CELEX: 51989PC0674
Language: de
Date: 1989-12-20
Title: VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES UEBER DIE AENDERUNG DES SELBSTBESCHRAENKUNGSABKOMMENS MIT URUGUAY IM SEKTOR SCHAF- UND ZIEGENFLEISCH

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                             K0MC89) 674  endg.
                                            Brüssel, den 20. Dezember 1989
                            Vorschlag für einen
                            BESCHLUSS DES RATES
       über die Änderung des Selbstbeschränkungsabkommens mit Uruguay
                      Im Sektor Schaf- und Ziegenfleisch
                     (von der Kommission vorgelegt)
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                                   Begründung
1. Die Änderungen, die kürzlich im Hinblick auf ein besseres Funktionieren der
   gemeinsamen Marktorganisation für Schaf- und Ziegenfleisch beschlossen
   wurden, werden mehr Disziplin verlangen und weniger Stützungsmassnahmen für
   die Gemeinschaftserzeuger zur Folge haben.
   Wie die Kommission wiederholt In ihren Mitteilungen an den Rat über die
   Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik betont hat, müssen diese zusätzlichen
   Bemühungen, die den landwirtschaftlichen Erzeugern der Gemeinschaft
   abverlangt werden, durch parallele Massnahmen bei den Einfuhren unterstützt
   werden.
   Dies erfordert eine entsprechende Anpassung der Selbstbeschränkungs-
   abkommen, die die Gemeinschaft mit den wichtigsten Lieferländern geschlossen
   hat.
2. Unter diesem Blickwinkel hat der Rat In Übereinstimmung mit den Schluss-
   folgerungen des Europäischen Rates vom Februar 1988 am 15. November 1988
   Verhandlungsdirektiven erlassen.
   Aufgrund dieser Direktiven wurden Verhandlungen namentlich mit Uruguay
   geführt.
   Der beigefügte Abkommensentwurf ist das Ergebnis dieser Verhandlungen.
3. Vorgesehen sind im wesentlichen folgende Änderungen:
        einer Verringerung der ursprünglich vereinbarten Menge, die von
        5.800 Tonnen auf 5.220 Tonnen verringert wird! Jedoch kann Uruguay bis
        31. Dezember 1990 einen Teil des In 1989 von einem anderen Drittland
        nicht ausgeschöpften Kontingents liefern. Diese Menge erhöht sich auf
        1.700 Tonnen, wovon 500 Tonnen von frischem, d.h. zu keinem Zeltpunkt
        gefrorenem Lammfleisch;
        Einführung eines Verfahrens zur Überwachung der Einfuhrpreise;
        Festsetzung einer Höchstmenge für die Einfuhr von gekühltem Fleisch;
        vollständige Aussetzung der Einfuhrabschöpfung;
        besondere Bestimmungen für die empfindlichen Gebiete der Gemeinschaft
        für 1989 und 1990.
4. Die empfindlichen Gebiete sind Gegenstand eines gesonderten Briefwechsels
   zwischen der Kommission und Uruguay. Was die Mengen anbetrifft, wird Uruguay
   darauf achten, dass die Ausfuhren nach Frankreich 1989 auf 400 Tonnen und
   nach Irland auf 100 Tonnen (Schlachtkörpergewichtäquivalent) beschränkt
   werden.
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                      VORSCHLAG FÜR EINEN BESCHLUSS DES RATES
          über die Änderung des Selbstbeschränkungsabkommens mit Uruguay
                         Im Sektor Schaf- und Ziegenfleisch
DER RAT DER EUROPA ISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
 insbesondere auf Artikel 113,
auf Vorschlag der Kommission,
 in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Gemeinschaft hat Massnahmen zur Stabilisierung der Märkte für Schaf- und
Ziegenfleisch getroffen und setzt sich dafür ein, eine bessere Integration
dieser Märkte zu erreichen.
 Im Zuge dieser Umgestaltung der gemeinsamen Marktorganisation erweist es sich
als zweckmässig, die Selbstbeschränkungsabkommen mit bestimmten Drittländern in
diesem Sektor zu ändern, um eine Stabilisierung der Einfuhren und bessere
Einfuhrpreise zu erzielen.
Die Kommission hat zu diesem Zweck Verhandlungen mit Uruguay geführt, deren
Ergebnisse in Form eines Änderungsabkommens vorliegen -
BESCHLIESST:
                                     Artikel 1
Das Abkommen in Form eines Briefwechsels zur Änderung des Selbstbeschränkungs-
abkommens, das Im Sektor Schaf- und Ziegenfleisch mit Uruguay geschlossen wurde,
wird Im Namen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft genehmigt.
Der Wortlaut des Abkommens Ist diesem Beschluss beigefügt:
                                     Artikel 2
Der Präsident des Rates wird ermächtigt, die Person zu bestellen, die befugt
ist, das Abkommen rechtsverbindlich für die Gemeinschaft zu unterzeichnen.
Geschehen zu Brüssel, am                                Im Namen des Rates
                                                           Der Präsident
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                                                            Datum :    11.1?.1989
 1. HAUSHALTSPOSTEN:   100                              Mittelansatz:    1.152,8 Mio ECU
                                                         Fntuurf Haushaltsplan 1990
2. BEZEICHNUNG DES VORHABENS:
      Vorschlag für eine Entscheidung des Rates betreffend die Annahme des mit
       Uruguay im Sektor Schaf- und Ziegenfleisch geschlossenen Selbstbeschränkungs-
       abkommens
3. RECHTSGRUNDLAGE: A r t > 1 1 3 d e s Vertrags
4. ZIELE DES VORHABENS:
     Einfuhr eines Kontingents von 5.220 t Schaffleisch aus Uruguay mit einer
     Abschöpfung von 0 %
5. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN:                 12-MONATS-        LAUFENDES HAUS-  KOMMENDES HAUS-
                                              PERIODE          HALTSJAHR (9Q)   HALTSJAHR (?1 )
5.0 AUSGABEN ZU LASTEN VON
     - DES EG-HAUSHALTES                  z.E.   (1)             z.E.  (1)        z.E.   (1)
      (ERSTATTUNGEN/INTERVENTIONEN)
     - NATIONALER HAUSHALTE
     - ANDERER SEKTOREN
5.1.    EINNAHMEN
     - EIGENE MITTEL DER EG
        (ABSCHÖPFUNGEN/ZÖLLE)             - 0,9 Mio ECU         - 1,4 Mio ECU   - 0,9 Mio ECU
     - IM NATIONALEN BEREICH
                                            199?
5.0.1 VORAUSSCHAU AUSGABEN                  z.E.
5.1.1 VORAUSSCHAU EINNAHMEN              - 0,9 Mio ECU
5.2 BERECHNUNGSWEISE: Die mittlere Abschöpfung bei der Einfuhr von Schaffleisch
beträgt 1.750 ECU/t. Auf Einfuhren aus Uruguay jedoch wird eine im GATT konsolidierte,
auf den autonomen Zollsatz von 10 % beschränkte Abschöpfung angewandt, d.h. etwa
150 ECU/t. Bei Aufhebung dieses Zolls ergibt sich ein jährlicher Einnahmeausfall von
5.220 t x 150 ECU/t x 1,14 (dS) = 0,9 Mio ECU.
Da die Massnahme rückwirkend ab 1.1.1989 angewandt wird, müssen 1990 die 1989
bei der Einfuhr aus Uruguay erhobenen Abschöpfungen erstattet werden. Die
Kosten dieser Erstattung belaufen sich zu Lasten des Haushalts 1990 auf geschätzt
0,4 Mio ECU.
6.0 FINANZIERUNG IM LAUFENDEN HAUSHALT IST MÖGLICH DURCH IM BETREFFENDEN
      KAPITEL VORHANDENE MITTEL                                                        SÄ/NEIN
6.1 FINANZIERUNG IST MÖGLICH DURCH ÜBERTRAGUNG VON KAPITEL ZU KAPITEL IM
      LAUFENDEN HAUSHALTSJAHR                                                          8&/NEIN
6.2 NOTWENDIGKEIT EINES NACHTRAGSHAUSHALTS                                             8ft/NEINT
6.3 ERFORDERLICHE MITTEL SIND IN DIE ZUKUNFTIGEN HAUSHALTE EINZUSETZEN                 JA/WßWi
ANMERKUNGEN:
 (1)    Das Abkommen enthält keine gezieltenVereinbarungen über die Einfuhrpreise,
        so dass die Einfuhr dieses Fleisches zur Null-Abschöpfung einen Rückgang der
        Marktpreise innerhalb der Gemeinschaft mit entsprechendem Anstieg der zu
        gewährenden Prämien und somit der Haushaltsausgaben bewirken könnte. Das
        Ausmass dieser möglichen Entwicklung lässt sich nur schwer beziffern.
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                FICHE D'IMPACT SUR LA COMPETITIVITE ET L'EMPLOI
                       Proposition de Décision du Conseil
     concernant  l'adaptation de l'accord d'auto-lImitat ion avec  l'Uruguay
Ce projet d'accord envisage une modification du régime à l'importation des
viandes ovine et caprine, actuellement applicable dans le cadre de l'accord
d'auto-limitation conclu avec l'Uruguay.
Dans la mesure où il prévoit essentiellement, d'une part, le maintien des
quantités importées et, d'autre part, l'instauration d'une procédure de
surveillance des prix à l'importation, ce projet n'a pratiquement            pas
d'impact   sur  les entreprises. On      peut  également   considérer   que  les
modifications proposées ne leur Imposeront pas de coûts supplémentaires.
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                  BRIEFWECHSEL ZU DEM 1980 GESCHLOSSENEN ABKOMMEN
          ZWISCHEN DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT UND URUGUAY
                    ÜBER DEN HANDEL MIT HAMMEL- UND LAMMFLEISCH
                                 A. Schreiben Nr. 1
Herr ...!
Ich beehre mich, auf den Briefwechsel vom 14. Oktober 1980 Bezug zu nehmen, der
ein Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Uruguay über
die Einfuhr von Hammel- und Lammfleisch aus Uruguay In die Gemeinschaft bildet,
sowie auf die Verhandlungen, die unsere Delegationen zur Festlegung
vorübergehender Ausnahmen von einigen Bestimmungen dieses Abkommens geführt
haben, um die Durchführung von Massnahmen zu unterstützen, mit denen der
Schaffle Ischsektor der Europäischen Gemeinschaft stabilisiert und die
innergemeinschaftliche Handelsregelung reformiert werden soll, damit ein
einheitlicher europäischer Schaff leischmarkt entstehen kann. Die Delegationen
haben sich auf die nachstehenden Ausnahmen von dem Hauptabkommen geeinigt, die
so lange In Kraft bleiben, wie das vorliegende Abkommen gilt.
                                     KIauseI 1
A.  Marktzugang und Menge
    In der durch Klausel 6 des Hauptabkommens abänderten Klausel 2 des Haupt
    ahkommens wird die Zahl "5.800", .
                              durch die Zahl "5.220" ersetzt. In dieser
    Höchstmenge enthalten sind die Einfuhren von frischem, d.h. zu keinem
    Zeitpunkt gefrorenem Lammfleisch aus Uruguay in die Europäische
    Gemeinschaft, die 1989 höchstens 2.400 Tonnen und 1992 höchstens 2.600
    Tonnen betragen.
B.  Zölle
    In Klausel 5 des Hauptabkommens werden die Worte "einen Höchstsatz von
    10 v.H. ad valorem" durch das Wort "Null" ersetzt.
C.  Preisüberwachung
    In dem Bestreben, Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft bessere
    Schaffleischpreise zu erzielen, werden die Preise für eingeführtes
    Lammfleisch aus Uruguay im Rahmen des Verfahrens überwacht, das im Anhang
    zu dieser Vereinbarung beschrieben Ist.
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                                     Klausel 2
                                  KONSULTATIONEN
Unbeschadet der Klausel 1.C dieses Abkommens kann jede Partei jederzeit
Konsultationen über Einzelheiten dieses Abkommens beantragen.
                                    KIauseI 3
                              GATT-VERPFLICHTUNGEN
Die Bestimmungen dieses Abkommens gelten unbeschadet der Rechte Uruguays und der
Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des GATT.
                                    Klausel 4
Dieses Abkommens tritt am 1. Januar 1989 In Kraft und gilt bis 31. Dezember
1992.
                                    Klausel 5
Die Bestimmungen dieses Abkommens werden sechs Monate vor Ablauf überprüft.
Ich beehre mich vorzuschlagen, dass dieses Schreiben, sofern Ihre Regierung dem
Inhalt zustimmen kann, zusammen mit Ihrem Antwortschreiben ein Abkommen zwischen
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Uruguay bilden soll.
Genehmgen Sie, Herr        den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                                                      Im Namen des Rates
                                                             der
                                                   Europäischen Gemeinschaften
 ---pagebreak---                                       - 3 -                    ANHANG
                         VERFAHREN DER PREISÜBERWACHUNG
1. Die Europäische Gemeinschaft überwacht in jedem Mitgliedstaat die Preise für
   eingeführte gefrorene Lammschlachtkörper aus Uruguay auf der Grundlage
   monatlicher Durchschnittspreise.
2. Das Verhältnis zwischen den Preisen, die In Jedem Mltgiledstaat für
   eingeführte gefrorene Lammschlachtkörper aus Uruguay erzielt werden, und den
   Jeweiligen Marktpreisen für Lämmer aus Gemeinschaftserzeugung in den
   Mitgliedstaaten wird mit dem nachstehenden Richtniveau für die einzelnen
   Mitgliedstaaten verglichen. Ergibt dieser Vergleich, dass sich das
   Preisverhältnis Im gleichen Monat in zwei Mitgliedstaaten unter das
   Richtniveau für diese Mitgliedstaaten verschoben hat, so finden auf Antrag
   einer der beiden Partelen technische Konsultationen mit dem Ziel statt, die
   ausschlaggebenden Faktoren für diese Verschiebung nach unten zu bestimmen.
   Berücksichtigt werden in diesem Fall unter anderem langjährige wie auch
   saisonale Preisverhältnisse und -Schwankungen, die Preise für Teilstücke,
   die Preise für anderes Fleisch und deren Auswirkungen sowie andere
   aussergewöhnliche Faktoren.
   Mitgliedstaaten in            Richtniveau für das Verhältnis
   regionaler Einteilung         zwischen den Preisen für einge-
                                 führte gefrorene Lammschlacht-
                                 körper und den Preisen für Lamm
                                 aus Gemeinschaftserzeugung
   Nördliche Mitgliedstaaten      55 %
   (Belgien, Dänemark, Bundes-
   repub11k Deutsch i and,
   Frankreich, Irland, Luxem-
   burg, Niederlande, Verei-
   nigtes Königreich)
   Südliche Mitgliedstaaten       45 %
   (Griechenland, Italien,
   Spanien)
3. Deuten die Verschiebung des Preisverhältnisses zwischen gefrorenen Lamm-
   schlachtkörpern aus Uruguay und Lamm aus Gemeinschaftserzeugung unter das
   Richtniveau für die betreffenden Mitgliedstaaten und ein Stagnieren dieses
   Verhältnisses auf derartig nledrigern Ni veau auf ein Problem hin, so prüfen
   die Vertragsparteien alle etwaigen Lösungsvorschläge, die die technischen
   Konsultationen ergeben. Werden als Ursache des Problems die Preise genannt
   zu denen uruguayische Ausführer In diesen Mitgliedstaaten gefrorene
   Lammschlachtkörper aus Uruguay verkaufen, so unternimmt Uruguay alles in
   seiner Macht Stehende, um das Preisverhältnis zwischen eigenen gefrorenen
   Lammschlachtkörpern und Lamm aus Gemeinschaftserzeugung in diesen
   Mitgliedstaaten wieder auf das vereinbarte Richtniveau zu bringen.
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   Können sich die Vertragsparteien in den technischen Konsultationen nicht auf
   geeignete Massnahmen zur Lösung des Problems einigen, so kann zur dringenden
   Prüfung der Angelegenheit auf hoher Ebene auf Antrag einer Vertragspartei
   der Beratende Ausschuss nach Klausel 10 des Hauptabkommens einberufen
   werden.
   Wird auch auf dieser offiziellen Ebene keine Einigung erzielt, so kann jede
   der beiden Vertragspartelen Im Interesse einer Lösung den EG-Kommissar für
   Landwirtschaft und den Minister Uruguays für Landwirtschaft mit dieser Frage
   befassen.
5. Uruguay und die Europäische Gemeinschaft vereinbaren als Ziel bis Ende 1992
   eine Hebung des zuvor festgelegten Richtniveaus für die nördlichen
   Mitgliedstaaten um 5 Prozentpunkte und für die süfliehen Mitgliedstaaten um
   8 Prozentpunkte.
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                                  B. Schreiben Nr. 2
Herr       !
Ich beehre mich, den Eingang Ihres heutigen Schreibens zu bestätigen, das wie
folgt lautet:
Ich beehre mich, auf den Briefwechsel vom 14. Oktober 1980 Bezug zu nehmen, der
ein Abkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Uruguay über
die Einfuhr von Hammel- und Lammfleisch aus Uruguay in die Gemeinschaft bildet,
sowie auf die Verhandlungen, die unsere Delegationen zur Festlegung
vorübergehender Ausnahmen von einigen Bestimmungen dieses Abkommens geführt
haben, um die Durchführung von Massnahmen zu unterstützen, mit denen der
Schaff leischsektor der Europäischen Gemeinschaft stabilisiert und die
innergemeinschaftliche Handelsregelung reformiert werden soll, damit ein
einheitlicher europäischer Schaffle Ischmarkt entstehen kann. Die Delegationen
haben sich auf die nachstehenden Ausnahmen von dem Hauptabkommen geeinigt, die
so lange in Kraft bleiben, wie das vorliegende Abkommen gilt.
                                       Klausel 1
A.   MarktZugang und Menge
     In der durch Klausel 6 des Hauptabkommens geänderten Klausel 2 des Haupt
     abkommens wird die Zahl "5.800",
                               durch die Zahl "5.220" ersetzt. In dieser
     Höchstmenge enthalten sind die Einfuhren von frischem, d.h. zu keinem
     Zeitpunkt gefrorenem Lammfleisch aus Uruguay in die Europäische
     Gemeinschaft, die 1989 höchstens 2.400 Tonnen und 1992 höchstens 2.600
     Tonnen betragen.
B.   Zölle
      In Klausel 5 des Hauptabkommens werden die Worte "einen Höchstsatz von
     10 v.H. ad valorem" durch das Wort "Null" ersetzt.
C.   Pre Isüberwachung
     In dem Bestreben, innerhalb der Europäischen Gemeinschaft bessere
     Schaff le Ischpreise zu erzielen, werden die Preise für eingeführtes
     Lammfleisch aus Uruguay Im Rahmen des Verfahrens überwacht, das im Anhang
     zu dieser Vereinbarung beschrieben Ist.
 ---pagebreak---                                        - 6 -
                                     Klausel 2
                                  KONSULTATIONEN
Unbeschadet der Klausel 1.C dieses Abkommens kann jede Partei Jederzeit
Konsultationen über Einzelheiten dieses Abkommens beantragen.
                                     Klausel 3
                               GATT-VERPFLICHTUNGEN
Die Bestimmungen dieses Abkommens gelten unbeschadet der Rechte Uruguays und der
Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des GATT.
                                     Klausel 4
Dieses Abkommens tritt am 1. Januar 1989 In Kraft und gilt bis 31. Dezember
1992.
                                     Klausel 5
Die Bestimmungen dieses Abkommens werden sechs Monate vor Ablauf überprüft.
Ich beehre mich vorzuschlagen, dass dieses Schreiben, sofern Ihre Regierung dem
Inhalt zustimmen kann, zusammen mit Ihrem Antwortschreiben ein Abkommen zwischen
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Uruguay bilden soll."
Ich beehre mich zu bestätigen, dass meine Regierung dem Obenstehenden zustimmen
kann und dass Ihr Schreiben zusammen mit diesem Antwortschreiben, wie von Ihnen
vorgeschlagen, ein Abkommen bilden soll.
Genehmgen Sie, Herr       , den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                                                       Für die Regierung
                                                           Uruguays
 ---pagebreak---                                       - 7 -                   ANHANG
                         VERFAHREN DER PREISÜBERWACHUNG
    Die Europäische Gemeinschaft überwacht In jedem Mitgliedstaat die Preise füi
    eingeführte gefrorene Lammschlachtkörper aus Uruguay auf der Grundlage
    monatlicher Durchschnittspreise.
    Das Verhältnis zwischen den Preisen, die In Jedem Mitgliedstaat für
    eingeführte gefrorene Lammschlachtkörper aus Uruguay erzielt werden, und der
    Jeweiligen Marktpreisen für Lämmer aus Gemeinschaftserzeugung In den
    Mitgliedstaaten wird mit dem nachstehenden Richtniveau für die einzelnen
    Mitgliedstaaten verglichen. Ergibt dieser Vergleich, dass sich das
    Preisverhältnis Im gleichen Monat in zwei Mitgliedstaaten unter das
    Richtniveau für diese Mitgliedstaaten verschoben hat, so finden auf Antrag
    einer der beiden Partelen technische Konsultationen mit dem Ziel statt, die
    ausschlaggebenden Faktoren für diese Verschiebung nach unten zu bestimmen.
   Berücksichtigt werden in'diesem Fall unter anderem langjährige wie auch
    saisonale Preisverhältnisse und -Schwankungen, die Preise für Teilstücke,
   die Preise für anderes Fleisch und deren Auswirkungen sowie andere
   außergewöhnliche Faktoren.
   MItglledstaaten In            Richtniveau für das Verhältnis
   regionaler Einteilung         zwischen den Preisen für einge-
                                 führte gefrorene Lammschlacht-
                                 körper und den Preisen für Lamm
                                 aus Gemeinschaftserzeugung
   Nördliche Mitgliedstaaten      55 %
   (Belgien, Dänemark, Bundes-
   republik Deutschland,
   Frankreich, Irland, Luxem-
   burg, Niederlande, Verei-
   nigtes Königreich)
   Südliche Mltgl ledstaaten      45 %
   (Grlochen land, Italien,
   Spanien)
3. Deuten die Verschiebung des Preisverhältnisses zwischen gefrorenen Lamm-
   schlachtkörpern aus Uruguay, und Lamm aus Gemeinschaftserzeugung unter das
   Richtniveau für die betreffenden Mitgliedstaaten und ein Stagnieren dieses
   Verhältnisses auf derartig niedrigem Niveau auf ein Problem hin, so prüfen
   die Vertragspartelen alle etwaigen Lösungsvorschläge, die die technischen
   Konsultationen ergeben. Werden als Ursache des Problems die Preise genannt,
   zu denen uruguayische Ausführer In diesen MltgMedstaaten gefrorene
   Lammschlachtkörper aus Uruguay verkaufen, so unternimmt Uruguay alles in
   seiner Macht Stehende, um das Preisverhältnis zwischen eigenen gefrorenen
   Lammschlachtkörpern und Lamm aus Gemeinschaftserzeugung In diesen
   Mltglledstaaten wieder auf das vereinbarte Richtniveau zu bringen.
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4. Können sich die Vertragsparteien in den technischen Konsultationen nicht auf
   geeignete Massnahmen zur Lösung des Problems einigen, so kann zur dringenden
   Prüfung der Angelegenheit auf hoher Ebene auf Antrag einer Vertragspartei
   der Beratende Ausschuss nach Klausel 10 des Hauptabkommens einberufen
   werden.
       Wird auch auf dieser offiziellen Ebene keine Einigung erzielt, so kann
       jede der beiden Vertragsparteien Im Interesse einer Lösung den EG-
       Kommissar für Landwirtschaft und den Minister Uruguays für
       Landwirtschaft mit dieser Frage befassen.
5. Uruguay und die Europäische Gemeinschaft vereinbaren als Ziel bis Ende 1992
   eine Hebung des zuvor festgelegten Richtniveaus für die nördlichen
   Mitglledstaaten um 5 Prozentpunkte und für die süfliehen Mitgliedstaaten um
   8 Prozentpunkte.
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                               A. Schreiben Nr. 1
                                                   Brüssel,
Herr     !
Ich beehre mich, auf die Klausel 1 des Briefwechsels vom             betreffend
das Abkommen von 1980 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und Uruguayüber den
Handel mit Hammel und Lamm Bezug zu nehmen.
Ich beehre mich auch zu bestätigen, dass vor dem 31. Dezember 1990, zusätzlich
zur Höchstmenge von 5.220 Tonnen eine Menge von 1.700 Tonnen geliefert werden
kann. Diese zusätzliche Menge enthält höchstens 500 Tonnen in die Europäische
Gemeinschaft aus Uruguay eingeführtes frisches, d.h. zu keinem Zeitpunkt
gefrorenes Lammfleisch.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Eingang dieses Schreibens bestätigen
würden.
Genehmigen Sie, Herr       den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                                                         Für den Rat
                                                             der
                                                   Europäischen Gemeinschaft
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                                B. Schreiben Nr. 2
                                                    Brüssel,
Herr      !
 Ich beehre mich den Eingang Ihres heutigen Schreibens zu bestätigen, das
folgenden Wortlaut hat:
"Ich beehre mich, auf die Klausel 1 des Briefwechsels vom             betreffend
das Abkommen von 1980 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und Uruguayüber den
Handel mit Hammel und Lamm Bezug zu nehmen.
 Ich beehre mich auch zu bestätigen, dass vor dem 31. Dezember 1990, zusätzlich
zur Höchstmenge von 5.220 Tonnen eine Menge von 1.700 Tonnen geliefert werden
kann. Diese zusätzliche Menge enthält höchstens 500 Tonnen In die Europäische
Gemeinschaft aus Uruguay eingeführtes frisches, d.h. zu keinem Zeitpunkt
gefrorenes Lammfleisch.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Eingang dieses Schreibens bestätigen
würden.
Genehmigen Sie, Herr      , den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
                                                       Für den Regierung
                                                           Uruguays
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                                                           KOM(89) 674 endg.
                                                     DOKUMENTE
l)E                                                                       03 11
                                 Katalognummer : CB-CO-89-614-DE-C
                                                           ISBN 92-77-56261-7
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-29S5 Luxemburg