CELEX: 52005XG0407(01)
Language: de
Date: 2005-02-21
Title: Schlussfolgerungen des Rates vom 21. Februar 2005 zur allgemeinen und beruflichen Bildung im Rahmen der Halbzeitüberprüfung der Lissabonner Strategie

7.4.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 85/1
            
         
      SCHLUSSFOLGERUNGEN DES RATES
   
   vom 21. Februar 2005
   zur allgemeinen und beruflichen Bildung im Rahmen der Halbzeitüberprüfung der Lissabonner Strategie
   (2005/C 85/01)
   DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
   eingedenk
   
               1.
            
            
               des neuen strategischen Ziels, das der Europäische Rat auf seiner Tagung vom 23. und 24. März 2000 in Lissabon der Europäischen Union gesetzt hat und das auf der Tagung des Europäischen Rates vom 23. und 24. März 2001 in Stockholm bekräftigt wurde, welches darin besteht, „die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen — einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“;
            
         
               2.
            
            
               des wesentlichen Beitrags, den das lebenslange Lernen, das alle Formen des Lernens und alle Ebenen und Dimensionen der allgemeinen und beruflichen Bildung erfasst, zu all diesen Zielen und zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung leistet, wie dies der Europäische Rat auf seiner Tagung in Lissabon selbst anerkannt hat;
            
         
               3.
            
            
               der Tatsache, dass etwa 33 Mio. Menschen in der Europäischen Union ohne Beschäftigung sind, eine Alterung der Arbeitskräfte zu beobachten ist und 32 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (78 Mio.) minderqualifiziert sind. Für Personen, die nur die Pflichtschule absolviert haben, werden in den kommenden fünf Jahren jedoch nur 15 % der neu geschaffenen Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, während 50 % der neu geschaffenen Arbeitsplätze mit hoch qualifizierten Arbeitnehmern zu besetzen sind;
            
         
               4.
            
            
               der Fortschritte, die insbesondere im Rahmen des Arbeitsprogramms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ auf nationaler und europäischer Ebene erzielt wurden;
            
         
               5.
            
            
               der Mitteilung der Kommission für die Tagung des Europäischen Rates im Frühjahr 2005 („Zusammenarbeit für Wachstum und Arbeitsplätze — Ein Neubeginn für die Strategie von Lissabon“) und der Notwendigkeit, Bereiche zu ermitteln, in denen der Europäische Rat weitere Fortschritte fördern könnte —
            
         HEBT FOLGENDES HERVOR:
   
               6.
            
            
               Die Wissensgesellschaft ist Kern der Lissabonner Strategie. Der Beitrag der allgemeinen und beruflichen Bildung ist deshalb von entscheidender Bedeutung, da die allgemeine und berufliche Bildung die unverzichtbaren Qualifikationen schafft und das unentbehrliche kreative Potenzial hervorbringt.
               
                           —
                        
                        
                           Die Lissabonner Ziele der Wettbewerbsfähigkeit und des Wirtschaftswachstums können nur erreicht werden, wenn junge Menschen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, angemessen mit einer qualitativ hochwertigen allgemeinen und beruflichen Bildung gerüstet sind, die auf die gesellschaftliche Entwicklung abgestimmt ist.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Effizientere Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung führen im Allgemeinen zu einer beträchtlichen Steigerung des Sozialprodukts eines Landes und tragen zu dem künftigen Einkommen der Lernenden bei.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Eine qualitativ bessere Schulbildung und Ausbildung sowie ein leichterer Zugang dazu und eine stärkere Beteiligung ermöglichen es nicht nur, dass sich immer mehr Menschen persönlich weiterentwickeln können, sondern tragen auch zu einem dauerhaften Wirtschaftswachstum, zum sozialen Zusammenhalt und zu mehr und besseren Arbeitsplätzen bei.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Eine stärkere Beteiligung und die Anhebung der Abschlussquote in der allgemeinen und beruflichen Erstausbildung werden sich positiv auf die Qualität der Arbeitskräfte auswirken sowie deren Beschäftigungschancen erhöhen und dadurch die öffentlichen Ausgaben senken.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Das Hochschulwesen bildet eine Schnittstelle zwischen Forschung, Bildung und Innovation; dadurch wird es zu einem Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Eine fortschrittliche Wirtschaft kann ohne eine kontinuierliche Verbesserung der Qualifikationen der Menschen, und zwar unabhängig von ihrem Alter, nicht bestehen. Das lebenslange Lernen ist daher eine Grundvoraussetzung und muss in allen Mitgliedstaaten gefördert werden. Es erhöht das Qualifikationsniveau der Erwerbsbevölkerung insgesamt, was es den Menschen ermöglicht, sich an die rasch ändernden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und an die neuen Technologien anzupassen, und bessere Voraussetzungen für die berufliche und geografische Mobilität schafft. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass alle Bürger eine Grundausbildung auf dem Gebiet der IKT erhalten (d.h. eine digitale Kompetenz erwerben).
                        
                     
         
               7.
            
            
               Was ein dauerhaftes Wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen anbelangt, so stellt die allgemeine und berufliche Bildung die Grundlage dar, auf der qualitativ bessere Arbeitsplätze geschaffen werden können und das Wachstum erhalten werden kann. Dies trifft in noch viel höherem Maße auf die wissensbasierten Gesellschaften und Wirtschaften zu.
               
                           —
                        
                        
                           Mehr Arbeitsplätze können nur durch ein stärkeres und beschäftigungsintensiveres Wirtschaftswachstum geschaffen werden. Dies setzt wiederum voraus, dass die Arbeitskräfte über die Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, die Unternehmer und Betriebe benötigen.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Qualitativ bessere Arbeitsplätze setzen voraus, dass der Arbeitnehmer über ein höheres Kompetenzniveau verfügt, was wiederum eine stärkere und lebenslange Weiterentwicklung des Einzelnen auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung erfordert; dabei ist den demografischen Veränderungen Rechnung zu tragen. Ein Weg, dies zu erreichen, ist die allgemeine und berufliche Bildung, sowie das nicht formale und informelle Lernen.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Die allgemeine und berufliche Bildung erhöht das Bewusstsein junger Menschen für die umweltpolitische Dimension und fördert ihr Verständnis dafür, dass ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum zwar den Bedürfnissen der gegenwärtigen Generationen gerecht werden muss, die der künftigen Generationen jedoch nicht gefährden darf.
                        
                     
         
               8.
            
            
               Was den größeren sozialen Zusammenhalt anbelangt, so fördert die allgemeine und berufliche Bildung Verständnis und Toleranz. Darüber hinaus bietet sie allen einen gerechteren Start ins Leben.
               
                           —
                        
                        
                           Die Vorschulerziehung bietet die besten Chancen, um soziale Kompetenzen bei Kindern zu fördern und sie auf die zunehmend multikulturelle Welt, in der wir leben vorzubereiten; insbesondere chancenärmere Kinder werden besser auf die Schule vorbereitet.
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Die staatsbürgerliche Erziehung im weitesten Sinne, darunter Möglichkeiten zur Beteiligung an der Zivilgesellschaft, ist ein zusätzliches Mittel, um die kulturelle und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen und die Eingliederung von jungen Menschen sowie von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in die Gesellschaft zu erleichtern.
                        
                     
         ERINNERT AN FOLGENDES:
   
               9.
            
            
               Der Rat hat sich im Einklang mit den Schlussfolgerungen von Lissabon auf ein kohärentes und integriertes Arbeitsprogramm, nunmehr „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ genannt, verständigt. Der Rat und die Kommission haben in ihrem gemeinsamen Zwischenbericht an den Europäischen Rat, der im Februar 2004 angenommen wurde, drei vorrangige Bereiche für weitere Sofortmaßnahmen hervorgehoben:
               
                           —
                        
                        
                           Konzentration der Reformen und Investitionen auf die für die Wissensgesellschaft wichtigsten Bereiche,
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Verwirklichung des lebenslangen Lernens,
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Schaffung eines europäischen Raums der allgemeinen und beruflichen Bildung.
                        
                     
         
               10.
            
            
               Über den Europass sowie über andere zentrale Fragen, wie die Ermittlung und Validierung nicht formaler und informeller Lernprozesse, die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung und die lebensbegleitende Beratung, wurde eine Einigung erzielt. Vorrang sollte nun die Durchführung dieser Vereinbarungen auf nationaler Ebene haben. Die künftigen Prioritäten für Reformen und Investitionen in die berufliche Bildung wurden in den Schlussfolgerungen des Rates vom 15. November 2004 festgelegt, die die Grundlage für das am 14. Dezember 2004 angenommene Communiqué von Maastricht bildeten.
            
         
               11.
            
            
               Dank der vom Bologna-Prozess ausgehenden Impulse wurden bei der Förderung von Lehrplanreformen im Hochschulbereich in ganz Europa Fortschritte erzielt. Außerdem wurde im Dezember 2003 das Programm Erasmus Mundus angenommen, das dazu beitragen soll, die EU zu einem weltweit führenden Zentrum exzellenter Bildung zu machen. Allerdings würden weiter reichende Maßnahmen der EU und eine stärkere Unterstützung durch die Union die Hochschulen in die Lage versetzen, ihrer Schlüsselrolle bei der Verwirklichung der Lissabonner Ziele gerecht zu werden.
            
         
               12.
            
            
               Um die Fortschritte im Rahmen des Arbeitsprogramms beobachten zu können, hat der Rat im Mai 2003 eine Reihe von Bezugswerten für die EU insgesamt festgelegt. Diese sind für die Lissabonner Strategie von entscheidender Bedeutung und sollten deshalb bis 2010 erreicht werden.
            
         
               13.
            
            
               Auf nationaler Ebene werden derzeit die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung modernisiert, bei der Durchführung der erforderlichen Reformen bleibt jedoch noch viel zu tun.
            
         EMPFIEHLT FOLGENDES:
   
               14.
            
            
               Zur Vorbereitung des nächsten gemeinsamen Berichts des Rates und der Kommission an den Europäischen Rat (2006) sollten unter Berücksichtigung der Halbzeitüberprüfung der Lissabonner Strategie auf europäischer und nationaler Ebene weitere Maßnahmen eingeleitet werden, die an den vorrangigen Punkten des Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ ansetzen, wie sie in dem gemeinsamen Zwischenbericht (2004) aufgeführt sind, wobei Maßnahmen zum Aufbau von Humankapital besonderes Augenmerk gelten sollte:
               
                           —
                        
                        
                           Konzentration der Reformen und Investitionen auf die für die Wissensgesellschaft wichtigsten Bereiche
                           
                                       —
                                    
                                    
                                       Verwirklichung des Lissabonner Ziels, die öffentlichen und privaten Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung substanziell zu steigern und effizient zu nutzen;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Entwicklung einer Kultur der Spitzenleistungen sowie von Evaluierungssystemen um sicherzustellen, dass die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU zu einer weltweiten Qualitätsreferenz werden;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Steuerung der Entscheidungsprozesse auf nationaler Ebene durch Beteiligung aller einschlägigen Akteure, einschließlich der Sozialpartner, und durch eine verbesserte Koordinierung der betreffenden öffentlichen Stellen;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Stärkung der Synergien und der Komplementarität zwischen dem Bildungsbereich und anderen Politikbereichen wie Beschäftigung, Forschung und Innovation sowie makroökonomische Politik;
                                    
                                 
                     
                           —
                        
                        
                           Verwirklichung des lebenslangen Lernens
                           Nationale Strategien für das lebenslange Lernen sollten sicherstellen, dass alle Bürger die Schlüsselkompetenzen erwerben können, die in einer wissensbasierten Gesellschaft erforderlich sind, und dass offene, attraktive und für jedermann zugängliche Lernumfelder geschaffen werden. Unter anderem folgende Maßnahmen können zum Erreichen dieser Ziele beitragen:
                           
                                       —
                                    
                                    
                                       Schaffung von mehr Möglichkeiten für das lebenslange Lernen, beispielsweise durch Fernunterricht, insbesondere durch den Einsatz der IKT;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Steigerung der Nachfrage nach Maßnahmen des lebenslangen Lernens durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Ermittlung von Modellen zur Aufteilung der Kosten der beruflichen Fortbildung (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und öffentliche Hand);
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Entwicklung von nationalen Strategien, mit denen unter anderem die Unterschiede beseitigt werden sollen, die derzeit beim Zugang zu Möglichkeiten des lebenslangen Lernens zwischen großen und kleinen Unternehmen und zwischen hoch qualifizierten und minder qualifizierten Arbeitskräften bestehen;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Annahme des künftigen integrierten Aktionsprogramms im Bereich des lebenslangen Lernens;
                                    
                                 
                     
                           —
                        
                        
                           Schaffung eines europäischen Raums der allgemeinen und beruflichen Bildung
                           
                                       —
                                    
                                    
                                       Stärkung der offenen Koordinierungsmethode beispielsweise durch
                                       
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Arbeit in „peer learning clusters“ (Lernen durch und mit Gleichgestellten in Netzwerken), die es den Mitgliedstaaten ermöglicht, sich auf ihre prioritären Bereiche zu konzentrieren;
                                                
                                             
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Verbesserung des Erfassungsbereichs, der Genauigkeit und der Zuverlässigkeit von Statistiken im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung;
                                                
                                             
                                                   —
                                                
                                                
                                                   Festlegung von Indikatoren in neuen Bereichen und deren praktische Anwendung, wie dies in dem gemeinsamen Zwischenbericht vorgesehen ist, einschließlich des Indikators für Fremdsprachenkompetenz, der auf der Tagung des Europäischen Rates in Barcelona im März 2002 gefordert wurde;
                                                
                                             
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Festlegung von gemeinsamen Bezugspunkten auf europäischer Ebene in Bereichen wie Schlüsselkompetenzen und Ausbildung von Lehrern und Ausbildern;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Stärkung der Rolle der Hochschulen im Rahmen der Lissabonner Strategie und Verbesserung der Qualität der Hochschulbildung, um ihre internationale Attraktivität zu erhöhen und die Mobilität von Studierenden und Personal zu fördern;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Stärkung der Synergie und der Komplementarität zwischen Hochschulbildung und Forschung zur Vermittlung von Impulsen für Innovation und Beschäftigung durch die Mobilität junger Forscher und die Vernetzung von Forschungszentren;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Entwicklung des Europäischen Qualifikationsrahmens bis 2006, der als gemeinsamer Bezugsrahmen sowohl für die berufliche Bildung als auch für die allgemeine Bildung (Sekundar- und Hochschulbildung) dienen wird und auf Kompetenzen und Lernerfolgen beruht;
                                    
                                 
                     
         ERSUCHT DEN EUROPÄISCHEN RAT
   
               15.
            
            
               zu bekräftigen, dass das lebenslange Lernen eine unerlässliche Bedingung für das Erreichen der Lissabonner Ziele ist und bleiben wird. In diesem Zusammenhang ist die erfolgreiche Durchführung des Arbeitsprogramms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ eine wesentliche Voraussetzung dafür, um sowohl Wissen und Innovation weiter zu entwickeln als auch mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen;
            
         
               16.
            
            
               die von der Halbzeitprüfung ausgehenden Impulse zu nutzen und folgenden Bereichen Priorität einzuräumen:
               
                           —
                        
                        
                           Einführung kohärenter und umfassender Strategien für das lebenslange Lernen in den Mitgliedstaaten bis 2006, die alle Ebenen und Dimensionen der allgemeinen und beruflichen Bildung umfassen, so dass die benötigten Fähigkeiten und Kompetenzen entstehen, wobei alle betroffenen Akteure einzubeziehen sind;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Förderung herausragender Leistungen auf allen Ebenen der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, um Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstum und den sozialen Zusammenhalt zu fördern;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           Umsetzung des Arbeitsprogramms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ in den Mitgliedstaaten, wozu auch die erforderliche Erhöhung der Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung und eine effizientere Nutzung dieser Investitionen gehören;
                        
                     
                           —
                        
                        
                           verstärkte europäische Zusammenarbeit im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, um zu Reformbemühungen anzuregen und diese zu unterstützen, insbesondere durch
                           
                                       —
                                    
                                    
                                       „peer learning“, das stärker auf die Bedürfnisse der Mitgliedstaaten bezogen wird;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Verbesserung der Qualität der Beobachtung der Fortschritte;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Stärkung des Beitrags der beruflichen Bildung, des Hochschulsektors und der Forschung zu der Lissabonner Strategie;
                                    
                                 
                                       —
                                    
                                    
                                       Entwicklung und Umsetzung eines Europäischen Qualifikationsrahmens;
                                    
                                 
                     
         
               17.
            
            
               den Rat (Bildung, Jugend und Kultur) aufzufordern, im Rahmen des Berichterstattungssystems der Lissabonner Strategie zur Beobachtung der in seine Zuständigkeit fallenden Aspekte, d. h. allgemeine und berufliche Bildung, beizutragen;
            
         
               18.
            
            
               die Initiative eines „Europäischen Paktes für die Jugend“ in den Rahmen der Halbzeitüberprüfung der Lissabonner Strategie einzubeziehen, damit eine Generation junger Europäer heranwächst, die über einen hochwertigen Arbeitsplatz und einen höheren Bildungsabschluss verfügt und sich weiterbildet, um ihre Anpassungsfähigkeit zu verbessern, und diesbezüglich im Rahmen des Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ und der bestehenden Programme Orientierungen für konkrete Maßnahmen herauszuarbeiten.