CELEX: 62010CA0148
Language: de
Date: 2011-10-13 00:00:00
Title: Rechtssache C-148/10: Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 13. Oktober 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hof van Beroep te Brussel — Belgien) — DHL International NV, ehemals Express Line NV/Belgisch Instituut voor Postdiensten en Telecommunicatie (Postdienste — Externe Verfahren für die Bearbeitung von Nutzerbeschwerden — Richtlinie 97/67/EG — Art. 19 — Geltungsbereich — Ergänzender Charakter der vom nationalen Recht und vom Unionsrecht eröffneten Rechtsbehelfe — Gestaltungsspielraum der Mitgliedstaaten — Grenzen — Art. 49 AEUV — Niederlassungsfreiheit)

3.12.2011   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 355/6
            
         Urteil des Gerichtshofs (Dritte Kammer) vom 13. Oktober 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des Hof van Beroep te Brussel — Belgien) — DHL International NV, ehemals Express Line NV/Belgisch Instituut voor Postdiensten en Telecommunicatie
   (Rechtssache C-148/10) (1)
   
   (Postdienste - Externe Verfahren für die Bearbeitung von Nutzerbeschwerden - Richtlinie 97/67/EG - Art. 19 - Geltungsbereich - Ergänzender Charakter der vom nationalen Recht und vom Unionsrecht eröffneten Rechtsbehelfe - Gestaltungsspielraum der Mitgliedstaaten - Grenzen - Art. 49 AEUV - Niederlassungsfreiheit)
   2011/C 355/08
   Verfahrenssprache: Niederländisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Hof van Beroep te Brussel
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: DHL International NV, ehemals Express Line NV
   
      Beklagte: Belgisch Instituut voor Postdiensten en Telecommunicatie
   
      Gegenstand
   
   Vorabentscheidungsersuchen — Hof van Beroep te Brussel (Belgien) — Auslegung von Art. 7 der Richtlinie 97/67/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 1997 über gemeinsame Vorschriften für die Entwicklung des Binnenmarktes der Postdienste der Gemeinschaft und die Verbesserung der Dienstequalität (ABl. 1998, L 15, S. 14) in der durch die Richtlinien 2002/39/EG (ABl. L 176, S. 21) und 2008/6/EG (ABl. L 52, S. 3) geänderten Fassung — Verfahren für die Behandlung von Beschwerden der Nutzer von Postdiensten — Externe Regelung
   
      Tenor
   
   
               1.
            
            
               Die Richtlinie 97/67/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 1997 über gemeinsame Vorschriften für die Entwicklung des Binnenmarktes der Postdienste der Gemeinschaft und die Verbesserung der Dienstequalität in ihrer ursprünglichen Fassung sowie in den durch die Richtlinie 2002/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 und die Richtlinie 2008/6/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Februar 2008 geänderten Fassungen ist dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung nicht entgegensteht, die für die Anbieter von nicht zum Universaldienst gehörenden Postdiensten ein externes Verfahren für die Bearbeitung von Beschwerden der Nutzer dieser Dienste vorschreibt.
            
         
               2.
            
            
               Art. 49 AEUV ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung nicht entgegensteht, die für die Anbieter von nicht zum Universaldienst gehörenden Postdiensten ein externes Verfahren für die Bearbeitung von Beschwerden der Nutzer dieser Dienste vorschreibt.
            
         
      (1)  ABl. C 161 vom 19.6.2010.