CELEX: 51978PC0677
Language: de
Date: 1978-12-05
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE ( EWG ) DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER SICHERHEITSVORSCHRIFTEN FUER BAUSTELLENTURMDREHKRANE

29. 1. 79                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 25/9
                                                                ANHANG         VI
                                             Fischmindestlänge im Sinne des Artikels 6 (in cm)
                                                                       Innerhalb der ICES-
                                                                         Teilgebiete II, V,        Region 2    Region 3
                                                                       XII und XIV gelege-
                                                                      ner Teil der Region 1
              Kabeljau (Gadus morhua)                                          34 H                 30            30
              Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus)                           31                   27            27
              Seehecht (Merluccius merluccius)                                 30                   30            30
              Scholle (Pleuronectes platessa)                                  25                   25            25
              Rotzunge (Glyptocephalus cynoglossus)                            28                   28            28
              Limande (Microstomus kitt)                                       25                   25            25
              Seezunge (Solea solea)                                           24                   24            24
              Steinbutt (Psetta maxima)                                        30                   30            30
              Glattbutt (Scophthalmus rhombus)                                 30                   30            30
              Flügelbutt (Lepidorhombus spp)                                   25                   25            25
              Wittling (Merlangius merlangus)                                  27                   27            23
              Scharbe (Limanda limanda)                                        15                   15            15
              Seelachs (Pollachius virens)                                     35                   30 (2)        30
              Seekarpfen (Pagellus bogaraveo)                                   —    '               —            12
              Streifenbarbe (Mullus surmuletus)                                 —                    —            15
              Meerbarsch (Dicentrarchus labrax)                                 —                   26            25
              Meeraal (Conger conger)                                           —                    —            58
              Pollack (Pollachius pollachius)                                   —                    —            22
              Leng (Molva molva)                                                —                    —            63
              Maifisch (Alosa spp)                                              —                    —            30
              Stör (Acipenser sturio)                                           —                    —           145
              Meeräsche (Mugil spp)                                             —                    —            20
              Lachs (Salmo salar)                                               —                    —            48
              Meerforelle (Salmo trutta)                                        —                    —            23
              ( ] ) In dem ICNAF-Teilgebiet 1 beträgt die Mindestlänge 4 0 cm.
              (2) Ausgenommen Anlandungen von Seelachs aus dem Bereich östlich einer Linie von Hanstholm nach Lindesnes.
              Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
                               staaten über Sicherheitsvorschriften für Baustellenturmdrehkrane
                               (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 8. Dezember 1978)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                                    in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                             Die in den einzelnen Mitgliedstaaten für die Konstruk-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                       tion und die Herstellung von Baustellenturmdrehkranen
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 100,                       geltenden Sicherheitsvorschriften weichen stark vonein-
                                                                             ander ab und behindern dadurch den Handel mit diesen
auf Vorschlag der Kommission,                                                Hebezeugen. Diese Vorschriften sollten deshalb angegli-
                                                                             chen werden.
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,
                                                                             Die       Richtlinie   ../        /EWG      des    Rates
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                           vom                  zur Angleichung der Rechtsvorschrif-
schusses,                                                                    ten der Mitgliedstaaten über gemeinsame Vorschriften
 ---pagebreak--- Nr. C 2 5 / 1 0                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    29. 1. 79
für Hebezeuge und Fördergeräte hat eine Reihe gemein-                                                  Artikel 2
same Verfahren — wie die EWG-Bauartzulassung, die
EWG-Baumusterprüfung, die EWG-Herstellerbescheini-                           Die EWG-Turmdrehkrane unterliegen der EWG-Baumu-
gung — für das Inverkehrbringen dieser Hebezeuge und                         sterprüfung und der EWG-Kontrolle gemäß Artikel 2 der
Fördergeräte geschaffen. Es empfiehlt sich, für die zer-                     Richtlinie . . /      /EWG des Rates vom
legbaren Baustellenturmdrehkrane die EWG-Baumu-
sterprüfung und die EWG-Kontrolle vorzusehen.
                                                                                                       Artikel 3
Diese Richtlinie ist, wie die Richtlinie . . /                     /EWG
des Rates vom                           betreffend die Angleichung           (1)    Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, daß gemäß den
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zu-                      Artikeln 9 bis 15 der Richtlinie . ./       / E W G des Rates
lässigen Geräuschemissionspegel von Turmdrehkranen,                          vom              die zugelassenen Stellen die EWG-Bau-
eine         Einzelrichtlinie       im         Sinne      der   Richtlinie   musterprüfbescheinigung nur dann ausstellen, wenn das
. . / . . . . / E W G des Rates.                                             Baumuster des Krans den Bestimmungen des Anhangs
                                                                             dieser Richtlinie entspricht.
Der technische Fortschritt erfordert eine rasche Anpas-
sung der technischen Vorschriften. Etwaige Änderungen                        (2)    Die zugelassenen Stellen gewährleisten die EWG-
und Anpassungen der Richtlinie müssen daher dem Ver-                         Kontrolle gemäß den Artikeln 16 bis 19 der Richtlinie
fahren gemäß Artikel 22 der Richtlinie . . /                       /EWG      . ./      / E W G des Rates vom
des Rates unterworfen werden —
                                                                             (3)    Für jede Bauart eines Baustellenturmdrehkrans,
                                                                             die den Sicherheitsvorschriften des Anhangs dieser
                                                                             Richtlinie entspricht, erstellt die zugelassene Stelle die
                                                                             EWG-Baumusterprüfbescheinigung, nach dem Muster
H A T FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
                                                                             im Anhang III der Richtlinie . ./         / E W G des Rates
                                                                             vom
                                                                             (4)    Für jeden entsprechend dem durch eine EWG-
                                 Artikel 1                                   Baumusterprüfung zugelassenen Baumuster hergestellten
                                                                             Baustellenturmdrehkran stellt der Hersteller oder sein
(1)         Diese Richtlinie gilt für zerlegbare Baustellen-                 Beauftragter gemäß          Artikel   20     der    Richtlinie
turmdrehkrane.                                                               . ./      / E W G des Rates vom                  die Überein-
                                                                             stimmngsbescheinigung nach dem Muster in Anhang IV
(2)         Als „Baustellenturmdrehkran" im Sinne dieser                     der gleichen Richtlinie aus.
Richtlinie gilt ein kraftgetriebenes Hebezeug mit einem
senkrechten Turm und einem Ausleger am oberen Teil.                          (5)    Ferner bringt der Hersteller oder sein Beauftragter
                                                                             direkt neben oder auf dem Typenschild des Baustellen-
Das Hebezeug soll mit einer Einrichtung zum Heben und                        turmdrehkrans unauswischbar und dauerhaft das Über-
Senken angehängter Lasten und zum horizontalen Ver-                          einstimmungszeichen gemäß Artikel 20 und Anhang I
fahren dieser Lasten mittels Änderung der Ausladung,                         der Richtlinie . ./      / E W G des Rates vom             an.
Drehen, Verfahren des gesamten Hebezeugs ausgestattet
sein. Das Hebezeug kann ortsfest oder mit einer Einrich-
tung zum Verfahren versehen sein.
 (3)        Als „ E W G - T u r m d r e h k r a n " gilt jeder Baustellen-                              Artikel 4
turmdrehkran, der den Bestimmungen dieser Richtlinie
entspricht.                                                                  Die Mitgliedstaaten dürfen aus Gründen der in dieser
                                                                              Richtlinie genannten Anforderungen das Inverkehrbrin-
 (4)        „Baustelle" im Sinne dieser Richtlinie bedeutet ein              gen und die Inbetriebnahme der in Artikel 1 Absätze 2
 Ort, an dem Baumaßnahmen durchgeführt werden, zum                            und 3 bezeichneten Baustellenturmdrehkrane nicht ver-
 Beispiel öffentliche Baustellen, Baustellen im Hochbau,                     weigern, verbieten oder beschränken, wenn die Krane
 Baustellen des Ingenieurbaus, an dem der Kran nach Fer-                     gemäß Artikel 3 dieser Richtlinie von einer Überein-
 tigstellung der Arbeiten zerlegt wird.                                       stimmungsbescheinigung begleitet und mit dem EWG-
                                                                             Zeichen versehen sind.
 (5)        Diese Richtlinie gilt nicht für
 — ständig errichtete Turmdrehkrane;
                                                                                                       Artikel 5
 — kraftgetriebene fahrbare Auslegerkrane, die mit einer
       Turmausrüstung versehen sein können;                                  Etwaige Änderungen, die erforderlich werden, um den
                                                                             Anhang dieser Richtlinie an den technischen Fortschritt
 — Hammerkrane und Werft-Ausrüstungskrane;
                                                                             anzupassen, werden gemäß Artikel 22 der Richtlinie
 — Montage-Maste, mit oder ohne Ausleger.                                    . ./      / E W G des Rates erlassen.
 ---pagebreak--- 29. 1. 79                                                         A m t s b l a t t der E u r o p ä i s c h e n G e m e i n s c h a f t e n                                                    Nr. C 25/11
                                         Artikel        6                                                                     von Rechts- u n d V e r w a l t u n g s v o r s c h r i f t e n , die sie auf
                                                                                                                              d e m v o n dieser Richtlinie e r f a ß t e n Gebiet zu erlassen be-
(1)        Die M i t g l i e d s t a a t e n setzen die erforderlichen                                                        absichtigen, so rechtzeitig, d a ß diese d a z u Stellung neh-
Rechts- u n d V e r w a l t u n g s v o r s c h r i f t e n in K r a f t , u m dieser                                         men kann.
Richtlinie b i n n e n 18 M o n a t e n nach ihrer B e k a n n t g a b e
n a c h z u k o m m e n , u n d setzen die K o m m i s s i o n unverzüg-
lich hiervon in Kenntnis.
                                                                                                                                                         Artikel       7
(2)        N a c h B e k a n n t g a b e dieser Richtlinie u n t e r r i c h t e n
die Mitgliedstaaten die K o m m i s s i o n v o n allen E n t w ü r f e n                                                     Diese Richtlinie ist an alle M i t g l i e d s t a a t e n gerichtet.
                                                                                                          ANHANG
                     1.                Kabinen und Zugangsmöglichkeiten
                     1.1               Bei Kranen mit horizontalem Ausleger von mehr als 600 kNm ( l ) nutzbaren Moments oder bei
                                       denen der Ausleger in einer Höhe von mehr als 25 m über dem Boden des Standplatzes des
                                       Krans angebracht ist, ist eine Drehkabine vorgeschrieben, wenn die Bedienung des Krans von
                                       einer Stelle auf dem Kran aus erfolgt, die mehr als 2 m über dem Boden des Kranstandplatzes
                                       liegt.
                                       Bei Kranen mit Nadelausleger von mehr als 600 kNm (*) nutzbaren Moments oder deren Aus-
                                       leger-Anlenkpunkt in einer Höhe von mehr als 20 m über dem Boden des Standplatzes des
                                       Krans liegt, ist eine Drehkabine vorgeschrieben, wenn die Bedienung des Krans von einer Stelle
                                       am Kran aus erfolgt, die mehr als 2 m über dem Boden des Kranstandplatzes liegt.
                     1.2               Hat das Gerät eine Kabine, so darf diese nicht am Ausleger aufgehängt sein. Sie kann am Turm
                                       eingebaut sein, aber so, daß sie nicht vom Ausleger zerdrückt wird, wenn dieser infolge eines
                                       Unfalls herunterfällt.
                                       Befindet sich die Kabine am Turm, so darf sich der Sichtteil außerhalb der Maststruktur befin-
                                       den.
                     1.3.              Die Kabine muß ausreichend geräumig sein, um ein sicheres Führen des Krans und eine richtige
                                       Sicht vom Sitz aus zu gewährleisten.
                     1.4.              Der nutzbare Innenraum der Kabine darf nicht weniger betragen als:
                                       Länge: 0,80 m,
                                       Breite: 0,80 m,
                                       Höhe: 2,00 m.
                    1.5                Die Kabinendecke muß glatt sein und darf keine scharfkantigen Formen aufweisen.
                     1.6.             Die Kabine muß:
                     1.6.1.           — mit einem Dach versehen sein, das in jedem Punkt eine Masse von 100 kg pro
                                               30 cm X 30 cm Oberfläche tragen kann;
                     1.6.2.           — den Kranführer vor Witterungseinflüssen, wie Regen, große Kälte oder große Hitze, schüt-
                                               zen;
                     1.6.3.           — eine wirksame Heizung aufweisen mit ausreichenden Sicherheitsgarantien für die Verwen-
                                               dung. Sie ist ortsfest zu installieren;
                    1.6.4.            — muß ausreichend belüftet werden können;
                     1.6.5.           — mit einer Installation ausgerüstet sein, die eine ausreichende und rationelle künstliche Be-
                                               leuchtung gewährleistet;
                    1.6.6.            — mit einem mit der Kabine verbundenen gut sitzenden und einstellbaren Sitz versehen sein;
                    1.6.7.            — die Möglichkeit zur gefahrlosen Reinigung der Scheiben bieten, wobei die Frontscheibe und
                                               nötigenfalls die übrigen Scheiben mit einem Scheibenwischer ausgerüstet sein muß,
                    ( v i G e m ä ß A d d e n d u m : Definition der N e n n e i g e n s c h a f t e n der T u r m d r e h k r a n e .
 ---pagebreak--- Nr. C 25/12                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    29. 1. 79
            1.6.8.  — mit einer Verglasung von dauerhafter Transparenz versehen sein. Die Verglasung muß aus
                         Sicherheitsglas oder einem schwer entzündlichen Kunststoff bestehen;
            1.6.9.  — muß mit einer festen wärmeisolierenden rutschfesten Bodenverglasung am Standplatz der
                         Füße ausgerüstet sein;
            1.6.10. — muß, außer den Scheiben, aus schwer entflammbaren Werkstoffen hergestellt sein.
            1.7.    Verbrennungsmotoren müssen außerhalb der Kabine montiert werden. Die Auspuffrohre müs-
                    sen so konstruiert sein und angebracht werden, daß sich die Abgase weder in der Kabine ver-
                    breiten noch die Sicht beeinträchtigen können.
            1.8.    Der Zugang zur Kabine muß über eine Tür erfolgen. Diese muß sich nach außen öffnen, mit ei-
                    ner mechanischen Verschlußvorrichtung ausgestattet sein und zu Podesten oder Gängen füh-
            1.9.    Dessen ungeachtet ist es gestattet, den Zugang zur Kabine über eine Klappe im Kabinenboden
                    oder in der Decke der Kabine zu bewerkstelligen, wenn aus Gründen der Konstruktion eine sich
                    nach außen öffnende Tür (wie in 1.8 vorgesehen) nicht möglich ist, vorausgesetzt, daß, wenn
                    der Zugang über eine Klappe im Kabinenboden erfolgt:
                    — die verbleibende Mindestfläche des Bodens 0,80 X 0,50 m bei geöffneter Klappe beträgt,
                    — das Öffnen der Bodenklappe nur nach dem Kabineninnern erfolgt;
                    — außerdem eine Rettungsmöglichkeit in Form einer Rettungsklappe gegeben ist. Diese sollte
                         entweder in der Decke oder in der Seitenfläche der Kabine angeordnet sein. Diese Klappe
                         muß über eine Rettungsleiter zu erreichen sein.
                    Die Abmessungen der Klappen müssen mindestens 0,50 X 0,60 m betragen und müssen mit ei-
                    ner Feststelleinrichtung in geöffneter Stellung versehen sein. Die Klappe im Dach der Kabine
                    darf sich nur nach oben öffnen.
            1.10.   Beinhalten schräge oder senkrechte Wände Verglasungen in einem Abstand von weniger als
                    1 m, vom Boden aus gemessen, so sind die verglasten Teile bis zu 1 m Bodenhöhe durch hori-
                    zontale Stäbe, auf 0,25 m, 0,50 m und 1,00 m Höhe, vom Boden aus gemessen, oder durch ver-
                    tikale Stäbe mit 0,20 m Zwischenraum oder eine geeignete Abschirmung zu schützen, die die
                    Sicht des Kranführers nicht behindern. Jede Stange muß ohne bedeutende Verformung einer
                    Kraft von 1 000 N standhalten.
            1.11.   Beinhaltet der Fußboden Verglasungen einschließlich schräger Teile, so sind diese in ähnlicher
                    als der in 1.10 geschilderten Weise zu schützen.
            1.12.   Ist eine Bedienungsstelle am Fuß des Krans angebracht, so ist sie mit einem Schutzdach zu ver-
                    sehen. Es muß eine Fallenergie, die von einer aus 2 m Höhe fallenden Stahlkugel von 7 kg
                    Masse freigesetzt wird, absorbieren.
            2.      Zugänge
            2.1.1.  Alle Bedienungsstellen und alle Einrichtungen des Krans, die einer Kontrolle oder regelmäßigen
                    Unterhaltung bedürfen, müssen mit sicheren Zugangsmöglichkeiten ausgerüstet sein.
            2.1.2   Die im vorhergehenden Absatz bezeichneten Stellen, die über 2 m über dem Boden liegen, sowie
                    die Ausleger müssen mittels Treppen, Absätzen, Gängen oder Leitern zugänglich sein. Die
                    Treppen müssen auf beiden Seiten mit Geländern versehen sein.
            2.1.3.  Hinsichtlich der Ausführung von Tätigkeiten beim Auf- oder Abbau, der Prüfung, Entstörung
                    und Wartung an Punkten, die über 2 m über dem Boden liegen, sind am Kran einschließlich
                    Ausleger, ausreichende Vorrichtungen vorzusehen, um die Sicherheit des Personals zu gewähr-
                    leisten (wie Handläufe, Griffe, Beläge, Sicherheitsvorrichtungen usw.) und den Zugang zu die-
                    sen Punkten zu gestatten. Rollen und bewegliche Teile am Ende eines Auslegers müssen so be-
                    schaffen sein, daß sie zwischen dem Auf- und Abbau des Krans keine Schmierung erfordern. Ist
                    dies nicht der Fall, so müssen im Ausleger Laufstege angeordnet werden.
 ---pagebreak--- 29. 1. 79                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            Nr. C 25/13
                                                                   Abbildung    1
                                                                               Absturzsicherung
                                                                      300 mm
                                                                   Abbildung    2
                                                                                      Absturzsicherung
                                                                                                            t
                                                                                                            o o
                                                                                                            CO 0 0
                                                                       4 -
                                                                           300 mm
                                                                   Abbildung    3
                                                                                     Handlauf
                                                                                                             o
                                                                                                             oo
                                                                                               CO
                                                  > 300 mm
          Zu Abbildung          1:
          Bei Laufstegen in Auslegern mit einer Systemhöhe = 1,50 m soll ein seitlich angeordneter Laufsteg vorge-
          sehen werden. Dabei wird das Übersteigen der Diagonalen des Auslegers in Kauf g e n o m m e n . Als Absturz-
          sicherung ist eine Leiteinrichtung am O b e r g u r t a n z u o r d n e n , in die sich der Benutzer mit einem Sicher-
          heitsgurt einhängen kann.
          Zu Abbildung          2:
          Bei Laufstegen in Auslegern mit einer Systemhöhe > 1,50 m, jedoch = 1,80 m soll der Laufsteg ebenfalls
          seitlich angeordnet sein. Die unter Abbildung 1 geschilderte Leiteinrichtung gegen Absturz soll in 1,50 m
          H ö h e über dem Laufsteg angeordnet sein.
          Zu Abbildung          3:
          Bei Laufstegen in Auslegern mit einer Systemhöhe > 1,80 m soll der Laufsteg in der Mitte des Untergurts
          angeordnet werden. In 1,00 m H ö h e über dem Belag des Laufstegs sind mindestens einseitig, ggf. beidsei-
          tig H a n d l ä u f e als Absturzsicherung a n z u o r d n e n .
 ---pagebreak--- Nr. C 25/14                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     29. 1. 79
            2.1.4.    Auf die vorstehend vorgesehenen Zugänge in Auslegern kann verzichtet werden, wenn diese
                      zum Zweck einer vollständigen Sichtprüfung abgelassen werden können oder andere geeignete
                      Konstruktionen eine Sichtprüfung ermöglichen.
            2.2.      Leitern und Treppen
            2.2.1     Es gelten als:
            2.2.1.1.  — Treppen: Zugänge, die mit einer horizontalen Ebene einen Winkel von kleiner oder gleich
                                       65° bilden.
            2.2.1.2.  — Leitern: Zugänge, die mit einer horizontalen Ebene einen Winkel von größer oder gleich
                                     75° und kleiner oder gleich 90° bilden.
            2.2.1.3   Zugänge, die mit einer horizontalen Ebene einen Winkel größer als 65° und kleiner als 75° bil-
                      den, sind verboten.
            2.2.2.    Treppen
            2.2.2.1.   Die Treppen müssen auf beiden Seiten mit einem Geländer von 1 m Höhe, bezogen auf die Stu-
                       fenvorderkante, versehen sein. Das Geländer muß auf halber Höhe eine Zwischenleiter haben.
            2.2.2.2.   Die Treppenstufen müssen mit einem Gleit- und einem Kantenschutz versehen sein. Der Hö-
                       henabstand zwischen den Treppenstufen darf 0,20 m nicht überschreiten. Nach Möglichkeit
                       sollte nachstehendes Verhältnis eingehalten werden:
                                           2 x Stufenhöhe + 1 Auftrittsbreite = 0,63 m.
                       Die Länge der Stufen muß mindestens 0,60 m betragen.
                       Der Abstand zwischen den Stufen muß gleichbleibend sein.
            2.2.3.    Leitern
                       Die Leitern müssen nachstehende Eigenschaften aufweisen:
            2.2.3.1.   — Mindestbreite zwischen Holmen: 0,30 m,
            2.2.3.2.   — freier gleichbleibender Raum zwischen den Sprossen: zwischen: 0,25 und 0,30 m,
            2.2.3.3.   — ein freier Raum hinter den Sprossen: mindestens 0,16 m tief und mindestens so breit wie
                            der Abstand zwischen den Leiterholmen,
            2.2.3.4.   —Mindestdurchmesser der Sprossen: 16 mm
            2.2.3.5.   Eine Sprosse muß in ihrer Mitte eine Kraft von 1200 N ohne bleibende Verformung tragen
                       können.
            2.2.3.6.   Senkrechte oder leicht geneigte Leitern, die den Zugang bis zu einer Höhe von 5 m über der
                       Sohle des Krans gestatten, müssen ab 2,50 m über ihrem Anhang einen Schutzstreifen mit ei-
                       nem Durchmesser von zwischen 0,70 m und 0,80 m aufweisen.
            2.2.3.7.   Der Abstand zwischen zwei Bogenstreben des Rückenschutzes darf höchstens 0,90 m betragen.
                       Die Bogenstreben müssen durch mindestens drei Längsstreben im gleichen Abstand am Rah-
                       men verbunden sein.
                       In jedem Fall muß sich eine Längsstrebe an genau gegenüberliegender Stelle der vertikalen Mit-
                       tellinie der Leiter befinden.
            2.2.3.8.   Die Widerstandsfähigkeit der Schutzstreifen, die durch Verstrebungen (Längsstreben) verstärkt
                       werden, müssen an jedem Punkt des Bogens eine Kraft von 1 000 N auf 10 cm abfangen kön-
                       nen. Es darf dabei zu keiner sichtbaren Verformung kommen.
            2.2.3.9.   Der Rückenschutz ist nicht erforderlich, wenn sich die Leiter innerhalb einer Konstruktion be-
                       findet, die die Funktion des Rückenschutzes übernimmt und der freie Durchgang zwischen Lei-
                       ter und gegenüberliegender Seite 0,70 bis 0,80 m beträgt.
                       Es gelten als gleichwertiger Schutz Strukturelemente, die so angeordnet sind, daß der senk-
                       rechte Abstand in der Schutzzone zwischen den Streben immer kleiner als 0,75 m ist, wobei der
                      zwischen Leiter und Streben einbeschriebene Kreis weniger als 0,75 m beträgt.
            2.2.3.10. Die Leitern müssen Ruhepodeste aufweisen, die so verteilt sind, daß die erste Strecke 10 m nicht
                       übersteigt und daß sodann alle 6 m eine Podeststufe vorgesehen ist.
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          2.2.3.11. Die Leiterstrecken müssen nach Möglichkeit deutlich voneinander getrennt sein.
          2.2.3.12. Bei Teleskopkranen darf - im Außenmast - je nach Bauart das Streckenmaß von 10 m über-
                    schritten werden.
          2.2.3.13. Rettungsleitern gemäß 1.9 müssen den Anforderungen von 2.2.3.1 bis 2.2.3.5 einschließlich
                    genügen.
          2.2.4.    Fußboden und Plattformen
          2.2.4.1.  Der Fußboden und die Bedienungsplattformen, die sich mehr als 2 m über dem Boden befinden,
                    müssen aus Metall bestehen und rutschfest sein.
          2.2.4.2.  Sie dürfen keine Wasseransammlung ermöglichen.
          2.2.4.3.  Sie müssen mit einem Geländer versehen sein, das besteht aus:
                    — einem Handlauf 0,90 bis 1,00 m über dem Fußbodenbelag,
                    — einer Zwischenleiste auf halber Höhe,
                    — einer Leiste von 0,10 m Höhe
                    oder einer anderen Vorrichtung, die einen gleichwertigen Schutz gewährleistet.
          2.2.4.4.  Werden Lochbleche, Grätings oder andere Werkstoffe verwendet, die keine durchlaufende
                    Oberfläche haben, so dürfen die Lochungen oder Zwischenräume eine Kugel von 20 mm
                    Durchmesser nicht durchlassen und auf keinen Fall darf ihre Fläche mehr als 400 mm 2 betra-
                    gen.
          3.        Bedienungsstelle und Bedienungseinrichtungen
          3.1.      Die Bedienungsstelle ist so zu planen und einzurichten, daß der Kran sicher und leicht bedient
                    werden kann. Außerdem darf die Sicht des Kranführers auf sein Arbeitsfeld ungeachtet der je-
                    weiligen Stellung des Krans durch keinen Teil des Geräts beeinträchtigt werden.
          3.2.      Die zur Bedienung eines Griffs oder eines Hebels erforderliche Kraft darf 100 N nicht über-
                    schreiten; die zur Bedienung eines Pedals erforderliche Kraft darf 200 N nicht überschreiten.
          3.3.1.    Die Bedienungseinrichtungen müssen so konstruiert und angebracht sein, daß sie leicht zu be-
                    dienen sind und daß weder Kran noch Ladung sich durch eine unbeabsichtigte Handhabung
                    unerwartet in Bewegung setzen können.
          3.3.2.    Die Bewegung muß selbsttätig bei Loslassen der Bedienungseinrichtung zum Stillstand kom-
                    men.
          3.4.      Jede Bedienungseinrichtung des Krans oder der Last muß mit gut sichtbaren Anzeigen ausge-
                    stattet sein, die über Art und Richtung der gesteuerten Bewegung Aufschluß geben.
          3.5.1.    Bei Bedienungshebeln (Kugelgelenkhebel, Kardanhebel) müssen die Kranbewegungen den fol-
                    genden Hebelführungen entsprechen:
                    Bewegung des Krans                                   Richtung der Hebelführung
                    — Heben, Anhebung des Auslegers,                     — zum Kranführer hin
                         Rückwärtsfahrt der Laufkatze oder                   (Hebel rückwärts);
                         des Auslegers bei horizontaler Bewe-
                         gung;
                    — Senken der Last, Absenken des Ausle-               — vom Kranführer weg
                         gers, Vorrücken der Laufkatze oder                  (Hebel vorwärts);
                        des Auslegers bei horizontaler Bewe-
                        gung;
                    — Drehen nach rechts;                                — Hebel nach rechts;
                    — Drehen nach links.                                 — Hebel nach links.
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            3.5.2. Bei Bedienungseinrichtungen mit Steuerrad müssen die Kranbewegungen folgenden Steuerrad-
                   bewegungen entsprechen:
                   Bewegung des Krans                                Drehrichtung  des Steuerrads
                   — Heben, Anhebung des Auslegers, Dre-             — Drehung im Uhrzeigersinn;
                       hung nach rechts, Rückwärtsfahrt der
                        Laufkatze oder des Auslegers bei hori-
                       zontaler Bewegung;
                   — Senken der Last, Absenken des Ausle-            — Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn.
                       gers, Drehung nach links, Vorrücken
                        der Laufkatze oder des Auslegers bei
                        horizontaler Bewegung.
            3.6.   An der Bedienungsstelle und an anderen geeigneten Stellen des Krans sind alle wesentlichen
                   Angaben, die für die sichere Benutzung des Krans bei normalem Betrieb und für die Sicherheits-
                   vorkehrungen erforderlich sind, wenn sich Sturm oder Unwetter ankündigt, gut sichtbar, gut
                   leserlich, unverwischbar und in den jeweiligen Landessprachen anzubringen.
            3.7.   Auf jedem Kran ist ein Schließfach zur Aufbewahrung der die Sicherheit des Krans betreffenden
                   Dokumente vorzusehen.
            4.     Schutz der Antriebsmechanismen
            4.1.   Alle Antriebsorgane wie Keile, herausragende Wellenenden, Steuerräder, Treibriemen, Ketten,
                   Kupplungen, die bei normalem Betrieb, bei Wartung oder Einstellung eine Gefahr bilden, sind
                   ausreichend zu schützen;
            4.2.   gefährliche Räderwerke müssen mit einer starren Schutzhaube versehen sein;
            4.3.   gefährliche Laufrollen müssen mit einem Schutz versehen sein.
            5.     Verriegelungseinrichtung der Kupplungen und Transmissionen
                   Krallenkupplungen und Umkehr-Zahnradgetriebe, von denen beim Einrücken, Ausrücken oder
                   bei unvorhergesehener Umkehrung eine Gefahr ausgehen kann, müssen mit einer wirksamen
                   Verriegelungseinrichtung ausgerüstet sein.
            6.     Schutz gegen fallende Gegenstände
            6.1.   Teile (bewegliche oder unbewegliche) mit Gegengewicht oder abnehmbare Teile wie Räder-
                   werke, Laufrollen, Bremszüge, Bremsengegengewichte, Schutzhauben, Deckel, Gehäuse müs-
                   sen so angebracht und eingebaut sein, daß ihrem Herunterfallen entgegengewirkt wird, wenn
                   dies eine Gefahr darstellt.
            6.2.   Deckel und Schranktüren müssen mit Scharnieren oder mit irgendeiner Einrichtung versehen
                   sein, die ein Herabfallen dieser Elemente verhindern, sowie mit einer Feststelleinrichtung für
                   diese Deckel und Schranktüren in geöffneter Stellung.
            7.     Antriebsmechanismen und Bremsen
            7.1.   Jeder Turmdrehkran muß für alle Bewegungen mit wirksamen und für den Betrieb geeigneten
                   Bremsen oder gleichwertigen Einrichtungen ausgerüstet sein, die in der Lage sind, die Bewe-
                   gungen des Krans und der größten Lasten (einschließlich Prüflasten) anzuhalten und in Halte-
                   position zu halten.
            7.2.   Ist das Gerät für eine Hebe- oder Senkbewegung des Hakens mit einem Mechanismus ausgerü-
                   stet, dessen Bedienung das Passieren einer Leerlaufstellung ermöglicht, so muß ein Bremssystem
                   selbsttätig die Bewegung vor Passieren der Leerlaufstellung zum Stillstand bringen und wäh-
                   rend der Betätigung festhalten. Ferner muß die Verbindung formschlüssig sein, damit die Uber-
                   tragungseinheit zwischen dem Bremssystem und der Seiltrommel nicht unterbrochen werden
                   kann.
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          7.3.    Der Hebelmechanismus muß so beschaffen sein, daß bei Normalbetrieb jedes unkontrollierte
                  Absenken der Last ausgeschlossen ist.
                  Die Betätigung des Absenkens der Last mit nur der Bremse allein darf beim Betrieb nicht mög-
                  lich sein.
          7.4.    Der Hebelmechanismus muß so gebaut sein, daß die vom Hersteller definierte Absenkge-
                  schwindigkeit bei höchstzulässiger Belastung diese Geschwindigkeit um nicht mehr als 1 0 %
                  überschreiten kann.
          7.5.    Das Loslassen der Bedienungselemente muß das automatische Anhalten für die Hebe-, Anhebe-
                  und Fahrbewegungen der Laufkatze bewirken, und die Bremsen oder gleichwertigen Einrich-
                  tungen müssen in der Halteposition eingerastet bleiben.
                 Das Anhalten der Bewegungen hat so zu erfolgen, daß keine unzulässigen Beanspruchungen auf-
                 treten.
          7.6.    Bremsen müssen folgenden Anforderungen genügen:
          7.6.1.    — selbsttätige Bremsen, so entworfen und ausgeführt sein, daß jegliches Bremsen durch
                         Menschenkraft vom Führerstand aus ausgeschlossen ist;
          7.6.2.  — so geplant und ausgeführt sein, daß sie ein leichtes, stoßfreies Funktionieren ohne über-
                       große Stöße und Abbremsungen sicherstellen;
          7.6.3.  — eingestellt werden können;
          7.6.4.  — wirksam gegen Witterungseinflüsse, Staub, Wasser und ö l geschützt sein;
          7.6.5.  — so konstruiert und ausgeführt sein, daß die für ein gutes Funktionieren der Bremsen uner-
                       läßlichen Bauteile, wie Gegengewichte, Züge oder Federn, sich nicht verstellen oder lösen
                       können;
          7.6.6.  — im Fall einer Verwendung von Federn so ausgelegt sein, daß die Federn nur unter Druck
                       funktionieren.
          7.7.    Das gute Funktionieren der Bremsen oder der gleichwertigen Einrichtungen darf vom Ausfallen
                  der Antriebsenergie nicht beeinflußt werden. Dieses Ausfallen muß die Schließung der Brem-
                  se(n) und das Anhalten der betreffenden Bewegung(en) bewirken.
          7.8.    Die obigen Bestimmungen finden keine Anwendung auf Einrichtungen, die zum Festhalten des
                  festgestellten Krans vorgesehen sind.
          8.      Seile und Ketten
                  Diese Bestimmungen gelten nicht für Abspannseile.
          8.1.    Die für den Kran verwendeten Seile müssen aus Stahl sein.
          8.2.    Drahtseile, die sich auf Trommeln oder Rollen aufwinden, müssen Stahlseile sein und aus min-
                  destens 114 Drähten bestehen. Sie dürfen nicht mehr als eine Seele aus textilen Stoffen aufwei-
                  sen.
          8.3.    Jedes Drahtseil muß aus einem Stück bestehen und darf nur an den Enden eine Spleißung aus-
                  weisen. Die etwaige Spleißung muß drei Windungen eines ganzen Kabelstrangs aufweisen und
                  zwei Windungen mit der Hälfte der abgetrennten Drähte aus jedem Strang. Diese Vorschrift
                  steht nicht einer anderen Spleißungs- oder Verbindungsart von mindestens gleicher Wirksam-
                  keit entgegen.
          8.4.   Die Drahtseile dürfen nicht einer statischen Belastung ausgesetzt werden, die ein Fünftel der
                 vom Drahtseilhersteller garantierten Mindest-Bruchlast übersteigt.
          8.5.   Der Hersteller muß mittels Berechnung nachweisen, daß das Verhältnis zwischen der effektiven
                 Bruchlast des ungebrauchten Seils und der Kraft, die in Höhe der Winde auf das Seil einwirkt,
                 nicht weniger als 3,55 beträgt.
          8.6.   Die Zugseile der Laufkatze müssen eine tatsächliche, vom Hersteller garantierte Mindestbruch-
                 last aufweisen, die mindestens dem 4,5 fachen der Höchstkraft entspricht, die unter ungünstig-
                 sten Betriebsbedingungen (Wind, Anfahren, Anhalten, Zentrifugalkräfte usw.) vom Zugorgan
                 auf das Seil einwirken.
                 Der Nenn-Durchmesser der Zugseile darf nicht weniger als 6 mm betragen.
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            8.7.    Die Länge des auf einer Trommel aufgerollten Seils muß so bemessen sein, daß unter allen mög-
                    lichen Arbeitsbedingungen mindestens noch zwei komplette Windungen auf der Trommel ver-
                    bleiben.
            8.8.    Ketten, Ringe und Zubehör, die einen integrierten Bestandteil des Krans darstellen, müssen:
                    — aus Stahl bestehen,
                    — nicht einer ruhenden Last von mehr als einem Fünftel ihrer Bruchlast im Neuzustand un-
                         terworfen werden.
            9.      Lasthaken
            9.1.    Lasthaken müssen aus einem alterungsbeständigen Stahl bestehen.
            9.2.    Die Lasthaken dürfen bei einer Belastung mit der 2fachen höchtzulässigen Belastung keine blei-
                    benden Verformungen aufweisen.
            9.3.    Die Lasthaken müssen von solcher Bauart oder solchem Typ sein, daß ein zufälliges Aushängen
                    der Last unmöglich ist.
                    Ihre Form muß so sein, daß beim Heben ein zufälliges Hängenbleiben ausgeschlossen ist.
            10.     Seiltrommeln und Seilrollen
            10.1.   Die Seiltrommeln der Winden zum Heben, Anheben, Verfahren der Laufkatze oder zur hori-
                    zontalen Bewegung des Auslegers müssen:
            10.1.1. — mit Rillen von glatter Oberfläche versehen sein. Der Halbmesser und die Teilung der Rillen
                         müssen dem Durchmesser des Seils angepaßt sein, um ein richtiges Aufrollen des Seils auf
                         die Trommel sicherzustellen. Das Metall muß von ausreichender Härte sein, um Einschnü-
                         rungen zu vermeiden;
            10.1.2. — an ihren Enden mit Bordscheiben versehen sein, es sei denn, es wurden andere Vorkehrun-
                         gen getroffen, um ein Abgleiten des Seils von der Trommel zu vermeiden.
                         Die Höhe der Bordscheiben muß mindestens um den 2fachen Seildurchmesser das Niveau
                         der letzten Aufrollung des Seils überragen;
            10.1.3. — mit einer Einrichtung versehen sein, die eine Befestigung des Seils an der Trommel gestattet,
                         ohne es zu beschädigen. Diese Einrichtung muß leicht kontrollierbar sein;
            10.1.4. — einen am Rillengrund gemessenen Durchmesser haben, der mindestens dem 20fachen
                         Nenndurchmesser des Seils entspricht.
            10.3.   Jede Seilrolle muß:
            10.3.1. — mit einer Vorrichtung versehen sein, die ein Herausspringen des Seils aus seiner Rille ver-
                         hindert;
            10.3.2. — einen am Rillengrund gemessenen Nenndurchmesser haben, der mindestens dem 22fachen
                         Seildurchmesser entspricht.
            10.3.3. — eine dem Seildurchmesser angepaßte Rille haben.
            10.4.   Die Zugwinden der Seile zum Verfahren der Laufkatze oder zur horizontalen Bewegung des
                    Auslegers dürfen nicht auf Friktionsantrieb beruhen, ausgenommen bei Kranen mit einer zuläs-
                    sigen Höchstlast von weniger als 10 kN oder wenn der Kran seine Höchstlast bei allen Ausla-
                    dungen tragen kann.
            11.     Sicherheitseinrichtungen
            11.1.   Hinsichtlich seiner mechanischen Bewegungen muß der Turmdrehkran mit Einrichtungen ver-
                    sehen sein, die ein Überschreiten der Betriebsendstellen verhindern (Notendhalteeinrichtun-
                    gen).
            11.2.   Diese Einrichtungen müssen das Anhalten der Mechanismen bewirken, sobald folgende End-
                    stellen erreicht werden:
            11.2.1. — die höchste und tiefste Stellung des Lasthakens;
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          11.2.2. — die zulässigen Endstellungen des Auslegers, wenn die Bewegung des Verstellens zum nor-
                       malen Betrieb gehört;
          11.2.3. — die Endstellungen der Laufkatze bei Kranen mit Katzauslegern. Im Fall von Kranen mit ei-
                       ner Katzengeschwindigkeit von kleiner oder gleich 25 m/Min. und einer Höchstlast von
                       weniger als 10 kN darf bei Friktionsantrieb von einer Endstellenbegrenzungseinrichtung
                       abgesehen werden;
          11.2.4. — die Endstellungen bei horizontal bewegten Teleskopauslegern.
          11.2.5. — die Endstellungen bei schienenverfahrbaren Kranen. (Verfügt der Kran über eine Einrich-
                       tung zum Verfahren, so sind am Rahmen des Krans Endstellenbegrenzer anzubringen.)
          11.3.   Das Funktionieren der obengenannten Einrichtungen darf die entgegengesetzte Bewegung zu
                  der, die das Halten und Bremsen auslöste, nicht verhindern.
          11.4.   Die Krane müssen aufweisen:
          11.4.1. — einen Höchstlastbegrenzer, der möglichst nahe der Nennhöchstlast eingestellt ist;
          11.4.2. — einen Lastmomentbegrenzer, wenn die Nennlast mit der Reichweite variiert.
                       Dieser Begrenzer wird möglichst nahe der Nennlast, unter Berücksichtigung der Reichwei-
                       te, eingestellt.
          11.4.3. Auf jeden Fall müssen diese Begrenzer bewirken, daß das Anheben einer Last größer oder gleich
                  dem l,10fachen der unter normalen Betriebsbenutzung gehobenen Nennlast verhindert wird.
          11.4.4. Das Ansprechen dieser Einrichtungen muß das Anhalten und Bremsen der nachstehenden Be-
                  wegung bewirken:
                  — Heben,
                  — Änderung der Reichweite, die zu einer Erhöhung des Moments führt,
                  — Drehen,
                  — Verfahren.
          11.4.5. Die Bewegungen:
                  — Absenken,
                  — Änderungen der Reichweite, die zu einer Verminderung des Moments führen, müssen
                       durch eine Betätigung der normalen Bedienungseinrichtungen bewirkt werden.
          11.4.6. Für die Bewegungen des Drehens und Verfahrens muß der Kranführer über eine Möglichkeit
                  verfügen, freiwillig nach Anhalten der Bewegung das Ansprechen der Einrichtungen, die das
                  Stillsetzen dieser Bewegungen bewirkten, aufzuheben.
          12.     Anzeige und Schilder
          12.1.   Krane, bei denen das Produkt aus Reichweite und Höchstlast über 600 kNm oder bei denen die
                  Höhe unter dem Lasthaken mehr als 25 m beträgt, muß die Kabine mit einer Schalttafel ausge-
                  rüstet sein, die folgende Anzeigeeinrichtungen aufweist:
                  — Momentanzeiger,
                  — Reichweitenanzeiger,
                  — Lastanzeiger.
                  Diese Einrichtungen müssen im Gesichtsfeld des Kranführers liegen und die Angaben müssen
                  simultan wahrgenommen werden können.
          12.2.   Die anderen Krane, sofern sie nicht mit den obengenannten Einrichtungen ausgerüstet sind,
                  müssen mit Reichweitanzeigern versehen sein (Tafeln, Richtungspunkte usw.), auf denen
                  die jeweils zulässige Höchstlast angegeben ist.
                  Alle diese Angaben müssen von jeder Bedienungsstelle aus deutlich sichtbar sein.
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            12.3.      Der Kran muß mit einer Schallzeicheneinrichtung(en) mit besonderem Ton ausgerüstet sein.
                       Das Schallzeichen dieser Einrichtung(en) muß im Tätigkeitsbereich des Krans deutlich hörbar
                       sein.
                       Das Schallzeichen muß von der Bedienungsstelle aus betätigt werden.
            12.4.     Bei Kranen mit einer Lasthakenhöhe über 25 m muß die Anschlußmöglichkeit einer Ruf-
                      Sprechanlage im Führerhaus und am Fuß des Krans vorhanden sein.
            12.5.     Ausrichtung    nach dem Wind
            12.5.1.   Der Kran muß mit einer Einrichtung zur Ausrichtung des Auslegers nach dem Wind ausgerü-
                      stet sein. Die Betätigungsausrichtung muß von der Bedienungsstelle aus leicht erreichbar und
                      leicht bedienbar sein.
            12.5.2.   Ferner muß der Kran mit einer Einrichtung zur Ausrichtung nach dem Wind ausgestattet wer-
                      den können, die vom Boden aus, und zwar von einem leicht zugänglichen und ordnungsgemäß
                      markierten Platze aus bedient und kontrolliert wird. Jedoch muß diese Ausrichtung nach dem
                      Wind unmöglich gemacht werden, wenn der Kreis, der die Kranbewegungen vom Führerstand
                      aus ermöglicht, geschlossen ist.
            12.5.3.   Der Kranführer muß jederzeit von der Bedienungsstelle aus die Ausrichtungskontrolle über-
                      nehmen können.
            12.6.     Bei Kranen mit horizontalem Ausleger müssen an den Endstellen der Laufkatze elastische End-
                       anschläge angebracht sein.
            12.7.      Ein Kran mit Laufkatze oder mit horizontal bewegbarem Ausleger und horizontal verfahrba-
                       rem Gegengewicht muß mit einer Einrichtung ausgerüstet sein, die im Fall eines Bruchs des
                       Seils, das die Horizontalbewegung bewirkt, die Laufkatze oder den Ausleger und das Gegenge-
                       wicht blockiert.
            12.8.      In der Nähe jeder Laufrolle oder Laufrollengruppe eines auf Schienen laufenden Krans muß
                       sich ein Schienenräumer zum Wegräumen von fremden Gegenständen sowie eine Vorrichtung
                       befinden, die ein Umkippen des Krans bei Rollen- oder Achsenbruch verhindert. Diese beiden
                       Funktionen können von einer Einrichtung übernommen werden.
                      Der Spielraum zwischen Unterkante jeder Einrichtung und Schienenkopf darf nicht mehr als
                      20 mm betragen.
            12.9.     Jeder Kran auf Schienen muß mit Einrichtungen versehen sein, die ein Verfahren infolge der
                      nach der Berechnungsgrundlage höchsten Windstärke verhindert. Er muß ferner mit Einrich-
                      tungen ausgerüstet werden können, die das Festhalten (Immobilisation) bei der nach der Be-
                      rechnungsgrundlage höchsten Windstärke außer Betrieb gestattet.
            13.       Elektrische Ausrüstung
            13.1.     Allgemeine Bestimmungen
                      Die besonderen Vorschriften dieses Kapitels hinsichtlich der Installation und der wesentlichen
                      Teile der Schaltgeräte werden angewandt auf:
                      — die bewegliche Anschlußleitung des Krans;
                      — die Leitungstrommel;
                      — die Trennschalter, Schaltgeräte und Unterbrecher am Kran und was der Leitungstrommel
                           nachgeschaltet ist.
                      Das verwendete Elektromaterial muß:
                      a) den Sicherheitsanforderungen der EG-Richtlinie 73/23/EWG vom 19. Januar 1973 (Nie-
                           derspannungsrichtlinie) entsprechen ( J );
                       b) beim Fehlen harmonisierter Normen den Sicherheitsvorschriften der CE1 oder ECE (Elek-
                           trizität) entsprechen, die in Anwendung der Niederspannungsrichtlinie im Amtsblatt der
                           Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht wurden (');
                      c) sofern harmonisierte Normen gemäß a) nicht bestehen oder Sicherheitsanforderungen ge-
                           mäß b) nicht veröffentlicht wurden, den Sicherheitsanforderungen der nationalen Normen
                           des Landes genügen, in das der Kran geliefert wird.
             (') Angewandte Dokumente (siehe Seite 21).
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          Harmonisierte Dokumente der CENELEC:
           H D 308      Kennzeichnung und Verwendung von Leitungen für Spannungen unter den Grenzspannun-
                        gen der BT 2 (1 000 V WS, 1 500 V GS siehe H D 193)
                       Kennzeichnung der äußeren Mäntel der Leitungen für Spannungen unter den Grenzspan-
                       nungen der BT 2 (1 000 V WS, 1 500 V GS siehe H D 193)
                       Kennzeichnung und Verwendung von Leitern für Spannungen unter den Grenzspannungen
                       der BT 2
          HD 246—1 Schaltbilder, Diagramme, Tafeln - 1. Teil: Definitionen und Klassifikation
          HD 246—2 wie vorstehend — 2. Teil: Kennzeichnung zur Identifizierung der Teile
          H D 365      Klassifizierung des Schutzgrads der Gehäuse
          Veröffentlichungen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (CEI):
          CEI 364      In Beratung bei CENELEC/A.G. 64)
                       Zulässige Ströme in den Leitern
                       Schutz der Leitungsnetze gegen Überlastung
                       Schutzmaßnahmen gegen direkte Berührung
                       Schutzmaßnahmen gegen indirekte Berührung
          38 (1967)    Normalspannungen der CEI
          117          Empfohlene graphische Symbole
          144          Schutzgrade der Gehäuse für Niederspannungsgeräte
          158 (1970) Niederspannungs-Steuergeräte für industriellen Gebrauch - 1. Teil: Schalter
          255          Elektrische Schütze
          337          Steuerungs-Hilfsgeräte (Anschlußgeräte für Niederspannung, für Steuerungs- und Hilfs-
                       stromkreise einschließlich Hilfsschütze)
          408 (1972) Ausschalter für Niederspannung (Luftschalter), Trennschalter für Niederspannung (Luft-
                       schalter), Niederspannungs-Hauptschalter, kombiniert mit Niederspannungssicherungen
                       (Luftschalter)
          Für die Wahl der Schutzarten (IP) für Verbrauchergeräte müssen besonders folgende Kriterien in Betracht
          gezogen werden: Die Witterungseinflüsse, der Staub, die mechanischen Gefahren.
          Der Wert der Betriebsspannung muß mit einem der Normalwerte in Europa übereinstimmen, die in der
          Veröffentlichung 38 der CEI angegeben sind.
          Der Spannungsnennwert bei Gleichstrom oder bei Wechselstrom zwischen Leiter und Erde darf für die
          Stromkreise der Steuerung, Beleuchtung und Meldeleitungen nicht höher als 250 V sein.
          Die Verwendung von tragbaren Steuergeräten aus Metall ist nur für den Bereich der Niedrigspannung ge-
          stattet, vorausgesetzt, daß sie zur Klasse 2 gehören, die im CEI Dokument 529 definiert ist.
          Der Isolationswiderstand zwischen Leitern und zwischen Leiter und Erde muß größer als 1 000 Ohm pro
          Volt sein und mindestens 500 000 Ohm für die Stromkreise (Stromkreis der elektrischen Sicherheitsein-
          richtungen, Steuerung, Melde- und Meßstromkreise). Die obengenannten Stromkreise gelten nicht für
          elektronische Stromkreise.
          Der Mittelpunktleiter und der Schutzleiter müssen immer deutlich unterschieden sein.
          13.2.     Stromnetze - Leitungen - Kabel
                     Die Leitungen und Kabel müssen die in den Publikationen H D 21, H D 22, H D 359 und H D
                     360 dargestellten Charakteristiken haben.
 ---pagebreak--- Nr. C 25/22                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    29. 1. 79
            13.2.1.  Die beweglichen Anschlußleitungen am Kran müssen aus der Reihe H 07 RNF Uö/U =
                     450/750 sein.
            13.2.2.  Die beweglichen Leitungen am Kran müssen aus der Reihe H 0 7 VK Uö/U = 450/750 sein.
            13.2.3.  Festverlegte Leitungen am Kran müssen aus den Serien H 0 7 VU — H 0 7 VR gewählt werden.
            13.2.4.  Verdrahtungsleitungen (Drähte) können prinzipiell nur in Schaltschränken oder Gehäusen
                     verwendet werden.
            13.2.5.  Außerhalb der Gehäuse dürfen nur bewegliche Leitungen verwendet werden.
            13.2.6.  Wenn Gefahren für eine mechanische Beschädigung bestehen, sind nicht armierte Leitungen
                     und Kabel und bewegliche Leitungen bei fester Verlegung an besonders gefährdeten Stellen
                     gegen mechanische Beschädigungen zusätzlich zu schützen.
            13.2.7.  Für Stromkreise, die mit einer Nennspannung von höchstens 50 V zwischen Leiter oder zwi-
                     schen Leiter und Erde gespeist werden, können Leitungen und Kabel für Nennspannung Uö/U
                     = 300/500 Volt verwendet werden.
            13.2.8.  Bewegliche Leitungen am Kran dürfen keine PVC-Ummantelung oder -Isolierung besitzen.
            13.3.    Art und Installation — Ausrüstung    für Anschlüsse und Verteilung
            13.3.1.  Die Anschluß- und Verteilergehäuse für Niederspannung müssen mindestens den Schutzarten
                     IP 54 nach H D 365 entsprechen.
            13.3.2.  Die Gehäuse für Anlaufwiderstände brauchen nicht den Anforderungen nach 13.3.1, zu ent-
                     sprechen. Sie müssen so gebaut sein, daß ein Hineingreifen mit Fingern verhindert wird, und so
                     angeordnet sein, daß die Möglichkeit der Ansammlung von Staub und Regenwasser so gering
                     wie möglich ist, jedoch mindestens der Schutzart IP 23 nach H D 365 entsprechen.
            13.3.3.  Die elektrische Installation muß mit allen notwendigen Angaben versehen sein, um ihre Ver-
                     ständlichkeit zu erleichtern.
            13.3.4.  Das Wartungs- und Bedienungspersonal muß bei laufenden Wartungsarbeiten ungehindert an
                     den Schalt- oder Verteileranlagen arbeiten können. Deshalb muß ein horizontaler, freier Platz
                     mindestens 0,6 m zwischen den Geräten und dem nächsten Hindernis vorhanden sein. In verti-
                     kaler Richtung muß sich das nächste Hindernis mindestens 2 m über der Arbeitsebene befin-
                     den.
            13.3.5.  Die Leitungsverbindungen, Anschlußklemmen, Schaltgeräte müssen sich in Schränken oder
                     Gehäusen befinden.
            13.3.6.  Anschlußklemmen, deren zufällige Verbindung die Ursache gefährlicher Auswirkungen sein
                     kann, müssen klar getrennt sein, sofern nicht ihre Bauart dieses Risiko ausschließt.
            13.3.7.  Um einen ununterbrochenen mechanischen Schutz zu gewährleisten, müssen die Schutzumhül-
                     lungen der Leiter und Kabel entweder in die Kästen der Schalter und Geräte geführt werden
                     oder die Schutzumhüllungen müssen in einem geeigneten Schlußstück enden.
            13.3.8.  Die Leiter, die zur Speisung verschiedener Bewegungen gehören, dürfen nicht in demselben Ka-
                     bel geführt werden. Dahingegen dürfen die Leitungen zur Speisung verschiedener Bewegungen
                     miteinander laufen und gemeinsam in die Schränke und Gehäuse führen.
            13.3.9.  Diese Verfügung gilt nicht für Steuerleitungen oder Melde- und Meßleitungen, gleichgültig ob
                     sie mit den entsprechenden Hauptstromleitern zusammen geführt werden oder nicht.
            13.3.10  Werden die Leiter von Stromkreisen unterschiedlicher Spannung gemeinsam verlegt, so müssen
                     Leitungen oder Kabel verwendet werden, die der höchsten vorkommenden Spannung entspre-
                     chen.
            13.3.11. Einsteckgeräte und Einschubgeräte müssen, wenn ihre Montage oder Demontage ohne Werk-
                     zeug möglich ist, so konstruiert und gebaut sein, daß es nicht möglich ist, Anschlüsse zu
                     verwechseln.
 ---pagebreak--- 29. 1. 79                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              Nr. C 25/23
          13.4.      Querschnitte    der Leiter
          13.4.1.    Der Querschnitt muß anhand des Dokuments CEI 364 (CENELEC H D 8) bestimmt werden.
          13.4.2.    Leiter müssen einen Mindestquerschnitt haben von:
                     — 1,00 mm 2 für Steuerleitungen, Meldeleitungen und Telefon (oder Leitungen von Sprechan-
                                       lagen) und Meßleitungen in beweglichen Leitungen, ausgeschlossen Leitungen
                                       von elektrischen Sicherheitskreisläufen und evtl. dazugehörenden Meßleitun-
                                       gen;
                     — 1,50 mm 2 für Steuerleitungen, Meldeleitungen und Meßleitungen in festen Verlegungen,
                                       für elektrische Sicherheits- und Meßeinrichtungen.
                                       Ist jedoch die Sicherheitsfunktion der Steuerung positiv (Ansprechen bei unge-
                                       nügender oder fehlender Spannung), so kann der Querschnitt herabgesetzt
                                       werden auf 1,00 mm 2 ;
                     — 1,50 mm 2 für die Verdrahtung der elektrischen Sicherheitsausrüstungen einschließlich
                                       Meßleitungen;
                     — 1,50 mm 2 für Leitungen zwischen festen Beleuchtungseinrichtungen und den entsprechen-
                                       den Sicherungen;
                    —      1,50 mm 2 für festeingebaute Motoren und die entsprechenden Sicherungen.
                                       Es muß berücksichtigt werden, daß gleichzeitig verschiedene Motoren des Krans
                                       eingeschaltet sein können. Ferner muß der Leitungsquerschnitt so bemessen
                                       sein, daß die zufällige und gleichzeitige Bedienung der verschiedenen Kranbe-
                                       wegungen nicht zur Zerstörung der Leiter führt;
                     — 1,50 mm 2 für alle anderen Leitungen.
                                       Diese Anforderungen für Mindestquerschnitte von Leitungen gelten nicht für
                                       Leitungen, die innerhalb des gleichen Regelkreises elektronische Bauelemente
                                       miteinander verbinden, vorausgesetzt, daß diese sich in dem gleichen Gehäuse
                                       befinden und angemessen gegen Witterung und äußere Einwirkung geschützt
                                       sind;
                     — 0,25 mm 2 für flexible Leitungen zwischen elektronischen Bauelementen.
          13.5.      Schalt- und Trenngeräte
          13.5.1.    Die elektrische Ausrüstung des Krans muß ein Gerät besitzen, das die Funktion der Abschal-
                     tung, oder aber ein einziges Gerät, das beide Funktionen sicherstellt. Diese Geräte, die allpolig
                     sein müssen, müssen leicht erreichbar sein.
          13.5.2.    Der Trennschalter darf nur eingeschaltet werden, wenn der Kranschalter geöffnet ist. Darüber
                     hinaus muß er mechanisch in der „Aus"-Stellung abschließbar sein. Es ist zulässig, daß die me-
                     chanische Verriegelung der Schaltschranktüren durch Schlösser oder Vorhängeschlösser dieser
                     Vorschrift entspricht, wenn der Trennschalter nur im Innern des Schrankes betätigt werden
                     kann.
          13.5.3.    Am Bedienungsstand muß ein Betätigungsschalter (Notausschalter) vorhanden sein, mit dem
                     der Kranschalter ausgeschaltet werden kann. Die Wiederinbetriebnahme des Krans darf nur
                     nach Entriegelung und erneutem Einschalten des Betätigungsschalters erfolgen, wobei dieses
                     Wiedereinschalten vom Führerstand aus erfolgen kann (x).
          13.5.4.    Jeder Schrank, der Schaltgeräte enthält, muß mit einem „Aus"-Schalter ausgerüstet sein, der
                     mechanisch in geöffneter Stellung verriegelt werden kann, wenn er sich nicht im Innern des
                     Schrankes befindet, ausgenommen, wenn jeder Schrank mit einem Türkontakt ausgerüstet ist,
                     der die Funktion des „Aus"-Schalters übernimmt; der Türkontakt darf nicht den „Aus"-Schal-
                     ter wieder einschalten können.
          13.5.5.    Der Trennschalter muß eine Schaltleistung entsprechend der Klasse AC 2' besitzen, wie sie
                     durch die Empfehlung 158.1 der CEI festgelegt ist.
           (') Der Hersteller kann in gewissen Fällen in der Betriebsanleitung Prüfungen und Kontrollen vor der Wiederinbetrieb-
               nahme vorsehen.
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              13.6.      Schütze
              13.6.1.    Die Hauptschütze und die Hilfsschiitze müssen zu folgenden, in der Publikation 158-1 der CEI
                         erklärten Klassen gehören:
                         — AC 2' Schütze für Drehstrommotoren;
                         — DC 2 Leistungsschütze für Gleichstrom.
              13.7.      Schutz der Leitungen, Kabel und der Verbrauchergeräte
                         Es müssen Maßnahmen getroffen werden, die eine Beschädigung der elektrischen Ausrüstung
                         oder von Teilen derselben infolge Kurzschluß, Überlastung oder zufälligem Masseschluß ver-
                         hindern.
                         Besonders die nachstehenden Bedingungen müssen beachtet werden:
             13.7.1     Am Anfang der Stromführung muß ein Kurzschlußschutz vorgesehen sein, der alle Phasenlei-
                        ter (x) abschaltet.
             13.7.2.     Jeder Hauptstromkreis muß für jeden Phasenleiter (*) gegen Kurzschluß gesichert sein, insbe-
                         sondere wenn an der Abzweigung eine Querschnittsveränderung stattfindet.
                         Hierauf kann verzichtet werden, wenn die Sicherung nach CEI 364 (Harmonisationsdokument
                         473) vorgenommen wird.
             13.7.3.     Stromkreise, die mehrere Motore speisen, welche zu einem Antrieb gehören, können einen ge-
                         meinsamen Kurzschlußschutz besitzen. Die Querschnitte der Zuleitungen zu den Motoren
                         müssen so bemessen sein, daß der Kurzschlußschutz gewährleistet ist.
             13.7.4.     Die Schutzeinrichtungen müssen eine Abschaltung aller Phasenleiter ( J ) bewirken, gleichgültig,
                         ob sie durch Kurzschlußsicherungen, Schalter oder Relais bewirkt werden. Bei einem Schutz
                         mittels Sicherungen muß die allpolige Abschaltung durch eine Schutzeinrichtung gegen Einpha-
                         senlauf sichergestellt sein.
             13.7.5.     Motoren, außer mit häufigem Anlauf, mit einer Leistung von mehr als 1 kW sowie Motoren
                         mit häufigem Anlauf, mit einer Leistung von mehr als 15 kW, müssen gegen Überlastung ge-
                         schützt sein.
             13.7.6.     Ein ansprechender Schutz gegen Überlastung muß auf jedem Phasenleiter vorgesehen werden;
                         das Ansprechen muß eine allpolige Abschaltung der Phasenleiter (2) bewirken (Dok. CEI 364).
             13.7.7.     Motoren, außer solchen mit häufigem Anlauf, mit einer Leistung von nicht mehr als 1 kW und
                         Motoren mit häufigem Anlauf, mit einer Leistung bis zu 15 kW, können gegen Kurzschluß ge-
                         schützt werden.
             13.7.8.     Für Motoren mit häufigem Anlauf, mit einer Leistung größer als 15 kW, muß der Kurzschluß-
                         schutz durch eine Erfassung von Überlastung durch Thermofühler ergänzt werden, die in die
                         Motorwicklungen jedes Motors eingebaut sind. Die Erfassung muß eine Abschaltung aller Pha-
                         senleiter (2) des Speisestromkreises des Verbrauchers bewirken.
             13.7.9.     Nach Ansprechen einer Schutzeinrichtung ist ein selbsttätiges Wiedereinschalten zu verhindern;
                         diese Anordnung gilt auch für Thermofühler.
             13.7.10. Die Elektromagnete von Bremsen oder die Bremslüftmotoren müssen denselben Schutz gegen
                         Kurzschluß haben, wie die Motoren, zu denen sie funktionell gehören. Gleichwertige Maß-
                         nahmen, die das gegenseitige Abschalten bewirken, sind zulässig.
             13.7.11. Motore für Leitungstrommeln brauchen nicht individuell geschützt zu werden, wenn sie spe-
                         ziell für diese Arbeit dimensioniert werden.
            (') Abschaltung der Phasenleiter bei Wechselstrom bzw. Abschaltung des positiven Leiters bei Gleichstrom.
           ( 2 ) Abschaltung der Phasenleiter bei Wechselstrom bzw. Abschaltung des positiven und negativen Leiters bei Gleich-
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          13.7.12. Ein Kurzschlußschutz wie in 13.7.10 und 13.7.11 definiert kann nur vorgenommen werden,
                   wenn die Speiseleitungen für Elektromagnete von Bremslüftern und Bremslüftmotoren und
                   Motoren für Leitungstrommeln:
                   a) kürzer als 5 m sind,
                   b) an die Betriebsbelastungen der Ausrüstung und der Motore angepaßt sind.
          13.7.13. Die elektrische Ausrüstung des Krans muß derart geplant und ausgeführt sein, daß dessen Be-
                   triebssicherheit nicht durch einen bedeutenden Abfall oder ein Fehlen der Spannung bei einem
                   oder mehreren aktiven Speiseleitungen beeinträchtigt wird. Insbesondere dürfen diese Störun-
                   gen in der Stromversorgung in keinem Fall verursachen:
                   — das unvorhergesehene Einleiten irgendeiner Bewegung;
                   — die Ausführung einer der gesteuerten Bewegung entgegengesetzten Bewegung;
                   — die Ausführung einer Bewegung mit nichtkontrollierter Geschwindigkeit;
                   — das unkontrollierte Absenken der Last;
                   — den Ausschluß einer Sicherheitseinrichtung.
          13.8.    Steuer- und Meldestromkreise
                   Der Entwurf und die Ausführung der Steuer- und Meldestromkreise muß darauf abzielen, daß
                   unter allen Umständen die Sicherheit des Personals und ein wirksamer Schutz des Krans gegen
                   die Folgen eines Fehlers der Schaltgeräte sichergestellt ist. Sie müssen insbesondere den nach-
                   stehenden Bestimmungen entsprechen:
          13.8.1.  Alle Steuer- und Meldestromkreise müssen zwangsläufig mit einem oder mehreren Transforma-
                   toren ausgerüstet sein. Diese müssen getrennte Wicklungen besitzen und müssen hinter dem
                   Trennschalter der Zuleitung angeschlossen sein.
          13.8.2.  Wenn die Ausrüstung mehrere Steuer- und Meldetransformatoren besitzt, die gleichzeitig arbei-
                   ten, muß jeder dieser Transformatoren, soweit möglich, die unterschiedlichen mechanischen
                   Elementen entsprechenden Steuerstromkreise speisen.
          13.8.3.  Die Stromzuführungsleitungen zu Transformatoren der Steuerstromkreise müssen mit Siche-
                   rungen oder gleichwertigen Einrichtungen als Schutz gegen Kurzschluß ausgerüstet sein.
          13.8.4.  Wenn der Transformator, der Steuerstromkreise speist, mit einem seiner Sekundär-Ausgänge
                   mit der Masse verbunden ist, muß der nicht mit der Masse verbundene Leiter gegen Kurzschluß
                   gesichert sein.
                   Wenn die Steuerstromkreise durch einen Transformator gespeist werden, bei dem kein Leiter
                   des Sekundärkreises direkt mit der Masse verbunden ist, muß ein Kurzschlußschutz für jeden
                   der beiden Sekundär-Ausgänge vorgesehen werden.
          13.8.5.  Der zufällige Masse-Schluß einer oder mehrerer Stellen eines Steuerstromkreises darf weder ein
                   ungewolltes Einschalten bewirken noch das Abschalten von Bewegungen verhindern.
          13.8.6.  Derartige Fehler dürfen keine gefährliche Erhöhung des Massen-Potentials bewirken.
          13.8.7.  Der Ausfall eines Motors oder irgendeines Betriebsmittels, welche die gleiche Bewegung bewir-
                   ken, muß selbsttätig zur Abschaltung aller Motoren und Betriebsmittel führen, deren Weiterbe-
                   trieb in diesem Fall die Sicherheit gefährden könnte.
          13.8.8.  Alle Schütze und Relais, die mechanisch verbundene entgegengesetzt wirkende Geräte oder
                   entgegengesetzte Bewegungen steuern, müssen gegen jede falsche Betätigung geschützt sein. Die
                   Umkehrschütze, die den Drehsinn der Motoren bestimmen, müssen derart verriegelt sein, daß
                   bei Normalbetrieb kein Kurzschluß im Verlauf der Betätigung auftreten kann.
          13.8.9.  Verbindung der Spulen und Relais:
                   In den Steuerstromkreisen, die an einem Ende geerdet sind, muß eine der Spulen der Steuerung
                   direkt mit der geerdeten Seite verbunden sein und alle anderen Kontakte müssen zwischen den
                   Spulen und dem anderen Ende des Steuerstromkreises angebracht werden.
 ---pagebreak--- Nr. C 25/26                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       29. 1. 79
                        Ausnahme davon ist gestattet:
                        Kontakte von Schützen (z. B. Überlastungsrelais) dürfen zwischen den Spulen und dem geerde-
                        ten Ende des Stromkreises angebracht werden, wenn die Leiter, die diese Kontakte mit den Spu-
                        len der durch diese Relais gesteuerten Geräte verbinden, sich im gleichen Gehäuse oder Abteil
                        befinden (Dokument H D 93.1).
             13.8.10.   Diese Forderungen gelten nicht für elektronische Steuer- und Überwachungskreise, wenn diese
                        so eingerichtet sind, daß das Auftreten eines Fehlers kein ungewolltes Ingangsetzen einer Kran-
                        bewegung oder kein Außerbetriebsetzen einer Sicherheitseinrichtung zur Folge hat.
             13.8.11. Kein elektrischer Stromkreis darf mit den Sicherheitskontakten parallel geschaltet sein, mit
                        Ausnahme folgender Stromkreise:
                        — für das Einschalten im Gegensinn der ausgeschalteten Bewegung;
                        — für Überschreitung der normalen Arbeitsstrecke während der Montage oder der Wartungs-
                             arbeiten, wenn sich die Parallelschaltung nur durch eine mechanische Verriegelungseinrich-
                             tung (Schlüsselschalter) erreichen läßt, die sich bei normaler Arbeit in geöffneter Stellung
                             befindet;
                        — für Lösen der Drehwerkbremsen außer Betrieb;
                        — für Auswechseln von Seiltrieben.
             13.8.12.   In den Sicherheitsstromkreisen müssen die Sicherheitskontakte mechanisch zwangsläufig schal-
                        ten und mit der Mindestzahl von möglichen Zwischenorganen betätigt werden. Die Luftstrecke
                        muß mindestens = 3 mm betragen.
             13.8.13. Die Sicherheitskontakte müssen so eingebaut sein, daß ihre Nachstellung unter allen Betriebs-
                        bedingungen einwandfrei möglich ist.
             13.8.14. Die elektrischen oder elektronischen Schutzeinrichtungen müssen so konstruiert und eingebaut
                        sein, daß das Auftreten eines Fehlers nicht das Unwirksamwerden der anderen Sicherheitsein-
                        richtungen zur Folge hat.
                        Bemerkung
                        Wenn diesen Vorschriften nicht Genüge getan werden kann, können die Stromkreise verdop-
                        pelt und kreuzgeschaltet (') werden.
             13.9.      Schutz gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen
            13.9.1.    Für die Hub- und Einziehbewegung muß eine Sicherheitseinrichtung vorhanden sein, die eine
                        Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit bei Ausfall einer Phase verhindert.
             13.9.2.    Wenn eine Vertikalbewegung mittels eines Gleichstrommotors oder Drehmomentwandlers
                        ausgeführt wird, darf die Bremse erst geöffnet werden können, wenn der Wert der Felderregung
                        für die Wirkung des Motors oder des Antriebs ausreichend ist.
             13.9.3.    Für die vertikalen und horizontalen Bewegungen:
                        a) alle Bewegungen, die mittels generatorgespeister Gleichstrommotoren erfolgen, müssen mit
                            einer Einrichtung versehen sein, die bei Unterbrechung der Stromzufuhr des Generators den
                            Einfall der Bremse bewirkt;
                        b) alle Hauptbewegungen, die durch Motoren oder Transmissionen mit elektronischer Rege-
                            lung bewirkt werden, müssen mit Einrichtungen für die Kontrolle der Geschwindigkeit und
                            der Bewegungsrichtung ausgerüstet sein, die nötigenfalls das Abschalten des Bewegungsver-
                            laufs oder der geforderten Bewegung bewirken.
            13.10.     Bremse oder Haltevorrichtung
            13.10.1.    Die Bremse oder eine entsprechende Einrichtung muß bei Spannungsausfall wirksam werden.
            (') Kreuzgeschaltet bedeutet, daß, wenn in einem der beiden Stromkreise ein Versagen auftritt, der ver-
                doppelte Stromkreis verhindert, daß der M o t o r wieder eingeschaltet wird, ehe der Fehler behoben ist.
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          13.10.2. Unter normalen Betriebsbedingungen darf für alle Bewegungen die Bremse oder entsprechende
                   Einrichtung nur gelüftet werden können, wenn der Motor unter Spannung steht. Dies gilt nicht
                   für Drehwerke.
          13.10.3. Bei Motoren, die mit variablen Spannungen gespeist werden oder mit elektronischen Einrich-
                   tungen geregelt sind, müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen sein, die verhindern, daß das vom
                   Motor aufgebrachte Moment einen Wert erreicht, der ausreicht, die Bewegung bei ungelüfteter
                   Bremse einzuleiten.
          13.11.   Elektrische Motoren
                   Elektrische Motoren müssen mindestens der Schutzart IP X 4 entsprechen, es sei denn, daß sie
                   auf andere Weise gegen Wasser geschützt werden.
          13.12.   Installation von Beleuchtung,   Heizung, Steckvorrichtungen
          13.12.1. Die Stromzuführung für diese Einrichtungen muß hinter dem Trennschalter des Krans abge-
                   nommen werden (gemäß 13.5.1).
          13.12.2. Ein allpoliger Schalter muß am Anfang der Stromzuführung angebracht sein.
          13.12.3. Stromkreise für Beleuchtung und Heizung müssen durch einen gesonderten Transformator ge-
                   speist werden.
          13.13.   Ununterbrochene    elektrische Verbindung zwischen Massen und Metallkonstruktionen
          13.13.1. Die Verbindung metallischer Massen muß durch einen in den Stromzuführungskabeln enthalte-
                   nen Schutzleiter sichergestellt sein.
          13.13.2. Die metallischen elektrischen Massen und die Teile der Stahlkonstruktion müssen derart mit-
                   einander verbunden sein, daß eine ununterbrochene elektrische Verbindung gewährleistet ist.
                   Die Schaltbilder und elektrischen Pläne müssen dem Betreiber für die unerläßlichen Angaben
                   ausgehändigt werden; es muß auf die Veröffentlichungen 117, 113.1, 113.2 der CEI hingewie-
                   sen werden.
                   Die technischen Unterlagen für die elektrische Ausrüstung müssen folgende Dokumente enthal-
                   ten:
                   Installationsplan,
                   Stromlaufpläne,
                   Schaltbilder oder Tabellen der äußeren Anschlüsse,
                   Betriebsanleitung,
                   Benennung (Nomenklatur) der elektrischen Geräte,
                   Wartungsanleitungen,
                   Liste der Verschleiß- und Ersatzteile, die für die Lagerhaltung empfohlen werden.
          14.      Verbrennungskraftmotore
          14.1.    Allgemeines
          14.1.1.  Das Versagen der Verbrennungskraftmotore darf die Betriebssicherheit des Krans nicht beein-
                   trächtigen.
          14.1.2.  Insbesondere darf die Nenngeschwindigkeit des Verbrennungskraftmotors um nicht mehr als
                   1 0 % überschritten werden, wenn die Last abgesenkt wird oder Bewegungen abgebremst wer-
                   den.
          14.1.3.  Verbrennungskraftmotore und ihre Ausrüstungen müssen so angeordnet sein, daß während In-
                   standhaltungsarbeiten oder während des Zuganges zum Kran keine Gefahren (durch Verbren-
                   nungen, Abgase usw.) infolge ihrer Anordnung innerhalb der Krankonstruktion bestehen.
 ---pagebreak--- Nr. C 25/28                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       29. 1. 79
            14.1.4.  Alle beweglichen Teile sollen wirksam geschützt sein.
            14.1.5.  Treibriemen
                     1. Die Verwendung von Flach- oder Rundriemen ist unzulässig.
                     2. a) Die Verwendung von Keilriemen ist unzulässig für die Bewegungsübertragung zum He-
                             ben, Verstellen des Auslegers und Fahren der Laufkatze.
                         b) Werden Keilriemen für andere Zwecke verwendet, so muß die Zahl der Keilriemen so
                             bemessen sein, daß mindestens ein Treibriemen mehr vorhanden ist, als nach der Be-
                             rechnung für die Übertragung der Antriebskraft erforderlich ist; dabei muß die Riemen-
                             spannung regulierbar sein.
                         Das Funktionieren der Bremse darf von dem Ausfall der Treibriemen nicht beeinträchtigt
                         werden; ferner muß dieses Funktionieren gemäß 7.7 erfolgen.
            14.1.6.  Der Verbrennungskraftmotor soll so eingebaut sein, daß keine schädigenden Schwingungen auf
                     die Krankonstruktion übertragen werden.
            14.1.7.  Der Verbrennungskraftmotor soll mit einer Geschwindigkeitsüberwachung ausgerüstet sein;
                     jede Störung im Betriebsablauf soll im Bedienungsstand angezeigt werden.
            14.1.8.  Brennstofftank, Leitungen und Anschlüsse müssen vor Hitze und mechanische Beschädigungen
                     geschützt sein. Die Füllung des Brennstofftanks muß einen 10-Stunden-Betrieb gewährleisten.
            14.1.9.  Die Funkentstörung des Verbrennungskraftmotors hat                entsprechend   der   Richtlinie
                     72/245/EWG des Rates vom 20. Juni 1972 zu erfolgen.
            14.1.10. Wenn mehr als ein Verbrennungskraftmotor für einen Antrieb benötigt wird, müssen die Steue-
                     rungen der Verbrennungskraftmotore zusammengefaßt und eigens gekennzeichnet sein.
            14.2.    Antriebsmotore — auch für elektrische Generatoren- und hydraulische Pumpenantriebe
                     Die Einrichtung muß in Übereinstimmung mit Kapitel 13 für elektrische Ausrüstung ausgeführt
                     sein.
            14.3.    Verbrennungskraftmotore als direkte Antriebe für Kranbewegungen
                     — Ein Motor kann mehrere Bewegungen des Krans antreiben. Die Bewegungen können
                         gleichzeitig oder zeitlich voneinander getrennt eingeleitet werden; in jedem Fall müssen die
                         Bewegungen sowohl in Betrieb als auch außer Betrieb kontrollierbar sein.
                     — Bei Umkehrung von Bewegungen dürfen keine Leerlaufstellungen im Hubwerk und keine
                         Unterbrechungen der Bewegungen des Krans auftreten können.
            15.      Bedienungsanleitung (Aufbau)
                     Zusätzlich zu den in dieser Vorschrift aufgeführten Regelungen über den Auf- und Abbau von
                     Kranen sind die vom Hersteller aufgestellten sicherheitstechnischen Anweisungen zu beachten.
            15.1.    Diese Anweisungen sollen alle notwendigen Informationen enthalten in bezug auf:
                     — den Aufbau der Gleisanlage oder des Untergrunds,
                     — die Herstellung des Ballasts, falls erforderlich,
                     — die elektrische Stromzuführung, falls erforderlich,
                     — den genauen Vorgang des Aufbaus und Abbaus in allen Einzelheiten für den gesamten
                          Kran,
                     — die Art des Anschlusses der einzelnen Kranteile,
                     — die Gewichte der Einzelteile des Krans,
                     — die Eigenschaften der erforderlichen Hilfseinrichtung,
 ---pagebreak--- 29. 1. 79                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 25/29
                     — die Art des Anhebens und Hochziehens von Einzelteilen des Krans zur Einbausteile,
                     — die Witterungsbedingungen, unter welchen der Kran außer Betrieb gesetzt werden muß.
          15.2.      Im Verlauf der Auf- und Abbauphasen müssen die Standsicherheit und die auftretenden Bean-
                     spruchungen in den Einzelteilen in Übereinstimmung mit der Berechnung des Krans stehen.
          15.3.      M a n unterscheidet folgende Arten des Aufbaus:
                     — Aufbau selbstaufrichtender Krane
                     — Aufbau konventioneller Krane, deren Einzelteile unter Verwendung von Hilfseinrichtungen
                          montiert werden.
                      In beiden Fällen m u ß das Montagetriebwerk - ob von H a n d , elektrisch oder hydraulisch ange-
                     trieben - durch eine zwangsläufig wirkende Feststelleinrichtung blockiert werden können.
                     Jedes Triebwerk, das mit einer Kupplung ausgerüstet ist, muß mit einer Sicherheitseinrichtung
                     versehen sein, die den freien Fall irgendeines Teils während der Montage verhindert.
          15.4.      Die Seile, Haken, Trommeln und Rollen, die allein zur Montage dienen und die dem Kran an-
                     gehören, müssen den Kapiteln 8, 9 und 10 entsprechen. Jedoch finden die Punkte 8.4 und 8.5
                     keine Berücksichtigung.
                     Für 10.1.4 beträgt der Beiwert 12,5mal den Seildurchmesser anstatt 20mal und
                      für 10.3.2 beträgt der Beiwert 14mal den Seildurchmesser anstatt 22mal.
          15.5.      Anweisung für Z u s a m m e n b a u und W a r t u n g
                     Jeder Kran m u ß mit einer vom Hersteller oder Lieferer erstellten verständlichen Anleitung für
                     den Benutzer versehen sein. Diese Anleitung m u ß alle wesentlichen Merkmale des Krans, seiner
                      Mechanismen und seiner Fahrstrecke enthalten. Sie muß alle für seinen Gebrauch, seine War-
                     tung, seinen Z u s a m m e n b a u und seine Zerlegung erforderlichen Hinweise enthalten. Sie m u ß
                      außerdem die Vorsichtsmaßnahmen aufführen, die bei heftigem Wind, Unwetter oder starkem
                      Frost zu treffen sind.
          16.        Auf dem Kran anzubringende Angaben
                     Der Kran m u ß auf einem Schild dauerhaft und gut sichtbar folgende Angaben tragen:
          16.1.      N a m e n des Herstellers oder Fabrikmarke und gegebenenfalls N a m e n des Lieferanten des Krans;
          16.2.      Fabriknummer;
                     Baujahr;
                     T ypenbezeichnung;
          16.3.       höchstzulässige Belastungen bei den entsprechenden größten Reichweiten;
          16.4.       bei Kranen mit mehreren Hebegeschwindigkeiten die Hebegeschwindigkeiten bei den entspre-
                      chenden zulässigen Höchstbelastungen;
          16.5.       die Masse allen Ballasts.
                                                         Addendum zu Punkt 1.1
          Definition   der Nenneigenschaften      der Turmdrehkrane:
          Die Nenneigenschaft eines Turmdrehkrans ist wie folgt gekennzeichnet:
                                                           Kran: Typ M / P / N
          für welchen,
          M = der M o m e n t w e r t im Verhältnis zur Drehachse in 10 k N m zu einer Spannweite A = 20 Log M - 2.
                 Wenn der Kran mit Auslegern von viel größerer Spannweite höher oder tiefer als A und mit ver-
                 schiedenen M-Werten ausgerüstet werden kann, ändert sich der Typ nicht.
 ---pagebreak--- Nr. C 25/30                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 29. 1. 79
                  P = Maximum Kapazität in 10 k N der Laufkatzenausrüstung und Flasche mit welchem der M-Wert er-
                        reicht ist.
                  N = Kraft in kW des Antriebmotors des Hebegetriebes.
                  Keine untere oder obere Grenze ist für diese Werte angegeben.
                  Beispiele:
                  1.  Typ 4 0 / 3 , 5 / 1 6
                      Kran von 1333 d a N                      zu 3 0 m Ausleger gleich oder leicht
                      über 30 m
                                                     35 k N    Maximum Last
                                                     16 kW     am Hebemotor
                  2.  Typ 2 0 0 0 / 9 2 / 1 2 5
                      Kran von 31 2 0 0 daN                    zu 64 m mit Ausleger egal oder leicht
                      über 64 m
                                                    920 kN     Maximum Last
                                                   125 kW      am Hebemotor
                  3.  Typ 1 6 0 / 1 1 / 4 8
                      Kran von 3 8 0 0 d a N                   zu 4 2 m mit Ausleger egal oder leicht
                      über 4 2 m
                                                    110 k N    Maximum Last
                                                     48 kW     am Hebemotor.
                  Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitglied-
                  staaten über Betätigungsraum, Zugänge zum Fahrersitz (Ein- und Ausstieg) sowie Türen und
                               Fenster von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern
                                    (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 11. Dezember 1978)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                                H A T FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
                                                                                                      Artikel 1
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 100,
nach Kenntnisnahme des Vorschlags der Kommission,                         (1)    Als (land- oder forstwirtschaftliche) Zugmaschi-
                                                                          nen gelten alle Kraftfahrzeuge auf Rädern oder Raupen-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                           ketten mit wenigstens zwei Achsen, deren Funktion im
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                       wesentlichen in der Zugleistung besteht und die beson-
schusses,                                                                 ders zum Ziehen, Schieben, Tragen oder zur Betätigung
                                                                          bestimmter Geräte, Maschinen oder Anhänger eingerich-
in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                         tet sind, die zur Verwendung in land- und forstwirt-
Die technischen Vorschriften, denen Zugmaschinen auf-                     schaftlichen Betrieben bestimmt sind. Sie können zum
grund der einzelstaatlichen Vorschriften u. a. hinsichtlich              Transport einer Last und von Beifahrern ausgelegt sein.
des Betätigungsraums, des Zugangs zum Fahrersitz (Ein-
und Ausstieg) sowie der Türen und Fenster genügen müs-                    (2)    Diese Richtlinie gilt nur für die in Absatz 1 defi-
sen, sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden.                nierten Zugmaschinen mit Luftbereifung und zwei Ach-
Deshalb müssen in allen Mitgliedstaaten die gleichen                      sen, einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit zwi-
Vorschriften erlassen werden, entweder durch Ergän-                       schen 6 und höchstens 25 km/h und einer festen oder
zung oder durch den Ersatz der geltenden Regelungen,                     einstellbaren Spurweite der Antriebsachsen von minde-
um insbesondere für jeden Zugmaschinentyp die An-                        stens 1 150 mm.
wendung des EWG-Betriebserlaubnisverfahrens zu er-
möglichen, das den Gegenstand der Richtlinie                                                          Artikel 2
74/150/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Anglei-                         Die Mitgliedstaaten können weder die EWG-Betriebs-
chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über                     erlaubnis oder die Betriebserlaubnis mit nationaler Gel-
die Betriebserlaubnis von land- und forstwirtschaftlichen                 tung für eine Zugmaschine verweigern noch den Ver-
Zugmaschinen auf Rädern ( J ), geändert durch die Richt-                  kauf, die Zulassung, das Inverkehrbringen oder die Be-
linie . . . ., bildet —                                                   nutzung einer Zugmaschine aus den nachstehenden
(!) ABl. Nr. L 84 vom 28. 3. 1974, S. 10.                                 Gründen verweigern oder verbieten,