CELEX: C2004/300/15
Language: de
Date: 2004-12-04 00:00:00
Title: Urteil des Gerichtshofes (Zweite Kammer) vom 7. Oktober 2004 in der Rechtssache C-247/02 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per la Lombardia [Italien]): Sintesi SpA gegen Autorità per la Vigilanza sui Lavori Pubblici (Richtlinie 93/37/EWG — Öffentliche Bauaufträge — Erteilung des Zuschlags — Recht des öffentlichen Auftraggebers, zwischen dem Kriterium des niedrigsten Preises und dem des wirtschaftlich günstigsten Angebots zu wählen)

4.12.2004   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 300/8
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFES
   
   (Zweite Kammer)
   vom 7. Oktober 2004
   in der Rechtssache C-247/02 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per la Lombardia [Italien]): Sintesi SpA gegen Autorità per la Vigilanza sui Lavori Pubblici (1)
   
   (Richtlinie 93/37/EWG - Öffentliche Bauaufträge - Erteilung des Zuschlags - Recht des öffentlichen Auftraggebers, zwischen dem Kriterium des niedrigsten Preises und dem des wirtschaftlich günstigsten Angebots zu wählen)
   (2004/C 300/15)
   Verfahrenssprache: Italienisch
   In der Rechtssache C-247/02 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Artikel 234 EG, eingereicht vom Tribunale amministrativo regionale per la Lombardia (Italien) mit Entscheidung vom 26. Juni 2002, beim Gerichtshof eingegangen am 8. Juli 2002, in dem Verfahren Sintesi SpA gegen Autorità per la Vigilanza sui Lavori Pubblici, Beteiligte: Ingg. Provera e Carrassi SpA, hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten C. W. A. Timmermans, der Richter J.-P. Puissochet und R. Schintgen (Berichterstatter) sowie der Richterinnen F. Macken und N. Colneric – Generalanwältin: C. Stix-Hackl; Kanzler: M. Múgica Azarmendi, Hauptverwaltungsrätin – am 7. Oktober 2004 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
   Artikel 30 Absatz 1 der Richtlinie 93/37/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 zur Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung entgegensteht, die den öffentlichen Auftraggebern für die Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen im Anschluss an ein offenes oder nicht offenes Ausschreibungsverfahren abstrakt und allgemein vorschreibt, nur das Kriterium des niedrigsten Preises anzuwenden.
   
      (1)  ABl. C 202 vom 24.8.2002.