CELEX: 62017CA0338
Language: de
Date: 2018-07-25 00:00:00
Title: Rechtssache C-338/17: Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 25. Juli 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Varhoven administrativen sad — Bulgarien) — Virginie Marie Gabrielle Guigo/Fonds „Garantirani vzemania na rabotnitsite i sluzhitelite“ (Vorlage zur Vorabentscheidung — Sozialpolitik — Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers — Richtlinie 2008/94/EG — Art. 3 und 4 — Übernahme der Befriedigung der Ansprüche der Arbeitnehmer durch die Garantieeinrichtungen — Begrenzung der Zahlungspflicht der Garantieeinrichtungen — Ausschluss der Ansprüche auf Arbeitsentgelt, die mehr als drei Monate vor der Eintragung der Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in das Handelsregister entstanden sind)

17.9.2018   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 328/19
            
         
      Urteil des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 25. Juli 2018 (Vorabentscheidungsersuchen des Varhoven administrativen sad — Bulgarien) — Virginie Marie Gabrielle Guigo/Fonds „Garantirani vzemania na rabotnitsite i sluzhitelite“
      (Rechtssache C-338/17) (1)
      
      ((Vorlage zur Vorabentscheidung - Sozialpolitik - Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers - Richtlinie 2008/94/EG - Art. 3 und 4 - Übernahme der Befriedigung der Ansprüche der Arbeitnehmer durch die Garantieeinrichtungen - Begrenzung der Zahlungspflicht der Garantieeinrichtungen - Ausschluss der Ansprüche auf Arbeitsentgelt, die mehr als drei Monate vor der Eintragung der Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in das Handelsregister entstanden sind))
      (2018/C 328/23)
      Verfahrenssprache: Bulgarisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Varhoven administrativen sad
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Virginie Marie Gabrielle Guigo
      
         Beklagter: Fonds „Garantirani vzemania na rabotnitsite i sluzhitelite“
      
         Tenor
      
      Die Richtlinie 2008/94/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2008 über den Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers ist dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung wie Art. 4 Abs. 1 des Zakon za garantiranite vzemania na rabotnitsite i sluzhitelite pri nesastoyatelnost na rabotodatelia (Gesetz über die garantierten Ansprüche der Arbeitnehmer bei Insolvenz des Arbeitgebers) nicht entgegensteht, die die Arbeitsentgeltansprüche der Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis mehr als drei Monate vor der Eintragung der Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Arbeitgebers in das Handelsregister beendet wurde, nicht garantiert.
      
         (1)  ABl. C 269 vom 14.8.2017.