CELEX: 51971PC1277
Language: de
Date: 1971-11-17
Title: Bericht der Kommission über Ersatzverfahren zur Kühlung von Geflügelfleisch#Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES über Ersatzverfahren zur Kühlung von Geflügelfleisch (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (71) 1277
Vol. 1971/0204
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
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der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOAACSASOAR • DSR . EÜROP/JSCHEN CEMSJNSGHPJETSN
                                                  KOM(71)1277 endg.
                                                  Briissel . den 17 . November 1971
                     Bericht der Kommission über Ersatzverfahren
                        zur Kühlung von Geflügelfleisch
                                  Vorschlag einer
                               RICHTLINIE DES RATES
                    über Ersatzverfahren zur Kühlung von Geflügelfleisch
                         (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   K0K(7l ) 1277 endg.
 ---pagebreak---                Bericht der Kommission über Ersatzver fahren zur
                       KUhlung von Geflugelfleiseh
                                   I.   '
1 . Nach Artikel 1h der Richtlinie des Rats vom 15 « Februar 1971 zur
    Regelung gesundheitlicher Fragen Leim Handelsverkehr mit frischem
    Geflügelfleisch ( 71/II8 /EWG) ( Abi . L55/23 vom 8.3.1971 ) verbieten
    die Mitgliedstaaten die Anwendung des als Spinchiller-Kühlung be­
    zeichneten Systems zur Kühlung von Geflügelfleisch , ias gegenwärtig
    angewandt wird . Dieses Verbot gilt grundsätzlich ab 1 . Januar 197^;
    dieser Termin wird Jedoch, auf den 1 . Januar 1 977 verschoben , wenn
    der Rat nicht auf Vorschlag der Kommission vor dem 1 . Januar 1972
    feststellt , dass ein oder mehrere industriell , verwertbare neue
    Kühlungsverfahren entdeckt worden ist bzw . worden sind.
2 . Um dem Rat eine Entscheidung über den Zeitpunkt , zu dem das Verbot
    der Spinchiller-Kühlung endgültig gelten soll , zu ermöglichen , unter­
                                            :  \    *
    breitet die Kommission nach Anhörung der Mitgliedstaaten im Ständigen
    Veterinärausschuss dem Rat vor dem 1 . Januar 197^ einen Bericht über
    die Frage , ob ein oder mehrere Ersatzverfahren " für die Kühlung vor­
    handen ist bzw . sind .
                                   XI .
3 » Das Verbot der Verwendung des Spinc hiller s . zur Kühlung von Geflügel­
    fleisch das in Artikel 1^- der genannten Richtlinie festgelegt worden
    ist , beruht auf der Erkenntnis , dass dieses Kühlverfahren zu in
    hygienischer Hinsicht ausserordentlich unbefriedigenden Ergebnissen
    führt , insbesondere weil durch dieses Verfahren die Möglichkeit von
 .. Kreuzkontaminationen „ von Jier zu !Eier nicht ausgeschlossen wird .
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H. In diesem Zusammenhang darf insbesondere auf die Untersuchungen über
    die hygienische Beschaffenheit von mit Wasser resp . Luft gekühltem
    Schlachtgeflügel von K. Büchli , v . Schothorst und E.H. Kampelmacher
    im Archiv für Lefeensmittelhygiene ( 17. Jahrgang , Nr « 5 » Mai 1966 )
    verwiesen werden , sowie auf das Gutachten , von Dr . E.H. Kampelmacher ,
    das als Anhang II zum Dokument R/2093/70 C AGKI 68l) vom 15.10.1970
    veröffentlicht worden ist .
                                    III .
5 . Bevor geprüft werden kann , - welches Kühlverfahren anstelle des
    Spinchiller-Verfahrens verwendet werden kann , sind folgende grund­
    sätzliche Bemerkungen angebracht :
    a) Der Kommission ist im Augenblick noch kein Kühlverfahren bekannt ,
        das alle Wünsche in hygienischer und wirtschaftlicher Hinsicht
        befriedigen könnte . Das Ideal wäre ein hygienisch absolut ein­
        wandfreies Kühlverfahren , das keine Kosten verursacht . Die Aus­
        sichten , ein solches Verfahren zu finden , sind , wenn überhaupt
        vorhanden , gering und jedenfalls nicht in naher Zukunft zu erwarten .
        Es ist daher davon auszugehen , dass grundsätzlich jedes Kühlver-
        fahren als Ersatzverfahren' in Frage kommt , das
        - in hygienischer Hinsicht eine Verbesserung im Vergleich zum
          Spinchiller-Verfahren mit sich bringt ,
        - industriell verwertbar ist und
        - dem Verarbeitungsbetrieb keine unzumutbaren Kosten aufbürdet .
        Bei der Abwägung zwischen hygienischen Vorteilen und der Kosten-
        frage muss in jedem Falle dem Gesichtspunkt des Schutzes der
        Volksgesündheit ein absoluter Vorrang eingeräumt werden , weil
        eine Vernachlässigung dieses Gesichtspunktes fatale Folgen zeitigen
        könnte ,
    b ) Ferner muss bei der Prüfung der Kostenfrage ein " Vorteil " des
        Spinchiller-Verfahrens unberücksichtigt bleiben , der darin besteht ,
        dass bei diesem Verfahren dem Geflügelfleisch ein relativ hoher
        Anteil, yon Fremdwasser zugesetzt werden kann . Abgesehen davon , dass
                                                           • • •/• • •
 ---pagebreak---                                 -3-
   dieser hohe Fremdwasser zusatz mit Rücksicht auf die Gefahr der
   Kreuzkontamination nicht undenklich ist , bringt er so erhebliche
  Nachteile für den Verbraucher mit sich , dass der "- Vorteil " des
  hohen Fremdwasserzusatzes bei einem Vergleich der verschiedenen
  Systeme ausser Betracht bleiben muss .
c)Endlich muss auch bedacht werden , dass die neuen Kühl-Verfahren
  technisch noch weiter entwickelt und verfeinert werden können ,
  und dass bis zum Verbot des Spinchillers am 1 . Januar 1976 noch
  ausreichend Zeit zur Verfügung steht , um diesen Verfahren den
  letzten technischen Schliff zu geben .
Anstelle des Spinchiller-Verfahrens sind namentlich folgende Kühl-
verfahren vorgeschlagen worden :
                * •
- clas Abbrausen der fertig geschlachteten Tiere mit kaltem Wasser
   ( Sprühkühlverfahren) und .
- die Kühlung der fertig geschlachteten Tiere mit kalter Luft ( Luft-
  kühlverfahren).           r
Beide Verfahren sind erprobt werden , wobei sich das Sprühkühlverfahren
zunächst als das einfachere und industriell besser verwertbare Ver­
fahren herausgestellt hat . Es ist Jedoch nicht ausgeschlossen , dass
auch das Luftkühlverfahren so weiterentwickelt wird", dass es als
Ersatzverfahren für die Spinchiller-Kühlurig in Frage kommt . Zunächst
kommt also das Sprühkühlverfahren als Ersatz für die - Spinchiller-
kühlung in Betracht . •,
Dr . Kuchfeldt und Dr . Thiel haben Versuche angestellt , Schlachtgeflügel
mit Hilfe von Flüssig-Stickstoff zu kühlen bzw . gefrieren ( vgl. " Die
Fleischwirtschaft 11 , September 1?^9 > ^ 9« Jahrgang , Heft 9i Seite 1153 -
11^8 ). Mit Hilfe des ." Cryogen~F.apid~Verfahrens " sind die Unter­
suchenden zu s.ehr interessanten Ergebnissen gelangt . Da das Ver­
fahren jedoch in der Grossanlage noch nicht eingesetzt worden ist ,
muss es für die weiteren Ueberlegungen ausser Betracht bleiben .
Die weiteren Ausführungen befassen sich daher allein mit dem Sprüh-
kühlverfahren .
 ---pagebreak--- 8 . Auch das Sprühkühlverfahren lässt in hygienischer Hinsicht noch
     Wünsche offen . So kann insbesondere durch dieses Verfahren keine
     vollständige Beseitigung der Bakterien in den Federfollikeln erreicht
     werden , was übrigens auch mit dem Spinchiller nicht gelingt . Indessen
     ist im Laufe der Unter suchringen deutlich geworden , dass die Kühlung
     durch das Sprühverfahren mit Sicherheit hygienischer ist als durch
     das Spinchiller-Verfahren , weil es das Kreuzkontaminationsrisiko ,
     das beim Spinchiller-Verfahren von zahlreichen Forschern konstatiert
     werden konnte ( es sei hier nur an die Ausführungen - von Herrn Dr .
     Kaxnpelmacher in seinem Gutachten , das als Anhang II zum Dokument
     P./2093/70 ( AGKI 68l) veröffentlicht wurde , erinnert ) auf 'ein
     Minimum reduziert . Vom hygienischen Standpunkt aus ist daher das
     Sprühverfahren dem Spinchillerverfahren deutlich überlegen und
     kommt deshalb als Ersatz für das Spinchillerverfahren in Betracht .
                                                                              I
                                                                              !
9 . ?Jei den Vergleichsuntersuchungen , die in der Vergangenheit zwischen      j
     den verschiedenen Kühlsystemen angestellt wurden , sind Zweifel
     laut geworden , ob das Sprühkühlverfahren , das sich in dieser Zeit        ;
     noch im Erprobungsstadium befand , überhaupt in grösseren Anlagen ■        j
     verwendet werden könne und ob dieses Verfahren so ausgebaut werden          j
     kenne , dass es nicht mit wirtschaftlich untragbaren Kosten vorhanden
     ist .                                                                       I
10 , In der Zwischenzeit ist die in der Geflügelecfelachterei Dorsten/Westf .
     bestehende Sprülikiihlversuchsanlage , die zunächst auf eine Kapazität
     von 550 Tier/Stunden ausgelegt war auf eine Kapazität von I080 Hähnchen/-
     Stunde erweitert worden . Diese neue Auebaustufe ist im Verlauf des
     Monats Februar 197° in Betrieb genommen worden .
     Aus zwei Zwischenberichten und einem Abschlussbericht des Instituts
     für Bakteriologie und Histilogie der Bundesanstalt für Fleischfprschung
     in Kulmbach lassen sich folgende Ergebnisse hinsichtlich der indu-
   . striellen Verwertbarkeit des Sprühkühlverfahrens entnehmen :
     a ) Da sich die Sprühküh^anlage im Baukastenverfahren vergrösserri
         lässt , kann diese Anlage auch in Hähnchenschlachtereien mit
         wesentlich grösserer Kapazität als I080 Tier/Stunde eingesetzt
         werden .
 ---pagebreak---                                  -5-
 Ii ) Der Wasserverbrauch, der im Versuchsstadium mit 15 1 Kühl­
       wasser (' 0® ) pro Hähnchen angesetzt worden war , lässt sich
       wesentlich , nämlich bis auf 6 1 Wasser pro Hähnchen verringern ,
       darüber hinaus erscheint eine Wiederverwendung des Sprühwassers
     * nach Ozonbehandlung und entsprechender Aufbereitung ( Entfernung
       des gelösten Eiweisses ") nicht ausgeschlossen . Entsprechende
       Untersuchungen hinsichtlich der Wiederverwendung des Sprüh-
       wassers sind im Gange .
c)     Sas Sprühkühlwasser lässt sich n&eh weiter rationalisieren ,
       wenn statt Kühlwasser (03) Leitungswasser (+ 10°) von' Trink-
       wasserqüalität bengtfct wird . Mirt diesem Verfahren wird ein
       «ptimaler Wascheffekt' erzielt ; ein Schmiereffekt des Fettes
       auf denf Tischen und den Geräten ist nicht beobachtet worden.
       Allerdings muss in diesem Fälle die Kühlung vor allem im
       Gefriertunnel erfolgen . Eine abweichende sensorische Qualität
       im 1 Hinblick auf Färbe , Geruch , Geschmack und Konsistenz , der
       mit höherer Temperatur in den ;Schöckfroster eingebrachten
       Hähnchen hat sich bei entsprechenden Untersuchungen nicht er­
       geben,' Die Frage jedoch , inwieweit rdie relativ hohe Temperatur
       C ca 20°C ) fler Hähnchen beim Einbringen in den Sch«ckfr®ster die
       Gefrierkapazität der Geflügelschlachtereien belastet , wird noch
       untersucht .
d)     Eine weitere Vereinfachung des Sprühkühlverfahrens liesse sich
       erreichen , indem anstelle der Flügelaufhängung die Schenkel-
       aufhängung praktiziert wird . In diesem Falle wäre kein Um­
       hängen der Tiere erfcrderlich und die Schlachtkette kann ehne
       Unterbrechung in den Sprühapparat laufen . Allerdings müsste
       dann durch eine entsprechende Aenderung der Schlachttechnik
       dafür Sorge getragen werden , dass in jedem Falle eine aus­
       reichende Halsöffnung gewährleistet wird , damit das Sprüh-
       wasser aus der Körperhöhle ablaufen kann .
                                                         • • •/ • • •
 ---pagebreak---                                      -6-
       e ) Sie .Anwendung der Sprühkühlung wurde bei ©öderem Geflügel
          ..als Hähnchen ( Enten , Gänse und namentlich Puten ) noch
            nicht , untersucht . Insbesondere was die Anwendung des Sprüh-
            kühlverfahrens bei Puten und Gänsen anlangt , würde eine
            andere Eimensi©n£erung der Sprüh-Kühlanlage notwendig sein .
            Ausserdem dürfte auf Grund der dickeren Muskelschicht bei
            Puten eine Abkühlung der Schlachttierkörper durch die Sprüh-
            kühlung relativ aufwendig sein . Es wird jedeoh nach einem
            akzeptablen Ersatzverfahren gesucht .
                                    IV
11 . Aus dem . Vorherstehenden ergibt sich , insbesondere wenn davon aus­
     gegangen wird , dass "bis zum Verbot des Spinchillers am 1 . Jan . 1976
     noch ausreichend Zeit . zur Verfügung steht , um dem Sprühkiihlver-
     fahren den letzten technischen Schliff zu geben , dass. für die
     Kühlung von Hühnerfleisch mit dem Sprühkühlverfahren ein industriell
     verwertbares Kühlsystem zur Verfügung steht . Ein solches System ist
     jedoch für andere Arten von Geflügelfleisch noch nicht soweit ent­
     wickelt worden , dass jetzt, schon ein entsprechendes Ersat z*er fahren
     für den Spinchiller vorgestellt werden könnte . Es ist jedoch zu
     erwarten , dass ein solches Verfahren auf der Basis des für Hühner­
     fleisch entwickelten Systems verhältnismässig rasch . entwickelt
     werden ka$n .                                          •
     Die Kommission schlägt dem Rat nach Anhörung der Mitgliedstaaten
     im Ständigen Veterinärausschuss in seiner Sitzung vom 22 . Oktober
     1971 daher vor , festzustellen , dass mit dem Sprühkühlverfahren
     ein industriell verwertbares Ersatzverfahren für die Kühlung
     von Hühnerfleisch zur Verfügung steht .
 ---pagebreak---                           Vorschlag einer
                       RICHTLINIE DBS RATES
          über Ersatzverfahreri zur Kühlung von Geflügelfleisch
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEIKSOHAFTLN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft
gestützt auf die Richtlinie des Rates vom 15 - Februar 1971 zur
Regelung gesundheitlicher Fragen beim Handelsverkehr mit frischem
Geflügelfleisch l ) insbesondere auf Artikel "l4 ,
                                                 i          y, -
auf Vorschlag der Kommission ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Nach Artikel l*f der Richtlinie des,. Rats vom 15 . Februar 1971 zur
Regelung gesundheitlicher Fragen beim Handelsverkehr mit frischem
Geflügelfleisch verbieten die Mitgliedstaaten die Anwendung des als
Spinchiller-Kühlung bezeichneten Systems zur Kühlung von Geflügel­
fleisch , das gegenwärtig angewandt wird .
 Dieses Verbot ,- ilt grundsätzlich ab 1 , Januar 1976 1 dieser Temin i-jird
 jedpch auf deij.l , Januar 1977 verschoben, wenn der Rat nicht auf Vor­
schlag der Kbraission vor dem L. . Januar iL972 feststellt , daß eines oder
nehrere industriell « verwertbare neue Kühlungsverfahren entdeckt worden
 sind.
Um dem Rat eine Entscheidung über den Zeitpunkt , zu dem das Verbot
der Spinchiller-Kühlung endgültig gelten soll , zu ermöglichen , unter­
breitet die Kommission nach Anhörung der .Mitgliedstaaten im Ständigen
                      nach dem genannten Artikel
Veterinärausschuss dem Rat/ vor dem 1 . Januar 1972 einen Bericht über
die Frage , ob eines oder mehrere Ersatzverfahren für die Kühlung vor­
handen sind.                                                        2-
1) Alïl . Nr . L/55 vcm 8.3.1971 , S. 23
 ---pagebreak---                                     -2-
Nach Anhörung der Mitgliedstaaten im Ständigen Veterinärausschuss
bat die Komraission dem Rat ara             1971 einen Bericht vorgelegt
in dem sie zu dem Ergebnis gelangt , dass mit dem Sprühkühlverfahren
ein industriell verwertbares Ersatzverfahren für die Kühlung von
Hühnerfleisch zur Verfügung steht .
Nach Prüfung des Berichts der Kommission testeht in der Tat ein
industriell verwertbares Ersatzverfahren für die Kühlung von
Hühnerfleisch .
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN :
                                ARTIKEL 1 .
Das im Artikel 14- Absatz 1 der Richtlinie des Rates vom 15 . Febr . 1971
zur Regelung gesundheitlicher Fragen beim Handelsverkehr mit frischem
Geflügelfleisch festgelegte Verbot ist ab 1. «Januar 197^ für die
Kühlung von frischem Hühnerfleisch verbindlich »
                                ARTIKEL 2
Diese Richtlinie ist an' die Mitgliedstaaten gerichtet-..
Gesehen in Brüssel                             Im Namen des Rates
am            1971                                • Der Pràsident