CELEX: 31977R2537
Language: de
Date: 1977-11-18 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 2537/77 der Kommission vom 17. November 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Rumänien

Nr. L 294/20                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             18 . 11 . 77
                          VERORDNUNG (EWG) Nr. 2537/77 DER KOMMISSION
                                              vom 17 . November 1977
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ur­
                                                sprung in Rumänien
 DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                             Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 GEMEINSCHAFTEN —                                            211 8/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
 gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­           Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                             tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                             bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
 gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des           festgestellt werden und gegebenenfalls mit dem Koeffi­
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­         zienten multipliziert werden, der in Artikel 1 Absatz 2
 organisation für Obst und Gemüse (*), zuletzt geändert      zweiter Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr.
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1034/77 (2), insbe­          1050/77 festgesetzt worden ist.
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,
                                                             Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für rumä­
 in Erwägung nachstehender Gründe :                          nische Tomaten an zwei aufeinanderfolgenden Markt­
 Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                tagen um mindestens 0,5 Rechnungseinheiten unter
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei         dem Referenzpeis gelegen . Daher muß eine Aus­
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an       gleichsabgabe für diese Tomaten erhoben werden.
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­              Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­            lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus        grunde zu legen :
 dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­         — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                  Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
 dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der              chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
 beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­           Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
 fügbaren Einfuhrpreise sein.                                     rität dieser Währungen stützt,
                                                             — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1050/77 der Kommis­                  der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 sion vom 18 . Mai 1977 zur Festsetzung der Referenz­
                                                                  kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
 preise für Tomaten bis zum Abschluß des Wirtschafts­             der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 jahres 1977 (3) wurde der Referenzpreis für diese Er­
                                                                  Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
 zeugnisse der Güteklasse I vom 1 . Oktober bis 20 .              hendem Absatz festgestellt wird —
 Dezember 1977 auf 23,33 Rechnungseinheiten je 100
 kg Eigengewicht festgesetzt.
                                                             HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
 gleich der niedrigsten repräsentiven Notierung oder                                 Artikel 1
 dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­
 gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­      Auf Einfuhren von Tomaten (Zolltarifstelle ex 07.01
 ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­         M des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Ru­
 markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­            mänien wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 2,36
 land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die         Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht ange­
                                                             wandt.
 in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­                                 Artikel 2
 den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
 kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72            Diese Verordnung tritt am 19. November 1977 in
 festgelegt.                                                 Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 17. November 1977
                                                                        Für die Kommission
                                                                         Der Vizepräsident
                                                                         Finn GUNDELACH
(') ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 1 .                   C1) ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.
P ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 32.                     (s ABl. Nr. L 44 vom 18. 2. 1975, S. 8 .