CELEX: 51997PC0071
Language: de
Date: 1997-04-16
Title: Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 93/6/EWG des Rates über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten

Avis juridique important

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51997PC0071

Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 93/6/EWG des Rates über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten  /* KOM/97/0071 endg. - COD 97/0124 */  

Amtsblatt Nr. C 240 vom 06/08/1997 S. 0024

Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 93/6/EWG des Rates über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten (97/C 240/02) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(97) 71 def. - 97/0124 (COD) (Von der Kommission vorgelegt am 16. Juni 1997)DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 57 Absatz 2,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,nach Stellungnahme des Europäischen Währungsinstituts,gemäß dem Verfahren des Artikels 189b EG-Vertrag,in Erwägung nachstehender Gründe:Die mit dem Warenhandel und dem Handel mit derivativen Wareninstrumenten verbundenen Risiken unterliegen derzeit der Richtlinie 89/647/EWG des Rates vom 18. Dezember 1989 über einen Solvabilitätskoeffizienten für Kreditinstitute (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 96/10/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (2). Die mit diesen Positionen verbundenen Marktrisiken werden jedoch durch die Richtlinie 89/647/EWG nicht genau erfaßt. Es ist notwendig, das Konzept des "Handelsbestands" auf Warenpositionen oder derivative Wareninstrumente auszuweiten, die für Handelszwecke gehalten werden und in erster Linie Marktrisiken ausgesetzt sind. Die Institute müssen dieser Richtlinie hinsichtlich der Deckung von Warenrisiken aus ihrer gesamten Geschäftstätigkeit entsprechen.Die Richtlinie 93/6/EWG des Rates vom 15. März 1993 über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten (3) legt eine standardisierte Methode zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen für Marktrisiken von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten fest. Die Institute haben ihre eigenen Risikomanagementsysteme (interne Modelle) entwickelt, die darauf ausgerichtet sind, die von Wertpapierfirmen und Kreditinstituten eingegangenen Marktrisiken genauer zu messen als die standardisierte Methode. Die Verwendung genauerer Methoden zur Messung von Risiken sollte unterstützt werden.Die Verwendung dieser internen Modelle für die Berechnung von Eigenkapitalanforderungen erfordert strenge interne Kontrollmechanismen und wird der Genehmigung und Beaufsichtigung durch die zuständigen Behörden unterliegen. Die dauerhafte Zuverlässigkeit der Ergebnisse der internen Modellberechnung wird durch ein Back-Testing-Verfahren überprüft.Die im breiteren internationalen Rahmen verabschiedeten Regelungen können die Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute aus Drittländern senken, um zu ausgefeilteren Risikomanagementmethoden anzuregen. Diese Kreditinstitute stehen mit in den Mitgliedstaaten ansässigen Wertpapierfirmen und Kreditinstituten im Wettbewerb. Für in den Mitgliedstaaten ansässige Wertpapierfirmen und Kreditinstitute kann nur eine Änderung der Richtlinie 93/6/EWG ähnliche Anreize für die Entwicklung und Verwendung interner Modelle gewähren.Zur Berechnung der Marktrisiko-Eigenkapitalanforderungen sollten Positionen in Gold und derivativen Goldinstrumenten in ähnlicher Weise wie Devisenpositionen behandelt werden.Die Emission nachrangiger Schuldinstrumente sollte nicht automatisch ausschließen, daß die Aktien eines Emittenten Teil eines Portefeuilles sind, das für eine 2 %ige spezifische Risikogewichtung gemäß Anhang I Nummer 33 der Richtlinie 93/6/EWG qualifiziert ist.Diese Richtlinie befindet sich in Übereinstimmung mit den Arbeiten eines anderen internationalen Gremiums von Bankaufsehern zur aufsichtlichen Behandlung des Marktrisikos und der Wertpapierhandelsbestandpositionen in Waren und derivativen Wareninstrumenten.Einige Wertpapierfirmen, die vorwiegend mit Waren und Warenderivaten handeln, sind unter Umständen noch nicht in der Lage, entsprechend dieser Richtlinie interne Modelle zu verwenden oder den Eigenkapitalanforderungen für das Warenrisiko zu genügen. Es ist jedoch davon auszugehen, daß die Entwicklung angemessener, kosteneffizienter interner Modelle für Wertpapierfirmen im Hinblick auf das Risikomanagement für Waren und Warenderivate - insbesondere für Optionen - rechtzeitig erfolgen wird. Um diesen Firmen genügend Zeit zu geben, ihre Risikomanagementsysteme auszubauen, kann es den zuständigen Behörden unter bestimmten Bedingungen bis zum 1. Januar 2000 freigestellt werden, diesen Firmen die Eigenkapitalaufwendungen für Waren vorzuschreiben, so wie sie in Anhang VII der Richtlinie 93/6/EWG für Wertpapierfirmen festgelegt sind.Die Verabschiedung dieser Richtlinie ist das am besten geeignete Mittel zur Erreichung der angestrebten Ziele. Diese Richtlinie beschränkt sich auf das zur Erreichung dieser Ziele erforderliche Mindestmaß und geht nicht über das für diesen Zweck erforderliche Maß hinaus.Diese Richtlinie betrifft den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR); das Verfahren gemäß Artikel 99 des Vertrags über den Europäischen Wirtschaftsraum wurde eingehalten.Der Beratende Bankenausschuß wurde in bezug auf den Erlaß dieser Richtlinie gehört -HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:Artikel 1Die Richtlinie 93/6/EWG wird wie folgt geändert:1. Artikel 2 wird wie folgt geändert:a) Nummer 6 Buchstabe a) sowie Buchstabe b) Satz 1 und Ziffern i) und ii) erhalten folgende Fassung:"a) dessen Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, Wareninstrumenten und derivativen Wareninstrumenten, die von dem Institut zum Zweck des Wiederverkaufs gehalten und/oder von dem Institut übernommen werden, um bestehende und/oder erwartete Unterschiede zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis oder andere Preis- oder Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen, sowie Positionen in Finanzinstrumenten, Wareninstrumenten und derivativen Wareninstrumenten, die im eigenen Namen für Rechnung Dritter zur Zusammenführung sich deckender Kauf- und Verkaufsaufträge gehalten werden, und Positionen, mit denen andere Teile des Wertpapierhandelsbestands abgesichert werden;b) den Risiken aus noch nicht abgewickelten Geschäften, aus Vorleistungen und aus abgeleiteten Instrumenten des Freiverkehrs im Sinne des Anhangs II Nummern 1, 2, 3 und 5, den Risiken aus Pensionsgeschäften und Wertpapier- und Wareninstrumentverleihgeschäften mit den unter Buchstabe a) aufgeführten, zum Wertpapierhandelsbestand gehörenden Wertpapieren oder Wareninstrumenten im Sinne des Anhangs II Nummer 4 und - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden - den Risiken aus den umgekehrten Pensionsgeschäften und Wertpapier- und Wareninstrumentleihgeschäften im Sinne des Anhangs II Nummer 4, die von den nachstehend aufgeführten Bedingungen entweder die Bedingungen der Ziffern i), ii), iii) und v) oder der Ziffern iv) und v) erfuellen:i) die Engagements werden täglich gemäß den Verfahren des Anhangs II zum Marktpreis berechnet;ii) die Sicherheitsleistung wird angepaßt, um wesentliche Wertänderungen bei den Wertpapieren oder Wareninstrumenten, die Gegenstand der betreffenden Geschäfte oder Vereinbarungen sind, zu berücksichtigen; diese Anpassung erfolgt nach einer Regelung, welche die Zustimmung der zuständigen Behörden findet;".b) Die Nummern 15 und 16 erhalten folgende Fassung:"15. 'Optionsschein' ist ein Wertpapier, das dem Inhaber das Recht verleiht, einen Basiswert bis zum Ablauf der Optionsfrist oder am Fälligkeitstag des Optionsscheins zu einem festen Preis zu erwerben. Die Transaktion kann durch die Lieferung des Basiswertes selbst oder durch Barzahlung abgewickelt werden.16. 'Aktienfinanzierung' sind Positionen, bei denen materielle Aktien auf Termin verkauft wurden und die Finanzierungskosten bis zum Termin des Terminverkaufs eingefroren wurden."c) Nummer 17 Satz 1 erhält folgende Fassung:"17. 'Pensionsgeschäfte' und 'umgekehrte Pensionsgeschäfte' sind Vereinbarungen, durch die ein Institut oder seine Gegenpartei Wertpapiere oder Waren oder garantierte Rechtsansprüche auf Wertpapiere oder Waren überträgt, wenn diese Garantie von einer anerkannten Börse, welche die Rechte auf die Wertpapiere oder Waren hat, gegeben wird und die Vereinbarung es einem Institut nicht erlaubt, ein bestimmtes Wertpapier oder eine bestimmte Ware mehr als einer Gegenpartei auf einmal zu übertragen oder zu versprechen; die Übertragung erfolgt in Verbindung mit der Verpflichtung zur Rücknahme dieser Wertpapiere oder Waren (oder von Wertpapieren oder Waren der gleichen Art) zu einem festen Preis zu einem vom Pensionsgeber festgesetzten - oder noch festzusetzenden - späteren Zeitpunkt; für ein Institut, das die Wertpapiere oder Waren veräußert, ist dies ein 'Pensionsgeschäft' und für ein diese Papiere erwerbendes Institut ein 'umgekehrtes Pensionsgeschäft'."d) Nummer 18 erhält folgende Fassung:"18. 'Wertpapierverleihgeschäfte', oder 'Warenverleihgeschäfte' und 'Wertpapierleihgeschäfte' und 'Warenleihgeschäfte' sind Geschäfte, durch die ein Institut oder seine Gegenpartei Wertpapiere bzw. Waren gegen entsprechende Sicherheiten überträgt; diese Übertragung erfolgt in Verbindung mit der Verpflichtung, daß die die Papiere bzw. Waren entleihende Partei zu einem späteren Zeitpunkt oder auf Ersuchen der übertragenden Stelle gleichwertige Papiere bzw. Waren zurückgibt; für ein Institut, das Wertpapiere oder Waren überträgt, ist dies ein Wertpapierverleihgeschäft oder ein Warenverleihgeschäft und für ein Institut, dem sie übertragen werden, ein Wertpapierleihgeschäft oder ein Warenleihgeschäft.Ein Wertpapierleihgeschäft oder ein Warenleihgeschäft gilt als von Unternehmen des Finanzsektors getätigt, wenn die Gegenpartei einer auf Gemeinschaftsebene koordinierten Aufsicht unterliegt oder es sich dabei um ein Kreditinstitut der Zone A gemäß der Richtlinie 89/647/EWG oder um eine anerkannte Wertpapierfirma eines dritten Landes handelt oder das Geschäft mit einer anerkannten Clearingstelle oder Börse abgeschlossen wurde."2. Artikel 4 Absatz 1 Unterabsatz 1 Ziffern i) und ii) erhalten folgende Fassung:"i) die gemäß den Anhängen I, II und VI sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII errechneten Kapitalanforderungen für ihre Wertpapierhandelsbestandgeschäfte,ii) die gemäß den Anhängen III und VII sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII errechneten Kapitalanforderungen für ihre gesamten Geschäfte,".3. Artikel 5 Absatz 2 erhält folgende Fassung:"(2) Unbeschadet des Absatzes 1 überwachen und kontrollieren die Institute, die die Kapitalanforderungen für ihre Wertpapierhandelsbestandgeschäfte gemäß den Anhängen I und II sowie gegebenenfalls gemäß Anhang VIII berechnen, ihre Großkredite gemäß der Richtlinie 92/121/EWG des Rates vorbehaltlich der Änderung nach Anhang VI dieser Richtlinie."4. Artikel 7 Absatz 10 und Absatz 11 Satz 1 erhalten folgende Fassung:"(10) Sofern die Möglichkeit gemäß den Absätzen 7 und 9 nicht in Anspruch genommen wird, können die zuständigen Behörden für die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen gemäß den Anhängen I und VIII und der Kundenrisiken gemäß Anhang VI auf konsolidierter Basis zulassen, daß die Nettopositionen im Wertpapierhandelsbestand eines Instituts gegen Positionen im Wertpapierhandelsbestand eines anderen Instituts nach den Vorschriften der Anhänge I, VI und VIII aufgerechnet werden.Ferner können sie zulassen, daß Devisenpositionen eines Instituts gegen Devisenpositionen eines anderen Instituts nach den Vorschriften des Anhangs III und/oder des Anhangs VIII aufgerechnet werden. Des weiteren können sie zulassen, daß Warenpositionen eines Instituts gegen Warenpositionen eines anderen Instituts nach den Vorschriften des Anhangs VII und/oder des Anhangs VIII aufgerechnet werden.(11) Die zuständigen Behörden können das Aufrechnen des Wertpapierhandelsbestands und der Devisen- oder Warenpositionen von in Drittländern niedergelassenen Unternehmen zulassen, sofern folgende Bedingungen gleichzeitig erfuellt sind:".5. Artikel 8 Absatz 5 erhält folgende Fassung:"(5) Die zuständigen Behörden verpflichten die Institute, unverzüglich jeden Fall zu melden, in dem deren Gegenparteien bei Pensionsgeschäften und umgekehrten Pensionsgeschäften oder Wertpapier- und Waren-/verleih- und -leihgeschäften ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sind. Die Kommission berichtet dem Rat spätestens drei Jahre nach dem in Artikel 12 genannten Zeitpunkt über diese Fälle sowie über deren Auswirkungen auf die Behandlung der genannten Geschäfte im Rahmen dieser Richtlinie. In diesem Bericht ist auch darzulegen, wie die Institute jede einzelne der für sie geltenden Bedingungen gemäß Artikel 2 Nummer 6 Buchstabe b) Ziffern i) bis v) und insbesondere die Bedingung nach Ziffer v) erfuellen. Ferner ist darin jede Veränderung des relativen Umfangs der bisherigen Kreditgeschäfte der Institute und ihre Kreditvergabe im Rahmen von umgekehrten Pensionsgeschäften und von Wertpapier- und Warenleihgeschäften anzugeben. Stellt die Kommission anhand dieses Berichts sowie anderer Informationen fest, daß weitergehende Schutzvorkehrungen erforderlich sind, um Mißbräuchen vorzubeugen, so unterbreitet sie geeignete Vorschläge."6. Es wird folgender Artikel 12a eingefügt:"Artikel 12a(1) Mitgliedstaaten, deren Wertpapierfirmen nach Auffassung ihrer zuständigen Behörden noch nicht in der Lage sind, interne Modelle für die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen für Warenrisiken gemäß Anhang VIII zu berechnen, können bis zum 31. Dezember 1999 alternative Margen, Carry- und Outright-Sätze vorschreiben, die von denen in Anhang VII Nummern 13 und 16 genannten abweichen.(2) Die in Absatz 1 genannten alternativen Sätze unterliegen folgenden Voraussetzungen:i) die alternativen Sätze werden von den zuständigen Behörden festgelegt;ii) die zuständigen Behörden überprüfen die alternativen Sätze regelmäßig im Lichte der Entwicklungen auf den Warenmärkten;iii) die alternativen Sätze liegen in keinem Fall niedriger als die Hälfte der in den Nummern 13 und 16 von Anhang VII genannten Sätze;iv) die zuständigen Behörden teilen der Kommission die alternativen Sätze mit und stellen der Kommission sowie den anderen Mitgliedstaaten die Daten zur Verfügung, auf deren Grundlage diese alternativen Sätze berechnet wurden."7. Die Anhänge I, II, III, IV und VI werden gemäß Anhang I dieser Richtlinie geändert.8. Die in Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Anhänge VII und VIII werden angefügt.Artikel 2(1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richtlinie spätestens bis zum 31. Dezember 1997 nachzukommen. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.Bei dem Erlaß dieser Vorschriften nehmen die Mitgliedstaaten in diesen Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten dieser Bezugnahme.(2) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission die wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.Artikel 3Die Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Artikel 4Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) ABl. Nr. L 386 vom 30. 12. 1989, S. 14.(2) ABl. Nr. L 85 vom 3. 4. 1996, S. 17.(3) ABl. Nr. L 141 vom 11. 6. 1993, S. 1.ANHANG I 1. Anhang I wird wie folgt geändert:a) Nummer 4 Satz 7 erhält folgende Fassung:"Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderungen für einen börsengehandelten Terminkontrakt dem Einschuß entspricht, der von der Börse gefordert wird, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß dieser dem mit dem Terminkontrakt verbundenen Risiko genau entspricht und daß die Methode zur Berechnung der Einschußzahlung der nachstehend in diesem Anhang oder der in Anhang VIII beschriebenen Berechnungsmethode gleichwertig ist."b) Nummer 5 Absatz 3 erhält folgende Fassung:"Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß eine Absicherung der sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken - abgesehen vom Delta-Faktor - zu gewährleisten ist. Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderung für eine verkaufte Börsenoption dem Einschuß des Kontraktwerts entspricht, der von der Börse gefordert wird, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß dieser dem mit der Option verbundenen Risiko genau entspricht und daß die Methode zur Berechnung der Einschußzahlung der nachstehend in diesem Anhang oder der in Anhang VIII beschriebenen Berechnungsmethode für derartige Optionen gleichwertig ist. Zusätzlich können sie die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderung für eine erworbene börsengehandelte oder Freiverkehrs-Option der für das zugrundeliegende Instrument entspricht, sofern die daraus resultierende Eigenkapitalanforderung den Marktwert der Option nicht übersteigt. Die Eigenkapitalanforderung für eine verkaufte Freiverkehrsoption wird im Verhältnis zum zugrundeliegenden Instrument festgelegt."c) Nummer 6 erhält folgende Fassung:"6. Optionsscheine auf Schuldtitel und Aktien werden ebenso behandelt wie die in Nummer 5 genannten Optionen."d) Nummer 33 Ziffer i) erhält folgende Fassung:"i) Die Aktien dürfen nicht von Emittenten stammen, die nur börsengehandelte Schuldtitel ausgegeben haben, für welche gemäß der Tabelle 1 in Nummer 14 eine Eigenkapitalanforderung von 8 % besteht oder auf die eine geringere Anforderung anwendbar ist, weil sie Gegenstand einer Garantie oder Sicherheit sind;".2. Anhang II wird wie folgt geändert:a) Nummer 1 erhält folgende Fassung:"1. Im Fall von Geschäften, bei denen Schuldtitel, Aktien und Waren (mit Ausnahme von Pensionsgeschäften und umgekehrten Pensionsgeschäften sowie Wertpapier- und Warenverleih- und -leihgeschäften) nach dem festgesetzten Liefertag noch nicht abgewickelt wurden, muß das Institut die Preisdifferenz berechnen, die sich daraus zu seinen Ungunsten ergeben könnte. Es handelt sich dabei um die Differenz zwischen dem vereinbarten Abrechnungspreis für die betreffenden Schuldtitel, Aktien oder Waren und ihrem aktuellen Marktwert, wenn diese Differenz mit einem Verlust für das Institut verbunden sein könnte. Zur Berechnung seiner Eigenkapitalanforderung ist dieser Differenzbetrag mit dem entsprechenden Faktor in Spalte A der Tabelle in Nummer 2 zu multiplizieren."b) Nummer 3 erhält folgende Fassung:"3.1. Ein Institut muß Eigenkapital zur Deckung des Gegenpartei-Risikos halten, wenni) es Wertpapiere oder Waren vor deren Eingang bezahlt oder Wertpapiere oder Waren vor Eingang der Bezahlung geliefert hat undii) bei grenzüberschreitenden Transaktionen ein oder mehrere Tage seit dieser Zahlung oder Lieferung vergangen sind.3.2. Die Eigenkapitalanforderung beträgt 8 % des Werts der Wertpapiere bzw. Waren oder des dem Institut geschuldeten Geldbetrags, multipliziert mit dem für die Gegenpartei geltenden Risikogewicht."c) Der Titel vor Nummer 4.1 sowie Nummer 4.1 Unterabsatz 1 erhalten folgende Fassung:"Pensionsgeschäfte und umgekehrte Pensionsgeschäfte sowie Wertpapierleih- und -verleihgeschäfte und Warenleih- und -verleihgeschäfte4.1. Im Fall von Pensionsgeschäften und Verleihgeschäften mit Wertpapieren oder Waren, welche Bestandteil des Handelsbestands sind, berechnet das Institut die Differenz zwischen dem Marktwert der Wertpapiere oder Waren und dem vom Institut aufgenommenen Betrag oder den Marktwert der Sicherheiten, wenn die Differenz positiv ist. Im Fall von umgekehrten Pensionsgeschäften und Leihgeschäften mit Wertpapieren oder Waren berechnet das Institut die Differenz zwischen dem von ihm verliehenen Betrag oder dem Marktwert der geleisteten Sicherheiten und dem Marktwert der erhaltenen Wertpapiere oder Waren, wenn diese Differenz positiv ist."3. Anhang III wird wie folgt geändert:a) Nummer 1 erhält folgende Fassung:"1. Falls die nach dem nachstehenden Verfahren berechnete Summe des Nettogesamtbetrags der Devisenpositionen und der Nettogoldposition des Instituts 2 % des Gesamtbetrags seiner Eigenmittel übersteigt, wird die Summe seiner Nettodevisenposition und seiner Nettogoldposition bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderung für das Fremdwährungsrisiko mit 8 % multipliziert."b) Nummer 3 erhält folgende Fassung:"3.1. Zunächst wird der Nettobetrag der offenen Positionen des Instituts in den einzelnen Währungen (einschließlich der Währung der Rechnungslegung) und in Gold berechnet. Diese Positionen ergeben sich durch Summierung folgender Elemente (positiv oder negativ):- Netto-Kassaposition (d. h. alle Aktiva abzüglich aller Passiva einschließlich der aufgelaufenen und noch nicht fälligen Zinsen in der betreffenden Währung oder im Fall von Gold, der Nettokassaposition in Gold);- Netto-Terminposition (d. h. alle ausstehenden Beträge abzüglich aller zu zahlenden Beträge im Rahmen von Devisen- und Goldtermingeschäften einschließlich der Devisen- und Gold-Terminkontrakte und des Kapitalbetrags der Währungs-Swaps, die nicht in der Kassaposition enthalten sind);- unwiderrufliche Garantien (und vergleichbare Instrumente), die mit Sicherheit in Anspruch genommen werden und wahrscheinlich uneinbringlich sind;- Nettobetrag der zu erwartenden noch nicht angefallenen, aber bereits voll abgesicherten Einnahmen und Ausgaben (nach dem Ermessen der meldenden Institute und mit vorheriger Zustimmung der zuständigen Behörden können jene Nettobeträge der zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben, die in den Büchern noch nicht erfaßt, jedoch durch Devisentermingeschäfte bereits voll abgesichert sind, hier einbezogen werden). Ein solcher Ermessensspielraum ist durchgängig zu nutzen;- mit Hilfe des Delta-Faktors (bzw. auf Basis des Delta-Faktors) ermittelter Netto-Gegenwert des gesamten Bestands an Devisen- und Gold-Optionen;- Marktwert der sonstigen (d. h. nicht auf Devisen oder Gold bezogenen) Optionen;- alle Positionen, die ein Institut bewußt eingegangen ist, um sich gegen die nachteilige Auswirkung einer Wechselkursänderung auf seinen Eigenkapitalkoeffizienten abzusichern, können bei der Errechnung der offenen Netto-Fremdwährungspositionen ausgeschlossen werden. Solche Positionen sollten nichts mit dem Handel zu tun haben oder struktureller Art sein, und ihr Ausschluß - und jegliche Änderung der Bedingungen für ihren Ausschluß - erfordert die Zustimmung der zuständigen Behörden. Positionen eines Instituts im Zusammenhang mit Posten, die bereits bei der Berechnung der Eigenmittel in Abzug gebracht wurden, können unter den gleichen Bedingungen genauso behandelt werden.3.2. Es wird in das Ermessen der zuständigen Behörden gestellt, den Instituten zu gestatten, bei der Berechnung der offenen Nettopositionen in den einzelnen Währungen und in Gold den jeweiligen Nettomarktwert heranzuziehen."c) Nummer 4 Satz 1 erhält folgende Fassung:"4. Anschließend werden die Nettobeträge der Kauf- und Verkaufspositionen in den einzelnen Währungen mit Ausnahme der Währung der Rechnungslegung und die Nettokauf- und Verkaufsposition in Gold zum Kassakurs in die Währung der Rechnungslegung umgerechnet."d) Nummer 7 erhält folgende Fassung:"7. Zweitens können die zuständigen Behörden den Instituten gestatten, für die Zwecke dieses Anhangs nicht eines der unter den Nummern 1 bis 6 beschriebenen Verfahren anzuwenden, sondern ein anderes Verfahren zu wählen. Die nach diesem Verfahren berechnete Eigenkapitalanforderung muß so hoch sein, daß sie 2 % der gemäß Nummer 4 berechneten offenen Nettopositionen übersteigt und bei Zugrundelegung der Wechselkursschwankungen während sämtlicher gleitenden Zehn-Arbeitstage-Zeiträume in den letzten drei Jahren den wahrscheinlichen Verlust über den nächsten Zeitraum von zehn Arbeitstagen für mindestens 99 % der Zeit übersteigt.Die in diesem Absatz beschriebene alternative Methode darf nur unter folgenden Voraussetzungen verwendet werden:i) die Berechnungsformel und die Korrelationsschätzungen werden von den zuständigen Behörden aufgrund ihrer Analyse der Wechselkursschwankungen festgelegt;ii) die Korrelationsschätzungen werden regelmäßig im Lichte der Entwicklung auf den Devisenmärkten von seiten der zuständigen Behörden überprüft."4. Anhang V wird wie folgt geändert:a) Nummer 2 Satz 1 erhält folgende Fassung:"Unbeschadet der Nummer 1 können die zuständigen Behörden den Instituten, die den Eigenmittelanforderungen gemäß den Anhängen I, II, III, IV, VI, VII und VIII unterliegen, die Verwendung einer alternativen Definition der Eigenmittel gestatten, wenn nur diese Anforderungen erfuellt werden."b) Nummer 4 erhält folgende Fassung:"4. Das vorstehend unter Nummer 2 Buchstabe c) genannte nachrangige Darlehenskapital darf einen Hoechstbetrag von 150 % der zur Erfuellung der Anforderungen gemäß den Anhängen I, II, III, IV, VI, VII und VIII noch verbleibenden ursprünglichen Eigenmittel nicht überschreiten und sollte sich diesem Hoechstbetrag nur dann nähern, wenn dies nach Auffassung der zuständigen Behörden aufgrund besonderer Umstände gerechtfertigt ist."c) Die Nummern 6 und 7 erhalten folgende Fassung:"6. Die zuständigen Behörden können den Wertpapierfirmen erlauben, den unter Nummer 4 genannten Hoechstbetrag des nachrangigen Darlehenskapitals zu überschreiten, wenn sie es unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten für angemessen halten und der Gesamtbetrag des nachrangigen Darlehensbetrags und der unter Nummer 5 genannten Kapitalbestandteile nicht über 200 % der zur Erfuellung der Anforderungen gemäß den Anhängen I, II, III, IV, VI, VII und VIII noch verbleibenden ursprünglichen Eigenmittel liegt oder nicht über 250 % desselben Betrags in dem Fall, in dem die Wertpapierfirmen bei der Berechnung ihrer Eigenmittel den unter Nummer 2 Buchstabe d) aufgeführten Wert in Abzug bringen.7. Die zuständigen Behörden können eine Überschreitung des Hoechstbetrags für nachrangiges Darlehenskapital gemäß Nummer 4 durch ein Kreditinstitut gestatten, wenn sie es unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten für angemessen halten und der Gesamtbetrag des nachrangigen Darlehenskapitals und der unter Nummer 5 genannten Kapitalbestandteile nicht über 250 % der zur Erfuellung der Anforderungen gemäß den Anhängen I, II, III, VI, VII und VIII noch verbleibenden ursprünglichen Eigenmittel liegt."5. Anhang VI wird wie folgt geändert:a) Nummer 2 Ziffer i) erhält folgende Fassung:"i) der etwaige Überschuß - falls positiv - der Kaufpositionen des Instituts über seine Verkaufspositionen in allen von den betreffenden Kunden begebenen Finanzinstrumenten;".b) Nummer 8 Unterabsatz 2 erhält folgende Fassung:"Nach Ablauf von zehn Tagen nach Eintreten der Überschreitung werden die nach den vorgenannten Kriterien bestimmten Elemente der Überschreitung der entsprechenden Zeile in Spalte 1 der folgenden Tabelle in aufsteigender Reihenfolge der spezifischen Risikoanforderungen gemäß Anhang I und/oder gegebenenfalls Anhang VIII und/oder der Anforderungen gemäß Anhang II zugeordnet.Das Institut muß daraufhin einer zusätzlichen Eigenkapitalanforderung genügen, die der Summe der spezifischen Risikoanforderungen gemäß Anhang I, gegebenenfalls Anhang VIII und/oder den Anforderungen gemäß Anhang II für diese Elemente, multipliziert mit dem entsprechenden Faktor in Spalte 2, entspricht."ANHANG II "ANHANG VIIWARENRISIKO1. Jede Position in Waren oder Warenderivaten wird in Standardmeßeinheiten ausgedrückt. Der Kassakurs der einzelnen Waren wird in der Währung der Rechnungslegung angegeben.2. Positionen in Gold oder Goldderivaten gelten als dem Fremdwährungsrisiko unterliegend und werden im Hinblick auf die Berechnung des Marktrisikos gemäß Anhang III oder gegebenenfalls Anhang VIII behandelt.3. Positionen, die lediglich der Aktienfinanzierung dienen, können für die Zwecke dieses Anhangs von der Warenrisikoberechnung ausgeschlossen werden.4. Die Zins- und Fremdwährungsrisiken, die nicht von anderen Bestimmungen dieses Anhangs abgedeckt werden, werden bei der Errechnung des allgemeinen Risikos gehandelter Schuldtitel und des Fremdwährungsrisikos berücksichtigt.5. Wird die Verkaufsposition eher fällig als die Kaufposition, so hat das Institut auch Vorkehrungen gegen das Risiko einer zu geringen Liquidität zu treffen, das auf bestimmten Märkten bestehen kann.Netting (Saldierung)6. Im Sinne von Nummer 17 ist der Überschuß der Kaufpositionen (Verkaufspositionen) des Instituts über seine Verkaufspositionen (Kaufpositionen) in der gleichen Ware und in identischen Warentermininstrumenten, Optionen, Optionsscheinen und Fremdoptionsscheinen seine Nettoposition für die einzelne Ware. Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit einräumen, daß Positionen in derivativen Instrumenten - wie in den Nummern 8 bis 10 beschrieben - als Positionen der zugrundeliegenden Ware behandelt werden.7. Die zuständigen Behörden können eine Aufrechnung zwischen verschiedenen Unterkategorien derselben Ware zulassen, wenn diese bei der Lieferung untereinander austauschbar sind; eine Aufrechnung können sie auch zwischen ähnlichen Waren zulassen, wenn diese nahe Substitute sind und eine Mindestkorrelation von 90 % zwischen diesen über mindestens 1 Jahr eindeutig festgestellt werden kann. Keine Aufrechnung kann jedoch erfolgen, wenn die beiden Bestandteile eines Warenswaps unterschiedliche Waren sind, die nicht zu der obengenannten gleichen Unterkategorie gehören.Besondere Instrumente8. Warentermininstrumente und Terminverpflichtungen zum Kauf oder Verkauf bestimmter Waren sind in das Bemessungssystem als fiktive Beträge anhand der Standardmeßeinheit einzubeziehen, und es ist ihnen eine Laufzeit entsprechend des Fälligkeitstermins zuzuordnen. Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderung für ein börsengehandeltes Termininstrument der Einschußzahlung entspricht, die von der Börse verlangt wird, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß diese dem mit dem Termininstrument verbundenen Risiko genau entspricht und daß die Methode zur Berechnung der Einschußzahlung der in diesem Anhang oder in Anhang VIII beschriebenen Berechnungsmethode gleichwertig ist.9. Warenswaps, bei denen eine Seite der Transaktion ein fester Preis ist und die andere der aktuelle Marktpreis, sind in das Laufzeitbandkonzept als eine Reihe von Positionen einzubeziehen, die dem fiktiven Betrag des Kontrakts entsprechen, wobei eine Position jeweils einer Zahlung aus dem Swap entspricht und entsprechend in das Laufzeitband (Tabelle 4) eingeordnet wird. Bei den Positionen handelt es sich um Kaufpositionen, wenn das Institut einen festen Preis zahlt und einen variablen Preis erhält, und um Verkaufspositionen, wenn das Institut einen festen Preis erhält und einen variablen Preis zahlt.Warenswaps, bei denen die einzelnen Seiten des Geschäfts unterschiedliche Waren betreffen, sind im einschlägigen Meldeband des Laufzeitbandkonzepts auszuweisen.10. Optionen auf Waren oder Warenderivate sind zu behandeln wie dem Betrag des zugrundeliegenden Instruments, auf das sich die Option bezieht, gleichwertige Positionen, die für den Zweck dieses Anhangs mit dessen Delta-Faktor multipliziert werden. Die letztgenannten Positionen können gegen entgegengesetzte Positionen in identischen zugrundeliegenden Waren oder Warenderivaten saldiert werden. Der verwendete Delta-Faktor entspricht dem der betreffenden Börse, dem von den zuständigen Behörden berechneten oder - falls keiner davon verfügbar ist oder im Fall von Freiverkehrsoptionen - dem vom Institut selbst berechneten Faktor, sofern sich die zuständigen Behörden davon überzeugt haben, daß das vom Institut verwendete Modell angemessen ist.Die zuständigen Behörden können jedoch auch vorschreiben, daß die Institute ihre Delta-Faktoren unter Verwendung einer von den zuständigen Behörden bezeichneten Methodologie berechnen.Die zuständigen Behörden schreiben vor, daß die sonstigen mit Warenoptionen verbundenen Risiken, neben dem Delta-Risiko, abgesichert werden. Die zuständigen Behörden können die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderung für eine verkaufte börsengehandelte Warenoption der von der Börse geforderten Einschußzahlung entspricht, sofern ihnen ordnungsgemäß nachgewiesen worden ist, daß diese dem mit der Option verbundenen Risiko genau entspricht und daß die Methode zur Berechnung der Einschußzahlung der nachstehend in diesem Anhang oder in Anhang VIII beschriebenen Berechnungsmethode für derartige Optionen gleichwertig ist. Darüber hinaus können sie die Möglichkeit vorsehen, daß die Eigenkapitalanforderung für eine gekaufte börsengehandelte oder Freiverkehrs-Warenoption der für das zugrundeliegende Instrument entspricht, sofern die resultierende Eigenkapitalanforderung nicht den Marktwert der Option übersteigt. Die Eigenkapitalanforderung für eine verkaufte Freiverkehrsoption wird im Verhältnis zum zugrundeliegenden Instrument festgelegt.11. Optionsscheine auf Waren werden ebenso behandelt wie Warenoptionen gemäß Nummer 10.12. Die Waren oder garantierte Rechtsansprüche auf Waren übertragende Partei im Rahmen eines Pensionsgeschäfts und die verleihende Partei in einem Warenverleihgeschäft beziehen die betreffenden Waren in die Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderungen gemäß diesem Anhang ein.a) Laufzeitbandkonzept13. Das Institut stellt alle Positionen den entsprechenden Laufzeitbändern in die erste Spalte von Tabelle 4 ein; physische Bestände sind in das erste Laufzeitband einzuordnen. Im Fall von Märkten mit täglichen Lieferterminen können alle Kontrakte, deren Fälligkeitstermin nicht mehr als zehn Tage auseinander liegt, aufgerechnet werden.>PLATZ FÜR EINE TABELLE>14. Anschließend ermittelt das Institut für jedes Laufzeitband die Summe der Kaufpositionen sowie die Summe der Verkaufspositionen. Der Betrag der ersteren (letzteren) Summe, der innerhalb eines gegebenen Laufzeitbands durch letztere (erstere) Summe ausgeglichen wird, ist in jenem Band die ausgeglichene Position, während die verbleibende Kauf- oder Verkaufsposition die nicht ausgeglichene Position für das gleiche Laufzeitband darstellt.15. Der Teil der nicht ausgeglichenen Kauf-(Verkaufs-)position für ein gegebenes Laufzeitband, der durch die nicht ausgeglichene Verkaufs-(Kauf-)position für ein Laufzeitband mit längerer Fristigkeit ausgeglichen wird, stellt die ausgeglichene Position zwischen zwei Laufzeitbändern dar. Der Teil der nicht ausgeglichenen Kaufpositionen oder nicht ausgeglichenen Verkaufspositionen, der nicht auf diese Weise ausgeglichen werden kann, stellt die nicht ausgeglichene Position dar.16. Die Eigenkapitalanforderungen eines Instituts errechnen sich als die Summe aus:i) der Summe der ausgeglichenen Kauf- und Verkaufspositionen multipliziert mit dem entsprechenden Aufschlagfaktor gemäß Spalte 2 von Tabelle 4 für jedes Laufzeitband und mit dem Kassakurs der Ware;ii) der ausgeglichenen Position zwischen zwei Laufzeitbändern für jedes Laufzeitband, in das eine unausgeglichene Position vorgetragen wird, multipliziert mit 0,6 % (Carry-Satz) und mit dem Kassakurs der Ware;iii) den restlichen nicht ausgeglichenen Positionen, multipliziert mit 15 % (Outright-Satz) und mit dem Kassakurs der Ware.b) vereinfachtes Verfahren17. Die Eigenkapitalanforderungen eines Instituts errechnen sich als die Summe aus:i) 15 % der Nettoposition, unabhängig davon, ob es sich um eine Kauf- oder Verkaufsposition handelt, in jeder einzelnen Ware, multipliziert mit dem Kassakurs der Ware;ii) 3 % der Bruttoposition (Kaufposition plus Verkaufsposition) in jeder einzelnen Ware, multipliziert mit dem Kassakurs der Ware.ANHANG VIIIEINSATZ INTERNER MODELLE1. Die zuständigen Behörden können, sofern die in diesem Anhang niedergelegten Voraussetzungen erfuellt sind, den Instituten gestatten, zur Errechnung der an sie gestellten Eigenkapitalanforderungen für das Positionsrisiko, das Fremdwährungsrisiko und/oder das Warenrisiko ihre eigenen internen Risikomanagementmodelle einzusetzen, und zwar anstelle des oder in Verbindung mit dem in den Anhängen I, III und VII dargestellten Verfahren. In jedem einzelnen Fall ist für den Einsatz eines solchen Modells die ausdrückliche Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich.2. Die Aufsichtsbehörde erteilt die Genehmigung nur dann, wenn sie sich überzeugt hat, daß das Risikomanagementmodell der Bank auf einem soliden Konzept beruht und ordnungsgemäß angewandt wird und daß insbesondere folgende Qualitätsnormen erreicht werden:i) Das interne Risikomessungsmodell ist eng in den täglichen Risikomanagementprozeß des Instituts integriert und dient als Grundlage für die Meldung von Risikoengagements an die Geschäftsleitung des Instituts.ii) Das Institut verfügt über eine Risikokontrollabteilung, die unabhängig vom Wertpapierhandelsbereich und direkt gegenüber der Geschäftsleitung verantwortlich ist. Die Abteilung muß für Konzeption und Anwendung des Risikomanagementsystems des Instituts verantwortlich sein. Sie erstellt und analysiert tägliche Berichte über die Ergebnisse des Risikomessungsmodells und über die geeigneten Maßnahmen hinsichtlich der Wertpapierhandelsbegrenzungen.iii) Der Vorstand und die Geschäftsleitung des Instituts sind aktiv am Risikokontrollprozeß beteiligt, und die von der Risikokontrollabteilung erstellten täglichen Berichte werden von einem Managementniveau ausgewertet, das über hinreichende Autorität verfügt, um sowohl Senkungen der von einzelnen Händlern übernommenen Positionen als auch des Gesamtrisikoengagements des Instituts durchzusetzen.iv) Das Institut verfügt über eine ausreichende Zahl von Mitarbeitern, die mit komplexen Modellen umgehen können, und zwar nicht nur im Wertpapierhandelsbereich, sondern auch bei der Risikokontrolle, der Revision und der Abrechnung.v) Das Institut verfügt über etablierte Verfahren zur Überwachung und Gewährleistung der Einhaltung einer dokumentierten Reihe interner Strategien und Kontrollen hinsichtlich der Gesamtfunktionsweise des Risikomessungssystems.vi) Die Modelle des Instituts haben sich durch Risikomessungen von akzeptabler Genauigkeit bewährt.vii) Das Institut führt häufig ein strenges Programm von Streßtests durch, und die Ergebnisse dieser Tests werden von der Geschäftsleitung ausgewertet und schlagen sich in ihren Strategien und den von ihr festgelegten Begrenzungen nieder.3. Die zuständigen Behörden haben sich des weiteren davon zu überzeugen, daß die Modelle des Instituts auch weiterhin die Risiken mit akzeptabler Genauigkeit messen; dies ist durch regelmäßig vom Institut durchzuführende Rückvergleiche nachzuweisen.4. Als Teil seines regelmäßigen internen Revisionsprozesses muß das Institut eine unabhängige Überprüfung des Risikomessungssystems durchführen. In diese Überprüfung sind sowohl die Tätigkeiten der Wertpapierhandelsabteilungen als auch die der unabhängigen Risikokontrollabteilung einzubeziehen. Mindestens einmal im Jahr muß das Institut eine Überprüfung seines gesamten Risikomanagementprozesses durchführen. In diese Überprüfung ist folgendes einzubeziehen:i) die Angemessenheit der Dokumentation des Risikomanagementsystems und -prozesses und der Organisation der Risikokontrollabteilung;ii) die Integration von Marktrisikomaßnahmen in das tägliche Risikomanagement und die Integrität des Managementinformationssystems;iii) der Prozeß, den das Institut bei der Genehmigung von Risikopreisfestsetzungsmodellen und -bewertungssystemen anwendet, die vom Personal des Handels und vom Abrechnungspersonal verwendet werden;iv) das Spektrum der Marktrisiken, die durch das Risikomessungsmodell erfaßt werden, und die Verifizierung etwaiger erheblicher Änderungen des Risikomessungsprozesses;v) die Richtigkeit und Vollständigkeit von Positionsdaten, die Richtigkeit und Angemessenheit von Volatilitäts- und Korrelationsannahmen und die Richtigkeit von Bewertungs- und Risikosensitivitätsberechnungen;vi) den Verifizierungsprozeß, den das Institut anwendet, um Konsistenz, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Datenquellen zu prüfen, die im Rahmen der internen Modelle verwendet werden, einschließlich der Unabhängigkeit dieser Datenquellen; undvii) der Verifizierungsprozeß, den das Institut anwendet, um das Backtesting auszuwerten, das durchgeführt wird, um die Genauigkeit des Modells zu bewerten.5. Unbeschadet Absatz 1 unterliegen Institute, die Modelle einsetzen, einer speziellen Eigenkapitalanforderung zur Unterlegung des spezifischen Risikos von gehandelten Schuldinstrumenten und Aktien im Sinne von Anhang I, sofern die zuständigen Behörden der Auffassung sind, daß dieses Risiko nicht genügend in ihrem Modell berücksichtigt wird. Auf jeden Fall setzen die zuständigen Behörden für Institute, die Modelle einsetzen, eine Mindesteigenkapitalanforderung für das spezifische Risiko in Höhe von 50 % der gemäß Anhang I berechneten Anforderung fest.6. Im Sinne von Nummer 8 Ziffer ii) werden die Ergebnisse der eigenen Berechnungen des Instituts mit einem Faktor 3 multipliziert.7. Für den gleichen Zweck und zusätzlich zum Multiplikationsfaktor ist ein Plus-Faktor zwischen 0 und 1 den internen Berechnungsergebnissen des Instituts gemäß Tabelle 5 und den Ergebnissen des nachfolgend beschriebenen Rückvergleich-Verfahrens zuzuschlagen.Zu diesem Zweck ist die mit dem Modell errechnete Risikomeßgröße mit der tatsächlichen Wertänderung des Portfolios zu vergleichen. Diese Rückvergleiche sind täglich auf Basis sowohl tatsächlicher als auch - unter der Annahme unveränderter Tagesendpositionen - hypothetischer Änderungen des Portfoliowertes durchzuführen.Übersteigt die Veränderung im Portfolio-Wert die mit dem Modell errechnete Risikomeßgröße, ist das Ziel überschritten. Die Zahl der Überschreitungen (siehe Tabelle 5) basieren auf einer Stichprobe von 250 Werten.>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Die zuständigen Behörden können in Einzelfällen von der Anforderung der Aufnahme eines Plus-Faktors abweichen, wenn aufgrund besonderer Umstände eine Erhöhung des Multiplikationsfaktors ungerechtfertigt und das Modell grundsätzlich solide ist. In diesem Zusammenhang hat das Institut nachzuweisen, daß die Erhöhung ungerechtfertigt ist.Im Fall zahlreicher Überschreitungen wird die zuständige Behörde die Anerkennung des Modells widerrufen oder angemessene Maßnahmen vorschreiben, um die unmittelbare Verbesserung des Modells sicherzustellen.Das Institut muß alle im Rahmen der Rückvergleiche ermittelten Überschreitungen samt ihrer Gründe aufzeichnen und den zuständigen Behörden unverzüglich das Ausmaß der Überschreitungen und ihre Gründe melden.8. Das Institut muß eine Eigenkapitalanforderung erfuellen, die dem höheren der folgenden beiden Werte entspricht:i) dem Vortageswert seines Risikopotentials, gemessen nach den in diesem Anhang niedergelegten Kriterien;ii) dem Durchschnitt aus den in den vorausgegangenen 60 Geschäftstagen ermittelten Tageswerten des Risikopotentials, multipliziert mit den unter Nummer 6 genannten Faktoren (berichtigt um den in Nummer 7 genannten Faktor).9. Für die Berechnung des Risikopotentials gelten folgende Mindestanforderungen:i) zumindest tägliche Berechnung des Risikopotentials;ii) ein einseitiges Konfidenzniveau von 99 %;iii) eine Haltedauer von 10 Tagen;iv) ein tatsächlicher historischer Beobachtungszeitraum von mindestens einem Jahr;v) vierteljährliche Aktualisierung der Datenreihen.10. Die zuständigen Behörden haben auch zu verlangen, daß alle Preisrisiken von Optionen und optionsähnlichen Positionen von dem Modell genau erfaßt werden.11. Die zuständigen Behörden haben zu verlangen, daß das Risikomeßmodell eine ausreichende Anzahl von Risikofaktoren erfaßt, entsprechend dem Tätigkeitsvolumen des Instituts auf dem jeweiligen Markt. Auf jeden Fall sind folgende Voraussetzungen zu erfuellen:i) Beim Zinsrisiko hat das Risikomeßsystem bei der Berechnung der Zinsstrukturkurve eines der allgemein anerkannten Verfahren anzuwenden. Für größere Zinsrisikoengagements in den wichtigsten Währungen und Märkten ist die Zinsstrukturkurve in mindestens sechs Laufzeitabschnitte zu unterteilen, um die Volatilitätsänderungen der Zinssätze im Verlauf der Kurve zu erfassen. Das Risikomeßsystem muß auch das Risiko unvollständig korrelierter Entwicklungen zwischen verschiedenen Zinsstrukturkurven erfassen.ii) Beim Fremdwährungsrisiko hat das Risikomeßsystem Risikofaktoren zu berücksichtigen, die der jeweiligen Fremdwährung entsprechen, auf die die Positionen des Instituts lauten. Auf Gold wird ein besonderer Risikofaktor angewandt.iii) Beim Aktienrisiko hat das Risikomeßsystem mindestens für jeden Aktienmarkt, auf dem das Institut in erheblichem Umfang Positionen hält, einen besonderen Risikofaktor anzuwenden.iv) Bei Warenrisiken hat das Risikomeßsystem mindestens für die Warenmärkte, auf denen das Institut in erheblichem Umfang Positionen hält, einen besonderen Risikofaktor anzuwenden. Das Risikomeßsystem muß auch das Risiko unvollständig korrelierter Entwicklungen zwischen ähnlichen, aber nicht identischen Waren und das Risiko in bezug auf Veränderungen der Terminkurse erfassen, die sich aus Fristeninkongruenzen ergeben. Überdies sind Markteigenheiten zu berücksichtigen, wie insbesondere Liefertermine und der den Händlern überlassene Spielraum bei der Glattstellung von Positionen.12. Die zuständigen Behörden können zulassen, daß die Institute innerhalb und zwischen verschiedenen Risikokategorien empirische Korrelationen anwenden, wenn sie sich überzeugt haben, daß das Korrelationsmeßsystem des Instituts auf einem soliden Konzept beruht und ordnungsgemäß angewandt wird."