CELEX: 51973PC0276
Language: de
Date: 1973-02-23
Title: Vorschlag einer RICHTLINIE DES RATES zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Elektrizitäts zähler (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (73) 276
Vol. 1973/0043
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
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règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
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amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                     KOM(73)276 endg.
                                                     Brüssel , den 23 . Februar 1973
                                  Vorschlag einer
                                RICHTLINIE DES RATES
   zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Elektrizi­
                                   tät s zähl er
                         ( von der Kommission dem Rat vorgelegt )
   KOM(73 ) 276 endg .
 ---pagebreak---                              BEGRÜNDUNG
ALLGEMEINES    •     :
Die folgende Richtlinie ergeht in Anwendung von Artikel 100 des Ver­
trags in Verbindung mit der Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend
gemeinsame Vorschriften über Messgeräte sowie über Mess- und Prüf­
verfahren ( l ).
Ziel diesei* Richtlinie ist die Beseitigung der Innergemeinschaftli­
chen technischen Handelshemmnisse , die gegenwärtig auf dem Sektor
der Elektrizitätszähler infolge der Unterschiede in den einzelstaat­
lichen Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über diese Wähler be­
stehen .
Eine vergleichende Prüifung der Regelungen für Elektrizitätszähler hat
gezeigt , daß sich die Unterschiede nicht nur auf die technischen Vor­
schriften hinsichtlich Herstellung , Werkstoff , Zählwerk und Aufschrif­
ten beziehen , sondern auch auf die Genauigkeit sowie auf die Mess-
und Prüfverfahren , denen diese Elektrizitätszähler vor dem Inverkehr-
bringen und der Verwendung unterworfen sind .                      *     .
Auf der Ebene des Warenverkehrs wirkt sich diese Sachlage dadurch aus ,
dass die Hersteller gezwungen sind , ihre Produktion zu diversifizieren ,
um sich der jeweils in dem Mitgliedstaat geltenden Regelung anzupassen ,
in dem diese Zähler verwendet werden sollen , ferner dadurch , dass sie
sich wiederholten Kontrollen unter wechselnden Prüfbedingungen zu unter
werfen haben .
Die derzeitige einzelstaatlichen Rechtsvorschriften finden ihre Be­
rechtigung in der legitimen Sorge um den Schutz der Verbraucher und
Benutzer , so dass eine Harmonisierung dieser Rechtsvorschriften als
das einzig mögliche Mittel erscheint , die aus der Unterschiedlichkeit
dieser Vorschriften herrührenden Nachteile zu beseitigen und damit die
zur Errichtung des Gemeinsamen Marktes erforderlichen Voraussetzungen
zu schaffen .
( l ) AB1 der Europäischen Gemeinschaften Nr.L 202 vom 6 . September 1971
 ---pagebreak--- Obgleich diese Richtlinie im wesentlichen des Meßwesen betrifft und
die Harmonisierung der damit verbundenen Vorschriften zua Ziele hat ,
wurden deswegen die sich aus der Sicherheit der Zähler ergebenden *
Probleme doch nicht außer acht gelassen . Denn mit der Richtlinie, er­
gehen Vorschriften über Zähler , die nicht nur auf den einwandfreien - •
Lauf des Zählers hinsichtlich seiner Meßeigenschaft sondern, auch hin­
sichtlich seiner Gebrauchssicherheit ausgerichtet sind . Was die übri­
gen , nicht in dieser Richtlinie geregelten Sicherheitsaspekte angeht ,
so muß darauf hingewiesen werden , daß diese Aspekte auf jeden Fall im
Rahmen der bereits . dem Rat vorgelegten Richtlinie über elektrische
Geräte zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen geregelt
werden müssen .                                                      ,
Da es um die Prüfbedingungen bei der Abnahme geht , gab es zwischen
den befragten Sachverständigen eine wichtige Diskussion über die
Festlegung , ob diese Prüfung -an jedem Zähler vorgenommen werden soll
oder . statistisch durch ein Stichprobenverfahren .
Die Länder , in denen derzeit keine . Ersteichung erforderlich ist ,
wollen nicht gern ein schwerfälliges und kostspieliges Prüfsystem ,
wie es die Einzeleichung erfordert , einführen . Dennoch kann nach
Aussage einiger befragter Sachverständiger keine Stichprobenkontrol-
le akzeptiert werden , - denn' trotz der Arbeit im Rahmen internationa­
ler Organe ,- wie der Internationalen Elektrotechnischen Kommission
( IEC ) oder des Europäischen Komitees zur Koordinierung elektrotech­
nischer Normen ,. in den Mitgliedötaäten der EWG , konnte noch keine
Übereinstimmung über ein derartiges Verfahren erzielt werden . Infolge­
dessen legt die Richtlinie ein Verfahren zur Einzelersteichung vor .
Die Kommission ist sich jedoch der Grenzen dieser Lösung bewußt und
hat sich verpflichtet , -in diesem Sinne eine Änderung zur Richtlinie
vorzulegen . Dieser Änderungsvorschlag wird sobald wie möglich dem
Ausschuß für die Anpassung an den technischen Forschritt , Sektor
Meßgeräte , zur Prüfung vorgelegt .
 ---pagebreak--- Was den juristischen Teil betrifft , so legt Artikel 1 den Geltungs­
bereich der Richtlinie fest , d.h . er gibt die im Anhang zur Richt­
linie definierten Elektrizitätszähler an .
Artikel 2 legt fest , daß die Elektrizitätszähler , die EWG-Stempel und
EWG-Zeichen erhalten können , im Anhang beschrieben werden und daß die
EWG-Bauartzulassung in allen Fällen erforderlich ist .-
Hinsichtlich der Ersteichung sieht dieser Artikel dagegen vor , daß
die Prüfung nur dann nötig ist , wenn für inländische Zähler eine
solche Vorschrift besteht . Diese Unterscheidung wurde aus Rücksicht"''
auf die derzeitige Situation in bestimmten Mitgliedstäaten gemacht .
Bei dieser Gelegenheit muß darauf hingewiesen werden , daß eine der­
artige Lösung bereits für die Bauart Zulassung in der Richtlinie über
Längenmaße angewendet wurde .
Artikel 3 gibt an , daß Elektrizitätszähler , die mit den Zeichen für
die EWG-Bauartzulassung und gegebenenfalls mit dem Stempel der EWG-
Ersteichung versehen sind , in derselben Weise eingeführt , vertrieben
und verwendet v/erden können , wie dies für Zähler gilt , die den inner­
staatlichen Vorschriften entsprechen .
Artikel k sieht insbesondere vor , daß die Frist für die Inkraftsetzung
der Richtlinie wie bei den übrigen auf dem Gebiet der Meßgeräte erlas­
senen Richtlinien auf 18 Monate festgesetzt ist . Außerdem werden die
Mitgliedstaaten verpflichtet , der Kommission den Wortlaut der inner­
staatlichen Rechtsvorschriften mitzuteilen , die sie auf dem von dieser
Richtlinie erfaßten Gebiet erlassen .
Aus Artikel 5 geht hervor , daß diese Richtlinie an alle Mitglied-
Staaten gerichtet ist .
HARMONISIERUNGSLOSUNG
Die hier angewendete Harmonisierungslösung ist die sogenannte Alter­
nativlösung , die in Anlehnung an die meisten der auf dem Gebiet der
Meßgeräte erlassenen Einzelrichtlinien gewählt wurde . Die Alternativ­
lösung wurde als gleichberechtigte Lösung neben der totalen Harmoni­
sierung in der Rahmenrichtlinie des Rates über Meßgeräte und Meß- und
Prüfverfahren vorgesehen .
 ---pagebreak---                                       -     -
      Die Alternativlosung der Harmonisierung besagt , dass die dieser
      Richtlinie entsprechenden Elektrizitätszähler sowohl im grenzüber­
      schreitenden Handel zwischen den Mitgliedstaaten wie auf den Binnen­
      märkten der Mitgliedstaaten in derselben Weise in den Verkehr ge­
      bracht und verwendet werden können , wie dies für Elektrizitätszähler ,
      die die innerstaatlichen Kontrollen erfüllt haben , in jedem Mitglied-
      staat gilt ,
111 • ANHÖRUNG DES - PARLAMENTS UND DES W1RTSCKAFTS-UND SOZIALAUSSCHPSSES
      Die Anhörung dieser beiden Gemeinschaf tsorgane gemäss Artikel 100
      Absatz 2 erscheint notwendig , da die Inkraftsetzung der in der
      Richtlinie vorgesehenen Bestimmungen in einigen Mitgliedstäaten
      eine Änderung..-d©r J5öch.'fcevoa-schi'*iften erfordert#
 ---pagebreak---                                .ANIIANG
                 zur Begründung des Richtlinienvorschlags
                          Elektrizitätszähler
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Elektrizitätszähler .
Belgien
- Königlicher Erlaß vom 6 . August betr . Elektrizitätszähler
- Ministerialererlaß vom 10 . August 1962 betr . Bauartzulassung .
Deutschland
- Gesetz über das Meß- und Eichwesen ( Eichgesetz ) vom 11.7.1969
- Verordnung über das Eichwesen ( Eichordnung ), 1 *+. Fassung der
  Verordnung zur Änderung der Eichordnung .
Frankreich
- Dekret vom 28.12.1935 betr . Eichen von Elektrizitätszählern
  ( A.B. vom 1 . Januar 1936 ).
- Erlaß vom 29 - Dezember 195^ betr . Herstellung und Zulassung von
  Elektrizitätszählertypen ( A.B. vom 9 » Januar 1955 )»
- Erlaß vom 30 » Dezember 195^ betr . Ersteichung fabrikneuer
  Elektrizitätszähler ( A.B. vom 9 « Januar 1955 ).
Italien
- Königlicher Erlaß vom 11 . Juli 19^1 - XIX .-. Nr . 1lO*f
- Königlicher Erlaß vom 11 . Juli 19^1 - XIX - Nr . 1105
- Gesetz vom 1 . Juli 1968 Nr . 186
- Norm 13-2 , Heft Nr . 178 , Ausgabe XII-61 ( CNR/IEC )
- Norm 38-1 , Heft Nr . 236 , Ausgabe VII - 68 ( CNR/IEC )
- Norm 38-2 , lieft Nr . 237 , Ausgabe VII-68 ( CNR/IEC )
- Publikation Nr . 53-111 vom 13-2.1961 ( CNR/IEC )
 ---pagebreak--- 5 * Niederlande
    - Gesetz über die Meßgeräte vom 22 . April 1937 »
      veröffentlicht im A.B.Nr . 627 «
    - Verordnung über die Meßgeräte , vom 29 « April 1939-
    - Königlicher Erlaß vom 5 - Februar 1970 betr . Elektrizitätszähler
    - Ministerialerlaß vom 9 » Mai 1939 betr . Meßgeräte .
6 . Luxemburg
    keine
 ---pagebreak---                Vorschlag einer Richtlinie des Rates
    zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
                         über Elektrizitätszähler
Der Rat der Europäischen Gemeinschaften -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 100 ,
auf Vorschlag der Kommission ,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments ;                     ' '
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses
und in Erwägung nachstehender Gründe :
In den Mitgliedstaaten sind die Herstellung sowie die Prüfverfahren
für Elektrizitätszähler durch zwingende Vorschriften geregelt , die von
Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verschieden sind und daher bei diesen
Zählern zu Handelshemmnissen führen ; deshalb sind diese Bestimmungen
anzugleichen .
Durch die Richtlinie des Rates vom 26 . Juli 1971 zur ^Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend die gemeinsamen
Vorschriften über Meßgeräte sowie über Meß- und Prüfmethoden sind die
Verfahren der EWG-Bauartzulassung und EWG-Ersteichung festgelegt worden .
In Übereinstimmung mit dieser Richtlinie sind nunmehr technische
Ausführungs- und Betriebsvorschriften für Elektrizitätszähler festzu­
legen .
Die obenerwähnte Richtlinie sieht ebenfalls vor , daß in Einzelricht-
linien zu gegebener Zeit das Datum festgelegt wird , ein dem die Mit­
gliedstaaten die nationalen Vorschriften für ähnliche Meßgeräte , die
den gemeinschaftlichen Vorschriften entsprechen , außer Kraft • setzen .
Im vorliegenden Falle kann dieses Datum jedoch noch nicht festgelegt
werden .
hat folgende Richtlinie erlassen :
 ---pagebreak---                                  Artikel 1
Diese Richtlinie bezieht sich auf neue Induktionszähler üblicher Verwen­
dung , in direkter Schaltung , im einfachen oder mehrfachen Tarif , bestimmt
zur Messung des Wirkverbrauchs von Einphasen- und Dreiphasen- Wechsel­
strom der Frequenz 50 Hz .
                                 Artikel 2
Elektrizitätszähler , die EV/G-Stempel und - zeichen erhalten können , sind im
Anhang zu dieser Richtlinie beschrieben . Sie unterliegen der EWG-Bauart-
zulassung . Eine EWG-Ersteichung ist nur dann erforderlich , wenn für inlän­
dische Elektrizitätszähler eine entsprechende Kontrolle vorgeschrieben ist
                       . .       Artikel 3
                                   1                           »
Die Mitgliedstaaten dürfen den Vertrieb und die Inbetriebnahme von. Elektri
zitätszählern , die mit dem Zeichen für die EWG-Bauart Zulassung und erfor­
derlichenfalls Stempel der EWG-Ersteichung versehen sind , nicht ablehnen ,
verbieten oder beschränken .
                                                                     \
                               • Artikel H-
1 . Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungs-
    vorschriften in Kraft , um dieser Richtlinie binnen 18 Monaten nach
    ihrer Bekanntgabe nachzukommen , und setzen die Kommission hierüber un­
    verzüglich in Kenntnis .
2 . Die Mitgliedstaaten sorgen dafür , dass der Kommission der V/ortlaut der
    wichtigsten innerstaatlichen Rechtsvorschriften mitgeteilt wird , die
    sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen .
                                 Artikel 5
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
 ---pagebreak---                                      ANHANG
                             KAPITEL I - DEFINITIONEN
1.     Definition bestimmter in diesem Anhang verwendeter Bezeichnungen
1*1 . Emflufterrofie
       Jede Größe oder jeder Faktor , der außer der gemessenen Größe eine
       Änderung des Meßergebnisses bewirken kann .                          )
1.2 . Feh leränderungen in Abhängigkeit von einer Einflußgröß e
       Difle.venz zwischen den Fehlern, eines Zählers , wenn eine -e.i n 7. ige
       Einflußgröße nacheinander zwei bestimmte Werte annimmt .
1.3 . Bertugswert einer EmflufigroP.e                              '
       Wert dieser Größe , in dessen Abhängigkeit bestimmte Zählermerkmale
       festgesetzt werden .
1 . k, Nennstrom ( Basisstrom ) ( 1^ )
       Stromwert , in dessen Abhängigkeit bestimmte Zählermerkmale festge­
       legt werden . In diesem Anhang ..wird der Stromwert des Nennstromes
       mit I ,b bezeichnet ,
1.5 . Grenzström' ( Maximalstrom ) (I      )
               „                       max
       Stromwert , bis zu dem der Zähler den Bestimmungen bezuglich der
       Genauigkeit entsprechen muß .
1.6 . Kli rr faktor
       Verhältnis zwischen dem Effektivwert des Restes , der sich nach Ab­
       trennen der Grundschwingung von einer nicht sinusförmigen Wechsel-
       größe ergibt , und dem Effektivwert der nicht sinusförmigen Größe
       selbst . Der Klirrfaktor wird , gewöhnlich : in Prozent angegeben .
1.7 . Nenndrehzahl
       Neriiiavert der Läuferumdrehungen pro Minute unter Nennbedingungen
       (§ 5>2 ), bei Nennstrom und bei einem Leistungsfaktor gleich eins .
1.8 . Nenndrehmoment
       Das bei stillstehendem Läufer unter Nennbedingungen (§ 5-2 ), bei
       Nennstrom und einem Leistungsfaktor gleich eins abgegebene Dreh­
       moment .
 ---pagebreak--- 1.9 »      Nennspannung der Isolation
           Höchster Spannungswert gegen Erde , auf den die Zählerstromkreise
           im normalen Betrieb gebracht werden können .
1.10 .     Bauart
           Begriff , der dafür verwendet wird , die Gesamtheit der vom gleichen
           Hersteller gebauten Ein- oder Mehrtarifzähler zu kennzeichnen ,
           d.h . Zähler mit :
           - den gleichen meßtechnischen Eigenschaften ,
           - gleichartigem . Aufbau der Teile , die diese meßtechnischen Eigen­
             schaften bestimmen ,
           - demselben Quotienten aus Grenz - und Nennstrom ,
           - verschiedenen Nennströmen und Nennspannungen .
Anmerkungen .
a ) Diese Zähler werden vom Hersteller mit einer oder mehreren Gruppen i
     von Buchstaben und Zahlen bezeichnet . Zu jeder Bauart gehört eine
     einzige Bezeichnung .
b ) Die Bauart wird durch den oder die Musterzähler dargestellt , die
     für die Bauartprüfungen bestimmt sind und deren Kennwerte ( Nennstrom
     und Nennspannung ) aus den vom Hersteller vorgeschlagenen Tabellen
     ausgewählt sind (§ 6.1.1 .)
c ) Im Falle einzelner Zählerausführungen darf die Ampere-Windungszahl
     der Stromspule für. Nennstrom von: ^der^enigenj - de-r. j-für . die':Bauart; jrepräsen-
    tativen Must ersähl,er ..abweichen     Es- im*ß; entweder , die nächst höhQire.:,päpr
    die- :nächs't /niedqr&jZphl -. gewählt werden , die \tfnt.qip. der . Vorqusp^zunß-,.^
    einer ganzen- Zahl ,.yon Windungen möglich ist ^
     Deshalb darf die Anzahl der        Windungen je Volt der Spannungsspule
     von derjenigen des Bezugszählers um nicht mehr als 20% abweichen .
d ) Daß: Verhältnis der größten zur kleinsten Nenndrehzahl aller Zähler
     einer Bauart darf 1,5 nicht überschreiten .
 ---pagebreak---                                    -J-
                  KAPITEL II - TECHNISCH Ei' VORSCHRIFTEN
2.    Mechanische Vorschriften
2.1 . Allgemeines
      Die für den Bau von Zählern verwendeten Isolierstoffe müssen weit­
      gehend unhygroskopisch und schwer entflammbar sein .
      Alle Teile , die beim normalen Gebrauch korrodieren können , müssen
      wirksam gegen Korrosion durch atmosphärische Einflüsse geschützt
      sein . Vorhandene Schutzüberzüge dürfen' unter den normalen–Betriebs-
      bedingungen bei der üblichen Handhabung nicht beschädigt und unter
      Lufteinwirkung unter normalen Verwendungsbedingungen nicht nachtei­
      lig angegriffen werden .
2.2 . Zâhlergehause
      Das Zählergehäuse muß praktisch staubdicht sein . Es muß sich so
      plombieren oder versiegeln lassen , claß Teile , die Einfluß auf die
      Anzeigegenauigkeit . haben , nur nach Entfernung der Plomben oder
      Siegel zugänglich sind .
      Zähler mit einer Isolations- Nennspannung von mehr als 250 V deren .
      Gehäuse ganz oder teilweise aus Metall bestehen , müssen mit einem
      richtig bemessenen Schutzleiteranschluß versehen sein .
2.3 . Zâhlerfenster
      Bei undurchsichtigem Zählergehäuse müssen zum Ablesen des Zählwerks
      und zur Beobachtung des Läufers eine oder mehrere Öffnungen vorge­
      sehen sein . Diese Öffnungen müssen mit Scheiben aus durchsichtigem
      Werkstoff abgedeckt sein , die sich nicht ohne Verletzen der Plomben
      entfernen lassen .
2.4-. AnschluBklemmen , Klemmenblock
      Die Anschlußklemmen müssen gruppenweise in einem oder mehreren
      Klemmenblöcken von ausreichender mechanischer Festigkeit angeordnet
      sein . Sie müssen den Anschluß von festen als auch von beweglichen
      Anschlußleitungen ermöglichen .            ,                ■
      Die Spannungsklemmen müssen leicht von den Stromeingangsklemmen ge­
      trennt werden können .
 ---pagebreak--- Die Leiter müssen derart an die Anschlußklemmen angeschlossen sein ,
daß eine genügende und dauerhafte Kontaktgabe sichergestellt ist
und keinerlei Gefahr des Lösens oder unzulässiger Erwärmung besteht .
Die im Isolierstoff als Verlängerung der Klemmenbohrungen vorge­
sehenen Bohrungen müssen ausreichend bemessen sein , um die Isolation
der Leiter leicht einführen zu können . .
Anmerkung ;
Der Werkstoff , aus dem der Klemmenblock hergestellt wird , muß die
Prüfungen der ISO-Empfehlung R 75 ( 1958 )» § 6 für eine Temperatur
von 135°C bestehen.         ,
Klemm ende ekel
Die Zähleranschlußklemmen müssen eine besondere Abdeckung habend die
unabhängig von der Zählerkappe plombierbar ist .
Der Klemmerideckel muß die eigentlichen Klemmen , die Klemmenschrauben
zur Befestigung der Anschlußleitungen und erforderlichenfalls auch
eine ausreichende Länge der Anschlußleitungen selbst und ihrer Iso­
lierung abdecken .
Zahlwerk
Das Zählwerk kann aus Ziffernrollen oder aus Zeiger mit Skale be­
stehen .
                                                           i .
Die Ableseeinheit muß die Kilowattstunde sein .
                              I
Bei Zählern mit Ziffernrollen muß die Einheit neben dem Zählwerk an­
gegeben sein .
Bei Zählwerken mit Zeiger und Skale müssen die Skalen in 10 gleiche
Teile unterteilt werden ( außer dem letzten , wie unten angegeben ) und
von null bis neun numeriert sein . Neben der Skale der Ableseeinheit
muß angegeben sein : 1 kWh , neben den anderen Skalen die Anzahl der
Kilowattstunden , die einem Dezimalstrich entspricht , d-.£ . 10 , 100 ,
1000 .
Die Skalen von Zeigerinstrumenten bzw. die Ziffernrollen von Rollen-
zählwerk , die Zehntel der Ableseeinheit anzeigen , müssen farbig um­
randet oder angelegt sein .          ;
 ---pagebreak---                                         -5-
            Die Skale bzw . diejenige stetig fortschreitende Zahlenrolle , die -
             die kleinsten Werte anzeigt , muß eine Enteilung von 100 gleichen
            Skalenteilen oder eine andere Anordnung aufweisen , mit der die
            gleiche Ablesegenauigkeit erzielt wird .
            Das . Zählwerk muß bei Grenzstrom , bei Nennspannung und bei einem
            Leistungsfaktor gleich eins den Verbrauch während einer Mindestzeit
            von 1500 Stunden anzeigen können .
            Alle Angaben auf dem Zählwerk müssen unverwischbar und leicht lesbar
            sein »
2. 7«       Drehrichtung des Zählerläufers
            Der dem Betrachter zugekehrte vordere Rand des Zählerläufers muß
            sich vön links nach rechts bewegen . Diese Drehrichtung muß durch
            einen festen , deutlich sichtbaren und unverwischbaren Pfeil gekenn­
            zeichnet sein .
            Der Rand bzw . der Rand und die Oberseite der Scheibe müssen eine
            Läufermarke tragen , deren Breite ein Zwanzigstel bis ein Fünfund-
            dreißigstel.-des Läuferumfangs beträgt ; sie dient dazu , die Anzahl
            der Umdrehungen zu zählen .
            Die Scheibe darf auch Markierungen tragen , die stroboskopische oder
            andere Prüfungen ermöglichen . Diese Marken müssen so beschaffen sein ,
            daß sie die Verwendung der Hauptmarke bei der Photoelektrischen Ab­
            tastung zum Zählen der Läuferumdrehungen nicht behindert .
3.          Elektrische Vorschriften
3.1.'       v/ert des Grenzstromes
            Der Grenzstrom muß ein ganzes Vielfaches des Nennstromes betragen .
3*2 . ■ Leistungsaufnahme
3 » 2 . 1 . Spannungspfade
            Die Wirk-und Scheinleistungsaufnahme jedes Spannungspfades eines
            Zählers darf bei Nennspannung Und Nennfrequenz 2 W bzw. 8 VA nicht
            überschreiten .
3.2.2 . Strompfade
            Die Scheinleistung jedes Strompfades darf bei Grenzstrom , Nennfre-
            quenz und Nenntemperatur 2,5 VA nicht überschreiten .
 ---pagebreak---                                               -6-
3.3 » Erwärmung
      Bei den üblichen Betriebsbedingungen dürfen die Wicklungen und die
       Isolierstoffe keine Temperatur erreichen , die den Lauf des Zählers
       gefährden könnte . Dies ist vor allem dan erreicht , wenn die verwen­
       deten Isolierstoffe im Verlaufe der nachstehend definierten Prüfung
      ihre Isolierfestigkeit behalten . Diese Prüfung muss während zwei
      Stunden auf einem keinen Luftströmungen und auch keiner direkten
      Sonnenbestrahlung ausgesetzten Zähler bei folgenden Bedingungen
      durchgeführt werden :
                            Strompfade                                               Grenzstrom
                            Spannungspfade und diejenigen Zusatz- )
                            kreise , die während längerer Zeiträume )                 1,2 fache
                            angeschlossen bleiben , als ihrer ther-),                 Nennspannung
                            mischen Zeitkonstanten entspricht                  )
      Nach dieser Prüfung darf die Temperaturerhöhung Zvt der Wicklungen des
      Zählers und der Aussenseite des Gehäuses , ob Metall - oder Isolierstoff-
      gehäuse , die in der untenstehenden Tabelle angegebenen Werte nicht
      überschreiten . Der Zähler darf keine Beschädigung aufweisen und muss
           ι
      die Isolationsprüfungen des Abschnittes y*k . bestehen .
      Temperaturerhöhung At der Wicklungen und des Gehäuses
               Teile des Zählers                            C
                                                                       '    :
               Wicklungen Klasse A                     : 65
               Wicklungen Klasse E                j      80
               Aussenseite des
                                                         25
               Gehäuses
      Die Temperaturen der Wicklungen.. wenden durch A-dditi,oÄ der Umgebungs *-
      temperatur- „Und^der .-. mit • der -.Methode . der Wi'derstandändemmg „ festgestell­
      ten '.Erwärmung .'ib es timmt -( vgl «. .'.hierzu XEC-Publikation .. 28 .-: ".Specificationü
      Internationales ,d hur -cuivre- type recuit 1' ).
      Die in . der Tabelle angegebenen Grenzwerte der Erwärmungen entsprechen ,
      für eine Umgebungstemperatur von *fO°C , den in der IEC-Publikation 85
      festgelegten Grenztemperaturen .
 ---pagebreak--- 3.H-.     Isolationspriïfung
          Die Isolation aller Meßkreise des Zählers muß so ausgeführt sein ,
          daß der Zähler nicht nur einwandfrei arbeitet , sondern auch gegen
          elektrische Stoßbelastungen im normalen Betrieb oder bei zufälli­
          ger Überspannung entsprechend geschützt ist .
          Die Isolierstoffe müssen eine angemessene Isolationsfestigkeit
          und eine ausreichende mechanische Belastungsfestigkeit aufweisen ,
          damit sie ihre ursprünglichen Eigenschaften beibehalten .
          Die Isoaltionsfestigkeit der Zählermeßkreise vird ermitteLt durch :
                  - StoBspannungspriifungen
                  - Isolationsfestigkeitpriïfung
3.H-. 1 . Allgemeine Bedingungen für Isoaltionsprüfungen
          Die Prüfungen werden an neuen Zählern und bei normalen Betriebs­
          bedingungen durchgeführt , d.h . der Zähler ist fertig montiert ,
          das Gehäuse geschlossen und der Klemmdeckel angebracht .
          Während der Prüfung darf die Isolierfestigkeit nicht durch Staub
          oder ungewöhnliche Feuchtigkeit beeinträchtigt werden .
          Abgesehen von gegenteiligen Angaben sind die normalen Bedingungen
          für Isolationsprüfungen wie folgt :
                  - Umgebungstemperatur         15 - 25 °C       '
                  - relative Feuchtigkeit       ^5 - 75 ■% ■
                  - Luftdruck                 • 86 . 10^ - 106.10"^ N/m^
                                                ( 860 - 1060 mbar )
3.^.2 .   StoBspannungsprufung
          Mit Hilfe der Stoßspannungsprüfungen soll festgestellt werden , ob
          der Zähler üb er Spannungen von kurzer Dauer , aber sehr hohem Wert
          ohne Beschädigung aushält .
3.^.2.1 . Eigenschaften des Spannungserzeuger s
          Die ßtoßspannung wird in der Weise erzeugt , daß eine Anzahl Konden­
          satoren in Parallelschaltung durch eine Gleichstromquelle aufge­
          laden und anschliessend in Serie über einen den Zähler einschlies-
          senden Stromkreis entladen werden .
          Die Scheinwiderstände der einzelnen Elemente des Stromkreises müssen
          derart sein , daß der für einen bestimmten Versuch anzuwendende Span-
          nungsstoß bei allen Spannungen die gleiche Form besitzt .
 ---pagebreak---                                              -8-
3 « ^« 2 . 2 . Kurvenform der Stoßspannung
                Die Kurvenform entspricht der normalen Stoßspannung . Es ist eine
                Vollwelle mit einer konventionellen Dauer der Wellenfront von
                1,2 yus und einer konventionellen Halbwertzeit von 50 ^,us.
                Diese normale Stoßspannung wird in der Form 1,2/50 angegeben .
                Die Toleranzen betragen :
                            - für die Anstiegszeit       + 30#
                            - fur die Abstiegszeit       + 2.0%
3* ^« 2 . 3 * Scheitelweet
               Der Scheitelwert der Stoßspannung beträgt :
                                   6 kV + 5%
3.^.2 .^. Anschlüsse der Stoßspannung
               Die Stoßspannüng ist artzulegen : .
               *• zwischen den Klemmen jedes Spannungspfädes ;
               - zwischen dem Meßwerkträger einerseits und den Klemmen aller
                     untereinander verbundenen Strom- und Spannungspfade , sowie-
                     falls vorhanden - aller Zusatzkreise , deren Nennspannung
               . großer ist als kO V , andererseits ( bei Gehäusen aus Isolier-
                   - stoff oder mit Isolier^Grundplatte ist diese Prüfung mit
                     geöffnetem Gehäuse vorzunehmen );
               - außerdem bei Zählern mit Isolierstoffgehäuse oder Isolier-
                     Grundplatte zwischen den Klemmen aller Strom- und Spannungs-
                  . pfade wie vorstehend einerseits und einer Leitfolie anderer­
                     seits , die das Zählergehäuse umhüllt und mit einer ebenen
                     Metallplatte verbunden ist , auf der die Zählergrundplatte . .
                     aufliegt ; diese Metallfolie muß um die Klemmen einen Abstand
                     von mindestens 20 mm freilassen .
3.^.2.5 . Prüfverfahren und Beurteilung '                              ; '
               Die Prüfspannung muß zehnmal , .wie oben auagegeben , ohne Pol - . . •
               Wechsel angelegt werden .           .
               Während der Prüfung darf es zu keinem .Durchschlag kommen .
               Nach der Prüfung muß . der Zähler alle angegebenen Kennwerte ein­
               halten ,. lind die Fehleränd.erung darf nicht größer sein als 0,5/6
                ( Ableseunsicherheit ).
 ---pagebreak---              κ
                                                       -9-
                 Prüfung der Isolationsf estißkeit
                                                                       . wr .-.'v <r\i   i  . . * •*- - •
                Kennwerte der Stromouelle
                 - Frequenz       ' :                    50 Hz + 5
                 - Kurvenform :                          praktisch sinusförmig
              . - Spannung          :                    veränderlich von 0         2- kV -
                 - Leistung         :                    größer als 500 .VA
 J. 4. 3 » 2 . Werte und Anschlüsse der Prüfspannung
                Der Effektivwert der Spannung zur Prüfung der Isolierfestigkeit und
                 die Anschlüsse der Prüfspannung sind in nachstehender Tabelle ange­
                 geben :                  .
    Priïf-
                                            Anschlüsse der Prüfspannung
    spannung
                         - zwischen dem Heßwerkträger einerseits und
                           a)  jedem unabhängigen Zählerströmpfad ;
                           b)  jedem unabhängigen Zählerspannungspfad ;
                           c)  jedem Zusatzkreis , dessen Nennspannung größer ist als *f0 V ;
     2 kV                  d)  allen Strom- und Spannungspfaden , die normalerweise im
                               Innern des Zählers untereinander verbunden sind , andererseits
                               ( Wenn das Zählergehäuse oder die Zählergrundplatte aus Iso­
                               lierstoff besteht , empfiehlt es sich , diese Prüfungen -bei oge-
                               öffnetem Gehäuse vorzunehman . )
                         - außerdem bei Zählern , deren Gehäuse oder deren Grundplatte aus
                           Isolierstoff besteht , zwischen allen ( unter a , b und c genann­
                           ten ) untereinander verbundenen Zählerkreisen einerseits , und
                           einer Metallfolie , die unter den gleichen Bedingungen wie in Ab- .
                           satz 3 .b .2 . k . beschrieben angebracht wurde , andererseits .
                         zwischen dem Meßwerkträger einerseits und jedem Zusatzkreis , des­
                         sen Nennspannung kleiner oder gleich kO V ist , andererseits ( wenn
 500 ï •        ..    " das Zählergehäuse^ oder " dl e.t Zählergrundplatte aus . Isolierstoffc-he*
                         steht , empfiehlt es sich , diese Prüfungen bei geöffnetem Gehäuse
                         vorzunehmen ).                      , !■-.
Der höhere der           zwischen dem Spannungspfad und dem Strompfad jedes Triebsystems ,
beiden folgen­ die normalerweise untereinander verbunden sind , wobei diese Ver­
dem Vertex .             bindung für die Dauer der Prüfung vorübergehend getrennt wird .
- 600 V.
- -ao-ppelter
Wert, derc Utenn-
spannung ,-. wenn
 -lese größer
>t als 300 - V.
 ---pagebreak---                                      - 10-
      Verfahren zur Prüfung der IsolaLionsfestigkeit und Beurteilung
      Die Spannung zur Prüfung der Isolationsfestigkeit wird progressiv ,
       etwa alle 30 s bis zur Erreichung des vorgeschriebenen Wertes er­
      höht und dann 60 s lang auf diesem Wert gehalten . Danach wird die
      Spannung progressiv so schnell wie möglich auf Null zurückgeführt .
      Die Ergebnisse der Isolationsfesf.igkeitsprüfung gelten als zufrie­
      denstellend , wenn
      ~      Verlauf der Prüfung keine Abweichungen wie anomale Änderung
          der angelegten Spannung , Geräusch , Ausdünstung , Überschlag usv;»
          aufgetreten sind ,
      ~ nach der Prüfung der Zähler allen Vorschriften entspricht und die
          Fehleränderung 0,5 % nicht übersteigt ( Meßunsicherheit ).
4.    Aufschriften an Zählern
   1. Leistungs schild
      Jeder Zähler muss ein Leistungsschild aufweisen , das entweder das
      Zifferblatt des Zählwerks selbst oder ein darauf befestigtes.' Schild
      ßein kann .         •  •
      Auf diesem Schild sind unverwischbar , leicht lesbar und von aussen ,
      sichtbar folgende Angaben zu machen :
      a)   Warenzeichen des Herstellers oder Firmenname ;
      b)   Bezeichnung der Bauart ;
      c)   EWG-Bauartzulassungszeichen des Zählers ;
      d)   Angabe der Zahl und Anordnung der Triebwerke , entweder in der- Form :
           Einphasen-Zweileiter , Dreiphasen-Vierleiter usw . oder unter Ver­
           wendung von Symbolen gemäß einer innerhalb der Gemeinschaft har­
           monisierten Norm ;
      e ) die Nennspannung':
      f.) Nennstrom und Grenzstrom , ih der Form : 10 - ko A oder 10 (^+0 ) A ;
      g ), die Nennfrequenz in der Form 50 Hz ;
      h ) die ZählerkonstaAte in einer der Formen :
                               x Wh/U oder X U/kWh
      i ) die Zählernummer und das Herstellungs jähr .                       .
      Der Zähler kann ausserdem eine Handelsbezeichnung tragen , eine Spezial-
      ordnungsnummer , den Namen des Elektrizitätsversorgungsbetriebes , ein
      Zeichen der Übereinstimmung mit einer europäischen Norm und eine Angabe
      bezüglich durchgeführter Reparaturen . Irgendwelche anderen Angaben- oder
      Aufschriften sind , falls nicht besonders genehmigt , untersagt .         ?.>■
 ---pagebreak---                                             - 11-
k.2 . Schaltschema
      Jeder Zähler rauss ein Schaltschema tragen , aus dem ersichtlich ist , welche
      Anschlussklemmen den verschiedenen Phasen der anzuschliessenden Leiter ent­
      sprechen .               ,
                          KAPITEL III - MESSTECHNISCHE VORSCHRIFTEN
5.    Messtechnische Vorschriften
5-1 . Fehlergrenzen
      Unter den in Absatz 5 » 2 . beschriebenen Nennbedingungen dürfen Einphasen-
      zähler bei symmetrischer Belastung die in Tabelle I angegebenen Fehler-
      grenzen nicht übersteigen , Dreiphasenzähler mit einseitiger Belastung(bei
      symmetrischem Spannungsdreieck ) dürfen die in Tabelle II angegebenen Gren­
      zen nicht überschreiten .
                                    Tabelle I
           Stromwert                Leistungsfaktor            Fehlergrenzen
           0,05 I,                        1                        + 2,5 %
        0,1 I,b bis I max                 1                        + 2   %
           0,1 I                     0,5 induktiv                  + 2,5 %
        0,2 I.b bis I max            0,5 induktiv                  + 2   %
                                    Tabelle II
           Stromwert                Leistungsfaktor            Fehlergrenzen
        0,2 I,o <1v      ;<I.b            1                        + 3   %
        Κb <1                             1                        + b   %
             x      " a max
                                     0,5 induktiv           I      + 3   %
                                                           1
                                                            |                i
      Anmerkun g : Unter einseitiger Belastung eines Drehstromzählers ist die Be­
      lastung zu verstehen , die in einem Vierleitersystem ( mit Nulleiter ) auf­
      tritt , wenn nur eine Sternspannung belastet ist , oder die in einem Drei-
      leitersystem ( ohne Nulleiter ) auftritt , wenn nur in zwei Leitern ein Strom
      fließt .
 ---pagebreak---                                    \    - 12-
       In allen Fällen muss das gesamte Spannungssystera am Zähler angeschlossen
      bleiben .
                  s
5«2 . Referenzbedingungen
      Die Prüfungen zur Ermittlung der Fehler und der Änderung des Fehlers
      durch Einflussgrössen sind unter nachfolgenden Nennbedingungen durch­
      zuführen :
      a ) Der Zähler muss mit Kappe versehen sein ;
      b ) Bei Rollenzählwerken darf nur die am schnellsten umlaufende Ziffern-
          rolle im Eingriff sein , auch wenn sie nicht sichtbar ist ;
      c ) Vor jeder Messung muss die Spannung mindestens eine Stunde lang an­
          geschlossen worden sein , und die Mesströme müssen jeweils r.Uf stetig
      waowachsende oder fallende Werte eingestellt werden und eine ausreichende
          Zeitlang wirken , damit die Drehzahl des Läufers den Beharrungszustand
          erreicht ;
          Ferner gilt bei Drehstromzählern :
      d ) Die Phasenfolge muss der direkten Reihenfolge entsprechen
          ( 0 - k - 8 oder R - S - T )
      e ) Die Spannungen und Ströme müssen praktisch symmetrisch sein , d.h . :
          - jede der einzelnen oder zusammengesetzten Spannungen weicht um nicht
            mehr als 1 % vom Mittelwert der entsprechenden Spannungen ab ;
          - jeder der Ströme in den Leitern weicht um nicht mehr als 1% vom
            Mittelwert der Ströme ab ;
          - die Phasenverschiebungen aller dieser Ströme gegenüber der entsprech­
            enden Sternspannung weichen /untereinander um nicht mehr als 2° ab .
      Die Jtennw&rte   ( mit den angegebenen Toleranzen ) der Einflussgrössen sind
      aus Tabelle III ersichtlich . .         •          ■
 ---pagebreak---                                              - 13-
                                       Tabelle III
   Einflufigrofie            1» emiwert : ;v              Toleranz                  i
 }
 !
 i Umgebungstemperatur      Vom Hersteller angegebeae         + 2°C
                            Nenntemperatur bzw . ,            "      r              !
                            falls keine Angabe : 23 C
i Stellàng                  Senkrecht ( Anmerkung 1 )         + 0,5
   Spannung                 Nennspannung                    • Î 1 *                 i
f
   Frequenz                 50 Hz                             + 0,5 %               I
   Kurvenform               Spannungen und Strome             Klirrfaktor nxcht
          'ι                praktisch sinusförmig             größer als 3 %
 :     ,„ ;       .
   Magnetfeld               Feld von unbedeutendem Einfluß , d.h . die Rest-
                          I induktion dieses Feldes erzeugt keine größere
                          ! Fehleränderung als + 0,3$ ( Anmerkung 2 ) für :
                          ! Wechselstromzähler : bei einem Strom = 0,1 I
                          I und einem Leistungsfaktor = 1 einerseits und
i
                            einem Strom = 0,2 1^ und einem Leistungs-
                            faktor = 0,5 andererseits .
                            Drehstroftzähler : bei; einem Strom = 0,1 1^
                            und einem Leistungsfaktor = 1 .
             Anmerkung 1 . Feststellung der senkrechte Lage
                            a ) Bei Zählern mit drei Befestigungspunkten wird die
                                 Zählerstellung durch die Höhe des gleichseitigen
                                 Dreiecks bestimmt , das durch die drei Mittel­
                                 punkte der Befestigungslöcher gegeben ist ; diese
                                 Höhe muß senkrecht sein .
                            b ) Bei Zählern mit anderer Befestigungsweise wird
                                 die Zählerstellung beispielsweise durch die hin­
                                 tere Ebene des Sockels festgelegt , die vertikal
                                 sein muß , bzw . durch die Unterseite der Klemmen-
                                 platte , die horizontal sein muß .
 ---pagebreak---                                          - 14-
     Anmerkung 2 . Restinduktion eines magnetischen Fremdfeldes
                   Das Prüfverfahren besteht in folgendem :
                   a ) bei Einphasenzählern in der Ermittlung der Differenz
                       zwischen den Fehlern des Zählers vor und nach Umkehr
                       der 'Strom- und Spannungsanschlüsse . Die Hälfte dieser
                       Differenz ist der Wert der gesuchten Abweichung ;
                   b ) bei Drehstromzählern in der Ermittlung der Fehler des
                       Zählers , indem die Anschlüsse an die Stromspannungs-
                       pfade dreimal um einen Phasenwinkel von 120° in direk­
                       ter Reihenfolge zyklisch vertauscht werden .
                       Die Differenz zwischen jedem dieser Fehler und dem
                       arithmetischen Mittelwert ist der Wert der gesuchten
                       Abweichung .
5.3 * Wirkungen der Einflußgrößen
      Die Fehleränderungen werden für jede der Einflußgrößen unter den in
      Tabelle IV angegebenen Bedingungen ermittelt , wobei alle übrigen Be­
      dingungen von Absatz 5 » 2 . eingehalten werden .
 ---pagebreak---                                            - 15-
                                    Tabelle IV
 ; Einflu3~ro3e      Art der Prüfung und Prüf-       Leistungs-
                     bedingungen                     faktor
   Temperatur                                                     Maximalwert
   ( Anmerkung 1 )                                                 des mittleren
                                                                  Temperaturkoef-
                                                                   fizienten
                     von 0,1 I,       bis I              1        + 0,1 % y°c
                                             T max
                     von 0,2 I,       bis I max                   + 0,15^ y° C
                                  b                  0,5 induk-
                                                       tiv      '
                                                                  Maximal zuläs­
                                                                  sige Fehler-
                                                                  änderung
                                                                                   î
   Stellung          Bei einer Neigung von                                         \
                                                                                   \
                     3 gegen die Senkrechte                                        t
                     in beliebiger Richtung                          v       "     I
                     bis 0,05 I,         .              1         + 3 %            I
                     bis I.
                           b -       . >
                                                        1         + 1 #           !
: Spannung           Bei einer Schwankung
                     um + 10 % gegenüber
                     der Nennspannung
                     bis 0,1
                         –
                                I,b _                   1         + 1,5 %
                     von 1,    bis I                    1         + 1    %
                           b           max
                                                                                  I
- Frequenz           Für eine Schwankung um
                     + 5# gegenüber 50 Hz :
                     bis 0,1 I, und bis I,              1         + 1,5 £
                                                     0,5 induk­   + 1,5 %
                                                       tiv
i Kurvenform         Bei einer Verstärkung
; ( Anmerkung 2 )    der dritten Harmonischen
                     in der Stromwelle um 10$ :
                     bis I,
                           b
                                                        1         + 0,8 %
   Magnetisches      Bei einer magnetischen
   Fremdfeld         Induktion von 0,5 mT,bei                                     i
                                                                                  {
   ( Anmerkung 3 )   Nennfrequenz , bei ungünsti­                                 i
                                                                                  I
                                                                                  |
                     gen Bedingungen bezüglich ;
                     Phase und Richtung :                                         I
                     bis I,                             1         + 3 %
                           D
   Phasenfolge       Bei Umkehr der direkten       i
   bei Mehrphasen- ; Phasenfolge :
 ' zahlern                                               1        + 1,5 %
                   : von 0,5 I, bis I
                           : . b,             max    0,5 induk-
                     symmetrisch                                  ■+ 2,0 #
                                                     , tiv , . ;                  a
                                                                                  !
 ι                                                                                H
                     bei 0,5 I,      einseitig          1
                                                                  t 2,0 *         I
 ---pagebreak---                                          - 16-
    Anmerkung 1 . Für eine gegebene Temperatur wird der Wert des mittleren
                   Temperaturkoeffiaienten für eine Temperaturspanne von 20°C
                   ermittelt ,. die im Bereich von 0 bis ^0°C gewählt wird und
                   um diese Temperatür zentriert ist .
    Anmerkung 2 . Bei der Ermittlung der Fehleränderung in Abhängigkeit von
                   der Wellenform muß der Gehalt der Spannungswelle an Harmo­
                   nischen kleiner sein als 1      und die Phase der der Strom-
                   welle überlagerten dritten Harmonischen muß zwischen 0 und
                   360° verändert werden .
   Anmerkung 3 » Man erhält die geforderte Induktion in der Mitte einer kreis­
                   förmigen Spule von 1 m Durchmesser mit quadratischem Quer­
                   schnitt und im Vergleich zum Durchmesser geringer radialer
                   Stärke , die eine magnetomotorische Kraft von kOO A liefert .
     WArkanq starker überströme von kurzer Dauer
     Ein Zähler muß während 0,5 Sek . folgende Ströme aushalten :
     den , 30fachen Nennstrom , sofern dieser 10 Ä nicht übersteigt
     den 20fachen Nennstrom , sofern dieser 10 A übersteigt .
     Bei dieser Prüfung muß der Prüfstromkreis praktisch induktionsfrei sein ;
     an den Klemmen des Spahnungspfades muß die . Nennspannung mit Nennfrequenz
     50 Hz liegen . -
     Nach Belastung mit dem Kurzschlußstrom . muß man dem Zähler bei angelegter
     Spannung genügend Zeit lassen ( etwa 1 Stunde ) damit er sich wieder der
     Umgebungstemperatur anpassen kann .
     Hierauf muß der Zähler bei Nennspannung , Nennfrequenz 50 Hz und Leistungs
     faktor 1,0 mit Nennstrom geprüft werden . Die 'Fehleränderung darf nicht
     größer sein als 1,5
5 « Fehleränderung durch Eigenerwärmung
     Der Zähler wird zunächst mindestens eine Stunde lang unter Nennspannung
     ohne Speisung der Strompfade angeschlossen und anschließend bei Grenz-
     strom in Betrieb genommen .
     Der Fehler des Zählers wird beim Leistungsfaktor 1 unmittelbar nach Inbe­
     triebnahme -uad_danacfe–xn~Abständen gemessen , die kurz genug sind ,
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        um eine einwandfreie Aufzeichnung der Fehleränderungskurve in Ab­
        hängigkeit von der Zeit zu ermöglichen .
        Die Prüfung muß mindestens während einer Stunde foifcgesetzt werden und
        auf jeden Fall solange , bis die für eine Dauer von 20 min\gemesssne
        Abweichimg nicht größer ist als 0,2 % .
        Die nach dem oben beschriebenen Verfahren gemessene Fehleränderung
        durch Eigenerwärmung darf 1 % nicht übersteigen .
5.6 . Leerlauf
        Bei offenen Strompfaden des Zählers und bei den Prüfbedingungen des
        Abschnittes 5*2 . darf der Zählerläufer bei einer Spannung zwischen
        80 und 110 % der Nennspannung nicht leerlaufen . Der Läufer darf zwar -
        anlaufen , aber keine vollständige Umdrehung ausführen . Bei Rollenzähl-
        werken gilt diese Vorschrift nur für eine im Eingriff befindliche Zif-
        fernrolle .
5.7 . Anlauf
        Der Zähler muß bei 0,5 % des Nennstromes , bei einem Leistungsfaktor
        gleich eins und bei den Prüfbedingungen des Abschnitts 5 » 2 . deutlich
        anlaufen und weiterdrehen . Es ist zu überprüfen , daß der Läufer mit
        Sicherheit eine ganze Umdrehung ausführt .
        Bei Zählern mit Rollenzählwerk gelten diese Bedingungen , sofern sich
        eine öder zwei Rollen im Eingriff befinden .
5 • 8 . Ubereinstimmung de s Zählwerks mit der Ablesekonstanten des Zählers
        Die vom Zählwerk aufgezeichnete elektrische Arbeit wird mit dem Pro­
        dukt aus der entsprechenden Umdrehungszahl der Läuferscheibe und der
        Zählerkonstanten verglichen .
        Der auf diese Weise gemessene Anzeigefehler darf nicht höher sein a.ls
        die Messunaicherheiti z .
5 . 9 » Verstellbereiche
        Ist der Zähler so justiert , daß er die vorgenannten Vorschriften
        erfüllt , so muß er mindestens folgende Verstellbereiche aufweisen :
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         I
        a ) Verstellung bei hohem Verbrauch :
            k% in Eichtung einer größeren und 6% in Kichtung einer kleineren
            Läuferdrehzahl , bei einem Strom gleich dem halben Grenzstrom , bei
            Nennspannung , Frequenz 50 Hz und einem Leistungsfaktor gleich eins .
        b ) Verstellung bei niedrigem Verbrauch :
            + b% Änderung der Läuferdrehzahl bei 5$ äes Nennstromes , bei Nenn-
            frequenz 50 Hz , Nennspannung und Leistungsfaktor gleich eins .
        c ) Verstellung bei Phasenverschiebung ( wenn der Zähler eine solohe
            Verstelleinrichtung besitzt ) :
            + 1$ Änderung der Läuferdrehzahl bei einem Leistungsfaktor = 0,5
            ( induktive Belastung ) mit einem Strom gleich dem halben Grenzstrom ,
            der Frequenz 50 Hz und bei Nennspannung .
                             KAPITEL IV - EWG-BAU ABTZULASSUNG
        Die EWG-Bauart Zulassung von Elektrizitätszählern erfolgt gemäß den Vor­
        schriften der Eichtlinie des Rates' vom 26 . Juli 1971 zur Anglei chung
        der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vor­
        schriften über Meßgeräte sowie über Meß- und Prüfverfahren .
        In diesem Kapitel werden einige dieser Vorschriften genauer eingegeben .
6.      Bauartzulassung
6.1 .   Verfahren der Bauartzulassung
6.1*1 . Technische Unterlagen
        Dem Bauart zulassungsantrag sind folgende Unterlagen beizufügen :
        a ) Eine ausführliche Beschreibung der Bauart t namentlich hinsichtlich :
            - Konstruktion der Triebwerke ;
   '        - Abmessungen der Läuferscheibe , Masse des Läufers und Art seiner
               Aufhängung ;
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            - Konstruktion der Bremseinrichtung ;
            - Arbeitsweise der Justiereinrichtungen :
            - Art des Temperaturausgleiche ;
            - Konstruktion des Zählwerkes ;
            - Konstruktion der Hilfseinrichtungen wie Tarifwechsel usw .
            - Konstruktion des Gehäuses .
        b ) Eine Tabelle aller Kombinationen zwischen Nennstrom und Bezugs-
            spannungen der Zähler der Bauart mit den folgenden Angaben für
            jede Kombination :
            - Zahl der Windungen der Strom- und Spannungspfade und Durchmesser
              der Drähte ( bzw . deren Querschnittsabmessungen )
            - Konstanten und Zähnezahlen der Übersetzungsräder des Zr.hlwerks ,
              Dezimalteilungen des Zählwerks ;
            - Nennspannung und Nennstrom des Zählers , der bei der Bemessung der
              Y/icklungen der anderen Zähler als Bezugsgerät diente ( Eezugs-
              zähler ).
        c ) Schema der inneren elektrischen Anschlüsse und des äußeren Anschlus­
            ses .
        d ) Schematische Zeichnung des vollständigen Zählers , aus der alle
            Hauptbestandteile ersichtlich sind .
0.1.2 . Hinterlegung von Musterzählern für die Bau art zulassung
        Mit dem Bauartzulassungsantrag müssen drei mit dem Bezugzähler iden­
        tische Zähler hinterlegt Verden .
        Der zuständige Dienst kann die Hinterlegung zusätzlicher Zähler mit
        anderen Kombinationen von Nennstrora und Nennspannung verlangen , um sich
        zu vergewissern , ob bestimmte Kombinationen als zur selben Zählerbau-
        art gehörig anzusehen sind und den Vorschriften dieses Kapitels ge­
        nügen . ■       ■
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      Betrifft der Antrag die Ausdehnung einer bereits erteilten Bauart-
      zulassung , so kann der metrologische Dienst die Hinterlegung eines
      zusätzlichen Zählers verlangen .
6.2 . Bauart Zulassungsprüfung
      Die hinterlegten Zähler müssen die technischen Vorschriften von Ab­
      satz 2 , 3 un k und die meßtechnischen Vorschriften von Absatz 5 er­
      füllen .
      Es ist jedoch zulässig , um die etwaigen Fehler der Eichmittel zu
      berücksichtigen , beim Aufzeichnen der Fehlerkurven gemäß Tabelle I
      und II die Abzissenachse um einen Wert parallel zu verschieben , der
      für alle Kurven 0,5 % nicht übersteigt .
      Unter dem Vorbehalt , daß die gesamte Belastungskurve nicht nur
      unter Bezugsbedingungen sondern unter konstanten Prüfbedingungen
      aufgezeichnet wurde , müssen die hinterlegten Zähler außerdem fol­
      gende Bedingungen erfüllen :
      - Die Differenz zwischen dein Größtwert und dem Kleinstwert des alge­
         braischen Fehlers muß zwischen 0,1 I,b und I max und einem Leistungs-
       • faktos ä 1 ! gleich* oderlkleiner .al ^. 3%-sein .
      - Die Differenz zwischen Größtwert und Kleinstwert des algebraischen
         Fehlers muß zwischen 0,2 I,b und   -
                                                  I max und bei einem Leistungsfaktor«
         0,5 induktiv gleich oder kleiner als 3% sein .
6.3» Meßpunkte für die Bauartzulassungsprüfungen               .
      Eei den Prüfungen , die die metrologischen Vorschriften von Absatz . 5
      betreffen , müssen Messungen , mindestens an folgenden Punkten durchge­
      führt werden :
      - bei allen Zählern ( Mehrphasenzähler mit symmetrischer Belastung ),
         bei einem Leistungsfaktor == 1 :
         5% , 10% , 20/o , 50% und ' tOO^ vda'.'I, und tjedem gartoen jVielfacherL -von
         I,'b bis 1 max'
                     ■ s-. ■i  -
      - bei allen Zählern ( Mehrphasenzählern mit symmetrischer Belastung )
         bei einem Leistungsfaktor = 0,5 ( induktiv ) :
         10$, 20$ , 50$ , 100$ von I und jedem ganzen Vielfachen von 1^ bis
         I max ;'
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- bei Mehrphasenzkhlern mit einseitiger Belastung :
  20% . 50% und 100# von I,b , 50% I max unä I max mit einem Leistungs-
  faktor = 1 und 1^ mit einem Leistungsfaktor = 0,5 ( induktiv )
  Diese Prüfungen werden nacheinander auf allen Phasen vorgenommen .
Die Auswirkungen der Einflußgrößen werden mindestens für folgende
Punkte geprüft :
- Einfluß der   Umgebungstemperatur für   o,1 1^, 1^ und ^max ( Leistungs
  faktor = 1 )  und 1^ ( Leistungsfaktor  = 0,5 induktiv );
- Einfluß der   Zählerstellung bei 0,05   1^ und 1^ ( Leistungsfaktor= 1 )
- Einfluß der   Spannung bei o,1 1^, 1^   und ^max ( Leistungsfaktors 1 );
- Einfluß der Frequenz , der Kurvenform und der magnetischen Fremd-
  felder bei den in Tabelle IV abgegebenen Punkten und Bedingungen }
- Einfluß der Umkehr der Phasenfolge ( Mehrphasenzähler ) bei 0,5 I,ο »
  1^ und lmax rait symmetrischer Belastung und bei 1^ mit einseitiger
  Belastung , bei den Leistungsfaktoren 1 und 0,5 ( induktiv ), wobei
  die Prüfung, mit einseifriger Belastung auf älle&'iPhasen vorzuhehaen
  ist .
Die Kurzschlußsicherheit und der Einfluß der Einfluß der Eigener­
wärmung werden in der unter Absatz 5 * 1*» U1*d 5 « 5 » angegebenen Weise
geprüfte
Die Leerlaufprüfung erfolgt bei 80# , 100# und 110# der Nennspannung ,
Die Anlaufprüfung erfolgt bei den Bedingungen von Absatz 5«7 *
Die Prüfung des Zählwerks erfolgt in der unter Absatz 5»8 .; ange­
gebenen Weise .
Die Dauer der Prüfung muß ausreichend sein , damit die Ableseunsicher
heit + 0,2 % nicht übersteigt .
Außerdem wird das Bezugsdrehmoment der hinterlegten Zähler bei still
stehendem Läufer und die aufgenommene Leistung gemessen ( Spannungs-
pfade bei Nennspannung , Strompfade bei Nennstrom ).
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6.4 . EWG-Bauart Zulassungsbescheinigung
      Die der EWG-Bauartzulassungsbescheinigung beigefügten Beschreibungen ,
      Pläne und schematischen Darstellungen enthalten :
      - eine Beschreibung der Arbeitsweise ;
      - eine Gesamtzeichnung ( möglichst mehrere Ansichten , aus denen die An
        Ordnung und die Anschlüsse hervorgehen ); '
      - Zeichnungen des oder der Triebwerke mit ihren Justiereinrichtungen ;
      - eine Zeichnung der Bremseinrichtung nebst Justierung ;
      - eine Zeichnung des Läufers ( Durchmesser und Dicke der Läuferscheibe
        Masse und Drehmoment des Läufers );
      - eine Zeichnung der Temperatur-Ausgleicheinrichtung ;
      - eine Zeichnung des Zählwerks ;
      - eine Masszeichnung des Gehäuses , der Grundplatte und des Klemmen­
        kastens ;
      - das Schaltschema ;
      - eine Tabelle der Kennwerte der Spannungs- und Strompfade ( Windungs­
        zahl , Drahtquerschnitte , Leistungsaufnahme ) für die verschiedenen
        Kombinationen von Nennstrom und Nennspannung ;
      - eine Tabelle der Übersetzungsräder und der für die jeweiligen Kom­
        binationen geltenden Konstanten ;
      - Angabe der Ausführungsvarianten ( Gehäusewerkstoff , Einrichtungen
                                                                          Λ
        für Tarifwechsel , Einrichtung für Fernübertragung , Rücklaufsperre
        usw . )                                                . ,
                           KAPITEL V - ERSTEICHUNG
      Die EWG-Ersteichung von Elektrizitätszählern erfolgt gemäß den Vor­
      schriften' der Richtlinie des Rates vom 26 ; Juli 1971 zur Angleichung
      der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend gemeinsame Vor­
      schriften über Meßgeräte sowie über Meß- und Prüfverfahren .
      Diese Vorschriften werden durch folgende Einzelvorschriften ergänzt :
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7.      Ersteichung
        Die Ersteichung der Elektrizitätszähler umfasst Prüfungen der Über­
        einstimmung mit der Bauart und Abnahmeprüfungen .
7,1 ,   Abnahmeprtifungen
        Durch die Abnahmeprüfungen wird gewährleistet , dass der Zähler , die
        unter 7*1*1 * aufgeführten Eigenschaften besitzt .                   -
7*1,1 , Art der Abnahmepriïfungen
        ( 1)-Prüfung der Isolationseigenschaften
        ( 2)-Prüfung der mechanischen Eigenschaften , soweit bei geschlosse­
               nem Gehäuse feststellbar -
        ( 3 ) -Lee.rlaufprüfung
        ( k ) -Anlau fprüfung
        (5 bis 10 )-Genauigkeitsprüfungen
        ( 11)-Prüfung der Zählerkostanten
        ( 12)-Prüfung der mechanischen Eigenschaften , zu deren Feststellung
                das Zählergehäuse geöffnet werden , muss .
        Die Prüftingen sind möglichst in der oben angegebenen Reihenfolge ;
        und nach den Angaben von Pkt . 7*1*2 . und 7^"U 3 * durchzuführen ..
7.1.2 . Bedingungen für die Abnahmeprüfungen
        Die Prüfungen sind an jedem Zähler bei geschlossenem Gehäuse vorzu-    '
        nehmen , ausgenommen für bestimmte mechanische Eigenschaften und ,
        falls erforderlich , für die Prüfung des Zählwerks .
        Anmerkung -
        Erfolgt jedoch die Ersteichung in den Werkstätten des Herstellers ,
        so können die Prüfungen bei offenem Gehäuse vorgenommen werden ,
        wenn zuvor festgestellt worden ist , däss der Einfluss der Zählerkappe
        vernachlässigbar ist . Bei der Kontrolle der Isolierung müssen die
        Gehäuse jedoch geschlossen sein .
        Vor jeder Prüfung müssen die Zähler mindestens eine halbe Stunde
        lang bei Nennspannung mit einem Strom von etwa o,1 1^ und bei einem
        Leistungsfaktor = 1 betrieben werden . Dadurch wird eine vorherige
        Erwärmung des Spannungspfades erreicht und überprüft , ob sich der
        Läufer frei dreht .
        Die Prüfungen Nr . 3 bis 11 sind unter den Bedingungen von Tabelle III
        oder Tabelle V durchzuführen .
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                                              Tabelle V
                                   –                        j
   EinflufigroGe                           Bezugswert              Toleranz
   Umgebungstemperatur                        23 C                     + 2°C ( 1 )
   Stellung                                senkrecht                   + 1
   Spannung                                Nennspannung                + 1,5 %
   Frequenz                                   50 Hz                    + 0,5 %
   Kurvenform von Span­                    sinusförmig             Klirrfaktor kleiner
   nung und Strom                                                  oder gleich 5 %
   Magnetisches Fremd-                        Null                 Induktion , die keine
   feld bei der Fre­                                               größere Fehlerände-
   quenz 50 Hz                                                     ruog bewirkt als
                                                                   + 0,3: % bei 0,1 I.d
                                                                   und einem Leistungs-
                                                                   faktor gleich eins
                                                                   (2)
                                           Außerdem bei Drehstromzahlern
   Phasenfolge                             Direkte Folge
   Phasenbelastung ( 3 )                   symmetrisch        j    Wie unter Absatz
                                                              |    5. 2 . e ), jedoch
                               , . .L                         i    1 ,5 anstatt 1 %
i ( l)Die Prüfungen können- bei~ einer Temperatur vorgenommen werden , die
           außerhalb des Bereiches 21 bis 25 C liegt , jedoch innerhalb des Be-
I|         reiches    15 bis 30°C , vorausgesetzt , daß feine Korrektur hinsichtlich
           der Bezugstemperatur von 23 C unter Berücksichtigung des vom Her­
           steller angegebenen mittleren Temperaturkoeffizienten vorgenommen
    •; * ' wird.' - ■                                                         -     -
   ( 2 ) Siehe Anmerkung 2 zu Tabelle III .
 I ( 3 ) Außer bei den Prüfungen mit einseitiger ..Belastung »
 3
                             •        ■•••     i    :I          i
 :
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7.1.3 «         Beglaubigung der Abnahmeprüfung
7.1.3.1 . Prüfung der Isolationsfestigkeit ( Prüfung Nr.1 )
                Die Prüfung der Isolationsfestigkeit besteht darin , eine Wechsel­
                spannung mit einer Frequenz von 50 Hz und einem Effektivwert von
                2 kV zwischen allen untereinander verbundenen Klemmen und der
                ebenen Metallfläche anzubringen , auf die der Zähler aufffel p.fft
                wird *
7 . 1 . 3 • 2 . Mechanische Eigenschaften (Prüfung Nr . 2 und 12 )
                Bei geschlossener Zählerkappe werden normalerweise folgende Prü­
                fungen durchgeführt :
                - guter äusserer Zustand des Zählergehäuses und des Klemmenblocks ;
                - richtige Stellung des Zifferblattes ;
                - Vorhandensein aller vorgeschriebenen Aufschriften .
                Bei göffneter Zählerkappe sind an fünf zufällig ausgewählten
                Zählern , unabhängig von der Gesamtstückzahl des zu prüfenden
                Zählerloses , nach den übrigen Prüfungen folgende Kontrollen vor­
                zunehmen :
                - Güte des Oberflächenschutzes , beispielsweise durch Lackieren ;
                - Zâhlerwerksiibersetzungi
                - Güte des Zahneingriffs des Zählwerkes ;
                - Güte der Schweißnähte ^ :
                - Festsitz der Schrauben ;
                - Abwesenheit von Feilspänen und Metallstaub ;
                - Verstellbereiche .
7 . 1.3 » 3' Leerlauf ( Prüfung Nr . 3 )
                Bei Anschluß an Nennspannung mit einem Leistungsfaktor gleich 1
                und einem Strom gleich 0,001 1^ darf der Läufer keine vollständige
                Umdrehung ausführen .
7.1.3 .^. Anlauf ( Prüfung Nr . k )
                Bei Anschluß an die Nennspannung mit einem Leistungsfaktor gleich
                1 und einem Strom gleich 0,$06 1^ muß der Läufer anlaufen und
                mehr als eine ganze Umdrehung ausführen .
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  7 . 1 . 3 « 5 . Genauigkeitsprüfungen ( Prüfung Nr » 5 bis 10 )
                  Genauigkeitsprüfungen müssen bei Einphasen- und Drehstromzählern
                  bei den in Tabelle VI angegebenen Stromwerten und Leistungsfak-
                  toren ausgeführt werden , ohne daß es erforderlich ist , den ther­
                  mischen Beharrungszustand der Windungen abzuwarten . Werden die
                  Prüfungen unter den Bedingungen von Tabelle V durchgeführt , so
                  werden die in Tabelle I und II angegebenen Fehlergrenzen auf die
                  in Tabelle VI angegebenen Werte erweitert .
                                              Tabelle VI
                                     J
   Nummer der             Stromwert ; Leistungs-      Zähler       Belastung       Fehlergrenze ;
   Prüfung                           I faktor                      bei Dreh- .
                      ;
                      (
                                     |                             Stromzäh-
                      i                                            lern                         i
                        ^         ;_J
          5             ; 0,05 ib    |    1           Empha-
                                                      sen-und
                      i              i ■
                                                      Drehstrom-   symmetrisch     + 31 5 %
                      ]
                      i                               zahler
:
          6           i
                      I
                              rb j 1                      *9            fl
                                                                                   + 2,5 %       j
          7           |       I.     I 0,5 induk-         IV            If       1+3      #
                      |              |   tiv
   8 und 9
                              h -\ 1 •                           i
                                                      Drehstrom-!■ 1 Phase - be-
                                                      zâhler     I lastet
                                                                                 i + 3,5 %
                                                                 |(1 Priifung
                                     i                           | in 2 Phasen
                                                                                                 ι
        10                  i max
                                     !    1           Emphasen4
                                                                 ι
                                                      und Dreh- :          . . ,
                                                             ... isymmetnsch      "+' 2,5 %
                                                      stromzah- ;
                                     i
                                                      1er        |
                  Die zulässigen Fehlergrenzen dürfen nicht systematisch im gleichen
                  Sinn ausgenutzt werden .
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7.1.3.6 . Prüfung der Ubereinstimmung des Zählwerks mit der Ablesekonstanten
,VU% 6 . ^.a-Zahrers « P^i£ü&£Äi-1i -}ri ?:'li -V-.- P A".\
            Die Kontrolle des Zählwerkes eines Lieferloses wird entweder an
            allen Zählern des Lieferloses vorgenommen oder an einem Muster von
            *f0 Zählern , die einem bis zu 1000 Stück umfassenden Lieferlos
            zufällig entnommen wurden . Wird die Kontrolle beim Hersteller durch­
            geführt , kann sie bei geöffneter Zählerkappe vorgenommen werden .
            Die Dauer der Prüfung und das angewandte Verfahren müssen so ge­
            wählt werden , daß die ..Mässunsicliarhjeits 2% nicht übersteigt .
            Liegt ein Musterzähler nicht innerhalb der Toleranzen , muß die Kon­
            trolle an allen Zählern des Lieferloses durchgeführt werden .
            Außerdem wird bei fünf Zählern eine Prüfung bei geöffneter Zähler-
            kappe vorgenommen , wobei die A'jMessunsicherheit nicht größer sein
            darf als 0,5 °/o.
7.1.3 »?. Mefîunsicherheit
            Die Güte der Meßgeräte und der sonstigen für die Durchführung der
            Prüfungen 3 bis 10 verwendeten Apparaturen muß so sein , daß die
         r durch sie verursachte Meßunsicherheit folgende Relativwerte nicht
            überschreitet :
            + 0,4 % bei einem Leistungsfaktor gleich 1
            + 0,6 % bei einem Leistungsfaktor gleich 0,5 ( induktiv ).
7.2 .       Prüfung auf Übereinstimmung mit dem Baumuster "
7.2.1 .     Art der Prüfung auf Ubereinstimmung mit dem Baumuster
            Um festzustellen , ob die metrologischen Eigenschaften der herge­
            stellten und zur Ersteichung vorgeführten Zähler ständig mit den
            Vorschriften dieser Richtlinie übereinstimmen , werden in bestimm­
            ten , von zuständigen Dienst festgesetzten Zeiträumen Prüfungen der
            Übereinstimmung mit der Bauart vorgenommen , die an einem zufällig
          . nach erfolgter Abnahmeprüfung ausgewählten Zähler durchgeführt ■
            werden .                                                       ■ '
            Die Prüfung besteht mindestens in der Aufzeichnung von zwei Fehler-
            kurven , und zwar einmal zwischen 0,05 I,D und I max
                                                               '   mit einem
            Leistungsfaktor
                     °
                              = 1 ,' zum anderen zwischen 0,1
                                                           '
                                                              I,b und I inax mit einem
            Leistungsfaktor = 0,5 ( induktiv ), sowie gegebenenfalls in beliebi­
            gen anderen Prüfungen , die in dieser Richtlinie beschrieben sind und
            nach Gutdünken des zuständigen Dienstes erforderlich erscheinen .
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           Anmerkung
           Werden die Zähler einer bestimmten Bauart regelmäßig fabriziert , so ist
           erwünscht , die Häufigkeit der Ubereinstimmungsprüfung dem Produktionsum-
           fang anzupassen .
           Außerdem ist dieses Prüfverfahren jedesmal anzuwenden , wenn bei Abnahme-
           prüfungen oder sonstigen Prüfungen Fehler festgestellt werden , die offen
           sichtlich systematisch sind .
7 . 2 . 2. Beglaubigung der Bauart-Ubereinstimmungsprüfung .
           Die Ergebhisse der Ubereinstimmungsprüfung müssen den Vorschriften von
           Artikel 2 , 3 und 5 dieser Richtlinie entsprechen . Es ist jedoch zulässig
           um etwaige Fehler der Eichmittel zu berücksichtigen , beim Aufzeichnen
           der Fehlerkurven nach' Tabelle I ( sowie gegebenenfalls nach Tabelle II )
           die Abszissenachse um einem Wert parallel zu verschieben , der für alle
           Kurven derselbe ist und 0,5 % nicht übersteigt .
           Wird außerdem ein Anlaufversuch vorgenommen , so ist dieser unter den Be­
           dingungen von Pkt . 7.1.3.**. durchzuführen ( Strom = 0,006 1^).
           Erfüllt der Zähler diese Bedingungen nicht , so muß. der zuständige Dienst
           häufigere und gebenenfalls vollständigere Ubereinstimmungsprüfungen vor­
           nehmen , bis sich herausstellt , daß die hergestellten Zähler von neuem
           den Vorschriften dieser Richtlinie entsprechen .
           Geht aus aufeinanderfolgenden Ubereinstimmungsprüfungen hervor , daß die
           Fertigungsqualität nicht so verbessert werden kann , daß die Vorschriften
           dieser Richtlinie erfüllt werden , so muß der zuständige Dienst die Ent-"
           Ziehung der Bauartzulassung aussprechen .
?. 3 »     Eichzeichen und Sicherungsstempel •
           Die Zähler , die die Prüfungen der Ersteichung mit Erfolg durchlaufen
           haben , müssen plombiert' werden .       . •               • .
           Die Plomben müssen die Zeichen der EWG»Ersteichung tragen und so ange­
           bracht werden , daß es unmöglich ist , die Zählerkappe abzunehmen und an
           das Triebwerk , die Bremseinrichtung , die Justiereinrichtung , den Läufer
           und das Zählwerk ohne Zerstörung der Eichzeichen heranzukommen . ,