CELEX: 51972PC0857
Language: de
Date: 1972-07-24
Title: Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die quantitative Analyse von ternären Textilfasergemisehen (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (72) 857
Vol. 1972/0100
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
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27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
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der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KC^:H'rii:oN'T}ZP^.jX?ROPArsCHEN - Grifi2E,rfrCï'Lar;cEN -
                                           KOM(72)857 endg.
                                           Brüssel , den 24» Juli 1972
                               Vorschlag einer
                            RICHTLINIE DES RATES
                 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
                 Mitgliedstaaten über die quantitative Analyse
                           von ternären Textilfaser­
                                                            g
                                gemi sehen
                     ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(?2 ) 857 endg.
                                                                       «
 ---pagebreak---                                    BEGRUNDUNG
  I. ALLGEM3IN2S
  1 . Bei einem Vergleich der in den Mitgliedstaaten geltenden oder geplanten
      Rechts - und Verwaitungsvorschrif ten für Textilerzeugnisse wurden' zahl­
      reiche Unterschiede festgestellt , die eine Behinderung des freien Waren-
      verkehrs mit Textilerzeugnissen innei-halb der Europäischen Gemeinschaft
      darstellen .
      Daraufhin hat die Kommission dem Rat am 14 , März 1969 eine Richtlinie
      zur Angleichung der Rechtsvorschriften über die Bezeichnung von Texti­
      lien vorgeschlagen , und am 21 , Februar 1971 eine weitere Richtlinie , in
      der die Methoden für die Vorbereitung der Vorproben und der Analysenpro-
      ben zur Bestimmung der Zusammensetzung von binären Textilfasergemischen
      festgelegt werden , die von den nationalen Stellen befolgt werden müssen ,
      die für die Kontrolle der Anwendung der ersten Richtlinie zuständig sind .
  2 . Wegen der Vielschichtigkeit dieser Probleme haben die Sachverständigen
      sehr rasch erkannt , daß es unmöglich wäre , in kurzer Zeit eine Analysen-
      methode für alle in der Praxis auftretenden Gemische auszuarbeiten . Da­
      her habe.n sie es vorgezogen ., einheitliche Analysenmethoden zunächst für
      eine Reihe besonderer binärer Textilfasergemische festzusetzen , nachdem
      sie einige allgemein gültige Regeln für die quantitative Analyse der
      meisten binären Textilfasergemische und die Behandlung der Laborproben
      aufgestellt hatten .  •                                                     ,
      Der Analyse von Mischgeweben aus drei Fasern , die Gegenstand dieses
      Richtlinienvorschlags ist , sollen im übrigen weitere Richtlinien folgen ,
      namentlich über " zugesetzte Fremdstoffe " und über Methoden der mikros­
      kopischen Analyse .
• KOMMENTAR ZU DEM RICHTLINIENVORSCHLAG UND SEINEN ANHÄNGEN
  1 ) Die Methoden der quantitativen Analyse von Textilfasergemischen stützen .
      sich auf zwei Verfahren , nämlich das Verfahren der manuellen Trennung
      und das der chemischen Trennung der Fasern .
                                                                          • «/• •
                                           /
 ---pagebreak--- Die Richtlinie und hauptsächlich ihr Anhang I enthält gemeingültige
Informationen über die quantitative Analyse teriiärer Fasergemische nach
dem Verfahren der manuellen , der chemischen Trennung oder einer Kombi­
nation der beiden Verfahren .
Das Verfahren der quantitativen chemischen Analyse von Fasergemischen
stützt sich auf die selektive Lösbarkeit der Einzelbestandteile der Misch­
ung .
Im Falle der ternären Gemische , ergeben sich vier mögliche Varianten .
Bei den drei ersten Varianten arbeitet der Analyst mit zwei verschie­
denen Analysenproben , wobei jedesmal ein oder zwei Bestandteile der Misch­
ung analysiert werden und der andere durch Differenzbildung errechnet wird
Die vierte Variante ermöglicht , mit einer einzigen Analysenprobe zu arbei­
ten , doch ist dieses Verfahren weniger sicher , weil die dritte . Textilfaser
des Gemisches den aufeinanderfolgenden Einwirkungen von zwei verschiedenen
Lösungsmitteln ausgesetzt wird .
Grundsätzlich ist es erwünscht , wie in . Anhang 3 angegeben , für die Analyse
der ternären Gemische die entsprechenden binären Methoden zu verwenden .
Infolgedessen erschien es nicht erforderlich , im Anhang die für bestimmte
Faser.gemische speziell gültigen Verfahren im einzelnen ausführlich zu be­
schreiben , da sie dieselben sind , wie sie in der Richtlinie über bestimmte
quantitative Analyseverfahren für binäre Mischungen beschrieben sind .
Es wäre zweifellos erwünscht gewesen , die in Anhang 3 aufgenommene Tabelle
obligatorisch zu machen , doch ist dies beim gegenwärtigen Stand der Er­
fahrungen der Laborchemiker nicht möglich . Es ist. jedoch nicht ausgeschlos­
sen , daß künftig eine Änderung der Richtlinie in diesem Sinne vorgeschla­
gen werden wird .
2 ) Kommentar zu den einzelnen Artikeln des R5,chtlinienvorschla%s und der
    Anhänge
    Artikel 1 definiert kurz den Anwendungsbereich und die zu seinem Ver­
    ständnis erforderlichen Prinzipien .
 ---pagebreak--- Art ikel 2 , der der grundlegende Artikel dieses Vorschlags ist » setzt
die Verplichtungen der Mitgliedstaaten zur Anwendung der in den Anhängen
des Richtlinienvorschlags beschriebenen Analyseverfahren fest . Dabei
sind jedoch die beiden letzten Anhänge nur eine Veranschaulichung des
Textes des vorausgehenden Anhangs .
Diese Vorschriften sind für die offiziellen Kontrollstellen/bestimmt ,
und sie sollen bei den ternären Geraischen die gegenwärtig geltenden
Analyseverfahren ersetzen .
Diese Kontrollen sollen , wie aus Artikel 13 de s Richtlinienvorschlags
über die Bezeichnung von Textilerzeugnissen hervorgeht ( vgl . Begründung
auf Seite 11 ), nicht systematisch vor der Vermarktung der Erzeugnisse
vorgenommen v/erden .
                  /
Artikel 3 bezieht sich auf die, Angaben , die im Analysenbericht aufzu­
führen sind .
Artikel k und 5 sind Standardartikel der Richtlinienvorschläge der
Kommission an den Rat . Artikel k erinnert im letzten Absatz daran ,
dass die Kommission über die Massnahmen der anderen Mitgliedstaaten
zur Angleichung ihrer Rechts- und Verwaltungsvorschriften im Textil-
sektor laufend unterrichtet zu werden .wünscht .
Anhang 1 , - Dieser Anhang , der eine allgemein gehaltene Einführung über
die Prinzipien der Analyse ternärer Fasergemische enthält , weist an-
schliessend einen ersten Teil auf mit allgemein gültigen Informationen
über die zu verwendenden Methoden für die quantitative chemische Ana­
lyse ternärer Textilfasergemische . In diesem Teil finden sich die für
die Berechnung der Prozentsätze der reinen trockenen Fasern notwendigen
Formeln . Der zweite Teil betrifft die Methode für die Analyse ternärer
Mischungen durch manuelle Trennung . Der dritte Teil bezieht sich auf
eine Kombination der beiden Methoden .   Zum Schluss wird in den beiden
letzten Kapiteln die Genauigkeit der Methoden und der Analysenbericht
behandelt .
Zur Erläuterung der Anwendung der in Anhang 1 aufgeführten Prinzipien
werden/ im Anhang 2 und 3 Zahlenbeispiele gegeben .  Einer der Anhänge
enthält Berechnungsbeispiele der Komponenten in Abhängigkeit von den
 ---pagebreak---                                     -   L „
verwendeten Varianten , im anderen sind binäre Methoden aufgeführt ,
die für die Analyse ternärer Gemische kombiniert werden können , unter
Angabe der vorzuziehenden Variante .
Der letztgenannte Anhang besitzt aus den bereits dargelegten Gründen
keinerlei zwingenden Charakter .
                  1
UNTERRICHTUNG DER FACHKREISE
Der Koordinierungsausschuß der Textilindustrie der EWG ist regelmäßig
über den Stand der Arbeiten in diesem Bereich unterrichtet worden .
UNTERRICETUNG DER NüU BEITR3TENDEN STAATEN
Die irlandische Mission hat die Dienste der Kommission wissen lassen ,
dass die zuständige irische Dienststelle keine Bemerkung zu dieser Richt­
linie zu machen hatte «
Die drei anderen beitrittswilligen Länder machten zu dem Richtlinienvor-
schlag nur die Bemerkung, die sie am 9 » Juni 1972 mitgeteilt hatten.
KONSULTATION DES PARLA":1EUTS UND DES VJIRTSCKAFTS - UND SOZIALAUSSCEU SSES
Die Stellungnahme dieser beiden Instanzen ist nach Artikel 100 Abs . 2
nicht erforderlich .
Die Anwendung der Vorschriften des vorliegenden Richtlinienvorschlags
erfordert in keinen Mitgliedsta^t eine Gesetzesänderuug .
                                      χ
                             χ              X
 ---pagebreak---                       Vorschlag einer Richtlinie zur Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die quantitative Analyse
                      von ternären Textilfasergenischen
                  ( von der Kommission dem P.at vorgelegt )
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN         -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Art . 100 ,
auf Vorschlag der Kommission                                            ^
und in Erwägung nachstehender Gründe : Die Richtlinie des Rates vom
26 . Juli 1971(1 ) über die Bezeichnung von Textilerzeugnissen sieht
Bestimmungen über eine auf der Faserzusammensetzung der Textilerzeugniss
beruhende Etikettierung vor .                                           .
Eei amtlichen Kontrollen in den Hitgliedstaaten müssen einheitliche
Verfahren zur Bestimmung der Faserzusammensetzung der Textilerzeug-
nisse angewandt werden , und zwar sowohl in bezug auf die Behandlung
der. Probe als auch bei der Analyse der Erzeugnisses .
Die vorgenannte Richtlinie des Rates sieht in ihrem Art . 12 vor , dass
in besonderen Richtlinien die Ifethoden der Probenahme und die Analysen-
verfahren augegeben werden , die in allen Mitgliedstaaten zur Bestimmung
der Faserzusammensetzung der Erzeugnisse anzuwenden sind ; unter diesen
Umständen hat der Rat - mit seiner Richtlinie vom .... zur Angleichung
der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über bestimmte Verfahren
der quantitativen Analyse von binären Textilf asergemischen - Vorschrif­
ten betreffend die Zubereitung der Vorproben und der Analysenproben
angenommen , die auf ternäre Textilf asergemische anwendbar sind .
Diese Richtlinie hat den Zweck , Vorschriften über die quantitative
Analyse von ternären Textilfasergemischen festzulegen .
Die speziellen Methoden für die Analyse bestimmter binärer Faser-,
mischungen sind ausführlich beschrieben in der vorgenannten Richt­
linie des Rates vom ...           Die gewonnenen Erfahrungen gestatten
nicht , mit sofortiger Wirkung eine einzige Methode vorzuschreiben ;,
es müssen mehrere Varianten für die selektive Auflösung der Bestand­
teile vorgeschrieben werden .
( 1 ) Amtsbl . Nr . L 1o5 vom 16.8.1971
 ---pagebreak--- Es ist jedoch erforderlich , für die Anlalyse aller ternären Fasermischungen
allgemeingültige Regeln aufzustellen. Zweck dieser Regeln ist , die verschiedenen
anwendbaren Methoden anzugeben und für jeden Fall das Verfahren zur Berechnung
der prozentualen Anteile zu "beschreiten . -
HAT POLGENDE RICHTLIÏÏIE ERLASSEN :
                                     Artikel 1
    \                                    ■
Die vorliegende Richtlinie betrifft Verfahren zur quantitativen Analyse teraärer
Textilfasergemische , sowie die Verfahren der manuellen und chemischen Trennung
sowie einer Kombination der beiden Verfahren ,
                                     Artikel 2
Die Vorschriften des Anhangs I der Richtlinie des Rates vom
über die Angleicliung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für bestimmte
mengenmäßige Analysenmethoden binärer Textilfasergemische sind für die Vor­
bereitung der verkleinerten Muster und der Ana,lysenmuster anwendbar .
                                     Artikel 3
Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen , damit die im Anhang I
dieser Richtlinie , sowie die in Anhang I der in Artikel 2 genannten Richtlinie
des Rates vorgesehenen Vorschriften bei den amtlichen Kontrollen zur Bestimmung
der Zusammensetzung eines Textilerzeugnisses aus einem ternären Textilfaser-
gemisch beachtet werden , das nach den Bestimmungen der Richtlinie vom 26 . Juli 1971
über die Angleichung der Rechtsvorschriften der Iii t gli edst aat en über Text il-
bezeichnungen in den Verkehr gebracht wurde .
                                     Artikel 4
Das mit der Kontrolle der ternären Mischungen betraute Laboratorium führt in
seinem Analysenbereich alle, in Anhang I unter Punkt V aufgezählten Bestandteile
auf.
                                     Artikel 5
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften in Kraft » um dieser
      Richtlinie binnen 18 Monaten nach ihren Zustellung nachzukommen , und unter­
      richten hiervon unverzüglich die Kommission.
2 . Die Mitgliedstaaten sorgen dafür , daß der Kommission- der Wortlaut der inner­
      staatlichen Rechtsvorschriften übermittelt wird , die sie auf dem unter diese
      Richtlinie fallenden Gebiet erlassen .
                                     Artikel 6
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---            A ni i G       1
QUANTITATIVE A^JiYSEtniETEgDCT FOR
   TERITXRE TEXT ILFASER GEMIS C EE
       - ALLC2BMBINBS -
 ---pagebreak---                                   - 2 -
                   :          ALLOBM5INE3 .           .
BUTLFrruîro
Die Methodea der quantitativen Analyse von Textilfasergemischen stutzen
sich auf zwei Verfahren , nämlich auf das Vorfahren der manuellen Trennung
und das der chemischen Trennung der Fasern .
Dem manuellen Verfahren sollte nach Möglichkeit der Vorzug gegeben werden,
da es im allgemeinen zu genaueren Ergehnissen führt als das chemische Ver­
fahren . Das manuelle Verfahren lässt sich auf alle Textilerzeugnisse , hei
denen die das "betreffende Erzeugnis bildenden Fasern keine tintrennbare
Mischung darstellen , anwenden , z.B. auf die aus mehreren Bestandteilen zu­
sammengesetzten Garne , bei denen die einzelnen Bestandteile aus einer ein­
zelnen Faserart gebildet werden , sowie auf Gewebe , bei denen die Kette aus
einer anderen Faser als der Schuss besteht , oder auf Kul ierw irkware n , ■ die
aus verschiedenartigen Fäden zusammengesetzt sind .
                                                    /
3h der Regel stützt sich das Verfahren der quantitativen chemischen Analyse
von Textilfasergemischen auf die selektive Lösbarkeit der Einzelbestand­
teile der Mischung . Für dieses Verfahren ergeben sich vier mögliche Varianten
1 . Es wird mit zwei verschiedenen Analysenproben gearbeitet , indem aus der
ersten Probe ein Bestandteil ( a ), aus der zweiten Probe ein weiterer Bestand­
teil ( b ) herausgelöst werden . Die von den beiden anderen Fasern gebildeten
unlöslichen Rückstände werden gewogen und der Prozentsatz jeder der beiden
unlöslichen Bestandteile aus dem Verlust der Trockenmasse berechnet . Der
Prozentsatz dos dritten Bestandteiles ( c ) wcLrd durch Differenzbildung "be­
rechnet .
2 . Es wird mit zwei verschiedenen Analysenproben gearbeitet , indem aus der
ersten Probe ein Bestandteil ( a), aus der zweiten Probe zwei Bestandteile
(a und b) herausgelöst werden . Der unlösliche Rückstand der ersten Analysen-
proben wird gewogen und der Prozentsatz des Bestandteiles a aus dem Verlust
der Trockenmasse berechnet . Der unlösliche Rückstand der zweiten Analysen- <
probe wird gewogenj er entspricht dem Bestandteil c . Der Prozentsatz des
dritten Bestandteiles ( b)'wird durch Differenzbildung ermittelt .
 ---pagebreak---                                   - 3 -
3 . Es -wird mit zwei verschiedenen Analysenproben gearbeitet , indem aus
 dsr ersten Probe zwei Bestandteile (a und b ), aus der zweiten Probe zwei
Bestandteile (b und c ) herausgelöst werden . Die unlöslichen Rückstände ent­
sprechen jeweils den Bestandteilen ( c ) und ( a) . Der Prozentsatz des dritten
Bestandteiles ( b) wird durch Differenzbildung errechnet .
4 . Es wird mit einer Analysenprobe gearbeitet . Nach Entfernung eines der
Bestandteile wird der von den beiden anderen Fasern gebildete unlösliche
Rückstand gewogen und der Prozentsatz des löslichen Bestandteiles aus dem
Verlust der Trockenmasse berechnet . Aus.- dem Rückstand wird eine der "beiden
Pasern durch Auflösen extrahiert . Der unlösliche Bestandteil wird gewogen
und der Prozentsatz des zweiten löslichen Bestandteils aus dem Verlust der
Trockenmasse bereohnet .
Pur den Fall einer Aufewahlmöglichkeit wird empfohlen , eine der drei ersten
Varianten anzuwenden .
In diesem Dokument wurden die allgemeingültigen Informationen für die quan­
titative Analyse ternärer Fasergeinische nach dem Verfahren der manuelien ,
der chemischen Trennung oder beider zusammen aufgenommen .
Der mit der Analyse "beauftragte Sachverständige muss jedoch darauf achten ,
dass bei der chemischen Analyse Methoden gewählt werden , die Losungsmittel
vorschreiben , die nur eine bestimmte Faser bzw . bestimmte Fasern auflösen ,
die anderen dagegen nicht angreifen . Im Falle der Anwendung der vierten
Variante , bei der eine Textilfaser der aufeinanderfolgenden Einwirkung
von zwei Lösungsmitteln ausgesetzt ist , ist es notwendig , Korrekturfaktoren
anzuwenden , die die etwaigen Verluste durch diese doppelte Behandlung be­
rücksichtigen .
Als Beispiel ist in Anhang 3 Qine Tabelle aufgeführt , die eine Anzahl ter­
närer Mischungen enthält , sowie Analysenmethoden für binäre Gemische , die
grundsätzlich auch für die Analyse dieser ternären Gemische verwendet
werden können .            .
Um die Fehlermöglichkeiten auf ein Mindestmass zu verringern , wird em­
pfohlen , die chemische Analyse in allen Fällen , in denen dies möglich ist ,
nach mindestens zwei der vier vorgenannten Varianten durchzuführen .
Die während der Herstellung der Textilerzeugnisse benutzten Fasergemische unrl
in geringerem Masse auch die Fasergemische in den Fertigtextilen können bis­
weilen als natürliche Beimengungen oder zur Erleichterung des Vorarbeitungs-
vorgargs Fette , Wachse o3er Hilfsstoffe bzw.wasserlösliohe Stoffe enthalten .
 ---pagebreak---  Diese nicht zur Faser gehörenden Stoffe müssen vor der Analyse "beseitigt
■werden . Deshalb wird ausserdem eine Vorbehandlungsmethode zuy Entfernung
von ölen , Fetten , Wachsen und wasserlöslichen Stoffen angegeben .
 Textilien können ferner Harze oder andere Stoffe enthalten , die ihnen be­
 stimmte Eigenschaften verleihen sollen . Diese Stoffe , zu denen in Ausnahme­
fällen auch Farbstoffe gehören , können die Einwirkung des Reagenz auf die
löslichen Bestandteile beeinträchtigen und durch das Reagenz teilweise oder
völlig beseitigt werden . Diese Zusatzstoffe können daher Fehler hervorrufen
und müssen vor der Analyse der Probe ausgeschieden werden . Sollte diese Aus­
scheidung unmöglich sein , sind die Methoden der quantitativen chemischen An­
alyse nicht mehr anwendbar .
Farbstoffe in gefärbten Fasern werden als integrierender Bestandteil der
Faser angesehen und nicht entfernt .
Bei1 den Analysen wird vom Trockengewicht ausgegangen , weshalb ein Verfahren
zur Bestimmung des Trockengewichtes angegeben wird .
Bei der Ergebnisdarstellung werden zum Trockengewicht der einzelnen Fasern
die in der Anlage II der Richtlinie betreffend die Angleichung der Rechts-
vorschriften der Mitgliedstaaten für die Bezeichnung von Textilerzeugnissen
angegebenen Feucht igkeits zuschlage zugerechnet .
Die in der Mischung enthaltenen Fasern müssen vor der Analyse identifiziert
werden . Bei bestimmten chemischen Methoden kann der unlösliche Bestandteil
von Gemischen teilweise in dem Reagenz aufgelöst werden , das zur Auflösung
des löslichen Bestandteils bzw . der löslichen Bestandteile verwendet wird .
Nach Möglichkeit wurden die Reagenzien so gewählt , dass sie nur einen ge­
ringen oder überhaupt keinen Einfluss auf die unlöslichen Fasern haben . Ist
bei der Analyse mit einem Gewichtsverlust zu rechnen , so müssen die Ergebnis
entsprechend korrigiert werden . Korrekturfaktoren hierfür sind angegeben .
Diese Berichtigungsfaktoren wurden in mehreren Laboratorien dadurch bestimmt
dass durch Vorbehandlung gereinigte Fasern mit dem entsprechenden Reagenz
unter Befolgung der Analysenmethode behandelt wurden . Sie gelten nur für
normale Fasern , Weitere Berichtigungsfaktoren können erforderlich sein ,
wenn die Fasern vor oder während der Verarbeitung nicht intakt geblieben
sind# Sowohl beim manuellen Trennungsverfahren als auch beim chemischen
Trennungsverfahren müssen mindestens Doppelbe Stimmungen durchgeführt
werden .
 ---pagebreak---                                          5
I. ' ALL G3 MB IKES UBER PIE IIBTEP1XCT PER QUASTTITATIVEIT CHEMISCHEF ANALYSE
     TOir TERKSEF TEXTILFASERGEMISCB2IT
     Allgemeine Angaben zu den Verfahren der quantitativen chemischen
     Analyse von ternären Textilfasergemischen .
1.1 . Anwendungsbere ich
       Unter dem Anwendungsbere ich wird bei jeder Analysenmethode für "bin­
       äre Mischungen aufgeführt , für welche Ifesern sie anzuwenden ist .
       ( Siehe Anhang 2 der Richtlinie für die Analyse binärer Mischungen)
1.2 . Prinzro
       Nach Identif izierung der einzelnen Bestandteile der Fasergemische
       werden zunächst durch eine entsprechende Vorbehandlung die nicht-
       fagerigen Bestandteile entfernt ,, sodann         len eine oder mehrere der
       in der Einleitung "beschriebenen vier Varianten des Verfahrens der
       selektiven Auflösung angewendet . Vorzugsweise sind , wenn keine tech­
       nischen Schwierigkeiten auftreten ,.- die in grösserer Menge vorhandenen -
       Pasern aufzulösen , damit man die in geringster Menge vorhandene Faser
       als Endrückstand erhält .
1.3 . Geräte und Reagenzien
1.3.1 . Gerate
1.3.1.1 . Filtertiegel und Wägegläser zum Einsatzen von Tiegeln , oder andere
              gleichwertige Geräte .
1.3.1.2 . Absaugflasche
1.3.1.3 . Exsikkator mit gefärbtem Kieselgel als Feuohtigkeitsindiicator
1.3.1.4 » Trockenofen mit Ventilator zur Trocknung der Analysenproben bei
              105 +  3° C.
1.3.1 * 5 « Analysenwaage , Empfindlichkeit 0,0002 g .
1.3.1.6 . Extrakt ionsapparat Soxhlet oder gleichwertige Apparatur .
1 .3•2.       Reagenzien
1 . 3.3 . 1 . Petroläther , nachdestilliert , Siedebereich 40 bis 60 e C.
1.3.2.2 . Sonstige Reagenzien sind in den entsprechenden Teilen der Methode
              angegeben . Alle Reagenzien müssen chemisch rein sein .
1.3.2.3 . Destilliertes oder entionisiertes Yasser .
 ---pagebreak---                                   - 6 -
1.4 »    Konditioroierungs- und Analysenatmosphäre
         Da die Trockenmasse bestimmt wird , ist weder eine Konditionierung -
         der Probe , noch eine Untersuchung in klimatisierter Atmosphäre er­
        forderlich .
1.5 .   Vorprobe
          Bs wird eine für die Laboratoriumsprobe repräsentative Vorprobe
        gewählt , die für sämtliche erforderlichen Analysenproben von jeweils
        mindestens 1 g ausreicht .
1.6 .   Vo rbehandlung der Vorprobe                  ,
        Ist einer der bei der Berechnung der Prozentsätze nicht zu berück­
        sichtigenden Bestandteile vorhanden ( Artikel I'I ( 2d) der Richtlinie
        " Bezeichnung von Textilerzeugnissen ") , so ist dieser zunächst durch
        eine geeignete Methode zu entfernen , die jedoch keinen der Faser-
        bestandteile angreifen darf ,                                 1
        Zu diesem Zweck werden die mit Hilfe von Petroläther und Fasser ex­
        trahierbaren nichtfaserigen Bestandteile entfernt , indem die luftge­
        trocknete Probe im Soxhlet-Apparat mit' Petroläther während einer
        Stunde und fiiit mindestens sechs Umläufen pro Stunde behandelt wird .
        Anschliessend wird der Petroläther dsr Probe verdampft 5 danach wird
        die Probe durch Direktbehandlung extrahiert , das heisst durch ein­
        stündiges Eintauchen in Wasser bei Zimmertemperatur mit darauf-
        folgendem einstündigem Eintauchen in Wasser bei 65+5 °C unter
        zeitweiligem Schüteln , Flottenverhältnis l/lOO . Danach wird das
        überschüssige Wasser durch Ausquetschen , Absaugen oder Zentrifugieren
        entfernt , bis die Probe lufttrocken ist .
        Falls die nichtfaserigen Bestandteile nicht mit Hilfe von Petrol-
        äther und Wasser extrahiert werden können , so müssen sie anstatt
        mit Wasser , wie oben beschrieben , mit einem geeigneten Stoff ent­
        fernt werden , der keinen der Faserbestandteile wesentlich verändert .
        Bei einigen natürlichen , Pflanzen-Rohfasern ( wie zum Beispiel Jute-^
        Kokosfasern) ist zu beachten , dass durch die normale Vorbehandlung
        mit Petroläther und Wasser nicht alle natürlichen nichtfaserigen
        Bestandteile beseitigt werden . Trotzdem werdest keine weiteren Vor­
      . behandlungen vorgenommen , soweit die Probe keine in Petroläther und
        in Wasser unlöslichen Appreturen enthält .
        In den Analysenberichten müssen die gewählten Vorbehandlungsmethoden
        eingehend geschildert werden .                            /
 ---pagebreak---                                           - 7 -
1•7•        -onalysengang
1 . 7 • 1 • -'-lige "ne ine Anwe isunge n
1.7 . 1.1 . Trocknung
                Alle Trockenoperationen sind mindestens 4 Stunden , jedoch nicht
                mehr als 16 Stunden boi 105 +    3°C in einem belüfteten Ofen "bei
                geschlossener Ofentür durchzuführen . Beträgt die Trocknungsdauer
                 weniger als 14 Stunden , muss uberprüft werden , o"b ein konstantes
                Gewicht erreicht wurde . Dieses Gewicht kann als erreicht gelten
                wenn dor Gewichtsunterschied nach einer neuen Trocknung von 60
                Minuten weniger als 0,05 i° "beträgt .
                Die Filtertigel und Wägegläser sowie die Proben oder die Rück- >*■•-<•
                stände sollen während des Trocknungs -, Abkühlungs- und Wägevor-
                gangs nicht mit "blossen Händen "berührt werden .
                Die Analysenproben werden in einem Wägeglas mit abgenommenen
                Stopfen getrocknet . Wach der Trocknung wird das Wägeglas vor Heraus-
                nahme aus dem Ofen geschlossen und so schnell wie möglich in den
                Exsikkator gebracht .
                Die Filtertigel , der mit seinem Deckel in einem Wägeglas unterge­
                bracht ist , wird im Ofen getrocknet , lach der Trocknung wird das
                Wägeglas verschlossen und so schnell wie möglich in den Exsikkator
                gestellt .
                Wird ein anderes Gerät als der Filtertigel verwendst , so trocknet
                man im Trockenofen , um das Trockengewicht der Fasern ohne Verlust
                zu bestimmen .
1.7.1.2 . Kuhlung
                Alle Kühlvorgänge werden in dem neben der Waage aufgestellten Ex­
                sikkator ausreichend lange durchgeführt , um ein völliges Abkühlen
                der Wägegläser zv, erreichen , wobei die Abkühldauer mindestens 2
                Stunden be trägt .
1.7.1.3 . Wagung
                Wach dem Kühlen wird das Wägeglas innerhalb zwei Minuten nach
                Herausnahme aus dem Exsikkator gewogen . Wägegenauigkeit 0,0002 g .
 ---pagebreak---                                     - 8 -
1.7.2 .     Ana lys engang
            Ilan entnimmt aus der vorbehandelten Vorprobe eine Analysenprobe '
            von mindestens 1 g Gewicht . Das Garn und die Gewebe werden in
            Längen von etwa 10 mm ausgeschnitten und so weit wie möglich zer­
            legt ( zerschnitten). Die Analysenprobe wird in einem Wägeglas ge­
            trocknet , im Exsikkator gekühlt und gewogen . Die Probe wird in
            ein Glasgefäss gegeben , das im entsprechenden Teil der Cemein-
            schaf tsmethode beschrieben ist , anschliessend wird das Wägeglas
            sofort wieder gewogen und das Trockengewicht der Probe durch
            Differenzbildung ermittelt . Die Analyse wird gemäss den Angaben
            in dem entsprechenden Teil der Methode zu Ende geführt .- Der Rück­
             stand wird mikroskopisch geprüft , tun festzustellen , ob durch
            die . Behandlung die lösliche Paser völlig beseitigt worden ist .
 1.8 .      Berechnung und Ergebnisdarstellung
            Das Gewicht jedes Bestandteils wird als Prozentsatz des Gesamt­
          . gewichts der im Gemisch enthaltenen Fasern ausgedrückt . Die Be­
            rechnung erfO;^gi auf der Basis des Trockengewichts der reinen
            Fasern unter Anwendung von Feuchtigkeits Zuschlägen sowie von
            Berichtigungsfaktoren zur Berücksichtigung der während der Vor­
            behandlung aufgetretenen Materialverluste .
 1.8.1 .    Berechnung des Prozentsatzes der r e inen trockenen Fasern ohne
            Berücksichtigung des Gewichtsverlustes der Fasern durch die
            Vorbehandlung
 1.8.1.1 . VâRIAFTE 1
            Formeln , die dann anzuwenden sind , wenn eine Komponente des Faser-
            gemisches aus einer Probe und eine andere Komponente aus einer
            zweiten Probe herausgelöst wird :
                                              I           L
               1 _ ri ,       r2            ! *2        *1
               1      ml      m2
                                             \ "i /             χ 100
         i                                    v
                                                        L
                                                1
                                            / a " ~   d
                     _1_ +                 12           1
                     *1 '    d3            1 "HZ
                                            '     d          '
                                             \      4 .     /
 ---pagebreak---                                          - 9
                                            IV1-
                            T*        T»
                     1   - ~J_ + 1L
                     ^3 "~m2          ^
           Ρ2 1°               –             * 3 ι– * 100
  P    = loo - (P £ + P $)
                          L_ + ILÏI,
                          J
                            3
                               ~ JS t
                                    v *       *")
P^ io ist dar Prozentsatz des trockenen und reinen ersten Faserbestandteils
       ( in der ersten Probe mit dem ersten Reagenz aufgelöste Komponente )
Pg $ is "t äer Prozentsatz des trockenen und reinen zweiten Faseranteils
       ( in der zweiten Probe mit dem zweiten Reagenz aufgelöste Komponente )
P^ % ist der Prozentsatz des trockenen und reinen dritten Faseranteils
       ( in den beiden Proben nicht aufgelöste Komponente )
       ist die Trockenmasse der ersten Probe nach der Vorbehandlung
mg     ist die Trockenmasse der zweiten Probe nach der Vorbehandlung
r^     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung der ersten
       Komponente aus der ersten Probe mit dem ersten Reagenz
rg     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung dar zweiten
       Komponente aus der zweiten Probe mit dem zweiten Reagenz
d^     ist der Bericht igungsfaktor zur Berücksichtigung des durch das erste
       Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht aufgelösten zweiten
       Komponente in der ersten Probe ( l )
dg     ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des durch das erste
       Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht aufgelösten dritten
       Komponente in der ersten Probe .
( l ) Geeignete Werte für _d sind im entsprechenden Textteil jeder
      einzelnen Analysenmethode für binäre Gemische angegeben .
 ---pagebreak---                                         – 10
.. - ist .^ler^Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des durph das         v
     zweite Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht aufgelösten
     ersten Komponente in der zweiten Probe . ■
        ¥
     ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des durch das zweite
     Reagenz "bewirkten Gewichtsverlustes der nicht aufgelösten dritten Kom­
     ponente in der zweiten Probe
8.1.2 . -        VARIANTE 2 -
                  Formeln , die anzuwenden sind , wenn eine Komponente ( a )
                  der ersten Probe mit den beiden anderen Komponenten ( b+c )
                 als Rückstand und anschliessend zwei Komponenten ( a+b)
                 mit der dritten Komponente als Rückstand ( c )
                 hsrausgelost verden .
           • p 5b » -
                                      1
                                           –
                                             (1 l \
                                               d2 dl | >
                                                   4 /
                                                      1
                                                        f          '•
                                                     . x 100 s 100 - (P
                                      dl
                     11-12
          P   %
          x r\/* –
                     ml      m2
                                  m
                                 i_
                                             χ 100
                                 d.
                     12
                     m.
          P fa –         x 100
                     L_
                     d.
  % ist der Prozentsatz des trockenen und reinen ersten Paserbestand teils
      ( in der ersten Probe mit dem ersten Reagenz aufgelöste Komponente )
  $ ist der Prozentsatz des trockenen und reinen zweiten Faseranteil3
      ( in der zweiten Probe mit dem zweiten Reagenz zusammen mit der
      ersten Komponente aufgelöste Komponente )
 ---pagebreak---                                        - 11 -
                   je ist der Prozentsatz des trockenen und reinen dritten
                      Paseranteils ( in den beiden Proben nicht aufgelöste
                      Komponente )
                      ist die Trockenmasse der ersten Probe nach der Vorbe­
                      handlung
             nig      ist die Trockenmasse der zweiten Probe nach der Vorbe­
                      handlung
                      ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung
                      der ersten Komponente aus der ersten Probe mit dem
                      ersten Reagenz
             r?       ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung
                      der ersten und zweiten Komponente aus der zweiten Probe
                      mit dem zweiten Reagenz
             d^       ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des
                      durch das erste Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der .
                      nicht aufgelösten zweiten Komponente in der ersten Probe- ( l )
                                                                                   V
             dg       ist der Berichtigungsfa1-;-. *■ zur Berücksichtigung des durch
                      das erste Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht
                      aufgelösten dritten Komponente in der ersten Pro"be ( l )
             d^       ist der Serichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des
                      durch das zweite Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der
                      nicht aufgelösten dritten Komponente in der zweiten Probe .
  1.8.1.3 . -    VARIANTS 3 -
                 Formeln , die dann anzuwenden sind , wenn zwei Komponente
                 (a und b) einer Probe mit der dritten Komponente als Rück­
                 stand und anschliessend zwei Komponenten (b und c ) mit der
                 ersten Komponente ( a ) alsRückstand herausgelöst werden .
                 Ρ Ιο =        ^ χ 100
                             2
                 P , lo « rl   2 x 100
                           *1
                 P2 io = 100 - (P1 io + P io)
( l ) Ged-gnete Werte für d. sind im entsprechanden Ttextteil jeder einzelnen
      Analysenmethode für binäre Gemische angegeben .
 ---pagebreak---                                     - 12 -
             % ist der Prozentsatz des trockenen und reinen ersten Traser-
                "bestandteils ( in der ersten Probe mit dem ersten Reagenz
                aufgelöste Komponente )
         Pg     ist der Prozentsatz des trockenen und reinen zweiten Faser–
                anteils ( in der ersten Probe mit dem ersten Reagenz und in
                der 2 . Probe mit dem zweiten Reagenz aufgelöste Komponente )
         P^ $ ist der Prozentsatz des trockenen und reinen dritten
                Faseranteils ( in der zweiten Probe mit dem 2 . Reagenz auf­
                gelöste Komponente )
   :     m^     ist die Trockenmasse der ersten Probe nach der Vorbehandlung
                ist die Trockenmasse der zweiten Probe nach der Vorbehandlung
         r^     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung der
                ersten und zweiten Komponente aus der ersten Probe mit dem
                ersten Reagenz
         rg     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung der
                zweiten und dritten Komponente aus der zweiten Probe mit
                dem zweiten Reagenz
         dg     ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung, des durch
            . : das erste Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht auf- ,
                gelösten dritten Komponente in der ersten Probe ( l )
         d^     ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des durch
                das zweite Reagenz bewirkten Gewichtsverlustes der nicht
                aufgelösten ersten Komponente in der zweiten Probe ( l )
 1.8.1.4 . - VARIANTE 4 -
               Formeln , die anzuwenden sind , wenn nacheinander zwei Komponen­
               ten des Fasergemisches aus der gleichen Probe herausgelöst werden
               Px i = 100 - (?è % + ,P $)
                         dl   (rl ' ^ r2)
               Ρ2 * -                           χ 100
                                    m
( l) Geeignete Werte für _d sind im entsprechenden Textteil jeder
     einzelnen Analysenmethode für binäre Gemische angegeben .
 ---pagebreak---                                     - 13 -
                     d3 r2
              % =                   χ 100
                         m
           P^ $ ist der Prozents&tz des trockenen und reinen ersten
                  Faserte standteils ( l . lösliche Komponente )
              io ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 2 . Faser-
                  anteils ( 2 . lösliche Komponente )
           P^ fo ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 3 . Faser-
                  anteils ( unlö'sliche Komponente )
           m      ist die Trockenmasse der Probe nach der Vorbehandlung
           r^     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigung
                  der ersten Komponente mit dem 1 . Reagenz
           rg     ist die Trockenmasse des Rückstandes nach Beseitigving
                  der 1 . und 2 . Reagenz
           d^     ist der Serichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des
                  Gewichtsverlustes der 2 . Komponente im 1 . Reagenz ( l )
           dg ' ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des
                  Gewichtsverlustes der 3 « Komponente im 1 . Reagenz ( l )
           d^     ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung des
                  Gewichtsverlustes der 3 » Komponente im ersten und
                  zweiten Reagenz ( 2)
1.8.2# Berechnung des Prozentsatzes .jeder einzelnen Komponente nach
        Anwendung der üblichen Feucht igkeits zuschlage und etwaiger
        Korrektionen des Gewichtsverlustes durch die Vorbehandlung t
                                P-, (1 + S1   100
                                              i r\r\
                                                     1)                  Χ 100
                                                                           a
                 P1 (1 + &1 100+ ^ + P2 (1 + S2 ruo+ b2) + ?,(!+ 3 100+ 3)
          100 - (P2A % + P lo)
( l; Geeignete TJerte für d. sind im entsprechenden Textteil jeder einzelnen
     Analysenmethode für binäre Gemische angegeben .
( 2) d    ist zuvor experimentell zu bestimmen .
                                                                    • • /• •
 ---pagebreak---                              - 14 -
                                            a2 +     À
                                    P0 (l *           ■
   r2 , 1» =          ;           • 2         I0;J                x îoo
              Ρ1 (! + &1      1) + Ρρ (1 + &2 + °2· + Ρ (1 +& 3 + 3)
                         100            * .        –ΓΟΰ   *  . –ϊοο~~
   Oder - 100 - (P1A % +           i)
                              P , (1 + a3 * *0
                                 J          n r\/-\
   p'v $                                    122                   x ioo
             P,(l + al + 1 )+ p^ (1 + a2 + >2) + p,(l + a3 + b3)
             -r       100 ' -z >          -^W:          3   –iôô
     100 - (p     $ + p 50
"^lA ^          ^8r ^roZ9ni;sa'k 3 &es trockenen und reinen 1 . Faseranteils
           einschliesslich Feuchtigkeit und einschliesslich Gewichts­
           verlust durch die Vorbehandlung .
P      io ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 2.Faserante ils
           einschliesslich Feuchtigkeit und einschliesslich Gewichts­
           verlust durch die Vorbehandlung »
P^^ fo ist der Prozentsatz das trockenen und reinen 3 . Faser-
           anteils einschliesslich Feuchtigkeit und einschliesslich
           Gewichtsverlust durch Vorbehandlung .
P^ io      ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 1 . Faser-
           anteils , wie er sich aus einer der Formeln unter 1.8.1 .
           ergibt
Pg $       ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 2 . Faser-
           anteils , wie er sich aus einer der Formeln unter 1.8.1 .
           ergibt
P^ fo ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 3 * Faser-
           anteils , wie er sich aus einer der Formeln unter 1.8>1 .
           ergibt
8.
   1       ist der konventionelle Feuchtigkeitszuschlag für die 1 .
           Komponente
a
   2       ist der konventionelle Feuchtigkeitszuschlag für die 2 .
           Komponente
a          ist der konventionelle Feuchtigkeitszuschlag für die 3 *
           Komponente
b^         ist der prozentuale Gewichtsverlust der 1 . Komponente durch
           die Vorbehandlung
bg         ist der prozentuale Gewichtsverlust der 2 . Komponente durch
           dia Vorbehandlung
 ---pagebreak---                                     - 15 -
               vV-
               v ' ist dar prozentuale Gewichtsverlust der 3 . Komponente
                   rturch die Vorbehandlung .
          Bei Anwendung einer SpezialVorbehandlung müssen die Grössen
          b^, ^2 und b^ nach I-löglichkeit dadurch "bestimmt werden, dass
          alle reinen Faserbestandteile der bei der Analyse angewandten
          Vorbehandlung unterworfen werden . Als reine Fasern gelten die
          Fasern , die frei von jeglichen nichtfaserhaltigen Stoffen sind ,
          mit Ausnahme derjenigen Stoffe , die sie normalerweise in dem
          Zustand enthalten ( aufgrund ihrer Beschaffenheit oder des Her-
          stellungsprozcsses ) 5 in dem sie sich in dem zu analysierenden
          Artikel vorfinden ( roh , gebleicht ) .
          Sind keine getrennten und reinen Faserbestandteile vorhanden ,
          die zur Herstellving der zu analysierenden Ware gedient haben ,
          so sind für b^, b^ und b^ Durchschnittswerte anzunehmen , die
          sich aus Prüfungen von ähnlichen wie in der untersuchten
          Mischung enthaltenen reinen Fasern ergeben .
          "ird die normale     Vorbehandlung durch Extraktion mit Fetrol-
          üther und mit Wasser durchgeführt , so kann im allgemeinen auf
          die Korrekturen b^, bg und b^ verzichtet werden, ausser bei
          Rohbaumwolle , Rohwolle und Rohhanf , bei denen der Verlust durch
          die Vorbehandlung konventionell gleichermassen mit 4       i m Falle
          von Polypropylen konventionell mit 1 $ zugestanden wird .
          Im Falle anderer Fasern bleibt der Verlust konventionell für die
          Berechnung unberücksichtigt .
1.8.3 . Anmerkung . Berechnungsbeispiele finden sich in Anhang 3 « dieser
        Richtlinie .
 ---pagebreak---                                           - 16 -
11 .     VgaF.aBHEff D5R QUANT ITAT IVEM ANALYSE VOIT TERREREZ TEXT TLFAS !?R OEMTS C EEÎT
         PURGE MAITOELIS TRSMTJ3TG
II . 1 .     • Anwendungsbereich
                Di© Methode lasst sich auf Fasermischungen beliebiger Beschaffen­
                heit anwenden , ' vorausgesetzt , dass sie keine untrennbare Mischung
                darstellen und dass sie sich manuell trennen lassen .
II . 2 .        Prinzip
                Mach Identifizierung der einzelnen Bestandteile der Fasergemische
                werden zunächst die nicht faserhaltigen Bestandteile durch eine ge
              . eignete Vorbehandlung eliminiert , anschliessend die Fasern von
                Hand getrennt , getrocknet und zwecks Berechnung des Anteils der
                einzelnen Faserarten am Gemisch gewogen .
II . 3 •        Erforderliche Geräte
 II . 3.1 . Wägeglas bzw . aridere Geräte , die gleichartige Ergebnisse liefern ..
 11.3*2 . Exsiklcator mit gefärbtem Kieselgel als Feuchtigkeitsindikator . -
 II . 3 . 3 . Trockenofen mit Ventilator zur Trocknung der Analysenproben bei
                105 + 3°C .
 II.3«4 . Analyenwaage , Empfindlichkeit 0,0002 g .
 II . 3 . 5 . Extrakt ionsapparat Soxhlet oder gleichwertige Apparatur .
 11.3.6 . N'a de 1 .
 II . 3 . 7 . Garndrehungs zahler oder gleichwertige Apparatur .
II . 4 *        Reagenzien
 II . 4.1 . Petroläther , nachdestilliert , Siedebereich 40° - 60° C.
 II . 4*2 . Destilliertes oder entionisiertes ïïasser .
II . 5 «        Konditionierungs - und ajialysenatmosphåre
                Vgl . Punkt 1.4 .
II . 6 .        Vorprobe
                Vgl . Punkt 1.5 .
II . 7 •        Vorbe handlung der Vorprobe
                Vgl . Punkt 1.6 .
                                                                           • • I• • \
 ---pagebreak--- Analyse ngang
.Analyse von Garnen
Eine Analysenprobe von mindestens 1 g wird aus einer vorbe­
handelten Probe entnommen . Bei sehr feinen Garnen kann die
Analyse ungeachtet des Gewichts auf einer Mindestlänge von
30 m durchgeführt werden .
Die Garne sind in Stücke von geeigneter Länge zu schneiden und
aus diesen mit Hilfe einer Präpariernadel und , falls erforderlich
mit Hilfe des Garndr ehungs zähle rs ein Element von angemessener
Länge heraus zutyennen . Die auf diese Weise her ausgetrennten
Elemente werden dann in ein tariertes Wägeglas gegeben und bei
105 0 + 3° C getrocknet , bis ein konstantes Gewicht gemäss 1.7«1 «
und 1.7.2 . erreicht ist .
Analyse eines Gewebes
Eine Analysenprobe von mindestens 1 g wird aus einer vorbe­
handelten Probe entnommen 5 die Analysenprobe wird so ausge­
schnitten , dass sie ausserhalb der Webkante liegt , exakt ge­
schnittene Ränder ohne Kräuselung aufweist und parallel zu
Schuss und Kette geschnitten ist bzw . bei Gewirken gleich­
laufend längs und quer zu den Maschenreihen . Die einzelnen
Garne werden getrennt , in tarierten .Wägegläsern gesammelt ,
dann wird wie unter Punkt II . 8.1 . vorgegangen .
Berechnung und Ergebnis darstellung
Das Gewicht jedes Bestandteils wird als Prozentsatz des Ge­
samtgewichts der im Gemisch enthaltenen Fasern ausgedrückt .
Die Berechnung erfolgt auf der Basis des Trockengewichts der
reinen Fasern unter Anwendung von Feuchtigkeitszuschlägen sowie
von Berichtigungsfaktoren zur Berücksichtigung der während der
Vorbehandlung aufgetretenen Gewichtsverluste .
Berechnung des Prozentsatzes des reinen Trockengewichts ohne
Berücksichtigung des Gewichtsverlustes der Fasern durch die
Vorbehandlung :
            100  m.                   100
                    1
P, % =
            ml + ffl2 + m3              m  T m3
                                   1 +
 ---pagebreak---                               - 18 -
                 100m                       ICO
          2     –               "       lïïT–T–iïï
               ml + m2 + m3         1 + J.         3
                                            m2
                 lOOm^                      100
         P3 % =                .= .                  100 - (p-J0 + P2:
              ■ m + m + m                    ml + m2
                 l     <L   1       1 +
                                                 3
         P^ io ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 1 . Faser-
               anteils
         Pg $ ist der Prozentsatz des trockenen und reinen 2 . Faser-
               anteils
         P^ $ ist der Prozentsatz des trockenen und reinen ß^Faseranteils
               ist die Trockenraasse des reinen ersten Faseranteils
         m2    ist die Trockenmasse des reinen zweiten Faseranteils
         nu    ist die Trockenmasse des reinen dritten Faseranteils .
II.9«2 . Berechnung des Prozentsatzes jeder einzelnen Komponente
         nach .Anwendung der üblichen Feuchtigkeits zuschlage sowie
         etwaiger Korrekturen des Gewichtsverlustes durch die Vor­
         behandlung : ( siehe Punkt 1 .8 . 2 . )
                                                           • •/ • •
 ---pagebreak---                                   - 19 -
III .  QUANTITATIVE AKALYSENMSTHODS MIT KQMBISRIEATBR MAIHJELLER PUD
       CHSMISCHER TRSITUUITG VOF TERITilREF TEXTILFASERMISCWGEJT .
       Immer wenn möglich , muss die manuelle Trennung vorgenommen werden .
       Hierbei ist der Prozentsatz der getrennten Teile zu "berücksichtigen
      "bevor von den einzelnen Teilen eine Analyse auf chemischen Wege vor
      genommen wird .
IV .  CENAÏÏIGKEIT DER VERFAHEM
      Die für jedes Verfahren der Analyse "binärer Gemische angegebene
      Genauigkeit "bezieht sich auf die Reproduzierbarkeit ( siehe Anhang
      2 - Richtlinie über die Analyse von "binären Gemischen) .
      Die Reproduzierbarkeit ist der Zuverlässigkeitsgrad , d.h . die
      Einengung der TJbe re in §ti Innung zwischen den Versuchsergebnissen ,
      die von Versuchspersonen in verschiedenen Laboratorien oder zu
      verschiedenen Zeiträumen erhalten werden , wenn diese jeweils nach
      demselben Verfahren und an demselben homogenen Prüfgut Einzel-
      ergebnisse ermitteln .
                                                                    • •/• •
 ---pagebreak---                              - 20 -
Die Reproduzierbarkeit wird durch die Vertrauensgrenzen der Ver-
suchsergebnisse bei einer statistischen Sicherheit von 95 $ aus­
gedrückt .
Dies "besagt , dass die Abweichung zwischen zwei Ergebnissen einer
in verschiedenen Laboratorien durchgeführten Analysenreihe bei
richtiger und normaler Anwendung der Methode auf eine gleichartige
homogene Mischung nur in fünf von hundert Fällen überschritten
werden darf .
"Um die Genauigkeit der Ergebnisse der Analyse eines ternären
Fasergemisches zu erhalten , sind i$ der Regel diejenigen Werte
anzuwenden , die bei den für die Analyse des ternären Gemisches '
benutzten Methoden für binäre Fasergemische angegeben sind .
Da für die vier Varianten der quantitativen chemischen Analyse
von ternären Fasörgemischen jeweils die Auflösung von zwei Kom­
ponenten vorgesehen ist ( aus zwei verschiedenen Proben bei den
                ;-v .
ersten drei Varianten und aus derselben Probe bei der vierten
Variante ), berechnet sich , wenn man die Genauigkeit der zwei be­
nutzten "binären Methoden mit E^ und Eg bezeichnet , die Genauig­
keit der Ergebnisse für jede Komponente nach folgender Tabelle t
           Variante
 Faser    V.               1          2 und 3          4
 komponen- \
 te
        s               E^               E^
       •u               "P
                           2        E    +  E     E+E
                                      12           1      2
                        Ei + E2          E2       E,   + E2
Bei Anwendung der vierten Variante kann sich aufgrund einer even­
tuellen , schwer bestimmbaren Wirkung des ersten Lösungsmittel auf
den aus den Komponenten b und c beziehenden Probenrückstand eine
geringere Genauigkeit ergeben als die nach den obigen Formeln be­
rechnete . "
                                                          • • /• •
 ---pagebreak---                                 21 -
V.    AÎTALYSWBS3ICHT
7.1 . Angabe der zur Analyse verwendeten Varianten sowie der ver­
      wendeten Reagenzien , liethoden und der Korrekturfaktoren .
V.2 . Detaillierte Angaben über etwaige Spezial Vorbehandlungen
      ( siehe Punkt 1.6 .) .
Y.3 » Angabe der Einzelergebnisse sowie des arithmetischen Mittels
      auf eine Dezimalstelle genau .
V.4 . Jedesmal , wenn es möglich ist , sollte die Genauigkeit der
      Methode für jede Komponente angegeben werden , berechnet nach
      der Tabelle in Abschnitt 4 «
 ---pagebreak---                     ANHANG 2
   BEISPIELE FÜR DIE BERECHNUNG DER PROZENTUALEN ANTEILE
BESTIMMTER TERNÄRER GEMISCHE UNTER BENUTZUNG DER UNTER PUNKT
    1.8.1 . VON ANHANG I BESCHRIEBENEN VARIANTEN
 ---pagebreak--- Es soll der Fall eines Fasergemisches behandelt werden , dessen qualita­
 tive Analyse folgende Bestandteile ergeben hat : 1 . Streichwolle ;
2 « Polyamidfasern ; 3 « ungebleichte Baumwolle .
Variante Nr , 1
Arbeitet man mit dieser Variante , d.h . mit 2 verschiedenen Analysenpro
ben , indem man einen Bestandteil (a = Wolle ) und einen zweiten Bestand
teil (b = Polyamid ) aus der zweiten Probe durch Auflösen entfernt , so
erhält man folgende Resultate :
1 . Anfangsmasse der ersten im Exsikkator getrockneten Probe nach Vorbe
    handlung                                      ( m^) = 1,6000 g
2 . Masse des im Exsikkator getrockneten Rückstandes nach Behandlung
    mit alkalischem Natriumhypochlorid
    ( Polyamid + Baumwolle )                                     S
3 . Anf ingsmasse der zweiten im Exsikkator getrockneten Probe nach Vor­
    behandlung                                    (02) = 1,8000 g
k , Masse des im Exsikkator getrockneten Rückstandes nach Behandlung
    mit Ameisensäure (Wolle + Baumwolle )         ( r^) = 0,9000 g /■
Die Behandlung mit alkalischem Natriumhypochlorid verursacht keiner­
lei Polyamidverlust , während die ungebleichte Baumwolle 3 % verliert ,
so daß d^ = 1,0 und d^ = 1»03 .
Die Behandlung mit Ameisensäure verursacht keinerlei Verlust an Wolle
und ungebleichter Baumwolle , so daß d^ und d^ = 1,0 .
Setzt man in die Formel unter 1.8.11 die durch chemische Analyse ge­
fundenen Werte und die Korrekturbeiwerte ein , so erhält man :
 ---pagebreak---                                        2
                                     » tC  -
                                                     1  « 1
                         %JûM \ .     O t 9QOO     1,03   I
                                      l' sood
    ( Wëlle ;«                                                  K 100 et 10,30
                          1  +   1  1,03
                          ï     î            1
                                             ï
                      1    0.9000 . IM<sg
                                               (lI l- l\)
     ( Polyamide )»
                      1    T.éood + 1*6000     wToJ 7
                                                               χ 100 Μ 50.00
                                1
                          i ♦   :c
   # ( Baumwolle ) ■ 100 - ( 10,30 + 50,00 ) = 39,70
Di« prozentualen Anteile der verschiedenen getrockneten und gereinigte *
Faser* des Oarnes sind folgende :
          Welle         10,30 %
          Polyamid      50,00 %
          Baumwolle     39,70 %
Dies « Prozentsätze müssen nach den Formeln unter 1.8.2 . korrigiert werden ,
um auok die konventionellen Feuchtigkeitszuschläge sowie die Korrekturbei-
werte fiir den nach der Vorbehandlung etwa eingetretenen Massenverluat « xu
berücksichtigen .
Wie ia Anhang II der Hauptrichtlinie angegeben worden ist , sind die koa-
ventionnellen Feuchtigkeitszuschläge folgende : Streichwolle 17,0 , ^ Polya-
mid-Stapelfasern 6 , 25     Baumwolle 8 ,5 % » Außerdem erfährt ungebleichte Baum
wolle einen Verlust von % nach Vorbehandlung durch Petroläther und Waaaer *
Man erhält infolgedessen :
                                                                   ./
 ---pagebreak---                                                ~ J "
                                 1
                                   Λ „Λ /,
                                  .ο,^ο (ι + .17,0 + 0,0 ~ήΑ
           ιο,ίο (ι ♦ 1?'0,;;ο0'0 ) ·^°.°ο(ι ♦ ,"· ?ν..;" ' ) * 39·70(1 |8,51°°^1
 * P 'S  –
           » 10^^*7 ( W«ll «)
                                 „ /      s.a'ï + o.o \
                          . 50.00 (i t-         ' iod ■ )
r,.:i                                    " ;■"
                                        109 ç J/j>i55
                                                       1      * 100 - «.37
P_ A# ( Baumwolle ) - 100 - ( 10,97 + **8,37) = ^0,66
Die Zusammensetzung d «s Garns ist als* folgende :
             Polyamid          k8 t k %
             Bauawoll «        *+0,6 %
             Wolle             11 iQ %
                              100,0 %
Variante Nr . 4
 Gegeben sei der Fall eines Fasergemisches , dessen qualitative Analyse fo f«
 Bestandteile ergab«* hat : Streichwolle , Viskose , ungebleichte Baumwolle .
 Es werde angenommen , daß unter Benutzung der Variante k % d.h . durch aufeim
 anderfolgendes Auflösen zweier Bestandteile der Mischung derselben Analys«
 probe folgende Ergebnisse erhalten wurden :
 1 ) Anfangsmasse der im Exsikkator getrockneten Probe nach Vorbehandlung
                                                             (m' ) = 1,6000 g     1
 2) Masse des im Exsikkator getrockneten Rückstandes nach der ersten Behan'
        lung mit alkalischem Natr'iuahypechlorit (Viskose + Baumwolle )           |
                                                             ( r ,,) = 1 , M66g   ;
                                                                                   I
  3) Masse des im Exsikkator getrockneten Rückstandes nach der zweiten e- ,
        handlung des Rückstandes r mit Ameisensäure /Zinkchlorid ( Baumwolle ) : ;
                                                             (r?) = 0,6630 g
 ---pagebreak---                                              - 4 -
    Die Behandlung mit alkalischem Natriuahypochlorit verursacht keinerlei Vis-
    koseverlust , während die ungebleichte Baumwolle 3 % verliert , so daß                = 1 ,0
    und      = 1,03 »
    Durch die Behandlung ait Ameisensäure/Zinkchlorid erhöht sich die Masse der
    Baumwolle ua 4        so daß         = ( 0,96 x 1 » 03 ) 3 0,909 ( ®s wird daran erinnert , - -
    daß d^ der Korrekturbeiwert ist , der den Verlust - oder die Zunahae - der Mass«
    des dritten Bestandteils ia ersten » der zweiten Reagenz berücksichtigt )«
    Setzt man in die Formel unter 1.8.1.4 . die durch chemische Analyse gefundenen Werte
   und die Korrekturbeiwerte ein . so erhält man :
    P2% (Viskose) »         1 Q,4l66 - 1 |Q3 0,6630) % 10Q a                  ^
                                       1,600
    P3* ( Bauawolle ) =     0,9891 , x6000,6630 ^ 100 . ^,90 %
    P„% ( Wolle )     «               100 - ( 48 ,7 ♦ ^0,9 ) = 10 ,4 %
    Wie bereits für Variante 1 angegeben , sind diese Prozentsätze nach der unter
   1-«8.2 . angegebenen Forael zu korrigieren .
  p   «                                        \                   •>
           a                                                                              X lOOelO ;
                .<4 ♦ ^u2^) ♦                         +               M1              ^°)
  ρ2Λ                      ^%7 (ιV + ■1· ? Χ0ο
                                             Ί ;0°^)
                                                 _         100 β ^ 6 ε.
( Viskose )                           113,2115
    3A# =                 100 - ( 10,7 + 48,6 ) = 40,7 %
  ( Baumwolle )
                  Die Zusaaaensetzung des Garns ist infolgedessen :
                    Viskose s 48,6 %
                    Iauawolle = 40,7 %
                    Wolie     * 10,7 %
                                 100,0%
 ---pagebreak---                   ANHANG 3
      - TABELLE VON TERNÄREN FASERGEMISCHTYPEN
DIE MIT HILFE DER GEMEINSCHAFTLICHEN ANALYSENMETHODEN
    FÜR BINARE GEMISCHE ANALIS IERT WERDEN KÖNNEN -
 ---pagebreak---                                                                         ANHANG 3
                         Tabelle von ternären Faseriemischt yren , die mit Hilfe der ger.emscnaf tlichen
                                             Aaalysenme t ho den für binäre Gemische analysiert werien können
                                                                        ( als Beispiel )
Gemisch                      Faserbestandteile                                                             Nr . der binaren Gemeinschaf tsmethode
                                                                                         Varianten
   Nr .                                                                                                    mit Angabe der Reagenzien
                1 . Bestandteil       2 . Bestandteil       3 . Bestandteil      :          (D     :
     1          Wolle oder Haardi Viskose , Cupro ,         Baumwolle              . 1 und/oder M-    2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )
                                   : oder Modal
                                                                                                      und 3 ( Zinkchlorid/Ameisensäure )
     2          Wolle « der Haar4i    Polyamid 6           Baumwolle , Visk*-'' 1 und/oder            2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )
                                   : « der 6-6             se,Cupro oder                              und k ( 80 &ire Ameisensäure )
                                                          Modal                :
     3          Wolle i Ha Are       bestimmte Poly-       viskose | Cupro
                oder Seide           chloridfasern         Modal oder Baum *         1 und/oder       2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )
                                                           wolle                                      und 9 ( Schwefelkohlenstoff/Azeton 55i5/ *+*+t5 )
     k          Wolle oder Haar <}    Polyamid 6 oder Polyester , Poly-
                                   : 6.6                                             1 und/oder V     2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )
                                                           pro pylen-Acrylfa-                         und ^( 80 %ige Ameisensäure )
                                                           sern oder Glasfa-
                                                          'sern
     5        . Wolle , Haare    \> estimmte Poly -     . Polyester » Acryl -, ï und/oder k          \2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )
              . oder Seide         Ichloridfasern       ) fasern , Polyamide '                       'und 9 ( Schwefelkohlenstof f/AZeton 55»5/i*1*« 5, )
                                   '                    " oder Slasfasern
     6        . Seide              . Wolle oder Haare         Polyester          ;     2 ( k)      ;[ 11(75  %i£« Schwefelsäure )
                                                                                                       und 2 ( alkalisches Natriumhypochlorit )       j
     ?          Polyamid 6           Acrylfasern           Baumwolle , Visco -,                       k ( 80 %lge Ameisensäure )                          k •
                oder 6-6                                   se ^ Cupro oder Mo­ • 1 -und/oder          und 8 ( Dirne thylformamid )
                                  Ii                    i  dal                 ;
 ( 1 ) lei Benutzung von Variante k ist zunächst der erste Bestandteil mit Hilfe der zuerst genannten Reagenzien zu eliminieren.'
 ---pagebreak---                                                                   - 2 -
                      Faserbestandtexle                                             Varianten       Nr » der binären Gemeinschaftsmethode
Gemisch :                                                                             hl
                                                                                      X  ■ !
                                                                                              :     mit Angabe der Reagenzien
   Nr . : 1 . Bestandteil : 2 • Bestandteil :         3 . Bestandteil
   8      Bestiamte Poly-     P«lyaaid 6 » der Baumwolle , Viskose ,            1 und/oder k              8 ( Dimethyl foraamid )
           chloridfasern      6-6                    Cupro « der Modal                              und 4(80 /éige Ameisensaure )
                                                                                                          9 Schwef elkohlenstof f/Aze ton 33 » 5/
                                                                                                    und 4(80 56ige Ameisenäure )            ^» 5'
   9       Acrylfasern        Polyamid 6 oder : Palyester                       1 und/*der 4   :          8 ( Diaethylformamid )
                              6-6                                                                   und   k ( 80 9bice Ameisensäure )
 10        Acetat             Polyamid 6 ©der         Visk#se , Baumwolle ,}                              1 ( Azeton )
                              0-6                  ; Cu»r® » der Modal      [                    ; und        ( 80 %ige Ameisensäure )
  11       Isestimmte Poly-     Acrylfasern           Polyamide                 2 und/ oder k             9 ( Schwefelkohlenstof f/Aze ton
           chloridfasern
                                                                                                                             55 , 5A*. 5 )
                                                                                                    und   9 ( Diaethylforaaaid )
  12       fcestiaate Poly-   P»lyaaid 6 « der        acryle Fasern              1 und/eder k             9 ( Schwefelkohlenstof f/Azeton
           chloridfasern       6-b                                                                                           55,5/^,5 )
                                                                                                    und ^ ( 80 56ige Ameisensäure )
                                                                                                 ,                     _
  13       Pofyamid 6           Viskose , Cupro i Polyester                   :                           k ( 80 ?6ije Ameisensäure )
            • der 6-6           Modal oder                                                          und 7 ( 75 ^ije Schwefelsäure )
                                Bauawolle
  îk        Acetat              Viskose , Cupro ,     Polyester                        W                   1 ( Azeton )
                                Modal eder                                                          und 7 ( 75 %ire JSchwe feisäure )
                                Baumwolle
   15     : Acrylfasern          Viskose , Cupro ,     Polyester                                           8 ( Diaethylformamid )
                                Modal « der                                                       ! und 7 ( 75 %ige Schwefelsäure )
                                 Kanmwnl 1 m
    16       Acetat              Wolle , Haare      •Bauawolle , Viskose , :            k                   1 ( Axeton )
                                • der Seide         £upro ,Modal , Polya­                         : und 2 ( alkalisches Natriuahypochlorit )
                                                    »ide , Polyester , Acryl
                                                     fasern
 ---pagebreak---                                                                          - 3 -
                           Faserbestaadteile                                                              a
Geaisch                                                                                       „        ,      Nr . der binären Geaeinschaf tsae-
                                                                                          r   varianten
 Nr .                                                                                                          thode mit Angabe der Reagenzien
         , 1 . Bestandteil
         •
                                ' 2 . Bestandteil
                                •
                                                          , 3 » Bestandteil
 17          Tnacetat             Wolle , Haare » der     : Bauawolle , Viscose , Cupro ,                             5 ( Dichlornethan )
                                  Seide                   : Modal , Polyaaid , Polyester ]i         *        und      2 ( alkalisches Natriuahypochlo-
                                                          : Acrylfaser                                                    rit )
 18        Acrylfasern            Wolle , Xaare oder         Polyester                      1 und/oder k              8 ( Dirne thyl formamid )
                                  Seide                                                                      uad      2 ( alkalisches Natriumhypochlo­
                                                                                                                          rit )
 19     !'Acrylfasern          : Seide                    : Wolle oder Haare                                          8 ( Dirne thyl fo rmamid )
         ■                     *                        !                                                    und 11 ( 75 56ic® Schwefelsäure )
         !                     t                        ,
 20        Acrylfasern            Wolle # Ma^re oder        Bauawolle , Viscose ,           1 und /oder               8 ( Diaethylforaaaid )
                                  Seide                     Cupro oder Modal                                 und      2 ( alkalisches Natriuahypo-
                                                                                                                          chlorit )
                                i       –
 21        V/olle t Haare         Baumwolle , Viscose ,     Polyester                                                 2 ( alkalisches Natriuahypo-
           oder Seide             Modal , Cupro                                                                           cklorit )
                                                                                                             und      7 ( 75 &ige Schwefelsäure )
 22        Viscose , Cupro        Baumwolle                 Polyester                       2 und/oder k              3 ( Zinkchlorid/Ameisensaure )
           oder bestiamte                                                                                    und      7 ( 75 yÖiff« Schwefelsäure )
           Modalarten
 23        Acrylfasern            Viscose , Cupro oder :: Bauawolle                                 if                8 ( Dirne thyl formaaid )
                                  bestiaate Modalarteii                                                      und      3 ( Zinkchlorid/Ameisensäure )
 2 if      ■ estimmte Poly-       Viscose , Cupro oder       Baufflwolle                    1 und/oder if             9 ( Schwefelkohlenstof f/Az e ton­
           chloridfasern          fcestiaate Modalartei                                                   : -             55',5/^,5 )
                                                                                                          L JiA.4. _ JL _C2i.nkc_h3jq_rid/^Am(^i£
                                                                                                          : oder 8 ( Diae thylformaaid )
                              i
                                                                                                             und 3 ( Zinkchlorid/Ameisensäure )
 25        Ace tat                Viscose , Cupro oder         Baumwolle                            K                 1 ( Azeton )
                                  bestiaate Modalarteii
                                                                                                             und      3 ( Zinkchlorid/Ame isensäure )
 ---pagebreak---                                                                                      - k -
                        Faserbe stand te île                                                      Varianten    Nr . der binären Gemeinschaf tsmethode
Gemisch :                                                                                                      mit Angabe der Reagenzien
  Nr.   :
            1 . Bestandteil       2 . Bestandteil          3 . Bestandteil                     :
                                 Viscose , Cupro :         Baumwolle                                                 6 ( Dichlormethan )
  26    2 Triacetat          :
                                 oder bestimmte    .                                                         und     3 ( Zimlcchlorid/Ameisensäure )
                                Modalarten         :
            Ace tat              Seide                Wolle oder Haare                                 k             1 (A ^eto *)
  27
                                                                                                             und 11 ( 75 #ige Schwefelsäure )
                                                           1> I I     ■!■■■■ I ■ I              i
  28        Triacetat            Seide                Wolle oder Haare                          •                    6 ( Dichlor*e than )
                                                                                                              und 11 ( 75 #ige Schwefelsäure )
  29         Acetat           : Acrylfasern            Baumwolle , Viscose , Cupro                                    1 ( Axltoa )
                                                       oder Modal                                       k
                                                                                                              und    8 ( Dirne thylformamid )
  30      ; Triacetat             Acrylfasern          Baumwolle , Viscose , Cupro                      k            6 ( DichlorKethan )
                                                       • der Modal                                          ; und     8 ( Diaethylformamid )
                                                              ■   ■ ■     1 ■      1       11 'H
             Triacetat         ; Polyamid            ■ Baumwolle , 'Viscose t Cupro                     k             6 ( Dichlormethan )
  31
                               : 6 oder 6-6          ; oder Modal                                             und     ^ ( 80 %ige Ameisensäure )
   32        Tnace tat            Baumwolle , Vis-     Polyester                                                      6 ( Dichlormethan )
                                   cose.Cupro oder                                                            und     7 ( 75 56ige Schwefelsäure )
                                  Modal
                                                     »- ""
             Acetat             . Polyamid 6         . Polyester oder Acrylfaserii                      H-            1 (A z etoa )
   33
                                : oder     6-0
                                                                                                              und - k C80 %ige Ameisensäure )
   3^        Aoetat                Acrylfasern         Polyester                                        k   :          1 (A ^ tom )
                                                                                                            : und     8 ( Di*e thylformamid )
   35         bestimmte Poly- • Baumwolle , Vis- Polyester                                              k             8 ( Dirne thylformamid )
              chloridfasern      . cose,Cupro oder                                                            und     7 ( 75 #ige Schwefelsäure )
                                 . Modal                                                                      0d*r 9 ( Sckwofelkoklenstoff/Azeto* 55 ,5/
                                                                                                               und     7 ( 75 S6ig« Schwefelsäure )   '