CELEX: 21998A0714(02)
Language: de
Date: 1998-10-27 00:00:00
Title: Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Revolutionären Volksrepublik Guinea über die Fischerei vor der Küste Guineas für die Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 1999

Avis juridique important

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21998A0714(02)

Protokoll zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Revolutionären Volksrepublik Guinea über die Fischerei vor der Küste Guineas für die Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 1999  

Amtsblatt Nr. L 196 vom 14/07/1998 S. 0032 - 0045

PROTOKOLL zur Festlegung der Fangmöglichkeiten und der finanziellen Gegenleistung nach dem Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Revolutionären Volksrepublik Guinea über die Fischerei vor der Küste Guineas für die Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 1999 Artikel 1 Mit Wirkung vom 1. Januar 1998 werden die in Artikel 2 des Abkommens vorgesehenen Fangmöglichkeiten für einen Zeitraum von zwei Jahren wie folgt festgelegt:1. Trawler (Fische und Kopffüßer): 4 000 Bruttoregistertonnen (BRT) pro Jahr;2. Trawler (Garnelen): 1 000 Bruttoregistertonnen (BRT) pro Jahr;3. Thunfischfroster: 33 Schiffe;4. Thunfischfänger mit Angeln: 13 Schiffe;5. Oberflächen-Langleinenfischer: 28 Schiffe.Der in Artikel 10 des Abkommens vorgesehene Gemischte Ausschuß wird gegebenenfalls und, soweit die Bestandslage dies erlaubt, die Möglichkeit prüfen, weitere Fischereizweige einzuführen und die technischen und finanziellen Bedingungen für ihre Nutzung durch Schiffe der Gemeinschaft festzulegen.Artikel 2 (1) Die finanzielle Gegenleistung gemäß Artikel 8 des Abkommens für die in Artikel 1 festgelegten Fangmöglichkeiten wird für das erste Jahr auf 2 800 000 ECU (davon 1 400 000 ECU als finanzieller Ausgleich und 1 400 000 ECU für die in Artikel 4 dieses Protokolls vorgesehenen Aktionen) und für das zweite Jahr auf 3 700 000 ECU (davon 1 850 000 ECU als finanzieller Ausgleich und 1 850 000 ECU für die in Artikel 4 dieses Protokolls vorgesehenen Aktionen) festgesetzt. Die Beträge für den finanziellen Ausgleich sind jährlich spätestens am 30. Juni zu überweisen.(2) Die Verwendung dieses Ausgleichs unterliegt der ausschließlichen Zuständigkeit der Regierung der Republik Guinea.(3) Die Ausgleichzahlungen werden auf ein von der Regierung der Republik Guinea bezeichnetes Konto zugunsten der Staatskasse überwiesen.Artikel 3 Die in Artikel 1 Punkt 1 genannten Fangmöglichkeiten können auf Antrag der Gemeinschaft stufenweise um 1 000 Bruttoregistertonnen jährlich angehoben werden. In diesem Fall erhöht sich die in Artikel 2 genannte finanzielle Gegenleistung zeitanteilig.Artikel 4 Von dem in Artikel 2 Absatz 1 vorgesehenen Gesamtbetrag der finanziellen Gegenleistung werden die nachstehenden Maßnahmen mit einem Betrag von bis zu 1 400 000 ECU im ersten Jahr und 1 850 000 ECU im zweiten Jahr wie folgt finanziert:1. wissenschaftliche und technische Programme zur Erforschung der Fischereiressourcen in der ausschließlichen Wirtschaftszone Guineas: 450 000 ECU;2. Unterstützung der für die Überwachung der Fischerei zuständigen Stellen: 800 000 ECU;3. Förderung der handwerklichen Fischerei: 320 000 ECU;4. Unterstützung der Organe des Ministeriums für Fischerei: 800 000 ECU;5. Stipendien für Studien oder praktische Ausbildungsgänge oder Seminare in den verschiedenen, die Fischerei betreffenden wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Fachbereichen: 390 000 ECU;6. Beiträge Guineas für internationale Fischereiorganisationen: 100 000 ECU;7. Kosten für die Teilnahme der Delegierten Guineas an internationalen Tagungen zum Thema Fischerei: 390 000 ECU.Das Ministerium für Fischerei entscheidet über die finanzierten Maßnahmen und die entsprechenden Beträge und unterrichtet die Europäische Kommission hiervon.Diese Beträge werden den betreffenden Stellen spätestens am 30. Juni eines jeden Jahres zur Verfügung gestellt. Die Regierung der Republik Guinea teilt die entsprechenden Bankkonten mit.Das Ministerium für Fischerei übermittelt der Delegation der Europäischen Kommission einen Jahresbericht über die Durchführung dieser Maßnahmen und ihre Ergebnisse. Die Europäische Kommission behält sich vor, das Ministerium für Fischerei um zusätzliche Angaben zu diesen Ergebnissen zu ersuchen und die betreffenden Zahlungen entsprechend der tatsächlichen Durchführung dieser Maßnahmen zu überprüfen.Artikel 5 Unterläßt die Gemeinschaft die Zahlungen gemäß den Artikeln 2 und 4, so kann die Anwendung dieses Protokolls ausgesetzt werden.Artikel 6 Der Anhang des Abkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Regierung der Revolutionären Volksrepublik Guinea über die Fischerei vor der Küste Guineas wird durch den Anhang zu diesem Protokoll ersetzt.Artikel 7 Dieses Protokoll tritt am Tag seiner Unterzeichnung in Kraft.Es gilt mit Wirkung vom 1. Januar 1998.ANHANG BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG DES FISCHFANGS IN DER FISCHEREIZONE GUINEAS FÜR DIE FISCHEREIFAHRZEUGE DER GEMEINSCHAFT A. Formalitäten für die Beantragung und die Ausstellung der Lizenzen Mindestens dreißig Tage vor dem beantragten Beginn der Geltungsdauer stellen die zuständigen Behörden der Gemeinschaft über die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea beim Ministerium für Fischerei der Republik Guinea einen Antrag für jedes Fischereifahrzeug, das aufgrund des Abkommens Fischfang betreiben will.Die Anträge werden auf entsprechenden Vordrucken gestellt, die zu diesem Zweck von der Regierung der Republik Guinea ausgegeben werden und von denen nachstehend ein Muster beigefügt ist (Anlage 1).Jedem Antrag ist der Nachweis über die Zahlung der Gebühren für die Geltungsdauer der Lizenz beizufügen. Diese Zahlung erfolgt auf das bei der Staatskasse Guineas eröffnete Konto.Die Gebühren umfassen alle nationalen und lokalen Abgaben mit Ausnahme der Hafen- und Dienstleistungsgebühren.Die Lizenzen für sämtliche Fischereifahrzeuge werden den Reedern oder ihren Vertretern über die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea binnen dreißig Tagen nach Eingang des obengenannten Zahlungsnachweises durch das Ministerium für Fischerei zugestellt.Für die Geltungsdauer der Lizenzen werden folgende Jahreszeiträume zugrunde gelegt:- erster Zeitraum: vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 1998,- zweiter Zeitraum: vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999.Es werden keine Lizenzen für einen Zeitraum ausgestellt, der im Laufe eines Jahres beginnt und im Laufe des nächsten Jahres endet.Die Lizenz ist auf den Namen eines bestimmten Schiffs ausgestellt und nicht übertragbar. Im Fall nachgewiesener höherer Gewalt jedoch kann die Lizenz für ein Fahrzeug auf Antrag der Gemeinschaft durch eine neue Lizenz ersetzt werden, die für ein anderes Fischereifahrzeug mit vergleichbaren technischen Daten wie das zu ersetzende Fahrzeug erteilt wird. Der Reeder des zu ersetzenden Fahrzeugs übersendet die ungültig gewordene Lizenz über die Dienststellen der Europäischen Kommission an das Ministerium für Fischerei der Republik Guinea.Die neue Lizenz enthält folgende Angaben:- das Ausstellungsdatum;- die Geltungsdauer der neuen Lizenz; diese umfaßt den Zeitraum von der Ankunft des Ersatzschiffs bis zum Ablauf der Lizenz für das ersetzte Schiff.In diesem Fall ist für die verbleibende Geltungsdauer keine Gebühr gemäß Artikel 5 Absatz 2 des Abkommens zu entrichten.Die Lizenz ist jederzeit an Bord mitzuführen.I. Bestimmungen für Trawler 1. Jedes Fischereifahrzeug ist einmal jährlich vor Ausstellung der Lizenz im Hafen von Conakry vorzuführen, damit die Inspektionen nach den geltenden Rechtsvorschriften durchgeführt werden können. Diese Inspektionen werden ausschließlich von den dazu befugten Personen innerhalb von 24 Stunden (Arbeitstage) nach Ankunft des Fischereifahrzeugs im Hafen vorgenommen, wenn diese Ankunft mindestens 48 Stunden (Arbeitstage) vorher angekündigt worden ist. Wird die Lizenz während desselben Kalenderjahres erneuert, so ist das betreffende Fischereifahrzeug von der Inspektion ausgenommen.Die Kosten für die Inspektionen gehen zu Lasten der Reeder und betragen höchstens 250 ECU pro Schiff und Jahr.2. Jedes Fischereifahrzeug muß sich durch eine guineische Agentur vertreten lassen, die in Guinea niedergelassen ist.3. a) Die Lizenzen werden für einen Zeitraum von drei, sechs oder zwölf Monaten ausgestellt. Sie können erneuert werden. Bei der Berechnung der Ausschöpfung der Fangmöglichkeiten gemäß Artikel 1 des Protokolls wird die Geltungsdauer der Lizenzen berücksichtigt.b) Die Reeder entrichten folgende Lizenzgebühren je Bruttoregistertonne:- bei Jahreslizenzen:>PLATZ FÜR EINE TABELLE>- Bei 6-Monats-Lizenzen:>PLATZ FÜR EINE TABELLE>- bei 3-Monats-Lizenzen:>PLATZ FÜR EINE TABELLE>Fischereifahrzeuge, die nicht die in Abschnitt C geforderten 200 kg Fisch je BRT und Jahr anlanden, müssen eine zusätzliche Gebühr von 30 ECU je BRT und Jahr zahlen.II. Bestimmungen für Thunfischfänger und Oberflächen-Langleinenfischer Die Lizenz ist ständig an Bord mitzuführen. Nach Eingang der Mitteilung über die Vorauszahlung, welche die Europäische Kommission an das Ministerium für Fischerei Guineas richtet, ist die Ausübung der Fischerei erlaubt. Bis zum Eingang des Originals der Lizenz kann eine per Fax angeforderte Kopie der bereits erteilten Lizenz an Bord mitgeführt werden.Die Jahresgebühren werden auf 20 ECU je in der Fischereizone Guineas gefangene Tonne festgesetzt.Die Lizenzen werden erteilt, nachdem an das Ministerium für Fischerei eine Pauschalsumme von 1 800 ECU jährlich je Thunfischwadenfänger, 300 ECU jährlich je Thunfischfänger mit Angeln und 500 ECU jährlich je Oberflächen-Langleinenfischer gezahlt worden ist. Dies entspricht den Gebühren für:- 90 Tonnen jährlich von Wadenfängern gefangenen Thunfisch,- 15 Tonnen jährlich von Thunfischfängern mit Angeln gefangenen Fisch,- 25 Tonnen jährlich von Oberflächen-Langleinenfischern gefangenen Fisch.Die endgültige Abrechnung über die im Fischwirtschaftsjahr fälligen Gebühren nimmt die Europäische Kommission am Ende eines jeden Kalenderjahres auf der Grundlage der Fangmeldungen vor, die für jedes Fischereifahrzeug eingegangen und von den für die Überprüfung von Fangangaben zuständigen wissenschaftlichen Instituten (ORSTOM und spanisches ozeanographisches Institut (IEO) in Zusammenarbeit mit dem Fischereiforschungszentrum von Boussoura (CNSHB)) bestätigt worden sind. Diese Abrechnung wird dem Ministerium für Fischerei und den Reedern gleichzeitig zugestellt. Etwaige Restbeträge sind von den Reedern binnen dreißig Tagen nach Zustellung der endgültigen Abrechnung an das Ministerium für Fischerei der Republik Guinea auf das bei der Staatskasse Guineas eröffnete Konto zu überweisen.Fällt der endgültige Abrechnungsbetrag niedriger aus als die obengenannte Vorauszahlung, wird die entsprechende Restsumme dem Reeder nicht zurückgezahlt.B. Meldung der Fänge Sämtliche Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, denen im Rahmen des Abkommens der Fischfang in der Fischereizone Guineas gestattet ist, müssen ihre Fänge dem Ministerium für Fischerei mit Durchschrift an die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea melden. Dafür gelten folgende Bestimmungen:- Trawler melden ihre Fänge anhand des beigefügten Musters (Anlage 2). Diese Fangmeldungen sind monatlich aufzustellen und mindestens einmal im Vierteljahr zu übermitteln.- Thunfischwadenfänger, Thunfischfänger mit Angeln und Oberflächen-Langleinenfischer führen über jede Fangreise innerhalb der Fischereizone Guineas ein Fischereilogbuch gemäß Anlage 3. Dieses Logbuch ist dem Ministerium für Fischerei über die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea innerhalb von 45 Tagen nach Abschluß des Fangeinsatzes in der Fischereizone Guineas zuzustellen.Die Formulare sind deutlich auszufuellen und vom Schiffskapitän zu unterzeichnen.Bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift behält sich das Ministerium für Fischerei das Recht vor, die Lizenz für das betreffende Fischereifahrzeug bis zur Erfuellung dieser Formalität auszusetzen. In diesem Fall wird die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea darüber unterrichtet.Der in Artikel 10 des Abkommens vorgesehene Gemischte Ausschuß prüft gegebenenfalls die Voraussetzungen für eine Ausrüstung der Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft mit EDV-Anlagen zur Übermittlung der Fangdaten.C. Anlandung von Fängen Trawler, die in der Fischereizone Guineas Fischfang betreiben dürfen, müssen je BRT und Jahr 200 kg Fisch kostenlos anlanden, um zur Versorgung der örtlichen Bevölkerung mit in der Fischereizone Guineas gefangenem Fisch beizutragen.Diese Mengen können einzeln oder unter Angabe der betreffenden Fischereifahrzeuge gemeinsam angelandet werden.D. Beifänge Fischfänger dürfen, gemessen am Gesamtfangergebnis innerhalb der Fischereizone Guineas, nicht mehr als 9 % Krebstiere und 9 % Kopffüßer an Bord haben.Tintenfischfänger dürfen, gemessen am Gesamtfangergebnis innerhalb der Fischereizone Guineas, nicht mehr als 15 % Krebstiere an Bord haben.Garnelenfänger dürfen, gemessen am Gesamtfangergebnis innerhalb der Fischereizone Guineas, nicht mehr als 20 % Kopffüßer und 30 % Fische an Bord haben.E. Anheuerung von Seeleuten Die Reeder, die im Besitz einer im Rahmen des Abkommens erteilten Fanglizenz sind, tragen unter nachstehenden Bedingungen zu der praktischen Berufsausbildung von Staatsangehörigen Guineas bei:1. Jeder Eigner eines Trawlers verpflichtet sich zur Anheuerung von- zwei Seefischern auf Schiffen mit einer Tonnage bis zu 200 BRT;- drei Seefischern auf Schiffen mit einer Tonnage zwischen 200 und 350 BRT;- vier Seefischern auf Schiffen mit mehr als 350 BRT.2. Für die Flotte der Thunfischwadenfänger werden sechs guineische Seeleute ständig an Bord genommen.3. Für die Flotte der Thunfischfänger mit Angeln werden für die Zeit ihres Aufenthalts in den Gewässern Guineas insgesamt fünf guineische Seeleute angeheuert, jedoch nicht mehr als ein Seemann pro Fischereifahrzeug.4. Für die Flotte der Oberflächen-Langleinenfischer verpflichten sich die Reeder, für die Zeit ihres Aufenthalts in den Gewässern Guineas zwei Seefischer je Schiff anzuheuern.5. Die Heuer dieser Seefischer ist vor Ausstellung der Lizenzen von den Reedern oder ihren Vertretern und dem Ministerium für Fischerei einvernehmlich festzusetzen. Sie geht zu Lasten der Reeder und muß die vorgeschriebenen Sozialabgaben für den Seemann einschließen (unter anderem Lebens-, Unfall- und Krankenversicherung).Werden keine guineischen Seeleute an Bord genommen, so zahlen die Reeder von Thunfischwadenfängern, Thunfischfängern mit Angeln und Oberflächen-Langleinenfischern an das Ministerium für Fischerei eine Pauschalsumme für das betreffende Fischwirtschaftsjahr, die der Heuer der Seeleute entspricht.Diese Summe wird für die Ausbildung von guineischen Seefischern verwendet; sie ist auf ein vom Ministerium für Fischerei angegebenes Konto zu zahlen.F. Beobachter 1. Die Beobachter sind damit beauftragt, die Fangtätigkeit in der Fischereizone Guineas zu kontrollieren und die Fangeinsätze des betreffenden Fischereifahrzeugs statistisch zu erfassen. Ihnen ist bei der Wahrnehmung ihres Amtes jegliche Unterstützung zu gewähren; sie haben Zugang zu den betreffenden Schiffsräumen, können die benötigten Unterlagen einsehen und einmal wöchentlich über Funk die Angaben zur Fangtätigkeit weitergeben.2. Jeder Trawler nimmt einen vom Ministerium für Fischerei bestellten Beobachter an Bord.Im Normalfall darf der Beobachter für höchstens zwei Fangfahrten an Bord bleiben.3. Thunfischfänger und Langleinenfischer nehmen auf an die Europäische Kommission gerichtete Anfrage des Ministeriums für Fischerei einen Beobachter an Bord, dessen Anwesenheit an Bord die zur Erfuellung seiner Aufgaben erforderliche Zeit nicht überschreiten darf.Der Kapitän unterstützt den Beobachter bei der Durchführung seiner Arbeit. Dieser ist den Offizieren des betreffenden Schiffs gleichgestellt.Wird der Beobachter in einem ausländischen Hafen an Bord genommen, so trägt der Reeder die Reisekosten.4. Die Vergütung und die Sozialabgaben des Beobachters gehen zu Lasten des Ministeriums für Fischerei.Als Beteiligung an den Kosten für den Beobachter überweist der Reeder dem Centre National de Surveillance des Pêches (Fischereiaufsichtsamt) 15 ECU für jeden Tag, den der Beobachter an Bord verbringt.5. Verläßt ein Fischereifahrzeug, das einen guineischen Beobachter an Bord hat, die Fischereizone Guineas, so ist dafür zu sorgen, daß der Beobachter auf Kosten des Reeders so rasch wie möglich nach Conakry zurückkehren kann.G. Inspektionen und Kontrollen Jedes Fischereifahrzeug der Gemeinschaft, das in der Zone Guineas Fischfang betreibt, gestattet das Anbordkommen von guineischen Fischereiinspektoren und unterstützt diese bei der Erfuellung ihrer Aufgaben. Die Anwesenheit des Inspektors an Bord darf die zur Überprüfung der Fänge mittels Stichproben sowie die für jede andere Kontrolle der Fangtätigkeit erforderliche Zeit nicht überschreiten.H. Fischereizonen Alle in Artikel 1 des Protokolls genannten Fischereifahrzeuge sind befugt, ihre Fangtätigkeit in den Gewässern außerhalb der Zehn-Seemeilen-Zone auszuüben.I. Zulässige Mindestmaschenöffnung Die zulässige Mindestmaschenöffnung im Steert des Schleppnetzes (bei gestreckten Maschen) beträgt:a) 40 mm für Garnelenfänger;b) 70 mm für Tintenfischfänger;c) 70 mm für Fischfänger;d) 16 mm für den Fang von Köderfischen.Diese Maschenöffnungen gelten auch für die Fischerei mit Auslegern.J. Ein- und Auslaufen aus der Fischereizone Alle Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, die im Rahmen des Abkommens in der Fischereizone Guineas Fischfang betreiben, geben der Funkstation des Centre National de Surveillance des Pêches (CNSP) bei jedem Einlaufen in die Fischereizone Guineas und jedem Auslaufen Datum und Uhrzeit sowie ihre Position durch.Rufzeichen und Sendefrequenzen werden den Reedern bei Ausstellung der Lizenz vom CNSP mitgeteilt.Ist die Funkverbindung nicht möglich, so können die Schiffe auf andere Formen der Nachrichtenübermittlung wie Telex oder Telegramm ausweichen (CNSP: Nr. 1-212-4794-885 oder Ministerium für Fischerei: Nr. 224-41 35 23).K. Verfahren im Fall einer Durchsuchung 1. Wird ein Schiff unter der Flagge eines Mitgliedstaats der Gemeinschaft, das im Rahmen eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und einem Drittland Fischfang betreibt, in der ausschließlichen Wirtschaftszone Guineas angehalten und durchsucht, so ist die Delegation der Europäischen Kommission in Guinea binnen 48 Stunden zu verständigen und ihr gleichzeitig ein kurzer Bericht über die Umstände und Gründe hierfür zu übermitteln.2. Ist das Schiff zum Fischfang in den Gewässern Guineas berechtigt, so findet innerhalb von 48 Stunden nach Eingang der vorgenannten Informationen eine Konzertierungssitzung statt, bevor irgendwelche Maßnahmen gegen den Kapitän oder die Besatzung bzw. die Ladung und die Anlagen an Bord getroffen werden (mit Ausnahme derjenigen, die zur Beweissicherung notwendig sind); an dieser Sitzung nehmen die Delegation der Europäischen Kommission, das Ministerium für Fischerei, die Kontrollbehörden und gegebenenfalls auch ein Vertreter des betroffenen Mitgliedstaats teil.Während dieser Konzertierung tauschen die Parteien alle zur Klärung des Tatbestands zweckdienlichen Unterlagen und Informationen aus, insbesondere die Belege der automatischen Positionsaufzeichnungen der fraglichen Fangfahrt bis zur Durchsuchung.Der Reeder oder sein Vertreter wird über das Ergebnis dieser Konzertierung sowie über alle infolge der Durchsuchung getroffenen Maßnahmen unterrichtet.3. Vor Einleitung gerichtlicher Schritte wird versucht, den behaupteten Verstoß im Wege eines Vergleichs zu regeln. Dieses Verfahren ist innerhalb von drei Werktagen nach der Durchsuchung abzuschließen.4. Läßt sich die Angelegenheit nicht über einen Vergleich regeln und gelangt sie vor ein zuständiges Gericht, so setzt die zuständige Behörde innerhalb von 48 Stunden nach Abschluß des Verfahrens zur gütlichen Regelung bis zu einer gerichtlichen Entscheidung eine vom Reeder zu zahlende Bankkaution fest. Diese Kaution darf nicht höher ausfallen als die in den nationalen Rechtsvorschriften für einen derartigen Verstoß vorgesehene maximale Geldstrafe. Die Bankkaution wird dem Reeder von der zuständigen Behörde zurückgezahlt, wenn der Fall abgeschlossen ist, ohne daß eine Strafe gegen den Kapitän des betreffenden Schiffs verhängt wurde.5. Schiff und Besatzung werden freigegeben- nach Abschluß der Konzertierung, wenn die festgestellten Tatsachen dies gestatten, oder- nach Erfuellung der Auflagen im Rahmen der gütlichen Beilegung oder- nach Hinterlegung der Bankkaution (gerichtliches Verfahren).Anlage 1 FORMULAR ANTRAG AUF ERTEILUNG EINER FANGLIZENZ>ANFANG EINES SCHAUBILD>Von der Verwaltung auszufuellen BemerkungenStaatsangehörigkeit:Lizenznummer:Datum der Unterschrift:Austellungsdatum:ANTRAGSTELLERFirma:Handelsregisternummer:Vorname und Name des Verantwortlichen:Geburtstag und -ort:Beruf:Anschrift:Zahl der Beschäftigten:Name und Anschrift des Mitunterzeichners:SCHIFFSchiffstyp: Registernummer:Derzeitiger Name: Ursprünglicher Name:Wann und wo gebaut:Ursprüngliche Staatszugehörigkeit:Länge: Breite: Tiefe:Bruttoregistertonnen: Nettoregistertonnen:Bauart:Marke des Hauptmotors: Typ: Motorleistung in PS:Propeller: Festpropeller Vorstellpropeller DüseReisegeschwindigkeit:Funkrufzeichen: Frequenz:Fernmelde-, Navigations- und Ortungsanlagen an Bord:Radar Sonar Lot, Netz- sondeVHF BLU Navigation via Satellit SonstigesZahl der Seeleute an Bord:KÜHLUNGEis Eis + KühlungGefrieren: in Lake A. trocken B. in gekühltem SeewasserGesamte Kühlleistung:Gefrierleistung (Tonnen/24 Stunden):Rauminhalt der Laderäume:FANGARTA. Fischerei auf demersale ArtenKüstenfischerei HochseefischereiTrawlertyp: Tintenfischfänger Krabbenfänger FischfängerSchleppnetzlänge: Länge des Kopftaus:Maschenöffnung am Steert:Maschenöffnung an den Flügeln:Einholgeschwindigkeit:B. Fischerei auf pelagische Arten (Thunfischfang)Angelfischerei Zahl der Angeln:Wadenfischerei Netzlänge: Tiefe:Zahl der Tanks: Kapazität in Tonnen:C. Langleinen- und KorbreusenfischereiOberfläche BodenLänge der Leine: Anzahl der Haken:Leinenzahl:Korbreusenzahl:ANLAGEN AN LANDAnschrift und Zulassungsnummer:Firma:Tätigkeiten:Binnenländischer Fischhandel AusfuhrArt und Nr. der Großhändlerkarte:Beschreibung der Kühl- und Bearbeitungsanlagen:Zahl der Beschäftigten:Anm.: Zutreffendes bitte ankreuzen.Technische AnmerkungenGenehmigung des Ministeriums für Fischerei>ENDE EINES SCHAUBILD>Anlage 2 >ANFANG EINES SCHAUBILD>>ENDE EINES SCHAUBILD>Anlage 3 >ANFANG EINES SCHAUBILD>ICCAT LOGBOOK for TUNA FISHERY>ENDE EINES SCHAUBILD>