CELEX: C2000/316/06
Language: de
Date: 2000-11-04 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 13. Juli 2000 in der Rechtssache C-261/98: Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Portugiesische Republik (Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Richtlinie 76/464/EWG — Gewässerverschmutzung — Nichtumsetzung)

C 316/4                DE                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         4.11.2000
               URTEIL DES GERICHTSHOFES                                                  URTEIL DES GERICHTSHOFES
                        (Zweite Kammer)                                                           (Sechste Kammer)
                        vom 13. Juli 2000                                                          vom 13. Juli 2000
in der Rechtssache C-261/98: Kommission der Euro-                       in der Rechtssache C-412/98 (Vorabentscheidungsersu-
päischen Gemeinschaften gegen Portugiesische Repu-                      chen der Cour d’appel Versailles): Group Josi Reinsurance
                               blik (1)                                 Company SA gegen Universal General Insurance Comp-
                                                                                                     any (UGIC) (1)
(Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats — Richtlinie
76/464/EWG — Gewässerverschmutzung — Nichtumset-                        (Brüsseler Übereinkommen — Persönlicher Anwendungsbe-
                                zung)                                   reich — Klägerin mit Wohnsitz in einem Nichtvertragsstaat
                                                                        — Sachlicher Anwendungsbereich — Zuständigkeits-
                         (2000/C 316/06)                                vorschriften für Versicherungssachen — Rechtsstreit über
                                                                                          einen Rückversicherungsvertrag)
                 (Verfahrenssprache: Portugiesisch)                                                 (2000/C 316/07)
(Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
                                                                                             (Verfahrenssprache: Französisch)
          Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
In der Rechtssache C-261/98, Kommission der Europäischen                (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung erscheint in der
Gemeinschaften (Bevollmächtigter: F. de Sousa Fialho) gegen                       Sammlung der Rechtsprechung des Gerichtshofes.)
Portugiesische Republik (Bevollmächtigte: L. Fernandes, M. Tel-
les Romão und J. Lopes Fernandes), wegen Feststellung, dass
die Portugiesische Republik dadurch gegen ihre Verpflichtun-            In der Rechtssache C-412/98 wegen eines dem Gerichtshof
gen aus Artikel 7 der Richtlinie 76/464/EWG des Rates                   gemäss dem Protokoll vom 3. Juni 1971 betreffend die
vom 4. Mai 1976 betreffend die Verschmutzung infolge der                Auslegung des Übereinkommens vom 27. September 1968
Ableitung bestimmter gefährlicher Stoffe in die Gewässer der            über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung
Gemeinschaft (ABl. L 129, S. 23) und aus Artikel 189 Absatz 3           gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
EG-Vertrag (jetzt Artikel 249 Absatz 3 EG) verstoßen hat, dass          durch den Gerichtshof von der Cour d’appel Versailles (Frank-
sie die Qualitätsziele festlegenden Programme zur Verringe-             reich) in dem bei dieser anhängigen Rechtsstreit Group Josi
rung der Verschmutzung und deren Ergebnisse hinsichtlich                Reinsurance Company SA gegen Universal General Insurance
der 99 vorrangigen Stoffe, auf die sich der erste Gedankenstrich        Company (UGIC) vorgelegten Ersuchens um Vorabentschei-
in der Liste II des Anhangs dieser Richtlinie bezieht, nicht            dung über die Auslegung der Vorschriften des Titels II des
erlassen und/oder nicht einmal in knapper Form mitgeteilt hat,          Übereinkommens vom 27. September 1968 (ABl. 1972,
hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des                L 299, S. 32) mit Änderungen durch das Übereinkommen
Kammerpräsidenten R. Schintgen sowie der Richter G. Hirsch              vom 9. Oktober 1978 über den Beitritt des Königreichs
und V. Skouris (Berichterstatter) — Generalanwalt: A. Saggio;           Dänemark, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbri-
Kanzler: R. Grass — am 13. Juli 2000 ein Urteil mit folgendem           tannien und Nordirland (ABl. L 304, S. 1 und — geänderte
Tenor erlassen:                                                         Fassung — S. 77), das Übereinkommen vom 25. Oktober
                                                                        1982 über den Beitritt der Republik Griechenland (ABl. L 388,
1.    Die Portugiesische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflich-     S. 1) und das Übereinkommen vom 26. Mai 1989 über den
      tungen aus Artikel 7 der Richtlinie 76/464/EWG des Rates          Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen
      vom 4. Mai 1976 betreffend die Verschmutzung infolge der          Republik (ABl. L 285, S. 1) hat der Gerichtshof (Sechste
      Ableitung bestimmter gefährlicher Stoffe in die Gewässer          Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten J. C.
      der Gemeinschaft verstoßen, dass sie keine Programme zur          Moitinho de Almeida, der Richter R. Schintgen (Berichterstat-
      Verringerung der Verschmutzung der Gewässer erlassen hat, die     ter), J.-P. Puissochet und G. Hirsch sowie der Richterin
      Qualitätsziele zur Verringerung der Verschmutzung durch           F. Macken — Generalanwalt: N. Fennelly; Kanzler: D. Louter-
      Stoffe umfassen, die unter den ersten Gedankenstrich der Liste II man-Hubeau, Hauptverwaltungsrätin — am 13. Juli 2000 ein
      des Anhangs dieser Richtlinie fallen.                             Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
2.    Die Portugiesische Republik trägt die Kosten des Verfahrens.      1.    Titel II des Übereinkommens vom 27. September 1968 über die
                                                                              gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher
                                                                              Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen mit Änderungen
(1) ABl. C 278 vom 5.9.1998.                                                  durch das Übereinkommen vom 9. Oktober 1978 über den
                                                                              Beitritt des Königreichs Dänemark, Irlands und des Vereinigten
                                                                              Königreichs Großbritannien und Nordirland, des Übereinkom-
                                                                              mens vom 25. Oktober 1982 über den Beitritt der Republik