CELEX: 31993M0335
Language: de
Date: 1993-04-29 00:00:00
Title: ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 29.04.1993 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.335 - SCHWEIZERISCHE KREDITANTALT / SCHWEIZERISCHE VOLKSBANK) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der deutsche Text ist verbindlich)

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31993M0335

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 29.04.1993 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.335 - SCHWEIZERISCHE KREDITANTALT / SCHWEIZERISCHE VOLKSBANK) gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Nur der deutsche Text ist verbindlich)  

Amtsblatt Nr. C 147 vom 27/05/1993 S. 0000

 ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 29.04.1993 zur Vereinbarkeit eines  Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.335 - SCHWEIZERISCHE  KREDITANTALT / SCHWEIZERISCHE VOLKSBANK) gemäß der Verordnung (EWG) Nr.  4064/89 des Rates  (Nur der deutsche Text ist verbindlich). Die gedruckte Fassung der Entscheidung ist bei den Verkaufsstellen des Amtes für  Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften. VERÖFFENTLICHTE VERSION FUSIONSVERFAHREN ARTIKEL 6 (1) b ENTSCHEIDUNG Einschreiben mit Empfangsbestätigung An die Parteien Betrifft: <ind> Fall Nr. IV/M.335 - Schweizerische Kreditanstalt/Schweizerische Volksbank Sehr Geehrte Damen und Herren,  1. <ind> Das am 24.03.1993 angemeldete Vorhaben betrifft den Erwerb einer  Mehrheitsbeteiligung an der Schweizerischen Volksbank durch die Crédit Suisse Holding (CS  Holding).  2. <ind> Nach Prüfung der Anmeldung hat die Kommission festgestellt, daß das angemeldete  Vorhaben in den Anwendungsbereich der Ratsverordnung (EWG) Nr. 4064/89 fällt und daß  keine ernsthaften Bedenken hinsichtlich seiner Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt  bestehen.  I. <ind> Das Vorhaben  3. <ind> Gegenstand des Vorhabens ist, im Wege eines öffentlichen Umtauschangebotes der CS  Holding die Mehrheit des Aktienkapitals der Schweizerischen Volksbank zu erwerben.  4. <ind> Nach dem Erwerb durch die CS Holding soll die Beteiligung an der Schweizerischen  Volksbank auf die Schweizerische Kreditanstalt, eine Tochtergesellschaft der CS Holding,  übertragen werden.  II. <ind> Die Parteien  5. <ind> Die CS Holding ist eine Holdinggesellschaft für Beteiligungen an insbesondere Finanz-,  Dienstleistungs-, Industrie- und Handelsunternehmen in der Schweiz sowie im Ausland.  6. <ind> Der Geschäftsgegenstand der Schweizerischen Kreditanstalt umfasst alle Arten von  Bankgeschäften und damit verbundene Tätigkeiten im In- und Ausland, insbesondere nationales  und internationales Großkundengeschäft sowie das Emissionsgeschäft.  7. <ind> Die Schweizerische Volksbank konzentriert sich vor allem auf das Geschäft mit  mittleren und kleineren Privat- und Firmenkunden in der Schweiz; ihre strategische Ausrichtung  zielt hierbei insbesondere auf das heimische Mengengeschäft ab. Sie rangiert auf dem Schweizer  Bankenmarkt auf Position 4 hinter der Schweizerischen Kreditanstalt.  III. <ind> Gemeinschaftsweite Bedeutung  8. <ind> Ein Zehntel der zusammengefassten Bilanzsummen der CS Holding und der  Schweizerischen Volksbank übersteigt 5 Milliarden Ecu. Auf der Berechnungsgrundlage des  Artikels 5(3) der Fusionskontrollverordnung betragen die von den Parteien gemeinschaftsweit  erzielten Teilsummen jeweils mehr als 250 Millionen Ecu (Schweizerische Kreditanstalt 2,8  Milliarden Ecu, Schweizerische Volksbank 285 Millionen Ecu). Die Parteien erzielen nicht  jeweils mehr als zwei Drittel ihres gemeinschaftsweiten Gesamtumsatzes in ein und demselben  Mitgliedstaat. Das angemeldete Vorhaben hat daher eine gemeinschaftsweite Bedeutung.  IV. <ind> Der Zusammenschluß  9. <ind> Der Mehrheitserwerb an der Schweizerischen Volksbank durch die CS Holding stellt  einen Zusammenschluß im Sinne des Artikels 3(1)b der Verordnung dar.  V. <ind> Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt  10. <ind> Die Schweizerische Kreditanstalt ist ein Kreditinstitut, das sich insbesondere auf dem  internationalen Bankenmarkt mit der strategischen Ausrichtung auf internationales Investment  Banking behauptet. Am 31. Dezember 1991 rangierte das Institut bezueglich Bilanzsumme und  Eigenmittel weltweit auf Position 46 bzw. auf Position 33. Die hauptsächlich auf das heimische  Mengengeschäft ausgerichtete Schweizerische Volksbank rangierte entsprechend auf Position 156  bzw. auf Position 142.  11. <ind> Der Zusammenschluß der dritt- mit der viertgrössten Schweizer Bank führt zu einer  bedeutenden Umstrukturierung des Schweizer Bankenmarkts. Da der Schwerpunkt der  Aktivitäten beider Unternehmen jedoch jeweils in unterschiedlichen Bereichen des Bankgeschäfts  liegt, besteht innerhalb der Europäischen Gemeinschaft nur eine geringfügige Überschneidung  der Geschäftsbereiche. Die Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Gemeinsamen Markt  sind daher relativ geringfügig.  12. <ind> Der zusammengefasste Marktanteil der Schweizerischen Kreditanstalt und der  Schweizerischen Volksbank auf jedem denkbaren relevanten Markt sowohl innerhalb der  Europäischen Gemeinschaft als auch in irgendeinem Mitgliedstaat liegt unter 10%. Die  Marktstellung beider Unternehmen innerhalb der Gemeinschaft kann durch die folgenden  zusammengefassten prozentualen Anteile am Gesamtvolumen der Gemeinschaft in einigen  Bankensektoren verdeutlicht werden:   <ind> - <ind> Bilanzsumme: <ind> 0,67%  <ind> - <ind> Kundengelder: <ind> 0,44%  <ind> - <ind> Ausleihungen: <ind> 0,32%  <ind> - <ind> Eigene Mittel: <ind> 0,52%.  13. <ind> Aus diesen Gründen hat die Kommission entschieden, gegen den angemeldeten  Zusammenschluß keine Einwände zu erheben und ihn für vereinbar mit dem Gemeinsamen  Markt zu erklären. Diese Entscheidung beruht auf Artikel 6(1)b der Fusionskontrollverordnung.  Für die Kommission