CELEX: C2007/096/65
Language: de
Date: 2007-04-28 00:00:00
Title: Verbundene Rechtssachen T-109/02, T-118/02, T-122/02, T-125/02, T-126/02, T-128/02, T-129/02, T-132/02 und T-136/02: Urteil des Gerichts erster Instanz vom 26. April 2007 — Bolloré u. a./Kommission (Wettbewerb — Kartelle — Markt für Selbstdurchschreibepapier — Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbußen — Dauer der Zuwiderhandlung — Schwere der Zuwiderhandlung — Erhöhung zu Abschreckungszwecken — Erschwerende Umstände — Mildernde Umstände — Mitteilung über Zusammenarbeit)

28.4.2007   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 96/31
            
         Urteil des Gerichts erster Instanz vom 26. April 2007 — Bolloré u. a./Kommission
   (Verbundene Rechtssachen T-109/02, T-118/02, T-122/02, T-125/02, T-126/02, T-128/02, T-129/02, T-132/02 und T-136/02) (1)
   
   (Wettbewerb - Kartelle - Markt für Selbstdurchschreibepapier - Leitlinien für das Verfahren zur Festsetzung von Geldbußen - Dauer der Zuwiderhandlung - Schwere der Zuwiderhandlung - Erhöhung zu Abschreckungszwecken - Erschwerende Umstände - Mildernde Umstände - Mitteilung über Zusammenarbeit)
   (2007/C 96/65)
   Verfahrenssprache: Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch
   Parteien
   
      Klägerin in der Rechtssache T-109/02: Bolloré SA (Puteaux, Frankreich) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte R. Saint-Esteben und H. Calvet)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-118/02: Arjo Wiggins Appleton Ltd (Basingstoke, Vereinigtes Königreich) Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwalt F. Brunet, Solicitor J. Temple Lang und Barrister J. Grierson)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-122/02: Mitsubishi HiTec Paper Bielefeld GmbH, vormals Stora Carbonless Paper GmbH (Bielefeld, Deutschland), (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwalt I. van Bael und Solicitor A. Kmiecik)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-125/02: Papierfabrik August Koehler AG (Oberkirch, Deutschland) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte I. Brinker und S. Hirsbrunner)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-126/02: M-real Zanders GmbH, vormals Zanders Feinpapiere AG (Bergisch Gladbach, Deutschland) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte J. Burrichter und M. Wirtz)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-128/02: Papeteries Mougeot SA (Laval-sur-Vologne, Frankreich) (Prozessbevollmächtigte: zunächst Rechtsanwälte G. Barsi, J. Baumgartner und J.-P. Hordies, dann Rechtsanwälte Barsi und Baumgartner)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-129/02: Torraspapel, SA, (Barcelona, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte O. Brouwer, F. Cantos und C. Schillemans)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-132/02: Distribuidora Vizcaína de Papeles, SL (Derio, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte E. Pérez Medrano und I. Delgado González)
   
      Klägerin in der Rechtssache T-136/02: Papelera Guipuzcoana de Zicuñaga, SA (Hernani, Spanien) (Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt I. Quintana Aguirre)
   
      Beklagte: Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Prozessbevollmächtigte: in den Rechtssachen T-109/02 und T-128/02 vertreten durch W. Mölls und F. Castillo de la Torre als Bevollmächtigte im Beistand von Rechtsanwalt N. Coutrelis, in den Rechtssachen T-118/02 und T-129/02 vertreten durch W. Mölls und A. Whelan als Bevollmächtigte im Beistand von Rechtsanwalt M. van der Woude, in der Rechtssache T-122/02 zunächst vertreten durch R. Wainwright und W. Mölls, dann durch R. Wainwright und A. Whelan als Bevollmächtigte, in den Rechtssachen T-125/02 und T-126/02 vertreten durch W. Mölls und F. Castillo de la Torre im Beistand von Rechtsanwalt H.-J. Freund, in den Rechtssachen T-132/02 und T-136/02 vertreten durch W. Mölls und F. Castillo de la Torre im Beistand der Rechtsanwälte J. Rivas Andrés und J. Gutiérrez Gisbert)
   
      Streithelferin zur Unterstützung der Klägerin in der Rechtssache T-118/02: Königreich Belgien (Prozessbevollmächtigte: A. Snoecx und M. Wimmer)
   Gegenstand
   Nichtigerklärung der Entscheidung 2004/337/EG der Kommission vom 20. Dezember 2001 in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag und Artikel 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/E-1/36.212 — Selbstdurchschreibepapier) (ABl. 2004, L 115, S. 1) oder, hilfsweise, Herabsetzung der durch diese Entscheidung gegen die Klägerinnen verhängten Geldbuße
   Tenor
   
               1.
            
            
               In der Rechtssache T-109/02, Bolloré/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               2.
            
            
               In der Rechtssache T-118/02, Arjo Wiggins Appleton/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die in Art. 3 der Entscheidung 2004/337/EG der Kommission vom 20. Dezember 2001 in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag und Artikel 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/E 1/36.212 — Selbstdurchschreibepapier) gegen die Klägerin verhängte Geldbuße auf 141,75 Mio. Euro festgesetzt;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           wird die Klage im Übrigen abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin zwei Drittel ihrer eigenen Kosten und der Kosten der Kommission, während die Kommission ein Drittel ihrer eigenen Kosten und der Kosten der Klägerin trägt;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt der Streithelfer seine eigenen Kosten sowie die der Kommission durch die Streithilfe entstandenen Kosten.
                        
                     
         
               3.
            
            
               In der Rechtssache T-122/02, Mitsubishi HiTec Paper Bielefeld/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               4.
            
            
               In der Rechtssache T-125/02, Papierfabrik August Koehler/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               5.
            
            
               In der Rechtssache T-126/02, M-realZanders/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               6.
            
            
               In der Rechtssache T-128/02, Papeteries Mougeot/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               7.
            
            
               In der Rechtssache T-129/02, Torraspapel/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               8.
            
            
               In der Rechtssache T-132/02, Distribuidora Vizcaína de Papeles/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die Klage abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin die Kosten.
                        
                     
         
               9.
            
            
               In der Rechtssache T-136/02, Papelera Guipuzcoana de Zicuñaga/Kommission,
               
                           —
                        
                        
                           wird die in Art. 3 der Entscheidung 2004/337/EG der Kommission vom 20. Dezember 2001 in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag und Artikel 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/E 1/36.212 — Selbstdurchschreibepapier) gegen die Klägerin verhängte Geldbuße auf 1,309 Mio. Euro festgesetzt;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           wird die Klage im Übrigen abgewiesen;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           trägt die Klägerin zwei Drittel ihrer eigenen Kosten und der Kosten der Kommission, während die Kommission ein Drittel ihrer eigenen Kosten und der Kosten der Klägerin trägt.
                        
                     
         
      (1)  ABl. C 131 vom 1.6.2002.