CELEX: 31989R2279
Language: de
Date: 1989-07-24 00:00:00
Title: VERORDNUNG (EWG) Nr. 2279/89 DES RATES vom 24. Juli 1989 zur Eröffnung und Verwaltung eines autonomen Gemeinschaftszollkontingents für Anilin #

Avis juridique important

|

31989R2279

VERORDNUNG (EWG) Nr. 2279/89 DES RATES vom 24. Juli 1989 zur Eröffnung und Verwaltung eines autonomen Gemeinschaftszollkontingents für Anilin  -   

Amtsblatt Nr. L 218 vom 28/07/1989 S. 0007 - 0008

*****  VERORDNUNG  (EWG) Nr. 2279/89 DES RATES  vom 24. Juli 1989  zur Eröffnung und Verwaltung eines autonomen Gemeinschaftszollkontingents für Anilin  DER RAT DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN -  gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 28,  auf Vorschlag der Kommission,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Die Versorgung der Gemeinschaft mit Anilin hängt gegenwärtig von den Einfuhren aus Drittländern ab. Es liegt im Interesse der Gemeinschaft, die geltenden Zollsätze für diese Ware im Rahmen eines Gemeinschaftszollkontingents von einer angemessenen Höhe ganz oder teilweise auszusetzen. Um die Entwicklungsaussichten für diese Erzeugnisse in der Gemeinschaft nicht zu gefährden und andererseits die hinreichende Versorgung der Verbraucherindustrien zu gewährleisten, ist das zollfreie Zollkontingent für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 1989 zu eröffnen und die Kontingentsmenge auf 5 000 Tonnen festzusetzen.  Es ist vor allem sicherzustellen, daß alle Importeure der Gemeinschaft gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesen Kontingenten haben und daß der vorgesehene Kontingentszollsatz fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffenden Ware in allen Mitgliedstaaten bis zur Ausschöpfung des Kontingents angewandt wird. Es sind die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine gemeinschaftliche, wirksame Verwaltung dieses Zollkontingents zu gewährleisten, indem vorgesehen wird, daß die Mitgliedstaaten die ihren tatsächlichen Einfuhren entsprechenden notwendigen Mengen aus der Kontingentsmenge ziehen können. Diese Art der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission.  Da sich das Königreich Belgien, das Königreich der Niederlande und das Großherzogtum Luxemburg zu der Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme im Zusammenhang mit der Verwaltung dieses Kontingents durch eines ihrer Mitglieder vorgenommen werden -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1) Vom Inkrafttreten dieser Verordnung bis zum 31. Dezember 1989 wird der bei der Einfuhr der nachstehenden Ware geltende Zollsatz im Rahmen des angegebenen Gemeinschaftszollkontingents wie folgt ausgesetzt:  1.2.3.4.5 //  //  //  //  //  // Laufende Nummer  // KN-Code  // Warenbezeichnung  // Kontingents- menge (in Tonnen)  // Kontingents- zollsatz (in %)   //    //   //   //   //  //   //   //   //   //   // 09.2796   // ex 2921 41 00  // Anilin   // 5 000   // 0   //    //   //   //   //  (2) Im Rahmen dieses Zollkontingents wenden das Königreich Spanien und die Portugiesische Republik Zollsätze an, die nach den entsprechenden Bestimmungen der Beitrittsakte berechnet werden.  Artikel 2  Das Zollkontingent in Artikel 1 wird durch die Kommission verwaltet; sie kann jede erforderliche Maßnahme treffen, um eine effiziente Verwaltung zu gewährleisten.  Artikel 3  Legt ein Importeur in einem Mitgliedstaat eine Anmeldung zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr vor, die einen Antrag auf Gewährung der Zollbegünstigung für eine unter diese Verordnung fallende Ware enthält, und nehmen die Zollbehörden diese Anmeldung an, so nimmt der betreffende Mitgliedstaat durch Meldung an die Kommission die Ziehung einer seinem Bedarf entsprechenden Menge auf die Kontingentsmenge vor.  Die Anträge auf Ziehung sind der Kommission zusammen mit der Angabe, wann die Anmeldungen angenommen wurden, unverzueglich zu übermitteln.  Die Ziehungen werden von der Kommission entsprechend der zeitlichen Reihenfolge gewährt, in der die Zollbehörden des betreffenden Mitgliedstaats die Anmeldungen zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr angenommen haben, soweit der Restbetrag ausreicht.  Nutzt ein Mitgliedstaat die gezogenen Mengen nicht aus, so hat er den nicht ausgenutzten Teil so bald wie möglich auf die Kontingentsmenge zurückzuübertragen.  Sind die beantragten Mengen höher als der verfügbare Restbetrag der Kontingentsmenge, so erfolgt die Zuteilung anteilig im Verhältnis der Anträge. Die Mitglied staaten werden von der Kommission über die vorgenommenen Ziehungen unterrichtet.  Artikel 4  Jeder Mitgliedstaat garantiert den Importeuren der betreffenden Ware gleichen und kontinuierlichen Zugang zu dem Kontingent, soweit der Rest der Kontingentsmenge ausreicht.  Artikel 5  Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zusammen.  Artikel 6  Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.  Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Geschehen zu Brüssel am 24. Juli 1989.  Im Namen des Rates  Der Präsident  H. NALLET