CELEX: 51972PC0981
Language: de
Date: 1972-09-15
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES ZUR ANGLEICHUNG DER RECHTSVORSCHRIFTEN DER MITGLIEDSTAATEN UEBER SICHERHEITSSCHEIBEN FUER KRAFTFAHRZEUGE

16. 1 1 . 7 2                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   N r . C 119/21
                  Vorschlag einer Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mit-
                                 gliedstaaten über Sicherheitsscheiben für Kraftfahrzeuge
                            (Von der Kommission       dem Rat vorgelegt     am 20. September         1972)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN                                           die übrigen Scheiben heftigen Stößen ausgesetzt ist
GEMEINSCHAFTEN —                                                   und somit zur Ursache schwerer Körperverletzungen
                                                                   werden kann. Als Lösung ist deshalb eine Regelung
gestützt auf den Vertrag zur G r ü n d u n g der Euro-             zu wählen, die auf die Angleichung der mitgliedstaat-
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf                 lichen Rechtsvorschriften abzielt, durch deren Ver-
Artikel 100,                                                       schiedenheit Handelshemmnisse entstehen, zugleich
                                                                   aber auch den Sicherheitsanforderungen des Straßen-
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                   verkehrs u n d dem Erfordernis zu dessen Verbesse-
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                    rung Rechnung trägt.
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                 Ein Vergleich der gegenwärtig zur Herstellung von
schusses,                                                          Windschutzscheiben verwendeten Arten von Sicher-
in E r w ä g u n g nachstehender G r ü n d e :                     heitsglas unter dem Aspekt der Sicherheit zeigt, d a ß
                                                                   Windschutzscheiben              aus     Verbund-Sicherheitsglas
Die technischen Vorschriften, denen die Kraftfahr-                 einen höheren Sicherheitsgrad aufweisen als solche
zeuge nach den nationalen Rechtsvorschriften ge-                   aus Einscheiben-Sicherheitsglas.
nügen müssen, betreffen unter anderem auch die
Sicherheitsscheiben (Windschutzscheibe und sonstige                Es scheint deshalb angezeigt, im R a h m e n des E W G -
 Scheiben).                                                        Betriebserlaubnisverfahrens f ü r Kraftfahrzeuge ledig-
                                                                   lich die V e r w e n d u n g von Windschutzscheiben aus
Diese Vorschriften sind von Mitgliedstaat zu Mit-                  Verbund-Sicherheitsglas zuzulassen, u n d zwar ab
gliedstaat verschieden, w o d u r c h der Warenverkehr             einem möglichst f r ü h e n Z e i t p u n k t ; die Mitgliedstaa-
 innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
                                                                   ten sollten deshalb gehalten sein, für Windschutz-
 behindert wird. Hieraus ergibt sich die Notwendig-
                                                                   scheiben n u r noch Windschutzscheiben aus Verbund-
 keit, d a ß alle Mitgliedstaaten — entweder neben oder             Sicherheitsglas zuzulassen —
 an Stelle ihrer derzeitigen Regelungen — die gleichen
 Vorschriften erlassen, u m f ü r jeden Fahrzeugtyp das
 EWG-Betriebserlaubnisverfahren gemäß der Richt-                   HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
 linie des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung
 der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
 Betriebserlaubnis f ü r Kraftfahrzeuge und Kraftfahr-                                            Artikel  1
 zeuganhänger (1) einführen zu können.
                                                                    (1) Jeder Mitg-liedstaat erteilt die EWG-Bauartge-
 Im R a h m e n eines harmonisierten Verfahrens der                 nehmigung f ü r jeden Windschutzscheibentyp gemäß
 Bauartgenehmigung f ü r Sicherheitsscheiben kann
                                                                    A n h a n g I P u n k t 4 u n d jedes Fabrikationsmuster von
 jeder Mitgliedstaat feststellen, ob die gemeinsamen                anderen Scheiben als Windschutzscheiben g e m ä ß An-
 Vorschriften f ü r die Herstellung u n d die P r ü f u n g         hang I Punkt 5, w e n n der (das) zur Genehmigung
  eingehalten w o r d e n sind, und die übrigen Mitglied-           vorgeführte Windschutzscheibentyp oder Fabrika-
 staaten von dieser Feststellung durch Übersendung                  tionsmuster den sie betreffenden Vorschriften der
  einer Abschrift des f ü r jeden T y p oder jedes Fabri-           Anhänge I bis IX genügt.
 kationsmuster von Sicherheitsscheiben ausgestellten
 Bauartgenehmigungsbogens unterrichten; bei Erteilung
                                                                    (2) Für Windschutzscheiben erteilen die Mitglied-
 eines EWG-Prüfzeichens f ü r alle mit dem genehmig-
                                                                    staaten jedoch ab 1. O k t o b e r 1976 die EWG-Bau-
  ten T y p oder Fabrikationsmuster übereinstimmen-
                                                                    artgenehmigung n u r f ü r diejenigen T y p e n , die den
  den Sicherheitsscheiben erübrigt sich eine technische
                                                                    Vorschriften der Anhänge IV, VI oder VII Punkt 1,
  Kontrolle dieser Scheiben in den anderen Mitglied-
                                                                    2.1, 2.3 und 2.4 genügen.
  staaten.
  Besondere Bedeutung h a t der Sicherheitsaspekt in                (3) Der Mitgliedstaat, der die Bauartgenehmigung
  bezug auf die Windschutzscheibe, da sie bei Z u s a m -           erteilt hat, trifft — erforderlichenfalls in Z u s a m m e n -
  menstößen und bei Aufprallen von außen mehr als                   arbeit mit den zuständigen Behörden der übrigen
                                                                    Mitgliedstaaten — die notwendigen M a ß n a h m e n , u m
  l1) ABl. Nr. L 42 vom 23. 2. 1970, S. 1.                          die Übereinstimmung der Serienfertigung mit dem
 ---pagebreak---   Nr. C 119/22                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            16.11.72
  genehmigten Typ oder Fabrikationsmuster soweit                men, für den er die Bauartgenehmigung erteilt hat, so
  erforderlich zu überwachen. Die Überwachung be-               trifft er die notwendigen Maßnahmen, um die Über-
  schränkt sich auf Stichproben.                                einstimmung der Serienfertigung mit dem genehmig-
                                                                ten Typ oder Fabrikationsmuster sicherzustellen. Die
  Für jeden von ihm genehmigten Typ oder Fabrika-               zuständigen Behörden dieses Mitgliedstaats unter-
  tionsmuster von Sicherheitsscheiben füllt der Mit-            richten die zuständigen Behörden der anderen Mit-
  gliedstaat den entsprechenden Bauartgenehmigungs-             gliedstaaten von den getroffenen Maßnahmen, die
  bogen aus nach dem Muster von Anhang XI.                      gegebenenfalls bis zum Entzug der EWG-Bauartge-
                                                               nehmigung gehen können. Diese Behörden treffen
                                                                die gleichen Maßnahmen, wenn sie von den zu-
                           Artikel  2                          ständigen Behörden eines anderen Mitgliedstaats von
                                                               einer derartigen Nichtübereinstimmung unterrichtet
 Die Mitgliedstaaten teilen dem Hersteller für jeden           werden.
 Typ und jedes Fabrikationsmuster von Sicherheits-
 scheiben, für die sie auf Grund Von Artikel 1 die              (2) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten
 EWG-Bauartgenehmigung erteilen, ein Prüfzeichen               unterrichten sich gegenseitig binnen eines Monats
 nach dem Muster des Anhangs X zu.                             vom Entzug einer erteilten EWG-Bauartgenehmigung
                                                               unter Angabe der Gründe.
 Die Mitgliedstaaten treffen alle zweckdienlichen
 Maßnahmen, um die Verwendung von Prüfzeichen
 zu verhindern, die zu einer Verwechslung von Sicher-           (3) Bestreitet der Mitgliedstaat, der die EWG-Bau-
 heitsscheiben, f ü r deren Typ oder Fabrikationsmuster        artgenehmigung erteilt hat, die ihm gemeldete Nicht-
 eine Bauartgenehmigung nach Artikel 1 erteilt wurde,          übereinstimmung, so bemühen sich die betreffenden
 mit anderen Scheibenarten führen können.                      Mitgliedstaaten um die Beilegung des Streitfalls. Die
                                                               Kommission wird laufend darüber unterrichtet. Er-
                                                               forderlichenfalls führt sie Konsultationen durch, die
                          Artikel   3                          geeignet sind, eine Lösung herbeizuführen.
 (1) Die Mitgliedstaaten können das Inverkehrbrin-
 gen von Sicherheitsscheiben nicht wegen ihrer Bau-                                   Artikel   6
 oder Wirkungsweise verbieten, wenn sie mit dem
 EWG-Prüfzeichen versehen sind.                                Jede Verfügung auf Grund der zur Durchführung
                                                               dieser Richtlinie erlassenen Vorschriften, durch die
 (2) Durch diese Bestimmung ist jedoch ein Mit-                eine Bauartgenehmigung versagt oder entzogen oder
 gliedstaat nicht gehindert, derartige Maßnahmen für           das Inverkehrbringen bzw. die Benutzung verboten
 Sicherheitsscheiben mit dem EWG-Prüfzeichen zu                wird, ist genau zu begründen. Sie ist den Beteiligten
treffen, die systematisch nicht mit dem genehmigten            unter Angabe der in den Mitgliedstaaten nach dem
 Typ oder Fabrikationsmuster übereinstimmen.                  geltenden Recht vorgesehenen Rechtsmittel und der
Der betreffende Mitgliedstaat unterrichtet unverzüg-           Rechtsmittelfristen zuzustellen.
lich die übrigen Mitgliedstaaten und die Kommission
von den getroffenen M a ß n a h m e n unter Begründung
 seines Beschlusses. Artikel 5 bleibt unberührt.                                      Artikel  7
                                                               Vorbehaltlich des Artikels 9 dürfen die Mitglied-
                          Artikel 4                            staaten ab 1. Oktober 1974 die EWG-Betriebserlaub-
                                                               nis oder die Betriebserlaubnis mit nationaler Gültig-
Die zuständigen Behörden eines jeden Mitgliedstaats            keit eines Fahrzeugtyps nicht aus Gründen der Schei-
übermitteln den zuständigen Behörden der anderen              ben versagen, wenn die Windschutzscheibe oder die
Mitgliedstaaten binnen eines Monats Abschriften der           Scheiben außer Windschutzscheiben mit dem EWG-
Bauartgenehmigungsbögen und der etwa erforder-                 Prüfzeichen versehen sind.
lichen Zusatzbögen für jeden Typ oder jedes Fabri-
kationsmuster von Sicherheitsscheiben, für die sie die
Bauartgenehmigung erteilen oder versagen.                                             Artikel 8
                                                              Vorbehaltlich des Artikels 9 dürfen die Mitgliedstaa-
                          Artikel  5                          ten ab 1. Oktober 1974 den Verkehr, die Zulassung,
                                                              die Inbetriebnahme oder die Benutzung von Fahrzeu-
(1) Stellt der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartge-           gen nicht aus Gründen der Scheiben versagen, wenn
nehmigung erteilt hat, fest, daß mehrere mit dem-             die Windschutzscheibe oder die Scheiben außer Wind-
selben Prüfzeichen versehene Sicherheitsscheiben nicht        schutzscheiben mit dem EWG-Prüfzeichen versehen
mit dem Typ oder Fabrikationsmuster übereinstim-              sind.
 ---pagebreak--- 16. 1 1 . 7 2                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                N r . C 119/23
                          Artikel 9                                                             Artikel 11
Für die Erteilung einer EWG-Betriebserlaubnis und               Änderungen, die zur Anpassung der Anhänge I bis
für die A n w e n d u n g von Artikel 10 Absatz 1 der           XI an den technischen Fortschritt notwendig sind,
Richtlinie vom 6. Februar 1970 h a t eine EWG-Bau-              werden nach dem Verfahren des Artikels 13 der
artgenehmigung einer Windschutzscheibe aus Ein-                 Richtlinie des Rates vom 6. Februar 1970 zur An-
scheibensicherheitsglas nur Gültigkeit, w e n n die bau-        gleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
artbedingte Höchstgeschwindigkeit 130 k m / h nicht             über die Betriebserlaubnis f ü r Kraftfahrzeuge u n d
übersteigt. Die Gültigkeit endet:                               Kraftfahrzeuganhänger erlassen.
— f ü r alle Mitgliedstaaten am 1. O k t o b e r 1976,
                                                                                                Artikel 12
— vor diesem D a t u m f ü r einen Mitgliedstaat von
     dem Augenblick an, w o er die Anbringung von               (1) Vorbehaltlich der Artikel 7 und 8 setzen die
     Windschutzscheiben aus Einscheibensicherheits-             Mitgliedstaaten die erforderlichen Vorschriften in
     glas f ü r jene Fahrzeugklasse untersagt, f ü r die die    Kraft, u m dieser Richtlinie vor dem 1. M ä r z 1974
     EWG-Betriebserlaubnis oder die A n w e n d u n g von       n a c h z u k o m m e n , u n d setzen die Kommission hiervon
     Artikel 10 Absatz 1 der Richtlinie vom 6. Februar          unverzüglich in Kenntnis.
     1970 beantragt wurde.
                                                                (2) Vom Z e i t p u n k t der Bekanntgabe dieser Richt-
                                                                linie an unterrichten die Mitgliedstaaten die Kom-
                          Artikel 10
                                                                mission rechtzeitig über jeden neuen Entwurf f ü r
Als Fahrzeuge im Sinne dieser Richtlinie gelten — mit           Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, die sie auf
Ausnahme von Schienenfahrzeugen, landwirtschaft-                dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet zu er-
lichen Z u g - u n d Arbeitsmaschinen sowie anderen             lassen beabsichtigen, damit die Kommission dazu
Arbeitsmaschinen — alle zur Teilnahme am Straßen-               Stellung nehmen k a n n .
verkehr bestimmten Kraftfahrzeuge mit oder ohne
A u f b a u , mit mindestens vier R ä d e r n u n d einer bau-
                                                                                                Artikel 13
artbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als
25 k m / h , sowie ihre Anhänger.                               Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/24                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              16. 11. 72
                                                            ANHANG        1
            ALLGEMEINE A N F O R D E R U N G E N A N SCHEIBEN AUS SICHERHEITSGLAS U N D
                                  B E D I N G U N G E N FÜR DIE B A U A R T G E N E H M I G U N G
            1.     D E F I N I T I O N DER K A T E G O R I E N V O N S I C H E R H E I T S G L A S
            1.1.   Einscheibensicherheitsglas
                   Aus einer einzigen Scheibe bestehendes Sicherheitsglas, das einer besonderen Behand-
                   lung u n t e r w o r f e n wird, u m die mechanische Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und
                   die Splitterung nach Bruch zu beeinflussen.
            1.2.   Verbundglas
                   Aus zwei oder mehreren Glasplatten bestehende Scheiben, die durch eine oder mehrere
                   Zwischenlagen aus Kunststoff miteinander v e r b u n d e n sind.
                   Alan unterscheidet:
            1.2.1. gewöhnliches         Verbundglas,     bei dem keine der verwendeten Glasplatten behandelt
                   w o r d e n ist;
            1.2.2. behandeltes Verbundglas,           bei dem mindestens eine der verwendeten Glasplatten eine
                   Spezialbehandlung zur E r h ö h u n g der mechanischen Widerstandsfähigkeit und zur
                   Beeinflussung der Splitterung nach Bruch erhalten hat.
            2.     ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
            2.1.   Alle Scheiben einschließlich der<Windschutzscheiben müssen so beschaffen sein, d a ß
                   bei Bruch die Gefahr von Körperverletzungen möglichst weitgehend verringert ist.
                   Sie müssen gegen die im n o r m a l e n Verkehr zu erwartenden Einwirkungen ausreichend
                   widerstandsfähig und gegen Witterungs- und Temperatureinflüsse sowie gegen Chemi-
                   kalien und gegen Abrieb hinreichend beständig sein.
            2.2.   Windschutzscheiben müssen a u ß e r d e m eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit besitzen,
                   keine nennenswerte V e r f o r m u n g der durch sie beobachteten Gegenstände und keine
                   Verwechslung der im Straßenverkehr verwendeten Farben hervorrufen. Bei Bruch
                   müssen sie dem Fahrer genügend Sicht lassen, um das Fahrzeug sicher über die Brems-
                   strecke zu f ü h r e n u n d anzuhalten.
            3.     VORGESCHRIEBENE PRÜFUNGEN
                   Die allgemeinen A n f o r d e r u n g e n g e m ä ß Punkt 2 werden an H a n d folgender P r ü f u n g e n
                   kontrolliert:
            3.1.   Splitterung
                   Z w e c k des Versuches ist, die Unschädlichkeit der bei Bruch entstehenden Splitter sowie
                   bei Windschutzscheiben die Sicht nach Bruch zu ü b e r p r ü f e n .
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       3.2.   Mechanische Widerstandsfähigkeit
              Kugelfallversuch
              Zweck des Versuches ist die Prüfung der mechanischen Widerstandsfähigkeit der Schei-
              ben beim Aufschlag stumpfer Körper mittleren Querschnitts. Außerdem gestattet
              dieser Versuch die Überprüfung der Haftfähigkeit der Kunststoffzwischenlagen sowie
              insbesondere der Widerstandsfähigkeit anderer Verbundglasscheiben außer Wind-
              schutzscheiben gegen das Durchschlagen von Körpern.
       3.3.   Widerstandsfähigkeit gegen Aufschlag des Kopfes
              Phantomfallversuck
              Dieser Versuch gestattet die Überprüfung der Anforderungen an die Ungefährlichkeit
              der Windschutzscheiben beim Aufprall des Kopfes.
       3.4.   Beständigkeit gegen Hitze und Licht
       3.4.1. Kochversuch
       3.4.2. Lichtbeständigkeitsprüfung
       3.5.   Optische Eigenschaften
       3.5.1. Lichtdurchlässigkeit
       3.5.2. Farbwiedergabe
       3.5.3. Optische Verzerrung
       3.6.   Vorgeschriebene Versuche für die verschiedenen Scheiben
              Scheiben aus Sicherheitsglas werden nach ihrer Verwendung als Windschutzscheiben
              oder als sonstige Scheiben eingeteilt. Je nach ihrer Verwendung und ihrer Kategorie
              müssen sie die Anforderungen nachstehender Tabellen erfüllen:
       3.6.1. Scheiben aus Einscheibensicherheitsglas
                                                                                   Sonstige Scheiben
                                                            Windschutz-
                                                               scheibe               außer Wind-
                                                                                    schutzscheiben
              Splitterung                                        +                         +
              Mechanische Widerstands-
              fähigkeit                                          +                         +
              Widerstandsfähigkeit gegen
              Aufschlag des Kopfes                                +
               Optische Eigenschaften                             +
       3.6.2. Scheiben aus Verbundglas
                                                          Windschutzscheiben            Andere Scheiben
                                                    unbehandelt          behandelt       schutzscheiben
               Splitterung                                                   +
               Mechanische Widerstands-
               fähigkeit                                +                    +                 +
               Widerstandsfähigkeit gegen
               Aufschlag des Kopfes                     +                    +
               Optische Eigenschaften                   +                    +
               Hitze- und Lichtbeständigkeit            +                    +                 +
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              3.6.3.    Mit Ausnahme der beschränkten Bauartgenehmigung für Windschutzscheiben in
                        Kleinserienfertigung nach Anhang VII wird ein Windschutzscheibentyp oder ein Fabri-
                        kationsmuster von Scheiben außer Windschutzscheiben genehmigt, wenn alle Prüfun-
                        gen, die in einer der vorgenannten Tabelle für die Windschutzscheibe oder für Scheiben
                        außer Windschutzscheiben angegeben sind, die vorgeschriebenen Ergebnisse erreichen,
                        insbesondere:
              3.6.3.1.  für Windschutzscheiben aus Einscheibensicherheitsglas die Ergebnisse von:
                        Anhang II:      Punkt 2.6.2.    (Splittersicherheit)
                                        Punkt 3.4.2.    (mechanische Widerstandsfähigkeit)
                                        Punkt 4.4.2.    (Widerstandsfähigkeit gegen Aufschlag des Kopfes)
                        Anhang VIII: Punkt 6.1.7.       i
                                        Punkt 6.2.4.     >    (optische Eigenschaften)
                                        Punkt 6.3.      J
              3.6.3.2.  für andere Scheiben aus Einscheibensicherheitsglas außer Windschutzscheiben die Er-
                        gebnisse von:
                        Anhang III:     Punkt 1.5.3.    (Splittersicherheit)
                                        Punkt 2.4.2.    (mechanische Widerstandsfähigkeit)
              3.6.3.3.  für gewöhnliche Windschutzscheiben aus Verbundglas die Ergebnisse von:
                        Anhang IV:       Punkt 3.4.2.   (Widerstandsfähigkeit gegen Aufschlag des Kopfes)
                                        Punkt 4.4.2.    (mechanische Widerstandsfähigkeit)
                        Anhang VIII: Punkt      4.3.3.  (Hitzebeständigkeit)
                                         Punkt  5.3.2.  (Lichtbeständigkeit)
                                        Punkt   6.1.7.   l
                                         Punkt  6.2.4.    > (optische Eigenschaften)
                                         Punkt  6.3.     J
               3.6.3.4. für gewöhnliche Scheiben aus Verbundglas außer Sicherheitsscheiben die Ergebnisse von:
                         Anhang V:       Punkt 2.3.2.   (mechanische Widerstandsfähigkeit)
                         Anhang VIII: Punkt 4.3.3.      (Hitzebeständigkeit)
                                         Punkt 5.3.2.    (Lichtbeständigkeit)
               3.6.3.5.  für behandelte Windschutzscheiben zu folgenden Ergebnissen:
                         Anhang IV:      Punkt 3.4.2.    (Widerstandsfähigkeit gegen Aufschlag des Kopfes)
                                         Punkt 4.4.2.    (mechanische Widerstandsfähigkeit)
                         Anhang VI:      Punkt 3.5.2.    (Splittersicherheit)
                         Anhang VIII: Punkt     4.3.3.   (Hitzebeständigkeit)
                                         Punkt  5.3.2.   (Lichtbeständigkeit)
                                         Punkt  6.1.7.
                                         Punkt  6.2.4.     J>  (optische Eigenschaften)
                                         Punkt  6.3.
               4.        BAUARTGENEHMIGUNG DER WINDSCHUTZSCHEIBEN
               4.1.      Ein Windschutzscheibentyp wird durch seine Haupteigenschaften und seine sekundären
                         Merkmale definiert. Diese sind in Punkt 1 von Anhang II (Windschutzscheiben aus
                         Einscheibensicherheitsglas), Anhang IV (Windschutzscheiben aus Verbundglas) und
                         Anhang VI (Scheiben aus behandeltem Verbundglas) festgesetzt.
               4.2.      Jeder Hersteller hat für jeden Windschutzscheibentyp, den er herzustellen beabsichtigt,
                         eine Bauartgenehmigung zu beantragen. Wird für einen bestimmten Windschtuzschei-
                         bentyp eine Bauartgenehmigung gewährt, so erhält dieser eine Bauartgenehmigungs-
               4.3.      Die Bauartgenehmigung für einen Windschutzscheibentyp kann auch für einen anderen
                          Windschutzscheibentyp verwendet werden, der die gleichen Haupteigenschaften, jedoch
                          abweichende sekundäre Merkmale besitzt, mit folgenden Einschränkungen:
               4.3.1.     bestimmte Prüfungen sind an Probescheiben des neuen Windschutzscheibentyps zu
                          wiederholen, wenn dies bei den Prüfbedingungen ausdrücklich vorgeschrieben ist;
 ---pagebreak--- 16.11.72                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. C 119/27
         4.3.2.     an dem neuen Windschtuzscheibentyp werden auch diejenigen Prüfungen wiederholt,
                    für die der neue Typ einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweist als die Windschutz-
                    scheibe, die die gleichen Haupteigenschaften besitzt und die ursprünglich genehmigt
                    bzw. im Verfahren einer erweiterten Bauartgenehmigung zugelassen worden ist.
         4.4.       Bauartgenehmigung kleiner Serien von Windschutzscheiben
                    Beträgt die Jahresproduktion eines Windschutzscheibentyps weniger als 5 000 Stück,
                    so kann der Hersteller die Erteilung einer begrenzten Bauartgenehmigung unter den
                    Bedingungen von Anhang VII beantragen.
         5.         BAUARTGENEHMIGUNG EINES FABRIKATIONSMUSTERS BEI ANDEREN
                    SCHEIBEN ALS WINDSCHUTZSCHEIBEN
         5.1.       Bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben wird keine Bauartgenehmigung des Typs
                    erteilt, sondern eine Bauartgenehmigung des Fabrikationsmusters. Die Fabrikations-
                    muster sind gekennzeichnet durch Hauptmerkmale und sekundäre Merkmale.
         5.2.       Jeder Hersteller hat für die Fabrikationsmuster eine Bauartgenehmigung zu beantragen.
                    Wird für ein bestimmtes Fabrikationsmuster die Bauartgenehmigung gewährt, so erhält
                    dieser eine Bauartgenehmigungsnummer.
         5.3.       Die Bauartgenehmigung für ein Fabrikationsmuster kann auch für ein anderes Fabri-
                    kationsmuster verwendet werden, das die gleichen Haupteigenschaften, jedoch ab-
                    weichende sekundäre Merkmale besitzt, mit folgenden Einschränkungen:
         5.3.1.     bestimmte Prüfungen sind an Probescheiben oder/und an Prüflingen des neuen Fabri-
                     kationsmusters zu wiederholen, wenn dies bei den Prüfbedingungen ausdrücklich vor-
                     geschrieben ist,
         5.3.2.      an den Probescheiben oder/und Prüflingen des neuen Fabrikationsmusters werden auch
                    diejenigen Prüfungen wiederholt, für die das neue Muster einen höheren Schwierigkeits-
                     grad aufweist als das Fabrikationsmuster, das die gleichen Haupteigenschaften besitzt
                     und das ursprünglich genehmigt bzw. im Verfahren einer erweiterten Bauartgenehmi-
                     gung zugelassen worden ist.
         5.4.        Fabrikationsmuster aus Einscheibensicherheitsglas sind durch ihre Hauptmerkmale
                     und ihre sekundären Merkmale gekennzeichnet.
          5.4.1.     Hauptmerkmale
          5.4.1.1.   Art der Vorspannung (thermisch oder chemisch)
          5.4.1.2.   Am schwierigsten herzustellende Scheibenarten. Es werden vier Arten unterschieden:
                     a) ebene Scheiben mit der größten herzustellenden Oberfläche,
                     b) ebene Scheiben, deren aneinanderstoßende Kanten den kleinsten Winkel mitein-
                         ander bilden,
                     c) zylindrisch oder konisch gewölbte Scheiben, die an einem Punkt den kleinsten Krüm-
                         mungshalbmesser besitzen,
                     d) doppelt gewölbte Scheiben, die an einem Punkt den kleinsten mittleren Krümmungs-
                         halbmesser besitzen;
          5.4.1.3.   Dickenkategorie nach der Definition der Nenndicke „e" der Scheibe, mit einer Toleranz
                     von 0,2 mm beiderseits des Nennwerts:
                     Kategorie I                 e < 3,5 mm
                     Kategorie II     3,5 mm < e < 4,5 mm
                      Kategorie III 4,5 mm < e < 6,5 mm
                      Kategorie IV 6,5 mm < e
          5.4.2.      Sekundäre  Merkmale
          5.4.2.1.    Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Float-glass, Maschinenglas),
          5.4.2.2.    Färbung (farblos oder gefärbt),
           5.4.2.3.   Vorhandensein etwaiger elektrischer Leiter.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/28                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              16. 11.72
            5.5.      Fabrikationsmuster aus Verbundglas sind durch folgende Hauptmerkmale und Neben-
                      merkmale charakterisiert:
            5.5.1.    Hauptmerkmale
            5.5.1.1.  Kategorie der Scheibendicke, entsprechend der Nenndicke „e" der Scheibe, mit einer
                      Toleranz von 0,2 n mm beiderseits des Nennwertes, wobei n die Anzahl der Glasplatten
                      ist.
                      Kategorie I               e ^ 5,5 mm
                      Kategorie II   5,5 mm < e ^ 6,5 mm
                      Kategorie III  6,5 mm <C e
            5.5.1.2.  die Nenndicke der Zwischenlage,
            5.5.1.3.  etwaige Spezialbehandlung einer der verwendeten Glasscheiben.
            5.5.2.    Sekundäre Merkmale
            5.5.2.1.  Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Float-glass, Maschinenglas),
             5.5.2.2. Färbung der Zwischenlage (farblos oder gefärbt),
             5.5.2.3. Färbung des Glases (farblos oder gefärbt).
             6.       AUFSCHRIFTEN
             6.1.     Jede in Anwendung dieser Richtlinie mit einer genehmigten Bauart übereinstimmende
                      Windschutzscheibe sowie jede Scheibe, für die eine Bauartgenehmigung des Fabrika-
                      tionsmusters in Anwendung dieser Richtlinie besteht, müssen folgende Aufschriften
                      tragen:
             6.1.1.   Warenzeichen oder Fabrikmarke des Inhabers der Bauartgenehmigung,
             6.1.2.   ein Genehmigungszeichen nach Muster in Anhang X,
             6.1 3    gegebenenfalls kann nachstehendes Symbol angeführt werden:
                      P.T.    bei Windschutzscheiben aus vorgespanntem Glas,
                      P.F.    bei Mehrschichtenwindschutzscheiben,
                      P.F.T. bei behandelten Mehrschichtenwindschutzscheiben
 ---pagebreak--- 16. 11. 72                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           N r . C 119/29
                                                  ANHANG     II
                    WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS
           1.     DEFINITION DES TYPS
                  Winschutzscheiben aus Einscheibensicherheitsglas werden verschiedenen Typen zuge-
                  ordnet, wenn sie sich durch mindestens eine der nachstehend aufgeführten Haupteigen-
                  schaften oder sekundären Merkmale unterscheiden.
           1.1    Hauptmerkmale sind:
           1.1.1. der Hersteller,
           1.1.2. Form und Abmessungen (Länge, Breite),
           1.1.3. die Kategorie der Scheibendicke mit Hinblick auf die Nenndicke „e", mit einer Ferti-
                  gungstoleranz von 0,2 mm beiderseits des Nennwerts.
           1.2.   Sekundäre Merkmale sind:
           1.2.1. die Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Float-glass, Maschinenglas),
           1.2.2. die Färbung (farblos oder gefärbt),
           1.2.3. das Vorhandensein etwaiger elektrischer Leiter,
           1.2.4. der Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt isi.
           2.     SPLITTERSICHERHEIT
           2.1.   Schwierigkeitsgrad für die Prüfung der sekundären Merkmale
           2.1.1.  Nur die Art des Werkstoffs wird in Betracht gezogen.
           2.1.2. Für Float-glass und Maschinenglas gilt der gleiche Schwierigkeitsgrad.
           2.1.3.  Beim Übergang von Float-glass auf Maschinenglas oder umgekehrt sind die Prüfungen
                   auf Splittersicherheit zu wiederholen,
           2.2.    Anzahl der Probescheiben
                   Es sind acht Probescheiben zu prüfen.
            2.3.   Verschiedene Zonen der Scheibe
                   Eine Windschutzscheibe'enthält die beiden Hauptzonen I und II. Sie kann außerdem
                   eine Zwischenzone III aufweisen.
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            2.3.1.      Zone I:     Randzone mit feiner Krümelung, mindestens 7 cm breit über den ganzen
                                    Scheibenumfang, einschließlich eines äußeren Streifens von 2 cm, der nicht
                                    geprüft wird;
            2.3.2.      Zone II:    Sichtzone mit abgestufter Krümelung, wobei stets ein rechteckiges Feld
                                    von mindestens 20 cm Höhe und von 50 cm Breite etwa vor dem Fahrer
                                    zentriert sein soll. Bei Windschutzscheiben unter 44 cm Höhe kann die
                                    Höhe dieses Rechtecks auf 15 cm verringert werden.
             2.3.3.     Zone III:   Übergangszone von max. 5 cm Breite zwischen Zone I und Zone II.
             2.4.       Prüfverfahren
                        Da ist das in Punkt 1 von Anhang VIII beschriebene Verfahren zu verwenden.
             2.5.       Anschlagpunkte
             2.5.1.     Die Anschlagpunkte werden folgendermaßen gewählt (Anhang IX, Abb. 1):
                        Punkt 1 und 1':      Mittelteil der Zone II. Einer dieser Punkte liegt in einem Feld
                                             grober Krümelung, der andere in einem Feld feiner Krümelung, so
                                             nahe wie möglich dem Mittelpunkt der Zone II;
                        Punkt 2:             in Zone III, so nahe wie möglich an der senkrechten Symmetrie-
                                             Ebene von Zone II;
                        Punkt 3 und 3':      3 cm vom Rand auf einer Mittellinie der Probescheibe. Sind Zan-
                                             geneindrücke vorhanden, so befindet sich ein Anschlagpunkt in
                                             der Nähe des Randes mit den Zangeneindrücken, der andere in
                                             der Nähe des gegenüberliegenden Randes;
                        Punkt 4:             an der Stelle der größten Krümmung auf der längsten Mittellinie;
                        Punkt 5:             3 cm vom Rand des Musters an der Stelle, an der der Krümmungs-
                                             radius der Randlinie den kleinsten Wert hat, entweder links oder
                                             rechts;
                        Punkt 6:             auf der größten Mittellinie der Zone II, möglichst nahe an der
                                             Zone III und auf der dem Punkt 4 gegenüberliegenden Seite.
             2.5.2.     An jedem der Anschlagpunkte 1, 1', 2, 3, 3', 4, 5 und 6 ist ein Bruch herbeizuführen.
             2.5.3.     Die Punkte 1, 1' und 6 werden zuvor beispielsweise mit dem Polariskop ermittelt.
             2.6.       Auswertung der Ergebnisse
             2.6.1.     Das Prüfungsergebnis wird als positiv angesehen, wenn die Bruchstücke folgende
                        Bedingungen erfüllen:
             2.6.1.1.   Zone I
             2.6.1.1.1. Die Anzahl der Bruchstücke in einem beliebigen Quadrat von 5 x 5 cm Seitenlänge
                        beträgt mindestens 50 und höchstens 300.
             2.6.1.1.2. Zur Anwendung der vorgenannten Regel werden Bruchstücke, die von den Seiten der
                        Quadrate geschnitten werden, halbiert.
             2.6.1.1.3. Die Krümelung in einem 2 cm breiten Streifen längs des Umfangs der Probescheibe,
                        der die Scheibeneinfassung darstellt, sowie in einem Halbmesser von 7,5 cm um den
                        Anschlagpunkt wird nicht gewertet.
             2.6.1.1.4. Bruchstücke, deren Fläche 3 cm 2 übersteigt, werden nicht zugelassen, außer in den
                        in Punkt 2.6.1.1.3 erwähnten Bereichen.
             2.6.1.1.5. Einige Bruchstücke von länglicher Form sind unter der Bedingung zulässig, daß ihre
                        Länge 6 cm nicht übersteigt und ihre Enden nicht spitz auslaufen. Liegen diese läng-
                        lichen Stücke in der Randzone der Scheibe, so dürfen sie mit dem Rand selbst keinen
                        Winkel von über 45° bilden.
             2.6.1.2.   Zone II
             2.6.1.2.1. Die „Sicht nach Bruch" wird in dem in Punkt 2.3.2 definierten rechteckigen Feld
                        geprüft.
                        In diesem Rechteck muß die Gesamtfläche der Bruchstücke mit 3 cm 2 Fläche mindestens
                        15 % der Rechteckfläche ausnehmen. Diese Stücke werden als brauchbare Bruchstücke
                        bezeichnet.
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           2.6.1.2.2. In Zone II darf kein Stück eine Fläche über 16 cm 2 aufweisen.
           2.6.1.2.3. Zulässig ist, daß in einem Halbmesser von 10 cm um den Anschlagpunkt, jedoch
                      nur in dem Teil des Kreises, der in die Zone II fällt, drei Bruchstücke mit einer Fläche
                      über 16 cm 2 , jedoch nicht über 25 cm 2 anfallen.
           2.6.1.2.4. Die brauchbaren Bruchstücke müssen eine ausreichend regelmäßige Form besitzen und
                      dürfen keine großen Spitzen aufweisen.
           2.6.1.2.5. Ausnahmsweise ist zulässig, daß im Gesamtbereich von Zone II einige längliche Bruch-
                      stücke anfallen, vorausgesetzt, daß ihre Länge nicht größer ist als 7,5 cm.
           2.6.1.3.   Zone III
                      Die" Krümelung in dieser Zone muß Merkmale aufweisen, die zwischen denen der für
                      die beiden Nachbarzonen (Zone I und II) zulässigen Krümelungen liegen.
           2.6.2.     Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Windschutzscheibe gilt hinsichtlich der
                      Krümelung als zufriedenstellend, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingun-
                      gen erfüllt ist:
           2.6.2.1.   Alle Prüfungen, bei denen die in Punkt 2.5.1 vorgeschriebenen Anschlagpunkte ver-
                      wendet werden, haben ein positives Resultat ergeben.
           2.6.2.2.   Eine der Prüfungen, die unter Verwendung der in Punkt 2.5.1 vorgeschriebenen An-
                      schlagpunkte durchgeführt worden sind, hat ein negatives Resultat ergeben. Bei Wieder-
                      holung dieser Prüfung mit dem gleichen Anschlagpunkt hat sich ein positives Resultat
                      ergeben.
           2.6.2.3.   Zwei von allen Prüfungen, die unter Verwendung der in Punkt 2.5.1 vorgeschriebenen
                      Anschlagpunkte durchgeführt worden sind, haben ein negatives Resultat ergeben.
                      Eine neue Prüfreihe mit einer neuen Serie von Probescheiben hat anschließend kein
                      negatives Resultat mehr ergeben.
           2.6.3.     Geringfügige Abweichungen können bei der Krümelung zugelassen werden, voraus-
                      gesetzt, daß sie im Prüfbericht erwähnt werden und daß dem Prüfbericht eine Photo-
                      graphie der beanstandeten Teile der Windschutzscheibe beigefügt wird.
           3.          MECHANISCHE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT
           3.1.        Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                           Schwierig-                    Schwierig-                  Schwierig-
                            Werkstoff      keitsgrad      Färbung        keitsgrad       Leiter       keitsgrad
                       Spiegelglas              2      farblos                1      ohne Leiter           1
                       Float-glass              1      gefärbt                2      mit Leiter            2
                       Maschinenglas            1
           3.2.        Anzahl der Probescheiben
                       Es werden vier Probescheiben geprüft.
           3.3.        Prüfverfahren
           3.3.1.      Das zu verwendende Prüfverfahren ist in Punkt 2 von Anhang VIII beschrieben. Ver-
                       wendet wird eine Kugel von 227 g.
            3.3.2.     Die Fallhöhe (von Unterseite Kugel bis Oberseite Probescheibe) beträgt 2,5 m.
            3.4.       Auswertung der Prüfergebnisse
            3.4.1.     Das Ergebnis des Kugelfallversuchs wird als positiv angesehen, wenn:
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            3.4.1.1. höchstens eine Probescheibe zu Bruch gegangen ist,
            3.4.1.2. beim Bruch an zwei Proben und Wiederholung des Versuchs mit einer neuen Serie
                     von vier Probescheiben kein Bruch eingetreten ist.
            3.4.2.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie gilt hinsichtlich der mechanischen
                     Widerstandsfähigkeit als zufriedenstellend, w e n n der Kugelfallversuch ein positives
                     Resultat ergeben hat.
            4.       V E R H A L T E N BEIM A U F S C H L A G E N DES KOPFES
            4.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                     Es wird keines der sekundären M e r k m a l e in Betracht gezogen.
            4.2.     Anzahl der Probescheiben
                     Es werden vier Probescheiben g e p r ü f t
            4.3.     Prüfverfahren
            4.3.1.   Es wird das in P u n k t 3 von A n h a n g VIII beschriebene Verfahren verwendet.
            4.3.2.   Die Fallhöhe beträgt 1,50 m.
            4.4.     Auswertung der Ergebnisse
            4.4.1.   Der Phantomfallversuch wird als positiv angesehen, w e n n die Windschutzscheibe zu
                     Bruch geht.
            4.4.2.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Probescheiben gilt hinsichtlich der
                     Widerstandsfähigkeit beim Aufschlag eines Kopfes als zufriedenstellend, w e n n eine
                     der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
            4.4.2.1. alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben;
            4.4.2.2. ein Versuch h a t ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit einer
                     neuen Serie von Proben h a t anschließend kein negatives Resultat mehr ergeben.
            5.       OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
                     Es werden die in Punkt 6 von A n h a n g VIII beschriebenen optischen P r ü f u n g e n durch-
                     geführt.
 ---pagebreak--- 16. 11.72                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 119/33
                                                ANHANG     III
                       ANDERE SCHEIBEN AUSJ EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS
                                     AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
          1.     SPLITTERSICHERHEIT
          1.1.   Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
          1.1.1. Es wird lediglich die Art des Werkstoffs in Betracht gezogen.
          1.1.2. Bei Float-glass und Maschinenglas wird der gleiche Schwierigkeitsgrad angenommen.
          1 1.3.  Beim Übergang von Float-glass auf Maschinenglas oder umgekehrt ist die Prüfung
                 auf Splittersicherheit zu wiederholen.
          1.2.   Anzahl der Probescheiben
          1.2.1. Der Hersteller hat der Prüfstelle je Kategorie der Scheibendicke gemäß 4 Punkt 5.4.1.3
                 von Anhang I eine oder mehrere repräsentative Serien von Probescheiben der am schwie-
                 rigsten herzustellenden Scheiben gemäß Punkt 5.4.1.2 vorzulegen, die entweder der
                 tatsächlichen Produktion entnommen sind oder der beabsichtigten Produktion ent-
                 sprechen.
          1.2.2. Die Anzahl der Probescheiben jeder Prüfserie m u ß in Abhängigkeit von den in Punkt
                 5.4.1.2 von Anhang I definierten Arten folgendermaßen gewählt werden:
                                                                 Anzahl der
                                         Art                   Probeschreiben
                                          a)                         5
                                           b)                        5
                                          c)                         6
                                          d)                         6
          1.3.   Prüfverfahren
                 Es wird das in Punkt 1 von Anhang VIII beschriebene Prüfverfahren verwendet.
          1.4.   Anschlagpunkte
          1.4.1.  Bei ebenen und gewölbten Scheiben (mit zylindrischer oder sphärischer Wölbung) wer-
                 den folgende Anschlagpunkte gewählt, die einerseits in den Abbildungen 2 und 3
                  (Anhang IX), andererseits in Abbildung 4 (Anhang IX) dargestellt sind:
                 Punkt 1: in 3 cm Abstand vom R a n d der Scheibe in einem Feld, w o der Krümmungs-
                            halbmesser der Randlinie am kleinsten ist;
                 Punkt 2: in 10 cm Abstand vom R a n d auf der Mittellinie. Z u wählen ist die Seite der
                            Scheibe, auf der — soweit vorhanden — Zangeneindrücke zu erkennen sind;
                 Punkt 3: im geometrischen Mittelpunkt der Scheibe;
                 Punkt 4: nur bei gewölbten Scheiben. Dieser Punkt befindet sich in dem Feld der
                            Scheibe, w o der Krümmungshalbmesser auf der längsten Mittellinie am
                            kleinsten ist.
          1.4.2.  Für jeden vorgeschriebenen Anschlagpunkt wird nur eine Prüfung durchgeführt.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/34                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             16. 1 1 . 7 2
             1.5.     Auswertung der Ergebnisse
             1.5.1.    Die Prüfung wird als positiv angesehen, wenn die Bruchstücke folgende Bedingungen
                      erfüllen:
             1.51.1.  die Anzahl der Bruchstücke in einem beliebigen Quadrat von 5 X 5 cm Seitenlänge
                      beträgt mindestens 50 und höchstens 300;
             1.5.1.2. in Anwendung der vorgenannten Regel werden Bruchstücke, die von den Seiten der
                      Quadrate geschnitten werden, halbiert;
             1.5.1.3. die Krümelung in einem 2 cm breiten Streifen längs des Umfangs der Probescheiben,
                      der die Einfassung der Scheibe darstellt, sowie in einem Halbmesser von 7,5 cm um
                      den Anschlagpunkt, wird nicht gewertet;
             1.5.1.4. Bruchstücke, deren Fläche 3 cm2 übersteigt, werden nicht zugelassen, außer in den in
                      Punkt 1.5.1.3 festgesetzten Bereichen;
             1.5.1.5. einige Bruchstücke von länglicher Form werden zugelassen unter der Bedingung, daß
                      ihre Länge 6 cm nicht überschreitet und ihre Enden nicht spitz auslaufen. Liegen diese
                      länglichen Stücke in der Randzone der Scheibe, dürfen sie mit dem Rand selbst keinen
                      Winkel von über 45° bilden.
             1.5 2.   Eine zur Zulassung vorgelegte Musterserie wird im Hinblick auf den Bruch als zufrie-
                      denstellend angesehen, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen er-
                      füllt ist:
             1.5.2.1. alle Prüfungen, bei denen die in Punkt 1.4.1 vorgeschriebenen Anschlagpunkte ver-
                      wendet worden sind, haben ein positives Resultat ergeben;
             1.5.2.2. eine der Prüfungen, die unter Verwendung der in Punkt 1.4.1 vorgeschriebenen An-
                      schlagpunkte durchgeführt worden sind, hat ein negatives Resultat ergeben. Bei Wie-
                      derholung der Prüfung mit dem gleichen Anschlagpunkt hat sich ein positives Resultat
                      ergeben;
             1.5.2.3. von allen Prüfungen haben mindestens zwei und höchstens drei, die unter Verwendung
                      der in Punkt 1.4.1 vorgeschriebenen Anschlagpunkte durchgeführt worden sind, ein
                      negatives Resultat ergeben. Eine neue Prüfreihe mit einer neuen Serie von Probeschei-
                      ben hat anschließend kein negatives Resultat mehr ergeben.
             1.5.3.   Die Bauartgenehmigung wird für eine Scheibenproduktion erteilt, deren Scheiben alle
                      zur gleichen Kategorie der Nenndicke und zur Scheibenart gemäß Punkt 1.2 gehören
                      und die sämtlich als zufriedenstellend anzusehen sind.
             1.5.4.   Geringfügige Abweichungen können bei der Krümelung zugelassen werden, voraus-
                      gesetzt, daß sie im Prüfprotokoll erwähnt werden, und eine Photographie der beanstan-
                      deten Teile der Scheibe dem Prüfbericht beigefügt wird.
             2.       MECHANISCHE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT
             2.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                     Schwierig-                               Schwierig-
                                 Werkstoff            keitsgrad            Färbung             keitsgrad
                      Spiegelglas                         2            farblos                     1
                      Float-glass                         1            gefärbt                     2
                      Maschinenglas                       1
             2.2.     Anzahl der Prüflinge
                      Für jede Kategorie von Scheibendicken gemäß Absatz 5.4.1.3 von Anhang I werden
                      sechs Prüflinge von 30 cm X 30 cm geprüft.
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          2.3.     Prüfverfahren
          2.3.1.   Das Prüfverfahren ist in Punkt 2 von Anhang VIII beschrieben. Die verwendete Kugel
                   hat ein Gewicht von 227 g.
          2.3.2.   Die Fallhöhe (Unterseite Kugel bis Oberseite Prüfling) ist aus nachstehender Tabelle
                   in Abhängigkeit von der Scheibendicke ersichtlich:
                                           Dicke                                     Fallhöhe
                                          e < 3,5 mm                                 2,00 m
                              3,5 mm <C e < 4,5 mm                                   2,50 m
                              4,5 mm < e < 6,5 mm                                    2,50 m
                               6,5 mm <C e                                           2,50 m
          2.4.     Auswertung der Ergebnisse
          2.4.1.   Der Kugelfallversuch gilt als positiv, wenn der Prüfling nicht zu Bruch geht.
          2.4.2.    Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Prüflingen wird bezüglich der me-
                    chanischen Widerstandsfähigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn mindestens
                   eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
          2.4.2.1. höchstens ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben;
          2.4.2.2.  zwei Versuche haben ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit
                    einem neuen Los von sechs Prüflingen hat anschließend kein negatives Resultat ergeben
 ---pagebreak--- Nr. C 119/36                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             16. 1 1 . 7 2
                                                   ANHANG      IV
                     WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS GEWÖHNLICHEM VERBUNDGLAS
             1.     DEFINITION DES TYPS
                    Windschutzscheiben aus gewöhnlichem Verbundglas werden verschiedenen Typen
                    zugeordnet, wenn sie sich durch mindestens eine der nachstehend aufgeführten Haupt-
                    eigenschaften oder sekundären Merkmale unterscheiden.
             1.1.   Hauptmerkmale sind:
             1.1.1. der Hersteller,
             1.1.2. Form und Abmessungen (Länge, Breite),
             1.1.3. Anzahl der Glasplatten,
             1.1.4. die Nenndicke „e" der Windschutzscheibe, mit einer Fertigungstoleranz von 0,2 n mm
                    beiderseits des Nennwerts, wobei n die Anzahl der Glasscheiben der Windschutzscheibe
                    ist,
             1.1.5. die Nenndicke der Zwischenlage(n).
             1.2.   Sekundäre Merkmale sind:
             1.2.1. die Art des Glases (Spiegelglas, Float-glass, Maschinenglas),
             1.2.2. die Färbung der Zwischenlage(n) (farblos oder gefärbt),
             1.2.3. die Färbung des Glases (farblos oder gefärbt),
             1.2.4. Vorhandensein etwaiger elektrischer Leiter,
             1.2.5. der Fahrzeugtyp, für den die Windschutzscheibe bestimmt ist.
             2.     ALLGEMEINE PRÜFBEDINGUNGEN
                    Vor jeder Prüfung sind die Probescheiben von Windschutzscheiben aus Verbundglas
                    mindestens 24 Stunden bei einer Temperatur von 23 ± 2° C zu lagern. Die Prüfungen
                    sind an den Scheiben so schnell wie möglich nach Verlassen des Lagers durchzu-
                    führen.
             3.     VERHALTEN BEIM AUFSCHLAG DES KOPFES
             3.1.   Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                    Es kommen keine sekundären Merkmale in Betracht,
 ---pagebreak--- 16. 11. 7 2                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            Nr. C 119/37
            3.2.       Zahl' der Probescheiben
                       Es sind vier Probescheiben zu prüfen.
            3.3.       Prüfverfahren
            3.3.1.     Das Prüfverfahren ist in Punkt 3 von Anhang VIII beschrieben.
            3.3.2.     Die Fallhöhe beträgt 1,50 m.
            3.4.       Auswertung der Ergebnisse
            3.4.1.     Das Prüfergebnis wird als positiv angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
            3.4.1.1.   die Probescheibe zeigt nach dem Bruch zahlreiche zum Aufschlagpunkt annähernd
                       konzentrische Risse, wobei die dem Aufschlagpunkt am nächsten liegenden Risse
                       höchstens 80 mm entfernt sind;
            3.4.1.2.   die Glasplatten müssen an der Kunststoffzwischenlage haften bleiben. Eine oder meh-
                       rere Ablösungen sind im Umkreis von 60 m m Durchmesser um den Aufschlagpunkt
                       zulässig, wobei jedoch die Splitter an der Zwischenlage hängenbleiben müssen;
            3.4.1.3.   am Aufschlagpunkt,
            3.4.1.3.1. die Zwischenlage darf nicht vollständig bloßliegen,
            3.4.1.3.2. das Gesamtgewicht der Splitter darf 20 g nicht übersteigen;
            3.4.1.4.   ein Zerreißen der Zwischenlage ist auf 30 m m Länge zulässig.
            3.4.2.     Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Probescheiben wird bezüglich des
                       Verhaltens beim Aufschlag des Kopfes als zufriedenstellend angesehen, wenn eine
                       der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
            3.4.2.1.   alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben;
            3.4.2.2.   ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben. Bei Wiederholung der Prüfung mit
                       einer neuen Serie von Probescheiben hat sich kein negatives Resultat ergeben.
            4.         M E C H A N I S C H E W I DE R ST A N D SFÄ H IG K EIT
            4.1.       Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                       Es werden keine sekundären Merkmale in Betracht gezogen.
            4.2        Zahl der Probescheiben
                       Es werden vier Probescheiben geprüft.
            4.3.       Prüfverfahren
            4.3.1.     Es wird das in Punkt 2 von Anhang VIII beschriebene Prüfverfahren verwendet. Die
                       verwendete Kugel hat ein Gewicht von 2,260 kg.
            4-3.2.      Die Fallhöhe (von Unterseite Kugel bis Oberseite Probescheibe) beträgt 3,50 m.
             4.4.       Auswertung der Ergebnisse
             4,4.1.     Das Ergebnis des Kugelfallversuchs gilt als positiv, wenn die Kugel die Scheibe inner-
                        halb von 5 Sekunden, vom Augenblick des Aufpralls gerechnet, nicht durchschlägt,
 ---pagebreak--- Nr. C 119/38                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            16. 1 1 . 7 2
             4.4.2.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Proben gilt hinsichtlich der mecha-
                      nischen Widerstandsfähigkeit als zufriedenstellend, wenn eine der beiden nachstehen-
                      den Bedingungen erfüllt ist:
             4.4.2.1. alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben;
             4.4.2.2. ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit einer
                      neuen Serie von Probescheiben hat anschließend kein negatives Resultat ergeben.
             5.       BESTÄNDIGKEIT GEGEN H I T Z E UND LICHT
             5.1.     Kochversuch
            5.1.1.    Anzahl der Prüflinge oder Probescheiben
                      Es werden drei Prüflinge von mindestens 30 cm X 30 cm untersucht, die vom Labora-
                      torium aus drei Windschutzscheiben entnommen worden sind und auf einer Seite
                      durch den Scheibenrand begrenzt werden.
            5.1.2.    Schwierigkeitsgrad,    Prüfverfahren und Auswertung  der Ergebnisse
                      Es kommen die in Punkt 4 von Anhang VIII beschriebenen Bestimmungen zur An-
                      wendung.
            5.2.      Lichtbeständigkeitsprüfung
            5.2.1.    Allgemeine    Vorschrift
                      Diese Prüfung wird nur ausgeführt, wenn sie vom Laboratorium auf Grund der vor-
                      handenen Angaben über die Zwischenlage für erforderlich gehalten wird.
            5.2.2.    Anzahl   der Prüflinge oder Probescheiben
                      Es werden drei Prüflinge von 30 cm X 30 cm aus dem oberen Teil von drei Windschutz-
                      scheiben in der Weise ausgeschnitten, daß der obere Rand des Prüflings durch die
                      Kurve gebildet wird, die den oberen Teil des Feldes bestimmt, in dem die normale
                      Lichtdurchlässigkeit gemäß Definition von Punkt 6.1, Anhang VIII, zu ermitteln ist.
            5.2.3.    Schwierigkeitsgrad,    Prüfverfahren und Auswertung der Ergebnisse
                      Es kommen die in Punkt 5 von Anhang VIII beschriebene Bestimmungen zur Anwen-
                      dung.
                      OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
                      Es kommen die in Punkt 6 von Anhang VIII beschriebenen optischen Prüfungen zur
                      Anwendung.
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                                                   ANHANG      V
           SCHEIBEN AUS GEWÖHNLICHEM VERBUNDGLAS AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
           1.       ALLGEMEINE VERSUCHSBEDINGUNGEN
                    Die Probescheiben oder Prüflinge aus Verbundglas müssen vor dem Versuch mindestens
                    4 Stunden bei einer Temperatur von 23 ± 2° C gelagert werden. Die Versuche müssen
                    an den Scheiben so schnell wie möglich nach dem Verlassen des Lagerraums durch-
                    geführt werden.
           2.       MECHANISCHE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT
           2.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                    Es werden keinerlei sekundären Merkmale in Betracht gezogen.
           2.1.1.   Zahl der Prüflinge oder Probescheiben
                    Es werden vier ebene Prüflinge von 30 cm X 30 cm bzw. vier Probescheiben mit den
                    Mindestabmessungen 30 cm X 30 cm je Kategorie der Scheibendicke und der Zwischen-
                    lagendicke durchgeführt.
           2.2.     Prüfverfahren
           2.2.1.   Das zu verwendende Prüfverfahren ist in Punkt 2 von Anhang VIII beschrieben. Die
                    verwendete Kugel hat ein Gewicht von 227 g.
           2.2.2.   Die Fallhöhe (Unterseite Kugel bis Oberseite Prüfling oder der Probescheibe) ist aus
                    nachstehender Tabelle in Abhängigkeit der Nenndicke ersichtlich:
                                         Nenndicke                                    Fallhöhe
                                          e 2S 5,5 mm                                   5 m
                                5,5 mm < e ^ 6,6 mm                                     6m
                                6,5 mm <C e                                             7m
           2.3.     Auswertung der Ergebnisse
           2.3.1.   Das Prüfergebnis wird als positiv angesehen, wenn die eine oder andere der nachstehen-
                    den Bedingungen erfüllt ist:
           2.3.1.1. die Kugel durchschlägt den Prüfling oder die Probescheibe nicht;
           2.3.1.2. auf der dem Aufschlagpunkt gegenüberliegenden Seite etwa entstehende Splitter dürfen
                    ein Gesamtgewicht von 15 g nicht übersteigen.
           2.3.2.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Prüflingen oder Probescheiben gilt
                    hinsichtlich der mechanischen Widerstandsfähigkeit als zufriedenstellend, wenn eine
                     der beiden nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
 ---pagebreak--- Nr. C 119/40                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                16. 11.72
            2.3.2.1. alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben;
            2.3.2.2.  ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit einer neuen
                      Serie von Prüflingen oder Probescheiben hat anschließend kein negatives Resultat er-
                      geben.
             3.       BESTÄNDIGKEIT GEGEN HITZE UND LICHT
             3.1.     Kochversuch
             3.1.1.   Anzahl   der Prüflinge
                      Es werden drei ebene Prüflinge von 30 cm X 30 cm für jede Dickenkategorie der Schei-
                      ben und Zwischenlagen untersucht.
             3.1.2.   Schwierigkeitsgrad,   Prüfverfahren und Auswertung    der Ergebnisse
                      Es kommen die in Punkt 4 von Anhang VIII beschriebenen Bestimmungen zur An-
                      wendung.
             3.2.     Lichtbeständigkeitsprüfung
             3.2.1.   Anzahl   der Prüflinge
                      Es werden drei ebene Prüflinge von 30 cm X 30 cm für jede Dickenkategorie der Schei-
                      ben und Zwischenlagen untersucht.
             3.2.2.   Schwierigkeitsgrad,   Prüfverfahren und Auswertung    der Ergebnisse
                      Es kommen die in Punkt 5 von Anhang VIII beschriebenen Bestimmungen zur An-
                       wendung.
 ---pagebreak--- 16. 1 1 . 7 2                      A m t s b l a t t der E u r o p äi sch en G e m e i n s c h a f t e n N r . C 119/41
                                                           ANHANG           VI
                       WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS BEHANDELTEM VERBUNDGLAS
              1.     DEFINITION DES TYPS
                     Windschutzscheiben aus behandeltem Verbundglas werden verschiedenen Typen
                     zugeordnet, wenn sie sich durch mindestens eine der nachstehend aufgeführten Haupt-
                     eigenschaften oder sekundären Merkmale unterscheiden.
              1.1.   Hauptmerkmale sind:
              1.1.1. der Hersteller,
              1.1.2. Form und Abmessungen (Länge, Breite),
              1.1.3. die Anzahl der Glasscheiben,
              1.1.4. die Nenndicke „ e " mit einer Fertigungstoleranz von 0,2 n mm beiderseits des Nenn-
                     werts, wobei n die Anzahl der Glasscheiben der Windschutzscheibe ist,
              1.1.5. die etwaige Sonderbehandlung einer oder mehrerer der verwendeten Glasplatten,
              1.1.6. die Nenndicke der Zwischenlage(n).
              1.2.   Sekundäre Merkmale sind:
              1.2.1. die Art des Glases (Spiegelglas, Float-glass, Maschinenglas),
              1.2.2. die Färbung der Zwischenlage(n) (farblos oder gefärbt),
              1.2.3. die Färbung des Glases (farblos oder gefärbt),
              1.2.4. Vorhandensein etwaiger elektrischer Leiter,
              1.2.5. der Fahrzeugtyp, für den die Windschutzscheibe bestimmt ist.
              2.     VORGESCHRIEBENE VERSUCHE
                     Windschutzscheiben aus behandeltem Verbundglas werden folgenden Versuchen
                     unterworfen:
              2.1.   den in Anhang IV für gewöhnliche Verbundscheiben vorgeschriebenen Versuchen,
              2.2.    der im nachstehenden Punkt 3 beschriebenen Prüfung auf Splittersicherheit.
              3.      SPLITTERSICHERHEIT
               3.1.   Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                     Es wird lediglich die Art des Werkstoffs der behandelten Glasscheiben und der Zwi-
                      schenlagen in Betracht gezogen.
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            3.1.1.    Art des Werkstoffs der behandelten Glasscheiben:
             3.1.1.1. für Float-glass und Maschinenglas wird der gleiche Schwierigkeitsgrad genommen;
             3.1.1.2. beim Übergang von Float-glass auf Maschinenglas und umgekehrt ist die Prüfung auf
                      Splittersicherheit zu wiederholen.
             3.2.     Anzahl der Probescheiben
                      Es ist für jeden Anschlagpunkt eine Probescheibe zu untersuchen.
             3.3.     Prüfverfahren
                      Es wird das in Absatz I von Punkt VIII beschriebene Prüfverfahren verwendet.
             3.4.     Anschlagpunkt(e)
                      Die Scheibe ist an jeder der behandelten äußeren Glasplatten im Mittelteil der Zone II
                      der Windschutzscheibe gemäß Definition in Punkt 2.3.2 von Anhang II anzuschlagen.
             3.5.     Auswertung der Ergebnisse
             3.5.1.   Das Ergebnis des Bruch Versuchs wird für jeden Anschlagpunkt als positiv angesehen,
                      wenn die Gesamtfläche der Bruchstücke mit mehr als 3 cm2 Oberfläche mindestens
                      15% des im Punkt 2.3.2 von Anhang II definierten rechteckigen Feldes ausmacht.
             3.5.2.    Die zur Bauartgenehmigung vorgelegten Probescheibe(n) werden hinsichtlich der
                      Splittersicherheit als zufriedenstellend angesehen wenn die eine oder andere der nach-
                      stehenden Bedingungen erfüllt ist:
             3.5.2.1.  bei jedem Anschlagpunkt hat sich ein positives Resultat ergeben;
             3.5.2.2.  bei den Anschlagpunkten, die ein negatives Resultat ergeben haben, wird der Versuch
                       mit einer neuen Serie von vier Probescheiben unter Verwendung derselben Anschlag-
                       punkte wiederholt, wobei alle Versuche ein positives Resultat ergeben.
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                                                        ANHANG      VII
                                 WINDSCHUTZSCHEIBEN IN KLEINSERIENFERTIGUNG
               1.        ALLGEMEINES
                         Die in Punkt 4.4 von Anhang I definierte beschränkte Bauartgenehmigung für Wind-
                         schutzscheiben unterliegt folgenden allgemeinen Bedingungen:
               1.1.      Es gelten die allgemeinen Bauartgenehmigungsbedingungen der Punkte 4.1 bis 4.3
                         von Anhang I.
               1.2.      Der Hersteller muß bereits im Besitz der vollständigen Bauartgenehmigung für einen
                         Windschutzscheibentyp sein, dessen Haupteigenschaften dem Windschutzscheibentyp
                         entsprechen, für den die beschränkte Genehmigung beantragt wird.
               1.3.      Beträgt die Produktion des betreffenden Windschutzscheibentyps weniger als 400 Ein-
                         heiten im Jahr, so kann die für die Bauartgenehmigung zuständige Verwaltung das
                         Laboratorium des Herstellers als anerkannte Prüfstelle bezeichnen.
               1.3.1.    Der Hersteller hat in diesem Fall der Verwaltung, bei der die Bauartgenehmigung
                         beantragt wird, ein Prüfprotokoll mit photographischen Aufnahmen der dem Bruch-
                         versuch unterzogenen Windschutzscheibe einzureichen. Ist die Verwaltung, bei der
                         die Bauartgenehmigung beantragt wird, der Ansicht, daß die im Prüfprotokoll auf-
                         geführten Ergebnisse nicht ausreichend sind, so kann sie die Bauartgenehmigung von
                         der Durchführung der Prüfungen in einer Prüfstelle ihrer Wahl abhängig machen.
               1.4.      Die vorgeschriebenen Versuche sind im nachstehenden Punkt 2 angegeben.
               2.        VORGESCHRIEBENE            PRÜFUNGEN       FÜR    DIE  BESCHRÄNKTE          BAUART-
                         GENEHMIGUNG
               2.1.      Definition
                         Für die Durchführung dieses Absatzes wird mit P die jährliche Windschutzscheiben-
                         produktion im Sinne von Punkt 1 der Anhänge II, IV und VI bezeichnet.
               2.2.      Vorgespannte Windschutzscheiben
               2.2.1.    Für 2 000 <C P < 5 000 gelten die optischen Prüfungen gemäß Punkt 6 von Anhang VIII
                          sowie die Prüfung auf Splittersicherheit gemäß Punkt 2 von Anhang II.
               2.2.2.     Für P < 2 000 gelten die optischen Prüfungen gemäß Punkt 6 von Anhang VIII sowie
                          der vereinfachte Bruchversuch gemäß nachstehendem Punkt 2.2.3:
               2.2.3.     Vereinfachter  Bruchversuch
               2.2.3.1.   Für diesen Versuch gelten die Bedingungen der Punkte 2.1, 2.3 und 2.4. von Anhang II.
                2.2.3.2.  Es werden zwei Musterscheiben untersucht.
                2.2.3.3.  Die Anschlagpunkte sind die Punkte 1 und 1' gemäß Punkt 2.5.1 und 2.5.3 von
                          Anhang II.
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            2.2.3.4.   Das Prüfergebnis gilt als positiv, wenn die in Punkt 2.6.1 und 2.6.3 von Anhang II
                       aufgeführten Vorschriften über die Beschaffenheit der Bruchstücke erfüllt sind.
            2.2.3.5.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Windschutzscheibe gilt hinsichtlich der
                       Bruchstücke als zufriedenstellend, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedin-
                       gungen erfüllt ist:
            2.2.3.5.1. die beiden unter Verwendung der Anschlagpunkte 1 und 1' durchgeführten Versuche
                       haben ein positives Resultat ergeben;
            2.2.3.5.2. einer der Versuche hat ein negatives Resultat ergeben. Der Versuch wurde mit dem
                       gleichen Anschlagpunkt wiederholt und hat anschließend ein positives Resultat ergeben.
            2.3.       Gewöhnliche Verbundglas-Windschutzscheiben
                       Für P < 5 000 gelten die optischen Prüfungen gemäß Punkt 6 von Anhang VIII sowie
                       der Kugelfallversuch gemäß Punkt 4 von Anhang IV.
             2.4.      Behandelte Verbundglas-Windschutzscheiben
                       Für P < 5 000 gelten die optischen Prüfungen gemäß Punkt 6 von Anhang VIII, der
                       Kugelfallversuch gemäß Punkt 4 von Anhang IV und die Prüfung auf Splittersicherheit
                       gemäß Punkt 3 von Anhang VI.
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                                                 ANHANG      VIII
                                      ALLGEMEINE P R Ü F B E D I N G U N G E N
           1.      SPLITTERUNG
           1.1.    Die zu prüfende Scheibe darf nicht eingespannt sein; sie kann jedoch gegen eine gleich-
                   geformte Scheibe mit Hilfe von Klebeband am ganzen Umfang aufgeklebt werden.
           1.2.    Z u r Erzielung des Bruches wird ein H a m m e r mit einer Masse von etwa 75 g oder
                   ein anderes Gerät verwendet, das gleichwertige Resultate ergibt. Der Krümmungs-
                   radius der Spitze beträgt 0,2 ± 0,5 mm.
           1.3.    Für jeden vorgeschriebenen Aufschlagpunkt wird nur eine Prüfung durchgeführt.
           1.4.    Die Beurteilung der Bruchstücke wird an H a n d von lichtempfindlichem Papier vor-
                   genommen, das sofort nach dem Bruch belichtet wird. N u r die dunkelsten Linien,
                   die den ursprünglichen Bruch darstellen, werden berücksichtigt.
                   Die photographischen Abdrücke der Bruchstücke sind von der Prüfstelle aufzube-
                   wahren.
           2.      KUGELFALLVERSUCH
           2.1.    Der Versuch wird mit einer polierten Vollkugel aus gehärtetem Stahl durchgeführt,
                   deren Gewicht sich nach der zu prüfenden Glassorte richtet und die in weniger als
                   25 m m Entfernung von der Mitte des Prüflings auftreffen muß.
           2.2.    Die Kugel muß freigegeben werden, ohne daß ein Impuls auf sie übertragen wird
                    (beispielsweise durch einen Elektromagneten).
           2.3.    Halterung f ü r Prüflinge
           2.3.1.  Der Prüfling wird auf einem Gerät befestigt (Anhang IX, Abbildung 5), das aus zwei
                   Stahlrahmen besteht, deren 15 m m breite Ränder bearbeitet sind und aufeinander
                    passen; die Ränder sind mit einer Gummiunterlage von etwa 3 m m Dicke und 15 m m
                   Breite versehen (Shore-Härte A 50).
           2.3.2.   Der untere Rahmen liegt auf einem Stahlkasten von etwa 15 cm H ö h e auf.
           2.3.3.   Die Scheibe wird vom oberen Rahmen, der etwa 3 kg wiegt, festgehalten. Das Gerät
                    wird auf einer Grundplatte aus Stahl von 12 mm Dicke befestigt, die über eine Gummi-
                    zwischenlage von 3 mm Dicke (Shore-Härte A 50) auf dem Boden aufliegt.
           2.4.     Halterung für Probescheiben
            2.4.1.  Die Probescheibe wird freiliegend über einen Gummistreifen mit der Shore-Härte A 50
                    von etwa 3 mm Dicke auf eine Unterlage aufgelegt, wobei die Berührungsbreite über
                    den ganzen Umfang etwa 15 mm beträgt.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/46                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             16. 11. 72
            2.4.2.   Die Unterlage besteht aus einem starren Rahmen, der sich der Form der Musterscheibe
                     gut anpaßt, in der Weise, daß die Kugel auf die Außenfläche auftrifft.
            2.4.3.   Der Rahmen liegt über eine Gummizwischenlage von 3 mm Dicke (Shore-Härte A 50)
                     auf einer starren Grundplatte auf.
            3.       PHANTOM-VERSUCH
            3.1.     Unterlage
            3.1.1    Die Musterscheibe wird freiliegend über einen Gummistreifen mit der Shore-Härte A 50
                     von etwa 3 mm Dicke auf eine Unterlage aufgelegt, wobei die Berührungsbreite über
                     den ganzen Umfang etwa 15 mm beträgt.
            3.1.2.   Die Unterlage besteht aus einem starren Rahmen, der sich der Form der Probescheibe
                     gut anpaßt, in der Weise, daß das Phantom gemäß Punkt 3.2 auf die Innenseite der
                     Scheibe aufschlägt.
            3.1.3.   Der Rahmen liegt über einer Gummizwischenlage von 3 mm Dicke (Shore-Härte
                     A 50) auf einer starren Grundplatte auf.
            3.2.     Phantom
            3.2.1.   Das Phantom (Anhang IX, Abbildung 6) besteht aus:
            3.2.1.1. einem kugelförmigen Kopf aus Hartholz mit einem Durchmesser von 190 mm ± 2 mm.
                     Die obere Halbkugel des Kopfes ist mit 5 mm dickem Filz überzogen,
            3.2.1.2. einem zylindrischen Hals aus Holz von 70 mm Höhe und 100 mm Durchmesser,
            3.2.1.3. aus einem Holzklotz zur Nachahmung der Schultern, dessen Länge etwa 500 mm und
                     dessen Breite etwa 100 mm beträgt. Die Dicke des Holzklotzes ist so zu wählen, daß
                     das Gesamtgewicht des Phantoms etwa 10 kg ± 0,2 kg beträgt,
            3.2.1.4. aus einer Halterung, deren Länge etwa 500 bis 1 000 mm und dessen Gewicht weniger
                     als 0,5 kg beträgt.
            3.2.2    Das Phantom muß ohne irgendeinen Impuls freigegeben werden (beispielsweise durch
                     einen Elektromagneten).
             4.      KOCHVERSUCH
            4.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                              farblos   gefärbt
                     Färbung der Zwischenlage                     1        2
                     Die anderen sekundären Merkmale werden nicht berücksichtigt.
            4.2.     Prüfverfahren
            4.2.1.   Die Prüflinge werden in senkrechter Stellung drei Minuten lang in Wasser von 66° C
                     eingetaucht und anschließend sofort in kochendes Wasser gegeben; sie verbleiben
                     darin während zwei Stunden.
             4.2.2.  Wird der Versuch an einer Probe-Windschutzscheibe vorgenommen, so muß er eine
                     Fläche von mindestens 30 X 30 cm erfassen, die auf einer Seite durch den oberen
                     Rand der Windschutzscheibe begrenzt wird.
 ---pagebreak--- 16. 11.72                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. C 119/47
          4.3.     Auswertung der Ergebnisse
          4.3.1.   Das Ergebnis des Kochversuchs gilt als positiv, wenn sich keine Blasen oder sonstige
                   Fehler in mehr als 13 mm Abstand vom äußeren Rand der Probe oder von einem der
                   während des Versuchs aufgetretenen Risse zeigen.
          4.3.2.   Blasen oder Fehler in weniger als 25 mm Entfernung von der Schnittkante eines Prüf-
                   lings bleiben unberücksichtigt.
          4.3.3.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Probescheiben oder Prüflingen gilt
                   hinsichtlich des Kochversuchs als zufriedenstellend, wenn eine der nachstehenden Be-
                   dingungen erfüllt ist:
          4.3.3.1. alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben;
          4.3.3.2. ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit einer
                   neuen Serie von Probescheiben oder Prüflingen hat anschließend kein negatives Resul-
                   tat ergeben.
          5.       LICHTBESTÄNDIGKEITSPRÜFUNG
          5.1.     Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                                                              farblos       gefärbt
                   Färbung des Glases                             2            1
                   Färbung der Zwischenlage                       1            2
                   Die anderen sekundären Merkmale werden nicht in Betracht gezogen.
          5.2.     Prüfverfahren
          5.2.1.   Jede Probescheibe wird einer elektromagnetischen Strahlung in der Weise ausgesetzt,
                   daß die Bestrahlung an jedem Punkt des Prüflings die gleiche Wirkung auf die Zwischen-
                   lage ausübt wie eine lOOstündige Sonnenbestrahlung von 1 400 W/m 2 .
          5.2.2.   Während des Versuchs darf die Temperatur der der Strahlungsquelle am nächsten
                   liegenden Glasscheibe 50° C nicht überschreiten.
          5.3.     Auswertung der Ergebnisse
          5.3.1.   Das Ergebnis der Lichtbeständigkeitsprüfung wird als positiv angesehen, wenn folgende
                   Bedingungen erfüllt sind:
          5.3.1.1. der Gesamtwert des Lichtdurchlässigkeitsfaktors im Sinne von Punkt 8 Anhang VIII
                   sinkt nicht unter 95% des Ausgangswerts vor der Bestrahlung;
          5.3.1.2. beim Versuch an einem aus einer Windschutzscheibe ausgeschnittenen Prüfling oder
                   aus einer Probescheibe behält der Lichtdurchlässigkeitsfaktor in der Zone, in der die
                   normale Lichtdurchlässigkeit gemäß Punkt 6.1.2 von Anhang VIII kontrolliert und
                   ermittelt werden soll, einen höheren Wert als 70%.
          5.3.1.3. Bei Betrachtung des Prüflings gegen weißen Grund kann jedoch eine leichte Färbung
                   erscheinen, doch dürfen keine sonstigen Fehler auftreten.
          5.3.2.   Eine zur Bauartgenehmigung vorgelegte Serie von Prüflingen oder Probescheiben gilt
                   hinsichtlich der Lichtbeständigkeit als zufriedenstellend, wenn eine der beiden nach-
                   stehenden Bedingungen erfüllt ist:
          5.3.2.1. alle Versuche haben ein positives Resultat ergeben:
          5.3.2.2. ein Versuch hat ein negatives Resultat ergeben. Eine neue Versuchsreihe mit einer neuen
                   Serie von Prüflingen oder Probescheiben hat anschließend kein negatives Resultat er-
                   geben.
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Nr. C 119/48                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              16. 1 1 . 7 2
            6.        OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
            6.1.      Lichtdurchlässigkeit
                      Die Normal-Lichtdurchlässigkeit der Windschutzscheibe als Quotient des einfallenden
                      Lichtstroms Fo zum austretenden LichtstromF^(t = F R /Fo) unterliegt nachstehenden
                      Vorschriften:
            6.1.1.    Schwierigkeitsindex   der sekundären Merkmale
                                                                           farblos            gefärbt
                      Färbung des Glases                                      1                  2
                      Färbung der Zwischenlagen (bei Verbundglas-Wind-
                      schutzscheiben)                                         1                  2
                      Die anderen sekundären Merkmale kommen nicht in Betracht.
             6.1.2.   Die Normal-Lichtdurchlässigkeit wird in einem Feld geprüft, das unterhalb einer in
                      folgender Weise definierten Horizontalebene P liegt:
             6.1.2.1. befindet sich die Windschutzscheibe in der Gebrauchsstellung des betreffenden Fahr-
                      zeugs, so wird die Schnittlinie AB der Windschutzscheibe mit der Längsmittelebene des
                      Fahrzeugs ermittelt, wobei A den oberen Punkt der Linie darstellt. Man zeichnet das
                      Segment AB und bestimmt auf diesem Segment den Punkt K nach der Beziehung
                      AK = 0,1 AB (s. Abb. 7, Anhang IX);
             6.1.2.2. die Ebene P ist die durch den vorgenannten Punkt K gehende Horizontalebene.
             6.1.3.   Die Lichtquelle ist eine Glühfadenlampe mit der Farbtemperatur 2854 ° K, die die
                      Lichtquelle A der internationalen Beleuchtungskommission (CIE) darstellt.
             6.1.4.   Der Empfänger hat eine relative Spektralempfindlichkeit, die der relativen Tageswert-
                      kurve V (A) des Bezugsbeobachtungsgeräts CIE 1931 entspricht.
             6.1.5.   Der Einfallswinkel des einfallenden Lichtbündels ist Null.
             6.1.6.   Der von der Windschutzscheibe befindliche Querschnitt des Lichtbündels muß inner-
                      halb eines Quadrates von 20 mm Seitenlänge liegen.
             6.1.7.   In der nach Punkt 6.1.2 definierten Zone darf die Normal-Lichtdurchlässigkeit nicht
                      geringer sein als 70%.
             6.2.     Optische Verzerrung
                      Der Versuch wird an der Windschutzscheibe in Gebrauchsstellung durchgeführt.
             6.2.1.   Schwierigkeitsgrad   der sekundären Merkmale
             6.2.1.1. Werkstoff
                                   Spiegelglas           Float-glass          Maschinenglas
                                        1                      1                      2
             6.2.1.2. Fahrzeugtyp
                       der Versuch muß wiederholt werden, wenn die Windschutzscheibe in ein Fahrzeug ein-
                      gebaut werden muß, dessen Typ hinsichtlich des Sichtfelds nach vorne verschieden von
                      jenem der Fahrzeuge ist, für die die Windschutzscheibe bereits eine Bauartgenehmigung
                       besitzt.
             6.2.1.3.  Andere sekundäre Merkmale
                       Sie kommen nicht in Betracht.
             6.2.2.    Anzahl der Probescheiben
                       Es sind vier Probescheiben zu prüfen.
             6.2.3.    Definitionen (siehe Abbildung 8 in Anlage IX)
                       Zur Anwendung von Punkt 6.2 von Anhang VIII gelten folgende Definitionen:
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          6.2.3.1.     Augenpunkt: der Augenpunkt liegt auf der Senkrechten durch Punkt H in 625 mm Ent-
                       fernung über diesem Punkt in einer Vertikalebene, die parallel zur Längsmittelebene
                       des Fahrzeugs, für das die Windschutzscheibe bestimmt ist, verläuft und durch die
                       Lenkradachse geht. Dieser Punkt wird im folgenden mit O bezeichnet;
          6.2.3.2.     Gerade/\:      Gerade durch den Augenpunkt O, senkrecht zur Längsmittelebene des
                       Fahrzeugs;
          6.2.3.3.     Bereiche der Windschutzscheibe
          6.2.3.3.1. Zone I — Bereich der Windschutzscheibe, der durch den Schnittpunkt der Scheibe
                                       mit folgenden vier Ebenen begrenzt ist:
                                       P t — eine um 15° nach links geschwenkte Vertikalebene,
                                       P2 — eine um 30° nach rechts geschwenkte Vertikalebene,
                                       P 3 — eine Ebene durch die Gerade A, um 10° nach oben geschwenkt,
                                       P4 — eine Ebene durch die Gerade                  um 8° nach unten gesenkt;
          6.2.3.3.2. Zone II — die Zone zwischen der Zone I und der zum äußeren Rand in Abstand von
                                       5 cm parallel verlaufende Linie.
          6.2.3.4.     Ablenkung      in einem Punkt M der Innenfläche der Windschutzscheibe:                  a
          6.2.3.4.1. M befindet sich zwischen den Ebenen Px und P2.
                       a ist der Winkel zwischen der Richtung des parallel zur Längsachse des Fahrzeugs durch
                       M einfallenden Strahls und dem durch die Windschutzscheibe gebrochenen Strahl.
          6.2.3.4.2. M befindet sich links der Ebene Px (bzw. rechts der Ebene P2). D x bzw. D 2 sind die
                       Richtungen eines Strahls durch O und die Mitte der Schnittlinien der in Betracht fal-
                       lenden Zone der Windschtuzscheibe mit der durch O gehenden horizontalen Ebene.
                       a ist der Winkel zwischen dem parallel zu diesen Richtungen durch M einfallenden Strahl
                       und dem durch die Windschutzscheibe gebrochenen Strahl;
          6.2.3.5.     optische Verzerrung in Punkt M in Richtung M M ' : DMM'
                       Für die Ermittlung von DMM' wird M ' 4 mm von M entfernt gewählt. A A ist die Diffe-
                       renz zwischen den Strahlablenkungen in M und M',                          = A«;
          6.2.3.6.     optische Verzerrung in Punkt M: D M
                       DM ist der Maximalwert von DMM" für alle Richtungen M M " in der Tangentialebene
                       in M an die Innenseite der Windschutzscheibe;
          6.2.3.7.      optische Verzerrung eines Bereichs der Windschutzscheibe:
                       Maximalwert von DM' wenn M diesen Bereich durchläuft.
          6.2.4.       Auswertung       der Ergebnisse
                       Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der optischen Verzerrung als zufrieden-
                       stellend angesehen, wenn bei 4 der Prüfung unterzogenen Probescheiben die optische
                       Verzerrung in jeder Zone nachstehende Höchstwerte nicht übersteigt:
                                                                                          Höchstwerte der optischen
                                                Zone                                            Verzerrung (*)
                                                 I                                                  1,4'
                                               II                                                   4,2'
                        Die Maßgenauigkeit muß unter 10% liegen.
          (!) Vorläufig ist keine Genauigkeit für die Messungen festgelegt worden. Die gewählte Methode muß jedoch gewährleisten
              können, daß die optische Verzerrung der genehmigten Windschutzscheiben in den oben genannten Grenzen bleibt.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/50                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             16. 1 1 . 7 2
             6.3. Farbwiedergabe
                  Bei Windschutzscheiben, die in der in Punkt 6.1.2 von Anhang VIII definierten Zone
                  gefärbt sind, wird an vier Windschutzscheiben eine Prüfung auf Wiedergabe der nach-
                  stehend angegebenen Farben vorgenommen:
                  weiß
                  selektives gelb
                  rot
                  grün
                  blau
                  autogelb.
 ---pagebreak--- 16.11.72 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften      N r . C 119/51
                        ANHANG    IX
                       ABBILDUNGEN
           Abbildung 1 — Zu Anhang II, Punkt 2.5.1
           Abbildung 2 — Zu Anhang III, Punkt 1.4.1
           Abbildung 3 — Zu Anhang III, Punkt 1.4.1
           Abbildung 4 — Zu Anhang III, Punkt 1.4.1
           Abbildung 5 — Zu Anhang VIII, Punkt 2.3.1
           Abbildung 6 — Zu Anhang VIII, Punkt 3.2.1
            Abbildung 7 — Zu Anhang VIII, Punkt 6.1.2.1
            Abbildung 8 — Zu Anhang VIII, Punkt 6.2.3
 ---pagebreak--- Nr. C 119/52                                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                        16.11. 72
                                                                             irr
                                                                      o-
                                                                                                                                               1
                                                                                                                              O — •" — Q
            3 cm                                                                                                                                3 cm
                           3 cm                                                   3 cm
                                                                                  Abbildung      1
            Die in A b b i l d u n g 1 a n g e g e b e n e n P u n k t e 3 s i n d Beispiele f ü r die A n o r d n u n g d e r P u n k t e 3 u n d 3 '
            e n t s p r e c h e n d d e r V o r s c h r i f t v o n A b s a t z 2.5 A n h a n g II.
 ---pagebreak--- 16. 11. 72                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                        N r . C 119/53
                           Abbildung   2: ebene Scheibe
                              Abbildung   3: ebene Scheibe
                                          Abbildung  4: gewölbte Scheibe
           Die in den Abbildungen 2, 3 und 4 angegebenen Punkte 2 sind Beispiele für die Anordnung von
           Punkt 2 nach Punkt 1.4.1 von Anhang III.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/54 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften    16. 11.72
                            290 mm
                            260 mm
                                                       i*
                                                       *T
                                                           4
                                                           t"
                 Gummi Shore-Härte A 50
                              Abbildung 5
 ---pagebreak--- 16. 1 1 . 7 2       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften       N r . C 119/55
                                                              100 mm
              500 mmi
                            100 mm 0
                        -4— 5 mm
                                     Abbildung 6
 ---pagebreak--- Nr. C 119/56   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 16. 11. 72
                                           AK = 0,1 AB
             B
                               Abbildung 7
 ---pagebreak--- 1 6 . 1 1 . 72     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften          Nr. C 119/57
                           Optische Verzerrung
                                          5cm
                                "V
               5cm
                                         x
                          5 cm
                                   ©
                                                Schnitt durch Ebene P
                             5cm
                                Abbildung 8
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                                                       ANHANG X
                                                   KENNZEICHNUNG
             1. Das Prüfzeichen besteht aus einem Rechteck, in dem der Buchstabe „e", gefolgt von der
                Kennzahl oder dem Kennbuchstaben des Landes, das die Bauartgenehmigung erteilt hat,
                angebracht ist:
                1      für Deutschland
                2      für Frankreich
                3       für Italien
                4      für die Niederlande
                6      für Belgien
                11     für das Vereinigte Königreich
                13     für Luxemburg
                DK     für Dänemark
                IRL    für Irland
                N       für Norwegen,
                und aus einer Bauartgenehmigungsnummer, die der Nummer des für den betreffenden Proto
                typ einer Windschutzscheibe oder einer Fabrikation ausgestellten Bauartgenehmigungsbogens
                entspricht und an einer beliebigen Stelle in der Nähe des Rechtecks anzubringen ist.
            2. Das Prüfzeichen der Windschutzscheibe kann durch nachstehende Symbole ergänzt werden,
                die an einer beliebigen Stelle in der Nähe des Rechtecks anzubringen sind:
                P.T.   bei Windschutzscheiben aus Einscheibensicherheitsglas
                P.F.   bei Windschutzscheiben aus gewöhnlichem Verbundglas
                P.F.T. bei Windschutzscheiben aus behandeltem Verbundglas.
            3. Die vorgenannten Aufschriften sind auf der Scheibe so anzubringen, daß sie dauerhaft und
                gut erkennbar sind. Sie müssen bei geschlossener Scheibe gut zu sehen sein.
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                                                  EWG-PRÜFZEICHENMUSTER (*)
                                                                                                  a & 15 mm
           Erläuterung:
           Die Sicherheitsscheibe mit dem vorstehenden EWG-Prüfzeichen ist eine Windschutzscheibe aus
           gewöhnlichem Verbundglas (PF), die in Deutschland (e 1) unter der Nummer 1471 genehmigt
           wurde.
            (x) Das Symbol PF, die Ziffer hinter dem Buchstaben e sowie die Nummer des Bauartgenehmigungsbogens (1471) sind
                lediglich als Beispiel angeführt.
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                                                        ANHANG     XI
                                   MUSTER DER BAUARTGENEHMIGUNGSBOGEN
             betreffend die Erteilung, die Versagung, den Entzug oder die Erweiterung einer Bauartgenehmigung
             betreffend:
            — einen Typ einer Windschutzscheibe aus Einscheibensicherheitsglas,
             — einen Typ einer Windschutzscheibe aus gewöhnlichem Verbundglas,
             — einen Typ einer Windschutzscheibe aus behandeltem Verbundglas,
            — ein Fabrikationsmuster einer Scheibe aus Einscheibensicherheitsglas außer Windschutzscheiben,
             — ein Fabrikationsmuster einer Scheibe aus Verbundglas außer Windschutzscheiben.
 ---pagebreak--- 16. 11.72                                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 119/61
                                        MUSTER EINES BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
      Name der zuständigen Behörde:
      Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug und die Erweiterung einer Bauartgenehmigung für
      einen Typ einer Windschutzscheibe aus Einscheibensicherheitsglas
                                                                                       Nr. der Bauartgenehmigung
                                                                                                                   Erweiterung (x)
         1.      Fabrik- oder Handelsmarke:
        2.       Name und Anschrift des Herstellers:
        3.       Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers:
        4.       Hauptmerkmale:
        4.1.     Form und Abmessungen (Länge, Breite):
        4.2.     Kategorie der Scheibendicke nach Definition von Anhang II, Punkt 1.1.3:
         5.      Sekundäre Merkmale:
         5.1.    Art des Werkstoffs: Spiegelglas / Float-glass / Maschinenglas (2)
         5.2.    Färbung: farblos / gefärbt (2)
         5.3.    Vorhandensein elektrischer Leiter: ja / nein (2)
         5.4.    Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt ist:
         6.      Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ, der folgende sekundäre Merkmale besitzt:
         6.1.    Art des Werkstoffs:
         6.2.    Färbung:
          6.3.   Vorhandensein elektrischer Leiter:
         6.4
         7.      Fall einer Bauartgenehmigung von einem Tvp in Kleinserienfertigung: (2)
         7.1.    Jährliche Produktion: P < 400
         7.2.    Jährliche Produktion: 2 000 < P < 5 000
         7.3.    Jährliche Produktion: P < 2 000 (3)
          8.     Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am:
          9.     Prüfstelle:
       10.       Datum und Nummer des Prüfprotokolls:
       11.       Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Bauartgenehmigung ( 2 ):
       12.       Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Erweiterung der Bauartgenehmigung f ) :
       13.       Ort:
       14.       Datum:
       15.       In der Anlage sind folgende Unterlagen enthalten, die die oben angegebenen Bauartgenehmigungsnummer
                  tragen:
       16.       Bemerkungen:
                                                                                                            Unterschrift
       ( l ) Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung zu der ursprünglichen Bauartgenehmigung handelt.
       O Nichtzutreffendes streichen.
       (3) Siehe Definition Anhang VII, Punkt 2.1.
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                                        MUSTER EINES BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
      Name der zuständigen Behörde:
      Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug und die Erweiterung einer Bauartgenehmigung für
      einen Typ einer Windschutzscheibe aus gewöhnlichem Verbundglas
                                                                                 Nr. der Bauartgenehmigung
                                                                                                                         Erweiterung (])
        1.      Fabrik- oder Handelsmarke:
        2.      Name und Anschrift des Herstellers:
        3.      Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers:
        4.      Hauptmerkmale:
        4.1.    Form und Abmessungen (Länge, Breite):
        4.2.    Anzahl der Glasplatten:
        4.3.    Kategorie der Scheibendicke nach Definition von Anhang IV, Punkt 1.1.4:
        4.4.    Nenndicke der Zwischenlage(n):
        5.      Sekundäre Merkmale:
        5.1.    Art des Werkstoffs: Spiegelglas / Float glass / Maschinenglas (2)
        5.2.    Färbung der Zwischenlage: farblos / gefärbt (2)
        5.3.    Färbung der Glasplatte: farblos / gefärbt (2)
        5.4.    Vorhandensein elektrischer Leiter: ja / nein (2)
        5.5.    Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt ist:
        6.      Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ, der folgende sekundäre Merkmale besitzt:
        6.1.    Art des Werkstoffs:
        6.2.    Färbung der Zwischenlage:
        6.3.    Färbung der Glasplatte:
        6.4.    Vorhandensein elektrischer Leiter:
        6.5.    Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt ist:
        7.      Fall einer Bauartgenehmigung von einem Typ in Kleinserienfertigung: (2)
        7.1.    Jährliche Produktion: P < 400
        7.2.    Jährliche Produktion P < 5000 (3)
        8.      Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am
        9.      Prüfstelle:
       10.      Datum und Nummer des Prüfprotokolls:
       11.      Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Bauartgenehmigung ( 2 ):
       12.      Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Erweiterung der Bauartgenehmigung ( 2 ):
       13.      Ort:
       14.      Datum:
       15       In der Anlage sind folgende Unterlagen enthalten, die die oben angegebene Bauartgenehmigungsnummer
                tragen:
       16.      Bemerkungen:
                                                                                                   Unterschrift
       (*) Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung zu der ursprünglichen Bauartgenehmigung handelt.
       (2) Nichtzutreffendes streichen.
       (3) P: siehe Definition Anhang VII, Punkt 2.1.
 ---pagebreak--- 16. 11.72                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 119/63
                                        MUSTER EINES BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
      Name der zuständigen Behörde:
      Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug und die Erweiterung einer Bauartgenehmigung für
      einen Typ einer Windschutzscheibe aus behandeltem Verbundglas
                                                                                       Nr. der Bauartgenehmigung
                                                                                                                    Erweiterung (x)
           1.   Fabrik- und Handelsmarke:
          2.    Name und Abschrift des Herstellers:
          3.    Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers:
          4.    Hauptmerkmale:
          4.1.  Form und Abmessungen (Länge, Breite):
          4.2.  Anzahl der Glasplatten:
          4.3.  Kategorie der Scheibendicke nach Definition von Anhang VI, Punkt 1.1.4:
          4.4.  Sonderbehandlung der verwendeten Glasplatten:
          4.5.  Nenndicke der Zwischenlagen:
          5.    Sekundäre Merkmale:
          5.1.  Art des Werkstoffs: Spiegelglas / Float-glass / Maschinenglas (2)
          5.2.  Färbung der Zwischenlagen: farblos / gefärbt (2)
          5.3.  Färbung der Glasplatten: farblos / gefärbt (2)
          5.4.  Vorhandensein elektrischer Leiter: ja / nein (2)
          5.5.  Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt ist:
          6.    Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ, der folgende sekundäre Merkmale besitzt:
          6.1.  Art des Werkstoffs:
          6.2.  Färbung der Zwischenscheiben:
          6.3.  Färbung der Glasplatten:
          6.4.  Vorhandensein elektrischer Leiter:
          6.5.  Fahrzeugtyp, für den die Scheibe bestimmt ist:
          7.    Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ in Kleinserienanfertigung:
          7.1.  Jährliche Produktion: P < 400
          7.2.  Jährliche Produktion: P < 5 000 (3)
          8.    Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am:
          9.    Prüfstelle:                                                           >
      10.       Datum und Nummer des Prüfprotokolls:
      11.       Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Bauartgenehmigung ( 2 ):
      12.       Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Erweiterung der Bauartgenehmigung (2):
      13.       Ort:
      14.         Datum:
      15.       In der Anlage sind folgende Unterlagen enthalten, die die oben angegebene Bauartgenehmigungsnummer
                 tragen:
      16.       Bemerkungen:
                                                                                                           Unterschrift
      ( ] ) Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung zu der ursprünglichen Bauartgenehmigung handelt.
      (2) Nichtzutreffendes streichen.
      (3) P: Siehe Definition Anhang VII, Punkt 2.1.
 ---pagebreak--- Nr. C 119/64                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                16. 11. 72
                                       MUSTER EINES BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
      Name der zuständigen Behörde:
      Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug und die Erweiterung einer Bauartgenehmigung für ein
      Fabrikationsmuster einer Scheibe aus Einscheibensicherheitsglas außer Windschutzscheiben
                                                                                Nr. der Bauartgenehmigung
                                                                                                                     Erweiterung (*)
        1.       Fabrik- oder Handelsmarke:
        2.       Name und Anschrift des Herstellers:
        3.        Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers:
        4..      Hauptmerkmale:
        4.1.     Art der Vorspannung (thermisch oder chemisch) (2)
        4.2.     Scheibenarten (2)
        4.2.1.   — ebene Scheiben mit der größten herzustellenden Oberfläche
        4.2.2.   — ebene Scheiben, deren aneinanderstoßende Kanten den kleinsten Winkel miteinander bilden
        4.2.3.   — zylindrische oder konisch gewölbte Scheiben, die an einem Punkt den kleinsten Krümmungshalb-
                      messer besitzen
        4.2.4.   — doppelt gewölbte Scheiben, die an einem Punkt den kleinsten mittleren Krümmungshalbmesser
                      besitzen
        4.3.      Dickenkategorie (nach der Definition von Anhang I, Punkt 5.4.1.3):
        5.       Sekundäre Merkmale:
        5.1.     Art des Werkstoffs: Spiegelglas / Float-glass / Maschinenglas (2)
        5.2.     Färbung: farblos / gefärbt (2)
        5.3.     Vorhandensein elektrischer Leiter: ja / nein (2)
        6.       Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ, der folgende sekundäre Merkmale besitzt:
        6.1.     Art des Werkstoffs:
        6.2.     Färbung:
        6.3.     Vorhandensein elektrischer Leiter:
        7.       Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am:
        9.       Datum und Nummer des Prüfprotokolls:
      10.        Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Bauartgenehmigung ( 2 ):
      11.        Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Erweiterung der Bauartgenehmigung (2):
      12.         Ort:
      13.        Datum:
      14.        In der Anlage sind folgende Unterlagen enthalten, die die oben angegebene Bauartgenehmigungs-
                 nummer tragen:
      15.        Bemerkungen:
                                                                                Unterschrift
      (') Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung zu der ursprünglichen Bauartgenehmigung handelt.
      (2) Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 16. 11.72                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                             Nr. C 119/65
                                        MUSTER EINES BAUARTGENEHMIGUNGSBOGENS
      Name der zuständigen Behörde:
      Angaben über die Erteilung, die Versagung, den Entzug und die Erweiterung einer Bauartgenehmigung für
      ein Fabrikationsmuster einer Scheibe aus Verbundglas außer Windschutzscheiben
                                                                                     Nr. der Bauartgenehmigung
                                                                                                                       Erweiterung (])
        1.     Fabrik oder Handelsmarke:
        2.     Name und Anschrift des Herstellers:
        3.     Name und Anschrift des etwaigen Beauftragten des Herstellers:
        4.     Hauptmerkmale:
        4.1.   Kategorie der Scheibendicke (nach Definition von Anhang I, Punkt 5.4.1.1):
        4.2.   Nenndicke der Zwischenlage:
        4.3.   Spezialbehandlung der verwendeten Glasscheiben:
        5.     Sekundäre Merkmale:
        5.1.    Art des Werkstoffs: Spiegelglas / Float-glass / Maschinenglas (2)
        5.2.    Färbung des Glases: farblos / gefärbt (2)
        6.      Erweiterung der Bauartgenehmigung auf einen Typ, der folgende sekundäre Merkmale besitzt:
         6.1.   Art des Werkstoffs:
         6.2.   Färbung der Zwischenlage:
         6.3.   Färbung des Glases:
         7.     Zur Bauartgenehmigung vorgelegt am:
         8.     Prüf stelle:
         9.     Datum und Nummer des Prüfprotokolls:
       10.      Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Bauartgenehmigung (2):
       11.      Datum der Erteilung / Versagung / Entzugs der Erweiterung der Bauartgenehmigung ( 2 ):
       12.      Ort:
       13.      Datum:
        14.     In der Anlage sind folgende Unterlagen enthalten, die die oben angegebene Bauartgenehmigungsnummer
                 tragen:
        15.     Bemerkungen:
                                                                                                           Unterschrift
        (1) Gegebenenfalls angeben, ob es sich um eine erste, zweite usw. Erweiterung zu der ursprünglichen Bauartgenehmigung handelt.
        (2) Nichtzutreffendes streichen.