CELEX: 31989R3111
Language: de
Date: 1989-10-17 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 3111/89 der Kommission vom 16. Oktober 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Neuseeland

17. 10 . 89                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 298 /21
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 3111/89 DER KOMMISSION
                                                 vom 16. Oktober 1989
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                Ursprung in Neuseeland
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                                 Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (*), müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                                berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                                Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen          anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                                Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Äpfel mit
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und            Ursprung in Neuseeland an zwei aufeinanderfolgenden
Portugals,                                                      Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter dem Referenz­
                                                                preis gelegen. Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates         Äpfel erhoben werden.
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die        Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
Verordnung (EWG) Nr. 11 19/89 (2), insbesondere auf             erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                        zugrunde zu legen :
in Erwägung nachstehender Gründe :
                                                                — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
                                                                     punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
                                                                     Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                 nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr             Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­             gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                  Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­              Rates (*), zuletzt geändert durch die Verordnung
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in
                                                                     (EWG) Nr. 1636/87 f),
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der             — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
                                                                     sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­
baren Einfuhrpreise sein.                                            kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
                                                                     während     eines  bestimmten     Zeitraums   für   die
                                                                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
In der Verordnung (EWG) Nr. 1736/89 der Kommission                   hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
vom 19. Juni 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für             vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1989/90 (3) wurde der Refe­
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
Monat Oktober 1989 auf 43,78 ECU je 100 kg Eigenge­
wicht festgesetzt.
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen                                    Artikel 1
 für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten
 Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese         Auf Einfuhren von Äpfeln (KN-Code 0808 10 91 ,
 Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absätz          0808 10 93 und 0808 10 99) mit Ursprung in Neuseeland
 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle              wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 24,93 ECU je
 und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­          100 kg Eigengewicht angewandt.
 tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
 (EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                          Artikel 2
 Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die
                                                                 Diese Verordnung tritt am 17. Oktober 1989 in Kraft.
 o   ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.
 0   ABl. Nr. L 118 vom 29. 4. 1989, S. 12.                      0 ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .
 (3) ABl. Nr. L 171 vom 20. 6. 1989, S. 28.                      («) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
 (<) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.                      P) ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 298 /22                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        17. 10. 89
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 16. Oktober 1989
                                                                    Für die Kommission
                                                                     Ray MAC SHARRY
                                                                 Mitglied der Kommission