CELEX: C1998/137/05
Language: de
Date: 1998-05-02 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Fünfte Kammer) vom 5. März 1998 in der Rechtssache C-175/97: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Französische Republik (Richtlinie 93/89/EWG über die Besteuerung bestimmter Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung sowie die Erhebung von Maut- und Benutzungsgebühren für bestimmte Verkehrswege durch die Mitgliedstaaten - Nichtumsetzung)

2.5.98                DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 137/3
Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten H.                 hat, hat der Gerichtshof (Fünfte Kammer) unter Mitwir-
Ragnemalm (Berichterstatter) sowie der Richter R. Schint-         kung des Kammerpräsidenten C. Gulmann sowie der Rich-
gen, G. F. Mancini, P. J. G. Kapteyn und G. Hirsch Ð              ter M. Wathelet, J. C. Moitinho de Almeida (Berichterstat-
Generalanwalt: G. Tesauro, Kanzler: L. Hewlett, Verwal-           ter), D. A. O. Edward und J.-P. Puissochet Ð Generalan-
tungsrätin Ð am 5. März 1998 ein Urteil mit folgendem             walt: A. La Pergola; Kanzler: R. Grass Ð am 5. März
Tenor erlassen:                                                   1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
1. Artikel 10 der Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom
     17. Juli 1969 betreffend die indirekten Steuern auf die      1. Die Französische Republik hat gegen ihre Verpflich-
     Ansammlung von Kapital in der Fassung der Richtlinie              tungen aus Artikel 13 Absatz 1 Unterabsatz 1 der
     85/303/EWG ist dahin auszulegen, daû er der Erhe-                 Richtlinie 93/89/EWG des Rates vom 25. Oktober
     bung einer Steuer von 0,5 % auf eine notarielle                   1993 über die Besteuerung bestimmter Kraftfahrzeuge
     Urkunde über die Einbringung eines nach der Grün-                 zur Güterbeförderung sowie die Erhebung von Maut-
     dung einer Kapitalgesellschaft gezahlten Teils des                und Benutzungsgebühren für bestimmte Verkehrswege
     Gesellschaftskapitals entgegensteht, wenn bei der                 durch die Mitgliedstaaten verstoûen, indem sie die zur
     Gründung dieser Gesellschaft bereits eine Steuer von              Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Rechts- und
     1 % auf den Nominalwert des vollständigen Gesell-                 Verwaltungsvorschriften nicht fristgemäû erlassen hat.
     schaftskapitals entrichtet worden ist.
                                                                  2. Die Französische Republik trägt die Kosten des Ver-
2. Artikel 10 der Richtlinie 69/335/EWG in der geänder-
                                                                       fahrens.
     ten Fassung begründet Rechte, auf die sich der einzelne
     vor den nationalen Gerichten berufen kann. Diese
     Gerichte sind verpflichtet, die entgegenstehenden            (1) ABl. C 199 vom 28.6.1997.
     Bestimmungen des nationalen Rechts unangewendet
     zu lassen.
(1) ABl. C 370 vom 7.12.1996.
                                                                                URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                                       vom 10. März 1998
              URTEIL DES GERICHTSHOFES                            in den verbundenen Rechtssachen C-364/95 und C-365/95
                                                                  (Vorabentscheidungsersuchen des Finanzgerichts Ham-
                       (Fünfte Kammer)                            burg): T. Port GmbH & Co. gegen Hauptzollamt Ham-
                      vom 5. März 1998                                                    burg-Jonas (1)
in der Rechtssache C-175/97: Kommission der Euro-                 (Bananen Ð Gemeinsame Marktorganisation Ð Einfuhr-
 päischen Gemeinschaften gegen Französische Republik (1)          regelung Ð Rahmenabkommen über Bananen Ð GATT
(Richtlinie 93/89/EWG über die Besteuerung bestimmter                              Ð Artikel 234 EG-Vertrag)
Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung sowie die Erhebung                                    (98/C 137/06)
von Maut- und Benutzungsgebühren für bestimmte Ver-
 kehrswege durch die Mitgliedstaaten Ð Nichtumsetzung)
                                                                                  (Verfahrenssprache: Deutsch)
                         (98/C 137/05)
               (Verfahrenssprache: Französisch)                   In den verbundenen Rechtssachen C-364/95 und C-365/95
                                                                  betreffend dem Gerichtshof nach Artikel 177 EG-Vertrag
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung           vom Finanzgericht Hamburg (Deutschland) in den bei die-
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des             sem anhängigen Rechtsstreitigkeiten T. Port GmbH & Co.
                        Gerichtshofes)                            gegen Hauptzollamt Hamburg-Jonas vorgelegte Ersuchen
                                                                  um Vorabentscheidung über die Auslegung des Artikels 234
In der Rechtssache C-175/97, Kommission der Europäi-              EG-Vertrag, die Gültigkeit der Verordnung (EG) Nr. 478/
schen Gemeinschaften (Bevollmächtigte: Michel Nolin und           95 der Kommission vom 1. März 1995 mit ergänzenden
Laura Pignataro) gegen Französische Republik (Bevoll-             Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung (EWG)
mächtigte: Kareen Rispal-Bellanger und Gautier Mignot),           Nr. 404/93 des Rates betreffend die Zollkontingentrege-
wegen Feststellung, daû die Französische Republik gegen           lung für die Einfuhr von Bananen in die Gemeinschaft und
ihre Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag und aus der               zur ¾nderung der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 (ABl.
Richtlinie 93/89/EWG des Rates vom 25. Oktober 1993               L 49 vom 4.3.1995, S. 13) sowie über die unmittelbare
über die Besteuerung bestimmter Kraftfahrzeuge zur                Wirkung des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens
Güterbeförderung sowie die Erhebung von Maut- und                 (GATT) hat der Gerichtshof unter Mitwirkung des Präsi-
Benutzungsgebühren für bestimmte Verkehrswege durch               denten G. C. Rodríguez Iglesias, der Kammerpräsidenten
die Mitgliedstaaten (ABl. L 279 vom 12.11.1993, S. 32)            C. Gulmann, M. Wathelet und R. Schintgen (Berichterstat-
verstoûen hat, indem sie die zur Umsetzung dieser Richt-          ter) sowie der Richter G. F. Mancini, P. J. G. Kapteyn, J. L.
linie erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften          Murray, D. A. O. Edward, J.-P. Puissochet, G. Hirsch und
nicht fristgemäû erlassen, jedenfalls aber nicht mitgeteilt       P. Jann Ð Generalanwalt: M. B. Elmer; Kanzler: H. A.