftscharakter dieser Kontingente kann unter Beachtung
      der oben aufgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden ,
      daß bei der Ausnutzung der Gemeinschaftszollkontingente
      von einer Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten
      ausgegangen wird . Damit die tatsächliche Marktentwick¬
      lung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück¬
      sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf
      der Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
      statistischen Angaben über die während eines repräsentati¬
      ven Bezugszeitraums getätigten Einfuhren der genannten
      Waren mit Urpsrung auf den Kanarischen Inseln und
      andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für den betref¬
      fenden Kontingentszeitraum zu berechnen ist .
      Während der letzten drei Jahre , über die vollständige stati¬
      stische Angaben vorliegen , haben sich die Einfuhren der
      Mitgliedstaaten wie folgt entwickelt :
( 1 ) ABl . N r . L 377 vom 31.12.1986, S. 8
( 2 ) AbL . Nr . L 89 vom 1.4.1987, S. 4 .
        , geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr.914 / 87 vom3&März 1987 ( 2 )
                                                                      /
 ---pagebreak---                                                                    3
                                                                                                                         ?
                                                                                                            1π   lomer   *
                                                 - 07.01 M                    - 07.01 P 1                     07.01 τ η
               Mitglicdstaaten                     Tomaten                       Gurken .
                                                                                                             Auberginen
                                           1981      1984    1985      19*3       19*4    19S5         1983      1984   1985
 Benelux                                 50 379    56 131    15.1S3    6 567     13515     6.000      1 347     2 702    2.352
Dänemark                                      70         35   3.605        51        86    1-9 87       __
                                                                                                                            57
Deutschland                               3 009              37.302
                                                    2 449                260        313    2.492        108       104    1.2 95
Griechenland                                -
                                                                  _
Spanien                            du •chschn. 16 858 15.430 àurei ischii , 217            5      iirchschη. 445        174
Frankreich                                   773        582   7.770         7          8     345         43        37      454
Irland .                                      24         39        21       2          6       2
Italien                                     -
                                                                  _
                                                                         _
Portugal                                    -
                                                       _          _
Vereinigtes Königreich                   90 748   KM ) 70 1 90.063    16 942     18 930   11.255                        1.425
                                                                                                     1 226     1 501
  Im l.aulc der letzten drei Jahre sind die in Frage stehenden
  Waren nur in einigen Mitgliedstnaten regelmäßig eingeführt
  worden , während in den anderen Mitgliedstaaten überhaupt
  keine oder nur gelegentliche Einfuhren stattgefunden haben ,
  ln Anbetracht dieser Sachlage ist es in einem ersten Stadium
  zweckmäßig, die Zuteilung der ursprünglichen Quoten
  einerseits auf die wirklich einführenden Mitgliedstaaten
  vorzusehen und andererseits den anderen Mitgliedstaaten die
  Beteiligung an den Zollkontingenten zu gewährleisten , wenn
  Einfuhren in diese Staaten angekündigt worden sind . Auf¬
  grund dieses Aufteilungssystems kann ferner eine einheitliche
  Anwendung des Gemeinsamen Zolltarifs gewährleistet wer¬
  den .
  Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Waren
  in den einzelnen Mitglicdstaatcn Rechnung zu tragen , ist jede
  Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste
  Rate zwischen bestimmten Mitgliedstaaten aufgeteilt wird
  und die zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des
  Bedarfs dieser Mitgliedstaaten im Falle der Ausschöpfung
  ihrer ursprünglichen Quoten und zur Deckung des gegebe¬
  nenfalls in den anderen Mitgliedstaaten auftretenden Bedarfs
  hesiimml ist . Um den Importeuren eines jeden Mitglicdstaats
 eine gewisse Sicherheit zu geben , ist es angez.eigt , die erste
  Rate der Gemeinschaftszollkontingcnte auf einer ausreichen¬
  den Höhe festzusetzen , die im vorliegenden Fall bei ungefähr 80 v.H.
  jeder Kontingentsmenge liegen könnte .
  Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
  mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden . Um dieser
  Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen
  auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der eine seiner
  ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat , die Zie¬
  hung einer zusätzlichen Quote auf die entsprechende Reserve
  vornehmen . Die Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vorneh ¬
  men , wenn seine zusätzlich gewährten Quoten fast völlig
  ausgenutzt sind und so oft es die Reserve zuläßt . Die
  ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum~
  Ende des Kontmgentszcitraums gelten . Diese Art der Ver¬
  waltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den
  Mitgliedstnaten und der Kommission , die vor allem die
  Möglichkeit haben muß , den Stand der Ausnutzung der
  Kontingentsmengen zu verfolgen und die Mitgliedstaaten
  davon zu unterrichten .
 ---pagebreak---                                                           4
                                                                                                            У
     Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszcit-
     raums in einem der Mitgliedstaaten von einer der ursprüng¬
     lichen Quoten eine größere Restmenge vorhanden , so muß
     dieser Staat einen erheblichen Teil davon auf die entspre¬
     chende Reserve übertragen, damit nicht ein Teil eines der
     Gemeinschaftszollkontingente in einem Mitgliedstaat unge¬
     nutzt bleibt , während er in anderen Mitgliedstaaten verwen¬
     det werden könnte .
     Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
     und das Großhcr/.ogtum Luxemburg sich zu der Wirtschafts¬
     union Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese
     vertreten werden , kann jede Maßnahme im Zusammenhang
     mit der Verwaltung der dieser Wirtschaftsunion zugeteilten
     Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen wer¬
     den .
                                      HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
                                                   Artikel 1
1a ) Bis 31 . Dezember 1987 werden die bei der Einfuhr in die Gemeinschaft
     geltenden Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für die nachstehenden
     Waren auf die Höhe und in die Grenzen von Gemeinschaftszollkontin¬
     genten wie folgt ausgesetzt                                          _ in Tonnen _
                    Nr . des        Warenbezeichnung         Kontingents­ Konti ngents -
        Lfd .
                                                             menge        zollsätze
         Nr .       Gemeinsamen
                    Zolltarifs
         09.0418    07.01 M         Tomaten mit Ursprung     173.000
                                    auf den Kanarischen
                                    Inseln
                                                                            ■ vcm ^ Jini     14,4% mindes¬
                                                                              bis jp Oktoj- tens   2,8% ECU
                                                                                             für 100 kg
                                                                                             Eigengewicht
                                                                           - vom 1 . No-     8,8%, min¬
                                                                              venfcer bis    destens 1,6
                                                                              31 . Dezem¬    ECU für
                                                                              ber            100 kg
                                                                                             Eigengewicht
           09.0419   07.01 P I       Gurken , mit Ursprung     28.663
                                     auf den Kanarischen
                                     Inseln
                                                                           - vcml . Jini      16 %
                                                                               bis 31 .
                                                                               Oktober
                                                                            - vom 1 . tovem-  12,8 %
                                                                               ber bis 31 .
                                                                               Dezenter
                                                                                              12,8%
           09.0422    07.01 T II      Auberginen , mit Ursprung 3 . 8T9
                                      auf den Kanarischen .
                                      Inseln                 I
 ---pagebreak---                                                                     5
           b ) Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft
                  gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren von Zöllen
                  befreit , und sie sind nicht der Einhaltung des
                  Referenzpreises unterworfen .
           c ) Im Rahmen dieser Zollkontigente wendet die Portugiesische
                  Republik die gemäß den entsprechenden Bestimmungen
                  der Beitrittsakte und der darauf bezüglichen Verordnungen
                  berechneten Zollsätze an .
             Die genannten Waren sind bei der Einfuhr der
            Einhaltung der Referenzpreisc unterworfen , und
            zwar in gleicher Weise wie die gleichen Waren aus •
            dem zum Zollgebiet der Gemeinschaft gehörenden
             Teil Spaniens .                                        !
( 3 ) a ) Für die unter diese Verordnung fallenden Waren
             können die /.ollkontingente nur in Anspruch genom¬
             men werden , wenn die Waren zum Zeitpunkt ihrer '
             Gestellung bei den für die Einfuhrförmlichkeiten
             zuständigen Behörden zur Abfertigung zum zoll ¬
             rechtlich freien Verkehr im Zollgebiet der Gemein¬
             schaft unbeschadet der sonstigen Vorschriften über
             Qualitätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind ,
             die auf der Verpackung deutlich sichtbar und gut
             lesbar die Angabe „ Kanarische Inseln“ oder ihre
             Übersetzung in eine andere Amtssprache der
             Gemeinschaft tragen .
       b ) Artikel 9 Absätze 3 und 4 der Verordnung ( EWG ) Nr .
            1035 / 72 des Rates vom 18 . Mai 1972 über eine ,
            gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemü ¬
            se ( ' ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG )
          Nr . '1351 /86 ( i ), ist auf die Waren der vorliegenden
            Verordnung nicht anwendbar .
                                         *.
                                  Artikel 2
 (I)       Die in Artikel 1 festgesetzten Zollkontingentc werden
 in zwei Raten geteilt .
 ( 2)      Eine erste Rate jedes Zollkontingents wird auf
 bestimmte Mitglicdstaaten aufgcteilt ; die Quoten , die vorbe¬
 haltlich des Artikels 5 bis zum 31 . Dezember 196/ gehen ,
 belaufen sich auf folgende Mengen :
 a ) Tomaten der Tarifstelle 07.01 M :
        Benelux                                   41.470   Tonnen,
        Deutschland                                2.000   Tonnen ,
        Spanien                                   17.208   Tonnen ,
        Frankreich                                   720   Tonnen ,
        Vereinigtes Königreich                    74.780 Tonnen;
 b) Curken der Tarifstelle 07.01 P 1 :
        Benelux                                    8.640 Tonnen ,
        Danemark                                       50 Tonnen ,
        Deutschland                                   210 Tonnen ,
        Spanien                                       190 Tonnen ,
        Vereinigtes Königreich                    14.020 Tonnen;
 c) Auberginen der Tarifsrelle 07.01 T II :
        Benelux                                    1.520 Tonnen ,
        Deutschland                                    75 Tonnen ,
        Spanien                                       350 Tonnen ,
        Frankreich                                     65 Tonnen ,
        Vereinigtes Königreich                      1.040 Tonnen ;
 (■) ABI . Nr. L 118 vom 20. 5 . 1972 , S. 1 .
 i 1 ) ABI. Nr. l. nv van y.5.19«6, S. 46
 ---pagebreak---                                                    6                          /*
( 3 ) Die zweite Rate eines jeden Kontingents , nämlich
      - 36.822 Tonnen für Tomaten der Tarifstelle 07.01 M,
      -  5.553 Tonnen für Gurken der Tarifstelle 07.01 P I
        und
            769 Tonnen für Auberginen der Tarifstelle 07.01 T II
      bildet die entsprechende Gemeinschaftsreserve .
  4 . Die angerechneten Mengen auf die den Mitgliedstaaten entsprechend
      Artikel 2 , Absatz 2, der Verordnung ( EWG ) Nr . 4044 / 86 zugeteilten
      oder von den Mitgliedstaaten gezogenen Quoten aus den aufgrund
      von Artikel 2 , Absatz 3 der genannten Verordnung gebildeten
      Gemeinschaftsreserven, sind von den in diesem Artikel vorgesehenen
      Quoten und Reserven abzuziehen .
                Kündigt ein Importeur bevorstehende Einfuhren der
         betreffenden Waren in die anderen Mitgliedstaatcn an und
         beantragt er dafür die Teilnahme an dem Kontingent , so
         zieht der betroffene Mitgliedstaat durch Mitteilung an die
         Kommission eine seinem Bedarf entsprechende Menge ,
         soweit der Rest der Reserve aussreicht .
 ---pagebreak---                                              7                        77
                                Artikel 3
    (1)       Hat ein Mltgliedstaat eine seiner in Artikel 2 Absatz 2
    festgesetzten ursprünglichen Quoten oder – bei Anwendung
    des Artikels 5 - die gleiche Quote abzüglich der auf die
    entsprechende Reserve übertragenen Menge zu 90 v . H. oder
    mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
    an die Kommission die Ziehung einer gegebenenfalls aufge¬
    rundeten zweiten Quote in Höhe von 10 v . H. seiner
    ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus-
    rcicht .
    (2)       Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
     Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote
     zu 90 v . H. oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitglied ¬
     staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer gegebenenfalls
     aufgerundeten dritten Quote in Höhe von 5 v . H. seiner
     ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus-
     rcicht .
     (.1 )    Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten die
     dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H.
     oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat gemäß
     Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten
     Quote vor .
     Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der Reserve
     angewandt .
     (4)      In Abweichung von den Absätzen l , 2 und .5 können
     die Mitgliedstaaten die Ziehungen niedrigerer Quoten als in
     diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn Grund zu der
     Annahme besteht , daß diese unter Umständen nicht ausge¬
     schöpft werden . Sie unterrichten die Kommission über die
     Gründe , die sie zur Anwendung dieses Absatzes veranlaßt
     haben .
                                 Artikel 4
      Die gemald Artikel 3 gezogenen zusatzlichen Quoten geiten – - _
     bis zum 31 . Dezember 1937.
                                 Artikel 5
Die Mitqliedstaaten übertragen spätestens am 1 . Oktober
    1937 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote den
     Teil auf die Reserve , der am 15 . September 198720 v. H.
     dieser ursprünglichen Quote übersteigt . Sie Können eine
     größere Menge übertragen , wenn Grund zu der Annahme
      besteht , daß die betreffende Menge unter Umständen nicht
     ausgenutzt wird .
 ---pagebreak---   Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am       (2)     Die Mitgliedstaaten garantieren den Importeuren der
  1 . Oktober !?%{ die Gesamtmenge der Einfuhren der             betreffenden Waren freien Zugang zu den ihnen zugeteilten
  betreffenden Waren mit , die bis zum 15 . September 1987      Quoten .
 einschließlich getätigt und auf die Gemeinschaftszollkontin-
 gentc angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil       (3)     Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betref¬
 ihrer einzelnen ursprünglichen Quoten , die sie auf die         fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen¬
 entsprechende Reserve übertragen .                             den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur
                                                                 Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre Quo¬
                                                                ten an .
                            Artikel 6
                                                                 (4)    Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten
                                                                 der Mitgliedstaaten wird anhand der gemäß Absatz 3
  Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitglied¬      angerechneten Einfuhren festgestellt .
 staaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quoten und
  unterrichtet die Mitgliedstaaten über den Stand der Aus¬
 schöpfung der Reserven , sobald ihr die Mitteilungen über¬                                Artikel 8
 mittelt werden .
                                                                 Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren Antrag
 Sic unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Oktober  mit , welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich
1S&7 über die Reservemengen , die nach den in Anwendung          auf ihre Quoten angerechnet worden sind .
 von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleiben .
 Sie sorgt dafür , daß die Ziehung, mit der eine der Reserven                              Artikel 9
 ausgeschöpft wird , auf die jeweils verfügbare Restmenge
 beschränkt bleibt , und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied¬      Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hin¬
 staat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag      blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam ¬
 an .
                                                                 men .
                            Artikel 7                                                      Artikel 10
 (1)     Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maß¬     Diese Verordnung tritt am 1 .                 Jini     1987
  nahmen , damit nach Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die    in Kraft .
 sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende Anrech¬
 nung auf ihren kumulierten Anteil an den Gemeinschaftszoll-
 kontingenten erfolgen kann .
                    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                    Mitgliedstaai .
                    Geschehen zu Brüssel
                                                                              Im Namen des Rates
                                                                                 Der Präsident
 ---pagebreak---                                                             1                  fZ
                                                  Vorschlag für eine
                      VERORDNUNG ( EWG )                             OES RATES
                           zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung von
                Gemeinschaftszollkontingenten für Bohnen ( Phaseolus-Arten ),
               Speisezwiebeln und Gemüsepaprika oder Paprika ohne brennenden
           Geschmack der Tarifnummer ex 07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs mit
                             Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
DUR RAT DUR EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portu¬
gals ( ' ), insbesondere auf Artikel 4 des Protokolls Nr. 2 im
Anhang dazu ,
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Aufgrund von Artikel 4 des Protokolls Nr. 2
                            zur Beitrittsakte gelten für Bohnen
( Phaseolus-Arten ), Speise/.wicbcln und Gemüsepuprika oder
Paprika ohne brennenden Geschmack der Tarifnummer ex
07.01 des Gemeinsamen Zolltarifs bei der Einfuhr in das
Zollgebiet der Gemeinschaft im Rahmen von jährlichen
Gemeinschaftszollkontingenten Zollherabsetzungen . Die
Kontingentsmengen belaufen sich auf:
– 1 219 Tonnen für Bohnen ( Phaseolus-Arten ) der Tarif¬
     stelle 07.01 F II ,
– 5 348TonnenfürSpeisezwiebelnderTarifstelleex07.01
     H und
– 16 605 Tonnen für Gemüsepaprika oder Paprika ohne
     brennenden Geschmack der Tarifstelle 07.01 S.
       Aufgrund von Artikel 1 der Verordnung ( EWG )
       Nr .            / 87 bezüglich bestimmter Anpassungen
       an die bei den Kanarischen Inseln angewandte
       Regelung ( 2 ), wurden die für Bohnen und Speisezwiebeln
       vorgesehenen Kontingentsmengen von 1 300 bzw .
       8 000 Tonnen erhöht .
Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft
gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren von Zollen
befreit. Bei der Einfuhr dieser Waren nach Portugal sind die
anzu wendenden Kontingentszollsätze auf der Grundlage der
entsprechenden Vorschriften der Keitrittsakte zu berechnen .
Bei der Abfertigung zum freien Verkehr im übrigen Zollge¬
 biet der Gemeinschaft erfolgt für diese Waren eine stufen¬
 weise Herabsetzung der Zollsätze in der gleichen Zeitfolge
 und nach den gleichen Bedingungen wie in Artikel 75 der
 Beitrirtsakte vorgesehen . Um in den Genuß dieser Zollkon¬
 tingente zu kommen, müssen diese Waren bestimmte Mar- '
 kierungs- und Etikettierungsbedingungen einhalten, die als
 Ursprungsbeweis dienen .
        ( 1 ) ABI . Nr . L 302 vom 15.11.1985 , S. 23
        ( 2 ) ABI . Nr . L              vom                   , 3.
 ---pagebreak---                                                         2               /V
Mit seiner Verordnung ( EWG ) Nr . 4046 / 86
vom 22 . Dezember 1986 ( 1 ) geändert durch die Veroranung ( EWG ) Nr . . 914 /87 ( 2 )
hat der Rat für den Zeitraum vom 1 . Januar bis 31 . Mai
1987 die im genannten Protokoll Nr . 2
vorgesehenen jährlichen Zollkontingente
eröffnet . Es ist daher angebracht , die
genannten Zoll kontingente für das Jahr
1987 zu eröffnen unter Berücksichtigung
der eingetretenen Änderung hinsichtlich
der für Bohnen und Speisezwiebeln .vorgesehenen
Kontingentsmengen                           einerseits und
andererseits der Notwendigkeit vorzusehen ,
daß die im Laufe der ersten fünf Monate
des Jahres 1987 erfolgten und in den
Genuß der vorgenannten Verordnungen ( EWG )
Nr . 4046 / 86 und Nr . ...?] £ ../87 gekommenen Einfuhren von den
mit der vorliegenden Verordnung eröffneten
Kontingentsmengen abzuziehen sind .
Es ist vor allem sicherzustellen , daß alle Importeure der
Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
diesen Kontingenten haben und daß die vorgesehenen Kon¬
tingentszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
betreffenden Waren in allen Mitgiedstaaten bis zur Aus¬
schöpfung der Kontingente angewandt werden . Der Gemein¬
schaftscharakter dieser Kontingente kann unter Beachtung
der oben aufgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden ,
daß bei der Ausnutzung der Gemeinschaftszollkontingente
von einer Aufteilung der Menge auf die' Mitgliedstaaten
ausgegangen wird . Damit die tatsächliche Marktentwick¬
lung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück¬
sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf
der Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
statistischen Angaben über die während eines repräsentati¬
ven Bezugszeitraums getätigten Einfuhren der genannten
Waren mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln und
andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für den betref¬
fenden Kontingentszcitraum zu berechnen ist .
In den letzten drei Jahren , über die vollständige statistische
Angaben vorliegen , haben sich die Einfuhren der Mitglied¬
staaten wie folgt entwickelt ;
 ( 1 ) ABI . Nr . L 377 vom 31.12.1986 , S. 16
 ( 2 ) ABI . Nr . L 89 vom 1.4.1987 , S. 4 .
 ---pagebreak---                                                                                                           in Tonnen
                                                                                                           - 07.01 S -
                                        _
                                           07 ( Il F II -                ex 07.01 H -
                                    Bohnen ( Phascolus-Arten )          Speisezwiebeln           Gemüsepapnka oder Paprika ohne
               Mitglied Staaten                                                                       brennenden Getchmack
                                 1 98 i       1984        1 985              1984      1 985                   1984
                                                                   1981                            1983                   1985
Kcnclux                          418          338         720                 31       1 000      7 781       8 716      13 054
Danemark                           -
                                                               2    -                        61       34           6      1 086
Deutschland                         14           18         62      -         24           5 66     443         426       5 758
                                                             “                                -
( iricchenlaud                     _
                                                                    _
Spanien                         átíiid. 723               627    JÎmttfc 4 488             026   âilmtîüh 279                151
I rankrcich                        -
                                                _                   -
                                                                                              45        8         30           46
Irland                             -            -                   -                                   1
Italien                            -            -                   -         -
Portugal                           -            _                             _
Vereinigtes Königreich           116          309                    -
                                                                             133         1 067     6 137       6 851
                                                                                                                          7 284
 ---pagebreak---                             4
Im Laufe der letzten drei Jahre sind die in Frage stehenden
Waren nur in einigen Mitgliedstaaten regelmäßig eingeführt
worden , während in den anderen Mitgliedstaaten überhaupt
keine oder nur gelegentliche Einfuhren stattgefunden haben.
In Anbetracht dieser Sachlage ist es in einem ersten Stadium
zweckmäßig, die Zuteilung der ursprünglichen Quoten
einerseits auf die wirklich einführenden Mitgliedstaaten
vorzusehen und andererseits den anderen Mitgliedstaaten die
Beteiligung an den Zoll kontingenten zu gewährleisten , wenn
Einfuhren in diese Staaten angekündigt worden sind . Auf¬
grund dieses Aufteilungssystems kann ferner eine einheitliche
Anwendung des Gemeinsamen Zolltarifs gewährleistet wer¬
den .
Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Waren
in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist jede
Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste
Rate zwischen bestimmten Mitgliedstaaten aufgeteilt wird
und die zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des
Bedarfs dieser Mitgliedstaaten im Falle der Ausschöpfung
ihrer ursprünglichen Quoten und zur Deckung des gegebe¬
nenfalls in den anderen Mitgliedstaaten auftretenden Bedarfs
bestimmt ist . Um den Importeuren eines jeden Mitgliedstaats
eine gewisse Sicherheit zu geben , ist es angezeigt , die erste
Rate der Gemeinschaftszollkontingente auf einer ausreichen¬
den Höhe festzusetzen , die im vorliegenden Fall bei 80 V.H.
jeder Kontingentsmenge liegen könnte .
Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden . Um dieser
Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen
auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der eine seiner
ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat , die Zie¬
hungeiner zusätzlichen Quote auf die entsprechende Reserve
vornehmen . Die Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vorneh¬
men , wenn seine zusätzlich gewährten Quoten fast völlig
ausgenutzt sind und so oft cs die Reserve zuläßt . Die
ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum
Ende des Kontingentszcitraums gelten . Diese Art der Ver¬
waltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor allem die
Möglichkeit haben muß, den Stand der Ausnutzung der
Kontingcntsinengen zu verfolgen und die Mitgliedstaaten
davon zu unterrichten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit¬
raums in einem der Mitgliedstaaten von einer der ursprüng¬
lichen Quoten eine größere Restmenge vorhanden , so muß
dieser Staat einen erheblichen Teil davon auf die entspre¬
chende Reserve übertragen , damit nicht ein Teil eines der
Gemeinschaftszollkontingente in einem Mitgliedstaat unge¬
nutzt bleibt , während er in anderen Mitgliedstaaten verwen¬
det werden könnte .
Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der Wirtschafts¬
union Benclux zusammengeschlossen haben und durch diese
vertreten werden , kann jede Maßnahme im Zusammenhang
mit der Verwaltung der dieser Wirtschaftsunion zugeteiltcn
Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen wer¬
den .
 ---pagebreak---                                                             5
                                                                                                    77
           MA I KOI.GFNDL VF.RORDNUNG FRl.ASSEN :
                                                    Artikel 1
1.                        Bis 31 . Dezember 1987 werden die bei der Einfuhr in die
   Gemeinschaft geltenden Zollsätze für die nachstehenden Waren auf die
   Höhe und in den Grenzen von Zollkontingenten wie folgt ausgesetzt :
 Lfd . Nr .       Nr . des            Warenbezeichnung            Kontingents-        Kontingents-
                  Gemei nsamen                                    mengen              zollsätze
                  Zolltarifs
                  07.01   F II                                                 ■"•• Apri Ibis
 09.042 4                             Bohnen ( Phaseolus-Arten ),              .V ) Juni :                      mirwkucfu
                                                                                                       1,6£CUfur 100 k*
                                      mit Ursprung auf den                                             Et*cn*rwidu
                                      Kanarischen Inseln              1 300    vom 1 . juh btt
                                                                                3(1 . September        13.9% , mnxkewi
                                                                                                       1.6 ECU für 100 k*
                                                                                                       Ktfrngnndu
                                                                                vom 1 Qktobcv bi«
                                                                                1 1 . ÍV rem ber      10.6 % . mtiwicvrm
                                                                                                      16 KCU für 100 k|
                                                                                                        Li|cn|rwkiK
 09.042 6         ex 07.01     H      Speisewiebeln , mit Ursprung
                                      auf den Kanarischen Inseln      8 000                      9,8 X
 09.042 3         07.01   S           Gemüsepaprika oder Paprika
                                      ohne brennenden Geschmack
                                      mit Ursprung auf den
                                      Kanarischen Inseln             16 605                      5,1 X
    ( 2) a ) Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemein¬
             schaft gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren
             von Zöllen befreit .
         b ) Im Rahmen dieser Zollkontingente wendet die Por¬
             tugiesische Republik die gemäß den entsprechenden
             Bestimmungen der Beitrittsaktc und der darauf
             bezüglichen Verordnungen berechneten Zollsätze
             an .
 ---pagebreak---                                                          6
                                                                      7/
( 3 ) a ) Für die unter diese Verordnung fallenden Waren
             können die Zollkontingente nur in Anspruch genom ¬
             men werden , wenn die Waren zum Zeitpunkt ihrer
             Gestellung bei den für die Einfuhrförmlichkeiten
             zuständigen Behörden zur Abfertigung zum zollrecht¬
             lich freien Verkehr im Zollgebiet der Gemeinschaft
             unbeschadet der sonstigen Vorschriften über Quali¬
             tätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind , die
             auf der Verpackung deutlich sichtbar und gut lesbar
             die Angabe „Kanarische Inseln“ oder ihre Übcrset-
           . zung in eine andere Amtssprache der Gemeinschaft
             tragen .
        b ) Artikel 9 Absätze 3 und 4 der Verordnung ( EWG )
              Nr . 1 035 / 72 des Rates vom 18 . Mai 1972 über eine
              gemeinsame Marktorganisation für Obst und
              Gemüse ( ' ), zuletzt geändert durch die Verordnung
              ( EWG ) Nr. I .i51 /!36 (•*), ist auf die Waren der
              vorliegenden Verordnung nicht anwendbar .
                                  Artikr! 2
                                 4.
(1)          Die in Artikel I festgesctzien Zollkontingeme werden
 in zwei Raten geteilt .
(2)         Eine erste Rate jedes Zollkontingcnts wird auf
 bestimmte Mitgliedsraaten aufgeteilt ; die Quoten , die vorbe¬
 haltlich des Artikels 5 bis zum 31 . Dezember 198 ? gelten ,
 belaufen sich auf folgende Mengen :
 a ) Bohnen ( Phaseolus-Artcn ) der Tarifstelle 07.01 F 11 :
        Benelux                                      260     Tonnen ,
        Dcutschland                                   15   Tonnen ,
        Spanien                                      661   Tonnen ,
        Vereinigtes Königreich                       120    ■Tonnen ;
 b) Speisezwicbeln der Tarifstelle ex 07.0 ] H :
        Benelux                                      370     Tonnen ,
        Dcutschland                                  200   ■Tonnen ,
        Spanien                                    6 247 ' |Tonncn ,
        Vereinigtes Königreich                       115 Tonnen ;
 c) Gemüsepaprika oder Paprika ohne brennenden Ge¬
        schmack der Tarifstellc 07.01 S :
        Benelux                                    6 920     Tonnen ,
        Danemark                                      50     Tonnen ,
        Dcutschland                                  600     Tonnen ,
        Spanien                                      240     Tonnen ,
        Vereinigtes Königreich                     5 470     Tonnen .
  (3)        Die zweite Rate eines jeden Kontingents , nämlich
  – 24-4 Tonnen fur Bohncn ( Phascolus-Arten)derTarifstelle
        07.01 F II ,
  – 1 06S' Tonncn für Speisezwiebeln der Tarifstelle ex 07.01
        H und
  – 3325Tonnen für Gemüsepaprika oder Paprika ohne
        brennenden Geschmack der Tarifstellc 07.01 S ,
  bildet die entsprechende Gemeinschaftsreserve .
  ( ' ) ΑΙ»Ι . ΝΓ.Τ. 118 νοιη 20. 5 . 1972 , 8. I.
  (») ABI . Nr. 1. 119 vom á.5.1s\36, S. 46 ,
 ---pagebreak---                                                             7
4.           Die angerechneten Mengen auf
die den fiitgliedstaaten entsprechend
Artikel 2, Absatz 2 , der Verordnung
( EWG ) Nr . 4044/ 86 zugeteilten Quoten
aufgrund von Artikel 2 , Absatz 3 der
genannten Verordnung gebildeten
Gemeinschaftsreserven, sind von
in diesem Artikel vorgesehenen
Quoten und Reserven abzuziehen .
(5)       Kündigt ein Importeur bevorstehende Einfuhren der
betreffenden Waren in die anderen Mitgliedstaaten an und
beantragt er dafür die Teilnahme an dem Kontingent , so
zieht der betroffene Mitgliedstaat durch Mitteilung an die
Kommission eine seinem Bedarf entsprechende Menge ,
soweit der Rest der Reserve ausreicht .
                            Artikel 3
(1)       Hat ein Mitgliedstaat eine seiner in Artikel 2 Absatz 2
 festgesetzten ursprünglichen Quoten oder - bei Anwendung
des Artikels S – die gleiche Quote abzüglich der auf die
entsprechende Reserve übertragenen Menge zu 90 v . H. oder
 mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
 an die Kommission die Ziehung einer gegebenenfalls abge¬
 rundeten zweiten Quote in Höhe von 10 v . H. seiner
 ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus-
 rcicht .
 (2)      Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
 Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote
 zu 90 v . H. oder mehr ausgenurzt , so nimmt dieser Mitglied ¬
 staat geinaß Absatz 1 die Ziehung einer gegebenenfalls
 aufgerundeten dritten Quote in Höhe von 5 v . H. seiner
 ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus¬
 reicht .
 (3)      Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten die
 dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H.
 oder mehr ausgenutzt, so nimmt dieser Mitglicdstaat gemäß
 Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten
 Quote vor .
 Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der Reserve
 angewandt .
 (4)      In Abweichung von den Absätzen 1 , 2 und 3 können
 die Mitglicdstaaten die Ziehungen niedrigerer Quoten als in
 diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn Grund zu der
 Annahme besteht , daß diese unter Umständen nicht ausge¬
 schöpft werden . Sie unterrichten die Kommission über die
 Gründe , die sie zur Anwendung dieses Absatzes veranlaßt
 haben .
 ---pagebreak---                                                             %û
                            Amkel ■)
Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
bis zum 31 . Dezember 198 7 .
                            Artikel 3
Die Mitgliedst.iatcn übertragen spätestens am 1 . Oktober
1 987 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote den
Teil auf die Reserve , der am 15 . September 198 720 v . H.
dieser ursprünglichen Quote übersteigt . Sie können eine
größere Menge übertragen , wenn Grund zu der Annahme
besteht , daß die betreffende Menge unter Umständen nicht
ausgenui / i wird .
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 1 . Oktober 198 7die Gesamtmenge der Einfuhren der
 betreffenden Waren mit , die bis zum 15 . September 1 98 ^     (3)     Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der Betref¬
 einschließlich getätigt und auf die Gcmcinschaftszollkontin -   fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen¬
 gente angerechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil       den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur
 ihrer einzelnen ursprünglichen Quoten , die sie auf die        Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre Quo¬
entsprechende Reserve übertragen .                              ten an .
                                                                (4 )    Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mitglied¬
                            Artikel 6                           staaten wird anhand der Einfuhren der betreffenden Waren
                                                                mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln festgestellt , die bei
 Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitglied¬      der Zollstelle mit einer Anmeldung zur Abfertigung zum
 staaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quoten und       zollrcchtlichen freien Verkehr gestellt werden .
 unterrichtet die Mitgliedstaaten über den Stand der Aus¬
 schöpfung der Reserven , sobald ihr die Mitteilungen über¬
 mittelt werden .
                                                                                           Artikel 8
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Oktober
 1987 über die Reservemengen , die nach den in Anwendung         Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren Antrag
 von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleiben .              mit , welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich
                                                                auf ihre Quoten angerechnet worden sind .
Sie sorgt dafür , daß die Ziehung , mit der eine der Reserven
 ausgeschöpft wird , auf die jeweils verfügbare Restmenge
 beschränkt bleibt und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied¬
 staat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag                                Artikel 9
 an .
                                                                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hin¬
                                                                 blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam¬
                            Artikel 7                            men .
 (1)     Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maß¬
 nahmen , damit nach Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die                              Artikel 10
 sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende Anrech ¬
 nung auf ihren kumulierten Anteil an dem Gemeinschafts-          Diese Verordnung tritt am 1 . Juni
 z.ollkontingent erfolgen kann .                                  T>H7    i,t Kraft .
 (2)     Die Mitgliedstaaten garantieren den Importeuren der
 betreffenden Waren den freien Zugang z.u den ihnen z.uge-
 tcilten Quoten .
                    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                    Mitgliedstaat .
                 • Geschehen zu Brüssel am
                                                                              Int Namen des Rates
                                                                                  Der Président
 ---pagebreak---                                                      Vorschlag für eine
                                            VERORDNUNG ( EWG )                      DES RATES
                     zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für Früh¬
                     kartoffeln                         der Tarifstelle: 07.01 A II            des Gemeinsamen
                                        Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln  (1 9C7 )
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portu¬
 gals ( ' ). insbesondere auf Artikel 4 des Protokolls Nr. 2 im
 Anhang dazu ,
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Aufgrund von Artikel 4 des Protokolls Nr . 2
                            zur ßeitmisakre gelten für Frühkar¬
toffeln                           der Tarifstelle   07.01 A II
             des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den
Kanarischen Inseln bei der Einfuhr in das Zollgebiet der
Gemeinschaft im Rahmen              eines        Gemeinschafts/oll -
kontingent        Zollherabsetzungen        -j n Höhe von-
– 6 642 Tonnen für
                    den Zeitraum vom 1 . Januar
     bis 30 . Juni
Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft
gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren von Zollen
befreit . Bei der Einfuhr dieser Waren nach Portugal sind die
anzu wendenden Kontingentszollsätze auf der Grundlage der
entsprechenden Vorschriften der ßeitrutsakte zu berechnen .
    t der Abfertigung zum freien Verkehr im übrigen Zollge¬
biet der Gemeinschaft erfolgt für diese Waren eine stufen¬
weise Herabsetzung der Zollsätze in der gleichen Zeitfolge
und nach den gleichen Bedingungen wie in Artikel 75 der
Beitrittsakte vorgesehen . Um in den Genuß dieser Zollkon¬
tingente zu kommen , müssen bei diesen Waren bestimmte
Markierungs- und Etiketticrungsbedingungen eingehalten
werden , die als l Irsprungsbcweis dienen .
 I ) Alil . Nr . L 3U2 vom 15 . 11 . 19X5 , S. 23 .
 ---pagebreak---                                                            2
 Mit seiner Verordnung ( EWG ) Nr . 4045 / 86
 vom 22 . Dezember 1986 ( 1 ) geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . .9.1.4.. /87
vom 30... J'Läjr_z 1987 ( 2 ) hat der Rat für den Zeitraum vom 1 . Januar
 bis 31 . Mai            1987 das im genannten
 Protokoll Nr . 2 vorgesehene Zollkontingent
 für Frühkartoffeln eröffnet . Es ist
 zweckmäßiges genannte Zollkontingent
 für die ersten fünf Monate des Jahres
 1987 zu eröffnen und
                                 vorzusehen , daß
 die während dieses Zeitraums erfolgten
 und in den Genuß der genannten Verordnung
 ( EWG ) Nr . 4045 / 86 und Nr . . . .9.1.4, . /87 gekommenden Kontingentseinfuhren von
  der eröffneten Kontingentsmenge abzuziehen sind .
  Es ist vor allem sicherzustellen , daß alle Importeure der
  Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
  diesenxKontingent haben und daß der vorgesehene Kon¬
  tingentszollsatz' fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
  betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur Aus¬
  schöpfung des Kontingents angewandt wird . . Der Gemein¬
  schaftscharakter dieses Kontingents kann unter Beachtung
  der oben aufgestcllten Grundsätze dadurch gewahrt werden ,
  daß bei der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents
  von einer Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten
  ausgegangen wird . Damit die tatsächliche Marktentwick¬
  lung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück¬
  sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf
  der Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
  statistischen Angaben über die während eines repräsentati¬
  ven Bezugszeitraums getätigten Einfuhren der genannten
  Waren mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln und
  andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für den betref-
  fciulcn Koiitingcnts/eirraum zu berechnen ist .
  Während der letzten drei Jahre , über die vollständige stati¬
  stische Angaben vorliegen , haben sich die Einfuhren der
  Mitgliedstaaten wie folgt entwickelt
  ( 1 ) ABI . Nr . L 377 vom 31.12.1986 , S. 12
   ( 2 ) ABI . Nr . L 89vom 1.4.1987 , S. 4 .
 ---pagebreak---                        3
     Mitgliedstaaten          ( in  Tonnen );
                         1983        1984     1985
Benelux                     4          61       21
Dänemark                   93         226      127
Deutschland                 -
                                        4        -
Griechenland                -           -        -
Spanien                   818         818       24
Frankreich                 23           -
                                                38
Irland                      -           -        -
Italien                     -           -        -
Portugal                    -           -        -
Vereinigtes Königreich   6754        6728     6496
                                  j
 ---pagebreak---                                4
  Im I .mfe der letzten drei Jahre sind die in Frage stehenden
  Waren nur in einigen Mitglicdstaaten regelmäßig eingeführt
  worden , wahrend in den anderen Mitglicdstaaten überhaupt
  keine oder nur gelegentliche Einfuhren stattgefunden haben .
  In Anbetracht dieser Sachlage ist es in einem ersten Stadium
 zweckmäßig, die Zuteilung der ursprünglichen Quoten
 einerseits auf die wirklich einführenden Mitgliedstaaten
 vorzusehen und andererseits den anderen Mitgliedstaaten die
 Beteiligung an den Zollkontingenten zu gewährleisten , wenn
  Einfuhren in diese Staaten angekündigt worden sind . Auf¬
 grund dieses Aufteilungssystems kann ferner eine einheitliche
 Anwendung des Gemeinsamen Zolltarifs gewährleistet wer¬
 den . '
 Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Waren
 in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist -j g
 Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste
 Rate zwischen bestimmten Mitgliedstaaten aufgeteilt wird
 und die zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des
 Bedarfs dieser Mitgliedstaaten im Falle der Ausschöpfung
 ihrer ursprünglichen Quote und zur Deckung des gegebe¬
 nenfalls in den anderen Mitgliedstaatelfau tretenden Bedarfs
 bestimmt ist . Um den Importeuren eines jeden Mitgliedstaats
 eine gewisse Sicherheit zu geben , ist es angezeigt , die erste
 Rate des Gemeinschaftszollkontingents auf einer ausrei¬
 chenden Höhe festzusetzen , die im vorliegenden Fall bei
QO v . H. der Kontingentsmenge liegen könnte;
 Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
 mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden . Um dieser
 Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen
 auszuschalten , sollte | edcr Milgliedstaat , der        seine
 ursprüngliche Quote fast völlig ausgenutzt hat , die Zie¬
 hung einer zusätzlichen Quote auf die                  Reserve
 vornehmen . Die Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vorneh ¬
 men , wenn seine zusätzlich gewährten Quoten fast völlig
 ausgenutzt sind und so oft es die Reserve zuläßt . Die
 ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum
 Ende des Kontingentszeitraums gelten . Diese Art der Ver¬
 waltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den
 Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor allem die
 Möglichkeit haben muß , den Stand der Ausnutzung der
 Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten
 davon zu unterrichten .
 Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit¬
 raums in einem der Mitgliedstaaten von          der ursprüng¬
 lichen Quote eine größere Restmenge vorhanden , so muß
 dieser Staat einen erheblichen Teil davon auf die entspre¬
 chende Reserve übertragen , damit nicht ein Teil eines der
 Gemeinschaftszollkontingente in einem Mitgliedstaat unge¬
 nutzt bleibt , während er in anderen Mitglicdstaaten verwen¬
 det werden könnte .
 Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
 und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der Wirtschafts¬
 union Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese
 vertreten werden , kann jede Maßnahme im Zusammenhang
 mit der Verwaltung der dieser Wirtschaftsunion zugeteilten
 Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen wer¬
 den .
     HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 ---pagebreak---                                                     5
                                                                                     г5
                                                  Artikel 1
1 . a)                          f?i s 30- Juni 1987 werden die bei der Einfuhr in die
          Gemeinschaft geltenden Zölle für die nachstehenden Waren auf die
          Höhe und in den Grenzen eines Gemeinschaftszollkontingents wie
          folgt ausgesetzt :
  Lfd . Nr .       Nr . des          Warenbezei chnung          Kontingents-   Zollsätze
                   Gemei n -                                    menge
                   samen
                   Zolltarifs
  09.041 4         07.01 A II        Frühkartoffeln , mit           6 642
                                     Ursprung auf den               Tonnen
                                     Kanarischen Inseln
                                                                             vom 1 .
                                                                             bis 30 . Juni :
                                                                             15,7 %
      b)   Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemein¬
           schaft gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren
           von Zollen befreit .
      C)   Im Rahmen dieses ZollkontingentQtwendet die Por¬
           tugiesische Republik die gemäß den entsprechenden
           Bestimmungen der Beitrittsakte und der darauf
           bezüglichen Verordnungen berechneten Zollsätze
           an .
   2)     Für die unter diese Verordnung fallenden Waren
      kam dasZollkontingent nur in Anspruch genommen
   werden , wenn sie zum Zeitpunkt ihrer Gestellung bei den für
   die Fmfuhrförmlichkeiten zuständigen Behörden zur Abfer¬
   tigung zum ollrechtlich freien Verkehr im Zollgebiet der
   Gemeinschaft unbeschadet der sonstigen Vorschriften über
   Qualitätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind, die auf
   der Verpackung deutlich sichtbar und gut lesbar die Angabe
   „Kanarische Inseln“ oder ihre Übersetzung in eine andere
   Amtssprache der Gemeinschaft tragen .
                             Artikel 2
   (1)    Von dem in Artikel 1 genannten Gemeinschaftszoll -
   kontingent wird eine erste Rate vonöo’ü Tonnen auf die
   Mmtlicdstaatcn aufgeteilt ; die Quoten ,
               bis zum   JO Juni 1987 Se'ten ’ belaufen sich
   auf folgende Mengen :
                                             ( in Tonnen)
      Benelux                                    25
      Dänemark                                   85
      Spanien                                   660
      Vereinigtes Königreich                4 540
      (2)    Die zweite Rate in Höhe von
      1 332 Tonnen bildet die Reserve .
 ---pagebreak---                                                                 6
(3)           Die angeordneten Mengen auf die den
Mi tgl i edstaaten gemäß Artikel 2 , Absatz 1 ,
der Verordnung ( EWG ) Nr . 4045 / 86 auf
die zugeteilten oder von den Mitgliedstaaten
aus der aufgrund Artikel 2 Absatz 2
der genannten Verordnung gebildeten
Gemeinschaftsreserve gezogenen Quoten
sind von den in diesem Artikel vorgesehenen
Quoten bzw . der Reserve abzuziehen .
(4)      Kündigt ein Importeur bevorstehende Einfuhren der
betreffenden Waren in die anderen Mitgliedstaaten an und
 beantragt er dafür die Teilnahme an dem Kontingent , so
 rieht der betroffene Mitgliedstaat durch Mitteilung an die
 Kommission eine seinem Bedarf entspechende Menge , soweit
der Rest der Reserve ausreicht .
                           Artikcl Î
(1)      Hat ein Mitgliedstaat eine seiner in Artikel 2 Absatz 2
festgesetzten ursprünglichen Quoten
                                               . zu 90 v . H. oder
mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
an die Kommission die Ziehung einer gegebenenfalls aufge¬
rundeten zweiten Quote in Höhe von 10 v . H. seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus¬
reicht .
( 2)     Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote
zu 90 v . H. oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser MitgJied-
staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer gegebenenfalls
aufgerundeten dritten Quote in Höhe von 5 v . H. seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus¬
reicht .
(3 )     Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten die
dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H.
oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat gemäß
Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten
Quote vor .
 ---pagebreak---                              7
  diese nicht ausgeschopft werden können . Sie unterrichten die
  Kommission über die Grunde , die sie veranlaßt haben , diesen
  Absatz anzuwenden .
                             Artikel 4
  Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
  bis zum 30. Juni 1987 .
                           Artikel 5
  Die Kommission verbucht die Betrage der von den Mitglied -
  Staaten gemäß Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und
  unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über den Stand der
  Ausschöpfung der Reserve , sobald ihr die Mitteilungen
  zugehen .
  Sie sorgt dafür , daß die Ziehung , mit der die Reserve
  ausgeschöpft wird , auf die verfügbare Resttncnge beschrankt
  bleibt , und gibt zu diesem Zweck dem Mitgliedstaat , der
  diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag an .
I
 ---pagebreak---                                                                8
                                                                                                              «??
                           Artikel 6                                                       Artikel 7
;1)      Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maß¬     Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren Antrag
nahmen , damit nach Eröffnung der zusätzlichen Quoten , die      mit , welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich
sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende Anrech¬     auf ihre Quoten angerechnet worden sind .
nung auf ihren kumulierten Anteil an den Gemeinschaftszoll¬
kontingenten erfolgen kann .
                                                                                           Artikel 8
(2)      Die Mitgliedstaaten garantieren den Importeuren der
betreffenden Waren freien Zugang zu den ihnen zugeteilten        Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hin¬
Quoten .                                                         blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam¬
                                                                 men .
( .1 )   Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betref¬
fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen ¬
den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur                                      Artikel  9
Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre Quo¬
ten an .                                                          Diese Verordnung tritt am 1 . Juni 1907 in
                                                                 Kraft .
(4)      Der Stand der Ausschöpfung der jeweiligen Quoten
der Mitgliedstaaten wird anhand der gemäß Absatz 3
angerechneten Einfuhren festgestellt .
                  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                  Mitgliedstaat .
                  Geschehen zu Brüssel am
                                                                              Im Namen des Rates
                                                                                 Der Präsident
 ---pagebreak---                                                                1
                                                  Vorschlag für eine
                                        VERORDNUNG ( EWG ;                   DES RATES
                    zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung eines Gemeinschaftszollkontingents für bestimmte
                    Waren des Blumcnli.tndels der Tarifstellen ex 06.01 A , 06.02 A II und ex 06.02 D des
                             Gemeinsamen Zolltarifs , mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portu¬
gals ( ' ), insbesondere auf Artikel 4 des Protokolls Nr . 2 im
Anhang dazu ,
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                       t
Aufgrund von Artikel 4 des Protokolls Nr . 2
                                  im Anhang zur Beitrittsakte
können bestimmte Waren des Blumenhandels der Tarifstel ¬
len ex 06.0 1 A , 06.02 A II und ex 06.02 D des Gemeinsamen
Zolltarifs , mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln , im
Rahmen eines jährlichen Gemeinschaftszollkontingents
in Höhe von 3 446 Tonnen zu herabge ¬
setzten Zollsätzen in die Gemeinschaft eingeführt
werden .
Aufgrund von Artikel 1 der Verordnung
 ( EWG ) Nr . / 87 bezüglich bestimmter
Anpassungen an die bei den Kanarischen
Inseln angewandte Regelung ( 2 ) wurde diese
Kontingentsmenge auf 4 700 Tonnen erhöht .
        Im Jahre 198 7betragen die im Rahmen des Zollkon¬
 tingents anzuwendenden Zölle 75 v . H. der Zölle des
 Gemeinsamen Zolltarifs . Diese Waren sind jedoch hei der
  Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft gehörenden
  Teil Spaniens von Zöllen befreit . Bei der Einfuhr der Waren
  nach Portugal sind die anzuwendenden Kontingentszölle auf
 der Grundlage der einschlägigen Vorschriften der Beitrittsak¬
 te zu berechnen . Um in den Genuß des Zollkontingents zu
  kommen , müssen für diese Waren bestimmte Markierungs¬
  und Etikettierungsbedingungen eingehalten werden , die als
  Ursprungsbeweis dienen .
 ( 1 ) ABI . Nr . L 302 vom 15.11.1985 , S. 23 .
( 2 ) ABI . Nr . L                vom                    , S.
 ---pagebreak---  Mit seiner Verordnung ( EWG ) Nr . 4048 / 86
 vom 22 . Dezember 1986 ( 1 ) geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . .. 9J6. /87
  vom            Wßrz. 1987 ( 2 ) hat der Rat für den Zeitraum vom 1 . Januar bis
 31 . Mai         1987 das im genannten Protokoll
 Nr . 2 vorgesehene jährliche Zollkontin¬
 gent eröffnet . Es ist dah^r angebracht ,
 das genannte Zo l Ikonti rogtfht für                        , ,
das Jahr 1987 zu eröffnen unter Berücksichtigung der
erfolgten Änderung in bezug auf die Konti ngentsmenge
einerseits und die Notwendigkeit andererseits vorzusehen,
daß die während der ersten fünf Monate des Jahres 1987
erfolgten und in den Genuß der genannten Verordnungen ( EWG )
 Nr. 4048/86 und Nr . .. 9JA. /37 gekommenen Einfuhren von der mit der vorliegen¬
 den Verorchung eröffneten Köntingentsmenge abzuziehen sind.
 Es ist vor allem sicherzustellen , daß alle Importeure der
Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
diesem Kontingent haben und daß die vorgesehenen Kontin-
gcntszollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
betreffenden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur Aus¬
schöpfung des Kontingents angewandt werden . Der Gemein ¬
schaftscharakter dieses Kontingents kann unter Beachtung
der oben aufgestellten Grundsätze dadurch gewahrt werden ,
daß bei der Ausnutzung des Gemeinschaftszollkontingents
von einer Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten
ausgegangen wird . Damit die tatsächliche Marktentwick¬
lung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück ¬
sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf
der Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
statistischen Angaben über die während eines repräsentati¬
ven Be/.ugszeitraums getätigten Einfuhren dieser Waren mit
Ursprung auf den Kanarischen Inseln und andererseits nach
den Wirtschaftsaussichten für den betreffenden Kontingents¬
zeitraum zu berechnen ist .
( 1 ) ABI . Nr . L 377 vom 31.12.1986 , S. 24
( 2 ) ABI . Nr . L 89             vom    1.4.1987 , S. 4
 ---pagebreak---                                                 3                       34
        Während der letzten drei Jahre , über die vollständige stati¬
        stische Angaben vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der
        betreffenden Waren mit Ursprung auf den Kanarischen
        Inseln in die Gemeinschaft prozentual auf die Mitgliedstaa¬
        ten wie folgt :
                    MugJicdsraaren             1983      1984     1935
        Benelux                                 8.6      10,7      3,2
       Dänemark                    * -       - 0,3        0,1      0,1
       Deutschland                              4,2       4,5      />,9
       Griechenland                             -         -
       Spanien                                78,5       77,2
                                                                  ΰό,ό
       Frankreich                               0,4       0,4      0,6
       Irland                                   -          -
       Italien                                  0,7       1,7      0,7
       Portugal                                  -         -
                                                                    -
       Vereinigtes Königreich                   7.3       5,4      3,9
       Unter Berücksichtigung dieser Angaben und der voraussicht ¬
       lichen Entwicklung des Marktes für diese Waren , läßt sich
       die ursprüngliche prozentuale Beteiligung an der Kontin ¬
       gentsmenge in einem ersten Stadium annähernd wie folgt
       ermitteln :
                   Benelux                                    6,50
                   Dänemark                                   0 , 08
                   Deutschland                                2 , 34
                   Griechenland                               0,08
                   Spanien                                   84,53
                   Frankreich                                 0 , 27
                   Irland                                     0,08
                   Italien                                    1,06
                   Portugal                                   0,08
                   Vereinigtes Königreich                     4,98
       Um der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Waren
       in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist die
       Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste
       Rate auf die einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird und die
       zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des Bedarfs
       derjenigen Mitgliedstnaten bestimmt ist , die ihre usrprüngli-
       che Quote ausgeschonft haben . Um den Importeuren jedes
       Mitgliedstaats eine gewisse Sicherheit zu geben , ist es
       angezeigt , die erste Rate des Gemeinschaftszollkontingents
Uigefähr 30 v- H. der Kontingentsmenge festzusetzen.
       Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedstaaten können
       mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden . Um dieser
       Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen
       auszuschalten , sollte jeder Mitgliedstaat , der seine ursprüng¬
       liche Quote fast ganz ausgenutzt hat , die Ziehung einer
 ---pagebreak---                                                                      4                                                      Зг
                                         Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit -
                                         ruums in einem der Mitgliedstaaten eine größere Restmenge
                                         vorhanden , so muß dieser Staat einen erheblichen Prozent¬
                                         satz davon auf die Reserve übertragen , damit nicht ein Teil
                                         des Gemeinschaftszollkontingents in einem Mitgliedstaat
                                         ungenutzt bleibt , während er in anderen Mitgliedstaaten
                                         verwendet werden könnte .
                                         Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
                                         und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der Wirtschafts¬
                                         union Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese
                                         vertreten werden , kann jede Maßnahme im Zusammenhang
                                         mit der Verwaltung der dieser Wirtschaftsunion zugeteilten
                                         Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen wer¬
                                         den .
                                         HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                                                    Artikel 1
                                         (l)                         Bis 31 . Dezember 1967
                                         werden diu bei der Einfuhr in die Gemeinschaft
                                         gültigen Zölle für die nachstehenden Waren
                                         mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln auf
                                         die Höhen und in den Grenzen ein«s Gemein ¬
                                         schaf tszol Ikontingents von 4'700t wie
                                         folgt ausgesetzt :
       • Nummer des
 lfd.    ( icmcmvimen                                         Warenbezeichnung
                                                                                                                    NIMEXE-
                                                                                                                                 Zollsätze
                                                                                                                    Kennziffcr
 Nr .        Zolli.ints
9.0430        06.01     Bulben , Zwiebeln , Knollen , Wurzclknollen und Wurzelstöcke , ruhend , im Wachstum oder
                        in Blüte :
                        ex Λ . ruhend :
                               – andere als Hyazinthen » Narzissen , Tulpen und Gladiolen                           06.01-19     6     %
              06.02     Andere lebende Pflanzen und Wurzeln » einschließlich Stecklinge und Edelreiser :
                           Λ . Stecklinge , unbewurzelt , und Edelreiser:                                                         /
                               II . andere                                                                          06.02-19      V %
                        ex D. andere :
                               – Rosen ( alle Arren der Gattung Rosa ), unveredelt :
                                    – mit einem Wur/elhalsdurchmcsscr von 10 mm oder weniger                       06.02-61     9,7 %
                                    – andere                                                                       06.02-65
                                                                                                                                9,7 %
                               – andere als Pil/ my /.el ( Champignonweiß), Rhododendron ( Λ / aleen ) und (>cmü-
                                    sepllanzen und Erdbeerpflanzen :
                                    – Freilatidpflaiuen :
                                       – Baume und Sträucher , andere als Obstgehölze und Forstgehölze:
                                             – bewurzelte Stecklinge und Jungpflanzen                              06.02-81     9,7 %
                                             – andere                                                              06.02-83     9,7 %
                                        – andere :
                                             – Frcilandstaudcn                                                     06.02-92     9,7 %
                                             – andere                                                              06.02-93     9,7 %
                                    – Zimmerpflanzen :
                                        – bewurzelte Stecklinge und Jungpflanzen ( ausgenommen Kakteen )            06.02-94    9,7 %
                                        – andere als Blutenpflanzen mit Knospen oder Blüten ( ausgenommen                       9.7
                                                                                                                   06.02-99            %
                                             Kakteen )
        Im Rahmen dieses Zollkontingents sind die Waren jedoch                   Beitrittsakte und der darauf bezüglichen Verordnungen
        von Zöllen befreit , wenn sie in den zum Zollgebiet der                  berechneten Zollsätze an .
        Gemeinschaft gehörenden Teil Spaniens eingeführt wer¬
        den .                                                                    ( 2 ) Für die unter diese Verordnung fallenden Waren kann
                                                                                 das Zollkontingent nur in Anspruch genommen werden,
        Im Rahmen dieses Zollkontingents wendet die Portugiesische               wenn sie zum Zeitpunkt ihrer Gestellung bei den für die
        Republik die nach den einschlägigen Bestimmungen der                     Einfuhrförmlichkeiten zuständigen Behörden zur Abferti-
 ---pagebreak---                                      5
                                                                 JJ
gung zum zollrechtlich freien Verkehr im Zollgebiet der
Gemeinschaft unbeschadet der sonstigen Vorschriften über
Qualitätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind, die auf
der Verpackung deutlich sichtbar und gut lesbar die Angabe
„Kanarische Inseln“ oder ihre Übersetzung in eine andere
Amtssprache der Gemeinschaft tragen.
                             Artikel 2
   (1)    Von dem in Artikel 1 genannten Gemeinschaftszoll¬
   kontingent wird eine erste Rate von 3756 Tonnen auf die
   Mitglicdstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vorbehaltlich des
   Artikels 5 bis zum 31 . Dezember 1 9S? gelten , belaufen sich
   auf folgende Mengen :
                                           (in Tonnen)
              Benelux
              Dänemark
                                               24|
              Deutschland                        88
              Griechenland                         3
                                              3175
              Spanien                            in
                                                  IU
              Frankreich
                                                   5
              Irland
              Italien                            40
              Portugal
                                                187
              Vereinigtes Königreich
    ( 2)   Die zweite Rate in Höhe von 944Tonnen bildet die
    Reserve .
 (3)     Die angerechneten          Mengen auf die bei
 den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 2,
 Absatz \ der Verordnung ( EWG ) Nr . 4048 / 86
 zugeteilten oder oder von den Mitglied¬
 staaten aus den aufgrund von Artikel 2,
 Absatz 2, der genannten Verordnung gebil ¬
 deten Gemeinschaftsreserven gezogenen
 Quoten sind von den im vorliegenden
 Artikel vorgesehenen Quoten und der
 Reserve abzuziehen .
 ---pagebreak---                                 6
                             Artikel 1
 (1)     Hat ein Mitgliedstaat seine gemäß Artikel 2 Absatz 1
 festgesetzte ursprüngliche Quote oder - bei Awendung des
Artikels 5 - die gleiche Quote abzüglich der auf die Reserve
übertragenen Menge zu 90 v . H. oder mehr ausgenutzt , so
nimmt er unverzüglich durch die Mitteilung an die Kommis¬
sion - soweit die Reservemenge ausreicht - die Ziehung
einer zweiten Quote in Höhe von 15 v . H. seiner ursprüng¬
lichen Quote vor , die gegebenenfalls auf die höhere F.inhcit
aufgerundel wird .
(2)      Ist nach Ausschöpfung der ursprünglichen Quote die
zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H.
oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat gemäß
Absatz 1 die Ziehung einer dritten Quote in Höhe von 7,5
v . H. seiner ursprünglichen Quote vor , die gegebenenfalls
auf die höhere Einheit aufgerundet wird .
(3)      Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die dritte
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H. oder
mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat unter den
gleichen Bedingungen die Ziehung einer vierten Quote in
Hohe der dritten Quote vor .
Dieses Verfahren wird bis zur völligen Ausschöpfung der
Reserve angewandt .
(4)      Abweichend von den Absätzen 1 , 2 , und 3 können die
Mitgliedstaaten niedrigere Quoten als in diesen Absätzen
vorgesehen ziehen , wenn Grund zur Annahme besteht , daß
diese nicht ausgeschöpft werden können . Sie unterrichten die
Kommission über die Gründe , die sie veranlaßt haben , diesen
Absatz anzu wenden .
                            Artikel 4
Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
bis zum 31 . Dezember 1 98 Z.
                            Artikel 5
Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 1 . Oktober
 1 98 7 von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote den
Teil auf die Reserve , der am 15 . September 1987 20 v . H.
dieser ursprünglichen Quote übersteigt . Sie können eine
größere Menge übertragen , wenn Grund zu der Annahme
besteht , daß die betreffende Menge unter Umständen nicht
ausgenutzt wird .
 Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 1 . Oktober 198 7 die Gesamtmenge der Einfuhren der
betreffenden Waren mit . die sie bis zum 1 5 . September 1 98 7
durchgeführt und auf das Gemeinschaftszollkontmgent
 angerechnet haben , sowie gegebenenfalls den Teil ihrer
 ursprünglichen Quote , den sie auf die Reserve übertragen .
 ---pagebreak---                                                                7
                                                                                                              Jt
                            Artikel 6
 Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitglied-
 Staaten gemäß Artikel 2 und 3 eröffneten Quoten und
 unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten überden Stand der
 Ausschöpfung der Reserve , sobald ihr die Mitteilungen
zugehen .
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Oktober
 1987 überden Stand der Reserve , die nach den gemäß Artikel
5 erfolgten Übertragungen verbleibt .
Sic sorgt dafür , daß die Ziehung , mit der die Reserve
ausgeschöpft wird , auf die verfügbare Restmenge beschränkt
bleibt , und gibt zu diesem Zweck dem Mitgliedstaat , der
diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag an .
                            Artikel 7
(1)      Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Vor¬
kehrungen , um durch die Eröffnung der zusätzlichen Quo¬
ten , die sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende
Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil an dem Gemcin-
schaftszollkontingent zu ermöglichen .
( 2)    Die Mitgliedstaaten garantieren den Importeuren der
betreffenden Waren freien Zugang zu den ihnen zugeteilten
Quoten .
(3)     Die Mirgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betref­
fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen ¬
den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur -
  Abfertigung zum zoll rechtlichen freien Verkehr auf ihre                               Artikel 9
 Quoten an .
                                                                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hin­
  (4)    Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mitglied-     blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam-
  staaten wird anhand der gemäß Absatz 3 angerechneten           men .
  Einfuhren fcstgcstellt .
                                                                                         Artikel 10
                            Artikel 8                            Di eurVerordnung tritt am 1 . Juni               1987
                                                                 in Kraft .
  Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten mit ,
  welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich auf
  ihre Quoten ungerechnet worden sind .
                    Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                    Mitgliedstaat .
                    Geschehen zu Brüssel am
                                                                             Im Namen des Rates
                                                                                 Der Präsident
 ---pagebreak---                                            Vorschlag für eine
                                        VERORDNUNG ( EWG )                      DES RATES
                     zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung von Gemeinschaftszollkontingenten für frische
                     Blumen der Tarifstelle 06.03 A des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen
                                                             Inseln ( 1987 )
 DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 gestützt auf die Akte übet den Beitritt Spaniens und Portu¬
 gals ( ' ), insbesondere auf Artikel 4 des Protokolls Nr . 2 im
 Anhang dazu ,
 auf Vorschlag der Kommission ,
 in Erwägung nachstehender Gründe :
 Aufgrund von Artikel 4 des Protokolls Nr . 2
                                      zur Beitrittsakte können
 frische Blumen der Tarifstelle 06.03 A des Gemeinsamen
 Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln im
 Rahmen von Gemeinschaftszollkontingenten zu herabge¬
 setzten Zollsätzen in die Gemeinschaft eingeführt werden .
 Die Kontingente belaufen sich für Rosen , Nelken , Orchi¬
deen , Gladiolen und Chrysanthemen auf 85 460 000 Stück
 und für die anderen Blumen auf 597 Tonne' .
Aufgrund von Artikel 1 der Verordnung
( EWG ) Nr .            / 87 bezüglich bestimmter
Anpassungen an die bei den Kanarischen
Inseln angewandte Regelung ( 2 ), wurde
die für Rosen , Orchideen , Nelken , Gladiolen
und Chrysanthemen vorgesehene Kontin¬
gentsmenge auf 87.500.000 Stück erhöht .
                                                    lm Jahr 198 7
   betragen die im Rahmen dieser Zollkontingente anzuwen¬
   denden Zollsätze 75       v . H. der Sätze des Gemeinsamen
   Zolltarifs . Diese Waren sind jedoch bei der Einfuhr in den
   zum Zollgebiet der Gemeinschaft gehörenden Teil Spaniens
   von Zöllen befreit .    t
  ■Bei der Einfuhr der Waren nach Portugal sind die anzuwen¬
   denden Kontingentszollsätze auf der Grundlage der einschlä¬
   gigen Vorschriften der Beitrittsakte zu berechnen . Um in den
   Ccnulü der Zollkontingente zu kommen , müssen bei diesen
   W.uen bestimmte Markierungs- und Etikettierungsbedin-
   g'.mgen eingehalten werden , die als Ursprungsbeweis dienen .
( 1 ) ABI . Nr . L 302 vom 15.11.1985 , S. 23 .
( 2 ) ABI . Nr . L                 vom                   , S.
 ---pagebreak---                                                               2
    Mit seiner Verordnung ( EWG ) Nr . 4047 / 86
                                                                                         H
    vom 22 . Dezember 1986 ( 1 ) geändert mit der Verordnung ( EWG ) Nr . .9.1.4. ./87
    vom 3£L. i-\Ärz 1987 ( 2 ) hat der Rat für den Zeitraum vom 1 . Januar bis
    31 . Ma i 1987 die im genannten Protokoll
    Nr . 2 vorgesehenen jährlichen Zollkontin¬
    gente eröffnet . Es ist daher angebracht ,
    die genannten Zollkontingente für das
    Jahr 1987 zu eröffnen , unter Berücksichti ¬
    gung der eingesetzten Änderung hinsichtlich
    der für Rosen, Orchideen, Nelken, Gladiolen
    und Chrysanthemen vorgesehenen Kontingents¬
   menge einerseits und andererseits der
    Notwendigkeit vorzusehen, daß die im
   Laufe der ersten 'fünf Monate des Jahres
    1987 erfolgten und in den Genuß der
vorgenannten             Verordnungen ( EWG ) Nr . 4047 /86 und Nr . .. 9H.. /87 gekommenen
 Einfuhren von den mit der
   vorliegenden Verordnung eröffneten
   Kontingentsmengen abzuziehen sind .
   Es ist vor allem sicherzustellen , daß alle Importeure der
  Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
   diesen Kontingenten haben und daß die vorgesehenen Kon-
   tmgenis/.ollsätze fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
   hcireflcnden Waren in allen Mitgliedstaaten bis zur Aus-
   schdpfung der Kontingente angewandt werden . Der Gemein-
   vchaftscharakter dieser Kontingente kann unter Beachtung
   der oben aufgestcllten Grundsätze dadurch gewahrt werden ,
   daß bei der AusnutziP’g der Gemeinschaftszollkontingente
   von einer Aufteilung Jer Menge auf die Mitgliedstaaten
   ausgegangen wird . Damit die tatsächliche Marktentwick¬
   lung der betreffenden Waren möglichst weitgehend berück¬
   sichtigt wird , ist diese Aufteilung entsprechend dem Bedarf
   der Mitgliedstaaten vorzunehmen , der einerseits anhand der
   statistischen Angaben über die während eines repräsentati¬
   ven Bezugs/eitraums getätigten Einfuhren der genannten
  ( 1 ) ABI . Nr . L 377 vom 31.12.1986, S. 20
  ( 2 ) ABI . Nr . L 89 vom 1.4.1987, S. 4 .
 ---pagebreak---                                 3
                                                              J§
Waren mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln und
andererseits nach den Wirtschaftsaussichten für den betref¬
fenden Kontingentszeitraum zu berechnen ist .
Während der letzten drei Jahre , über die vollständige stati¬
stische Angaben vorliegen , verteilen sich die Einfuhren der
betreffenden Waren mit Ursprung auf den Kanarischen
Inseln in die Gemeinschaft prozentual auf die Mitgliedstaa¬
ten wie folgt :
– Rosen , Nelken , Orchideen , Gladiolen und Chrysanthe¬
    men :
                Miigliedsraaten         m3      1984  1985
                                                          -
    Benelux                              6,2     5,9
    Dänemark                              -      -
                                                          –
    Deutschland                         36,6   25,2   34,3
    Griechenland                          -      -
                                                          -
    Spanien                             43,0   61,5   46,7
    Frankreich                           3,7     1,1   1,8
    Irland                                -       -    -
    Italien                              0,9     0,4    1.3
    Portugal                              -       -
                                                        -
    Vereinigtes Königreich                9,6    5,9  15,9
– andere Blumen :
                                        1983   1984
                                                      1985
                Mngliedstaaten
    Benelux                            44,2    25,2   16,5
    Dänemark                             -       -
                                                       -
    Deutschland                         14,0     7,1
    Griechenland                          -      -
                                                       -
    Spanien                             40,1   66,9   76,7
    Frankreich                           0,6     -
    Irland                                -      -
    Italien                               1,1    0,8   1.3
    Portugal                              -       -
    Vereinigtes Königreich                -       -
                                                       0,2
Unter Berücksichtigung dieser Angaben und der voraussicht¬
lichen Marktentwicklung für die betreffenden Waren läßt
sich die anfängliche prozentuale Beteiligung an den Kontin ¬
gentsmengen in einem ersten Stadium ungefähr wie folgt
ermitteln :
 ---pagebreak---                                 4
                                                                 J1
                                        Rosen , Nelken ,
                                          Orchideen ,    andere
             Mnglieds(.i.iteii
                                        Gladiolen und    Blumen
                                        Chrysanthemen
Benelux                                        6,0          33
Dänemark
                                              0,1             1
Deutschland                                 31,0             9
Griechenland                                   0,1
                                             52,6           51
Spanien                                                        1
Frankreich                                     2,6
                                                               1
Irland                                         0,1             1
Italien                                        0,5
                                                               1
Portugal
                                               0,1
Vereinigtes Königreich                         6,9             1
Uin der Entwicklung der Einfuhren der betreffenden Waren
in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen , ist jede
Kontingentsmenge in zwei Raten zu teilen , wobei die erste
Rate zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt wird
und die zweite Rate als Reserve zur späteren Deckung des
Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten bestimmt ist , die ihre
ursprüngliche Quote ausgeschöpft haben . Um den Importeu ¬
ren eines jeden Mitgliedstaats eine gewisse Sicherheit zu
geben , ist es angezeigt , die erste Rate der Gemeinschaftszoll¬
kontingente auf einer ausreichenden Höhe fest / usetzen , die
im vorliegenden hall bei ungefähr 73 der 30 v. H. jeder
Konti ngentsmenge Liegen könnte .
Die ursprünglichen Quoten der Mitgliedsiaatcn können
mehr oder weniger rasch ausgeschöpft werden . Um dieser
Tatsache Rechnung zu tragen und um Unterbrechungen
aus/.uschalten , sollte jeder Mitglicdstaat , der eine seiner
ursprünglichen Quoten fast völlig ausgenutzt hat , die Zie¬
hung einer zusätzlichen Quote auf die entsprechende Reserve
vornehmen . Die Ziehung muß jeder Mitgliedstaat vorneh ¬
men , wenn seine zusätzlich gewährten Quoten fast völlig
ausgenutzt sind und so oft es die Reserve zuläßt . Die
ursprünglichen und zusätzlichen Quoten müssen bis zum
Ende des Kontingentszeitraums gehen . Diese Art der Ver¬
waltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten und der Kommission , die vor allem die
Möglichkeit haben muß. den Stand der Ausnutzung der
Kontingcntsinengen zu verfolgen und die MitgTfedstaatcn
davon zu unterrichten .
Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit ¬
raums in einem der Mitgliedstaaten von einer der ursprüng¬
lichen Quoten eine größere Restmenge vorhanden , so muß
dieser Staat einen erheblichen Teil davon auf die entspre¬
chende Reserve übertragen , damit nicht ein Teil eines der
Gemeinschaftszoll kontingente in einem Mitgliedstaat unge¬
nutzt bleibt , während er in anderen Mitgliedstaaten verwen¬
det werden könnte .
Da das Königreich Belgien , das Königreich der Niederlande
und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der Wirtschafts-
 union Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese
 vertreten werden , kann jede Maßnahme im Zusammenhang
 mit der Verwaltung der dieser Wirtschaftsunion zugeteilten
 ---pagebreak---                                                     5
                                                                                      QP
Quoten durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen werden .
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                                  Artikel 1
1.                        Bis 31 . Dezember 1987 werden die bei der Einfuhr in die
   Gemeinschaft für die nachstehenden Waren geltenden Zollsätze des
   Gemeinsamen Zolltarifs auf die Höhe und in den Grenzen von Gemeinschafts -
   zollkontingenten wie folgt ausgesetzt :
 Lfd . Nr .        Nummer des                Warenbezeichnung             kontingents  Kontingents-
                   Gemeinsamen                                             mengen       zollsätze
                                                                         1
                   Zolltarifs
                     06.03              Blüten und Blütenknospen , ge¬
                                        schnitten , zu Binde- oder       1
                                        Zierzwecken , frisch , getrock ¬
                                        net , gebleicht , gefärbt ,                    1 . Juni bis
                                        imprägniert oder anders
                                        bearbeitet :                                   31 . Oktober :
                                                                                       18 %
                                        ex A. frisch :
09.0432                                 - Rosen, Nelken, Orchi ¬         85 500 000'
                                            deen, Gladiolen , und          Stück
                                            Chrysanthemen , mit
                                            Ursprung auf den
                                            Kanarischen Inseln
                                        ex A. frisch :
 09.043Λ                                - andere Blumen , mit                          1 . November bis
                                                                              597      31 . Dezember :
                                            Ursprung auf den                  Tonnen
                                            Kanarischen Inseln                         12,7 %
      Die Waren sind            im Rahmen dieser Zollkontingente
      von Zöllen befreit , wenn sie in den zum Zollgebiet der
      Gemeinschaft gehörenden Teil Spaniens eingeführt wer¬
      den .
      Im Rahmen dieser Zollkontingente wendet Portugal die nach
      den entsprechenden Bestimmungen der Beitrittsakte und der
      darauf bezüglichen Verordnungen berechneten Zollsätze
      (&j     Für die unter diese Verordnung fallenden Waren
       können die Zollkontingente nur in Anspruch genommen
      werden , wenn die Waren zum Zeitpunkt ihrer Gestellung bei
      den für die F.infuhrförmlichkeiten zuständigen Behörden zur
       Abfcrt 1 -ung zum zollrechtlich freien Verkehr im Zollgebiet
       der Gemeinschaft unbeschadet der sonstigen Vorschriften
       über Qualitätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind,
       die auf der Verpackung deutlich sichtbar und gut lesbar die
       Angabe .Kanarische Inseln“ oder ihre Übersetzung in eine
       andere Amtssprache der Gemeinschaft tragen.
 ---pagebreak---                                         6
                               Artikel 2
    (1)     Die in Artikel 1 festgesetzten Gemcinschaftszollkon-
    tingente werden in zwei Raten geteilt .
    (2)     Eine erste Rate jedes Kontingents wird auf die Mit¬
   gliedstaaten aufgeteilt ; als Quoten , die vorbehaltlich des
    Artikels 5 bis 31 . Dezember 198 7gelten , werden folgende
    Mengen festgesetzt :
                                     - ex 06.03 A -
                                     Rosen , Nelken , - ex 06.03 A -
                                        Orchideen ,         andere
              Mirgiiedstaatcn         Gladiolen und         Blumen
                                     Chrysanthemen      ( in Tonnen )
                                        ( in Stück )
    Benelux                            4 100 000                158
   Dänemark                                  70 000                5
    Deutschland                      21 200 000                   43
   Griechenland                              70 000                5
    Spanien                          35 980 000                 244
    Frankreich                        1 780 000                    5
    Irland                                   70  000               5
    Italien                                340   000               5
    Portugal                                 70  000               5
    Vereinigtes Königreich            4 720      000               5
    (3 )    Die zweite Rate jedes Kontingents, d . h .19. 100.000
    Stück bzw.117 Tonnen, bildet die entsprechenden Reser¬
    ven .^
 ( 4 ) Die angerechneten Mengen auf
die den Mitgliedstaaten gemäß Artikel
^. Absatz 2, der Verordnung ( EWG ) Nr .
4047 /86, zugeteilten oder von den
Mitgliedstaaten gezogenen Quoten
aus den aufgrund von Artikel 2 Absatz 3,
der genannten Verordnung gebildeten
Gemeinschaftsreserven sind von den
in diesem Artikel vorgesehenen Quoten
und Reserven abzuziehen .
 ---pagebreak---                                7
                             Artikel 3
(1)      Hat ein Mitgliedstaat eine seiner in Artikel 2 Absatz 2
festgesetzten ursprünglichen Quoten oder - bei Anwendung
des Artikels 5 - die gleiche Quote abzüglich der auf die
entsprechende Reserve übertragenen Menge zu 90 v . H. oder
mehr ausgenutzt , so nimmt er unverzüglich durch Mitteilung
an die Kommission die Ziehung einer gegebenenfalls aufge¬
rundeten zweiten Quote in Höhe von 10 v . H. seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus-
rcicht .
(2)      Ist nach Ausschöpfung einer seiner ursprünglichen
Quoten die zweite von einem Mitgliedstaat gezogene Quote
zu 90 v . H. oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitglied¬
staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer gegebenenfalls
aufgerundeten dritten Quote in Höhe von 5 v . H. seiner
ursprünglichen Quote vor , soweit die Reservemenge aus¬
reicht .
(3)      Ist nach Ausschöpfung einer der zweiten Quoten die
dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v . H.
oder mehr ausgenutzt , so nimmt dieser Mitgliedstaat gemäß
Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten
Quote vor .
Dieses Verfahren wird bis zur Ausschöpfung der Reserve
ungewandt .
(4)      In Abweichung von den Absätzen 1 , 2 und 3 können
die Mitgliedstaaten die Ziehungen niedrigerer Quoten als in
diesen Absätzen vorgesehen vornehmen , wenn Grund zu der
 Annahme besieht , daß diese unter Umständen nicht ausge¬
 schöpft werden . Sie unterrichten die Kommission über die
 Gründe , die sie zur Anwendung dieses Absatzes veranlaßt
 haben .
                             Artikel 4
 Die gemäß Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten gelten
 bis zum 31 . Dezember 198 7 .
                             Artikel S
 Die Mitgliedstaaten übertragen spätestens am 1 . Oktober
  1 98Jt von ihrer nicht ausgenutzten ursprünglichen Quote den
 T eil auf die Reserve, der am 15 . September 198 720 v . H.
 dieser ursprünglichen Quote übersteigt . Sie können eine
 größere Menge übertragen , wenn Grund zu der Annahme
  besteht, daß die betreffende Menge unter Umständen nicht
 ausgenutzt wird .
  Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
  I. Oktober 198 7 die Gesamtmenge der Einfuhren der
  betreffenden Waren mit , die bis zum 15 . September 198 7
 einschließlich getätigt und auf die Gemeinschaftszollkontin¬
  gente angcrechnet wurden , sowie gegebenenfalls den Teil
  ihrer einzelnen ursprünglichen Quoten , die sie auf die
 entsprechende Reserve übertragen .
 ---pagebreak---                             Artikel 6
 Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mitglied ¬
 staaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quoten und
 unterrichtet die Mitgliedstaaten über den Stand der Aus¬
 schöpfung der Reserven , sobald ihr die Mitteilungen über¬
 mittelt werden .
 Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Oktober
  I V8 7über die Reservemengen , die nach den in Anwendung
 von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleiben .
 Sie sorgt dafür , daß die Ziehung , mit der eine der Reserven
 ausgeschopft wird , auf die jeweils verfügbare Restmengc
 beschränkt bleibt , und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied¬
 staat , der diese letzte Ziehung vornimmt , den Restbetrag
 an .
                            Artikel 7
 ( 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Vor¬
 kehrungen , um durch die Eröffnung der zusätzlichen Quo¬
 ten , die sie gemäß Artikel 3 gezogen haben , die fortlaufende
 Anrechnung auf ihren kumulierten Anteil an dem Gemein¬
 schaftszollkontingent zu ermöglichen .
 (2)     Die Mitgliedstaatcn garantieren den Importeuren der
 betreffenden Waren den freien Zugang zu den ihnen zuge¬
 teilten Quoten .
 (3)     Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der betref¬
 fenden Waren nach Maßgabe der Gestellung der betreffen¬
 den Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur
Ahlrrtigung / um /ollrechtlich freien Verkehr auf ihre Quo¬                             Artikel 9
ten an .
                                                                Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hin¬
(4 )     Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mitglied¬    blick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusam¬
staaten wird anhand der gemäß Absatz 3 angerechneten            men .
Einfuhren festgestellt .
                                                                                       Artikel 10
                            Artikel 8
                                                                 Die Verordnung tritt am 1 . Juni                 1937
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren Antrag         in Kraft .
mit , welche Einfuhren der betreffenden Waren tatsächlich
auf ihre Quoten angerechnet worden sind .
                   Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                   Mitgliedstaal .
                   Geschehen zu Brüssel am
                                                                            Im Namen des Rates
                                                                               Der Präsident
 ---pagebreak---                                          1
                                                                          У4
                               Vorschlag für eine
                 VERORDNUNG ( EWG )                  DES RATES
 ne            zur Eröffnung , Aufteilung und Verwaltung eines
            Gemeinschaftszollkontingents für frische Tafeltrauben
         ex 08.04 A I a ) 2 des Gemeinsamen Zolltarifs mit Ursprung
                      auf den Kanarischen Inseln ( 1987 )
Der Rat der Europäischen Gemeinschaften
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts¬
gemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr .       /87 vom          bezüglich
bestimmter Anpassungen an die bei den Kanarischen Inseln angewandte
Regelung ( 1 ), insbesondere auf Artikel 4 und 9,
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe ;
Aufgrund von Artikel 4 der Verordnung ( EWG ) Nr .             /87 kommen
frische Tafeltrauben der Tarifstelle ex 08.04 A I a ) 2 des Gemeinsamen
Zolltarifs mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln bei der- Einfuhr
in das Zollgebiet der Gemeinschaft während des Zeitraumes vom 1 . Januar
bis 31 . März jeden Jahres in den Grenzen eines Gemeinschaftszollkon¬
tingents von 100 Tonnen in den Genuß von herabgesetzten Zollsätzen .
ABI . Nr . L         vom            /
                                      S.
 ---pagebreak---                                                      2
 Bei der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemeinschaft
 gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren von Zöllen
 befreit und sind nicht der Einhaltung des
   Referenzpreises unterworfen.
        ■ Bei der Einfuhr dieser Waren nach Portugal sind die
anzuwendenden Kontingentszollsätze auf der Grundlage der
entsprechenden Vorschriften der ßeitrittsakte zu berechnen ,
 Bei der Abfertigung zum freien Verkehr im übrigen Zollge¬
 biet der Gemeinschaft erfolgt für diese Waren eine stufen¬
 weise Herabsetzung der Zollsätze in der gleichen Zeitfolge
 und nach den gleichen Bedingungen wie in der Beitritts -
akte von Spanien und Portugal in den
Artikeln 75 und 243 für die gleichen
eingeführten Waren dieser beiden Länder
                 vorgesehen . Um in den Genuß dieser Zollkon¬
   tingente zu kommen , müssen bei diesen Waren bestimmte
   Markierungs- und Etikettierungsbedingungen eingehalten
   werden , die als Ursprungsbeweis dienen .
Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure der
Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu
diesem Kongent haben und daß der vorgesehene Kontin¬
gentszollsatz fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der
betreffenden Ware in allen Mitgliedstaaten bis zur
Ausschöpfung des Kontingents angewandt wird. Da es
 sich jedoch um ein Zollkontingent zur Deckung eines
 nicht hinreichend genau bestimmbaren Bedarfs handelt,
 erscheint es angebracht, keine Aufteilung zwischen
 Mitgliedstaaten vorzusehen , unbeschadet der Möglichkeit,
 unter noch festzulegenden Bedingungen und nach einem
 noch zu bestimmenden Verfahren Ziehungen von ihrem
 Bedarf entsprechenden Mengen aus dem Kontingent
vorzunehmen. Diese Art der Verwaltung erfordert eine
 enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und
 der Kommission, die vor allem die Möglichkeit haben
muß, den Stand der Ausnutzung der Kontingetsmenge zu
verfolgen, und die die Mitgliedstaaten davon unterrichten
muß .
Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder¬
lande und das Großherzogtqm Luxemburg sich zu der
Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
und durch diese vetreten werden, kann jede Maßnahme
  im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt¬
  schaftunion zuteilten Quoten durch eines ihrer Mitglieder
  vorgenommen werden –
 ---pagebreak---                                                        3
HAI i oi i,i NHI     vi KUM'NIJNI . I HI A:.M N :
                                                      Artikel 1
      1 . a)                         ßis 30 - Juni 1987 werden die bei der Einfuhr in die
                 Gemeinschaft geltenden Zölle für die nachstehenden Waren auf die
                 Höhe und in den Grenzen eines Gemei nscha f t szo l l kont i ngent s wie
                 folgt ausgesetzt :
        Lfd .    NT .    Nr . des        Warenbezei chnung                 Kontingents-                    Zo l Isätze
                         Gemei n-                                          menge
                         samen
                                                                          ( in Tonnen )                           %
                         Zolltarifs
    09.0435              ex 08.04        Weintrauben, frisch
                                         oder getrocknet *
                                         A. frisch ‘
                                             I Tafeltraiben .*
                                             a) vom 1 . ftovember
                                                 bis 14. Juni
                                                 2) andere                         100                       7,2
     b ) Bel der Einfuhr in den zum Zollgebiet der Gemein­             y . Die genannten Waren sind bei der Einfuhr der
          schaft gehörenden Teil Spaniens sind diese Waren                 Einhaltung d<£ RefcrcnzpreiseSunrcrworfen , und
          von Zollen befreit . unc|        nicht der                       zwar in gleicher Weise wie die gleichen Waren aus
                                                                           dem zum Zollgebiet der Gemeinschaft gehörenden
    Einhaltung des Referenzpreises                                         Teil Spaniens .
    unterworfen
                                                                ( 1 ) a ) Für die unter diese Verordnung fallenden Waren
     c ) Im Rahmen dieser Zollkontingente wendet die Por¬                 kann das Zollkontingent nur in Anspruch genom¬
         tugiesische Republik die gemäß den entsprechenden                 men werden , wenn die Waren zum Zeitpunkt ihrer
         Bestimmungen der Beitrittsakte und der darauf                     Gestellung bei den für die Einfuhrförmlichkeiten
         bezüglichen Verordnungen berechneten Zollsätze                    zuständigen Behörden zur Abfertigung zum zoll¬
         an .
                                                                           rechtlich freien Verkehr im Zollgebiet der Gemein ¬
                                                                           schaft unbeschadet der sonstigen Vorschriften über
                                                                           Qualitätsnormen in Verpackungen aufgemacht sind ,
                                                                           die auf der Verpackung deutlich sichtbar und gut
                                                                           lesbar die Angabe „ Kanarische Inseln “ oder ihre
                                                                           Übersetzung in eine andere Amtssprache der
                                                                           Gemeinschaft tragen .
                                                                     b ) Artikel 9 Absätze 3 und 4 der Verordnung ( EWG ) Nr.
                                                                          1035 / 72 des Rates vom 18 . Mai 1972 über eine
                                                                          gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemü ¬
                                                                          se ( ' ). zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG )
                                                                        Nr . 1351 /86 (1 ). ist auf die Waren der vorliegenden
                                                                          Verordnung nicht anwendbar .
    ( 1 ) ABI . Nr . L 119 vom 8.5.1986 , S. 46
 ---pagebreak---                                                            4
                                                                                                       Y%
                               (4)    Wenn ein Einführer bevorstehende Einfuhren der
                                betreffenden Ware ankündigt und dafür die Teilnahme
                                am Kontingent beantragt, zieht dieser Mitgliedstaat durch
                                Mitteilung an die Kommission eine seinem Bedarf
                                entsprechende Menge, soweit der Rest des Kontingents
                                ausreicht.
                               (5)     Die  in  Anwendung von        Absatz 4    erfolgten
                                Ziehungen gelten bis zum Ende der Kontingentsperiode.
                                                        Artikel 2
                                (1 )   Die  Mitgliedstaaten  treffen    die erforderlichen
                                Maßnahmen, damit die gemäß Artikel 1 Absatz 4
                                erfolgten Ziehungen fortlaufend auf ihren kumulierten
                                Anteil an dem Gemeinschaftszollkontingent angerechnet
                                werden können .
                                (2) Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der
                                betreffenden Ware den freien Zugang zu dem Kontin¬
                                gent, soweit der Rest der Kontingentsmenge ausreicht.
                                (3)    Die Mitglicdstaaten rechnen die Einfuhren der
                                betreffenden Ware nach Maßgabe der Gestellung der
                                Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zur Abfer¬
                                tigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre
                                Ziehungen an.
(4) Der Stand der Ausschöpfung des Kontingents wird                                      Artikel 4
anhand der gemäß Absatz 3 angerechneten Einfuhren .
festgestellt.                                                    Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                                                                 Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
                                                                 zusammen .
                        Artikel 3
                                                                                         Artikel 5
Auf Ersuchen der Kommision teilen ihr die Mitglied¬              Diese Verordnung tritt am         Tag nach ihrer Veröf­
staaten mit, welche Einfuhren tatsächlich auf das Kontin¬        fentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemein ¬
gent angerechnet worden sind.                                    schaften in Kraft.
                                                                 Sie gilt ab 1 . Januar 1987.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                Mitgliedstaat.
                Geschehen zu Brüssel am
                                                                          Im Namen des Rates
                                                                             Der Präsident
 ---pagebreak---                                         1
                                                                        у%
                                Vorschlag für eine
                  VERORDNUNG ( EWG )                   DES RATES
           zur Einrichtung einer gemeinschaftlichen Überwachung der
         Einfuhren bestimmter landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit
                      Ursprung auf den Kanarischen Inseln
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts¬
gemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr .          / 87 bezüglich bestimmter
Anpassungen an die bei den Kanarischen Inseln angewandte Regelung ( 1 ),
insbesondere auf Artikel 3 , 5 und 9 ;
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Mit der Verordnung ( EWG ) Nr .         / 87 hat der Rat für bestimmte land­
wirtschaftliche Erzeugnisse mit Ursprung auf den Kanarischen Inseln
im Rahmen der Referenzmengen eine allmähliche Herabsetzung der angewandten
Zollsätze beschlossen mit der Möglichkeit für die Gemeinschaft , dieses
Verfahren in Zukunft durch eine Zolltarifregelung zu ersetzen , wenn
sich herausstel len sollte , daß die eingeführten und in den Genuß der
Präferenzregelung gekommenen Mengen im Laufe eines bestimmten Jahres
die vorgeschriebene Referenzmenge überschreiten und diese Einfuhren
ABI . Nr .             vom              , S.
 ---pagebreak---                                                         2
 gleichzeitig eine                  Beeinträchtigung
 des gemeinschaftlichen Marktes verursachen .
 Die Anwendung einer soLchen Regelung
 verlangt , daß die Gemeinschaft regel ¬
 mäßig über die Entwicklung dieser
 Einfuhren mit Ursprung auf den Kanarischen
 Inseln unterrichtet wird . Es ist
 daher zweckmäßig , die Einfuhren dieser
 Waren einem Überwachungsverfahren
 zu unterwerfen .
  Dieses Ziel kann mit Hilfe eines Verwaltungsverfahrens
 erreicht werden , nach dem die Einfuhren der betreffenden
  Waren auf Gerneinschaftsebene auf die genannten ßef e renzmengen
  nach Maßgabe der Gestellung dieser Waren bei der Zoll-
  stellc mir einer Anmeldung zum zollrechtlich freien Verkehr
  angerechget werden .
  Dieses Vcrwaltungsverfahren erfordert eine enge , beson¬
  ders schnelle Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaa¬
  ten und der Kommission , die vor allem stets den Stand der
  Anrechnungen auf die Referenzmengen kennen und die Mitglied¬
  staaten hiervon unterrichten können muß.
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 ---pagebreak---                                      Årti kel 1
       1 . Bis zum 31 . Dezember 1987 sind die
           Einfuhren bestimmter Waren in die Gemeinschaft mit Urspring
           auf den Kanarischen Inseln
                                  einer gemeinschaftlichen
           Überwachung und jährlichen Referenzmengen
                unterworfen .
           Die Beschreibung der im ersten Unterabsatz
           erfaßten Waren , ihre laufenden Nummern ,
           Tarifnummern und statistischen Unter¬
           teilungen sowie die Höhe und die
           Anwendungszeiträume der Referenzmengen
           sind in der im Anhang befindlichen
           Tabelle aufgeführt .
(2) Auf die R eferenzroengen. sind die Waren anzurechnen , die bei
           der Zollstelle mit einer Anmeldung zur Abfertigung zum
           zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden und für die eine
           Warenverkehrsbescheinigung vorliegt*
           Wenn die Warenverkehrsbescheinigung
           nachträglich vorgelegt wird , erfolgt
           die Anrechnung auf die entsprechende
           Referenzmenge am Tag der Annahme
           der Anmeldung der Abfertigung zum
           zollrechtlich freien Verkehr .
           Der stand der Ausschöpfung der Referenzmengen wird auf
           Gemeinschaftsebene anhand der wie vor beschrieben ange¬
           rechneten Einfuhren festgestellt.
           Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission regelmäßig und
           innerhalb der in AbsatzJ vorgeschriebenen Fristen die nach
           Maßgabe der vorstehenden Unterabsätze getätigten Einfuh¬
           ren mit .
           ( 3 ) 0ie Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission spä¬
             testens bis zum    I
              - 15 . Juni 1987 Übersichten über die jeweils bis zum 31 . März , 30 . April
                 oder 31 . Mai 1987 erfolgten Anrechnungen ;
                                                 f o Igendan
              - fünfzehnten Tag jedenTMonats Übersichten über die im Laufe des
                 Vermonats für die unter der laufenden Nummer 17.0001 auf genommenen
                 Anrechnungen .
 ---pagebreak---                                                                       Artikel 2
                                             Die Kommission trifft in enger Zusammenarbeit mit den
                                             Mitgliedstaaten alle der Durchführung dieser Verordnung
                                             dienlichen Maßnahmen .
                                                                      Artikel 3
                                             Diese Verordnung tritt am 1 . Jum 1987 in Kraft
                                              Sie gilt ab 1 . Januar 1987 . „
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
Mitgliedstaat .
Geschehen zu Brüssel am
                                                           Im Namen des Rates
                                                               Der Präsident
 ---pagebreak---                                                               f 1
                           ANHANG
 lfd . Nr, Nr . des     Wa renbes ch re i bung   NIMEXE      Referenz-
           Gemeinsamen                           Kennziffer  mengen in
           Zolltarifs                                        Tonnen
           08.01       Datteln , Bananen ,
                       Ananas , Mangofrüchte ,
                       Mangostanf rüchte ,
                       Avokadof rüchte ,
                       Guaven , Kokosnüsse ,
                       Paranüsse , Kaschu-
                       Nüsse , frisch oder
                       getrocknet , auch
                       ohne Schalen              08.01-60    2.100
 17.0001               D. Avokadof rüchte
                            vom 1 . Januar bis
                            31 . Dezember
           ex 08.09    andere Früchte , frisch :
                       - Melonen mit einem
17.0003
                          Gewicht von
                          600 Gramm / Stück
                          oder weniger           ex 08.09-19   100
                          vom 1 . Januar bis
                          31 . März
 17.0005               - Kiwifrüchte
                          vom 1 . Januar bis
                          30 . Apri l            ex 08.09-50   100
 ---pagebreak---                  FICHE D' IMPACT SUR LA COMPETITIVITE ET L' EMPLOI
   I. Quelle est la justification principale de la mesure?
      Engagement de la Conmunauté et décision complémentaire du
      Conseil .
 II . Caractéristiques des entreprises concernées : Néant
      En particulier :
      - Y a-t-il un grand nombre de FME ?
      - note t' on des concentrations dans des régions :
        - éligibles aux aides régionales des E.M. ?
        - éligibles au Feder ?
III . Quelles sont les obligations imposées directement aux entreprises ?
      Néant .
 IV . Quelles sont les obligations susceptibles d' être imposées
      indirectement aux entreprises via les autorités locales ?
      Néant .
  V. Y a-t-il des mesures spéciales pour les PME ? Non
      - Lesquelles ?
 VI . Quel est 1 ' effet prévisible ?
      - sur la compétitivité des entreprises ? Négligeable
      - sur 1 ' enploi ? Maintien ou amélioration de 1 ' emploi .
VII . Les partenaires sociaux ont-ils été consultés ? Non
      - avis des partenaires sociaux .