CELEX: 31976R2819
Language: de
Date: 1976-11-27 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2819/76 der Kommission vom 22. November 1976 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit Ursprung in Spanien

23 . 11 . 76                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. L 324/ 5
                             VERORDNUNG ( EWG) Nr. 2819/76 DER KOMMISSION
                                                 vom 22 . November 1976
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Gurken mit
                                                  Ursprung in Spanien
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                Die zu berücksichtigenden Notierungen müssen auf
GEMEINSCHAFTEN —                                                den in der Verordnung (EWG) Nr. 21 18/74 (4), geän­
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­               dert durch die Verordnung ( EWG) Nr. 385/75 (5), ge­
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                 nannten repräsentativen Märkten festgestellt und gege­
                                                                benenfalls mit dem Koeffizienten multipliziert wer­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des               den, der in Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung ( EWG)
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­             Nr. 625/76 festgesetzt worden ist.
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EWG) Nr. 795/76 (2), insbeson­             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für spanische
 dere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,                    Gurken an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
 in Erwägung nachstehender Gründe :                             mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Refe­
                                                                renzpreis gelegen . Daher muß eine Ausgleichsabgabe
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung ( EWG) Nr.                   für diese Gurken erhoben werden .
 1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an            Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                  lauben , ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                grunde zu legen :
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­               — für die Währungen , die untereinander zu jedem
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird .                          Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
                                                                      chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden , ein
 Die Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwi­                   Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
schen dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mit­                   rität dieser Währungen stützt,
tel der beiden letzten , für das betreffende Herkunfts­
 land verfügbaren Einfuhrpreise sein .                          — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs,
                                                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 625/76 der Kommis­                       kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
sion vom 19 . März 1976 zur Festsetzung der Referenz­                 der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 preise für Gurken bis zum Abschluß des Wirtschafts­                  Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
jahres 1 976 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­                hendem Absatz festgestellt wird —
zeugnisse der Güteklasse I für den Monat November
 1976 auf 48,78 Rechnungseinheiten pro Doppelzent­
ner Eigengewicht festgesetzt.                                   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                    Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­          Auf Einfuhren von Gurken (Zolltarifstelle ex 07.01 P
ven Märkten , für welche Notierungen vorliegen , ver­           des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Spanien
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 3,73 Rech­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die             nungseinheiten je 100 kg Eigengewicht angewandt.
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung ( EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­                                     Artikel 2
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung ( EWG) Nr. 1035/72                Diese Verordnung tritt am 24. November 1976 in
festgelegt.                                                     Kraft .
                Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
                Mitgliedstaat.
                Brüssel , den 22 . November 1976
                                                                            Für die Kommission
                                                                               P.J. LARDINOIS
                                                                         Mitglied der Kommission
(!) ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .
(2 ) ABl . Nr. L 93 vom 8 . 4. 1976, S. 6 .                     (*>) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
(3 ABl . Nr. L 74 vom 20 . 3 . 1976, S. 11 .                     5 ABl . Nr. L 44 vom 18 . 2 . 1975 , S. 8 .