CELEX: 31985R1677
Language: de
Date: 1985-06-11 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 des Rates vom 11. Juni 1985 über die Währungsausgleichsbeträge im Agrarsektor

Avis juridique important

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31985R1677

Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 des Rates vom 11. Juni 1985 über die Währungsausgleichsbeträge im Agrarsektor  

Amtsblatt Nr. L 164 vom 24/06/1985 S. 0006 - 0010 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 35 S. 0151  Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 35 S. 0151 

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1677/85 DES RATESvom 11. Juni 1985über die  Währungsausgleichsbeträge im AgrarsektorDER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN   gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf  Artikel 43,auf Vorschlag der Kommission (1),nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),nach  Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),nach Stellungnahme des Rechnungshofs,nach  Stellungnahme des Währungsausschusses,in Erwägung nachstehender Gründe:Seit einigen Jahren ist für  die gemeinsame Agrarpolitik kennzeichnend, daß zur Umrechnung der auf Gemeinschaftsebene in RE oder  ECU festgesetzten Beträge in Landeswährung auf besondere Umrechnungskurse zurückgegriffen wird, die  von den auf den Geldmärkten festgestellten Kursen erheblich abweichen. In einer Zeit, in der die  Währungen untereinander im allgemeinen frei schwankten, war die Festsetzung landwirtschaftlicher  Umrechnungskurse die einzige Möglichkeit, die gemeinsame Agrarpolitik und ihr Preisgefüge  aufrechtzuerhalten.Überschreitet die Abweichung des Marktkurses vom landwirtschaftlichen  Umrechnungskurs in einem Mitgliedstaat eine bestimmte Grenze, dann können sich für das  Funktionieren der gemeinsamen Agrarpolitik ernsthafte Schwierigkeiten ergeben. So kann der Handel,  für den der Marktkurs gilt, in Landeswährung zu einem Preis getätigt werden, der nicht die gleiche  Höhe hat wie der Interventionspreis, der sich durch Anwendung der landwirtschaftlichen  Umrechnungskurse ergibt. Ausserdem haben die im Drittlandshandel zu gewährenden oder zu erhebenden  Beträge einen je nach Mitgliedstaat unterschiedlichen Wert.Dadurch kann das Funktionieren der  Marktorganisation im allgemeinen und ihrer Interventionsregelung im besonderen gefährdet werden.  Überdies sind anormale Preisänderungen und künstliche Verlagerungen der Handelsströme zu  befürchten.Um diesen Schwierigkeiten vorzubeugen, ist die Anwendung von Währungsausgleichsbeträgen  im Handel gerechtfertigt, die grundsätzlich dem Unterschied zwischen Marktkurs und  landwirtschaftlichem Umrechnungskurs entsprechen. Eingeführt wurden diese Beträge durch die  Verordnung (EWG) Nr. 974/71 des Rates vom 12. Mai 1971 über bestimmte konjunkturpolitische  Maßnahmen, die in der Landwirt-schaft im Anschluß an die vorübergehende Erweiterung der  Bandbreiten der Währungen einiger Mitgliedstaaten zu treffen sind Währungsausgleichsbeträge  kann die Entstehung neuer positiver Währungsausgleichsbeträge vermieden werden, indem das  derzeitige System der Berechnung dieser Beträge geändert wird, wobei als Bezugsgrundlage die  stärkste Gemeinschaftswährung zu wählen ist, die im Rahmen des Europäischen Währungssystems eine  Schwankungsbreite von 2,25 % einhält. Diese Änderung des Berechnungssystems kann in der Weise  vorgenommen werden, daß die Leitkurse der Währungen, die die Schwankungsbreite von 2,25 %  einhalten, mit dem Koeffizienten der Aufwertung des Leitkurses multipliziert werden, der im Rahmen  einer Währungsangleichung am stärksten gegenüber der ECU aufgewertet wird. Die Folge davon ist eine  entsprechende Erhöhung der negativen Währungsausgleichsbeträge.Vom Prinzip her führt diese  Berechnungsmethode zur vermehrten Entstehung von negativen Währungsausgleichsbe-trägen. Es  empfiehlt sich daher, diese Methode nur vorläufig und für eine begrenzte Zeit einzuführen, nach  deren Ablauf sie insbesondere anhand der gewonnenen Erfahrungen zu überprüfen ist. Für den Fall,  daß der Rat nicht vor Beginn des Milchwirtschaftsjahres 1987/88 Beschlüsse gefasst hat, um entweder  das geltende System zu verlängern oder ein anderes System zu schaffen, muß die seit der Einführung  der ECU in die gemeinsame Agrarpolitik anwendbare Regelung mit Wirkung vom Beginn des  Wirtschaftsjahres 1987/88 für jedes der betreffenden Erzeugnisse erneut in Kraft gesetzt  werden.Dieses Berechnungssystem wird auch für den Abbau der positiven Währungsausgleichsbeträge  genutzt, indem die höchsten Beträge um 3 Punkte verringert werden. Hierzu müssen die Leitkurse der  Währungen, die die Schwankungsbreite von 2,25 % einhalten, mit dem Koeffizienten 1,033651   im  folgenden "Berichtigungsfaktor" genannt   multipliziert werden.Die Anwendung der  Währungsausgleichsbeträge muß auf Fälle begrenzt sein, in denen ohne ihre Anwendung die Gefahr von  Verzerrungen in der Interventionsregelung und/oder im Handel bestuende.Die Währungsausgleichsbeträge  müssen ferner auf das Niveau beschränkt werden, das zum Ausgleich der Auswirkung des Unterschieds  zwischen landwirtschaftlichem Umrechnungskurs und Marktkurs auf die Preise von Grunderzeugnissen,  für welche Interventionsmaßnahmen gelten, unbedingt erforderlich ist.Um die Verwaltung zu  vereinfachen, empfiehlt sich der Grundsatz, daß jeder Mitgliedstaat Währungsausgleichsbe-träge  anwendet, die dem Unterschied zwischen dem Marktwert seiner Währung und dem landwirtschaftlichen  Umrechnungskurs seiner Währung entsprechen. Aus denselben Gründen müssen im Drittlandshandel die  bei der Einfuhr gewährten Währungsausgleichsbeträge von den Eingangsabgaben und die bei der Ausfuhr  erhobenen Abgaben von den Erstattungen abgezogen werden. In einigen Fällen kann diese Regelung  jedoch Schwierigkeiten bereiten, die mit der Verwaltungsstruktur des betreffenden Mitgliedstaates  zusammenhängen. Es ist daher ratsam, die Anwendung anderer Verwaltungs- und Verbuchungsverfahren  zuzulassen.Angesichts der besonderen Lage in den Sektoren Rindfleisch und Wein können zu den  normalerweise anzuwendendenBerechnungen Ausnahmeregelungen vorgesehen werden, wenn diese eine  Verringerung der Währungsausgleichsbe-träge bewirken.In bestimmten Fällen kann es vorkommen, daß  die Währungsausgleichsbeträge nicht der festgestellten Gesamtabweichung der Währung entsprechen,  ohne daß daraus Schwierigkeiten im Handel entstuenden. Ferner ist hinsichtlich der Preisverhältnisse  wichtig, daß die negativen Währungsausgleichsbeträge erforderlichenfalls auf die Abgaben bei der  Einfuhr aus Drittländern beschränkt werden können.Die Währungsausgleichsbeträge sind wegen ihrer  Zielsetzung Teil der gemeinsamen Agrarmarktorganisation. Die im Handel mit Drittländern erhobenen  Währungsausgleichsbe-träge entsprechen der Definition der landwirtschaftlichen Abschöpfungen gemäß  Artikel 2 Buchstabe a) des Beschlusses 70/243/EGKS, EWG, Euratom vom 21. April 1970 über die  Ersetzung der Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten durch eigene Mittel der Gemeinschaften (1) bzw.  bei den unter besondere Handelsregelungen fallenden Waren der Definition der Zölle gemäß Artikel 2  Buchstabe b) desselben Beschlusses. Es empfiehlt sich, die Berücksichtigung der anderen  Währungsausgleichsbeträge im Rahmen der Finanzierungsregelung der gemeinsamen Agrarpolitik zu  gewährleisten  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 1(1)  Besteht bei der  Währung eines Mitgliedstaats ein Unterschied zwischen dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs und  dem Leitkurs oder gegebenenfalls dem Marktkurs, so wendet dieser Mitgliedstaat im  innergemeinschaftlichen Handel und im Handel mit Drittländern gemäß dieser Verordnung  Währungsausgleichsbeträge an.(2)  Der Leitkurs wird für Währungen der Mitgliedstaaten zugrunde  gelegt, die im Rahmen des Europäischen Währungssystems einen jeweiligen Abstand von 2,25 %  einhalten.Artikel 2(1)  Der Mitgliedstaat, für den der Leitkurs oder gegebenenfalls der Marktkurs  einen Wert der Währung in ECU ergibt, der höher ist als der landwirtschaftliche Umrechnungskurs,  erhebt die Währungsausgleichsbeträge bei der Einfuhr und gewährt sie bei der Ausfuhr.Diese Beträge  werden "positive Währungsausgleichsbeträge" genannt.(2)  Der Mitgliedstaat, für den der Leitkurs  oder gegebenenfalls der Marktkurs einen Wert der Währung in ECU ergibt, der niedriger ist als der  landwirtschaftliche Umrechnungskurs, erhebt die Währungsausgleichsbeträge bei der Ausfuhr und  gewährt sie bei der Einfuhr. Diese Beträge werden "negative Währungsausgleichsbe-träge" genannt.Artikel 3Artikel 1 findet  nur Anwendung, wenn der dort genannte Unterschied zwischen dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs  und dem Leitkurs oder gegebenenfalls der Marktkurs zu Störungen im Handel mit landwirtschaftlichen  Erzeugnissen führen würde.Artikel 4(1)  Die Währungsausgleichsbeträge sind auf Erzeugnisse  anzuwenden:afür die im Rahmen der gemeinsamen Agrarmarktorganisation Interventionsmaßnahmen  vorgesehen sind, im folgenden "Grunderzeugnisse" genannt,bderen Preis von dem der Grunderzeugnisse  abhängt und die unter die gemeinsame Marktorganisation fallen oder für die eine besondere  Handelsregelung gilt, im folgenden "Folgeerzeugnisse" genannt.(2)  Für diese Verordnung gilt  Schweinefleisch als Folge-erzeugnis von Getreide. Diese Regel gilt, solange die in Artikel 6  vorgesehene Regelung angewandt wird.Artikel 5(1)  Bei Grunderzeugnissen sind die  Währungsausgleichsbeträge gleich den Beträgen, die sich durch Anwendung eines Prozentsatzes,  nachstehend "Währungsabweichung" genannt, auf die Preise ergeben.Die Währungsabweichung wird nach  den Absätzen 2 und 3 berechnet.Bei Folgeerzeugnissen sind die Währungsausgleichsbeträge gleich der  Inzidenz auf den Preis des betreffenden Erzeugnisses bei Anwendung des Währungsausgleichsbetrags  auf den Preis des Grunderzeugnisses oder der Grunderzeugnisse, nach denen sich die Preise des  betreffenden Erzeugnisses richten.(2)  Die Währungsabweichung ist gleich der tatsächlichen  Währungsabweichung, verringert um die in Absatz 3 definierte Freimarge.Die tatsächliche  Währungsabweichung ist:afür die Mitgliedstaaten, die ihre Währungen untereinander innerhalb eines  jeweiligen Abstandes von höchstens 2,25 % halten: der Prozentsatz, der gleich dem Unterschied ist  zwischen: dem landwirtschaftlichen Umrechnungskursunddem Leitkurs der Währung des betreffenden  Mitgliedstaats, bfür die anderen Mitgliedstaaten als die unter Buch-stabe a) genannten: der Durchschnitt der  Prozentsätze, die gleich dem Unterschied sind zwischen: dem Satz, der sich aus dem Verhältnis zwischen dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs der Währung  des betreffenden Mitgliedstaats und dem Leitkurs jeder der Währungen der unter Buchstabe a)  genannten Mitgliedstaaten ergibt, unddem Satz, der dem Verhältnis zwischen dem in einem nach dem Verfahren des Artikels 12  festzulegenden Zeitraum festgestellten durchschnittlichen Wechselkurs im Kassageschäft der Währung  des betreffenden Mitgliedstaats und der jeweiligen Währung der unter Buchstabe a) genannten  Mitgliedstaaten entspricht.(3)  Die bei der Berechnung der Währungsausgleichsbe-träge zugrunde  gelegte Freimarge beträgt:1,50 Punkte bei den Mitgliedstaaten, die negative  Währungsausgleichsbeträge anwenden,1,00 Punkte bei den Mitgliedstaaten, die positive  Währungsausgleichsbeträge anwenden.Jedochawird der Prozentsatz0 solange angewandt, wie das  Ergebnis nach Abzug der Freimarge 0,50 oder weniger und mehr als 0 beträgt, 1 solange angewandt, wie das Ergebnis nach Abzug der Freimarge 1 oder weniger und mehr als 0,50  beträgt;bkann die Freimarge nach dem Verfahren des Artikels 12 für die im Weinsektor geltenden  Währungsausgleichsbeträge auf einem höheren Niveau festgesetzt werden, das jedoch 5 Punkte nicht  übersteigen darf.(4)  Liegt der Marktpreis für ausgewachsene Rinder während eines verhältnismässig  langen Zeitraums unter dem Interventionspreis, so können die für Rindfleisch geltenden  Währungsausgleichsbeträge nach dem Verfahren des Artikels 12 entsprechend geändert werden.Artikel  6(1)  Abweichend von den Artikeln 1, 2, 3 und 5 wird die Regelung dieses Artikels während des  Zeitraums, der für jedes der betreffenden Erzeugnisse bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 1986/87  reicht, angewendet.Für die Eier- und Gefluegelwirtschaft gelten die Wirtschaftsjahre als mit denen  für Getreide, ausgenommen Hartweizen, identisch.Die Regelung für Schweinefleisch gilt bis zum 31.  Oktober 1987.(2)  Für die Anwendung der Artikel 1, 2, 3 und 5 werden die Leitkurse mit einem  Koeffizienten   "Berichtigungsfaktor" genannt   multipliziert. Die Marktkurse werden unter Berücksichtigung des Berichtigungsfaktors, mit dem die Leitkurse zu  multiplizieren sind, ermittelt.(3)  Der Berichtigungsfaktor beträgt 1,033651.Der  Berichtigungsfaktor wird bei jeder Neufestsetzung im Rahmen des Europäischen Währungssystems nach  Maßgabe der Aufwertung des Leitkurses derjenigen der untereinander innerhalb eines jeweiligen  Abstandes von höchstens 2,25 % gehaltenen Währungen geändert, deren Aufwertung gegenüber der ECU am  höchsten ist. Die Änderung erfolgt nach dem Verfahren des Artikels 12.(4)  Vor dem 31. Dezember  1986 unterbreitet die Kommission dem Rat einen Bericht über die Anwendung dieses Artikels.  Gegebenenfalls macht sie Vorschläge entsprechend der Wirtschafts- und Währungslage der  Gemeinschaft, der Entwicklung der Agrareinkommen sowie der gewonnenen Erfahrung.Für den Fall, daß  der Rat vor Beginn des Milchwirtschaftsjahres 1987/88 keine Beschlüsse auf der Grundlage des in  Unterabsatz 1 genannten Berichts gefasst hat, mit denen er entweder das geltende System verlängert  oder ein anderes System schafft, tritt die Regelung, die vor dem Wirtschaftsjahr 1984/85 galt,  wieder in Kraft.Artikel 7Der Rat kann auf Vorschlag der Kommission mit qualifizierter Mehrheit  beschließen, daß die negativen Währungsausgleichsbeträge für ein Erzeugnis oder mehrere Erzeugnisse  die Einfuhrabgaben aus Drittländern nicht überschreiten dürfen.Artikel 8Es wird kein  Währungsausgleichsbetrag für Erzeugnisse festgesetzt, für die dieser nach Artikel 5 berechnete  Betrag im Vergleich zu ihrem Durchschnittswert unbedeutend ist.Artikel 9(1)  Die  Währungsausgleichsbeträge werden nach dem Verfahren des Artikels 12 festgesetzt.(2)  Im Falle der  in Artikel 5 Absatz 2 Unterabsatz 2 Buchstabe b) genannten Mitgliedstaaten gilt jedoch  vorbehaltlich des Artikels 5 Absatz 3 Unterabsatz 2 folgendes:Entfernt sich der in Artikel 5 Absatz  2 Unterabsatz 2 Buchstabe b) genannte Prozentsatz von dem für die vorausgegangene Festsetzung  zugrunde gelegten Prozentsatz um mindestens einen Punkt, so werden die Währungsausgleichsbeträge  von der Kommission nach Maßgabe der Änderung dieser Abweichung geändert.Entfernt sich der in  Artikel 5 Absatz 2 Unterabsatz 2 Buchstabe b) genannte Prozentsatz von dem für die vorausgegangene  Festsetzung zugrunde gelegten Prozentsatz um weniger als einen Punkt, so werden die  Wäh-rungsausgleichsbeträge nur in Ausnahmefällen, und zwar nach dem Verfahren des Artikels 12,  geändert.Artikel 10(1)  Wird ein aus einem Mitgliedstaat ausgeführtes Erzeugnis in einen  Mitgliedstaat eingeführt, der bei der Einfuhr einen Währungsausgleichsbetrag zu gewähren hat, so  kann der Ausfuhrmitgliedstaat im Einvernehmen mit dem Einfuhrmitgliedstaat den  Währungsausgleichsbetrag bezahlen, der von diesem Einfuhrmitgliedstaat gewährt werden müsste.In  diesem Fall wird vom Einfuhrmitgliedstaat für die aus dem betreffenden Mitgliedstaat stammenden  Erzeugnisse kein Währungsausgleichsbetrag gewährt.Der Währungsausgleichsbetrag wird mit dem während  einer nach dem Verfahren des Artikels 12 noch zu bestimmenden Zeit festgestellten  durchschnittlichen Wechselkurs im Kassageschäft der jeweiligen Währungen oder gegebenenfalls mit  den Leitkursen umgerechnet.(2)  Die Ausfuhrmitgliedstaaten, die von der in Absatz 1 genannten  Möglichkeit Gebrauch machen, setzen die Kommission davon in Kenntnis.Artikel 11(1)  Im Handel mit  Drittländern werden die Währungsausgleichsbeträge,adie bei der Einfuhr gewährt werden, von den  Eingangsabgaben abgezogen;bdie bei der Ausfuhr erhoben werden, von den Aus-fuhrerstattungen  abgezogen.(2)  Die betreffenden Mitgliedstaaten können jedoch beschließen, Absatz 1 Buchstabe b)  nicht anzuwenden.Jeder Mitgliedstaat, der von der in Unterabsatz 1 genannten Möglichkeit Gebrauch  macht, bestimmt nach einem noch festzulegenden Gesamtverfahren die Summe der  Währungsausgleichsbeträge, die gemäß Absatz 1 von den Erstattungen hätten abgezogen werden müssen.  Bei der Verbuchung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften gilt:diese Summe als  von den Erstattungen abgezogen,der die Erstattungssumme überschreitende Teilbetrag als der bei der  Ausfuhr erhobene Währungsausgleichsbe-trag.Die Durchführungsbestimmungen zu Unterabsatz 2 werden  nach dem Verfahren des Artikels 13 der Verordnung (EWG) Nr. 729/70 des Rates vom 21. April 1970  über die Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)  Nr. 870/85 (2), erlassen. Artikel 12Die Durchführungsbestimmungen zu dieser Verordnung, in denen gegebenenfalls  Abweichungen von den Verordnungen über die gemeinsame Agrarpolitik vorgesehen werden können, werden  nach dem Verfahren des Artikels 26 der Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des Rates vom 29. Oktober 1975  über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)  Nr. 1018/84 (2), oder gegebenenfalls nach dem Verfahren des entsprechenden Artikels der anderen  Verordnungen über gemeinsame Agrarmarktorganisationen erlassenArtikel 13(1)  Die im Handel mit  Drittländern gewährten Währungsausgleichsbeträge gelten bezueglich der Finanzierung der gemeinsamen  Agrarpolitik als Teil der Erstattungen bei der Ausfuhr nach Drittländern.(2)  Die im Handel  zwischen den Mitgliedstaaten erhobenen oder gewährten Währungsausgleichsbeträge gelten bezueglich  der Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik als Teil der zur Regularisierung der Agrarmärkte  bestimmten Interventionen. (3)  Die Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel werden gegebenenfalls nach dem Verfahren des  Artikels 13 der Verordnung (EWG) Nr. 729/70 erlassen.Artikel 14Die Verordnung (EWG) Nr. 974/71  wird aufgehoben.Die Verweisungen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Verweisungen auf die  vorliegende Verordnung.Die sich auf die Artikel der genannten Verordnung beziehenden Bezugsvermerke  und Verweisungen sind der Entsprechungstabelle im Anhang zu entnehmen.Artikel 15Diese Verordnung  tritt am 1. Januar 1986 in Kraft.Die Aufhebung des Artikels 4 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.  974/71 gilt jedoch ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der vorliegenden Verordnung im Amtsblatt  der Europäischen Gemeinschaften. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in  jedem Mitgliedstaat. Geschehen zu Luxemburg am 11. Juni 1985. Im Namen des RatesDer PräsidentF. M. PANDOLFI(1) ABl. Nr. C 21 vom 23. 1.  1985, S. 15. (2) ABl. Nr. C 97 vom 21. 4. 1980, S. 44. (3) ABl. Nr. C 182 vom 21. 7. 1980, S. 41. (4), mehrfach geändert, zuletzt durch die Verordnung (EWG) Nr. 855/84 (& ). Aus Gründen der  Klarheit und Zweckmässigkeit für die Handhabung empfiehlt sich daher eine Kodifizierung und eine  Veröffentlichung der vollständigen Neufassung.Durch die Verordnung (EWG) Nr. 652/79 des Rates vom  29. März 1979 über die Auswirkungen des Europäischen Währungssystems im Rahmen der gemeinsamen  Agrar-politik ((), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3657/84 ()), ist die ECU in die  gemeinsame Agrarpolitik eingeführt worden.Für die Währungen der Mitgliedstaaten, die an der  Wechselkursordnung des Europäischen Währungssystems teilnehmen, sind auf die ECU bezogene Leitkurse  festgesetzt worden.So können die Mitgliedstaaten, die ihre Währungen untereinander innerhalb einer  jeweiligen Schwankungsbreite von höchstens 2,25 % halten, die auf die ECU bezogenen Leitkurse als  Marktkurse anwenden. Um nämlich eine gewisse Beständigkeit der Währungsausgleichsbeträge zu  gewährleisten, sollten diese Beträge für die betreffenden Mitgliedstaaten anhand der Leitkurse und  nicht der tatsächlich festgestellten Marktkurse berechnet werden.Für die übrigen Mitgliedstaaten  ist es angezeigt, der Berechnung der Währungsausgleichsbeträge das Verhältnis ihrer Währungen zu  denen der vorgenannten Mitgliedstaaten zugrunde zu legen.Die Erfahrung hat gezeigt, daß die  Wiedereinbindung der Landwirtschaft in die wirtschaftliche Realität durch Angleichung der  landwirtschaftlichen Umrechnungskurse an die Leitkurse vor allem für die Mitgliedstaaten mit  positiven Währungsausgleichsbeträgen, deren Abbau zu einem Preisrückgang in Landeswährung führt,  schwierig zu bewerkstelligen ist.Die sich aus den landwirtschaftlichen Umrechnungskursen ergebenden  Preisunterschiede tendieren deshalb dazu, dauerhaften Charakter anzunehmen. Um die Einheit des  Marktes wiederherzustellen, ist es angebracht, diese Unterschiede für die Zukunft zu verringern. Es  ist daher erforderlich, Regeln für den Abbau der Währungsausgleichsbeträge festzulegen.Diese Regeln  müssen sowohl die Einzelheiten der Berechnung der Währungsausgleichsbeträge als auch die  landwirtschaftlichen Umrechnungskurse betreffen. Bezueglich der(%) ABl. Nr. L 106 vom 12. 5. 1971,  S. 1. (5) ABl. Nr. L 90 vom 1. 4. 1984, S. 1. (6) ABl. Nr. L 84 vom 4. 4. 1979, S. 1. (7) ABl. Nr. L 340 vom 28. 12. 1984, S. 9. (1) ABl. Nr. L 94 vom 28. 4. 1970, S. 19. (1) ABl. Nr. L 94 vom 28. 4. 1970, S. 13. (2) ABl. Nr. L 95 vom 2. 4. 1985, S. 1. (1) ABl. Nr. L 281 vom 1. 11. 1975, S. 1. (2) ABl. Nr. L 107 vom 19. 4. 1984, S. 1.  ANHANGENTSPRECHUNGSTABELLEVerordnung (EWG) Nr. 974/71Vorliegende VerordnungArtikel 1  Absätze 1 und 1aArtikel 1Artikel 1 Absatz 1Artikel 2Artikel 1 Absatz 3Artikel 3Artikel 1  Absatz 2Artikel 4Artikel 2Artikel 5Artikel 2bArtikel 6Artikel 4a Absatz 2Artikel 7Artikel  4Artikel 8Artikel 6 Absatz 2Artikel 9 Absatz 1Artikel 3Artikel 9 Absatz 2Artikel 2aArtikel  10Artikel 4a Absatz 1Artikel 11Artikel 6 Absatz 1Artikel 12Artikel 7Artikel 13