CELEX: E2018J0007
Language: de
Date: 2019-08-01 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFS vom 1. August 2019 in der Rechtssache E-7/18 Fosen-Linjen AS, vertreten durch den Norwegischen Unternehmerverband (Næringslivets Hovedorganisasjon) gegen AtB AS (Öffentliches Auftragswesen — Richtlinie 89/665/EWG — Klage auf Schadensersatz für entgangenen Gewinn — Schwere des Verstoßes — Grundsatz der Gleichwertigkeit und der Wirksamkeit)2019/C 378/07

7.11.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 378/8
            
         
      URTEIL DES GERICHTSHOFS
      vom 1. August 2019
      in der Rechtssache E-7/18
      Fosen-Linjen AS, vertreten durch den Norwegischen Unternehmerverband (Næringslivets Hovedorganisasjon)
      gegen
      AtB AS
      
         (Öffentliches Auftragswesen — Richtlinie 89/665/EWG — Klage auf Schadensersatz für entgangenen Gewinn — Schwere des Verstoßes — Grundsatz der Gleichwertigkeit und der Wirksamkeit)
      
      (2019/C 378/07)
      In der Rechtssache E-7/18, Fosen-Linjen AS, vertreten durch den Norwegischen Unternehmerverband (Næringslivets Hovedorganisasjon), gegen AtB AS — ERSUCHEN des Obersten Gerichtshofs Norwegens (Norges Høyesterett) an den Gerichtshof gemäß Artikel 34 des Abkommens zwischen den EFTA-Staaten zur Errichtung einer Überwachungsbehörde und eines Gerichtshofs um Auslegung der Richtlinie 89/665/EWG des Rates vom 21. Dezember 1989 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Anwendung der Nachprüfungsverfahren im Rahmen der Vergabe öffentlicher Liefer- und Bauaufträge, insbesondere Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c — erließ der Gerichtshof, bestehend aus dem Präsidenten Páll Hreinsson (Berichterstatter) sowie den Richtern Bernd Hammermann und Ola Mestad (ad hoc), am 1. August 2019 ein Urteil mit folgendem Tenor:
      Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 89/665/EWG des Rates vom 21. Dezember 1989 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Anwendung der Nachprüfungsverfahren im Rahmen der Vergabe öffentlicher Liefer- und Bauaufträge verlangt nicht, dass das alleinige Vorliegen eines Verstoßes gegen die für das öffentliche Auftragswesen geltenden Bestimmungen ausreicht, um einer durch diesen Verstoß geschädigten Person Schadensersatz für einen entgangenen Gewinn zuzuerkennen.