CELEX: 31980R2310
Language: de
Date: 1980-09-03 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2310/80 der Kommission vom 3. September 1980 zur Festlegung der Verwendungsbedingungen für Ionenaustauschharze und der Durchführungsbestimmungen für die Bereitung von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat für die Wirtschaftsjahre 1980/81 und 1981/82

Avis juridique important

|

31980R2310

Verordnung (EWG) Nr. 2310/80 der Kommission vom 3. September 1980 zur Festlegung der Verwendungsbedingungen für Ionenaustauschharze und der Durchführungsbestimmungen für die Bereitung von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat für die Wirtschaftsjahre 1980/81 und 1981/82  

Amtsblatt Nr. L 233 vom 04/09/1980 S. 0014 - 0016 Griechische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 30 S. 0140 

****  ( 1 ) ABL . NR . L 54 VOM 5 . 3 . 1979 , S . 1 .  ( 2 ) ABL . NR . L 195 VOM 29 . 7 . 1980 , S . 6 .  ( 3 ) ABL . NR . L 340 VOM 9 . 12 . 1976 , S . 19 .    VERORDNUNG ( EWG ) NR . 2310/80 DER KOMMISSION   VOM 3 . SEPTEMBER 1980   ZUR FESTLEGUNG DER VERWENDUNGSBEDINGUNGEN FÜR IONENAUSTAUSCHHARZE UND DER DURCHFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN FÜR DIE BEREITUNG VON REKTIFIZIERTEM TRAUBENMOSTKONZENTRAT FÜR DIE WIRTSCHAFTSJAHRE 1980/81 UND 1981/82   DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN   GEMEINSCHAFTEN  -   GESTÜTZT AUF DEN VERTRAG ZUR GRÜNDUNG DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT ,   GESTÜTZT AUF DIE VERORDNUNG ( EWG ) NR . 337/79 DES RATES VOM 5 . FEBRUAR 1979 ÜBER DIE GEMEINSAME MARKTORGANISATION FÜR WEIN ( 1 ), ZULETZT GEÄNDERT DURCH DIE VERORDNUNG ( EWG ) NR . 1990/80 ( 2 ), INSBESONDERE AUF ARTIKEL 46 ABSATZ 6 ,   IN ERWAEGUNG NACHSTEHENDER GRÜNDE :   DER RAT HAT KÜRZLICH DIE BEREITUNG UND DIE VERWENDUNG VON REKTIFIZIERTEM TRAUBENMOSTKONZENTRAT GENEHMIGT . ANHANG III PUNKT 1A BUCHSTABE H ) DER VERORDNUNG ( EWG ) NR . 337/79 SIEHT FÜR DIE BEREITUNG DIESES ERZEUGNISSES DIE VERWENDUNG VON IONENAUSTAUSCHHARZEN UNTER NOCH FESTZULEGENDEN BEDINGUNGEN VOR . ES IST DESHALB ERFORDERLICH , DIE VERWENDUNGSBEDINGUNGEN FÜR DIESE IONENHARZE FESTZULEGEN .   DABEI SIND DIE BEREITS AUF GEMEINSCHAFTSEBENE ERLASSENEN BESTIMMUNGEN ZU BERÜCKSICHTIGEN , DIE DURCH DIE RICHTLINIE 76/893/EWG DES RATES VOM 23 . NOVEMBER 1976 ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN ÜBER MATERIALIEN UND GEGENSTÄNDE , DIE DAZU BESTIMMT SIND , MIT LEBENSMITTELN IN BERÜHRUNG ZU KOMMEN ( 3 ), FESTGELEGT WORDEN SIND .   DIE ZULÄSSIGEN BEHANDLUNGEN MÜSSEN ÜBERDIES GEWÄHRLEISTEN , DASS DAS GEWONNENE ERZEUGNIS GESUNDHEITSUNSCHÄDLICH IST . ES MÜSSEN DESHALB KONTROLLEN SOWOHL DER VERWENDETEN STOFFE ALS AUCH DES GEWONNENEN ERZEUGNISSES SOWIE DIE FÜR DIESE KONTROLLEN ERFORDERLICHEN ANALYSEMETHODEN VORGESEHEN WERDEN .   DIE STUDIEN BEZUEGLICH DER KONTROLLE DER VERWENDUNG DER IONENAUSTAUSCHHARZE WERDEN AUF GEMEINSCHAFTSEBENE FORTGEFÜHRT . ES ERSCHEINT DAHER SINNVOLL , DIE ANWENDUNG DIESER VERORDNUNG ZUNÄCHST AUF ZWEI WEINWIRTSCHAFTSJAHRE ZU BESCHRÄNKEN , BIS DIE ERGEBNISSE DER EINGELEITETEN ARBEITEN VORLIEGEN .   DIE IN DIESER VERORDNUNG VORGESEHENEN MASSNAHMEN ENTSPRECHEN DER STELLUNGNAHME DES VERWALTUNGSAUSSCHUSSES FÜR WEIN  -   HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :   ARTIKEL 1   DIE VERWENDUNG VON IONENAUSTAUSCHHARZEN FÜR DIE BEREITUNG VON REKTIFIZIERTEM TRAUBENMOSTKONZENTRAT DARF NUR IN DEN VON DEN BEHÖRDEN DES MITGLIEDSTAATS , AUF DESSEN HOHEITSGEBIET DIESE HARZE VERWENDET WERDEN , ZUGELASSENEN ANLAGEN UND UNTER DER AUFSICHT EINES ZUGELASSENEN ÖNOLOGEN ODER TECHNIKERS ERFOLGEN . DIE GENANNTEN BEHÖRDEN BESTIMMEN DIE DEN ZUGELASSENEN ÖNOLOGEN UND TECHNIKERN OBLIEGENDEN AUFGABEN UND VERANTWORTLICHKEITEN .   ARTIKEL 2   DIE ZUR VERWENDUNG ZUGELASSENEN IONENAUSTAUSCHHARZE SIND SULFONIERTE ODER AMONISIERTE STYROL- ODER BENZOLDIVINIL-COPOLYMERE . SIE MÜSSEN DEN BESTIMMUNGEN DER RICHTLINIE 76/893/EWG SOWIE DEN ZU DEREN DURCHFÜHRUNG ERLASSENEN GEMEINSCHAFTLICHEN UND NATIONALEN VORSCHRIFTEN ENTSPRECHEN . SIE DÜRFEN BEI DER KONTROLLE NACH DER IM ANHANG FESTGELEGTEN ANALYSEMETHODE IN KEINEM DER ERWÄHNTEN LÖSUNGSMITTEL MEHR ALS 1 G/L ORGANISCHE STOFFE HINTERLASSEN .   IHRE REGENERATION DARF NUR UNTER VERWENDUNG VON STOFFEN ERFOLGEN , DIE FÜR DIE HERSTELLUNG VON LEBENSMITTELN ZUGELASSEN SIND .   ARTIKEL 3   DIESE VERORDNUNG TRITT AM DRITTEN TAG NACH IHRER VERÖFFENTLICHUNG IM AMTSBLATT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN IN KRAFT .   SIE GILT VOM 1 . SEPTEMBER 1980 BIS 31 . AUGUST 1982 .   DIESE VERORDNUNG IST IN ALLEN IHREN TEILEN VERBINDLICH UND GILT UNMITTELBAR IN JEDEM MITGLIEDSTAAT .   BRÜSSEL , DEN 3 . SEPTEMBER 1980   FÜR DIE KOMMISSION   FINN GUNDELACH   VIZEPRÄSIDENT ****    ANHANG   USA-METHODE FÜR DIE BESTIMMUNG DER LÄSSIGKEIT ORGANISCHER SUBSTANZ AUS IONENAUSTAUSCHHARZEN   BESTIMMUNG DER LÄSSIGKEIT ORGANISCHER SUBSTANZ AUS IONENAUSTAUSCHHARZEN   1 .  GEGENSTAND UND ANWENDUNGSBEREICH   DIE METHODE DIENT ZUR BESTIMMUNG DER LÄSSIGKEIT ORGANISCHER SUBSTANZ AUS IONENAUSTAUSCHHARZEN .   2 .  DEFINITION   LÄSSIGKEIT ORGANISCHER SUBSTANZ AUS IONENAUSTAUSCHHARZEN : DIE LÄSSIGKEIT ORGANISCHER SUBSTANZ WIRD DURCH DIE NACHSTEHEND BESCHRIEBENE METHODE BESTIMMT .   3 .  PRINZIP   PERKOLIEREN GEEIGNETER LÖSUNGSMITTEL DURCH ZUR UNTERSUCHUNG VORBEREITETE HARZE UND GRAVIMETRISCHE BESTIMMUNG DER MASSE DER HERAUSGELÖSTEN ORGANISCHEN SUBSTANZ .   4 .  REAGENZIEN   ALLE REAGENZIEN MÜSSEN ANALYSENREINE QUALITÄT BESITZEN .   LÖSUNGSMITTEL :   4.1 . DESTILLIERTES WASSER ODER ENTIONISIERTES WASSER GLEICHWERTIGER REINHEIT .   4.2 . ÄTHANOLLÖSUNG 15 % V/V ; HERSTELLUNG DER LÖSUNG DURCH MISCHEN VON 15 VOLUMEN ABSOLUTES ÄTHANOL MIT 85 VOLUMEN WASSER ( 4.1 ).   4.3 . ESSIGSÄURE-LÖSUNG 5 % M/M ; HERSTELLUNG DER LÖSUNG DURCH MISCHUNG VON 5 MASSETEILEN EISESSIGSÄURE MIT 95 MASSETEILEN WASSER ( 4.1 ).   5 .  APPARATIVES   5.1 . IONENAUSTAUSCH-CHROMATOGRAPHIESÄULEN .   5.2 . MESSKOLBEN 2 L .   5.3 . VERDAMPFUNGSSCHALEN , HITZERESISTENT FÜR OFENTEMPERATUREN VON 850  * C .   5.4 . TROCKENOFEN , THERMOSTATISCH KONTROLLIERT AUF 105  MEHR ODER WENIGER  2  * C .   5.5 . MUFFELOFEN , THERMOSTATISCH KONTROLLIERT AUF 850  MEHR ODER WENIGER  25  * C .   5.6 . ANALYSENWAAGE , GENAUIGKEIT 0,1 MG .   5.7 . VERDAMPFER : HEIZPLATTE ODER INFRAROTVERDAMPFER .   6 .  VERFAHREN   6.1 . IN DREI IONENAUSTAUSCH-CHROMATOGRAPHIESÄULEN ( 5.1 ) WERDEN JEWEILS 50 ML DES ZU PRÜFENDEN IONENAUSTAUSCHHARZES NACH VORABGEHENDEM WASCHEN UND BEHANDELN GEMÄSS ANWEISUNG DES HERSTELLERS FÜR DIE VERWENDUNG MIT LEBENSMITTELN EINGEGEBEN .   6.2 . DIE DREI EXTRAKTIONSLÖSUNGEN ( 4.1 , 4.2 UND 4.3 ) LÄSST MAN GETRENNT DURCH DIE GEMÄSS 6.1 PRÄPARIERTEN SÄULEN MIT EINEM DURCHSATZ VON 350 BIS 450 ML/H PERKOLIEREN . DER ERSTE LITER DES ELUATS AUS JEDER SÄULE WIRD VERWORFEN , DIE NÄCHSTEN 2 LITER WERDEN IN MESSKOLBEN ( 5.2 ) AUFGEFANGEN .   6.3 DIE DREI ELUATE LÄSST MAN AUF EINER HEIZPLATTE ODER UNTER DEM INFRAROTVERDAMPFER ( 5.7 ) IN GETRENNTEN VERDAMPFUNGSSCHALEN ( 5.3 ), DIE VORAB GEWASCHEN UND GEWOGEN  ( M0 ) WURDEN , VERDAMPFEN . DIE SCHALEN WERDEN IN DEN TROCKENOFEN ( 5.4 ) EINGESETZT , BIS DIE RÜCKSTANDE BIS ZUR KONSTANTEN MASSE ( M1 ) GETROCKNET SIND .   6.4 . NACH AUFZEICHNUNG DER KONSTANTEN MASSE ( 6.3 ) WERDEN DIE TROCKENRÜCKSTÄNDE IM MUFFELOFEN BIS ZUR KONSTANTEN MASSE VERASCHT ( M2 ).   6.5 . BERCHENUNG DER DURCH STOFFLÄSSIGKEIT ABGEGEBENEN ORGANISCHEN SUBSTANZ ( 7.1 ). IST DAS ERGIBNIS GRÖSSER ALS 1 MG/L , SO IST EIN BLINDTEST DER REAGENZIEN DURCHZUFÜRHEN UND DER GEHALT AN ABGEGEBENER ORGANISCHER SUBSTANZ ERNEUT ZU BERECHNEN .   DER BLINDTEST SOLLTE DURCH WIEDERHOLUNG DER VORSCHRIFTEN 6.3 UND 6.4 , JEDOCH UNTER VERWENDUNG VON 2 LITER LÖSUNG DURCHGEFÜHRT WERDEN , UM MASSEN VON M3 UND M4 NACH DEN VORSCHRIFTEN 6.3 BZW . 6.4 ZU ERHALTEN .   7 .  DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE   7.1 . BERECHNUNGSFORMEL UND BERECHNUNG DER ERGEBNISSE   DIE AUS DEN IONENAUSTAUSCHHARZEN HERAUSGELÖSTE ORGANISCHE SUBSTANZ WIRD IN MG/1 MITTELS FOLGENDER FORMEL BERECHNET :  ( 500 ( ML  -  M2 ),   WOBEI M1 UND M2 DIE ERMITTELTEN MASSENWERTE SIND .   DIE BERICHTIGTE , VON DEN IONENAUSTAUSCHHARZEN HERAUSGELÖSTE ORGANISCHE SUBSTANZ WIRD IN MG/1 MITTELS FOLGENDER FORMEL BERECHNET :   500 ( M1  -  M2  -  M3 + M4 ),   WOBEI M1 , M2 M3 UND M4 DIE ERMITTELTEN MASSENWERTE SIND .   7.2 . DER UNTERSCHIED DER ERGEBNISSE ZWISCHEN ZWEI AN DERSELBEN PROBE PARALLEL DURCHGEFÜHRTEN BESTIMMUNGEN DARF 0,2 MG/L NICHT ÜBERSCHREITEN .