CELEX: 31971R1313
Language: de
Date: 1971-06-21 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1313/71 des Rates vom 21. Juni 1971 zur Eröffnung von Zollpräferenzen für bestimmte Textil- und Schuhwaren mit Ursprung in Entwicklungsländern

Nr. L 142/76                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                28.6.71
                               VERORDNUNG (EWG) Nr. 1313/71 DES RATES
                                               vom 21 . Juni 1971
             zur Eröffnung von Zollpräferenzen für bestimmte Textil- und Schuhwaren mit Ursprung
                                             in Entwicklungsländern
DER RAT DER EUROPAISCHEN                                   sich alle wichtigen Industrieländer der OECD an den
GEMEINSCHAFTEN —                                           Präferenzen beteiligen und vergleichbare Anstren­
                                                           gungen machen. Ferner ergibt sich aus den einmüti­
                                                           gen Schlußfolgerungen innerhalb der UNCTAD ins­
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­          besondere, daß dieses Angebot mit zeitweiligem Cha­
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                            rakter keine zwingende Verpflichtung beinhaltet und
                                                           insbesondere später ganz oder teilweise zurückgezo­
auf Vorschlag der Kommission,                              gen werden kann. Diese Möglichkeit kann unter an­
                                                           derem in Betracht gezogen werden, um ungünstige
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,            Situationen zu beheben, die möglicherweise in den
                                                           assoziierten Ländern als Folge der Anwendung des
in Erwägung nachstehender Gründe :                         Systems der allgemeinen Präferenzen auftreten .
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat im Rah­
men der UNCTAD ein Angebot über die Gewährung              Es ist zweckmäßig, die Zollpräferenzen unter den
von Zollpräferenzen für Halbfertigwaren und Fertig­        vorstehend festgelegten Bedingungen ab 1 . Juli 1971
                                                           in Kraft zu setzen .
waren aus Entwicklungsländern hinterlegt. Die in
diesem Angebot vorgesehene Präferenzbehandlung er­
streckt sich in der Regel auf alle unter Kapitel 25        Es empfiehlt sich somit, daß die Gemeinschaft für die
bis 99 des Brüsseler Zolltarifschemas fallenden ge­        Waren des Anhangs A mit Ursprung in den im An­
werblichen Halb- und Fertigwaren mit Ursprung in           hang B aufgeführten Ländern und Gebieten ab
Entwicklungsländern. Die Präferenz besteht in der           1 . Juli 1971 die zollfreie Einfuhr in Höhe der für jede
Zollfreiheit. Die präferentiellen Einfuhren erfolgen        dieser Warengruppen nach der vorgenannten Formel
bis zu bestimmten wertmäßig ausgedrückten Pla­              berechneten Gemeinschaftsplafonds zuläßt. Die Ge­
fonds, die für jede Ware unter Zugrundelegung ein­          währung der Zollfreiheit ist den Erzeugnissen mit Ur­
heitlicher für alle Waren geltenden Kriterien berech­       sprung in den Ländern vorzubehalten, wobei der Be­
net werden . Um die Präferenzbehandlung des oder            griff des Warenursprungs nach dem Verfahren des
der wettbewerbsfähigsten Entwicklungsländer zu be­          Artikels 14 der Verordnung (EWG) Nr. 802/68 des
grenzen und den weniger wettbewerbsfähigen Län­             Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Be­
dern einen substantiellen Anteil vorzubehalten, sollen      griffsbestimmung für den Warenursprung ( 1 ) festge­
die präferentiellen Einfuhren einer bestimmten Ware         legt wird . Die Anrechnungen auf die einzelnen Pla­
 aus einem einzigen Entwicklungsland in der Regel           fonds müssen für die Waren mit Ursprung in einem
50 v.H. des für diese Ware festgesetzten Plafonds           der erwähnten Länder in der Regel in den Grenzen
nicht überschreiten .                                       eines gemeinschaftlichen Höchstbetrags von 50 v.H.
                                                            liegen.
 Nach diesem Angebot berechnen sich die Jahrespla­
 fonds normalerweise auf Grund der Summe des                Diese Ziele können im vorliegenden Fall mit Hilfe
 Wertes der cif-Einfuhren im Jahre 1968 aus den             eines Verwaltungsverfahrens erreicht werden, nach
 durch dieses System begünstigten Ländern — mit             dem die Einfuhren der betreffenden Waren auf Ge­
 Ausnahme jener Länder, die bereits im Genuß von            meinschaftsebene auf die genannten Plafonds oder
 von der Gemeinschaft gewährten Zollpräferenzrege­          Höchstbeträge nach Maßgabe der Gestellung dieser
 lungen sind —, zuzüglich 5 v.H. des Wertes der cif­        Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung zwecks
 Einfuhren aus den übrigen Ländern sowie den Län­           Abfertigung zum freien Verkehr angerechnet werden .
 dern, die bereits im Genuß dieser Regelung sind. In        Dieses Verwaltungsverfahren muß die Möglichkeit
 Anbetracht der besonderen Art, die der Handel bei          zur Wiedereinführung der Zollsätze des Gemeinsa­
 den unter diese Verordnung fallenden Waren der Ka­         men Zolltarifs bieten , sobald diese Plafonds oder
 pitel 50 bis 63 des Gemeinsamen Zolltarifs anneh­          Höchstbeträge auf Gemeinschaftsebene erreicht sind .
 men kann, scheint es jedoch zweckdienlich, für sie die
 Plafonds der begünstigten Einfuhren in Tonnen fest­
 zusetzen .
 Dieses Angebot ist mit einer Klausel verbunden, in
 der die Gemeinschaft von der Annahme ausgeht, daß           (^ ABl . Nr. L 148 vom 28 . 6. 1968 , S. 1 .
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 Dieses Verwaltungsverfahren macht eine sehr enge,            der innerhalb eines gemeinschaftlichen Höchstbetrags
 besonders schnell funktionierende Zusammenarbeit             von 50 v.H. des Plafonds liegen .
 zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission
 erforderlich, die vor allem in der Lage sein muß, den
 Stand der Anrechnungen auf die Plafonds und Höchst­          (5 ) Jede Änderung des Anhangs B, insbesondere
 beträge zu verfolgen und die Mitgliedstaaten hiervon         durch Hinzufügen neuer durch Zollpräferenzen be­
 zu unterrichten. Diese sehr enge Zusammenarbeit ist         günstigter Länder, kann eine entsprechende Anpas­
 um so erforderlicher, als die Kommission die Mög­            sung der in den Absätzen 3 und 4 genannten Ge­
 lichkeit haben muß, die geeigneten Maßnahmen zu              meinschaftsplafonds und Höchstbeträge nach sich
                                                             ziehen .
 treffen, um die Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs all­
 gemein oder in einzelnen Fällen wiedereinzuführen,
 sobald einer der Plafonds oder Höchstbeträge er­                                    Artikel 2
 reicht ist —
                                                              ( 1 ) Sobald die gemäß Artikel 1 Absatz 3 berechne­
                                                             ten Plafonds für die Gemeinschaftseinfuhr von Wa­
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
                                                             ren mit Ursprung in sämtlichen in Artikel 1 Absatz 2
                                                             genannten Ländern auf Gemeinschaftsebene erreicht
                                                             sind, können jederzeit die Zollsätze des Gemeinsa­
                                                             men Zolltarifs bei der Einfuhr der betreffenden Wa­
                         Artikel 1
                                                             ren aus allen diesen Ländern bis zum Ende des in
                                                             Artikel 1 Absatz 1 vorgesehenen Zeitraums erhoben
 ( 1 ) Vom 1 . Juli 1971 bis zum 31 . Dezember 1971          werden .
werden die Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für
die Waren des Anhangs A vorbehaltlich der Artikel
2 und 4 Absatz 2 vollständig ausgesetzt.                      (2) Sobald die gemäß Artikel 1 Absatz 4 berechneten
                                                             Höchstbeträge für die Gemeinschaftseinfuhr von Wa­
                                                             ren mit Ursprung in den in Artikel 1 Absatz 2 ge­
                                                             nannten Ländern auf Gemeinschaftsebene für eines
(2) Die Zollaussetzung ist für Waren mit Ursprung
in den in Anhang B aufgeführten Ländern vorbehal­            dieser Länder erreicht sind, können jederzeit die Zoll­
                                                             sätze des Gemeinsamen Zolltarifs bei der Einfuhr der
ten. Die Einfuhren, die bereits auf Grund einer an­
deren von der Gemeinschaft gewährten Zollpräferenz­          betreffenden Waren aus dem jeweiligen Land bis zum
regelung zollfrei sind, werden jedoch nicht auf die          Ende des in Artikel 1 Absatz 1 vorgesehenen Zeit­
                                                             raums erhoben werden .
Plafonds im Sinne des Absatzes 3 angerechnet. Der
Begriff des Warenursprungs zum Zweck der Anwen­
dung dieser Verordnung ist gemäß dem Verfahren                                      Artikel 3
des Artikels 14 der Verordnung (EWG) Nr. 802/68
festzusetzen .
                                                             ( 1 ) Die Mitgliedstaaten rechnen die Einfuhren der
                                                             betreffenden Waren nach Maßgabe der Gestellung
(3 ) Vorbehaltlich der Artikel 2 und 4 Absatz 2 wird         dieser Waren bei der Zollstelle mit einer Anmeldung
die Zollaussetzung für jede Warengruppe innerhalb            zwecks Abfertigung zum freien Verkehr und — außer
eines Gemeinschaftsplafonds gewährt, der gleich der          für die Textilwaren der Kapitel 50 bis 63 des An­
Hälfte der Summe ist, die sich ergibt aus der Addi­          hangs A — nach dem Zollwert dieser Waren auf die
tion einerseits der in Tonnen ausgedrückten Mengen           für die Gemeinschaft festgesetzten Plafonds und
der im Anhang A aufgeführten Textilerzeugnisse der           Höchstbeträge an .
Kapitel 50 bis 63 und der in Rechnungseinheiten aus­
gedrückten Mengen der in Anhang A genannten Wa­              (2) Der Stand der Ausschöpfung der Plafonds und
ren des Kapitels 64 der im Jahre 1968 getätigten Ein­        Höchstbeträge wird auf Gemeinschaftsebene an Hand
fuhren dieser Waren in die Gemeinschaft aus den in           der nach Absatz 1 angerechneten Einfuhren festge­
Anhang B genannten Ländern — mit Ausnahme je­                stellt.
ner Länder, die bereits im Genuß einer von der Ge­
meinschaft gewährten Zollpräferenzregelung sind —,                                  Artikel 4
und andererseits von 5 v.H. der Menge oder des Wer­
tes der gleichen Einfuhren aus den übrigen Ländern           ( 1 ) Die Kommission trifft in enger Zusammenarbeit
sowie den Ländern, die bereits im Genuß dieser Re­           mit den Mitgliedstaaten die notwendigen Maßnah­
gelungen sind.                                               men, um die Durchführung der vorstehenden Be­
                                                             stimmungen zu gewährleisten .
(4) Vorbehaltlich der Artikel 2 und 4 Absatz 2 müs­
sen im Rahmen der einzelnen nach dieser Formel be­           (2 ) Die Kommission führt die Erhebung der Zoll­
rechneten Plafonds die Anrechnungen der Waren mit            sätze des Gemeinsamen Zolltarifs gegenüber allen in
Ursprung in einem der in Anhang B genannten Län­             Artikel 1 Absatz 2 genannten Ländern oder gegen­
 ---pagebreak--- Nr. L 142 /78                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               28 . 6 . 71
über einem dieser Länder gemäß Artikel 2 Absätze                                    Artikel 6
1 und 2 auf dem Verordnungsweg wieder ein.
                                                              Jeder Mitgliedstaat gibt der Kommission die von
                                                              ihm für die Anwendung dieser Verordnung erlasse­
                          Artikel 5                           nen Vorschriften bekannt.
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission regel­              Die Kommission teilt sie den anderen Mitgliedstaaten
mäßig mit, welche Einfuhren der betreffenden Waren            mit.
tatsächlich auf die in Artikel 1 Absätze 3 und 4 für
                                                                                    Artikel 7
die Gemeinschaft vorgesehenen Plafonds und Höchst­
beträge angerechnet wurden.                                   Diese Verordnung tritt am 1 . Juli 1971 in Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mit­
              gliedstaat.
              Geschehen zu Luxemburg am 21 . Juni 1971 .
                                                                          Im Namen des Rates
                                                                               Der Präsident
                                                                              M. SCHUMANN
 ---pagebreak--- 28 . 6 . 71                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                          Nr. L 142/79
                                                     ANHANG A
              Liste von Waren mit Ursprung in Entwicklungsländern, denen für bestimmte Textil- und
                             Schuhwaren allgemeine Zollpräferenzen gewährt werden
            KAPITEL 50
              50.04      Seidengarne, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              50.05      Schappeseidengarne, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              50.06      Bourretteseidengarne, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              50.07      Seidengarne, Schappeseidengarne und Bourretteseidengarne, in Aufmachungen für
                         den Einzelverkauf
              50.08      Messinahaar ; Katgutnachahmungen aus Seide
              50.09      Gewebe aus Seide oder Schappeseide
              50.10      Gewebe aus Bourretteseide
            KAPITEL 51
              51.02      Monofile, Streifen (künstliches Stroh und dergleichen) und Katgutnachahmun­
                         gen , aus synthetischer oder künstlicher Spinnmasse
              51.03     Synthetische und künstliche Spinnfäden in Aufmachungen für den Einzelverkauf
            KAPITEL 52 METALLGARNE
            KAPITEL 53
              53.06     Streichgarne aus Wolle, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              53.07     Kammgarne aus Wolle, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              53.08      Garne aus feinen Tierhaaren, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              53.09     Garne aus groben Tierhaaren oder aus Roßhaar, nicht in Aufmachungen für den
                        Einzelverkauf
              53.10     Garne aus Wolle, aus feinen oder groben Tierhaaren oder aus Roßhaar, in Auf­
                        machungen für den Einzelverkauf
              53.12     Gewebe aus groben Tierhaaren
              53.13     Gewebe aus Roßhaar
            KAPITEL 54
              54.03     Leinengarne und Ramiegarne, nicht in Aufmachungen für den Einzelverkauf
              54.04     Leinengarne und Ramiegarne, in Aufmachungen für den Einzelverkauf
 ---pagebreak--- Nr. L 142/80                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 28 . 6 . 71
             KAPITEL 56
                56.04   Synthetische und künstliche Spinnfasern und Abfälle von synthetischen oder künst­
                        lichen Spinnstoffen, gekrempelt, gekämmt oder anders für die Spinnerei vorbereitet
                56.05   Garne aus synthetischen oder künstlichen Spinnfasern ( oder aus Abfällen von
                        synthetischen oder künstlichen Spinnstoffen), nicht in Aufmachungen für den
                        Einzelverkauf :
                        A. aus synthetischen Spinnfasern
                56.06   Garne aus synthetischen oder künstlichen Spinnfasern (oder aus Abfällen von
                        synthetischen oder künstlichen Spinnstoffen), in Aufmachungen für den Einzel­
                        verkauf
             KAPITEL 57
                57.05   Hanfgarne
                57.07   Garne aus anderen pflanzlichen Spinnstoffen :
                        B. andere
                57.08   Papiergarne
                57.09   Gewebe aus Hanf
             ex 57.11   Gewebe aus anderen pflanzlichen Spinnstoffen, ausgenommen Gewebe aus Ko­
                        kosfasern
                57.12   Gewebe aus Papiergarnen
             KAPITEL 58
                58.01   Geknüpfte Teppiche, auch konfektioniert :
                            B. aus Seide, Schappeseide, synthetischen Spinnstoffen, Metallgarnen oder
                               metallisierten Garnen der Tarifnummer 52.01 oder aus Metallfäden
                        ex C. aus anderen Spinnstoffen, ausgenommen aus Jute oder Kokosfasern
                58.02   Andere Teppiche, auch konfektioniert ; Kelim, Sumak, Karamanie und dergleichen ,
                        auch konfektioniert :
                        ex A. Baumwollteppiche
                            B. Kelim, Sumak, Karamanie und dergleichen
                58.03   Tapisserien, handgewebt (Gobelins, Flandrische Gobelins, Aubusson, Beauvais
                        und ähnliche), und Tapisserien als Nadelarbeit (z.B. Petit Point-, Kreuzstich),
                        auch konfektioniert
                58.06   Etiketten, Abzeichen und ähnliche Waren , gewebt, nicht bestickt , als Meterware
                        oder zugeschnitten
                58.07   Chenillegarne ; Gimpen (andere als umsponnene Garne der Tarifnummer 52.01
                        und als umsponnene Garne aus Roßhaar) ; Geflechte und sonstige Posamentier­
                        waren, als Meterware ; Quasten , Troddeln, Oliven, Nüsse, Pompons und der­
                        gleichen
                58.08   Tülle und geknüpfte Netzstoffe, ungemustert
                58.09   Tülle, geknüpfte Netzstoffe und Bobinetgardinenstoffe, gemustert ; Spitzen (ma­
                        schinen- oder handgefertigt), als Meterware oder als Motiv
 ---pagebreak--- 28 . 6.71                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr . L 142/ 81
          KAPITEL 59
             59.01   Watte und Waren daraus ; Scherstaub, Knoten und Noppen, aus Spinnstoffen :
                     A. Watte und Waren daraus
                     B. Scherstaub , Knoten und Noppen :
                         I. aus synthetischen oder künstlichen Spinnstoffen
             59.02   Filze und Waren daraus , auch getränkt oder bestrichen
             59.03   Vliesstoffe und Waren daraus, auch getränkt oder bestrichen
          ex 59.04   Bindfäden, Seile und Taue, auch geflochten, andere als aus Hanf
             59.05   Netze aus Waren der Tarifnummer 59.04, in Stücken, als Meterware oder abge­
                     paßt ; abgepaßte Fischernetze aus Garnen, Bindfäden oder Seilen
             59.06   Andere Waren aus Garnen, Bindfäden, Seilen oder Tauen, ausgenommen Gewebe
                     und Waren daraus
             59.07   Gewebe, mit Leim oder stärkehaltigen Zurichtestoffen bestrichen, zum Einbin­
                     den von Büchern, zum Herstellen von Futteralen und anderen Kartonagen oder zu
                     ähnlichen Zwecken ; Pausleinwand ; präparierte Malleinwand ; Bougram und ähn­
                     liche Erzeugnisse für die Hutmacherei
             59.08   Gewebe, mit Zellulosederivaten oder anderen Kunststoffen getränkt oder bestrichen
             59.09   Wachstuch und andere geölte oder mit einem Überzug auf der Grundlage von
                     Öl versehene Gewebe
             59.10   Linoleum, auch zugeschnitten ; Fußbodenbelag aus einem Grund aus Spinnstoffen
                     mit aufgetragener Deckschicht aus beliebigen Stoffen, auch zugeschnitten
             59.11   Kautschutierte Gewebe , ausgenommen Gewirke
             59.12   Andere Gewebe, getränkt oder bestrichen ; bemalte Gewebe für Theaterdekora­
                     tionen , Atelierhintergründe und dergleichen
             59.13   Gummielastische Gewebe, ausgenommen Gewirke
             59.14   Gewebte, geflochtene oder gewirkte Dochte aus Spinnstoffen für Lampen, Kocher,
                     Kerzen und dergleichen ; Glühstrümpfe, auch getränkt, und schlauchförmige Ge­
                     wirke für Glühstrümpfe
             59.15   Pumpenschläuche und ähnliche Schläuche, aus Spinnstoffen, auch mit Armaturen
                     oder Zubehör aus anderen Stoffen
             59.16   Förderbänder und Treibriemen, aus Spinnstoffen, auch verstärkt
             59.17   Technische Gewebe und Gegenstände des technischen Bedarfs, aus Spinnstoffen
          KAPITEL 60
             60.01   Gewirke als Meterware, weder gummielastisch noch kautschutiert :
                     A. aus Wolle oder feinen Tierhaaren
 ---pagebreak--- Nr. L 142/82                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                            28 . 6. 71
             ex 60.02   Handschuhe aus Gewirken, weder gummielastisch noch kautschutiert, andere
                        als aus Baumwolle
                60.05   Oberbekleidung, Bekleidungszubehör und andere Wirkwaren, weder gummi­
                        elastisch noch kautschutiert :
                        A. Oberbekleidung und Bekleidungszubehör :
                            I. Pullover mit einem Anteil an Wolle von mindestens 50 Gewichtshundert­
                               teilen und einem Stückgewicht von 600 g oder mehr
                60.06   Gummielastische Gewirke und kautschutierte Gewirke, als Meterware, sowie
                        Waren daraus (einschließlich Knieschützer und Gummistrümpfe):
                        B. andere Waren
             KAPITEL 61
             ex 61.04   Unterkleidung (Leibwäsche) für Frauen, Mädchen und Kleinkinder, andere als
                        aus Baumwolle
                61.06   Schals, Umschlagtücher, Halstücher, Kragenschoner, Kopftücher, Schleier und
                        ähnliche Waren
                61.07   Krawatten
                61.08   Kragen, Hemdeinsätze, Bluseneinsätze, Jabots, Manschetten und ähnliche Putz­
                        waren für Ober- und Unterkleidung für Frauen und Mädchen
                61.10   Handschuhe, Strümpfe, Socken und Söckchen, nicht gewirkt
                61.11   Anderes konfektioniertes Bekleidungszubehör, z.B. Schweißblätter, Schulterpol­
                        ster und andere Polster für Schneiderarbeiten , Gürtel , Muffe, Schutzärmel
             KAPITEL 62
                62.01   Decken :
                        A. mit elektrischer Heizvorrichtung
                        B. andere :
                            II. aus anderen Spinnstoffen
                62.03   Säcke und Beutel zu Verpackungszwecken :
                        B. aus Geweben aus anderen Spinnstoffen :
                            I. gebraucht :
                                    a) aus Flachs- oder Sisalgewebe
                               ex b) andere , ausgenommen Gewebe aus Kokosfasern oder Baumwolle
             ex 62.05   Andere fertiggestellte Waren aus Spinnstoffen, einschließlich Schnittmuster zum
                        Herstellen von Bekleidung, ausgenommen Waren aus Jute oder Kokosfasern
             KAPITEL 63
             ex 63.01   Bekleidung und Bekleidungszubehör, Decken, Haushaltswäsche und Waren zur
                        Innenausstattung (ausgenommen Waren der Tarifnummern 58.01 , 58.02 und 58.03),
                        aus Spinnstoffen, Schuhe und Kopfbedeckungen, aus Stoffen aller Art, alle diese
                        augenscheinlich gebraucht, in Massenladungen, lose oder in Ballen, Säcken
                        oder ähnlichen Verpackungen, außer aus Jute oder Kokosfasern
 ---pagebreak--- 28 . 6 . 71                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               Nr. L 142/83
            KAPITEL 64
              64.03    Schuhe aus Holz, Schuhe mit Laufsohlen aus Holz oder Kork
              64.04    Schuhe mit Laufsohlen aus anderen Stoffen (z.B. Schnüre, Pappe, Gewebe, Filz,
                       Geflecht)
              64.05    Schuhteile (einschließlich Einlegesohlen und Fersenstücke) aus Stoffen aller Art,
                       ausgenommen Metall
              64.06    Gamaschen , Schienbeinschützer und ähnliche "Waren sowie Teile davon
 ---pagebreak--- Nr. L 142/ 84           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  28.6.71
                                           ANHANG B
                         Liste der Entwicklungsländer, denen allgemeine
                                 Zollpräferenzen gewährt werden
Afghanistan                 Iran                                    Nigeria
Algerien                    Jamaika                                 Obervolta
Äquatorialguinea            Jemen                                   Pakistan
Argentinien                 Jordanien                               Panama
Äthiopien                   Jugoslawien                             Paraguay
Barbados                    Kambodscha                              Peru
Bolivien                    Kamerun                                 Philippinen
Botswana                    Kenia                                    Ruanda
Brasilien                   Kolumbien                                Sambia
Burma                       Kongo (Demokratische Republik)           Saudi-Arabien
Burundi                     Kongo (Volksrepublik)                    Senegal
Ceylon                      Korea (Süd-)                             Sierra Leone
Chile                       Kuwait                                   Singapur
Costa Rica                  Laos                                     Somalia
Dahome                      Lesotho                                  Sudan
Dominikanische Republik     Libanon                                  Südjemen
Ekuador                     Liberia                                  Syrien
Elfenbeinküste              Libyen                                   Tansania
El Salvador                 Madagaskar                               Thailand
Gambia                      Malaysia                                 Togo
Gabun                       Malawi                                   Trinidad und Tobago
Ghana                       Malediven                                Tschad
Guatemala                   Mali                                     Tunesien
Guinea                      Marokko                                  Uganda
Guayana                     Mauretanien                              Uruguay
Haiti                       Mauritius                                Venezuela
Honduras                    Mexiko                                   Vereinigte Arabische Republik
Indien                      Nepal                                    Vietnam ( Süd-)
Indonesien                   Ngwane (Swasiland )                     Zentralafrikanische Republik
Irak                         Nicaragua                               Zypern
                            Niger