CELEX: 52008PC0539
Language: de
Date: 2008-09-08
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2009)

Wichtiger rechtlicher Hinweis

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52008PC0539

Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2009)  /* KOM/2008/0539 endg. */  

	[pic] | KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN |Brüssel, den 8.9.2008KOM(2008) 539 endgültigVorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2009)BEGRÜNDUNG1. HINTERGRUND110-  Ziele des VorschlagsZiel des Vorschlags ist es festzulegen, welche Fangmöglichkeiten den Mitgliedstaaten 2009 bei den kommerziell wichtigsten Fischbeständen in der Ostsee zur Verfügung stehen.120-  Allgemeiner KontextGemäß der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik ist die GFP darauf ausgerichtet, dafür zu sorgen, dass die Nutzung lebender aquatischer Ressourcen unter nachhaltigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen erfolgt. Ein wichtiges Instrument hierzu ist die jährliche Festsetzung der Fangmöglichkeiten in Form von zulässigen Gesamtfangmengen (TAC), Quoten und Beschränkungen des Fischereiaufwands.Im Interesse der Vereinfachung und der Übersichtlichkeit wurden die Fangmöglichkeiten für die Ostsee erstmals für 2006 in einer eigenen Verordnung, der Verordnung (EG) Nr. 52/2006 des Rates vom 22. Dezember 2005 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2006), festgesetzt.Die wissenschaftlichen Gutachten zu den Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2009 wurden im Mai 2008 vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) sowie im Juli 2008 vom Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei (STECF) vorgelegt.Der Vorschlag deckt drei für die Bewirtschaftung der Fischereien in der Ostsee im Jahr 2009 wichtige Bereiche ab: Ein Bereich betrifft die Festsetzung der TAC und Quoten, ein zweiter die Begrenzung des Fischereiaufwands und im dritten Bereich werden die technischen Maßnahmen festgelegt.-  Bestehende Rechtsvorschriften auf diesem GebietDie Fangmöglichkeiten und das Verfahren für deren Aufteilung unter den Mitgliedstaaten werden jährlich festgelegt. Zuletzt geschah dies mit der Verordnung (EG) Nr. 1404/2007 des Rates vom 26. November 2007 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2008).Für das Fischereimanagement in der Ostsee ist außerdem die Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen in der Ostsee, den Belten und dem Öresund, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 88/98 von Bedeutung.In der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 des Rates vom 18. September 2007 zur Festlegung eines Mehrjahresplans für die Dorschbestände der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen, zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 779/97 sind die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zur Wiederauffüllung der genannten Dorschbestände festgelegt. Die Verordnung enthält außerdem die Bestimmungen für die Festsetzung der TAC für den westlichen und den östlichen Dorschbestand sowie für die entsprechenden Aufwandsbeschränkungen.-  Kohärenz mit anderen Politikbereichen und Zielen der EUDie vorgeschlagenen Maßnahmen sind auf die Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik abgestimmt und stehen mit der Gemeinschaftspolitik für nachhaltige Entwicklung im Einklang.2. ANHÖRUNG VON INTERESSIERTEN KREISEN UND FOLGENABSCHÄTZUNG-  Einholung und Nutzung von ExpertenwissenKonsultierte Organisationen/SachverständigeDer Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) und der Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei (STECF) wurden konsultiert.Die Gemeinschaft fordert jedes Jahr beim ICES und beim STECF wissenschaftliche Gutachten über den Zustand wichtiger Fischbestände an. Die vorliegenden Gutachten betreffen alle Ostseebestände, für die TAC vorgeschlagen werden, außer Scholle, für die in diesem Jahr keine wissenschaftliche Empfehlung ausgesprochen wurde. Die vorgeschlagenen TAC orientieren sich an den Gutachten, entsprechen aber nicht unbedingt genau den empfohlenen Werten. Entsprechend der Absicht der Kommission, die nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen zu gewährleisten und zugleich die Stabilität der Fangmöglichkeiten zu erhalten, sollen die TAC von einem Jahr zum nächsten nicht um mehr als 15 % angepasst werden, es sei denn, dass der Zustand des Bestands schärfere Maßnahmen erforderlich macht. Bei denjenigen Beständen, die Gegenstand eines Bewirtschaftungsplans sind, stehen die vorgeschlagenen TAC im Einklang mit dem jeweiligen Plan.Die vorgeschlagenen TAC für die Dorschbestände entsprechen dem stufenweisen Konzept des Mehrjahresplans für die Dorschbestände der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen. Hauptziel dieses Plans ist die schrittweise Senkung des Fischereiaufwands auf langfristig nachhaltige Niveaus, die die Erholung der Bestände gewährleisten und hohe, stabile Erträge ermöglichen.Für die Lachsbestände der Ostsee bedarf es zusätzlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen in Meeres- und Binnengewässern, um dort, wo dies erforderlich ist, eine wirksame Bestandserholung zu ermöglichen. Deshalb ist geplant, 2008 einen Bewirtschaftungsplan für Lachs auszuarbeiten.-  Konsultation der BeteiligtenDie Abschnitte, die die Festsetzung der TAC und Quoten sowie die technischen Maßnahmen betreffen, stehen im Einklang mit den Entscheidungen, die der Rat im Dezember 2006 beim Erlassen der Verordnung (EG) Nr. 1941/2006 des Rates vom 11. Dezember 2006 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2007) und der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 vom 18. September 2007 zur Festlegung eines Mehrjahresplans für die Dorschbestände der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen, getroffen hat, und sind das Ergebnis von Konsultationen mit dem Fischereisektor, mit an Fragen der Ostseefischerei interessierten Nichtregierungsorganisationen (NRO) sowie den Mitgliedstaaten, die 2005 und 2006 stattgefunden haben.Der regionale Beirat für die Ostsee wurde auf der Sitzung der gemeinsamen Arbeitsgruppen und auf der Sitzung seines Exekutivausschusses im Juni 2008 auf der Grundlage der Absichtserklärung der Kommission zu den Fangmöglichkeiten für 2009 konsultiert. Die wissenschaftliche Grundlage für den Vorschlag wurde von ICES und STECF geschaffen. Die GD MARE legte anhand der Absichtserklärung dar, nach welchen Regeln sie die TAC und Quoten für 2009 festzusetzen beabsichtigt. Die auf der Sitzung geäußerten vorläufigen Anmerkungen und die anschließenden schriftlichen Empfehlungen zu allen betroffenen Beständen wurden geprüft, für angemessen befunden und somit in den Vorschlag aufgenommen.-  FolgenabschätzungSofern die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden, bedeutet dies eine Abnahme der Fangmöglichkeiten für die Gemeinschaftsschiffe in der Ostsee um etwa 15 % für alle aufgeführten Arten. Bei mehreren Heringsbeständen und Sprotte ist die Reduzierung auf eine geringere Rekrutierung zurückzuführen. Die wirtschaftlich bedeutsamsten Reduzierungen betreffen die TAC für den westlichen Dorschbestand gemäß dem Mehrjahresplan sowie die TAC für Hering in der westlichen Ostsee, weil sich der Bestand außerhalb sicherer biologischer Grenzen befindet und im kommenden Jahr ein weiterer Rückgang zu erwarten ist. Die TAC für den östlichen Dorschbestand wurde gemäß dem Mehrjahresplan angehoben.Der Vorschlag basiert nicht nur auf kurzfristigen Erwägungen, sondern ist auch Teil einer langfristigen Strategie, bei der die Fischerei schrittweise auf ein langfristig nachhaltiges Niveau reduziert werden soll.Die mit dem Vorschlag verfolgte Strategie wird daher mittel- bis langfristig zu einem geringeren Fischereiaufwand, langfristig jedoch zu stabilen oder sogar steigenden Quoten führen. Als langfristige Folgen der Strategie werden somit geringere Umweltauswirkungen wegen des niedrigeren Fischereiaufwands, Verringerungen im Fangsektor in Form von weniger Schiffen und/oder geringerem durchschnittlichem Fischereiaufwand je Schiff sowie unveränderte bzw. größere Anlandungen erwartet. Die Nachhaltigkeit der Fischereitätigkeiten wird sich langfristig verbessern.3. RECHTLICHE ASPEKTE-  RechtsgrundlageRechtsgrundlage dieses Vorschlags sind die Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates, insbesondere Artikel 20, die Verordnung (EG) Nr. 847/1996 des Rates, insbesondere Artikel 2, und die Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 des Rates, insbesondere Artikel 5 und Artikel 8 Absatz 3.4. AUSWIRKUNGEN AUF DEN HAUSHALTDer Vorschlag hat keine Auswirkungen auf den Gemeinschaftshaushalt.5. WEITERE ANGABEN-  Detaillierte ErläuterungMit dem Vorschlag sollen die Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee für 2009 festgesetzt werden.Die den einzelnen Mitgliedstaaten zugewiesenen TAC und Quoten sind in Anhang I dargelegt. Die vorgeschlagenen Zahlen basieren auf den wissenschaftlichen Gutachten und entsprechen dem Rahmen für die Festsetzung der TAC und Quoten, der in der Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament „Fangmöglichkeiten 2009. Absichtserklärung der Europäischen Kommission“ abgesteckt wurde.Die TAC und Quoten für die beiden Dorschbestände sind eng mit den Aufwandsbeschränkungen verbunden, die in Anhang II festgelegt sind.Bei den technischen Maßnahmen in Anhang III handelt es sich um zusätzliche Maßnahmen für das Management der Fischerei auf Flunder und Steinbutt.Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESzur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2009)DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik[1], insbesondere auf Artikel 20,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 847/96 des Rates vom 6. Mai 1996 zur Festlegung zusätzlicher Bestimmungen für die jahresübergreifende Verwaltung der TAC und Quoten[2], insbesondere auf Artikel 2,gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 des Rates vom 18. September 2007 zur Festlegung eines Mehrjahresplans für die Dorschbestände der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen[3], insbesondere auf Artikel 5 und Artikel 8 Absatz 3,auf Vorschlag der Kommission,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 obliegt es dem Rat, unter Berücksichtigung der verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten und insbesondere des Berichts des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für Fischerei (STECF) sowie gegebenenfalls der Stellungnahme des Regionalen Beirats für die Ostsee (BSRAC) die erforderlichen Maßnahmen anzunehmen, die die Bedingungen für den Zugang zu den Gewässern und Ressourcen und die nachhaltige Ausübung des Fischfangs regeln.(2) Nach Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 obliegt es dem Rat, die Fangbeschränkungen für die einzelnen Fischereien oder Fischereigruppen und die Aufteilung der Fangmöglichkeiten auf die Mitgliedstaaten festzulegen.(3) Um eine effiziente Verwaltung der Fangmöglichkeiten zu gewährleisten, sollten die konkreten Bedingungen für die Ausübung des Fischfangs festgelegt werden.(4) Es ist notwendig, die Grundsätze und bestimmte Verfahren des Fischereimanagements auf Gemeinschaftsebene festzulegen, damit die Mitgliedstaaten die Fischereitätigkeit der Schiffe steuern können, die ihre Flagge führen.(5) Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 enthält für die Zuteilung der Fangmöglichkeiten relevante Begriffsbestimmungen.(6) Nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 des Rates ist festzulegen, für welche Bestände die dort festgelegten Maßnahmen gelten.(7) Die Fangmöglichkeiten sind nach den Gemeinschaftsbestimmungen zu nutzen, vor allem der Verordnung (EWG) Nr. 1381/87 der Kommission vom 20. Mai 1987 zur Festlegung der Einzelheiten für die Kennzeichnung und die Dokumente an Bord von Fischereifahrzeugen[4], der Verordnung (EWG) Nr. 2807/83 der Kommission vom 22. September 1983 zur Festlegung der Einzelheiten der Aufzeichnung von Informationen über den Fischfang durch die Mitgliedstaaten[5], der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 zur Einführung einer Kontrollregelung für die Gemeinsame Fischereipolitik[6], der Verordnung (EG) Nr. 2244/2003 der Kommission vom 18. Dezember 2003 mit Durchführungsbestimmungen für satellitengestützte Schiffsüberwachungssysteme[7], der Verordnung (EWG) Nr. 2930/86 des Rates vom 22. September 1986 zur Definition der Angaben für Fischereifahrzeuge[8], der Verordnung (EWG) Nr. 3880/91 des Rates vom 17. Dezember 1991 über die Vorlage von Fangstatistiken durch die Mitgliedstaaten, die im Nordostatlantik Fischfang betreiben[9], der Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen in der Ostsee, den Belten und dem Öresund[10] und der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 des Rates vom 18. September 2007 zur Festlegung eines Mehrjahresplans für die Dorschbestände der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen[11].(8) Damit die jährlichen Fangmöglichkeiten auf einem Niveau festgesetzt werden, das mit dem Ziel der Nutzung der Ressourcen unter nachhaltigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen im Einklang steht, wurden die in der Mitteilung der Kommission „Fangmöglichkeiten 2009. Absichtserklärung der Europäischen Kommission“[12] beschriebenen Leitlinien angewandt.(9) Im Interesse der Bestandserhaltung sollten im Jahr 2009 bestimmte zusätzliche technische Maßnahmen für die Fischerei gelten.(10) Um den Lebensunterhalt der Fischer in der Gemeinschaft sicherzustellen, müssen diese Fischereien am 1. Januar 2009 geöffnet werden. Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit ist es unerlässlich, eine Ausnahme von der Sechswochenfrist nach Abschnitt I Nummer 3 des dem Vertrag über die Europäische Union, dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, dem Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft beigefügten Protokolls über die Rolle der einzelstaatlichen Parlamente in der Europäischen Union zu gewähren -HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:KAPITEL I Geltungsbereich und BegriffsbestimmungenArtikel 1 GegenstandMit dieser Verordnung werden für 2009 die Fangmöglichkeiten und begleitenden Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee festgelegt.Artikel 2 Geltungsbereich1. Diese Verordnung gilt für Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft, nachstehend „Gemeinschaftsschiffe“ genannt, die in der Ostsee fischen.2. Abweichend von Absatz 1 gilt diese Verordnung nicht für Fischereieinsätze, die ausschließlich zum Zweck wissenschaftlicher Forschung unternommen werden und die mit Genehmigung und unter der Aufsicht des betreffenden Mitgliedstaats durchgeführt und der Kommission und dem Mitgliedstaat, in dessen Gewässern sie durchgeführt werden, im Voraus gemeldet werden.Artikel 3 BegriffsbestimmungenÜber die Begriffsbestimmungen des Artikels 3 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 hinaus gelten für die Zwecke dieser Verordnung folgende Begriffsbestimmungen:a) die ICES-Gebiete (Internationaler Rat für Meeresforschung) sind die in der Verordnung (EWG) Nr. 3880/91 definierten Gebiete;b) „Ostsee“ sind die ICES-Untergebiete 22-32;c) „zulässige Gesamtfangmenge (TAC)“ ist die Menge, die einem Bestand jedes Jahr entnommen werden kann;d) „Quote“ ist ein der Gemeinschaft, einem Mitgliedstaat oder einem Drittland zugeteilter Anteil der TAC;e) „Tag außerhalb des Hafens“ ist ein fortlaufender Zeitabschnitt von 24 Stunden oder einem Teil von 24 Stunden, während dessen sich das Schiff außerhalb des Hafens befindet.KAPITEL IIFangmöglichkeiten und begleitende FangbedingungenArtikel 4 Zulässige Fangmengen und AufteilungDie Fangbeschränkungen, die Aufteilung dieser Beschränkungen auf die Mitgliedstaaten und zusätzliche Bedingungen nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 sind in Anhang I der vorliegenden Verordnung festgelegt.Artikel 5 Besondere Aufteilungsvorschriften1. Die Aufteilung der Fangbeschränkungen auf die Mitgliedstaaten nach Anhang I lässt Folgendes unberührt:a) den Tausch von zugewiesenen Fangmöglichkeiten gemäß Artikel 20 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002;b) Neuaufteilungen gemäß Artikel 21 Absatz 4, Artikel 23 Absatz 1 und Artikel 32 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93;c) zusätzliche Anlandungen im Rahmen von Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96;d) zurückbehaltene Mengen nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96;e) Abzüge nach Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 847/96.2. Für zurückzubehaltende und auf 2010 zu übertragende Quoten kann Artikel 4 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 abweichend von der genannten Verordnung auf alle Bestände angewandt werden, für die analytische TAC gelten.Artikel 6 Bedingungen für Fänge und Beifänge1. Fänge aus Beständen, für die Fangbeschränkungen festgesetzt worden sind, dürfen nicht an Bord behalten oder angelandet werden, es sei denn,a) die Fänge wurden von Schiffen eines Mitgliedstaats getätigt, dessen Quote noch nicht ausgeschöpft ist;b) andere Arten als Hering und Sprotte sind mit anderen Arten vermengt und die Fänge wurden mit Schleppnetzen, Snurrewaden oder ähnlichen Fanggeräten getätigt, deren Maschenöffnung weniger als 32 mm beträgt, und die Fänge werden weder an Bord noch bei der Anlandung sortiert.2. Alle Anlandungen werden auf die Quote oder, wenn der Gemeinschaftsanteil nicht durch Quoten auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt worden ist, auf den Gemeinschaftsanteil angerechnet, die Fänge nach Absatz 1 Buchstabe b ausgenommen.3. Ist die Quote eines Mitgliedstaats für Hering ausgeschöpft, so ist es den Schiffen unter der Flagge dieses Mitgliedstaats, die in der Gemeinschaft registriert sind und die in den Fischereien tätig sind, für die die betreffende Quote gilt, verboten, mit Hering vermengte Fänge unsortiert anzulanden.Artikel 7 AufwandsbeschränkungenDie Aufwandsbeschränkungen sind in Anhang II festgelegt.1. Diese Beschränkungen gelten für die ICES-Untergebiete 27 und 28.2, sofern die Kommission nicht gemäß Artikel 29 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 beschlossen hat, jene Untergebiete von den Beschränkungen gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b, Absätze 3, 4 und 5 sowie Artikel 13 der genannten Verordnung auszunehmen.2. Diese Beschränkungen gelten nicht für das ICES-Untergebiet 28.1, sofern die Kommission nicht gemäß Artikel 29 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 beschlossen hat, dass die Beschränkungen gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b, Absätze 3, 4 und 5 der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 für jenes Untergebiet gelten.Artikel 8 Technische ÜbergangsmaßnahmenDie technischen Übergangsmaßnahmen sind in Anhang III festgelegt.KAPITEL III SchlussbestimmungenArtikel 9 DatenübermittlungWenn die Mitgliedstaaten der Kommission gemäß Artikel 15 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 Daten über die angelandeten Mengen übermitteln, verwenden sie die in Anhang I der vorliegenden Verordnung angegebenen Bestandscodes.Artikel 10 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.Sie gilt ab dem 1. Januar 2009.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel amIm Namen des RatesDer Präsident ANHANG IFangbeschränkungen und begleitende Fangbedingungen für die jahresübergreifende Verwaltung der Fangbeschränkungen für Gemeinschaftsschiffe in Gebieten mit Fangbeschränkungen, aufgeschlüsselt nach Arten und GebietenIn den folgenden Tabellen sind, nach Beständen aufgeschlüsselt, die TAC und Quoten (in Tonnen Lebendgewicht, sofern nicht anders angegeben), die Aufteilung auf die Mitgliedstaaten und die begleitenden Fangbedingungen für die jahresübergreifende Verwaltung der Quoten angegeben.Die Bestände sind für jedes Gebiet nach der alphabetischen Reihenfolge der lateinischen Bezeichnungen der Arten aufgeführt. In den Tabellen werden folgende Codes zur Bezeichnung der einzelnen Arten verwendet:Wissenschaftliche Bezeichnung | 3-Alpha-Code | Gebräuchliche Bezeichnung |Clupea harengus | HER | Hering |Gadus morhua | COD | Dorsch |Platichthys flesus | FLX | Flunder |Pleuronectes platessa | PLE | Scholle |Psetta maxima | TUR | Steinbutt |Salmo salar | SAL | Lachs |Sprattus sprattus | SPR | Sprotte |Art: | Hering | Gebiet: | Untergebiete 30-31 |Clupea harengus | HER/3D30.; HER/3D31. |Finnland | 60 643 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Schweden | 13 324 |EG | 73 967 |TAC | 73 967 |Art: | Hering | Gebiet: | Untergebiete 22-24 |Clupea harengus | HER/3B23.; HER/3C22.; HER/3D24. |Dänemark | 2 299 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 9 048 |Finnland | 1 |Polen | 2 134 |Schweden | 2 918 |EG | 16 400 |TAC | 16 400 |Art: | Hering | Gebiet: | Untergebiete 25-27, 28.2, 29 und 32 |Clupea harengus | HER/3D25.; HER/3D26.; HER/3D27.; HER/3D28.; HER/3D29.; HER/3D32. |Dänemark | 3 159 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 838 |Estland | 16 134 |Finnland | 31 493 |Lettland | 3 982 |Litauen | 4 192 |Polen | 35 779 |Schweden | 48 032 |EG | 143 609 |TAC | Entfällt |Art: | Hering | Gebiet: | Untergebiet 28.1 |Clupea harengus | HER/03D.RG |Estland | 16 113 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Lettland | 18 779 |EG | 34 892 |TAC | 34 892 |Art | Dorsch | Gebiet: | EG-Gewässer der Untergebiete 25-32 |Gadus morhua | COD/3D25.; COD/3D26.; COD/3D27.; COD/3D28.; COD/3D29.; COD/3D30.; COD/3D31.; COD/3D32. |Dänemark | 10 241 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 4 074 |Estland | 998 |Finnland | 784 |Lettland | 3 808 |Litauen | 2 509 |Polen | 11 791 |Schweden | 10 375 |EG | 44 580 |TAC | Entfällt |Art: | Dorsch | Gebiet: | EG-Gewässer der Untergebiete 22-24 |Gadus morhua | COD/3B23.; COD/3C22.; COD/3D24. |Dänemark | 7 130 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 3 487 |Estland | 158 |Finnland | 140 |Lettland | 590 |Litauen | 383 |Polen | 1 908 |Schweden | 2 541 |EG | 16 337 |TAC | 16 337 |Art: | Scholle | Gebiet: | EG-Gewässer des Gebietes IIIbcd |Pleuronectes platessa | PLE/3B23.; PLE/3C22.; PLE/3D24.; PLE/3D25.; PLE/3D26.; PLE/3D27.; PLE/3D28.; PLE/3D29.; PLE/3D30.; PLE/3D31.; PLE/3D32. |Dänemark | 1 949 | Vorsorgliche TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 217 |Polen | 408 |Schweden | 147 |EG | 2 721 |TAC | 2 721 |Art: | Lachs | Gebiet: | EG-Gewässer des Gebietes IIIbcd, ausgenommen Untergebiet 32 |Salmo salar | SAL/3B23.; SAL/3C22.; SAL/3D24.; SAL/3D25.; SAL/3D26.; SAL/3D27.; SAL/3D28.; SAL/3D29.; SAL/3D30.; SAL/3D31. |Dänemark | 64 184 | (1) | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 7 141 | (1) |Estland | 6 523 | (1) |Finnland | 80 033 | (1) |Lettland | 40 824 | (1) |Litauen | 4 799 | (1) |Polen | 19 471 | (1) |Schweden | 86 758 | (1) |EG | 309 733 | (1) |TAC | Entfällt |__________ |(1) In Stückzahl ausgedrückt. |Art: | Lachs | Gebiet: | Untergebiet 32 |Salmo salar | SAL/3D32. |Estland | 1 344 | (1) | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Finnland | 11 762 | (1) |EG | 13 106 | (1) |TAC | Entfällt |_________ |(1) In Stückzahl ausgedrückt. |Art: | Sprotte | Gebiet: | EG-Gewässer des Gebietes IIIbcd |Sprattus sprattus | SPR/3B23.; SPR/3C22.; SPR/3D24.; SPR/3D25.; SPR/3D26.; SPR/3D27.; SPR/3D28.; SPR/3D29.; SPR/3D30.; SPR/3D31.; SPR/3D32. |Dänemark | 38 108 | Analytische TAC. Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt nicht. Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96 gilt. |Deutschland | 24 142 |Estland | 44 251 |Finnland | 19 948 |Lettland | 53 445 |Litauen | 19 333 |Polen | 113 422 |Schweden | 73 669 |EG | 386 318 |TAC | Entfällt |ANHANG IIAufwandsbeschränkungenDie Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass den Schiffen unter ihrer Flagge der Fischfang mit Schleppnetzen, Snurrewaden oder ähnlichen Fanggeräten mit einer Maschenöffnung von 90 mm oder mehr, mit Kiemen-, Verwickel- oder Spiegelnetzen mit einer Maschenöffnung von 90 mm oder mehr sowie mit Grund- oder Oberflächenlangleinen mit Ausnahme von treibenden Langleinen, Handleinen und Reißangeln höchstens für die folgende Anzahl von Tagen erlaubt ist:a) 201 Tage außerhalb des Hafens in den Untergebieten 22-24 mit Ausnahme des Zeitraums vom 1. bis zum 30. April, in dem Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 gilt, undb) 160 Tage außerhalb des Hafens in den Untergebieten 25-28 mit Ausnahme des Zeitraums vom 1. Juli bis zum 31. August, in dem Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 gilt.ANHANG IIITechnische ÜbergangsmaßnahmenBeschränkungen des Flunder- und Steinbuttfangs1. Es ist verboten, die folgenden Fischarten an Bord zu behalten, die in den nachstehend aufgeführten geografischen Gebieten zu den unten genannten Zeiten gefangen werden:Art | Geografisches Gebiet | Übergangszeit |Flunder (Platichthys flesus) | Untergebiete 26 bis 28, 29 südlich von 59°30'N Untergebiet 32 | 15. Februar bis 15. Mai 15. Februar bis 31. Mai |Steinbutt (Psetta maxima) | Untergebiete 25 bis 26, 28 südlich von 56°50' N | 1. Juni bis 31. Juli |2. Abweichend von Nummer 1 dürfen beim Einsatz von Schleppnetzen, Snurrewaden oder ähnlichen Fanggeräten mit einer Maschenöffnung von 105 mm oder mehr oder von Kiemennetzen, Verwickelnetzen oder Spiegelnetzen mit einer Maschenöffnung von 100 mm oder mehr Flunder- und Steinbuttbeifänge in einem Umfang von höchstens 10 % des Lebendgewichts aller an Bord befindlichen und angelandeten Fänge zu den unter Nummer 1 genannten Verbotszeiten an Bord behalten und angelandet werden.[…][1] ABl. L 358 vom 31.12.2002, S. 59. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 865/2007 (ABl. L 192 vom 24.7.2007, S. 1).[2] ABl. L 115 vom 9.5.1996, S. 3. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 338/2008 (ABl. L 107 vom 17.4.2008, S. 1).[3] ABl. L 248 vom 22.9.2007, S. 1.[4] ABl. L 132 vom 21.5.1987, S. 9.[5] ABl. L 276 vom 10.10.1983, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 804/2005 (ABl. L 290 vom 4.11.2005, S. 10).[6] ABl. L 261 vom 20.10.1993, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1559/2007 (ABl. L 340 vom 22.12.2007, S. 8).[7] ABl. L 333 vom 20.12.2003, S. 17.[8] ABl. L 274 vom 25.9.1986, S. 1. Geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3259/94 (ABl. L 339 vom 29.12.1994, S. 11).[9] ABl. L 365 vom 31.12.1991, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 448/2005 (ABl. L 74 vom 19.3.2005, S. 5).[10] ABl. L 16 vom 20.1.2005, S. 184. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 809/2007 (ABl. L 182 vom 12.7.2007, S. 1).[11] ABl. L 248 vom 22.9.2007, S. 1.[12] KOM(2008) 331 endg.