CELEX: 51987PC0502
Language: de
Date: 1987-10-26
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RATSENTSCHEIDUNG über eine Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiet der Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und Technologie (FORECASTING AND ASSESSMENT IN SCIENCE AND TECHNOLOGY) FAST (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (87) 502
Vol. 1987/0254
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
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conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
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informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
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on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
 VERSION PROVISOIRE                                               KOM(87 ) 502 endg .
                                                                  Brüssel , den 26 . Oktober 1987
                      VORSCHLAG FÜR EINE RATSENTSCHEIDUNG
               über eine Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiet der
                  Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft
                                     und Technologie
        ( FORECASTING AND ASSESSMENT IN SCIENCE AND TECHNOLOGY )
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                                     m
                         ( von der Kommission
                                           Kommission vorgelegt )
                             - 's
                     VSV
          ' ■*  .                 .< t  -r
                           .   *-    /•
 K0M(87 ) 502 endg .
 ---pagebreak---                                         Begründung
    Diese Mitteilung und der beigefügte Entschließungsentwurf befassen sich mit der
    Fortsetzung der FAST-Arbeiten, dem Forschungsprogramm über den langfristigen
    Wandel in Wissenschaft und Technik und seine Auswirkungen auf die zukünftige
    Entwicklung der Gemeinschaftsländer. Ziel des Programms ist es, zur Festlegung
    der Prioritäten in der gemeinschaftlichen FTE-Politik(l ) beizutragen. Gleichzeitig
    soll dieses Programm durch seinen speziellen Charakter auch für die anderen
    Dienststellen der Kommission von Interesse sein.
    Das FAST-Programm wurde erstmals          1978 für eine Erprobungsphase von fünf
    Jahren     ( 1978-1983) verabschiedet . Angesichts   der positiven  Beurteilung der
   erzielten Ergebnisse wurde im Juli             1983 ein    zweites   FAST-Programm
   beschlossen, das mit dem 31 . Dez . 1987 ausläuft .
I. DIE VORAUSSCHAU VON WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE UND DIE VON
   FAST ERBRACHTEN LEISTUNGEN
1. Die Rolle der Vorausschau
   Die mögliche und wahrscheinliche Zukunft von Wissenschaft und Technik zu
   hinterfragen und die Implikationen und Konsequenzen für die wirtschaftliche und
   soziale Entwicklung eines Landes , einer Region zu untersuchen, ... das ist die
   wesentliche und anerkannte Rolle , ein unverzichtbarer Abschnitt in der Ausar¬
   beitung jeglicher Wissenschafts- und Technologiepolitik.
2. Die Errungenschaften des Gemeinschaftsprogramms FAST
   Zu den Resultaten von FAST I ( 1978-1983 ) gehört der Beginn der vorbereitenden
   Arbeiten, die zur Ausarbeitung des Programms ESPRIT führten. Dazu gehört
   auch die Formulierung einer europäischen Politik für biotechnologische Ent ¬
   wicklung, die die Einheit CUBE ( Konzertierungseinheit für Biotechnologie in
   Europa ).
   FAST II , seinerseits , hat nicht nur zur Identifizierung und Definition einer Reihe
   von Aktivitäten aus dem " Rahmenprogramm für wissenschaftlich-technische Akti ¬
   vitäten der Gemeinschaft " beigetragen sondern erlaubte auch
        ( 1 ) FTE = Forschung in Technik und Entwicklung
 ---pagebreak---                                   3
      die Bedeutung des      aufkommenden    Dienstleistungssektors und der "nicht -
      ma k er?'eHen" Technologien für die nächsten 15-20 Jahre richtig einzuschätzen
     und zu verstehen , wieso das Europa der Dienstleistungen eine Wende zum
     Fortschritt darstellt und eine Herausforderung für europäische Innovations¬
     und Wirtschaftspolitik.
     den Wissenschaftlern, Industriellen und öffentlichen Entscheidungsträgern klar
     zu machen, daß verbesserte Beziehungen in komplexen Systemen zwischen
     Mensch und Maschine in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeu¬
     tung sein werden für die technologische Entwicklung. Mehr noch , Fehlent ¬
     scheidungen, die hier getroffen werden , haben weitreichende Auswirkungen
     auf die wachsende Störanfälligkeit der Systeme, auf deren Funktionieren
     unsere Gesellschaften angewiesen sind.
     zu zeigen, daß die Konvergenz und die wechselseitige Integration der
    verschiedenen Technologien in den nächsten 10-15 Jahren eine wesentliche
    Quelle künftiger Turbulenzen im Produktionssystem darstellen , und daß die
    Beherrschung dieser Phänomene auf die Länge gesehen eine wesentliche Vor¬
    aussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie ist.
    den öffentlichen und privaten Entscheidungsträgern verständlich zu machen ,
    daß die langfristige Wirksamkeit von Wissenschaft und Tecnologie nicht nur
    auf Definition und Verbesserung des technologischen Angebots gegründet
    werden kann sondern daß sich der europäische Wettbewerb auch im Schaffen
    neuer Konsumgewohnheiten und deren Verbreitung ausdrückt insofern diese
    einem tatsächlichen sozialen Bedürfnis entsprechen.
Die Auswirkungen der Aktivitäten von FAST II in den Mitgliedstaaten in ihrer
Eigenschaft als Katalysator für neue Initiativen hat auch Signalwirkung für die
öffentliche Hand sowie für akademische und industrielle Kreise. Hiere sind u.A.
zu erwähnen :
o   Das nationale belgische Forschungsprogramm " Zur Unterstützung des FAST
    Programms" über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen                der
    wissenschaftlich-technischen Entwicklung .
o   Die Förderung einer engen europäischen Zusammenarbeit zwischen               den
    angesehendsten Forswchungszentren für kognitive Wissenschaften in             der
    Gemeinschaft
 ---pagebreak---                                     -  (* -
      o   Die Rolle, die das 12 Gemeinschaftsländer umfassende FAST Netz auf
          Anregung des Forschungszentrums einer Industrievereinigung bei der
          Ausarbeitung des "Aktionsprogramm Wald" der Kommission gespielt hat.
      o   Die Stimulierung neuer Aktivitäten auf dem Gebiet von Vorausschau und
          Bewertung in Wissenschaft und Technik auf nationaler Ebene (Regierung
          und/oder Parlament ) bzw. auf regionaler Ebene.
 II.  DIE FAST AKTIVITÄTEN : EIN NEUER ABSCHNITT
Eingedenk der Bedeutung der Errungenschaften des Programms FAST und stets
überzeugt      von    der   Notwendigkeit    einer   regelmäßigen    Beobachtung    der
wissenschaftlich-technischen Evolution , sowie von langfristigen vorausschauenden
Analysen der Möglichkeiten und Zusammenhänge in Europa und von gründlichen
Bewertungen der sozialen Auswirkungen der Entwicklung und Verbreitung neuer
Technologien, hat die Kommission die Aktivitäten der Vorausschau und der
langfristigen Bewertung von Wissenschaft und Technologie (FAST) unter die
Schwerpunktsaktivitäten ihres Rahmenprogramms für wissenschaftlich-technische
Aktivitäten      der Europäischen Gemeinschaft aufgenommen.Unter anderem haben
zahlreiche     Mitgliedstaaten   in   der   Diskussion    über   den   Vorschlag   zum
" Rahmenprogramm " auf die Priorität hingewiesen , die sie den FAST Aktivitäten als
einem grundlegenden Werkzeug zuerkennen, das unerläßlich ist für die Gestaltung
der gemeinschaftlichen Forschung
Die Kommission hält es nichtsdestoweniger für erforderlich, Aufgaben                und
Modalitäten von FAST anzupassen, um folgenden Fakten Rechnung zu tragen:
a.   Veränderungen auf Gebieten, in denen sich FAST mit eigenen Arbeiten en ¬
     gagiert , sei es auf Gemeinschaftsebene oder in den Mitgliedsländern. Das
     betzrifft die neuen FTE-Gemeinschaftsprogramme wie BRITE, EURAM , ESPRIT,
     RACE und      NICHT-NUKLEARE ENERGIE         sowie Aktivitäten  nach  der Art  von
     CUBE, MEDIA und COMETT. Hier ist auch die Schaffung der STOA (Science
     and Technology Options Assessment Group) durch das Europäische Parlament zu
     erwähnen. Das betrifft ebenfalls Aktivitäten und Einrichtungen , die sich in
     einigen Mitgliedsländern etabliert haben und sich mit der Vorausschau und
     Bewertung von Wissenschaft und Technik befassen wie die NOTA in den
     Niederlanden ( 1986 ), das Teknologinaevnet in Dänemark ( 1986 ), das nationale
     Amt für Bewertung und Vorausschau in Spanien ( 1987 ), das PICT ( Programme on
     Information and Communication Technologies) in Großbtitannien ( 1986 ) sowie die
     das Programm für "Sozialwissenschaftliche Technikforschung" des BMFT in der
     BRD ( 1986 );
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 b.    Neue gemeinschaftliche Zuständigkeiten und Aufgaben, die aus der Einheitlichen
       Akte resultieren. Diese Akte
                hat festgelegt, daß die gemeinschaftlichen Forschungs- und Entwicklungs¬
                vorhaben in ein "Mehrjahres-Rahmenprogramm" eingebettet sind. Die
                FAST Aktivitäten haben damit einen genau vorgegebenen Kunden, das
               "Rahmenprogramm, und ihr Mandat ist klar umschrieben: zu den regel¬
               mäßigen Revisionen des "Rahmenprogramms" bezutragen.
           -   hat die Schaffung eines "Binnenmarktes" für das Jahr 1992 vorgesehen.
               Das verlangt von FAST mehr als bisher, die Auswirkungen des "Binnen¬
               marktes" auf die langfristige wissenschaftlich-technische Entwicklung zu
               berücksichtigen.
               strebt die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in
               der Gemeinschaft an, besonders durch den Abbau regionaler Unterschiede
               und durch die Förderung wirtschaftlich schwächer Gebiete. Für FAST
               ergibt sich daraus, seine Analysen der langfristigen wissenschaftlich-
               technischen Evolution auch unter diesem Gesichtspunkt durchzuführen.
c.      Neue Anforderungen, denen die Vorausschau und Bewertung in Wissenschaft und
        Technik in den kommenden Jahren zu genügen hat ( 2 ). Das betrifft z.B.
        methodische Verbesserung in den Analysen komplexer Systeme.
III. Das neue FAST: Die Grundprinzipien
        Zwei Hauptprinzipien sind bei der Anpassung der FAST Aktivitäten , speziell bei
        der Durchführung konkreter Arbeiten von 1988 an, zu berücksichtigen, die auch
        die Resultate der Programmbewertung durch eine Gruppe unabhängiger
        Experten widerspiegeln müssen. Diese Resultate stehen ab Ende Dezember 1987
        zur Verfügung.
     ( 2)Der Begriff der Bewertung, wie er bei FAST verwendet wird, darf nicht mit
     dem der Bewertung von Forschungsprogrammen verwechselt werden. Die "FAST-
     Bewertung" bezieht sich ähnlich wie das "Technology Assessment" oder die
     "Technologiefolgenabschätzung" auf die Abschätzung der möglichen Folgen des
     technologischen Wandels auf die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft ,
     einschließlich der Technologie und derc Wissenschaft selbst. Die Bewertung von
     Forschungsprogrammen hingegen untersucht , ob deren Resultate den an sie
     gestellten Anforderungen genügen.
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 I.   Prinzip I:   Die Einbindung der FAST Aktivitäten     in die verschiedenen
      Stadien der Programmgestaltung der gemeinschaftlichen Forschung muß
      sichergestellt werden.
Bis jetzt hat FAST seine Funktion der Vorausschau und Bewertung oberhalb der
Ebene wahrgenommen, auf der die Schwerpunkte der gemeinschaftlichen For¬
schungspolitik definiert werden. Nach der Einheitlichen Akte und dem Rahmen¬
programm muß FAST auch als Dienstleistungsunternehmen für prospektive und
bewertende Studien über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen
gesehen werden. In dieser Eigenschaft muß FAST auf allen Stufen der
gemeinschaftlichen Programmgestaltung berücksichtigt werden.
Daraus ergeben sich zwei praktische Veränderungen:
     FAST muß in Programmierung und Ausführung so flexibel wie möglich sein,
     um den Wünschen der Kommission schnell und wirkungsvoll nachkommen zu
     können. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für kürzere Forschungsarbei ¬
     ten, insbesondere wie sie aus der Durchführung des Rahmenprogramms und
     aus speziellen Wünschen der Kommission resultieren. Daraus folgt aber
     auch , daß es unmöglich ist , die Gesamtheit der Forschungsthemen von
     vornherein für die volle Laufzeit des Programms festzulegen. Unabhängig
     davon müssen einige größere Themenbereiche von allgemeinerem Interesse
     aufgegriffen werden , um sich dort mit umfangreicheren prospektiven
     Studien von etwa 2-3 Jahren Dauer zu engagieren. Ausgehend von der
     Analyse bestimmter Schlüsselprobleme sind solche Studien unerläßlich , wenn
     man den längerfristigen wissenschaftlich-technischen Wandel auch aus
     makroskopischer Sicht darstellen will .
    Transdisziplinäre und multisektorielle Elemente sind so weit wie möglich in
    die Arbeiten von FAST und die anderer Generaldirektionen aufzunehmen. Es
    wurde bereits darauf hingewiesen, daß die Dienststellen der Kommission
    über ein erhebliches Potential an analytischen und prospektiven Fähigkeiten
    verfügen.
    Es liegt auf der Hand, daß FAST als Werkzeug im Dienste der Programm -
    staltung der Gemeinschaftsforschung nicht nur die DGXI1-GFS betrifft
    sondern auch die DG XIII und DG III interessiert ( letztere vor allem in
    Hinblick auf den gemeinsamen Binnenmarkt für die Zeit nach 1992 ). Es ist
    nicht minder evident , daß die FAST Arbeiten        in dem   Maße wie es
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       ihnen gelingt , in den anderen Bereichen der Gemeinschaftspolitik das
       Bewußtsein für die wissenschaftlich-technische Dimension zu wecken, auch
       für andere Diensstellen interessant werden. Umgekehrt wird die FAST
       Forschung einschlägige Arbeiten in anderen Stellen der Kommission zur
       Kenntnis nehmen, um den Anschluß an die dort auftretenden Wünsche und
       Fragen besser wahren zu können.
       Unter diesen Umständen empfiehlt es sich, eine Interservice Gruppe für
       Vorausschau ( IGV = GIP = Groupe Interservice de la Prospective)
       einzurichten.
       Die IGV soll nicht nur Orientierungshilfe für FAST sein und nicht nur
      sicher stellen, daß die FAST Arbeiten von den unmittelbar betroffenen
       Kommissionsdienststellen angemessen verfolgt und aufgegriffen werden. Sie
      soll auch dafür sorgen, daß FAST-typische Arbeiten, die in den von der
      IGV vertretenen Abteilungen durchgeführt werden, bekannt gemacht werden
      und Verbreitung finden.
2.    Prinzip II: Ausbau der Verbindungen zwischen den         nationalen   FAST-
      typischen Aktivitäten und dem Gemeinschafts-FAST
Hier muß die Rolle der FAST-Netze betont werden ( 3 ), die die innereuropä¬
ische Zusammenarbeit und die Integration nationaler und gemeinschaftlicher
Aktivitäten der wissenschaftlich-technischen Vorausschau wesentlich vorange¬
trieben haben.
Diese Erkenntnis setzt sich immer mehr durch und immer häufiger werden ent ¬
sprechende Wünsche nicht nur von Wissenschaftlern selbst geüßert sondern auch
von der Industrie sowie von Stellen, die auf lokaler oder nationaler Ebene mit
Forschungsfragen zu tun haben. Das bezieht sich z.B. auf
o    die Schaffung einer gemeinschaftlichen Stelle für den Informatioms- und
     Erfahrungsaustausch über die Entwicklung und Anwendung von F&E Indika¬
     toren, die die unterschiedlichen Aspekte des technische-wissenschaftlichen
     Wandels in Europa berücksichtigen soll.
     Diese Indikatoren sollen nicht nur die Inputdaten der Analyse sein sondern
     sie sollen als Referenzbasis auch der besseren Verständigung zwischen den
     verschiedenen     Bereichen  von Wissenschaft und Technik dienen.  Sie sollen
     ferner neue Zusammenhänge sichtbar        nachen und dadurch zur Entschei-
     ( 3 ) Offizielles Netz der 12 nationalen FAST Einheiten ; mehrere speziali ¬
    sierte ( adhoc-) Netze ( Kognitive Wissenschaften, Dienstleistungssektor,
     Forstwissenschaften, Lichttechnik , Ernährung und Gesundheit , EURETA...).
     Der Aufbau dieser Netze ist eine andere wichtige Errungenschaft von
     FAST !
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    dungsfindung beitragen wie das z.B. mit Hilfe der in der nationalen
    amerikanischen Wissenschaftsstiftung entwickelten Indikatoren geschieht.
    Für europäische Entscheidungsträger sind F&E Indikatoren von herausra¬
   gender    Bedeutung. Deswegen sind auch in den meisten Ländern der
   Gemeinschaft wie auch auf internationaler Ebene (vor allem bei der OECD )
   Anstrengungen unternommen worden, solche Daten nicht nur zu erstellen
   sondern auch deren Kompatibilität voranzutreiben, ohne die kein sinnvoller
   überregionaler Vergleich möglich ist .
   Es wäre unrealistisch, europäische     F&E Indikatoren     in einer einzigen,
   zentralen Stelle entwickeln zu wollen. Es steht daher garnicht erst zur
   Diskussion, daß FAST eine solche Aufgabe auf Gemeinschaftsebene über¬
   nehmen sollte. Viel wichtiger ist es, einschlägige Kontakte zwischen den
   Ländern der Gemeinschaft aufzubauen und einen Informations - bzw. Erfah ¬
  rungsaustausch einzurichten, sowie die Möglichkeiten verbesserter Methoden
   für die Anwendung vorhandener und die Entwicklung neuer Indikatoren zu
  untersuchen. Genau dies zu unterstützen, wird die Aufgabe von FAST sein
  und   zwar    mit  Hilfe seiner Netzwerke    ( als Instrument ) und durch  die
  Schaffung möglichst enger Verbindungen auf europäischer Ebene zwischen
  den     Produzenten von F&E Indikatoren ( Wissenschaftlern) und deren
  Konsumenten (öffentlichen Stellen , Privatsektor,...). Aus diesem Grunde
  wird FAST auch die in der DG XII neu geschaffene wissenschaftliche
  Abteilung für "Monitoring" unterstützen sowie die entsprechenden strate¬
  gischen Arbeiten der GFS und die Aktivitäten des CODEST.
o Die theoretische Vertiefung und die Förderung des Erfahrungsaustausches
  über Methode, Organisation und Nutzung von Prognoseforschung und "Tech ¬
  nology Assessment " in den Ländern der Gemeinschaft .
  Die methodischen Probleme ( theoretische wie praktische) rücken immer
  stärker in den Vordergrund. Sie beruhen auf der zunehmend größeren
  Komplexität der zu untersuchenden Phänomene, auf der mangelnden Kennt ¬
  nis ihrer Dynamik sowie auf der mangelnden methodischen Einheitlichkeit .
  Das ist im Grunde unbestritten. Zumindest ist von der Selbstsicherheit der
  Zukunftsforscher und Evaluationsfachleute der 60iger und 70iger Jahre
  heute nicht mehr viel übrig geblieben. Eine der Leistungen , die FAST
  bietet , wird in der Förderung methodischer Fortschritte liegen und zwar
  durch die Organisation von Seminaren und von Begegnungen zwischen For¬
  schern und Anwendern sowie durch die Verbreitung von Kenntnissen über
  den jeweils letzten Stand bestimmter Methoden. Die Resultate solcher
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            Bemühungen könnten auf der einen Seite in den entwickelten Industrie¬
            ländern wie den USA und Japan verbreitet werden und auf der anderen
            Seite in den Ländern Latein-Amerikas, Afrikas und Asiens, die an der
            Einrichtung FAST ähnlicher Instrumente intereßiert sind (4). Das wird in
            enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Direktion der DG XII und mit
            der DG I geschehen.
        Für eine wirksame Anwendung dieses Prinzips ist es unerläßlich, daß sich
        Organisation und Betrieb der FAST-Netze nach wie vor auf die nationalen
        Arbeitsgruppen und auf dezentralisierte Arbeitmethoden stützen können. Das
        bedeutet eine stärkere Beteiligung der Mitgliedstaaten an der Finanzierung,
        Durchführung und der Auswertung von FAST Arbeiten.
  IV.   Die Funktionen des neuen FAST (Inhalt und Verfahrensansätze)
  Die Aktivitäten des neuen FAST haben drei Hauptfunktionen:
       Vorausschau ("Forecasting")
       Folgenabschatzung ("Assessment")
       FTE-Beobachtung ("Observatory).
       Obwohl die drei Funktionen eng mit einander verbunden sind und sich auf ope-
       rationeller Ebene nur schwer separat definieren lassen, läßt sich soviel sagen:
 Vorausschau (Forecasting) in diesem Sinne bedeutet die Vertiefung von Annahmen
 über Möglichkeiten, Probleme und Zusammenhänge, wie sie sich auf längere Frist
 für Europa auf der Ebene der großen wissenschaftlichen, technischen, wirtschaft ¬
 lichen und sozialen Veränderungen ergeben. In dieser Funktion sollte sich FAST auf
eine gewisse Zahl globaler Schlüsselprobleme konzentrieren. Als Beispiel könnten
dienen :
       Die langfristigen Auswirkungen und Implikationen der Konvergenz und der
       wachsenden Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Technologiebereichen
       sowie der zunehmenden "Mondialisierung" der Wirtschaft auf die europäische
       Industrie   und    ihre  Wettbewerbsfähigkeit.    ( Das   betrifft   vornehmlich
       Werkstofftechnologie, Mikroelektronik, fortgeschrittene Verfahrenstechnologien,
       Lichttechnologie). Die von FAST durchgeführten Arbeiten zur Integration von
       Landwirtschaft, Chemie und Energie gelten als grundlegend
( 4 ) Dies betrifft besonders die fünf Lateinamerikanischen Länder (Argentinien,
Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Venezuela ), die kürzlich ein gemeinsames
Programm für Vorausschau und Bewertung in Wissenschaft und Technik für Süd ¬
amerika vorgelegt haben und sich dabei ausdrücklich auf FAST bezogen haben. Es
handelt sich um das Projecto Latino-Americano de Alta Technologica Ano 2000.
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        Langfristige Auswirkungen und Implikationen der neuen Technologien und ihrer
        Verbreitung auf die Gemeinschaftsländer von geringeren Dimensionen ( im Sinne
       der Bevölkerungszahl , des Marktvolumens, ...).
       Langfristige     Auswirkungen    und    Implikationen     der   Entwicklung   der
       Humanbiologie.
       Langfristige Auswirkungen und Implikationen der wissenschaftlich-technischen
       Entwicklung im Transport -, Energie- und Nachrichtenwesen auf Urbansysteme in
       der Gemeinschaft .
Bewertung (Technology Assessment) umfaßt drei Arten von Analysen:
       Fakten- und Fallstudien über die Entwicklung einer Technologie, eines Sektors ,
       eines Wissenschaftsgebietes, über einen wichtigen Zusammenhang oder ein
       bedeutendes Ereignis;
       Analysen über die künftigen Auswirkungen der technischen, wirtschaftlichen und
       sozialen Implikationen der wahrscheinlichen Entwicklungen auf einem Ein ¬
       zelgebiet , innerhalb einer Technologiefamilie oder an der Schnittstelle zwischen
       mehreren Technologien bzw. Sektoren;
       Strategische Bilanz der europäischen Situation (Stärken , Schwächen, inner-
       europäische und internationale Vergleiche...), als Beitrag zu den Bemühungen ,
       die nationalen Forschungspolitiken auf Gemeinschaftsebene zu vergleichen und
       zu koordinieren (Aktivität COPOL ), sowie als Ergänzung zu den einschlägigen
       strate-gischen Analysen der GFS.
Technologiebeobachtung (Observatory/Monitoring) umfaßt Arbeiten über wissenschaft ¬
lich-technische Indikatoren , über die Methodik der Prognoseforschung und der Tech ¬
nologiebewertung sowie über die Institutionalisierung und Nutzung der einschlägigen
Forschung. Sie befaßt sich ferner mit der Identifizierung neuer Tendenzen in der
Wahl der untersuchten Probleme und Themen und mit der Identifizierung neuer
Lösungsmethoden und neuer Anwendungsformen. Hier kommen besonders folgende
Gebiete in Frage :
      neue Techniken zur Untersuchung komplexer Systeme ;
      verbesserte Methoden zu Konstruktion und Nutzung von Szenarien ;
      Analysen über Eignung und Einsatzmöglichkeit           von   Meinungsumfragen  zur
      Einstellung gegenüber Wissenschaft und Technik ;
      Untersuchungen       über    die   Beziehungen     zwischen     den    Produzenten
     ( Wissenschaftlern) und Konsumenten von Forschung, um die Ergebnisse der
     Prognose- und Bewertungsforschung wirkungsvoller nutzen zu können.
 ---pagebreak---                                      11
 Die "Technologiebeobachtung" hat in direkter Ergänzung zum "Scientific Monitoring"
 der DGXH-GFS und zu anderen einschlägigen Arbeiten in der Kommission (besonders
 in der DG VI, DG XI und DG XIII ) zu gesehen sowie zum Programm STIMULATION
 und zum CODEST. Sie wird sich zudem auf die diversen                  "scanning"-    und
 " monitoring"-Einrichtungen in den Mitgliedsländern stützen.
 FAST wird mehr als in der Vergangenheit die weltweite Dimension der Produktions¬
 dynamik und der Verbreitung bzw. der Anwendung von Wissenschaft und Technik
 berücksichtigen, einschließlich ihrer Auswirkungen auf die gemeinschaftliche
 Forschungspolitik     und    auf die    langfristigen Strategien    Europa's    in   der
 wissenschaftlich-technischen    Zusammenarbeit    mit entwickelten  Drittländern   sowie
 mit den Ländern der dritten Welt .
Um seine Arbeiten entsprechend durchführen zu können, wird sich FAST sowohl auf
eigene, interne Kapazitäten stützen und auf hochqualifizierte, aus den Mitglieds¬
ländern abgeordnete Gastwissenschaftler als auch auf_ externe Expertisen auf
Kontraktbasis und die europäischen Forschungsnetze. FAST wird ferner von
Einrichtungen wie "panel groups" und "Workshops" Gebrauch machen, die sich schon
in der Verghangenheit bei einschlägigen Arbeiten bewährt haben.
Besondere Aufmerksamkeit ist der Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse zu
widmen, die entsprechende finanzielle und personelle Mittel verlangt ( 5 ).
IV.    Die Installierung des neuen FAST: Der Entschließungsvorschlag
Unter den hier dargelegten Umständen wird vorgeschlagen, die FAST Aktivitäten in
Übereinstimmung mit den im "Rahmenprogramm " festgelegten Prioritäten für einen
weiteren Zeitraum von fünf Jahren ( 1988-1992 ) zu verlängern. Die FAST Aktivitäten
werden       als   Basisinstrument    im    Dienste    der    Programmgestaltung      der
gemeinschaftlichen Forschung betrachtet.
Um die einzelnen Forschungsthemen definieren und um die Anpassungen entsprechend
der oben erwähnten Grundprinzipien vornehmen und prüfen zukönnen, wird
vorgeschlagen, in mehreren Schritten vorzugehen.
Das erste Jahr ( 1988 ) soll ermöglichen:
      Verbreitung und Analyse der FAST II Resultate in Hinblick auf ihre Verwndung
      durch die Kommission und die Mitgliedstaaten zu ende zu führen.
      ( 5 ) Es sei vermerkt , daß das Technologiefolgenprogramm (SoTech ) des Landes
      Nordrhein-Westfalen ( BRD) für die Zeit von 1985 bis 1988 3 Mio DM allein für
     die Kommunikation seiner Ergebnisse vorsieht !
 ---pagebreak---                                       12
      die Durchführbarkeit der Vorschläge zu testen , die die von der Kommission
      eingesetzte Bewertungsgruppe für FAST II Ende Dezember 1987 vorlegen wird,
      ebenso wie die neuen Verfahrensmodalitüten ,      die die  Kommission  bereits
      identifiziert und festgelegt hat ,
     den konkreten Inhalt der oben erwähnten zentralen Forschungsthemen für die
      Jahre 1989-1992      sowie das ausführliche Programm für die übrigen FAST
     Arbeiten für die Jahre 1989-1990 zu bestimmen.
Die Kommission definiert 1990 das detaillierte Programm der FAST Arbeiten für
1991-1992, unter besonderer Berücksichtigung der in den Jahren zuvor gemachten
Erfahrungen.
Zu diesem Zweck wird 'die Kommission durch den Beratenden Verwaltungs- und
Koordinierungsausschuß ( BVKA ) unterstützt , dessen Gründung Gegenstand von § 4
des Entschließungsantrag ist .
                                           ♦
                                         *   ♦
                                           *
Der Rat wird ersucht , die beigefügte Entschließung für ein neues FAST zu billigen.
 ---pagebreak---                                   FINAN ZBOG EN
   Haushaltslinie
   7300 Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und Technologie (FAST)
   Rechtsgrundlage
   Artikel 130 Q § 2 .   EWG- Vertag
   Beschreibung des Programms
   Das Ziel der Aktivität FAST ist es, zur Identifizierung und Definition neuer
  Orientierungen und Prioritäten der Forschung und der technischen Entwicklung
  in der Europäischen Gemeinschaft beizutragen. Zu diesem Zweck untersucht
  FAST den langfristigen wissenschaftlich-technischen Wandel und seine Auswir¬
  kungen auf die sozio-ökonomische Entwicklung der Länder der Gemeinschaft.
 Zur Verwirklichung dieser Funktion stützt sich FAST u.A. auf die Förderung
 der innergemeinschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Forschungszentren
 und -gruppen in den Mitgliedsländern, die sich auf die Vorausschau und Bewer¬
 tung von Wissenschaft und Technik spezialisiert haben.
 In dem Bemühen um eine möglichst enge Einbindung der FAST Aktivitäten in
 die verschiedenen Stadien der Programmgestaltung der gemeinschaftlichen
 Forschung werden die Forschungsarbeiten nach maßgabe der von der Kommis¬
 sion und den Mitgliedstaaten geäußerten Anliegen definiert und durchgeführt so
 wie sie sich aus den Anforderungen ergeben , die bei der Durchführung des
 " Rahmenprogramms" entstehen. Man wird daher schrittweise vorzugehen haben.
 Das Arbeitsprogramm für das erste Jahr ( 1988) ist klar definiert. Ebenso sind
die möglichen größeren Forschungsthemen für die Jahre 1989-1992 festgelegt .
Im Laufe des- ersten Jahres wird der genaue Inhalt der FAST Aktivitäten für
 1939-1992 präzisiert werden , und zwar unter voller Berücksichtigung des Flexi ¬
bilitätsprinzips.
Im Laufe des Jahres 1990 wird die Programmierung der Arbeiten für 1991-1992
durchgeführt werden, wobei man auch auf die Erfahrunge der vorangegangenen
Jagre zurückgreifen wird.
Das erste Jahr ( 1988 ) umfaßt daher drei Aktionslinien :
1.      Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse von FAST II auf der Ebene
        der Kommission ,  der anderen Gemeinschaftseinrichtungen und der Mit -
        gliedstaaten.
 ---pagebreak---                                          - 2 -
           II .  Erprobung und Evaluierung neuer Verfahrensregeln für die Arbeiten auf
                dem Gebiet der Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und Tech ¬
                nik im Rahmen der Kommission , um ihre operationeile Verwertbarkeit
                herauszustellen .
          III . Beginn    einer    bestimmten      Zahl     von     Forschungsvorhaben      ( zwei
                Untersuchungen zur Technologiebewertung,           Arbeiten an einem Netz
                wissenschaftlich-technischer      Indikatoren      in        der     Gemeinschaft ,
                Experimentierphase     des    Netzes     EURETA       ( 1 ),   Einrichtung   einer
                Arbeitgruppe zu den methodischen Fragen der         Vorausschau und Bewertung
                von Wissenschaft und Technik ).
          Die Aktivitäten für die folgenden Jahre ( 1989-1992 )      werde umfassen daher:
       Mehrjahresforschungsvorhaben zu einigen größeren Themen
       Kurzfristige Forschungsvorhaben , auf Grund von Anfragen der Kommission und
       der anderen Gemeinschaftseinrichtungen so wie der Mitgliedstaaten.
  4.     Begründung des Programms
         Auf der Ebene der Kommission Daten zu erstellen , die das Zusammenspiel zwi ¬
         schen den wissenschaftlich-technischen Veränderungen und der langfristigen ,
         industriellen , wirtschaftlichen , und sozialen Situation in den Ländern der
         Gemeinschaft erhellen, ist eine Vorbedingung für Wirksamkeit, Kohärenz und
         Eignung der gemeinschaftlichen Forschung im Hinblick sowohl auf die anderen
         Bereiche der Gemeinschaftspolitik als auch auf die nationale Forschungspolitik
        der Mitgliedsländer.
        Der Fortschritt auf theoretischer, methodischer und operatineller Ebene, der
        sich auf dem Gebiet der Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und
        Technik erreichen läßt , stellt ein Trumpf dar, der sich u.A. bei der Definition
        und der Erstellung gemeinschaftlicher Strategien für die Entwicklung und
        Nutzung von Wissenschaft und Technik im allgemeinen Interesse der Bewohner
        Europas einsetzen läßt .
 5.     Finanzielle Auswirkungen
        Die Gesamtkosten für den vorgesehenen Zeitraum ( 1988-1992) betragen:
        - Gemeinschaftshaushait              14,0 Mio ECU
        - Nationale Stellen                   5,0 Mio ECU       ( geschätzt )
                           Total            19,0 Mio ECU
( 1 ) EURETA : Europäisches Netz für regionale Technologieabschätzung.
 ---pagebreak---                                              3
         Die zeitliche Aufteilung des Anteils aus dem Gemeinrnschaftshaushalt
         ist wie folgt :
         Verpflichtungsermächtigung ( in Mio ECU )
                                           1988    1989  1990   1991     1992     Total
         Personal ( 1+9 )
                                           1,060  1,100  1,200  1,240    1,300    5,900
         Forschungsnetze &
         deren Verwaltung ( 2+3 )
                                           0,840  0,800  0,800  0,700    0,800    3,940
         Verträge ( 5 )
                                           0.900  0,900  0,800  0,660    0,900    4,160
        TOTAL
                                         # 2,8002 2,800  2,800  2,600    3,000  14,000
        Zahlungsermächtigung ( in Mio ECU )
                                   1988      1989  1990    1991 1992      1993    Total
        Personal ( 1+9 )
                                   1,060    1,100  1,200  1,240  1,300            5,900
        Forschungsnetze &
        deren Verwaltung ( 2+3 )
                                  0,840     0,720  0,800  0,710  0,790    0,080    3,940
        Verträge ( 5 )
                                  0,160    0,480   0,700  0,750  0,810    1,260    4,160
        TOTAL
                                  2,06ο2   2,300   2,700  2,700  2,900    1,340   14,000
        Berechnungsweise
        Personalausgaben
        - Der Personalbedarf für das erste Jahr wird wie folgt angesetzt :
            6 (sechs) Zeitbedienstete der Kategorie A ( wissenschaftliche Kräfte)
            2 ( zwei ) Zeitbedienstete der Kategorie B
            4 ( vier ) Zeitbedienstete der Kategorie C
            Diese Stellen sind bereits im Haushaltsantrag der Kommission für 1988
           enthalten -.
( 2 ) Im Hauhaltsvora.ischlag ( MVA ) für 1988 sind die Kosten für das am 1 . Jan. 1988
vorhandene Personal sowie die damit verbundenen administrativen Kosten durch das
alte Programm in Höhe von 1,2 Mio ECU gedeckt . Nach Annahme des Programms
durch den Rat , wird die haushaltsrechtliche Situation entsprechend den getroffenen
Entscheidungen regularisiert werden.
 ---pagebreak---                                         4
       - Der Personalbedarf für die Jahre 1989-1992 wird wie folgt angesetzt
          8 (acht ) Zeitbediensete der Kategorie A ( wissenschaftliche Kräfte)
          2 ( zwei ) Zeitbedienstete der Kategorie B
          5 ( fünf) Zeitbedienstete der Kategorie C
          (die zusätzlichen Stellen 2A und IC werden im Haushalt 1989 beantragt
            werden )
          Unter diese Rubrik fällt auch der Beitrag der Kommission zu den Ausgaben
          für die von den Mitgliedsländern abgeordneten Gastwissenschaftler. Der Be¬
         darf an solchen Gastwissenschaftlern wird mit 25 Mann-Jahren für die vor ¬
         gesehene Programmdauer 1989-1992 veranschlagt.
           Reisekosten, representative Ausgaben und anfallende Sonderausgaben sind
           ebenfalls inbegriffen .
         Es sei daran erinnert , daß das wissenschaftliche Personal von FAST
         (Stammeinheit und Gastwissenschaftler) selbst Forschungsarbeiten durchführt
         und sich nicht darauf beschränkt , die FAST Aktivitäten administrativ zu
         betreuen .
 b. Ausgaben für die Netzwerke und Verwaltungsausgaben
      I. Ausgaben für die Netzwerke
           Hier handelt es sich vor allem um Ausgaben für Forschungstätigkeiten
           (Sitzungen , Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse, Konferenzen ,
           Arbeitsseminare und Diskussionen in Brüssel , kurze Informationspapiere , für
           ein größeres Publikum bestimmte Synthesen ( mehrsprachig), Videodokumen-
           tationene etc.), die zur Organisation und Unterstützung der Netzwerke
           durch FAST beitragen.
     2. Verwaltungsausgaben
           Hierbei handelt es sich um :
          o Sitzungen des beratenden Programmausschusses ( BPA) und von Arbeits¬
              gruppen , Einladungen von Experten , Publikations- und Bibliothekskosten ,
              Kosten für die Benutzung vor. Datenbanken u.s.w.)
          o Kauf, Mieten und Unterhalt von Datanverarbeitungsanlagen, einschließlich
              der notwendigen Software
c.   Vertragsausgaben (cat . 5 )
     Das sind Ausgaben für die Durchführung von Arbeiten zur Technologieabschät ¬
     zung , Kostenzuschüsse auf Antrag von Forschungszentren, die an den
     verschiedenen Netzwerken beteiligt sind , Ausgaben für bestimmte Aktionen der
    Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse von FAST II .
 ---pagebreak---                                   5
Dies umfaßt auch Ausgaben für Verträge zur Erstellung von Szenarien , zu
Analysen der langfristigen Entwicklung , Kontrakte für Stipendiaten und
"Stagiaires" ( Reise- und Ausbildungskosten ), Expertenverträge und Ausgaben für
sonstige Operationen.
Finazierung der Ausgaben
Die für den Gemeinschaftsbeitrag zu den FAST-Aktivitäten             notwendigen
Kredite sind im Haushalt der Jahre 1988-1992 festzuschreiben.
Kontrolle
 o Verwaltungsmäßige Kontrolle durch den Generaldirektor für die Finanzkon ¬
    trolle in seiner Zuständigkeit für den Haushalt .
 o  Wissenschaftliche Kontrolle
   - durch den beratenden Verwaltungsausschuß
   - durch die Interservoce-Gruppe für Vorausschau
 o Verifikation    der   vorgelegten    Rechnungen    durch    den  Rechnungshof
   entsprechend den Vorschriften des EWG-Vertrages.
 ---pagebreak---          FOkSCLAÖ FÜR EINE RATSENTSCHEIDUNG
          über eine Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiet der
     Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und Technologie
( FORECASTING AND ASSESSMENT IN SCIENCE AND TECHNOLOGY )
                             (F A S T)
 ---pagebreak---                                        2
   DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
   Gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ,
   insbesondere auf Artikel 130 § 2,
  gestützt auf den von der Kommission vorgelegten Entscheidungsentwurf ( 1 ),
  in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament ( 2 ),
  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschuß ( 3)
  in Erwägung der folgenden Gründe :
  Es ist die Aufgabe der Gemeinschaft , eine harmonische Entwicklung von Wirtschaft
  und Gesellschaft in den Mitgliedstaaten zu fördern, besonders vor dem Hintergrund
  wachsender wirtschaftlicher und kommerzieller [Beziehungen mit Drittländern. Hierbei
  spielt der wissenschaftlich-technische Wandel eine immer „bedeutsamere Rolle unter
  den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungsfaktoren.
  Eine engere wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungs¬
  zentren und Wirtschaftsunternehmen in den Ländern der Gemeinschaft , die mit den
 entsprechenden außergemeinschaftlichen Beziehungen Schritt halten muß, stellt eine
 unabdingbare Voraussetzung für die Europäer dar, ihre langfristigen strategischen
 Möglichkeiten auf dem Gebiet der Spitzentechnologien gegenüber den anderen
 Wirtschafts- und Technologiemächten wahren zu können.
 Die    zunehmend    komplexeren   und   undurchschaubareren  Zusammenhänge   zwischen
 Wissenschaft und Technik auf der einen Seite sowie das Phänomen der wachsenden
 Integration der Grundlagen verschiedener Wissenschaften und Techniken verlangen
 eine sorgfältige und fortlaufende Beobachtung der sichtbaren oder sich ankündi ¬
 genden Veränderungen.
 In Anbetracht eines intensiven Wettbewerbs , steigender F&E-Kosten, sich verkür¬
 zender Innovationszyklen und einer beachtlichen Unsicherheit auf der Ebene der
Steuerungsinstrumente und der monetären Entwicklung verlangt die Internationali ¬
 sierung der Technologien und ihrer Märkte eine wirksame Observierung von Wissen ¬
 schaft und Technik besonders auf internationaler unf europäischer Ebene.
 Eine - im Sinne der einheitlichen Akte - auf europäische Zusammenarbeit gegrün ¬
dete vorausschauende Reflexion über Wissenschaft und Technik ist ein unverzicht ¬
bares Instrument für die Bildung gemeinschaftlicher Ideen und Strategien, denen eine
auf langfristige wirtschaftliche und soziale Ziele gerichtete Technologieentwicklung
 zu folgen hat.
Das Europäische Parlament hat sich 1986 , zunächst auf Probe , ein Instrument für
die Bewertung wissenschaftlich-technischer Optionen geschaffen. ( STOA : Scientific
and Technological Options Assessment ).
( 1 ) Abi . ...
( 2 ) Abl . ...
( 3 ) Stellungnahme : Abi . ( Antrag : Abi              ; Zusatz : Abi . )
 ---pagebreak---                                            3
   Der Wirtschafts- und Sozialausschuß hat wiederholt auf die Bedeutung und den
   Nutzen verwiesen , die er der Vorausschau und Bewertung der sozio-ökonomischen
   Folgen des wissenschaftlich-technischen Wandels beimißt .
  In den meisten Mitgliedstaaten sind mehrere wichtige Initiativen sowohl auf
  Regierungs- als auch auf Parlamentsebene unternommen worden , die Vorausschau und
  die Bewertung von Wissenschaft und Technik zu institutionalisieren.
  Andere Dienststellen der Kommission haben sich in den letzten Jahren Instrumente
  der Analyse und der strategischen Reflexion über die Langzeitentwicklung der in
  ihre Zuständigkeit fallenden Gebiete einschließlich der sie betreffenden Bereiche von
  Wissenschaft und Technik geschaffen.
  Die Förderung von Forschungs- und Kooperationsnetzen auf Gemeinschaftsebene zwi ¬
 schen Institutionen , die sich auf Vorausschau und Bewertung von Wissenschaft und
 Technik spezialisiert haben , ist eine der bedeutendsten Leistungen, die FAST bisher
 erbracht hat .
 Das Rahmenprogramm für die gemeinschaftliche Forschung und Entwicklung ( 1987-
  1991 ) ( 4 ) sieht die Realisierung einer horizontalen Gemeinschaftsaktion auf dem
 Gebiet der Vorauschau und Bewertung von Wissenschaft und Technik vor ( Einbezie¬
 hung aller Technologie- und Anwendungsbereiche , Einsatz transdisziplinärer Ansätze ).
 Das Arbeitsprogramm einer solchen Aktion in ihrer Eigenschaft als Hilfmittel im
 Dienste der Programmgestaltung der gemeinschaftlichen Forschung muß flexibel
 definiert werden entsprechend den Erfordernissen , die aus der Durchführung des
 " Rahmenprogramms " erwachsen.
und unter Berücksichtigung der Stellungnahme , die der Ausschuß für Wissenschaft
 und Technik (AFWT) zum Vorschlag der Kommission abgegeben hat ,
beschlieOt .
                                           Artikel 1
eine neue Gemeinschaftsaktion auf dem Gebiert der Vorausschau und Bewertung von
Wissenschaft und Technik ( genannt FAST) als Fortsetzung des Forschungsprogramms
FAST II für eine Dauer von 5 Jahren , beginnend mit dem 1 . Januar 1988 , anzu ¬
nehmen .
( 4 ) Abl . COM(86 ) 430 endg., Brüssel , den 5. August 1986
 ---pagebreak---                                         Artikel 2
 Oer Kreditrahmen     für den Anteil der Gemeinschaft    an den   Kosten des FAST-
 Programms wird auf H,0 Mio ECU für insgesamt fünf Jahre veranschlagt . Darin
sind die Personalkosten ( GA, 2D, 4C für 1988 und 8A , 2B, 5C für die folgenden
 Jahre) sowie Kosten für die aus den Mitgliedsländern delegierten Gastwissenschaftler
 für insgesamt 25 Mann-Jahre enthalten.Die Aufteilung dieser Mittel ist im Anhang
aufgeführt.
                                       Artikel 3
Die Kommission ist für die sachgemäße Durchführung des FAST-Programms zu ¬
ständig. Sie wird hierbei durch einen beratenden Ausschuß für Verwaltung und
Korrdinierung ( BVKA ) im Sinne der Ratsentschließung 84/ 338 Euratom , EGKS, EWG
unterstützt. Der BVKA-FAST trägt die Bezeichnung " Europäischer Ausschuß für
Vorausschau und Bewertung in Wissenschaft und Technik " ( EAVBWT = CEPEST =
Comite Europeen de la Prospective et de l'Evaluation Scientifique et Technique ).
                                       Artikel 4
Die vorliegende Entscheidung wird im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
veröffentlicht werden. Sie tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft.
 ---pagebreak---                                      5
                                           Anhang
       Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Vorausschau und Bewertung in
                        Wissenschaft und Technik (Neues FAST)
I.   Ziel und Funktion
 1.  Das Hauptziel von FAST ist die Untersuchung der langfristigen möglichen und
    wahrscheinlichen Veränderungen in Wissenschaft und Technik und ihrer wirt ¬
    schaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die Gesamtheit der Länder der
    Gemeinschaft. Auf dieser Grundlage wird FAST helfen, neue Orientierungen und
    Prioritäten der gemeinschaftlichen Forschungspolitik und anderer hiervon
    betroffener Bereiche der Gemeinschaftspolitik zu formulieren.
2.  Die Aktivitäten des neuen FAST haben drei Hauptfunktionen:
    Vorausschau (" Forecasting")
    Folgenabschatzung ("Assessment ")
    FTE-Beobachtung ("Observatory ).
*   Vorausschau ( Forecasting) in diesem Sinne bedeutet die Vertiefung von
    Annahmen über Möglichkeiten , Probleme und Zusammenhänge, wie sie sich auf
    längere Frist für Europa auf der Ebene der großen wissenschaftlichen, tech ¬
    nischen ,    wirtschaftlichen   und      sozialen     Veränderungen    ergeben.    Die
    Forschungsvorhaben       werden    sich    auf    einige globale Schlüsselprobleme
    konzentrieren wie :
    o    die langfristigen Auswirkungen und Implikationen der Konvergenz und der
         wachsenden Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Technologieberei ¬
         chen sowie der zunehmenden "Mondialisierung" der Wirtschaft auf die
         europäische Industrie und ihre Wettbewerbsfähigkeit . ( Das betrifft
         vornehmlich     Werkstofftechnolo-gie ,       Mikroelektronik ,  fortgeschrittene
         Verfahrenstechnologien , Lichttech-nologie ). Die von FAST durchgeführten
         Arbeiten' zur Integration von Land-wirtschaft , Chemie und Energie werden
         vertieft werden.
    o    langfristige Auswirkungen und Implikationen der neuen Technologien und
         ihrer Verbreitung auf die Gemeinschaftsländer geringerer Dimensionen ( im
         Sinne der Bevölkerungszahl , des Marktvolumens , ...)
    o    Langfristige Auswirkungen und Implikationen der Entwicklung der Human ¬
         biologie.
    o    Langfristige    Auswirkungen      und     Implikationen   der   wissenschaftlich -
         technischen Entwicklung im 'Iransport -, Energie - und Nachrichtenwesen in
         den Urbansysiemen der Gemeinschaft .
 ---pagebreak---                                       6
 *    Folgenabschätzung (Assessment ) umfaßt drei Arten von Analysen :
      o   Fakten- und Fallstudien über die        Entwicklung einer Technologie, eines
          Sektors, eines Wissenschaftsgebietes, über einen wichtigen Zusammenhang
          oder ein bedeutendes Ereignis ;
      o   Analysen über       die  künftigen    Auswirkungen    und     der    technischen ,
          wirtschaftlichen    und   sozialen     Implikationen    der     wahrscheinlichen
          Entwicklungen auf einem Einzelgebiet , innerhalb einer Technologiefamilie
          oder an der Schnittstelle zwischen mehreren Technologien bzw. Sektoren ;
     o    Strategische Bilanz der europäischen Situation (Stärken, Schwächen, inner -
          europäische und internationale Vergleiche...), als Beitrag zu den Bemühun ¬
          gen, die nationalen Forschungspolitiken auf Gemeinschaftsebene zu verglei ¬
          chen und zu koordinieren , sowie als Ergänzung zu den einschlägigen strate ¬
         gischen Analysen der GFS.
*    FTE-Beobachtung (Observatory)         umfaßt    Arbeiten   über     wissenschaftlich -
     technische Indikatoren , über die Methodik der Prognoseforschung und des
     Technology Assessment sowie über die Institutionalisierung und Nutzung der
     einschlägigen Forschung.
II.  Verfahrensweise und Durchführung
3.  Die vergangenen Paragraphen haben die großen thematischen Linien von FAST
    und den allgemeinen Rahmen für das Arbeitsprogramm abgesteckt. In Anbe ¬
    tracht des prospektivischen und bewertenden Charakters dieses Yirhabens und
    des Umstandes, daß FAST in die verschiedenen Stadien der Programmgestaltung
    der gemeinschaftlichen Forschung integriert werden soll , wird das Programm
    selbst flexibel gehalten entsprechend den Anforderungen der Kommission und
    der Mitgliedstaaten, so wie sie sich aus der Durchführung des " Rahmen ¬
    programms" ergeben.
4.  Das Arbeitsprogramm wird von der Kommission mit Unterstützung des EAVBWT
    ( CEPEST)      entsprechend   den     nachsteheneden    Richtlinien     definiert   und
    durchgeführt .
5.  Im ersten Jahr ( 1988 ) werden drei Aktionslinien verfolgt :
    Aktionslinie I umfaßt Verbreitung und Analyse der Ergebnisse von FAST II . in
    Hir.jlick auf ihre Verwendung :
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 a)  auf der Ebene der Kommission
         Organisation interner Seminare zur Presentation von Eregbnissen und
         Vorschlägen von FAST durch Gruppen mit Teilnehmern aus Generaldi ¬
         rektionen, die sich mit einschlägigen Fragen befassen sowie im Rahmen
         von CODEST, IRDAC und anderer Beratender Ausschüsse der Kommis¬
         sion,
         Verbreitung von kurzen Informationsbroschüren (" flashes") zu besonders
         interessanten Ergebnissen.
b)  auf der Ebene der Mitgliedstaaten mit Unterstützung und Beteiligung von
    Mitgliedern des EAVBWT ( CEPEST):
         Organisation   von   Seminaren      und   Arbeitsgruppen   in   den  einzelnen
         Ländern der Gemeinschaft , die entweder ein spezielles Auditorium aus
         dem Umfeld der Strategiepapiere, die FAST-bis Ende 1987 entwickelt
         haben wird , ansprechen sollen ( z.B. Verantwortliche aus Forschung und
         Industrie aus dem europäischen Ernährungssektor), oder auch eine brei ¬
         tere Öffentlichkeit ( eintägige Konferenzen z.B. über den Abschluß¬
        bericht von FAST II ),
        Herausgabe und Übersetzung in die Gemeinschaftssprachen von kurz
        gehaltenen und prägnanten Schriften über die "Hauptbotschaften " der
        FAST Forschung oder über spezielle Themen , die für die technologische
        Zukunft Europas von besonderer Bedeutung sind,
        Publikationen in der einschlägigen Fachpresse,
        Publikationen   über  die   Resultate    von FAST in den Amtsblättern        der
        nationalen Forschungsministerien.
Aktionslinie II soll die folgenden Elemente erproben bzw. verifizieren:
    die Fähigkeit von FAST, auf Wünsche der Kommission nach speziellen
    kürzeren und konkreten Arbeiten angemessen zu reagieren,
    die Eignung der IGV ( Interservice Gruppe für Vorausschau = GIP), eine
    möglichst , große operationeile horizontale Breite sicherzustellen,
    die   Bedingungen ,  unter    denen   sich   FAST    mehr   als bisher   weltweiten
    Analysen zuwenden kann ,
Hierunter fallen auch die Versuche mit Vorschlägen ( in Zusammenarbeit mit
dem EAVBWT ), die die Evaluierungsgruppe für FAST ausgearbeitet hat , und die
nach Meinung der Kommission aufgegriffen werden sollen
Aktionslinie III befaßt        sich    mit     der   Realisierung    der   eigentlichen
Forschungsarbeiten , als da sind :
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     a.  Zwei Arbeiten zur Evaluierung der langfristigen Auswirkungen und Impli ¬
         kationen des wissenschaftlich-technischen Wandels.Die erste zielt , vor dem
         Hintergrund einer Gemeinschaftspolitik für die Nutzung und den Schutz der
         natürlichen Umwelt , auf eine Vertiefung neuerer Arbeiten über den Einfluß
         neuer Technologien auf die Bodennutzung. Die Zweite befaßt sich mit den
         Auswirkungen von Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien auf die
         Gemeinschaftsländer von geringeren Dimensionen ( im Sinne von Bevölke ¬
         rungszahl , Marktvolumen , ...) in den nächsten 20-30 Jahren.
    b.   Die Entwicklung von zwei Kooperationsnetzen, eins für wissenschaftlich -
         technische Indikatoren in der Gemeinschaft und eins für Fragen der
         Methodik der Vorausschau und Bewertung in Wissenschaft und Technik .
6.  Im    Laufe   des   ersten   Jahres    wird  die    Kommission     entsprechend   §   II . 3
    definieren :
        den genauen Inhalt der in § 1.2 für die Jahre               1989-1992 vorgesehenen
        zentralen Forschungsthemen,
        das ausführliche Programm         für die übrigen FAST Arbeiten für für die
        Jahre 1989-1990.
7. Die Kommission definiert 1990 das ausführliche Programm für die Jahre 1991 -
    1992.
8. Diese Festlegungen schließen nicht die Möglichkeit aus, daß FAST kürzere
   Arbeiten auf Grund anfallender konkreter Anforderungen der Kommission
   ausführt .
9. Zur Durchführung der FAST Aktivitäten gehören u.A. die folgenden Elemente :
   o    Entwicklung und Ausbau des FAST Netzes " 12+1 ", das sich aus den 12 von
        den      Mitgliedstaaten      eingerichteten       nationalen     FAST      Einheiten
        zusammensetzt ,
   o    Die Assoziierung von Forschungszentren und -gruppen, die in den
        Gemeinschaftsländern        auf      Vorausschau       und    Technologiebewertung
        spezialisiert sind, zur Realisierung der hier aufgeführten Aktionslinien.
   o    Die     Abordnung      von    hoch     qualifizierten    Gastwissenschaftlern     aus
        gemeinschaftlichen und nationalen Institutionen zur FAST Gruppe , um an
        der Durchführung der FAST Aktivitäten mitzuwirken (5 Mann-Jahre
        maximal für 1988 ).
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