CELEX: 51977PC0317
Language: de
Date: 1977-07-13
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER DEN FÜHRERSITZ VON LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHEN ZUGMASCHINEN AUF RÄDERN (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (77) 317
Vol. 1977/0106
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
  ■    ■  ■       -                                         KOM(77)317 endg.
      \                   / :>
                         /- •'                .
                                               ^ s'ZX
                                                       Brüssel,13 Juli 1977
                                         . r*
                                       VORSCHLAG
                          FÜR EIME RICHTLINIE DES RATES
         ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN
            ÜBER DEN FÜHRERSITZ VON LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHEN
                               ZUGMASCHINEN AUF RÄDERN
                    (von der Kommission dem Hai vorgelegt)
 KGM(77) 317 endg.
 ---pagebreak---                              BEGRÜNDUNG
I. ALLGEMEINES
     Das in der Richtlinie TU / 150 /EWG des Rates vom 1*. März 1971* 0 ) nieder­
     gelegte Verfahren zur Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis für land- und
     forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern umfasst u.a . das Kapitel der
     Sitze , zu denen auch der Führersitz gehört .
     Am 23 . Juli 1968 ( 2 ) hatte die Kommission dem Rat einen Vorschlag für eine
     Richtlinie betreffend gewisse Merkmale und Ausrüstungen von landwirtschaft­
     lichen Zugmaschinen auf Rädern übermittelt , der unter Titel XIII des
     technischen Anhangs Vorschriften für den Führersitz enthält .
     Der Rat hat eine Prüfung dieser Vorschriften vor dem Erlass der Richtlinie
     über die Betriebserlaubnis nicht für zweckmässig erachtet , da diese Richt­
     linie die Grundlage für das Verwaltungsverfahren darstellt , das für die
     einzelnen technischen Richtlinien massgeblich ist . Die Richtlinie über
     die Betriebserlaubnis , die von der Kommission im Juli 1968 vorgeschlagen
     vorder* war , wurde vom Rat im März 197^ verabschiedet .   Die unter Titel
     XIII des Richtlinienvorschlags vom Juli 1968 betreffend gewisse "Merkmale
     und Ausrüstungen" angeführten Vorschriften sind deshalb wegen der Be-
   . deutung des Schutzes des Führers der Zugmaschine während einer Fahrt auf
     der Strasse und bei Feldarbeiten völlig überholt .
     Um den im Bereich des Schutzes von Zugmaschinenführer erzielten Fort­
     schritten Rechnung zu tragen und ihnen wenn möglich noch zuvorzukommen ,
     hat die Kommission eine Uberarbeitting ihrer ursprünglichen Vorschlags
     beschlossen . Die hierzu notwendigen erheblichen Änderungen erforder­
     ten die Ausarbeitung eines neuen Richtlinienvorschlags .
( 1 ) ABl . Nr . L 8U vom 28.3 . 197U
(2 ) ABl . Nr . C 125 vom 28.11.1968
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      Ferner hat die dänische Regierung der Kommission im August 197^ auf der
      Grundlage des Übereinkommens der im Rat versammelten Vertreter der Mit­
       gliedstaaten betreffend den Status quo und die Information der Kommissio^
       vom 28 . Mai 1 969 ( geändert am 5 . März 1973 ) 0 ) ihre Absicht zum Erlass •
       einschlägiger Rechtsvorschriften mitgeteilt . Die Kommission hat diese
       Regierung von ihrer Absicht unterrichtet , dem Rat einen neuen Richtli-
       nienvorschlag vorzulegen und ihre Arbeiten auf diesem Gebiet zu be­
       schleunigen . Wegen der technischen Komplexität der neuen Vorschriften
       bezüglich des Führersitzes konnte die Kommission ihre Arbeiten jedoch
       nicht zu dem im Status-quo-Ubereinkommen festgelegten Termin abschliessen .
       Die dänische Regierung , der die Schwierigkeiten der Kommission bei der
       Ausarbeitung dieses Vorschlags bekannt sind , hat die Infraftsetzung der
       vorgesehenen einzelstaatlichen Vorschriften verschoben , gleichzeitig
       jedoch auf die Dringlichkeit des Zuständekommens einer gemeinschaft­
       lichen Lösung hingewiesen .
II . TECHNISCHE ERWÄGUNGEN
       In diesem Richtlinienvorschlag werden die für die EWG-Bauartgenehmigung
       der Führersitze als Bestandteile land- oder forstwirtschaftlicher Zug­
       maschinen auf Rädern erforderlichen Bau- und Prüfvorschriften sowie die
       Vorschriften für den Anbau des Führersitzes auf der Zugmaschine im Hin­
       blick auf die EWG-Betriebserlaubnis für eine solche Zugmaschine festge­
       legt . Die Bauvorschriften für die Sitze betreffen insbesondere die Ab­
       messungen der Sitzfläche , Stellung und Neigung der Rückenlehne , Sitz-
       einstellung und Vibrationsbewegung des Sitzes . Die Vorschriften der
       durchzuführenden Prüfungen betreffen insbesondere den wichtigen Aspekt
       der Erschütterungen , denen der ganze menschliche Körper ausgesetzt ist .
       Obwohl die Daten über die Wahrnehmung der Erschütterung durch den mensch­
       lichen Körper und die Reaktionen des Körpers noch nicht ganz vollständig
        sind , können die derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisse als hin­
       reichend sicher betractet werden , um Prüfungen für Führersitze vorzu-
     • schlagen , auf deren Grundlage Stösse und Erschütterungen auf ein Minimum
       herabgesetzt werden können .
                                                                     • • •/• * ♦
  ( 1 ) ABI . Nr . C 76 vom 17.6.1969
         ABI . Nr . C  9 vom 15.3.1973
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      Die vorgeschlagenen Tests dienen der Feststellung der Eigenschaften de^
      Federungssystems und des vom Gewicht des Fahrers abhängigen Einstellbe^
      reichs sowie der Prüfung der seitlichen Stabilität und der senkrechten 7
      Schwingungsbewegung . Die Schwingungsbewegung des Sitzes wird je nach ;
      dem Zugmaschinentyp , für den der Sitz bestimmt ist , auf einer genormten
      Versuchs strecke und/oder auf dem Prüfstand geprüft .
      Die EWG-Bauartgenehmigung wird für jeden Sitztyp gewährt , wenn die
      Prüfung ergibt , dass er den Vorschriften der Richtlinie genügt ; eine
      Bauartgenehmigungsnummer wird für die ganze Serie dieses Sitztyps er­
      teilt .
      Die EWG-Betriebs erlaubnis für einen Zugmaschinentyp bezüglich seines
      Führersitzes wird gewährt , wenn der Sitz mit dem EWG-Prüfzeichen ver­
      sehen ist und der Sitz den Einbauvorschriften gemäss montiert ist .
III . BEMERKUNGEN ZU DEN ARTIKELN
      Die Artikel 1 bis 6 bilden die Grundlage für das EWG-Bauartgenehmigungs-
      verfahren für Führersitze .  Mit diesem Verfahren soll die Richtlinie den
      freien Verkehr dieser Sitze in der Gemeinschaft sicherstellen , indem
      sie den Mitgliedstaaten verbietet , sich ihrem Vertrieb zu widersetzen ,
      wenn sie den Bau- und Prüfvorschriften der Anlagen genügen und mit dem
      EWG-Prüfzeichen versehen sind , dessen Muster in Anhang II , Anlage 11 ,
      dargestellt ist .
      In diesem Verfahren ist im System zur gegenseitigen Information über
      jede Erteilung , Verweigerung und jeden Rückzug einer EWG-Bauaxtgenehmi-
      gung vorgesehen .
      Artikel 7 schliesst diese Richtlinie in das EWG-Betriebserlaubnisver-
      fahren ein .
      In einigen neuen Mitgliedstaaten gibt es zur Zeit keine Betriebser-
      laubnis mit nationaler Geltung , weshalb Vorschriften vorzusehen sind ,
      die sicherzustellen , dass die in diesen Ländern benutzten land- und
                                                               « • •/« • •
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     forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern den Vorschriften dieser
     Richtlinie entsprechen (Artikel 8 ) ( 1 ).
     Der Geltungsbereich ist in Artikel 9 festgelegt .
     Artikel 10 betrifft das Verfahren zur Anpassung der Richtlinie an den
      technischen Fortschritt ; dieses Verfahren ist in Artikel 13 der Richt­
      linie des Rates vom U. März 197^ über die Betriebserlaubnis für land–
      und forstwirtschaftliche Zugmaschinen niedergelegt .
      Artikel 11 Absatz 1 enthält zwei Termine : einmal den Zeitpunkt , zu dem
      die Mitgliedstaaten die zur Durchführung dieser Richtlinie notwendigen
      Massnahmen verabschiedet und veröffentlicht haben müssen , und zum ande­
      ren das Stichdatum für die gleichzeitige Anwendung der gemeinsamen Regeln
      durch alle Mitgliedstaaten .
      Schliesslich muss die Kommission binnen vernünftiger Fristen von jedem
      Entwurf von Vorschriften unterrichtet werden , die die Mitgliedstaaten
      im Geltungsbereich der Richtlinie ausarbeiten ; diese Mitteilung soll ihr
      gegebenenfalls eine Stellungnahme zu dem betreffenden Vorhaben ermög­
      lichen ( Artikel 11 Absatz 2 ).
IV . STELLUNGNAHME DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES WIRTSCHAFTS- UND
      SOZIALAUSSCHUSSES
      Nach den Bestimmungen von Artikel 100 Absatz 2 ist die Stellungnahme
       dieser beiden Stellen erforderlich .
 ( 1 )AB1 . L 73 vom 27 . März 1972 "Dokumente vetreffend den Beitritt des
      Königreichs Dänemark , des Vereinigten Königreichs Grossbritannien und
      Nordirland zu den Europäischen Gemeinschaften". Akte über die Beitritts­
      bedingungen und die Anpassung der Verträge - Anhang I , Titel X.
 ---pagebreak--- DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwägung nachstehender Gründe t
Die technischen Vorschriften , denen die Kraftfahrzeuge nach den einzel­
staatlichen Rechtsvorschriften genügen müssen , betreffen unter anderem den
Führersitz .
Diese Vorschriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden .
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit , dass alle Mitgliedstaaten - entweder
zusätzlich oder an Stelle ihrer derzeitigen Regelung - gleiche Vorschrif­
ten erlassen , vor allem um für jeden Zugmaschinentyp das EWG-Betriebserl aubni s-
 verfahren gemäß der Richtlinie 74/ 150/ EWG des Rates vom 4 . März 1974 zur Arv-
gleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebser-
laubnis für land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern ( 1 )
einführen zu können .
 Die gesetzliche Regelung für die Führersitze betrifft nicht nur Vorschriften für
 ihren Anbau auf der Zugmaschine , sonder auch die Bauvorschriften für diese Sitze .
Im Rahmen eines harmonisierten Verfahrens der Bauartgenehmigung für die
Führersitze kann jeder Mitgliedstaat feststellen , ob die gemeinsamen Vor­
 schriften für den Bau und die Prüfung eingehalten worden sind , und die
anderen Mitgliedstaaten von der getroffenen Feststellung durch Übersendung
 einer Abschrift des für jeden Typ eines Führersitzes ausgestellten Bauart-
genehmigungsbogens unterrichten . Bei allen mit einem EWG-Genehmigungs-
 zeichen versehenen Einrichtungen , die in Obereinstimmung mit dem genehmig­
ten Typ hergestellt wurden , erübrigt sich eine technische Kontrolle dieser
 Einrichtungen in den anderen Mitgliedstaaten .
 Die einzelnen Mitgliedstaaten erkennen gegenseitig die von jedem von
 ihnen auf Grund gemeinsamer Vorschriften durchgeführte ! Kontrollen an ; für
 das einwandfreie Funktionieren eines derartigen Systems ist es uner.VAss-
 lich , dass diese Vorschriften von allen Mitgliedstaaten vom gleichen Zeit­
 punkt an angewendet werden -
 HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN ;
 a–                                                           • I •/• • •
 ( 1 ) AB1 . Nr . L 8U vom 28.3.1971», S. 10
 ---pagebreak---                                      Λ- 2 -
                                     Artikel 1
1 , Jeder Mitgliedstaat erteilt die EWG -Bauartgenehmigung für jeden Typ eines
      Führersitzes, der den Bau- und Prüfvorschriften der Anhänge I und II entspricht
2 . Der Mitgliedstaat , der die EWG-Bauartgenehmigung erteilt hat , trifft -
      erforderlichenfalls in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der
      übrigen Mitgliedstaaten - die notwendigen Massnahmen , um die Oberein-
      stimmung der Fertigung • mit de« genehmigten Typ soweit notwendig zu
      überwachen .  Diese Überwachung beschränkt sich auf Stichproben .
                                  Artikel 2
 Die Mitgliedstaaten teilen dem Hersteller oder seinem Beauftragten für
jeden Typ eines Fuhrersitzes , fOr den sie aufgrund von Artikel 1 die EWG-
Bauartgenehmigung erteilen , ein EWG- Prüf zei chen nach dem Muster in
Anhang II Punkt 3.5 zu .
 Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen Massnahmen , um die Ver­
 wendung von Zeichen zu verhindern , die zu einer Verwechslung
 von Führersitzen , für die eine EWG-Bauartgenehmigung nach Artikel 1 er­
 teilt wurde , mit anderen Einrichtungen führen können .
                                    Artikel 3
 1 -. Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen von Führersitzen nicht
       wegen ihrer Bauweise verbieten , wenn sie mit dem EWG- Prüfzeichen
       versehen sind .
 2 . Ein Mitgliedstaat darf jedoch das Inverkehrbringen von Führersitzen,
       die mit dem EWG-Prüfzeichen versehen sind , verbieten , wenn
       sie systematisch nicht mit dem Prototyp übereinstimmen .
       Dieser Mitgliedstaat unterrichtet unverzüglich die übrigen Mitglied-
       Staaten und die Kommission von den getroffenen Massnahmen und begründet
       dabei seinen Beschluss .
 ---pagebreak---                                     Artikel 4
 Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaats übermitteln den
 zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten binnen einem Monat eine
 Abschrift der Bauartgenehmigungsbögen nach dem Muster des Anhangs III
 für jeden Typ eines Führersitzes , für den sie die Bauartgenehmigung erteilen
oder versagen .
                                    Artikel 5
1 . Stellt der Mitgliedstatt , der die EWG-Bauartgenehmigung erteilt hat ,
     fest , dass mehrere mit demselben EWG- Prüfzeichen versehene
     Führersitze nicht mit dem Typ übereinstimmen , für den er die Bauart-
     genehmigung erteilt hat , so trifft er die notwendigen Massnahmen , um
     die Obereinstimmung der Fertigung mit dem genehmigten Typ sicher­
     zustellen .  Die zuständigen Behörden des Mitgliedstaates unterrichten
     die zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten von den getroffenen
     Massnahmen , die , wenn systematisch keine Übereinstimmung besteht
     bis zum Entzug der EWG-Bauartgenehmigung gehen können . Diese Behörden
     treffen die gleichen Massnahmen , wenn sie von der zuständigen Behörde
     eines anderen Mitgliedstaates von einer derartigen Nichtübereinstimmung
     unterrichtet werden .
2 . Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten unterrichten sich gegensei­
     tig binnen eines Monatsvom Entzug einer erteilten EWG-Bauartgenehmigung
     und den Gründen hierfür *
                                   Artikel 6
Jede Verfügung auf Grund der zur Durchführung dieser Richtlinie erlassenen
Vorschriften , durch die die Bauartgenehmigung verweigert oder entzogen oder
 iein Verkaufs- oder Benutzungsverbot ausgesprochen wird , ist genau zu begründen .
Sie ist den Beteiligten unter Angabe der in den Mitgliedstaaten nach dem
geltenden Recht vorgesehenen Rechtsmittel und der Rechtsmittelfristen
zuzustellen .
                                                                • ■ •/a • •
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                                      Artikel 7
Die Mitgliedstaaten dürfen die EUG-Betriebserlaubnis oder d ^ Betriebser ^
„1 , mit nationaler Geltung für eine Zugmaschine nicht ^" ^res Fuhrersnz
verweigern, wenn dieser mit dem EWG-Prüfzeichen versehen und gemaO den
schritten des Anhangs IV angebracht ist .
                                       Artikel 8
 Oie Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf, die Zulassung, die mverkehrbringung
oder die Benutzung von Zugmaschinen nicht wegen des Fuhrersitzes
 oder verbieten, wenn dieser mit dem EUG-Prüfzeichen versehen und gemW
 Vorschriften des Anhangs IV angebracht ist .
                                       Artikel 9
  1 . Als landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Zugmaschine im S n e d
       Richtlinie gelten alle Kraftfahrzeuge auf Rädern °d"              te nd die
       2 Achsen, deren Funktion im wesentlichen in der Zuglei ste >>e eh und die
       besonders zum Zieh«,, Schieben, Tragen oder zur Betlti^g            »
       Haschinen oder Anhinger eingerichtet sind, die zur Verwendung in and^
       forstwirtschaftlichen Betrieben bestimmt sind. Sie kann auc zur
       einer Last und von Beifahrern ausgerüstet sein .
   2 Diese Richtlinie gilt nur für die in Absatz 1 definierten Zugmaschinen mit
     ' Luftbereifung und zwei Achsen sowie einer bauartbedingten Höchstgeschwind g
        keit zwischen 6 und 25 km/ h .
                                          Artikel 10
    Änderungen, die zur Anpassung der in den Anhingen niedergelegten VorscH^^
    an den technischen Fortschritt notwendig sind, werden nach dem Verfahren
    Artikels 13 der Richtlinie 74/ 150/ EWG erlassen .
                                                                   i • •/ • • •
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                                   Artikel 11
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderliohen Vorschriften in Kraft »
    um dieser Richtlinie "binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen
    und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis .
2. Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie unterrichten die Hitgliedstaaten
    die Kommission so rechtzeitig von allen Entwürfen von Rechts- und
    Verwaltungsvorschriften, die sie auf dem von dieser töchtlinie erfassten
    Gebiet zu erlassen beabsichtigen , dass die Kommission dazu Stellung
    nehmen kann .
                                   Artikel 12
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                        VERZEICHNIS DER ANHÄNGE
ANHANG I   DEFINITIONEN
ANHANG II  BAU- -UND PRUFVORSCHRIFTEN - BEDINGUNGEN FÜR EWG-BETRIEBS-
           ERLAUBNIS UND PRÜFZEICHEN
           1 . Allgemeine Vorschriften
           2 . Besondere Vorschriften
               2.1 . Abmessungen der Sitzfläche ,
               2.2 . Stellung und Neigung der Rückenlehne
               2.3 . Neigung der Sitzfläche des Sitzes
               2.U. Einstellung des Sitzes
               2.5 . Prüfung des Sitzes
           3 . Bedingungen für EWG-Bauartgenehmigung und Prüfzeichen
               3.1 . Bedingungen für die Erteilung einer EWG-Bauartge-
                     nehmigung für einen Sitz
               3.2 . Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung
               3.3 . Beschriftung
               3.U. EWG-Bauartgenehmigung
               3.5 . Prüfzeichen
           Anlagen 1 bis 11
ANHANG III MUSTER EINES EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
ANHANG IV  VORSCHRIFTEN FÜR DIE ANBRINGUNG EINES FÜHRERSITZES ZWECKS
           ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS FÜR EINE ZUGMASCHINE
ANHANG V   ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINEN-
           TYP BEZÜGLICH DES FÜHRERSITZES
 ---pagebreak---                                          - 1 -               Anhang I , S.l .
                                       ANHANG I
                                 BEGRIFFSBE STIMMUNGEN
Im Sinne der vorliegenden Richtlinie versteht man unter >
1.      "Führersitz "
        Die Stelle des Führerplatzes , die vom Fahrer der Zugmaschine eingenom­
        men wird .
2.      " Sitzflaohe "
        Die nahezu horizontale Flaohe des Sitzes , die die sitzende Haltung des
        Fahrers ermöglicht .
3.      "Ruckenlehne des Sitzes "
        Die nahezu vertikale Flache des Sitzes , die dem Fahrer als Rucken–
        stütze dient .
4«      "Seitliche Heilt eelemente des Sitzes "
        Vorrichtungen oder Formgestaltung des Sitzes zur Vermeidung eines
        seitlichen Rutschens des Führers .
U . 1 . "Armlehnen des Sitzes "
        Die Stützvorrichtungen für die Arme des sitzenden Fahrers zu beiden
        Seiten des Sitzes .
5«      " Sit zreferenzpunkt " ( SRP)                  i
        Der Punkt in der mittleren Langsebene des Sitzes , wo die Tangential-
        ebene des unteren Teils der gepolsterten Ruckenlehne und eine horizon­
        tale Ebene auf der Sit zoberflache sich schneiden ; die genannte hori­
        zontale Ebene schneidet die Oberflache des Sitzes 150 mm vor dem Sitz-
        referenzpunkt (vgl . Anlage 1 von Anhang Ii ).
6.      "Tiefe der Sitzflaohe "
        Der horizontale Abstand zwischen dem SR-Punkt und der Vorderkante der
        Sitzflaohe .
7.      "Breite der Sitzflaohe "
        Der horizontale Abstand zwisohen den Aussenkanten der Sitzflaohe , ge­
        messen vertikal zur Längsmittelebene des Sitzes .
8.      "Einstellunjgsbereioh für das Fuhrergewicht "
        Der Bereich zwisohen den beiden Gewichten , die den mittleren Werten
        der Federkennlinie entsprechen , die für den leichtesten und den
        ■ohwersten PUhrer berechnet werden .
 ---pagebreak---                                     - 2 -                    Anhang I , S.2 .
 9.   "Kennlinie des Federungsysteas "
     Die Verlagerung vom höchsten zum niedrigsten Punkt des Systems .
10 « " Schwingung"
     Vertikale Auf- und Abbewegung .
11 .  " Schwingungsbeschleunigung" ( a )"
     Zweites Differential des Schwingunsweges bezogen auf die Zeit .
12 . "Effektiv-wert der Beschleunigung (aeff)"
     Zweite Wurzel aus dem zeitlichen Mittelwert des Quadrates der Be­
     schleunigungen .
13. "Spektrale Leistungsdichte ( | )"
     Grenzwert des Quotienten , wenn .A. b –* o aus dem Quadrat des Effect iv–
     wertes , gemessen hinter einem beliebig schmalen Filter , dividiert duroh
     die Bandbreite des Filterst      b - Breite des Filters .
14»  "Bewertete Schwingungsbeschleunigung ( au)"
     Ist die mit Hilfe eines Bewertungsfilters nach den Vorschriften deB
     Punktes 2.5.3*3 . 5*2 . von Anhang II gewichtete Schwingungsbesohleuni-
     gung .
15 « " Schwingungs Verhältnis "
     Verhältnis der bewerteten Schwingungsbesohleunigung des Fahrersitzes
     zu der Zugmaschine in der Nähe der Sitzbefestigung.
16 * " SchwingungsklaBse "
     Klasse bzw . Gruppe von Standard-Zugmaschinen , die gleiohe Sohwingungs-
     charistika aufweisen .
17 » " Standard-Zugmaschinen"
     Zugmaschinen , deren Sohwingungsverhalten sioh aufgrund ahnlicher Kons-
     truktionsmerkaaale in Schwingungsklassen zusammenfassen laset .
                                                          • • •/• • •
 ---pagebreak---                                        ■ 3                    Anhang If S»3 «
17 . 1 « Diese Zugmasohinen weisen folgende Merkmale auf 1
         Zahl der Aohsen t Zwei
         Aohslastverteilung :
         - Terne     1 30 - 45 $ des Leergewiohts
         - Hinten    t 70 - 55 % dos Leergewichts
         Bereifung   :     Vorne kleiner als hinten
                           (Verhältnis der Reifenradien 1^ 4/5)
         Spurweite   t     Kleinste einstellbare Spurweite Uber 11 >0 nun
         Federung    s     Hinterachse ungefedert
         Horizontale Lage des Sitzes :      Zwischen Hinteraohse und Zugmaaohi–
                                            nensohwerpunkt •
17.2 .   Die Standard-Zugmaschinen werden in zwei Klassen aufgeteilt t
         Klasse  I 1 Zugmaschinen mit einem Leergewioht zwisohen
                       1*400 und 3 . 600 kg
         Klasse II x Zugmaschinen mit einem Leergewioht zwischen
                       3*601 und 5*000 kg.
18 *     "Bezugs-Zusnasohine "
         Zugmaschine , deren Sohwingungsverhalten für die Sitzprufung inner­
         halb einer Sohwingungsklasse zugrunde gelegt wird «
18 * 1 * Die technischen Daten der Bezugs-Zugmaschinen müssen den in der
         nachstehenden Tabelle aufgeführten Werten entsprechen t
 ---pagebreak---                                  - 4 -                  Anhang I , 3.4 .
(»)  Die angegebenen Toleranzen dürfen nicht uberschritten werden , es
     sei denn , dass nachgewiesen wird , dass die spektrale Leistungsdichte
     der vertikalen Besohleunijnuur an der Sitzbefestigung die in den An­
     lagen 9 und. 10 von Anhang II angegebenen Bedingungen erfüllt *
(»)  Diese Werte gelten für Diagonalreifen« Bei Vervendung von Radial-
     reifen ist der Luftdruok um 15 $ bu erhöhen.
19 . "Nicht-Standard-Zugmaschine"
     Zugmaschine , deren Schwingungaverhalten sich nicht einer Sohwingungs-
     klasse zuordnen lasst .
 ---pagebreak---                                     - 5 -                  Anhang II , 3« 1 «
                                  ABHANG II
 BAU- UND FRÜFTORSCHRIFTESr - BEDINGUNGEN FÜR EINE EWg-BETBIEBSERLAUBNI3 UKD
 ~                              EIN EWO-PRUFZEICHEN                           T
 1.       ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
 1.1 .    Der Führersitz muss so gebaut sein , dass er dem Führer eine bequeme
          Haltung bei der Lenkung und Bedienung der Zugmaschine gewährleistet
          sowie -soweit wie möglich- seine Gesundheit und Sicherheit nioht
          gefährdet «
1.2 .     Der Sitz muss ohne Hilfe eines Werkzeuges in der Höhe und in der
          Längsrichtung verstellbar sein .
1*3 «     Die Vorschriften der Punkte 1.2 . gelten jedooh nioht für
          Sitze für Zugmasohinen mit einer Mindest Spurweite der Hinteraohse
          von   1130 mm.
1.4*      Der Sitz muss sioh Personen unterschiedlichen Gewichts anpassen
          können ; die hierfür erforderliche Einstellung muss ohne Werkzeug
          abglich sein.
1«5*      Der Führersitz muss so ausgelegt sein , dass Erschütterungen und
          Schwingungen eingeschränkt werden * Zu diesem Zweck muss er gut ge­
          federt und schwingungsgedamft sein sowie ausreichende Rucken- und
          Seitenstützen aufweisen .
         Der seitliohe Half wird dann als ausreichend betraohtet , wenn ein
         Abgleiten des Führers in sitzender Haltung verhindert wird «
1«6 «    Die Sitzfläche , die Rückenlehne , die seitlichen Halteelemente und
          gegebenenfalls die abnehmbaren , zurückklappbaren oder festen Arm­
          stützen müssen gepolstert sein .
1.7«     Der Sitz-Referenzpunkt ( SRP) muss entsprechend den Bestimmungen in
         Anlage 1 von Anhang II berechnet werden«
 ---pagebreak---                                     - 6 -                   Anhang II . S. 2 .
1.8 .     Soweit nioht besonders erwähnt , gelten für Masse und Toleranzen
          folgende Bestimmungen :
1.8.1 .   Die Masse sind in vollen Masseinheiten anzugeben . Bei Angabe der
          Masse ist die dem Messwert naohat gelegene volle Messeinheit anzu­
          geben .
1.8.2 .   Die Messungen sind mit Geräten vorzunehmen , welche die Zuordnung
          des Messwertes zur nächst gelegenen vollen Masseinheit gestatten .
          Die Messungenauigkeit der verwendeten Messeinrichtungen darf
          höohstens betragen :
                bei Längenmessungen                                  + 0,5 ^
                bei Winkelmessungen                                  + 1°
                bei der Feststellung des Zugmaschinengewichts        + 20 kg
                bei der Feststellung des Reifenluftdrucka            + 0,1 bar ;
1.8.3 *   Für sämtliche Grössenangaben ist eine Toleranz + 5 % zulässig.
1.9 *     Der Sitz muss folgenden Prüfungen unterzogen werden :
1*9.1 .   Prüfung zur Feststellung der Merkmale des Federungssystems und des
          Einstellungsbereichs .
1.9»2 .   Prüfung zur Feststellung der Seitenstabilität .
1.9 » 3 » Prüfung zur Ermittlung der Federkennlinie .
1.10 .    Die Ausfertigung und Ausrüstung des Sitzes müssen hinsichtlich der
          zu prüfenden Eigenschaften mit den serienmässig ausgelieferten
          Sitzen Ubereinstimmen .
1.11 .    Die Prüfungen müssen mit demselben Sitz in der in Punkt 1.9 * ange­
          gebenen Reihenfolge durchgeführt werden .
1.12 .    Vor der Durchführung des Sitztestes soll vom Hersteller der Einlauf
          durchgeführt worden sein .
1.13 «    Wenn die für einen Prüfabschnitt festgelegten Vorschriften nicht
          erfüllt sind oder wenn an dem zu prüfenden Sitz Schäden angetreten
          sind , die seine Eigenschaften beeinflussen können , muss die Prüfung
          abgebrochen werden und in dem Prüfbericht müssen die soweit erzielten
          Prüferergebnisse sowie der Grund für den Abbruch ausgeführt sein.
                                                          • • «/• • •
 ---pagebreak---                                     - 7 -                   Anhang II , S« 3 *
1.14,     Ein Sitz , der auf Zugmasohinen der Klasse I geprüft wird , entspricht
          nur den Zugmasohinen dieser Klasse , wahrend ein Sitz , der auf Zug-
          masohinen der Klasse II geprüft wird , für Zugmasohinen der Klassen 1
          und II verwendet werden kann«                                        j
                                                                                 ι
2.        BESONDERE VORSCHRIFTEN
2.1 .     Abmessungen der Sitzflache
2*1*1 *   Die Tiefe des Sitzes , gemessen 150 mm parallel zur Langsmittelebene
          des Sitzes , muss 400 + 50 mm betragen (siehe nachstehende Abbildung) •
2*1 . 2 * Die Breite des Sitzes , gemessen vertikal zur LEngsmittelebene des
          Sitzes 150 mm ver dem SR-Punkt in einer HShe von max. 80 mm Ober
          dem SR-Punkt , muss mindestens 450 mm betragen ( siehe nachstehende
          Abbildung)*
2.1.3 «   Tiefe bzw . Breite der Sitzfläche der Führersitze von Zugmaschinen
          mit einer Mindest Spurweite der Hinterachsen von ^ 1150 mm können
          auf 300 bzw. U00 mm vermindert werden , wenn die Einhaltung der
          Vorschriften der Punkte 2.1.1 . und 2.1.2 . technisch unmöglich ist .
2.2 .     Lage und Neigung der Rückenlehne
2.2.1 .   Die Oberkante der Rückenlehne des Sitzes muss mindestens 260 mm
          über dem SR-Punkt liegen ( siehe nachstehende Abbildung ).
2.2.2 .   Die Rückenlehne muss eine Neigung von 10° + 5° aufweisen ( siehe
          nachstehende Abbildung ).
2.3 .     Neigung der Sitzfläche
2.3.1 .   Die JL-Neigung nach hinten ( siehe nachstehende Abbildung ) der
          Oberfläche des belasteten Kissens muss - gemessen mit der Belastungs-
          vorrichtung entsprechend Anlage 1 - gegenüber der Waagerechten
          3 bis 12° betragen .
2.3.2 .   Die Wahl des Neigungswinkels innerhalb dieser Klasse ist von der
          Sitzstellung abhängig .
 ---pagebreak---                                           „ 8 -                 Anhang II » S. 4 *
 2.4 .       Sitzeinstellung
 2.4.1 .     Der Sita muss in Längsrichtung über eine Distanz von 150 mm ver­
             stellbar sein ( siehe nachstehende Zeichnung ).
 2.4*2. Der Sitz muss in der Höhe über eine Distanz von 60 mm verstellbar
             sein ( siehe nachstehende Abbildung ).
                             ' 10° i g»
0(                                       I Mindestvers>tellbereich + 30
                         ff^            SRP
       :                   ^               Jlindestverstellbereioh + 75
               ' .           J              ~                      ~
         • " | •150 | •
            Is •                 Al / ^
                  400 ± 50 _____ \_ SRP
   2.5.        Prüfung der Sitze
   2.5.1*1* Prüfung zur Bestimmung der Merkmale der Federkennlinie und des
               Einstellbereichs entsprechend dem FUhrergewioht .
 ---pagebreak---                                       - 9 -                  Anhang II . S. 5
2.5.1.1 .      Die Eigenschaften der Federkennlinie werden durch einen stati­
               schen Versuoh ermittelt . Dieser Versuch wird bei einer Sitzein-
               stellung für einen Führer mit einem Gewicht von 50 leg und einen
               Fuhrer mit einem Gewicht von 120 kg durchgeführt • Der grösste und
               der kleinste Wert für die Sitzeinstellung entsprechend dem Führer»
               gewioht werden aus der Federkennlinie berechnet .
2.5.1 . 2 .    Der Sitz muss auf einem Versuchsstand aufgebaut sowie eine Last
               entweder direkt aufgebracht oder so mit einer Vorrichtung erzeugt
               werden , dass die Last auf dem Sitz nicht mehr als 5 N von der
               Nennlast abweioht . Die Federe insenkung muss mit einer Genauigkeit
               von mindestens + 1 mm gemessen werden«
2.5.1.3 .      Eine vollständige Federkennlinie muss von Null-Last bis GrSsslast
               und zurück aufgenommen werden .
               Die Laststufen , bei denen die Federeinsenkung zu messen ist , dür­
               fen nioht grösser als 100 N sein ; mindestens aoht Messpunkte
               müssen nach etwa gleiohen Änderungen der Einfederung des Sitzes
               aufgezeichnet werden . Als GrSsslast muss entweder der Wert fest­
               gestellt werden , bei dem keine weitere Federeinsenkung gemessen
               werden kann , oder die Last von 1500 N. Nach dem Abnahmen der
               Last muss die senkrechte Federeinsenkung 200 mm vor dem SR-Punkt
               gemessen werden . Nach dem Abnahmen der Last muss genügend Zeit
               gelassen werden , im zu gewährleisten , dass der Sitz in Ruhe ist .
2.5*1*4 «      Bei Sitzen ohne feste Grenzen für die Gewichteinstellung muss
               die Einstellung so gewählt werden , dass :
2 . 5*1 .4.1 . - für den leichtesten Fahrer - der Sita zur hSohsten Endlage im
                 Schwingbereioh gerade zurückkehrt , wenn die Last abgenommen
                 wird , und ,
                                                            • • •/# • •
 ---pagebreak---                                  _ 10                    Anhang II, S. 6
2.5.1.4.2. - für den sohwersten Fahrer - die Last von 1500 H den Sitz ge­
              rade bis zur untersten Endlage im Schwingbereich sinken
              Der festgestellte Gewichtsbereich nrass dann als "grösser als
              gemessen" angegeben werden«
2.5.1.4.3* Ist der Sitz mit einem progressiven, federnden unteren Anschlag-
           begrenzer ausgerüstet , so kann die untere Endlage, des Federungs-
            systems ( siehe Anhang I Punkt 9 ) als die Lage definiert werden ,
            die der Sitz bei einer Belastung von 1.000 N bei der Einstellung
            für den leichtesten Führer einnimmt .
2.5.1.5.   Als Mittellage wird die Lage bezeichnet , die der Sitz einnimt ,
           wenn er um die HSlfte des vollen Schwingbereiches abgesenkt ist .
 2.5.1.6.   Da die Federkennlinien in der Regel Hysteresesohleifen sind, ist
            für die Bestimmung der zugeordneten Last eine Mittellinie in die
            Hystereseschleife  einzureichen (Siehe Anhang I Punkt 8 , und
            Punkte A und B Anlage 2 von Anhang II ).
 2.5.1.7*   Zur Ermittlung der Grenzen des Einstellbereichs in Abhängigkeit
            des Führergewichts sind die nach Punkt 2.5 * 1-6 . berechneten
            Werte der Punkte A und B ( siehe Anlage 2 ) mit 1,3 zu multipli­
             zieren .
 2,5.2 «    Ermittlung der SeitenstabilitSt
 2.5*2.1.   Der Sitz muss auf das gro'sstzulassige Führergewioht eingestellt
             sein und so mit dem Prüfstand verbunden sein , dass seine Grund­
             platte gegen eine starre Platte (Prüfstand) geklemmt ist , die
             nioht kleiner als die Grundplatte selbst ist .
  2.3.2.2.   Auf der Sitzflache oder dem Sitzpolster wird eine Prüflast von
             1000 K aufgebracht . Die Lasteinwirkung soll 200 mm vor dem
             Sitzreferenzpunkt imd nacheinander auf beiden Seiten 150 ®m
             neben der Symmetrieebene durch den Sitz erfolgen .
                                                           ••• / •••
 ---pagebreak---                                         - 11 -                Anhang II , S. 7
2.5.2.3 -         Während der Belastung vird die Änderung der Querneigungswinkel  i
                                                                                  *
                  der Sitzfläche gemessen und aufgezeichnet ; die Messungen sind
                  in den Endeinstellungen der waagerechten und der senkrechten •
                  Sitzverstellung vorzunehmen . Eine "bleibende Verformung in der
                  Nähe des Punktes der Belastungsansetzung wird nicht in Betracht
                  gezogen .
2*5.3*            Bestimmung der SitzSchwingung
                  Die Sit zsohwingung kann je naoh Zugmaschinentyp , für den der
                  Sitz bestimmt i«t , durch Prüfung auf einer genormten Versuohs–
                  strecke und/oder unter Verwendung' eines Sohwingungsprüfstandes
                  bestimmt werden *
                  Prüfung auf genormter Versuchsstrecke .
2 . 5 . 3.1 . 1 . Die Strecke umfasst zwei parallel laufende Spurbänder , deren
                  Abstand der Spurweite der Zugmaschine entspricht « Die Oberfla-
                  ohe beider Spurbänder besteht entweder aus Beton mit gleich­
                  förmiger Oberflache oder aus einen Grundrahmen gefügten Holz-
                  oder BetonblSoken. Die Oberfläche beider Spurbander ist durch
                  die in der Tabelle in Anhang 3 angegebenen Aufrissordin&ten
                  gegenüber einem Basisniveau definiert . Der Aufriss der Versuohs-
                  streoke wird auf der ganzen Lange beider Spuren aufgrund von
                  Punkten in Abstanden von 16 om definiert .
                  Die Versuchsstrecke muss gut im Boden verankert sein ; die Spur-
                  bander dürfen auf der ganzen Länge nur geringfügige Abstands-
                  abweiohungen aufweisen und müssen die ganze Breite der Rader
                  der Zugmaschine aufnehmen können . Bestehen sie aus Blooken , so
                  müssen diese 6 bis 8 cm diok und in Abständen von 16 om ange­
                  ordnet sein .
                  Die Versuchsstrecke muss 100 m lang sein »
2.5>3.1.2 .       Die senkrechte Schwingungsübertragung wird bei einer Geschwin­
                  digkeit von 12 + 0,5 km/h ermittelt .
                  Die vorgeschriebene Geschwindigkeit muss ohne Bremseinwirkung
                  beibehalten werden . Die Schwingungen sind auf dem Sitz (mit
                  einem leichten und einem schweren Führer ) sowie an der Stelle ,
                  an der der Sitz auf der Zugmaschine befestigt ist , zu messen .
 ---pagebreak---                                      - 12 -                  Anhang II , S. 8
            Die Geschwindigkeit von 12 km/h muss nach einer Durchfahrt über
             eine Startbahn erreicht werden .   Die Oberfläche dieser Start­
            bahn muss flach und ohne Niveauänderung an die Versuchsstrecke
             angeschlossen sein .
2*5*3«1*3 «  Der Sitz ist nach den Anweisungen des Herstellers auf das Ge­
             wicht des Fahrers einzustellen .
2*5*3«1«4 * Die Zugmaschine muss mit Schut zrahmen und/oder -kabine ausge­
             rüstet sein , es sei denn , eine derartige Vorschrift ist nicht
             vorhanden. Die Zugmaschine soll keine zusatzlichen Geräte
             tragen. Weiterhin soll sich weder Ballast an Rädern oder Rahmen
             nooh Flüssigkeit in den Reifen befinden .
2.5*3*1*5 * Die im Test verwendeten Reifen, einschliesslich ply rating-Zahl ,
             Bollen Standardgrossen für die Zugmaschine sein (naoh Angabe
             des Herstellers ). Die Stollenhöhe soll nicht weniger als 65$ der
             Höhe neuer Stollen betragen.
2.5.3.1.6 .  Die Reifenwandung darf nicht beschädigt sein .      Der Reifeuinnen-
             druck muss dem arithmetischen Mittel der von den Reifenher-
             stellern empfohlenen Bezugswerte entsprechen .
             Die Spureinstellung muss derjenigen entsprechen , die für den
             Zugmaschinentyp , für den der Sitz bestimmt ist , bei normaler
             Feldarbeit benutzt wird .
2«5*3*1*7«   Die Messungen auf der Zugmasohine an der Sitzbefestigung und die
             Messungen auf dem Sitz können während der gleichen Fahrt gemacht
             werden oder aber während getrennter Fahrten.
             Zur Messung und Aufzeichnung der Schwingungen sind ein Beschleu-
             nigungsaufnehmer , ein Hessverstärker und ein Magnetband-Registrier-
             gerät oder ein direkt anzeigendes Schwingungsmessgerät erforder­
             lich . Die Anforderungen an die Einrichtungen sind in Punkt
             2.5*3«3*2 . bis 2.5*3*3«6 * aufgeführt .
2.5.3.2 .    Sohwingung-sprüfstand .
2.5.3*2 .   Der Schwingungsprüfstand soll die an der Sitzbefestigurg der
             Zugmaschine auftretenden vertikalen Schwingungen simulieren .
             Die Schwingungen werden mit Hilfe einer elektro-hydraulisehen
            Regeleinrichtung erzeugt . Als Sollwerte dienen entweder die in
            den Anlagen 4 und 5 festgelegten Schwingungswerte , die bu der
                                                           • • •/• • •
 ---pagebreak---                                    - 13 -                  Anhang II . S. 9
            entsprechenden Zugmaschinenklasse gehören , oder die bei einer
            Fahrt mit einer Nicht-Standard-Zugmasohine auf der genormten
            Fahrbahn naoh Punkt 2«5.3.1«1 . bei einer Geschwindigkeit von
            12 + 0,5 1cm an der Sitzbefestigung aufgenommen doppelt integriere
            ten Beschleunigungssignale . Di« Schwingungen «ollen auf eine
            Plattform {{bertragen werden , die in ihren Abmessungen etwa
            dem FQhrerstand einer Zugmasohine entspricht «
            Zur Prüfung des SchwingungsVerhaltens ist eine doppelte und
            nicht unterbrochene Erzeugung der Sollwerte oder doppelt inte­
            grierten Beschleunigungssignale , die bei einer Fahrt mit einer
            Nicht-Rtandard-Zugmaschine auf genormter Fahrbahn an der Sitzbe-
            festigung aufgenommen werden , erforderlich . Die Messungen dür­
            fen nicht bei der ersten Erzeugung der Sollwerte und des Be-
            schleunigungssignals durchgeführt werden .
2«5*3*2*2 « Ausser einer AufBpannVorrichtung für den «su prUfenden FÜhrer-
            sitz sollen ein Lenkrad und Fussrasten vorhanden sein « Ihre
            Anordnung soll den Vorschriften in Anlage 6 entsprechen*
2*5«3«2»3r Di« Konstruktion des Sohwingungsprtifstandes muss biege- und ver-
            windungssteif sein , und die Lager und Fuhrungen dürfen nur da«
            teohnisoh notwendige Spiel aufweisen « Falls die Plattform duroh
            eine Schwinge geführt wird , soll das Mass R ( Anlage 6 ) min -
            destens 2000 mm betragen «
            Der Schwingungsprüfstand muss in der Lage sein , bei ein tv Be­
            lastung mit einer Masse von 130 kg Sinus sohwingungen nach An­
            lage 7 zu simulieren«
2«5*3«3«    Vorschriften für die Prüfung auf der Fahrbahn und auf dem
            Prüfst and .
2«5*3*3«1 * Fuhrergewicht
            Die Prüfungen müssen mit zwei Führern vorgenommen werden i
            einer mit einem Gesamtgewicht von 55 kg (+ 10 $), bei dem nicht
            mehr als 5 kg in einem Oewichtsgurtel um die Taille des Plihrers
            aufgebracht werden ; der zweite mit einem Oewioht von 98 kg
            (+ 10 %), bei dem nioht mehr als 8 kg in einem Gewiohtsgürtel
            aufgebracht werden «
 ---pagebreak---                                     - 14 -              Anhang II , S. 10
2.5« 3. 3.2. Lage des Beschleunigungsmessers
             Für die Messung der Schwingungen auf den Zugmaschinenführer soll
             ein Beschleunigungsmesser auf einer starren und flachen Platte',
             mit einem Durchmesser von 250 + 50 mm , deren zentraler Teil in
             einem Umkreis von 75 mm starr sein soll und die eine starre
             Schutzvorrichtung für den Beschleunigungsmesser umfasst , ange­
             bracht werden .  Diese Platte soll mitten auf der Sitzfläche
             zwischen Sitz und Führer liegen und an ihrer Oberfläche mit
             einer etwa 20 mm dicken elastischen Schaumstoffschicht versehen
             sein .
             Zur Messung der Schwingungen an der Sitzbefestigung ist ein Be­
             schleunigungsmesser auf dieser anzubringen , und zwar an einem
             Punkt , der höchstens 100 mm von der Längsmittelebene der Zug­
             maschine entfernt ist und nicht ausserhalb der vertikalen Pro­
             jektion der Sitzfläche auf der Zugmaschine liegt .
2*5*3*3*3 « Sohwingunga-BeBckleunigungsmessuiig
             Der Besohleunigungsaufhehmer und die damit verbundenen Verstärker-
             oder übertrag-unsysteme «ollen auf Sohwingungen mit einem Effek-
                                  Λ
             tivwert von 0,05 m/8 anspreohen und in der Lage sein , Schwingen-
             gen mit einem Effektivwert von 5 m/s mit einem Crest-Faktor
             (Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert ) von 3 ohne Verzer­
             rung und mit einem maximalen Fehler von + 2,5 # im Bereioh vrm
             1 Hz bis 80 HE ZU messen *
2«5*3*3*4 « Magnetbandregistriergerat
             Falls es verwendet wird , darf das Magnetbandregistriergerät einem
             grössten Wiedergabefehler von + 3,5 9^ über einen Frequenzbereich
             von 1 bis 80 Hz einschliesslich Änderungen der Bandgeschwindigkeit
             wahrend der Wiedergabe für die Analyse haben «
2*5*3*3*5«   Schwingungsmessgerat
2«5»3»3»5J-« Schwingungen Aber 10 Hz brauchen nioht berücksichtigt zu werden .
             Dem Sohwingungsmessgerät kann daher ein Tiefpass mit einer Eok–
             froquenz von oa. 10 Hz und einem Anfall von 12 dB je Oktave vor–
             geschaltet werden .
                                                          •••/•••
 ---pagebreak---                                    - 15 -                  Anhang II » 3» H
2,5.3.3.5.2. Das SohwingungBraessgerät soll ein elektronisches Bewertung
              netzwerk zwisohen Aufnehmer und Integrationsstufe enthalten,
              Das Bewertungsnetzwerk soll der Kurve in Anlage 8 entsprechen
              und nicht mehr als + 0,5 dB von 2 bis 4 Hz und + 2 dB den an­
              deren Frequenzen davon abweiohen.
2.5.3.3* 5*3* Di« Integrationseinrichtung soll in der Lage sein
              - entweder das Integral (i) des Quadrates der bewerteten
                  Sohwingungsbesohleunigung (aw) "bei einer Prüf zeit (T)
                                  /   aw «C.t
              - oder die Quadratwurzel dieses Integrals
               - oder direkt den Effektivwert der bewerteten Sohwingungs-
                  besohleunigung (aweff) anzuzeigen
                                        ,r-
                              aweff « fl/T         - –l/ r
                                                          |T
                                        ' '
               Insgesamt muss die Ungenauigkeit des hiermit ermittelten Ef-
               fektivwertes der bewerteten Beschleunigung innerhalb von
               + 5 jS liegen.
 2.5.3.3.6.    Kalibierung
                Alle Einrichtungen sollen regelmassig kalibiert
 2.5.3.3.7.     Auswertung der Sohwingungsprüfungen.
 2.5.3.3.7«1» Wahrend jeden Tests soll die bewertete Sohwingungsbesohleuni-
                gung für die gesamte Testzeit mit dem direktanzeigenden
                Sohwingungsgerat gemäss Punkt 2.5.3.3.5. festgestellt werden.
 2.5.3.3.7.2. Zusätzlich zu den Paaren von Mittelwerten der Zugmaschinen-
                oder Sitzsohwingungen soll der Bericht auch das Verhältnis
                der bewerteten Schwingungsbeschleunigung am Fahrersitz zur
                bewerteten Sohwingungsbesohleunigung an der Sitzbefestigung
                 enthalten. Dieses Verhältnis soll bis zur zweiten Stelle hin­
                 ter dem Komma angegeben werden.
                                                            • • •/ • • •
 ---pagebreak---                                             Anhang II , S. 12
Der Bereich der Umgebungstemperatur wahrend des Schwingung«j
                                                              ■j
teste soll gemessen und in den Bericht aufgenommen werden «    ■
Auswahl der Prüftaethoden für den Schwingungstest der Sitze
unter Berücksichtigung ihrer Bestimmung
Ein Sitz , der für die Verwendung auf einer Standard-Zugmaschi-
ne bestimmt ist , soll entweder - auf genormter Fahrbahn - auf
einer Bezugs-Zugmasohine , die der Klasse der zu prüfenden Stan-
dard-Zugmas ohinen entspricht , geprüft werden , oder unter Ver­
wendung des SohwingungsprüfStandes mit den entsprechenden
Sollwertsignalen .
Wird ein Sitz , der für die Verwendung auf einer Standard-
Zugmaschine bestimmt ist , auf genormter Fahrbahn mit einer
Bezugs-Zugmaschine geprüft , dann gilt diese Prüfung für die
gesamte Klasse der Zugmasohinen. Wird diese Prüfung dagegen mit
der Zugmasohine durchgeführt , für die der Sitz bestimmt ist ,
dann gilt sie nur für das Paar Sitz/Zugmaschine .
Ein Sitz , der für eine Nioht-Standard-Zugmaschine bestimmt
ist , wird auf genormter Fahrbahn auf der Zugmasohine geprüft ,
auf der er verwendet wird . Es kann aber auch eine Schwingungs-
prüfung gemacht werden , bei der ein Sollwert signal verwen­
det wird , das dem Beschleunigungsverlauf entspricht , der bei
der Fahrbahn-Prüfung mit der Zugmaschine festgestellt wurc -,
auf der der Sitz verwendet werden soll *
Ein Sitz , der nur für die Verwendung auf einer bestimmten
Standard-Zugmaschine vorgesehen ist , kann auch entsprechend
dem vorstehenden Punkt geprüft werden ; in diesem Falle wird
er nur für die geprüfte Zugmaschine genehmigt .
Besondere Vorschriften für die Schwingungsteste der Sitze
für Standard-Zugmaschinen
Das für die Kihrersitzprüfung massgebliche Schwingungsverhal­
ten der Bezugs-Zugmaschine ist festgelegt duroh die spektra­
le Leistungsdichte der vertikalen Beschleunigung ( Anlagen 9
 ---pagebreak---                                - 17 -                    Anhang II , S. 13
          und 10 ), die während der Fahrt auf der genormten Fahrbahn ent­
          sprechend den Bestimmungen von Punkt 2 . 5.3*1 * verzeichnet w|rd*
2.5«5*2 . Die wahrend der Messfahrt an der Sitzbefestigung gemessene be­
          wertete Beschleunigung soll im Bereioh
          für Bezugs-Zugmasohinen der Klasse I
               »wB - 1,9              2,2 m/.2
          für Bezugs-Zugmasohinen der Klasse II
               awB " 1,6            1,8 m/*
          liegen »
          Der wahrend der Messung an der Sitzbefestigung tatlioh gemesse­
          ne Wert ftyg soll ermittelt werden » Bei Abwiohungen vom Bezugs-
          wert
               ÄwB " 2,05 m/"2 für K1»8"« 1
                     ■  1,7        für Klasse II
          ist die auf dem Führersitz gemessene Beschleunigung a^ nach
          folgender Besiehung zu korrigieren
               a"    - .     I -25-
                                 \B
2*5.5.3 . Jede der beschriebenen Prüfungen auf genormter F^urbahn muss
          mindestens zweimal durchgeführt werden .
          Die Messwerte dürfen um nioht mehr als + 5 $ von arithmeti­
          schen Mittelwert abweichen .
2.5« 5*4* Die für die Regelung der vertikalen Bewegung der Sitzbefesti–
          gung erforderlichen Sollwertwegsignale wurden duroh doppelte
          Integration der Beschleunigungssignale ermittelt , die wahrend
          der Fahrt auf der genomrten Fahrbahn an der Sitzbefestigung
          der Bezugs-Zugmas chine der Klasse I bzw . der Klasse II auf­
          genommen wurden ; sie sind in Anhang 4 und 5 angegeben .
          Der Schwingungsprüfstand ist so einzustellen , dass sich an
          der Sitzbefestigung eine bewertete Beschleunigung von
                                              2
               "wB " 1,9              2,2 m/8
                                                     . . ./• . .
 ---pagebreak---                                     18 -             Anhang II . S.
          für Standard-Zugmasohinen der Klasse I und von                   5
                a B - 1.6                1,8 m/s
          für Standard-Zugmaschinen der Klasse II ergibt .
          Der während der Messung an der Sitzbefestigung tatsächlich
          vorhandene Wert awB soll ermittelt werden . Bei Abweichungen
          von Bezugswert
                               , 9
                awß - 2,05 m/s für Standard-Zugmaschinen der Klasse I
                a*B - 1,7 m/s^ für Standard-Zugmaschinen der Klasse II
          ist die auf dem Fahrersitz gemessene Beschleunigung           naoh
          folgender* B« Ziehung zu korrigieren
                                  s
                 *              awB
                a    «a
                 ws       ws    a.
                                  wB
          Die Prüfung auf dem Sohwingungsprüfstand ist naoh den Vor­
          schriften Punkt 2.5*3*2 . und einer Schwingungserregung nach
          Punkt 2.5*5*2 . durchzuführen .
          Für jeden der beiden Fahrer ( vgl . Punkt 2.5*3*3.1 *) wird die
          bewertete Sohwingungsbesohleunigung auf dem Sitz über einen
          Zeitraum von 28 Sekunden gemessen .
          Es sind mindestens zwei Prüfläufe durchzuführen .
          Die Messwerte dürfen dabei um nicht mehr als + 5 % arit5 u?™
          tisohen Mittelwert abweiohen .
2.5*6 .    Besondere Vorschriften für den Schwingungstest von Sitzen
           für Nicht-Standard-Zugmaschinen
2.5.6.1 . Entsprechend den Vorschriften von Punkt 2.5*4.2 . kann der
           Schwingungstest des Sitzes nioht für eine Gruppe oder Klasse
           von Zugmaschinen angewendet werden , sondern nur für den Zug-
          maschinentyp , für den der Sitz vorgesehen ist .
2.5.6.2 .  Die Prüfung auf genormter Fahrbahn muss entsprechend den
           Vorschriften von Punkt 2.5.3.1 . und 2.5.3.3 . durchgeführt
           werden . In diesem Fall bedarf die auf dem Fahrersitz gemes­
           sene Schvingungsbeschleunigung (aws ) keiner Korrektur und
           ist infolgedessen mit dem Bezugswert a     identisch .
                                                                  • • « /• • •
 ---pagebreak---                       19 -                      Anhang II . S * 15
 Die Prüfung auf dem Sohwingungsprufstand muss in Verbindung
 mit der Verwendung der genormten Fahrbahn entsprechend den
 Voraohriften von Punkten 2 . 5*3*2 . und 2.5 . 3*3 * durchgeführt -
 werden *
 Die Festlegung des Sollwertverlaufes des Sohwingungsweges für
 den Sohwingungsprüfstand erfolgt duroh doppelte Integration
des unter Punkt 2.5«3*2.1 . aufgenommenen Schwingungs-
Besohleunigungss ignals •
Für die Festlegung der Sollwerte , die entspreohen den Vor­
schriften von Punkt 2 . 5.6.3. ermittelt werden , darf die auf
dem Prüfstand an der Sitzbefestigung gemessene bewertete
Schwingungs-Besohleunigung (a^) um nioht mehr als + 10 i» von
dem entspreohend den Vorsohriften von Punkt 2*5*6*3 « auf der
genormten Fahrbahn ermittelten Wert (*wp) abweichen*
Bei Abweiohungen von dem auf der Fahrbahn an der Sitebefesti-
gung gemessenen Wert (*wp<) ist die auf dem Prüfstand auf dem
Fahrersita gemessene bewertete Sohwingungsbesohleunigung naoh
folgender Beziehung zu korrigieren i
       »                    wF
      a_._ -  a     x        *
       ws      ws          a_
                            wp
Jede der beschriebenen Prüfungen auf dem Sohwingvui^prüfstand
muss zweimal durchgeführt werden * Die Messwerte dürfen um
nicht mehr als + 5 % arithmetischen Mittelwert abweichen *
BEDINGUKQEff FÜR DIE EWO-GEREHMIQUNQ UND DAS EWO-PRÜFZEICHEN
Bedingungen für die EWO-Bauartgenehmigung eines Sitzes
Für die Erteilung einer EWO-Bauartgenehmigung muss ein Sitz
neben den vorausgegangenen Vorschriften auch folgenden Anfor­
derungen entsprechen i
Der Einstellungsbereioh des Sitzes muss entsprechend dem
Führergewioht von 50 bis 120 kg gehen*
Der bei der Prüfung der Seitenstabilitat gemessene Neigungs­
winkel darf nicht mehr als 5° betragen *
                                             • • •/• * •
 ---pagebreak---                        20 -                 Anhang II * S* 16
 Der Mittelwert der bewerteten Schwin^ungs–BesohlennigMngs–
 Messungen (a*s) datrf nicht mehr als 1,25 m/s2 betragen. Der
 einzelne Messwert darf um nioht mehr als + 5 % vom arithme­
 tischen Mittelwert anweichen .
 Antrag auf EWG–Bauart genehmigung
Der Antrag auf eine EMG–Bauartgenehmigung mußs vom Inhaber
der Fabrik- oder Handelsmarke oder seinem Beauftragen vor­
gelegt werden .
Dem Antrag für jeden Führersitztyp müssen folgende Unterlagen
beigefügt werüen i
eine kurze technische Beschreibung, in der insbesondere der
bzw. die Zugmaschinentypen genannt werden , für die der Sitz
vorgesehen ist , ...
Zeichnungen in dreifacher Ausfertigung , die eine Identifi­
 zierung des Führersitztyps ermöglichen und folgendes angeben
seine Abmessungen , sein Gewicht , sein Federungssystem und
seine Befestigungsart .
Mindestens 1 Sitz
 (Erforderlichenfalls ) eine für den Fahrzeugtyp , für den ''er
Sitz bestimmt ist , repräsentative Zugmaschine .
Beschriftung
Jeder Sitz , der für eine EWG–Bauartgenehmigung vorgelegt wird
muss die Fabrik– bzw. Händelsmarke des Antragstellers tragen ;
diese Marke muss deutlich lesbar und nicht aus loschbar sein .
Jeder Sitz muss eine ausreichend grosse Flache für das EWG-
Prufzeichen aufweisen ; diese Flache muss bei den unter Punkt
3.2.2.2 . genannten Zeichnungen angegeben sein.
EWG–Bauart genehmigung
Entspricht der gemäss den Bestimmungen von Punkt 3.2 . vorge­
legte Sitz den Bestimmungen der Punkte 3.1 . und 3*3 « » dann
wird die EWG–Bauartgenehmigung sowie eine Genehmigungsmuamer
erteilt .
Diese Nummer wird keinem anderen Sitztyp zugeteilt .
 ---pagebreak---                       - 21 -                  Anhang II . S. 17
 Prufzeichen
 Jeder Sitz , der einem im Rahmen der vorliegenden Richtlinie
 genehmigten Sitztyp entspricht , muss ein EWG–Prüfzeichen trav
 gen .
 Daa Prüfzeichen besteht aus einem Reohteck , in dem der Buch­
 stabe "e ", gefolgt von der Kennzahl oder dem Kennbuchstaben
 des Landes , das die Bauart genehmigung erteilt hat angebracht
 ist t
und einer EWO-Genehmigunsnummer , die der Nummer des für den
 betreffenden Sitztyp ausgestellten Bauartgenehmigungsbogens
 entspricht , unterhalb und in der Nähe des Rechtecks sowie die
 Angabe des Zugmaschinentyps vom Standardmodell , für den der
 Sitz bestimmt ist , oberhalb und in der Nähe des Rechtfalls .
 Die letztgenannte Angabe lautet
        I : für die Zugmaschinen von Standardmodell der
                                      Klasse I
       II : für die Zugmaschinen von Standardmodell der
                                      Klasse II
 I & II : für die Zugmaschinen von Standardmodell der
                                      Klasse I & II
Ist oberhalb des Rechtecks keine Angabe vorhanden , so bedeutet
dies , dass der betreffende Sitz für eine Nicht-Standard-
Zugmaschine bestimmt ist .
Das EWG–Prüfzeichen ist auf dem Sitz so anzubringen , dass es
dauerhaft und auch naoh dem Anbringen des Sitzes auf der
Zugmaschine gut erkannbar ist .
Ein Muster für das EWG–Prüfzeichen ist in Anlage 11 au fin­
den «
                                            • • •/ • • •
 ---pagebreak---                    - 22 -                 Anhang II . S. 18
Sie Abmessungen der verschiedenen Bestandteile dieses Prüf-
zeichens dUrfen nioht unter den Mindestabmessungen für PrUf
seichen liegen, die in Anlage 11 aufgeführt sind .
 ---pagebreak---                                        - 23 -                    Anhang II
                                                                 Anlage 1,3.1
                                                                                 i
                VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES SITZBEZUGSPUNKTES
 1 . DEFINITION DES BEZUGSPUNKTES
     Als Bezugspunkt gilt der auf der mittleren Längsebene des Sitzes zwischen
     der Tangentialebene am unteren Teil der gepolsterten Rückenlehne und einer
     waagrechten Ebene befindliche Schnittpunkt . Die waagrechte Ebene kreuzt
     die untere Fläche der Sitzplatte 150 mm vor dem Sitzbezugspunkt .
                                                  t
2 . VORRICHTUNG ZUR BESTIMMUNG DES BEZUGSPUNKTES
     Die in Abbildung 1 dargestellte Vorrichtung muss aus einer Sitzplatte
     und Elementen der gepolsterten Rückenlehne bestehen . Das untere Element
     der gepolsterten Rückenlehne muss auf der Höhe der crista iliaca
     ( Darmbeinkamm ) (A ) und der Lenden ( B ) mit einem Gelenk versehen sein ;
     das Gelenk B muss in der Höhe verstellbar sein .
3 . VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES BEZUGSPUNKTES
     Der Sitzbezugspunkt muss mit Hilfe der in den Abbildungen 1 und 2 darge­
     stellten Vorrichtung , die einen Menschen simuliert , bestimmt werden .
     Die Vorrichtung ist auf dem Sitz in Position zu bringen . Sodann ist
     sie 50 mm vor dem Gelenk A mit einer Kraft von 550 N zu belasten ; zwei
     Elemente der Platte der gepolsterten Rückenlehne Bind tangential leicht
     gegen die gepolsterte Rückenlehne zu drücken .
     Können die auf den Oberflächen beider Teile der gepolsterten Rücken­
     lehne ( oberhalb und unterhalb der Lendengegend ) definierten Tangenten
     nicht bestimmt werden , BO ist folgendes Verfahren anzuwenden S
     a) Unmöglichkeit einer Bestimmung der Tangente auf der liefstmöglichen
         Fläche :
         Untersten Teil der Platte der gepolsterten Rückenlehne in senkrechter
         Stellung leicht gegen die gepolsterte Rückenlehne drücken .
                                                            • • •/ • • •
 ---pagebreak---                                  «H» 24 "               Anhang II
                                                        Anlage 1 , S. 2
b ) Unmöglichkeit der Bestimmung der Tangente auf der obersten Fläche :
    Gelenk ( B ) auf 230 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt einstellen ,
    wenn der unterste Teil der Platte der gepolsterten Rückenlehne senk
    recht steht .   Anschliessend die beiden Elemente der Platte der ge­
    polsterten Rückenlehne in senkrechter Stellung leicht tangential
    gegen die gepolsterte Rückenlehne drücken .
 ---pagebreak---                                - 25 -                        Anhang II
                             FIGURE 1                        Anlage 1 , S. 3
       Vorrichtung zur Bestimmung des Sit z bezugsmnfofr 9.3
                                                               s
                                                       h 5-
                                                 Α\τ\ι
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                                         L
                                         H
                                               150    ■ 1
                                                           !        ëK
                                                                   inj
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                        Vorrichtung in Stellung
                                                 S B           j
                                                  )
                                                  I
                                                  1
                                                    I       X öitzbezugspunkt
                                i&J       1&Q -–
 ---pagebreak---                                            •• 26 –              Anhang II
                                      ÄHEMQ II                  Anlage 2 , S. 1
          FRÜFülTO ZUR BESTIMMUNG DER FEDERKEMLIKIB
          Hysterseknrven srur Ermittlung des maximalen Einstellungsbereicha
    140 « |       ■ I
                     /
                                                                           maxim&ler
                                                                           Einstellungs-
                                                                           bereich
    120 *                                                         /!
    100                                  A                            /]
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                                                    .           '    *i
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                       20       AO
                                40
                                  L      ;      60
                                                  ■
                                                fin   .  An
                                                         80
                                                                     il
                                                                      i nn
                                                                      100
                                Einstellungsbereich mm
 ---pagebreak---                                           - 27 -                 Anhang II
                                                                 Anlage 3 » 3 . 1
         PRÜFUNG AUF EISER GENORMTEN VERSUCHSSTRECKE - TABELLE DER AlIFRISo-
         ORDINATEN GEGENÜBER EINEM WILLKÜRLICHEN BASISNIVEAU. DURCH DIE DIE
         OBERFLÄCHE BEIDER SPURBÄNDER DER STRECKE DEFINIERT WIRD ( PUNKT 2.5.3.1.1 .)
         D m Ausgangsabstand (m )
         L m Ordinate des linken Spurbands (nun )
         R ■ Ordinate des rechten Spurbands ( mm )
    o
    0.18
    0,32
    0.48
   0.64
   0,80
   0.98
    1.W
   1.28
   M4
   1.80
   1.76
   1,02
   2 ,08
   3,24
   2 /10
   2 ,68
   2,72
   2 ,88
   3,04
   3.20
  3.3#
  3,82
  3,88
  334
  4,00
  4.18
■ 4.32
  4/48
  4.84
  4,00
  4,96
  8,12
  6.28
  5.44
  6,60
  6,78
  6,92
  6,08
  6,24
  6,40
  6,56
  6,72
  638
  7.04
  7,20
  7,36
  732
  7,68
  734
 8,00
 8 ,16
 8,32
 8,48
 8.64
 830
 836
 9,12
 9,28
 9.44
 ---pagebreak--- - 28 - Anhang II
       Anlage 3 » S « 2
 ---pagebreak---   - 29 - Anhang II
         Anlage 3 , S. 3
»
 ---pagebreak---                                  - 30 -                  Anhang II
                                                         Anlage 4t 5. 1
Sollwertwegsignale zur Prüfung von Führersitzen für Standard. -Zugmaschinen
der Klasse I auf dem Schwingungsprufstand ( Punkt 2.5.3.2.1 .).
P.S.   m Abtastpunkt
a      ■ Amplitude des Sollwertwegsignales in 10 m
t      m Ifôsazeit in s
Die Wegsignale sind duroh jeweils 700 Abtastpunkte in der Tabelle festge­
legt .
Sie kennen digital gespeichert werden und ergeben nach Glättung durch
einen Tiefpasa mit einer Eckfrequenz von ca . 10 Hz und einem Abfall von
12 dB je Oktave das Sollwertwegsignal für den elektro-hydraulisoh gere­
gelten SchwingungsprSfstand . Die Sollwerts ignale müssen ohne Unterbrechung
wiederholt werden .
 ---pagebreak---                                         31 -                        Anhang II
                                                                     Anlage 4 « 3. 2
                                                                          Lfd
                                           Lfd
.fd           Lfd
                                           No .      10 " 4 m              No .     1
Mo .
              No .    10 " 4 m _                                          193         0 342
                      - 0211               129        0 025
               65                                                                     0 330
  1                                                   0 074               194
               66     -0 180               130
 2                                                                         195        0 265
                      -0 182               131        0 106
 3             67                                                          196        0 184
                      - 0210               132         0 115
 4             68                                                          197        0 118
                      -0 222               133         0 090
  5            69                                                          198        0 105
               70     -0 210                134        0 048
  6                                                                        199        0 128
               71     -0 186                135        0 038
  7                                                                        200         0174
               72     -0 141                136        0 066
  8                                                                        201         0215
               73     -0 088                137        0 116
  9                                                                        202         0 229
               74     -0 033                138        0 180
10                                                                         203         0 221
               75        0 000              139        0 229
11                                                                         204         0199
               76        0 001     3.0      140        0212
12                                                                          205        0 164
                77     -0 040               141        0 157
13
                                                        0 097            ' 206         0162
                78     -0 098               142
14                                                                          207        0 174
                79     -0 130               143         0 0B5
16                                                                          208        0 210
                BO     -0 115                144        0 073
 16
                                                        0 175               209        0 242
                81     -0 068                145
 17                                                                         210        0 270
                82     -0 036                146        0 287
 18                                                                         211         0 285
                83     - 0032                147        0 380
 19                                                                         212         0 285
 20             84     -0 050 |              148
                                             149
                                                        0 406
                                                        0 338               213         0 268
21              85     -0 052                                                           0 223
                                             160        0 238               214
 22             86     -0 039                                                           0 194
                                                      • Ó 151 '   6.0       215
                87     - 0011                161
 23                                                                          216        0165
                 88       0 014              152         0 080
 24                                                                          217        0 132
                 89       0041               153         0 090
 25                                                                          218        0 106
         1.0     90       0 054               154        0 146
 26                                                                                     0 077
 27              91       0 040               155        0196 I              219
                                                                             220         0 065
                 92       0 006               156        0 230
  28                                                                         221         0 073
                 93     -0 000                157        0 222
  29                                                                         222         0 099
                 94       0 025               158        0 184
  30                                                                         223         0 114
                 95       0 065               159        0 147
  31                                                                         224         0111
                 96       0 076               160        0115
  32                                                                          225        0 083
                 97       0 054               161         0 114
  33                                                                          226        0 026
  34             98     - 0016                162         0140
                                                                              227     -0 028
                  99    ~ 0 066               163         0198
  35                                                                          228     -0 052
   36           100     -0 048                 164        0 257
                                                                              229     -0 069
                101     - 0011      4.0        165        0 281
   37                                                                         230      -0 077
   38           102        0 061               166        0 276
                                                                              231      -0 067
                103        0 131               167        0 236
   39                                                                                  -0 095
                                               168        0 201               232
   40           104        0 168                                                       -0 128
                                                          0167                233
   41           105        0161                169
                                                                              234      -0 137
                 106       0 131               170        0 145
   42                                                                                  -0 144
                                               171         0 135               235
   43            107       0 086                                                       -0 131
                                                           0 165               236
    44           108       0 067               172
                                                                               237     - 0 155
                 109       0 088               173         0 242
    45                                                                                 -0 208
                                                           0 321               238
    46           110       0 110                174
                                                                               239     -0 266
    47           111       0 148                175        0 399
                                                                    7.0        240     -0 285
    48           112        0 153               176        0411
                                                                               241     -0 276
    49           113        0139                177        0 373
                                                                               242      -0 205
    50           114        0119                178        0 281
                                                                               243      -0 110
    51    2.0    115        0 099               179        0 179
                                                                               244      -0 020
    52           116        0 091               180        0 109
                                                                               245         0 041
    53           117        0 078               181        0 094
                                                                               246         0 053
    54            118       0 059               182         0 136
                                                                                247        0 020
     55-          119       0 062               183         0 206
                                                                                248        0 016
     56           120       0 072               184         0 271
                                                                                249        0041
     57           121       0 122                185        0 267
                                                                                250        0 090
     58           122       0  155               186        0 203
                                                                                251        0 136
     59           123       0  191               187        0 091
                                                                                252        0 151
     60           124       0  184               188        0 009
                                                                                253        0 123
     61           125        0 143               189        0006
                                                                                254        0 070
     62           126        0 087    5.0        190        0 074
                                                                                255        0 034
     63           127        0 029               191        0 186
                                                                                256      -0 001
     64           128        0 010               192        0 280
 ---pagebreak--- - 32 - Anhang II
       Anlage 4 « S. 3
 ---pagebreak---       - 33 -                       Anhang II
                                   Anlage 4 » S. 4
             Lfd        •
             No .   10' 4 m
             607    -0 004
             608    -0 040
             609    -0 057
             610    -0 049
             611    -0 021
             612      0 011
             613      0 033
             614      0 038
             615       0 027
             616       0 019
             617       0 024
             618       0 040
             619       0 069
              620      0 082
21.0
              621      0 086
              622      0 068
      23.0    623      0 056
              624      0 036
              625      0006
              626    - 0016     25,0
              627    - p 049
              628    -0 071
              629    -0 075
              630    -0 078
              631    -0 074
               632   -0 069
               633   -0 094
               634   -0 116
               635   -0 150
               636   -0 178
               637   -0 188
               638   -0 198
               639    -0 194
               640    -0 187
               641    -0 170
               642    -0 161
                643   -0 154
                644   -0 140
                645   -0 115
 22,0
                646   -0 055
                647       0 001
       24.0     648       0 049
                649       0 085
                650       0 094
                651       0 071  26.0
                652       0 039
                653    -0 001
 ---pagebreak---                                   34 -                  Anhang II
                                                        Anlage 5t S. 1
 Sollwertwegsignale zur Prüfung von Führersitzen für Standard-Zuginaschinen
der Klasse II auf dem Sohwingungsprüfstand ( Punkt 2.5.3.2.1 .).
P. S.  ■ Abtastpunkt
Ä      « Amplitude de« Sollwertwegsignales in 10m
t      ■ Maas seit in s
Die Wegsignale sind durch jeweils 700 Abtastpunkte in der Tabelle fest«
gelegt .
Sie können digital gespreiohert werden und ergeben naoh Olättuag duroh
•inen Tisfpass «it einer Eokfrequens von oa. 10 HB und einem Abfall von
12 dB Je Oktave das Sollwertwegsignal für den elektro-hydraulisoh gere­
gelten Sohwingungsprüfstand . Sie Sollwertsignale müssen ohne Unterbrechung
wiederholt werden .
 ---pagebreak--- _ 35 -     Anhang II
           Anlage 5 » P * 2
       6.0
       7,0
 ---pagebreak---                                    - 36 -       Anhang II
                                                Anlage 5 , S. 3
    Lfd                        Lfd
     No .   10-4 m             No.
    257    -0 000             321
    258       0 010           322
    250       0 034           323
   260        0 047           324
   261        0 047           326
   262       0 031            326
   2Θ3        0 028           327
   264       0 036            328
   269       0 072           329
   286       0 128           330
   207       0 186           331
< ?es        0216            332
   288       0189            333
   270       0119            334
   271       0 031           336
   272     - 0 026           336
   213     -0 069            337
   274    -0 062                           16,0
                             338
   275    -0 009             339
   376       0 039   11,0    340
   277       0 081           341
   276       0107            342
  27»        0 079        ' 343
  280        0 023           344
  281     -0 044             346
  282     -0 121             346
  283     -0 166            347
  284     -0 172            346
  285     - 0147            349
  288     -0 119            350
  287     - 0114            351
  288     - 0155            352
  289     - 0217            353
  290     -0 287            354
  291     -0 243            355
 292      - 0341            356
 293      -0 289            357
 294      - 0217            358
 295      -0 157            359
 296      -0 150            360
 297      -0 193            361
 298      -0 248            362
 299      - 0319                          17,0
                            363
 300      -Ό 371            364
 301      -0 378    12.0    365
 302      -0 354           366
 303      -0 309           367
 304      -0 264           368
 305      -0 241           369
 306      -0 236           370
 307      -0 264           371
308       ■0 262           372 *
309 "     •0 282           373
310       ■0 275           374
311       ■0 278           375
312        0 285           376
313        0 302           377
314        0318            378
315        0316            379
316        0 293           380
317 ''     0 238          381
318        0 154          382
319        0 070          383
320        0 021          384
 ---pagebreak---       37 - Anhang II
           Anlage 5 , S. 4
 Lfd
 No .
 513
 514
 515
616
517
SI 8
519
520
521
522
523
524
525
526
527
528
529
530
531
532
533
534
535 .
536
537
538
539
540
541
542
543
544
545
546
547
548
549
650
651
552
553
554
555
556
657
658
659
 ---pagebreak---           PRÜFSTAND                             - 38 -                      Anhang II
          ( Punkt 2.5.3.2 .)                                                Anlage 6
                                                                        Abmessungen in mm
                                                        625 i 50
          Seitenansioht
                                                      .                      IIÎI- .
                         ' '   . j|          \ c.i      \ i/y/yz/ .J        /J
    Gelenk-                                              N6f /////////// j
    punkt                                                •            \        j      \_ Sit$be<zugspunkt ( SRPj
/ /                                                                        ^          Mindestei
                                                                                      Mindesteinstellbereioh
                 'I                                                   v      M        OICM
                       ·    ·                                    -       .             Λ\
                                    jf \ ,                                  71
                       j                 *'000
                                                             V                 i
                       H              ––*                       –-
                       I                                          ■:    ~W -
Ansicht
                    ~+"                                    ^        :        "I  _■ .
                                                                                        Sit zbe zugs punies
von oben               ^                                                                             ( SRP)
 1 ) Die Wahl des Winkels der Steuersäule zur Vertikalen hängt von der Lage des Sitzes und
     dem Durchmesser des Lenkrades ah »
 2 ) Die Rttokwärt sneigung des belasteten Sitzkissens zur Horizontalen soll 3 "bis 12 be­
     tragen? die Messung erfolgt mit der in Anhang 1 beschriebenen Belastungsvorriehtung.
     Die Wahl des Neigungswinkels innerhalb dieser Klasse hängt von der Sitzlage ab«
 ---pagebreak---                           - 39 -                Anhang II
                                                Anlage 7
        AMPLITUDENOANQ DES SCHWINGUNOSPRÜFSTANDES
                    ( Punkt 2.5.3.2 .)
 COURSE
 ( am)
0.1             1                        10                       100
                                                  FREQUENZ ( Hz )
 ---pagebreak---                                                  - 40 -                  Anhang II
                                                                         Anlage 8
                         MERKMALE DES FILTERS DES SCHWDfOUHCSMSSSGERÄTES
                                        ! ( Punkt 2.5.3.3.5.)
                                                             V   Ausgang
                                  _ Spatuiuagsverhalinis : ■
                                                              v  Eingang
          '      * 1.1 ,            Abfall (dB)
  Β
      ? 24
      Ht
      l/t
      o
      g 21                                                    –                »     :
0,1 1                                                                                 /
      * ,8                    :      ;–                                            /–
o*2 -       ,5                  :    j!                                   yf
                                                                          X
0.3                      |                                         7
             9            i                                     -/L.       :
04                        !                                  ^
0,6              a. j                                   /
1<0 .        0              ,
               1          2          4            8         16                    64
                                                                         FREQUENZ ( Hz )
 ---pagebreak---                                    - 41 -                 Anhang II
                                                          Anlage 9 , S. 1
 Spektrale Leistungsdichte der vertikalen Schwingungsbeschleunigung an der
 Sitzbefestigung der Bezugs-Zugmaschine der Klasse I ( Punkt 2 . 5» 5«)
Die spektrale Leistungsdichte der vertikalen Schwingungsbeschleunigung an
der Sitzbefestigung der Bezugs-Zugmaschine der Klasse I kann ungefähr durch
folgende Beziehung
                   4-4
                   •     max
                             exp - (f
                                   x
                                       - fm                               j
                                      2b2
beschrieben werden und ist durch die Konstanten
                   j>max- 6»° (»/« )2/Hz
                   fm - 3,25 Hz
                   b    - 0.33 Hz
festgelegt « Dabei sind folgende Toleranzen zulässig t
                   rjnaxa - 10 %
                   f m
                        m± 5 %
Die Toleranz von b ist daduroh festgelegt , dass nach Punkt 2.3.5.2 . die be­
wertete Sohwingungsbeschleunigung an der Sitzbefestigung innerhalb der
Orenzen
                                           Λ
                   a    ■ 1,9 ••• 2,2 m/s
liegen seil .
 ---pagebreak---                                        A0                   Anhang II
                                     ~                      Anlage 9 » S. 2
                         SPEKTRALE LEISTUNGSDICHTE <f) ( f)
    Näherungsfunkrtion für die spektrale Leistungsdichte der vertikalen Schwin-
    gungshesohleunigung an der Sitzhefestigung der Bezugs-Zugmaschine der
    Klasse I
    Spektrale Leistungsdichte <) (f)
      (±)
     Hz
 7                –          f
                             !
                             i
                             i
      (pmax. 6               !
.„ L _^1 V
   0            1            2            3
                                            3,25 fm
                                                       4          5
                                                            FREQUENZ (Hz )
                                                                             6
 ---pagebreak---                                     - 43 -                Anhang II
                                                          Anlage 10 . S. 1
 Spektrale Leistungsdichte der vertikalen SchwingungsbeBchleunigung an de »
 Sitzbefestigung der Bezugs-Zugmas chine der Klasse II ( Punkt 2 » 5 . 5 «)
Die spektrale Leistungsdichte der vertikalen Schwingungsbeschleunigung an
der Sitzbefestigung der Bezugs-Zugmaschine der Klasse II kann ungefähr
                        t                                     *
durch folgende Beziehung
                          P      -    9maxexp
                                                <f - f„>2
                                                      -
                                                      2
beschrieben werden und ist duroh die Konstanten
                          *max " 5,5 (m/8 ^ /Hz
                          f      -    2,65 Hz
                          b      -    0,3  Hz
festgelegt « Dabei sind folgende Toleranzen zulassig :
                          b• max m    Z 10% '
                          f„     -    -   5%
Die Toleranz von b ist dadurch festgelegt , dass naoh Punkt 2.3«5*2 * die
bewertete Schwingungsbeachleunigung an der Sitzbefestigung innerhalb der
Orenzen
                                                      2
                          &      ■*   1?6 ••• 1,8 m/s
liegen soll «
 ---pagebreak---                                        - 44 -                Anhang II
                                                             Anlage 10 , S* 2
                        SPEKTRALE LEISTUNGSDICHTE jt ( f )
    Näherungsfunkt ion für die spektrale Leistungsdichte der vertikalen Schwin
    gungsbesohleunigung an der Sitz"befestigung der Bezugs-Zugmaschine der
    Klasse II .
                                   ♦
    Spektrale Leistungsdichte 6 ( f)
      C-V)
         s
         Hz
                                          I
  <f>max.5,                               ^
0               1           2     2.65 fm 3          4            5         -6
                                                           FREQUENZ ( Hz )
 ---pagebreak---                                   - 45 –                  Anhang II
                                                          Anlage 11
                EWQ–PRÜFZEICHEINWU5TER (vgl . Punkt 3.4.)
                                                     15 mm
   t
                         3                 à
                         |
                       Efcb
                                          1i     *
          <                a           +
             /I                 fP                         !
                   0 ') / ' i
                                                             ■ V.
                  _ .     t.
Der Sitz mit dem obengenannten EWG-Prüfzeichen ist ein Sita ftfr eine
Zugmaschine der Klasse I t der in Deutschland (e l ) unter der Kummer 1005
genehmigt worden ist «
 ---pagebreak---                                       - 46 –                   Anhang   III , S. 1
                   MUSTER FÜR EIMEN EWG-BAUART0E3SEHMIGUNGSB0GEN
                                                           Name der
                                                     zuständigen Behörde
  Angaben über die EWG–Genehmigung , die Ablehnung , den Entzug der EWG–Bauart –
  genehmigung oder eines Führers itztyps für landwirtschaftliche oder forst­
  wirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern              f
                 )
  Nr . der Bauartgenehmigung
  1.   Fabrik- oder Handelsmarke des Sitzes
  2.   Name und Anschrift des Herstellers der Sitzes
  3*   Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers
 4.    Marke , Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine ( n ) , für die der Sitz
       vorgesehen ist (»)
  5«   Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am
 6.    Prüfstelle
  7.   Datum und Nummer des Prufprotokolls
 8.    Datum der Erteilung/Versagung/des Entzugs der EWG-Bauartgenehmigung ( ase)
 9.    Ort .
10 *   Datum
11 . Ein beschreibendes Merkblatt des Sitzes mit Angabe insbesondere der
       Einstellbereiche , des Gesamtgewichts , der Eigenschaften des Federungs-
       systems , der Art und Dicke der Polsterung und der Befest ignngsart ist
       beizulegen . Diesem Merkblatt sind Zeichnungen - Format DIN A4 - der
       Seiten- und Frontansicht des Sitzes unter Angabe der Sitzabmessungen
       beizufügen .
12 . Etwaige Bemerkungen                                                  «, ,*.....
13 «   Unterschrift
 (»)     Im Falle eines für eine Zugmaschine der Klassen I und II "bestimmten
         Sitzes ist ( sind ) die Zvgmaschinenklasse(n ) anzugeben , für <5ie der
         Sitz bestimmt ist .
 (iet)   Nichtzutreffendes ist zu streichen .
 ---pagebreak---                                    - 47 -                 Anhang IV, S. 1
VORSCHRIFTEN FÜR BEN ANBAU DES FÜHRERSITZES FÜR DIE EWG-BETRIEBSERLAUHNI 5
                              EINER ZUGMASCHINE                           \
1*        Jeder Führersitz muss mit einem EWG-Prüfzeichen versehen sein upd
          folgenden Anbauvorschriften entsprechen :
1,1 .     Der Führersitz muss so montiert sein , dass
1*1.1 .   er dem Fahrer eine bequeme Haltung bei der Lenkung und Bedienung
          der Zugmaschine ermöglicht ,
1.1.2 .   er leicht zugänglich ist ,
1.1 . 3 . der Fahrer in normaler Haltung die Bediengriffe der verschiedenen
          Einrichtungen der Zugmaschine , die während der Fahrt zu betätigen
          sind , leicht erreichen kann ,
1.1.4 «   zwischen Bauteilen des Führersitzes und der Zugmaschine keine
          Quetsch- und Scherstellen entstehen .
2.        Der Inhaber der EWG-Betriebserlaubnis kann deren Ausdehnung auf
          andere Sitztypen beantragen . Die zuständigen Behörden geben die­
          sem Antrag statt , wenn folgende Bedingungen erfüllt sind :
2.1 .     Für den neuen Sitztyp ist die EWG-Bauartgenehmigung bereits ge­
          währt worden .
2.2 .     Er wird auf den Zugmaschinentyp montiert , für den die Ausdehnung
          der EWG-Betriebserlaubnis beantragt ist .
2.3 *     Er wird unter Einhaltung der Anbauvorschriften dieses Anhangs,
          montiert .
3.        Für Sitze für Zugmaschinen mit einer Mindestspurweite von
           ^ 1130 mm sind hinsichtlich der Tiefe und Breite der Sitzfläche
          folgende Mindestabmessungen zulässig :
                     Tiefe der Sitzfläche :   300 mm
                     Breite der Sitzfläche :  400 mm .
 ---pagebreak---                         - 48 -                  Anhang IV , S * 2
Diese Bestimmung gilt nur , wenn die vorgeschriebene Mindesttiefe
bzw . Mindestbreite der Sitzfläche von 400 + 50 mm bzw 430 mm aus
technisch stichhaltigen Gründen nicht eingehalten werden kann .
Ein dem Muster in Anhang V entsprechender Bogen wird dem EWG-
Betriebserlaubnisbogen für jede erteilte oder verweigerte Be-
triebserlaubnis beigefügt .
 ---pagebreak---                                      - k9 -                 Anhang V
ANLAGE ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP IN BEZUG
                              AUF DEN FUHRERSITZ
■(Artikel U Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie des Rates ( EWG/7^/ 150 )
vom U.3.197U über die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten ;
für die Betriebserlaubnis von landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen
                           Zugmaschinen auf Rädern )
                                                       Name der
                                                  zuständigen Behörde
Nr . der EWG-Zulassung
                         ■        Erweiterung (♦)
  1.  Fabriks- und Handelsmarke der Zugmaschine
  2.  Zugmaschmentyp
  3*  Name und Anschrift des Zugmaschinenherstellers
  k.  Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten
  5.  Fabrik- und Handelsmarke des Führersitzes und Nr . der Zulassung
  6 . Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis für Sitztyp
  7.  Zur EWG-Zulassung vorgelegt am
  8 . Technische Dienststelle , die mit der Überwachung EWG-Zulassung beauf­
      tragt ist
  9.  Datum des Protokolls dieser Dienststelle
10 .  Nr . des Protokolls dieser Dienststelle
11 . Die EWG-Zulassung des Führersitzes wird erteilt/versagt (**)
12 .  Die Erweiterung der EWG-Zulassung für den Führersitz wird erteilt /
      versagt (**)
13 .  Ort
1U .  Datum
15 -  Unterschrift
(*) Gegebenenfalls ist anzugeben , ob es sich um eine erste , zweite usw.
      Erweiterung in Bezug auf die ursprüngliche EWG-Zulassung handelt .
(**) Nichtzutreffendes ist zu streichen