CELEX: 31994D0917
Language: de
Date: 1994-12-15 00:00:00
Title: 94/917/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 über ein spezifisches Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse aus Forschung, technologischer Entwicklung und Demonstration (1994 - 1998)

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31994D0917

94/917/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 über ein spezifisches Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse aus Forschung, technologischer Entwicklung und Demonstration (1994 - 1998)  

Amtsblatt Nr. L 361 vom 31/12/1994 S. 0101 - 0113 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 2 S. 0096  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 2 S. 0096 

ENTSCHEIDUNG DES RATES vom 15. Dezember 1994 über ein spezifisches Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse aus Forschung, technologischer Entwicklung und Demonstration (1994-1998) (94/917/EG)  DER RAT DER EUROPÄISCHEN  UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,  auf Vorschlag der Kommission (1),  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2) nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit Beschluß Nr. 1110/94/EG (4) haben das Europäische Parlament und der Rat ein Viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (nachstehend FTE genannt) für den Zeitraum 1994-1998  angenommen, in dem unter anderem die Tätigkeiten im Bereich der Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse festgelegt werden. Diese Entscheidung trägt der in der Präambel zu dem genannten Beschluß dargelegten Begründung Rechnung.  Gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Tätigkeitsbereichs entwickelt werden; in jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner  Durchführung, seine Laufzeit und die als notwendig erachteten Mittel festgelegt.  Mit dem vorliegenden Programm wird das Ziel verfolgt, für eine umfassende Verbreitung der Forschungsergebnisse zu sorgen, auf eine optimale Nutzung hinzuarbeiten, indem die Hilfe der Beteiligten die Umsetzung der erzielten Ergebnisse in Innovationen  erleichtern wird, die Weitergabe der Technologien insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen zu fördern sowie auf nationaler und regionaler Ebene ergriffene Initiativen zu unterstützen, um ihnen eine Gemeinschaftsdimension zu verleihen.  Innovation ist ein komplexer, interaktiver Prozeß, an dem unterschiedliche Akteure beteiligt sind. Daher müssen Tätigkeiten zur Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse mit denjenigen zur Verbesserung des Technologietransfers zusammengefasst werden.  Die Schaffung eines günstigen Umfelds für die Nutzung der Ergebnisse und die Weitergabe von Technologien in allen Branchen und allen Regionen der Gemeinschaft trägt direkt zur Anpassung des Industriepotentials und zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit  der Unternehmen und somit zur Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der europäischen Industrie (einschließlich KMU) bei, die damit auf den Weltmärkten wettbewerbsfähiger wird.  Die für die Durchführung dieses Programms für notwendig erachteten Mittel belaufen sich auf 293 Millionen ECU. Die Mittelansätze für jedes Haushaltsjahr werden von der Haushaltsbehörde entsprechend den verfügbaren Mitteln im Rahmen der Finanziellen  Vorausschau und gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Tätigkeiten wurde in Einklang mit dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. In dem vorliegenden spezifischen Programm sind die nach diesem Prinzip im Bereich der Verbreitung und optimalen  Nutzung der Ergebnisse durchzuführenden Tätigkeiten beschrieben.  Für dieses spezifische Programm gelten die Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der GFS) und Hochschulen sowie die Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse gemäß Artikel 130j des Vertrags.  Die Bemühungen der Kommission um eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie um grössere Transparenz müssen fortgesetzt werden, um die Durchführung des Programms zu fördern und die Tätigkeiten zu erleichtern, die die  Unternehmen, insbesondere die KMU, sowie die Forschungszentren und Hochschulen im Hinblick auf die Teilnahme an einer FTE-Tätigkeit der Gemeinschaft treffen müssen.  Die Art der im Rahmen dieses Programms geplanten Tätigkeiten erfordert eine enge Abstimmung mit Maßnahmen, die im Rahmen anderer spezifischer Programme durchgeführt werden.  Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich eine internationale Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern als zweckmässig erweisen.  Die Weitergabe der Ergebnisse an die KMU ist eine der Prioritäten des Vierten Rahmenprogramms. Diese Weitergabe betrifft die KMU, die an spezifischen Programmen mitwirken, aber auch alle diejenigen, die wissenschaftliche Kenntnisse oder neue  Technologien zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition nutzen können.  Ausgehend von der Tatsache, daß KMU hauptsächlich auf Inlandsmärkten agieren, ist es erforderlich, wissensbasierte Infrastrukturen zu entwickeln und auszubauen, damit die Ergebnisse weitergegeben und in den verschiedenen Mitgliedstaaten genutzt werden  können.  Das vorliegende Programm kommt insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen der Region zugute, die am wenigsten an den gemeinschaftlichen FTE-Tätigkeiten beteiligt sind. Es trägt somit zu einem besseren wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt  der Gemeinschaft bei.  Ferner sollte eine Bewertung der möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen und technologischen Risiken des Programms vorgenommen werden.  Die Fortschritte bei der Durchführung dieses Programms sollten ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zu gegebener Zeit sollte eine  unabhängige Bewertung der durch das Programm erzielten Fortschritte vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des Fünften FTE-Rahmenprogramms erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Nach Abschluß dieses Programms  sollten die Ergebnisse anhand der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele bewertet werden.  Die GFS kann sich an den indirekten Aktionen dieses Programms beteiligen.  Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (AWTF) ist gehört worden - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Für den Zeitraum vom Datum der Annahme dieser Entscheidung bis zum 31. Dezember 1998 wird ein spezifisches Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse aus Forschung und technologischer Entwicklung, einschließlich  Demonstration, gemäß Anhang I beschlossen.   Artikel 2  (1)  Die für die Durchführung des Programms für notwendig erachteten Mittel belaufen sich - einschließlich höchstens 7,7 v. H. für Personal- und Verwaltungsausgaben - auf 293 Millionen ECU.  (2)  Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.  (3)  Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und in Einklang mit Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest, wobei dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften Rechnung zu tragen ist.   Artikel 3  (1)  Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2)  Die Modalitäten für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse werden in den in Artikel 130j des Vertrags genannten Regeln festgelegt.  (3)  Die spezifischen Regelungen für die Durchführung des Programms, die die Regelungen und Modalitäten gemäß den Absätzen 1 und 2 ergänzen, sind in Anhang III festgelegt.   Artikel 4  (1)  Um unter anderem zu einer kosteneffizienten Durchführung des Programms beizutragen, überwacht die Kommission mit Hilfe unabhängiger externer Experten kontinuierlich und systematisch, welche Fortschritte das Programm in bezug auf die im  Arbeitsprogramm weiter ausgeführten Ziele gemäß Anhang I erzielt. Sie überprüft insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überwachung unterbreitet sie dem Rat  gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Programms.  (2)  Als Beitrag zur Bewertung der Tätigkeiten der Gemeinschaft gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Einklang mit dem dort festgelegten Zeitplan beauftragt die Kommission unabhängige Experten mit der externen Bewertung der  Tätigkeiten in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung.  (3)   Nach Ablauf dieses Programms lässt die Kommission eine unabhängige Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den in Anhang III des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Anhang I dieser Entscheidung festgelegten Zielen verglichen  werden. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.   Artikel 5  (1)  Die Kommission erstellt ein Arbeitsprogramm gemäß den Zielen in Anhang I und der vorläufigen Aufschlüsselung der Finanzmittel in Anhang II, das gegebenenfalls auf den neuesten Stand gebracht wird. Das Arbeitsprogramm enthält im  einzelnen - die Ziele und Kategorien der durchzuführenden Maßnahmen;  - den Zeitplan für die Durchführung, einschließlich der Termine für die Ausschreibungen;  - die vorgeschlagenen Finanz- und Verwaltungsregelungen und die allgemeinen Leitlinien für die Durchführung der Maßnahmen, einschließlich vorbereitender, begleitender und unterstützender Maßnahmen;  - Regelungen für die Abstimmung mit Tätigkeiten zur Verbreitung und optimalen Nutzung von Ergebnissen, die insbesondere im Rahmen der spezifischen Programme des Tätigkeitsbereichs 1 durchgeführt werden, sowie gegebenenfalls für die Gewährleistung einer  besseren Wechselwirkung mit den in einem anderen Rahmen, wie zum Beispiel EUREKA und COST, durchgeführten Maßnahmen.  (2)   Die Kommission veröffentlicht Ausschreibungen für Vorhaben auf der Grundlage des Arbeitsprogramms.   Artikel 6  (1)  Für die Durchführung des Programms ist die Kommission zuständig.  (2)  In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission von einem Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.  (3)  Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der  betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung im  Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.  (4)  Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.  (5)  Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit  qualifizierter Mehrheit.  (6)  Hat der Rat binnen drei Monaten nach Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.   Artikel 7  (1)  Das Verfahren des Artikels 6 Absätze 2 bis 6 gilt für - die Erstellung und Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;  - den Inhalt der Ausschreibungen;  - die Bewertung der für eine Gemeinschaftsfinanzierung vorgeschlagenen Tätigkeiten und des veranschlagten Betrags für die Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen Tätigkeiten, wenn sich dieser auf mindestens 0,2 Millionen ECU beläuft sowie die  Bewertung aller Maßnahmenvorschläge für den Bereich C;  - Anpassungen der vorläufigen Aufschlüsselung des Betrags gemäß Anhang II;  - die spezifischen Modalitäten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen geplanten Tätigkeiten;  - die Maßnahmen und Vorgaben für die Programmbewertung;  - Abweichungen von den Regelungen gemäß Anhang III;  - die Beteiligung von juristischen Personen aus Drittländern und internationalen Organisationen an einem Vorhaben.  (2)  Beläuft sich der Gemeinschaftsbeitrag gemäß Absatz 1 dritter Gedankenstrich auf weniger als 0,2 Millionen ECU, so unterrichtet die Kommission den Ausschuß über die Vorhaben sowie über das Ergebnis ihrer Bewertung.  (3)  Die Kommission unterrichtet den Ausschuß regelmässig über die Fortschritte bei der Durchführung des gesamten Programms.   Artikel 8  Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am 15. Dezember 1994.  Im Namen des Rates Der Präsident A. MERKEL  (1) ABl. Nr. C 228 vom 17. 8. 1994, S. 198.(2) ABl. Nr. C 341 vom 5. 12. 1994.(3) Stellungnahme vom 14. September 1994 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).(4) ABl. Nr. L 126 vom 18. 5. 1994, S. 1.    ANHANG I   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALT  Das vorliegende spezifische Programm spiegelt voll und ganz die Vorgaben des Vierten Rahmenprogramms wider, wendet seine Auswahlkriterien an und präzisiert die Ziele für den Bereich Verbreitung und  optimale Nutzung der Ergebnisse.  Das Kapitel von Anhang III über den dritten Tätigkeitsbereich des Rahmenprogramms ist Bestandteil des vorliegenden Programms.  I. ZIELE UND ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE DER DURCHFÜHRUNG Das Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse ergänzt die Maßnahmen der Mitgliedstaaten, indem sie diese in einen gemeinschaftlichen Bezugsrahmen stellt und ihnen dadurch einen entsprechenden Zusatznutzen verleiht. Es werden fünf  Ziele verfolgt:  - möglichst umfassende Verbreitung der Ergebnisse sowohl aus den gemeinschaftlichen als auch den nationalen FTE-Programmen;  - optimale Nutzung der Ergebnisse, d. h., mit Hilfe der Beteiligten soll sichergestellt werden, daß die im Rahmen von Gemeinschaftsprogrammen und - soweit möglich - von nationalen Programmen erzielten Ergebnisse in Innovationen umgesetzt werden;  - Förderung des Technologietransfers insbesondere zugunsten der KMU;  - Unterstützung der verschiedenen auf nationaler oder regionaler Ebene ergriffenen Initiativen, um ihnen eine gesamteuropäische Dimension zu verleihen;  - Sicherstellung der ständigen Weiterentwicklung der Fachkompetenz für Innovation und Technologietransfer.  Dieses Programm nutzt seinen Zielen und seinem Inhalt nach insbesondere den von den FTE-Programmen der Gemeinschaft am wenigsten begünstigten Regionen und trägt somit zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt bei. Hierzu werden im Arbeitsprogramm  spezifische Maßnahmen vorgeschlagen. Daher ist eine enge Verbindung zu verschiedenen Initiativen in diesen Bereichen gegeben; ferner wird der Mitteilung der Kommission zum Thema  "Zusammenhalt und FTE-Politik" (KOM(93) 203 endg.) Rechnung getragen. In  Abstimmung mit anderen Gemeinschaftsmaßnahmen, die vergleichbare Ziele verfolgen, werden Pilotprojekte durchgeführt.  Des weiteren leistet das Programm in den einschlägigen Bereichen einen Beitrag zur Zusammenarbeit mit Drittländern und Organisationen.  Die Nutzung der FTE-Ergebnisse liegt in erster Linie in der Verantwortung der Unternehmen, doch erweist sich auch eine Unterstützung und Beobachtung durch die Gemeinschaft als erforderlich, ohne daß den Unternehmen jedoch eine unangemessene Last  auferlegt wird.  Auf Gemeinschaftsebene werden Tätigkeiten zum Thema Verbreitung und Nutzung im Rahmen der spezifischen Programme von Tätigkeitsbereich 1 und des vorliegenden Programms durchgeführt. Hierzu wurde im ersten Tätigkeitsbereich ein Beitrag für die  Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse vorgesehen, der durchschnittlich 1 v. H. der Gesamtmittel des Vierten Rahmenprogramms ausmacht. Dieser Betrag ist insbesondere für sektorenbezogene Verbreitungs- und Nutzungstätigkeiten bestimmt.  Im Rahmen der spezifischen Programme des Tätigkeitsbereichs 1 werden die Verbreitungs- und Nutzungstätigkeiten, die sich auf den jeweiligen Forschungsbereich beziehen, in enger Abstimmung mit den Tätigkeiten des vorliegenden Programms durchgeführt, um  Doppelarbeit und die Vergeudung von Ressourcen zu vermeiden, die geographische Ausgewogenheit der geplanten Maßnahmen sicherzustellen und dafür zu sorgen, daß die im Rahmen des dritten Tätigkeitsbereichs vorhandenen Fachkenntnisse und Infrastrukturen  und insbesondere das Netz der Verbindungsbüros als gemeinsame Plattform für Tätigkeiten sinnvoll genutzt werden.  Bei anderen spezifischen Programmen wird in enger Abstimmung mit dem vorliegenden spezifischen Programm unter anderem darauf geachtet, daß die Aspekte  "Verbreitung" und  "optimale Nutzung" bei den Bewertungs- und Auswahlkriterien für FTE-Projekte  Berücksichtigung finden, daß die Bestimmungen der Verträge für Rechtsschutz, Nutzung und Verbreitung eingehalten werden und daß die für Forschungsprojekte gebildeten Netze und Partnerschaften ebenfalls einen Beitrag zur Verbreitung und Nutzung der  Ergebnisse leisten können.  II. INHALT Um diese Ziele zu erreichen, ist eine neue Vorgehensweise nötig, bei der der Vielfalt der Akteure, dem kumulativen interaktiven und komplexen Wesen des Innovationsprozesses sowie den spezifischen Bedürfnissen der KMU Rechnung getragen wird.  Bei diesem Ansatz sollen die Folgemaßnahmen zu den die Verbreitung und optimale Nutzung betreffenden Tätigkeiten der Programme VALÜ und SPRINT und - soweit zutreffend - THERMIE in einem einzigen Programm zusammengefasst und die Synergien zwischen den in  den einzelnen Tätigkeitsbereichen dieses Programms vorgesehenen Tätigkeiten optimal genutzt werden.  Das Schwergewicht auf den KMU findet Niederschlag in den drei vorgeschlagenen Teilen: So richtet sich Teil A (Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse der Gemeinschaftsforschung) insbesondere an die KMU, die an spezifischen Programmen mitwirken oder  Kenntnisse nutzen können, die aus gemeinschaftlichen oder nationalen Forschungsprogrammen hervorgegangen sind. Teil B (Technologieweitergabe an Unternehmen) betrifft die grosse Masse der KMU, die für ihre Tätigkeiten das Know-how und neue Technologien  brauchen, um ihre Wettbewerbsposition zu erhalten oder auszubauen, wobei sie dieses Know-how und diese Technologien mangels eigener FuE-Kapazitäten extern beschaffen müssen. Teil C (Finanzielles Umfeld der Technologieweitergabe) behandelt die Maßnahmen  und Instrumente, die den KMU beider Kategorien zugute kommen können.  A. Verbreitung und Nutzung der Forschungsergebnisse Hier wird angestrebt, die Verbreitung und die bereichs- und länderübergreifende Nutzung der Forschungsergebnisse nach Möglichkeit ungeachtet ihres Ursprungs zu fördern und insbesondere die FTE-Tätigkeiten der Gemeinschaft und ihre Ergebnisse besser  bekannt zu machen, um dadurch die Nutzungsintensität zu steigern und die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit in Europa zu erleichtern.  Vorgesehen ist eine in sich geschlossene Gruppe von Tätigkeiten, zu denen nicht spezialisierte Dienstleistungen wie das gemeinschaftsweite Netz der Verbindungsbüros sowie der öffentliche Informations- und Verbreitungsdienst, Fachberatungsdienste für  Rechtsschutz und Nutzung von Forschungsergebnissen sowie Tätigkeiten zur wirtschaftlichen und sozial effizienteren Nutzung und Weitergabe der Forschungsergebnisse gehören.  1. Das Gemeinschaftsnetz der Verbindungsbüros Die im Dritten Rahmenprogramm innerhalb des VALÜ-Programms angelaufene Tätigkeit zur Bildung eines Netzes von Verbindungsbüros in den Mitgliedstaaten zur Förderung der FTE-Tätigkeiten und der Gemeinschaft und zur Verbreitung ihrer Ergebnisse wird  verstärkt fortgeführt, um die Unternehmen und Forschungsinstitute der einzelnen Länder besser zu unterrichten, die länderübergreifende Nutzung der Forschungsergebnisse zu intensivieren sowie wissenschaftliche und technische Partnerschaften zu  erleichtern.  Weiterentwicklung und Vertiefung dieser Tätigkeiten sollten an folgenden Punkten ansetzen:  - Dienstleistungen für Unternehmen und Forschungsinstitute, um ihnen den Zugang zu Informationen über die FTE- und Demonstrationstätigkeiten der Gemeinschaft zu erleichtern;  - soweit möglich, Erleichterung der grenzueberschreitenden Weitergabe von Ergebnissen aus nationaler Forschung oder aus Programmen wie EUREKA und COST;  - systematische Prüfung des wirtschaftlich-technischen Potentials der FTE-Ergebnisse in Verbindung mit den spezifischen Programmen und den entsprechenden Auftragnehmern im Hinblick auf die Weitergabe an die Verbindungsbüros;  - Prüfung des potentiellen wissenschaftlichen und technologischen Bedarfs der Industrie, um das Angebot an Ergebnissen aus gemeinschaftlichen oder nationalen Forschungsprogrammen diesem Bedarf nach Möglichkeit besser anzugleichen;  - Durchführung gezielter Tätigkeiten zur Verbreitung von Ergebnissen, wobei sich die Themenwahl nach den Bedürfnissen der örtlichen Industrie richtet;  - Ausbau der Synergien mit den vorhandenen nationalen und regionalen Netzen und den betreffenden Akteuren, um gemeinschaftliche FTE-Programme besser bekanntzumachen und die grenzueberschreitende Weitergabe und Nutzung der Forschungsergebnisse unabhängig  von ihrem Ursprung zu verbessern; hierzu zählt auch die Unterstützung der Tätigkeiten des OPET-Netzes im Bereich der Verbreitung und optimalen Nutzung von FTE-Ergebnissen;  - Bereitstellung von Telematikdiensten für die Verbindungsbüros, um die Kooperation zu erleichtern;  - Zusammenarbeit der VALÜ-Verbindungsbüros bei der Ausarbeitung eines Konzepts für die Erörterung und Nutzung von Ergebnissen und für den Technologietransfer, wobei den SPRINT-Netzen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.  2. Informations- und Verbreitungsdienst Dieser Dienst ruht auf drei Säulen: Dienst für Datensammlung und -aufbereitung, Dienste und Produkte zur Verbreitung der Daten über Netze an die Allgemeinheit oder bestimmte Zielgruppen, Dienste für forschungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit.  Folgende Tätigkeiten sind vorgesehen:  - Optimierung des CORDIS-Informationsdienstes und Ausbau dieses Dienstes, um den Zugang zu elektronisch gespeicherten Informationen (EUREKA, COST, sonstige internationale Forschungsprojekte, nationale Kontaktstellen usw.) und zu Multimedia-Dokumenten zu  ermöglichen;  - zielgruppenspezifische Zusammenstellung und Aufbereitung von Informationen für bestimmte Multiplikatoren (Wissenschaftsjournalisten, Dokumentare, Verbindungsbüros, sonstige Vermittlungsnetze usw.);  - Konzeptierung und Realisierung neuer, den unterschiedlichen potentiellen Bedürfnissen entsprechender Informationsprodukte und Weitergabe über verschiedene Medien wie CD-ROM, öffentliche Netze, Datenbank-Auszuege, Nachrichtenblätter usw.;  - Fortführung der Veröffentlichungstätigkeit für Wissenschaftler, Multiplikatoren und breite Öffentlichkeit;  - Einsatz verschiedener Mittel der Öffentlichkeitsarbeit über gedruckte Veröffentlichungen hinaus, z. B. audiovisuelle und Multimedia-Techniken;  - bessere Koordinierung mit entsprechenden nationalen Tätigkeiten.  3. Schutz des Know-how Hier wird eine Unterrichtung und Sensibilisierung der Forschung, und insbesondere von KMU, im Zusammenhang mit dem Schutz gewerblicher und geistiger Eigentumsrechte bezweckt; darüber hinaus soll Unternehmen und Instituten bei Bedarf geholfen werden,  ihre Ergebnisse aus gemeinschaftlicher FuE zu schützen.  Es sollen Konferenzen und Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, um die Forscher stärker für die verschiedenen Aspekte des geistigen und gewerblichen Eigentums zu sensibilisieren. Die Zusammenarbeit mit dem Europäischen Patentamt und den nationalen  Patentämtern wird im Hinblick auf die Durchführung gemeinsamer Tätigkeiten ebenfalls verstärkt.  Der Schutz von Eigentumsrechten (Patente, Marken usw.) der Gemeinschaft wird fortgeführt. Unter bestimmten Umständen ist auf Antrag auch eine Unterstützung und finanzielle Förderung von Hochschulen, Forschungsinstituten und KMU zum Schutz von  Ergebnissen aus gemeinschaftlicher Forschung möglich.  4. Unterstützung bei der Nutzung von Forschungsergebnissen Insbesondere den KMU sollen Fachdienste und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden, die die Tätigkeit der Verbindungsbüros ergänzen sowie den Austausch zwischen Forschung und Industrie und die bereichs- und länderübergreifende Nutzung der  Ergebnisse erleichtern.  - Die Dienste können sich unter Berücksichtigung des technisch-wirtschaftlichen Nutzungspotentials der Ergebnisse insbesondere auf folgendes erstrecken: Ermittlung künftiger Märkte (darunter auch Untersuchung des technologischen Wandels),  technisch-wirtschaftliche Durchführbarkeitsstudien, Werbetätigkeiten, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, Beratungsmaßnahmen bezueglich der Nutzungsstrategie und Prüfung von Möglichkeiten zur späteren industriellen Nutzung im Rahmen von zwischenstaatlichen  Projekten (z. B. EUREKA) und anderen Gemeinschaftsinitiativen.  - Die Unterstützung erfolgt in Form eines Finanzbeitrags zu Tätigkeiten, die der Weitergabe, Anpassung und Nutzung von Forschungsergebnissen dienen.  Einbegriffen sein können spezielle Projekte für die KMU, die Unterstützung von Aktivitäten zum Know-how-Transfer (Ausbildungsmaßnahmen,  "Technologieclubs", Mobilität der Forscher), mit denen Partnerschaften zwischen Hochschulen und Industrie gefördert  und somit qualifizierte Absolventen für ein Karriere in der Industrie motiviert werden, sowie die Teilfinanzierung von Projekten zur bereichs- und länderübergreifenden Nutzung von Forschungsergebnissen.  Zu diesen Arbeiten werden ausgewählte Experten oder Berater oder einschlägige Einrichtungen in den Mitgliedstaaten herangezogen. Ferner wird man sich um eine verstärkte Koordinierung zwischen den eingerichteten Netzen und den auf nationaler und  regionaler Ebene laufenden Tätigkeiten zur Nutzung und zur Weitergabe von Technologien bemühen.  Was die Mittel zur Unterstützung der Ergebnisverwertung im Wege von Ausbildungsmaßnahmen und Personalaustausch anbelangt, so werden Synergien mit dem LEONARDO-Programm und mit entsprechenden ergänzenden Maßnahmen der spezifischen Programme angestrebt.  5. Nutzung von Forschungsergebnissen und gesellschaftlicher Bedarf Mit Studien und geeigneten Maßnahmen soll ein Beitrag zur Effizienzsteigerung bei der Nutzung und Weitergabe von Forschungsergebnissen und zur Entwicklung der künftigen Strategie geleistet werden, wobei sowohl den Bedürfnissen der Wirtschaft als auch  denjenigen der Gesellschaft Rechnung zu tragen ist. Ferner sollen gemeinsame Tätigkeiten durchgeführt werden, an denen Lehre und Forschung, Entscheidungsträger im öffentlichen und privaten Sektor, führende Kräfte der Gesellschaft und die Medien  mitwirken, um die Kommunikation zwischen Gesellschaft und Wissenschaft zu verbessern.  An der Durchführung dieser Tätigkeiten werden die einschlägigen Kreise aus den Mitgliedstaaten beteiligt, um durch koordiniertes Vorgehen und Informationsaustausch Synergieeffekte zu begünstigen und eine gegenseitige Bereicherung zu erzielen.  Unter Berücksichtigung der Bewertung der laufenden Tätigkeiten könnten unter dem Blickwinkel der Weitergabe und Nutzung von Know-how folgende Themen und Tätigkeiten einbezogen werden:  - Abschätzung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der FTE-Tätigkeiten;  - wirtschaftliche und Management-Aspekte der Forschung;  - Durchführung von Informationsmaßnahmen, um Inhalte und Auswirkungen von Wissenschaft und Technologie besser zu vermitteln.  Diese Tätigkeiten werden in enger Zusammenarbeit mit denjenigen zur Bewertung der politischen Optionen in Wissenschaft und Technik im Rahmen des Programms  "Gesellschaftspolitische Schwerpunktforschung" durchgeführt.  B. Weitergabe von Technologien an die Unternehmen Dieser Bereich betrifft vorrangig die KMU in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor, deren Wettbewerbsfähigkeit vom Zugang zu neuen Technologien abhängt, die jedoch nicht über genügend Mittel verfügen, um sich an Forschungstätigkeiten der  Gemeinschaft oder an der direkten Nutzung der gemeinschaftlichen Forschungsergebnisse zu beteiligen. Diese Unternehmen sind oft in Sektoren mit niedrigem oder mittlerem Technisierungsgrad zu finden; ihre Fähigkeit zur Aufnahme neuer Technologien muß  verstärkt werden.  Man muß die Unternehmen also darüber informieren, welche neuen Technologien verfügbar sind, und zwar unabhängig von deren Ursprung, und wie sie diese ihrem Bedarf und ihrer Strategie entsprechend nutzen könnten. Angesichts der grossen Zahl der  Unternehmen ist eine direkte Tätigkeit nicht realisierbar.  Um diese Unternehmen zu erreichen, muß die Gemeinschaft in Verbindung mit den Mitgliedstaaten und den Regionen eine Katalysatorfunktion übernehmen und Impulse geben. Dies kann gegebenenfalls eine Dezentralisierung von Organisationen und Tätigkeiten  bedeuten. Die Gemeinschaft wird sich auf qualifizierte Einrichtungen in den Mitgliedstaaten, auf Technologietransferstellen, Multiplikatoren, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen stützen, damit ihre Tätigkeit optimal zum Tragen kommt.  Angestrebt wird eine stärkere europäische Ausrichtung dieser Organisationen, die Verbesserung von Qualität und Professionalität der genannten Einrichtungen durch Förderung von Kooperationsnetzen, den Austausch optimaler Verfahren, Ausbildung und  Unterstützung gemeinsamer Tätigkeiten. Weitere Bemühungen gelten Synergien mit dem MINT-Projekt (Managing the Integration of New Technologies) und den im Rahmen des SPRINT-Programms geschaffenen Netzen (z. B. EUROTECH).  Mit der Gemeinschaftsaktion soll darüber hinaus ein Beitrag zur Schaffung eines günstigen Umfelds für die Aufnahme von Technologien geleistet werden, der konkret in Maßnahmen zur Sensibilisierung der Unternehmen, in der Demonstration von wirksamen  Methoden und der Förderung moderner Verfahren für Innovationsmanagement besteht. Schließlich soll insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen und deren Bewertung allgemein besser über die Mechanismen, Instrumente und Strategien unterrichtet und die  Weitergabe optimaler Verfahren erleichtert werden; Zielgruppe hierfür sind lokale und regionale Akteure.  Beteiligt sind gleichzeitig sechs grosse Gruppen von Akteuren:  - Wissenschafts- und Technikzentren, die den KMU die für Innovationsprojekte benötigte technologische Kompetenz anbieten können (Universitäten und öffentliche Forschungsinstitute, branchenspezifische Forschungszentren, Vertragsforschungseinrichtungen  usw.);  - Anbieter von Schnittstellendiensten, die eine Schnelldiagnose des KMU-Kundenbedarfs vornehmen und das Unternehmen dann an das geeignetste Technologiezentrum weiterleiten können;  - Fachberatungsdienste (Qualität, Design, Managementberatung, Partnersuche, Bildung von Netzen usw.);  - Finanzdienstleister, die das Kapital für die Durchführung von Innovationsprojekten bereitstellen;  - öffentliche Stellen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene, die die politischen Rahmenbedingungen und das Unternehmensumfeld festlegen sowie die Förderung abwickeln;  - Organisationen für Aus- und Weiterbildung.  In diesem Bereich sind drei Schwerpunkte vorgesehen:  1. Grenzueberschreitende Netze zur Unterstützung von Technologietransfer und -weitergabe Das Schwergewicht wird auf die europäische Ausrichtung, die Qualität und Effizienz der Unterstützungsdienste für Innovation und Technologietransfer gelegt. Begünstigt wird in diesem Zusammenhang ein koordinierter Ansatz, bei dem von den Bedürfnissen der  Unternehmen ausgegangen wird und alle Aspekte der Weitergabe und Nutzung von Technologien berücksichtigt werden ( "Bottom-up").  Vorgesehen sind folgende Tätigkeiten:  - Konsolidierung und Weiterentwicklung der grenzueberschreitenden Kooperationsnetze von nationalen oder regionalen Trägern im Bereich von Technologietransfer und -weitergabe, um deren europäische Ausrichtung zu verstärken; Einrichtungen für Forschung und  technologische Entwicklung, branchenspezifische Technologiezentren, Wissenschafts- und Technologieparks, lokale und regionale Einrichtungen und Netze für Technologieweitergabe usw.;  -Förderung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungszentren, Industrie, KMU und Grossunternehmen und Kapitalgebern, um die Gründung, Expansion und transnationale Entwicklung von High-Tech-Unternehmen zu erleichtern;  - Organisation und Unterstützung des Zugangs zu internationaler Kompetenz für die Entwicklung und Bewertung von Netzen für Technologieweitergabe in den weniger begünstigten Regionen; bei Projekten, die erfolgversprechend sind, aber noch nicht das nötige  Niveau erreicht haben, werden Verbesserungen über Partnerschaften vorgeschlagen, damit sie danach im Rahmen des Möglichen angenommen werden können;  - Unterstützung nationaler oder regionaler Initiativen zur Verbesserung der Effizienz von Technologietransferdiensten durch Ausbildungsmaßnahmen (z. B. in Form von Sommerkursen), Austausch von Erfahrungen und optimalen Verfahren, Veröffentlichung von  Handbüchern usw., um ihnen eine gesamteuropäische Dimension zu verleihen;  - Maßnahmen zur Erleichterung der europaweiten Weitergabe von Technologiemöglichkeiten jeglichen Ursprungs zur Förderung von Kontakten zwischen Anbietern, Nachfragern und Vermittlern (z. B. Technologietransfertage, Technologiebörsen); hierzu sollte  soweit wie möglich das Netz der Verbindungsbüros herangezogen werden.  2. Ein günstiges Umfeld für die Technologieaufnahme durch die Industrie Das Ziel besteht darin, die Übernahme neuer Technologien nicht nur durch die Industrie und insbesondere die KMU, sondern auch durch öffentliche Stellen, vor allem auf kommunaler Ebene, zu fördern. Besondere Beachtung wird hierbei der Unterstützung der  Anwender bei der Formulierung ihres Bedarfs geschenkt, damit sie die ihrer Strategie und ihren Absorptionsfähigkeiten am besten entsprechenden Technologien wählen (nachfrageinduzierter Ansatz).  Vorgesehen sind folgende Tätigkeiten:  - Unterstützung von Pilotprojekten für die Weitergabe von Technologien an andere Regionen oder Bereiche; dabei sollen die Methoden und Bedingungen für die Technologieabsorption durch neue Benutzer demonstriert werden. Bei diesen Projekten werden  Vermittlungsstellen eingeschaltet, von denen bei der Technologieweitergabe an KMU eine wesentliche Multiplikatorwirkung ausgehen kann.  - Gewinnung der Unternehmen und insbesondere der KMU für den Einsatz optimaler Verfahren des Innovationsmanagements und der Übernahme neuer Technologien, z. B.: Strategieplanung, Beobachtung technologischer Entwicklungen, Wertanalyse, Design,  Qualitätsmanagement, Innovationsmarketing. Dazu kann die Ausschreibung von Preisen gehören (z. B. Designpreis der Europäischen Gemeinschaft), aber auch die Unterstützung dezentraler Maßnahmen zur Förderung eines integrierten Einsatzes dieser  Managementverfahren (Initiativen wie z. B. MINT). Besondere Anstrengungen werden unternommen, um bei den Unternehmen Organisationsmethoden einzuführen, mit denen sie sich an radikale Innovationen anpassen können.  - Durchführung von Maßnahmen zur Ermutigung der weniger begünstigten Regionen, mit den weiter fortgeschrittenen Regionen einen Erfahrungsaustausch über die Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen vorzunehmen, durch die sich die Fähigkeit der KMU zur  Übernahme von Technologien verbessern lässt.  - Förderung der technologischen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in allen Phasen (Partnersuche, Kontaktaufnahme, Unterstützung einer Zusammenarbeit von KMU und Grossunternehmen, Mobilisierung geeigneter Finanzierungsquellen, Aushandlung von Verträgen)  durch Nutzung geeigneter Instrumente und Netze.  - Förderung dezentraler Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Technologietransfer und Innovation (z. B. die  "Innovation Road Show").  3. Informations- und Erfahrungsaustausch über Strategien der Technologieweitergabe In diesem Bereich wird eine bessere Verzahnung der Technologietransferpolitik von Mitgliedstaaten, Regionen und Gemeinschaft und des entsprechenden Durchführungsinstrumentariums angestrebt.  Dies beinhaltet nicht nur eine bessere Kenntnis der Innovationssysteme (und ihrer Leistung) sowie der auf regionaler, nationaler und Gemeinschaftsebene geltenden Vorschriften und Regelungen, sondern auch einen regelmässigen Austausch von Erfahrungen und  optimalen Verfahren zwischen den Beteiligten.  Vorgesehen sind:  - fortlaufende Analyse und Beobachtung der verschiedenen europäischen Systeme, Strategien und Instrumente (European Innovation Monitoring System) mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung von methodischen Konzepten und optimalen Praxislösungen;  ähnliche Beachtung wird einer vergleichbaren Analyse der Regelungen für Lizenzvergabe, Steuererleichterungen und Rechtsformen geschenkt;  - Untersuchung regionaler Akteure, damit sie unter Heranziehung externer Berater eine Diagnose ihrer Technologietransfer-Infrastruktur erstellen sowie ihre Strategien und Instrumente besser definieren können;  - Schaffung eines Forums für den Austausch von Erfahrungen und optimalen Verfahren für Konzipierung, Durchführung und Bewertung der nationalen und regionalen Politik für Technologieweitergabe (Innovation Policy Forum).  Diese Tätigkeiten werden in enger Abstimmung mit denjenigen anderer Gemeinschaftsprogramme, insbesondere des Programms  "Sozio-ökonomische Schwerpunktforschung", durchgeführt.  C. Das finanzielle Umfeld der Technologieweitergabe Das europäische Umfeld für die Finanzierung der Nutzung, Anpassung und Weitergabe von Technologien soll durch eine geeignete Gemeinschaftsmaßnahme verbessert werden, bei deren Durchführung dem Grundsatz der Subsidiarität Rechnung getragen wird.  Dieser Bereich umfasst:  1. Indirekte Fördermaßnahmen Hierzu gehören:  - die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung grenzueberschreitender Kommunikation zwischen Finanzkreisen und Trägern von Technologieprojekten (z. B. Investitionsforen);  - die Sondierung von Modellen wie z. B. die im Programm SPRINT eingeführte leistungsabhängige Technologiefinanzierung;  - die Unterstützung für die Entwicklung oder Einrichtung wirksamer Systeme zur Mobilisierung privaten Kapitals, darunter auch Mechanismen zum Abstossen einer Risikokapitalanlage.  2. Pilotmaßnahmen zur Förderung der Weitergabe von Technologien und ihrer Nutzung durch die KMU, z. B. über Prämien für die Mitwirkung der KMU an der Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse aus der Gemeinschafts-FTE; dabei wurden auch IPR-bezogene Fragen  und rechtliche Aspekte behandelt. Die Durchführung dieser Tätigkeit wird weitgehend dezentralisiert und Einrichtungen übertragen, die auf nationaler oder regionaler Ebene über ein umfassendes Netz und über Erfahrungen mit der Unterstützung von KMU  verfügen (staatliche Innovationsstellen, Verbindungsbüros usw.).  3. Gewährung von fachlicher und Managementunterstützung für öffentliche und private Finanzvermittler, die in den Mitgliedstaaten ausgewählt werden und mittleren und kleinen Unternehmen eine Finanzbeteiligung anbieten, um insbesondere die Bewertung von  durch die KMU vorzulegenden Technologieprojekten zu erleichtern und eine optimale Nutzung der Forschungsergebnisse zu ermöglichen; dies betrifft speziell die weniger begünstigten Regionen der Gemeinschaft.  Für diese Aktionen ist eine enge Koordination mit den sonstigen einschlägigen Gemeinschaftsaktionen (Eurotech Capital, Europäischer Investitionsfonds, Unternehmenspolitik usw.) vorzusehen.     ANHANG II    VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR NOTWENDIG ERACHTETEN MITTELBEDARFS  "Millionen ECU "" ID="1">Bereich A: Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse auf FTE- und Demonstrationstätigkeiten > ID="2">142 "> ID="1">Bereich B: Weitergabe von Technologien an die Unternehmen > ID="2">136 "> ID="1">Bereich C: Das finanzielle Umfeld der Technologieweitergabe > ID="2">15 "> ID="1">Insgesamt > ID="2">293 (1) (2) "">Die Aufschlüsselung in verschiedene Bereiche schließt die Möglichkeit nicht aus, daß Vorhaben auch mehrere Bereiche betreffen können.   (1) Davon höchstens 4 v.H. für Personalausgaben und 3,7 v.H. für Verwaltungsausgaben.(2) Ein Betrag von 37 Millionen ECU, der die Differenz zwischen dem für dieses Programm als notwendig erachteten Mittelbedarf und dem im Vierten  FTE-Rahmenprogramm für den dritten Aktionsbereich (Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse) festgelegten Betrag darstellt, ist für Tätigkeiten zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken (1995-1998) im Rahmen eines  wettbewerbsorientierten Ansatzes vorgesehen.    ANHANG III   SPEZIFISCHE REGELUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS  1. Zu den Teilnehmern an dem Programm gehören:  - Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen, insbesondere KMU, bei denen aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit (Hersteller oder Diensteanbieter) Verwertungsmöglichkeiten für die von Dritten erarbeiteten wissenschaftlich-technischen Kenntnisse und  Technologien bestehen und die als Partner für die Durchführung praxisnaher Tests oder als Fallbeispiel für die Nutzung von FTE-Ergebnissen dienen könnten;  - Organisationen, die sich auf dem Gebiet der Verbreitung von wissenschaftlich-technischen Informationen betätigen und/oder Unterstützung bei der Nutzung von FTE-Ergebnissen, beim Technologietransfer und bei der Innovation anbieten;  - Unternehmen (einschließlich private und öffentliche Finanzierungsinstitute), die aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit einen Beitrag zur Nutzung von FTE-Ergebnissen, zum Technologietransfer und zur Innovation leisten oder dabei Hilfestellung geben  könnten. Die Hilfestellung könnte in den Bereichen Technik, Organisation, Geschäftsführung und Finanzierung erfolgen.  2. Das Programm wird über indirekte Aktionen durchgeführt, mit denen die Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag zu FTE-Tätigkeiten leistet, die von Dritten oder den Instituten der GFS in Zusammenhang mit Dritten durchgeführt werden:  a) Aktionen auf Kostenteilungsbasis in folgender Form Verbreitungs- und Verwertungsvorhaben, die von den unter Nummer 1 genannten Teilnehmern durchgeführt werden.  Die Gemeinschaftsfinanzierung beträgt in der Regel höchstens 50 v. H. der Projektkosten, wobei die Beteiligung bei zunehmender Marktnähe schrittweise geringer wird. Universitäten und ähnliche Einrichtungen, die keine analytische Haushaltsrechnung  anwenden, erhalten eine Erstattung auf der Grundlage von 100 v. H. der zusätzlichen Kosten.  b) Für dieses spezifische Programm geeignete Maßnahmen - Standardisierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Erstellung eines Anwendungsprotokolls von allgemeinem Wert für die Programmziele;  - finanzielle Unterstützung für Infrastrukturen und Einrichtungen, die für verstärkte Koordinierungstätigkeiten erforderlich sind, wie beispielsweise das Netz der Verbindungsbüros oder spezialisierte und bereichsbezogene Netze;  - Maßnahmen, die es Unternehmen sowie Forschungs- und Anwenderorganisationen erleichtern, an dem Programm teilzunehmen und Zugang zu den Forschungsergebnissen, zu den Technologien oder zur Innovation zu erhalten;  - Veröffentlichungen und Tätigkeiten zur Verbreitung, Förderung und Nutzung der Ergebnisse in Abstimmung mit den Maßnahmen, die im Rahmen des spezifischen Programms für den ersten Aktionsbereich durchgeführt werden (die für die Förderung der Nutzung der  Ergebnisse maßgeblichen Faktoren werden von Beginn an während der ganzen Laufzeit der FTE-Vorhaben berücksichtigt; von den an den Vorhaben beteiligten Partnern wird erwartet, daß sie ein Basisnetz für die Verbreitung und die Nutzung der Ergebnisse  bilden);  - Nutzung externer Sachkompetenz, auch für den Zugang zu Informationssystemen und Netzen bzw. deren Entwicklung;  - Unterstützung der Mobilität des Personals im Hinblick auf die Verbreitung von Know-how und Technologie.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v. H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  Zu diesen Tätigkeiten kommen noch spezifische Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen hinzu.  c) Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen, z. B.  - Studien zur Unterstützung des Programms und zur Ausarbeitung künftiger Maßnahmen;  - Analyse der möglichen sozio-ökonomischen Folgen des Programms, auch als Beitrag zu dem Programm  "Sozio-ökonomische Schwerpunktforschung";  - Ausbildungsmaßnahmen für Wissenschaftler und Anwender zur Förderung des Technologietransfers und der Qualifikation der Beschäftigten;  - vernetzungsunterstützende Maßnahmen zur Förderung des Problembewusstseins und zur Bereitstellung dezentraler Unterstützung von KMU in Abstimmung mit EUROMANAGEMENT-FTE-Audits;  - unabhängige Bewertung der Verwaltung und Durchführung des Programms und der Ausführung der Tätigkeiten.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v. H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  d) Konzertierte Aktionen Konzertierte Aktionen, bei denen Vorhaben zur FTE-Nutzung und Innovation mit den bereits von staatlichen oder privaten Stellen finanzierten FTE-Vorhaben insbesondere über  "Konzertierungsnetze" koordiniert werden. Konzertierte Aktionen können auch als  die notwendige Koordinierung für Interessengemeinschaften dienen, die durch FTE-Vorhaben auf Kostenteilungsbasis Hersteller, Netzbetreiber, Softwarehäuser, Diensteanbieter, Benutzer, Hochschulen und Forschungszentren im Hinblick auf dasselbe  technologische oder industrielle Ziel zusammenführen.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v. H. der Konzertierungskosten decken.