CELEX: 51987PC0194
Language: de
Date: 1987-05-12
Title: Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES zur Annäherung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über bestimmte Bestandteile und Merkmale von Land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 194
Vol. 1987/0112
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
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Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444    vom   13.   März   2015   über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                      KOM(87 ) 194 endg .
                                                      Brüssel , den 12 . Mai 1987
                                 Vorschlag für eine
                                RICHTLINIE DES RATES
            zur Annäherung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
             über bestimmte Bestandteile und Merkmale von Land - oder
                  forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern
                          ( von der Kommission vorgelegt )
 K0MC87 ) 194 endg .
 ---pagebreak---                                           2.
                                     BEGRUNDUNG
I. ALLGEMEINES
Dieser Richtlinienvorschlag fällt in den Rahmen des EWG-Betriebserlaubnisver-
                                                    1)
fahrens , das Gegenstand der Richtlinie 74/150/EWG     ist . Er betrifft die Vor­
schriften Ober Abmessungen und Massen , Geschwindigkeitsregler , Schutz von Mo-
torteilen , vorstehenden Teilen und Rädern , Sicherheitsglas , mechanische Verbin­
dungen sowie die Lage und Anbringungsart von Schildern und vorgeschriebenen An­
gaben von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern .
Mit den Bestimmungen des vorliegenden Richtlinienvorschlages sollen nicht nur
die technischen Handelshemmnisse infolge unterschiedlicher einzelstaatlicher
Rechtsvorschriften beseitigt , sondern vor allem die Sicherheitsbedingungen im
Straßenverkehr und bei der Feldarbeit verbessert werden .
Mit diesem Vorschlag , der folgendermaßen mit einem Vorschlag zur Änderung der
Rahmenrichtlinie 74/150/EWG und zum Ersatz der Rubrik "DP" durch "CONF" für drei
Elemente der Zugmaschine vorgelegt wird , vervollständigt die Kommission die ge­
genwärtige Regelung der Gemeinschaft und gibt auf diese Weise den Herstellern
die Möglichkeit , die vollständige EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugraaschinen-
typ zu erhalten .
Es handelt sich infolgedessen um eine wichtige Etappe , welche den Abschluß der
Arbeiten darstellt , die in den sechziger Jahren begonnen wurden und bis heute
zur Annahme von 22 Richtlinien und sechs Änderungen von solchen geführt haben .
Bei der Ausarbeitung dieses letzten Vorschlags hat die Kommission von dem üb­
lichen Verfahren Abstand genommen , bei dem sie sich von Experten der Mitglied­
staaten in der Arbeitsgruppe "Beseitigung der technischen Handelshemmnisse -
Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen" unterstützen läßt , und diesen
Vorschlag unter Hinzuziehung unabhängiger technischer Experten selbst erar­
beitet . Dieses Vorgehen war im wesentlichen durch die relativ kurze ,   im
Arbeitsprogramm und im Zeitplan festgelegte Frist bedingt , die die Kommission
1 ) ABI . Nr . L 84 vom 28.3.1974 , S. 10
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dem Rat in ihrem Weißbuch im Hinblick auf die vollständige Vereinheitlichung
des Binnenmarktes bis spätestens 1992 vorgelegt hatte .
II . INHALT DES VORSCHLAGS
Dieser Richtlinienvorschlag umfaßt einen verfügenden Teil und fUnf technische
Anhänge .
Im verfugenden Teil sind der Anwendungsbereich der Richtlinie und die Bedin­
gungen festgelegt , denen ein Zugmaschinentyp , der den in den Anhängen aufge­
führten technischen Anforderungen entspricht , zur Erteilung der EWG-Betriebs-
erlaubnis oder der Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung , zur Zulassung ,
zum Verkauf und zum Inverkehrbringen im gesamten Hoheitsgebiet der Gemeinschaft
genUgen muß , und ferner das Verfahren zur Anpassung der Vorschriften in den
Anhängen an den technischen Fortschritt .
Die fUnf Anhänge , die den verfugenden Teil ergänzen , beziehen sich auf die
technischen Vorschriften , die zum Erhalt der EWG-Betriebserlaubnis    fUr
einen Zugmaschinentyp oder der Genehmigung ( fUr Sicherheitsglas ) in folgen­
der Hinsicht einzuhalten sind :
       - Abmessungen und Gewichte ,
       - Geschwindigkeitsregler ( falls Bestandteil der ErstausrUstung ) ,
          Schutz von Motorteilen , vorstehenden Teilen und Rädern ,
       - Windschutzscheibe und andere Scheiben ,
       - mechanische Verbindungen ,
       - Art und Anbringung der vorgeschriebenen Beschriftungen und
          und Schilder .
Besonders hervorzuheben ist Anhang III betreffend Windschutzscheibe und
andere Scheiben. In diesem Anhang , der Uber 100 Seiten umfaßt , sind im we­
sentlichen die kürzlich durch die Wirtschaftskommission fUr das Europa
der Vereinten Nationen ausgearbeiteten und verabschiedeten technischen Vor­
schriften Übernommen worden . Es war nicht möglich , den Umfang dieser Bestim­
mungen zu reduzieren , da sie die Sicherheitsanforderungen fUr mehrere Typen
von Sicherheitsglas umfassen , von vorgespanntem Glas bis zu Verbundglas und
von Akrylglas bis hin zu Doppelglaseinheiten .
 ---pagebreak--- DarUber hinaus bietet die trockene Sprache technischer Spezifikationen ,
die im allgemeinen als mathematische Relationen ausgedrückt sind , nicht
die Fülle von Formulierungsmöglichkeiten nichttechnischer Texte , bei de­
nen die zahllosen und unterschiedlichen Ausdrucksweisen jede Verlängerung
wie auch Kürzung der Konzepte , die man zum Ausdruck bringen will , zulassen .
III .   MITTEILUNG AN DIE KOMMISSION
111 . 1  Die gegenwärtige Rechtsgrundlage , Artikel 100 , wird durch die
         Einheitliche Europäische Akte ( nach ihrem Inkrafttreten ) beein-
         flußt , da Artikel 100A anwendbar wird .
111 . 2  Zur Anwendung kommt das Kooperationsverfahren gemäß obigem
         Absatz III . 1 .
111 . 3  Die in diesem Richtlinienvorschlag geplanten Maßnahmen haben
         keinen nennenswerten Einfluß auf die kleinen und mittleren Un­
         ternehmen und die Beschäftigvingslage .
111 . 4 Infolgedessen wird der Kommission vorgeschlagen , den hier nach­
         folgenden Richtlinienvorschlag im Hinblick auf seine Weiter­
         leitung an den Rat zu genehmigen .
111 . 5  Nach Artikel 100 Absatz 2 sind die Stellungnahmen des Europäischen
         Parlaments und des Wirtschafts- und Sozialausschusses erforderlich .
 ---pagebreak---                                             T
                                       VORSCHLAG
                                       FÜR EINE
                                RICHTLINIE DES RATES
zur Annäherung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten Uber bestimmte Merkmale
             von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
insbesondere Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
                                                  1)
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments       1
                                                             2)
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses       1
in Erwägung nachstehender Gründe :
Die technischen Vorschriften , denen die Zugmaschinen aufgrund der einzelstaatlichen
Rechtsvorschriften genügen müssen , betreffen u.a . die Abmessungen und Massen , den
Geschwindigkeitsregler , den Schutz von Motorbauteilen , vorstehenden Teilen und Rädern ,
die Betätigung der Anhängerbremse , die Windschutzscheibe und die anderen Scheiben , die
mechanischen Verbindungen zwischen Schlepper und Anhänger sowie die Lage und Anbrin-
gungsart der vorgeschriebenen Schilder und Angaben auf dem Rumpf der Zugmaschine .
Diese Vorschriften unterscheiden sich von einem Mitgliedstaat zum anderen . Daraus er­
gibt sich die Notwendigkeit , entweder als Ergänzung oder anstelle der gegenwärtigen
Regelungen in allen Mitgliedstaaten die gleichen Vorschriften einzuführen , um insbe­
sondere für jeden Zugraaschinentyp die Anwendung des EWG-Betriebserlaubnisverfahrens
zu ermöglichen , das Gegenstand der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis
für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern        zuletzt geändert
                                    4)
durch die Richtlinie 82/ 890/EWG       , ist .
1 ) ABI . Nr .
2 ) ABI . Nr .
3 ) ABI . Nr . L 84 vom 28.3.1974 , S. 10
4 ) ABI . Nr . L 378 vom 31.12.1982 , S. 45
 ---pagebreak---                                       - 6 -
Insbesondere im Hinblick auf die technischen Vorschriften über Sicherheits­
glas - Windschutzscheibe und andere Glasscheiben - ist es angebracht , die­
jenigen zu übernehmen , die von der UN-Wirtschaftskommission für Europa in
ihrer Regelung Nr . ^3 ("Einheitliche Vorschriften für die Genehmigung von
Sicherheitsglas und Verglasungswerkstoffe") verabschiedet wurde , welche dem
Abkommen vom 20 . März 1958 zur Einführung einheitlicher Voraussetzungen für
die Genehmigung und die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung von Kraft-
fahrzeugausstattungen und -bauteilen ^ als Anhang beigefügt ist.
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                       Artikel 1
1 . Eine land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine ist jedes Kraftfahrzeug
    auf Rädern oder mit Raupenfahrwerk und mindestens zwei Achsen , dessen
    Funktion im wesentlichen auf seiner Zugkraft beruht und das insbesondere
    zum Schleppen , Schieben , Befördern oder Betätigen bestimmter Werkzeuge ,
    Maschinen oder Anhänger ausgelegt ist , die zum Einsatz in einem land-
    oder forstwirtschaftlichen Betrieb bestimmt sind . Es kann zum Transport
    einer Last und von Beifahrern ausgestattet werden .
2 . Diese Richtlinie gilt ausschließlich für die in Absatz 1 definierten
    Zugmaschinen auf Luftreifen und einer Höchstgeschwindigkeit von 6 bis
     30 km / h je nach Bauart .
5 ) Dok . E/EWG/324 - E/EWG/TRANS/505 - Rev . 1/Add . 42/Amend . 2 vom
    16 . April 1986
 ---pagebreak---                                   Artikel 2
Die Mitgliedstaaten dürfen weder die EWG-Betriebserlaubnis noch die Be-
triebserlaubnis mit internationaler Geltung oder die Zulassung , den Ver­
kauf , die Inbetriebnahme oder die Benutzung einer Zugmaschine aus einem
der nachstehenden Gründe verweigern :
- Abmessungen und Massen ,
- Drehzahlregler , Schutz von Motorbauteilen , vorstehenden Teilen und
  Rädern und Betätigung der Anhängerbremsen ,
- Windschutzscheibe und andere Scheiben ,
- mechanische Verbindungen zwischen Zugmaschine und Anhänger ,
- die Lage und Anbringungsart der vorgeschriebenen Schilder und Angaben
  auf dem Rumpf der Zugmaschine ,
wenn diese den Vorschriften in den entsprechenden Anhängen genügen .
                                  Artikel 3
Die Änderungen zur Anpassung der Anhänge an den technischen Fortschritt
erfolgen nach dem Verfahrendes Artikels 4 .
                                  Artikel 4
Im Falle einer Anwendung des in diesem Artikel festgelegten Verfahrens
entscheidet die Kommission nach Anhörung des aufgrund der Richtlinie
7^/150/EWG eingesetzten Ausschusses , nachstehend " Ausschuß " genannt .
Der Ausschuß berät Uber die von der Kommission ausgearbeiteten Anträge auf
Stellungnahme . Die Kommission kann         eine Frist "für die Abgabe der
Stellungnahme setzen . Die Beratungen des Ausschusses erfordern keine Abstimmung .
Allerdings kann jedes Ausschußmitglied verlangen, daß seine Meinung im Protokoll
festgehalten wird .
 ---pagebreak---                                    Artikel 5
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften in Kraft
    um dieser Richtlinie bis spätestens 31 » Dezember 1988 nachzukommen ,
    und setzen die Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis .
2. Die Mitgliedstaaten sorgen dafür , daß der Kommission der Wortlaut
    der wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mitgeteilt wird
    die sie im Geltungsbereich dieser Richtlinie erlassen .
                                   Artikel 6
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
Geschehen zu Brüssel , den
                                                   Im Namen des Rates
 ---pagebreak---                                  1
                 FICHE D 1 IMPACT SUR LA COMPETITIVITE ET L' EMPLOI
       Projet de proposition de directive du Conseil concernant le
       rapprochement des législations des Etats membres relatives à
       certains éléments et caractéristiques des tracteurs agricoles
       ou forestiers à roues .
   I. Quelle est la justification principale de la mesure ?
      Achèvement de la procédure de réception CEE ( Livre Blanc )
 II . Caractéristiques des entreprises concernées
      En particulier :
      - y- a-t - il un grand nombre de PME ? Non
      - note t' on des concentrations dans des régions :
         . éligibles aux aides régionales des E.M. ? Non
         . éligibles au Feder ? Non
III . Quelles sont les obligations imposées aux entreprises ?
      Aucune obligation supplémentaire
 IV . Quelles sont les obligations susceptibles d' être imposées
      indirectement aux entreprises via les autorités locales ?
      Aucune
  V. Y- a-t - il des mesures spéciales pour les PME ? Non
      - lesquelles ?
 VI . Quel est l' effet prévisible :
      - sur la compétitivité des entreprises ? Pas quantifiable
      - sur l' emploi ?      Pas quantifiable
VII . Les partenaires sociaux ont -ils été consultés ? Non
      - Avis des partenaires sociaux : -
 ---pagebreak---                                      1
                             LISTE DER ANHANGE
ANHANG I :      Abmessungen und Massen
Anlage :        Anhang zum EWG-Be triebserlaubnisbogen
ANHANG II :     Geschwindigkeitsregler , Schutz von Motorbauteilen , vorstehenden
                Teilen und Rädern und Betätigung der Anhängerbremse
Anlage :        Anhang zum EWG- Be triebserlaubnisbogen
ANHANG III :    Windschutzscheibe und andere Scheiben
ANHANG III-A :  Begriffsbestimmungen , Antrag auf Bauartgenehmigung , Bauartgeneh-
                migungen , Kennzeichnungen , allgemeine Vorschriften , Prüfungen
                und Übereinstimmung der Produktion
Nachtrag :      EWG-Genehmigungsze i chen
ANHANG III-B :  Benachrichtigung Uber die EWG-Bauartgenehmigung , Verweigerung
                der EWG-Bauartgenehmigung , die Ausdehnung der EWG-Bauartgeneh-
                migung , die Zurücknahme der EWG-Bauartgenehmigung und die endgül­
                tige Einstellung der Produktion
Anlage 1 :      Vorgespannte Glasscheiben
Anlage 2 :      Verbundglasscheiben
Anlage 3 -      Akrylglasscheiben
Anlage 4 :      Doppelglaseinheiten
Anlage 5 '      Inhalt der Windschutzscheibenliste
ANHANG III-C :  Allgemeine Prüfbedingungen
ANHANG III-D :  Glasscheiben aus vorgespanntem Glas
ANHANG III-E :  Glasscheiben aus normalem Verbundglas (MSG )
ANHANG III-F :  Sicherheitsglas mit Kunststoffbeschichtung auf der Innenseite
ANHANG III-G :  Akrylglasscheiben
ANHANG III -H : Doppelverglasungen
ANHANG III-I :  Gruppierung der Windschutzscheiben für die Bauartgenehmigung
ANHANG III-J :  Messung der Segmenthühe und Lage der Aufschlagpunkte
ANHANG III -K : Übereinstimmung der Produktion
ANHANG III -L : Anhang zum EWG-Be triebserlaubnisbogen
ANHANG IV :     Mechanische Verbindungen zwischen Zugmaschine und Anhängern
Nachtrag 1 :    Dynamisches Prüfverfahren
Nachtrag 2 :    Anhang zum EWG-Betriebserlaubnisbogen
ANHANG V :      Ort und Anbringung der vorgeschriebenen Schilder und Kennzeichen
                am Aufbau der Zugmaschine
Nachtrag :      Anhang zum EWG-Betriebserlaubnisbogen
 ---pagebreak---                                          - 2 -                 III/2429/86-DE
                                       ANHANG I
                               ABMESSUNGEN UND MASSEN
1 . Begriffsbestimmungen
    1.1 "Lange ":
        - die LBnge der Zugmaschine , gemessen zwischen den senkrecht zur Langsachse
           der Zugmaschine und durch die Endpunkte derselben hindurchgehenden Vertikal
           ebenen , unter Ausschluß von :
           - Rückspiegeln ,
           - Andrehkurbeln ,
           - vorübergehend vorn oder hinten an der Zugmaschine montierten landwirt­
             schaftlichen Geräten ,
           - vorderen oder seitlichen Begrenzungsleuchten .
    1.2 " Breite":
        - die Breite der Zugmaschine , gemessen zwischen den parallel zur Langsachse
           der Zugmaschine und durch die Endpunkte derselben hindurchgehenden Vertikal
           ebenen , unter Ausschluß von :
           - Rückspiegeln ,
           - Fahrtrichtungsanzeigern ,
           - vorderen , seitlichen oder rückwärtigen Begrenzungsleuchten ; Parkleuchten ,
           - Reifenverformungen aufgrund des Zugmaschinengewichts ,
           - einziehbaren Elementen , z.B. Gummilappen , umklappbares Trittbrett ...,
           - vorn oder hinten an der Zugmaschine montierten landwirtschaftlichen
             Geräten .
    1.3 "H3he " :
        - der vertikale Abstand zwischen dem Boden und dem am weitesten vom Boden
           entfernten Punkt der Zugmaschine . Zu ihrer Bestimmung muß die Zugmaschine
           - mit neuen Luftreifen des größten vom Hersteller angegebenen Rollhalb-
             messers ausgestattet sein ,
           - leer sein , wobei das Leergewicht gemäß der in Richtlinie 74/150/EWG
             ( Anhang I , Absatz 2.4 ) festgesetzten Definition gemessen wird ,
           - Stillstehen und der Motor ausgeschaltet sein ,
           - sich auf einer angemessen ebenen Fläche befinden ; jede Antenne ist von
             der Messung auszuschließen .
    1.4 "Zuiassige Anhangelast" :
        - das echte Gesamtgewicht des gezogenen Anhängers .
    1.5 "Vertikallast am Kupplungspunkt" :
        - die im statischen Zustand durch die Zugöse des Anhängers auf die
           Bezugsmitte der Anhängevorrichtung übertragene Last .
                                                                    •••/ •••
 ---pagebreak---                                             - 3 -
    1.6 " Anhângevorrichtung" :
        - die an der Zugmaschine angebrachte technische Einheit zur Herstellung der
           mechanischen Verbindung zwischen Zugmaschine und Anhänger . Je nach Aus­
           legung wird diese technische Einheit als Gabelkopf oder Haken bezeichnet .
    1.7 " Bezugsmitte der Anhängevorrichtung" :
        - der von den Kotflügeln abstandsgleiche Punkt auf der Wellenachse im Falle
           eines Gabelkopfes und der Schnittpunkt zwischen der Symmetrieebene des
           Hakens und der Mantellinie des konkaven Teils dieses Hakens in Höhe der
           Berührung mit der Öse , wenn sich dieser in Zugposition befindet .
    1.8 "Rad6tand der Zugmaschine ( i )":
        - der Abstand zwischen den senkrecht zur mittleren Längsebene der Zug­
           maschine und durch die Schlepperachsen verlaufenden Vertikalebenen .
    1.9 "Masse der fahrbereiten Zugmaschine":
        - die in Anhang I , Absatz 2.4 der Richtlinie 74/150/EWG definierte Masse
           ( Leergewicht der fahrbereiten Zugmaschine ohne Sonderzubehör , jedoch
           mit KUhlflüssigkeit , Schmiermittel , Kraftstoff , Werkzeug und Fahrer ,
           dessen Masse pauschal mit 75 kg veranschlagt wird ).
   1.10 '413666 auf der Vorderachse der fahrbereiten Zugmaschine "
        - der Teil der Masse der fahrbereiten Zugmaschine nach Anhang I , Absatz 2.4
           der Richtlinie 74/150/EWG , der unter statischen Bedingungen auf ihrer
           Vorderachse ruht .
2 . Vorschriften
    2.1 Abmessungen
        Für Zugmaschinen gelten die folgenden Abmessungen :
        2.1.1 Länge : 12 m
        2.1.2 Breite : 2,5 ni
        2.1.5 HShe :        4 m
        2.1.4 Die Messungen zur Überprüfung der in Absatz 2.1 angegebenen Abmessun­
                gen erfolgen bei normalem ßtraßenverkehrszustand der Zugmaschine
                ( Türen und Fenster geschlossen , Reifen beim normalen , vom Her­
                steller angegebenen Luftdruck , ...) und bei gerader Ausrichtung
                der Vorderräder .
    2.2 Zulässige Anhängelast
        2.2.1 Die zulässige Anhängelast darf folgendes nicht überschreiten :
                2 . 2 . 1.1 das Eineinhalbfache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine ,
                            wenn der Anhänger nicht mit einer Bremsanlage ausgestattet
                            ist ,
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            2.2. 1.2 das Fünffache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine ,
                       wenn der Anhänger mit einer mechanischen Bremsanlage
                       ausgerüstet ist ,
             2.2 . 1.3 das Sechsfache der Masse der fahrbereiten Zugmaschine ,
                        wenn der Anhänger mit einer Servobremsanlage aus­
                        gerüstet ist .
2.3 Vertikallast am Kupplungspunkt
      2.3.1 Die maximale statische Vertikallast wird vom Hersteller festge­
            legt . Sie darf allerdings in keinem Fall Uber drei Tonnen liegen .
      2.3.2 Annahmebedingungen
            2.3.2 . 1 Wird auf die Bezugsmitte der Anhängevorrichtung in stati­
                       schem Zustand eine einstellbare Vertikallast angesetzt ,
                       die die durch den Hersteller festgelegte nicht übersteigt ,
                       müssen die beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt sein :
                        i ) Die auf der Längsachse aufliegende Masse (Ma ) darf im
                            statischen Zustand 20 % der Masse der fahrbereiten
                            Zugmaschine ( Mt ) nicht unterschreiten ,
                       ii ) die auf der am stärksten belasteten Achse aufliegende
                            Masse darf nicht größer sein als die Höchstlast nach
                            den technischen Daten der Reifen in den von den Rei-
                            fenherstellern empfohlenen Tabellen ( Tabellen ETRTO ( 1 )).
( 1 ) Organisation technique européenne du pneu et de la jante (EuropSische
      technische Organisation für Reifen und Felgen ).
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                                        Anlage
                                                                    | Angabe der Behörde |
  ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP BEZÜGLICH
                               ABMESSUNGEN UND MASSEN
  ( Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom
  4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten Ober
  die Betriebserlaubnis fUr land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern )
  Nummer der EWG-Betriebserlaubnis : . . . . . . ..... . . . ..... . . . .....
  1 . Element ( e ) oder Merkmal ( e ):
      1.1 Abmessungen     1.1.1 Länge ........ m
                          1.1.2 Breite . . . ..... m
                          1.1.3 Höhe     ....... m
      1.2 Massen          1.2.1 Zulässige Anhängermasse ......... kg
                          1.2.2 Vertikallast am Kupplungspunkt ......... N
  2 . Marke ( Firma) der Zugmaschine : .....
  3. Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine : ..... . . . .....
  4 . Name und Anschrift des Herstellers : .....
  5 . Gegebenenfalls Name und Anschrift des Bevollmächtigten : . . . .....
  6 . Datum der Vorführung der Zugmaschine fUr die EWG-Betriebserlaubnis : . . . .....
  7 . Mit den Betriebserlaubnisprilfungen beauftragter technischer Dienst : ........
  8. Datum des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls : . .           ..... . .
  9 . Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls : . . . ..... . . . ..... . . .
10 . Die EWG-Betriebserlaubnis hinsichtlich Abmessungen und Gewichten wird
      erteilt/versagt ( 1 )
11 . Ort : .....
12 . Datum : ..... . . . ..... . . . .....
13 . Unterschrift : . . .    ..... . . . .....
14. Folgende Dokumente mit der oben angeführten EWG-Be triebserlaubnisnummer sind
      vorliegender Mitteilung beigefügt :
      .......... MaBzeichnungen
      .......... Explosionszeichnung oder Fotografie der Zugmaschine
Diese Daten werden den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf
ihren ausdrücklichen Wunsch übermittelt .
15 « Mögliche Bemerkungen : ......................................................
( 1 ) Nichtzutreffendes streichen
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                                         ANHANG II
    GESCHINDIGKEITSREGLER , SCHUTZ VON MOTORBAUTEILEN , VORSTEHENDEN TEILEN UND
                           RÄDERN UND BETÄTIGUNG DER ANHÄNGERBREMSE
1 . Geschwindigkeitsregler
    1.1 Hat der Hersteller bei der Erstausrüstung einen Geschwindigkeitsregler vorge­
        sehen , muß er so installiert und ausgelegt sein , daß die Zugmaschine den An­
        forderungen der Richtlinie 7V"l 50/EWG ( 1 ) Uber die bauartbedingte Höchstge­
        schwindigkeit entspricht .
2. Schutz von Motorbauteilen , vorstehenden Teilen und Rädern
    2.1 Allgemeine Vorschriften
        2.1.1 Die Motorbauteile , vorstehenden Teile und Räder der Zugmaschine müssen
               so ausgelegt , montiert oder geschützt sein , daß die Risiken oder die
               Schwere von Personenverletzungen reduziert und Unfälle vermieden werden .
        2.1.2 Ein ausreichender Schutz gefährlicher Teile wie z„B . von Motorbauteilen ,
               vorstehenden Teilen und Rädern , muß gewährleistet sein . Der Schutz wird
               als ausreichend angesehen , wenn er den Anforderungen nach 2.2 ent­
               spricht . Andere als die unter Absatz 2.3 beschriebenen Lösungen sind
               zulässig , wenn der Hersteller den Nachweis erbringt , daß ihre Wirkung
               zumindest den Anforderungen unter Absatz 2.3 gleichwertig ist .
    2.2 Definitionen
        2.2.1 Eine •'Schutzvorrichtung" ist eine Vorrichtung , die zum Schutz gefähr­
               licher Teile bestimmt ist . Zu den Schutzvorrichtungen im Sinne der
               vorliegenden Richtlinie gehören Gehäuse , Deckel , Einfassungen.
               2 . 2 . 1.1 "Gehäuse " ist eine Schutzvorrichtung , die sich unmittelbar
                           vor dem gefährlichen Teil befindet und dieses allein oder
                           mit anderen Teilen der Maschine von allen Seiten vor Be­
                           rührung schützt .
               2 . 2 . 1.2 "Deckel" ist eine Schutzvorrichtung , die sich unmittelbar
                           vor dem gefährlichen Teil befindet und dieses auf der ab­
                           gedeckten Seite vor Berührung schützt .
               2 . 2 . 1.3 "Einfassung" ist eine Schutzvorrichtung , die mit einer Schiene ,
                           einer Wand oder einem ähnlichen Mittel den erforderlichen
                           Sicherheitsabstand herstellt , damit das gefährliche Teil
                           nicht berührt werden kann .
        2.2.2 "Gefährliches Teil" ist jede Stelle , die aufgrund der Anordnung
               oder Konzeption fester oder beweglicher Teile einer Zugmaschine
               mit einem Verletzungsrisiko verbunden ist . Die gefährlichen
               Teile sind insbesondere : Klemmen , Abscher-, Schnitt-, Stich-,
                                                                              ■/
 ---pagebreak---                                           - 7 -
      Stoß- und Verzahnungspunkte sowie die Einlaß - und Eingriffsstellen .
      2.2.2 . 1 Eine "Klemmstelle " ist jeder gefährliche Punkt , an dem sich
                  die Teile gegeneinander oder gegen feste Teile so verschie­
                  ben , daß Personen oder bestimmte Teile ihres Körpers einge­
                  klemmt werden könnten .
      2.2 . 2 . 2 Eine "Abscherstelle " ist jeder gefährliche Punkt , an dem
                  sich die Teile aneinander oder an anderen Teilen eo ent-
                  langschieben , daß Personen oder bestimmte Teile ihres Kör­
                  pers Klemm- oder Abschergefahren ausgesetzt sind .
      2.2 . 2 . 3 Eine "Schnitt-, Stich-, Stoßstelle " ist jeder gefährliche
                  Punkt , an dem bewegliche oder feste , scharfe , spitze oder
                  stumpfe Teile Verletzungen von Personen oder bestimmten
                  Teilen ihres Körpers verursachen können .
      2. 2.2.4 Eine "Verzahnungsstelle " ist jeder gefährliche Punkt , an
                  dem vorstehende scharfe Kanten , Zähne , Stifte , Schrauben
                  und Bolzen , Schmiervorrichtungen , Wellen , Wellenansätze
                  und andere Teile sich so bewegen , daß Personen , bestimmte
                  Teile ihres Körpers oder ihrer Kleidung sich verfangen
                  und mitgenommen werden können .
      2.2 . 2 . 5 Eine "Einlaß - und Eingriffsstelle " ist jeder gefährliche
                  Punkt , an dem die Teile in ihrer Bewegung die Öffnung
                  verengen , in der sich Personen , bestimmte Teile ihres
                  Körpers oder ihrer Kleidung verfangen können .
2.2.3 "Reichweite " ist der maximale Abstand , der von Personen oder be­
      stimmten Teilen ihres Körpers nach oben , nach unten , nach innen ,
      darüber hinaus , rundherum und quer hindurch ohne Hilfe irgend­
      eines Objekts erreicht werden kann .
2.2.4 "Sicherheitsabstand" ist der Abstand , welcher der Reichweite oder
      den Körpermaßen und einer Sicherheitszugabe entspricht .
2.2.5 "Bedienungselement " ist jede Vorrichtung , deren direkte Betäti­
      gung die Änderung des Zustands oder der Funktion der Zugmaschine
      oder eines an sie angeschlossenen Geräts ermöglicht .
2.2.6 "Schmal spurSchlepper" ist eine Zugmaschine , bei der die einstell­
      bare Festspurweite einer der Achsen weniger als 1150 mm beträgt .
 ---pagebreak---                                     - 8 -                        III/2429/86-DE
2.3 Sicherheitsabstände zur Vermeidung einer Berührung mit den gefährlichen Teilen
    2.3.1 Der Sicherheitsabstand wird von den Stellen , die zur Betätigung , In­
          standhaltung und Prüfung der Zugmaschine erreichbar sind , und von den
          Laufstegen aus gemessen . Unter "Instandhaltung und Prüfung der Zug­
          maschine" werden ausschließlich die Arbeiten verstanden , die norma­
          lerweise durch den Fahrer selbst gemäß den Betriebsanweisungen aus­
          geführt werden. Um die Sicherheitsabstände zu ermitteln , wird von dem
          Prinzip au6gegangen , daß die Zugmaschine sich in dem Zustand befindet , für
          den sie ausgelegt ist , und daß zur Erreichung des gefährlichen Teils kei­
          nerlei Werkzeug benutzt wird . Die Zugmaschine muß entweder den wesentlichen
          Anforderungen der Absätze 2.3*2 . 1 bis 2 . 3*2 . 5 oder den speziellen Anforde­
          rungen der Absätze 2 . 3*2.6 bis 2.3*2.14 entsprechen .
    2.3*2 Schutz gefährlicher Stellen
          2*3*2 . 1 Reichweite nach oben
                    Der Sicherheitsabstand für die Reichweite nach oben
                    beträgt 2500 mm ( vgl . Abbildung 1 ) für aufrecht-
                    stehende Personen .
          2o3*2.2 Reichweite nach unten , Reichweite über die Zugmaschine hinweg
                    Was die Reichweite Uber eine Kante hinaus betrifft , ergibt
                    sich der Sicherheitsabstand aus :
                    a = Abstand des gefährlichen Teils vom Boden
                    b = Höhe der Kante der Schutzvorrichtung
                    c = horizontaler Abstand zwischen dem gefährlichen Teil
                        und der Kante ( vgl . Abbildung 2 ).
                                       Abbildung 2
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        Hinsichtlich der Reichweite nach unten und Uber die Zugmaschine hinweg sind die in
        Tabelle 1 aufgeführten Sicherheitsabstände zu berücksichtigen .
         Tabelle 1
                                              ■   1 ■■ ■" ■    –' -        ■■■■■■■■■■■i J –"– fl ■■■ ' ■ ■■
           a : Abstand des                      Höhe der Kante der Schutzvorrichtung b
           gefährlichen
           Teils zum Boden    24(A)      2200 1 20C-0 1 1 Ü00 | 1600 | 1400 | 1200 1                              1000
                                          Horizontaler Abstand c            vom gefährlichen Teil
                  2·ΚΌ          -         1 0J              KO      100           100          ICO           loo    100
                  2200          -        't r . ,          000      400           Iji >0       eoo           600    600
                  2000          -           -■
                                                           ΛΓ.Λ     sco           ( IDO        700           OCX) 1100
                  1 iiv>0       -                                   eoo          eco           reo          1000  1100
                  1 0A J        -          --               --
                                                                    S.' /O       ÍV-O          000          1000  1300
                  1400         -           -                -       100          K00           SCO          1000  1300
                  1200         -            -               -         -           000          ooo          1000   1400
                  10.00        -            -               -         -          JOO           son          1O00   1400
                    /: rxj     -            -               -         ...            -         600           000   1300
                    000        -       •   ~                -         -                         -            500   1200
                   A ro        -           -                -         -             -           -            ooo   1200
                   2(X >       -            -               -         -             -           -            200   1 100
• 3.2.3   Reichweite rundum
          Die in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführten Sicherheitsabstände müssen als Mindest­
          werte berücksichtigt werden , wenn das betreffende Körperteil kein gefährliches Teil er­
          reichen darf. Zur Einhaltung der Sicherheitsabstände wird angenommen , daß das Hauptge-
          lenk des entsprechenden Körperteils fest auf der Kante ruht . Die Sicherheitsabstände
          werden nur dann als eingehalten betrachtet , wenn sichergestellt ist , daß das Körper­
          teil absolut nicht nach vorn rutschen oder weiter Vordringen kann.
               Körperteil     Sicherheitsabstand                                         Abbildung
          Hand
         Vom ersten Glied
          der Finger bis zu
          ihrer Spitze
                                      £120
         Hand
         Vom Gelenk bis zu
          den Fingerspitzen
                                     ^ ? 3G
                            I
 ---pagebreak---                                                                    i ] i / ;‘42y / o6 - ri<
2.3«2.4 Eindringen
        Besteht die Möglichkeit des Ein- oder Vordringens bis zu gefährlichen Teilen durch
        eine Öffnung , so müssen mindestens die in den Tabellen 3 und k angegebenen Sicher-
        heitsabstände eingehalten werden.
                                                                                          .../
 ---pagebreak---                                                                                                 'Ч
                                                                           1 11 / 24 2v / bô-H<
                   Tabelle k : Sicherheitsabstände für viereckige oder runde Öffnungen
2.3. 2.5 Sicherheitsabstände an Klemmstellen
           Eine Klemmstelle wird als für das jeweilige Körperteil nicht gefährlich angesehen ,
           wenn die Sicherheitsabstände die in Tabelle 5 angegebenen nicht unterschreiten und
           sichergestellt ist , daß das angrenzende und nächstgrößere Körperteil nicht einge­
           führt werden kann .
     Eine Klemmstelle wird als für die angegebenen Körperteile nicht gefährlich angesehen ,
     wenn die folgenden Mindestsicherheitsabstände eingehalten sind und sichergestellt ist ,
     daß das nächstliegende größere Körperteil nicht eindringen kann :
 2. 3.2. 6 Bedienungselemente
           Bei Bedienungselementen , die einen Kraftaufwand zwischen 8ö N und 150 N erfordern , muß am
           Griff ein Freiraum von mindestens 25 mm zwischen dem Bedienungselement und den angrenzen­
           den Teilen vorgesehen sein ; bei Beüienungseleraenten , die einen Kraftaufwand von mehr als
           150 N erfordern , ist am Griff ein Freiraum von mindestens 50 mm vorzusehen.
 ---pagebreak---                                        12 -                        III/2429/86-DE
      Das gesonderte Steuerbremspedal erfordert keinen Schutz im Hinblick auf
      Klemm- und Abscherstellen , Ha der Rücklauf gering ist .
      Die Öffnung für die Schaltung von Bedienungselementen in den Teilen der Platt­
      form oder des Fahrerhauses erfordert keinen Schutz im Hinblick auf Klemm- und Ab-
      scherstellen , wenn die zweckmäßige Verwendung jedes Verletzungsrisiko der Kör­
      perteile ausschließt .
7     Dreipunktanbau
7.1   Hinter einer Ebene , die durch die Mittelebene der Gelenkpunkte für Hebelarme des
      Dreipunktanbaus verläuft , ist für jede Position des Hubs n , den die Hebevorrich­
      tung zurücklegt - ohne die oberen und unteren Endpunkte von 0,1 = n - ein Min-
      destsicherheitsabstand von 25 mm zwischen den beweglichen Teilen und darüber
      hinaus ein Abstand von 25 mm oder ein Winkel von mindestens 30° für die Teile in
      Scherbewegung , die eine Winkeländerung hervorrufen , einzuhalten ( vgl . Fig . 3 )»
      Der Hub n' , oben und unten um 0,1 n verkürzt , ist wie folgt definiert
      ( vgl . Fig . 4 )
             Hebelarra
                                                 Ebene durch die
                                                        : igen
                                                            Hubstange
  Zugmaschine
         Unteres
                              .1
                                 FIGUR 3
 ---pagebreak---                                                - 14                       ] il   29 / 86-FH
2.3»2.7«2     Für den Hub n , den die hydraulische Hubvorrichtung zurücklegt , ist die
              untere Position A des Kupplungspunktes des unteren Arms gemäß ISO-Norm
              730 , Teil 1 durch die Abmessung "14" beschränkt , und die obere Position B
              ist durch den maximalen hydraulischen Hub begrenzt . Der Hub n' entspricht
              dem oben und unten . um 0,1 n verringerten Hub n und stellt den senkrechten
              Abstand zwischen A' und B' dar .
2.3.2.7.3     Rund um das Profil des Hebelarms ist darüber hinaus innerhalb des Hubs n'
              ein Mindestsicherheitsabstand von 25 mm zu den angrenzenden Teilen einzu­
              halten .
2 . 3 .2.7.4  Verwendet man für den Dreipunktanbau Kupplungsvorrichtungen , bei denen
              zwischen Zugmaschine und dem beförderten Werkzeug keine Bedienungsper-
              son erforderlich ist ( z.B. im Falle eines Schnellkupplers ), gelten die
              Vorschriften unter Absatz 2 .3 . 2 . 7 .3 nicht .
2.3.2 .7.5    In der Betriebsanweisung sind die gefährlichen Teile , die sich vor der im
              ersten Satz von Absatz 2 .3 . 2 .7.1 definierten Ebene befinden , genau anzu­
              geben .
2 .3 . 2 . 8  Fahrersitz und Umgebung
              In Sitzposition muß sich jede Klemm- oder Abscherstelle außerhalb der
              Reichweite der Hände oder der Füße des Fahrers befinden . Diese Anfor­
              derung wird als erfüllt angesehen , wenn folgende Voraussetzungen ge­
              geben sind :
2 . 3.2 . 8.1 Der Fahrersitz befindet sich sowohl längs als auch senkrecht in
              mittlerer Regelposition . Die Grenze der Reichweite des Fahrers ist
              in Bereich A und Bereich B aufgeteilt . Der Kugelmittelpunkt dieser
              beiden Bereiche liegt 70 mm vor und 570 mm Uber dem Bezugspunkt des
              Sitzes ( vgl . Figur 5 )» Bereich A besteht aus einer Kugel von 550 mm
              Halbmesser , Bereich B befindet sich zwischen dieser Kugel und einer
              solchen von 1000 mm Halbmesser .
 ---pagebreak---                                                - 14 -                     III/2429/86-DE
                                           Bereich B
                                     /
                                  /
                                /
                               \
                                \
                                   h
                                           FIGUR 5
2 . 3 . 2 . 8 , ,2 In der Nähe der Klemm- und Abscherstellen ist ein Sicherheitsabstand von
                   120 mm in Bereich A und von 25 mm in Bereich B einzuhalten , oder im Falle
                   von Abscherteilen , die eine Winkeländerung hervorrufen , ein Winkel von
                   mindestens 30 ° .
2 . 3 . 2 . 8 , ,3 Im Bereich A sind nur die Klemm - und Abscherstellen zu berücksichtigen ,
                   die durch die Betätigung von Teilen durch eine äußere Energiequelle
                   hervorgerufen werden .
2.3.2.8 , ,4       Ergibt sich ein gefährliches Teil aus dem Vorhandensein von Bauteilen
                   neben dem Sitz , ist zwischen dem Bauteil und dem Sitz ein Sicherheits­
                   abstand von mindestens 25 mm einzuhalten . Zwischen der Sitzlehne und den
                   angrenzenden Bauteilen hinter dieser gibt es kein gefährliches Teil ,
                   wenn die angrenzenden Bauteile glatt sind und die RUc-kenlehne selbst im
                   angrenzenden Bereich abgerundet ist und keine scharfen Kanten urafaßto
2 .3 .2 .9.        Beifahrerseitz ( falls vorhanden )
2.3.2.9 . 1        Stellen Teile eine Gefahr für die FUße dar , sind Schutzvorrichtungen
                   in einem Halbkugelradius von 800 mm ausgehend von der Höhe der Vor-
                   derkante des Sitzkissens und nach unten vorzusehen .
 ---pagebreak---                                                      - 15 -                   III/2429/86-DE
"f 2.3 .2 . 9 .2  Im Inneren einer Kugel , deren Mittelpunkt sich 6?0 mm Ober der Höhe der Vorder-
                  kante des Beifahrersitzes befindet , sind die gefährlichen Teile in den Berei­
                  chen A und B wie unter Absatz 2 . 3.2 .8 beschrieben zu schützen (vgl . Figur 6 ).
                                                   l^rVI . ||   \
                                            /
                                          /                         \
                                        /
                                       /       /' Ürrfi,l . I \        \
                                      { f                         . . .A
                                      l          ..... ^                /
                                        \ IV... I             y
                                                                      /
                                         vV-;d
                                          \ - ..V
                                                                  /
                                          V
                                            \>   I
                                              Чгп ~
                                                   FIGUR 6
         2.3.2.10 Schmalspurzugmaschine
                  Im Falle von Schmalspurzugmaschinen gelten die Anforderungen nach Absatz 2.3.2«8
                  und 2 .3 . 2.9 nicht für den Bereich oberhalb einer um ^5° nach hinten geneigten ,
                  quer zur Bewegungsrichtung und durch einen Punkt 230 mm hinter dem Bezugs­
                  punkt des Sitzes verlaufenden Ebene (vgl . Figur 7 ). Gibt es in diesem Bereich
                  gefährliche Teile , sind entsprechende Warnungen an der Zugmaschine anzu­
                  bringen .
*
  t'-f y • ••
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2 . 3 . 2.11     Zugang zu Fahrer- und Beifahrersitz
2 .3 . 2 . 11.1  Der Zugang darf nicht durch Teile behindert werden , die Verletzungen
                 hervorrufen könnten . Ist es nicht möglich , im Einstiegsbereich vor­
                 stehende Teile zu vermeiden ( z.B. Kupplungspedal ), ist vorn , hinten
                 oder seitlich von diesen Teilen eine ausreichende Fläche vorzusehen ,
                 um zumindest einen Fuß aufzusetzen .
2 . 3 . 2 . 11.2 An der Türschwelle ist ein Durchgang von mindestens 150 mm vorzusehen
                 (vgl . Figur 8 ). Darüber hinaus sind die gefährlichen Teile , mit denen
                 der Fahrer bei den üblichen Ein- und Ausstiegsvorgängen in Berührung
                 kommen kann ( z.B. scharfe oder heiße Teile ), abzuschirmen .
2 . 3 . 2.12     Lenkung und Pendelachse
                 Die Teile , die sich gegeneinander oder gegen feste Teile verschieben ,
                 müssen abgeschirmt werden , wenn sie sich innerhalb des in Absatz
                 2 .3.2 . 8 bis 2.3.2.10 definierten Bereiches befinden .
2.3.2.13         Freiliegende Antriebswellen
                 Freiliegende Antriebswellen ( z.B. zum Antrieb der vier Antriebsräder ),
                 die sich nur während der Fahrt drehen , müssen geschützt werden ,
                 wenn sie sich innerhalb des in Absatz 2 . 3 . 2 . 8 bis 2 .3.2.10 defi­
                 nierten Bereiches befinden .
2.3.2.14         Schutzblech
                 Die Schutzbleche müssen den unter Absatz 2.5 aufgeführten Anforderungen
                 hinsichtlich der Sicherheitsbereiche entsprechen .
                                         FIGUR 8
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     2.4 Verfahren zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes
         2.4.1 Allgemeines
               Nachstehend wird das Verfahren und die Vorrichtung zur Definition
               des Bezugspunktes jedes Polstersitztyps dargelegt .
         2.4.2 Begriffsbestimmungen
               Bezugspunkt des Sitzes ( SIP ):
               Punkt auf der vertikalen mittleren Längsebene der Vorrichtung zur
               Ermittlung des SIP nach Abbildung 1 , wenn diese nach 2.4.4 und
               2.4.6 auf dem Fahrersitz angebracht sind .
               Der Bezugspunkt des Sitzes wird in Abhängigkeit vom Fahrzeug er­
               mittelt und verändert sich nicht in Abhängigkeit von den Ein­
               stellungen und/oder Schwingungsbewegungen des Sitzes.
         2.4.3 Vorrichtung zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes ( SIP )
               Die Vorrichtung zur Ermittlung des SIP muß Abbildung 1 ent­
               sprechen .
               Die Masse der Vorrichtung muß 6 + 1 kg betragen. Die Unterseite
               der Vorrichtung muß eben und glatt sein.
         2.4.4 Einstellung des Sitzes zur Ermittlung des Bezugspunktes ( SIP )
               Umfassen der Sitz und seine Aufhängung Einstellvorrichtungen , muß
               der Sitz vor der Ermittlung des Bezugspunktes wie folgt eingestellt
               werden :
               a ) Alle Einstellungen - Vorwärts/Rückwärtsverschiebung , Höhe und
                   Neigung - müssen sich in ihrer mittleren Position befinden .
                   Gibt es keine mittlere Position , ist die der mittleren Position
                   nächstliegende Einstellung darüber oder darunter zu verwenden .
               b ) Die einstellbaren Aufhängungen sind so zu regulieren , daß die
                   Aufhängung sich bei belasteter und plazierter Vorrichtung zur
                   Bezugspunktbestimmung in der Mitte ihres Schwingungsbereiches
                   befindet . Die Aufhängung kann während der Bezugspunktbestim-
                   mung ( SIP ) mechanisch blockiert werden.
               c ) Nichteinstellbare Aufhängungen müssen in der vertikalen
                   Stellung blockiert werden , die bei belasteter und pla-
                   zierter Vorrichtung zur Bezugspunktbestimmung erreicht
                   wird .
               d ) Widersprechen die oben erwähnten Einstellungen den ausdrück­
                   lichen Anweisungen des Herstellers , so sind diese so einzu­
                   halten , daß die empfohlene Einstellung für einen Fahrer
                   mit einem Körpergewicht von 75 kg erreicht wird .
         HINWEIS : Ein Fahrer mit einem Körpergewicht von 75 kg entspricht
''•f
                   einer Gewichtsannäherung der belasteten und auf dem Sitz
                   plazierten Vorrichtung zur Bezugspunktbestimmung von
                   65 kg.
 ---pagebreak---                                    - 18 -                  III/2429/86-DE
2.4.5 Bestimmung der drei Bezugsachsen x' , y' und z' für den SIP
      Die Koordinaten sind wie folgt festzulegen :
      a ) Auf einer Seite der Sitzhalterung ist das Befestigungsloch zu loka­
          lisieren , das sich in der ganz zurUckgeschobenen Position befindet .
      b ) Verlauft die Achse dieses Lochs parallel zu der an der Vorrichtung
          definierten Gelenkachse , so ist sie als y' -Achse zu nehmen ( von
          einem Fahrer in Sitzposition aus von links nach rechts ausgerich­
          tet - vgl . Abbildung 2 ).
      c ) Verläuft die Achse dieses Lochs parallel zur Lotebene durch die
          Mittellinie des Sitzes , so ist die parallel zur angegebenen Gelenk-
          achse durch den Schnittpunkt zwischen der Tragfläche der Sitzhal-
          terung und der Achse des obenerwähnten Lochs verlaufende Gerade
          als y'-Achse zu verwenden ( vgl . Abbildung 3 )«
      d ) In allen anderen Fällen ist die y'-Achse gemäß den Erwägungen zu
          dem zu untersuchenden Sitz festzulegen .
      e ) Die x' - und die z'-Achse werden definiert als die Schnittlinien zwi­
          schen der durch y' hindurchgehenden Horizontal- bzw. Vertikalabene
          und der Vertikalebene durch die Mittellinie des Sitzes . Die Achsen
          x' und z' müssen nach vorn und nach oben gerichtet sein ( vgl . Ab­
          bildung 2 und 3 )«
2.4.6 Verfahren zur Bestimmung des Bezugspunktes des Sitzes ( SIP )
      Der Bezugspunkt des Sitzes ( SIP ) muß unter Verwendung der in Abbildung 1
      dargestellten Vorrichtung ermittelt werden , wobei wie folgt vorzugehen
      ist :
      a ) Den Sitz mit einem Stück Stoff abdecken , um die richtige Anordnung
          der Vorrichtung zu erleichtern .
      b ) Die Vorrichtung auf dem Sitzkissen anordnen ( ohne zusätzliche Masse )
          und z'ie nach hinten gegen die Lehne drücken .
      c ) Die Massen hinzufügen , um die Gesamtmasse der Vorrichtung von 6 +
          1 kg auf 26 + 1 kg zu erhöhen . Der Schwerpunkt der senkrechten
          Kraft muß sich *40 mm vor der Markierung des Sitzbezugspunktes im
          horizontalen Teil der Vorrichtung befinden ( vgl . Abbildung 1 ).
      d ) Zweimal eine horizontale Kraft von etwa 100 N auf die Vorrichtung am
          Bezugspunkt des Sitzes anwenden , wie in Abbildung 1 angegeben .
      e ) Weitere Massen hinzufügen , um die Gesamtmasse der Vorrichtung von
          26 + 1 kg auf 65+1 kg zu erhöhen . Der Schwerpunkt der vertika­
          len Kraft der hinzugefügten Massen muß sich *40 mm vor der Mar­
          kierung des Bezugspunktes des Sitzes im horizontalen Teil der
          Vorrichtung befinden ( vgl . Abbildung 1 ).
      f ) Auf beiden Seiten des Sitzes in den gleichweit von der mittleren
          Längslinie des Sitzes entfernten Lotebenen die in Punkt 5 definier­
          ten Koordinaten der Schnittlinien dieser Ebenen mit der auf der Vor­
          richtung angegebenen Achse des Sitzbezugspunktes auf + 1 mm genau
          messen .
      g ) Einzelheiten des Bestimmungsverfahrens , die von dem in diesem Anhang an­
          gegebenen Verfahren abweichen oder Fehler der Ergebnisse zur Folge
          haben können , sind gemeinsam mit ihren Ursachen anzugeben .
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                                                   UI / 2429 / £6*-DE
                                                 Abmessungen in mm
FIGUR 1 - Vorrichtung zur Ermittlung des Bezugspunktes des Sitzes
                                                                   /
 ---pagebreak---                                                               111 / 24 29 / 86 - DE
FIGUR 3 - Ermittlung der drei Bezugsachsen des SIP (Achse des
          Befestigungs Lochs parallel zur Lot ebene durch die
                      Mittellinie des Sitzes )
 ---pagebreak---                               - 21 -                     III/2429/86-DE
2.5 Sicherheitsbereich_um_die_Antriebsrader
    2.5.1  Unter Sicherheitsbereich der R8der wird der Raum verstanden ,
           der rund um das Antriebsrad als Abstand zu den angrenzenden
           Teilen des Fahrzeugs freibleiben muß , d.h . zu den Schutz­
           blechen , den Kotflügelstützen , der Zugstange und den elek­
           trischen Leitungen . Ein kleinerer Sicherheitsbereich ist
           bei Fahrzeugen zulässig , deren Schutzbleche auch zum Ab­
           schaben hSngengebliebener Erde dienen .
           Der Sicherheitsbereich der Antriebsräder muß in der Standard­
           ausrüstung die in der Abbildung und der nachfolgenden Tabelle
           angegebenen Abmessungen aufweisen :
                    Normad e Spur            Schmalspur
                    U           h          a          h
                  *■· 1 «.     m .M     I. J. «
                   60          00         1 f)        30
 ---pagebreak---                                     22 -                   III/24-29/86-DE
5e f.3 ti>fUAg de r Anhgngerbranea
      Me Eremsanlagx eines Anhängers ( Betriebsbrecsanlage und/oder Fest-
       ßtellbrerasaniage und/oder automatische Bremsanlage ) muß Uber ein
       einstellbares Bed ienungeelemeni «« betätigen sein , das sich auf
       der Zugmaschine befindet und durch den Fahrer von seiner Fahrt-
       ponition aus ge handhabt werden kann .
      Ein Bedienungselement ist allerdings nicht erforderlich , wenn ee
       sich bei der Betr iebsbremse um eine Auflaufbremse handelt .
3«2 Ist der Anhänger nicht an die Zugmaschine angekuppelt , muß die
      Feststellbremse durch eine auf dem Boden stehende Person betätigt
      werden können . Diese Anforderung gilt nicht , wenn die Feststell­
      bremse bei von der Zugmaschine abgekuppeltem Anhänger automatisch
      betätigt wird .
 3.3 Die Betätigung der Anhängerbremse muß entweder über ein Pedal
      oder einen Griff oder Hebel erfolgen .
 ---pagebreak---                                         - 23 -                     II 1/2 k 29/86-DE
                                       Nachtrag
                                        MUSTER                          H ~~~™ ----------–I
                                                                        * Karos der Behörde
                                                                        !
  ANHANG ZUM EWG-EETRIEBSERLAUBNI S30GEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTIP HINSICHTLICH
     DES GESCHWINDIGKEITSREGLERS , DES SCHÜTZES VON MOTORBAUTEILEN , VORSTEHENDEN
                 TEILEN UND RÄDERN SOWIE DER BETÄTIGUNG DER ANHÄNGERBREMSE
   ( Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom 4.
  März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
  Betriebserlaubnis für land - oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern )
  EWG-Eetriebserlaubnis Nr . : .....
  1 . Element(e ) oder Eigenschaft(en ) :
        1.1 Geschwindigkeitsregler ( falls vorhanden )
        1.2 Schutz von Motorbauteilen , vorstehenden Teilen und Rädern
        1.3 Betätigung der Anhängerbremse
  2. Fabrikmarke ( Firmenbezeichnung ) der Zugmaschine : . .      ..... . .          ..... . .
  3 . Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine : . . .       .....
  4 . Name und Anschrift des Herstellers : . . . ..... . . . ..... . . . ..... . . .
  5 . Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten : .....
        • •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••«••• O#
  6 . Beschreibung des ( der ) in 1 oben angegebenen Elements (Elemente ) und/oder
       Eigenschaft(en ) : .....
  7 . Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnis : ..... . . .
  8. Mit den Betriebserlaubnisprüfungen beauftragter technischer Dienst : ......
  9 . Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls : . . . .....
10 . Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls : . . . ..... . . .
11 . Die EWG-Betriebserlaubnis hinsichtlich des Geschwindigkeitsreglers , des
       Schutzes von Motorbauteilen , vorstehenden Teilen lind Rädern sowie der
       Betätigung der Anhänge rbremse wird erteilt/versagt ( 1 )
12 . Ort : ..... . . . ..... . . . ..... . . . .....
13 . Datum : . . .    ..... . . . ..... . . . ..... . . . . . . .....
14. Unterschrift : . . .   ..... . . . .....
15 . Folgende Dokumente mit der obenange führten EWG-Be triebserlaubnisnummer
       sind dieser Mitteilung beigefügt :
       ..... Maftzeichnungen
       . . . ..... Explosionszeichnung oder Fotografie der betreffenden Teile
                    der Zugmaschine
       Diese Daten werden den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten
       auf ihren ausdrücklichen Wunsch übermittelt .
16 . Mögliche Bemerkungen : . .     ..... . .                ..... . .                  .....
( 1 ) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---               - 24 -           III/2429/86-DE
                                Anhang
            ANHANG III
WINDSCHUTZSCHEIBE UND ANDERE SCHEIHEN
 ---pagebreak---                                                                   ÏZl/TJ&V/fS-TiZ
                                                                  k-'-har^t T7.I-A , 3. 1
                                     ANSANO TU -A
      BEGHIFTSH3KTIKN1JNCÏSN , AÏFFRAO AïïP RAÜAETSCNEHNIGEPS , f    .PI'^-^HÏSTTN6EN .
      KEMZSICSNUM3KN , ALI.SEHEIHE VQB30EHIFE5K , PP3FUK3E!? »■       &3s*3£R32X!9fljm
                                    DSR PK0PU3SÏ0H
1.      BE3RIFFSBE8TIH! iüKGEI'?
1.1     Im Sinn» dieser Richtlinie sind ;
1.1     "Torgssienctäs Glas" ; Scheiten aus einer einzigen Glasscheibe , die eir-er eaa-
        ziellen Behandlung unterworfen wurden , um dis mechanisch© Festigkeit zu erhBhen
        und eine bestimmte Splitterbildung nach Bruch au erzielen ;
1.2     Verbundglas” (Mehrscheibeneicherheitsglas ) ; (KSS), Scheiben, die aus a*s»i
        oder mehreren Glasscheiben bestehen , welche durch eine oder mehrere Zwischen-
        schichten aus Kunststoff zusaramengehaiten werden ; man unterscheidet :
1.2.1   "normales" Verbundglas (MSG ): Glas , bei den keine der Glasscheiben besonders
        vorbehandelt ist ;
1.2.2   "vorbehandeltes" Verbundglas (MSG ): Glas , bei dem mindestens eine Glasscheibe
        eine Spezialbehandlung zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit und zur Er­
        zielung einer bestimmten Splitterbildung nach Bruch erhalten hat ;
1.3     "kunststoffbeschichtetes Sicherheitsglas" : Scheiter. gemäß der Begriffsbe­
        stimmung nach Absatz 1.1 oder 1.2 , die auf der Innenseite mit Kunststoff
        beschichtet sind ;
1.4     "Glas/Kunststoffpicherheitsscheiben" : Scheiben , die aus einer Glasscheibe
        und einer oder mehreren Kunststoffscheiben bestehen , welche als Zwischen-
        schichten dienen und wobei die KunststoffOberfläche sich bei einer Zug-
        maschinenscheibe auf der Innenseite befindet ;
1 .(    "Windschutzscheibengruppe " : eine Gruppe von Windschutzscheiben verschie­
        dener Abmessungen und Formen , deren mechanische Eigenschaften , Bruch-
        verhalten und Verhalten gegen äußere Einwirkungen geprüft werden ;
1.5.1   "plane Windschutzscheibe " : eine Windschutzscheibe ohne Nennbiegung mit
        einer SegmanthQhe von mehr als 10 mm pro Linearmeter ;
1.5.2   "gebogene Windschutzscheibe " ; eine Windschutzscheibe mit einer Kenn-
        biegung mit einer Segmenthöhe von mehr als 10 mm pro Lineanseter ;
1.6
1.6     "Doppelfenster" : eine Einheit aus zwei Scheiben , die in der gleichen
        Öffnung der Zugmaschine getrennt installiert sind ;
                                                                            » •/ • «
 ---pagebreak---                                                                 IIl/2*f29/86-DE
                                                                Annang III-A , S. 2
 1.7     ,rDoE?®i£la£" » eine Einheit aus zwei Scheiben , die im Werk permanent und
          durch einen gleichbleibenden Abstand getrennt montiert sind ;
 1.7.1    " symmetrisches Doppelglas" : eine Doppelscheibe , deren beide Gläser zum
         gleichen Typ gehören (vorgespannt , Verbund-,...), und die die gleichen
         Haupt- und sekundären Merkmale haben ;
 1 . 7.2 "asymmetrisches Doppelglas": eine Doppelscheibe aus zwei verschiedenen Glas·
          typen (vorgespanntes Glas , Verbundglas usw· ), oder mit unterschiedlichen
         Haupt- und/oder sekundären Merkmalen ;
 1.8     ''Hauptmerkmal" : ein Merkmal , das die optischen und/oder mechanischen Eigen-
         schaften hinsichtlich ihrer Funktion in der Zugmaschine wesentlich ver-
         ändert . Dieser Begriff umfaßt auch die Fabrik- oder Handelsmarke ;
 1.9     " sekundäres Merkmal": ein Merkmal , das die optischen und/oder die mechani-
         sehen Eigenschaf ten einer Glasscheibe hinsichtlich ihrer Funktion , die
         sie in der Zugmaschine erfüllen soll , signifikant verändern kann. Die
         Bedeutung der Veränderung wird mit Hilfe einer Einstufung in Schwierig-
         keitsgrade ermittelt ;
1.10     "Einstufung in Schwierigkeitsgrade": ein System , das die Einstufung der
         von den einzelnen sekundären Merkmalen hervorgerufenen Veränderungen in
         zwei Kategorien ermöglicht . Der Übergang von der Kategorie 1 nach 2
         weist auf die Notwendigkeit weiterer Prüfungen hin ;
1.11     "Umschriebene Fläche einer Windschutzscheibe": die Fläche des kleinsten
         Rechtecks , aus der eine Windschutzscheibe gefertigt werden kann.
1.12     " Neigungswinkel einer Windschutzscheibe " ist der Winkel zwischen der
         Vertikalen und der Geraden , die die obere und untere Kante der Wind-
         schutzscheibe verbindet ; beide verlaufen in der durch die Längs-
         achse der Zugmaschine hindurchgehenden Vertikalebene ;
1 . 12.1 Die Messung des Neigungswinkels erfolgt an der auf einer waagerechten
         Ebene in Betriebsbereitschaft befindlichen , vollgetankten und mit
         Kühl wasser , Schmieröl , Reparaturwerkzeug und Reserverad ( wenn sie
         vom Fahrzeughersteller als Standardausrüstung mitgeliefert werden )
         versehenen Zugmaschine . Die Masse des Fahrzeugführers und eines
         Beifahrers auf dem Vordersitz ist mit je 75 + 1 kg zu berücksichtigen ;
1 . 12.2 Zugmaschinen mit einer hydropneumatischen , hydraulischen oder pneu-
         matischen Federung oder mit einer automatischen Einrichtung zur
         Einstellung der Bodenfreiheit in Abhängigkeit von der Belastung
         werden unter normalen Betriebsbedingungen nach Angaben des Herstellers
         geprüft ;
                                                                     • . •/ • • •
 ---pagebreak---                                   - 2? -                  111/24 9/86 -DE
                                                          Anhang III-A , S. 3
1.13       "Segmenthöhe ": der maximale Abstand der Innenfläche der Glas-
           scheibe von einer Ebene , die die äußersten Kanten des Glases
           berührt . Dieser Abstand wird angenähert normal zur Glasober-
           fläche bestimmt ( vgl . Anhang III-J ; Abbildung 1 );
1.14       "Glasscheibentyp": Glasscheiben nach 1.1 bis 1.4 , die sich insbe-
           sondere hinsichtlich der in den Anhängen III-C bis III-K aufge-
           führten Haupt- und Sekundärmerkmale nicht wesentlich voneinander
           unterscheiden ;
1.14.1     die Änderung eines Hauptmerkmales bedeutet zwar , daß es sich um
           einen neuen Produkttyp handelt , doch erfordert eine Änderung der
           Form und Abmessungen nicht notwendigerweise eine vollständige Prü-
           fung. Für gewisse in den einzelnen Anhängen beschriebene Prüfungen
           können Glasscheiben in Gruppen zusammengefaßt werden , wenn es er-
           kennbar ist , daß sie ähnliche Hauptmerkmale aufweisen ;
1.14.2     Glasscheiben , die nur Unterschiede in ihren sekundären Merkmalen
           aufweisen , können als zum gleichen Typ gehörig betrachtet werden.
           Es können auch gewisse Versuche mit Prüfmustern dieser Glas-
           scheiben vorgenommen werden , wenn die Durchführung dieser Prüfungen
           ausdrücklich in den Prüfbedingungen festgelegt ist ;
1.15       "kleinster Krümmungsradius": der ungefähre Zahlenwert des klein-
           sten Radius der Windschutzscheibe , gemessen in der Zone mit der
           stärksten Biegung .
2.         ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
           Der Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung für einen
           Glasscheibentyp ist vom Hersteller des Sicherheitsglases oder
           seinem Beauftragten einzureichen . Für einen Glasscheibentyp
           kann der Antrag nur in einem Mitgliedstaat eingereicht werden .
2.2        Für jeden Sicherheitsglastyp ist dem Antrag folgendes in drei-
           facher Ausfertigung beizufügen :
2 . 2.1    eine technische Beschreibung mit allen Haupt- und sekundären
           Merkmalen ;
2.2. 1 . 1 bei anderen als der Windschutzscheibe Pläne im Format von
           maximal A4 oder auf dieses Format gefaltet mit folgenden
           Angaben :
           - maximale Oberfläche ,
           - kleinster Winkel zwischen zwei angrenzenden Seiten der
             Scheibe ,
                                                              « • •/• • •
 ---pagebreak---                                                - 28 -                III/2429/86-DE
                                                                     Anhang III-A , S. 4
                     - gegebenenfalls die größte Segmenthöhe ;
2 . 2 . 1.2          bei Windschutzscheiben :
2 . 2 . 1 . 2.1      Liste der Windschufcsscheibenmodelle , für die die Bauartgenehmigung
                     beantragt wird , mit Angabe des Namens des Herstellers und des
                     Typs ( der Typen ) der Zugmaschine ;
2 . 2 . 1 . 2.2      Zeichnungen im Malis tab 1:1 und Diagramme der Windschutzscheiben
                     und. ihrer Positionierung in der Zugmaschine sind genügend genau
                     aussu führen , damit sie folgendes zum Ausdruck bringen :
2 . 2 . 1 .2 . 2 . 2 Neigungswinkel der Windschutzscheibe ;
2.2.1 . 2.2.3        Neigungswinkel der Sitzlehne ;
2.2 . 1 .2 . 2 . 4   Lage und Abmessungen der Zonen , deren optische Eigenschaften ge-
                     prüft werden , und gegebenenfalls der Fläche mit differenzierter
                     Vorspannung ;
2.2.1 .2.2.3         die umschriebene Fläche der Windschutzscheibe ;
2. 2. 1 .2 . 2 , 6   maximale Segmenthöhe der Windschutzscheibe und
2.2.1 .2.2.7         kleinster Krümmungsradius der Windschutzscheibe ( nur zum Zwecke
                     der Eingruppierung der Windschutzscheiben );
2.2. 1 .3            bei Doppelgläsern : Pläne in einem Format von maximal A4 oder auf
                     dieses Format gefaltet , die zusätzlich zu den Informationen in
                     2 . 2 . 1.1 folgendes zum Ausdruck bringen :
                     - Typ jeder der enthaltenen Scheiben ,
                     - Verschmelzungstyp ( organisch , Glas-Glas oder Glas-Metall ) ,
                     - die Nenndicke des Abstands zwischen den beiden Gläsern .
2.3                  Ferner muß der Antragsteller eine ausreichende Anzahl von Proben
                     und Mustern der fertigen Glasscheiben der betreffenden Typen
                     zur Verfügung stellen , die - soweit erforderlich - in Zusammen-
                     arbeit mit der Prüfstelle festgelegt werden .
3.                   BAUARTGENEHMIGUNG
3.1                  Erfüllen die für die Bauartgenehmigung eingereichten Prüfmuster
                     die Vorschriften der nachfolgenden Abschnitte 5 bis 7 , ißt
                     die Bauartgenehmigung für den entsprechenden Sicherheitsglas-
                     scheibentyp zu erteilen .
3.2                  Jedem Typ nach Anhang III-D , III-E , III -6 und III-H oder bei Wind-
                     schutzscheiben jeder genehmigten Gruppe ist eine Bauartgenehmigungs·
                     nummer zuzuteilen . Ein Mitgliedstaat darf die so zugeteilte Nummer
                     einem anderen Typ oder einer anderen Gruppe von Sicherheitsglas-
                     scheiben nicht mehr zuteilen .
                                                                             . . ./ ...
 ---pagebreak---                                                       III/2429/86-DE
                            - 29 -                    Anhang III-A , S. 5
3.3   Die Erteilung , Erweiterung oder Versagung einer Bauartgenehmigung
      für einen Windschutzscheibentyp aufgrund dieser Richtlinie wird
      den Mitgliedstaaten in einem Formblatt mitgeteilt , das dem Muster
      in Anhang III-B und seinen Anlagen entspricht .
3.3.1 Bei Windschutzscheiben ist dieser Mitteilung Uber die Bauartgeneh-
      migung außerdem eine Liste der Windschutzscheiben der genehmigten
      Gruppe sowie deren Merkmale beizuftlgen .
3.4   Auf jeder Sicherheits- oder jeder Doppelglasscheibe , die einem
      nach dieser Richtlinie genehmigten Typ entspricht , ist zusätz­
      lich zu der Kennzeichnung nach 4.1 das EWG-Bauartgenehmigungs-
      zeichen sichtbar anzubringen . Darüber hinaus kann jedes Einzel-
      genehmigungszeichen angebracht werden , das jeder Scheibe einer
      Doppelverglasung zugeteilt wird .
3.5   Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen ist in der Anlage beschrieben .
3.6   Folgende zusätzliche Symbole sind in der Nähe des EWG-Genehmi-
      gungszeichens anzubringen :
      51    für vorgespanntes Glas
      SIP   für Windschutzscheiben aus vorgespanntem Glas
      52    für Verbundglas
      S2P   für Windschutzscheiben aus Verbundglas
      S3 für Glas-/Kunststoffscheiben
      S3P für Windschutzscheiben aus Glas-/Kunststoff
      S4 für Doppelglasscheiben .
3.7   Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen und die Symbole müssen deut­
      lich lesbar und dauerhaft sein .
4.    KENNZEICHNUNG
4.1   Alle für die Erteilung einer Bauartgenehmigung eingereichten
      Sicherheitsglasscheiben einschließlich der Proben und Muster ,
      für die die Genehmigung beantragt wurde , müssen mit der Fabrik-
      oder Handelsmarke des Herstellers versehen sein . Diese Kenn­
      zeichnung muß deutlich lesbar und dauerhaft sein .
5.    ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN
5.1   Alle Gläser müssen so beschaffen sein , daß sie das Verletzungs-
      risiko im Falle eines Bruches so weit wie möglich reduzieren . Das
      Glas muß ausreichend widerstandsfähig gegen die Beanspruchungen
      sein , die unter normalen Verkehrsbedingungen auftreten können ,
      außerdem gegen die atmosphärischen und thermischen Beanspruchungen
      sowie gegen Chemikalien , Feuer und Abrieb .
5.2   Das Sicherheitsglas muß außerdem ausreichend durchsichtig sein , darf
      beim Blick durch die Windschutzscheibe keine wahrnehmbaren Verzerrun­
      gen verursachen und zu keiner Verwechslung der Farben führen , die bei
      Verkehrszeichen und. Signalanlagen verwendet werden . Beim Bruch der
                                                                  ■/,
 ---pagebreak---                        - >0                   III/2429/86-DE
                                              Anhang III-A , S. 6
Windschutzscheibe muß der Fahrzeugführer in der Lage sein , die
Straße noch so deutlich zu sehen , daß er die Zugmaschine sicher
abbremsen und anhalten kann .
BESONDERE VORSCHRIFTEN
Alle Sicherheitsglastypen müssen je nach Kategorie , zu der sie
gehören , folgende besonderen Vorschriften erfüllen :
Für Scheiben aus vorgespanntem Glas die Vorschriften nach
Anhang ITI-D ,
für Glasscheiben aus normalem Verbundglas die Vorschriften nach
Anhang III-E ,
zusätzlich zu den obengenannten Vorschriften müssen die Sicher-
heitsglosscheiben , die mit Kunststoff beschichtet sind , den
Vorschriften nach Anhang III-F entsprechen ,
für Scheiben aus Glas-/Kunststof f die Vorschriften nach
Anhang III-G ,
für Doppelglasscheiben die Vorschriften nach Anhang III-H .
PRDFUNGEN
Folgende Prüfungen sind vorgeschrieben :
Bruchprüfung
Zweck der Prüfung ist es ,
nachzuweisen , daß die Bruchstücke und Splitter nach Bruch der
Glasscheibe so beschaffen sind , daß das Verletzungsrisiko auf
ein Minimum reduziert ist , und
bei Windschutzscheiben die verbleibende Sicht nach Bruch fest­
zustellen .
Mechanische Festigkeit
Kugelfallprüfung
Prüfung mit der 227-g-Kugel. Diese Prüfung dient dazu , die
Adhäsion der Zwischenschicht des Verbundglases und die me­
chanische Festigkeit vorgespannter Glasscheiben festzu­
stellen .
 ---pagebreak---                                - 31 -                  III/2429/86-DE
                                                       Anhang III-A , S. 7
7.2.2   PhantomfallprUfung
       Mit dieser PrUfung soll festgestellt werden , ob die Scheibe den
        Anforderungen hisichtlich der Begrenzung des Verletzungsrisikos
        beim Aufprall des KopfeB gegen die Windschutzscheibe , gegen
       Verbundglasscheiben und Kunststoffscheiben sowie Doppelglas-
        einheiten , die als Seitenscheiben Verwendung finden , genügt .
7.3     Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen
7.3.1  AbriebprUfung
       Mit dieser PrUfung soll festgestellt werden , ob die Beständigkeit
       einer Sicherheitsglasscheibe gegen Abrieb größer als ein vor­
       gegebener Wert ist .
7.3.2  PrUfung bei erhöhter Temperatur
       Mit dieser PrUfung soll nachgewiesen werden , daß bei längerer Ein­
       wirkung von erhöhten Temperaturen keine Blasen oder andere Fehler
       in der Zwischenschicht des Verbundglases (MSG ) und der Glas-/
       Kunststoffscheibe entstehen .
7.3.3  PrUfung der Bestrahlungsbeständigkeit
       Mit dieser Prüfling soll festgestellt werden , ob die Lichtdurch-
       lässigkeit der Verbundglasscheiben , Glas-/Kunststoffscheiben
       und mit Kunststoff beschichteten Scheiben bei längerer Strah-
       lungseinwirkung wesentlich vermindert wird oder ob das Glas
       eine deutliche Verfärbung erfährt .
7.3.4- PrUfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
       Mit dieser PrUfung soll festgestellt werden , ob eine Verbund-
       glas6cheibe , Glas-/Kunststoffscheibe oder kunststoffbeschich-
       tete Glasscheibe einer längeren Einwirkung atmosphärischer
       Feuchtigkeit widersteht , ohne wesentliche Veränderungen zu
       zeigen .
7.3.5  PrUfung der Temperaturänderungsbeständigkeit
       Mit dieser PrUfung soll festgestellt werden , ob der ( die ) in
       einer Sicherheitsglasscheibe verwendete(n ) Kunststoff(e ) nach
       obigen Abschnitten 1.3 und 1.4 bei einer längeren Einwirkung
       extremer Temperaturen keine wesentlichen Veränderungen zeigen.
7.4    Optische Eigenschaften
7.4.1  PrUfung der Lichtdurchiassigkeit
       Mit dieser PrUfung soll festgestellt werden , ob die Lichtdurch-
       lässigkeit der Sicherheitsglasscheibe größer ist als ein vor­
       gegebener Wert .
 ---pagebreak---                                                  I1Ï / 2429/86-DE
                                                 Anhang iil-A , s . 8
PrQfuro? der optischea Verzernmg
Mit dieser Prüfung soll feetgestellt werden , ob die Verzerrung
von Gegenständen beim B3 ick durch die Windschutzscheibe Aus­
maße anniromt , die der» Fahrzeugführer irritieren können ,
Prüfung auf Doppelbilder
Mit dieser Prüfung soll nachgewiesen werden , daß die Winkelab-
weichung zwischen dem direkten Bild und dem Doppelbild einen
vorgegebenen Wert nicht überschreitet .
Prüfung der Farberkennung
Mit dieser Prüfung soll sichergestellt werden , daß beim Blick
durch eine Windschutzscheibe keine Farbverwechslungen ent­
stehen können.
Prüfung des Brennverhaltens
Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden , ob eine Kombination
eines Verbund- oder eines anderen Sicherheitsglases mit einer
Kunststoffschicht auf der dem Innenraum der Zugmaschine zuge­
wandten Seite eine genügend geringe Brenngeschwindigkeit auf­
weist .
Beständigkeit gegen Chemikalien
Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden , ob die in Sicher-
heitsglasscheiben nach 1.3 und 1.4 oben verwendeten Kunststoffe
der Einwirkung von Chemikalien widerstehen , die in einem Fahr­
zeug vorhanden sein oder verwendet werden können ( z.B. Reini-
gungsprodukte usw. ) , ohne eine Veränderung zu zeigen .
Prüfungen für Glasscheiben nach 1.1 bis 1.4 dieser Richtlinie .
Die Sicherheitsglasscheiben sind folgenden Prüfungen zu unter­
werfen :
 ---pagebreak---                                            - 33 -                                                     III / 2429 / 86-DE
                                                                                                      Anhang III-A , S. - 9
                                   j VORGESPANNTES              |\ VERBUNDGLAS             GLAS-KUNSTSTOFF-              f
                                   \        GLAS_____ _____                                          SCHEIBEN            t
   Bruchst ruktur                  | lll-l) / .' *
   Mechanische Festigkeit :             I  L-I )                                                  ) i J - i: / 4
     - 227 g-Kugel
   Phantomfallprüfung ( 1 )                                         T1T-K / 3              ! Ш-(! /3
   Abrieb :
     - auften                       |                               i II-Ì: / !,..I.       1 i Ji !■:/ & . l .
     - innen                        | Hl I' / .' !        (2)       1Π - V/2         ( 2 )| m-F/ 2
                                    I                                                      1
                                                                                           1
   Erhöhte Temperatur               |                               ] I ] - C / L'i         1 11 I-C / S
                                                                                            11
   Bestrahlungsbestândigkeit        j                               m-cA>                    1 m-c /G
                                                                                             11
   Feuchtigkeitsbestândigkeit       j i ri - C/7          ( 2)      m-c / v                        m-c/v
                                     I                                                        1
                                    I                                                         1
   Lichtdurchlëssigkeit              | lïl - -C / t» .1 .           IlT-C / u.l .              1 m-c/y .] .
                                     I                           1
  Optische Verzerrung                | IJI-C / .J .; · . (:-<)! m-c / 9 .?. ( 3)1 Hl - 0 / 3.7 . ( 3 )
                                     I                                                         1
                                                                  1
   Doppelbilder                       I 1 u-c / y . 3.(0 ) 1 rn-c / y.M. ( 3)1 1 li-CA'.G. ( 3 )
                                     I                           11                            1
  Brennverhalten                      | Tll-C / is        (:■)       1 Il-C/«         ( 2)1 J.il-C/ b
                                      I                                                        !
  Temperaturënderungs -               I                                                        1
  beständigkeit                       j lii-C/:! ¡J       (;.*)      11 l-C / 10      ( 2 )| 11 1-C / lO
                                                                                                1
  Beständigkeit gegen                 I                                                         1
  Chemikalien                         I T:.l-C / 1. 1     ( 2 ) 1 m-c / ri            ( 2)1 ] JÍ-C / 11
         I                            I                                                                            .•__.lL
( 1 ) Diese Prüfung ist darüber hinaus bei Doppelglasscheiben nach Anhang III-H ,
       Punkt 3 durchzuführen «
( 2 ) soweit auf der Innenseite mit Kunststoffschicht ( Plastschicht ) auegekleidet
(3 ) Diese Prüfung ist nur bei Scheiben durchzuführen , die als Windschutz­
       scheibe verwendet werden «
ANMERKUNG : Ein Bezug in der Tabelle wie z.B« III-D/2 verweist auf Anhang III-D
              und Absatz 2 dieses Anhangs , in dem die Beschreibung der entspre­
              chenden Prüfung zu finden ist «
 ---pagebreak---                                                                       T 11/24^9/06 -DE
                                                                      AuV.r -          S. 10
7.7.2           .Kme Sichorhe itsgl aseche iba is !: -¿Ü genehmigen , wenn ,isv“ile alle
                Voi-cc.hrj. f ten nach der voi eichenden ‘"-.heile erfüllt sind .
8.               ÄNDERUNG ODER rlWETTERUNt * DER P-AUA3ïG?.«ïiÎKÏG';?!G FuR EINEN
                 8Τ.0ΙΠ3ίΗΓΕΙ'1 .οη10Γ·;/ ΕΕ?!'ΓΐΡ
8.1              Jede Änderung eines Sieherhoitsglasscheibentyps oder bei Wind-
                 schutzscheiben jede Erweiterung der Windschutzscheibengruppe
                 ist der Behörde mitzuteilen , die diesen Sicherheitsglasschei-
                 bentyp genehmigt liât » Die Behörde kann dann
8 . 1.1          entweder die Auffassung vertreten , daß die vorgenommenen Ände-
                 rungen keine nennenswerte nachteilige Wirkung haben und sich
                 dieser neue Typ im Falle von Windschutzscheiben in die genehmig-
                 te Gruppe einordnen läßt und die Sicherheitsglassche 3.be auf
                 jeden Fall die Vorschriften erfüllt , oder
8 . 1.2          ein neues Protokoll der mit der Durchführung der Prüfung be-
                 auftragten Prüfstelle verlangen .
8.2             Mitteilung
8 . 2.1         Die Bestätigung oder Versagung ( oder Erwe ite rung ) der Genehmi-
                gung ist den Mitgliedstaaten nach den im obigen Abschnitt 3*3
                aufgeführten Verfahren mitzuteilen .
8 . 2.2         Die zuständige Behörde , die eine Erweiterung der Genehmigung
                erteilt hat , versieht jede Mitteilung über die Erweiterung mit
                 einer laufenden Nummer .
9.              ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
9.1             Jede Sicherheitsglasscheibe , die mit einem Genehmigungszeichen
                nach diesem Anhang und den nachfolgenden Anhängen versehen ist ,
                muß dem genehmigten Typ entsprechen und die Vorschriften nach
                obigen Absätzen 3 , b und 7 erfüllen .
9.2             Die Produktion sollte ständig kontrolliert werden , um die Ein-
                haltung der Vorschriften nach 9.1 sicherzustellen .
9.3             Der Hersteller , dem eine Bauartgenehmigung erteilt worden ist ,
                muß insbesondere :
9 . 3.1         dafür sorgen , daß Quali tätskontrollverfahren für die Produkte
                zur Anwendung kommen ,
9.3.2           Zugang zu der Einrichtung haben , die zur Kontrolle der Übereinstimmung
                mit jedem genehmigten Typ eingesetzt wird ,
                                                                                             1)
9.3.3           die Daten Uber die Prüfungsergebnisse und die beigefUgten Dokumente
                auf zeichnen , die für einen in Absprache mit der Prüfstelle festge-
                legten Zeitraum zur Verfügung zu halten sind ,
1 ) Die Resultate der Prüfung der Bruchstruktur werden au fge zeichnet , selbst wenn
     kein fotografischer Nachweis gefordert wird .
 ---pagebreak---                               - 35 -                   III/2429/86 -DE
                                                       Anhang III-A , S. 11
9.3.4 die Resultate jedes Prüfungstyps analysieren , um die Konstanz der
      Produkteigenschaften unter Berücksichtigung der in der industriellen
      Fertigung zulässigen Abweichungen zu kontrollieren und sicher­
      zustellen ,
9.3.5 sich zumindest vergewissen , daß für jeden Produkttyp die Prü­
      fungen nach Anhang III-K durchgeführt werden ,
9.3*6 sich vergewissern , daß bei jeder Muster- oder Probenahme , aus der
      sich die Nichtübereinstimmung mit dem entsprechenden Prüfungstyp
      ergibt , eine neue Probenahme und Prüfung erfolgt . Alle erfor­
      derlichen Maßnahmen sind zu ergreifen , um die Übereinstimmung
      der entsprechenden Produktion wiederherzustellen .
9.4   Die zuständige Behörde kann jederzeit die Verfahren zur Kontrolle
      der Übereinstimmung verifizieren , die bei jeder Produktionsein­
      heit anzuwenden sind ( vgl . Absatz 1.3 des Anhangs III-K ).
9.4.1 Bei jeder Inspektion sind die Register Uber die Prüfung und Über­
      wachung der Produktion dem Inspektor vorzulegen .
9.4.2 Dieser kann Stichproben entnehmen , die im Labor des Herstellers
      geprüft werden. Die Mindestanzahl der Proben kann in Abhängig­
      keit der Resultate der herstellereigenen Kontrollen festgelegt
      werden .
9.4.3 Scheint das Qualitätsniveau nicht ausreichend zu sein oder ist
      der Aussagewert der nach Absatz 2.4.2 durchge führten Prüfungen
      zu verifizieren , kann der Inspektor Proben entnehmen , die der
      Prüfstelle zugeschickt werden , die die Bauartgenehmigungsprüfun-
      gen durchge führt hat .
9.4.4 Die zuständige Behörde kann jede in vorliegender Richtlinie
      vorgeschriebene Prüfung durchführen .
9.4.5 Die Produktionseinheit wird normalerweise zweimal inspiziert .
      Sind im Verlaufe einer dieser Inspektionen negative Resultate
      zu verzeichnen , kann die Kontrollhäufigkeit von der zuständigen
      Behörde erhöht werden .
10.   MASSNAHMEN EEI ABWEICHUNGEN IN DER PRODUKTION
10.1  Die nach dieser Richtlinie für einen Sicherheitsglasscheiben-
      typ erteilte Genehmigung kann zurückgezogen werden , wenn die
      Vorschriften nach obigem Absatz 9*1 nicht eingehalten sind .
10.2  Zieht ein Mitgliedstaat eine von ihm erteilte Bauartgenehmigung
      zurück , so hat er unverzüglich die anderen Mitgliedstaaten hier­
      über mit einer Abschrift des Bauartgenehmigungsbogens zu unter­
      richten , die am Schluß in, großen Buchstaben den Vermerk "BAUART-
      GENEHMIGUNG HJRÜCKGEZOGEN" mit Datum und Unterschrift trägt .
11 .  NAMEN UND ANSCHRIFTEN DER PRÜFSTELLEN , DIE DIE BAUARTGENEHMIGUNGS-
      PRÜFUNGEN DURCHFÜHREN , UND DER BEHÖRDEN
                                                 )
                                                 !
                                                  (
                                                   s
 ---pagebreak---                       - 36 -                 III /VA23V.86-L2
                                             Anhang -• il-A , S. 12
Jeder Mitgliedstaat teilt den anderen Mitgliedetaaten und
der Kommission die Namen und Anschriften der Prüfstellen ,
welche die BauartgenehmigungsprUfungen durchführen , und
der Behörden , die die EWG-Genehmigung erteilen , mit ,
denen die in anderen Mitgliedstaaten ausgestellten Bogen
betreffend Erteilung , Versagung oder Widerruf einer Bau-
artgenehmigung zu übersenden sind .
 ---pagebreak---                                    - 37 -                   III/2429/86-DE
                                                            Anhang III-A , S. 14
                                   ANLAGE
                           EWG-GENEHMIGUNGSZEICHEN
 1.    Das EWG-Bauartgenehmigungszeichen besteht aus :
 1.1   einem Rechteck , in dessen Innenfeld der Buchstabe "e" und die Kenn­
       zahl oder die Kennbuchstaben des Mitgliedstaates stehen , der die
       Bauartgenehmigung erteilt hat :
             1    für  die Bundesrepublik Deutschland
             2    für  Frankreich
             3    für  Italien
             4    ftlr die Niederlande
             6    ftlr Belgien
             9    ftlr Spanien
            11    ftlr Großbritannien
            13    ftlr Luxemburg
            18    ftlr Dänemark
            21    ftlr Portugal
            IRL   ftlr Irland
            EL    ftlr Griechenland
 1.2   dem Kleinbuchstaben " s", gefolgt von einer Zahl und dem Kleinbuch­
       staben " p", wenn es sich um Windschutzscheibenglas nach Absatz 3*6
       des Anhangs III-A handelt ;
 1.3   einer Nummer aus zwei Ziffern , welche die letzten beiden Ziffern
       des Jahres der Veröffentlichung der Richtlinie oder ihrer An­
       passung an den technischen Fortschritt angibt ;
 1.4   einer EWG-Bauartgenehmigungsnummer entsprechend dem EWG-Bauart-
       ge nehmigungsb oge n
                 Beispiel ftlr das EWG-Genehmigungszeichen
Legende : Das Glas mit dem obigen EWG-Genehmigungszeichen ist ein ftlr
           Windschutzscheiben nicht verwendbares Verbundglas ( S2 ),
           das nach der 1987 veröffentlichten Richtlinie ( 87 )
           in Italien ( e3 ) unter Nummer 431 genehmigt wurde .
 ---pagebreak---                                                                  III/2429/86-DB
                                                                 Achang III -B , S. 1
                                          ANHANG JII-B
                                                                 Karne der Behörde
   ANGABEN CHER PIE ERTEILUNG , VERSAGUNG , ERWEITERUNG , DEN WIDERRUF DER BAUART-
  GENEHMIGUNG FÜR EINEN SOHKIEENTTP UND DIE ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PRODUK­
  TION ( 1 ) AUFGRUND DER RICHTLINIE . .....
  EWG-Bauartgenehmigung Nr . . . .     ..... . . .     Erweiterung Nr . . . .  ..... . . .
   1 . Art des Sicherheitsglases : . . . ..... . . ..... . . ..... . . .
  2. Beschreibung der Scheibe (vgl . Anlage 1 , 2 , 3 , 4 ) und io Falle einer Windschutz­
       scheibe die Liste gemäß Nachtrag 5 : ..... . . .
  3. Fabrik- oder Hande ] sraarke : . . . .....
  4 . Name und Anschrift des Herstellers : ..... . . . ..... . . .
  3 . (Gegebenenfalls ) Name und Anschrift des Beauftragten :. ..... . . . ..... . . .
  6 . Zur Genehmigung vorgelegt am : . . . ..... . . ..... . .
  7 . Prllfstelle : . . . ..... . . . ..... . . .
  8 . Datum des Prüfberichts : . . . ..... . . . ..... . . .                         .....
  9. Nummer des Prüfberichts : . . . ..... . . . ..... . . . ..... . . .
10. Bemerkungen : . . . ..... . . . ..... . . . ..... . . .
11 . Grund ( Gründe ) für die Erweiterung der Genehmigung : . . .....
12. Die Genehmigung wird erteil^Versagt/erweitert/entzogen ( 1 )
13. Ort : ..... . . .                 ..... . . .
14. Datum : . . . ..... . . . .....
13 . Unterschrift : . . .             ..... . . .
16 . Dieser Mitteilung ist die Komponentenliste beigefügt , welche die bei der
       Prüfstelle , die die Genehmigung ausgestellt hat , hinterlegte Genehmigungs-
       akte bildet ; diese Liste ist auf Anfrage erhältlich .
( 1 ) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                                                    III/2429/36-DS
                                                                   Anhsung III-E , S. 2
                                       ANKANG III-B
                                         Anlage 1
                            SC3EIB5N AUS V0ÎXS5SPAMEM GLAS
       ( aaupt- und sekund&ro Mark^ale n=.ch i-r.bang ITI-D oder Anhang III-F )
     EVG-E£us.rtgenshasigungsnu>in*C'r :                           Erweiterung Nr .:
1.   HavptnerlCTgle
1.1 Andere als Windschutzscheiben (JA/NEIN ):            .....
1.2  Art der Form :                                      . . . ..... . . . .....
1.3 Artung der Vorspannung :                             . . . ..... . . .
1 .4 Dickenkategorie :                                    . . . ..... . .
1.5 Art und Typ der Kunststoffbeschichtung(en ) :        . . ..... . .
2.   Sekundere Merkmale :                                ...      ..... . . .
2.1 Art des Werkstoffs ( Spiegelglas , Float-
     glas , Maschinenglas ):                              . . ..... . . . . .....
2.2 Färbung der Kunststoffbeschichtung(en ) :             . . .....
2.4 Elektrische Leiter integriert ( JA /NEIN ):          .....
2.5 Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN ):                .....
3«   Genehmigte Kriterien
3.1 Größte Oberfläche ( Flachglas ):                     . . . .....
3.2  Kleinster Winkel :                                  . . . ..... . . .       .....
3.3  Größte umschriebene Fläche
     ( gebogenes Glas ) :                                . . . . ..... . .
3.4 Größte Segmenthöhs :                                 ..       ..... . . . . .....
4.   Bemerkungen
Anlagen : Windschutzscheibenli6te ( gegebenenfalls )
           vgl . Anlage 5
 ---pagebreak---                                           ■■ ':() -                   III/2420/86-DE
                                                                      Anhang xII-B , S. 3
                                       ANHANG IJI-B
                                          Anlage ?
                                    VEßEiniDGL ASSdfEI BEN
         (Es- up-t- und sekundere Merkmals nach Anhang III-E oder Anhang III-F )
       EWG- Bauartgsnehmigungsnuncner :                              Erweiterung Nr .:
1.   Hauptiaerkcala
1.1  Anzahl der Glasschichten :                             . . . .....
1.2  Anzahl der Zwischenschichten :                         .....
1 .3 Dickenkategorie :                                      . . . .....
1.4 Nenndicke der Zwischenschicht ( en ) :                  ..... . .
1.5  Spezialbehandlung des Glases :                         .....
1.6 Art und Typ der Zwischenschicht(en ) :                  .....
1 .7 Art und Typ der Kunststoff-
     beschichtungen ) :                                     ..       ..... . .
1.8 Dicke der Kunststoffbeschichtung(en ) :                 . . .....
2.   Sekundere Markmale
2.1 Art des Werkstoffes ( Spiegelglas ,
     Floatglas , Maschinenglas ) :                          . . .....
2.2 FSrbung der Zwischenschicht
     ( vollständig/teilweise ) :                            . . . . .....
2.3 Färbung des Glases :                                    . . . .....
2.4 Färbung der Kunststoff-
     besehichtung(en ) :                                   . . . .....
2.5  Elektrische Leiter integriert
     ( JA/NEIN ):                                           .....
2.6 Abdeckstreifen integriert
     (JA/NEIN ):                                           .....
3.   Bemerkungen
 ---pagebreak---                                        - 41-                        III/2429/86-DE
                                                                    Anhang III-B , S. 4
                                     ANHANG III-B
                                       Anlage 3
                             KDNSTSTOFF-/GLASSCKEIEEN
                (Eaupt- und sekundårs Merkmale nach Anhang III-G )
    EWG-Bauartgenehmigungsnumnier :                              Erweiterung Nr .:
1.  Hauptiasrkmale
1.1 Anzahl der Glasschichten :                        . . . ..... . . . .....
1.2 Anzahl der Kunststoffschichten :                  . . . .....
1.3 Dicke des Glaselements :                          . . . .....
1.4 Behandlung des Glaselements
    (JA/NEIN ) :                                      .....
1.3 Nenndicke der Scheibe :                           . . . ..... . . .
1.6 Nenndicke der KunststoffSchicht ( en ) ,
    die als Zvischenschicht(en ) dient
    ( dienen ):                                       . . . .....
1.7 Art und Typ der Kunststoff-
    schicht(en ), die als Zwischen-
    schichten ) dient ( dienen ):                     .....
1.8 Art und Typ der fiu/ieren Kunststoff-
    schicht(en ):                                     . . . . . .....
2.  Sekundäre Merkmale
2.1 Art des Werkstoffes ( Spiegelglas ,
    Floatglas , Maschinenglas ):
2.2 Färbung des Glases ( farblos/getönt ) :
2.3 Färbung der Kunststoffschicht(en )
    (vollständig/teilweise ) :
2.4 Elektrische Leiter integriert
    (JA/NEIN ):
2.5 Abdeckstreifen integriert
    (JA/NEIN ):
3   Bemerkungen
 ---pagebreak---                                         - 42 -                    III/2429/86-DF,
                                                                  Anhang III-B , S. 5
                                      ANKANG III-B
                                        Anlage 4
                                  DOPPELGLASEINHEITEN
               (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang III-H )
    EWG-Bauartgenehffiigungsnummer                             Erweiterung Nr . :
1.  Hauptmerkmale
1.1 Aufbau der Doppelglaseinheiten
    ( symmetrisch/asyrametrisch ) :
1.2 Nenndicke des Abstands :
1.3 Montageverfahren :
1.4 Typ jedes Glases nach den Anhängen
    III -D , III-E , III-F oder III-G :
2.  Anlagen
2.1 Ein Bogen für jedes Glas in einer
    asymmetrischen Doppelglaseinheit
    in Abhängigkeit von den Anhängen ,
    nach denen diese Glasscheiben ge­
    prüft oder genehmigt werden :
2.2 ein Bogen für zwei Gläser einer
    symmetrischen Doppelglaseinheit
    in Abhängigkeit des Anhangs , nach
    dem diese Gläser genehmigt
    werden :
3.  Bemerkungen :
 ---pagebreak---                                   - 4з -                   III/2429/86-DE
                                                           Anhang III-B , S. 6
                               ANHANG III-B
                                 Anlage 5
                    INHALT DER WINDSCHUTZSCHEIEENLISTE 1 )
Für jede Windschutzscheibe , di® Gegenstand dieser Bauartgenehmigung ist ,
         sind zumindest die nachstehenden Informationen anzugeben :
1 * Hersteller der Zugmaschine :
2 , Zugœaschinentyp : .............
3. Umschriebene Fläche (F): .....
4« SegmenthBhe ( S ): .............
5 » Kleinster Krümmungsradius ( r ):
6 . Einbauwinkel ( d ): •••.••••••••
7. Rflckenlehnenvinkel (fyi ......
                         Beschreibung der Koordinaten
                       F r, S der Windschutzscheibe /F
                         ! /umschriebene Fläche \ I
                          / der Windschutzscheibe \l
                                  Krümmungsradius r
                              SegmenthBhe S
                          Koordinaten des Punktes r im
                        Verhältnis zur Windschutzscheibe
 1 ) Diese Liste ist den Anlagen 1 , 2 (ggf.), 3 und 4 des Anhangs III-B
     beizufügen.
 ---pagebreak---                                        - 44 -               III/2429/86-DE
                                                            Anhang IIX^C , S. 1
                                    ANHANG IIX-C
                            AT.iLGSHSI NE PRÜFBEDINGUNGEN
 1.        ERUOHoTRGKTÜS
 1.1      Die zu prüfende Glasscheibe darf nicht fest eingespannt sein ; eie
          Rann allerdings auf einer gleich großen Glasscheibe mit einem Klebe
          band befestigt werden , das um den gesamten Rand geführt ist .
1.2        Zur Bruchauslösung wird ein Hammer von ca. 75 g oder ein anderes
          Werkzeug mit gleicher Wirkung benutzt . Der Krümmungsradius der
          Spitze muß 0,2 mm + 0,05 nun betragen .
1.3       Es muß bei jedem der vorgeschriebenen Anschlagpunkte eine Prüfung
          durchge führt werden .
1.4       Die Splitterbildung wird mit einer Lichtpause ( Kontaktfotopapier )
          untersucht , deren Belichtung nicht später als 10 Sekunden nach dem
          Anschlag beginnt und nicht länger als 3 Minuten darnach endet . Es
          sind nur die dunkelsten Linien , die die anfängliche Bruchstruk-
          tur darstellen , zu berücksichtigen . Die Prüfstelle muß die foto-
          grafischen Wiedergaben der Struktur aufbewahren .
2.        KUGELFALLPRÜFUNG
2.1       Prüfung mit der 227-g-Kugel
2.1.1     Prüfeinrichtung
2.1 . 1.1 Gehärtete Stahlkugel mit einer Masse von 227 g + 2 g und einem
          Durchmesser von ungefähr 38 mm
2.1 . 1.2 Eine Einrichtung , die eine Kugel im freien Fall aus einer be-
          stimmten Höhe fallenläßt oder diese auf eine Geschwindigkeit
          beschleunigt , die sie im freien Fall erreichen würde . Wird
          eine Einrichtung zum Schießen der Kugel benutzt , darf die Ab-
          weichung nicht mehr als + 1 % der entsprechenden Geschwindig-
          keit im freien Faill betragen .
2.1 . 1.3 Halteeinrichtung nach Abbildung 1 und Dairstellung in Absatz
          2.11.3· Der untere Rahmen liegt auf einem etwa I50 mm hohen
          Stahlkasten· Die zu prüfende Scheibe wird durch den oberen
          Rahmen festgehalten , dessen Masse etwa 3 kg beträgt . Der
          Stahlkasten ist auf eine Stahlplatte von ungefähr 12 mm Dicke
          aufgeschweißt , die auf dem Boden aufliegt ; dazwischen be-
          findet sich eine ungefähr 3 mm dicke Gummiunterlage mit einer
          Härte von 50 IRHD .
 ---pagebreak---                                            - 45 -                         III/2429/86-DE
                                                                          Anhang III-C , S. 2
                                                                              Abmessungen in
                                                                              Millimetern
                                              □ '.'00
         Prüfmuster
                               / I
                                                                             rj
                                                                             I:\     r~l
                                                                                     r-M
                                                                                        f
                                                                                           A
                                                                                           Ç
         Guœmi-                                                                        /А
                                                                                        1
         streifen
                10 min.
                                                                                    _____<L
                        V- \ \     V '- \       - v ' • . \ \ '• \ \ \ ' \      v    i
    Gummi-                                    G 3L0 mm.
    platte
                        FIGUR 1 - Halteeinrichtung für die Kugelfallprüflingen
2.1 .2        Prüfbedingungen
2.1 . 2.1     Temperatur : 20 + 5° C
2 . 1.2.2     Druck : 860 mbar bis 1060 mbar
2 . 1.2.3     Relative Luftfeuchtigkeit : 60 % + 20 %
2.1.3         Prü fmuster
2 . 1.3.1     Das Prüfmuster muß ein ebenes Quadrat mit 300 mm +10/-0 mm
              SeitenlSnge sein .
 ---pagebreak---                               46 -                     III/2429/86-DE
                                                       Anhang III-C , S. 3
Durchführung dsr Prüfung
Das Prüfmuster ist vor der Prüfung mindestens 4 Stunden lang
bei der Prüfungstemperatur zu lagern * Sodann ist es in die
Kalteeinrichtung ( 2.1.1 « 3 ) einzulegen « Die Ebene des Prüf-
musters ist mit einer Genauigkeit von + 3° rechtwinklig zur
Aufschlagsrichtung der Kugel auszurichten . Der Aufschlag-
pinkt der Kugel darf vom Mittelpunkt des Prüfmusters bei einer
Fallhöhe von mehr als 6 m nicht weiter als 25 mm entfernt lie­
gen« Die Kugel muß auf die Seite des Prüfmusters auf schlagen ,
die der Außenseite der in der Zugmaschine eingebauten Sicher-
heitsglasscheibe entspricht . Die Kugel darf jeweils nur ein­
mal aufschlagen .
PKANTOMFALLPRÜFUNG
Prüfeinrichtung
Phantomfallkörper , bestehend aus einem kugelförmigen oder halb-
kugelförmigen Kopf aus Hartsperrholz und einem auswechselbaren
Filzbelag mit oder ohne Holzquerträger . Zwischen dem kugel­
förmigen Teil und dem Querträger befindet sich ein halsförmiges
Zwischenstück und auf der anderen Seite des Querträgers eine
Halterungsstange .
Die Abmessungen sind in Figur 2 angegeben .
Die Gesamtmasse des PhantomfallkUrpers muB 10 kg _+ 0,2 kg be-
tragen .
 ---pagebreak---                                       4V
                                                           III/2429/86-DE
                                                           Anhang III -C , S. 4
                                               Abmessungen in Millimetern
                              Halterungs-
                              Stange
                                                                     O
                                                                     O
                                                                     m
                                                                     «
I
         Quertr&ger
         ( wahlweise )
                                            i
                                                                     O
                                                                    P­
                                                                       /.
            Kopf
        Filzbelag
        5 mm dick
                                          500
                               FIGUR 2 - Phantomfallkörper
  3.1.2     Eine Einrichtung , die den Phantomfallkörper im freien Fall aus einer
            festgelegten Höhe fallenläßt oder ihn auf die Geschwindigkeit beschleu­
            nigt , die er im freien Fall erreichen würde .
            Wird eine Einrichtung zum Schießen des Phantomfallkörpers benutzt , so
            darf die Abweichung nicht mehr als HH 1 % der Geschwindigkeit im freien
            Fall betragen .
  3.1.3     Halteeinrichtung nach Figur 3 zur Prüfung ebener Prüfmuster . Die
            Halteeinrichtung besteht aus zwei Stahlrahmen mit aufeinander-
            passend bearbeiteten , 50 mm breiten Aufläge flächen , die mit etwa
 ---pagebreak---                                         - 43 -                 III/2420/86-DE
                                                               Anhang III-C , S. 5
               3    dicken und 15 mm + 1 mm breiten Gummistreifen der R'.trte
               IHHD belegt sind » Der obere Rahmen wird mit dem unteren mit
               mindestens acht Schrauben fast ver-Echraubt .
 3»2           Prüfbedingimgen
 3-2.1         Temperatur 20° C + 5° C
 3»2.2         Druck : 860 mbar bis 1060 mbar
 3.2.3         Relative Luftfeuchtigkeit 60 % + 20 %
                           Gummi-
                           streifen               Schraube 1/
             ■ G-'
                               1 070
          –t -----
                               1 170
                                                  Abmessungen in Millimeter
   FIGUR 3 - Halteeinrichtungen fllr Phantomfallprüfungen
1 ) Empfohlenes Drehmoment flir Schrauben M20 : ^ 30 Nm
 ---pagebreak---                                      - 49                         III/2429/86-DE
                                                                  Anhang III-C , S. 6
3.3         Durchf'dhrung der FrUfungen
3.3.1       Prüfung mit einem ebenen Prüfmuster
            Das ebene Prüfmuster mit einer Länge von 1100 mm + 5 mm/-2 mm und
            einer Breite von 500 mm + 5 mm/~2 mm ist vor der Prüfung mindestens
            vier Stunden lang bei einer Temperatur von 20° C + 5° C zu lagern .
            Das Prüfmuster ist in die Halteeinrichtung ( 3*1 . 3 ) einzulegen ; die
            Schrauben sind mit einem solchen Drehmoment anzuziehen , daß sich
            das Prüfmuster während der Prüfung um nicht mehr als 2 mm ver­
            schiebt . Die Ebene des Prüfmuster muß rechtwinkling zur Aufschlags-
            richtong des Fallkörpers liegen . Der Fallkörper darf nicht weiter
            als 40 mm vom Mittelpunkt des Prüfmusters auf die Seite aufschlag-
            gen , die der Innenseite der auf der Zugmaschine eingebauten Sicher-
            heitsglasscheibe entpricht ; er darf nur einmal auf schlagen . Die
            Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach Durchführung von 12
            Phantoafallprüfungen erneuert werden .
3.3.2       Prüfungen mit einer kompletten Windschutzscheibe ( nur bei Fall-
            höhen bis maximal 1,5 m ).
            Die Windschutzscheibe wird lose auf einen Prüfrahmen aufgelegt ,
            so daß sie auf ihrem ganzen Umfang in einer Breite von 15 mm auf
            etwa 3 mm dicken Gummistreifen der Härte 70 IRHD aufliegt . Der
            Prüfrahmen muß aus einem formsteifen und der Form der Windschutz­
            scheibe angepaßten Stück bestehen , dergestalt , daß der Phantom-
            fallkörper auf die Innenfläche der Windschutzscheiben aufschlägt .
            Falls erforderlich ist die Windschutzscheibe mit geeigneten Vor­
            richtungen am Prüfrahmen festzuklemmen.
            Der Prüfrahmen muß auf einem festen Untergrund und auf einer Un­
            terlage aus etwa 3 mm dickem Gummi der Härte 70 IRHD stehen .
            Die Aufschlagrichtung des Phantomfallkörpers muß mit der Ober­
            fläche der Windschutzscheibe ungefähr einen rechten Winkel bil­
            den .
            Der Phantomfallkörper darf nicht weiter als 40 mm vom geometri­
            schen Mittelpunkt der Windschutzscheibe auf die Seite aufschla­
            gen , die der Innenseite der an der Zugmaschine eingebauten
            Sicherheitsglasscheibe entspricht ; er darf nur einmal aufschlagen .
            Die Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach Durchführung von
            12 Phantomfallprüfungen erneuert werden .
4.          ABRIEBPRÜFUNGEN
4.1         Prüfeinrichtungen
,.....      ..... 1 )
4.1.1       Abriebgerät    , schematisch dargestellt in Figur 4 , bestehend
            aus :
1 ) Ein geeignetes Abriebgerät wird von Teledyne Taber ( USA ) geliefert
 ---pagebreak---                                      - 50 -                 III/2429/86-DE
                                                            Anhang III-C , S. 7
             - einer mit einer zentralen Aufspannvorrichtung versehenen
               horizontalen Drehscheib^, die sich gegen den Uhrzeiger­
               sinn mit 65 bis 75 min- dreht , und
                      FIGUR 4 - Schema des Abriebgerätes
            - zwei belasteten parallelen Auslegern , von denen jeder ein spe­
               zielles Abriebrad trägt , das sich frei auf einer kugelgela-
               gerten horizontalen Achse dreht ; jedes Abriebrad liegt mit
               einer Kraft entsprechend einer Masse von 500 g auf dem Prüf-
               muster auf .
            Die Drehscheibe des Abriebgerätes muß sich gleichmäßig und
            ungefähr in einer Ebene drehen ( die Abweichung von dieser Ebene
            darf aicht größer als +_ 0,05 mm sein , gemessen in einem Ab­
            stand von 1,6 mm vom Außenrand der Drehscheibe ). Die Räder
            sind so befestigt , daß sie sich bei BerUhrung mit dem drehen­
            den Prüfmuster entgegengesetzt drehen ; dadurch werden bei je -,
            der Umdrehung des Prüfmusters zwei Druck- und Abriebvorgänge
            entlang gekrümmter Linien auf einer Ringfläche von ungefähr
            50 c®^ ausgeübt .
4.1.2       Abriebräder     mit einem Durchmesser von 45 bis 50 mm und
            einer Ereite von 12,5 mm , hergestellt aus einem speziellen
            feingesiebten Schleifmittel und in einem mittelharten Gummi
            eingelagert . Die Räder müssen eine Härte von 72+4 IRHD aufweisen
            aufweisen , die an vier gleichweit voneinander entfernten Punk­
            ten auf der Mittellinie der Abrieboberfläche gemessen wird , wobei
            der Druck in senkrechter Richtung entlang eines Abriebraddurch-
            messers angesetzt wird ; die Ablesung der Meßergebnisse erfolgt
            10 s nach der vollen Einwirkung der Kraft .
1 ) Geeignete Abriebräder können bezogen werden von Teledyne Taber ( USA ).
 ---pagebreak---                                 - 51 -                  III/2429/86-DE
                                                        ^nhang III-C , S. 8
       Um eine vollkommen plane Schleif fläche der Abriebräder zu erhellten ,
       sind diese bei sehr langsamer Geschwindigkeit gegen eine Glas­
       scheibe einzuschleifen .
4.1.3 Lichtquelle , bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden , der
       sich innerhalb eines Parallelepipeaes von 1,5 um x 1 ,5 m x 3 m
      befindet . Die angelegte Spannung muß so groß sein , daß die Farb-
       temperatur 2856 K + 50 K beträgt . Diese Spannung muß auf + 1/1000
      stabilisiert sein . Der Spannungsmesser muß eine entsprechende
      Genauigkeit besitzen .
4.1.4 Optisches System , bestehend aus einer Linse mit einer Mindest-
      brennweite f von 500 mm und korrigierter chromatischer Aberra-
      tion. Die größte Apertur darf f/20 nicht Überschreiten. Der Ab­
      stand zwischen Linse und Lichtquelle ist so einzustellen , daß
      ein möglichst paralleler Lichtstrahl erreicht wird .
      Zur Begrenzung des Lichtstrahldurchmessers auf 7 um + 1 min ist
      eine Blende einzufügen . Diese Blende ist in einer Entfernung
      von 100 mm + 50 mm auf der der Lichtquelle entgegengesetzten
      Seite der Linse einzubringen .
4.1.5 Einrichtung zur Streulichtmessung ( siehe Figur 5 ), bestehend aus
      einer Fotozelle ( Fotoelement ) mit integrierender Kugel von 200 mm
      bis 250 mm Durchmesser . Die Kugel muß mit einer Lichtein- und
      Austrittsöffnung versehen sein . Die Eintrittsöffnung muß rund
      sein und einen Durchmesser von doppelter Größe des Lichtstrahl-
      durchmessers haben . Die Austrittsöffnung der Kugel muß nach
      dem Verfahren in 4.4.3 entweder mit einer Lichtfalle oder einem
      Reflexionsstandard versehen sein . Die Lichtfalle muß das ge­
      samte Licht absorbieren , wenn sich kein Prüfmuster im Licht­
      strahl befindet .
      Die Lichtstrahlachse muß durch den Mittelpunkt der Eintritts-
      und Austrittsöffnung laufen . Der Durchmesser b der Lichtaus-
      trittsöffnung erhält den Wert b = 2a tan 4° , wobei a der Kugel-
      durchmesser ist .
      Die Fotozelle ist so zu montieren , daß sie nicht durch Licht ,
      das direkt von der Eintrittsöffnung oder von dem Reflexions-
      standard kommt , getroffen wird . Die Innenfläche der integrie­
      renden Kugel und des Reflexionsstandards müssen möglichst
      gleichmäßig reflektieren und matt und nichtselektiv sein .
      Der Meßwert   der Fotozelle muß im benutzten Lichtstärken-
      bereich innerhalb + 2 % linear sein . Die Einrichtung zur Streu-
      lichtmessung muß so beschaffen sein , daß das Galvanometer bei
      dunkler Kugel keinen Ausschlag liefert .
      Die gesamte Einrichtung ist in regelmäßigen Abständen durch
      Standards bestimmter Streuung zu kontrollieren . Werden Streu-
      lichtmessungen mit anderen Einrichtungen oder abweichenden
      Verfahren durchgeführt , so sind die Ergebnisse gegebenenfalls
 ---pagebreak---                               - 52 -                    III/2429/86-DE
                                                        Anhang III -C , S. 9
      zu korrigieren , um Übereinstimmung mit den Ergebnissen der
      vorstehend beschriebenen Einrichtung zu erhalten .
                                             Fotozelle
                                           A        Abdeckschirra
             FIGUR 5 - Einrichtung zur Streulichtmessung
4.2   Prilfbedingungen
4.2.1 Temperatur : 20° C + 5° C
4.2.2 Druck : 860 mbar bis 1060 mbar
4.2.3 Relative Luftfeuchtigkeit : 60 % _+ 20 %
4.3   Prüfmuster
      Die Prüfmuster raäsen ebene Quadrate mit einer Seitenlänge von
      100 mm sein , deren beide Oberflächen möglichst plan und pa­
      rallel sind und in der Mitte ein Loch mit einem Durchmesser
      von 6,4 mm + 0,2 mm/-0 mm zum Einspannen haben .
4.4   Durchführung der Prüfung
      Die Abriebprüfung wird nur an der Oberfläche des Prüfmusters aus­
      geführt , die der Außenseite der in der Zugmaschine eingebauten
      Sicherheitsglasscheibe entspricht , bei kunststoffbeschichteten
      Sicherheitsgläsern an der der Innenseite entsprechenden Oberfläche .
4.4.1 Die Prüfmuster sind unmittelbar vor und nach dem Abrieb wie
      folgt zu reinigen :
 ---pagebreak---                                                               III/2429/86-DE
                                      - 53 -                  Anhang III-C , S. 10
           a ) mit einem Leinentuch unter klarem fließendem Waeser abwischen ;
           b ) mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser spülen ;
           c ) mit Sauerstoff Oder Stickstoff trockenblasen ;
           d ) mögliche Wasserspuren durch leichtes Betupfen mit einem feuchten
               Leinentuch entfernen . Gegebenenfalls durch leichtes Pressen zwi­
               schen zwei LeinentUchern trocknen .
           Jede Ultraschallbehandlung ist zu vermeiden . Nach der Reinigung dürfen
           die Prüfmuster nur an ihren Kanten angefaßt werden und sind geschützt
           vor Beschädigung und Verschmutzung ihrer Oberfläche aufzubewahren.
4.4.2      Die Prüfmuster sind vor der Prüfung mindestens 48 Stunden lang bei
           20° C + 5° C und 60 % + 20 % relativer Luftfeuchtigkeit zu lagern.      *
4.4.3      Das Prüfmuster ist unmittelbar an der Eintrittsöffnung der integrie­
           renden Kugel anzubringen . Der Winkel zwischen der Senkrechten zur
           Oberfläche des Prüfmusters und der Lichtstrahlachse darf 8° nicht
           überschreiten .
           Sodann sind die in der folgenden Tabelle aufgezeigten vier Messungen
           durchzuführen :
                     Mit      Mit        Mit Re-
      Messung       Prüf-    Licht-     flexions-         Dargestellte Größe
                   muster    falle      standard
                    Nein      Nein         Ja           Einfallendes Licht
        T1
                                                       Gesamtes vom Prüfmuster
        T2           Ja       Nein         Ja          durchgelassenes Licht
                                                       Durch die Einrichtung
        T3          Nein       Ja         Nein         gestreutes Licht
                                                       Durch das Instrument
        T4           Ja        Ja         Nein         und Prüfmuster, ge-
                                                       streutes Licht
      Die Messungen           T^ und T^sind in anderen spezifischen Stellun­
      gen des Prüfmusters zu wiederholen , um dessen Gleichförmigkeit zu
      ermitteln .
      Die Gesamtdurchlässigkeit wird bestimmt nach       = T^T^.
 ---pagebreak---                                                    III/2V29/36-DE
                          - 5k                     Anbang III-C , S. 11
Der Durchiässigkeitsfaktor fttr diffuses Licht wird berechnet nach :
       T.
        a         T
                    1
Zn berechnen ist die gestreute prozentuale TrUbung , oder das ge­
streute Licht , oder beides :
      HT = 100 %.
Die anfängliche TrUbung des Prüfmusters wird an mindestens vier
gleich weit voneinander entfernten Punkten der nicht dem Abrieb
unterworfenen Fläche unter Anwendung obiger Formel ermittelt .
Die Ergebnisse sind für jedes Prüfmuster zu mittein . Anstelle der
vier Punktmessungen kann man einen Mittelwert erhalten , indem das
Prüfmuster mit einer konstanten Drehzahl von mindestens 3 Um­
drehungen/Sekunde gedreht wird .
FUr jede Sicherheitsglasscheibe sind drei Prüfungen mit derselben
Belastung durchzuführen . Die TrUbung dient als Maß des Oberflächen-
abriebs nach der Abriebprüfung .
Das gestreute Licht durch die abgeriebene Bahn wird an mindestens
vier gleich weit voneinander entfernten Punkten nach obiger Formel
gemessen . Die Ergebnisse fUr jedes Prüfmuster sind zu mittein .
Anstelle der vier Punktmessungen kann man einen Mittelwert erhal­
ten , indem das Prüfmuster mit einer konstanten Drehzahl von min­
destens 3 Umdrehungen/Sekunde gedreht wird .
Die AbriebprUfung wird nur dann durchgeführt , wenn die PrUfstelle
dies aufgrund ihr vorliegender Information fUr notwendig erachtet ;
zum Beispiel bedUrfen Änderungen der Zwischenschicht oder Glas-
dicke in der Regel keiner weiteren PrUfung .
Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
PRÜFUNG BEI ERHÖHTER TEMPERATUR
Durchführung der PrUfung
Drei quadratische Proben oder drei Prüfmuster mit einer GrSße von
mindestens 300 mm x 300 mm , die die PrUfstelle je nach Fall an
drei Windschutzscheiben oder drei Glasscheiben entnommen hat ,
und von denen eine Seite der Oberkante der Glasscheibe entspricht ,
werden auf 100° C erhitzt .
 ---pagebreak---                                         - 55 -               III/2429/86-DE
                                                             Anhang III-C , S. 12
             Diese Temperatur wird 2 Stunden aufrechterhalten ; danach läßt man
             die Prüfmuster auf Raumtemperatur abkühlen . Bestehen die beiden
             Süßeren Oberflächen der Sicherheitsglasscheibe aus anorganischen
             Werkstoffen , so erfolgt die Prüfung durch senkrechtes Eintauchen
             des Prüfmusters in kochendes Wasser während der vorgeschriebenen
             Dauer ; dabei ist ein unzulässiger thermischer Schock zu vermei-
             den . Werden die Prüfmuster aus Windschutzscheiben herausgeschnit-
             ten , dann muß ein Rand des Prüfmusters Teil des Randes der Wind-
             schutzscheibe sein .
  5.2        Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                   Farblos    Getönt
             Färbung der Zwischenschicht               1        2
            Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
  5.3        Auswertung der Ergebnisse
  5.3.1     Die Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen erhöhte Temperatur
            gilt dann als bestanden , wenn keine Blasen oder andere Fehler
            außerhalb von 15 mm von einem nichtgeschnittenen Rand oder von
            25 mm von einem geschnittenen Rand des Prüfmusters oder der Probe
            oder außerhalb von 10 mm entlang jeder während der Prüfung auf-
            getretenen Bruchstelle entstehen .
5.3.2       Ein Satz von Prüfmustern oder Proben , der für die Erteilung
            einer Genehmigung vorgelegt wurde , wird hinsichtlich des Verhal-
             tens bei erhöhter Temperatur als zufriedenstellend betrachtet ,
            wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :
5.3.2 . 1   Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis .
5 . 3 . 2.2 Falls eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht hat , ist bei
            einer Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern
            oder Proben ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
6.          PRÜFUNG DER BESTRAHLUNGSBESTÄNDIGKEIT
6.1         Prüfmethode
6 . 1.1     Prüfeinrichtung
6 . 1 . 1.1 Strahlungsquelle , bestehend aus einer Mitteldruck-Hz-Lampe aus
            einem senkrecht montierten Quarzrohr ( ozonfreier Typ ). Nennab-
            messungen der Lampe : Länge 36O mm , Durchmesser 9*5 nun , Bogen-
            länge 3OO mm + 4 mm , Lampe : 750 W + 50 W.
            Jede andere Strahlungsquelle , die dieselbe Wirkung wie die oben-
            genannte erzielt , kann verwendet werden . Zum Nachweis derselben
            Wirkung anderer Lampen ist ein Vergleich durch Messung der im
            Wellenlängenbereich von 300 bis ^50 Nm emittierten Energiemenge
            vorzunehmen ; alle anderen Wellenlängen werden durch geeignete
            Filter eliminiert . Lie Ersatzlampe muß mit diesen Filtern benutzt
            werden.
 ---pagebreak---                                         56 -                    J.II/2429/86-BE
                                                                Anhang III-C , S. 13
           rei Sicherheitsglasscheiben , für die keine zufriedenstellende
           Korrelation zwischen dieser Prüfung und den Verwendungsbedin-
           gungen besteht , sind die PrUfungsbedingungen entsprechend an-
           zupassen .
 6.1 . 1.2 Stromversorgungs- und Zündgerät , die der Lampe ( 6 . 1.1.1 ) eine
           Zündspannung von mindestens 1100 V und eine Betriebsspannung von
           500 V + 50 V liefern.
 6.1 . 1.3 Einrichtung zum Befestigen und Drehen der Prüfmuster mit 1 bis
           5 Umdrehungen/min um die zentral angeordnete Strahlungsquelle ,
           um eine gleichmäßige Bestrahlung sicherzustellen .
 6.1.2     Prüfmuster
 6 . 1.2.1 Die Größe der Prüfmuster muß 76 mm x 300 mm betragen .
 6.1 . 2.2 Die Prüfmuster werden von der Prüfstelle aus dem oberen Teil
           der Glasscheiben so ausgeschnitten , daß :
           - bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben , der obere Rand
             der Prüfmuster dem oberen Rand der Glasscheiben entspricht ;
           - bei Windschutzscheiben der obere Rand der Prüfmuster der
              oberen Grenze des Bereichs entspricht , in dem die reguläre
             Durchlässigkeit gemäß Punkt 9· 1 ·2.2 dieses Anhangs zu kon-
              trollieren und festzustellen ist .
 6.1.3     Durchführung der Prüfung
           Die Lichtdurchlässigkeit nach 9·1·1 bis 9·1·2 dieses Anhangs
           ist an drei Prüfmustern vor der Bestrahlung zu messen . Ein
           Teil eines jeden Prüfmusters ist vor Strahlung zu schützen ;
           damn ist es mit seiner Länge parallel zur Lampenachse in einem
           Abstand von 230 mm zu dieser in die Prüfeinrichtung zu stellen .
           Die Prüfmustertemperatur muß während der Prüfung auf 45° C +
           5° C gehallten werden . Diejenige Fläche eines jeden Prüfmusters ,
           welche den verglasten äußeren Teil der Zugmaschine darstellt ,
           muß der Lampe zugewandt sein . Für den in 6 . 1.1.1 beschriebenen
           Launpentyp beträgt die Straihlungszeit 100 Stunden .
           Nach der Bestrahlung ist nochmals die Lichtdurchlässigkeit
           der bestrahlten Fläche eines jeden Prüfmusters zu messen .
6.1.4      Jedes Prüfmuster oder jede Probe ( insgesamt 3 Stück ) ist wie
           oben beschrieben so der Strahlung auszusetzen , daß sie in
           jedem Punkt des Prüfmusters oder der Probe auf die Zwischen-
           schicht dieselbe Wirkung hervorruft wie eine 100 Stunden
           dauernde Sonnenstrahlung von 1400 W/m2.
 ---pagebreak---                                       - 57 -                      III/2429/86-DE
                                                                  Anhang III-C , S. 14
   6.2         Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                  Farblos     Getönt
              Färbung des Glases                      2         1
              Färbung der Zwischenschicht             1         2
              Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
6.3           Auswertung der Ergebnisse
6.3.1         Die Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit gilt als bestanden ,
6.3.1 . 1     wenn die Lichtdurchlässigkeit wie nach 9*1.1 und 9.1.2 dieses
              Anhangs gemessen nicht unter 95 % des Wertes vor der Bestrah-
              lung sinkt und in keinem Fall folgende Werte unterschreitet :
6 . 3.1 . 1.1 70 % bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben , die den
              Vorschriften für das Sichtfeld des Fahrers in allen Richtungen
              entsprechen müssen ,
6.3.1 . 1.2   75 % für Windschutzscheiben in dem Bereich , in dem die regu-
              läre Durchlässigkeit gemäß Definition in 9.1 . 2.2 unten kon-
              trolliert werden muß .
6 . 3.1.2     Eine leichte Färbung beim Betrachten der Probe oder des Prüf-
              musters gegen einen weißen Hintergrund nach der Bestrahlung
              ist jedoch zulässig .
6.3.2         Ein Satz von Prüfmustern oder Proben , der für die Erteilung
              einer Genehmigung eingereicht wurde , wird hinsichtlich der
              Beständigkeit als zufriedenstellend betrachtet , wenn eine
              der folgenden Bedingungen erfüllt ist :
6 . 3. 2.1    Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis .
6.3.2.2       Hat eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht , so ist
              bei einer Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
              Prüfmustern oder Proben ein zufriedenstellendes Ergebnis
              zu erzielen .
7.            PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
7.1           Durchführung der Prüfung
              Drei quadratische Prüfmuster oder Proben von mindestens
              300 mm X 300 mm sind zwei Wochen lang vertikal in einem
              geschlossenen Behälter bei einer Temperatur von 50° C + 2° C
              und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95 % + 4 % aufzubewahren .
              Anmerkung : Diese Prüfbedingungen schließen jegliche Konden-
                          sationen auf den Prüfmustern aus .
 ---pagebreak---                                    - 58 -                  III/2429/86-DE
                                                           Anhang III-C , S. 15
           Die Prüfmuster werden so vorbereitet , daß :
           - zumindest eine Kante der Prüfmuster einer Kante der ursprüngli-
             chen Glasscheibe entspricht .
           Werden mehrere Prüfmuster gleichzeitig untersucht , ist für einen
          ausreichenden Zwischenraum zwischen den Prüfmustern zu sorgen .
          Es müssen Vorkehrungen getroffen werden , damit von den Wänden und
           dem Deckel der Prüfkammer heraustropfendes Kondenswasser von den
          Prüfmustern ferngehalten wird .
7.2       Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                 Farblos   Getönt
          Färbung der Zwischenschicht               1          2
          Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
 7.3      Auswertung der Ergebnisse
 7.3.1    Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Feuchtigkeitsbeständigkeit
          als zufriedenstellend angesehen , wenn keine deutliche Veränderung
          außerhalb von 10 mm von den ungeschnittenen Kanten oder von 15 mm
          von den geschnittenen Kanten festgestellt wird , nachdem normale
          und vorbehandelte Verbundglasscheiben zwei Stunden und mit Kunst-
          stoff beschichtete Glasscheiben und Kunststoff-/Glasscheiben
          48 Stunden lang bei Raumtemperatur gelagert worden sind .
7.3.2     Ein Satz von Prüfmustern oder Proben , der für die Erteilung
          einer Genehmigung eingereicht wurde , wird hinsichtlich der Feuch-
          tigkeitsbeständigkeit als zufriedenstellend betrachtet , wenn
          eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :
7.3.2 . 1 Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis .
7.3.2.2   Hat eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht , so sind bei
          einer Wiederholungsprüfung mit einem neuen Satz von Prüfmustern
          zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen .
8.        PRÜFUNG DES BRENNVERFAHRENS
8.1       Zweck und Anwendungsbereich
          Dieses Verfahren ermöglicht die Bestimmung der horizontalen
          Brenngeschwindigkeit der Werkstoffe im Fahr zeuginnenraum von Zug-
          maschinen , nachdem sie einer kleinen Flamme ausgesetzt wurden .
          Dieses Verfahren ermöglicht die Untersuchung von Werkstoffen und Tei·
          len der Innenausstattung der Zugmaschine einzeln oder in Kombination
          bis zu einer Dicke von 15 mm. Es dient dazu , die Einheitlichkeit der
          Serienfertigung dieser Werkstoffe hinsichtlich ihres Brennverhaltens
          zu beurteilen .
          Wegen der vielen Unterschiede zwischen der wirklichen Situation ( An-
          bringung und Ausrichtung im Innern der Zugmaschine , Verwendungs-
 ---pagebreak---                                - 59 -                 III/2429/86-DE
                                                      Anhang III-C , S. 16
      bedingungen , Art der Entzündung , usw.) und den vorgeschriebenen
      Prüfbedingungen ermöglicht dieses Verfahren keine genaue Er-
      mittlung der tatsächlichen Brenneigenschaften.
8.2   Begriffsbestimmungen
8.2.1 Brenngeschwindigkeit : Quotient aus der nach diesem Verfahren ge-
      messenen Brennstrecke und der dazu benötigten Zeit . Sie wird in
      Millimetern pro Minute angegeben .
8.2.2 Verbundwerkstoff : ein Werkstoff aus mehreren Schichten ähnlicher
      oder verschiedener Stoffe , die durch Verkitten , Kleben , Umman-
      teln , Verschweißen usw. innig zusammengehalten werden .
      Werkstoffe , die nur stellenweise miteinander verbunden sind
      ( z.B. durch Vernähen , Punktschweißen , Nieten usw.), so daß eine
      Probenahme nach 8.5 möglich ist , werden nicht als Verbundwerk-
      stoffe betrachtet .
8.2.3 Freiliegende Seite : die dem Fahrzeuginnenraum zugewandte Seite ,
      wenn der Werkstoff in der Zugmaschine eingebaut ist .
8.3   Verfahrensprinzip
      Ein Prüfmuster wird horizontal in einen U-förmigen Halter ein-
      gespannt und in einer Brennkammer 15 s lang einer definierten
      schwachen Flamme ausgesetzt ; die Flamme wirkt auf den freien
      Rand des Prüfmusters ein . Die Prüfung zeigt , ob und wann die
      Flamme erlischt oder in welcher Zeit sie eine vorgegebene Strecke
      zurücklegt .
8.4   Prü fe inri ch tung
8.4.1 Brennkammer ( Figur 6 ) vorzugsweise aus rostfreiem Stahl mit
      den in Figur 7 angegebenen Abmessungen .
      Die Vorderseite der Kammer enthält ein feuerbeständiges Be-
      obachtungsfenster , das die gesamte Vorderseite bildet und als
      Beschickungsöffnung konstruiert sein kann .
      Der Boden der Kammer hat Luftlöcher ; der Deckel weist an seinem
      Umfang einen durchgehenden Luftschlitz auf .
      Die Brennkammer steht auf vier 10 mm hohen Füßen . Die Kammer
      kann an einer Seite eine Öffnung zur Einführung des Prüfmuster-
      halters mit Prüfmuster haben ; in der gegenüberliegenden Seite
      ist eine Öffnung für die Gasleitung vorzusehen. Abtropfendes
      Material wird in einer Schale aufgefangen ( siehe Figur - 8 ),
      die sich am Kammerboden zwischen den Luftlöchern befindet ,
      ohne diese zu verdecken .
 ---pagebreak---                             60                III/2429/86-DE
                                              Anhang IIX-C , S
FIGUR 6 - Beispiel einer Brennkammer mit PrUfmusterhalter
          und Tropfschale
 ---pagebreak---                                                                            1 1 ] /:j-129 / i;b-DE
                                                                           Anhang III-C , S. 18
                                                      Abmessungen in Millimetern
                                                      Toleranzen nach ISO 2768
                                                                          385
                 Luftschlitz                           N
        1 ιϋ ' Γ
O
               -h
              . Д–а_Д \
                n   n     n  '
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                                                  24
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                    i                                     II
                                                                     Prüfmuster
                                                        V"
                                                                          363
     CD
                  Gasbrenner
                                                                63.5 , 63.5 63.5 63.5
                                                              1      1      1
                                                             L i X J                  r*         ----------
                                                             ■ '■i   1'     Ί
                                                                                                            3=^
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                                                                          J _._                                 r-
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                                                                                 19
                      FIGUR 7 “ Beispiel einer Brennkammer
                                                                Abmessungen in Millimetern
                                                                Toleranzen nach ISO 2768
                                 336_____■                                   _____16
           I
            ί
           I_____           _____ _ _ _ ______ _ _ _ _ _____^ .                        _____ ï -----Γ
                                                                                              \
                                                                                                       1Ti
                                                                                                       (Ο
                   -· - ■  – –  - ·~ ·*· ·χ * -                                     <
                                                                                          CM
                                                                                          *■*
                   FIGUR 8 - Beispiel einer Tropfschale
 ---pagebreak---                                           - 62 -                              III/2429/86-DE
                                                                              Anhang III-C , S. 19
 8.4.2           Der Prflfmusterhalter besteht aus zwei D-förmigen Metallplatten
                 oder Rahmen aus korrosionsbeständigem Werkstoff . Die Abmessungen
                 sind in Figur 9 angegeben .
                 Die untere Platte ist mit Bolzen versehen , die obere Platte mit
                 Lächern an den entsprechenden Stellen , um eine feste Einspannung
                 des Prüfmusters zu ermöglichen .
                 Die Bolzen dienen auch als Meßmarken für Anfang und Ende der
                 Brenn strecke .
                 Ein Träger aus hitzebeständigen Drähten von 0,25 mm Durchmesser ,
                 die in Abständen von 25 mm Uber die untere Platte des Probehal-
                 ters gespannt sind ( siehe Fig. 10 ), ist mitzuliefern .
                                                              Abmessungen in Millimetern
                                                              Toleranzen nach ISO 2?68
                                                              _____, , -> -y “ /* Deckplatte
                              33Q__
                                                              PrUfmuster
 O
+I
O
00
     à
                    127 r 0,2
       _____     _____
                  _____ 1356 ]
                                 361
             FIGUR 9 - Beispiel eines Prüfmusterhalters
 ---pagebreak---                                        - 63 -                      III/2429/86-DE
                                                                   Anhang III-C , S. 20
                                                          Abmessungen in mm
                            Nuten
                                                          Toleranzen nach ISO 2?bö
                                        0,5 x 0,5
   Seite des
   Außenrahmens
 I                       L7
        Nuten
                   2x2
              FIGUR 10 - Beispiel eines Ausschnitts des unteren U-
                          Rahmens mit Aussparungen für die Drähte
             Die Unterseite der Prüfmuster muß 178 mm Uber der Bodenplatte liegen«
              Der Abstand der Vorderkante des PrUfmusterhalters zur Seitenwand
              der Kammer muß 22 mm , der Abstand der Längsseiten des PrUfmuster-
              halters zu den Seitenwänden der Kammer 50 mm betragen ( alles Innen-
              abmessungen ) ( siehe Figur 6 und 7 )«
8.4.3        Gasbrenner . Die kleine Flamme wird durch einen Bunsenbrenner mit
              einem Innendurchmesser von 9i5 mm erzeugt . Er ist so in der Prüf-
              kammer angeordnet , daß der DUsenmittelpunkt sich 19 mm unterhalb
              der Mitte der freien Unterkante des Prüfmusters befindet ( siehe
              Figur 7 ).
8.4.4         Gas für die Prüfung . Das dem Bunsenbrenner zuzufUhrende Gas muß
              einen Heizwert von etwa 38 MJ/m3 haben ( z.B. Erdgas ).
8.4.5         Metallkamm von mindestens 110 mm Länge und mit 7 bis 8 leicht
              abgerundeten Zähnen pro 25 mm Länge .
8.4.6         Stoppuhr mit 0,5 s Genauigkeit .
8.4.7         Rauchabzug. Die Brennkammer kann in den Abzug gestellt werden ,
              wenn dessen Volumen    mindestens 20- und höchstens 11 D-mal
 ---pagebreak---                                                III/2429/86-DE
                                               Anhang III-C , S. 21
dasjenige der Brennkammer beträgt und keine seiner Abmessungen
 (Höhe , Breite oder Länge ) das 2,5-fache einer der anderen bei­
den Dimensionen übersteigt .
Vor der Prüfung wird die vertikale Luftgeschwindigkeit durch
den Abzug 100 mm vor und hinter der vorgesehenen Lage der
Brennkammer gemessen . Sie muß zwischen 0,10 m/s und 0,30 m/s
liegen , um den Prüfer vor Belästigungen durch Verbrennungs-
produkte zu schützen« Es darf ein Abzug mit natürlicher Lüf­
tung und entsprechender Luftgeschwindigkeit verwendet werden «
Prüfmuster
Form und Abmessungen
Die Form und die Abmessungen des Prüfmusters sind in Figur 11
angegeben . Die Prüfmusterdicke muß der Dicke des zu prüfenden
Produktes entsprechen . Sie darf jedoch nicht größer als 13 mm
sein« Erlaubt es die Probeentnahme , so muß das Prüfmuster
einen konstanten Querschnitt über seine gesamte Länge haben «
Erlauben die Form und die Abmessungen eines Produktes nicht
die Entnahme des Prüfmusters der angegebenen Größe , so müssen
die folgenden Mindestabmessungen eingehalten werden :
a ) Prüfmuster mit einer Breite von 3 mm bis 60 mm müssen
    365 mm lang seine In diesem Fall wird der Werkstoff über
    die Breite geprüft .
b ) Prüfmuster mit einer Breite von 60 mm bis 100 mm müssen
    mindestens 138 ram lang sein , ln diesem Fall entspricht
    die mögliche Brennstrecke der Länge der Prüfmuster , wo­
    bei die Messung beim ersten Meßpunkt beginnt .
c ) Prüfmuster von weniger als 60 mm Länge und weniger als
    356 mm Breite , Prüfmuster mit einer Breite von 60 mm
    bis 100 mm und weniger als 13 8 mm Länge und solche mit
    weniger als 3 mm Breite können nach diesem Verfahren nicht
    geprüft werden .
Prüfmusterentnahme
Von dem zu prüfenden Werkstoff müssen mindestens fünf Prüf-
muster entnommen werden « Bei Werkstoffen mit unterschiedli­
chen Brenngeschwindigkeiten je nach Dichtung des Werkstoffs
( bei den Vorprüfungen festgestellt ) werden die fünf ( oder
mehr ) Prüfmuster so entnommen und in die Prüfeinrichtung
gelegt , daß die höchste Brenngeschwindigkeit gemessen wird .
Wird der Werkstoff in bestimmte Breiten geschnitten gelie­
fert , so muß von der gesamten Breite mindestens ein 500 mm
langes Stück herausgeschnitten werden . Von diesem herausge­
schnittenen Stück    sind in einem Mindestabstand von 100 mm
von der Kante des Werkstoffs und in den gleichen Abständen
voneinander Prüfmuster zu entnehmen .
 ---pagebreak---                                   - 65 -                     III/2429/86-DE
                                                             Anhang III-C , S. 22
         Erlaubt es die Form der Produkte , so sind in der gleichen Weise
          Prüfmuster von den Fertigprodukten zu entnehmen . Betrügt die
         Dicke des Produkts mehr als 13 mm , so muß sie mechanisch auf
         der Seite , die nicht dem Insassenraum zugewandt ist , auf 13 mm
         reduziert werden .
         Verbundwerkstoffe ( siehe 8.2.2 ) sind wie gleichförmige Stoffe
         zu prüfen .
         Bei Werkstoffen aus überlagerten Schichten verschiedener Zusam­
         mensetzung , die nicht als Verbundwerkstoffe gelten , werden alle
         Werkstoffschichten bis zu einer Tiefe von 13 mm von der dem Fahr-
          zeuginnenraum zugewandten Fläche einzeln geprüft .
                                    Abmessungen in Millimetern
             ; 36             254            |
                      127
        Т
                               il                       8
       8
                   I
                  •e-
                                356
                         FIGUR 11 : Prüfmuster
8.5 .3   Konditionierung
         Die Prüfmuster sind unmittelbar vor der Prüfung mindestens
         24 Stunden und höchstens 7 Tage bei einer Temperatur von
         23° C + 2° C und einer relativen Feuchtigkeit von 50 % +
         5 % zu lagern .
8.6.1    Prüfmuster mit aufgerauhten oder buschigen Oberflächen sind
         auf eine flache Oberfläche zu legen und zweimal mit einem
         Kamm gegen den Flor zu kämmen ( 8.4.5 ).
8.6.2    Die Gasflamme ist bei geschlossener Lufteinlaßöffnung des
         Brenners mit Hilfe der in der Kammer angegebenen Marke auf
         eine Höhe von 38 mm einzustellen. Vor der ersten Prüfung
         muß die Flamme zur Stabilisierung mindestens eine Minute
         lang brennen .
 ---pagebreak---                              - 66 ~                    III/2429/86-DE
                                                       Anhang m_c     S. 23
8.6.3 Die Gasflamme ist bei geschlossener Lufteinlaßöffnung des Brenners
      mit Hilfs der in der Kammer angegebenen Marke auf eine Höhe von
      33 mm einzustellen . Vor der ersten Prüfung muß die Flamme zur
      Stabilisierung mindestens eine Minute lang brennen .
8.6.4 Der Prüfmusterhalter ist so in die Brennkammer zu schieben , daß
      das Ende des Prüfmusters der Flamme ausgesetzt ist ; nach 15 Se­
      kunden ist die Gaszufuhr zu unterbrechen .
8.6.5 Die Messung der Brenndauer beginnt zu dem Zeitpunkt , da der An­
      griffspunkt der Flamme den ersten Meßpunkt überschreitet . Die
      Ausbreitung der Flamme auf der schneller brennenden Seite ist
      zu beobachten ( Ober- oder Unterseite ).
8.6.6 Die Messung der Brenndauer ist beendet , wenn die Flamme den
      letzten Meßpunkt erreicht hat oder die Flamme erlischt , bevor
      sie den letzten Meßpunkt erreicht hat . Erreicht die Flamme den
      letzten Meßpunkt nicht , so wird die Brennstrecke bis zum Punkt
      des Erlöschens der Flamme gemessen . Die Brennstrecke ist der
      Teil des Prüfmusters , der auf seiner Oberfläche oder im Inneren
      durch Verbrennen zerstört wurde .
8.6.7 Entzündet sich das Prüfmuster nicht oder brennt es nach Abschal­
      ten des Brenners nicht weiter oder erlischt die Flamme , bevor
      der erste Meßpunkt erreicht wird , so daß keine Brenndauer ge­
      messen werden kann , so ist die Brenngeschwindigkeit im Pro­
      tokoll mit 0 mm/min zu bewerten .
8.6.8 Bei Durchführung einer Serie von Prüfungen oder Wiederholungs-
      prüfungen ist sicherzustellen , daß die Temperatur der Brenn-
      kammer und des Prüfmusterhalters vor dem Beginn der nächsten
      Prüfung höchstens 30° C beträgt .
8.7   Berechnung
      Die Brenngeschwindigkeit in Millimetern pro Minute ergibt sich
      aus der Formel :
                     B =      x 60
      Dabei bedeuten :
      s   die Brennstrecke in Millimetern ,
      t   die Zeit , in der der Brand die Strecke s zurücklegt , in
          Sekunden .
8.    Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
 ---pagebreak---                                        - 6? -                 III/2^29/86-DE
                                                              Anhang III-C , S. 24
              Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
8.9           Auswertung der Ergebnisse
              Kunststoffbeschichtetes Sicherheitsglas ( 1.3 ) und Kunststoff-/
              Glassicherheitsscheiben ( 1.4 ) gelten hinsichtlich des Brennver-
              haltens als zufriedenstellend , wenn die Brenngeschwindigkeit
              25O nsn/min nicht überschreitet .
9.            OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
9.1           Prüfung der Lichtdurchläs6igkeit
9.1.1         Prüfeinrichtung
9 . 1.1.1     Lichtquelle , bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden ,
              der sich innerhalb eines Parallelepipeds von 1 ,5 mm x 1 ,5 mm x
              3 mm befindet . Die angelegte Spannung muß so groß sein , daß die
              Farbtemperatur 2856 K + 50 K beträgt . Diese Spannung muß auf
              1/1000 stabilisiert sein . Der Spannungsmesser muß eine entspre-
              chende Genauigkeit besitzen .
9.1.1.2       Optisches System , bestehend aus einer Linse mit einer Mindestbrenn-
              weite f von 50O mm und hinsichtlich chromatischer Aberration kor-
              rigiert . Die größte Apertur darf f/20 nicht überschreiten . Der Ab-
              stand zwischen Linse und Lichtquelle ist so einzustellen , daß ein
              möglichst paralleler Lichtstrahl erreicht wird . Zur Begrenzung
              des Lichtstrahldurchmessers auf 7 mm + 1 mm ist eine Blende einzu-
              fügen. Diese Blende ist in einer Entfernung von 100 mm ¿ 50 mm auf
              der der Lichtquelle entgegengesetzten Seite der Linse anzubringen·
              Der Meßpunkt muß in der Mitte des Lichtstrahls liegen .
9 . 1.1.3     Meßeinrich tving : Der Empfänger muß hinsichtlich der relativen spek-
              tralen Empfindlichkeit mit der relativen spektralen Lichtempfind-
              lichkeit des photometrischen Normalbeobachters nach der CIE 1 )
              für lichtoptisches Sehen im wesentlichen Ubereinstimmen . Die licht-
              empfindliche Oberfläche des Empfängers muß mit einem lichtstreuen-
              den Mittel bedeckt sein und einen mindestens doppelt so großen
              Querschnitt wie der durch das optische System emittierte Licht-
              strahl haben . Bei einer integrierenden Kugel muß ihre Apertur min-
              destens zweimal so groß wie der Querschnitt des parallelen Teils
              der Strahlen sein . Die Linearität des Empfängers und des zugehöri-
              gen Anzeigeinstruments muß besser als 2 % des nutzbaren Skalen-
              bereichs sein . Der Empfänger muß in der Lichtstrahlachse liegen .
9.1.2         Durchführung der Prüfung
              Die Empfindlichkeit des Empfängers muß so eingestellt werden , daß
              das Anzeigeinstrument einen Ausschlag von 100 Skalenteilen auf-
              weist , wenn sich keine Sicherheitsglasscheibe im Strahlengang
              befindet . Ohne Lichteinfall muß das Instrument Null anzeigen .
1 ) Internationale Beleuchtungskommission
 ---pagebreak---                                    - 68 -                   II 1/2429/86 -DE
                                                            Anhang III-C , S. 25
          Die Sicherheitsglasscheibe ist in einem Abstand vom Empfänger an­
          zuordnen , der ungefähr dsrc fünffachen Durchmesser des Empfängers
          entspricht . Die Sicherheitsglasscheibe ist zwischen die Blende
          und den Empfänger einzubringen und so auszurichten , daß der Win­
          kel des sinfallenden Lichtstrahls 0° + 5° beträgt . Die Licht-
          durchiSesigkeit der Sicherheitsglasscheibe ist zu messen , wobei
          für jeden Meßpunkt die Anzahl der Teilstriche n auf dem Anzeige-
          instrument abzulesen ist . Die Lichtdurchlässigkeit Y    ist dann
          n/100 .
9 . 1.2.1 Wird das Prüfverfahren bei Windschutzscheiben angewandt , dann
          dürfen wahlweise entweder ein aus dem flachen Teil der Windschutz­
          scheibe herausgeschnittenes Prüfmuster oder ein speziell herge-
          stelites flaches Quadrat aus dem gleichen Werkstoff und gleicher
          Dicke der betreffenden Windschutzscheibe verwendet werden , wobei
          die Messung rechtwinklig zum Glas erfolgt .
9 . 1.2.2 Die Prüfung erfolgt in der Zone I' nach 9*2.5 dieses Anhangs .
9.1.3     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                Farblos      GetBnt
          Färbung des Glases                       1            2
          Färbung der Zwischenschicht ( bei
          Verbundglaswindschutzscheiben )          1            2
                                            Nicht enthalten  Enthalten
          Farbkeil und/oder Ab-
          deckstreifen                             1            2
          Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
9.1.4     Auswertung der Ergebnisse
          Die bei Windschutzscheiben nach 9.1.2 gemessene Lichtdurchlässig-
          keit darf 75 % nicht unterschreiten und bei anderen Scheiben als
          Windschutzscheiben nicht weniger als 70 % betragen .
          Bei Verglasungen , die keine wesentliche Rolle für die Sichtver­
          hältnisse des Fahrzeugführers ( z.B. Glasdach ) spielen , kann der
          Lichtdurchlässigkeitsfaktor unter 70 % liegen . Scheiben mit
          einem Lichtdurchlässigkeitsfaktor von weniger als 70 % müssen
          mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sein .
9.2       Prüfung der optischen Verzerrung
9.2.1     Anwendungsbereich
          Das beschriebene Verfahren ist ein Projektionsverfahren zur Be­
          stimmung der durch die Sicherheitsglasscheibe verursachten
          optischen Verzerrung . •
 ---pagebreak---                                           - 69 -               IIl/2i{29/86-DE
                                                               Anhang III-C , S. 26
9 . 2 . 1.1    Begriffebestimmungen
9 . 2 . 1.1.1  Optische Ablenkung : Der Winkel zwischen der virtuellen und der reellen
               Richtung eines durch die Sicherheitsglasscheibe gesehenen Punktes .
               Die Größe der Ablenkung ist eine Funktion des Einfallswinkels der
               Sehlinie , der Dicke und Neigung der Glasscheibe und des Krümmungs-
               radius am Einfallsort .
9.2.1 . 1.2    Optische Verzerrung in einer Richtung MM' ist die algebraische Diffe-
               renz^uc zwischen den Ablenkwinkeln , gemessen zwischen zwei Punkten
               M und M' auf der Glasoberfläche ; die Entfernung dieser beiden Punkte
               voneinander ist so zu wählen , daß ihre Projektionen in einer Ebene
               rechtwinklig zur Blickrichtung im vorgegebenen Abstand A * zueinander
               stehen ( siehe Figur 12 ).
               Eine Ablenkung gegen den Uhrzeigersinn wird als positiv und im Uhr­
               zeigersinn als negativ bewertet .
9 .2.1.1 .3    Optische Verzerrung in einem Punkt M : Maximum der optischen Verzerrung
               für alle Richtungen MM' ausgehend von Punkt M.
9.2.1 .2       Prüfeinrichtung
               Dieses Verfahren beinhaltet die Projektion eines geeigneten Rasters
               durch die zu prüfende Sicherheitsglasscheibe auf einen Bildschirm .
               Die Änderung der Form des projizierten Rasters durch das Einfügen
               der Sicherheitsglasscheibe in den Strahlengang liefert ein Maß für
               die Verzerrung . Die Prüfeinrichtung muß aus folgenden Teilen be­
               stehen , deren Anordnung aus Figur 15 ersichtlich ist .
 ANMERKUNGEN : V = d ^      ist die optische Verzerrung in Richtung MM' .
                X = MC ist der Abstand zwischen zwei Geraden durch die
                     Punkte M und M' parallel zur Blickrichtung .
 ---pagebreak---                                         - 70 -                     III/2429/86-DE
                                                                   Anhang III-C , S. 27
        Rasterdiapositiv                                          Blende
                                                                                   I
                                                                                   i
                                                                                E
                                                                                6
                                                                               »
                                                                               'S-
         \ _____1_____
            Licht-           \_ Kondensorlinse        \   Linse
            quelle
                 FIGUR 13 - Optische Einrichtung des Projektors
. 1.2.1    Projektor hoher Qualität mit starker Punktlichtquelle und bei­
           spielsweise folgenden Eigenschaften :
           - Brennweite von mindestens 90 mm ;
           - Apertur von etwa 1 /2,5 ;
           “ 150-W-Halogenlampe ( bei Verwendung ohne Filter );
           “ 250-W-Quarzlampe ( bei Verwendung eines Grtinfilters ) .
 ---pagebreak---                                                                                              III/2429/86-DE
                                                                                             Anhang III-C , S. 28
                            /// ' • '//■•' ' .         /////// 7^1 -• • .            /.''l
                            ////>// /' ; *~*w % /////•>• •«<■'.;//.■•//■'.V..V.
                            '(■>.■ Л< :‘V
                                       ' \               i"i'I
                                             >> V . •> » ,      //. '    г   * •      •  • I
                            /;      / «  /                                       ' > /; / I
                                   /.j     .... /.' ///> •///,•//'■   , '//. /
                FIGUR 14 - Vergrößerter Ausschnitt des Rasters
           Der Projektor ist schematisch in Figur 13 dargestellt . Eine Loch-
           blende von 8 mm Durchmesser wird etwa 10 mm vor der Frontlinse
           des Objektivs angebracht .
9.2.1 .2.2 Rasterdiapositiv , bestehend z.B. aus einer Anordnung runder heller
           Felder auf dunklem Grund ( siehe Figur 14 ). Qualität und Kontrast
           des Rasters müssen es erlauben , die Messung mit einer Toleranz
           < 5 % durchzuführen . Die Messungen der runden Felder sind so zu
           wählen , daß sie bei der Projektion ohne die zu prüfende Sicher-
           heitsglasscheibe ein Muster von Kreisen mit dem Durchmesser
           R. + R_      bilden , wobei                         = 4 mm ( vgl . Figur 12 und Figur 15 )»
            *       A\
 ---pagebreak---                                                                           Jli     Í9 /0C- DE
                                                                          Alibis III -C , S. 29
               Projektor                      ^        Si uherho i hs§9 asaeh c ibe
                                                                               richtung
                   = 2 hi ,3 b nt (*;- m bevor s-egc )
               FIGUR 15 - Anordnung der Prüfeinrichtung zur Bestimmung der
                              optischen Verzerrung
9.2.1 .2.3    Scheibcnhaiterung , die venu möglich ein vertikales und horizontales
              Ab tasten sowie dar. Drohen der Sicherheit tsglasscheibe ermöglichen soll .
9.2 . 1.2 . b Schablone , ciiö eine rasche Messung der von der Scheibe verursachten
              Maßverzernmgen gestattet . Eire geeignete Ausführung zeigt Figur 1 6 .
                      •/ Si/
                     W'ê
                     la ;
                     feic
                     V///;://.'/'/h
                     V' /A
              FIGPS 16 - Ausführung einer geeigneten Schablone
 ---pagebreak---                                          - 73 -                  III/2429/86-DE
                                                                 Anhang III-C , S. 30
 9.2.1 .3    Durchführung der Prüfung
 9.2.1.3.1   Allgemeines
             Die Sicherheitsglasscheibe ist auf der Scheibenhalterung ( 9.2 . 1.2,3 )
             unter dem vorgegebenen Neigungswinkel aufzustellen . Das Raster ist
             durch die zu prüfende Flüche der Scheibe zu projizieren . Die Si-
             cherheitsglasscheibe ist zu drehen oder entweder horizontal oder
             vertikal zu verschieben , dauni t die ganze definierte Flüche ge-
             prüft werden kann .
9.2.1 .3*2   Abschätzung mit Hilfe der Schablone
             Reicht eine schnelle Abschätzung mit einer Meßungenauigkeit von
             hSchstens 20 % aus , ist der Wert A ( siehe Figur 16 aus dem Grenz-
             wertAct ^ für die Änderung der Ablenkung und dem Wert R_ für den
             Abstand zwischen der Sicherheitsglasscheibe und der Bildwand wie
             folgt zu berechnen :
                       A = 0,1454\CL·^ . R 2
             Die Beziehung zwischen der Durchmesseränderung des projizierten
             Bildes d und der Änderung des Ablenkungswinkels å      ist gegeben
             durch :
                       à = 0,294*. ß2
             mit
           A d in Millimetern ,
             A in Millimetern ,
           AaLjj in Bogenminuten ,
            Aoc in Bogenminuten
            R 2 in Metern .
9.2.1 .3.3  Messung mit photoelektrischer Einrichtung
            Wird eine Messung mit einer Meßungenauigkeit des Grenzwertes von
            weniger als 10 % gefordert , so istfi d auf der Projektionsachse
             zu messen , wobei die Lichtfleckbreite an dem Punkt gemessen wird ,
             wo die Lichtintensität die Hälfte der Maximailintensität beträgt .
9.2 . 1.4   Ergebnisse
            Die optische Verzerrung der Sicherheitsglasscheiben ist durch
            Messung von d in jedem Punkt der Oberfläche und in allen Richtun-
            gen zur Ermittlung vonA d mauc . zu bestimmen .
 ---pagebreak---                                          - 74 -                  III /2429/86-DE
                                                                 Anhang III-C , S. 31
9 . 2.1.5 Alternativ-Verfahren
          Zusätzlich ist als Alternative zum Pro jektioneverfahren ein striosko-
          pisches Verfahren erlaubt , vorausgesetzt , die Meßgenauigkeit nach
          9 . 2 . 1.3 . 2 und 9*2 . 1.3*3 bleibe gewahrt .
9.2.1.6   Der Abstand         x muß 4 mm betragen.
9.2 . 1.7 Die Windschutzscheibe ist unter dem Neigungswinkel aufzustellen ,
          der der Einbaulage in der Zugmaschine entspricht .
9.2.1 . 8 Die Projektionsachse in der horizontalen Ebene muß ungefShr recht-
          winklig zur Spur der Windschutzscheibe in dieser Ebene sein .
9.2.2     Die Messungen sind vorzunehmen :
9.2.2.1   in Zone I' nach 9*2.5 dieses Anhangs .
9 . 2.2.2 Die Prüfung muß wiederholt werden , wenn die Windschutzscheibe in
          einem Zugmaschinen typ eingebaut werden soll , der ein anderes Sicht-
          feld nach vorn hat als eine Zugmaschine , deren Windschutzscheibe
          bereits genehmigt wurde .
9.2.3     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
9 . 2.3.1 Art des Materials ( Werkstoffs )
                                              Spiegelglas  Floatglas    Maschinenglas
                                                  1            1             2
9.2.3.2   Andere sekundäre Merkmale
          Andere sekundäre Merkmale bleiben unberücksichtigt .
9.2.4     Anzahl der Prüfmuster
          Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen .
9.2.5     Definition der Zone I'
9 . 2.5.1 Die Zone I' stellt die Gesamtheit der Windschutzscheibenober-
          fläche dar .
9.2.6     Auswertung der Ergebnisse
          Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der optischen Verzerrung
          ails zufriedenstellend angesehen , wenn bei den vier zur Prüfung vor-
          gestellten Prüfmustern die optische Verzerrung einen Maximalwert
          von 2 Bogenminuten nicht überschreitet .
9.2.6 . 1 In einer Umfangszone von 100 mm Breite wird keine Messung durch-
          ge führt .
9. 2.6. 2 Im Faille einer zweiteiligen Windschutzscheibe erfolgt Uber einen
          Streifen von 35 mm ab dem Rand der Scheibe , der an eine Trennungs-
          stütze angrenzen kann , keinerlei Überprüfung.
 ---pagebreak---                                           - 75 - !                III/2429/86-DE
                                                 ’                Anhang III-C , S. 32
9.3            Prüfung auf Doppelbilder
9.3.1          Anwendungsbereich
               Zwei Prüfverfahren sind zugelassen :
               - Prüfung mit einer Ring-Loch-Platte;
               - Prüfung mit Kollimationsfernrohr .
               Diese Prüfungen können für die Genehmigung , Qualitäts- oder Pro-
               duktkontrolle verwendet werden .
9.3.1.1        Prüfung mit einer Ring-Loch-Platte
9 . 3.1 . 1.1  Prüfeinrichtung
               Bei diesem Verfahren wird eine beleuchtete Platte durch eine Sicher·
               heitsglasscheibe betrachtet . Die Platte kann so ausgelegt sein ,
               daß sich das Prüfergebnis auf "annehmbar" oder "nicht annehmbar"
               beschränkt . Diese Platte muß wenn möglich eine der beiden folgen-
               den Formen aufweisen :
               a ) beleuchtete Ringplatte , bei der der äußere Durchmesser D mit ei-
                  nem in X Meter Entfernung gelegenen Punkt einen Winkel von
                   "77 Bogenminuten einschließt ( Figur 17 a ), oder
               b ) beleuchtete Ring-Loch-Platte mit solchen Abmessungen , daß der
                    Abstand D zwischen Lochrand und Innenrand des Ringes mit einem
                    in X Meter Entfernung gelegenen Punkt einen Winkel von n Bogen-
                    minuten einschließt ( Figur 17 b ).
               Dabei bedeuten
              Ύ1 Grenzwert des Doppelbildwinkels ;
               X Abstand von der Sicherheitsglasscheibe zur Platte ( mindestens
                  7 m );
              D wird berechnet nach der Gleichung
                               D = X . tan 17
               Die beleuchtete Platte besteht aus einem Lichtkasten von unge-
               fähr 300 mm X 300 mm x 150 mm , dessen Vorderseite zweckmäßiger-
               weise aus Glas besteht , mit undurchsichtigem schwarzem Papier
               abgedeckt oder mit einem matten schwarzen Anstrich versehen
               ist . Der Kasten ist mit einer geeigneten Lichtquelle zu beleuch-
               ten . Die Innenseite des Kastens ist mit einem mattweißen Anstrich
               zu versehen . Andere Arten von Platten sind zulässig , wie z.B. die
               in Figur 20 gezeigte . An Stelle der Platte kann auch ein Projek-
               tionssystem verwendet werden , bei dem die auf einen Bildschirm
               projektierten Bilder geprüft werden .
 ---pagebreak---                                         - 76 -                       III/2429/86-DE
                                                                     Anhang III-C , S. 33
9.3.1 . 1.2    Durchführung der Prüfung
               Die Sicherheitsglasscheibe ist unter dem vorgegebenen Neigungs­
               winkel auf einer geeigneten Halterung so aufzustellen , daß die
               Beobachtung in der horizontalen Ebene durch den Mittelpunkt der
               Platte erfolgt .
               Der Lichtkasten ist    in einem dunklen oder halbdunklen Raum
               durch jeden Teil der zu prüfenden Fläche zu betrachten , um das
               Vorhandensein irgendeines mit der beleuchteten Platte zusammen­
               hängenden Doppelbildes festzustellen . Die Sicherheitsglasscheibe
               ist so weit zu drehen , bis die genaue Beobachtungsrichtung er­
               reicht ist . Es darf ein Monokular verwendet werden .
9 . 3 * 1.1 .3 Ergebnisse
.              Es ist festzustellen , ob
   I
               - bei Verwendung der Platte a ) ( siehe Figur 1 ?) sich die Primär-
                 und Sekundärbilder des Kreises trennen lassen , d.h . ob der
     •           Grenzwert vonh überschritten wird , oder
               - bei Verwendung der Platte b ) ( vgl . F'igur 17 ), ob sich das
                 Sekundärbild des Loche6 Uber den Innenrand des Ringes hinaus
                 verschiebt , d.h . ob der Grenzwert von Yl überschritten wird .
                      FIGUR 1 ? - Abmessungen der Platten
 ---pagebreak---                               - 77 -                    III/2429/86-DF.
                                                        Anhang III"C , S, 34
                                                                        Geeignete
                                                                    ^ Lichtquelle
                 FIGUR 18 - Aufbau der Prüfeinrichtung
Kollimatorfernrohr                      Beobachtungsfernrohr
1 ) Glühlampe
2 ) Kondensor , Apertur ^ 8,6 mm
3) Projektionsmattscheibe , Apertur Kondensorapertur
ty Farbfilter mit Mittelpunkt'dffnung von ungefähr 0,3 mm
   Durchmesser ; Durchmesser 8,6 mm
5 ) Polarkoordinatenplatte , Durchmesser ^ 8,6 mm
6 ) Achromatische Linse , f ^ 86 mm , Apertur = 10 mm
7 ) Achromatische Linse , f 86 mm , Apertur = 10 mm
8 ) Schwarzer Fleck , Durchmesser ungefähr 0,3 mm
9 ) Achromatische Linse , f = 20 mm , Apertur ^ 10 mm
FIGUR 19 - Prüfeinrichtung für die Prüfung mit dem
                      Kollimationsfernrohr
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                                                             Anhang III-C , S. 35
9 . 3.1.2   PrUfung mit dem Kollimationsfernrohr
            Wenn nötig , ist das in diesem Absatz beschriebene Verfahren anzu-
            wenden .
9.3.1 . 2.1 Prüfeinrichtung
            Die Prüfeinrichtung besteht aus einem Kollimationsfernrohr und
            einem Beobachtungsfernrohr , wie in Figur 19 zusammengebaut .
            Jedes andere gleichwertige optische System kann verwendet werden .
9.3.1 . 2.2 Durchführung der PrUfung
            Das Kollimationsfernrohr bildet im Unendlichen ein Polarkoordi-
            natensystem mit einem hellen Punkt   im Mittelpunkt ( siehe Figur
            20 ). In der Brennebene des Beobachtungsfernrohres befindet sich
            auf der optischen Achse ein dunkler Punkt mit einem Durchmesser ,
            der etwas größer als der des projizierten hellen Punktes ist ,
            um den hellen Punkt zu überdecken .
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                                                         Anhang III-C , S. 36
                                        79 -
                                           ' o
                                          » «
FIGUR 20 - Beobachtungsbeispiel bei der Prüfung mit dem Kollimations-Fernrohr
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                                                                 Anhang III-C , S. 37
9 . 3 . 1 . 2.2 Wird ein Prüfmuster , das ein Doppelbild aufweist , zwischen das
                Beobachtungsfernrohr und das Kollimationsfernrohr gebracht , ent-
                steht ein zweiter , weniger hell aufleuchtender Punkt in einem
                bestimmten Abstand vom Mittelpunkt des Polairkoordinatensystems.
                Der Doppelbildwinkel kann als Abstand zwischen den durch das Be-
                obachtungsfernrohr gesehenen Punkten abgelesen werden ( siehe
                Figur 20 ). ( Der Abstand zwischen dem dunklen Punkt und dem hel-
                len Punkt im Mittelpunkt des Polarkoordinatensystems gibt die
                optische Abweichung wieder . )
9.3.1.2.3       Ergebnisse
                Die Sicherheitsglasscheibe ist zunächst durch einfaches Ab-
                suchen zu prüfen , um die Fläche mit dem größten Doppelbild zu
                finden . Diese Fläche ist dann mit dem Kollimationsfernrohr
                unter dem vorgegebenen Einfallwinkel zu prüfen . Der maximale
                Doppelbildwinkel ist zu messen .
9-3.1 . 3       Die Beobachtungsrichtung in der Horizontalebene muß ungefähr
                rechtwinklig zur Spur der Windschutzscheibe in dieser Ebene sein,
9.3.2           Die Messungen sind vorzunehmen :
9·3·2 . 1       in Zone I' nach 9.2.5 dieses Anhangs .
9 . 3 . 2.2     Zugmaschinentyp
                Die Prüfung ist zu wiederholen , wenn die Windschutzscheibe in
                einen Zugmaschinentyp eingebaut werden soll , der ein amderes
                Sichtfeld nach vorn hat als eine Zugmaschine , für die die Wind-
                schutzscheibe bereits genehmigt wurde .
9.3-3           Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
9.3.3.1         Art des Werkstoffs
                                       Spiegelglas   Floatglas   Maschinenglas
                                           1             1            2
9 . 3 . 3.2     Andere sekundäre Merkmale
                Andere sekundäre Markmale bleiben unberücksichtigt .
9.3Λ            Anzahl der Prüfmuster
                Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen .
9.3.5           Auswertung der Ergebnisse
                Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der Entstehung von
                Doppelbildern als zufriedenstellend angesehen , wenn bei den vier
                zur Prüfung vorgestellten Prüfmustern die Trennung des Primär-
                und Sekundärbildes einen Maximalwert von 15 Bogenminuten nicht
                überschreitet .
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                                                              Anhang III-C , S. 38
9 . 3 . 5.1 In einer Urafangszone von 100 mm Breite erfolgt keine Messung .
9.3.5.2     Bei einer zweiteiligen Windschutzscheibe wird der Bereich im Ab-
            stand von 35 mm von einer eventuell vorhandenen Trennstütze
            nicht geprüft .
9.4         Prüfung der Farberkennung
            Ist die Windschutzscheibe in der Zone nach 9.2.5 getönt , dann
            sind vier Windschutzscheiben zur Identifizierung der folgenden
            Farben zu untersuchen :
            Weiß
            Selektivgelb
            Rot
            Grün
            Blau
            Rückstrahlergelb .
10 .        PRÜFUNG DER TEMPERATURÄNDERUNGSBESTÄNDIGKEIT
10.1        Prüfverfahren
            Zwei Prüfmuster der Größe 300 x 300 mm werden sechs Stunden lang
            bei einer Temperatur von -40° C + 5° C in einem Gefäß gelagert ;
            anschließend werden sie eine Stunde lang oder bis zu ihrer An-
            gleichung an die Außentemperatur ( 23° C _+ 2° C ) der Raumluft aus-
            gesetzt . Dann werden sie drei Stunden lang in einen Luftstrom von
            72° C + 2° C gestellt . Nach erneuter Lagerung bei 23° C + 2° C
            und Abkühlung auf diese Temperatur werden die Prüfmuster unter-
            sucht .
10.2        Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                     Farblos     Getönt
            Färbung der Zwischenschicht oder
            der Kunststoffbeschichtung                   1          2
            Die anderen sekundären Merkmals bleiben unberücksichtigt .
10.3        Auswertung der Ergebnisse
            Die Prüfung der Temperaturänderungsbeständigkeit gilt dánn als
            bestanden , wenn die Prüfmuster keine Risse , Trübungen , Abblätte-
            rungen oder andere erkennbaren Verschlechterungen aufweisen .
11 .        PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
11.1        Zu verwendende Chemikalien
11.1.1      Nichtscheuernde Seifenlösung : 1 Gewichtsprozent Kaliumoleat in
            entionisiertem Wasser .
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                                                            Anhang III-C , S. 39
11.1.2   Scheibenreinigungsprodukt : Wässrige Lösung aus Isopropanol und Di-
         propylenglykol-Monomethyläther , jeweils in einer Konzentration
         zwischen 5 und 10 Gewichtsprozent , und aus Ammoniumhydroxid in
         einer Konzentrati on von 1 bis 5 Gewichtsprozent ^
11.1.3   nichtverdünnter , denaturierter Alkohol : 1 Vclumenteil Methyl­
         alkohol auf 10 Volumenteile Äthylalkohol ;
11.1.4   Bezugsessenz : Mischung aus 50 Volumenprozent Toluol , 30 Volumen-
         prozent 2,2,4 Trimethylpentan , 15 Volumenprozent 2,4,4 Triraethyl-
         1-Pentan und 5 Volumenprozent Xthylalkohol ;
11.1.5   Bezugskerosin : Mischung aus 50 Volumenprozent n-Oktan und 50 Vo­
         lumenprozent n-Dekan .
11.2     Priifverfahren
         Drei Prüfmuster der Größe 180 mm x 25 mm werden mit jeder der in
         11.1 angegebenen Chemikalien geprüft , wobei für jede Prüfung und
         jedes Produkt ein neues Prüfmuster verwendet wird . Nach jeder
         Prüfung werden die Prüfmuster nach den Anweisungen des Herstel­
         lers gereinigt und anschließend 48 Stunden lang bei einer Tempe­
         ratur von 23° C + 2° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von
         50 % + 5 % konditioniert . Diese Bedingungen werden während der
         Prüfungen beibehalten .
         Die Prüfmuster werden eine Minute lang vollständig in die Prüf-
         flüssigkeit eingetaucht , wieder herausgezogen und sofort mit
         einem saugfähigen ( sauberen ) Leinentuch getrocknet .
11.3     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                 Farblos        Getönt
         Färbung der Zwischenschicht oder
         der Kunststoffbeschichtung                 1             2
         Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
11.4     Auswertung der Ergebnisse
11.4.1   Die Prüfung der Chemikalienbeständigkeit wird als zufriedenstel­
         lend angesehen , wenn das Prüfmuster keine Erweichung , Klebrig-
         keit , Oberflächenrisse oder deutliche Transparenzverluste auf­
         weist .
11.4.2   Ein Satz von Prüfmustern , der zur Erteilung der Genehmigung vor­
         gelegt wurde , wird im Hinblick auf die Chemikalienbeständigkeit
         als zufriedenstellend angesehen , wenn eine der folgenden Bedin­
         gungen erfüllt ist :
11.4.2.1 Alle Prüfungen haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht , oder
11.4.2.2 eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern ergibt ,
         nachdem vorher ein negatives Ergebnis erbracht wurde , zufrieden­
         stellende Ergebnisse
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                                                               Anhang III-D , S. 1
                                   ANHANG III-D
                        GLASSCHEIBEN AUS VORGESPANNTEM GLAS
1.        BESTIMMUNG DES TYPS
          Scheiben aus vorgespanntem Glas gehören zu verschiedenen Typen , wenn
          sie sich in wenigstens einem der folgenden Haupt- und sekundären
          Merkmale voneinander unterscheiden .
1.1       Hauptmerkmale :
1.1.1     Fabrik- oder Handelsmarke ,
1 . 1.2   Art der Vorspannung ( thermisch oder chemisch ),
1.1.3     Formkategorie : man unterscheidet zwei Kategorien :
1 . 1.3.1 plane Glasscheiben
1 . 1.3.2 plane und gebogene Glasscheiben
1.1.4     Dickenkategorie , in der die Nenndicke " e " liegt ( zulässige Her-
          stellungstoleranz + 0,2 mm ):
          Kategorie   I             e ' '1.3 , 5 mm
          Kategorie II    3,5 mm    e ^ 4,5 mm
          Kategorie III   4,5 mm    e ^_ 6,5 mm
          Kategorie IV    6,5 mm ^- e
1.2       Die sekundären Merkmale sind :
1.2.1     Art des Werkstoffs ( Spiegelglas , Floatglas , Maschinenglas ),
1.2.2     Färbung des Glases ( farblos oder getönt ),
1.2.3     mit oder ohne elektrische Leiter .
2.        BRUCHSTRUKTUR
2.1       Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                Werkstoff         Schwierigkeitsgrad
            Spiegelglas                     2
            Floatglas                       1
            Maschinenglas                   1
          Die anderen sekundären Merkmale werden nicht berücksichtigt .
2.1.1     Nur die Art des Werkstoffs ist maßgebend .
2.1.2     Dem Floatglas und dem Maschinenglas wird derselbe Schwierigkeits-
          grad zugeordnet .
 ---pagebreak---                                                                      ÏÏI/2H29/86-DE
                                                                     Anhang l'II-D , S. 2
2.1.3         Die Prüfungen zur Ermi tt.1 uog der Brushstruktur müssen beim Übergang
              vom Spiegelglas zum Floatglas oder zum Maschi nenorla ? und umgekehrt
              wiederholt werden .
2.2           Auswahl der Prüfmuster
2.2.1         Schwierig herzusteJler.de Prüfmuster jeder Form- oder Dickenkate-
              gorie sind für die Prüfung nach folgenden Kriterien auszuwählen :
2.2 . 1.1     Für plane Glasscheiben , die zur Genehmigung nach 1.1 » 3»1 vorge-
              stellt werden , sind zwei Serien von Prüfmustern anzuliefern ,
              und zwar mit :
2.2.1 . 1.1   der größten Fläche der Scheibe und
2.2.1 . 1.2   dem kleinsten Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten .
2.2.1 . 2     Für plane und gebogene Glasscheiben , die zur Genehmigung nach
              1.1 . 3·2 vorgelegt werden , sind drei Serien von Prüfmustern an-
              zuliefern , die folgendes umfassen :
2.2.1 . 2.1   die größte umschriebene Fläche der Scheibe ;
2.2.1 . 2.2   die Scheibe mit dem kleinsten Winke ] zwischen zwei benachbarten
              Kanten ;
2.2.1 . 2.3   die größte Segmenthöhe ;
2.2.1 . 2.4   die Scheibe , deren kleinster Winkel zwischen zwei benachbarten
              Kanten kleiner als 30° ist , und
2.2 . 1 . 2.5 die größte Segmenthöhe von mehr als 10 cm - Die Segmenthöhe der zu
              prüfenden Scheibe ist im Prüfbericht zu vermerken .
2.2.2         Die Prüfungen , die an Prüfmustern mit der größten Scheibenfläche
              " S" durchgeführt werden , gelten auch für alle anderen Flächen ,
              die unter S + 5 % liegen .
2.2.3         Ist der Winkel V der vorgelegten Prüfmuster kleiner als 30° , gel-
              ten die Prüfungen auch für alle Glasscheiben mit einem Winkel von
              mehr als     -5°·
              Haben die vorgelegten Prüfmuster einen Winkel von mehr als 30° »
              gelten die Prüfungen auch für alle Scheiben mit einem Winkel
              von größer oder gleich 30 ° .
2.2.4         Beträgt die Segmenthöhs x der vorgelegten Prüfmuster mehr als
              100 mm , gelten die Prüfungen auch für alle Glasscheiben mit einer
              Segmenthöhe von weniger als x + 30 mm.
              Beträgt die Segmc-nthöhe der vorgelegt.cn Prüfmuster weniger als
              oder genau 100 mm , gelten die Prüfungen auch für alle Glasschei­
              ben mit einer Segmenthdhe , d:'e kleiner oder gleich 100 mm ist .
 ---pagebreak---                                         - 85 -                 III/2429/86-DE
                                                               Anhang III-D , S. 3
2.3         Anzahl der Prüfmuster pro Serie
            Die Anzahl der Prüfmuster in der Gruppe muß entsprechend der Form-
            kategorie nach 1.1.3 betragen :
                    Form der Scheibe        Anzahl der Prüfmuster
                                                   je Satz
              plan (1 oder 2 Sätze )                 4
              plan und gebogen                       5
               (1 oder 2 oder 3 Sätze )
2.4         Durchführung der PrUfung
2.4.1       Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 1
            beschrieben .
2.5         Anschlagpunkte ( vgl . Anhang III-J , Figur 3 )
2.5.1       Für plane und gebogene Glasscheiben sind die Anschlagpunkte nach
            Anhang III-J , Figur 3a ), 3b ) und 3 c ) wie folgt zu wählen :
            Punkt 1 : in 3 cm Abstand vom Scheibenrand in dem Bereich , wo der
                      Krümmungsradius der Scheibenkontur am kleinsten ist ;
            Punkt 2 : in 3 cm Abstand vom Rand auf einer der Mittellinien , wo­
                      bei die Seite genommen werden muß , die eventuell vor­
                      handene Zangeneindrücke aufweist ;
            Punkt 3 : im geometrischen Mittelpunkt der Scheibe ;
            Punkt 4 : nur für gebogene Scheiben ; auf der längsten Mittellinie
                      im Bereich des kleinsten Krümmungsradius der Scheibe .
2.5.2       Je Anschlagpunkt ist nur eine Prüfung durchzuführen .
2.6         Auswertung der Ergebnisse
2.6.1       Eine Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn die Prüf-
            struktur folgende Bedingungen erfüllt :
2.6 . 1.1   Innerhalb eines Quadrates von 5 cm x 5 cm dürfen nicht weniger als
            40 und nicht mehr als 400 bzw . im Fall von Glasscheiben mit einer
            Dicke von höchstens 3,5 mm 450 Bruchstücke entstehen .
2.6 . 1.2   Hierbei sind die auf der Umrißlinie des Quadrates liegenden Bruch­
            stücke als halbe Bruchstücke zu werten .
2 . 6 . 1.3 Innerhalb eines 2 cm breiten Streifens entlang des Randes des
            Musters ist die Struktur der Bruchstücke nicht zu bewerten ;
            dies gilt auch in einem Umkreis von 7,5 cm um den Anschlag-
            punkt .
 ---pagebreak---                                           - 86 -                  III/2429/86-DE
                                                                  Anhang III-D , S
                                               2
2.6 . 1.4   BruchstUcke mit mehr als 3 cm        Fläche sind nicht zulässig , außer
            in den Bereichen nach 2 . 6 . 1.3 ;
2 . 6 . 1.5 einige wenige langgestreckte BruchstUcke sind zulässig , sofern
            ihre Länge 7,5 cm nicht überschreitet und ihre Enden nicht wie
            eine Messerklinge geformt sind ; reichen diese langgestreckten
            BruchstUcke bis an den Rand der Scheibe , dUrfen sie mit diesem
            keinen Winkel von mehr als 45° bilden .
2.6.2       Ein zur Genehmigung vorgelgter Satz von Prüfmustern wird hin-
            sichtlich der Bruchstruktur als zufriedenstellend angesehen ,
            wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfUllt ist :
2.6.2.1     Alle PrUfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 haben ein
            zufriedenstellendes Ergebnis erbracht ;
2.6 . 2.2   eine einzige von allen durchge führten PrUfungen mit den An-
            schlagpunkten nach 2.5.1 hatte ein negatives Ergebnis erbracht ,
            wobei jedoch folgende Grenzwerte nicht Überschritten wurden :
            - maximal 5 BruchstUcke mit einer Länge von 6 bis 7,5 cm ,
            - maximal 4 BruchstUcke mit einer Länge von 7,5 bis 10 cm ,
            bei einer Wiederholungsprüfung mit einem neuen Prüfmuster ge-
            mäß den Vorschriften nach 2.6.1 ergaben sich jedoch positive
            Ergebnisse , oder die obigen Grenzwerte wurden nicht Über-
            schritten .
2.6 . 2.3   Bei zwei Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 sind die
            Grenzwerte nach 2 . 6 . 2 . 2 Überschritten worden ; bei einer Wiederho
            lungsprUfung mit einem neuen Satz von Prüfmustern wurden die
            Vorschriften nach 2.6.1 jedoch erfUllt , oder nicht mehr als
            zwei Prüfmuster des neuen Satzes wiesen die beiden Abweichungen
            innerhalb der oben nach 2 . 6 . 2 . 2 festgesetzten Grenzwerte auf .
2.6.3       Werden die obenerwähnten Abweichungen festgestellt , mUssen sie
            im Prüfbericht angegeben werden ; Fotografien der betreffenden
            Bereiche der Windschutzscheibe sind beizufUgen .
3.          MECHANISCHE FESTIGKEIT
3.1         Kugelfallprüfung mit der 227-g -Kugel
 ---pagebreak---                                                                      III/2429/86-DE
                                                                     Anhang III-D , S. 5
3.1.1          Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                     Werkstoff     Schwierigkei ts- Färbung   Schwierigkeits-
                                         grad                      grad
                Spiegelglas                2        Farblos           1
                Floatglas                  1        Getönt            2
                Maschinenglas              1
3.1.2          Anzahl der Prüfmuster
               Für jede Dickenkategorie nach 1.14 sind sechs Prüfmuster zu
               prüfen .
3.1.3          Prüfverfahren
3 . 1.3.1      Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 2.1
               beschrieben .
3« 1.3*2       Die Fallhöhe ( von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des
               Prüfmusters gemessen ) in Abhängigkeit der Dicke der Glasscheibe
               ist folgender Tabelle zu entnehmen :
                  Nenndicke e der Glasscheibe           Fallhöhe
                                e -iS 3,5 mm        2,0 m + 5/- 0 mm
                      3,5 mm-=z e                   2,5 m + 5/- 0 mm
3.1.4          Auswertung der Ergebnisse
3. 1.4.1       Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn
               das Prüfmuster nicht bricht .
3 . 1.4. 2     Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hin­
               sichtlich der mechanischen Festigkeit als zufriedenstellend an­
               gesehen , wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt
               ist :
3.1 . 4.2.1 höchstens eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht ;
3 . 1.4. 2 . 2 zwei Prüfungen haben negative Ergebnisse erbracht , jedoch hat
               eine Wiederholungsprüfung mit einem neuen Satz von sechs Prüf-
               mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht .
4.             OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
4.1            LichtdurchlSssigkeit
               Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach Anhang
               III-C , Absatz 9*1 gelten für die Glasscheiben oder Teilbereiche der Glas­
               scheiben , welche die Anforderungen an das Sichtfeld des Fahrzeugführers
               nach allen Seiten erfüllen müssen .
 ---pagebreak---                            - 88 -              III/2429/86-DE
                                               Anhang III-D , S. 6
FUr Windschutzscheiben gelten die Vorschriften in Anhang
III-C , Absatz 9*1 , 9.2 und 9.3 .
 ---pagebreak---                                    - 89 -                    III/2429/86-DE
                                                             Anhang III-E , S. 1
                               ANHANG III-E  .
               GLASSCHEIBEN AUS NORMALEM VERBUNDGLAS ( MSG )
1.    BESTIMMUNG DES TYPS
      Glasscheiben aus Verbundglas ( MSG ), die nicht als Windschutzscheiben
      verwendet werden , gehören zu verschiedenen Typen , wenn sie sich in
      wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder sekundären Merk­
      malen unterscheiden .
1.1   Hauptmerkmale :
1.1.1 Fabrik- oder Handelsmarke ;
1.1.2 Dickenkategorie der Glasscheibe , in der die Nenndicke "e” liegt , wo­
      bei eine Herstellungstoleranz von ^ 0,2 n mm zulässig ist , wenn "n"
      die Anzahl der Glasschichten ist :
      Kategorie    I               e4r5»5 mm
      Kategorie II      5i5 mm<n esi6,5 mm
      Kategorie III     6,5 mm <■- e
1.1.3 Nenndicke der Zwischenschicht ( en ) ;
1.1.4 Art ( Folie oder Luftraum ) und Typ der Zwischenschi cht ( en ) , z.B.
      PVB oder andere Zwischenschichten aus Kunststoff }
1.1.5 jede Vorbehandlung , der eine der Glasschichten möglicherweise be­
      reits unterzogen wurde .
1.2   Sekundäre Merkmale :
1.2.1 Art des Werkstoffs ( Spiegelglas , Floatglas , Maschinenglas );
1.2.2 Färbung der Zwischenschicht ( farblos oder vollständig bzw . teil­
      weise getönt );
1.2.3 Färbung des Glases ( farblos oder getönt ).
2.    ALLGEMEINES
2.1   Bei Glasscheiben aus normalem Verbundglas ( MSG ) außer Windschuts-
      scheiben sind die Prüfungen an planen Prüfmustern durchzufUhren ,
      die entweder aus Originalscheiben herausgeschnitten oder speziell
      zu diesem Zweck angefertigt wurden . In beiden Fällen müssen die
      Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Glasscheiben
      sein , die in Serie hergestellt werden und für die eine Genehmigung
      beantragt wird .
2.2   Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Verbundglas mindestens vier
      Stunden lang bei einer Temperatur von 23° C + 2° C zu lagern . Die
      Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der Entnahme der Prüf-
      muster aus dem Raum , in. dem sie gelagert waren , zu beginnen .
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                                                                III/2429/86-DE
                                                                Anhang III-E , S. 2
3.         PHANTOMFALLPRÜFUNG
3.1        Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
           Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
3.2        Anzahl der Prüfmuster
           Es sind sechs plane Prüfmuster der Größe 1.100 mm x 500 mm
           (+25/-O mm ) den Prüfungen zu unterziehen .
3.3        Prüfverfahren
3.3.1      Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 5 be-
           schrieben .
3.3.2      Die Fallhöhe muß 1,50 m +0/-5 mm betragen .
3.4        Auswertung der Ergebnisse
3.4.1      Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn folgende
           Bedingungen erfüllt sind :
3.4.1 . 1  Das Prüfmuster gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreis·
           förmiger , nahezu um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse ;
3.4.1 .2   die Zwischenschicht darf zerrissen sein , aber der Phantomkopf darf
           die Scheibe nicht durchdringen ;
3 . 4.1.3  es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischen-
           schicht lösen .
3.4.2      Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hin-
           sichtlich der Phantomfallprüfung als zufriedenstellend angesehen ,
           wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist :
3 . 4. 2.1 Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht ;
3.4.2 . 2  eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht , jedoch hat eine
           Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern zufrie-
           denstellende Ergebnisse erbracht .
4.         MECHANISCHE FESTIGKEIT. KUGELFALLPRÜFUNG MIT DER 227-g-KUGEL
4.1        Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
           Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
 ---pagebreak---                                      - 91
                                                              III/2429/86-DE
                                                              Anhang III-E , S. 3
 4.2      Anzahl der Prüfmuster
          Es sind vier quadratische Prüfmuster mit einer Seitenlänge von
          300 mm x 300 mm (+10/-0 mm ) zu prüfen.
4.3       Prüfverfahren
4.3.1     Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 2.1 be­
          schrieben .
4.3.2     Die Fallhöhe ( von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des
          Prüfmusters gemessen ) für die jeweilige Nenndicke ist der folgen­
          den Tabelle zu entnehmen :
                      Nenndicke                   Fallhöhe
                            e -fb 5,5 mm     5m )
                 5,5 mm     e     6,5 mm     6 m ) + 25/- 0 mm
                 6,5 mm     e                7 m )
4.4       Auswertung der Ergebnisse
4.4.1     Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn
          eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :
4.4. 1.1  Die Kugel hat das Prüfmuster oder die Probe nicht durchdrungen.
4.4.1 .2  Das Gesamtgewicht der wenigen Bruchstücke , die sich auf der dem
          Aufschlagpunkt entgegengesezten Seite bilden können , überschrei­
          tet 15 g nicht .
4.4.2     Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hin­
          sichtlich der mechanischen Festigkeit als zufriedenstellend ange­
          sehen , wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist :
4.4.2 . 1 Alle Prüfungen haben ein positives Ergebnis erbracht .
4.4.2. 2  Maximal zwei Prüfungen haben ein negatives Ergebnis erbracht ,
          jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüf-
          mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht .
5.        BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
5.1       Abriebprüfung
5.1.1     Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
          Es gelten die Vorschriften nach ^Anhang III-C , Absatz 4 . Die
          Prüfung muß sich Uber 1000 Umdrehungen erstrecken .
                                                                                  >
 ---pagebreak---                           - 92 -                 III/2429/86-DE
                                                 Anhang III-E , S. 4
Auswertung der Ergebnisse
Das Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als
zufriedenstellend angesehen , wenn die Lichtstreuung infolge des
Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 2 % beträgt .
Prüfling bei erhöhter Temperatur
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 5 »
Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
Allgemeine Vorschrift
Diese Prüfung ist nur dann durchzuführen , wenn sie die Prüfstelle
aufgrund der ihr vorliegenden Information Uber die Zwischen-
schicht für erforderlich hält .
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 6 .
Prüfung der Feuchtigkeitsbestündigkeit
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 7 «
OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
Lichtdurchlässigkeit
Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach
Anhang III-C , Absatz 9*1 gelten für Glasscheiben oder Glasschei-
benbereiche , die den Vorschriften zum Sichtfeld des Fahrzeug-
führers nach allen Seiten genügen müssen .
Für Windschutzscheiben gelten die Vorschriften nach Anhang
III-C , Absatz 9»1 » 9.2 und 9*3 .
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                                                  III/2429/86-DE
                                                  Anhang III-F , S. 1
                      ANHANG III-F
      SICHERHEITSGLAS MIT KUNSTSTOFFBESCHICHTUNG
                   AUF DER INNENSEITE
Die Werkstoffe fUr Sicherheitsglasscheiben nach Anhang III-D , III-E ,
III-G und III-H raUssen , soweit sie auf der Innenseite mit Kunst­
stoff beschichtet sind , nicht nur den Vorschriften der entsprechen­
den Anhänge , sondern auch den folgenden zusätzlichen Anforderungen
genUgen :
ABRIEBPRÜFUNG
Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
Die Kunststoffbeschichtung ist in Übereinstimmung mit dem in An­
hang III-C , Absatz U angegebenen Verfahren zu prüfen ; die Prüfung
muß sich über 100 Umdrehungen erstrecken .
Auswertung der Ergebnisse
Die Kunststoffbeschichtung wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit
als zufriedenstellend angesehen , wenn die Lichtstreuung infolge
des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 4 % beträgt .
PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTXNDIGKEIT
Bei kunststoffbeschichtetem vorgespanntem Sicherheitsglas ist die
Feuchtigkeitsbeständigkeit zu prüfen .
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 7 .
Schwierigkeitsgrad und Prüfverfahren
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 7 .
Auswertung der Ergebnisse
Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn nach einer
48-stündigen Lagerung in Umgebungsatmosphäre keine wesentliche
irreversible Veränderung auf dem Prüfmuster zu erkennen ist .
PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 8 .
PRÜFUNG DER TEMPERATURÄNDERUNGSBESTÄNDIGKEIT
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 10.
 ---pagebreak---                           - 9k -                  III/2429/86-DE
                                                  Anhang III-F , S. 2
PRÜFUNG DER CHEMIKALIENBESTÄNDIGKEIT
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 11 .
OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
Lichtdurchlässigkeit
Die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 9.1 zu optischen
Eigenschaften gelten für Glasscheiben oder Bereiche von sol­
chen Scheiben , die den Vorschriften zur Rundumsicht des Fah­
rers genügen müssen .
Für Windschutzscheiben gelten die Vorschriften nach Anhang
III-C , Absatz 9.1 , 9.2 und 9-3 .
 ---pagebreak---                                  - 95 -
                                                          III/2429/86-DE
                                                          Anhang III-G , S. 1
                              ANHANG III-G
                       KUNSTSTOFF-/GLASSCHEIBEN
1.    BESTIMMUNG DES TYPS
      Andere Kunststoff-/'Glasscheiben als solche , die als Windschutz­
      scheiben verwendet werden , gehören zu verschiedenen Typen , wenn
      sie sich in wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder
      sekundären Merkmalen unterscheiden ;
1.1   Hauptmerkmale :
1.1.1 Fabrik- oder Handelsmarke ;
1.1.2 Dickenkategorie , die die Nenndicke "e " umfaßt , wobei eine Her-
      stellungstoleranz von _+ 0,2 mm zulässig ist :
      Kategorie    I              e     3 »5 mm
      Kategorie II     3*5 mm     e ^ 4,5 mm
      Kategorie III    4,5 mm -c. e
1.1.3 Nenndicke der Kunststoffolie ( n ) , die als Zwischenschicht dient
      ( dienen )
1.1.4 Nenndicke der Scheibe
1.1.5 Typ der als Zwischenschicht dienenden Kunststoffolie ( n )
      ( z.B. PVB oder andere Kunststoffe ) und der auf der Innenseite
      befindlichen Kunststoffolie
1.1.6 Eventuelle Spezialbehandlungen
1.2   Sekundäre Merkmale :
1.2.1 Art des Werkstoffs ( Spiegelglas , Floatglas , Maschinenglas );
1.2.2 Färbung der Kunststoffolie ( farblos oder vollständig bzw. teil­
      weise getönt );
1.2.3 Farbung des Glases ( farbios oder get'dnt ) .
2»    ALLGEMEINES
2.1   Bei Kunststoff-/Glasscheiben sind die Prllfungen an planen Prüf-
      mustern durchzuführen , die entweder aus normalen Scheiben aus­
      geschnitten oder speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden .
      In beiden Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung re­
      präsentativ für die Scheiben sein , für deren Herstellung die
      Genehmigung beantragt wird .
 ---pagebreak---                                                                III/2429/86-DE
                                       - 96 -                  Anhang III-G , S. 2
2.2          Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Kunststoff/Glas min-
             destens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23° C + 2° C
             zur lagern . Die Prüfungen sind sofort nach der Entnahme der Prüf-
             muster aus dem Raum , in dem sie gelagert waren , durchzufUhren.
2.3          Die zur Genehmigung eingereichten Scheiben entsprechen den Bestim-
             mungen dieses Anhangs , wenn sie die gleiche Zusammensetzung haben
             wie eine gemäß den Bestimmungen des Anhangs III-I bereits geneh-
             migte Windschutzscheibe .
3.           PH ANTOMFALLPRÜFUNG
3.1          Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale :
             Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
3.2          Anzahl der Prüfmuster
             Es sind sechs plane Prüfmuster ( 1.100 mm x 500 m + 5/- 2 mm) zu
             prüfen .
3.3          Prüfverfahren
3.3.1        Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 3 be-
             schrieben .
3.3.2        Die Fallhöhe muß 1,50 m +0/-5 mm betragen .
3.4          Auswertung der Ergebnisse
3.4.1        Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn folgende
             Bedingungen erfüllt sind :
3.4.1 . 1    Das Glas bricht unter Bildung zahlreicher Risse .
3.4.1 . 2    Risse in der Zwischenschicht sind zulässig , jedoch darf der Phan-
             tomkopf sie nicht durchschlagen .
3.4.1 . 3    Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Folie ab-
             lösen .
3.4.2        Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hin-
             sichtlich der Phantomfallprüfung als zufriedenstellend angesehen ,
             wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist :
3 . 4.2.1    Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht .
3 . 4. 2 . 2 Eine Prüfimg hat ein negatives Ergebnis erbracht , jedoch hat eine
             Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern zufrie-
             denstellende Ergebnisse erbracht .
4.           MECHANISCHE FESTIGKEIT - PRÜFUNG MIT DER 227-g-KUGEL
4.1          Es gelten die Vorschriften in Anhang III-E , Absatz 4 , mit Ausnahme
             der Tabelle in Absatz 4.3.2 , die durch die folgende zu ersetzen
             ist :
 ---pagebreak---                                                       III/2429/86-DE
                              - 97 -                  Anhang III-G , S. 3
         Nenndicke                       Fallhöhe
                  e iSr 3,5 mm       5 m )
      3,5 mm -ec. e -g- 4,5 mm       6m )   + 25/- 0 mm
                  e :=>- 4,5 mm      7 m )
Die Vorschrift in Absatz 4. 4. 1.2 des Anhangs III-E ist aller­
dings gegenstandslos .
BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
Abriebprufung
Abriebprufung auf der Außenfläche
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-E , Absatz 5.1 .
Abriebprüfung auf der Innenfläche
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-F , Absatz 2.1 .
Prüfung bei erhöhter Temperatur
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 5 »
PrUfung der BestrahlungsbestSndigkeit
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 6 .
PRUFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTANDIGKEIT
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 7 «
PRUFUNG DES BRENNVERHALTENS
Es gelten die Vorschriften nach Anhang III-C , Absatz 8.
OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
Lieh tdurchlässigke i t
Die in Anhang III-C , Absatz 9«1 aufgefUhrten Vorschriften zu
den optischen Eigenschaften gelten für Scheiben und Bereiche
von Scheiben , die die Vorschriften zur Rundumsicht des Fah­
rers erfdlen müssen .
Für Windschutzscheiben gelten -die Vorschriften nach Anhang
III-C , Absätze 9.1 , 9.2 und 9-3 .
 ---pagebreak---                                                           III/2429/86-DE
                               - 98 -                     Anhang III-H , S. 1
                            ANHANG III-H
                         DOPPELVERGLASUNGEN
1.    BESTIMMUNG DES TYPS
      Doppelverglasungen gehören zu verschiedenen Typen , wenn eie Bich
      in wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder sekundären
      Merkmale unterscheiden :
1.1   Hauptmerkmale :
1.1.1 Fabrik- oder Handelsmarke ;
1.1.2 Aufbau der Doppelverglasung ( symmetrisch , asymmetrisch )
1.1.3 Typ der Scheiben , aus denen sie besteht , wie in den Anhängen III-D ,
      III-E oder III-G , Absatz 1 definiert .
1.1.4 Die Nenndicke des Abstands zwischen den beiden Scheiben
1.1.5 Typ der Verschmelzung ( organisch , Glas-Glas oder Glas-Metall ).
1.2   Sekundäre Merkmale :
1.2.1 Sekundäre Merkmale jeder der Scheiben , die die Verglasung bilden ,
      wie in den Anhängen III-D , III-E und III-G , Absatz 1.2 definiert .
2.    ALLGEMEINES
2.1   Jede der Scheiben , die die Doppelverglasung bilden , muß entweder
      genehmigt sein oder den Anforderungen des betreffenden Anhangs
      entsprechen ( Anhang III-D , III-E oder III-G ).
2.2   Die Prüfungen von Doppelverglasungen mit einer Nenndicke des Ab­
      stands "e " gelten für alle Doppelverglasungen mit den gleichen
      Eigenschaften und einer Nenndicke des Abstands e + 3 mm . Aller­
      dings kann der Antragsteller bei der Genehmigung die Probe mit
      dem kleinsten Abstand und die mit dem größten Abstand vorlegen .
2.3   Im Falle von Doppelverglasungen mit mindestens einer Verbundglas-
      oder Kunststoffglasscheibe werden die Prüfmuster vor der Prüfung
      mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23° C +
      2° C gelagert . Die Prüfungen erfolgen sofort nach Entnahme der
      Prüfmuster aus dem Raum , in dem sie gelagert waren .
3.    PHANTOMFALLPRÜFUNG
3.1   Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
 ---pagebreak---                                                               II1/2429/86-DE
                                      - 99 -                  Anhang III-H , S. 2
            Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt .
3.2         Anzahl der Prüfmuster
            Sechs Prüfmuster von ( 1.100 mm x 500 mm ) + 5/- 2 mm werden für
            jede Dickenkategorie der Scheiben in Doppelverglasungen und jede
            Abstandsbreite gemäß Definition unter obigem Punkt 1.1.4 geprüft.
3.3         Prüfverfahren
3.3.1       Das Prüfverfahren ist in Anhang III-C , Absatz 3 beschrieben.
3.3.2       Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0/- 5 mm betragen .
3.3.3       Bei asymmetrischen Doppelverglasungen erfolgen drei Prüfungen auf
            jeder Seite
3.4         Auswertung der Ergebnisse
3.4.1       Doppelverglasung aus zwei einheitlich vorgespannten Scheiben :
            Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn
            beide Teile brechen .
3.4.2       Doppelverglasung aus zwei Verbundglasscheiben , die nicht als Wind·
            schutzscheibe verwendet wird :
            Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen , wenn
            folgende Bedingungen erfüllt sind :
3.4.2 . 1   Die beiden Teile des Prüfmusters geben nach und brechen unter Bil-
            dung zahlreicher kreisförmiger , nahezu um den Aufschlagpunkt zen-
            trierter Risse .
3. 4. 2 . 2 Risse der Zwischenschicht ( oder der Zwischenschichten ) sind zu-
            lässig , aber der Phantomkopf darf sie nicht durchdringen .
3 . 4.2.3   Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Folie ab-
            lösen .
3.4.3       Doppelverglasung aus einer einheitlich vorgespannten Glasscheibe
            und einer Verbundglasscheibe , die nicht als Windschutzscheibe
            dient :
3.4.3. 1    Die vorgespannte Glasscheibe bricht .
3.4.3.2     Die Verbundglasscheibe gibt nach und bricht unter Bildung zahl-
            reicher kreisförmiger , nahezu um den Aufschlagpunkt zentrierter
            Risse .
3.4.3. 3    Die Zwischenschicht(en ) kann (können ) Risse aufweisen , aber der
            Phantomkopf darf sie nicht durchdringen .
                    4
 ---pagebreak---                                                   III/2429/86-DE
                          100                     Anhang III-H , S. 3
Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstucke von der Zwischen-
schicht ablösen .
Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hin­
sichtlich der Phantomfallprüfung als zufriedenstellend angesehen ,
wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist :
Alle Prüfungen haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht .
Eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht , jedoch hat
eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern
zufriedenstellende Ergebnisse erbracht .
OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach
Anhang III-C , Absatz 9«1 gelten für Doppelverglasungen oder Teile
von Doppelverglasungen , die den Vorschriften bezüglich der Rund-
umsicht des Fahrers entsprechen müssen .
 ---pagebreak---                                                              III/2429/86-DE
                                 101                         Anhang III-I , S. 1
                           ANHANG III-I
           GRUPPIERUNG DER WINDSCHUTZSCHEIBEN FÜR DIE
                   BAUARTGENEHMIGUNGSPRÜFUNG
1.  Folgende Merkmale sind zu berücksichtigen :
1.1 Umschriebene Fläche der Windschutzscheibe ,
1.2 SegmenthShe und
1.3 Krüramung .
2.  Eine Gruppe wird innerhalb einer Dickenkategorie gebildet .
3.  Die Einstellung erfolgt nach den fünf größten und den fünf klein­
    sten Werten , die wie folgt zu numerieren sind :
    1 für die grüfite                 1 für die kleinste
    2 für die nächstkleinere          2 für die n&chstgrüfïere
                        nach 1                          nach 1
    3 für die nächstkleinere          3 für die n&chstgrüfiere
                        nach 2                          nach 2
    4 für die nächstkleinere          4 für die nSchstgrüfiere
                        nach 3                          nach 3
    5 für die nüchstkleinere          5 für die n&chstgrttfiere
                        nach 4                          nach 4
4.  Innerhalb jeder der zwei vorgenannten definierten Serien sind
    die Werte der Segmenthöhe wie folgt zu bezeichnen :
    1 für die gr'dftte Segmenth'dhe ,
    2 für die nächstkleinere ,
    3 für die nächstkleinere nach dem vorherigen Wert usw .
5.  Innerhalb jeder der zwei in 3. definierten Serien sind die
    Werte der Krümmungsradien wie folgt zu bezeichnen :           . ‘
    1 für den kleinsten Krümmungsradius ,
    2 für den nüchstgrofieren ,
    3 für den nächstgrößeren nach dem vorherigen Radius usw .
6.   Die jeder Windschutzscheibe der beiden nach 3* definierten
    Serien zugeteilten Bewertungsziffern sind zu addieren .
 ---pagebreak---                                                                  III/2429/86-DE
                                          102                    Anhang III-I , S. 2
6.1           Die Windschutzscheibe unter den fünf größten und die Windschutz­
              scheibe unter den fünf kleinsten mit der jeweils kleinsten Ziffern-
              summe werden vollständig nach Anhang III-I geprüft .
6.2           Die anderen Windschutzscheiben der gleichen Serie sind zur Kontrolle
              der optischen Eigenschaften nach Anhang III-C , Absatz 9 zu prüfen .
7.            Die Windschutzscheiben , die hinsichtlich Form und/oder Krümmungs-
              radius von den Extremwerten der ausgewählten Gruppen bedeutend ab­
              weichen , können geprüft werden , falls die Prüfstelle der Meinung
              ist , daß von diesen Merkmalen eine nennenswerte nachteilige Wir­
              kung ausgeht .
8.            Die Grenzen der Gruppe sind durch die umschriebene Fläche der
              Windschutzscheibe bestimmt . Hat eine zur Genehmigung vorgestellte
              Windschutzscheibe eine umschriebene Flarhe , die außerhalb der ge­
              nehmigten Grenzwerte liegt und /oder ist ihre Segmenthöhe deut­
              lich größer oder ihr Krümmungsradius deutlich kleiner , dann ist
              die Windschutzscheibe als neuer Typ anzusehen ; "usätzliche Prüfun­
              gen sind dann erforderlich , falls die Prüfstelle Les aufgrund be­
              reits vorliegender Informationen über dieses Produkt: und diesen
              Werkstoff für technisch erforderlich erachtet .
9.            Beabsichtigt der Inhaber einer Genehmigung , später ein anderes
              Windschutzscheibenmodcll zu produzieren , das bereits zu einer ge­
              nehmigten Dickenkategorie gehört , dann :
9.1           ist zu prüfen , ob das neue Modell in die fünf größten oder die fünf
              kleinsten der für die Genehmigung ausgewählten Scheiben der be­
              treffenden Gruppe eingeordnet werden kann ;
9.2           ist die Bewertung mit Ziffern nach 3 «, 4. und 5 * erneut durchzu­
              führen ;
9.3           ist die Summe der Bewertungsziffern dieser hinzugekommenen Wind­
              schutzscheibe im Vergleich mit den fünf größten oder den fünf
              kleinsten Scheiben
9.3.1         die niedrigste , wird sie folgenden Prüfungen unterzogen :
9 . 3.1.1     Vorgespannte Windschutzscheiben :
9 . 3 . 1.1.1 Bruchstruktur
9.3.1 . 1.2   Phantom fallprüfung
9.3.1 . 1.3   optische Verzerrung
9.3.1 . 1.4   Prüfung auf Doppelbilder
9.3.1 . 1.5   Lichtdurchlässigkeit
 ---pagebreak---                                                                           III/2429/86-DE
                                              - 103 -                     Anhang III-I , S. 3
9.3.1 .2        Verbundglas- oder Kunststof fglas-Windschutzscheiben :
9 . 3 . I. 2 .I Phantom fall prü fung
9 . 3.1 . 2.2   optische Verzerrung
9 . 3 . I. 2.3  Prüfung auf Doppelbilder
9 . 3 . I. 2.4  Lichtdurchlässigke i t
9 . 3 .I .3     Bei vorbehandelten Verbundglaswindschutzscheiben sind die nach
                9·3· 1.1.1 , 9 . 3 . 1 «1 .2 und 9 . 3« 1.2 vorgeschriebenen Prüfungen
                durchzuführen .
9 . 3 . 1 «4    Bei kunststoffbeschichteten Windschutzscheiben sind je nach Fall
                Prüfungen nach 9 . 3.1.1 oder 9.3.1.2 durchzu führen.
9.3.2           Im anderen Fall werden lediglich die Prüfungen durchgeführt , die
                zur Verifizierung der in Anhang III-C , Absatz 9 definierten op-
                tischen Eigenschaften vorgesehen sind .
 ---pagebreak---                                                III/2-4-29/86-DE
                             - H -. -          Anhang III-J , S. 1
                          ANHANG III-J
    MESSUNG DER SEGMENTHÖHE UND LAGE DER AUESCHLAGPUNKTE
Figur 1 ; Feststellung der Segmenthöhe "n" und der Lage der
          Aufschlagpunkte in den verschiedenen Fällen von
          Figur A ), B ) und C ).
Bei Scheiben mit einfacher Krümmung beträgt die Segmenthöhe h1 .
Bei Scheiben mit Doppel krümmung beträgt die Segmenthöhe maximal
h1 + h2 .
 ---pagebreak---                   105       III/2429/86-DE
                            Anhang III-J , S. 2
                             .^ ПНП
                3 J.        ~ • «/ -,
               2 j_.L
                   : JUi.im
                              O
                             'Ч
a ) plane Glasscheibe
b ) plane Glasscheibe
 ---pagebreak---                                                  III/2429/86-DE
                          ] ГЧ . -
                                                 Anhang III -J , S. 3
Figuren 3 a ), 3 b ) und 3 c ): Vorgeschriebene Aufschlagpunkte
  “            “                   für die Seiten- und Heckscheiben
Die Punkte 2 in den Figuren 3 a ), 3b ) und 3 c ) sind Beispiel
für die Anordnung des Punktes 2 nach Anhang III-D , Absatz 2.5»
 ---pagebreak---                                                              III/ 2429/tib-DE
                                     - 107 -                 Anhang III-K , S. 1
                                  ANHANG III-K
                          ÜBERWACHUNG DER PRODUKTION
1.        BEGRIFFSBESTIMMUNG
          Im Sinne des vorliegenden Anhangs bedeuten :
1.1       Produkttyp ; alle Scheiben mit den gleichen Hauptmerkmalen ;
1.2       Dickenkategorie ; alle Scheiben , deren verschiedene Bestandteile
          innerhalb der zulässigen Toleranzen die gleiche Dicke haben ;
1.3       Produktionseinheit ; die Gesamtheit der Produktionsmittel eines
          oder mehrerer Scheibentypen , die am gleichen geographischen Ort
          eingebaut werden ; sie kann mehrere Fließbänder umfassen ;
1.4       Schicht ; ein Produktszeitraum eines Fließbandes während der
          täglichen Arbeitszeit ;
1.5       Produktionsbetriebszeit ; ein fortgesetzter Fertigungszeitraum
          des gleichen Produkttyps am gleichen Fließband ;
1.6       St ; die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps , die in der
          gleichen Schicht gefertigt werden ;
1.7       Bzst ; die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps aus der
          Fertigung in einer Produktionsbetriebszeit .
2.        PRÜFUNGEN
          Die Scheiben werden folgenden Prüfungen unterworfen :
2.1       vorgespannte Windschutzscheiben und sonstige Scheiben
2.1.1     Prüfung der Bruchstruktur gemäß Vorschriften nach Anhang III-D ,
          Absatz 2 .
2.1.2     Prüfung der Lichtdurchlässigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang
          III-C , Absatz 9.1 .
2.1.3     Für Glasscheiben , die als Windschutzscheibe verwendet werden :
2.1 . 3.1 Prüfung der optischen Verzerrung gemäß Vorschriften nach Anhang
          III-C , Absatz 9.2 .
2.1 . 3.2 Prüfung auf Doppelbilder gemäß Vorschriften nach Anhang III-C ,
          Absatz 9·3·
2.2       Glasscheiben aus normalem Verbundglas und Kunststoffglas mit
          Ausnahme von Windschutzscheiben
2.2.1     Kugel fallprüfung mit der 227-g-Kugel gemäß Vorschriften nach
          Anhang III-F , Absatz 4.
 ---pagebreak---                                                              1 1 1/2429/86-DE
                                       - 108 -               Anhang III-K , S. 2
2.2.2       Prüfung bei erhöhter Temperatur gemäß Vorschriften nach Anhang
            III-C , Absatz 5-
2.2.3       Prüfung der Lichtdurchlässigkeit gemäß Vorschriften nach Anhang
            III-C , Absatz 9.1 ·
2.2.4       Nur für Scheiben aus Kunststoffglas
2.2 . 4.1   Abriebprüfung gemäß Vorschriften nach Anhang III-F , Absatz 2.1 .
2 . 2 . 4.2 Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Vorschriften nach
            Anhang III-F , Absatz 3·
2 . 2 . 4.3 Prüfung der Chemikalienbeständigkeit gemäß Vorschriften nach
            Anhang III-C , Absatz 11 .
2.2.5       Obige Voraussetzungen werden als erfüllt angesehen , wenn die
            entsprechenden Prüfungen an einer Windschutzscheibe dieser Zu-
            sammensetzung durchge führt worden sind .
2.3         Kunststoffbeschichtete Glasscheiben
            Zusätzlich zu den in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen wer-
            den folgende durchgeführt :
2.3.1       Abriebprüfung gemäß Vorschriften nach Anhang III-F , Absatz 2.1 .
2.3.2       Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Vorschriften nach
            Anhang III-F , Absatz 3 ·
2.3.3       Prüfung der Chemikalienbeständigkeit gemäß den Vorschriften
            nach Anhang III-C , Absatz 11 .
2.4         Doppelverglasung
            Die in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen sind auf jeder
            Scheibe durchzufUhren , die Bestandteil der Doppelverglasung
            ist , und zwar mit der gleichen Häufigkeit und den gleichen An-
            forderungen .
3.          ZAHL UND ERGEBNISSE DER PRÜFUNGEN
3.1         Bruchstruktur
3.1.1       Prüfungen
3.1 . 1.1   Eine erste Prüfserie mit einem Bruch an jedem Aufschlagpunkt gemäß Vor-
            schrift der vorliegenden Richtlinie erfolgt mit fotografischen Aufzeich·
            nungen zu Beginn der Produktion jedes neuen Scheibentyps , um den wich-
            tigsten Bruchpunkt zu ermitteln .
            Allerdings erfolgt diese erste Prüfserie bei vorgespannten Windschutz-
            scheiben nur , wenn die Jahresproduktion von Scheiben dieses Typs Uber
            200 Einheiten liegt .
 ---pagebreak---                                                                     III/2429/86-DE
                                        - 109 -                     Anhang III-K , S. 3
3 . 1.1 . 2 Während der Produktionsbetriebszeit erfolgt die Kontrollprüfung
            an dem nach Absatz 3.1.1.1 ermittelten Bruchpunkt .
3 . 1.1.3   Zu Beginn jeder Produktionsbetriebszeit oder nach einer Färbungs-
            änderung muß eine Kontrollprüfung erfolgen .
3 . 1.1 . 4 Während der Produktionsbetriebszeit müssen die Kontrollprüfungen
            mit folgender Mindesthäufigkeit erfolgen :
               Vorgespannte       Andere vorgespann-    Vorbehandelte Verbund-
                Windschutz-       te Scheiben als       glaswindschutzscheibe
                   scheibe        Windschutzscheiben
             - St <- 200 : Eine      - Bzst     500 :       0,1 % pro Typ
               pro Produktions-         Eine pro
               betriebszeit             Schicht
             - St ^ 200 : Eine       - Bzst ^ 500 :
               in jeder ande-           Zwei pro
               ren Produk-              Schicht
               tionsstunde
3.1 . 1.5   Bei Abschluß der Produktionsbetriebszeit muß die Kontrollprüfung
            bei einer der zuletzt gefertigten Scheiben erfolgen .
3. 1.1 . 6  Wenn Bzst -^ 20 ist , erfolgt nur eine Bruch strukturprüfung pro
            Produktionsbetriebszeit .
3.1.2       Ergebnisse
            Alle Ergebnisse einschließlich derjenigen , für die kein fotogra­
            fischer Nachweis geführt wird , sind aufzuzeichnen .
            Darüber hinaus wird pro Schicht eine Kontaktfotografie erstellt ,
            ausgenommen , wenn Bzst -^- 500 ist ; in diesem Fall wird pro Produk-
            tionsbetriebszeit eine einzige Kontaktfotografie erstellt .
3.2         Phantomfallprüfung
3.2.1       Prüfungen
            Die Kontrolle wird ein einer Mustermenge durchge führt , die minde­
            stens 0,5 % der Tagesproduktion an Verbundglaswindschutzscheiben
            eines Fließbandes entspricht , und zwar bei maximal 15 Windschutz­
            scheiben täglich .
            Die Auswahl der Prüfmuster muß für die Produktion der verschiedenen
            Windschutzscheibentypen repräsentativ sein .
            In jedem Fall erfolgt die Phantomfallprüfung an mindestens zwei
            Prüfmustern pro Dickenkategorie jährlich .
 ---pagebreak---                                                   III/2429/86-DE
                           110 -                  Anhang III-K , S. k
Ergebnisse
 Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen .
Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel
Prufungen
Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten . Allerdings
können die Prüfungen aus praktischen Gründen auch an Fertig-
produkten oder einem Teil dieser Produkte durchgeführt werden .
Die Kontrolle erfolgt an einer Prüfmenge , die mindestens 0,5 %
der Produktion einer Schicht entspricht , und zwar bei einer
Maximalmenge von 10 Proben täglich .
Ergebnisse
Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen .
Prüfung bei erhöhter Temperatur
Prüfungen
Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten . Allerdings
können die Prüfungen aus praktischen Gründen auch an Fertigpro-
dukten oder einem Teil dieser Produkte durchgeführt werden .
Letztere werden so ausgewählt , daß alle Zwischenschichten an­
teilsmäßig zu ihrer Verwendung geprüft werden .
Die Kontrolle erfolgt an mindestens drei Proben der täglichen
Produktion pro Zwischenschichtfärbung .
Ergebnisse
Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen .
Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
Prüfungen
Dieser Prüfung werden Proben unterworfen , die für die gefärbten
Endprodukte repräsentativ sind .
Die Kontrolle erfolgt mindestens zu Anfang jeder Produktionsbe-
triebszeit , wenn sich eine Änderung der Eigenschaften der Glas­
scheibe auf die Prüfergebnisse auswirkt .
Glasscheiben mit einer bei der Bauartgenehmigungsprüfung gemessenen
normalen Lichtdurchlässigkeit von größer oder gleich 80 % im Falle
von Windschutzscheiben und größer gleich 75 % im Falle von anderen
Glasscheiben als Windschutzscheiben oder Scheiben der Kategorie V
werden dieser Prüfung nicht unterworfen .
Anstelle dieser Prüfung kann der Scheibenlieferant im Falle von vor­
gespannten Glasscheiben eine Bescheinigung vorlegen , aus der hervor­
geht , daß obige Vorschriften erfüllt sind .
 ---pagebreak---                                                                 III/2429/86-DE
                                       111                      Anhang III-K , S. 5
 3.5.2 Ergebnisse
       Der Wert der Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen . Darüber hinaus
       ist bei Windschutzscheiben mit Abdeckstreifen oder Farbkeil anhand
       der unter 3 . 2 . 1.2 . 2 . 4 erwähnten Zeichnungen zu verifizieren , ob
       sich diese Streifen außerhalb von Zone I' befinden .
 3.6   Prüfung auf optische Verzerrung und Doppelbilder
 3.6.1 Prufungen
       Jede Windschutzscheibe wird auf Mängel im Aussehen geprüft . Dar­
       über hinaus erfolgen Messungen in den verschiedenen Sichtzonen
       nach den vorge6chriebenen Verfahren oder jeglichen Verfahren mit
       ähnlichen Ergebnissen mit folgender Mindesthäufigkeit :
       bei St < 200 eine Probe pro Schicht ,
       bei St ^ 200 zwei Proben pro Schicht
       oder bei 1 % der Produktion , wobei die entnommenen Proben für
       die gesamte Produktion repräsentativ sind .
 3.6.2 Ergebnisse
       Alle Ergebnisse sind aufzu zeichnen .
 3.7   Abriebprüfung
 3.7.1 Prüfungen
       Diese Prüfung wird nur mit kunststoffbeschichteten Scheiben und
       Kunststoff-/Glasscheiben durchgeführt . Die Kontrolle erfolgt
       mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoff­
       beschichtung oder der Zwischenschicht .
 3.7.2 Ergebnisse
       Die gemessene Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen .
 3.8   Prüfung der FeuchtigkeitsbestSndigkeit
 3.8.1 Prüfungen
       Nur die kunststoffbeschichteten Scheiben und Kunststof ^/Glas­
       scheiben werden dieser Prüfung unterzogen . Die Kontrolle er­
       folgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der
       Kunststoffbeschichtung oder der Zwischenschicht .
3.8.2  Ergebnisse
 ---pagebreak---                                                III/2429/86-DE
                         112 -                 Anhang III-K , S. 6
Alle Ergebnisse sind aufzuzei ebnen .
Chemik.'lienbest^ndif’keit
Pr'Jfungen
Nur die kunststoffbeschichteten Scheiben und Kunststoff-/Glas­
scheiben werden dieser Prüfung unterworfen . Die Kontrolle er­
folgt mindestens einmal monatlich fttr jeden Materialtyp der
Kunststoffbeschichtung oder der Zwischenschicht .
Ergebnisse
Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen
 ---pagebreak---                                                                       III/2429/86-DE
                                          - 113 -                     Anhang III-L , S. 1
                                       ANHANG III-L
                                          MUSTER
                                                         f Bezeichnung der BehSrde |
ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTYP BEZÜGLICH
              DER WINDSCHUTZSCHEIBE UND DER ANDEREN GLASSCHEIBEN
( Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/150/EWG des Rates vom
4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über
die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern )
     Nr. der EWG-Betriebserlaubnis : ..... . . .             Erweiterung Nr . ••••••••.••
     1 . Marke ( Firmenname ) der Zugmaschine : ..... . . . ..... . . .
     2. Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine : . . . ..... . . .
     3 . Name und Anschrift des Herstellers : . . . ..... . . . ..... . . .
     4. gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten : . . . ..... . . .
     5 . Beschreibung des Typs der Windschutzscheibe und der anderen Scheiben
         (vorgespannt , Verbundglas , Kunststoff , Kunststof f-/Glasscheibe , plan ,
         gebogen usw. ...)
     6 . EWG-Genehmigungsnummer der Windschutzscheibe und der anderen
         Scheiben :   ... ..... . . .
     7. Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Abnahme : ..... . . .
     8 . Mit der Abnahme beauftragte Prüfstelle : . . . ..... . . .
     9. Datum des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls : . . . ..... . . . . . .
   10. Nummer des durch diesen Dienst ausgestellten Protokolls : ..... . . .
   11 . Die EWG-Betriebserlaubnis für die Windschutzscheibe und anderen Scheiben
         wird erteilt/versagt ( 1 )
   12 . Ort : .....
   13 . Datum : . . .     ..... . . . ..... . . .
   14. Unterschrift : ..... . . . ..... . . . ..... . . .
   15 . Folgende Dokumente mit der o.a . EWG-Betriebserlaubnisnummer sind vor­
         liegender Mitteilung beigefügt :
         ............ Seitenansichten
                          Explosionszeichnung oder Fotografie der Windschutzscheibe
                          und der anderen Scheiben , mit denen das Fahrerhaus der
                          Zugmaschine ausgestattet ist .
   ( 1 ) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                                          III/2429/86-DE
                               - 114 -                   Anhang III-L, S. 2
   Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitglied­
   staaten auf deren ausdrücklichen Wunsch zu Übermitteln .
16. Mögliche Anmerkungen :
 ---pagebreak---                                                                   III/2429/86-DE
                                         - 115 -
                                        ANHANG IV
               MECHANISCHE VERBINDUNGEN ZWISCHEN ZUGMASCHINE UND
                                        ANHANGER
1 . Begriffsbestimmungen
    1.1 "Mechanische Verbindungen zwischen Zugmaschine und Anhänger" sind die
        technischen Einrichtungen an der Zugmaschine und am Anhänger , die die
        mechanische Verbindung zwischen der Zugmaschine und dem Anhänger her­
        stellen .
        Unter den zahlreichen Typen mechanischer Verbindungen lassen sich
        unterscheiden :
        a ) an der Zugmaschine :
            - Haken
            - Gabelkopf
            - Zugstange ( geläufiger unter der Bezeichnung Deichsel );
        b ) am Anhänger :
            - Zugbse .
    1.2 "H3he der Anhängevorrichtung Ober dem Boden" ist der Abstand zwischen der
        horizontalen Ebene mit der Bezugsmitte der Anhängevorrichtung und der ho­
        rizontalen Ebene , auf der die Räder der Zugmaschine stehen .
    1.5 "Überstand der Anhängevorrichtung" ist der Abstand zwischen der Bezugs-
        mitte der Anhängevorrichtung und der senkrechten Ebene durch die Hinter-
        radachse der Zugmaschine .
2 . Anwendungsbereich
    Da die mechanischen Verbindungen zwischen den international am meisten wenn
    nicht ausschließlich gehandelten Zugmaschinentypen und ihren Anhängern aus
    Haken , Gabelkopf und Zugöse bestehen , betreffen die Vorschriften dieser
    Richtlinie nur diese Verbindungen .
3 . Vorschriften
    3.1 Die Haken , Gabelköpfe und Zugösen müssen die Vorschriften zu Abmessungen
        und Festigkeit nach 3.2 und 3*3 unten erfüllen .
    3.2 Abmessungen
        3.2.1 Die Abmessungsvorschriften entsprechen folgenden ISO-Normen :
               3 . 2.1.1 ISO 6489/1 - Landwirtschaftliche Fahrzeuge - Mechanische
                           Verbindungen an Zugfahrzeugen - Teil 1 : Typ Haken - Ab­
                           messungen ( erste Ausgabe - Oktober 1980 ).
               3 . 2 . 1.2 ISO 6489/2 - Landwirtschaftliche Fahrzeuge - Mechanische
                           Verbindungen an Zugfahrzeugen - Teil 2 : Typ Gabelkopf -
                           Abmessungen ( erste Ausgabe - Oktober 1980 ).
 ---pagebreak---                                                      III/2429/86-DE
                               - 116 -
          3.2. 1.3 ISO 5692 - Landwirtschaftliche Fahrzeuge - Mecha­
                   nische Verbindungen zwischen Fahrzeugen - ZugSse -
                   Spezifikationen - ( erste Ausgabe - Februar 1979 ).
    3.2.2 Darüber hinaus muß die maximale Höhe der Anhängevorrich-
          tung über dem Boden ( h ) im Verhältnis zum Abstand zwischen
          den Achsen ( i ) einem der folgenden Verhältnisse entspre­
          chen :
                   h^r 0,35 I    si    Ma -^ 0,35 Mt
                   h ^= 0,5  I   si    Ma ^ 0,35 Mt
    3.2.3 Der Uberstand der Anhängevorrichtung wird vom Hersteller
          angegeben .
3.3 Vorschriften zur Festigkeit
    Zur Überprüfung der Festigkeit werden die mechanischen Verbin­
    dungen der dynamischen Prüfung unterzogen , deren Verfahren im
    Nachtrag beschrieben ist .
    Während der Prüfung dürfen keinerlei bleibende Verformungen
    oder Risse auf treten .
 ---pagebreak---                                                             III/2429/86-DE
                                  - 117 -
                                 Anlage 1
                         DYNAMISCHES PRÜFVERFAHREN
1 . PrUfverfahren
    Nachfolgend ist das Verfahren für die Ermüdungsprüfung beschrieben , das
    mit der vollständigen Zugvorrichtung durchgefllhrt werden muß , d.h. bei
    Ausstattung mit allen zu ihrer Befestigung erforderlichen Teilen unter
    Ausschluß des Anhängers . Alle Teile sind nach den Empfehlungen des Her­
    stellers zu ihrer Befestigung am Anhänger auf einer Prüfeinrichtung
    montiert .
2 . Parameter der Prüfung
    Die Teile der Schlepperzugvorrichtung werden nach den Nennwerten für die
    zulässige horizontale und vertikale Krafteinwirkung geprüft . Diese Kräfte
    werden vom Hersteller spezifiziert .
3. Ablauf der Prüfung
    Man läßt die Kraft mit einer Standardöse entsprechend der in Anhang IV ,
    Absatz 3*2.3 erwähnten ISO-Norm 5692 an der Prüfeinrichtung angreifen.
    Die Prüfkraft wird durch Multiplizieren der unter obigem Punkt 2 er­
    wähnten horizontalen und vertikalen Kräfte mit dem Faktor 1,3 erhalten .
    Die zu prüfenden Teile werden am hinteren Ende abwärtsgerichteten , sinus­
    förmig variierenden Belastungen ausgesetzt , die am normalen Berührungs­
    punkt zwischen der Vorrichtung und der Öse mit variablen Werten zwischen
    der Berührungskraft und der definierten Prüfkraft angreifen .
    Die Berührungskraft ist so gering wie möglich , um jegliches Spiel aus­
    zuschalten .
    Umfassen diese Teile Dämpfer , so werden diese während der Prüfung nicht
    ausgebaut . In diesem Fall wird im Prüfprotokoll ihr Verhalten vor , wäh­
    rend und nach der Prüfung aufgezeichnet .
    Die Häufigkeit der sinusförmig variierenden Belastungen darf bei einer
    Zyklusanzahl von 2.106 einen Wert von 35 Hz nicht überschreiten.
    Nach der Prüfung muß jeder Bruch , jede bleibende Verformung und jeder
    mit bloßem Auge erkennbare Riß aufgezeichnet werden .      . - .
k. Toleranzen
    Folgende Toleranzen sind auf die während der Prüfung vorgenommenen
    Messungen anzuwenden :
    - Ablenkung : + 1 mm
    - Kraft :     + 1 %
 ---pagebreak---                                                                    III/2429/86-DE
                                    - 118 -
                                    Anlags 2                  _____
                                                              | Bezeichnung , der Behörde
                                     MUSTER                    -----
  ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSEELAUBNI SBOGEN FÜR EINEN ZUGMASCHINENTTP BEZÜGLICH
  SEINER MECHANISCHEN VERBINDUNG MIT EINEM ANHÄNGER
   ( Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 7Vr150/EWG des RateB vom
  k. Mörz 197^ zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
  Uber die Betriebserlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  auf Rädern )
      Nr . der EWG-Betriebserlaubnis : ..... . . . ..... . . .
  l . Marke ( Hersteller der Zugmaschine : ..... . . .       ..... . . . .....
  2 . Typ und Handelsbezeichnung : ..... . . .       ..... . . .             ..... . . . .....
  3 . Name und Anschrift des Herstellers : . . .   ..... . . .
  k. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten : ..... . . . ..... . . . .....
  5 . Beschreibung des Typs der mechanischen Verbindung ( Haken , Gabelkopf ,
      Dreipunktanbau , Lochstange , Zugstange usw ....) ..... . . .
  6 . Datum der Vorführung der Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnis : ..... . . .
  7 . Mit der BetriebserlaubnisprUfung beauftragte PrUfstelle : .................
  8 . Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls : . . . ..... . . .
  9 . Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls : . . .        .....
10 . Die EWG-Betriebserlaubnis fUr die mechanische Verbindung zur Ankupplung
      eines Anhängers wird erteilt/versagt ( 1 )
11 . Orti   . . . ..... . . .                    ..... . . . .....
12 . Datum : ..... . . . .....
13 « Unterschrift : ..... . . . ..... . . . ..... . . . ..... . . .
14. Folgende Dokumente mit der EWG-Be triebserlaubnisnummer wie . oben angegeben
      sind vorliegender Mitteilung beigefUgt :
      ......... Seitenansichten
      ......... Explosionszeichnung oder Fotografie des Typs der mechanischen
                   Verbindung .
      Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf
      ausdrücklichen Wunsch zu Übermitteln .
13 . Mögliche Anmerkungen : . . . ..... . . .
( 1 ) Nichtzutreffendes streichen
 ---pagebreak---                                     - 119 -                         III/2429/86-DE
                                    ANHANG V
                 ANORDNUNG UND ANBRINGÜNGSART VON SCHILDERN UND
                        KENNZEICHEN AM ZUGMASCHINEN RUMPF
1 . Allgemeines
    1.1 Jede land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine muß mit einem Kenn-
        zeichenschild und den in nachfolgenden Absätzen beschriebenen Auf­
        schriften versehen sein . Kennzeichenschild und Aufschriften werden
        vom Hersteller oder seinem Beauftragten angebracht .
2 . Firmenschild
    2.1 Ein Firmenschild gemäß Muster im Nachtrag zu vorliegendem Anhang muß
        an einem gut erkennbaren Ort fest und leicht zugänglich auf einem Teil
        angebracht sein , das im Laufe des Betriebs normalerweise nicht ausge­
        tauscht wird ; es muß leicht leserlich sein und folgende Angaben der
        Reihe nach numeriert und in haltbarer Form enthalten :
        2.1.1 Name des Herstellers .
        2.1.2 Marke ( falls vom Namen abweichend ).
        2.1.3 Anschrift .
        2.1.4 Typ der Zugmaschine ( und gegebenenfalls Modell )
        2.1.5 EWG-Betriebserlaubnisnummer .
              Diese Nummer besteht aus dem kleingeschriebenen Buchstaben "e” ,
               der Reihe nach gefolgt von der Zahl oder den Kennzeichnungs-
               buchstaben des Landes , das die EWG-Abnahme erteilt hat (1 für
               die BRD , 2 für Frankreich , 3 für Italien , 4 für die Niederlande ,
               6 für Belgien , 9 für Spanien , 11 für Großbritannien , 12 für
              Luxemburg , 18 für Dänemark , 21 für Portugal , EL für Griechenland ,
               IRL für Irland ) und der Betriebserlaubnisnummer , die der Nummer
               des Betriebserlaubnisbogens für diesen Fahrzeugtyp entspricht .
               Zwischen dem Buchstaben "e " und der Kennzahl oder den Buchstaben
               des Landes , das die EWG-Betriebserlaubnis erteilt hat , wie auch
               zwischen dieser Zahl oder diesen Buchstaben und der Betriebser-
               laubnisnummer wird ein Stern angebracht .
        2.1.6 Identifizierungsnummer der Zugmaschine
        2.1.7 Masse der unbeladenen betriebsbereiten Zugmaschine
        2.1.8 Maximal zulässige Lademasse der Zugmaschine , aufge schlüsselt
              nach den möglichen Reifenausstattungen.
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        2.1.9 Maximal zulässige Lademasse für Zugmaschine und Anhänger
                für den Fall , daß die Zugmaschine mit einem landwirt­
                schaftlichen Anhänger betrieben wird , wobei zu unterschei­
                den ist zwischen :
                2.1.9«1 Anhänger ohne Bremsanlage
                2 . 1.9.2 Anhänger mit mechanischer Bremsanlage
                2 . 1.9 . 3 Anhänger mit Servobremsanlage .
    2.2 Der Hersteller kann unter oder seitlich von den vorgeschriebenen
        Aufschriften außerhalb eines deutlich markierten Rechtecks , das
        ausschließlich die nach Absatz 2.1.1 bis 2.1.9 » vorge6chriebenen
        Angaben enthält , zusätzliche Angaben machen ( vgl . nachfolgendes
        Beispiel eines Firmenschildes ).
3 . Identifizierungsnummer der Zugmaschine
    Die Fahrzeugidentifizierungsnummer besteht aus einer gegliederten
    Zeichenkombination , die jedem Fahrzeug vom Hersteller zugeordnet wird .
    Ihr Zweck besteht darin , ohne Rückgriff auf andere Angaben die unver­
    wechselbare Identifizierung jedes Fahrzeugs durch den Hersteller über
    einen Zeitraum von 30 Jahren feststellen zu können .
    Die Identifizierungsnummer muß folgenden Vorschriften entsprechen :
    3.1 Sie muß auf dem Firmenschild und am Fahrgestell oder einem an­
        deren ähnlichen Bauteil angebracht sein .
        3.1.1 Sie muß im Rahmen des möglichen aus nur einer Zeile bestehen .
4. Zeichen
    4.1 Für alle nach Absatz 2 und 3 vorgesehenen Kennzeichnungen sind
        lateinische Buchstaben und arabische Zahlen zu verwenden . Aller­
        dings müssen die für die nach Absatz 2.1.1 , 2.1.2 und 3 vorge­
        sehenen Angaben verwendeten lateinischen Buchstaben großge-
        schrieben sein .
    4.2 Zur Angabe der Identifizierungsnummer des Fahrzeugs :
        4.2.1     ist die Verwendung der Buchstaben I , 0 und Q sowie von
                  Gedankenstrichen , Sternen und anderen Sonderzeichen un­
                  zulässig ;
        4.2.2     die Buchstaben und Zahlen müssen folgende Mindesthöhen haben :
                  4 . 2 . 2.1 7 mm für Zeichen , die direkt auf dem Fahrgestell
                              oder dem Rahmen oder einem anderen ähnlichen Bau­
                              teil des Fahrzeugs angebracht sind ;
                  4 . 2 . 2.2 4 mm für Zeichen auf dem Firmenschild .
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                  Beispiel für das Firmenschild
Folgendes Beispiel hat keinen Einfluß auf die Angaben , die wirklich
im Firmenschild erscheinen ; es ist ausschließlich als Anhaltspunkt
gedacht .
                       BRAUN TRAKTOR WERKE
                              MAJOR
                          Lyoner Strasse
                       AACHEN - Deutschland
                           e H 1 K 1792
                           Typ : 190 E
                        Nummer : AE   7954 W
                       Leergewicht : 2 350 kg
             Reifen               XXX
             Gesamt-
             ladegewicht :     4250   384ο    3650
          Fahrze ugge samtgewi ch t :
          - ungebremster Anhänger :       3350 kg
          - Anhänger mit mechani­
            scher Bremsanlage :           8350 kg
          - AnhSnger mit Servo-
            bremsanlage :               1 1 450 kg
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                                          An'! âge
                                          MUSTER         ----------–-----
                                                           Bezeichnung der Behörde
 ANHANG STJM EWG-BF.TRIEBSERLAUBNI SBOGEN FÜR EINEN ZÜGMASCHINENT7P BETREFFEND
 ANBRINGIJNOSSmJLKN UND ANBRINGUNG VON SCHILDERN UND KENNZEICHEN AM RUMPF
 VOM ZUGMASCHINEN
  ( Artikel 4 Absatz 2 und. Artikel 10 der Richtlinie 74/ 150/EWG des Rates vom
 4. März 197*1- zur A.ngleichurg der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten Uber
 die Betriebserlaubniß für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf
 Rödern )
 Nummer der EWG-Betriebserlaubais :          .....
 1 . Fabrikmarke ( Firmenbezeichnung ): . . . .....
 2 . Typ und Handelsbezeichnung : . . . ..... .
 3 . Name und Anschrift des Herstellers : ..... . .....
 4. Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten : . . . .....
 5 . Datum der Vorführung der Zugmaschine für die EWG-Betriebserlaubnisprüfung :
 6 . Mit der BetriebserlaubnisprUfung beauftragte Prüfstelle : . . . ..... •
  7. Datum des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls : . . .      ..... . . .
  8 . Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Protokolls : . . . ..... . . .
  9 . Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Anbringungsstellen und Anbringung
      von Schildern und Kennzeichen am Rumpf der Zugmaschine wird erteilt/
      versagt ( 1 )
10 . Ort : .....
11 . Datum : . . . .....
12 . Unterschrift :    ... ..... . . . ..... . . . . . .                  ..... . . .
13. Folgende Dokumente mit der o.a . EWG-Betriebserlaubnisnummer sind vor­
      liegender Mitteilung beigefügt :
      .......... Seitenansichten
      .......... Explosionszeichnung oder Fotografie der Anordnung und An-
                    bringungsart von Schildern und Kennzeichen am Rumpf der
                    Zugmaschine
      Diese Daten sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf
      ausdrücklichen Wunsch zu übermitteln .
14. Mögliche Anmerkungen : . . . ..... . . . .....
( 1 ) Nichtzut.ref tendes strcichsn