CELEX: 51998PC0305(04)
Language: de
Date: 1998-06-10
Title: Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet "Erhaltung des Ökosystems" (1998-2002)

Avis juridique important

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51998PC0305(04)

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet "Erhaltung des Ökosystems" (1998-2002)  /* KOM/98/0305 endg. - Teil I - CNS 98/0180 */  

Amtsblatt Nr. C 260 vom 18/08/1998 S. 0048

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet "Erhaltung des Ökosystems" (1998-2002) (98/C 260/04) (Text von Bedeutung für den EWR) KOM(98) 305 endg. - 98/0180(CNS) (Von der Kommission vorgelegt am 10. Juni 1998)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:Mit dem Beschluß Nr. . . ./98/EG (1) haben das Europäische Parlament und der Rat das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft (nachstehend "Fünftes Rahmenprogramm" genannt) im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (nachstehend "FTE" genannt) für den Zeitraum 1998-2002 angenommen, das unter anderem die geplanten Maßnahmen zur Erhaltung des Ökosystems enthält.Gemäß Artikel 130i Absatz 3 EG-Vertrag erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb einer jeden Aktion entwickelt werden; in jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung, seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt.Gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. April 1994 über das Vierte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994-1998) (2) und Artikel 4 Absatz 2 der Entscheidungen des Rates über die spezifischen Programme des Vierten Rahmenprogramms veranlaßte die Kommission eine externe Bewertung, die sie zusammen mit ihren Schlußfolgerungen und Bemerkungen dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialausschuß und dem Ausschuß der Regionen übermittelt hat.Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist zum wissenschaftlichen und technologischen Inhalt der spezifischen Programme gehört worden, den die Kommission in ihrem Arbeitspapier vom 5. November 1997 (3) vorgestellt hatte.Gemäß Artikel 130j EG-Vertrag gilt der Beschluß 98/. . ./EG des Rates vom . . . über Regeln für die Teilnahme von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Forschungsergebnisse (4) (nachstehend "Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse") für das spezifische Programm und gestattet die Beteiligung der Gemeinsamen Forschungsstelle an den indirekten Aktionen dieses Programms.Bei der Durchführung dieses Programms kann neben der Zusammenarbeit im Rahmen des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder im Rahmen eines Assoziierungsabkommens die internationale Zusammenarbeit mit Drittländern oder internationalen Organisationen gemäß Artikel 130m EG-Vertrag zweckmäßig sein.Die Durchführung dieses Programms umfaßt auch Maßnahmen und Mechanismen zur Mehrung, Verbreitung und Auswertung der FTE-Ergebnisse, insbesondere für KMU, sowie Maßnahmen zur Förderung der Mobilität und der Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern.Gemäß den Zielen des Ersten Aktionsplans für Innovation sind die Forschungstätigkeiten des Fünften Rahmenprogramms besser auf die Innovation auszurichten.Zum einen sollten die Fortschritte bei der Durchführung dieses Programms überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung anzupassen, zum anderen sollten die durch das Programm erzielten Fortschritte zu gegebener Zeit durch unabhängige Sachverständige bewertet werden -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1 Gemäß Artikel 3 Absatz 1 des Fünften Rahmenprogramms wird das spezifische Programm auf dem Gebiet der "Erhaltung des Ökosystems" (nachstehend "das spezifische Programm" genannt) für den Zeitraum vom [Datum der Annahme des Programms] bis zum 31. Dezember 2002 beschlossen.Artikel 2 (1) Gemäß Anhang III des Fünften Rahmenprogramms belaufen sich die zur Durchführung des spezifischen Programms für notwendig erachteten Mittel (nachstehend "Betrag") auf 2 320 Millionen ECU - einschließlich höchstens 6,30 % für Verwaltungsausgaben der Kommission.(2) Die vorläufige Aufteilung dieses Betrags ist Anhang I zu entnehmen.(3) Von diesem Betrag sind- 440 Millionen ECU für den Zeitraum 1998-1999 und- 1 880 Millionen ECU für den Zeitraum 2000-2002 vorgesehen.Der letztgenannte Betrag wird bei Bedarf gemäß den Bedingungen von Artikel 3 Absatz 3 des Fünften Rahmenprogramms angepaßt.(4) Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der mehrjährigen finanziellen Vorausschauen und in Einklang mit den wissenschaftlichen und technologischen Zielen und den Prioritäten dieser Entscheidung die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest.Artikel 3 (1) Die Grundzüge, die wissenschaftlichen und technologischen Ziele des spezifischen Programms und seine Prioritäten sind in Anhang II enthalten. Sie wurden gemäß den Grundsätzen und den drei Kategorien von Auswahlkriterien laut Anhang I des Fünften Rahmenprogramms festgelegt.(2) Entsprechend diesen Grundsätzen und Kriterien gelten bei der Auswahl der vorgesehenen Aktionen für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (FTE-Aktionen) die Auswahlkriterien gemäß Artikel 10 der Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse.Für dieses Programm gilt zusätzlich das besondere Kriterium, daß die Beteiligung von Akteuren aus der Industrie an Aktionen auf Kostenteilungsbasis dem Charakter dieser Aktionen entsprechen sollte.Bei der Durchführung des Programms, auch des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms, sind alle diese Kriterien zu erfuellen, wenn auch gegebenenfalls mit unterschiedlicher Gewichtung.(3) Die Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse gelten für das spezifische Programm.(4) Die Modalitäten für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem spezifischen Programm sind in Artikel 4 des Fünften Rahmenprogramms festgelegt.(5) Die indirekten FTE-Aktionen des spezifischen Programms sind in Anhang II und Anhang IV des Fünften Rahmenprogramms definiert.Die Einzelheiten der Durchführung des spezifischen Programms sind Anhang III zu entnehmen.Artikel 4 Anhand der in Artikel 3 festgelegten Kriterien und der in Anhang II aufgeführten wissenschaftlichen und technologischen Ziele und Prioritäten:a) prüft die Kommission den Stand der Durchführung des spezifischen Programms und legt erforderlichenfalls gemäß Artikel 5 Absatz 1 des Fünften Rahmenprogramms Anpassungsvorschläge vor;b) veranlaßt die Kommission die laut Artikel 5 Absatz 2 des Fünften Rahmenprogramms vorgesehene externe Bewertung der Maßnahmen in den Bereichen des spezifischen Programms.Artikel 5 (1) Die Kommission erstellt ein Arbeitsprogramm, das folgende Einzelheiten enthält:a) den Inhalt von Anhang II,b) den vorläufigen Zeitplan für die Durchführung des spezifischen Programms,c) die Koordinierungsmodalitäten gemäß Anhang III,d) bei Bedarf die Auswahlkriterien und ihre Anwendungsmodalitäten für die einzelnen indirekten FTE-Aktionen.Das Arbeitsprogramm wird bei Bedarf aktualisiert.(2) Zur Durchführung der indirekten FTE-Aktionen leitet die Kommission ausgehend vom Arbeitsprogramm die Verfahren ein, die in den Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse festgelegt sind, hauptsächlich durch Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen.Artikel 6 (1) Für die Durchführung dieses spezifischen Programms ist die Kommission zuständig.(2) Sie wird von einem Programmausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.(3) Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Programmausschuß die Entwürfe der Maßnahmen zur- Aufstellung und Aktualisierung des Arbeitsprogramms gemäß Artikel 5 Absatz 1,- Erteilung des Auftrags für die externe Bewertung gemäß Artikel 5 Absatz 2 des Fünften Rahmenprogramms,- Anpassung der vorläufigen Mittelaufteilung gemäß Anhang I.Artikel 7 (1) Der Programmausschuß gibt seine Stellungnahme zu den Entwürfen der Maßnahmen gemäß Artikel 6 Absatz 3 innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 EG-Vertrag für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.Die Kommission erläßt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzüglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit.Hat der Rat binnen sechs Wochen nach Befassung keinen Beschluß gefaßt, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.(2) Die Kommission unterrichtet den Programmausschuß regelmäßig über die Durchführung des spezifischen Programms und geht dabei besonders auf die Ergebnisse der Bewertung und der Auswahl der indirekten FTE-Aktionen ein.Artikel 8 Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.(1) Gemeinsamer Standpunkt Nr. 31/98, vom Rat am 23. März 1998 angenommen (ABl. C 178 vom 10.6.1998, S. 49).(2) ABl. L 126 vom 18.5.1994, S. 1. Beschluß zuletzt geändert durch Beschluß Nr. 2535/97/EG (ABl. L 347 vom 18.12.1997, S. 1).(3) KOM(97) 553 endg.(4) KOM(97) 587 endg. (ABl. C 40 vom 7.2.1998, S. 14).ANHANG I VORLÄUFIGE AUFTEILUNG DER MITTEL >PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANG II GRUNDZÜGE, WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE, PRIORITÄTEN EINLEITUNG Die Forschung, technologische Entwicklung (FTE) und Demonstration in den Bereichen Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung sind eine wichtige Voraussetzung für gute soziale Bedingungen für die Bürger in Europa und die Umsetzung der Politik der Europäischen Union. Indem das Wissen und die Technologie, die im Rahmen dieses Programms aufgebaut werden, angewandt werden, können viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedürfnisse befriedigt werden, wodurch die wirtschaftliche Entwicklung und der Umweltschutz miteinander in Einklang gebracht werden. Neue Märkte sichern Wachstum und Beschäftigung. Eine zuverlässige und marktwirtschaftliche Energieversorgung wird sichergestellt, und der Energiebedarf wird gedeckt. Auf der Grundlage der FTE-Ergebnisse werden Maßnahmen auf Ebene der Gemeinschaft oder internationaler Umweltschutzabkommen formuliert. Insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung des Protokolls von Kioto besteht ein dringender Bedarf an Forschung und technologischer Entwicklung in verschiedenen Bereichen.Dieses Programm unterstützt integrierte multidisziplinäre Ansätze zur Lösung von Problemen von europäischer Dimension, für die neue wissenschaftliche und technologische Entwicklungen notwendig sind. Der Mensch ist ein Schlüsselfaktor im Ökosystem und steht mit ihm in enger Wechselbeziehung. Daher müssen wissenschaftliche und sozioökonomische Fachbereiche in die Durchführung von Projekten in einem angemessenen Verhältnis einbezogen werden.Das gesamte Spektrum wissenschaftlicher FTE-Tätigkeit - von der Grundlagenforschung bis zu Demonstrationsprojekten - und alle geeigneten Instrumente, darunter auch Mechanismen zur Finanzierung von Vorschlägen aus sämtlichen FTE-Bereichen, sollen zur Lösung der wichtigsten Probleme herangezogen werden. Dadurch sollen die natürlichen Prozesse und Mechanismen sowie die Wechselwirkungen mit Aktivitäten des Menschen zur Entwicklung neuer Technologien und Instrumente näher erkundet werden, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.Strategisches Ziel des Programms Das strategische Ziel besteht darin, auf eine nachhaltige Entwicklung hinzuarbeiten, indem der Schwerpunkt auf wesentliche Leitaktionen gelegt wird, die gute soziale Bedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas sichern. Die Förderung der Umweltwissenschaften und -technologien führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität, begünstigt das Wirtschaftswachstum, die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung und trägt gleichzeitig einer nachhaltigen Ressourcenverwendung und dem Umweltschutz Rechnung. Die Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme und -dienste für Europa und die Förderung einer nachhaltigen und umweltverträglichen Entwicklung weltweit werden zur Sicherheit der Energieversorgung und zur Diversifizierung der Quellen, zu erschwinglichen hochwertigen Energiediensten sowie zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen und die Umweltauswirkungen verringern.Mit einem innovativen Konzept mit zwei Hauptelementen werden die gesellschaftsorientierten Fragenkomplexe angegangen: an multidisziplinären und sektorübergreifenden Verbundmaßnahmen werden nach Möglichkeiten die Hauptinteressengruppen - öffentlich-private Partnerschaften, Endnutzer im Handel, in der Industrie und in der Politik - beteiligt; diese Maßnahmen werden sich auf strategische Probleme konzentrieren, und nur solche Vorschläge werden unterstützt, die von erheblicher regionaler, europäischer und weltweiter Bedeutung sind.Die europäische FTE hat in vielen Bereichen eine Spitzenposition erlangt - Europa muß diese Vorreiterrolle langfristig behaupten und auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. In anderen Bereichen sind für die Gesellschaft, aber auch für den Handel und die Industrie Verbesserungen erforderlich. Die FTE- und die Demonstrationsprojekte werden sich in sechs Leitaktionen auf folgende Themen konzentrieren: Wasserknappheit und Wasserqualität; globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt; nachhaltige integrierte Bewirtschaftung der Meeresressourcen; die Stadt von morgen und das kulturelle Erbe, umweltfreundlichere Energiesysteme, insbesondere erneuerbare Energieträger und wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa sowie generische Aktivitäten im Bereich der großen Risiken, der Entwicklung von Erdbeobachtungstechnologien und der sozioökonomischen Aspekte der Umwelt und der Energie im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung (gesellschaftliche, wirtschaftliche und arbeitsmarktrelevante Folgen). Das Augenmerk wird darüber hinaus auch besonders auf die Erhaltung und Verbesserung europäischer FTE-Infrastrukturen und -einrichtungen, die für Grundlagenforschung und Spitzenforschung im Umweltbereich von wesentlicher Bedeutung sind, sowie auf die Ermöglichung des Zugangs zu ihnen gerichtet.Sozioökonomische Erfordernisse Die Gesellschaft verlangt nach immer besseren Lebensbedingungen, mehr Sicherheit und einer besseren Verwendung knapper Ressourcen, insbesondere nach einer zuverlässigen und wirtschaftlichen Energieversorgung und entsprechenden Diensten. Eine umweltfreundliche Energieversorgung trägt zu Komfort und zu einer intakten Umwelt bei. Wasser ist in wirtschaftlicher und strategischer Hinsicht wichtig. Das Bevölkerungswachstum und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch an Ressourcen, die Globalisierung der Weltmärkte und die naturbedingte Veränderlichkeit der Geosysteme verursachen oder verstärken die größten Umweltprobleme. Das Meer ist eine Schnellstraße für den Handel Europas und ein wichtiger Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr. Daneben ist es Senke für viele Nebenprodukte der Aktivitäten des Menschen. Die Städte mit ihrem kulturellen Erbe sind für 80 % der Bürger in Europa Mittelpunkt des gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Diese wesentlichen gesellschaftlichen Probleme können nur dann gelöst werden, wenn neben den Technologien das sozioökonomische Umfeld entsprechend entwickelt wird und Berücksichtigung findet.Europäischer Mehrwert Umweltprobleme, Energiesysteme, -netze und -dienste und die damit verbundenen Umweltauswirkungen sowie die Aspekte der nachhaltigen Entwicklung sind Fragen, die auf internationaler Ebene behandelt werden müssen. Die europäische Ebene ist in dieser Hinsicht am besten geeignet. Die meisten Probleme und Herausforderungen sind allen Mitgliedstaaten gemein. Die meisten Maßnahmen, die im Programm vorgesehen sind, sind nicht auf Europa beschränkt, sondern betreffen die ganze Welt. Durch die Mobilisierung von Ressourcen und die Konzentration auf Schlüsselbereiche wird das Programm den wesentlichen Teil des europäischen Beitrags zu internationalen Initiativen und Programmen ausmachen. Die Erkenntnisse aus der gemeinsamen FTE auf europäischer Ebene und das Zusammentragen der in Europa vorhandenen, fragmentierten Kenntnisse sind zur Lösung der sehr ernsten Probleme der Union wichtig und bringen - in Verbindung mit der pränormativen Forschung - der Entwicklung von geeigneten ordnungspolitischen Strukturen, wie dem Folgeprozeß von Kioto, einen echten europäischen Mehrwert ein.Europäische Wettbewerbsfähigkeit Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung ist, daß die wirtschaftlichen Ziele der technologischen Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstums mit den gesellschaftlichen Zielen, wie Lebensqualität, Beschäftigung, Sicherheit und Gesundheit sowie eine gute Umweltqualität, in Einklang gebracht werden. Das muß im Rahmen erheblicher struktureller und demographischer Veränderungen und der Globalisierung der Wirtschaft bewerkstelligt werden. Die Verbesserung unserer Lebensqualität und die Abkopplung des Wirtschaftswachstums von der Umweltschädigung werden zur Wettbewerbsfähigkeit Europas und zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen beitragen. Eine zuverlässige und wirtschaftliche Energieversorgung und entsprechende Energiedienste sind für die Wirtschaftstätigkeit in jeder Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter von Ausrüstung für die Energiewirtschaft auf dem Weltmarkt ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Beschäftigungslage. Die Ergebnisse verschiedener Bereiche des Programms können aller Voraussicht nach ohne weiteres weltweit genutzt werden. Dadurch werden die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und Arbeitsstellen beispielsweise in der Wasserwirtschaft, in der Branche der erneuerbaren Energietechnologien und im Bereich der rationellen Energieverwendung geschaffen.QUERVERBINDUNGEN ZU ANDEREN PROGRAMMEN UND KOMPLEMENTARITÄT Die Zusammenarbeit, Koordinierung und Komplementarität jeder Leitaktion und zwischen den Leitaktionen und anderen Programmen, darunter auch den Tätigkeiten der GFS, werden großgeschrieben. Bei der Koordinierung mit anderen thematischen Programmen werden folgende Grundsätze beachtet: das Programm "Lebensqualität und Bewirtschaftung biologischer Ressourcen" wird sich auf die Epidemiologieforschung im Zusammenhang mit den ökologischen und klimatischen Veränderungen konzentrieren, während sich dieses Programm in erster Linie mit den Folgen der Klimaveränderungen für die Gesundheit des Menschen befaßt; das Programm zur Informationsgesellschaft wird vornehmlich die Entwicklung von Technologien der Informationsgesellschaft behandeln, während sich dieses Programm auf die Integration dieser Technologien in Anwendungen und deren entsprechende Anpassung konzentriert; das Programm "Förderung eines wettbewerbsorientierten und nachhaltigen Wachstums" wird sich in erster Linie mit der Entwicklung von Werkstoffen und Technologien für generische Verwendungen und für die Entsorgung von Industrieabfall am Produktionsort befassen, während sich dieses Programm auf die Integration, Anwendung und Demonstration von Technologien und Werkstoffen zur energetischen oder städtebaulichen Verwendung sowie auf ihre Entwicklung für spezifische städtebauliche Verwendungen oder für das kulturelle Erbe und die Entsorgung von Industrieabfällen außerhalb des Produktionsorts konzentriert.Die Zusammenarbeit mit Leitaktionen anderer Programme, wo Doppelarbeit zu vermeiden ist, wird vor allem in folgenden Bereichen sichergestellt: Gesundheit, Ernährung und Umwelt (Klimaveränderungen und Luftverschmutzung), nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und Fischerei (marine Ökosysteme), Systeme und Dienste für den Bürger (Erdbeobachtungstechnologien und Energieverteilungsnetze), Landverkehr und Meerestechnologien (marine Ökosysteme, Verkehr und Offshore-Erdöl- und -Erdgasgewinnung), nachhaltige Mobilität und Intermodalität (städtische Umwelt) sowie innovative Produkte, Prozesse, Produktionsstrukturen (Siedlungsabfälle, Werkstoffe und industrielle Prozesse).Die Komplementarität und Koordinierung werden auch durch die horizontalen Tätigkeiten des Rahmenprogramms sichergestellt werden.- Die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und der Wissenschaft, dem Handel und der Industrie in Drittstaaten ist unvermeidlich, wenn viele grenzübergreifenden Umweltfragen, die im Mittelpunkt zahlreicher internationaler Übereinkommen und Programme stehen, wie auch die Umweltauswirkungen der Energiepolitik und die wechselseitige Abhängigkeit bei der Energieversorgung über Grenzen hinweg behandelt werden sollen. Zu den mitteleuropäischen Beitrittsländern werden enge Verbindungen unterhalten, um gemeinsame Forschungsmaßnahmen in manchen Bereichen zu ermöglichen, damit die gemeinsamen Herausforderungen bewältigt werden können und auf die gemeinsamen Ziele, die den Programmprioritäten entsprechen, hingearbeitet werden kann. Am Programm können sich daher auch Drittstaaten und internationale Organisationen beteiligen. Der Schwerpunkt wird hierbei weiterhin auf Bereiche, die für alle wichtig sind, und auf der Zusammenarbeit liegen, insbesondere auf den globalen Veränderungen und damit verbundenen Fragen. Dazu werden Mechanismen wie das Europäische Netz zur Erforschung der globalen Änderung (ENRICH) entwickelt. Eine Koordinierung erfolgt auch mit dem Programm "Sicherung der internationalen Stellung der europäischen Forschung", das sich mit Fragen befaßt, die für den jeweiligen Drittstaat relevant sind. Juristische Personen aus Drittstaaten und internationale Organisationen können gemäß den festgelegten Prioritäten und den im Programm "Sicherung der internationalen Stellung der europäischen Forschung" genannten Zielen nach den Regeln für die Teilnahme an diesem Programm und die Verbreitung der Ergebnisse und nach Anhang IV dieses Programms teilnehmen. Die Möglichkeiten, die COST und Eureka bieten, werden möglichst weitgehend genutzt. Ferner wird die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen sichergestellt, um die Synergie zwischen den Aktionen und Projekten in diesem Programm und einzelstaatlichen Forschungsmaßnahmen zu fördern. Bei einer Zusammenarbeit mit Eureka können im Rahmen der Leitaktionen Projekte in prioritären Bereichen von gemeinsamen Interesse entwickelt werden.- Tätigkeiten zur Förderung der Innovation und Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) erhalten einen hohen Stellenwert, um die Kluft zwischen den Forschungsergebnissen und der Nutzung der Ergebnisse in der Wirtschaft und der Politik schließen zu helfen. Die Teilnahme von KMU an allen FTE-Maßnahmen wird gefördert, da anerkannt ist, daß sie einen wichtigen Beitrag zum Innovationsprozeß zu leisten haben. Sondierungsprämien werden vergeben, um den KMU die Teilnahme an FTE-Kooperationsforschungsprojekten wie auch an der Kooperationsforschung zu erleichtern, wenn die KMU nicht über eigene Forschungseinrichtungen verfügen. Ein "Innovationsstab" wird sich hauptsächlich um die Erarbeitung von Forschungsergebnissen in diesem Programm und deren Anwendung kümmern. Er wird ferner die Komplementarität und die Verbindung zu den Maßnahmen im Bereich der Innovation sicherstellen, die im Rahmen des Programms "Innovation und Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)" durchgeführt werden.- Die Ausbildung wird nach wie vor einen hohen Stellenwert haben, um sicherzustellen, daß für die Forschungsbereiche dieses Programms qualifizierte Wissenschaftler zur Verfügung stehen. Dazu dient das Marie-Curie-Programm und ergänzende, mit Stipendien geförderte Ausbildungsgänge sowie weiterführende Studien- und Fachkurse. Auch der Transfer von Personal und Wissen zwischen Partnern von Forschungsgemeinschaften und, wo immer möglich, ein Austausch zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sollen den Kenntnisstand erweitern.a) LEITAKTIONEN i) Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität Ziele und FTE-Prioritäten Übergeordnetes Ziel dieser Leitaktion ist, eines der grundlegenden Bedürfnisse der Bürger in Europa zu decken, d. h. dauerhaft erschwingliches Wasser von hoher Güte in ausreichenden Mengen bereitzustellen, insbesondere Trinkwasser, und gleichzeitig die Integrität der Ökosysteme zu bewahren. Die Forschung wird folgende Schwerpunkte haben:- Entwicklung von integrierten Ansätzen für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen und der Feuchtgebiete sowie die Entwicklung von Aufbereitungs- und ReinigungstechnologienZiel: Erweiterung der Kenntnisse und Entwicklung von Technologien für die rationelle Bewirtschaftung von Wasserressourcen; Abstimmung der Wasserversorgung auf die Nachfrage unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Bedingungen; Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlage, der Methoden und Bewirtschaftungsinstrumente, um die Phänomene besser zu verstehen und eine integrierte Bewirtschaftung und eine nachhaltige Verwendung des Wassers und der Feuchtgebiete in den Einzugsgebieten zu fördern, unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit, der Umweltqualität und des sozioökonomischen Kosten-Nutzen-Verhältnisses; Entwicklung von Technologien zur Verhütung und Behebung der Verschmutzung von Gewässern, zur Reinigung von Wasser und zur rationellen Verwendung und/oder Wiederverwendung (insbesondere Förderung geschlossener Kreisläufe und Zuverlässigkeit der Sammel- und Verteilungsnetze).FTE-Prioritäten: Instrumente und Methoden für die rentable und nachhaltige integrierte Bewirtschaftung von Wasserressourcen und Feuchtgebieten; Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten an Wasserverwender; Entwicklung von Anwendungen in realem Maßstab in ganz Europa zur Unterstützung der EU-Politik; Optimierung der Technologien für die Wasseraufbereitung und -reinigung zur Gewinnung von Trinkwasser; Methoden zur Reduzierung der Verwendung und Verschmutzung von Wasser; Behandlung von Abwasser an der Quelle und verfahrensintegrierte Behandlung; rationelle Wiederverwendung von Wasser; Anwendung von Kreislauf-Technologien.- Technologien zur Überwachung und Verhütung von Verschmutzung, zum Schutz und zur Bewirtschaftung von Grundwasser- und OberflächenwasserressourcenZiel: qualitative und quantitative Beschreibung und Bewertung des Zustands und der Entwicklung des Oberflächen- und des Grundwassers sowie der Funktionsweise aquatischer Ökosysteme und von Feuchtgebieten als Grundlage für eine rationellere Ressourcenbewirtschaftung. Dazu werden auch Technologien zur Bewertung und Behandlung von Verschmutzung durch verseuchte Standorte und Mülldeponien entwickelt werden.FTE-Prioritäten: Verbesserung der Meßmethoden, der Wasserqualität und -quantität, der Analysemethoden für die Schadstoffströme, Entwicklung integrierter Bodensanierungs- und Bewertungsmethoden; Prognosemodelle und moderne Verfahren zur Folgenabschätzung von Verunreinigungen; Aktualisierung der Wasserqualitätskriterien und Indikatoren für die Wasserpolitik.- Überwachungs-, Frühwarn- und KommunikationssystemeZiel: Entwicklung von Systemen, die unabhängig von Zeit und Raum einsetzbar sind, insbesondere Frühwarnsysteme, die eine direkte Rückkopplung zur Ursache der Verschmutzung ermöglichen.FTE-Prioritäten: Überwachungssysteme für punktuelle und diffuse Verschmutzungsquellen sowie für die verschiedenen Aufnahmesysteme in der Umwelt; Überwachungs- und Datenverarbeitungssysteme, insbesondere Systeme zur Erkennung von undichten Stellen, zur Ableitung von Regenwasser und Systeme zur Bewertung von Überschwemmungen und Trockenheit.- Technologien für die Wasserspeicherung sowie Technologien für aride und semiaride und allgemein wasserarme RegionenZiel: Verbesserung und Schutz von Wasserressourcen und aquatischen Ökosystemen, Optimierung der Wasserbewirtschaftung in ariden Regionen sowie bessere Beherrschung von Wassernotständen.FTE-Prioritäten: Integrierte Konzepte für Wassereinzugsgebiete unter Berücksichtigung der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Wechselwirkungen; bessere Bewirtschaftungssysteme für Wasserressourcen und deren Nutzung auf gemeinschaftlicher, nationaler, regionaler und lokaler Ebene zur Unterstützung der Entscheidungsfindung.ii) Globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt Ziele und FTE-Prioritäten Übergeordnetes Ziel der Leitaktion ist die Entwicklung einer wissenschaftlichen, technologischen und sozioökonomischen Grundlage für die Durchführung der Gemeinschaftspolitik im Bereich der Veränderungen in der Umwelt und zur Unterstützung der auf internationaler Ebene im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung eingegangenen Forschungsverpflichtungen. Zur Gewährleistung eines integrierten Konzepts sind die Schwerpunkte wie folgt:- Globale Veränderungsprozesse verstehen, erkennen, bewerten und vorhersagenZiel: auf europäischer und subregionaler Ebene Behandlung hauptsächlich der Ursachen und Auswirkungen spezifischer globaler Veränderungsprobleme, wie Klimaveränderung, Ozonschichtabbau, Rückgang der Artenvielfalt, Verlust fruchtbaren Bodens und von Lebensräumen, Störung der Meereszirkulation. Sowohl natürliche als auch anthropogene Phänomene werden im Zusammenhang mit der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen untersucht.FTE-Prioritäten: Variabilität und Veränderungen folgender Aspekte: Zusammensetzung der Luft, Abbau der Ozonschicht und UVB-Strahlung; biogeochemische Kreisläufe und Wasserkreislauf, Artenvielfalt, Klima, marine Prozesse, Meeresspiegel; Verbindung zwischen Klimaveränderung und Häufigkeit und Ausmaß extremer Naturereignisse; sozioökonomische Wechselwirkungen und Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und die Gesundheit der Menschen.- Besseres Verständnis der Ökosysteme (terrestrische und marine)Ziel: Schwerpunktmäßige Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen Ökosystemen und Erdoberfläche, Landnutzung, Boden, Wasser, Luft und Meer; Rolle der Artenvielfalt und der Klimaveränderung; Wechselbeziehungen zwischen Ökosystemen, biogeochemischen Kreisläufen, weiträumiger Bodenzerstörung und Wüstenbildung.FTE-Prioritäten: Szenario der globalen Veränderung und Auswirkung auf Land-, Süßwasser- und Meeresökosysteme und auf die Ernährungssicherheit und die Ressourcenverwendung; Bewertung der Artenvielfalt und ihres Rückgangs; Bewertung der Auswirkungen der globalen Veränderungen und der Klimaveränderung auf wichtige sensible Systeme oder Gebiete und die damit verbundenen Risiken; Analyse und Bewertung der Funktion der Ökosysteme in biogeochemischen Kreisläufen; Flächennutzungsmodelle, Tendenz zur Wüstenbildung.- Entwicklung von Szenarien und Strategien zur Vorbeugung und Reduzierung globaler Veränderungen, von Klimaveränderungen und des Verlusts der Artenvielfalt sowie die Anpassung an diese VeränderungenZiel: Schaffung einer fundierten wissenschaftlichen Grundlage für die Entwicklung konkreter Bewirtschaftungsstrategien und Maßnahmen gegen die in der Leitaktion aufgeführten negativen Auswirkungen.FTE-Prioritäten: Formulierung und Beurteilung von Möglichkeiten, Bewertung ihrer wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, technischen und politischen Durchführbarkeit und ihrer gesellschaftlichen Akzeptabilität; Voraussetzungen für die Abkopplung des Wirtschaftswachstums von der Schädigung der Umwelt; Bewertung und Verbesserung der institutionellen Kapazitäten für die Umsetzung der internationalen Verträge.- Unterstützung der Entwicklung der europäischen Komponente der weltweiten Beobachtungssysteme für Klima, terrestrische Ökosysteme und MeereZiel: Ermittlung der Unzulänglichkeiten der vorhandenen Beobachtungssystemen und Beitrag zu deren Behebung, um sicherzustellen, daß die nötigen Daten zur Vorhersage, Bewertung der Auswirkungen und zur Formulierung von Maßnahmen gegen den Klimawandel zur Verfügung stehen.FTE-Prioritäten: Entwicklung von Instrumenten, Systemen und Methoden zur Erfassung und Verarbeitung konsolidierter Daten für wichtige Parameter sowohl durch In-situ-Messungen als auch durch Fernerkundungsmethoden. Erfaßt werden nach Bedarf die Luft, die Meere, das Land, die Hydrosphäre, Kryosphäre und Biosphäre.iii) Nachhaltige Ökosysteme des Meeres Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist es, zu einer nachhaltigen integrierten Bewirtschaftung der Meeresressourcen und zu den meereswissenschaftlichen Aspekten der Politik der EU für die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung beizutragen.Diese Leitaktion fördert eine bessere Koordinierung der einzelstaatlichen Maßnahmen in diesem Bereich. Dazu sind langfristige Anstrengungen nötig, zumal die europäischen Meere weltweit mit am intensivsten befischt und genutzt werden. Forschungsziele sind:- Entwicklung der wissenschaftlichen Wissensgrundlage im Bereich der marinen Prozesse, Ökosysteme und WechselwirkungZiel: Förderung der nachhaltigen Nutzung der Meeresumwelt und -ressourcen unter Wahrung ihrer Integrität und globalen Funktion.FTE-Prioritäten: Auswirkungen physikalischer Faktoren, Umweltfaktoren und Wechselwirkungen an den Meeresrändern auf die Funktionsweisen und natürliche Variabilität der Ökosysteme; extreme Umwelten und deren Biologie; Funktionsweisen und Nutzungspotential; Sedimentationssysteme und ihr Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Nutzung der Ressourcen des Schelfs, des Kontinentalfußes und des Tiefseebodens; Ursprung, Transport und Kreisläufe von Schadstoffen, Schlüsselelemente und Nährstoffe sowie ihre Auswirkungen auf die Ökosysteme.- Untersuchung der Ursachen und Folgen der anthropogenen Einwirkungen auf die marinen Ökosysteme sowie Möglichkeiten zu deren BehebungZiel: Eindämmung dieser Auswirkungen auf die Artenvielfalt und das nachhaltige Funktionieren der marinen Ökosysteme sowie Entwicklung von Technologien für die sichere, wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Nutzung der Meeresumwelt.FTE-Prioritäten: Auswirkungen der Tätigkeiten des Menschen, insbesondere der Einführung neuer Arten, und biogeochemischer Kreisläufe auf Ökosysteme; Mechanismen der Entwicklung der marinen Artenvielfalt im Hinblick auf die Rückgängigmachung des Verlusts der Artenvielfalt; Prozesse, die die Auswirkungen der Schadstoffe und der Eutrophierung abmildern, Sanierung geschädigter Systeme. Entwicklung von Technologien für: i) die eindeutige Beschreibung und Überwachung von Meeresumwelten; ii) die Probenahme; iii) die Erkundung der biologischen Ressourcen für biotechnologische Anwendungen; iv) die Kommunikation, Analyse, Abbildung und Überwachung, Tiefseeplateaus.- Entwicklung von Kapazitäten für die Überwachung und die Beherrschung von Phänomenen in KüstengebietenZiel: Verminderung der Auswirkungen von Verschmutzung, Hochwasser und Erosion, insbesondere an gefährdeten Küsten, und Förderung der Landgewinnung an den Küsten.FTE-Prioritäten: langfristige Veränderungen der Küstenmorphologie, Wechselwirkungen zwischen Ökologie, Morphologie, Erosion; Auswirkungen der Tätigkeiten des Menschen; extreme Ereignisse, Risikoanalyse, Fortpflanzung des Seegangs von der Hochsee bis an die Küsten; Dynamik und Stabilität von Tidegewässern auf dem Festland und von Flußmündungen; Morphodynamik von Flußmündungen und Wechselwirkungen zwischen Mündungsgebieten und Küsten; Ende der Schadstoffwege; natürliche Küstenschutzmechanismen, Bewertung der Auswirkungen von Konstruktionen auf die Meeresumwelt, innovative Techniken zur Minimierung von Ökosystemstörungen; Meßgeräte, Datenverwaltung und Modellierung für eine effiziente Überwachung.- Ermöglichung der operationellen Vorhersage durch Offshore-AktivitätenZiel: Förderung sicherer, nachhaltiger Offshore-Aktivitäten je nach den jeweiligen Umweltgegebenheiten und Entwicklung der notwendigen Komponenten eines geeigneten Meeresbeobachtungssystems.FTE-Prioritäten: Entwicklung und Anwendung von Pilotsystemen zur Überwachung, Vorhersage und zum Management im Interesse sicherer Offshore-Aktivitäten: i) Beobachtungs- und Meßverfahren und -werkzeuge für die systematische Entwicklung von Meeresparametern, ii) verbesserte Prognoseverfahren durch Verbesserung mathematischer Modelle, mit denen die Auswirkungen natürlicher und anthropogener Veränderungen auf marine Ökosysteme und Ressourcen vorhergesagt werden können, iii) Methoden zur Bewertung der Angemessenheit der Parameter und iv) beste verfügbare Verfahren, die mit den internationalen Bestimmungen und Übereinkommen vereinbar sind.iv) Die Stadt von morgen und das kulturelle Erbe Ziele und FTE-Prioritäten Übergeordnetes Ziel dieser Leitaktion ist die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Wettbewerbsfähigkeit, ein besseres Stadtmanagement und eine integrierte Planung sowie die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität und der kulturellen Identität der Bürger. Schwerpunkte sind der Aufbau einer integrierten sozioökonomischen Wissensgrundlage sowie Produkte, Dienste, Instrumente und Technologien für ein besseres Stadtmanagement einerseits sowie die Umweltbelange insbesondere im Zusammenhang mit der Verringerung von Schadstoffen.- Integrierte Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der Städte und eine rationelle Nutzung der RessourcenZiel: Erarbeitung neuer Modelle für die nachhaltige Entwicklung der europäischen Städte und Stadtregionen, Erarbeitung von mittel- und langfristigen sozioökonomischen Szenarien und Stimulierung von Forschung, Entwicklung und Demonstration, insbesondere zur Flankierung und Förderung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, Städteplanung und Architektur, der sozialen Integration, Sicherheit, Energieeffizienz und -einsparung (insbesondere in Gebäuden und im Stadtverkehr) sowie Nutzung von Informationsnetzen (das Konzept der "digitalen Städte").FTE-Prioritäten: Stadtentwicklungsszenarien und integrierte Planungswerkzeuge; Auswirkungen von Technologien, Infrastrukturen, Lärm und Luftverschmutzung aus allen Quellen auf die gesellschaftliche Entwicklung, Ressourcennutzung, Gesundheit und Umwelt; Bedarfssteuerung, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Versorgung mit grundlegenden Ressourcen (Energie, Land und Wasser usw.); integrierte Ansätze für eine bessere Nutzung und die Erhaltung der Ressourcen und Verringerung der Verschmutzung und des Abfalls unter Berücksichtigung der Sozial- und Umweltverträglichkeit.- Schutz, Erhaltung und Sanierung des europäischen kulturellen ErbesZiel: Entwicklung einer vernünftigen Bewirtschaftung kultureller Ressourcen von Städten und Stadtregionen zur Förderung der Lebensqualität der Bürger, des Fremdenverkehrs und der Beschäftigung.FTE-Prioritäten: Produkte, Verfahren und Technologien für die Diagnose, den Schutz, die Erhaltung, Sanierung und nachhaltige Nutzung des europäischen kulturellen Erbes unter besonderer Berücksichtigung der beweglichen und ortsfesten Kulturgüter und der Lebensqualität; Maßnahmen zum Schutz des kulturellen Erbes vor technologischen und natürlichen Gefahren; Verfahren, darunter auch Risikobewertungen, für eine harmonische und effiziente Integration des kulturellen Erbes in das Stadtbild.- Entwicklung und Demonstration von Technologien für die zuverlässige, sparsame, umweltfreundliche, wirtschaftliche und nachhaltige Erhaltung, Sanierung, für den Bau und den Abriß von Gebäuden, insbesondere großer GebäudekomplexeZiel: Erhaltung, Sanierung, Verbesserung, Schutz und Entwicklung der bebauten Umwelt auf eine Art und Weise, die den kulturellen Bedürfnissen und den sozialen Erfordernissen entspricht, im Hinblick auf die langfristige Zukunftsfähigkeit und bessere Lebensqualität.FTE-Prioritäten: wirtschaftliche, sichere und umweltfreundliche Technologien für die Planung, Instandhaltung, Sanierung, Modernisierung, den Umbau und Bau, den Abriß von Gebäuden und Infrastruktur, insbesondere von großen Gebäudekomplexen; grundlegende Dienste zur Verhütung von Gefahren und der Beschädigung von Gebäuden; effizientere Ressourcenverwendung (Werkstoffe, Energie, Wasser); Zuverlässigkeit und Sicherheit, optimale Nutzung und Wiedernutzbarmachung von Raum (ober- und unterirdisch), insbesondere Sanierung verseuchter Flächen, zuverlässige Umweltverträglichkeitsprüfungen, Umweltmanagement in Gebäuden.- Vergleichende Bewertung und wirtschaftliche Umsetzung von Strategien für nachhaltige Verkehrssysteme in einem städtischen UmfeldZiel: Ermittlung der besten innovativen Technologien zur drastischen Verringerung der Verschmutzung und der Überlastung der Stadt zu erschwinglichen Preisen für den Benutzer.FTE-Prioritäten: Antriebstechnologien sowie entsprechende Infrastrukturen, neue Konzepte für sparsame und schadstoffarme Fahrzeuge wie schadstofffreie Fahrzeuge und Kleinstfahrzeuge; Validierung und Demonstration von Prototypen und Fahrzeugparks zur Gewährleistung eines wirksamen Funktionierens, der Lebensqualität und der Erhaltung des kulturellen Erbes.v) Umweltfreundlichere Energiesysteme, einschließlich erneuerbarer Energiequellen Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist die Entwicklung von Technologien, die dazu beitragen, unbeschadet der energiepolitischen Ziele die Umweltauswirkungen der Produktion und den Energieverbrauch in Europa zu verringern. Das trägt zur Erhaltung des Ökosystems bei, indem die Emissionen auf lokaler und globaler Ebene reduziert und der Anteil neuer und erneuerbarer Energieträger an der Energieversorgung erhöht wird. Entsprechend werden umweltfreundlichere, in erster Linie erneuerbare Energiequellen erforscht, um die Umweltauswirkungen des derzeitigen Verbrauchs fossiler Brennstoffe zu verringern. Schwerpunkte der Arbeiten sind (geordnet nach ihrer Priorität):- Elektrizitäts- und/oder Wärmeerzeugung aus Kohle, Biomasse oder anderen Brennstoffen, einschließlich der Kraft-Wärme-Kopplung, in großem Umfang bei geringerer CO2-EmissionZiel: Erhebliche Verbesserung der Effizienz und zugleich Kostensenkung und Verringerung der Umweltauswirkungen der Energieumwandlung auf der Grundlage fossiler Brennstoffe wie auch erneuerbaren Energieträgern.FTE-Prioritäten: Verbrennung und andere thermochemische Umwandlungsverfahren (zum Beispiel Vergasung, Pyrolyse); Elektrizitäts- und/oder Wärmeerzeugung mit geringerer CO2-Emission aus Kohle, Biomasse, Abfall oder anderen Brennstoffen; Verbesserung der Effizienz von Gasturbinen, Gasmotoren und Dieselmotoren; Kraft-Wärme-Kopplung.- Entwicklung und Demonstration, einschließlich der dezentralen Erzeugung, von Umwandlungstechnologien für die wichtigsten neuen und erneuerbaren Energieträger, insbesondere Biomasse-, Brennstoffzellen-, Wind- und SonnenenergietechnologienZiel: Förderung der Verwendung von neuen und erneuerbaren Energieträgern für ans Netz angeschlossene und autonome Anlagen, wenn ein substantieller Beitrag zur Energieversorgung zu erwarten ist.FTE-Prioritäten: Brennstoffzellen für stationäre Anlagen sowie für Fahrzeuge; umweltschonende Umwandlung und wirtschaftliche Nutzung der Biomasse in integrierten Energieerzeugungsketten; Windenergie in On-shore- und Off-shore-Anlagen; photovoltaische und solarthermische Technologien; sonstige erneuerbare Energieformen, die einen nennenswerten Beitrag zu den Programmzielen leisten können.- Integration der neuen und erneuerbaren Energieträger in EnergiesystemeZiel: Lösung der Probleme im Zusammenhang mit der Integration der neuen Energieträger in vorhandene Energiesysteme, Entwicklung neuer Anwendung und Beseitigung der Hindernisse für die intensivere Nutzung erneuerbarer Energieträger.FTE-Prioritäten: Lösung der technischen Probleme im Zusammenhang mit der Integration der neuen Energieträger in vorhandene Energienetze und Verfahren; Hybridsysteme, die verschiedene erneuerbare Energieträger oder erneuerbare und konventionelle Systeme verbinden; Verbesserung der Akzeptanz erneuerbarer Energieträger, zum Beispiel Verringerung der Sicht- und Lärmbelästigung; Ermittlung von nichttechnischen Hindernissen für die Integration erneuerbarer Energieträger und Erkundung von Maßnahmen zu deren Beseitigung.- Wirtschaftliche Umweltschutztechnologien für die ElektrizitätserzeugungZiel: Verringerung der Umweltauswirkungen der Elektrizitätserzeugung unter besonderer Berücksichtigung der am stärksten emissionsbehafteten Energieträger.FTE-Prioritäten: Abgasreinigungstechniken für Kraftwerke (zum Beispiel zur Verringerung des CO2-, SOx-, NOx- und des sonstigen Schadstoffausstoßes); Heißgasreinigung; Einbeziehung der wissenschaftlichen Erforschung grundlegender Phänomene.vi) Eine wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist es, die Energieversorgung in Europa im Interesse der Bürger, des Gemeinwohls und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zuverlässig, umweltfreundlich, effizient, sicher und wirtschaftlich zu gestalten. Die Energieverwendung muß effizienter werden durch Technologien, mit denen eine substantielle Senkung der Gesamtkosten und eine Verringerung der Energieintensität erreicht werden kann. In allen Phasen des Energiekreislaufs - Erzeugung, Verteilung und Endverbrauch - müssen die Effizienz verbessert und die Kosten gesenkt werden. Schwerpunkte der Arbeiten sind (geordnet nach ihrer Priorität):- Technologien für den rationellen und effizienten Endverbrauch von EnergieZiel: entscheidender Beitrag zu einem nachhaltigen Energiesystem durch die deutliche Verringerung der Energieintensität auf der Nachfrageseite und durch eine wesentlich effizientere und nachhaltigere Nutzung der Energie in Gebäuden, im Verkehr und der Industrie (einschließlich der Landwirtschaft). Dazu müssen neue Technologien entwickelt und angewandt, vorhandene Technologien verbessert werden; Wissensverbreitung und Technologiedemonstration sollen auf eine Änderung des Verbraucherverhaltens abzielen. Die FTE wird sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen die Möglichkeiten zu einer nachhaltigen Energienutzung am vielversprechendsten sind.FTE-Prioritäten: Beleuchtung, Raumheizung und Klimatisierung sowie Einbau erneuerbarer Energiequellen in Gebäuden; Verbesserung des Wirkungsgrads und der Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge und ihrer Infrastruktur, einschließlich der Treibstoffe, der Energiespeicherung und -umwandlung, der Verbrennungsvorgänge und Kraftübertragung; Verringerung der Energieintensität industrieller Verfahren.- Technologien für die Übertragung und Verteilung von EnergieZiel: Nutzung des gesamten Potentials intelligenter Energienetze, indem die Effizienz des gesamten Energiesystems durch die Erhöhung der Flexibilität, Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Energieübertragungs- und Verteilungssysteme bei einer Kostensenkung sowie einer Verringerung der Übertragungsverluste und der Umweltschädigung auf ein optimales Niveau gebracht wird. Insbesondere soll die Integration neuer Versorgungsquellen in europäische Energienetze erleichtert werden und Beiträge zum Management und zur technischen Unterstützung liberalisierter Energiemärkte sollen erbracht werden.FTE-Prioritäten: intelligente Energieübertragungs- und Verteilungssysteme; Erdgasfernleitungen; optimierte Netzverwaltung und -überwachung; optimale Systemeffizienz für Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- und Klimatisierungsnetze; Supraleitfähigkeit.- Technologien für die Energiespeicherung auf Makro- und MikroebeneZiel: Verbesserung der Effizienz der Energiespeicherung, auf Makroebene zur besseren Nutzung erneuerbarer, aber nur diskontinuierlich zu Verfügung stehender Energiequellen, auf mittlerer Ebene zur Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge und auf Mikroebene zur Ermöglichung weiterer Verkleinerung elektronischer Geräte.FTE-Prioritäten: zuverlässige und wirtschaftliche Energiespeichertechnologien einschließlich Flüssigerdgas und Flüssiggas, H2, fortschrittliche Batterien (Makro- und Mikrobatterien) für stationäre und mobile Anwendungen.- Größere Effizienz bei Erkundung, Abbau und Herstellung fossiler BrennstoffeZiel: Verbesserung der Ermittlung der in der EU vorhandenen Energieressourcen und Optimierung ihrer Nutzung; Kostensenkung und Verringerung der Umweltauswirkungen bei der Herstellung durch auf den Weltmärkten wettbewerbsfähigere Technologien.FTE-Prioritäten: bessere Instrumente für die Erkundung und Bewirtschaftung fossiler Brennstoffressourcen; Fördertechnologien für Kohlenwasserstoffe, besonders für schwer zugängliche Vorkommen im Meeresboden; Verringerung der Umweltauswirkungen und bessere Fördertechniken für Kohlenwasserstoffe, die auch für andere Anwendungen wie zum Beispiel für die Erdwärme genutzt werden können; Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus Kohlelagerstätten.- Verbesserung der Effizienz neuer und erneuerbarer EnergiequellenZiel: möglichst weitgehende Nutzung von erneuerbaren Energieträgern durch Senkung ihrer Gestehungskosten bei der Ernergieerzeugung, durch Erweiterung der Kenntnisse über die in Europa vorhandenen erneuerbaren Energieträger, und durch die Verbesserung der Effizienz von Herstellungstechnologien und damit Reduzierung der Herstellungskosten.FTE-Prioritäten: Verwendung von Biomasse und Abfall als Brennstoff; Verbesserung der Effizienz von photovoltaischen Zellen und Windturbinen; Senkung der Herstellungskosten von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie (zum Beispiel Turbinenschaufeln, Photovoltaikmodule).- Erarbeiten von Szenarien im Bereich der Versorgungs- und Nachfragetechnologien in Wirtschafts/Umwelt-/Energiesystemen und ihrer Wechselwirkungen sowie die Wirtschaftlichkeitsanalysen (auf der Grundlage der Gesamtlebensdauer) und Untersuchung der Effizienz sämtlicher EnergieträgerZiel: Entwicklung von Strategien für die Erzeugung und Nutzung von Energie, für die Einführung neuer Energietechnologien und für die Entwicklung von energiepolitischen Konzepten.FTE-Prioritäten: Analyse lang- und kurzfristiger Szenarien für Angebot und Nachfrage im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung sowie mit den sozialen und ökologischen Anforderungen auf Ebene der gesamten Welt, der Gemeinschaft und der Regionen; Modellierung und Analyse der Auswirkungen politischer Konzepte; Gesamtbewertung der Energiemärkte und der Auswirkungen der Technologie unter Berücksichtigung liberalisierter Energiemärkte.b) GENERISCH AUSGERICHTETE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN i) Bekämpfung von Naturkatastrophen und technologischen Risiken Ziele und FTE-Prioritäten Das Ziel ist durch gründliche Erforschung der Prozesse, Mechanismen und Ereignisse, die zur Entstehung natürlicher und technologischer Risiken beitragen, Technologien und Methoden für die Umweltfolgenabschätzung, die Risikovorhersage, Verhütung, Evaluierung und die Schadensbegrenzung zu entwickeln. Ferner zielen die Tätigkeiten auf die Entwicklung von verbesserten Systemen zur Entscheidungsfindung sowie Evaluierungs- und Validierungsverfahren zur Gefahrenabschätzung und für das Krisenmanagement ab.FTE-Prioritäten: Ermittlung und Untersuchung der Faktoren, die das Risiko von Naturkatastrophen erhöhen; Entwicklung und Verbesserung von Methoden, Modellen und Verfahren zur Risikoabschätzung und der Bestimmung der Katastrophenanfälligkeit, einschließlich der Quantifizierung der bestehenden und künftigen Gefährdung, Entwicklung wirksamer Methoden und Verfahren zur Informationsverarbeitung; Entwicklung innovativer Verfahren und Technologien zur Bekämpfung von Katastrophen und zur Abmilderung ihrer Folgen; Verbesserung der Betriebssicherheit gefährlicher Anlagen.ii) Entwicklung generischer Technologien zur Erdbeobachtung (1) Ziele und FTE-Maßnahmen Strategisches Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften europäischen Kapazität zur Überwachung der Erde aus dem Weltraum, was zu einem besseren Verständnis des Geosystems, zur wirksamen Erhaltung unseres natürlichen Erbes, einer besseren Ressourcenbewirtschaftung und zu einer Verringerung der Hauptrisiken führen wird. Mit der FTE-Maßnahme sollen Erdbeobachtungsanwendungen, -produkte und -dienste für die Umweltüberwachung und die Bewirtschaftung von Ressourcen und Ökosystemen sowie für die Raumplanung zur Verfügung gestellt werden. Schwerpunkt wird die Deckung des Bedarfs eines breiten Spektrums von Anwendern, insbesondere in den Behörden der Mitgliedstaaten, sein. Daher wird die Erdbeobachtung je nach Bedarf mit anderen Technologien, wie Fernerkundung aus der Luft, Weltraumfunkverkehr, Satellitennavigation und geographisches Informationssystem (GIS), verbunden sein.Die folgenden Forschungsmaßnahmen werden vorrangig durchgeführt, insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten "Zentrum für Erdbeobachtung".FTE-Prioritäten: innovative Pilotanwendungen und methodische Schwerpunktforschung zur Steigerung und Effizienz der Maßnahmen in den Schwerpunktbereichen der EU-Politik; Untersuchung der technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte; Bedarfs- und Durchführbarkeitsstudien zur Bestimmung des Bedarfs an neuen Diensten und Einsätzen; neue Szenarien zur Planung autonomer Einsatzdienste; Förderungs-, Aus- und Weiterbildungskampagnen, um vorhandene und künftige Erdbeobachtungsdaten und Informationsquellen besser nutzen zu können.iii) Sozioökonomische Aspekte der Umweltveränderungen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung Ziele und FTE-Maßnahmen Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung einer fundierten wissenschaftlichen Grundlage für nachhaltige Entwicklungsmodelle und die Förderung ihrer Anwendung und Nutzung. Ferner wird die Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspekts in den wichtigsten Politikbereichen der EU, zum Beispiel Industrie, Verkehr, Tourismus und in den Leitaktionen des 5. Rahmenprogramms unterstützt.Voraussetzung für eine solche Integration ist die Ermittlung und Bewertung der grundlegenden Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Faktoren, das heißt den sozioökonomischen Triebkräften des technologischen Wandels, der wirtschaftlichen Globalisierung des gesellschaftlichen Verhaltens und der Umweltveränderungen einerseits und deren sozioökonomischen Auswirkungen andererseits. Die wirksame Umsetzung dieser neuen Erkenntnisse bei der Formulierung politischer Konzepte hängt von der Entwicklung besserer Methoden und strategischer Instrumente ab.FTE-Prioritäten: Ermittlung und Bewertung der grundlegenden Wechselwirkungen zwischen der sozioökonomischen Entwicklung und den Umweltveränderungen. Bewertung der Triebkräfte und Auswirkungen im Hinblick auf Strategien, Einrichtungen und Demographie, aber auch auf Produktion und Verbrauch, technologische Entwicklung, Verteilung, Sicherheit, Kultur und Ethik. Entwicklung und Anwendung von Methoden und Instrumenten für die Integration und für die Förderung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ziele. Beschreibungsmethoden und Bewertungssysteme für die Nachhaltigkeit, Schaffung von Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung, Analyse der "ökologischen Fußabdrücke". Entwicklung und vergleichende Bewertung verschiedener Konzepte der Öko-Effizienz, insbesondere der rationellen Verwendung der Ressourcen der Industrieökologie. Nachhaltiger Verbrauch. Grundsätze eines guten Umweltmanagements im Hinblick auf die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung.iv) Untersuchung der sozioökonomischen Aspekte der Energie im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung (Auswirkungen auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Beschäftigung) Ziele und FTE-Prioritäten Ziel ist die Entwicklung und Anwendung von Instrumenten zur Bewertung und Überwachung der sozioökonomischen Aspekte der Energietechnologien, -systeme und -dienste anhand von Technologiebewertungsansätzen auf Projektebene und Ansätzen globaler Systemanalyse auf Makroebene.FTE-Prioritäten: Für die Technologiebewertung: die soziale Dimension (Verhalten, Akzeptanz), die Dimension der Innovation, einschließlich "Regelungs- und Kontrollmaßnahmen" und Auswirkungen auf anderweitige Politikbereiche, Beurteilung der externen Faktoren und ihrer Internalisierung und schließlich vergleichende Bewertung; für die Systemanalyse: Verstehen der Beziehungen zwischen Energie, Umwelt, Technologien und Wirtschaftswachstum unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Werte und der natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen.c) FÖRDERUNG DER FORSCHUNGSINFRASTRUKTUREN Ziele - Förderung der grenzüberschreitenden Nutzung öffentlicher oder privater Einrichtungen zur Befriedigung der grundlegenden Erfordernisse, um die Einrichtungen besser zu nutzen und um gleichzeitig Doppelarbeit zu vermeiden sowie auf neu entstehende prioritäre Bedürfnisse eingehen zu können.Maßnahmen Zur Erhöhung des europäischen Mehrwertes und zur Optimierung der Maßnahmen wird die Gemeinschaft in erster Linie folgende Anstrengungen unterstützen:- Grenzüberschreitende Koordinierung, integriertes Management der spezifischen Aspekte der Nutzung, Zugang zu vorhandenen Infrastrukturen und deren Verbesserung;- Koordinierung und Komplementarität der nationalen und multinationalen Initiativen zur Schaffung der auf Ebene der Gemeinschaft nötigen Infrastrukturen;- Vernetzung von Wissenschafts- und Nutzergemeinschaften durch Forschungsprojekte und spezifische Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen einer geeigneten Infrastruktur oder Zusammenschluß verschiedener Partner zu einem integrierten Diensteanbieter;- Förderung der Kompatibilität der verschiedenen Systeme mit dem Ziel, eine rasche und wirksame Integration der Einrichtungen und Ressourcen zu ermöglichen.Infrastrukturen Zu den unterstützenden Infrastrukturen zur Bewertung und Beobachtung der Geosysteme (zum Beispiel der Meere), um die Vorhersage drohender Naturereignisse und globaler Veränderungen verbessern zu können, gehören:- Forschungseinrichtungen für das Klima und die globalen Veränderungen. Klimaforschungszentren, Großrechner; Archive; Zentren für die integrierte Auswertung; Datenbanken für Klima und globale Veränderungen; Simulierungskammern, Bodenstationen und Flugzeuge zur Beobachtung der Atmosphäre; Geräte und Netze zur Untersuchung der paläoökologischen Daten; Einrichtungen für die Taxonomie.- Meeresforschungseinrichtungen. Meeresdatenbanken und Sammlungen von Meeresproben; Einrichtungen für die Taxonomie; Versuchsbecken; Forschungsschiffe; Plattformen und Zentren zur Prognose des Seegangs; bemannte, robotergesteuerte und automatische Beobachtungssysteme.- Forschungseinrichtungen für natürliche Risiken. Einrichtungen und grundlegende operationelle Netze für Informationen über Erdbeben, Überschwemmungen, Flutwellen und Stürme, Erdrutsche, Vulkanausbrüche und Waldbrände.(1) Die Aktivitäten im Bereich der Raumfahrt, die durch verschiedene Programme erfaßt werden, werden zentral koordiniert.ANHANG III EINZELHEITEN DER DURCHFÜHRUNG DES SPEZIFISCHEN PROGRAMMS Das spezifische Programm wird über indirekte FTE-Aktionen durchgeführt, die in den Anhängen II und IV des Fünften Rahmenprogramms definiert sind. Ferner gelten für dieses spezifische Programm folgende Modalitäten:1. Begleitmaßnahmen Die Begleitmaßnahmen umfassen im einzelnen:- flankierende Studien zum spezifischen Programm, einschließlich der Vorbereitung künftiger Maßnahmen,- Informationsaustausch, Konferenzen, Seminare, Workshops sowie wissenschaftliche oder technische Sitzungen,- Hinzuziehung externer Fachkenntnisse, auch in Form der Konsultation wissenschaftlicher Datenbanken, bei der laut Artikel 5 Absatz 1 des Fünften Rahmenprogramms vorgesehenen Prüfung des spezifischen Programms sowie der laut Artikel 5 Absatz 2 des Fünften Rahmenprogramms vorgesehenen externen Bewertung der indirekten FTE-Aktionen oder der Überwachung ihrer Durchführung,- Maßnahmen im Bereich Informationsverbreitung und Kommunikation, einschließlich wissenschaftlicher Publikationen, und Maßnahmen zur Nutzung der Ergebnisse und für den Technologietransfer,- Ausbildungsmaßnahmen im Zusammenhang mit den FTE-Tätigkeiten des spezifischen Programms außer Marie-Curie-Stipendien,- Förderung von Maßnahmen zur Sensibilisierung und zur Unterstützung der Forschungsakteure, unter anderem der KMU, einschließlich der Entwicklung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit,- Förderung gemeinsamer Strukturen und der Kompatibilität, der Normung, der Datenverarbeitung, -verwaltung und des Datenaustauschs,- Hinzuziehung externer Kapazitäten für den Aufbau von Diensten und Netzen für Information, Unterstützung, Forschungs- und Informationsförderung und Innovation sowie für den Zugang zu diesen Diensten und Netzen.2. Umfang der finanziellen Beteiligung Im Fall der FTE-Projekte, der Demonstrationsprojekte sowie der Verbundprojekte werden die Kosten für die Verwendung von Forschungsschiffen, von see- und von luftgestützten Plattformen gefördert. Die Kosten sind im Arbeitsprogramm aufgeschlüsselt.3. Zusatzbestimmungen für die Beteiligung An den einzelnen Projekten dieses Programms können sich auch in Drittstaaten ansässige juristische Personen sowie internationale Organisationen beteiligen, vorausgesetzt, sie tragen mit ihrer Teilnahme effektiv zur Umsetzung des Programms bei.Diese juristische Personen und internationale Organisationen können ausnahmsweise eine Finanzhilfe erhalten, wenn ihre Beteiligung von Vorteil ist und im Hinblick auf die Ziele des Programms einen Mehrwert darstellt.4. Modalitäten der Koordinierung Die Kommission wacht innerhalb des Programms über die Komplementarität der indirekten FTE-Aktionen, insbesondere durch ihre Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, und achtet darauf, Doppelarbeit zu vermeiden - wobei jedoch die legitimen Interessen der Antragsteller für indirekte FTE-Aktionen gewahrt werden.Eine Koordinierung wird auch sichergestellt zwischen den Maßnahmen des spezifischen Programms und den Tätigkeiten im Rahmen:- anderer spezifischer Programme des Fünften Rahmenprogramms,- der Forschungs- und Ausbildungsprogramme zur Umsetzung des Beschlusses 98/. . ./Euratom des Rates vom . . . über das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) für Maßnahmen im Bereich der Forschung und Ausbildung (1998-2002),- anderer europäischer Forschungsinitiativen wie Eureka und COST,- anderer Instrumente der Gemeinschaft im Forschungsbereich, zum Beispiel PHARE, TACIS, MEDA, EIF, Strukturfonds und EIB sowie die Programme im Bereich der Umwelt und der Energie.Diese Koordinierung umfaßt:i) die Identifizierung gemeinsamer Themen oder Prioritäten im Hinblick auf:- den Informationsaustausch,- die Durchführung gemeinsam beschlossener Arbeiten, bei denen insbesondere eines der in Artikel 9 der Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse vorgesehenen Verfahren zur Anwendung kommt,ii) die Umverteilung von Vorschlägen für indirekte FTE-Aktionen zwischen spezifischen Programmen oder zwischen einem spezifischen Programm und dem Programm für Maßnahmen im Bereich der Forschung und Ausbildung.