CELEX: 31985R0724
Language: de
Date: 1985-03-21 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 724/85 der Kommission vom 20. März 1985 zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse

21 . 3 . 85                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. L 78 /35
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 724/85 DER KOMMISSION
                                                  vom 20 . März 1985
                          zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und
                                              Reisverarbeitungserzeugnisse
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                       Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
GEMEINSCHAFTEN —                                                      nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                     Währungen stützt, multipliziert mit dem Koeffi­
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                       zienten gemäß Artikel 2b Absatz 2 der Verordnung
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des                     (EWG) Nr. 974/71 (u) zuletzt geändert durch die
Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame                        Verordnung (EWG) Nr. 855/84 (12)
Marktorganisation für Getreide ('), zuletzt geändert           — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1018/84 (2), insbe­                    der sich auf das arithmetische Mittel der Kassa­
sondere auf Artikel 14 Absatz 4,                                      Wechselkurse in Höhe jeder dieser Währungen
                                                                      stützt und der während des bestimmten Zeitraums
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 des
Rates vom 21 . Juni 1976 über die gemeinsame Markt­                   für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
organisation für Reis (}), zuletzt geändert durch Verord­             chend vorhergehendem Gedankenstrich und nach
nung (EWG) Nr. 1025/84 (4), insbesondere auf Artikel                  Maßgabe des vorgenannten Koeffizienten festge­
                                                                      stellt wird .
12 Absatz 4,
gestützt auf die Verordnung Nr. 129 des Rates über             Diese Wechselkurse sind die am 19 . März 1985 festge­
                                                               stellten Kurse .
den Wert der Rechnungseinheit und die im Rahmen
der gemeinsamen Agrarpolitik anzuwendenden                     Die zuletzt festgesetzte Abschöpfung der Grund­
Umrechnungskurse (*), zuletzt geändert durch die               erzeugnisse weicht von den mittleren Abschöpfungen
Verordnung (EWG) Nr. 2543/73 (6), insbesondere auf             um mehr als 3,02 ECU je Tonne des Grunderzeug­
Artikel 3,                                                     nisses ab. Daher müssen aufgrund von Artikel 1 der
gestützt auf die Stellungnahme des Währungsaus­                Verordnung (EWG) Nr. 1 579/74 (13) die zur Zeit
schusses,                                                      geltenden Abschöpfungen entsprechend dem Anhang
in Erwägung nachstehender Gründe :                            zu dieser Verordnung geändert werden —
Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
tungserzeugnissen zu erhebenden Abschöpfungen sind             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
durch die Verordnung (EWG) Nr. 504/85 Q, zuletzt
geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 565/85 (8),                                       Artikel 1
festgesetzt worden.                                            Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1027/84 des Rates                 tungserzeugnissen, die der Verordnung (EWG) Nr.
vom 31 . März 1984 (9) ist die Verordnung (EWG) Nr.            2744/75, zuletzt geändert durch die Verordnung
2744/75 (10) betreffend die Erzeugnisse der Tarifstelle        (EWG) Nr. 1027/84, unterliegen und im Anhang der
23.02 A des Gemeinsamen Zolltarifs geändert worden.            geänderten Verordnung (EWG) Nr. 504/85 festgesetzt
Um ein normales Funktionieren der Abschöpfungsre­              sind, zu erhebenden Abschöpfungen werden wie im
gelung zu ermöglichen ist bei der Berechnung der               Anhang angegeben geändert.
Abschöpfungen zugrunde zu legen :
                                                                                          Artikel 2
— für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
     punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in             Diese Verordnung tritt am 21 . März 1985 in Kraft.
               Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich Und gilt unmittelbar in jedem
               Mitgliedstaat.
               Brüssel, den 20 . März 1985
                                                                            Für die Kommission
                                                                             Frans ANDRIESSEN
                                                                                Vizepräsident
(') ABl. Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 1 .
f) ABl. Nr. L 107 vom 19. 4. 1984, S. 1 .
O ABl. Nr. L 166 vom 25. 6. 1976, S. 1 .
(4) ABl.  Nr. L 107 vom 19. 4. 1984, S. 13.
O   ABl.  Nr. 106 vom 30. 10. 1962, S. 2553/62.
(«) ABl.  Nr. L 263 vom 19 . 9. 1973, S. 1 .
O   ABl.  Nr. L 60 vom 28 . 2. 1985, S. 29.
(8) ABl.  Nr. L 64 vom 5. 3. 1985, S. 13.                      (") ABl. Nr. L 106 vom 12. 5. 1971 , S. 1 .
O   ABl.  Nr. L 107 vom 19. 4. 1984, S. 15.                    C 2) ABl. Nr. L 90 vom 1 . 4. 1984, S. 1 .
f10) ABl. Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 65.                  ( 1 :) ABl . Nr. I. 168 vom 25. 6. 1974, S. 7.
 ---pagebreak--- Nr. L 78 /36                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 21 . 3 . 85
                                                          ANHANG
             zur Verordnung der Kommission vom 20. März 1985 zur Änderung der Einfuhr­
                                abschöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse
                                                                                                     (ECU/Tonne)
                                                                          Abschöpfungen
                               Nummer
                                                             Drittländer
                    des Gemeinsamen Zolltarifs
                                                           (ausgenommen                  AKP oder ÜLG
                                                          AKP oder ÜLG)
             11.01 D (2)                                       107,06                         101,02
             1 1.02 A IV (2)                                   107,06                         101,02
             1 1 .02 B I a) 2 aa)                               60,26                          57,24
             1 1 .02 B I a) 2 bb) (2)                          104,04                         101,02
             1 1 .02 B I b) 2 (2)                              104,04                         101,02
             11.02 C IV (2)                                     92,81                          89,79
             1 1.02 D IV (2)                                    60,26                          57,24
             1 1 .02 E I a) 2 (2)                               60,26                          57,24
             11.02E Ib)2 (2)                                   118,28                         112,24
             1 1.02 F IV (2)                                   107,06                         101,02
             (2) Für die Abgrenzung der Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 von denen der Tarifstelle
                  23.02 A gelten als Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 Erzeugnisse, die — in
                  Gewichtshundertteilen ausgedrückt und auf den Trockenstoff bezogen — gleichzeitig folgendes
                  aufweisen :
                  — einen Stärkegehalt (bestimmt nach dem abgewandelten polarimetrischen Ewers-Verfahren), der
                      höher ist als 45 v. H. ;
                  — einen Aschegehalt (abzüglich etwa eingesetzter Mineralstoffe), der bei Reis 1,6 v. H. oder
                      weniger, bei Weizen und Roggen 2,5 v. H. oder weniger, bei Gerste 3 v. H. oder weniger, bei
                      Buchweizen 4 v. H. oder weniger, bei Hafer 5 v. H. oder weniger und bei anderen Getreide­
                      arten 2 v. H. oder weniger beträgt.
                  Jedoch gehören Getreidekeime, ganz, gequetscht, als Flocken oder gemahlen, zur Tarifnummer
                  11.02 .