CELEX: 51980PC0659
Language: de
Date: 1980-11-05
Title: VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSTILIZUM DER TARIFSTELLE 73.02 C DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS (1981)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUMMANGAN DER TARIFSTELLE 73.02 C DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS (1981)#VORSCHLAG EINER VERORDNUNG (EWG) DES RATES ZUR ERÖFFNUNG, AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROCHROM, MIT EINEM GEHALT AN KOHLENSTOFF VON 0,10 GEWICHTSHUNDERTTEILEN ODER WENIGER UND AN CHROM VON MEHR ALS 30 BIS 90 GEWICHTSHUNDERTTEILEN (HOCHRAFFINIERTES FERROCHROM) DER TARIFSTELLE EX 73.02 E I DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS (1981) (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (80) 659
Vol. 1980/0209
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
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In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                                KOM(80)659 endg.
                                                                Brüssel , den 5 . November 1980
                  VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                 ZUR ERÖFFNUNG , AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES
              GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSILIZUM DER
            TARIFSTELLE
            TARIFSTELLE 73.02
                           73.02 CC DES
                                    DES GEMEINSAMEN
                                           GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS
                                                         ZOLLTARIFS (( 1981
                                                                        1981 ))
                                        /v                 :/A
                                                       ν
                                    [                            ■
                  VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG^ DES" RATES
                                     Y° -\    \      S4' \    , ~-j
                ZUR ERÖFFNUNG, AUf^LUN^^H^^ftWAMr^G DES
            GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROSTIL IZUMMANGAN DE
                                              /
            TARIFSTELLE 73.02
            TARIFSTELLE    73.02 DD DES
                                    DES GEMEINSAMEN
                                           GEMEINSAMEN   ZOLLTARIFS
                                                         ZOLLTARIFS (( 1981
                                                                        1981 ))
                  VORSCHLAG EINER VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                ZUR ERÖFFNUNG , AUFTEILUNG UND VERWALTUNG DES
       GEMEINSCHAFTSZOLLKONTINGENTS FÜR FERROCHROM , MIT EINEM GEHALT
      AN KOHLENSTOFF VON 0,10 GEWICHTSHUNDERTTEILEN ODER WENIGER UND
           AN CHROM VON MEHR ALS 30 BIS 90 GEWICHTSHUNDERTTEILEN
                       ( HOCHRAFFINIERTES       FERROCHROM ) DER
        TARIFSTELLE EX 73.02 E I DES GEMEINSAMEN ZOLLTARIFS ( 1981 )
                      (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  K0M(80 ) 659 endg .
 ---pagebreak---                                             BEGRÜNDUNG
    1 . Die Gemeinschaft hat sich in den multilateralen Handelsverhandlungen im
         GATT verpflichtet , jährlich zollfreie Gemeinschaftszollkontingente für
         die drei folgenden Ferrolegierungen zu eröffnen :
         73.02 C             Ferrosi lizium                 -             20.000 t
         73.02 D             Ferrosi liziummangan                         50.000 t
         ex 73.02 E I        hochraffiniertes Ferrochrom                   3.000 t
         Seit 1 . Juli 1977 können jedoch diese Ferrolegierungen aus Portugal auf­
        grund des mit diesem Land geschlossenen Abkommens zollfrei eingeführt
        werden . Ab 1 . Januar 1980 gilt auch dasgleiche für die übrigen EFTA-
        Länder . Die vorgenannten Kontingente müssen daher um die Mengen verrin -                       v
        gert werden , die dem Anteil dieser Länder an den Gemeinschaftsanrechnun-
        gen entspricht . Die betreffenden Kontingentsmengen werden somit , für das 1
        Jahr 1980 auf 11 . 100 Tonnen für Ferrosi lizium, auf 18.553 Tonnen für
        Ferrosi liziummangan und auf 2.950 Tonnen              für hochraffiniertes Ferrochrom .
        festgesetzt .
                                     .    .   -  <      die beiden . ersten
( 2 . Die Vorschläge der Kommission für /                     drei Ferrolegierungen beruhen
        weitgehend auf den in den Vorjahren unterbreiteten Vorschlägen für diese
                                  '                                                               • , ■
        Erzeugnisse , wobei insbesondere die Zuteilung der Quoten weiter nach den
        üblichen Regeln vorgenommen wird ( Berechnung aufgrund ,der früheren
        Einfuhren und der Aussichten für             -igo-n    Cl..     ^       c   .            ..
                                                   • IVoi ;. Für die dritte Ferrolegierung stutzt
       sich die Aufteilung der .Kontingentsmenge auf die Mitgliedstaaten mangels repräsenta
       tiver statistischer Daten ausschliesslich auf die von den Mitgliedstaaten übermit­
      telten Vorausschätzungen des Bedarfs .                        ;                     ,
 3 . Die beiliegenden Verordnungsvorschläge betreffen die Eröffnung , Auftei-
       lung,und Verwaltung der folgenden Gemeinschaftszollkontingente für das
  '   Jahr 1981 .
                Warenbezeichnung        Kontingents -         Kontin -    Höhe der    Hohe der
                                        menge             .   gents -     Reserve     ersten
                                                              Zollsatz            '   Rate-
                                        11.100 t                                      10.600 t
 Anhang A       Ferrosi lizium                                0 %          500 t
 Anhang B       Ferrosi liziumman-
                                        18.550 t                           900 t      17.650 t ,
               9an                                            0%
 Anhang C      hochraffiniertes
                                         2.950 t                            150 t      2.800 i
               Ferrochrom                                     0 %
 ---pagebreak---                                                          Vorschlag einer '
                                                  VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES
                              zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für
                                  Ferrosilizium der Tarifstelle 73.02 C des Gemeinsamen Zolltarifs ( 1981 )
         DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
                                                                            Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
                                                                           •sichtlichen Entwicklung der Marktlage für Ferrosilizium
        gestützt auf den Vertrag-zur Gründung der Europäischen              im Jahr 1981 läßt sich die erste prozentuale Beteiligung
        Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 1 13,             an der Kontingentsmenge wie folgt festsetzen :
                                                                                    Bénélux                        9,70
        auf Vorschlag der Kommission,                                               Dänemark                       0,44
                                                                                    Deutschland                   46,36
        in Erwägung nachstehender Gründe:                                           Griechenland                   0,59
                                                                                    Frankreich                     2,82
        Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­                       Irland                         0,07
        pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontin-                 Italien
        gent für Ferrosilizium der Tarifstelle 73.02 C bis zu                                                     16,23
                                                                                    Vereinigtes
    20.000 Tonnen zu eröffnen. Diese Menge muß jedoch                               Königreich
       auf 1 1 1 0t}"onnen herabgesetzt werden, um die traditio­                                                  23,79 ;
       nellen Einfuhren aus den EFTA-Ländern zu berücksich­               Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der ge­
       tigen, die aufgrund der mit diesen Ländern geschlossenen           nannten Waren Rechnung zu tragen, ist die Kontin­
       Abkommen zollfrei durchgeführt werden können. Somit                gentsmenge in zwei Raten zuteilen , wobei die erste Rate
       ist am 1 . Januar 198 1 das betreffende Zollkontingent zu          aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur späte­
       eröffnen und auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen .                 ren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten be­
                                                                          stimmt ist, die ihre erste Quote ausgeschöpft haben . Um
      Der Gemeinschaftscharakter des Gemeinschaftszollkon-                den Einführern eine gewisse Sicherheit zu geben, ist es
                                                                          angezeigt, die erste Rate des Gemeinschaftszollkontin-
      tingents kann dadurch gewahrt werden , daß bei der Aus­
      schöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung der               gents hoch, d . h . im vorliegenden Fall auf ungefähr
                                                                          W v. H. der Kontingentsmenge, festzusetzen.
      Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird. Damit
      die tatsächliche Marktentwicklung der betreffenden
      Ware weitmöglichst berücksichtigt wird, muß diese Auf­              Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch aus­
      teilung entsprechend dem Bec(arf vorgenommen werden ,               geschöpft werden. Um Unterbrechungen zu vermeiden,
      der einerseits anhand der statistischen Angaben über die            muß daher jeder Mitgliedsraat, der seine erste Quote fast
      während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätig­              ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer zusätzlichen
      ten Einfuhren aus Drittländern und andererseits nach                Quote auf die Reserve vornehmen . Diese Ziehung muß
      den Wirtschaftsaussichten für das betreffende Kontin-               jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn jede seiner zusätz­
      gentsjahr zu berechnen ist.                                         lichen Quoten fast ganz ausgeschöpft ist; diese Ziehung
                                                                          muß er so oft vornehmen, als noch eine Reserve vorhan­
                                                                          den ist. Die ersten und die zusätzlichen Quoten müssen
     Während der letzten drei Jahre, für die vollständige stati­          bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten. Diese Art
     stische Angaben verfügbar sind, verteilen sich die insge­           der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit
     samt getätigten Einfuhren dieser Ware prozentual auf die            zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die
     einzelnen Mitgliedstaaten wie folgt:                                vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der
                                                                         Ausschöpfung der Kontingentsmenge zu verfolgen und
                                                                         die Mitgliedstaaten darüber zu unterrichten .
                              19 77            1978  I    1979
         Bénélux              13,61     I' 9,26 I         8,97           Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
         Danemark              0,97      .     0,92       0,18           raums in einem Mitgliedstaat eine größere Restmenge
         DeutschlandI 43,43                   46,30     49,17            vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen Teil
 Grîechenland                  0,68          ■ 0,70       0,49
    , Frankreich
                                                                         davon auf die Reserve übertragen, um zu verhindern , daß
                               2,08        .   2,34       2,86           ein 1 eil des Gemeinschaftszojlkontingents in einem Mit-
. '      Irland                0.              0   .      0 .            gliedstaat nicht ausgeschöpft wird , während er in ande­
         Italien              21,02           18,04     10,63            ren Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
         Vereinigtes
        Königreich 18,21                      22,43     27,70           Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
                                                                        lande und das Großhereogtum Luxemburg sich zu der
                                                                        Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
angewandt wi rd                               "«" liehe Einfuhren bis zur Ausschöpfung des Kontingents
 ---pagebreak---                                       - 3 -
      und durch diese vertreten werden , kann jeue Maßnahme
      im Zusammenhang mit dec Verwaltung der dieser Wirt-
      schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
      glieder vorgenommen werden –
      HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSFN :
                               Artikcl l                          - '
                                               /
     (1)     Für die Zeit vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1 981
     wird in der Gemeinsthaft ein Gemcinsd-ufiszollkontin-
     gent von 111 0(J onnen für Ferrosiliziuin der Tarifstelle
     73.02 C des Gemeinsamen Zolltarifs eröffnet.
     (2)     Die Einfuhren dieser Ware, die bereits im Rahmen
     einer anderen Zollpräferenzregclung Zollfreiheit genie­
     ßen, werden nicht auf dieses Zoll kontingent angerechnet.
     (3} Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im
     Rahmen dieses Zollkontingents vollständig ausgesetzt. .
 , ( 4 ) Im Rahmen dieses Zollkontingents wendet
            Griechenland die nach den entsprechenden
            Bestimmungen der Beitrittsakte ( 1 ) berech­
            neten Zölle an .
                             : Artikel 2
     ( 1) Das in Artikel 1 genannte Gemeinschaftszollkon-
     tingent wird in zwei Raten geteilt.
     (2) Eine erste Rate in Höhe von1 060QTonnen wird
     auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vor- ' ,
     behaltlich des Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezember
  1 981 gelten, belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf •
     folgende Mengen:
    Benelux                     1.028 Tonnen
    Dänemark            ,\           47 Tonnen
    Deutschland                4.914 Tonnen
   Griechenland                     63 Tonnen           '
    Frankreich                  , 299 Tonnen
   Irland                             7 Tonnen            •
   Italien                     1.720 Tonnen
   Vereinigtes
   Königreich                  2.522 Tonnen .
     (3 )    Die zweite Rate in Höhe von 500 Tonnen bildet
   . die Reserve..
                               Artikel 3
     ( 1 ) , Schöpft ein Mitglicdstaat seine erste Quote gemäß
     Artikel 2 Absatz 2 oder, bei Anwendung des Artikels 5,
    die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve übertra­
    genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er un­
■ verzüglich, soweit die Reservenienge ausreicht, die Zie- '
     hung einer zweiten Quote in Höhe von 5 v. H. seiner er­
    sten Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Ein­
     heit ,aufgerundet wird; die Ziehung erfolgt durch Mittei­
     lung an die Kommission.                       '
     (2) Ist nach Ausschöpfung der ersten Quote die zweite
     von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
 ( 1 ) ABl . Nr . L 291 vom 19.11.1979, S.17
 ---pagebreak---   oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedsta.it
  unverzüglich gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten
  Quote in Höhe von 2,5 v . H. seiner ersten Quote vor, die
  gegebenenfalls auf die höhere l inheit aufgerundet wird.
  (3 )   Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die
 dritte von einem- Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90
  v. H. oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitglied-
 staat gemäß Absatz 1 die Ziehung einer vierten Quote in
  Höhe der dritten Quote vor.
  Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
  angewandt.
  (4)    Abweichend von den Absätzen 1 bis 3 kann jeder
 Mitgliedstaat niedrigere als die in diesen Absätzen vorge­
 sehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der Annahme
 besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden können. Er
 unterrichtet die Kommission über die Gründe, die ihn
veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                         Artikel 4
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 1981 .
                         Artikel 5
Die Mitgliedstaaten übertragen am 1 . Oktober 1981
ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf die
Reserve, der am 15 . Septemberl 981 20 v . H. der ur­
sprünglichen Menge übersteigt . Sie können eine größere
Menge übertragen , wenn Grund zur Annahme besteht,
daß die betreffende Menge nicht ausgeschöpft werden
kann .
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 l . Oktober 1 981 die Gesamtmenge der Hinfuhren der be­
treffenden Ware mit, die bis zum 15. September 1 981
einschließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszoll-
kontingent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls
den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve über­
tragen.
                         Artikel 6
Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der Anrech­
nung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
zwecke beschränken. In diesem Fall erfolgt die Kontrolle
der jeweiligen\bestimmungsgeinäßen Verwendung ge­
mäß den entsprechenden Gemeinschaftsvorschriften.
                         Artikel 7
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit-
giiedstaaten nach den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quo-
 ---pagebreak---  teil und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über       (3 )   Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
 den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die         gliedstaaten wird anhand der bei der Zollstelle mit einer
Mitteilungen zugehen.                                           Anmeldung zwecks Abfertigung zum zollrechtlich freien
                                                                Verkehr gestellten Einfuhren der betreffenden Ware fest­
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5. Ok­       gestellt.                                               -
tober 1981 über die Reserve, die nach den in Anwendung
von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.
                                                                                         Artikel 9
Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve
ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­              Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied-          mit, welche Hinfuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
staat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Restmenge          rechnet wurden.
an.
                          Artikel 8 '                                                   Artikel 10
^ 1 ) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen            Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
Maßnahmen, um durch die Eröffnung der von ihnen                 Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng
nach Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fort­        " zusammen .         -
laufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil an
dem Gemcinschnftskontingent zu ermöglichen .
(2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­                                    Artikel 11
biet ansässigen Einführern der betreffenden Ware freien
Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten.                         Diese Verordnung tritt am 1 . Januar1981 in Kraft
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitglied-
              staat.                          ^ .
              Geschehen zu Brüssel am                                -                        ^ -
                                                                              Im Namen des Rates
                                                                                 Der Präsident
 ---pagebreak---                                                   Vorschlag einer
                                       VERORDNUNG (EWG)                       DES RATES
                       zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemeinschaftszollkontingents für
                       Ferrosiliziummangait der Tarifstelle 73.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs ( 1981 )
     DFR RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
                                                                                     | 1977        I 1978          1979
                                                                    Bénélux              0,05         0.52           2.12 "
    gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen          Danemark             0            0    •         0
    Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113 ,         Deutschland 68,41                67,22         67.11
                                                                  Griechenland . 5,71                 8,08          5,31
                                                                    Frankreich          0,03      I 0,06            3.81
    auf Vorschlag der Kommission,                                   Irland              0             0      - I    0
                                                                    Italien            13,17         12,52         14,04
                                                                   Vereinigtes I          ■
    in Erwägung nachstehender Gründe :                             Königreich 12,63                  11,60          7,61
   Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­            Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der voraus­
   pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontin-
   gent für Ferrosiliziummangan der Tarifstelle 73.02 D in
                                                                    sichtlichen Entwicklung der Marktlage für Ferrosili-
                                                                   ziummangan im Jahr 1981 ergibt sich annähernd fol­
   Höhe von SQOOOTonnen zu eröffnen. Diese Mange muß                gende prozentuale Beteiligung an der Kontingentsmenge:
   jedoch auf 1 8550^ onnen herabgesetzt werden, um die-
   traditionellen Einfuhren aus den EFTA-Ländern zu be­
                                                                           Bénélux                             1 77
   rücksichtigen, die aufgrund der mit diesen Ländern ge­
   schlossenen Abkommen zollfrei durchgeführt werden                       Dänemark                            0,03
   können . Deshalb ist für den 1 . Januar 1981 ein entspre­               Deutschland                        63,92
   chendes Gemeinschaftszoll kontingent zu eröffnen und
   auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen.                                   Griechenland                         7,01
                                                                          Frankreich                           4,42
                                                                          Irland                               o'o3 '
                                                                          Italien                            13,47
  Es ist vor allem sicherzustellen, dal? alle Importeure den             Veretnigtes
  gleichen und kontinuierlichen Zugang zu diesem Kontin­                 Königreich                            9 35
  gent haben und daß der vorgesehene Kontingentszollsatz
  fortlaufend auf sämtliche Einfuhren der betreffenden             Um der möglichen Entwicklung der Einfuhren der betref­
  Ware bis zur völligen Ausschöpfung des Kontingents an­           fenden Ware Rechnung tragen zu können, ist die Kontin­
  gewandt wird. Der Gemeinschaftscharakter dieses Kon­             gentsmenge in zwei Raten zu teilen, wobei die erste Rate
  tingents kann unter Beachtung der oben aufgestellten             aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur späte­
 Grundsätze dadurch gewahrt werden, daß bei der Aus­               ren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten, die
 schöpfung des Gemeinschaftszollkontingents von einer              ihre erste Quote ausgeschöpft haben, bestimmt ist. Um
 Aufteilung der Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegan­            den Importeuren eine gewisse Sicherheit zu geben , ist es
 gen wird. Damit die tatsächliche Marktentwicklung die­            angezeigt, die erste Rate des Gemeinschaftszollkontin-
ser Ware weitmöglichst berücksichtigt wird , sollte diese          gents hoch , im vorliegenden Fall auf ungefähr 95 v. H.
Aufteilung entsprechend dem Bedarf vorgenommen wer­                der Kontingentsmenge, festzusetzen.
den, der einerseits anhand der statistischen Angaben über
die während eines repräsentativen Bezugszeitraums getä­
 tigten Einfuhren aus dritten Ländern und andererseits            Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch aus­
nach den Wirtschaftsaussichten für das betreffende Kon-           geschöpft werden. Deshalb und um Unterbrechungen zu
tingentsjahr zu berechnen ist.                                    vermeiden, muß jeder Mitgiiedstaat, der seine erste
                                                                  Quote fast ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer zu­
                                                                  sätzlichen Quote auf die Reserve vornehmen. Diese Zie­
                                                                  hung muß jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn seine
Während der drei letzten Jahre, für die vollständige stati­       zusätzlichen Quoten fast ganz ausgeschöpft sind , und
stische Angaben verfügbar sind, verteilen sich die insge­         soweit noch eine Reservemenge vorhanden ist. Die ersten
samt getätigten Einfuhren dieser Ware prozentual auf die          und die zusätzlichen Quoten müssen bis zum Ende des
einzelnen Mitgliedstaaten wie folgt:                              Kontingentszeitraums gelten. Diese Art der Verwaltung
 ---pagebreak---    erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mir-
   glicdstaaten und der Kommission, die vor allem die Mög­
   lichkeit haben muß, den Stand der Ausschöpfung der
   Kontingentsmenge zu verfolgen und die Mitgliedstaatcn
   darüber zu unterrichten .
   Ist zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
   raums in einem der Mjtgliedstaaten eine größere Rest­
   menge vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen
   Teil davon auf die Reserve übertragen , um zu verhin­
   dern, daß ein Teil des Gemeinschaftszollkontingents in
   einem Mitgliedstaat nicht ausgeschöpft wird, während er
   in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
  Da das Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
  lande und das Großherzogtum Luxemburg sich zu der
  Wirtschaftsunion Benelux zusammengeschlossen haben
  und durch diese vertreten werden, kann jede Maßnahme
  im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
  schaftsunion zugeteilten Quoten durch eines ihrer Mit­
  glieder vorgenommen werden –
  HAT FOLGENDE VERORDNUNG I-Rl . ASSEN :
           1 ν'             \ γύκύΙ 1
 (1)      Für die Zeit vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1981
 wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollkontin-
 geilt von 18550 Tonnen für Ferrosiliziummangan der
 Tarifstelle 73.02 D des Gemeinsamen Zolltarifs eröffnet.
                                                             *
  (2) Die Einfuhren dieser Ware, die bereits im Rahmen
 einer anderen Zollpräferenzrcgelung Zollfreiheit genie­
 ßen, werden nicht auf dieses Zollkontingent angerechnet.
  (3 ) Im Rahmen dieses Zollkontingents wird der Zoll­
 satz des Gemeinsamen Zolltarifs vollständig ausgesetzt.
( 4) im Rahmen dieses Zollkontingents
          wendet Griechenland die nach den
          entsprechenden Bestimmungen der
          Beitrittsakte (1 ) berechneten Zoll
          an .                 . '
                         ~ Artikel 2                           i
 (1) Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird
eine erste Rate in Höhe von 1 7650 Tonnen auf die Mit­
gliedstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vorbehaltlich des
Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 19»! gelten
belaufen sich für- die Mitgliedstaaten auf folgende Men­
gen :
                                             in Tottnen
         Bénélux                           ■    .  313-
         Danemark                                     5
        Deutschland                           11.282
         Griechenland                  /        1.237 .
         Frankreich                                780
         Irland                                       5
         Italien                                2.378
         Vereinigtes
         Königreich                             1.650
      ABl . Nr . L 291 vom 19.11.1979, S. 17
 ---pagebreak--- ( 2)    Die zweite Rate in Höhe von 900 Tonnen bildet
die Reserve.
                         Artikel 3
 ( 1 ) Schöpft ein Mitgliedstaat seine erste Quote gemäß
Artikel 2 Absatz 1 oder – bei Anwendung des Artikels 5
– die gleiche Quote abzüglich des auf die Reserve über­
tragenen Teils zu 90 v H. oder mehr aus, so nimmt er un­
verzüglich durch Mitteilung an die Kommission - soweit
die Reservemenge ausreicht – die Ziehung einer zweiten'
Quote in Höhe von 10 v. H. seiner ersten Quote vor, die
gegebenenfalls auf die höhere Einheit aufgerundet wird.
(2) Ist nach Aiisschöpfung der ersten Quote die zweite
von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v. H.
oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitgliedstaat
nach Maßgabe des Absatzes 1 unverzüglich die Ziehung
einer dritten Quote in Höhe von 5 v. H. seiner ersten
Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Einheit auf­
gerundet wird.
                                     ».
(3 )    Ist nach Ausschöpfung der zweiten Quote die
dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90
v. H. oder mehr ausgeschöpft, so nimmt dieser Mitglied-
staat unverzüglich unter den gleichen Bedingungen die
Ziehung einer vierten Quote in Höhe der dritten Quote
vor.
Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
angewandt.
(4 )    Abweichend von den Absätzen 1 , 2 und 3 können
die Mitgliedstaaten niedrigere als die in diesen Absätzen
vorgesehenen Quoten ziehen, wenn Cirund zu der An­
nahme besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden
können . Sie unterrichten die Kommission über die Grün­
de, die sie veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden .
                         Artikel 4
Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen zusätzlichen
Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 198.1 .
                         Artikel 5
Die Mitgliedstaaren übertragen den Teil ihrer nicht aus­
genutzten ursprünglichen Quote, der am 15. September
 1981 20 v. H. dieser ursprünglichen Quote übersteigt,
spätestens am 1 . Oktober 198 ") auf die Reserve. Sie kön­
nen 6ne größere Menge übertragen, wenn Grund zu der
Annahme besteht, daß die betreffende Menge nicht aus-,
genutzt werden kann .              j
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
 1 . Oktober 198| die Gesamtmenge der Einfuhren der be­
treffenden Ware mit, die bis zum 15. September 1981
einschließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszoll-
kontingent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls
den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve über­
tragen .
 ---pagebreak---                           Artikel 6                              (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­
                                                                 biet ansässigen Importeuren der betreffenden Ware
 Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der Anrech­          freien Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten .
nung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
zwecke beschränken. In diesem Fall erfolgt die Kontrolle         (3 )   Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der be­
der jeweiligen bestimmungsgemäßen Verwendung ge­                 treffenden Ware nach Maßgabe der Gestellung der be­
mäß den entsprechenden Gemeinschaftsvorschriften.                treffenden Ware bei der Zollstelle mit einer Anmeldung
                                                                 zur Abfertigung zum zollrechtlich freien Verkehr auf ihre
                          Artikel 7                              Quoten an.
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­             (4) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit­
gliedstaaten gemäß den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quo­         gliedstaaten wird anhand der gemäß Absatz 3 angerech­
ten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über         neten Einfuhren festgestellt.
den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die
Mitteilungen zugehen.                                  •
                                                                                         Artikel 9
Sie unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am 5 . Ok­
tober 1981 über die Reserve, die nach den in Anwendung
von Artikel 5 erfolgten Übertragurlgen verbleibt.                Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission auf deren
                                                                Aufforderung hin mit, welche Einfuhren tatsächlich auf
Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve           ihre Quoten angerechnet wurden.
ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­
schränkt bleibt, und gibt zu diesem Zweck dem Mitglied-
Staat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Restmenge                                 Artikel 10
                          Artikel 8
                                                                 Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                                                                Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zu- >
(1)    Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen
Maßnähmen, um durch die Eröffnung der gemäß Arti­
kel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fortlaufenden                                   Artikel 11
Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil an dem
Gemeinschaftszollkontingent zu ermöglichen.                     Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1981 in Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitglied-
              staat.
              Geschehen zu Brüssel am                                                             .    ,
                                                                              Im Namen des Rates
                                                                                 Der Präsident
 ---pagebreak---                                                     Vorschlag einer
                                      VERORDNUNG (EWG)                      DES RATES
                 zur Eröffnung, Aufteilung und Verwaltung des Gemein schaftszollkontingonts für Ferrochrom
                 mit einem Gehalt an Kohlenstoff von 0,10 Gewichtshunderttcilen oder weniger und an
                 Chrom von mehr als 30 bis 90 Gewichtshunderttcilen (hochraffiniertes Fcrrochrom ) der
         i                         Tarifstelle ex 73.02 E I des Gemeinsamen Zolltarifs ( 19.81 )
  DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
  gestützt auf den Vertrag zur Gründling der Europäischen                           ^
   Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel II 3 ,                                            »
  auf Vorschlag der Kommission,          '  -
  in Erwägung nachstehender Gründe:
 Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ver­
 pflichtet, jährlich ein zollfreies Gemeinschaftszollkontin-
 gent für Ferrochrom , mit einem Gehalt an Kohlenstoff
 von 0,10 Gewichtshundertteilen oder weniger und an
 Chrom von mehr als 30 bis 90 Gewichtshundertteilen
 (hochraffiniertes Ferrochrom ) der Tarifstelle ex 73.02 F, 1
 in Höhe von 3 000 Tonnen zu eröffnen . Diese Menge                                   . _
 muß jedoch auf 2> 950Tonnen herabgesetzt werden, um
 die traditionellen Einfuhren aus den F.FT'A-Ländern zu                                     ,
 berücksichtigen , die aufgrundjder mit diesen Ländern ge-                                ,
 schlossenen Abkommen zollfrei durchgeführt werden
 können. Deshalb ist für den 1 . Januar 198 ein entspre­
 chendes Gemeinschaftszollkontingent zu eröffnen und
 auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen.
 Es ist vor allem sicherzustellen , dass                          V
alle Importeure der Gemeinschaft
 gleichen und kontinuierlichen Zugang
 zu diesem Kontingent haben und dass"'
 der vorgesehene Köntingentszol Isatz
 fortlaufend auf sämtliche Einfuhren
bis zur Ausschöpfung des Kontingents
angewandt wird .
  Der Gemeinschaftscharakter des Gemeinschaftszollkon-                                        " .   ..
  tingents kann dadurch gewahrt werden, daß bei der Aus- . .
  Schöpfung dieses Kontingents von einer Aufteilung der
  Menge auf die Mitgliedstaaten ausgegangen wird. Damit                                           >
  die tatsächliche Markteritwicklung der betreffenden
  Ware weitmöglichst berücksichtigt wird, muß diese Auf­
  teilung entsprechend dem Bedarf vorgenommen werden,
 der einerseits anhand der statistischen Angaben über die
 während eines repräsentativen Bezugszeitraums getätig­
 ten Einfuhren aus Drittländern und andererseits nach               . '  -         '
"den Wirtschaftsaussichten für das betreffende Kontin-
 gentsjahr zu berechnen ist.
 ---pagebreak---                                                                           'W
                                                - 2 -
  Ferrochrom dieser besonderen Qualität ist in den Statistik-Nomenklaturen
  der Mitgliedstaaten nicht aufgeführt ; die Einfuhren jedes Mitgliedstaates
  aus Dritt länderri , die nicht schon in den Genuss einer gleichwertigen
  Vorzugsbehandlung kommen , konnten nicht vollständig für den vorgenannten
  Referenzzeitraum beschafft werden .
  Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung des Marktes dieser
  Ferrolegierung in 1981 und insbesondere der von den Mitgliedstaaten
' übermittelten Vorausschätzungen lässt sich die erste prozentuale Beteiligung
  an der Kontingentsmenge wie folgt festsetzen :
   Bénélux                               19,91
   Dänemark                                 0,23
   Deutschland                           38,07
   Griechenland                             0,18
   Frankreich                               8,19
   Irland                                   0,05
   Italien                                ■ 7,02
   Vereinigtes
   Kônigreich                            26,35 .
   Um der möglichen Umwicklung der Hinfuhren der ge­
   nannten Waren Rechnung zu tragen , ist die Konün-
   gentsmenge in zwei Raten zu teilen, wobei die erste R.ire
   aufgeteilt wird und die zweite Rate als Reserve zur spate-
   ren Deckung des Bedarfs derjenigen Mitgliedstaaten be­
   stimmt ist, die ihre erste Quote ausgeschöpft haben . Uni
   den Einfiihrern eine gewisse Sicherheit zu geben, ist es
   angezeigt, die erste Rate des Gemeinschaftszollkontin-
   gents hoch , d. h . im vorliegenden Fall auf ungefähr
   95 v. H. der Kontingentsmenge, festzusetzen .
   Die ersten Quoten können mehr oder weniger rasch aus­
   geschöpft werden. Um Unterbrechungen zu vermeiden ,
   muß daher jeder Mitgliedstaat, der seine erste Quote fast
   ganz ausgeschöpft hat, die Ziehung einer zusätzlichen
   Quote auf die Reserve vornehmen. Diese Ziehung muß
   jeder Mitgliedstaat vornehmen, wenn jede seiner zusätz­
   lichen Quoten fast ganz ausgeschöpft ist; diese Ziehung
   muß er so oft vornehmen , als noch eine Reserve vorhan­
   den ist. Die ersten und die zusätzlichen Quoten müssen
   bis zum Ende des Kontingentszeitraums gelten . Diese Art
   der Verwaltung erfordert eine enge Zusammenarbeit
   zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission, die
   vor allem die Möglichkeit haben muß, den Stand der
   Ausschöpfung der Kontingentsmenge zu verfolgen und
   die Mitgliedstaaten darüber zu unterrichten .
 ---pagebreak---      Ist zu einttn bestimmten Zeitpunkt des Kontingentszeit-
     raums in einem der Mitgliedstaaten eine größere Rest­
     menge vorhanden, so muß dieser Staat einen erheblichen
     Teil davon auf die Reserve übertragen, um zu verhin­
     dern , daß ein Teil, des Gemeinsch aftszol Ikon ringents in
     einem Mitgliedstaat nicht ausgeschöpft wird, während er
     in anderen Mitgliedstaaten verwendet werden könnte.
   Da das' Königreich Belgien, das Königreich der Nieder­
   lande und das Großherzogtum Luxemburg sich 7.u der
   Wirtschafrsunion Bcnclux zusammengeschlossen haben
   und durch diese vertreten werden , kann jede Maßnahme
   im Zusammenhang mit der Verwaltung der dieser Wirt-
   schaftsunion zugeteilten Quoten durch' eines ihrer Mit­
   glieder vorgenommen werden -
   HAT FOLGENDE VERORDNUNG F.R1.ASSF.N :
                            Artikel 1
  (1)     Für die Zeit vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 1 981
  wird in der Gemeinschaft ein Gemeinschaftszollkontin-
  gent von2950 Tonnen für Ferrochrom mit einem Gehalt
  an Kohlenstoff von 0,10 Gewichtshundertteilen oder
  weniger und an Chrom von mehr als 30 bis 5)0 Ge­
  wichtshundertteilen (hoch raffiniertes Ferrochrom ) der
  Tarifstelle ex 73.02 F. I des Gemeinsamen Zolltarifs er­
  öffnet.
  (2 )    Die Fjnfuhren dieser Ware, die bereits im Rahmen
  einer anderen Zollpräferenzregelnng Zollfreiheit genie­
  ßen, werden nicht auf dieses Zolfkontingent angerechnet.
  (3 )    Der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs wird im
  Rahmen dieses Zollkontingents vollständig ausgesetzt.
  ( 4 ) Im Rahmen dieses ZoL Ikontingents wendet
          Griechenland die nach den entsprechenden
          Bestimmungen der Beitrittsakte ( 1 ) berech­
         neten Zölle an .
                             Artikel 2
   (1 )    Von diesem Gemeinschaftszollkontingent wird
   eine erste Rate in Höhe von28ü0 Tonnen auf die Mit­
   gliedstaaten aufgeteilt; die Quoten, die vorbehaltlich des
   Artikels 5 vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 198] gelten,
   belaufen sich für die Mitgliedstaaten auf folgende
   Mengen :
) ABl . Nr . L 291 vom 19.11.1979, S. 17
 ---pagebreak---                                                    - 4 -
                Bénélux.                              558 Tonnen
                Danemark                                6 Tonnen
           " Deutschland                          1 . 066 Tonnen
            - Griechenland                              5 Tonnen
                Frankrei ch                           229 Tonnen
                Irland                                  1 Tonne
                Ital ien                              197 Tonnen
                Vereimgtes
                Kônigreich                            738 Tonnen ,
  ( 2 ) Die zweite Rate in Höhe von 150 Tonnen bildet die Reserve
t
                             Artikel 3
    (1)    Schöpft ein Mitglicdstaat . seine erste Quote geuuifc»
    Artikel 2 Absatz -I oder, bei Anwendung des Artikels S ,
    die gleiche Quote abzüglich des Jut die Reserve übertra­
    genen Teils zu 90 v. H. oder mehr aus, so nimmt er un­
    verzüglich, soweit die Reservemenge ausreicht, die Zie­
    hung einer zweiten Quote in Höhe von 10 v . H. seiner er­
     sten Quote vor, die gegebenenfalls auf die höhere Einheit
     aufgerundet wird; die Ziehung erfolgt durch Mitteilung
     an die Kommission.
     (2)    Ist nach Aüsschöpfung der ersten Quote die zweite
     von einem Mitgliedstaat gezogene Quote zu 90 v .. H.
     oder mehr ausgeschöpft , so nimmt dieser Mitgliedstaat
     gemäß Absatz 1 die Ziehung einer dritten Quote in Höhe
     von 5 v. H. seiner ersten Quote vor, die gegebenenfalls
     auf die höhere Einheit aufgerundet wird .
     (3 )   | st nach Ausschöpfung der zweiten Quote' die
     dritte von einem Mitgliedstaat gezogene Quote z.u
     90 v. H. oder mehr ausgeschöpft , so nimmt dieser Mit-
     gliedstaat unter den gleichen Bedingungen die Ziehung
     einer vierten Quote in Höhe der dritten Quote vor.
     Dieses Verfahren wird bis zur Erschöpfung der Reserve
     angewandt.
     (4)    Abweichend von den Absätzen -1 bis 3 kann jeder
     Mitgliedstaat niedrigere als die in diesen Absätzen vorge­
     sehenen Quoten ziehen, wenn Grund zu der Annahme
     besteht, daß diese nicht ausgeschöpft werden können. Er
     unterrichtet die Kommission über die Gründe, die ihn
     veranlaßt haben, diesen Absatz anzuwenden.
                              Artikel 4
     Die in Anwendung von Artikel 3 gezogenen 7.usätzlichen
     Quoten gelten bis zum 31 . Dezember 198^«
                               ..   v    •  \   •
 ---pagebreak---                                                                                                                               β
                                                    - 5 -
                                                     Artikel 5
                             Die Mitgliedstaaten übertragen am I. Oktober 198'1 von
                             ihrer nicht ausgenutzten ersten Quote den Teil auf die
                             Reserve, der am 15 . September 1 S» Kl ; 20 v . H. der ur­
                             sprünglichen Menge übersteigt. Sie können eine größere
                             Menge übertragen, wenn Grund zur Annahme besteht,
                             daß die betreffende Menge nicht ausgeschöpft werden
                             kann.                            ;
                             Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am
                              1 . Oktober 1981 die Gesamtmenge der F.infuhren der be­
                             treffenden Ware mit, die bis zum I *>. September 198^
                             einschließlich getätigt und auf das Gemeinschaftszoll-
                             kontingent angerechnet wurden, sowie gegebenenfalls
                             den Teil ihrer ersten Quote, den sie auf die Reserve über­
                             tragen .                                      '
                                                      Artikel 6
                              Die Mitgliedstaaten können die Möglichkeit der Anrech­
                              nung auf ihre Quoten auf bestimmte Verwendungs­
                              zwecke beschränken . In diesem Fall erfolgt die Kontrolle
                              der jeweiligen bestimmungsgemäßen Verwendung ge­
                              mäß den entsprechenden Gcnu'inschaftshestirnjnungen .
                          Artikel 7                                (2) Die Mitgliedstaaten garantieren den in ihrem Ge­
                                                                   biet ansässigen Finfiihrern der betreffenden Ware freien
Die Kommission verbucht die Beträge der von den Mit­               Zugang zu den ihnen zugeteilten Quoten .
gliedstaaten nach den Artikeln 2 und 3 eröffneten Quo­              (?) Der Stand der Ausschöpfung der Quoten der Mit-
ten und unterrichtet die einzelnen Mitgliedstaaten über
den Stand der Ausschöpfung der Reserve, sobald ihr die              j 'liedstaaten wird anhand der bei der Zollstelle mit einer
Mitteilungen zugehen .
                                                                    Anmeldung zwecks Abfertigung zum zollrechtlich freien
                                                                    Verkehr gestellten Einfuhren der betreffenden Ware fest­
Sic unterrichtet die Mitgliedstaaten spätestens am S. Ok­           gestellt.
tober 1 981 ü'1cr       Reserve, d'i"     t'cn 'n Anwendung
von Artikel 5 erfolgten Übertragungen verbleibt.                                  '          Artikel 9
Sie sorgt dafür, daß die Ziehung, mit der die Reserve                 Auf Antrag der Kommission teilen die Mitgliedstaaten
 ausgeschöpft wird, auf die verfügbare Restmenge be­                 mit, welche F.infuhren tatsächlich auf ihre Quoten ange­
 schränkt bleibt, ijnd gibt zu diesem Zweck dem Mitglied-             rechnet wurden .
 Staat, der diese letzte Ziehung vornimmt, die Restmenge
                                                                                             Artikel. 10
                                                                       Die Mitgliedstaaten und die Kommission arbeiten im
                            Artikel 8                                  Hinblick auf die Einhaltung dieser Verordnung eng zu­
                                                                       sammen .
  (1)    Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen
  Maßnahmen , um durch die Eröffnung der von ihnen                                           Artikel 1 1
  nach Artikel 3 gezogenen zusätzlichen Quoten die fort­
  laufenden Anrechnungen auf ihren kumulierten Anteil an               Diese Verordnung tritt am 1 . Januar 1981 in Kraft.
  dem Gemeinschaftskontingent zu ermöglichen.
                 Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem .Mitglied-
                 staat.
                 Geschehen zu Brüssel am
                                                                                     Im Namen des RatfiS
                                                                                        Der Präsident