CELEX: 51970PC1425
Language: de
Date: 1970-12-11
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES zur Einführung einer Prämierengelung für die Nichtvermarktung von Milch und Milcherzeugnissen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (70) 1425
Vol. 1970/0212
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                          KOM(70)1425 endg.
                             <                     Brüssel , den 11 . Dezember 1970
                   VORSCHLAG EI NER. VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                   zur Einführung einar Prämierengelung für die
                 I ITichfcvermarktung von Milch und Miloherzeugnissen
                   (von der Kommission dorn Hat vorgelegt )
  K0M(70 > 1425 endg,
 ---pagebreak---                                     BEGRGÎTDUIIÎ
Mit RatsVerordnung (EWG ) Kr. 1975/ 69 vom 6 » Oktober 1969 wur&e-eine Prämien-
regelung für die Schlachtung von Kühen und. die NichtVermarktung von Mich
und Kilcherzeugriissen eingeführt .                                                      ...
Die vorläufigen Ergebnisse wurden dem Rat für die Schlachtprämie mit Dokument
R/819/70 (Agri 243 ) vom 23 . April 1970 und für die Prämie für die NichtVer­
marktung von Milch und IGIcherzeugnissen mit Dokument R/1535/70 (Agri 496 )
vom 10 . Juli 1970 mitgeteilt .
Aufgrund der bisherigen Erfahrungeil ist die Kommission der Auffassung , daß
die bisher geltenden Bestimmungen in einigen Punkten geändert werden müssen,
um den Versuch einerseits weiterzuführen -und andererseits auszuweiten.
Ein erster Verordnungsentwurf war dem Rat mit dem Dokument R/1773/70 (Agri 562 )
vom 11 . September 1970 vorgelegt worden , der vorsah , die Schlachtprämie durch
eine Prämie für die Abschaffung der Milchkühe zu ersetzen. Die Änderungsvor-
schläge für die NichtVermarktung von Milch und Milcherzeugnissen waren dazu
geeignet , dieser Prämie einen größeren Anreiz zu . verleihen. Seit diesem Zeit­
punkt vollzog sich eine konjunkturelle Entwicklung in der Gemeinschaft j .
– Einerseits ließ sich eine gewisse Verbesserung auf dem' Milchmarkt und auf
  dem Markt für Milcherzeugnisse feststellen , ohne daß es jedoch der Kommission
  möglich ist , mit Bestimmtheit zu sagen , daß das Gleichgewicht in diesem
  Sektor sich in absehbarer Zukunft, wieder herstellen wird,
– andererseits ließ sich eine deutlishe Verschlechterung der Preise auf dem
  Schweinefleischmarkt feststellen und die Kommission nimmt an , daß diese Lage
  während der ersten Monate des Jahres 1971 weiter bestehen wird . Unter diesen
  Umständen soll ein zusätzliches Angebot an Rindfleisch auf den Märkten der
  Gemeinschaft vermieden werden , das aus Maßnahmen entsteht , die in der Regelung
  für die Abschaffung von Milchkühen vorgesehen sind .                            , , v.
Der Kommission erschien es daher notwendig , dem Rat einen neuen Verordnungsent­
wurf vorzulegen , der lediglich Prämien für die NichtVermarktung von Milch und
Milcherzeugnissen -vorsieht.'                                             t .
Das Europäische Parlament hat in seiner Sitzung ,vom. 2 . Dezember 1970 eine - '
Stellung bezogen, die in dieselbe. Richtung weist , . wie die , de,r Kommission. ; '•
Es hat sich günstig hinsichtlich der Prämienregelung für die NichtVermarktung
 ---pagebreak---                                         - 2 -
von Milch und Milcherzeugnissen ausgesprochen , hat sich jedoch nicht mit dem
Prinzip einer Prämiengewährung für die Abschaffung der Milchkühe einverstanden
erklären können . Das Parlament hat außerdem gemäß Abschnitt 2 des Artikels 149
des Vertrages angeregt , daß die Kommission den in seiner Stellungnahme (Dokument
...                      ) empfohlenen Änderungen Rechnung trägt .
Der von dem Europäischen Parlament abgegebenen Stellungnahme hat die Kommission
in dem vorliegenden Verordnungsentvurf Rechnung getragen.
Im Vergleich zu den Bestimmungen in der Verordnung (EWC-) Er. 1975/°9 wurden
folgende Änderungen angebracht :
A) Abschnitt' I , die Schlachtprämie für Milchkühe entfällt ^
B ) Abschnitt II : Prämie für die ITi chtVermarktung von Milch und Miloherzeug-
                    nissen.
1 . Die Erfahrung hat gezeigt , daß eine Reihe von Tierhaltern zögern , die Ver­
    pflichtungen zur definitiven Einstellung der Milchproduktion einzugehen .
    Daher wurde die Verpflichtung , keine Milch oder MileherZeugnisse mehr zu
    liefern , auf fünf Jahre begrenzt .
2 . In einigen Gebieten der Gemeinschaft hätte sich diese Maßnahme stärker aus­
    wirken können , wenn es zur Berücksichtigung der natürlichen örtlichen Be­
    dingungen möglich gewesen wäre , Milchkühe durch Schafe zu ersetzen.
    Unter diesen Umständen werden in der Durchführungsverordnung der Kommission ,
    die auf Grund von Artikel 7 dieser Verordnung erlassen wird , die Schafe zur
    Berechnving der Großvieheinheiten auf folgender Grundlage berücksichtigt :
                          5 Schafe älter als ein Jahr = 1 Großvieheinheit
                         10 Schafe jünger als ein Jahr=i 1 Großvieheinheit .
3 . Diese Durchführungsverordnung der Kommission wird ebenfalls vorsehen , daß
    dio Großvieheinheit auch die ersttragenden Färsen umfassen kann. Dies be­
    zweckt , den Begünstigten zu gestatten, die Färsen zur Erzeugung eines Kalbes
    zu behalten und sie erst nach dem ersten Abkalben abzuschaffen.
4 . Zur Festsetzung der Prämienhöhe erschien es notwendig , die für die Gewährung
    der Prämie maßgebliche Mindestmenge auf 1.200 Liter je Kuh und Jahr herabzu­
    setzen. Ferner erschien es angebracht , die Prämie nach dem Umfang der Liefe­
    rungen zu staffeln. Zu diesem Zweck wurde die Prämie im Verhältnis zu den
    Lieferungen vorgesehen.                   ..  . -r
                                                               • • y /» © •
 ---pagebreak--- 5 . Nach der bisherigen Regelung mußte die Zahl der gehaltenen Einheiten an
    ausgewachsenen Rindern mindestens der Zahl der am Tag der Antragstellung
    gehaltenen Milchkühe entsprechen . Es wird vorgeschlagen , daß die Zahl der
    von dem Antragsteller zu haltenden Rinder und Schafe , ausgedrückt in Groß-
    vieheinheiten, mindestens der Zahl der Rinder und Schafe , ausgedrückt in
    Großvieheinheiten , am Tag der Antragstellung entspricht .
6 . Es erschien notwendig , die Zahl der Teilzahlungen- von fünf auf drei zu ver­
    mindern , um damit die Verwaltungsarbeit der zuständigen Stellen zu erleichtern.
7 . Zur Präzisierung des Verfahrens für den Fall der Nachfolge oder der Aufgabe
    des Betriebes durch den ersten Prümisnempfänger wurde der Begriff Betrieb
    genauer abgegrenzt . Ferner wurde vorgesehen , daß die Durchführungsverord-
    nungen zu dem vorliegenden Entwurf ausdrücklicher als bisher die Fälle nennen ,
    in denen der erste PräirJ enenpfdnger , der seinen Betrieb aufgibt , die erhalte­
    nen Vorauszahlungen behalten kann.
Schließlich ist darauf hinzuweisen , daß die bisherigen Bestimmungen für die
Finanzierung dieser Prämien beibehalten wurden . Es wird weiterhin vorgesehen,
daß die Empfänger der im Rahmen der Verordnung (EWG ) Nr. 1975/69 gewährten
Prämien den Verteil einer Begrenzung der gemäß Artikel 2 und 6 derselben Ver­
ordnung eingegangenen Verpflichtungen auf fünf Jahre ebenfalls erhalten .
 ---pagebreak---                                         Vorschlag
                        EIKER VERQRDMJK3 (2I TG ) DES PJTSS
zur Einführung einer Prämienregelung           die Wicht Vermarktung von Milch und
                                   Milcherzeugnissen
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
insbesondere auf Artikel 43 ,
gestützt auf die Verordnung (EWG ) Kr. 805/68 des Rates vom 27 » Juni 1968 über
die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch (l ), zuletzt geändert durch
die Verordnung (EWG ) Nr. 1253/70 ( 2 ), insbesondere auf Artikel 2 ,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ( 3 ),               .- ,■ -
in Erwägung nachstehender Gründe :
Trotz einer scheinbaren Verbesserung in der letzten Zeit bleibt die gegenwärtige
Lage auf den Sektoren der Milch und Milcherzeugnisse in der Gemeinschaft gekenn­
zeichnet durch eine Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Erzeugung.
In der Gemeinschaft besteht ein zunehmender Fehlbedarf an Rind- und Schaffleisch .
Bei bestimmten Gruppen von landwirtschaftlichen Betrieben in der Gemeinschaft
besteht jedoch die Tendenz zur Einstellung der Vermarktung von Milch und Milch­
erzeugnissen .
Diese Tendenz kann durch die Einführung einer Prämie an die 'Landwirte begünstigt
werden , die ohne die Erzeugung aufzugeben , für einen Zeitraum von 5 Jahren voll­
ständig auf die Vermarktung von Milch und Milcherzeugnissen vernichten. Es. , ist
jedoch notwendig , die Gewährung der Prämie auf Betriebe mit einer relativ-- be­
deutenden Milcherzeugung zu beschränken , auf denen . auch eine gewisse Höhe der
Rind- und Schaferzeugung erreicht wird .
Die Höhe der Prämie ist so festzusetzen, daß sie als Ausgleich für- den Verlust
der Einkünfte aus der Vermarktung dieser Erzeugnisse betrachtet werden kann.
Um die Anwendung dieser Regelung zu erleichtern , ist es angebracht , eine ge­
staffelte Zahlung der Prämie vorzusehen .
                                                                    /
U ) :AB1 . Nr . L 148 vom 28.6.1968 , S. 24 .
 2 ) ;AB1 . Kr . L 312 vom 12.12.1969 » S. 3 «
 3 ) ;AB1 . Nr . ...
 ---pagebreak--- I":"! e r f jehlt Eicn , daß 50 v.E. dor durch die Gewährung dieser Prämien ent­
stehenden Hosten von der Gemeinschaft finanziert werden .
Der Gesamtheit der geplanten Maßnahmen kommt eine gemeinschaftliche Bedeutung
zu . Zweck dieser Maßnahmen ist es , die Ziele des Artikels 39 Buchstabe a) des
Vertrages einschließlich der für das ordnungsgemäße Funktionieren des Gemein­
samen Marktes erforderlichen Strukturänderungen zu verwirklichen . Sie stellen
daher eine gemeinsame Maßnahme im Sinne von Artikel 6 der Verordnung (EVG ) Nr .
729/70 des Rates vom 21.4»1970 über die Finanzierung der gemeinsamen Agrar­
politik dar (4 ).
Die Verordnung (EWC-) Nr. 1975/69 des Rates vom 6 . Oktober 1969 zur Einführung
einer Prämienregelung für die Schlachtung ven Kühen und die NichtVermarktung
von Milch und Milcherzeugnissen ( 5 )» geändert durch die Verordnung- (Si.'G ) Nr.
I386/7O ( 6 ), ist außer Kraft zu setzen. Jedoch müssen die Bestimmungen für die
vor Inkrafttreten dieser Verordnung gewährten Prämien weiterhin anwendbar
bleiben , ausgenommen die in Artikel 2 und 6 der Verordnung (ENG ) Nr . 1975/^9
vorgesehenen Verpflichtungen .
HAT FOLGENDE VERORDNUHï EPJLAE3EN :
                                       Abschnitt I
                Prämie für die Nichtvermnrktung von Milch und Milcherzeugnissen
            ' ' • I
                                         Artikel 1
Landwirten ^ die mehr als 10 ITilchkühe halten , kann auf Antrag eine Prämie für
die NichtVermarktung von Milch und Milcherzeugnissen gemäß den nachstehenden
Vorschriften gewährt werden .
                                         Artikel 2
Die einheitliche Prämie beträgt            Rechnungseinheiten für jede Teilmenge von
1.000 Litern Milch und Milcherzeugnissen , ausgedrückt in Milcheinheiten, die
während eines Zeitraums von 12 Monaten , der einem von jedem Mitgliedstaat fest­
zusetzenden Bezugszeitpunkt vorausgeht , aus dem von dem Empfänger verwalteten
Betrieb abgegeben wird . Die Gewährung der Prämie wird /von der Bedingung ab­
hängig gemacht , daß die Durchschnitt smenge der obengenannten Milch und Milch­
erzeugnisse einer Mindestmenge von 1.200 Litern je Milchkuh entspricht .
                                                                    > • •j * • •
( 4 ) AB1 . Nr . L     94 vom 29.4-1970 , S. 13 .
( 5 ) AB1 . Nr . L 252 vom 8.IO.I969 , S. 1 .
( 6 ) AE1 . Er . L 155 vom I6.7.I97O , S. 2 .
 ---pagebreak---                                               - 3 -
                                           , Artikel 3
      Die Gewährung der Prämie ist unter andere© davon abhängig , daß der Empfänger
      sich schriftlich verpflichtet :
      a) während eines Zeitraums .von . 5 Jahren in vollem Umfang darauf zu verzichten ,
          Milch und Milcherzeugnisse aus dem von ihm zum Zeitpunkt der Antragstellung
          geführten Betrieb zu verkaufen , wobei dieser Zeitraum am Ende des 6 . Monats
          nach dem Tage der Genehmigung des Antrags durch die zuständigen Stellen
          beginnt 5
     b ) Während des unter a) genannten Zeitraums von 5 Jahren eine Anzahl Rinder
          oder Schafe , ausgedrückt in Großvieheinheiten zu halten , die mindestens der
          Zahl der Rinder oder Schafe , ausgedrückt in Großvieheinheiten zum Zeitpunkt
          der Antragstellung entspricht .
                                             Artikel 4
     1 . Die Prämie wird in drei Teilbeträgen gezahlt .
     2 . Eine Anzahlung , die der Hälfte des Gesamtbetrages der Prämie entspricht ,
          wird spätestens am Ende des sechsten Monats nach dem Tage der Genehmigung
          des Antrags durch die zuständigen Stellen gezahlt .
     3 . Der Restbetrag wird in zwei gleichen Raten gezahlt , wenn der Empfänger der
        " Zuständigen Stelle glaubhaft nachgewiesen , hat , daß er die Bedingungen in
          Artikel 3 erfullt .
                                           Artikel 5
' "v Hinsichtlich der Prämie kann jeder Nachfolger in den in Artikel 3 genannten
     Betrieben die Rechte und Pflichten des Prämienempfängers übernehmen , wie sie
     zum Zeitpunkt der Nachfolge bestanden .
                                          Abschnitt II
                                 Finanz- und allgemeine Bestimmungen
                        ,                  Artikel 6
     Als Betrieb, im Sinne dieser Verordnung gilt die Gesamtheit der von dem Prämien-
     empfänger geführten Prqdüktionseinheiten , die auf dem Hoheitsgebiet , desselben
     Mitgliedstaates liegen.
                                                         «• " 1                   '
                                                                          • • « 11 > •
 ---pagebreak---                                       Artikel 7
 Fach dem Verfahren des Artikels 27 der Verordnung Nr. 805/08 wird folgendes
 festgelegt :                                            ' '            •
a) der Zeitraum für die Einreichung der Anträge und Gewährung der Prämien ,
b ) der Zeitraum , in dem der in Artikel 3 Absatz 2 genannte Bezugszeitpunkt
     liegen muß und andere Maßnahmen , die gleichwertige Garantien hieten, falls
    die auf Bezugs Zeitpunkten beruhende Regelung nicht angewendet werden kann ,
c ) die Bestimmungen in bezug auf die Kontrolle der Einhaltung der Verpflich­
    tungen und in bezug auf die Zahlung der Prämie ,
d ) die übrigen Durchführungsbestimmungen zu den vorstehenden Artikeln.
                                     Artikel 8
1 . Die Gesamtheit der in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen stellt eine
    gemeinsame Maßnahme im Sinne von Artikel 6 Absatz 1 der Verordnung (EWG ) Nr.
    729/70 dar .
2 . a) Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die gemeinsame Maßnahme zu Lasten
        des EAGFL betragen 25 Millionen Rechnungseinheiten .          '
    b ) Die voraussichtliche Dauer der Abwicklung der in Artikel 1 genannten
        Maßnahme ist bis 31 . Dezember 1971 begrenzt .
                                     Artikel 9
1 . Die von den Mitgliedstaaten im Rahmen der Maßnahme nach Artikel 1 getätigten
    Ausgaben kommen für eine Finanzierung durch den EAGFL , Abteilung Ausrichtung
    in Betracht .
2 . Der EAGFL , Abteilung Ausrichtung vergütet den Mitgliedstaaten 50 v.II . der
    erstattungsfähigen Ausgaben .
                                    Artikel 10
1 . Die Anträge auf Rückvergütung beziehen sich auf die von den Mitgliedstaaten
    im Laufe des Kalenderjahres getätigten Ausgaben und sind der Kommission bis
    zum 30 . Juni des darauffolgenden Jahres einzureichen".
2 . Über die Beteiligung des Fonds wird gemäß Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung
    (EWG ) Er . 729/70 entschieden.
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                                     Artikel 11
 1 . Unbeschadet von Artikel 8 der Verordnung (EWG ) Hr. 729/70 treffen die Hit-
     gliedstaaten in Übereinstimmung mit den nationalen Rechts– und Verwaltungs–
     Vorschriften die erforderlichen Maßnahmen, um bereits gezahlte Beträge wieder
     einzutreiben, wenn , unter Vorbehalt der Bestimmungen des Artikels 7 Buchstabe
     d), die in Artikel 3 bezeichneten Verpflichtungen nicht eingehalten werden.
     Sie berichten der Kommission über die zu diesem Zweck getroffenen Maßnahmen
     und insbesondere über den Stand der Verwaltungs– und Gerichtsverfahren.
2 . Die wieder eingetriebenen Beträge fließen den Zahlstellen der ilitgliedstaaten
     zu und werden von diesen zu 50 . v.H. von den vom Europäischen Ausrichtungs-
     und Garantiefonds für die Landwirtschaft , Abteilung Ausrichtung, finanzierten
     Ausgaben entsprechend dem Anteil der gemeinschaftlichen Finanzierung in Abzug '
     gebracht .
3 . Im Falle der erfolglosen VJiedereintreibung der Gesamtheit der in Absatz 1
     genannten Beträge werden die-*finanziellen Folgen zu gleichen Teilen von der
     Gemeinschaft und dem betreffenden Mitgliedstaat getragen , diejenigen ausge­
     nommen, die auf Unregelmäßigkeiten oder Nachlässigkeiten der Verwaltungen
     oder Dienststellen des Mitgliedstaates zurüokzuführen sind , die vollständig
     von letzterem übernommen werden .
                                    Artikel 12
Die Durchführungsbestimmungen zu Artikel 9 Absatz 2 und Artikel 11 werden nach
dem Verfahren des Artikels 7 Absatz 2 der Verordnung (EWG ) Nr. 729/70 erlassen.
                                    Artikel 13
Die Kommission unterbreitet dem Rat und dem Europäischen Parlament regelmäßig
auf der Grundlage der ihr von den Mitgliedstaaten übermittelten Angaben einen       <
Bericht über die Anwendung der mit dieser Verordnung eingeführten Prämienregelung.
                                    Artikel 14
Die Verordnung (EWG)' Nr . 1975/69 und. die dazugehörigen Durchführungsverordnungen
werden aufgehoben. Jedoch bleiben ihre Bestimmungen hinsichtlich der vor Inkraft­
treten der vorliegenden Verordnung gewährten Prämien anwendbar . Auf Antrag des
Empfängers können jedoch die in Artikel 2 und 6 der Verordnung (EWG ) Nr. 1975/69
genannten Verpflichtungen nach Ablauf eines fünfjährigen Zeitraums aufgehoben
werden , wenn der Empfänger der zuständigen Stelle glaubhaft nachgewiesen hat ,
daß er diese Verpflichtungen während des genannten Zeitraums erfüllt hat .
                                                                 • • • /• • •
 ---pagebreak---                                     - S -
                                   Artikel 15
Diese Verordnung tritt am dritten Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt
der Europäischen Gemeinschaften in Kraft .
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar
in jedem Ilitgliedstaat .
Geschehen zu Briissel , am
                                                Im ITamen des Rates
Anhang
 ---pagebreak---                                               - 7 -
                                           - AMikm
            ' Schätzung der durch die Regelung der Prämien für die
               Hi chtVermarktung der Ililch und Hilcherzeugnisse ent­
                                    stehenden Ausgaben
Einheitliche Prämie :           70 RE pro 1.000 Liter Milch und Milcherzeugnisse ,
                                ausgedriïckt in Hilcheinheiten
Prämie für Ui chtVermarktung
Aufgestellte Hypothese :
250 . 000 Kühe werden 1971 prämienbegiinstigtf durchschnittliche Milcherfassung :
pro Kuh/jahr : 2.900 1 | einheitliche Durchschnitt sprämie : 203 RE , abgerundet
auf 200 RE .
Finanzierung                                                                    1
- 1971
                     250.000 Kühe zu 100 RE (Anzahlung) ....              25.OOO.OOO HE
                               Beteiligung des SAGITj ( 50$)              12.500.000 RE
- 1972     (ig- f;.estbetrag )                                            12.500.000 RE
           Beteiligung des EAGPL ( 50^)                                     6.250.000 ÎJE
- 1973     ("5" Restbetrag )                                              12.500.000 HE
           Beteiligung des EAGFL ( 50fo )                                   6.250.000 RE
Wiederholung der sich aus der Verordnung ergebenden Gesamtausgaben
                   ( Gesamtbetrag ausgedrückt in Millionen RE )
         I
                                                 1  zu Lasten der Abteilung          i
         ! Jàlir            Ge samtauGgabe       L Ausrichtung des EAC-FL ( Mill.RE)'
           1971                   25,00                       12,50                  i
         I 1972
         I             !
                                  12,50                        6,25
         i 1973        ;          12,50                        6,25
                                               1                                     !
         i Total
         :
                       !
                       l
                                  50,00        I              25,00                  j
                                                                                     i