CELEX: 51978PC0389
Language: de
Date: 1978-09-20
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER UMSTURZSCHUTZVORRICHTUNGEN FÜR LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHE ZUGMASCHINEN AUF RÄDERN - STATISCHE PRÜFUNGEN - (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (78) 389
Vol. 1978/0149
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                              KOM(78)389 endg.
                                              Brüssel , den 20 . September 1978
       !-                > 13
              VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES
              ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN
                     DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER
                   UMSTURZSCHUTZVORRICHTUNGEN
    FÜR LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHE ZUGMASCHINEN AUF RÄDERN
                      - STATISCHE PRÜFUNGEN -
             (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
 ---pagebreak---                                   BEGRÜNDUNG
. Allgemeines
   In den Rahmen des Verfahrens zur Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis
   für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern , das Gegen­
   stand der Richtlinie des Rates 7U/ 15O /EWG vom !+. März I97I+ ( 1 ) ist , fal­
  len auch die Umsturzschutzvorrichtungen ( Sicherheit s führerhaus /Sicher-
  heitsrahmen ) . Der Rat hat auf Vorschlag der Kommission am 28 . Juni 1977
  eine diesbezügliche Richtlinie verabschiedet , die spezieller die Vor­
  schriften für die Kontrolle der Festigkeit von Umsturz Schutzvorrichtungen
  und ihrer Befestigung an der Zugmaschine auf der Grundlage dynamischer
  Prüfungen ( Pendelprüfungen ) zum Gegenstand hat ( 2 ). Diese Richtlinie
  basiert auf den Vorschriften für vereinheitlichte Prüfungen landwirt­
  schaftlicher Zugmaschinen , die 1970 und 1973 von der Organisation für
  wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung festgelegt worden sind .
  Bei der Ausarbeitung der Richtlinie hat sich gezeigt , dass diese Vor­
  schriften mehrere Lücken aufweisen . Sie gestatten es u.a . nicht ,
  Prüfungen an kleinen Zugmaschinen ( Masse von weniger als 1,5 t ) und
  grossen Zugmaschinen ( Masse von mehr als U,5 t ) durchzuführen . Infolge
  der jüngsten technischen Entwicklungen besteht jedoch eine klare Tendenz
  zum Bau und mithin zur Verwendung von schweren Zugmaschinen . Auch
  diese Zugmaschinen müssen einem gemeinsamen Verfahren zur Kontrolle
  ihrer Schutzvorrichtungen unterzogen werden können , um auf der einen
  Seite den verstärkten Austausch dieser Typen von Zugmaschinen zu er­
  leichtern und auf der anderen Seite den Benutzern schwerer Zugmaschinen
                                             «
  Gewahr für eine zufriedenstellende Sicherheit beim Umsturz zu bieten .
  Deshalb hat die Kommission eine Gruppe von Forschern beauftragt , einen
  Entwurf von Prüfvorschriften auszuarbeiten , mit denen die tatsächlichen
  Bedingungen bei Umsturzunfällen möglichst genau dargestellt werden kön­
  nen . Untersuchungen haben gezeigt , dass die dynamischen Prüfungen für
  Zugmaschinen mit einer Masse von mehr als U,5 t nicht geeignet sind ,
  denn trotz sehr genauer Spezifikationen für die Befestigung der Zug­
  maschine am Boden während der Prüfungen kann der Teil der Nennenergie ,
  der von der Schutzvorrichtung aufgenommen wird , während der Versuche
  sehr stark variieren , was durch verschiedene nicht kontrollierbare
  ( 1 ) ABl . L 81+ vom 28.3.1974 , S. 10
  ( 2 ) ABl . L 220 vom 29-8.1977 , S. 1
 ---pagebreak---                                   - 2 -
Veränderliche "bedingt ist . Dagegen "bieten die statischen Versuche die
Möglichkeit , diese Nachteile ganz oder teilweise zu beseitigen ,
denn bei den Belastungsprüfungen können die Kräfte und Ablenkungen stän­
dig erfasst werden . In Zweifelsfällen ist es möglich , die Prüfung zu
unterbrechen , um zum Beispiel den Verformungsprozess oder die Entstehung
von Rissen besser zu beobachten .
Es kann davon ausgegangen werden , dass die im Anhang zu dem vorliegenden
Richtlinienvorschlag vorgesehenen Prüfbedingungen die Wirklichkeit ziem­
lich genau wiedergeben , so dass die Vorrichtungen , die kein ausreichen­
des Sicherheitsniveau garantieren - mit anderen Worten Vorrichtungen ,
die bei den Prüfungen zu grosse Brüche und Risse aufweisen oder die
unter der Laste inwirkung in die Freiraumzone , d.h . die Zone um den Führer­
sitz , welche die Vorrichtung bei einem Unfall schützen können muss , ein­
dringen - ausgesondert werden können .
Die statischen Prüfungen können an allen Typen von Zugmaschinen mit
einer Masse von mehr als 1,5 t vorgenommen werden . Sie sind mithin nicht
für kleine Zugmaschinen geeignet ( bei denen es sich namentlich um Wein-
bergschlepper oder Schmalspurschlepper handelt ) , bezüglich deren die
Harmonisierungsarbeiten noch im Gange sind . Die Festlegung von Prüfvor-
schriften für diese Zugmaschinen bietet nicht unerhebliche Schwierig­
keiten wegen der sehr speziellen Bauweise und der ebenfalls sehr speziel­
len Einsatzbedingungen ( zum Beispiel Notwendigkeit , den Sicherheit sbogen
umlegen zu können ).
Dagegen sind die statischen Prüfungen auch für die Zugmaschinen geeignet ,
die in den Anwendungsbereich der Richtlinie des Rates vom 28 . Juni 1 9TT
über die dynamische Prüfung der Festigkeit fallen , d.h . die Zugmaschinen
mit einer Masse von 1,5 bis U , 5 t .
Eine Aufhebung dieser Richtlinie hätte in Betracht gezogen werden können .
Bei näherer Überlegung bringt eine solche Massnahme jedoch verschiedene
Nachteile mit sich .  Da die OECD-Vorschriften seit mehreren Jahren be­
stehen , verfügen die Hersteller für die vorherigen Kontrollen in der
Phase der Planung der Vorrichtungen und dann für die Prüfung ihrer Uber­
einstimmung mit dem zugelassenen Typ über Anlagen , die auf dynamische
Prüfungen zugeschnitten sind . Nun können diese Prüfungen , zumindest
beim gegenwärtigen Stand der Kenntnisse , für Zugmaschinen mit einer
 ---pagebreak---                                   - 3 -
Masse von 1,5 bis 4,5 t grossenteils als den statischen Prüfungen äqui­
valent angesehen werden .  Es ist nicht vertretbar , den Herstellern die
Beschaffung sehr kostspieliger Anlagen für die Kontrolle der Vorrichtungen
auf der Grundlage statischer Prüfungen zur Auflage zu machen . Für diese
Zugmaschinen wird somit vorgeschlagen , den Herstellern die Wahl der Prüf-
methode ( dynamische oder statische Prüfung ), der die Vorrichtung "bei den
Kontrollen für die Erteilung der Bauartgenehmigung zu unterziehen ist ,
zu überlassen .
Auf lange Sicht wird es aber zweifellos zweckmässig sein , nur die sta­
tischen Prüfungen bestehen zu lassen , da diese den sicheren Vorteil
bieten , dass mit einer einzigen Anlage ein sehr breites Spektrum von
Sicherheitsführerhäusern/Sicherheitsrahmen kontrolliert werden kann .
Es ist mithin vorauszusehen , dass die Entwicklung der Prüftechniken
in erster Linie die statischen Prüfungen betreffen wird . Infolgedessen
werden diese mit Sicherheit eine grössere Präzision als die dynamischen
Prüfungen erlangen , so dass die beiden Arten von Prüfungen in bezug auf
ihre Fähigkeit , die Folgen eines tatsächlichen Unfalls darzustellen ,
nicht mehr als gleichwertig angesehen werden können . Ferner ist zu
bedenken , dass die Technik der statischen Prüfungen noch in ihren
 Anfängen ist und dass man bisher nur über die Erfahrung verfügt ,
die in der Phase der Forschung und Erprobung gewonnen wurde . Es fehlt
- mit anderen Worten - die praktische Erfahrung , die nur bei der all­
gemeinen Anwendung einer Regelung erlangt wird und die es ermöglicht ,
etwaige Lücken und Ungenauigkeiten einer Prüfungsvorschrift aufzuzeigen .
Es kann aber noch nicht bestimmt werden , von welchem Zeitpunkt an die
dynamischen Prüfungen aufgegeben werden müssten .
Ferner wird vorgeschlagen , dass für Zugmaschinen mit einer Masse von
über 1(,5 t nur die statischen Prüfungen in Betracht kommen .  Im übrigen
soll für diese Traktoren ebenfalls die Verpflichtung gelten , dass sie
mit einer Umsturzschutzvorrichtung ausgestattet werden müssen , um die
EWG-Betriebserlaubnis erlangen zu können ; diese Vorschrift gilt aufgrund
der Richtlinie des Rates vom 28 . Juni 1977 bereits für Zugmaschinen mit
einer Masse von 1,5 bis i+,5 t .
 ---pagebreak---                                       - k -
     Abgesehen von dem evidenten günstigen Einfluss dieser Richtlinie im Sinne
     einer Verringerung der Unfallauswirkungen ist zu sagen , dass sie sich auch
     in wirtschaftlicher Hinsicht vorteilhaft auswirken wird .   Die intensive
     Mechanisierung der Landwirtschaft und der Trend nach Verwendung schwere­
     rer Zugmaschinen im Hinblick auf die Rationalisierung der Arbeit machen
     die Angleichung der Rechtsvorschriften "besonders notwendig und dringend .
     Durch den Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung der Kontrollen ver-
     schaft sie den Herstellern der Mitgliedstaaten sowohl eine Arbeits erspar-
     nis als auch und vor allem eine beträchtliche Verringerung der Ausgaben ,
     weil die Wiederholung besonders kostspieliger zerstörender Prüfungen ver­
     mieden wird .
II . Erläuterung zu den Artikeln
     Die Artikel 1 bis 6 führen das Verfahren der Erteilung der EWG-Bauartge-
     nehmigung für Umsturz schützVorrichtungen ein . Durch dieses Verfahren er­
     möglicht die Richtlinie die Freizügigkeit dieser Vorrichtungen innerhalb
     der Gemeinschaft , da die Mitgliedstaaten sich dem Inverkehrbringen solcher
     Vorrichtungen nicht widersetzen dürfen , wenn sie den in den Anhängen fest­
     gelegten Vorschriften für Bauweise und Prüfungen entsprechen und wenn sie
     mit dem EWG-Genehmigungszeichen nach dem Muster des Anhangs VI versehen
     sind . Das Verfahren sieht ein System der gegenseitigen Unterrichtung
     über Erteilung , Verweigerung und Entzug einer Bauart genehmigung vor . .
     Die EWG-Bauart genehmigung kann vom Hersteller der Vorrichtung oder vom
     Hersteller der Zugmaschine beantragt werden .
     Artikel 7 gliedert die Vorschriften betreffend Umsturzschutzvorrichtungen
     in das Verfahren zur Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis ein . Er bietet
     den Herstellern die Möglichkeit zu beantragen , dass bei der Erteilung
     einer Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung die Gemeinschaftsvorschrif­
     ten zur Grundlage der Kontrolle genommen werden .
     Da in einigen neuen Mitgliedstaaten zur Zeit keine Betriebs erlaubnis mit
     nationaler Geltung erteilt wird , sind Bestimmungen notwendig , die die Ver­
     wendung von Zugmaschinen , die den Vorschriften der Richtlinie ( Artikel 8 )
     entsprechen , in diesen Staaten ermöglichen .
     Artikel 9 enthält die Definition der land- oder forstwirtschaftlichen Zug­
     maschine und legt den Anwendungsbereich der Richtlinie fest . Dieser An­
     wendungsbereich ist genau abgegrenzt ; sehr spezifische Zugmaschinen , die
     den Prüfvorschriften nicht entsprechen können , sind ausgenommen .
 ---pagebreak---                                          - 5 -
        Es handelt sich hier insbesondere um Raupenschlepper , Stelzenschlepper ,
        Weinbergschlepper sowie bestimmte Arten von Gartenbauschleppern . Mit
        der Erarbeitung angepasster Prüfvorschriften werden diese speziellen
        Zugmaschinen in den Anwendungsbereich der Richtlinie aufgenommen werden .
       Nach Artikel 10 muss jede Zugmaschine im Sinne dieser Richtlinie mit
        einer den Vorschriften der Richtlinie entsprechenden Umsturzschutzvor-
       richtung ausgerüstet sein . Bis zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt
       sind jedoch auch Umsturzschutzvorrichtungen zulässig , die den Vorschrif­
       ten der Richtlinie 77/536/EWG betreffend die dynamischen Prüfungen ent­
       sprechen .
       Artikel 11 besagt , dass die Vorschriften der Anhänge zur Anpassung an
       den technischen Fortschritt nach dem Verfahren gemäss Artikel 13 der
       Richtlinie des Rates 7^+/ l50/EWG vom 4 . März 197^ über die Betriebser–
       laubnis geändert werden können .
      Artikel 12 sieht vor , dass die Mitgliedstaaten der Richtlinie innerhalb
      von 18 Monaten nachkommen .
      Schliesslich muss die Komnission über alle Entwürfe von Vorschriften ,
      die die Mitgliedstaater auf dem von der Richtlinie erfassten Gebiet
      erarbeiten , so rechtzeitig unterrichtet werden , dass sie dazu Stellung
      nehmen kann ( Artikel 6 Absatz 2 ).
111 • Anhörung des Europäischen Parlaments und des Wirtschafts- und Sozialaus­
      schusses
      Die Stellungnahme dieser beiden Organe ist gemäss Artikel 100 Absatz 2
      EWG-Vertrag notwendig .
 ---pagebreak---                                        VORSCHLAG' FÜR EINE
                              RICHTLINIE DES RATES
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Umsturz-
schutzvorrichtungen für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf
                                      Rädern
                              ( Statische Prüfungen )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemein­
schaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ,
in Erwägving nachstehender Gründe :
Die technischen Vorschriften , denen Zugmaschinen nach den einzelstaatlichen
Rechtsvorschriften genügen müssen , betreffen unter anderem die Umsturzschutz-
vorrichtung und ihre Befestigung an der Zugmaschine .
Diese Vorschriften sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden .
Deshalb ist es notwendig , dass alle Mitgliedstaaten - entweder zusätzlich
zu oder an Stelle ihrer derzeitigen Regelung - gleiche Vorschriften erlas­
sen , insbesondere um für jeden Zugmaschinentyp das EWG-Betriebserlaubnis-
verfahren gemäss der Richtlinie 7^ / 150 /EWG des Rates vom h . März 197^- zur
Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebs-
erlaubnis für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern ( 1 )
einführen zu können .
Im Rahmen eines harmonisierten Verfahrens der Bauartgenehmigung für Um-
stur zschutzvorrichtungen und ihre Befestigung an der Zugmaschine kann jeder
Mitgliedstaat feststellen , ob die gemeinsamen Vorschriften für den Bau und
die Prüfung eingehalten worden sind und die anderen Mitgliedstaaten von der
getroffenen Feststellung durch Übersendung einer Abschrift des für jeden
Typ einer Umsturzschutzvorrichtung und ihre Befestigung an der Zugmaschine
ausgestellten Bauartgenemigungsbogens unterrichten . Bei allen mit einem
EWG-Genehmigungs zeichen versehenen Vorrichtungen , die in Ubereinstimmung
mit dem genehmigten Typ hergestellt wurden , erübrigt sich eine technische
( 1 ) ABl . Nr . L 8U vom 28.3.197^, S.10
 ---pagebreak---                                        - 2 -
 Kontrolle dieser Vorrichtungen in den anderen Mitgliedstaaten .
 Die gemeinschaftlichen Vorschriften für andere Bauteile und Merkmale der
 Umsturzschutzvorrichtungen , insbesondere in bezug auf Abmessungen , Türen ,
 Sicherheitsscheiben , Schutz gegen Weiterrollen der umgestürzten Zugmaschine ,
 Schutz des Beifahrers , werden zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt .
 Hauptzweck der harmonisierten Vorschriften ist es , die Sicherheit im
 Strassenverkehr und die Sicherheit am Arbeitsplatz im gesamten Gebiet der
 Gemeinschaft sicherzustellen . Hierzu ist es angebracht , für die unter
 diese Richtlinie fallenden Zugmaschinen die Ausrüstung mit einer Umsturz-
 schutzvorrichtung zwingend vorzuschreiben .
Die Zugmaschinen im Sinne der Richtlinie 77 / 536 / EWG des Rates vom 28 .
Juni 1977 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über
Umsturzschutzvorrichtungen für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
auf Rädern ( 1 ) müssen ebenfalls bis zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt
nach Wahl des Herstellers mit einer Umsturzschutzvorrichtung , die der
genannten Richtlinie entspricht , ausgerüstet werden können .
 Zur Angleichung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften über Zugmaschinen
 gehört auch , dass die einzelnen Mitgliedstaaten die von jedem von ihnen
auf Grund gemeinsamer Vorschriften durchgeführten Kontrollen gegenseitig
anerkennen -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                     Artikel 1
1 . Die EWG-Bauartgenehmigung für jeden Typ einer Umsturzschutzvorrichtung
     und ihre Befestigung an der Zugmaschine , der den Bau- und Prüfvor Schrif­
     ten der Anhänge I bis V entspricht , wird von den einzelnen Mitglied­
      staaten erteilt .
2 . Der Mitgliedstaat , der die EWG-Bauart genehmigung erteilt hat , trifft
     - erforderlichenfalls in Zusammenerbeit mit den zuständigen Behörden
( 1 ) ABl . Nr . L 220 vom 29-8.1977 , S. 1
 ---pagebreak---                                     - 3 -
    der übrigen Mitgliedstaaten - die gebotenen Massnahmen , um die Überein­
    stimmung der Produktion mit dem genehmigten Typ soweit notwendig zu
    überwachen . Die Überwachung beschränkt sich auf Stichproben .
                                 Artikel 2
Die Mitgliedstaaten weisen dem Hersteller einer Zugmaschine , dem Hersteller
einer Umsturzschutzvorrichtung oder ihren jeweiligen Beauftragten für jeden
Typ einer Umsturzschutzvorrichtung sowie ihre Befestigung an der Zugmaschi­
ne , für den sie nach Artikel 1 die EWG-Bauartgenehmigung erteilen , ein
EWG-Genehmigungs zeichen nach dem Muster des Anhangs VI zu .
Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen Massnahmen , um die Verwen­
dung von Genehmigungszeichen zu verhindern , die zu einer Verwechslung
zwischen Vorrichtungen eines Typs , für .den eine EWG-Bauartgenehmigung nach
Artikel 1 erteilt wurde , und anderen Vorrichtungen führen können .
                                 Artikel 3
1 . Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen von Umsturzschutzvor-
    richtungen und ihrer Befestigung an der Zugmaschine nicht wegen ihrer
    Bauweise verbieten , wenn sie mit dem EWG-Genehmigungszeichen versehen
    sind .
2 . Ein Mitgliedstaat darf jedoch das Inverkehrbringen von Vorrichtungen ,
    die mit dem EWG-Genehmigungszeichen versehen sind , verbieten , wenn sie
    systematisch nicht mit dem Typ übereinstimmen , für den die EWG-Bauart -
    genehmigung erteilt wurde .
    Dieser Mitgliedstaat unterrichtet unverzüglich die übrigen Mitglied­
    staaten und die Kommission von den getroffenen Massnahmen und begründet
    dabei seinen Beschluss .
                                 Artikel U
Die zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten übermitteln den zu­
ständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten binnen eines Monats eine
Abschrift der EWG-Bauartgenehmigungsbögen nach dem Muster des Anhangs VII
für jeden Typ einer Umsturzschutzvorrichtung , für den sie die Bauartge-
nehmigung erteilen oder versagen .
 ---pagebreak---                                      - k -
                                  Artikel 5
 1 . Stellt der Mitgliedstaat , der die EWG-Bauartgenehmigung erteilt hat ,
     fest , dass mehrere mit demselben EWG-Genehmigungszeichen versehene Um-
     sturzschutzvorrichtungen und ihre Befestigung an der Zugmaschine nicht
     mit dem Typ übereinstimmen , für den er die Bauar-ugenehmigung erteilt hat ,
     so trifft er die notwendigen Massnahmen , um die Ubereinstimmung der Pro­
     duktion mit dem genehmigten Typ sicherzustellen . Die zuständigen Be­
     hörden dieses Mitgliedstaats unterrichten die zuständigen Behörden der
     anderen Mitgliedstaaten von den getroffenen Massnahmen , die bei er­
     heblicher und wiederholter Nichtübereinstimmung bis zum Entzug der
     EWG-Bauartgenhemigung gehen können . Diese Behörden treffen die gleichen
     Massnahmen , wenn sie von den zuständigen Behörden eines anderen Mitglied-
     staats von einer derartigen Nichtübereinstimmung unterrichtet werden .
 2 . Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten unterrichten sich gegen­
     seitig binnen eines Monats über den Entzug einer erteilten EWG-Bauart -
     genehmigung unter Angabe der Gründe .
                                  Artikel 6
 Jede Verfügung auf Grund der zur Durchführung dieser Richtlinie erlassenen
 Vorschriften , durch die eine EWG-Bauartgenehmigung versagt oder entzogen
 oder das Inverkehrbringen oder die Benutzung verboten wird , ist genau zu
 begründen . Sie ist den Betroffenen unter Angabe der in den Mitgliedstaaten
 nach dem geltenden Recht vorgesehen Rechtsmittel und der Rechtsmittelfri-
sten zuzustellen .
                                  Artikel 7
 Die Mitgliedstaaten dürfen die EWG-Betriebserlaubnis oder die Betriebser-
 laubnis mit nationaler Geltung für eine Zugmaschine nicht wegen der Um-
 sturzschutzvorrichtungen sowie ihrer Befestigung an der Zugmaschine ver­
 sagen , wenn diese mit dem EWG-Genehmigungs zeichen versehen und die Vor­
 schriften des Anhangs VIII eingehalten worden sind .
                                  Artikel 8
 Die Mitgliedstaaten dürfen den Verkauf , die Zulassung , die Inbetriebnahme
 oder die Benutzung einer Zugmaschine nicht wegen der Umsturz Schutzvorrich­
 tungen sowie ihrer Befestigung an der Zugmaschine versagen oder verbieten ,
 ---pagebreak---                                     - 5 -
wenn diese mit dem EWG-Genehmigungszeichen versehen und die Vorschriften
des Anhangs VIII eingehalten worden sind .
                                   Artikel 9
Diese Richtlinie gilt für Zugmaschinen im Sinne des Artikels 1 der Richt­
linie T^ / 150 /EWG mit folgenden Merkmalen :
- Bodenfreiheit : höchstens 1 000 mm ;
- feststehende oder einstellbare Spurweite einer der Treibachsen : 1 150 mm
  oder mehr ;
- Möglichkeit , mit einer Mehrpunkt-Anbauvorrichtung für Anbaugeräte und mit
  einer Zugvorrichtung ausgerüstet zu werden ;
- Masse von mehr oder gleich 1»5 Tonnen , entsprechend dem Leergewicht der
  Zugmaschine im Sinne des Anhangs I - 2 . h der Richtlinie T^ / 150 /EWG , ein-
  schliesslich der angebauten Umsturzschutzvorrichtung und der vom Her­
  steller empfohlenen Reifen grösster Abmessung .
                                   Artikel 10
Jede Zugmaschine nach Artikel 9 muss im Hinblick auf die Erteilung der
EWG-Betriebserlaubnis mit einer den Anhängen I bis IV entsprechenden Um-
sturzschutzvorrichtung ausgerüstet sein .
Die in Artikel 9 der Richtlinie 77 / 536 /EWG definierten Zugmaschinen dürfen
im Hinblick auf die Erteilung der Betriebserlaubnis mit einer Umsturzschutz-
vorrichtung entsprechend den Anhängen I bis IV dieser Richtlinie ausgerüs­
tet sein .
                                   Artikel 1 1
Änderungen , die zur Anpassung der Anhänge an den technischen Fortschritt
notwendig sind , werden nach dem Verfahren des Artikels 13 der Richtlinie
7^/ 150 /EWG erlassen .
 ---pagebreak---                                      - 6 -
                                  Artikel 12
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften in Kraft , um
    dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihrer Bekanntgabe nachzukommen ,
    und setzen die Kommission unverzüglich hiervon in Kenntnis .
2 . Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie unterrichten die Mi tg L i edstaaten die
    Kommission von allen Entwürfen für Rechts- und Verwaltungsvorschriften ,
    die sie auf dem von dieser Richtlinie erfassten Gebiet zu erlassen beab­
    sichtigen , so rechtzeitig , dass diese dazu Stellung nehmen kann .
                                  Artikel 13
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                         LISTE DER ANHANGE
ANHANG I    : Bedingungen für die Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung
ANHANG II   : Bedingungen für die Prüfung der Festigkeit von Schutz­
              vorrichtungen und ihrer Befestigung an der Zugmaschine
ANHANG III  : Prüfverfahren
ANHANG IV   : Abbildungen
ANHANG V    : Muster eines Prüfberichts
ANHANG VI   : Kennzeichnung
ANHANG VII  : Muster eines EWG-Bauartgenehmigungsbogens
ANHANG VIII : Bedingungen für die Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis
ANHANG IX   : Muster eines Anhangs zum EWG-Betriebserlaubnisbogen für
              einen Zugmaschinentyp betreffend die Festigkeit der
              Schut zvorr i chtung ( Si eher heit srahmen / S i eher heit s führe r-
              haus ) und ihrer Befestigung an der Zugmaschine .
 ---pagebreak---                                        - 1 -
                                    ANHANG   I
      BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
1.    BEGRIFFSBESTIMMUNG
1.1 . Umstur zschutzvorr i chtung ( Si eher hei tsführerhaus/ Si cherheit srahmen )
      nachstehend " Schutzvorrichtung " genannt , ist eine Vorrichtung an
      einer Zugmaschine , die hauptsächlich dazu dient , den Führer der Zug­
      maschine vor den Gefahren zu schützen , die durch Umstürzen der Zug­
      maschine bei normaler Verwendung auftreten können .
1.2 . Vorrichtungen nach 1.1 . werden dadurch gekennzeichnet , dass sie im
       Falle des Umstürzens der Zugmaschine eine ausreichend grosse Frei-
      raumzone haben , um den Führer zu schützen .
2.    ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
2.1 . Die Schutzvorrichtungen und ihre Befestigung an der Zugmaschine müssen
      so beschaffen sein , dass ihr Hauptzweck nach Nummer 1 erfüllt wird .
2.2 . Die Einhaltung dieser Vorschrift wird mittels der im Anhang III be­
      schriebenen Prüfmethode kontrolliert .
3.    ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
3.1 . Der Antrag auf Erteilung einer EWG-Bauartgenehmigung betreffend die
      Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zug­
      maschine ist vom Hersteller der Zugmaschine , vom Hersteller der
      Schutzvorrichtung oder ihren jeweiligen Beauftragten zu stellen .
3.2 . Dem Antrag sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausfertigung und
      nachstehende Angaben beizufügen :
      -    Zeichnung der Schutzvorrichtung mit Angabe des Masstabs oder der
           Hauotabmessungen . In dieser Zeichnung muss insbesondere die Be­
           festigung im Detail dargestellt sein .
      -    Fotos von der Seite und von hinten , mit Einzelheiten der Befe­
           stigung .
      -    Kurze Beschreibung der Schutzvorrichtung mit folgenden Angaben :
           Bauart , Art der Befestigung an der Zugmaschine , soweit erforder­
           lich Einzelheiten der Verkleidung , Einstieg- und Notausstiegmög-
           lichkeiten , Einzelheiten der Innenpolsterung , Vorrichtungen gegen
           Heiterrollen der Zugmaschine und Einzelheiten des Heiz- und des
           Lüft ungssystems .
      -    Angaben tfcer die für die tragenden Bauelemente der Schutzvorrich­
           tung und der Befestigung verwendeten Werkstoffe ( vgl . Anhang V ).
 ---pagebreak---                                      - 2 ~
                                                              A-'w-sr.r I , Z :!-1-- 2 >
3.3 .   Dem für die Durchführung der Bauartgenehmigungsprüfung zuständigen
        technischen Dienst ist eine für den Zugmaschinentyp , für den die zu
        genehmigende Schutzvorrichtung bestimmt ist , repräsentative Zugma­
        schine vorzuführen . An diese Zugmaschine ist die Schutzvorrichtung
        angebaut .
3.4 .   Der Inhaber einer EWG-Bauartgenehmigung kann beantragen , dass diese
        auf andere Zugmaschinentypen erweitert wird . Die zuständigen Behör­
        den , die die erste EWG-Bauartgenehmigung erteilt haben , gewähren
        die beantragte Erweiterung , wenn die genehmigte Schutzvorrichtung
        sowie der ( die ) Zugmaschinentyp(en ) , für den ( die ) die Erweiterung
        der ursprünglichen EWG-Bauartgenehmigung beantragt wird , nachstehende
        Bedingungen erfüllt ( erfüllen ) :
             Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast gemäss Anhang II - 1.3
             überschreitet die für die Prüfung verwendete Bezugsmasse um
             nicht mehr als 5 % .
             Die Art der Befestigung ist gleich und die Anbaupunkte an der
             Zugmaschine sind gleich .
             Bauteile wie Kotflügel und Motorhauben , die als Abstützung für
             die Schutzvorrichtung dienen können , sind gleich .
             Die Anordnung und die kritischen Abmessungen des Sitzes in der
             Schutzvorrichtung sowie die Anordnung der Schutzvorrichtung am
             Schlepper sind so ausgelegt , dass die inneren Abstände bei allen
             Prüf versuchen im Schutzbereich der verbogenen Vorrichtung erhal­
             ten bleiben .
4.      AUFSCHRIFTEN
4.1 .   Jede Schutzvorrichtung , die dem Typ entspricht , für den eine EWG-
        Bauartgenehmigung erteilt wurde , muss mit folgenden Aufschriften
        versehen sein :
4.1.1 . Fabrik - oder Handelsmarke ;
4.1.2 . EWG-Genehmigungszeichen nach dem Muster des Anhangs VI ;
 ---pagebreak---                                     - 3 -
                                                             « r.hang I ,
4.1.3 . Seriennummer der Schutzvorrichtung ;
4.1.4 . Zugmaschinenmarke und -typ(en ), für den ( die ) die Schutzvorrichtung
        bestimmt ist .
4.2 .   Alle diese Angaben sind auf einem Schild zu vermerken .
4.3 .   Die Angaben müssen sichtbar , Leserlich und dauerhaft angebracht sein .
 ---pagebreak---                                      _ L  -
                                   ANHANG   II
1.        ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
1.1 .     Zweck der Prüfung
          Zweck der mit SpezialVorrichtungen durchgeführten Prfüfungen ist
          es , die Belastungen zu simulieren , denen die Schutzvorrichtung
          beim Umstürzen der Zugmaschine ausgesetzt ist . Diese in Anhang III
          beschriebenen Prüfungen ermöglichen Beobachtungen über die Wider­
          standsfähigkeit der Schutzvorrichtung , ihrer Befestigungsteile
          und von beliebigen Teilen der Zugmaschine , die die Prüfkraft über­
          mitteln .
1.2 .     Vorbereitung der Prüfungen
1.2.1 .   Die Schutzvorrichtung soll der Serienproduktionsspezifikation entspre­
          chen . Sie ist nach dem vom Hersteller gemeldeten Verfahren auf einer
          der Zugmaschinen , für die sie entwickelt worden ist , zu befestigen .
          Eine vollständige Zugmaschine ist zur Beurteilung nicht erforder­
           lich ; die Schutzvorrichtung und die Komponenten der für die Prüfungen
          benutzten Zugmaschine , an denen sie befestigt ist , müssen jedoch zu
          strukturellen Zwecken ein betriebsfertiges Ganzes bilden , das im
          folgenden als der Aufbau beschrieben wird und das die Einheitlich­
          keit des Systems sicherstellt .
1.2.2
1.2.2 ..  Der Aufbau Schutzvorrichtung Zugmaschinenrahmen ist so auf der
          Grundplatte anzubringen , dass sich die Verbindungselemente zwi­
          schen Aufbau und Grundplatte unter der Belastung bezogen auf die
          Schutzvorrichtung nicht nennenswert verformen . Der Aufbau soll
          bei der Belastung nicht mehr gestützt werden , als er es infolge
          seiner ursprünglichen Befestigung bereits ist .
1.2.3 ..
1.2.3     Der Aufbau ist so zu stützen und zu befestigen oder zu verändern ,
          dass die gesamte Prüfenergie durch die Schutzvorrichtung und ihre
          Befestigung an den starren Komponenten der Zugmaschine absorbiert
          wird .
1.2.3.1 . Um den Anforderungen nach 1.2.3 . zu entsprechen , muss durch diese
          Veränderung das Federungssystem so verriegelt werden können , dass
          die Prüfenergie von diesem System nicht absorbiert wird .
1.2.4 .   Die Zugmaschine ist zur Prüfung mit allen Konstruktionselementen
          der serienmässigen Ausführung zu versehen , die die Festigkeit der
          Schutzvorrichtung beeinflussen können oder die ggf . zur Durchfüh­
          rung der Festigkeitsprüfung erforderlich sind .
          Komponenten , die im Freiraum eine Gefahr darstellen können , müssen
          ebenfalls so befestigt werden , dass sie den Anforderungen von 4.1 .
          gemäss geprüft werden können .
 ---pagebreak---                                      - 5 -
1.3 .     Masse der Zugmaschine
          Die in den Formeln ( siehe Anhang III ) zur Berechnung der Energien
          und der Einbeulkraft benutzte gemessene Masse M muss mindestens
          in der Grössenordnung gemäss 2.4 ., Anhang I der Richtlinie 7^ / 150 /EWG
          des Rates liegen ( d.h . ohne Sonderzubehör , jedoch mit Kühl-
          flüssigkeit , Schmiermittel , Kraftstoff , Werkzeuge und Fahrer ),
          zuzüglich der Schutzvorrichtung und abzüglich 75 kg .
          Nicht eingeschlossen sind fakultative Front - oder Heckgewichte ,
          Reifenballast , befestigte Arbeitsgeräte oder Sonderkomponenten .
2.        GERÄTE UND AUSRÜSTUNGEN
2.1 .     Waagerechte Belastungsprüfungen
          Seitliche und Längsbelastung
2.1.1 .   Materialien , Geräte und Befestitungsmittel , mit denen der Aufbau ,
          gegebenenfalls unabhängig von den Reifen , fest am Boden befestigt
          werden kann .
2.1.2 .   Mittel zum Aufbringen einer waagerechten Kraft auf die Schutzvor­
          richtung gemäss den Abbilgungen 1 und 2 , Anhang IV durch einen
          starren Balken .
2.1.2.1 . Der starke Balken misst im vertikalen Querschnitt 150 mm .
2.1.2.2 . Es ist dafür zu sorgen , dass die Belastung auf einem Balken von
          nicht weniger als 250 mm und nicht mehr als 700 Länge und in ge­
          nauen Vielfachen von 50 mm zwischen diesen Längen gleichmässig
          verteilt werden kann .
2.1.2.3 . Die mit der Schutzvorrichtung in Berührung kommenden Kanten des
          Balkens müssen gekrümmt sein , wobei der Krümmungsradius höchstens
          50 mm betragen darf .
2.1.2.4 . Universal- oder gleichwertige Gelenke sind zu verwenden , um sicher­
          zustellen , dass die Belastungsvorrichtung die Schutzvorrichtung
          weder durch Rotation noch durch Translation in einer anderen Rich­
          tung als der Belastungsrichtung beansprucht .
2.1.2.5 . Bildet die um den geeigneten Einbeulbalken überragte Länge der
          Schutzvorrichtung keine senkrecht zur aufgebrachten Kraft verlau­
          fende gerade Linie , so ist der Abstand so zu versetzen , dass die
          Belastung auf diese Länge verteilt werden kann .
 ---pagebreak---                                  - 6 -
                                                           . ii -
        Gerate , mit denen die auf die Schutzvorrichtung aufgebrachte
        Kraft und die Verformung gegenüber einem bestimmten Punkt auf
        dem Fahrgestell des Schleppers in der Weise gemessen werden
        können , dass die gemessene Energie im Rahmen angemessener tech­
        nischer Möglichkeiten der Energie entspricht , die von der Schutz­
        vorrichtung und den starren Teilen des Schleppers , an denen diese
        befestigt ist , absorbiert wird .
2.1.4 . Mittel zum Nachweis , dass der Freiraum während der Prüfung nicht
        verletzt worden ist . Es kann eine Ausrüstung gemäss Abbildung 2
        in Anhang IV benutzt werden .
2.2 .   Einbeulprufungen :
        Heck und Vorderfront .
2.2.1 . Materialien , Geräte und Befestigungsmittel , mit denen der Zug-
        maschinenrahmen unabhängig von den Reifen fest am Boden befestigt
        werden kann .
2.2.2 . Mittel zum Aufbringen einer senkrechten Kraft auf die Schutzvor­
        richtung gemäss Anhang IV Abbildung 3 einschliesslich eines
        250 mm breiten starren Einbeulbalkens .
2.2.3 . Geräte zur Messung der insgesamt aufgebrachten senkrechten Kraft .
2.2.4 . Mittel zum Nachweis , dass der Freiraum bei der Prüfung nicht
        verletzt worden ist . Es kann ein Gerät gemäss Anhang IV Abbildung
        2 benutzt werden .
2.3 .   To leranzen
        Für die Messungen während der Prüfungen werden folgende Toleran­
        zen festgelegt :
2.3.1 . Abmessungen der Schutzvorrichtung der Zugmaschine und des Frei­
        raums : ± 3 mm .
2.3.2 . Verformung : 1 3 mm .
2.3.3 . Masse der Zugmaschine : + 20 kg .
2.3.4 . Bei waagerechten und Einbeulprüfungen aufgebrachte Belastung :
        + 2 %.
 ---pagebreak---                                      - 7 -
                                                           Anhang II , C. .
2.3.5 .   Belastungsri chtung : Abweichung von der Waagerechten und Senk­
          rechten gemäss Anhang III :
          - bei unbelasteter Prüfung : t 2°
          - bei belasteter Prüfung      : t 10°
3.        PRÜFUNGEN
3.1 .     Allgemeine Anforderungen
3.1.1 .   Prufungsablauf
3.1.1.1 . Die Prüfungen sind in der nachstehenden Reihenfolge durchzu­
          führen : Die nebenstehenden Zahlen entsprechen den Absätzen von
          Anhang III . in denen die Prüfungen beschrieben sind .
          1 . Làngsbelastung                                       1.2 .
              Bei Zugmaschinen , bei denen gemäss der Definition
              in 1.3 . mindestens 50 % der Grundlast auf die
              Hinterräder entfällt , ist die Längsbelastung am
              Heck aufzubringen ( Fall 1 ). Bei den übrigen Zug­
              maschinen erfolgt die Belastung an der Vorder-
              front ( Fall 2 ).
          2 . Erste Einbeulprufung
              Die erste Einbeulprüfung ist am gleichen Ende der
              Schutzvorrichtung wie die Längsbelastung anzu­
              setzen , d.h .
                 am Heck                    : im Fa l l 1          1.5 .
                 oder an der Vorderfront   :  im Fall 2            1.6 .
          3 . Seitliche Belastung                                  1.3 .
          4 . Zweite Einbeulprufung
              Die zweite Einbeulprufung ist an dem der Langs-
              belastung entgegengesetzten Ende der Schutzvor­
              richtung anzusetzen , d.h .
                  an der Vorderfront  : im Fall 1                  1.6 .
                 oder am Heck         : im Fall 2                  1.5 .
          5 . Zweite Làngsbelastung
              Wurde die Längsbelastung nach ( siehe 1 ) bei Zugmaschinen ,
              die mit einer abkippbaren Schutzvorrichtung ausgestattet
              sind , nicht in der Richtung aufgebracht , dass die Schutz­
              vorrichtung hätte abkippen können , so ist eine zweite
              Längsbelastung durchzuführen .
 ---pagebreak---                                     - 8 -
                                                             :.r   r.g I _, C. ?
3.1.1.2 . Bricht oder bewegt sich ein Teil der Haltevorrichtung während
          der Prüfung , ist diese Prüfung zu wiederholen .
3.1.1.3 . Während der Prüfungen dürfen an der Zugmaschine oder an der
          Schutzvorrichtung keine Reparaturen oder Änderungen vorgenommen
          werden .
3.1.2 .   Spurweite
          Die Rader sind zu entfernen oder auf eine Spurweite einzustellen ,
          die gewährleistet , dass während der Prüfungen keine Interferenz
          mit der Schutzvorrichtung auftritt .
3.1.3 .   Entfernung von Komponenten , die keine Gefahrenquelle darstellen
          Alle Teile der Zugmaschine und der Schutzvorrichtung , die als in
          sich geschlossene Einheit einen Schutz für den Fahrer darstellen ,
          einschliesslich der Wetterschutzvorrichtung , sind bei der Prüfung
          der Zugmaschine mit dieser mitzuliefern .
          Vorder -, Seiten- und Heckfenster aus Sicherheitsglas oder ähnli­
          chen Stoffen und abnehmbare Platten , Ausrüstungen und Zubehör­
          teile , die nicht zur Stärkung des Gefüges beitragen und im Falle
          eines Überrollunfalls keine Gefahr darstellen , können vor der
          Prüfung entfernt werden .
3.1.4 .   Messgerate
          Die Schutzvorrichtung ist mit den erforderlichen Messgerätert aus­
          zustatten , um die erforderlichen Kraft-Ver formungs-Daten , Posi­
          tionen und Richtungen gemäss Abbildungen 1 und 4 , Anhang IV er­
          mitteln zu können . Die totale und die bleibende Verformung der
          Schutzvorrichtung sind in jedem Prüf abschnitt zu messen und auf­
          zuzeichnen ( siehe Abbildung 5 , Anhang IV ).
3.1.5 .   Belastungsn chtung
          Bei einer Zugmaschine , deren Sitz sich nicht in der Mittelebene
          der Zugmaschine befindet und / oder bei ni chtsymmetri scher Wider­
          standsfähigkeit der Schutzvorrichtung ist die seitliche Belastung
          an der Seite aufzubringen , auf der eine Verletzung des Freiraums
          während der Prüfungen am wahrscheinlichsten ist ( siehe auch
          Anhang III , 1.3 . ).
 ---pagebreak---                                      - 9 -
                                                                     -■ – » >-» • -
4.      AUSLEGUNG DER ERGEBNISSE
4.1 .   Es wird davon ausgegangen , dass eine zur EWG-Bautei l-Betr iebs-
        er Laubnisprüfung vorgeführte Schutzvorrichtung den Anforderungen
        hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit genügt , wenn sie die nach­
        stehenden Bedingungen erfüllt .
4.1.1 . Sie darf keine Brüche oder Risse gemäss Anhang III , Punkt 3.1 .
        aufwei sen .
4.1.2 . Die Schutzvorrichtung darf während der Prüfungen gemäss Anhang
        III , 1.2 ., 1.3 . , 1.5 ., 1.6 . und gegebenenfalls 1.7 . an keiner
        Stelle in den in 3.2 ., Anhang in beschriebenen Freiraum ein­
        dringen oder sich ausserhalb des geschützten Bereichs der Schutz­
        vorrichtung befinden .
        Wird eine Über lastungsprüfung vorgenommen , so darf im Stadium
        der Nennenergieabsorption die Kraft nicht weniger als 8/ 10 der
        grössten sowohl bei der Hauptprüfung wie auch bei der Überlast-
        prüfung aufgebrachten Kraft betragen ( siehe Abb . 4b und 4c ,
        Anhang IV ).
4.2 .   Ausserdem darf der Führer durch keinerlei sonstige Ausrüstung
        besonders gefährdet werden , beispielsweise durch unzureichende
        Polsterung der Innenseite des Daches des Führerhauses oder von
        Stellen , an denen der Kopf des Führers anschlagen kann .
5.      PRUFBERICHT
5.1 .   Der Prüfbericht ist dem EWG-Bauartgenehmigungsbogen nach Anhang
        VII beizufügen . Die Darstellung des Prüfberichts ist aus Anhang
        V ersichtlich . Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten :
5.1.1 . Eine allgemeine Beschreibung der Form und der Konstruktion der
        Schutzvorrichtung ( vorgeschriebene Abmessungen siehe Anhang V )
        einschliesslich des normalen Ein- und Ausstiegs und des Notaus-
        stiegs , des Heizungs- und Lüftungssystems und anderen verfüg­
        baren Zubehörs , sofern dieses in den Freiraum eindringen oder
        eine Gefahr darstellen könnte .
5.1.2 . Einzelheiten über etwaige Sondervorrichtungen , z.B. Sicherung
        gegen Weiterrollen des Schleppers .
5.1.3 . Eine kurze Beschreibung der Innenpolsterung , durch die die Gefahr
        von Kopf - und Schulterverletzungen weitestmöglich verringert und
        der Lärm gedämpft werden soll .
 ---pagebreak---                                          - 10 -
                                                                  ■ r " "r r
5.1.4 . Angabe der Art der Windschutzscheibe und des für sie verwendeten
        Materials sowie gegebenenfalls des eingearbeiteten EWG- oder son­
        stigen Prüfzeichens .
5.2 .   Im Falle der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zug-
        maschinentypen ist in den Prüfbericht ein genauer Hinweis auf den
        Prüfbericht für die ursprüngliche EWG-Bauteil - Bauartgenehmigung
        aufzunehmen , und es sind präzise Angaben hinsichtlich der Vor­
        schriften des Anhangs I , 3.4 . zu machen .
5.3 .   Im Prüfbericht ist genau anzugeben , welcher Zugmaschinentyp ( Fabrik-
        marke , Typ und handelsübliche Benennung usw .) für die Prüfungen ver­
        wendet worden ist und für welche Typen die Schutzvorrichtung be­
        stimmt ist .
6.      SYMBOLE UND EINHEITEN
        M        = Grundmasse der Zugmaschine in Kilogramm gemäss 1.3 .
        D        = Verformung ( mm ) der Schutzvorrichtung an der Stelle und
                   in der Richtung des Belastungsansatzes
        D        = Gesamtverformung ( mm ) der Schutzvorrichtung bei der sta-
          ΙΤΙ3Χ
                   tischen Prüfung entsprechend E
        D'       = Gesamtverformung ( mm ) der Schutzvorrichtung in einer
                   Überlastprüfung entsprechend E'
        F        = Statische Belastungskraft , ( N ) ( Newtons )
        F        = Höchste statische Kraft während der Belastung , ( N ) ( Newtons )
          max
        F'       = Belastungskraft entsprechend E!j , ( N ) ( Newtons )
        F-D      = Last - Verformungs- Schaubi Id
        E.       = bei der seitlichen Belastung zu absorbierende Eingangs-
                   energie , ( J ) ( Joules )
        E . . .. = bei der Längsbelastung zu absorbierende Eingabeenergie ,
          1        ( J ) ( Joules )
        E il 2 =         ^er zus ^tz '-'1 c 'ien Längsbelastung zu absorbierende
                   Eingabeenergie , ( J ) ( Joules )
        F        = bei der Einbeulprüfung am Heck aufgebrachte Kraft ,
                   (N)   ( Newtons )
        F,       = bei der Einbeulprüfung an der Vorderfront aufgebrachte
                   Kraft , ( N ) Newtons )
        E.       = vom Rahmen absorbierte Dehnungsenergie . Raum unterhalb der
                   F- D- Kurve ( siehe Abbildung 4a , Anhang IV )
        E' .     = vom Rahmen nach der zusätzlichen Belastung infolge eines
                   Bruches oder Risses absorbierte Dehnungsenergie ( siehe
                   Abbildung 4b und 4c , Anhang IV )
        E        = vom Rahmen zum Zeitpunkt der Entlastung absorbierte
                   Dehnungsenergie . Raum innerhalb der F- D- Kurve ( siehe
                   Abbildung 4b , Anhang IV )
        E 1 ' ι. = vom Rahmen bei der Überlastprüfung absorbierte Formänderungs-
              1    energie . Raum unterhalb der F- D-Kurve ( siehe Abbildung 4c ,
                   Anhang IV )
 ---pagebreak---                                     - 11 -
                                  ANHANG III
                                 PRÜFVERFAHREN
1.      WAAGERECHTE BELASTUNG UND EINBEULPRÜFUNGEN
1.1 .   Allgemeine Bestimmungen für die waagerechten Belastungsprüfungen
1.1.1 . Die Belastung der Schutzvorrichtung ist mittels eines starren ,
        150 mm breiten und nicht länger als 700 mm langen senkrecht zur
        Richtung der Belastungsansetzung stehenden Balkens gleichmässig
        zu verteilen . Die Verformungsgeschwindigkeit während der Bela­
        stung soll höchstens 5 mm/ Sekunde betragen . Während der Belastung
        sind F und D bei Verformungszunahmen von 15 mm oder weniger zur
        Sicherung der Genauigkeit gleichzeitig aufzuzeichnen . Die Bela­
        stung darf , nach dem Beginn des Aufbringens nicht verringert
        werden , bevor die Prüfung abgeschlossen ist ; ggf . ist es jedoch
        beispielsweise zur Aufzeichnung von Messungen zulässig , keine
        weitere Belastung aufzubringen .
1.1.2 . Ist der Gefügeteil , an dem die Belastung angesetzt wird , gebogen ,
        so kann ein Balken oder eine Platte benutzt werden .    Die Bestim­
        mungen von 1.1 . müssen jedoch - was die Aufbringung der Belastung
        anlangt - eingehalten werden , wie auch die Bestimmungen von
        2.1 . 2 ., Anhang II . Eine Vorrichtung zur Vermeidung einer seit­
        lichen Verschiebung der Belastung infolge der Krümmung des Ge-
        f'üges kann benutzt worden .
1.1.3 . Ist am Ansatzpunkt kein Querträger vorhanden , so kann zur Ver­
        vollständigung der, Prüfverfahrens ein Ersatzprüfbalken be­
        nutzt werden , der die Widerstandsfähigkeit der Schutzvorrichtung
        nicht erhöht .
1.1.4 . Die Schutzvorrichtung ist nach Abschluss jeder Belastungsprüfung
        nach Entfernung der Last zu untersuchen . Sind während der Bela­
        stung Brüche oder Risse aufgetreten , so ist die Überlastprüfung
        gemäss 1.4 . durchzuführen , bevor die nächste Belastung gemäss
        3-1.1.1 ., Anhang II erfolgt .
1.2 .   Längsbelastung ( siehe Abb . 3 , Anhang IV ).
        Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene
        der Zugmaschine anzusetzen .
        Sie ist auf der gleichen Seite der Zugmaschine wie die seitliche
        Belastung aufzubringen .
        Sie soll am obersten Querträger der Schutzvorrichtung angesetzt
        werden ( d.h . an dem Teil , der bei einem Überrollunfall vermutlich
        auf den Boden aufschlagen würde ).
 ---pagebreak---                                     - 12 -
                                                                 . III .
       Der Ansatzpunkt der Belastung muss sich in einem Abstand von 1 / 6
      der Breite des Dachs der Schutzvorrichtung innerhalb der äusseren
      Ecke befinden . Als Breite der Schutzvorrichtung gilt der Abstand
      zwischen zwei Geraden , die parallel zur senkrechten Mittelebene
      der Zugmaschine verlaufen , der die äussersten Punkte der Schutz­
      vorrichtung in der waagerechten Ebene berührt , die durch den höch­
       sten Punkt des obersten Gefügeteils hindurchgeht .
      Die Länge des Balkens darf nicht weniger als 1 / 3 der ( oben be­
      schriebenen ) Breite der Schutzvorrichtung betragen und höchstens
      49 mm länger als dieser Mindestwert sein .
      Die Längsbelastung ist gemäss Anhang II , Punkt 3.1.1.1 . an der
      Vorderfront oder am Heck anzusetzen .
      Die Prüfung ist zu unterbrechen , wenn :
      a ) die von der Schutzvorrichtung absorbierte Formänderungsenergie
          die erforderliche Eingebeenergie E. . erreicht oder überschrei­
          tet , wobei     L = 1 /^ M ;        1
      b ) die Schutzvorrichtung den Freiraum verletzt oder diesen unge­
          schützt   lässt .
1.3 . Seitliche Belastung ( siehe Abb . 1 , Anhang VI )
      Die Belastung erfolgt waagerecht und rechtwinkelig zur senkrech­
      ten Mittelebene der Zugmaschine . Sie ist auf dem oberen Ende der
      Schutzvorrichtung an einem 300 mm vor dem Sitzbezugspunkt gelege­
      nen Punkt aufzubringen . Weist die Schutzvorrichtung eine seitlich
      hervorragende Komponente auf , die bei einem seitlichen Überrollen
      mit Sicherheit zuerst mit dem Boden in Berührung kommt , so ist die
      Belastung an diesem Punkt anzusetzen .
      Der Balken darf nicht länger als 700 mm , muss jedoch so lang wie
      möglich sein .
      Die Prüfung ist zu unterbrechen , wenn :
      a ) die von der Schutzvorrichtung absorbierte Formänderungsenergie
          die erforderliche Energie E. erreicht oder überschreitet ,
          wobei E.i s = 1,75
                          '
                              M
          oder
      b ) die Schutzvorrichtung den Freiraum verletzt oder diesen unge­
          schützt lässt .
1.4 . uber lastprufung
      Tritt bei einer waagerechten Belastung gemäss 1.2 . und 1.3 . s jedoch
      nicht gemäss 1.7 . ein Riss auf , so ist eine Uber lastprüfung durch­
      zuführen .
      Dies ist nicht erforderlich bei Rissen , welche die Konstruktions-
      integrität der Schutzvorrichtung nicht beeinträchtigen , beispiels­
      weise in einer Verschalung . Die Verlängerung eines bestehenden
      Risses wie auch der Beginn eines neuen Risses gelten als aufgetre­
      tener Riss .
      Die Über lastprüf ung ist in jedem Fall mit der vorausgehenden Haupt­
      prüfung der waagerechten Belastung zu verbinden .
 ---pagebreak---                                      - 13 -
      Die Prüfung ist zu unterbrechen , wenn die Energie
                             E' . .  =   1.20 E .
                                1 1             i
      E.. ist E-jiy wenn die Überlast einer Langsbelastung folgt .
      E.j ist         wenn die Überlast einer seitlichen Belastung folgt .
      E..' wird gemessen als Summe des Raumes innerhalb des Kraft-
      Verformungs-Schaubi Ides der ursprünglichen Belastung bis zu dem
      Punkt , an dem die Last entfernt wird ( Ea), und des gesamten
      Raumes unter dem Kraft - Verformungs- Schaubi Id der Überlastprüfung
      (E 11 ..) ( siehe Abb . 4c , Anhang IV ).
      Am Punkt , an dem E 1 .. absorbiert ist , darf die Kraft F' nicht
      weniger als 0,8 F           betragen , wobei F die im Kraft-Verformungs-
      Schaubild auftretenäe Höchstkraft ist . max
      Zusätzliche Risse und / oder das Verletzten der Freiraumzone durch
      die Schutzvorrichtung oder das Nichtgeschütztsein dieser Zone
      aufgrund elastischer Verformung sind während dieser Überlast-
      prüfung zulässig .
1.5 . Einbeulen am Heck
      Der Balken ist durch die obersten strukturellen Heckkomponenten
      in Position zu bringen , und die Resultante der Einbeulkräfte
      muss in der senkrechten Längsbezugsebene verlaufen .
      Die Kraft F ist anzuwenden , wobei F r gleich 2 0 M. Hält der hin­
      tere Teil des Daches der Schutzvorrichtung der Einbeulkraft nicht
      stand , so ist die Kraft solange aufzubringen , bis die Verformung
      des Daches die Fläche erreicht , die den oberen Teil der Schutz­
      vorrichtung mit dem Teil des Zugmaschinenhecks verbindet , der
      im Falle eines Überrollens der Masse des Fahrzeugs widersteht .
      Anschliessend ist die Kraft wieder zu entfernen und die Zugma­
      schine oder die Belastungskraft wieder so in Position zu bringen ,
      dass sich der Balken oberhalb des Punktes der Schutzvorrichtung
      befindet , der bei einem vollständigen Überrollen und dem Aufbrin­
      gen der ganzen Kraft die Zugmaschine zu tragen hätte .
      Die Kraft F r ist nach Stabilisierung der mit blossem Auge fest­
      stellbaren Verformung noch mindestens fünf Sekunden aufrechtzu­
      erhalten .
1.6 . Fronteinbeu len
      Der Balken ist durch die obersten strukturellen Frontkomponenten
      hindurch in Position zu bringen , und die Resultante muss in der
      senkrechten Längsbezugsebene verlaufen . Die Kraft Ff ist aufzu­
      bringen , wobei Ff = 2 0 M.
 ---pagebreak---                                  - 14 -
      Halt der Vorderteil der Schutzvorrichtung der vollen Einbeulkraft
      nicht stand , so ist die Kraft aufzubringen , bis die Verformung
      des Daches die Ebene erreicht , die den oberen Teil der Schutz­
      vorrichtung mit dem Teil der Vorderfront der Zugmaschine verbin­
      det , der im Falle eines Liberrollens der gesamten Fahrzeugmasse
      standhält . Anschliessend ist die Kraft zu entfernen und die Zug­
      maschine oder Belastungskraft wieder so in Position zu bringen ,
      dass sich der Balken über dem Punkt der Schutzvorrichtung befindet ,
      der im Falle eines vollständigen Überrollens und beim Aufbringen
      der ganzen Kraft die Zugmaschine zu tragen hätte .
      Die Kraft Ff ist nach Stabilisierung der mit blossem Auge fest­
      stellbaren Verformung noch mindestens fünf Sekunden lang aufrecht­
      zuerhalten .
      Die Prüfung ist abzubrechten , wenn die Schutzvorrichtung den Frei­
      raum verletzt oder diesen ungeschützt lässt .
1.7 . Zweite Langsbelastung
      Die Last ist waagerecht parallel zur senkrechten Mittelebene der
      Zugmaschine aufzubringen .
      Sie soll in umgekehrter Richtung zu der in 1.2 . beschriebenen
      Längsbelastung und an der von dieser am weitesten entferten Ecke
      einwirken .
      Sie ist am obersten Querträger der Schutzvorrichtung anzusetzen
      ( d.h . an dem Teil , der im Falle eines Überrollunfalles vermutlich
      auf dem Boden aufschlagen würde ).
      Der Ansatzpunkt der Belastung soll sich in einem Abstand von 1 / 6
      der Breite des Schlepperverdeckdaches innerhalb der äusseren
      Ecke befinden . Als Schlepperverdeckbreite gilt der Abstand zwi­
      schen zwei Geraden , die parallel zur senkrechten Mittelebene der
      Zugmaschine verlaufen , die die äussersten Punkte des Schlepper-
      verdecks in der waagerechten Ebene berührt , die durch die ober­
      sten Querträger hindurchgeht .
      Die Länge des Balkens darf nicht weniger als ein Drittel der
      ( oben beschriebenen ) Breite der Schutzvorrichtung betragen und
      höchstens 49 mm länger als dieser Mindestwert sein .
      Ist der Querträger , an dem die Belastung aufzubringen ist , ge­
      krümmt , so kann ein Balken oder eine Platte benutzt werden .
      Diese müssen jedoch - was die Aufbringung der Belastung anbelangt -
      den Bestimmungen von 1.1 . sowie den Bestimmungen von 2.1.2. von
      Anhang II genügen . Eine Vorrichtung zur Vermeidung einer seit­
      lichen Verlagerung des Belastungsansatzes infolge der Krümmung
      des Gefügeteils kann angewandt werden .
      Die zweite Längsbelastung erfolgt gemäss 3.1.1.1 . von Anhang II
      von vorne oder von hinten . Wird sie vorne angesetzt , so ist sie
      auf der gleichen Seite der Mittellinie wie die seitliche Bela­
      stung aufzubringen . Befindet sich kein Querträger am Angriffspunkt
 ---pagebreak---                                   - 15 -
                                                                 ~ ^ T ** tr
        der Belastung , so kann zur Durchfuhrung dieses Prüfverfahrens
        ein Ersatzprüfbalken verwendet werden , die die Widerstands­
        fähigkeit des Gef'üges nicht erhöht .
        Die Prüfung ist abzubrechen , wenn :
        a ) die vom Gefüge absorbierte Belastungsenergie = die erforder­
            liche Eingebeenergie       wobei     ^ = 0/ 35 M ;
        b ) das Gefüge in den Freiraum eindringt oder den Freiraum schutz­
            los lässt .
2.      Freiraumzone
2.1 .   Die Freiraumzone ist in Abbildung 6 , Anhang IV dargestellt ; sie
        wird gegenüber einer senkrechten Bezugsebene festgelegt , die im
        allgemeinen die Längsmittelebene der Zugmaschine ist und durch
        den Sitzbezugspunkt gemäss 2.3 . sowie durch die Mitte des Lenk-
        rades verläuft . Es wird angenommen , dass sich die Bezugsebene
        bei Stössen horizontal mit dem Sitz und dem Lenkrad verschiebt ,
        jedoch in ihrer senkrechten Stellung zum Boden der Zugmaschine
        bzw . der Schutzvorrichtung verbleibt , wenn die Schutzvorrichtung
        elastisch aufgehängt ist .
        Ist das Lenkrad verstellbar , so muss es sich in der Stellung für
        normales Fahren für einen sitzenden Fahrer befinden .
2.2 .   Die Freiraumzone wird wie folgt begrenzt :
2.2.1 . Durch zwei Vertikalebenen 250 mm beiderseits der Bezugsebene
        bis in 300 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt ;
2.2.2 . durch zwei parallele Ebenen , die sich von der Oberkante der Ebene
        ( 2.2.1 .) bis zu einer maximalen Höhe von 900 mm über den Sitz-
        bezugspunkt erstrecken und so geneigt sind , dass der oberste
        Punkt der Ebene auf der Seite , gegen die der seitliche Schlag
        geführt wird , mindestens 100 mm von der Bezugsebene entfernt ist ;
2.2.3 . durch eine Horizontalebene in 900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt ;
2.2.4 . durch eine geneigte Ebene rechtwinklig zur Bezugsebene , die von
        einem Punkt in 900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt ausgeht und
        den hinteren Teil des Stützlagers der Sitzkonstruktion einschliesst :
 ---pagebreak---                                    - 16 -
                                                          Arh-r Ê III , C.C
2.2.5 .  durch eine Ebene rechtwinklig zur Bezugsebene , die sich nach unten
         bis zum hintersten Teil des Sitzes erstreckt , der über seine ganze
         Länge mit dem Stützlager in Berührung ist ;
2.2.6 .  durch eine gekrümmte Fläche rechtwinklig zur Bezugsebene , mit
         einem Radius von 120 mm , die sich tangential an die in den
         2.2.3 . und 2.2.4 . genannten Ebenen anschliesst ;
2.2.7 .  durch eine gekrümmte Fläche rechtwinklig zur Bezugsebene,' mit
         einem Radius von 900 mm , die sich vorn in 400 mm Entfernung
         tangential an die in 2.2.3 . genannte Ebene anschliesst und
         hinten in 150 mm Abstand vor dem Sitzbezugspunkt endet ;
2.2.8 .  durch eine geneigte Ebene rechtwinklig zur Bezugsebene , die sich
         an die Vorderkante der in 2.2.7 . genannten Fläche anschliesst
         und in 40 mm Abstand vom Lenkrad verläuft . Ist das Lenkrad über­
         höht angeordnet , so wird diese Ebene durch eine Tangentialebene
         an die gekrümmte in 2.2.7 . genannte Fläche ersetzt ;
2.2.9 .  durch eine Vertikalebene rechtwinklig zur Bezugsebene in 40 mm
         Abstand vor dem Lankrad ;
2.2.10 . durch eine Horizontalebene durch den Sitzbezugspunkt .
2.3 .    Sitzstellung und Sitzbezugspunkt
2.3.1 .  Für die Bestimmung der Freiraumzone nach 2.1 . muss sich der
         Sitz in der hintersten Stellung eines beliebigen horizontalen
         Einstellbereiches befinden .   Der Sitz ist auf die Mitte des
         Höhenverstel Iberei ches einzustellen , wenn Höheneinstellung und
         Horizontaleinstellung voneinander unabhängig sind . Den Bezugs­
         punkt erhält man durch Verwendung des in Anhang IV , Abbildungen
         7 und 8 dargestellten Gestells , das die Sitzbelastung durch
         einen menschlichen Körper simuliert .
         Das Gestell besteht aus einer Sitzpfanne und aus zwei Brettern
         für die Rückenpartie . Das untere Brett der Rückenstütze ist in
         der Gegend des Sitzbeins ( A ) und der Lenden ( B ) gelenkig ange­
         schlossen , das Gelenk ( B ) ist höhenverstellbar .
2.3.2 .  Als Bezugspunkt gilt der Punkt in der Längsmittelebene des
         Sitzes , in dem sich die Tangentialebene an den unteren Teil der
         Rückenstütze mit einer Horizontalebene schneidet , die ihrerseits
         die Unterseite der Sitzpfanne im Abstand von 150 mm vor der oben-
         erwähnten Tangentialebene durchstösst .
2.3.3 .  Ist die Sitzaufhängung mit einer Vorrichtung zur Anpassung an
         das Fahrergewicht versehen , so muss der Sitz so eingestellt
         werden , dass er sich in der Mitte des Schwingbereiches befindet .
 ---pagebreak---                                        - 17 -
                                                                       T- ^- T f* n
             Das Gestell wird auf den Sitz aufgesetzt und mit einem Druck von
             550 N an einem Punkt belastet , der 50 mm vor dem Gelenk ( A ) liegt ,
             und die beiden Bretter der Rückenstütze werden leicht tangential
             gegen die Rückenlehne gedrückt .
   2.3.4 .   Ist es nicht möglich , eine Tangente an den unteren Teil der Rük-
             kenstütze ( unterhalb und oberhalb der Lenden ) festzulegen , so ist
             folgendermassen vorzugehen :
   2.3.4.1 . Wenn im Bereich unterhalb der Lenden keine Tangente möglich ist :
             Das untere Brett der Rückenstütze wird vertikal gegen die Rücken­
             lehne angedrückt .
   2.3.4.2 . Wenn keine Tangente oberhalb der Lenden möglich ist : Das Gelenk
             ( B ) wird auf eine Höhe eingestellt , die 230 mm über dem Sitzbezugs-
             punkt liegt , wenn der untere Teil der Rückenstütze vertikal steht .
             Dann werden die beiden Bretter der Rückenstütze leicht tangential
             gegen die Rückenlehne gedrückt .
   3.        Kontrolle und Messungen
   3.1 .     Brüche und Risse
             Spanten , Verbindungen , Befestigungselemente und Zugmaschinenteile ,
             die die Belastungskraft übertragen , dürfen mit Ausnahme der beiden
             folgenden Fälle keine mit blossem Auge feststellbaren Brüche oder
             Risse aufweisen   :
             - bei der letzten Einbeu Iprufung ( Test 4 in 3.1.1.1 ., Anhang II )
             - bei der Uber lastprüfung nach 1.4 .
             Punkt - oder Heft schwei ssungen zur Befestigung von Verschalungen
             gelten als die Integrität der Schutzvorrichtung nicht beeinflus­
             send , und durch an ihnen auftretende Schäden wird weder eine
             Überlastprüfung erforderlich noch gegen die Bestimmungen über
             Bruch- und Rissfreiheit Verstössen .
             Sprünge , die sich nicht negativ auf die Festigkeit der Schutz­
             vorrichtung auswirken , sind zulässig .
   3.2 .     Freiraum
             Bei jedem Versuch ist die Schutzvorrichtung daraufhin zu prüfen ,
\            ob Teile derselben den Freiraum um den Führersitz nach Defini­
             tion 2.1 . verletzt haben . Ausserdem ist nachzuprüfen , ob sich
             ein Teil des Freiraums ausserhalb der Schutzzone der Schutz-
1            Vorrichtung befindet . Man geht hier davon aus , dass ein Teil des
             Freiraums ausserhalb der Schutzzone der Schutzvorrichtung liegt ,
I            wenn ein Teil nach dem Umkippen der Zugmaschine in der Richtung ,
 i           an der die Belastung aufgebracht wurde , mit dem Boden in Berüh-
 !           rung kommen würde .
 ---pagebreak---                               - 18 -
                                                                   r* 0
                                                         sn f:
3.3 . Bleibende Verformung
      Nach der Letzten Einbeulprüfung wird die bleibende Verformung
      der Schutzvorrichtung ermittelt . Zu diesem Zweck wird vor der
      Prüfung die Lage der Haupt komponenten der Schutzvorrichtung
      bezogen auf den Sitzbezugspunkt festgestellt .
 ---pagebreak---                      - 19 -
                    ANHANG    IV
Abb . 1  Seitliche Belastung
Abb . 2  Belastung an der Vorderfront und am Heck
Abb . 3  Beispiel einer Vorrichtung für die Einbeulprüfung
Abb . 4a Bei normaler Belastung absorbierte Energie = E ^
Abb . 4b Bei normaler Belastung absorbierte Endenergie = E g
Abb . 4c Nach einer Überlastprüfung absorbierte Gesamtenergie
         E' . = E    + E' ' .
            l     a         l
Abb . 5  Darstellung der Begriffe bleibende , elastische und
         Gesamt Verformung
Abb . 6a Freiraum ( Seitenansicht )
Abb . 6b Freiraum von vorn / hinten 150 mm vor dem Sitzbezugs-
         punkt
Abb . 7  Vorrichtung zur Bestimmung des Sitzbezugspunktes
Abb . 8  Verfahren zur Bestimmung des Sitzbezugspunktes
 ---pagebreak---                                     - 20 -
                                                                       ANHANG IV , S. 2
                                                             Gesamtbreite         ».
                                                                                     !
                                                            I
                                                            I
                             Sektion auf    y-X
                                                       0
                                  1 / 6 der Breite
                      Verformung infolge
                      Belastung am He
                      beiastung       Heck
                                                     I    1          I            ι
                                                X    ζ , ι~ι ■                      –χ
                                                                 I ■    I
                                                                G□        -H
                                                                U□
 ! !                            I
Abbildung 1 - Ansatzpunkt der               Abbildung 2 - Ansatzpunkt der Belastung
                seitlichen Belastung                          an der Vorderfront und am
          ( 1 ) Sitzbezugspunkt                               Hec
 ---pagebreak---                                                  ANHANG IV , S. 3
     Υ                                          Y            Uni vesalgelenke
               u         i      1
                                   UL>
                                         Ρι \
                                                             Doppelwirkender
                                                             Hydraulikzylinder
            /Ν                           '  v
           >
                 I   1
                                         /.X
                                         kl
   yw          r »     '
                                    UU                       Uni versalgelenke
                         Abstutzung der Vordei– und Hinterachse
Abbildung 3 - Beispiel einer Vorrichtung für die Einbeulpr'üfung .
 ---pagebreak---                                        - 22 -
                                                                   ANHANG IV , S.
                 Λ
          Kraft
                        / \      Absorbierte   \ \?     I
                      /\ \         Energie      \/\|
                                 Verformung
                 Abbildung 4a - bei normaler Belastung
                                 absorbierte Energie = E.
   F
     max
      j \\
      /
                Energie
                    a            \ /
                                         II                L. • 4.
                                                    / NAbsorbierte l  N
         Verformung                              Verformung
Abbildung 4b - normale Belastung              Abbildung 4c - Überlastprüfung
                 wie Abb . La )
      Nach der Über lastprüf ung absosrbierte Gesamtenergie E' i. - E a + E' i.
 ---pagebreak---                                - 23 -
                                                    ANHANG IV , S. 5
1 : Bleibende Verformung
2 : Elastische Verformung
3 : Gesamt Verformung ( bleibende und elastische )
                             3
                         1      2
                            r;~ r .... t
                            \ nr
                           ht     . :
                         I I' : /
                         114
                        I I : :
                       ι ι : /
          4
                      I I : /
                     / //:
                    ' // ••
 Abbildung 5 - Darstellung der Begriffe bleibende , elastische
                und Gesamtverformung
 ---pagebreak---                                           - 24 -
                                                                     ANHANG IV , S. 6
                                         550
                                                                  40
                      η
                      /           90
                     /I                    /           v     Hohe Stellung
               *     VA
                                         / ki     i 0. i i
                                         / Normale Stellung
                                                             des Lenkrades
                                       /     des Lenkrades
   Sitzbezugspunkt
                                                             y/1       X. 1i sometrische
                                                                I             räumliche
                 ^             500
                                                               /              ^ Darstellung
                         100 min.
90                                        i
   –f
    300 ^    250   »- «•    250     »-
        w/////)
                                      Alle Abmessungen in mm
         Abbildung 6 - Freiraum
 ---pagebreak--- s'          ^ " " ""                                    ^^20 ^.Gelenk
                                                         /    ll 330
–                   – 460                              mL
                                                                     Oberes Brett der
                                                        144     p    Ruckenstutze
                                             Gelenk
                                                                     Unteres Brett der
                                                            /        Ruckenstutze
                                                                                                                 550 Ν
     Sitzpfanne                        N                      /
          *                           l ^ ^
                                                              4r
  Abmessungen in Millimetern          L«          200         ^                        Abmessungen in Millimetern               200
                               Abbildung J                                                                 Abbildung 8
                Gestell zur Festlegung des Sitzbezugspunkts                                Verfahren zur Festlegung des Sitzbezugspunkts
 ---pagebreak---                                           - 26 -
                                                                       Anhang V , S. 1
                                         ANHANG V
                                           MUSTER
PRÜFBERICHT ÜBER DIE EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSPRÜFUNG EINER UMSTURZ-
      SCHUTZVORRICHTUNG (SICHERHEITSRAHMEN/SICHERHEITSFÜHRERHAUS)
        HINSICHTLICH DER FESTIGKEIT DER UMSTURZSCHUTZVORRICHTUNG
                    UND IHRER BEFESTIGUNG AN DER ZUGMASCHINE
   Umsturzschutzvorrichtung
   Marke
   Typ                                                                  Name des
                                                                   technischen Dienstes
   Marke der Zugmaschine
   Typ der Zugmaschine
EWG-Bauartgenehmigung Nr
1.       Fabrik- oder Handelsmarke der Schutzvorrichtung . . .
2.       Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine oder des Herstellers der
        S chutzvorrichtung
3.       Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Zugmaschine
         oder des Herstellers der Schutzvorrichtung
4.       Technische Daten der Zugmaschine, an der die Prüfung vorgenommen wird
4.1 .    Fabrik - oder Handelsmarke
4.2.     Typ und Handelsbezeichnung
4.3 .    Seriennummer
4.4.     Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Schutzvorrichtung , ohne Führer
                                                                                         kg
 .5•     Reifenabmessungen : vorn
                               hinten
5.       Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf andere Zugmaschinentypen
5.1 .    Fabrik- oder Handelsmarke
 ---pagebreak---                                                - 27 -
                                                                             Anhang V , 5 . 2
   5.2.     Typ und Handelsbezeichnung
   5.3.     Masse der Zugmaschine ohne Ballast, mit Schutzvorrichtung , ohne Führer
                                                                                      :        kg
5 .^+.      Reifenabmessungen : vorn
                                  hinten
   6.       Technische Daten der Schutzvorrichtung
   6.1 .    Gesamtzeichnung der Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung an der Zug­
            maschine
   6.2.     Fotos von der Seite und von hinten mit Einzelheiten der Befestigung
   6.3 .    Kurze Beschreibung der Schutzvorrichtung m't folgenden Angaben : Bauart,
            Befestigung an der Zugmaschine, Einzelheiten der Verkleidung, Einstieg- und Notaus-
            stiegmöglichkeit , Einzelheiten der Innenpolsterung, Vorrichtungen gegen Weiterrollen
            der Zugmaschine und Einzelheiten des Heiz- und Lüftungssystems.
   6.4.     Abmessungen
   6.4.1 . Höhe des Dachrahmens über dem Sitzbezugspunkt                                     mm
   6.4.2. Höhe des Dachrahmens übjr der Plattform der Zugmaschine                            mm
   6.4.3. Lichte Breite der Schutzvorrichtung in 900 mm Höhe über dem
             Sitzbezugspunkt                                                                 mm
   6.4.4. Lichte Breite der Schutzvorrichtung über dem Sitz in Höhe des
              Lenkradmittelpunkts                                                            mm
    6.4.5. Abstand von Mitte Lenkrad bis rechte Seitenwand der Schutzvorrichtung             mm
    6.4.6. Abstand von Mitte Lenkrad bis linke Seitenwand der Schutzvorrichtung.             mm
    6.4.7. Mindestabstand des Lenkradkranzes von der Schutzvorrichtung                       mm
    6.4.8 . Breite der Türöffnungen :
             oben                                                                            mm
             Mitte                                                                           mm
             unten                                                                           mm
    6.4.9 .  Höhe der Türöffnungen :
             über dem Fußboden                                                               mm
 ---pagebreak---                                        - 28 -
                                                             Anhang V , S. 3
           über der obersten Tritt stufe                                      mm
           über der untersten Trittstufe                                      mm
6.h . 10 . Gesamthöhe der Zugmaschine mit Schutzvorrichtung                   mm
6.U. 1 1 . Gesamtbreite der Schutzvorrichtung                                 mm
6 . U.12 . Horizontaler Abstand zur Hinterseite der Schutzvorrichtung in
           900 mm Höhe über dem Sitzbezugspunkt                               mm
6.5 •      Angaben über die Werkstoffe , die Qualität der verwendeten Werk­
           stoffe und die angewandten Normen
           Hauptrahmen                              ( Werkstoff und Abmessungen )
           Befestigungen                            ( Werkstoff und Abmessungen )
           Verkleidung                              ( Werkstoff und Abmessungen )
           Dach                                     ( Werkstoff und Abmessungen )
           Innenpolsterung                          ( Werkstoff und Abmessungen )
           Verbindungs- und Befestigungsteile ....  ( Qualität und Abmessungen )
           Art der Windschutzscheibe und des für sie verwendeten Materials
           sowie Einzelheiten der Kennzeichnung
7.         Prufungsergebnisse
7.1 .      Waagrechte Belastung und Embeulprüfungen
           Belastungsprüfungen wurden am linken/rechten ( 1 ) Heck , an der
           rechten/linken ( 1 ) Vorderfront und an der rechten/linken Seite ( 1 )
           durchgeführt .
           Die zur Berechnung der Energieeingabe und der Einbeulkräfte benutzte
           Referenzmasse betrug                                               kg
           Die Prüfanforderungen in bezug auf Brüche oder Risse in der Frei-
           raumzone waren zufriedenstellend erfüllt .
7.2 .      Belastungsenergien ( kJ ) : Heck/Front
                                       Seite
           Einbeulkraft ( kN ) :
           Zweite Längsbelastung ( kJ ). Eine zweite Längsbelastung wurde
           rechts /links vorn/hinten angesetzt .
( 1 ) Nichtzutreffendes ist zu streichen
 ---pagebreak---                                   - 29 -
                                               Anhang V , S. 4
 7.3 . Nach den Prüfungen gemessene Verformung
       Bleibende Verformung :
       hinten : vorwärts / rückwärts
                links                                          mm
                rechts                                         mm
       vorn : vorwärts /rückwärts
              links                                            mm
              rechts                                           mm
       Seitliche Verformung :
       vorn                                                    mm
       hinten                                                  mm
       Dach-Verformung nach unten/nach oben :
       vorn                                                    mm
       hinten                                                  mm
 8.    Nummer des Prüfberichts
 9-    Datum des Prüfberichts
10 .   Unterschrift
 ---pagebreak---                                                            - 30 -
                                                        ANHANG VI
                                                     KENNZEICHNUNG
          Das EWG-Genehmigungszeichen besteht aus einem Rechteck, in dessen Innenfeld der Buchstabe „e"
          und die Kennzahl oder die Kennbuchstaben des Mitgliedstaats stehen, der die Bauartgenehmigung erteilt
          hat :
                                       1  fur  Deutschland,
                                       2  für  Frankreich,
                                       3  fur  Italien,
                                       4   für die Niederlande,
                                       6 für Belgien,
                                      1 1 für das Vereinigte Königreich,
                                      13 fur Luxemburg,
                                      18 für Dänemark,
                                     IRL für Irland;
          in der Nähe des Rechtecks steht an einer beliebigen Stelle eine EWG- Genehmigungsnummer , die der
          Nummer des EWG-Bauartgenehmigungsbogens für den betreffenden Typ einer Schutzvorrich­
          tung betreffend ihre Festigkeit sowie die Festigkeit ihrer Befestigung an der Zugmaschine entspricht.
                                          Muster des EWG-Genehmigungszeichens
          Das EIJG-Genehmigungs zeichen wird durch das Symbol "S " ergänzt
                                                                                               a     30 mm
                   i                                                  i                        4
                                                                                                 Γ
                                                                       rr
                            i–                             v                ■f               ^   »
                                                                                                 >
                                                                                                   a
                             w                              Ili i                               \I
                  ■                                                  i                         3 l
                             1471                                                   τ
                                                                                    1
                                                                                     a
                                                                                     3
Legende : Die Schutzvorrichtung                      mit dem oben angegebenen EWG-Genehmigungszeichen ist
                  eine Vorrichtung, für die in Deutschland (e 1 ) unter der Nummer 1471 eine EWG-Bauart-
                  genehmigung erteilt wurde.
 ---pagebreak---                                                                   - 31       -
                                                         ANHANG VII
                                                              MUSTER
                                         EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
                                                                                                        Name der Behörde
Angaben über die Erteilung, die Versagimg, den Entzug der -EWG-Bauartgenehmigung oder die Er­
weiterung der EWG-Bauartgenehmigung eines bestimmten Typs einer Schutzvorrichtung
(Sicherheitsrahmen/Sicherheitsführerhaus) hinsichtlich ihrer Festigkeit sowie der Festigkeit ihrer Be­
                                               festigung an der Zugmaschine
EWG-Bauartgenehmigung Nr
                                                                                                                 Erweiterung(' )
  1.      Fabrik- oder Handelsmarke der Schutzvorrichtung
 2.       Name und Anschrift des Herstellers der Schut ZVOrrichtung
 3.       Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten des Herstellers der Schutzvor­
          richtung
 4.       Fabrik- oder Handelsmarke, Typ und Handelsbezeichnung der Zugmaschine, für die die
         Schutzvorrichtung bestimmt ist
 5.       Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung auf folgenden ( folgende) Zugmaschinentyp(en)
 5.1 . Die Masse der Zugmaschine ohne Ballast entsprechend Anhang II – 1.3
          überschreitet/überschreitet nicht (2) die bei der Prüfung verwendete Bezugsmasse um mehr als
          5 %.
 5.2 . Die Befestigungsart und die Befestigungspunkte sind/sind nicht (2) gleich.
 5.3 . Alle Bauteile, die als Abstützung für die Schutzvorrichtung dienen können ,
          sind / sind nicht ( 2 ) gleich .
 6.       Zur Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung vorgeführt am
 7.       Prüfstelle
 8.       Datum und Nummer des Prüfberichts
 9.       Datum der Erteilung/der Versagung/des Entzugs der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung
          (2)
10 .      Datum der Erweiterung der EWG-Bauartgenehmigung/der Versagung/des Entzugs der Er­
          weiterung der EWG-Bauartgenehmigung (2)
11 .      Ort
12 .      Datum
13 .      Folgende Unterlagen mit der obengenannten Nummer der EWG-Bauartgenehmigung sind
          beigefügt: (z.B. Prüfbericht)
14 .      Bemerkungen
15 .      Unterschrift
  (J) Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprunglichen EWG-Bauartgenehmigung handelt.
  C1 ) Nichtzutreffendes ist zu streichen
 ---pagebreak---                                         - 32 -
                                         ANHANG VIII
          BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG DER EWG-BETRIEBSERLAUBNIS
1.    Der Antrag auf Erteilung der EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp in bezug auf
      die Festigkeit der Sc hu t ZVOrr ichtUno-und ihrer Befestigung an der Zugmaschine wird
      vom Hersteller der Zugmaschine oder seinesBeauftragten eingereicht.
2.    Dem betreffenden technischen Dienst ist zur Erteilung der Betriebserlaubnis ein repräsentativer
      Zugmaschinentyp mit einer Schutzvorrichtung und ihrer Befestigung vorzuführen, für
      die ordnungsgemäße Bauartgenehmigungen vorliegen.
3.    Der betreffende technische Dienst prüft, ob der Typ der Schutzvorrichtung, für die eine
      Bauartgenehmigung vorliegt, für den Zugmaschinentyp bestimmt ist, für den eine Betriebs-
      erlaubnis beantragt wird. Sie prüft insbesondere, ob die Befestigung der Schutzvorrichtung
      derjenigen entspricht, die bei der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
4.    Der Inhaber der EWG-Betriebserlaubnis kann beantragen, daß diese für andere Schutzvorrich-
      tungstypen erweitert wird.
5.    Die zuständigen Behörden gewähren diese Erweiterung unter folgenden Bedingungen:
5.1 .  für den neuen Typ einer Schut ZVOrrichtuns,unc' ^rer Befestigung an der Zugmaschine
      liegt eine EWG-Bauartgenehmigung vor;
5.2.  sie ist für den Zugmaschinentyp bestimmt, für den die Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis
      beantragt wird;
5.3 . die Befestigung der Schutzvorrichtung an der Zugmaschine entspricht derjenigen, die bei Er­
      teilung der EWG-Bauartgenehmigung geprüft wurde.
6.    Dem EWG-Betriebserlaubnisbogen wird bei jeder Erteilung oder Versagung einer Betriebs-
      erlaubnis oder ihrer Erweiterung ein Bogen entsprechend dem Muster des Anhangs IX beigefügt.
7.    Wird der Antrag auf Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis für einen Zugmaschinentyp zur
      gleichen Zeit wie der Antrag auf Erteilung der EWG-Bauartgenehmigung für einen bestimmten
      Typ einer Schut ZYOrriehtuns.               c'en Zugmaschinentyp eingereicht, für den eine
      EWG-Betriebserlaubnis beantragt wirä, so werden die Prüfungen nach den Nummern 2 und 3
      nicht durchgeführt.
 ---pagebreak---                                                                          - 33 -
                                                         ANHANG IX
                                                             MUSTER
                                                                                                        Name der Behörde
ANHANG ZUM                   EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN                         FÜR      EINEN      ZUGMASCHINENTYP
BETREFFEND               DIE       FESTIGKEIT DER SCHUTZVORRICHTUNG ( SICHER-
HEITSRAHMEN/SICHERHEITSFUHRERHAUS) UND IHRER BEFESTIGUNG AN DER ZUG­
                                                           MASCHINE
(Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 74/ 150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur An­
gleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebserlaubnis von landwirtschaftlichen
                                    oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern)
EWG-Betriebserlaubnis Nr
                                                                                                                Erweiterung ( ' )
1.        Fabrik- oder Handelsmarke der Zugmaschine
2.         Zugmaschinentyp
3.         Name und Anschrift des Herstellers der Zugmaschine
4.         Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten
5.         Fabrik- oder Handelsmarke der Schutzvorrichtung
6.        Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis auf folgende(n) Schutzvorrichtungstyp/typen
7.        Zugmaschine zur EWG-Betriebserlaubnisprüfung vorgeführt am
8.        Mit den Prüfungen für die EWG-Betriebserlaubnis beauftragter technischer Dienst
9.         Datum des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
 10.       Nummer des von diesem Dienst ausgestellten Prüfberichts
 11 .      Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrichtung und ihrer
           Befestigung an der Zugmaschine wird erteilt/versagt(2)
 12.       Die Erweiterung der EWG-Betriebserlaubnis betreffend die Festigkeit der Schutzvorrich­
           tung sowie ihrer Befestigung wird erteilt/versagt (2)
13 .      Ort
14 .      Datum
15 .      Unterschrift
(') Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung der ursprünglichen EWG-Bauartgenehmigung handelt.
 (2) Nichtzutreffendes ist zu streichen.