CELEX: 31978R2662
Language: de
Date: 1978-11-14 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2662/78 der Kommission vom 13. November 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 320 / 16                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             14. 11 . 78
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 2662/78 DER KOMMISSION
                                                vom 13 . November 1978
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ur­
                                                 sprung in Rumänien
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               (EWG) Nr. 668/78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
GEMEINSCHAFTEN —                                               den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
                                                               und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls mit
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                               dem Koeffizienten multipliziert werden, der in Artikel
                                                                1 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich der Verordnung
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              (EWG) Nr. 1180/78 festgesetzt worden ist.
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
organisation für Obst und Gemüse ( J), zuletzt geändert        Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Tomaten
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 766/78 (2), insbe­            aus Rumänien an zwei aufeinanderfolgenden Marktta­
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,           gen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
                                                               dem Referenzpreis gelegen . Daher muß eine Aus­
 in Erwägung nachstehender Gründe :                            gleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden.
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an          lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                 grunde zu legen :
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­              — für die Währungen, die untereinander zu jedem
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird . Die Aus­                Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                     chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                 Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­              rität dieser Währungen stützt,
fügbaren Einfuhrpreise sein .
In der Verordnung (EWG) Nr. 1180/78 der Kommis­                — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                    der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
sion vom 31 . Mai 1978 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Tomaten bis zum Ende des Wirtschaftsjah­                 kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
res 1978 (3) wurde der Referenzpreis für dieses Erzeug­             der während des fortgesetzten Zeitraums für die
nis der Güteklasse I für den Zeitraum vom 1 . Oktober               Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
bis 20 . Dezember 1978 auf 24,54 Rechnungseinheiten                 hendem Absatz festgestellt wird —
je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
                                                               HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­                                    Artikel 1
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle ex 07.01
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die            M des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Ru­
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                mänien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 0,91
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­           Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht ange­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­        wandt.
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                                                       Artikel 2
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                               Diese Verordnung tritt am 15. November 1978 in
(!) ABl. Nr. L  118 vom 20 . 5. 1972, S. 1 .                   Kraft.
(2) ABl. Nr. L  204 vom 28 . 7. 1978, S. 12.
(3) ABl. Nr. L  145 vom 1 . 6. 1978, S. 43.
(4) ABl. Nr. L 220  vom 10. 8. 1974, S. 20.                    (5) ABl. Nr. L 90 vom 5. 4. 1978 , S. 5.
 ---pagebreak--- 14 . 11 . 78                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      Nr. L 320/ 17
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 13 . November 1978
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Der Vizepräsident
                                                                    Finn GUNDELACH