CELEX: 51996PC0012(01)
Language: de
Date: 1996-01-31
Title: Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur zweiten Anpassung des Beschlusses Nr. 1110/94/EG (in der Fassung des Beschlusses Nr. .../96/EG) über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994-1998)

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51996PC0012(01)

Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur zweiten Anpassung des Beschlusses Nr. 1110/94/EG (in der Fassung des Beschlusses Nr. .../96/EG) über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994-1998)  /* KOM/96/0012 ENDG - COD 96/0034 */  

Amtsblatt Nr. C 115 vom 19/04/1996 S. 0001

Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates zur zweiten Anpassung des Beschlusses Nr. 1110/94/EG (in der Fassung des Beschlusses Nr. . . ./96/EG) über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994-1998) (96/C 115/01) KOM(96) 12 endg. - 96/034(COD) (Von der Kommission vorgelegt am 2. Februar 1996)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absätze 1 und 2,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,nach Stellungnahme des Ausschusses der Regionen,gemäß dem Verfahren des Artikels 189b des Vertrages,in Erwägung nachstehender Gründe:Mit dem Beschluß Nr. 1110/94/EG (1) haben das Europäische Parlament und der Rat ein Viertes Rahmenprogramm 1994-1998 verabschiedet, das derzeit umgesetzt wird. Mit dem Beschluß Nr. . . ./96/EG haben das Europäische Parlament und der Rat dieses Programm infolge des Beitritts der Republik Österreich, der Republik Finnland und des Königreichs Schweden zur Europäischen Union angepaßt. Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. . . ./96/EG legt den Gesamthöchstbetrag für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Vierten Rahmenprogramm auf 11 764 Millionen ECU fest; gemäß diesem Artikel haben das Europäische Parlament und der Rat den Gesamthöchstbetrag bis spätestens 30. Juni 1996 mit der Möglichkeit zu überprüfen, ihn auf 12 359 Millionen ECU aufzustocken.Der Durchführungsstand des Vierten Rahmenprogramms läßt eine hohe Beteiligung an den ersten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen erkennen. Aufgrund dieser Mobilisierung, insbesondere der Industrie, können nicht alle qualitativ hochwertigen Projekte unterstützt werden. Die für 1995 eingeplanten Mittel wurden gebunden.Die Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und damit der Wiederankurbelung der Wirtschaft und der Beschäftigung. Die Handelsbilanz zwischen der Europäischen Union und Drittländern im Bereich der Spitzentechnologien verlangt eine Steigerung der Forschungstätigkeit. Der Umfang des Bedarfs macht ein gemeinschaftsweites gezieltes Vorgehen erforderlich.Aus dem gemäß Artikel 130p des Vertrags von der Kommission vorgelegten Jahresbericht 1995 (2) geht hervor, daß die Forschungsprogramme der Gemeinschaft die Bildung von Kooperationsnetzen fördern, um die übermäßige Streuung der Arbeiten aufzufangen und unnötige Doppelarbeiten zu vermeiden. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, daß sich dies spürbar in der Wirtschaft niederschlägt.Bei der Aufstockung der Mittel für das Vierte Rahmenprogramm muß die Entwicklung der finanziellen Vorausschau der Europäischen Union berücksichtigt werden.Besonderes Gewicht sollen die Maßnahmen erhalten, die die Zusammenarbeit zwischen den Forschungstätigkeiten der Mitgliedstaaten oder deren Koordinierung verbessern (3).Die Überlegungen der von der Kommission eingerichteten Task Forces Forschung/Industrie (4) tragen zu einer besseren Festlegung der Forschungsprioritäten in Absprache mit der Industrie, einschließlich der KMU, und den Anwendern bei. Sie helfen bei einer besseren Koordinierung und Konzentration der Arbeiten und des in der gesamten Union vorhandenen Potentials. Außerdem streben sie die Schaffung innovationsfördernder Rahmenbedingungen an.Es sollten Forschungs-, technologische Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte (nachstehend "FTE"-Maßnahmen genannt) zu Themen verwirklicht werden, die für die Gemeinschaft wichtig sind, angesichts der raschen technologischen Entwicklungen dringenden Bedürfnissen gerecht werden und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sowie der Beschäftigung in der Union beitragen. Dabei handelt es sich um folgende Themen: Luft- und Raumfahrt, Kraftfahrzeuge, multimediale Lernprogramme, Intermodalität und Interoperabilität im Verkehr, Umwelt, Biowissenschaften, Zug der Zukunft und maritime Systeme.Im Hinblick auf die wissenschaftlichen und technischen Ziele dieser Projekte erweist sich bei der Umsetzung des Rahmenprogramms in Form von spezifischen Programmen eine verstärkte Zusammenarbeit und Koordinierung der Maßnahmen des ersten Aktionsbereichs des Vierten Rahmenprogramms (1994-1998) und ein Ausbau einiger Maßnahmen als notwendig. Damit dieser Ausbau den für die bessere Integration der bestehenden Themen erforderlichen Grad erreicht und wirksam ist, sollten die Mittel auf die folgenden fünf prioritären Bereiche konzentriert werden: Luft- und Raumfahrt, Kraftfahrzeuge, Multimedia-Lernsysteme, Intermodalität und Interoperabilität im Verkehr und Umwelt (insbesondere Wasserwirtschaft).Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) wurde gehört -BESCHLIESSEN:Einziger Artikel Der Beschluß Nr. 1110/94/EG in der Fassung des Beschlusses Nr. . . ./96/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom . . . 1996 wird wie folgt geändert:1. Artikel 1 Absatz 3 erhält folgende Fassung:"Der Gesamthöchstbetrag für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Vierten Rahmenprogramm beläuft sich auf 12 359 Millionen ECU."2. Anhang I wird durch Anhang I dieses Beschlusses ersetzt.3. Anhang III "Wissenschaftliche und technologische Zielsetzungen" wird durch Anhang II dieses Beschlusses ergänzt.(1) ABl. Nr. L 126 vom 18.5.1994.(2) KOM(95) 443 endg..(3) KOM(94) 438 vom 19.10.1994.(4) SEC(95) 1824.ANHANG I >PLATZ FÜR EINE TABELLE>>PLATZ FÜR EINE TABELLE>(1) Davon 639 Millionen ECU für den Verwaltungshaushalt der GFS.(2) Davon 96 Millionen ECU für im FTE-Programm enthaltene wissenschaftliche und technische Unterstützungsmaßnahmen, die wettbewerbsorientiert sein müssen.(3) Neben den Mitteln für den dritten Aktionsbereich wird durchschnittlich 1 % der Gesamtmittel des Vierten Rahmenprogramms für die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse im Rahmen des ersten Aktionsbereichs bereitgestellt. (Eine enge Koordinierung der Verbreitungs- und Verwertungsaktivitäten im Rahmen der spezifischen Programme des ersten Aktionsbereichs mit den Verbreitungs- und Verwertungsaktivitäten im Rahmen des dritten Aktionsbereichs wird sichergestellt.)(4) Davon 40 Millionen ECU für spezifische Aktionen zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung anderer Gemeinschaftspolitiken, die auf wettbewerbsorientierter Grundlage bereitgestellt werden.(5) Zusammen mit diesem Rahmenprogramm wird ein Rahmenprogramm (1994-1998) im Bereich der Forschung und Ausbildung für die Europäische Atomgemeinschaft mit einem Betrag in Höhe von insgesamt 1 441 Millionen ECU beschlossen. Somit erhöht sich der Gesamtbetrag für sämtliche FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft auf 13 800 Millionen ECU.(6) Umweltbezogene Forschungsvorhaben werden auch im Rahmen anderer Bereiche des ersten Aktionsbereichs durchgeführt, insbesondere in den Bereichen industrielle Technologien, Energie und Verkehr.ANHANG II Wissenschaftliche und technologische Zielsetzungen Anhang III des Beschlusses Nr. 1110/94/EG wird beibehalten und wie folgt ergänzt:i) Vor dem vorletzten Absatz der Einleitung wird folgender Wortlaut eingefügt:"Darüber hinaus wird ein gezieltes Konzept zur Lösung bestimmter Probleme, mit denen Industrie und Gesellschaft konfrontiert sind, entwickelt. Die Maßnahmen sind jeweils nicht nur auf einen einzigen Wirtschaftszweig beschränkt. Ihr Ziel ist es, die Weiterentwicklung, Demonstration und die integrierte Nutzung verschiedener generischer Technologien zu fördern, die Unternehmen ohne staatliche Anreize wahrscheinlich nicht oder zu zögerlich einführen würden.Dieses Konzept soll durch zwei verschiedene, sich ergänzende Maßnahmen verwirklicht werden:- stärkere Konzentration und Koordinierung der laufenden Maßnahmen, was unter anderem folgende Formen annehmen kann: Umstrukturierung der Arbeitsprogramme, Veröffentlichung gemeinsamer oder gebündelter Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, 'Bündelung' von Projekten verschiedener Programme, Zusammenlegung gezielter Projekte, Verbindung zu EUREKA und/oder Konzertierung mit einzelstaatlichen Programmen,- Ausbau der Tätigkeiten in bestimmten Bereichen nach dem gleichen Konzept, um prioritären Zielen gerecht zu werden."ii) Vor dem letzten Absatz der Einleitung wird folgender Wortlaut eingefügt:"Prioritäre ThemenDie europäische Industrie weist im Vergleich zu ihren mächtigen Konkurrenten einige deutliche Schwächen auf. Trotz der vielversprechenden Entwicklung des Binnenmarkts bleibt die europäische Forschung und Industrie aufgrund wirtschaftlicher, kultureller und institutioneller Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten stark zersplittert. Es besteht ein dringender Bedarf an einem umfassenden einsatzfähigen Konzept, mit dem die Forschungs-, technologischen Entwicklungs- und Demonstrationstätigkeiten in der EU und den Mitgliedstaaten eng auf die politischen und Markterfordernisse abgestimmt und so die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gefördert werden können. Diese Zusammenarbeit sollte zu Synergien auf allen Stufen der Lieferkette führen und Forschungsarbeiten im Hinblick auf die Aufstellung einheitlicher Normen fördern.Die prioritären Themenbereiche und die Palette von Maßnahmen, die für sie beschlossen wurden, haben direkte Auswirkungen auf die Industrie, einschließlich der KMU, und die Bürger der gesamten Europäischen Union. Diese Maßnahmen fördern eine gemeinsame, konzentrierte und integrierte Forschung innerhalb des Rahmenprogramms und tragen somit zum Schutz der Beschäftigung, zu einem stärkeren wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt und einer besseren Koordinierung von Forschungs-, technologischen Entwicklungs- und Demonstrationstätigkeiten (FTE) bei.Luft- und RaumfahrtAngesichts eines immer härteren Wettbewerbs auf dem Weltmarkt für Flugzeuge befinden sich die Luft- und Raumfahrtindustrie und die Forschungseinrichtungen in einem Umstrukturierungsprozeß, da sie erkennen, daß eine bessere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zunehmend notwendig ist, damit die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden kann. Diese Verbesserung bedarf jedoch mehrerer Elemente: gute Technologie, neue Verfahren, bessere Entwurfsinstrumente, neue Formen des Datenaustauschs, neues Know-how in allen Bereichen. Ein einziges Programm alleine kann all diese Ziele nicht verwirklichen. Dies kann nur durch ein integriertes Maßnahmenpaket erreicht werden, das den einzelnen Firmen (darunter auch KMU) hilft und sie dabei unterstützt, in der komplexen Lieferkette zusammenzuarbeiten. Die EU spielt bei der Förderung der Koordinierung zwischen den zahlreichen bestehenden zivilen Luft- und Raumfahrt-FTE-Programmen in Europa eine wichtige Rolle und stellt ein Gegengewicht dar zu den ungefähr viermal höheren Mitteln, die für solche Programme in den USA bereitgestellt werden.Heute geht es um drei zentrale industrielle und technologische Ziele: Einsatz fortgeschrittener Technologien, um die Entwurfs- und Fertigungszyklen und die Kosten um 30 % zu verkürzen bzw. zu senken, dabei Rückgriff auf moderne Techniken des verteilten Parallel-Engineering, damit die Schranken zwischen den Unternehmen aufgehoben werden und die Effizienz der Lieferkette innerhalb des Netzes der Luft- und Raumfahrtindustrie verbessert wird, Entwicklung, Demonstration und Validierung von Technologien zur Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit des Flugzeugs der Zukunft und dadurch deutliche Verringerung der Betriebskosten um 25 % bei gleichzeitiger Verbesserung der Sicherheit sowie Verringerung der Umweltbelastung durch Flugzeuge, d. h. Verringerung der Schadstoffemissionen und der Lärmbelastung durch Flug- und Triebwerke als auch in der Kabine. Diese Technologie für den Bereich Luft- und Raumfahrt kann sich in vielen anderen Bereichen niederschlagen: Werkstoffe, Strukturen, Datenverarbeitung, Auslegung, Methodik, Elektronik, Telematik, Stromerzeugung, Systemintegration, Fertigungstechniken usw. Außerdem werden in der ganzen Lieferkette im Luft- und Raumfahrtbereich bewährte Methoden so weit wie möglich verbreitet, damit das Know-how in die industrielle Praxis umgesetzt wird, Effizienz und Flexibilität erhöht werden und die Umweltbelastung durch Flugzeuge so weit wie möglich reduziert wird.Die EU kann mit ihren derzeitigen Forschungsprogrammen, insbesondere mit den Programmen zu den Informationstechnologien und den Industrie- und Werkstofftechnologien langfristig die Bemühungen der Industrie unterstützen. Es bestehen jedoch vor allem bei der Koordinierung verwandter Tätigkeiten und der raschen Umsetzung der Ergebnisse der FTE-Arbeiten deutliche Defizite. Innerhalb der spezifischen Forschungsprogramme müssen ausgewählte großangelegte Demonstrationsvorhaben, die tatsächlich nur auf europäischer Ebene durchgeführt werden können, einschließlich des Netzes aller Zulieferunternehmen und Benutzer, eingeleitet werden; ferner sind Verbreitungs- und Ausbildungsmaßnahmen auf allen Stufen der Entwurf- und Fertigungskette sowie bei den Diensteanbietern und Infrastrukturbetreibern in der gesamten EU erforderlich. Daneben werden in Zusammenarbeit mit Drittländern spezielle Arbeiten durchgeführt.Multimediale LernsystemeDie Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa müssen einer dreifachen Herausforderung gerecht werden: Sie müssen die europäischen Bürger auf die Informationsgesellschaft vorbereiten, auf die Lern- und Schulungsbedürfnisse von immer unterschiedlicheren Lernenden - von Schulabgängern bis hin zu besonderen Kategorien von Lernenden wie Behinderte oder Lernenden in ländlichen Gemeinden - eingehen und das Verhältnis der Kosten zum pädagogischen Nutzen verbessern, da der größere und unterschiedlichere Bedarf nicht mit zusätzlichen Mitteln aufgefangen werden kann.Multimediale Lernsysteme sind vor allem aufgrund ihrer Interaktivität eine wirkliche Chance zur Bewältigung dieser Aufgaben. Dies wird bereits in kleinem Maßstab durch Pilotprojekte an Primär- und Sekundarschulen, neue Ausbildungskonzepte bei High-Tech-Unternehmen und durch den wachsenden Markt für mulitmediale On- und Off-line-Lerndienste für den Privatbereich verdeutlicht.Die beteiligten Industriezweige, darunter viele KMU, müssen sich auf einen weltweiten Markt vorbereiten, der dank benutzerfreundlicherer Multimedia-Systeme und dem starken Rückgang der Hardware-Preise und der Telekommunikationsgebühren bis Ende dieses Jahrhunderts qualitativ hochwertige Multimediadienste zu geringen Kosten bereitstellen wird.Um sich diesen industriellen und sozialen Herausforderungen stellen zu können, ist der Forschungsetat der Gemeinschaft im Bereich der Multimedia-Lernsysteme nicht ausreichend. Eine Erhöhung der Forschungsmittel ist notwendig, damit die europäische Industrie die Multimedia-Systeme, -Dienste und -Inhalte der Zukunft entwickeln und validieren kann. Die Industrie muß international wettbewerbsfähig sein, die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas berücksichtigen und auf den Bedarf von Lehrern, Ausbildern und Lernenden reagieren. Diese Tätigkeiten sollten durch Validierung und Demonstration neuer Multimedia-Anwendungen in anderen geographischen Gegenden - wobei es vor allem um den Ausbau der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern geht - in den Gesamtzusammenhang der globalen Informationsgesellschaft eingebunden werden.FTE-Arbeiten im Bereich KraftfahrzeugeDie Besorgnis über die Zunahme des Straßenverkehrs und dessen schädliche Auswirkungen wächst. Die Umweltverschmutzung durch den Stadtverkehr, die Verkehrsüberlastung in Ballungsgebieten sowie die Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung sind Probleme, für die dringend Lösungen gefunden werden müssen. Der größte Anteil der NOX-Emissionen geht auf das Konto des Straßenverkehrs, und auch für den Großteil der CO-Emissionen ist - je nach Fahrzeugtyp in unterschiedlichem Maße - das Auto verantwortlich. Gefragt sind moderate Konzepte, die die weltweiten Auswirkungen und die Akzeptanz alternativer Technologien berücksichtigen.Es geht darum, daß die Industrie, einschließlich KMU, und öffentliche Hand bei der Entwicklung neuer technischer Konzepte für das Auto und sein Umfeld zusammenarbeiten, die der Politik der Europäischen Union im Bereich Verkehr, Energie und Umwelt Rechnung tragen und dabei gleichzeitig auf gesellschaftliche Bedürfnisse eingehen sowie zur industriellen Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Es besteht bereits ein breiter Konsens über die aussichtsreichsten technologischen Optionen, Leistungen und Umweltziele. Die gemeinsamen Forschungsarbeiten müssen auf technische Neuerungen konzentriert werden, die Entwicklung emissionsarmer (ULEV) oder -freier (ZEV) Fahrzeuge sowie der erforderlichen Infrastruktur ermöglichen. Hierzu bietet sich die Entwicklung folgender Technologien an: Hybridfahrzeuge, elektrische Fahrzeuge, Energiespeicherungs-/Konvertersysteme (Brennstoffzellen, Batterien); wichtige zugehörige Technologien (Elektronik, Leichtbauwerkstoffe, Telematik usw.), eine neue Generation von Verbrennungsmotoren und mit neuen Brennstoffen betriebene Motoren (Biodiesel, Wasserstoff, Erdgas usw.). Ziel dieser Aktion ist es, die Anstrengungen auf die technologischen Schlüsselprobleme zu konzentrieren, die zusätzliche FTE- und Demonstrationstätigkeiten erfordern, um Fahrzeuge zu bauen, die nicht nur sauber, sicher, energieeffizient und 'intelligent' sind, sondern auch kostengünstig gefertigt und während ihrer gesamten Lebensdauer kostengünstig genutzt werden können. Vorrang wird Antriebssystemen eingeräumt, die sich auf das gesamte Kosten-Nutzen-Verhältnis für Umwelt und Industrie am stärksten auswirken.Einige spezifische Programme des Vierten Rahmenprogramms bieten die Möglichkeit, auf einige wichtige FTE-Erfordernisse einzugehen. Es sind jedoch zusätzliche FTE- und Demonstrationstätigkeiten in beträchtlichem Umfang erforderlich, damit auf strategisch wichtige Schwerpunkte eingegangen und ein kohärenter Rahmen für die vergleichende Bewertung unterschiedlicher technologischer und politischer Optionen geschaffen werden kann.Intermodalität und Interoperabilität im VerkehrDie gemeinsame Verkehrspolitik zielt auf eine auf Dauer tragbare Mobilität auf der Grundlage des Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern und der effizientesten und nachhaltigsten Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastrukturen ab, um die schädlichen Auswirkungen von Verkehrsüberlastung, Umweltverschmutzung und Verkehrsunfällen zu minimieren. Der intermodale Verkehr bietet ein beträchtliches Potential für eine höhere Leistungsfähigkeit der europäischen Verkehrssysteme. Ein Ausbau des intermodalen Verkehrs würde die Entwicklung und Umstrukturierung der im und für den Verkehrsbereich tätigen Industriezweige in der EU, insbesondere der KMU, fördern und die mit der Bereitstellung der Verkehrsinfrastruktur verbundene finanzielle Belastung der Mitgliedstaaten verringern.Hinter diesen Überlegungen steht die Idee eines integrierten Verkehrssystems, das kostengünstige und effiziente Tür-zu-Tür-Dienste mit einem nahtlosen Übergang von Gütern und Personen von einem zu einem anderen Verkehrsträger ermöglicht. Hierfür ist Ausgewogenheit zwischen einem wettbewerbs- und marktorientierten Umfeld und der Koordinierung von Kraftverkehrsunternehmern, Infrastrukturbetreibern, Systemlieferanten, öffentlichen Stellen und Verkehrsnutzern erforderlich. Für wichtige Fragen der Interoperabilität wie Entwurf von Umsteigepunkten und Umschlagtechnologien, Verkehrsmanagement, Informationssysteme, Logistik und Strategien für den Betrieb - insbesondere für den Schienenverkehr - müssen mittels Forschungs- und Demonstrationstätigkeiten Lösungen gefunden werden, wenn die Gesamthöhe verwirklicht werden soll. Den Bedürfnissen des Schienenverkehrs wird besonders Rechnung getragen.Derzeit fehlt es der multimodalen Verkehrsforschung, die innerhalb der EU und der Programme zersplittert ist, an Mitteln. Aus diesem Grund können keine bedeutenden Demonstrationstätigkeiten durchgeführt werden. Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr wird eine 'kritische Masse' an FTE-Tätigkeiten benötigt, wobei der Schwerpunkt auf Demonstrationsvorhaben liegen sollte, um greifbare Ergebnisse zu erhalten, die einen entscheidenden Einfluß auf das Verkehrssystem und die Wettbewerbsfähigkeit der im und für den Verkehrsbereich tätigen Industriezweige in der EU haben können. Die Forschungsarbeiten betreffen hauptsächlich die Leistungsfähigkeit von Umsteigepunkten, die Leistungsfähigkeit des intermodalen Netzes, den Einsatz von Informationstechnologien zur Verbesserung der Qualität der Dienste, bessere Verkehrsmittel, die Ablösung von herkömmlichen (modalen) Marktkonzepten sowie Ausbildungsmaßnahmen.FTE für die Umwelt (Wasser)Eine nachhaltige Wasserversorgung ist für die Europäische Union, ihre unmittelbaren Nachbarn im Mittelmeerraum und im Nahen Osten sowie für die gesamte Welt eine Angelegenheit von äußerster Dringlichkeit geworden. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum haben zu Ungleichgewichten zwischen Ressourcenangebot und -nachfrage, zur Verschlechterung der Wasserqualität, zur Überbeanspruchung der Ressourcen und zu globalen Umweltproblemen geführt, die schädliche Auswirkungen auf den Wasserkreislauf haben.Für einen Ausbau der FTE-Bemühungen der Gemeinschaft gibt es mehrere Gründe: die Wichtigkeit der Aufgabe, die Tatsache, daß die immer stärker voneinander abhängigen wirtschaftlichen Akteure über den Wasserkreislauf miteinander verbunden sind sowie die internationale Dimension der wasserwirtschaftlichen Konzepte. Darüber hinaus nimmt die EU bereits direkt (durch Richtlinien, Finanzierung von Infrastrukturen usw.) und indirekt (durch die Agrar-, Regional- und Umweltpolitik) in einer Art und Weise Einfluß, die die Nachfrage nach Technologien und Diensten sowie die Entwicklung des Wassermarktes deutlich beeinflussen. Die gemeinschaftliche FTE-Tätigkeit muß die Unternehmen und andere Akteure dabei unterstützen, auf Initiativen in anderen Politikbereichen zu reagieren. Sie muß dabei helfen, regionale Unterschiede bei den Wasserbewirtschaftungssystemen in technischer und verwaltungstechnischer Hinsicht abzubauen und aktuelle Probleme der Wasserverschmutzung und der zu starken Nutzung zu lösen. Außerdem sollten die Arbeiten zur Ausarbeitung von Notfallplänen für Dürreperioden, unfallbedingte Verseuchung und Flutkatastrophen beitragen.Der Markt der Wasserwirtschaft dürfte sich in den nächsten 15 Jahren weltweit auf ungefähr 125 Milliarden ECU verdreifachen; will man vollständig daran teilhaben, müssen einerseits die Technologien angepaßt, andererseits die Zusammenarbeit organisiert werden. In Europa gibt es mehrere internationale Wasserversorgungsunternehmen und hochwertige Wasserbewirtschaftungssysteme, was von verschiedenen nationalen und europäischen an der Wasserforschung beteiligten Stellen unterstrichen wird. Es gilt, dieses europäische Know-how unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen und Erfordernisse auf internationaler Ebene zu stärken und auszubauen und neue europäische Konzepte für eine wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu entwickeln.Zu den wichtigsten Forschungsbereichen zählen die Ökotoxikologie sowie Physik und Chemie der Umweltverschmutzung, die Überwachung und Bewertung der Wasserressourcen, die Vermeidung diffundierender Verschmutzung im Boden, in Sedimenten und Aquiferen, die Dekontaminierung und Dezentralisierung einiger Aufbereitungsanlagen, die Förderung der 'rationellen Verwendung' von Wasser in der Landwirtschaft und der Industrie durch Recycling und andere Mittel; Anpassung der Aufbereitung an die Bedürfnisse kleiner Gemeinden; die Instrumente für die Prognose und den Umgang mit Angebot und Nachfrage und für das Notfallmanagement, neue Versorgungsquellen.Biowissenschaften: Impfstoffe und ViruserkrankungenDer Nutzen der Impfstoff-Forschung ist einzigartig weil zweidimensional: aktiv und passiv - aktiv durch die Förderung von Partnerschaften, von industriellem Fortschritt, Beschäftigung, der Entwicklung neuer Verbindungen, die als therapeutische Wirkstoffe gegen zahlreiche Krankheiten (z. B. Krebs, Herpes) dienen und so zum Wohl der Gesellschaft beitragen; passiv durch die Vermeidung von Krankheit (weltweit wird jährlich der Tod von drei Millionen Kindern verhindert), Leiden, Langzeitfolgen, Arbeitsausfall, Gesundheitskosten und letztendlich die Verhinderung eines frühzeitigen Todes.Regierungen, Industrie und Hochschulen haben gemeinsam die Bedürfnisse und Schwerpunkte der FTE im Bereich der Impfstoffe und Viruserkrankungen festgelegt. Aufgrund ihrer potentiellen technologischen Anwendungen und ihrer Auswirkungen auf das Gesundheitswesen wurden einige wichtige Schwerpunkte festgelegt. Kurzfristig handelt es sich um folgende Bereiche: Entwicklung neuer/verbesserter Impfstoffe gegen Krankheiten mit großer sozioökonomischer Bedeutung, Immunität der Schleimhäute, Tiermodelle für die Impfstoffentwicklung, Impfstoffe gegen Krebs und andere chronische Erkrankungen, Applikationssysteme und Impfstoffproduktion in Kulturpflanzen. Die mittel- und langfristigen Schwerpunkte betreffen die Schaffung eines europäischen Zentrums für die Durchführung der Phasen I und II der Versuche am Menschen, ein europäisches Überwachungssystem und die Unterstützung von gemeinsamen Vorhaben und/oder Kooperationstätigkeiten zwischen der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten.Diese Themen sind zwar in den spezifischen Programmen, die mit der Impfstoff-Forschung zu tun haben, eingeschlossen; die Koordinierung und Bündelung der spezifischen Forschungsbereiche und damit die Abstimmung einiger Maßnahmen der spezifischen Programme auf die gemeinsamen Ziele müssen jedoch weiter vorangetrieben werden. Es wird auf einen ganzheitlichen Ansatz der Impfstoff-Forschung hingearbeitet, der den Bürgen ein einheitliches und kohärentes Vorgehen in den entscheidenden Bereichen der industriellen Entwicklung, Volksgesundheit und des Gemeinwohls vermittelt.Zug der ZukunftDer Anteil des Eisenbahnverkehrs am gesamten Verkehrsmarkt hat in den letzten Jahren abgenommen. Grund dafür waren zu hohe Kosten sowie unflexible Betriebskonzepte, die nicht ausreichend auf den Markt abgestimmt waren. Die Eisenbahnen machen derzeit jedoch aufgrund der Liberalisierung des Marktes und dem im Hinblick auf das transeuropäische Netz erforderlichen Bedarf an Harmonisierung und Interoperabilität (einschließlich besserer Verbindungen zwischen zentralen Gebieten und Randregionen und mit den Netzen Mittel- und Osteuropas) einen Umwälzungsprozeß durch.Langfristig sollen die Eisenbahnnetze zu einem kostengünstigen Bestandteil des umfassenden transeuropäischen Verkehrsnetzes und der integrierten Stadtbahnnetze ausgebaut werden und Dienstleistungen für den Personen- und Güterverkehr bereitstellen. Die Fähigkeit der Eisenbahnen, eine große Zahl von Personen und große Mengen an Gütern sicher, umweltfreundlich und energieeffizient zu befördern, bietet zahlreiche Vorteile. Probleme wie Verkehrsüberlastung, Sicherheit und Umweltverschmutzung bei anderen Verkehrsträgern können dadurch deutlich verringert werden.Die Eisenbahnforschung in der EU ist derzeit mittelmäßig sehr eingeschränkt und zudem zersplittert. Die Erfordernisse der Eisenbahnbenutzer und der Zulieferindustrie müssen stärker berücksichtigt werden. Bei der Zulieferindustrie müssen deutliche Kosteneinsparungen erzielt werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und dadurch Arbeitsplätze in der Union zu sichern. Um die bestehende Zersplitterung zu beseitigen, die Synergie zu verbessern und um die Bahnindustrie, einschließlich KMU, in die Lage zu versetzen, flexibler auf den Bedarf zu reagieren, ist eine 'kritische Masse' erforderlich. Dies erfordert eine neue Ausrichtung der Eisenbahnverkehrsforschung auf Bereiche wie den modularen Hochgeschwindigkeitszug, das Stadtbahnnetz der Zukunft, Verkehrsmanagement, Multimedia-Auskunftsdienste und integrierte Logistiksysteme, Bahn-Cargozüge und das Konzept der 'virtuellen Fabrik' für Fertigung und Montage von Schienenfahrzeugen.Maritime Systeme der ZukunftDie maritimen Industrien - Schiffbau, Schiffsverkehr und Meeresressourcen - sind internationale Schlüsselbereiche für Wirtschaft, Handel und Umwelt. Die Schiffbauindustrie muß zunehmend effizientere, umweltfreundliche, energiesparende und sichere Schiffe bauen, um sich im internationalen Wettbewerb vor allem gegen Korea, Japan und in naher Zukunft auch China sowie die osteuropäischen Länder zu behaupten. Die Meeresumwelt ist eine wichtige potentielle Quelle für große Mengen an Energie und Rohstoffen und spielt für Umweltschutz und Energieversorgung eine wichtige Rolle.Die maritimen Industrien stehen Mittelpunkt eines der elf Vorhaben der Informationsgesellschaft, die von der G 7 im Februar 1995 genehmigt wurden (MARIS). Sie sollten zum Vorreiter für gesellschaftliche und industrielle Wandlungsprozesse werden, die mit der Einführung von Informationstechnologien und neuen Kommunikationssystemen einhergehen.Die technologische und logistische Forschung ist ein Schlüssel zur Zukunft dieser Branchen. Die Entwicklung neuer Technologien führt zur Modernisierung von Schiffbau und Seeverkehr sowie zur optimalen Nutzung der Meeresressourcen und damit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, der Sicherheit und des Umweltschutzes bei gleichzeitiger Sicherung der Beschäftigung. Durch die Maßnahmen in diesem Bereich sollen Doppelarbeiten vermieden, die Koordinierung verbessert und Synergien zwischen den Programmen der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten geschaffen sowie die optimale Nutzung der Forschungstätigkeiten in Zusammenarbeit mit den maritimen Industrien sichergestellt werden."iii) Unter der Überschrift ERSTER AKTIONSBEREICH 1. INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN: A. Allgemeinrelevante Telematikanwendungen wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Telematikanwendungen für Management und Sicherheit im Straßenverkehr; für die allgemeine Leistungsfähigkeit, Sicherheit und die Betriebskosten von Flugzeugen; für den intermodalen 'Tür-zu-Tür'-Verkehr; für die Logistik des Seeverkehrs, Seeverkehrs- und Frachtmanagementsysteme sowie für die MARIS-Forschung; das Verkehrsmanagement im Eisenbahnbereich, Entwicklung hochwertiger neuer Multimedia-, Aus- und Weiterbildungswerkzeuge und -dienste unter stärkerer Einbeziehung der Akteure im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, von Büchereien, Museen und Verlegern; Entwicklung von Telematiksystemen für die Kontrolle der Wasserverschmutzung und der Wasservorräte.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Entwicklung einer aktiven Überwachung von Umwelt und Fahrzeugen, aktiver Sicherheits- und Informationssysteme für neue Fahrzeugkonzepte; Entwicklung und Demonstration von Telematikanwendungen mit dem Schwerpunkt höhere Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Flugzeuge; Werkzeuge für intermodale Terminals und für den Netzbetrieb, Informations- und Zahlungssysteme; großangelegte Versuche mit innovativen Lerndiensten; Forschung und Demonstration über telematikgestützte Dienste für die Lehrerausbildung, Entwicklung und Validierung von Multimedia-Lernmitteln und -Diensten."iv) Unter der Überschrift 1. C. Informationstechnologie wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: robuste elektronische Sensoren, Prozessoren und Kapselung im Hinblick auf ein optimales Fahrzeug- und Emissionsmanagement und integrierte offene Systemarchitekturen; Werkzeuge für Informationsaustausch und Parallel-Engineering beim Zuliefernetz der Luft- und Raumfahrtindustrie, innovative generische Werkzeuge und Plattformen für die allgemeine und berufliche Bildung; Technologien, die Entwurf, Herstellung und Qualitätskontrolle von Multimedia-Mitteln für Fachleute erleichtern; MARIS-Forschungstätigkeiten wie MARVEL; verteilte Industrielogistik für die Eisenbahnzulieferindustrie.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Entwurf und Entwicklung von elektronischen Fahrzeugsteuerungen; Demonstration von Verfahren und IT-Werkzeugen zur Unterstützung des verteilten Parallel-Engineering sowie für eine höhere Leistungsfähigkeit der Flugzeuge; Ausbau der Multimedia-Support-Zentren für die Bewertung von multimedialen Lernprogrammen, der Interoperabilität von Lernsystemen und Plattformen."v) Unter der Überschrift 2. INDUSTRIELLE TECHNOLOGIEN A. Entwurfs- und Konstruktionstechnologien sowie Systeme für eine menschlichere Organisation der Fertigung wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Verbesserungen der betrieblichen Leistungsfähigkeit öffentlicher Wasserversorgungsunternehmen, Gewässerschutz bei industriellen Prozessen und Anpassung der Wasserwirtschaftstechnologien an die Bedürfnisse kleiner Betreiber.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschung und Demonstration im Bereich sauberer Technologien für die Wasseraufbereitung und -wiederverwendung sowie den Gewässerschutz und die Verhütung der Ausbreitung von Verschmutzungen; Forschungsarbeiten über die verstärkte Anwendung von Entsalzungstechnologien."vi) Unter der Überschrift 2. C. Technologien auf dem Gebiet der Verkehrsmittel wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Entwurfsverfahren zur Reduzierung der Entwicklungskosten für Flugzeuge; Werkstoffe, die zur größeren Leistungsfähigkeit oder geringeren Umweltbelastung beitragen; Technologieentwicklung und -demonstration zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Betriebes und der Reduzierung des Lärms und der Emission von Flugzeugen; optimierte Verbrennungsmotoren für Hybridfahrzeuge und deren Integration in fortgeschrittene Antriebssysteme; an die Bedürfnisse alternativer Energiespeicherungs-/Konvertorensysteme angepaßte Leichtbaustrukturen; Entwurfs-, Bau- und Produktionstechnologien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Produktivität im Schiffbau; Schiffssicherheit (bei der Auslegung wie auch beim Betrieb) sowie eine verbesserte Schnittstelle zwischen Lade- und Löschvorgängen; Demonstration der Integration fortgeschrittener modularer Eisenbahnfahrzeugtechnologien, Gleisbau- und Umschlagtechnologien.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Demonstration von Werkstoffen und Technologien für leistungsstärkere Flugzeuge (insbesondere Flug-, Triebwerke und Systeme) und geringere Umweltbelastung; Demonstration von verteilten Parallel-Engineering und von Verfahren zur Reduzierung der Entwicklungs- und Produktionskosten von Flugzeugen; integrierte Entwurfs- und Herstellungsverfahren für Energiespeicherungs-Konvertorensysteme sowie für saubere Verbrennungsmotoren; Entwicklung von Werkstoffen und Technologien für leichte, aerodynamisch günstige Fahrzeugstrukturen; technologische Entwicklung von spezifischen Ausrüstungen für den intermodalen Verkehr, intermodale Frachtgutcontainer und intermodale Integration."vii) Unter der Überschrift 2. D. Forschungsarbeiten in den Bereichen Normung sowie Meß- und Prüfverfahren wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: die Forschungsarbeiten im Bereich der Wasserwirtschaft sollen die anderen Gemeinschaftspolitiken unterstützen.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Industrie und anderen Akteuren bei der Harmonisierung von Meß- und Prüfverfahren sowie der Entwicklung von Normen für die Wasserqualität."viii) Unter der Überschrift 3. UMWELT A. Natürliche Umwelt, Umweltqualität und weltweite Veränderung wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Forschungsarbeiten über die Umweltbelastung durch Autoabgase; Forschungsarbeiten über die Umweltbelastung durch Flugzeugemissionen und Emissionen von Schiffen, SAFEMAR; Bewertung der Wasserressourcen und der Störungen des Ökosystems durch Wasserverschmutzung/Wasserwirtschaft.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Demonstration von Modellen zur Vorhersage der Auswirkungen von Flugzeugemissionen in die Atmosphäre; strategische Forschungsarbeiten zur quantitativen und qualitativen Bewertung der Wasserressourcen, Verfahren zur Analyse der Auswirkungen von Verwendung/Verschmutzung, Nutzungsgrenzen für bestehende und neue Wasserquellen, Modelle und Instrumente für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und das Krisenmanagement (Überschwemmungen, Dürre); Entwicklung und Anwendung von weltraumgestützten Fernerkundungsverfahren."ix) Unter der Überschrift 3. B. Neue Technologien für den Umweltschutz wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Umwelttechnologien im Bereich der Wasserwirtschaft: Verhütung der Verschmutzung und Dekontamination.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschungsarbeiten über Verschmutzungsmechanismen und Charakterisierung in Böden, Sedimenten und Aquiferen und entsprechende Dekontaminierungsverfahren."x) Unter der Überschrift 3. C. Meereswissenschaften und -technologien wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Nutzung des Meeresbodens, einschließlich der dortigen Bodenschätze, Küstenzonen- und Schelfmeermanagement, einschließlich Prognosen."xi) Unter der Überschrift 3. D. Menschliche Dimension der Umweltveränderung wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Forschungsarbeiten zur Entwicklung einer integrierten Analyse der sozioökonomischen Wechselwirkungen und Entwicklungen, die das Gewässersystem betreffen."xii) Unter der Überschrift 4. BIOWISSENSCHAFTEN UND -TECHNOLOGIEN A. Biotechnologien wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: krankheitsübergreifende Vakzinologie: Immunität der Schleimhäute und Verabreichungssysteme."xiii) Unter der Überschrift 4. B. Forschung in den Bereichen Biomedizin und Gesundheitswesen wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Forschungsarbeiten über Impfstoffe gegen spezifische Infektionskrankheiten in Europa; Impfstoffe gegen Krebs; Normung, Netze, Sicherheits- und Wirksamkeitsaspekte von Tiermodellen in der Impfstoff-Forschung; neue In-vitro-Alternativen."xiv) Unter der Überschrift 4. C. Landwirtschaft und Fischerei wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Produktion von Impfstoffen in Kulturpflanzen; wasserschonende landwirtschaftliche und agroindustrielle Produktionsverfahren; Optimierung und Nutzung von Fischerei und Landwirtschaft, MARIS-Projekte, einschließlich MARSOURCE.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschungs- und Demonstrationsarbeiten im Bereich rationelle Wasserverwendung in Landwirtschaft und agroindustrieller Produktion sowie über Agrartechniken, mit denen die Verschmutzung der Aquifere durch die Landwirtschaft verhütet werden kann."xv) Unter der Überschrift 5. ENERGIE wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: FTE- und Demonstrationsarbeiten zu Batteriefahrzeugen; Brennstoffzelle/Reformer-Systeme in Fahrzeugen; Infrastruktur für Wiederaufladung/Befuellung; Simulation von Fahrzeugemissionen, vergleichende Bewertung und Europäische Datenbank der 'besten Methoden' für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb; Demonstration der Forschung im Bereich der Energieeinsparung für leistungsstärkere Flugzeuge bzw. geringere Emissionen; Demonstrationstätigkeiten für Energiesparlösungen in den Bereichen Eisenbahn und intermodaler Verkehr; Anwendungen erneuerbarer Energien in der Wasserwirtschaft; Erweiterung der Konzepte und Werkzeuge für die Energiekonservierung im Wasserbereich; Off-shore-Kohlenwasserstoffe und erneuerbare Energiesysteme.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschung im Bereich Energieeinsparung im Hinblick auf eine größere Energieeffizienz und geringe Schadstoffemissionen von Fahrzeugen; Weiterentwicklung von Batterien, Super-Kondensatoren, Brennstoffzellen und Reformer-Systemen; saubere Brennstoffe und Simulation des Verbrennungsprozesses für IC- und Hybridfahrzeuge; Integration von Energiespeicherungs-/ Konvertorensystemen; Rahmen für die vergleichende Bewertung von Antriebstechnologien; einschließlich Analyse Lebenszyklus, des Kosten-Nutzen-Verhältnisses und der sozioökonomischen Auswirkungen, Sicherheitsbewertung und Prüfung der Lebensdauer und Leistung von Energiespeicherungs-/Konvertorensystemen; Demonstration neuer intermodaler Energiesparlösungen für bestehende Verkehrsanlagen; Integration von erneuerbaren Energien und Entsalzungstechnologien."xvi) Unter der Überschrift 6. VERKEHR wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Umweltbelastung von Flugzeugen innerhalb des Luftverkehrssystems; Untersuchung des Potentials für intermodale Verkehrssysteme, die alternativ angetriebene Fahrzeuge umfassen, sowie Auswirkungen auf die Politik; großangelegte Demonstrationstätigkeiten zu technologischen und organisatorischen Lösungen im Hinblick auf eine höhere Effizienz, ein besseres Marketing und eine verbesserte Ausbildung im intermodalen Verkehr; Seeverkehr und Hafenlogistik; Leistungsfähigkeit von Schiffen, Sicherheit, Verkehrsmanagement und Umweltverträglichkeit; Langzeitstrategie für die Eisenbahn, die auf vorrangigen Bereichen und Entscheidungshilfen im Bereich Eisenbahnverkehrsmanagement und Interoperabilität basiert.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Integration von Demonstrationsarbeiten über Konzepte für die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Umweltbelastung von Flugzeugen innerhalb des Luftverkehrssystems; Integration und Demonstration von intelligenten intermodalen Güterumschlagtechnologien; modulare und flexible Technologien zur Zusammenfassung kleiner Ladungsmengen, Lösungen für die Feinverteilung im Stadtverkehr; Fahrgast- und Frachtinformationssysteme; Forschung und Demonstration im Hinblick auf optimale Verkehrssysteme und spezifische Netzgegebenheiten, Strategien zur Marktakzeptanz, integrierte und transparente Preise und Gebühren; Forschungsarbeiten über die Bedingungen des intermodalen Marktes, einschließlich spezifischer Markterfordernisse, Zugangsbedingungen, Wettbewerb, Zuverlässigkeit und Dienstqualität."xvii) Unter der Überschrift 7. SOZIOÖKONOMISCHE SCHWERPUNKTFORSCHUNG B. Forschungsarbeiten über die allgemeine und berufliche Bildung wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts des prioritären Themas Multimedia-Lernsysteme wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Innovation und Qualität der allgemeinen und beruflichen Bildung im formellen und informellen Bereich; Untersuchung der kognitiven und pädagogischen Aspekte der Multimedia-Lernmittel für die allgemeine und berufliche Bildung; sozioökonomische Auswirkungen der Einführung von multimedialen Lernsystemen."xviii) Unter der Überschrift ZWEITER AKTIONSBEREICH A. 2. ZUSAMMENARBEIT MIT DEN STAATEN MITTEL- UND OSTEUROPAS UND DEN AUS DER EHEMALIGEN SOWJETUNION HERVORGEGANGENEN NEUEN UNABHÄNGIGEN STAATEN wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Kooperationsvorhaben im Bereich Erhaltung der Wasserressourcen sowie Wasserwirtschaft, -versorgung und -nutzung; Koordinierung von Projekten zum Thema Wasser unter Einbeziehung internationaler Organisationen; Forschung über Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten mit bedeutenden sozioökonomischen Auswirkungen in den mitteleuropäischen Ländern und den neuen unabhängigen Staaten; Forschung im Bereich Luft- und Raumfahrt in Zusammenarbeit mit den modernsten Instituten und Industrieunternehmen der neuen unabhängigen Staaten.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschung zur Integration des multimodalen Verkehrsnetzes der EU mit dem der europäischen Partner und Nachbarn."xix) Unter der Überschrift B. Zusammenarbeit mit außereuropäischen Industriestaaten: wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"In den Bereichen der obengenannten prioritären Themen könnten ggfs. Kontakte und ein regelmäßiger Austausch aufgebaut werden."xx) Unter der Überschrift ZWEITER AKTIONSBEREICH C. Wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern: wird nach dem vorhandenen Text folgender Wortlaut angefügt:"Angesichts der prioritären Themen wird verstärkt auf die folgenden Bereiche eingegangen: Kooperationsvorhaben im Bereich Erhaltung der Wasserressourcen sowie Wasserwirtschaft, -versorgung und -nutzung; Koordinierung von Projekten zum Thema Wasser unter Einbeziehung internationaler Organisationen; Forschung über Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten mit bedeutenden sozioökonomischen Auswirkungen in den Entwicklungsländern.Folgende Tätigkeiten werden ausgebaut: Forschung und Demonstration in den Bereichen Entsalzung, integrierte Wasserwirtschaft, einschließlich Wasserspartechniken für die Bewässerung und andere Verwendungszwecke sowie für angemessene Verfahren zur Abwasseraufbereitung; Forschung und Demonstration zu Multimedia-Lernanwendungen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Entwicklungsländern zugeschnitten sind; Verbreiterung der Gemeinschaftsforschung in diesem Bereich; Verkehr."xxi) Nach dem dritten Absatz der Einleitung zum DRITTEN AKTIONSBEREICH wird folgender Wortlaut angefügt:"Insbesondere Maßnahmen zur Koordinierung der Verbreitung und zur Optimierung in den Forschungs- und technologischen Entwicklungsbereichen durchgeführt, die mit prioritären Themen zusammenhängen."