CELEX: 31993R1320
Language: de
Date: 1993-05-28 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EWG) Nr. 1320/93 DER KOMMISSION vom 28. Mai 1993 zur Festsetzung der Referenzpreise für Aprikosen für das Wirtschaftsjahr 1993

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31993R1320

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1320/93 DER KOMMISSION vom 28. Mai 1993 zur Festsetzung der Referenzpreise für Aprikosen für das Wirtschaftsjahr 1993  

Amtsblatt Nr. L 132 vom 29/05/1993 S. 0092 - 0093

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1320/93 DER KOMMISSION vom 28. Mai 1993 zur Festsetzung der Referenzpreise für Aprikosen für das Wirtschaftsjahr 1993  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 638/93 (2), insbesondere auf Artikel 27 Absatz 1,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3813/92 des Rates vom 28. Dezember 1992 über die Rechnungseinheit und die im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik anzuwendenden Umrechnungskurse (3), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 1,  gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3824/92 der Kommission vom 28. Dezember 1992 zur Bestimmung der in Ecu festgesetzten und infolge der Währungsneufestsetzungen zu ändernden Preise und Beträge (4), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 784/93 (5),  insbesondere auf Artikel 2,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Nach Artikel 23 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 werden alljährlich zu Beginn des Vermarktungsjahres Referenzpreise festgesetzt, die für die gesamte Gemeinschaft gültig sind.  Angesichts des Umfangs der Aprikosenerzeugung in der Gemeinschaft ist für dieses Erzeugnis ein Referenzpreis festzusetzen.  Die Vermarktung der im Lauf eines bestimmten Produktionsjahres geernteten Aprikosen verteilt sich auf die Monate Mai bis August. Die geringen Erntemengen im Mai und im August lassen die Festsetzung eines für diese Monate geltenden Referenzpreises nicht  zu. Der Referenzpreis sollte deshalb nur für die Zeit vom 1. Juni bis 31. Juli festgesetzt werden.  Gemäß Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 erfolgt die Festsetzung der Referenzpreise auf der Höhe des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, abzueglich des Pauschalbetrags der Transportkosten für die gemeinschaftlichen  Erzeugnisse im vorangegangenen Wirtschaftsjahr von den Erzeugungsgebieten in die Verbrauchszentren der Gemeinschaften und zuzueglich - eines Prozentsatzes in Höhe der durchschnittlichen Entwicklung der Produktionskosten für Obst und Gemüse, vermindert um den Produktivitätsgewinn,  - des Pauschalbetrags für die Transportkosten für das betreffende Wirtschaftsjahr,  ohne daß die so erhaltene Höhe das arithmetische Mittel der Erzeugerpreise der einzelnen Mitgliedstaaten, erhöht um die Transportkosten für das betreffende Wirtschaftsjahr, überschreitet. Dabei wird der so erhaltene Betrag entsprechend der Entwicklung  der um den Produktivitätsgewinn verminderten Produktionskosten für Obst und Gemüse erhöht. Die zu berücksichtigende Höhe darf ausserdem den Referenzpreis für das vorhergehende Wirtschaftsjahr nicht unterschreiten.  Zur Berücksichtigung der saisonbedingten Preisschwankungen ist das Wirtschaftsjahr in mehrere Abschnitte zu unterteilen und ein Referenzpreis für jeden Abschnitt festzusetzen.  Die Erzeugerpreise entsprechen dem Durchschnitt der Notierungen, die während der drei Jahre vor dem Zeitpunkt der Festsetzung des Referenzpreises für ein in seinen Handelseigenschaften definiertes inländisches Erzeugnis festgestellt wurden. Die  Feststellung erfolgt auf dem repräsentativen Markt bzw. den repräsentativen Märkten in den Anbaugebieten mit den niedrigsten Notierungen für Erzeugnisse oder Sorten, die einen wesentlichen Teil der im Laufe des Jahres bzw. eines Teils des Jahres  vermarkteten Erzeugung ausmachen und bestimmten Anforderungen in bezug auf die Aufmachung entsprechen. Bei der Berechnung der durchschnittlichen Notierungen jedes repräsentativen Marktes bleiben die Notierungen unberücksichtigt, die im Vergleich zu den  auf diesem Markt festgestellten normalen Schwankungen als übermässig hoch oder niedrig betrachtet werden können.  Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/92 der Kommission vom 28. Dezember 1992 mit Übergangsmaßnahmen zu den agromonetären Vorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 3813/92 des Rates (6) stellt den Zusammenhang zwischen der ab 1. Januar 1993 und der vorher  geltenden agromonetären Regelung her.  In der Verordnung (EWG) Nr. 3824/92 wurden die Preise und Beträge des Sektors Obst und Gemüse aufgelistet, auf die der durch die Verordnung (EWG) Nr. 537/93 der Kommission (7) festgesetzte Koeffizient 1,012674 von Beginn des Wirtschaftsjahres 1993/94 an  anzuwenden ist. Gemäß Artikel 2 der Veordnung (EWG) Nr. 3824/92 ist die sich daraus in jedem in Frage stehenden Sektor ergebende Senkung der betreffenden Preise und Beträge zu bestimmen. Ausserdem ist anzugeben, auf welchen Betrag sich die herabgesetzten  Preise belaufen. Gemäß Artikel 23 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 darf jedoch diese Preisanpassung nicht zu einem Referenzpreisniveau führen, welches niedriger als im Vorjahr ist.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  Für das Wirtschaftsjahr 1993 werden die Referenzpreise für Aprikosen (KN-Code 0809 10 00), ausgedrückt in Ecu je 100 kg Eigengewicht, für verpackte Erzeugnisse der Güteklasse I aller Grössenklassen wie folgt festgesetzt:  - Juni (vom 1. bis 10.): 106,26,  (vom 11. bis 20.): 93,94,  (vom 21. bis 30.): 82,07,  - Juli: 73,15.  Artikel 2  Diese Verordnung tritt am 1. Juni 1993 in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 28. Mai 1993 Für die Kommission René STEICHEN Mitglied der Kommission (1) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.  (2) ABl. Nr. L 69 vom 20. 3. 1993, S. 7.  (3) ABl. Nr. L 387 vom 31. 12. 1992, S. 1.  (4) ABl. Nr. L 387 vom 31. 12. 1992, S. 29.  (5) ABl. Nr. L 79 vom 1. 4. 1993, S. 54.  (6) ABl. Nr. L 387 vom 31. 12. 1992, S. 22.  (7) ABl. Nr. L 57 vom 10. 3. 1993, S. 18.