CELEX: 31994D0918
Language: de
Date: 1994-12-15 00:00:00
Title: 94/918/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 über ein für die Europäische Gemeinschaft durchzuführendes spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, durch die GFS und durch wettbewerbsorientierte Tätigkeiten zur wissenschaftlich- technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken (1995 - 1998)

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31994D0918

94/918/EG: Entscheidung des Rates vom 15. Dezember 1994 über ein für die Europäische Gemeinschaft durchzuführendes spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, durch die GFS und durch wettbewerbsorientierte Tätigkeiten zur wissenschaftlich- technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken (1995 - 1998)  

Amtsblatt Nr. L 361 vom 31/12/1994 S. 0114 - 0131 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 29 S. 0256  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 29 S. 0256 

ENTSCHEIDUNG DES RATES vom 15. Dezember 1994 über ein für die Europäische Gemeinschaft durchzuführendes spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, durch die GFS, durch wettbewerbsorientierte  Tätigkeiten zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken (1995-1998) (94/918/EG)  DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,  auf Vorschlag der Kommission (1),  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit dem Beschluß Nr. 1110/94/EG (4) haben das Europäische Parlament und der Rat ein Viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, der technologischen Entwicklung und der Demonstration (nachstehend  "FTE" genannt) für den Zeitraum  1994-1998) angenommen, in dem unter anderem die Tätigkeiten festgelegt werden, die durch direkte Aktionen sowie durch wettbewerbsorientierte Tätigkeiten zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken durchzuführen sind. Diese  Entscheidung trägt der Begründung im einleitenden Teil zu dem genannten Beschluß Rechnung.  Gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrages erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden. In jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung,  seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt.  Die FTE-Tätigkeiten im Rahmen direkter Aktionen werden von der Gemeinsamen Forschungsstelle GFS durchgeführt. Diese umfassen Tätigkeiten der institutionellen Forschung, bei denen die GFS über Sachkenntnisse sowie über besondere, wenn nicht  gemeinschaftsweit einzigartige Einrichtungen verfügt, sowie Tätigkeiten der wissenschaftlichen und technischen Unterstützung, die die Neutralität der GFS erfordern.  Andere für die Ausarbeitung und Durchführung von Gemeinschaftspolitiken erforderliche wissenschaftlich-technische Unterstützungstätigkeiten, die nicht die Neutralität der GFS erfordern, werden von der Kommission im Rahmen eines wettbewerbsorientierten  Ansatzes im Auftraggeber/Auftragnehmer-Verhältnis durchgeführt.  Die für die Durchführung der direkten Aktion für notwendig erachteten Mittel belaufen sich auf 600 Millionen ECU, und die für die Tätigkeiten der wissenschaftlich-technischen Unterstützung im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes für notwendig  erachteten Mittel belaufen sich auf 128 Millionen ECU. Die Mittelansätze für jedes Haushaltsjahr werden von der Haushaltsbehörde entsprechend den verfügbaren Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr.  1110/94/EG festgelegt.  Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Tätigkeiten wurde im Einklang mit dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. In dem vorliegenden spezifischen Programm sind die nach diesem Prinzip im Wege direkter Aktionen und im Wege  wettbewerbsorientierter Tätigkeiten zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken durchzuführenden Tätigkeiten beschrieben.  Nach dem Beschluß Nr. 1110/94/EG ist eine Gemeinschaftsaktion gerechtfertigt, wenn unter anderem die Forschung zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zur Förderung ihrer allgemeinen harmonischen Entwicklung  beiträgt und gleichzeitig mit dem Streben nach wissenschaftlicher und technischer Qualität vereinbar ist. Das vorliegende Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.  Wie im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung dargelegt, kann das vorliegende Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stimulierung des Wachstums, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Verbesserung der  Beschäftigungssituation in der Gemeinschaft leisten. Deshalb müssen Tätigkeiten der pränormativen Forschung gefördert werden, die im Rahmen anderer Gemeinschaftspolitiken als erforderlich angesehen werden.  Die wissenschaftlich-technische Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken im Rahmen der direkten Aktionen sollte dem Bedarf der Gemeinschaftspolitiken während der Laufzeit dieses Programms entsprechen.  Die GFS kann sich ferner an den indirekten Aktionen der anderen spezifischen Programme ebenso wie die in einem Mitgliedstaat bzw. assoziierten Staat ansässigen Dritten beteiligen.  Die Kommission achtet auf die Komplementarität der Forschungstätigkeiten, die im Rahmen der direkten bzw. indirekten Aktionen durchzuführen sind.  Die GFS kann sich ferner auf Wettbewerbsbasis an jeder anderen Tätigkeit der Gemeinschaft beteiligen und Arbeiten für Rechnung Dritter ausführen.  Die exploratorische Forschung ist zu fördern.  Die GFS kann zur Durchführung von Tätigkeiten der Gemeinschaft beitragen, insbesondere in den Bereichen Informationstechnologien, Industrie- und Werkstofftechnologien, Normung sowie Meß- und Prüfverfahren, Landwirtschaft und Fischerei, Umwelt und Klima,  nichtnukleare Energie, gesellschaftspolitische Schwerpunktforschung, Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse der Forschungstätigkeiten sowie Technologietransfer.  Die GFS kann mit ihren Labors und Einrichtungen wirksam zur Ausbildung und Mobilität der Forscher beitragen. Zu diesem Zweck ist in sämtlichen Mitgliedstaaten die Zusammenarbeit zwischen Labors und öffentlichen sowie privaten wissenschaftlichen  Einrichtungen zu fördern.  Die GFS kann zu anderen europäischen Forschungstätigkeiten, einschließlich EUREKA, beitragen. Die GFS sollte sowohl bei ihren institutionellen als auch bei ihren wettbewerbsorientierten Tätigkeiten besser in Netze bzw. Konsortien mit Partnern aus allen  Mitgliedstaaten integriert sein. Sie sollte insbesondere als treibende Kraft bei der Gewährleistung besserer Verbindungen zwischen Forschungslaboratorien und -instituten aller Regionen der Gemeinschaft wirken.  Es sollte berücksichtigt werden, daß die EFTA-Staaten, die dem EWR-Abkommen beigetreten sind, voll an diesem spezifischen Programm teilnehmen können.  Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und mit Drittländern als zweckmässig erweisen.  Es sollte eine Bewertung der möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen und technologischen Risiken des Programms vorgenommen werden.  Die Fortschritte bei der Durchführung dieses Programms sollten ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zu gegebener Zeit sollte eine  unabhängige Bewertung der durch das Programm erzielten Fortschritte vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des Fünften FTE-Rahmenprogramms erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Nach Abschluß dieses Programms  sollten die Ergebnisse anhand der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele bewertet werden. Die Schlußfolgerungen dieser Bewertungen sollten dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt werden.  Der Aufsichtsrat der GFS spielt für den Betrieb der Forschungsstelle und für die Durchführung ihrer Tätigkeiten eine wichtige Rolle.  Die wettbewerbsorientierten Unterstützungstätigkeiten richten sich nach dem Bedarf, der sich bei der Durchführung der Gemeinschaftspolitiken ergibt. Damit eine grösstmögliche Flexibilität gewährleistet ist, muß die Kommission diese Tätigkeiten daher  anpassen können.  Die Kommission legt die Verantwortlichkeiten insbesondere im Hinblick auf die Zuweisung der für diese Tätigkeiten vorgesehenen Finanzmittel entsprechend dem jeweiligen Tätigkeitsfeld fest; die Mittel werden auf Wettbewerbsbasis gewährt.  Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist gehört worden - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Für den Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 1998 wird ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung beschlossen, das -durch die GFS hauptsächlich im Rahmen direkter Aktionen sowie -durch Tätigkeiten zur wissenschaftlich-technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes durchzuführen ist.   Abschnitt I Direkte Aktionen (GFS)   Artikel 2  (1)  Die direkten Aktionen umfassen institutionelle Forschungstätigkeiten und institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten.  (2) Die institutionellen Forschungstätigkeiten nach Anhang I A umfassen Tätigkeiten, für die die GFS über Sachkenntnis und besondere, wenn nicht gemeinschaftsweit einzigartige Einrichtungen verfügt, die zur Durchführung der FTE-Politik der Gemeinschaft  beitragen. Sie werden so durchgeführt, daß sie die entsprechenden indirekten Aktionen der anderen spezifischen Programme des Vierten Rahmenprogramms ergänzen.  (3) Die institutionellen wissenschaftlich-technischen Unterstützungstätigkeiten nach Anhang I B umfassen die zur Ausarbeitung und Durchführung von Gemeinschaftspolitiken sowie der der Kommission im Vertrag zugewiesenen Aufgaben notwendigen Tätigkeiten,  die die Neutralität der GFS erfordern.   Artikel 3  (1)  Die GFS beteiligt sich an der Durchführung gemeinschaftlicher Tätigkeiten im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration auf den Gebieten Informationstechnologien, Industrie- und Werkstofftechnologien, Normung  sowie Meß- und Prüfverfahren, Umwelt und Klima, Landwirtschaft und Fischerei, nichtnukleare Energie, sozio-ökonomische Schwerpunktforschung sowie durch ihre exploratorische Forschung.  (2)  Sie beteiligt sich ferner an der Durchführung von Aktionen der Gemeinschaft zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse der gemeinschaftlichen Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration.   Artikel 4  (1)  Das operative Budget der GFS im Rahmen dieses Programms beläuft sich auf 600 Millionen ECU.  (2)  Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.  (3)  Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und in Einklang mit den Bedingungen in Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG sowie in Einklang mit dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest.  Werden zusätzliche Mittel in Übereinstimmung mit Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses über das Rahmenprogramm bewilligt, erhält die GFS einen Anteil, der ihrem Anteil an dem derzeitigen Gesamtbetrag für das Vierte Rahmenprogramm entspricht, sofern das  Europäische Parlament und der Rat nach der Evaluierung zu der Ansicht gelangen, daß die GFS zufriedenstellende Fortschritte bei ihrem Bestreben, sich stärker dem Wettbewerb zu öffnen, erzielt hat.   Artikel 5  (1)  Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2)  Die spezifischen Regelungen für die Durchführung dieses Programms, die die Regelungen in Absatz 1 ergänzen, sind in Anhang III festgelegt.   Artikel 6  Für die Durchführung der direkten Aktionen ist die Kommission zuständig, die sich zu diesem Zweck an die Dienststellen der GFS wendet. Die Kommission wird bei dieser Aufgabe vom Aufsichtsrat der GFS (nachstehend  "Aufsichtsrat" genannt)  unterstützt.   Artikel 7  (1)  Um unter anderem zu einer kosteneffizienten Durchführung der Tätigkeiten beizutragen, überprüft die Kommission mit Unterstützung des Aufsichtsrats ständig und systematisch, welche Fortschritte bei der Durchführung der direkten  Tätigkeiten in bezug auf die in Anhang I aufgeführten Zielsetzungen erreicht werden. Sie beurteilt insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überwachung unterbreitet sie  dem Rat erforderlichenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung der institutionellen Forschungstätigkeiten. Bei den institutionellen wissenschaftlich-technischen Unterstützungsaktionen nimmt die Kommission erforderlichenfalls Anpassungen vor, um  sicherzustellen, daß diese Tätigkeiten mit den Erfordernissen der einschlägigen Gemeinschaftspolitiken in Einklang stehen.  (2)  Die Kommission legt dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß jährlich vor dem 15. April einen Bericht über die Durchführung der Tätigkeit der GFS vor. Diesem Bericht sind die Erläuterungen des Aufsichtsrates  beizugeben, die in dessen Jahresbericht enthalten sind. Letzterer kann ferner über die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß einen gesonderten Bericht über alle Aspekte der Durchführung der Tätigkeiten  der GFS vorlegen.  (3)  Als Beitrag zur Bewertung der Tätigkeiten der Gemeinschaft gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Einklang mit dem dort festgelegten Zeitplan beauftragt die Kommission nach Anhörung des Aufsichtsrats unabhängige  qualifizierte Experten mit der externen Bewertung der Tätigkeit der GFS in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden dem Europäischen  Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.  (4)  Nach Ablauf des Programms lässt die Kommission nach Anhörung des Aufsichtsrats eine unabhängige Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den in Anhang III des Vierten Rahmenprogramms und in Anhang I dieser Entscheidung  festgelegten Ziele verglichen werden. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.   Artikel 8  Zum Zwecke einer wirksamen Koordinierung zwischen den institutionellen Forschungstätigkeiten der GFS und den sonstigen im Vierten Rahmenprogramm vorgesehenen Tätigkeiten findet ein systematischer Gedankenaustausch zwischen der GFS,  einschließlich des Aufsichtsrats, und den Ausschüssen für die spezifischen Programme unter gebührender Berücksichtigung ihrer Zuständigkeiten statt.   Artikel 9  Die Kommission kann, unterstützt vom Aufsichtsrat, unter Anwendung des Kriteriums des gegenseitigen Nutzens die GFS um Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit juristischen Personen aus Drittstaaten ersuchen, wenn deren Teilnahme  effizient zur Durchführung der institutionellen Tätigkeiten der GFS beiträgt. Für die Beteiligung juristischer Personen aus Drittstaaten ist im Rahmen dieses Programms keine finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft vorgesehen.   Abschnitt II Wettbewerbsorientierte Tätigkeiten zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken   Artikel 10  Die für die Ausarbeitung und Durchführung von Gemeinschaftspolitiken erforderlichen wissenschaftlichen und technischen Unterstützungstätigkeiten, die nicht die Neutralität der GFS erfordern, werden von der Kommission im Rahmen eines  wettbewerbsorientierten Ansatzes im Auftraggeber/Auftragnehmer-Verhältnis durchgeführt. Diese Tätigkeiten sind in Anhang IV beschrieben.   Artikel 11  (1)  Der für die Durchführung der von diesem Abschnitt erfassten Tätigkeiten für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf 128 Millionen ECU.  (2)  Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang V enthalten.  (3)  Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und in Einklang mit den Bedingungen in Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG sowie in Einklang mit dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest.   Artikel 12  (1)  Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2)  Die Modalitäten für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse werden in den in Artikel 130j des Vertrags genannten Regeln festgelegt.  (3)  Die spezifischen Regelungen für die Durchführung des Programms, die die Regelungen und Modalitäten gemäß den Absätzen 1 und 2 ergänzen, sind in Anhang VI festgelegt.   Artikel 13  (1)  Die Kommission überprüft ständig und systematisch, welche Fortschritte bei diesem Programmabschnitt in bezug auf die Erfordernisse der Gemeinschaftspolitiken erzielt werden. Sie bewertet insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und  Finanzmittel noch der jeweiligen Entwicklung entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überprüfung trifft sie gegebenenfalls Maßnahmen zur Anpassung der betreffenden Tätigkeiten.  (2)  Zu Beginn eines jeden Jahres unterbreitet die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht mit Angaben zu den im Vorjahr durchgeführten Tätigkeiten und mit dem Arbeitsprogramm für das laufende Jahr.   Artikel 14  Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am 15. Dezember 1994.  Im Namen des Rates Der Präsident A. MERKEL  (1) ABl. Nr. C 228 vom 17. 8. 1994, S. 219, undABl. Nr. C 262 vom 20. 9. 1994, S. 30.(2) ABl. Nr. C 205 vom 25. 7. 1994, S. 316.(3) Stellungnahme vom 14. September 1994 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).(4) ABl. Nr. L 126 vom 18. 5.  1994, S. 1.    ANHANG I   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALT  Das vorliegende spezifische Programm spiegelt voll und ganz die Vorgaben des Vierten Rahmenprogramms wider, wendet seine Auswahlkriterien an und präzisiert die wissenschaftlichen und technologischen  Ziele.  Die Abschnitte 1.C, 2.B, 3.A, 3.B, 4.C, 5 und 7.A von Anhang III (erster Aktionsbereich) des Rahmenprogramms sind die Grundlage für die Ziele dieses Programms.  Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) wird strategische und angewandte Forschung betreiben und sich so in das wissenschaftliche und technologische Umfeld in Europa einfügen. Die GFS wird dazu beitragen, die erforderlichen wissenschaftlichen und  technologischen Grundlagen für die Ausarbeitung und Durchführung der verschiedenen Gemeinschaftspolitiken zu erstellen.  Im Einklang mit den im Weißbuch  "Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung" beschriebenen Prioritäten im Bereich Forschung sollte die wissenschaftliche und technische Forschungsarbeit der GFS dem Bedarf der Gemeinschaft als Ganzes, ihrer  Institutionen und ihrer Mitgliedstaaten entsprechen und folgende Ziele verfolgen:  - Beitrag zur Stärkung der wissenschaftlichen und technischen Grundlagen der europäischen Industrie und Förderung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit;  - Bereitstellung eines unabhängigen wissenschaftlichen Fachwissens, das zur Verwirklichung der Politiken der Gemeinschaft und der der Kommission im Vertrag zugewiesenen Aufgaben erforderlich ist;  - wissenschaftliche und technische Unterstützung für die Gemeinschaftsinstitutionen und Bereitstellung des Fachwissens der GFS und ihrer wissenschaftlichen und technischen Einrichtungen für öffentliche und private Stellen;  - Beitrag zur Verbesserung der Aspekte neuer und angewandter Technologien, die die Sicherheit der Öffentlichkeit beeinträchtigen könnten;  - Beitrag zur Verbesserung der Bewertung der Umweltverträglichkeit und des Umweltschutzes;  - Beitrag zur Verringerung wissenschaftlicher und technischer Ungleichheiten zwischen den Mitgliedstaaten.  Die europäische Dimension ihrer Tätigkeit muß eine der grundlegenden Stärken der GFS bleiben. Ihre Tätigkeit sollte gekennzeichnet sein durch eine multidisziplinäre Vorgehensweise, die auf der breiten Palette ihrer Kapazitäten beruht. Diese  Multidisziplinarität zeigt sich an den von ihren Institutionen ausgewählten Themen. So wird gewährleistet, daß neuen Herausforderungen entsprochen werden kann.  Dank ihrer Kapazitäten und ihrer Einbeziehung in die Formulierung und Verwirklichung der verschiedenen Gemeinschaftspolitiken wird die GFS zur Integration nationaler, gemeinschaftlicher und europäischer Tätigkeiten beitragen. Sie wird sich insbesondere  um eine Verbesserung der Verbindungen zwischen den Forschungslaboratorien und -instituten in allen Teilen der Gemeinschaft bemühen. In ihren Fachgebieten kann sie dabei Ausgangspunkt der Netze sein. Sie wird sich darüber hinaus an den entsprechenden  EUREKA-Vorhaben beteiligen.  Diese breite Aufgabenstellung soll jedoch nicht zu einer übermässigen Aufsplitterung der Tätigkeit der GFS führen. Ohne die Erwartungen ihrer Kunden ausser acht zu lassen, müssen die GFS und ihr Management klare Vorstellungen von ihren eigenen  wissenschaftlichen und technischen Zielen haben und bei ihrer Planung berücksichtigen, daß die angenommenen Arbeiten und Verträge auch jederzeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht zufriedenstellend ausgeführt werden können.  In diesem Zusammenhang soll auf den horizontalen Charakter einiger Arbeiten hingewiesen werden: Arbeiten in Zusammenhang mit dem Umweltschutz können auch in anderen Bereichen als der  "Umwelt" aufgeführt sein; dies gilt z. B. auch für Arbeiten über die  Arbeitsumwelt.  Die Arbeiten der GFS lassen sich in zwei Kategorien aufteilen:  - die institutionellen Forschungstätigkeiten,  - die institutionellen wissenschaftlichen und technischen Tätigkeiten zur Unterstützung der Gemeinschaftspolitik.   A. INSTITUTIONELLE FORSCHUNGSTÄTIGKEITEN  Die Forschungs-, technologischen Entwicklungs- und Demonstrationstätigkeiten, für die die GFS in der Gemeinschaft über besondere, wenn nicht einzigartige Kapazitäten und Einrichtungen verfügt, tragen zur  gemeinschaftlichen Forschungspolitik bei.  Industrielle Technologien In enger Abstimmung mit den entsprechenden Programmen auf Kostenbeteiligungsbasis zielt der Beitrag der GFS auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die pränormative Forschung, die,  von Ausnahmen abgesehen, im Rahmen von Netzen europäischer Einrichtungen erfolgt, die an dieser Form der Forschung interessiert sind und über das entsprechende Fachwissen verfügen; dabei wird auch mit Normenorganisationen, insbesondere dem Europäischen  Komitee für Normung (CEN), zusammengearbeitet. Somit werden die allgemeinen Bedürfnisse der Industrie von Anfang an berücksichtigt.  Thema 4: Industrielle und Werkstofftechnologien Die Werkstofforschung ist hauptsächlich auf die folgenden Bereiche ausgerichtet, die pränormative Aspekte sowie ein wichtiges Potential als Grundlagentechnologien aufweisen, wobei besonderer Wert auf  "saubere" Technologien gelegt wird:  - Keramik, Metalle und Verbundwerkstoffe: Entwicklung von Verfahren, Untersuchung der Schnittstellen und Bindeglieder, Verbesserung der technologischen Eigenschaften, Charakterisierung und Demonstration;  - Techniken für die Charakterisierung und Modifizierung von Oberflächen: Ionenimplantation und Laserstrahlen, Schutzueberzuege, zerstörungsfreie Prüfverfahren;  - pränormative Forschung, die zu Normen über die Wiederverwertbarkeit von Materialien führt, sowie die Entwicklung einer Datenbank über wiederverwertbare Materialien (ökologische Merkmale und Abschätzung der Lebensdauer).  Durch diese Forschungsarbeiten sollen in enger Zusammenarbeit mit den betreffenden nationalen Laboratorien die notwendigen wissenschaftlichen Kenntnisse für die industrielle Nutzung dieser Materialien erlangt und den Normenorganisationen die für die  Normung unerläßlichen Kenntnisse vermittelt werden.  Darüber hinaus wird die Entwicklung zerstörungsfreier Prüfverfahren im Hinblick auf die Untersuchung der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer mechanischer Bauwerke fortgeführt, um Verfahren für die Überprüfung der Bauteile zu erarbeiten und die  Gebrauchstauglichkeitsverfahren zu harmonisieren. Diese Arbeiten werden im Rahmen der seit mehreren Jahren bestehenden Labornetze weitergeführt, die je nach Bedarf schrittweise erweitert werden.  Thema 5: Meß- und Prüfverfahren Diese Tätigkeiten hängen direkt mit der Normung zusammen. Sie umfassen:  a) die pränormative Forschung über Referenzmaterialien sowie die pränormative und die normative Forschung über Referenzmessungen, insbesondere in folgenden Bereichen:  - Herstellung, Charakterisierung und Zertifizierung hochwertiger Referenzmaterialien. Durch internationale Vergleichsversuche soll eine entsprechende Qualitätssicherung gewährleistet und die Harmonisierung erleichtert werden;  - Erstellung gemeinsamer wissenschaftlicher Grundlagen für chemische Referenzmessungen;  - Messung und Beurteilung grundlegender Daten, Verbesserung ihrer Qualität und Genauigkeit durch verfügbare Versuchsanlagen sowie durch die europäische und internationale Zusammenarbeit, vor allem im Rahmen von Netzen.  Die Verteilung der im gemeinschaftlichen Rahmen hergestellten Referenzmaterialien erfolgt durch das Institut für Referenzmessungen und -materialien (IRMM). Die vom IRMM erzielten Ergebnisse bei der Durchführung von Messungen von sehr hoher Genauigkeit  haben zu seiner Anerkennung als Referenzzentrum geführt. Im Rahmen von Interkalibrierungs-Kampagnen des IRMM und der interessierten Laboratorien der Gemeinschaft können alle Teilnehmer in den Genuß einer unabhängigen und zuverlässigen Beurteilung der  Qualität ihrer eigenen Messungen kommen. Diese Tätigkeit steht in Zukunft gegen eine angemessene Gebühr auch Laboratorien von Drittländern offen, die dies beantragen;  b) pränormative Forschung im Bereich der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Strukturen zur Verbesserung der Auslegungsspezifikationen im Hoch- und Tiefbau im Hinblick auf die Entwicklung von Normen (EUROCODES), insbesondere bei der Berücksichtigung  seismischer Erschütterungen, sowie der Bautechnik der europäischen Industrie. Diese Forschungsarbeiten werden weiterhin gemeinsam mit den Einrichtungen der Mitgliedstaaten durchgeführt, die seit 1989 in der Europäischen Vereinigung der Laboratorien für  Strukturmechanik zusammengefasst sind.  Für die Durchführung dynamischer Zerstörungsprüfungen im Hoch- und Tiefbau oder an industriellen Strukturen aus Stahl, Beton, Mauerwerk oder Verbundmaterial hat die GFS die in Europa einzigartige Reaktionswand ELSA ( "European Laboratory for Structural  Asseßment") sowie die LDTF ( "Large Dynamic Test Facility") erstellt.  Umwelt Thema 6: Umwelt und Klima Um die ergänzende Rolle der direkten Aktion der GFS im Hinblick auf das spezifische Programm Umwelt und Klima bestmöglich zu gestalten, wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Programmverwaltern der GFS und anderen Programmverwaltern der GD XII bei  der Vorbereitung und Aktualisierung des Arbeitsprogramms und bei der Verwaltung der Projekte sichergestellt. Die Ziele dieser Forschungsbereiche werden im folgenden entsprechend den jeweiligen Titeln im spezifischen Aktionsprogramm auf  Kostenbeteiligungsbasis 1994-1998 aufgeführt.  Teil A: Natürliche Umwelt; Umweltqualität und globale Veränderung Die Europäische Gemeinschaft sollte einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Global-Change-Forschung leisten, insbesondere durch die Teilnahme an wichtigen Initiativen der Wissenschaftsgemeinschaft, wie dem  "International Geosphere Biosphere  Programme" (IGBP) - die Tätigkeiten des europäischen  "International Global Atmosphere Chemistry" (IGAC) Project Office (EIPO) werden in Ispra für IBGP fortgesetzt -, dem  "World Climate Research Programme" (WCRP) und dem  "Human Dimension Programme"  (HDP).  Die GFS wird ausserdem durch die Bereitstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten über globale Veränderungen einen Beitrag zum ENRICH-Netz leisten.  Dieses Netz müsste auch zur Entwicklung der eigenen Forschungskapazitäten der Entwicklungsländer vor allem, aber nicht ausschließlich in Afrika und im Mittelmeerraum beitragen; es sollte ausserdem die Forschung in den mittel- und osteuropäischen Ländern  unterstützen. ENRICH sollte durch eigene Beiträge der GFS und Aktionsprojekte auf Kostenteilungsbasis durchgeführt werden, wobei auch andere Gemeinschaftsmechanismen angesprochen werden.  Teil A, Bereich I: Klimaänderung und Auswirkungen auf natürliche Ressourcen Die GFS-Tätigkeiten zur Anwendung der unter Teil C aufgeführten Fernerkundungstechniken betreffen auch diesen Bereich, insbesondere die Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, natürliche Umwelt, terrestrische Ressourcen und Desertifikation in  Europa.  Teil A, Bereich II: Physik und Chemie der Atmosphäre, Wechselwirkungen mit der Biosphäre und Mechanismus der Auswirkungen der Umweltveränderung Forschungsbereich: Atmosphärische Prozesse Das Ziel ist es, zur Bewertung von Klimastörungen in der Troposphäre und unteren Stratosphäre beizutragen, die durch die atmosphärischen chemischen Prozesse anthropogener und natürlicher Emissionen in Europa bedingt sind. Die GFS-Tätigkeiten zur  Anwendung der unter Teil C genannten Fernerkundungstechniken würden ebenfalls zur Erreichung dieses Ziels beitragen.  Die Arbeit erfolgt im Rahmen internationaler Kooperationsprogramme wie dem IGBP (International Geosphere Biosphere Programme) und dem GAW (Global Atmosphere Watch). Wichtige Themen im Bereich der Chemie der Stratosphäre und des Ozonabbaus sind  Gesamtozon und UV-Strahlung und ihre Entwicklung. Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem troposphärischen Ozon und der oxidativen Effizienz der Atmosphäre (BEMA - Biogenic Emissions in the Mediterranean Area und OZONE-Projekte) und der Rolle von  Aerosol-Vorläuferstoffen sowie den Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken (SULPHUR- und CLIMATE-Projekt) gewidmet. Der GFS kommt eine zweifache Aufgabe zu, d. h. die Durchführung eines Teils der Forschungsarbeit und die Verbesserung der Kohärenz  zwischen den Beiträgen der nationalen Laboratorien zu den Projekten.  Teil B, Bereich III: Technologien und Methoden zur Bewertung der Gefahr für die Umwelt sowie für den Schutz und die Wiederherstellung der Umwelt Forschungsgebiet: Umweltqualität Forschung über ausgewählte Aspekte der gesamten chemischen Verunreinigung - unter Berücksichtigung des Subsidiaritätsprinzips - auf der Grundlage europäischer Zusammenarbeit und zur Unterstützung der pränormativen Forschung für den Europäischen  Binnenmarkt.  Forschungsthemen a) chemische Verunreinigung von Boden und Wasser; Übersäuerung durch Schadstoffeintrag, biologische Prozesse und entsprechende Überwachung;  b) Gesamtexposition des Menschen gegenüber chemischen Stoffen; Umweltkompartimente, Aufnahmewege und gesundheitliche Auswirkungen bei Spurenmetallen und ausgewählten Gruppen organischer Stoffe;  c) Datenverarbeitung und -verwaltung, z. B. Anpassung geographischer Informationssysteme.  Forschungsgebiet: Zuverlässigkeit industrieller Systeme Das Ziel ist, gemeinsam mit der Industrie, mit öffentlichen Behörden und nationalen Laboratorien eine solide wissenschaftliche Grundlage für die Erhöhung der Sicherheit und der Umweltverträglichkeit der Technik zu schaffen, z. B. Entwicklung von  Verfahren mit mehrfachen Kriterien für die Definition von Gesamtindikatoren für den Zustand der Umwelt; Entwicklung neuer Methoden für die Bewertung der Sicherheit und Zuverlässigkeit industrieller Systeme; Bereitstellung neuer Konstruktionsverfahren  und experimentell geprüfter Kalkulationsinstrumente für den sicheren Betrieb chemischer Reaktoren.  Teil B, Bereich IV: Technologien für die Vorhersage, Verhütung und Eindämmung naturbedingter Risiken Die GFS-Tätigkeiten zur Anwendung der unter Teil C aufgeführten Fernerkundungstechniken betreffen auch diesen Bereich.  Teil C, Bereich I: Forschung über Methoden und Pilotprojekte Forschungsbereich: Fernerkundung der Biosphäre der Erde und des Meeres Ziel dieser Arbeit ist, die Funktionsweise der Biosphäre der Erde und des Meeres global zu dokumentieren und zu verstehen. Die damit verbundenen Tätigkeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung und die kombinierte Anwendung von Fernerkundungstechniken  und Modellen und unterstützen unmittelbar die Bemühungen der Wissenschaftsgemeinschaft bei der Erforschung des Ökosystems vom Weltall aus.  Besonderes Gewicht wird auf die Überwachung und das Verständnis der Biosphäre und ihrer Wechselwirkungen mit den anderen Komponenten des globalen Klimasystems, insbesondere der Atmosphäre, gelegt. Der Umfang der Aufgaben (Datenverwaltung und  Modellauswertung) erfordert ein kohärentes gemeinsames europäisches Konzept. In diesen Bereichen handelt die GFS als Partner der Europäischen Weltraumorganisation auf der Benutzerseite der Wissenschaftsgemeinschaft.  Die bestehenden Einrichtungen der GFS können ausserdem für die Beteiligung bei der Sammlung und Auswertung seismischer Daten genutzt werden.  Forschungsgebiet: Fortschrittliche Erdbeobachtungstechniken Allgemeines Ziel der Arbeit ist die Bewertung und Entwicklung von Anwendungsmöglichkeiten für Fernerkundungstechniken unter Einbeziehung des Europäischen Mikrowellensignaturlabors und des gemeinsamen Projekts mit der Europäischen Weltraumorganisation,  des sogenannten EARSEC. Damit wird die Vorbereitung der Wissenschaftsgemeinschaft für die Verwendung von Daten von Erdbeobachtungssensoren, die Entwicklung von Verfahren zur Interpretation von Satellitendaten und die Auswertung fortschrittlicher  Erdbeobachtungstechniken angestrebt.  Insbesondere werden fortschrittliche Erdbeobachtungstechniken entwickelt, um die globale Veränderung zu überwachen. Dies beinhaltet die Forschung zur Entwicklung von Techniken für die Nutzung von Daten von Weltraumsensoren für die Überwachung der  Meeresumwelt und der Änderungen im Ökosystem der Erde. Bei dieser Tätigkeit werden die Anforderungen der Subsidiarität insofern erfuellt, als in der Regel Projekte durchgeführt werden, die von allgemeinem europäischen Interesse sind und ein kohärentes  europäisches Konzept erfordern.  Teil C, Bereich II: Forschung und Entwicklungsarbeit für potentielle künftige operationelle Tätigkeiten Forschungsbereich: Fernüberwachung Die Forschung ist auf die Entwicklung von Fernerkundungsmethoden ausgerichtet, die in der Zukunft zu Anwendungsprojekten führen, die Bereichen der Gemeinschaftspolitik wie den Bereichen auswärtige Angelegenheiten, Entwicklung und Umwelt zugute kommen.  Diese Tätigkeiten beziehen die Arbeiten von Instituten und Organisationen in den Mitgliedstaaten mit ein. Ein grosser Teil dieser Tätigkeit erfordert jedoch eine neutrale Analyse, die nur von einem  "europäischen" Labor vorgenommen werden kann.  a) Tropenwald-Informationssystem: Bereitstellung einschlägiger Informationen über den Zustand der Tropenwälder in regelmässigen Abständen.  b) Ökosystemüberwachung in der afrikanischen Savanne: Bewertung der Primärproduktivität von Pflanzen im sudanesischen Gebiet südlich der Sahelzone.  c) Überwachung der Verbrennung von Biomasse und Bewertung der Auswirkungen: Auswirkungen von Bränden auf das Ökosystem für die regionale Bewirtschaftung der Ressourcen. Einsatz von Satellitendaten für die Kartierung und Überwachung von Bränden auf  kontinentaler und subkontinentaler Ebene.  d) Europäische Umweltüberwachung: das Hauptgewicht liegt auf der Bodenverschlechterung und Bodenerosion in mediterranen Gebieten; Kartierung der Ökosysteme des Waldes und des natürlichen Graslands in Mittel- und Nordeuropa; Aktualisierung der  Landnutzungsdaten im Rahmen des CORINE-Programms; geographisches Informationssystem über Bodendaten.  e) Fernerkundungsdaten und Meeresinformationssystem: Forschung zum Verständnis der Meeresumwelt und der Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die verfügbaren Fischbestände.  f) Meeresfarbe: Entwicklung eines neuen Programms (OCTOPUS = Ocean Colour Techniques for Observation Processing and Utilisation System) zur Sicherstellung der umfassenden Verarbeitung und Nutzung der Daten des neuen Meeresfarbensensors (SeaWifs = Sea  Viewing Wide Field of View Sensor).  g) Überwachung der Atmosphäre: Überwachung von atmosphärischen (troposphärischen und stratosphärischen) Veränderungen und der Wechselwirkungen zwischen Biosphäre und Atmosphäre in Verbindung mit den Forschungstätigkeiten nach Teil A Bereich II.  h) Entwicklung von Verfahren, die zum Schutz der Bevölkerung auf eine verbesserte Ermittlung von gefährlichen Objekten abzielen, wobei das European Microwave Signature Laboratory entsprechend seiner Validierung für diesen Zweck eingesetzt wird.  Teil C, Bereich III: Zentrum für Erdbeobachtung Forschungsbereich: Zentrum für Erdbeobachtung (CEO) Die GFS beteiligt sich mit anderen Dienststellen der Kommission, der Europäischen Umweltagentur, der Europäischen Weltraumorganisation (EWO) und im Rahmen nationaler Organisationen an der Einrichtung des Europäischen Erdbeobachtungssystems (EEOS), das  den Benutzern über Direktverbindung kontinuierlich und langfristig kohärente Erdbeobachtungsdaten zur Verfügung stellt. Die GFS entwickelt als Beitrag zum EEOS das CEO - Zentrum für Erdbeobachtung -, ein dezentralisiertes europäisches Datenverwaltungs-  und Informationssystem, das nützliche Datendienste gewährleistet. Es richtet sich an wissenschaftliche Benutzer, politische Entscheidungsträger und Unternehmer.  Thema 11: Nichtnukleare Energien Besondere Anstrengungen werden im Bereich der erneuerbaren Energiequellen unternommen; die pränormative Forschung wird in den Bereichen photovoltaische Energie, Sonnenenergie, Energieeinsparung, Entwicklung von Werkstoffen für umweltverträgliche  Technologien und Analyse der Systeme und Normungsverfahren unter dem Energieaspekt intensiviert. Eine derartige grenzueberschreitende Forschung sollte die Verbreitung dieser Technologien erleichtern, die sich einem gewissen Reifestadium nähern. Die GFS  wird in enger Abstimmung mit dem entsprechenden Aktionsprogramm auf Kostenbeteiligungsbasis zur Entwicklung von Technologien für eine umweltverträglichere und effizientere Energienutzung in folgenden Bereichen beitragen, wobei das Hauptgewicht auf  Umweltaspekte gelegt wird:  - Photovoltaische Energie: Die Arbeiten umfassen die Prüfung von Bauteilen und die Studien zur Konzeption und Überwachung von Grossanlagen. Diese Forschungsarbeiten werden an der Solartestanlage ESTI ( "European Solar Testing Installation") der GFS sowie  im Rahmen der Netze mit den Mitgliedstaaten durchgeführt. Grundlegende wissenschaftliche Arbeiten über Energieeinsparungen werden weitergeführt.  - Werkstoffe für umweltverträgliche Technologien: Die Forschung erstreckt sich auf die Entwicklung von Werkstoffen für umweltverträgliche Technologien, wie z. B. Langzeitkatalysatoren zur Emissionskontrolle, nanoporöse Keramikmembranen für  fortschrittliche Keramikfilter, Keramiklegierungen und Verbundmaterialien zur Anwendung im Hochtemperaturbereich (Turbinen und Wärmetauscher).  Thema 13: Gezielte sozio-ökonomische Forschung Das Europäische wissenschaftlich-technische Observatorium (ÖST) des Instituts für technologische Zukunftsforschung der GFS wird dem Europäischen Parlament und der Kommission sowie den einschlägigen öffentlichen und privaten Stellen einen  Informationsdienst über die Entwicklungen in Wissenschaft und Technik zur Verfügung stellen und die Beobachtung von wissenschaftlichen Fortschritten und technologischen Innovationen gewährleisten. Diese Stelle kann eine Analyse der Lage in der  Gemeinschaft und in Europa im weltweiten Kontext sowie eine Analyse der technologischen Strategien der Wirtschaftsakteure (Industrien, öffentliche Körperschaften usw.) und ihrer sozialen Auswirkungen beisteuern.  Eine unabhängige vergleichende Bewertung der Erwartungen der Gemeinschaft bezueglich neuer wissenschaftlicher technologischer und technischer Entwicklungen wird zur Beschlußfassung beitragen, sei es seitens der Kommission, einer öffentlichen Körperschaft  oder eines Unternehmens.  Zur Verbesserung der Kommunikation und zur Vermeidung von Doppelarbeit wird das Observatorium eng mit EUROSTAT zusammenarbeiten und enge Verbindungen mit europäischen Organisationen wie ÖCD, aber auch ESA, CERN, EUREKA usw. eingehen. Seine Arbeiten  erfolgen in enger Abstimmung mit den spezifischen Programmen für gesellschaftspolitische Schwerpunktforschung.  Es sollte innerhalb des ETAN-Netzes, das im Rahmen des vorgenannten spezifischen Programms eingerichtet werden soll, als Knotenpunkt eines Netzes, das verschiedene ähnliche Observationen in den Mitgliedstaaten sowie universitäre oder industrielle  Experten einschließt, dienen, um die Bedeutung, die Entwicklung und die Auswirkungen von wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen zu bewerten.  Aus Sicht der Gemeinschaft wird es aufgrund der eingeholten Informationen regelmässig den Stand von FET in Europa bewerten und sie mit der Situation in anderen industrialisierten Ländern vergleichen.  Das System der Technologie-Überwachung bezweckt die Erfassung wissenschaftlicher Durchbrüche und technologischer Innovationen im Frühstadium sowie die Unterrichtung der Verantwortlichen in der Gemeinschaft über Auswirkungen und Konsequenzen,  insbesondere für die technologische Forschung und die Industrie.   B. INSTITUTIONELLE WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNGSTÄTIGKEITEN  Diese Tätigkeiten sind für die Ausarbeitung und Durchführung der Gemeinschaftspolitiken sowie der der Kommission im Vertrag zugewiesenen Aufgaben erforderlich.  Die folgende vorläufige Beschreibung beruht auf dem derzeitigen Bedarf der Gemeinschaftspolitiken und kann gemäß den einschlägigen Bestimmungen in Artikel 7 Absatz 1 geändert werden.  Informations- und Kommunikationstechnologien Thema 3: Informationstechnologien Die GFS trägt in diesem Bereich zur Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Systemen bei. Dies beinhaltet: sicherheitskritische Computersysteme, Computer und Roboter sowie Sicherheitssysteme für Computer. Die wichtigsten pränormativen  Bereiche betreffen insbesondere die Aufstellung von Leitlinien für die Konzeption, um Sicherheits- und Zuverlässigkeitsaspekte zu berücksichtigen. Es werden Instrumente für die Untersuchung und die Validierung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von  Systemen entwickelt.  Darüber hinaus wird die GFS in Zusammenarbeit mit einem Netz einzelstaatlicher Laboratorien im Bereich der Hochleistungsdatenverarbeitung und deren Anwendungen tätig werden, um Vergleichsverfahren für diese Systeme zu erstellen.  Die GFS könnte zu einer Prüfstelle für die Konformität spezialisierter Software werden, weitere Beiträge auf dem Gebiet der Informationstechnologie (Entwicklung von Prüfverfahren) erbringen und an der Organisation von Seminaren oder  Fortbildungsmaßnahmen mitwirken.  Umwelt Thema 6: Umwelt und Klima Zur Optimierung der Rolle der GFS bei der Unterstützung der Regelungsarbeiten der Kommission (Fünftes Gemeinschaftsprogramm für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung) wird für eine enge Zusammenarbeit  zwischen den Verantwortlichen des GFS-Programms und den Verantwortlichen der zuständigen Generaldirektionen gesorgt. Der Deutlichkeit halber sind die Ziele dieser Unterstützungsaktionen nachstehend entsprechend den einschlägigen Themen der  institutionellen Forschungsarbeiten (Abschnitt A) aufgeführt.  Thema B, Bereich II: Instrumente, Techniken und Verfahren zur Umweltüberwachung Forschungsbereich: Zentrallabor für Luftverschmutzung (European Reference Laboratory for Air Pollution - ERLAP) Wissenschaftliche und technische Unterstützung für die Regelungsmaßnahmen der Kommission bei folgenden Punkten:  - Ausarbeitung und Durchführung der EG-Richtlinie über Luftqualität unter besonderer Berücksichtigung der städtischen Umwelt und der Industrieemissionen. Die neutrale und zentrale Koordinierungsrolle der GFS wird durch die Entscheidung der Kommission  zur Gründung des Zentrallabors für Luftverschmutzung (ERLAP) (Mitteilung der Kommission an den Rat und an das Europäische Parlament: in Vorbereitung) noch gestärkt. Die Ausarbeitung von Harmonisierungsverfahren zur Gewährleistung einer absoluten  Kohärenz der Informationen aus den verschiedenen Mitgliedstaaten ist vorrangig. Diese Verfahren sollten eine wesentlich wirksamere Anwendung der Rahmenrichtlinie über die Luftqualität ermöglichen und das Bewusstsein für die Auswirkungen der  Luftqualitätsregelungen in den Bereichen Verkehr, Energie, Industrie und städtische Entwicklung schärfen. In der Anfangsphase kommt dabei den beiden letztgenannten Sektoren besondere Bedeutung zu.  - Durchführung von EG-Richtlinien über Radioaktivität in der Umwelt, insbesondere die Richtlinien im Zusammenhang mit dem Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten unter normalen Bedingungen und im Anschluß an einen Unfall.  Forschungsbereich: Unterstützung der Europäischen Umweltagentur (EUA) Die Hauptaufgabe der Europäischen Umweltagentur (EUA) ist gemäß der Verordnung des Rates zur Errichtung der EUA (Verordnung (EWG) Nr. 1210/90 vom 7. Mai 1990) (1) die Errichtung und Koordinierung eines Europäischen Umweltinformations- und  Umweltbeobachtungsnetzes in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten.  Das Netz umfasst die wichtigsten Bestandteile der einzelstaatlichen Informationsnetze, die innerstaatlichen Anlaufstellen und die themenspezifischen Ansprechstellen.  Die Agentur erfasst die Verfahren und analysiert die Informationen, die von den innerstaatlichen Anlaufstellen und themenspezifischen Ansprechstellen verfügbar sind. Es ist dann von herausragender Bedeutung, daß die Agentur kalibrierte Daten in  vergleichbaren und konsistenten Formaten erhält, um den Mitgliedstaaten, der Kommission und anderen Nutzern Umweltdaten und -informationen bereitzustellen.  Die Verordnung des Rates sieht in Artikel 15 und unter Buchstabe A des Anhangs eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit für die GFS vor, die die Agentur bei den folgenden vorrangigen Aufgaben wissenschaftlich und technisch unterstützen soll:  - Harmonisierung der Methoden zur Messung der Umweltparameter;  - gegenseitige Abstimmung der Messinstrumente;  - Normung der Datenformate;  - Entwicklung neuer Methoden und neuer Instrumente zur Messung der Umweltparameter;  - sonstige Aufgaben gemäß Übereinkunft zwischen dem Exekutivdirektor der Agentur und dem Generaldirektor der GFS.  Die GFS wird auf Antrag der Agentur tätig und führt die Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden themenspezifischen Ansprechstellen durch.  Teil B, Bereich III: Technologien und Methoden zur Bewertung der Gefahr für die Umwelt sowie für den Schutz und die Wiederherstellung der Umwelt Forschungsbereich: Europäisches Zentrum für die Validierung alternativer Prüfverfahren (ECVAM) ECVAM soll bei der Ausarbeitung von Gemeinschaftsvorschriften wissenschaftlich-technische Unterstützung leisten; insbesondere soll es die Bemühungen koordinieren, die eine ordnungsgemässe wissenschaftliche und gesetzgeberische Akzeptanz alternativer  Verfahren (zur Vivisektion) fördern sollen, die für die Biowissenschaften von Bedeutung sind und die Zahl der Tierversuche verringern bzw. diese verbessern oder ersetzen können. Zu diesem Zweck werden Diskussionen mit Regierungen, Unternehmen,  Wissenschaftlern, Verbrauchern und Tierschutzorganisationen geführt. Eine Verstärkung dieses Dialogs ist von entscheidender Bedeutung, wenn die Gemeinschaft ihr im Gemeinschaftsprogramm für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und  umweltgerechte Entwicklung (2) genanntes Ziel, die Zahl der für Tierversuche verwendeten Wirbeltiere zu verringern, erreichen will.  ECVAM wurde 1991 förmlich durch einen Beschluß der Kommission und eine Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament (SEK(91) 1794) gegründet.  Forschungsbereich: Betriebssicherheit von Industrieanlagen Unterstützung der Umsetzung von Umweltrichtlinien über grössere industrielle Risiken, biotechnologische Risiken, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Sicherheit am Arbeitsplatz.  Die Analyse der sicheren Handhabung gefährlicher Produkte während der gesamten Produktlebensdauer, insbesondere bei Beförderung und Lagerung.  Forschungsbereich: Europäisches Büro für chemische Stoffe (ECB) Technische Anlaufstelle für auf Forschung beruhende Arbeiten zur Umsetzung von Verordnungen und Richtlinien der Gemeinschaft im Bereich der Kontrolle chemischer Erzeugnisse. Der GFS ist durch die Errichtung des Europäischen Büros für chemische Stoffe  förmlich eine zentrale Rolle übertragen worden (Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament, ABl. Nr. C 1 vom 5. 1. 1993, S. 3).  Forschungsbereich: Nahrungsmittel und europäisches Netzwerk für gemeinschaftliche pharmazeutische Produkte (ECPHIN) - Technische und wissenschaftliche Unterstützung der Generaldirektion Binnenmarkt und gewerbliche Wirtschaft (GD III) bei der Harmonisierung von Analysemethoden für Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter,  - integrierte Informations- und Kommunikationsdienstleistungen zur Unterstützung der GD III und des Europäischen Amtes für die Begutachtung von Arzneimitteln (EAMP) (Verordnung (EWG) Nr. 2309/93 des Rates) bei der Überwachung der Markttransparenz  (wissenschaftliche Information und Preise) medizinischer Produkte und beim elektronischen Austausch von Dokumenten/Daten mit einzelstaatlichen Stellen.  Forschungsbereich: Qualitätskontrolle von Verbrauchsgütern Erbringung unparteiischer Dienstleistungen durch Bereitstellung wissenschaftlich-technischer Mittel für den Dienst  "Verbraucherpolitik" zur Kontrolle von Spurenverunreinigungen in zum allgemeinen Verbrauch bestimmten Industrieerzeugnissen.  Unterstützung des Dienstes  "Verbraucherpolitik" bei der Festlegung und Überprüfung der Produktsicherheit und Bereitstellung von Methoden für die Qualitätskontrolle.  Biowissenschaften und -technologien Thema 10: Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Nahrungsmitteltechnologien, Forstwirtschaft, Aquakultur und ländliche Entwicklung) - Die Forschung und die Entwicklung neuer Technologien, die Fernerkundungstechniken einsetzen und die Verbesserung der Überwachungsverfahren in der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ermöglichen, umfassen folgende Vorhaben:  a) Die zweite Phase (1995-1998) des Pilotvorhabens zur Anwendung der Fernerkundung in der Agrarstatistik (MARS-STAT):  Die erste Phase (1989-1993) von MARS-STAT, die Gegenstand des Beschlusses des Rates vom 26. September 1988 war, ist inzwischen abgeschlossen. Wie vorgesehen fallen bestimmte spezifische Tätigkeiten von nun an nicht mehr in den FTE-Bereich, sondern  können von den Mitgliedstaaten oder der Kommission genutzt werden. Andere Tätigkeiten sind jedoch noch in Entwicklung und bedürfen einer Fortführung, um sie operationell zu machen.  Die zweite Phase bezweckt vor allem die Fortführung der Arbeiten zur Verfolgung der Vegetation und zu Modellen der Ertrags-Vorhersage mit dem Ziel eines integrierten landwirtschaftlichen Informationssystems auf gemeinschaftlicher Ebene. Studien über die  Anwendung neuer Methoden oder neuer Sensoren sollten fortgeführt werden. Schließlich könnte es nützlich sein, diese Anwendungen auf die Bedürfnisse anderer Länder, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, auszudehnen.  b) Techniken zur Überwachung und Kontrolle der Durchführung der GAP (MARS-GAP):  Seit einiger Zeit werden die Fernerkundungstechniken für die Erstellung von Registern von Zitrusfrüchten, Weinbauflächen und Olivenbäumen sowie zur Kontrolle der Verwendung der GAP-Subventionen auf regionaler und lokaler Ebene eingesetzt. Die neuen  GAP-Regeln erstrecken sich auf alle wichtigsten Nutzpflanzen und erfordern wissenschaftlich-technische Unterstützung durch die Fernerkundung, um ein integriertes System zur Verwaltung und Kontrolle der gemeldeten landwirtschaftlichen Flächen und der  Register der verschiedenen Nutzpflanzen zu entwickeln.  - Das in der Mitteilung der Kommission an den Rat und das Parlament (KOM(93) 360 endg. vom 16. September 1993) beschriebene Europäische Büro für Wein, Alkohol und Spirituosen bietet der Kommission wissenschaftlich-technische Unterstützung bei der  Überprüfung der tatsächlichen Anwendung der Gemeinschaftsvorschriften. Die Tätigkeiten betreffen im wesentlichen die Kontrolle von Verfälschungen und der Herkunft der Weine und dienen zur Bestimmung der Schiedsverfahren zwischen zwei Mitgliedstaaten.  Sie bedienen sich der kernmagnetischen Resonanz und der Massenspektrometrie, erfordern jedoch auch die Entwicklung neuer Analysetechniken. Eine ähnliche Tätigkeit betrifft die Milcherzeugnisse.  - Die Erstellung von Methoden für Referenzmessungen und von Referenzmaterialien für die Qualitätskontrolle von Nahrungsmitteln ist ein weiterer unabhängiger Beitrag der GFS zur GAP.  Thema 13: Gezielte sozio-ökonomische Forschung Im Hinblick auf die Ausarbeitung und Durchführung der Gemeinschaftspolitiken durch die Kommission sollen durch diese Tätigkeit die grundlegenden Informationen und Analysen über die wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen und Neuerungen,  ihre Zukunftsaussichten und Auswirkungen, insbesondere auf die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, zusammengetragen werden. Durch ihre neutrale Position kann die GFS unabhängige Stellungnahmen abgeben, insbesondere durch die Einbeziehung der Ergebnisse  von Studien öffentlicher oder privater Einrichtungen innerhalb oder ausserhalb Europas, in den Bereichen ihrer besonderen Kompetenz, wie Industrie, Energie, Verkehr und Umwelt.   (1) ABl. Nr. L 120 vom 11. 5. 1990, S. 1.(2) ABl. Nr. C 138 vom 17. 5. 1993, S. 1.    ANHANG II   VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR NOTWENDIG ERACHTETEN MITTELBEDARFS FÜR ABSCHNITT I DES PROGRAMMS (DIREKTE AKTIONEN DER GFS)  "(in Millionen ECU) "" ID="1">ERSTER AKTIONSBEREICH " ID="1">Informations- und Kommunikationstechnologien " ID="1">- Informationstechnologien> ID="2">11 "" ID="1">Industrielle Technologien " ID="1">- industrielle Technologien und Werkstofftechnologien> ID="2">90 "> ID="1">- Meß- und Prüfverfahren> ID="2">105 "" ID="1">Umwelt " ID="1">- Umwelt und Klima> ID="2">294 "" ID="1">Biowissenschaften und -technologien " ID="1">- Landwirtschaft und Fischerei> ID="2">47 "" ID="1">Energie " ID="1">- nichtnukleare Energien> ID="2">20 "" ID="1">Sozio-ökonomische Schwerpunktforschung> ID="2">33 "" ID="1">Insgesamt > ID="2">600 (1) (2) ""> (1) Hiervon - wird ein Betrag von 199 Millionen ECU für institutionelle Unterstützungstätigkeiten für erforderlich gehalten;  - kann ein Betrag von etwa 6 % der orientierenden Forschung zugewiesen werden.(2) Einschließlich des Beitrags aus dem Haushalt der GFS für deren Beteiligung an den Kostenteilungsaktionen.    ANHANG III   SPEZIFISCHE REGELUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DER DIREKTEN AKTION  1. Die Kommission führt die direkte Aktion auf der Grundlage der in Anhang I beschriebenen wissenschaftlichen Ziele und Inhalte durch; sie wird dabei vom Aufsichtsrat der GFS unterstützt. Die  Arbeiten im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten werden in den entsprechenden Instituten der GFS durchgeführt.  2. Bei der Durchführung der institutionellen Tätigkeiten beteiligt sich die GFS an Netzen von öffentlichen und privaten Labors in den Mitgliedstaaten bzw. an europäischen Forschungskonsortien oder organisiert solche Netze bzw. Konsortien, sofern dies  angemessen und durchführbar ist. Besondere Beachtung findet dabei die Zusammenarbeit mit der Industrie, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen. Ferner können Forschungseinrichtungen in Drittstaaten gemäß den einschlägigen Bestimmungen des  Artikels 9 und gegebenenfalls der Abkommen zwischen der Gemeinschaft und den betreffenden Drittstaaten über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit an Vorhaben mitwirken. Besondere Beachtung findet dabei die Zusammenarbeit mit Forschungslabors und  -instituten in den mittel- und osteuropäischen Ländern und der früheren Sowjetunion.  Die bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse werden durch die GFS selbst und durch Tätigkeiten nach dem dritten Aktionsbereich des Rahmenprogramms verbreitet.  3. Die begleitenden Maßnahmen beinhalten:  - die Organisation des Aufenthalts von Stipendiaten, Gastwissenschaftlern und abgeordneten Experten in den Instituten der GFS;  - die Organisation der Abordnung wissenschaftlicher Mitarbeiter der GFS in nationale Labors, Industrielabors oder Hochschulen;  - systematischen Informationsaustausch, unter anderem durch die Veranstaltung von Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Kolloquien sowie durch wissenschaftliche Veröffentlichungen;  - Fachausbildung mit Betonung der Multidisziplinarität;  - die unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Ausführung von Projekten und Programmen.     ANHANG IV   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALTE DER WETTBEWERBSORIENTIERTEN UNTERSTÜTZUNGSTÄTIGKEITEN  Dieser Abschnitt des spezifischen Programms trägt den Leitlinien des Vierten Rahmenprogramms voll Rechnung, indem die Auswahlkriterien  angewendet und deren wissenschaftliche und technische Ziele im einzelnen festgelegt werden.  Die wissenschaftlichen und technischen Unterstützungstätigkeiten im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes sind nachstehend auf der Grundlage des Anhangs III (erster Aktionsbereich und dritter Aktionsbereich, Abschnitt D) des Vierten  Rahmenprogramms beschrieben.  Die nachstehende Beschreibung ist vorläufig und beruht auf dem derzeitigen Bedarf der Gemeinschaftspolitiken. Sie bezieht sich insbesondere auf die Abschnitte 1.C, 2.D, 3.A, 3.B, 4.C, und 5 des ersten Aktionsbereichs.  Um ihre Übereinstimmung mit dem tatsächlichen Bedarf der Gemeinschaftspolitiken während der Laufzeit des Vierten Rahmenprogamms sicherzustellen, können diese Ziele gemäß Artikel 13 Absatz 1 dieser Entscheidung geändert werden.  Die wissenschaftlichen und technologischen Ziele können folgende Bereiche umfassen:  ERSTER AKTIONSBEREICH Informations- und Kommunikationstechnologien Thema 3: Informationstechnologien Die Unterstützung soll der Kommission die Fortsetzung der Gemeinschaftspolitik im Bereich der Informationstechnologie ermöglichen, insbesondere bei Software-Technologie, Komponenten und Systemen, Multimedien-Technologie, sowie in anderen prioritären  Bereichen wie z. B. Hochleistungsrechnersysteme, Mikroprozessoren-Systeme oder Integration dieser Technologien in die Berufswelt.  Industrielle Technologien Thema 5: Meß- und Prüfverfahren Die Tätigkeiten in diesem Bereich könnten auf die Entwicklung zerstörungsfreier Prüfverfahren für mechanische Strukturen sowie der für die Ausarbeitung von Gemeinschaftsnormen im Bereich der Strukturmechanik erforderlichen Software - insbesondere für  die im Bauwesen bzw. im Hoch- und Tiefbau eingesetzten Strukturen - abzielen.  Umwelt Thema 6: Umwelt und Klima Ziel dieser Tätigkeiten ist die Unterstützung der Kommission bei deren Reglementierungstätigkeit innerhalb des allgemeinen Rahmens der Umweltpolitik, einschließlich der Entwicklung von Analysemethoden und der Durchführung von Versuchsreihen über die  Luft- und Bodenverschmutzung, die Wasserqualität und die Abfälle durch ein Netz von Analyselaboratorien.  Besondere Arbeiten betreffen den Einsatz von Fernerkundungsmethoden (Luft- und Satellitenaufnahmen) zur Überwachung der Tropenwälder, der Desertifikation und der Meeresproduktivität.  Ferner könnten bestimmte Bereiche betreffend die Reglementierung für industrielle Risiken bzw. bestimmte Sicherheitsmaßnahmen in der Industrie (einschließlich Biotechnologie) unterstützt werden.  Biowissenschaften und -technologien Thema 8:Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agroindustrie, Lebensmitteltechnologie, Forstwirtschaft, Aquakultur und ländliche Entwicklung) In diesem Bereich könnte die Unterstützung folgende Beiträge umfassen:  - Anwendung von Fernerkundungstechniken in der Landwirtschaft durch Zusammenstellung von Aufnahmen, die Behandlung und Verarbeitung von Daten;  - Versuchsreihen zur Qualitätskontrolle von Nahrungsmitteln;  - Kontrolle von Milchprodukten;  - Bewertung von phytopharmazeutischen Erzeugnissen, insbesondere im Hinblick auf die Aspekte der Markteinführung. Energie Thema 11: Nichtnukleare Energie In diesem Bereich könnte die Unterstützung umfassen:  - die Behandlung und Verarbeitung von Informationen, die bei der Durchführung von Projekten im Rahmen von Gemeinschaftsprogrammen, insbesondere Demonstrationsprogrammen, ermittelt wurden;  - Zertifizierungsverfahren für die Energieeinsparung in Gebäuden, in der Industrie sowie im Verkehrswesen und die Anwendung von Energie-Modellierungsmethoden (Zusammenhang zwischen Energieproduktion, Verbrauch und Umweltauswirkungen) auf bestimmte  Energieszenarien.  DRITTER AKTIONSBEREICH Diese Tätigkeiten sind im allgemeinen von kurzer Dauer, in allen Bereichen möglich und sollen einem punktüllen Bedarf bei der Durchführung der einzelnen Gemeinschaftspolitiken entsprechen.  Naturgemäß wird ein solcher Bedarf nur während der Durchführung dieses Programms auftreten; die betreffenden Tätigkeiten sollen diesem unmittelbar entsprechen.     ANHANG V    VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR ABSCHNITT II DIESES PROGRAMMS FÜR NOTWENDIG ERACHTETEN MITTELBEDARFS (WETTBEWERBSORIENTIERTE UNTERSTÜTZUNGSTÄTIGKEITEN)  "(in Millionen ECU)> "> ID="1">ERSTER AKTIONSBEREICH > ID="3">91"> ID="1">Informations- und Kommunikationstechnologien "> ID="1">- Informationstechnologien> ID="2">10"> ID="1">Industrielle Technologien"> ID="1">- Meß- und Prüfverfahren> ID="2">10"> ID="1">Umwelt">  ID="1">- Umwelt und Klima> ID="2">26"> ID="1">Biowissenschaften und -technologien"> ID="1">- Landwirtschaft und Fischerei> ID="2">30"> ID="1">Energie"> ID="1">- Nichtnukleare Energie> ID="2">15"> ID="1">DRITTER AKTIONSBEREICH> ID="3">37">  ID="1">Insgesamt > ID="3">128">   ANHANG VI   SPEZIFISCHE REGELUNGEN FÜR DIE WETTBEWERBSORIENTIERTEN UNTERSTÜTZUNGSTÄTIGKEITEN   Die wettbewerbsorientierten Unterstützungstätigkeiten bezwecken die wissenschaftliche und technische Unterstützung von Gemeinschaftspolitiken und erfolgen im Rahmen eines  wettbewerbsorientierten Ansatzes auf Basis seines Auftraggeber/Auftragnehmer-Verhältnisses. Mit der Durchführung solcher Forschungsarbeiten werden Forschungsträger und -einrichtungen, einschließlich der GFS, Hochschulen und Unternehmen beauftragt.  Die Kommission legt die Zuständigkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit der Zuweisung der für diese Tätigkeiten vorgesehenen Finanzmittel, entsprechend den einzelnen Aktionsbereichen fest. Die Zuweisung der Mittel erfolgt auf wettbewerbsorientierter  Grundlage.