CELEX: 31994R0011
Language: de
Date: 1994-01-05 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EG) Nr. 11/94 DER KOMMISSION vom 5. Januar 1994 zur Eröffnung einer Ausschreibung über die Kürzung der Abschöpfung bei der Einfuhr von Sorghum aus Drittländern nach Spanien

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31994R0011

VERORDNUNG (EG) Nr. 11/94 DER KOMMISSION vom 5. Januar 1994 zur Eröffnung einer Ausschreibung über die Kürzung der Abschöpfung bei der Einfuhr von Sorghum aus Drittländern nach Spanien  

Amtsblatt Nr. L 004 vom 06/01/1994 S. 0006 - 0008

VERORDNUNG (EG) Nr. 11/94 DER KOMMISSION vom 5. Januar 1994 zur Eröffnung einer Ausschreibung über die Kürzung der Abschöpfung bei der Einfuhr von Sorghum aus Drittländern nach Spanien  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,  gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 3640/93 des Rates vom 17. Dezember 1993 über die Sonderregelung der Einfuhr von Mais und Sorghum nach Spanien im Jahre 1993 (1), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 2 und Artikel 8,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Die Gemeinschaft hat sich im Rahmen eines mit den Vereinigten Staaten von Amerika geschlossenen Abkommens verpflichtet, in den Jahren 1987 bis 1992 eine bestimmte Menge Mais und Sorghum nach Spanien einzuführen. Mit der Verordnung (EWG) Nr. 991/93 (2)  zur Verlängerung der Maßnahmen nach dem genannten Abkommen hat der Rat der Verlängerung dieses Abkommens unbeschadet der sich aus dem ursprünglichen Abkommen ergebenden Rechte und Pflichten bis 1993 zugestimmt.  Die Abschöpfungskürzung wird gemäß Artikel 3 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 3640/93 auf die Sorghumeinfuhren angewandt, die nach Spanien aufgrund einer nur in diesem Mitgliedstaat gültigen Bescheinigung erfolgen.  Die Verordnung (EWG) Nr. 715/90 des Rates vom 5. März 1990 über die Regelung für landwirtschaftliche Erzeugnisse und bestimmte aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellte Waren mit Ursprung in den AKP-Staaten oder in den überseeischen Ländern und  Gebieten (ÜLG) (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 444/92 (4), sieht insbesondere eine Kürzung der Abschöpfung auf Sorghum innerhalb eines Kontingents von 100 000 Tonnen pro Kalenderjahr um 60 % und von 50 % für die darüber  hinausgehende Menge vor. Durch Kumulierung dieser Vergünstigung und der im Rahmen dieser Verordnung vorgesehenen Abschöpfungsverringerung kann der spanische Getreidemarkt gestört werden. Diese Kumulierung sollte deshalb im Interesse einer reibungslosen  Abwicklung der Ausschreibung ausgeschlossen werden.  Es sind die ergänzenden besonderen Modalitäten festzulegen, die zur Durchführung der Ausschreibung erforderlich sind, insbesondere hinsichtlich der Gestellung und der Freigabe der Sicherheit, welche die Marktbeteiligten zur Gewährleistung der Einhaltung  ihrer Verpflichtungen vor allem in bezug auf die Verarbeitung oder Verwendung des eingeführten Getreides auf dem spanischen Markt zu leisten haben.  Es ist nicht möglich, die betreffenden Mais- und Sorghummengen bis zum 28. Februar 1994 in Spanien, wie in dem Abkommen vorgesehen, einzuführen. Es sollten deshalb die Bestimmungen von Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 3640/93 angewandt, d. h. die für  1993 vorgesehenen Mengen zwischen dem 1. Januar und 30. April 1994 eingeführt werden.  Die Verteilung der Einfuhren bis zum Monat April soll erleichtert werden, um Störungen auf dem spanischen Markt zu vermeiden. Es ist daher angebracht, die Kürzung der Abschöpfungen jeweils um die monatlichen Reports zu erhöhen.  Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Getreide - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:   Artikel 1  (1) Zur Festsetzung der Kürzung der bei der Einfuhr von Sorghum nach Spanien zu erhebenden Abschöpfung gemäß Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1766/92 des Rates (5) wird eine Ausschreibung durchgeführt.  (2) Im Rahmen dieser Ausschreibung findet die mit Artikel 11 der Verordnung (EWG) Nr. 715/90 vorgesehene verminderte Abschöpfung bei der Einfuhr von Sorghum keine Anwendung.  (3) Diese Ausschreibung wird bis zum 7. April 1994 eröffnet. Während der Ausschreibungsdauer erfolgen wöchentliche Ausschreibungen, für welche die Mengen und Angebotsfristen in der Ausschreibungsbekanntmachung angegeben werden.   Artikel 2  (1) Die Interessenten beteiligen sich an der Ausschreibung, indem sie entweder bei der zuständigen spanischen Stelle ein schriftliches Angebot gegen Empfangsbestätigung hinterlegen oder es ihr fernschriftlich zustellen.  (2) In dem Angebot ist folgendes anzugeben:  - Bezeichnung der Ausschreibung,  - Name und Anschrift sowie Fernschreib- und Telefaxnummer des Bieters,  - Art und Menge des einzuführenden Erzeugnisses,  - Betrag je Tonne der gebotenen Kürzung der Einfuhrabschöpfung in Ecu,  - Ursprung des einzuführenden Getreides.  (3) Ein Angebot ist nur gültig, wenn a) es nicht die für jeden Ablauf der Angebotsfrist zur Verfügung stehende Menge übersteigt;  b) vor Ablauf der Angebotsfrist nachgewiesen wurde, daß der Bieter eine Ausschreibungssicherheit geleistet hat. Diese Sicherheit je Tonne ist gleich der gebotenen Kürzung;  c) eine schriftliche Erklärung mit der Verpflichtung beigefügt ist, bei der zuständigen spanischen Stelle für die zugeschlagene Menge zwei Tage nach Erhalt der in Artikel 4 Absatz 2 genannten Zuschlagsmitteilung einen Antrag auf Erteilung einer  Einfuhrlizenz mit Vorausfestsetzung der Einfuhrabschöpfung entsprechend der gebotenen Kürzung zu stellen;  d) es sich auf mindestens 1 000 Tonnen bezieht.  (4) Ein Angebot, das den Absätzen 1 bis 3 nicht entspricht oder andere als die in der Ausschreibungsbekanntmachung genannten Bedingungen enthält, wird nicht berücksichtigt.  (5) Ein eingereichtes Angebot kann nicht zurückgezogen werden.   Artikel 3  (1) Abweichend von Artikel 21 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3719/88 der Kommission (1) gelten die erteilten Einfuhrlizenzen für die Berechnung ihrer Gültigkeitsdauer als am letzten Tag der Angebotsfrist erteilt.  (2) Die im Rahmen der vorliegenden Ausschreibungen erteilten Einfuhrlizenzen gelten vom Tag ihrer Erteilung im Sinne des Absatzes 1 bis zum 30. April 1994.  (3) Für die im Rahmen der anstehenden Ausschreibungen erteilten Einfuhrlizenzen gelten die Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 3640/93.  (4) Abweichend von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 891/89 der Kommission (2) darf die zum freien Verkehr abgefertigte Menge nicht höher sein als die in den Feldern 10 und 11 der Einfuhrlizenz angegebene Menge. In Feld 22 der genannten Lizenz  wird deshalb die Ziffer 0 eingetragen.  (5) Abweichend von Artikel 9 der Verordnung (EWG) Nr. 3719/88 sind die sich aus der Einfuhrlizenz ergebenden Rechte nicht übertragbar.   Artikel 4  (1) Aufgrund der eingereichten und übermittelten Angebote beschließt die Kommission nach dem Verfahren des Artikels 23 der Verordnung (EWG) Nr. 1766/92 des Rates:  - entweder eine Mindesteinfuhrabschöpfung festzusetzen - oder der Ausschreibung keine Folge zu geben.  Wird die Mindesteinfuhrabschöpfung festgesetzt, so wird der Zuschlag dem Bieter bzw. den Bietern erteilt, deren Angebote der Mindesteinfuhrabschöpfung entsprechen oder darüber liegen.  (2) Der gemäß Absatz 1 zugeschlagene Betrag der Kürzung der Einfuhrabschöpfung wird erhöht um die Differenz zwischen dem Schwellenpreis, der während des Importmonats anwendbar ist und dem Schwellenpreis, der während des Monats anwendbar ist, in dem die  Lizenz erstellt wurde.  (3) Die zuständige Dienststelle des Mitgliedstaats teilt allen Bietern das Ergebnis ihrer Beteiligung an der Ausschreibung schriftlich mit, sobald die in Absatz 1 vorgesehene Entscheidung der Kommission ergangen ist.   Artikel 5  (1) Hat der Bieter die Einfuhrlizenz gemäß Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe c) fristgerecht beantragt, so wird die Lizenz für die Menge ausgestellt, für welche der Bieter den Zuschlag erhalten hat.  (2) Wird die Verpflichtung nach Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe c) nicht eingehalten, so verfällt die Ausschreibungssicherheit.   Artikel 6  (1) Die Ausschreibungssicherheit wird freigegeben:  a) wenn der Ausschreibung keine Folge gegeben wird;  b) wenn der Zuschlagsempfänger nachweist, daß das eingeführte Erzeugnis in Spanien verarbeitet oder verwendet worden ist; dieser Nachweis kann mit einer Rechnung über den Verkauf an einen Verarbeiter oder Verbraucher geführt werden;  c) wenn der Zuschlagsempfänger nachweist, daß das eingeführte Erzeugnis für jedwede Verwendung ungeeignet geworden ist, und wenn die Einfuhr aus Gründen höherer Gewalt nicht durchgeführt werden konnte.  (2) Artikel 33 der Verordnung (EWG) Nr. 3719/88 findet auf die Ausschreibungssicherheit Anwendung.   Artikel 7  Die eingereichten Angebote müssen der Kommission über die zuständige spanische Stelle spätestens zwei Stunden nach Ablauf der Angebotsfrist, wie in der Ausschreibungsbekanntmachung vorgeschrieben, zugehen. Sie müssen nach dem im Anhang  dargestellten Schema übermittelt werden.  Gehen keine Angebote ein, so unterrichtet Spanien die Kommission darüber innerhalb der im ersten Unterabsatz genannten Frist.   Artikel 8  Die in dieser Verordnung angegebenen Fristen und Termine sind solche Brüsseler Zeit.   Artikel 9  Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 5. Januar 1994 Für die Kommission René STEICHEN Mitglied der Kommission  (1) ABl. Nr. L 333 vom 31. 12. 1993, S. 13.  (2) ABl. Nr. L 104 vom 29. 4. 1993, S. 1.  (3) ABl. Nr. L 84 vom 30. 3. 1990, S. 85.  (4) ABl. Nr. L 52 vom 27. 2. 1992, S. 7.  (5) ABl. Nr. L 181 vom 1. 7. 1992, S. 21.  (6) ABl. Nr. L 331 vom 2. 12. 1988, S. 1.  (7) ABl. Nr. L 94 vom 7. 4. 1989, S. 13.      ANHANG   Wöchentliche Ausschreibung über die Kürzung der bei der Einfuhr von Sorghum aus Drittländern zu erhebenden Abschöpfung  (Verordnung (EG) Nr. 11/94)  Ende der Angebotsfrist (Tag/Uhrzeit)   "" ID="1">1"> ID="1">2"> ID="1">3"> ID="1">4"> ID="1">5"> ID="1">usw.">