CELEX: 31994D0572
Language: de
Date: 1994-07-27 00:00:00
Title: 94/572/EG: Entscheidung des Rates vom 27. Juli 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998)

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31994D0572

94/572/EG: Entscheidung des Rates vom 27. Juli 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998)  

Amtsblatt Nr. L 222 vom 26/08/1994 S. 0035 - 0048 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 26 S. 0214  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 13 Band 26 S. 0214 

ENTSCHEIDUNG DES RATES vom 27. Juli 1994 zur Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste (1994-1998)  (94/572/EG)  DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 130i Absatz 4,  auf Vorschlag der Kommission,  nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (1),  nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (2),  in Erwägung nachstehender Gründe:  Mit Beschluß Nr. 1110/94/EG (3) haben der Rat und das Europäische Parlament ein Viertes Rahmenprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (nachstehend FTE genannt) für den Zeitraum 1994-1998  angenommen, das Maßnahmen im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -diente festlegt. Die vorliegende Entscheidung trägt der in der Präambel zu dem genannten Beschluß dargelegten Begründung Rechnung.  Gemäß Artikel 130i Absatz 3 des Vertrags erfolgt die Durchführung des Rahmenprogramms durch spezifische Programme, die innerhalb eines jeden Aktionsbereichs entwickelt werden; in jedem spezifischen Programm werden die Einzelheiten seiner Durchführung,  seine Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt.  Die für die Durchführung dieses Programms für erforderlich gehaltenen Mittel belaufen sich auf 630 Millionen ECU. Die Mittelansätze für jedes Haushaltsjahr werden von der Haushaltsbehörde entsprechend den verfügbaren Mitteln im Rahmen der Finanziellen  Vorausschau und gemäß Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  Die harmonische Entwicklung und Einführung neuer Generationen von Kommunikationssystemen und -diensten ist von wesentlicher Bedeutung für die Konsolidierung des Binnenmarkts. Forschung und technologische Entwicklung bilden die Grundlage für die  Entwicklung transeuropäischer Netze und Dienste. Die innovative Nutzung neuer Kommunikationsdienste fördert die Entwicklung flexiblerer Arbeitsformen und die Konvergenz des Telekommunikations-, Fernseh- und Mediensektors bei der Bereitstellung  interaktiver Videodienste. Die Entscheidungen über die Liberalisierung der Telekommunikationsdienste bis 1998 stellen neue Anforderungen an die technologische Entwicklung und an das Zusammenwirken von Netzen und Diensten sowie an das Dienstmanagement in  einem vom Wettbewerb geprägten Umfeld.  Wie im  "Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" dargelegt, kann das vorliegende Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stimulierung des Wachstums, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Verbesserung der  Beschäftigungssituation in der Gemeinschaft leisten.  Der Inhalt des Vierten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche FTE-Maßnahmen wurde in Einklang mit dem Subsidiaritätsprinzip festgelegt. In dem vorliegenden spezifischen Programm sind die nach diesem Prinzip im Bereich der fortgeschrittenen  Kommunikationstechnologien und -dienste durchzuführenden Maßnahmen beschrieben.  Nach dem Beschluß Nr. 1110/94/EG ist eine Gemeinschaftsmaßnahme unter anderem dann gerechtfertigt, wenn die Forschung zur Stärke des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft und zur Förderung ihrer allgemeinen harmonischen  Entwicklung beiträgt und gleichzeitig mit dem Streben nach wissenschaftlicher und technischer Qualität vereinbar ist. Das vorliegende Programm soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen.  Die Gemeinschaft sollte nur FTE-Maßnahmen von hohem qualitativen Niveau fördern.  Die Grundlagenforschung muß angesichts der raschen technologischen Entwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Photonenkommunikation, gefördert werden.  Für dieses spezifische Programm gelten die Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren (einschließlich der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS)) und Hochschulen und die Regeln für die Verbreitung der Forschungsergebnisse gemäß Artikel  130j des Vertrags.  Es sollten auch Maßnahmen für eine stärkere Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an diesem Programm, insbesondere durch Technologieförderung, vorgesehen werden.  Die Bemühungen der Kommission um Vereinfachung und Beschleunigung der Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie um grössere Transparenz müssen fortgesetzt werden, um die Durchführung des Programms zu fördern und die Maßnahmen zu erleichtern, die die  Unternehmen, insbesondere die KMU, sowie die Forschungszentren und Hochschulen im Hinblick auf die Teilnahme an einer FTE-Maßnahme der Gemeinschaft treffen müssen.  Dieses Programm trägt bei zu einer Verstärkung der Synergien zwischen den im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste durchgeführten FTE-Maßnahmen der Forschungszentren, Hochschulen und Unternehmen, insbesondere der KMU, in  den Mitgliedstaaten sowie zwischen diesen und den entsprechenden FTE-Maßnahmen der Gemeinschaft.  Angesichts der zunehmenden Konvergenz zwischen Informationstechnologien, Telekommunikationstechnologien und Telematik sollte das Programm im Hinblick auf einen stärkeren Synergieeffekt in enger Zusammenarbeit mit Forschungsprogrammen im Bereich der  Informationstechnologien und der Telematikanwendungen von gemeinsamem Interesse durchgeführt werden.  Bei der Durchführung dieses Programms könnte sich eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern als zweckmässig erweisen.  Dieses Programm sollte auch Maßnahmen zur Verbreitung und Verwertung der FTE-Ergebnisse, insbesondere für KMU, vor allem in den am wenigsten am Programm beteiligten Mitgliedstaaten oder Regionen umfassen; des weiteren sollte es Maßnahmen zur Förderung  der Mobilität sowie der Aus- und Weiterbildung von Forschern im Rahmen dieses Programms beinhalten, soweit sie zu dessen ordnungsgemässer Durchführung erforderlich sind.  Ferner sollte eine Analyse der möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen und technologischen Risiken des Programms vorgenommen werden.  Zu erforschen sind daneben - im Zusammenhang mit dem gezielten sozio-ökonomischen Forschungsprogramm - zum einen die sozialen Auswirkungen der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und -dienste (insbesondere auf die Regionalplanung und die  Produktions- und Arbeitsorganisation) und zum anderen die Interaktion zwischen dem europäischen Bürger und der Informationsinfrastruktur.  Die Fortschritte bei der Durchführung dieses Programms sollten ständig und systematisch überprüft werden, um es gegebenenfalls an die wissenschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich anzupassen. Zu gegebener Zeit sollte eine  unabhängige Bewertung der durch das Programm erzielten Fortschritte vorgenommen werden, damit alle zur Festlegung der Ziele des Fünften FTE-Rahmenprogramms erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Nach Abschluß dieses Programms  sollten die Ergebnisse anhand der in dieser Entscheidung festgelegten Ziele bewertet werden.  Die GFS kann sich an den indirekten Aktionen des vorliegenden Programms beteiligen.  Der Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) ist gehört worden - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:   Artikel 1  Für den Zeitraum vom 27. Juli 1994 bis zum 31. Dezember 1998 wird ein spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich Demonstration, im Bereich fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste gemäß Anhang I  beschlossen.   Artikel 2  (1) Die für die Durchführung des Programms für erforderlich gehaltenen Mittel belaufen sich - einschließlich höchstens 6,3 v.H. für Personal- und Verwaltungsausgaben der Kommission - auf 630 Millionen ECU.  (2) Eine vorläufige Aufschlüsselung dieses Betrags ist in Anhang II enthalten.  (3) Die Haushaltsbehörde legt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln im Rahmen der Finanziellen Vorausschau und in Einklang mit Artikel 1 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG die Mittel für jedes Haushaltsjahr fest, wobei dem Grundsatz der  Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung gemäß Artikel 2 der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Gemeinschaften Rechnung zu tragen ist.   Artikel 3  (1) Die allgemeinen Regelungen für die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft sind in Anhang IV des Beschlusses Nr. 1110/94/EG festgelegt.  (2) Die Modalitäten für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Ergebnisse werden in den in Artikel 130j des Vertrags genannten Regeln festgelegt.  (3) Die spezifischen Regelungen für die Durchführung des Programms, die die Regelungen und Modalitäten gemäß den Absätzen 1 und 2 ergänzen, sind in Anhang III festgelegt.   Artikel 4  (1) Um unter anderem zu einer kosteneffizienten Durchführung des Programms beizutragen, überwacht die Kommission mit Hilfe unabhängiger externer Experten kontinuierlich und systematisch, welche Fortschritte das Programm in bezug auf die im  Arbeitsprogramm weiter ausgeführten Ziele gemäß Anhang I erzielt. Sie überprüft insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der jeweiligen Lage noch entsprechen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Überwachung unterbreitet sie dem Rat  gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Programms.  (2) Als Beitrag zur Bewertung der Maßnahmen der Gemeinschaft, gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Einklang mit dem dort festgelegten Zeitplan beauftragt die Kommission unabhängige qualifizierte Experten mit der externen  Bewertung der Maßnahmenn in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung.  (3) Nach Ablauf dieses Programms lässt die Kommission eine unabhängige Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den in Anhang III des Beschlusses Nr. 1110/94/EG und in Anhang I dieser Entscheidung festgelegten Zielen verglichen  werden. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.   Artikel 5  (1) Die Kommission erstellt ein Arbeitsprogramm gemäß den Zielen in Anhang I und der vorläufigen Aufschlüsselung der Finanzmittel in Anhang II, das gegebenenfalls auf den neuesten Stand gebracht wird. Das Arbeitsprogramm enthält im einzelnen - die wissenschaftlichen und technologischen Ziele und Forschungsaufgaben;  - den Zeitplan für die Durchführung, einschließlich der Termine für die Ausschreibungen;  - die vorgeschlagenen Finanz- und Verwaltungsregelungen, einschließlich besonderer Modalitäten zur Durchführung von technologiebezogenen Fördermaßnahmen für KMU, sowie die allgemeinen Leitlinien für sonstige Maßnahmen, einschließlich vorbereitender,  begleitender und unterstützender Maßnahmen;  - Regelungen für die Abstimmung mit anderen FTE-Maßnahmen, die in diesem Bereich insbesondere im Rahmen anderer spezifischer Programme durchgeführt werden, sowie gegebenenfalls für die Gewährleistung einer besseren Wechselwirkung mit den in einem  anderen Rahmen, wie EUREKA und COST, durchgeführten Maßnahmen;  - Regelungen für die Verbreitung, den Schutz und die Nutzung der Ergebnisse von im Rahmen des Programms durchgeführten FTE-Maßnahmen.  (2) Die Kommission veröffentlicht Ausschreibungen für Vorhaben auf der Grundlage des Arbeitsprogramms.   Artikel 6  (1) Für die Durchführung dieses Programms ist die Kommission zuständig.  (2) In den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Fällen wird die Kommission von einem Ausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.  (3) Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß einen Enwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der Dringlichkeit der  betreffenden Frage festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit der Mehrheit abgegeben, die in Artikel 148 Absatz 2 des Vertrags für die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommission zu fassenden Beschlüsse vorgesehen ist. Bei der Abstimmung im  Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel gewogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung nicht teil.  (4) Die Kommission erlässt die beabsichtigten Maßnahmen, wenn sie mit der Stellungnahme des Ausschusses übereinstimmen.  (5) Stimmen die beabsichtigten Maßnahmen mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht überein oder liegt keine Stellungnahme vor, so unterbreitet die Kommission dem Rat unverzueglich einen Vorschlag für die zu treffenden Maßnahmen. Der Rat beschließt mit  qualifizierter Mehrheit.  (6) Hat der Rat binnen drei Monaten nach Befassung keinen Beschluß gefasst, so werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Kommission erlassen.   Artikel 7  (1) Das Verfahren des Artikels 6 Absätze 2 bis 6 gilt insbesondere für - die Erstellung und Aktualisierung des in Artikel 5 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms;  - den Inhalt der Ausschreibungen;  - die Bewertung der für eine Gemeinschaftsfinanzerung vorgeschlagenen FTE-Maßnahmen sowie des veranschlagten Betrags für die Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen Maßnahmen, wenn sich dieser auf mindestens 1 Million ECU beläuft;  - Anpassungen der vorläufigen Aufschlüsselung des Betrags gemäß Anhang II;  - die spezifischen Modalitäten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an den einzelnen geplanten Maßnahmen;  - die Maßnahmen und Vorgaben für die Programmbewertung;  - Abweichungen von den Regelungen gemäß Anhang III;  - die Beteiligung von juristischen Personen aus Drittländern und internationalen Organisationen an einem Vorhaben.  (2) Beläuft sich der Gemeinschaftsbeitrag gemäß Absatz 1 dritter Gedankenstrich auf weniger als 1 Million ECU, so unterrichtet die Kommission den Ausschuß über die Vorhaben sowie über das Ergebnis ihrer Bewertung.  (3) Die Kommission unterrichtet den Ausschuß regelmässig über die Fortschritte bei der Durchführung des gesamten Programms.   Artikel 8  Die Beteiligung an dem Programm - allerdings ohne finanzielle Unterstützung durch die Gemeinschaft - kann in Drittländern niedergelassenen juristischen Personen auf einzelprojektbezogener Grundlage offenstehen, wenn eine solche Beteiligung zur  effektiven Verwirklichung der Ziele des Programms beiträgt und dem Grundsatz des gegenseitigen Nutzens Rechnung getragen wird.   Artikel 9  Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am 27. Juli 1994.  Im Namen des Rates Der Präsident Th. WAIGEL  (1) ABl. Nr. C 205 vom 25. 7. 1994.(2) Stellungnahme vom 2. Juni 1994 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht).(3) ABl. Nr. L 126 vom 18. 5. 1994, S. 1.    ANHANG I   WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNOLOGISCHE ZIELE UND INHALTE  Das vorliegende spezifische Programm spiegelt voll und ganz die Vorgaben des Vierten Rahmenprogramms wider, indem es dessen Auswahlkriterien verwendet und dessen wissenschaftliche und  technologische Ziele festlegt.  Abschnitt 1.B des Anhangs III (erster Aktionsbereich) des Vierten Rahmenprogramms ist Bestandteil des vorliegenden Programms.   Einleitung  Der neue Schwerpunkt der FTE im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie liegt auf der neuen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, die die Basis für die Informationsgesellschaft der Zukunft  bilden wird. Die vorgeschlagenen FTE-Bereiche sind für die Entwicklung der Infrastruktur überaus wichtig. Dabei sind der Bedarf an gezielten, konzentrierten Maßnahmen sowie die angestrebte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie,  der Beschäftigungssituation in der Europäischen Union und der Lebensqualität ihrer Bürger, insbesondere durch die Erleichterung des Zugangs aller zur Informationsinfrastruktur, zu berücksichtigen.  Die Gemeinschaftsförderung der Forschung und technologischen Entwicklung in diesem Bereich begann 1988 mit dem Zweiten Rahmenprogramm und wurde 1991 und 1993 mit dem Dritten Rahmenprogramm verstärkt. Dieser Industriesektor hat sich in den letzten Jahren  wesentlich verändert, und der Schwerpunkt der FTE-Unterstützung durch die Gemeinschaft wird sich im Vierten Rahmenprogramm verlagern; aber es ist von entscheidender Bedeutung, daß die Gemeinschaft FTE-Aktivitäten in fortgeschrittenen  Kommunikationstechnologien und -diensten weiterhin unterstützt, und zwar aus folgenden drei Gründen.  Erstens ist die harmonisierte Entwicklung und Einführung neuer Generationen von Kommunikationssystemen und -diensten von wesentlicher Bedeutung für die Konsolidierung des Binnenmarktes: Forschung und Technologieentwicklung bilden eine wesentliche  Untermauerung für die Entwicklung transeuropäischer Netze und Dienste.  Zweitens ist der Telekommunikationssektor von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für sich selbst genommen und als Stütze für alle anderen Wirtschaftssektoren: Neue integrierte Kommunikationsdienste sind der Schlüssel zu steigender Produktivität,  industrieller Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze; die innovative Nutzung von neuen Kommunikationsdiensten unterstützt die Entwicklung flexiblerer Arbeitsstrukturen und die Konvergenz von Medien-, Fernseh- und  Telekommunikationssektoren durch die Bereitstellung interaktiver Videodienste.  Drittens stellen die Entscheidungen über die Liberalisierung von Telekommunikationsdiensten bis 1998 neue Herausforderungen an die Technologieentwicklung für Netz- und Diensteinteroperabilität und Dienstemanagement in einem wettbewerbsorientierten  Umfeld. Daher ist die fortdauernde Unterstützung von FTE auf Gemeinschaftsebene ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaftspolitik für den Binnenmarkt, die Industrieentwicklung, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Telekommunikation selbst.   Rahmen  Fortgeschrittene Kommunikationstechnologien und -dienste sind für die Konsolidierung des Binnenmarktes, für Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit und für eine ausgewogene Wirtschaftsentwicklung entscheidend. Diese Dienste bilden eine  wichtige Verbindung zwischen Industrie, Dienstleistungssektor und Markt sowie zwischen Randgebieten und Wirtschaftszentren. Sie sind ferner Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt und die kulturelle Entwicklung.  Fortgeschrittene Kommunikationsdienste potenzieren die Leistungen traditionellerer Dienste. Einige Grossunternehmen haben bereits die möglichen Vorteile erkannt: geringere Kosten, erhöhte Produktivität, Wettbewerbsvorteile und verringerte Auswirkungen  auf die Umwelt. In Europa besteht jedoch weiterhin eine Diskrepanz zwischen technologischem Potential und tatsächlichen Anwendungen.  Die geplanten Tätigkeiten sind nicht nur Grundlage für die Innovation und ein Schlüsselelement für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern tragen auch dazu bei, dem Bedarf der Gesellschaft in Europa gerecht zu werden. Die Forschung wird sich auf die  Kommunikationsfähigkeit, die Integration und die Erprobung von Hochgeschwindigkeits-, Photonen- und mobilen Kommunikationssystemen sowie die Verteilung intelligenter Netz- und Dienstfunktionen konzentrieren.  Die beiden Phasen des RACE-Programms waren auf integrierte Breitbandnetze und Demonstrationsprojekte zur Nutzung solcher Netze gerichtet. Die Arbeiten im Rahmen dieses Programms bauen auf den bisherigen Ergebnissen auf und tragen weiter zum Erfolg der  europäischen Aktionen in diesem Bereich bei. Für den Zeitraum bis 1998 muß jedoch der Schwerpunkt stärker auf innovative Verwendungsformen gelegt werden. Hierzu ist ein fachübergreifendes Konzept und eine engere Zusammenarbeit zwischen Benutzern  fortgeschrittener Kommunikationsdienste im öffentlichen und privaten Bereich erforderlich.  Die Gemeinschaftsunterstützung für die technologische Entwicklung ist immer noch in ausgewählten Bereichen erforderlich, in denen kein Unternehmen allein aktiv werden kann und in denen gemeinsame europäische Spezifikationen und Normen notwendig sind.  Diese Bereiche werden von diesem Programm abgedeckt.  Die Arbeit baut auf den erzielten Ergebnissen und der im Rahmen des RACE-Programms aufgebauten Zusammenarbeit auf. Ein Schwergewicht liegt weiterhin auf gemeinsamen Funktionsspezifikationen und -normen. Bei den Aktionen wird in Zusammenarbeit mit den  nationalen Regulierungsbehörden die Wechselbeziehung zwischen technologischer Entwicklung und Vorschriften berücksichtigt, um die fortlaufende Harmonisierung der Regelwerke in Europa zu fördern und den nationalen Behörden die Möglichkeit zu bieten, mit  den industriellen und sozialen Auswirkungen neuer Technologien und Dienste fertig zu werden.   Ziele des Programms  Ziel ist die Entwicklung fortgeschrittener Kommunikationssysteme und -dienste, um die Wirtschaftsentwicklung und den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken. Hierbei wird der schnellen technologischen Entwicklung, den veränderten  Bedingungen im ordnungspolitischen Bereich und den Möglichkeiten für die Entwicklung fortgeschrittener transeuropäischer Netze und Dienste Rechnung getragen.  Es sollen europäische Maßnahmen für die frühzeitige Bereitstellung und den wirksamen Einsatz fortgeschrittener Kommunikationsdienste zur Konsolidierung des Binnenmarkts unterstützt werden, und die europäische Industrie soll in die Lage versetzt werden,  effizient am Wettbewerb teilzunehmen. Die Arbeiten werden es ermöglichen, einen neuen Ausgleich zwischen den öffentlichen und privaten Investitionen in den Bereichen Kommunikation, Verkehr, Energieverbrauch und Umweltschutz sowie bei der Erprobung  moderner Dienste zu schaffen. Zusammen mit den Arbeiten im Rahmen des spezifischen Programms für Informationstechnologien liefern sie eine gemeinsame technologische Grundlage für die Erforschung und Entwicklung von Anwendungen im Rahmen des spezifischen  Programms für Telematiksysteme und bereiten die Entwicklung eines europäischen Marktes für Informationsdienste vor.  Zur Förderung und Erleichterung der Beteiligung von KMU werden - auf der Grundlage von Durchführbarkeitsstudien - Maßnahmen zur Stimulierung des Einsatzes fortgeschrittener Kommunikationstechnologien und -dienste durchgeführt.   Arbeitsbereiche  Durch die Arbeiten wird die technologische Führung Europas bei der digitalen Breitbandkommunikation gefestigt und ein effektiver Netzbetrieb und die Bereitstellung von Diensten in einem durch seine Vielfalt geprägten und  wettbewerbsorientierten Kommunikationsumfeld ermöglicht. Insbesondere wird das Entstehen digitaler Multimediadienste und integrierter Photoniksysteme mit Blick auf ihre weitverbreitete Einführung in Europa ab dem Jahr 2000, einschließlich der Schaffung  der technologischen Voraussetzungen für die Bereitstellung  "gläserner Schnellstrassen" (rein optische Netze), gefördert und koordiniert. Durch die Arbeiten wird die Mobilität in ortsfesten Netzen und über fortgeschrittene drahtlose Systeme sowie Funk-  und Satellitensysteme in ganz Europa sichergestellt, wobei ein besonderes Schwergewicht auf dem Benutzerzugriff in öffentlichen und privaten Netzen liegt, und es werden Technologien für die Integrität, Vertraulichkeit (Datenschutz) und die Verfügbarkeit  von Informationen in integrierten Systemen entwickelt und demonstriert.  In allen Bereichen wird den Benutzern generischer fortgeschrittener Kommunikationsdienste durch Demonstrationen von Technologien und Diensten ermöglicht, die Anwendbarkeit neuer Technologien zu bewerten und darauf hinzuwirken, daß die technologischen  Entwicklungen ihren Anforderungen gerecht werden und sich auf zentrale Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Europa konzentrieren. Die Führungsrolle der Benutzer stellt auch sicher, daß sich die technologischen Entwicklungsarbeiten  auf veränderte wirtschaftliche und soziale Bedingungen und wissenschaftliche Neuentdeckungen und Durchbrüche rasch einstellen können.  Eine zentrale Rolle spielen die Systemintegration, die Erprobung und die Demonstration fortgeschrittener Dienste; ausserdem erfolgt eine enge Abstimmung mit den Entwicklungsarbeiten für transeuropäische Netze. Die Erprobung von Anwendungen dient dazu,  die Möglichkeiten der fortgeschrittenen Kommunikationsdienste in einer Reihe von Unternehmensbereichen und Bereichen der öffentlichen Verwaltung vorzuführen, und ermöglicht eine Bewertung der Vorteile im Hinblick auf Effizienz, Zuverlässigkeit sowie  verringerte Auswirkungen auf die Umwelt. Hierdurch werden Benutzergruppen mit gemeinsamen Interessen in die Lage versetzt, neue Technologien zu erproben, zur besseren Nutzung der fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien auf strukturelle Zwänge und  ordnungspolitische Auflagen einzugehen, die besten Praktiken zu ermitteln und die Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklung im Hinblick auf eine  "Informationswirtschaft" mit dezentraler partnerschaftlicher Arbeit und Vernetzung kleiner  Unternehmen zu bewerten.  Es wird davon ausgegangen, daß die wichtigsten technologischen Entwicklungsaktivitäten folgende sechs Bereiche betreffen:   1. Interaktive digitale Multimediadienste  Multimediadienste einschließlich des Fernsehens wirken sich nachhaltig auf das sozio-kulturelle Leben der Gesellschaft aus. Europäische Normen und mehrsprachige Dienste sind für den sozialen Zusammenhalt in  Europa von wesentlicher Bedeutung, und durch einen starken Multimediasektor können neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch digitale Systeme können bestehende Infrastrukturen für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen besser genutzt und die  Bildqualität und -auflösung (HDTV und weitergehende Entwicklungen) verbessert werden. Mit Hilfe dieser Systeme kann die Zahl der Programme und der Tonkanäle für mehrsprachige Programme vergrössert und können fortgeschrittene interaktive audiovisuelle  Dienste geschaffen werden.  Mit diesen Arbeiten, die mit anderen europäischen Maßnahmen koordiniert werden, sollen europäische interaktive digitale Multimedia-Kommunikationsdienste mit Blick auf ihre weitverbreitete Einführung ab dem Jahr 2000 mindestens genauso zuegig wie in  anderen entwickelten Ländern gefördert werden, um Wettbewerbsvorteile zu erhalten.  Ziel ist es, eine Integration bestehender Breitbanddienste - einschließlich der Fernsehprogramme, die über terrestrische Netze, per Kabel und per Satellit übertragen werden - mit öffentlichen vermittelten Digitaldiensten (ISDN und GSM) für interaktive  Multimediadienste zu ermöglichen. Ferner sollen Netze für voll symmetrische interaktive Multimediadienste entwickelt werden. Ziel der Arbeiten ist, das Frequenzspektrum wirksamer zu nutzen, die Anzahl der Kanäle zu vergrössern und die Qualität der  Dienste zu verbessern, die auf allen Fernsehübertragungsnetzen verfügbar sind, und für eine Reihe unterschiedlicher Verwendungszwecke Technologien zum flexiblen Einsatz digitaler Video-Kommunikationsdienste einschließlich ultrahochauflösender  Videotechnologien zu entwickeln.  Durch die Arbeiten können neue Dienste eingeführt werden, von der Unterstützung fachbezogener und beruflicher Telearbeit bis zu öffentlichen Unterhaltungsdiensten. Eine verstärkte Interaktivität ist Voraussetzung für nutzungsabhängige Fernsehgebühren  (pay-per-view), stärker selektive Verbreitung öffentlicher Informationen, Unterrichtshilfe  "auf Abruf", elektronische Informationsdienste für die Allgemeinheit, On-line-Zugriff auf Spielfilme, Videoanwählfunktion für kurz zuvor ausgestrahlte  Fernsehprogramme, zielgruppenorientierte Werbung und Direktabsatz. Mit Hilfe von vermittelten Videodiensten wird einer grossen Zahl von Organisationen, einschließlich kleiner Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit geboten, Bildtelephonate und  Videokonferenzen von hoher Qualität durchzuführen. Durch die Verbindung von Multimedia-Arbeitsstationen durch leistungsstarke digitale Netze können bewegte Videobilder empfangen und übermittelt werden.  Zu den Arbeiten zählt auch die Entwicklung digitaler Technologien für die kostengünstige Ausstrahlung und den kostengünstigen Empfang bei unterschiedlicher Bildauflösung für Großbildschirme und tragbare Empfänger in einer kohärenten digitalen  Bildhierarchie. Leistungsstarke, flexible Multiplexsysteme ermöglichen unterschiedliche Konfigurationen von Bild- und Tonströmen innerhalb eines Kanals; ferner kann der Zugriff auf Programm- und Kanalebene kontrolliert werden, und eine effizientere  Nutzung des Frequenzspektrums wird möglich. Zu den technologischen Entwicklungen gehören auch Arbeiten auf dem Gebiet der Bild- und Kanalkodierung, der Multiplexnutzung von Diensten, des Netzmanagements und der Zugriffskontrolle. Sie umfassen auch die  Entwicklung von Systemen für die effiziente Frequenzzuweisung, Multimedia-Kommunikationsarchitekturen, einen interoperablen Satz von Quellenkodierungssystemen für Speicherung, Übermittlung und Anzeige, gemeinsame Kanalkodierungs- und  Modulationstechniken für die digitale Übermittlung sowie fortgeschrittene Betriebssysteme für die Verwaltung von Multimedia-Kommunikationsdiensten. Die Quellen- und Kanalkodierungssysteme werden auf einer digitalen Hierarchie beruhen, die das  Diensteangebot mit Blick auf die Nutzung flexibel gestalten kann.  Die Arbeiten umfassen ausserdem die Entwicklung fortgeschrittener Bildkompressionssysteme für die Kommunikation bei Medien mit begrenzter Bandbreite, die Bildanalyse, das Erarbeiten von Kenntnissen über fortgeschrittene Dienste wie die  3D-Video-Kommunikation und  "virtülle Präsenz" bzw. die Schaffung solcher Dienste. Darüber hinaus umfassen sie die Entwicklung von Raumbild- und 3D-Darstellungstechnologien, von fortgeschrittenen Techniken der Bildaufnahme, -aufbereitung, -speicherung  und -suche sowie von fortgeschrittenen Interaktionstechniken für digitale Videodienste.  Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in technisch aussagefähigen Versuchen überprüft und vorgeführt.  Die Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zu gemeinsamen europäischen Funktionsspezifikationen und -normen, insbesondere im Bereich der Multimedia-Kommunikationsprotokolle und der Bildkodierung und ermöglichen mengenbedingte Rationalisierungseffekte,  die erforderlich sind, damit die europäische Industrie auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig bleibt.   2. Photoniktechnologie  Ziel ist, die Einführung integrierter Photoniksysteme zu fördern, einschließlich der Schaffung der technologischen Grundlagen für die Entwicklung rein optischer Netze ( "gläserne Schnellstrassen") in Europa bis zum Jahr 2000.  Die Arbeiten werden die bei den optischen Kommunikationsdiensten und in der  "Optölektronik" in den letzten zehn Jahren zu verzeichnenden aussergewöhnlichen Fortschritte nutzen und auf ihnen aufbauen. Es werden Technologien zur Verwendung optischer  Techniken im gesamten Netz entwickelt, die sowohl für die Vermittlung als auch für die Übertragung eingesetzt werden, wobei eine unnötige Konversion zwischen Photonik und Elektronik vermieden wird.  Die Arbeiten umfassen die Entwicklung von Verfahren für die Bereitstellung von Multigigabit-Bandbreiten (minimale Kosten, Bitraten- und Entfernungsunabhängigkeit), optische Vermittlungstechnologien sowie die optische Signalverarbeitung und -steuerung.  Für die Entwicklung von den bisherigen Netzen mit elektronischer Vermittlung hin zu den künftigen hybriden und rein optischen Netzen werden Umstellungskonzepte und -zeitpläne erarbeitet. Es werden völlig neue Konzepte in bezug auf Auslegung,  Netzmanagement und Steuerung von Photonennetzen entwickelt. Die grundlegenden Vorteile von Photonen im Vergleich zu Elektronen im Hinblick auf die physikalischen Eigenschaften werden in realistischen Anwendungen gezeigt.  Neue Konzepte der Quantenoptik, der nichtlinearen Dynamik, der Femtosekundentechnologien und der optischen Verarbeitung werden genutzt, um zur nächsten Technologiegeneration vorzustossen und nach dem Jahr 2000 Terabitbandbreiten verfügbar zu machen. Die  notwendige Verringerung der Kosten für den Breitbandzugriff wird vorgenommen, damit aus der  "gläsernen Schnellstrasse" voller Nutzen gezogen werden kann, insbesondere für Teilnehmernetzschnittstellen und Schnittstellen zwischen ortsfesten Netzen und  mobilen Diensten. Die Auslegung und Entwicklung der neuen Netzinfrastruktur und der Schnittstellen erfolgt in enger Abstimmug mit den Breitbanddiensten, für die sie bestimmt sind.   3. Hochgeschwindigkeitsnetze  Bis zum Jahr 2000 sollen für führende europäische Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen integrierte Hochgeschwindigkeitsnetze im Multigigabitbereich bereitgestellt und die breit angelegte europaweite  Einführung dieser Netze zur gleichen Zeit wie in anderen führenden konkurrierenden Ländern vorbereitet werden. (1) Mit der Technologie- und Systementwicklung sollen die Breitbanddienste einschließlich Bildtelefon, Telearbeit, Multimedia- und Sozialdienste unterstützt werden. Hierunter fallen Teilnehmernetze (CPN) sowie öffentliche und unternehmensinterne Netze; die  Arbeiten erstrecken sich von der grundlegenden Technologieentwicklung bis zur Durchführung von Pilotvorhaben für fortgeschrittene Dienste.  Die Arbeiten umfassen eine Phase, in der die Benutzer festlegen, welche Netzdienste und welche Netzinfrastruktur für die Unterstützung fortgeschrittener Anwendungen grundlegende Bedeutung haben. Zu den Arbeiten gehört eine umfassende Analyse der  Nutzungspläne, der Systemauslegung, der Implementierung sowie von Management- und Überwachungsfragen. Für die unterschiedlichen technologischen und wirtschaftlichen Optionen werden Netztopologien und -architekturen ausgearbietet. Anchließend folgt eine  zweite Phase, in der die fehlenden Elemente entwickelt und mit den FuE-Ergebnissen in anderen Bereichen kombiniert werden. Hierzu gehören alle für die Hochgeschwindigkeitskommunikation erforderlichen Netzaspekte (Protokolle, Leitwegermittlung,  Überlastungsmangement). Die im Rahmen von RACE entwickelten ATM-Technologien (Asynchroner Transfer Modus) bilden einen Ausgangspunkt, bezueglich Geschwindigkeit und Kapazität wird jedoch eine Ausweitung vorgenommen.  In der dritten Phase werden Versuche mit Zusammenschaltungen und Demonstrationsvorhaben unterstützt. Mit ihnen soll der Einsatz zuverlässiger und sicherer Breitband-Netzdienste hoher Qualität gefördert und die rechtzeitige und koordinierte  Infrastrukturbereitstellung angeregt werden. Hierbei wird auch zur Lösung von Fragen im Zusammenhang mit grenzuebergreifenden Vorschriften beigetragen. Die Versuche werden zur Bewertung des Netzmanagements und des Netzbetriebs sowie von Zuverlässigkeits-  und Flexibilitätsparametern eingesetzt. Sie bilden ein umfassendes Testgerüst, das auf dem Zusammenschalten von Inseln beruht, und erstrecken sich auf ein breites Spektrum fortgeschrittener Anwendungen und Dienste. Die verschiedenen Technologien werden  durchweg auf neue Benutzeranforderungen abgestimmt, um ihre Akzeptanz zu verbessern.   4. Mobilität und personenbezogene Kommunikationsnetze  Ziel ist, die voraussichtliche Nachfrage im Bereich der personenbezogenen Kommunikation nach dem Jahr 2000 zu decken und der europäischen Industrie dabei behilflich zu sein, ihre führende Stellung  in diesem Bereich beizubehalten.  Bei den künftigen Telekommunikationsnetzen wird die Fähigkeit eine herausgehobene Rolle spielen, für eine ständig steigende Zahl mobiler Benutzer ein breites Spektrum an Telekommunikationsdiensten anzubieten. Es wird davon ausgegangen, daß die künftige  Nachfrage im Bereich der personenbezogenen Kommunikation bisher unbekannte Ausmasse erreichen wird und daß der Bedarf an  "personenbezogenem Kommunikationsraum" völlig neue, erweiterte und frequenzökonomische Netze, Infrastrukturen und Ausrüstungen  erfordert.  Die Arbeiten werden sich auf Betriebsversuche und die technologischen Aspekte integrierter ortsfester und mobiler Breitbandnetze konzentrieren, die sich direkt auf die Bereitstellung verbesserter personenbezogener Kommunikationsdienste auswirken.  Die Versuche dienen der Validierung drahtloser Subsysteme und Netzkomponenten in verschiedenen Umgebungen (Büro, Privatbereich und Fabrik). Mit diesen Versuchen sollen kostengünstige Anwendungen und Dienste in diesen Umgebungen vorgeführt, die  Integration verschiedener Netze und Dienste validiert und die Schnittstelleneffektivität nachgewiesen werden. Die Versuche umfassen auch die Entwicklung und die Prüfung von Wartungsverfahren, Zuverlässigkeitstests und eines Managementverfahrens zur  durchgängigen Gewährleistung von Qualitätsstandards. Die Arbeiten tragen auch dazu bei, gemeinsame Spezifikationen und Normen zu entwickeln und neue Marktmöglichkeiten zu ermitteln.  Die Arbeiten betreffen insbesondere die folgenden beiden Hauptbereiche:  Bei mobilen Breitbandsystemen und -diensten betreffen die technologischen Entwicklungen die Miniaturisierung, die Integration von Bauelementen und die Packungstechniken für tragbare Niedrigleistungsgeräte für Übermittlung, Empfang, Anzeige und lokale  Verarbeitung von Multimediainformationen. Zur kostengünstigen Übermittlung und zum kostengünstigen Empfang interaktiver und distributiver Multimediainformationen über drahtlose Netze einschließlich Satellitennetze und lokale Netze werden unter optimaler  Nutzung des Frequenzspektrums Technologien für den Breitbandfunk entwickelt. Es werden fortgeschrittene elektrische/optische Technologien genutzt, um  "radio-overfibre" und die Entwicklung neuer Architekturen für mobile Netze mit Verteilstellen und  Basisstationen zu ermöglichen, die mit niedriger Leistung arbeiten. Darüber hinaus werden neue Techniken für den Vielfachzugriff zusammen mit den zugehörigen Kodier- und Kompressionstechnologien entwickelt, um den Anforderungen für die zuverlässige und  sichere Übermittlung sehr umfangreicher Datenmengen bei Geschwindigkeiten gerecht zu werden, die denen in ortsfesten Breitbandnetzen entsprechen. Ferner werden grundlegende Technologien für integrierte Satellitennetze und terrestrische Netze entwickelt.  Ausserdem werden Zeichengabe- und Übermittlungsprotokolle entwickelt und die an sie zu stellenden Anforderungen bezueglich Kapazität und Erfassungsbereich bewertet; hinzu kommt die Entwicklung von Technologien für die Übertragung von Hoechstfrequenzen und  für aktive Antennen. Die Normung wird durch Beiträge zur Entwicklung gemeinsamer Funktionsspezifikationen für die Integration mobiler Breitbandnetze (boden- und satellitengestützt) in ortsfeste Netze bzw. für ein entsprechendes Zusammenwirken  unterstützt.  Zur Entwicklung des Konzepts eines  "personenbezogenen Kommunikationsraums" werden fortgeschrittene Technologien für die Personenerkennung, die Sicherheit und den Datenschutz erforscht, die auf der Verwendung von Stimmerkennungssystemen und/oder  personengebundenen Chipkarten beruhen. Fortgeschrittene Managementverfahren für integrierte Breitbandnetze werden für die Lokalisierung/Registrierung und für das Management von Teilnehmerdatenbanken entwickelt. Mensch/Maschine-Schnittstellen und  gemeinsame Betriebsverfahren werden für personalisierte Diensteprofile, den Dienste- und Netzzugang, den Verbindungsaufbau, die Dienstekontrolle und die Abrechnung entwickelt.   5. Intelligenz in Netzen und Dienste-Engineering  Es sollen Technologien für das flexible Echtzeitmanagement von Kommunikationsbeständen entwickelt werden, in denen sich der Wunsch der Benutzer, der Diensteanbieter und der Netzbetreiber nach Lösungen  widerspiegelt, die sich organisch aus den Benutzeranforderungen, der Marktentwicklung und dem technologischen Wandel entwickeln; gleichzeitig soll mit dem Entwicklungsstand anderer führender Konkurrenzländer auf diesem Gebiet gleichgezogen werden.  Besonderes Ziel der Arbeiten zur Intelligenz in Netzen ist, die Kommunikationsnetze mit den für das Echtzeitmanagement von Kommunikationsbeständen erforderlichen Merkmalen auszustatten; dies erstreckt sich auf die Netze, die Dienste und den  Teilnehmeranschluß.  Die FuE-Arbeiten zum Dienste-Engineering werden die Konzepte der modularen Normung von Dienstekomponenten und Bausteinen voranbringen, die Grundlage für eine kostengünstigere, schnellere und stärker am Bedarf ausgerichtete Entwicklung von Diensten  bilden. Die modulare Normung ist Grundlage für die wiederholbare Nutzung und gemeinsame Verwendung von Beständen. Sie ist ferner die Voraussetzung für zukunftssichere Investitionen, da Technologie und Funktionen und deren Integration in einen gegebenen  Dienst oder eine gegebene Anwendung entkoppelt werden.  Diese Arbeiten werden daher zur schnellen und flexiblen Einführung neuer Dienste in fortgeschrittenen Breitbandnetzen, zum effektiven Netzmanagement und zur Bereitstellung von Diensten in einem durch Vielfalt und Wettbewerb gekennzeichneten  Kommunikationsumfeld beitragen. Es wird davon ausgegangen, daß neue Dienste um zumindest eine Grössenordnung schneller bereitgestellt werden und sich dadurch für neue Dienste bereits in einem frühen Stadium Marktchancen eröffnen. Für die Benutzer wird  sich das Dienste-Engineering dahingehend auswirken, daß sie über die eingesetzten Dienste und Kommunikationsmedien eine stärkere Kontrolle ausüben können, indem sie zu gegebener Zeit in der benötigten Form Sprache, Daten und Video miteinander verbinden.   Die Software- und Systementwicklung wird im Rahmen von Anwendungserprobungen durchgeführt, an denen die Endbenutzer, Diensteanbieter und Netzbetreiber beteiligt sind. Sie umfasst die Entwicklung, Bewertung und Validierung von Architekturen, Methoden und  Werkzeugen, die Integration von Dienstekomponenten sowie Managementtechniken für Netze und Dienste. Ferner werden lernfähige und selbstkorrigierende Managementsysteme für  "anpassungsfähige Netze" entwickelt und geprüft.  Die Arbeiten zur Verkürzung des Kreislaufs für die Entwicklung von Diensten werden sich auf den gesamten Kreislauf konzentrieren, von der Bedarfsermittlung bis zur Schaffung und Bereitstellung von Diensten im Netz. Besondere Aufmerksamkeit wird der  transparenten und zuverlässigen Einführung von Diensten im tatsächlichen Betriebsumfeld gelten. Die Arbeiten werden die Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte für Dienste umfassen, die aus einer grösseren Bandbreite und erhöhten Intelligenz der Netze  und einer erhöhten Mobilität der Benutzer Vorteile ziehen. Ausserdem werden Anwendungsprogrammierschnittstellen entwickelt und auf ihre Brauchbarkeit geprüft. Bei den Arbeiten werden die Heterogenität der Netze, die Umstellung auf integrierte Netze, die  Mobilität der Benutzer, die Entwicklung wiederverwendbarer Dienstekomponenten und ressourcenintensive Dienste (z. B.  "virtülle Präsenz") berücksichtigt. Darüber hinaus werden Techniken für die schnelle Prüfung der Dienstekonformität entwickelt.  Die Arbeiten zum Dienste-Engineering sind auf neue Bedürfnisse in einem durch eine rasch zunehmende Vielfalt geprägten Umfeld gerichtet. Die Arbeiten schließen die Entwicklung gemeinsamer Funktionsspezifikationen und praktischer Anleitungen für das  integrierte Dienste-Engineering ein. Im Hinblick auf die Schaffung neuer Dienste werden neue Organisationsrahmen und Technologien für die Wiederverwendung von Dienstekomponenten entwickelt. Die Arbeiten im Zusammenhang mit Benutzeranforderungen  schließen auch die Entwicklung von Technologien und Systemen ein, mit denen die Kontrolle der Dienste durch die Benutzer, ihre Integration und der Ressourceneinsatz verstärkt werden. Ferner wird der Einsatz von Diensten und Techniken für die adaptive  Interaktion zwischen Benutzer und Dienst unter ergonomischen Gesichtspunkten erforscht.  Die Arbeit wird zusammen mit den Arbeiten in Bereich 6 über den Schutz von Kommunikationssystemen und die Sicherheitsaspekte beim Zugriff auf Bestände durchgeführt. Ausserdem werden die Normungsarbeiten durch die Funktionsspezifikationen und  Verfahrensregeln unterstützt, die sich aus diesen Arbeiten ergeben.   6. Qualität, Sicherheit und Schutz von Kommunikationsdiensten und -systemen  Ziel ist, Technologien zu erforschen und zu entwickeln, die für wirtschaftlich tragfähige und operationell befriedigende Lösungen zur Erfuellung der Anforderungen an sichere und  geschützte Dienste und Systeme hoher Qualität erforderlich sind. In diesem Bereich findet eine enge Zusammenarbeit mit der Gruppe hoher Beamter für Informationssicherheit (SOG-IS) und anderen einschlägigen Gremien statt.  Dienstequalität, -sicherheit und -schutz sind eng miteinander verknüpft. Es müssen leicht handhabbare, zuverlässige und dauerhafte Lösungen entwickelt werden, bei denen die Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil ist. Bei den Informationsdiensten muß  dem Schutz von Informationsbeständen besondere Beachtung geschenkt werden, und zwar sowohl direkt über die verwendete Technologie (Funktionalität) als auch indirekt über die Qualität von Systemauslegung, -entwicklung und -betrieb (Gewährleistung).  Die Arbeiten betreffen den allgemeinen öffentlichen Bereich. Sie sind daher für die meisten Unternehmensbereiche, die öffentliche Verwaltung und die Öffentlichkeit insgesamt von Bedeutung. Sie umfassen traditionelle Anforderungen wie die  Kommunikationsintegrität und -zuverlässigkeit (Sicherheit, daß die Information echt ist) und die Vertraulichkeit (oder den Datenschutz) sowie andere Merkmale wie den Sende/Empfangsbeweis (damit weder der Urheber noch der Empfänger leugnen kann, daß eine  Nachricht versendet bzw. empfangen wurde) und elektronische Unterschriften. Sobald solche Funktionen öffentlich verfügbar sind, kann die Wirtschaft die meisten Transaktionen elektronisch durchführen. Bei der Frage der Vertraulichkeit ist man sich einig,  daß mit der nationalen Sicherheit und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu vereinbarende Lösungen notwendig sind.  Die enge Verknüpfung von Dienstequalität, -sicherheit und -schutz erfordert die Entwicklung eines in sich geschlossenen technischen Konzepts. Vertrauenswürdigkeit setzt sichere und geschützte Netze und Dienste voraus. Die Arbeiten werden sich auf  technologische Entwicklungen zur Verbesserung von Dienstequalität, -sicherheit und -schutz in dezentralisierten Informationssystemen konzentrieren, wobei insbesondere der Rentabilität Beachtung geschenkt wird. Ausserdem werden eingebaute  Frühwarnverfahren sowie Verfahren für Fehler-/Gefahrenmeldungen und flexible Reaktionsmechanismen erforscht. Diese Verfahren werden gegebenenfalls als Mittel zum Schutz öffentlicher netzgestützter Dienste und Anwendungen vor Störungen und Ausfällen  entwickelt.  Im Zusammenhang mit einer besseren Dienstequalität ist die technologische Entwicklung Voraussetzung dafür, daß Multimedia- und Verteilerdienste besser eingesetzt werden können und zuverlässiger arbeiten. Die FuE ist auf neue Architekturen für die  Bereitstellung sicherer und geschützter Breitbanddienste gerichtet. Im Zusammenhang mit der sicheren Kommunikation konzentriert sich die FuE auf das flexible Sicherheitsmanagement in einem offenen und weltweiten Netz- und Diensteumfeld. Im Hinblick auf  einen stärkeren Schutz wird sich die Technologieentwicklung mit Fail-safe-Mechanismen sowie lernfähigen und selbstkorrigierenden Netzen und Diensten beschäftigen.  Die Tätigkeiten werden die Arbeiten in anderen Bereichen dieses Programms und in anderen spezifischen Programmen ergänzen und Forschungs- und Demonstrationsvorhaben sowie die Erprobung integrierter Systeme umfassen. Zu den Ergebnissen werden gemeinsame  Funktionsspezifikationen, Verfahrensregeln und Beiträge zur Normung zählen.   Horizontale Maßnahmen  Konsensentwicklung und Konzertierung nationaler und regionaler Aktivitäten, die dazu dienen, die Entwicklung von Breitbandinfrastrukturen und -diensten voranzutreiben und zu fördern.  Diese Maßnahmen, mit denen die Arbeiten in jedem der sechs Bereiche aufeinander abgestimmt werden, umfassen die Konzertierung zwischen einzelnen FTE-Vorhaben, die Abstimmung mit den europäischen Normenorganisationen und den strategischen Planungsgremien  (2), die Koordinierung sowie in geeigneten Fällen Zusammenarbeit mit COST- und EUREKA-Aktivitäten sowie die Koordinierung mit Maßnahmen, die im Rahmen des EFRE, der EIB, des EIF und der Kohäsionsfonds finanziert werden. Die konzertierten Aktionen und  Begleitmaßnahmen werden sich auf die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen fortgeschrittener Kommunikationsdienste konzentrieren. Diese Aktionen werden Möglichkeiten eröffnen, die öffentlichen und privaten Investitionen im Telekommunikations- und  im Verkehrsbereich hinsichtlich Energieeinsparung und Umweltschutz aufeinander abzustimmen. Mit diesen Arbeiten sollen fortgeschrittene Dienste zur europaweiten Bereitstellung ermittelt und definiert und ihre Auswirkungen bewertet werden. Darüber hinaus  werden besondere Maßnahmen ergriffen, um auf die mit neuen Diensten verbundenen Vorteile aufmerksam zu machen.   Besondere Maßnahmen auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit  Die meisten wirtschaftlichen Tätigkeiten werden weltweit ausgeuebt, weshalb auch die Telekommunikation in einem weltweiten Maßstab operieren muß. Die zur Zeit in der Grossindustrie  einschließlich des Telekommunikationsbereichs zu verzeichnenden Zusammenschlüsse unterstreichen diese globale Dimension. Besondere Maßnahmen zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit werden sich auf die Entwicklung von Anwendungen und das  Netzmanagement konzentrieren und sich auf klar umgrenzte Gebiete von gegenseitigem und ausgewogenem Interesse beschränken. Besondere Beachtung wird der Zusammenarbeit mit der Initiative für die nationale Informationsinfrastruktur in den USA und mit  ähnlichen Initiativen in Japan gewidmet.  Diese Maßnahmen werden auch den Rahmen für eine engere Zusammenarbeit mit Initiativen in Mittel- und Osteuropa sowie den neuen Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion bilden, einschließlich jenen, die im Rahmen der PHARE- und TACIS-Programme  unterstützt werden, und der durch die EBWE finanzierten Initiativen. Zu einer Zeit, in der Mittel- und Osteuropa eine schwierige Phase der Umstrukturierung durchläuft, wird die Unterstützung für Versuche im Bereich der fortgeschrittenen Kommunikation,  die auf  "geeigneten", ost- und westeuropäische Organisationen verbindenden Technologien beruhen, dazu beitragen, den Transfer von Know-how zu beschleunigen, die Entwicklung der einheimischen Wirtschaft voranzutreiben und neue Möglichkeiten für  europäische Unternehmen zu eröffnen. Ferner werden besondere Maßnahmen ergriffen, um den Austausch von Wissenchaftlern und Forschern zwischen Ost- und Westeuropa im Rahmen einiger FuE-Vorhaben und Versuche zu erleichtern.   Besondere Maßnahmen zur Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse und zur beruflichen Ausbildung in den fortgeschrittenen Kommunikationstechnologien und im Dienstemanagement  Diese Maßnahmen umfassen die Veranstaltung von Ferienkursen, Seminaren und  Workshops sowie die Unterstützung ausgewählter internationaler Konferenzen. Ferner ist der berufliche Austausch von Wissenschaftlern zwischen den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft für befristete Forschungsarbeiten in den Vorhaben vorgesehen.  Verstärkte Bemühungen gelten der effektiven Nutzung neuer Technologien und Dienste. Dies soll durch öffentliche Demonstrationen und Ausstellungen vorangetrieben werden.   (1) Diese Arbeit wird in enger Abstimmung mit den verwandten Tätigkeiten im Rahmen des Telematikprogramms durchgeführt.(2) ETSI, CEN/CENELEC, EURESCOM und ETNO.    ANHANG II   VORLÄUFIGE AUFSCHLÜSSELUNG DES FÜR NOTWENDIG ERACHTETEN BETRAGS   "" ID="1">1. Interaktive digitale Multimediadienste > ID="2">162 "> ID="1">2. Photoniktechnologie > ID="2">104 "> ID="1">3. Hochgeschwindigkeitsnetze > ID="2">75 "> ID="1">4. Mobilität und personenbezogene Kommunikationsnetze > ID="2">115 ">  ID="1">5. Intelligenz in Netzen und Dienste-Engineering > ID="2">100 "> ID="1">6. Qualität, Sicherheit und Schutz der Kommunikationsdienste und -systeme > ID="2">43 "> ID="1">Horizontale Maßnahmen > ID="2">31 (1) "> ID="1">Insgesamt > ID="2">630 (2)  ""> Diese Aufschlüsselung schließt nicht aus, daß ein Vorhaben unter mehrere Bereiche fällt.   (1) Davon: - 9 Millionen ECU für Koordinierungs- und Konzertierungsmaßnahmen (einschließlich besonderer Maßnahmen in der internationalen Zusammenarbeit); - 22 Millionen ECU für Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen,  einschließlich 6 Millionen ECU für die Verbreitung und Optimierung der Ergebnisse.(2) Davon: - höchstens 6,3 v. H. für Personal- und Verwaltungsausgaben; - 3,3 v. H. für operationelle Unterstützung von konzertierten Aktionen und Konzertierungsnetzen  sowie Verbundversuche; - 10 v. H. für die Grundlagenforschung im Bereich 2 (Photoniktechnologie); - bis zu 10 v. H. für Maßnahmen in bezug aufKMU.    ANHANG III   SPEZIFISCHE REGELUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS  1. Das Programm wird im Zusammenhang mit Versuchen mit fortgeschrittenen Anwendungen von Kommunikationstechnologien durchgeführt, die am besten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur  Entwicklung der Beschäftigung in der Gemeinschaft beitragen. Das Arbeitsprogramm für Forschung und technologische Entwicklung wird im Lichte der spezifischen Erfordernisse der Versuche angepasst.  2. Das Programm wird über indirekte Aktionen durchgeführt, mit denen die Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag zu FTE-Maßnahmen leistet, die von Dritten oder den Instituten der GFS in Zusammenarbeit mit Dritten durchgeführt werden:  a) Aktionen auf Kostenteilungsbasis: FTE-Vorhaben, die von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen durchgeführt werden; die Gründung von Arbeitsgemeinschaften für integrierte Vorhaben mit einem gemeinsamen Ziel wird gefördert.  Die Gemeinschaftsfinanzierung beträgt in der Regel höchstens 50 v.H. der Vorhabenskosten, wobei die Beteiligung bei zunehmender Marktnähe schrittweise geringer wird. Diejenigen Universitäten und ähnlichen Einrichtungen, die keine analytische  Haushaltsrechnung anwenden, erhalten eine Erstattung auf der Grundlage von 100 v.H. der zusätzlichen Kosten.  b) Für dieses spezifische Programm geeignete Maßnahmen:  - Förderung des Technologieeinsatzes als Anreiz und Erleichterung für die Beteiligung der KMU an kooperativen FTE-Tätigkeiten (bis zu einem Drittel der Gesamtbeteiligung) durch Gewährung von Prämien für die Durchführung der Sondierungsphase einer  FTE-Maßnahme - einschließlich der Suche nach Partnern - während eines Zeitraums von bis zu vier Monaten. Die Prämie wird nach der Auswahl von schematischen Vorschlägen vergeben. Sie deckt bis zu 75 v.H. der Kosten der Sondierungsphase ab, wobei ein KMU,  dessen Antrag berücksichtigt worden ist, jeweils nicht mehr als 22 500 ECU erhalten darf. Nach einer ersten Ausschreibung können jederzeit Vorschläge unterbreitet werden;  - Maßnahmen zur Förderung der Normung und Maßnahmen zur Erstellung eines Anwendungsprotokolls von allgemeinem Wert für die Ziele des Programms;  - finanzielle Unterstützung der Zusammenschaltung der von den Teilnehmern an dem Vorhaben ermittelten Infrastrukturen und Anlagen, die für Versuche und koordinierte Aktionen (verstärkte Koordinierungstätigkeit) erforderlich sind.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v.H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  c) Vorbereitungs-, Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen, z. B.  - Studien zur Unterstützung des Programms und zur Ausarbeitung künftiger Maßnahmen;  - Unterstützung für Informationsaustausch, Konferenzen, Seminare, Workshops oder andere wissenschaftliche oder technische Veranstaltungen, einschließlich Sitzungen zur branchen- oder fachübergreifenden Koordinierung;  - Nutzung externer Sachkompetenz, einschließlich Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken;  - wissenschaftliche Veröffentlichungen und Maßnahmen zur Verbreitung, Förderung und Nutzung der Ergebnisse in Abstimmung mit den im dritten Aktionsbereich durchgeführten Tätigkeiten; die für die Förderung der Nutzung der Ergebnisse maßgeblichen Faktoren  werden von Beginn an und während der Laufzeit der FTE-Vorhaben berücksichtigt, deren Partner ein Basisnetz für die Verbreitung und die Nutzung der Ergebnisse bilden;  - Analyse der möglichen sozio-ökonomischen Folgen und technologischen Risiken im Zusammenhang mit dem Programm, auch als Beitrag zu dem Programm  "sozio-ökonomische Schwerpunktforschung";  - mit der Forschung im Rahmen des Programms zusammenhängende Ausbildungsmaßnahmen zur Förderung des Technologietransfers und der Qualifikation der Beschäftigten;  - unabhängige Bewertung der Verwaltung und Durchführung des Programms und der Ausführung der Tätigkeiten;  - vernetzungsunterstützende Maßnahmen zur Förderung des Problembewusstseins und zur Bereitstellung dezentraler Unterstützung von KMU in Abstimmung mit EUROMANAGEMENT-FTE-Audits.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v.H. der Kosten dieser Maßnahmen decken.  d) Konzertierte Aktionen, bei denen FTE-Vorhaben des Programms mit den bereits von staatlichen oder privaten Stellen finanzierten FTE-Vorhaben insbesondere über  "Konzertierungsnetze" koordiniert werden. Konzertierte Aktionen können auch als notwendige  Koordinierung für die Arbeit von Interessengemeinschaften dienen, die durch FTE-Vorhaben auf Kostenteilungsbasis (siehe Nummer 2 Buchstabe a)) Hersteller, Netzbetreiber, Diensteanbieter, Benutzer, Universitäten und Forschungszentren im Hinblick auf  dasselbe technologische oder industrielle Ziel zusammenführen.  Die Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 100 v.H. der Konzertierungskosten decken.