CELEX: 31978R2035
Language: de
Date: 1978-08-29 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2035/78 der Kommission vom 28. August 1978 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflaumensorten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 237/ 16                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               29 . 8 . 78
                             VERORDNUNG ( EWG) Nr. 2035/ 78 DER KOMMISSION
                                                    vom 28 . August 1978
                zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von bestimmten Pflau­
                                           mensorten mit Ursprung in Rumänien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                   Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
GEMEINSCHAFTEN —                                                  21 18 /74 (4), zuletzt geändert durch die Verordnung
                                                                  (EWG) Nr. 668 /78 (5), müssen die zu berücksichtigen­
                                                                  den Notierungen auf den repräsentativen Märkten
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                 und unter bestimmten Voraussetzungen auf anderen
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                   Märkten festgestellt werden .
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des                 Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für rumäni­
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­               sche Pflaumen der Gruppe I an zwei aufeinanderfol­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert            genden Markttagen um mindestens 0,5 Rechnungsein­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1766/78 (2), insbe­                heiten unter dem Referenzpreis gelegen . Daher muß
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,                    eine Ausgleichsabgabe für diese Pflaumen erhoben
                                                                  werden .
in Erwägung nachstehender Gründe :                                Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
                                                                  lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
                                                                  grunde zu legen :
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei             — für die Währungen , die untereinander zu jedem
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an                   Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                          chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden ,
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­                        ein Umrechnungssatz, der, sich auf die tatsächliche
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus                    Parität dieser Währungen stützt,
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­               — für die übrigen Währungen ein Umrechnungskurs ,
                                                                        der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                     kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
beiden letzten , für das betreffende Herkunftsland ver­                 der während eines fortgesetzten Zeitraums für die
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                           Währungen der Gemeinschaft entsprechend vor­
                                                                        hergehendem Absatz festgestellt wird —
In der Verordnung ( EWG) Nr. 1233/78 der Kommis­
sion vom 8 . Juni 1978 zur Festsetzung der Referenz­
preise für Pflaumen für das Wirtschaftsjahr 1 978 (3)             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN
wird der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güte­
klasse I von Gruppe I für den Monat August 1978 auf
33,52 Rechnungseinheiten pro Doppelzentner Eigen­                                          Artikel 1
gewicht festgesetzt.
                                                                  Es wird auf Einfuhren von Pflaumen (Zolltarifstelle
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist             08.07 D) anderer Sorten als der folgenden : Haus­
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder             zwetschge (Quetsche commune, Altesse simple),
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung              Reine-Claude d'Oullins (Oullins Gage), Sveskeblom­
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen             mer, Ruth Gerstetter, Ontario, Wangenheimer (Quet­
Märkten , für welche Notierungen vorliegen , ver­                 sche precoce de Wangenheim), Pershore (Yellow egg),
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­                  Mirabelle, Bosnische, mit Ursprung in Rumänien eine
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die               Ausgleichsabgabe in Höhe von 1,59 Rechnungseinhei­
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung ( EWG) Nr.                  ten je 100 kg Eigengewicht angewandt.
 1035/ 72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
                                                                                           Artikel 2
kel 24 Absatz 2 der Verordnung ( EWG) Nr. 1035/72
festgelegt.
                                                                  Diese Verordnung tritt am 30 . August 1978 in Kraft.
(') ABl . Nr. L 118 vom 20 . 5 . 1972, S. 1 .
(: ) ABl . Nr. L 204 vom 28 . 7. 1978 , S. 12.                    (4 ) ABl . Nr. L 220 vom 10 . 8 . 1974, S. 20 .
 ') ABl . Nr. L 1 53 vom 9 . 6 . 1978 , S. 14 .                   h) ABl . Nr. L 90 vom 5. 4. 1978, S. 5.
 ---pagebreak--- 29 . 8 . 78                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      Nr. L 237/ 17
            Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
            Mitgliedstaat.
            Brüssel, den 28 . August 1978
                                                                  Für die Kommission
                                                                   Der Vizepräsident
                                                                   Finn GUNDELACH