CELEX: 51988PC0553
Language: de
Date: 1988-10-21
Title: Vorschlag für eine VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Regelung der Gewährung der Beihilfe für die Umstellung der landwirtschaftlichen Erzeugung (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 553
Vol. 1988/0190
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                            KOM(88 ) 553 endg .
                                            Brüssel , den 21 . Oktober 1988
                          Vorschlag für eine
                      VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
    zur Regelung der Gewährung der Beihilfe für die Umstellung
                 der landwirtschaftlichen Erzeugung
                   ( von der Kommission vorgelegt )
                                        л       ■ (.
                             -w. „
                             M
                             IJO
                                    m l; '
                                        ù!
                                             o\
 ---pagebreak---                                             - 1 -
                                         BEGRÜNDUNG
 Mit Verordnung ( EWG ) Nr . 797 /85 des Rates zur Verbesserung der Effizienz der
 Agrarstruktur ( 1 ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 1137 /88
 ( 2 ), wurde eine Beihilfenregelung für die Umstellung auf nichtüberschüssige
 Erzeugnisse eingeführt . Nach Artikel lc Absatz 2 dieser Verordnung legt der
 Rat auf Vorschlag der Kommission das Verzeichnis der Erzeugnisse , auf die um¬
 gestellt werden darf , sowie die Einzelheiten und Bedingungen für die Gewährung
 der Beihilfe fest .
Mit der Umstellungsregelung sollen die Sektoren mit Uberschusserzeugung besser
 an die Marktbedürfnisse angepasst werden . Damit die unterschiedlichen Verhält¬
nisse in den einzelnen Regionen der Gemeinschaft berücksichtigt werden können ,
 schlägt die Kommission vor , in einem Verzeichnis die Erzeugungen anzugeben ,
auf die umgestellt werden kann , und den Mitgliedstaaten die Auswahl der ein¬
zelnen Erzeugnisse aus diesem Verzeichnis selbst zu überlassen . Dabei wenden
die Mitgliedstaaten die Kriterien des nachstehenden Verordnungsentwurfs an , um
vor allem neue Uberschussproduktionen zu verhindern und eine einheitliche An¬
wendung der Regelung zu gewährleisten .
Bei der Bearbeitung der Kriterien war die Kommission darauf bedacht , die Um¬
stellung auf solche Erzeugnisse zu lenken , für die noch eine ausreichende Ge¬
meinschaftsnachfrage besteht und die nicht systematisch von der Gemeinschaft
bezuschusst werden , da es im Rahmen der Marktorganisationen bereits Instrumen¬
te gibt , mit denen bestimmte Produktionen gezielt gefördert werden können
 ( z.B. die Anpassung des Preisniveaus , Sortenumstellungen , Qualitätsanforderun-
gen usw .). Bei öl- und Eiweifipflanzen beispielsweise wäre die Umstellungsrege-
lung nicht auf Erzeugnisse wie Raps , Rübsen und Sojabohnen , die im Rahmen ei ¬
ner gemeinsamen Marktorganisation bereits bezuschufit werden , sondern nur für
andere Erzeugnisse dieses Sektors , wie bestimmte , für den menschlichen Verzehr
geeignete Leguminosen ( Kichererbsen , Linsen und Bohnen ) anwendbar .
( 1 ) ABI . Nr . L 93 vom 30.3.1985 , S. 1
( 2 ) ABI . Nr . L 108 vom 29.4.1988 , S. 1
                                                                                   I
 ---pagebreak--- Auch die Umstellung auf Erzeugnisse , die nicht in Anhang II des Vertrags auf¬
geführt sind , wie z.B. Tiere für die Spinnstoffund Pelzerzeugung , soll gestat¬
tet werden , da ihre Erzeugung in bestimmten Fällen , besonders jedoch dort , wo
die Möglichkeiten der Umstellung auf nichtüberschüssige Agrarerzeugnisse be¬
grenzt sind , als Tätigkeit des Agrarsektors oder als ihm eng verbundene Tätig¬
keit gelten kann .
Wegen der Probleme der Gemeinschaft beim Fleischabsatz wird vorgeschlagen , die
Umstellungsregelung nur auf Tiere für Freizeitzwecke und Tiere für die Spinn-
und Pelzerzeugung anzuwenden .
Die Kommission hält die " Sorten"-Umstellung , d.h . die Umstellung innerhalb ei ¬
nes Produktiosbereiches auf gefragtere Sorten oder auf sogenannte Qualitätser¬
zeugnisse zwar für wichtig , ist jedoch der Meinung , daß diesbezügliche Förde¬
rungsmöglichkeiten mit Hilfe anderer Verordnungen zu schaffen sind . Sie er¬
klärt sich infolgedessen bereit , die Sortenumstellung im Rahmen der gemeinsa¬
men Marktorganisationen , etwa durch die Einführung von Preisstaffelungen , zu
fördern , und eine Vorschrift vorzusehen , um auch für die Agrarerzeugnisse aus
dem sogenannten biologischen Anbau gemeinschaftsweit anerkannte Gütesiegel
einzuführen . Die Kommission erwägt außerdem , im Rahmen der Regelung für die
" Extens ivierung " der Erzeugung biologische Anbauraethoden zu fördern . Was die
Holz - und Forstwirtschaft anbelangt , so verweist die Kommission auf die Bedeu¬
tung von Aufforstungsmaßnahmen im Rahmen der Umstellung landwirtschaftlicher
Produktionsbereiche . Sie wird deshalb , im Rahmen einer separaten Mitteilung
über die Holz - und Forstwirtschaft , Maßnahmen zur Förderung der Aufforstung
landwirtschaftlicher Nutzflächen Vorschlägen .
Hinsichtlich der Form der Beihilfe schlägt die Kommission ein System von Hek¬
tarbeihilfen vor , die nach dem umstellungsbedingten Einkommensverlust berech¬
net werden . Die Beihilfehöchstbeträge sollen dabei entsprechend den Erzeugun¬
gen vor der Umstellung folgendermassen differenziert werden :
 ---pagebreak---                                        - 3
Von der Umstellung betroffene Erzeugnisse               Jahreshochstbetrae
Feldkulturen                                              600 ECU / ha
Dauerkulturen , ausgenommen Zitruskulturen              1.500 ECU / ha
Zitruskulturen                                          2.200 ECU/ ha
Rinder                                                    200 ECU je Grossvieh¬
                                                                    einheit
Schafe und Ziegen                                         300 ECU je Grossvieh¬
                                                                    einheit
Schweine                                                  100 ECU / Schweinebucht
Geflügel                                                  100 ECU / Tiere
Eier                                                      250 ECU/ 100 Legehennen
Diese Beträge entsprechen annähernd den umstellungsbedingten Einkommensverlu¬
sten zu Beginn der Umstellung , in der aus der neuen Erzeugung noch keine Ein¬
künfte bezogen werden .
Da das Einkommen aus der neuen Erzeugung in den ersten Jahren schrittweise an¬
steigt , bevor das Höchstniveau erreicht ist , wird die Beihilfe für 5 Jahre ge¬
währt , wobei der Betrag bei Umstellung auf Dauerkulturen im vierten und fünf¬
ten Jahr progressiv gekürzt wird . Bei Umstellung auf einjährige Kulturen oder
auf andere Produktionsbereiche , in denen schon in den ersten Jahren nach der
Umstellung ein Einkommen gewährleistet ist , wird die Beihilfe für drei Jahre
gewährt , wobei der jeweilige Betrag im zweiten und dritten Jahr progressiv ge ¬
kürzt wird .
Im Rahmen dieser Regelung müssten also die Mitgliedstaaten die Beihilfebeträge
entsprechend den eingegangenen spezifischen Verpflichtungen bestimmen .
                                                                                  £
 ---pagebreak---                                   Vorschlag für eine
                             VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
            zur Regelung der Gewährung der Beihilfe für die Umstellung
                         der landwirtschaftlichen Erzeugung
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
gestützt auf die Verordnung ( EWG)' Nr . 797 / 85 des Rates vom 12 . März 1985 zur
Verbesserung der Effizienz der Agrarstruktur ( 1 ), zuletzt geändert durch die
Verordnung ( EWG ) Nr . 1137 / 88 ( 2 ), insbesondere auf Artikel lc Absatz 2 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Bei der Festlegung der für eine Umstellung in Frage kommenden Erzeugnisse ,
muss der unterschiedlichen Lage in den verschiedenen Regionen der Gemeinschaft
Rechnung getragen werden . Es erscheint daher zweckmässig , ein Verzeichnis
der Produktonsberei che oder der Erzeugnisse zu erstellen , und den Mitgliedstaa¬
ten im übrigen die Auswahl der einzelnen Erzeugnisse selbst zu überlassen ,
wobei es neben der Beachtung bestimmter Kriterien insbesondere darauf ankommt ,
neue Überschüsse zu vermeiden und eine einheitliche Anwendung der Regelung
zu gewährleisten .
 Um der Entwicklung auf den Agrarmärkten und der möglichen Entwicklung bestimm¬
 ter Erzeugnisse bis hin zur örtlichen Ebene Rechnung zu tragen , ist vorzusehen ,
 dass das Verzeichnis der Erzeugnisse von der Kommission geändert werden kann .
 ( 1 ) ABI . Nr . L 93 vom 30.3.1985 , S. 1
 ( 2 ) ABI . Nr . L 108 vom 29.4.1988 , S. 1
 ---pagebreak---                                                                                  ί. ' *
                                          7
Um einer spekulativen Nutzniessung vorzubeugen , sind die in jüngster Zeit auf
Uberschusserzeugungen umgestellten Nutzflächen von der Regelung auszunehmen .
Angesichts der zunehmenden Anforderungen in bezug auf den Umweltschutz und die
Erhaltung des natürlichen Lebensraumes ist vorzusehen , dass der betreffende
Erzeuger die Pflege der auf andere Erzeugungen umgestellten Nutzfläche gewähr¬
leistet .
Die Höhe der Beihilfe wird von den Mitgliedstaaten auf Grundlage des Einkom¬
mensverlustes unter Berücksichtigung des Einkommens vor und nach der Umstel ¬
lung berechnet . Es ist angezeigt , für die jeweiligen Kulturen Beihilfehöchst¬
beträge festzusetzen und die Beihilfe über einen bestimmten Zeitraum zu gewäh ¬
ren , welcher der zur Umstellung erforderlichen Dauer Rechnung trägt -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                      Artikel 1
Diese Verordnung enthält die Bedingungen und Einzelheiten der Beihilferegelung
zur Förderung der Umstellung der Erzeugung gemäss Artikel lc der Verordnung
( EWG ) Nr . 797 / 85 .
                                      Artikel 7
1.   Die gemeinschaftliche Beihilferegelung begünstigt die Umstellung auf fol ¬
     gende Produktionsbereiche :
     - öl- und Eiweisspflanzen , insbesondere für die menschliche Ernährung ;
     - Trockenfrüchte , Beerenfrüchte oder tropische und subtropische Früchte ;
     - Arznei -, Duft- oder Pflanzen , die zur Herstellung von Gewürzen bestimmt
         sind ;
     - Pflanzen für die Textil -, Papier- und chemische Industrie , einschliess¬
         lich die Energieerzeugung ;
     - Tiere für Freizeitzwecke oder für andere als Ernährungszwecke , insbe ¬
         sondere die Herstellung von Spinnstoffen und Pelzen ;
     - Zierpflanzen und Blumen ;
                                                                                     C
 ---pagebreak---                                             3
2.   Die Mitgliedstaaten wählen aus dem Verzeichnis gemäss Absatz 1 die einzel¬
     nen . für die Umstellung zulässigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus
     und garantieren ,
     a ) dass diese Erzeugnisse
           - nicht im Rahmen einer gemeinsamen Marktorganisation durch
             gemeinschaftliche Erzeuger- oder Verarbeitungsbeihilfen , Interventionen
             in Form von Einlagerungen bzw . Ausgleichszahlungen für Rücknahme -
             und Ankaufsmassnahmen oder Ausfuhrerstattungen subventioniert werden ;
         -   nicht überwiegend für den Fleischkonsum bestimmt sind ;
         -   in der Handelsbilanz der Gemeinschaft keinen Positivsaldo darstellen ;
     b ) dass die Umstellung auf diese Erzeugnisse
         -   den Landwirten wirtschaftliche Vorteile bringt ;
         -   gemeinschaftsweit eine bessere Form der Raumordnung darstellt ,
             die der natürlichen Eignung der Böden Rechnung trägt .
3.   Nach dem Verfahren des Artikels 25 der Verordnung ( EWG ) Nr . 797 / 85 kann
     die Kommission das Verzeichnis gemäss Absatz 1 unter besonderer Berück¬
     sichtigung der in Absatz 2 genannten Kriterien ändern .
                                       Artikel 3
In den Genuss einer Umstellungsbeihilfe kommen Erzeuger , die sich verpflich¬
ten , von Überschusserzeugnissen auf nichtüberschüssige Erzeugnisse im Sinne
von Artikel 1b Absatz 1 der Verordnung ( EWG ) Nr . 797 / 85 umzustellen , die die
Mitgliedstaaten gemäss Artikel 2 Absatz 2 dieser Verordnung bestimmen .
 ---pagebreak---                                            - 4 -
                                        Artikel 4
1.   Um eine Umste L lungsbei hi If e zu erhalten , muss der Erzeuger
    den zuständigen Behörden nachweisen , dass er die Ausgangs-
 t  erzeugung während eines Bezugszeitraums betrieben hat , der von den Mit¬
    gliedstaaten gemäss den von der Kommission nach dem Verfahren des Artikels
    25 der Verordnung ( EWG ) Nr . 797 / 85 festgelegten Kriterien festgelegt wird .
2.   Zum Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen trägt der Erzeuger für
    die Pflege der umgestellten Böden Sorge .
                                       Artikel 5
1.  Die Umstellungsbeihilfe wird je Hektar Land bzw . je
    Vieheinheit gewährt , die von der Umstellung betroffen sind .
2.  Die Mitgliedstaaten bestimmen die Höhe der Beihilfe anhand
    der Einkommen aus der Erzeugung vor der Umstellung einerseits und der Ein¬
    kommen  aus der neuen Erzeugung andererseits . Die jährlichen Beihilfe ¬
    höchstbeträge sind im Anhang festgesetzt . Für die Umstellung auf einjähri ¬
    ge Kulturen oder auf Erzeugnisse ,die nicht in Anhang II des Vertrages auf¬
    geführt sind , wird die Beihilfe drei Jahre lang gewährt , wobei der Betrag
    im Verlauf des zweiten und dritten Jahres um 25% bzw . um 30% gesenkt wird .
    Für die Umstellung auf mehrjährige Kulturen wird die Beihilfe fünf Jahre
    lang gewährt , wobei der Betrag im vierten und fünften Jahr um 25% bzw . um
    30% gesenkt wird .
                                       Artikel 6
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt
der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in
jedem Mitgliedstaat .
Geschehen zu Brüssel , am                          Im Namen des Rates
                                                                                     <P
 ---pagebreak---                                             5
                                         ANHANG
                            Jährliche Beihilfehöchstbeträze
                              ( gemäss Artikel 5 Absatz 2 )
Von der Umstellunz betroffene Erzeuznisse              Jahreshöchstbetraz
Feldkulturen                                               600 ECU / ha
Dauerkulturen , ausgenommen Zitruskulturen             1.500 ECU / ha
Zitruskulturen                                         2.200 ECU / ha
Rinder                                                     200 ECU je Gros svi eh-
                                                                     einheit ( 1 )
Schafe und Ziegen                                          300 ECU je Grossvieh-
                                                                     einheit
Schweine                                                   100 ECU / Schweinebucht
Geflügel                                                   100 ECU / Tiere
Eier                                                       250 ECU/ 100 Legehennen
( 1 ) Die Tabelle für die Umrechnung von Rindern , Schafen und Ziegen in Gross ¬
      vieheinheiten ist dem Anhang der Verordnung ( EWG ) Nr . 797 / 85 des Rates vom
      12 . März 1985 zu entnehmen .
 ---pagebreak--- JU                                   ' Pt
   FINANZBOG E N
   Betnfft : Vorschlag .für eine Verordnung des Rates über Bedingungen und Modali ¬
                  täten für die Gewährung der Beihilfe zur Umstellung der Agrarerzeu¬
                  gung .
 1 . Haushaltsposten : jll B                 Artikel : JQO       Bezeichnung : spezifische
                                                                Strukturmaßnahmen in unmittel ¬
                                                                barem Zusammenhang mit der
 “–■–:-----                                         -     - , , MarktpaLitik .          -      . ...
 2 . Rechtsgrundlage : vo ( EWG ) 797/35 , Art . 1 c Abs . 2
 3 . Klassifizierung :
 4 . Ziele des Vorhabens und Beschreibung der Massnahme :
     Festlegung der Einzelbestimmungen für die Gewährung der Beihilfe zur Umstellung
     der Agrarerzeugung
 5.    Be rec hnung s we i se :
 5.1 . Ausgabenart : Erstattung eines Teils der zuschußfähigen öffentlichen Ausgaben
 5.2 . Anteil der Gemeinschaftsfinanzierung :
 5.3 . Berechnung : s . Anhang
       Finanzielle Auswirkungen auf die Haushaltsmittel :
       Fä l l 1 gke 1 t sp l an der Mittelbindungen und Zahlungen  ( MioECU )
                     Exerc i c e                C.E.                 C.P.
                     19 90                        1                   1
                     19 91                        1 /8                1,8
                     19 92                        2,7                 2,7
                     19 93                        3,1                 3,1
                     19 94                        3,5                 3,5
                     exercices ultérieurs         9,1                 9,1
                     Total                      21,2                 21,2
       Finanzierung während des laufenden Haushaltsjahres : entfällt
 7 . Anmerkungen : Diese Aktualisierung der Haushaltsschätzungen gilt als Anhalts ¬
                          punkt . Die Beihilfe wurde vom Rat mit der VO ( EWG ) Nr . 1760 / 87
                          beschlossen ; ihre Haushaltskosten wurden zusammen mit denen für
                          die Extensivierung im Finanzbogen zu der Unterlage K0MC86 ) 199
                          endgültig veranschlagt .
 ---pagebreak---                               ANHANG ZUM FINANZIERUNGSBOGEN
Betr . :   Hausahltsschätzung zur Umstellung der Agrarerzeugung
HYPOTHESEN
Bei der Umstellung lassen sich fünf Grundtypen unterscheiden :
1 . Umstellung des Ackerbaus auf andere Feldfrüchte ( z.B. Getreide auf In ¬
     dustrie -, Dufststoffe oder Arzneipflanzen ) ( A / A ).
2 . Umstellung von Ackerbau auf Dauerkulturen ( z.B. Getreide auf Jojoba ,
     Beerenobst , Schalenf rühte ) ( A/ P ).
3 . Umstellung von Dauerkulturen auf andere Baum- / Beerenfrüchte ( z.B. Obstbäume
     auf Schalenfrüchte oder tropische Früchte ) ( P / P ).
4 . Umstellung der extensiven Viehhaltung auf andere extensive tierische Erzeu ¬
     gungen ( z.B. Rinder- und Schafhaltung auf Kaschmir- oder Angorawolle ) ( E / E ) .
5 . Umstellung der intensiven Viehhaltung auf andere intensive tierische Erzeu¬
     gungen ( z.B. Schweine - und Geflügelhaltung auf Pelztiere usw . ) ( I / I ).
Für diese Haupttypen wurden folgende Mengen und Beihilfesätze zugrundeglegt :
:    Umstellung                 Jährliche Mengen               Durchschnittlicher
                                                             Beihilfesatz ( 1 . Jahr )
:     A/A                       3.000 ha                        200 ECU / ha       (1)
:     A/ P                      3.000 ha                        400 ECU / ha       (2)
:     P/P                       1.000 ha                      1.200 ECU / ha       (2)
:     E/E                       3.000 GVE (« + 3.000 ha )       100 ECU / GVE      (1)
:     I /I                     10.000 Schweineplätze ( oder      50 ECU / Platz    (1)
                                        Entsprechung für
                                        Geflügel
( 1 ) Umstellung auf bereits im ersten Jahr einträgliche Erzeugung
( 2 ) Umstellung auf erst nach einigen Jahren einträgliche Erzeugung
 ---pagebreak---                                              - 2 -
BERECHNUNG
Umstellung auf Jahreskulturen und Viehhaltung
A/ A :   3.000 ha        X 200 ECU   X 25 % ■ 0,15 Mio ECU
E/E :    3.000 GVE       X 100 ECU   X 25 X * 0,075 Mio ECU
I/I :   10.000 Plätze    X  50 ECU   X 25 X X 0.125 Mio ECU
- 1 . Jahr                                     0,350 Mio ECU
- 2 . Jahr (- 25 X )                           0,263 Mio ECU
- 3 . Jahr (- 30 X )                           0,245 Mio ECU
    Jahr der                             Kosten f ir EAGFL [ A ) :
   Umstellung                                                         Folgende Haus - :
                      1990       1991      1992      1993        1994 halts iahre     :
   1989            0,35         0,263     0,245
   1990                -
                                0,35      0,263     0,245          -           -      :
   1991                -          -
                                          0,35      0,263     0,245            -      :
   1992                -          -         -
                                                    0,35      0,263       0,245       :
   1993                -          -         -         -
                                                              0,35        0,508       :
   1994                -          -                   -            -
                                                                          0,858       :
                   0,35         0.613     0.858     0.858     0.858       1.611       :
                   Insgesamt 5.148 Mio ECU
Umstellung auf Dauerkulturen
A/ P :  3.000 ha x     400 ECU x 25 % * 0,3      Mio ECU
P/P :   1.000 ha x 1.200 ECU x 25 % = 0.3        Mio ECU
- 1.   Jahr                                0,6   Mio ECU
- 2.   Jahr                                0,6   Mio ECU
- 3.   Jahr                                0,6   Mio ECU
- 4.   Jahr (- 25 X )                      0,45  Mio ECU
- 5.   Jahr (- 30 % )                      0,42  Mio ECU
 :   Jahr dèr                            Kosten für EAGFL [ A ):
 : Umstellung                                                         Folgende Haus ¬
                      1990    :  1991      1992   :  1993        1994 halts iahre
 : 1989            0,6        : 0,6       0,6     : 0,45      0,42
 : 1990                -
                              : 0,6       0,6     : 0,6       0,45       0 , 42       :
 : 1991                -      :           0,6     : 0,6        0,6       0 , 87       :
 : 1992                -
                              :             -
                                                  : 0,6        0,6       1 , 47       :
 : 1993                -      :             -     :            0,6       2,07         :
 : 1994                -      :             -     :   -            -
                                                                         2,67         :
                   0.6        : 1JL       1.8     : 2,25       2,67        7.5        :
 9
                   Insgesamt 16.02 Ifio ECU
                                                                                        лг
 ---pagebreak---                                           - 3 -
ZUSAMMENFAS SUNG ( Mi O ECU )
:   Kosten für                   Umstellung  auf                  Insgesamt
:    EAGFL ( A )          Jahreskulturen       Dauerkulturen
:  1990                       0,35                0,6                0,95
:  1991                       0,613               1 ,?               0,813       :
:  1992                       0,858               1 .«               2,658       :
ί  1993                       0,858               2,25               3 , 10R
:  1994                       0,858               2,67               3.52R       :
: Folgende Haus -
: haltsiahre                  1.611               7.5                9 . 1Π      :
:  Insgesamt                  5.148              16.0 ?             21.168       :
MINDERAUSGABEN Ft)R DEN EAGFL ( G )
Diese Umstellungsmaßnahmen werden zu Minderausgaben für die Abteilung Garantie
des EAGFL führen , deren Höhe von den zugrundegelegten Hypothesen hinsichtlich
der betroffenen Flächen und Erzeugnisse abhängt . Auf der Grundlage der obenge ¬
nannten Flächen und Bestandszahlen sowie vereinfachter Hypothesen für die Er¬
zeugnisse ( Getreide , Zitronen , Rindfleisch , Schweinefleisch ) kann 1990 mit
Einsparungen von etwa 8 Mio ECU gerechnet werden , die sich bis 1994 auf 40 Mio
ECU erhöhen dürften .
                                                                                   }