CELEX: 31979R2554
Language: de
Date: 1979-11-20 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2554/79 der Kommission vom 19. November 1979 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 293/6                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            20 . 11 . 79
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 2554/79 DER KOMMISSION
                                              vom 19. November 1979
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ur­
                                               sprung in Rumänien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                              (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                             den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                             und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­            Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                              dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
                                                             1 Absatz 2 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr.
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des            827/79 festgesetzt worden ist.
Rates vom 18 . Mai 1972 über die gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ( !), zuletzt geändert      Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für rumäni­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1301 /79 (2), insbe­          sche Tomaten an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,         gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                             dem Referenzpreis gelegen. Daher muß eine Aus­
in Erwägung nachstehender Gründe :                           gleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden .
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                 Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei         lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an        grunde zu legen :
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­             — für die Währungen, die untereinander zu jedem
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus              Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­                 chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­               ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                   Parität dieser Währungen stützt,
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der          — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­            der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
fügbaren Einfuhrpreise sein.                                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
                                                                  der während eines bestimmten Zeitraums für die
In der Verordnung (EWG) Nr. 827/79 der Kommis­                    Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorste­
sion vom 26. April 1979 zur Festsetzung der Referenz­             hendem Gedankenstrich festgestellt wird.
preise für Tomaten bis zum Ende des Wirtschaftsjah­
res 1979 (3) wurde der Referenzpreis für dieses Erzeug­      Der Koeffizient für die Umrechnung der in Rech­
nis der Güteklasse I während der Zeit vom 1 . Oktober        nungseinheiten (RE) festgesetzten Beträge in ECU ist
bis 20. Dezember 1979 auf 30,79 ECU je 100 kg                in der Verordnung (EWG) Nr. 652/79 des Rates vom
Eigengewicht festgesetzt.                                    29 . März 1979 (6) festgelegt —
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
                                                             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentati­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­
                                                                                     Artikel 1
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.              Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle 07.01 M
1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­          des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Rumä­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­      nien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 3,80
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72             ECU je 100 kg Eigengewicht angewandt.
festgelegt.
                                                                                     Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                             Diese Verordnung tritt am 21 . November 1979 in
                                                             Kraft.
(!) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 162 vom 30. 6. 1979, S. 26.
(3) ABl . Nr. L 105 vom 27. 4. 1979, S. 20 .                 (5) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
h) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.                     6) ABl. Nr. L 84 vom 4. 4. 1979, S. 1 .
 ---pagebreak--- 20 . 11 . 79                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        Nr. L 293/7
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 19. November 1979
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Finn GUNDELACH
                                                                       Vizepräsident