CELEX: C2005/182/18
Language: de
Date: 2005-07-23 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 26. Mai 2005 in der Rechtssache C-409/03 (Vorabentscheidungsersuchen des Bundesfinanzhofs [Deutschland]): Société d'exportation de produits agricoles SA (SEPA) gegen Hauptzollamt Hamburg-Jonas (Ausfuhrerstattungen — Rindfleisch — Schlachtungen aus besonderem Anlass — Verordnung [EWG] Nr. 3665/87 — Artikel 13 — Gesunde und handelsübliche Qualität — Vermarktungsfähigkeit unter normalen Bedingungen)

23.7.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 182/10
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Erste Kammer)
   vom 26. Mai 2005
   in der Rechtssache C-409/03 (Vorabentscheidungsersuchen des Bundesfinanzhofs [Deutschland]): Société d'exportation de produits agricoles SA (SEPA) gegen Hauptzollamt Hamburg-Jonas (1)
   
   (Ausfuhrerstattungen - Rindfleisch - Schlachtungen aus besonderem Anlass - Verordnung [EWG] Nr. 3665/87 - Artikel 13 - Gesunde und handelsübliche Qualität - Vermarktungsfähigkeit unter normalen Bedingungen)
   (2005/C 182/18)
   Verfahrenssprache: Deutsch
   In der Rechtssache C-409/03 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Bundesfinanzhof (Deutschland) mit Entscheidung vom 15. Juli 2003, beim Gerichtshof eingegangen am 1. Oktober 2003, in dem Verfahren Société d'exportation de produits agricoles SA (SEPA) gegen Hauptzollamt Hamburg-Jonas hat der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten P. Jann, des Richters K. Lenaerts, der Richterin N. Colneric sowie der Richter K. Schiemann und E. Juhász (Berichterstatter) — Generalanwalt: P. Léger; Kanzler: M.-F. Contet, Hauptverwaltungsrätin — am 26. Mai 2005 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 13 der Verordnung (EWG) Nr. 3665/87 der Kommission vom 27. November 1987 über gemeinsame Durchführungsvorschriften für Ausfuhrerstattungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist dahin auszulegen, dass Fleisch, das die Genusstauglichkeitskriterien erfüllt, dessen Vermarktung für den menschlichen Verzehr in der Europäischen Gemeinschaft aber durch die Gemeinschaftsregelung auf den lokalen Markt beschränkt ist, weil es von Tieren stammt, die aus besonderem Anlass geschlachtet wurden, nicht als Fleisch von „gesunder und handelsüblicher Qualität“ angesehen werden kann, was Voraussetzung für die Gewährung von Ausfuhrerstattungen wäre.
   
      (1)  ABl. C 275 vom 15.11.2003.