CELEX: 51994PC0068(02)
Language: de
Date: 1994-03-30
Title: Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998)

Avis juridique important

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51994PC0068(02)

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998)  /* KOM/94/68ENDG - CNS 94/0080 */  

Amtsblatt Nr. C 228 vom 17/08/1994 S. 0022

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998) (94/C 228/02) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(94) 68 endg. - 94/0080 (CNS) (Von der Kommission vorgelegt am 30. März 1994)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:Mit Beschluß vom . . ./. . ./EG haben der Rat und das Europäische Parlament ein viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, der technologischen Entwicklung und der Demonstration (nachstehend FTE genannt) für den Zeitraum 1994-1998 angenommen, das Maßnahmen im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -diente festlegt. Die vorliegende Entscheidung ergeht im Lichte der Begründung in der Präambel zu dem genannten Beschluß.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrages erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden. In jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung, seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt.Das vorliegende Programm wird hauptsächlich durch Aktionen auf Kostenteilungsbasis, konzertierte Aktionen und Begleitmaßnahmen verwirklicht.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 ist eine Vorausschätzung der für die Durchführung dieses spezifischen Programms für notwendig erachteten Mittel vorzunehmen. Die endgültigen Beträge werden von der Haushaltsbehörde nach der relevanten Priorität des Aktionsbereichs, der Gegenstand dieses Programms ist, innerhalb der ersten Aktion des vierten Rahmenprogramms festgelegt.Im Beschluß 94/ . . ./EG (viertes Rahmenprogramm) ist vorgesehen, daß der Gesamthöchstbetrag des vierten Rahmenprogramms spätestens am 30. Juni 1996 im Hinblick auf eine Erhöhung überprüft wird. Nach dieser Überprüfung könnte sich der für die Durchführung des vorliegenden Programms für notwendig erachtete Betrag erhöhen.Die harmonische Entwicklung und Einführung neuer Generationen von Kommunikationssystemen und -diensten ist von wesentlicher Bedeutung für die Konsolidierung des Binnenmarkts. Forschung und technologische Entwicklung bilden die Grundlage für die Entwicklung transeuropäischer Netze und Dienste. Die neuen integrierten Kommunikationsdienste sind der Schlüssel zu steigender Produktivität, industrieller Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die innovative Nutzung neuer Kommunikationsdienste fördert die Entwicklung flexibler Arbeitsformen und die Konvergenz des Telekommunikations-, Fernseh- und Mediensektors bei der Bereitstellung interaktiver Videodienste. Die Entscheidungen über die Liberalisierung der Telekommunikationsdienste bis 1998 stellen neue Anforderungen an die technologische Entwicklung und an das Zusammenwirken von Netzen und Diensten sowie an das Dienstmanagement in einem vom Wettbewerb geprägten Umfeld. Daher ist die Unterstützung von EFT ein wesentlicher Bestandteil der Gemeinschaftspolitik für den Binnenmarkt, die industrielle Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen und den Telekommunikationsbereich selbst.Das vorliegende Programm kann wesentlich zur Wiederbelebung des Wachstums, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung der Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gemeinschaft beitragen, wie im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung ausgeführt (1).Der Inhalt des vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Maßnahmen wurde nach dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. Das vorliegende spezifische Programm enthält die nach diesem Prinzip im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste durchzuführenden Maßnahmen.Nach dem Beschluß 94/. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) sind Gemeinschaftsmaßnahmen gerechtfertigt, wenn die Forschung zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zu ihrer harmonischen Entwicklung beiträgt und die wissenschaftliche und technische Qualität das Hauptkriterium bleibt. Dieses Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.Das vorliegende Programm und seine Durchführung tragen bei zu einer Verstärkung der Synergien zwischen den im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste durchgeführten FTE-Maßnahmen der Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen, in den Mitgliedstaaten und den einschlägigen FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft.Für dieses spezifische Programm gelten die Regeln für die Beteiligung der Unternehmen, der Forschungszentren (einschließlich der GFS) und der Hochschulen und die Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse gemäß Artikel 130j.Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich neben der Assoziierung der im Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erfassten Länder auch eine internationale Zusammenarbeit gemäß Artikel 130m mit andern Drittländern und internationalen Organisationen als zweckmässig erweisen.Die Durchführung dieses Programms umfasst auch Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der FTE-Ergebnisse, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, vor allem in den Mitgliedstaaten oder Regionen, die am wenigsten am Programm beteiligt sind, sowie Maßnahmen zur Förderung der Mobilität und Ausbildung von Forschern, gegebenenfalls im Rahmen dieses Programms, soweit sie zu dessen reibungsloser Durchführung erforderlich sind.Bei der Durchführung dieses Programms müssen auch Maßnahmen für eine stärkere Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), insbesondere durch eine technologische Förderung, vorgesehen werden.Die Grundlagenforschung im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste muß angesichts der raschen technologischen Entwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Photonenkommunikation gefördert werden.Ferner ist eine Bewertung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen und der etwaigen technologischen Risiken der in diesem Programm durchgeführten Maßnahmen vorzunehmen.Zum einen muß dieses Programm ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zum anderen muß zu gegebener Zeit eine unabhängige Bewertung der Durchführung des Programms vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des fünften Rahmenprogramms für FTE erforderlichen Bewertungselemente zur Verfügung stehen. Schließlich sind nach Abschluß dieses Programms die Ergebnisse anhand der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele zu bewerten.Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) kann sich an den indirekten Aktionen des vorliegenden Programms beteiligen.Der Auschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist gehört worden -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste gemäß Anhang I wird für einen Zeitraum vom (Datum der Annahme des vorliegenden Programms) bis zum 31. Dezember 1998 beschlossen.Artikel 2(1) Der für die Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf 630 Millionen ECU, davon 10,3 % für die Personal- und Verwaltungsausgaben.(2) Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.(3) Der obengenannte für die Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag könnte sich daher gemäß der in Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses 94/. . ./EG (viertes Rahmenprogramm) erwähnten Entscheidung noch erhöhen.(4) Die Haushaltsbehörde entscheidet über die für jedes Haushaltsjahr zur Verfügung stehenden Mittel unter Berücksichtigung der im vierten Rahmenprogramm festgelegten wissenschaftlichen und technologischen Prioritäten.Artikel 3Die Modalitäten der Durchführung des Programms sind in Anhang III festgelegt, sofern sie nicht in Artikel 5 enthalten sind.Artikel 4(1) Mit Hilfe von unabhängigen externen Sachverständigen überprüft die Kommission ständig und systematisch den Stand dieses Programms anhand der Zielvorgaben in Anhang I. Sie bewertet vor allem, ob die Ziele, Prioritäten und finanziellen Mittel noch der aktuellen Lage entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überprüfung legt sie gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung dieses Programms vor.(2) Als Beitrag zur Gesamtbewertung der in Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses über das vierte Rahmenprogramm festgelegten Tätigkeiten der Gemeinschaft beauftragt die Kommission zu gegebener Zeit unabhängige Experten mit der Bewertung der Durchführung und Verwaltung der Tätigkeiten in den unmittelbar in diesem Programm erfassten Bereichen während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung.(3) Nach Ablauf dieses Programms beauftragt die Kommission unabhängige Experten mit einer endgültigen Bewertung der erzielten Ergebnisse anhand der in Anhang III des vierten Rahmenprogramms und in Anhang I dieser Entscheidung festgelegten Ziele. Der Bericht über diese endgültige Bewertung wird dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.Artikel 5(1) Die Kommission erstellt ein Arbeitsprogramm nach den in Anhang I festgelegten Zielen und bringt es gegebenenfalls auf den neuesten Stand. Es enthält im einzelnen die wissenschaftlichen und technologischen Ziele und die Etappen der Durchführung des Programms sowie die geplante Finanzierung für jede Modalität der Durchführung.Das Arbeitsprogramm kann die Teilnahme an bestimmten Aktivitäten im Rahmen von EUREKA vorsehen.(2) Die Kommission erstellt Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für Vorhaben aufgrund des Arbeitsprogramms.Artikel 6(1) Die Kommission ist mit der Durchführung des Programms beauftragt.(2) In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission durch einen aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammengesetzten Ausschuß unterstützt, in dem ein Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.Der Vertreter der Kommission, der im Ausschuß den Vorsitz führt, unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann. Er entscheidet mit der in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrages für die Annahme der Beschlüsse, die der Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassen hat, vorgesehenen Mehrheit. Bei der Abstimmung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß vorgenanntem Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.Die Kommission erlässt die Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt eine Stellungnahme nicht vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat entscheidet mit qualifizierter Mehrheit.Hat der Rat nach Ablauf einer Frist von einem Monat seit seiner Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.Artikel 7(1) Das in Artikel 6 Absatz 2 festgelegte Verfahren gilt für:- die Erstellung und Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 erwähnten Arbeitsprogramms;- die Bewertung der für eine Finanzierung durch die Gemeinschaft vorgeschlagenen FTE-Projekte sowie des veranschlagten Finanzierungsbeitrages der Gemeinschaft, sofern dieser 2 Millionen ECU überschreitet;- die zur Bewertung des Programms erforderlichen Maßnahmen;- jegliche Anpassung der in Anhang II aufgeführten vorläufigen Aufschlüsselung der Mittel, die nicht Gegenstand eines Beschlusses der Haushaltsbehörde ist.(2) Die Kommission unterrichtet den Ausschuß auf jeder seiner Sitzungen über die Durchführung des Programms insgesamt.Artikel 8Die Kommission wird gemäß Artikel 228 Absatz 1 ermächtigt, mit Europäischen Drittländern Verhandlungen über den Abschluß internationaler Abkommen aufzunehmen, um diese ganz oder teilweise am Programm zu beteiligen.Artikel 9Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) Dok. KOM(93) 700 endg. vom 5. 12. 1993.ANHANG I WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE ZIELE SOWIE INHALT Das vorliegende spezifische Programm spiegelt die Zielsetzungen des vierten Rahmenprogramms wider, wendet seine Auswahlkriterien an und präzisiert die wissenschaftlichen und technischen Ziele.Absatz 1.B von Anhang III, erster Aktionsbereich des Rahmenprogramms, ist Bestandteil des vorliegenden Programms.Einleitung Der neue Schwerpunkt der FTE im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie liegt auf der neuen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, die die Basis für die Informationsgesellschaft der Zukunft bilden wird. Die vorgeschlagenen FTE-Bereiche sind für die Entwicklung der Infrastruktur überaus wichtig. Dabei sind der Bedarf an gezielten, konzentrierten Maßnahmen sowie die angestrebte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie, der Beschäftigungssituation in der Europäischen Union und der Lebensqualität zu berücksichtigen.EG-Unterstützung für Forschungs- und Technologieentwicklung in diesem Bereich begann 1988 unter dem 2. Rahmenprogramm und wurde 1991 und 1993 unter dem 3. Rahmenprogramm verstärkt. Der Industriesektor hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert, und der Schwerpunkt der FTE-Unterstützung durch die Gemeinschaft im 4. Rahmenprogramm wird sich verlagern; aber es ist von entscheidender Bedeutung, daß die Gemeinschaft FTE-Aktivitäten in fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -diensten weiterhin unterstützt, und zwar aus folgenden drei Gründen.Erstens ist die harmonisierte Entwicklung und Einführung neuer Generationen von Kommunikationssystemen und -diensten von wesentlicher Bedeutung für die Konsolidierung des Binnenmarktes: Forschung und Technologieentwicklung ist eine wesentliche Untermauerung für die Entwicklung transeuropäischer Netze und Dienste.Zweitens ist der Telekommunikationssektor von wichtiger wirtschaftlicher Bedeutung in sich selbst und als Stütze für alle anderen Wirtschaftssektoren: Neue integrierte Kommunikationsdienste sind der Schlüssel zu steigender Produktivität, industrieller Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze; innovative Nutzung von neuen Kommunikationsdiensten untermauert die Entwicklung flexiblerer Arbeitsmuster und die Konvergenz von Medien-, Fernseh- und Telekommunikationssektoren in der Bereitstellung interaktiver Videodienste.Drittens stellen die Entscheidungen über die Liberalisierung von Telekommunikationsdiensten bis 1998 neue Herausforderungen an die Technologieentwicklung für Netz- und Diensteinteroperabilität und Dienstemanagement in einer kompetitiven Umgebung. Daher ist die fortdauernde Unterstützung von FTE auf Gemeinschaftsebene ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaftspolitik für den Binnenmarkt, Industrieentwicklung, Schaffung neuer Arbeitsplätze und Telekommunikation selbst.RAHMEN Fortgeschrittene Kommunikationstechnologien und -dienste sind für die Festigung des Binnenmarktes, für Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit und für eine ausgewogene Wirtschaftsentwicklung entscheidend. Diese Dienste bilden eine wichtige Verbindung zwischen Industrie, Dienstleistungssektor und Markt sowie zwischen Randgebieten und Wirtschaftszentren. Sie sind ferner Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt und die kulturelle Entwicklung.Fortgeschrittene Kommunikationsdienste potenzieren die Leistungen traditionellerer Dienste. Einige Grossunternehmen haben bereits die möglichen Vorteile erkannt: geringere Kosten, erhöhte Produktivität, Wettbewerbsvorteile und verringerte Auswirkungen auf die Umwelt. In Europa besteht jedoch weiterhin eine Diskrepanz zwischen technologischem Potential und tatsächlichen Anwendungen.Die geplanten Tätigkeiten sind nicht nur Grundlage für die Innovation und ein Schlüsselelement für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern tragen auch dazu bei, auf die Anforderungen der Gesellschaft in Europa einzugehen. Die Forschung wird sich auf die Kommunikationsfähigkeit, die Integration und die Prüfung von Hochgeschwindigkeits-, Photonen- und mobilen Kommunikationssystemen im Versuch sowie die Verbreitung von Vorhaben zur Intelligenz in Netzen und in Diensten konzentrieren. Zu den Aktionen zählen jedoch auch eine Reihe von risiko- und chancenreichen Konzepten, aus denen langfristig wirtschaftliche und soziale Vorteile erwachsen können.Die beiden Phasen des RACE-Programms waren auf integrierte Breitbandnetze und Demonstrationsprojekte zur Nutzung solcher Netze gerichtet. Die Arbeiten dieses Programms bauen auf den bisherigen Ergebnissen auf und tragen ferner zum Erfolg der europäischen Aktionen in diesem Bereich bei. Für den Zeitraum bis 1998 muß jedoch der Schwerpunkt stärker auf innovative Verwendungsformen gelegt werden. Hierzu ist ein fachübergreifendes Konzept und eine engere Zusammenarbeit zwischen Benutzern moderner Kommunikationsdienste im öffentlichen und privaten Bereich erforderlich.Die Gemeinschaftsunterstützung für die technologische Entwicklung ist immer noch in ausgewählten Bereichen erforderlich, in denen kein Unternehmen allein aktiv werden kann und in denen gemeinsame europäische Spezifikationen und Normen notwendig sind. Diese Bereiche werden von diesem Programm abgedeckt.Die Arbeit baut auf den erzielten Ergebnissen und der im Rahmen des RACE-Programms aufgebauten Zusammenarbeit auf. Ein Schwergewicht liegt weiterhin auf gemeinsamen Funktionsspezifikationen und -normen. Bei den Aktionen wird in Zusammenarbeit mit den nationalen Aufsichtsbehörden ein stärkerer Nachdruck auf die Wechselbeziehung zwischen technologischer Entwicklung und Vorschriften gelegt, um die fortlaufende Harmonisierung der Regelwerke in Europa zu unterstützen und den nationalen Behörden die Möglichkeit zu bieten, mit den industriellen und sozialen Auswirkungen neuer Technologien und Dienste fertig zu werden.ZIELE DES PROGRAMMS Ziel ist die Entwicklung fortgeschrittener Kommunikationssysteme und -dienste, um die Wirtschaftsentwicklung und den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken. Hierbei wird der schnellen technologischen Entwicklung, veränderten Bedingungen im ordnungspolitischen Bereich und den Möglichkeiten für die Entwicklung transeuropäischer Netze und Dienste Rechnung getragen.Es sollen europäische Maßnahmen für die frühzeitige Bereitstellung und den wirksamen Einsatz fortgeschrittener Kommunikationsdienste zur Festigung des Binnenmarkts und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie auf den Weltmärkten unterstützt werden. Durch die Arbeiten können die öffentlichen und privaten Investitionen im Kommunikationsbereich, beim Verkehr, beim Energieverbrauch und im Umweltschutz sowie bei der Erprobung moderner Dienste angeglichen werden. Zusammen mit der Arbeit des Spezifischen Programms für Informationstechnologien, bieten sie eine gemeinsame technologische Grundlage für die Erforschung und Entwicklung von Anwendungen im Rahmen des spezifischen Programms über Telematiksysteme und bereiten die Herausbildung eines europäischen Marktes für Informationsdienste vor.Maßnahmen zur Stimulierung fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste, insbesondere zur Erleichterung der Beteiligung von KMU, werden in Form von Durchführbarkeitsstudien gefördert.ARBEITSBEREICHE Durch die Arbeiten wird die technologische Führung Europas bei der digitalen Breitbandkommunikation gefestigt und ein effektiver Netzbetrieb und die Bereitstellung von Diensten in einem durch seine Vielfalt geprägten und wettbewerbsorientierten Kommunikationsumfeld ermöglicht. Insbesondere wird das Entstehen digitaler Multimediadienste und integrierter Photoniksysteme mit Blick auf ihre weiterverbreitete Einführung in Europa ab dem Jahr 2000 einschließlich der Schaffung der technologischen Voraussetzungen für die Bereitstellung "gläserner Schnellstrassen" (rein optische Netze) gefördert und koordiniert. Durch die Arbeiten wird die Mobilität in ortsfesten Netzen und über fortgeschrittene drahtlose Systeme sowie Funk- und Satellitensysteme in ganz Europa sichergestellt, wobei ein besonderes Schwergewicht auf dem Benutzerzugriff in öffentlichen und privaten Netzen liegt, und es werden Technologien für die Integrität, Vertraulichkeit und die Verfügbarkeit von Informationen in integrierten Systemen entwickelt und demonstriert.In allen Bereichen wird den Benutzern generischer fortgeschrittener Kommunikationsdienste durch Demonstrationen von Technologie und Diensten ermöglicht, die Anwendbarkeit neuer Technologien zu bewerten und darauf hinzuwirken, daß die technologischen Entwicklungen ihren Anforderungen gerecht werden und sich auf zentrale Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Europa konzentrieren. Die Führungsrolle der Benutzer stellt auch sicher, daß bei den technologischen Entwicklungsarbeiten schnell veränderte wirtschaftliche und soziale Bedingungen bzw. wissenschaftliche Neuentdeckungen und Durchbrüche berücksichtigt werden können.Eine zentrale Rolle spielen die Systemintegration, die Erprobung und die Demonstration fortgeschrittener Dienste; ausserdem erfolgt eine enge Abstimmung mit den Entwicklungsarbeiten für transeuropäische Netze. Die Erprobung von Anwendungen dient dazu, die Möglichkeiten der fortgeschrittenen Kommunikationsdienste in einer Reihe von Unternehmensbereichen und Bereichen der öffentlichen Verwaltung vorzuführen, und ermöglicht eine Bewertung der Vorteile im Hinblick auf Effizienz, Zuverlässigkeit sowie verringerte Auswirkungen auf die Umwelt. Hierdurch werden Benutzergruppen mit gemeinsamen Interessen in die Lage versetzt, neue Technologien zu erproben, zur besseren Nutzung der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien auf strukturelle Zwänge und ordnungspolitische Auflagen einzugehen, die besten Praktiken zu ermitteln und die Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklung im Hinblick auf eine "Informationswirtschaft" mit dezentraler partnerschaftlicher Arbeit und Vernetzung kleiner Unternehmen zu bewerten.Es wird davon ausgegangen, daß die wichtigsten technologischen Entwicklungen folgende sechs Bereiche betreffen:1. Interaktive digitale Multimediadienste Multimediadienste einschließlich des Fernsehens wirken sich nachhaltig auf das soziokulturelle Leben der Gesellschaft aus. Europäische Normen und mehrsprachige Dienste sind für den sozialen Zusammenhang in Europa von wesentlicher Bedeutung, und durch einen starken Multimediasektor können neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch digitale Systeme können bestehende Infrastrukturen für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen besser genutzt und die Bildqualität und -auflösung (HDTV und weitergehende Entwicklungen) verbessert werden. Mit Hilfe dieser Systeme kann die Zahl der Programme und der Tonkanäle für mehrsprachige Programme vergrössert und können fortgeschrittene interaktive audiovisuelle Dienste geschaffen werden.Mit diesen Arbeiten sollen europäische interaktive digitale Multimedia-Kommunikationsdienste mit Blick auf ihre weitverbreitete Einführung ab dem Jahr 2000 gefördert und koordiniert werden.Ziel ist es, eine Integration bestehender Breitbanddienste - einschließlich der Fernsehprogramme, die über terrestrische Netze, per Kabel und per Satellit übertragen werden - mit öffentlich vermittelten Digitaldiensten (ISDN und GSM) für interaktive Multimediadienste zu ermöglichen. Ferner sollen Netze für voll symmetrische interaktive Multimediadienste entwickelt werden. Ziel der Arbeiten ist, das Frequenzspektrum wirksamer zu nutzen, die Anzahl der Kanäle zu vergrössern und die Qualität der Dienste zu verbessern, die auf allen Fernsehübertragungsnetzen verfügbar sind, und für eine Reihe unterschiedlicher Verwendungszwecke Technologien zum flexiblen Einsatz digitaler Video-Kommunikationsdienste einschließlich ultrahochauflösender Videotechnologien zu entwickeln.Durch die Arbeiten können neue Dienste eingeführt werden (von der fachlichen und professionellen Unterstützung der Telearbeit bis zu öffentlichen Unterhaltungsdiensten). Eine verstärkte Interaktivität ist Voraussetzung dafür, daß Fernsehgebühren nur für das jeweils eingeschaltete Programm erhoben werden, die öffentliche Informationsverbreitung selektiver erfolgt, auf Verlangen bei der Ausbildung geholfen werden kann, elektronische Informationsdienste für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen, ein On-line-Zugriff auf Spielfilme möglich ist, über eine Videoanwählfunktion kurz zuvor ausgestrahlte Fernsehprogramme gesehen werden können, die Werbung auf den Zuschauer abgestimmt werden kann und der Direktabsatz möglich wird. Mit Hilfe von vermittelten Videodiensten wird einer grossen Zahl von Organisationen einschließlich kleinen Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit geboten, Videotelephonate und Videokonferenzen von hoher Qualität durchzuführen. Durch die Verbindung von Multimedia-Arbeitsstationen durch leistungsstarke digitale Netze können bewegte Videobilder empfangen und übermittelt werden.Zu den Arbeiten zählt auch die Entwicklung digitaler Technologien für die kostengünstige Ausstrahlung und den kostengünstigen Empfang bei unterschiedlicher Bildauflösung für Großbildschirme und tragbare Empfänger in einer kohärenten digitalen Bildhierarchie. Leistungskräftige, flexible Multiplexsysteme ermöglichen unterschiedliche Konfigurationen von Bild- und Tonströmen innerhalb eines Kanals; ferner kann der Zugriff auf Programm- und Kanalebene kontrolliert werden, und eine effizientere Nutzung des Frequenzspektrums wird möglich. Zu den technologischen Entwicklungen gehören auch Arbeiten auf dem Gebiet der Bild- und Kanalkodierung, der Multiplexnutzung von Diensten, des Netzmanagements und der Zugriffskontrolle. Sie umfassen auch die Entwicklung von Systemen für die effiziente Frequenzzuweisung, Multimedia-Kommunikationsarchitekturen, einen interoperablen Satz von Quellenkodierungssystemen für Speicherung, Übermittlung und Display, gemeinsame Kanalkodierungs- und Modulationstechniken für die digitale Übermittlung sowie fortgeschrittene Betriebssysteme für die Verwaltung von Multimedia-Kommunikationsdiensten. Die Quellen- und Kanalkodierungssysteme werden auf einer digitalen Hierarchie beruhen, die das Dienstangebot mit Blick auf die Nutzung flexibel gestalten kann.Die Arbeiten umfassen ausserdem die Entwicklung fortgeschrittener Bildkompressionssysteme für die Kommunikation bei Medien mit begrenzter Bandbreite, die Bildanalyse, das Erarbeiten von Kenntnissen über fortgeschrittene Dienste wie die 3D-Video-Kommunikation und "virtülle Präsenz" bzw. die Schaffung solcher Dienste. Darüber hinaus umfassen sie die Entwicklung von Raumbild- und 3D-Darstellungstechnologien, fortgeschrittene Techniken der Bildaufnahme, der -aufbereitung, der -speicherung und der -suche sowie fortgeschrittene Interaktionstechniken für digitale Videodienste.Die Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zu gemeinsamen europäischen Funktionsspezifikationen und -normen, insbesondere im Bereich der Multimedia-Kommunikationsprotokolle und der Bildkodierung und ermöglichen mengenbedingte Rationalisierungseffekte, die erforderlich sind, damit die europäische Industrie auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig bleibt.2. Photoniktechnologie Ziel ist, die Einführung integrierter Photoniksysteme zu fördern und zu koordinieren, einschließlich der Schaffung der technologischen Grundlagen für die Entwicklung rein optischer Netze ("gläserne Schnellstrassen") in Europa bis zum Jahr 2000.Die Arbeiten werden die bei den optischen Kommunikationsdiensten in den letzten zehn Jahren zu verzeichnenden aussergewöhnlichen Fortschritte nutzen und auf ihnen aufbauen. Es werden Technologien zur Verwendung optischer Techniken im gesamten Netz entwickelt, die sowohl für die Vermittlung als auch für die Übertragung eingesetzt werden, wobei eine unnötige Konversion zwischen Photonik und Elektronik vermieden wird.Die Arbeiten umfassen die Entwicklung von Verfahren für die Bereitstellung von Multigigabit-Bandbreiten (minimale Kosten, Bitraten- und Entfernungsunabhängigkeit), optische Vermittlungstechnologien sowie die optische Signalverarbeitung und -steuerung. Für die Entwicklung von den bisherigen Netzen mit elektronischer Vermittlung hin zu den künftigen hybriden und rein optischen Netzen werden Migrationswege und Zeitpläne erarbeitet. Es werden völlig neue Konzepte in bezug auf Auslegung, Netzmanagement und Steuerung von Photonennetzen entwickelt. Die grundlegenden Vorteile von Photonen im Vergleich zu Elektronen im Hinblick auf die physikalischen Eigenschaften werden in realistischen Anwendungen gezeigt.Neue Konzepte der Quantenoptik, der nichtlinearen Dynamik, der Femtosekundentechnologien und der optischen Verarbeitung werden genutzt, um zur nächsten Technologiegeneration vorzustossen und nach dem Jahr 2000 Terabitbandbreiten verfügbar zu machen. Die notwendige Verringerung der Kosten für den Breitbandzugriff wird vorgenommen, damit aus der "gläsernen Schnellstrasse" voller Nutzen gezogen werden kann, insbesondere für Kundennetzschnittstellen und Schnittstellen zwischen ortsfesten Netzen und mobilen Diensten. Die Auslegung und Entwicklung der neuen Netzinfrastruktur und der Schnittstellen erfolgt in enger Abstimmung mit den Breitbanddiensten, für die sie bestimmt sind.3. Hochgeschwindigkeitsnetze Bis zum Jahr 2000 sollen für führende europäische Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen integrierte Hochgeschwindigkeitsnetze im Multigigabitbereich bereitstehen; die europaweite Einführung dieser Netze für die allgemeine Nutzung soll vorbereitet werden.Mit der Technologie- und Systementwicklung sollen die Breitbanddienste einschließlich Bildtelefon, Telearbeit, Multimedia- und Sozialdienste unterstützt werden. Hierunter fallen Teilnehmernetze (CPN) sowie öffentliche und unternehmensinterne Netze; die Arbeiten erstrecken sich von der grundlegenden Technologieentwicklung über die Durchführung von Pilotvorhaben bis zu fortgeschrittenen Diensten.Die Arbeiten umfassen eine Phase, in der die Benutzer festlegen, welche Netzdienste und welche Netzinfrastruktur für die Unterstützung fortgeschrittener Anwendungen grundlegende Bedeutung haben. Zu den Arbeiten gehört eine vollständige Analyse der Pläne für die Nutzung, der Systemauslegung, der Durchführung sowie von Management- und Überwachungsfragen. Für die unterschiedlichen technologischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten werden Netztopologien und -architekturen ausgearbeitet. Anschließend folgt eine zweite Phase, in der die fehlenden Elemente entwickelt und in die FuE-Ergebnisse in anderen Bereichen integriert werden. Hierzu gehören alle für die Hochgeschwindigkeitskommunikation erforderlichen Netzaspekte (Protokolle, Leitwegermittlung, Überlastungsmanagement). Die im Rahmen von RACE entwickelten ATM-Technologien (Asynchroner Transfer Modus) bilden einen Ausgangspunkt, bezueglich Geschwindigkeit und Kapazität wird jedoch eine Ausweitung vorgenommen.In der dritten Phase werden Versuche mit Zusammenschaltungen und Demonstrationsvorhaben unterstützt. Mit ihnen soll der Einsatz zuverlässiger und sicherer Breitband-Netzdienste hoher Qualität gefördert und die rechtzeitige und koordinierte Infrastrukturbereitstellung angeregt werden. Dies wird auch zur Lösung von Fragen im Zusammenhang mit grenzuebergreifenden Vorschriften beitragen. Die Versuche werden zur Bewertung des Nutzmanagements und des Netzbetriebs sowie von Zuverlässigkeits- und Flexibilitätsparametern eingesetzt. Sie bilden ein umfassendes Testgerüst, das auf dem Zusammenschalten von Inseln beruht, und fördern ein breites Spektrum fortgeschrittener Anwendungen und Dienste. Die verschiedenen Technologien werden durchweg auf neue Benutzeranforderungen abgestimmt, um ihre Akzeptanz zu verbessern.4. Mobilität und personenbezogene Kommunikationsnetze Ziel ist, die voraussichtliche Nachfrage im Bereich der personenbezogenen Kommunikation nach dem Jahr 2000 zu decken und der europäischen Industrie dabei behilflich zu sein, ihre führende Stellung in diesem Bereich beizubehalten.Bei den künftigen Telekommunikationsnetzen wird die Fähigkeit eine herausgehobene Rolle spielen, für eine ständig steigende Zahl mobiler Benutzer ein breites Spektrum an Telekommunikationsdiensten anzubieten. Es wird davon ausgegangen, daß die künftige Nachfrage im Bereich der personenbezogenen Kommunikation bisher unbekannte Ausmasse erreichen wird und daß der Bedarf an "personenbezogenem Kommunikationsraum" völlig neue, erweiterte und spektrumswirksame Netze, Infrastrukturen und Ausrüstungen erfordert.Die Arbeiten werden sich auf operationelle Versuche und die technologischen Aspekte integrierter ortsfester und mobiler Breitbandnetze konzentrieren, die sich direkt auf die Bereitstellung verbesserter personenbezogener Kommunikationdienste auswirken.Die Versuche dienen der Validierung drahtloser Subsysteme und Netzkomponenten in verschiedenen Umgebungen (Büro, Privatbereich und Fabrik). Mit diesen Versuchen sollen kostengünstige Anwendungen und Dienste in diesen Umgebungen vorgeführt, die Integration verschiedener Netze und Dienste validiert und die Schnittstelleneffektivität nachgewiesen werden. Die Versuche umfassen auch die Entwicklung und die Prüfung von Wartungsverfahren, Zuverlässigkeitstests und eines Managementverfahrens zur durchgängigen Gewährleistung von Qualitätsstandards. Die Arbeiten tragen auch dazu bei, gemeinsame Spezifikationen und Normen zu entwickeln und neue Marktmöglichkeiten sowie die erforderlichen Änderungen im Hinblick auf Vorschriften und Ausrüstungsspezifikationen zu ermitteln.Die Arbeiten betreffen insbesondere die folgenden beiden Hauptschwerpunkte:Für mobile Breitbandsysteme und -dienste betreffen die technologischen Entwicklungen die Miniaturisierung, die Integration von Bauelementen und die Packungstechniken für tragbare Niedrigleistungstransceiver für Übermittlung, Empfang, Display und lokale Bearbeitung von Multimediainformationen. Zur kostengünstigen Übermittlung und zum kostengünstigen Empfang interaktiver und distributiver Multimediainformationen über drahtlose Netze einschließlich Satellitennetze und lokale Netze werden unter optimaler Nutzung des Frequenzspektrums Technologien für den Breitbandfunk entwickelt. Es werden fortgeschrittene elektrische/optische Technologien genutzt, um "radio-overfibre" und die Entwicklung neuer Architekturen für mobile Netze mit Verteilungsstellen und Basisstationen zu ermöglichen, die mit niedriger Leistung arbeiten. Darüber hinaus werden neue Techniken für den Vielfachzugriff zusammen mit den zugehörigen Kodier- und Kompressionstechnologien entwickelt, um den Anforderungen für die zuverlässige und sichere Übermittlung sehr umfangreicher Informationen bei Geschwindigkeiten gerecht zu werden, die denen in ortsfesten Breitbandnetzen entsprechen. Ferner werden grundlegende Technologien für integrierte Satellitennetze sowie terrestrische Netze entwickelt. Ausserdem werden Zeichengebungs- und Übermittlungsprotokolle entwickelt und die an sie zu stellenden Anforderungen bezueglich Kapazität und Erfassungsbereich bewertet. Die Normung wird durch die Entwicklung gemeinsamer Funktionsspezifikationen für die Integration mobiler Breitbandnetze (boden- und satellitengestützt) in ortsfeste Netze bzw. für ein entsprechendes Zusammenwirken unterstützt.Zur Entwicklung des Konzepts eines "personenbezogenen Kommunikationsraums" werden fortgeschrittene Technologien für die Personenerkennung, die Sicherheit und den Datenschutz erforscht, die auf der Verwendung von Stimmerkennungssystemen und/oder "Smart card"-Techniken beruhen. Fortgeschrittene Managementverfahren für integrierte Breitbandnetze werden für die Lokalisierung/Registrierung und für das Management von Teilnehmerdatenbanken entwickelt. Mensch/Maschine-Schnittstellen und gemeinsame Betriebsverfahren werden für personalisierte Dienstprofile, den Dienste- und Netzzugriff, den Verbindungsaufbau, die Dienstekontrolle und die Abrechnung entwickelt.5. Intelligenz in Netzen und Dienste-Engineering Es sollen Technologien für das flexible und das Echtzeitmanagement von Kommunikationsbeständen entwickelt werden, in denen sich der Wunsch der Benutzer, der Diensteanbieter und der Netzbetreiber nach Lösungen widerspiegelt, die sich organisch aus den Benutzeranforderungen, der Marktentwicklung und dem technologischen Wandel entwickeln.Besonderes Ziel der Arbeiten zur Intelligenz in Netzen ist, die Kommunikationsnetze (einschließlich Netze, Dienste und Benutzerzugriff) mit den für das Echtzeitmanagement von Kommunikationsbeständen erforderlichen Merkmalen auszustatten.Die FuE-Arbeiten zum Dienste-Engineering werden die Konzepte der modularen Normung von Dienstekomponenten und Bausteinen voranbringen, die Grundlage für eine kostengünstigere, schnellere und stärker am Bedarf ausgerichtete Entwicklung von Diensten bilden. Die modulare Normung ist Grundlage für die wiederholbare Nutzung und gemeinsame Verwendung von Beständen. Sie ist ferner die Voraussetzung für zukunftssichere Investitionen, da Technologie und Funktionen bzw. deren Intergation in einen gegebenen Dienst oder eine gegebene Anwendung entkoppelt werden.Diese Arbeiten werden daher zur schnellen und flexiblen Einführung neuer Dienste in fortgeschrittenen Breitbandnetzen, zum effektiven Netzmanagement und zur Bereitstellung von Diensten in einem durch Vielfalt und Wettbewerb gekennzeichneten Kommunikationsumfeld beitragen. Es wird davon ausgegangen, daß neue Dienste um zumindest eine Grössenordnung schneller bereitgestellt werden und sich dadurch für neue Dienste bereits in einem frühen Stadium Marktchancen eröffnen. Für die Benutzer wird sich das Dienste-Engineering dahin gehend auswirken, daß sie über die eingesetzten Dienste und Kommunikationsmedien eine stärkere Kontrolle ausüben können, indem sie zu gegebener Zeit Sprache, Daten und Video miteinander verbinden.Die Software- und Systementwicklung wird im Rahmen von Anwendungserprobungen durchgeführt, an denen die Endbenutzer, Diensteanbieter und Netzbetreiber beteiligt sind. Sie umfasst die Entwicklung, Bewertung und Validierung von Architekturen, Methoden und Werkzeugen, die Integration von Dienstekomponenten sowie Managementtechniken für Netze und Dienste. Ferner werden lernfähige und selbstkorrigierende Managementsysteme für "anpassungsfähige Netze" entwickelt und geprüft.Die Arbeiten zur Verkürzung des Kreislaufs für die Entwicklung von Diensten werden sich auf den gesamten Kreislauf konzentrieren, von der Bedarfsermittlung bis zur Schaffung und Bereitstellung von Diensten im Netz. Besondere Aufmerksamkeit wird der transparenten und zuverlässigen Einführung von Diensten im tatsächlichen Betriebsumfeld getan. Die Arbeiten werden die Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte für Dienste umfassen, die aus einer grösseren Bandbreite und erhöhten Intelligenz der Netze und einer erhöhten Mobilität der Benutzer Vorteile ziehen. Ausserdem werden Programmierschnittstellen für die Anwendung entwickelt und auf ihre Brauchbarkeit geprüft. Bei den Arbeiten werden die Heterogenität der Netze, die Migration hin zu integrierten Netzen, die Mobilität der Benutzer, die Entwicklung wiederverwendbarer Dienstekomponenten und ressourcenintensive Dienste (z. B. "virtülle Präsenz") berücksichtigt. Darüber hinaus werden Techniken für die schnelle Erprobung der Dienstekonformität entwickelt.Die Arbeiten zum Dienste-Engineering sind auf neue Bedürfnisse in einem durch eine rasch zunehmende Vielfalt geprägten Umfeld gerichtet. Die Arbeiten schließen die Entwicklung gemeinsamer Funktionsspezifikationen und praktischer Anleitungen für das integrierte Dienste-Engineering ein. Im Hinblick auf die Schaffung neuer Dienste werden neue Organisationsrahmen und Technologien für die Wiederverwendung von Dienstekomponenten entwickelt. Die Arbeiten im Zusammenhang mit Benutzeranforderungen schließen auch die Entwicklung von Technologien und Systemen ein, mit denen die Benutzerkontrolle der Dienste, ihre Integration und der Ressourceneinsatz verstärkt wird. Ferner wird der Einsatz von Diensten und Techniken für die angepasste Interaktion zwischen Benutzer und Dienst unter ergonomischen Gesichtspunkten erforscht.Die Arbeit wird zusammen mit den Arbeiten im Bereich 6 über den Schutz von Kommunikationssystemen und die Sicherheitsaspekte beim Zugriff auf Bestände durchgeführt. Ausserdem werden die Normungsarbeiten durch die Funktionsspezifikationen und praktischen Anleitungen unterstützt, die sich aus diesen Arbeiten ergeben.6. Qualität, Sicherheit und Schutz der Kommunikationsdienste und -systeme Ziel ist, Technologien zu erforschen und zu entwickeln, die für wirtschaftlich tragfähige und operationell befriedigende Lösungen zur Erfuellung der Anforderungen an sichere und geschützte Dienste und Systeme hoher Qualität erforderlich sind.Dienstequalität, -sicherheit und -schutz sind eng miteinander verknüpft. Es müssen leicht handhabbare, zuverlässige und dauerhafte Lösungen entwickelt werden, bei denen die Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil ist. Bei den Informationsdiensten muß dem Schutz von Informationsbeständen besondere Beachtung geschenkt werden, sowohl direkt über die verwendete Technologie (Funktionalität) als auch indirekt über die Qualität von Systemauslegung, Entwicklung und Betrieb (Gewährleistung).Die Arbeiten betreffen den allgemeinen öffentlichen Bereich. Sie sind daher für die meisten Unternehmensbereiche, die öffentliche Verwaltung und die Öffentlichkeit insgesamt von Bedeutung. Sie umfassen traditionelle Anforderungen wie die Kommunikationsintegrität und -zuverlässigkeit (Sicherheit, daß die Information mit den verfolgten Absichten übereinstimmt) und die Vertraulichkeit (oder den Datenschutz) sowie andere Merkmale wie den Sende-/Empfangsbeweis (damit weder der Urheber noch der Empfänger leugnen kann, daß eine Nachricht versendet bzw. empfangen wurde) und elektronische Unterschriften. Sobald solche Funktionen öffentlich verfügbar sind, kann die Wirtschaft die meisten Transaktionen elektronisch durchführen. Bei der Frage der Vertraulichkeit ist man sich einig, daß mit der nationalen Sicherheit und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung vereinbarte Lösungen notwendig sind.Die enge Verknüpfung von Dienstequalität, -sicherheit und -schutz erfordert die Entwicklung eines in sich geschlossenen technischen Konzepts. Vertrauenswürdigkeit setzt sichere und geschützte Netze und Dienste voraus. Die Arbeiten werden sich auf technologische Entwicklungen zur Verbesserung von Dienstequalität, -sicherheit und -schutz in dezentralisierten Informationssystemen konzentrieren, wobei insbesondere der Rentabilität Beachtung geschenkt wird. Ausserdem werden eingebaute Frühwarnverfahren sowie Verfahren für Fehler-/Gefahrenmeldungen und flexible Reaktionsmechanismen erforscht. Diese Verfahren werden gegebenenfalls als Mittel zum Schutz öffentlicher netzgestützter Dienste und Anwendungen vor Interferenzen und Ausfällen entwickelt.Im Zusammenhang mit einer besseren Dienstequalität ist die technologische Entwicklung Voraussetzung dafür, daß Multimedia- und Verteilerdienste besser eingesetzt werden können und zuverlässiger arbeiten. Die FuE ist auf neue Architekturen für die Bereitstellung sicherer und geschützter Breitbanddienste gerichtet. Im Zusammenhang mit der sicheren Kommunikation konzentriert sich die FuE auf das flexible Sicherheitsmanagement in einem offenen und weltweiten Netz- und Diensteumfeld. Im Hinblick auf einen stärkeren Schutz wird sich die Technologieentwicklung mit fail-safe-Mechanismen sowie lernfähigen und selbstkorrigierenden Netzen und Diensten beschäftigen.Die Tätigkeiten werden die Arbeiten in anderen Bereichen dieses Programms und in anderen spezifischen Programmen ergänzen und Forschungs- und Demonstrationsvorhaben sowie die Erprobung integrierter Systeme umfassen. Zu den Ergebnissen werden gemeinsame Funktionsspezifikationen, praktische Anleitungen und Beiträge zur Normung zählen.Horizontale Maßnahmen Konsens-Entwicklung und Konzertierung nationaler und regionaler Aktivitäten, die dazu dienen, die Entwicklung von Breitbandinfrastrukturen und -diensten voranzutreiben und zu fördern.Diese Maßnahmen, mit denen die Arbeiten in jedem der sechs Bereiche aufeinander abgestimmt werden, umfassen die Konzertierung zwischen einzelnen FTE-Vorhaben, die Abstimmung mit den europäischen Normenorganisationen und den strategischen Planungsgremien (1), die Koordinierung sowie Zusammenarbeit in geeigneten Fällen mit COST- und Eureka-Aktivitäten sowie die Koordinierung mit Maßnahmen, die im Rahmen des EFRE, der EIB, des EIF und der Kohäsionsfonds finanziert werden.Die konzertierten Aktionen und Begleitmaßnahmen werden sich auf die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen fortgeschrittener Kommunikationsdienste konzentrieren. Diese Aktionen werden Möglichkeiten eröffnen, die öffentlichen und privaten Investitionen im Telekommunikations- und im Verkehrsbereich hinsichtlich Energieeinsparung und Umweltschutz aufeinander abzustimmen. Mit diesen Arbeiten sollen fortgeschrittene Dienste zur europaweiten Bereitstellung ermittelt und definiert und ihre Auswirkungen bewertet werden. Darüber hinaus werden besondere Maßnahmen ergriffen, um auf die mit neuen Diensten verbundenen Vorteile aufmerksam zu machen.Besondere Maßnahmen auf dem Gebiet der internationalen ZusammenarbeitDie meisten wirtschaftlichen Tätigkeiten werden weltweit ausgeuebt, weshalb auch die Telekommunikation in einem weltweiten Maßstab operieren muß. Die zur Zeit in der Grossindustrie einschließlich des Telekommunikationsbereichs zu verzeichnenden Zusammenschlüsse unterstreichen diese globale Dimension. Besondere Maßnahmen zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit werden sich auf die Entwicklung von Anwendungen und das Netzmanagement konzentrieren und sich auf klar umgrenzte Gebiete von gegenseitigem und ausgewogenem Interesse beschränken. Besondere Beachtung wird der Zusammenarbeit mit der Initiative für die nationale Informationsinfrastruktur in den Vereinigten Staaten und mit ähnlichen Initiativen in Japan gewidmet.Diese Maßnahmen werden auch den Rahmen für eine engere Zusammenarbeit mit Initiativen in Mittel- und Osteuropa sowie den neuen unabhängigen Staaten der ex-Sovietunion bilden, einschließlich jenen, die unter den PHARE- und TACIS-Programmen subventioniert werden und der durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) finanzierten Initiativen. Zu einer Zeit, in der Mittel- und Osteuropa eine schwierige Phase der Umstrukturierung durchläuft, wird die Unterstützung für Versuche im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikation, die auf "geeigneten" ost- und westeuropäische Organisationen verbindenden Technologien beruht, dazu beitragen, den Transfer von Know-how zu beschleunigen, die einheimische Wirtschaftsentwicklung voranzutreiben und neue Möglichkeiten für europäische Unternehmen zu eröffnen. Ferner werden besondere Maßnahmen ergriffen, um den Austausch von Wissenschaftlern und Forschern zwischen Ost- und Westeuropa im Rahmen einiger FuE-Vorhaben und Versuche zu erleichtern.Besondere Maßnahmen zur Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse und zur beruflichen Ausbildung in den fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und im Dienstemanagement.Diese Maßnahmen umfassen die Veranstaltung von Ferienkursen, Seminaren und Workshops sowie die Unterstützung ausgewählter internationaler Konferenzen. Ferner ist der berufliche Austausch von Wissenschaftlern zwischen den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft für befristete Forschungsarbeiten in den Projekten vorgesehen.Verstärkte Bemühungen gelten der effektiven Nutzung neuer Technologien und Dienste. Dies soll durch öffentliche Demonstrationen und Ausstellungen vorangetrieben werden.(1) ETSI, CEN/CENELC, Eurescom und ETNO.ANHANG II >PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANG III MODALITÄTEN DER DURCHFÜHRUNG DES PROGAMMS 1. Die Verfahren für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses über das vierte Rahmenprogramm festgelegt. Die Verfahren für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse sind in den Bestimmungen, die der Artikel 130j des Vertrages vorsieht.Im Hinblick auf die Durchführung des Programms ist jedoch wie folgt zu präzisieren:1.1. Eine von der Gemeinschaft unterstützte Teilnahme am Programm ist möglich:a) für alle Körperschaften, die normalerweise FuE-Aktivitäten durchführen und- ihren Sitz in der Gemeinschaft haben;- ihren Sitz in einem Land haben, das infolge eines zwischen der Gemeinschaft und diesem Drittland abgeschlossenem Abkommen ganz oder teilweise mit dem betreffendem Programm assoziiert ist;b) für die gemeinsame Forschungsstelle.1.2. Eine von der Gemeinschaft nicht finanzierte Teilnahme am Programm ist, unter der Bedingung, daß ihre Teilnahme für die Gemeinschaft von Interesse ist, möglich:a) für rechtliche Körperschaften, die in einem Land ihren Sitz haben, das mit der Gemeinschaft ein Abkommen über Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie abgeschlossen hat, welches die von diesem Programm abgedeckten Bereiche betrifft, und zwar unter der Bedingung, daß diese Teilnahme dem o.g. Abkommen nicht zuwider läuft;b) für rechtliche Körperschaften mit Sitz in europäischen Ländern;c) für internationale Forschungseinrichtungen.1.3. In bestimmten Fällen kann die Teilnahme internationaler Organisationen mit Sitz in Europa auf die gleiche Art und Weise finanziert werden, wie die Teilnahme von Institutionen, die ihren Sitz in der Gemeinschaft haben.2. Die Durchführung des Programms erfolgt nach der Festlegung von Feldversuchen für fortgeschrittene Anwendungen von Kommunikationstechnologien, die einen optimalen Beitrag zum Wachstum in Europa, zur Wettbewerbsfähigkeit und zu Maßnahmen für die Beschaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Das Arbeitsprogramm für technologische FuE wird auf der Grundlage der in diesen Feldversuchen aufgestellten spezifischen Anforderungen verabschiedet.Das vorliegende Programm wird wie folgt durchgeführt:2.1. Finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an FTE-Tätigkeiten, die von Dritten oder den Instituten der GFS in Zusammenarbeit mit Dritten durchgeführt werden:a) Aktionen auf Kostenteilungsbasis mit nachstehenden Modalitäten:- FTE-Projekte, die von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen, einschließlich der Konsortien für "integrierte Aktionen", durchgeführt werden;- technologische Förderung der Beteiligung von KMU durch Gewährung einer Prämie für die Sondierungsphase - die auch die Suche nach Partnern umfasst - eine FTE-Aktion sowie durch kooperative Forschung. Diese Prämie wird nach der Auswahl von Vorschlägen gewährt, die zu einem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden können- Unterstützung bei der Finanzierung von Infrastrukturen oder Anlagen, die zur Durchführung von Versuchen und koordinierten Aktionen unbedingt notwendig sind (verstärkte Koordinierungstätigkeit).b) Konzertierte Aktionen, bei denen bereits von staatlichen Behörden oder privaten Organisationen finanziete FTE-Projekte insbesondere in Form von Konzertierungsnetzen koordiniert werden. Die konzertierte Aktion kann auch zu der für das Funktionieren der thematischen Netze erforderlichen Koordinierung dienen. In diesen Netzen sind durch FTE-Projekte auf Kostenteilungsbasis (siehe Absatz 2.1 (a), erster Gedankenstrich) Hersteller, Verbraucher, Hochschulen und Forschungszentren als Interessengruppe mit einem gemeinsamen technologischen oder industriellen Ziel zusammengefasst.c) Spezifische Maßnahmen, zum Beispiel zugunsten der Normung und zum Einsatz von allgemeinen Werkzeugen für Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen. Die Beteiligung der Gemeinschaft deckt bis zu 100 % der Kosten dieser Maßnahme ab.2.2. Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen mit nachstehenden Modalitäten:- Studien zur Unterstützung dieses Programms und Ausarbeitung von etwaigen künftigen Aktionen;- Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen, einschließlich Sitzungen zur intersektoralen oder fachübergreifenden Koordinierung;- Inanspruchnahme externer Fachkenntnisse, einschließlich Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken;- wissenschaftliche Veröffentlichungen, einschließlich Verbreitung, Förderung und Verwertung der Ergebnisse (in Abstimmung mit den im dritten Aktionsbereich durchgeführten Tätigkeiten);- Studien zur Bewertung der sozioökonomischen Folgen sowie der technologischen Risiken im Zusammenhang mit allen Projekten dieses Programms. Für eine enge Zusammenarbeit mit dem Programm über gezielte sozialwirtschaftliche Forschung wird gesorgt, um eine optimale Nutzung und den eventuellen Gebrauch der Ergebnisse dieser Arbeit sicherzustellen;- Ausbildung in den Forschungsbereichen des Programms;- unabhängige Bewertung (einschließlich Studien) der Verwaltung und der Ergebnisse der Programmtätigkeit;- Maßnahmen zur netzartigen Unterstützung von Informations- und Sensibilisierungsaktionen für Betriebe und Personen und zur dezentralisierten Unterstützung von KMU in Abstimmung mit der Aktion Euromanagement - FTE-Audits.Die im vorliegenden Programm vorgesehenen Aktivitäten zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse ergänzen die Aktivitäten im Rahmen der Aktion 3 und werden in enger Verbindung mit dieser durchgeführt. Die FTE-Projektpartner bilden optimale Netze zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse. Wie schon voranstehend ausgeführt, erhalten sie hierbei Unterstützung durch Veröffentlichungen, Konferenzen, Förderung der Ergebnisse, Studien zur Bewertung des technologischen und wirtschaftlichen Potentials usw. Um eine optimale Nutzung der Ergebnisse zu gewährleisten, müssen die Faktoren, die deren weitergehende Verwendung begünstigen, über die gesamte Laufzeit der FTE-Projekte berücksichtigt werden.