CELEX: 62020CB0523
Language: de
Date: 2021-03-03 00:00:00
Title: Rechtssache C-523/20: Beschluss des Gerichtshofs (Zehnte Kammer) vom 3. März 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Győri Törvényszék — Ungarn) — Koppány 2007 Kft./Vas Megyei Kormányhivatal (Vorlage zur Vorabentscheidung – Art. 99 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs – Soziale Sicherheit – Verordnung [EU] Nr. 1231/2010 – Anzuwendende Rechtsvorschriften – A 1-Bescheinigung – Art. 1 – Ausdehnung der A 1-Bescheinigung auf Drittstaatsangehörige, die ihren rechtmäßigen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats haben – Rechtmäßiger Wohnsitz – Begriff)

14.6.2021   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 228/11
            
         
      Beschluss des Gerichtshofs (Zehnte Kammer) vom 3. März 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Győri Törvényszék — Ungarn) — Koppány 2007 Kft./Vas Megyei Kormányhivatal
      (Rechtssache C-523/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Art. 99 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs - Soziale Sicherheit - Verordnung [EU] Nr. 1231/2010 - Anzuwendende Rechtsvorschriften - A 1-Bescheinigung - Art. 1 - Ausdehnung der A 1-Bescheinigung auf Drittstaatsangehörige, die ihren rechtmäßigen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats haben - Rechtmäßiger Wohnsitz - Begriff)
      (2021/C 228/14)
      Verfahrenssprache: Ungarisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Győri Törvényszék
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Klägerin: Koppány 2007 Kft.
      
         Beklagte: Vas Megyei Kormányhivatal
      
         Tenor
      
      Art. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1231/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Ausdehnung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 und der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 auf Drittstaatsangehörige, die ausschließlich aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht bereits unter diese Verordnungen fallen, ist dahin auszulegen, dass sich Drittstaatsangehörige, die sich auf der Grundlage eines Aufenthaltstitels in einem Mitgliedstaat vorübergehend aufhalten, über einen von der zuständigen Ausländerbehörde ausgestellten Unterkunftsmeldeschein verfügen und für einen in diesem Mitgliedstaat ansässigen Arbeitgeber in verschiedenen Mitgliedstaaten arbeiten, für die Festlegung, welchen Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit sie unterliegen, auf die Koordinierungsregelungen der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in der durch die Verordnung (EU) Nr. 465/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 geänderten Fassung und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung Nr. 883/2004 berufen können, sofern sie sich rechtmäßig im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten aufhalten und dort rechtmäßig arbeiten.
      
         (1)  ABl.C 28 vom 25.1.2021.