CELEX: 31984R0614
Language: de
Date: 1984-03-09 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 614/84 der Kommission vom 8. März 1984 zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse

Nr. L 67/44                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              9 . 3 . 84
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 614/84 DER KOMMISSION
                                                  vom 8 . März 1984
                          zur Änderung der Einfuhrabschöpfungen für Getreide- und
                                             Reisverarbeitungserzeugnisse
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               — für die Währungen, die untereinander zu jedem
GEMEINSCHAFTEN —                                                  Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abweichung
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­                 in Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein
ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                                   Umrechnungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des                 Währung stützt,
Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame              v — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
Marktorganisation für Getreide ('), zuletzt geändert              der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
durch die Verordnung (EWG) Nr. 1451 /82 (2), insbe­               kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
sondere auf Artikel 14 Absatz 4,                                  für die Währungen der Gemeinschaft entspre­
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 des                 chend vorstehendem Gedankenstrich festgestellt
                                                                  wird.
Rates vom 21 . Juni 1976 über die gemeinsame Markt­
organisation für Reis (3), zuletzt geändert durch Verord­     Diese Wechselkurse sind die am 7. März 1984 festge­
nung (EWG) Nr. 1 74/84 (4), insbesondere auf Artikel          stellten Kurse .
12 Absatz 4,
                                                              Die zuletzt festgesetzte Abschöpfung der Grund­
gestützt auf die Verordnung Nr. 129 des Rates über            erzeugnisse weicht von den mittleren Abschöpfungen
den Wert der Rechnungseinheit und die im Rahmen               um mehr als 3,02 ECU je Tonne , des Grunderzeug­
der gemeinsamen Agrarpolitik anzuwendenden                    nisses ab. Daher müssen aufgrund von Artikel 1 der
Umrechnungskurse (*), zuletzt geändert durch die              Verordnung (EWG) Nr. 1 579/74 f 1) die zur Zeit
Verordnung (EWG) Nr. 2543/73 (6), insbesondere auf            geltenden Abschöpfungen entsprechend dem Anhang
Artikel 3,                                                    zu dieser Verordnung geändert werden —
gestützt auf die Stellungnahme des Währungsaus­
schusses,
in Erwägung nachstehender Gründe :                            HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
                                                                                     Artikel 1
tungserzeugnissen zu erhebenden Abschöpfungen sind
durch die Verordnung (EWG) Nr. 508/84 Q, zuletzt              Die bei der Einfuhr von Getreide- und Reisverarbei­
geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 595/84 (8),           tungserzeugnissen, die der Verordnung (EWG) Nr.
festgesetzt.                                                  2744/75, zuletzt geändert durch die Verordnung
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 414/83 des Rates vom             (EWG) Nr. 414/83 unterliegen und im Anhang der
21 . Februar 1983 (9) ist die Verordnung (EWG) Nr.            geänderten Verordnung (EWG) Nr. 508/84 festgesetzt
2744/75 (10) betreffend die Erzeugnisse der Tarifstelle       sind, zu erhebenden Abschöpfungen werden wie im
23.02 A des Gemeinsamen Zolltarifs geändert worden.           Anhang angegeben geändert.
Um ein normales Funktionieren der Abschöpfungsre­                                    Artikel 2
gelung zu ermöglichen ist bei der Berechnung der
Abschöpfungen zugrunde zu legen :                             Diese Verordnung tritt am 9. März 1984 in Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 8 . März 1984
                                                                        Für die Kommission
                                                                          Poul DALSAGER
                                                                     Mitglied der Kommission
(>) ABl. Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 164 vom 14. 6. 1982, S. 1 .
(3) ABl. Nr. L 166 vom 25. 6. 1976, S. 1 .
(♦) ABl. Nr. L 21 vom 26. 1 . 1984, S. 1 .
(*) ABl. Nr. 106 vom 30. 10. 1962, S. 2553/62.
(«) ABl. Nr. L 263 vom 19. 9. 1973, S. 1 .
O ABl. Nr. L 58 vom 29 . 2. 1984, S. 7.
(•) ABl. Nr. L 66 vom 8 . 3. 1984, S. 19.
(») ABl. Nr. L 51 vom 24. 2. 1983, S. 1 .
H ABl. Nr. L 281 vom 1 . 11 . 1975, S. 65.                    (") ABl. Nr. L 168 vom 25. 6. 1974, S. 7.
 ---pagebreak--- 9 . 3 . 84                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  Nr, L 67/45
                                                        ANHANG
           zur Verordnung der Kommission vom 8. März 1984 zur Änderung der Einfuhrabschöp­
                                 fungen für Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse
                                                                                                    (ECU/Tonne)
                                                                         Abschöpfungen
                             Nummer
                                                           Drittländer
                  des Gemeinsamen Zolltarifs
                                                         (ausgenommen                  AKP oder ÜLG
                                                        AKP oder ÜLG)
           07.06 A I                                           85,65 (')                     83,84(')0
           07.06 A II                                          88,67 (')                     83,84 0 0
           11.01 C (2)                                       160,21                         154,17
           11.02 A III (2)                                   160,21                         154,17
           11.02 B I a) 1 (2)                                140,06                         137,04
           11.02 B I b) 1 (2)                                140,06                         137,04
           1 1 .02 C III (2)                                 220,17                         214,13
           11.02 D III (2)                                     90,38                         87,36
           1 1 .02 E I a) 1 (2)                                90,38                         87,36
           11.02 E l b) 1 (2)                                177,34                         171,30
           1 1 .02 F III (2)                                 160,21                         154,17
           11.04 CI                                            88,67                         82,02 0
           11.07 A IIa)                                      1 63,34 (4)                    152,46
           1 1.07 A IIb)                                     124,79                         113,91
           11.07 B                                           143,64 (4)                     132,76
           (') Diese Abschöpfung ist unter bestimmten Bedingungen auf 6 v. H. des Zollwerts begrenzt.
           (2) Für die Abgrenzung der Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 von denen der Tarifstelle
                23.02 A gelten als Erzeugnisse der Tarifnummern 11.01 und 11.02 Erzeugnisse, die — in
                Gewichtshundertteilen ausgedrückt und auf den Trockenstoff bezogen -— gleichzeitig folgendes
                aufweisen :
                — einen Stärkegehalt (bestimmt nach dem abgewandten polarimetrischen Ewers-Verfahren), der
                    höher ist als 45 v. H. ;
                — einen Aschegehalt (abzüglich etwa eingesetzter Mineralstoffe), der bei Reis 1,6 v. H. oder
                    weniger, bei Weizen und Roggen 2,5 v. H. oder weniger, bei Gerste 3 v. H. oder weniger, bei
                    Buchweizen 4 v. H. oder weniger, bei Hafer 5 v. H. oder weniger und bei anderen Getreide­
                    arten 2 v. H. oder weniger beträgt.
                Jedoch gehören Getreidekeime, ganz, gequetscht, als Flocken oder gemahlen, zur Tarifnummer
                11.02.
           (4) Gemäß Verordnung (EWG) Nr. 1180/77 wird diese Abschöpfung für die Erzeugnisse mit
                Ursprung in der Türkei um 5,44 ECU/t verringert.
           0 Gemäß Verordnung (EWG) Nr. 435/80 wird die Abschöpfung für nachstehende Erzeugnisse mit
                Ursprung in den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean und in den
                überseeischen Ländern und Gebieten nicht erhoben :
                — Marantawurzeln der Tarifstelle 07.06 A
                — Mehl und Grieß der Tarifstelle 11.04 C
                — Stärke von Maranta der Tarifstelle 1 1 .08 A V.