CELEX: 31974R1500
Language: de
Date: 1974-06-14 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1500/74 der Kommission vom 14. Juni 1974 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen aus Spanien

15. 6 . 74                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 158 /31
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 1500/74 DER KOMMISSION
                                                  vom 14. Juni 1974
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen aus Spa
                                                         nien
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72
GEMEINSCHAFTEN —                                              festgelegt.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­             Die zu berücksichtigenden Notierungen müssen auf
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                               den in der Verordnung (EWG) Nr. 1291 /70 (4), geän­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des             dert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2846/72 (5),
Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­           genannten repräsentativen Märkten festgestellt wer­
organisation für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert        den .
durch die Verordnung (EWG) Nr. 2745/72 (2), insbe­            Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für die aus
sondere auf Artikel 27 Absatz 2 Unterabsatz 2,
                                                              Spanien eingeführten Pfirsichen an zwei aufeinander­
in Erwägung nachstehender Gründe :                            folgenden Markttagen um mindestens 0,5 Rechnungs­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                  einheiten unter dem Referenzpreis gelegen . Daher
1035/72 schreibt vor, daß, wenn der Einfuhrpreis bei          muß eine Ausgleichsabgabe für bestimmte Sorten von
der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an         Pfirsichen aus Spanien erhoben werden .
zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­                Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­              lauben, ist bei der Berechnung zugrunde zu legen :
preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus
dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­             — für die Währungen, die untereinander zu jedem
fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­                Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                   chung in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden,
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der               ein Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­             Parität dieser Währungen stützt,
fügbaren Einfuhrpreise sein .                                 — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
                                                                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
In der Verordnung (EWG) Nr. 1244/74 der Kommis­
sion vom 16. Mai 1974 zur Festsetzung der Referenz­                kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
preise für Pfirsiche im Wirtschaftsjahr 1974 (3) wird              der während eines fortgesetzten Zeitraums für die
der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse            Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
I für die Periode vom 11 . bis 20 . Juni 1974 auf 34,5             hendem Absatz festgestellt wird —.
Rechnungseinheiten pro Doppelzentner Eigengewicht
festgesetzt.                                                  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder                                   Artikel 1
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierung          Es wird auf Einfuhren von Pfirsichen (Zolltarifstelle
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen         08.07 B des Gemeinsamen Zolltarifs) aus Spanien eine
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­               Ausgleichsabgabe in Höhe von 4,3 Rechnungseinhei­
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­              ten je 100 kg Eigengewicht angewandt.
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.                                         Artikel 2
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­
den . Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­       Diese Verordnung tritt am 18 . Juni 1974 in Kraft.
               Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
               Mitgliedstaat.
               Brüssel, den 14. Juni 1974
                                                                         Für die Kommission
                                                                            Der Präsident
                                                                        Francois-Xavier ORTOLI
(') ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl . Nr. L 291 vom 28 . 12. 1972, S. 147.                (4) ABl . Nr. L 144 vom 2. 7. 1970, S. 10 .
(>) ABl . Nr. L 134 vom 17. 5 . 1974, S. 39 .                  5) ABl . Nr. L 299 vom 31 . 12. 1972, S. 1 .