CELEX: 52006PC0903
Language: de
Date: 2006-12-22
Title: Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen im Hinblick auf die der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse

Wichtiger rechtlicher Hinweis

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52006PC0903

Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen im Hinblick auf die der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse  /* KOM/2006/0903 endg. - COD 2006/0285 */  

	[pic] | KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN |Brüssel, den 22.12.2006KOM(2006) 903 endgültig2006/0285 (COD)Vorschlag für eineRICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATESzur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen im Hinblick auf die der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse(von der Kommission vorgelegt)2006/0285 (COD)Vorschlag für eineRICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATESzur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen im Hinblick auf die der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse(Text von Bedeutung für den EWR)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 44 Absatz 2 Buchstabe g,auf Vorschlag der Kommission[1],nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses[2],nach dem Verfahren des Artikels 251 EG-Vertrag,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) In der Richtlinie 2006/43/EG des Europäischen Parlaments und des Rates[3] ist festgelegt, dass bestimmte Maßnahmen gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse[4] zu erlassen sind.(2) Der Beschluss 1999/468/EG wurde durch den Beschluss 2006/512/EG geändert. Mit letzterem wurde für den Erlass von Durchführungsmaßnahmen von allgemeiner Tragweite zur Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen eines nach dem Verfahren des Artikels 251 EG-Vertrag erlassenen Basisrechtsakts, einschließlich durch Streichung einiger dieser Bestimmungen oder Hinzufügung neuer nicht wesentlicher Bestimmungen, das Regelungsverfahren mit Kontrolle eingeführt.(3) Gemäß der gemeinsamen Erklärung des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission[5] zum Beschluss 2006/512/EG müssen Rechtsakte, die bereits in Kraft getreten sind, nach den geltenden Verfahren angepasst werden. Die Erklärung enthält eine Liste von Rechtsakten, die dringend angepasst werden sollten. Dazu zählt auch die Richtlinie 2006/43/EG.(4) Insbesondere sollte der Kommission die Befugnis übertragen werden, die zur Durchführung der Richtlinie 2006/43/EG notwendigen Maßnahmen zu erlassen, namentlich um das Vertrauen in die Abschlussprüfung zu stärken, die einheitliche Anwendung der Anforderungen an Berufsethik, Qualitätssicherungssysteme, Unabhängigkeit und Objektivität sicherzustellen, die Liste der Sachgebiete, die die theoretische Prüfung umfassen muss, anzupassen, die internationalen Prüfungsstandards anzunehmen, gemeinsame Standards für die Berichte über die Jahresabschlüsse oder die konsolidierten Abschlüsse festzulegen sowie die Fälle zu bestimmen, in denen Unterlagen ausnahmsweise direkt an Drittländer übermittelt werden können. Da es sich hier um Maßnahmen allgemeiner Tragweite handelt, die eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen der Richtlinie 2006/43/EG bewirken, einschließlich durch Hinzufügung nicht wesentlicher Bestimmungen, sollten diese Maßnahmen nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle gemäß Artikel 5a des Beschlusses 1999/468/EG erlassen werden.(5) In der Richtlinie 2006/43/EG ist im Hinblick auf die der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse eine zeitliche Befristung festgelegt. In ihrer gemeinsamen Erklärung zum Beschluss 2006/512/EG stellen das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission fest, dass dieser Beschluss eine zufriedenstellende horizontale Lösung für den Wunsch des Europäischen Parlaments darstellt, die Durchführung der im Mitentscheidungsverfahren angenommenen Rechtsakte zu kontrollieren, und dass der Kommission die Durchführungsbefugnisse ohne zeitliche Befristung übertragen werden sollten. Ferner haben das Europäischen Parlament der Rat erklärt, dass sie dafür sorgen werden, dass Vorschläge zur Aufhebung von Bestimmungen in Rechtsakten, die eine zeitliche Befristung der Übertragung der Durchführungsbefugnisse an die Kommission vorsehen, so rasch wie möglich angenommen werden. Da das Regelungsverfahren mit Kontrolle nunmehr eingeführt ist, sollte die Bestimmung der Richtlinie 2006/43/EG, die eine zeitliche Befristung vorsieht, gestrichen werden.(6) Die Richtlinie 2006/43/EG ist daher entsprechend zu ändern.(7) Da es sich bei den an der Richtlinie 2006/43/EG vorzunehmenden Änderungen um technische Anpassungen handelt, die ausschließlich das Ausschussverfahren betreffen, müssen sie von den Mitgliedstaaten nicht in nationales Recht umgesetzt werden. Es sind also keine diesbezüglichen Bestimmungen vorzusehen —HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:Artikel 1Die Richtlinie 2006/43/EG wird wie folgt geändert:1.  Artikel 8 Absatz 3 wird wie folgt geändert:a) Die Worte „nach dem Verfahren des Artikels 48 Absatz 2“ werden gestrichen.b) Folgender Satz wird angefügt:„Maßnahmen, die eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen der Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“2.  Artikel 21 Absatz 2 wird wie folgt geändert:a) Die Worte „nach dem in Artikel 48 Absatz 2 genannten Verfahren“ werden gestrichen.b) Folgender Satz wird angefügt:„Diese Maßnahmen, die durch Hinzufügung eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“3.  Artikel 22 Absatz 4 wird wie folgt geändert:a) Die Worte „nach dem in Artikel 48 Absatz 2 genannten Verfahren“ werden gestrichen.b) Folgender Unterabsatz wird angefügt:„Die Maßnahmen gemäß Unterabsatz 1, die durch Hinzufügung eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“4.  Artikel 26 wird wie folgt geändert:a) in Absatz 1 wird der Verweis auf Artikel 48 Absatz 2 durch den Verweis auf Artikel 48 Absatz 2a ersetzt.b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:(i) Die Worte „nach dem in Artikel 48 Absatz 2 genannten Verfahren“ werden gestrichen.(ii) Folgender Unterabsatz wird angefügt:„Die Maßnahmen gemäß Unterabsatz 1, die durch Hinzufügung eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“5.  Artikel 28 Absatz 2 wird wie folgt geändert:a) Die Worte „nach dem in Artikel 48 Absatz 2 der vorliegenden Richtlinie genannten Verfahren“ werden gestrichen.b) Folgender Satz wird angefügt:„Diese Maßnahmen, die durch Hinzufügung eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“6.  Artikel 29 Absatz 2, Artikel 36 Absatz 7 und Artikel 47 Absätze 3 und 5 werden wie folgt geändert:a) Die Worte „nach dem in Artikel 48 Absatz 2 genannten Verfahren“ werden gestrichen.b) Folgender Satz wird angefügt:„Diese Maßnahmen, die durch Hinzufügung eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie bewirken, werden gemäß Artikel 48 Absatz 2a nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.“7.  Artikel 48 wird wie folgt geändert:a) Folgender Absatz wird angefügt:„2a. Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so sind Artikel 5a Absätze 1 bis 4 und Artikel 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8 anzuwenden.“b) Die Absätze 3 und 4 werden gestrichen.Artikel 2Diese Richtlinie tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Artikel 3Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.Geschehen zu Brüssel am […].Im Namen des Europäischen Parlaments Im Namen des RatesDer Präsident Der Präsident [1] ABl. C […] vom […], S. […].[2] ABl. C […] vom […], S. […].[3] ABl. L 157 vom 09.06.2006, S. 87.[4] ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23. Geändert durch den Beschluss 2006/512/EG (ABl. L 200 vom 22.7.2006, S. 11).[5] ABl. C 255 vom 21.10.2006, S. 1.