CELEX: 62006CA0484
Language: de
Date: 2008-07-10 00:00:00
Title: Rechtssache C-484/06: Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 10. Juli 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden (Niederlande)) — Fiscale eenheid Koninklijke Ahold NV/Staatssekretaris van Financiën (Vorabentscheidungsersuchen — Erste und Sechste Mehrwertsteuerrichtlinie — Grundsätze der steuerlichen Neutralität und der Proportionalität — Regeln für die Rundung von Mehrwertsteuerbeträgen — Abrundung pro Artikel)

30.8.2008   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 223/9
            
         Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 10. Juli 2008 (Vorabentscheidungsersuchen des Hoge Raad der Nederlanden (Niederlande)) — Fiscale eenheid Koninklijke Ahold NV/Staatssekretaris van Financiën
   (Rechtssache C-484/06) (1)
   
   (Vorabentscheidungsersuchen - Erste und Sechste Mehrwertsteuerrichtlinie - Grundsätze der steuerlichen Neutralität und der Proportionalität - Regeln für die Rundung von Mehrwertsteuerbeträgen - Abrundung pro Artikel)
   (2008/C 223/12)
   Verfahrenssprache: Niederländisch
   Vorlegendes Gericht
   Hoge Raad der Nederlanden
   Parteien des Ausgangsverfahrens
   
      Klägerin: Fiscale eenheid Koninklijke Ahold NV
   
      Beklagter: Staatssekretaris van Financiën
   Gegenstand
   Auslegung von Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a und Art. 22 Abs. 3 Buchst. b S. 1 und Abs. 5 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145, S. 1) sowie von Art. 2 Abs. 1 und 2 der Ersten Richtlinie 67/227/EWG des Rates vom 11. April 1967 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuer (ABl. 71, S. 1301) — Regeln in Bezug auf die Rundung von Mehrwertsteuerbeträgen
   Tenor
   
               1.
            
            
               In Ermangelung einer spezifischen Gemeinschaftsregelung ist es Sache der Mitgliedstaaten, die Regeln und Methoden für die Rundung der Mehrwertsteuerbeträge zu bestimmen; dabei müssen sie darauf achten, dass die Grundsätze, auf denen das gemeinsame Mehrwertsteuersystem beruht, insbesondere die Grundsätze der steuerlichen Neutralität und der Proportionalität, eingehalten werden.
            
         
               2.
            
            
               Das Gemeinschaftsrecht enthält bei seinem derzeitigen Stand keine spezifische Verpflichtung, wonach die Mitgliedstaaten den Steuerpflichtigen die Abrundung des Mehrwertsteuerbetrags pro Artikel gestatten müssen.
            
         
      (1)  ABl. C 20 vom 27.1.2007.