CELEX: 31982R2332
Language: de
Date: 1982-08-26 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2332/82 der Kommission vom 25. August 1982 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Spanien

Nr. L 250/20                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               26 . 8 . 82
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 2332/82 DER KOMMISSION
                                                vom 25. August 1982
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                Ursprung in Spanien
  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                              Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 GEMEINSCHAFTEN —                                              211 8/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                              (EWG) Nr. 3011 /81 (*), müssen die zu berücksichti­
                                                              genden Notierungen auf den repräsentativen Märkten
  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­           und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
  ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                             Märkten festgestellt werden.
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für spanische
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­          Äpfel an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
 organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert       mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis gelegen .
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 738/82 (2), insbe­           Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Äpfel
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,         erhoben werden .
                                                              Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
  in Erwägung nachstehender Gründe :                          erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                              zugrunde zu legen :
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
  1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei         — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an            Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um mindestens               in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegt, bei der                   Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
 Einfuhr dieses Erzeugnisses aus dem betreffenden                 Währungen stützt,
 Herkunftsland      außer   in   Ausnahmefällen     eine      — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
 Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Ausgleichsabgabe              der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 muß gleich der Differenz zwischen dem Referenzpreis              kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
 und dem arithmetischen Mittel der beiden letzten, für            der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 das betreffende Herkunftsland verfügbaren Einfuhr­               Währungen der Gemeinschaft entsprechend
 preise sein .                                                    vorhergehendem        Gedankenstrich      festgestellt
                                                                  wird —
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1680/82 der Kommis­
 sion vom 29. Juni 1982 zur Festsetzung der Referenz­
 preise für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1982/83 (3)
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Güteklasse I für den Monat August 1982 auf 31,97
 ECU je 100 kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                                                      Artikel 1
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notie­           Auf Einfuhren von Äpfeln, andere als Mostäpfel (Zoll­
 rungen für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsen­      tarifstelle ex 08.06 A II des Gemeinsamen Zolltarifs),
 tativen Märkten, für welche Notierungen vorliegen,          mit Ursprung in Spanien wird eine Ausgleichsabgabe
vermarkteten Mengen aus dem betreffenden                      in Höhe von 3,78 ECU je 100 kg Eigengewicht ange­
                                                             wandt.
 Herkunftsland, wobei diese Notierung oder Notie­
rungen um die in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle und Abgaben
verringert werden . Der Begriff repräsentative Notie­                                 Artikel 2
 rung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG)
 Nr. 1035/72 festgelegt.               ,
                                                              Diese Verordnung tritt am 27. August 1982 in Kraft.
(') ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 190 vom 1 . 7. 1982, S. 7.                    (4) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
(3 ABl . Nr. L 186 vom 30 . 6. 1982, S. 15.                    4 ABl. Nr. L 301 vom 22. 10. 1981 , S. 18 .
 ---pagebreak--- 26 . 8 . 82                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. L 250/21
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 25. August 1982
                                                                  Für die Kommission
                                                                    Poul DALSAGER
                                                               Mitglied der Kommission