CELEX: 62010TA0035
Language: de
Date: 2013-09-06 00:00:00
Title: Rechtssache T-35/10 und T-7/11: Urteil des Gerichts vom 6. September 2013 — Bank Melli Iran/Rat (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik — Restriktive Maßnahmen gegen Iran zur Verhinderung der nuklearen Proliferation — Einfrieren von Geldern — Begründungspflicht — Verteidigungsrechte — Anspruch auf effektiven gerichtlichen Rechtsschutz — Berechtigtes Vertrauen — Überprüfung der erlassenen restriktiven Maßnahmen — Beurteilungsfehler — Gleichbehandlung — Rechtsgrundlage — Wesentliche Formvorschriften — Verhältnismäßigkeit)

19.10.2013   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 304/9
            
         Urteil des Gerichts vom 6. September 2013 — Bank Melli Iran/Rat
   (Rechtssache T-35/10 und T-7/11) (1)
   
   (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik - Restriktive Maßnahmen gegen Iran zur Verhinderung der nuklearen Proliferation - Einfrieren von Geldern - Begründungspflicht - Verteidigungsrechte - Anspruch auf effektiven gerichtlichen Rechtsschutz - Berechtigtes Vertrauen - Überprüfung der erlassenen restriktiven Maßnahmen - Beurteilungsfehler - Gleichbehandlung - Rechtsgrundlage - Wesentliche Formvorschriften - Verhältnismäßigkeit)
   2013/C 304/17
   Verfahrenssprache: Englisch
   
      Verfahrensbeteiligte
   
   
      Klägerin: Bank Melli Iran (Teheran, Iran) (Prozessbevollmächtigte: in der Rechtssache T-35/10 Rechtsanwalt L. Defalque und in der Rechtssache T-7/11 zunächst Rechtsanwälte L. Defalque und S. Woog, dann Rechtsanwälte L. Defalque und C. Malherbe)
   
      Beklagter: Rat der Europäischen Union (Prozessbevollmächtigte: in der Rechtssache T-35/10 M. Bishop und R. Szostak und in der Rechtssache T-7/11 zunächst M. Bishop und G. Marhic, dann M. Bishop und B. Driessen)
   
      Streithelfer zur Unterstützung des Beklagten: Französische Republik (Prozessbevollmächtigte: G. de Bergues und É. Ranaivoson), Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (Prozessbevollmächtigte: zunächst S. Behzadi-Spencer, dann A. Robinson und schließlich M. Robinson und H. Walker im Beistand von S. Lee, Barrister) und Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: in der Rechtssache T-35/10 S. Boelaert und M. Konstantinidis und in der Rechtssache T-7/11 S. Boelaert, M. Konstantinidis und F. Erlbacher)
   
      Gegenstand
   
   Teilweise Nichtigerklärung der Verordnung (EG) Nr. 1100/2009 des Rates vom 17. November 2009 zur Durchführung von Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 423/2007 über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung des Beschlusses 2008/475/EG (ABl. L 303, S. 31), des Beschlusses 2010/644/GASP des Rates vom 25. Oktober 2010 zur Änderung des Beschlusses 2010/413/GASP über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung des Gemeinsamen Standpunkts 2007/140/GASP (ABl. L 281, S. 81), der Verordnung (EU) Nr. 961/2010 des Rates vom 25. Oktober 2010 über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung der Verordnung Nr. 423/2007 (ABl. L 281, S. 1), des Beschlusses 2011/783/GASP des Rates vom 1. Dezember 2011 zur Änderung des Beschlusses 2010/413 (ABl. L 319, S. 71), der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1245/2011 des Rates vom 1. Dezember 2011 zur Durchführung der Verordnung Nr. 961/2010 (ABl. L 319, S. 11) und der Verordnung (EU) Nr. 267/2012 des Rates vom 23. März 2012 über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung der Verordnung Nr. 961/2010 (ABl. L 88, S. 1) sowie Nichtigerklärung aller zukünftigen Verordnungen und aller zukünftigen Beschlüsse, die einen der angefochtenen Rechtsakte ergänzen oder ändern und die zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung gelten
   
      Tenor
   
   
               1.
            
            
               Die Rechtssachen T-35/10 und T-7/11 werden zu gemeinsamer Entscheidung verbunden.
            
         
               2.
            
            
               Die Klagen werden abgewiesen.
            
         
               3.
            
            
               Die Bank Melli Iran trägt neben ihren eigenen Kosten die Kosten des Rates der Europäischen Union.
            
         
               4.
            
            
               Die Französische Republik, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland sowie die Europäische Kommission tragen ihre eigenen Kosten.
            
         
      (1)  ABl. C 100 vom 17.4.2010.