CELEX: 31989R1689
Language: de
Date: 1989-06-15 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1689/89 der Kommission vom 14. Juni 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen, einschließlich Brugnolen und Nektarinen, mit Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen Inseln)

Nr. L 164/36                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                15. 6. 89
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 1689/89 DER KOMMISSION
                                                    vom 14. Juni 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen,
                  einschließlich Brugnolen und Nektarinen, mit Ursprung in Spanien (ausge­
                                              nommen den Kanarischen Inseln)
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Pfirsiche mit
GEMEINSCHAFTEN —                                                 Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen           Inseln) an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
Wirtschaftsgemeinschaft,                                         mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis gelegen.
                                                                 Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Pfirsiche
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und             erhoben werden.
Portugals,                                                       Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates          erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­            zugrunde zu legen :
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die         — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf                   punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
Artikel 27 Absatz 2 erster Unterabsatz,                               Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
in Erwägung nachstehender Gründe :                                    nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
                                                                     Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                 gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 zweiter
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr               Unterabsatz letzter Gedankenstrich der Verordnung
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­             (EWG) Nr. 1676/85 (*) des Rates, zuletzt geändert
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                   durch die Verordnung (EWG) Nr. 1636/87 Q,
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in               — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
                                                                      sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
                                                                      kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                   während     des    bestimmten     Zeitraums  für    die
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mitter der                  Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­
                                                                      hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
baren Einfuhrpreise sein.                                             vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird.
In der Verordnung (EWG) Nr. 919/89 der Kommission                Nach Artikel 136 Absatz 2 der Beitrittsakte (8) wird
vom 10. April 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für        während der ersten Übergangsstufe im Handel zwischen
Pfirsiche, einschließlich Brugnolen und Nektarinen, für          dem neuen Mitgliedstaat und der Gemeinschaft in ihrer
das Wirtschaftsjahr 1989 (3) wurde der Referenzpreis für         Zusammensetzung am 31 . Dezember 1985 die vor dem
diese Erzeugnisse der Güteklasse I auf 81,91 ECU je 100          Beitritt geltende Regelung angewandt.
kg Eigengewicht für den Zeitraum vom 11 . bis 20. Juni
 1989 festgesetzt.                                               Nach Artikel 140 Absatz 1 der Beitrittsakte werden die
                                                                 Ausgleichsabgaben aus der Anwendung der Verordnung
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist            (EWG) Nr. 1035/72 im vierten Jahr nach dem Beitritt um
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder            8 v. H. gesenkt
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen            Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten          entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsaus­
                                                                 schusses für Obst und Gemüse
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung                                   Artikel 1
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                 Auf Einfuhren von Pfirsichen, einschließlich Brugnolen
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                 und Nektarinen (KN-Code 0809 30 00) mit Ursprung in
21 18/74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)        Spanien (ausgenommen den Kanarischen Inseln) wird
Nr. 381 1 /85 0, müssen die zu berücksichtigenden Notie­         eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 30,76 ECU je 100 kg
rungen auf den repräsentativen Märkten und unter                 Eigengewicht angewandt.
bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten festge­
stellt werden .                                                                            Artikel 2
                                                                 Diese Verordnung tritt am 16. Juni 1989 in Kraft.
(') ABl. Nr.  L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr.  L 118 vom 29. 4. 1989, S. 12.
P)  ABl. Nr.  L 97 vom 11 . 4. 1989, S. 17.                      (6) ABI. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, 5. 1 .
(<) ABl. Nr,  L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.                     O ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
(*) ABl. Nr.  L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .                    (8) ABl. Nr. L 302 vom 15. 11 . 1985, S. 9.
                                                                                                          !
 ---pagebreak--- 15. 6. 89                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       Nr. L 164/37
          Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
          Mitgliedstaat.
          Brüssel, den 14. Juni 1989
                                                                Für die Kommission
                                                                 Ray MAC SHARRY
                                                             Mitglied der Kommission