CELEX: 51994DC0511
Language: de
Date: 1994-11-18 00:00:00
Title: MEMORANDUM zur geschätzten Bilanz betreffend das für die Verarbeitung bestimmte gefrorene Rindfleisch und die zur Mast bestimmten Rinder

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                               KOM(94) Sil endg.
                                               Brüssel, den 18.11.1994
                                  MEMORANDUM
             zur geschätzten Bilanz betreffend das fur die Verarbeitung
       bestimmte gefrorene Rindfleisch und die zur Mast bestimmten Rinder
                    Vorschlag fur die geschätzte Bilanz des Rates
    betreffend zum Mästen bestimmte männliche Jungrmder mit einem Gewicht
         von höchstens 300 kg für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1995
                    Vorschlag fur die geschätzte Bilanz des Rates
        betreffend das fur die Verarbeitungsindustrie bestimmte Rindfleisch
                    fur die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1995
                           (von der Kommission vorgelegt)
 ---pagebreak---                                                                                 I
                                        MEMORANDUM
                   zur geschätzten Bilanz betreffend das fur die Verarbeitung
           bestimmte gefrorene Rindfleisch und die zur Mast bestimmten Rinder
Gemäß den von der Europäischen Onion eingegangenen multilateralen
Handelsverpflichtungen hat die Kommission mit Australien, Neuseeland,
Slowenien, Ungarn, Slowakische Republik,- Polen, Rumänien, Bulgarien,
Tschechische Republik, Argentinien und Uruguay Konsultationen geführt über
deren voraussichtliche Ausfuhr von gefrorenem Verarbeitungsrindfleisch und
von lebenden Rindern.
Zusammenfassung der Lagebeschreibung je Land
Australien
Nach Mitteilung der australischen Vertreterin befürworten ihre Behörden eine
vollständige Umwandlung von verarbeitungs- in hochwertiges Rindfleisch. Sie
bekräftigt den australischen Antrag auf dauerhafte Belieferung mit
hochwertigem Rindfleisch, da sich anderenfalls geringere Absatzmöglichkeiten
ergeben würden, sie zeigt sich ferner besorgt über den Gesamtanteil, der auf
die Ausfuhr von Verarbeitungsfleisch aus osteuropäischen Ländern entfällt.
Neuseeland            -•', '••
—-—:—-                . •••• * r
Die Vertreterin von Neuseeland betont die große Bedeutung einer schnellen
Anwendung des Ratsbeschlusses im ersten Halbjahr 1995 unter Berücksichtigung
des Umstands, daß die geltende Regelung ab Juli 1995 durch ein GATT-.
Sollkontingent ersetzt wird.
Sie behält sich außerdem das Recht ihres Landes vor, die Lagebeschreibung
der Kommissionsdienststellen späterhin zu kommentieren.
Rumänien
Der Vertreter Rumäniens schließt sich den neuseeländischen- Ober legungen an
hinsichtlich dar Notwendigkeit, den Ratsbeschluss rechtzeitig anzuwenden. Er
kann jedoch die Frage nicht beantworten, ob nämlich sein Land in den ersten
sechs Monaten 1995 Verarbeitungs fleisch in die EU ausfahren wird oder nicht.
Er stellt fest, daß «ich bei der Aufzucht Verbesserungen abzeichnen, so daß
mit einer steigenden Ausfuhr von lebenden Tieren in die EU gerechnet werden
kann.                                            •'.'• .'•'".;••'.''•';.'••:"''
     ' - ' • • • .  . . . '      •    •     *  •            -
Tschechische Republik                                                            ^
Der Vertreter der tschechischen Behörden erklärt, eine sektorbezogene
Umstrukturierung habe erhebliche, auch 1996 noch nicht abgeschlossene
Bestandseinbussen            zur Folge    gehabt. Dia VorausSchätzungen für die
Gesamt aus fuhr seines Landes nach der EU lauteten auf 500 t gefrorenes
Verarbeitungsfleisch und 8.000 bis 10.000 höchstens 80 kg schwere Kälber.          f
                                          X
 ---pagebreak---  Ungarn
 Dieses Land beantragt die Eröffnung eines      Nebenkontingents  von  25.000
 Jungkälbern im Rahmen der geschätzten Bilanz.
 Slowenien
 Der Vertreter Sloweniens teilt mit, wegen neuer wirtschaftlicher Prioritäten
und     struktureller    Veränderungen   bestünden    keine    Möglichkeiten,
Verarbeitungsrindfleisch nach der EU auszuführen. Es könnten vielmehr nur
 lebende Tiere ausgeführt werden.
Polen
Für dieses Land besteht ein großes Interesse an einer Steigerung der Ausfuhr
von lebenden Tieren. Bedauerlicherweise beabsichtige die EU, für die Einfuhr
weiterhin Höchstmengen vorzusehen      (Schutzmaßnahmen), obwohl sich der
Rindfleischmarkt verbessert habe und der Rinderbestand in der EU stabil
bleibe. Es ergäben sich ferner Schwierigkeiten aus dem Umstand, daß auf
einer vierteljährlichen Grundlage gearbeitet werde, während die meisten
Jungrinder bereits zu Beginn des Jahres ausgeführt werden könnten.
Slowakische Republik
Der Vertreter der slowakischen Republik weist daraufhin, daß im Land mehr
Fleisch verbraucht als erzeugt wird. Sein Land werde deshalb eher ein- als
ausführen.
Argentinien
Der Vertreter Argentiniens weist auf die Schwierigkeiten hin, die sein Land
auf dem Rindfleischmarkt zu überwinden hat. Diese Lage könnte sich noch
verschlechtern, wenn im Rahmen der geschätzten Bilanz insgesamt nur
Verarbeitungsfleisch und nicht auch hochwertiges Fleisch berücksichtigt
werde. Außerdem müsse berücksichtigt werden, daß sich für die Ausfuhr von
Verarbeitungsfleisch ein stärkerer Wettbewerb seitens der osteuropäischen
Länder ergibt.
Uruguay
Der Vertreter Uruguays teilt mit, sein Land rechne 1995 mit einer Ausfuhr
von 2.000 bis 4.000 t Verarbeitungsfleisch nach der EU. Er bekräftigt die
von Argentinien im Zusammenhang mit den osteuropäischen Ausfuhren geäußerten
Besorgnisse.
Bulgarien
Für Bulgarien werden statistische Angaben zur Bestandsentwicklung im Jahr
1994 mitgeteilt, jedoch keine Vorausschätzungen zur Ein- und Ausfuhr von
Fleisch und lebenden Tieren im Jahr 1995.
 ---pagebreak---                                   Wim
                                                                            y
                                 Begründung
 Im Rahmen der Uruguay-Runde ist geplant, die beiden in den Artikeln 13 und
 14 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68vorgesehenen geschätzten Bilanzen zum
 1. Juli 1995 durch Zollkontingente zu ersetzen. Folglich sind die beiden
Bilanzen nur für das erste Halbjahr 1995 zu erstellen.
Gemäß den bilateralen Abkommen zwischen der Gemeinschaft und bestimmten
Lieferdrittländern über eine Zusammenarbeit bei der Erstellung dieser
geschätzten    Bilanzen  haben/ Konsultationen   mit   diesen  Drittländern
stattgefunden.
Im ersten Entwurf der geschätzten Bilanz wird vorgeschlagen, ' den
Einfuhrbedarf der Gemeinschaft an männlichen Jungmastrindern auf 99.000
Stück zu veranschlagen. Hierbei werden das voraussichtliche Defizit an
dieser Kategorie von Rindern sowie das Interesse der Gemeinschaft, mit den
Lieferdrittländern harmonische Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten,
berücksichtigt.
Im Entwurf wird ferner vorgeschlagen, die Einfuhrmenge von Gefrierfleisch,
das zur Verarbeitung bestimmt ist, aufgrund der Schätzung der verfügbaren
Mengen und des' Bedarfs an Verarbeitungsrindfleisch auf 25.000 Tonnen
.festzusetzen.''
 ---pagebreak---                                        A.                                  S
                   Vorschlag fur die geschätzte Bilanz des Rates
    betreffend zum Mästen bestimmte männliche Jungrinder mit einem Gewicht
         von höchstens 300 kg fur die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1995
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des Rates vom 27. Juni 1968
über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch <1>, zuletzt geändert
durch die Verordnung (EG) Nr. 1884/94 (2), insbesondere auf Artikel 13
Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission -
GENEHMIGT FOLGENDE GESCHÄTZTE BILANZ:
                                    Einleitung .••*
Nach Artikel 13 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 erstellt der Rat
alljährlich vor dem 1. Dezember eine geschätzte Bilanz betreffend die
männlichen Jungrinder, die im Rahmen der Regelung gemäß dem genannten
Artikel eingeführt werden können. Diese Bilanz berücksichtigt einmal den
voraussichtlichen Bestand an zum Mästen bestimmten männlichen Jungrindern
und zum anderen den Bedarf der Züchter in der Gemeinschaft.
Zur Festlegung des Umfangs der Einfuhren, die im Rahmen dieser geschätzten
Bilanz unter Berücksichtigung der von der Gemeinschaft im GATT eingegangenen
Verpflichtungen vorzunehmen sind, gingen der Vorlage des jährlichen
Bilanzentwurfs Beratungen zwischen der Kommission und Vertretern bestimmter
Drittländer voraus. Die Kommission hat vorgeschlagen, Vertreter der
Drittländer Ungarn, Polen, Tschechische Republik, slowakische Republik,
Rumänien, Bulgarien und Republik slovenieh anzuhören.
(1) ABl. Nr. L 148 vom 28. 6.1968, S. 24
(2) ABl. Nr. L 197 vom 30. 7.1994, S. 27
 ---pagebreak---                                                                        e
Während dieser Anhörungen fand ein Meinungsaustausch statt über den gesamten
Rindfleischmarkt, die Aussichten für Erzeugung und Verbrauch in der
Gemeinschaft sowie die Ausfuhrmöglichkeiten der Drittländer bei männlichen
Jungrindern.
Diese Bilanz betrifft die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 1995, da diese
Form der Bilanz ab dem 1. Juli 1995 durch ein im Rahmen der Uruguay-Runde
geplantes Zollkontingent ersetzt wird, sie wurde unter Berücksichtigung der
der Kommission vorliegenden Angaben und nach Maßgabe der voraussichtliphen
Entwicklung der Bestände und des in der Gemeinschaft bestehenden Bedarfs an
zum Mästen bestimmten männlichen Jungrindern für 1995 erstellt. Die
Kommission wird weiterhin geeignete Verwaltungsmaßnahmen anwenden, wenn nach
den Einfuhrschätzungen zu erwarten steht, daß die traditionelle Zahl von
425.000 Stück pro Jahr überschritten werden könnte und der gemeinschaftliche
Rindfleischmarkt durch diese Einfuhren schweren Störungen ausgesetzt zu
werden droht.
Die vorliegende Bilanz kann mit Blick auf die mögliche Erweiterung der
Europäischen Union am 1. Januar 1995 gegebenenfalls ergänzt werden.
I.   Beurteilung des Gemeinschaftsangebots im Jahr 1995
     Unter Berücksichtigung der für 1995 erwarteten Zahl an weiblichen
     Zuchtrindern (rund 36.000.000 Kühe und Färsen) wird damit gerechnet,
     daß im selben Jahr 28.300.000 Kälber geboren werden, somit würden 1995
     rund 14.150.00 männliche Kälber erzeugt.
II.  Schätzung des Gemeinschaftsbedarfs im Jahr 1995
  1. Aufgrund der von den Mitgliedstaaten erhaltenen Auskünfte dürften 1995
     etwa 4.000.000 männliche Kälber geschlachtet werden.
  2. Die Zahl der männlichen Tiere, die als Mastbullen, Mastochsen oder
     Zuchtbullen zur Schlachtung bestimmt sind, dürfte rund 10.250.000 Stück
     betragen.
  3. Unter Berücksichtigung der von den Mitgliedstaaten gelieferten Angaben
     und der vorstehenden VorausSchätzungen ist somit für 1995 ein Bedarf
     der Tierhalter der Gemeinschaft an zum Mästen bestimmten männlichen
     Jungrindern von 10.250.000 Stück zu erwarten.
  4. Aus den unter   1. und    3. dargelegten Erwägungen ergibt sich für die
     Gemeinschaft im Jahr 1995 ein Gesamtbedarf an männlichen Kälbern von
     14.250.000 Stück.
 ---pagebreak--- Schlussfolgerungen                                                     '
Gemäß den vorstehenden Schätzungen und andererseits gemäß dem entsprechenden
Zollkontingent, dessen Einführung zum 1. Juli 1995 vorgesehen ist, ist in
der Gemeinschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 1995 mit
geringen Fehlmengen in der Größenordnung von 50.000 Stück zu rechnen.
Damit jedoch die guten Handelsbeziehungen mit den betreffenden Drittländern
nicht gestört werden, sollte wie in den Vorjahren die Zahl der männlichen
Jungrinder, die im Rahmen der vorläufigen Bilanz für den o.g. Zeitraum
eingeführt werden können, auf der Grundlage einer jährlichen Bezugsmenge
von 198.000 Stück festgesetzt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die
Kommission den traditionellen Umfang der Einfuhren für 1995 aufrechterhalten
will. Die Bilanz für das erste Halbjahr 1995 wird daher auf 99.000 Stück
festgesetzt.
 ---pagebreak---                                            B                                    <?
                   Vorschlag fur die geschätzte Bilanz des Rates
        betreffend das für die Verarbeitungsindustrie bestimmte Rindfleisch
                    fur die Zeit vom 1. Januar bis 50. Juni 1995
DER RAT DER EUROPAISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des Rates vom 27. Juni 1968
über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch <*), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EG) Mr. 1884/94 (2>, insbesondere auf Artikel 14
Absatz 2,
auf Vorschlag der Kommission -
GENEHMIGT FOLGENDE GESCHÜTZTE BILANZ:
                                     Einleitung
Nach Artikel 14 Absatz 2 der Verordnung (EfiG) Nr. 805/68 erstellt der Rat
alljährlich vor dem 1. Dezember eine geschätzte Bilanz für das Fleisch, das
aufgrund des betreffenden Artikels eingeführt werden kann. Diese Bilanz
berücksichtigt    die    Menge    des   in der Gemeinschaft        voraussichtlich
verfügbaren, in Qualität und Angebotsform zur industriellen Verwendung
geeigneten Fleischs sowie den Bedarf der Industrie. Darin wird gesondert
aufgeführt
a)   Fleisch, das zur Herstellung von Konserven bestimmt ist, die keine
     anderen charakteristischen Bestandteile als Rindfleisch und Gelee
     enthalten;
b)   Fleisch, das für die Verarbeitungsindustrie zur Herstellung            anderer
     Erzeugnisse als Konserven gemäß Buchstabe a) bestimmt ist.
(1) ABl. Nr. L 148 vom 28. 6.1968, S. 24,
(2) ABl. Nr. L 197 vom 30. 7.1994, S. 27,
 ---pagebreak---                                                                        J
Der jährlichen Vorlage des Bilanzentwurfs gehen Beratungen zwischen der
Kommission und bestimmten Drittländern voraus. Sinn dieser Gespräche ist ein
Gedankensaustausch über die Gesamtlage auf dem Rindfleischmarkt in der EG
und in den Drittländern sowie über die VorausSchätzungen für Produktion und
Verbrauch; dieser Gedankenaustausch soll eine beiderseitige Analyse der
Faktoren, anhand derer sich der geschätzte Bedarf der Gemeinschaft an
gefrorenem Rindfleisch zur Verarbeitung besser ermitteln läßt, und eine
beiderseitige Information über die Ausfuhrmöglichkeiten ermöglichen.
Die Kommission hat Beratungen geführt mit Vertretern Argentiniens, Uruguays,
Australiens, Neuseelands, Ungarns, Polens und Rumäniens.
Die vorliegende Bilanz betrifft nur den Zeitraum vom 1. Januar bis zum
30. Juni 1995, da diese Form der Bilanz ab dem 1. Juli 1995 durch ein im
Rahmen der Uruguay-Runde geplantes Zollkontingent ersetzt wird.
Die vorliegende Bilanz kann mit Blick auf die mögliche Erweiterung der
Europäischen Union am 1. Januar 1995 gegebenenfalls ergänzt werden.
I.   Vorhandene Mengen an Verarbeitungsfleisch
     Nach den der Kommission von den Mitgliedstaaten übermittelten Angaben
     lassen sich die in der Gemeinschaft vorhandenen Mengen an frischem,
     einheimischem Verarbeitungsfleisch für 1995 auf 1.230.000 Tonnen,
     ausgedrückt in nicht entbeintem Fleisch, schätzen.
     Es kann ferner geschätzt werden, daß Ende 1994 in der Gemeinschaft in
     öffentlicher Lagerhaltung ein Fleischvorrat aus Interventionskäufen
     vorhanden   sein wird, von dem       schätzungsweise   100.000 Tonnen,
     ausgedrückt in nicht entbeintem Fleisch, zur Verarbeitung geeignet sein
     werden.
     Die Kommission hat die Absicht, zum 1. Januar 1995 ein Zollkontingent
     für 53.000 Tonnen gefrorenes entbeintes Rindfleisch zu eröffnen, was
     68.900 Tonnen nicht entbeintem Fleisch entspricht.
 ---pagebreak---     Erfahrungsgemäß   dürften   1995  im Rahmen dieses       Kontingents  zu
    Verarbeitungszwecken rund 13.000 Tonnen gefrorenes nicht entbeintes
    Rindfleisch eingeführt werden.
    Für 1995 lassen sich die Einfuhren der Gemeinschaft von für die
    Verarbeitung geeignetem Fleisch aus den AKP-Staaten auf 7.000 Tonnen
    nicht entbeintes Fleisch schätzen.
    Für 1995 dürften    somit  folgende  Mengen  für die   Verarbeitung  zur
    Verfügung stehen:
                                                     (in Tonnen)
    -Frischfleisch                                     1.230.000
    - Gefrierfleisch aus Interventionsbeständen          100.000
    - Gefrierfleisch, das im Rahmen des GATT-
      Kontingents eingeführt wird                         13.000
    - Gefrierfleisch, das im Rahmen des AKP-
      Abkommens eingeführt wird                            7.000
    I N S G E S A M T                                  1.350.000
II. Bedarf der Industrie an Verarbeitungsfleisch
    Nach den der Kommission von den Mitgliedstaaten übermittelten Angaben
    läßt sich der Bedarf der Gemeinschaft an Verarbeitungsfleisch für 1995
    auf 1.400.000 Tonnen, ausgedrückt in rieht entbeintem Fleisch,
    schätzen.
    Inbegriffen ist der Bedarf für die Herstellung der in Artikel 14
    Absatz 1 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 bezeichneten
    Konserven. Diese letztere Menge wird auf 210.000 Tonnen geschätzt.
 ---pagebreak--- Schlußfolgerung                                                        '
Aus den vorstehenden Angaben wird ersichtlich, daß das in der Gemeinschaft
zur Verfügung stehende Angebot an Verarbeitungsrindfleisch den Bedarf nur
zum Teil deckt.
Das für 1995 in der Gemeinschaft vorauszusehende Defizit wird somit etwa
50.000 Tonnen betragen. Das Defizit im ersten Halbjahr 1995 entpricht somit
25.000 Tonnen.
Gemäß Artikel 14 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 wird beschlossen,
diese Menge so aufzuteilen, daß
a)   12.500 Tonnen Fleisch, das zur Herstellung von Konserven bestimmt ist,
     die keine anderen charakteristischen Bestandteile als Rindfleisch und
     Gelee enthalten, für eine vollständige Aussetzung der Abschöpfung in
     Betracht kommen;
b)   12.500 Tonnen Fleisch, das für die Verarbeitungsindustrie           zur
     Herstellung anderer Erzeugnisse als Konserven gemäß Buchstabe a)
     bestimmt ist, für eine teilweise Aussetzung der Abschöpfung in Betracht
     kommen.
Geschehen zu Brüssel am                               Im Namen des Rates
 ---pagebreak---                 FINANZBOGEN                                                   *Z
                                                         Datum :
 1. HAUSHALTSPOSTEN:  Artikel 120 (Zölle)                MITTELANSATZ: 13.712 Mio ECU
                      Posten 1000 (landw. Abschöpfungen)                   861 Mio ECU
                      Artikel 210 (Erstattungen)                         1.452 Mio ECU
2.' BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
    Vorschlag für eine Schätzung betreffend weniger als 300 kg schwere junge männliche
    Rinder, die zur Mast zwischen 1. Januar und 30. Juni 1995 bestimmt sind.
 3. RECHTSGRUNDLAGE:  Artikel 13 der VO (EWG) Nr. 805/68
 4. ZIELE DES VORHABENS:
    Festlegung des Einfuhrbedarfs der Gemeinschaft an jungen männlichen, zur Mast
    bestimmten Rindern auf 99.000 Stück für das erste Halbjahr 1995.
5. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:              6-MONATS-     LAUFENDES HAUS-    KOMMENDES HAUS-
                                          PERIODE        HALTSJAHR (95)    HALTSJAHR (96)
5.0.   AUSGABEN ZU LASTEN VON
       - DES EG-HAUSHALTS
       (ERSTATTUNGEN/XXXXXXXXXXXXXX)   + 52    Mio ECU  + 52    Mio ECU
       - xxxxxxxxxx xxxxxxxxx
       - xxxxxxx xxxxxxxx
5.1.   EINNAHMEN
       - EIGENE MITTEL DER EG
         (ABSCHÖPFUNGEN/ZÖLLE)         +15,6 Mio ECU    + 15,6 Mio ECU
       - xxxxxxxxxxxxx xxxxxxx
                                          1997         1998         1999          2000
5.0.1. VORAUSSCHAU AUSGABEN               Auf 1995 beschränkte Maßnahme
5.1.1. VORAÜSSCHÄU EINNAHMEN
5.2.   BERECHNUNGSWEISE: Diese Einfuhren würden angesichts des bestehenden Überschusses
       ohne diese Konzession nicht durchgeführt.
Abschöpfung: 85.000 Stück x 230 kg x 1.450 ECU/t x 25% x 1,207 (dS) = + 8,6 Mio ECU (B)
              14.000 Stück x 230 kg x 1.450 ECU/t x 35% x 1,207 (dS) - + 2     Mio ECU (B)
                                                                        +10,6 Mio ECU (B)
Zölle       : 22.700 t (LG) x 0,55 x 2.500 ECU/t (SG) x 16%           = + 5,0 Mio ECU
Erstattung : Eine entsprechende Menge müßte ausgeführt werden:
         99.000 Stück x 300 kg (SG netto) x 1.450 ECU/t x 1,207 (dS) = +52     Mio ECU (B)
6.0.   FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH
       IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                  JA/xxxx
6.1.   FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL
       ZU KAPITEL IM LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                      xx/xxxx
6.2.   NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                     xx/xxxx
6.3.   ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKÜNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN         xx/xxxx
ANMERKUNGEN:
Berücksichtigung im Vorentwurf des Haushalts 1995.
 ---pagebreak---                FINANZBOGEN                                                 13
                                                          Datum :
1. HAUSHALTSPOSTEN:    Artikel 120 (Zölle)                MITTELANSATZ: 13.712 Mio ECU
                       Posten 1000 (landw. Abschöpfungen)                   861 Mio ECU
                       Artikel 210 (Erstattungen)                         1.452 Mio ECU
2.' BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
    Vorschlag für eine Schätzung des Rates betreffend die Einfuhr von Verarbeitüngs-
    rindfleisch im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 1995.
3. RECHTSGRUNDLAGE:    Artikel 14 der VO (EWG) Nr. 805/68
4. ZIELE DES VORHABENS:
    Festlegung des Einfuhrbedarfs der Gemeinschaft zur Verarbeitung von 25.000 t
    gefrorenem Rindfleisch für das erste Halbjahr 1995.
5. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:               6-MONATS-     LAUFENDES HAUS-    KOMMENDES HAUS-
                                           PERIODE        HALTSJAHR (95)    HALTSJAHR (96)
5.0.   AUSGABEN ZU LASTEN VON
       - DES EG-HAUSHALTS
       (ERSTATTUNGEN/XXXXXXXXXXXXXX)    + 43,8 Mio ECU    + 43,8 Mio ECU
       - XXXXXXXXXX xxxxxxxxx
       - xxxxxxx xxxxxxxx
5.1.   EINNAHMEN
       - EIGENE MITTEL DER EG
         (ABSCHÖPFUNGEN/ZÖLLE)          + 19,3 Mio ECU   + 19,3 Mio ECU
       - XX XXXXXXXXXX xxxxxxx
                                           1997         1998         1999          2000
5.0.1. VORAUSSCHAU AUSGABEN                Auf 1995 beschränkte Maßnahme
5.1.1. VORAUSSCHAU EINNAHMEN
5.2.   BERECHNUNGSWEISE :
Abschöpfung: - Aussetzung der Abschöpfung (Regelung a ) : 12.500 t
              - Verringerung der Abschöpfung um 55% (Regelung b ) :
                 12.500 t x 2.100 ECU/t x 45% x 1,207 (dS)             = + 14,3 Mio ECU
Zölle       :    25.000 t x 200 ECU/t - + 5 Mio ECU (B)    .
Erstattung : Eine entsprechende Menge müßte ausgeführt werden:
                 25.000 t x 1.450 ECU/t x 1,207 (dS)                   = + 43,8 Mio ECU
6.0.   FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH
       IM BETREFFENDEN KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                   JA/XXXX
6.1.   FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL
       ZU KAPITEL IM LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                       xx/xxxx
6.2.   NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                      xx/xxxx
6.3.   ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKUNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN          xx/xxxx
ANMERKUNGEN:
Berücksichtigung im Vorentwurf des Haushalts 1995.
 ---pagebreak---                                                              /) (_i ISSN 0254-1467
                                                           KOM(94) 511 endg.
                                                     DOKUMENTE
DE                                                                             03
                                 Katalognummer : CB-CO-94-538-DE-C
                                                          ISBN 92-77-82363-1
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
Lr2985 Luxemburg